X- & ■'V*- '** ■ :.i- H ■ * D ■*' * r . E. .*4» * Mil Montag, 17. Februar 1956 186. Jahrgang Nr. 40 Erstes Blatt Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts, u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Menaenabschlüsse Staffel B Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Test- anzeigen von 70mm Brette 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh. Vereinbg.25°/„ mehr. Ermähigte Grundpreise: von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Erscheint täglich, auher M ® GletzenerAnzelger », ».. ..» General-Anzeiger für Oberhessen richten: Anzeiger «letze» V *7 | . $,ann«rtlÄtin 11686 Druckt und Verlag: Srühl'sche UuiverfitStsVuch- und Steindruckerei R. Lauge In Stehen. Schrift,eitung und Geschärfteste: Schulftraher M-ngenab,chl°ff-Staffel Dptiker Ml eben engasse en- um sich ''Wen. hj„ rllnfle in der uettsam ver> vorher auch den Verlauf r Stätte in. Bedingungen Fortführung hch gezeigt, leit mancher betriebswirt» und Tefolg, len durch den n Kenntnisse Tefolgschafts- >eser betriebst ?r hinaus die, Aufgabe des allem zu be- >5 Landvolkes m sich gegen^ und Art on^ lieben lernen kommen, toie' tet ist. ' i den Lebens- be festigt sich 1 unb bluts» Gemeinschaft her Sprache, inneres He> aenhait, durch >ine Stärkung wird. Damit einem bestim- euer Maßnah- chten soziali'ti- sen erkämpfen Krankenkassen 324__ phie Ks- sS Uart jader Favorit für den olympischen Sieg war, muh i sich mit der Silbernen Medaille begnügen. USA.- erhält bie Bronzene Mebaille. Der Einzug der Sieger. Feierliche Stille liegt einen Augenblick über dem weiten Runb. Dann ertönen knappe Kommanbos, Trommelwirbel setzt ein, Marschmusik erklingt. In zwei ©liebem ziehen bie Fahnen ber 28 teil« nehmenben Nationen unter bem Jubel ber mehr als 100 000 in bie in bläuliches Scheinwerferlicht gehüllte Kampfstätte. So oft eine Fahne vor bem Führer unb ben Ehrengästen vorübergetragen wirb, senkt sie ber Träger zum Gruß, ben ber Führer mit erhobener Rechten erroibert. Dann rücken in feierlichem Zuge bie Sieger in bas Stabion ein. An ber Spitze marschieren die Militärpatrouillenläufer, bie siegreichen Alpini voran, hinter ihnen die Finnen unb Schweben. Vor ber Ehrentribüne erweisen sie den militärischen Gruß. Ihnen folgen die Siege r i m 4-mal-10-Kilometer-Lauf, Finnen, Norweger und Schweden, die ersten des 18-K 11 o me =, teLßanglaufs und des 50 -K . lorneter- 2) au er lauf 5. Alle empfangt brausender Jubel, der sich gewaltig steigert, als bie erste beutsche Preisträgerin Christi Cranz, die Siegerin im alpinen Skilauf, erscheint. Zu ihrer Rechten schreitet Käthe Gras eqger, zu ihrer Linken die reizende Norwegerin Laila S ch o u - N i e l s e n. Franz Psnür, der Sieger des Abfahrtslaufes, hat jur Rechten den blonden Gustav L a n t f ch n e r, d^feb ner Linken ben famosen Franzosen 21 H a i r. Nach ben Preisträgern im Kombmationslauf folgen die Sieger im Spezial-Sprunglau? mit dem blonden Norweger Birger Ruud m ber Mitte, und endlich wieder mit Sonderbeifall bedacht Die tapferen Kämpfer bes O l Y m p i a h o a en t ur - n i e r s, an ber Spitze bie englischen Spieler mit bem Trauerflor um ben Arm. Unb nun kommen bie Sieger im E i s k u n st l a u f e n. Zunächst Die Damen, in ber Mitte glücksstrahlenb lächelnd o n« Garmisch-Partenkirchen, 16. Februar, ja Henie. Ihnen folgen bie Olympia-Sieger im lDNB l Das ganze Olympiaborf ist voll erwar- Kunstlauf ber Herren, bie siegreichen Paare, an ber tungsfroher Menschen, bie in zahllosen Sonber- Spitze Maxie Herber unb E r n st Baie r. aüaen unb Omnibussen hierhergekommen sinb, um Es folgen bann bie Sieger im E i s f ch n e Haus, ber Schlußfeier ber Olympischen Win- im Zweierbob unb Viererbob. Auch bie terfpiele 1936 beizuwohnen. Durch bie festlich siegreichen Eisschützen in ihrer malerischen Al- aeschmückten Straßen ziehen bie Massen hinaus pentracht ziehen mit Jubel überschüttet an ber Tri- ?um olympischen Skistabion, bem Schau- büne entlang, auf ber alle aktiven Wettkampsteil- vlatz der großen Schlußkundgebung. Das weite nehmer Platz genommen haben. Mit der Front zur Stabion leuchtet im Glanz ber allmählich unter- Ehrentribüne nehmen bie Helben aus ben heißen aehenben Sonne, ber gleichen Sonne, bie währenb olympischen Kämpfen Aufstellung. Hu ihren ßangs« ber ganzen Olympischen Winterspiele über bem selten stehen bie Fahnen ber Nationen. Olympiaborf unb bem ganzen Werdenfelser Lanb ~ so wundervoll geleuchtet und mit beigetragen hat zu /VW ©WOvlvyrUllß. bem einzigartigen Erfolg der Olympischen Winter- -r spiele Nur der Schnee, der am Eröffnungstage in Dann kündet der Generalsekretär des Orgamsa- o überreichem Maße gefallen ist unb bas ganze tionskomitees, nachdem der Präsident des Jnter- Gtabion in ein tief winterliches Kleid gehüllt hat, nationalen Olympischen Komitees G ras Bail le t- ift inzwischen geringer geworden. Die Südhänge Latour, der Präsident des Organlsatlonskomttees um das Stadion sind da und dort schon so gut wie Ritter von H"" h»r N-.^kr.easnnn.ster Generaloberst von Blomberg unb ber Reichssportführer von Tschammer unb Offen_bte Ehrentribüne verlassen haben, um vor bem Tisch mit ben Plaketten unb Ehrenurkunben Halt zu machen, bie P r e i s v e r t e i l u n g mit den Worten an: „Achtung, Olympia-Siegerehrung. Siegerin tm Abfahrtslauf unb Slalomlauf für Damen Christl Cranz, Deutschlan b." Vieltausendstimmiger Jubel erfüllt bie Arena, als Christi Cranz in ber Mitte bes Podiums, zu ihrer Rechten Käthe Grasegger, zu ihrer Linken Laila Schou-Nielsen steht. Am höchsten (Steges« mast unb bem Mast zur Rechten gehen b i e b e u t = sche, zur linken bie norwegische Flagge hoch, gehißt von einer ©ignalabteilung ber Reichsmanne. Kanonenschüsse dröhnen ins Werbenfelser Tal Das vereinigte Musikkorps ber Reichswehr spielt die beutsche Nationalhymne. Graf Baillet-Latour uber- räsident des Drganiianonsromuee5 reicht jedem einzelnen bie rote Mappe mit em Halt, der Reichskriegsminister | Siegesbiplom und seine Medaille. Festlicher Ausklang der Olympischen Winterspiele Die Ehrung der Sieger in Anwesenheit des Führers und Reichskanzlers. schneelos. Um das weite Rund des Stadions wehen heute zum letzten Male die Fahnen der 28 olympischen Nationen. Am Fahnenmast zwischen der großen L-r' Winter piL" -i-rUch °ufgİn worden wa^ s°hrt-- und Torlau, der Manner verteilt werben. Zwilchen bem. d-«r°ß°n und kleinen Dann st-.gt »- r e „ , B ."e"e" Sch°nZ- S^^uber dem Olympiahaus ragen m- g Winterspiele hat im Lang- und Sprung- bre. Masten zum Himmel an benen n » > olympischen Ehren -ingeheimst. Schwe- Stunben b , - F lag g n d e r S . e g- rna .. ° Flagge und bi- prächtige Hymne: „Du Rmgs um d°s Stadion stehen EL und ^ette crt Siegesmast bann Finnlands di-nstmanner, b>° Ang-h°rig-n des y-eres stylten > für he„ ^-mal-IO-Kilometer-Stassellau. steht em langgestreckter Tisch mit Den JJte o kßm Mittelpodest in leuchtend weißem Skldreß, zu 'd:Äu^er^Lust>a^Luf"e7'Lttl-?en und W Rechten bte „bUmb.^cUm^o^.b, ke^e7b1s°zu' Hechten^>Träger b«^ |uft«r«i"n.; h " 6 ^d° b°" Neger °d-//uß°"l'ympi'sch^°W°ttbe- Wn7°rhimmÄ,'ch/ Ma°x irbTr und"Er/st d-n und die Sieger d-r °uß°r° ympychen Wetwe auf bcm Siegerplatz erscheinen, zur Rech- werbe des 3R 1111 a r p a t r o u 111 e n i a u T s uno iunae Gesckwisterpaar Pausin (Oester- des Eisschießens Aufttellung genommen. ^r Linken die Ungarn Ro11er - Szol - fnmmt las. Zum dritten Male rauscht die deutsche Flagge jVKl flUyi vl IVIIIIUI- empor, ertönen die deutschen Nationalhymnen. Nicht Wenige Minuten uor 17 Uhr schallens °°n weni^als breimal^is. ^arBalla ngr ud.ber draußen m das (ätatnonmnere, bte sich zu einem ein o b'rei G o l b m e d a i l l e n erringen konnte, Sigen Jubelruf ^er Massen vereinigen, Mittelpunkt herzlichen Jubels, als bie Sieger Fü h rer mitbemPrasibentenbes Jntrnationalen Eisschnelläufe ausgezeichnet werben. Nur ein« Ol?^p'lchen Komttees ®rofa H let Latour ) Lanbsmann Charles Mathifen au ber Ehrentribüne erscheint. In per Wegleitung hödiften Siegerplatz ab. Der Kapitän ber bes 3^16^ sfteüfideiterIenflILf e nte©iegernIann^^^aft im Eishockey unb''®Sr,fabi^^mitgS™e5f3ntemalb,nakn 6‘ir® Erhardt nimmt aus ben Händen Graf Olympischen Komitees ber Internationalen Sport- oerbänbe unb bes biplomcttischen Korps, unter ihnen ber französische Botschafter in Berlin Francois Poncet, wie bie auslänbischen Militärattaches unb viele hohe Offiziere der Wehrmacht ihre Platze auf der Ehrentribüne bereits eingenommen hatten. Baillet-Latours die so heiß erkämpfte olympische Trophäe entgegen, während Kanada mit der silbernen unb Amerika mit ber broncenen Medaille ausgezeichnet werden. Bei der Ehrung ber Bobfahrer machen bie Sieger im Viererbob ben Anfang, unb zweimal leuchtet von ben Masten bie Flagge ber Schweiz, bas weiße Kreuz im roten Felb, währenb vom brüten Mast ber Union Jack weht. Zum ersten Male steigt für ben Sieger im Zweierbob bas Sternenbanner Ameri- f a s auf bem höchsten unb bem brüten Siegesmaste auf. Auch hier hat bie Schweiz bie silberne Medaille errungen. Damit ist die Ehrung ber olympischen Sieger beenbet. Hier schließt sich bie ber Siegreichen in ben Vorführungswettbewerben an. An ben brei Masten gehen brei olympische Fahnen in bie Höhe. Der Reichskriegsminister nimmt bie Preisverteilung an bie Sieger bes Militär - Ski- Patrouillenlaufs vor, Italien, Finnland und Schweden, während ber Reichssportführer ben erfolgreichen österreichischen unb beutschen Eisschützen ihre Preise übergibt. Die Flagge sinkt. Der Präsibent bes Organisationskomitees Dr. Ritter v o n H a 11 unb ber Generalsekretär B a - ron L e Fort begeben sich zu ben Fahnen ber 28 Nationen, unb währenb ber Präsibent an bie Spitze einer jeben Fahne bas (Erinnerungsbanb ber 4. Olympischen Winterspiele heftet, hallen von ben Hohen der umliegenben Berge Salutschüsse ber Gebirgsbatterie burch bas Tal. Die Dämmerung ist hereingebrochen. Die Abteilungen bes Reichsheeres unb bie Glieberungen ber Bewegung, bie bas Stabion bis zur Hohe hinauf umsäumen, entzünben ihre Fackeln. In feierlicher Stille tritt ber Präsibent bes IOC. Graf Baillet-Latour an bas Mikrophon ber G x - 1. 2. Die Rede des Führers Der Führer besichtigt die Autoschau Drei Stunden lang hielt sich der Führer an den Die 31 o t der deutschen B rennff off- versorgung kann als überwunden angesehen werden. Der Weg zum deutschen Brennstoff ist frei. (Stürmischer Beifall.) Gerade auf diesem Gesamtgebiet haben unsere Chemiker und Erfinder wahrhaft Bewunderungswürdiges geschaffen. Und vertrauen Sie auf unsere Entschlußkraft, dieses theoretisch Geschaffene praktisch zu verwirklichen. Sie finden in dieser Ausstellung zum ersten Die Rohstoffe für die Krastverkehrswirtschast sichergestellt. Reifen aus deutschem synthetischen Gummi. Und ich bin glücklich. Ihnen und dem deutschen Volk hier mitteilen zu können, daß die Erprobungen, die von der Wehrmacht seit ungefähr einem Jahr vorgenommen worden find, zu dem Resultat führten, daß, dieser synthetische Gummi den natürlichen Rohgummi an Dauer und Haltbarkeit um 10 bis 30 v. h. übertrifft. (Langanhaltender stürmischer Beifall.) Was es sonst noch an Neuem und Schönem durch diese Ausstellung gezeigt wird, kann das deutsche Volk in wenigen Stunden besehen. Was es aber vielleicht nicht sehen wird, ist der unendliche Fleiß* und sind die unermeßlichen Anstrengungen, die hinter einer solchen Gemeinschaftsleistung stehen Und was es vielleicht nicht sehen wird, das find vor allem die Hunderttausende deutscher Familien, die daraus das tägliche Brot erhalten. An sie vor allem möchte ich als der Führer des deutschen Volkes alle anständigen Deutschen erinnern, wenn sie sich im einzelnen die Frage vorlegen, ob und welchen Wagen sie sich kaufen sollen. (Beifall) Die nationalsozialistische Regierung wird die Produktion nach allen Möglichkeiten fördern, die Haltung der Wagen zu erleichtern trachten, den deutschen Betriebsstoff dafür steigern und sicherstellen und die notwendigen Straßen bauen. Dies ist unser altes Programm aus dem Jahre 1933 und wird es für die Zukunft bleiben. Sehen wir nun, was aus diesem Programm gewachsen ist. Indem ich Ihnen allen, die Sie an diesem großen Werk beteiligt sind, oder als todesmutige Fahrer für unsere Wagen und Motorräder die großen internationalen Trophäen errangen, danke, erkläre ich, so schloß der Führer unter langanhaltendem Beifall, die Deutsche Internationale Automobil-Ausstellung in Berlin 1936 für eröffnet. Unter den Klängen des Liedes „Flieg, deutsche Fahne, flieg!" betritt der Führer in Begleitung des Präsidenten Allmers, gefolgt von seiner näheren Umgebung, die Autohalle zur Besichtigung. ffer nationalwirtschaftlicher Einsicht aller der daran Beteiligten gelingen wird, die Anfchaf- fungs-, Betriebs- und Erhaltnngskoften dieses Wagens in ein tragbares Verhältnis zum Einkommen dieser breiten Waffe zu bringen, wie wir dies in Amerika in einem so glanzvollen Beispiel bereits als gelungen gelöst sehen können. Es ist dabei ein bedauerlicher Irrtum, wenn irgend jemand meint, daß eine solche Entwicklung die Käufer der besseren und teueren Wagen nach unten zum Volkswagen hin verschieben wird. Nein, meine Herren, dieser Wagen wird eine neue Mobilisierung von Millionen durchführen, aus denen Hunderttausende entsprechend ihres Lebensniveaus den Weg zum besseren und schöneren Wagen nur um so leichter Ständen auf und ließ sich von Oberingenieur Schirz des RDA. und den Fachingenieuren der einzelnen Stände eingehend die Modelle erklären. Den Führer begleiteten auf dem Rundgang der Präsident des Reichsoerbandes der Automobilindustrie Geheimrat Allmers, der Leiter der Fachgruppe Kraftwagen Direktor Merlin, der Leiter der Fachgruppe Krafträder von Falkenhayn und oer Korpsführer des NSKK. Hühnlein. Das besondere Interesse des Führers galt zunächst dem Mercedes-Stand in der Perfo- nenkraftwagenhalle, bei dem er den Heck-Motor- Wagen und die neueste Errungenschaft, den Personenkraftwagen mit dem Dieselmo- Oer deutsche Volkswagen wird geschaffen werden. Oer Führer verkündet bei der Eröffnung der 4. Internationalen Automobil- und Motorrad ausstellung das Arbeitsprogramm der deutschen Krastwagenindustrie. Liszt und leitet über zur Begrüßungsansprache des Präsidenten der deutschen Automobilindustrie, Geheimrat Allmers. Nach einem dreifachen „Sieg- Heil" auf den Führer richtete der Werksangehörige Sen ft leben im Namen der Werksangehörigen aller Betriebe der Automobilindustrie das Wort an den Führer. Er erklärte u. a.: Mein Führer! Ich bin glücklich darüber. Ihnen Gruß und Dank meiner vielen Tausend Arbeitskameraden überbringen zu dürfen. Diele von uns waren noch vor wenigen Jahren zur Arbeitslosigkeit verdammt. Das bedeutete Hunger und Entbehrung für uns, unsere Frauen, unsere Kinder. Dabei lähmte uns unter dem System der Novemberrepublik graue Hoffnungslosigkeit. Heute dürfen wir wieder am Arbeitsplatz stehen und dafür gilt Ihnen, mein Führer, nicht nur unser eigener Dank, sondern auch der unserer Frauen und Kinder. Aber auch unsere Arbeit selbst hat sich seit Ihrer Führung verändert. Jüdische Intellektuelle und marxistische Bonzen hatten uns früher einreden wollen, daß unsere Arbeit nur den einen Zweck haben könne, von profitgierigen Klassenfeinden ausgebeutet zu werden. Heute haben wir alle, gerade auch in der Automobilindustrie, den tiefen Sinn unserer-Arbeit erkannt. Unter Ihrer Aufiicht und Führung arbeitet die ganze Automobilindustrie, Unternehmer, Ingenieure und Arbeiter, für die Gesamtheit des deutschen Vol- k e s. Wir sind stolz darauf, heute unseren Volks- genossen angesichts dieser Ausstellung zurufen zu können: Alle diese Arbeit tun wir für Euch. Die Arbeiterschaft der deutschen Automobilindustrie wird stets das tun, was Adolf Hitler von ihr erwartet. Nach einer kurzen Ansprache des Vertreters der deutschen Rennfahrer Manfred von Braucht tsch sprach der Führer. Mit fortschreitender