Donnerstag, 17. Dezember 1956 186. Zahrgang Nr. 295 Erstes Statt s,onif"rttttin 11686 Drum uns Verlag: vrühl'lche Unwerstlätr-Vuch- und Steinöruderet «.Lange In Sietzen. Schrlftlettung and Seschäflrftelle: SchvMraht 7 Lrlchew, < a q Md), aufoei Sonmuqe und .Ttiertag» Beilagen Ote 3Uu|tnerte toienenei ^amthenblättei ()eimat tm Bilh bdiofl» monat$«Beingspret$ Mii 4 Beilagen NM 1.95 Ohne illustrierte . 1.80 Zustellgebühr . 25 Auch bet Ittchterschemen von einzelnen Hummern infolge höherer Gewalt tjernsprechantchtüste unter Sammelnummer 2251 Amchrtti Tüt Drahlnach- richten Anzeiger Gteste« Gietzeim Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Annahme von Anzeigen für Oie Mittagsnummer bis»' .UhroesVormittags Gninvprette für l mm höht für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von 70 mm 'Breite 50Rpf.,PIatzoorschrift nach oorh Vereinbg 25" c mehr. Ermäßigte ®rnnöpretfe: Stellen^, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Eelegenheitsanzei- gen 5 Rpf, Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts» u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Kachln am Goldenen Hom. Aus London kommt die Meldung, daß Bespre - chungen zwischen England und der Türkei ausgenommen worden sind, um die Türkei in das Londoner Flottenabkommen von 1936 Das deutsch-englische Gespräch. Zur 3ReÖe Ribbentrops vor der Anglo-German Fellowship. einzugliedern. Don enalischer Seite wird in dieser Angelegenheit betont, oaß die Verhandlungen auf den Wunsch der Regierung von Ankara zurückzu- sühren seien. Man ist vielleicht geneigt, die Bedeu- deutung dieser Flottenverhandlungen zu unterschätzen, da Kampfkraft und Zahl der türkischen Kriegsschiffe nicht sehr erheblich sind, aber als Teilausschnitt der gesamten seepolitischen Auseinandersetzungen im Mittelmeer sind sie doch sehr wichtig. Die Machtverhältnisse im Mittelländischen Meer sind seit dem Schock des abessinischen Krieges noch immer nicht geklärt. Die beiden Hauptmächte England und Italien haben zwar das Bedürfnis nach einer Stabilisierung, wobei vor allem die italienische Regierung im Interesse einer ungestörten Aufbauarbeit in Ostafrika auf eine friedliche Regelung des Mittelmeer-Problems angewiesen zu sein scheint. Aber die Besprechungen, Die seit vielen Wochen unter der Hand in Rom und London stattsanden und die sich mit der Vorbereitung eines englisch-italienischen Mittelmeer-Abkommens befaßten, sind durch neue Ereignisse immer wieder ins Stocken geraten. Besonders durch die Verschärfungdes spanischen Konflikts droht eine neue Verschiebung der machtpolitischen Verhältnisse im westlichen Mittelmeer, und Frankreich hat sich diese Situation zunutze gemacht, um den Engländern einen Eeneralbeistand für alle Ernstfälle anzubieten, also nicht nur für die Sicherung der festländischen Grenzen sondern auch zur Verteidigung der überseeischen Besitzungen und Stützpunkte. Frankreich erwartet dafür natürlich die Gegengarantie Englands bezüglich der französischen Ueberseev-'rbin- dungen. Mit anderen Worten: Das französische Bündnisangebot — denn um etwas anderes handelt es sich trotz der unklaren und abschwächenden Auslastungen Edens nicht — richtet sich also nicht nur gegen Deutschland, sondern mindestens ebenso sehr gegen Italien und seine Herrschaft im Mittelmeer In diesem weiteren Zusammenhang gesehen, beanspruchen die englisch-türkischen Verhandlungen ein besonderes Interesse. Denn die Türkei stellt nach dem Abkommen von Montreux, das im Sommer dieses Jahres das Reich am Bosporus von allen Entmilitarisierungsbestimmungen befreite und das zugleich der sowjetrussischen Kriegsflotte den Weg ins Mittelmeer öffnete, einen militärpolitischen Faktor von höchstem Rang dar. Die Freundschaft zwischen Moskau und Ankara, das die Entscheidung über die Durchfahrt fremder Kriegsschiffe durch die Dardanellen in der Hand hat trägt im Sinne von Montreux schon jetzt ihre Früchte.' Man denke nur an das Auftauchen sowiet- russischer U-Bootflottillen an der spanischen Mittelmeerküste und an die Folgen die sich aus einer weiteren Zuspitzung der spanischen Krise ergeben könnten. Welche Mittel besitzt nun die Türkei, um ihre Flottenpolitik durchzusetzen, um ihre Rolle als Wächter am Goldenen Horn zu spielen? Das alte Osmanische Reich hatte wegen der riesigen Ausdehnung seines Landgebietes auch eine recht gute Kriegsflotte aufgebaut, aber die Neuzeit brachte dem türkischen Flottenbau schwere Rückschläge. Erst der Weltkrieg hatte wieder ein Autteben der türkischen Flottenpolitik zur Folge. Durch die Erwerbung der deutschen Schiffe „Soeben" und „Breslau" konnte die Türkei eine hervorragende Rolle bei der Verteidigung der Meerengen gegen englische und französische Durchbruchsoersuche spielen. Die ehemalige „Soeben", deren Heimathafen einst Kiel war und die jetzt „Yawus Selim" heißt, ist auch heute noch das Rückgrat der türkischen Flotte-, sie ist gegenwärtig noch immer das mächtigste Kriegsschiff im östlichen Mittelmeer. Durch ihre Wasserverdrängung von 23 000 Tonnen und durch ihre Bewaffnung mit 28-Zentimeter-Artillerie entwickelt sie eine Feuerkraft, der bisher kein anderer Staat im östlichen Mittelmeer etwas Gleichwertiges entgegenzusetzen hat. Nach einer Statistik aus dem vorigen Jahr besitzt die Türkei außerdem noch zwei überalterte leichte Kreuzer, die schon aus dem Jahre 1903 stammen und die zusammen etwa 7000 Tonnen Wasserverdrängung haben, ferner vier moderne und zwei veraltete Zerstörer, fünf neuere 1^-Boote aus den Jahren 1927 bis 1931, außerdem einige Minenleger, Torpedoboote, Kanonenboote, Wachboote, Motorschnellboote, Schulschiife und Jachten die zum großen Teil ebenfalls veraltet sind. Der türkische Kriegsschiffsbestand ist also, im ganzen gesehen, bescheiden zu nennen, auch wenn man annimmt, daß im letzten Jahr einige Schiffe durch Neubauten ersetzt oder verbessert worden sind. Die künftige Richtung des türkischen Flottenbaues ist durch die geographische Lage des Landes bestimmt. Die Türkei hat nur 2400 Kilometer Festlandgrenze, dagegen über ^000 Kilometer Seegrenze. Da nun einerseits die Wirtschaftskraft der Türkei nicht übermäßig stark ist und andererseits der Regierung an einer expansiven Politik nichts liegt, muß die türkische Flottenpolitik vor allem auf eine Verteidigung der langen Seeküste abgestellt sein, sie muß imstande sein, den Angriff fremder Großkampf schiffe abzuwehren, sowie den Transport von feindlichen Landungstruppen zu verhindern. Die Herstellung von schnellen, kleinen Flottenemheiten wird also stets das bevorzugte Ziel des türkischen Flottenbaues sein. Im übrigen übernehmen den Schutz der Küste und der Meerengen Minensperren und Artilleriestellungen in der früher entmilitarisierten Zone. Dazu kommt außerdem der Ausbau der Wenn die Staatsmänner schweigen, weil das Schweigen als eine diplomatische Kunst gilt, obschon es manchmal nur über eine Verlegenheit hinweghilft, so reden die Völker hinüber und herüber In England gibt es eine Vereinigung Anglo- German Fellowsh i p, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die grundsätzlichen und jeweils gegebenen Fragen, die beide Völker angehen, zu prüfen. Das ist ein nützliches Beginnen, zumal das Verhältnis zwischen Deutschland und England zum Teil noch immer unter den Nachwehen des Großen Krieges leidet. Zu diesen Nachwehen gehört auch der Versailler Vertrag, den so, wie er ursprünglich war, heute bestimmt kein englischer Staatsmann mehr unterschreiben würde. Nun hat die Anglo- German Fellowship in London ein Essen veran ml- tet, bei der Engländer von Rang sowie der deutsche Botschafter von Ribbentrop das Wort ergriffen. Wesentlich ist dabei zunächst, das Verhältnis Deutschland - England so zu sehen, wie das gemeinsame Belange erfordern, Belange übrigens, die nicht darauf abgestellt sind, wer den größeren oder geringeren Vorteil davon hat, sondern die nicht nur den beiden Völkern, sondern Europa und der ganzen Menschheit dienen. Es hat einmal eine Zeit gegeben — sie liegt noch gar nicht so fern! — in der England im Kampf gegen den Bolschewismus im Vordertreffen stand. Jeder Engländer kennt Winston Churchill als den Staatsmann, der sich als Minister des Innern verpflichtet fühlte, seiner Partei, den Konservativen, in einem Wahlfeldzug dadurch einen Auftrieb zu geben, daß er einen Brief veröffentlichen ließ, als dessen Verfasser der inzwischen erschossene Bolschewist Sinowjew bezeichnet wurde. In diesem Bries wurden Anweisungen gegeben, um die britische Wehrmacht zu Wasser, zu Lande und in der Luft bolschewistisch zu verseuchen, offenbar deshalb, weil die Komintern damals gerade im Zuge war, in Indien und China die britische Herrschaft oder Vorzugsstellung zu unterwühlen. Damals wurde in London die räterussische Handelsvertretung auf Befehl der englischen Regierung geschlossen und gründlich durchsucht. Es kam zutäge, daß es die Komintern war, die die englischen Bergarbeiter auch finanziell in dem Generalstreik unterstützte, der, hätte er noch länger gedauert, Englands wirtschaftliche Stellung entscheidend geschwächt haben würde. Die Schwächung war auch so groß genug, denn trotz aller Zubußen hat der englische Bergbau damals verlorene Kohlenmärkte nur zum Teil wiedergewinnen können. Immerhin, zu jener Zeit wäre England für einen gemeinsamen Feldzug aegen den Bolschewismus zu haben gewesen, weil für England damals der Bolschewismus der Todfeind Nr. 1 war. Gewiß, die Zeiten ändern sich und wir mit ihnen, was nicht nur ein lateinischer Klassiker zuerst niedergeschrieben hat, sondern was auch seitdem die Erfahrung aller Völker und Zeiten durch die Jahrhunderte gewesen ist. Nur herrscht darüber kein Streit, daß der Bolschewismus eine Gefahr ist, aber es besteht keine Einigkeit darüber, daß es gegen eine gemeinsame und unveränderlich große Gefahr Krtegshäsen, vor allem Smyrnas, das gegenwärtig wieder zum hauptsächlichsten Flottenstützpunkt und zum Schutz der Meerengeneinfahrt ausersehen ist. Alle diese Rüstungsmaßnahmen machen zusammen mit den schnellen Zerstörern und (l-Booten, die im Jnselgewirr des Aegäischen Meeres einen sehr gefährlichen Gegner darstellen, die Türkei zu einer Macht, um deren Freundschaft oder Bundesgenossenschaft es sich wohl zu werben lohnt. Seit die Türkei in Montreux ihre Handlungsfreiheit zurückgewann, ist sie wieder der unbestrittene Wächter am Goldenen Horn. Für die machtpolitische Auseinandersetzung im Mittelmeer ist diese Tatsache von höchster Bedeutung. Ev. Neutrale Beobachter für Alexandrette. Genf, 16. Dez. (DNB.) Der Völkerbundsrat hat den Bericht des schwedischen Außenministers Sandler über die e l n st w e i l i g e n Maßnahmen im französisch-türkischen Streit um Alexandrette und Antiochien bei Stimmenthaltung des türkischen Außenministers angenommen. Danach werden sobald wie möglich drei neutrale Beobachter in das Sandschak Alexandrette entsandt. Frankreich hat sich verpflichtet, sofort nach Ankunft der Beobachter die Truppen- verstärkungen rückgängig zu machen, die vor kurzem im Sandschak Alexandrette vorgenommen wurden Weiter verpflichtet sich Frankreich, die Ratifizierung des französisch-syrischen Vertrages solange a u s z u s e tz e n , bis der Rat sich über eine grundsätzliche Stellungnahme zu der Streitfrage ausgesprochen hat. Die Beobachter, deren Auftrag Ende Januar 1937 abläuft, haben sich lediglich über die Lage zu unterrichten und auf dem Laufenden zu halten, um' gegebenenfalls dem Rat berichten zu können Eine Prüfung des Streitfalles selbst, eine Untersuchung über die jüngsten Vorgänge in Alexandrette und Antiochien sowie überhaupt ein unmittelbares Eingreifen sind ausdrücklich ausgeschlossen. Im übrigen wird davon Kenntnis genommen, daß Frankreich und die Türkei die sachliche Prüfung des Streits auf die Januartagung des Rates verschieben und in K. 'M 1 '* K •' X* >/< ■ ■ K.. 7; •: Wie wir gestern schon ausführlich berichten konnten, veranstaltete zu Ehren des deutschen Botschafters von Ribbentrop die Anglo-German Fellowship im Grosvenor-Hotel unter dem Vorsitz von Lord Mount Temple einen großen Empfang, an dem zahlreiche Persönlichkeiten der Politik und Wirtschaft teilnahmen. Im Mittelpunkt des Abends standen die Ansprachen des früheren englischen Luftfahrtministers Lord Londonderry und des deutschen Botschafters von Ribbentrop, den man hier neben Lord Mount Temple (rechts) und der Herzogin von Wellington sieht. — (Astociated-Preß-M.) keine wechselnde Taktik geben darf. Wenn es englische Auffassung ist, selbst Gewaltverträge durch Verhandlungen abzuändern, so wird diese Auffassung nicht von Moskau geteill, denn Moskau will der europäischen Politik die Formel von der Unteilbarkeit des Friedens aufzwingen. Das geschieht nicht nur mit diplomatischen Mitteln, das geschieht nicht nur durch die bolschewistische Verseuchung des Völkerbundes, es geschieht auch durch die bolschewistische Politik, die unter anberm ihren Ausdruck in der tatsächlichen Abschließung des räterussischen Marktes findet. Daß Räte-Rußland über ein ungeheures Gebiet verfügt, in dem alle möglichen Rohstoffe vorhanden find, trifft zu. Aber gerade weil es die Politik Moskaus ist, durch das Außenhandelsmonopol den russischen Markt abzuschließen, also auch die Rohstoffe, steigert sie auf der anderen Seite die wirtschaftliche Unsicherheit. Gerade diese Taktik Moskaus, die nicht nach Tag und Stunde beurteilt werden darf, sondern über lange Zeiträume hinweggesehen werden muß, hat die Frage nach Kolonien oder allgemein zugänglichen Rohstoffgebieten aufgeworfen und verschärft. Es ift nichts daran zu ändern, daß die durchindustrialisierten Völker Europas Rohstoffe oder die Verfügung über Rohstoffe so notwendig gebrauchen, wie Brot und Fleisch und Gemüse zum Leben. Wird mit diesen Rohstoffen gegeizt, weil nicht alle Industriestaaten Europas gleichzeitig auch über große Kolonialreiche verfügen, so entstehen Spannungen, die zunächst einmal die wirtschaftliche und politische Unruhe steigern müssen. Das ist auch das Ziel der politischen Taktik Moskaus, denn je größer und schärfer die Spannungen zwischen den „kapitalistischen" und „faschistischen" Mächten sind, desto größer ist der Vorteil für den Bolschewismus. Es ist unverkennbar, daß es das Ziel der räterussischen Politik ist, das Rätereich wirtschaftlich und finanziell unabhängig und sich selbst genügsam zu machen, um so die übervölkerten Industrieländer in Europa und Amerika, schließlich auch im Fernen Ollen um die noch verfügbaren Rohstoffe sich gegenseitig Niederkämpfen zu lasten. Dies Ziel steht fest, aber die Mittel, mit denen es erreicht werden soll, wechseln von Zeit zu Zeit, je nachdem die politische Stimmung in den einzelnen Großmächten für oder gegen Moskau um» schlägt. Hier zeigt sich aber auch, welch ungeheure Bedeutung es für die Menschheit hat, daß die übervölkerten Industrieländer in der Lage bleiben, alle Rohstoffe heranzuschaffen oder darüber zu verfügen, die für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung, die für den geistigen und seelischen Fortschritt der Menschheit in irgendeiner Form unentbehrlich sind. Wenn die Anglo-German Fellowll;ip die Aussprache hierüber weiter fortsetzt, so wird, das für beide Völker ein Vortell sein. der Zwischenzett unmittelbar Besprechungen in enger Fühlungnahme mit dem Berichterstatter führen wollen. Der türkische Außenminister begründete seine Stimmenthaltung damit, daß die Entsendung von Beobachtern unzulänglich sei. Die Türkei habe die völlige Neutralisierung des strittigen Gebietes vorgeschlagen, damit die Atmosphäre nicht wieder durch Zwangsmaßnahmen gestört werde. Sie wäre bereit gewesen, auch auf türkischem Gebiet eine Untersuchung zuzulassen. Dieser Vorschlag sei von Frankreich ebenso abgelehnt worden wie der andere, den Beobachterausschuß durch ein französisches und ein türkisches Mitglied zu ergänzen. Bei der jetzigen Regelung seien die Beobachter ganz auf die Auskünfte der örtlichen Behör- d e n angewiesen, die für die Zwischenfälle verantwortlich seien. Die Re'chsbohttt auf den deutschen Strömen. Eine internationale Ueberwachnng überholt und gegenstandslos. Berlin, 16. Dez. (DNB.) Staatssekretär Koenigs vom Reichsverkehrsministerium sprach m Halle über die Ablösung des Reiches von den internationalen Stromkommissionen Die Frage, welches Regime nunmehr auf den deutschen Wasserstraßen gelten solle, beantwortete er mit der Gegenfrage, welches Regime denn auf den anderen Verkehrswegen, wie Eisenbahn, Landstraßen, Reichsautobahnen, Seehäfen. Luftwegen gelte. Er wies nach, daß der zwischenstaatliche Verkehr auf der Schiene, auf den Straßen (Kraftfahrzeugverkehr), in den Seehäfen und m der Luftfahrt durch staatsvertratzliche Vereinbarungen mit den beteiligten Mächten geregelt fei, ohne daß irgendein internationales Ueberwachungskomitee für die Aufrechterhaltung der Freiheit und der Gleichbehandlung in diesen Verkehren eingesetzt worden sei. Die Frage, welches Regime auf den deutschen Wasserstraßen gelten solle, sei nur verständlich aus der hundertjährigen Entwicklung seit dem Wiener Kongreß, welche ein besonderes Völkerrecht für die Binnenwasserstraßen habe entstehen lassen, das aber tatsächlich entbehrlich fei. Man habe übersehen, daß die Binnenschifiahrt im Laufe des vergangenen Jahrhunderts und bis heute durch Eisenbahnen, Kraftfahrzeuge und die Lufttahrt in ihrer Bedeutung zurückgedrängt worden fei, und man habe nicht erkannt, daß der zwischenstaatliche Verkehr auf den anderen Verkehrsmitteln völkerrechtlich geregelt ist, ohne daß besondere internationale Kommissionen notwendig gewesen wären. Das künftige Regime auf den deutschen Wasserstraßen werde bestimmt durch die Erklärung der Reichsregierung, daß die Schiffahrt auf den deutschen Wasserstraßen den Schiffen aller mit dem Deutschen Reich in Frieden lebenden Staaten offen stehe. Der Weg zur Verständigung mit anderen Staaten führt nicht über Diskriminierung und äußeren Zwang. Eine fruchtbare Mitarbeit an dem Ausbau und an der Entwicklung des Verkehrs auf den mitteleuropäischen Strömen ist nur möglich, wenn alle Staaten a l s freie, unabhängige und in ihrer Ehre nicht angetastete Völker dem Fortschritt des Handels und dem Gedanken des Friedens dienen können. (?ven Hedin schreibt ein Buch über das neue Deutschland. Stockholm, 16. Dez. (DNB.) Sven Hedin erklärte, daß er die Absicht habe, über das neue Deutschland ein Buch zu schreiben. Seit dem 1. Oktober habe er in Deutschland geweilt und in dieser Zeit etwa 14 000 Kilometer zurückgelegt, und zwar im Kraftwagen. Er habe von Ostpreußen bis zum Rheinland eine Reihe von Städten, Einrichtungen und Arbeitsplätzen gründlich besichtigt, lieber feine Eindrücke sagt der schwedische Forscher u. a.: „Ich habe ein ftarfes und selbständiges Deutschland geftmden, gleich stark und sich seiner Macht bewußt wie vor 1914, ein neues Land, das mit Optimismus in die Zukunft schaut. Ich habe neue Sachen und neue soziale Einrichtungen kennengelernt. Ich habe den London bereitet eine Vermittlungsakiion vor : Durch Verfügung des Dr. Gärtner sind die stelle Berlin teilt mit: Reichsministers der Justiz Dr. auf- Ver- was eine humane Solidarität zu erbringen. Eine weitere Möglichkeit zur Wahrung der Gerechtigkeit und des Friedens in Spanien sehe die Regierung in der Beschützung Unterlegener nach dem Endsieg. (Eine durch Volksabstimmung zu erreichende Vermittlerrolle hatte die Regierung nur durchführbar, wenn der spanische Konflikt als Kampf zweier Gruppen um die Regierungs- machk betrachtet werde und nicht als Kampf zweier Zivilisationen oder der Zivilisation gegen die Barbarei. Die Regierung hatte auch die Beendigung des Kampfes ohne den endgültigen Sieg einer Partei für unangebracht, da dadurch der Grund zu einem neuen Rebel gelegt werde, das nicht mehr abzuwenden fei. Sie stimmt daher dieser Taktik nicht zu. da schon die Verbreitung einer solchen Idee eine Gefahr für die westliche Zivilisation bedeute. Sie halte den Vermittlungsversuch für gefährlich, da er die Leidenschaften nur noch mehr entfachen mühte. In Anbetracht all dieser Dinge wage es die portugiesische Regierung nicht, diesem Gedanken ihre Zustimmung zu geben, ganz abgesehen von ihrer skeptischen Einstellung dem Wahlverfahren gegenüber, wobei noch zu berücksichtigen wäre, doh eine Zusage einer Straflosigkeit denen gegenüber, die den Terror als politische Waffe gebrauchten, unmöglich sei. Sollte die portugiesische Regierung jedoch zu der lleberzeugung gelangen, datz beide Parteien eine Vermittlung wünschten, werde sie gern mit den übrigen Regierungen die Form der Vermitttungsaktlon prüfen. Arbeitsdienst studiert und bin auf den neuen Autostraßen gefahren und habe ein Deutschland gesehen, wo alle arbeiten zum Wohle des Staates, ein Land, in dem alle Arbeit haben. Das ist dos große Wunder in diesen Zeiten." den Gegner unter großen Verlusten mehrere Kilometer weit zurückwerfen konnten. Der Heeresbericht des Obersten Befehlshabers in Salamanca gibt bekannt, daß die nationalen Truppen, die die von der internationalen Brigade verteidigten Stellungen stürmten und einnehmen konnten, u. a. 3 Maschinengewehre, 5 Maschinenpistolen, 3 Panzerwagen, 2 Ambulanzwagen und mehrere Kleinkaliberkanonen eroberten. Unter den Verlusten, die die Roten erlitten, befanden sich fast ausschließlich sowjetrussische und fran- z ö s i s ch e Söldner. Bei Cerro del Aguila a n der Andalusienfront erlitten die spanischen Kommunisten ebenfalls eine empfindliche Niederlage. Die nationalen Truppen erbeuteten hier über Waldbesitz in größerem Umfange bereits geleistete Leernutzung gesetzlich in der oben angegebenen Höhe zur allgemeinen Grundlage gemacht. Es gibt keine posjzeidiener mehr. Berlin, 16. De§. (DNB.) Der Reichsfüh- rer SS. und Chef der deutschen Polizei wendet ich gegen die Beobachtung, daß in kleinen Ortschaften auch heute noch sogenannte Polizeidiener angestellt seien, die bei Tage Botengänge verrichten müßten und in den Abend- stunoen Pollzeidienst versehen. Auch würden sie mit der Bekanntgabe von amtlichen und stieß es an einen Felsen, durchbrach die Oberfläche, wurde von einem Fischdampfergerammt und blieb dennoch in der Hand der Besatzung, bis auch die Lenzpumpe ausfiel. Das Boot stieß erneut auf Felsen, und diesmal so hart, daß cs schwer leck wurde, das Seitenruder klemmte und die Schrauben standen. Zwei Stunden hatte der Kampf gegen ein widriges Geschick gedauert, als der Kommandant das manövrierunfähige Boot, im freien Wasser und mehrere Meilen vom nächsten englischen Schisf entfernt, an die Oberfläche brachte. Während er mit einigen Leuten alle Vorbereitungen traf, um „U 18" zu versenken, sang die übrige Besatzung an Deck das Deutschlandlied und das Flaggenlied. Beim Herannahen eines Zerstörers brachten die Leute drei Hurras auf ihren Kommandanten aus und sprangen vom sinkenden Boot ins Wasser. Alle wurden gerettet bis auf den Anwärter Missal, der sich wenige Minuten vorher, als die Rohre zum Versenken freigemacht wurden, noch darum gekümmert hatte, ob seine Torpedos auch einwandfrei liefen! Berufstreue bis zum Aeußer- ften! 20 000 Schuß Munition, eine Kanone und ein Maschinengewehr. Die Verluste der Roten beziffern sich auf 4 0 Tote und zahlreiche Gefangene. Bisher 120 rote Flugzeuge abgeschoffen. Salamanca, 17. Dez. (DNB. Funkspruch.) Nach einer Aufstellung des nationalen Truppenkommandos find feit Beginn