^>zen fön. A Mittel, 'preisen Der, "apper. »erben QU9 noni) l'ch bie De9e anfom. r9en müssen V. Umsätzen, ^en Forde, verkäuflich. Reizen- und e- ^>e Noch, r geworben, s'tzel. Rauh, igewd ange« 'S übrige je 209. Wl« 2 172, R15 "cht notiert, 230; fiaier w 16 28,50, R12 22,45, s 0,50 RM. 15 bis 17, ■nbeie W13 10; Roggen« R19 10,50, )jaschrot mit i. M. 16,80, mcht notiert, ab Fabrjf. Roggenstroh, .40 bis 3,10. Begenb 3,3.5, ß-, rot- ugb iei Waggon- f&j-S 39,75 Q0en >',~3 4.e*S 3r fej* merjbQnf92i rtt rieb: Rinder ft), darunter Färsen. Kal- hweine 2850 tuh. Notiert cht in Mark: 43 (43), c) litten a) 43 ns 42 (421 43), c) .31 31). Wen , d) 37 bis )3 bis 68), [47 bis 54), Hammel b2) a2) 57 (57), c) 53 (53), (57), J2) 57 ast, ausver- rchafe ruhig, en zugeteilt, eisch und Zierte! Rind- immet 112 i Kilogramm I 72 bis 75. ) 68 bis 74, 7 c) 72 bis /74. §am- b) 74. Fett- »ter höchster Whig. n heutigen ,[z darunter fielen 6 bis 8 bis 10 'er Hanöei ) von io» Q.1H- —M 41,97 0,140 3,053 54.94 46-$ 12,31 5.42 16,46 169.23 19.90 0,718 5,666 61.8 49- 11' 63' 81-39 34.09 10J2 2,462 "2? i'A 4 169J1 61*< Nr. 42 Erster Blatt 186. Jahrgang Mittwoch, 19. Zebruar 1956 (Erldbetni täglich, auher Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • DieScholle Monatr-Vezugsprels: ajlit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewatt Zernsprechanschlüffe unter Samnielnummer 2251 Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Siehe» Postscheckkonto: Zrantfurl am Main 11686 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrvhl'sche Univerfitätsvuch- und Steindruckerei R. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschästrftelle: Schulftrahe 7 Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8^/,Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25O/g mehr. Ermähigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B e Senkung der Betriebskosten im Krastwagenverkehr durch Zusammenschluß aller Beteiligten. ReichsministerFreiherr vonElh-Rübenach auf dem Empfangsabend der Automobilindustrie Berlin, 18. Febr. (DNB.) Einer alten Gepflogenheit folgend veranstaltete der R e i ch s v e r - band der Automobilindustrie während der großen Internationalen Automobil- und Motorradausstellung im Marmorsaal des Zoo einen Empfang, an dem zahlreiche Vertreter der Behörden, der Gliederungen der Partei, der Wehrmacht, der Polizei, der Reichsbahn, der Reichspost sowie der Wirtschaft und des Handels teilnahmen. Oer Leiter der Wirtschastsgruppe Hahrzeugindustrie, Hagemeier, Seilte das Ziel der Automobilindustrie heraus, die nschaffungs- und Unterhaltungs- k ost en eines Kraftwagens dem Einkommen breite st er Volksschichten anzu gl eichen. Er gab das Versprechen ab, die Aufgabe, die der Führer und Reichskanzler in der Eröffnungsansprache der Automobilindustrie gestellt habe, ihrer Lösung nach besten Kräften näherzubringen. Dieses Ziel sei nur in engster Gemeinschaftsarbeit mit der Rohstoff- und Zubehörindustrie, den Erzeugern von Treibstoffen und den Trägern der Versicherung zu verwirklichen. Reichspost- und Reichsverkehrsminister Freiherr von Elh-Rübenach -erinnerte an seine Rede vor zwei Jahren. Er habe damals gesagt, daß er im wesentlichen nur zwei Möglichkeiten hätte, die Motorisierung finanziell zu fördern, daß aber die weitaus größeren Möglichkeiten der Förderung auf dem Gebiet der Gesetzgebung und Verwaltung lägen. Die beiden finanziell förderbaren Zweige seien der Sport und die wissenschaftliche For- 1 ch u n g. Er habe vor zwei Jahren eine großzügige 'Reichs st raßenverkehrsordnung in Aussicht gestellt. Er glaube mit der neuen Reichsstraßenverkehrsordnung Wort gehalten zu haben und danke ausdrücklich der Automobilindustrie, daß sie bei der Bearbeitung der technischen Vorschriften so eifrig und verständnisvoll mitgearbeitet habe. Im vergangenen Jahre habe Dr. Schacht die Förderung des Exports als eine vordringliche Aufgabe der auf dem inneren Markt so ungeheuer erstarkten Automobilindustrie ans Herz gelegt. Er glaube, daß auf diesem Gebiet trotz der verworrenen und uns Deutschen nicht günstigen Währungs- Lerhältnisse der Welt Namhaftes geleistet ■worben sei. Die Automobilindustrie habe so viel Ursache, dem Führer und Reichskanzler für seine Förderung dankbar zu sein, daß sie es als vor- nchmfde Pflicht empfinden müsse, allen anderen Industrien ein Beispiel zu geben. Sie selbst werden Sie notwendigen Anstrengungen machen, um mit 2en Preisen ihrer Erzeugnisse so billig zu werden, daß Ihnen eine neue große Käuferschicht zur Verfügung steht, die sich Kraftwagen halten kann, ohne etwa auf Familie verzichten zu müssen. Aber, meine Herren, der entscheidende Faktor liegt mehr noch als im Wagen- 8reis in den Kosten für Betrieb und nterhaltung. Ich werde alles tun, was in meinen Kräften steht, um das Anwachsen dieser Kosten zu verhüten und wenn irgend möglich, eine »Senkung herbeizuführen. Dazu wird es notwendig fein, daß ich mit der Industrie, mit den Steifen- \ Leuten, mit der Mineralölproduktion, mit dem ; Verkehr, mit dem Handel, mit den Garagenbesitzern und mit den Versicherungsgesellschaften in Verbindung trete. Es ist nicht angängig, daß eine Gruppe immer nur die andere auffordert, mit dem Edelmut voranzugehen, sondern alle müssen Zusammenwirken, um das zu erreichen, was wir wollen, nämlich dem Willen Adolf Hitlers gerecht zu werden. Heute, meine Herren, wo ich Sie zu der prachtvollen Ausstellung beglückwünschen kann, fordere ich Sie alle dazu auf, mich in meinen Bestrebungen zur Senkung der Betriebskosten des Kraftwagens nachdrücklich zu unterstützen. Zum Schluß dankte der Minister allen, die an dem Motorisierungserfolge der letzten drei Jahre mitgearbeitet hätten, insbesondere Dr. Schacht für die Sicherung des deutschen Treibstoff- bedarfs, Generalinspektor Dr. Todt, für seine großen Leistungen in Straßenbau und Korpsführer Hühnlein für den ungeheuren Schwung, welchen er in den Sport und die motorbegeifterte Jugend gebracht habe, und beendete seine Ausführungen mit einem Sieg-Heil auf den Führer. EineAusstellungausdemLnternationalen Gemeindekongreß im Juni in Berlin. Kulturschau „Die Deutsche Gemeinde". Berlin, 18. Febr. (DNB.) Der I n t e r n a 11 o- nale Gemeindekongreß, der im Juni unter der Schirmherrschaft des Führers und dem Ehren- vorfitz des Reichsministers des Innern in Berlin und München ftattfinden wird, gibt den deutschen Gemeinden und Gemeindeverbänden die Gelegenheit, ihre Leistung unter Beweis zu stellen. Der Deutsche Gemeindetag wird vom 6. bis 21. Juni die Ausstellung „Die Deutsche Gemeinde veranstalten. In der Ehrenhalle wird das „Denkmal der Selbstverwaltung" zu stehen kommen, das ewige Sinnbild der deutschen Stadt: der steinerne Roland. Der breite Säulen* gang um das Rund der Ehrenhalle wird eine G e- mäldeausstellung „Deutsche Städte und Landschaften" beherbergen. Die Grundtatsachen der S e l b st v e r w a l t u n g werden in der ersten Abteilung ausgestellt: Verfassung und Verwaltung, Größe und Aufgabe, Städtebau und Grünflächen, Verteilung auf Stadt und Land, das Zusammenwirken von Gemeinden und Gemeindeverbänden, Gemeinde und Staat, Beamte und Angestellte, die Gemeinde als Fortsetzung der Familie, die Finanzen als Grundlage der Arbeit, ihr Aufkommen und ihre Verteilung. Eine Darstellung des gemeindlichen Erziehungs- und. Unterrichtswesens folgt. Eine andere Abteilung wird die Pflege der Familie zur Darstellung bringen. Hier werden gezeigt werden: Eheberatungsftellen, Pflege des Familienbewußtseins durch Standesämter, Archive, Beratungsstellen, Förderung der Sippenvereine und Ehrenpatenschaften, Pflege des Sinnes für Familienkultur durch Schutz der Erbhöfe und alter Häuser, Sorge für Frau und Mutter durch ärztliche Beratung, Heime und Anstalten, Hebammenwesen, Fürsorge für ungesunde Wohnverhältnisse. Weiter wird gezeigt, wie der Mensch in der Arbeit und im Existenzkampf von der Gemeinde unterstützt wird, ferner die Tätigkeit der Gemeinde und Gemeindeoerbände für den kranken und arbeitslosen Volksgenossen und für den Menschen in Not überhaupt. Die Wirtschaft als Ausstellungsfaktor wird gleichberechtigt neben der Schau der allgemeinen und kulturellen gemeindlichen Aufgaben stehen, und zwar durch Sichtbarmachung der unlösbaren Gemeinschaftsarbeit von öffentlicher und privater Hand. Die Ausstellung wird die Gemeinde als den Motor zeigen, der unmittelbar ein Heer von Maschinen in ungezählten privaten Betrieben in Gang setzt. Sie wird auf der anderen Seite zeigen, wie die Wirtschaft an der Erschließung der Kraftquellen nicht nur empfangend, sondern auch gebend beteiligt ist. Gegen den politischen Mißbrauch kirchenamtlicher Blätter. Berlin, 18. Febr. (DNB.) Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda hatte bisher auf Grund einer ihm gesetzlich zustehenden Befugnis die katholischen und evangelischen Zeitschriften, die zur Veröffentlichung der kirchenamtlichen Anordnungen und der sonstigen die geistliche Leitung der Gläubigen betreffenden Verfügungen bestimmt sind, von der Anwendung des Schriftleitergesetzes ausgenommen. Leider ist diese Befreiung von einer großen Anzahl kirchenamtlicher Blätter beider Konfessionen dazu mißbraucht worden, um entgegen der vorgenannten ausdrücklichen Einschränkung gleichwohl über politische Dinge zu berichten, politische Stellungnahme zu veröffentlichen, Maßnahmen der Regierung zu glossieren oder zu kritisieren und durch die Art der Veeröffentlichung verächtlich zu machen. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda hat sich daher veranlaßt gesehen, die Reichspressekammer und den Reichsverband der deutschen Presse darauf hinzuweisen, daß die Freistellung von den Vorschriften des Schriftleitergesetzes in Zukunft nur noch für solche kirchlichen Zeitschriften gelten kann, die sich streng an die Bestimmung halten, daß sie nur kirchenamtliche Anordnungen und sonstige kirchliche, die geistliche Leitung der Gläubigen betreffenden Verfügungen wiedergeben dürfen. Zeitschriften, die sich hierauf nicht beschränken, sind als politische Zeitschriften anzusehen und unterliegen den Bestimmungen des Schriftleitergesetzes. Sie dürfen daher nur noch unter Verantwortung eines in die Berufslifte eingetragenen Schriftleiters erscheinen. Ministerpräsident Göring besuchte mit seiner Gattin die Automobil- Ausstellung am Kaiserdamm. — (Presse-Jllustration°Hoffmann-M.) < U ■W MI < MM Vom Empfang bei Reichsminister Dr. Goebbels: Begrüßung zwischen Dr. Goebbels und dem Generaldirektor der Deutschen Reichsbahn Dr. Dorp müHer. — (Presse-Jllustration-Hoffmann-M.) *4 >;v M •’ M D ? W i NX £|B| W W \ i Neuordnung rnporiugal Von unserem (B.)-Berichterstaiter Lissabon, Februar 1936. Wenn die portugiesische Nationalversammlung Rückschau hält auf die im Vorjahre geleistete Arbeit, so wird sie es mit einem Gefühl stolzer Befriedigung tun können. Nicht, weil das verflossene Jahr besonders ereignisreich gewesen wäre oder die portugiesische Regierung einen großen europäischen Erfolg erzielt hätte. Nein, gerade in der ruhigen Entwicklung, im stetigen Aufbau des neuen Staates kann das sicherste Anzeichen dafür erblickt werden, daß das Werk der Nationalregierung von Dauer ist und sich auch weiterhin durchsetzen wird. Portugal hat im vergangenen Jahre Beweise einer internationalen Achtung erhalten, wie sie nur einem Lande beschieden sind, dessen Regierung verantwortungsbewußt und uner- chütterlich die Zügel des Staatsregiments fest in Händen hält. Mehr und mehr beginnt das Interesse Europas für Portugal zu wachsen. Eine Reihe geglückter Maßnahmen seiner Regierung haben das bewirkt und beschleunigt. Das ist zunächst die Stellung Portugals in Genf, wo es sich bemüht, eine vorbildliche Völkerbundspolitik zu betreiben. Es ist gewiß kein Zufall, wenn die portugiesischen Abgeordneten mit Vorliebe zu Präsidenten der Völkerbundsausschüsse gewählt werden, eine Aufgabe, der sie mit außerordentlichem Takt gerecht werden. Dem jetzigen Präsidenten des Achtzehner-Ausschusses, Vasconcellos, ist das von allen Seiten bestätigt worden. Man hat sogar davon gesprochen, Lissabon zum künftigen Tagungsort des Abessinien-Ausschusses zu wählen. Im Sommer vorigen Jahres lud Portugal die führenden Männer des nationalen Schrifttums der einzelnen Länder zu sich, wobei Deutschland durch den Alt-Präsidenten der Reichsschrifttumskammer B l u n ck und Prof. C u r t i u s vertreten war, eine Tagung, die erheblich dazu beigetragen hat, das Ansehen der portugiesischen Geistigkeit im Auslande zu heben. Gemeinsam mit diesen propagandistischen Maßnahmen betreibt Portugal eine Politik der Festigung seiner internationalen Stellung, indem es sich bemüht, die freundschaftlichen Beziehungen zu seinem Nachbarland, Spanien, zu verstärken und zu vertiefen, ein Bemühen, das seinen Ausdruck in der kürzlichen Einladung des Außenministers Dr. Armindo Monteiro, zu einem Ehrenbesuch des spanischen Staates fand. Trotz der Verschiedenartigkeit der innerpolitischen Einstellung und trotz der gelegentlichen Reibungen, insbesondere auf dem Gebiet der Fischerei und des Arbeitsmarktes, besteht ein herzliches Verhältnis zwischen den beiden Ländern. Um auch außenpolitisch einen Schutz für sein Kolonialreich zu erhalten, setzt Portugal eifrig die traditionelle Freundschaftspolitik mit England fort. Außerordentliche Rührigkeit bewies die portugiesische Politik in allen Fragen seiner kolonialen Tätigkeit. Nicht nur bewies es in unzweideutiger Weife feinen festen Willen, mit allen Mitteln fein außerordentlich großes Kolonialreich zu behaupten, sondern es ging sogar zur Offensive über, indem es Ansprüche auf Tanger geltend machte. Dieser zielbewußten Außenpolitik steht eine ebenso feste Innenpolitik gegenüber. Das parlamentarische Unwesen wurde endgültig beiseite gesetzt. An die Stelle des Parlaments trat die Nationalversammlung, ein Einparteien-Par» tarn ent, und ihr beigeordnet die Ständekammer, die im Frühjahr erstmalig zusammenkamen. Es darf allerdings nicht übersehen werden, daß diese Maßnahmen von der Regierung dekretiert wurden, ohne die nötige Aufklärungsarbeit innerhalb der Bevölkerung zu leisten, so daß die Ständekammer vorläufig gewissermaßen noch in der Luft schwebt. Jedoch ist nicht zu leugnen, daß die Bevölkerung der Regierungsarbeit zusehends mehr Vertrauen entgegenbringt, wie dies die Präsidentenwahl, bei welcher der bisherige Staatschef General Carmona mit großer Mehrheit wieder- gewählt wurde, eindeutig beweist. Zum Abschluß dieser Betrachtung muß noch jener Mann erwähnt werden, dem Portugal seinen Aufschwung verdankt: der Ministerpräsident Oliveira Salazar, dieser stille und bescheidene Politiker, der nach außen selten hervortritt und doch die Seele des neuen Portugals ist. Große Aufaaben stehen ihm noch bevor. Nachdem die außenpolitische Stellung Portugals nun als gesichert betrachtet werden kann, dürfte das kommende Jahr im Zeichen der verwaltungstechnischen Reformen und der Sozialpolitik stehen. Auf diesem Gebiet hat Portugal noch außerordentlich viel nachzuholen. Trotz der gefestigten Finanzlage des Staates ist die Armut des Volkes noch erschreckend groß, während andererseits große, im Privatbesitz befindliche Kapitalien brach liegen. Die bisherigen sozialen Maßnahmen stehen nur auf dem Papier, derweil der portugiesische Arbeiter, vor allem der Landarbeiter, ein Hungerdasein fristet. Es ist daher nicht weiter verwunderlich, wenn die im verborgenen betriebene staatsfeindliche Wühlarbeit der marxistisch-kommunistischen Kreise auf einen fruchtbaren Boden fällt. Vor allem ist das auch auf einen Mangel der Regierung an Kontakt mit dem Volks zurückzuführen. Die Propagandatätigkeit des Staates wendet sich lediglich an die intellektuellen Kreise und vergißt die breiten Volksmassen. Portugal versucht, seinen Staat von oben herab zu bauen, indem es zunächst eine autoritäre, vom Militär getragene Regierung mit außen- und wirtschaftspolitisch fester Stellung schuf. Das ist in hervorragender Weise gelungen. Es wird sich freilich erweisen müssen, ob die Regierung es versteht, nun nachträglich auch den Kontakt mit dem eigenen Volk herzustellen. < "Xv Aus dem Schlachtseid von Amba Aradam Die framö! gtrmanismus be Der Abyeordnc erhärte, Deutsch gt oder iber die pen, die südwärts ziehen. Auf dem Schlachtfeld findet man nur sehr vereinzelt die Leichen von Abessiniern. Die meisten sind schon beerdigt oder verbrannt worden. Zuverlässige Ziffern über die Verluste fehlen noch immer auf beiden Seiten. Es hat aber den Anschein, daß die Italiener geringere Verluste erlitten haben, als ursprünglich angenom- Nationale Minderheiten gibt es beinahe in sedem Land. Sinnlos wäre es, ihre EriOenz verneinen zu wollen, wie das z. B. in der Tschechoslowakei ge- schiebt. Die innere Stärke eines Staates wird da« durch nicht gefördert. Anders steht der polnische Mi« Nisterpräsident Koscialkowski zum Minder« beitenproblem. Er hat die Normalisierung der Beziehungen des Polentums zu den übrigen in Polen lebenden Nationalitäten als erstrebenswert in einer vor dem Sejm gehaltenen Rede hingestellt. Er kann sicher sein, unseren Beifall zu finden, denn uns berührt es immer wieder schmerzlich, sehen zu müssen, wie das zahlenmäßig sehr starke Deutschtum auf polnischem Boden behandelt wird. Wenn Koscialkowski an anderer Stelle davon sprach, daß die Städte durch eine weitere Parzellierung des Grundbesitzes entvölkert werden müßten, dann trifft er sich in diesem Punkte mit unserer Siedlunaspolitik. Nur würde der Gegensatz zwischen einem Ausgleich mit den Minderheiten und einer Parzellierungspolitik, wie sie bisher betrieben wurde, unverkennbar sein, wenn die polnische Siedlung auch weiterhin gegen die deutsche Bevölkerung gerichtet sein würde. Da aber Koscialkowski den Frieden mit den Minderheiten als eine der Hauptaufgaben der Regierung hingestellt hat, gehen wir wohl nicht fehl in der Annahme, daß er nicht die Absicht hat, die Parzellierungspolitik in der bisherigen Form fort« zusetzen. PW «![>•;■ j nen müsse. Der Vorsitzende des Verbandes der deutschen Pressevertreter in Paris hat daraufhin zum Ausdruck gebracht, daß die Frage des Grundes der Ausweisung noch keineswegs geklärt fei und daß man sich mit Nachdruck dieser Frage annehmen möge. Oie polnische Agrarreform. Wieder mehr deutscher alsPolnischerBesitz enteignet. Bromberg, 18. Febr. (DNB.) Im amtlichen polnischen Gesetzblatt ist die im Verlauf der Durchführung der polnischen Agrarreform für das Jahr 1936 veröffentliche Namensliste der enteigneten Personen erschienen. Wieder ist in Posen und Pommerellen mehr deutscher Besitz als polnischer enteignet worden. Deutsche Siedler werden für die Parzellierungsaktion allgemein nicht zugelassen, so daß die Agrarreform nur den polnischen Klein besitz stärkt. Die „Deutsche Rundschau" in Polen berechnet den Gesamtverlust, den der deutsche Boden erlitten hat, wie folgt: Allein durch die Agrarreform wurden seit ihrem Beginn bis zur Liste 1935 vom deutschen Besitz 59 999 Hektar und vom polnischen Besitz nur 25186 Hektar erfaßt. Dazu kommt die vorliegende Namensliste für 1936 mit 8 444 Hektar für den deutschen und 7 450 Hektar für den polnischen Besitz. Das bedeutet insgesamt einen Verlust von 6 8 4 4 3 Hektar bei der deutschen Minderheit und von nur 32 636 Hektar bei der polnischen Mehrheit. Der Unterschied wird noch größer, fährt das Blatt fort, wenn man bedenkt, daß auf deutscher Seite zu den Enteianungen durch die Agrarreform noch die Massenenteignungen durch Liquidation, Annullierung und an- dere Formen der Entfernung unerwünschter Eigentümer gekommen sind. Unter den verkleinerten deutschen Gütern befinden sich außer- dem ausgesprochene Musterwirtschaften, die auch jeder sachverständige Pole als solche kennt. Wir seben in der Aararreform, wie sie heute gehandhabt wird, für Polen keinen landwirtschaftlichen, aber auch keinen nationalen Erfolg. der Abessinier abnehme, werde auch durch die Anzeichen eines neuen italienischen Angriffes an der Südfront verstärkt. Unter diesen Umständen müsse die britische Regierung gemeinsam mit den anderen Dölkerbundsstaaten erwägen, welche weiteren Schritte erforderlich seien, um dem „Opfer des Angriffes beizuftehen. Wahrscheinlich werde Außenminister Eden der Sitzung des Achtzehner-Ausschusses persönlich beiwohnen. Sollte der Ausschuß entscheiden, daß eine wirksame Oelsperre gegen Italien n ich t auferlegt werden könne, dann würden sicherlich andere Maßnahmen erwogen werden. Eine neue Vermittlungstätigkeit Englands ’onnne zur Zeit nicht in Frage. Solange die beteiligten angenommen haben Lord Mansfield bezeichnete es als bedauerlich, daß die Franzosen ihre neuerrungene Freundschaft mit Italien gegen herzlichere Beziehungen mit der Sowjetunion vertauschen wollten. Und dies verursache in Deutschland große Mißstimmung. Die Verhängung einer Oelsperre würde nach Ansicht des Redners einen europäischen Krieg heraufbeschwören. Lord Lloyd erklärte, Sir Samuel Hoare sei der erste Staatsmann, der eine Befriedung in Europa herbeizuführen versucht habe. Unterstaatssekretär für auswärtige Angelegenheiten, Lord Stanhope, wies darauf hin, daß im Augenblick weder Italien noch Abessinien um Friedensvorschläge ersucht hätten. Der Dreizehnerausschuß habe erklärt, daß er zur Zeit keine Gelegenheit für eine Regelung sehe. Eine fortgesetzte Unterbreitung von Vorschlägen würde Italien nur ermutigen, fortzuf ähre n in der Hoffnung, bessere Bedingungen zu erhalten. Dies liege nicht im Interesse des Friedens. Dadurch, daß Italien vier Verträge zerrissen habe, habe es sich in eine Lage versetzt, die dem Völkerbund keinen anderen Weg lasse, als Sühnemaßnahmen durchzuführen ober aber sich selbst zu widersprechen. Der wachsende Druck der Sühnemaßnahmen beginne sich auszuwirken. Zweifellos beständen noch gewisse Schlupflöcher, die noch geschlossen werden müßten. Es werde Sache des Völkerbundes sein, zu entscheiden, ob eine Oelsperre wirkungsvoll sein werde oder nicht. Lord Stanhope beschäftigte sich dann mit den Gründen für die Entsendung der britischen Flotte nach dem östlichen Mittelmeer. England sei bedroht worden, es wäre außerordentlich unklug gewesen, wenn England seine Flotte damals in Malta belassen hätte. England habe nicht die geringste Absicht gehabt, eine unabhängige Maßnahme irgendwelcher Art gegen Italien zu treffen. Die Flotte sei in Marsch gesetzt worden, weil man es für ratsam geholten habe, sie auf die italienischen Drohungen hin im Augenblick aus der näheren Umge- b ung Italiens zu entfernen. VeWeuMer Zusammentritt der Sanktionskonserenz. Der nächste Schritt wird von den streitenden Parteien erwartet. London, 19. Febr. (DNB. Funkspr.) „Daily Telegraph" berichtet, daß das englische Kabinett wahrscheinlich vorschlagen werde, den Zusammentritt des Sanktionsausschusses in Genf bereits auf den 2. März anstatt auf den 9. März festzusetzen. Man sei der Ansicht, daß durch die abessinische Niederlage südlich von Makalle eine dringliche Lage entstanden sei, zudem wisse man, daß d i e Nahrungsmittel in Abessinien knapper würden. Der Eindruck, daß die Widerstandskraft Lebhafte Entrüstung in 9erlin. Erste Pressestimmen. Berlin, 19. Febr. (DNB.) Der Schweizer Bundesratsbeschluß, wonach die Landesleitung und die Kreisleitungen der NSDAP, in der Schweiz verboten werden, wird von den Berliner Blättern aufs schärfste mißbilligt. Der „Völkische Beobachter" schreibt u. a.: Mit dem Verbot der Organisation der NSDAP, macht sich Bern die marxistischen Mordargumente zu eigen. Die Schweizer Regierung wird damit zu einem Werkzeug der marxistischen und jüdischen Propaganda gegen Deutschland, deren Behauptung immer darauf hinausgelaufen ist, daß die Anwesenheit von Nationalsozialisten in der Schweiz eine Provokation der Gegner des Nationalsozialismus sei. Der Bundesrat beweist durch sein Verhalten aber auch eine Auffassung von seinen Pflichten, die angesichts des bis jetzt schon angerichteten Unheils unverständlich sein muß. Das Deutsche Reich jedenfalls vertritt die Ansicht, daß es die Aufgabe einer Regierung ist, einem Mörder die Ausführung feiner Tat durch vorbeugende Maßnahmen unmöglich zu machen, nicht aber etwa dadurch, daß man nun sämtliche möglichen Opfer eines Mörders der Freiheit beraubt. Durch eine solche Handlungsweise wäre praktisch allen Gewalttaten Tür und Tor geöffnet. Es dürfte auch der Schweizer Regierung nicht unbekannt sein, daß das Deutsche Reich heute von seinen Angehörigen im In- und Auslande erwartet, daß sie sich in aktivster Weise — und das bedeutet vor allem in der NSDAP, und ihren Organisationen — am Geschehen ihres Volkes beteiligen. In der Schweiz haben bisher alle Fremden das selbstverständliche Recht zu einer solchen Betätigung gehabt solange sie natürlich eine Einmischung in die inneren Verhältnisse der Schweiz vermieden haben. Da es dem Bundesrat nicht möglich sein wird, auch nur den geringsten Beweis für eine solche Einmischung beizubringen, stellt das Verbot also nichts weiter bar als bie Aufhebung b e 5 Rechtes ber Reichs- b e u t f d) e n, bie Pflichten gegenüber ihrem Heimatlande zu erfüllen. Es muß also festgestellt werben, baß bie Schweiz versucht, politischen Einfluß auf bie in ihrem Gebiet wohnenben Reichsbeut- s ch e n zu nehmen, ein Vorgang, der wohl einzig dastehen dürfte. Im „B e r l i n e r L o k a l a n z e i g e r" heißt es: Ein souveräner Staat kann es nicht zulassen, daß eine fremde Regierung deutsche Staatsangehörige von der Ausübung ihrer staatsbürgerlichen Rechte fernhält. Es wird deshalb zunächst zu erwägen fein, ob den Vereinigungen von Schweizern, die in Deutschland bestimmte politische, kulturelle oder ähnliche Ziele verfolgen, noch das Recht zu Zufammenkünften gegeben werden kann. — Die „Berliner B ö r s e n z e i t u n g" erinnert daran, daß noch im Herbst vorigen Jahres ein Mitglied der Schweizer Bundesregierung dem Landesgruppenleiter Wilhelm Guftloff völlige Korrektheit seiner Tätigkeit ausdrücklich bescheinigt und damit natürlich auch das legale Verhalten der Gust- loff unterstellten Organisation öffentlich an- erkannt hat. Wenn jetzt die Schweizer Regierung trotzdem die in ihrem Lande lebenden Reichsdeutschen der Möglichkeit eines legalen Zusammenschlusses beraubt, so ist das mehr als Ungrechtigkeit, es ist eine Vergewaltigung des Rechtes, ein Rechtsbruch. Die Schweizer Regierung weiß, daß im neuen Reich Staat und Partei identisch sind. Sie weiß daher auch, daß der Zusammenschluß der im Auslande lebenden Reichsdeutschen in den dafür vorgesehenen Gliederungen der Partei oder unter Führung dieser Gliederungen nicht nur deutsches Bürgerrecht, sondern auch deutsche Bürgerpflicht ist. An der Ausübung dieser staatsbürgerlichen Pflichten gegenüber ihrer Heimat werden nun die Schweizer Reichsdeutschen durch die Schweizer Regierung gehindert. Das ist ein Affront, den das deutsche Volk mit (Empörung unb (Erbitterung empfin- bet. Das Blatt erklärt, es wäre gerabezu ein Gebot internationaler Gerechtigkeit, wenn nun auch < feigen >n I d tun wie q 5'nitW ” M i«ue ä“tai Keine Medensansfichten nach der Schlacht von Lnderta. Das Oberhaus kritisiert die Politik Edens. - England unternimmt keine weiteren Der mittlungsbemühungen, aber auch keine Initiative in der Oelsperre. im Reiche die politischen und kulturellen Drga« nisationen ber Schweizer Bürger d.leselbe Be. banblung erfahren würben, bie jetzt Den Reichs, deut chen in ber Schweiz zuteil werbe. Die „Deutsche Allgemeine Zeitung' schreibt: Erklärlich, nicht verstänbllch, ist ber Be« schluß vom Dienstag wohl nur aus seltsamen innerpolitischen Vorgängen: Die schweize. rische Linke, beren Presse, offenbar zum Teil vom schlechten Gewissen geplagt, ber fatalen These Vorschub geleistet hat: „Nicht der Mörder, sondern der Ermordete ist schuldig!", hat einen Druck auf ihre Regierung ausgeubt, der den Bundesrat zu einer Desavouierung feiner eigenen Haltung veranlaßte. Die Organe der Linken find soweit gegangen, Deutschland das Recht zu be« freiten, einen gefallenen Kämpfer würdig und angemessen zu bestatten. Und jetzt soll gar dem loten, noch bevor sein Mörder der wohlverdienten Strafe zugeführt worden ist, ein Makel angeheftet werden, der durch nichts gerechtfertigt ist. Deutscher Pressevertreter aus Frankreich ausgewiesen. iA18i firialemj ÄrM 5* 5 l>er, Erstaunlicher Beschluß des Schweizerischen Bundesrats Landesleitung und Kreisleitungen der NSDAP, in der Schweiz verboten. Die verlorene Lhance des Hoare-Plans. ßonbon, 18. Febr. (DNB.) Im Oberhaus fand eine Aussprache über den italienisch - abessinischen Konflikt statt. Der Konservative Lord Phillipmore erwähnte den Hoare-Laval-Plan und erklärte, die Mehrzahl der Mitglieder des Oberhauses sei über die plötzliche Schwenkung der Reglern n g s p o l i t i k b e st ü r z t. Man habe das Empfinden, daß der jetzt eingeschlagene Weg falsch und die frühere Politik richtig sei. Ganz Europa sei heute von einer Hysterie der Furcht ergriffen. Nach seiner Ansicht enthalte der Hoare- Laval-Plan Bedingungen, die für die britische Re- gierung annehmbar gewesen seien und auch Mussolini würdtz sie als Verhandlungsgrundlage schallstab Muluguetas, die bei Aradam von den Italienern erbeutet wurden, im italienischen ; Hauptquartier zu besichtigen. Der italienische Sieg bei Aradam hat Öen Rückzug der Armee des Ras Seyum und des Ras Kassa zur Folge. Am Dienstagabend hat man den Eindruck, daß die militärischen Operationen noch nicht abgeschlossen sind. Die Kriegslage scheint die abessinische Heeresleitung vor schwere Entscheidungen zu stellen. Abessinischer Kriegsbericht. Addis Abeba, 18. Febr. (DNB.) Ras M u - lugheta, der die östlich an Ras Sejum sich anschließende Armee befehligt, berichtet heute, daß am 12. Februar italienische Vorposten bis zu seinen Truppenlagern vorgesto- ß e n seien. Arn 13., 14. und 15. Februar hätten sich größere Kämpfe entwickelt, die sich jedoch ausschließlich auf starke V o r p o st e n a b t e i - langen beschränkt hätten. Die Italiener hätten nur geringen G e l ä n d e g e w i n n erringen, ihr Hauptziel dagegen, die abessinische B e - [agerung von Makalle zu durchbrechen, nicht erreichen können. Die Verluste der Italiener seien bedeutend, während die Abessinier nur 75 Tote und 130 Verwundete hätten. Siegesfeiern in Italien. Rom, 18. Febr. (DNB.) Der Sieg von Amba Aradam wurde am Dienstag in ganz Italien mit reichern Flaggenschmuck und großen Umzügen gefeiert. In Rom sand ein Aufmarsch der Studenten statt. Lange Kolonnen durchzogen, Siegeslieder und Spotfverse auf den Negus singend, die Straßen, um sich abschließend auf der Piazza Venezia zu versammeln und in stürmische Hochrufe auf den Duce auszubrechen. Auf die sich immer wiederholenden Ruse der Menge hin zeigte sich Mussolini zweimal auf dem Balkon seines Regierungs- palaftes. Auch die Presse ist ganz mit Einzelschilderungen über den Verlaus der siegreichen Schlacht gefüllt. Aber Kriegführen kostet Geld. Rom, 18. Febr. (DNB.) Die „Gazetta Uffiziale" veröffentlicht eine Mitteilung über eine beträchtliche Erhöhung der Ausgaben im Hinblick auf die Kriegführung in Ostafrika in Höhe von 1 5 30 Millionen Lire. Davon entfallen 400 Millionen für militärische und zivile Ausgaben in den Kolonien, 80 Millionen für die tägliche Unterstützung der Familienangehörigen der nach Ostafrika (Einberufenen, 500 Millionen auf das Kriegsministerium, 200 auf das Marineministerium und 350 Mllionen auf das Luftfahrtministerium für Maßnahmen zur Anpassung an die gegenwärtige Lage in Ostafrika. Die Schlacht von Enderta wurde in der Hauptsache durch die italienische Artillerie entschieden. Unser Bild zeigt italienische Feldgeschütze südlich von Makalle. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Der Beschluß des Bundesrats, eine üandes- gruppenleitung und Kreisleitungen der NSDAP, in der Schweiz nicht mehr zuzulassen, muß jeden rechtlich Denkenden eigentümlich berühren, weil er gefaßt ist, noch bevor der Mörder Gustloffs seine Strafe erhalten hat. Bundesrat Baumann bat ausdrücklich festgestellt, daß der ermordete Landesleiter sich keinerlei Verletzung des Gastrechts der Schweiz hat zuschulden kommen lassen. Will der Schweizer Bunoesrat durch seinen Beschluß dem meuchlings Ermordeten einen Vorwurf anhängen, den er dem Lebenden nicht hat machen können? Der Beschluß des Bundesrats ist ein schwerer Eingriff in die Rechte, die jeder Fremde in seinem Gastland beanspruchen darf. Die Gruppen der NSDAP, im Auslande sind der durchaus legale Zusammenschluß ber Reichsdeutschen, die den Wunsch haben, in enge Verbindung mit dem neuen Deutschland zu leben. Der Beschluß des Bundesrats sucht diese Verbindung ab- zuschneiden, er hindert damit die in der Schweiz lebenden Reichsdeutschen an der Ausübung ihrer staatsbürgerlichen Pflichten gegenüber ihrem Heimatland, denn die NSDAP, ist Trägerin des deutschen Staates, mit dem die Schweiz diplomatische Beziehungen unterhält. Wenn also die Schweiz versucht, auf die ihr Gastrecht in Anspruch nehmenden Reichsdeutschen politischen Einsluß auszuüben, so kann dagegen nicht entschieden genug Einspruch erhoben werden und es muß wohlerwogen werden, ob nicht Vereinigungen von Schweizern in Deutschland eine gleiche Behandlung zuteil werden müßte. Parteien nicht bereit seien, fid) i eine Beilegung des Streits zu befassen, könne durch neue Vermittlungsangebote nichts sewonnen wer. den. Die ohnehin schon schwierige Lage wurde nur verschlimmert werden, wenn England ^»ne Dienste anböte, die nicht gewünscht wurden und w der ent- , Wieder ist in Ausstandsversuch spanischer Fliegerosfiziere? Madrid, 19 Febr. (DNB. Funkspruch.) Scharfe Kritik am Pakt mit Moskau. Oie französische Rechte fürchtet ungünstigen Einfluß auf das Verhältnis zu Deutschland. Ringens um die friedliche Durchsetzung des Lebensrechtes unseres Volkes, eine immer stärker werdende gleichklingende Grundmelodie des Rechtsgedankens entstehen möge. Der Führer der polnischen Jungjuristenabordnung Referendar D o b e r s k i sprach sich höchst begeistert aus über die Reise. Auf die Frage nach seinen Eindrücken von der Organisation des Rechtslebens in Deutschland erklärte Doberski u. a., daß die Akademie für deutsches Recht seines Wissens die einzige Einrichtung dieser Art in der ganzen Welt darstelle. Eine solche Akademie sei geradezu eine Notwendigkeit in jedem Staate, der sich ernsthaft mit der Neugestaltung seiner Rechtsformen beschäftige. An der gesamten deutschen Rechtsstruktur erkenne man die zielbewußte Tatkraft, mit der an der Reorganisation des deutschen Rechtslebens gearbeitet werde. Bemerkenswert sei der „Enthusiasmus und Patriotismus", mit dem alle Juristen, denen er begegnet sei, ihre Abeit am Recht anpackten. — „Und welches Gesetz des neuen Deutschland halten Sie rein juristisch für besonders bedeutungsvoll?" „Das Gesetz über den Neuaufbau des Reiches, weil es den staatsrechtlichen und tatsächlichen Schlußstein einer jahrhundertelangen Einigungsperiode darstellt!" der Nacht zum Mittwoch liefen Gerüchte um, daß auf den Militärflugplätzen von Cuatro Dientos, Getafe und Alcala, die sämtlich in der Umgebung von Madrid liegen, ein militärischer Aufstandsversuch aufgedeckt und im Keime erstickt worden sei. Mehrer Offiziere seien verhaftet worden. Die Aufstandsbewegung habe das Ziel verfolgt, die Machtübernahme Die Zeitung der bürgerlichen Mitte „A h o r a" sieht für die politische Zukunft Spaniens schwarze Tage voraus. Die Linksbürgerlichen müßten, wie zu erwarten sei, die Staatsführung übernehmen, notwendigerweise im Fahrwasser desMarxis- m u s segeln, da ihnen im anderen Falle das Leben von Sozialdemokraten und Kommunisten, mit denen sie ein Programm vereinbarten, unmöglich gemacht würde. Auch die monarchistische Zeitung „A B C" sieht sorgenvoll in die Zukunft und bezeichnet jene revolutionären Parteien als Sieger, die im Oktober 1934 aus Spanien einen zweiten Sowjet- st a a t hätten machen wollen. Die Sozialdemokraten und die Kommunisten, die Syndikalisten und Anarchisten hätten nunmehr das Wort. Die Linkszeitungen kündigen bereits die sofortige Durchführung ihres Programms an. Dieses sieht bezeichnenderweise an erster Stelle die Freilassung aller politischen Sträflinge und eines großen Teiles der wegen anderer Straftaten Verurteilten vor. Weiter wird die Bestrafung derer gefordert, die bei der Oktober-Revolution nicht „mitmachten", oder die damals sogar den „für ein großes Ideal kämpfenden Arbeitern" mit der Waffe in der Hand entgegengetreten seien. Gibraltar von spanischen Flüchtlingen überfüllt. London, 19. Febr. (DNB. Funkspruch.) Wie Reuter aus Gibraltar meldet, treffen noch immer zahlreiche Flüchtlinge aus Spanien ein. Da die Hotels überfüllt sind, werden sie zum Teil in Privathäusern untergebracht: andere finden in leeren Räumen, die mit Matratzen ausgestattet wurden, notdürftige Unterkunft. Wieder andere müssen in Kraftwagen schlafen. Aus Malaga sind auch Engländer und andere ausländische Besucher nach Gibraltar abgereist. Viele, die in Gibraltar keine Unterkunft mehr finden konnten, fuhren nach Tanger weiter. Unter den in Gibraltar eingetroffenen spanischen Adligen befinden sich der Marquis de los Rios und der Herzog und die Herzogin von Santana. Dem Spanier Jiminez wurde, als er sich noch in Malaga aushielt, mitgeteilt, daß sein Landhaus in Flammen aufgehen werde. Es gelang ihm in aller Eile, einige Koffer zu packen und mit seiner Familie nach Gibraltar zu entkommen. bungen verfolge. Volk und Heer seien seit langem der Regierung Ayala unzufrieden gewesen. Oie Ausscheidungslämpfe im Reichsberufswettkampf. NSG. Am 14. und 15. März gelangen überall im Reich die G a u w e t t k ä m p f e des Reichsberufswettkampfes zur Durchführung, bei denen die besten Teilnehmer des RBWK. innerhalb des Gaues um die Teilnahme an den Schlußkämpfen antreten. Aus organisatorischen Gründen wurde die Zahl der Teilnehmer im Reich auf rund 15 000 Jungen und Mädel beschränkt, von denen auf den Gau Hessen-Nassau 600 entfallen. Am Abend des 13. März ist die Eröffnung in den einzelnen Orten, in denen Gauwettkämpfe stattfinden, im Rahmen eines Kameradschaftsabends vorgesehen. Am Samstag, dem 14. März, werden die praktischen und schriftlichen Arbeiten einschließlich der weltanschaulichen und der hauswirtschaftlichen Prüfung für Mädel durchgeführt. Abends findet ein Gemeinschaftsabend der HI. statt. Auch in diesem Jahr finden im Rahmen der Gauwettkämpfe sportliche Kämpfe statt, für die der Sonntag vorgesehen ist. Am Sonntagnachmittag ist dann der feierliche Abschluß den Aufständischen gebeten, die Führung zu übernehmen. Franco ist bereits im Flugzeug nach Asuncion unterwegs. Er versicherte Pr^se« Vertretern, daß die revolutionäre Erhebung in Pa» raguay eine reine Volksbewegung sei und keineswegs irgendwelche kommunistischen Bestrein der Lage wäre, einen Krieg gegen eine europäische Macht erster Ordnung durchzuhalten. Die russische Arme zähle 930 000 Mann. Sie müsse aber ein Land verteidigen, das 40mal größer als Frankreich sei. Frankreich verfüge nicht über Armeen, die notwendig wären, um einer anderen Macht zu Hilfe zu eilen. Das müsse offen gesagt werden. Wenn der Pakt ratifiziert werden sollte, müßte man sehr bald große finanzielle Opfer ins Auge fassen, um den eingegangenen Verpflichtungen entsprechen zu können. Im Rahmen anderer Pakte könnte man den französisch-sowjetrussischen Beistandspakt verteidigen. Aber so wie er sich heute Darstelle, erscheine er wie eine Drohung gegen Deutschland. Der Berichterstatter Torres warf ein, daß der französisch-sowjetrussische Vertrag Deutschland ausdrücklich offenstehe. Man müsse sich also wundern, das Deutschland, dem man den Frieden anbiete, antworte: „Man kreist uns ein!". Taittinger wünschte, daß man in Frankreich dem Widerhall jenseits des Rheines größere Aufmerksamkeit schenke. Frankreich müsse alles tun, um eine deutsch-französische Annäherung zu erleichtern. Man könne das Land nicht ewig in dem Glauben lassen, daß es morgen einen Krieg zu führen habe. Die Sowjets hätten bereits durchblicken lassen, daß sie vor allem an einen Kreuzzug gegen den Faschismus für den Bolschewismus denken. Der Abgeordnete der Rechten, Henriot, erinnerte daran, daß neben Stalin eine ganze Reihe von französischen Kommunisten in der Leitung der Komintern säßen. Der in Straßburg seinerzeit verhaftete russische Agent E b e r l e i n habe beträchtliche Summen in Frankreich für die kommunistische Arbeit verteilt. Henriot schloß mit der Bemerkung, er und seine Freunde würden erst dann für den sowjetrussisch-französischen Pakt stimmen, wenn „die rote Kanaille" verhaftet wäre. (Stürmische Zurufe bei den Kommunisten.) Die Kammer vertagte die weitere Aussprache auf Donnerstag. Es ist anzunehmen, daß am Donnerstag die Regierung zu den bisherigen Angriffen gegen den Pakt Stellung nehmen wird. polnische lungjunsten in Deutschland zu Gast Empfang bei Reichsminister Or. Frank. ^He« t, -AI ' '"Ml >. i”.‘u J “mäh $ie 'SSt b°r ,*> ■orber Ä ihen'fiS W* Dienten Ä sw Paris, 18. Febr. (DNB.) Die Kammer setzte die Aussprache über die Ratifizierung des französisch-sowjetrussischen Paktes fort. Der rechtsgerichtete Abgeordnete D a l l a t wies darauf hin, daß der Pakt nicht mit den alten Bündnissen verglichen werden könne. Bisher seien Bündnisse immer nur zwischen Ländern abgeschlossen worden, diesmal jedoch verhandele Frankreich nicht mit einem Lande, sondern mit berDritten Internationale. Der militärische Beistand Sowjetrußlands könne nicht verglichen werden mit dem etwaigen Beistand, den Frankreich gegebenenfalls zu leisten hätte. Es würden mindestens 6 Wochen vergehen, bis die sowjetrussische Armee an der russischen Grenze zusammengezogen wäre, und bann müßte sie noch durch vier neutrale Staaten marschieren, um mit der beutschen Armee in Berührung zu gelangen. Der italienisch-abessinische Krieg habe im übrigen bewiesen, baß eine Luftflotte zwar zur Aufklärung eingesetzt werben könne, nie aber feindliches Land besetzen könne Die russischen Flugzeuge müßten viele hundert Kilometer zurücklegen, um Deutschland zu erreichen. Der Vertrag würde einen Streit zwischen dem Panslawismus und dem Pan- germanismus beschleunigen. Der Abgeordnete Marcel H 6 r a u b (Rechte Mitte) erklärte, Deutschland habe nicht Unrecht, wenn es behaupte, daß der französisch - sowjetrussische Pakt mit dem Gei st von Locarno nicht in Einklang gebracht werden könne. Aber hätte man nicht Deutschland gegenüber eine aktivere Politik der Zusammenarbeit treiben sollen, als man es bisher getan habe? (Zwischenruf von H e r r i o t: „Lag der Fehler auf französicher Seite?") Heraud antwortete, daß das Scheitern einer Politik noch kein Grund dafür wäre, daß man sie nicht aufs neue versuchen sollte. Warum sollte man Deutschland gegenüber nicht neue, herzlichere und wärmere Gesten finden, auf die man vielleicht jenseits des Rheines warte? Es fei ein Fehler gewesen, immer an den „Erbfeind" zu denken, nachdem schon so viel Blut von beiden Seiten geflossen sei. Der rechtsgerichtete Abgeordnete Taittinger erklärte, er sei überzeugt, daß Rußland gar nicht Madrid, 19. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die Nachricht von einem geplanten Putsch hat sich wie ein Lauffeuer verbreitet. Man rechnet infolgedessen damit, daß es im Laufe des Tages zu Kundgebungen der Linken kommen wird und erwartet die baldige Machtübernahme durch die Linksrepublikaner, deren Führer zur Vorbereitung ihres Regierungsantritts diesen Zeitpunkt allerdings noch einige Tage hinausschieben möchten. In Madrid bewachten in den frühen Morgenverneine^ ch°'l°«ÄL ^siernnS ’ en M * K ftort I- (il linse« * ' b'5 h , ("•' “ Ü' stunden starke bewaffnete Polneiabteilungen das Stadtinnere. Der sozialdemokratische Gewerkschaftsverband trifft Maßnahmen gegen eine möglicherweise zu erwartende militärische Aufstandsbewegung. Sämtliche Kraftdroschken Madrids wurden nach dem „Haus des Volkes" berufen, und erhielten Befehl, sich alarmbereit zu halten, um gegebenenfalls die Mitglieder der marxistischen Miliz nach etwaigen Unruhepunkten zu befördern. Die Milizen der marxistischen Jugend haben Anweisung erhalten, sich bereit zu halten. Man nimmt an, daß heute Kundgebungender Arbeiterschaft stattfinden werden, um eine möglichst schnelle Machtübernahme durch die Linke zu erzwingen. Der Generaldirektor der Polizei gab sämtlichen Polizeikommissaren den Befehl zu e r - höhter Alarmbereitschaft. Die Gewerkschaften in Saragossa, über das die spanische Regierung in Anbetracht der feindlichen Haltung Der Arbeiterschaft Kriegszu - ftanb verhängt hat, erklärten den Generalstreik. Der sozialdemokratische Arbeiterverband UGT. sowie der syndikalistische ENT. organisierten eine Kundgebung, um die sofortige Freilassung sämtlicher Strafgefangener zu verlangen. Die Polizei löste den Demonstrationszug auf. Sie wurde von den Dächern aus beschossen. Die Polizei machte ihrerseits von der Waffe Gebrauch. Eine Person wurde bei der Schießerei getötet, zwei schwer und mehrere leicht verletzt. Sturz der Regierung in Paraguay Oberst Franco übernimmt die Führung. Asuncion, 18. Febr. (DNB.) Die in Paraguay ausgebrochene Militärreoolte unter Führung des Obersten Smith hat zum Sturz der Regierung geführt. Im Laufe der Nacht zum Dienstag find die regierungstreuen Truppen z u den Revolutionären übergegangen. Der Präsident der Republik, Ayala, und der Oberbefehlshaber der Armee, General Eftigar- r i b i a , find geflüchtet. Außenminister Dr. R i a r t wurde von den Aufständischen v e r h a f - t e t. Die aufständischen Truppen sind am Dienstagabend völligHerrenderLage. Sie haben den öffentlichen Dienst in ihrer Hand. Staatspräsident Ayala, der sich an Bord des Kanonenbootes „Paraguay" aufhält, hat feinen Rücktritt erklärt. Die Aufständischen haben die Bürgschaft für das Leben und die Freiheit Ayalas übernommen. Der Oberbefehlshaber der Armee, General E ft i g a r r i b i a, ist in Concepcion verhaftet worden. Nach einer Mitteilung der Führer der Aufstandsbewegung herrscht im ganzen Lande wieder Ruhe. Oberst Rafael Franco, der vor zwei Wochen von der Regierung verbannt wurde und sich seither in Buenos Aires aufhielt, wurde von NSG. Die in München vom Stellvertreter des Führers geweihte Gaufahne des NSD. - Studentenbundes wird Mittwoch, den 19. Februar 1936, 11 Uhr, in der Aula der Johann- Wolfgang-Goethe-Universität übergeben. Die Feier erhält ihre besondere Note durch die Anwesenheit des Gauleiters und Reichsstatthalters in Hessen Sprenger und des Stabsleiters der Reichs- ftudentenbundsführung W a l ch e r, der der erste Gaustudentenbundsführer Hessen-Nassaus war. Neuer Stabsleiter der Hitlerjugend-Gebietsführung. NSG. Mit Wirkung vom 10. Februar 1936 hat der Gebietsführer Potthoff den Leiter der Gebietsführerschule „Christian Crößmann" Bannführer Dillemuth mit der kommissarischen Stabs- leitung des Gebietes 13 Hessen- Nassau beauftragt. Der seitherige Stabsleiter, Bannführer Piltz, ist auf eigenen Wunsch aus seinem Amt geschieden, um sich dem A r - b e i t s b i e n ft zur Verfügung zu stellen. Bannführer Dillemuth stand in der Kampfzeit in den Reihen der oberhessischen SS., führte 1933 den Bann 244 (Vogelsberg) der Hitler-Jugend, 1934/35 den Bann 249 (Odenwald) und war einer der verantwortlichen Organisatoren der großen Deutschlandfahrt, die im Anschluß an das Deutschlandlager im vergangenen Sommer 1500 auslandsdeutsche Jungen durch die Gaue des Reiches führte. — Der Stabsleiter hat feine Arbeit, ber, er, zusammen mit der Leitung der Gebietsführerschule, seine ganze Kraft widmen wird, bereits ausgenommen. Eine HI.-Lagermiihe. Wie der Reichsjugendpressedienst mitteilt, wird für die HI. eine schirmlose Lagermütze in der Form des DJ.-Schiffchens eingeführt. Sie besteht aus braunem Hemdenstoff und trägt vorn auf dem Umschlag das HJ.-Abzeichen aus Metall und darüber ein gesticktes Hoheitsabzeichen. Die farbige Biese ist für alle Einheiten hochrot. Diese Mütze darf nur innerhalb geschlossener Lager und innerhalb von Jugendherbergen getragen werden. Das Tragen zu anderem Dienst, gleichgültig, ob in der Oeffentlichkeit oder in geschlossenen Räumen ist verboten. Gleichzeitig wird eine Führermütze für das Deutsche Jungvolk eingeführt. Die DJ.-Führermütze entspricht in der Form genau der DJ.-Winterdienstmütze und HJ.-Schimütze. Zur Kennzeichnung wird jedoch bei den DJ.-Führer- mützen an der oberen Kante des Mützenbodens und der unteren Kante der herunterziehbaren Klappe eine 2,5 bis 3 Millimeter breite Aluminiumpaspel eingearbeitet. Die Mütze wird von allen Jungvolkführern vom Jungbannführer an aufwärts in Gebietsstäben getragen. Kleine politische Nachrichten. In Bad Freienwalde begann eine Reichstagung ber NSG. „Kraft burch F r e u b e", bie bis zum 23. Februar bie Gauwarte, Gaukasfen- warte unb bie Referenten für bas Veranstaltungswesen zusammenführt. In einer schlichten Feier- stunbe erftanb aus Kapiteln zeitgenössischer Bücher ber Kampf um bas Reich von 1918 bis 1933. Die liefen 'N; y* ij.it ,6er omltidjen IW und auf, ber deutsch,, .«« ouslänli. JMwNui,. dm fron. . en- um eine | wr ablaulent ■ ufjarb zu er. i) nicht er. ilnluß für bii ‘ite: „Meines Nachteil!. 5 ™ P betannl i*K Don ben ' Rom aus. himn ist, bafi Gelegenheit be> gung beutfdjer >e. gegen bjefes >en gegenüber hafteten Kolle. löas iß die Ursache die (MiAgepvägt'gufe Qualität @ das grosse Formdi utscherBe« inet worben, r bie Parze!' zugelassen, polnischen ; he Rundschau lüft, den der \ f: Allein durch j Beginn bis M ' । 99 Hektar un s | rüste iw * I «6 7 450 Sieb I bedeutet in«' M Hektar eit und von n Mehrheit. ,r fährt das auf deutscher bie Agrar- iqnungen n und .rwunsch* Unter den n sich •*£ lasten.^ wtennL S heute/. )tsch»chen. Tagung wurde mit einer Rede des Reichsamtsleiters Dreßler-Andreß fortgesetzt. ♦ Der litauische Staatspräsident hat von den 72 verurteilten Memelländern aus dem großen Kownoer Prozeß, die anläßlich der litauischen Unabhängigkeitsfeier Gnadengesuche eingereicht hatten, folgende drei Verurteilte begnadigt: Herbert Metzler (4 Jahre Zuchthaus), Lehrer Ga- vehn (4 Jahre Zuchthaus) und den Jugendlichen Mitzkat (IV» Jahre Zuchthaus). Das Kriegsgericht hat ferner die Begnadigung von drei weiteren Verurteilten, die wegen ihres Gesundheitszustandes nicht mehr haftfähig sind, befürwortet. Die Gnadengesuche der Uebrigen sind nicht befürwortet worden. ♦ Staatssekretär Suvich traf in Begleitung seiner Gattin sowie seines Kabinettschefs auf dem Bahnhof Santa Maria Rovella bei Floren z ein. Zu seinem Empfang hatten sich der österreichische Außenminister Berger-Waldenegg und der österreichische Botschafter in Rom eingefunden. ♦ Die Ernennung des englischen Generalmajors Reil Malcolm zum einstweiligen Flüchtlingskommissar des Völkerbundes wird vom Völkerbundssekretariat bekanntgegeben: Malcolm ist der Nachfolger des Ende vorigen Jahres zurückgetretenen Kommissars Macdonald. * In Bukarest wurde ein Handels - und Zahlungsabkommen zwischen Rumänien und Sowjetrußland unterzeichnet. Es sieht ein völliges Gleichgewicht im Warenverkehr der beiden Länder auf Grund der Meistbegünstigung vor. Die seit fast zwei Jahrzehnten unterbrochenen Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern werden damit wieder ausgenommen. ♦ Der Unterstaatssekretär für die Dominions teilte im Unterhaus mit, daß zwischen Großbri- tnnien und Irland ein Wirtschaftsabkommen zustandegekommen ist. Nach dem Inhalt dieses Abkommens kann der irisch-englische Handelskrieg als so gut wie beendet angesehen werden. Montagnachmittag sind die englisch-französischen Besprechungen über eine Anleihe in Höhe von 40 Millionen Pfund Sterling zu einem Zinssatz von 3 v. H. und mit einer Laufzeit von 9 Monaten zum Abschluß gelangt. * Die drei wegen Mittäterschaft an der Ermordung König Alexanders und des Außenministers Barthou verurteilten Kroaten haben nach Beratung mit ihren Verteidigern beschlossen, keine Berufung gegen das Urteil des Schwurgerichtes einzulegen. „Evening News" berichten über den angeblichen Erfolg einer Bombenmaschine „Britain First", die auf Veranlassung von Lord Rothermere gebaut worden sei. Die Maschine entwickelte 4 0 0 Kilometer Stundengeschwindigkeit bei voller Belastung und sei auf Grund der letzten Erfahrungen für den Kontinent gebaut Der Erfolg der Maschine sei so groß, daß das Luftfahrtministerium 200 Stück des Flugzeuges bestellt habe. Oie Gachverständigen-Gutachten im Seefeld-Prozeß. In der Reihe der Sachverständigen erstattete im Mordprozeß Seefeld Medizinalrat Dr. P f r e i m b t e r (Schwerin) sein Gutachten über die Todesursachen, die möglicherweise bei den 12 Knaben, deren Ermordung Seefeld zur Last gelegt wird, in Frage kommen könnten. Der Sachverständige kam zu dem Schluß, daß die Befunde an den Aus aller Welt. Kunst und Wissenschaft. Professor Rudolf Stammlers 80. Geburtstag. Am 19. Februar begeht der namhafte deutsche Rechtslehrer Professor Dr. Rudolf Stammler in Wernigerode am Harz seinen 8 0. Geburts - t a g. Prof Stammler ist gebürtig aus Alsfeld in Oberhessen, wurde 1882 Professor in Marburg, 1884 in Gießen, 1885 in Halle und lehrte von 1916 bis 1921 in Berlin. Aus seinem großangelegten, rechtsphilosophischen Lebenswerk seien hier nur genannt: „Die Lehre vom richtigen Recht", die „Theorie der Rechtswissenschaft", das „Lehrbuch der Rechtsphilosophie" und „Der Richter". — Zu seinem 80. Geburtstage erscheint, herausgegeben von C. A. E m g e, im Auftrage der Internationalen Vereinigung für Rechts- und Staatsphilosophie eine „Rudolf-Stammler-Festschrift". Die Kältewelle von Amerika wandert nach Osten. Die Kältewelle bewegt sich vom mittleren Westen auf die Atlantikküste und nach dem Süden zu. Die Stadt Little Falls (Minnesota) meldet 43 Grad Celsius unter Null. Das ist die niedrigste Temperatur, die seit 50 Jahren in dieser Gegend gemessen wurde. Sturm und Nebel legten die Schiffahrt an der Küste von Neuengland lahm. Fünf Schiffe liefen an der Küste von Massachusetts auf. Ein Küstenwachtschiff rettete die 21 Mann starke Besatzung eines Fischerschoners, der gestrandet war. Die Schiffbrüchigen waren die ganze Nacht über in ihren Rettungsbooten auf dem Meer umhergetrieben. Lawinenunglück im Staate Colorado. Ein schweres Lawinenunglück ereignete sich im Gebiete des Rio Mancos im Staate Colorado. Eine große Lawine ging über eine teilweise verlassene Goldgräbersiedlung hinweg, die in 3600 Meter Höhe an einem Steilhang angelegt war. Mehrere Häuser wurden von den Schneemassen in die 500 Meter tiefe Schlucht des Flusses gerissen. Die genaue Zahl der Toten und Verwunde- t e n steht noch nicht fest. Bisher wurden 6 Todesopfer geborgen. 11 Verletzte suchten auf einem Felsblock Zuflucht, der jedoch durch die Lawine so gelockert wurde, daß Absturzgefahr besteht. Drei Kinder im Eise eingebrochen und ertrunken. Von einem furchtbaren Unglück, das sich in Fries- hcim bei Straubing zugetragen und drei junge Menschenleben gefordert hat, berichtet das „Straubinger Tagblatt". Im Altwasser beim Eingang zu dem Dorf Friesheim tummelten sich drei Knaben namens Seidl, Neumeier und V 0 ch t auf dem Eise. Die Kinder brachen ein und versanken im Wasser, ohne daß jemand Zeuge des Unglücks gewesen wäre. Erst als man auf dem Eise die Kindermützen liegen sah, wurde man auf das Unglück aufmerksam. Es wurde sofort die Suche nach den Kindern ausgenommen. Die drei Knaben tonnten zwar geborgen werden, doch blieben die sofort angeftellten Wiederbelebungsversuche ohne Erfolg. Die drei Kinder wären im nächsten Monat zur Schule gekommen. Der Mord an dem Münchner Maler Herpfer. Die Aufklärung des Mordes an dem Münchener Kunstmaler Herpfer ist ein erhebliches Stück vorwärts gekommen. Wie die Polizeidirektion München mitteilt, wurde unter dem dringenden Verdacht des Mordes bereits am Tage nach der Tat in der Nähe von Bayreuth der 21jährige Sohn des Ermordeten, Stefan Herpfer, festgenommen. Es steht fest, daß er in der Mordnacht sich in München aufgehalten hat. Seine Reise nach München versilchte er dadurch zu verheimlichen, daß er von zu Hause in den Sonntagskleidern abfuhr, aber sich noch am gleichen Tage Kleidungstücke in verschiedenen Geschäften Bayreuths kaufte. Auf die Fahrt nach München nahm er eine geladene Pistole und Munition mit. An dem auf die Mordnacht folgenden Tage stahl er in München ein Herrenfahrrad, mit dem er über Regensburg nach Hemau (25 Kilometer westlich von Regensburg) fuhr. Herpfer redet sich damit heraus, er habe die große Reise nur unternommen, um sich mit einem Mädchen namens Margarete zu treffen. Dieses Mädchen wird gesucht. Nähere Personalangaben über sie waren noch nicht zu ermitteln. Raubmörder zum Tode veruteill Das Schwurgericht Koburg verurteilte den 23 Jahre alten Wilhelm Schroeder aus Stroeßen- dorf wegen Mordes in Tateinheit mit schwerem Raub zum Tode und zur Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit. Schroeder hatte in der Nacht zum 12. Januar d. I. dem Andreas Hartmann, mit dem er gemeinsam ein Zimmer bewohnte, einen Schuß in den Kopf beigebracht und ihn seiner Ersparnisse in Höhe von etwas über 20 Mark beraubt. Hartmann ist an den Folgen der Schußverletzung gestorben. Gangstermord in Chikago. Der frühere Helfershelfer Al Capones, M c - G u r n , mit dem Spitznamen „Maschinengewehr- Jack", wurde auf einer Kegelbahn im Nordwest- viertel Chikagos von Mitgliedern einer feindlichen Gangsterbande an die Wand gestellt und erschossen. MacGurn war einer der berüchtigsten Mitglieder der Derbrecherbande Al Capones. Sein Schicksal ereilte ihn am 7. Jahrestag des blutigen Kampfes zwischen der Bande Al Capones und der Moran-Bande. McGurn hatte damals mit einem Maschinengewehr sieben Mitglieder der Moran- Bande niedergeschossen. Riesenbrand in einem Filmatelier in Valparaiso. In Valparaiso (Chile) entstand in einem großen Gebäude, in dem sich die Räumlichkeiten einer italienisch-chilenischen Filmgesellschaft befanden, wahrscheinlich infolge von Selbstentzündung von Filmstreifen ein Brand, der in kurzer Zeit riesigen Umfang annahm und das ganze Gebäude in Asche legte. Die genaue Zahl der Todesopfer ist noch nicht festgestellt. Man befürchtet, daß es über 30 fein werden. Zahlreiche Personen wurden außerdem verletzt. Der Leiter der Landesanstalt für Chemie, Prof. Dr. Brüning (Berlin), kam zu dem Schluß, daß eine Vergiftung der Knaben nicht bewiesen und nicht anzunehmen sei und lehnte auch einen Blausäuretod ab. Nach Ansicht des psychiatrischen Sachverständigen, Obermedizinalrats Dr. Fischer, liegt bei Seefeld eine gewisse erbliche Belastung vor, aber nicht in dem Ausmaß, wie er das behauptet hat. Auch Schwachsinn besteht nicht; Seefeld ist zwar ein gefühlskalter, asozialer Psychopath. Geisteskrankheit oder Geistesschwäche liegen aber nicht vor, auch keine Anhaltspunkte für das Vorkommen von Bewußtseinsstörungen. Der Sachverständige verneinte auch das Vorliegen einer verminderten Zurechnungsfähigkeit. Leichen nicht eindeutig seien, daß m der Verhandlung sich nichts Greifbares für brutale Gewal^ anwendung Seefelds habe finden lassen, was auch dem Grundzug seines Wesens, seiner ausgesprochenen Feigheit, widersprechen würde. Nachgewiesen sei, daß Seefeld viel von rasch tödlich wirkenden Giften gesprochen habe, durch die man ruhig einschlafe. Aus alledem gewinne diese Tötungsart, die feigste Form des Mordes, eine recht hohe Wahrscheinlichkeit. Immerhin bleibe es eine Annahme, und das Rätsel um das Seefeld-Gift bleibe ungelöst. Eine sichere Entscheidung sei deshalb nicht möglich, weil ein Beweis für Tod durch gasförmige Blausäure nur durch chemischen Nachweis dieser Blausäure erbracht werden könne. Großer konzerlerfolg Edwin Fischers in Rom. Auf einer Konzertreise durch Italien konnte der große deutsche Pianist Edwin Fischer in Rom einen Triumph feiern. Im ausverkauften Saal der „Academia Santa Cecilia“ brachte er Werke von Bach Beethoven, Händel und Brahms zu Gehör. Die Zuhörerschaft spendete Fischer starken Beifall. Die italienische Presse zollt dem deutschen Pianisten ungeteilte Anerkennung und gibt eingehende Würdigungen seines Konzerterfolges. Nach einem Konzert in Florenz wird Fischer nochmals nach Rom zurückkehren. Prof. Havemanns Ausscheiden aus der Reichsmusikkammer. Von zuständiger Stelle wird auf Anfrage darauf hingewiesen, daß die Gründe, die zum Ausscheiden des Professors Gustav H ave mann aus seinen Funktionen in der Reichsmusikkam- mer führten, in keiner Weise ehrenrühriger, sondern rein sachlicher Art waren. Uraufführung des Ranga-Parbal-Films. Der Nanga-Parbat-Film hat in München feine Welturaufführung erlebt. Sie war als Abschluß der IV. Olympischen Winterspiele gedacht als Bildbericht vom Heldenkampf, deutscher Bergsteiger um einen der Achttausender des Erdballes. Der hohen Bedeutung der Pioniertat ist der Film gerecht geworden. Der Ruhm gebührt zuvörderst Fritz Bechtold, der die Aufnahmen gemacht hat, und seinem Mitarbeiter Peter Müll- ritt er. Aufnahmen von großer Eindruckskraft lassen alle Etappen des Aufstiegs, Leid und Freud und Hoffnung der Expeditionsteilnehmer miterleben. Daneben gewinnt man Einblicke in das Arbeitsgebiet der wissenschaftlichen Gruppe. Wetterbericht des Reichswekkerdiensics. Ausgabeork Frankfurt. Mit der verstärkten Zufuhr subtropischer Meeresluft kam es auch in unserem Gebiet in der vergangenen Nacht zu verbreiteten und recht erheblichen Regenfällen. Gleichzeitig hat sich aber auch das nordrussische Hochdruckgebiet weiter verstärkt, so daß es der aus ihm ausfließenden kalten Luft gelang, in den östlichen Gebietsteilen Deutschlands weitere Fortschritte zu erzielen. Von der Rückseite des zur Zeit über Nordengland liegenden Tiefdruckwirbels bringt unter Druckanstieg kalte Meeresluft nach, die vor allem in der Höhe starke Abkühlung im Gefolge haben wird. Der Witterungscharakter bleibt dabei noch unbeständig, aber nicht durchweg unfreundlich. • Aussichten für Donnerstag: Teilweise nebelig, sonst wolkig und gelegentlich auch aufheiternd, nur einzelne Niederschläge, in den Niederungen mild, im Gebirge beginnende Abkühlung, Winde aus südlicher Richtung. Aussichten für Freitag: Voraussichtlich weitere Abkühlung und Beruhigung aber nicht durchaus beständig. Lufttemperaturen am 18. Februar: mittags 7,9 Grad Celsius, abends 5,2 Grad; am 19. Februar: morgens 4,3 Grad. Maximum 8,3 Grad, Minimum heute nacht 3,9 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 18. Februar: 0 Grad; am 19. Februar: morgens 0,1 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 0,2 Stunden. — Niederschläge 6,4 mm. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumfchein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D.A. 1.36: 11000. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch-und Steindruckerei R. Lange,K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Für das liebevolle Gedenken beim Im Namen der Hinterbliebenen Wilhelm Gutermuth und Frau Tilli, geb. Hogrebe. Großen-Linden bei Gießen, im Februar 1936. ver- 1049 V 972D Vermietungen114-Z-Wnhnnnni1 Ammer llWiges.laiMesMWn ‘ 1 Kiirüe, Speise- das perfekt kocht, zur selbst. Führ. ; P 7 Ulnhnn "stt Bad kammcr, elektr. ein. vornehm.-Haushalts (3 Pers.) fanimcr elektr. 8idÄ in bei zum 1. Avril zu der Landes-Heil- und Pflegeanstatt Gießen. (Stellenangebote Viktoria-Drogerie per sofort gesucht. Morgenhilfe vorhanden. 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März ge- sucht-Borstellung und Zeugnisse erbeten. »759 Frankl.Schmidt Altenseldsweg25 ranöesOeiP nnö ^negeanftait (9ieBen Die Lieferung des Bedarfs an 1. Fleisch-, Wurst- und Fettwaren, 2. Backwaren, 3. Milch, Butter, Käse, 4. an sonstigen Verzehrungsgegenständen (Del, Essig, Zucker, Reis, Erbsen, Linsen, Bohnen, Margarine, Mischkaffee usw.), 5. an Verbrauchsgegenständen (Reinigunasmaterial wie Seifenflocken, Kernseife, Soda, Putzmittel, EefenSicBflffiet aus der i03gv Leihbücherei A.tVagrrev Sonnenstraße 14 gungen anzuerkennen. Eröffnung der Angebote 10 Uhr. Zuschlagsfrist bis zum 20. März 1936. Gießen, den 14. Februar 1936. Direktion Schöne 4-5-Zimm.-Wohn. m. Bad, Balkon, Zentralli., ruhige Lage,Nähe Klinik zum 1.4.3. Denn. Schr. Ang. unter 0763 a. d. Gieß. AnzAg. erbeten. MWWel mit Kochgelegenheit -.vermieten. Zu erfrag, in der Geschäftsstelle d. Gß. An;. [1061D (Verschiedenes | iannen-§ AumMotz abzugeb. 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Gegenwärtig sind Abschlußschleifen am Hals große Mode, man arbeitet sie aus Seide, Spitzen oder Samt in schwarz und farbig, sogar gemusterte Schleifen werden getragen, dazu sind die verschiedenen Reste wie geschaffen, denn es bleibt nie bei einer Schleife, man garniert die Blusen und Kleider gern immer wieder anders, und jede Schleife ergibt ein anderes modisches Bild. Auch Lederreste, z. B. weiße Lederhandschuhe, die ausgesondert wurden, kann man umarbeiten, wenn man geschickt ist. Man macht aus ihnen die hübschen Blätter, Sterne und Herzen an feinen Seidenfchnüren, als Abschluß für Kleiderund Blusenkragen. Aus veralteten hellen Waschblusen schneidert man feine Untertaillen, die immer gebraucht werden, und die vielen Samt- und Seidenbänder, die in jedem Haushalt übrig bleiben, finden schließlich, wenn sie zu nichts anderem mehr taugen, zum Beziehen der Kleiderbügel eine endgültige Verwertung. Sehr praktisch sind die Dreiecke und Reifen zum Aushängen der Strümpfe, man stellt sie selber her und umwickelt sie mit bunten Samt- und Seidenbändern, auch farbige Wollreste kommen hier gut zur Geltung. Zusammengesetzte Kissen sind immer beliebt, waschecht oder nicht, aber man muß sich entscheiden und keinerlei Zusammenstellungen wählen, entweder Waschstoffe oder andere, sonst geht es gegen den guten Geschmack und ist noch außerdem unpraktisch. Besuchstaschen werden aus Samt- und Seidenresten zusammengesetzt. Hier kann man auch Gold- und Silberspitzen mit verwenden, sowie Stickereireste verschiedener Art. Bücher brauchen einen Schutzdeckel, und die moderne Buchhülle aus Chinz oder einem anderen modernen Stoff ist bald entstanden. Immer wieder neues fällt uns ein: der Taschentuch- bebälter, der Kragenbeutel, zu dem verschiedenfarbige Lederreste verwendet werden können. Die neue Mode, die die Verschiedenheit der Materialien liebt, macht es uns leicht, allerlei Reste aufzubrauchen, wenn sie nur mit sicherem Geschmack zusammengestellt sind. Hausfrau und Vorratswirtschafl. Mithilfe in der Erzeugungöfchlacht Auf der Schulungstagung, die Reichsnährstand und NS.-Frauenschaft gemeinsam in Berlin abhielten, sprach Reichsernährungsminister und Reichs- bauernführer Darre vor den Abteilungsleiterinnen und den Gauamtsleiterinnen beider Organisationen sowie den Landesstellenleiterinnen des Frauenarbeitsdienstes über „vernünftige Vorratswirtschaft" der Hausfrauen als eine der besten Unterstützungsmaßnahmen der Erzeugungsschlacht. Diese Vorratswirtschaft ist in den letzten Jahren bei den Hausfrauen, vor allem den städtischen, sehr in Vergessenheit geraten. Man glaubte, Vorsorge nicht notig zu haben, weil ja „immer alles da" sei. So kommt es, daß jetzt, da sich Deutschland auf seine Nahrungsfreiheit umstellt und gelegentlich nicht „alles da" ist, die Hausfrau manchmal etwas ratlos ist, wie sie sich einzurichten hat. Sie hat ver gessen, daß Mutter Erde ihre Gaben nicht in gleichmäßiger Menge spendet: Zu Zeiten ist auf dem Markt eine Ueberfülle bestimmter Nahrungsmittel (Gemüse, Obst) zu treffen, zu anderen sind sie knapp vorhanden. Auf diese Tatsache hat die Hausfrau in erster Linie Rücksicht zu nehmen. Ist ein Gemüse, eine Obstsorte reichlich vorhanden, dann gilt es, sie durch Aufnahme und Konservierung vor dem Verderben zu schützen, während eine etwa vorhandene Knappheit nicht noch dadurch verschärft werden darf, daß man gerade diese Lebensmittel zur Vorratswirtschaft aufkauft. Anpassung an die M a r k t v e r h ä l t n i s s e ist die Voraussetzung einer vernünftigen Vorratswirtschaft. Auch Haushalte, die nicht über teure Einmachapparate verfügen, können Vorratswirtschaft treiben, wenn sie sich der guten alten Methoden früherer Generationen erinnern und sie anwenden. So lassen sich z. B. Schnittbohnen und verschiedenes Obst: Kirschen, Heidelbeeren, Stachelbeeren roh einmachen, d. h. in Flaschen füllen und in Salz- bzw. gesüßtem Wasser konservieren. Eine andere Art der Frischhaltung ohne große Kosten ist das Topf-Einlegen: Gurkentöpfe, Pflaumentöpfe und Rumtöpfe erfreuten sich früher großer Beliebtheit. Von der „Z u ck e r s p a r k a s s e" kann nie genug gesagt werden, mit deren Hilfe die Hausfrau selbst einer reichen Obsternte gewachsen ist: jedes Glas Marmelade usw., das leer geworden ist, füllt sie mit Zucker und hat im Sommer und Herbst, wenn das Obst erscheint, nicht die erhebliche Ausgabe, die ein Zuckereinkauf im großen für ihre Kasse bedeuten würde Auch der „Drei-Fett-Topf" gehört in das Kapitel der Vorratswirtschaft, weil durch ihn sonst nicht gekaufte Fettarten verwendet und mit einem solchen Fettopf sehr sparsam gewirtschaftet werden kann. Er setzt sich zusammen aus Rinder-, Hammel- oder Kalbsfett, das mit Schweinefett (Liesen oder Rücken) und Butter, wenn möglich zu gleichen Teilen, ausgelassen wird. Eine Zwiebel, ein Apfel und etwas Majoran, die mitgebraten werden, geben besonderen Wohlgeschmack. Dieses Fett spritzt nicht und hält sich, wenn sorgfältig ausgelassen, d. h. bis alles Wasser verdampft ist, monatelang ohne ranzig zu werden. Sie deutschen Hausfrauen sind zur Mitarbeit an den Aufgaben der Ernährungswirtschaft aufgerufen. Sie' werden sich dem Rufe nicht entziehen, wenn nur die Wege gefunden werden, die nötige Aufklärungsarbeit an sie heranzutragen. S.-H. Frühlingsstoff, denn er sieht leicht und hell aus — und ist doch wärmend, wenn sich die Frühlingssonne einmal hinter Wolken verstecken will. Die Mäntel haben wohl die größte Wandlung durchgemacht. Sie sind viel kürzer, dafür aber weiter geworden. Fast alle Mäntel sind nur dreiviertellang, hängen in gerader Linie herunter und sind mit einer Passe gearbeitet. Helle Wollstoffe, Covercoats, ein neuartiger Wollflanell wird allen gefallen! Was erzählt man sich von den neuen Hüten? Man sieht ganz große, breitrandige Strohhüte, grob geflochten mit einem flachen Kopf. Dann wieder Schuten, die an die Biedermeierzeit erinnern. Auch Matroienbüte, wie wir sie als Kinder trugen. werden gezeigt und Formen, die wie ein umge- stülpter Napfkuchen aussehen. Vor allen Dingen hat man aber auch dafür gesorgt, daß es schlichte, anspruchslose Formen gibt, die zu jedem Gesicht passen, und die über der zeitlich begrenzten Mode stehen. Blumen und Blüten als Sommerboten! Man findet« sie überall, an den Kleidern, den Hüten, am Mantel und selbst aus Gummi am Regencape! Optimistisch und fröhlich ist die Frühlings- und Sommermode 1936! Deutsche Modelle werden auch in größerem Maß ins Ausland gehen, denn die deutsche Mode kann heute mit jeder ausländischen konkurrieren! ^Las sollen wir tragen? PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS sr s'-'a Frühlingsmoden 1936 Von Dagmar Köhler In Garmisch-Partenkirchen triumphierte das bayerische „Hüatl" mit der grünen Kordel und dem lustigen Federstietz — und dieses Hütchen ist unzweifelhaft ein Olympiasieger! Man hat es allgemein international anerkannt, denn schon tragen es die Damen in Berlin, Neuyork, London oder Paris! Das bayerische Hütchen wird sich auch m etwas veränderter Form in die Frühjahrsmode herüberretten, allerdings ist die deutsche Mode-Industrie eifrig bestrebt, ihm den richtigen Platz anzuweisen, damit niemand auf die Idee kommt, ein bayerisches Hütchen zum Nachmittagskleid zu tragen. Frühlingsmoden — gibt es etwas Erfreulicheres? Frühling, das heißt ja Abschied von kalten, häßlichen Tagen, das heißt ein unbedingtes Vertrauen auf blauen Himmel und Sonne! Zum ersten Mal wieder ohne Wintermantel auf die Straße gehen, vielleicht sogar mal „per Taille" — welch ein Glück! Was zieht man dieses Jahr dazu an? An erster Stell« steht das K o st ü m ! Schlicht und anspruchslos, in der alten konventionellen Form. Kostüme müssen beste Schneiderhandwerksarbeit fein, wenn sie sitzen sollen. Die Smokingform, auf einen Knopf geschlossen (nur sehr schlanke Figuren können sich mehrere Knopfreihen leisten), wird in allen Stoffarten gezeigt. Steingrau, „Pfeffer und Salz", Covercoatfarben, Olivegrün sind die Hauptfarben. Das blaue Kostüm tritt in diesem Jahr etwas in den Hintergrund. Sehr beliebt ist das Kostüm mit der hellen Jacke und dem dunklen Rock Hier sieht man manchmal auch zwei ganz verschiedene Farben, z. B. dunkelgrün und braun, beige und lavendelfarben — allerdings sind solche Kombinationen gewagt und wer nur em Kostüm tragen kann, der wählt lieber ein einfarbiges! Zum Kostüm die Bluse! Hier .st alles erlaubt, was gefällt: vom molligen Angorastoff zur hauch- feinen Spitze. Von den übergroßen Aermeln hat man sich verabschiedet, dafür besteht die ©arnüur aus Säumchen, Plissees, Passen und Kordeln. Alle Blusen sind irgendwie farbig — weiß ist etwas aus der Mode gekommen. Gestreift, geblumt, tariert und getupft, jeder soll das wählen, was ihm gefällt. Die Kleider werden etwas kürzer — aber keine Angst, das kurze Kleid kehrt bestimmt n.ch wieder. Fast überall sind Schößchen, fast überall ist die Neigung, die Kleider kostümartig zu verarbeiten. Sehr chön sehen dazu kleine, hochgeschlossene Westchen aus, die meistens extra gearbeitet werden. Selbst Nachmittags- und Abendkleider arbeitet man in dieser Form. . „ . Die Stof fe werden allen Frauen gefallen! Der Frühling verlangt helle freudige Muster, Streifen und Blüten! Lavendelblau scheint die Vorliebe der diesjährigen Mode zu werden, aber auch em taufrisches Moosgrün, ein zartes Gelb und vereinzelt Weinrot. Winzig kleine Karos, mit einem blinkenden Kunstseidenfaden durchzogen, sind besonders reizvoll! Seid-) mit Wolle gemischt ist der echte Aus Angorawolle sind die drei Modelle gestrickt, die wir heute zum Nacharbeiten durch geschickte Hände vorschlagen. Und zwar zeigt Zeichnung 1 eine einfache, ro e i n r o t e W e st e mit viereckigem Ausschnitt für Sport und Reise. Eine doppelte Leiste von kleinen, ovalen Lederknöpfen (ebenfalls weinrot) bildet den Verschluß. Aus dem gleichen Material ist die kleine runde Mütze mit dem aufgerollten Rand gestrickt. Zu einem schwarzen stumpfen Seiden- r o ck für festlichere Gelegenheiten wirkt sehr gut die Resteverwertung am Rähtisch. Von Else Pauli Jede Hausfrau hat eine Schublade, einen Beutel, eine Ecke im Schrank, wo sie allerlei Stoffreste für den späteren Gebrauch aufbewahrt. Und einmal findet sich stets eine Gelegenheit, solche Spitzenenden, Seidenstückchen und Batistfetzen auszuarbeiten, man muß sich nur rechtzeitig an ihr Vorhandensein erinnern. Gegenwärtig werden wieder einmal viel Handarbeiten gemacht, Handarbeiten sind große Mode, und so ist für die vorhandenen Reste die Stunde gekommen. Batist- und helle Seidenrestchen, soweit sie waschecht sind, werden in zierliche Taschentücher verwandelt, ein einfacher Hohlsaum dient als Schmuck, eine schmale Valenciennespitze, ebenfalls ein Rest, läßt sich als Abschluß verwenden, und wer aus einer Decke, einem Kragen ein kleines Viereck, ein feines Medaillon herauslösen kann, dürfte solche Taschentücher ganz besonders elegant herausputzen. Hat man mehrere Spitzen- oder Leinenreste von derselben Art, so verwertet man sie für Kragen und Manschetten, die immer gebraucht werden, solange sie die Mode so bevorzugt wie jetzt. Auch die ge- ristchten Schulterkraaen aus Spitzen können aus Resten zusammengesetzt werden, und die hellen Kleiderkragen, die aus zwei verschiedenen Stossen bestehen, sind zur Restoerwertung geeignet. Hier kann man weiße, rosa, hellblaue und gelbliche Seidenstoffe gemeinsam mit gemusterten Seiden verarbeiten, man setzt sie mit forderten, gepunkten oder geblümten Seiden zusammen. Auch die verschiedenen Platzdeckchen, die gegenwärtig so beliebt sind, werden gern aus Resten hergestellt, hierfür lassen sich verschiedene Spitzenreste zusammennähen, soweit die Spitzentechniken zusammenpassen. Platzdeckchen werden viereckig oder rund gearbeitet, aus Seide und Spitzen oder ganz aus Spitzen, weiß oder matt getönt, auch kleine Stickereien dürfen dafür Verwendung finden. Seitdem wieder kleine Schürzen getragen werden, kann man zarte Leinen- und Batistreste mit Spitzen verarbeiten, es brauchen nicht einmal weiße Bluse (Zeichnung 2) mit den drei Raffungen an Ausschnitt und Aermeln, die von drei Perlmutterspangen gehalten werden. Für den Sport ist die maisgelbe W e st e mit dem besonders breiten Kragen gedacht (Zeichnung 3). Die sportliche Note betonen auch ein großes, braunes Holzmonogramm und ein breiter, brauner Lackledergürtel zum braunen Hojenrock. Um das Angoramaterial voll zur Geltung zu bringen, darf man bei .allen drei Modellen die Strickart selbst nicht in Erscheinung treten lassen. H. Wir suchen eine neue Wohnung! Vorbereitung und tfeberblid „Wir haben zum 1. April gekündigt und sind nun auf der Wohnungssuche, aber das ist eine furchtbare Sache!" Die kleine Frau Gerda stöhnt: „Ich bin von den vielen Wohnungsbesichtigungen ganz tot. Man muß so sehr viel bedenken, und meistens ver« gißt man die Hauptsache!" „Ja, hast du dir denn einen richtigen Plan gemacht, nach welchen Gesichtspunkten man sich eine Wohnung anschaut?" „? ? ?" — „Aber das ist doch ganz einfach! So ein Plan spart später allen Aerger, und du weißt von vornherein, ob sich eine Wohnung für dich eignet. Du mußt zunächst einmal die Maße deiner Möbel ganz genau aufschreiben, dann kann es dir nicht pafsieren, daß später das Büfett für das Eßzimmer viel zu groß ist, oder daß die Couch so breit ist, daß sie das ganze Zimmer füllt, und daß keine Stühle mehr hineingehen. Oder auch umgekehrt: wenn du kleine Möbel hast, dann nimm nicht ein Riesenzimmer, sonst sieht deine Einrichtung wie eine Puppenstube aus. Wenn du in eine Neubauwohnung ziehen willst, mußt du ausmessen, ob deine Möbel beim Umzug auch die Treppen heraufgehen, denn die Treppen in den Neubauwohnungen sind oft sehr eng gebaut, und man kann die Möbel doch nicht mit einem Hebekran an der Außenwand heraufbefördern. Das heißt, man könnte das natürlich tun, aber in Deutschland ist das nicht üblich, in Holland wird es allgemein so gemacht. Wenn du dir in Holland Einfamilienhäuser anschaust, so wirst du dich zunächst immer über den „Galgen" wundern, der an jedem Hausgiebel angebracht ist. Er ist als Hebekran für die Möbel gedacht, die alle von außen hochgezogen werden." „Das ist ja eine wunderbare Einrichtung, das müßte es bei uns auch geben, aber meistens find hier die Treppenhäuser eng und dunkel«..." „Du sprichst von dunkel, da fällt mir ein, daß du immer zunächst fragen mußt, in welcher Himmelsrichtung die Zimmer liegen, damit du weiß, wann die Zimmer Sonne haben. Vor allen Dingen ist es wichttg, wenn dir der Mietpreis genannt wird, zu fragen, ob er mit ober ohne Umlagen gemeint ist, denn die Umlagen machen oft eine ganze Menge aus. Alle Fehler, die du an einer Wohnung bemängelst, mußt du vor Schließung des Mietvertrages anmelden, sonst hast du keine Ansprüche auf Reparaturen. Natürlich ist der Vermieter verpflichtet, dir die Wohnung in sauberem Zustande zu übergeben, genau so, wie du verpflichtet bist, deine Wohnung in sauberem Zustand zurückzulassen." „Wenn aber die neue Wohnung Ungeziefer hat, — das kann man doch auf den ersten Blick nicht sehen?" „Der Hauswirt ist verpflichtet, das mitzuteilen, er muß auf seine Kosten das Ungeziefer vertilgen lasten. Stellen sich allerdings erst einige Monate nach dem Einzug der neuen Mieter Wanzen oder sonstiges Ungeziefer ein, das vorher nicht da war, dann wird man annehmen, daß der neue Mieter sie eingeschleppt hat, und bann muß er auf seine Kosten bie Wohnung vom Ungeziefer freimachen!" „Ich graule mich so vor bem Umzug!" „Aber bazu ist gar keine Ursache! Du mußt bir einen genauen Kostenanschlag machen lassen unb bich vor allem rechtzeitig um einen Spebiteur kümmern." „Jetzt ist mir schon etwas leichter ums Herz. Ich werbe also nur noch mit einem fein ausgearbeiteten Schlachtplan auf Wohnungssuche gehen!" Getröstet macht sich Frau Gerba von neuem auf bie Suche nach bem zukünftigen Heim. Fisch-Rezepte. Seelachs unb Kabeljau finb etwas weich im Fleisch. Deshalb empfiehlt es sich, sie vor bem Kochen eine Diertelstunbe bis eine halbe Stunbe in Essig- ober Zitronenwasser zu marinieren. Sie werben gekocht mit ober ohne Beigabe von Gewürzen wie Schellfisch. * Fischauflaus. Seelachsfilet wirb im eigenen Saft gebünftet ober in wenig Wasser gekocht, bann in kleinere Stücke geteilt. Zwei Eigelb mit einem Löffel Mehl unb Milch glatt rühren zu ziemlich bickem Teig, ben steifen Eierschnee sowie reichlich gehackte Petersilie unb Schnittlauch baruntermischen, bie Fischstücke unterziehen unb bas Ganze in gut eingefetteter Auflaufform in heißem Ofen backen. Beigabe grüner Salat ober Kartoffelsalat. * Fischfilet im Fe11opf gebacken. Filet von Seelachs unb Kabeljau wirb nach bem Waschen in einem Küchentuch getrocknet, in einen Ausbackteig getaucht (einfacher steifer Pfannkuchenteig mit einem Löffel Oel vermischt) unb in stark kvchenbes Fett gegeben. Das Fett muß blau kochen. Wenn bie Fischstücke roieber aufsteigen, finb sie gar, werben gut abgetropft unb mit Petersilie garniert aufgetragen. Beigabe: Zitronenviertel, Kartoffelsalat, grüner Salat, Kartoffelbrei, alle Arten von jungem Gemüse, alle Gemüsesalate ober auch Apfelkompott. * Fischragout von Filet. Filet aller Art wirb im ganzen Stück gekocht aus bem Wasser genommen, in ansehnliche Stücke geteilt unb heißgestellt. Das Kochwasser verrührt man mit einer kräftigen Butter-Mehl-Schwitze zu gut sämiger Soße, gibt etwas saure Sahne bazu unb an Gewürzen Salz, etwas Paprika, Kapern unb einige Tropfen Zitrone ober kleingeschnittene Gürkchen, wenn man bas Ragout leicht säuerlich wünscht. Man kann auch als Würze Salz, Paprika, viel geriebenen Käse unb Champignon bazugeben unb bie Soße mit Sahne abrühren. Der Fisch muß barin noch etwas ziehen. Beigabe: Tomatenreis, Käsereis, Kartoffelbrei ober Salzkartoffeln, grüne Salate ober Bohnensalat. Für festliche Gelegenheiten verziert man bas Ragout mit braunen Fifchklößchen unb Blätterteig» gebärf ober Käsegebäck. Fischfilet gebraten. Seelachsfilet schneibet man nach bem Waschen in gute Stücke, trocknet sie im sauberen Küchentuch, paniert sie mit Eigelb, Salz unb geriebener Semmel unb bratet sie in ber Pfanne in Butter ober Schmalz. Man reicht sie mit Zitronenspälten zum Betropfen. Gemüsebeigabe: jcbes junge Gemüse sowie grüner Salat, Kartoffelsalat ober Pommes frites. aus dem Laden, aus gef am« den ihr Schicksal wuchs über den Schwank und den Schabernack trotzig hinaus, als der Doktor Faust seine Himmel- und Höllenfahrt machte. I verdient. Es war die lustige Rache der fahrenden Leute an ihrem Todfeind, dem Bürger, der sie und die Menschennatur mit seiner Ordnung beschrankte; aber wieder ein Paket und wieder einen Brief. Und dann schrieb er ihr, mitten zwischen Zeilen, darüber Tod und Vernichtung hingestrichen waren: „Ich wünschte, Sie wären mein Vater!" Sie mußte laut auflachen wie über ein gelungenes Versteckspiel. Und nun schrieb sie nicht mehr. Sie stellte sich aber den Soldaten vor, phantasierte sich sein Bild zurecht und verspürte eine gelinde Reue darüber, daß sie ihren Vornamen nicht voll und ganz hingesetzt hatte. Eine Schüchternheit hielt sie davon ab, ihr Dersteckspiel einzugestehen. Und dann! Eines Tages steht ein Soldat im Laden und stellt sich vor, fragt nach dem gütigen alten Herrn, der ihm soviel Gefälligkeiten erwiesen habe. Er erwartet offenbar einen schneeschlohweißen Vollbart, der sich jeden Augenblick durch die Tür schieben wird. Und da muß sie freilich Farbe bekennen. Die Augen des Soldaten blicken zuerst groß vor Staunen und dann lächeln sie hell verwundert und glücklich strahlend. Uun nun ahnt sicherlich jeder, wie der Pfeil des Liebesgottes losschnellte und die Urlaubstage des Soldaten selig durchfunkelte. Und das Ende dieses feldgrauen Erlebnisses? Gleich nach Kriegsschluß heirateten sie. Er ist heute Werkmeister in seiner alten Fabrik geworden. Vier Kinder haben sie. Und manchmal sagt ihr der Mann, wenn er sie flink und nimmermüde am Feierabend antrifft: „Eigentlich, so unrecht hatte ich doch nicht, als ich dich mal für einen Mann hielt." — Dann sieht sie wie verwandelt von ihrer Arbeit auf und ihr Gesicht hat einen hellen Schimmer. Dem Professor Dr. Fritz Röck, Direktor des Natur- historischen Museums in Wien, ist es nach sieben Jahren mühevoller Arbeit gelungen, die alte mexikanische Bilderschrift, die Aztekenschrift, zu entziffern. Professor Röck übersetzte das bedeutendste Schriftstück, den Codex Vindobonensis Mexicanus, der vor 400 Jahren Cortez als dem erhofften „weißen Erlöser" übergeben worden war. — (Scherl-M.) Wiener Professor löste das Rätsel der Aziekenschrist. gebrannten Händen, wie stark das reifende Salz ihrer Saat sei! So zog der Schwank der fahrenden Leute dem Bürger das Narrenkleid an; einer aber von ihnen fing aus, die Beschränktheit mit allerlei Possen rech zu verhöhnen. Eulenspiegel war er geheißen, wo ein Schabernack spielte, hielt er die Pritsche, und wo er lachte, lachte das Volk mit; denn wo sein Schabernack sah, hatten ihm Dummheit und Bosheit der Bürger selber die Tür aufgetan: Wenn er den Wirt mit dem Klang seines Geldes bezahlte oder als Schneidergeseli die Aermel wortwörtlich an den Rock werfen wollte, wenn er in Erfurt den Esel zu lehren versprach oder in Nürnberg die Kranken gesund machte: hatten die also Gefoppten sich selber zum Spott den Schaden Eine erlebt den Arbeitsdienst. Wie er wirklich ist. - Gemeinsame Arbeit für ein großes Ziel. Von Wiltrud Ahlhorn Der Gott in der Maske Don Max Zungmckel Amtsgericht Gießen. Der I. R. wurde wegen Uebertretung der Reichsstraßenverkehrsordnung mit 25 R M. Geldstrafe belegt. Der Angeklagte fuhr im Laufe des vorigen Jahres mit einem Dreiradwagen durch dis Braugasse, um in die Walltorstraße einzubiegen. Er fuhr dabei zu weit nach rechts und stieß mit einem aus einer Toreinfahrt kommenden Handkarren zusammen. In der gestrigen Hauptverhand-. luna wurde die Strafe auf 10 RM. herabgesetzt, da das Gericht ein Mitverschulden des den Handkarren bedienenden Zeugen für festgestellt erachtet. Wegen groben Unfugs wurde der K. S. aus Gießen zu zwei Wochen Haft verurteilt. Der Angeklagte ist eine derjenigen Persönlichkeiten, die mit Vorliebe, sei es bei Tag oder nachts, Pärchen anschleichen und belauschen. Große Strafkammer Gießen. Der I. B. aus Garnbach wurde vor einiger Zeit vorn hiesigen Schöffengericht zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte lieferte zum Butzbacher Viehmarkt einige Ferkel und sollte das Ursprungszeugnis gefälscht haben. Diese Fälschung konnte ihm in der gestrigen Berufungsverhandlung nicht nachgewiesen werden, und es verblieb lediglich ein Fall des Betrugs. Das Gericht setzte die Strafe auf 1 Woche Gefängnis herab. Wegen widernatürlicher Unzucht wurde der M. W. aus Offenbach zu2Moizaten Gefängnis verurteilt. Die. gleiche Strafe erhielt der L. B. aus Schlitz wegen tätlicher Beleidigung. Beide Berufungen wurden verworfen. Die Schildbürger säten Salz auf den Acker, und als die Brennesseln aufgingen, spürten sie an weil die Mutter verdienen mußte, oft ohne Aufsicht waren. Sie erzählte ihnen Märchen, brachte ihnen Bilderbücher, ihre Puppen und buk für sie Kuchen. Von ihren mageren Ersparnissen machte sie Liebesgaben und schickte sie ins Feld. Dankbriefe, von Soldatenhänden geschrieben, kamen hin und wieder. Sie beantwortete sie freudig und sorgfältig. Nun muß man bedenken, daß sie eine kräftige Handschrift hat. Ihren Vornamen setzte sie nur mit dem Anfangsbuchstaben hin. Sie war eben eine schüchterne Person und wollte nicht aufdringlich erscheinen. Indessen hat der Ausgang des Weltkriegs die ohnedies schon brüchig gewesene Donaumonarchie zerschlagen und die Sudetendeutschen wurden in ein erst recht slawisch geführtes Staatswesen eingegliedert. Ganz langsam dämmerte nun im Nachkriegsdeutschland die Ahnung vom gesamtdeutschen Wert grenzdeutscher Bewährung und Kultur. Erst das Dritte Reich freilich brachte weiten Volksschichten das wirkliche Verständnis für die gesamtdeutschen Zusammenhänge. Nun lernte man auch die sudetendeutsche Dichtung ganz anders, als wichtiges Zeugnis deutscher Selbsterhaltungskraft, schätzen. Neben die ursprünglichen Mahner und Rufer: Hohlbaum, Strobl und Watzlik, die mit immer neuen Werken zum Gesamtbesitz der Nation wurden, neben Kol- benheyer, der als einer der größten deutschen Dichter unserer Zeit erkannt wurde und neben einer Reihe sudetendeutscher Dichter aus der älteren und mittleren Generation, wie Leibi und Leutelt, W i t t e ck und L e p p a ist nun auch eine junge Dichtergeneration aus dem sudetendeutschen Raum getreten, deren Herzschlag uns im gleichen Rhythmus fühlbar wird, wie der der Jugend im neuen Reich, lieber alle Staatsgrenzen hinweg ist gerade im Schrifttum der Jungen eine Brücke geschlagen, die nicht mehr gesprengt werden kann. Das Tiefste an junger sudetendeutscher Treue und mahnend-sudetendeutscher Zähigkeit weiß Wilhelm P l e y e r zu sagen. Von ihm stammt das lyrische Buch „Deutschland ist größer!", das in keiner deutschen Volksbücherei fehlen dürfte, und der aufwühlende Roman „Der Puchner", der uns wie fein anderer hineinsehen läßt in die bange Wirrnis und den harten Trotz des sudetendeutschen Grenzland- Schicksals. Wie ein Schrpi