internationaler Zivilisation kennen wir heute Journalisten und Politiker anderer Völker, d. h. sie gehören ja meistens einem hierfür besonders erwählten Volke an, die uns fast jeden Tag mit schadenfroher Eindringlichkeit die leider nur zu bittere Wahrheit vorhalten, daß wir ein armes Volk von Hungerleidern sind, dem der liebe Gott seine besondere und verdiente Züchtigung dadurch zuteil werden läßt, daß er ihm abwecbslungs- weise Butter, Margarine, Schmalz, Eier usw. entzieht. (Heiterkeit.) Sachlich haben natürlich diese Registratoren unserer Not ohne Zweifel recht. Wir sind zu viel Menschen auf einem zu kleinen Lebensraum. Es fehlen uns Kühe und Schweine und Schafe usw., aber nur weil uns der Grund zu ihrer Erhaltung fehlt. Wenn einige Millionen unseres Volkes sich bei dem Konsum von nicht ganz notwendigen Lebensmitteln etwas einschränken würden, um ihre Kaufkraft auf ein Gebiet hinzulenken, auf dem wir sie volkswirtschaftlich ohne weiteres befriedigen können, dann würde dies manche Schwierigkeiten unserer Ernährung sofort beseitigen. Ich sehe in der Erzeugung eines der breiten Waffe von 2 oder 3 oder 4 Millionen Menschen erreichbaren Wagens und in der Sicherstellung einer tragbaren Erhaltung desselben eine auch von diesem Gesichtspunkte aus national-wirtschaftlich schwerwiegende Tat. And, meine Herren, glauben Sie mir, die Schwierigkeiten, unter denen heute die ganze Welt roirf- schafklich zu leiden hat, können nur beseitigt werden, wenn an die Stelle einer ebenso oft unvernünftigen wie rücksichtslosen Wahrnehmung eigener Interessen diegrößereRück- sicht auf die Gesamtinteressen tritt. Ich glaube aber meine Herren, daß wir gerade angesichts unserer heutigen Jahresschau der deutschen Automobilproduktion mit stolzer Zuversicht an die uns gestellten Aufgaben herantreten dürfen. Denn was ist in diesem Jahre in Deutschland nicht wieder geleistet worden, und zwar, meine Herren, dank der nationalsozialistischen Staats- und Wirtschaftsführung, und vor allem dank der nationalsozialistischen Gesinnung, die unser Volk trotz der verständlichen Hoffnungen unserer Feinde ergriffen hat. (Begeisterte Zustimmung.) Und wenn uns für die Zukunft ganz große Aufgaben gestellt sind, meine Herren, dann dürfen wir an ihrer Erfüllung weniger zweifeln, als das heute Geschaffene uns das höchste Recht gibt, eine solche Hoffnung zu hegen. Zwei Momente möchte ich hier nur besonders herausgreifen: Der Führer führte dann u. a. aus: Männer und Frauen! Seit ich aum ersten Male die Ehre hatte — damals noch im Auftrage des verewigten Herrn Reichspräsidenten — die deutsche Internationale Automobilausstellung in Berlin zu eröffnen, sind drei Jahre vergangen. Am 11. Februar 1933 sprach ich die Hoffnung aus, daß es dem Zusammenwirken aller verantwortlichen Stellen gelingen würde, gerade auf dem Gebiet unseres nationalen wirtschaftlichen Lebens seine Befruchtung zu erreichen, auf dem wir — gemessen an dem Stande der übrigen Welt — am meisten zurückgeblieben waren. Seit vor nunmehr 50 Jahren ein Deutscher einen wesentlichen, weil erfolgreichen Anstoß zur Befriedigung der alten Sehnsucht nach einem selbstbeweglichen Wagen durch seine Erfindung gegeben hat, erobert sich die Motorenfabrikation in einem ungeahnten und kaum vorstellbaren Ausmaß ihre dominierende Stellung in der heutigen Weltwirtschaft. Das Pferd und der B ü f f e l, die seit vielen Jahrtausenden der menschlichen Entwicklung ihre animalische Zugkraft liehen, werden ab« ge ! öst durch d i e Maschine. Die Entwicklung des Kraftwagens und die dadurch inspirierte, ja überhaupt erst ermöglichte Erfindung des F l u g- z e u b e s haben dem menschlichen Verkehr nach der Einführung der Eisenbahnen einen im Gesamtausmaß noch gar nicht absehbaren Impuls gegeben. Das Tempo des Verkehrs und damit des menschlichen Lebens ist schneller geworden. Kontinente werden in Tagen miteinander verbunden, Wüsten haben ihre Schrecken verloren, die tote Zeit qualvoller Reisen wird abgekürzt und damit einer nützlichen Verwertung freigemacht. Ungeheure neue Industrien sind entstanden. Physik und Chemie arbeiten Hand in Hand, technische Forderungen aufzustellen und ihrer Er- füllung die materialmäßige Voraussetzung zu geben. Der Motor erfordert nicht nur neue Metalle und Legierungen infolge der besonderen Bedingungen seiner Konstruktion, sondern neue Kraftquellen für seinen Betrieb, und wie immer, beginnt sich damit die Sorge der Menschheit mit den Fragen der notwendigen Rohstoffe zu beschäftigen. Wenn einst in grauester Vorzeit Weidegründe oder Salzquellen bestimmend wurden für den Lebensweg und damit das Lebensschicksal einzelner Stämme, und später Eisen- oder Metallvorkommen das politische Handeln der Völker beherrschten, dann sind es heute Kohle und Oel, die als unersetzbare Lebensgüter die Richtungen unseres politischen und wirtschaftlichen Denkens bestimmend beeinflussen. Wie lähmend war es daher für uns alle, daß das deutsche Volk, das seinem ganzen Wesen, seiner Entwicklung und seinen Lebensnotwendigkeiten nach zu den ersten wirtschaftlichen Faktoren der Welt gerechnet werden muß, gerade auf dem so ausschlaggebenden Gebiet der Motorisierung gegenüber der anderen Welt in einem großen, ja geradezu schmählichen Rückstand gekommen war. Es lag in der Atmosphäre der hinter uns liegenden traurigen Zeit des Verfalls, ein solches Geschehen als etwas Gottgegebenes und Natürliches hinzunehmen oder womöglich mit dem Hinweis auf eine gerade auf diesem Gebiet vorhandene mindere Veranlagung und Befähigung des deutschen Volkes zu rechtfertigen. Verantwortlich für diesen Verfall war auf seilen des Verbrauchers die aus der sozialdemokratischen Gleichheitstheorie stammende Auffassung einer notwendigen Entwicklung der Wenschheit zum Primitiven, um auf diesem Wege durch die P r o 1 e < a r i - fierung des Lebensniveaus aller die mögliche einheitliche Ebene finden zu können. Diese mehr als primitive Tendenz ging von der beschränkten Auffassung aus, daß der menschliche Fortschritt feine Wurzel in der kollektiven Wasse besitze und mithin auch als kollektive Erscheinung zu werten oder abzulehnen sei. Tatsache ist aber, daß jeder menschliche Fortschritt, geistig und sachlich gesehen, den Ausgang nimmt von wenigen einzelnen. Geistig, indem nur aus der Phantasie einzelner die Erfindung kommt und nicht aus dem Querschnitt einer kollektiven Anstrengung. Sachlich, indem jede menschliche Erfindung, ganz gleich ob in ihrem werte erkannt oder verkannt, zunächst immer als ein zusätzlicher Genuß des gewohnten Lebens erscheint, und damit als ein Luxusartikel für einen mehr oder weniger beschränkten kreis. Es ist so wenig asozial, sich einen Kraftwagen zu kaufen, als es einst asozial gewesen war, sich statt der herkömmlichen geölten haut ein Stück modernes Glas in fein Fenster einzusehen. Die Entwicklung einer solchen Erfindung geht zwangsläufig auch im praktischen Gebrauch von einigen Wenigen aus, um dann immer größere Kreise zu ziehen und allmählich doch alle zu erfassen. Es war daher kein Zufall, daß den niedersten Prozentsatz an Kraftwagen neben dem kommunistisch-marxistischen Sowjetruhland das ebenfalls marxistifch regierte Deutschland aufwies. Daß man dann aus einem so falschen Denken heraus alle jene besonderen Maßnahmen vernachlässigte ober überhaupt unterließ, die geeignet sein konnten, die Entwicklung dieser so unerhört erfolgversprechenden und aussichtsreichen Industrie zu fördern, braucht kaum noch erwähnt zu werden. Finanzamt und P o l i z e i d i r e k t i o n e n arbeiteten gemeinsam an der möglichst gründlichen Erdrosselung und Ausrottung der deut- schen Kraftverkehrsentwicklung und damit der Kraftverkehrswirtschaft, und es ist ihnen — dieses Kompliment kann den marxistifch-zentrümlichen Regierungen nicht vorenthalten werden — der gemeinsame Angriff wunderbar gelungen. (Heiterkeit.) Während in.Amerika rund 23 000 000 Kraftwagen fuhren und jährlich 3 bis 4 Millionen neue fabri- ziert wurden, gelang den vereinten Bemühungen dieser Volks- und Staatsführungen, die Zahl der Kraftwagen in Deutschland auf knapp 450 000 zu beschränken und die Fabrikationsziffer im Jahre 1932 auf 46 000 herabzufenken. Auch die Wirtschaft selbst wurde sich nicht ganz klar, daß der Kraftwagen ein Instrument der Allgemeinheit werden muß, oder daß sonst die in ihm schlummernde allgemeine Entwicklungsmöglichkeit ausbleibt. Der Kraftwagen ist entweder ein kostspieliges Luxusobjekt für einzelne Wenige und damit für die gesamte Volkswirtschaft auf die Dauer nicht sehr belang«: voll, ober er soll ber Volkswirtschaft wirklich den gewaltigen Auftrieb geben, zu dem er feinem ganzen Wesen nach befähigt ist, und dann muß er vom Luxusobjekt einzelner Weniger zum Gebrauchsobjekt für alle werden. (Lebhafter Beifall.) Und hier ist sich die deutsche Kraftwirtschaft — und ich befürchte fast, auch heute noch nicht allgemein — nicht ganz im klaren gewesen darüber, daß die Gesamtentwicklung der deutschen Kraftwagenfabrikation nur bann eine wirklich er- folgreiche fein kann, wenn sie in ihrer Preis- qestaltung gleichläuft mit bem Ein- kommen ber von ihr zu erfaffenben Käuferschich- ten. (Lebhcrfte Zustimmung.) Das heißt also: Cs wirb Menschen geben, bie in ber Lage finb, 20 000 Mark unb mehr für einen Kraftwagen zu opfern, weil ihr Einkommen ein entsprechendes ist, aber ihre Zahl wird nicht fehr groß sein. Die Senkung der Kosten auf 10 000 Mark ergibt schon eine viel größere Zahl von entsprechend Kauffähigen. Und die Senkung der Wagenkasten auf 5000 Mark mobilisiert wieder eine größere Schar von dafür geeigneten Einkommensträgern. Wenn ich in Deutschland auf einen Kraftwagenbestand von 3- ober 4000000 z u kommen hoffe, dann müssen der Preis und die Erhaltungskosten dieser Kraftwagen eine ähnliche Staffelung aufweisen wie die Einkommen der drei oder vier Wil- lionen der dafür in Frage kommenden Käufer. (Starker Beifall.) Ich empfehle der deutschen Kraftverkehrswirtschaft. sich einmal von diesen Gesichtspunkten aus ein Bild Über das Einkommensverhältnis der 4- oder 5 000 000 bestgestellten Deutschen zu verschaffen und sie werden dann verstehen, weshalb ich mit rücksichtsloser Entschlossenheit bie Vorarbeiten für bie Schaffung bes beutschen Volkswagens burchführen lasse unb zum Abschluß bringen will, unb zwar meine Herren, zum erfolgreichen Abschluß. (Stürmischer Bei- fall.) Ich zweifle nicht, baß es ber Genial»« des bamit betrauten Konstrukteurs sowie ber spateren Probuzenten in Derbinbung mit höch- dann finden werden (Beifall). Der Ford-Wagen hat nicht die besseren und teueren Automobile Amerikas verdrängt, sondern im Gegenteil, er hat die enormen Massen amerikanischer Käufer erst aufgelockert und mobilisiert, die später gerade auch den teureren Fabrikaten zugutegekom- men sind. Ein großer Teil wird nie einen teureren Wagen zu kaufen in der Lage fein. Nicht aber, weil er dem Herrn Fabrikanten Soundso keinen Gefallen erweisen möchte, sondern weil er feines bescheidenen Einkommens wegen dies nicht kann. Diese Millionenzahl aber einfach deshalb vom Genuß eines solchen modernen Verkehrsmittels überhaupt auszuschließen, weil man nicht Gefahr laufen will, daß von den 200 000 oder 300 000 besser Situierten sich vielleicht einige dann den billigeren Wagen kaufen könnten, würde nicht nur menschlich unanständig, sondern auch wirtschaftlich unanständig sein. (Lebhafte Zustimmung.) Denn dies heißt dann nichts anderes als die gewaltioste Wirtschaftsentwicklung für unser Volk und unser Land aus ebenso eigensüchtigen wie kurzsichtigen Erwägungen künstlich abstoppen. Auch der Export in große Teile unseres so armen Europas wird überhaupt nur möglich sein, wenn wir zu einer ganz neuen Preisgestaltung kommen, die ihrerseits wieder abhängig ist von der Höhe der Produktionsziffer, die wir im eigenen Land erreichen. (Scherl-Bilderdienst-M.) to r, besichtigte. Längere Zeit verweilte der Führer auch an zwei offenen Tourenwagen von Mercedes, die mit allen neuesten Einrichtungen ber Technik, z. B. auch mit Rundfunkempfang ausgestattet sind. Am Stand der A u t o u n i o n erregte ber Wanderer-Zweiliter-Wagen mit Kompressor seine Aufmerksamkeit. Auf dem Adler st and begrüßte der Leiter der Wirtschaftsgruppe Fahrzeugindustrie Direktor H g. g e m e i e r den Führer und zeigte ihm den Adler Weltrekord-Wagen 1,5 Liter. Auch den Opelstand besichtigte der Führer und studierte hier eingehend den vor zwei Monaten herausgekommenen Klein st wagen P 4. Nach einem Besuch bei BMW., Maibach unb Hansa be- Berlin, 15. Febr. (DNB.) Mit einer richtungweisenden Rede eröffnete der Führer und Reichskanzler in der Halle I des Ausstellungs- geländes am Kaiserdamm die Internationale Automobil- unb Motorradausstellung. Der Feier wohnten die Reichsregierung, fast das gesamte diplomatische Korps, die Reichs- und Gauleiter, zahlreiche Staatssekretäre, namhate Vertreter der SA., der SS. und des NSKK. sowie anderer Gliederungen der Partei, viele Offiziere der Wehrmacht und Vertreter der Industrie, der Wirtschaft und des Handels bei. Vor der Halle wird der Führer von Korpsführer Hühnlein unb bem Präsidenten des Reichsverbandes der Deutschen Automobilindustrie All- m e r 5 begrüßt. Unter den Klängen des Präsentiermarsches schreitet der Führer die Front der angetretenen NSKK.-Formationen ab. Er winkt dann ein kleines Mädchen heran, das ein Blumenfträuß- lein für den Führer bereitgehalten hatte und durch die Sperre nicht durchgelassen worden war. In ber Vorhalle waren Werksangehörige zahlreicher an ber Ausstellung beteiligter Firmen in ihren blauen Arbeitskitteln angetreten. Jeden einzelnen in ber ersten Reihe begrüßt ber Führer mit Handschlag unb geht dann mitten in die blaue Schar der Werksangehörigen hinein, um sich kurz mit diesem unb jenem zu unterhalten. Ein brausendes Heil folgt ihm nach, als er ben Ehrenraum betritt, unb nochmals don- nert ihm ein Heil nach, als ber Abjutant bes Führer Obergruppenführer Brückner sämtlichen angetretenen Werksangehörigen bie ^inlabung zu einem Besuch in oer Reichskanzlei übermittelt. Die 3000 Ehrengäste erheben sich von ihren Plätzen, als ber Führer erscheint. Das Philharmonische Orchester intoniert den Huldigungsmarsch von Randnoien werden. NIS, Ruhmesschau. Dicken der i talanischen Rechtspartei bereits über die Grenze nach Hamb er -1 Frankreich geflüchtet ist. Um Englands Aufrüstung. Der konservative Borstotz gegen Baldwin. sichtigte der Führer auch die Stande der ausländischen Automobilfirmen. Auf dem Boschstand, der aus Anlaß des 50jährigen Gründungsjubiläums besonders groß und reichhaltig ausgestattet ist, beglückwünschte der Führer den greisen Dr. Bosch herzlich zu dem Jubiläum. Ueberall zeigte der Führer starkes Interesse und verschaffte sich durch zahlreiche fachmännische Zwischenfragen vollste Aufklärung über die Modelle. Nachdem der Führer auch die Last traftwa- oenhalle eingehend in Augenschein genommen hatte, machte er einen Rundgang durch die Stände der Polizei verwendet wurden, nordspanischen Küste sollen etwa 2 0 0 ihnen am —a—- - .. eindrucksvolles Bild von der unzertrennlichen Gemeinschaft, die Führer und Arbeiter miteinander verbindet. Als der Führer die Gewißheit aussprach, daß der deutsche Arbeiter ihn nie verlassen würde, da klang ihm begeisterte Zustimmung entgegen und die leuchtenden Augen der Arbeiter bestätigten es doppelt. Das Publikum wurde nach Waffen wobei besonders in Kirchen weibliche Fünfzig Zchre Automobil Eine Jubiläums- und Ehrenschau. Die Volksfront demonstriert. Die Pariser Kundgebung der Volksfront ist ohne wesentliche Zwischenfälle verlaufen. Die Rechtspresse bezeichnet diese Kundgebung als gesetzwidrig. Der Regierung wird der Borwurf gemacht, vollkommen im Fahrwasser der revolutionären Volksfront zu schwimmen, deren befangener sie sei. Das „Echo de Paris" schreibt: Es fei em peinlicher Anblick gewesen, stundenlang die roten Fahnen an sich vorübermarschieren zu