3'80 Hart ’Äbn ä&ä ÄS sw Lr g» Tonderver. 'werden. '°e ZU rech, bngen Te. ?.?en von ^ststellungen Toffeln im er Kleinver- 10 folgende 100 000 (?in, 0,41 Mark, isnaljme des j3S bis 0,40 Wart; l> blau 0,29 5 0,34 Mark, erstklassige, Qualität ab- 1 niedrigere lusweisen. e ZU rechnen Gemeinden" 1 den Kreis» igen. als 10 Pfund Rücksicht auf einem 10- hen. fetzten Preise chen Bestim. elle mit Ord- emarfL Gemüse» Geschäft war '■ Preise noch > Frostes für übrigen blie- -chlupfer und 1 am Markt. ' stärker art'« ie Preise an. .8 Stück 4,25 52 Stück 2,20 >, klein (Mist- jfalat, Steige - 90 bis 100, ut 8 bis 10, it 22 bis 25, 15, MM Hngebot oon gend. greife y 'Bei aus- ngefchäst zu- Preife leicht >is 30,11 18 0, Schassnase rote 15.00 bis pan., 20 ital., Naoel 25 bis ),00 bis 7,50 im. nnastik. 6.30: irid)ten. 8.10: ksliederfingen- 11.Z0.- Bau- gskonzert. 13: \ 13.15: M't' Allerlei von Deutsche vel' chüssel-' Mr- 17.30: War* nberg'eme Aachr'ch^- Mufften?‘n ijebesinfei • Musik- 0 8 13 10 iO 7 10 iS 15 12 15 '6 5 4 4 15 3 4 ^682 41-98 0,140 3,053 54,87 46.90 Ä- £ 19,80 0-717 5,666 61.76 49, 11,15 63,36 81.J0 34,09 10F 2,464 61 M. 43 Erstes Blatt 186. Jahrgang Donnerstag, 20. Zebruar 1036 Lricheml täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte siebener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monatr-Vezugspreir: amit 4 Beilagen RM. 1.95 Ahne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Fuch bei Nichterscheinen ,on einzelnen Nummern Infolge höherer Gewalt Hernsprechanschlüffe anter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach. Achten Anzeiger Giehen Postscheckkonto: granffurt am Main 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitats-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange in Giehen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7 Annahme oon Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen oon 22 mm Breite 7 Npf., für Text» anzeigen von70mm Breite 50 Npf.,Platzvorschrift nach Dort). 93ereinbg.25°/0 mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Npf., Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B potemkinsche Dörfer. Don (L. von Kügelgen. Als am 11. Februar in der französischen Kammer lie historische Debatte über die Ratifizierung des kowjetpaktes eröffnet werden sollte, befand sich i ußenminister F l a n d i n in tiefem Gespräch mit jiiouarb Herriot, und die französische Presse i'rmerkte, daß die Unterredung mit offenbarer Übereinstimmung schloß. Durch diesen kleien Vorgang wird die überraschende Bedeutung Iss Führers der Radikalsozialisten für das Zu- mnbetommen des Sowjetbündnisses unterstrichen. - erriet kann mit Recht als sein g e i st i g e r ^ater bezeichnet werden und ist, wenn nicht alles r ügt, stolz auf diesen fragwürdigen Titel. herriot hat wie kein anderer französischer Staatsmann dem Einzug des Trojanischen Pferdes aus Moskau die Wege geebnet. Als früherer Minister- päfibent, als Führer der größten bürgerlichen imrtei hatte er an sich außerordentliche Wirkungs- söglichkeiten; er hat sie noch gesteigert, indem er I peimal die Sowjetunion bereiste und nun aus igener Anschauung sein Urteil über die Bündnis- ihiakeit des Kommunistenstaates abgeben konnte, lusfchlaggebend ist hierbei seine letzte Reise c wesen, die in vieler Beziehung eine geradezu ver- \ fingnisvolle Wirkung hat. Als Herriot im August 1933 von dieser zwei- wchigen Schnelltournee durch die Sowjetunion rückkehrte, entfesselte das unbeschränkte Lob, das e allem gewidmet hatte, was ihm unter GPU.- (chutz vorgesetzt worden war, neben begeistertem M auch heftigen Widerspruch. Man verglich in ikr ftanzösischen Rechtspresse diese Reise mit der Krtharinas II. unter Führung Potemkins. Aon erzählte sich Witze über die Frechheit, mit der d» Kommissare den nichts ahnenden Gast herein- fliEegt hatten, und schüttelte sich vor Lachen. Aber , v. gab auch Millionen Menschen, die blutige Trä- ! nm weinten, weil ein französischer Staatsmann ml der ganzen Autorität seiner Vergangenheit den IIllassenmord mit Hilfe des Hungers in der Sowjet- I wion leugnete, der Sowjetregierung ein glänzendes !k Fihrungszeugnis ausstellte und damit den inter- ! nilionalen Hilfsaktionen für die verhungernde Be- 1 * oiLteumg weiter Gebiete der Ukraine und anderer ! Länder des Sowjetreiches in den Rücken fiel. Kürzlich ist in Wien das Werk eines der besten hnner des heutigen Rußland, des Sekretärs des Interkonfessionellen und übernationalen Hilfs- tmitees für die sowjetrussischen Hungergebiete", tamfö Ammende, unter dem Titel „M u ß Rußland hungern?" erschienen. Ammende ü auch der Initiator der Nansen-Hilfe während k Hungersnot 1921/22 gewesen. Er hat sich (auch ir seinem Amt als Generalsekretär des Europäi- sten Nationalitäten-Kongresses) seit der gewaltigen Kollektivisierung zu Beginn des Stalinschen Frnfjahresplanes 1929 für eine internationale d'.rchgreifende Hilfsaktion für die Hungernden der vrwjetunion eingesetzt. Denn Ammende sah die Hungersnot in den Kornkammern der Sowjet- unon als unvermeidliche Folge der Kollektivisierung ml) der zwangsweisen Beraubung der Bauern an iild erhob immer wieder warnend seine Stimme. wie viele andere Kenner der Sowjetagrar- : Mik, wurden trotz des entsetzlichen Hilfegeschreis fiter buchstäblich verhungernden Millionenbevöl- le- ung nicht gehört oder zu wenig beachtet. Die Mße Hilfsaktion im Weltmaßstab ist nicht zu- it ndegekommen. Millionen und aber Millionen «raschen sind im Laufe mehrerer Jahre zugrunde- Wangen. 4vchön im Jahre 1933, als Herriot die Ukraine leiste, haben zahlreiche Reifende, wie der ameri- konisch-jüdische Journalist Harry Lang, der Eng- lä der Muggeridge, der Franzose P. Verland u. a., «« furchtbare Katastrophe in der Ukraine, ein Massensterben, dem stellenweise bis zu 40 i. H. der Bevölkerung zum Opfer sielen, mit ! schaudern geschaut und darüber berichtet. Herriot rirßte davon wissen, als er im Luxuszuq von Ma durch das Land sauste, Städte und ländliche! Musterwirtschaften besichtigte und binnen fünf tagen die Ukraine „studierte". Ammende schildert >«h in Dielet P kviderspiem die Dir Muren zu lass ^Wörtlichen Berlin, 19. Febr. (DNB.) Die Reichs- und Landesplanung will die Lebensäußerungen des deutschen Volkes durch Anpassung an den Raum zur größtmöglichen Kraftentfaltung steigern. Die Reichsstelle für Raumordnung als oberste Reichs- behörde soll die der Volksgesamtheit dienlichen Ziele der Raumgestaltung und den zweckmäßigen Einsatz aller Kräfte ermitteln und durchsetzen. Die Planungsräume sollen den Charakter einer Landschaft mit stammverwandter Bevölkerung tragen und müssen ferner groß genug sein, um Ausgleichsmöglichkeiten zu bieten. Die späteren R e t ch s - g au e werden diese Erfordernisse erfüllen. Bis dahin können nur die Reichs st atthalterbe- girte und in Preußen die Provinzen als Planungsräume in Frage kommen. Im einzelnen wird zunächst der augenblickliche Zu st and des Raumes und seine Entwick- Oer Umsturz in Paraguay. Franco Vorsitzender der vorläufigen Negierung. Asuncion, 20. Febr. (DNB. Funkspruch.) Oberst Franco ist am Mittwochnachmittag in Asuncion eingetroffen. Er wurde bei seiner Ankunft stürmisch begrüßt. Noch am Abend übernahm er den Vorsitz der vorläufigen Regierung. Vor seiner Ankunft verbreiteten die Aufständischen ein 36 Punkte umfassendes Manifest, in dem die Ursachen des Aufstandes aufgezählt werden. Es heißt darin, daß diese Ursachen in der Hauptsache zu erblicken seien in der U e b e r f r e rn- dun g und Ausbeutung durch Ausländer und vor allem durch die Juden, die von der gestürzten Regierung unterstützt worden seien, während das Volk an oer Front gekämpft habe. „Die Juden", so heißt es in dem Manifest, „fielen über das Land her, um es auszusaugen, Wucherer, Schieber, Kapitalisten und Drückeberger teilten alles unter sich, raubten und plünderten die Heimkehrer aus, statt ihnen den verdienten Lohn zu geben. Führende Männer der gestürzten Regierung waren durchweg Rechtsbeistände der großen Unternehmen und vertraten deren Interessen, niemals aber die des Volkes, des Heeres und der studierenden Jugend." Die Verbände der ehemaligen Frontkämpfer sind beauftragt roorten, die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten. Oie Zudenfrage in polen. Warschau, 20. Febr. (DNB. Funkspr.) Im Haushaltsausschuß des Senats wies Senator R o - stworowski darauf hin, daß sich die Judenfrage in Polen immer mehr zuspitze, da die Zahl der Juden in Polen viel zu groß sei. Es sei notwendig, die jüdische Auswanderung mit allen Mitteln zu unterstützen. Die Regierung sollte sich bemühen, daß außerPalästinanoch andere Auswanderungsgebiete für die Rom, 19. Februar. (DNB.) Das halbamtliche „Giornale d'Jtalia" veröffentlicht Auszüge aus dem Bericht, den der von der erratischen Regierung im Frühjahr 1935 eingesetzte Ausschuß unter dem Vorsitz von Sir John Maffey in der abessinischen Frage erstattet hat. Der Ausschuß ist der Ansicht, daß die englische Regierung mit dem Dreimächte-Abkommen über Abessinien vom Jahre 1906 „f a st ganz Abessinien als zur Einfluß-Sphäre Italiens gehörend anerkannt hat", und ferner, daß „in Abessinien und in seinen Nachbargebieten keine lebensnotwendigen englischen Interessen b e st e h e n , die solcher Art wären, daß die englische Regierung sich einer (Eroberung Abessiniens durch Italien widersetzen müßte." Dom Standpunkt einer besseren Grenzverwaltung wäre es sogar zu begrüßen, wenn Italien in Abessinien zur Macht käme. Der Bericht lege im Hinblick auf einen möglichen Zusammenbruch Abessiniens dar, welche Grenzberichtigungen England für diesen Fall ins Auge fassen müßte. Danach sollten Englisch- Somaliland jene Gebiete einverleibt werden, Bern, 19. Febr. (DNB.) In Bern sand eine Prvtestversammlung gegen die „nationalsozialisst' schen Umtriebe" in der Schweiz statt, die dwi den Sozialdemokraten und dem Ge> werkschaftskartell einberufen worden mir. Kennzeichnend für die Tendenz der 93erfantiri- lung war die Behauptung des Nationalrats Wii bert Grimm, die deutschen AuslandsorganisatiomeV! seien das „Instrument der Expansionspolitik bei gegenwärtigen deutschen Regimes". Die Schweiz« Sozialdemokratie werde weiter kämpfen für iine Auflösung sämtlicher faschistischen und nationalsoz» listischen Organisationen auf Schweizer Boden. 3 einer von der Versammlung angenommenen E Juden bereitgestellt würden, damit die Abwanderung der polnischen Juden nicht von der englischen Politik in Palästina abhängig sei. Senator Radzi- will sagte, daß Polen eine der starken Zahl der Juden in Posen entsprechende Auswanderungsquote in Amerika erreichen müsse. Wenn man die Zahl von einer Million Juden nehme, die Polen los werden müsse, so sei dafür auch die Notlage der polnischen Landbevölkerung maßgebend, die in die kleinen Städte abwandern müsse, in denen die Juden sich ein Handelsmonopol geschaffen hätten. Nie Zudenfrage in Ungarn. Budapest, 19. Febr. (DNB.) Auf eine Anfrage des liberalen Abgeordneten Ruprecht über den antisemitischen Charakter einer vom Jndustrie- mimsterium durchgeführten Umfrage über die konfessionelle Zugehörigkeit der Angestelltenschaft antwortete Ministerpräsident G ö m b ö s , daß die Anfrage die Aufrollung der konfessionellen Frage bezwecke. Die Regierung sei entschlossen, unter allen Umständen die Ruhe auf dem konfessionellen Gebiet weiter aufrecht zu erhalten. Daß bei einzelnen industriellen Unternehmungen das Judentum in einem Maße vertreten fei, das weit über die Bevölkerungszahl des Judentums hinausgehe, habe in christlichen Kreisen leb- Zwei Merkmale sind es vor allem, die unseres Erachtens zu besonders ernsten Bedenken gegenüber dem Vorgehen der Schweiz Anlaß geben. Erstens hat der Bundesrat jene ungewöhnlichen Schritte unternommen, bevor überhaupt der Prozeß gegen den Mörder Wilhelm Gustloffs die letzte Klärung gebracht hat. Der Bundesrat hat also, wie wir zu unserem Bedauern feststellen müssen, mit seinen Maßnahmen dem Prozeßurteil in gewisser Weise vorgegriffen, hat zum mindesten die Urteils» sindung unter ein gefährliches Vorzeichen gestellt. Zweitens aber stellt das Vorgehen des Bundesrates eine Art von Ausnahmegesetz dar, das sich in seiner Einseitigkeit allein gegen Deutsche bzw. Mitglieder der NSDAP, richtet. Angesichts der Tatsache, daß die Gesetzgebung der Schweiz den auf Schweizer Gebiet lebenden Angehörigen fremder Staaten den Zusammenschluß auch zu politischen Verbindungen durchaus gestattet, sofern diese sich nicht in die schweizerische Politik einmischen, stellt die Maßnahme Berns geradezu einen Widerspruch zu der eigenen Gesetzgebung dar. Dieser Widers; H jetzt gibt dH bekannt, da» & und Deu« £ worben (ei, ■ Mnarbeit mit ■ jMsgesellschaM fP Versuchs» «Bereitung eine» -über den N Ammen beruht ^mäßigen toirid)ten, in ke .te Unternehme -vieler Aufgeschlc tiiung der Leu u rourbe. Als gi Wch erfolgte l «parlamentarifc k der von ber in USA. mit be schlechte Erf Wiche Verum Ä Halle. Wenn mg kam, bah d mg gegenüber i lei, obgleich a iden Zeppeline chet wurden, - unseres „Gra nid) nicht unr t, dah das ei i ber Amerikan iirationsfoffen i 11 tnorben ift. sich infolgebefj W, öaß nicht r- 'nbern ben i Min gewissen ^'-usgebild r’^i)en Luftschi ^»schieben sei W inbireft Haftes Befremden hervorgerufen. Die Regierung sei überzeugt, daß diese Unternehmungen sich Dem höheren nationalen Ziel unterordnen und die Verhältniszahl zwischen den christlichen und den nicht- christlichen Angestellten wieder auf das richtige Maß zurückführen werden. Es handele sich hierbei keineswegs um einen gewaltsamen Austausch von Angestellten. Wenn die Regierung in dieser Frage klar sehe, werde sie sich an die einzelnen industriellen Gruppen wenden, ohne daß sich hieraus ein Antisemitismus oder soziale Störungen zu ergeben brauchten. Die englische Arbeiterpartei stimmt gegen die Militär-Nachtragshanshalte. London, 19. Febr. (DNB.) Die Arbeiterpartei hat beschlossen, im Unterhaus am kommenden Montag gegen d i e Na ch t r a gs h aushalte in Höhe von 7,8 Millionen Pfund Sterling für Heer, Flotte und Luftmacht zu stimmen. Wie verlautet wird die arbeiterparteiliche Opposition ihre Ablehnung damit begründen, daß die englische Flotte nicht im Interesse des Völkerbundes, sondern im Interesse britischer „imperialistischer Ziele" nach dem Mittelmeer gesandt worden sei. Berlin, 19. Febr. (DNB.) Der Reichsarbeits-1 minifter hat eine Verordnung erlassen, die für die bauliche Entwickelung der Gemeinden von Bedeu-j tung ift. Die Verordnung schafft eine einheitliche Rechtsgrundlage für die Bebauung in den Gemeinden und beseitigt die Dielfachen Hemmungen, die dieser Regelung in dem zersplitterten Länderrecht bisher entgegenstanden. Die Verordnung behandelt zunächst die Ausweisung von solchen Gebieten, die planmäßig aufgeschlossen werden sollen. Im Gegensatz zum A u ß e n g e b i e t, das nicht planmäßig erschlossen wird, werden diese Gebiete als Baugebiete bezeichnet. Im Baugebiet werden nach der zulässigen Nutzung unterschieden: Kleinsiedlung, Wohn-, Geschäfts- und Gewerbegebiete. Für jedes Gebiet sind die in ihm zu errichtenden Arten von Bauten fest zulegen. Auf diese Weise wird der bauliche Organismus der Gemeinden im großen gegliedert. Auf die Erhaltung und Förderung einer gefunden aufgelockerten Siedln n g s w e i f'e ist Bedacht zu nehmen. Bisher war es noch nicht in allen Ländern möglich, Flächen für eingeschossige Bebauung, für Kleinsiedlungen oder dergleichen auszuweisen. Die Verordnung gibt hierzu die Ermächtigung. Sie gestattet auch, Vorschriften über die Mindest- große von Baugrund st ücken zu erlassen. In den Jahren nach dem Kriege entstand allenthalben, besonders in der Umgebung größerer Ortschaften und an den Chausseen und Landstraßen bis weit in das flache Land hinein eine wilde und häßliche S p l i 11 e r f i e b I u n g, die dem gesunden Der Reichsarbeitsminister weist auf die B-. deutung der Kleinsiedlung hin, zu den: Förderung bei Ausweisung der Baugebiete aw reichende, nach einheitlichen Grundsätzen zu et« schließende Geländeflächen vorgesehen werden sollen Der Minister wendet sich mit allem Nachdrut gegen die übermäßige Ausnutzun; von Grund st ücken, besonders durj vielgeschossiae Bauten, wie sie nach da Bauordnungen zahlreicher Städte noch immer zugp lassen, mit den Anforderungen der Volksgesundheit und des Luftschutzes aber in keiner Weise verein« bar ist. Er hat deshalb auf die Notwendigkeit hii» gewiesen, die Flachbauweise weitgehend m fördern. Mehr als drei Wohngeschossi sollen an Wohnstraßen grundsätzlich nicht mehr zugelassen werden. Die viergeschossige Da weise ist auf die wichtigen Geschäftsstraße^ grbf die am 15. Februar 1936 der Leiter der Reichsstelle arbeit ist zu gliedern nach kleinerer-oezirren -3 für Raumordnung, Reichsminister Kerrl, erlassen öte|en werden Außenste 11 e n der Planung, hat. Sie bestimmt als P l a n u n g 5 r ä u m e die gemeinschaft tätig ^el!I..aP®yIjyter^er^, Reichs st atthalterbezirke, sowie das Saar- Bezirksplaner leitet. Auch ihn wird em Bu land in Preußen die Provinzen, die Hauptstadt rat unterstützen. Auf diese Weise durften prafh|q Berlin, sowie den Bezirk des Siedlungsverbandes Möglichkeiten geschaffen sein, die Reichs- und 5ai Ruhrkohlenbezirk. Sie unterscheidet zwischen P l a - > desplanung mit ihren großen völkischen Zielen ubt nungsbehörden und Planungsgemein->all durchzusetzen. s Siedlungsgedanken starken Abbruch getan, bi Landschaft rücksichtslos verschandelte und der Aü | gemeinheit, besonders in finanzieller Hinsicht, ui ermeßlichen Schaden zugefugt hat. Die 23erorbnuni bestimmt, daß die Genehmigung für bauliche 2h lagen versagt werden soll, wenn ihre Aussühru der geordneten Entwicklung des Gemeindegebiel oder einer ordnungsgemäßen Bebauung zuwid laufen würde. Die Vorschrift soll auch eine Ha habe geben, das Außengebiet der Städte und dc- platte Land in i hr e m landschaftliche: Charakter zu erhalten und vor wesen;, fremder Bebauung zu schützen. N 'einer Wei irrten, der von der Tatsache ausgehend, daß man Der kulturschöpferischen bäuerlichen müssen fern gehalten werden. Unverbindliche Probefahrten: Motorwagen - V erkauf SgCSCllsChaft M b. H. Frankfurter Strabe 52 - Telephon Nr. 2847 OPEL.