Ur. 115 Erstes Blatt 186. Jahrgang Montag, 18 Mal M6 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gietzener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monatrvezugspreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernfprechanschlüfse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Zranifurt am Main 11686 Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche UniverfitatrVuch- und Steinbruderei R. Lange In Gießen. Zchristleitung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8^/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70 mm Breite 50Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Vereinbg.25°/g mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Leistungsschau deutschen Bauerntums. Reichsbauernführer Darre eröffnet die Reichsnährstandsschau in Frankfurt. LPD. Frankfurt a. M., 17. Mai. Frankfurt am Main ist eine große Bauernstadt geworden. Acht Tage lang wird die Stadt des deutschen Handwerks, die alte Kaiserstadt am Main, das Ziel von Hunderttausenden bäuerlicher Menschen sein, die auf der großen Leistungsschau des deutschen Bauerntums, der 3. Reichsnährstands-Aus- st e l l u n g, sehen und lernen wollen. Die Ausstellung übertrifft die vorjährige in Hamburg an Umfang noch bedeutend. Es bedarf schon eines strammen Tagesmarsches, um auch nur flüchtig all das zu erschauen, was an Höchstleistungen bäuerlicher Arbeit und nicht zuletzt an Spitzenleistungen der Industrie für den landwirtschaftlichen Bedarf hier auf einem Riesengelände vereint ist. Frankfurt a. M. hat alles getan, um den Bauern, die in 300 Sonderzügen aus allen lei- len des Reiches nach Frankfurt kommen, den Aufenthalt in der Großstadt zu einem freudigen Ereignis werden zu lassen. Bon allen Häusern grüßen die Hakenkreuzfahnen, Girlanden von jun- aem Grün winden sich von Haus zu Haus. Besonders prächtig sind die Plätze vor den Bahnhöfen und die breite Straße nach dem Ausstellungsgelände, die Festhalle mit dem großen Hinterland, ausgeschmückt worden. Schon lange vor Beginn der Eröffnungsfeier füllte sich der in seiner schlichten Architektur großen Eindruck erweckende E h r e n h o f des Reichsnährstandshauses mit zahlreichen geladenen Gästen. Von der Rednertribüne, die links und rechts von den Düsten Max E y t h s und Gustav Ruhlands flankiert war, leuchtete in tiefem Rot das Symbol des Reichsnährstandes. Punkt 11 Uhr betrat Reichsbauernführer Reichsminister R. Walther Darre, der bei seiner Ankunft von den vor der Festhalle harrenden Bauern jubelnd begrüßt wurde, in Begleitung des Gauleiters Sprenger unter Heilrufen der Versammelten den Ehrenhof. Der Finnische Reitermarsch erklang, und ein Sing- und Sprechchor des Arbeitsdienstes: „Unsere Spaten sind Waffen des Friedens" leitete zu der Begrüßungsansprache des Derwaltungsamtsführers Freiherrn von Kanne über. Gauleiter Äeichsstatthatter Sprenger begrüßte dann den Reichsbauernführer R. Walther Darrs im Gau Hessen-Nassau, nicht nur als Reichsbauernführer und Reichsminister, sondern auch a l s Mitglied d e s Gaues Hessen-Nassau. Zn Wiesbaden habe der Reichsbauernführer ferne Fugend verlebt, und von Mainz sei er dreimal hinausgezogen ins Feld, um für Volk und Vaterland einzustehen. Nach dem großen Weltkrieg habe er im Ringen mit sich selbst den Weg gefunden, der ihm vorgezeichnet war. Unter einer Buche bet Wiesbaden habe er den Gedanken von „Blut und Boden" als ein Evangelium verkündet. Im Gau Hessen-Nassau habe er den Weg gefunden zu der braunen Armee Adolf Hitlers. Von hier aus führt ihn ein gerader Weg bis zu dem heutigen Tage. Wenn wir uns zurückerinnern an die Tage des Kampfes, der ja in diesem Gau schon 1922 bis 1923 eine heftige Form gefunden hatte, so können wir stolz sein. Hier wurde früh der Gedanke um das Ringen der Seele des deutschen Volkes hinausgetragen aufs Land. Aber gerade der Kampf um das Bauerntum hat erst bestimmte Formen angenommen, als Pg. Darrs die Führung des Kampfes als Leiter des Agrarpolitischen Apparates der NSDAP, von Adolf Hitler übertragen worden war. Nun begann die Arbeit planmäßig. Was Pg. Darrs als Führer der Bauern der Partei verkündete, das hat er als Minister des Dritten Reiches jederzeit gehalten. Dank der vorbereitenden Maßnahmen des Reichsbäuernführer konnten wir im Gau feine Gedanken in die Tat umfetzen. Durch die Meliorationsarbeiten in Hessen konnten nicht weniger als 66000 Hektar Land urbar g"macht werden. Wir alle haben den festen Glauben, daß wir mit Ruhe in die Zukunft blicken können, weil nun die Ernährung des gesamten deutschen Volkes sichergestellt sein dürfte. Ich bin stolz, daß uns die hohe Ehre zuteil geworden ist, daß die 3. Reichsnährstandsausstellung in Frankfurt a. M. stattfindet. Sie ist heute die größte Schau Europas geworden. Hier in Frankfurt hat in den 80er Jahren die erst? landwirtschaftliche Ausstellung stattgefunden. Es war unserem Reichsbäuernführer vorbehalten, diese Ausstellungen zur letzten Vollendung zu bringen, die der städtischen Bevölkerung einen Einblick geben m Das Schaffen und Können des Bauerntums. Diese Ausstellung versinnbildlicht das Gesetz von Blut und Boden und der Gemeinschaft aller Deutschen m Stadt und Land. LandesbauernsührerDr Wagner begrüßte den Reichsbäuernführer und alle Gäste namens des heimischen Bauerntums. Historischer Boden ist es, auf dem wir stehen. Seit zweieinhalb Jahrtausenden ist dieses Land von Germanen besiedelt. Aber auch schon vor dieser Zeit war dem hier ansässigen arischen Brudervolk der Kelten y W ' y 88t » zs Hb V. ? Die Eröffnungsfeier im Ehrenhof des Reich5,lährstandshaufes. Der Gauleiter spricht. (DNB.-Heimatbilderdienst. — Aufnahmen: Schmidter.) der Acker heiliges Sinnbild des Lebens. Im Nord- Osten unseres Gebietes hat der Spaten des Forschers auf dem Glauberg bei Büdingen ein etwa siebentausend Jahre altes befestigtes Siedlungsgebiet mit Hockäckern freigelegt. In der Dillenburger Gegend find Ausgrabungen auf ähnliche Spuren gestoßen, die einen mehr als drei- tausendjährigen Ackerbau beweisen. Mitten durch unseren Gau lief der römische Limes, der nicht stark genug war, der Kraft der anstürmenden Germanen standzuhalten. An diesem Gren^wall sind zahlreiche Römersiedlungen auf germanischen Siedlungsresten aufgebaut. Ewig und unabänderlich kamen und gingen Geschlechter. Inmitten all ihrer Schicksale aber bliebderAcker. Zeiten schlimmster Ueberfrembung des Volkstums hat unsere hessen- nassauische Heimat erlebt. Aber immer wieder finden ihre Kinder zur Scholle und zum Volke zurück. Bei aller Unterschiedlichkeit im kleinen zeigt das Rhein-Main-Gebiet in dem Zusammenklang von Strom, Berg und Ebene doch eine wunderbare Geschlossenheit und Schönheit des natürlichen Aufbaues. Und fo find auch die Menschen. Der heiter aufaeschlossene lebensvolle Rheingauer und Rheinhesse, der mit dem kargen Boden ringende herbe und zurückhaltende Bauer des Westerwaldes, Taugangspunkt seines Werkes. Heute weilt unter uns ein Förderer und Teilnehmer an der ersten Ausstellung in Frankfurt, Christian Bartmann-Lüdicke aus Bad Homburg, den ich Ihnen, Reichsbäuernführer, hiermit vorstellen darf. Bartmann-Lüdicke, der aus einem alten Bauerngeschlecht stammt, verfolgt bei feinen 84 Jahren noch immer mit klarem Geist und warmem Herzen das Schicksal des deutschen Landvolkes. So höben wir uns, alt und jung, hier im Rhein- Main-Gebiet zu gemeinsamer Arbeit zusammenge- sunden, um am Werk des Führers mitzuarb-iten und Ihnen, Reichsbäuernführer, treue und dankbare Helfer zu fein. Ehrung der Mitarbeiter Max Eyths. Der Reichsbäuernführer gab bann eine Schilde- rung des Lebenswerkes Max Eyths, des Gründers und Schöpfers des landwirtschaftlichen Wanderausstellungswesens in Deutschland, das damals in Deutschland vollkommen darniederlag. Beispielsweise bestand eine Vieh- und Geräle-Ausstellung anläßlich einer größeren Tagung eines landwirtschaftlichen Vereins in Bonn aus — sage und Der Reichsbäuernführer R. W. D a r r s trifft auf der Ausstellung ein. — (DNB.) fr s>>< Ü -• - heißem Herzen und ehrlichstem Wollen für Deutschland und das deutsche Volk erstrebte, bas konnte allerdings erst der Reichsnährstand vollenden und in die Wirklichkeit Umsetzern Daß wir es aber heute verwirklichen können, verdanken wir einzig und allein dem Umstand, daß uns in Adolf Hitler ein Führer erstand, der alle politischen Widerstände beseitigte. Wenn wir heute Rückblick gehalten haben auf das Werden der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft, ehren wir zugleich die Persönlichkeit Max Eyths als die schöpferische Kraft. Ihm allein ist es zu danken, daß damals ein landwirtschaftliches Aus- stellungswesen in Deutschland entstand, das mit der Zeit Weltruf genießen konnte. Ich habe mich nun entschlossen, eingedenk dieses großen Werkes und seines Schöpfers, die Männer zu ehren, die vor 50 Jahren mit Eyth wirken durften und denen das Schicksal es vergönnt hat, das Werk Adolf Hitlers und die diesjährige Reichsnährstands-Ausstellung zu erleben. Darauf überreichte der Reichsbäuernführer die Ehrengabe, ein Bild des Führers, an: Staatsminister a. D. Dr. h. c. Exzellenz v. Arnim-Criewen, Oekonomierat Hoffmann, Oekonomierat Bartmann-Lüdicke. Weiter überreichte er ein Bild Max Eyths an die führenden Leiter der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft, die Herren: Dr. h. c. von Websky, Dr. von Laer, Heumann, Freiherr vom Holtz, Reinhard, Landesökonomierat W y,ch gram, Landesökonomierat Ehatt, Geheimrat Hänfen, Geheimrat Schmidt, Dr. h. c. Schurig, Geheimrat Vogel, Vogelfang, Dberlanbesftatlmeifter a. D. Exzellenz von W e n f ft e r n. Unb nun erlebten die Teilnehmer an der (Eröffnungsfeier die Uraufführung des Singspieles „Kleine Bauernkantate", Musik von Bruno Hellberger, Textgestaltung aus „Dichtungen der Zeit" durch Ferdinand Naber. Die Aufführung durch den Arbeitsdienst hinterließ einen tiefen Eindruck. Bemerkenswert war die Mitwirkung eines neuen Musikinstrumentes, dem „Hellertio n". Das Instrument, das vor einigen Wochen dem Reichsminister Dr. Goebbels vorgeführt wurde, soll in den Dienst einer Musik gestellt werden, die aus dem Sinn und den Forderungen unserer Zeit neu zu schaffen ist. Aus Wunsch von Dr. Goebbels wurden von der Aufführung Schallplattenaufnahmen gemacht. Staatssekretär Herbert Backe sprach dann über unser Ernährungslage im Rahmen der Volkswirtschaft. Das Bauerntum hat zwei große Aufgaben zu erfüllen: Lebensguell des Volkes zu fein und die Volksernährung zu sichern. War schon früheren Jahrhunderten aus der Verkennung der Bedeutung des Blutes heraus Taufenden von deutschen Bauern die Lebensgrundlage in ihrer Heimat genommen, mußten sie damals gezwungenermaßen meist als Söldner in fremder Staaten Dienst treten, so wurde mit dem Aufbrechen des Liberalismus der Weg frei für ein hemmungsloses Auswandern Tausender von Bauernfamilien. Von heute aus Besehen war es ein dauernder ungeheurer 210er« aß besten deutschen Blutes. Die Meilensteine dieses verhängnisvollen Weges waren die sogenannten Agrarkrisen. Die Erschließung der Welt führte nämlich zu einer ungeheueren Steigerung der landwirtschaftlichen Erzeugung, und da in jenen jungfräulichen Ländern der Aufwand zur Erzeugung von Nahrungsmitteln ein sehr viel geringerer war als in den alten Kulturländern Europas, konnten die dort in Massen erzeugten Nahrungsmittel und Rohstoffe den europäischen Markt überschwemmen unb durch ihren billigen Preis bie Arbeit der Bauern dieser Länder entwerten. Durch die Zunahme der Bevölkerung in Deutschland im Laufe des vergangenen Jahrhunderts wäre eine E r- Höhung der Erzeugung notwendig gewesen. nus und Odenwalds und der sichere und ruhiae Bewohner Oberhessens, fest verwurzelt mit dem Boden, festgeschmiedet an ihr bäuerliches Werken. Ich freue mich, feftftetkn zu tonnen, daß in unserem Sau m immer umfassenderer Art auch b t e stab tische Bevölkrung bem erhabenen Verhältnis bes Menschen zu seiner Heimat unb zu feinem Boden Verständnis zuwendet. Denn schließlich sind die Wesenszüge und die praktische Arbeit nationalsozialistischer Agrarpolitik unb Agrarwirtschaft keine Angelegenheit der Angehörigen des Reichsnährstandes allein, sondern des gesamten deutschen Volkes. Genau so ist die Reichsnahrstand-Aus- stellung keine Angelegenheit der deutschen Landwirtschaft, sondern eine Leistungsschau des deutschen Volkes. rr .....< Die Landesbauernschaft Hessen-Nassau ist stolz darauf, die Heimat der größten Vorkämpfer für ein freies Bauerntum gewesen zu sein. Der Reichsfreiherr v. Stern stammt aus Nassau a. d Lahn, und Wilhelm Friedrich Riehl wurde in Biebrich am Rhein geboren, sämtliche Vorfahren Gustav Ruhlands lebten um Groß- Gerau. Als Vermutlicher dieser Gedanken und als Weiterschöpfer wählte auch unser Reichsbauern- führer einen der schönsten Plätze unserer Heimat, die Platte bei Wiesbaden, als den Ruhe- und Ausschreibe — 25 Rindern, acht verschiedener Rassen, einer Putzmühle und zwei Pflügen. Es war nicht erstaunlich, daß sich der Großgrundbesitz und der Adel des Ostens, ebenso wie die katholischen landwirtschaftlichen Vereine des Westens und der de- moktratischem Partikularismus des Südens gegen die Eythschen Gedanken auflehnten. So vergingen drei Jahre mit Vorarbeiten, bis bann enbgültig am 11. November 1885 fatzungsmäßig bie „D eut- f ch e Landwirtsgefellschaft" ins Leben gerufen wurde. Ein halbes Jahrhunbert ist in der Zwischenzeit verflossen, unb bas große Derbienst Eyths auf nationalsozialistischem Gebiet bleibt es für immer, baß er erstmalig eine zentrale Organisationsform für eine landwirtschaftliche Gesellschaft fand. Damit leistete Eyth schon vor 50 Jahren eine Vorarbeit, bie sich in ihrer selbstlosen Konsequenz erst heute auswirken kann, bedingt durch die politische Einheit des Reiches. Daß er bie ganze Last der Arbeit nicht allein auf feinen Schultern tragen konnte, hat er damals und in der Folgezeit des öfteren betont und vor allem auf feine verdienstvollen Mitarbeiter, wie Geheimrat Thiel, den bekannten Oekonomierat Schultz- L u p i tz, Oekonomierat Kiepert, Hauptmann Beck, Geheimrat Orth, auf Wöld 1 ing, Krauß und Poggendorf hingewiefen. Was Max Eyth mit Aber aerobe burch die landwirtschaftliche Betätigung dieser Auswanderer wurde die notwendige Intensivierung der heimischen Landwirtschaft verhindert und Deutschland verlor Schritt für Schritt seine Nahrungsfreiheit. Beides rächte sich i m Weltkriege: Nicht nur standen die Nachfahren jener deutschen Auswanderer ihrem einstigen Mutterlande als Feinde gegenüber; sondern ihre Friedensarbeit im Auslande vor dem Kriege hatte bereits dazu beigetragen, daß Deutschland mit ungesicherter Ernährungsgrundlage in dieses Ringen eintreten mußte. Wenn die Ernährungsschwierigkeiten des Jahres 1935 überstanden wurden, wenn dem deutschen Volke die Nahrungssorgen des Weltkrieges erspart blieben, so nur deshalb, weil vorausschauend vom ersten Tage der nationalsozialistischen Agrarpolitik an die Gesundung des deutschen Bauernstandes eingeleitet wurde. Das Mittel, um die neue Entwicklung einzuleiten, war neben dem Erbhofgesetz, das das Bauerntum als Lebensquell des deutschen Volkes zu sichern hatte, das Reichsnährstandsgesetz und die darauf aufgebaute Marktordnung, ferner die V o r r a t s w i r t s ch a f t, d. h. zeitliche Herausnahme der Ware, wenn sie den Bedarf überflieg, und Abgabe der Ware an den Markt, wenn diese dort nicht ausreichend vorhanden war. Die Vor- aussetzung der Marktordnung ist somit eine zentrale Dorratswirtfchaft. Der Aufruf zur Erzeugungs- kchlacht im November 1934 konnte nur erfolgen, weil durch die vorangegangene Marktordnung die Voraussetzung für eine Erzeugungsschlacht geschaffen war. Auch auf wirtschaftlichem Gebiet sind große Erfolge nur durch Zurückstellung des Eigennutzes hinter den Gemeinnutz zu erreichen. Da das deutsche Landvolk nach diesem Gesetz zur Erzeugungsschlacht angetreten ist, wird der endgültige Erfolg nicht aus« bleiben. Man wird dann eines Tages feststellen, daß die Erzeugungsschlacht nicht nur die Unabhängigkeit Deutschlands in der Nahrungsmittelversorgung des deutschen Volkes erkämpft bat, sondern daß die Erzeugungsschlacht auch eine s o - zialistifche Tat war. ReichSbauernführer R. W. DarrS eröffnete dann die 3 Reichsnährstandsausstellung mit einer längeren Rede, in der er u. a. folgendes ausführte: Das landwirtschaftliche Ausstellungswesen hat in Deutschland einen langen und dornenreichen Weg zurücklegen müssen, ehe es sich seinem Zwecke entsprechend in vollem Umfange auswirken konnte. Praktisch ist eine solche Auswirkung aber erst im Dritten Reich möglich geworden. In der Nachkriegszeit wurden die Grundgedanken Eyths, die im Lehrmäßigen und nicht i m M e s s e- mäßigen in der Gemeinschafts - und nicht in der Einzelwerbung bestanden, wesentlich vernachlässigt. Daher habe ich diese Gedanken wieder in den Vordergrund gestellt. Ich konnte also hier in eigenen Lehrschauen auch das Bäuerlich- Weltanschauliche Herausstellen. Das Landvolk wird seine Mission für den nationalsozialistischen Staat als Blutsquell und Ernährer des Volkes auf Generationen und Jahrhunderte hinaus nur dann erfüllen können, wenn es sein Denken vom Materiellen zum Ideellen umstellt. In der A u s st e l l u n g s w e r b u n g bin ich auch bewußt einen neuen Weg gegangen, indem ich hier in Frankfurt zum ersten Male die Freiland-Lehrschau in Form eines wirklichen Bauernhofes aus Hessen zeige. Das Belehrende in seiner natürlichsten Form und Art wirkt immer am stärksten auf den Besucher, denn eine landwirtschaftliche Ausstellung würde keinen Wert haben, wenn sie diesen Grundgedanken für die Zukunft unbeachtet ließe. Um diesen hessischen Bauernhof gruppieren sich die Acker- und Grünlandflächen; alles ist Teilgebiet dieser großen Schau, die überwiegend im Zeichen der Erzeugungsschlacht steht. Mit der deutschen Erzeugungsschlacht, die ihre großen Reserven nur aus dem Bauernhof selbst herausholen kann, soll hier in Form der Gegenüberstellung von schlecht und gut, falsch und richtig, die Wirkung der Anwendung agrartechnischer Maßnahmen auf dem Hofe gezeigt werden Eine Lehrschau „Marktordnung" behandelt im Zusammenhang mit der Erzeugungsschlacht die wesentlichsten Fragen der gegenwärtigen Markt- Gestaltung aller in den Sektor des Reichsnährstandes fallenden Produkte. Auch hier geht die Ausstellung erstmals einen neuen Weg, indem an einer Gruppe von Rindern, als „lebender Marktzettel" die Preisbildung auf dem Schlachtvieh- mar k t klar und deutlich gezeigt wird. Das Haus bes Reichsnährstandes zeigt alle Zweige des gewaltigen Aufgabengebietes dieser Selbstoerwaltungsorganisation. Ich habe schon betont, daß das Landvolk ohne Pflege des Bäuerlich- Weltanschaulichen zu den gewaltigen Leistungen nicht fähig wäre, die es dem Volksganzen gegenüber zu erfüllen hat. Deshalb werde ich auf jeder Ausstellung des Reichsnährstandes immer wieder auch im Werbemäßigen diese Gedanken in den Vordergrund stellen, denn Bluterbe verpflichtet. Frankfurt a. M. ist die R e i ch s h a n d w e r k e r - st a d t. Bauer und Handwerker haben immer schon in steter Verbundenheit zueinander gestanden. Deshalb wird auch erstmalig die historische Entwicklung der Zünfte als Vorläufer einer nationalsozialistischen Marktordnung dargelegt, um bann noch die Stellung des Landvolkes und seiner Erzeugungswerte innerhalb der ganzen deutschen Volkswirtschaft unter Beweis zu stellen. Auf dieser Ausstellung wird erstmals das neue Beurteilungs -und Richtverfahren für Rinder angewandt, das wesentlich vereinfacht ist, und bei dem Körperbau und Leistung des Tieres wie 1:1 stehen. Ich werde es nach Bewährung auch für alle sonstigen Tierschauen des Reichsnährstandes bzw. seiner Auchtervereinigungen zur Pflicht machen. Diese Maßnahme wird sich als notwendiges Glied der Lrzeugungsschlacht grundlegend auswirken in der ganzen Rinderzucht, bei der bisher der Färb- und