186. Jahrgang Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen Ur 117 Erstes Blatt 186. Jahrgang Mittwoch, 20. Mai 1956 ioMtags* Mb * Stiertag” jflF d A A »nnahm- VON Anzeigen ^aminenEr Ä A AA A AA | Ab A» ,A jA ▲ A AA bis8-/,Uhrdes Vormittag! ||il 17Ki7ll 17 r zl w*"* Mit 4 Beilagen RM.1.95 HD B | Bf |HQf B B W B X B ■ B B< B B B Bf B Breite 7 Rpf., für Text- Ohne Illustrierte M H B B läL. BL B B B H B W^. B von 70 mm Breite BflSW I 111VIUV< MSÖ von einzelnen Nummern wvW flv yjir...- infolge höherer Gewalt WZ Ermäßigte Grundpreise: General-Anzeiger für Oberhesfen Postscheckkonto: 1 • f I gen, Bäder.. Unterrichts- u. Zranisurt am m°,n liess vruck und Verlag: vrühl'sche UnioerfitStsvuch- und Steindruckerei «.Lange in Liehen. Schriftleitung und SefchSftrftelle: Schulstrahe 7 M-ng-nabschlD-s'tNs Nur von einer neuen Rechisbafis aus findet Europa den Weg zu wahrem Frieden und neuem Leben. Ileichspropagandaminister Dr. Goebbels spricht auf der Abschlußkundgebung des Juristentags Leipzig, 19. Mai. (DNB.) Nach viertägiger Dauer fand der Deutsche Juristentag 1936 seinen feierlichen Abschluß mit einer Kundgebung in der Maschinenhalle des Meßgeländes, in der auch die Eröffnung stattgefunden hat. Wieder waren die deutschen Rechtswahrer zu Tausenden herbeigekommen, um, nachdem sie in der Eröffnungskundgebung die feierliche Proklamierung des deutschen Rechts- wahrers an Stelle des oolksfremden Juristen erlebt hatten, nun aus dem Munde des Reichsrechts- führers die Würdigung der in diesen vier Jahren geleisteten Arbeit für die Neugestaltung des deutschen Rechts und die Zielsetzung für die kommende Arbeit zu hören. Mit Reichsminister Dr. Goebbels wohnten u. a. Reichsjustizminister Dr. Gür t- n e r, Staatssekretär Lammers und der Präsident des Volksgerichtshofes T h i e r a ck der Kundgebung bei. Nach dem Fahneneinmarsch bestieg der Reichsrechtsführer Reichsminister Dr. Frank die Rednertribüne. Mit tiefem Ernst klangen seine Worte durch die Halle: Der Führer hat heute einen seiner treuesten Kameraden zu Grabe getragen. Auch wir gedenken des treuen und unermüdlichen Weggefährten des Führer, unseres Parteigenossen Julius Schreck. Er war uns ein Vorbild an Treue und Aufopferung. Stehend und lautlos hatten die vielen Tausende von Rechtswahrern die Worte angehört. Darauf eröffnete der Reichsrechtsführer die Kundgebung und gab Reichsminister Dr. Goebbels das Wort. Reichsmmister Dr. Goebbels spricht zu den Rechtsfragen. Der Minister verwies zunächst auf die grundsätzliche Umstellung, die die nationalsozialistische Revolution auch auf dem Gebiete des Rechts mit sich gebracht habe. Habe man früher oft genug den Eindruck gehabt, daß das Leben der Nation dem formalen Gesetz untergeordnet sei, so sei im nationalsozialistischen Staat das Gesetz nur Diene r am Leben unseres Volkes. Gesetze dürften nicht dem Leben seinen Weg vorschreiben wollen, sondern hätten sich umgekehrt nach dem ewigen Leben auszurichten. Am Anfang einer jeden Revolution stehe die Tat. Wenn sie einen festen Zustand geschaffen habe, sei es Aufgabe des Gesetzgebers, diesen Zustand gewissermaßen gesetzlich zu unterbauen. Deshalb /habe auch am Anfang des nationalsozialistischen Umbruchs nicht eine papierene Verfassung gestanden, sondern man habe danach getrachtet, erst das Volk in Verfassung zu bringen. Aus dieser Verfassung des Volkes heraus würden einmal die Gesetze geschrieben werden, die die Grundlage für eine geschriebene Verfassung unseres Volkes abgeben könnten, fußend auf Rasse, Blut und Volkstum. „Hfst dann wird die Justiz ein inneres Verhältnis zum Volk haben, wenn das Volk in ihr auch wieder den höchsten Ausdruck völkischer, sozialer und nationaler Gerechtigkeit sehen kann. Insofern muß das Gesetz dem Zeitgei st entsprechen und nur, wenn feine Diener diesen Geist der Zeit in sich tragen, sind sie in der Lage, ihm auch in der Rechtsprechung selbst Ausdruck zu geben." Eingehend beschäftigle sich Dr. Goebbels mit der Frage der individuellen Freiheit. „Während das liberale Gesetz nur das Individuum beschützt, beschützt das nationalsozialistische Recht das Volk. Es ist nicht wahr, daß das nationalsozialistische Gesetz die Freiheit des Individuums einengte, denn schließlich leitet sich ja jede persönliche Freiheit von der Freiheit der Ration ab. Die ausländische Behauptung muh zurückgewiesen werden, daß es in Deutschland keine p r e ssesreiheit mehr gebe. Wir haben nicht die Freiheit, sondern d i e g e i st i g e Anarchie der presse abgeschafft! Gewiß muß der deutsche Schriftleiter sein Amt heute im Dienste des Volkes versehen. Wir halten es aber für eine höhere Ehre, nach den £e- bensintqresfen einer Ration zu schreiben, als im Solde einer anonymen Deltclique zu stehen. Was in solchen liberalen Staaten als Pressefreiheit angefehen wird, ist in Wirklichkeit schlimmste geistige Tyrannei, weil sie anonym ausgeübt wird. „Jedes Gesetz bedeutet schließlich eine Einengung der persönlichen Freiheit. Der vergangene Staat Zog diese Grenzen möglichst weit. Das Ergebnis sah allerdings auch danach aus. Der Landesverrat war gewissermaßen eine Salonkrankheit. Es konnte im Ernst die These aufgestellt werden: Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig! Das aber ist nicht mehr Gesetzmäßigkeit, das ist Gesetzlosigkeit und Anarchie. Wir haben die individuellen Rechte und Freiheiten auch nur da eingegrenzt, wo sie sich in einem Widerspruch zu den Lebensnotwendigkeiten des Volkes gestellt hatten. Das muß jeder Gesetzgeber tun. An sich ist ja schon das einfachste Derkehrsregelungsgesetz eine Einengung der persönlichen Freiheit. Wir garantieren aber auch im Rahmen der f ü,r d i e Nation gültigen Freiheit dem Individuum wiederum ein Höch st maß an persönlicher Freiheit. Unseren Gesetzen hat sich auch der Höchste im Staate zu unterwerfen nach dem Grundsatz: Das Volk muß leben. Gesetze, nach denen ein Volk im Inneren sein Dasein organisiert, unterliegen nur seinem eigenen Urteil. Es kann deshalb den Nationalsozialismus nicht im geringsten beeindrucken, wenn gewisse deutschfeindliche, meistens jüdische Juristen auf Grund von Paragraphen glauben, die „Gesetzlosigkeit" der nationalsozialistischen Revolution „nachweisen" zu können. Geschichte wird immer von nationalen Staatsmännern, nicht aber von internationalen Juristen gemacht. Denn sich die Welt mehr und mehr in ihrer eigenen Verstrickung verfängt, dann ist es notwendig, wieder die einfache Vernunft sprechen zu lassen. Von dieser Grunderkennknis geht auch unsere Kritik am Versailler Vertrag aus. Er ist auf gesetzlose Weife zustandegekommen, und feine Rechkstilel der ungleichen Berechtigung beruhen nicht auf der deutschen Unterschrift, sondern auf Drohung mit Gewalt. Der Führer hat sich deshalb auf ein höheres Lebensgefeh seines Volkes und Europas berufen, als er diese unerträglichen Paragraphen durch neue Tatsachen ablöste. Diese Paragraphen waren im Begriff, das Rebeneinanderleben freier Völker unmöglich zu machen. Es kann aber nicht der Sinn der Paragraphen sein, dem Völkerleben die Entwicklungsmöglichkeiten abzuschneiden, sie können und sollen dieses Leben vielmehr beschützen und sichern. Gesetze, die sich in Ueber- einstimmung befinden mit dem Lebensrecht der Völker werden am ehesten geeignet fein, eine Verbundenheit vo Reichsmmister Dr. Frank hielt dann die Schlußansprache des Juristentages. Er führte dabei u. a. folgendes aus: Als die großen Ausstrahlungen dieses Deutschen Juristentages sehe ich für den deutschen Rechts- wahrer die Steigerung seiner ständischen Geschlossenheit, die Förderung seiner ideellen Entschlossenheit und die Förderung seiner schöpferischen Wirkenskraft, für das deutsche Volk aber die Förderung der Erkenntnis, daß der Nationalsozialismus die Kluft, die früher einmal so unselig zwischen Justiz und Volk bestand, geschlossen und die große Verbundenheit der Rechtshüter und der Rechtsträger mit dem Volksganzen zum Segen unserer Nation und unseres Reiches herbeigeführt hat. Es gibt heute nur eine einzige Macht in Deutschland, das ist die Macht des Führers, die wiederum beruht auf der Ermächtigung durch das deutsche Volk, in seinem Namen die oberste Gewalt des Deutschen Reiches auszuüben. Die einheitliche nationalsozialistische Führerreichsgewalt teilt bestimmte Aufgaben bestimmten Aufgabenträgern zu mit der Wirkung, daß nicht eine Gruppe des Staatsdienstes ausgespielt werden kann gegen eine andere. Im Dritten Reiche des Nationalsozialismus ist es nicht so, wie in den liberalistischen Epochen möglich, unter dem Vorwand der Unabhängigkeit der Rechtspflege subversive Opposition gegen den einheitlichen Staats- und Führerwillen zu treiben. Das deutsche Rechtsleben ist unter der Führung Adolf Hitlers und des Nationalsozialismus ein einheitlicher stählerner Willensorganismus geworden, in dem sich schwache Punkte nicht finden. Aber gerade angesichts dieser Geschlossenheit unseres Volkes und Rechtslebens ist die Stellung unserer Rechtspflege eine besonders starke. Denn auch für den Richter, für den Rechtswahrer gilt d i e Autorität des Führers. Es ist nicht möglich, das Wort „Recht" anzuwenden auf Gewaltakte. „Recht" setzt in feiner Anwendung voraus, daß auch die Gewalt sich ihm beugt. Diese Sphäre der unabhängigen Rechtspflege ist ein Ausschnitt aus der Gesamtheit unseres nationalsozialistischen .Rechtslebens. Dieser Schuh der unabhängigen Rechtspflege erstreckt sich auf sämtliche Gebiete des menschlichen Lebens ohne jede Ausnahme. Jeder aber, der glauben könnte, auf dem Umweg über den Mißbrauch der Rechtspflege gegen das nationalsozialistische Reich angehen zu können, möge von vornherein alle Hoffnung fahren lassen. Der Rechtswahrer und seine Macht sind nicht der Schutz einer etwaigen antinationalso^kalistischen Opposition, si^ dienen vielmehr der Stärkung der nationalsozialistischen Rechts- und Reichsautorität durch Gerechtigkeitsdienst. Ohne starkes Reich kein starkes Recht, ohne sfarkes Reich auch keine unabhängigen Rechtswahrer. Aber stark wird ein Reich nach innen und außen nicht nur durch die Soldaten der Waffe, sondern vor allem auch durch die in den Rechtswahrern sich verkörpernden Soldaten der rechtlichen Gemeinschaftsordnung. Außerhalb der Autorität des Reiches gibt es keine Rechtsautorität. Nur auf dem Wege des Rechtes und der Rechtssicherheit ist der Schutz eines Staates möglich. Eine Tscheka könnte sich in Deutschland nicht dauerhafte und vernünftige Rechtsordnung herzuftellen. Dadurch, daß wir Deutschland wieder auf eine neue, feste Rechts- basis stellten, glauben wir unsererseits, einen wertvollen Beitrag zur Konsolidierung des schwer leidenden Europas beigesteuerl zu haben. Wir Rationalsozialislen, so erklärte der Winister, wollen nicht nur unser eigenes Land aufbauen — wir wollen dem gequälten Europa zu neuem Leben verhelfen. Es kann nur gesunoen durch die Gesundheit aller seiner Glieder. Wir geben die Hofnung nicht auf, daß es nach den endlosen Wirren und Krisen am Ende doch noch gelingen wird, der Welt den Weg zu wahrem Frieden zu weisen. Wir haben auch einmal in unserem eigenen Lande unendlich viele und schwere Krisen und Spannungen überwunden. Nun ist es unser Bestreben, Europa durch unsere Mithilfe auf eine bessere Rechtsbasis zu stellen, die sich mit dem Leben der Völker in Uebereinstimmung befindet. Denn nur so können die Ueberreste des Krieges überwunden werden. „Möge es uns", so schloß Dr. Goebbels, „als den Vertretern einer wahren Gerechtigkeit und eines ewigen Rechts gelingen, auch der übrigen Welt den Weg dahin zu bahnen. Die Völker warten darauf. Sie haben ein Recht zu leben. Die Staatsmänner müssen diesem Recht gehorchen. Frieden und Wohlfahrt beruhen auf Gerechtigkeit. Dieser Gerechtigkeit wollen wir zum Siege verhelfen!" Die deutschen Rechtswahrer nahmen die Worte des Ministers mit langanhaltendem stürmischen Beifall auf. n Volk und Recht. halten und aufbauen. Der Freiheit, der Ehre, des Vermögens und des Lebens kann man in einem geordneten Gemeinwesen nur im Wege der Rechtsanwendung verlustig gehen. Das P a r t e i p r o g r a m m d e r N S D A P hat für die Erziehung des deutschen Rechtswahrers ebenso entscheidende Bedeutung wie das Buch des Füh- r e r s „M ein Kamp f". D«s Parteiprogramm ist aber für das Rechtsdenken und die Rechtswirklichkeit des Dritten Reiches gültig, nicht als formelles Gesetz, sondern kraft des schöpferischen Willens des Führers. Da in dem Parteiprogramm die letzten Ziele der NSDAP, erkennbar sind, hat es ein stetes Hilfsmittel des deutschen Rechtswahrers in Rechtswissenschaft, in Rechtslehre und Rechtspraxis zu sein. Das Parteiprogramm ist die Entwicklungslinie des deutschen Lebens. Jeder Rechtswahrer muß sich in seinem Denken und Wirken, in seinem Arbeiten und Streben an diese Linie halten. Das deutsche Recht hat sein Haupt wieder frei gemacht und sein ehernes, stolzes Angesicht leuchtet als ein feierliches Symbol der unzerstörbaren Urkraft unserer germanischen Kultur über dem Werk unserer Tage. Wir haben den Idealismus im deutschen Recht als Ziel und Methode aufgerichtet. Wir haben diesem Recht im größten wie im kleinsten feine Mission eingeprägt, allzeit Diener an der Ewigkeit unseres Volkes zu fein. Die Würde des deutschen Rechtswahrertums soll fortgeführt werden durch die Jugend unseres Nechtsstandes. Die Not dieser Rechtsjugend zwingt uns zu harten Maßnahmen. Aber es ist besser, der berufenen Jugend den Weg zum Rechtsleben zu öffnen, als wie das früher in der Dekadenzentwicklung unseres Reiches geschah, das Recht zum Tummelplatz von allen und jedem zu machen. Die deutsche Rechtsjugend ist uns dafür verantwortlich, daß sie in stolzer und klarer Kraft die Befreiung des deutschen Rechtslebens von den letzten Resten einer überwundenen Zeit fortsetzt. Die Auslese der Berufenen auf dem Gebiete des Rechtslebens ist nach nationalsozialistischen Grundsätzen eine Auslese im Kampf und gegenseitiger Aneife- rung und damit die vollendetste Erfüllung des Leistungsprinzips. Ich möchte von dieser Stelle aus den Appell an olle in Frage kommenden Reichs-, Partei- und Volksstellen richten, der Not des Rechtswahrernachwuchses rechtzeitig ihr Augenmerk zuzuwenden. Wir zählen Hunderte und aber Hunderte von jungen auch nach nationalsozialistischen Grundsätzen restlos zuzulassenden Rechtswahrern, die weniger als das für die Handwerker angesetzte Existenzminimum monatlich zur Verfügung haben. Nun tretet ihr wieder an in euren Gerichtssälen, Hörsälen, Amtsbereichen aller Art. Sagt euch bei jeder Entscheidung, die ihr trefft: Wie würde der Führer an meiner Stelle entscheiden? Bei jeder Entscheidung, die euch obliegt, fragt euch: Ist diese Entscheidung mit dem nationalsoizalistischen Gewissen des deutschen Volkes zu vereinen? Dann werdet ihr e i ne eherne, f e ft e Gewissens- grundlage haben, die aus der Einheit des nationalsozialistischen Volksganzen, aus der Erkenntnis der Ewigkeit des Führerwillens Adolf Hitlers heraus auch in eure eigene Entscheidungssphäre die Autorität des Dritten Reiches für alle Zeiten bringt. Dem Führer, dem wir alles danken, dem Schöpfer und Gestalter des deutschen Rechtes, Sieg-Heil! Llebersiaat oder Staatenkonserenz? 