der Feindseligkeiten in Spanien etwa 120 Flugzeuge der Roten abgeschossen worden. Darunter befinden sich allein 69 französische Flugzeuge verschiedener Marken und 17 englische Flugzeuge. Die übrigen Maschinen sind sowjetrussischen Ursprungs. Der ungarische Innenminister hat Berlin verlassen. Starke Eindrücke vom neuen Deutschland. Berlin, 16. Dez. (DNB.) Nach seinem fast einwöchigen Aufenthalt in Berlin, der eingehenden Besichtigungen und Besprechungen mit führenden Persönlichkeiten des Dritten Reiches gewidmet war, verließ der ungarische Innenminister von Kozma wieder die Reichshauptstadt. Auf dem Anhalter Bahnhof nahmen Reichsminister Dr. Frick und Staatssekretär P f u n d t n e r herzlichen Abschied. Der Minister erklärte einem Vertreter des DNB. u. a.: Der Arbeitsdienst erzielt bei der Fugend Disziplin, Arbeitsfreudigkeit, physische und moralische Kräftigung, er überbrückt soziale Verschiedenheiten und führt die großen Massen zur Mutter Erde zurück. Er ist somit ein neues hervorragendes Instrument der Volkserziehung. Die deutsche Jugend ist um diese Institution zu beneiden. Es war mir auch eine aufrichtige Freude, die Einrichtungen und den Geist der deutschen P o l i - z e i kennenzulernen und unsere Beziehungen auch auf diesem Gebiete zu vertiefen. Die Bestrebungen zur Vereinheitlichung des Gesundheitswesens interessieren mich, da ich mich zu Haus mit einer ähnlichen Lösung dieses Problems beschäftige. Die Vorträge über Gesundheitsschutz, Gesundheitsfürsorge und über Erb- und Rassen- pflege haben mir ein klares Bild über die Fortschritte gegeben, ebenso wie die Vorträge über die Fragen der sozialen Versicherung und der sozialen Fürsorge. Reichsminister Dr. Goebbels gewährte mir liebenswürdigerweise einen Einblick in die großartige Organisation des WHW. Dieses hervorragende sofiale Werk zur Linderung der Not ist der Beweis einer echten lebendigen Volksgemein- schatt. Ich kehre mit der lleberzeugung in meine Heimat zurück, daß meine Reise zur Förderung der deutsch-ungarischen freundschaftlichen Beziehungen beigetragen hat. Oer Untergang von „Ll 18". Der Gesundheitszustand unserer Rekruten. In den „Deutschen Wehrbeiträgen" gibt ein Oberfeldarzt des Reichskriegsministeriurns eine statistische D '.'llung der Musterungsergebnisse für die Geburtsjahrgänge 1913 und 1916, die im guten Sinne eine angenehme Überraschung darstellt. Von je vier Mann waren drei Stellungspflichtige tauglich I oder tauglich II. Ganz erstaunlich ist, daß die Körpergröße gegenüber den Erfahrungen der Vorkriegszeit wesentlich g e st i e g e n ist. In den Jahren 1894 bis 1898 waren von je 100 Stellungspflichtigen 72 v. H. unter 170 Zentimeter und 28 v. H. über 170 Zentimeter groß. Bei den im Jahre 1936 Gemusterten liegen die Derhältnis- zablen bei 55,3 und 44,7 v. H. — also bei einem Jahrgang, der aus dem berühmten Kohlrübenjahr stammt. Es hat sich ferner ergeben, daß durch Vorbeugung noch wesentliche Besserungen zu erzielen seien. Selbstverständlich fällt der Faktor „schlechte Zähne" ins Gewicht, wenn von 100 Lehrlingen 92,5 dringend der Zahnbehandlung bedurften und in diesem jugendlichen Alter schon 13,8 v. H. nur durch künstlichen Zahnersatz normale Kaufähigkeit erlangten. Im Interesse des Wehrdienstes muß es verhindert werden, daß Fuß- schäden durch unsachgemäße Behandlung entstehen, also etwa dadurch, daß ein zartes Kind allzu früh Schühchen mit starrer Sohle erhält oder daß durch Tragen schwerer Lasten und langes Stehen eine Abflachung des Fußgewölbes herbei- geführt wird. In diesem Zusammenhang wird auf die sehr zweckmäßigen und eindeutig klaren Dor- schritten der Reichsjugendführung über die Gepäckbelastung der Jugend Bezug genommen und zur Vermeidung von „Haltungsfehlern" und Verbildung des Brustkorbes angeregt, daß gleichartige Anordnungen auch für die über 14 Jahre alten Jungen erlassen und genau beachtet werden. Genügende Freizeit und ausreichender Schlaf während der Berufsausbildung sind Voraussetzungen für einen künftigen kräftigen Soldaten. ^öck^a me von Testamenten. Berlin, 16. Dez. (DNB.) Die I u st i z p r e s s e- Ein neues Ausbauwerk im Gau Hessen-Aaffau Gauleiter Sprenger weiht das Kreiskrankenhaus Gelnhausen und das Erbhöfedorf Waldrode. Portugal lehnt ab. Oie Lissabonner Regierung hält den Bermittlungsvorschlag für gefährlich. Kampf der Zivilisation gegen die Barbarei. wird nun am Freitagvormittag durch den Gauleiter eingeweiht werden. Im Anschluß an die Einweihung des Jakob- Sprenger-Hauses wird der Gauleiter den Grund- mit der Aufbewahrung von Testamenten betrauten Stellen angewiesen worden, Personen, die vor dem 1. Januar 1924 ein Testament er« richtet haben, aufzufordern, sich wegen e L= roaiger Rücknahme des Testaments bei den zuständigen Stellen zu melden. Diese Maßnahme ist erforderlich, weil die meisten vor 1924 errichteten Testamente durch die Geldentwertung gegen st andslos geworden sind oder dem Willen des Erblassers nicht mehr entsprechen. Durch Rücknahme dieser Testamente können häufig Erbstreitigkeiten und Prozesse vermieden werden. Erfolgt die Rücknahme bis zum 31. Dezember 1 9 3 6, so wird hierfür keine Gebühr berechnet. Viele Personen, die vor dem 1. Januar 1924 ein Testament errichtet und in amtliche Verwahrung gegeben hatten, haben seither ihre Wohnung oder ihren Wohnort gewechselt und werden daher gebeten, in ihrem eigenen Interesse ihre jetzige Anschrift dem zuständigen Amtsgericht mitzuteilen, bei dem das Testament hinterlegt ist, sofern ihnen vom Gericht bisher noch keine entsprechende Benachrichti- gung zugegangen ist. Verstärkung des Holzeinschlages. Berlin, 16. Dez. (DNB.) Reichsforstmeister Göring hat angeordnet, daß m allen Waldungen, also außer in den Staatswaldungen, auch in den Kommunalwaldungen und im Privatwald in der Zeit vom 1. Oktober 1936 bis 30. September 1937 150 v H des betriebsplanmäßigen Satzes eingeschlagen werden. In Wäldern ohne einen auf einem Betriebswert beruhenden Abnutzungssatz sind 150 v. H. des jährlichen Durchschnitts der letzten zehn Jahre zm nutzen Waldbesitz unter 50 H e k- t a r wird von den Bestimmungen nicht betroffen. Ausnahmen können die Landesforstverwaltun- gen zulassen. Mit dieser Verordnung wird die Möglichkeit geschafien, den gesamten deutschen Waldbesitz ohne Ausnahme zur verstärkten Holzbedarfsdeckung heranzuziehen und die setther von nichtstaatlichem Trotzdem gelang es tatsächlich, getaucht zwischen Felseninseln und Riffen hindurch, bis in die Bucht oorzudringen. Dort lag aber zur größten Enttäuschung außer ein paar Zerstörern fein Kriegs- schiff: die große Flotte war in der Nacht vorher zu einer Unternehmung in die Nordsee ausgelaufen! Es blieb nichts übrig, als kehrtzumachen. Beim Drehen mußte das Seerohr länger gezeigt werden; es wurde von feindlichen Bewachern gesichtet, die nun sofort die Jagd begannen. Wegen des schwierigen Fahrwassers mußte das Boot gelegentlich das Seerohr zeigen und wurde hierbei nach einer Stunde von einem Zerstörer gerammt. Das Seerohr wurde unbrauchbar, Reserve war vorhanden, das Boot selbst blieb klar und wäre zweifellos entkommen, wenn nicht IV- Stunden nach dem Kehrtmachen, kurz vor Erreichen des tiefen Wassers, dieTiefenruder- maschine ausgefallen wäre und das Handruder geklemmt hätte. Dank der musterhaften Zu- fammenarbeit der Besatzung gelang es, das Boot auf Tiefe zu halten. Bei einer Tiefenschwankung Am 20. November 1936 ist das Unterseeboot „U 18" in der Lübecker Bucht gesunken. Dazu veröffentlicht das Deutsche Nachrichtenbüro — gleichzeitig in Erinnerung an den Untergang des ersten „U 18" während des Krieges — folgende Darstellung: In ruhiger Selbstverständlichkeit sind die U-Bootsleute vom Grabe ihrer Kameraden von „U 18" wieder an die Arbeit gegangen, um die Waffe, die ihnen der Führer schenkte, zum Schutze des Reiches auf höchste Kampfkraft zu bringen. In die Trauer um die Gebliebenen mischt sich stolz bei dem Gedanken, daß das neue „U 18" sich in schwierigster Lage des alten „U 18" würdig gezeigt hat. Vor 22 Jahren, am 23. November 1914, versuchte das erste „U 18" unter Kapitänleutnant von Hennig, in die Bucht von Scapa Flow, den Hauptstützpunkt der englischen Flotte, einzu- dringen. Starke Bewachung, enges Fahrwasser, Felsenriffe boten eine Fülle von Schwierigkeiten. Am 20. November 1936 übte das neue U 18 in der Lübecker Bucht An« griffe gegen ein kriegsmäßig durch Torpedoboote gesichertes Zielschiff. Es lief eine ziemlich starke Dünung, und durch das Zusammentreffen unglücklicher Umstände, die nicht vorauszusehen waren, geriet das Boot unmittelbar vor dem Bug von „T 156" zu dicht unter die Wasseroberfläche. Ob- aleich auf beiden Fahrzeugen sofort die richtigen Maßnahmen getroffen wurden, gelang es nicht, den Zusammenstoß zu vermeiden. „11 18" erhielt durch Öen scharfen Bug des Torpedobootes hinter dem Turm ein großes Leck im Druckkörper, durch das Mengen von Wasser hineinströmten. Die Besatzung führte ruhig die sachgemäßen Befehle des Kommandanten aus, der das Boot wieder an die Oberfläche zu bringen versuchte. Das gelang nicht, da kurz vor dem Zusammenstoß Schnelltauchen eingeleitet war und das Boot durch das eindringende Wasser immer schwerer wurde. Der Kommandant befahl nun, Tauchre11er anzulegen, das sind Sauerstoffapparate, die das Aufsteigen unter Wasser ermöglichen sollen. Nicht alte Leute fanden die ihren, da sie von dem unter immer stärkerem Druck einbrechenden Wasser weg- geschwemmt wurden und das Licht ausfiel. In die- str schwierigen Lage halfen sich mehrere Leute gegenseitig, die Apparate zu finden und anzulegen, und der Maschinistenmaat Peitsch gab seinen Tauchretter einem jünaeren Kameraden! Das Boot hatte inzwischen in 20 Meter Wasser d e n Grund erreicht, der starke Druck von zwei Atmosphären und zischende Geräusche machten die Verständigung sehr schwer. In Zentrale und Turm hatten sich eine Gruppe Leute gesammelt, einige davon ohne Tauchretter. Da das Wasser weiter stieg, wurde nach kurzer Beratung das T u r m« l u k geöffnet, und mit der ausströmenden Luft gelangten diese Leute an die Oberfläche, darunter auch der Maschinistenmaat Peitsch. Der Wachoffizier wartete, vollkommen unter Wasser stehend, m der Zentrale auf einen anderen Mann, ließ ihn vor stch die Leiter hinaufgehen und folgte, als er sich davon überzeugt hatte, daß niemand mehr In der Nahe war. Das Boot lag mit dem Bug etwas höher, und eine andere Gruppe von Leuten hatte sich i m Bugraum, wohin sich Luft gefangen hatte, zusammen gefunden, beriet sich dort, und gelangte auch richtig an die Oberfläche, wo sie, wie ihre Kameraden vor ihnen, von den Rettungsbooten des Ziel« London, 17. Dez. (DNB. Funkspruch.) Im Einvernehmen mit der französischen Regierung werden im Foreign Office praktische Vorschläge für eine Derrnittlungsaktion in Spanien ausgearbeitet. Nach ihrer Fertigstellung sollen sie den wichtigsten interessierten Mächten zur Stellungnahme vorgelegt werden. Falls eine Einigung zustande kommt, so wird wie „Morning Post" meldet, der nächste Schritt eine Fühlungnahme mit den beiden kriegführenden Parteien in Spanien sein, die aufgefordert werden sollen, zur Vorbereitung von Friedensverhandlungen einen Waffen st ilt st and abzuschliehen. Vorläufig sei es noch unbekannt, auf welcher Grundlage Friedensverhandlungen geführt werden sollen, doch glaube man, daß der Gedanke einer Volksabstimmung keine große Unter st ühung finde. Wahrscheinlicher sei der Vorschlag, daß jede der beiden Parteien das von ihr bei der Linstel- lung der Feinseligkeiken besetzte Gebiet behalten solle. Das Blakt hält es jedoch keinesfalls für sicher, daß die beiden kriegführenden Parteien in Spanien einer Vermittlungsaktton z u st i m m e n werden. 3m Weigerungsfälle würden die britische und die französische Regierung ihre ganze Aufmerksamkeit auf eine einwandfreie Durchführung eines Richteinmischungsabkommens richten. Wie Reuter schreibt, ist man in London der Ansicht, daß die Antworten auf die französisch-englischen Vermittlungsoorschläge hinsichtlich einer Beendigung des spanischen Bürgerkrieges praktisch einer grundsätzlichen Annahme gleich- kämen. Auf den Vorschlag des Nichteinmischungsausschusses, neutrale Beobachter an spanischen Einfuhrplätzen zur Kontrolle der Einfuhr von Waffen und Munition einzusetzen, liegt in London bisher weder eine Antwort der spanischen National- Regierung noch der roten Machthaber vor. Wichtige Höhen bei Madrid von den MionaWen erobert. Lissabon, 17. Dez. (DNB. Funkspr.) General Oueipo de Llano erklärte, daß die Lage in Barcelona und Valencia täglich hoffnungsloser werde. In Barcelona sei es bereits zu Strajenkämpfen gekommen, die eine große Zahl von Toten und Verwundeten zur Folge hatten. Der Generals erklärte, daß die Nationalisten jetzt auch die Höhen von Boadilla del Monte erobert hätten. Dabei seien zwei Panzer - w a gen erbeutet worden. Die Bolschewisten hätten 82 Tote auf dem Kampfplatz zurückgelassen. Auch an der Südfront hätten die nationalen Truppen neue Erfolge zu verzeichnen, da sie Lissabon, 16. Dez. (DNB.) Das portugiesische Außenministerium hat seine Antwortnote auf die englisch-französischen Vorschläge bekanntgegeben. In ihr heißt es u. a., daß die Regierung auf Grund der geographischen Lage Portugals und möglicher innerpolitischer Auswirkungen der spanischen Wirren bereits am 21. August Vorbehalte wegen ihrer äußeren und inneren Sicherheit machte. Die Anwerbung von Freiwilligen und Sammlungen zur Unterstützung seien trotz Vorschlägen, die dies vermeiden wollten, Tatsache geworden. Die Erneuerung solcher Vorschläge unter den gleichen Bedingungen sei von vornherein zur Erfolalosigkeit verurteilt. Die Anwerbung von Freiwilligen sei das Ergebnis von Aeußerungen verantwortlicher Männer einiger Länder, die offensichtlich Partei nehmen und dadurch natürlich die Gegnerschaft von Staaten anderer politischer Anschauung Hervorrufen. Portugal lehnt es a b, weitere Maßnahmen zu ergreifen als die, die es auf Grund feines Beitritts zum Nichteinmischungsaufschuß bereits durchgeführt hat, solange nicht andere Staaten ebenfalls sich zu neuen Maßnahmen entschließen. Die Antwortnote besagt weiter, daß in Portugal keine Waffen hergestellt würden und daß das Land wegen der Bedrohung durch den internationalen Kommunismus gar nicht in der Lage sei, Waffen abzugeben. Die Regierung sei bereit, ihre Mitarbeit der Kommission zu- zusaqen, müsse jedoch fremde Einmischung in innere Maßnahmen ablehnen. Auf die Vermittlungsoorschläge eingehend betonte die Regierung, man müsse zwischen den Gefühlen wahrer Menschlichkeit und sogenannter „Humanitätsduselei" unterscheiden, die Härten geaen Verbrecher vermeidet und Rechtschaffene den Angriffen des Untermenschentums aussetzt. In der Hilfe für d i e Zivilbevölkerung sieht die portugiesische Regierung eine große Möglichkeit, den Beweis für nichtamtlichen Nachrichten durch sogenanntes Slug« schellen beauftragt. Der Chef der deutschen Polizei verbietet, daß Beamte der Ordnungspoli- zei für derartige Aufgaben herangezog?,, werden, und daß andere mit diesen Aufgaben betraute Personen als Polizeidiener bezeichnet und durch Tragen einer Uniform als Angehörige der Polizei kenntlich gemacht werden. Da, wo die Gemeinde- polizeibeamten nicht im Polizeivollzugsdienst voll- beschäftigt werden, sei die übrige Dienstzeit durch eine vermehrte Ausbildung auszufüllen. Auch fei durch Aufgaben polizeirechtlicher und -taktischer Art für eine fachliche Fortbildung Sorge zu tragen. stein zu dem in der Nähe von Gelnhausen bei Großenhausen entstehenden Erbhöfedorf Waldrode legen. Auf einem Gebiet, durch das schon zu Zeiten unserer Vorfahren eine uralte Handelsstraße von Westen nach Osten zog, wird genau so wie in Riedrode ein Erbhöfedorf erstehen, das vorerst 12 Erbhöfe von 40 bis 50 Morgen Land umfassen wird. U e b e r 6 00 Morgen Wald werden in fruchtbares Ackerland verwandelt, auf dem deutsche Bauern ihr Brot ernten werden. Die Gehöfte, von denen je sechs sich an der Dorfstraße einander gegenüber liegen werden, werden so geräumig gehalten sein, daß ein geordneter landwirtschaftlicher Betrieb gewährleistet ist. Eine Wohnküche sowie drei Zimmer im Erdgeschoß und zwei Zimmer und eine Kammer im Dachgeschoß werden im Haufe selbst Plc^ genug auch für eine große Familie bieten. Eine geräumige und Stallung sowie eine Holz- und Wagenhalle und die hat, | Dungstätte vervollständigen das Gehöft. NSG. Im Kreis Gelnhausen war als einziges Krankenhaus das Städtische Krankenhaus in Gelnhausen vorhanden, das schon während der letzten Jahre in keiner Hinsicht mehr den Anforderungen aewachsen war, die unter Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse des Kreises an ein Derartiges Institut heute gestellt werden müssen. Auch Der Kreis, der das Haus von der Stadt übernahm, konnte in dem alten Bau keine Veränderungen mehr durchführen. Aus diesem Grunde wurde Der Bau eines neuen Kreiskrankenhauses — im früheren Kurpark — in Angriff genommen. Arn 1. Februar dieses Jahres wurde mit den Ausschachtungsarbeiten und am 1. März bereits mit dem Bau selbst begonnen. Nun ist der Bau so weit vorgeschritten, daß die Einweihung erfolgen kann. Der Neubau enthält alle Rä"mlichkeiten, die erforderlich sind um hundert Kranke, die ~ maltung, das Schwesternpersonal und alles, zu einem modernen Krankenhaus gehört,__, nehmen zu können. Die (Einrichtung wurde nach Öen neuesten Erfahrungen beschafft. Das neue Krankenhaus, Dessen Patenschaft Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger übernommen der Aufopferung für fehl« Kameraden den zum Aus aller Welt wanderte, ist eigentlich licl;. Denn die Tatsach« nur der Name verwunder- eihnachtsbücher für Kinder versucht, den zwei Frei- Ge- den zur Monaten ihre Garnisonen beziehen und aus willigen der Infanterie gebildet sein. Eine jüdische Gaunerbande unschädlich gemacht. An Isidor Sonderling, der in Wien wegen zahlreicher Betrügereien in das Gefängnis Tatsache, daß der Ostjude Betrüae- reien in Höhe von fast einer Million Schilling be- setzen, ohne daß man im Gelände feindlichen Widerstand zu überwinden habe. Die Luftinfanterie werde mit automatischen und mit Tankabwehrwaffen ausgerüstet sein. Sie könne entweder auf einem günstigen Gelände landen, am Fallschirm niedergehen oder auf beiderlei Art landen. Bisher seien zwei Gruppen Luftinfan- bält. Weiter empfing der Führer den deutschen sandten in Athen, Prinz Erbach, sowie Deutschen Gesandten in Oslo, Dr. Sah m, Meldung. Da die Universität Marburg durch den Professoren- und Studentenaustausch in geistigen Verkehr mit der Wissenschaft Finnlands getreten ist, hat die Philosophische Fakultät den 75. Geburtstag des Staatspräsidenten von Finnland, Svinhuf- v u d, zum Anlaß genommen, dem Staatsvräsiden- ten die Würde eines Doktors der Philosophie ehrenhalber zu verleihen. ♦ Der Leiter des Deutschen Handwerks, Paul Walter, hat einen Beirat des Deutschen Handwerks gebildet, dessen Aufgabe es ist, den Leiter bei entscheidenden Maßnahmen zu beraten. Der Beirat besteht aus fünf handwerklichen De- triebsführern, fünf im Handwerk tätigen Gefolg- Der Immunitätsausschuß des tschechoslowakischen Abgeordnetenhauses hat beschlossen, fünf Abgeordnete der Sudetendeutschen Partei wegen UÜbertretung des Gesetzes zum Schutze der Republik den Strafverfolgungsbehörden auszuliefern. Wegen Ehrenbeleidigung wurden ferner die sudetendeutschen Abgeordneten Dr. Neuwirth und Franke den Strafverfolgungsbehörden ausgeliefert. Di« vereinigte Bundesversammlung der schweizerischen Eidgenossenschaft hat mit 157 von 173 Stimmen zum Bundespräsidenten für das Jahr 1937 den Leiter des politischen Departements Bundesrat Giuseppe Motta gewählt. Zum Vizepräsidenten des Bundesrates wurde der Chef des Justizdepartements Bundesrat Johannes Baumann gewählt. gangen hat, reiht sich nur den zahlreichen Vergehen Mischer Schieber an, die in der letzten Zeit auf» gedeckt werden konnten. Ein Konsortium von Börsenschiebern, deren Teilhaber fast durchweg Stammesgenofsen Sonderlings sind, wurde nach monatelangen Verhandlungen mit exemplarischen Strafen belegt. Der „Leiter" der Gaunerbande, die ihre Kunden betrogen hatte, wurde zu sieben Jahren schwerenKerkers verurteilt. Sieben Mitangeklagte erhielten Kerkerstrafen von drei Monaten bis zu zweieinhalb Jahren. Riesige Unterschlagungen eines japanischen Beamten. In der Provinz Saitama hat es der Leiter der Rechnungsabteilung des Oberpräsidiums in Urawa, nördlich von Tokio, verstanden, durch raffinierte Fälschungen in den letzten sieben Jahren über eine Million Pen z u veruntreuen. Das Geld gab er in Teehäusern aus und verlor es durch waghalsige Spekulationen an der Börse. Seine Verhaftung erfolgte in dem Augenblick, als er sich in liebenswürdiger Gesellschaft in einem Techaus befand. Als Mittäter wurde der Bürgermeister von Koschigaya verhaftet, der städtische Bankkredite in Höhe von 120 000 Pen für s i ch verbraucht haben soll. Schiffsunglück und Feuersbrunst fordern zahlreiche Todesopfer in Aegypten. Zwei Katastrophen, denen zahlreiche Menschenleben zum Opfer fielen, ereigneten sich in terie vorgesehen, die eine in Reims, die andere in A l g i e'r. Sie würden wahrscheinlich in Griechenland in der Abwehr des Bolschewismus Kommunistische Verschwörung aufgedeckt. Der Führer beim WHW.