sehen und sich die Internationale anzuhören. L o n d o n, 17. Februar. (DNB. Funkspruch.) Die Neuordnung der englischen Aufrüstungsmaßnahmen tritt mit der für heute anberaumten Sondersitzung des Kabinetts in einen entscheidenden Abschnitt ein. Die Sitzung steht im . " schroffen Vorwürfe, die Sir Austen CH. lain an die Adresse Baldwins gerichtet hat. Man zweifelt jetzt nicht mehr daran, daß das Kabinett sich diese Vorwürfe zu Herzen nehmen und die Neuordnung des Verteidigungssystems schleunigst in die Wege leiten wird. Möglicherweise wird die Regierung sogar, um ihre Stellung wieder zu festigen, die Herausgabe des Rustungs- Weißbuches beschleunigen und es schon vor Ende des Monats veröffentlichen. Von dem Inhalt des Weißbuches wird es voraussichtlich abhangen, ob die neu in Erscheinung getretene revolutionäre Tory- Gruppe unter Führung Sir Austen Chamberlains Den festlichen Abschluß des Eröffnungstages bildete die Erstaufführung der großen Ausstattung^' revue „100 000 PS" in der Deutschlandhalle, die in 20 Bildern die Verkehrsentwicklung vorn Altertum bis zur Gegenwart zeigt und wahrend der Zeit der Ausstellung allabendlich aufgefuhrt wird. Lange vor Beginn setzte schon der Zustrom der Massen zur schönsten Halle Europas em. Cwt u ' unterbrochene Kette von Kraftwagen brachte immer neue Besucher und bald war die geräumige Halle bis auf den letzten Platz besetzt Brausende Hellrufe kündigten die Ankunft des Führers an, der, begleitet von Reichspropagandaminister Dr. G o ebbe I s , Reichsführer der SS. $ *m”!1 er feiner ständigen Begleitung die Mittelloge betrat und mit tosendem Jubel empfangen wurde. pischer Lorbeer überreicht. Schwerfällig schaukeln zwei WaaenmitLautensängern vorüber, die von einer Reitertruppe fortgesetzt werden. Em Troß Landsknechte zieht mit wehendem Banner vorüber, ein verlorener Haufen. Das Zeitalter des Rokoko bringt drei prächtige S ta at s - korosien Der Postillon von ßonjumeau laßt fein Lied erschallen. Fröhliche Wanderburschen werden von den Thum und T a x i s ch e n P o st w a - gen überholt. Aber noch hat er die vielen Schlagbäume der kleinen Stadtgrenze nicht passiert^ da braust schon die erste Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth vorüber. Hernnch Kleyer fallt mit seinem ersten Hochrad dem Auge des Ge- K ” Op er Sann bat das erfte Schnaufer etwa um 1890 eine Panne und muß abgeschleppt werden. Mit Tuten und Qualmen rauscht der Dampfer „Wintermärchen" durch die Haoelseen ein entzückendes Ballett begleitet die Auffahrt der Wagen, vom ersten Automobil Karl Benz, dem ersten Daimler-, Horch-, Opel- und M rcedes- Waqen, den ersten Motorrädern emen Kruppschen Roller, bis zu den neuesten und schnittigsten Wagen. Eine Rundfahrt durch Berlin mit Kaseommbussen bringt aufschlußreiche Erklärungen. Dann aber hat das NSKK. das Wort, das unter starkem Jubel eine schneidige Kraftradquadrille fährt. Em motorisierter Pioniersturm baut eine Brücke, bie m Die Luft gesprengt wird, um dem Gegner den Ueber- gang unmöglich zu machen. Ein Fuchsrennen büdet zusammen mit dem Marsch der beteiligten NSKK.- Stürme den Abschluß dieses fesselnden Bildes Die jüngste Vergangenheit aber wird durch emen Vus- Landstrahen -—------ „ Nicht weit davon stehen die erfolgreichen R e null) a g e n von Mercedes und Auto-Union. Sie sind der Beweis der planvollen, weitsichttgen Unter- „100000 PS" Die große Hevue der Automobilausstellung. Noch hatten nicht die letzten der 3000 Ehrengäste die Versammlungshalle Verlusten, da fingen schon Arbeiter an, das Gestühl auszuräumen, um Platz zu schaffen für die große Jubiläums- und Ehrenschau des Automobils. Um 5 Uhr standen alle alten Fahrzeuge in dieser Halle an ihrem Platz und gaben Zeugnis von der steten Entwicklung der Automobilindustrie während ihres 50- jährigen Bestehens. In der Mitte dieser Ehrenhalle steht, umgeben von Blumen und Blattgrün, die Büste des Führers. Um diesen Mittelpunkt herum sieht man fünf Wagen, die der Führer während der Kampfzeit in unermüdlichen Pro- paganda- und Aufbaufahrten benutzt hatte. Es sind alles offene Tourenwagen. Man versteht jetzt das Wort des Führers, daß der Kraftwagen ihm die Schönheiten Deutschlands erschlossen hat. Der Zustand der Wagen spricht für sich: sie sind bis zum letzten ausgefahren und geben Zeugnis, daß sie Zehntausende von Kilometern auf den Landstraßen Deutschlands ihren Dienst getan haben. Das Bild gibt einen Ausschnitt von der Revue am K «i s erd am m: „100 000 ^"nämlich.den Aufzug der verschiedenen Kraftfahrzeuge, wie sie im Laufe der Schahrigen Entwicklung geschaffen worden sind. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Volle drei Stunden rollte dann Bild um Bild an den begeisterten Zuschauern vorüber, eines schöner, farbenprächtiger und eindrucksvoller als das andere. Es ist fast unmöglich, bei der Fülle des Gebotenen einen Inhalt der geschickt verbundenen Bilder wie- derzuqeben Fanfaren verkünden den Beginn der Olympischen Spiele, aus großen Feuer- schalen schlagen die Flammen empor, Flöten- und Cymbalspieler marschieren in das Innere, sie tränen in ihren Händen die fünf olympischen Ringe. Durch das Tor der Arena rasen Quadrigen im Wettbewerb um das Oval; dem Sieger wird olym- schwerfällig schaukeln i \ ä n g e r n vorüber. bau zu dienen. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Durch die über Osteuropa liegenden außergewöhnlich kalten Luftmassen (Fröste zwischen —10 und — 30 Grad Celsius) wird das Vordringen der kräftigen Atlantik-Wirbel in östlicher Richtung stark behindert. Immerhin gelang es bereits kleineren lief- druckstörungen, nach Deutschland vorzustoßen und mit Zufuhr feucht-milder Meeresluft auch bei uns einen Wetterumschlag herbeizuführen. Der mit dieser Entwicklung aufgekommene unbeständige Witterungscharakter hält vorerst auch an. Aussichten für Dienstag: Vielfach dunstig oder nebelig, sonst vorwiegend bewölkt und seit- weise auch Niederschlag, ausgeglichene, ziemlich milde Temperaturen, schwache Luftbewegung. Aussichten für Mittwoch: Fortdauer der unbeständigen und ziemlich milden Witterung und Neigung zu Niederschlägen. kann, in denen Wille und Können sich durchsetzen muß, in denen nichts anderes gilt als das Vertrauen des Kämpfers zu sich selbst. Härte und Widerstandskraft war in diesen Kämpfen ebenso notwendig wie Gewandtheit und Geschmeidigkeit. Aber immer war das Ziel, aus sich selbst alles herauszuholen, um mit dem Einsatz der ganzen Persönlichkeit der eigenen Nation, aber auch dem olympischen Brückenbau zu dienen. Wo können sich die Völker besser verstehen lernen, als auf diesen Kampfbahnen, in denen es kein Gefühl für eine Niederlage gibt, weil es zum olympischen Geist gehört, immer wieder die Besten einsetzen zu tonnen, um so eine Niederlage in einen Sieg zu verwandeln. Das deutsche Volk hat denn auch 93er- ftäntmis dafür, daß nicht jeder olympische Kampf die heiligen deutschen Farben in Front sehen konnte, aber das deutsche Volk hat das Vertrauen, daß unsere Jugend sich im Wettkampf der Leistung weiter stählt und festigt, um im Wettkampf mit anderen Völkern ehrenvoll zu bestehen. War die Winterolympiade ein glänzender Beginn, so werden die Olympischen Kampfspiele im Sommer das Werk fortsetzen, das berufen ist, dem Brücken» Unter dem Jubel der Tausende hat der Führer und Reichskanzler der Siegerehrung der Olympi- schen Winterspiele beigewohnt, um auch dadurch zum Ausdruck zu bringen, daß für das neue Deutschland der friedliche Wettbewerb der Völker die Lei- ftung barftellt, an der Volk und Führer geschlossen teilnehmen. In der internationalen Presse ist übereinstimmend hervorgehoben worden, wie vorzüglich die Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen vorbereitet waren und abgewickelt wurden. Es gab keine Zwischenfälle, wie sie in durch- , sichtiger Absicht angekündigt wurden, es gab nur Der NSDAP, gehört Dr. Scriba seit dem 1. Juni ein Kampfspiel, bei dem der Wille bestimmend 1932 an. Er war Kreisfchulungsleiter des BNSDJ. war, das Höchste zu leisten nicht nur zu Ehren des im Landgerichtsbezirk Limburg. Er ist stellvertre- eigenen Volkes, sondern auch im Sinne einer way- tenber Vorsitzender des Bezirksgerichts der Presse ren Völkergemeinschaft. Wenn sich Die -Volker in Frankfurt (Main), Mitglied der Reichsdiszipli- wirklich verstehen lernen wollen, und sie müssen narkammer Frankfurt, Mitglied der Dienststraf- es, so darf das nicht aus den Niederungen einer kammer beim Oberlandesgerichtsbezirk Frankfurt neidvoll veranlagten Politik geschehen, sondern aus und Gaufachgruppenleiter der Fachgruppe Richter dem Hochgefühl heraus, daß der friedliche Wett- und Staatsanwälte im BNSDJ. Er hat auch eine bewerb um die Bestleistung für die Menschheit und rege kompositorische Tätigkeit entwickelt und ist Mit- für jede einzelne Nation wertvoller ist, ate der schnitt aus den Avus-Rennen mit einem glied des Berufsstandes deutscher Komponisten. häßliche und kleinliche Zank, zu dem das schlechte mörderischen Endkampf zwischen den Originalrenn- -------- Gewissen immer wieder verleitet. wagen der Autounion und Mercedes-Benz, bei dem . < M Elf Tage haben die sportlich Besten aller Natto» auch in Sekundenschnelle die Reifen gewechselt wer- £,ttir0rUw ttl vDPUlUClU nen um den Sieg gerungen, wobei es echt olym- ben, roiebergegeben. pischer Geist war, ber sich bar in be tunbete, baß bte Landtagswaylen Besten ber Nationen bie Besseren feierten, die sich P hPÄ unter dem Schutz von Panzerwagen. in dem harten Ringen um den Sieg auszeichneten. VVV v* Madrid 16. Februar. (DNB.) Die spanischen Wir haben ja erlebt, wie das deutsche Volk stolz Arbeiter der deutschen Antomobilindustrie Landtagswahlen sind ruhig verlaufen. In Madrid war, als die ersten Goldenen und Silbernen Denk- beim Rührer AU Gast. machten 7400 Sicherheitspoüzisten und 1600 Sri- münzen an Deutsche s.elem Gerade darumRannen oetm SUirer zu mmulbeamte über bte öffentliche Ordnung. Bie 1003 wer es enneffen und verstehen dah auch d e Sieger Sie 130 Gefolgfchaftsmitglieder der Automobil- Wahllokale Madrids wurden van je einem Kriminal- andere, Natianen von chren Balkern geftwrt unO Industrie aus ganz Deutschland, die am Varmittag beamten und drei Polizisten überwacht. Außerdem geehrt werden. Sie W w h (.ernähren der feierlichen Eröffnung der Automobil-Ausstellung standen u. a. neben 300 Kraftwagen 20 m.t Ma- saßt, in denen L4 ^rper^und^Gestt gewahren beiqewohnt hatten, waren anschließend Gaste desschinengewehren aus ger u st e t e Pan- Führers und Reichskanzlers im „Kai- zerwagen zur Verfügung. Die Kirchen, Banse r h o f" zu einem Mittagessen. Zur freudigen Een, Gas- und Elektrizitätswerke, Theater, Llcht- Ueberraschung der Arbeiter erschien der Führer spielhäuser und Untergrundbahnen wurden streng in ihrem Kreise und verweilte mehr als eine Stunde überwacht. <7'~~ bei ihnen. Der Führer gina von Tisch zu Tisch und durchsucht, sprach überall im kleinen Kreise, von den begeistert Hilfskräfte lauschenden Arbeitern dicht umdrängt, über die Fra- An der ..--~.r--.-v—, —. qen die gerade diese Arbeiter am meisten inter- spanische Revolutionäre, die nach dem eliieren über nationalwirtschaftliche und technische Oktoberaufstand nach Frankreich geflüchtet waren, Fragen' der Automobilindustrie und der deutschen gelandet sein und m i t g e f ä l s ch t e n Doku- Industrie überhaupt. Er schildert ihnen die n ä ch - m e n t e n, die von dem Präsidenten Des marxisti- it e n Aufgaben, die die deutsche Wirtschaft und schen Wahlkomitees in Bilbao ausgestellt worden Industrie zu lösen haben. Frei und ohne Umschweife waren, gewählt haben. Unter den Revolutionären stellten auch die Arbeiter Fragen über Dinge, die soll sich auch der Präsident jenes Revolutionskomi- fierien lagen. So bot diese Stunde ein tces befinden, das in Trubia zahlreiche spanische m v ---- k - --------1 Bürger hat hinrichten lassen. Es soll sich um spanische Marxisten handeln, die in Paris a u f Kosten ber Internationalen Roten Hilfe ein sorgloses Leben führen. Die in den ersten Morgenstunden des Montags aus den spanischen Provinzen vorliegenden W a hl- ergebnisse lassen auf einen klaren Erfolg der Linksparteien schließen. Man rechnet damit, daß diese mit etwa 200Abgeordneten ins neue Parlament einziehen werden, und daß das Kräfteverhältnis zwischen der Linken und den übrigen Parteien (Rechte einschließlich Zentrum) nur gering zugunsten der letztgenannten liegen wird. Die größten Erfolge haben die Linksparteien in Katalonien errungen, wo allein in Barcelona die Linke etwa 100 000 Stimmen mehr erzielte als die Rechte. Es verlautet, daß der Führer der ka- des Kraftfahrzeughandwerks, auf denenIihre Angriffe gegen Baldwin fortsetzen oder sich für Reichshandwerksmeister Schmidt ihn begleitet. I vorläufig befriedigt erklären wird. . . , K k c. < Inzwischen hat die Presse mit dem Rätselraten Heute aveno rvleoeryomng über die voraussichtliche Besetzung des neuen her im 'Runbfunf Ministerpostens für die Gleichschaltung der per «yuprerrepe im JXUnVTUnr. Verteidigungsorganisation begonnen. Als wahr- B e r l i n, 15. Febr. (DNB.) Die Rede des F ü h - scheinlichfter Anwärter wird der frühere Auhen- rers und Reichskanzlers anläßlich der Er- minifter Sir Samuel Hoare genannt, dessen Heröffnung der Internationalen Automobil - und vorragende Leistungen bei der Behandlung des Motorrad-Aus st ellung wird am Montag, Gesetzes für die Indien-Reform erneut in die Er- 17. Februar, in der Zeit von 22.20 1" 23 Uhr über alle deutschen S e d e r h o l t werden. stützung der deutschen Kraftfahrindustrie durch den Führer und die Reichsregieruna. 86 Fahrzeuge ver- chiedenster Art aus den 50 Jahrgängen des Be- tehens der deutschen Autoindustrie können bewun- jert und bestaunt werden. Man hält es kaum für | möglich, daß der Rennwagen von Benz aus dem Jahre 1 9 0 9 11 Jahre lang bis 1920 den Weltrekord von 228 Stundenkilometer gehalten hat. Auf der anderen Seite steht der Mercedes, der kurz vor Ausbruch des Krieges im Jahre 1914 den Grand PrixvonParis an der Spitze zweier anderer Mercedes nach Haufe brachte. Das älteste Kraftfahrzeug, das Kraftrad von Daimler, ist auch zu sehen, wie überhaupt zahlreiche Maschinen von Firmen ausgestellt sind, die entweder durch die Ungunst der Umstände oder durch das Mißverständnis der damaligen Zeit verschwanden. Aber alle waren der Grundstein der heutigen deutschen Automobilindustrie, die seit drei Jahren wieder ihren Siegeszug durch die Welt angetreten hat und ihn mit festem Willen auch in der Zukunft verteidigen will. Die Jubiläumsschau ist eine deutsche Ruhig und sachlich hat der Führer und Reichskanzler bei der Eröffnung der Deutschen Kraftwagenschau mttgeteilt, daß es deutschem Willen, daß es deutschem Erfindergeist gelungen ist, die beiden wichtigsten Rohstoffefür dieKraftoerkehrs- wirtschaft innerhalb der deutschen Grenzen her- — _ zustellen. Diese beiden wichtigsten Rohstoffe sind der Uhr bis etwa ! innerung' gerufen werden. Neben Hoare werden i B r e nn ft o f f für den Kraftverkehr sowie der end er wie- Lord Eustace Percy und in der „Daily Mail" Gummi, der für die Herstellung der Fahrradreifen auch Ramfay M a c d o n a l d genannt. notwendig ist. In dem einen wie dem anderen Falle Die „Morning Post" meldet, daß bei der Um- waren wir bisher auf das Ausland angewiesen was I bildung des Reichsverteidigungsausfchusfes beson- bedeutet, daß, wenn die Versailler Politik die Volker ders auch die Wehrbelange der briti- zum gewaltsamen Zusammenstoß gedrängt hatte, schen Dominions berücksichtigt werden würden, das deutsche Volk außerstande gewesen wäre, sich Voraussichtlich würden ständige Vertreter der Do- auch nur zu verteidigen. Wir wissen aus dem Streit- minions ernannt. Man betrachtet die Gleichschaltung fall zwischen Italien und Abessm^n wir wissen aus der militärischen Methoden und des Materials ber Den Manövern des Genfer Völkerbundes daß Dominion-Streitkräfte mit denjenigen Großbritan- Brennstoff und Gummi nicht nur für den friedlichen niens als ein wichtiges Ziel. „Daily Mail" meint, Wettbewerb, sondern auch für den Kampf der Volker daß die Stellungnahme Sir Austen Chamberlains auf Leben oder Tod unbedingt notwendig sind. Jta- von mindestens drei Vierteln der ton- lien hat sich bisher gegen die Oelsperre nur mit öer servativen Partei unterstützt werde. Sollte Drohung wehren können, es werde nach Der 58er- sich nach der Veröffentlichung des Weißbuches her- Hängung einer Oelsperre nicht davor zuruckschrecken, ausstellen, daß das Kabinett die Sicherheit Eng- Gewalt mit Gewalt zu begegnen. Sofort hat sich lands vernachlässigt habe, dann werde es zu einem denn auch gezeigt, daß die Versailler Politik nicht großen Sturm in der konservativen nur die Machtgelüste gesteigert hat, sondern auch Partei kommen. einen häßlichen Wettbewerb, der zum Teil allerdings ---------- auch auf politische Triebkräfte zurückgeht. ,, Die Verfügung über Rohstoffe, die für das Leben DräflOCttl ÜCTlVO. eines Volkes nicht zu entbehren find, ist wichtig, ebenso der Zwang, sich diese Verfügung zu sichern. Wie schon berichtet, wird heute in Darmstadt Deutschlands Wissenschaft, die schon so Großes ge- durch den Reichsjustizminister Dr. Gürtner der neue leistet hat, hat auch hier den Weg gefunden, um Präsident des Oberlandesgerichts Dr. Ludwig den Zwang abermals durch eine Leistung ersten Scriba in fein Amt eingeführt. Dr. Scriba ist Ranges auszugleichen. Deutschland ist heute in der am 1. April 1885 in H ö ch st a. M. geboren, steht Lage, sich selbst mit Brennstoff zu versorgen, braucht also im 51. Lebensjahr. Seine Familie stammt e9 also nicht mehr darauf ankommen zu lassen, aus Hessen. Nachdem er am 10. Januar diese Brennstoffe aus dem Auslande zu beziehen. 