23on Dr. Hans von Malottki. Der Völkerbundsrat hat zwar die abessinische Frage bis Mitte Juni vertagt. Aber die Bewegung, die Europa infolge des italienischen Unternehmens erfaßt hat, konnte durch diesen Der- legenheitsbeschluß der Genfer Diplomaten selbst- verständlich weder abgeschwächt noch unterbrochen werden. Im Gegenteil, sie ist dadurch nur unklarer und unübersichtlicher geworden. Es ist wieder einmal der berühmte „flüssige Zustand" eingetreten; jenes Suchen und Tasten, jene Unruhe und Unsicherheit, die sich immer dann einstellt, wenn Gewichtsverschiebungen und Kräfteverlagerungen das europäische Leben erschüttern und die Nationen zur Neuausrichtung zwingen. ' Solche Situationen sind an sich nichts Unnatürliches. Sie liegen im Wesen aller Lebensoorgänge, auch der politischen; und auch der vernünftelnde Zug der Nachkriegspolitik, der Wahn, die Buntheit des Daseinkampfes der Völker nach einem starren Paragraphenschema zu reglementieren, t)at dem dynamischen Charakter des Völkerlebens keinen Abbruch tun können. Nicht die Bewegtheit, nicht der ewige Wandel ist das Beängstigende, sondern die Unfähigkeit oder Unwilligkeit einer vergreisten Diplomatie, "in kluger und rechtzeitiger Anpassung den Erfordernissen der Entwicklung Rechnung zu "tragen. Dies ist auch der tieffte Grund, weshalb der gegenwärtige Zustand unter gesamteuropäischen Gesichtspunkten so unerfreulich ist. Es wird allerseits zugegeben, daß die politische Organisation Europas in Unordnung geraten, oder vielmehr heute weiter denn je von einer wirklichen Ordnung entfernt ist; daß die Verhältnisse zwischen den maßgebenden europäischen Mächten, unklar und unübersichtlich wie kaum zuvor, nach einer befreienden Neugestaltung verlangen; daß die kleinen und mittleren Staaten in dem allgemeinen Chaos jeden #alt entschwinden sehen. Alles ruft nach Reform, nach Neuordnung. Aber wo ist, außer dem deutschen Friedensplan, eine Initiative von gesamteuropäischer Spannweite sichtbar? Frankreich, richtungs- und sührungslos und der Gefangene seiner überklugen Bündnispolitik, plagt sich mit der zunehmenden Sorge um die Erhaltung seiner Vormachtstellung. England, äußerlich ruhig, aber von inneren Richtungskämpfen bewegt, sieht fürs erste nur die Gefährdung entscheidender Stellungen seines Weltreiches. Italien, das neue Imperium, sucht den Eintritt in den Kreis der satten Mächte. Und während Moskau sich auf dem Genfer Parkett als Bollwerk gegen Angriffsgefahren empfehlen und zugleich durch den Angriffsapparat der Komintern den Bestand europäischer Kulturstaaten unterhöhlen kann, suchen die kleineren Staatswesen, enttäuscht und voller Sorge, nach Möglichkeit irgendeiner Selbsthilfe. Sie, die kleinen Staaten, haben in der Tat Grund genug zur Sorge. Denn jenes kollektive Vorgehen, auf die sie ihre Sicherheit bauten, ist in der Feuerprobe gegen Italien auf der Strecke geblieben. Daher auch der Ruf nach Reform des Völkerbundes. Schon lange in der Luft liegend, hat diese Parole durch den Mißerfolg des Sanktionsfeldzuges neue Nahrung erhalten, und auch Herr Baldwin hat zum Nachdenken gemahnt, wie das Instrument des Kollektivismus verbessert werden könne. Auf der Vollversammlung im Herbst, so meinte er, solle das Thema in Angriff genommen werden. Ist die Völkerbundsreform damit über unverbindliche, theoretische Gespräche hinaus offizieller Verhandlungsgegenstand der europäischen Diplomatie geworden? Weil die deutsche Politik einer wahren Kollektivität zum Siege verhelfen will, sind auch wir an dieser Frage interessiert, die so vielfältig ist und bis in die tiefsten Schichten der europäischen Nachkriegsproblematik führt. Gerade weil dem so ist, wird es darauf ankommen, das Problem von vornherein richtig und umfassend genug zu stellen. Freilich, eine formelle Reform der Satzung, soviel sich auch dafür anführen läßt, kommt in absehbarer Zeit kaum in Betracht. Oder ist die in Artikel 26 vorgesehene Einstimmigkeit im Rat und Mehrheit in der Versammlung jetzt etwa leichter zu erreichen als in früheren Zeiten? Um so wesentlicher und notwendiger ist die innere Wandlung des Genfer Bundes. Sie bietet auch keine formellen Schwierigkeiten; denn sie könnte sich auch ohne Satzungsänderung vollziehen, weil es für die Wirksamkeit des Völkerbundes erfahrungsgemäß vor allem darauf ankommt, wie die Satzung aufgelegt und in der Praxis angewendet wird. Auf diesen Umstand ist es zurückzuführen, daß in der Vergangenheit England und Frankreich z. B. ganz verschiedene Auffassungen vom Wesen des Völkerbundes hatten und vertraten. England hat im Genfer Bund bisher nie etwas anderes gesehen als eine diplomatische Methode, eine Konferenz von souveränen, durch gemeinschaftliche Ziele verbundenen Staaten, die, bei aller moralischen Verpflichtung auf die Vorschriften der Satzung, doch die Freiheit und Selbstverantwortlichkeit ihrer Entschließung behalten. G Grä felfing bei München, 19. Mai. (DNB.) Ein grauer trüber Himmel spannt sich über Gräfelfing. Der Ort ist heute eine einzige Trauergemeinde. Umflorte Fahnen wehen von allen Häusern. Ueber- all ruht die Arbeit. Ein langes Spalier von trauernden Volksgenossen säumt die Wege zum neuen Friedhof außerhalb des Ortes. SS.-Männer halten den Eingang zur Friedhofskapelle frei. Auf einem dunkelrot ausgeschlagenen und mit Tannengirlanden geschmückten Sockel ruht der Sarg. Ein rot- samtenes Tuch mit schwarzem Hakenkreuz auf weißem Grunde deckt ihn. Vor dem Sarge liegt das schwarzsamtene Kissen mit den Orden und Auszeichnungen. Vier Sturmführer der SS. halten mit blanken Degen die Totenwache. Um 10 Uhr rücken die Fahnen an: voraus die Blutfahne, dann folgen die Fahnen der Standarte „Deutschland", der SS.- Standarten 1 und 34, der SA., des NSKK., der Politischen Leiter. Eine Abordnung des Stoßtrupps Hitler ist angetreten. Die Männer tragen die feldgraue Mütze, die gleiche, wie sie in der ersten Kampfzeit getragen wurde, als Julius Schreck, der Gründer des Stoßtrupps, noch in ihren Reihen stand. Alle tragen den Blutorden. Inmitten der Stoßtruppführer steht die einzige Trägerin dieser Auszeichnung, Schwester Pia. Die Formationen der Bewegung, SS.-Verfügungstrupp, die Totenkopfverbände, SA., NSKK., HI., Politische Leiter schließen den Ring um die Grabstätte. Die Trauerseier. Nun krachen zwölf Böllerschüsse in die Stille des Friedhofes, sie künden die Ankunft des Führers, der in langsamer Fahrt durch das dichte Spalier der trauernden Volksgenossen gefahren kommt. Der Führer tritt mit tiefernsten Zügen an das Fußende des Sarges und erhebt die Hand zum letzten Gruß. In der Begleitung des Führers befinden sich der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, Reichspressechef Dr. Dietrich, Obergruppenführer Brückner und Brigadeführer Sch a u b. Ein riesiger Kranz aus Lorbeer mit weißen Lilien, den der Führer seinem toten Kameraden und Mitkämpfer widmet, trägt in seinen Schleifen das Hoheitszeichen und die Inschrift: „Meinem alten treuen Mitkämpfer und lieben Kameraden Julius Schreck — Adolf Hiller." Der Führer stellt sich an den rechten Flügel des Führerkorps der Partei. Man sieht' Generaloberst Göring, die Reichsminister Dr. Goebbels, Darrs und Frick, den Stabschef der AS. Lutze, den Reichsführer-SS. Himmler, den Korpsführer NSKK. Hühnlein, die Reichsleiter, den Botschaften von Ribbentrop, zahlreiche Gruppenführer und Gauleller, darunter auch Gauleiter Sprenger, Obergruppenführer Sepp Dietrich, die Adjutanten Oberst- leutnant Hohbach und Standartenführer Wiedemann, Flugkapitän Baur und die beiden Aerzte Dr. Brand und Dr. Hasse. Der Musikzug der Standarte „Deutschland" spielt feierlich und ernst „Deutsche Trauermusik" von Dr. Hanfstaengl._ Dr. Schott tritt an den Katafalk. Seiner Gedächtnisansprache legt er das Wort zu Grunde: ,Laß kommen die Hölle, mit mir zu streiten / Ich will durch Tod und Teufel reiten!" Er feiert den Toten als einen der Treuesten und Tapfersten und Redlichsten. Neun Jahre hat er den ehrenvollen Posten eines ständigen Begleiters am Steuer des Wagens des Führers ausgefüllt. In dem Bewußtsein, uns, dem Volke das Teuerste, das wir heute besitzen, durch taufend Gefahren hindurch gerettet zu haben, durste der Verblichene die Augen für immer schließen. Er war dem Führer aber nirfji bloß der absolut verläßliche Steuermann, er mar ihm der Volksgenosse, der mit ihm ein terer Warenaustausch und ein erweiterter Reiseverkehr ist, dessen Bewältigung die Aufgabe der Reichsbahn darstellt. Mit der stell ansteigenden Linie dieser Derkehrs- ziffern kann zwar die Entwicklung der Einnahmen nicht ganz Schritt hatten, weil die Deutsche Reichsbahn nicht ein privatkapitalistisches Profitunternehmen, sondern ein s o z i a l i st i s ch e s Gemeinschaftsunternehmen des deutschen Volkes ist, und well sie deshalb im Gesamtinteresse von Volk, Staat und Wirtschaft Maßnahmen durchführen mußte, die die Einnahmeseite belasteten. Man denke nur an die Förderung der einheimischen Rohstoffversorgung, an die Frachtermäßigungen für die Förderung der nationalen Arbeit, an Die Frachtfreiheit für Transporte des Winterhilfswerks und an die zahlreichen Tarifermäßigungen im Personenverkehr. Trotz aller dieser einschränkenden Umstände vermehrten sich die Einnahmen im Güterverkehr um 8,6 o. H. gegenüber 1934 und um 28,1 v. H. gegenüber 1933, im Personenverkehr um 7,8 v. H. gegenüber 1934 und um 16,9 v. H. gegenüber 1933. Ein überzeugendes Bild von der Wiedererstarkung des deutschen Wirtschaftslebens und von der entsprechenden Besserung des Gefchäftsergebnisses der Reichsbahn erhält man jedoch erst, wenn man die Gesamtausgaben den Gesamteinnahmen der Betriebsrechnung gegenüberstellt. Es ergibt sich dann ein Ueber - schuß von 152,2 Millionen Mark! Im Gefchäftsjahr 1934 betrug aber der Ueberfchuß nur 24 Millionen Mark, während 1933 und 1932 sogar Fehlbeträge von 136 Millionen Mark bzw. 66,7 Millionen Mark ausgewiesen werden mußten. Bei der Bemessung und Verteilung der Ausgaben hat sich die Reichsbahn auch im vergangenen Jahre von den gemeinwirtschaftlichen und sozialen Ideen des neuen Staates leiten lassen. Das kommt schon dadurch zum Ausdruck, daß die Perfonalaus- gaben in Höhe von 2335 Millionen Reichsmark mit 68,13 v. H. aller Betriebsausgaben Den wichtigsten und größten Ausgabeposten der Betriebsrechnung von 1935 bildeten. Daneben sind durch die sachlichen Ausgaben für die Betriebsführung sowie für die Unterhaltung und Erneuerung Der Bahnanlagen und Fahrzeuge im Jahre 1935 insgesamt etwa 1,5 Milliarden RM. der deutschen Wirtschaft zugeflossen. Dabei ist besonders beachtenswert, daß diese Arbeiten 1935 erstmalig im Rahmen des regelmäßigen Wirtfchaftsplanes finanziert wurden und nicht in Der Form eines besonderen Arbeitsbefchaf- fungsprogramms zusätzlicher Art wie 1933 und 1934. Die Jnitialzündung der ersten Arbeitsbeschaffungsaktion hat gewirkt, der Motor Der deutschen Wirt- Stück Leben, ein Lebensschicksal teilen durfte. Dieses Glück ist ihm bis zuletzt vergönnt geblieben. Das man auch für Die Hinterbliebenen ein Trost und tiefoeglückendes Gefühl fein: er hat das Vertrauen des Führers genossen bis in feine letzten Stunden! Ein Mann vom Stoßtrupp Hitler nimmt das Ordenskiffen, ein anderer Mütze und Degen. Sechs SS.