-Konzert der GG.und HI. Stürmische Huldigungen in der überfüllten Oeutschlandhalle. ütttitmbe* ausgenommen wurde. Die Verluste entstanden hauptsächlich im Maschinenraum, der sich am schnellsten füllte und in dem sich keine Luft hielt, da sie Kirch das Leck ausströmte. Die acht Gefallenen sind hier auf ihren Posten einen schnellen Seemannstod gestorben. Beim Bergen des Bootes wurde festgestellt, daß der Obermaschinist C z y g a n sich nicht um seinen Tauchretter bemüht, sondern versucht hatte, mit feinem Leibe das Leck auszuhalten! Die Gewalt des einströmenden Wassers war zu groß, und so fand er in — Das große Buch der Natur. Mit 500 Bildern im Text und mit 48 Tiefdrucktafeln. Seinen 6,50 Mark. Franckhsche Verlagshandlung, Stuttgart. — (511) — Alles, was es in der Natur zu sehen und zu erleben gibt, spiegelt sich wider in diesem prächtigen Werk. Von Blumen und Tieren, von der Heimat und fremden Ländern, von den Kräften der Erde, von Mond und Sternen erzählt dieses Buch in anregenden, fesselnden Berichten mit 500 Bildern im Text und auf 48 wunderschönen Tiefdrucktafeln, die Beispiele herrlichster Naturphotographie, sind. Allen, die Natur und Heimat lieben, wird dieses Werk eine schier unerschöpfliche Quelle der Unterhaltung und Bildung sein. Das große Buch der Natur ist ein rechtes Hausbuch für jede Familie. Pflanzen- und Tierkunde, Geologie, Astronomie und Meteorologie, Chemie, Physik, Länder- und Völkerkunde, Kulturgeschichte sind in diesem Werk berücksichtigt; Erzählungen, anschauliche Schilderungen, Forschungsberichte, Ausgaben und Beobachtungen, praktische Ratschläge für Blumen-, Tier- und Gartenpflege sind hier zu finden: Man wird es immer wieder zur Hand nehmen. — Quax der Bruchpilot. — Von Hermann Grote. Mit Zeichnungen von Rudolf Seeger. Leinen 3,20 Mark. Franckhsche Verlagshandlung, Stuttgart. — (506) — Ein toller Kerl ist dieser Quax! Er macht zwar mit der „Emma" Bruch und ist auch sonst ziemlich übermütig. Es ist eigentlich ein Wunder, Daß seine vielen dummen Streiche immer noch so glatt abgehen. Aber zum Schluß wird der Draufgänger doch besonnen und überlegt und ein tüchtiger Flieger. Was er an heiteren und auch gefährlichen Begebenheiten in der Fliegerschule erlebt, ist in diesem ganz reizend ausgestatte- teten Buch gesammelt und mit treffsicheren und luftigen Zeichnungen des Wetterfliegers Rudolf Seeger versehen. — Glückskäferchen reist um die Welt. Ein abenteuerliches Märchen von Tieren und Blumen von Ilse Prüfer. Mit vielen Bildern von Fritz Baumgarten. Kräftig gebunden 2,60 Mark. A. Anton & Co., Leipzig. — (519) — Einem kleinen Marienkäserchen ist es zu langweilig zu Hause; es träumt davon, wie schön es wäre, sich die weite Welt anzusehen, das Leben kennenzulernen, Abenteuer zu erleben und Heldentaten zu vollbringen. Auf dieser Reise lernte Glücks- käferchen das Leben mit seinen Licht- und Schattenseiten kennen, schließt Freundschaft mit dem Junikäfer Firilei, wird von ihm aus dem Netze einer großen Spinne befreit, tritt mit Firilei als Akrobat in einer Tier-Wanderzirkus auf, reift dann allein nach Amerika und Afrika, wo es den Bau der Termiten kennenlernt. Da es Sehnsucht nach Hause bekommen hat, fliegt es wieder heim, sucht sich eine Marienkäferchenfrau und lebt dort fortan glücklich und zufrieden. Das schlichte, für das erste jungen Generation „Ein junges Volk steht aus . Das Bekenntnis zu Vaterland und Freiheit, wie es in den Liedern „Deutschland, heiliges Wort" und „Nur der Freiheit gehört unser Leben" zum Aus- druck kam, zählte zu den schönsten Eindrücken dieses festlichen Abends. Mit langanhaltendem Jubel dankten die Tausende der Jugend. Im dritten Teil des Konzertes spielte das Musikkorps der Leibstandarte SS. „Adolf Hitler", verstärkt durch die Musikzüge der Verfügungstruppen „Oranienburg" und „Adlershof" sowie Bläser der Hochschule für Musik, in einer Gesamtbesetzung von über 300 Mann' unter Leibstandartenobermusikmeister Müller-John historische Märsche aus sechs Jahrhunderten. Mit lautem Jubel nahmen die Tausende die bekannten Armeemärsche und im Anschluß daran die nationalsozialistischen Kampflieder auf. Als das Riesenorchester den Badenweiler Marsch und das Kampflied „Durch Groß- Berlin marschieren wir" intonierte, da brausten minutenlange Heilrufe auf den Führer und Beifallskundgebungen durch die Halle. Auch die neueste Komposition des bekannten deutschen Armeemusikers Professor Schumann, der Marsch „Der Blom- berger", der bei dieser Gelegenheit uraufgeführt wurde, fand lebhaften Beifall. Den erhebenden Ab- chluß des Konzertes bildete der Große Zap- enstreich, zu dem das Musikkorps der Leib- tanbarte nach einer kurzen Pause im Stahlhelm wieder einmarschierte. Ergriffen erhoben sich die Tausende bei den Klängen des Niederländischen Dankgebetes, dessen mächtiger Schlußakkord „Herr, mach uns frei" überleitete zu den Nationalhymnen des Dritten Reiches. Minutenlang dankten die Tausende den braven Musikern für ihre großartige Leistung und immer wieder jubelten sie dem Führer zu, der diese festliche Stunde in ihrer Mitte miterlebt hat. Aegypten. Bei Abu Kerkas in Oberägypten kenterte auf dem Nil ein mit 200 Männern, Frauen und Kindern besetztes Segelboot und sank; hierbei ertranken 20 Personen. — Der Schauplatz des anderen Unglücks war Kafr-Shonbac, wo eine gewaltige Feuersbrunst etwa 200 Häuser em- äscherte. Auch bei dieser Gelegenheit verloren zahlreiche Dorfbewohner ihr Leben. Genaue Ziffern liegen jedoch nicht vor. 16 brasilianische Bergarbeiter ertrunken. Infolge einer durch Wolkenbrüche hervorgerufenen Ueberschwemmung ersoff im Bergwerksgebiet des brasilianischen Staates Minas Geraes die Goldmine Passagem in der Nähe der Stadt £)uro Preto. Sechzehn Bergarbeiter ertranken. Bisher konnten nur zwei Leichen geborgen werden. Einrichtung eines ständigen amerikanischen transatlantischen Luftschiffdienstes. Unter dem Vorsitz des stellvertretenden Handelsministers Monroe Johnson fand im amerikanischen Handelsministerium eine Besprechung statt, in der Pläne über die Einrichtung eines regelmäßigen transatlantischen Luftschiff- d i e n st e s besprochen wurden, die ^dem Kongreß unterbreitet werden sollen. Die Pläne sehen für den Bau und den Betrieb von Luftschiffen eine Unterstützung durch die Regierung in gleicher Weise vor, wie sie jetzt für die Handelsflotte gewährt wird. Der Besprechung wohnten auch die Marine- sachverständigen Commander Rosendahl und Commander F u l t o n bei. Einige Kreise haben vorgeschlagen, daß bis zur Fertigstellung des amerikanischen Luftschiffes der Dienst mit Hitte eines gekauften ober gepachteten deutschenLuftschif- r e 5 durchgeführt werden soll. Berlin, 16. Dez. (DNB.) In Anwesenheit des Führers und Reichskanzlers nahm das vom Musikkorps der Leibstandarte SS. Adolf Hitler und der Berliner HI. gemeinsam veranstaltete Konzert zugunsten der Winterhilfe in der bte auf den letzten Platz gefüllten Deutjchlandhalle einen großartigen Verlauf. Die Deutschlandhalle war mit Hakenkreuzfahnen sowie den Bannern des schwarzen Korps und der Hitler-Jugend festlich geschmückt. Auf der Bühne hatte das Mufikkorps der Leibstandarte SS. Adolf Hitler Platz gefunden, während die 2000 Hitlerjungen und BDM.-Mädel auf den beiden Rängen über dem Orchester untergebracht waren. Neben dem Führer sah man in der Ehrenloge den Kommandeur der Leibstandarte SS. Adolf Hitler SS.-Obergruppenführer Sepp Dietrich und den Jugendführer des Deutschen Reiches Reichsleiter Baldur von Schirach, den ersten Adjutanten des Führers SA.-Obergruppen- führer Brückner, den Oberbefehlshaber des Heeres Generaloberst Freiherr von Fritsch, Reichspressechef Dr. Dietrich, Staatssekretär Dr. Lammers. SS. - Obergruppenführer Heiß- meyer und zahlreiche weitere Vertreter der nationalsozialistischen Gliederungen. Das Musikkorps der Leibstandarte Adolf Hitler eröffnete das Konzert mit alten Fanfarenstücken. Gleich mit dem ersten Musikstück hatte der Leib- stanbartenobermusikmeister Müller-John mit seinem Orchester bie Hörer in feinen Bann geschlagen, unb in ununterbrochener Folge wickelte sich nun bas auserlesene klassische Programm ab. Der zweite Teil bes Konzertes in der Deutschlandhalle gehörte dem Chor der Hitlerjugend unter Leitung t*s Musikreferenten der Reichsjugendfüh- rung Bannführer Wolfgang Stumme. Nach einem alten Geusenlieb unb einem Solbatenlieb aus der Zeit Friedrichs des Großen sang der gewaltige Chor bas in ber Hitlerjugenb entftanbene Lieb bcr Nie Ausrüstung Englands. Alljährlich werden 20000Flieger eingestellt Lonbon, 17. Dez. (DNB. Funkspruch.) In einer Rede teilte ber Luftfahrtminister Lorb Swin- ton mit, daß unter bem Aufrüstungsprogramm der britschen Luftstreitkräfte jetzt 20 000 Flieger pro Jahr eingestellt werden. Nach vor ein ober zwei Jahren seien lebigüd) 1500 Mann zugelassen worben Wenn bas Programm nicht planmäßig burchgeführt werden könne und bie Zahl ber gelieferten Maschinen hinter bem Sollbestanb zurückbleibe, so liege bas baran, baß bie britischen Luftstreitkräfte nur bie bestmöglichen Maschinen erhalten sollten. Der Erste Lord ber Admiralität, Sir Samuel Hoare, bezeichnete in einer Rede vor dem Landesverband der englischen Fabrikanten sich als den größten Fabrikanten Englands, denn er baue eine neue Flotte. Obwohl mit der Durchführung des Programms erst vor kurzem begonnen worden fei, fei bie neue Standardtonnage bereits um mehr a l s 200 000 Tonnen vermehrt worden, was fünfmal soviel sei, als vor drei Jahren. Die Hauptnutznießer würden die englischen Notstandgeb iete sein. Französische Versuche mit „Lustinsanterie". Paris, 16. Dez. (DNB.)>Jn Frankreich werden Versuche mit kleinen Einheiten von „L u f t i n j ante r i e" gemacht. „Figaro" schreibt, Lastwagen und Raupenwagen seien noch nicht schnell genug. Man müsse also der Infanterie den Luftweg erschließen, auf dem es keine Verstopfungen gebe. Die verhältnismäßige Freizügigkeit des Flugzeuges gestatte es, Infanterie im Rücken bes Feinbes einzu- chenlanbs in ein autoritäres. Seit diesem Akt, dem 4. August, hat sich in Griechenland grundsätzlich vieles geändert. Staatsfeinde besitzen keinerlei Bewegungsfreiheit mehr. Aber der Kommunismus hat damit die Hoffnung keineswegs aufgegeben, doch noch zum Ziel zu gelangen. Immer wieder ist die Polizei auf kommunistische Verschwörungen gestoßen. Jetzt gelang es ihr, das gesamte kommunistische Verschwörernetz aufzudecken. Man kann wohl sagen, daß dem Kommunismus in Griechenland damit ein tödlicher Stoß versetzt worden ist. Moskau hat auf griechischem Boden eine schwere Niederlage erlitten, vielleicht sogar eine entscheidende. Aber so wie wir den Bolschewismus kennen, wird er nicht zögern, nun sofort einen neuen Apparat zur Zerstörung des griechischen Staatswesens auszuziehen. Denn Moskau will mit aller Gewalt an das Mittelländische Meer heran. Nachdem sich die Sowjetrepublik das uneingeschränkte Durchfahrtsrecbt durch die Dardanellen gesichert hatte, wurde Die Bolschewisie- rung Spaniens so heftig vorwärts getrieben, daß heute ganz Spanien in Brand steht. Längs der nordafrikanischen Küste bis nach Palästina hin das rote Banner aufzuziehen, gelang bisher nicht, die mit nationalen Phrasen geführte revolutionäre Arbeit hat die erhofften Früchte nicht hervorgebracht. Dafür sollte Griechenland zum bolschewistischen Stützpunkt werden, so baß man bann das faschistische Italien beinahe eingekesselt hätte. Aber ber Tatkraft bes Ministerpräsidenten Metaxas ist es zu danken, daß dieser Plan vor seiner Durchführung scheiterte. schaftsmttgNebern unb 2 Vertretern des Hauptamtes für Handel und Handwerk. Die Mitglieder des »et- rates sind Männer, die sich nicht nur um die Bewegung verdient gemacht haben, sondern auch an führenden Stellen im Handwerk ihren Mann skan- den. Der Reichsorganisationsletter ber NSDAP. Dr. Ley hat den Beirat bestätigt. * Der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat folgenden Erlaß herausge- geben: Nachdem eine einheitliche Führung des NSD.-Studentenbundes und der Deutschen Studentenschaft hergestellt worden ist, habe ich bis zum Inkrafttreten einer neuen Verfassung ber Deutschen Stubentenschaft den Reichsstudentenführer Dr. Scheel beauftragt, die Letter der Studentenschaften unb Fachschul- schaften zu bestellen unb abzuberufen. Er ober sein Beauftragter werden sich vor der Bestellung mit den Rektoren bzw. Direktoren in Verbindung setzen. (Strafexpedition Nankings gegen Tschanghsneiiang. Nanking, 16. Dez. (DNB.) Als Ergebnis mehrerer Beratungen des Zentralrates ist beschlossen worden, eine Strafexpedition unter dem Oberbefehl des Kriegsminifters gegen Tschanghsue- liang auszurüsten. In der Provinz Scheust ist es zu ersten schweren Gefechten zwischen Truppen der Zentralregierung und den Meuterern gekommen. Der Direktor der Bank von China, Song, ein Bruder der Frau Tschiangkaischek, soll in Schanghai angekündiat. haben, nach Nanking reifen zu wollen. Von Dort aus wolle er nach Sianfu weiterfahren, um einen neuen Vermittlungsversuch zu unternehmen. Oie Durchdringung Aethiopiens. Heldentod. Kriegsmäßige Hebungen müssen sein, sollen sich Führer unb Volk im Ernstfall auf ihre Wehrmacht verlassen können. Die beutschen U-Boote üben weiter, tagein, tagaus. In stolzer Trauer denken ihre Besatzungen an die Kameraden von „U 18". Sie wissen, daß sie in ihrem Geiste handeln und ihr Andenken am besten pflegen, wenn sie die von ihnen so geliebte H-Bootswaffe bereit machen---- höchsten Einsatz. Rom, 16. Dez. (DNB.) Die bei der Besetzung von Gore in Richtung auf Gambe la unb die Subangrenze ausgewiche^en Banden des frühren Ras Jmru sind von zwei iailienischen Kolonnen auf beiden Flanken angegriffen unb in bie Flucht geschlagen worben. Es wirb versucht, den flüchtigen abessinischen Banden, gegen die auch Flugzeuge eingesetzt siub, den Weg nach Athen, 16. Se3. (DNB.) Der griechischen Polizei gelang es, bas Archiv ber Kommunisti - schen Partei, das alle Parteiftellen ganz Griechenlands mit Ausnahme von Mazedonien und Thrazien umfaßt, zu beschlagnahmen. Aus dem Vorgefundenen Material ergibt sich, daß die Kommunisten in allen Städten Griechenlands und in kleineren Gemeinden und Dörfern Stellen unterhielten. Auch die Namen von Staatsbeamten sind in dem Verzeichnis aufgeführt, ebenso einige aktive Offiziere, Unteroffiziere des Heeres unb der Flotte sowie Soldaten und Matrosen. Auch ein G e h e i m - C o d e für den Verkehr der Kommunisten in Griechenland untereinander und ein weiterer Code für bie Verstünbigung mit t>er Komintern fielen in bie Hände der Polizei. Eine Liste gibt Aufschluß über die Organisation des politischen Büros Der verbotenen Kommunistischen Partei und enthält bie Namen ber Mitglieder der „Verwaltunaskommission" der Kommunistischen Partei für Griechenland. Auf Grund des Materials wurden in Athen, Patras und anderen Städten viele Verhaftungen — man spricht von 1000 — *vorgenommen. Die einstmals höchst unerfreulichen parteipolitischen Verhältnisse in Griechenland sollten Ausgangspunkt eines bolschewistischen Umsturzes sein, den die Kommunistische Internationale getreu ihrer TaZtik Anfang August durch einen allgemeinen G e - n e r a I ft r e i t einleiten wollte. Den kommunistischen Elementen trat jedoch Ministerpräsident M e - taxas mit aller Energie entgegen. Er verwandelte schlagartig das parlamentarische Regime Grie- bem Sudan abzuschneiden. Weitere schwere Schläge konnten in dem südlichen Seengebiet gegen die Banden bes ehemaligen Ras D e ft a, bes ©obre Mariam und eines Sohnes bes Ras Kassa geführt werben. Die Vereinigung ber vom Norden unb Silben planmäßig oorbrängenben italienischen Koloünen im Seegebiet selbst steht bevor. Die unter Ras Defta stehenben, 6000 Köpfe zählenden Banden wurden aufgerieben. Defta und Gabre Mariam sollen zur Unterwerfung unter Italien bereit sein, da sie im Gebiet ber Arussi nur noch Feinb« haben. Meine politische Nachrichten. Der Führer unb Reichskanzler empfing Seine Kgl. Hoheit Mohammeb Hashim Khan, den afghanischen P r e m i e r m i n i ft e r, der sich zu einem inoffiziellen Besuch in Deutschland auf» Lesealter bestimmte Märchen ist so kinbertümlich erzählt, daß die Kleinen Freude daran haben werden. — Fritz Nothardt: Sagen vom Rhein. Eine Auswahl der schönsten Rheinsagen. 82 Seiten. Mit farbigem Titelbild und sieben Vollbildern von Franz Bilko. Ganzleinen mit farbigem Deckenblld. 1,50 Mark. Herold-Verlag GmbH., Stuttgart-W. — (427) — Der sagenumwobene Rhein mit der Schönheit feiner Landschaft war von jeher reich an Sagen, Geschichten und Märchen. Der Herausgeber hat mit feinem Verständnis hier die wertvollsten Sagen vom Rhein in einer Auswahl für die Jugend neu erzählt. Die Bilder des Malers Franz Bilko begleiten den Text mit sicherem Gefühl. — Zdenko von Kraft: Sitting Bull. Eine spannende Erzählung von Kampf und Untergang des letzten großen Siouxhäuptlings. 126 S. Mit acht Vollbildern von Otto Linnekogel. Ganzleinen 3 Mark. Herold-Verlag GmbH., Stuttgart-W. — (428) — Sitting Bull ist ber letzte große Vertreter eines ber bebeutenbften roten Stämme Nordamerikas: ber Sioux. Er ist es, der den immer weiter vorbringenden Weißen bie letzten gewaltigen Kriege lieferte, ganz zuletzt die große Schlacht am Rosebud, Die der Geschichte angehört.— Er ist nicht ganz so strahlend wie Winnetou, nicht so geheimnis und abenteuerlich wie Lederstrumpf. Allein er ist in mancher Hinsicht noch mehr: Sitttng Bull ist ber besonnene und dabei doch kriegerische Held seiner Zeit und seines dahinwelkenden Volkes, einer seiner großen Vorbttder und letzten Häupt- — Onkel Antons Kinderkalender 1 93 7. Reich illustriert. Mit einer bunten Spielbeilage. Gebunden 1,20 Mark. A. Anton & Co., Leipzig C1. — (529) — Belehrendes und Unterhaltendes in Hülle unb Fülle für Jungen unb Mä- del bringt ber neue Jahraang dieses beliebten Jugend-Jahrbuches. Alle Beiträge sind packend unb gegenwartsnah geschrieben, in einer Sprache, bie Jungen und Mädel gleicherweise verstehen, so daß sie sich besonders gut zum Vorlesen an Heimabenden eignen und auch im Zelt oder am Lagerfeuer manch schöne Stunde bereiten helfen. — Barbra Ring: „Pei k". Die Geschichte eines kleinen Jungen. Neuausgabe mit 34 Federzeichnungen von Eduard Pfennig. In Seinen gebunden 3,80 Mark. Verlag Albert Langen / Georg Müller, München — (353) — Den kleinen Peik, diesen frischen Kerl, der das Herz auf bem rechten Fleck hat unb redet, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, muß man von ber ersten Begegnung an unwillkürlich liebgewinnen. Er hat in frühester Jugenb seine Eltern verloren, unb es wäre wohl traurig um ihn bestellt gewesen, wenn er nicht bcn rührend guten Kutscher Ondursen mit seinen munteren Pferden zum Freunde gehabt hätte. Sein Onkel ist ein alter, einsamer Junggeselle, ber zwar >eit unzuverlässige» Gottlieb Helfenbein im Alter von 64 Jahren. 2.£5 2.95 gesti ei ft. .. m 0.60,0.55 3.80 8105 D 8092 D LÄUFER Haselnußkerne » • Golden 500 g Gewürzkuchen STEPPDECKEN Zum Backen für das Fest: in Trikot . . 1.00. 0.80, 0.70 Dam.-Sciltipfer, Trik., 1.00,0.65 einfacheren Worte finden als send feinen, großherzigen und Tierseele zu beschreiben. Man — Man kann keine Seton, um die taurührenden Züge der merkt es diesen Bü- werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Milllmeterzelle veröffentlicht! Sultaninen . Sultaninen . Korinthen . .96 .34 .55 .38 .04 .06 08 Vanillinzucker Backpulver . . Backaromen . Die trauernden Hinterbliebenen: Louis und Marie Helfenbein. 500 g . Btl. . Btl. . Fl. Trauerfeier am Samstag, 19. Dezember, 11 Uhr vormittags, in der Kapelle des Neuen Friedhofs. Nach kurzer, schwerer Krankheit entschlief sanft unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Finette....... Damen-Schlafanxtt-e Damen-Hemdche/i Fixfertig - Kuchenmehl Rodonkuchen (Vanille-, Mandelgeschmack) Sandkuchen, Känigskuchen.Marmorkuchen ’W» TEPPICHE BETTUMRANDUNGE GARPINEN | Einspaltige ~| Kleinanzeigen - - 500 g . . 500 g 2.70 2.9. Her en-Oberhemd m. L Kragen Bielefelder b abrik , 4.50, 3.30 Damen Nachthemd, Weizenauszugmehl und Zucker zu Tagespreisen / Mandeln / garantiert reiner Bienenhonig. Weine u. Fruchtsäfte / Gemüse- und Obstkonserven / Teigwaren und Hülsenfrüchte preiswert und in guter Qualität. Schenken Sie gute Laune! Zur Stärkung u. Anregung ist ein Fläschchen Wein oder Wt-inbrand. Schaumwein. Rum oder Likör jedem wil kommen Ich möchte Ih en behilflich sein, für die Dan e etwas fraulichmildes, für den Herrn einen kräftig-männlichen Tropfen zu wählen. Bitte besuchen Sie mich recht bald od.wünschenSie meine Preislisteins Haus? Herrn. Elges Selters weg 66, Fernruf 3458 Das Haus für gute Weine u Spirituosen! _________________________8084 A chern an, es stecken viele Nächte, auf einem Baumast zugebracht, viele Tage im Sattel, im Rohr, im Gebirge, Schweiß und Blut und Morgentau darin. Mit klaren Sinnen sind die Tiere beobachtet. Jede einzelne Geschichte ist ein ergreifendes Schicksal, ein Werk aus Fleisch und Blut, lebendig und wahr. — Mutter Natur erzählt. Naturgeschichtliche Märchen von Karl Ewald. Viele Text- und Tafelbilder von Milly Planck. Leinen 4,80 Mark. Franckhsche Verlagshandlung, Stuttgart. — (460) — Die naturgeschichtlichen Märchen des Dänen Karl Ewald haben sich auch in Deutschland bei jung und alt viel Freunde erworben. Er läßt den gesamten Kosmos von Sonnen und Planeten bis zu den Bakterien in seine Märchen eingehen. Dabei sind diese Märchen aber nicht von der Naivität des alten Volksmärchens, sondern sie beruhen auf genauester Naturkenntnis, und, außer daß etwa Tiere und Pflanzen in Menschensprache sprechen und denken, geschieht in ihnen nichts Wunderbares oder Unmögliches, sondern es werden nur die uns bekannten Naturvorgänge in Märchenform dargestellt. München, Frankfurt a. M., Gießen (Marburger Straße 82), den 16. Dezember 1936. Wetter entsteht. In unserem Nachbarbezirk hat sich allgemein trockenes Wetter durchgesetzt. Eine wesentliche Veränderung des zur Witterungscharakters ist unwahrscheinlich. Aussichten für Freitag: Fortdauer der noch unbeständigen und zeitweise regnerischen Witterung, bei lebhaften südwestlichen Winden mild. Lufttemperaturen am 16. Dezember: mittags 5,8 Grad Celsius, abends 6,6 Grad; am 17. Dezember: morgens 3,4 Grad. Maximum 6,7 Grad, Minimum heute nacht —0,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 16. Dezember: abends 0 Grad; am 17. Dezember: morgens 2,1 Grad. — Niederschläge Popelin wäre.. . . Herren-Sporthemd, Flanell...... Herren-Nachtatmd, Finette...... bienen Blütensaft eintragen, wie die Pflegebienen die Brut füttern, wie die Königin die Zellen mit ihren Eiern bestiftet. Später wieder erleben sie das Schwärmen und das Entstehen eines neuen Volkes, den Kampf der Königinnen. Der Höhepunkt des Bienenlebens ist der Hochzeitsflug der Königin. — Fahnenschwanz und Sandhügelhirsch. Zwei Tiererzählungen von E. Thomp- ßahnhofstl*. 31 sP9zia,9-schäh für Teppiche und Gardinen Beachten Sie bitte meine 5 SchaufensterI BMtse SeeMrhe Grüne Heringe... l'/rKilo 70 Zum Kochen, im Ausschnitt, '/z Kilo ab 35 Filet, Marke „Fifi",' 2Kilo ab40 Not-Zungen, Schollen, Heilbutt, Flutzhechte u alle übrigen Sorten empfiehlt billigst Ll. -Koch, Nachfolge« Mäusburg 15 smA Telephon 3612 V1SCH HAUs1 UX-HAVE STATT KARTEN Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die überaus zahli eichen Kranzspenden hei dem Verlust, der un so sc merzlich betroffen, sagen wir auf diesem We e allen unseren herzlichsten Dank. Insbesondere danken w r dem Herrn Pfarrer Ihr die schönen und trosti e chen Worte, sowie unserem Gesangverein Heiterkeit für die unserer lieben Entschlafenen ei wiesene letzte Ehre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Jean Arnold, Gastwirt Gießen, den 17. Dezember 1936. ein praktisches Weihnachts- Geschenk. Preiswert u. gut bei J. B. Häuser Gießen 7909 a am Oswaidsgarten Fernruf t'r 2145/46 Friedrich Levermann Selterswes 71 Spezialgeschäft f. Bielefelder Herren-Wäsche 5-Zimmer- Wodnung im Hause Hitler- wall 12 per 1. Avrü 1937 evtl, sofort zu vermiet. Baubüro u6to- n w. Rinn. 500 g Btl. -.47 500 g Btl. -.55 Peter Ohl vorm. M.G.Grode GIESSEN - FRANKFURTER STRASSE 17 8091 A Marl tstr.23. sopbA Tel 2417. Ist ein schönes Weihnachts- Geschenk. Gut u. preiswert bei J. B. Häuser Gießen 7909 a am Oswaidsgarten Fernruf Nr. 2145/46 Lade« 120 qm, mit 4 Schaufenstern und Büro, Stadtmitte, ver15. Januar1937 oder später, evtl, als Ausstellungsraum zu vermieten. Schriftliche Anfragen unt.8093A a. d.Gieß.Anz. ein übers andere Mal erstaunt über sein altkluges und höchst erheiterndes Auftreten, aber schließt den übermütigen kleinen Burschen innig in sein Herz. Eines Tages versetzt ihn die Reise zur Tante nach Berlin in große Aufregung. Obwohl sie es herzlich aut mit ihm meint und ihm goldene Berge verspricht, legt er eine so kratzbürstige Offenheit an den Tag, daß er freudestrahlend wieder in die Heimat zurückkehren darf, wird nun fortan bei seinem Onkel bleiben, der seinen ferneren Lebensweg betreut. Diese Geschichte hat Barbra Ring, die norwegische Dichterin, mit prächtigem Humor erzählt und Eduard Pfennig mit reizenden Zeichnungen ausgeschmückt. — Auerbachs Deutscher Kinder-Kalender 1 9 3 7. Herausgegeben von Albert Sixtus. Ganzleinen 1,80 Mark. Verlag von Auerbachs Deutschem Kinder-Kalender (L. Fernau), Leipzig CI. — (416) — Der neue Band bringt wieder eine Fülle ernster und heiterer kleiner Erzählungen, Märchen, Gedichte, allerlei Kurzweil und viele chöne Bilder und Scherenschnitte, kurz alles, was ich ein Kinderherz nur wünschen kann Ganz be- ondere Freude werden allen Jungen und Mädeln der „Onkel Klönemann" sowie die berühmten frechfröhlichen Briefe Mützchens Mohrs mit seinen ulkigen Randzeichnungen bereiten. — Märchenflüge ins Bienenland. Eine Erzählung für Kinder. (Neubearbeitung und Neuformung des Buches: Die Reise ins Bienenland von Frank Stevens.) Bilder und Umschlag von Willy Planck. Leinen 2,80 Mark. Franckhsche Verlagshandlung. Stuttgart. — (456) — Eine Welt der unermüdlichen Arbeit, aber auch der ungeahnten Wunder geht ihnen hier auf. Die Kinder sehen, wie die Arbeitsbienen Waben bauen, wie die FeldBillige Weihnachts-Angebote / Herren-Hemden > f in bester Bielefelder Ausführung sind nicht tvuier, aber weitvoller. Hauptpreislagen für farbige Hemden mit -estem oder losem Kra en Mk. 8.60, 7.40, 6 30 Hauptpreislagen für weiße Hemden, durchgemustert Mk. 9.80, 8.80, 7.50 Sie finden eine selten geboten e Auswahl KAISERS'^ Praktische und beliebte Weihnachtsgeschenke: Kleinschreibmaschinen, schöne Möbel mrs Arbeits- pmmer, Goldfüllhalter und —— Briefpapier von ft Franz flogt & Co., Gießen A* Merceaes-Genera.vertrehin.) Celtersweg 44 fiui 2464, Vokohaos FLette, blütenweiß.m 0.65.0.58 Schlafanzug-Flanelle, geblümt oder gestreift.m 0. 