1912 die große Staatsprüfung bestanden hatte, Die deutsche chemische Wissenschaft hat seit Jahr wurde er 1923 Landgerichtsrat in Frankfurt und Tag unablässig daran gearbeitet, einen Brenn- (Main). Seit 1. Oktober 1934 bekleidete er dort das ftoff herzustellen, der dem Erzeugnis aus dem Erd- Amt eines Landgerichtsdirektors und wurde zum öl gleichwerttg ist. Die deutsche chemische Industrie 1. März 1935 zum Präsidenten des Landgerichts hgj aber auch den Rohstoff hergestellt, der für die in Limburg ernannt. Erzeugung von Gummireifen notwendig ist; einen Rohstoff also, der bisher im ganzen Umfang aus Ueberfee bezogen werden mußte. Es ist klar, daß diese glänzenden Taten der deutschen Wissenschaft nicht nur für das deutsche Volk überragende Be- deutung haben, vielmehr auch andere Fragen wie die der Pslanzgebiete für Rohstoffe unter einen ganz neuen Sehwinkel stellen. Das deutsche Volk weiß aber auch, wie das der Führer kurz und bündig mitgeteilt hat, daß alle Vorbereitungen in ldie 5B3ege geleitet sind, um mit Hilfe dieser deutschen Rohstoffe auch das Gebiet des Krafwerkehrs für das ganze Volk zu erschließen. Der Kraftwagen kann und muß nunmehr zu einem Volkswagen Italienischer Sieg an der Nordsront. fünftägige Schlacht südlich von Makalle endigte mit der Einnahme des Amba- Aradam-Vlateaus durch zwei italienische Korps. Die italienische Siegesmeldung. Rom, 16. Febr. (DNB.) Das italienische Propa- gandaministerium veröffentlicht folgenden Heeresbericht: „Die Schlacht von Enderta, die am 11. Februar begonnen wurde und am gestrigen 15. Februar mit erbitterten Kämpfen südlich von Makalle ihren Höhepunkt erreichte, ist gewonnen. Das erste und dritte Armeekorps haben unter Ueberwindung des zähesten Widerstandes des Heeres von Ras Mulugeta alle ihnen zugewiesenen Ziele erreicht. Auf dem Amba Ar ad am, dem Bollwerk der feindlichen Verteidigung, weht die italienische Flagge, die von einer Abteilung Schwarzhemden der von seiner königlichen Hoheit dem Herzog von Pi- st o j a befehligten Division „23. März" gehißt worden ist. Vericht aus dem italienischen Hauptquartier. Hauptquartier der italienischen R o r d f r o n t, 17. Febr. (DNB. Funkspruch des Kriegsberichterstatters.) Schon seit Wochen waren die im Hauptquartier der italienischen Nordfront anwesenden Pressevertreter in Erwartung wichtiger militärischer Ereignisse. Am 9. Februar teilte der Oberbefehlshaber Marschall Badoglio den Pressevertretern mit, daß sie nördlich von Schelikot einer entscheidenden Schlacht beiwohnen können, die in einem großzügigen Umgehungsmanöver um den Amba Aradam durch zwei Armeekorps bestehen würde. Der Treffpunkt der beiden Korps werde bei A n t a l o südlich des Aradam-Berges liegen. Die gegnerischen Streitkräfte, die fast ausschließlich aus regulären Truppen bestünden, würden auf rund 80 000 Mann geschätzt. Am 11. Februar begann das erste Korps mit dem Vormarsch, wobei die Ostausläufer des Aradam- Berges und einige Ortschaften südlich und südöstlich von Schelikot sowie Schelikot selbst besetzt wurden. Das dritte Korps blieb in der Ausgangsstellung, urp den Vormarsch des ersten Korps zu decken und die Verbindung mit den Truppen im Tembien-Gebiet zu sichern. Gleichzeitig wurden die abessinischen Stellungen am Aradam unter Artilleriefeuer genommen, wodurch kleinere Abteilungen an den Hängen des Aradam aufgerieben wurden. Am 12. Februar setzte das e r st e Korps den Vormarsch auf der linken Flanke fort. Es stieß viele Kilometer weit südöstlich von Schelikot vor. Hier geriet die rechte Flanke der Italiener auf den Höhen östlich des Aradam-Berges in ein erbittertes Gefecht mit den abessinischen Truppen. Die Schwarzhemden-Verbände mußten durch Alpenjäger verstärkt werden, um in blutigen Nahkämpfen die Stellungen zu nehmen. Die Italiener erbeuteten I viele Gewehre, Maschinengewehre und Geschütze. । Die italienischen Verluste betrugen hier 129 Tote und 275 Verwundete. Am Morgen des gleichen Tages hatte das dritte Korps in zwei Kolonnen unter der Flankendeckung durch Truppen des Ras Gugsa das Gabat-Tal überschritten und einige westliche Ausläufer des Aradam erstiegen. Ein schwacher Versuch eines abessinischen Widerstandes wurde durch die Artillerie zunichte gemacht. Am 13. und 14. Februar blieben beide Korps in Ruhestellung, die zum Teil bedingt war durch einen strömenden Regen, der das Gelände völlig versumpfte. Auf dem linken italienischen Flügel versuchten rund 3000 Abessinier einen Durchbruch südlich von Addi Acheiti. Sie wurden jedoch i m Nahkampf zurückgeschlagen und verloren über 400 Tote und zahlreiche Gefangene. Die italienischen Verluste in diesem Kampf betrugen 17 Tote und 50 Verwundete. Am 15. Februar fetzte morgens 7 Uhr ein heftiges Artillerie-Feuer gegen die gesamten feindlichen Stellungen ein. Der Gegner nahm östlich und westlich des Aradam Stellung. Das er sie Korps stieß nun mit seinem linken Flügel trotz des energischen feindlichen Widerstandes vor, und erreichte am Nachmittag die Linie Antola—Belasa— Addi Mai. Das dritte Korps vollzog währenddessen einen überraschenden Durchbruch westlich des Aradam. Ein Massengegenangriff der Abessinier wurde in einem blutigen Nahkampf zurückgeschlagen. So blieb den Abessiniern nur noch der Rückzug übrig, der von der italienischen Artillerie und von Bombenflugzeugen beunruhigt wurde. Das Plateau des Aradam war schon in der Nacht vom Gegner geräumt worden. Ras Mulugheta suchte mit dem Rest seiner Truppen in südlicher Richtung das Weite. Die abessinischen Verluste an diesem Tage waren ungeheuer, während die italienischen Verluste so gut wie null waren. Am Nachmittag erstiegen Abteilungen der Schwarzhemden den Aradam und hißten auf ihm die Trikolore. Die Einnahme des Aradam-Berges durch die Italiener ist strategisch von höchster Bedeutung, da die Verbindung der Truppen des Ras Mulugeta mit denen des Ras Seyoum und des Ras Kassa in Tembien unmöglich geworden ist, so daß diese vielleicht zum Rückzug aus Tembien gezwungen werden. Die abessinische Truppenstärke in den letzten Kämpfen wird auf insgesamt etwa 80 000 geschätzt; die Truppen sollen zum Teil unter Führung weißer Offiziere gestanden haben. Auf abessinischer Seite war auch Artillerie tätig, die jedoch schnell zum Schweigen gebracht wurde. Die Leistung der italienischen Truppen war um so glänzender, als die seit Tagen dauernden Regengüsse das Gelände in einen Sumpf verwandelt hatten. Das italienische Oberkommando zollt aber auch der Todesverachtung und Zähigkeit der abessinischen Truppen Anerkennung, die unter schwerstem Bombenhagel der italienischen Artillerie und der Flugzeuge immer wieder Vorstöße unternahmen. Die militärischen und vielleicht auch politt- schen Folgen des italienischen Sieges sind noch nicht abzusehen. Die Kämpfe dürfen als „Schlacht von Enderta" in die Geschichte eingehen. Der Ort Enderta liegt in der Gegend von Makalle, Schelikot, Antalo und dem Aradam-Berg. Britischer Luxusdampfer im Kanal gestrandet. Der zwischen England und Südafrika verkehrende englische Luxusdampfer „Winchester Castle" (20 000 Tonnen) ist am Sonntagabend bei dichtem Nebel auf den Küstenfelsen bei Portland im englischen Kanal gestrandet. Das Schiff sandte sofort 808-Rufe aus, die von drei englischen Zerstörern, mehreren Schleppern und einem Lebensrettungsboot beantwortet wurden. Die „Winchester Castle" hatte 338 Fahrgäste an Bord. Diele von ihnen befanden sich gerade beim Tanz im Salon, als das Schiff mit gewaltigem Getöse auf einem Felsen auflief. Der Tanz und die Musik wurde sofort abgebrochen. Es entstand eine Panik unter den Passagieren. Rettungsmannschaften trafen bereits von den Küstenfelsen aus Anstalten, um die Fahrgäste mittels Rettungsbooten und Hosenbojen in Sicherheit zu bringen. Später drahtete der Kapitän des Schiffes, daß es sich in keiner Gefahr befinde. Den Schleppern gelang es schließlich, nach Eintritt von Hochwasier den Dampfer in den frühen Morgenstunden wieder flott zu bekommen. Er wies ein großes Lock am Vorschiff auf, konnte jedoch seine Fahrt nach Southampton unter eigenem Dampf, wenn auch nur sehr langsam, fortsetzen. Das Schiff ging heute (Montag) morgen in der Bucht von Weymouth vor Anker; es ist schwer beschädigt und neigt sich nach Steuerbord. Es hat an zwei Stellen Lecks erhalten. Den letzten Berichten zufolge hat sich die seitliche Neigung des Schiffes verstärkt. Sollte die Lage kritisch werden, dann dürfte der Kapitän das Schiff voraussichtlich auf Strand setzen. Die Fahrgäste waren in den frühen Morgenstunden an Deck versammelt, um Anweisungen vom Kapitän ent- gegenzunehmen. Sie sollen möglichst bald an Land gebracht werden. Von der Küste waren große Scheinwerfer auf den Dampfer gerichtet. Hunderte von Menschen standen am Ufer und verfolgten jede Bewegung, nachdem sich der schwere Nebel gehoben hatte. Ein Zerstörer blieb während der ganzen Nacht neben dem beschädigten Schiff. OJLSpoit Der Stand der Fußballspiele der VezMlaffe. Watzenborn-Steinberg — 1900 Gießen 5:1. VfB.-Reichsbahn Gießen — Frohnhausen 7:0. Bissenberg — SB. 05 Wetzlar 1:1. Die Niederlage der 1900er bedeutet keine Ueber- raschung, denn es war klar, daß sie sich mit dieser Mannschaftsaufstellung bei den Teutonen nicht durchsetzen konnte. Die VfB.er überfuhren die Frohnhäuser eindeutig, obwohl die Gäste nicht einmal schlecht waren. In Bissenberg trennte man sich unentschieden. Auf Grund dieser Ergebnisse ist Naunheim Meister der Bezirksklasse Gruppe Gießen-Dill und der Stand der Tabelle folgender: Verein Spiele Gew. Unentsch. Verl. Pkte. Naunheim 16 11 3 2 25: 7 SD. 05 Wetzlar 17 10 3 4 23:11 Bissenberg 16 10 2 4 22:10 VfB.-R. Gießen 17 8 2 7 18:16 Frohnhausen 15 8 1 6 17:13 BC. Sinn 17 8 1 8 17:17 1900 Gießen 17 4 8 5 16:18 Dillenburg 17 5 2 10 12:22 W.-Steinberg 18 5 2 11 12:24 Niedergirmes 17 2 2 13 6:28 Die Naunheimer haben wohl noch zwei Spiele gegen Bissenberg und Sinn auszutragen. Da sie aber in beiden Fällen Platzverein sind, ist nicht zu erwarten, daß sie beide Spiele verlieren. Aber selbst im Falle des Spielverlustes könnte nur noch Bissenberg ihnen gefährlich werden. Aus dem Torverhältnis der Tabelle (38:19) steht aber Naunheim so günstig, daß es heute schon Meister der Klasse zu nennen ist. Um den zweiten Platz wird es noch einen schweren Kampf zwischen Wetzlar und Bissenberg geben. Da beide Mannschaften noch ein Spiel auf eigenem Platze haben, wird auch hier höchstwahrscheinlich das Torverhältnis entscheiden. In der Mittelgruppe könne die noch auszutragenden Spiele eine Verschiebung bringen. Nur wenn die VfB.er im Lokalkampf siegen, können sie ihren 4 Tabellenplatz behaupten. Durch ihren Sieg ist für die Steinberger die Frage des Abstiegs noch nicht entschieden. Wenn sie auch selbst ihre Spiele beendet haben und somit keine Gelegenheit mehr gegeben ist, entscheidend einzugreifen, so ist doch für sie der Ausgang des Spieles Bissenberg gegen Dillenburg von höchster Bedeutung. Sollte es den Dillenburgern wider Erwarten gelingen, auch nur einen Punkt zu erringen, so sind die Teutonen dem Abstieg verfallen. Sonst wird auch in diesem Falle das Torverhältnis von entscheidender Bedeutung sein. (Torverhältnis: Dillenburg 30:35, Watzenborn-Steinberg 41:47.) Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 36: 11000. 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Berber erwiesene Teilnahme sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank. steht auf Wunsch an unseren Schaltern kostenlos zur Verfügung COMMERZ- UND PRIVATBANK Aktiengesellschaft, Filiale Gießen Im Namen aller Angehörigen: Otto Keßler Hilde Keßler Gießen, den 17. Februar 1936 WifletWöpletttwlt MWW"Mg am Dienstag, dem 25.Februar 1936. Knchp-Sewegung Mittwoch, den 19.Februar, abends 8 Uhr, im Bayerisch. Hof Vortrag vonFrl. Stang, Bad Wörishofen: Kochsünden d.Vergangenheit -Küche der Gegenwart! (Falsche und richtige Ernährung, vrakt. Anleitungen, Kostproben). Unkostenbeitrag 20 Pf., Mitgl. frei. Papier, Bleistift, Tasse und Löffel mitbringen. 0658 Ortsgr. Gießen., Brauchen^! Dann sollten Sie sich aber diese Arbeit leichter machen. Mit der Brot- schneide - Ma- schine geht’s Wg auch schneller. Noch andere ® Küchenmaschinenhelfenlhnen: Messerputzmaschine, Flelschhacker, Wringmaschine usw. Sie kosten nicht viel bei J. B. 