® vor allem darf das durch Schnittmuster bäuerliche Frauenkleid niemals schablonisiert werden. Die in Und auf den Gegenwert kommt es an! Preise Ob Wo* Rüsselsheim a.NU Die Neubelebung des bäuerlichen Kleides. Reichsnährstand hat ein Merkblatt Gerade jetzt gibt das Staatsdepartement in Wa- (:ngton bekannt, daß zwischen den Regierungen ' }:r USA. und Deutschlands ein Abkommen ge- biTite sich infolgedessen nicht gut der Erkenntnis erschließen, daß nicht dem Luftschiff als Fahrzeug ü sich, sondern den amerikanischen Werfen und, in gewissem Umfange den ungenügend ausgebildeten Besatzungen der amerikanischen Luftschiffe die Schuld an deren Miß- enolg zuzuschieben sei. Tatsächlich ist denn auch in btn Bericht indirekt zugegeben worden, daß man herausgegeben, das eine eindeutig klare Stellungnahme zur Frage des bäuerlichen Kleides enthält. Es ist darin zum Ausdruck gebracht, daß die Neubelebung der Tracht und die Neugestaltung eines bäuerlichen Kleides niemals zur Modeangelegenheit werden darf. Die Entwicklung in diesen Dingen kann und darf nur langsam aen habe, solle: | tretet Deutsch!? 1 "gen MMN. die Ansicht nicht geändert. Der italienische Sieg an der Eritea-Front werde nach Pariser Meinung die Friedensmöglichkeiten wesentlich hinausschieben. Englische Rüstungsgewinnler. London, 19. Febr. (DNB. Funkspruch.) Eine der Folgen des englischen Aufrüstungsfeldzuges find die ungeheuren Gewinne, die englische Rüstungsindustrielle, Börsenspekulanten und Makler durch das scharfe Anziehen der Rüstungsaktien erzielt haben. „Daily Herald" meldet, daß seit dem Bekanntwerden der Aufrüstungspläne im letzten Jahre Gewinne in einer Höhe von insgesamt über 7 0 0 Millionen Mark gemacht worden seien. Die Aktien von 13 Waffenfirmen seien zum Beispiel im Laufe eines Jahres von 207 v. H. von 11,2 Millionen a u f 3 4,4 Millionen Pfund g e st i e g e n. In ähnlicher Weise hätten die Aktien von 2 0 Flugzeugfirmen um 66 v. H. von 23,2 Millionen a u f 38,5 Millionen Pfund angezogen. Bon einer Anzahl berufsmäßiger Spekulanten habe jeder einzelne Hunderttausende von Pfunden gewonnen. Als Ergebnis der Rüstung seien etwa sechs Männer über Nacht zu Millionären geworden. So hätten Direktoren der Hawker-Flugzeugfirma infolge der ge- walttgen Steigerung ihres Geschäftes allein einen Gewinn von etwa 20 Millionen unter sich geteilt. Erziehung zum politischen Wissenschaftler Llebergabe der Gaufahne des NGO.-Studentenbundes Hessen-Nassau. verschiedenen Gegenden noch vorhandenen Trachten sind Ausdruck bäuerlicher Wesensart. Es ist zu begrüßen, wenn die Bevölkerung an diesen alten jaucht hatte. Wenn dieser Ausschuß zu der Ueber- zeigung kam, daß dem Luftschiff in mancher Be- jkiung gegenüber dem Flugzeug der Vorzug zu ilen sei, obgleich alle auf amerikanischen Werften getauten Zeppeline bald nach ihrer Indienststellung «Wichtel wurden, so haben die beispiellosen Er- 04e unseres „Graf Zeppelin" diese Entscheidung Irlich nicht unmaßgeblich beeinflußt. Hinzu her schweiMi $orm au^.’-N oiel zu imern dürfte w! daran, M 4)®ei^er Rn ,u bringen. Zeppelinhafen Frankfurt a. M Das neue Zentrum des Weltlustschiffverkehrs. vor sich gehen, und die Gestaltung darf einzig und allein nur bei der Gemeinschaft selber liegen. Alle kunstgewerblichen, städtischen Einflüsse r*""'" c'"“ --- LPD. Frankfurt a. M., 19. Febr. In der Aula der Universität erfolgte die Einführung der dem Gau Hessen-Nassau des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes gelegentlich der Zehnjahresfeier des NSD. Studentenbundes in München überreichten Gaufahne durch den Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger. Die Bedeutung dieser Feierstunde wurde noch unterstrichen durch die Anwesenheit des Stabsleiters der Reichsstudentenbundsführung Walch er, des früheren Studentenbundsführers im Gau Hessen-Nassau. Die Aula war festlich mit Fahnen und Spruchbändern ausgeschmückt worden. Vor dem Universi- tätsgebäude hatten je eine Ehrenhundertschaft des Studentenbundes der Standorte Frankfurt und Weilburg Aufstellung genommen. Der Gauleiter schritt die Front der Ehrenhundertschaften ab und begab sich dann, gefolgt von Stabsleiter W a l ch e r, dem Gaustudentenbundsführer Conrad und mehreren Gauamtsleitern zur Aula, die von Studenten, Professoren und zahlreichen Ehrengästen dicht gefüllt war. Die Feierstunde wurde eingeleitet durch eine Kantate mit Sprechchor und Lied, ausgeführt durch das Studentenorchester und den Studentenchor. Slabsleiter pg. Walcher wies bann darauf hin, daß der Führer dem NSDStB. den Auftrag gegeben habe, einen studentischen Stoßtrupp an der Hochschule zu schaffen, dem die Forderung nach höchsten Werten und höchstem Können innere Verpflichtung sei. Dieser Studentenbund solle vor allem für die politische Wissenschaft eintreten. Politische Wissenschaft aber verlange, daß der Wissenschaft nicht von der Staatsführung her Aufgaben zugewiesen würden, sondern daß die Wissenschaft sich s e l b st Themen und Aufgaben suche, sie finde und bearbeite. Man könne nur dann von einer politischen Wissenschaft sprechen, wenn die Wissenschaft aus einer besonderen politischen Stellung an die sich selbst gestellte Aufgabe herangehe. Eine Wissenschaft könne nur dann politisch gewertet werden, wenn sie dem Volke den größtmöglichen Nutzen sichere. Ansätze einer politischen Wissenschaft hätten wir jetzt schon auf fast allen Gebieten. Die dazu notwendige innere Grundhaltung den Studenten anzuerziehen, sei Aufgabe des Studentenbundes. Die Möglichkeiten hierzu seien in allererster Linie die Erlebnisse in der Kameradschaft. Die Aufgabe habe aber auch ihre eigenen Formen gefunden, die in die Welt einer falschen studentischen Romantik hart hineinstoßen. Der Studentenbund verlange die r e st l o s e Beseitigung ehemaliger studentischer Brauchtümer, um dafür seine neuen besseren Lebensformen setzen zu können und die gesamte studentische Jugend um so leichter zu dem Ziel zu Auf der Ausstellung HALLE I • STAND 23 w führen, das ihr von der Bewegung gesteckt sei. „Unser Couleur ist das Braunhemd und unsere Fahne ist die der Bewegung!" Gauleiter Sprenger erinnerte daran, daß in Frankfurt a. M. eine der ersten NSDStB.-Gruppen gegründet worden ist. Die Universität glich einer Kloake verwesender Anschauungen, die wie durch eine Mauer von den positiven politischen Strömungen abgeschlossen war. Mit rauher Hand wurde auch in Frankfurt eingegriffen. Bei seiner Arbeit stieß der NSDStB. auch auf die Vergangenheit, auf korporative Gruppen, die glaubten, aus irgendwelchen Verdiensten heraus den Studentenbund anfechten zu müssen. Genau so wie wir die alte schwarzweißrote Fahne in Ehren weggestellt haben, so müssen wir auch die Korporationsfahnen in Ehren beiseitestellen, da sie heute als Kampfmittel nicht mehr taugen. Der Nationalsozialismus muß unduldsam sein, da er sonst keine Weltanschauung mehr ist. Durch den Nationalsozialismus ist der Wiederaufbau des gesamten deutschen Volkes mit dem Hochziel einer allgemeinen Erneuerung des Geistes begonnen worden. Der Nationalsozialistische Deutsche Stu- dentenbund hat an seinem besonderen Frontabschnitt diesen Erneuerungskampf zu führen. Der NSDStB. hat die heilige Verpflichtung, Nationalsozialismus wirklich vorbildlich vorzuleben. Wir verlangen gar nicht, daß diejenigen, die bisher außerhalb gestanden haben, nun Nationalsozialisten sind; was wir aber unbedingt verlangen, ist der gute Wille. Mit den Worten: „Wegweiser für Kampf und Tat sei uns die neue Fahne" übergab Gauleiter Sprenger dem Gaustudentenbundsführer Conrad die Gaufahne. unübertroffen! Notwendigkeit i ise weitgehend Wohn geschoßt vvll ’W "’Ji 1 den USA. mit dem Betrieb eigener Luftschiffe ^s^ichossige h teilbar schlechte Erfahrungen machen mußte, die ichaftssttaßeij giiss znndsätzliche Verwendbarkeit von Luftschiffen un- die R a u m v e r h ä l t n i s s e für Start und Landung, als auch die Wetterverhältnisse nicht sonderlich günstig. Die sehr häufig von den Schweizer Bergen kommenden Südwinde, die quer zum heutigen Flugplatz einfallen, erschweren Abflug und Landung der Luftschiffe oder machen sie zeitweilig sogar unmöglich. Es war nicht selten, daß der „Graf Zeppelin" viele Stunden über dem Bodensee zu kreuzen hatte, bevor er landen konnte oder daß man eine Richtungsänderung des Windes bzw. dessen Abflauen abwarten mußte, ehe das Schiff aus der Halle zu bringen war. Hinzu kommt, daß Friedrichshafen als Ausgangsort für Fernfahrten infolge feiner Alpennähe zu zeitraubenden Umwegen zwingt. In Frankfurt a. M. find die meteorologischen und geographischen Verhältnisse günstiger. Nach eingehenden Untersuchungen hat man festgestellt, daß außergewöhnliche Wetterschwankungen hier relativ selten sind. Aber den Ausschlag zur Wahl Frankfurts als Heimathafen des im Aufbau befindlichen Weltluftschiffverkehrs gab vermutlich die Tatsache, daß Frankfurt eine ganz besonders gute Verkehrslage aufzuweisen hat. Der neue Weltluftschisthafen liegt im Schnittpunkt vieler bedeutender europäischer Eisenbahn- und Flugzeuglinien und kann sich infolgedessen unmittelbar in den transkontinentalen Verkehr einschalten. Sehr wichtig ist auch, daß hier n ÄS&JS !r die srVW sind. Hx m N nerehfcMnm 5un9 1 ' rv.‘ M '14 'n dritten ijffen bestimmt fei. L-LEtz Friedensbemühungen des Vatikans. ie hürffe e*n ■ 'Paris, 19. Febr. (DNB. Funkspruch.) Eine Un- e fteiifa PrQfr krebung, die der französische Außenminister Ititoen a.unH flanbin am Dienstag mit dem apostolischen ’ fielen iz ^„tius Maglione hatte, wird vom „Oeuvre" itM »A 1*5 iM ten fuLr , London keine geringe Überraschung verursacht. r',r Daily Telegraph' erklärt, es sei ein völliges Geheimnis, wie dieser Bericht in den Besitz Ser iolienischen Zeitung gelangt. In Rom erkläre man, das Schriftstück durch eine „geschickte I n - 5 f r e t i o n" beschafft worden fei. Der römische Berichterstatter der „Times" meldet, daß man in jsr Veröffentlichung einen Versuch sähe, die Po- jjf des britischen Auswärtigen Amtes in Miß- ebit zu bringen. Dieses Urteil sei jedoch unlogisch, Feststellung, England habe in Abessinien ine so lebenswichtigen Interessen, □ft es sich einer italienischen Eroberung Abessiniens .^ersetzen müsse, viel eher ein Beweis dafür sei, n6 das Einstehen Englands für die Völkerbunds- N2 «ung nicht von selbstsüchtigen In ter- «n h e ft i m m t fei. OPE W-e'Ät v er verbraucht wenig! oußer.7von R« 3250 an ^toTx-Vedet^ 9eken°j . j luknaeos: f baues immer wieder angespornt, die Leistungen noch zu steigern und das große Werk des deutschen Erfinders Graf Zeppelin weiter auszubauen In Friedrichshafen geht gerade jetzt das neue Luftschiff LZ 12 9 feiner Vollendung entgegen, und schon ist bereits ein neues Schiff, der LZ 13 0 in Auftrag gegeben. Derweil entsteht in der Nähe von Frankfurt a. M. der Weltluftschiffhafen, der nach feiner Fertigstellung das neue Zentrum des Weltluftschiffverkehrs bilden wird. Auch an diesem Beispiel erkennt man, mit welcher letzten Gründlichkeit in Deutschland alle Maßnahmen durchgeführt werden, die der Förderung der Luftfahrt dienen. Bevor nämlich die Entscheidung darüber fiel, daß der schon seit Kriegsende geplante Bau eines großen und modernen Luftschiffhafens in Frankfurt a. M. verwirklicht werden sollte, waren viele eingehende Untersuchungen darüber angestellt worden, welcher Platz hinsichtlich seiner geographischen Lage und der bei ihm anzutreffenden meteorologischen Bedingungen am geeignetsten sei Die in Friedrichshafen in dieser Beziehung vorhandenen Umstände ließen nämlich die Stationierung eines erheblich gesteigerten Luftschiffverkehrs an diesem Ort nicht ratsam erscheinen, schon weil wegen seiner Höhenlage die Hubkraft eines Luftschiffes dort bedeutend geringer ist als in Meereshöhe. Bei einem in Meeresspiegelhöhe herrschenden Normaldruck von 760 Millimeter und einer Durchschnittstemperatur von 10 Grad Celsius hat ein Luftschiff mit einem Fassungsvermögen von 70 000 Kubikmeter Wasserstoffgas und 35 000 Kubikmeter Triebgas („Graf Zeppelin") einen Auftrieb von etwa 81 400 Kilogramm. In Friedrichshafen aber, das 410 Meter über dem Meeresspiegel liegt, ist das gleiche Schiff nur 78100 Kilogramm in die Luft zu heben in der Lage, weil in dieser Ortshöhe ein Normaldruck von 721 Millimeter und eine mittlere Temperatur von 6 Grad anzutreffen sind. Diese Umstände waren mit manchen anderen dafür ausschlaggebend, den künftigen Ausgangspunkt für Fernfahrten von Friedrichshafen nach Frankfurt a. M. zu verlegen. Frankfurt liegt mit 99 Meter über Meereshohe erheblich tiefer als der Bodensee, wodurch eine Steigerung des Auftriebes um etwa 10 v. H. gewährleistet ist. Beim neuen Zeppelin hat man eine durch diesen Ortswechsel bewirkte Erhöhung der Steigfähigkeit um 800 Kilogramm errechnet. Aber das sind nicht die einzigen Gründe für die Verlegung des Luftfchiffhafens gewesen. Abgesehen davon, daß man aus innerbetrieblichen Rücksichten eine Trennung von Werft und Hafen — die Werft bleibt ja in Friedrichshafen — für zweckmäßig hielt, sind in Friedrichshafen sowohl n bas Dritte ü* I kamt, daß das einzige noch betriebsfähige Luft- jefei) oder Äri der Amer ner, die frühere „ZR 3", auf ," Der teil toarationsfoften in Friedrichshafen g e - tut worden ist. Der Untersuchungsausschuß reist auf y Dffen worden fei, wonach die Lufthansa in io hin öleJ Zusammenarbeit mit der größten amerikanischen »r Ä >■ jijtoerkehrsgesellschaft, der Panamerican Brunbiäfv le e $ r ro a i) s, Versuchsflüge durchführen werde, die bhon (-r Vorbereitung einer regelmäßigen Luft- it nii r m 'n !an e über den Nordatlantik dienen. Die- 9(em Abkommen berührt die Absichten Dr. Eckeners, fnnh nu?Ullr-en planmäßigen Luftschiffdienst über den Atlan- I oers üuif t einzurichten, in keiner Weise. Es ist zu hoffen, Mlfih das Unternehmen Dr. Eckeners in Amerika h n°m J!"