-Führer heben den Sarg auf. Hinter Dem Sarge folgen die Hinterbliebenen, dann Der Führer mit Dem Führerkorps. Unter Den Klängen Des Chopinfchen Trauermarsches trifft Der Trauerzug am Grabe ein. Salven krachen, Die Musik spielt Den Präfentiermarfch. Unter feinen Klängen wird Der Sarg in Das Grab gesenkt. Reichssjjhrer SS. Himmler tritt vor Das Graft SolDatisch kurz und ernst sind feine Worte: „Nach zwanzig Jahren Kampf ruht nun Dein Leib, Du hast gekämpft unD nur an Kampf unb Treue geDacht bis z u Deinem letzten Tage. Du warst Derjenige, Der Den Stoßtrupp Hitler gründete, Du warst Derjenige, Der im Jahre 1925 Die erfte Staffel Dieser heute größten Schutzstaffel in München ge- grünDet hat. JmmernurwarstDuim Dien ft, zwanzig Jahre Deines Lebens, von Dem Augenblick an, als Du SolDat würbest. Immer nur wärest Du beDacht, von Dem Augenblick an, als Du Den Mann, Der unser Führer ist, kennenlerntest, lerntest, ihm treu zu sein unD ihm zu Dienen. Du warst einer von denen, die sich bemühten, ihm jeden Wunsch und jeden Gedanken von den Augen abzulesen und zu erfüllen, warst einer von Denen, Die niemals an s i ch gedacht haben, und Du bist ein Vorb ilD an Tapferkeit unD Kühnheit. So rauh, wie Du nach außen warst, innerlich warst Du ein gütiger Mensch und warst mit Recht beliebt. Du bist ein Held unserer Zeit, hast gekämpft und schäft läuft heute selbsttätig auf immer höheren Tourenzahlen. Leider reichte Der Ueberfchuß der Betriebsrech- nung von 152,22 (24,05) Mill. Mark nicht^aus, um Die Lasten der Gesamtrechnung zu Decken. So konnten der gesetzlichen Ausgleichsrücklage statt Der vorgesehenen 2 v. H. Der gesamten Betriebseinnahmen — 71,7 Mill Mark nur 27L Mill. Mark, D. h. 44,2 Mill. Mark zu wenig, zugeführt werben. Auch Die Rücklage für Die Einziehung von Vorzugsaktien, Die 1935 in Höhe von 36 Mill. Mark hätte gebilDet werben müssen, konnte nicht beDacht werDen. Die Reichsbahn muß mit allem Nachdruck Dahin streben. Den Ausgleich ihrer Gesamtrechnung auf anDere Weise sicherzustellen. Ohne Schaffung neuer Einnahmen wäre ein Fehlbetrag von 29 Mill. Mark zu erwarten gewesen, Der sich bei Durchführung DringenD notwen» Diger weiterer Unterhaltungs- und (Erneuerung^ arbeiten mit einem Aufwand von 136 Mill. Mark auf 165 Mill. Mark erhöht haben würde. Zur Deckung dieses Bedarfs mußten 100 Mill. Mark auf tarifarifchem Wege hereingehott werden, während Der Restbetrag von 65 Mill. Mark aus erwartetem weiterem Verkehrszuwachs ,'Ober auch aus erneuten Sparmatz- nah m en in Der Verwaltung Der Deutschen Reichsbahn erbracht werben soll. Es ist zu hoffen, baß mit bem Gesetz über Den Güterfernverkehr mit Kraftfahrzeugen Das schwierige Problem des Verhältnisses zwischen Güterfernverkehrsgewerbe unb Reichsbahn einer Lösung Angeführt ist. Die Den beiDerfeifiaen Belangen bienen und ber deutschen Volkswirtschaft zum Nutzen gereicht n wird. Der Reichsbahn-Regelgütertarif blieb nach Höhe und Aufbau auch 1935 unverändert. Mit Wirkung vom 20. Januar 1936 sind die Güter - und Tiertarife mit einem 5prozentigen Zuschlag belegt Das erscheint vielleicht als eine Härte gegenüber Der Wirtschaft, aber anderseits ist die Reichsbahn zur Erfüllung ihrer großen nationalen und sozialen Aufgaben gezwungen, in Zukunft ihre notwendigen Ausgaben durch eine organische Steigerung der Einnahmen auszugleichen. Der ganze Geschäftsbericht für das Jubiläums- fahr Der Reichsbahn ist durchzogen von dem Willen, der Volks ge samt hei t und dem nationalsozialistischen Staat zu dienen. Der Führer hat den deutschen Eisenbahnern bei Den Iubiläumsfeier- lichkeiten in Nürnberg selber Den Weg gewiesen: „So wie einst Die Deutsche Reichsbahn mitgewirkt hat, Grundlagen zu schaffen für Die politische (Einigung Der deutschen Nation, so wirb bieses gewaltige Unternehmen auch in Zukunft bie Grundlagen mit» schaffen für den sozialistischen Aufbau des Reiches!" bist nun Vorbild. Und so sehen wir dich, und so nehmen wir von dir Abschied für die Erdenzeit, die jeder von uns noch zu leben hat. Wir wissen, wir alle treffen uns an einem Ort, in einem Gedanken, in einem Kampf wieder, wo wir auch in dem großen Weltall des Herrgotts fein mögen. Und so, wie wir kämpfen, bienst bu brüben in Walhall für deinen Führer für die Bewegung und für Deutschland!" Die Musik spielt das Lied vom guten Kameraden, die Fahnen senken sich. Dann legt ber Führer den Kranz nieder, den er seinem unveroeßlichen Julius Schreck widmet. Schweigend in tiefster Ergriffenheit nimmt der Führer Abschied von seinem Kameraden. Nachdem dann die übrigen Kränze am Grabe ihren Platz gesunden hatten, fährt Der Reichsführer-SS. Himmler fort: „Wir haben uns nun von dir verabschiedet. Du lebst in unseren Reihen so, als ob du noch da wärst. Und nun habe ich Dir, lieber Kamerad Schreck, eine Ehre zu verkünden, Die Dein Führer für Die bestimmt hat Als Du die Staffel grünDeteft, war sie ein Häuflein non zehn Mann. Von heute ab soll laut Befehl des Führers die 1. Standarte Der SS. in München Dtn Namen „Julius Schreck" führen. Wir alle wollen bestrebt sein, Daß diese Standarte bem Träger bieses Namens, dem Mann, der ein Heros in unseren Reihen war, Ehre macht!" Als alter Kampfgenosse und einer der ältesten Kameraden des Verblichenen tritt jetzt der Führer des Stoßtrupps Hitler, SA.-Brigadesührer B e r ch - told, vor, um ein kurzes unb schlichtes Abschiebs- wort zu sprechen. Das Kamvflieb ber Beweaung, bas Horst-Wessel-Lieb, klingt über die offene Gruft. Während die Kapelle bas SS.-Sturmlied „Wenn alle untreu werben" spielt, tritt ber Führer noch einmal vor bie Grabstätte des getreuen Julius Schreck, grüßt noch einmal Den Toten, grüßt zur Seite, wo die Angehörigen stehen unb verläßt bann Den FrieDhof. MM« I f fr XX Vs* ?lef£5 »ifttelegramm gibt einen Ausschnitt von der Feier. Der Sarg roirD von sechs SS.-Führem aus der FneDhofskapelle getragen. Im Hintergrund erkennt man (unterhalb des runden Fensters) den Führer (Scherl-Bilderdienst-M.) 7 ü 9 Oer Führer am Grabe Julius Schrecks. Das erffe Reichsführerlager der Hitlerjugend. Braunschweig, 19. Mai. (DNB.) Auf geschichtlichem Boden, Dem Rittersaal der Burg Dank- waroerode, wurde das erste Reichsführerlager der Hitler-Jugend feierlich eröffnet. Alle aktiven Bann- und Jungbannführer der gesamten deutschen Hitler-Jugend, insgesamt mehr als 900, waren angetreten. Beim Einmarsch von ihrem Lager am Kennelsack vor den Toren Braunschweigs in die Stadt wurden Fahnen und Führer von der Bevölkerung herzlich begrüßt. Ein Chorspiel, das die Zeit Heinrichs des Löwen verherrlichte, eröffnete die Feier. Ministerpräsident SS.- Gruppenführer Klagaes begrüßte die HI.-Füh- rer. Er zog eine Parallele von dem Umbruch, den Heinrich der Löwe für seine Zeit bedeutete, zu dem Umbruch, den Adolf Hitler in Deutschland durch den Nationalsozialismus herbeiführte. Für den erkrankten Reichsjugendführer sprach der Stabsführer der Reichsjugendführung Hartmann- Lauterbacher. Der Nationalsozialismus knüpfe bewußt bei den Helden und großen Männern der deutschen Vergangenheit an. Die Hitler-Jugend habe sich immer in Ehrfurcht vor den Männern gebeugt, die ihr auch heute noch Sinnbilder der Kraft, der Zucht und der Treue seien. In dieser Stadt der Jugend solle die erste Akademie furJuaendführung erstehen. Die Bedeutung, die die Hitler-Jugend Braunschweig zumesse, habe sie veranlaßt, das erste Reichsführerlager hierher zu legen. Es soll der Hitler-Jugend die Ausrichtung geben für ein ganzes Jahr harter, schwerer und damit auch schöner Arbeit! Ueber dem Burghof war inzwischen die Dunkelheit hereingebrochen. Lodernde Fackeln der den Platz umsäumenden Braunschweiger Hitlerjugend tauchten die Häuserfronten in ein mattes Licht. Die Jugendführer aus dem Reich nahmen Aufstellung. Mit klingendem Spiel rückte der Musikzug des Gebietes Niedersachsen heran und wurde dem auf dem Balkon stehenden Stabsführer gemeldet. Dann erklang der große Zapfenstreich, der schließlich in die nationalen Lieder überging. Lodernde Fackeln auch an der Stelle, wo am 1. August 1932 der Student Axel Schaffeld für die Bewegung und den Führer sein Leben ließ. Auch hier hielten Hitlersunqen die Ehrenwache. Stabsführer Hartmann-Lauterbacher legte für die Reichsjugendführung einen Kranz nieder und verweilte einige Sekunden an der Todesstätte in stillem Gedenken. Dann marschierten in langen Kolonnen Deutschlands Jugendführer an der Stätte vorbei. Die Kabinettsbildung in Frankreich. Herriot lehnt die Uebernahme P a r i s, 20. Mai. (DNB. Funkspruch.) Das politische Tagesereignis war die Unterredung zwischen dem zukünftigen Ministerpräsidenten Leon Blum und Herriot. Der Sozialistenführer soll zunächst sein politisches Programm entwickelt und Herriot die voraussichtliche Zusammensetzung seines Kabinetts mitgeteilt haben, um schließlich dem ehemaligen Ministerpräsidenten das Außenminlsterium anzubieten. Herriot habe dieses Angebot a b - gelehnt, da er zwar mit den großen Richtlinien der von Blum beabsichtigten Außenpolitik einverstanden sei, dagegen zahlreiche Fragen des innenpolitischen Programms nicht billigen könne. Der Bürgermeister von Le Havre und ehemalige radikal- sozialistische Marineminister Leo Meyer äußerte, er sei zu erklären ermächtigt, daß Herriot seine Kandidatur für die Kammerpräsidentschaft aufstellen werde. In Kreisen der Volksfront glaubt man jedoch, daß Blum sich mit der Absage Herriots nicht zufriedengeben, sondern in den nächsten Tagen einen neuen Versuch unternehmen werde, um ihn von seinem Entschluß abzubringen. „Echo de Paris" will wissen, daß besonders von den Kommunisten und der Pariser Sowjetbotschast ein Druck auf Herriot ausgeübt werde, um ihn zur Uebernahme des Quai d'Orfays zu überreden, was man auch britischerseits sehr begrüßen würde. Das „Petit Journal" hält es nicht für ausgeschlossen, daß Löon Blum, falls Herriot auch nach dem Zusammentritt des Vollzugsausschusses der Radikalsozialistischen Partei auf seiner Ablehnung beharren sollte, dem ehemaligen Ministerpräsidenten C haute m p s das Außenministerium anbieten werde. — Der „Jour" hält es nicht für ausgeschlossen, daß sich Blum nun an den bisherigen Staatsminister Paul B o n c o u r wenden werde, um chm die Uebernahme des Quai d'Orsays anzubieten, vorausgesetzt, daß Blum nicht s e l b st die Führung der französischen Außenpolitik übernehmen wolle. des Außenministeriums ab. Wachsende Mißstimmung gegen die kommunistische Taktik. Paris, 20. Mai. (DNB. Funkspruch.) Die Bestrebungen Leon Blums, möglichst weite Kreise zur aktiven Mitarbeit an der künftigen Regierung heranzuziehen, und die Tatsache, daß sich sowohl die Kommunisten als auch der marxistische Gewerkschaftsverband der Uebernahme einer Mitverantwortung entziehen, andererseits aber doch eine mehr oder weniger weitgehende Kontrolle ausüben wollen, löst in breiten Kreisen Verstimmung aus. So schreibt „Homme Libre", daß die französischen Wähler derartige Methoden nicht gewünscht hätten, als sie ihre Stimme der Volksfront gaben. Frankreich habe die Erpressungspolitik gewisser Verbände und Vereinigungen satt, die nur ihre eigenen Interessen verträten und keine anderen Rechte hätten, als die, die sie sich selbst anmaßten. Man wisse sehr wohl, daß gerade diese langsame Schwächung der Zentralgewalt und die ausweichende Haltung gewisser Kreise zu den augenblicklichen Schwierigkeiten geführt hätten. „Victoire" fragt, ob man es im Juni mit drei französischen Regierungen zu tun haben werde, auf der einen Seite das Kabinett Blum, auf der anderen die von den Kommunisten angekündigte Regierung der Massen, die durch die sogenannten Volksausschüsse gebildet werden soll, und schließlich die Regierung der m a r x i st i s ch e n Gewerkschaften, drei Regierungen und drei verschiedene Politiken, die sich bald durch den Konkurrenzgeist bekämpfen und die augenblickliche Unordnung nur noch verschlimmern würden. Der „Ami du Peuple" stellte fest, daß die Volksfront zehn Tage vor dem Zusammentritt der neuen Kammer immer noch kein gemeinsames Programm gefunden habe. Es herrsche Ungewißheit über die Bildung der Regierung und Feindseligkeiten gegen die Anwesenheit gewisser Persönlichkeiten in dieser neuen Regierung. Olympia-Empfang in London Gemeinsame Arbeit für den Gedanken des Friedens. London, 20. Mai. (DNB. Funkspruch.) Der britische Olympia-Ausschuß veranstaltete einen Empfang, an dem u. a. der englische Verteidigungsminister Jnskip und der deutsche Geschäftsträger Fürst Bismarck teilnahmen. Präsident Dr. L e w a l d sprach über die deutschen Vorbereitungen für die Olympiade. Er erklärte u. a.: Deutschland werde alles tun, um aus den olympischen Spielen eine große Kundgebung des Friedens au gestalten, nachdem sich die ganze Welt sehne, und dessen Aufrechterhaltung das Ziel aller Staatsmänner sei, deren Nationen an der Olympiade teilnehmen. Der durch das olympische Fest ausgedrückte Friedensgedanke sei im Herzen jedes Deutschen lebendig^ Der Verteidigungsminister Sir Thomas Jnskip sagte u. a., er hoffe, daß die olympischen Spiele in Berlin das Ergebnis hätten, seine Stellung zu einem Ruheposten zu machen. Wenn es ihm und dem deutschen Geschäftsträger überlassen wäre, die Angelegenheiten im Geiste dieser Veranstaltung zu regeln, dann könnten sie das sehr schnell tun. Der deutsche Geschäftsträger möge in seinem nächsten Bericht darauf Hinweisen, daß sehr viele Herzendem deutschen Volke entgegen» schlügen und daß die Engländer wünschten, Vergangenes vergangen sein zu lassen und zusammen zumarschieren in dem Willen, in dem die Hoffnung der Nachwelt liege. Der den Vorsitz führende Lord Portal erklärte, eine wundervolle Nation biete ihre Gastfreundschaft an und garantiere, daß jeder Mitwirkende fair behandelt werde. In diesen Tagen internationaler Unruhen und Konflikte habe' man gelernt, daß es das beste sei, daß die Völker miteinander bekannt würden. Der König hatte ein Telegramm folgenden Inhalts gesandt: „Ich vertraue darauf, daß keine Mühe gescheut wird, die Ueberlieferung des britischen Sports durch unsere erwählten Vertreter in Berlin aufrechtzuerhalten." Der Lustverkehr. Englisches Lob für die deutschen Luftschiffe. London, 19. Mai. (DNB.) Im Unterhaus wurde der Antrag auf Gewährung einer Unterstützung für die britische Luftfahrtgesellschaft „Imperial Airways" behandelt. Der Luftfahrtminister Sir Philipp S a s s o o n erklärte, der Zweck der Unterstützung sei, daß der wirtschaftliche Luftverkehr die größtmögliche Anzahl von Personen und Gütern befördern könne. Die Unterstützung verfolge weiter den Zweck, eine Verkürzung der Flugzeiten herbeizuführen, die Häufigkeit der Beflie- gung der Strecken zu vermehren und schließlich es zu ermöglichen, daß sämlliche Post innerhalb des britischen Weltreiches zu einem Satz von IV2 Penny für eine halbe Unze (14 Gramm) befördert werden könne. Dies alles hoffe die Regierung mit einer jährlichen Unterstützung von 600 000 Pfund zu erzielen. Der konservative Abgeordnete Hauptmann Guest, ein früherer Luftfahrtminister, lobte hierauf das neue deutscheLuftfchiff „Hindenburg", an dessen Flug er als Passagier teilgenommen habe. Es habe ihn einen beträchtlichen Aufwand an Mut gekostet, um an Bord zu gehen, er habe sich aber gesagt, wenn der „Graf Zeppelin" 60 Uederfahrten gemacht habe, würde die Ueberquerung des Atlantik durch den „Hindenburg" bei seiner zweiten Fahrt wohl auch sicher sein. Die Deutschen hätten in den letzten Jahren mit Mut und Geld etwas hergestellt, wovon man in England bis zu diesem Tage sich nicht habe träumen lassen. Die Deutschen hätten jetzt zweifellos ein Verkehrsmittel für den Passagier- und Güterverkehr, das er eher auf der nordatlantischen Route benützen würde, als irgendein Flua- zeug. Großbritannien, das so reich sei, solle diefv- Art des Luftverkehrs, die es gestatte, 100 Personen innerhalb von 36 Stunden von Neuyork nach Irland zu befördern, und zwar mit jedem denkbaren Komfort, ohne Erschütterungen irgendwelcher Art, und ohne Maschinenlärm, sich nicht entgehen lassen. Wenn Hindenburg" in Croydon gelandet wäre, so würde die Reise nach Amerika nur 40 Stunden gedauert haben. 