Körperformalismus und nicht die Leistung lmvordergrund standen. Ich stehe aber auch nicht an, zu erklären, daß ich das Prinzip der Leistung bei der Beurteilung auch aus die anderen Tierarten ausdehnen werde, wie ich es vor kurzem erst in der Pferdezucht veranlaßte. Angesichts der Begrenztheit unseres Bodens müssen wir mit weniger Tieren zu höheren Lei st ungen kommen. Damit aber keine Verengung der menschlichen Ernährungsbasis eintritt, ist eine weitere erhebliche Steigerung der Futtererzeugung auf den vorhandenen und hierfür besonders geeigneten Futterflächen notwendig. Dazu muß eine Ausdehnung des Zwischenfruchtbaues treten. Ich werde hierbei alle Maßnahmen unterstützen, die der Erzeugung eiweißhaltiger 5t raftfuttermittel im Inland dienen. Ich darf dabei als erfreulich feststellen, daß beispielsweise durch den Gärfutterbehälterbau allein 1935 1,5 Millionen Kubikmeter Futterraum für die zusätzliche Ernährung von 400 000 Kühen mit Grün- futter im Winter zur Verfügung gestellt werden konnten. Selbstverständlich ist eine bessere Ausnutzung des vorhandenen Futters durch leistungsfähigere Tiere Voraus- fetzung. Daß wir dies können, zeigt die Entwicklung der letzten Jahre. Denn trotz verringerter Kraftfuttermitteleinfuhr ist es doch möglich gewesen, die tierische Leistung annähernd auf gleicher Höhe zu halten, wie in den Jahren mit hoher Kraftfuttermitteleinfuhr. Das auf der eigenen Scholle gewonnene wirtschaftseigene Futter hat die Grundlage einer bodenständigen Tier- zücht und Tierhaltung zu bilden. Die im landwirtschaftlichen Betrieb vorhandenen Tiere müssen zu der Scholle passen, auf der sie gehalten werden; sie müffen futterdankbar sein und insbesondere imstande, die vorhandenen wirtschaftseigenen Futtermittel gut auszunutzen. In der nächsten Zeit werde ich mein Augenmerk gerade im Rahmen der Erzeugungsschlacht der Förderung der Landeskultur zuwenden. Segrüßmgsabend im Römer Blick aus der Vogelperspektive auf die Ausstellung. — (DNB.) Die Steigerung der Leistungen auf den vorhandenen Kulturböden und die entsprechende Betriebsumstellung würde nämlich nicht ausreichen, um den Nah- rungs- und Rohstoffbedarf einer wachsenden Bevölkerung und einer Industrie zu decken, deren Roh- tofsbasis bisher zum erheblichen Teil im Ausland liegt. Daher müßen wir uns durch Bodenver- befjerungen im Inland d i e zusätzliche Fläche schaffen, die uns fehlt. Neulandgewinnung großen Umfanges muß den Verlust ausgleichen Helen, den uns das Versailler Diktat zufügte, das uns bekannllich ein Siebentel unserer Bodenfläche raubte. Es wird nicht genügen, wenn das Meliorationswesen allein durch die öffentlichen Organe und durch den Arbeitsdienst betrieben wird. Die Melioration muß vielmehr vom Hof aus in viel stärkerem Maße zur Anwendung kommen. Die Parole: „Kampf dem Verderb" ist lärker in bäuerliche und hausfrauliche Kreise zu tragen. Der jährlich geschätzte Verlust von Über einer Milliarde Reichsmark, der infolge mangelhafter Lagerung und Aufbewahrung bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen auf dem Hof und in der Stadt entsteht, verlangt gebieterisch eine Verringerung. Ich beabsichtige in dieser Beziehung auf dem Gebiete der ländlichen Frauenschulen durch- Einen Stich des gleichen Meisters, eine heimkehrende Bauernfamilie darstellend, überreichte der Oberbürgermeister dem Reichsobmann des Reichsnährstandes, Bauern Weinberg. Weitere Ehrengaben erhielten der Verwaltungsamtsführer Freiherr von Kanne, der Landesbauernführer Dr. Wagner, Major Mayer-Schalburg, Stabsleiter Hans van Swinderen und Abteilungsleiter Dr. Bäcker. Oberbürgermeister Dr. Krebs schloß feine Rede mit den Versen: „So schaffen wir alle an unserem Glück, mit Hebel und Pflug und Spaten, Deutschland heißt unser Meisterstück, Herrgott, es muß geraten." ReichSbauernführer ü. W. Darre dankte in herzlichen Worten dem Oberbürgermeister für den überaus freundlichen Empfang und führte sodann u. a. weiter aus: Frankfurt a. M. ist sa nicht nur ein Mittelpunkt des Weltverkehrs und des Welthandels. Nein, diese Stadt ist daneben auch Träger einer anderen stolzen Ueberlieferung: jener Ueberlieferung, die der Stadt des deutschen Handwerks ihren Ehrennamen eingebracht hat. Wer hier die Ausdrucksformen vollendeter Handwerkskultur in sich aufnimmt, der empfindet von selbst, daß es hier nicht der Geist einzelner gewesen ist, der dieser Kultur sein Gepräge gegeben hat. Wir haben das Ziel, eine neue Form zu finden und damit Form und Inhalt unseres Lebens wieder miteinander in Einklang zu bringen. Die Lösung dieser Aufgabe haben wir in die Hand genommen, getragen von dem durch Adolf Hitler wieder erstandenen Gemeinschaftsgedanken. Und in der vordersten Front fanden sich wieder diejenigen zusammen, in deren Reihen schon auf Grund her geschichtlichen Entwicklung der Gemeinschaftsgedanke in erster Linie lebendig war: das deutsche Landvolk und das deutsche Handwerk. Im Landvolk und im Handwerk gab es noch den echten Unternehmer, das heißt, den verantwortlichen Betriebsführer, der für eigene Rechnung wirtschaftet. Er weiß, daß über der Verantwortung für den eigenen Betrieb, für die eigene Gefolgschaft die Verantwortung für unser gesamtes Volk steht. Deshalb trat von der Seite der Ernährungswirtschaft neben die ständische Ordnung die Ordnung der Märkte. Sie stellte auf einer dem modernen Wirtschaftsleben entsprechenden höheren Stufe den Gedanken der Zusammenarbeit aller Wirtschaftsgruppen zum Zwecke der völkischen Bedarfsdeckung in den Vordergrund. Daß diese Folgerung in der Marktordnung des Nationalsozialismus gezogen wurde, bedeutet somit die endgültige Wiederher st ellungd er Gemeinschaft des deutschen Landvolkes mit dem deutschen Handwerk. Wenn der Bauer bas zur Versorgung unseres Volkes notroenbige Getreide schafft und das Handwerk durch den Müller und Bäcker die Verarbeitung dieses Getreides zum täglichen Brot übernimmt, so arbeiten sie alle an der Erfüllung einer Ausgabe. Geordneter Absatz, geordnete Preise und Preisspannen geben ihnen die Sicherheit, daß sie diese Aufgabe erfüllen können. Sie beide fühlen sich wiederum als Glieder einer höheren Einheit, und diese Einheit ist das deutsche Volk. Im historischen Kaisersaal des Römers begrüßte am Sonntagabend die Stadt Frankfurt a. M. den Reichsbauernführer Reichsminister R. Walther Darr 6, die Mitglieder des Reichsbauernrates und eine Reihe von Ehrengästen, darunter Gauleiter Sprenger, zahlreiche ausländische Bauernvertreter. OberbürgermeisterStaatsratOr.Krebs erinnerte daran, daß der Begründer der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft, Max E y t h, mit seiner ersten Ausstellung ebenfalls in Frankfurt vor die Oeffentlichkeit getreten ist. Die Verbundenheit zwischen Reichsnährstand und Stadt finde ihre historische Wurzel in der Wesenart der Stadt Frank» urt a. M.; denn Frankfurt sei feinem Ursprung iach eine Bauern st adt gewesen. In Frank- urt habe sich eine glückliche Mischung von Handwerker- und Bauernkultur erhalten. Die hohen Dächer der Bürgerhäuser und der öffentlichen Gebäude zeigten sehr oft, daß sich hinter ihren hohen Giebeln die Kornböden übereinanber» tapelten, unb ebenso haben bie Frankfurter ihre Häuser in die Erbe hineingebaut, um dort die Weinernten zu bergen. Heute noch gebe es in Frankfurt 48 Erbhöfe, 300 sonstige Höfe, deren Besitzer ihren Lebensunterhalt vorwiegend aus der Landwirtschaft ziehen, und etwa 460 Gemüsebaubetriebe. Frankfurt »esitze ferner eine weltbekannte. Obstbauzucht mit rund 500 000 Obstbäumen und sogar Weinberge mitten in der Stadt, am Lohrberg. Auch bas Nationalgetränk des Frankfurters, den „Aeppelwoi", könne man hier nennen. Die Hoffnung fei berechtigt, daß die Ausstellung einen großen Erfolg erzielen werde. — Oberbürgermeister Dr. Krebs richtete sodann an den Reichsbauernführer die Bitte, die Stadt Frankfurt a. M. im Laufe der kommenden Jahre mit einer großen Reichsgarten- chau und mit einer Wiederholung dieser Leistungschau zu beehren. Zum Ausdruck des Dankes und der Verbundenheit mit dem Reichsbauernführer und damit auch mit dem gesamten Bauernstände Überreichte Oberbürgermeister Dr. Krebs sodann dem Reichsbauernsührer das von dem Altmeister B o e h l e gemalte Bildnis eines Bauern. greifende Reformen, die eine zweckmäßige Erziehung unserer künftigen Landfrau sicherstellen. Eine zur Erzielung des Gesamterfolges nicht zu unterschätzende Rolle spielt die Der» stärkte Maschinenanwendung, nicht um Menschen zu ersetzen, sondern um ihnen die schwere Landarbeit zu erleichtern. Die dritte Reichsnährstandsausstellung ist wieder ein Schritt weiter zum erstrebten Ziel. Sie will der weltanschaulichen und wirtschaftspolitischen Aufklärung dienen, damit das Landvolk lernt, welche Aufgaben ihm gestellt sind und wie es diese zu meistern hat. Wir wollen auf diesem Wege weiter- arbeiten, stets eingedenk des Grundsatzes, der für unsere Reichsnährstands-Ausstellung bereits historisch geworden ist: Das Bessere ist des Guten Feind. Die Ausstellung ist hiermit eröffnet. Ich bitte Sie nach altem nationalsozialistischem Brauch des Mannes zu gedenken, dem wir alles verdanken: Unserem Führer Adolf Hitler ein dreifaches Sieg-Heil! Die Gäste nahmen zusammen mit dem Reichs- bauernführer einen Rundgang durch das inzwischen von Zehntausenden von Bauern belebte Ausstellungsgelände vor, der erst in den Nachmittags- ftunben fein Ende fand. Oer Deutsche Luristeutag in Leipzig. Leipzig, 16. Mai. (DNB.) In der mit den Symbolen des Reiches und der Deutschen Rechts- ront würdig geschmückten größten Messehalle Leipzigs eröffnete der Reichsjuristenführer, Reichs- mmifter Dr. Frank, den Deutschen Iuristentag 1936, der mit der 5. Reichstagung des Bundes Nationalsozialistischer deutscher Juristen verbunden ist. Zahlreiche Ehrengäste waren zu der Heerschau der deutschen Juristen gekommen Die Teilnehmerzahl nahmhafter ausländischer Juristen und des Diplomatischen Korps hat sich gegenüber dem Juristentag 1933 erheblich vergrößert. Reichsminister Dr. Frank eröffnete den Juristentag. Nach Begrüßungsworten des Reichsstatthalters Mutschmann ergriff als Erster, stürmisch begrüßt, der Stellvertreter des Führers Reichsminister Heß, das Wort. Der Führer nimmt stärksten Anteil an den Tagungen deutscher Juristen, zumal wenn es der Sinn dieser Zusammenkünfte ist, durch Jdeenaus- tausch bie beutsche Rechtspflege immer mehr bem Wesen bes Nationalsozialismus anzugleichen. Es ist selbstverstänblich für bie nationalsozialistische Bewegung gemäß ihrer Weltanschauung bem Rechtsgedanken stets stärkste Förderung angedeihen zu lassen, ja das Recht als einen der wesentlichsten Diener der Gemeinschaft des Volkes anzusehen. Denn im Mittelpunkt der nationalsozialistischen Weltanschauung steht das Volk, dessen Zusammenleben das Recht regelt und ordnet. Ohne Recht entsteht das Chaos, aus dem Chaos der Untergang des Volkes. Um bie Mission der Regelung unb Ordnung bes Zusammenlebens ber einzelnen bes Volkes, ber Einglieberung ber Teile in bie Gemeinschaft zu erfüllen, muß das Recht aus bem Geiste biefer Gemeinschaft, b. h. ausdem Geiste bes Volkes heraus geformt werben. Es muß bem Geiste bes Staates als ber Institution bes Gemeinschaftslebens entsprechen. Der Geist unseres Staates ist aber heute endlich ber Geist unseres beutfdjen Volkes. Der Führer hat bas im Unterbewußtsein unseres Volkes jchlummernbe Wesen wieber geweckt. Er ist bie Inkarnation bes Geistes unseres Volkes. Je mehr ber Geist bes Volkes in ber neuen beutschen Rechtspflege seinen Ausdruck findet, desto mehr fühlt sich das Volk nicht nur mit feinem Recht, sondern gerade auch mit dem Staate selbst verbunden. Denn auf kaum einem anderen Gebiete tritt der Staat bem Volk so einbrucksvoll ge» gegenüber wie auf bem bes Rechts. Der Wandlung des Volkes muh die Wandlung des Rechts folgen. Je mehr sich die Gesetzgebung in der Linie des Volksgeistes bewegt, desto seltener wird die Belastung des Rechts In die Er- schelnung treten, well Raum gegeben ist für das Wachsen und das Angleichen des Rechts an die Zeit mit den wechselnden Lebensbedürfnissen des Volkes. Je mehr Spielraum freigegeben wird für das Ermessen des Richters, desto mehr vermag dieser in der Rechtsprechung auch der Grundthefe des Nationalsozialismus, nach der Einordnung des einzelnen in das Gesamtinteresse besteht, nachzukommen. Je mehr bie Form über bas Wesen dominiert, desto eher kann mit Vorbedacht, ohne daß gegen die Form verstoßen wird, gegen den Geist des Gesetzes vergangen werben. Aus bie Festlegung ber großen n a t i o n a l s o z i a l i st i s ch.e n Linie kommt es uns an in ber Rechtsprechung, wie es in ber Gesetzgebung nicht etwa wesentlich ist, daß vor Abfassung jebes Paragraphen der Wille bes Volkes erfaßt wirb, fonbern baß ber (Bei ft bes 93 o I f e s bie Richtung angibt. Der Gesetzgeber han- belt als schöpferischer Mensch unb somit fußenb auf ber Einzelpersonlichkeit, beren Erkenntnisse burch bie Gesetzgebung ins Leben umgesetzt werben. Der Richter sott, um echter Volksrichter zu sein, nicht enger Jurist, sondern in e r ft e r Linie Mensch und in erster Linie Volksgenosse sein. Unb er soll die Sprache sprechen und in seinem Urteil vor allem die Sprache schreiben, welche die Sprache des Volkes ist, die das Volk versteht. Er soll in seiner Sprache schon volksverbunden sein als Ausübender der nach Treitschke politischen Rechtsprechung, wie der Politiker selbst in seiner Sprache volksverbunden sein muß. Der Richter sott ebenso wie nach dem Verstand, nach seinem Gefühl richten, nach dem Gefühl nicht so sehr im Sinne des Mitfühlens, sondern im Sinne des Linfühlens. Der Richter soll im Richten frei ge ft alten können, frei gestalten können seinen Richterspruch und damit auf die Dauer das Recht, welches ja auf den Erfahrungen der Rechtsprechung fußen soll. Laufende Dolksaufklärung unb Dolkserziehung burch die nationalsozialistische Bewegung ist die Ur- fache, daß das Volk selbst harte Gesetze als notwendig empfindet, so wie die gleiche Ursache bie besonders für bas Ausland unerklärliche Tatsache erhellt, daß unser Volk die Regierung eines einzelnen nicht als Diktatur, sondern als eine Volksregierung empfindet, während es die Regierung des vorhergegangenen parlamentarischen Systems, die eine Volksregierung darftellen sollte, immer mehr als volksfremd, ja schließlich als diktatorisch empfand. Beim Recht wie bei der Staatsführung insgesamt ist ausschlaggebend nichtdie Form, sondern das Wesen. Das Wesen aber sowohl des nationalsozialistischen Rechts wie der nationalsozialisti- schen Staatsführung ist es, d e m Volke zu die. nen und im Volke zu wurzeln unb bamit als Dolksrecht und Dolksregierung empfunden zu werden. Mchsiustizminister Dr. Gürtner erinnerte an bie Worte, mit benen er am 30. September 1933 von berfelben Stelle aus zu ben beutschen Juristen gesprochen habe. Damals habe er heroorgehoben, daß ber Juristentag in eine Zeit einer großen Schicksalswenbe unseres Volkes falle. Diese Wenbe unseres Schicksals sei darin zu erblicken, bah das beutsche Volk zu einem neuen völkischen Gemein scha ftsgefühl erwachte.' „Wenn mir bamals vom Werden unb Anfang sprachen, so können wir heute nach brei Jahren von Errungenschaft unb Besitz sprechen. Was auf bem Gebiete der Gesetzgebung in diesen drei Jahren im einzelnen geleistet woroen ist, das sind gerade die Teile der Gesetzgebung, die am wenigsten mit nationalsozialistischem Denken vereinbar gewesen sind und die sofort unb unmittelbar biejem neuen Denken unb neuen Fühlen angepaßt werben mußten. Ich erinnere Sie nur an den Schutz des Volkes vor Verrätern unb Gewohnheits- Verbrechern, an bie Umgestaltung ber Zivilprozesse, an bie Neugestaltung des Erfinderrechts. Die Ausgabe, bie bem Richter unb feinen Mithelfern gestellt sei, sei bie größte, die einem Menschen überhaupt gestellt werden könne: das Ringen um Wahrheit unb Recht. Dies erforbert ben Einsatz bes ganzen Menschen. Möge biefe machtvolle Kundgebung bem deutschen Volke einmal zu jeder Zeit zum Bewußtsein bringen, welche Bedeutung bas Recht für das Leben eines Volkes überhaupt hat, und möge sie zum andern dem deutschen Volke auch eine deutliche Vorstellung von bem Ernst geben, mit bem wir an unsere Aufgabe herantreten, von bem Ernst bes Ringens um Wahrheit unb Recht, bas ja auf bem Boben jener sittlichen Grunbauffassung ruht, bie der Führer dem deutschen Volke vorgezeigt und in ihm wieder lebendlgHgemacht hat." Sodann bekundete im Namen unb im Auftrage bes Reichsleiters der DAF., Dr. Ley, Hauptamtsleiter Klaus Selzner, die Verbundenheit der DAF. mit dem Bunde nationalsozialistischer deutscher Juristen. Reichsminister Frank ergriff sodann bas Wort, um zur Eröffnung des Deutschen Iuristentages die Bekenntnisse abzulegen, bie ber Veranstaltung Ziel unb Zweck geben. Dr. Frank betonte emleitenb, daß bie nationalsozialistischen Juristen als die treuen Hüter ber unsterblichen Ibee bes Nationalsozialismus nicht als akademische Sonderstandesbewegung bem Volk gegenüberftänben, fonbern bie schlichte, kameradschaftlich geschlossene Kampfgruppe des Führers in der Wirklichkeit des Aufbaues eines deutschen Staates von je gewesen seien und bleiben würden. Drei Bekenntnisse legen wir auf diesem deutschen Juristentag ab, so sagte Dr. Frank bann weiter. Das Bekenntnis zum Führer und zum Nationalsozialismus ist der Inhalt unteres Wirkens. Wir schöpfen unser Recht aus der Wirklichkeit des Erlebnisses unseres Volkes, wie es sich aus der deutschen Seele und aus dem deutschen sittlichen Grundgesetz, aus der nationalsozialistischen Staats- und Gemeinschaftsoerfassung und aus dem harten Kampfgesichtspunkt der Durchsetzung der Freiheit unseres Volkes nach innen und nutzen ergibt. Für uns gibt es keine sozialen und parteilichen Spannungen im Rechtsbereich. Für uns ist Ausgangspunkt und Ziel ausschließlich das deutsche Volk als Gemeinschaft und als geschichtliche Erscheinung. Das Bekenntnis zum Recht an sich, das wir als zweites ablegen wollen, umschlingt unsere besondere Mission in dieser Zeit. Aus dem Juristen haben wir den Kämpfer ums Recht xu machen, haben wir den Vertreter des Willens Des Führers und feiner Bewegung zu erziehen, des Willens, der dahin geht, daß das Dritte Reich ein Reich der Gerechtigkeit und der Sicherheit, der Freiheit und der Ehre seiner Volksgenossen sein will und ist. Der starke Staat des Nationalsozialismus ist imstande, eine Rcchtssicherheit zu verbürgen, wie sie in die- fern Mäße zur Zeit in keinem demokratisch oder parlamentarisch regierten Staate der Welt vorhanden ist. Und ein drittes Bekenntnis legen wir aus unserer Mitte und für uns ab: Wir wollen, daß die Träger dieser hohen Aufgabe des Rechtsdienstes eine g e » schlossene Kampftruppe in dem gesamten Bereich unserer öffentlichen Dienste darstellen. Nicht mehr darf in den Reihen dieses Rechtsdienstes eine Kluft nach akademischer oder nichtakademischer Vorbildung bestehen, nicht mehr darf in diesem Rechts- dienst ein Sonderinteressendienst der freien und der beamteten Berufe vorstellbar sein, sondern w i r a l l e, die wir in der stolzen kameradschaftlichen Gemeinschaft des Rechtsdienstes des Dritten Reiches stehen, wollen uns genau so, wie alle anderen Träger von grotzen sozialen Aufgaben im Dritten Reich ohne Trennung und ohne Spaltung vereinen zu einem gescklossenenKorvsder Disziplin, der Treue und bes gegenseitigen Vertrauens. Aus der Einheit unseres Bundes erwächst uns die Kraft, den Staub der Akten, den Staub einer leer und sinnlos aemorbenen Begriffsmechanik zu überwinden. Aus dieser Einheit erwächst uns die siegreiche Zuversicht, dah das Recht der Deutschen eine ewige Sendung und eine ewige Kraft besitzt, die weit höher ist. als daß sie jemals in Akten gebannt werden kann. Als Ziel dieses Juristentages habe ich mir gestellt, verkündigen zu dürfen, daß aus dem Bund Nationalsozialistischer Deutscher Juristen im siegreichen Kampf um