™1 M c'nfooieler Aufgeschlossenheit begegnet, wie sie der er -oolfsgeiunifc jh orbnung der Deutschen Lufthansa entgegenge- hacht wurde. Als günstiges Vorzeichen darf man l kürzlich erfolgte Veröffentlichung des Berichtes tr.es parlamentarischen Untersuchungsausschusses r i gewissen Bemühungen für die friedliche Beizung des italienisch-abessinischen Streitfalles in NtNnI k '-Ziehung gebracht. Der Vatikan, so heißt es, prüfe UllPmnD i i einiger Zeit, ob eine Möglichkeit bestehe, dem jhechoslowakischen Staatspräsidenten Benesch ,, Vermittlerrolle zu übertragen. Es sei getan, (>r wohl möglich, daß diese Frage Gegenstand der ven- ' jyterrebunq zwischen Flandin und dem Nuntius swesen sei. Am Quai d'Orsay habe man jedgch die ganze Nord-Südstrecke die Ost-Weststtecke bet Reichsautobahnen schneidet, so daß Frankfurt also in der Mitte eines Kreuzes liegt, als dessen Schenkel die großen Straßen nach Hamburg, Warschau, Basel und Paris anzusehen sind. Günstig wird sich im übrigen auch auswirken, daß d i e Nähe der chemischen Jndustriewerke in Höchst und Griesheim die Zuführung der benötigten Füllgase für die Zeppeline erleichtert. Solange man Luftschiffe konstruiert, wird auch schon die Frage diskutiert, ob man einer fest- gebauten ober eine mit Rücksicht auf die jeweils vorherrschende Windrichtung drehbaren Lu f t s ch i f f h a l l e den Vorzug geben solle. Wenn man in Frankfurt auf die Errichtung einer beweglichen Halle verzichtet hat, so ist das in erster Linie wohl auf die Kostenfrage zurückzuführen. Allein ihr komplizierter Unterbau würde Summen verschlingen, deren Bereitstellung heute und in absehbarer Zeit nicht möglich ist. Stattdessen hat man sich für eine feststehende Halle entschieden, die mit einer Höhe von 55 Meter, einer Breite von 60 Meter und der Länge von 281 Meter an Größe und Fassungsvermögen alle anderen Hallen Europas übertrifft. Ihre enorme Ausmaße garantieren die reibungslose und ungefährdete Einholung und Ausbringung der Luftschiffe selbst bei ungünftigen Windverhältnissen. Alex Schmalfuß. . . Großwagen-Vorzüge Z°m ges^meidiger» OPEL >TyP ^Neuzeitliche Bauweise, e'^rung<, zugfreie Ent- Neuzeitliche Tor , Synchron- nd dann her sparsamer Motor, »OPE * bar geraurmg ober ^Ganzstahl-Karossene, wu > ‘ÖftU09't^nlich niedrige Preu: R* 25 \ der erstaune « in den USA. verabsäumt habe, den Bau von L^tschissen mit der erforderlichen Gründlichkeit und iii Ausbildung der Mannschaften sorgfältig genug , dilchzuführen.' Die deutschen Erfolge, die dabei in- ihrem HeiM»^ a[5 beispielgebend anerkannt werden, sind r 6d)®el3/ Da!! D freilich auch keineswegs in den Schoß gefallen, sch seien. Nü |in^ ^er Preis für ernstes Mühen und kämpfe- inn. Äfoe Einsatzbereitschaft. diese sich in vielen Fernfahrten unseres „Gras fctpelin" widerspiegelnden stolzen Erfolge haben ii<)t bewirkt, die Dinge in den eingefahrenen Ge- lilsn laufen zu lassen. Sie haben im Gegenteil lie verantwortlichen Männer unseres Luftschiff- 3n $tm nalional|oj|lllr A bie ii; unb fern J' rufen worden o- T»« : ’«*n5PäL « ! „ Schroe'l s« tämPf-" f« “I|l unb naho*V | L°- I qenommenen V , te. ‘“■"‘aTiooooot-a. ko„., «.d Sä’** / der „ "'d . / befOL Ussen e- f Unve^oO Sie erLndli* -‘9°nt wievieik!nnen ^"-> 9en d,e Opf, ',en. h=be^n Zü o- $,Qu”tunLeWerde‘en Seid.Wn SShreH r' i sein c f // ^r®ut 1 kr. Ge/d k , O//e$ für ß Ä Hinsicht,! Die Verordn, 9 ?ur bauliche 1 n Ausfuhr ’ ®emeinbegebi( ^°uung zuwit . U eine jjö er Stabte unb 1 "oschastlich unb vor weie 41rG M ^vwtjdMtoitw «WWrÄMCV» 5000- k MmcS j s'MM? IKStfe^'-. anzeige an die Ortspolizeibehörde und an die Le. rufsgenosfenschaft einzusenden. Wetterbericht des Reichswetterdiensles. Ausgabeort Frankfurt. Die Zufuhr subtropischer Warmluft im Verein wahrschein len ®ay ' L,/ e t7 {einer Rückkehr -weiten Tchwi lelbst sei -u Mann auszun Mole dein Sechzig Kilo nustralisches B Bei dem Unqli gekommen. Streu Gewimrauszug In Ostpreuß Königsberg wi Im ganzen G {charse Nordoj Ohne Gewähr Nachdruck verböte. Schneewehen haben die ed Meter erreicht aus dem Schr 9. Ziehungstag 18. Februar 1936 lieber eine hestiger Sch 120 Gewinn« ,v 500 M. 6232 26130 34086 3506T2 37197 40405 44690 55303 98871 iirg, traf na ßn der ' äsidenten n,it dem Kam 80076 81334 84335 86072 89631 H in der Kl "'ch gestalten. ber Vk 66735 104765 173407 85390 100618 106853 327724 36 Gewinne zu 1000 M. 162653 176320 179291 4664 25350 75966 128563 192138 199531 213418 271446 286571 293243 30932« 2958 8051 90001 10037 Im Gewinnrade verblieben: 2 zu i‘ Gewinne 1000000, 4 zu je 50000, 2 zu je 30000, 12 zu je 20000, 82 zu je 10000, 160 zu je 5000, 300 : ... onnn an < ... n™«1 - . .** * . nesQl. Ueberlieferungen festhält. Mit großer Vorsicht aber sind die Bestrebungen durchzuführen, Menschen, die der Tracht einmal entsagt haben, wieder zum Tragen der Tracht bewegen zu wollen. Dor allem ist es für einert Bauern oder eine Bäuerin unmöglich, solchen Trachtenvereinen anzugehören, die lediglich der öffentlichen Zurschaustellung der Trachten und meistens noch der Fremdenoerkehrswer- bung dienen. Es ist unmöglich, innerhalb weniger Jahre das neue bäuerliche Kleid von außen her zu schaffen. Dieses Kleid kann und wird sich erst allmählich im Laufe der Zeit entwickeln, und zwar wird diese Entwicklung gleichlaufend mit der inneren Entwicklung des Bauerntums vorwärts schreiten. Deutsche Knegsgräberstätten um Verdun. Wie der Klang einer dumpfen Trauerglocke tönt der Name Verdun durch die Jahre hindurch, seitdem der letzte Schuß auf den blutgetränkten Höhen an der Maas verhallte. Zu einer einzigen großen Kriegsgräberstätte ist dieses Stück Land geworden und daher auch zu einem einzigartigen Wallfahrtsort, zu dem es alle die hindrängt, die im tiefsten Herzen ergriffen sind von der Größe des Opfers, das hier Jahre hindurch von Freund und Feind gefordert wurde. Von der „Hölle von Verdun" sprachen die deutschen Truppen, von der „Mühle von Verdun" die Franzosen. Selbst die rauhe Sprache des Frontsoldaten verriet ein Zittern bei Nennung dieses Namens, und dennoch marschierten sie immer wieder, wenn der Befehl sie rief. 300 000 Deutsche und 440 000 Franzosen hatten die Treue zur Heimat mit ihrem Herzblut besiegelt, als im September 1916 auf Befehl Hindenburgs der Angriff eingestellt werden mußte. Im eigentlichen Kampfgelände war eine Bestattung der Toten nahezu unmöglich. Daher haben die Deutschen, soweit sich dieses bewerkstelligen ließ, die Gefallenen in die rückwärtigen Stellungen gebracht und dort zur letzten Ruhe gebettet. So entstanden in der Etappe die deutschen Kriegsgräberstätten in Amel, Piennes, Azannes I, Brieul- les-sur Meuse, Romagne-sous Montfaucon und Ville- deoant Chaumont, die am nächsten zur Festung Verdun lagen. Im weiteren Umkreis wurden dann u. a. Cheppy, Septsarges, Crepion, Dannevoux, Ecurey, Lissey Liny-devant Dun, Peuvillers, Dam- oa Brieulles-sur (Aufnahme: Neuner, (Gießener Anzeiger.) villers, Mangiennes und Sivry-sur Meuse angelegt, und auf der letzteren die heldenmütigen Stürmer des Fort Douaumont vom Jnf.-Rgt. 24 gebettet. Olympia- Auszeichnung für einen Gießener Eisschützen. Für die Gefallenen der Kämpfe in den Araonnen v *■ " l St. Mihiel wurden die Kriegs- res vorgesehen. Mit der Zeit werden alle Stätten zu Mahnmalen ausgestaltet sein, die den kommenden Geschlechtern Kunde geben von dem tragischen Heldentum, das die Höhen und Schluchten Verduns gesehen haben. Der Gießener Eisschütze K l a r l (Gießener Eisverein), der im Nationalen Eisschießen auf dem Rießer See im Weitschießen 88,3 Meter erreichen konnte und damit der vierte Sieger in diesem Wettbewerb tourte, erhielt für diese Leistung eine Medaille zuerkannt. Unsere Bilder zeigen diese Medaille mit Dorder- und Rückseite. Briefkasten her Redaktion. (Rechtsgukachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftteitung.) B. in 3X. Auch ein 68jähriger landwirtschaftlicher Arbeiter, der Invalidenrente bezieht, unterliegt der Krankenversicherungspflicht, wenn er im Lohnarbeits- Verhältnis steht und dort wirtschaftlich wertvolle Arbeit leistet. Als landwirtschaftlicher Arbeiter und Invalidenrentenempfänger ist er lediglich von der Arbeitslosen- und Invalidenversicherungspflicht befreit. Der Arbeitgeber muß die Anmeldung zur Krankenkasse bewirken. Die Unfallversicherung erfolgt bei der Land- und Forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für» Hessen in Darmstadt. Eine be- und dem Bogen von _ gräberstätten Maizeray, Harville, Thiaucourt, Tro- von „Daux les Palameis" und Tranchee de Varne- ville geschaffen. — Im Jahre 1920 gingen die Franzosen dazu über, neue Sammelkriegsgräberstätten in Hautecourt, Consenvoye und Azannes II anzulegen, auch auf den vorher genannten Ehrenstätten aus der Kriegszeit fanden umfangreiche Zubettungen statt. Zehntausende Deutsche und Franzosen ruhen aber heute noch verschollen in dem verwüsteten Kampfgelände, einer Landschaft des Todes. Erst nach und nach wird dieses Gebiet aufgeräumt und gibt seine Toten zurück. Der Volksbund Deutsche Kriegs- aräberfürforge, der Betreuer unserer Kriegsgräberstätten im Auslande, ist sich der hohen Aufgabe bewußt, die das Verdun-Schlachtfeld ihm stellt. Er hat deshalb den Kriegsgräberstätten dieses Gebietes seine besondere Fürsorge zugewandt. Cheppy, Lissey, Peuvillers, Romagne-sous Montfaucon u. a. sind fertig ausgebaut. Meuse und Linydevant Dun sind nahezu vollendet. Consenvoye ist im Bauprogramm dieses Jah- Heute nacht entschlief nach kurzer Krankheit unser lieber Vater Herr Martin Stroh im Alter von 68 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Gießen (Georg-Philipp-Gail-Straße 12), den 19. Februar 1936. 0774 ZUeineAnzeigen im Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und geleien Mathilde Reuter, geb. Stroh Emil Reuter Die Beerdigung findet Samstag, den 22 Februar, vormittags llV2Uhr auf dem Neuen Friedhof statt Erfahrenes, sieiß. Halbtags« mäddien nicht unter 18J., zum l.März gesucht. Vorzustell. zwisch. 5 u. 8 Uhr nachmittags. 077- Wo, sagt die Geschäftsstelle des Gieß. Anzeigers. Jnfolg.Ablebens unseres seitherig. Mädchens, tücht. Mädchen das schon i.Wirtschaftsbetrieb tä- tigwar,z.l.März gemcht. 1070D Restaurant Stadt Mainz. Suche yagesmädchen das kochen kann zu einzeln. Dame für 15. März. 077« HeleneTrautmann Moltkeftraße6II. Stellengesuche! Junger Kaufmann sucht Stellung als Verkäufer und auf Büro Schr. Angeb. uni. 0769 an den Gießener Anzeiger erb. Werbe-Drucksachen bei Brühl, Schulstr.7 918> u.m.läst.Haarew nutb bteöonmn angew.,einz.sich Meth. uni. Gar imm.mitd.Wurz. 'chmerzl.entfernt Frau B. Gulden. Svrechfld leben Freitag,Gießen, Alicenttraße40v 9-7 Ubr dnrckg. SIMWlel Gießen 06sD JreitagLl.Febr. 20—22.80 Uhr: 19.Freit.-Abonn. Pr 0.40-2.50 Jt Krach im Hinterhaus. Lnstfviel von M. Böttcher. Spiel-Leitung: Heinrich Hub. Konfirmandenanzüge extra angefertigt RM. 23.- 36.- 42.- 48.- J etz t b es t eil en b ei KÖHLER. Gießen Seltersweg 17 129A Nadi kurzer schwerer Krankheit ist gestern abend meine liebe, unvergeßliche Mutter Pauline Schroeder geb. Klimeck von mir gegangen. In tiefer Trauer: Wally Schroeder Gießen (Mühlstraße 29), den 19. Februar 1936. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 21. Februar, nachmittags 2 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt 1071 D Klein-Linden, den 19. Februar 1936. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 21. Februar, nachm. 3 Uhr, vom Sterbehaus Steinstr. 29 aus statt _________________________________________________________ b '80 L) Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel Wilhelm Balthasar Fink heute morgen um 7 Uhr im Alter von 69 Jahren zu sich zu rufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: August Ruhl jr. Schöne 5-Zimmer° Wohnung mit Zubehör,pt., in guter Lage z. 1. April 1936 zu vermieten. Schr. Angebote unter 0776 an d. Gieß. Anzeig, erbeten. 4-Zim.-Wohn. m.Bad.Zentralh. usw.(Klmiksn.)z. vm.Näh.Setters veg 8 I. Liredllvr [Stellenangebote] Mädchen oder Fran in allen Hausarbeitenbewandert für 5-6 Wochen yemcht. Zu ertragen in der Geschäftsstelle des Gieß. Anzeigers. Beine Ursprünge- Zeugnisse, lonbem nur ZeugntS- abjchrifteu Dem ®e- toerbunggid)reiben beb legen I - Lichtbilder undBewerbungsuntev lagen müssen zur Ber- meidungvon Verlusten aus Der Rückseite Ra- men und Anschrift des Bewerbers tragen 1 Cottbuser Tuchfabrik sucht Vertreter f. Anzugstoye an Private. Schriftl. Angeb. u. 1079D a. d. Gieß. Anz. Familiendrucksachen VerlobunQsanzelgen Vermähl ungsanzelgen Geburtsanzeigen bei Brühl, Schulstr. 7 Gesucht für Ostern kaufmännischer Lehrling wenn möglich mit Primareife oder Abitur. Angebote mit handgeschriebenem Lebenslauf, Zeugnisabschriften u. 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Februar ffl ing wurden Sfloti zogen I 326305 348646 6777 14478 6": 38 160794 185?Z 9038 16992 M )707 121372 1- ' 34 187433 IV 54 278803 M '6 352372 -M •6 390958.0 1130 34086 M '1 103883 g 0 135784 IM 9 175709 17 16 211291 22;; )8 254559 264; 76 280541 28: 60 314037 3h >10 356327 g!. 332 384415 386. Nr. 43 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) vonnerrtag, 2V. Zebruar 1956 Aus aller Welt. Zwei britische Flugzeuge abgestürzt. Die britischen Luftstreitkräfte haben in der Nacht zum Mittwoch zwei schwere Verluste erlitten. In den frühen Morgenstunden stürzte in der Grafschaft Sussex ein Nachtbombenflugzeug ab und ging in Flammen auf. Von den vier Insassen wurden drei getötet, während der Flugzeugführer, ein Unteroffizier, schwere Verletzungen erlitt. Die Maschine wurde fast vollständig ein Opfer der Flammen. Das zweite Flugzeugunglück trug sich in der Nacht im Aermelkanal zu, wo ebenfalls ein britisches Flugzeug aus noch unbekannten Gründen niederging und versank. Drei Mitglieder der Mannschaft werden als vermiß gemeldet; sie dürften wahrscheinlich ertrunken sein. Dem vierten Flieger gelang es, schwimmend die Küste zu erreichen. Von Le Havre aus sind Schiffe in See gegangen, um nach den vermißten Fliegern zu suchen. Der gerettete Fliegeroffizier erzählte, daß sämtliche vier Insassen des Flugzeuges gleichzeitig versucht hätten, das Ufer schwimmend zu erreichen, nachdem sie über 20 Minuten an Bord des Flugzeuges geblieben seien. Die drei anderen Mitglieder der' Besatzung seien jedoch durch die starke Drift auf das Meer hinausgespült worden und dort ertrunken. Ein Franzose habe versucht, in einem leichten Sportboot die Flieger zu retten, sei aber dabei um ein Haar selbst verunglückt. Er habe von dem Kanu aus zwei Leute im Wasser gesehen und einem der beiden einen Rettungsgürtel zugeworfen, der ihn gerettet habe. Da kein zweiter Rettungsgürtel vorhanden gewesen sei, sei der Franzose an Land zurückgekehrt, um einen zweiten zu holen. Bei seiner Rückkehr sei jedoch keine Spur mehr von dem zweiten Schwimmer zu sehen gewesen. Das Kanu selbst sei zu klein gewesen, um mehr als einen Mann auszunehmen. Fünf Tote beim Absturz eines australischen Bombers. Sechzig Kilometer von Sydney entfernt ist ein australisches Bombenflugzeug abgestürzt. Bei dem Unglück sind fünf Personen ums Leben gekommen. Strenger Winter in Ostpreußen. In Ostpreußen herrscht st r e n g e r Frost. In Königsberg wurden 18 Grad unter Null gemessen. Im ganzen Gebiet ist viel Schnee gefallen. Der scharfe Nordostwind hat auf den Straßen große Schneewehen gebildet. Auf der Elbinger Höhe haben die Schneewehen eine Höhe von mehreren Meter erreicht, so daß nur noch die Baumkronen aus dem Schnee herausragen. Das Frische Haff ist völlig zugefroren. Fußgänger und Schlitten überqueren die Eisfläche. Schneesiurm in Dänemark. lieber einem großen Teil Dänemarks tobte ein heftiger S ch n e e st u r m. In Nordseeland war der Verkehr fast völlig lahmgelegt, Mehrere Eisenbahnzüge blieben im Schnee stecken. Große Verkehrsschwierigkeiten verursachte der Schneesturm auch auf der Insel Bornholm, deren östlicher Teil fast gänzlich von der Umwelt abgeschnitten wurde. Ein Eisbrecher soll nach den zwischen den Inseln Falster und Seeland gelegenen Storström auslaufen, wo Eismassen den Verkehr zwischen beiden Inseln erschweren. Schwedischer Kriegsschiffbesuch im Kieler Hafen. Der schwedische Fluazeugkreuzer „Gotland", unter dem Kommando des Kapitäns z. S. K. G. Rud - berg, traf nach einer Fahrt durch den Nordostseekanal im Kieler Hafen ein. Das schwedische Kriegsschiff wird kurze Zeit im Kieler Hafen liegen bleiben. Für diese Zeit ist ein Besuchsaustausch zwischen der Kriegsmarine, der Luftwaffe, dem Oberpräsidenten und dem Kieler Oberbürgermeister mit dem Kommandanten vorgesehen. Eine Reihe von Veranstaltungen, darunter ein Empfang durch die Stadt Kiel im Rathaus, werden den Aufenthalt in der Kriegsmarinestadt Kiel abwechslungsreich gestalten. Sowjetrussischer Eisbrecher verschollen. Seit vier Tagen ist im Kaspischen Meer der sowjetrussische Eisbrecher „Schaumjan" verschollen. Er war von Machatsch-Kala an der Westküste nach der an der Ostküste gelegenen Stadt Alexandrowsk ausgelaufen. Kurz nach der Ausfahrt sandte das Schiff plötzlich 808-Rufe. Seitdem hat man nichts mehr von ihm gehört. Zwei englische Fischdampfer unlergegangen. Der englische Fischdampfer „Merrivale ist mit 13 Mann Besatzung in der Nähe der Orkney-Inseln untergegangen. Es wird angenommen, daß das Fahrzeug im dichten Nebel auf einen Felsen gelaufen ist. Ein weiterer Fischdampfer mit sieben Mann Besatzung ist bei den Shetland-Inseln gescheitert. Man befürchtet, daß auch in diesem Falle niemand mit dem Leben davon gekommen ist. Sühne für einen Totschlag. Das Schwurgericht München II verurteilte den Johann Bergmann aus Eichenried wegen Totschlags zu '4 Jahren Gefängnis und '5 Jahren Ehrverlust. Außerdem wurde Haftfortdauer angeordnet. Das Gericht hat Bergmann auf Grund des Indizienbeweises als den Mann angesehen, der in der Nacht zum 27. August 1934 einen Münchener Radfahrer, mit dem er in Streit geraten war, auf der Landstraße erstochen hat. Obwohl § 51 bei der Urteilsbemessung nicht in Frage kam, wurden dem Angeklagten wegen seiner Angetrunkenheit und weil er gereizt- war, mildernde Umstände zugebilligt. Erschwerend wurde berücksichtigt, daß Bergmann schon einmal einen Menschen getötet hat, ferner die Roheit seiner Tat und auch sein beharrliches Leugnen. Der Staatsanwalt hatte wegen Totschlags 6 Jahre Zuchthaus beantragt. Hinrichtung eines Mörders. In Insterburg (Ostpr.) ist der 1899 geborene Martin Ennulat h i n g e r i ch t e t worden. Ennu- lat ist wegen Mordes zum Tode verurteilt worden, weil er die Bäuerin Helene Poetschaft in Dickschen hinterrücks erschossen hatte, um sich der Strafverfolgung wegen zweier bei ihr begangenen Getreidediebstähle zll entziehen. Acht Monate Gefängnis für einen Messerhelden. In Ludwigshafen war es zwischen dem 41jähri- gen