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Februar 1936 3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Gewinne zu 10000 M. 64988 2 Gewinne zu 6000 M. 360844 4 Gewinne zu 3000 M. 134320 970329 26 Gewinne zu 2000 M. 67440 86319 90757 97635 158088 165260 176305 233333 246399 282547 322030 324063 391328 40 Gewinne zu 1000 M. 108 24690 62626 77041 116453 130512 160055 164576 177501 189304 190061 237267 240137 265867 267794 314700 316368 343954 347997 367702 74 Gewinn« zu 500 M. 6117 24162 24557 26963 48208 59212 89348 90823 102168 102329 103476 104744 130304 147963 166568 157851 174136 176012 190501 207305 215022 218378 224284 230853 263826 276697 283233 298542 314870 323655 326883 355216 358439 358684 366353 368221 378793 368 Gewinne ui 300 M. 1530 3452 4305 14387 21172 24143 24220 33695 46182 47643 47818 47882 49335 50934 51107 54344 56188 58171 68254 68814 62514 65646 69637 73004 73581 76382 78548 80630 81930 82275 83406 83473 89142 98681 98733 101336 101631 102234 107752 112892 122232 129862 137752 145528 150462 168341 181636 189501 20'0848 219070 246422 267825 277556 292161 300756 310816 318600 336326 352743 367446 383842 392099 114219 123403 130545 138946 147262 155172 171268 181819 189659 201502 227776 249905 268230 277604 292900 301751 311639 319161 338261 356227 371604 384503 392632 115140 124559 131081 139628 147275 162227 173175 182996 190109 204456 228933 253579 271017 278403 293337 302543 313365 322549 345835 356314 376026 385783 39591Ö 115788 126226 133582 140650 148091 166136 175061 185221 191633 210754 231472 254665 271766 279496 297304 303859 316641 325804 348575 358218 376389 386239 397615 116694 125244 136310 141760 148422 166214 178406 186621 191637 217061 233370 259817 273821 282644 297530 307095 316870 328223 350591 360199 378345 387896 399281 11016 47072 52275 63673 79636 96955 108331 121183 128769 136623 143674 149382 167571 181144 187370 193444 217327 236750 263327 276659 286377 297668 310675 317503 334188 351061 363518 382966 388494 399542 ATA ÄX/ Q er gestellt in -en Persilwerken Ä •V-A Zum Scheuern und putzen . stets Geschäftsdnicksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäftskarten bei Brühl, Schulstr.7 Männerüber40 die ihre Kräfte schwinden fühlen, werden wieder jung und lebensfroh durch das bewährte „Serurfcn". Lebenskraft, Lebensfreude und Tatenlust kehren wieder. Prosp. diskret durch den Sexursan-Dcrtrieb, Bad Reichenhall 167. In der heutigen Nachmittageziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Gewinne zu 5000 M. 248321 4 Gewinne -u 3000 M. 84232 106828 14 Gewinne zu 2000 M. 25767 64177 191642 230222' 324841 325299 337271 50 Gewinne zu 1000 M. 13514 36656 61414 85115 95965 111606 134031 167469 169703 180544 181891 195409 214366 228115 243015 264668 285455 286711 288450 298773 307703 325278 374499 388076 396979 78 Gewinne zu 500 M. 9079 15213 46509 48390 70915 72325 80373 81127 82629 86967 93312 97150 119907 128287 151967 173742 179267 208041 225790 233948 236445 240001 245580 276734 281130 289406 290144 294947 311779 333990 336594 34409,2 347343 351606 364605 370648 377197 384904 392015 260 Gewinne ,u 300 M. 1287 2631 3041 3327 4906 13109 14541 16777 17001 20430 20553 21288 21361 27185 27303 32204 32221 36680 47331 51554 51656 56146 58557 59092 62711 63919 64794 74082 84532 90874 95482 95629 97963 98772 99258 102293 111675 112304 114327 121453 122068 124218 131180 131242 139188 143638 150172 152397 155597 155875 159239 162207 172852 184308 188261 188579 205670 207679 210116 210935 211571 215045 215142 215775 223528 226475 227539 228926 238462 241581 243157 259759 260004 262350 263003 266625 267329 272300 273978 274355 283032 283151 284316 289750 291770 295295 295316 300642 300894 300941 301179 303586 307564 310783 313163 317495 320350 322960 324603 325411 329307 329418 332219 332445 332328 338286 338625 341352 341663 344513 347066 361017 362173 362679 364952 366498 368514 369253 374581 375388 376685 378559 378637 382540 383941 388110 388929 390112 393081 393835 Im Gervipnrade verblieben: 2 Gewinne zu ic 1000000, 2 zu je 100000, 4 zu je 50000, 2 zu je 80000, 16 zu je 20000, 84 zu je 10000, 168 zu je 5000, 318 zu je 3000, 752 zu je 2000, 2284 zu je 1000, 3852 zu je 500, 14934 zu je 300 Mk. 1 D tz - , ■ «r ■ X'- Amerikaner-Siege im Zweier-Bob Linker Der Sieger, der Schwede D i k l u n d, öO-km-'liangiaufs. — jveajis ; xx lyufs. — (Scherl-Bilderdienst-M.) beste Laufzeit hatte Englund (Schweden) mit 36:08 Minuten. Fritz Geifer (Deutschland) kam nach 41:33 Minuten durch die Kontrolle, Arne Tust (Norwegen) nach 36:53. Mit 40:03 war Matthias Wörndle der schnellste Deutsche, er hatte aber bereits den Finnen Niemi, der als letzter gestartet war, mit 36:37 Minuten an sich vorbeilassen müssen. Auch die zweite Kontrolle sah die Schweden noch in Front, sie waren bis zum 13. Kilometer sogar noch schneller geworden. Wickström kam hier in 54:50 Minuten durch, doch hatte Englund mit 53:05 die bessere Zeit. Der Starterste Svatos (Tscheche!) war mit 57:52 weit zurückgefallen, während sich Sc al et (Italien) mit 56:21 recht gut gehalten hatte. Erich Marx kam in 1:02,45 Std. durch die Kontrolle, Kalle Heikkinen in 56:48. Die weitaus beste Zeit hatte jedoch der zuletzt gestartete Schwede Viklund mit 42:27 Minuten herausgeholt. Die Deutschen lagen immer noch im Hintertreffen. P o n n kam in 59:38 durch, Fritz Geiser in 1:00,30 Std., Matthias Wörndle war mit 58:50 Minuten der beste Deutsche. Kilometer 19, die dritte Kontrolle, sah Viklund-Schweden mit 1:23:40 Std. immer noch als schnellsten Mann. Seine Landsleute Englund (1:23:13), Wickström (1:25:59) und Bergström (1:26:33) waren aber kaum weniger schnell. Don den Deutschen hatte Marx 143:56 Std., die anderen waren nur wenig besser. Nach 25 Kilometern — Schweden in Front! Am Ferch e n se e, bei 25 Kilometer (Kontrolle IV), lagen die vier Schweden der Zeit nach klar an der Spitze, obwohl Wickström schon seit geraumer Zeit hatte spuren müssen. Die beste Zeit hatte hier Ellis Vicklund mit 1:52:05 Std. vor Englund mit 1:54:25 und Wickström mit 1:56:08. Bergström hatte 1:56:48 gebraucht, 2l Tuft-Nor- wegen 1:57:45. F. Heikkinen kam tn 1:59:23 durch, Brodahl in 2:02:05 war schon klar geschlagen. Die Deutschen hatten etwas Zeit gut gemacht, kamen aber natürlich für einen der Dorderplätze nicht mehr in Frage. Am Ziel im Ski-Stadion hatten sich inzwischen rund 6000 Zuschauer eingefunden, die voll Spannung auf das Eintreffen der Läufer warteten. Die letzten 14 Kilometer waren fast ununterbrochen Abfahrt. Englund hatte auf dem letzten Streckenteil nahezu eine Minute gegen Wickström verloren, dessen Leistung nicht hoch genug einzu- schätzen ist. Schon nach den ersten Kilometern hatte der als Zweiter gestartete Schwede spuren müssen. Bester Mann war bei der letzten Kontrolle noch Vicklund-Schweden. Frisch und mit raumgrei- senden Schritten strebten die Schweden dem Ziel zu. wickström Erster im Ziel. Unter tosendem Beifall erschien der Schwede Wickström als Erster in der Nähe des Ski-Stadions. Er war verhältnismäßig frisch, als er nach 3:33:20 Std. Laufzeit durchs Ziel ging. Sein Lands- mann Englund folgte ihm in 3:34:10 St. als Zweiter, dann erschienen S m o l e j - Jugoslawien in 3:47:40 und Svatos-Tschechei, der als Erster vom Start gegangen war, in 3:54:33 Std. reiner Lauf- 3 Die Deutschen weit zurück. Von der Kontrolle am Ferchensee (25 Kilometer) waren inzwischen auch die Zeiten der durchgekommenen vier deutschen Läufer gemeldet worden. Bester Deutscher war Meister Matthias Wörndle mit 2:07:35 Stunden. Josef Ponn hatte 2:10:40 Std. gebraucht, Fritz Geiser 2:10:52 Stunden. Erich Marx hatte noch mehr Boden verloren. Er kam in 2:20:50 Std. am 25. Kilometer vorbei. Bester Mitteleuropäer war bis zur ersten Hälfte der Jugo- slave S m o l e j. ilchc Spiele Sonja Heme, zum 3.Mle Olympia-Siegerin Das Kürlaufen der Krauen. Schwedens großer Triumph im Ski-Marathon Oie vier ersten Plätze für die Schweden. Mit der Gesamtzeit von 5:29.29 Minuten gewannen sie die Goldene Medaille vor „Schweiz II , die 5:30.64 Minuten benötigte. „USA. II" kam mit 5:33.96 auf den dritten Platz und „England" sicherte sich mit 5:40.25 die vierte Stelle. Die beiden deutschen Bobs, die am Vortage an siebter und neunter Stelle gelegen hatten, konnten sich wesentlich verbessern und auf den fünften »nd sechsten Platz vorrücken. Vier Schweden in Front! Der Triumph der Schweden war bei diesem Rennen vollständig. Hatten die vier Läufer schon auf dem ersten Teil der Strecke ein mörderisches Tempo eingeschlaaen, so überzeugten sie auf dem zweiten Streckenabschnitt vollends von ihrem Stehvermögen. Alle vier Schweden landeten auf den ersten Plätzen. Alle Medaillen fielen an Schweden. Karp- pinnen hatte mit 3:39:33 Std. nahezu vier Minuten gegen den vierten Schweden Bergström verloren, der in 3:35,50 Stunden eingekommen war. Der Sieger des 50-kilomeler-Dauerlaufes war der Schwede Ellis Viklund. Die 3:30:11 Std., die er nur benötigte, sind zweifellos eine ganz phantastische Zeit: sie ist um mehr als drei Minuten besser als die immer noch sehr gute des Zweiten W i ck st r ö m. England kam an dritter Stelle mit 3:34:10 Stunden vor Bergström, der 3:35:50 Std. benötigt hatte. Bis zum achten Platz waren die Skandinavier ausnahmslos unter sich. Nach Karp- pinnen kam als Sechster in Arne Tust der erste Norweger mit 3:41:18 Std. vor Frans Heikkin- n e n (Finnland) mit 3:42:44 Std. und Pekka Niemi (Finnland) mit 3:44:14. Dann schob sich der erste Mitteleuropäer ein. Es war der Tscheche Cyril M u s i l, der mit Startnummer 35 abgegangen war und ein ausgezeichnetes Rennen gelaufen hatte. Franc Smolej (Jugoslawien) brachte mit seinem 10. Platz und seinen 3:47:40 Std. Laufzeit eine große Ueberraschung. Sehr weit zurück endeten die Deutschen, die durchweg nicht das zu halten vermochten, was man sich von ihnen versprochen hatte. Matthias Wörndle war mit 4:03:13 Std. noch der beste unserer vier Läufer. Geiser, Ponn und Marx folgten in dieser Reihenfolge. Typische Wiener Schule zeigten anschließend die Akademiker-Weltmeisterin Gretl L a i n e r (Oesterreich) und Liselotte L a n d b e ck (Belgien). Besonders Gretl Lainer gefiel mit einem flüssigen und harmonischen Lauf, dessen Glanzpunkt eine Wechsel- Pirouette war. Bei Liselotte Landbeck war zu bemängeln, daß das Programm zu viele Pirouetten enthielt und außerdem ein zu geringer Vorrat tn der Verschiedenheit der Figuren zu bemerken war. Die Ausführung war aber hervorragend. Belita Jepson-Turner (England), klein und zierlich, hatte gleich zu Beginn das Mißgeschick, bei einem „Dreier^ zu stürzen. Dadurch kam die Engländerin aanz aus dem Konzept und stürzte noch zweimal. Ähr Programm war aber auch zu arttsttsch aufgebaut. Estelle Weigel (USA.) bot nur ein durchschnittliches Programm. Die Schwester Estelles, Louise Weigel, konnte auch nicht viel mehr zeigen, sie war aber immerhin besser als ihre Schwester. Als Nummer 8 lief die österreichische Meisterin Emmy P u tz i n g e r eine ganz ausgezeichnete Kür, die zwar keine besondere Schwierigkeiten aufzuweisen hatte, aber flüssig und harmonisch vorgetragen wurde. Eva Botond aus Ungarn zeigte einige recht gute Figuren, trug sie aber nicht edel genug vor. Zwei Stürze beeinträchtigten außerdem den Gesamteindruck. Angela Anderes (Schweiz) hatte ihr Programm nicht vollendet genug durchgearbeitet. Unsere Meisterin Viktoria Lindpaintner. die als Elfte startete, bot eine sehr gute Kür, trug sie aber leider etwas unruhig vor. Sie verriet eine ausgezeichnete Körperhaltung, besonders in den sehr schweren Pirouetten, dagegen gelangen die Sprünge nicht weich genug. „Viktoria" war im Ganzen nicht so gut wie bei den deutschen Meisterschaften, als sie Maxie Herber den Rang ablief. Mollie Philipps (England) brachte eine flüssige Kür mit artistischem Einschlag. Die Tschechoslowakin Fritzi Metznerova verriet bei ihrem Vortrag eine gute Veranlagung, ließ jedoch die technische Reife vermissen. Ihre Landsmännin Vera H r u b a bot einen besseren Lauf. Die Oesterrei- cherin Bianca Schenk begann sehr vielversprechend, wurde aber später schlechter. Der Gesamt- eindruck, den man von ihrer Leistung gewann, befriedigte aber. Die Belgierin Pvonne de Ligne hatte sich ein ansprechendes Programm ausgedacht, dessen beste Figur eine gekreuzte Pirouette war Hedi S t e n u f (Oesterreich) war einer der Glanzpunkte dieses Nachmittags-, sie lief einen außerordentlich flüssigen Stil. Die Ausführung des sehr schwierigen Programms war kaum zu übertreffen. Gut geglückte Axel Pausen- und Salchow- Sprünge wechselten mit fabelhaften Pirouetten, wobei der Lauf durch das ausgeprägte musikalische Empfinden der Oesterreicherin noch eine besonders eindrucksvolle Note erhielt. Die kleine Etsuko Inada aus dem Fernen Osten hatte sich sofort die Herzen der Zuschauer im ersten Ansturm erobert. Ganz in weiße Seide gekleidet, brachte die kleine Japanerin ein entzückendes Programm, das durch das Kindliche im Vortrag noch besonders wirkte. Ein flüchtiger Sturz bei einem „Dreier" störte die Gesamtwirkung nur Der siegreiche amerikanische Bob. Vorn Brown, hinter ihm W a s h b o n d. (Scherl-Bilderdienst-M.) Bei herrlichem Wetter hatten sich on der Bob- Bahn am Rießersee am frühen Morgen zahlreiche Zuschauer eingefunden, um den Schlußkämpfen im Olympischen Wettbewerb im Zweierbob beizuwohnen. Im ersten Lauf ging als erster Bob der Bob „Schweiz I" ins Rennen. Er konnte keine allzuschnelle Fahrt machen und blieb über seinen Vortagszeiten. „Belgien I" fuhr schon besser und der in der Gesamtwertung der ersten beiden Fahrten führende Bob „USA I" kam mit 1:25.39 auf eine ausgezeichnete Zeit. Doch wurde diese Zeit lange nicht mehr übertroffen. Don den weiter folgenden gezeichnete Zeiten. Den vierten und letzten Lauf eröffnete „USA. II" mit der glänzenden Zeit von 1:22.16. An fünfter Stelle ging „Deutschland II" ins Rennen, Grau und Brehme fuhren hier in 1:23.78 eine sehr schnelle Zeit. Die Glanzleistung des Tages erzielte dann wieder „Schweiz II". Feierabend-Beerli unterboten ihren Bahnrekord vom Freitag recht wesentlich. Sie fuhren in 1:19.88 Minuten eine Zeit heraus, die dann nicht mehr unterboten wurde. Dann erreignete sich der erste und einzige Sturz der Rennen, dem der Bob „Luremburg II" zum Opfer fiel. Die zweite Gruppe eröffnete bann „Schweiz I ; Capadrutt blieb mit 1:23 wesentlich unter seiner Zeit vom dritten Lauf. Mit Spannung sah man dann den Start des führenden amerikanischen ersten Bobs. In vorbildlicher Fahrt nahm das von Brown gesteuerte Fahrzeug die Kurven, der Bob war schnell, doch hatte man den Eindruck, daß Brown-Washbond auch „auf sicher" fuhren. Mit der sehr guten Zeit von 1:20.38, der zweitbesten des Tages, sicherten sich die Amerikaner ihren Vorsprung vor den Schweizern Feierabend-Beerli. Am Samstagnachmittag, als im Kunsteis-Stadion die besten Kurrstläuferinnen der Welt antraten, um durch ihre Kür um die Olympischen Medaillen zu kämpfen, lachte die Sonne vom blauen Himmel und sandte ihre wärmenden Strahlen auf die vieltausendköpfige Zuschauermenae, die das herrliche Eisstadion wieder bis auf oen letzten Platz besetzt hielt. Das Stadion war wieder ausverkauft. Frau Hertha Frey-Drexler (Schweiz) eröffnete den Reigen der Kürläufe mit einem recht guten Programm, das mit einer gelungenen Mond- rombination einen sehr guten Abschluß fand. Im Ganzen war es aber nicht mehr als guter Durchschnitt. Cecilia nicht in bester $orm. Als Zweite bereits kam die schärfste Rivalin von Sonja Henie, die Engländerin Cecilia C o l l e d g e. Sie zeigte eine Kür, die alle Schwierigkeiten ent- hielt, die ein bei einem solchen Wettbewerb vorgeführtes Programm aufweisen muß. Leider be- fand sich aber die Engländerin nicht in bester Form. Man hatte den Eindruck, daß das Programm nicht bis zum Letzten durchgearbeitet war. Die letzte Vollkommenheit fehlte. Zudem gab es Unstimmigkeiten zwischen Lauf und musikalischer Untermalung. So ging einmal die Musik mitten in einer wirbelnden Pirouette vom beliebten „Pußta-Fox" in die Weisen der „Götterdämmerung" über. Als „Cecilia" bann noch das Pech hatte, bei einem Salchow- Sprung mit der Hand leicht das Eis zu berühren, wäre es mit ihrer Ruhe vorbei. Sie wurde unsicher. Die Körperhaltung ließ zu wünschen übrig, die Platzverteilung wurde ungleich. Es war schade, daß die talentvolle Engländerin ihr Kür so ungleich- mäßia lief, denn in dieser Form bedeutete sie für „Sonja" kaum eine Gefahr. Am Samstagvormittag wurde in Garmisch-Par- tenlirchen der 50-Kilometer-Skidauerlauf, das Ski- Marathon, ausgetragen. 