der Entrüstung klingt dieser Roman. Denn dieses Schicksal des Puchner steht ja für alle die 3% Millionen Sudetendeutscher. Sie alle schauen wie er zurück auf eine uralte Geschlechterfolge, die seit Jahrhunderten diese sudetendeutsche Erde roden. Sie alle wuchsen wie er hinein in den Weltkrieg und kämpften mit namenlosen Opfern an der Seite der Reichsdeutschen; und sie alle wurden durch den Wahnwitz des Versailler Vertrages in den tschechischen Staat hineingepreßt. Jeder Deutsche, gerade auch jeder deutsche Arbeiter, müßte einmal diesen Roman Pleyers lesen, nm die Pflicht des Binnendeutschen gegenüber bett mannhaften Grenzdeutschen aus dem Einblick in diese täglichen Kämpfe kennenzulernen. So ist uns diese ganze deutsche Dichtung aus dem sudetendeutschen Raum mehr als nur Dichtung schlechthin: Mahnmal und politische Erkenntnis, Sprache des Blutes und Ruf der unwandelbaren Treue. einzige Tochter, ging , „ v ter zur Hand. Es war Krieg. Das Geschäft ging seinen stillen Gang und brachte gerade soviel ein, daß die beiden Menschen sich behaupten konnten. Sie, die Tochter, in ihrer stillen, ernsten Art, wollte helfen, wollte mittun in einer Zeit, wo draußen, außerhalb des Vaterlandes, die feurigen, blutigen Würfel fielen. Sie schloß Freundschaften mit den Kindern, die ihre Väter im Felde gatten und die. Zum Mittagessen sind wir zurück im Lager. Nachmittags werden wir theoretisch geschult: weltanschaulich und politisch. Denn neben der praktischen Arbeit ist es notwendig, über Begriffe wie Volk, Rasse und nationalsozialistische Weltanschauung Klarheit zu bekommen. Gesundheitspflege wird auch getrieben. Abends fingen wir oiel. Die meisten Madels lernen erst im Arbeits- Ein Soldat, der bei Cambrai lag, schrieb ziemlich oft. Er war Schlosser gewesen und weil er elternlos war, hatte er diesen oder jenen Wunsch. Er bat sie, doch gelegentlich mal in seiner Fabrik anzufra- gen, wie es dort stünde, ob man sich seiner noch erinnere und ob er Aussicht habe, nach Kriegsschlutz wieder eingestellt zu werden. Ein Mensch, der in der Hölle des Schützengrabens, voller Dankbarkeit und Sehnsucht seines Arbeitsplatzes gedachte. Sie führte gewissenhaft feinen Auftrag aus, schickte bann Mädels, 33 an der Zahl, treten in Linie vor dem Hause an. Die Schuhe werden auf hie Säubertet hin geprüft. Wir zählen durch. „Hell Hitler. Dann geht's zu den Siedlern, emerfeits, um ihnen eine bezahlte Arbeitskraft zu ersetzen, ihnen bei aller Arbeit zu helfen, andererseits um ihnen m ihr wirklich sorgenvolles Leben etwas Heiterkeit mit- zubringen. Denn im Arbeitsdienst ist man ohne weiteres g u t e r L a u n e, von der man den Siedlern eine tüchtige Portion abgeben kann und muß! Oer Schwank. Don Wilhelm Schäfer. Das Lied stieg in den Tag wie die Lerche, aber der Schwank saß mit den fahrenden Leuten in rauchigen Schenken, wenn irgendwo reiche Rast war. Er sah das umzirkelte Dasein der sorgsamen Bürger und sah die Plage der Bauern, wie sie seitab von der Straßenfreiheit der fahrenden Leute basaßen, gesichert vor Unbill. Wetter unb Wind zauste sie nicht in den Stuben, sie schliefen in Betten und waren geschützt vor den Hunden: aber sie sahen den Himmel nur durch die Fenster unb kannten bie Lust nicht, wie bas wilde Getier, frei von Sorgen und Sachen, auf ihren Läufen zu sein. Solcher Ehrbarkeit tat der Spott fahrender Leute ein Narrenkleid an: Schilda hieß er die Stadt feiner Schwänke, wo sie mit ihren Ratsherren und Zünften selbstgerecht saßen und allem natürlichen Wesen entfremdet ihr Winkelgewerk hatten: Die Schildbürger wollten ein Rathaus bauen und hatten die Fenster vergessen; daß der finstere Raum hell sei, schleppten sie Licht in Säcken herbei. Die Schildbürger wollten das Gras auf der Stadtmauer abweiden lassen und legten der Kuh den Strick um den Hals; als dem gehängten Tier die Zunge heraus hing, brümmelten sie, daß es den Grasgeruch schmeckte. Denn da brach der Trotz durch die Schranken; die Menschennatur mit Lohn und Strafe zu schrecken, hatte die Kirche Seligkeit und Verdammnis über die furchtsamen Seelen gebracht: Aber der fahrende Mann beugte sich nicht vor Himmel und Hölle, er wollte sein Erdenteil haben; den göttlichen Mächten zu trotzen, die seine Menschennatur für ihre Zwecke mißbrauchten, schloß er den Pakt mit dem Teufel. Da machte der Schwank die Tore des Schicksals breit auf, da trat der fahrende Mann hadernd vor Gott, daß er den Feigen und Furchtsamen hülfe, statt mit den Kühnen und Ketzern zu sein. Unser Tag verläuft nun folgendermaßen: im Sommer um 4.20 Uhr, im Winter um 5.45 Uhr wird man von der „Küche" mit dem grausamen Rus: „Aufstehen zum Frühsport!" aus dem tiefsten Schlaf gerissen. Schnell flitzt man in den Turnanzug und schlüpft für zwei Minuten nochmal unter die warme Bettdecke. Aber dann gongt es unbarmherzig, und wir treten auf dem Flur an. Nach dem Durchzählen geht es im Laufschritt in den Garten auf den sogenannten Sportplatz, das ist wohl der frühere Tennisplatz des Gutes. Dort wird eine Viertelstunde Gymnastik getrieben. Dann rast alles in die Waschräume, wo eine mächtige Planscherei losgeht. Vor dem Frühstück muß der Waschraum wieder tadellos aufgewischt, die Betten müssen glatt und ohne galten gebaut fein (was bei einem Strohsack nicht immer ganz leicht ist), und die Zimmer müssen gefegt, gewischt und gebohnert sein, bevor es wieder gongt und wir zum Fahnenaufzug hinuntergehen. Das ist der eigentliche Beginn unseres Tages! In drei Gliedern treten wir an. Ein Mädel steht am Fahnenmast. Alles schweigt. Die Führerin kommt die Treppe herunter. Wir singen das erste Lied des Tages: „Uns war das Los gegeben, ein freies Voik zu fein" oder „Grüßet die Fahnen". Stets ein Lied, das in irgendeiner Beziehung zu unserer Arbeit oder unserer Fahne steht. „Wir grüßen die Fahne!" Langsam steigt das Tuch am Mast empor: die Fahne mit dem Hakenkreuz und den Aehren in den Strahlen der aufgehenden Sonne und mit dem Wort: „Arbeit für Dein Volk adelt Dich .selbst — Deutscher Frauenarbeitsdienst". Nun sind wir eins geworden mit all den Mädeln im großen Deutschen Reich, die zur gleichen Zeit dieselbe Fahne aufziehen, die Fahne, die uns sagt: „Euer Arbeitstag beginne! Tut alle Eure Pflicht! Für Deutschland!" Das sagt die Fahne uns jeden Morgen von neuem. Darauf gibt die Führerin uns den Tagesspruch, ein Wort von Bismarck, Friedrich dem Großen oder dem Führer, das uns die genauere Weisung für unseren Arbeitstag ist. Montags findet nach dem Frühstück die Arbeitseinteilung für die Woche statt. Drei Mädels find in der Küche, zwei im Hausdienst, drei in der Wäsche und einige in der Nähstube beschäftigt, wo für die NSV. genäht und Strümpfe gestrickt werden. Ein Mädel arbeitet im Kindergarten, wo die Siedlerkinder behütet werden, während ihre Eltern auf dem Felde beschäftigt sind Die Siedler- ftnb In den Schlafräumen bilden sich nun die k l e i- nen Zimmergemeinschaften innerhalb der großen Lagergemeinschaft. Nennen Sie es bitte keine Phrase, wenn ich sage: hier ist die kleinste Zelle der wirklichen Volksgemeinschaft, das heißt gemeinsames Leben und Erleben, gemeinsames Schaffen für eine Idee. Eine wirkliche Gemeinschaft des Volkes ist in unseren Schlafräumen im Kleinen und dann in der größeren Lagergemeinschaft erreicht, wo wirklich nur der gilt, der etwas leistet und allen anderen ein guter Kamerad ist; ganz gleich, ob er nun aus dem Büro, der Fabrik oder von der Die Tätigkeit beim Bauern 'st vielseitig und abwechslungsreich, je nach der Große des Hofes und der Jahreszeit. Die Malkenderger Siedler be> sitzen im Durchschnitt 50 Margen Land Neben Gerste, Hafer und Weizen wird Hauptfach ich Roggen gebaut. Aber auch Rüben und vor ollem Kartoffeln, denn zur Siedlungsaenossenschaft gehört eine Spiritusbrennerei, der Die Siedler eine bestimmte Menge Kartoffeln liefern müssen Außerdem wird natürlich Vieh gehalten: 1 bis 3 Pferde, mehrere Kühe, Schweine, Hühner Tauben. Aus die er Aufstellung ist unsere Arbeit leicht zu ersehen. Eigentlich sollen wir ja der Siedlersfrau eine besondere Hilfe sein bei der Versorgung der Kinder, bei der großen Wäsche, beim Kochen und Reinemachen. Aber im Sommer und Herbst geht s fast immer raus aufs Feld wo, wie der Mann behauptet, die Hilfe nötiger fei. Ruben verziehen, Unkraut hacken, umgraben, in der Ernte buddeln, hatten und auflesen — all das gibt es draußen zu tun. Drinnen muß der Stall ausgemiftet, das Vieh gefüttert und getränkt werden. In der Scheune ist beim Dreschen und Häckselschneiden zu helfen. Alles Arbeiten, die wir Großstädter überhaupt nicht kennen. Kommt man als „Neue" zum Siedler, ist dieser oft noch mißtrauisch. Aber sobald er merkt, daß man sich Mühe gibt alles möglichst rasch zu begreifen und zur Zufriedenheit auszufuhren, dann schrumpft sein Mißtrauen beträchtlich zu- ammen. Und wenn er dann fogar mal zu einem andern Siedler sagt: „Ock Mensch, unser Frollein schmeißt den Kram!" — bann ist man ganz, ganz glücklich. .. Alle Arbeit beim Siedler habe ich in schöner Erinnerung, nur eine einzige nicht: Kühe hüten! Denn bei brütender Hitze sind mir einmal sieben Stück Rindvieh ausgerissen, von denen ich, mit einem Stock bewaffnet, zwei Stück glücklich nach Hause brachte ... v f £ Unsere Verbundenheit mit den Siedlern wird nicht nur geschaffen durch das Zusammen arbeiten, sondern auch durch das Z u s a m m e n - s i ch - freuen bei gemeinsamen Festen im Lager (I.Mol, Erntedankfest, Advent). Wir versuchen, es den Siedlern bei uns so gemütlich wie möglich zu machen. Es wird gesungen, Theater gespielt, Volkstänze werden vorgeführt. Den materiellen Teil bestreiten die Siedler selbst mit Kaffee und Kuchen. „Wann dürfen wir wiederkommen? Es war so schön bei Euch!" So heißt es denn abends beim Abschied Selbstverständlich gibt es noch Schwierigkeiten in dem Verhältnis von den Siedlern zum deutschen Frauenarbeitsdienst. Dertn sie sind neu, und wir sind neu. Aber das ist auch gut so. Denn gäbe es keine Hindernisse zu überwinden, dann stände uns nicht das Ziel so klar vor Augen, für das wir arbeiten. Arbeiten an uns selber und für die Siedler. Das Ziel: Das Mädel aus der Stadt hat die Arbeit und das Leben der Landbevölkerung gleich hoch, wenn nicht noch höher einzuschätzen als die städtische Arbeit. Das gräßliche Wort vom „dummen Bauern" soll verschwinden. Andererseits muß der Bauer sein Vorurteil gegen den „feinen Städter" fallen lassen. Das alles kann aber nur geschehen bei gemeinsamem, kameradschaftlichem Arbeiten und Erleben von Bauern und Städtern! Schulbank kommt. Da haben wir schon das Hauptziel des deutschen Frauenarbeitsdienstes: Gemeinschaftliches Leben, gemeinschaftliche Arbeit der gesamten weiblichen deutschen Ingen d. Aber nicht Arbeit für uns selber, sondern Arbeit für unser Volk. Der große Begriff „unser Volk" wird bei uns verkörpert durch Die Bauern, Siedler und kinderreichen Arbeiterfamilien, denen wir unsere Kraft zur Verfügung stellen. Aber über diese Ar- dienst, daß Singen auch eine Arbeit sew kann, zu der höchste Konzentration und guter Wille gehört. Man denke ja nicht, wir sängen rauhe, wüste Kampflieder! Kein einziges von dieser Sorte haben wir aelernt. Dafür aber Volkslieder aus dem Mittel- alter, ober neue Lieder des Arbeitsdienstes, dis unseren Glauben und unser Ziel ausdrücken. Ich möchte noch viel erzählen. Von Rundfunksendungen, bei denen wir mitfingen durften von Siedlerfesten; vom Geburtstag unserer Führenn. Aber es würde wohl zu weit führen. beit will ich später sprechen. Zuerst müssen Sie unser Haus zu Ende betrachten. Der eigentliche Aufenthaltsraum ist ja nicht die Stube, sondern der Tagesraum, ein großes, helles Zimmer mit dem Blick m den Garten. Zwei weiße Kachelöfen sorgen im Winter für Wärme. In der Mitte stehen vier lange Tische, die immer mit Blumen, ßaub ober Tannengrün geschmückt sinb. In einer Ecke führt bas Sofa, mit einem runben Tisch bavor unb bem Volksempfänger ein vielumworbenes Dasein. An ber Wanb hängen bie Silber vom Führer, vom Reichsarbeitsführer, von Frau Scho Itz-Kli nck und Frau Dr. Lemke, unsere Landesstellenleiterin des Frauenarbeitsdienstes Brandenburg. Die sechseckige, aus Holz gesägte Lampe und die beiden Blumenampeln aus Bast sind von Mädels aus dem Sager selbst angefertigt. Der Tagesraum ist unser „Wohnzim- mer". Außer Tagesraum und Schlafräumen ist noch sehr erwähnenswert die Küche, wo die „Küchenchefin" mit ihren Gehilfinnen waltet. Auch eine Waschküche gibt es im Hause. Im Büro, dem rem geschäftlichen Raum des Lagers, arbeitet die Führerin mit ihrer „Büromaid', denn so ein Lager braucht mehr verwaltungstechnische Arbeit, als ein Außenstehender sich vorstellen kann. Die Führerin hat ihr eigenes, recht gemütliches Zimmer; und dann gibt es noch einige Boden- und Kellerräume. ' 0er ifiiaS •’S», Hr. 'S 'N rfrno* L d> »oll« ° Ä -in iPg as&s Msram Sehen e>E SMgelg" Primeln J Merbuschln >\bl“6a kurzlebigen © fofa sie einge! öl Primel eine 6 herz des 21 i trägt es die jsne der Pnm- Mendiges — D Spring! 2 Ifce des Wald 8 himmelsschlüss tintn Abarten de $n niedrigen B> im hochgezüchtet! 7 Dezember oder 7ieknospeten Fu Men Blatten g) setzen - ebei schmal wachsen Är Finger ist !ilt hervor, wa- •:j) ihrem Ende Ater Biegung a tot des äußerst W Koralle die || »rillend, aus, bis gleicht, eie bäum tännen Stiel, sm | lkbenso bleibt die ■ schachtelt ist, strac l langem Prangen Seltsame Bli l charakterisieren Frauenschuh sich I n ihren tfarben ! iropen mit. Me. ! Ärlen, galten un. 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Schon vor dem Weltkrieg haben Karl Hans Strobl in feinem Roman „Die Vaclavbude" (1902), Robert Hohlbaum in feinem „Ewigen Lenzkampf" (1912) und Hans Watzlik in feinen Novellen „Im Ring des Dffers" (1913) noch mitten aus dem Nationalitätenkampf der alten Donaumonarchie die Wunde des gefährdeten Deutschtums bloßgelegt und ihre schlimme Bedeutung für die ganze Nation dargetan. Aber die Binnendeutschen des Zweiten Reiches hatten damals kein Ohr für solche Sorgen, sie wußten noch nicht, daß die Grenzdeutschen einen notwendigen Wall deutschen Blutes, deutscher Art, deutschen Bodens bedeuten — und der Notschrei der sudetendeutschen Dichter blieb unbeachtet. „Sie sind im Arbeitsdienst gewesen? Das war wohl ganz schrecklich?" „Schrecklich? Nein, prima war es. Ich bin nur sehr, sehr ungern wieder fortgegangen" — ist meine Antwort. „Wie bitte? Prima? Wie ist denn das möglich? Man hört doch gerade so wenig Gutes!" „Sie sagen: wenig Gutes! Da kennen Sie wohl ein Mädel, das persönlich schlechte Erfahrungen dort gemacht hat." „Ja..., nein..eigentlich nicht direkt. Aber eine Bekannte meines Mannes hat einen entfernten Vetter und dessen Tochter soll eine Freundin haben, die im Arbeitsdienst war. Aber Genaueres habe ich nicht gehört. Sie leben doch da beim Bauern und sind den ganzen Tag dort befchäftigt, nicht wahr?" Da haben wir es: Keine blasse Ahnung vom deutschen Frauenarbeitsdienst! Irgendwelche unbegründeten Gerüchte und halben Wahrheiten werden geglaubt und leider unbesehen weitergegeben. In weiten Kreisen steht man dem Deutschen Frauenarbeitsdienst ablehnend gegenüber aus Unwissenheit und mangelndem Interesse. Da müssen wir eben überall versuchen, Klarheit über unsere Arbeit und Begeisterung für unsere Idee zu schaffen. Ich möchte nun der Frau, die es sich im Arbeitsdienst so schrecklich vorstellt, gern etwas von unserem Leben erzählen und zugleich all den Menschen, die auch schon einmal gesagt haben: „Ach Gott! Weiblicher Arbeitsdienst! Man hört ja da so allerlei!" * Zuerst unsere Behausung: Wir wohnen nicht beim Bauern, sondern gemeinsam in einem Hause. Das Frauenarbeitsdienstlager Molkenberg bei Fürstenwalde an der Spree zum Beispiel ist in einem ehemaligen Gutshause untergebracht. 4 5 bis 5 0 Mädels aller Berufe, zwischen 17 und 25 Jahren, fast alles Berlinerinnen, leben dort im „Olymp", im „Taubenschlaa", im „Zigeunerzelt" und in der Bruchbude". All die Namen sind mit viel Mühe Und Sorgfalt je nach Lage, Besatzung oder Geschichte der Räume ausgedacht. Die Schlafzimmer sind denkbar einfach eingerichtet. Da sind die eisernen Betten, deren Sprungfederrahmen einige Bretter und deren Matratzen Stroh- fäcke sind. Man sage bitte nicht: „Aber darauf kann Doch kein Mensch schlafen! Das ist ja eine Quälerei!" Nein, das ist es nicht. Man schläft im Arbeitsdienst ungewiegt, auch auf Brettern. Im übrigen ist es sicher gesund! — Dann gibt es noch einen Schrank und einige Nachttische im Zimmer, die aus Apfelsinenkisten yergestellt und mit bunten Deckchen, Bildern ober kleinen Geschenken geschmückt Gießen Max Äen? sie jetz ?.Mer herar ??? engeren „Merhaus" st '.- nachdem i i Jer,en erz zur unrec JS herum k Lensten M gewesen if »I, gL*"1 4hln 'n ta",d>‘5 t-Jh* *1, "«Die SV"91“ Mr- SÄ Ä ’N Mittwoch, 19.5ebruar 1936 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) M.42 Dritter Blatt Aus der Provinzialhauptstadt. Der Blumenladen. gr ist das Wunderbarste in der winterlichen Straße. Hinter seinen Schaufenstern prangt ein Blumenmärchen voll frühlingshafter Buntheit, als habe die Jahreszeit über feine Schwelle hinweg teine Gewalt. Wie eine Insel ewigen Lebens, an deren Ufer die Brandung herbstlicher Vergängnis unh winterlichen Sterbens sich brach, strahlt die leuchtende Fülle von Blüten und Blattgrün formend farbenfroh auf, und die Straße wird Heller, wenn in der Frühe der Rolladen des Schaufensters hochschnurrt. Armlange, schlanke Forsythiazweige sprühen, zu einem Strauß in hoher Glasoase versammelt, ihr aelbes Sonnenfeuer nach allen Seiten. Die kleinen Blüten sitzen wie züngelnde Flämmchen an der Rinde. Aber noch dichter drängen sich die Flieder- sträuße in vollen weißen Trauben, von denen jeder Zweig ein üppiges Bukett trägt. Sanft, wie das traumschwere hingebungsvolle Herz einer Braut dem Geliebten entgegen, beugt sich die duftige Fülle über den Glasrand. Neben einigen großblumigen Nelken, die zwischen zartem Spargelgrün wie rote Lippen brennen, treiben Primeln und Alpenveilchen aus breit entfalteten Blätterbüscheln hohe Blütenstengel mit weißen, weinroten, blaßlila und rosa Blumen. Sie haben den kurzlebigen Schnittblumen gegenüber den Vorteil, daß sie eingetopft sind und in jedem Zimmer weiterblühen. Wenn ich wählen dürfte, ich zöge eine Primel einem Alpenveilchen vor, trotzdem jenes so schmucklose Blätter hat und dieses so viel auf Form und Aufmachung gibt. Wie kunstvoll ist das Herz des Alpenveilchens tätowiert und wie steif trägt es diese Ornamente zur Schau. Die Blume der Primel dagegen hat etwas Frisches, Quicklebendiges — nicht umsonst heißt sie im Englischen Spring! —, was zwar am stärksten in der Urfarbe des Wald- und Wiesenwildlings, im Gelb des Himmelsschlüssels, aber auch in den roten und blauen Abarten der Gartenprimel noch anspricht. In niedrigen Büschen oder auf fremde Stämmchen hochgezüchtet blüht der Gliederkaktus, der meist im Dezember oder Januar einem über und über aufgeknospeten Fuchsienftock gleicht. Seine glatten fleischigen Blätten kommen stiellos aus dem Stamm und setzen — ebenso stiellos — neue Blätter an. Manchmal wachsen sie wie Finger aus einer Hand. Jeder Finger ist ein Glied und bringt ein neues Blatt hervor, was das Gewicht der Blattgirlande nach ihrem Ende zu vermehrt und sie darum in sanfter Biegung abwärts beugt. Aus dem stumpfen Ende des äußersten Blattes bricht wie eine winzige Koralle die Knospe vor und schwillt, länger werdend, auf, bis sie schließlich einer Fuchsienknospe gleicht. Sie baumelt aber nicht wie diese an einem dünnen Stiel, sondern sitzt unmittelbar am Blatt. Ebenso bleibt die Blüte, die dreifach ineinander geschachtelt ist, strack und ausgereckt, bis sie nach tagelangem Prangen abwelkt. Seltsame Blüten von phantastischer Gestalt charakterisieren die Orchideen, von denen der Frauenschuh sich am leichtesten verrät. Sie bringen in ihren Farben- und Formen die Schwüle der Tropen mit. Diele sehen Zwergengesichtern mit Bärten, Falten und Fliegen ähnlich, als trügen sie Masken wie zu einem Mummenschanz. Orchideen haben wohl in den Gemächern der Semiramis und Kleopatra verschwenderisch geblüht. Nicht Umsonst sind die meisten von ihnen Schmarotzer. W Ganz vorn am Schaufensterrand stehen kleine grüne Wuschelköpfe, die dicht wie Moos den Blumentopf überwuchert haben. Damit auch sie ein bißchen leuchten können, hat ihnen die farbenliebende Verkäuferin ein paar winzige künstliche Fliegenpilze wie rote Knöpfe eingesetzt. Sie selbst aber, rosig, blond und mit lachendem roten Mund, scheint mir die Schönste unter einer Schar verzauberter Schwestern zu sein, die zu bedienen und betreuen ihr glückliches Tagewerk ist. Bornotizen. Tageskalender für Mittwoch. DAF. Ortsgruppenwaltung Gießen-Ost: 20.30 Uhr Besprechung sämtlicher DAF.-Walter in der „Wirtschaft Kimpel". — NS.-G. „Kraft durch Freude": ab 20.30 Uhr allgemeine Körperschule im Lyzeum. — Stadttheater: 19.30 bis 22 Uhr „Der Kanzler von Tirol". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Der schüchterne Casanova". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Friesennot". — Deutscher Biologenverband: 20.15 Uhr im Zoologischen Institut, Bahnhofstr. 84, Lichtbildervortrag von Aquariumsvorsteher G. Lederer. — Kneippbewegung: 20 Uhr im „Bayerischen Hof" Vortrag über „Kochsünden der Vergangenheit, Küche der Gegenwart". — Oberhessischer Kunst- oerein (Turmhaus am Brandplatz): 16 bis 17 Uhr Ausstellung von Gemälden von Josef Steib (Berlin). Karneval 1936 im Stadtthealer Gießen. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Die nächsten Tage sind auch im Theater bereits auf Karneval eingestellt. Zunächst eröffnet das Theater am Sonntagmorgen den bunten Faschingsreigen mit der ersten Sonntag-Morgenveranstaltung unter dem Namen: „Der fröhliche Mozart". Kapellmeister Ernst Bräuer, der diese Veranstaltung leitet, hat eine kleine, ausgesuchte k u rfe, zu denen noch Neuanmeldungen abgegeben werden können. Die Kosten betragen für den sechsstündigen Kursus für Mitglieder der DAF. 6 Mk., für Nichtmitglieder 9 Mk. Anmeldungen nimmt die Geschäftsstelle, Schanzenstraße 18, Telephon 2919, entgegen. Deutsche Arbeitsfront. Orlsgruppenwallung Gießen-Ost. An alle DAF. - Walter und K d F. - W a r t e ! Am Mittwoch, 19. Februar, 20.30 Uhr, findet eine dringende Besprechung sämtlicher DAF.- Walter in der „Wirtschaft Kimpel", Licher Straße 57, statt. In Anbetracht der Umstellung der vier Gießener Ortsgruppen und der demnächst stattfindenden Vereidigung ist es notwendig, daß B l o ck w a l t e r, Zellenwalter, Betriebswalter, Betri e b s b l o ck - und Zellenwalter, sowie die Vertrauensräte der Betriebe an dieser Besprechung erscheinen. Bewerbungen um Einstellung bei der Polizei. Durch Verordnungen des Reichsinnen- und des Reichsfinanzministers ist der Eintritt in die Landes- Zweite ReichsgeWfammlung für das WHW. In diesen Tagen wird im Gebiet von Stadl und kreis Gießen die zweite Reichsgeldsammlung für das WHW. durchgeführl. Es handelt sich dabei um eine hauslistensammtung. Wenn die unermüdlichen Helfer und Helferinnen des Whw. daher an jede Tür klopfen und zum Spenden aufrufen, dann weiß nunmehr jeder, um was es sich handelt. Im übrigen sind wir sicher, daß die Opserfreudigkeit unserer Bevölkerung auch, oder gerade in diesem Monat der Fröhlichkeit und Geselligkeit nicht geringer ist als sonst. Wir wollen uns immer wieder zurufen, daß die Schlacht noch nicht gewonnen ist, daß auch unser Scherflein noch bitter nötig ist, um die Rot, um hunger und Elend aus jedem deutschen Haus zu vertreiben. Darum sehe jeder einen Betrag hinter feinen Kamen in die Sammelliste, der ihn nicht beschämt, sondern mit der Befriedigung erfüllt, die eine gute Tat in jedem hinterläßt. Die Kreisführung des WHW Gießen. Pfarrer Münchmeyer, M. d.R. einer der ältesten Kampsredner der NSDAP. spricht am Sreitog, 28. Iebr„ 20.30 Uhr, in der Dolkshalle zu Gießen. Sämtliche Gliederungen und angeschlossenen Verbände der NSDAP. nehmen an dieser Kundgebung teil. Die Eintrittskarten müssen umgehend von den Gliederungen, soweit dies nicht schon geschehen ist, bei der Kreisleitung (Oonystrahe 18) abgeholt werden. Eintritt im Vorverkauf 20 Pf. Vorverkaufsstellen Kreisleitung Gießen, Geschäftsstellen der Gießener Ortsgruppen, die zuständigen Blockleiter der NSDAP. Kreisleitung Gießen der NSDAP. Programmdarbietung zusammenaestellt, die u. a. ein Quintett in Es-dur vorsieht, sowie das Terzett „Das Banderl" und das Divertissement „Die Dorf- musik". Sonntagabend findet eine Wiederholung der Operette: „Die Fledermaus" statt, die in der neuen Ausstattung ein großer Spielplanerfolg war und deren letzte Aufführungen vor ausver- kauften Häusern erfolgte. Musikalische Leitung Kapellmeister Paul Walter, Spielleitung Paul W r e d e, Tänze Thery Schultheis. — Der Höhepunkt des Faschingsprogramms am Faschingsdienstag mit einem großen revueartigen Bunten Abend „Karneval bei Prinz Orlofs k y". Die Zusammenstellung des Abends hat Paul Nieren übernommen, und er hat sich für diesen Abend unter der Devise „Mer dont all met!" die Mitarbeit sämtlicher Kapellmeister, Regisseure, technischer Vorstände, aller Solo- und Orchestermitglieder und des gesamten Chorpersonals gesichert. Dieser „Karneval bei Prinz Orlofsky" bringt einen heiter beschwingten Ausklang des Karnevalsprogramms im Stadttheater. Die Dauer des Abends ist absichtlich so gelegt, daß jedem Besucher im weiteren Verlauf noch der Besuch anderer Veranstaltungen möglich ist. Die Veranstaltung ist außer Abonnement. Man beachte die heutige Anzeige. Sportamt „Kraft durch Freude". Heute findet folgender Kursus statt: Allgemeine Körperschule, Frauen und Männer. Von 20.30 bis 21.45 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26. In der kommenden Woche beginnen neue R e i t- polizei jetzt für das ganze Reichsgebiet einheitlich geregelt. Die Durchführungsbestimmungen zu der Verordnung erläßt die oberste Dienstbehörde (Reichsminister des Innern). Da diese Bestimmungen bisher noch nicht ergangen sind, sind bei den unteren Dienstbehörden die Bedingungen für die Einstellung, Beförderung usw. nicht vorhanden. Gesuche um Einstellung in die Landespolizei, die zur Zeit zahlreich bei der Polizeiverwaltung eingehen, können daher nicht berücksichtigt werden. Die Einsendung neuer Bewerbungsgesuche ist zur Zeit zwecklos. Vie deutsche Arbeitsfront ^7 fr N.9.-6emeinschakl „Kratt durch freuöc" Verbilligte Theaterkarten für Mitglieder der DAF. Für die Vorstellungen am 21. Februar „Krach im Hinterhaus", am 26. Febr. „Undine" und am 28. Februar, „Undine", sind in der Kreisdienststelle, Gießen, Schanzenstraße 18, noch verbilligte Eintrittskarten zu den bekannten Richtsätzen zu haben. Anmeldungen bitten wir sofort vorz'unehmen. „Friefennot", „Deutsches Schicksal auf russischer Erde". Für diesen Film, der vom 17. bis 23. Februar im Lichtspielhaus Gießen, Bahnhofstraße, läuft, sind in der Kreisdienststelle, Schanzenstraße 18, verbilligte Eintrittskarten für alle Tage und alle Vorstellungen zu haben. In diesem Film wird nicht nur das furchtbare Schicksal deutscher Kolonisten in Rußland behandelt, sondern in den Vorgängen spiegelt ich die gewaltige Auseinandersetzung Adolf Hitlers mit dem Bolschewismus in einer so überwältigenden und überzeugenden Weise wieder, daß jeder Deutsche diesen Film gesehen haben muß. Achtung Zungreiter! Für den Bereich des Wehrmeldeamtes Gießen finden am 2 3. Februar (Sonntag) folgende Prüfungen zur Erlangung des Reiterscheines durch den Beauftragten des Reichsinspekteurs für Reit- und Fahrausbildung statt: In Londorf um 9 Uhr auf dem Reitplatz des SA.-Reiterfturmes 4/147. In Gießen um 11.30 Uhr im Univerfitäts- reitinftitut. In Hungen um 14 Uhr auf dem Reitplatz des SA.-Reiterfturmes 5/147. Die Prüfung kann jeder junge Mann ablegen, der zu den Jahrgängen 1911 bis 1918 gehört. Wer den Reiterschein besitzt, hat folgenden Vorteil: 1. B e i freiwilligem Eintritt in das Reichsheer: Einstellung in den selbstgewählten Truppenteil im Rahmen der allgemeinen gesetzlichen und militärischen Bestimmungen. 2. Bei der pflichtmäßigen Aushebung: Bevorzugte Einstellung als Reiter oder Fahrer. Mitbringen von Pferden ist erwünscht, aber nicht erforderlich. • Es wird kurz verlangt: 1. Das Vorhandensein eines losgelassenen, geschmeidigen mit den Bewegungen des Pferdes mitgehenden und gestreckten Sitzes. 2. Kenntnis der Kreuzleine 22. 3. Handgriffe bei Wendungen und Paraden. 4. Verkehrsregeln. 5. Verpaffen landesüblicher Kummt- und Sielengeschirre. 6. Fütterungslehre (Tagesrationen, Tränkzeiten). 7. Sattelung und Zäumung. 8. Putz und Wartung des Pferdes. 9. Einrichtung behelfsmäßiger Stallung in der Ortsunterkunft. 