36 Stunden mit dem Wind und 40 Stunden gegen den Wind, und dazu 100 Passagiere an Bord, sei wahrhaft eine aufsehenerregende Lei st un g. Es wäre wünschenswert, wenn das Luftministerium der Frage des Luftschiffes größere Aufmerksamkeit schenke. Sir Samuel Hoare unterstützte hierauf den Antrag des Luftfahrtministers. Er wies darauf hin, daß man in Großbritannien der Entwicklung der Luftschiffe mehr Aufmerksamkeit geschenkt haben würde, wenn es nicht so viele Kritik im Parlament gegeben hätte. Man solle nicht denselben Fehler mit der Imperial Airways" wiederholen. Der englische Versicherungsskandal. London, 20. Mai. (DNB. Funkfpruch.) In London waren Gerüchte im Umlauf, daß der Kolonialminister Thomas, der im Mittelpunkt der gerichtlichen Untersuchung über den Versicherungs- skandal stand, zurückgetreten sei. Don zuständiger Seite wurde jedoch erklärt, daß diese Gerüchte nicht zuträfen. Thomas, der sich zur Erholung aufs Land begeben hatte, wird voraussichtlich der heutigen Wochensitzung des Kabinetts beiwohnen. Dem die Untersuchung führenden Richter wurde ein Bericht über die Vermögensverhältnisse des Ministers eingereicht, über dessen Inhalt jedoch nichts mitgeteilt wurde. Der Zeuge W a t e r 10 n wurde befragt, wie er zu der Vermutung gekommen sei, daß die Einkommensteuer um drei Pence erhöht werden würde. Er erklärte, daß er das irgendwann im G e - s p r ä ch gehört habe, wie er glaube, an der Börse. Er bestätigte, daß er den Tip von Mr. Eves erhalten habe, einem anderen Freunde des Ministers Thomas, und daß er ihn an den Makler Fergottis weitergegeben habe. Thomas habe man bei diesen Gesprächen anfangs nicht in Zusammenhang mit. dem Tip gebracht. Er sei jedoch auf den Gedanken gekommen, daß die Angelegenheit mit Thomas zusammenhängen müsse. Eves bestritt, davon gesprochen zu haben, daß die Einkommensteuer um 3 Pence erhöht werden würde. Als Rechtsberater für Sir Alfred Bätes sei er aber bei dem Kauf des Hauses tätig gewesen, das für den Minister Thomas bestimmt war. Der Rechtsanwalt Dr. Hearn sagte aus, daß Fergottis, einer der Versicherungsmakler, ihm erklärt habe, daß man in Versicherungsgeschäften „viel Geld machen" könne. Er fei in der Lage, Mitteilungen von einem Kabinetts- Mitglied zu erhalten und habe den Namen des Ministers Thomas genannt. Sir Alfred Bates erklärte auf die Frage, wie er die Erinnerungen des Ministers Thomas habe veröffentlichen wollen, die (Erinnerungen sollten in der Zeitschrift „The Leader" (einer Wochenzeitschrift, die in der Hauptsache Voraussagen über die Ergebnisse von sportlichen Ereignissen gibt, um damit das Abschließen von Wetten zu erleichtern) erscheinen. Er habe die Absicht gehabt, den „Leader" umz u stellen. Als der Richter fragte, was für Autoren denn bisher den „Leader" geschrieben hätten, erregte dies stürmische Heiterkeit. ©$Jeden Wetterwechsel bekommt auch die Zigarette zu spüren GWarme und Trockenheit nehmen ihr die Frische und lassen zugleich das Aroma verdunstenWenn auch an kühlen Regentagen der Feuchtigkeitsgehalt vorübergehend wieder zunehmen kann,so bleibt dennoch der einmal entflogene Duft für immer verloren. Deshalb schützen wir unsere Zigaretten vor allen Witterungseinflüssen durch abgedichteteTROPEN- Packungen und erhalten ihnen-dank dieserXbrsorge- GÜLDENRING 4 PFG overstolz 5 feg • ravenklau 6 pfg I OHNE MUNDSTÜCK MIT GOLDMUNDSTÜCK MS G • M ♦ B • H Ov Oer Linkskurs in Spanien. Madrid, 19. Mai. (DNB.) Der spanische Mi- Visterpräsident und Kriegsminister Casares Quiroga betonte vor dem Parlament, daß die Regie- rung mit der Volksfront rechne und sich aus deren Massen stütze. Sie werde sich gegen die Feinde der Republik mit allen Mitteln verteidigen. Die Regierung werde gegen den Faschismus eine kriegerische Haltung einnehmen. Da die Regierung eine Regierung der Volksfront fei, so beginne die Verantwortung für deren Politik beim Kabinett selbst und reiche bis zum letzten Abgeordneten der kommunistischen Fraktion. Die Regierung werde sich von niemanden vergewaltigen lassen, sie dulde daher auch keine Streiks oder offene Unruhen, sondern erwarte rückhaltlose Mitarbeit aller Kreise der Linkskoalition. Calvo S o t e l o , früher Minister unter Primo de Rivera, legte dar, daß die Politik der Volksfront die nationale Wirtschaft zerschlage und besonders die kleinbürgerlichen Kreise schwer in Mitleidenschaft ziehe. Die marxistische Methode, durch Besteuerung der unter Vertrauensschwund leidenden Wirtschaft die Gelder für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zu beschaffen, werde zu keinem guten Ende führen. Der Drohung des Ministerpräsidenten, daß die Regierung dem Faschismus gegenüber eine kriegerische Haltung einnehmen werde, hielt der Redner den inneren Widerspruch entgegen, daß die Regierung als Vertreterin der sog. demokratischen Freiheitsidee logischerweise keine politische Tendenz, welche es auch sei, bekämpfen dürfe. Ganz energisch wies er die Behauptung zurück, daß der Faschismus „ein Ableger" des Kapitalismus sei. Der Redner brandmarkte dann die bei der An-, siedlung von Landarbeitern und bei der Enteignung von Grundbesitz geübte Willkürherrschaft. Er stellte fest, daß seit dem 16. Februar über 300 Kirch e n in Spanien verbrannt und unzählige Anschläge verübt worden seien. Ein marxistischer Totengräber habe sich geweigert, einen erschossenen Polizeibeamten zu begraben. Zahlreiche Spanier seien verhaftet worden, nur weil man in einem Hochruf auf Spanien ein Verbrechen erblicke. Man sei heute in Spanien schon soweit gekommen, daß man rufe „Es lebe Moskau" und „Es sterbe Spanien!" Spanien befinde sich in einer Autori- tätskrise, die zu beseitigen die erste Aufgabe der Regierung sein müsse. In erster Linie habe der Kriegsminister dafür zu sorgen, daß das Heer nicht auch dieser Krise zum Opfer falle. Das Parlament sprach der neuen Regierung mit 217 gegen 61 Stimmen das Vertrauen aus. Italiens Bevölkerung um 2 Millionen gewachsen. Rom, 19. Mai. (DRB.) Rach den vorläufigen Ergebnissen der italienischen Volkszählung waren in der Nacht zum 21. April 42 438 104 italienische Staatsbürger im Lande. Nicht einbegriffen sind die in den italienischen Kolonien befindlichen Arbeiter und Truppen, deren Zahl aus militärischen Gründen vorerst nicht bekanntgegeben wird. Bei der letzten Volkszählung vom 21. April 1931 waren 41 176 671 italienische Staatsangehörige und 475 046 Ausländer gezählt worden. Durch Geburtenüberschuß hat, wie es in einer amtlichen Mitteilung über die Volkszählung heißt, die italienische Bevölkerung in den letzten fünf Jahren um rund 2 Millionen zugenommen. Die beiden italienischen Millionenstädte Rom und Mailand haben gegenüber der letzten Volkszählung um 17,2 bzw. 12,4 o.H. auf 1 178 491 und 1114104 Personen zugenommen. Die Bevölkerung in den 22 wichtigsten Städten ist von rund 7,1 auf 7,8 Millionen, d. h. um 8,7 v. H. gestiegen. Japanische Waffenschmiede widmen dem Führer ein Schwert. Tokio, 19. Mai. (Ostasiendienst des DNB.) Sieben Vertreter der Zunft der Schwertschmiede in Gifu bei Nagoya überreichten dem deutschen Geschäftsträger Dr. N o e b e I ein kostbares japanisches Schwert als Geschenk für den Führer. Die Ueberreichung erfolgte mit den Worten: „Dem Führer des Deutschen Reiches, Adolf Hitler, den wir Japaner verehren, überreichen wir als Sinnbild japanischen Geistes dieses Schwert und hoffen, daß hierdurch die japanisch-deutsche Freundschaft vertieft werden möge." — Der deutsche Geschäftsträger nahm die Widmung mit Dank entgegen und versicherte der Abordnung, daß der Führer ebenso wie über das Geschenk auch über den Geist erfreut sein werde, aus dem heraus es gegeben worden sei. Vor der Abreise der sieben Schmiede nach Tokio fand in Gifu unter Beteiligung der Behörden und der Bevölkerung der Stadt eine besondere Schwertfeier der Schmiedezunft statt. Das Schwert, das in einer Holzscheide steckt und in einer kostbaren Verpackung verwahrt ist, wurde von vier Schmieden in langer und mühevoller Arbeit fertiggestellt. Weiterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeork Frankfurt Mit dem Aufbau des gestrigen Hochdruckgebietes über Nordwesteuropa bei gleichzeitig einsetzender Wirbeltätigkeit über Skandinavien sind aus polaren Gebieten stammende Luftmassen in Richtung auf das europäische Festland in Gang gesetzt worden, lieber letzterem hat sich der gestrige Luftdruckfall fortgesetzt, so daß auch hierdurch das weitere Vordringen der kalten Luft begünstigt wird. Aussichten für Donnerstag: Zunächst noch vielfach aufheiternd, doch im ganzen Uebergänge zu unbeständigerem, vor allem kühleren Wetter, lebhafte Winde aus nördlicher Richtung. Lufttemperaturen am 19. Mai: mittags 22,1 Grad Celsius, abends 12,6 Grad; am 20. Mai: morgens 10,9 Grad. Maximum 22,9 Grad; Minimum heute nacht 7,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 19. Mai: abends 20,7 Grad; am 20. Mai: morgens 15,1 Grad. — Sonnenscheindauer 12,2 Stunden. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IV. 36: 10 000. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch-und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mivtzer Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Oie Geburt eines Mädchens zeigen an | Kaufgesuche | [ Empfehlungen] Gießen, den 20. Mai 1936. 3303D Die Beerdigung findet am Freitag, dem 22. Mai, nachm. 3% Uhr statt 32970 Arnold Handloser und Angehörige. Wieseck. den 18. Mai 1936. 02314 3193 D werden. 3276D 21. Heinis Ohne Gewähr Nachdruck verboten 3304V 1. Ziehungstag 19. Mai 1936 Ziese <1 Karlsruhe, Baden, erbeten. 3172V TL und andere. 3292D 83082 89733 93534 95133 96578 99935 AUTO UNION 9183 10547 12170 16518 21378 34902 46339 49038 49586 54176 67577 63584 70496 71416 73362 75678 159685 175905 198275 225619 258271 274568 301872 320014 328482 360500 391848 109176 131587 169859 201087 268820 277083 299269 308494 346088 383858 154035 173403 197240 224998 257621 274535 299958 318345 326841 360422 381749 105429 124687 159169 198117 240785 274008 290076 301315 343253 369602 107252 128617 163991 198996 250070 275974 297226 304548 344858 380982 144357 167864 178601 209581 230202 261938 286531 312696 321287 350623 368063 395961 111465 141833 176790 204367 269843 278650 299528 321944 349275 388546 145741 170558 179441 215416 233692 264726 292119 314609 321792 352149 376286 398010 112650 151264 184280 224049 270511 285348 299708 333110 355282 393043 75225 124602 153896 172115 183790 216830 234880 274058 295577 315412 326185 357038 380337 101913 120453 152420 187993 227542 273671 288560 300957 336469 364777 2 2 4 6 26 141119 165667 176131 200336 230042 259176 285272 303944 320573 333254 365049 392128 Herta Hamann, geb. 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Mai 1936 nofljöemBüusüerg Abmarsch 7 Uhr Lahnbrücke. Nachzügler: 8.20 Uhr nut Bahn n. Bieber-Reh- mühle. Nachm. 15 Uhr Gleiberg. DervereillsMrer. StMtveM «ließen 3i?oD Freitag, 22. Mai v. 20-22.30 Uhr. 31. Freit.-Abon. Preise von 0.40bis2.50RM. Pygmalion Komödie von Bernard Shaw. Spielleitung: WolfgangKühne Nr.ttl Zweiter Natt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Mittwoch, 20. Mai 1956 „Jeu de boules.“ Marseille zwischen Streik und Kugelspiel. Bon unserem Dr V.