36 von 45 gemeldeten Läufern hatten sich zum Start eingefunden. Das Rennen gestalteten die Schweden zu einem großartigen Erfolg. Vier Schweden nahmen am Lauf teil, vier Schweden endeten auf den ersten vier Plätzen. Das ist unstreitbar der größte Triumph, den ein Land bisher bei Olympischen Winterspielen im 50-Kilometer-Dauerlauf zu feiern vermochte. Sieger wurde mit der glänzenden Zeit von 3:30:11 Stunden Ellis Viklund (Schweden) vor seinen Landsleuten Axel Wickström (3:33:20), Nils Englund (3:34:10) und Hjalmar Bergström (3:35:50 Stunden). Der Start. Bei 8 Grad Kälte waren die Wetter- und Schnee- Verhältnisse ausgezeichnet, als sich die 36 Läufer — von 45 gemeldeten — auf den Weg machten. Ein Böllerschuß war das Zeichen zum Start. Der Tscheche Jan Svatos ging als Erster ab. Die Strecke war sehr abwechslungsreich, typisch „nordische Langlaufstrecken wechselten mit rein „alpinen" Anstiegen und Schußfahrten. Den Läufern war also Abwechslung geboten. Scharfes Anfangstempo der Schweden. Die Schweden starteten als Favoriten für diese lange Strecke, bedroht einzig und allein von den Finnen Karppinen, Niemi und den beiden Heikkinen. Die Mitteleuropäer kamen dagegen für einen der vorderen Plätze nicht in Frage. Die Schweden ließen von vornherein keine Zweifel über ihre Absichten aufkommen. Alle vier Mann begannen in schärfstem Tempo und hatten bei allen Kontrollpunkten bis zur Hälfte der Strecke die besten Zeiten. Mi Kontrolle I (Kilometer 8) traf als erster Wickström (Schweden) nach 36:14 Minuten reiner Laufzeit ein. Samuelshaug (Norwegen) hatte hier schon Zeit verloren, mehr noch der erste Deutsche Erich Marx, der unerwartet langsam war. Die Links: Sonja tz eni-, die Olympiasieger,» bei ihrem hervorragenden Lcmf-, rechts: die deutjche Meisterin Viktoria Lindpaintner bei ihrer Kür. — (Scherl-Bllderdienst-M.) Fahrzeugen fuhren dann „England" mit 1:28.58, „Deutschland I" mit Hans Kilian in 1:26.63 gute Zeiten. Als erster Schlitten der zweiten Gruppe fuhr dann „USA II" auf der wesentlich schneller gewordenen Bahn mit 1:24.80 die bis dahin beste Zeit des Tages. „Deutschland II" kam mit 1:26.94 ebenfalls auf eine recht gute Zeit, dann aber fuhr wieder „Schweiz II", der am Vortage den Bahnrekord er- zielt hatte, mit 1:24.11 die beste Zeit des dritten Laufes. Von den übrigen Bobs fuhren noch „Holland" mit 1:25.71 und „Italien I" mit 1:25.78 aus- unwesentlich. Die Kür wies viele Schwierigkeiten und überraschend gute Uebergänge auf, besonders trat dies beim Uebergang von der schnellen zur langsamen Pirouette zu Tage. Langanhaltender Beifall belohnte die kleine Japanerin. Alise D s e - g u s e (Lettland) zeigte ganz gute Veranlagung, doch war die Ausführung der Figuren nicht frei genug. Die Amerikanerin Audrey Peppe bot eine sehr elegante Kür mit einem ganz eigenartigen Stil. Vivi-Anne Hult 6 n (Schweden), im roten Samtkleidchen mit weißer Kappe, lief sehr edel und mit höchster Vollendung. Weich in den Sprüngen, genau in den Uebergängen, mit guter Körperhaltung, besonders in den Pirouetten, holte sie sich eine sehr gute Benotung, trotzdem die Kür nicht allzu schwer war. Die Amerikanerin Maribel V i n s s o n war technisch gut, lief aber etwas zu überhastet. Und dann kam als Letzte SonjaHenie,Iiorwegens„Eiskönigin^ Es bedarf keiner besonderen Betonung, daß das Publikum schon beim Erscyeinen „Sonjas" in begeisterten Beifall ausbrach. Von den Rängen, auf denen sich eine große Anzahl Berliner Schlachtenbummler befand, erscholl der Sportpalast-Kosename „Häseken" in lauten Sprechchören. „Sonja" war in violette Seide gekleidet und trug ein Blumen sträußchen an der linken Schulter. Sonja Henie be gönn etwas nervös, wurde aber schon nach den ersten Bewegungen gelockerter. Bald hatte sie sich ganz gefunden und zog nun die Zuschauer restlos in ihren Bann. In unerreichter Ausführung, mit wunderbarem Aufbau der Figuren, fehlerlosen Sprüngen, weichem Aufsetzen auf dem Eis und letzter Beherrschtheit der Körperhaltung lief die Norwegerin eine Kür, die die größte und schwierigste war, die man an diesem denkwürdigen Samstagnachmittag im Olympia-Eisstadion zu sehen bekam. In vollkommener Aesthetik mit restloser lieber« einstimmung von Lauf und Musik war der Vortrag Sonjas ein Bild von schönster Harmonie. Er stellte Sonja erneut das Zeugnis aus, daß sie eine 1 Klasse für sich ist und vorerst noch von keiner Gegnerin erreicht werden kann. Don den Figuren hin- | terließen die Pirouetten, die — ob sie auf einem Fuß ober auf beiden Füßen gedreht wurden — gleich vollendet waren, eine überragende Mond- Kombination und der für Sonja Henie chpische abschließende Auslauf den nachhaltigsten Eindruck. Den Jubel, mit dem die Zuschauer „ihre" Sonja überschütteten, zu beschreiben, ist unmöglich. Allen Anwesenden war klar, daß nur „Sonja" für den olympischen Sieg in Frage kommen konnte. Keine ihrer Gegnerinnen bot etwas so Vollendetes und bis ins Kleinste Durchgearbeitetes, keine reichte in der Kür auch nur annähernd an sie heran. Mit der Kür Sonja Henies hatte das Kunstlaufen der Frauen einen Abschluß gefunden, wie man sich ihn besser nicht hätte denken können. Die Ergebnisse. 1. und Olympiasiegerin: Sonja Henie (Norwegen), Platzziffer 7,5, 424,5 Punkte; 2. Cecilia 'olledge (England), 13,5, 418,1; 3. Vivi-Anne Hul- n (Schweden), 28,0, 394,7; 4. Liselotte Landbeck (Belgien), 32,0, 393,3; 5. Maribel Vinsson (USA.), 39,0, 388,7; 6. Hedi Stenuf (Oesterreich), 40,0, 387,6; 7. Emmy Putzinger (Oesterreich) 49,0, 381,8; 8. Viktoria Lindpaintner (Deutschland), 51,0, 381,4; 9. Gretel Lainer (Oesterreich), 65,0 373,4; 10. Etsuko Inada (Japan), 77,0, 368,1. Das Finale - der große Sprunglaus. Am Schlußtag der IV. Olympischen Winterspiele spannte sich über Garmisch-Partenkirchen ein graubedeckter Himmel. Am Vormittag stand der große Sondersprunglauf zur Entscheidung an, der durch Birger Ruud mit einem neuen Norwegen- Sieg endete. Der Andrang der Massen nahm unbeschreibliche Formen an. Lange vor dem auf 11 Uhr festgesetzten Beginn des Springens auf der Großen Olympiaschanze war das Skistadion dicht besetzt. Alle Rekorde, die bisher in bezug auf Zuschauermengen ausgestellt worden sind, wurden in Garmisch-Partenkirchen gebrochen. Haltung und Stil entschieden den Kampf. Ein aus der Erinnerung kaum erlöschendes Bild bot sich kurz vor Beginn des mit fieberhafter Spannung erwarteten Springens der Weltbesten auf den schmalen Brettern. Ein halbes hundert Springer war den Berg zum hohen Holzgerüft des weit hinausragenden Anlaufturmes hinaufgeklettert. Kurz vor 11 Uhr erschien der Führer. Brausender Jubel begrüßte ihn und feine Begleitung. Ein Böllerschuß eröffnete den. Wettbewerb, der in zwei Gängen durchgeführt wurde. Nach einem guten 54er des Jugoslawen Novak kam gleich danach der Japaner Miyajima in sehr schöner Haltung auf 63,5 Meter, die gleiche Weite erreichte der Kanadier Baadsvik. Der Amerikaner Mikkelsen kam in einem sehr unruhigen Flug auf 69,5 Meter, aber der als achter über den Bakken gehende Norweger Kaare Walberg setzte sich mit einem wundervollen Sprung von 73 Meter Weite vorläufig an die Spitze. Als erster Deutscher erreichte der Thüringer Hans Marr in gutem Stil 71,5 Meter. Hinter ihm landete der Norweger Arnold Kongsgaard in tadelfreier Haltung bei 74,5 Meter. Der zweite Deutsche, Franz Haslberger, sprang gut, aber mit 64 Meter zu kurz. Wie ein Vogel flog dann Birger Ruud, der Heine norwegische Springerkönig, durch die Lust. Bewundernswert seine schmale Skiführung, die weite, in den Hüften abgeknickte Vorlage und das gut durchgedrückte Kreuz. Seine Weite beträgt 75 Meter. Sven Eriksson am weitesten! Der Pole Czech und der Schweizer Badrutt fielen gegen den Norweger erheblich ab. Der Finne Paelti stürzte. Jgur-Japan ist mit stilrein durchgestandenen 74,5 Meter der Beste von seinen Landsleuten. Unter größter Anteilnahme sah dann die Riefenmenge dem Sprung des großen Schweden Sven Eriksson entgegen. Kraftvoll schwang der Schwede sich vom Schanzentisch ab, jedoch in der Luft wackelte er leicht. Groß ist der Beifall, als 76 Meter Weite, der längste Sprung des ersten Durchganges, verkündet werden. Aber in Stil und Haltung hatte Birger Ruud seinen großen Rivalen übertroffen. Reidar Andersen sprang in prächtigem Stil 74 Meter. Mit einem 71er beschloß der Finne Murama den ersten Durchgang. Bereits jetzt schien es klar, daß der Slusgang des letzten olympischen Skiwettbewerbes nur zwischen Birger Ruud und Sven Eriksson liegen würde. Die Spannung der 150 000 Zuschauer in und um das Skistadion hatte ihren Höhepunkt erreicht, als der zweite Durchgang begann. Im allgemeinen wurden hier die im ersten Laus erzielten Weiten mit wenigen Ausnahmen übertroffen. So kam gleich der wieder den Reigen eröffnende Jugoslawe Novak auf 58,5 Meter. Der Erzgebirgler Paul Kraus setzte wie schon vorher in schöner Haltung bei 62,5 Meter auf. Der Norweger Wahlberg war mit 72 Meter kürzer als im ersten Gang, auch Hans Marr erreichte mit 69 Meter seine Leistung aus dem ersten Gang nicht mehr. Haslberger verbesserte sich um 3 Meter auf 67 Meter Weite. Dann segelte wieder Birger Ruud in einer makellosen Haltung. Aber mit 74,5 Meter war der kleine Norweger kürzer als im ersten Gang. Die Spannung war daher um so größer, als ruhig und beherrscht Schwedens größter Springer am Ablauf stand. Er i k s s o n kam gut ab, stand diesmal ruhig in vorbildlicher Haltung in der Luft, setzte bei wieder 76 Meter völlig sicher auf und raste unter dem Beifallssturm der Zuschauer den Auslauf hinunter. Wer hatte den großen Kampf gewonnen? Das war die große Frage. Eriksson erzielte die größte Weite. Birger Ruud aber sprang den besseren Sttl! Birger Ruud zum zweiten Riale Olympia-Sieger! Das ausgeglichene Können der norwegischen Springergarde wirkte im Olympischen Sprunglauf geradezu verblüffend. Zwar ist Birger Ruud eine Klasse für sich und ein wirklicher „Springerkönig", aber seine Landsleute stehen nur ganz wenig hinter ihm zurück. Diesmal mußte jedoch der Norweger mit dem hervorragenden Schweden Sven Eriksson einen harten Strauß bestehen. Eriksson zeigte sich als ein durchaus gleichwertiger Gegner, aber in der Haltung kam er an den Norweger nicht heran. Diese Ueberlegenheit Ruuds in der Körperbeherrschung vermochten selbst die um 2% Meter größeren Weiten Erikssons nicht auszugleichen, so daß er mit einem Vorsprung von 1,5 Punkten zum zweiten Male Olympia-Sieger wurde. Auch die Bronce-Medaille fiel an einen Norweger, Reidar Andersen, der vor seinem Landsmann Kaare W a l b e r g Dritter wurde. Ueberraschend gut sprang Stanislaus Marusarz (Polen), der stark verbessert mit 75,5 Meter den zweitbesten und -weitesten Sprung zeigte. Die deutschen Springer enttäuschten! Keiner von ihnen erreichte auch nur annähernd die im Training erzielten Weiten und auch in der Haltung waren sie unsicher. Unter diesen Umständen konnte Hans Marr, als bester Deutscher, nur den zehnten Platz belegen. Kurt Körner kam auf den 12., Haslb erger aus den 17. und Paul Kraus auf den 18. Platz. Einen starken Abstand von der norwegischen Springerklasse verrieten die Schweizer und Oesterreicher. Die Japaner hatte man nach ihren guten Trainingsleistungen auch weiter vorn erwartet. Ergebnisse des Spezial-Sprunglaufes. 1. Birger Ruud (Norwegen), Sprungweiten 75 m, 74,5 m, Note 232,0; 2. Eriksson (Schweden), 76 m, 76 m, 230,5; 3. R. Andersen (Norwegen), 74 m, 75 m, 228,9; 4. Kaare Walberg (Norwegen), 73,5 m, 72 m, 227,0; 5. Stan. Marusarz (Polen), 73 m, 75,5 m, 221,6; 6. L. Dalenen (Finnland), 73,5 m, 67 m, 219,4; 7. Masaji Jguro (Japan), 74,5 m, 72,5 m, 218,2; 8. Arnold Kongsgaard (Norwegen), 74,5 m, 66 m, 217,7; 9. V. Tiihonen (Finnland), 71,5 m, 70 m, 215,3; 10. Hans Marr (Deutschland), 71,5 m, 69 m, 214,2; 11. Sverre Fredheim (USA.), 73,5 m, 73 m, 214,1; 12. Kurt Körner (Deutschland) 70 m, 71,5 m, 209,3. England Sieger im Eishockey-Turnier. Die letzten Kämpfe. Kanada—Tschechoslowakei 7:0. Die olympischen Eiskockeyspiele der Entscheidungsrunde wurden am Samstagvormittag mit dem Kampf Kanada — Tschechoslowakei fortgesetzt. Etwa 8000 Zuschauer hatten sich eingefunden, die einen glatten und verdienten Sieg der Kanadier erlebten. Die Kanadier gaben sich keine große Mühe und schienen den Gegner nicht sonderlich hoch einzuschätzen. Von Beginn an hatten die Kanadier das Heft in der Hand. Sie spielten wie sie wollten. Im zweiten Drittel wurde das Tempo etwas stürmischer und der Kampf lebhafter. Die Kanadier bleiben weiterhin überlegen und drängen die Tschechen in ihre eigene Hälfte zurück. Im letzten Spieldrittel standen die Kanadier fast ausschließlich in der tschechischen Spielhälfte und begnügten sich mit der Vorführung wirklich besten Eishockeys. England -USA. 0:0. Nach dreimaliger Verlängerung. Am Samstagabend fand im ausverkauften Olympia-Eisstadion der Eishockeykampf zwischen den Mannschaften von England und USA. statt, das wichtigste Spiel des ganzen Turniers. Galt es doch für Enaland, sich durch einen Sieg gegen Amerikas Auswahl den ersten Platz endgültig zu sichern und damit die schwer umkämpfte Eishockey-Goldmedaille zu gewinnen. Das Interesse des Publikums für diesen Kampf war riesengroß. Das Spiel begann äußerst flott. Gleich in den ersten Minuten versuchten die Amerikaner durch blitzschnelle Vorstöße die gegnerische Verteidigung zu überrumpeln, jedoch war das Schlußdreieck der Engländer auf der Hut. Zweimal kurz hintereinander gelang es dem amerikanischen Stürmer Garrison durchzubrechen, er hatte jedesmal nur noch den englischen Torwart Foster vor sich, der aber die beiden Scharfschüsse glänzend hielt. Auf der anderen Seite wehrte auch Amerikas Torhüter ausgezeichnet. Nach einem ausgeglichenen ersten Drittel trennten sich die Mannschaften mit 0:0 Toren. In den ersten Minuten des zweiten Drittels gefährdeten die Engländer durch heftige Vorstöße wiederholt das amerikanische Tor. Aber auch die Engländer hatten sich sehr zu wehren. Gegen Schluß des zweiten Drittels wurde der Kampf etwas hart. Es gab aber wieder fein Tor. Auch das reguläre Schlußdrittel brachte einen weiter verteilten Kampf, in dem sich beide Verteidigungen ausgezeichnet schlugen, so daß alle Angriffe ohne Erfolg blieben. Das Spiel erfuhr dann eine dreimalige Verlängerung, ohne daß sich am 0:0 etwas änderte. Kanada schlägt Amerika 1:0. Der letzte Kampf. Der letzte Kampf des olympischen Eishockey-Turniers, das Treffen der Mannschaften von USA und Kanada, hatte am Sonntagnachmittag dem Kunsteis- Stadion in Garmisch-Partenkirchen noch einmal ein restlos ausverkauftes Haus gebracht. Als die Mannschaften in das Spielfeld liefen, mochten etwa 12 000 Eisyockey-Begeifterte versammelt sein. Die Kanadier arbeiteten sich sofort eine leichte Ueberlegenheit heraus. Das Führungstor der Kanadier fiel ziemlich überraschend bereits in der zweiten Minute. Im Anschluß an einen Bully konnte N e - ville die Scheibe zum 1:0 für Kanada einschieben. Im zweiten Drittel setzten die Kanadier ihre ftürmi- Schützt die Haustiere vor Kalte! schen Angriffe auf das amerikanische Tor fort. Es gab aber keinen Torerfolg. Auch im Schlußdrittel blieben beiden Parteien Erfolge versagt. Die Amerikaner drängten zwar mit Macht auf den Ausgleich, doch hielt das kanadische Hintertrio allen Angriffen mit bewunderungswürdiger Sicherheit stand. Kana-, das Sturm war aber auch nicht untätig und so wech-' selten die gefährlichen Szenen vor beiden Toren blitzartig. Das Tempo wurde gegen Schluß des Spieles noch gesteigert, aber auch dieser letzte Einsatz beider Mannschaften nützte nichts mehr, es blieb - beim 1:0 für Kanada. Norwegen vor Deutschland und Schweden. Der Schlußstand der inoffiziellen Länderwertung. Bei den Olympischen Winterspielen wird bekanntlich eine amtliche Länderwertung nicht geführt. Es hat sich aber die Gepflogenheit herausgebildet, inoffiziell das Abschneiden der einzelnen Nationen mit Punkten für die ersten sechs Plätze eines jeden Wettbewerbes zu bewerten, um so einen lieber- blick darüber zu gewinnen, welche Länder sich besonders hervorgetan haben. Insgesamt konnten 17 Nationen von den 28 vertretenen einen „olympischen Erfolg" buchen und damit Aufnahme in die Liste finden. Das Ergebnis: 1. Norwegen 100 Punkte; 2. Deutschland 48 P.; 3. Schweden 43 P.; 4. Finnland 38 P.; 5. USA. 32'/- P.; 6. Oesterreich 26'/- P.; 7. England 22 P.; 8. Schweiz 20 P.; 9. Kanada 9 P.; 10 Tschechoslopakei 7 P.; 11. Ungarn 7 P.; 12. Belgien 5 P.; 13. Frankreich 4 P: 14. Holland 4 P.; 15. Italien 3 P.; 16. Japan 3 P.; 17. Polen 2 Punkte. Die Bewertung erfolgte auf folgender Grundlage: 1. Platz 7 Punkte, 2. Platz 5 Punkte, 3. Platz 4 Punkte, 4. Platz 3 Punkte, 5. Platz 2 Punkte, 6. Platz 1 Punkt. Abschied vom Orion. Von Prof. Paul Kirchberger. Nun dauert es gar nicht mehr so lang, und wir müssen von dem schönsten Sternbild unseres Winter- Himmels, dem Orion, Abschied nehmen. Seine Zeit ist wieder um. Ende Oktober sieht der Sternfreund den Orion zum ersten Male. Er erscheint bann erst spät am Abend und grüßt nur knapp von Osten