10. Pferdeschonung und Pferdepflege auf dem Marsch. Der Beauftragte des Reichsinspekteurs für Reit- und Fahrausbildung. Wehner, Standartenführer. * ** Ernennungen. Ernannt wurden: der Kanzleigehilfe Wilhelm Ruhl in Gießen unter Be- rufuna in das Beamtenverhältnis zum Kanzlisten I im hessischen Landesdienst; der Regierungsbauführer Gießener Stadttheater. Maximilian Böttcher: „Krach im Hinterhaus". Während sie jetzt in Berlin den hessischen „Datte- rich" wieder herausgebracht haben, bekommen wir, in seiner engeren Heimat, den berlinerischen „Krach im Hinterhaus" (Lothringer Straße 199, drei Treppen) — nachdem das Stück in Berlin und auch an zahlreichen Bühnen des Reiches erstaunliche A".f- sührungsserien erzielt hat. Wir bekommen es nicht einmal zur unrechten Zeit, denn gerade um den Fasching herum kann es seine heiteren Reize am ungezwungensten entfalten, zumal die Dialektschwierigkeiten, 'mit denen bei jeder Aufführung dieser Art von vornherein gerechnet werden muß, bei uns in erfreulich geringerem Maße bemerkt wurden, als das in Berlin, wie mir gelesen haben, bei der „Lokalposse in der Mundart der Darmstädter" der Fall gewesen ist. Inzwischen haben wir den Film bereits gehabt, während es ja von Rechts wegen umgekehrt hätte fein sollen, denn zuvor war das Stück da, und erst nach dessen großem Erfolg kam die Produktion, die hier mit gutem Recht ein aufgelegtes Geschäft witterte. Wir haben den Film seinerzeit ausführlich besprochen und können heute hinzufügen, daß er — von den üblichen, räumlichen Veränderungen abge- fehen — nichts Wesentliches an der Urform geändert hat. * * Böttcher hat hier in der Tat ins volle Menschenleben hineingegriffen, und zwar da, wo es am dichtesten, gedrängtesten und lautstärksten zusammen- geballt ist: in einer der zahllosen Mietskasernen »es Berliner Nordens, wo (erster, zweiter, dritter -Hof) eine unglaubliche Anzahl von Menschen auf engstem Raum bei-, neben- und übereinander Wohnt, dabei aber in eine Fülle von Gruppen, Mietern und Hausparteien geschieden ist, und wo demgemäß Klatsch und Irach auf das üppigste gedeihen. So entstand zwar ein naturalistisches Stuck mit typischen Merkmalen dieser Gattung, ein richtiges Dolksstück auch, aber ohne dessen unverbindliche Anspruchslosigkeit, das heißt also mit den viel seltener zu habenden echten Komödien-Zügen, auf die der Autor Wert legt. * Ein Diebstahl ist das erregende Moment für die alsbald gewitterstürmisch in Gang kommende Handlung, und man hat denn auch auf eine ältere, berühmt gewordene Diebskomödie der deutschen Literatur hingewiesen, den „Biberpelz" nämlich, der in einer ähnlichen Luft spielt, und der auch sonst gewiß verwandte Züge aufweist. Wir haben aber schon in der Besprechung des Films darauf aufmerksam gemacht, daß der Vergleich der Kriegerwitwe Bock im Hinterhaus mit der Waschfrau Wolffen bei Hauptmann dennoch verfehlt sei, daß vielmehr, wenn man schon literarische Parallelen aufweisen wolle, die „Bocken" vielmehr als ein weiblicher „Michael Kohlhaas" bezeichnet werden müsse, denn bei ihr geht es, was von der Waschfrau nicht behauptet werden kann, im Grunde um eine höchst moralische Angelegenheit, um ein ethisches Prinzip: was sie tut, tut sie aus verletztem Ehrgefühl und aus dem gesunden Rechtsempfinden des einfachen Menschen. Sie geht zwar nicht so weit, wie bei Kleist der brandenburgische Roßkamm, dessen Rechtsgefühl „einer Goldwaage glich", sie bekommt auch die Bewährungsfrist, die jenem neben manchem anderen versagt blieb, — aber im Grunde handelt sie aus dem gleichen Antrieb. Im Hinterhaus werden einem Mieter fortgesetzt Kohlen aus dem Keller gestohlen, die Bocken wird vom Hausklatsch fälschlich des Diebstahls bezichtigt. Sie weiß sich nur auf eine ebenso raffinierte wie gewalttätige Weise zu helfen, füllt Sprengstoff in Briketts und schickt sie als Paket mit kurzgefaßter Gebrauchsanweisung anonym zu den Bestohlenen: die legen sie, der Anweisung gemäß, recht greifbar in ihren Keller, und wenig später kracht es: wessen Ofen da in die Luft geflogen ist in der Lothringer Straße, der wird es ja wohl gewesen sein. * Der Krach, der dabei entsteht, ist nur eine symbolische ßautoerftärfung mancher andern Kräche, die sich in dem gesegneten Hinterhaus am Palmsonntag und auch zu anderer Zeit abspielen. Die Gerichtsverhandlung im zweiten Akt packt das alles mit einer Gründlichkeit aus, daß einem angst und bange werden kann. Und es handelt sich nicht nur um Körperverletzung in Jdealkonkurrenz mit Sachbeschädigung, sondern noch um verschiedene andere Sachen, denn es leben außer der Bocken noch andere „Parteien" im Haus, und es gibt da eine Menge Probleme und Konflikte, eine Menge Kleinlichkeit, Bosheit und übler Nachrede, aber auch viel gesundes Gefühl, mutterwitzigen Humor und sogar eine richtige Liebesgeschichte, eine A^ms zweischneidige übrigens, die dann im örtten Akt lustspiel- und oolksstückmäßig ins Reine gebracht wirb. * Der von Herrn Hub geleiteten Aufführung ist zu danken, daß die wenigen, stilleren Augenblicke des Stückes, besonders zum Schluß des Mittelaktes, nicht im Gebrüll untergingen und vom großen Krach übertönt wurden. Sonst konnte die Regie aus dem Vollen wirtschaften, und die Aufführung ließ, was die Fülle der Gesichte, die Dichtigkeit und Sprengwirkung sozusagen der meisten Szenen betrifft, nichts zu wünschen übrig. Es gab was zu lachen, soviel steht fest, und die eigentümliche, für hiesige Zungen nicht ganz einfache Mundart der Lothringer Straße begegnete im Ganzen doch minderen Widerständen, als wir im Stillen gefürchtet hatten. * Die Witwe Bocken war Frau Schubert- Jüngling, und auch sie hatte reichlich Gelegenheit, aus sich herauszugehen und ihrerseits aus dem Vollen zu wirtschaften, denn die Rolle ist dankbar, nicht nur, weil die Person hier Herz und Mundwerk gleichermaßen an der richtigen Stelle hat, sondern auch, weil das, was sie sich, mit Worten und Werken, leistet, aus einem guten und gesunden Kern kommt. Eine Paraderolle hatte desgleichen Fräulein H e n ck e l l als Edeltraut Panse; ihr machte es sicht- ! lich Spaß, sich einmal als halbwüchsige Jöhre aus ! Berlin N zu verkleiden und ein unbeschreibliches Mundwerk spazieren zu führen — zur Freude aller Zuhörer. Feiner und stiller in der Wirkung, schon oon der Rolle aus, die viel Gefühl für richtiges Maß in diesem Milieu erfordert: Fräulein Birkmann als Ilse Bock. Am ungezwungensten berlinerte Herr Lüpke, der als Hausverwalter Krüger nicht bloß eine effektreiche „Type", sondern auch Ansätze für Charakterzeichnung entwickelte. Herr Hub, der in letzter Stunde für den plötzlich erkrankten Herrn Geiger eingesprungen war, fand sich mit dem cholerisch „aus den Pantinen kippenden" Oberpostschaffner überraschend geläufig und witzig zurecht. * Sehr hübsch auch die übrigen scharf belichteten Hausbewohnerfiguren: Herr Mosbacher als Bäckergeselle Kluge, Frau Stirl, die sich ins Ostpreußische rettete, Frau Karden, Fräulein P e - tri). Aus den vorderen Regionen: Herr Kühne, angenehm menschlich und überlegen in der Rolle des Justizrats Horn, und Herr Schorn als der junge Liebhaber und Anwalt. Auch die Nebenfiguren waren recht ordentlich besetzt. — Herr Löff - l e r hatte mit seinen Bildern die charakteristische Umwelt nicht übel getroffen; nur stellen wir uns die Bocksche Wohnung etwas enger vor. — * Das Publikum war großartig in Stimmung und spendete demgemäß reichen Beifall, stellenweise sogar bei offener Szene. hth. Zeitschriften. — Volk und Reich. 12. Jahrgang 1936. Heft 1 bietet sich in einem neuen, reicheren Gewände dar, was vor allem den kartographischen und bildnerischen Darstellungsmitteln zugute kommt. Das Januarheft ist der politischen Erziehung, was sie bei den größeren Nationen gehandhabt wird, gewidmet. Karl C. von Loesch stellt eine Betrachtungüber die Organe an, welche sich die Staaten zur Wahrnehmung ihres Einflusses jenseits der Grenzen geschaffen haben. Waldemar Lentz gibt ein Bild von den Mängeln der deutschen Außenarbeit in der Vergangenheit, die an Zersplitterung und Ziellosigkeit litt, und stellt fest, daß erst jetzt, nachdem eine einheitliche Weltanschauung alle Deutschen zusammenschließt, auch dem deutschen Außenarbeiter die Möglichkeit gegeben wird, Missionar seines Volkes im vollen Umfang des Wortes zu fein. Karl Brinkmann berichtet über die „Außenpolitische Erziehung in Italien". Karl Epting steuert eine umfassende Schilderung der politischen Schulung in Frankreich bei. Johann von Seers schildert die Auslandsarbeit der Japaner. Ferner wird an Hand von zwei polnischen Karten die Grenzziehung zwischen Polen, Tschechen und Magyaren beleuchtet, die durch die neuesten Verwicklungen im Osten besondere Aufmerksamkeit beanspruchen darf. Umschau und Buchbesprechung schließen das Heft ab, dessen Bildberichte vor allem der englischen Jugenderziehung gewidmet sind. — Die Überraschungen der neuen Mode verraten die U l l st e i n - M o d e n - A l b e n , die soeben erschienen find. Dies sind die wichtigsten Regeln für die nächsten Monate: viel Plissee, Stepperei, Blenden- und Tressenbesatz, lustige Taschen und Passen- Effekte, bunte Reißverschlüsse. Ganz neu wirken zweifarbige Straßenanzüge, Mäntel mit ganz weitem Rücken und seidene Nachmittags-Kostüme. Es gibt ein Album für „D a m e n - K l e i d u n g" und eins für „Kinder-Kleidun g", jedes zeigt über 150 zum Teil bunte Modelle. Nachdruck verboten! 25. Fortsetzung. des jäh beide tat, wie wie das überhörte. Erst als sie einige zage Schritte fuhr er herum und kam auf sie zu. Fest, hoffentlich haben Sie sich nicht erkältet bei Spaziergang im Regen? Es war dumm von das mir. Jagdhaus-Einbruch bei Berstadt. * Berstadt (Kreis Büdingen), 19. Febr. 3n einer der letzten Nächte haben Einbrecher ein in der Gemarkung Berstadt gelegenes Jagdhaus heimgesucht. Die Täter verschafften sich durch gewaltsames Deffnen eines Fensters Zutritt zu dem Innern des Hauses, wo sie sich an den vorhandenen Eßwaren, Wein und Kognak gütlich taten. Nach ausgiebiger Stärkung haben sie dann weitere Lebensmittel und eine Anzahl Herren- und Damenkleidungsstücke als Beute ihres Raubzuges mitgenommen. Die Nachforschungen durch die Kriminalpolizeistelle Gießen und die Gendarmerie in Echzell sind im Gange. ge- nur um Kurt Hauck aus Friedberg zum Regierungsbaumeister. . ♦♦ Reifeprüfung am Realgymnasium. Bereits vor Weihnachten haben vier Oberprimaner, die als Offiziersanwärter in das Heer eintreten wollen und vom 1. Januar bis 31. März 1936 beim Arbeitsdienst tätig sind, die Reifeprüfung abgelegt. Die übrigen Angehörigen der beiden Oberkannte, verschloß das Erleben dieser Stunde tief ins eigene Herz. Kein Wort von dem, was geschehen, kam über ihre Lippen. Wie eine Entweihung wäre ihr das Preisgeben des Gefühls erschienen, das so unverhofft, so beseligend in den Tiefen ihres bis dahin unberührten Mädchentums erwacht war. „Ja", sagte sie gehorsam. Worauf sie lachen mußten. Und sich wieder küßten. Für die Durchführung dieser Anordnung im einzelnen sind die Bestimmungen maßgebend, die der Beauftragte des Reichsnährstandes auf Vorschlag des Landesbauernführers für den Bereich der Landesbauernschaft erläßt. In ihnen hat die Landesbauernschaft die Gebiete festzusetzen, in denen Die Pflichtprüfung einsetzt, sowie den Zeitpunkt, von dem an dies geschehen soll. Außerdem sind darin die Beiträge festzusetzen Für jeden Fall der Zuwiderhandlung sind Ordnungsstrafen bis zu 1000 Mark vorgesehen. D,e Ausübung des Ordnungsstrafrechtes erfolgt durch den zuständigen Landesbauernführer. Da in einigen Gebieten bereits mit der pflichtmäßigen Milchviehkontrolle begonnen worden ist, bestimmt die Anordnung, daß bis zum Erlaß der Durchführungsbestimmungen die bisher gültigen Regelungen zur Prüfung der Milchleistung der Kühe unberührt bleiben. Auf Grund dieser Anordnung werden nur für die einzelnen Landesbauernschaflen die Durchführungsbestimmungen erlassen, so daß dann in ganz Deutschland die Milchleistungsprüfungen als eine der wichtigsten Maßnahmen im Rahmen der landwirtschaftlichen Erzeugungsschlacht, die die Sicherstellung unserer Ernährung aus eigener Scholle zum Ziele hat, planmäßig zur Durchführung gelangen. Ohne ihre Antwort abzuwarten, sprang er auf, verschwand im Nebenzimmer und stand gleich darauf im Hellen Mantel vor ihr, ungeduldig wartend, bis sie alles fortgeräumt hatte und in den hingehaltenen Mantel schlüpfte. Willig und vergnügt geschah es. Der Druck, der vorhin so schwer ihre Brust belastet, war wie weggeweht. Und mit ihm der Regen, der anscheinend seine Pflicht getan zu haben glaubte. Am Eingang zum Museum verhielt Selld^n den Schritt. „M u ß ich da hinein?" klagte er. „Es wird nach Staub und Stube riechen und das Mongolenzelt gewiß nicht anders aussehen als mein eigenes. Die Luft ist so schön frisch, man täte besser, ein wenig zu bummeln und spazieren zu gehen. Was meinen Sie, Fröken Greta?" Greta meinte Ja und Amen, hob die Nase und schnupperte genüßlich, denn die nasse Erde roch gut, und trabte flott in umgekehrter Richtung neben ihrem langen Begleiter her. „Gleich wird die Sonne scheinen", meinte der, nach dem Himmel weisend, „da wird es schon ganz hell." Die Sonne schien zwar nicht, dafür begann es bald darauf wieder sacht zu rieseln, aber die beiden Menschen merkten es gar nicht. Den schönen Pfad wanderten sie elbaufwärts, der sich zärtlich den sanften Windungen des Flusses anschmiegt. Frisch und satt leuchtete das Grün der sich zu beiden Seiten des Wegs bis zum Wasser dehnenden Wiesen. Weiß und lautlos wie ein Schwan glitt ein Dampfer vorüber. Große Stille war um die beiden. Und in dieser Ruhe einer friedlichen Natur begann der Schwede von seiner Heimat zu erzählen, von dem großen Haus in Djursholm, dessen Gartenwildnis sein Knabenparadies gewesen, von den beiden lustigen Schwestern, von denen die jüngste mit zehn Jahren gestorben. Don den Hellen Sommernächten, in Schlaflos lag sie die ganze Nacht, träumte mit offenen Augen lächelnd vor sich hin — und verbarg ihr glühendes Gesicht in den Kissen, als der Mond listig und vielsagend durchs offene Fenster lugte, als wisse er alles. Viel zu früh machte sie sich am Morgen auf den Weg zum Hotel, wanderte aber dann, von einer alle Glieder lähmenden Scheu befallen, so lange um den großen Platz und den dahinter liegenden Teich herum, daß es später als sonst war, als sie, durch Herzklopfen am Atmen behindert, in das große Zimmer trat, in dessen Erker Selldsn mit ihr zugewandtem Rücken stand — so gedankenversunken, daß er ihr Klopfen und Eintreten ganz gerade diese Buffer die Fettversorgung bann sichersfellen soll, wenn das Bufferaufkommen jahreszeitlich bedingt oder aus anderen Gründen einmal geringer ist. Die gute Qualität der Markenbutter gestattet allein die Einlagerung über große Zeiträume, ohne daß eine Wertminderung zu befürchten ist. In Zeiten der Butterknappheit kann deshalb die Bevölkerung mit den Vorräten der Markenbutter aus Kühlhäusern versorgt werden. Nicht zuletzt aus diesem Grunde soll erreicht werden, daß möglichst viel Milch von den Molkereien erfaßt wird. Die im bäuerlichen Betriebe hergeftellte Landbutter ist nicht haltbar und verliert schon oft nach Tagen an Wert. Sie ist ferner marktmäßig schlecht zu verteilen, und schließlich ist bei der Herstellung der Butter im ländlichen Betrieb die Fettausnutzung der Milch nie so weitgehend möglich, wie in den Apparaten der Molkereien. Der Bauer kann trotz der bestehenden Milchablieferungspflicht in seinem eigenen Betrieb so viel Milch verbrauchen, wie er will, er kann auch für seinen eigenen Bedarf im eigenen Hause buttern, er wird es aber, sofern er die Vorteile des Butterbezugs aus der Molkerei erkannt hat, nicht mehr. tun. davon. Als könne sie dem entfliehen, was so über sie hereingebrochen. 26. Kapitel. Seltsam. Das Mädchen, dessen Seele sonst leijtungsprüfungen" veröffentlicht. hiernach wirb beffimmf, baß in sämtlichen £an- besbauernschaften sofort mit ben Borarbeiten für bie Einführung ber Milchleistungsprüfun- gen zu beginnen ist, soweit bies bisher noch nicht geschah. Die weitere Durchführung ber Milchleistungsprüfungen erfolgt auf Grunb bie- ser Anorbnung burch bie Lanbesbauernschaften. Es heißt dort, daß „die Prüfung durch Beauftragte des zuständigen Landesbauernführers erfolgt, und zwar mindestens einmal im Monat". Die zur Zeit bestehenden Kontrollvereine arbeiten entweder mit 21tägiger, oder 28tägiger Kontrolle. Die 28tägige Kontrolle ist erst vor einigen Jahren unter dem Druck der wirtschaftlichen Verhältnisse zugelassen worden. Da die Milchleistung der Kühe infolge der verschiedensten Einflüsse nicht unerheblichen Schwankungen unterworfen ist, liegt es auf der Hand, daß die Ergebnisse der Kontrolle um so genauer sind, je öfter sie stattfindet. Um aber hie Kosten möglichst niedrig zu halten, muß man sich in vielen Fällen mit der 28tägigen Kontrolle begnügen. Die Prüfung schließt eine Untersuchung ber Milch auf Fettgehalt ein. Da burch bie Milch- leistungsprüfungen gerabe eine Steigerung unserer Buttererzeugung erfolgen soll, so ist es selbstverstanblich, baß es nicht nur auf eine Steigerung ber Milchmenge, sonbern vor allem bes Fettgehalts ber Milch ankommt. Bei diesen Kontrollen haben die Kuhhalter den Beauftragten alle für die Milchleistungsprüfungen er- forderlichen Auskünfte zu erteilen. Dazu gehören auch etwaige kleine Hilfeleistungen, die zur ordnungsmäßigen Durchführung der Milchleistungs- Prüfungen erforderlich sind. Die K o st e n sind durch die Kuhhalter, die milchbearbeitenden und milchverarbeitenden Betriebe aufzubringen. Die Gebühren für die Erzeugerbetriebe werden durch die Landes- bauernschaft festgesetzt. Außerdem hat jede Molkerei, in deren Einzugsgebiet die pflichtmäßige Milchviehkontrolle durchgeführt wird, einen im Einvernehmen mit der Deutschen milchwirtschaftlichen Vereinigung (Hauptvereinigung) bzw. dem zuständigen Milchwirtschaftsverband festzusetzenden Beitrag zu den Unkosten beizusteuern, da erfahrungsgemäß durch bie Milchleistungsprüfungen bie Milchanlieferung bei ben Molkereien nicht nur men- ' genmähig, sonbern vor allem auch hinsichtlich I ber Güte steigt. denen eine seltsame Unrast im Blut der Menschen pulste, von den Feuern der Johannisnacht, wenn Burschen und Mädchen Hand in Hand über den flammenden Holzstoß sprangen und ihn singend umtanzten. Von der Pracht der Wälder und Berge im Schnee, wenn man durch die bläulichen Schatten geheimnisreicher Dämmerung auf dem Schneeschuhen dahinglitt, den gemütlichen Abenden am offenen Kamin, in dem riesige Buchenscheite mit Knistern und flammender Lohe die Worte des Vaters begleiteten, der die alten Sagen feines Landes erzählte und von Sitten und Art fremder Völker, denn er war Kapitän auf schwedischen Überseedampfern und selten zu Hause. „Damals erwachte in mir schon der Wunsch, diese fremde Ferne kennenzulernen und das zu entdecken, was noch keines Menschen Auge gesehen hatte. Und ich bin diesem Wunsch treu geblieben, trotzdem alles dagegen war: meine Eltern, Geldmangel und eine sehr schwache Gesundheit. Ich war ein kränklicher Knabe und zu rasch gewachsen. Aber was man will, erreicht man meistens. Und ich wollte." Ein stählerner Klang war auf einmal in der freundlichen, etwas singenden Stimme. Grete Mervius sah den großen Mann an ihrer Seite an. Diele scharfe Linien durchzogen das vorzeitig verwitterte Gesicht, aus dem die hellen Augen jung und begeisterungsfreudig leuchteten. Kraft und Trotz verriet es und unbändige Energie. Kein ruhevoll Milchleistungsprüfungen in allen Landesbauernschasten Oer Führer als pale. «ARodheim a. d. Bieber, 18. Febr. Der Führer und Reichskanzler hat bei dem zehn- ten Kinde des Friseurs Georg Schmidt in Rodheim a. d. Bieber die Ehrenpatenschaft übernommen und eine Ehrengabe überreichen lassen. Hand in Hand gingen sie endlich weiter, wußten kaum, wovon sie sprachen, freuten sich der schönen reinen Luft, der Stille um sie her, des surrenden Flugzeugs über ihnen, das so sicher seinen Weg zog, amüsierten sich über ein paar barfüßige Knaben, die sich im Grase balgten, von einem kleinen aufgeregt kläffenden Foxterrier umsprungen — und sahen überrascht auf, als von Gretes Hutrand plötzlich ein kleines Rinnsal troff. Der Schwede streckte die Hand aus — „Ich dachte, die Sonne schien!" Seine grauen Augen strahlten das Mädchen an, das den Hut abgenommen und fragend das blonde Haupt gen Himmel hob. „Wahrhaftig, es regnet", stellte sie fassungslos fest. „Aber nun wir müssen schnell zurück, sonst gibt es einen bösen Schnupfen! Grete lachte glücklich. „Ich bin wetterfest und waschecht, meiner Schönheit schadet das bißchen Nässe nichts!" Allzu schnell waren sie wieder am Schloßplatz vor dem Hotel angelangt, trotzdem ihr Weg von manch längerer Pause unterbrochen gewesen, die sie ebenso angenehm wie nutzbringend ausgefüllt hatten. „Du nimmst jetzt ein Taxi nach Hause, Greta", bat Selld6n besorgt. Aber Grete schüttelte den Kopf. Jetzt konnte sie der Mutter noch nicht unter die Augen treten, jetzt mußte sie erst noch ein Weilchen allein sein-- Schweigend reichte sie ihm die Hand, die der Mann ergriff und lange festhielt, als könne er sich nicht von ihr trennen. „Greta —" sagte er leise. „Ja — ja--" Halb Jauchzen, halb Schluchzen war es. Sie riß sich los und lief wie gejagt Hatte sie diesen Svante Sellben je häßlich fanden? — Sie wußte es nicht mehr, wußte um eine innige Freude an seiner Nähe, ein tiefes Verstehen. "Das ist schön", sagte sie leise, halb zu sich selber, „schön —" "ttttn i Genießender sah so aus. Das war das Antlitz eines Kämpfers, der Letztes hergab zur Erreichung einmal gesteckten Ziels. ein aufgeschlagenes Buch vor der Mutter lag, nur fröhliche Mitteilsamkeit, keine Geheimnisse immer, aber sehr kurz war sein Händedruck. „Guten Morgen, Fröken Greta, wie geht es? Marktregelung in der Milchwirtschaft Vortrag im (Seminar für ländliches Genossenschaftswesen. primen unterzogen sich am vergangenen Donnerstag und Freitag der Reifeprüfung. Zwei Prüflinge wurden dabei nicht für reif erklärt. Die Prüfung fand am ersten Tag unter dem Dorsitz des Ober- studiendirektors A n g e l ber g e r, am Metten unter dem Vorsitz des Oberschulrats Dr. L e i p au-, Darmstadt statt. Da demnächst eine einheitliche Regelung der Bezahlung der Milch nach Fettprozenten erfolgen wird, ist damit zu rechnen, daß die Pre s- jpanne zwischen Frischmilch und Werkmilch nicht mehr so groß sein wird, wie es bisher da und dort der Fall war. Die Genossenschaften sollen bestrebt sein, den Milch- erzeugern möglichst hohe Auszahlungs prei9fe zu sichern. Aus diesem Grunde muß eine fparjame Wirtschaft gepflegt werden und überall da wo Unkosten vermeidbar sind, louen sie' im Interesse eines hohen Auszahlungspreises vermieden werden. Allerdings war im vergangenen Jahre ein Rückschlag insofern zu verzeichnen die Preise für Kraftfuttermittel gestiegen sind, die Milchpreise aber auf Grund des festgelegten Butterpreises, der nicht überschritten werden durfte, n cht folgen konnten Die Molkereigenossenschaften sind gehalten, soviel auszuzahlen, als irgend möglich ist. Es wird weniger Wert darauf gelegt, am Jahresschluß eine hohe Dividende verteilen zu können, als daraus, , dem Erzeuger einen günstigen Preis für die Milch geben zu können. In M v l k e r e i e n m i t K ä s e - reibe trieb sollte durch die höhere Auswertung der Milch auch ein h ö h e r e r E r z e u g e r p reis qegeben werden können. Auf diesem Gebiete wird demnächst mit Preisfestsetzungen zu rechnen sein. Wilhelm Backhaus Klavierabend / 20aühr*ünlve“rs2^Änlab.r"*D In seinen abschließenden, Betrachtungen wie- Dr Bojunga noch darauf hin, daß die Riarkt» regelung in der Milchwirtschaft trotz der Gegner- schäft mancher Landwirte außerordentlich große Erfolge erzielen konnte, die insbesondere den Bauern und Landwirten als Milcherzeuger zugute kamen. Tatsache sei, daß dies auch mehr und mehr auf dem Lande anerkannt werde, da die Vorteile des Genossenschaftswesens in der Milchwirtschaft offensichtlich seien. Eindringlich wies der Redner auch darauf hin, daß durch eine vielleicht über tragbare Verhältnisse hinaus gesteigerte Milch, erzeugung nicht andere Zweige der Landwirtschaft (insbesondere die Tierzucht) zum Schaden der Volks- ernährung vernachlässigt werden dürfen. Der Vortrag fand starken Beifall und lofte eine rege Aussprache aus, in der insbesondere Fragen der Rassen in der Viehhaltung, die Frage der Ver- wendung der Magermilch in der Tieraufzucht, Die verhängnisvollen Folgen des Kälberschlachtens in den vergangenen Monaten, die Bezahlung der Milch nach Fettprozenten und vieles andere mehr von berufener Seite erörtert wurden. >bes S &**' to«uu« * ..2ie Deite !'ner Klasse Sä* ÄSi * & s Sö tes SN b langend N Dor nicht aufzupassen. Sie müssen bitte verzeihen — wenn man so lange in die Wildnis lebt, vergißt man seine Manieren." Er lächelte, aber sein Blick irrte schnell über sie hinweg, als fliehe er vor der oerftänhnislofen, wehen Frage in den blauen Augen, die ihn eben noch so selig angestrahlt. Grete Mervius begriff nicht. War das derselbe Mann, der sie gestern so zärtlich geküßt, .liebe, liebe Greta' genannt hatte, dessen Hände so fest die ihren umklammert, der Mann, an den sie all die Stunden seit dem Abschied mit aufgewühlter Sehnsucht gedacht? — Wie umgewandelt war fein ganzes Wefen. Wo Wärme sie umgeben, wehte ihr heute kühle, höfliche Unpersönlichkeit entgegen. Aber ihre Fassungslosigkeit Dauerte nicht lange. Dann machte Mutter Margrets Erziehung zur Selbstbeherrschung, zur inneren unD äußeren Haltung sich geltend. Verletzter Stolz tat ein Uebriges. Sie hob die Brauen, lächelte flüchtig wie er. „Bitte, beunruhigen Sie fick nicht wegen des bißchen Regens, Herr Selldsn, Die Nässe hat mir in keiner Weise geschadet. Wir waren abends noch bei meiner Schwester und riesig vergnügt." So, nun wußte er, daß sie seiner Zärtlichkeit keinerlei Bedeutung zugemessen hatte. Ein Spiel, weiter nichts — (Fortsetzung folgt!) arbeiten zu können. Dadurch, daß die Molkereigenossenschaften den Milcherzeugern einen festen Preis garantieren, ist für den Bauern eine Rentabilitätsgrundlage für seine Milchviehwirtschaft gegeben. Der Aufbau des Milchwirtschaftlichen Genossenschaftswesens war nicht immer leicht. Es war dabei eine auffällige Erscheinung, daß man in manchen Gebieten die Schaffung einer Milchabsatzgenossenschaft oder eine Molkereigenossenschaft als eine Selbstverständlichkeit ansah, in anderen Gebieten Dagegen gar nichts Davon wissen wollte. Das Genossenschaftswesen erfährt nach Den bisherigen Erfahrungen einen fortschreitenDen Ausbau. Dor allem trägt man sich an zuständiger Stelle mit Dem Gedanken, Milchleistungs- und Milch- qualitätsfontrollen durchzuführen. Für Die Frischmilch wurde bisher schon die Forderung erhoben, daß sie 3,2 v. H. Fett enthalten mutz. BMMMtO. Roman von H. von Hellermann. Copyright 1936 by Aufwärts-Verlag G. m. b. H., Berlin SW 68. Noch gibt es manchen Landwirt, der sich Dagegen sträubt, einer Genossenschaft beizutreten, aber Doch Die Vorteile genossenschaftlichen Milchabsatzes gemeßen will. Es wird Deshalb erstrebt, allgemein eine Regelung zu treffen, bie für Die Milch von Nicht- m i t q l i e D e r n eine MinDerbezahlung vorsieht. Wo diese Regelung bereits getroffen wurde, hat sich inzwischen mancher Bauer und Milcherzeuger auch zur Genossenschaft angemeldet. Die Verantwortung muß ja auch von allen getragen werden, wenn alle Der Vorzüge Der genossenschaftlichen Milchverwertung teilhaftig roerDen wollen. In seinen weiteren Ausführungen beschäftigte sich der Redner mit Fragen Der Buttererzeu- gung im Hinblick auf bie Sicherstellung ber Fettversorgung unseres Volkes. Er wies zunächst barauf hin, baß bie Molkereien ganz bestimmte Buttersorten herzustellen haben. Für bie besseren Buttersorten finb Richtlinien erlassen. Das gilt besonbers für bie Markenbutter. Die hohen Forderungen an die Qualität der Markenbutter müssen gestellt werden, weit Den Mitcherzeugern soll die für die Tierau^ zücht wichtige Magermilch soweit rote möglich urückgegeben werden. Um eine Übertragung oon krankheilen 311 verhindern, soll "'Zukunft jede Molkerei auch einen Magermilcherhiher im Betrieb haben, um in der Magermilch alle schädlichen keime töten zu können. Die Milchversorgungsoerdänbe sind bekanntlich Der Landesbauernschaft angegliebert. Ihre Organe haben die Aufgabe, die Interessen aller an Der Milchwirtschaft beteiligten Gruppen gerecht zu vertreten. In O b e r h e s s e n sinh so führte Der Redner u a. weiter aus, verschiedene Kreise mit Molkereien übersetzt, wahrend in anderen Kreisen Molkereien dazu übergehen müssen, ihre Betriebsanlagen zu erweitern. Hier wird noch mancher Ausgleich zu erstreben sein. Die Käsereien sind angehalten, für die Zukunft Qualitätsware zu liefern, und zwar in immer gleicher Packung, um so den Absatz zu festigen. Dor vielen Ortsbauernführern, Vertretern von Genossenschaften und einer Anzahl Studenten des Landwirtschaftlichen Instituts unserer Universität sprach am gestrigen Mittwochnachmittag im Rahmen einer Vortragsveranstaltung des Seminars für ländliches Genossenschaftswesen .der Vertreter Des MilchwirtschaftsverbanDes Rhein-Main, Dr. , Bojunga (Frankfurt a. M.) Über Das aktuelle - Thema Der „M a r k t r e g e 1 u n g i n D e r M i l ch- wirtschaf t". Nach kurzen einleitenDen Ausführungen und herzlicher Begrüßung Der zahlreichen Zuhörer Durch Dr. Pfaff, sprach Or. Bojunga, Frankfurt, zunächst in grundsätzlichen Darlegungen über Den Ausbau Des Genossenschaftswesens tn Der Milchwirtschaft. Er gab Dabei Aufschluß über die Grundsätze her Aufgliederung Der von Den Genossenschaf- ten erfaßten Bezirke in Frischmilch- und Werkmilch-Erzeugungsgebiete. Insbesondere wies er auf Die wirtschaftlichen Vorzüge Dieser AufglieDerung hin, Die sich Darin äußern, Daß große Entfernungen für den Transport der Milch nicht mehr überwunden zu werden brauchen, sondern durch die Erfassung in begrenzten Umkreisen Ersparnisse gemacht werden können, die sowohl dem Erzeuger, als auch dem Ber- braucher zugute kommen. Zwecks Erfassung Des Milchaufkommens in den ländlichen Gemeinden feien bie MiIchabsatz - unb bie Molkereigenossenschaf ten ge- grünbet worben. Die genossenschaftliche Erfassung unb Verarbeitung ber Milch hat, so fuhr Der Reb- ner u. a. fort, bereits erhebliche Anreize zur Steigerung ber Milchprobuktion geschaffen. Das gilt sowohl für bie Frischmilch, als auch für bie Werkmilch. Um bem Erzeuger von Werkmilch im Gegensatz zum Erzeuger Der hoher bewerteten Frischmilch einen gerechten unD entsprechenben Verbienst zu sichern, würbe bie Ausgleichsabaabe geschaffen, bie ber Stützung ber Werkmilchpreise in der Auszahlung an Den Lanbwirt ober Bauern dient. Die Preise für Werkmilch dürfen eine Erhöhung ober Angleichung an bie Frischmttchpreise nicht erfahren, ba bie festgelegten Butterpreise ben Werkmilchpreis bestimmen. Die Schaffung ber Ausgleichsabgabe erschien also als eine Notwenbigkett. Die Schaffung ber Ausgleichsabgabe an bie Molkereien schuf in ber Folge auch einen burchaus erfreulichen Anreiz zur erhöhten Milcherzeugung in den Werkmilchgebieten. Besonders charakteristisch erschien bas in Kreisen von Hessen-Nassau, bie milchwirtschaftlich bis vor kurzem nicht erfaßt waren unb bereits jetzt erhebliche unb ftänbige Steigerungen ber Milchprobuktion erkennen lassen. Die Folge war, baß vorhanbene Molkereien ihren Betrieb erweitern mußten, um bas Milchaufkommen ver- (ZdR.) Am 22. November 1935 ist Die „D e r - orDnung über Milchleistungsprüf iin - gen" erlassen roorhen, nach Der u. a. Der Reichs- nährstanD zur Ausübung ber Befugnisse einen Beauftragten zu bestellen hat. Zum vorläufigen Beauftragten bes Reichsnährstands für bie Milchleistungsprüfungen ist nun Freiherr v. G u m p - p e n b e r g in Pöttmes ernannt worben, Der im VerkünDungsblatt Des Reichsnährstands Nr. 14 vom 11. 