die Rückgewinnung der germanischen Grundlage unseres Rechtes der Nationalsozialistische Rechtswahrerbund geworden ist. Nicht um den Begriff des Juristen zu schmälern, legen mir die Bezeichnung des Juristen ab-, nein, nur aus dem bejahenden Bekennt- nis heraus, datz unser Dienst mehr ist als Repräsentanten einer formalen Ordnung zu fein, aus dem Willen heraus, dich wir Wahrer des Rechtes des deutschen Volkes in allen Aufgaben und Auswirkungen fein wollen, und auch, dem Befehl des Führers entsprechend, in der Gesamtgliederung des deutschen Volkes für alle Zeiten sein werden, in dem Bewußtsein also, dah aus dem starken inneren Rechtsleoen unseres Volkes auch der unbesiegbare Rechtsanspruch unseres Volkes der Welt gegenüber auf Freiheit, Ehre und Gleichberechtigung immer stärker erwächst. Als Juristen treten wir an, als Nationalsozialisten haben wir uns durchgesetzt und als Rechtswahrer werden wir in die Geschichte des nationalsozialistischen Reiches hineinmarschieren. Ein dreifaches Sieg-Heil und die beiden Lieder der Nation bekräftigten das Treuegelöbnis für den Führer. Der feierliche Ausmarfck der Feldzeichen und Fahnen beendigte die Eröffnungskundgebung des Deutschen Juristentages. Große Mrgenkundgeblmg vor dem Reichsgericht Leipzig, 17. Mai. (DNB.) Am Sonntagvor- mittag stand die Stadt Leipzig im Zeichen der Kundgebung der deutschen Rechtswahrer auf dem Reichsgerichtsplatz. Sie Rechtswahrer zogen in geschlossenem Zuge zum Kundgebungsplatz. Den Fahnen folgten die Ehrenformationen der- Parteigliederungen. Die 600 Referendare aus dem Gemeinschaftslager Jüterbog schlossen sich an. Dann Ham Gau auf Gau, der Auslandgau und der Gau Danzig an der Spitze. Die Feldzeichen und Fahnen nafjmen auf der Auffahrtsrampe zum Reichsgericht Aufstellung. Etwa 20 000 Rechtswahrer füllten den festlich geschmückten Platz. Gegen elf Uhr traf ber Reichsrechtsführer, Reichsmini st er D r. Frank, ein. Am Portal des Reichsgerichts wurde er von dem Fachschaftsleiter der Gruppe Reichsgericht, Reichsgerichtsrat Dr. Schultze, empfangen und in die Wandelhalle geleitet, wo zur Begrüßung Reichsgerichtspräsident Dr. B u m k e und Oberreichsanwalt Dr. Werner mit den Senatspräsidenten und den dienstältesten Reichs- gerichtsräten, sowie den Vertretern der Rechtsanwaltschaft beim Reichsgericht in ihren roten Amtsroben Aufstellung genommen hatten. Anschließend begab sich der Reichsrechtsführer mit den Mitgliedern des Reichsgerichtes auf die Freitreppe. Er eröffnete die Kundgebung und gedachte derer, die für die Stärke des Reiches gefallen sind. Nachdem das Lied vom guten Kameraden verklungen war, fuhr der Reichsrechtsführer u. a. fort: (SiSen Rechtsglauben von der Stärke, wie der Nationalsozialismus ihn gab, hat das deutsche Volk noch nie erlebt. Eine Zuversicht, dah über unserem nationalsozialistischen Wollen die Gnade des Himmels liegt, haben wir in der deutschen Geschichte in dieser Stärke noch nicht erlebt. Es ist eine Mission an sich, als Deutscher geboren zu werden. Aber es ist ein noch größeres Glück, Zeitgenosse Adolf Hitlers fein zu dürfen. Wir haben gestern den deutschen Rechtswahrer proklamiert, und wir wollen in diesem Rechtswahrer den Wahrer des wahren Rechtes Deutschlands, des deutschen Volkes und der deutschen Dolksgenosien sehen. Dieses Reichsgericht hier ist ein Symbol der Geschichte unseres Volkes. Denn das Reich sank, war das Reichsgericht auch in Gefahr, schutzlos zu sein. Dir haben hier in diesem hohen Gebäude die Schande des sog. Prozesses gegen die Kriegsverbrecher erleben müssen, eines Verfahrens, das man einem gedemütigten, müde gewordenen, verratenen Volk einmal aufzwingen wollte. Debet rechtsbewuhte Dann auf der ganzen Erde muh mit uns die Schande fühlen, dah man uns, dem deutschen Volke, dieses brutale Unrecht der sogenannten Irledensvet ktä ge und ihrer Auswirkungen angetan hat. Dn diesem Prozeh, zu dem man deutsche Richter gezwungen hat. ist henke das Urteil ergangen. Dir Deutschen sind durch den obersten Dahret unseres wahren Rechtes. Adolf Hitler, nicht nur sreigesprochen, wir sind in diesem Prozeß die Sieget geblieben. (Stürmischer Beifall.) Wir haben niemals als Volk ein verbrechen begangen. wir Deutschen fühlen uns — und find es — frei von jeder Schuld. (Es gibt und gab kein Volk, das sich so wie das unsere für Frieden. Freiheit. Ehre und Arbeit eingesetzt hat. Es konnte daher auch nicht ertragen werden, dah man unser Volk für dauernd diffamierte. Und so denken wir an bas zweite große Ereignis, dessen unvergeßlicher Zeuge das Reichsgericht wurde. Es war im Jahre 1930, als der Führer hier inmitten dieses Gebäudes den Eid darauf ablegte, daß er getreu den Gesetzen bes Lebens und des Reiches in unserem Volke die Macht erlangen wolle. Dieser Eid des Führers vor dem Reichsgericht ist heute bereits eine geschichtliche Tat. Denn er war die feierliche Verklärung unseres revolutionären Wollens zur Uebernahme der rechtlichen Voraussetzungen jeglichen politischen Geschehens. Es gibt fein Recht außerhalb der Machtsphäre des starken Reiches. Es kann kein deutsches Recht außerhalb der Einheitsan-schauung des Nationalsozialismus geben. Es kann kein deutsches Recht geben, das über dem Willen unseres Führers stünde, denn dieser Wille des Führers kommt aus den Urtiefen unseres gesamten völkischen Daseins. Wir gedenken in dieser Stunde bes Mannes, dem wir alles Derbanfen, und besten Kampf ein einziger Kampf um das Recht und damit umdenFrieden ist, denn wir deutschen Rechtswahrer bekennen, daß unser Gedanke, dem deutschen Volke das Recht zu verschaffen, identisch ist mit den großen politischen Bestrebungen unseres Führers. Das deutsche Recht nach innen und das deutsche Recht nach außen sind eine grandiose Einheit. Wir, die Träger bes inneren Rechtes, sind die Grundlage, die Voraussetzung des siegreichen Bestehens des Kampfes um den Rechtsfrieden der Welt. Wir grüßen von hier alle jene in allen Kulturvölkern der Welt, die wie wir den Glauben an das Recht als ein ewiges Gut der Kulturwelt in sich tragen. Wir können auch hier nur der Hoffnung Ausdruck verleihen, daß der Ruf des Führers, durch gegenseitige Uedereinkünfte den Frieden zu gewährleisten, von den anderen Völkern aufgenommen werden möge. Friede und Recht gehören zusammen, der Friede durch bas Recht ist unser Ziel. (Lebhafter Beifall.) lugend und Recht. Sine Kundgebung der jungen Rechtswahrer auf dem Iuristeniag. Auf dem Marktplatz fand am Sonntaanachmit- tag eine Kundgebung der jungen Rechts- wahrer unter dem Motto .Lugend und Recht" statt. Nahezu 3300 junge Rechtswahrer waren aufmarschiert. Reichsgruppenwalter Referendar Billig betonte in feiner Eröffnungsansprache, daß die jungen Rechtswahrer mit ihrer ganzen Kraft dem Nationalsozialismus als seine glühendsten Verfechter dienten. Der Reichsrechtsführer Reichsminister Dr. Frank sagte, wir wünschen, daß das gesteigerte fachliche Können des jungen Rechtswahrers nicht mit einer Entidealisierung feiner Lebens- und Weltauffastung verbunden wird. Daher haben Sie, meine jungen Kameraden, in Ihrer Mission als Diener des Rechts unseres Volkes die Bekenner der neuen Einheit des gesamten deut- schen völkischen Lebens aus den ewigen ehernen Grundeigenschaften einer starken Gemeinschaft her- aus zu sein. Der Nationalsozialismus erwartet von Ihnen, daß Sie die fortwirkenden Träger jener idealistischen Vorkämpfer der Ueberzeugung dar- stellen, die einmal durch Blut, Terror, Haß und Neid die Bewegung zum Siege geführt hat. Er erwartet, daß Sie mit gesteigerter Leidenschaft an die Stelle der alten Vorkämpfer des Nationalsozialismus treten, um stärker noch als wir den Staat und bas Volk, bie aus dem Willen Adolf Hitlers hervorgegangen sind, so zu sichern, daß das Wort vom tausendjährigen Dritten Reich in Ihrem Wirken verlebendigt bleibt. Wir kommen aus der Tradition bes ewigen Sehens unseres Volkes. Wir haben ben Platz, auf dem wir stehen, nicht erhalten kraft amtlicher Prüfung, sondern kraft des schickfalhaften Sieges, den wir gegen bie Mächte der Finsternis in Deutschland errungen haben- Daher müssen auch Sie in Ihren eigenen Werken nicht so sehr auf bie Ira- dition eines „Standes* schauen, der nichts ist gegen bie ewigen Gesetze eines Volkes. Sie müssen nur darum besorgt fein, ob Sie als ehrliche anständige deutsche Männer Ihre Pflicht ge- nau so tun, wie bie Millionen Volksgenossen sie Tag um Tag auch tun müssen. In dieser Eigenschaft unteres Deutschtums erwächst Ihnen bann die große Kraft, diewirklichensozialenFriedens- träger unseres Volkes zu werden. Dir wollen als geschlossene Kampftruppe des Führers ledig- lich mit Realismus, Opfermut und Kraft einer müde gewordenen Welt die Zukunft unseres wieder- erwachten Deutschtums als Ordnungsfaktor der Welt überhaupt entgegenstellen. Wo andere drohen, wirb man uns nicht zittern sehen. Aber eines wissen mir: Der Bolschewismus wirb uns nicht mehr überwinden. Wir stehen bereit! Wir sind eine Insel bes Friedens und des Rechts, und Sie, meine Kameraden, sind uns dafür verantwortlich, daß Deutschland für immer eine solche bleibt. Mit Euch beginnt erstmalig in der deutschen Welt o/fr ä 1 AÄ Hl Ur,seres . K ' IrV •v v w * X .. MW 7 , , • , -;; »-'■ W1ÄB8MM MW://K;z - W | Wv?7'?V- ?/'?•• K . z . ZM ^FE VM 1.1 A * w * " ■ ‘ tz ft$wK K ‘hÄ^> 7 V >. MO '' J- W I - ’’■' 'V ■'■■* : jv. y, - y<^ < *e : ' •. vy 'M .. 77.WWN E/ / , -7- Munch Mittämpfe 1 Üi)r in Mi entjünbung ßr hat sich in (einem D hesüge Ach zu bewegen Frontkämpj jährigem h> nicht zu ve zu bewahre (chait der I ^Tonifdmp Stimme zi WW SS.-Brigat öeni, ”lnit aussu, ?eWr Tnc Sjb °lle, bi S Julius V.^ejte $ e,n kann. .Mus C 9ln9 er hü S «n! Sj’jÜ L'S- Ä g^Ich nacb ""S S ::L tfÄ* ds'l N ?,A 9 M lohnte hört ?°n 5 di iQ^ren °N S vorm.Gebr.Goerlach, Limburg/L. gendes Telegramm gerichtet hat: „Die auf Deinen Befehl unter meinem Vorsitz versammelten Landesführer des Oesterreichischen Heimatschutzes erklären im eigenen, sowie im Namen aller Kameraden, i n unentwegter Gefolgstreue und b e - ding'ungslosem Gehorsam zu Dir zu stehen. Wir bleiben in eherner Disziplin einig und treu. — Heil Starhemberg! Gez.: Baar-Barenfels" In Bolivien soll ein Militärputsch durchgeführt worden sein. Der Präsident von BolivieN7 Tejada Sorzano, ist angeblich zurückgetreten. Das soll der Anlaß zu einer Regierungsumbildung gewesen fein. Die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit hätte durchge- führt werden können. Die Revolution werde von den beiden fortschrittlichen Parteien des Staates einschließlich der Sozialisten unterstützt. ©er neue Präsident des Landesfinanzamtes Darmstadt. Lpd. Darmstadt, 16. Mai. Zum Nachfolger des nach Kiel versetzten bisherigen Präsidenten des Landesfinanzamtes Darmstadt wurde der Leiter der Abteilungen für Besitz- und Derkehrsfteuern des Landesfinanzamtes Hannover, Abteilungspräsident Dr. Werth, ernannt. Aus der Bremischen Zollverwaltung ging Dr. Werth später zur Steuerverwaltung über und wurde 1922 zum Finanzgerichtspräsidenten und kurz darauf zum Leiter der Abteilung für Besitz- und Verkehrssteuern in Hannover befördert. Wetterbericht des Relchswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Da der Luftdruck über Osteuropa angeftiegen ist und sich über Spanien ein Tiefdruckwirbel entwickelt hat, wird jetzt über den Balkan hinweg feuchte Luft verfrachtet und ist es im Donauraum, aber auch schon in der Tschechoslowakei, zu stärkerer Bewölkung und Regentätigkeit gekommen. Bei uns wird der Hochdruckeinfluß sich für die Folge noch verschieben, doch ist unbedingt störungsfreies Wetter nicht zu erwarten Aussichten für Dienstag: Vielfach heiter und tagsüber recht warm, östliche Winde, vereinzelt gewittrige Störungen. Aussichten für Mittwoch: Keine wesentliche Aenderung des warmen und überwiegend trockenen Wetters. Lufttemperaturen am 17. Mai: mittags 21,9 Grad Celsius, abends 15,5 Grad; am 18. Mai: morgens 12,5 Grad. Maximum 23,7 Grad, Minimum heute nacht 9,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe, am 17. Mai: abends 20,7 Grad; am 18. Mai: mor-v gens 15,3 Grad. — Sonnenfcheindauer 9,7 Stunden^ Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. 21. IV. 36: 10 000. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch-und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Vf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Suche zum sofortigen Eintritt einen tüchtigen tafar. Wilh.KleinWw. Schweinehandl. Bellersheim Tel. 41 Hungen. Verkäufe Grundstück im Alten Feld (Nizza) 834 qm ä2. bis2.50RM. zu verkauf, durch Büro Kirchner Seltersweg 8. | Vermietungen | EinLmöbL Zimmer mit 2 Betten zu vermieten. 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Die Antwort her deutschen Frontsoldaten. Berlin, 16. Mar. (DNB.) Im Hause der Deutsch-Französischen Gesellschaft gab der Reichskriegsopferführer und Vizepräsident der Deutsch- Französischen Gesellschaft, Oberlindober, der Presse Kenntnis von der Antwort, die die deutschen Frontsoldaten ihren französischen Kameraden auf deren Aufruf vom 12. Mai übermittelt haben. Von den deutschen Frontkämpferorganisationen waren die Nationalsozialistische Kriegsopferoersor- gung, der Reichskriegerbund „Kyffhäuser", die Waffenringe, der RS.-Marinebund, der Reichsbund der deutschen Ofiziere, der Kolonialkriegerbund und die Reichsoereinigung ehemaliger Kriegsgefangener vertreten. Reichskriegsopferführer Oberlindober erklärte, der Frontsoldat habe aus dem Kriege die Achtung vor dem Gegner mitgebracht und sei gewohnt, diese Achtung auf die Völker zu übertragen. Der vor kurzem im Namen von vier Millionen französischen Frontsoldaten an die deutschen Frontkämpfer gerichtete Aufruf sei heute im Auftrag von sechs Millionen Frontsoldaten erwidert worden. Mit dieser Antwort verbinden wir die Hoffnung, daß sie nicht nur von den französischen Frontkämpfern, sondern vom ganzen frnzösischen und deutschen Volk gehört wird, denn diejenigen, die 4Vr Jahre den Bestand ihrer Nationen garantiert haben, fühlen sich verpflichtet, dafür zu sorgen, daß nicht neues Elend über die Völker kommt. Die Antwort hat folgenden Wortlaut: französische Kameraden! Die deutschen Frontkämpfer und mit ihnen das ganze deutsche Volk begrüßen den an sie gerichteten Friedensappell der französischen Frontkämpfer auf das herzlichste. Wir Frontkämpfer auf beiden Seiten haben in vierjährigem harten Ringen gelernt, das Gleichgewicht nicht zu verlieren und in jeder Lage kühle Köpfe zu bewahren. Diese selbstverständliche Einsatzbereitschaft der besten Männer unserer Völker gibt uns Frontkämpfern auch heute das Recht, unsere Stimme zu erheben für eine endgültige Verständigung zwischen unseren beiden Ländern und für die Neugestaltung eines aufrichtigen Friedens in Europa. Wir Frontkämpfer Frankreichs und Deutschlands haben aus diesem schweren und sinnlosen Krieg eins mit nach Hause gebracht, nämlich: Die Achtung vor dem ehemaligen Gegner und die tiefe Ueberzeuaung, daß dies der letzte Kampf zwischen unseren beiden Völkern gewesen sein muß! Nichts wünschen wir deutschen Frontkämpfer sehnlicher, als daß die kommende Neugestaltung unseres europäischen Friedens von diesem Geist der Achtung und gegenseitigen Frontkameradschaft getragen sein möge, die sich über den Schützengraben hinaus bewährte, aber auch von dem Wirklichkeitssinn, den wir in der harten Schule des Krieges erworben haben. Auch wir deutschen Frontkämpfer lieben den Frieden und wir sind mit Euch französischen Frontkameraden darüber einig, daß ehrliebende Nationen nur einen Frieden der absoluten Gleichberechtigung wünschen können. Cure Botschaft, französische Kameraden, bekräftigt den Inhalt unserer wiederholten Unterhaltungen auf französischem wie auf deutschem Boden und wir deutschen Frontkämpfer stehen nicht an, ebenso feierlich unsere Friedensbereitschaft zu wiederholen und unsere Kameradschaft in weiteren Begegnungen zu vertiefen. Wir tun dies mit um fo größerer Freude, als wir dies heute als Frontkämpfer einer Nation zum Ausdruck bringen, die wieder in den Vollbesitz ihrer Souveränität gelangt ist. Wir haben uns verstehen gelernt und haben aus diesem Verstehen heraus die Verpflichtung, dieses gegenseitige Sich- kennenlernen und Sichverstehen auch unseren Völkern und vor allem der Jugend zu vermitteln. Dir wenden uns mit Abscheu ab von jenen anonymen Kreisen, die aus durchsichtigen Gründen unsere beiden Kul- turnationen gegeneinander zu führen trachten, um in einem erneuten Ringen ihre schmutzigen Geschäfte machen zu können. Und wir rufen dabei auch die Frauen und Mütter der 1 0 Millionen Toten des Weltkrieges auf, in unseren Völkern immer wieder an die 10 Millionen Holzkreuze zu erinnern, unter denen ihre Männer und Söhne den letzten Schlaf schlafen, gefallen in dem Glauben, daß dieses Ringen, in dem sie selbst ihr höchstes Opfer gebracht haben, das letzte fei und daß jaus den Schrecken des Krieges der wahre Friede geboren werden könnte. Wir deutschen Frontkämpfer wissen ebenso wie ihr, französische Kameraden, daß Europa zu klein geworden ist für einen Krieg. Wir wissen, daß ein neuer Krieg enden würde mit der Z e r st ö - rung der europäischen Kultur, in der Zersetzung und dem langsamen Sterben der europäischen Kulturvölker, mit einem Chaos. Wir wissen aber auch, daß ein dauerhafter Friede Und die daraus sich sicher entwickelnde Freundschaft zwischen unseren beiden Völkern eine neue Blüte für Europa und eine gesicherte, stohe Zukunft bedeuten wird für unsere Kinder, für die wir in den 52 Monaten des letzten Krieges in Wahrheit gefochten fjaben. Die deutschen Frontkämpfer nehmen die ihnen gebotene Freundschaftshand auf in der Zuversicht und in der Ueberzeugung, daß aus der Kameradschaft die besten Männer beider Nationen der wahre Frieden und das gegenseitige Vertrauen geboren wird zum Segen unserer beiden Länder, für Europa und die Welt. ♦ Die Antwort der deutschen Frontsoldaten wurde mit lebhafter Zustimmung ausgenommen. Der Reichskriegsopferfuhrer gab noch der Hoffnung Ausdruck, daß die französische Presse diesen Aufruf mit der gleichen Bereitwilligkeit aufnehmen möge, wie es die deutsche mit dem der stanzösischen Frontkämpfer getan habe. Oer Fahrer hes Führers GG.-Brigaheführer Julius Schreck gestorben. Wehrsorgen in England. Der Mangel an Rekruten. London, 17. Mai. (DNB.) Der britische Der. teidiaungsminister Sir Thomas Jnskip sprach Dor, der britischen Legion über „Englands Pflich- ten". Es liege den Engländern nicht, eine große stehende Armee zu unterhalten. Baldwin habe auch versprochen, daß es während seiner Minister- schäft keine allgemeine Wehrpflicht gebe, die der Nation die Streitkräfte zur Verteidigung liefere, dann müsse man irgendein an- deres Mittel finden, um die erforderlichen Streitkräfte zu beschaffen. Man solle sich einmal die weit ausgedehnten Handelswege des britischen Reiches ansehen, die schutzbedürftig seien, und solle an die Verpflichtungen des Landes denken, die von Jahr zu Jahr wüchsen. Außerdem habe England gewisse Verpflichtungen gegenüber anderen Völkern und gegenüber dem Völkerbund. Wie wolle er die- sen Verpflichtungen nachkommen. Das Beste, was England für die Welt tun könne, fei, dafür zu sorgen, daß der Engländer von 1936 denselben Geist beweise wie den von 1914 bis 1918. Die Rede des Verteidigungsministers hat wegen ihres Hinweises auf die allgemeine Wehrpflicht beträchtliches Aufsehen erregt. Anscheinend hat der Minister andeuten wollen, daß eine beträchtliche Verstärkung d er Werbung für die Wehr, macht notwendig sei, nachdem der Rekrutierungs» feldzug der letzten Monate einen Fehlschlag gebracht bade. „Sunday Times" schreibt: Großbritannien sei besonders schwach in der Luftabwehr. Das Pro- gramm der Vergrößerung der Rüstungen brauche eme gewisse Zeit bis zu seiner Verwirklichung. Das Unterhaus wünsche, darüber unterrichtet zu werden, was geschehen sei, um die Bereitstellung von Was- fen- und Munitionsfabriken zu verbessern. Die wich- tigste Frage der Reichsoerteidigung sei jedoch der Mangel an Soldaten für die Armee und die Territorialarmee. Eine Regierung, die sich den Weg zur allgemeinen Wehrpflicht versperrt habe, habe die Pflicht, andere Pläne vorzubringen, um die Reihen der Armee auszufüllen. Kapstadt soll Flottenstützpunkt werden. London, 18. Mai. (DNB. Funkspruch.) Nach einer Meldung der „Morning Post" aus Johannes- bürg wird der südafrikanische Verteidigungsminister Piroe während seiner Anwesenheit in London Pläne für den Ausbau von Kapstadt zum größten britischen Flottenstützpunkt auf der südlichen Erd- hälfte erörtern. Nach diesen Plänen würde Kap- stadt zu einem noch größeren Flottenstützpunkt als Singapore gemacht werden. Die Kosten würden zu gleichen Teilen auf Südafrika und Großbritan- nien verteilt werden. Sowjetrussische Vorbehalte für ein Flottenabkommeri. München, 16. Mai. (DNB.) Der alte treue Mitkämpfer und Fahrer des Führers, SS - Bri - gadeführer Jul. Schreck, ist heute um 10 Uhr in München an den Folgen einer Hirnhautentzündung im Alter von 38 Jahren verschieden. Er hat sich in selbstloser Pflichterfüllung aufgezehrt in seinem Dienst. Schon am 1. Mai klagte er über heftige Zahnschmerzen. Aber durch nichts war er zu bewegen, seinen Platz am Steuer abzugeben, bis ■- Wt'M SS.