0,0.88.0,78 Hemden-FJanelle .. m 0.75, 0.68 Bett-Damast, 13i) breit, m 1.3J Bett-Inlett, farbecht .. m 1.45 Bett-Damast, geblümt, m 1.80 Hanstnch, 150 breit ... m 1.40 Halbleinen, loO breit .. m 1.8a esichts-Haare Le berflecke, Sommersprossen en kernt mter Garantie -ür immer Frau B. Gulden Inh.: Fr. W. Henkel Alicenstraße 40. Sprechstunden Freitags von 9-19 Uhr. Kaiser’s vorzügl Festkaffee: Beliebte Sorte .... 500g 2 — Marke Kaffeekanne . 500g 2.40 Kaffeekanne Extra. . 500g 2.80 Für Kenner ...... 500g 3. — Für Anspruchsvolle . . 500a 3.20 im Geschenkbeutel. Auf Wunsch in Festtagsdosen: Preis der 250 g Dose 10 Pf. Preis der 500 g Dose 15 Pf. Kaiser’sTee in ausgewählten Mischungen, köstliches Aroma. Kaiser’» Schokoladen Tafeln: Vollmilch, Mokka, Nuß, Schokoladen- und Marzipan- Figuren in großer Auswahl. Kaiser’» Pralinen lose und in Bonbonnieren / Weihnachtspäckchen in ollen Preislagen. Mündlichkönnen Sie es nur wenig en sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es allen | Vermietungen | 6-Z?mmer- Wohliung neuhergerichtet, ev. mit Garage, sofort zu vermiet. Frankfurter Ltrasie 29. sioiD Wäsche Kopfkissen. gebogt oder Stickerei.. 0.98 Bettach.Hoblsaum,150/225,2.95 Kopfkissen, Linon.....1.48 Paradek äsen, mit Stickerei oder Spitze .....1.95 Herren- -ponhemd, weiß, feine Soja und ihreBiber. Wie Soja und ihre Brüder mit zwei Biberkind^rn Freundschaft hielten. Von Wäscha-kwonnesin (Grau-Eule). Mit vielen Bildern nach Zeichnungen des Verfassers. Leinen 4,80 RM. Franckh'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart. — (458) — Der Indianer Wäscha-kwonnesin hat ein Buch für die Jugend geschrieben, das ein echtes, rechtes Mädchenbuch ist. ,,Jch werde von einem indianischen 3äger, von fernem Sohn und seiner Tochter erzählen und von zwei kleinen Biberkindern, die ihre Freunde waren. Ihr sollt hören von ihren Abenteuern in den großen Nordlandwäldern und in der fremden Stadt. Ich werde berichten von den Gefahren, die sie erlebten, und wie alles zu Ende ging. Laßt uns Automobil und Rundfunk vergessen, löschet aus eurem Gedächtnis das Kino und alle Dinge, ohne die wir nicht leben zu können glauben. Wir wollen anders denken: Kanu, Zelt, Schneereifen und Hundegespann. Laßt uns aufbrechen in jenes ferne, zauberhafte Nordland, wo große Ströme rauschen und stille, klare Seen funkeln, wo dunkle Wälder wogen und seltsame Tiere wohnen, kleine Brüder, die sprechen und arbeiten. Und dann wollen wir uns in einem braun- verräucherten Wigwam am flackernden Feuer niederlassen und der Geschichte lauschen." So spricht Wäscha-kwonnesin, und Mädel und Jungen werden ihm begeistert folgen! Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort .‘franffurt In ununterbrochener Folge wandern vom Atlantik kräftige Tiefdruckwirbel über England nordostwärts. Sie verfrachten dabei wechselweise warme, subtropische bzw. kühlere Meeresluft auf das europäische Festland, so daß auch bei uns wechselhaftes verkaufe komvl. Küche,Möbel all Art, Kautsch, Sofa, Chaiselongue, Zinnsachen U. v. a. 06753 Ludwig Sckäfer Rodheim.Str.50 Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XI. 36: 11 000. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. | Empfehlungen | Das schönste Weihnachts Geschenk elektr.Bflge eher Heizkissen, Oelen Nachttischlampe n Schreibtlschlamp. Herrensim.- ron. Speisesim.- Kron. Schlafsim.-Lamp. Taschenlampen la Bat eden 81u,d CarlSclwnck Gießen Bahnhofs raße 84 BfltfifdffC wn3 hii 20 0. H. erhalten Sie bei wiederholten Auf« nahmen einer Ameise Kataloge bei Brühl, Gießen | Mietgesuche | Eflnetreame ev. Part.-Wohn. mit grötz. Kellerräumen, Hofein- fabrt, gleich oder später gesucht. Schr. Angeb. u. 05751 a.d.G.A. H Feinste Fischfilets | V2 kg von 45 H an lebende Karpfen und chleien Garage zu vermiet. 0574s Rodheim.Str.41 Garage I frei! i Franks. Str. 89. 3°/o Rabatt in Marken (wenige Ausnahmen) 3,4 MM. Wintersport-Wetterbericht. Taunus. Kleiner Feldberg: Nebel, + 2 Grad, 12 Zentimeter Gesamtschneehöhe,Pappschnee, Sportmöglichkeiten mäßig. Rhön. Wasserkuppe: Bewölkt, + 1 Grad, 7 Zentimeter Gesamtschneehöhe, lückenhaft, Skisport stellenweise möglich. __________80% p Geschäftskarten oei Brühl, Gießen Baumwollwaren Bettncbbiber, 140 cm br., m 0.98 B hköper, gerauht.... m 0.7J Hactkäper, in weiß....m 0.58 Be tnchbiber 80 cm breit......m 0.85, 0.73 Bettncbbiber, ca. 150 br, m .16 HemdeDflanell. gestreift, m 0.60 S bla anzng-Flanelle schöne Kindermuster, m 0.78 Schlafanmg-F.aatlle so n Seton. Mit Text- und Tafelbildern des Verfassers. Leinen 2,80 Mark. Franckhsche Verlags- Handlung, Stuttgart. — (462) Nr. 295 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhejjen)_______Donnerstag, «7.Dezember 1936 ÖJ.-fporf anfair geführt. Die Ettichlung der neuen Gausportschule einem zur zählenden Hochschule des Turnvereins Alten-Buseck Alten-Buseck I — Klein-Linden I 2:2. NSG. Der Deutsche Reichsbund für Leibesübungen im Gau XIII, Südwest, benutzte bisher zur Abhaltung von Schulungslagern und Tagungen die Einrichtungen des Stadions der Darmstädter Technischen Hochschule. Dort draußen vor den Toren der Stadt hat sich bisher die intensiv betriebene Schulungsarbeit des DRL. abgewickelt. Aus allen Teilen des Gaues wurden die Sportkameraden zur sportlichen und politischen Ausrichtung nach Darmstadt geru'en. Die Schulungsarbeit lag in den Händen des Gausührers und seiner engeren Mitarbeiter. Im nationalsozialistischen Deutschland stehen die Leibesübungen und alle Einrichtungen, die der Leibesertüchtigung dienen, unter einem besonderen und von der gelbrot aufzuckenden Flamme. Aber sie wechseln den Vorwurf und stellen sich neue Aufgaben und möchten was Besonderes bringen und strahlen vor Freude, wenn es gefällt. Ja, diese Stillen, karg Lebenden, sind auch Künstler. An Flitter und oerglitzerndem Schmuckwerk des Baumes lebt ihre formende Hand. Aber sie können auch mehr. Als wir beim alten Meister Gottfried eintreten, führt er erst die schon über der zischenden Flamme begonnene Glaskugel zu Ende. Während seine beiden Söhne ftumm und ohne aufzublicken bei der Arbeit bleiben, führt er uns an die Vitrine, in der seine Tiergestalten in Glas gegossen zu sehen und zu bewundern sind. Wie hat er alles der Natur abgelauscht und ihnen in Form und Haltung feinsten Ausdruck gegeben. Eine Elefantenfamilie hockt drollig zusammen in milchfarbenem Glas, ein Dackel bellt auf, Störche. Enten, lasche Arbeit der Frankfurter Polizei. Der Mörder der Dirne Fallin feskgenommen. LPD. Frankfurt a. M., 16. Dez. Der Frankfurter Mordkommission ist es gelungen, den Mann, der am 12. Dezember die Dirne Else F al ti n in der Schüppengasse ermordet hat, zu ermitteln und fe st zunehmen. Der Mann hat nach längerem Leugnen ein Geständnis abgelegt. Einzelheiten über den Hergang der Tat können im Interesse der weiteren Ermittlungen noch nicht bekanntgegeben werden. Mit dem gestohlenen Auto verunglückt. LPD. Offenbach a. M., 15. Dez. Wir berichteten gestern, daß ein funger Mann aus Gedern, der bei seinem Vater in Offenbach zu Besuch weilte, von einer Autofahrt nach Frankfurt nicht zurückae- kehrt sei. Das Auto wurde im Offenbacher Wald zertrümmert aufgefunden. Inzwischen ist der junge Mann zurückgekehrt. Das Auto wurde ihm in Frankfurt gestohlen. Offenbar ist der Dieb verunglückt, hat die Weihnachtsgeschenke, die sich im Auto befanden, gestohlen und hat dann das Weite gesucht. Don dem Täter fehlt bis jetzt jede Spur. Schutz. Persönlicher Egoismus und Vereinsmeierei haben im Interesse der Allgemeinheit zurückzutreten. Erste Voraussetzung für die sportliche Betätigung des deutschen Volkes ist die Schaffung von vorbildlichen Uebungsstätten, die nicht einer bestimmten Gesellschaft, einem Verein ober Verband dienen, sondern die über alle' vermeintlichen Grenzen hinweg dem Volksganzen zugute kommen. Den Traum von Deutschlands Einheit aus der Schwanenrede Jahns wird der Nationalsozialismus auch auf diesem Gebiet Wirklichkeit werden lassen. So werden die Uebungsstätten zu einem Mittelpunkt, wo sich jung und alt, klein und groß ein Stelldichein geben. Nicht nur zu Wett- Sfurtnangriff gegen die Not! HZ. sammelt für das WHW. vom 18. bis 20. Dezember. dienstbaren, in allen Teilen der Stadt liegenden Projekte zu verschwinden, womit gleichzeitig auch einem Gebot der Stunde, dem Vierjahresplan, Rechnung getragen wird. Das Gelände wird dem Aufbau und Ausbau des Vaterlandes, der deutschen Volkswirtschaft zugeführt, und mit dem neuen Sportfeld wird eine einheitliche und vollständige Uebungsstätte geschaffen. So wird in Verwirklichung des Volksgemeinschaftsgedankens in Darmstadt die erste Sportanlage in unserem Gau erstellt, die keinen Unterschied nach vereinlichen Gesichtspunkten kennt, sondern nur das eine Ziel: die einheitliche sportliche und politische Ausrichtung im Dienst der Volksgemeinschaft zu gewährleisten. In der Gausportschule werden die Amtsträger des DRL., Turner und Sportler zu Lehrgängen und Schulungslagern zusammengezogen. Syst-ma- tisch wird ein ständiges Erneuern der DRL.-Mit- glieder einsetzen, und mit neuen Energien geladen, werden die Teilnehmer zur weiteren Arbeit an ihre Wirkungsstätten zurückkehren. H. L e i tz, Gaupressewart. DRL. Neun Fahrer vertreten Europa. Beim „Großen Aukopreis von Südafrika". Der „Große Autopreis von Südafrika", der am Neujahrstag 1937 die internationale Automobilsportzeit einer dreijährigen Tradition entsprechend einleitet, hat diesmal eine Besetzung erfahren wie nie zuvor. 25 Fahrer — neun aus Europa und 16 aus Südafrika — trugen sich in die Meldeliste ein. Das größte Interesse bringt man dem Start des deutschen Europameisters Bernd Rosem eyer entgegen, der zusammen mit seinem Stallgefährten Ernst von Delius die Auto-Union vertritt. Europas Vertretung lieat weiterhin in den Händen bekannter englischer, italienischer und Schweizer Fahrer. Fußball der Studenten. Universiläl Gießen — Polytechnikum Friedberg 8:1 (4:1). Die Mannschaft des Polytechnikums Friedberg war der Gießener Elf der Universität kein schwerer Gegner. Die Techniker waren uneinheitlich. Dem Sturm fehlte die Durchschlagskraft, die Verteidigung war zwar hart aber nicht standfest. Die Gießener Studenten waren zwar nicht überragend, aber zielsicherer, technisch besser und vor allem überlegter im Zusammen- und Zuspiel. Obwohl die Gäste zuerst mit dem Winde spielten, tarnen sie nur zu einem einzigen Erfolge, während die Studenten in Abständen vier Tore erzielten. Sie waren trotz heftiger Gegenwehr der Friedberger stets überlegen und schnürten ihre Friedberger Gäste in ihre Sviel- hälste ein. Kurz vor der Halbzeit wurde der linke Gießener Stürmer verletzt. Der für ihn neu eingetretene Dörr wurde nach wenigen Minuten gleichfalls verletzt und war eigentlich nur noch Statist. Das Spiel nahm an Härte zu, so daß ein weiterer Gießener Spieler das Feld räumte und ein dritter auch noch stark mitgenommen wurde. Nun erroies sich der rechte Gießener Flügel ausgezeichnet und die neun Mann vergrößerten dennoch und trotz des Kampfes gegen den Wind auf 8:1 Toren. Die Universität Heidelberg war in einem Vorrundenkampf um die deutsche Hochschul-Fußballmeisterschaft mit 7:0 (4:0) gegen die Elf der TH. Stuttgart zu freuen an dem im abendlichen Licht besonders sprühenden Spielwerk. Ob sie nun vom heimischen Arbeitstisch in blauer Schürze ober aus ber kleinen Fabrik im grauen Kittel gekommen finb, sie alle tragen im Gesicht etwas von ber Arbeit an ber lichten Seite bes Daseins. Oh, sie haben zu kämpfen gehabt, sie kennen Not unb Sorge, sie sitzen von früh bis spät, unb oft kam nach Wochen ber Hast die viel zu lange Feierzeit. Aber sie sind wieder gläubig, sie haben Arbeit, viel Arbeit, unb ihr bescheibener Verdienst ist ihnen gesichert. Ja, sie suchen wieder Mitarbeiter, unb bas seit langer Zeit wieder einmal. Sie kommen wieder stärker auf den Markt mit ihren vortrefflichen Erzeugnissen in Deutschland und auch über die Grenzen hinaus. Bei den Glasbläsern. Künstler für das Weihnachtsfest Bei den Schnitzern und Glasbläsern im Sonneberger Land. Don Dr. Paul Laven. Die Universität Frankfurt siegte in Hochschulmeisterschaft im Handball Gruppenkampf gegen die Technische Darmstadt mit 7:5 (5:1). Fußballabteilung Spielschiffswerst. Einen sahen wir in Mengersgereuth-Hämmern, der „S p i e l s ch i f f s w e r f t ber deutschen Jugend" mit Weib unb Kinb bei ber_ Arbeit. Der Raum war an ben Schneeberg gedrückt und dennoch licht mit sauberen Farben ausgemalt. Dutzende von Schiffchen bedeckten den Tisch. Die Frau arbeitete mit ber Tochter an der Fertigstellung der Segel auf den kleinen Booten. Der Herd war überlagert mit rohgeschnitzten Schiffen, die dort zum Trocknen aufgelagert waren. Der Meister selbst, schon dreißig Jahre in dieser Sviel- schiffswerft tätig, die er von seinem Vater übernommen bat, war gerade von den Holzblöcken, denen er Form gab, aufgestanden. Vor ihm lag eine illustrierte Zeitung und ein Bild hatte seinen Blick angezogen. Sein Gesicht ist hager, mit zusammengeknifsenen blauen Augen. Wir blicken über seine Schulter. Da ist ein Segelschiff auf einer Photographie, darunter steht der Name „Gorch Fock". Unb ehe man sich noch versehen hat, zieht ber stille Mann Tafel unb Griffel herbei unb beginnt bie Formen dieses Segelschiffs nachzuzeichnen. Er will etwas Neues bringen. Auch ein „Gorch Fock" soll auf der „Spiel- fchifsswerft der deutschen Jugend" entstehen. Unb als bie Zeichnung fertig ist und Frau und Tochter sie bewundern, ia selbst mithelfen an der Ausgestaltung, holt er selbst, der Schiffsschnitzer seine schönsten Muster herein. Seine liebsten Werke, Fregatten unb Jachten mit blauen und weißen Segeln zum Einhorn gemacht. Brave Matrosen mit Bärten sind zum Manövrieren bereit Unb plötzlich scheint der ganze Arbeitsraum lebendig, in vielen Farben und schnittigen Schiffen, die auf Fahrt gehen ins Kindertraummeer. Unb in den schmalen blauen Augen des Schnitzers strahlt Schalk und Kinderseligkeit. Einmal in feinem über 50 Jahre währenden Leben Hat er ein Schiff in Wirklichkeit gesehen. Bei Würzburg vor Jahren auf dem Main ... Spielzeugsckochlel. In Steinach, der „Stadt der Holzspiel - waren unb Schiefergriffe l", haben sie das Schönste zusammengetragen zu einer „Spielzeugschachtel". Oben im zweiten Stock ber neuen Sparkasse ist bas. Als wir bort am Abend zu Besuch waren unb bie bunte Schar der Figuren, die Fülle der Gegenstände mit Männlein unb Tieren, mit Schnitzereien und Zauberwerk aus Glas, als sich diese Kinderfest-Landschaft öffnete und wir still ftanbm vor Staunen unb Bewunderung, da kicherte es leise hinter uns. Es war, als ob der Zwerg aus dem Berg der Wunder gelacht hätte. Es mären aber einige der Meister dieser Kunst, die von ihren Arbeitsstätten herbeigeeilt waren, um Rede unb Antwort zu stehen, um sich selbst aber auch noch In Lauscha roars. Das Glas gibt hier Arbeit. Vielen schon unb wenn wir alle helfen, wird bie r„ . Not halb ganz zu Ende sein. Hier sitzen sie Haus läufcn. Unb burch ben ganzen geschmeidigen Leib, an Haus und formen blasend ben Christ bäum- durch den das Licht tropft und in dem die Flamme schmuck. Sie rühren sich nicht von ihren Tischen 1 noch spielt, geht die Spannung des Sprungs. erfolgreich. — Im Vorschlußrundenspiel um die Fußball-Kreismeisterschaft gab bie Elf der Hochschule für Lehrerbildung Weilburg den Darmstädtern in Frankfurt mit 3:2 (2:0) das Nachsehen. Weilburg trifft im Endspiel auf Marburg. Bären, Hirsche — das alles lebt unb beglückt. Dann aber fetzt er sich zu schnellem Gestalterwerk an ben Tisch. Eine Glasröhre hält er vor die Flamme. Und nun spielen die alten nervigen Hände auf dem in ber Hige weicher werdenden Stoff die Form heraus, bläst ber kundige Atem immer zarter, immer feiner bie Gestalt aus dem Glas, bis eine Gemse im Sprung vor uns steht mit eingeknickten Vorderbeinen und rassigem vorgestreckten Kopf, sich abstoßend mit den angespannten Hinterkämpfen, zum Spielen und Tummeln werden die Anlagen geschaffen, sondern damit verbunden wird gleichzeitig die Herrichtung eines Aufmarschgeländes, das den Zwecken der Partei und den national* sozialistischen Organisationen dienstbar gemacht wirb. Don diesen hohen Gesichtspunkten getragen, hat bie hessische ßanbesregierung im Einvernehmen mit bem Deutschen Reichsbunb für Leibesübungen und ber Stabt Darmstadt einen großzügigen Plan in Angriff genommen: die Schaffung eines neuen Darmstädter Sportfeldes und in dessen Mittelpunkt die Errichtung der neuen Gausportschule. Hinter dieser Anlage haben die bisher ber Leibeserziehung Die beiben Mannschaften lieferten sich ein regenbes Freunbfchaftsspiel, für bas bie Gäste bie körperlich kräftigere Mannschaft stellten. Alten- Buseck konnte jeboch zuerst in Führung gehen. Dann gewannen jeboch bie Gäste an Uebergewicht und berannten das einheimische Tor. Der Atten-Busecker Torhüter meisterte aber die schwierigsten Bälle. Bis zur Halbzeit änderte sich am Ergebnis nichts. Während der zweiten Spielhälfte gewann der Kampf noch an Tempo, bei bem die Gäste zunächst das Ausgleichstor erzielten und bald darauf sogar in Führung gingen. Die Alten-Busecker legten sich daraufhin auch ihrerseits mehr ins Zeug unb vermochten auch 15 Minuten vor Schluß das Ausgleichstor zu erzielen. Der interessante Kampf wurde sehr Man muß sie daheim aufsuchen, in ihren von Schiefer eingefaßten und geschützten Häuschen, diese stillen Meister, die Spintisierer und Zauberer der Farben unb Formen. Mögen Fabriken auch aus den Ortschaften unb Bergen bes Sonneberger Lanbes herausblicken, Fabriken, die Glied an Glied des Spielzeugs setzen, die Stillen im Land finb bie Schöpfer unb Fortentwickler. In Sonneberg, ba ist der große Umschlagplatz, da kommt alles zusammen. Don dort gehen die Fäden hinaus in die vielen Orte, in denen an diesen Spielzeugen und kleinen Kunstwerken gedacht und gearbeitet wird. Fahren mir, schon sind Schneeketten am Wagen, den ganzen Kreis dieser thüringischen Arbeit um Weihnachtsbaum unb Gabentisch ab, bann bleibt man viele Stunden unterwegs im sonnenbestrahlten, schneebedeckten Bergland. Und nur in einzelne Häuschen kann man in der Kürze der Zeit hineinleuchten, wenn man davon erzählen will, nur in weniger Meister zergrübeltes, stilles Gericht. Karaneiosi Dom griechischen Sch^ttent5eater. Das heuttge Griechenland besitzt eine Art der Schauspielkunst von starker nationaler Eigenart: das Karangiosi-Theater. Es wird fast an allen schönen Sommerabenden im Freien gespielt und hauptsächlich vom einfachen Volk besucht. Diese Art der Volkskunst blickt auf ein ehrwürdiges Alter zurück, ist allerdings in Griechenland erst vor einigen Jahrzehnten heimisch geworden. Wahrscheinlich ist es orientalischen Ursprungs unb über die Türkei vach Griechenlanb gekommen. Der Name stammt von bem eigentlichen Helden dieser Spiele, Karagöz, ein Wort, das im Türkischen „der Dunkeläugige" bedeutet und einen Zigeuner bezeichnet. Das persische Schattentheater hat eine entsprechende Figur, die dort „ketchel pehlevan" heißt, „kahlköpfiger Held". Das ägyptische Puppentheater hat feinen „garagoz". Alle diese Figuren haben wahrscheinlich den gleichen Ursprung, und es ist interessant, daß der Held des heutigen griechischen Schattentheaters immer kahlköpfig erscheint und sehr oft wenigstens mit einem bloßen Fuß. Jedenfalls hat Griechenland das orientalische Spiel in durchaus bodenständiger Art abgewandelt, hat zu den türkischen Charakteren eine ganze Reihe eigener hinzugefügt, wie zum Beispiel Barbagiorgos, den typischen griechischen Bauern, naiv-schlau, in rumelischem Dialekt redend, und Sior Nionios, ein intellektueller europäisierter Typus, der in seine Rede italienische Brocken mischt. Die Griechen haben auch einen reichen Schatz eigener Spiele gedichtet und gewisse technische Derbesferungen erfunden. Die Technik des Karangiosi-Theaters ist außerordentlich einfach. Ein leinenes Laken wird vor die Proszeniumsöffnung gespannt, und dahinter werfen Fußlichter die Schatten der Figuren auf die Szene. Die Hauptfiguren sind aus Pergament geschnitten und auf beiden Seiten angemalt, so daß sie farbige Schatten werfen. Nebenfiguren sind aus Pappe und zeigen nur die schwarze Silhouette. Ihre Beine sind an Knie und Hüfte zusammengesetzt, um ben Einbruck ihres Gehens unb Tanzens zu unterstützen, und die Hauptperson, besonders Karangiosi selbst, haben biegsame, an drei Stellen im Gelenk zusammengesetzte Arme, die außerordentlicher Gestikulatton fähig sind. Der Spieler hinter der Szene preßt die Figuren flach gegen ben Wanbschirm mit Ruten, von denen die wichtigste mit Lederriemen an den Schultern der Figur be- feftigt ist. Eine zweite Rute lenkt den gestikulierenden Arm. Es gibt heute in Griechenland etwa 50 Karan- giosi-Spieler. Sie haben ihre eigene Berufsgenossen- schaft gegründet, und manche haben Gastspielreisen bis nach Amerika gemacht. Der Bedeutendste unter ihnen ist aber zweifellos Mollas, dessen Theater bas künstlerischste unb für alle anderen vorbildlich ist. Das Karangiosi-Theater beruht ganz auf der einen Person des Spielers, und Mollas ist wie alle fein eigener Spieler. Er lenkt Karangiosi und die anderen Hauptfiguren immer selbst, während er seinen jungen Gehilfen höchstens die Nebenfiguren überläßt. Gleichzeitig ist er der Verfasser aller Stücke, die in seinem Theater gespielt werden, und spricht den ganzen Dialog auswendig, indem er seine Stimme jeder Figur anpaßt. Nur die Lieder werden von einem Gehilfen gesungen, der von einem Orchester begleitet wird, bestehend aus Klarinette, Horn, Posaune, Tuba und Schlaginstrumenten. Das Spiel beginnt gegen 22 Uhr. Das Publikum sitzt an kleinen Tischen unb trinkt Wein bes Landes ober türkischen Kaffee. Der Wandschirm ist schon beleuchtet unb zeigt die typische Szenerie: zur Rechten ber Palast des Vezirs als farbiges Trans- parent, links Karangiosis einfache Hütte als schwarze Silhouette. Zuerst kommt bas. Vorspiel, das sich immer gleich bleibt. Karangiosi erscheint erst mit einem der Kolittris (seine