Emil Hoffmann, der mit seiner Geliebten, einer jungen geschiedenen Frau, und anderen Bekannten ein Cafe besuchen wollte, zu einem Zusammenstoß mit dem früheren Ehemann der jungen Frau gekommen. Dieser hatte dabei einen Messerstich, zwei Finger breit vom Herzen, erhalten. Einem glücklichen Zufall war es zu verdanken, daß der Stich nicht tödlich wirkte. Den Stich soll Hoffmann geführt haben. Vo dem Schöffengericht bestritt dieser die Tat, wurde aber als überführt erachtet und zu acht Monaten Gefängnis verurteilt. Fünf Todesopfer bei einem Grohfeuer in USA. In Columbus im Staate Ohio (USA.) ist die alte Versammlungshalle der in Amerika weitverbreiteten Vereinigung „Orden der Kolumbus-Ritter" durch ein Großfeuer vollkommen eingeäschert worden. Fünf Feuerwehrleute sind durch einstürzende Wände getötet, zwölf Feuerwehrleute schwer verletzt worden. Aerzletagung in Wiesbaden. Die vom Reichsärzteführer gegründete „Reichs- arbeitsgemeinschaft für eine neue deutsche Heilkunde" hält vom 21. bis 23. März in Wiesbaden ihre erste Reichstaguna ab. Das Programm umfaßt etwa 30 wissenschaftliche Vorträae; unter anderem wird auch der Reicks- ärzteführer Dr. Wagner sprechen. Auch findet eine gemeinsame Tagung mit der „Deutschen Gesellschaft für innere Medizin" statt. Tonkünstlerversammlung in Weimar. Die diesjährige 67. Tonkünsllerversammlung des Allgemeinen Deutschen Musikoereins findet im Juni in Weimar statt. Sie wird verbunden sein mit einer Gedenkfeier für Franz Liszt, den Gründer des Vereins. An den Aufführungen neuer deutscher Werke werden sich auch die Stäktte Jena und Eisenach beteiligen. Eine200-Kilomeier-Giun-engeschwin-igkeit im öffentlichen Verkehr -er Reichsbahn. NeuerGchnelligkeitsrekord eines diesel-elektrischen Triebwagens zwischen Berlin undHamburS ■ i ■ zZ • Berlin, 19. Febr. (DNB.) Auf einer Versuchsfahrt, die die Reichsbahn mit einem dreiteiligen diesel-elektrischen Schnelltriebwagen auf der Strecke Berlin — Hamburg am 17. Februar 1936 unternommen hat, wurde zum ersten Male mit einem für den öffentlichen Verkehr bestimmten Schienenfahrzeug d i e Geschwindigkeit von 200 Kilometer- Stunden erreicht. Derartige Geschwindigkeiten auf der Schiene sind bislang nur von reinen Versuchsfahrzeugen gefahren worden, und zwar zu Anfang des Jahrhunderts auf der Zossener Versuchsstrecke mit elektrischen Triebwagen und im Jahre 1932 auf der Hamburger Strecke mit dem Triebwagen des Diplom-Ingenieurs Krukenberg. Bei dem Versuch am Dienstag handelt es sich | um einen dreiteiligen Schnelltriebwagen, wie er auf der Jahrhundertausstellung der Reichsbahn in Nürnberg zu sehen war. Als Kraftanlage werden zwei Maybach-Diesel-Motoren von 6 0 0 PS Leistung verwendet, die eine Weiterentwicklung der im „Fliegenden Hamburger" eingebauten Motoren darstellen. Die elektrische Ausrüstung ist von den Firmen AEG. und Siemens in Gemeinschaftsarbeit und der Wagenteil von den Linke-Hofmann-Werken, Breslau, geliefert worden. Auf der Rückfahrt von Hamburg gelang es, zwischen Ludwigslust und Wittenberge eine Geschwindigkeit von 2 0 0 Kilometer-Stunden zu erreichen, nachdem vorher schon auf der Hin- und Rückfahrt verschiedentlich Geschwindigkeiten über 190 Kilometer gefahren waren. Neben der außergewöhnlichen Geschwindigkeit war besonders der ruhige und stoß- freie Lauf des Fahrzeuges bemerkenswert, so daß alle Fahrtteilnehmer das Gefühl der unbedingten Sicherheit hatten. Wenn auch mit diesem Wagen im späteren regelmäßigen Betrieb — er wird wahrscheinlich im Laufe des Sommers auf der Strecke Berlin— Breslau eingesetzt werden — diese Geschwindigkeiten nicht gefahren werden können, da die Streckenverhältnisse es nicht zulassen, so ist doch dieser neue Erfolg deutscher Schnelltriebwagen wieder ein Beweis dafür, daß die deutsche Industrie und mit ihr die Deutsche Reichsbahn in der Entwicklung des technischen Fortschrittes auf der Welt führend ist. (Scherl-Bilderdienst-M.) England und Kipling. Von Paul Fechter. Als Rudyard Kipling starb, wurde er in den meisten Nachrufen der deutschen Zeitungen vor allem der Dichter des englischen Imperialismus genannt, der Verkünder von Englands Herrlichkeit und Prophet der englischen Weltherrschaft. Es läßt sich nicht leugnen, daß Kipling einer der stärksten Vertreter dieses Imperialismus gewesen ist, der die „English Flag“ sang und die berühmten Verse von den Seven Seas, in denen die Städte des Empire von Bombay bis Auckland sich mit den Leuchtfeuern von Englands Küste vereinigen, um die Größe und Macht des Landes zu preisen. Kipling war Auslandsengländer von Geburt, war in Bombay geboren als Sohn eines sehr kultivierten englischen Vaters, der große Sammlungen besaß, und einer Mutter, die die Tochter eines Methodistenpredigers war und dem Sohn schon als Bluterbe die puritanische Tradition mitgab. Er hat seine Kindheit in Indien verbracht, war als Knabe nach England gekommen und hatte so England als zweite Heimat empfangen, lieber dieser Heimat war, wenn er draußen weilte, immer der Glanz der Ferne, seine eigentliche Ursprungserde aber blieb zum mindesten unausgesprochen das heiße Indien, dessen Natur und Wildnis keiner so besungen hat wie er. Kipling war von Blut und Schicksal her zur Romantik des Nationalen bestimmt, weil er Engländer, aber nicht in England geboren war; darüber hinaus aber trat er als Schreibender in die große Tradition des englischen Nationalismus, der immer ein expansiver Weltnationalimus war Nunb schon vom 16. Jahrhundert an immer stärker aufwachsend die Grundfarbe der englischen Dichtung bestimmte. Der Freiburger Anglist Friedrich Brie hat einmal in einem aufschlußreichen Buch über die imperiall- stischen Strömungen in der englischen Literatur gezeigt, wie seit den Tagen der Reformation ein ununterbrochener, immer stärker anschwellender Strom die großen nationalistisch-imperialistischen Ideen durch die Dichtung Englands getragen hat. Von Milton bis Cowper, von S m o l l e t bis zu Kingsley und feinem berühmten Roman „West- ward'Ho“ lebt schon der gleiche Imperialismus, der Kiplings Dichtung durchzieht; er umfaßt Tennyson und S w i n b u r n e so gut wie S t even - s o n und Conan Doyle, um bei Kipling, zum Teil vom Blut her, zum Teil später unter dem Einguß des Krieges jene übersteigerten Formen des Jingoismus* anzunehmen, die sich freilich ähnlich * Ueberspannter Imperialismus. auch schon bei Swinburne und anderen finden. Kipling war ein fanatischer englischer Imperialist; darüber hinaus aber war er ein ganz großer Dichter, der einzige, der an Format neben und oft über Hamsun stand und dichterisch zuweilen erheblich reicher war als der Norweger. Deutschland und die Deutschen hat Kipling gehaßt, schon lange vor dem Krieg; er hat uns lange vor 1914 Hunnen genannt— vielleicht weil er wie George Meredith die steigende Kraft des Reiches fühlte und darin eine Gefahr für England und fein Weltreich witterte. Im Krieg verlor er jede Haltung, und auch nach dem Krieg hat er, zuletzt noch ein Jahr vor feinem Tode, gerade auf diesem Gebiete unangenehm von sich reden gemacht. Einmal aber hat er diese alte, eingeborene Abneigung doch vergessen, als er im letzten Kapitel seines „Neuen Dschungelbuches" den alten deutschen Forstmeister Müller hinstellte, den König der Wälder und des Dschungels, dem die sämtlichen englischen Forstmeister unterstellt sind, der alle Schreiberei haßt, Goethe und Heine rezitiert und ein alter Heide ist, der noch von Göttern und Mächten weih. Da hat er einmal allen Deutschenhaß vergessen und nur feine Freude an dem Prachtexemplar von Mann empfunden — ein Gefühl, aus dem der größte Teil seiner ganzen Dichtung erwachsen ist, wenn er diese Freude am Männlichen auch zumeist an seinen englischen Landsleute, vor allem an englischen Soldaten- und Matrosengestalten dargestellt hat. Auf dieser Männlichkeit wuchs der Ruhm des Dichters Kipling, auf feinen indischen Soldatengeschichten, den „Plain Tales from the Hills“ den „Soldiers Three“, denen viele andere im Lauf seines langen Lebens folgten. Kipling war einer der männlichsten Dichter, die die Welt besessen hat. Er schrieb die wunderbaren Geschichten von dem irischen Soldaten Mulvaney und seinen beiden Gefährten, die von der Sonne Indiens ausgedörrt, vom Whisky gehärtet, nur noch Männer und sonst nichts sind und die herrlichsten Abenteuer bestehen. Er schrieb den großen männlichen Roman vom Knaben Kim und feiner wunderbaren Wanderung mit dem alten Lama durch das indische Land, vor der man erlebt, wie sehr die östliche Welt trotz all seiner Liebe und Begeisterung für England Kiplings Heimat gewesen ist. Er stellte die Gestalt des englischen Kolonialsoldaten, des Offiziers wie des Mannes in einer harten Unmittelbarkeit hin, wie sie vor ihm niemand zu geben vermocht, zeigte mit harter, männlicher zu geben vermochte, zeigte mit harter, männlicher licher Erziehung bei jungen Menschen in seinen wunderbaren Knabengeschichten von Stakly & Co. und von den Captains Courageous, den mutigen Neufundlandfischern, unter die ein reicher, verwöhnter Bengel von seinem Luxusdampfer herunterfällt, und die in sechs Monaten aus ihm einen kräftigen, brauchbaren Menschen machen. Aber dieser Verkünder von Englands Macht und Größe wußte um erheblich mehr als nur um bloßen Imperialismus und Nationalismus. Er besaß eine Kraft des Mitlebens der letzten Geheimnisse der Welt, wie sie die größten Romantiker seiner Heimat nicht stärker gehabt haben. Die Haut, die ihn gegen die dunkle Tiefe der Welt schützte, war sehr dünn und riß zuweilen, also daß er sich beispielsweise wochenlang am Schreibtisch selbst gegenübersaß, sein eigener, nur ihm sichtbarer Doppelgänger. Neben seine harten männlichen Geschichten stellte er die kleine Erzählung vom Wunschhaus, eine der herrlichsten, dichterischsten Novellen der ganzen europäischen Literatur. Er schrieb „Die schönste Geschichte der Welt" von dem jungen törichten Menschen, in dem eine lebendige Erinnerung an ein früheres Leben als römischer Galeerensklave als Vision geblieben ist, und ließ in dieser Geschichte seine ganze, sonst so harte Wirklichkeit ins Wanken geraten. Er schrieb die entzückende Geschichte vom Puck of the Puckshill, in der er mit einem reizend graziösen Sommernachtstraum-Einfall das ganze Altengland der Frühzeit heraufbeschwor, — und die tiefnachdenkliche Erzählung von dem Schiff, das zu sich kommt. Mit Recht aber wurde sein berühmtestes Buch das Dschungelbuch mit seiner Fortsetzung, dem Neuen Dschungelbuch, in dem einmal feine ganze unmittelbare, harte Naturverbundenheit, feine ganze Kraft des Erfassens seiner indischen Heimatwelt und ihres Bodens Bild und Sinnbild wurde um die Abenteuer Mowglis, der mit den Wölfen aufwuchs. Es gibt wenige Dichtungen, in denen die indische Natur, gespiegelt in einer englischen Seele, ein so phantastisch großes Bild ihrer geheimen Kräfte und ihrer wunderbaren Gespanntheit gefunden hat. Hier hat K i p - fing den heimlichen Dualismus, der ihn vielleicht unbewußt sogar zu den Ueberfteigerungen seines Imperialismus trieb, weil er die eine, die englische Seite seiner Seele vor der andern, der ihm zuletzt doch näheren indischen, gewissermaßen rechtfertigen wollte — hier hat er diesen Dualismus einmal überwunden zu einer Dichtung, dis mit Recht Weltruhm erworben hat. Der deutsche Verleger Kiplings, Paul List in Leipzig, hat in ausgezeichneten Übersetzungen das gesamte Werk in Einzelbänden, und in zehn hübsch ausgestatteten Bänden die „Ausgewählten Werke" herausgebracht. Frauen im Oiamantenüberfluß. Sind Frauen, die täglich in Diamanten wühlen können, nicht zu beneiden? Nun, das Prüfen, Wiegen und Ordnen von Diamanten, das in Johannisburg in den Räumen der englischen Diamantentrusts von Frauen übernommen wird, ist ein Beruf wie andere auch. Diese Arbeit hat ihre Licht- und Schattenseiten, wenn die Frauen auch stets von Diamanten umgeben sind. Die Steine sehen in dem Zustand, in dem sie in die Hände der Prüferinnen gelangen, wie Glasstücke und nicht wie strahlende Diamanten aus. Die Diamantenprüferin nimmt einen Diamanten zur Hand, wiegt ihn auf einer Präzisionswaage oder unterzieht ihn mit dem Mikroskop einer genauen Betrachtung. Die Steine werden in drei verschiedene Gruppen geordnet. Da sind zunächst die schwarzen zersprungenen Steine, die als „Bort" bezeichnet werden und für Schneidewerkzeuge verwendet werden. Aus dieser Masse werden dann mit der Zange die besseren Steine herausgesucht, die Splitter von größeren Steinen, die in der Schmuckindustrie vielfach für Fassungen usw. benutzt werden. Eine Gruppe für sich, und zwar die wertvollste, bilden die eigentlichen Diamanten, die großen Steine, deren Wert durch sorgfältiges Wiegen und genaue Betrachtung ihrer Struktur festgestellt wird. Die ungeschnittenen Steine haben noch nicht den Glanz, der sofort das Auge auf sich zieht, aber für den geschulten Blick besitzen sie eine besondere Färbung, die genau beachtet werden muß. Darum ist es notwendig, daß die Diamantenprüferin über einen feinen Farbensinn verfügt; denn ein Stein, der dem Laien gelb und daher weniger kostbar erscheint, ist es manchmal für den Kenner durchaus nicht. „Es ist eine anstrengende, aber interessante Beschäftigung", so berichtete eine der Frauen, die dieses verantwortungsvolle Amt versehen. „Es strengt die Augen sehr an, aber die Spannung ist groß, denn man weiß niemals, ob man nicht plötzlich auf einen Diamanten stoßen wird, der viele Tausende wert ist. Er mag vielleicht eine etwas ungewöhnliche Form haben oder verrät durch einen grünlichen, rötlichen oder bräunlichen Schimmer, daß in ihm ein ungewöhnlicher Farbenreiz flimmert. Gewöhnlich ist die Arbeit eintönig, aber dazwischen kommen die großen und aufregenden Zeiten, wenn aus den Diamantgruben Vertrauensleute der Gefell» fchast eine reiche Ausbeute bringen. Dann liegen viele Taufende von Steinen um mich herum, die rasch gewogen und geordnet werden müssen, damit sie dann mit der Post nach Amsterdam geschafft werden können, wo sich das große Zentrum der Diamantschleiferei befindet." Wirtschaft Luftschutz auf -em Lande 5. 6. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt o. ZIL Sranffurt a. M. Berlin Jrantiun a.M. Berna gäg- ®w>. kurs bsrsc Abend- h»* börse iure börfc Datum | 18.2. | '.9 2- 18.2 । 19-2. 130 111,3 111,13 18,35 100 121 96,4 97,75 96,4 115 115 128 I 6| 2>riei 174,5 174,65 97 97 97 108,65 | 108,65 127,4 ; 127 89 Die hinter den 111,05 99,9 100,5 97,4 103,2 150,75 107,75 121,75 117 115 96,5 115,25 96,5 101,4 101,5 97 100,5 97,5 103,13 100 I 98,25 | 96,4 101,4 97 15,75 17,25 106,5 117.4 92 90 90,75 187 15,5 17,13 105,65 116,75 91,75 90 90,5 186,5 96,5 110,5 115 88,9 160 128,25 85,25 85,13 38,75 139,5 119,4 134,5 115 129,5 127 127 130,5 112,25 82,13 18,4 151 210,25 107,5 117,75 51,25 91,5 121 85,4 100,5 150,5 31 297 173,5 167,75 151,13 107,25 120,9 117,25 96,4 101,4 92,75 8 6 3 15,9 17,25 106,75 116 92 90 90,75 187 89,25 128,25 85,25 85 100 51,4 91,13 120,5 85,5 123,65 100,65 150 77,13 31,65 296 173,65 168 100 51,75 91,75 122 86,5 124,9 102,65 151,25 78 31,5 303,5 173 166,9 101,65 97 101,65 97 39 139,25 119,25 133,5 115,5 129,25 128 130,75 174,5 127,25 15,65 17 105,25 117 91,75 90 90,5 186,5 . 5 . 6 7 % ManSfelder Bergbau .. Kokswerke........... Rheinische Braunkohlen Ryeinstabl ........... Vereinigte Stahlwerke. Otavi Minen ........ Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln. Kaliwerke Salzdetfurth Lei- von paar Ak- 96,5 111,65 114,65 89,13 130 85,75 85,65 85,75 85,5 9G $-c9t g a n i f a t i o n der sportlichen Wettkämpfe an sich war ausgezeichnet in Schutz. Die Haltung der Kontroll- und Absperrungsmannschaften aus den Skiklubs erregte unsere Bewunderung. Allerdings trug hier das süddeutsche Temperament viel dazu bei, Schwierigkeiten und Streitigkeiten aus dem Wege zu räumen. Ungebärdige und hartnäckige Besucher, die auf den Besitz iprer Karte und ihre Ansprüche auf gute Sicht pochten, stellten die Geduld und Liebenswürdigkeit gelegentlich auf eine harte Probe, die um so schwieriger wurde, wenn es sich um Ausländer ohne deutsche Sprachkenntnisse handelte. Je weniger bei solch großen internationalen Ereignissen der Amtsschimmel wiehert und steigt, desto größer wird immer der moralische Erfolg und die Werbung für die deutsche Sache sein. Man hörte ihn sehr, sehr selten in Garmisch- Partenkirchen, war immer geneigt, in allen Grenzfällen bis zum Aeußersten zu gehen. Und das Publikum war dankbar dafür. Es dankte ebenso sehr der Reichsbahn für die überaus schwierige Lösung des Verkehrsproblems. Es besteht Anlaß zu glauben, daß die Bahnbeamten von Garmisch und München nach aufopfernder, anstrengender Arbeit stolz und zufrieden aufatmen, wenn sich die Hochflut verlaufen hat. Das Schönste was man sagen kann: es fiel sehr vielen wirklich schwer, zu scheiden von den Bergriesen, zu denen airfzuschauen sie sich jeden Morgen gewöhnt hatten, an dem die Sonne schien. Zu scheiden von den Dialektlauten, die ihnen so rasch vertraut wurden, von den herrlichen sportlichen Ereignissen und nicht zuletzt von den einzigartigen Ausflügen auf die Hochalmen und Berggipfel mit den Seilbahnen, auf denen sie sich in der warmen Wintersonne braten ließen. Millionen Photos hielten ihre Erinnerungen an Deutschland fest, zarte Bande knüpften sich und werden vielleicht zusammengenommen ganz achtbar dicke Taue ergeben zur Sicherung des Friedens und nachbarlichen Verstehens. Und' nicht zuletzt sah das Ausland einen der schönsten deutschen Flecken, sah die Disziplin, die Ruhe und Ordnung, zog seine Vergleiche, lernte, wenn es wollte, und beginnt — hoffen wir es von Herzen — uns und unser Land zu verstehen... 