-Brigadeführer Julius Schreck. (Scherl-M.) er vor wenigen Tagen schließlich in München eine Klinik aufsuchen mußte. Das übrige ist das Werk weniger Inge gewesen. Bis ins Tiefste erschüttert sind alle, die ihn kannten, von der Trauerkunde. Dem; Julius Schreck ist der gradlinig st e und treue st e Kämpfer gewesen, den man sich den- kein kann. Julius Schreck war von Beruf Kaufmann. 1916 ging' er mit dem 10. Bayerischen Fußartillerieregiment an die Westfront, verdiente sich das Eiserne Kreuz 2. Klasse und das Bayerische Verdienstkreuz. 1919 kämpfte er im Freikorps Epp und beteiligte sich insbesondere an den Straßenkämpfen in München. 1921 wurde er Mitglied der NSDAP, und war an der denkwürdigen Hofbräuhaus-Schlacht beteiligt, in der er auch verwundet wurde. Er war dann Mitglied der sog. „Turn- u. Sportabteilung", wie die SA. zunächst hieß. 1923 war er einer der Gründer des Stoßtrupps „Hitler" Selbstverständlich nahm er an dem denkwürdigen Marsch nach Koburg teil, genau so wie an vielen anderen Unternehmungen der SA. Am 8. Nov. 1923 wurde er spätabends bei einer Befehlsübermittlung an die Reichswehr verhaftet. Es gelang ihm später, zu flüchten. Am 2. Januar 1924 wurde er erneut feftgenommen. Er blieb bis zum 25. Februar in Haft und wurde vom Dolksgericht zu 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis mit Bewährungsfrist verurteilt. Bei Neugründung der Partei im Februar 1925 erhielt er die Parteimitgliedsnummer 53. Julius Schreck ist auch einer der Mitbegründer d e r SS., Träger der SS.-Mitglieds-Nummer 5 und Träger des' Blutordens. 9 Jahre lang hat Julius Schreck zur persönlichen Begleitung des Führers gehört. In dieser Zeit hat er viele Hunderttausende von Kilometer am Steuer gesessen. In den Kampfjahren während des ersten Deutschlandfluges muhte er oft in Konkurrenz treten mit dem Flugzeug. 36 Stunden und mehr hintereinander war er manchmal mit seinem Wagen unterwegs, um am nächsten Kundgebungsort schon wieder am Flugplatz startbereit für den Führer zu stehen. Wochenlang ist er damals manchmal nicht aus den Kleidern gekommen. Immer aber hat er seine sprichwörtliche bayerische Ruhe bewahrt und mit einem Scherzwort half er sich über jede Situation hinweg. Einmal mußte er 4800 Kilometer in 9 Tagen zurücklegen, eine Strecke, die etwa der doppelten Entfernung Paris—Moskau gleichkommt. Niemals hat er auf all diesen Fahrten mit seinem Wagen einen Unfall gehabt. Das ist fein besonderer Stolz. Den „Schreck er Landstraße" nannten ihn manchmal scherzhaft seine Freunde, eine Bezeichnung, die sich allerdings nicht auf die Art seines Fahrens bezog. In Julius Schreck hat nicht nur die NSDAP., hat nicht nur der deutsche Motorsport, sondern hat auch Deutschland einen Kämpfer verloren, dessen Name in die Geschichte des neuen Reiches mit ehernen Lettern geschrieben ist. Rachrus des Korpsführers Hühnlein. Stuttgart, 17. Mai. (DNB.) Korpsführer Hühnlein hat zum Tode des Brigadeführers Julius Schreck nachstehenden Nachruf erlassen: Des Führers Fahrer und Getreuer, in des Wortes bestem Sinne, sein Weggenosse SS.- Brigadeführer Schreck ist tot. Ihm, dessen Element, wie das unsere, der Motor war, ist das Steuer für immer aus der Meisterhand entglitten. Diele hunderttausend Fahrtkilometer hat er in den Kampfjahren bis heute des Führers Leben bei Tag und Nacht, bei Wetter und Wind, mit immer gleich unbeirrbarer Sicherheit und Schnelligkeit durch die deutschen Lande geleitet und so die Bedeutung des Motors im siegreichen Ringen | des Nationalsozialismus vielleicht am sinnfälligsten bewiesen. Dem Korps war Julius Schreck allezeit in treuer Kameradschaft verbunden. NSKK., senke deine Feldzeichen und Sturmstander nun an seiner Bahre im stillen Gedenken und umhülle sie — eine letzte Ehrung — für die Dauer einer Woche mit schwarzem Flor. In deinem Herzen aber lebe er fort als das glänzende Vorbild des Mannes und Kämvsers, der in hingebungsvoller Treue feine Pflicht bis zum letzten erfüllte! Was die Veweauna an Julins Schreck verlor. München, 16. Mai. (DNB.) Zum Tode von SS.-Brigadeführer Julius Schreck veröffentlicht NSK. einen Nachruf aus der Feder des SA.-Bri- gadeführers B e r ch t h o l d , des Führers des Stoßtrupps „Adolf Hitler", in dem es u. a. heißt: „Wenn wir damals in der Kampfzeit der ersten Jahre gegen hundertfache Uebermacht uns wehrten und Sieger blieben in Saalschlachten ahne Zahl, dann war Schreck unter uns und vorn jedesmal in der ersten Reihe. Nie, ob in den Jahren des Kampfes, oder nach dem Siege hat Schreck jemals an sich gedacht. Seit der Stunde, da er sich dem Führer verschrieb, galt sein Leben, sein Sinn und seine Tat Adolf Hitler. Und seit dieser Stunde hat unser unvergeßlicher Kamerad g e - wacht über das Leben des Führers, bis er nun selbst sein Leben hingab in treuester Pflichterfüllung. Schreck war es, der zum Schutze des Führers in schwerster Zeit den „Stoßtrupp" ins Leben rief, der mit nur wenigen Männern überallhin dem Führer in Tausend und aber Tausend Versammlungen folgte. Als Julius Schreck vom Führer auserwählt wurde als fein Fahrer und Begleiter, da wußten wir alle, daß keiner würdiger war als er, daß das Leben des Führers gerade in dieser schweren Zeit in die beste Hand gegeben war. Hunderttausende van Kilometer in Nacht und Nebel, Eis und Schnee hat Schreck den Führer viele ungezählte Male durch Deutschland gefahren, von Versammlung zu Versammlung. Nur ein kleines Erlebnis, das die eiserne Pflichtauffassung unseres toten Kämpfers zeigt: Es war im Jahre 1926 auf Derfammlungs- fahrt durch Mecklenburg. Schreck saß am Steuer, neben ihm der Führer. In zwei Stunden sollte Adolf Hitler sprechen. Noch waren 160 Kilometer zurückzulegen. Da erkrankte plötzlich Schreck an Vergiftungserscheinungen. Vor Schmerzen schien er einer Ohnmacht nahe, doch er ließ nicht vom Steuer, fuhr durch die Nacht, bis er am Ziel zusammenbrach. Das war Julius Schreck. Ob in den Jahren der Kampfzeit oder in den Jahren nach dem Sieg, wir haben unseren SS.- Kameraden Brigadeführer Julius Schreck nicht anders kennengelernt als damals in der ersten Stunde, da er zu uns stieß, als Kamerad in des Wortes bester Bedeutung. Wir trauern um ihn wie um unseren liebsten Bruder und denken in dieser Stunde des Führers, der einen feiner Besten verlor. Leb wohl, Julius Schreck! Wir senken die Fahne des Nationalsozialismus, die Fahne des Reiches, die du mit zum Siege trugst, über deinen toten Leib. In unseren Herzen aber wirst du weiterleben, heute und morgen und immer." Der Adjutant des Führers zum Tode Schrecks. Berlin, 18. Mai. (DNB.) Im „Völkischen Beobachter" gedenkt SA.-Obergruppenführer Brückner des verstorbenen SS.-Brigadeführers Julius Schreck. Aus dem jungen Soldaten des Weltkrieges, aus dem hart gewordenen Frontkämpfer wurde ein fanatischer Kämpfer für Deutschland in der Revolutionszeit. Er wurde Nationalsozialist mit ganzem, leidenschaftlichem Herzen. In mancher heißen Saalschlacht war er als SA.-Mann Vorkämpfer und Wegbereiter eines neuen Deutschland. Dann formte er den Stoßtrupp Hitlers, immer bereit, für den Führer fein Leben bei jeder Gelegenheit in die Schanze zu schlagen. Die SS. begründete er mit und wurde schließlich der Fahrer unseres Führers in einer Gefolgschaft, die auf Tod und Leben, Gedeih und Verderb zusammengeschweißt war. Auf all den 1000 Fahrten in dem erbitterten Kampf, der jemals um Deutschlands Freiheit geführt wurde, saß er wie ein Recke unerschütterlich am Steuer. Cs teilte der Führer mit ihm, seinem Fahrer, das letzte karge Stückchen Brot auf langer, langer Fahrt. Julius Schreck, ein Mann von rücksichtsloser Bravour, war immer und immer Garant für öle Sicherheit des Führers. Mit unerschütterlicher Treue hing er mit seinem mutigen Herzen an seinem Führer. Ungestüm wie das Hämmern feiner Motoren war der Schlag seines Herzens. Seine letzte Fahrt durch das frühlingsschöne Deutschland führte ihn noch einmal durch all die lieb gewordenen und historischen Orte der Kampfzeit. Schon den Keim einer tödlichen Krankheit im Körper steuerte er pflichtbewußt den Wagen des Führers — wie immer eisern durchhaltend, zum Ziel. Dom Steuer seines Wagens hinweg, vom alt gewohnten Platz neben seinem Führer trat er dann seinen bitteren letzten Gang zum Krankenhaus und in den Tod an. Uns allen war dieser treue Paladin des Führers als Kamerad und als Freund Vorbild. Wir wollen versuchen, es ihm gleichzutun. London, 18. Mai. (DNB. Funkspruch.) „Daily Telegraph" meldet, im Zusammenhang mit den bevorstehenden Verhandlungen über ein englisch-sow- jetrussisches Flottenabkommen nach den Richtlinien des Londoner Flottenvertrages sei eine neue Der- Wickelung in der internationalen Lage eingetreten, da Rußland gewisse Vorbehalte mache. Die Sowjetregierung fordere jetzt die G l e i ch b e - rechtigung mit Deutschland in der O st« s e e. Gleichzeitig lehne sie es ab, irgendeine Flotten- begrenzung in den östlichen Gewässern anzunehmen, da auch die Starke der japanischen Flotte nicht begrenzt sei. Selbst wenn Japan bereit fein sollte, sich den englisch-amerikanisch-fran- zösischen Abmachungen über die Mitteilung der Flottenprogramme anzuschließen, würde sich Ruß- land nicht beteiligen, falls nicht Japan ein zweiseitiges russisch-japanisches Flottenabkommen abschließen würde. Zuspitzung der Lage in Jerusalem. London, 18. Mai. (DNB. Funkspruch.) In englischen Berichten wird die Lage in Palästina als außerordentlich ernst bezeichnet. Nach- dem es am Samstag zu blutigen Zusammenstößen gekommen war, marschierte am Sonntag ein schottisches Bataillon durch die Hauptstraßen von Jerusalem. lieber ganz Jerusalem ist der Sius« nahmezustand verhängt worden. Der Oberkommissar von Palästina berief am Sonntag eine dringende Konferenz der obersten Regierungsbeamten zur Erörterung der Lage. „Daily Telegraph" erfährt, daß die britischen Behörden in Palästina nicht beabsichtigen, der arabischen Forderung nach einer Verminderung der jüdischen Einwanderer nachzukommen. Der Oberkommissar werde am Montag die jüdische Einwandererliste für die nächsten sechs Monate billigen. Danach sollen im nächsten halben Jahr rund 4000 Juden einwandern. Dunkle Geldgeschäfte im erzbischöflichen Palais in Rouen. Die Absetzung des Erzbischofs von Rouen, Monsignore de la D i l l e r a b e l, durch den Papst beschäftigt die Pariser Presse außer- ordentlich stark. „Paris Midi" weiß zu berichten, daß der Generalvikar und Koadjutor des Erzbis- tumes, Msgr. Vertin, zu Beginn der Win- schaftskrise dunkle Finanzoperationen vorgenommen habe. Dom französischen Innen- ministerium sei darauf eine Untersuchung eingeleitet worden. Der Grund für die Absetzung des Erzbischofs von Rouen liege darin, daß er es nicht verstanden habe, einen Skandal im Zusammenhang mit diesen zweifelhaften Geldgeschäften zu verhindern, und daß er die weltliche Gerichtsbar- keit zur Klärung einer Angelegenheit herangezogen habe, die nach Auffassung der Kirche nur der kirchlichen Gerichtsbarkeit untersteht. Der Erzbischof weigert sich, seinen Amtssitz zu verlassen. Das Schloß ist nicht an den Erzbischof von Rouen, sondern an Monsignore de la Dillerabel vermietet worden, der sich daher als Inhaber betrachten kann. Das französische Innenministerium könnte als Besitzer des Schlosses dessen Uebernahme durch den interimistisch beauftragten Erzbischof von Cambrai verweigern. Praktisch würde eine solche Weigerung jedoch eine unfreundliche Haltung der französischen Regierung gegenüber dem Vatikan bedeuten, was man offenbar vermeiden möchte. „Echo de Paris" will aus sicherer Quelle erfahren haben, daß bereits Verhandlungen zwischen dem Direktor für geistliche Angelegenheiten am Quai d'Orsay und dem Sjtatifan stattfinden, um den Streit beizulegen. Wirtschaft 25eri« Krankt»N a. M. 39erlm KsanktuN a.TR. furd turs 15.5. 15-5. 175,25 176,25 134 6| 130,5 I 1* 123 ManneS mann-Röhren ...... 8 241 109 243 109 136,5 132 102 122,5 128,25 105 133 102 97,4 15,25 17,13 119,5 91,25 93 93,25 186,5 103 123 128,75 105,4 133,5 102,5 98,25 37,25 150 132,5 151,5 133,75 141 138 136 146 194,5 139,5 174,75 109 135 130,5 147 138 238 130,65 94,13 22,65 132 131,25 185,5 176,13 109,9 135,75 132 0 0 6 6 3 38 149,9 130 152 132 141 136 135,4 145 193,5 138 15,13 16,9 121,25 118 92 94 94 192 37,25 149,75 131,5 152 132,75 141 137 135,75 146,5 195,25 138,5 15,13 29,25 17,25 119,75 117,4 91,25 93 93,25 186 38 149,25 130,25 151,5 132,4 141 136,25 135,65 144,5 193 137,5 101,5 122 128,25 104,75 171,75 132,13 101,5 97,13 102,5 123,5 128,5 105 170,75 132,5 102 98 1 9 5 6 144,75 237 129,75 94,13 23 130,25 129 180,5 15,13 30 16,75 121 118.5 91,9 94 94 191,9 Ife Bergbau Genüsse löcknerwerke ....... 6,65 9,65 5,6 43,75 32 2,15 8,9 8,6 8,75 13,6 9,9 5,65 43,9 4% Oesterreichtsche Goldrente... 4,20% Lesterreichische Stlberrentr 4% Ungarisch« Goldrente....... 4% Ungarische Staat«reute v. 1910 4*/i% de-gl. von 1918.......... 6% abgest. Goldmexikaner von 99 4°^T^kische Bagdadbahn-Anlethe 32 2.1 8,9 8,65 8,7 13,7 31,5 2 8,9 8,6 8,65 13,75 6,65 9,75 5,6 43,75 31,75 2,05 8,95 8.8 8,65 13.75 G. Farben.Industrt« Echetdeanftalt........ Goldschmidt Rütger« werke Ketallgelellschaft Philipp Hol»mann 4| 122 I 122,51 121.9 Zementwerk Heidelberg 7t 141,75 141,75 i — Lementwerl Karlstadt.........lan?|eit>er Bergbau 6*4 Kokswerke .................. 6 Rheinische Braunkohlen 12 Rheinsiahl .................. 4 Bereinigte Stahlwerke 8% Otavt Minen ............... O Kaliwerke Aschersleben b Kaliwerke Westeregeln...... b Kaliwerke Salzdetfurth IV» Am variablen Rentenmarkt zogen Altbesitz auf 114,65 (114,50) an, Kommunal-Umschulduna schwankten bei größeren Umsätzen zwischen 87,70 und 87,75. Reichsbahn-VA. 125,90 ex. 3,5 Div. (128,65). 5proz. Verein. Stahlwerke 100 (99,65), dagegen ; 6proz. Hoesch 104,75 (104,90). Don Pfandbriefen Rhein. Hyp. Gold 0,25 v. H. höher mit 96,75, von Kommunal-Obligationen Frankfurter 93,40 (93,25). Liquidationswerte wenig verändert. Stadtanleihen lagen uneinheitlich, fester die beiden Frankfurter mit 93 (92,50) bzw. 92,65 (92), Wiesbaden 92 (91,65), 4Aproz. Darmstadt v. 28 94,25 (94,13), aber 4^proz. dto. v. 26 91 (92), ferner die beiden Mainzer je 93,75 (94,25). * Der Freiverkehr war ebenfalls fest. Adler- werte 106,50 (105,50), Auto-Union 115,50 (115), Ufa-Aktien 64 (63), NSU. 120 (119), Kali Winters- hall 121,50 (121). — Tagesgeld nach dem Medio wieder leicht mit 2,50 (2,75) v. H. Frankfurter Schlacktviehmarkt. Frankfurt a. M., 18. Mai. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 416 Rinder (95 Ochfen, 56 Bullen, 175 Kühe, 90 Färsen), 725 Kälber, 87 Schafe, 4967 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 43 bis 45 Mark, Bullen 39 bis 43, Kühe 25 bis 42, Färsen (Kalbinnen) 29 bis 44, Kälber 40 bis 78, Härnrnel 44 bis 48, Schweine 51 bis 57 Mark. — Marktverkauf: Rinder unb Schweine wurden zugeteilt, Kälber lebhaft, Härnrnel unb Schafe ruhig. Anklage wegen vollendeten Mordes. LPD. Mainz, 17. Mai. Gegen die Witwe Vogler aus Mainz-Kostheim hat der Oberstaatsanwalt beim Landgericht Mainz Anklage vor dem Schwurgericht wegen vollendeten Mordes in zwei Fällen erhoben. Oer Feuerwehrmann als Brandstifter. LPD. Worms, 16. Mai. In der Nacht zum 11. Mai gegen 1 Uhr brach in Biblis in der Scheune eines Landwirts ein Brand aus, dem das Gebäude völlig zum Opfer fiel. Die sofort aufgenommenen polizeilichen Ermittlungen nach der Brandurfache führten zur Festnahme des 19 Jahre alten Feuerwehrmannes Johann Gleich aus Biblis. Dieser wohnte in der fraglichen Nacht einer Festlichkeit der Ortsfeuerwehr bei, begab sich jedoch gegen Mitternacht angeblich nach Haufe. Auf diesem Wege legte er das Feuer in der Scheune an. Dann lief er zur Feuersirene des Ortes und alarmierte d i e Feuerwehr, deren Angehörige sich fast noch vollzählig auf dem Batt befanden und von dort aus zur Brandstätte eilten. Hamburg-AmerUa-Paket v Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Datum 4% vesgl. Sene u ............ 5% Rumän. vereinh. Rente v. l#O3 4y.%fRumän.beteln1).!tHenteb.l913 4% Rumänische vereinh. Rente . 2y4% Anatolier .......... ... SchultheU Patzenhoser ....... Aku (Allgemeine Kunstseide) .. Bemberg................... Hellstoff Waldhos Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Gas .......... Daimler Motoren Deutsch, Linolen« Orenstein & Koppel Westdeutsche Kaufhof Chade....................♦ • Accumulatoren-Fabrü Conti-Gummi..... Grißner Mainkraftwerke Höchst a.M.... Süddeutsche« Zur!« ...«•••• Buberu» ................... t Deutsche Crddt 4 Harpener................. sya Hoesch Eisen—Kdln-Nevesse» .. 3 Ilse Bergbau ...............k Schluß-! aä! «schaß' ™ rfee ,urt psw Mittag. Mrft 16.5. Die hinter den Papieren c $ranl|un a. 2)1. 23erun Schluß« tttrS Schluß!. Abend. bSrse Schluß, kurs Schluß!. Mittag« bSrse Datum 15 5. 16.5. 15.5- 16-5- 6% Deutsche Retchsanlethe v. 1927 4% Deutsche Reichtzanl. von 1934 5%% Poung-Anlcihe von 1930 . Deutsche Anl.-Adlös.-Echulb mii AuSlos.-Rechten ............ *Yi% Deutsche Reichspostschatz an Weisungen von 1934, 1....... 4%% ehem. 8% Hessischer Doll» staat 1929 (rückzahlb. 102%) .. ehem. 8% Hessische Landes van! Darmstadt Gold R. 12... 6y,% ehem. 4V>% Hess. Lande« Hypothekenbank DarmstadlLiou. 4%% ehem. 8% Darmst. Komm LandeSb.Goldschuldverschr R.« vberhessen Provinz-Anleihe mti AuSIos.-Rechten ............ Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4%% ehem.8% Franks. Hyp.-Bani Goldpse. 15 unkündbar bis 1985 5%% ehem. 4%% Franks. Hyp. Bank-Ltgll.-Pfandoriese...... 6y:% ehem. 4ft% Rheinische Hyp.-Bank-Ltgu.-Goldpse. ... 4V1% ehem. 8% Pr. Landespfand briefanstalt, Pfandbriefe R. 1k 4M% ehem. 7% Pr. Landespfand briesanst., Gold Komm. £61.2C Steuergutsch.Berrechnung«!. 34-3S 100,75 98,13 103,13 114,2 100,4 98,5 96,65 101 92,13 116,65 96,5 101,55 .101.5 97 97 109,4 100,9 98,13 103,4 114,65 100,15 98,5 96,75 101,45 92,13 117 96,5 96,5 101,2 97 97 109,35 101 98,13 103,5 114,13 100,3 98,75 96,65 116,75 101.75 97 97 109,4 101 98,13 103,4 114,6 100,4 98,5 96,75 116,9 101,9 109,4 Devi enmarff Berlin — Frankfurt a.M. 15-Mal 16.Mai Amtliche Dotierung Amtliche 3 Geld Dotierung »rief Geld Sries ouenod Aiie 0,684 0,688 0,684 0,688 Brüssel .... 42,11 42,19 42,06 42.14 Rio de Jan. 0,137 0,139 0,137 0,139 Sofia...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 55,07 55,19 55,07 55,19 Danzig----- 46,80 46,90 46,80 46,90 London ..... 12,335 12,365 12,335 12,365 Helsingfort.. 5,44 5,45 5,44 5,45 Parts ...... 16,395 16,435 16,375 16,415 Holland ... 168,33 19,48 168.67 167,97 168,31 Italien.... 19,52 19,48 19,52 xlaoart..... 