herüber. Je weiter der Herbst vorrückt, um so früher geht er auf, und je winterlicher es späterhin wird, an um so höherer und weiter nach Süden gelegener Stelle sehen wir ihn beim Dunkelwerden. Immer schöner und eindrucksvoller erstrahlt er, bis er zu Beginn des Frühjahrs in die niedrigeren Teile des Westhimmels hmabgedrückt und dort immer unscheinbarer wird. So ist er vor allen andern das eigentliche Winter- st e r n b i l d. Er ist wohl auch das berühmteste aller Sternbilder. Das liegt gleicherweise an der großen Schönheit seiner Form wie an Der großen Zahl Heller Sterne, die sich an keiner andern Stelle des Himmels so dicht gedrängt finden wie hier. Auch knüpfen sich an fein anderes Sternbild so viele Sagen und Vorstellungen. Sie zeigen uns den Orion, wie er als mächtiger Jäger die Keule gegen den Stier schwingt, oder die Plejaden scheucht, oder wie er endlich von seinem Schicksal ereilt wird, vom Skorpion gebissen zu werden, denn dieses Sternbild geht auf, wenn er untergeht. Drei von den sieben Orionsternen führen besondere Namen; merkwürdigerweise tff es erst der dritthellste, der rechts oben stehende Stern „Bellatri x", „die Kriegerin", die sich einen Namen aus dem Altertum bewahrt hat. Die beiden hellsten und auffallendsten Sterne, der links oben stehende Beteigeuze und der rechts unten stehende 9t igel, führen arabische Namen; sie bedeuten „Schulter" und „Fuß", je nach der Stelle, an der die Sterne in der hergebrachten Zeichnung des Bildes stehen. Denn es war ja der Zweck der Bilder, sich genau den Straßen anzupassen, um die herum sie gezeichnet wurden. Die drei Sterne in der Mitte bezeichnen den Gürtel, und an ihm hing bas kurze Schwert, bas bie Stelle bes Orionnebels wie- bergibt. Schon bei Homer taucht der Name bes Orion auf, Obysseus sieht ihn in der Unterwelt, wo er noch immer seiner Leibenschast, der Jagd, obliegt. Diese Vorstellung hat bie Menschheit burch Jahrtausende hinburch begleitet, und unzählige Sternfreunde, die sich an dem glanzvollen Sternbild erfreuten, sahen hinter ihm die Gestatt des Helden, der ihm feinen Namen gegeben hat. Für die neueste Sternkunde, die ja die Sterne mit ungeheurem Aufwand wissenschaftlichen Scharfsinns untersucht und in ihren Eigentümlichkeiten erforscht, ist das Sternbild gleichfalls ganz besonders bedeutungsvoll. Seine beiden hellsten Sterne, Beteigeuze und Rigel, sind sozusagen die äußersten Glieder einer langen Reihe. Beteigeuze gehört zu den kältesten Sternen; die äußern Schichten, also Diejenigen, die wir sehen, weil sie uns Strahlen zusenden, sind vielleicht 3000 Grad heiß, haben also keine größere Hitze, als wir sie allenfalls auch mit irdischen Mitteln Herstellen können. Dafür ist aber dieser Stern ganz ungeheuer ausgedehnt, viel, viel größer als die Sonne, so daß die Erde ihren Umlauf um bie Sonne, in ihm ausführen könnte. Hingegen ist Rigel ein so heißer unb so mächtig strahlenber Stern, baß, wenn er selbst 20- ober 30mal weiter von uns entfernt wäre als bie Sonne, bie Erbe oerborren müßte unb fein Leben auf ihr bestehen könnte. — Wer genau zusieht, wird Den Unterschied in der Natur der beiden Sterne schon mit bloßem Auge wahrnehmen, denn von der geldlich-rötlichen Farbe Beteigeuzes hebt sich die weiß-bläuliche des Rigel eigentümlich ab. Oie Wunder Granadas. Von Dr Zrih Leffel, Madrid. Einem Phantasiebegabten, der dem Schicksal für immer zu danken hat, daß er auf dem historischen Boden Granadas wandeln durste, wird es nicht schwer fallen, sich inmitten dieser Stadt, bie an Erinnerungen aus allen Zeitepochen so unenblich reich ist, in bie vielseitige Vergangenheit zurückzuversetzen. Einem jeben in Deutschland, der noch so wenig über Granada weiß, wird der Name dieser Stabt ewig oerbunben sein mit ber Alhambra, jenem einzigartigen Denkmal maurischer Baukunst in Spanien. Viele Stürme hat die Stabt über sich ergehen lassen müssen, zahlreiche Herrscher regierten in Granada, bis es zu dem wurde, was es gegen- ^ä^Adarstellt: eine Fremdenstadt, die unendlich viele Menschen aus allen Ländern Europas, ja aus der ganzen Welt anlockt. Einem jeden Besucher wird es klar werden, daß die Araber dieses Stückchen Erde am Zusammenfluß des Darro und Genil liebten und bis zum Letzten verteidigten. Unüber- ttefflich ist der Blick auf die mit ewigem Schnee bedeckten Berge der S i e r r e Nevada. Man muß hier den blauen Himmel in seiner Harmonie mit den Schneebergen gesehen haben, um diese Stadt lieben zu lernen. Heute ist Granada eine Stadt von über 100 000 Einwohnern, Sitz einer Universität unb eines Erzbischofs. Zwei Dinge vor allem bleiben jebem Besucher unauslöschlich im Gedächtnis haften: bie Zigeunerhöhlen und bie Alhambra. Granada ist der einzige Ort in ganz Spanien, wo es seßhafte Zigeuner gibt. Sie stellen gewissermaßen die Zigeuneraristokratie dar. Seit 1532 sind sie hier schon ansässig. Man hielt sie lange Zeit für Aegypter. Die Zigeuner wohnen in den sogenannten cuevas (Höhlen), bie in einen Berg hineingebaut sind. Man staunt, wenn man ihre sauberen Räume betritt und wenn man erfährt, daß es unter ihnen zahlreiche intelligente Menschen gibt, die studieren und Beamtenstellen im spanischen Staat einnehmen. Sie ernähren sich zum großen Teil durch handgefertigte Kupferarbeiten und burch bie Aufführung ihrer nationalen Tänze in den wunderhübschen, reich verzierten bunten Gewändern. So etwas sieht man nur in Granada! Während dies einzigartige, ganz auf den Fremdenverkehr eingestellte Zigeunerleben in Deutschland weniger bekannt zu sein pflegt, verbindet jeder mit dem Namen Alhambra eine bestimmte Vor- stelluna. Im 13. Jahrhundert errichtete Mohammed i., der Begründer einer neuen Dynastie, auf dem die Stadt beherrschenden Hügel einen kleinen Palast. UeberaU sieht man den arabischen Wahlspruch: „Es ist kein Ueberwinder außer Gott". Die Nachfolger des Erbauers erweiterten den Palast, bis Mohammed II. im 14. Jahrhundert der Schöpfer ber gewaltigen Prachtbauten würbe, die ber Alhambra fo großen Ruhm eingebracht haben. Er ließ nicht nur den Myrtenhof ausbauen, sondern auch den an Schönheit unübertrefflichen Löwenhofpalast, die Winterwohnung der Herrscher mit Dem Harem. Unverständlich wird es immer bleiben, daß Karl V. später einen Teil niederreißen ließ, um an dieser Stelle einen gewaltigen Renaissancepalast zu erbauen, der burch feine Höhe bie übrigen Bauten gerabezu in den Schatten stellt. Hat er nicht eine gleiche Stillosigkeit begangen, als er die Moschee in Cordoba für katholische Zwecke umbauen ließ? In den späteren Jahrhunderten hat man für unsere Begriffe viel gesündigt, indem man große Teile einfach verfallen ließ. Erst mit dem Erwachen der Romantik wurden die Spanier sich dessen bewußt, daß sie in ber Alhambra einen unendlichen Schatz besitzen. Heute läßt man dagegen die Gesichtspunkte der modernen Denkmalspflege walten unb hat vieles wiederhergestelll. Sicherlich hat auch das Moment Dabei eine entscheidende Rolle gespielt, baß die Alhambra eine großartige Einnahmequelle für die Stadt und Den spanischen . Staat ist. Doch was noch erhalten ist, bietet uns einen tiefen Einblick in die großartige Kunst der Araber. Die Alhambra ist ein treffliches Beispiel für Den Palastbau bes Islams, ber sich in drei Teile zu gliedern pflegt: den Mexuar, der für bie öffentliche Rechtsprechung und die 23erfammlungen oe stimmt mar, den Diwan, den eigentlichen Königspalast, und Den Harem, der die Frauengemächer enthielt. Alle Räume münden in einen Hof, Der auch schon im griechisch-römischen Haus Den Mittelpunkt bildete. Die künstlerische Bedeutung der Alhambra liegt weiter in den überaus reichen und vielseitigen Verzierungen, mit denen alle Räume ausgestattet sind. Der Schmuck der Wände mit seinen verschlungenen geometrischen Linien und dem komplizierten Rankenwerk erinnert oft an orientalische Teppiche. Einzigartig sind die „Stalaktitengewölbe", welche aus unzähligen Körperchen gebildet sind, die treppenförmig übereinander gelagert wurden. Die Wandflächen enthalten in arabischer Schrift zahlreiche Lobpreisungen Allahs und feiern mit überschwenglichen Worten Mohammed V. Es würde zu weit führen, auf die künstlerische Ausgestaltung der einzelnen Räume einzugehen, ganz abgesehen davon, daß Worte allein die Pracht nicht darzustellen vermögen. Man könnte noch vieles sagen über Die Bestimmung Der einzelnen Räume, über Das vielseitige Leben Darin, wie es Der Eng- länDer Washington Irving in meisterhafter Form dargeftellt hat; man könnte erzählen von Den prachtvollen Türmen, die Die gewaltigen Umfassungsmauern unterbrechen, doch Das würde alles zu nüchtern klingen. Ich begnüge mich mit Der Fest- ftettuna, daß Der spanische Staat in Der Alhambra eines Der kostbarsten Denkmäler fein eigen nennt. Die künstlerisches Schaffen auf Der Wett hervor- gebracht hat. Gedächtniswunder. Eine bekannte Grammophongesellschaft beschäftigt ein junges Mädchen, Das sich durch eine wirklich einzigartige Gabe auszeichnet. Hat es nämlich einmal eine Melodie, wenn auch nur flüchtig gehört, so behält sie jeden Ton und vergißt auch den Namen Des Stückes nicht. Die Käufer von Grammophonplatten können von ihr also auf Die angenehmste Weise bedient werden. Wenn jemand von einer einschmeichelnden Melodie nur einige wenige Takte behalten hat, so braucht er diese nur vor sich her zu summen oder zu pfeifen, und Die begabte Verkäuferin wirb sofort in Der Lage fein. Die entsprechende Grammophonplatte aus Dem Fach zu holen und dem verdutzten Besucher vorzuspielen. 1 5 66» ij»*S irütfs i mit Älter wa i H w®ü' »r in 61 ir.#n' h •] Ze Baren W ■erirnheiinb wa Sm, bie noch aus u iofl gedacht war,! he Vergangenheit W-lstderMg°' Manben noch aus St lit WÜle" noch M Macht der fen liirr sosort zu spr nniql aus eitel fiiel □man über sein „P zM den Schmiß mliidjDiel, ihm star toi ichgkeit höher. I H'dnb langsam, Uienidkörper im fei? er schließlich zgenden Organisrr jjli verdrängen o Mächtiger der R Zum so mehr ver Meer, ohne ihre nee zeigte sich bali Nennte, die dem □ober nicht achte! 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Partenkirchen eine besondere Berücksichtigung finden, . . . . v r • m ..... s..... m « 1 1Mnlnm Ctnte m t b ornr rinn rl t m TPI irinnl I IO. ist in diesem Heft außerordentlich reichhaltig. 4. 5. 6. 7. 8. 9. Da un- Gchtvarzhemden im Dienst und im Jener, «on unserem römischen E.-Korrespondenten. Rom, im Februar. Dornotizen. Tageskalender für Montag. len beider Wehrkräfte, als Führer der Schwarzhemden, wie als Kriegsminister. Von Jahr zu Jahr wuchs die Zahl der Schwarzhemden-Rekruten, bis sie nahezu gleich war mit der Zahl der Gestellungspflichtigen überhaupt: die jungen Männer gingen durch die Schule der faschistischen Miliz ins Heer. Im Jahre 1930 wurde dieser Vorunterricht als obligatorisch erklärt, 96 v. H. aller Heerespslich- tigen machen ihn durch. Nach dem „regulären" Dienst gleiten sie wieder ins schwarze Heer hinüber, so daß der männliche Italiener von Kindesbeinen an bis zum 55. Lebensjahr Dienst tut, Soldat ist. Um eine einheitliche militärische Durchbildung zu gewährleisten, wurde am 1. Februar dieses Jahres die Dienstpflicht für alle Bürger und Waffen, unter Wegfall sämtlicher Sonderrechte und Vorzugsstellungen, auf die gleiche Norm gebracht. Jeder ist Soldat und jeder hat als cittadino soldato, als Bürger-Soldat, ein Stammbuch zu führen, das über feinen gesamten Lebenslauf unterrichtet. Es kann mit der Geburt beginnen, denn noch am gleichen Tage können die Eltern den Säugling in die Partei einschreiben lassen. Der Italiener wird sozusagen im Schwarzhemd geboren. Sowie er richtig laufen kann, reiht man ihn ein: in das Heer der „Söhne der Wölfin". Und nun steigt er Stufe für Stufe die lange militärische Leiter hinaus. Die Miliz hat das staatliche Leben durchdrungen wie der Lebenssaft den Baum. Es gibt eine Uni- oersitäts- und eine Forstmiliz, eine Eisenbahn-, Hafen- und Straßenmiliz, eine Miliz für die öffentlichen Verkehrszweige, Poft und Telegraph, eine eigene Grenzmiliz — die ersten Faschisten, die der Jtalienreisende zu Gesicht bekommt. Auf die liebenswürdigen Soldatenbeamten, denen die größte Zu- Mussolini sagte einmal, das Volk erblicke in ihr die beste Sicherung der neuen Ordnung und liebe sie, weil sie aus seinem Schoß hervorgegangen fei. Aber auch der König erklärte, man müsse stolz sein auf diese herrliche Miliz. Aus dem faschistischen Staat ist sie nicht mehr wegzudenken, und wer seine Geschichte schreiben will, muß bei ihr beginnen, das heißt: zu den einfachen Sturmtruppen gifter in । •—। • n >— -> .- - endlich erscheint der Atem, den sein Bogen dem Gesänge gibt. Sein Ton kann sammetweich erklingen, sich'au'sziehend bis zum letzten Hauch, ebenso aber auch anwachsend zu einem unbegreiflichen Kre- scendo; niemals aber wird fein Ton sentimental, sondern stets wird er durch edle Vornehmheit für — Teilnehmer antwortet nicht, — aber es handelt sich hier nicht um einen aufregenden Kriminalfall, sondern um einen Bildbericht über „Störungen im Frensprechnetz und ihre Beseitigung" im neuen Heft der „Illustrirten Zeitung" (I. I. Weber, Leipzig). Es ist interessant zu erfahren, in wie kurzer Zeit und mit welchen Mitteln man heute auch die schwierigsten Telefonkabelbrüche und andere Störungen beheben kann. Filmfreudige Leser werden es begrüßen, daß mit dem Beitrag über Carl Ludwig Diehl einer der führenden Darsteller des deutschen Films berücksichtigt wird. Die Illustrationen zu diesem Artikel zeigen den Schauspieler in den ver- schiedensten Rollen und auch im Privatleben. Eine Bildreportage über „Reisernte und Kult auf Bali" zeigt einen schönen Brauch auf der „glücklichen Insel" in der Südfee. Der aktuelle Teil, in dessen Rahmen die Olympischen Winterspiele in Garmisch- Verkehrsregeln. Verpassen landesüblicher Kummt- und Sielen« geschirre. Fütterungslehre (Tagesrationen, Tränkzeiten). Sattelung und Zäumung. Putz und Wartung des Pferdes. Einrichtung behelfsmäßiger Stallung in der Ortsunterkunft. Pferbeschonung und Pferdepflege auf dem Marsch. Wenn der letzte Teil das Programm mehr kleineren Werken der slawischen Literatur gewidmet war, so schien es, als erwache hier bei dem Konzertgeber eine ganz besondere Musizierfreude, und jede der Gaben wurde mit feinster Delikatesse gereicht. Die Variationen von T a n e i e ro , dem Schüler von Tschaikowski, bestätigten wieder die Vielseitigkeit in der souveränen Beherrschung mannigfaltigster Vortragsmanieren; während Ca- price Nr. 24 von Paganini-Szyma- n o w s k i in unerschöpflicher Fülle höchste technische Vielfältigkeit in letzter Brillanz ins Treffen führte: Springbogen, Oktavenkantilenen, Doppelgriffe, em sprühendes feuerwerkartiges Pizzikato, eine geradezu verblüffende Flageolett-Technik. Rach m a - ni n o f f 5 Vocalife ließ ermessen, welch vielfacher Abschattierungen einer jederzeit ausdrucksstarken Kantilene Kulenkampff fähig ist; alle Re- Hochsckulnacknchien. Der Führer und Reichskanzler hat den Land- Wirtschaftsrat und Leiter der bayerischen Landesanstalt für Tierzucht in Grub Dr. Fritz Stock- Hausner zum ordentlichen Professor an der Universität München ernannt. Mit Wirkung vom 1. März 1936 ist ihm die Professur für Tierzucht in München verliehen worden. Der Führer und Reichskanzler hat den Dozenten an der Technischen Hochschule Berlin, Dr.- Jng. Erich vom Ende zum o.Professor an der Technischen Hochschule München ernannt. Mit Wirkung vom 1. November 1935 ist ihm die Professur für Hebezeuge und Förderanlagen verliehen worden. Der F ü h r e r und Reichskanzler hat den o. Pro- feffor an der Universität Prag, Dr. Erich Gie - rach zum o. Professor der Universität München ernannt. Mit Wirkung vom 1. Februar 1936 ist ihm die Professur für deutsche Philologie in München verliehen worden. Der Reichs- und Preußische Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat den o. Professor an der Universität Würzburg, Dr. Dr. Friedrich Stummer zum 1. November 1935 tn gleicher Eigenschaft an die Universität München berufen und ihm die o. Professur für altteftament- liche Exegese und für die biblisch-orientalischen Sprachen verliehen. Der Beauftragte des Reichsinspekteurs für Reit- und Fahrausbildung. Wehner, Standartenführer. Feierstunde des NGDStB. Gau Hessen-Nassau. NSG. Drei Jahre nach der Machtergreifung feierte der NSD.