Söhne) und führt einen raschen akrobatischen Tanz auf. Nach ihm ziehen die Nebenfiguren über bie Bühne. Dann tritt Karangiosis ynkel auf, Barbagiorgos, der eine Fustanella — ben bäuerlichen griechischen Kittel — trägt unb einen Bauerntanz vollführt. Den Beschluß macht ein Gespräch zwischen dem Vezir und dem Pascha, und dann kann das eigentliche Spiel an fangen. Die Stücke sind stets Dreiakter und unweigerlich von einem, damit in keinem Zusammenhang stehenden Satnrsvjel gefolgt. Das gemahnt an die alte dionysische Ueberlieferung. Es gibt bie verschiedensten Arten von Stücken: Heldenbramen aus dem griechischen Freiheitskampf, Komödien, deren Leitmotiv verschiedene Vermummungen bes Karangiosi sind, und sogar politische Stücke, bie sich auf so krisch verflossene Ereignisse wie bie V'niselos- Wahl von 1928 beziehen. Gesang, Tanz, Auszüge und theatralische Effekte, die meistens durch Magnesiumlicht erzielt werden, bilden einen wesentlichen Bestandteil der oft sehr derben, aber immer wirkungsvollen Stücke. B. Biick aus ememWolkenkraher Wolkenfetzen streifen an mir vorbei, fo hoch ist bas Fenster, aus bem ich schaue. Ostwärts erkenne ich Long Jslanb, im Süben reckt sich, die Fackel gegen Himmel stoßend, als wolle sie ihm das Licht rauben, bie Freiheitsstatue empor von ©taten Jslanb, im Westen überschaue ich New Jersey unb im Norden ben Central Park. Unter mir, fast kümmerlich und unscheinbar die nur sechs bis achtstöckigen Baugebilde, zwischen denen sich dann wieder gewaltig andere Wolkenkratzer emporrecken, ein ewig wechselndes, sich veränderndes Bild hier in Mib-Manhattan, ba stehen sie, fest unb symmetrisch voll großartiger Würbe, in ben Fenstern schaue ich Mäbchen, bie Tasten hämmernb, in langen Reihen nebeneinanber. Don tief unten bringt ein leiser metallischer Klang, mehr ein Singen wie an winbstillen Sommertagen über ber Heibe, ber oerflingenbe Pulsschlag des Verkehrs, sonst kein Geräusch. Hier oben könnte man — gar nicht „amerikanisch" — anfangen zu träumen. Diese hohen Gebäude, vor denen sich die Besucher aus aller Welt tagaus tagein staunend ballen, sie machen Neuyork zu bem, was es ist, zu einem Wunber der heutigen Zeit. Als am unteren Broadway der erste Hochbau entstand, „nur" 13 Stockwerke hoch, ba erregte er Furcht unb Angst bei ben Umwohnenben. Voll Schreck räumten 'fie ihre Häuser, voll Bangen, bas Gebilbe würbe sie erbrüden, unb sie beruhigten sich auch nicht, als ber Erbauer bei einem heftigen Sturm auf die Svitze des Hauses ftieg und von hier ein schweres Bleilot hinabließ, um zu zeigen, baß keine gefahrbringenbe Schwingung vorhanden war. Unb nun wachsen sie immer hoher unb höher, über bie Wolken recken sich bie Dächer, 50, 60, 70, 85 Stockwerke hoch. „Welche Strecke legen Ihre 21 Aufzüge wohl an einem Tage zurück?", fragte ich ben Besitzer eines Wolkenkratzers. „Nun, legen wir bie Strecken aneinanber. bann ergibt bas einen Weg von Neunork bis Chikago!" „Selbst mit unseren Expreß-Aufzügen", erzählte mir mein Gewährsmann, „würbe es fast eine Stunbe bauern, ein solches Gebäude zu entvölkern unb sie in ben überfüllten Untergrundbahnzügen vom Eingang zu entfernen. Leben unb arbeiten in biefen Wolkenkratzern doch 15 000 bis 20 000 Menschen. Wenn alle auf einmal hinauswollten, bann würden die Menschen bie umlieqenben Straßen völlig verstopfen, und je höher wir die Häuser errichten, um so drängender wird das Problem. Die Grundfläche muß breiter werden, um bie Stützsäulen unb Pfeiler zu verteilen. Daburch werben naturgemäß bie unteren Stockwerke ausgedehnter und die Zusammenballung der Menschen in ihnen verstärkt. Damit natürlich ber Anbrang beim Hineingehen wie auch beim Verlassen." „Haben Sie bie höchste Baugrenze schon erreicht? Wir man noch höher bauen?" — „Wer weiß? Bei ber verfügbaren Grunblläche von nur einem Häuserblock mögen wir bie Grenzen heute erreicht haben: vielleicht rotrb man halb bazu übergehen, mehrere Häuserblocks als Grundfläche zu nehmen unb bie durchgehenden Straßen zu Überspannen, bann kann man bis zu hundertfünfzig Stockwerken bauen. Aber, wer weiß?" Solch ein Bauwerk bilbet eine Stadt für sich mit allen Erfordernissen einer solchen: Derkehrsfragen, Master- unb Lichtoersorgung. Kanalisation und Heizung, Feuer- unb Polizeischutz, Reinigung. Die Wohnfläche erreicht bie Ausbehnung eines ganzen Rittergutes. Der normale Wasserdruck reicht nur bis zu einer Hohe von 50 Meter, unb schließlich können Feuerwehrmänner ihre Schläuche ja nicht bis zum 60. Stockwerk heraufschleppen. Da mußten eigene Wasserwerke unb Druckpumpanlagen eingebaut werben. Hoch oben befinben sich riesige Behälter, in die bas Wafser hochgebrückt unb burch ein geniales System von automatischen Alarm- unb Berieselungsanlagen in die einzelnen Stockw-rke verteilt wird. Ein Heer von Arbeitern und Angestellten hält den Betrieb in Gang. Allein um die Aufzstge in Gang zu setzen ober anzuhalten, ist ein Hauptstarter mit acht Assistenten nötig, benen 35 Mechaniker unb 10 Ueberwachungsleute zur Seite stehen. Gar nicht zu reben von bem Heer ber Putzfrauen, Pförtner unb Fensterputzer. Da stehen die Riesen Chanin, Chrysler, Graybar, Grand Central Palace, all die anderen Wolkenkratzer, in die täglich mehr als 50 000 Menschen ein- und ausströmen. Um diese Gebäude zu heizen, würde man nicht genug Kohlen anfahren können. So entstanden weit davon entfernt gewaltige Heizwerke, bie bie Wärme für biefe „Skyscrapers“ er* zeugen unb burch Rohre zuleiten. Dort, wo sich in anberen ©"bäuben Keller befinben, besitzen bie Wol- kenkratzer Bahnhöfe für bie Untergrunbbahnen und Autobushaltestellen, an benen sich ein Verkehr ab« spielt wie an ben Straß-mkreuzungen europäischer Großstäbte, ba finb Kauslöben aller Art, Gaststätten, wie man sie sonst nur in den Hauptstraßen findet. 1 _ O. S. Llnser Handel mit Oesterreich. In Wien begannen deutsch-österreichische Wirtschaftsoerhandlunoen, die als Folge des Vertrages vom 11. Juli 1936 den deutschösterreichischen Warenaustausch wieder beleben sollen. Der deutsch-österreichische Handel ist weniger von den politischen Ereignissen als von der allgemeinen Schrumpfung des internationalen Warenaustausches beeinflußt worden. Der Rückgang des Warenaustausches bewegte sich also in den gegebenen Grenzen, so der Rückgang der deutschen Ausfuhr nach Oesterreich von rund 160 Millionen Reichsmark im Jahre 1932 auf rund 108 Millionen im Jahre 1935, während die deutsche Einfuhr aus Oesterreich in den gleichen Jahren sogar von 65 5 auf 71 Millionen RM. gestiegen ist. Die Rolle Deutschlands im österreichischen Außenhandel beträgt zur Zeit etwa 16 v. H., während Oesterreichs Anteil an der deutschen Einfuhr rund 2,5 v. 5). ausmacht. Aber das hängt mit den Größen- verhStlnisfen der Länder zusammen. Wtt führen vor allem Fertigwaren nach Oesterreich aus. In der ersten Hälfte des Jahres 1936 erreichte der Anteil deutscher Waren an der österreichischen Einfuhr von Fertigwaren 40 v. H., von Rohstoffen 8 v. H., dagegen gingen 90 v. H. der österreichischen Diehausfuhr im ersten Halbjahr 1936 nach Deutschland, 45 v. H. der österreichischen Lebensmittelausfuhr, 20 v. H. der Rohstoffausfuhr und 13 v. H. der österreichischen Ausfuhr von Luxuswaren. Die beiderseitigen Jnteresien berühren sich also und lassen eine Verbreiterung des Handels mit Oesterreich als wünschenswert erscheinen. Die deutsche Aufnahmefähigkeit für die Erzeugnisse der österreichischen Land- und Forstwirtschaft wie Vieh, Molkereierzeugnisse und vor allem Holz, ist durchaus gegeben, wenn Oesterreich dafür uns einen größeren Teil deutscher Jndustrieerzeugnisse abnimmt. Während die österreichische Ausfuhr nach Deutschland aus wenigen Posten besteht, ist die deutsche Einfuhr nach Oesterreich viel zersplitterter, denn Holz und Molkereiprodukte und Vieh, die Oesterreich in erster Linie in Deutschland absetzt, für die es erleichterte Einfuhrbedingungen wünscht, müssen wir mit hochqualifizierten Erzeugnissen unserer Industrie bezahlen, die sich natürlich sachlich auf viele Gebiete erstrecken. Das ist eine gewisse Schwierigkeit, die sich aber wohl überwinden lassen wird. Für Oesterreich ist ferner wichtig die Erleichterung des deutschen Reiseverkehrs. Unter normalen Verhältnissen nahmen die deutschen Gäste in der Fremdenstatistik Oesterreichs weitaus die erste Stelle ein. Dieser gewohnte Zustand wurde aber unterbrochen durch politische Verhältnisse und Deoisenschwierigkeiten, die Zahl der Besucher aus Deutschland ging gewaltig zurück und verschlechterte die österreichische Zahlungsbilanz. Wir können aber nur den Reiseverkehr nach Oesterreich in erhöhtem Maße zulassen, wenn Oesterreich dafür uns Fertigwaren abnimmt. Für Oesterreich ist die Lage um so schwieriger geworden, als die Tschechoslowakei und Italien ihre Währungen abaewertet haben, Länder, die ebenfalls einen großen Teil der Oesterreich-Reisenden stellten, während der österreichische Schilling stabil blieb. 4 Kreis-Geflügelschau des Kreises Gießen. Watzenborn-Steinberg, 14. Dez. Dom 11. bis 13. Dezember fand in der neu erbauten Dcrlkshalle zu Watzenborn-Steinberg die 4. Kreis - Geflügel ■ Ausstellung des Kreises Gießen statt. Zu gleicher Zeit feierte der hiesige Geflügelzuchtverein sein 25- jähriges Bestehen. Die Kreisvereine hatten rund 350 Tiere, die zum größten Teil aus sehr guten Zuchten stammten, ausgestellt. Eröffnung der Ausstellung. Am Samstagnachmittag eröffnete Kreisgruppenführer Ludwig Heß die Ausstellung. Er wies darauf hin, daß diese Ausstellung in verschiedener Hinsicht bedeutungsvoll sei. Sie solle ein Ansporn zu weiterer Arbeit der Geflügelzüchter im Sinne des Vierjahresplanes fein. Zu gleicher Zeit könne mit der Ausstellung der Verein sein 25jähriges Bestehen feiern. Bedeutungsvoll sei ferner, daß die neu erbaute Volkshalle aum ersten Male in den Dienst nutzbringender Arbeit gestellt sei. Bürgermeister Schäfer überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde und dankte für die Übertragung der Schirmherrschaft zu dieser Kreisschau. Dr. Wagner übermittelte die Glückwünsche der Landesbauernschaft zum vollen Gelingen dieser Veranstaltung. Jubiläumsfeier. Am Samstagabend fanden sich die Mitglieder des Geflügelzuchtvereins Watzenborn - Steinberg aus Anlaß des 25jährigen Bestehens im Saale von Ludwig Schmandt zu einer Familienfeier ein. Vereinsführer K. Philipp IV. wies auf die Bedeutung des Tages für den Verein hin. Er gedachte des Gründers Georg E i f f und übereichte ihm ein Gedenkblatt als äußeres Zeichen der Anerkennung für feine zielbewußte, und aufopfernde Tätigkeit für den Verein. Grünocr Gg. E i f f umriß in kurzen Zügen die Geschichte des Vereins bis zur Gegenwart und gedachte dabei auch der drei treuen Züchter Heinrich Schär er, Karl Häuser und Otto Burger, die im Weltkrieg für das Vaterland fielen. Im weiteren Verlaufe des Abends überreichte Frau L e u n i n g im Auftrage der Frauen des Vereins eine neue Fahne, die der Vereinsführer Karl Phlli; p mit Worten des Dankes und des Gelöbnisses zu weirerer Arbe'.t übernahm. Kreisversammlung. Am Sonntagnachmittag eröffnete Kreisgruppenführer Heß die Kreisversammlung. Zur Heber- nähme der Schau für das Jahr 1937 meldeten sich die Vereine von Lollar, Großen-Buseck und Klein- Linden. Der Ort der Kreisschau wurde durch Stimmzettel bestimmt. Die Veranstaltung des nächsten Jahres fällt an den Geflügelzuchtverein Großen -Bufeck Kreisgruppenführer Heß beschäftigte sich sodann mit der Beitragsregelung und bat, die für die Beitragsabführung gegebenen Richtlinien genau zu beachten. Für die Kreisgeflügelschau 1937 übernimmt der Krüsver- band die Bestellung der Richter; er wird zur ge= gebenen Zeit auch den Termin für diese 5. Krers- schau festsetzen. Oie Ausstellung war im Laufe des Samstags und des Sonntags sehr gut besucht. Die Halle der Ausstellung war mit Hakenkreuzsahnen und Tannengrün reich geschmückt. Die Durchführung der Veranstaltung hatten die Züchter K. Philipp, H. Pfeiffer und Wilhelm S ch w i n dt übernommen und ihr den erfolgreichen Verlauf gesichert. Als Preisrichter fungierten Ludwig M o g k (Echzell), Karl K l i m m e r (Dornholzhausen bei Bad Homburg) und F. R ü h l- mann (Himbach i. H.). Auszug aus derPrämiierungs-Ergebnisliste Abkürzungen: RFG = Reichsfachschaftsehrenpreis; LBE = Landesbauernschaftsehrenpreis; LFG = Landesfachgruppenehrenpreis; E = Ehrenpreis; 1 = 1. Klassenpreis; 2 = 2. Klassenpreis; 3 = 3. Klas- senpreis; g = gut; Z = Zuschlagspreis. Zucht st ämme: Wyandotten, schwarz: Ludwig Klinket, Lollar, sg 1. — Rhodeländer, rot: Friedrich Bauer, Gießen, sg 1. — Italiener, rebhuhnfar- big: Willi Frey, Lang-Göns, g. — Italiener, gestreift: Eduard Dietrich, Hattenrod, sg 1. — Se- bright Bantam: Willi Frey, Lang-Göns, sg 1. — Hühner: Wyandottes, schwarz: Ludwig Kinkel, Lollar, dreimal sg 1, zweimal sg und Z. Silber: Alfred Jung, Großen-Linden, 1 sg E, 2 sg 1, 1 sg 2, 1 sg 3; Blaugold: Justus Frank, Lollar, sg 1. — Rhodeländer: Friedrich V"">er, Gi"ben. 3 fq 1. 3 sg 2, 2 sg 3, 2 sg, 1 sg LBE, 1RFE; Karl Stoll Lang-Göns, sg 1 Z, 1 sg 2. — Sussex, bunt: Otto May, Lang-Göns, 3 sg 1, sg 2, 3 sg, E und Z. — Andalusier, blau: Heinrich Schneider, Wieseck, 2 sg 1. — Italiener, rebhuhnfarbig: Walter Seipp, Lollar, sg 1; Heinrich Höbeler, Gießen, 2 sg 2, sg LBE; Alfred Hahn sg 3. — Italiener,silberhalsig: Wilh. Schlosser, Klein-Linden, sg 1; schwarz: Heinrich Riehm, Lollar, sg 1 Z, sa 2; H. Gröhes, lAr"ß->n- Linden, sg3: Georg Beimborn sg. und E; Wilhelm Zart, Lang-Göns, sg 1; Otto Müller sg 1, sg. — Italiener, weiß: Wilhelm Jung IX., Holzheim, 2 sg 1. !— Italiener, gelb: Georg Eiff, Watzenborn- Steinberg, 3 sg 1, sg 2, sg E. — Italiener, gestreift: Ludwig Heß, Watzenborn-Steinberg, 2 sg 1, 2 sg2, sg E, Z; Eduard Dietrich, Hattenrod 2 sg; Ehr. Ranft sg. — Italiener, rebhf., rosenk.: Karl Dern, Watzenborn-Steinberg sg 1. — Rheinländer, schwarz: Heinrich Reinhardt, Allendorf (Lumda), sg 1, sg 3; Ludwig Hantel, Großen-Linden, sg E; Karl Andermann, Watzenborn-Steinbera, 2 sg 2; Ludwig Menges, Lich, sg 1, sg 3, Z, sg; Wilh. Hantel, Lang-Göns 2 sg 1, sg E, Z; W. Schwindt, Watzenborn-Steinberg 2 sg 2; Heinrich Jost, Großen-Buseck, sg 3; Karl Häuser IX., Watzenborn- Steinberg, sg 1, sg 2. sg; W. Peußer, Watzenborn- Steinberg sg. — Altsteirer, wildfarbig: Otto Eckhardt, Lana-Göns, 3 sg, E. — Leghorn, weiß: Hermann Rau, Klein-Linden, sg 1. — Deutsche Sperber: Ludwig Sommer, Gießen, sg 1, sg. — Brackel, silb er: Karl Eise, Lich, g. — Hamburger, schwarz: Karl Frank, Lollar, 2 sg 1, sg und Z. — Hamburger, Silberlack: Georg Jung, Watzenborn-Steinberg, 2 sg 1, 1 sg 2, sa und E. Wassergeflügel: Coyugo-Enten: Otto Heß, Lang-Göns, 2 sg 1, 2 sg und E. — Khaki-Camp.: Ludwig Heß, Watzenborn-Steinberg, sg 1. — Indische Laufenten: Karl Philipp, Watzenborn-Steinberg, 2 sg 1, sa und RFC. Zwerghühner: Deutsche Zwerge, silberfarbig: Wilh. Schmidt, Wieseck, 2 sg 1 und Z. — Goldfarbig: Otto Weiß, Watzenborn-Steinberg, 2 sa 1. — Langsh an, schwarz: Albert Wiedemann, Lich, 2 sg 1, sg und Z. — Rhodeländer: Friedr. Thün- ken, Gießen, sg 1, sg und E; Heinrich Haas, Watzenborn-Steinberg, sg 2; W. Peußer, Watzenborn- Steinberg, sg 3. — Zwerg-Wyandottes, schwarz: Ludw. Klinkel, Lollar, sg 1, sg und E; Otto Heß, Lana-Göns, sg 1; Georg Lutz, Klein-Linden, 2 sg 1. Weitz: H. Pfeiffer, Watzenborn-Steinberg, sg 1 und Z; Wilh. Schmulbach, Lollar, sg 1. Dunkel: Karl Alles, sg 1, sg. Gold: Joh. Dietz, Großen-Linden, sg 1. Gestreift: Gg. von der Au, Lollar, g. — Hamburger Silberlack: Hans Germer, Klein-Linden, sg 1, sg. — Altenglische Zwergkämpfer, porzellanfarbig: Otto Häuser, Watzenborn-Steinberg, 2 sg 1. — Neuenglische Zwergkämpfer, goldhalsia: Richard Burger, Watzenborn-Steinberg, 3 sg 1. Birken- farbig: Karl Philipp IV., Watzenborn-Steinberg, 4 sg 1, sg 2, sg 3, 4 sg und 2 E. — Rotschecken: Heinrich Ruhl, Garbenteich, sg 1, sg 2; Heinrich Pfeiffer, Watzenborn-Steinberg, sg 1 und Z. Silber- halsig: R. Burger, Watzenborn-Steinberg, sg 1. — Sebright, silber: Ludwig Spuck, Lollar, 2 sg 1, S und Z; Karl Häuser, sg 1. Tauben: Altd. Kröpfer, Tigerschecke: Karl Philipp IV., Watzenborn-Steinberg, 2 sg, und E. Kröpfer Alri, blau: Karl May, Watzenborn-Steinberg, sg 1. Altd. Kröpfer, gelbfahl: Hch. Reitz, W.» Steinberg, sg 1. Hess. Kröpfer, schwarz: Aug. Lenz, Klein-Linden, sg 1. Hess. Kröpfer, rot: H. Jäger, Oberhörgern, sg, E. Engl. Zwergkröpfer, blau: Karl Pitz, Watzenborn-Steinberg, sgl. — Franz. Baa- beiten, weiß: Hch. Ruhl, Garbenteich, 3 sg 1. 2 sg u. E. Bagdetten, Steinheimer: Gg. v. d. Au, Lollar, 3 fg 2; K. Sieg, Münster, sg 1, LFE. Schönheitsbrieftauben, rot: A. Geiß, Lollar, sgl; Gg.Lutz, Kl.-Lin- den, 3 sg 1 u. Z; weiß, mit Hellem Schnabel: Aug. Geiß, Lollar, sgl. Luchstauben, hellblau: W. Frey, Lang-Gons, 2 sgl. — Koburger Lerchen: Wilhelm Biedenkopf, Münster, 4 sg 1 und Z. Nürnberger Lerchen: August Geiß, Lollar, 2 sg 1. — Strasser, blau: Kurt Burger, Watzenborn-Steinberg, sgl; Karl Philipp IV., Watzenborn-Steinberg, 2 sg 1, 2 sg und E. — Thüringer Flügeltauben, blau: Aug. Seibert, Wieseck, sgl und Z; Karl Zimmermann, Lollar, 2 sgl. Thüringer Flügeltauben, schwarz: Karl Zimmermann, Lollar, sg 1. Ziergeflügel. Goldfasanen (Stamm 1,1): Wilh. Böhling, Gießen, sg; Ludwig Heß, Watzenborn-Steinberg, sg 1, Z. Wirtschaft. Schweinemarkt in Gießen. Auf dem gestrigen Schweinemarkt in Gießen standen 56 Ferkel zum Verkauf. Es kosteten 5 bis 6 Wochen alte Tiere 11 bis 13 Mark, 6 bis 8 Wochen alte 13 bis 15 Mark, 8 bis 10 Wochen alte 15 bis 18 Mark, 10 bis 12 Wochen alte 18 bis 24 Mark. Tendenz gut. Rhein-Mainische Börse. Mttagsbörse fest. Fwd. Frankfurt a. M., 16. Dez. Die Börse zeigte am Aktienmarkt eine weiter recht feste Tendenz. Zu den ersten Kursen war die Umsatz- tättgkeit verschiedentlich recht lebhaft. Später ließ das Geschäft aber wieder nach, da weitere Kauf- aufttäge nicht Vorlagen. Durchschnittlich ergaben sich Erhöhungen von 0,50 bis 1,50 v. H. Größere Nachfrage bestand wieder nach Montanwerten bei Befestigungen von durchweg bis zu 1 v. H., Klöckner gewannen 1,50 v. H. auf 126. Auch chemische Werte blieben gesucht, IG. Farben 168,75 (168), Metall- aesellschaft 153,50 (152,25), Goldschmidt 129,50 (128,50), Rütgerswerke 139,25 (139). Von Elektrowerten waren Schuckert 1,75 v. H., Licht & Kraft 1,13 v. H. fester, Lahmeyer und RWE. zogen je 0,50 v. H., AEG. 0,25 v. H. an, während Betula 0,50 v. H. nachgaben. Zellstoffaktien setzten bis 1,65 v. H. fester ein. Recht fest lagen Maschinen- und Motorenwerte, besonders Daimler mit 123,50 (120,50), Junghans plus 2,25 v. H., Rheinmetall plus 1,25 v. H., Muag plus 1 v. H. Im einzelnen gewannen AG. für Verkehr 1,50 v. H., Reichsbank, Holzmann, Westdeutsche Kaufhof und Schiffahrtswerte bis 0,50 v. H. Schwächer lagen auf die Mitteilungen der Verwaltung Kunstseide Bemberg mit 108,25 (111,50). Der Rentenmarkt lag ruhig. Kommunal- Umschuldung (89,90), Zinsvergütungsscheine (94,13), späte Schuldbuchforderungen (98,13) blieben unverändert. Zertifizierte Dollar-Bonds hatten bei einigem Geschäft ebenfalls unveränderte Kurse. Städte-Altbesitzanleihen lagen behauptet. Reichs- anleihe-Altbesitz etwa 116,25. Von Auslandswerten waren Schweizer Bahnanleihen erneut mit dem Minuszeichen angeschrieben. Nach den ersten Kursen ergaben sich am Aktienmarkt verschiedentlich leichte Rückgänge von etwa 0,25 bis 0,50 o. H., so bei einigen Montanwerten, IG. Farben und Metallgesellschaft. In der zweiten Börsenstunde zeigte sich jedoch erneut etwas Nachfrage, so daß die eingetretenen Abschwächungen zumeist wieder aufgeholt wurden und sich darüber hinaus noch mäßige Befesttgungen ergaben. Gebr. Junghans zogen bei lebhafteren Umsätzen auf 118 nach 117,25 an. Von später notierten Werten verloren Scheideanstalt 1 v. H. auf 264, dagegen Zement Heidelberg 163,50 (162). Am Rentenmarkt lagen Altbesitz mit 116,13 bis 116 (116,25) knapp gehalten. Goldpfandbriefe und Kommunal-Obliaationen blieben behauptet. Stadtanleihen und Liquidationspfandbriese lagen uneinheitlich. Abendbörse behauptet Die Abendbörse nahm einen ruhigen Verlauf. Die vorliegenden kleinen Aufträge der Kundschaft betrafen sowohl die Kauf-, wie die Derkaufseite, so daß die Haltung nicht ganz einheitlich, überwiegend aber doch behauptet war. Die Abweichungen betrugen gegen den teilweise schwächeren Mittagsschluß 0,25 bis 0,50 v. H. Kleines Angebot bestand in IG. Farben, die auf 167,75 nach 168,25 (168,25) nach, ließen, auch Verein. Stahlwerke verloren 0,25 v. H. auf 123,90. Im übrigen lagen Montanwerke gut behauptet, Mannesmann hatten mit 119,65 etwas Geschäft. Gefragt waren Th. Goldschmidt, die auf 131 (129,50, aber 130,50 in Berlin) anzogen. Don Maschinenaktien waren Muag zu 134,50 (134,25) angeboten, Daimler gingen auf 122,50 (122,75) zurück. Am Rentenmarkt war das Geschäft bei unveränderten Kursen klein. Don Stadtanleihen notierten 4V2 v. H. Darmstadt von 1926 nach Pause mit 91,25 (92), 4V2 v. H. Mainz von 1928 mit 94 (94,25). Von Auslandsrenten blieben auf festes Paris Silbermexikaner gefragt, 5proz. innere 6,75 (6,50). — Schantung-Handels-AG. erhöhten sich auf 146 (145). U. a. notierten: 6 v. H. IG. Farben 133,75, 4Vt v. H. Darmstadt von 1926 91,25, 4V- v. H. Mainz von 1928 94, 5 v. H. innere Mexikaner 6,75, Commerzbank 108,50, DD.-Bank 109,75, Dresdner Bank 105,50, Buderus 124, Harpener 157, Mannesmann 119,65, Hoesch 119,75, Rheinstahl 151, Verein. Stahl 123,90, AEG. 39,40, BMW. 137,75, Bemberg 108, dement Heidelberg 163,50, Daimler 122,50, Deutsche Erdöl 143,50, Scheideanstalt 264, Deutsche? Eisenhandel 144, Licht und Kraft 149, ELG. 136,50, IG. Farben 168,25 bis 167,75, Felten 141,50, Ges. fürel 143,50, Goldschmidt 131, Holzmann 134,75, Junghans 117,75, Muag 134,50, Moenus 94,65, Schuckert 156,75, Schantung 146. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 16. Dez. (Fwd.) Am Getreidemarkt ergab sich keine Veränderung der Markt- und Preislage. Es notierten ((Betreibe je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W 13 211, W 16 214, W 19 218, W 20 220, Roggen R12 174, R15 177, R 18 181, R19 183 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Braugerste —, Futter- hafer —. Weizenmehl Type 790 W 13 28,20, W 16 28,30, W 19 28,30, W 20 28,65, Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W 20 11,20, Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Soyaschrot —, Palmkuchen —, Erdnußkuchen —, Treber 14,00 Höchstpreise ab Erzeugerstation. Trockenschnitzel —, Heu gut ges. und trocken 5,00 bis 5,50, do. drahtgepreßt 5,40 bis 5,90, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt ober gebündelt 2,40. Tenbenz: ruhig. Frankfurter Schlachkviehmarkt. Frankfurt a. M., 17. Dez. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 158 Rinder (3 Ochsen, 13 Bullen, 114 Kühe, 28 Färsen), 816 Kälber, 118 Schafe, 1394 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 42 bis 45 Mark, Bullen 39 bis 43, Kühe 20 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 40 bis 44, Kälber 28 bis 65, Hämme! 30 bis 45, Schafe 25 bis 32, Schweine 51 bis 57 Mark. — Marktverkauf: Rinder und Schweine zugeteilt, Kälber mittelmäßig, Hämmel und Schafe ruhig. Schweinemarkt in Schotten. * Schotten, 16. Dez. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 188 Ferkel aufgetrieben. Bei schleppendem Handel verblieb geringer Ueberstand. Es wurden bezahlt für 6 bis 7 Wochen alte Tiere 13 Mark, 8 bis 10 Wochen alte 17 ML, 11 bis 13 Wochen alte 25 Mk. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. ___________________________Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe Der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., yranfiun a. Äl. Berlin Franklurt a.M. Lerlin ffranttun a. M. Serlin Schluß« kurS tocpiunl Abend- bSrlr Schlußkurs ^chlußk. Mittag« Mrfe Schlußkurs Schluv!. Abend- börs Schluß« für« Schluss. Millag« hört Schluß, fürs Schluß. Abend- bnrf • Schluß« lur» Schlußk. Mittag, Datum 15 12 16 1 b 1 16 12 Calum 15.12 16-12 15-12. 16.12. Datum 15-12 16.12. 15 12 16.12. 5% Deuliche tJieicheaniethe v. 1927 4% Deutsche zHeirfieani. von 1934 6/i% Dviing-Anleihe von 1930 .. Seutiche Anl.-Ablöl.-Schuld mit Auslm.-Rechten ............ 4/t% Deutsche RelchSpostlchatzan Weisungen von 1934, 1 ..... 4/i% ehern. 8% Hessischer BolkS ftaat 1929 (tüdjahlb. 102%) .. 4/i% ehem.8% Hessische Landes 6ani Darmstaot Gold R. 12... 6/i% ehe in 4'/,% Heis. Landes Hypothekenbank DarmstantLian */i% ehern. 8% Darmst. Komm Lanoesb.Goldichuidverlchr R.i Oberhessen Provinz-Anleihe ml Aurloi.-Rechten ............ Deutsche Komm. Eammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslo».-Rechten 4/i% ehem.8% Franks. Hyv.-Ban Goldpfe. 15 unkündbar bis 193? 6%% ehern. 4*4% Franks. Hyp Bank-Liqu.-Pfandbriese...... 654% ehern. 4*4% Rheinische Hhp.-Bank-Ligu.-Goldpfe. ... 4/i% ehern. 8% Pr. Lanoespfanb oriefanftalt, Pfandbriefe R 19 4/i% ehern. 7% Pr. Landespfand briefanst., Gold Komm. Chi. 20 Kteuerguttch.BerrechnungSk. 84-38 4% Oesterreichtsche Goldrenle... 4,20% Cefterreichliche Silberrente 4% Ungarische Goldrente ....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4/i% desgl. von 1913......... 6% abgeil. Goldmexikaner von HL 4% Türkische Bagdadbahn-A^che Serie l................... 101,1 97,75 102 116,25 99,8 98,75 97 100,6 93,13 122,25 97,25 100,6 100,65 97,5 95 109,9 6,9 101,1 97,8 102 116 99 8 98.75 97 100.6 93,13 97 25 100.5 100.65 97.5 95 109.9 6,9 6 101,1 97,75 116.25 99,8 121,75 97.25 100,75 97,5 95 110 21,13 1,85 6,8 5,75 8,75 101 97,8 101,9 115,9 99,8 121,75 97,25 100 65 97.5 95 110 22 25 1.9 6.8 5,8 6,25 9 4% oeegi. Serie h ............ 5% Ruinän. vereinh. Rente v. 1903 4^,%Numan.vereinh.Rentev.iS13 4% Rumänische vereinh. Rente . - /*% Anatolier .............. Hamburg-Amertka-Paket o vamburg-Südam. Damvfschiff. o Norddeutscher Llvyo .........o 2>-G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz, und Privat-Bank ... 4 Deutsche Bank und Disconto« Gesellschaft................ 4 Dresdner Bank............. 4 Bekula..................... g iSIcfti. LieferungSgesellschaft... 6 Licht und Kraft ............. 7 Feiten L Guilleaume......... 4 siesellsch.f.Elettr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ 6 Rhein. Wests. Elekrr.......... g Schuckert S Co............... g Siemens & Halske............ 8 Lahmeyer & (So......... 7 BuderuS ............ . Deutsche Erdöl .............. 4 Haroener................. 2% Hdenii Eilen—Köln-Neuessen .. 8 Ilse Bergbau ............... 6 alle Bergbau Genüsse........6 Klöcknerwerke ............... 8 Mannesmann-Röhren........8 9,65 5,275 26,5 14,65 14,9 121,75 108,5 109,25 105,75 173,5 136 149,5 139,75 144 133 156,5 192.75 137,9 123,5 143.5 157,5 119 175 145 124,5 118,75 9,5 27 15.13 15.5 123,25 108,5 109,75 105,5 187 173 136,5 149 141,5 143.5 134 75 141 156 75 194 138,4 124 143,5 157 119.75 145,5 126 119,65 6,3 9,5 5,3 26,4 15,25 38 15,25 122,25 124 108.25 109 105,5 187 173,25 135,75 149,5 139,9 142,75 130,25 134.5 156.25 193.5 137,75 123,5 143 25 157.75 119,4 176 145 125,25 118,4 9,6 5 3 27 15,5 38,5 15,4 123 124 108,5 109,75 105,5 187,5 173 136 5 149,5 141,5 143 135,75 139.75 157,25 194 137,75 124 143,13 157 119,5 178 145 126,4 119, 65 ManSseider Bergbau....... 6/i Kokswerke .................. 6 Rheinische Braunkohlen ..... 12 Rheinstahl.................. 4 Bereinigte Stahlwerke......8% Ctavi Minen .......... 0 Kaliwerke Aschersleben........6 Kaliwerke Westeregeln........5 Kaliwerke Salzdetfurth.....1/s I. G. Farben-Inoustrte.......7 Scheideanstall...............9 Goldschmidt ................ 5 Rütgerswerke ............ 6 Metallgeiellschaft............. 6 Philtvv Holzmann........... 4 Zementwerk Heidelberg ...... 7 Cementwerk Karlstadt......... 6 Schultheis Payenhofer .......4 Atu (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg...................6 Zellstoff Waldhof ............6 Zellstoff Aschaffenburg .......0 Teiiauer Gas ............... 7 Daimler Motoren............0 Deutsche Linoleum........... 8 Lrenstein & Koppel ..........0 Westdeutsche Kaufhof.........0 Cb ade......................9 Accumulatoren-gabrik....... 12 Eonti-Gummi......... 11 Grttzner....................0 Mainkrastwerke Höchst a.M>... 4 Süddeutscher Zucker........ 10 151,25 123,5 24,13 133,5 183 168 265 128,5 139 152,25 134,25 'S 111,5 162 140,25 120,5 159,25 60,65 226 159 ?■ 203,5 218,25 151 123.9 25,13 135,5 134,9 184 167,75 264 131 139,25 153 134,75 108 164 141.9 122,5 162 61 227 159 203,5 152,5 138,5 218,25 150,5 123.9 24,13 135 133,5 183,5 168 128,5 139,25 151,5 l'-z 100 110,5 162,9 140 109,65 121 160 90 60,5 227 159 34,25 203 i 152,5 140,25 219,75 151,25 124,25 25 135,5 135 184 168,25 130,5 140 153,5 102,65 57 108 164 141 9 109,75 122 75 162,13 90,65 61 231,5 196,5 159,5 34,75 Lombardzinsfuß 5 v. H. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. ZIL 15. Oezem er 16-Dezember Am liche Jlotierung Geld | Brief Amtliche Geld Notierung Srie jueno» tiu. Brüssel ... Hio de Ian. Sofia ..... Kopenhagen Danzig .... London.... Helsingfor». Paris ..... Holland ... Halten .... 3aoan ..... .Ingostawien Oslo..... Men...... Lisiabon... Stockholm.. Schweiz ... Spanien... Prag...... Budapest .. lieuyork ... 0,753 42,04 0,149 3,047 54,48 47,04 12,20 5,385 11,605 135,40 13,09 0,708 5,654 61,32 48,95 11,08 62,90 57,17 20,23 8,751 2,488 0,757 42,12 0,151 3,053 54,58 47,14 12,23 5,395 11,625 135,68 13,11 0,710 5,666 61,44 49,05 11,10 63,02 57,29 20,27 8,769 2.492 Banknoten. 0,753 42,05 0,149 3,047 54,56 47,04 12,215 5,395 11,62 135,47 13,09 0,710 5,654 61,41 48.95 11.095 62 99 57,18 20,23 8,751 2,488 0,757 42,13 0,151 3,053 54,66 47,14 12,245 5,405 11,64 135,75 13,11 0,712 5,666 61,53 49,05 11,115 63,11 57.30 20,27 8,769 2,492 Äernn,16 Dezember (Md Brief Amerilannche Roten.............. Belgische Roten.................. Dänische Noten ................. Englische Noten ................. ^ranzöstsche Noten............... Holländische Noten............... Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. Deutsch Cefteneid), i 100 Schilling Rumänische Noten......... ..... Schwedische Noten............... Schweizer Noten................. Spanische Noten................. Ungarische Noten................ 2,45 41.92 54,40 12,19 11,57 135,14 61,25 62,82 57,03 2,47 42,08 54,62 1223 11,61 135,68 61,49 63,08 57,25 W Ul <:;>V MW» Eil 's • / H- M___A-^M yM "'^g C^l Nr. 295 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Donnerstag, (7. Dezember (956 gemacht. Hier sind neben den Zimmern für die ärztliche Untersuchung und Behandlung auch Zimmer für die Patienten eingerichtet worden. Es ist ihrer Pferde lassen erkennen, wie sehr ihnen Helfer und Begleiter Aus dem Bereich des hinüber zu dem Bezirk, unauf« ö r. Oetker' s Rezeptbuch Links: In der Kraftfahrzeug-Reparaturwerkstatt des Jnf.-Regts. 116. Rechts: Beim Billardspiel nach der Mittagspause. — (Aufn. [2]: Pfaff, Gießen.) 85. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) sie schreibt: Und so bitte ich Sie denn, meine Während an unserem Wege eine Gruppe von Rekruten am MG. übt und andere Abteilungen stramm beim Fußexerzieren sind, blicken wir uns zunächst Dienst Herzen „Hafermotors" gehen in dem der Treibstoff der am haben wir schon öfter berichtet. Deshalb wollen wir heute diese Seite unserer Umschau in der 116er Kaserne außer Betracht lassen. Dafür sei unseren Lesern einiges erzählt, was sonst nicht so stark in den Vordergrund tritt, aber für die Schlagfertigkeit unserer modernen Infanterie nicht minder bedeutsam ist, als die gute Handhabung der Kampfwaffen. die zugehörigen Fahrzeuge ihre Heimstatt in Kaserne haben. Hier kann man sich in sehr schaulicher Weise einen Begriff machen von unoer« B. für diese treuen liegt. wir und der ander des Ma- usw. Ach tet Rat fü/i’s Backen: Denken Sie daran, daß man zum Füllen von Suchen und Torten sowie zum sparsamen Backen überhaupt mit großem vorteil Dr. Oetker's Pudding» und Soßen» pulvec verwendet. Eie finden gute Rezepte hierfür In sich in den letzten Wochen so viel Schweres für mich ereignet, daß ich keinen sehnlicheren Wunsch habe, als gerade mit Ihnen, als meiner ältesten und treuesten Freundin, darüber zu sprechen..." Frau Charlotte sah auf. „Was sagst du dazu, Inge?" „Ich sage, daß du auf jeden Fall hinfahren sollst, Mutter! Ganz abgesehen davon, daß es dir auch einmal recht gut täte, hier heraus und wieder unter Menschen zu kommen,- scheint Frau von Bergmann deinen Besuch wirklich dringend zu erwarten! Weißt du was, gleich morgen früh fahren wir zusammen in die Stadt!" Erholungsstunden nach anstrengendem Dienst. lieber die Ausbildung mit der „Braut" Infanteristen, dem Gewehr, oder mit dem schinengewehr ober am Infanteriegeschütz liebe, alte Freundin, mir mein langes Schweigen nicht Übelzunehmen und mich trotzdem bald einmal wieder in meiner Einsamkeit zu besuchen! Wenn es Ihnen möglich wäre, erwartete ich Sie am liebsten schon in den nächsten Tagen. Es hat Olga Willnoff! Seltsam, daß er all die Zeit über kaum an sie gedacht hatte! Hatte es nicht Tage gegeben, vor ganz kurzem noch, an denen sie von früh bis spät in seinen Sinnen war, an denen er sogar gedacht hatte, sich mit ihr zu verloben, sie zu seiner Frau zu machen?--Wie hatte Gerhard sich doch über sie geäußert? „Ein eitles und nicht ganz ehrliches Geschöpf!" hatte er gesagt. Und ehrlich war sie gewiß nicht gewesen! Freilich verstand er auch jetzt die Zusammenhänge noch nicht, --daß sie behauptet hatte, Rammelt in Oberhof treffen zu wollen, obwohl dieser keinen Augenblick dort zugebracht hatte! Aber irgend etwas stimmte da nicht! Er fühlte es, Olga hatte nicht ehrlich und uneigennützig an ihm gehandelt ... Unwillkürlich drängte sich das ruhige, stille Gesicht seiner Sekretärin in seine Gedanken. Inge Schlicht war so ganz anders wie die anderen Frauen, die seinen Weg gekreuzt hatten! Er hatte sie nur nicht so recht erkannt, weil ... nun vielleicht eben weil sie seine Sekretärin war! Sie hatte seine Arbeiten für ihn erledigt, seine Anweisungen durchgeführt, — und wie gut durchgeführt! — aber nie war sie ihm als Frau erschienen! ... Er sah sie plötzlich wieder vor sich, wie sie ihm mit Tränen in den Augen zuhörte, als er sich ihr gegenüber ausgesprochen hatte. Wie wohl hatte es ihm in dieser Stunde getan, ihre beruhigende Stimme zu hören, ihre Teilnahme zu fühlen! Ein heißer Wunsch, sie wiederzusehen, wurde in ihm wach. Aber er war ja nicht mehr frei, er konnte ja nicht mehr tun, was er wollte! Und wie lange noch, und er würde vielleicht die Untersuchungszelle mit dem Gefängnis, ja mit dem Zuchthaus vertauschen müssen ... Wieder überwältigte ihn die Verzweiflung. Brennend waren seine Augen auf das Gitterfenster gerichtet, durch das schwaches Licht in die Zelle fiel, sie noch trostloser machte. Kraftlos, unsäglich müde, sank er schließlich auf bas schmale Bett, bas neben bem hölzernen Stuhl bie einzige Ausstattung ber Zelle ausmachte. Da---ein Helles Klingeln ber Schlüssel! Schritte, bie näher kamen! Im Augenblick hatte er sich aufgerichtet. Vielleicht kam man zu ihm, machte ber Ungewißheit ein Ende! in ben Stallungen bes Reiterzuges und der bespannten Abteilungen um. Hier sieht man in aller Vollendung den Dienstbetrieb einer berittenen Truppe, also gewissermaßen Kavallerie im Verbände der Infanterie. Da wird, ebenso wie bei unseren Artilleristen, mit aller Liebe und Sorgfalt der Dienst am Kamerad Pferd erfüllt. Da sehen wir prächtige Tiere, deren Anblick bei jedem Pferdefreund Helle Freude auslöst. Gute Kameradschaft zwischen Soldat und vierbeinigem Kamerad offenbart sich dem aufmerksamen Beobachter an vielerlei kleinen Einzelheiten; da guckt das Pferd mit gespannter Aufmerksamkeit nach seinem Betreuer; es spitzt erwartungsvoll die Ohren, wenn stallfremde Besucher in bie Nähe kommen, von benen ber vierbeinige Kamerad anscheinend ein kleines Mitbringsel erwartet; es stellt sich willig bereit für seine Arbeit unb schnuppert auch angeregt hinüber nach ben Säcken mit Hafer unb nach bem Wagcn mit köstlichem Heu. Unb bie Solbaten als gute Kameraden von denen sie für ihre späteres Berufsleben vielfältigen Nutzen erwarten können. Natürlich müssen die Soldaten in diesen Betrieben geschickte, anstellige Männer ihres Handwerks sein, Stümper oder Nichtskönner haben hier keinen Platz, denn gerade in diesem Zweig des Truppendienstes gilt ganz besonders der Grundsatz der Qualitätsarbeit. * Eines der großen Wohnhäuser in der Straße „Am Kugelberg", das noch vor einigen Jahren Familienwohnungen von Unteroffizieren enthielt, ist für den Sanitätsdienst des Regiments eingerichtet worden. Ein zweckentsprechender Umbau im Innern hat das Gebäude für diesen Dienstbetrieb geeignet überragenden Bedeutung, die das Kraftfahrwesen beim Dienst der modernen Infanterie hat. Lange Reihen von Fahrzeugen aller Art, die Betriebseinrichtungen einer Großgarage mit allem Zubehör, die vielseitige Zweckgeftaltung des ganzen Betriebs usw. offenbaren, daß die Infanterie, die „Königin ber Schlachten", in ihren motorisierten Abteilungen einen ganz hervorragenben Zuwachs an militärischer Schlagkraft erhalten hat. In enger Verbindung mit biesem Dienftzweig steht eine Kraftfahrzeug-Reparaturwerkstatt, bie mit allen Schikanen eines der- artigen technischen Betriebs eingerichtet ist und in der die Soldaten der einschlägigen handwerklichen Berufe eine Betätigungsmöglichkeit haben, bei der sie im Rahmen ihrer Militärdienstzeit die Möglichkeit der beruflichen Arbeit und Weiterbildung genießen, die für ihr späteres Leben von großer Bedeutung sein wird. Autoschlosser, Motorenschlosser, Spengler, Schweißer, Schmiede. Elektrofachleute, Schreiner, Wagner, Sattler usw. haben in diesem militärischem Dienstbetrieb berufliche Entfaltungsmöglichkeiten, die es noch vor einigen Jahren bei der Truppe nicht gab, die aber den jungen Menschen dieser Berufe, die gerne immer mehr lernen möchten, Anreiz sein sollten, ihrer militärischen Dienstpflicht an einer solchen Stätte zu genügen. In gleicher Weise lehrreich und interessant ist der Handwerksbetrieb in der Waffenmeisterei, in der den jungen Manern im Soldatenkleid ebenfalls Fortbildungsmöglichkeiten an die Hand gegeben werden. „Backen macht Freude", preis 20 Pfg., wo nicht erhältlich, gegen Macken von v r. D u g u Jt ©elfte, Blelejelö. wir find auf dem Markusplatz. Es regnet , hörlich. Wir gehen in den Dogenpalaft. Im Hofs des Palastes spielt unser Spielmanns- und Musikzug, sowie der Fanfarenzug des DJ. Bei der Besichtigung des Dogenpalastes denke ich unwillkürlich an Grillparzer, der in feinem Tagebuch auf der Reise nach Italien 1819 schrieb: „Es ist vielleicht kein Ort in der Welt, wo das Altertum mit solcher Lebendigkeit den Menschen anspräche. Rom ist tot, ein herrlicher Leichnam, aber Venedig regt sich noch und dehnt seine Riesenglieder zum unfreiwilligen Abschied aus dem Leben. Wer nicht sein Herz stärker klopfen fühlt, wenn er auf dem Markusplatze steht, der lasse sich begraben, denn er ist tot, unwiederbringlich tot. Dieser Palast des Dogen, ein Bild der Republik und der Stadt, mit seinem unförmlichen Körper auf den Stützen wunderlicher Säulen und Bögen ruhend, vereinend die Starrheit in seinen ungefügen, unbeworfenen Wänden mit hier etwa ein kleines Lazarett entstanden, in dem die kranken Mannschaften des Regiments gut untergebracht find und alle fürsorgliche Pflege genießen, die zur Wiederherstellung ihre Gesundheit erforderlich ist. Der Besucher kann die erfreuliche Wahrnehmung machen, das die segensreichen Fortschritte der Wissenschaft und der Krankenhausbehandlung auf die „Revierstube" in weitgehendem Ausmaß Anwendung gefunden haben. * lieber die Kasernenhöfe und an den bekannten Wohngebäuden vorbei führt uns unser Rundgang zum Schluß noch nach den Wirtschaftsgebäuden mit den Küchen und Speisesälen unserer Infanteristen. Aurch hier können wir die alle Soldatenväter und Soldatenmütter erfreuende Beobachtung machen, daß ihre Jungens bei den 116ern gut dran sind. Für ihre Freizeit stehen schöne Räume zur Er- Mit der Hitlerjugend in Italien Erinnerungen eines Gießener Hiilerjungen. Von Frih Völzing, Gießen. Wege im Rebel. Vornan von Käthe Mehner. (Copyright by Auswärts-Verlag, Berlin SW 68.) Er zitterte fast, als die Schritte in der Tat vor seiner Zellentür Haltmachten, der Schlüssel sich im Schloß drehte. Ein Beamter rief etwas herein. Es klang wie „Besuch für Sie, fünf Minuten gestattet!" Dann sah er, daß Inge Schlicht auf der Türschwelle stand. Einen Augenblick stand er wie gebannt von der Überraschung, streckte ihr dann beide Hände entgegen: „Fräulein Inge! Daß Sie gekommen sind! Nie werde ich Ihnen das vergessen, nie!" Tiefbewegt sah sie zu ihm auf: „Glauben Sie denn, ich hätte Sie im Stich ge- taffen? Das ist doch ganz selbstverständlich, Herr Generaldirektor!" „Vielleicht doch nicht ganz so selbstverständlich", murmelte Walter Brand. „Wissen Sie nicht, daß der Mensch, der im Unglück ist, meistens von seinen Freunden verlassen wird? Aber sprechen Sie, bringen Sie mir etwas Neues mit? Ist irgendeine Klärung eingetreten?" "Leider scheint es nicht so!" gab Inge traurig zurück. „Allerdings habe ich in der Zwischenzeit noch mit niemandem gesprochen. Ich komme jetzt geradewegs von zu Hause, las nur unterwegs von Ajtjrer Verhaftung und bin dann gleich hierher geeilt!' "Wie gut von Ihnen, Fräulein Inge! Wie gut von Ihnen!" Innig ergriff er ihre Hand. 3nge errötete. Alles in ihr schlug diesem Manne entgegen. Am liebsten hätte sie es ihm laut ent- Zegengerufen, daß sie ihn liebe, nur ihn allein liebe! Aber sie fühlte, daß sie die Stunde nicht ausnützen dürfe. Mußte er nicht denken, daß sie feine Schwachheit ausnutzte, daß sie das Mitleid gebrauchte, um---Nein! Gerade jetzt sollte'er ihr restlos vertrauen dürfen, wie man einer Schwester vertraut. Leise, unmerklich fast entzog sie ihm ihre Hand, begann dann zu sprechen, erzählte ihm von der alten Freundschaft ihrer Mutter mit Frau von Bergmann,--daß diese heute morgen dorthin gefahren sei,--daß sein Bruder Gerhard alles für ihn tun werde, daß alle Hoffnung gewiß nicht verloren sei ... (Fortsetzung folgt!) Ltmschau in der Bergkaserne unserer 116 er Goldaiendienst mit Waffe und Handwerksgerat. „Ist dieser Dr. Rammelt nicht mit einer gewissen Sanna Heller verlobt?" fragte Frau Charlotte. „Ja, das ist ja eben das Häßliche!" rief Inge eifrig aus. Dr. Rammelt ist mit Sanna Heller verlobt und tut verliebt mit einer andern, und Olga Willnoff wiederum macht den Generaldirektor glauben, niemand als nur er existiere für sie auf der Welt und läßt sich spät abends von Ralf Rammelt in ein schlecht beleumdetes Nachtcafe führen! Obendrein macht sie Walter Brand auch noch vor, sie befinde sich seinetwillen in Oberhof! Ich verstehe das alles nicht!" Schweigend sahen die beiden Frauen eine Weile vor sich hin. Unwillkürlich schrak Inge zusammen, als die Gartentüre ging und schwere Schritte auf dem Weg hörbar wurden. Es war jedoch nur der Postbote, der einen Brief für Frau Charlotte gebracht hatte. Prüfend betrachtete die alte Dame die feine Schrift auf dem schmalen Briefbogen. Rief dann plötzlich erfreut aus: „Nein, sieh doch, Inge! Ein Brief von meiner lieben, alten Freundin Amalie von Bergmann!" Dann, nach einer Weile, während der sie mit der Lektüre beschäftigt war, sah sie nachdenklich auf: „Das ist ja eigenartig!" murmelte sie. „Was ist denn eigenartig, Mutter? Schreibt Frau von Bergmann etwas Besonderes?" fragte Inge, sich über den seltsamen Gesichtsausdruck ihrer Mutter wundernd. „Frau von Bergmann lädt mich ein; auf ein paar Tage zu ihr zu kommen! Höre selber, was zugleich als eine Auszeichnung anfehen, sich in diese soldatische Gemeinschaft einzureihen und mit Freude und in Ehren das Soldatenkleid zu tragen, das einst der Stolz ihrer Väter war und das jenen, wie auch ihnen selbst, Jahre des schönsten und geßlichen Erlebens gewährt. XX. Ruhelos schritt Walter Brand in der engen, schmalen Untersuchungszelle hin und her, hin und her. Starr blickten seine Augen geradeaus, starrten und starrten, als könnten sie die Wände durchdringen, die sie von der Außenwelt trennten. Wieder und wieder sah er die furchtbare Szene des verhängnisvollen Abends vor sich. Den nebeligen, vom trüben Licht der Laternen kaum erhellten Platz vor dem Institut,--die unheimliche Dunkelheit an der Hafenmauer--wie der Körper dort scheinbar leblos am Boden gelegen hatte! Wie er selber dann gelaufen war, gelaufen, als ging es um fein Leben! Und jetzt? Oh, warum hatte er nur nicht gleich den wahren Tatbestand auf der Sanitätswache erzählt! Jetzt wuchs das Verschleiern drohend gegen ihn auf, drohend, ihn zu vernichten! Walter Brand blieb stehen, preßte die Fäuste gegen die Schläfen. Ein dumpfes Stöhnen brach aus ihm heraus. Angst packte ihn, wahnsinnige, rasende Angst. Wie, wenn man ihn wirklich verurteilte?! Wenn Ralf Rammelt starb? Wenn man ihn zum Tode verurteilte wegen Mordes?! Sprachen nicht alle Umstände gegen ihn? Jeder kannte den Gegensatz, in dem er zu dem Bevollmächtigten als dem Sachverständigen der Gegenpartei des Prozesses stand. Der Kommissar selbst war durch den Justizrat von dem Auftrag Olgas, mit Rammelt wegen des Gutachtens zu verhandeln, unterrichtet. Dabei war Olga Willnoff nirgends zu finden, obwohl gerade sie vielleicht zu feinen Gunsten würde ausfagen können! Langsam nahm Walter Brand seine Wanderung wieder auf. Ein Werktagsbesuch in einer Kaserne, wenn der mWärische Betrieb in vollem Umfange läuft, ist immer' eine interessante Angelegenheit. War schon in den Jahren des 100 000-Mann-Heeres die Liebe zur Wehrmacht ein besonders charakteristisches Merkmal aller nationalen deutschen Menschen, so ist dies jetzt, da wir dank unserem Führer die allgemeine Wehrpflicht für die junge deutsche Mannschaft wieder haben, in noch weit größerem Maße der Fall. Sicherlich möchten viele Volksgenossen oft ihre Schritte durch die Kasernen lenken, wenn die Soldaten beim Dienst sind. Aus begreiflichen Gründen ist das nicht möglich, so daß die Soldatenfreunde in Stadt und Land sich damit begnügen müssen, wenn ihnen nach Besuchen von Presse- männern in den Kasernen aus dem Militärleben von heute erzählt wird. Die Verbundenheit mit unseren Soldaten, die den deutschen Menschen in Fleisch und Blut sitzt, wird durch derartige Einblicke in das Soldatenleben sicherlich weitere Vertiefung erfahren und hoffentlich auch bei manchen jungen Männern den Wunsch erwecken, möglichst bald zu den feldgrauen Waffenträgern der Nation zählen zu können. * Nachdem wir am Dienstag in unserer Gießener Artilleriekaserne Umschau gehalten und gestern davon berichtet haben, galt unser Weg am gestrigen Mittwoch der Kaserne unseres Infanterie-Regiments 116. In Begleitung des Regimentsadjutanten wandern wir durch die verschiedensten Dienftbetriebe der Kaserne, beobachten die Ausbildung der Rekruten, schauen uns in den Ställen und in den Fahrzeughallen um, besuchen die emsig schaffenden Soldaten in der Waffenmeisterei und in den Werkstätten, lassen den Dienstbereich der Sanitätsabteilung nicht unbeachtet und statten auch den Wirtschaftsgebäuden, der Küche und den Speisesälen der Mannschaften einen Besuch ab. Ueberall empfangen wir die erfreulichsten Eindrücke von dem Dienftbetrieb bei unserem Regiment, sehen wir junge Männer mit aller Hingabe und Freude sich im Waffendienst üben und werden auch Zeuge der II* 17. September. Um 5.30 Uhr wird geweckt. Es regnet ein wenig. Abmarsch zum Bahnhof von Padua. Gegen 7 Uhr fahren wir nach Vene- d i a. Avantgardisten, die zum Empfang auf dem Bahnsteig angetreten sind, spielen bei der Ankunft unseres Zuges die deutschen Nationalhymnen. Wir antworten mit dem Königsmarsch und der Gio- vinezza. Im strömenden Regen — unten Wasser, von oben Wasser — geht es durch Venedig, dessen Kuppeln, Türme und Marmorpaläste aus dem Wasserspiegel schimmern. Ein kurzer Marsch, und * Teil I im Gießener Anzeiger Nr. 293 vom 15. Dezember. holung offen. Große Speisesäle, freundlich ausgestattet, dienen zur Einnahme des Mittagessens und für die übrigen Freistunden des Alltags, auch zum geselligen Aufenthalt. Der Küchenbetrieb ist hervorragend im Schuß. In riesigen Kesseln werden dis Mahlzeiten bereitet, die kräftig und schmackhaft sind. Bei unserem Besuche verzehren die Männer der 116er eine prächtig duftende Linsensuppe mit einem anständigen Stück Wurst, und wem mit einem Zug nicht genügt ist, der kann selbstverständlich „kapitulieren", natürlich nur für die Suppe. Wir möchten sogen, daß wohl mancher der jungen Feldgrauen daheim bei Muttern nicht so kräftig und so ausgiebig „einhauen" kann, wie es ihm hier geboten ist. Und daß auch die Fettigkeiten, die in diese mehrere hundert Liter fassenden Suppenkessel kommen bzw. in Gestalt von Wurst verabreicht werden, sehr gewichtige Brocken darstellen, sei ebenfalls hervorgehoben. Wie die Mittagsmahlzeit, so ist natürlich auch das Abendessen durchaus geeignet, einen gewichtigen Appetit zu befriedigen. Kurzum: auch nach dieser Richtung chin sind unsere Soldaten gut aufgehoben. * Das Soldatenleben, eine Ehre und berechtigter Anlaß zum Stolz für alle waffenfähigen jungen Männer, erfordert natürlich einen ganzen Kerl. Es wird aber auch in sehr erfreulicher Weise von der Leitung des Heees und von der Führung der Truppenteile alles getan, um den jungen Männern im feldgrauen Ehrenkleid den Dienst für das Vaterland so angenehm wie möglich zu machen. Freilich, ein Töchterpensionat ist die Kaserne nicht. Aber sie ist eine Einrichtung, in der es sich bei gewissenhafter und treuer Pflichterfüllung gut leben läßt und in der der Geist der guten Kameradschaft überall zu Hause ist. Jeder waffenfähige junge Deutsche muß es daher als eine Gunst seines Lebens und renz teil. Nach der Empfangsfeierlichkeit besichtigen wir den Palazzo Vecchio. Wir HJ.