0,721 0,723 0,722 0,724 Jugoslawien 5,654 5,666 5,654 5,666 62,00 62,11 62,00 62,12 Wien....... 48,95 49,05 48,95 49,05 Ltsiabon .... 11,21 11,23 11,21 11,23 Stockholm... 63,60 63,72 63,60 63,72 Schweiz .... 80,51 80,67 80,40 80,56 Spanten.... 33,99 34,05 33,98 34,04 Prag....... 10,305 10,325 10,305 10,325 Budapest ... — — — stenyort ... 2,488 2,492 2,485 2,489 4 — — 112,75 113,65 Banknoten. o 55,5 55,13 55,65 55,5 5 — 91 90 Srrun.lk.Mai (BrlO 2)nei 6 139 140,25 139 139,5 Amerikanische Roten.............. 2,437 2,457 O 96 100 96 99,5 Belgische Roten.................. 41,92 42,08 7 —— — 132,4 135,25 Dänische Noten .............«... 54,82 55,04 O 114,5 114,75 113,75 114 Englische Noten ................. 12,30 12,34 8 184,25 184,75 185 185 Jranzösische Roten............... Holländische Noten............... 16.325 16.385 O —— — 89,5 89,5 167,55 168.23 O 43,75 44 43,25 44,5 Italienische Noten................ p 405,5 407 405 408 Norwegisch« Noten .............. 61,79 62,03 18 190,5 191 190 192 Deutsch Lestrrreich, 4 1OO SckMng Rumänische Noten............... •— 11 182,25 184 182 184,5 — Schwedische Noten............... 63,38 63,64 O 31,75 31,4 33 Schweizer Noten................. 80,22 80,54 to 98 1 209 98,75 1 210 rö i siö Spanische Noten................. Ungarische Noten •••«•«•••••••••• 33,64 33,78 Nr. H5 Drittes Blatt * Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Montag, fS.lHoi 1936 Hitler-Urlauber rasten in Gießen. Am Somstagnachmittag weilten Urlauber der Hitler - Freiplatz - Spende für einige Stunden in Gießen. Am Bahnhof wurden die Kameraden von der Gießener SA. empfangen und zum Sammelplatz auf den Standartenhof geleitet. Hier waren Tische und Bänke aufgestellt und eine Derpflegungsstation aus der Feldküche eingerichtet. Kur^ nach chrem Eintreffen auf dem Sammelplatz mürben Tee, Würstchen und Brötchen verabreicht. Bold herrschte ein reges und buntes Treiben. In echter Kameradschaft fanden sich hier Kackeraden aller Gliederungen der Partei aus allen Gegenden Deutschlands zusammen. An den einzelnen Farben der Mützenbänder konnte man feststellen, woher sie gekommen. Da waren Württemberger, dort Schleswig-Holsteiner, drüben welche aus der Lüneburger Heide, Bayern, Danzig und ous dem Land der roten Erde. Nachdem der erste Hunger gestillt war, rufsarbeit steht und abends noch seinen nicht leichten Dienst am Volke versieht, dem ist der wohlverdiente Erholungsurlaub gerne gegeben. Wenn ihr heute hinausgeht, weitab von euren heimatlichen Gauen, so seid euch stets bewußt, daß ihr durch eure Haltung, euer Auftreten und euren Gedankenaustausch die Uebermittler des nationalsozialistischen Geistes eurer Heimatgaue seid. Ihr seid sozusagen der Stoßtrupp der Hitlerfreispende, der Gradmesser und das Spiegelbild der Opferbereitschaft des deutschen Volkes. Weite Kreise der Bevölkerung verschließen sich leider auch heute noch der Bitte um einen Freiplatz für einen alten Kämpfer, weil sie sich unter dem alten Kämpfer den ewig revolutionären Menschen vorstellen. Jawohl, Revolutionäre werden wir nicht nur heute, sondern auch für die ganze Zukunft sein. Der revolutionäre Gedanke setzt aber keinesfalls voraus, daß brutale Gewalt T ■■■?* v M r *x- ■ Beim Mahle unter den Bäumen vor dem Standartengebäude. — (Ausnayme: Pyow-Psass, Gießen.) ruhten die Gäste von den Strapazen der Eisenbahnfahrt aus, denn einige hatten eine solche von zwei Tagen hinter sich. Bei lustigem Geplauder ging die Zeit rasch dahin. Durch hochherzige Spenden einiger Gießener Firmen konnten weiterhin an die erholungsbedürftigen Kameraden der Bewegung Rauchwaren und Bier verausgabt werden. Den Spendern fei an dieser Stelle herzlicher Dank gesagt. Gegen 18 Uht wurde das Abendessen (Erbsensuppe mit Schweinefleisch) ausgegeben. Der Musikzug der SA.- Standarte 116 unter Leitung von Musikzugführer Herrmann stellte die „Tafelmusik". Rach dem Essen richtete der Sachberater der SA. für die Hitler-Freiplatz-Spende Worte der Begrüßung an die Kameraden und führte etwa folgendes aus: Im Namen des Kreisleiters, des Kreisamtsleiters und dkD Führers der Brigade 147 begrüße ich euch auf das herzlichste. In wenigen Minuten soll es hinausgehen auf die Freiplätze, die euch von Volksgenossen zu eurer Erholung zur Verfügung gestellt worden sind. Der Verbrauch der Kräfte in der Zeit nach der Machtübernahme bis heute hat in weitem Kreise opferwilliger Volksgenossen Verständnis gefunden, und diese haben es durch ihre Opferwilligkeit möglich gemacht, daß ihr heute auf 14 Tage in Erholung gehen könnt. Dem politischen Soldaten des Führers, der tagsüber in harter Be- anzuwenden ist, um ein Volk auf eine Linie zu bringen. Wenn wir auch früher hier und da mit Gewalt vorgehen mußten, so geschah dies nur zum Besten unseres gesamten deutschen Volkes, denn wir hatten ja all die Jahre hindurch eine große Masse von Feinden gegen uns, die uns ebenfalls mit Gewalt den Zugang zu den sog. Bürgerkreisen zu versperren suchten. Im Anfang des Jahres 1933 wurde der Staat erobert. Es wäre aber grundfalsch, anzunehmen, daß mit der Eroberung eines Staates auch restlos das gesamte Volk für die Idee des Führers erobert worden wäre. Dieses restlose Erobern des Volkes ist unsere Aufgabe, vor der wir stehen, und diese Aufgabe muß von uns erfüllt werden Es ist bis heute schon ein gutes Stück vorwärtsgegangen, denn auch der bisher noch Abseitsstehende hat Einkehr gehalten und mußte erkennen, daß seit der Machtergreifung schon Großes geleistet worden ist. In Dankbarkeit wird eure Arbeit, nach des Tages Müh und Last, sei es als politischer Leiter, marschierende SA., NSKK., Arbeitsmann oder sonstiger Kamerad, anerkannt. Die Bescheinigung, daß diese Behauptung ihren Wirklichkeitswert hat, ist euer Einzug in die Hitler-Freiplatz-Spende-Quartiere, die ihr erhaltet durch das Volk für das Volk. Auch für die Zukunft fei unser Leitstern: Alles für das Volk! Ich rufe euch zu, sammelt in eurem Erholungsurlaub neue Kräfte für die fernere Arbeit an Volk und Vaterland. In altgewohnter Weise grüßen wir den Kanzler des Volkes, den Führer der Partei, den Oberbefehlshaber der Wehrmacht und Marine, den Obersten SA.-Führer mit einem dreifachen Sieg-Heil! Die Kameraden und die Bevölkerung sangen das von dem Musikzug gespielte Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied begeistert mit. Das NSKK. hatte eine große Anzahl Kraftwagen zur Verfügung gestellt, mit denen die Käme« raden nach ihren Quartieren (Vogelsberg und Wetterau) verbracht wurden. Aus der Provinzialhauptsiadi. Hohe Auszeichnung eines verdienten Förderers der Landwirtschaft. Unser geschätzter Mitbürger, Oekonomierat Karl Hoffmann in Hof-Güll, der seinen Lebensabend in Gießen und Hof-Güll verbringt, wurde am gestrigen Sonntag gelegentlich der feierlichen Eröffnung der Reichsnährstands-Ausstellung in Frankfurt a. M. durch den Reichsbauernführer, Reichsminister D a r r £, in Anerkennung seiner großen Verdienste um die Aufwärts-Entwicklung der deutschen Landwirtschaft durch die Ueberreichung eines Bildes des Führers ausgezeichnet. In diesem Zusammenhänge sei daran erinnert, daß Oekonomierat Hoffmann auch Inhaber der großen Max-Eyth-Medaille ist, die er als alter Mitarbeiter von Max Eyth schon erhalten hat. 85. Geburtstag eines alten EichelSdorfer Forstmannes. Am Samstag, 16. Mai, feierte Geheimer Forstrat i. R. Eduard T r a u t w e i n in Gießen seinen 85. Geburtstag. Zwei Jahrzehnte, von 1885 bis 1905, wirkte er als junger, tatkräftiger Forstmeister in Eichelsdorf, anschließend nochmals dieselbe Zeitspanne im Forstamt Schiffenberg bis zu seiner Ruhestandsversetzung im 74. Lebensjahre im Jahre 1925. Eduard Trautwein ist — wie uns vom Hess. Forstamt "in Eichelsdorf geschrieben wird — aus seiner Eichelsdorfer Tätigkeit bekannt geworden durch die besondere Methode seiner Eichenwirtschaft, die Begründung von Mischbeständen der Hauptholzart Eiche mit Buche, edlen Laub- und Nadelhölzern, durch den sog. „Hieb ins Dolle" und die ebenfalls besondere Art der Pflegehiebe, von ihm „Aufmunterung" der Jungeichen genannt. Der Name Eichelsdorf ist in Verbindung mit seiner Person um die Jahrhundertwende weit über die Grenzen des Hessenlandes in die forstliche Welt getragen worden. Die von ihm begründeten Bestände sind heute etwa 40jährige, in freudigstem Zuwachs stehende Stangenhölzer und konnten im vergangenen Jahre anläßlich einer Lehrwanderung mit dem neuzeitlichen Thema „Leistungswirtschaft^ mit berechtigtem Stolz vorgezeigt werden, die Bewunderung der Teilnehmer erregend. Anläßlich der Ruhestandsversetzung Eduard Trautweins wurde ihm zu Ehren sein besonderes Leibgehege im Eichelsdorfer Bezirk, der Distrikt Tiefstruth, in dessen Innern auch die sog. „Dicke Eiche", das Wahrzeichen des Eicheltales steht, mit ministerieller Genehmigung in „Trautweinseichen" umbenannt. Zu seinem 80. Geburtstage wurde ihm die „Trautweinseiche" gepflanzt, und zu feinem jetzigen Geburtstag ließen es sich die Forstbeamten von Eichelsdorf, die ihm feit langen Jahren in Liebe und Verehrung verbunden find, nicht nehmen, ihm ein wunderbares in seinem Leibgehege gepflücktes Angebinde zu überreichen. Mit ihnen grüßen ihn die alte Heimat der Jugendzeit und das Heer der hessischen Grünröcke als ihren Aeltesten zu seinem Ehrentag und wünschen ihm einen weiteren gesegneten Lebensabend in körperlicher und geistiger Frische. Möge die ihm zu Ehren gepflanzte Eiche ein Sinnbild werden für urdeutsche Kraft und kommenden Geschlechtern künden den Namen dieses kernigen Mannes, und möge dereinst ein freies und glückliches Vaterland die Früchte dieses Schaffens ernten! Weidmannshell! Furchtbare Bluttat in Wißmar 3n der letzten Nacht ereignete sich in Wißmar (kreis Wetzlar) ein furchtbares Familien- drama, dem vier Menschenleben, die ganze Familie, zum Opfer fielen. Der Einwohner Ludwig Prinz, der vor einigen Tagen durch eigenes Verschulden um seine Arbeitsstelle in Gießen gekommen war, ermordete in der letzten Nacht seine Frau und seine beiden Töchter im Alter von 10 und von 16 Jahren und beging dann Selb st mord durch Erhängen. Die furchtbare Tat wurde heute früh entdeckt, als niemand von der Familie sichtbar wurde. Die behördlichen Ermittlungen sind noch im Gange. Vornotizen. Tageskalender für Montag. NSG. „Kraft durch Freude": 18 bis 19 und 19 bis 20 Uhr Tennis. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Kurier des Zaren". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Lockenköpfchen". LandschastsbundVolkstum undHeimat. Ortsring Gießen. Familien-Wanderung am Himmelfahrtstag. 8.03 Uhr Abfahrt mit Sonntagskarte nach Wetzlar. Stadtbesichtigung; anschließend Wanderung nach dem Stoppelberg — Kirschenwäldchen—Sieben» mühlental. Rückkunft um 17.55 Uhr. Gäste will- kommen. Heimatvereinigung Staufenberg. Am gestrigen Sonntagnachmittag tagte im Rittersaal der Burg Staufenberg die diesjährige Generalversammlung der Heimatvereinigung Staufenberg unter Leitung ihres Vereinsführers Dekan i. R. Gußmann (Gießen). Dekan G u ß m a n n erstattete den Jahresbericht. Daraus ist zu entnehmen, daß die Vereinigung 160 Mitglieder zählt und zielbewußt ihre Kraft der Verschönerung der Burganlagen widmet. Der wohlwollenden Unterstützung der Forstbehörde Gießen (Oberforstmeister Lipp, Gießen) sowie der sachkundigen Beratung und unermüdlichen Hilfe des Gartenbauarchitekten Schwarz (Gießen) wurde gebärender Dank ausgesprochen. Um eine dauernde Verschandelung der oberen Burg Staufenberg ZU vermeiden, soll mit Genehmigung des hessischen Ministeriums eine Absperrung der oberen Burg gegen geringes Eintrittsgeld erfolgen. Die vorgetragene Rechnung des Rechners Kern (Gießen) ergab ein günstiges Resultat. Ihm wurde für seine Mühe gedankt. Dekan i. R. Gußmann stellte, da er nach Gießen verzogen ist, sein Amt der Versammlung zur Verfügung. Auf freundliches Zureden der Herren Balzer (Gießen), Dr. Mitter- Friedr. Wilh. v. Erdmannsdorff. 3um 200. Geburtstage des großen Architekten am 18 Mai Im Jahre 1769, in dem Friedrich der Große die Innenausstattung seines Neuen Palais bei Potsdam in einem schon etwas überlebten Rokoko vollendete, legte ein kleiner Fürst, Leopold Friedrich Franz von Anhalt-Dessau, den Grundstein zu seinem Wörlitzer Gartenschloß, dessen Architekt Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff darin zum ersten Male die Lehre W i n ck e l m a n n s in die Tat umsetzte und somit als der Schöpfer des klassizistischen Baustils gelten darf. Selten lassen sich die Unterschiede der Weltanschauung in zwei gleichzeitigen Monumentalbauten so deutlich ablesen wie am Neuen Palais und in Wörlitz. Dort ein repräsentativer Prunkbau eines Monarchen, der sich im Alter von den Idealen seiner Jugend nicht zu lösen vermochte, in Wörlitz dagegen ein intimer, leicht bürgerlich angewehter Landsitz eines jungen Fürsten, dessen suchender Geist in der „Rückkehr zur Natur" und in der Hingabe an die Formen der klassischen Baukunst das Mittel sah, die Menschheit einem neuen „goldenen Zeitalter" entgegenzuführen. In dem sächsischen Edelmann Erdmannsdorff, mit dem ihn Freundschaft verband, hatte der Fürst einen Baumeister nach seinem Herzen gefunden. Das Verhältnis beider war em ähnliches wie das zwischen Karl August und Goethe. Ein liebenswürdiger Weltmann und vollendeter Kavalier, war Erdmannsdorff auf Studienreisen, von einem Liebhaber des Bauwesens zum Architekten herangereift, der jeden Wunsch des Fürsten um so leichter zu erfüllen wußte, als hier einer der seltenen Glücksfälle vorlag, wo Bauherr und Baumeister eine Gesinnungseinheit bilden. Entscheidend für die Entwicklung Erdmannsdorffs und seines Herrn war neben der italienischen Reise, die in der Begegnung mit dem verehrten Winckelmann ihr Ziel fand, ein Aufenhalt in England die Bekanntschaft mit einer Gesellschaftskultur, die zu verwirklichen schien, was die Freunde als die Sehnsucht des ganzen Zeitalters in sich trugen. Im Grunde war es das bürgerliche Ideal, aber in seiner edelsten Form: Freiheit vom Zwang einer unerträglich gewordenen Konvention, Natürlichkeit der Sitten, Loslösung vom Schnörkel im weitesten Sinne. Im englischen Landschaftsgarten, der sich nicht mehr der Herrschaft von Zirkel und Schere unterwirft, im englischen Landhausstil vor allem, der von der großen Säulenordnung des P a l l a d i o ausgeht und das Stille und Einfache bevorzugt, und nicht zuletzt in dem Tugendkult der englischen Literatur erblickten die deutschen Reisenden die Erfüllung dessen, was ihnen auf der Suche nach dem „natürlichen Menschen" als erstrebens- und nachahmenswert erschien. Die Antike und England — mit diesem Bildungs- ideol kehrten Fürst Franz und Erdmansdorff nach Anhalt zurück, das nun auf Jahre hinaus zu einer Art „pädagogischer Provinz" wurde, einer Versuchsstation der allgemeinen Kunsterziehung mit philan- tropischem Einschlag. Denn die vergleichsweise enorme Bautätigkeit, die nach 1768, wo Erdmanns- dorff den Festsaal im Dessauer Schloß vollendete, in Anhalt einsetzt, trägt gemeinnützige Züge, weil auch die Bauten für den Hof den allgemeinen Geschmack bijben sollten und es bei der grundsätzlichen Bevorzugung der Landeskinder als Steinmetzen, Handwerker, Möbeltischler auch taten — eine Forderung des merkantilistischen Systems, das das Geld im Lande hielt und die einheimische Kunstfertigkeit verbreiten half. Allein Wörlitz, abgesehen von dem Park, an dem Erdmannsdorfs keinen Anteil hat, beschäftigte Tausende fleißiger Hände. Neben dem Schloß, das als erste Schöpfung des Klassizismus auf deutschem Boden eine hohe kunstgeschichtliche Bedeutung besitzt, sind es die überall im Park verstreuten Pavillons und Tempel, die für die vorbildliche Zusammenarbeit von Fürst und Architekt Zeugnis ablegen. Dazu kommen die Schlößchen und kleineren Zierarchitekturen der fürstlichen Landsitze Geor- gium und Luisium bei Dessau und die Bauten in der Landeshauptstadt, wie die jetzt zum Theater umgestaltete Reitbahn und die Torbauten an der Muldebrücke. Auch das unlängst abgebrannte Friedrichs-Theater geht auf einen Entwurf Erdmannsdorffs zurück. Seine bahnbrechende Bedeutung liegt weniger in der Außenarchitektur, die mit ihren Kolossalordnungen, ihren dachoerdeckenden Attiken und ihren Fenstergiebeln noch stark im ausgehenden Barock wurzelt, als in der meisterhaften Innendekoration, die den später oft so strengen Klassizismus von seiner anmutigsten Seite zeigt. Welche Zartheit in der Verwendung seines Lieblingsmotivs, der meist in leichtem Stuck aufgetragenen, von Raffael und pompe- janischer Dekorationskunst angeregten Grotesken, welche Sicherheit des Geschmacks in der Verkleidung der stehenbleibenden Wandflächen mit verschiedenfarbigem, polierten Stuckmarmor! Alles ist bis in die Einzelheiten abgestimmt, so daß kein Mißklang stört. Ein ganz leiser Rokokohauch liegt noch zuweilen über Erdmannsdorffs Raumschöpfungen. Er ist fühlbar auch noch in den späten Königskammern des Berliner Schlosses und dem Sterbezimmer Friedrichs des Großen in Sansfouci, das Erdmannsdorff im Auftrag Friedrich Wilhelms II. neu dekorierte, doch bezieht sich das „Rokoko "nur auf die allgemeine Stimmung, nicht auf die Formen, die, wie sich von selbst versteht, durchweg streng klassizistisch sind. Aber klassizistisch nicht im Sinne römischer Triumphalkunst, sondern des leichtbeschwingten Raumzierats der damals ausgegrabenen Vesuvstädte. Zur Gotik hat er kein Verhältnis gehabt; für die gotisierenden Neigungen des Fürsten Franz mußten andere Kräfte mobil gemacht werden. Erdmannsdorff ist bis zu seinem Tode (1800) für feinen Herrn und Anhalt tätig gewesen. Sein Verdienst ist die Gründung einer Landeszeichenschule, die, schon im Sinne der späteren Gewerbeschulen, für die handwerkliche Erziehung des Nachwuchses sorgte, und die einer „Chalkographischen Gesellschaft" in Dessau. Sie entsprach dem Wunsche, durch Heranbildung tüchtiger Stecher die graphische Reproduktionstechnik von der fremden Einfuhr, besonders der englischen Schabkunstblätter, unabhängig zu machen, also auch auf diesem Gebiete die Kunstindustrie des kleinen Landes auf eigene Füße zu stellen. Ein Architekt mit großen, gemeinnützigen Zielen, ein Künstler, der, nach dem Vorbilde Schillers, in der „ästhetischen Erziehung des Menschengeschlechtes" den Hebel sah, das allgemeine Glück zu fördern und den stoffgebundenen Menschen auf seine Bestimmung hinzuweisen. Ernst von Niebelschütz. Anrufung einer Insel. Bon Anton (Schnack Kokos, ich habe dich auf dem rollenden Schul- alobus der Lateinschule von Hammelburg in Unterfranken gesucht, mit fiebrigem und unruhigem Finger und eine schmale, zitternde Sehnsuchtsbahn in den daraufliegenden Staub gezogen, dabei dunkelblaue Meere überquert, gelbe Länder durchwandert, Küstenstriche forschend beäugt und betastet und dich, winzige und nadelknopfgroße Insel nicht entdeckt, obwohl ich hundert fremde und schwierige Namen stolpernd herunterlas und um den Aequator viele unablässige Kreise zog. Ich habe in den Atlanten herumgesucht, Seite nach Seite, Land nach Land, Meer nach Meer, bis ich glühend vor Ergriffenheit und mit hämmerndem Puls in den unermeßlichen Breiten des Stillen Ozeans dich entdeckte. Stiller Ozean! Ich begriff die Worte in ihrer Einfachheit kaum, lieber ben Wassern fühlte ich ein ungeheures Schweigen liegen. Hier schien mir das Meer ein unbewegter Traum zu sein, den kein Sturm befurchte und aufwühlte. Ich sah es in meiner Vorstellung als die glühende Platte dauernder Bläue. Oh, darin die Insel! Marmoren und voll Glanz in den Steinhüften. Ich sah sie unter Vogelwolken begraben, ein Schaumland, das der Fuß des Knaben mit glühenden Schreien auf den Lippen betreten hätte. Ich sah sie, ein Metallschild, auf dem die Sonne mit ungeheurer Glut brannte. Ich sah sie im Mond mit elfenbeinernem Rücken wie ein Zauberschiff in der Meernacht schwimmen. Ich sah sie, gemacht aus edlen Steinen, welche