2. 36 eine „AnorDnung für Die Milch- -«V H.jgiuü'B * « I d°M Sri Erfolgt «" W Renten EM L Lime ini21 ■ «Men. ■ ’ 2er Redner bM 'Men AnsichW D-nd betonte« M Seiten h-i ■.jubentenbunD ■ WanyelegenM Wundenen ce 5 der Etüden» 'in 9 e#nJ Ong. daß M r-ie des deutsch» •nbe auch klar ■ Sille gegenüber« Die Arbeit de Bi neben der 3 bem Begriff ton Studentenbu trt des deutsche toiflSDS®- ei Adelung sei du Hibunb nehme Tuch, der von chustreben. Unter der Fah Mben wurde, dieses Sinnbildes studentische Kam Ehre und der E stischen Weitansc Ake dienen w SerSta D ! betonte in feil j Partei als | totale Ersa lebe und wirke, i Partei auch ben । Wie/e ber beu Partei nidjt Am dilNS.'Le! veransta $ Lezirtstagui gerinnen aus Men hatten, die Tagung I ”r gemeinsam und dem Mim begrüßte ’f 8 Meßen) d dem als ! Wer (Wichet ! ! ich lchpk Schulleiter Re ode, die ®i {jungten I Platze, Dorr i ? Schulsaale I Zlkung, en Ate, macht \ nach ' »W Sellben sah sie an. So finbergläubig, ja anbädp tig leuchtete bas junge Gesicht ihn an — — Da vergaß er Vergangenheit unb Zukunft, vergaß alle guten Vorsätze, blieb stehen, nahm es behutsam zwischen beide Hänbe unb küßte es mitten auf ben roten Munb, ber ihn so lockenb angelacht. „Liebe — liebe kleine Greta ..." 6 b btr Wete! Zeuger, bei ehr .die^ehr »il& d-r A°« ByS SÄ* *>h: Alsucht, bii Achtens in ' Mt Don £U"S m ein, •6eA bie bei «ji Nil« W ber San. .o>e ßanbes- ’n Denen die Mtpuntt, non m sind darin ng sind Orb. gesehen. Die erfolgt durch 't der pflicht. ' worden ist, m Erlaß der cher gültigen hlerstung der Ken nur für die Durch- sien. Milchleistungs- Maßnahmen im ugungsschlacht, ung aus efge« iig zur Durch. br. Der Fü h. i dem zehn-1 Schmidt in «atenschafl rreichen lassen. krflohf. ?. Febr. Ai red)er m . nes 3agi>= | ten sch durch utxitt zu dem len Vorhände- 11 gütlich taten, b dann weitere : - und Damen- ; dzuges mitge- die Kriminal- ! erie in Echzell ; haus 29. Februar, s.-Anla.1^ träumte mit ’ und verbarg als der Mond Zensier lugte, ratn auf.den i von einer „ so lange er liegenden st war, als ibert, in Sellden mit gedanlenver- mtreten g°A zu. A W‘ Ibebtu«; , sie A. tatet Hi * «mm ■ i"’"1’ ..iH 5 lebt, M -.ZK S)i* I»'j an den -t, NM ' NÄ i aUn6 UfbriS«*' i- "L er. ifl l0«e S-s üflt- ner Kundgebung des NSDStB. in Gießen S.jl.-tfpOTt nicht 2:3; ieseck Amtliche Schultagung in Handball im Kreis W Mn-Sill) folgendes Aussehen: Unentsch. Verl. als auch am it ist. Stand Sturm durch und les. Dann kamen schoß das einzige Tor des Spie» die Blau-Weißen immer wieder 1900 1900 1900 1900 05 05 05 05 Wetzlar Wetzlar Wetzlar Wetzlar 0 0 1 3 3 2 3 3 5 7 9 8 9 8:20 7:17 6:20 1. Jugend — 2. Jugend — 1. Schüler — 2. Schüler — 1:7. 2:0. 1:0. 1:0. Pkte. 20: 4 20: 6 17: 7 15:13 11:17 Spiele 12 13 12 14 14 14 12 13 sowohl 2 1 2 Spitze Gew. 10 10 8 6 4 Tv. Wetzlar Tv. Lützellinden Mtv. Gießen Tuspo. Marburg Tv. Hochelheim To. Münchholzhausen To. Roth Tv. Heuchelheim Es wird also 3 3 2 an der Schluß noch interessante Kämpfe geben. Drei Mannschaften kommen für die Spitze noch in Frage, drei Mannschaften können aber auch noch absteigen. Wie es werden wird, müssen die Spiele der kommenden Tage ergeben. Auch die I. Kreisklasse ist, nachdem inzwischen alle Entscheidungen gefallen sind, am Ende der diesjäh- mar — Fellingshausen, Fellingshausen war angetreten. Gesellschaftsspiele: Heuchelheim — Aßlar Krofdorf — Niedergirmes 0:1. Fußball im Tv. Launsbach. Mit drei Siegen und einer Niederlage kehrte die Jugend von 1900 nach Hause. Das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis, denn der Wetzlarer Sportverein ist ein schwerer Gegner, der auf eigenem Platze kaum zu schlagen ist. Hinzu kommt noch, daß die Spiele auf einem völlia aufgeweichten Platze stattfanden, welcher große Anforderungen an die Spieler stellte. Aber was man in letzter Zeit immer wieder sehen konnte, war auch hier wieder ausschlaggebend, das Zuspielen und Zusammenarbeit. Die stärkste Mannschaft der Wetzlarer war die erste Jugend, die den Blau-Weißen nie eine Chance auf Sieg einräumte. Es ist dies zum Teil daher zu erklären, daß die Mannschaft der Wetzlarer schon einige Jahre steht, während die der Blau- Weißen aus der zweiten Mannschaft aufrücken mußte. Die zweite Jugend hatte die Entscheidung in der Hand und entledigte sich dieser Aufgabe sehr gut. Mit nur zwei Toren kamen die Gastgeber noch gut weg. Sehr schön spielte die erste Schülerelf. Nach einer kurzen Drangperiode der Wetzlarer spielte sich der Zum fälligen Pflichtspiele trafen sich am Sonntag Launsbach I — Lollar II. Lollar konnte bis Halbzeit zweimal einsenden. Nach dem Wechsel wurde Launsbach besser und glich aus. Das Spiel gewann an Tempo. Lollar konnte noch zweimal erfolgreich sein. Beim Stande von 4:3 für Lollar trennten sich beide Mannschaften. Der Schiedsrichter war dem temperamentvollen Spiele nicht recht gewachsen. Ein Unentschieden hätte dem Spielverlauf entsprochen. Sportverein 1928 Garbenteich. Garbenleich I — Grüningen I 3:2 (2:2). Am Sonntag standen vom Sportverein 1928 Garbenteich drei Mannschaften im Punktekampf. In sämtlichen Spielen konnten die Hiesigen die Punkte für ihre Farben buchen. Die erste Mannschaft hatte, wie schon in der Vorschau vermerkt, einen schweren Stand gegen die gleiche vom Sportverein Grüningen. Wohl war der Sieg für Garbenteich mehr als verdient, aber die Gäste setzten sich bis zur letzten Spielminute energisch zur Wehr. Der Tabellenführer ging vorerst mit 2:0 in Führung, demgegenüber Grüningen bis zur Halbzeit den Gleichstand von 2:2 herstellte. Nach dem Seitenwechsel gingen die Einheimischen jedoch mächtig aus sich heraus, und man bekam durchweg ein Spiel in der Grüninger Spielhälfte zu sehen. Schuß auf Schuß prallte gegen das Gästetor, aber hier stand der beste Spieler des Feldes, der es meisterhaft Der letzte Sonntag brachte nur kleines Spielprogramm. Ein großer Teil der angesetzten Pflichtspiele mußte abgesagt werden. In der Bezirksklasse kam nur ein Spiel zustande, das vielleicht von Einfluß auf die Tabelle sein wird, denn es gelang dem Tv. Heuchelheim Roth auf eigenem Platze sicher zu schlagen, und damit diesen noch mit in die Abstiegszone miteinzubeziehen. Der Ausgang kommt überraschend, ist aber zu verstehen, wenn man bedenkt, daß Heuchelheim wieder einmal auf der Scheibe war. Wenn der Sieg mit 4:6 Toren auch knapp ausfiel, er war aber vollkommen verdient. Die Tabelle hat nunmehr rigen Spiele angekommen. Es wird unter diesen Umständen wohl interessieren, wie der endgültige verstand, sein Heiligtum freizuhalten. Einmal mußte er sich doch noch geschlagen bekennen, als Garbenteichs Rechtsaußen aus naher Entfernung unhaltbar einsandte. Nun war der Sieg knapp aber verdient sichergestellt. Am Vormittag trugen schon die Jüngsten vom Sportverein ihr Pflichtspiel gegen die gleichen von Teutonia Watzenborn-Steinberg aus. Angenehm war man im Sportverein überrascht, als die Kleinen mit einem 2:0-Siege nach Hause kehrten. Den Hauptverdienst an diesem Siege trägt Garbenteichs TMhüter. Die Jugendmannschaft sicherte durch einen 2:1- Sieg über Alten-Buseck den dritten Erfolg des Tages. 1900 siegt im Zugendklubkampf in Wetzlar. noch die Schulgemeinde treten, deren Mitglieder als Jugendwalter durch den Schulleiter im Einvernehmen mit der örtlichen politischen Leitung berufen werden und deren Aufgabengebiet eine Ergänzung der Tätigkeit des Schulvorstandes darstellen soll. Mit der Mahnung an alle in der Erziehung Tätigen, sich mit ihrem ganzen Können für die Erziehung der deutschen Jugend, und damit dem Aufbau der deutschen Nation einzusetzen, schloß der Vortragende. In der Aussprache wurde noch die Frage der religiösen Erziehung und die reibungslose Durchführung des Staatsjugendtages erörtert. Elternabend Abends fand im Braunscken Saalbau ein Elternabend statt. Schon der Besuch bewies, daß die von jeher in Wieseck bestehende enge Verbindung von Schule und Elternhaus auch jetzt in gleichem Maße vorhanden ist und die Grundlage einer gedeihlichen Erziehungsarbeit überhaupt bildet. Flotte Märsche des Schülerorchesters leiteten den Abend ein, und mehrere zwei- und dreistimmigen Chöre der beiden Oberklassen sowie gut durch Schüler und Schülerinnen vorgettagene Aussprüche großer deutscher Erzieher bereiteten die Versammlung zu dem Vortrage von Schulrat N e b e I i n g über „Deutsche Erziehung" vor, der den Höhepunkt der Veranstaltung bildete. Nach einem Hinweis auf die großen innen» und außenpolitischen Erfolge führte der Redner u. a. aus, daß die Erziehung nicht eine erlernbare Kunst ist, sondern das Wachsen- und Reifenlassen von Kräften, Gaben die Fortbildungsschülerinnen unter Anleitung ihrer Lehrerin Frau Hahn (Wieseck) hergerichtet und aufgetischt hatten. Oie Tagung am Nachmittag. Sodann eröffnete Bezirksobmann Rektor Siegfried (Grohen-Linden) den zweiten Teil der Tagung. Seine Ausführungen galten vor allem dem von verbrecherischer jüdischer Hand ermordeten Landesgruppenleiter der NSDAP, in der Schweiz, Gustlosf, dessen Andenken von der Versammlung geehrt wurde. Schulrat N e b e l i n g machte dann längere Ausführungen über praktische Unterrichtsfragen, Gestaltung des Lehrstoffes und der Stundenpläne, besprach dabei den Januar-Stundenplan und forderte, das Leben in dem Unterricht zu verankern. Kassenverwalter Stumpf (Wieseck) machte Mitteilungen über die Spenden zur Errichtung des „Hauses der Erziehung" in Bayreuth und die Rückvergütung für den bezogenen „NS.-Erzieher". Dabei wurden die Beiträge zum Feuerversicherungsverband hessischer Erzieher und zur Sterbekasse erhoben. In seinem Vortrage über „Fragen der Außenpolitik" berührte Obmann Siegfried alle Probleme, die heute die Gemüter des In- und Auslandes bewegen, und er konnte dabei mit Genugtuung feststellen,' daß Deutschland einen ruhenden Pol darstelle. Anschließend sprach Rektor Petri (Wieseck) über „Abessinien". Der Redner befaßte sich zunächst mit den Problemen Kap—Kairo, Sudan—Tanasee und besprach dann die Lage am Suezkanal, der als das Genick des englischen Weltreiches bezeichnet wurde. Nachdem die Zuhörer noch mit Land und Leuten, Bodenbeschaffenheit und Bodenschätzen und Erzeugnissen bekannt gemacht worden wären, wurden methodische Fragen über eine lebensnahe unterrichtliche Behandlung dieses Stoffes beantwortet. Die klaren Ausführungen wurden durch eine größere Anzahl Lichtbilder, zumeist Naturaufnahmen aufs beste ergänzt. Reicher Beifall brachte den Dank der Versammlung zum Ausdruck. Die anregend verlaufene Nachmittagstagung wurde vom Versammlungsleiter mit dem Gedenken an den Führer und Reichskanzler geschlossen. Besprechung mit dem Schulvorstand. Um 18 Uhr fand unter Vorsitz von Schulrat N e- beling eine Besprechung mit den Mitgliedern des Schulvorstandes statt, zu der auch die dieser Körperschaft nicht von Amts wegen zugehörenden Erzieher und Erzieherinnen, sowie die Vertreter der Jugendorganisationen und der Obmann der NSLB.-Bezirkes Gießen-Land und der Leiter der Arbeitsgemeinschaft „Volksschule" eingeladen waren. Der Leiter machte grundlegende Ausführungen über die Arbeit des Schulvorstandes und dessen sachliches und persönliches Aufgabenbereich. Nur durch engste Zusammenarbeit aller Erziehungsfaktoren, nämlich Schule, Elternhaus und Jugendorganisation, könne das vorschwebende Erziehungsziel, den deutschen Menschen zu schaffen, erreicht werden. Neben dem Schulvorstand soll in allen Gemeinden natürlich zu einer politischen Wissenschaft, die aber nicht etwa eine Abhängigkeit von der autoritären Staatsführung bedeute, sondern bezwecke, den deutschen Wissenschaftler zu einer Haltung zu veranlassen, aus der heraus feine Wissenschaft d e m deutschen Volke nutze. Es müsse gefordert werden, daß die Wissenschaft sich ausrichte auf den Dien st am Volke. Das sei das Ziel der nationalsozialistischen Erziehungsarbeit. Jedermann müsse sich angewöhnen, das Erstrebenswerteste darin zu sehen, daß die Arbeit der Allgemeinheit nutze. Es habe nichts mit Gleichmacherei zu tun, wenn der NSDStB. diese eine Haltung fordere. Letztes Ziel des Strebens und Wollens und der Ausrichtung der Arbeit auf den Dienst am Volke müsse immer die Frage fein, was die Arbeit dem deutschen Volke nütze. lieber die Aufgaben des NSDStB. sagte der Redner, der Studentenbund sei die einzige von der Partei beauftragte Gliederung, die im Abschnitt „Hochschule" den jungen deutschen Menschen zu der eben skizzierten einen Haltung hinführen wolle. Zur Erreichung dieser einheitlichen Haltung könne aber nur eine Instanz da fein, nicht aber verschiedene Erziehungsgemeinschaften. Das Bestreben bestehe darin, eine Organisation einheitlicher Prägung und einheitlicher Ausrichtung unter einheitlicher Führung einzusetzen. Der Redner beschäftigte sich bann weiter mit der Frage der Korporationen und betonte dabei u. a., die Vielgestaltigkeit des Korporattonswesen sei wegen ihrer völlig uneinheitlichen Ausrichtung störend für die Durchführung des großen Planes der Schaffung eines einheitlich ausgerichteten deutschen Menschen. Deshalb hätten die Korporationen weichen müssen, weil es bei ihnen in dem Augenblick, wo für sie die große Chance gekommen war, das größte Mißverstehen gegeben habe. Für den Aufbau im Abschnitt „Hochschule" müsse freie Bahn geschaffen werden. Der NSDStB. fühle sich verpflichtet, den jungen deutschen Menschen an der Hochschule den Weg zur Volksgemeinschaft zu zeigen. Was an der Arbeit der Korporationen sich bisher als gut erwiesen habe, z. B. die Pflege der Kameradschaft, werde dabei vom NSDStB. übernommen, im übrigen aber werde alle Arbeit nur einem Prinzip unterordnet: dem Prinzip des Nationalsozialismus, der Idee des Führers. Der Studentenbund sei groß genug, um jedem Studenten die Freiheit seiner Entwicklung zu geben und seine Fähigkeiten einzusetzen für das große Werk des Führers. Das könne aber nur geschehen unter einer einheitlichen Führung, nicht aber durch die Bildung selbständiger Zellen. Deshalb hätten auch die übernommenen geschlossenen Kameradschaften wieder aufgehoben werden müssen, weil sich bei ihnen eine reaktionäre Entwicklung gezeigt habe. Der NSDStB. lasse die bisherigen Korporationen ruhig gewähren, aber er werde sehr scharf beobachten und nötigen- falls auch zupacken. Für die Kameradschaften des NSDStB. gebe es nur eins, den Glauben an den Führer und die Treue zu seiner Idee, für die die jungen Studenten im NSDStB. immer fanatische Kämpfer sein würden. Auf ihnen werde auch die eroegung und die Idee des Führers ewig stehen. Nach einem kurzen Schlußwort des Gießener Studentenbundsführers Frank wurde die Kundgebung mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer als Treuegelöbnis geschlossen. Vorverlegung des Spielbeginns der Spiele am Sonntag. Da am Sonntag, 23. Februar, „Horst-Wessel- Gedenkfeiern" ftattfinben, haben die Spiele im Sportkreise Gießen so frühzeitig zu beginnen, daß einem jeden Sportler der Besuch der Feiern möglich ist. Vereine haben sich sofort wegen des Spielbeginns untereinander in Verbindung zu setzen. Fußball-Fachamtsleiter Henkel. Fußball der Kreisklaffen. Grünberg — Rodheim 2:0; Leihgestern — Gro- ßen-Buseck 4:2; Oberbiel — Bissenberg II 3:3; Lollar — 1900 II, 1900 abgesagt; Steindorf — Stockhausen, Stockhausen nicht angetreten; Albshausen — Leun, Leun nicht angetreten; Werdorf — Wetzlar II 1:4; Garbenteich — Grüningen 3:2; DfB.-R III — 1900 III 3:1; Heuchelheim II — Tv. 1846 2:4; Launsbach — Lollar II 3:4; Wiß- vor das Tor des Gegners und schufen gefährliche Situationen, doch zu einem weiteren Erfolg sollte es nicht kommen. Dasselbe Resultat erzielte die zweite Schüler- mannschaft. Der Gegner war körperlich weitaus stärker. und Fähigkeiten bei der Jugend im Interesse unseres Volkes. Unsere 33erantroortuna ist deshalb so groß, weil wir andere Erkenntnisse aufgenommen haben, die uns hinführen zu den Grundgesetzen unseres Seins und weil wir das Glück haben, Zeitgenossen und Gefolgschaftsmannen des größten deutschen Erziehers zu fein: Adolf Hitlers! Erziehung ist eine Angelegenheit des ganzen Volkes. Ein Volk muß darum fein ganzes Bildungsgut, feine ganze politische Kraft und seine ganze Ehre einsetzen, um dem ewigen Volkstum gerecht zu werden, Deutschland! Nur der kann er- ziehen, der selbst einen charaktervollen inneren Halt hat und in dem die Begriffe Gott, Volk, Vaterland ein Stück Wirklichkeit geworden sind. Die körperliche Erziehung soll ein hartes, ausdauerndes Geschlecht heranbilden. Danach kommt die Bildung des Charakters, wobei Ehrbegriff und Ehrbewußtsein zuvörderst zu pflegen sind nach dem Wort: „Nichtswürdig ist die Nation, die nicht ihr Alles freudig setzt an ihre Ehre". Mut, Urteilskraft, Tapferkeit und Entschlußfähigkeit müssen die Brust jedes deutschen Jungen erfüllen! Eine heilige Aufgabe ist uns gestellt: für die Erziehung der Jugend zu sorgen. Sie ist nur dann zu lösen, wenn heißes Wollen uns alle erfaßt und uns erfüllt mit neuem Hoffen und Glauben. Mit reichem Beifall der Elternschaft und dem Schlußwort des Versammlungsleiters wurde dem Reoner für feine tiefschürfenden Ausführungen gedankt und der Abend mit einem Gruß an den Führer und dem Gesang der beiden Nationallieder geschlossen. Der NS. - Lehrerbund, Bezirk Gießen- Land, veranstaltete gestern in Wieseck eine amtliche Bezirkstagung, zu der sich über 50 Lehrer und Lehrerinnen aus den Ortschaften um Gießen ein» gesunden hatten. Die Tagung begann mit dem Frühsport, der gemeinsam mit der Klasse Illa ausgefuhrt wurde, und dem Lied und Tagesspruch folgten. Sodann begrüßte der Leiter Kreisschulrat N e b e» ling (Gießen) die Erzieher und Erzieherinnen und bot dem als Gast anwesenden Bürgermeister Euler (Wieseck) einen besonderen Willkommens- gruß. Lehrproben am Dormittag. Schulleiter Rektor Petri zeigte in einer Lehr- probe die Einführung in das Kartenlesen und den verjüngten Maßstab. Nach dem pädagogischen Grundsätze, vom Nahen zum Entfernten, ging er vom Schulsaale aus über Schulhaus, Ortsplan, Gemarkung, engere Heimat und Vaterland zur Weltkarte, machte in Gedanken Reisen zum Reichsparteitag, nach der Winterolympiade und Berlin. In methodisch-vorbildlicher Art wurde dabei der Maßstab den Kindern vor Augen geführt, die dann an Hand selbstgefertigter Karten den Beweis des verstandesmäßigen Erfassens erbrachten. Besonderes Interesse fand bei allen Teilnehmern eine Flug- bildausnahme van Wieseck, die die Schüler zur An- fertigung eines Modells im Sandkasten veranlaßt hatte. Die zweite Probelektion hielt Lehrer Stoll mit seiner Klasse vom 7. Schuljahre über Rechenunterricht Im dörflichen Raume. Zur Einführung wurden die Raumprobleme Japan-China und Italien-Abessinien behandelt und dabei auf Grund der durchschnittlichen Bevölkerungsdichte herausgefunden, daß auch unser Vaterland ein Volk ohne Raum ist. Ausgehend vom kleinsten Lebenskreis, der Familie, wurden Haushalts- und Hauswirtschaftsberechnungen ausgeführt und dabei die grundlegenden Formen und Hebungen der Bruch- und Dezimalbruchrechnung aufgezeigt. Praktische Aufgaben von Prozentrechnungen, aus der Bewirtschaftung des Waldes und dem täglichen Leben und der Gemarkung zeigten, wie die gesammelten Zahlen von der dörflichen Flur bis zu den kultur- und wirtschaftspolitischen Bestandsergebnissen des Vaterlandes fruchtbringend im Rechenunterricht verwandt werden können, ohne daß dabei eine Unterlasfungs- sünde hinsichtlich der vier Grundrechnungsarten em- zutreten braucht. Dabei wurde das große Ziel, die Rohstoffreiheit des deutschen Volkes zu erringen, immer vorschweben lassen. Beide Lektionen waren Musterleistungen und fanden das uneingeschränkte Lob aller Teilnehmer. Schulrat N e b e l i n g hob in der Aussprache hervor, daß die neue Zeit eine innere Verbindung der elementaren grundsätzlichen Arbeit mit dem geforderten neuen Lehrstoff erreichen muß, als deren glückliche Vereinigung eine große Leistungssteigerung des gesamten deutschen Volkes hervorgehen wird. In der Mittagspause wurde ein einfaches Mittagessen in der Wirtschaft Braun eingenommen, das Zwar kommt der Sieg von Niedergirmes nicht unerwartet. Er stand aber lange Zeit in Frage; denn Hörnsheim sowohl als auch Groß-Rechtenbach haben der Siegermannschaft schwer zugesetzt, und nur mit Glück konnte sie dann schließlich doch die Spitze behaupten. Freundschaftsspiele. Tv. Groß-Rechtenbach — Tv. Ansbach 9:2 (3:0). Die Platzbesitzer haben auch in diesem Spiel wieder ihre gute derzeitige Form bewiesen; denn die Mannschaft der Gäste, die in ihrem Kreis eine gute Rolle fpielt, hat sich keineswegs so leicht, wie das Ergebnis vielleicht sagt, schlagen lassen. Die beiden Jugendmannschaften trennten sich mit dem Ergebnis von 7:0 für die Gäste. Tv. Garben heim — Tv. Dutenhofen 4:7 (1:2). Das Spiel, das in der ersten Halbzeit ausgeglichen war, sah nach der Pause die Gäste mächtig aus sich herauskommen. Als bann die Platzbesitzer dazu übergingen, auch noch taktische Fehler zu begehen, konnte Dutenhofen das Spiel überlegen gestalten und seinen Sieg sichern. Weitere Ergebnisse: Tv. Wetzlar II — Tv. Nauborn 6:4; Tv. Wetzlar Jugend — To. Katzenfurt Jugend 4:3; Tv. Garbenheim Jugend — Tv. Dutenhofen Jugend 9:1 (5:1); Tv. Garbenheim II — Tv. Dutenhofen II 4:7 (1:3); Spv. 05 Wetzlar — Tv. Katzenfurt 1:5 (1:3). Handball und Fußball der Studenten. Universität Gießen — Universität Heidelberg 11:10. Universität Gießen — Universität Heidelberg 2:10. Am Samstag fanden in Frankfurt a. M. auf dem Platze des Sportvereins „Rot-Weiß" Handball- und Fußballspiele statt, die von den Mannschaften der Universitäten Gießen und Heidelberg bestritten wurden. Es wurden keine Meisterschaften ausgetragen, sondern diese Zusammenkunft sollte die Freundfchaft, die zwischen den beiden Hoch- schulen besteht, vertiefen helfen. Beim Handball- fpiel konnte die Mannschaft der Gießener einen Äm gestrigen Dienstagabend fand in der Neuen Aula eine von den Gießener Studenten sehr stark besuchte öffentliche Kundgebung des NSDStB. in Gießen statt, zu der auch der Nektar, Prof. Dr. Pfähler, und der Kanzler, Pros. Dr. Hummel, ferner zahlreiche Professoren, außerdem Vertreter der HI. mit Bannführer Schreiber an der Spitze erschienen waren. Nach dem Fahneneinmarsch leitete die Kamerad- chatt des Studentenhauses den Abend mit Dorpruch und Liedgesang ein. Nach kurzen Begrü- jungsroorten des Gießener Studentenbundführers Frank sprach zunächst der (Saustudentenbundführer Conraö. Der Redner ging aus von der Zehnjahresfeier des NSDStB. in München, die allen Teilnehmern zu einem gewaltigen Erleben geworden fei und gezeigt habe, daß der Studentenbund den Weg des Führers gehe. Dort fei aber auch eine Entscheidung in einem der wichtigsten Probleme gefallen: die Auflösung der Korporations-Kameradschaften. Diese Entscheidung sei wohl hart, im Hinblick auf die Entwicklung aber notwendig gewesen. Die Auflösung sei erfolgt im Hinblick auf die Verantwortung der Studenten gegenüber den großen politischen Ausgaben für die deutsche Zukunft und um die einheitliche Linie im Aufbau des Studentenbundes ficher- zuftellen. Der Redner beschäftigte sich sodann mit den studentischen Ansichten in Ehrenangelegenheiten und betonte dabei, daß die verletzte Ehre auf beiden Seiten den Einsatz des Blutes bedinge. Der Studentenbund könne aber nicht dulden, daß Ehrenangelegenheiten nach den Fragmenten des Überwundenen Ehren-Kodex behandelt würden, sondern der Studentenbund werde eine Ehrenord- nung erlassen, die getragen sei von der Ueber- zeugung, daß die höchste Ehre des Studenten die Ehre des deutschen Volkes sei. Diese Ehrenordnung werde auch klar die Unehrenhaften, die sich ihrem Volke gegenüber vergehen, kennzeichnen. Die Arbeit des Stundentenbundes werde aber auch neben der Wahrung der Ehre getragen fein von dem Begriff der Gewissensfreiheit, die dem Studentenbund heilig sei, weil sie einen Höchstwert des deutschen Charakters darstelle. Der gegen den NSDStB. erhobene Vorwurf einer Gewissensknebelung sei durchaus unbegründet. Der Studentenbund nehme aber das Recht für sich in Anspruch, der von ihm vertretenen Weltanschauung nachzustreben. Unter der Fahne des NSDStB., die vom Führer gegeben wurde, sammeln sich in der Gefolgschaft dieses Sinnbildes des Glaubens immer mehr junge studentische Kämpfer, die unter dem Gebot der Ehre und der Gewissensfreiheit der nationalsozialistischen Weltanschauung und damit dem deutschen Volke dienen wollen. Oer Stabsleiter des NSDStB. Oipl.-Zng. Walcher betonte in feiner Ansprache einleitend, daß die Partei als Willensträgerin des Staates die totale Erfassung alles dessen, was im Volke lebe und wirke, beanspruche. Demgemäß erhebe die Partei auch den Anspruch der Führung auf dem Gebiete der deutschen Wissenschaft. Darauf könne die Partei nicht verzichten. Man komme dadurch Spiele Gew. Unentsch. Verl. Pkte. Tv. Niedergirmes 12 8 2 2 18: 6 Tv. Hörnsheim Tv. Groß-Rechten12 12 8 1 3 17: 7 bach 7 1 4 15: 9 Tv. Holzheim 12 6 2 4 14:10 Tv. Atzbach 12 5 2 5 12:12 Tv. Dorlar 12 2 1 9 5:19 Tv. Garbenheim 12 0 1 11 1:23 Stadt-Theater Dienstag, den 25. Februar! Faschings-Dienstag 20.11 Uhr bis 22.45 Uhr- Karneval bei Prinz Orlofsky Bunter Faschingsabend in vollständig neuer, lustig. Bearbeitung Mitwirkende: . m e r dont all met!' Preise von 0.40-2.50 RM. Sonntag, den 23. Februar 11.15 Uhr bis 12.15 Uhr- Der fröhliche Mozart Gesang / Musik ✓ Rezitation Preise: 30 und 50 Pf. Abonnenten freier Eintritt 19 bis 22 Uhr: Die Fledermaus Operette von Joh. Strauß Preise von 0.50 - 2.50 RM. 1046 D Ein frohes Erlebnis Eine interessante Ausstellung. OberHeffen Landkreis Gießen. Deutschland- und Horst-Wessel-Liedes folgten. der eine ganz außergewöhnliche Zunahme erfahren. * a b e n ö Gewinnauszug 5. Klaffe 46. Preußisch-Süddeutsche (272. Preuß.) Klafsen-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten kaufen. 0754 MMe 8. Ziehungstag 17. Februar 1936 3n der heutigen Vormittaasziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen GROSSER Willy Letsch, Gießen Deutscher Biologen verband Ruf 3235 Ortsgruppe Gießen. Mit Lichtbildern. Mercedes Gäste willkommen. lösen Ankel. 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Nr. 36. unter Leitung des Herrn Obermusikmeisters E. Krauße HeinrichHaasH. Burkhardsfelden Licker Straße 2. 6165 6049 6194 14 Gewinn« zu 2000 M. 5487 283912 315197 321354 355841 6. Kl. = 114 fm; Eschen 1—3. Kl. = 5 fm; Buchen 3.—6. Kl. - 6 fm; Kirschbaum 3. Kl. = 0 45 fm- 1,2 Liier Opel UX;“.“ molet-Limousine —— Drogerie KreuzplatzIO Hessisches" Forstamt"Nieder-Ohmem SußneL 130404 148159 169800 183930 203691 222258 234263 243850 251747 262704 279720 293306 327736 345789 362682 370784 379693 396458 147688 165639 181883 203111 222224 232591 243839 251100 260956 277696 293069 322936 344991 358824 368332 376670 393248 184135 197901 207267 220184 229371 244804 253410 264518 271266 282778 294484 304090 317489 327980 348755 359983 372324 382839 393102 175764 196995 206515 217985 227752 242517 251561 264384 270870 282654 292704 303382 314522 327756 344796 358735 369968 381967 390552 21368 36352 64432 72653 81395 135710 149609 169867 185104 204812 224041 236169 246564 253763 266536 280785 293877 328224 351530 362827 370996 381507 398627 . ----- 75263 ____ 67914 88844 90384 1 127105 ------ ------ in 4 Wochen kalbend, zum Fgli- 141345 154573 171824 197751 205378 226250 238424 249843 256500 273850 282734 300289 332323 353292 363103 371882 384846 Familiendrucksachen Verlobungsanzelgen Vermfthlungsanzeigen Geburtsanzeigen bei Brühl, Schulstr.7 106224 127803 145841 158826 165523 188765 199604 208775 221832 236814 246657 261578 266394 273929 290979 297891 306482 318381 338006 352462 368884 372483 384152 398457 173553 199547 206473 226701 242415 250938 257547 275031 283491 309118 337720 354777 365389 374442 385122 20348 34790 53807 68557 81039 . 114162 145707 163135 179146 201886 214567 227615 242986 251048 260302 276814 286084 310779 344188 355528 365638 375074 389855 304 Gewinne zu 300 M. 10994 14386 18 Kilometer, die Hochgebirgstruppen 25 Kilometer im Patrouillenlauf (1 Offizier, 1 Unteroffizier, 3 Mann) zurückzulegen, in den eine Schießübung eingeschoben war. Bei den „Hochgebirglern" siegte die Patrouille des I. Batl. Geb.-Jäger-Rgt. 99 Kempten (Hptm. Dauner) in 2:47,41 Stunden vor II. Batl. Geb. - Jäger - Rgt. 100 Bad Reichenhall (Oblt. Atrnann) und III. Batl. Geb.-Jäger-Rgt. 100 Bad Reichenhall (Lt. Gaunm). Die Olympia-Ersatzpatrouille unter Oblt. Bader erzielte außer Wettbewerb eine Zeit von 2:46,07 Std. — In der Klasse Mittelgebirgstruppen wurden die Leute vom III. Batl. J.-R. 30 Hirschberg (Feldw. Müller) in 2:10,55 Std. überlegene Sieger vor der Patrouille des I. Batl. IR. 31 Plauen (Feldw. Trommel) mit 2:18,32 Std. und dem III. Batl. IR. 17 Goslar (Feldw. Huger) 2:29,36 Stunden. in bester Lage Gießens f. 10 bis 12 RM. für 1 qm zu verkauf, o.als Garten zu verv. Sckr. Angeb. u. IQZZDa.d.G.A. Vorverkauf im Musikhaus Challier und im Cafe Leib Anfang 8 Uhr abends FlÄnbiers... u. Küchentisch w. 