39,4 I 139,9 119,5 ' 134,25 115,5 I 129,65 । 125 । 127,75 I 131 । 51,5 91,5 122,5 86,25 102,5 151,5 31,65 304 173,5 166,4 30,9 91 198 Garmisch, im Februar. Bevor man hier soviel Leuten, In- und Ausländern, die man in täglicher Zusammenarbeit schätzen lernte, die Hand zum Abschied gibt, fragt man unwillkürlich: „A u f Wiedersehen im Sommer?" Und fast alles, das sich hier ein Stelldichein gab, wird bei den unvergleichlich größeren Spielen im Sommer sich in Berlin wiedertreffen. Für uns Deutsche konnte dieser gewichtige Auftakt der Sommerspiele in Berlin eine Menge von Erfahrungen sammeln, die recht wertvoll sein werden. Dor allem anderen, was hier erprobt worden ist, steht wohl die Einrichtung der S t a d t l a u t - sprech er. Sie würden bei den Berliner Entfernungen noch eine ganz andere Rolle spielen als hier,' um die Millionen an den Wettkämpfen teil- nehmen zu lassen und sie über die Vielfalt der parallelen Ereignisse zu unterrichten. Die Uebertra- gung durch den Rundfunklautsprecher schlug durch feine Schnelligkeit das Telephon bei weitem und machte die Straßen, Lokale und Plätze sogar jetzt mitten im Winter zu einer erweiterten Sportarena. Um wieviel wirksamer kann dies erst in warmen Sommertagen und Rächten werden! Eine unerhörte Leistung vollbrachte die Reichs- p o ft, die in einer dem breiten Publikum kaum vorstellbarer Weise diese Winterspiele vorbereitet hatte. Richt weniger als 3 5 0 Beamte, darunter viele mit hervorragenden Sprachkenntnissen, konzentrierte man aus dem ganzen Reich in Garmisch- Partenkirchen. Sie hatten allerdings auch eine bewunderungswürdige Leistung zu vollbringen: in der Bewältigung von über 2000 Ferngesprächen täglich von den einzelnen Telephonzentralen aus nach allen europäischen Städten. Richt umsonst waren vorher nach den Hauptstädten Sonderleitungen gelegt worden, war das Leitungsnetz nach Berlin durch acht neue Leitungen verstärkt worben. Die Beamtinnen haben — auch dies ist eine Ehrenpflicht aller Teilnehmer, dies fest- zustellen — von früh morgens bis spät mitternachts mit einer rührenden Hingebung Dienst getan, mit einer Liebenswürdigkeit und Geduld, die den Ausländern allen Respekt abzwang. Das Verkehrsamt hat gleichfalls eine schwere Ausgabe reibungslos erledigt. Das Publikum wird noch einiges zu lernen haben. Um es von vornherein zu sagen: Die Haltung der Massen war bei den großen Veranstaltungen im Skistadion, beim Bobrennen und bei den Schnelläufen auf dem Eis einwandfrei. Sie zollten Beifall jeder Leistung, bedauerten offen jedes Mißgeschick und umjubelten den Sieger, wel- *% Otfterreldilfme Goldrente.... «,2O% Lösterreichische Stlberrente 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staalsrente v. 1910 4%% desgl. von 1913.......... 6% ab gelt. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe Serie ..................... gegenüberstand. Schwach lagen Motorenwerte, Daimler gingen auf 100,50 bis 101 (102,50) und BMW. auf 122,25 (123,50) zurück. Angebot bestand außerdem am Montanmarkt, Ilse Genuß verloren 2,40 v. H. auf 128,25, ferner notierten Vereinigte Stahlwerke mit 82,25 (82,90), Mannesmann mit 84,90 bis 85,25 bis 85 (85,50), Rheinstahl mit 112,75 bis 112,50 (112,65), Klöckner mit 85,25 (85,75), Hoesch und Harpener lagen mäßig höher. Von Elektroaktien eröffneten Licht & Kraft 0,65 v. H. fester, Schuckert und Siemens lagen behauptet, sonst lagen Erstkurse noch nicht vor. AEG. lagen bei etwa 38,50 (39). Sonst eröffneten Reichsbank 0,50, Deutsche Erdöl 1 und Holzmann 1,13 v. H. schwächer, Zellstoff Aschaffenburg, dement Heidelberg, Deutsch-Atlanten-Tele- graf, Montecatini und Rheinmetall lagen unverändert, Hanfwerke Füssen zogen 0,50 v. H. an. In der Farbenaktie glichen sich Angebot und Nachfrage aus, die Notiz blieb mit 150,90 gut behauptet. Am Rentenmarkt blieb die Grundstimmung fest. Altbesitzanleihe bröckelten allerdings auf 111,13 (111,25) ab. Dagegen waren späte Schuldbuchforderungen mit 97,25 (97,13), späte Wiederaufbauzuschläge mit 69,50 (69,25) etwas fester, auch Kommu- nal-Umschuldung mit etwa 87,35 bis 87,40 und Fahnenweihe des Deutschen Neichskriegerbundes. (kyffhäuferbund.) NSG. Die für das ganze Reich am Sonntag, 23. Februar, angesetzte Fahnenweihe des Deutschen Reichskriegerbundes wird nicht nur für den Landesverband Kurpfalz infolge der Faschingszeit auf einen späteren Termin verlegt, sondern auch in einem großen Teil des Landesverbandes Hef- s e n, vor allem im eigentlichen Rhein-Main-Gebiet, später nachgeholt. 38,5 139,5 119,13 133,75 115 129 125,25 126,75 130,25 174,5 127,5 41 97,5 1 7 127,75 I cher Nation auch immer er angehören mochte, der kann dies nicht ganz im gleichen Matze dem stark internationalen Publikum der Eishockeyspiele gesagt werden, das in seiner Zusammensetzung und seine Atmosphäre immer schon sehr die bekannten Sechstagerennen-Manieren anzunehmen Frankfurt a. M., 19. Febr. Die seit ein Tagen etwas rückläufige Kursbewegung am t i e n m a r 11 setzte sich auch heute meist fort. Kaufaufträge der Kundschaft lagen nur spärlich vor, dagegen erfolgten erstmals etwas größere Abgaben von dieser Seite, was auch die Kulisse zu weiteren Entlastungsverkäufen benützte. Es überwogen daher meist Abschwächungen von durchschnittlich 0,50 bis 1 v. H. Vorübergehend ergab sich eine leichte Erholung, die aber später wieder durch eine schwächere Haltung abgelöst wurde, da dem herauskommenden Material nur wenig Aufnahmeneigung 111,25 99,9 j 98,25 । 96,4 101,25 i 92,75 Philipp Holz mann .... Zementwerk Heidelberg Eementwerk Karlstadt.. Ilse Bergbau ....... Ilse Bergbau Genüsse Klöckncrwerke ....... Mannesmann-Röhren 96,5 I 127,75 I 128 | Buderus 4 Deutsche Erdöl Harpener...................0 Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 8 5i 130 « - 12 221,75 . 4 112,65 as zu lernen war... Einige Folgerungen aus den Olympischen Winterspielen. Don unserem nach Garmisch entsandten Sonderberichterstatter Dr. Rudolf Vogel. Hamburg-Amerika-Paket 0 HamburgsSüdam. Dampfschiff . 0 Norddeutscher Lloyd .........0 A G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconw- Gesellschaft 0 Dresdner Bank 0 Reichsbank ................ 12 I 30 I 30,5 I 30 90 - - I 197,75 I 198 I 198 Zinsvergütungsscheine mit etwa 93,40 waren eher gefragt. . Im Verlaufe bewegte sich das Geschäft m engen Grenzen. Teilweise bröckelten die Aktienkurse noch etwas ab, zumeist verblieben sie etwa auf SInfangs» basis Die später notierten Werte lagen durchweg schwächer. Besonders matt waren Conti Linoleum Zürich mit 153,50 (156,50), ferner gaben AG. für Verkehr, Feinmechanik Setter, Muag und die meisten Elektroaktien 1 bis 1,25 v. H. nach. AEG. wurden mit 38,50 (39) notiert. Am Rentenmarkt traten in den variablen Werten kaum Aenderungen ein. Industrie - Obligationen bröckelten etwas ab. Goldpfandbriefe und Kom- munal=Dbligationen zeigten die gestrigen Preise, während Liquidationswerte durchweg 0,13 v. H. nachgaben. Abendbörse still. Das Geschäft war auch an der Abendbörse äußerst klein, die Haltung war aber nach den Abschwachun- gen von heute mittag eher etwas freundlicher, zumal kein Angebot mehr Dorlag. Zwar notierten die Kurse im Vergleich zum Berliner Schluß noch um Bruchteile eines Prozentes darunter, auf dieser Basis waren sie aber Geld. Bemerkenswerte Veränderungen waren nicht zu verzeichnen. Am Katza- markt zogen Sinalco auf die Dividendenerhohung von 6 auf 8 v. H. auf 112 (110) an, nachbörslich nannte man sie mit 112—115. Der Rentenmarkt empfing von der starken Flüssigkeit des Geldmarktes etwas Anregung, ohne daß indes die Kurse eine Veränderung zum Mittagsverkehr aufwiesen, auch fanden nur kleine Umsätze statt. Im freien Verkehr wurden Kommunal-Umschuldung mit 87,35 Geld, Zinsoergütungsscheine mit 93,40 Geld und späte Schuldbuchforderungen mit 97,25 Geld bewertet. Warschau-Wiener Mark-Obl. gingen mit 13,50 und Stücke mit 12,50 um. U. a. notierten: Altbesitz 111,05, IG. Farben- Bonds 125,90, 4proz. Rumänen 5,40, 5proz. Mexi- faner innere 5,85, Adca 69,75, Commerzbank 91,75, DD.-Bank 90, Dresdner Bank 90,50, Harpener 114,75, Mannesmann 85, Otavi 18,40, Rheinstahl 112,25, Verein. Stahlwerke 82,13, Aku 51,25, AEG. 38,50, Betula 139,50, MAN 105. Conti Gummi 167,75, Daimler 100,50, Scheideanstalt 210,25, Deutsche Linoleum 150,50, Licht & Kraft 133,75, Frankfurter Getreidebörse. > Frankfurt a. M., 19. Febr. Gegen den j Wochenanfang traten an den Getreidemärkten . kaum Veränderungen ein. In Weizen ist die Nachfrage ruhiger, da die Mühlen für den nächsten Bedarf genügend versorgt sind. Dagegen wird Roggen weiter lebhaft aufgenommen. Brau- und Jn- dustriegerste, Hafer und Futtermittel liegen unoer- greifen können. Deshalb muß jeder wissen, wie Wunden aller Art zu verbinden und wie Brüche, Verrenkungen und Verstauchungen zu behandeln sind. Schutzräume können auf dem Lande meist nicht in der Art geschaffen werden, wie es in den StcDten geschieht. Es genügt die Anlage von Stichgräben oder Stollen, die vom Hof leicht erreichbar, möglichst getarnt und so ausgebaut sein müssen, daß sie sowohl Schutz gegen Splitter und chemische Kampfstoffe, als auch gegen Splitterwirkung bieten. Der Schutz des Viehes gegen chemische Kampfstoffe wird innerhalb der Stallungen am besten in der gleichen Form durchgeführt, wie dies bei strenger Kälte geschieht, d. h. alle Deffnungen werden mit Stroh oder Mist verschlossen. A.E.G 0 Bekula 10 ©ehr. LieserungSgesellschast... 5 Licht und Kraft ........... 6% Felten & Guilleaume 4 Gcfellsch.s.Elektr.Unternchmung. 6 Rheinifche Elektrizität ........ 6 Rhein. Wests. Elektr 6 Schuckert8Co............. 4 Siemens L Halske 7 Lahmeyer S Co 7 ändert. ' Es notierten Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm in Mark: Weizen W 13 209, W 16 212, W19 216, W 20 218, Roggen R12 172, R15 175, R18 179, R19 181 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Sommergerste für Brauzwecke 225 bis 230, Hafer —. Weizenmehl W13 28,25, W16 28,50, W19 28,50, W 20 28,85, Roggenmehl R12 22,45, R15 22,80, R18 23,30, R19 23,50 plus 50 Pf. Fracht- Ausgleich. Weizennachmehl 16,75 bis 17, Weizenfuttermehl 13 bis 13,25. Weizenkleie W13 10,65, W 16 10,80, W 19 11, W 20 11,10, Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Soyaschrot m. M. 16/20, Palmkuchen m. M. 16,80, Erdnußkuchen m. M. 18,30, Treber nicht notiert, Trockenschnitzel 9,04 Großhandelspreis ab Fabrik-Station, Heu 8 bis 7,90, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt 3.50 bis 3,80, do. gebündelt 3,40 bis 3,70. Tendenz: ruhig. Frankfurter Schtachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 20. Febr. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 687 Kälber, 129 Schafe, 496 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 65 Mark, Härnrnel 46 bis 50, Schweine 50 bis 57 Mark. — Marktverkauf: Kälber, Härnrnel und Schafe mittelmäßig, Schweine wurden zugeteilt. Gchweinemarkt in Gießen. Der gestrige Schweinemarkt in Gießen war mit 195 Ferkeln zum Verkauf beschickt. Es kosteten 5 bis 6 Wochen alte Ferkel 21 bis 24 Mark, 6 bis 8 Wochen alte 24 bis 28 Mark, 8 bis 10 Wochen alte 28 bis 31 Mark, 10 bis 12 Wochen alte Tiere 31 bis 34 Mark. Das Handelsgeschäft war gut. Schweinemarkt in Nidda. CD Nidda, 19. Febr. Auf dem heutigen Schweinemarkt standen 418 Ferkel und Läuferschweine zum Verkauf. Es kosteten 5 bis 6 Wochen alte Ferkel 17 bis 20 Mark, 6 bis 8 Wo- chen alte Tiere 20 bis 27 Mark, 8 bis 12 Wochen alte 30 bis 35 Mark. Der Markt wurde geräumt. 0, 82,9 0 18,35 In einem zukünftigen Kriege sind infolge der Bedeutung der Militärluftflotten aller Staaten Städte und Dörfer bedroht. Es wird dem Gegner nicht nur darauf ankommen, die Wohnviertel, die Fabrikbauten und die industriellen Anlagen der Großstädte zu zerstören, sondern auch die Ernährungsgrundlage des Volkes durch Luftangriffe auf die Dörfer, die Scheunen und Ställe 3U gefährden. Dieser den Bestand des Reiches bedrohenden Gefahr muß rechtzeitig durch Schaffung eines Selbstschutzes der Landbevölkerung vorgebeugt werden. Mit der Durchführung ist der Reichsluftschutzbund beauftragt. Selbstverständlich muß man genau unterscheiden, welche Maßnahmen schon im Frieden getroffen werden können und welche erst bei Ausruf des Selbstschutzes durchgeführt werden müssen. Ohne Verzug kann und muß geschehen: 1. Die umgehende Erfassung aller erreichbaren Wasserquellen. Alte Brunnen müssen wieder hergestellt, neue angelegt werden. Nach Möglichkeit müssen Feuerlöschteiche geschaffen werden. 2. Die ständige Pflege, Ergänzung und Erneuerung der Feuerlöschgeräte ist dringender denn je. Ueberall muß auf diesem Gebiete noch sehr viel geschehen. 3. Hand in Hand mit diesen Vorbereitungen wird die Ausbildung aller Landbewohner, auch der Frauen und der Jugendlichen, im Brandschutz erforderlich. Die Durchführung wird nicht leicht sein, dennoch muß sie im Laufe der Zeit gelingen. 4. Sodann muß die Ausbildung der Landbewohner in Erster Hilfe in Angriff genommen werden. Aerzte, Sanitäter und Krankenschwestern werden in Notfällen nur selten ein- 18 2. 100,5 97,75 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. 19.2. 100,5 97,4 18.2. 13Ö" 120 222 112,65 82,9 18,13 96,651 96 111,75 110,65 114,75 1 114,75 Alle diese Vorbereitungen erfordern Zeit, Geduld, Hingabe — und Geld. Alle Mittel aber, die natürlich nur nach und nach aufgewenbet werden können, sind gut angelegt, weil sie die Dorfgemeinschaft im Ernstfall vor unerträglichen Lasten bewahren. Oie Stromerzeugung im Lahre 1935 wieder um mehr als 15% gestiegen. Bei der Wirtschaftsgruppe „ElektriMtsversor- gung" wird eine monatliche Statistik über die Stromerzeugung geführt, die sich auf 72 große öffentliche Werke erstreckt, deren Erzeugung etwas über 90 v. H. der gesamten Stromerzeugung und deren Erzeugerleistung etwa 85 v. H. der gesamten Maschinenleiftung der öffentlichen .E^ktrizitatsver- sorgung betragen. Die Erzeugung dieser Werke betrug 17,9 Milliarden Kilowattstunden im Jahre 1935 und überstieg damit die Dorjahrserzeugung von 15,5 Milliarden Kilowattstunden um 15,7 v. H. Die darin enthaltene Erzeugung aus Wasserkraft ist von 2,43 Milliarden Kilowattstunden auf 3,15 Milliarden Kilowattstunden, also um 29,4 v. H. angestiegen und hat ihren Anteil an der Gesamterzeugung von 15,5 o. H. auf 17,5 v. H. erhöht. Die Steigerung des Stromverbrauchs ist im wesentlichen auf den erhöhten Bedarf von Industrie und Gewerbe zurückzuführen. Daneben hat sich jedoch in letzter Zeit auch eine Steigerung des Haushalt-Stromverbrauches bemerkbar gemacht, von der schon im vorigen Jahre die ersten Anzeichen festzustellen waren. Im Zusammenhang hiermit ist von Interesse, daß die Zahl der Elektrokücken nunmehr annähernd auf 400 000 Stück gewachsen ist und daß die Zahl der aufgestellten Heißwasserspeicher 100 000 Stück überschritten hat. Der Anteil des Elektrowärmeverbrauches des Haushaltes beläuft sich damit auf etwa 15 v. H. des von den Kleinabnehmern in ganz Deutschland überhaupt verbrauchten Stromes. Oie Lndustrie- unb Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 127: Wiederzulassung der Fakturierung fremder Valuta bei der Ausfuhr von Jugoslawien nach Deutschland. 128: Zuversichtliche Stimmung auf dem niederländischen Tabakmarkt. 129: Fortschreitende Erholung der dänischen Wirtschaft im Jahre 1935. 130: Lettlands Außenhandelsentwicklung 1935. 130: Schwedens Außenhandel 1935. 132: Umsatzsteuerumrechnungssätze auf Reichsmark für die nicht in Berlin notierten ausländischen Zahlungsmittel für die Umsätze im Monat Januar 1936. 133: Pflichtbezugsstelle für Altbindegarn. 134: Feste Stimmung für Java-Tabak. 135: Bekanntmachung KP 106 der Uederwachungs- stelle für unedle Metalle betr. Kurspreife. 136: Fahrverbilligungen in Deutschland zum Besuche anerkannter Mustermessen des Auslandes. Nhein-Mainische Börse. ZHitfagsbörfe überwiegend schwächer. Gcblußk. Mittag« börse 19-2. 130,5 119,75 221,25 112,5 82,13 18,4 126 120,5 184,25 Schluß- toojiun« nittag. 97 97 108,65 . 108,65 Schultheis Batzenhofen 4 Alu (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg...................6 Zellstoff Waldhof 6 Zellstoff Aschaffenburg 0 Deslauer Gas ...............7 Daimler Motoren 0 Deutsche Linoleum 8 Orenstein & Koppel 0 Westdeutsche Kaufhof 0 Chade....................7*/, Bccu mu l atoren-Fabrü 12 Conti-Gummi...............8 Gritzner ol Mainkraftwerke Höchst a.M.... 4 Süddeutscher Zucker ........ 