die Seeräuberschiffe und die gelben Galleonen der Weltumsegler aus den Jnselgärten bradjen, um die Brüste und Fußknöchel ihrer Frauen damit zu schmücken. Ich sah sie von Schaluppen umkreist, die in den stillen Buchten vor Anker gingen und wo über offenen Feuern finstere Matrosen das Fett aus kleinen wilden Schweinen brieten. Ich sah im großen Knabenblick Kokos als die Insel der Seligen, als die Insel der unermüdlichen Seefahrer, als die Insel der Schiffbrüchigen und der glücklichen Robin- sone. Sie schimmerte immer in meinen frühen träumen auf. Sie tröstete mich, wenn der Widersinn und die Verschrobenheit von mathematischen Figuren, von Quadraten, Winkeln und Ellipsen über mein Herz und meine Träume mit kalten Zweifeln und lähmender Leere kam. S i e wollte ich erobern, sie wollte ich besitzen, sie sollte mir gehören. An ihr Gestade wollte ich mit einer Jacht vor Anker gehen, der Purpur von den Segeln triefen sollte, deren Bug in Silber strahlen und die mit Musik aus hundert Posaunen und Trompeten die Jnselgrotten und leuchtenden Fels- spalten erzittern und erklingen lassen sollte. Grausame Abenteuer wollte ich auf dem Eiland erleben. Dem Meere wollte ich bis auf den mitternächtigen und fürchterlichen Grund sehen. In der Takellage des Schiffes wollte ich hängen und über Öen kristallenen Ozeanspiegel hinweg in das blaue Herz des Himmels starren. Im Fieber meiner unverwüstlichen Phantasien rauschten die Korsaren einher, William Phips mit der erschreckenden ,Rose von Algier", der schwarze Saker-el Bar mit dem windschnellen „Seehabicht", der den grünen Halbmond drohend am Mast trug, der verrückte Kid, der die Meere mit der kühnen „Abenteuerin" beunruhigte, Bartholomäus de Por- tugees, der immer mit einem gezogenen und spitzen Schwert herumging und eine Narbe an der rechten Mundseite hatte, auch Red-Rover, der rote Freibeuter, der stets heil aus den Batteriefeuern englischer Linienschiffe auftauchte, der fluchende Kennedy, der seinen „Korsaren" wie einen Blitz in die Holzseite der gefüllten Kaufmannsschiffe bohrte. Kokos: ein Stück glitzernder Staub im Meer, ein weißes Eiland unter dem unvergänglichen Mond, Kokos, sprach der Knabe zu sich selbst und spricht auch noch der Mann zu sich selbst, deine Klippen sind vielleicht Saphir, auf deiner Felsenspihe züngelt blauflämmig die uralte Ader aus Schwefel, Gold liegt ausgewaschen und kieselgroß am Strand, den der Morgensturm bedonnert. Kokos: unerreichbares Traumparadies, noch immer sucht dich der fiebrige Finger auf dem rollenden Globus! meyer (Staufenberg), Schwarz (Gießen) erklärte er sich auf einstimmigen Wunsch der Mit- güeberDtrfammlung bereit, die Arbeit des Bereins- iührers zunächst weiter zu tun. Eine rege Aussprache löste die Frage der Mitgliedskarte und eines Vereinsabzeichens aus, worüber der Vorstand weiter beraten und beschließen wird. An die offizielle Mitgliederversammlung schloß sich ein sehr anregender volkstümlicher Teil an, eingeleitet von Lehrer Rabenau (Staufenberg). In reger Aussprache, unter Teilnahme sehr vieler Mitglieder, wurde eine Menge alten Brauchtums festgestellt. Von der eingeladenen Heimatvereinigung Schiffenberg war in Vertretung des erkrankten Vorsitzenden, Oberforstmeister Nicolaus, der Schriftführer Rektor V. Müller (Gießen) erschienen. Er wurde vom Vorsitzenden herzlich begrüßt und dankte für die Einladung mit warmen Worten, zugleich einige gute Worte aus dem reichen Schatze seiner Erfahrungen hinzusügend. Die deutsche Rrbeitsfront H.5.=0emeinfd)aft „ftraft durch freute' An Himmelfahrt (Donnerstag, 21. Mai) findet eine Omnibusfahrt nach Kassel-Wil» helmshöhe statt. Der Fahrpreis beträgt einschließlich Mittagessen 6,30 Mark. Die Abfahrt er- folgt in Gießen um 6.30 Uhr Ecke Frankfurter- und Liebigstraße. Anmeldungen werden noch auf der Kreisdienststelle Gießen, Schanzenstraße 18, entgegengenommen. An Pfingsten fährt ein Omnibus von Friedberg nach Miltenberg a. M. Die Fahrt geht ab am 31. Mai, vormittags bis 1. Juni abends. Der Teilnehmerpreis beträgt einfchl. ein Mittagessen, ein Abendessen, eine Uebernachtung mit Frühstück 10,20 Mark. Anmeldungen müssen umgehend auf der KdF.-Dienststelle, Schanzen- strahe 18, und bei den Ortswarten abgegeben werden. Gießener am Mikrophon. Im Rahmen des Sprecher-Wettbewerbes für den Dolkssender 1936 finden in den einzelnen Kreisen bezirksweise Ausscheidungen statt, zu denen die einzelnen Betriebe ihre Werkscharen, Werkskapellen, Werkchöre, Einzelsprecher usw. melden. Die Meldungen müssen umgehend bei der Kreisdienststelle der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", Schanzenstraße 18, abgegeben werden. Die Sieger der Wettbewerbe in den einzelnen Kreisen werden zu verschiedenen Veranstaltungen des Reichssenders zusammengezogen, die in Wiesbaden, Worms, Gießen, Frankfurt und Darmstadt stattfinden. Um die Vorarbeiten für die Deran taltungen des Bolksfenders 1936 entsprechend durchzuführen, mürben in den einzelnen Städten Volkssenderabteilungen eingerichtet. Die Anschrift ist in Gießen: Volkssender 1936, Schanzenstraße 18, „KdF."-Dienststelle. Ein schwarzer Llnfatt-Sonntac, Der gestrige Sonntag brachte für unser engeres Heimatgebiet eine Reihe von bedauerlichen Unglücksfällen. In der Nacht zum Sonntag rannte ein Personenauto am Bahnübergang bei Grohen-Buseck Segen den Mast der dort ausgestellten Laterne. Daei wurde einer der drei Insassen durch Schnittwunden ziemlich verletzt, die übrigen blieben zum Glück unversehrt. Das Auto wurde leicht beschädigt. Am Sonntagabend stieß an der Ecke Steinstraße und Marburger Straße der 38 Jahre alte Wilhelm Laux aus Holzheim mit seinem Motorrad gegen ein Personenauto. Bei dem Zusammenprall erlitt Laux einen Oberschenkelbruch. Der Verunglückte mußte von der Sanitätskolonne vom Roten Kreuz der Chirurgischen Klinik zugeführt werden. Ebenfalls am gestrigen Sonntagabend verunglück- ten zwei junge teilte aus Beuern mit dem Mo» torrad auf der Straße Nordeck—Londorf. Bei dem Sturz mit der Maschine erlitt der 27 Jahre alte Johann Korbacher aus Beuern einen Schädelbruch, der 24 Jahre alte Richard Otto trug einen Unterschenkelbruch davon. Die Gießener Sanitäts- kolonne verbrachte beide nach Gießen in die Klinik. Auf der Landstraße Reiskirchen—Gießen am Abzweig nach Bersrod stießen am gestrigen Sonntag- abend zwei Personenkraftwagen zusammen. Dabei wurde eine Frau Kühn aus Lindenstruth am Kopfe verletzt, die übrigen Insassen der beiden Gebt zum Oankopfer -er Nation! Die SA.-Reiterftandarte 147 Gießen gibt hiermit allen Volksgenossen die Einzeichnungsstellen bekannt: SA.-Neitersturm 1/147, Schlitz: In Schlitz bei Derwaltungsführer Hoffmann, Zinser- strotze; in Unterwegfurth bei Rottenführer Karl Hahn; in Landenhausen bei Rottenführer Hch. Wahl IV.; in Angersbach bei Rottenführer Karl Rahn; Die Einzeichnung kann zu jeder Tageszeit erfolgen. SA.-Neitersturm 3/147, Alsfeld: In Zell bei Scharführer Friedrich; in Arnshain bei Scharführer Fröhlich; in Kirtorf bei Truppführer Dörr; in Lehrbach bei Scharführer Iseberg; in Nieder-Gemünden bei Scharführer Becker; in Billertshausen bei Rottenführer Gonder; in Eudorf bei Oberscharführer Zulauf. Die Einzeichnung kann zu jeder Tageszeit erfolgen. SA.-Neitersturm 4/147, Londorf: In Londorf in der Sturm-Geschäftsstelle, Burgstr. 1; in Nordeck bei Scharführer Gotthard Rein; in Winnen bei Truppführer Robert Ziegler; in Kesselbach bei Scharführer Wilhelm Schomber; in Odenhausen bei Scharführer Otto Konrad; in Geilshausen bei Truppführer Adolf Weder; in Lumda bei Oberscharführer Karl Rau; in Atzenhain bei Scharführer Karl Häuser; in Weitershain bei Rottenführer Adolf Röcker; in Wermertshausen bei Scharführer Heinrich Kornmann. Die Einzeichnung kann jeden Tag bis 21 Uhr erfolgen. SA.-Neitersturm 5/147, Hungen: In Rodheim bei Obertruppführer Erich Hofmcknn; in Lieh bei Oberscharführer Walz, Oberstadt 31; in Laubach bei Oberscharführer Godosar, Kaiserstraße 35. Die Einzeichnung kann täglich von 18 bis 21 Uhr erfolgen. SA.-Neitersturm 6/147, Gießen: In Gießen bei Truppführer Schömbs, Brandplatz 5. SA.-Neiterstunn 7/147, Schotten: In Schotten bet Obertruppführer Rausch, Ludwigs- platz 42/44; in Ruddingshain bei Rottenführer Weber, Schule; in Eichelsachsen bei Sturmmann Rudolf Weber III.; in Rainrod bei Rottenführer Ickes; in Eichelsdorf bei Rottenführer Theodor Alt. Die Einzeichnung kann täglich von 19 bis 20 Uhr erfolgen. SA.-Neiterstunn 9/147, Nidda: In NDda im Sturmlokal Hotel „Iraube", Marktplatz 21; in Dauernheim bei Oberscharführer Heinrich Hermann Walter; in Ulfa bei Sturmmann Richard Leithäuser; in Unter-Schmitten bei Oberscharführer Erwin Knöchling; in Ober-Lais bei Sturmmann Erich Schauermann. Die Einzeichnung kann täglich ab 20 Uhr erfolgen. SA.-Neitersturm 10/147, Neichelsheim: In Reichelsheim (Wetterau) bei Obertruppführer Fleischhauer, Römerberg; in Echzell bei Truppführer Gustav Scheuermann, Escybaumgasse 2; in Bönstadt bei Oberscharführer Hugo Hahn, Hauptstraße. Die Einzeichnung kann zu jeder Tageszeit erfolgen. SA.-Neiterstunn 11/147, Butzbach: In Ober-Hörgern im Sturmbüro, Hauptstraße 49; in Gambach bei Scharführer Kammer, Waschmühle; in Griedel bei Scharführer Fenchel, Hauptstraße; in Butzbach bei Rottenführer Meß, Schloßgasse; in Pohl-Göns beim Sturmmann Volk, Hauptstraße; in Fauerbach v. d. H. bei Rottenführer Pauly, Hauptstraße 82; in Rockenberg bei Truppführer Konrad, Gambacher Weg; in Münzenberg bei Scharführer Metzaer, Eichgasie; in Eberstadt bei Oberscharführer Bender, Hauptstr. Die Einzeichnung kann zu jeder Tageszeit erfolgen. SA.-Neitersturm 12/147, Friedberg: In Rieder-Eschbach bei Obertruppführer Rehorn; in Rodheim v. d. H. bei Oberscharführer W. Muller; in Bad-Rauheim bei Rottenführer Ehr. Schulmeyer. Die Einzeichnung kann täglich von 19 bis 21 Uhr erfolgen. SA.-Neilerstunu 13/147, Büdingeu: In Büdingen bei Scharführer Heinrich Maas, Hin- denburgstraße 17. Die Einzeichnung kann täglich von 9 bis 20 Uhr erfolgen. Volksgenossen, tragt dem Führer die Dankesschuld ab und tragt euch ein in die Ehrenliften. Kraftwagen kamen unverletzt davon. Die Autos wurden start beschädigt. Ein schwerer Unglücksfall, dem leider auch ein blühendes Menschenleben zum Opfer fiel, ereignete sich am gestrigen Sonntagabend auf der Landstraße Nieder-Ohmen—Merlau, kurz vor dem Orte Merlau. Dort stürzten der 22 Jahre alte Ernst Schmidt und der ebenfalls 22 Jahre alte Werner Wolf, beide aus Nieder-Ohmen, so unglücklich mit dem Motorrad, daß Ernst Schmidt auf der Stelle tot liegen blieb und Werner Wolf eine Gehirnerschütterung davontrug, die seine Ueberführung nach Gießen in die Klinik erforderlich machte. ♦ Am Samstag ereigneten sich ebenfalls einige Unglücksfälle. Der 8 Jahre alte Erwin Schäfer in Daubringen fiel in eine Senfe und verletzte dabei den linken Fuß erheblich. — Dem 16 Jahre alten Zimmerlehrlmg Wilhelm Lefchhorn in Villingen siel ein Balken auf den Kopf und verletzte den jungen Mann so schwer, daß er mit einem Schädelbruch und Gehirnerschütterung in bk Klinik eingeliefert wurde. — Der 29 Jahre alte Landwirtschaftsgehilfe Philipp Lautenfchläger in Avendorf a. d. Lumda wurde mit einem Unterschenkelbruch in die Gießener Klinik eingeliefert. Ostdeutsche Grenzlandarbeit. Die Dolkstumsarbeit im Osten, die unbedingte Aufrechterhaltung der lebendigen Verbindung mit dem vom Reiche abgetrennten Ostpreußen und die wirtschaflliche und kulturelle Betreuung Schlesiens stellen besondere Anforderungen an die Volksgenossen an den Grenzen, die sie nicht allein bemälti- gen können. Ihnen zu helfen und sie zu stützen ist Angelegenheit des ganzen deutschen Volkes. Darum will die Bundesgruppe Gießen des Bundes heimat- treuer Schlesier, in der alle in Gießen und Ober- Hessen wohnenden Ostdeutschen zusammengeschlosfen sind, die Volksgenossen mit diesen Aufgaben vertraut machen. Sie veranstaltet zu diesem Zwecke eine ostdeutsche Kundgebung, bei der Kreisleiter Dr. Hildebrandt über „Die Volkstumsarbeit im deutschen Osten" sprechen wird. Oberbürgermeister Kreisleiter z. b. V. Ritter wird die Abstimmungs- Erinnerungsabzeichen ausgeben. ^Bundesgebiete» sichrer Schölzel (Darmstadt) hat fern Erscheinen zugesagt. Der Gesangverein „Heiterkeit" unter Leitung des Dirigenten Musiklehrer Schöttler hat sich bereitwilligst in den Dienst der Sache gestellt. Für die Freunde und Landsleute ist anschließend noch ein landsmannschaftlicher Nachmittag vorgeseyen. ** Ihren 80. Geburtstag begeht heute, am 18. Mai, bei bester Gesundheit und Rüstigkeit und immer heiter Frau Katharina Kreiling W w e. (geb. Opper, Alten-Buseck), Gießen, Frankfurter Straße 41. Die Jubilarin ist feit mehr als 50 Jahren Leserin des Gießener Anzeigers. ** Straßensperre. Wegen Vornahme von Strahenbauarbeiten wird die Wegstrecke von Niederkleen bis Klein-Rechtenbach im Zuge der Reichsstraße Wetzlar — Butzbach für die Zeit vom 18. Mai bis 30. Mal für den Kraftfahr- zeug- und Fuhrwerksverkehr votizeilich gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Hochelheim—Dornholzhausen. ♦* Andie Kameraden der ehemaligen 10. Kompanie des Leibgarde-Infan- terie-Regiment 115. Im Herbst 1936 soll eine Wiedersehensfeier in Darmstadt stattfinden. An alle Kameraden aus Kriegs- und Friedenszeiten ergeht der Ruf, unverzüglich ihre genauen Anschriften an Kameraden Jakob Schey, Darmstadt, Schla- geterstraße 53, zu richten. Genaue Anschriften anderer ehemaliger Angehörigen 10/115 bittet man ebenfalls mitzuteilen. Oberhessen. Abschiedsehrung für Dekan i. K Gußmann. D Staufenberg, 17. Mai. Die fünf evangelisch-kirchlichen Frauenhilfen des Kirchspiels Kirchberg, deren Gründer der am 1. Mai in den Ruhestand getretene Pfarrer Suhrn a n n - Kirchberg ist, hatten sich heute Mittag im großen Festsaal der Burg Staufenberg versammelt, um dem Scheidenden eine würdige, feierliche Abschiedsstunde zu bereiten. Die Verlegung auf den heutigen Sonntag war nötig geworden wegen einer Erkrankung des Geistlichen. Der große Saal war bis auf den letzten Platz ausgefüllt. Auch die Der sein Volk liebt, beweist es einzig durch die Opfer, die er für dieses zu bringen bereit ist. Gebt für das „Dankopfer der Jlatlon“! Kreisvorsitzende des Verbandes, Frau Kreuder. Gießen, war erschienen, sowie die frühere Führerin der Mainzlarer Frauenhilfe, Frau Kurz- Gießen. Ebenso auf Einladung der Frauenhilfen: der evangelische Kirchenvorftand und die Organisten des Kirchspiels. Pfarrverwalter Metzler eröffnete die Veranstaltung mit herzlichen Worten der Begrüßung an den Scheidenden und feine Familie, die große Versammlung, insbesondere die Kreisvorsitzende, den Kirchenoorstand und die Organisten und ließ zum Beginn bas gemeinsame Lied „In allen mein laten“ fingen. Dann wechselten Gedichtvorträge, die von hoher Vollendung zeugten und selbst gedichtet waren (Frl. Vogel- Mainzlar, Frl. Erna ßemmer-Mainzlar und Frau Margarete Ott- Ruttershausen), mit Ge- fangsvorträgen der Frauenchöre von Lollar (Pfarrverwalter Metzler) und Staufenberg (Dir. Lehrer Rabenau). Herzliche Ansprachen hielten ferner der Dienstälteste Organist Rektor i. R. D a a b* Lollar und im Namen des Kirchenvorstandes L. Hofmann V.-Lollar. Auch die Kreisvorsitzende, Frau Kreuder - Gießen, dankte für die Einladung und überbrachte mit herzlichem Dank dem scheidenden Geistlichen gute Segenswünsche, persönlich, sowie im Namen des Kreisoerbandes und des Landesverbandes, dessen Vorstand Pfarrer Gußmann feit vielen Jahren ist. Die Vorstände der 5 Frauenhilfen (Sprecherin Frau Schlapp, geb. Kuhl, Staufenberg) überreichten sodann dem Scheidenden einen prachtvollen Blumbenkorb, sowie ein Bild: die Kreuzigung von Grünewald. Dieses schöne Bild wurde von Pfarrer M e tz l er in kurzer Rede anschaulich erläutert. Dekan Gußmann dankte mit bewegten Worten. Eine gemütliche Kaffeestunde und das Singen gemeinsamer Lieder hielt die große Versammlung noch lange zusammen. In Ergänzung unseres kurzen Berichtes vom 14 Mai über die würdige Feier unseres Kirchspiels beim Scheiden seines langjährigen Geistlichen fei noch der Wortlaut der Ehrenurkunde wiedergegeben, die vom Gesamtkirchenvorstande nach „Man wird eben alt!“ w* ’n w^tiaer, ■■■■ als den Zerfall der Zähne mit dieser Redensart abzutun, ihn als unvermeidlich hinzustellen. In den weitaus meisten Fallen sind wir selber schuld daran, wenn unsere Zähne erkranken und mit der Zeit unbrauchbar werden. Wie viele Menschen z. B. versäumen es noch, abends ihre Zähne mit Chlorodont zu putzen! Dabei sind die Zähne doch gerade des Nachts durch die Zersetzung der Speisereste am meisten gefährdet. Wer also seine Zähne bis ins hohe Alter gesund erhallen will, pflegt sie vor allem abends mll Chlorodont! MmMWAml Vornan von Marlise Kölling. Urheberrechtsschutz: Verlag Oskar Meister, Werdau. 18 Fortsetzung Nachdruck verboten! Du entkommst mir ja doch nicht, dachte er. Das war ja ein reizendes Zusammentreffen! Doch er tat, als ob er Benedikte überhaupt nicht sähe und sprach mit ein paar Fischern, die, an das Geländer gelehnt, der Ankunft des Dampfers zusahen. Das Schiff kam eiligst näher, die Wogen schäumten heftiger, jetzt stoppte die Maschine, einige Kommandos erschollen, und bald lag es vertäut am Bollwerk still. Benedikts stand mit der Mutter auf Deck. „Möchtest du nicht lieber in die Kajüte gehen?" fragte sie hastig. ,Hch glaube, es ist oben zu kühl für dich." Frau Agathe nickte und folgte ihrer Tochter. Benedikte legte der Mutter die Reisedecke hin und packte handgerecht ein Buch und eine Schachtel mit Süßigkeiten daneben. Sie hätte tausenderlei tun mögen, um nur bis zum letzten Augenblick hier unten bleiben zu können und der Begegnung mit diesem Mann zu entaehen. Aber schließlich muhte sie ja den Dampfer verlassen. Das erste Abfahrtsignal war schon gegeben worden. „Leb wohl, Mutter. Auf Wiedersehen, alles Gute!" „Leb wohl, Kind, und überleg' es dir. Das ist ja doch kein Leben für dich Ich hoffe, du kommst bald zurück." Benedikte schüttelte den Kopf. Nein, sie kam nicht zurück. Sie ließ sich das Glück auf ihrer geliebten Insel nicht zerstören, auch nicht von solchen Menschen wie dem da oben. Als sie heraufkam, stand der blonde Herr direkt am Eingang zum Frachtdeck. Sie mußte an ihm vorüber, aber er schien sie nicht zu beachten. „Ist das die letzte Kiste?" fragte er einen Matrosen. „Ja, Herr, sonst nichts." „Na, dann nehmen Sie mal bitte meinen Besorgungszettel für das Farbgeschäft Olfermann mit." Der Herr gab dem Matrosen einen Zettel und drückte ihm ein Geldstück in die Hand. „Wird alles bestens besorgt, Herr, morgen können Sie die Farben abholen/ Ein Maler, dachte Benedikte. Merkwürdig, alles hätte ich diesem Menschen zugetraut, nur nicht, daß er sich auf irgendwelche künstlerische Dinge versteht. Aber — mochte er schon sein, wer er wollte, er ging sie nichts an. Sie war bereits auf dem halben Wege über die Wiesen, da hörte sie ein leises Rollen hinter sich, gedämpft von dem weichen Grün des Bodens. In schlankem Trabe fuhr der blonde Herr an ihr vorüber. Er schien sie nicht zu erkennen. Ein leichter Peitschenknall, der Wagen flog schneller über die Wiesen, dem Norderende zu. Benedikte blieb aufatmend stehen. Gott fei Dank, er hatte sie nicht erkannt ober ihre Abweisung damals in Berlin hatte ihm genügt Er würde sich also hüten, ihr noch einmal lästig zu werden. ♦ Benedikte vergaß die unangenehme Begegnung mit dem Unbekannten sehr bald. Es gab ja auch soviel zu tun. Erbsen mußten gelegt werden, die Erd- beerpflanzen an der Südseite waren zu beobachten, die Obstbäume mußten neue Leimringe kriegen, bann war wieder ein Stück Gartenland umzuaraben — es gab fortwährend etwas anderes zu schaffen. Jens Petersen half ihr getreulich dabei, ebenso Hein Schlüter und ein paar barfüßige Schulkinder, denen er den kleinen Arbeitslohn verschafft hatte. Täglich dankte sie dem Schicksal mehr, den Schulmeister zum Freund und Kameraden zu haben. Denn was