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In seinen kernigen Ausführungen wies er besonders auf die Notwendigkeit des Nachwuchses in der Feuerwehr hin und empfahl auch der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr, hierauf besonderen Wert zu legen, da es ihr jetzt ebenfalls an dem erforderlichen Ersatz durch jugendliche Wehrleute mangele. Sein Appell erging daher in eindringlicher Weise an die wehrgeeigneten Jugendlichen unserer Gemeinde, Worte, die hoffentlich den erwünschten Widerhall finden. Ein Wehr-Heil schloß die trefflichen Ausführungen des Kreisfeuerwehrinspektors. Zwei vorzüglich gespielte Theaterstücke dienten dann zur Erheiterung der Besucher, die mit ihrem Beifall nicht kargten. Nach flottgespielten Weisen Hoffentlich ist der Werbung von aktiven jüngeren Mitgliedern das gleiche erfreuliche Resultat be- schieden. ren geeignet,eine sehr gute ’te'Mchkiili ßocktr. (4. Kalb) zu verkauf. 075S Torf-GillNr. 83 Billige loroD A Heuchelheim, 17. Febr. Zu einer eindrucksvollen Feier gestaltete sich der Familien- ") des Evangelischen Kirchenderjenigen Mitglieder, die sich um die Wehr besonders verdient gemacht hatten. Mit einem dreifachen Ueber das gesamte Stammholz sind Auszüge gefertigt. Soweit Interessenten noch nicht beliefert sind, können sie Auszüge von unserem Büro unentgeltlich beziehen. 3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen Vorherige Besichtigung des Holzes wird empfohlen, da nachträgliche Beanstandungen nicht berücksichtigt werden. Nähere Auskunft durch die unterzeichnete Stelle und die Herren Förster in Nieder- Ohmen, Merlau, Elpenrod und Bernsfeld. Doma- Trau, schau, wem! Ireilag, dem 28. Februar 1936, vormittags 9! _> Ahr, in der Gastwirtschaft hörte aus verschiedenen Forstorten des unterzeichneten Forstamtes. Es kommen zur Versteigerung bzw. Freihand- verkauf nachstehende Hölzer: Stämme: Eichen 1. bis Simmentaler Fahrkuh hockträchtig (6. Kalb) zu ver- am 22. Februar ab 20.11 Uhr Im Cate Leib Große Überraschungen. 2 Kapellen Heute Mittwoch, 19. Februar, 20 Uhr c.t., im Zoologischen Institut Aquariumsvorsteher Lederer (Tiergarten Frankfurt a. Main): Eine zool. Sammelreise nach dem Roten Meer! Der erste warme Sonnenstrahl bringt noch lange nicht den Frühling. Gerade jetzt ist das Wetter launischer als sonst und jetzt ist auch die Zeit der Grippe und Erkältungen, borgen Sie vor! - Führen Sie stets ein gutes Vorbeugungsmittel mit sich. Ich empfehle: WinterhoHs extra starkeEucal.- Menthol-Bonbons.... Btl. 45 Pf Brustin.............Btl. 45 Pf. Brusttee-Bonbons.... Btl 35 Pf Drowe-Hustenkonfekt Ds. 90 Pf’ Auch alle weiteren Hustenmittel können Sie bei mir kaufen! der Musikkapelle bewegte sich die Jugend nach Abwicklung des ersten Teils der Veranstaltung im Tanz, der sich bis zum frühen Morgen hinzog. Die wohlgelungene Feier wird jedem in guter Erinnerung bleiben. Besonders gedacht wurde auch seitens 8es Wehrkommandanten des infolge seines Wegzugs nach der Mark Brandenburg aus der Freiwilligen Feuerwehr ausscheidenden Kameraden Ernst Hofmann, dem die besten Wünsche der 1- Kl., 43 2. Kl., 23 3. Kl.; Esche 7 2. Kl., 6 3. Kl. in Junaer Zwilling 3a und Gänsheeqe 2. Fichten 180 1. Kl., 92 2. Kl., 22 3. Kl. in Pfeifensack 4a, Oberer Haagkopf d und Pfingstweide 6a. Nuhscheiler rm: Eiche 7 in Buchwald 5a; Fichten 25 in Sinnes 9a und Erlen 1. Ruhknüppel: 2 rm Fichten in Erlen 1. Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei ------ ------ ------ ------ 151474 157195 159133 164522 192905 196985 211023 216481 221285 222403 275142 277964 295576 296417 303979 304068 351162 366739 384831 80 Gewinne zu 500 M. 3976 14500 29993 35614 39513 39549 41869 42456 47984 52767 54104 Schlafzimmer in Eiche und poliert Speisezimmer in Eiche und poliert Küchen in elfenbein u. natur lackiert Polstermöbel • Kapokmatratzen zu günstigen Preisen. Ehestandsdarlehen werden in Zahlung gen. Fische SeelMs % o.K. 35 *35140 «.sowie Fernruf 3685. & Harbach, 17. Febr. Am gestrigen Sonntag veranstaltete die hiesige Schule eine Zeichenausstellung, die von der Bevölkerung sehr gut besucht war. Die ausgelegten Zeichnungen bewiesen, daß die Kinder großes zeichnerisches Geschick besitzen und mit Sorgfalt, Lust und Liebe die einzelnen Arbeiten angefertigt hatten. Mit der Zeichenausstellung war zugleich eine reichhaltige Schau landwirtschaftlicher Gebrauchsgegenstände aus vergangenen Jahrhundert en verbunden. Ein Teil der ausgestellten Sachen stammte noch aus der Zeit des Flachsanbaues, der in der hiesigen Gegend eine Haupterwerbsquelle der Bewohner war. So sah man einfache und Doppelhecheln in rechteckiger und runder Form, Reffe, Brechhengste, Brechen, Schwingstöcke, Schwingeisen u. dgl. Außerdem waren Spannräder, Schiffchen, Spulen und andere Teile eines Webstuhls zu sehen. Großes Interesse fand auch ein noch gut erhaltenes Spulrad, das ja für die Weberei unentbehrlich war. Ferner waren zwei Webansätze, ein Wollkamm, ein Doppeljoch und ein Mörser zum Stoßen von Hirse ausgestellt. Geradezu auffallend ist die vorzügliche Handwerkerarbeit verschiedener Gegenstände. Sie sind heute noch unverwüstlich, obwohl sie zum Teil schon vor 150 bis 200 Jahren angefertigt wurden und zweifellos sehr viel im Gebrauch waren. Daß zahlreiche Handwerker der damaligen Zeit ihre Aufträge mit besonderer Liebe und Sorgfalt erledigten, beweisen die Schnitzereien und sonstigen Verzierungen. Ganz besonders sieht man das an den Brechen und Schwingstöcken, die neben anderen praktischen Geschenken vielfach zur Aussteuer der jungen Frau gehörten. Die Bemalungen sind sinnig und schwungvoll, und die Farbenzusammenstellung ist mitunter ausgezeichnet. Neben einer kleinen Sammlung in- und ausländischer Münzen war weiterhin eine Auswahl alter Bücher zu sehen. Erwähnt seien davon nur das Hessen-Darmstädtische Gesangbuch aus dem Jahre 1797 und die bebilderten Erbauungsbücher des Frankfurter Pfarrers Johann Friedrich Stark aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts. Eintritt 1 Mark — Vorverkauf bei Bäckerei Deibel, Neuenweg 50 Friseur Muhl, Bahnhofstr., Papierhandlung Klee Nacht, Marktplatz GIESSENER RADFAHRER-VEREIN 1885 Wehr-Heil auf den Führer und Reichskanzler schloG Wehrmitglieder in seine neue Heimat folgten. Erder Redner seine mit starkem Beifall aufgenom- freulicherweise hat durch die rührige Werbung eini- mene Ansprache, der die ersten Strophen des ger alter Mitglieder die Zahl der passiven Mitglie- 2 Gewinne zu 20000 M. 67654 2 Gewinne zu 3000 M. 180007 26 Gewinne zu 2000 M. 18992 43048 112926 117195 140050 149474 155353 227608 235411 346981 349902 374348 378071 62 Gewinne zu 1000 M. 44002 48566 52343 67112 83000 92702 108680 120239 123925 131846 154058 160896 189727 192534 197144 205467 223081 228548 231416 250835 259566 281335 283467 285626 304502 307721 315897 318469 342913 351094 356653 100 Gewinne zu 500 M. 6568 13338 31087 32312 33810 35973 49183 50027 63677 81538 86339 86603 90428 92621 93800 97459 127902 128027 129844 chores, der am Sonntag im Saale der Gastwirtschaft „Zum Schwanen" stattfand. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt, als die Feier mit einem Musikstück begann. Der gemischte Chor brachte hierauf das Lied „O Heimatland, o Vaterland" zum Vortrag. Dann hielt Pfarrer Weisel eine Begrüßungsansprache. Nachdem der Chor unter Leitung von Rektor Kn ab einige Lieder zu Gehör gebracht hatte, wurde von Mitgliedern des Kirchenchores eine Bauern-Ballade in neun Szenen vorgeführt. Es waren Bilder, die aus dem Bauernleben der Vergangenheit herausgegriffen waren und von den Darstellern vortrefflich roiebergegeben wurden. Musik- und Gesangsoorträge wechselten dann mit gemeinsam gesungenen Liedern ab. Ein kleines Lustspiel sorgte dafür, daß auch der Frohsinn zur Geltung kam. Tanz beschloß die wohlgelungene Feier. § Annerod, 18. Febr. Heute fand im Gemeindewald die zweite diesjährige Holzversteigerung statt. Zur Versteigerung gelangte Nutzholz, Fichtenderbstangen I., II. und IIII. Kl., sowie Brennholz. Die Preise waren durchweg höher, als bei der ersten Versteigerung. Es wurden für Fich- tenderbstangen I. Kl. 1,30 RM. das Stück, dto. II. Kl. 0,80 RM., dto. III. Kl. 0,70 RM. durchschnittlich geboten und zugeschlagen. Für das Raummeter Brennholz wurden durchschnittlich folgende Preise geboten: Kiefernscheitholz I. Kl. 6,50 RM., Fichtenrundscheit I. Kl. 4,00 RM., Kiefernknüppel I. Kl. 4,50 RM., dto. II. Kl. 4,00 RM., Fichtenknüppel II. Kl. 3,00 RM., Kiefernreisig (50 Stck. Wellen) 5,50 RM., Fichtenreisig (50 Stck. Wellen) 5,00 RM. Sämtliches zum Ausgebot kommende Holz wurde gesteigert. 0 Reiskirchen, 18. Febr. Am Sonntagabend lief im Saale „Zum Hirsch" der Tonfilm „Die Reiter von Deutsch-Ostafrika", hergestellt unter der Schirmherrschaft des Reichs-Kolonialbundes, vorgeführt von der Gaufilmstelle der N S D A P., Gau Hessen-Nassau. Der Filmstreifen zeigte den zahlreichen Besuchern den heldenhaften Kampf unserer Schutztruppe während des Weltkrieges in unseren Kolonialaebieten. Ein gutes Beiprogramm brachte Bildeis vom Erntedankfest 1935 auf dem Bückeberg und vom Kampf des Reichsnährstandes für die Selbstversorgung des deutschen Volkes. t Treis a. d. Lda., 18. Febr. Der Name des- Lebensretters in der Notiz des gestrigen Blattes muß nicht Hormann, sondern richtig Hormel heißen. Feuerwehr-Jubiläum in Hungen. T Hungen, 19. Febr. Die Freiwillige Feuerwehr Hungen kann am heutigen Tage auf ein 60jähriges B e st e h e n zurückblicken. Sie wurde am 19. Februar 1876 gegründet und hat sich im Laufe ihres Bestehens als außerordentlich segensreich sowohl für unsere Stadt selbst, als auch deren Umgebung erwiesen. Erfreulicherweise ist die erstere dank des jederzeit schnellen Eingreifens der Freiwilligen Feuerwehr von größeren Feuersbrünsten verschont geblieben. Von einer großen Feier des Jubiläums hat die Leitung der Wehr, den Zeitverhältnissen Rechnung tragend, abgesehen. Dagegen fand unter Vorantritt einer Musikkapelle am vergangenen Sonntag ein Werbeumzug durch die Stadt statt, während am Abend eine Feier im „Darmstädter Hof" stattfand, zu der sich — ein Beweis für die Beliebtheit der Freiwilligen Feuerwehr — eine sehr stattliche Zahl von Gästen mit den Wehrmitgliedern und deren Angehörigen eingefunden hatte Der Kommandant der Wehr Hermann Köhler begrüßte nach einem Eröffnungsmarsch die Erschienenen, gab dann einen Ueberblirf über die Gründung und die Entwicklung der Wehr und gedachte dabei im Cafe Leib, Walltorstraße, am Sonntag, dem 23. Februar 1936, und Rosenmontag, dem 24. Februar 1936 3m Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne au fe t 8U te 60000, 2 zu je 30000, 12 zu te 2.0000, 84 zu je 10000, 166 zu je 5000, 314 öu je 3000, 712 zu je 2000, 2152 zu je 1000, 3672 ju je 500, 14306 zu je 300 ML möglichst steuerfrei, nock nicht Lulangegefahren gesucht. Schrift!. 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Außerdem wirkten bei ihnen meist Spieler der Gauliga mit. Bei den Gießenern zeigten die wenigsten das Können, das für solche Spiele notwendig ist. Deutsche Heeres-Skimeisterschasten. Die Deutsche Heeres-Skimeisterschast begann am Dienstag im Werdenfelser Land. Auf einer Strecke im Gebiet zwischen Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald hatten die Mittelgebirgs-Patrouillen Mk. 186.- schonf.montl.M.8.30 FranzlWCo., Gießen Seltersweg 44 .,9rA 70 Gewinne zu 1000 M. 3948 14133 16022 25335 36710 37531 37880 47210 67157 83031 107307 110743 ------ ------ ------ ------ Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und H I Verkäufe ibiRM 4490■” ab Werk SECHSZYLINDER > T i e f rahmen K Schwingachse ! Nr. 42Diertes Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Mittwoch, (y. Zebruar (936 Winter-Olympia1936. Der Erfolg der Olympischen Winterspiele war vollkommen. Wie weit er über den Erfolgen bisheriger olympischer Winterspiele liegt, beweisen einige Zahlen. 1908 nahmen in London nur 21 Kämpfer von sechs Ländern teil; 1920 in Antwerpen 85 von zehn Ländern, 1924 waren es in Chamonix 293 Teilnehmer aus 16 Nationen, in St. Moritz (1928) beteiligten sich 492 Wettkämpfer aus 25 Ländern und in Lake Placid 307 Beteiligte aus 17 Staaten. Turmhoch steht das Beteiligungsergebnis 1936 über allen bisherigen olympischen Winterspielen: 1500 der besten Wintersportler aus 28 Nationen kämpften um olympischen Lorbeer, um die goldenen, silbernen und bronzenen Medaillen, die diesmal wohl härter umstritten werden mußten als je zuvor. Deutschland konnte sich dabei einen Sondererfolg sichern. Im Jahre 1932 konnten die deutschen Teilnehmer in Lake Placid nur zwei bronzene Medaillen erringen, und sie mußten sich zusammen mit Frankreich in der inoffiziellen Länderwertung mit dem 7. Platz unter den Nationen zufrieden geben. In Garmisch-Partenkirchen konnten sich die deutschen Teilnehmer den zweiten Platz erringen. Ein sehr erfreuliches Gesamtergebnis! Es war fast mehr als man sich erhoffen durfte. Der Erfolg ist aber den deutschen Mannschaften um so mehr zu gönnen, als sie sich einer sehr intensiven Vorbereitung unterzogen und so alle Voraussetzungen schufen. Es ist fast unmöglich, die Fülle der sportlichen Ereignisse in einer Ueberschau zu erfassen. Kaum find Vergleiche zu früheren Winterspielen möglich. Weltrekorde und mancher nationale Rekord wurden eingestellt, olympische Rekorde wurden unterboten, Bahnrekorde gebrochen, höchste Leistungen wurden erzielt und lassen es schier unmöglich erscheinen, daß sie Überboten werden könnten. Es ist fraglich, ob je wieder einmal ein olympischer Kämpfer drei goldene Medaillen und außerdem noch eine silberne zu erringen vermag, wie es dem Norweger Ivar Ballangrud in den Eisschnellauf-Wettbewerben gelang. Jeder, der aktiv Sport treibt, weiß, wie ungeheuer schwer es ist, auf kurzen und auf langen Strecken gleichermaßen gut zu sein. Die Olympischen Winterspiele 1936 brachten erwartete Ergebnisse, aber auch Ueberraschungen. Wer hätte gedacht, daß den Kanadiern die Vorherrschaft im Eishockey entrissen werden könnte? Und doch geschah es. Noch bei keinem bisherigen Winterolympia gab es so spannende, so harte und leidenschaftlich geführte Eishockey-Wettkämpfe, wie in Garmisch-Partenkirchen. Daß sich dabei die deutsche Mannschaft in einer so glänzenden Form behaupten würde, durfte fast nicht erwartet werden.. Diese Tatsache stellt eine erfreuliche Ueber- raschung dar. Für Deutschland brachten bereits die ersten Tage das gute Omen zweier olympischer Goldmedaillen. Wie groß war die Spannung nach dem A b - f a h r t s l a u f um Christel Cranz, und wie groß ihr Triumph nach dem überragenden Torlauf, noch ihrem hart erkämpften Sieg in der Kombination. Galt es doch, nicht nur den Punktvorsprung der Norwegerin Schou-Nielsen aufzuholen, sondern noch Punkte gut zu machen. Fast ähnlich ging es ja auch Franz Pfnür, dem Manne aus dem bäuerlichen Skiklub von Schellenberg, der sich gegen den hervorragenden Birger Ruud behaupten mußte. Schöner und nachhaltiger konnte der deutsche Erfolg nicht sein, wenn man sich dessen erinnerte, daß auch die silbernen Medaillen durch Käthe G r a s e g g e r und Gustav La n sch n er gesichert wurden. Für den Ferner- stehenden ist es wohl kaum möglich, zu ermessen, welcher Fleiß, welche Hingabe an die Sache und welche Disziplin im Training' gerade diesen Leistungen vorausgegangen sein mußten. Maxie Herber und Ernst Baier zählten im Paarlau-f des Eiskunstlaufes mit zu den Favoriten. Sie hatten aber in den Geschwistern P a u s i n , dem österreichischen „Geheimtyp" schärfste Konkurrenz, die eine ebenso untadelige Kür zeigte. Daß der Sieg in diesem graziösesten aller Wettbewerbe an Deutschland fiel, ist um so erfreulicher, als gerade das deutsche Meisterpaar einen völlig neuen und richtungweisenden Stil vor Augen führte. An Sonja H e n i e s Sieg, wie auch am Siege des Oesterreichers Karl Schäfer im Eiskunst- lauf der Frauen bzw. der Männer war kaum zu zweifeln, trotzdem auch ihnen der Nachwuchs sehr auf den Fersen ist. Die deutsche Meisterin Viktoria Lindpaintner mußte andere als besser anerkennen. Der 8. Platz ist aber für sie sicher noch als ehrenvoll anzusehen. Daß sich Ernst Baier unmittelbar hinter Schäfer placieren würde, wurde wohl allgemein erwartet. Einen glänzenden Verlauf nahmen die B obre n n e n. Die Schweizer errangen durch den bekannten Turnierreiter Oberleutnant M u s y den Sieg im Viererbob, die Amerikaner waren im Zweierbob die schnellsten. Daß sich der deutsche Altmeister Kilian mit Plätzen zufrieden geben mußte, kam etwas überraschend. Welche großartige Rennen gefahren wurden, geht allein schon daraus hervor, daß im Zweierbob der von Kilian gehaltene Bahnrekord nicht weniger denn zwölfmal unterboten wurde. Die Langläufe in den Skiwettbewerben gehörten von vornherein und fast unbestritten den Skandinaviern. Des Schweden Larssons Sieg im 1 8 = km = Lauf war wie ein Auftakt zu dem beispiellosen Triumph der Schweden im Ski-Marathon. Es ist auch für olympische Winterspiele nicht als an der Tagesordnung anzusehen, daß sich gleich vier Läufer eines Landes in einem so schweren Wettbewerb, wie ihn ein 50-Kilometer-Langlauf darstellt, auf den ersten vier Plätzen behaupten. Aber die Schweden sind im Langlauf von zu Hause aus (Wasalauf 90 Kilometer und Holmenkolrennen 50 Kilometer) geeicht. Den Deutschen konnten hier keine Chancen bleiben, nachdem sich selbst die Finnen nur schwer zu behaupten vermochten. Der 4-mal-10-Kilometer - Staffel- lau f brachte uns eine herbe Enttäuschung. Ein „Kunstfehler" im Wachsen auf der ersten Etappe brachte es mit sich, daß die deutsche Vertretung über den 6. Platz nicht hinauskam. Den Fmnen und ihrem großartig laufenden Schlußmann Jalkanen wäre der Sieg von den Deutschen allerdings wohl kaum streitig zu machen gewesen. In der „nordischen" Kombination (18 Kilometer Langlauf und Kombinationssprunglauf) war den Skandinaviern ebenso wie im Spezialsprunglauf der Sieg auch nicht zu nehmen. Daß sich der Deutsche Toni Eisgruber in dieser Gesellschaft im Kombinationssprunglauf den zweiten Platz sichern konnte, war eine der großen und angenehmen Ueberraschungen. Der Spezialsprunglauf brachte die sicherlich viel begrüßte Tatsache, daß nicht die erzielte Weite, sondern der bessere Stil für den Sieg als ausschlaggebend bewertet wurde. So blieb Birger Ruud vor Eriksson. So lagen im letzten der Wettbewerbe noch einmal die Norweger in Front. Auf sieben goldenen, fünf silbernen und drei bron- Gesamtsumme der bisher eingegangenen Spenden 55 314,90 Reichsmark. Weitere Geldspenden gingen ein am 8. Februar: Frosinn-Quartett, Postkeller, Gießen 5 Reichsmark. 10. Februar: L. Bratfisch, Gießen 5 RM.; Unbekannt 80; Forstrat Trautwein 16; Niederhausen 15 Reichsmark. 11. Februar: Unbekannt 100 Reichsmark. 12. Februar: Unbekannt 60 RM.; Radfahrerverein 1895, Lollar 3; Ministerialdirektor Urstadt 13 Reichsmark. 13. Februar: Rindviehverficherungsverein Ober- Hörgern 10 RM.; Ziegenzuchtverein Wiefeck 3; Kleintierzüchterverein Holzheim 6; Johannes Mewes 5 Reichsmark. 14. Februar: Unbekannt 50 RM.; Stammtisch der Elfer bei Merlau 16; Wilh. Volkmann 16; Friedrich Wieß 5 Reichsmark. 15. Februar: Ludwig Rinn 2000 Reichsmark. Lohnfpenden von Arbeitnehmern: 8. Februar: Wurftfabrik Dietz, Lich 24 RM.; I. P. Möbs, Gießen 46,12; Verwaltung der Vet.- Klinik 55,95; Gg. Phil. Gail, Gießen 11,50; Niederhausen, Gießen 5,41; Jürgen van den Bergh 9,35; Eierteigwaren Gießen 22,30; DAF., Gießen 29,82 Reichsmark. 10. Februar: Textilhaus Graf 27,94 RM.; Edgar Borrmann 9,05; Münchowsche Druckerei, Gießen 20,14 Reichsmark. 11. Februar: Didier-Werke, Mainzlar 174,51 RM.; Verwaltung der Univ.-Kliniken 5,25; Wilh. Zimmer, Gießen 18.35; Arbeitsamt Gießen 12,25; Zigaretten- frischdienft Gießen 22,60; Rinn & Cloos, Heuchelheim 64,40; Adolf Geiße, Gießen 15,25; Hch. Keil, Hattenrod 14; Verein Alice-Schule, Gießen 34,95; zenen Medaillen baute sich der Gefamtfieg der Norweger auf. Mit drei goldenen und drei silbernen Medaillen steht Deutschland an zweiter Stelle in der Gesamtwertung. Das bedeutet, daß Deutschland auf dem Gebiete des Wintersports mit in der vordersten Front der Weltbesten steht. Ein günstiges Omen für die Olympischen Spiele in Berlin! Die Olympischen Winterspiele 1936 in Garmisch- Partenkirchen waren ein einziger und großer Sieg des olympischen Gedankens! Neben diesen wichtigen Tatbeständen treten die übrigen zurück. Immerhin wurde wegen Gefährdung des Arbeitsfriedens durch böswillige Verhetzung der Gefolgschaft in fünf Fällen, wegen unzulässiger Eingriffe von Vertrauensmännern in die Betriebsführung in einem Fall, wegen Störung des Gemeinschaftsgeistes in sechs und wegen dieses letzten Verstoßes in Verbindung mit böswilliger Verhetzung in zwei Fällen Antrag auf Einleitung eines Verfahrens gestellt. Von den im abgelaufenen Jahr beantragten 204 Verfahren haben bisher 162 ihre Erledigung gefunden, und zwar teils durch rechtskräftige Entscheidung (128), teils durch Zurücknahme des Antrages (34). Berufung wurde in 28 Fällen eingelegt. Dreimal führte sie zu einer Verschärfung, fünfmal zu einer Herabsetzung der Strafe, während in drei Fällen das Urteil der ersten Instanz bestätigt werden konnte. In weiteren drei Fällen wurde die Berufung zurückgenommen. Die übrigen Berufungsoerfahren find bisher noch nicht abgeschlossen. In den Entscheidungen wurde überwiegend auf eine Geldstrafe (76) erkannt. Ihre Höhe blieb 25mal unter 100 Mark, 43mal betrug sie zwischen 100 und 499 Mark, 4mal zwischen 500 und 999 Mark, und ebenfalls 4mal ging sie über 1000 Mk. hinaus. 21mal wurde ein Verweis, 13mal eine Warnung erteilt, 9mal ging die Entscheidung auf die Aberkennung der Befähigung, Führer des Betriebes zu fein (davon Imal auf die Zeitdauer von zwei Jahren), und 1 mal wurde auf die Entfernung vom bisherigen Arbeitsplatz erkannt. In acht Fällen erfolgte ein Freispruch. zuges gegen das sudetendeutsche Land. Die handgreiflichen Beweise solcher „demokratischen" Gesinnung werden in der Tschechoslowakei selbst besser verstanden als die schönfärberischen Phrasen der Pakt-Diplomatie. Während Herr Hodza in Frankreichs Hauptstadt Triumphhymnen auf die Demokratie anstimmt, summt man in den Elendsgebieten der Tschechoslowakei Lieder, die zwar weniger freudig sind, aber dafür den unbedingten Vorzug der Gefühlsechtheit besitzen. Wie die wahre Stimmung des Volkes in der tschechoslowakischen Musterdemokratie ist, dafür gibt die bekannte satirische Monatsschrift der Sudetendeutschen „Der I g e l" ein treffendes Beispiel. In einer Faschingsausgabe 1936 veröffentlicht diese Zeitschrift folgendes sarkastisch- traurige Gedicht, das die Not im Sudetenland widerspiegelt: Wir brauchen uns nicht erst Kostüme zu kaufen, Heißa, hihi! Wir können vom Platz weg zum Tanze laufen, Heißa, hihi! Und t "en wir uns auf dem Lumpenballe, Dann gen die gleiche Maske wir alle Und tanzen wie der Lump am Stecken. Unter den Augen runde, rote Flecken, Die Stirne grau, und grau das Gesicht, So brauchen wir Schminke und Puder nicht. Und wenn der Magen vor Hunger knackt, So knurrt er doch auch zum Tanze den Takt. Die Polonaise führt kichernd Frau Elend auf, Wir folgen ihr schlotternden Knies zuhauf, Die Czechkarte ist Gutschein für den Entree, Unser Parkett der krümelnde Schnee. Und dann verschlafen wir unfern Katzenjammer Zu Frühbuß in der Totenkammer. Frühbuß ist ein Ort bei Graslitz, in dem besonders große Not herrscht und in dem sogar d i e Toten kammer als Notstandswohnung für eine sudentendeutsche Familie dienen mußte. Von den Segnungen der Demokratie ist hier nichts zu spüren, und Prinz Karneval schwingt als Zeichen seiner Narrenwürde den Gummiknüppel. Verbrauchergenossenschaft Gießen 23,50; dieselbe 28,56; Karzentra Gießen 48,33 Reichsmark. 12. Februar: Gießener Brauhaus 42,77 RM.; Wilhelm Möser, Gießen 13,55; Industrie- und Handelskammer 15,30; Bänninger 227,16; Finanzamt Hungen 22,25; Wilhelm Gailsche Tonwerke, Gießen 47,80 Reichsmark. 13. Februar: Franz Vogt, Gießen 30,70; Vogtsche Privat-Handelsschule 11,90; Ed. Klinke! u. Söhne 12,75; Gießener Dozentenschaft 6,50 Reichsmark. 14. Februar: Milchzentrale Gießen 18,85 RM.; I. B. Noll, Gießen 143,90; Schaffstaedt Gießen 28,77; E. Pistor Nachf. 6,59 Reichsmark. 15. Februar: Nuhn, Lollar 25,05 RM.; Singer- Nähmaschinen, Gießen 6,04 Reichsmark. 17. Februar: Buderus Lollar 511,22 RM. 17. Februar: Univ.-Versuchsgut Unterer Hard- hof 6,85 RM.; Herrenbekleidungshaus Gießen 19,60; Mannesmonnröhren-Büro, Gießen 7,10 DD-Bank, Gießen 37,50 Reichsmark. Gesamtsumme 59 686,78 Reichsmark. Geburtstagsgeschenk der Postbeamtinnen für den Führer. LPD. Frankfurt a. M., 18. Febr. Die Postbeamtinnen im Gau Hessen-Nas- s a u wollen dem Reichskanzler und Führer Adolf Hitler zu seinem Geburtstag am 20. April ein Geschenk machen. Zu diesem Zweck werden die Postbeamtinnen, ähnlich wie an Weihnachten, Kleider und Wäsche, sowie andere notwendige Dinge arbeiten lassen, die dann dem Führer überreicht und von ihm der NSV. zur Verwendung für Hilfsbedürftige zur Verfügung gestellt werden sollen. Gleichzeitig wird dieses' Geburtstagsgeschenk rud) der Arbeitsbeschaffung dienen. Offiziernachwuchs im deutschen Heer. Von Hauptmann ((§) von Borstell, Reichs- kriegsministerium. Während der anderthalb Jahrzehnte, in denen der Druck des Versailler Diktats auf der deutschen Wehrmacht lastete, konnte von einem Anreiz, die Offizier-Laufbahn einzuschlagen, kaum die Rede sein. Dabei fehlte es durchaus nicht an Eignung, gutem Willen und echter Soldatenbegeisterung in weiten Teilen unserer Jugend vornehmlich der Volksschichten, die feit Generationen dem Vaterlande befähigte Offiziere gestellt hatten. Viele Tausende solcher jungen Männer hätten freudig auch den harten und von zahllosen innen- und außenpolitischen Hemmungen erschwerten Dienst in der Reichswehr auf sich genommen, und die ihnen im Blut liegende, vererbte Begabung und Passion hätten ihnen über alle Belastungen und Entbehrungen hinweggeholfen. An Einsatzbereitschaft fehlte es also nicht, — vielmehr war die höchst triviale Tatsache der zahlenmäßigen Beschränkung der Offizierziffer im Reichsheer daran schuld, daß nur ein Bruchteil der Bewerber Aussicht auf Annahme hatte. Es konnte nicht ausbleiben, daß sich auf diese Weise — nicht ganz ohne Berechtigung — in der Öffentlichkeit die landläufige Ansicht verbreitete, die Bewerbung für die Offizierlaufbahn sei eine aussichtslose Sache, von der man am besten die Finger ganz ließe. Diese Auffassung wurde in vielen Fällen natürlich noch verstärkt durch das naheliegende Rechenexempel über die Beförderungs- d. h. Z u k u n f ts a u s s i ch t e n. In einem kleinen Berufsheer, dessen Offizierstärke — einschließlich der Sanitätsoffiziere und höheren Beamten — die Zahl 4000 nicht überschreiten durste, ist die Aussicht, „General" oder auch nur „Oberst" zu werden, natürlich erheblich geringer als in einem Wehrpflichtheer, dessen Stärke der Größe und Bedeutung des Staates entspricht. Dank der historischen Tat des Führers vom 16. März 1935 ist Deutschland wehrpolitisch frei geworden; der Aufbau seiner neuen Wehrmacht, in der das Heer zahlenmäßig bei weitem an erster Stelle steht, geht seiner Vollendung entgegen. Damit wird aber zugleich die Bedeutung klar, die sich aus dem Aufbau des großen Gesamt-Organismus für die militärische Führerschicht ergibt. War es im Hunderttausend-Mann-Heer verhältnismäßig einfach, aus einer Vielheit von Anwärtern jedes Jahr eine kleine Auslese auszuwählen, so erfordert die erhebliche Vergrößerung des neuen Heeres eine entsprechende Verstärkung des Offizierkorps und die rasche Sicherstellung eines zahlenmäßig ausreichenden Führernachwuchses, — ohne daß die Anforderungen in geistiger, körperlicher und charakterlicher Beziehung herabgesetzt werden dürfen und können. Wenngleich aus naheliegenden Gründen die Ausbildungszeit des Offizieranwärters — heute wieder Fahnenjunker genannt — von annähernd 4 auf etwa 2 I al) r e heruntergefetzt wurde, so bedeutet dieser Maßnahme keineswegs eine Minderung der Leistung. Im Gegenteil, vom Fahnenjunger und späteren Fähnrich muß gefordert werden, daß er durch verdoppelten Einsatz aller Energien und Kräfte einen Ausgleich für die verminderte Ausbildungszeit schafft. Denn die Aufgaben eines Führers und Erziehers im Wehrpflichtheer verlangen eher noch höhere Fähigkeiten und Kenntnisse vom Offizier, als es im langdienenden Berufsheer der Fall war. Infolge der 12jährigen Dienstzeit standen ganz andere Mittel und Möglichkeiten für eine gründliche Ausbildung der Truppe zur Verfügung, als es die einjährige Dienstzeit der Wehrpflichtigen zuläßt. So hoch die Anforderungen an den künftigen Offizier sein müssen, ebenso falsch wäre es, in der Öffentlichkeit die Meinung ausrechtzuerhalten, die Bewerbung sei „aussichtslos". Namentlich die sogenannte „psychologische" Prüfung, der sich der angehende Offizieranwärter noch während des letzten Schuljahres unterziehen muß, hat häufig zu falschen Vorstellungen über die „unerfüllbare Schwere" der hier gefteiten Bedingungen geführt. Dazu sei gesagt, daß diese Prüfung zwar den Einsatz aller körperlichen und geistigen Kräfte und die schärfste Konzentration des Willens erfordert, daß aber vom Prüfling nicht mehr verlangt wird als das, was ein physisch, geistig und charakterlich gesunder junger Mensch I e i ft e n kann und leisten muß. Abgesehen von der Tatsache, daß heute erheblich mehr junge Leute, als es die Verhältnisse in der Reichswehr gestatteten, die Möglichkeit haben, die Offizierlaufbahn einzuschlagen und damit ihren Herzenswunsch erfüllt zu sehen, kann getrost ausgesprochen werden, daß bei Eignung und Bewährung des Offizieranwärters naturgemäß die Aussichten für Beförderung und Aufstieg im neuen Heere erheblich günstiger sind, als es im alten Reichsheer auf Grund feiner zahlenmäßigen Beschränktheit der Fall