-Berichterstatter Aus aller Welt. Die Einwanderungsquote für Luden nach Palästina erhöht. Jerusalem, 19. Mai. (DNB.) Im Amtsblatt der Mandatsregierung wurde die neue Einwanderungsquote für Juden veröffentlicht. Sie ist erheblich höher als die bisherige. Da die Führung der Araber die sofortige vollkommene Unterbindung der jüdischen Zuwanderung gefordert hat, muß die Erhöhung der Einwanderungsquote der Juden als eine offene englische Absage an die Araberführer angesehen werden. Jerusalem gleicht mit seinen geschlossenen Lader, den Stacheldrahtverhauen in den Straßen und dem großen Mi- litöraufgebot einer belagerten Stadt. Schwere Unwellerschäden in Spanien. Aus mehreren spanischen Provinzen werden schwere Unwetterschäden gemeldet. Wolkenbruchartige Regen, verbunden mit einem heftigen Absinken der Temperatur, haben weite Strecken Landes unter Wasser gesetzt. In Gredos tobten S ch n e e st ü r m e, wie man sie zu dieser Jahreszeit noch nicht gekannt hat. In der Provinz Saragossa wurden 160 Dörfer überschwemmt. Die Züge der Strecke Barcelona—Madrid können auf dierektem Wege nicht mehr verkehren, da die Bahndämme an vielen Stellen zerstört sind. Der größte Schaden ist jedoch durch die Vernichtung der Ernte entstanden. In Plasencia sind 90 Häuser unter Wasser gesetzt, von denen bereits 10 einstürzten. In vielen Bezirken gilt die Ernte als vollständig verloren. Mehrere Fabriken haben den Betrieb einstellen müssen. Seit 40 Jahren hat man ein derartiges Hochwasser nicht mehr erlebt. Schwere Sturmschäden am Schwarzen INeer. Seit einigen Tagen herrscht im ganzen Gebiet des Schwarzen und des Asowschen Meeres ein schwerer N o r d o st st u r m , der die gesamte Schiffahrt lahmgelegt hat. Die Küstenstationen melden Windstärke 11. Die Hafenbehörden von Noworossijsk, Odessa und anderen Schwarze-Meer-Häfen haben die Einfahrt von Schiffen verboten. Auch an Land hat der Sturm große Verheerungen angerichtet. Dächer wurden abgedeckt und Häuser beschädigt. Große Schäden haben die Gartenkulturen und Weinberge erlitten. Von einem Lastauto tödlich überfahren. Als ein Lastauto aus dem Kahlgrund in Richtung Wiesen am letzten Hause des Ortes Frammersbach im Spessart vorbeifuhr, lief ein Schwein unter den Wagen und wurde überfahren. Im gleichen Augenblick wollte die Besitzerin des Tieres nach ihm sehen, lief ebenfalls auf die Straße und wurde von dem Fahrzeug erfaßt. Das eine Rad ging der Unglücklichen über den Kopf, so daß der Tod auf der Stelle eintrat. Schlimmes Ende einer nächtlichen Spritzfahrt an der Mosel. Auf der Provinzialstraße zwischen Enkirch und Buch (Mosel) ereignete sich ein schwerer Kraftwagenunfall. Ein Hamburger Wagenbesitzer hatte in einem Enkircher Gasthaus mehrere junge Leute zu einer nächtlichen Spritzfahrt nach Briedel eingeladen. Während dieser Fahrt standen insgesamt sechs junge Burschen auf den Trittbrettern des Wagens. Vor dem Ort Burg fuhr der Wagen gegen einen Baum, wobei die jungen Leute zu Boden geschleudert wurden. Der Wagenbesitzer und ein Einwohner aus Enkirch wurden mit schweren Verletzungen ins Trarbacher Krankenhaus eingeliefert, während der 30jährige Franz aus Enkirch ums Leben kam. Ein Hase fliegt durch die Windschutzscheibe. Ein nicht alltäglicher Vorfall ereignete sich zwischen Erzweiler und Niederalden (Rheinprovinz). Ein Hase sprang von einem Felsen auf die Motorhaube eines fahrenden Postautos; er wurde durch den Anprall durch die Windschutzscheibe geschleudert und blieb tot auf dem Schoße des Fahrers liegen. Der Wagenlenker brachte fein Gefährt sofort zum Halten, so daß ein Unglück vermieden werden konnte. Mehrere Wageninsassen erlitten leichtere Verletzungen. Marseille, im Mai. Es stand alles noch so wie vor fünf Jahren: Notre Dame de la garde auf beherrschender Höhe über der Stadt, das durch Balken vor dem Einstürzen bewahrte Haus mitten im Zentrum, die Schmutz- und Abraumhaufen in den Gassen, der Dunst über dem ungefügen Wirrwarr von Hafenkränen, Masten, Lagerschuppen und Getreidehebern. Und trotzdem war Streik aller Verkehrsarbeiter und Angestellten. Hatten drüben in Italien Häfen ihr Gesicht verändert, hier schien alles stillgestanden zu haben. Beharrlich still im Schmutz, im behaglichen Wohlstand, an der Freude am Lärm, an vielen bunten Lichtern, an den Bergen von Muscheln, Krustentieren und Austern in den Ständen am vieux port! Und da, wo noch vor zwei Jahren König Alexander von Jugoslawien unter den Kugeln eines fanatischen Verbrechers sein Leben aushauchte, stehen wieder Truppen aufmarschiert, schmettern Clairons, um dem ägyptischen Thronfolger die Ehren zu erweisen, die ihm jetzt nach dem Tode seines Vaters zustehen. Lange Artikel in allen französischen Blättern. Der Prinz hat traditionsgemäß in Paris studiert. Er wird, so hofft man, noch öfter hier in Marseille an Land gehen. Und gerade hier hat man weniger denn in Paris vergessen, wer den Suez-Kanal gebaut hat und wer so töricht war, Aegypten aufzugeben ... Italien hat vier Häfen von Bedeutung am Mittelmeer. Frankreich nur einen: Marseille. Alles was mit dem Riesenbesitz in Afrika zu tun hat, konzentriert sich hier. Und Afrika entsandte dafür seine Vertreter in allen nur denkbaren Haut- schattierungen vom dunkelsten Schwarz bis zur matten Tönung des reinblütigen Arabers in die Handelsmetropole. Gerade kommen Abteilungen der gemischten Regimenter an Land. In Tropenuniformen, mit dem roten Fez auf dem Kopf. Schwarz und weiß gemischt. In der gleichen Uniform. Noch marschiert ein weißer Offizier an der Spitze der Abteilung. Wie lange noch? ... Es scheint, als ob tatsächlich der Prozentsatz der Farbigen in den letzten Jahren stark zugenommen hätte. Nicht nur Afrika strömt hier zusammen, sondern auch Annam, Jndochina und das bunte Volk Indonesiens. Sie tragen noch in Europa ihre Landestracht, während der Syrer, Araber und Berber sich in einen Europäer nach letztem Pariser Schnitt verwandelt. Und kein reicher Nigger wird vergessen, weiße Gamaschen über seine Schuhe zu ziehen, in deren Glanz sich die Sonne spiegelt. Und vergessen wir eins nicht: sie sprechen alle Französisch, reines Französisch, Syrer, Aegypter, Berber, Senegalesen, Jndochinesen und Annamiten! Die französischen Schulen leisteten seit über hundert Jahren wirkliche Vorarbeit. Französische Missionen gingen von Marseille nicht nur hinaus, um das Evangelium zu predigen, sondern ebenso um leidenschaftlich französische Kultur und Sprache im Orient, in Afrika wie in Hinterindien zu verbreiten. Und für alle diese Rassen, vor allem für ihre Intelligenz (gleichbedeutend mit ihren wohlhabenden Schichten) ist Marseille nur Pforte nach Paris, dem Ziel ihrer Sehnsucht, mögen sie noch so leidenschaftliche Nationalisten sein. Internationales Schachturnier in Bad-Nauheim. In der dritten Runde des Bad-Nauheimer Internationalen Schachturniers mußte B e l l st a b (Deutschland) gegen A l j e ch i n (Frankreich) aufgeben. Vidmar (Jugoslawien) spielte unentschieden gegen A h u e s (Deutschland). Van den Bosch (Holland) verteidigte sich indisch gegen Weißgerber (Deutschland), konnte aber dem Punktoerlust nicht vusweichen. Stahlberg (Schweden) unterlief in einer versteckten Kombination H e i n t ck e s ein Figurenverlust. Die Partie Man streikt hier. Keine Tram, keine Taxi fährt. Am Abend stehen wohl die Männer in ihren blauen Arbeitskitteln zusammengeballt vor einigen Lautsprechern, in denen die Redner der Volksfront sprechen. Die kommunistischen Agitatoren haben den meisten Beifall. Sie nehmen langsam aber sicher den Sozialisten den Wind aus den Segeln. Das ist das eherne Gesetz der politischen Entwicklung. Im Wettlauf um die Massen gewinnt der Radikalste das Rennen, wenn die andern ihn mitrennen lassen. Ach ja, ich vergaß es auch in der Stadt, man streikt. Aber ich sah fast nirgends etwas, was nach Streik im üblichen Sinne roch. Wir Deutschen, die wir das alles längst hinter uns wissen, betrachten diese Dinge fast mit der Neugierde von Touristen, denen eine interessante aber total fremde Kuriosität irgendwo im Ausland vorgesetzt wird. Sie scheinen, diese biederen Spießbürger in ihren blauen Kitteln, ja nur zu streiken, um sich den ganzen Tag über leidenschaftlich auf das Spiel von Marseille, „Jeu de Boules“, zu werfen. Unser Zollbeamter, vielfacher Champion de Marseille, Besitzer wertvoller Trophäen, hält uns einen bewegten, eindringlichen Vortrag über dieses Marseille bewegende Spiel mit den goldglänzenden, hohlen Metallkugeln. Ein Spiel, bei dem gutes Augenmaß und eine sichere Hand erforderlich sind, damit ähnlich wie beim Billard eine Kugel die andere berührt. Auf jedem freien Stückchen Erde stehen sie in Gruppen beieinander. Jung und cf t. Nur Männer. Ein Spiel für Männerfäuste. Ich sah es, mit Steinkugeln gespielt, auch schon an der ligurischen Küste. Nichts vermag den Eifer, die Andacht, die Spannung, die Energie richtig wiederzugeben, die ich in den Gesichtern der Kugelwerfer beim Wurf konzentriert sah. Sie üben und spielen unermüdlich unter freiem Himmel, der heißen Sonne ihrer schönen Heimat tagsüber ausgesetzt. Ich sah sie um sieben Uhr bereits vor der Kathedrale spielen, da wo der Blick durch die elegante Eisenriesenkonstruktion der Hochfähre über den vieux port hindurch auf Notre Dame de la garde geht. Wo direkt unter uns Soldaten gelangweilt auf den Bastionen Vaubans zum Schutz der alten Hafeneinfahrt heute wie vor 200 Jahren marschieren. Sie spielten im Dreck von Alt-Marseille. Neben ihnen zerrte das Wasserrinnsal im Rinnstein vergeblich an dem Dreckhaufen, um sie in den Hafen zu schwemmen. Sie spielten an denselben Plätzen noch bei Sonnenuntergang. Trotz Streik, trotz Kammerwahlen, trotz Prinzenempfang am Hafen. „Jeu de Boules". 50 000 Francs ist der höchste Preis, der bei den großen Ausscheidungskämpfen der Meister von Marseille winkt. 50 000 Francs! Und jeder Straßenjunge kann sie holen, denn es ist ein Spiel für alle. Ein Spiel, wie wir es in Deutschland mit so einfachen Mitteln und soviel gesunder Beweaung in frischer Luft leider als Volkssport nicht besitzen. Es versöhnt mit vielem. Mit dem unglaublichen Schmutz, dem Gesindel in der Altstadt. Es versöhnt fast ebenso, wie die Wallfahrtskirche hoch über der Stadt uns über die Laster und Menschlichkeiten zu ihren Füßen hinwegsehen läßt. wurde abgebrochen und später von Stahlberg verloren gegeben. K e r e s (Estland) verteidigte sich orthodox in einem Damengambit gegen Bogol- jubow. Nach Abbruch steht das Turmendspiel für Bogoljubow aussichtsreicher. — Der Stand nach der dritten Runde: Ahues, Weißgerber und A l j e ch i n führen mit zwei Punkten, Heinicke und V i d m a r 1% Punkte Bogoljubow und K e r e s 1 Punkt und 1 Hängepartie, Stahlberg und R e 11 ft a b 1 Punkt. Tanzturnier um die Weltmeisterschaft in Bad-Nauheim. Die Weltmeisterschaft i m Gesellschaftstanz wird erstmalig in Bad-Nauheim ausgetragen. Titelverteidiger ist das englische Paar W e l l s - S i s s o n s. Deutschland ist durch das Paar Lottersberger-Bößl vertreten. Außerdem werden die Meisterpaare folgender Länder zum Turnier antreten: Dänemark, Norwegen, Kanada, Frankreich, Oesterreich, Danzig, Tschecho- slowakei, Jugoslawien. Auch das chinesische Meister- paar wird sich voraussichtlich beteiligen. Das Turnier wird veranstaltet vom Reichsverband zur Pflege des Gesellschaftstanzes und der Federation Internationale de Danse Amateurs (Fida). Ausstellung „Aus der Welk des Kindes" in Köln. Im Staatenhaus der Kölner Messe und im angrenzenden Rheinparkgebäude wird jetzt die Ausstellung „Aus der Welt des Kindes" eröffnet. Die Kölner Mütterschule zeigt alles,'was sich auf die Kinderpflege, häusliche Gesundheitspflege und Krankenpflege bezieht. Auf die Abteilung „Volkswirtschaft-Hauswirtschaft", die die Ernährung des Klein- und Schulkindes behandelt, folgen die Räume des Jungvolks. „Wir helfen beim Siedler, beim Bauern und im sozialen Hilfsdienst der überlasteten Frau", lautet das Motto der Schau des Frauendienstes. Das sozialpädagogische Seminar zeigt einen Froebelschen Kindergarten und Kinderhort. In der zweiten Abteilung ist die große Ausstellung des NS.-Lehrerbundes untergebracht. Eine umfassende Reichsschau und die reizend aus- gestattete Abteilung „Kind und Märchen" wird allgemeines Interesse finden. Reichskriegerlag 1936 in Kassel. In Kassel findet vom 1. bis 6. Juli der Reichskriegertag 1936 des Deutschen Reichskriegerbundes (Kyffhäuserbund) E. V. statt. Am 2. Juli wird die Haupttagung des Deutschen Reichskriegerbundes und der Deutschen Kriegerwohlfahrtsgemeinschaft abgehalten. Eine größere Anzahl Arbeitstagungen ist bereits vorgesehen, während im Rathaus ein Begrüßungsabend stattfinden wird. Auf der Karls- roiefe findet der große Aufmarsch mit anschließendem Vorbeimarsch auf dem Friedrichsplatz statt; am Abend dieses Tages ist dann auf der Karlswiese die Festaufführung: „150 Jahre Kyffhäuserbund". Der Reichskriegertag wird mit Ausflügen in die Umgebung von Kassel abgeschlossen. LZ. „Hindenburg" nähert sich Lakehurst. Das Luftschiff „Hindenburg befand sich am Mittwoch 8.30 Uhr etwa 130 Meilen östlich des Flughafens von Lakehurst. Nachdem das Luftschiff am Dienstag eine Zeitlang in 1500 m Höhe bei Sonnenschein über Wolken gefahren war, traf es bald wieder Gegenwind an, dem nicht ausgewichen werden konnte. Trotzdem dürfte die fahrplanmäßige Zeit von drei Tagen eingehalten werden. Auf der Ozeanstrecke zwischen Scilly und Neuyork herrschten von insgesamt 65 Stunden und 40 Minuten 47 Stunden hindurch stürmische Gegenwinde in Stärke 8 bis 10. An Bord ist alles wohl, die Stimmung ist ausgezeichnet. Meine politische Nachrichten. Der Führer und Reichskanzler hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres dem Reichsarbeitsführer Hier! und dem Korpsführer des NSKK Hühnlein den Charakter als Generalmajor verliehen. Infolge der Vermittlung der Regierung ist der große Tabakarbeiter streik in Bulga- r i e n , der 25 000 Arbeiter umfaßte, nach dreitägiger Dauer beendet worden. Ungefähr 85 v. H. der Forderungen der Arbeiter wurden bewilligt. schleussner Eni» mit Garantieschein Gießener Stadttheater. Bernard Shaw: „Pygmalion". Wir haben die 1913 entstandene Komödie „Pygmalion" hier in den Jahren 1920 und 1927 auf der Bühne gesehen; vor wenigen Monaten erst ist in Gießen auch die von Shaw selbst in Angriff genommene Verfilmung des Stoffes gezeigt und an dieser Stelle ausführlich besprochen worden. Im Hinblick auf solches Zusammentreffen wäre vielleicht (der Fall liegt ähnlich wie beim „Krach im Hinterhaus") zu erwägen gewesen, ob man nicht ein anderes, hier seltener oder noch gar nicht gegebenes Stück von Shaw hätte vorziehen sollen. * Vielleicht hat man aber auch, eben um des Vergleiches willen, „Pygmalion" wieder einmal in den Spielplan ausgenommen. Vergleiche solcher Art sind fast immer nützlich — sofern sie nicht darauf hinauslaufen, Theater und Film gegeneinander auszuspielen, womit keinem von beiden gedient wäre, dem