hätte sie sonst machen sollen? Josua allein konnte es nicht schaffen, vor allem konnte er sie nicht beraten, wenn es notwendigen Anschaffungen galt: Sämereien, Erneuerungen von Gartengeräten und dergleichen mehr. Hans-Hermann schien die Freude an der Arbeit völlig verloren zu haben. Er schlief früh morgens bis tief in den Tag hinein, erschien übellaunig zum Frühstück, wenn Benedikte schon lange im Garten arbeitete. Tagsüber verschwand er, man wußte nicht, wohin er ging. Benedikte war zu stolz, ihn zu fragen ober ihm Vorwürfe zu machen. Schließlich muhte er von selbst <3U sich kommen. Ein Mann konnte boch nicht so her- umlungern unb um einer unglücklichen Liebe willen gvnz aus bem Gleichgewicht geraten. „Was hat benn Ihr Vetter?" fragte Jens Petersen eines Tages, als Hans-Hermann grußlos an ihm Dorubergtng. Er stand gerade mit Benedikte im Ge- mufegarten und prüfte die jungen Kohlrabipflan- Zungen. Benedikte wurde verlegen. „Ach, nichts!" „Aber es muß doch etwas sein? Seit einiger Zeit behandelt er mich geradezu unhöflich, ich bin einfach Lust für ihn." Benedikte beugte sich tiefer über die Pflanzen. Sie war sehr rot geworden. „Meinen Sie, daß wir hier noch eine Regenrinne graben sollten?" fragte sie. Der Mann sah sie erstaunt an. Das war boch sonst nicht Benebiktes Art, irgendwelchen Fragen auszu- weichen. Aber vielleicht hatte sie sich selbst über den Vetter geärgert unb mochte nicht davon sprechen. — Benebikte staunte in biesen Wochen immer wieder, wie schnell sich das äußere Bild der Insel verändert hatte. Als sie gekommen war, hatte sie von der Insel einen geschlossenen Eindruck gehabt, die Bewohner gehörten zusammen und paßten auch darauf! Die Sommerhäuschen, die drei großen Hotels, der Landschaft entschieden fremd, standen verschlosien und leer. Alle Menschen, die hier wohnten, rechneten sich mit Blut unb Willen zu bieser herben Landschaft. Allmählich aber mit der fortschreitenden Jahreszeit trat das Dörfliche der Insel zurück. Die Bewohner wurden nur Hintergrund für die in Scharen herbeiströmenden Badegäste. Ein ganz anderes Leben begann nun. Die Hotels hatten ihre Pforten geöffnet, eine Schar Kellner war mit dem Dampfer gekommen. Auf den Terrassen saßen fremde Menschen, die Logierhäuser bewohnten Fremde. Das Gesicht des Eilandes war aüf einmal bestimmt durch alle diese Fremden. Am Strande herrschte ein fröhliches Leben. Die Strandkorbwächter rollten die Strandkörbe heran, die Kinder tummelten sich in selbstgebauten Burgen, Fähnchen flatterten. Mit der wunoersamen Stille hier war es vorüber. Kaufmann Kruse neben der Post dekorierte seine Auslagen plötzlich großstädtisch. Allerlei Dinge, die man sonst hier nicht kaufen konnte, waren plötzlich da. Buden mit Süßigkeiten, Büchern, Schreibpapier taten sich auf. An den Fischerhäusern hingen Schilder: „Zimmer zu vermieten!". Alles stellte sich auf die Fremden ein. „Jetzt kommt die Zeit, in der man sich selbst hier ganz fremd wird!", legte Jens Petersen, als Benedikte mit ihm über diese Veränderung sprach. „Sie mögen es nicht, wenn die Insel so bevölkert wirb?" „3a unb nein — ich gönne unseren Fischern hier wirklich ben sommerlichen Verbleust, benn sie haben es sonst karg genug. Aus der andern Seite sehe ich diesen Betrieb und diesen Lärm nicht sehr gern, es geht boch so viel verloren, bie Besinnlichkeit. Ich weiß nicht, ob Sie bas so verstehen, Fräulein Zeblitz, benn fie kommen boch aus ber Grohstabt." „Vielleicht verstehe ich es barum boppelt gut, Herr Petersen. Sie müssen nicht glauben, baß ich mich irgenbwie überhaupt als Großstädterin fühle. Ich bin noch nirgenbs in meinem Laben so zu Hause gewesen wie hier." Er sah sie warm an: „Das paßt zu Ihnen, und das macht mich so ftoh — freilich — Ihr Detter scheint anderer Meinung zu fein — Benedikte seufzte. Ja, für Hans-Hermann schien der Aufenthalt hier auf Oeoenshoe jetzt erst erträglich zu werden. Jede freie Minute verbrachte er unten am Strande unb hatte schon eine ganze Menge Be- kanntschaften gemacht, wie er ihr erzählte. Besonders schien es ihm ein junges Mädchen angetan zu haben, bas oben auf der „Burg" wohnte. Er dehnte die Badezeiten immer länger und länger aus und verschwand schon vormittags, wenn gerade die meiste Arbeit in Garten und Hof zu tun war. Benedikte legte ihre Badestunden gewöhnlich in die Zeit kurz vor Sonnenuntergang. Dann war Feierabend, bas Dringenbfte im Hause war getan, man konnte Josua getrost bas anbere überlassen. Ein einziges Mal, als Regen drohte, war sie vormittags schnell zum Stranbe hinuntergelaufen. Als sie in ihrem Badeanzug aus ber kleinen Babekabine des Hauses „Enblich allein" trat, sah sie Hans-Her- mann inmitten einer fröhlichen Gesellschaft, bie sie nicht kannte. Sie horte Lachen unb Rufen, sah einen roten Ball burch bie Luft fliegen. Ein giftgrüner Badeanzug, eine giftgrüne Babekappe, barunter ein lächelnbes Mädchengesicht, tauchten immer wieber in Hans-Hermanns Nähe auf. Plötzlich hatte Hans-Hermann sie entbeckt, er winkte ihr. Aber sie tat, als sähe sie es nicht. Sie empfanb ein inneres Wiberstreben, mit fremben Menschen in Berührung zu kommen. In Berlin war sie so vielen Menschen begegnet, im Geschäft, in Mutters Kreisen. Nein, hier brauchte sie keine Menschen. Zuweilen ein fröhliches Gespräch mit ben Kinbern, wenn sie zu Jens Petersen in bie Schule kamen, unb natürlich Jens Petersen! Sie gönnte ja Hans-Hermann wirklich ein bißchen Lebensfreube unb Betrieb; nur, bah er seine Pflichten barüber vernachlässigte, schmerzte sie. Doch war sie $u stolz, um ihm Vorwürfe zu machen. Ein erwachsener Mensch mußte schließlich selbst wisftn, was er zu tun unb zu lassen hatte. (Fortsetzung folgt l) :l Zart (RV. Germania, Gießen), 49,11 Mi- !. Hans Haßler (Germania Gießen), 49,12; 1. Karl nuten; 2. 3241D GLORIA Kleine in Wasser, 5 ö Ein bezaubernder Film 3233A Ardeiks- und £iefetungsoetgeönng Es ist bestimmt 1. ein Vorteil 2. 3. 111111111111111111 O Vorher Beiprogramm und Ufa-Ton-Woche • tDttitntiWitrilS.il (Ein Quell d. Freude für den Naturfreund 3. Heinz Kutt (RV. Anspach), 49,17; 4. Herrn. Jung (RD. Anspach), 49,18; 5. Rich. Hofmann (RV. Niedergirmes), 50,09; 6. Verth. Roll (RV. Nied"rgir- mes), 50,11; 7. Paul Emmerich (RV. Krofdorf), 51; 8. Kurt Schäfer (RV. Niedergirmes), 56,48; 9. Erich Mohr (RV. Niedergirmes), 1.05,45 Std.; 10. Willi kein Opfer ist zu groß für Volk und Führer! Darum zeichne..Dankopfer der Kation“! tieschättsdrucksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäftskarten bei Brühl. Schulstr.7 um ein bezauberndes Kind, das Ihre Herzen im Sturm erobern wird In deutscher Sprache I Jugend hat Zutritt I Beiprogramm und Wochenschau Vornehml Geschmackvoll! PersönlichI Diese wesentlichen Eigenschaften der guten Familien- Drucksache Dletet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Ausführungsarten und Papieren zu mäßigen Preisen Brühl’sche Druckerei, Schulstr. 7, Ruf 2251 Täglich 4, 6 und 8.30 Uhr, Sonntag 3. 5.30 und 8.30 Uhr 3234A Ala Anzeigen - Mtiengesellschast Annahme von Anzeigen tüt alle Leitungen u. Bet ti ehr irren Gietzen, SchulftvaSe 2 Büromöbel in großer Auswahl und sehr preiswert im wGIN/T hartglanzwachs: natürlich vom Fachoptiker MaCJflUS Seltersweg 33/ Kassenlieferant setzen der Randsteine, das Herstellen der Vorprofilierung, Bankette und Gräben. Angebotsvordrucke werden — solange der Vorrat reicht — ab 18. TNai d. 3. auf unserem Amt in Gießen, Hitlerwall 371, abgegeben. Ein zweites Angebot ist gegen Zahlung einer Gebühr erhältlich. Die Bedingungen liegen zur Einsicht offen. Die Angebote sind für jede Strecke getrennt und in einem verschlossenen und mit entsprechender Aufschrift versehenen Umschlag bis zum Eröffnungstermin Dienstag, dem 26. Mai 1936, vormittags 10 Uhr. an unser Amt in Gießen, hitlerwall 371, porto- und spesenfrei einzureichen, woselbst die Oeff- nung in Gegenwart der etwa erschienenen Bewerber erfolgt. Die Zuschlagsfrist beträgt zwei Wochen. Gießen, den 15. Mai 1936. Provinzialdirektion Oberhessen. Tiefbauamt. Bürobedarfshaus Franz Vogt & Co Gießen, Seltersweg 44 Ruf: 2464 Rx aWiet . Ql 'SSit-Jchmeuic \ faulte^ wenn die Hausfrau sofort nach dem Einwachsen blocken kann. Regina* Hartglanzwachs hat auch noch andere Vorzüge; Größtmöglichste Glättefreiheit, erfrischender Tannengeruch. Daher beim nächsten Einkauf nur noch Punkten, dann kam Becker durch eine Fehlentscheidung gegen Reitz (Hersfeld) ins Hintertreffen. Er kämpfte lustlos weiter, legte sich gegen 2B e r f - meister (Wanfried) selbst und kam dadurch auf den 5. Platz. Dreßler wurde durch seine aroße Kraft 3. Sieaer in dieser Klasse. Er besiegte Lehmann (Alsfeld), S o l d a n (Hersfeld) und Landgrebe (Kassel-Immenhausen) entscheidend und unterlag nur gegen die beiden erster Sieger Maus (Alsfeld) und Werkmeister (Wanfried). Im Juqendfedergewicht besiegte Kornmann (Gießen) zunächst Roßbach (Hersfeld) in 5 Minuten und unterlag dann gegen Schmidt (Kassel) und Bacher (Hersfeld) und kam damit auf den 4. Platz. Für Schüler wurde außer dem Ringen ein leichtathletischer Dreikampf durchgeführt. In diesem Dreikampf wurde Hatz (Gießen) 3. Sieger. Gportamt »Kraft durch Sreuöe". Rettungsschwimmen. Am Montag, 25. Mai, beginnt um 18 Uhr in der Müllerschen Badeanstalt ein Vorbereitungskursus zur Erlangung des Grund- und Leistungsscheines der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft. Der sechsstündige Kursus kostet für Mitglieder der DAF. 1,80 Mark, für Nichtmitglieder 3,60 Mark. Anmeldungen an die Geschäftsstelle, Schanzenstraße 18, erbeten. Neuer Schwimmkursus für Anfänger in der Lahn. Am Montag, 25. Mai, beginnt um 18 Uhr in der Müllerschen Badeanstalt ein neuer Schwimmkursus für Anfänger. Der Preis beträgt 30 Pf. für den Uebungsabend. Anmeldung an die Geschäftsstelle, Schanzenstraße 18. Reil-, Fahr- und Springlmmer aus der Reichsnährstands-Ausstellung Für den Ausbau der Landstraße I. Ordnung vom Abzweig Sandlofs bis Hutzdorf und der Ortsdurchfahrt Hutzdorf, km 9,100—9,947, sowie von Schlitz nach Lauterbach, km 23,600—24,000, sollen nachstehende Arbeiten und Lieferungen im öffentlichen Wettbewerb vergeben werden: 3235D Die Lieferung von Pflastersteinen 8/10 und 14/16, Basaltrandsteinen, Basaltschotter, Splitt für FRÜHJAHR und SOMMER jür Kleider\ Blusen und Complets stets preiswert\ stets große Auswahl Seltersweg 71 / gegenüber dem GLORIA ___________________________________________3244A der Jungbäuerinnen und die mutigen Sprünge der jungen Männer. Die Ergebnisse: Preis der Z u ch t v e r b ä n d e: Jagdspringen der Klasse M, Abtlg. A: O st - preußische Pferde: 1. Stall Georgen „Casso" (Temme) 0 Fehler, 50 Sek.; 2.SS.-Reiterab- schnitt 5 „Schorsch" (W. Fegelein) 0 Fehler, 58 Sek.; 3. F. v. Wiluckis „Flieger" (H. v. Wi- lickis) 3 Fehler; 4. Frau Jürgens und W. Spillner „Fortunatus" 4,5 Fehler. B: Hannoversche Pferde: 1. Sturms. Fangmann „Richthofen" (Bef.) 0 Fehler, 49 Sek.; 2. Konsul Seeck „Flinker" (W. Spillner) 0 Fehler 52 Sek.; 3. Hptm. Großkreutz „Harras" 0 Fehler 55 Sek.; 4. Th. Röchling „Korsar" (Bes.) 0 Fehler 57 Sekunden. Eignungsprüfung für Reitpferde: Abteilung A: 1. Fr. Franke „Trojaner" (Bes.); 2. W. Böhringer „Mutius" (F. Maier); 3. Stall Friedrichshof „Cordetz" (Eckhardt); 4. Stallreit- schule Am Stadtwald, Frankfurt „Tatkraft" (Bal- zad) und Stall Rot-Weiß „Pidi" (Fr. Hopf). Abteilung B: SS.-Gruppenfübrer Prützmanns „Taffo" (SS.-Brigadeführer Frhr. von Malsen- Pellikau); 2. Erich Groß „Janus" (Fr. Maier); 3. Ignatz Stiven „Flingard" (Bef.); 4. Dr. L. Konrad „Trifta" (Marotzka). Abtlg. C: 1. Fr. Rita Hanns „Gisela von Laaslich" (Fr. Franke); 2. Stall Friedrichshof „Jolante" (Eckhardt) und Dr. und Sand. Die Lieferung von Pflastersand (Fluhsand) und Zement. Die Ausführung der Pflasterarbeiten, das Der- Emil Kutt (RD. Anspach) im Alleingang. Kutt durchfuhr die 50 Kilometer in der Zeit von 1.28,10 Stunden. 30-km-3ugend-Straßenrennen: Das einige Minuten nach der A-Klaffe gestartete Jugendrennen, an dem sich zehn Fahrer beteiligten, verlief äußerst angeregt. Die Strecke führte von Wetzlar nach D i l l h e i m und zurück. Das Feld, anfangs noch gut zusammen, zerfiel am Werdorfer Stich in kleinere Gruppen. Ebenso wie die alten Fahrer, zeigten die Jugendlichen durch ihre zeitweiligen Spurts schon großes Können. Das Erbebnis: Sommersprossen sä Lionin m. Lloninseife. Pelikan Anotbeke TOüller sefte Badeanstalt ist eröffnet! 'toassertvärme der £afm 18° Celsius ILlICflHITSlPllELIHAIUS Ab heute Montag erleben Sie glückliche Stunden | die Sie nie vergessen werden, b ei den I Aufführungen des neuen Films mit I Shirley-Temple klub 1893 Gießen war mit fünf Jugendlichen beteiligt. Vier davon konnten sich placieren. Im Gewichtheben gab es zunächst gute Leistungen zu sehen. Hier belegte Kornmann (Gießen) im Jugendfedergewicht mit einer Leistung von 260 Pfund im Dreikampf den 3. Platz. Außerdem wurde Becker (Gießen) im Jugendhalbschwergewicht mit einer Leistung von 290 Pfund 5. Sieger. In derselben Klasse wurde D r e ß l e r 6. Sieger. Auch im Ringen wurden gute Leistungen gezeigt. Hier war Becker (Gießen) bestimmt der beste Techniker. Er hatte leider Pech. Beim Abwiegen war er 250 Gramm zu schwer und mußte eine Klasse höher ringen. Trotzdem zeigte er sowohl, wie auch D r e ß l e r , der in derselben Klasse startete, gute Kämpfe. Becker besiegte zunächst S o l d a n (Hersfeld) in 5 Minuten, sodann Maus (Alsfeld), den späteren 1. Sieger nach Der gestrige erste Tag des großen Reit-, Fahr- und Springturniers anläßlich der Reichsnährstands- Ausstellung in Frankfurt brachte bereits vollbesetzte Tribünen. Die sportlichen Leistungen waren hervorragend, obwohl die allergrößten Anforderungen und Spitzenleistungen erst im Laufe der Woche zu erwarten sind. Die ersten Kämpfe des Turniers waren ein Jagdspringen der Klasse M um den Preis der Zuchtoerbandtz, untergeteilt in ostpreußische und hannoversche Pferde. Gleich zu Anfang holte sich der Meisterreiter des deutschen Springsports, SS.- Obersturmführer Temme, einen Sieg, der mit großem Beifall ausgenommen wurde. In den Eig- nungs- und Dressurprüfungen des Nachmittags waren vor allen Dingen die deutsche Meisterin des Sattels Frau Käthe Franke und der Dressurmeisterreiter August Staeck (Berlin) erfolgreich. Bei den Fahrprüfungen gab es zwei schöne Erfolge von Pferden der hessen-nassauischen Zucht, wobei das einemal der Landesstallmeister Dr. Dencker als Lenker den Sieg herausfahren konnte. Alle Gespanne machten einen großen Eindruck auf die begeisterten Zuschauer. Großes Interesse fanden die am ersten Nachmittag gebotenen Schaunummern. Eine schön gerittene, von Standartenführer Wehner einstudierte und kommandierende Reitvorführung der SA.-Reiterstandarte 49 und eine Landen- Quadrille der SS.-Reiter des SS.-Abschnittes Rhein fanden begeisterten Beifall. Außerordentlich gut gefielen auch die Vorführungen der Sportschule des Reichsnährstandes in Neuhaus, vor allem die Tänze Für farbige Böden REGINA-BEIZE Zu haben bei: ieyiv Central-Drogerie Emil Karn; Kreuz-Drogerie Äug. Noll; Kronen-Drog. Gebr. Michel; Löwen-Drog. W.KilbingerNchf. CH. Schleußner „Kadi" (Bes.) ; 4. Stall Georgen „Anneris" (Tenner). Dreßprüfuna für Reitpferde: Fr. 1. Sack- Thorer „Donar" (Stack); 2. Fr. Käthe Franke „Trojaner" (Bef.); 3. A. Broege „Waldkater" (F. Stecken); 4. Gustav Lange, München „Columbus" (Bes.). Fahrprüfung: Eignungsprüfung für Wagenpferde; Zweispänner Kutschwagen: 1. Landesverband der Pferdezüchter Hessen-Nassaus „Halina" und „Wilma" (Dr. Denker); 2. August Frieling und K. Bölling „Moly" und „Mirza" (Johann Siem); 3. H. Dreut und Kredel „Nation" und „Edith". Zweispänner in Wirtschaftswagen: 1. A. Bach und Kr. Herdling (Hessen-Nassau) „Talia" und „Erna". Eignungsprüfung für Wagenpferde, Vierspänner Kutschwagen: 1. Gespann Westfalen „Schalmei", „Schätzchen", „Molly" und „Mirza" (Fahrer Joh. Siem); 2. Gespann Hessen-Nassau Pferdezuchtverband „Halina", „Nation", „Wilma", „Edith" (Dr. Decker); 3. Verband der Züchter oldenburgischer Pferde „Lorenze 4", „Lorenzane", „Loriza" und „Rotkehlchen 4". Zweiter deutscher Autosieg in Nordafrika. Europameister Caracciola gewinnt den Großen Preis von Tunis. Bei mörderischer Hitze wurde am gestrigen Sonntag auf der berühmten Karthago-Rundstrecke in Tunis der 7. Große Preis von Tunis ausgetragen. Wie schon acht Tage zuvor in Tripolis errang die deutsche Industrie und der deutsche Autosport einen ganz großen Sieg. Europameister Rudolf Caracciola gewann das über 381 km führende Rennen auf Mercedes-Benz in 2:22:44,6 Std. mit einem Durchschnitt von 160,324 km ganz überlegen. Erst mit einem Abstand von zwei Runden (25 km) kam der Italiener P i n t a c u d a auf Alfa Romeo als Zweiter durch Ziel, gefolgt von den Franzosen W i m i l l e (Bugatti) und Sommer (Alfa Romeo). Nur diese vier von elf gestarteten Wagen standen das unerhört scharfe Rennen durch. Bemerkenswert ist, daß Caracciola im ganzen Verlauf nicht ein einziges Mal seine deutschen Reifen wechseln mußte. Unter dem Beifall einer riesigen Zuschauermenge nahm der siegreiche Fahrer den Preis aus den Händen des Generalresidenten von Tunis entgegen. Gießener Lugendringer beim Saujugendtag in HerSfeld erfolgreich. Am gestrigen Sonntag wurden in Hersfeld die diesjährigen Jugendmeisterschaften in der Schwerathletik unter großer Beteiligung der Gauvereine durchgeführt. Auch der 1. Kraft- und SportHeute Montag die große Premiere Der von allen Besuchern mit Spannung erwartete Spitzenfilm I DER KURIER Engel (RD. Niedergirmes) hat aufgegeben wegen Reifenschaden. „Der erste Schritt 1936“: Zu diesem Nachwuchsfahren hatten sich elf Radfahrer gemeldet, sämtlich aus der Umgegend von Wetzlar. Bei diesem Rennen hat es sich gezeigt, daß eine Anzahl der Beteiligten schon heute sehr gute Zeiten herausgefahren haben. Die Strecke führte, wie bei den Jugendlichen, von Wetzlar nach D i l l h e i m und zurück. Die fünf besten Fahrer sind bei diesem Auswahlrennen schon ein gut Teil besser gefahren, als die Fahrer der Jugend-Klasse. Das Ergebnis: 1. Karl Stange (Gießen), 47,13 Min.; 2. Ludwig Preis (Gießen), 47,14; 3. Karl Wagner (Gießen), 47,15; 4. Erwin Nicolei (Aßlar), 48,30 ; 5. Otto Weber (Gießen), 48,32 Minuten. — Ferner liefen ein: Ludw. Mebus (Göbelnrod), Ernst Müller (Wie- feck), Heinz Wahl (Gießen), Wolfram Israel (Gießen), Georg Wedel (Gießen), Karl Faust (Gießen). DESZRREN Ein Tobis-Europa-Film, inszeniert von Richard Eichberg Nach dem weltwerühmten Roman von Julius Verne Adolf Wohlbrück Michael Strogoff, der heldenmütige Kurier des Zaren M aria Andergast Nadja, die tapfere Braut des Michael Strogoff Hilde Hildebrand eine .verführerische Agentin des Tataren - Führers Lucie Höflich die heroische, v. Schicksal geschlagene MutterStrogoffs Alexander Golling der ehrgeizige Tatarenführer, ein degradierter Offizier Theo Lingen Mr. Blunt, kaltblütiger Berichterstatter des „Telegraph" Spannung, Sensationen, dramatisches Geschehen/ herrliche Schauspielkunst machen diesen Film zu einem Erlebnis Dusch und Halm von Karl Otto Bartels. 164 Naturaufnahmen aus dem Leben der niederen Tierwelt mit erläuternden Bilduntcr- schriften, Namensan- gab. u. ausführlichem Text (62 Seiten). Mit einem Geleitwort von Profeg. Dr.Deegener, Universität Berlin. Dieser Werk bringt erstaunlich vielseitige und trefflich gelungene Ginzelbuder und Dild- folgen aus dem reichen Leben der zahllosen kleineren Lebewesen. Aus derFreude am Be- obachten ist ein wert- volles naturgeschicht- liches Urkundenbuch geworden, das hervorragend geeignet ist, die Liebe auch zum kleinsten Naturgesche- hen zu erwecken. Gebunden RM. 4,80. Bitte verlangen Sie k o st e n l o » unsere bebild. Werbeblätter! Das Buch ist durch jede Buchhandlung zu beziehen! HugoBermühler Verlag Berlin-Lichterfelde | •srI Stoffe in Wasser, | 5 KH W Meifferschastskämpfe im Handball machung des Herrn Reichsftatthalters in Hessen — Landesregieruna — wird mitgeteilt, daß im Zuge S.4.4pori Leichtatzleilk VsV. Reichsbahn. Am gestrigen Sonntag wurden in Wetzlar- 100 2. 