sein konnte. Diese Gegebenheiten offen auszusprechen erscheint um so gebotener, als die Frage des Nachwuch - \ e s einer hervorragend ausgebildeten Führerschicht innerhalb der jungen deutschen Wehrmacht geradezu eine völkische und nationale Pflicht ist. Ein Blick auf die Umwelt außerhalb der Reichsgrenzen zeigt uns, daß die Verwirklichung des Abrüftungsgedan- kens in weitere Ferne denn je zuvor gerückt ist. Sieht man ganz ab von den kriegerischen Ereignissen im nördlichen Ostafrika und den militärischen Geschehnissen im ostasiatischen Unruheherd, so zeigt ein Blick auf die derzeitige Wehrpolitik der europäischen Staaten, daß das Wort „Rüstungen" gegenwärtig überall groß geschrieben wird. Wir erinnern hier nur an das riesige Rüstungsproaramm S o w j e t r u ß l a n d s, an den machtvollen Ausbau der englischen Luftflotte und die fanatischen Anstrengungen Frankreichs, seine militärischen Machtmittel — die stärksten Europas — auf allen Gebieten und mit allen verfügbaren Mitteln noch weiter zu steigern. Gerade in diesem Zusammenhang ist es nützlich, daran zu erinnern, daß die Zahl' der französischen Berufsoffiziere in der letzten Zeit auf mehr als 30 000 erhöht wurde! Welchen gewaltigen Vorsprung der ausländischen Großmächte aber 'hat Deutschland militärisch und wehrpolitisch einzuholen, wenn man nur an die durch anderthalb Jahrzehnte ihm vorenthaltene Möglichkeit, Reserven auszubilden, erinnert! Berücksichtigt man den in diesem Ziffernausfall enthaltenen Prozentsatz an jungen Männern, die durch Vererbung und Erziehung einen hochwertigen Offiziernachwuchs gebildet hätten, so wird das Ausmaß Die Wale Ehrengerichtsbarkeit im Zähre 1935. Berlin, 14. Febr. (DNB.) Zu Beginn des vergangenen Jahres wurde erstmalig nach dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit eine kurze Ueberficht über die Tätigkeit der sozialen Ehrengerichte gegeben. Im Jahre 1935 betrug die Zahl der Anträge auf Einleitung des ehrengerichtlichen Verfahrens 204. Diese Verfahren richteten sich gegen 223 Personen, darunter 24 Frauen. Auch im Jahre 1935 richtete sich weitaus die Mehrzahl der Verfahren gegen Führer des Betriebes. Gegen diese wurde in 164 Fällen Anklage erhoben. Im übrigen mußte gegen acht Stellvertreter, 33 Aufsichtspersonen und 18 sonstige Gefolgschaftsangehörige ein Verfahren beantragt werden. So wurden die Ausnutzung der Arbeitskraft in 34, die Kränkung der Ehre in 95 und beide Tatbestände zusammen in 41 Fällen zum Gegenstand der Anklage gemacht. Bei der Ausnutzung der Arbeitskraft handelte es sich in der Regel um untertarifliche Bezahlung, Nichtbezahlung von lleberftunbenarbeit, unzureichende Wohn- und Arbeitsräume, mangelhafte Verpflegung, mangelhafte Deputatlieferung und Verweigerung von Urlaub. Weitere Fälle betrafen unzulässige Mehrarbeit und unberechtigtes Antreiben zur Arbeit. Eine Kränkung der Ehre verfolgte am häufigsten durch Beschimpfung (55), dann aber auch durch Mißhandlung (21); zum Teil lagen beide Tatbestände vor (39). Auch Angriffe gegen die Geschlechtsehre weiblicher Gefolgschaftsangehöriger (16), zum Teil verbunden mit anderen Beleidigungen (5), führten zu einer Anklage wegen Kränkung der Ehre. In 39 Fällen richtete sich das unsoziale Verhalten gegen Lehrlinge. Rosenmontag im Sndetenland. Etwas vorlaut hat soeben in Paris der tschechoslowakische Ministerpräsident Hodza erklärt, die Entstehung der tschechoslowakischen Republik sei ein „Triumph der Demokratie" gewesen. Den Beweis für diese reichlich kühne Behauptung ist Herr Hodza den Franzosen und der übrigen Welt allerdings schuldig geblieben. Bekanntlich gehen die Ansichten darüber, was eine wahre Demokratie fei, recht weit auseinander. Aber wenn der tschechoslowakische Ministerpräsident das von ihm vertretene und geführte Staatswesen als einen Hort der Demokratie feiert, so können wir Reichsdeutschen uns nur beglückwünschen, nicht in einer solchen Demokratie leben zu müssen. Demokratie ist ein Fremdwort und heißt übersetzt: Volksherrschaft. In der Tschechoslowakei, die in der Hauptsache aus drei Nationen — Deutschen, Tschechen und Slowaken — besteht und in der die Tsche- schen in der Minderheit sind, herrscht jedoch nicht das Volk, sondern nur eine von antivölkischen Tendenzen beeinflußte Bürokratie. Die Abgeordneten des Volkes, die die größte Partei im Prager Parlament, die Sudetendeutsche Partei, bilden, sind dagegen von jeglichem Einfluß auf die Regierung des Landes ausgeschaltet. Die Demokratien behaupten von sich auch, daß sie im besonderen Maße dem Frieden ergeben seien. In keinem anderen Lande aber wird soviel vom Krieg gesprochen und in keinem anderen Land besteht eine so enge militärische Bindung an die notorischen Kriegsmacher des bolschewistischen Rußland wie in der Tschechoslowakei. Demokratien wollen nicht nur auf Frieden und Volksrecht bedacht sein, sondern sie rühmen sich auch, dem Wohl des Volkes in hervorragender Weise zu dienen. Die Tschechoslowakei aber hat nicht nur eine von Jahr zu Jahr wachsende Arbeitslosigkeit aufzuweisen, sondern sie lenkt den Verarmungsprozeß auch ganz bewußt auf jene Gebiete, in denen das deutsche Volkstum seit Urzeiten seßhaft ist. Sterbende Dörfer und krankende Städte kennzeichnen den Weg dieses Aushungerungsfeld- Weitere Spenden für das WHW. Oie Regelung der Kartoffelpreise. Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — veröffentlicht im „Anzeiger der Hessischen Landesregierung" vom 18. Februar eine Bekanntmachung über die Regelung der Kartoffelpreise, die mit ihrer Veröffentlichung in Kraft getreten ist. In der Bekanntmachung heißt es: Die während der letzten Monate von mir festgesetzten Verkaufspreise für Speisekartofseln haben dem Verbraucher die Möglichkeit gegeben, seinen Winterbedarf an Speisekartoffeln zu billigen Preisen zu decken. Mit dem Fortschreiten der Jahreszeit steigen die Unkosten und Verluste der Kartoffelerzeuger und Händler durch die nötige Einlagerung der Kartoffeln und Schwund. Wie bereits im Monat Dezember 1935 muß daher auch für die folgenden Monate eine Erhöhung der Verbraucherpreise eintreten. Auf Grund der Ermächtigung des Herrn Reichsund Preußischen Ministers für Ernährung und Landwirtschaft vom 30. August 1935 setze ich daher im Einvernehmen mit dem für Hessen zuständigen Kartoffelwirtschaftsverband Hessen-Nassau für den Monat Februar 1936 die Verkaufspreise für Speisekartoffeln im Gebiete der Preisüberwachungsstelle Hessen wie folgt fest: 1. Bei dem unmittelbaren Bezug von Speisekartoffeln zur Deckung des Winterbedarfs durch den Verbraucher bei dem Erzeuger dürfen folgende Preise frei Keller nicht überschritten werden: a) in den Städten Darmstadt, Offenbach, Mainz, Gießen und Bingen, weiß, rot, blau 3,00 bis 3,20 Mark je Zentner, gelbfleischige 3,30 bis 3,50 Mark je Zentner; b) in den übrigen Gemeinden, weiß, rot, blau 2,80 bis 3,00 Mark je Zentner, gelbfleischige 3,10 bis 3,30 Mark je Zentner. Der oberste Preis kommt nur für erstklassige aus- aelesene Ware in Frage — alle in der Qualität abfallenden Sorten müssen entsprechend niedrigere Preise innerhalb der obigen Spanne aufweisen. Die Zuschläge für die Anfuhr und Abtragung seitens des Erzeugers zum Verbraucher sind in den vorstehenden Preisen enthalten. Eine Sondervergütung kann hierfür nicht mehr gefordert werden. 2. Für den Bezug von Speisekartoffeln zur Deckung des Winterbedarfs beim Verteiler (Händlerschaft) dürfen folgende Preise nicht überschritten werden: a) in den Großstädten mit mehr als 100 000 Einwohnern, weiß, rot, blau 3,30 bis 3,50 Mark je Zentner, gelbfleischige 3,60 bis 3,80 Mark je Zentner; b) in den übrigen Gemeinden mit Ausnahme des flachen Landes, weiß, rot, blau 3,20 bis 3,40 Mark je Zentner, gelbfleischige 3,50 bis 3,70 Mark je Zentner; c) auf dem flachen Lande, weiß, rot, blau 2,85 bis 3,05 Mark je Zentner, gelbfleischige 3,15 bis 3,35 Mark je Zentner. Der oberste Preis kommt nur für erstklassige, ausgelesene Ware in Frage — alle in der Qualität abfallenden Sorten müssen entsprechend niedrigere Preise innerhalb der obigen Spannen aufweisen. Die Zuschläge für die Abfuhr und Abtragung seitens des Verteilers zum Verbraucher sind in den vorstehenden Preisen enthalten. Eine Sonderver« gütung kann dafür nicht mehr gefordert werden. Ob eine Gemeinde zum flachen Lande zu rechnen ist (Buchstabe c) oder zu den „übrigen Gemeinden" (Buchstabe b) richtet sich nach den von den Kreisämtern darüber getroffenen Feststellungen. 3. Bei der Ausgabe von Speisekartoffeln im Kleinverkauf (pfundweise) darf der Kleinverkaufspreis bei Abgabe von 10 Pfund folgende Preise nicht überschreiten: a) in den Großstädten mit mehr als 100 000 Einwohnern , weiß, rot, blau 0,39 bis 0,41 Mark, gelbfleischige 0,42 bis 0,44 Mark; b) in den übrigen Gemeinden mit Ausnahme des flachen Landes, weiß, rot, blau 0,38 bis 0,40 Mark, gelbfleischige 0,41 bis 0,43 Mark; c) auf dem flachen Lande, weiß, rot, blau 0,29 bis 0,31 Mark, gelbfleischige 0,32 bis 0,34 Mark. Der oberste Preis kommt nur für erstklassige, ausgelesene Ware in Frage — alle in Qualität abfallenden Sorten müssen entsprechend niedrigere Preise innerhalb der obigen Spanne ausweisen. Ob eine Gemeinde zum flachen Lande zu rechnen ist (Buchstabe c) oder den „übrigen Gemeinden" (Buchstabe b) richtet sich nach den von den Kreisämtern darüber getroffenen Feststellungen. 4. Bei Abgabe in kleineren Mengen als 10 Pfund ist der Kleinhändler berechtigt, mit Rücksicht auf seine höheren Verteilungskosten von einem 10- Pfundpreis von 48 Pfennigen auszugehen. Verstöße gegen die vorstehend festgesetzten Preise werden nach den besonderen gesetzlichen Bestimmungen durch die Preisüberwachungsstelle mit Ordnungsstrafen verfolgt. der Schwächung deutscher Wehrkraft durch Versailles verständlich! Das deutsche Volk hat demzufolge mehr als alle anderen Nationen das Recht und die Pflicht, sich in Ieiner Wehrmacht ein Instrument der Landesvertei- tigung zu schaffen, das qualitativ und quantitativ hinreicht, seinen Lebensraum zu sichern. Die Führerschicht dieser jungen Wehrmacht aber muß eine soldatische Auslese im besten Sinne des Wortes sein. In ihren Händen liegt die Erziehung der Waffenträger der Nation, die alljährlich die Schule des Dolksheeres durchlaufen. Ist diese Aufgabe allein nicht wert, daß die besten Söhne unseres Volkes ihr Leben in den Dienst dieser großen Sache stellen? Oie Bluttat von Oberursel. Der Mörder wird auf seinen Geisteszustand unlersuchl. Frankfurt a. M., 18. Febr. (LPD.) Die Justizpressestelle Frankfurt a. M. teilt mit: In der Strafsache gegen den Fritz Georg aus Bommers- heim bei Oberursel, der am Sonntag, 26. Januar, den Polizeihauptwachtmeister Ho mm auf der Polizeiwache in Oberursel mit einem Dolch e r - stochen hat, hat der vom Vorsitzenden des Sondergerichtes zugezogene Sachverständige Professor Dr. Hey auf Grund mehrtägiger Untersuchung heute beantragt, den Angeklagten auf die Dauer von sechs Wochen in einer Heilanstalt auf seinen G e i st e s zu st a n d zu beobachten, da begründeter Verdacht einer Geistesgestörtheit und damit Unzurechnungsfähigkeit des Angeklagten besteht. Das Sondergericht hat im Einvernehmen mit dem Oberstaatsanwalt und dem Verteidiger diesem Antrag stattgegeben und den Hauptverhandlungstermin vom 19. Februar aufgehoben. Kirche und Schule. Landkreis Gießen. I Leihgestern, 17. Febr. In der vergangenen Woche stand unsere Gemeinde im Zeichen der Volksmission, gehalten von dem Direktor für Innere Mission, Pfarrer Röhricht (Darmstadt). Eingeleitet wurde sie durch den am Sonntag stattgehabten Gottesdienst, in dem der Redner im Anschluß an das Bibelwort: „Wachet, stehet im Glauben, seid männlich und seid stark", die Arbeit dieser Woche jedem deutlich vor die Augen stellte. Volksmission treiben, heißt die Menschen zu den Quellen der heiligen Schrift und damit der Wahrheit führen, sie aufzurufen zu frohem Bekennermut, zu wackerer Tat, zum Zeugnisablegen in Wort und Werk. Folgende Themen wurden an den einzelnen Abenden behandelt: 1. „Warum sind und bleiben wir Christen?" 2. „Wer ist denn dein Gott?" 3. „Glaube und Aberglaube." 4. „Was ist positives Christentum?" 5. „Ist Beten Feigheit?" 6. „Das Geheimnis einer glücklichen Ehe." 7. „Bekenntnis heute." An jedem Mittag fand eine Bibelstunde statt. Der stets sich steigernde Besuch bis zur vollbesetzten Kirche, in der man an manchem Abend auch fremde Gesichter auswärtiger Gemeinden sah, zeigte deutlich, wie meisterhaft es der Redner verstand, die einzelnen Fragen zu behandeln. Schlicht und einfach, für jedermann oerändlich, die Spreu von dem Weizen scharf scheidend, dabei in der Tiefe grabend, stand jeder Abend wie jede Bibelstunde, jedes aus einem Guß, auf seltener Höhe und wurde zu einem Erlebnis. Mit einem Herz und Gewissen weckenden Ruf an die Gemeinde, im Kampf der evangelischen Kirche um die reine Wahrheit des Evangeliums als treue Wächter und Bekenner auf den Mauern ihren Mann zu. stehen, schloß Pfarrer Röhricht den letzten Abend und damit die allen Teilnehmern unvergeßliche Volksmissionswoche. Wirtschaft. Oer deutsche Außenhandel im Januar. Fwd. Die Außenhandelsumsätze sind im Januar von Interesse, daß die Zahl der Elektroküchen nun- in der Einfuhr und in der Ausfuhr zurückgegangen. Die Einfuhr war mit 364 Mill. RM. um rund 9 Mill. RM. geringer, als im Dezember 1935. Abgenommen hat gegenüber dem Vormonat in der Hauptsache der Bezug von Erzeugnissen der Ernährungswirtschaft, und zwar entfällt der Rück- Sang vor allem auf Nahrungsmittel pflanzlichen rsprungs, deren Einfuhr infolge jahreszeitlich verringerter Lieferungen von Obst und Südfrüchten um rund 16 Mill. RM. zurückgegangen ist. Auch die Einfuhr von lebenden Tieren war geringer als im Dezember des vergangenen Jahres. Dagegen hat die Einfuhr von Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs bei unterschiedlicher Entwicklung im einzelnen insgesamt zugenommen. Im Bereich der gewerblichen Wirtschaft ist die Einfuhr im ganzen gestiegen. Die Zunahme entfällt dabei ausschließlich auf die Gruppe Rohstoffe, und zwar liegt sie in der Hauptsache bei Textilrohstoffen und Erzen. Die Einfuhr von Halbwaren hat infolge geringeren Bezugs von bearbeiteten Mineralölen abgenommen. Auch die Einfuhr von Fertigwaren, insbesondere von Enderzeugnissen, war insgesamt geringer als im Dezember. Der Rückgang der Einfuhr entfällt ländermäßig betrachtet im wesentlichen auf die europäische Ländergruppe. Abgenommen haben hier vor allem die Einfuhren aus Dänemark, Italien, Rumänien, Rußland, Frankreich und Griechenland. Nennenswerte Steigerungen sind demgegenüber in der Einfuhr aus Schweden, Norwegen und Belgien- Luxemburg zu verzeichnen. In der Gruppe der außereuropäischen Länder hat die Einfuhr aus Aegypten, Niederländisch-Indi^n und der Türkei abgenommen. Diesen Rückgängen stehen jedoch größere Steigerungen in den Lieferungen Britisch-Süd- afrikas, Chinas, Argentiniens und insbesondere der USA. gegenüber. Die Ausfuhr blieb mit 382 Mill. RM. um 8 v. H. hinter dem Vormonatsergebnis zurück. Die Abnahme ist ausschließlich als jahreszeitliche Erscheinung zu betrachten. Die Verminderung der Ausfuhr um insgesamt 34 Mill. RM. entfällt in der Hauptsache auf die Gruppe Fertigwaren. An dem Rückgang der Ausfuhr im Januar waren vor allem Italien und Norwegen beteiligt. Absatzsteigerungen sind innerhalb Europas bei Bulgarien und Dänemark, sowie nach Uebersee bei Britisch-Südafrika, Brasilien und Chile zu verzeichnen. Die Handelsbilanz schließt im Januar mit einem Ausfuhrüberschuß von 18 Mill. RM. gegenüber 43 Mill. RM. im Dezember 1935 ab. Die mit dem jahreszeitlichen Rückgang der Ausfuhr zusammenhängende Tendenz zur Passivierung der Handelsbilanz hat sich hiernach also auch im laufenden Jahr, wenn auch in verhältnismäßig geringerem Umfang als in den vergangenen Jahren, durchgesetzt. Rindermartt in Gießen. Auf dem gestrigen Rinder-Nutzviehmarkt in Gießen standen 619 Stück Großvieh, 107 Fresser und 123 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 480 bis 640 Mark, 2. Qualität 340 bis 450, 3. Qualität 200 bis 300; Rinder V2» bis Vstährig 130 bis 200, Vidis 2jährig 200 bis 280, tragend 270 bis 500; Kälber bis 3 Wochen 26, bis 4 Wochen 40, bis 6 Wochen 55 Mark. Marktverkauf: Schleppend, Ueberstand. Nächster Markt: 3. März. Rhein-Mainische Börse. Millagsbörse sehr still. Frankfurt a. M., 18. Febr. Die Börse hatte auch heute auf allen Gebieten wieder nur überaus geringes Geschäft, da Aufträge der Bankenkundschaft nahezu fehlten. Anderseits lagen jedoch von dieser Seite auch keine Abgaben vor, so daß die Grundtendenz weiterhin ein freundliches Aussehen hatte, obwohl vielfach die Kurse am Aktienmarkt nicht immer voll behauptet blieben. Zu den ersten Notierungen zeigte sich teilweise etwas Nachfrage, wobei die Kurse mäßig höher waren, im Verlaufe bröckelten sie aber angesichts der herrschenden Geschäftsstille meist wieder ab. Am Montanmarkt gewannen Harpener 0,90 0. H., während Hoesch auf 89,50 (90,50) nachließen und die übrigen Papiere um 0,13 v. H. nach beiden Seiten abwichen. Am Elektromarkt kamen zunächst nur AEG. mit 40,40 (40,25) und Schuckert mit 131,65 (131,50) zur Notiz. Don chemischen Werten notierten Farbenindustrie mit 151,25 bis 151 (150,75), Scheideanstalt bröckelten auf 210,25 (210,50) ab. Schwach lagen Th. Goldschmidt auf die abgesagte Dividendenerhöhung mit ca. 108,50 (111), auch Deutsche Erdöl lagen etwa 1 v. H. niedriger. Don Maschinenaktien verloren Daimler 0,40 v. H. auf 102,90 und Muag 1 0. H. auf 80,90, während Moe- nus mit 84,90 (84,75) gut behauptet lagen. Sonst kamen noch zur Erstnotiz: Reichsbank 187 (187), Braubank 121,13 (121,50), AG. für Verkehr 106,65 (106), Hapag 15,90 (15,50), Cement Heidelberg 127,75 (127), AKU. 52 (52), Rheinmetall 127,25 (127,50), Moutecatini 45,50 (45) und nach Pause Hanfwerke Füssen 88,50 (91,50). Am Rentenmarkt bestand anfangs wieder Nachfrage, die aber später ebenfalls nachließ. Alt- besitz 111,25 (111). Sonst wurden bewertet: Kom- munal-Umschuldung 87,35 (87,30), Zinsvergütungsscheine 93,40 (93,35), Späte Schuldbuchforderungen 97 (97,13), Frühe Wiederaufbauzuschläge 70,25, do. Späte Fälligkeiten 69,40. Von fremden Werten kamen 4 v. H. Oesterr. Goldrente nach Pause mit 29,90 (30) wieder zur Notiz. Im weiteren Verlaufe blieb das Geschäft sehr still und die Kurse schwächten sich zumeist mäßig ab um 0,25 bis 0,50 v. H. Mäßig höher lagen nur Muag mit 81 nach 80,90 und Deutsche Erdöl mit 111,75 nach 111,25. Die erst später notierten Papiere wiesen überwiegend Rückgänge von 0,50 bis 1 v. H. auf, darüber hinaus verloren Rhein. Braunkohlen 2,50 v. H. auf 221,75. Sonst notierten Th. Goldschmidt 107,50 (111), BMW. 123,50 (124,50), Eßlinger Maschinen 93 (93,50), Metallgesellschaft 117,50 (118), RWE. 128 (128,50), an- öererjeits Conti Linoleum . Zürich 156,50 (155), Elektr. Lieferungen 119,25 (118,50), Nordd. Lloyd 17,25 (17). Am Rentenmarkt hielten sich die variablen Werte etwa auf Anfangsbasis, Altbesitz blieben noch etwas gefragt. Von Industrie-Obligationen notierten u. a. 6 v. H. Hoesch mit 103,25 (103,75) und IG. Far- ben-Bonds 125,90 (126,50). Goldpfandbriefe und Stadtanleihen lagen meist unverändert, Liquida- tionspfanbbriefe gaben teilweise 0,13 bis 0,25 0. H. nach. Auslandsrenten lagen still. Im Freiverkehr nannte man Adlerwerke mit 100,50 (100,75), Wayß & Freytag mit 94 (94,50), Ufa-Aktien mit 56,25 (56). Tagesgeld unverändert 2,75 v. H. Abendbörfe ruhig. Die Abendbörfe nahm auf allen Marktgebieten einen fehr stillen Verlauf. Die Haltung war im Anschluß an den Mittagsverkehr teilweise weiter etwas schwächer, besonders Elektroaktien erfuhren weitere Rückgänge um durchschnittlich 0,25 bis 0,50 v. H. AEG. gingen auf 39 (39,65) zurück. Montanaktien konnten sich andererseits gut behaupten. Im übrigen hielten sich die Kurse auf Basis des ermäßigten Berliner Schlußverkehrs. Auch der Rentenmarkt lag sehr still, die Kurse vermochten sich aber gut zu behaupten. Etwas Geschäft hatten Altbesitz bei 111,25 und Kommunal-Umschuldung bei 87,35. U. a. notierten: Altbesitzanleihe 111,25, 6 v. H. IG. Farben-Bonds 125,90, 6 v. H. Krupp 104,65, 5 v. H. Eisenbahn-Rentenbank 92,90, 4 v. H. Rumänen 5,40, 4,50 v. H. Dresden Stadtanleihe von 1926 91,50, Adca 70, Bayrische Hypothekenbank 87,25, Commerzbank 92, Dresdner Bank 90,75, Frankfurter Hypothekenbank 95,75, Buderus Eisen 96,65, Harpener 114,75, Hoesch E 89, Klöckner 85,75, Mannesmann 85,50, Rheinstahl 112,65, Vereinigte Stahlwerke 82,90, AKU. 51,50, AEG. 39, Bekula 139,25, Bemberg 91,50, Conti Gummi 166,40, Daimler E 102,50, Scheideanstalt 210,25, Deutsche Linoleum 151,50, Licht & Kraft 133,50 Frankfurter Obst- und Gemüfemarkt. Frankfurt a. M., 18. Febr. Arn Gemüse» markt war das Angebot gut. Das Geschäft war ziemlich lebhaft. Für Spinat zogen die Preise noch an, dagegen sind sie mit Aufhören des Frostes für Feldsalat und Rofenkohl gefallen, im übrigen blieben sie unverändert. Mistbeetsalat (Schlüpfer und Lattich) erstmals in geringen Mengen am Markt. Ausl. Blumenkohl genügend, Eskarol stärker angeboten. Bei flottem Geschäft zogen die Preise an. U. a. notierten: Blumenkohl, Steige 18 Stück 4,25 bis 5,00 itaL, Eskarol Steige 18, 24, 32 Stück 2,20 bis 2,75 ital., Feldsalat groß 30 bis 50, klein (Mistbeet) 40 bis 90, Karotten 4 bis 6, Kopfsalat, Steige 24 Stück 5,00 bis 5,50 span., Schlüpfer 90 bis 100, Lattich 50, Rosenkohl 22 bis 28, Rotkraut 8 bis 10, Sellerie 50 Kilogramm 9 bis 12, Spinat 22 bis 25, Weißkraut 6% bis 8, Wirsing 12 bis 15, Winterkohl 12 bis 15, Zwiebeln 9% bis 11%. Obst und Südfrüchte: Gutes Angebot von deutschen Aepfeln, Nachfrage befriedigend. Preise unverändert, für Auslesen über Notiz. Bei ausreichendem Angebot war das Apfelsinengeschäft zufriedenstellend. Für span. Blutorangen Preise leicht erhöht. U. a. notierten: Aepfel I 24 bis 30, II 18 bis 22, III 14 bis 18, Boskop 25 bis 30, Schafsnase 16 bis 18, amerifan. Aepfel 40 Pfd. rote 15,00 bis 18,00, Apfelsinen: blond 12 bis 18 span., 20 ital., Blut 15 bis 22 span., 18 bis 22 ital., Navel 25 bis 28 span., Bananen, Kiste 25 Pfd. 6,00 bis 7,50 Rtmdfunkprvaramm. Donnerstag, 20. Februar. 6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause (7) Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 10.15: Schulfunk: Volksliedersingen. 10.45: Nachrichten. 11: Gaunachrichten. 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei von zwei bis drei. 15: Wirtschaftsbericht: Deutsche Oel- früchte. 15.15: Kinderfunk. 16: Bunte Schüssel: Allerlei Kleinigkeiten für Herz und Gemüt. 17.30: Närrischer Kalender (III) „Großer Galgenberg", eine Funkfolge. 18: Nachmittagskonzert. 20: Nachrichten. 20.10: Oberst Lawrence. Funkspiel vom Aufstand in der Wüste. Von Paul Laven. 21: „Die Liebesinsel". Ein Volksstück von Kurt Heynicke mit Musik. Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beichlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 0. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Frantiur a.2)l. | Berun Frankfurt o.M. Berlin Frankfurt a. M. Berlin Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. Schluß« kurS Schluß. Abendbörse Schluß« kurS Schluß!. Mittag- börsc Schlußkurs Schluß!. Abend« börfc Schluß« kurS Schlug. Mittag- börkc Schluß« kurS Schluß!. Abendbörse Schluß« kurS Schluß!. Mittag« börse 17. Februar Amtliche Notieruna — 18-Februar Sfmflidie Notleruna Datum 17 2. 18.2. 17.2 18.2. <)atum 17.2. 18.2. 17.2. 18.2. Oatum 17.2. 18.2 17.2- 18-2. Geld ' Briet Geld Brief «% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Rcichsanl. von 1934 &/z°/o Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechten ............. 4*/»% Deutsche ReichSpostschatzan Weisungen von 1934, 1....... 6% ehe in .8°/«, Hess. BolkSNaat 1929 .rückzahlb. 102%)............ 4%% ehern. 8% Hessische Lande»' bunt Darmstadt Gold R. 12.... 6&% ehern. 4^,% Hess. Landes- Hypothekenbank DarmsiadtLIaui 4%% ehe in. 8% Darmst. Komm Landcsb.Goldschuldverichr. R.6 Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten ............. Deutsche Komin. Sammclabl. An- leihe «Serie 1 mit AuSlos.-Rechten 4%% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank «Jolbpfe. 15 unkündbar bIS 1935 6%% ehern. 4V2% Franks. Hyp. Bank-Ligu.-Psandbrüse....... 6ft% ehern. 4 y2% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse. ... 4y,% ehern. 8% Pr. Landespsand- briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 *y,% ehern. 7% Pr. Landespsand- briesanst., Gold Komin. Obl.V Steuergutsch.Benechnungsk. 34-88 4% Oetzeneichiscye Goldrente... 4,20% Oesterreichische Silberrentr 4% Ungarische Goldrente ....... 4% Ungarische Staatörente v. 191C i.yt% deSgl. von 1913......... 5% abgest. Goldmexikaner von 9$ 4% Türkische Dagdadbahn-Anleihr Serie 1.................... 100,5 97,75 111 । 99,9 98,5 96,4 101,25 92,75 96,5 101,55 101,9 97 97 108,65 1,25 8,95 8,55 8,7 13,9 9,75 100,5 97,75 111,25 99,9 98,25 96,4 101,25 92,75 115 96,5 101,65 97 97 I 108,65 1 29,9 1 1,25 8,7 I 8,85 8,7 13,9 100,5 1 97,75 102,9 111,1 99,9 98,25 115 101,75 97 97 108,65 29,75 1,35 8,8 8,55 8,75 13,9 100,5 97,5 103,13 111,3 100 98,25 96,4 115 101,65 97 97 108,65 30,25 1,3 8,8 8,85 8,75 13,8 4% oeegl. Seite li ............ 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4^%Rumün.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .. L^% Anatolier ............. Hamburg-Amerika-Paket .....O Hamburg.Südam. Dampfschiff. O Norddeutscher Llohd .........O A.G. für Verkehrswesen Akt. .. O Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Prlvat°Bank ... 0 Deutsche Bant und Dlsconto« Gesellschaft................o Dresdner Bank..............o Reichsbank ................ 12 A.E.G......................0 Bekula.................... 10 Elektr. Lieserungsgeiellschaft... b Licht und Kraft ........... ey Felten & Guilleaume......... 4 Gesellsch.s.Eiettr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ 6 Rhein. Wests. Elektr..........g Schuckert L Eo................ Siemens L Halske............. LahtneyerSEo............... Buderus ................... Deutsche Erdöl ............... Harpener.................... Hocsch Eisen—Köln-Neuessen .. Ilse Bergbau ............... Ilse Bergbau Genüsse........ Klöcknerwerke ............... Mannesmann-Röhren........ 9,75 6,6 9,35 5,425 38,25 15,5 17 106 116 92 90,75 91 187 40,25 139,5 118,5 134 117 129,5 125,5 128,5 131,5 174 127 97 112,5 114,5 90 — 130,65 86 86,25 6,6 9,35 5,4 38 15,9 17,25 106,75 116 92 90 90,75 187 39 139,25 119,25 133,5 115,5 129,25 128 130,75 174,5 127,25 96,65 ! 111,75 114,75 89 85,75 1 85,5 9,25 5,4 38 15,65 25,75 17,13 106,25 116,5 92 90,75 91 186,9 40,4 139,9 119 135 116,75 129,75 125 128,5 131,75 174,5 128,75 97,25 112,4 115 89,75 162,5 130,5 86 86,4 6,45 9,35 5,35 37,9 15,75 17,25 106,5 117.4 92 90 90,75 187 39,4 139,9 119,5 134,25 115,5 129,65 125 127,75 131 174,5 127,4 96,5 111,65 114,65 89,13 130 85,75 85,65 Mansfelder Bergbau.........6 Kokswerke .................. 6 Rheinische Braunkohlen .....12 Rheinstah! .................. 4 Bereinigte Stahlwerke........O Otavi Minen ...............O Kaliwerke Aschersleben........5 Kaliwerke Westeregeln........5 Kaliwerke Salzdetfurth..... 7y2 3. G. Färben-Industrie.......7 Scheideanstalt............... 9 Goldschmidt ................ 5 RütgerSwerke ............... 6 Metallgesellschaft.............4 Philipp Holsmann........... 4 Zementwerk Heidelberg ......7 Cementwerk Karlstadt.........6 Schultheis Pahenhofer .......4 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O Bemberg...................6 Zellstoff Waldhos ............ 5 Zellstoff Aschaffenburg .......O Dessauer Gas ............... 7 Daimler Motoren............O Deutsche Linoleum........... 8 Orenstein & Koppel ..........O Westdeutsche Kaufhof.........O Chade....................71/ Accumulatoren-Fabrtk....... 12 Eonti-Gumml............... 8 Grltzner..................... Mainkrastwerke Höchst a.M.... 4 Süddeutscher Zucker ........ 10 130 113,5 83,25 18,25 121 186 150,75 210,5 111 122,5 118 97,5 127 128 52 91 123 87,25 103,25 151,5 30,65 304,25 174 166 I 30,9 91,5 1 199 130 221,75 112,65 82,9 18,35 121 150,75 210,25 107,65 116,75 97,5 127,75 128 51,5 91,5 122,5 86,25 102,5 151,5 31,65 304 173,5 166,4 I 30,9 91 198 129,75 120,5 113,4 83,25 18,13 127 121,5 186 150,65 111,25 122,5 117,9 100,25 52 91,25 122 86,75 125,65 103,25 151 77,5 30,75 304,5 174 166 I ü I 199 130 120 222 112,65 82,9 18,13 150,75 107,75 121,75 117 97,75 100 51,75 91,75 122 86,5 124,9 102,65 151,25 78 31,5 303,5 173 166,9 I 30,5 I 198 Buenos Lire Brüssel .... Rio de Jan. Sofia ...... Kopenhagen. Danzjg..... London.... HeljingforS.. Paris ..... Holland ... Italien..... Japan...... Jugoslawien Oslo..... : Wien....... Lissabon .... Stockholm... Schweiz ... Spanien... Prag....... Budapest .. Reuyork ... ________Ber Amerikanische Belgische Not Dänische Note Englische Not Französische 9 Holländische Italienische 9 Norwegische Deutsch Lestc Rumänische 9 Schwedische 9 Schweizer No Spanische No Ungarische Nl 0,678 41,89 0,138 3,047 54,84 46,80 12,28 5,41 16,42 168,89 19,76 0,716 5,654 61,71 48,95 11,14 63,31 81,23 34,03 10,30 2,458 tm,18 -Feb.u. Noten...... en.......... n ......... en ......... loten....... loten....... oten........ Roten ...... neid), i 1OO oten....... Roten....... ten......... ten......... ten ........ 0,682 41,97 0,140 3,053 54,94 46,90 12,31 5,42 16,46 169,23 19,80 0,718 5,666 61,83 .49,05 11,16 63,43 81,39 34,09 10,32 2,460 Banfno r 1 Schilling en 0,678 41,90 0,138 3,047 54,77 46,80 12,265 5,405 16,42 168,85 19,76 0,715 5,654 61,64 48,95 11,13 63,24 81,24 34,03 10,30 2,460 Geld 2,412 41,76 54,51 12,23 16,37 168,43 61,43 63,02 81,06 33,69 0,682 41,98 0,140 3,053 54,87 46,90 12,295 5,415 16,46 169,19 19,80 0,717 5,666 61.76 49,05 11,15 63,36 81,40 34,09 10,32 2,464 Z>ru-i___ 2,432 41,97 54,71 12,27 16,43 169 61,67 63,28 81,38 33,83