Publikum am allerwenigstem Daß das Theater den Vergleich nicht zu scheuen braucht, ist in den früheren Besprechungen bereits angedeutet worden. Auf den mythischen Urstoff nochmals einzugehen, dürfte sich erübrigen; es ist mehrfach, und erst vor kurzem wieder, davon die Rede gewesen. Es genügt, wenn man sich erinnert, was es mit dem Namen auf sich hat, wenn man überdies weiß, worauf es bei Shaw ankommt. Wir befinden uns, statt in der griechischen Sagenwelt, auf dem realen Pflaster der englischen Hauptstadt, und es begibt sich alles, was man zu sehen und zu hören bekommt, unter völlig irdischen Menschen in dieser unserer Zeit. Daß es sich um Wesen von Fleisch und Blut bandelt, welche der alte Menschenkenner Shaw als Träger der Handlung gestaltet hat, das macht den immerhin nicht alltäglichen Reiz des Stückes aus und verleiht ihm, wie früher bereits ausgeführt morben ist, die Legitimation und den Ehrentitel einer Komödie. Denn die echte Komödie hat es immer mit wirklichen Menschen zu tun — nicht bloß mit „Figuren" oder „Personen" — und sie ist auch, ihrem innersten Wesen nach, der Tragödie nah verwandt. Das wird gerade hier deutlich, wo hinter allem Scherz und Ulk immer ein dunkler Unterton spürbar mitschwingt. Wir hatten schon bei der Besprechung des Films daran erinnert, wie leicht die Entwicklung, die sich da vor unseren Augen vollzieht, hätte entgleisen, sehr übel enden und einen bitteren Nachgeschmack beim Zuschauer hinterlassen können. Entwicklung —: das ist hier das oft vermißte Stichwort. Daß sich durch fünf Akte hindurch eine Verwandlung vollzieht, die Verwandlung des Blumenmädchens Eliza Doolittle nämlich zu einer „vollendeten Dame der Gesellschaft", einer Herzogin zum Verwechseln ähnlich —, das macht aus der Fabel ein Drama. Daß diese Verwandlung sich unter so ungewöhnlichen Umständen vollzieht — auf Grund einer echt englischen Wette —, das macht das Drama zur Komödie; dies und auch der Umstand, daß das „Experiment" schließlich doch ein ganz anderes Ende nimmt, als der Zaub"rkünftler Professor Higgins sich das vorgestellt hat. Die Liebe nämlich, mit der Shaw in seinen Stücken sparsam und vorsichtig umzugehen pflegt, triumphiert über die Philologie, die unverbildete und keinen Regeln unterworfene Sprache des Herzens über Lautlehre und Satzbau, . . sogar über die Makellosigkeit guter Manieren und des feinen Umgangstones in der Londoner Gesellschaft. Daß nicht nur das Mädchen Eliza unter den Händen von Higgins, sondern auch der antike Mythos unter den Händen von G. B. S. sich verwandelt, davon ist ebenfalls die Rede gewesen. Das griechische Märchen war völlig unbelastet von satirischen Gebärden ... ein zartes, lyrisches Idyll. Shaw hat für Lyrik in seinen Stücken wenig Sinn; er liebt sie zu würzen und zu beizen mit boshaften Randbemerkungen und Seitenhieben, und mancher möchte vielleicht sogar bezweifeln, ob er das Stück überhaupt geschrieben haben würde, wenn die erwähnte Verwandlung ihm nirgends die Möglichkeit zu solcher, mit Lust' geübten Betätigung geboten hätte. — Dem Dichter selber sind nachträglich über den im Stück wenn nicht ganz eindeutig festgelegten, so doch angedeuteten Ausgang des Abenteuers Bedenken aufgeftiegen. Er hat sie im „Nachwort zu Pygmalion" psychologisch begründet, wie man im Programmheft nachlesen mag. Es sind darüber hinaus ' allerdings aus diesen Betrachtungen keinerlei Konsequenzen, etwa in Form von Regieanweisungen, gezogen worden, und für die Aufführung gilt von alters her nur, was im Buche steht. Herr Kühne, der das Stück inszenierte, hat des öfteren bewiesen, daß er für derartige Mischungen aus ernsten und heiteren Elementen auf der Bühne Sinn und Fingerspitzengefühl besitzt; auch hier, wo Shaw jedenfalls in allen Stücken Genüge getan war, soweit das Textbuch in Betracht kam. Und etwas anderes konnte billigerweise, solange keine Neufassung vorliegt, nicht in Betracht gezogen werden. Also: eine Vorstellung, die mit Geschmack und . Sorgfalt vorbereitet war, in der sich Satire und Witz, Intellekt und Gefühl zu jener für Shaw typischen Einheit verbanden. — Don Herrn Löfflers Bildern gefielen uns besonders die St.-Pauls- Kathedrale im strömenden Regen und das Zimmer von Frau Higgins. * Fräulein Henckell als Eliza war reizend. Sie genoß die Hemmungslosigkeiten der ersten Szenen (auf berlinerisch) in vollen Zügen, hatte aber Atem und Ueberblick genug, die erst später einsetzenden Schwierigkeiten überlegen und anmutig, mit fünfter Ironie und weiblichem Scharm der Lösung zuzuführen. Herr L ü p k e als Higgins betonte nicht so ausgeprägt die philologisch-pädagogische Besessenheit des Londoner Originals, sondern in zunehmendem Maße die Unbekümmertheit und gesellschaftliche Nonchalance des großen Jungen, der in diesem Professor immer wieder, oft überwältigend, zum Vorschein kommt. * Eine köstliche Erscheinung war der Doolittle des Herrn Hub; er verzichtete auf die stets etwas unheimlichen und beklemmenden Züge des aus den unteren Regionen der großen Stadt unversehens an die Oberfläche (Betriebenen, die etwa in Klopfers Gestaltung noch zu spüren waren; er machte nicht als sozialer Ankläger, sondern als ein mit Humor, mit Philosophie und einem entwaffnenden Gemüt gesegneter Biedermann in diesem Kreise Eindruck; er war unwiderstehlich komisch. Vom übrigen Entsemble müssen Frau Markgraf (mit ruhiger Sicherheit als Frau Higgins), der fymphatifche Gentleman Pickering des Herrn Lindt, die mütterlich besorgte Mrs. Pearce der Frau Schubert-Jüngling, ferner aus der „guten Gesellschaft" die Damen S t i r l und Decker mit Auszeichnung genannt werden. * Das Haus war erfreulich gut besucht; der Beifall hatte die Lautstärke und Herzlichkeit einer Abschiedskundgebung. hth. Von der „Neichspuppenbühne". lieber das luftige Kasperle-Spiel in den Jahrmarktsbuden, das den Kindern schon so viele Freuden bereitet hat, und das primittve Puppentheater für Schüleraufführungen hinaus führt das Ma- rionettenspiel von Fritz Gerhards, das um seines ernsten Strebens willen zur „Reichspuppenbühne" erhoben wurde. Man erhält einen starken Eindruck von den Bildern der Marionetten und auch der Bühneneinrichtung, die von Dr. Erich Krafft in „Reclarns Universum" gezeigt werden. Gerhards begann, wie dazu erzählt wird, im Jahre 1925 in Wuppertal mit dem alten Volksschauspiel vom „Doktor Faust". In unendlich mühseliger Arbeit baute er fein Marionettenspiel auf, wobei er von der Stadt- und der Schulverwaltung Wuppertals unterstützt wurde. Dem „Faust" folgten früh- liche Spiele des Grafen Pocci, ein inniges Spiel vom „Gotteskind", die Märchen „Schneewittchen" und „Der gestiefelte Kater" und die Legende „Gevatter Tod". Mit jedem Stück, das er im Laufe der Jahre herausbrachte, kam er feinem Ziele näher. In umfangreichen eigenen Werkstätten werden mit hoher Kunst aus Lindenholz die Puppen geschnitzt und alle Kostüm- und Ausstattungsstücke hergestellt. Etwa 70 Mitwirkende arbeiten an einer solchen künstlerischen Schöpfung, die Gerhards „Holzpartttur" nennt; sie stellt sich als eine Gemeinschaftsarbeit dar, als ein Gesamtkunstwerk, für das Hunderte von Proben erforderlich sind, bis in Wort, Ton und Spiel die Vollendung erreicht wird. Ein großes Gerüst aus Zeppelin-Metall mit Trep- pen und Laufbrücken, das um die Marionettenbühne herumgebaut ist, gibt einen Eindruck von der technischen Kompliziertheit der Vorgänge. An einer Vorführung sind etwa 20 Menschen beteiligt, wobei die Sprecher und die Puppenführer grundsätzlich getrennt arbeiten. Würde der Sprecher die Marionetten gleichzeitig führen, so bestünde die Gefahr, daß er den Rhythmus der Sprache zu lebhaft auf die Puppen übertrüge, während diese durch möglichst große Schlichtheit und Harmonie wirken sollen. Die eine Hand hält die Marionette, die an einem kleinen Rahmen hängt, die andere Hand führt die Fäden der einzelnen Bewegungen. Geistige Gespanntheit und feinstes Fingerspitzengefühl sind dafür erforderlich. Wichtig für die Wirkung ist auch die kunstgerechte Beleuchtung; dabei sind die Köpfe der Puppen verhältnismäßig größer geschnitzt als ihre Körper, so daß die Figuren Im Bnlmen- rahmen viel größer wirken als sie in Wirklichkeit sind SJl.-^pOTt gleich. Iußballabteilung Des Turnvereins Alien-Buseck. Allen-Buseck I — Londorf I 3:0 (1:0). Die Gäste stellten eine körperlich kräftigere Mannschaft ins Feld als die Einheimischen, konnten aber nicht verhindern, daß Alten-Buseck in Führung ging. Die Gäste drückten dann eine kurze Zeit, erreichten aber nichts. Mit 1:0 ging es in die Halbzeit. Nach der Pause wurde Alten-Buseck besser, und der Sturm konnte durch schönes Zusammenspiel das Resultat auf drei erhöhen. Durch viel Abseitsstellen der Lon- dorfer Verteidigung wurde noch mancher Erfolg ver- hindert. Einige Ecken auf beiden Seiten brachten auch nichts mehr ein. Die Jugend spielte gegen Daubringen und mußte eine Niederlage von 0:4 einstecken. Zwei Abseitstore Gpielvereinigunq 1926 Leihgestern. Leihgestern I — DfV. R. Gießen Ligareferve. Am Himmelfahrtstag empfängt die 1. Mannschaft der Spielvereinigung die Reserve des DfB. Gießen zum fälligen Pflichtrückspiel. Das Vorspiel in Gießen endete 2:2. Nach den leßten Ergebnissen der Blau- Weißen zu urteilen, dürfte den Platzherren der Sieg kaum zu nehmen sein, obwohl eine Ueberraschung immerhin möglich ist. Leihgestern 1. Schüler — DfV.-R. Gießen 1. Schüler. Dor diesem Spiel treffen sich die 1. Schülermann- schäften der Vereine. Hier werden ebenfalls die Einheimischen den Sieger stellen. Klein-Linden 1. 3gd. — Leihgestern 1. 3gb. 2:2. Das Spiel wurde sehr hart durchgeführt. Nachdem die Gäste mit zwei Toren geführt hatten, gelang den körperlich schwächeren Gastgebern doch noch der Aus- DasTheatn alskrastquelle im Leben desVolkes Rückblick auf die Münchener Reichsiheaterfestwoche. Von Johannes Jacobi. Deutschlands Olympia-Streitmacht. 401 Männer und 47 Frauen. Der Präsident des Deutschen Olympia-Ausschusses, Reichssportführer vonTschammer undOsten, hat die vorläufige Mannschaftsstärke der deutschen Olympia-Mannschaft, deren endgültige und namentliche Meldung erst Mitte Juli zu erfolgen hat, mit 401 Männern und 47 Frauen festgelegt. Diese Zahl verteilt sich auf die einzelnen Sportarten wie folgt: Männer: Leichtathletik 67, Schwimmen 35, Turnen 8, Boxen 16, Fechten 15, Ringen 28, Schießen 9, Rudern 30, Kanufahren 28, Reiten 12, Moderner Fünfkampf 3, Radrennen 26, Gewichtheben 10, Segeln 26, Fußball, Hockey und Handball je 22, Basketball 14, Polo 8. Frauen: Leichtathletik 18, Schwimmen 18, Turnen 8, Fechten 3. Wanderziele heimischer Turner a i Himmelfahrt. Der Himmelfahrtstag ist von jeher der Wandertag in der Deutschen Turnerschaft gewesen, er bleibt es auch im Fachamt Turnen des neuen DRL. Auch in diesem Jahre werden die Turner am Himmelfahrt wieder hinauswandern in die herrliche Heimatnatur zu denkwürdigen geschichtlichen Stätten. Wie in den Vorjahren schon werden vielerorts die Turner mit den Reichsbundkameraden aus den Wandervereinen gemeinsam wandern, indem sie teilnehmen an den Sternwanderungen des Verbandes der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine, so nach Butzbach und nach Alsfeld. In unserer engeren Heimat gibt es am Himmelfahrt zwei Wanderziele der Turner. Der Turnkreis Wetterau - Vogelsberg hat fein großes Wandertreffen in Klo st er Arnsburg. Das gemeinsame Ziel der Turnvereine der Kreise Gießen und Wetzlar ist der D ü n s b e r g. Für die Turner ist der Dünsberg geweihter Boden. Die nicht leicht zugängliche Höhe war für sie von jeher der Platz für ein deutsches Bergfest, und so hielt man früher hier gern die Dünsberg-Turnfeste ab, bei denen man in Sprung, Lauf, Wurf und Stoß die Kräfte maß. Man hatte dazu keine Aschenbahn, man stieß auch oft nicht die genau abgerundete Kugel, man behalf sich mit einem Stein, wie der Berg ihn gab. Und trotz der einfachen Mittel und Anlage war dieses Fest auf dem Berg doch immer schön. Als man zum 150. Geburtstage Fr. L. Jahns ein Erinne- rungsmal schaffen wollte, da gab es für die Getreuen des damaligen Lahn — Dünsberg- Gaues keine geeignetere Stätte als den Dünsberg, wo man in schlichter Feier eine Jahn-Eiche pflanzte. Zu dieser Jahn-Eiche am Dünsberg wandern an Himmelfahrt die Turner aus den Un^erkrei- fen Gießen und Wetzlar des Kreises VIII: Lahn— Dill, um an geweihter Stätte dem Turnvater erneut Treue zu geloben. Für den Kreisfachamtsleiter Carl Daupert (Wiese ck) wird damit ein besonderes Erinnern verbunden sein, ist es doch sein turn- Zeit zum Aufenthalt sein. Sollte man diese nicht benutzen, altem Brauch wieder Geltung zu verschaffen? Wie wäre es mit einem kleinen Wettkampf in der Art, wie ihn die Väter da oben ausgetragen? Der Sieger braucht keine Urkunde, es wird ihm hie Freude an echtem turnerischen Tun schon reicher Lohn fein. Gportamt „Krast durch ftreuöe* heute folgender Kursus: Allgemeine Körperschule, Frauen und Männer. Don 20.30 bis 21.45 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26. Neue „khF."Sporlkurse im Freien. Reichssportabzeichen. Samstag von 17.30 bis 19 Uhr, Universitäts-Sportplatz am Kugelberg. Allgemeine Körperschule und Spiele, Frauen und Männer. Ab Montag, 25. Mai, von 17.30 bis 19 Uhr, Universitäts-Sportplatz am Kugelberg. Leichtathletik und Waldlauf, Frauen und Männer. Ab Donnerstag, 28. Mai, von 17.30 bis 19 Uhr, Universitäts-Sportplatz. Rettungsschwimmen, Frauen und Männer. Ab Montag, 25. Mai, von 18 bis 19 Uhr, Müllersche Badeanstalt. Schwimmen für Anfänger, Frauen und Männer. Ab Montag, 25. Mai, von 18 bis 19 Uhr, Müllersche Badeanstalt. Die Kurse für Reichssportabzeichen und Schwimmen kosten für DAF.