100 Becker, die Gäste verteidigten ujren Dorsprung zäh und verbissen. Große Bezirks-Straßenrennen Am Start: 40 Kahrer des Bezirks Gießen (Gau XII). Weitsprung: 1- Arnold. 3,41 Meter. Kugel st aßen: 1. Arnold, 5,20 Meter. 100 Meter: 1. Arnold, 15,7 Sek. Frankreich gewann das Rugby-Turnier In Berlin wurde am Wochenende das Dierländer- die Strecke Wetzlar —Herborn —Wetzlar gestartet. Bei wunderbarem Wetter konnten die Jugend, -lasse E (Schüler). Meter: 1. Büdenbender. 16,9 6eL; 2. H. 17,3 Sek.; 3. H. Schmidt. 17,7 Sek. Frauen. Kugelstoßen: 1. Schmidt, 8,58 Meter; Mandrella, 7,45 Meter; 3. Sieck 7,39 Meter. Weitsprung: 1. Semmler, 3,85 Meter; Fischer, 3,82 Meter; 3. Mandrella, 3,60 Meter. Hochsprung: 1. Fischer, 1,26 Meter, Der gestrige Fußball-Sonntag Oie Sieger für die Vorschlußrunde. Kritik: Die Gäste hatten ihren besten Mann- schaftsteil in dem Sturm. Eichmann und Bätz waren hier die erfolgreichsten Spieler. Die Läuferreihe und die Verteidigung waren äußerst eifrig. Der Tormann war fangsicher und hat eine gut An- teil an dem Erfolg. Die Blauweißen sind zur Zeit vollständig aus der Fassung gekommen. Der Sturm ?am 2" einer geschlossenen Leistung, und in Zn den beiden übrigen Gruppen standen die Sieger bereits fest. Zn Gruppe 3 beendete der Gruppensieger 1. FC. Nürnberg seine Spiele ohne Niederlage. Er hatte in Augsburg vor 14 000 Zuschauern den Südwestmeister W o r m a t i a Worms, der dem „Club" den einzigen Punkt der Runde abgeknöpft hatte, zu Gast und gewann nur knapp mit 2:1 (1:1). Die Nürnberger stehen mit 11:1 Punkten an der Spitze, Worms hält den zweiten Platz, und auf den letzten Plätzen folgen Zena und Stuttgart mit gleicher Punktzahl. Die Thüringer gewannen ihr letztes Spiel in Weimar vor 6000 Zuschauern gegen die Stuttgarter Kickers mit 2:0 (1:0). Rugbyturnier beendet. Deutschland bot gegen Frankreich eint sehr gute Leistung und unterlag mit 14:19 recht ehrenvoll. Die guten Leistungen der Deutschen wurden dadurch unterstrichen, daß unsere Mannschaft bei der Pause noch 9:8 in Führung lag. Zm Trostspiel zwischen Ztalien und Rumänien sicherten sich die Italiener mit 8:7 (3:7) den dritten Platz. Jugend, -lasse Q 100 Meter: 1. Mootz, 13,2 Sek.; 2. Schmidt 14,1 Sek.; 3. Kreiling 14,3 Sek. Weitsprung: 1. Mootz, 4,90 Meter; 2. Schmidt, 4,28 Meter; 3. Birkenbeul, 4,20 Meter Diskuswerfen: 1. Mootz, 26,85 Meter; 2. Schmidt, 16,60 Meter; 3. Birkenbeul, 16,30 Meter. Kugelstoßen: 1. Mootz, 10,78 Meter; 2. Bir- kenbeul, 8,09 Meter; 3. Schmidt, 7,25 Meter. Jugend, Klaffe D. 100 Meter: 1. Parr, 15,2 Sek.; 2. Kley, 15.5 Sek.; 3. Wied, 15,7 Sek. Weitsprung: 1. Rademacher, 3,90 Meter; 2. Balser, 3,54 Meter; 3 Kley, 3,42 Meter. Kugelstoßen: 1. Falkenhainer, 7,95 Meter; 2. Langsdorf, 7,58 Meter; 3. Parr, 7,08 Meter. 4X100 Meter-Staffel: 1. erste Mannschaft, 66,1 Sek.; 2. zweite Mannschaft, 68,6 Sek. Radfahren bringt auf alle Fälle Den,der es kann, rasch von der Stelle! «ccut pufe, ^/ / * kontinental - Reifen ser xMtiy Am gestrigen Sonntag traten die Leichtathleten des BfB.-R. erstmalia geschlossen in diesem Zahre zu den internen Eröffnungswettkämpsen auf dem DfB.-Waldsportplatz an. Die Wettkampfe wurden auf breiter Grundlage durchgeführt. Gestartet wurde in einer Aktiven-, vier Zugendklassen und in der Frauenklasse. Manche Resultate find nicht befand- ders, wie das bei dem ersten Start nicht anders zu erwarten war. Nachstehend die Ergebnifie: Aktiv- 1 00 M e t e r : 1. Pitzen, 11,8 Sek.; 2. Siegmund, 12 Sek.; 3. Huppert, 12,1 Sekunden. 400 Meter: 1. H. Moll, 58 Sek.; 2. R. Fischer, 58,8 Sekunden. 1000 Meter: 1. Pfaff, 2,55 Minuten. 3000 Meter: 1. Pfaff, 10,17 Minuten. Hochsprung: 1. Pitzen, 1,70 Meter. Diskuswerfen: 1. Luh, 40,20 Meter; 2. Huppert; 3. Pfaff. Kugelstoßen:!. Luh, 14,50 Meter; 2. Pitzen, 11,27 Meter; 3. Pfaff, 8,91 Meter. . 4 mal 100-Meter-Staffel: 1. Mannschaft m 48,4 Sekunden. >gend. Klasse A. 100 Meter: 1. Kley, 11,8 Sek.; 2. Moll, 11,9 Sekunden; 3. Schieferstein. 1000 Meter: 1. Heller, 3,04 Min.; 2. Kröck, 3:05,1 Minuten; 3. Stürmer, 3:05,2 Minuten. 3000 Meter: 1. Stürmer, 10:36,2 Minuten; 2. Krämer, 10:36,8 Minuten; 3. Kröck. Hochsprung: 1. H. Möll und Kley, je 1,64 Meter; 2. Schieferstein, 1,45 Meter. Weitsprung: 1. Kley, 6,20 Meter; 2. Möll, 6,04 Meter; 3. Kröck, 5,20 Meter. Diskuswerfen: 1. Nies; 2. Moll; 3. Kley. Kugelstoßen: 1. Kley, 13,06 Meter; 2. Nies, 12,23 Meter; 3. Möll, 10,53 Meter. 4 X lOOMeter-Staffel: 1. Mannschaft 50,8 Sekunden. Jugend, Klasse B. 1 0 0 Meter: 1. A. Oehler, 12,6 Sek.; 2. Lipp- Hardt, 12,8 Sek.; 3. Mädickes 13 Sek. Hochsprung: 1. Schwartz, 1,54 Meter; 2. L. Oehler, 1,51 Meter; 3. E. Oehler, 1,48 Meter. Weitsprung: 1. Linkmann, 5,05 Meter; 2. Mädicke, 4,60 Meter; 3. A. Oehler, 4,42 Meter. Kugelstoßen: 1. Büdenbender 9,99 Meter; 2. A. Oehler, 9,55 Meter; 3. Linkmann, 9,50 Meter. 4 X 100-Meter-Staffel: 1. Mannschaft 51,6 Sekunden. Meter: 1. Schmidt, 14,7 Sek. 2. Heller, \ .... „ . v._. 15,5 Sek.; 3. Zsob. »Niedergirmes um 9.20 Uhr die Rennfahrer Diskuswerfen: 1. Mandrella, 24,36 Meter; der A-Klasse (14 Teilnehmer) vom Rennleiter auf 2. Fischer, 20,22 Meter; 3. Rau, 18,43 Meter. crri ' ' terer Position plötzlich in einen scharfen Endspurt über, das Feld setzte sofort nach, konnte jedoch Christmann nicht mehr ganz erreichen. Göbel folgte mit einem Abstand von ca 2 bis 3 Meter und ebenso die übrigen Fahrer der Spitzengruppe mit nur einigen Metern Abstand. Die Dur'chschnittsge- schwindigkeit der Sitzengruppe betrug auf dieser Strecke die enorme Leistung von 41,78 Stunden- kilometer. — Leider mußten, um die Bezirksrennen wieder ordnungsgemäß durchzuführen, die Fahrer: Lecke, Wölfersheim und Schacher, Lang-Göns aus dem Rennen genommen werden. Das Ergebnis: 1. P. Christmann, Anspach, 1.06,02 Std.; 2. Walter Göbel (RB. Niedergirmes) 1.06,03 Std.; 3. Heini Preis (Germania Gießen) 1.06,04 Std.; 4. Albert Mebus (RD. Göbelnrod) 1.06,05 Std.; 5. I. Schneider (RB. Niederbrechen) 1.06,06 Std.; 6. R Knöbel (RB. Steinbrücken) 1.16,06 Std.; 7. H- Haag, (RD. Anspach) 1.17,11 Std.; 8. Erwin Nolte (RB. Niedergirmes) 1.17,46 Std.; 9. Gustav Gemmer (RB. Niedergirmes) 1.23,08 Std.; 10. Hans Freitag (RD. Niedergirmes) 1.23,09 Std.; 11. Erich Höbel (RD. Niedergirmes) 1.26,30 Std.; 12. E. Fleischhauer (RD. Anspach). 50-km-Vezirks. Straßenrennen für Altersfahrer: Zn diesem Rennen startete der 48jährige Fahrer Zm Kampf um die Deutsche Fußball- Meisterschaft wurden am gestrigen Sonntag her '"|die Gaugruppenspiele beendet. Sieger der vier fehler hpmorfhnrDeckungs- Gruppen und damit Teilnehmer an der Dorschluß- Hintermannschaft hatte einen runde wurden der deutsche Meister FC. Schalke ungiucrucyen £ag. 04, der Schlesienmeister Vorwärts-Rasen- Schiri Krämer (Rodheim), erstmals mit einer spart G l e i w i tz, der Gewinner des deutschen größeren Aufgabe betraut, zog sich achtbar aus der Vereinspokals, der 1. FC. Nürnberg und der Affäre. Einige Schnitzer find wohl auf Lampenfieber Niederrhein - Gaumeister Fortuna Düsfel- zurückzuführen. darf. In G r u p p e 4 strengte sich der Gruppensieger Fortuna Düsseldorf nochmals an, um möglichst eindrucksvoll die Runde zu beenden. Mit 3:1 (1:0) gegen den Badenmeister Wald Hof gelang dies vor 4000 Zuschauern in Düsseldorf recht aut. Hanau 93 wurde vor 3000 Zuschauern in Köln vom dortigen CfR. mit 1:0 (1:0) geschlagen und muß sich so mit Waldhof in den zweiten Platz teilen. Zn der Vorschlußrunde, die am 7. Ium ausgetragen wird, stehen also Schalke, Gleiwitz, Nürnberg und Düsseldorf. Das dritte Everton-Lehrspiel fand am Samstagabend vor 12 000 Zuschauern im Frankfurter Sportfeld statt. Leider wurden von der deutschen Elf Simetsreiter und Lenz, von den Eng- ländern der ausgezeichnete Geldard verletzt, so daß das Treffen unter nicht ganz normalen Voraussetzungen verlief. Die Enaländer siegten bei recht sihwachen Leistungen der deutschen Mannschaft mit Im Aufstiegskampf zur Gauliga ist eine weitere Entscheidung im Gau Hessen gefallen, wo neben Kewa Wachenbuchen nun auch die Spvg. Niederzwehren im neuen Jahre in der ersten Klasse spielen wird. Zm G a u S ü d w e st wird der SD. Wiesbaden trotz seiner am Sonntag in Saarbrücken erlittenen ersten Nie- Verlage sicher aufsteigen, wer ihn begleitet, steht allerdings noch nicht fest; hier haben noch vier Vereine ziemlich gleiche Aussichten. In Bayern ist auch noch keine Entscheidung gefallen. Zahn Regensburg, 1860 Fürth, Zngolstadt-Ringsee und Post Würzburg haben hier die besten Aussichten. Zn Württemberg ist Union Böckingen noch ohne Verlustpunkt und wohl sicher in der ersten Klasse zu erwarten. Gaisburg und Göppingen haben nach dem heutigen Stand die besten Aussichten, mit Böckingen aufzusteigen. In Baden hat der Auf. stieqskampf erst am Sonntag begonnen. Zm Kampf um den „von T s ch a m m e r - P o • k a l" wurden zahlreiche Spiele der dritten Haupt- runde abgewickelt. Besondere Ueberraschungen gab es dabei nicht. Sofern die Gauligavereine mit Gegnern unterer Klasse gepaart waren, blieben sie meistens siegreich. Nur Bayreuth und der ASV. Nürnberg blieben auf der Strecke. Bayreuth verlor zu Hause gegen Wacker Marktredwitz 4:5, der ASV. Nürnberg wurde in Röthenbach 4:5 besiegt. Gpielvereinigung 1900 Gießen. 1900 I — VfR. Vüdlngen 3:4 (0:2). „Sommerfußball". Dieses Wort kennzeichnet richtig das Spielgeschehen bei dem gestrigen Spiel. Der Verlauf war nicht allzu ereignisreich, als es einer ausführlichen Beschreibung bedarf. Lediglich die Torerfolge waren einige Lichtblicke, und diese seien kurz geschildert. Zn der 20. Minute errangen die Gaste im Anschluß an eine Ecke, die der Linksaußen emschoß, den Führungstreffer. Der zweite Er- folg entsprang einer unglücklichen Ballrückgabe Lipperts, die Schmidt zwar noch erreichen, aber infolge des starken Windes ins eigene Netz lenkte. w Nach der Pause hofften die Platzbesitzer, gegen Den Wind mit einer Umstellung eine Aenderung herbeizuführen, erlebten aber insofern eine lieber- raschung, als es den Gästen Vorbehalten blieb, den dritten Treffer zu erringen. Erst als Schell- Haas nach guter Vorarbeit von Schmelz und Ranft den ersten Gegentreffer erzielen konnte, trat eine Besserung in Den einzelnen Rechen ein. ? ber Platzbesitzer mehrten sich, und in Der 75. Minute war es Schmelz, der den zweiten Erfolg erzielte. Statt des erhofften Ausgleichs, der mehrmals in greifbarer Nähe lag, war es den Gasten vergönnt, auf glückliche Art und Weise auf 4:2 zu erhöhen. Einen Abschlag von Schmidt von Der Strafraumgrenze nahm der Halblinke auf und schlug chn sofort hoch aufs Tor. Schmidt, der das Unglück kommen sah, eilte schnell zurück, doch zu spät, über ihn senkte sich der Ball ins Retz. Ein Xor, wie es bei T-Fällen nur einmal oorkommt. Zehn Minuten vor Schluß war es Schmelz, der auf 3:4 verkürzte. Zum Ausgleich wollte es trotz einigen guten Chancen nicht mehr kommen, denn Falle eines Sieges über Magdeburg nicht mehr Gruppensieger werden können. Hindenburg Minden noch ungeschlagen. Zn Gruppe 3 siegte Hindenburg Minden weiter. Diesmal hatten die Westfalen in Fürth aller- dings schwersten Widerstand der dortigen Spielvgg. zu brechen, ehe sie 6:5 (4:1) gewinnen konnten. Allerdings hatte das Treffen, da Mindens Gruppensieg schon feststand, keine besondere Bedeutung. Altenstadt verteidigte den zweiten Platz durch einen knappen 11:9- (6:6)-Sieg über Obermendig. Rasensport Mülheim vor der Meisterschaft. Zn Gruppe 4 räumte der Niederrheinmeister Rasensport Mülheim ein schweres Hindernis aus dem Wege. Er gewann zu Hause gegen Waldhof mit 9:7 (4:3) und verteidigte damit die Spitze. Aus dem letzten Spiele, das Mülheim zu Hause mit Kassel zusammenführt, benötigen die Rheinländer jetzt noch einen Punkt, der ihnen sicher zufallen wird, zum Gruppensieg. Mil. SV. Darmstadt gewann in Kassel knapp 12:10 (5:3) und wird sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben müssen. Die „letzten Vier" bei den Frauen. Zn der Zwischenrunde der Frauen gab es die erwarteten Siege der Heimmannschaften. Das beste Ergebnis erzielte der deutsche Meister Eimsbüttel mit 14:1 (5:0) gegen den Niedersachsen- meister Germania Leer. Der SC. Charlotten- bürg gewann 7:3 (3:1) über den Pol. SV. Dres- den, der kampflos in die zweite Runde gekommen war. Eintracht Frankfurt siegte verdient, wenn auch zu hoch, mit 5:1 (3:1) über den Magdeburger Frauen-Sportclub und der vierte Teilnehmer der Vorschlußrunde ist der VfR. Mn n n h e i m, der über die Spielvgg. Fürth mit 8:2 (3:1) gewann. der Predigt im Gottesdienste, leidet In Abwesenheit seines erkrankten Sprechers, des Attbürgermeisters Schmidt (Lollar), dem scheidenden Geistlichen, Dekan i. R. G u ß m a n n überreicht wurde. Sie ist in echtem Leder gebunden, trägt ein großes Siegel und hat folgenden Wortlaut: ,^errn Dekan Ludwig Gußmann, Kirchberg. Rach vierzigjähriger Tätigkeit als Prediger und Seelsorger in unserem Kirchspiel scheiden Sie von hier. Die Zeit, in der Sie unter uns Zhr Amt übten, war reich an großen und schicksalsschweren Geschehnissen für unser Volk und damit auch für unsere Gemeinden. Wir danken es Zhnen, daß Sie alles Große und Schwere, das unseren Gemeinden begegnete, als eigenes Erleben empfanden und durch die Predigt des Evangeliums von Zefus Christus feinen göttlichen Sinn uns deuteten Wir danken Zhnen für Ihren treuen und opferfreubi- gen Dienst, den Sie den einzelnen zum Heile und unserem Volke zum Segen unter uns ausrichteten Als Zeichen des Dankes, der Anerkennung und des Gedenkens widmen wir Zhnen diese Urkunde. Kirchberg, am 1. Mai 1936. Der Kirchenvorstand: Stephan, Schmidt, Bingel, Dort II., Bittendorf, Karder, Hofmann, Schäfer, Henkel, Schwarz Reuter, Biehl, Hämmerle. 5' ß. Stephan, Kirchenrechner. F- Metzler, Pfarrassistent." Außerdem wurde vom Kirchenvorstande dem Jubilar em großes Oelbild, die „Kirche in Kirchberg-, gemalt vom Kunstmaler W. Stephan (Gießen), mit olgender einaravierter Widmung überreicht: „Unserem Dekan Ludwig Guhmann, Kirchberg, zur Erinnerung an die 40jäbrige Amtszeit aus Dankbar- inL vom Kirchspiel Kirchberg. 1896 bis ,2m Handball fielen am gestrigen Sonntag weitere 19'6. i wichtige Dorantscheidungen. Bei den Männern wur- n n... g x-z sden in der Militär - TSA. Leipzig und im ld|trratrtt>agen vom D<3ug erfaßt deutschen Meister M i l.. S D. M a g d eb u r g zwei and zertrümmert heuc Gruppenmeister ermittelt, die zusammen mit . m Hindenburg Minden und dem noch ausstehenden Lpd. B i l b e l, 16. Mai. Am Samstag gegen 5.30 Sreaer der Gruppe 4, voraussichtlich Rasensport Uhr ereignete sich an dem Bahnübergangbei Mülheim, die Vorschlußrunde bestreiten werden. Vilbel ein folgenschwerer Unglücksfall. Ein Last- Bei den Frauen fand die Zwischenrunde statt. Alle krafkwagen durchfuhr die geschlossene Schranke! vier Treffen endeten mit den Siegen der als Heim- und wurde von dem Schnellzug erfaßt, der Mannschaften angesetzten Favoriten SC. Char- um diese Zeit die Strecke passierte. Während bas 1011 e n b u r g, Tvbd. Eimsbüttel, Ein- Kraftfahrzeug völlig zertrümmert wurde, kamen tracht Frankfurt und VfR. Mannheim. Schr-7-n ÄL" Oie 6Urd| ei" 2B“nb" mlt H MTSA. Ceipjig Sieger in Gruppe 1. Zn Gruppe 1 hatte die MTSA. Leipzig aus Auflösung Otr Gewerbeschulen ausstehenden Spielen noch einen Punkt zum frricöberfl uni) IRormÄ Gruppensieg benötigt. Die Mannschaft holte sich (jrutupcrg UIW 4vvrmv. ! deren zwei, sie gewann das Spiel beim Schlesien- LPD. Darmstadt, 17. Mai. Durch Sefannt- meifter W (Oppeln) knapp, aber verdient mit 10:8 machung des Herrn Reichs tatthalters in Hessen — (7:2), l*eht so als Gruppensieger fest. Den Landesregierung — wird mitgeteilt, daß im Zuge zweiten Platz behauptete der Berliner SV. 92, der Der Neuorganisation des gewerblichen und tech- 10:9 (6:2) über den Ostpreußenmeister Nischen Unterrichtswesens die Gewerbeschule Hindenburg Brschofsburg, also überraschend knapp, in Friedberg mit Wirkung vom 1. Juli d. I. gewann. a u f g e I ö st wird. Die Gewerbeschule in TUST). Magdeburg wieder dabei. Worms ist bereits mit Wirkung vom 1. Mai 19361 Zn Gruppe 2 ist die erst für den nächsten aufgelöst worden. s Sonntag erwartete Entscheidung bereits gefallen. Der deutsche Meister MSV. Magdeburg gewann zu Hause wie erwartet klar mit 10:2 (7:0) über den KTD. Stettin und verteidigte damit erfolgreich die Spitze. Daß die Magdeburger bereits Gruppen- K finb, wurde in Hannover entschieden, wo Der te Postsportoerein Magdeburgs gefährlichsten Rivalen, den TD. Oberalster Hamburg, mit 11:10 (6:5) bezwang, so daß die Hamburger selbst im AHtbAkUf I In der Gruppe 1 fiel Die EntscheiDung zugun- , propagarwasptel ften Des deutschen Meisters S ch a l k e, der in Dres- OwpjJIwlett — VfD.Gießen 0:5(0:-!). ben vor rund 50 000 Zuschauern Den Sachsenmeister, Polizei-Chemnitz, mit 2:1 (2:0) besiegte. Die „Knap- Durchweg überlegenes Spiel ber mit Ersatz für pen" finD Damit Gruppensieger und Teilnehmer an Leurpaufer I und il, Anthes, Fenster antretenden I der Vorschlußrunde geworden, sie hatten es aber A.^ner. Durch körperliches Spiel hielten die Ober- wohl noch in keinem Jahre so schwer, unter die litorler das Spiel bis kurz vor Halbzeit. Da schoß I „letzten Vier" zu kommen, wie diesmal. Zm zweiten Knautz aus 20 Meter einen Ball unhaltbar ein. — bedeutungslosen — Spiel der Gruppe gewann Nach ber Pause schaffen Hauptfeld (durch wunder» der Berliner SV. 92 knapp mit 3:1 (2:1) in Daren Langfchuh), Szponik, Heß, Szponik noch vier Allenstein vor 3500 Zuschauern gegen den dort bewettere Tore. Der Mittelläufer Knauß war die I heimateten Orstpreußenmeister „Hindenburg", ganze Splelzeit verletzt, was auf die Mannschaft I Schalke und Chemnitz stehen mit je 10:2 Punkten 6 wirkte. Gut waren Balser, Lehrmund und an der Spitze, Schalke hat mit 22:7 gegenüber 19:9 . e , . *Pcr) un& öefonders Heß im Sturm. I Toren der Sachsen das bessere Torverhältnis. Ober-Morlen tpielie verstärkt durch zwei Ligaspieler m ' °°N Bad-Nauheim. Alles in allim hinterließ des Sieger der E r u p p° 2 wurde der Schlesien- BfB bei den vielen Zuschauern durch fein technisches B ° r war Is - R °, en, por t E l °, w , tz Spiel einen herrlichen Eindruck der sich vor 3000 Zuschauern in Setttin mit 3:1 1 (3:1) beim Pommernmeister Diktoria-Stolp Die nötigen Punkte holte. Mit 10:2 Punkten stehen die Schlesier an erster Stelle, Zweiter ist der Niedersachsen-Meister Werder-Bremen mit 8:4 Punkten. Die Bremer gewannen ihren letzten Kampf zu Hause vor 5000 Zuschauern gegen Eimsbüttel mit 2:0 (2:0). I Fahrer eine gute Zeit fahren, und so gingen sie vom 2.1 Start weg gleich auf hohe Fahrt. Schon zwischen lAhlar und Werdorf bildete sich eine Spitzen- 2.1 gruppe von fünf Fahrern, doch die zurückgefallenen Schmidt, 1,24 Meter; 3. Arnold, 1 Meter. I versuchten mehreremale die Spitze wieder zu erreichen, 4X100-Meter-Staffel: 1. erste Mann- was ihnen aber nicht gelang, so daß sie sich durch schast 61,2 Sek.; 2. zweite Mannschaft 65,8 Sek. die eingelegten Spurts mehr und mehr zersplitter- Mädchenklasse. Uen. Die Spitzengruppe, bestehend aus Preis, — - ■ - . ™ ... — 'Mebus, Christ mann, Göbel und Schnei- d e r, lieferten sich auf der ganzen Strecke erbitterte Kämpfe, aber es ließ sich niemand abschütteln. Die stärksten Fahrer Der Spitze waren unumstritten Preis, Göbel und Mebus; Schneider dagegen ließ sich während der ganzen Fahrt mitschleppen, er ging nicht ein einzchesmal in Führung. Ebenso war Chn st mann nicht in der Lage das Feld anzusühren. Ging er einmal zur Führung des Feldes über, so verlangsamte er das Tempo so stark, daß Gefahr bestand, die Abgefallenen könnten wieder zur Spitze aufrücken. Durch diese Fahrweise sahen sich die Favoriten wieder gezwungen, die Führung selbst zu Übernehmen. Etwa 300 Meter vor dem Ziel ging der Fahrer Christmann aus hin-