-Karneraden haben uns während unseres Aufenthaltes in Florenz die Herzen der Bevölkerung erobert. Wenn das Dröhnen der Jungvolk- Trommeln und die schmissigen Klänge des HJ.-Mu- sikzuges in den Straßen der alten Stadt ertönen, dann sammelt sich sofort die Bevölkerung und bekundet uns ihre Sympathie. Sie alle wollen die „Giovani Hitlerieri" sehen. (Fortsetzung folgt). Freiwillige für das Regiment <5?nero( Göring. DND. Das Reichsluftfahrtministerium gibt bekannt: Anfang Oktober 1937 erfolgt die nächste Einstellung von Freiwilligen im Regiment General Göring (motorisiert); Standort Berlin. Alter: 18 bis 25 Jahre; Größe: nicht unter 1,68 Meter. Voraussetzung für die Einstellung ist, daß her Bewerber a) die deutsche Staatsangehörigkeit (Reichsangehörigkeit) besitzt, b) wehrwürdig ist, c) tauglich ist, d) nicht Jude oder Mischling ist, e) I gerichtlich nicht vorbestraft und auch sonst unbe-. schölten ist (auch schwebende Gerichtsverfahren schließen die Einstellung aus), f) unverheiratet ist, g) - Die Weihnachtsplakette ist dal Me Im Vorjahre, wird durch das WHW. auch diesmal wieder als Dezember-Plakeile ein kleines Schmuckstück zum Vertrieb gebracht, das wegen seiner Schönheit und Bedeutung für das Weih- nachtsfest in allen Bevölkerungskeilen den größten Anklang finden wird. Die im Vorjahre, haben sich auch für die kommenden Tage wiederum die Jüngsten unseres Volkes, die Hitlerjugend, als Verkäufer und Sammler zur Verfügung gestellt. Denn daher in den nächsten Tagen — die Sammlung läuft von Freitag, 18., bis Sonntag, 20. Dezember — sich unsere hiklerjungen und BDM.-rNädel an jeden einzelnen Volksgenossen wenden, so appellieren wir an die Opferfreudigkeit unserer Bevölkerung, aus Anlaß der Weihnachtszeit noch mehr Abzeichen als sonst ab- zuvehmen. Jeder Volksgenosse, der ein oder mehrere von diesen Abzeichen erwirbt, möge bedenken, daß er mit feiner Gegenleistung dem WHW. des deutschen Volkes ermöglicht, unseren hilfsbedürftigen Volksgenof- fen zu helfen. Unsere Bemühungen sind seht besonders stark darauf eingestellt, jedem Volksgenossen das Gefühl zu geben, daß wir eine große verschwo- Aus der Provinzialhauptstadt. die Gewähr bietet, daß er sederzeit rückhaltlos für den nationalsozialistischen Staat eintritt. Dem Bewerbungsgesuch ist beizufügen Lebenslauf, Freiwilligenschein bzw. beglaubigter Auszug über Seiten 1' und 3 bis 5 des Wehrpasses und zwei Paßbilder in bürgerlicher Kleidung ohne Kopfbedeckung. Freiwillige der Jahrgänge 1915 bis 1919 werden im April 1937 zur Erfüllung ihrer Arbeitsdienstpflicht herangezogen. Meldeschluß für die Herbsteinstellung ist der 15. Januar 1937. Gesuche, die nach diesem Termin eintreffen, können nicht mehr berücksichtigt werden. Für jeden wehrfreudigen jungen Deutschen ist es eine Ehre und Auszeichnung, wenn er im Regiment des Oberbefehlshabers Der Luftwaffe, General Göring, dienen darf. Die Beförderungsaussichten , und die Möglichkeit der Weiterverpflichtung auf i zwölf Jahre sind im Regiment General Göring für . tüchtige Soldaten besonders günstig. I Die Freiwilligen können entsprechend der Vielseitigkeit des Regiments General Göring als Infanteristen (Jäger), Flak - Artilleristen, Pioniere, Kraftfahrer und Reiter Verwendung finden. Einstellungsgesuche mit den notwendigen Papieren sind sofort zu richten an Regiment General Göring. Berlin - Charlottenburg, Königin - Elisabeth- Straße 49. rene Gemeinschaft sind, die jedem das Gefühl geben will, daß er zu ihr gehört. Darum schließt euch aus dieser Gemeinschaft nicht aus, helft uns helfenI kreisführungdes DHW. Detterau. Winterhi'fsappell der Hitlerjugend. Die Bannführung des Vannes 116 lädt die Bevölkerung Gießens herzlich zu dem am Donnerstag, 17. Dezember, auf dem Vrandplah 19.30 Uhr stattfindenden Lröffnungsappell der Hitlerjugend ein. p rogramm. Fanfarenmarsch des Jungvolks. Lied: Nur der Freiheit gehört unser Leben ... Verlesung des Tagesbefehls des Reichsjugendführers durch den Vannführer. Rede des Gebietsabteilungsleiters, Unterbannführers Dettmar. Fanfarenmarsch des Jungvolks. Rede des Kreisleiters Dr. Hildebrandt. llebergabe der Sammelbüchsen an eine Gefolgschaft. Deutschlandlied und Horst-Dessel-Lied. Die Vannführung des Vannes 116 erwartet von allen Volksgenossen recht zahlreiche Beteiligung. aller Zierlichkeit der Kunst in seinen Arkaden und Sinnen. Ich weiß nicht warum, aber mir fiel ein Krokodil ein, als ich ihn sah, obschon seine Form nicht die geringste Ähnlichkeit mit diesem Tiere bat. Was da beschlossen wird, denkt man, muß ge- oeimnisvoll sein und klug und unerschütterlich und pari. Wie-ein Rätsel sieht er aus, dieser Palast, und scheint Hätsel zu beherbergen." Wir werden in drei große Dampfer untergebracht und fahren nun auf dem Eanale Grande und bestaunen von hier das herrliche Venedig. Es geht durch die Rialtobrücke. Rach etwa 15 Minuten halten die Dampfer am Hotel Rist-Roma, wo das Mittagessen auf uns wartet. Hier spielt eine eigens für uns bestellte Kapelle deutsche Tanzlieder. Gegen 14 Uhr besteigen wir wieder unsere Schiffe und fahren nun nach dem Lido. Von dem lachenden, sonnigen Süden bekommen wir hier in Venedig allerdings nichts zu sehen. Es regnet immer weiter. Wie unendlich groß ist die Freude und wie unbeschreiblich der Jubel, als wir vom Eanale Grande aus auf der sinken Seite „K d F." - F a h r e r sahen, die mit dem Dampfer .General von Steubem nach Venedig kamen. Mit stürmischen Sieg-Heil-Rufen auf den Führer Adolf Hitler und die Heimat begrüßen wir uns Dor uns liegt nun der „General von Steuden". Herzliche Heil-Rufe werden mit der Besatzung des Dampfers gewechselt. Rach einer Fahrt von etwa 20 Minuten legen unsere Dampfer wieder an. Trotz des strömenden Regen geht es mit fröhlichem Gesang und viel Humor an den Lido. In unseren Schuhen steht das Wasser. In einem großen Restaurationsgebäude bekommen wir Schinkenbrötchen, Weintrauben, Wein und Birnen. Rach einstündigem Aufenthalt geht es wieder zum Dampferanlegeplatz zurück. Der Fan- arenzug, der Spielmanns- und Musikzug, die zu- ammen auf einem Dampfer untergebracht sind, vielen immer wieder. Es beginnt zu dämmern. Links wieder der „General von Steuden". Roch einmal werfen wir nach dem Markusplatz einen Blick. Es geht an der Kirche der „Salute", dem Franchetti-Palaft vorbei, wieder durch die Rialto- brücke, zum Hotel Rift-Roma. Nachtessen. Um 20 Uhr erfolgt die Rückfahrt nach Padua. 18. September. Bereits um 5 Uhr wird geweckt. Aus dem Bett und sofort ans Fenster — regnet es, oder nicht; werden wir heute etwas von dem „ewig blauen Himmel" sehen, ober nicht; werden wir heute wieder Strümpfe und Schuhe wechseln müssen, oder müssen wir heute wieder ordentlich schwitzen? Das sind die Fragen aller. Eine Antwort zu geben, ist unmöglich. Es wird gefrühstückt. Hiernach Abschied von Padua und Abmarsch nach nach Bahnhof. Es geht gen Florenz. Der Zug, der mit 120 Kilometer in der Stunde fährt, läßt die Ebene der Emilia bald hinter sich und erreicht die ersten Höhen. Nach einigen Tunneln sind wir mitten zwischen hohen Bergen. Bald fahren wir in den großen Apeninnentunnel ein, der 19 Kilometer lang ist und in dessen Mitte sich ein unterirdischer Bahnhof befindet. Jenseits des Tunnels tut sich das fruchtbare grüne Tal des Bifenzio vor uns auf. Nach wenigen Minuten taucht der schlanke Turm des Doms von Trato auf, und bald darauf erblicken wir in der Ferne die berühmten Baudenkmäler von Florenz; die Kuppel des Brunellesco, den Palazzo Vecchi, den Campanile des Giotto und die Kuppel von S. Lorenzo, die die (Sri*-jungen von Michelangelo und die Medici YD°' ). t. Um 11 Uhr läuft unser Sonderzug auf dem Florentiner Hauptbahnhof ein. Es haben sich die Vertreter der Behörden und führende Persönlichkeiten des ,Comitato Provinciale Fiorentino" eingefunden. Ferner find eine Hundertschaft .Aoanguardisti Moschettieri Reparti Dux', eine Hundertschaft ,Ba- lilla Moschetieri', sowie der Musikzug des ,Comi- tato Provinciale' angetreten. Letzterer spielt bei der Einfahrt unseres Zuges das Deutschlandlied. Aussteigen. Antreten. Wir grüßen den Duce und den König von Italien und Kaiser von Aethiopien mit dreifachem Sieg-Heil. Unter den „Eja-Eja- Alalla-Rufen" der italienischen Jugend auf den Führer Adolf Hitler und das nationalsozialistische Deutschland verlassen wir die Bahnhofshalle und marschieren in unser Quartier in die Schule „Giotto" in der ,Via del Cenacole'. Beim Verlassen des Bahnhofs erblicken wir sogleich die düstere Masse der Kirche .Santa Maria Novella' Es geht durch die .Dia Panzani', .Via Tornabuoni', .Via Strozzi, zur .Piazza Duomo'. In Florenz werden wir überall mit herzlichen Händeklatschen und erhobener Rechten stürmisch begrüßt. In mustergültiger Ordnung und Disziplin marschieren wir durch die Hauptstadt der Toskana, deren Straßen von einer großen Menschenmenge umsäumt sind, die uns immer wieder stürmisch Beifall klatscht. Anmmutig liegt diese Stadt in einem Talkessel zwischen sanft geschwungenen Hügeln. Sie ist reich an Bauten aus dem Mittelalter und der Renaissance, aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Erinnert sei hier nur an die gotisch-toskanische Kathedrale „Santa Maria del Fiore", den „Palazzo della Siq- noria" und den „Palazzo Pitti", der eine der kostbarsten Gemäldesammlung der Welt enthält. Vor uns steht der schöne Bau des spitzbogigen Doms, der mit buntem Marmor bekleidet ist und von der roten schlanken Kuppel Brunelleschis überragt wird. 12 Uhr Flaggenhisiung. Unser Musikzug spielt die italienischen und die deutschen Nationalhymnen. Eine italienische und eine Hackenkreuz-Fahne werben im Schulhof gehißt. Es erfolgt die Zuteilung der Betten. 12.30 Uhr Mittagessen. Es gibt Nudeln. Rostbraten und Obst. Von 13.30 bis 15.30 Uhr Bettruhe. Mit zwölf großen Autobussen unternahmen wir um 15.30 Uhr eine Besichtigungsfahrt nach den Arno-Ufern, Stadtpark, Fiesole, Römisches Theater, Ringalleen zum Piazzale Michelangelo. Am Abend desselben Tage wohnen wir der Film-Vorführung rm Kmo „Savoia" über den abessinischen Feldzug „Dom Uebergang über den Mareb bis zur Einnahme von Addis Abeba" bei. Auf dem Rückmarsch aum Quartier besuchen wir noch das in Neubau befindliche Haus der Dalilla, das in feiner großzügigen Raumgestaltung einen gewaltigen Eindruck auf uns macht. * 19. September. 7 Uhr Wecken. 8 Uhr Flaggen- hissung und Frühstück. Danach Abmarsch zur Stadt. Wir besichtigen die Kgl. Uffiziengalerie, m der heute die Gemäldegalerie der Uffizien, die Nationalbibliothek und das Staatsarchiv und noch viele Sehenswürdigkeiten der Stadt Florenz untergebracht sind. Am Nachmittag marschieren wir zur Grabkapelle der gefallenen Faschisten in der Kirche S. Croce. Hier legt der Reichsfugendführer gemeinsam mit Staatssekretär Ricci einen Kranz' nieder. Er verweilt kurze Zeit am Grabmal Michelangelos und dem Zenotaph Dantes. Anschließend begeben wir uns zum Empfang in das Rathaus, den Palazzo Vecchio. Es nehmen hier die behördlichen Vertreter bis zur vierten Kategorie der Stadt Flo- Das Paket regiert die Stunde! Das ist ein Jahr wie's andere so: die letzte Woche vor dem Fest der Lichter steht im Zeichen des Freudemachens. Da regiert das Paket und behauptet seine Herrschaft im Straßenbild bis zum Heiligen Abend. Ganz wie die Schenkenden selber sind, so wird die Art ihres Gabenkaufes in Zeit und Auswahl offenbar. Kaum daß der eine es erwartet, bis feine blanken Markstücke in sauber verschnürte Geschenkpäckchen umgemünzt sind, kann sich's der andere indessen noch bis zu den letzten Stunden vor dem Festtag versagen, die Gaben mit Muße zu wählen. Für solche Leute könnte der Dezember zum Silbernen und Goldenen Sonntag noch ein halbes Dutzend Nachfolger haben: ihre Kauflust setzt mit unfaßlicher Pünktlichkeit knapp eine halbe Stunde vor Ladenschluß am Heiligen Abend ein. Da nimmt man das Nächstbeste, oder eben das Uebrig» gebliebene aus der großen Auswahlmasse, die schon seit Wochen bereit lag, um das Schönste ohne Hast zu suchen ... Doch ob heute gekauft wird oder eine Viertelstunde vor Herab gleiten der Rolläden an den Geschäften: das Paket regiert! Jeden dritten oder vierten Straßenpassanten trifft man mit einem oder mehreren Päckchen in der Hand Man läßt die Paketchen graziös mit der Schnur am Zeigefinger baumeln, oder klemmt die geheimnisvollen Dinge unter den Arm, wenn zur Qualität noch die Vielzahl kommt. Und zu Haufe wird dann je nach Bedarf die reinste Postnebenstelle betrieben, bis alles versandfertig ist, um auch dem Kreis der fernwohnenden Freunde noch rechtzeitig die Gabe In die Hände zu spielen. Doch seltsam: Zu manch anderer guten Eigenschaft zieht noch Geduld jetzt in die Herzen der Freudebereiter! Leute, die ungern Schlange stehen, reihen ich in stiller Beschaulichkeit in die Wartenden am Paketschalter. Da herrscht Hochbetrieb, und der gute Postbeamte weiß auch, was er getan hat, wenn mit Dienststundenschluß der Schalter geschlossen wird. Jedenfalls: Ob auf her Straße, ob daheim oder sonstwo: Das Paket regiert die Stunde! Dornotizen. Tageskalender für Donnerstag. Winterhilfsappell der HI.: 19.30 Uhr auf dem Brandplatz. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Diener lassen bitten". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Wenn wir alle Engel wären". — Weihnachtsausstellung der oberhessischen Künstler: ab 17 Uhr im Turmhaus am Brand. Ladenschluß am Heiligabend. Die Polizeidirektion Gießen teilt mit: Am 24. Dezember dürfen offene Verkaufsstellen nur bis 17 Uhr geöffnet fein. Eine Ausnahme besteht lediglich für Verkaufsstellen, die ausschließlich oder überwiegend Lebensrnittel, Genußmittel oder Blumen verkaufen. Derartige Verkaufsstellen dürfen bis 18 Uhr für den geschäftlichen Verkehr offengehalten werden. Die beim Ladenschluß schon anwesenden Kunden dürfen noch bedient werden. Die Vorschrift ten gelten auch für Verkaufsstellen von Konsurn- und ähnlichen Vereinen, für solche auf Eisenbahn- gelände und für das gewerbsmäßige Feilbieten außerhalb offener Verkaufsstellen. Sie gelten nicht für Apotheken, für den Marktverkehr und den Handel mit Christbäumen und den Verkauf von Waren aus selbsttätigen Verkaufseinrichtungen (Warenautomaten), die von dem Inhaber einer zum dauernden Betrieb eingerichteten offenen Verkaufsstelle in räumlichem Zusammenhang mit dieser ausgestellt und in denen nur Waren feilgeboten werden, die auch in der offenen Verkaufsstelle selbst geführt werden. Bürgermeister des Rheiu-Ma.n-Sebietes tagen in Gießen. Die Pressestelle der Stadt Gießen teilt uns folgendes mit: Gestern vormittag fand im Sitzungssaale des Stadthauses zu Gießen auf Einladung Der Landesdienststelle Hessen/Hessen-Nassau des Deutschen Gemeindetages eine Tagung der Oberbürgermeister und Bürgermeister der Mittel- und Großstädte unteres Gebiets statt. In Vertretung des Obmannes der Arbeitsgemeinschaft für Serroaltungsfragen der hessen-nassauischen Stadtkreise und der hessischen Mittel- und Großstädte, Oberbürgermeister Dr. Krebs- Frankfurt a. M., eröffnete Bürgermeister Linder- Frankfurt a. M. die Sitzung und dankte der Stadt Gießen für die herzliche Ausnahme. Dor Eintritt in die Tagesordnung begrüßte Dberbürger» meicher Ritter Die Anwesenden und hieß sie in Gießen recht herzlich willkommen. In der Sitzung wurden hauptsächlich Fragen, die in der letzten Zeit bei einer Stadtverwaltung auf- tauchten, oorgetragen unb allgemein besprochen. U. a. wurden das Thema Dienstverhältnisse der Angestellten, ferner Angelegenheiten, die die Beamten- und Angestellten betreffen, weiter die Zusammenarbeit der Städte in Naturschutzangelegeicheiten und die Beteiligung der Städte bei der Durchführung von Tagungen behandelt. Auch über die Auswirkungen verschiedener Verordnungen im Zuge des Vierjahresplanes wurde von den einzelnen Städten eingehend berichtet. In einzelnen Städten hat man schon mit dem Einsatz begonnen, die bereits vorliegenden Erfahrungen und Pläne wurden gegenseitig ausgetauscht. In einer im Februar kommenden Jahres stattfindenden Sitzung soll näher auf den Einsatz der Städte bei dem Vierjahresplan eingegangen werden. Unter Punkt Verschiedenes wurden noch kleinere Fragen behandelt. Nach dreistündiger Tagung schloß Bürgermeister Linder mit dem Gruß an den Führer die Tagung. Oie Steuerkarten für 1937. Die Stadtverwaltung weist in der heutigen Bekanntmachung darauf hin, daß die Steuerkarten für öas Jahr 1937 zugestellt worden sind. Arbeitslose Personen wollen die Steuerkarten für den Fall, daß sie im Laufe des Jahres in Arbeit kommen sollten, sorgfältig aufbewahren, da die Ausstellung einer neuen Steuerkarte nur gegen Zahlung von einer Mark erfolgt. Aus Seite 4 Der Steuerkarte ergeben sich die Bestimmungen über die Hohe der Bü'rgersteuer. Die Anforderung der Bürgersteuer gilt mit der Zustellung der Steuerkarte als bewirkt. Kameradschastsabend der Studentenführung. Am peftrigen Mittwochabend trafen sich sämtliche Amtsleiter und Fachschaftsleiter der Gießener Studentenschaft im Studentenhaus zu einem Kameradschaftsabend. In dem schon geschmückten Nuhn- 3immer begrüßte der stellvertretende Studentenführer Pg. Müller die Teilnehmer und sprach von dem Sinn dieser Kameradschaftsabende. Nach einem gemeinsam gesungenen Lied richtete Studentenführer Frank einige Worte an feine Amtsleiter, und nachdem er ihnen für die bisher geleistete Arbeit feinen Dank gesagt hatte, kam er auf Weihnachten als das Fest des Friedens ffii sprechen. Wenn fast in der ganzen Welt zur Zeit Unfriede und Unordnung herrsche, so müßten wir Deutsche unserem Führer besonders dankbar fein, weil er ein einiges Deutschland aufgebaut habe. Der Staat verlange gerade heute den Einsatz aller und die Studenten müßten mit gutem Beispiel oorangehen. In der kommenden Zeit sollten alle treu zur Sache stehen und wie bisher ihre einzelnen Aufgaben erfüllen, dann käme es der Universität und darüber hinaus unserem ganzen Vaterlands zugute. Anschließend überreichte der Studenten- führer Frank jedem Amtsleiter eine kleines Bild von der Universität mit einer entsprechenden Widmung. In guter Kameradschaft verlies der Abend. NSDAP. Ortsgruppe Gießeu-Süd. hilfskasfe. Diejenigen Angehörigen der SA., SS., Marine- SA., Reiter-SA., des NSKK. und der Werkscharen, die im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Süd wohnen, können ihren Beitrag zur Hilfskasse noch entrichten am: Mittwoch, 16. Dezember, Donnerstag, 17. Dezember, und Freitag, 18. Dezember, jeweils in der Zeit von 20 bis 22 Uhr auf der Geschäftsstelle der Ortsgruppe, Frankfurter Str. 29 H. Wer bis dahin nicht bezahlt hat, wird bei der Hilfskasse in München abgemeldet und hat sich daraus entstehende Folgen selbst zuzuschreiben. G ne hochherzige St stung' Um unseren Volksgenossen, die durch das WHW betreut werden, auch über die materielle Unterstützung hinaus zu zeigen, daß sie zu uns gehören, ist die Kreisführung des WHW. u. a. auch an die Vereinigten Lichtspiele in Gießen herangetreten mit der Bitte um Zurverfügungstellung von Freiplätzen für die zu betreuenden Volksgenossen. Dankbar bestätigt die Kreis.ührung, daß die Der» einigten Lichtspiele Gießen ihrer Bitte entsprochen und sich bereit erklärt haben, laufend bis zum Avril 1937 monatlich 60 Freiplätze für die seelische Betreuung unserer Hilfsbedürftigen zur Verfügung zu stellen. Es wäre zu begrüßen, wenn dieses Beispiel viele Nachahmer findet, wenn jeder Veranstalter von kulturellen und unterhaltenden Darbietungen gleichfalls an das Winterhilfswerk denkt. Kreisführung des WHW. Wetterau. Gietzener Dochenmorklpreife. * Gießen, 17. Dez. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: D. f. Molkereibutter, Yi kg 1,57 Mk., f. Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1 60, Landbutter 1,42 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Wirsing, A kg 7 bis 10, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 25, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalctt 80 bis 90, Tomaten 60, Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln, Ä kg 5 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 3 bis 3,40 Mk., Aepfel, kg 15 bis 20, Tafeläpfel 25 bis 30, Birnen 15 bis 20, Nüsse 45 bis 60 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mk., Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Gänse 90 Pf. bis 1 Mk., erstklassige Mastgänse 1 bis 1,10 Mk., Tauben, das Stück 50 Pf., Blumenkohl 50 bis 70, Endivien 5 bis 8, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15 Pf. • •* Keine Weihnachtspakete an Gefangene. Dis Justizpressestelle Frankfurt a. M. teilt mit: Es liegt Veranlassung vor, darauf hinzuweisen, daß die Zusendung von Lebens- und Genußmitteln an die Insassen der Gefangenenanstalten nicht zulässig ist. Auch für die Weihnachtsfeiertage kann eine Ausnahme von diesem Verbot nicht gemacht werden. ** Der Zweigverein Gießen des „Deutschen Sprachvereins" (Geschäftsstelle: Deutsches Seminar, Ludwigstrahe 19) hielt vor kurzem — wie er uns berichtet — eine wichtige geschäftliche Sitzung ab, in der er sich allen Kreisen der Stadt und seiner Umgegend für sprachliche Beratung zur Verfügung gestellt hat. Für die wich- tigsten Gebiete: für die städtischen Behörden, für die Volksschulen, die höheren Schulen und die Universität, sowie für die Presse und die Bühne sind eigene Sprachwarte bestellt. Der Sprachverein hofft auf die Weise stärker als bisher an der Bildung eines klaren und schönen sprachlichen Ausdrucks im öffentlichen Leben mitzuarbeiten. ** Unfälle. Ein 19jähriges Mädchen aus der Klinikstraße mußte mit erheblichen Verbrühungen des rechten Fußes in die Chirurgische Klinik eingeliefert werden. — Die Frau eines hiesigen Kaufmanns zog sich durch einen unglücklichen Sturz einen Bruch des linken Unterschenkels zu und muhte ebenfalls in die Chirurgische Klinik gebracht werden. ** Verkehrsunfall. Gestern ereignete sich in den Abendstunden an der Ecke Liebigstraße-Ebel- ftraße zwischen einem Kraftwagen und einem Radfahrer ein heftiger Zusammenstoß. Der Radfahrer, der Bäckereilehrling Lorenz Harbauer, wohnhaft Crednerstraße, kam schwer zu Fall und erlitt erhebliche Kopfverletzungen sowie eine Gehirnerschütterung. Der bedauernswerte junge Mann wurde sofort in die Chirurgische Klinik gebracht. Die polizeilichen Ermittlungen sind im Gange. Große Strafkammer Gießen. Der 34 Jahre alte Ernst Steinmetz und dessen Ehefrau, beide wohnhaft in Gießen, hatten sich gestern wegen Betrugs zu verantworten. Der Angeklagte ist bereits oft wegen Hehlerei, Unterschlagung und Betrugs vorbestraft. Er hatte Ende April d. I. bei einer Dortmunder Firma die Stelle eines Kassierers angenommen. Als solcher hatte er den Auftrag, in seinem Bezirk Kundengelder einzukassieren und die eingegangenen Beträge nach Abzug der ihm zustehenden Provision von 12 v. H. an die Firma abzuführen. Seine Frau hat ihn später in dieser Tätigkeit unterstützt. Nachdem zunächst einmal eine Abrechnung ordnungsmäßig erfolgte, haben die Angeklagten in der Folgezeit insgesamt über 1000 Mark bei Kunden einkassiert und für sich verbraucht. Die Firma wurde so um einen Bettag von über 800 Mark geschädigt, der ihr nach Abzug der Provision zustand. Steinmetz hatte sich weiter eines Betrugs dadurch schuldig gemacht, daß er dem Arbeitsamt seine Tättgkeit als Kassierer nicht meldete und auf Befragen diese sogar verheimlichte, wodurch er sich unrechtmäßig in den Genuß der Krisenunterstützung setzte. Die Strafkammer verurteilte den Angeklagten Emst Steinmetz, bei dem die strafschärfenden Voraussetzungen des Rückfalls vorliegen, zu einer Zuchthausstrafe von 2 Jahren, 5 Jahren Ehrverlust, sowie 500 Mark Geldstrafe, die durch die Untersuchungshaft als verbüßt gilt Bei der Frau, die wohl unter dem Einfluß ihres Mannes Overheffen <1 beleuchtel fern? übli. gemäß von llt J:e müssen dieIahrzeuge bei einer Verdunkelung Millimeter und nicht breiter als 15 Millimeter sein darf. Dieser waagrechte Schlitz der Schutzkappen muß so angebracht sein, daß er 20 Millimeter tiefer als die Brennpunktlinie der Scheinwerfer liegt; hierdurch soll erreicht werden, daß der Lichtstrahl schräg nach unten (kurz vor das Fahrzeug) auf die Fahrbahn fällt. Auch die Schlußlichter sind derart abzublenden, daß lediglich ein schmaler Streifen des roten Schlußlichtes zu sehen ist. Das polizeiliche Kennzeichen darf in diesem Falle nicht beleuchtet sein. Parkende Kraftfahrzeuge dürfen bei vollkommener Verdunkelung nur das eben beschriebene rote Schlußlicht zeigen. Es ist jedoch darauf zu sehen, daß auf verkehrsreichen Straßen überhaupt keinerlei Fahrzeuge parken, sondern daß diese auf Parkplätzen, Hofeinfahrten usw. abgestellt werden. Es ist selbstverständlich, daß auch aus dem Innern der Fahrzeuge (z. B. wie sonst bei Omnibussen) kein Licht nach außen dringen darf. Kraltfahrzeuge, die nicht mit Schutzkappen oder dergleichen ausgerüstet sind, laufen Gefahr, bei vollkommener Verdunkelung ihre Fahrt durch Ortschaften nicht mehr fortsetzen zu können. Da derartige Hebungen sich demnächst in vielen Orten wiederholen und über mehrere Stunden erstrecken werden, müssen die Fahrer nicht vorschriftsmäßig ausgerüsteter Fahrzeuge mit einem längeren und mehrstündigen Aufenthalt rechnen. Ganz besonders sei noch bemerkt, daß Verdunkelungsübungen einen Teil der Luftschutzmaßnahmen darstellen, und daß ein Verstoß gegen diese nach dem Luftschutzgesetz strafrechtlich verfolgt wird. Scharführer D a u st e r. (1823). m 0 Allendorf a. d. Lda., 16. Dez. Nachdem die hiesigen Schulen wegen der Grippe eine Woche lang geschlossen werden mußten, ist die Epidemie nunmehr soweit zurückgegangen, daß wieder mit dem Unterricht begonnen werden konnte. + Grünberg, 15. Dez. Der hiesige Zweig- verein des Vogelsberger Höhen-Clubs hielt im Gasthaus „Zum Wilden Mann" seine Haupt- Versammlung ab. Der Vereinssührer, Oberstudlen- direktor H ü t h w o h l, erstattete einen ausführlichen Jahresbericht. An den 13 Wanderungen nahmen 161 Wanderer teil. Die im Bezirk des Zweigverems liegenden Markierungen sind dank der vorbildlichen Arbeit des Wanderwartes Kohlbach in guter Ordnung. Vier fleißige Wanderer im Jahre 1936 konnten mit Wanderauszeichnungen bedacht werden: Rektor i.R. PH. Bender mit 15 Punkten (20. Mal), Reallehrer i.R.. Rud. Kohlbach mit 13 Punk- ten (15. Mal), Oberstudiendirektor Hüthwohl mit 17 Punkten (7. Mal), Studienrat Weinel mit und dem Garten mitzuteilen. Interessant war es zu hören, daß diejenigen Verstorbenen, die sich an den Liegenschaften, am Boden also, ein Unrecht zu schulden kommen ließen (indem sie z. B. den Grenzstein verrückten) umgehen müßten. Noch viele Einzelheiten wußte der Redner zu berichten von den Gebräuchen der Totenwacht, der Art, wie der Tote aus dem Haus gebracht werden muß, was im Hause gemacht werden muß, in dem jemand verstarb und was bei einer Trauerfeier alles zu beachten ist. Zum Schluß seiner vielen Beispiele, die der Redner zu geben wußte, sprach er davon, wie das bäuerliche Volk ein feines Gefühl für die Kraftfelder im Ueberfinnlichen habe, die das Leben in der G"mein- schaft mitbestimmen. Die Bräuche seien deshalb nicht versuchsweise zu halten oder neu zu beleben: wenn sie überfällig seien, müßten sie verschwinden. Im- mer aber müsse uns bewußt sein, wie tief die Ehrfurcht des einfachen Menschen vor den Geheimnissen des Lebens ist und jenen, die berufen sind, das Wissen um das heimische Brauchtum zu vertiefen, müßten versuchen, die Zeichen zu deuten, die gegeben sind. Alle Sitte und alles Brauchtum unseres Volkes erwachse aus den Grundkräften von Volkstum und Heimat. Lic. von der Au stützte sich bei seinen Darleaungen in der Hauptsache auf das Brauchtum im Odenwald, im Schlitzerland, im Vogelsberg, in der Schwalm, in Starkenburg usw. Eine Reihe von Lichtbildern veranschaulichte äußere Symbole unseres vielfältigen deutschen Brauchtums. Der Redner fand verdienten starken Beifall. Der Vortrag fand eine schöne Ergänzung durch Liedoorträge von Frau Steiner (Hausen), die einige ihrer eigenen Dolksliedgedichte, in der Vertonung ihres Mannes, zum Vortrag brachte. Der Ortsringleiter Dr. Michel beschloß den schönen Abend mit Worten des Dankes an diejenigen, die sich für diese Veranstaltung zur Verfügung gestellt haben. ordiniert werden. Rundfunkprogramm Freitag, 18. Dezember. „Heimisches Brauchtum im Ablaus des Menschenlebens." unserem Orte die Feldarbeiten abgeschlossen sind, wird nunmehr der Brauch der „S p i n n st u b e Der Tod. 3m dritten Abschnitt seine- Vortrags sprach der Ridner van den vielen Anzeichen eines bevorstehen, den Todes,alles. Schlage di- Glocke m das Abend- läuten hinein, dann st-rb- ein Mensch in der Gemeinde, blüh- ein Baum oder Strauch in einem Anwesen zum zweiten Male, dann sterbe ein Angehöriger der Familie. Vielerorts wolle man mit sinnlich wahrnehmbaren Erscheinungen bemerken, wie sich Leib und Seele trennen und wett Der- breitet ist der Glaube, das bei Angehörigen die Bilder derjenigen von der Wand fallen, die zur gleichen Zeit gestorben sind. Der Redner erzählte, wie es in verschiedenen Gegenden unserer Heimat "ch sei, den Tod eines Familienangehörigen auch den Tieren im Stall, den Blumen vor den Fenstern Don der Motorstandarte 147 in Gießen wird fol- gendes mitgeteilt: Auf Grund der Erfahrungen bei den durchgeführten Berüunkelungsübungen des Luftschutzes ist es von Wichtigkeit, daß die Allgemeinheit, insbesondere alle Kraftfahrer, über einige wichtige Bestimmungen unterrichtet werden. Denn gerade die Kraftfahrer zeigten bei dielen Hebungen, daß sie über die einschlägigen Vorschriften nicht im Bilde waren. Vorauszuschicken ist, daß es zwei Arten bzw. Grade von Verdunkelung gibt. Man unterscheidet zwischen 1. der eingeschränkten Beleuchtung, 2. der eigentlichen Verdunkelung. Bei der eingeschränkten Beleuchtung dürfen Kraftfahrzeuge innerhalb der Ortschaften nur mit eingeschalteten Parklampen (Standlicht) fahren; auf der freien Landstraße nur mit abgeblendeten Lampen (Stadtlicht). Bei der eigentlichen (vollkommenen) Derdunke- lung dürfen Kraftfahrzeuge innerhalb von Ortschaften nur mit völlig abgeblendetem Licht (auch Rücklicht) fahren; auf der freien Landstraße nur mit Parklicht. Elektrische Bahnen, Fuhrwerke und Radfahrer ?toben ihre Beleuchtung in gleicher Weise einzu- chränken. Die völlige Abblendung der Kraftfahrzeuge wird erreicht, indem man die Lampen mit Schußkappen versieht. Diese Kappen sind aus Wachstuch, festem Stoff oder dgl. hergestellt und werden über die Lampen gezogen. Sie müssen die Scheiben der Scheinwerfer vollkommen bedecken und haben für die notdürftigste Beleuchtung der Fahrbahn einm waagrechten Schlitz, der nicht länger als 50 bis 80 6 Hhr: Maria zu lieben — Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Heitere Morgen- musik. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Landfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: In den Domen der Arbeit. Musik großer Meister in Betrieben (III). 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Musik am Mittag. 14: Nachrichten. 14.10: Dem Opernfreund (XXIX). 15: Volk und Wirtschaft. Textilindustrie paßt sich an. 16: Hnterhaltungs- konzert. 17.30: Ein kleines Spiel für große Leute! Von Horst Heydeck. 17.50: Dorfweihnacht. Alte Sitten und Bräuche. Von Hans Gäfaen. 18: Musik aus Dresden. 19: Hnterhaltungsmufik. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Kapelle Hauck spielt auf. 22: Nachrichten 12 Punkten (2. Mal). Das silberne Ehrenzeichen für 25jährige Mitgliedschaft erhielten Reichsbahnmspek- tor Ewald und Berufsschullehrer Gengnagel. Leider weist der Mitglieder,tand einen kleinen Rucr- gang auf, da für die durch Tod oder Wegzug aus- scheidenden Mitglieder nur selten N^uzuaange zu verzeichnen sind. Der gegenwärtige Mitgliederstand beträgt 70. In der Aussprache über den Jahresbericht wurde darauf hingewiesen, daß es erw-mscht sei, wenn von den seinerzeit gezeichneten 1200 Mr. für den Neubau des Clubhauses auf dem Hoherods- köpf ein Teil für den jetzt ausgeführten Erweiterungsbau dem Hauptvorstand zur Verfügung gestellt würde. Da der seitherige Vsremssuhrer, Oberstudiendirektor Hüthwohl, aus beruflichen Gründen eine Wiederwahl ablehnte, wählte die Versammlung Studienrat Weinel als neuen Vereinsführer. Der vom Wanderwart Kohlbach oorgelegte Wanderplan für 1937 wurde gutgeheißen. Anschließend fanden noch zwei Lichtblldcrvortrage statt. Im ersteren berichteten drei Schüler der Oberprima über ihren Klassenausslug, den sie unter Leitung ihres Klassenlehrers, Studien-Assessor Dr. V anbei, als Radtour die Weser abwärts durch die Lüneburger Heids nach Hamburg unternommen hatten, woran sich ein achttägiger Landschulau enthalt in der Jugendherberge auf Burg Tannenburg in der Nähe von Kassel anschloß. Den zweiten Dor- trag hielt Studien-Assessor Br. Füstl-r ub-r den unter seiner Leitung durchgeführten Landschulaufent- halt der Ober- und Hnter-Sekunda in der Jugendherberge Hachenburg im Westerwald. Hierbei wurde außer den Lichtbildern auch ein dort heraestellter Schmalfilm gezeigt. — Am Sonntagabend sand in der Stadtkirche ein vom Evangelischen B vn 0 veranstalt-ter Bundesabend statt, bet d'M Rfarrer Gontrum (Watzmborn) svrach. D'^an Schmidt w'--s auf das 5Eährige Best-ben des Bundes hin. Der Kirchmchor bot zwei Chore zur Ausgestaltung W Abends. Kreis Friedberg )( Butzback,. 18. Dez. 3n althergebrachter Wüse unternahm derDogelsbergerHöhen - u □ • Ortsgruppe Butzbach, am Sonntag die diesiahriqe Nikolauswanderung nach Oppershofen. Es beteiligten sich recht viele Wanderfreunde daran. Dort angekommen, brachte die Hnterhaliung bei Kaffee und Kuchen unter strahlendem Christbaum gemeinsame Weihnachtslieder. Gedichte von jung und alt, und im fröhlichen Treiben stellte sich der Nikolaus ein. der aus übervollem Sacke allen 2(n- wesenden, besonders den Kindern, Geschenke oller Art austeilte. Der Dereinsführer überreichte nach einer kurzen Ansprache dem langjährigen DHC.- Mitgliede Postin'mktor L - i st e r t nach feiner 100. Wanderung den silbernen bockring. = Butzbach, 16. Dez. Immer noch herrscht M unserer Stadt in starkem Maße die Grippe. Lei- der hat sie bisher eine Reihe Opfer, darunter auch Leute im besten Alter, gefordert. ch O st h e i n , 15. Dez. Gestern konnte der älteste Einwohner un'eres Ortes, Heinrich Hub er, in körperlicher und geistiger Frische seinen 94. G e - burtstag begehen. t .. f I Gambach, 14. Dez. Die Kartoffel- spende der hiesigen Bauernschaft ergab in diesem Jahre 310 Zentner. Ein vom Gesangverein „Harmonie" zum Besten des Winterhilfswerkes veranstalteter Liederabend brachte den Ertrag von 35 Mark. — Im „Kleinen Feld" sowie östlich und nördlich des Dorfes fand eine Treibjagd statt. Es tanrn 339 Hasen zur Strecke. ch M ü n z e n b e r g, 14. Dez. Am Sonntagabend kam im vollbesetzten Saale des Gasthaus „Zum Löwen" der Tonfilm „Friesennot" durch die Gaulilmstelle zur Vorführung. Ferner lies der Film „Nordlandfahrt". Beide Filme hinterließen einen starken Eindruck. Der Abend erhielt fernen Ausklang auf Übliche Weise. — Bei der Di e h- zählung am 3. Dezember wurden hier folg?”De Bestände gezählt: 119 Pferde und Fohlen, 665 Stück Rindvieh, 260 Schale, 782 Schweine, 211 Kaninchen, 2363 Hühner, 570 Gärse und 44 Bienenvölker. kreis Bübingen. 0 Nidda, 16. Dez. Schon seit langer Zeit macht sich in unserer Stadt das Bedürfnis nach Warmwasserbädern geltend, namentlich bet denjenigen Volksgenossen, denen eine Badegelegenheit im eigenen Hause nicht zur Verfügung steht. Nun plant die Stadtverwaltung, in den Raumen des ehemaligen Arbeitsdienstlagers Brause- und Wannenbäder anzulegen. Mit dieser Einrichtung haben sämtliche Räume dieses Baues, einstmals ein Bierbrauereigebäude, nützliche Verwendung gefunden, und zwar für Errichtung eines weiteren Saales für die Landwirtschaftliche Schule, eines Saales für die Berufsschule für Mädchen (Einrichtung einer Kochschule) und von acht mittelgroßen Wohnungen. Kreis Schotten. )( Ruppertsburg, 15. Dez. Die Viehzählung hatte in unserer Gemeinde folgendes Ergebnis: Pferde 85 (86), Rindvieh 452 (414), Schweine 400 (393), Schafe 224 (184), Ziegen 110 (100), Kaninchen 271 (—), Gänse 156 (125), Enten 39 (67), Hühner 2830 (2665), Bienenstöcke 47 (44). Die Zahlen in Klammern sind die von der Zählung in 1935. Besonders bemerkenswert ist die stetige Zunahme an Schafen. Im Jahre 1933 waren es hier 139, in 1934 142, in 1935 184, in 1936 224. Kreis Alsfeld. schließlich noch nach Ober-Gleen, wo man ein Tanzvergnügen besuchen wollte. Das Lokal war aber bereits verschlossen, so daß die Heimfahrt an getreten wurde. In einer Rechtskurve zwischen Ober- Gleen und Kirtorf will der Angeklagte durch einen plötzlich vor ihm auftauchenden Lichtschein geblendet worden sein. Dadurch sei er von der Straße abgekommen und die Böschung links der Straße hinabgestürzt, wobei sich der Wagen überschlug. Einer der Insassen wurde derart schwer verletzt, daß der Tod am übernächsten Tage eintrat. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu einer Gefän g- nisstrafevonvierMonatenund legte ihm die Kosten des Verfahrens auf. Auio mit Ladung verbrannt. \ ^Windhausen, (Kreis Alsfeld), 16. Dez. Ein l Auto brand, der leicht schwerste Folgen hätte haben können, brachte auf der Landstraße zwilchen i Windhausen und Storndorf vier Menschen- I leben in Gefahr. Ein Auto, dessen Motor i aus unbekannten Hrsachen versagte, rutschte bei der 1 glatten Landstraße in den Graben. Als der Fahrer auf den Anlasser drückte, schoß a u s d e m M o - tor eine Stichflamme hervor und binnen kürzester Frist stand der ganze Wagen in Brand, der mit Wolle- und Stückwaren beladen war. Es handelte sich um auswärtige Händler, die auf dem Wege zum Weihnachtsmarkt in Lich waren. Waren im Werte von über 3000 Mark verbrannten; zumal der starke Wind die Flammen anfad^e, konnte fast nichts gerettet werden. Die vier Fahrer konnten mit Mühe ihr Leben retten. Selbst eine Aktenmappe mit einer Geldtasche verbrannte, so daß man nur noch das zerschmolzene Hartgeld fand. Canorn»^ (fließen £ Wiefeck , 15. Dez. Der Landwirtschaftliche Konsumverein Wieseck hielt bei Gastwirt Reuter seine Herbstgeneraloersammlung ab. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates Karl D a u p e r t erstattete den Geschäfts- und Revisionsbericht, dem zu entnehmen war, daß der Konsumverein in seinem Mitgliederstand, sowie im Hmsatz eine Stetigkeit aufweist. Die Vorstandswahl ergab die Wiederwahl von Karl Weller und Heinrich Ihm. In den Aufsichtsrat wurden Adolf Becker, Adolf Luh, Otto Rohrbach und Ludwig Erb wiedergewählt. Einer notwendig gewordenen Kreditaufnahme stimmte die Generalversammlung einstimmig zu. Zum Schluß wurden noch einige geschäftliche Angelegenheiten erledigt. £ Wieseck, 16. Dez. Die Musikschule Buch- w a l d veranstaltete im Saale von Braun ein Konzert. Lehrer Buchwald und der Schüler Alfred Leyerer eröffneten den Abend mit einer Mozartschen Komposition; Rudolf Größer wartete mit einem Neigen (Eggeling) und dem „Lied der Großmutter" (Äolkmann) auf, Ernst Will brachte vier Studienwerke von Czerny. Margot Kling bot eine Etüde des gleichen Komponisten, ein Graziella (Schwalm), das Andante aus „Rinaldi" (Händel), ein Menuett (Mozart) und das Brautlied aus „Lohengrin". Eine weitere Bereicherung erfuhr das Programm durch Erna Oswald, die eine Sonate zum Vortrag brachte. Elfe Pfeiffer spielte dann eine Etüde von Czerny und eine Komposition von Frederick Voß, Alfred Leyerer brachte schließlich noch Darbietungen von Nevin. Heinrich Erb verschönte den Abend mit dem Gesang einiger Lieder von Paul Buchwald. Die zweite Rhapsodie von Liszt, gespielt von Erna Oswald, beschloß den Abend. Die Mitwirkenden Kircde und Eckule. X Lollar, 16. Dez. Durch Entschließung des Landeskirchenausschusses vom 8. d. M. wurde Pfarrassistent Fritz Metzler aus der hiesigen Pfarrassistentenstelle entlassen und ihm unter Vorbehalt jederzeitigm Widerrufs die Verwaltung der Dsarrei Kirchberg unter Beibehaltung seines Wohnsitzes in Lollar übertragen. Am gleichen Tage wurde dem Pfarramtskandidaten Alfred Wick aus Weilburg (Lahn) unter gleichem Vorbehalt die Verwaltung der hiesigen P f a r r a f f i ft e n t e n ft e 11 e übertragen. Der neue Assistent wird am 4. Advent durch den Herrn Propst von Oberhefsen kirchenordnungs- wieder auf genommen. Kreis Wetzlar 4 Dutenhofen, 16.Dez. Der Weißbinder- meister Bender aus Oppenrod, der sich mit feiner Frau auf der Rückfahrt von Wetzlar nach Oppenrod befand, wurde zwischen Garbenheim und Dutenhofen im Kraftwagen von einem heftige n U n • wohlfein befallen. Seine Frau und der Kratt- Wagenführer wollten den Mann noch schnell zum Arzt nach Dutenhofen bringen, aber auf dem Wege dahin erlag der Bedauernswerte einem Herzschlag. — Die Grippe, die auch in unserem Orte start aufgetreten war, scheint im Abflauen begriffen ztt fein. Sie verlief saft durchweg harmlos. Die Schule brauchte nicht geschlossen zu werden. — Die diesjährige Lustschutzschulung in unserem Orte hatte dieser Tage mit einem Planspiel und einem schönen Kameradschaftsabend ihren Abschluß gefunden. fanden reichen B.i'all. ± Garbenteich, 14. Dez. Der hiesige Gesangverein „Viktoria" hielt in der Gastwirtschaft „Zum grünen Baum" feine Jahreshauptversammlung ab. Heber 100 Mitglieder nahmen daran teil. Vereinsführer Ludwig Stein berichtete kurz über die wichtigsten Ereignisse innerhalb des vergangenen Jahres; besonders gab er seiner Freude über den Erfolg des Wertungssingens der Gruppe II des Sängerkreises Gießen Ausdruck, das in Garbenteich durchgeführt wurde. Den ausführlichen Jahresbericht erstattete der Schriftführer Paul Happel, der eine rege Tätigkeit im Verein fest- stellte. Kassenwart Ludwig Schäfer gab den Kassenbericht, der mit einem Plus abschliehen konnte. Auf Vorschlag des Kassenprüfers Karl D r o l s b a ch wurde dem Kassenwart Entlastung erteilt. Die bisherigen Kassenprüfer wurden wiedergewählt. Der Gesamtvorstand wurde in seiner bisherigen Zusammensetzung betätigt und durch den Vereinsführer erweitert. Heinrich Am end und Heinrich Mohr wurden als weitere Beisitzer, Anton Kehler als zweiter Schriftführer und Karl Keßler als Archivoerwalter verpflichtet. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde beschlossen, am ersten Weihnachtsfeiertag eine Weih- nachtsfeier für Kinder und am 23. Januar das Stiftungsfest zu veranstalten. Ferner wurde davon Kenntnis gegeben, daß der Vereinsführer Ludwig Stein in den Kreisoorstand berufen wurde. Der- einsführer Stein dankte dem Chorleiter für feine aufopfernde Arbeit und gab der Hoffnung auf weitere Leistungssteigerungen Ausdruck. Chorleiter Sommer versprach auch für die Zukunft seine Kraft für die Pflege des deutschen Liedgutes em- zusetzen, und ermahnte die Sänger, die Singstunden weiterhin rege zu besuchen. Der Chor verschönte mit einigen Liedern die Versammlung, die mit einem Gedenken des Führers Adolf Hitler ihren ♦ Deckendach, 16. Dez. Ein in der Nacht zum Montag entstandener R a u h r e i f hat die Fern» sprechleitung von Deckenbach nach Höingen ......isten Stelle in einer Länge von etwa gehandelt hat, konnte das Gerichts zu einer erheblich milderen Beurteilung kommen und verurteilte sie zu 2 Monaten Gefängnis. Schöffengericht Gießen. Der 32 Jahre alte E. D. aus Kirtorf (Kreis Alsfeld) war wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Er fuhr am 6. September mit vier Kameraden ebenes im Kraftwagen von Kirtorf nach Homberg, Atzenhain und Deckenbach. Es wurden Lokale und Kirchweihfeste besucht und dabei dem Alkohol, wenn auch weniger von dem Angeklagten, zugesprochen. Auf der Rückfahrt von Deckenbach wurde der Heimatort Kirtorf durchfahren. Die Spritztour ging Zu ein