-Mitglieder 30 Pfennig pro Uebungstag. Die Kurse für allgemeine Körperschule und Leichtathletik kosten 20 Pfennig pro Uebungstag. Anmeldungen und Auskunft auf der Geschäftsstelle, Schanzenstraße 18, ober vor Beginn der Uebungsstunden bei dem Sportlehrer. Lehrgang für Volksturnen und Sommerspiele. Das Fachamt Turnen veranstaltete am Samstag und Sonntag in Kinzenbach einen Lehrgang für Dolksturnen und Sommerspiele, der aus den Kreisen Gießen und Wetzlar gut besucht war. Unter der Leitung des Volksturnwartes Dr. Loh- Wetzlar wurden die Lehrgangsteilnehmer und -teilneh- merinnen am Samstagnachmittag auf dem Sportplatz bei Kinzenbach in den verschiedenartigsten Hebungen mit dem Arbeitsstoff vertraut gemacht. Besonders interessant waren dabei die Versuche mit dem Schleuderball und mit dem Faustball-Spiel. Am Samstagabend fand ein kameradschaftliches Beisammensein statt, bei dem Dr. Loh zunächst über die Aufgaben des Lehrganges sprach, während anschließend der Fachamtsleiter Daupert-Wie- seck wertvolle Aufklärungen über das Volksturnen und die Sommerfpiele, insbesondere auch über die Aufgaben der Führerschaft gab. Im übrigen brachten die Abendstunden frohgestimmte kameradschaft- liche Unterhaltung. Am Sonntagoormittag ging auf dem Sportplatz die ernste Lehrgangsarbeit wei- ter, die gegen Mittag ihren Abschluß fand. Die Teilnehmer schieden von Kinzenbach mit herzlichem Dank für die außerordentlich gastfreundliche Aufnahme, die sie bei den Ortseinwohnern fanden. SfS.sr stärke» rast dmch nationalen gestellten ifation an» er en Seite für seine ,5e Volks, ngen der interstrich von den uwenden eben, das m\ dichm ß deustche t md das Kultur zu je an allen nn wandte Sportes im -ch Freude' je, gesunde lit ein ge- seine Aus» kreiswnrte, ichung der ) Freude Zenedikte- stieg 'N ;'S -S E Oberheffen Nachwuchs int Berliner Bison-Gehege Auch Maikäfer dürfen nicht gequält werden hiesige Spar und Darlehenskasse hielt bekund Die verrechnet worden find, waren Ende 1935 insgesamt 30 Mill. Mark noch nicht bezahlt, well der Grunderwerb noch nicht endgültig abgewickekt oder die Enteignungs- und Umlegungsverfahren noch nicht . völlig durchgeführt waren Die hieraus sich ergebenden Schulden find in der Bilanz unter Verbindlichkeiten als Verpflichtungen aus Grundstückskäufen besonders aufgeführt. An Verwaltungskosten sind im Berichtsjahr 30 Mill. Mark gleich 6 v. S). der Gesamtausgabe für 1935 entstanden, feit Baubeginn bis Ende 1935 sind hierfür insgesamt 50,5 Mill. Mark bezahlt, gleich 7,19 vorn Hundert der Gesamtausgabe verrechnet- Der Anteil der Verwaltungskosten' an der Gesamtausgabe stellt sich mithin in angemessenem Rahmen. In Ergänzung des Abschlusies wird von der Ver- waltung unterstrichen, daß im vergangenen Jahr an Ausgaben für die Reichsautobahnen etwa eine halbe Milliarde Mark in die deutsche Wirtschaft ge- pumpt worden sind und seit Baubeginn etwa 900 FWD. Im dritten Geschäftsjahr wurden die Arbeiten an den Kraftfahrbahnen mit.gleicher Tatkraft wie in den beiden Vorjahren fortgeführt. Den 1191 Kilometer Strecke, die Ende 1934 im Bau waren, standen Ende 1935 = 1866 Kilometer gegenüber. Die Erdarbeiten für den Fahrunterbau konnten auf größeren Abschnitten bereits abgeschlossen werden. Drei Teilstrecken mit insgesamt 108 Kilometer Länge wurden im Berichtsjahr in Betrieb genommen. Reben zahlreichen Bauwerken der freien Strecke wurde eine größere Anzahl von Kreuzungs- und Anschluß-Stellen in Bau genommen oder fertiggestellt. Dem größeren Umfang der Bauarbeiten ent- prach eine höhere Anzahl der auf den Baustellen der Reichsautobahnen beschäftigten Unternehmerarbeiter, deren Hochstzahl Ende 1933 nur 3900, im November 1934 schon 83 863 und im Juli 1935 sogar 113139 betrug. Die Anzahl der geleisteten Tagwerke stieg im Berichtsjahr um 24,98 auf 37,04 Millionen, die Zahl der Vauabtellungen im Laufe des Berichtsjahres um 15 auf 74. Die Finanzierung des Baues an Kraftfahrbahnen wurde in der gleichen Weise wie im Vorjahr mit Hilfe eines von der Reichsbank zur Verfügung gestellten Rediskonkredits durchgeführt. Eine Betriebsrechnung ist auch für 1935 noch nicht angelegt worden. Die Ausgaben für die 1935 bereits für den öffentlichen Verkehr freigegebenen Strecken sind als Ausgaben für einen Pröbebetrieb noch auf die Kapitalrechnung übernommen. Demgemäß ist auch noch feine Gewinn- und Verlustrechnung aufgestellt worden. Die Kapitalrechnung des Geschäftsjahres 1935 schließt ab in Ausgabe mit 485,07 (208,74) Mill. Mark, in Einnahme mit 1,92 (3,70) Mill. Mark. Der Saldobetrag von 483,15 (205,04) Mill. Mark teilt die Anlagekosten des Jahres 1935 dar. Von den Ausgaben, die feit Baubeginn bis Ende 1935 für den in Besitz genommenen Grund und Boden Die Gesellschaft „Reichsautobahnen int Geschäftsjahr 1935. an ein Bein zu binden, ihnen oder anderen Infekten mutwillig Beine ober Flügel auszureißen, gilt als strafbare Tierquälerei. Auch schädliche Tiere dürfen nicht gequält werden. Deshalb ergeht vor allem an die Ellern die Aufforderung, dafür zu sorgen, daß ihre Sinder oder die ihrer Aufsicht unterstehenden sonstigen Personen auch dem fleinften Tier gegenüber die gebührende Achtung und Rücksichtnahme zeigen. Heber den gesetzlichen Zwang hinaus hat jedoch jeder Volksgenosse die sittliche Pflicht, in Fällen von Tierquälerei einzugreifen und weiteres Unrecht an den wehrlosen Tieren zu verhüten. Wer dies nicht tut, trägt dazu bei, daß die deutsche Jugend in ihrem Gefühl gegenüber dem lebenden Tier ab- stumpft und verroht. Es ist die Aufgabe der erwachsenen Generation, aus der Jugend mitempfindende und hilfsbereite Menschen zu machen. Kinder, die zum Verständnis für das Leben und Fühlen aller Tiere erzogen werden, werden auch als Erwachsene nicht gleichgültig und tellnahmslos bleiben, wenn es gilt, den Volksgenossen zu helfen. Deshalb überlasse man Kindern auch nicht die Tötung von Maikäfern, wenn sie in größerer Zahl an einem Ort auftreten und der £anb- und Forstwirtschaft Schaden bringen. Derartige Maßnahmen dürfen, wenn sie erforderlich werden, nur von Erwachsenen und nur in sachkundiger Weise durchgeführt werden, damit jede unnötige Quälerei den Tieren erspart bleibt. Die Zeit des Maikäferfanges veranlaßt den Reichs- Tierschutzbund, folgendes bekanntzugeben: Das Reichs-Tierschutzgesetz bezweckt den Schutz aller Tiere vor Quälerei und Mißhandlung. Nicht allein die Haustiere, sondern auch die frei in der Natur lebenden Tiere und unter diesen ebenfalls die sog. niederen Tiere genießen heute den Schutz des Staates. Es ist an sich ganz gleich, ob jemand einen Hund in der erforderlichen Haltung, Pflege oder Unterbringung vernachlässigt oder ob er Maikäfer ober andere kleine Tiere in eine Zigarrenkiste sperrt und sie in dieser hungern und elend umkommen läßt. 3n jedem Falle verstößt er gegen die Bestimmungen des Reichs- Tierschuhgesehes und seht sich der strafrechtlichen Verfolgung aus. • Der Sinn dieses Gesetzes besteht nach der vom Ge- etzgeber selbst gegebenen Erklärung darin, Ro- ;eiten und Pflichtoergefsenheiten beß Menschen gegenüber dem Tier entgegenzuwirken und das Mitgefühl, einen der höchsten sittlichen Werte des Volkes, zu erwecken und zum fördern. Um diesen Sinn des Gesetzes voll zu erfüllen, hat der nationalsozialistische Staat in den umfassenden Bestimmungen des Reichs-Tierschutzgesetzes auch eine sehr ernste Verpflichtung für Eltern und sonstige Erwachsene festgelegt. Es wird nämlich nicht allein der Tierquäler bestraft, sondern auch derjenige, der es versäumt, Kinder oder andere Personen, die einer Aufsicht unterstehen und 3u seiner Hausgemeinschaft gehören, von einer Tierquälerei abzuhalten. Die alte Unsitte. Maikäfern einen Faden sprechung kam auch die Veranstaltung eines Preis» schießens der hiesigen Kameradschaft im kommenden Monat. Es soll an drei Sonntagen geschossen werden (100 Meter, beliebiger Anschlag). Die Kameraden August Velde, Wikh. Dudenhöfer H. und Karl Dudenhöfer II. wurden als Schießausschuß bestimmt, die zusammentreten und alles ro eitere veranlassen werden. Kameradschafts sichrer M u s j e n e r schloß mit dem Gruß an den Führer den Kameradschaftsappell. O Groß-Rechtenbach, 19 Mai. Die älteste Einwohnerin unserer Gemeinde, Frau Weber, beging unter starker Anteilnahme der Bevölkerung ihren 9 0. Geburtstag. Der Jubllarin wurden vielerlei Beweise der Freundschaft und Verehrung zutell. Die kanadische Bisonherde, die im Februar ihren Einzug tm Berliner Zoo hielt, hat in der vergangenen Woche Zuwachs erhalten. Vier Kälber tummeln sich mit den Alten im Freigehege. — (Scherl-M.) <£ Rodheim a. d. Bieber, 19. Mai. Sportgemeinde Rodheim veranstaltete am Sonntagnachmittag im Mantschen Gartenlokale ein Werbe-Schauturnen, bei dem außer Rod- Heimer Tümern und Turnerinnen auch Turnerin- # Groß-Eichen, 19. Mai. Der Krieger- verein hielt am Sonntag fein diesjähriges Kleinkaliber-Preisschießen ab. Von den 214 geschossenen Nummern erzielte Albert P h i 1 l i p p i den 1. Preis mit 35 Ringen, Georg Rahn den 2. Preis mit ebenfalls 35 Ringen, Gustav Seim den 3. Preis mit 34 Ringen. Die c ’ den Ehrenscheiben schossen Albert P h i l l i p p i in der Gastwirtschaft „Zum goldenen Stern" unter der Leitung des Aufsichtsratsoorsitzenden, Bürgermeister Schäfer, ihre ordentliche Generalversammlung ab. Nachdem die Versammlung zwei verstorbene Mitglieder in üblicher Weise geehrt hatte, erstattete der Direktor Balthasar Pitz UI. den Geschäftsbericht von 1935. Nach feinen Darlegungen hat die Kasse im verflossenen Jahre eine weitere günstige Aufwärtsentwicklung erfahren. Die Bankschulden feien erheblich gesunken, die Spareinlagen seien gestiegen. Die Schulsparkasse und der Verkauf von Sparmarken hätten wesentlich höhere Beträge erbracht. Die Mitgliederzahl ist um 20 gestiegen, so daß die Kasse Ende des Jahres 1935 mit 447 Mitgliedern und 448 Geschäftsanteilen abschloß. Rechner Ludwig Schmidt V. erläuterte die Bilanz und wies gleichfalls auf die günstige Entwicklung der Kasse hin. Die Einlagen seien von 189 000 Mk. auf 277 550 Mk. gestiegen. Für 50 000 Mark wurden neue Kredite eingeräumt, insgesamt wurden bisher 525000 Mark ausgeliehen. Die Ver- maltungstoften beliefen sich auf 0,8 v. S). der Bilanzsumme. Die Spareinlagen stiegen um 24 000 Mark auf 426 000 Mk. Reservefonds und Geschäftsguthaben beziffern sich zusammen auf 43 000 Mk. Der Gesamtumsatz der Kaffe belief sich auf 2 618 871,80 Mk. Den Revisionsbericht gab Oberrevisor Hartmann, der dabei die ordnungsgemäße Führung der Kasse feststellte. Vorstand und Aufsichtsrat wurden entlastet. Nach dem Vorschlag des Vorsitzenden wurden bestimmt für den Vorstand: Lehrer Karl Philipp XII., Direktor: Karl Hirz I., Stellvertreter; Balthasar P i tz III., Kontrolleur ; Ldw. SchmittV., Rechner; Hermann Sommer. Dem Aufsichtsrat gehören an: Bürgermeister Schäfer, Vorsitzender; Stellvertreter Karl Jung I., ferner Karl Burger I., Heinrich Schäfer, Karl Andermann, Ludwig Harnisch IV., Karl Philipp IV., Balthasar Häuser II. und Johs. Schäfer III. Hierauf sprach Dberreoifor Hartmann über das Genossenschaftswesen. Ortsgruppenleiter Philipp machte einige Ausführungen über die Ernennung der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat. Der neuernannte Direktor bat die Mitglieder um weitere Mitarbeit und restloses Vertrauen. Sodann wurde die Versammlung vom Vorsitzenden in üblicher Weise geschlossen. * Lollar, 20. Mai. Der 17 Jahre alle Metzgerlehrling Ernst Kuhl von hier erlitt bei einem Sturz einen O d e r s ch e n k e 1 b r u ch und mußte nach Gießen in die Klinik gebracht werden. T Lollar, 19. Mai. Im Kameradschaftslokal .Lum Schwanen" fand ein Schulungs- und Kameradschaftsabend der Kriegerkameradschaft Lollar statt. Nach Begrühungsworten des Kameradschaftsführers T a u b e r t hielt Kam. Strack aus Allendorf a. d. Lda. einen fesselnden Schulungs- oortrag über das Thema: „Sie Weltrevolution und das heutige Rußland". Der Redner gab ein sehr anschauliches Bild von den Zuständen in der Sowjetrepublik und zeigte, wie von dort aus die Straße zwischen Lauter und Grünberg das Fohlen vor einem vorbeifahrenden Motorrad. B., der die Halfter um die Hand gewickelt hatte, konnte das Fohlen nicht loslaffen und wurde geschleift. Er erlitt einen N a f e n b e i n b r u ch und Hautabschürfungen. § Steinheim, 20. Mai. Am heutigen Tage begeht Schreinermeister Gustav O st h e i m fein 25jähriges Geschäftsjubiläum. In Echzell geboren, ging er nach feiner Lehrzeit auf die Wanderschaft, um sich in Hannover und Hamburg in seinem Berufe zu vervollkommnen. Allgemein wird er hier und in der Umgegend als Meister seines Faches geschätzt. Gleichzeitig feiert er auch mit seiner Ehefrau Marie, geb. Berk, das Fest der Silbernen Hochzeit. Kreis Schotten. □ Laubach, 19. Mai. Am Sonntag veranstaltete der Schützenverein fein diesjähriges Eröffnungsschießen. Wenn auch die Beteiligung im Verhältnis zu ftüheren Jahren eine geringere war, so waren aber doch die Ergebnisse sehr gut. Den Wanderbecher für 1936 errang Arnold Enders. Auf der Meisterscheibe (100 Meter) waren die besten Schützen: 1. Arnold Enders, 2. Dr. Roßbach, 3. Karl Heinz Moennig, 4. Karl Pitz und 5. Otto Högy. Die drei besten Blättchen — es waren zehn geschossen — erzielten: 1. Am. Enders, 2. Karl Pitz, 3. Karl Heinz Moennig. Die Ergebnisse auf der Kleinkaliber-Mei st erscheibe waren: 1. Karl Heinz Moennig, 34 Ringe; 2. Fritz Kircher, 34; 3. Am. Enders, 33; 4. Otto Högy, 32; 5. Karl Poch, 32 und 6. Friedrich Stotz, 32 Ringe. Die Kteinkaliber-Ehrenscheibe gewann Karl Poth. — Das Pferd des hiesigen Landwirts Semmler wurde dieser Tage mit dem Schild „Kriegskamerad" ausgezeichnet. Revolutionierung der ganzen Well betrieben wird. Die Unruhen sowohl in Europa als auch in den anderen Weltteilen find auf das Konto dieses Staates zu schreiben. Die letzte treibende Kraft