10J Ooium 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Rcichsanl. von 1931 6%% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Abtvs.-Schuld mit Auslos.-Rechten ............. 1 4*/,% Deutsche ReichSvostschatzan weijungen von 1934, I 6% elicm.8% Hcsf. Bolksstaat 1929 (rüclzahlb. 102%) 4 yt% ehern. 8% Hessische Landes- baut Darmstaol Gold N. 12.... 6y2°/o ebeni. 4 ^,% Hess. Landes HhpoibckenbankDarmstadlLiaui dy2°;, ehem. 8% Tarmst. Komm Landcsb.Goldschuldverlchr R.6 Oberhcsjen Provinz-Anleihe mii Auslvi.-Rechten ............. Deutsche Komm. Sammctabl. Anleihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4%"„ cljem.8% Franks. Hhp.-Aanl Gvidpfe. 15 unkündbar bis 1935 6y2% ehem. 4’/2% Franks. Hyp. Bank-Ligu.-Psandbriese....... 6yz% ehem. 4yt% Rheinische Hyp.-Bank-Liau.-Goldpse 4%% ehem. 8% Pr. Landespsand briesanstalt, Psandbriese R 19 4yt7o ehem. 7% Pr. Landespsand briesanst., Gold Komm. Cbl.Vl Steuergutsch.BerrechnungSk. 34-38 g. ®. Färben-Industrie 7| 150,75 Scheideanstalt............... 9; 210,25 Goldschmidt 5 107,65 Rütgerswerle ............... 6; — MetallgeleUlchaft 41 116,75 Lerttn,19.Februar Amerikanische Roten Belgische Roten Dänische Roten Englische Roten ...........*..... Französische Roten Holländische Roten Italicniiche Roten Norwegische Noten •••••••• Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten Schweizer Noten............... Spanische Noten Ungarische Noten Fianksurt a.M. Berlin Schlußkurs Schluß!. Abend« börse Schluß« turs Schluß!. Mittagbörse datum 18-2- 19-2- 18-2. 19.2. __ _ __ — 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 6,6 6J> 6,45 6,45 4'/r%Rumän.vereinh.Rentcv.lS13 9,35 9,3 9,35 9,25 4% Rumänische vereinh. Rente .. 5,4 5,4 5,35 5,35 2^4% Anatolier ............... 38 38 37,9 38 18. Februar 19.Februar Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Brief Geld Bries Buenos Sitte-: 0,678 0,682 0,678 0,682 Brüssel .... 41,90 41,98 41,91 41,99 Rio de Ian. 0,138 0,140 0,138 0,140 Sofia ...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 54,77 54,87 54,82 54,92 Danzig..... 46,80 46,90 46,80 46,90 London ..... 12,265 12,295 12,275 12,305 HeliingsorS.. 5,405 5,415 5,41 5,42 Paris ...... 16,42 16,46 16,42 16,46 Holland .... 168,85 169,19 168,82 169,16 Italien..... 19,76 19,80 19,76 19.80 Japan ...... 0,715 0,717 0,716 0,718 Jugoslawien 5,654 5,666 5,654 5,666 Oslo..... : 61,64 61,76 61,69 61,81 Wien....... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon.... 11,13 11,15 11,135 11,155 Stockholm... 63,24 63,36 63,29 63,41 Schweiz .... 81,24 81,40 81,23 81,39 Spanien.... 34,03 34,09 34,01 34,07 10,30 10,32 10,30 10,32 Budapest ... Reuyork ... 2,460 2,464 2,462 2,466 Banknoten. 2,414 2,434 41,76 41,92 54,56 54,78 12,24 12,28 16,37 16,43 168,40 169,08 —— — 61,48 61,72 — — — 63,07 63,33 81,05 81,37 33,67 33,81 — —• 29,9 _ 30,25 _ 1,25 1,25 1,3 1,2 8,7 8,8 8,8 8,85 8,85 8,5 8,85 8,6 8,7 8,75 8,75 8,85 13,9 13,75 13,8 13,8 — — — Ur.45 Drittes Blatt GietzenerAnzeiger(General-AnzeigerfürOberheffen) Donnerstag, 20.gebruar 1936 Aus Oer Provinzialhauptstadt. Das lächerliche Auto. Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis. Goethe. In der historischen Schau der Berliner Automobil-Ausstellung drängen sich in diesen Tagen Hun- derttausende um die ersten „praktisch brauchbaren Motorwagen zur Beförderung von mehreren Personen". So langatmig bezeichnete man vor 50 Jahren das, was wir heute kurzweg „Auto" nennen. Eigenartige Gefühle überkommen uns, wenn wir diese aus der Entstehungszcit des Kraftwagens zur Schau gestellten „Vehikel" betrachten. In die Ehrfurcht und Hochachtung vor diesen Zeugen deutschen Erfindergeistes auf dem Gebiet des motorisierten Verkehrs will sich immer wieder ein Schmunzeln einschleichen. Denn gar zu „putzig" und gar zu „drollig" sehen diese Kraftwagen aus Großvaters Zeiten aus, und manchem Besucher entschlüpfen beim Anblick des ersten Benz-Wagens aus dem Jahre 1886 die Worte: „D a s soll ein Auto sein? Wie lächerlich!" Welche Entwicklung der Kraftwagen von diesem ersten Benz-Wagen bis jetzt durchlaufen hat, wissen wir. Wir sehen das heutige Endergebnis täglich auf der Straße, und, was es darüber hinaus Neues gibt, zeigt die Automobilausstellung auf ihren reich beschickten Ständen. Doch nicht von diesem Neuen soll hier die Rede sein. Darüber mögen Berufenere berichten. Wir wollen nur als Laien einen kurzen Augenblick vor dem Stand des „lächerlichen Autos" verweilen und uns einmal überlegen, warum es eigentlich so „lächerlich" ist, und ob es überhaupt lächerlich ist? Wir brauchen nicht lange nachzudenken, um zu erkennen, daß der Benz-Wagen von 1886 nur deswegen „lächerlich" aussieht, weil wir ihn vom Standpunkt des Jahres 1936 aus betrachten. Sind wir ehrlich, so müssen wir zugeben, daß uns vieles „lächerlich" vorkommt, was lange Zeit zurückliegt. Dabei brauchen wir gar nicht einmal 50 Jahre zurückzugehen. Wir brauchen zum Beispiel nur unsere eigenen Bilder aus der Jugendzeit hervorzukramen, um gewahr zu werden, daß wir vor zwei, drei Jahrzehnten eigentlich auch ein bißchen — „lächerlich" aussahen! Es wird uns dann so gehen, wie manchem Besucher der historischen Autoschau, daß wir sinnend und verwundert fragen: „Das soll ich sein? So soll ich ausgesehen haben?" Nicht wahr, wir pflegen auf diese Bilder immer mit etwas Mitleid herabzusehen, denn heute — stehen wir doch ganz anders da! Der Unterschied zwischen uns von einst und von jetzt ist etwa, schmeicheln wir uns, so wie zwischen dem ersten Benzwagen und einem modernen Rennwagen. (Ist es nicht so?) Doch bevor wir aus dieser Erkenntnis die Lehre ziehen wollen, schalten wir noch eine kleine Betrachtung ein. Woher kommt es, fragen wir uns, daß uns ein Kampfwagen, wie er im alten Rom benutzt wurde, nicht „lächerlich" vorkommt, während es doch beim ersten Benz-Wagen der Fall ist? Es kommt daher, weil wir die Entwicklungsreihe des römischen Kampfwagens nicht kennen, weil er für uns ein fertiges, (scheinbar) abgeschlossenes Ergebnis der Wagenbaukunst ist. Wir können keine Vergleiche ziehen! Beim Kraftwagen und bei unseren (Lebens-) Bildern können wir aber Vergleiche ziehen. Und nun vermögen wir auch zu erkennen, was uns den ersten Benz-Wagen und unsere Jugendbildnisse so „lächerlich" machte: die Entwicklung, die Zeit ist über sie hinweggegangen! Oder noch tiefer durchdacht: das Leben ist über diese Ausdrucksformen hinweggegangen, hat diese Ausdrucksformen „abgelegt" und ist in neue Formen hineingeschlüpft. Aus diesen Erkenntnissen können und müssen wir zwei Lehren ziehen! Einmal: Was uns das Leben, das ja etwas Ewiges ist, zur Schau stellt, ist nicht das Leben selbst, sondern ist nur die f ö r m- I i cf) e Zeiterscheinung des Lebens. Zum andern: Wer in irgendeiner seiner eigenen Zeiterscheinung mit den ihr anhaftenden Gefühlen, Gedanken und Einstellungen stecken oder stehen bleibt, der lebt nicht, der erstarrt, der ist „rückständig", und erscheint aus diesem Grunde den Lebenden, den Lebendigen oftmals — lächerlich. Alles auf eine Formel gebracht: wir müssen vorwärts blicken, vorwärts schreiten, vorwärts leben, wenn das Leben nicht über uns hinweggehen soll, wenn wir überhaupt wahrhaft leben wollen! Seltsame Gedanken auf einer historischen Autoschau? Aber vielleicht ist das ihr tiefster Sinn, daß wir in ihr nicht nur eine Zeiterscheinung, sondern das L e b e n s e l b st erkennen sollen. Dr. F. B. Dornotizen. Tageskalender für Donnerstag. NSG. „Kraft durch Freude": 20 bis 21 Uhr und 21 bis 22 Uhr (nur für Frauen) fröhliche Gymnastik im Lyzeum-, 21 bis 22 Uhr: Reiten, Reitschule Schömbs. — NSLB. Gießen, Fachschaft höhere Schule, Arbeitsgemeinschaft für Mathematik und Naturwissenschaften: 16 Uhr Besprechung im Physiksaal des Realgymnasiums. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Lady Windermeres Fächer". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Friesennot". — Oberhessischer Geschichtsverein: 20.15 Uhr im Kunst- wissenschaftlichen Institut, Ludwigstrahe 34, Vortrag von Stadtbaurat G r a v e r t über „Entwicklungslinien des deutschen Städtebaues, insbesondere des hessischen". — Reichsgemeinschaft Deutscher Hausfrauen, Ortsgruppe Gießen: 20 Uhr Jahresversammlung bei Boller. — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz: 16 bis 17 Uhr Ausstellung von Gemälden von Josef Steib, Berlin. Banen außerhalb des Ortsbauplans verboten. Die Zentralabteilung der hessischen Landesregierung teilt mit: In letzter Zeit häufen sich die Fälle, 'n denen Baulusttge in der freien Gemarkung aüßer- halb der Orte Grundstücke zum Zweck der Bebauung erwerben. Es wird'deshalb wiederholt auf die bestehenden Verbote über das Bauen außerhalb des Ortsbauplans verwiesen. Ausnahmen werden künftig nur noch dann zugelaffen, wenn besonders schwerwiegende Gründe vorliegen, die auch mit den öffentlichen Interessen im Einklang stehen. Es wird davor gewarnt, außerhalb der Ortschaften Grundstücke für Bauzwecke zu erwerben, bevor feststeht, daß eine Bebauung baupolizeilich zulässig und er« loubt ist. Zuständig für die Auskunftserteilung hier- über find einzig und allein die Baupolizeibehörden (Kreisämter, Hochbauämter und in den Städten mit eigener Baupolizei die Bürgermeister). Die Baupolizeibehörden find angewiesen, gegen Verbots- Horsts 'XV effel-Gedenkfeier Gemeinschaft zusammengeschlossen sind, finden nur körperlich gesunde und geistig frische Knaben Ausnahme. Man beachte die heutige Anzeige. * am Sonntag, 23. Februar, 16 Uhr, ' in -er Volkshalle zu Gießen An dieser Feier nimmt die gesamte SA. des Standortes Gießen. TtSftfi.» Alarme-SA.. Arbeitsdienst und Fahnenabordnungen der SA.-Vrigade 147 teil. 3m Mittelpunkte dieser Feierstunde steht die mit Musik, Sprech- und Singchören umrahmte Ausführung „Ewig lebt die 6>A!" Die gesamte Bevölkerung von Gießen und Umgebung wird zur Teilnahme an dieser Stunde des Gedenkens aufgefordert. Die Vegleitstürme der Standarten und Fahnen marschieren um 15.15 Uhr vom Bahnhof aus durch die Bahnhofstraße. Liebigstraße, hindenburgwall. Gartenstraße. Kaiserallee zur Volkshalle. Nach Beendigung der Feier erfolgt Abmarsch durch Kaiserallee. Ludwigstrahe, Vleichstraße, Seltersweg, Kreuzplah, Sonnenstraße zum Landgras-Phllipp-Plah. Am Ehrenmal erfolgt Vorbeimarsch. widrige Bauausführungen mit aller Schärfe einzuschreiten und nötigenfalls widerrechtlich errichtete Gebäude oder Gebäudeteile im polizeilichen Zwangsverfahren wieder beseitigen zu lassen, wie es in letzter Zeit leider wiederholt notwendig geworden ist. Den Baulustigen wird daher dringend empfohlen, bevor sie irgendwelche Schritte hinsichtlich des Erwerbs des Bauplatzes unternehmen, sich mit den Baupolizeibehörden in Verbindung zu setzen. Die Baupolizeibehörden stehen als Bauberatungsstellen in diesen Fällen kostenlos zu Verfügung. Auch wegen der äußeren Gestaltung der geplanten Bauvorhaben empfiehlt es sich, rechtzeitig bei den Baupolizeibehörden festzustellen, ob auf Grund der hierüber bestehenden Vorschriften Bedenken gegen die Bauausführung zu erheben sind. Oie Polizeistunde an Fastnackt aufaehoben. Die Polizeidirektion Gießen teilt mit: Aus Anlaß des diesjährigen Karnevals wird die Polizeistunde vom Samstag, 2 2. Februar, bis Dienstag, 2 5. Februar, allgemein gebührenfrei aufgehoben. * D*c öcu,Wk örbeitslront ? n.5.=6emcinfchaft „Kratt durch kreude" Sonderfahrt nach Württemberg — Allgäu — 3sny vom 27. Februar bis 5. März. Kosten: 22,25 Mark, mit Sportkursus 27,25 Mark. Diese Fahrt ist für Arbeitskameraden vorbereitet, die sich sonst keine KdF.-Reise erlauben können. Die Reise führt über Ulm, Memmingen nach Jsny. Jsny, ein schönes, altes Städtchen im bayerischen Allgäu, liegt 720 Meter hoch. In seiner Umgebung bietet sich die beste Gelegenheit zum Skisport. Sprungschanzen und Uebungshänge erweitern die Sportmöglichkeiten. Hier wurde auch 1924 die deutsche Skimeisterschaft ausgetragen. An dieser Fahrt können noch einige Arbeitskameraden teilnehmen Schluß der Anmeldung: 23. Februar 1936. Iahresprogramm des Amtes Reifen, Wandern und Urlaub. Das Jahresprogramm, das sämtliche Reisen des Jahres 1936 enthält, ist auf der Kreisdienststelle zum Preis von 10 Pfennig erhältlich. Sportamt „Krast öurrf» Freude-. heute folgende Kurse: Fröhliche Gymnastik und Spiele (Frauen): Von 20 bis 21 Uhr und von 21 bis 22 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26. Reiten: Don 20 bis 21 Uhr, Universitäts- Reitinstitut, Brandplatz. Für die in der nächsten Woche neu beginnenden Reitkurse können noch Anmeldungen auf der Geschäftsstelle, Schanzenstraße 18, Telephon 2919, abgegeben werden. Die Kosten betragen für den 6ftünbigen Kursus für Mitglieder der DAF. 6 Mk., für Nichtmitglieder 9 Mark. Deutsche Arbeitsfront. Die Abteilung für Arbeitsführung und Berufserziehung in der DAF. führt in der Arbeitsschule jeden Monat Leistungsschreiben in Deutscher Kurzschrift durch. Diese dauernde Kontrolle der Leistungsfähigkeit ist für den Arbeitskameraden ein Ansporn zur Leistungssteigerung. Das Leistungs- zeugnis der Arbeitsschule wird dem Arbeitskameraden nur dann ausgestellt, wenn er das Fünf-Mi- nuten-Diktat in der vorgesehenen Zeit einwandfrei übersetzt. Handel, Industrie und Behörden schätzen bereits das Leistungszeugnis der DAF., und mit Recht bezeichnet man es als Leistungsmesser für wirkliches Können. Im Monat Januar haben das Leistungszeugnis errungen: Abteilung 150 Silben: Karl Böhringer. Abteilung 120 Silben: Liselotte Müller. Helmut Fleischmann, Mariechen Meyreiß, Otto Weigel, Lore Hofmann und Karl Schick. Abteilung 10 0 Silben: Wilhelm Schäfer, Liselotte Noll, Erich Runzheimer. Abteilung 80 Silben: Heinz Herrlich, Hermann Kirchner, Wilhelm Best. Abteilung 60 Silben: Karl Schäfer, Robert Sparr. Hessische Aufbauschule Friedberg. Die Aufbauschule führt begabte, fleißige und gesunde Jungen, die mindestens sieben Jahre die Volksschule besucht haben, in sechs Jahren zur Reifeprüfung. Das Reifezeugnis der Aufbauschule berechtigt zu allen akademischen Studien und zu allen Berufen, für die das Bestehen der Reifeprüfung Vorbedingung ist. Dielen Eltern vom Lande war es früher wegen der großen Entfernung und den dadurch entstandenen Kosten nicht möglich, ihre Söhne einer höheren Schule zuzuführen und ihnen dadurch eine bessere Lebensstellung zu verschaffen. Gerade diesen Knaben, nachgeborene Bauernsöhne, Söhne von Arbeitern und kleinen Beamten, will die Aufbauschule helfen. Ihnen kann, wenn die wirtschaftliche Not besonders groß ist und ein gutes Schulzeugnis es gestattet, nach dem ersten Halbjahr eine Schulgeldfreistelle gewährt werden. Auswärtige Schuler, die nicht bei ihren Eltern wohnen können, finden im Schülerheim der Aufbauschule Wohnung und Verpflegung. Auch hier kann durch Gewährung einer Kostgeld freistelle bei nach- geroiefener Bedürftigkeit Erleichterung verschafft werden. Da die Schüler der Anstalt zu einer HJ.- *♦ Sitzung des Provinzialausschus» s e s. Am Samstag, 22. Februar, vormittags 9.30 Uhr, findet im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen, Landgraf-Philipp-Platz 3, eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschusses statt mit folgender Tagesordnung: Klage des Fuhrunternehmers Anton Traud in Herbstein wegen Entziehung der Fahrerlaubnis: hier: Berufung und Anschlußberufung gegen das Urteil des Kreisausschusses des Kreises Lauterbach vom 17. Oktober 1935. -— Klaae der Anny Hadermann in Schotten wegen Versagung der Genehmigung zum Betriebe eines Cafäs mit Ausschank alkoholhaltiger Getränke. — Klage des Ludwig Meisel in Gießen wegen Versagung des Wandergewerbescheins für das Kj. 1936. ** ©terbefälle in Gießen. Es verstarben in der Zeit vom 1. bis 15. Februar in Gießen: 2. Frosch, Anni, 2 Jahre alt, Schloßgasse 10; 5. Mün- ker, geb. Wohlers, Olga Marie, 44 Jahre alt, Liebigstraße 46; 6. Lepper, Katharine, 68 Jahre alt, Alicenstraße 29; 6. Repp, geb. Matt, Lina, 28 Jahre alt, Asterweg 25; 8. Becker, geb. Klein, Edith, 32 Jahre alt, Bahnhofstraße 46; 7. Binz, Ludwig, Gärtnergehilfe, 21 Jahre alt, Frankfurter Straße 142; 7. Schütte, Heinrich, Kaufmann, 71 Jahre alt, Frankfurter Straße 61; 8. Schmitt, geb. Eich, Elise, 71 Jahre alt, Mittelweg 18; 11. Keßler, geb. Berber, Antonie, 45 Jahre alt, Roon- stroße 24; 11. Schöne, geb. Gunkel, Elisabeth, 41 Jahre alt, Sonnenstraße 11. ** Eine Hans-Ewald-Kleine-Gedächtnis-Ausstellung ist in Vorbereitung und wird demnächst hier ftattfinben. Außer den Gemälden und Zeichnungen wird eine große Anzahl von Werken der Theaterkunst zur Schau gestellt werden, die bisher noch nicht in die Oeffentlichkeit gelangt waren. Bekanntlich hatte Hans Ewald Kleine mit einer Ausstellung feiner Theaterkunst in Westdeutschland einen guten Erfolg erzielt. ** Eine öffentliche Mahnung zur Bezahlung der Beiträge vom Januar erläßt die Allg. Ortskrankenkasse für den Kreis Gießen in unserem heutigen Anzeigenteil. Säumige Zahler seien auf die Bekanntmachung besonders hingewiesen. ** E i n Derkehrsunfall ereignete sich am gestrigen Mittwochabend vor der alten Bürgermeisterei in der Gartenstraße. Dort stießen an der Ecke der Straßenkreuzung zwei Personenkraftwagen zusammen, wodurch Sachschaden entstand, Personen zum Glück aber nicht zu Schaden kamen. ** Eine R o s e n m o n t a g s f a h r t nach Mainz wird von dem hiesigen Reisebüro Kreger veranstaltet. Interessenten seien auf die heutige Anzeige hingewiesen. ** Der Kurhaus-Maskenball in Bad- Nauheim findet am kommenden Samstag statt. Im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes wird zu dieser Veranstaltung eingeladen. ** Richtigstellung. In unserem gestrigen Bericht über die amtliche Schultagung in Wieseck ist ein sinnentstellender Setzfehler enthalten. Es muß dort anstatt Januar-Plan richtig Jenaer Plan heißen. Amtsgericht Gießen. Das Gericht befaßte sich in der geftrtgen Sitzung mit einem Autounfall, der sich im Laufe des vorigen Jahres auf der Straße Gießen—Frankfurt in der Nähe von Großen-Linden ereignete. Angeklagt ist der O. R. aus Großen-Linden. Nachdem man eine Ortsbesichtigung oorgenommen und verschiedene Zeugen vernommen hatte, wurde die Verhandlung zwecks Einholung eines Sachverständigengutachtens vertagt. Schöffengericht Gießen. Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit hatten sich die M. W. und der W. R., beide aus Glauberg, wegen versuchter Abtreibung dzw. Beihilfe dazu zu verantworten. Das Gericht erkannte auf je einen Monat Gefängnis. Wegen Beleidigung eines Jungvolkführers wurde der L. F. aus Lich zu 10 0 Mark Geldstrafe. Hilfsweise 20 Tage Gefängnis verurteilt. 1 x-<. • , war* Wims im Begegnungsgefecht - Soldaten im Vormarsch. Links: Schweres Maschinengewehr unter dem Tarnnetz am Waldrand. — Vor vielen Zuschcn.^rn, Studenten und geladenen Gästen, zeigte am gestrigen Mittwochnachmittag eine Kompanie unseres Infanterie-Regiments 36 südlich unserer Stadt eine anschaulich angelegte Hebung im Begegnungsgefecht. Mit großem Inter- esse folgte man der Entwicklung und dem Vorgehen der Truppe, wie es im modernen Infam teriekampf durchgeführt wird und lernte dabei die Systematik kennen, die es ermöglicht, ohne große Opfer an den Feind heranzukommen. Die Kompanie hatte als Vortrupp-Kompanie die Aufgabe, einen Höhenrücken, der als von vorgeschobenen Kräften des Feindes besetzt angenommen wurde, zu gewinnen, sich dort festzusetzen und die Höhe zu halten. Das Vorgehen gegen diesen Hügel wurde in allen Einzelheiten und unter Einsatz aller der Infanterie zur Verfügung stehenden Hilfsmittel Rechts: Am (Aufnahmen [2]: Photo-Pfaff, Gießen.) veranschaulicht. Der Reiterspahtrupp wurde voraus- geschickt, erkundete und erstattete nach rückwärts Meldung. Dann folgte in zwei kleinen Gruppen die Spitze zu Fuß, die sich im Felde voranarbeitete und mit leichten Maschinengewehren anrückte, um ebenso wie die am Waldrande aufgebauten schweren Maschinengewehre das Vorgehen der Kompanie in Schützenrudeln und in Schützentrupps zu decken. Mit Blinkgeräten, Signaltafeln, mit Meldern usw. wurde die Verbindung der Vortrupps mit dem noch am Walde liegenden Haupttrupp aufrechterhalten, bis schließlich auch dieser folgen konnte. Die Lage des Feindes und seine Stärke wurde als unbekannt vorausgesetzt. Er sollte angegriffen werden, wo er anzutreffen war. Erst der Angriff sollte die Lage klären. Unter Ausnützung aller Deckungsmöglichkeiten bewegten sich die Soldaten (Entfernungsmefcgerät in guter Deckung. im Gelände. Rasch wurden die leichten Maschinengewehre in Stellung gebracht und feuerten. Mehr und mehr arbeiteten sich die Soldaten an den vom Feind besetzten Hügel heran. Minenwerfer wurden eingesetzt. Panzerabwehrkanonen fuhren rasch auf und gingen in Feuerstellung. Auch eine Panzer- wagenattrappe nahm am Gefecht teil. Die Zuschauer folgten allen Bewegungen, soweit sie sichtbar werden konnten, mit größtem Interesse. Fachmännische Erläuterungen vertieften das Verständnis. Gleichzeitig sah man auch, wie der Soldat in der neuen Einheitsgruppe auf sich selbst gestellt ist und wie der Führer dieser Einheitsgruppe takttsches Vermögen zu beweisen hat. Der Uebungsverlauf lieh einen klaren Eindruck von moderner Gefechtsführung gewinnen. Der Neichsberusswettkampf. Gau-Weitkampf am 14. und 15. März in Frankfurt a. M. NSG. Am 14. und 15. März werden die Gauwettkämpfe des Reichsberufswettkampfes überall im Reiche durchgeführt. Aus unserem Gau werden 600 der besten Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Vorkampfes in Frankfurt zusammenkommen und dort um die Zulassung zum Reichsentscheid ringen. Die Gau-Wettkampfleitungen für die einzelnen Berufsgruppen treten in den nächsten Tagen zusammen, um auf Gruüd der Ergebnisse der beruflichen und weltanschaulichen Prüfung des Vorkampfes festzustellen, welche Jungen und Mädel am Gau-Wettkampf teilnehmen dürfen-. 40000 Schaufenster werden gewertet. NSG. 40 000 gelbe Plakatstreifen mit dem Ruf „Wir beteiligen uns!" zeichneten in der Woche vom 9. bis 16. Februar 40 000 Schaufenster im ganzen Reich. Innerhalb des Schaufensters selbst gab ein Schild den Namen und die Leistungsklasse des Wettbewerbteilnehmers an. Bei der Beurteilung der einzelnen Fenster wird der besondere Charakter dieses Wettbewerbs der Jugend berücksichtigt, sind es doch in der Ausbildung befindliche junge Menschen, deren Weiterbildung nur durch aufbauende Kritik gefördert werden kann. Dieser Wettbewerb ist für sie ein Abschnitt auf ihrem Ausbildungswege, der ihnen Ehrgeiz, Mut und Willen zur Erweiterung ihrer bisherigen Kenntnisse wecken soll. Der Prüfungsausschuß wird aus einem selbständigen Einzelkaufmann, einem kaufmännischen Angestellten und aus einem Junggehilfen bis zum 21. Lebensjahre gebildet. Die Bewertungsgrundsätze wurden nach vier Gesichtspunkten zusammengestellt: 1. Der junge Schaufenstergestalter soll eine gute Werbeidee finden und gestalten. Nach einem genau festgelegten Plan erfolgt dann die Dekoration. 2. Die Kostenfrage spielt keine Rolle; es ist daher ein mit wenig zusätzlichen Mitteln hergestelltes Schaufenster höher zu bewerten, als eine mit großem Kostenaufwand gemachte Dekoration. 3. Die technische und künstlerische Ausführung ist von großer Bedeutung. Harmonische Farbenzusammenstellung und Raumaufteilung, ruhige Uebersicht und Anordnung der Ware und blendungsfreie Beleuchtung sind wichttg. 4. Den Ausschlag übt die Werbewirkung aus, denn jedes Schaufenster erfüllt nur dann seinen Zweck, wenn es auch wirklich der Verkaufs- Werbung dient. In diesen 4 Gesichtspunkten wird mit den Noten 1 bis 5, sehr gut und ungenügend, beurteilt. Aus diesen Noten wird dann das Gesamtergebnis ermittelt. Narzissen aus dem Odenwald. NSG. Aus kleinen Anfängen ist die Elfenbeinschnitzerei im Odenwald zum Weltruf emporgewachsen. Magere Jahre der deutschen Ausfuhr hatten diesen Erwerbszweig schwer geschädigt. Da besann sich das nationalsozialistische Deutschland und erschloß dieser weltberühmten Kunstfertigkeit ein neues Betätigungsfeld durch Aufträge für Abzeichen für das Winterhilfswerk. Schon im vorigen Jahre um dieselbe Zeit hatte das Edelweißabzeichen des WHW. die deutsche Nation wieder auf diesen eigenwilligen und formschönen Erwerbszweia aufmerksam gemacht. Damit wurden auch die Kunstschöpfunaen der dortigen Gegend in den Vordergrund gestellt. Wer den Zauber des Odenwaldes mit seinen alten Höfen und seinen verträumten Städten genießen durfte, wird immer wieder den Ruhm jener Werkstätten, in denen die Elfenbeinschnitzerei eine Heimat gefunden hat, weitertragen. Wir selbst waren jetzt dort, um uns an Ort und Stelle über die Entstehungsweise des M ä rz a b z e i ch e n s, der kleinen Narzisse, belehren zu lassen. Als wir, ganz modern, im Kraftwagen über das holprige Pflaster der Straßen in das alte Erbach einfuhren, grüßte uns die wuchtige Größe des Schlosses, dessen Turm wie ein mahnender Finger aus der Vergangenheit über die Dächer der Stadt ragt. Dort, erzählte mir ein Einheimischer und wies nach oben, wehte vor der Machtübernahme den Systemparteien zum Trotze, den Lebenswillen eines wieder erstarkenden und aufwachsenden Volkes verkündend, die Hakenkreuzfahne der Bewegung, die das Reich heute wieder zu einer selbstbewußten wehrwilligen Nation gemacht hat. Tagelang wehten unsere Farben, unser Sinnbild vom Turm. Denn es hatten sich zwar tapfere SA.-Männer gefunden, die unter Lebensgefahr die Fahne hißten, aber schwer waren Menschen aufzutreiben, die sie von dieser halsbrecherischen Höhe herunterholten. Um einen Einblick in das Geschichtliche der Elfenbeinschnitzerei zu gewinnen, besuchten wir auch das Museum im Schloß. Merkwürdige Dinge sahen wir dort, Dinge die imstande sind, wirklich die Aufmerksamkeit zu fesseln, die von einem Kunstwillen zeugen, der die ganze Elfenbeinschnitzerei im Odenwald beherrscht. Dann sahen wir uns die Betriebe an. Es sind durchaus kleine Betriebe und Heimarbeitsstätten. Da ist z. B. die Mühle am Erbach, die früher eine Lohmühle war. Als dieses Gewerbe zugrunde ging, erwarb sie der jetzige Besitzer und richtete dort unter Ausnutzung der Wasserkraft seine kleine Werkstatt ein. Er hat nur wenige Arbeitskräfte, denn die ganze Familie macht sich nützlich und hilft mit. Da surren die Riemen, da wiroeln die Räder, da schneiden die Messer und Sägen, und es ist ein Leben des Eigen" willens, das Eigenwilliges formt. Die kleine Narzisse ist ein Kunstwerk für sich. Es ist geradezu ein Genuß, die Entstehung dieser kleinen Blume aus Kunstharz und Knochen mitzuerleben und die tteberzeugunq zu gewinnen, daß dieses formschöne Geschöpf des Odenwaldes die herzen im Reich gewinnen wird. Sie ist eines der schönsten und gefälligsten Winterhilfsabzeichen! Und so steht zu hoffen, daß gerade dieses Abzeichen ein ganz großer Erfolg sein wird, zumal die Front der Schaffenden, die DAF., damit den praktischen Sozialismus in der Reichs st raßen- sammlung am 1. März bekunden wird. Keiner wird fehlen wollen von denen, die noch eine Verbindung zum schaffenden deutschen Menschen haben, wenn die Männer der Arbeitsfront die kleinen Blumen an jeden Deutschen herantragen. SreiiDillioeneinfiellunfl beim Arbeitsdienst. Mindestatter 17 Zähre, Einverständniserklärung für Minderjährige notwendig. NSG. Für das Jahr 1936 erfolgt t, und die bei ihrer Bewerbung den Nachweis er- bringen, daß sie ohne die vorzeitige Ableistung ihrer Arbeitsdienstpflicht schwere berufliche Nachteile haben würden. Dieser Nachweis gilt als erbracht, wenn z. B. Bewerber an Hand von Unterlagen nachweist, daß er als Abiturient eine Hochschule besuchen und einen Berus ergreifen will für den die vorzeitige Ableistung des Arbeitsdienstes eine Voraussetzung ist. Ein „vorzeitig Dienender" muß tauglich 1 oder 2 oder „bedingt tauglich" sein. Langer dienende Freiwillige sind solche Personen, die sich auf eine Mindestzeit von 12 Monaten verpflichten wollen und die diese Verpflichtung ohne Beeinträchtigung ihres Wehrdienstverhältnisses eingehen können. Sie müssen daher entweder einem Jahrgang angehören, der vom voraussichtlichen Ein stellungstage in den Reichsarbeitsdienst ab innerhalb Jahresfrist nicht zur Heranziehung zum aktiven Wehrdienst gelangen wird, ober ihren aktiven Wehrdienst bereits abgeleistet haben. Ein länger dienender Freiwilliger muß den Bedingungen für vorzeitig Dienende entsprechen, oder tauglich 1 ober 2 fein. Minbestgröße ist 1,60 Meter. Die länger dic- nenben Freiwilliaen finb, sofern ihre Eignung fest- gestell ist, als Führernachwuchs für ben Reichsarbeitsdienst vorgesehen. Ausgenommen von der Einstellung als länger dienende Freiwillige sind: Dienstpflichtige der Jahrgänge 1914 und 1915, die im Herbst 1936 zum aktiven Wehrdienst herangezogen werden, Dienstpflichtige aller Jahrgänge, die als Freiwillige der Wehrmacht für 1936 ausgenommen sind. Wo hat die Bewerbung um Einstellung zu erfolgen? Bewerber, die „vorzeitig dienen" wollen, können sich nur bei dem für ihren Wohnort zuständigen Meldeamt für den Arbeitsdienst melden. Die Anschrift des Meldeamtes ist bei der örtlichen, zuständigen polizeilichen Meldebehörde zu erfragen. Länger dienende Freiwillige bewerben sich bei der Arbeitsdienst gruppe, in deren Bereich sie eingestellt werden wollen. Die Anschriften der Ar- beitsdienstgruppen sind bei allen Dienststellen des Reichsarbeitsdienstes ',u erfragen. Einstellungsgesuche, die an andere Dienststellen als die obengenannten gerichtet werden, sind zwecklos. Vor der Bewerbung hat sich jeder Bewerber, soweit er nicht bereits gemustert ist, zur Zivilerfassung und Ausstellung eines Freiwilligenscheines für den Reichsarbeitsdienst bei der für seinen Wohnort zuständigen polizeilichen Meldebehörde anzumelden. Hierzu sind sämtliche Personalpapiere und von Minderjährigen die schriftliche Einverständniserklärung ihres gesetzlichen Vertreters mitzubringen. Die Bewerbung kann schriftlich oder persönlich erfolgen. Die Bewerbung muß spätestens am 10. März 1 93 6 (bzw. 31. August 1936) bei den Meldeämtern für den Arbeitsdienst ober bei den Arbeitsdienstgruppen eingegangen sein und sämtliche geforderten Unterlagen und Bescheinigungen enthalten. Bewerbungen, die nach Meldeschluß eingehen oder nicht sämtliche Unterlagen enthalten, werden nicht berücksichtigt. Die gleichzeittge Bewerbung bei mehreren Dienststellen ist untersagt. Besondere Wünsche für die Einstellung in eine bestimmte Abteilung des Reichsarbeitsdienstes können bei „vorzeitig Dienenden" nicht berücksichtigt werden. Die Stellung eines solchen Antrages bei der Bewerbung ist daher zu unterlassen. Die Einslellungsgesuche müssen enthalten: für „vorzeitig Dienende": 1. Freiwilligenschein für ben Reichsarbeitsdienst, 2. schriftlichen Nachweis, baß der Bewerber ohne die vorzeitige Ableistung des Arbeitsdienstes schwere berufliche Nachteile haben würbe, 3 gegebenenfalls Bescheinigung bes Lehrherrn, oaß der Bewerber bis zum voraussichtlichen Einstellungstage seine Lehrzeit beenbet haben wird, 4. gegebenenfalls Abgangszeugnis der Berufsschule, für „länger dienende Freiwillige": oreiwilligenschein ober Musterungsausweis bZw. Wehrpaß, o" ÖGS Wehrbezirkskammanbas, ö. handschriftlich geschriebener Lebenslauf, ber minbeftens enthalt: Dor- und Zuname, Geburtstag und -ort, Angaben über Schulbesuch, Beruf und Beschäftigung oder Arbeitslosigkeit, über etwa abgeleistete Dienstzeit im Ardeits- dienst und genaue deutliche Anschrift, 4. Bersonalpaplere: Schulzeugnisse, Ausweise über Zugehörigkeit zur HI., SA., SS., usw. Sport- qegebenenfalls Bescheinigung des s Bewerbung bei einer Dienststelle werden nicht er« d Abgangszeugnis der Berufs-' stattet. Wird der Bewerber zur Untersuchung auf« abzeichen und Lehrherrn und 5. schule. zwei Paßbilder (55 mal 45 Millimeter), die im unteren Drittel vom Bewerber eigenhändig mit Vor- und Zunamen unterschrieben sein müssen. :ber zur Untersuchung auf« gefordert, fo erhält er gegebenenfalls freie Fahrt, jedoch nicht für Stadtfahrten. wehrmachtsfreiwillige, die im Besitz des Annahmefcheines eines Truppenteils sind, werden, soweit sie arbeitsdienstpflichlig sind, ohne weitere Bewerbung als „vorzeitig Dienende" zum Reichsarbeitsdienst herangezogen. Eine notwendige Zahnbehandlung ist von allen Bewerbern vor der Einstellung durchzuführen. Länger dienende Freiwillige, die bereits im Arbeitsdienst waren und nach Ablauf von 26 Wochen vom Arbeitsdienst in Ehren entlassen wurden, brauchen sich nur auf sechs Monate zu verpflichten und können bei Bedarf und Eignung mit dem Dienst- . grab, den sie bei der Entlassung innehatten, (Vor-1 Die Einverstandniserklarung für Mlnderiahrige mann, Obervormann), wieder eingestellt werden. I muß von einer amtlichen Stelle hinsichtlich Der Echt- Zur Einberufung vorgemerkte Bewerber, die den heit der Unterschrift des gesetzlichen Vertreters be- „vorläufigen Bescheid" erhalten haben/ unterliegen glaudigt sein und hat folgenden Wortlaut: „Hier« den für Arbeitsdienstpflichtige geltenden Bestimmun- durch gebe ich als gesetzlicher Vertreter meines mm= gen. Eine Gewähr für die tatsächliche Einstellung derjährigen Sohnes (Mündels) • ■ • • - zu dem vorgemerkten Einstellungstag wird nicht und Familienname) diesem die Erlaubnis zum frei- übernommen. Die Fahrtkosten für eine persönliche i willigen Eintritt in den Reichsarbeitsdienst. SJL-fpor t Opferschießen für das Winterhilfswerk am 45. März. Vom Fachamt Schießen des Reichsbundes für Leibesübungen, Ortsgruppe Gießen, wird uns geschrieben: Als Tag für das Opferschießen 1935/36 ist im Einvernehmen mit dem Deutschen Reichsbund für Leibesübungen der 15. März 1936 bestimmt worden. An diesem Tage haben die dem Deutschen Schützenverband zugehörigen Vereine schießsportliche Veranstaltungen durchzuführen, deren Erlös dem