aber ist das Freimaurertum und die internationale Judenschaft. Ihr gelte daher unser Kampf, und er müsse geführt werden bis zum siegreichen Ende. Der Redner schloß mit der Mahnung an die Kameraden, in diesem Kampfe an der Seite Adolf Hillers chren Mann zu stellen, so wie sie chn draußen au den Schlachtfeldern des Weltkrieges einst stellten. Kameradschajtsführer la über t dankte dem Vortragenden für seinen mit großem Beifall aufgenommenen Dortrag. Anschließend fand eine Reche Vereinsangelegenheiten ihre Erledigung, u. a. wurden die neuen Mitgliedsbücher, -nadeln, Mützen- abzeichen usw. ausgegeben. Eine Anzahl Kameraden meldete sich zur Teilnahme am Reichskriegertag in Kassel. Kamerad Rektor i. R. D a a b, der 42 Jahre dem Kriegeroerein angehört, Gründer der Kriegerkameradschaft Bersrod, wo er früher wirkte, ist, bann lange Jahre Vorsitzender des hiesigen Vereins und Bezirksvorfitzender der Kriegerkameradschaft Hassia war, wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Er dankte für die Ehrung und versprach, der Kameradschaft auch weiterhin die Treue zu halten und ihr seine Kräfte zu widmen. In der Üblichen Weie wurde sodann der Kameradschaftsabend geschlossen. I Mainzlar, 19. Mai. Die jüngste Pfund- sammlung im Lebensmittelopferring zeigte wiederum ein befriedigendes Ergebnis. Bei der Werbung zur Mitgliederschaft in der NSV. gingen bis jetzt in der Ortsgruppe ca. 15 Neuanmeldungen em. > Daubringen, 19. Mai. Am Sonntagnachmittag fand eine Besichtigung der hiesigen Pflichtfeuerwehr durch Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier statt. Die Wehr führte als Hebung einen schneidigen Brandangriff auf bas Gehöft des Ortsbauemführers durch, wobei die Kreismotorspritze zu Schulungszwecken eingesetzt wurde. § Allendorf a.d. Lumda, 19.Mai. Heute mor- aen zwischen 6 und 7 Uhr ereignete sich hier in der Londorfer Straße ein Hnalücksfall. Der Lehrling des Metzgermeisters Volkmann von Lollar war im Begriff, ein zur Schlachtung bestimmtes Rind zur städtischen Diehwaage zu verbringen. Kurz vor dem Rathaus scheute das Tier infolge eines vorbeifahrenden Autos, und sprang zur Sette, wodurch fein Führer, an die Treppe des Landwirts Johs. Rein L gedrückt, hinfiel und von dem Rind einige Meter mitgeschleift wurde. Infolge des Falles hat sich der Verunglückte außer einigen kleineren Verletzungen einen Ob er fchenkelbruch am linken Bein zugezogen. Dr. Kunz von hier leistete die erste ärztliche Hilfe. Der Bedauernswerte wurde durch das Sanitätsauto zur Klinik nach Gießen verbracht. ch Allertshausen, 19. Mai. Am Sonntagnachmittag wurde die hiesige Pflichtfeuerwehr von dem Kreisfeuerwehrinfpektor Bouffier besichtigt. Die Kreismotorspritze wurde den Feuerwehrmannschaften bei einer Schulübung im Betrieb oorgeführt. Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier sprach den Feuerwehrleuten seine Anerkennung für ihre guten Leistungen aus. < Reiskirchen, 19. Mai. Die Kameradschaften 1 und 2 der Hitler-Jugend, Schar 3 Reiskirchen, unternahmen am Samstag und Sonntag eine Radfahrt nach Braunfels. Die Stadt und das Schloß wurden am Samstag und Sonntag eingehend besichtigt, ferner wurde auch der Umgegend die gebührende Aufmerkfam- keit gewidmet. Gustav Seim. Preußen. firete Detzlar mann hielt eine Begrüßungsansprache, die zugleich ein Werberuf wurde an die deutsche Jugend, sich mehr denn je dem Turnsport zuzuwenden. Hoffentlich find eine Reihe von Reueintritten die Ernte des wohlgelungenen Sonntagnachmittags. — Die Kriegerkameradfchaft Rodheim hielt Sonntag abend im Saale von Schlierbach einen Kameradschaftsappell ab, der von 37 Kameraden besucht war. Hauptpunkte der Tagesordnung waren die Aufnahme zweier neuer Kameraden, die Bekanntgabe der neuesten Befehle, die Meldungen des Schießwarts und des Fechtmeisters über Kreis- appell in Wetzlar und Besprechungen über Teilnahme am Reichskriegertag in Kassel am 4. und 5. Juli und am Kreisgeneralappell am 19. Juli in Ulm sowie am 40jährigen Stiftungsfest der Nachbar käme rad schäft Bieber am 21. Juni. Zur Venen aus Heuchelheim mitwirkten und durch ihre Stabübungen und Hebungen im Keulenschwingen besonders gut gefielen. Die Geräteübungen der Rodheimer Turner zeugten von guten Anlagen unserer Turnerjugend und ließen auf planvolle und gediegene Vorarbeit schließen. Vereinsführer Hof- 'p nmunehr zu Ende: es gibt jetzt ein eigens für Kind« geschaffenes Schaumpon Schwarzkopf „Extra - Zarf, das zartem Haar und jugendlicher Kopfhaut die nötigen Aufbaustoffe zuführt. Schwarzkopf .Extra-Zart" ist mehr als eine Haarwäsche: durch das beigefügte Spezial - Kräuterbad (DNP. anaem.) wird eine individuelle Haarpflege ermöglicht. Je nach Zustand des Haares wird die Auwendungsweife abgewandelt, sodaß in jedem Einzelfalle eine besondere Wirkung erzielt wird. Wie Schwarzkopf.Extra-Mild" und.Extra-Blond" ist Schwarzkopf „Extra-Zart" feifenfrei u. nicht-alkalisch. 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Herzliche Worte, von echtem Kameradschaftsgeist getragen, wurden gewechselt. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, und so verflogen die Stunden bei fröhlichen Liedern allzu schnell. Generalversammlung der Laubacher Bank. □ ßa uba cf), 19. Mai. Die Laubacher Bank hielt im „Solmser Hof" ihre diesjähnge Hauptversammlung ab. Nach Begrüßung der Mitglieder durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats Friedr. Düll, wobei er auch dem Vorstand und den übrigen Aufsichtsratsmitgliedern für die unermüdliche treue Mitarbeit Dank und Anerkennung ausfprach, erstattete der Dttektor der Kaffe, L. Hohmann sen., den Geschäftsbericht, der ein günftiges Ergebnis zeiate. Weitere 10 Mitglieder traten im Laufe des Geschäftsjahres bei, so daß die Zahl der Mitglieder auf 84 gestiegen ist. Die Gesamthaftsumme beträgt 21000 Mark. Der Jahresumsatz ist um wettere 364 000 Mark gestiegen, ein Beweis dafür, daß die Kredttanstatt das Vertrauen der Bürgerschaft gefunden hat, was nicht zuletzt auch darauf zuruckzuführen ist, daß die Gläubiger des in Liquidation befindlichen Vorschuß-Vereins vor Verlust bewahrt werden konnten. Die Ausführungen des Direktors wurden durch die Ausführungen des neuen Rechners B o h n über allgemeine Kaffe- und Bilanzprüfungen ergänzt. Wetterhin wurde der Reoisions- bericht aus 1935 bekanntgegeben. Allgemein fand die Tatsache lebhafte Anerkennung, daß durch das unermüdliche Arbeiten der Kaffenorgane die anfänglichen Schwierigketten, die bei der Gründung der Kaffe vorhanden waren, beseitigt sind. Die vorgelegte Bilanz als auch die vorgeschlagene Verwendung des Reingewinnes wurden von den Mit- aliedern einstimmig genehmigt. Verbandsrevisor K r ö ck aab sachkundige Erläuterungen über das Genossenschaftswesen. Die satzungsgemäß ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrats Gg. Lamm, Wich. Kreicker und Hrch. Graf (Gonterskirchen) wurden wiedergewählt. Die Aktiokreditgrenze wurde auf 400 000 und die Höchstgrenze für die Kreditgewährung an Kassemitglieder neu festgesetzt. Nach Schluß der umfangreichen Tagesordnung brachte der Vorsitzende des Aufsichtsrats Friedr. D ö l l ein Sieg-Heil auf den Führer aus, in das die Mitglieder begeistert einstimmten. Landkreis Gießen. OO Klein-Linden, 19. Mai. Die von der hiesigen Volksschule durchgeführte Geldsammlung für den VDA. (Voltsbund für das Deutschtum im Ausland) ergab 47,70 Mark. — Für den Verband der Deutschen Jugendherbergen (DJH.) . sammelten die Schüler der oberen Klaffen den Betrao * Sauter, 18.Mai. Ein schweres M iß ge- von 39,65 Mark. ch l ck traf dieser Tage den Landwttt K. B. Als er VWatzenborn-Steinberg, 19.Mai. Du '?in einjähriges Fohlen zur Jungviehweide nach - • - ~ ■ - - - ......Nieder-Ohmen bringen wollte, scheute auf der Millionen Mark. Uebrigens ist zur Zeit bei den Ausgaben die Milliarden-Grenze schon überschritten. Auch in Zukunft wird die Finanzierung über Reichsgelder erfolgen. Es ist noch nicht möglich gewesen, die Ausgaben aus langfristigen Krediten zu bestreiten. Trotzdem wird natürlich alles versucht werden, um die bisherigen kurzfristigen Kredite in mittel- oder langfristige Kredite umzuschulden. Dies ist bisher bei 390 Mill. Mark gelungen, die als Akzeptkredite genommen waren und nun auf dem Wege über die 500-Millionen-Anleihe der Reichsbahn in einen mittelfristigen Kredit umaewandelt wurden. Man glaubt, daß doch noch in diesem Jahre etwa 1000 Kilometer Reichsautobahnen der Allgemeinheit zur Benutzung übergeben werden können. Rundfunkprogramm Freitag, 22. Mai. 6.30 Uhr von Königsberg: Frühkonzert. 8.10 von Stuttgart: Gymnastik. 8.30 von Freiburg: Ausschnitte aus dem Deutschen Regerfest 1936 in Freiburg i. Br. 10 von Königsberg: Schulfunk. Arbeitskameradschaft. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Bauernfunk: Zuchtleistungen aus der Reichsnährstandsschau in Frankfurt a. M. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagsmusik: Schön sind die Tage im Mai! 14.10: Wunschkonzert. 15: Volk und Wirtschaft. 15.30: „Männer", Weltkriegsanekdoten von Erhard Wittek. 15.45: Bücherfunk: „Reue geschichtliche Biographien". 16 von Freiburg: Unterhaltungskonzert. 17.30: Stadt und Land — Hand in Hand! 18 von Leipzig: Musik zum Feierabend. 19: Neuere deutsche Musik. 19.45: Gang durch die Reicksnährstandsschau. 20.10: Rundflug durch alle deutschen Sender. 22.20: Sportschau der Woche. 22.45 von Stuttgart: Unterhaltungskonzert. 24 bis 2: Nachtkonzert. Samstag, 23. Mai. 6 Uhr: Gymnastik. 6.30 von Breslau: Fröhlich klingt's zur Morgenstunde. 8.10 von Stuttgart: Gymnastik. 8.45: Auf dem Staatsjugendtag — BDM.- Sport. 10 von Königsberg: Schulfunk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30 nur Frankfurt: Gaunachrichten. 11.45: Sozialdienst. 12 von Stuttgart: Buntes Wochenende. 14.10: Es gibt so Sachen, die Freude machen ... 15: Volk und Wirtschaft. 15.15 von Stuttgart: HI.-Funk: Deutsche Jugend als Kulturträger! 16 von Leipzig: Froher Funk für alt und jung. 18 aus Bad Homburg vor der Höhe: Militärkonzert. 19.30: Welche Anregungen gab uns die Reichsnährstandsschau in Frankfurt a. M.? 19.55: Ruf der Jugend. 20.10 von Stuttgart: Polka Hoppsassa! 21 von Stuttgart: Schöne Abendmusik. 22.20: Reichshandwerksmeister Schmitt spricht zum Reichshandwerkertag 1936. 22.30 aus dem Kurhaus Bad Homburg v. d. H.: Aus Anlaß des Rhein-Mainischen Pressefestes Tanzmusik. 24 bis 2 von Stuttgart: Nachtmusik. Aus dem Mozart- Zyklus des Deutschen Rundfunks: „Don Giovanni". ^odiricbten Evangelische Gemeinden. Donnerstag, den 21. Mai. Christi Himmelfahrt. Gießen. Sladtkirche. 9.30 Uhr: Propst Knodt. — Fohanneskirche. 9.30: Pfr. Bechtolsheimer; 11: Kinderkirche für die Lukasgemeinde; Pfr. Bechtolsheimer; 20: Bibelbesprechung im Johannessaal; Pfr. Ausfeld. — Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Vikar Wolf. — Pelruskapelle (Wetzlarer Weg 59). 9.30: Pfr. Trapp. Bei gutem Wetter 10 Uhr: Waldgottesdienst an der Bergschenke. — Wieseck. 9.30: Gottesdienst. — Allen- Buseck. 10: Gottesdienst. — Rödgen. 10: Gottesdienst. Ab 14.30: Hausabendmahlsfeiern. — Annerod. 12.30: Gottesdienst. — Klein-Linden. 9: Gottesdienst. — Hausen. 10.30: Gottesdienst. — Garbenteich. 13: Gottesdienst. — Schiffenberg. 8.30: Frühgottesdienst in der alten Kapelle; Mitwirkung des Frauenchors Hausen und des Posaunenchors Watzenborn. — Lich. 9.30: Missionsfest; Missionar Laut; 10.45: Kindergottesdienst; 15: Missionsfest in der Meilbach; Stiftspfarrer Naumann, Missionar Laut. — Kloster Arnsburg. 10.30: Pfr. Goethe. — Langsdorf. 11: Haupt- aottesdienft. Ab 14: Hausabendmahle. — Bettenhausen. 9.30: Hauptgottesdienst. — Hungen. 10: Gottesdienst; 11: Kindergottesdienst. — Reinhardshain. 10: Gottesdienst mit Feier des hl. Abendmahls für Alte; Hausabendmahle. — Beltershain. 12.30: Gottesdienst. — Harbach. 14: Gottesdienst mit Feier des hl. Abendmahls für die Verheirateten. — Veilsberg. 10: Lesegottesdienst.— Watzenborn-Steinberg. 10.30: Gottesdienst von Missionar Walther unter Mitwirkung des Posaunenchors. — Steinbach. 9.30: Gottesdienst; Abendmahl; Kollekte. — Albach. 10.30: Gottesdienst; Abendmahl; Kollekte. Reuapostolifche Gemeinden, Händelstraße 1 und Ederstraße 13. Donnerstag, 21. Mai (Himmelfahrt). 9.30 Uhr: Gottesdienst. katholische Gemeinden. Mittwoch, den 20. Mai. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Donnerstag, den 21. Mai. Christi Himmelfahrt. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 14.30: Vesper. — Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. — Lich. 10: Hochamt mit Predigt. — Ridda. 8.15: Hochamt mit Predigt. Freitag, den 22. Mai. Gießen. 20 Uhr: Maiandacht. Veffentllcher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringende» Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Telefon 02. Hauptpostamt: Beschrankter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. Aerzte : Dr. W. Klein, Dr. Mehl. Zahnarzt: Dr. Fischer. Apotheke: Pelikan-Apotheke. Briefkasten der Redaktion. tRechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) Hessen. Der Käufer ist durch den Erwerb des ©artens Eigentümer der in diesem befindlichen Obstbäume geworden und kann über diese nach eigenem Belieben verfügen. Eine Verpflichtung des Käufers zum Schadensersatz wegen der Entfernung der unteren Aeste an allen Bäumen erscheint nur dann gegeben, wenn diese Entfernung aus wirschaftlichen Gründen nicht gerechtfertigt ist. Liegt die Entfernung der Aeste nicht im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung, so hat Ihnen der Käufer Ersatz für den Minderertrag an Obst zu leisten. M Auch das schaffen wir! Es gießt was vom Himmel will: des- halb kein Photo-Wetter? Aber gerade, das gibt ja besonders feine Bilder. Ein Film wie„Panatomic* freut sich auf solche Balkon /<<