Winterhilfswerk zugute kommt. Der Einsatz muß mindestens auf 0,35 Mark je Teilnehmer festgesetzt werden. Hiervon find 0,30 Mk. an die örtliche Stelle des Winterhilfswerks spätestens am 16. März abzuführen, für. 0,05 Mark ist eine Sportgroschenmarke zu lösen. Diese sind bei den örtlichen Stellen des Hilfsfonds für den Deutschen Sport zu diesem Zwecke rechtzeitig anzufordern. Es ist den Vereinen freigestellt, über 0,35 Mark hinaus noch einen geringen Betrag zur Deckung eigener Unkosten zu fordern. Die Durchführung und Ausgestaltung des Schießens bleibt den Verbänden überlassen. Es wird Wert darauf gelegt, daß sich nicht nur allein die Schützen der Schützenvereine, sondern auch alle Ortsbewohner an diesem Opferschießen beteiligen. Alle örtlichen Stellen der Partei, SS., SA., Militär, Post und Bahn und die Vereinsführer sämtlicher Vereine usw. werden heute schon gebeten, diesen Tag. von allen anderen Veranstaltungen freizuhalten und ihre Leute im Interesse der notleidenden Volksgenossen möglichst vollzählig zu diesem Opferschießen zu schicken. Die beiden hiesigen Schützenvereine, der Schützenverein Gießen (Schießstand am Schützenhaus) und die Schühengesellschaft 1926 Gießen e. V. (Schießstand Schneise 1) haben sich selbstverständlich gern in den Dienst der guten Sache gestellt und erwarten eine rege Beteiligung, damit in diesem Jahre ein noch größerer Betrag an das Winterhilfswerk ab- geführt werden kann, als im vergangenen Jahre. Oietwarte-LehrgangimKreisLat'n-Dill Der Kreisdietwart des Kreises 8 Lahn-Dill hatte die Vereinsdietwarte der Turnvereine in den Unterkreisen Wetzlar und Dill zu einer Arbeitstagung zusammengerufen, die in der Jugendherberge zu Wetzlar ftattfanb. Die Tagung, zu der sich 30 Diet- warte eingefunden hatten, stand im Zeichen froher Gemeinschaft. Zu Beginn der Tagung hißte man in feierlicher Art die Flagge. Im Mittelpunkt der Arbeit des ersten Abends stand ein Vortrag des Gauredners und Ortsgruppenleiters der NSDAP. Siemens (Niedergirmes), welcher es vorzüglich verstand, das Arbeitsgebiet der Dietwarte im Reichsbund für Leibesübungen klar herauszustellen und ihr Richtung und Ziel zu zeigen Ortsgruppenleiter Siemens erntete für feinen Vortrag herzlichen Dank und man besprach anschließend zwanglos Fragen aus dem reichen Arbeitsfeld des Dietwartes. Die Arbeit des zweiten Tages wurde mit einer Morgenfeier begonnen. Unterkreisdietwart. Lehrer Ufer (Hermannstein). sprach in feinem Morgenspruch von Jahns Wunsch nach deutscher Einheit. Ein Vortrag von Dr. Römer (Großen-Linden) über Erbgesundheitslehre und Bevölkerungspolitik betonte den großen Wert gesunden Blutes für das Volk. Unterkreisdietwart Henrich (Straßebersbach) brachte Ausführungen über die Redeschulung der Dietwarte. Dr. Römer zeigte noch Wege auf, die der Dietmar! in seiner praktischen Tagesarbeit in Verein und Kreis gehen kann und gehen muß. Dann wurde die Flagge wieder eingezogen, das Deutschland-Lied erklang und mit ihm war der Lehrgang beendet. Lugendfußball auf dem Lande. Atten-Vuseck Jugend — Garbenteich Jugend 1:2 Lollar Schüler — Atten-Vuseck Schüler 2:1. Die Schülermannschaft mußte nach vollkommen gleichwertigem Spiel eine knappe Niederlage auf dem Lollarer Platze hinnehmen. Die Jugend mußte, mit nur zehn Mann spielend, die leichte Ueberlegenheit Garbenteichs anerkennen. Der Sieg der Gäste war verdient. Steinbach 1. Jugend — Lich 1. Jugend 8:0. Am Sonntag weilte Lichs Jugend in Steinbach und mußte eine glatte Niederlage mit nach Hause nehmen. Steinbach war sehr gut in Form und Lich hatte im ganzen Spiel kaum etwas zu bestellen. " Herber-Baier in Amsterdam. Die deutschen Olympiasieger im Paarlaufen, Maxie H er b e r und Ernst Baier werden vorL aussichtlich bei einer Eissportveranstaltung am 4. und 5. März in Amsterdam, bei der auch die kanadischen Eishockeyspieler mitwirken werden, starten. ♦ Neue deutsche Schwimmrekorde. Jrn Charlottenburger Stadtbad unternahm „Nixe" Charlcsttenburg am Dienstagabend einige Rekordversuche im Staffelschwimmen, die von Erfolg gekrönt waren. Die Mannschaft Knuth-Fritsche- Engelmann verbesserte über 3mal100-Meter- Brust ihren eigenen deutschen Rekord auf 4:33,5 Minuten. Dann unterboten die „Nixen" zwei deutsche Bestleistungen von Düsseldorf 98. Für die 6mal50-Meter - Freistilstaffel benötigten sie nur 3:17,2 und waren damit 14 Sekunden schneller als die Rheinländerinnen. Den deutschen Rekord über 3mal100-Meter-Rücken schraubten die Charlottenburgerinnen Wiebalk-Halbsguth-Arendt von 4:32,1 auf 4:19,4 Minuten. — Ein 200-Meter- Brustschwimmen der Männer gewann Wittenberg- Poseidon Berlin in 2:53,8 Minuten. Nia Mastenbroek schwamm Weltrekord. Im Rahmen eines internationalen Schwimmfestes in Maastricht wartete die holländische Rekord- Schwimmerin Ria M a st e n b r o e k mit einer neuen Glanzleistung auf. Sie verbesserte den Weltrekord im 440-Aards-Rückenschwimmen von 5:30 Min. auf 5:29,2 Min. Auch die Holländerin Tini Wagner, die in deyi Rennen zeitweilig geführt hatte, blieb mit 5:29,6 Min. noch unter der seitherigen Bestleistung der Amerikanerin Lenore Kight. * Das Reichstreffen der Radfahrer, eine alljährlich wiederkehrende Veranstaltung des DRV., wird am 20. und 21. Juni in Bonn abgehalten. In Verbindung damit werden die Deutschen Saalsport-Meisterschaften und die Meisterschaften im Zweier- und Sechser-Radball durchgeführt. Vor zwei schweren Fußball-Länderkanipsen. Deutschlands Reichsmannschast in Barcelona und Liffabon. Nach einer Pause von über zwei Monaten — seit dem denkwürdigen Länderkampf gegen England trat Deutschlands Reichsmannschaft nicht mehr auf den Plan — setzt der Deutsche Fußballbund seine Vorbereitungen auf das Olympische Fußball- Turnier mit einer „spanischen Reise", die zwei schwere Länderkämpfe innerhalb ganz kurzer Zeit enthält, fort. Am kommenden Sonntag, 23. Februar, spielt Deutschland auf dem Kampffeld im Montjuich-Park zu Barcelona gegen Spanien und vier Tage später, am 27. Februar, steigt in Lissabon das erste Tressen gegen Portugal. Das Treffen gegen Spanien wird allgemein als der schwerere Kampf für Deutschland angesehen. Verschiedene Umstände snrechen deutlich dafür. Vor allen Dinaen wird Spaniens Fuhballkönnen höher eingeschätzt als das Portugals. Das schwerste Argument besteht darin, daß Spaniens Prestige im europäischen Fußbclll- sport auf dem Spiele steht. Spaniens Fußballspieler werden sich daher mit ihrem ganzen Temperament und großen Können in den Kampf werfen. Diese Umstände und noch verschiedene andere machen das Spiel für unsere Mannschaft un- gemein schwer. Oesterreich gelang es als spielerisch gleichwertiger Mannschaft Spanien zu überrumpeln und ihm die erste Niederlage auf eigenem Boden beizubringen. Deutschland — heute im spielerischen Standard den Oesterreichern und Spaniern fast gleichzusetzen — wird auf eine gewitzigte spanische Vertretung treffen, die bestimmt nicht mehr überrumpelt werden kann. Bei Deutschland gegen Spanien wird nur Können gegen Können, Spätem gegen Spielkunst, Kampfgeist gegen Sieges» willen stehen, bas „Ueberraschungsmoment" da» neqen vollkommen ausgeschaltet sein, da beide Mannschaften wissen, um was es geht und sich ihrer Stärken und Schwächen bewußt sind. Die Aufstellung der deutschen Hintermannschaft und Läuferreihe gibt die Gewähr dafür, daß „hin- ten" das getan wird, was unter den gegebenen Umständen getan werden kann. Die Besetzung des Angriffs, die gegenüber London bedeutend umgestellt ist, läßt ebenfalls eine gute Leistung erwarten, da jeder Mann da hingestellt wurde, wo er am nützlichsten wirken kann. Im einzelnen lauten die Aufstellungen: Deutschland: Jakob; Muntert, Münzenberg; Janes, Goldbrunner, Grämlich; Lehner, Hohmann, Lenz, Szepan, Fath. Spanien: Zamora oder Blasco; Quincoces, Zabalo; Lecue, Muguerza, Argemi; Emilin, Jrrara- gorri, Langara, L. Regueiro, Vantolra. Das Spiel gegen Portugal in Lissabon ist vielleicht nicht weniger schwer als der Kampf gegen Spanien. Oesterreich konnte Portugal nur mit 3:2 schlagen, kam aber "*was sicherer als in Madrid zum Sieg. Unsere Mannschaft — die Aufstellung wird erst an Ort und Stelle bekannt gegeben — wird hier ebenfalls in bester Form spielen müssen, wenn sie sich erfolgreich behaupten will. Eine Niederlage gegen Portugal würde jedenfalls schwerer wirken und unangenehmer für Deutschland sein als eine Schlappe gegen Spanien. Wir glauben aber, daß Deutschlands Spieler selbst nach einer eventuellen Niederlage gegen Spanien noch so viel Selbstvertrauen besitzen, daß sie in Lissabon unbeschwert in den Kampf gehen und eine gute Leistung bieten können. Die Schiedsrichter der beiden Länderkämpfe heißen John Langenus (Belgien) und E s c a r- tin (Spanien). Langenus leitet den Kampf in Barcelona, Escartin steht dem Spiel gegen Portugal vor. Oberheffen der Vereinsoorsitzende Karl Sann die Versamm- 1 funn Mitl krtriftrlmn nn hin Aus aller Welt Gedanken der Volksgemeinschaft und der innigen JVc. 19. Febr. (LPD.) Ein hiesi- ger Geschäftsmann mürbe zu 10 0 0 0 Mark @ e l b ft r a f e verurteilt. Er hatte in ben Zähren 1933 bis 1935 Steuern hinterzogen. Rundfunkproqramm. Freitag, 21. Februar. 6 Uhr: Choral, Morgenfpruch. Gymnastik. 6.30: | Frühkonzert. In der Pause (7) Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 10.15: Schulfunk. 10.45: Nachrichten. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozial- bienft. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Senbebezirk). 13.15: Mittagskonzert: „Ritz am Baa!" 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei von zwei bis brei. 15: Wirtschaftsbericht: Was ist Verbunbwirt- fchaft? 15^5: Gang burch bie Betriebe: Funkbericht aus Schriftgießerei unb Steinbruckerei. 16: Unterhaltungsmusik. 17.30: „Die Stürmer von Douau- mont". Im Gebenken an bie Kämpfe vor 20 Jahren. Von Corbt von Branbis. 17.45: Das aktuelle Buch. 18: I. Fröhliche Weisen. II. Ouvertüren. 19.45: Tagesspiegel bes Reichssenbers Frankfurt. 20: Nachrichten. 20.10: Dilettant — und doch Meister. Musik als Nebenberuf. 21.30: „Autoland". Menschen unb Stätten aus ber rhein-mainifchen Motorinbustrie. 22: Nachrichten (auch aus bem Senbebezirk). 22.20: Sportschau ber Woche. 22.40: Unterhaltungskonzert. 24 bis 2: Nachtkonzert. Mutter so traurig war und so viel meinte. Später habe ich es verstanden. Schmer hat sie unter ber Einsamkeit, bem langen Fernsein meines Vaters gelitten. Sie war noch jung, hübsch, gefunb — unb als bann ein« anderer kam ..." Er brach kurz ab. „Ich möchie als Mann nicht das erleben müssen, was meine Kindheit so schwer beschattete", fuhr Sellden dann langsam fort. „Vater war wohl monatelang abwesend, aber er wußte genau, wann sein Schiff wieder in die Heimat kam. Ich weiß es nicht. Man glaubt, in einem Jahr zurück zu fein, und ist nach zwei noch unterwegs. Meine letzte Reise dauerte im ganzen zweieinhalb Jahre. Während dessen bleibt bie junge Frau allein, ober — nicht allein--" „Nein —" bie Schultern ftraffenb — „es wäre eine Sünde. Und deshalb, Greta, liebe süße kleine Greta — sollst du vergessen, daß ich dich so sehr lieb habe." Er stand auf, trat ans Fenster, bie zu Fäusten geballten Hände in den Taschen feines Jacketts vergraben, unb starrte hinaus in ben Regen. Von einer Dachrinne gluckste unb tropfte es in eintöniger Regelmäßigkeit. Grete Mervius saß ganz still, ohne ein Wort zu erroibern. Was sollte sie auch sagen? Ihr Verstanb gab Sellben recht — unb ihr Gefühl wibersprach. Ward Siebe nur durch Nähe bedingt, war Warten so schwer, daß die Treue darüber starb? War bas Wissen um innerlichstes Verdunbensein nicht bas größte Opfer wert? Ein ganz eigener Ausbruck lag auf bem jungen Gesicht, ein Hauch erwachten Frauentums jener oerhalrenen Art, bie lange Juqenbjahre hinburch unbewußt jebem tieferen Gefühl wehrt, um plötzlich aufzubrechen, wenn ihre Stunbe naht, lieber Nacht war Grete Mervius erwacht. Als Sellben sich ihr zuwanbte, faß sie, bie Hände im Schoß, auf demselben Fleck, den Blick auf ihn gerichtet, und bie tiefe Innigkeit, ber gefaßte Ernst in ben blauen Augen überraschten unb erschütterten ihn so stark, baß sein Herz sich zusam- menErgmpfte. Er ging auf sie zu, breitete bie Arme aus — „Greta!" Aber sie blieb ruhig sitzen, noch zu sehr Mädchen, Gießener Dochenmorktpreise * G i e ß e n , 20. Febr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,55 Mk., Landbutter 1,42, Markenbutter 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse A (große) 10^?, Klasse B (mittelgroße) 10, Klasse C (gewöhnliche) 9%, Klasse D (kleine) 9, un- gezeichnete 8, holländische, Klasse B 9%, Wirsing, das Pfund (gelb) 15, (grün) 18 bis 20, Weißkraut 12 bis 15, Rotkraut 15 bis 20, Gelbe Rüben 9 bis 12, Rote Rüben 10 dis 12, Spinat 20 bis 25, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 20 bis 40, Feldsalat 80 Pf. bis 1,20 Mk., Tomaten 45, Meerrettich 30 bis 80, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kartoffeln 4 Pf., der Zentner 3,50 bis 3,70 Mk., Aepfel, das Pfund 16 bis 35 Pf., Birnen 15, Nüsse 45, Zwetschen- honig 45, junge Hähne 90 Pf. bis 1 Mk., Suppenhühner 85 bis 90 Pf„ Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 25 bis 40, Salat 30 bis 35, Endivien 20 bis 25, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 15, Sellerie 10 bis 50 Pf. Landkreis Gießen. ]) Albach, 20. Febr. Am 21. Februar feiert Karl Balser I., Polizei- unb Ortsbiener im Ruhe- ftanb, feinen 8 5. Geburtstag. Bis zum Sommer 1933, also noch mit 82 Jahren, hat er in musterhafter Weise sein Amt versehen, das er 39Vs Jahre bekleidet. Sein Pflichtbewußtsein als ©emeinbeangeftellter war in jeder Beziehung vorbildlich. Jeden Tag um dieselbe Zeit— auf den Glockenschlag 13 Uhr — machte er seinen Gang auf bie Bürgermeisterei. Jebe Bekanntmachung, auch wenn sie nicht unbedingt eilig war, wurde sofort, unabhängig von Wind und Wetter, ausgerufen. Neben seinem Polizeidieneramt unb seiner Lanb- wirtschaft betrieb er bis zum Kriegsausbruch sein Geschäft als Maurermeister. Da er immer em Mann bes Fortschrittes war, grünbete er in ber Gemeinbe bie erste bäuerliche Waren-Einkaufsge- nossenschaft, genannt Bauernverein, ben er zeit feines Bestehens als Direktor leitete. Seit ca. 50 Jahren ist er ununterbrochen Bezieher bes „Gießener Anzeigers", unb er bringt ben Tagesereignissen beim täglichen Lesen reges Interesse entgegen. Seit 16 Jahren ist er Urgroßvater; zu seinen Gratulanten zählen außer seinen fünf Kinbern noch neun Enkel unb sieben Urenkel. * A l d a ch, 18. Febr. Am Samstag hielten der Gesangverein, der Turnverein und der Kriegerverein gemeinsam ihr Wintervergnügen in' der Gastwirtschaft von -Lauer ab. Die Sängervereinigung begrüßte zur Eröffnung des Abends die außerordentlich zahlreich erschienenen Besucher mit dem Deutschen Sängergruß. Der Vereinstührer Lehrer Groh wies sodann in seiner Ansprache besonders darauf hin, daß die drei Vereine durch die gemeinsame Veranstaltung dieses Abend den Js NIVEA Acren e den Abend ein. Lieder, Gedichtvorträge und Sprech- Jung mit herzlichen Begrüßungsworten an die chöre wurden dann in raschem Wechsel zu Gehör, Mitglieder. Hierauf wurde die Jahresrechnung zur gebracht. Unterbannführer Wilhelm Schneider Kenntnis der Versammlung gebracht und nach hielt eine Ansprache, in der er auf den Zweck und Durchsicht durch die Rechnungsprüfer als einwand- bie Ziele ber Hitlerjugenb hinwies. Im weiteren Sell! WOCV>S fßohner- 1064 A der große Wäscherei f Ferner in Bad-Nauheim LÄUFER Neuenweg 9 10770 Turnhalle Heuchelheim kaufen. Maskenball 0778 STEPPDECKEN 1081A GLORIr 20.17 Uhr 20.30 Uhr 20 Uhi- | FeinsteFischfilets | H Pfund von 40 Pf. an | 20.21 Uhr £ 20.30 Uhr 20 Uhi- Auf der Bühne: 1072 A haben muß. 1073A PQLQST Giessen Am Samstag, dem 22.Februar 1936, abends 8.11 Uhr, steigt der bekannte öffentliche Fastnachtsrummel in allen Lokalen, die' das Mühlrad als äußeres Zeichen tragen. Eintritt zu den Maskenbällen 1.- u. 1.25 KM. Grüne Heringe, mitt.Pfd. 25 Pf. Bratschelliische . Pfd.30Pf. Rotzungen. Forellenstör. Kochfische 10?4A Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Millimeterzeile veröffentlicht SM Schloßkaffee: Der Ball der bösen Buben Sektlauben—Mokka-und Likörstübchen—Felsenkeller Kurhotel Ortenberg: Der große Kurhaus-Maskenball Katakomben — Bar — Münchener Braustübl Kurhotel Ortenberg: Eine Seefahrt, die ist lustig (Großer Maskenball an Bord) Überraschungen aller Art Schloßkaffee : „und heut sind wir fidel" Gioßer Fastnachtsrummel Kurhaus- Maskenball SUa Anzeigen-Aktiengesellschafl Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen und Zeitschriften Gietzen / SchuMvatze z mit LIL DAG OVER HANNA WAAG WALTER RILLA FRITZ ODEMAR III W' OeuTlCMM S7 °°? Ns BETTUMRANDUN6E GARDINEN | Verkäufe Fast neue Winde (Haspel) zu ver- Hotel Schütz Fastnachts-Dienstag: Grolle Faschingsredoute im Club,Sonnenstr.19 Vf BJ I In |ö Das Haus der | | Bn ■■ B guten Qualitäten! 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