-Studentenbund in München fein lOjähriges Bestehen, das seine besondere Note durch die Rede des Führers und die Uebergabe und lichen Schaufenstern? Wir kennen auch solche, hämmert es an der Schaufensterscheibe, daß wir willkürlich stehen bleiben, um zu ergründen, warum es so hämmert. Da saust ein großer Pfeil auf und nieder, und da bewegt sich im Schaufenster eine riesengroße Hand, oder da blitzt es auf und wird wieder dunkel. Lockt eine solche „Schaufensterausstattung"? Gewiß: wir werden aufmerksam gemacht, wir treten an das Schaufenster. Wenn dann aber die Auslagen, die Ware selbst uns nicht lockt und reizt, wird nur ein Dichterwort wahr: „Viel Lärm Kneipp-Vewegung. Nächsten Mittwochabend Vortrag im „Bayerischen Hof". (Näheres in der heutigen Anzeige.) Deutsche Arbeitsfront. Fachgruppe Gaststältengewerbe. Am Montag, 17. Februar, findet abends um 9 Uhr im Hotel „Hindenburg" ein Kameradschaftsabend des gesamten Gaftstättengewerbes mit Tanz um nichts." Man sieht, es ist wirklich ein gar schwierig Ding, ein gutes, wirksames, einträgliches Schaufenster herzurichten. Und der Lehrlingsnachwuchs war sicherlich vor eine schwere Ausgabe gestellt. Schwer deswegen, weil zuletzt jedes Schaufenster uns fo ansehen muß, daß auch wir es ansehen! Zeitschriften. — Der Ausstieg des modernen Arabien unter Führung des Wahabiten-Fürften Jbn-Saud und die Bedeutung dieses neuen Groß-Reiches unter den Staaten des Orients schildert ein großer Bildbericht der neuen „Sirene", der illustrierten Zeitschrift des Reichsluftschutzbundes. Das gleiche Heft bringt eine interessante Gegenüberstellung der Flugabwehr- Organisationen in Belgien, Dänemark, Schweden und Polen, Bilder von Verdunkelungsübungen, von der deutschen Marine-Flugwasse und die Fortsetzung der großen illustrierten Reportage über „Kohle, den schwarzen Diamanten der Wirtschaft". Ein weiterer Beitrag schildert die neuen italienischen Vorstöße auf dem ostafrikanischen Kriegsschauplatz und ihre Aussichten. sich gewinnen. Unaufhörlich brandeten höchste Beifallswogen durch das Haus; noch dreimal mußte der Solist sein Instrument wieder ergreifen und spendete aus seinem reichen Schatz, seine Hörer innerlich beglückend. Prof. R. V o l k m a n n (Jena) war ihm ein getreuer Helfer am Flügel, der in diskreter Feinfühligkeit mitging und den organischen Anteil seines Instruments zu einem wichtigen Faktor beim Gelingen des Ganzen werden ließ. Dr. H. DAF., Fachgruppe Gaststättengewerbe: 21 im Hotel „Hindenburg" Kameradschaftsabend. — NSG. „Kraft durch Freude", „Wissenschaft im Dienst am deutschen Volk": 20 Uhr im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts Vortrag von Professor Dr. Schultze „Die Bedeutung der Ge- chlechtskrankheiten für Volk und Staat". Sportamt: 21 bis 22 Uhr Reiten, Reitschule Schombs. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Der schüchterne Casanova". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Friesennot". — Oberhessischer Kunstverein (Turmhaus am Brandplatz): 16 bis 17 Uhr Ausstellung von Gemälden von Josef Steib (Berlin). Die Durchführung seines Grundsatzes: Auslese st tt Masse, wurde der Miliz anvertraut. Sie uber- Nchm den militärischen Vorunterricht, indem ste die bewährtesten Jungmannschaften stellte und von Offizieren des Königlichen Heeres, das auch die Mfen lieferte, ausbilden ließ. Folgerichtig uber- »-hm nach und nach der Duce die Kommandostel- letzter logischer Konsequenz und tiefster geistiger Fundierung verankert, hier sollte sich mit Recht erweisen, wie tief schürfend und bis zum letzten eindringend die Darstellungskraft Professor Ku - lenkampffs sich zu äußern vermag. Da war jede Note in den großen Zusammenhang gestellt, in der durchbrochenen figurierten Polyphonie, ebenso tote auch in der überaus klar und treffend artikulierten mehrstimmigen Kontrapunktik. Das der Fuge vorausgehende Adagio erfaßte der Geiger mit machtvoll aufblühender Klanglichkeit und der intern iven Kraft des durchgehenden Mottves, innerlich getragen von bewußtem Durchleben. Den Höhepunkt aber bildete ohne Zweifel die überaus breit angelegte Fuge, die in gestochener Klarheit und Energiegebundenheit der Thematik zeigte, wie höchste technische Meisterschaft dem Werke und dem Instrument das Letzte abzpnngen imstande ist, wenn persönliche musikalische und geistige Kräfte in harmonischem Ausgleich eingesetzt werden. Wie aus einer inneren Schau heraus in Bersunkenhett war das Largo, in feinen thematischen Ansätzen bis ins einzelste gegliedert. Das lebhaft figurierte finale (Allegro assai) stellte die versteckte Themattk deutlich heraus bei bewunderungswürdiger Leichtigkeit des Bogens und größtmöglicher Klangfahig- keit des Tones. Der unbeschreibliche Beifall und die dauernden Hervorrufe nach der Bach-Sonate mochten dem Künstler bestätigen, wie eingängig er dieses Werk trotz seiner innerlichen Schwere jedem einzelnen nahegebracht batte. Eine ganz andere Welt schloß Georg Kulenkampff in Franz Schuberts Rondo in h-moll (op. 70) auf, einer Gelegenbeitskompost- tion des Meisters, die ihn in vollster Beherrschung aller formalen und ausdruckstragenden Giemen e erweist. Voll Bestimmtheit begann das Andante mit feinen rhapsodischen Einsätzen, um dann warmer kantabler Innerlichkeit zuzustreben, die vom Klavier aus im Reflex kühnster Modulation be- leuchtet wurde. Der Uebergang zum Allegro war aufs schärfste gespannt, und in plastischer Profilierung konnte sich dieses vom stärksten Impuls zu stellenweise fast elementarer Wucht erheben; bei besonderem Reiz des 0-elur-Mttte„°t;es Immer wieder von neuem war die überaus scharfe GNehrung und sorgfältigste Anpassung an bie melobilqje Entwicklung zu bewundern. Das Tonliche geroann durch seine oft unermeßlich erscheinende Große bis in die höchsten Lagen hinauf in unbeschranktem Volumen und letzter Modulationsfahigkeit. Klavier und Solist schufen in edlem Vereine, einander im Ausschöpfen ergänzend und im Verlaufe des Werkes einander zuwachsend. NS.-Lehrerbund, Gießen. Fachschaft höhere Schule. Arbeitsgemeinschaft für Mathemtit und Naturwissenschaften. Donnerstag, 20. Februar, findet um 16 Uhr eine Besprechung zweier Lehrplanentwürfe zum mathematischen Unterricht im Physiksaal des hiesigen Realgymnasiums statt. Vollzähliges Erscheinen ist erforderlich. Achtung Zungreiter! Für den Bereich des Wehrmeldeamtes Gießen finden am 2 3. Februar (Sonntag) folgende Prüfungen zur Erlangung des Reiterscheines durch den Beauftragten des Reichsinspekteurs für Reit- und Fahrausbildung statt: In L o n d o r f um 9 Uhr auf dem Reitplatz des SA.-Reitersturmes 4/147. In Gießen um 11.30 Uhr im Unioerfitäts- reitinftitut. In Hungen um 14 Uhr auf dem Reitplatz des SA.-Reitersturmes 5/147. Die Prüfung kann jeder junge Mann ablegen, der zu den Jahrgängen 1911 bis 1918 gehört. Wer den Reiterschein besitzt, hat folgenden Vorteil: 1. B e i freiwilligem Eintritt in das R e i ch s h e e r : Einstellung in den selbstgewählten Truppenteil im Rahmen der allgemeinen gesetzlichen und militärischen Bestimmungen. 2. Bei der p f l i ch t mäßi g e n Aushebung: Bevorzugte Einstellung als Reiter oder Fahrer. Mitbringen von Pferden ist erwünscht, aber nicht erforderlich. Es wird kurz verlangt: 1. Das Vorhandensein eines losgelassenen, geschmeidigen mit den Bewegungen des Pferdes mitgehenden und gestreckten Sitzes. 2. Kenntnis der Kreuzleine 22. 3. Handgriffe bei Wendungen und Paraden. Krätorianergarde! Das sollte ein Schimpfwort sein für die schwarzen Sturmtruppen, mit denen |ic der Condottiere umgab. Und als er fein Ziel «reicht hatte, in Rom einzog und als Duce die c hrung der Nation übernahm, da hielten auch die misten der ihm wohlgesinnten Politiker die Ausgabe ir Schwarzhemden für beendet. Was sollte man M diesen Leuten anfangen? Draufgänger, viel- fdh Abenteurer waren es, entwurzelte Menschen v ie Berus, dazwischen aber Bauern, auf deren 5p"|Uq die Scholle wartete, Arbeitslose, die man bi (er wieder in die Fabriken steckte, dazu der E walthause der von nationalen, aber oft unbe- ftmmten Idealen erfüllten Jugend — besser, alles n-ch Hause zu schicken. Mussolini erhielt mehr gute R tschläge, als ihm lieb war. Zr aber sah in seinen Getreuen in erster Linie Kämpfer, es widerstrebte ihm, ihnen zu seien: Ihr habt eure Schuldigkeit getan, ihr könnt Irjen' Er sah in ihnen aber auch nicht nur die I rfämpfer, sondern die Träger der Revo - I Hon, ihre Hüter und Siegelbewahrer. Konnte Mn denn wissen, ob nun wirklich alle Gefahr »rüber und das Erreichte für ewige Zeiten ge= fwert war? Nach dem Siege muß man den Helm fder binden! So grübelte er Tag und Nacht über j> Frage nach, um schließlich mit einer genialen L rlegenheitslösung die Schwarzhemden als s lbständige Miliz ins königliche Heer hin- erzuschieben. , Sie waren damit der Nation emgegheöert und b beten doch das ständige Ferment, die sich immer «neuernde und wachsende Keimzelle einer Revolu- tin, die noch auf lange Zeit hinaus als dynamische Kost gedacht war, durchaus nicht etwa als gefchicht- li»e Vergangenheit. Mit dem Marsch auf Rom war je erst der Weg vorgezeichnet, die meisten Gegner finden noch auf Kriegsfuß, im Parlament bildeten b Faschisten noch lange nicht die stärkste Partei, di Macht der feindlichen Presse bekam der neue Irr sofort zu spüren, und auch im Heer stieß er ttit auf eitel Liebe und Entgegenkommen. Mochte nm über fein „Privatheer" spötteln, weil es xncht Mich den Schmiß und Schnitt des Militärs hatte, gleichviel, ihm stand die unbedingte Treue und Zu- urläffigteit höher. Und langsam, aber sicher setzte der schwarze Femdkörper im feldgrünen Heer Ring für Ring an, bi er schließlich zahlenmäßig über den beherbergenden Organismus hinauswuchs, ohne ihn Damit zu verdrängen ober zu beengen. Im Gegenteil, je w d)tiger der Neubau des Staates um sich griff, un so mehr verschmolz die Miliz geistig mit dem jjicr ohne ihre Eigenart aufgeben zu müssen. Und (£ reiche sich bald, daß man sie für Dienste einsetzen lernte, die dem Soldaten naturgemäß nicht liegen ot-r nicht anstehen. Der Soldat sollte bei seinem Wchfenhandwerk bleiben, der Milite hingegen konnte Zwischen einmal auch das Gewehr mit dem Stock Waldhüters oder den Helm mit der Dienstmütze tires Zollbeamten vertauschen. Weit entfernt da- Tc-i, den Ruhm des Heeres beeinträchtigen zu wollen bildete die Miliz eine Brücke zum bürgerlichen Wen, gab ihm die unsichtbare militärische Stutze Uli) schuf so, schon die Kinder ousbildend und mit w. hldurchdachten Organisationen in den Alltag hin- ei greifend das, was Mussolini vorschwebte, ein rtmes Berufsheer, aber niemals erreichen kann: d e Nation inWafsen. Heer, Miliz, Partei, durchgeschultes Volk — so entstand der moderne statt. Wir laden hierzu Betriebsführer und (Befolg- schäft herzlich ein. Beweisen Sie Ihre Kameradschaft durch Ihr Erscheinen. Marsch der Gießener SA. Am gestrigen Sonntagmorgen 8 Uhr war die SA. des Standortes Gießen zu Uebungsmärschen angetreten. Die Stürme der aktiven Standarte hatten die Marschstrecke Gießen, Lollar, Ruttershausen, Wißmar, Launsbach, Gießen zu bewältigen, wah- rend die Stürme der Reserve-Standarte von Gießen über Abendstern, Haltepunkt Gleiberg, Krofdorf- Gleiberg, Wißmar, Launsbach, Gießen marschierten. Die 25 bzw. 23 Kilometer lange Strecke wurde in flottem Tempo mit nur einer halbstündigen Pause in Launsbach zurückgeleat. Der Musikzug der SA.-Standarte 116 stand um 13.30 Uhr zum Einmarsch der Stürme an der Rodheimer Straße bereit. Mit flotter Marschmusik ging es durch den Horst-Wessel-Wall, Seltersweg, Kreuzplatz, Sonnenstraße zum Landgraf-Philipp- Platz, wo der Brigadeführer, Oberführer Schmidt (Bad-Nauheim) den Vorbeimarsch abnahm. und Hilfe angehen, wo immer er sich befinde. Es gibt keinen Unterschied mehr zwischen Rom und Sizilien. Wo ein Fascio ist — und wo märe, er nicht? — darf die öffentliche Sicherheit unbedingt gelten. Rechte gibt der Staat dem Milite nicht, wenn es Vorrechte sein sollen, wohl aber legt er ihm Sonderpflichten auf, voran die Opferwilligkeit, den Eid, immer und überall, ohne Besinnen, nötigenfalls mit feinem Blute der Sache des Vaterlands, des Faschismus und der Revolution zu dienen. Im 13. Jahre ihres Bestehens haben die militarisierten Schwarzhemden auf dem Schlachtfeld auch ihre Feuertaufe bestanden. Nach den etwas orientalisch aufgemachten Siegesberichten der Abessinier wäre die Schwarzhemdendivision, die nach dem 28. Oktober benannt ist, dem Tag des Marsches auf Rom, vernichtet worden; nach italienischer Darstellung hat sie der Uebermacht stand- gehalten und sich aufgeopfert, bis die königlichen Truppen zum Sturm antreten konnten. Gleichviel, welcher der beiden feindlichen Kampfberichte zu- trifft: — die Miliz hätte nicht schlichter und mannhafter dartun können, wie eigentlich ihre Stellung zum Heere fei. Sie hat die Antwort auf eine überzeugende Weise gegeben. Gießener Konzertverein. Trittes Solistentonzert: Georg Kulenkampff „Jede wirklich große Interpretation eines Künst- i (e-’s birgt ebenso ein Geheimnis in sich wie das ' diöpferijd)e Werk selber." Wenn man diesen Satz Ql5 der Feder Georg Kulenkampffs in Be- hung setzt zu den Eindrücken, die er gestern auf ale Hörer ausübte, so wird man bem tieferen S nn seines Ausspruches unbedingt beipflichten müssen. Zugleich aber wird jeder bejahen, daß wir in Georg Kulenkampff ein geigerisches Universal- Mie hörten, das in seiner Einmaligkeit um so bedeutungsvoller erscheint. Ließen schon die drei Hauptnummern des Pro- gioamms einen Rückschluß auf die Fähigkeiten des Nigers zu, indem sie die Beherrschung der ver- (ciedensten Stile versprachen, so wurden dennoch bi weitem höchste Erwartungen noch übertroffen. W-nn ein Geiger Beethovens erste Sonate ir Violine und Klavier (op. 12 Nr. I) sich wählt, o muß er schon ein sehr bedeutendes Plus zugeben kennen, um dieses, seinerzeit für Liebhaber be- ittmmte Werk, das auch jetzt noch zum eisernen A-stand unserer Hausmusik gehört, zu neuem außer- otDentluhen Erlebnis werden zu lassen. Wenn auch d" v-ckur-Sonate dem damaliaen Zeitverlangen urib den Musik ausübenden Kreisen angepaßt war, fo geht sie doch über die zeitliche Tradition innerlich hinaus und wird zum Ausbruch bisher wenig beach- le: erger Früh' rämiieruh8 ebruar,iW Wdsählich Wei re Beamte, gav rteile aus. diele Philipp Holzmann Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt.. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 21L Rhein-Maimfche Börse. Still. Frankfurt a. M., 15. Febr. Wie meist zum Wochenschluß, so auch heute, bot die Börse ein überaus ruhiges Bild. Die Auftragserteilung der Kundschaft beschränkte sich wieder nur auf einige Spezial- papiere, während die Mehrzahl der Aktienwerte vernachlässigt wurden. Die Kulisse betätigte sich kaum am Geschäft und schritt verschiedentlich zu Glattstellungen, so daß nach Festsetzung der ersten Notierungen überwiegend leichte Rückgänge eintraten. Arn Montanmarkt setzten Hoesch mit 91 (90), Vereinigte Stahlwerke mit unverändert 84, Rheinstahl mit 114 (113,75) und Klöckner etwas schwächer mit 86,40 (87,25) ein. Von chemischen Papieren ermäßigten sich IG.-Farben auf 150,90 (151), Scheideanstalt auf 210,50 (211), dagegen waren Rütgerswerke auf Dividendehoffnungen 1,5 v. H. höher mit 122,50. Elektroaktien lagen uneinheitlich; AEG. 40,25 (40,40), Siemens 174,13 (175), Licht & Kraft 134,25 (135), Schuckert 132,90 (132,50), Geffürel 130,50 (130), RWE. 129 (128,25). Fest waren erneut Deutsche Linoleum mit 152,75 (150,50). Höher lagen ferner im Hinblick auf die Automobil-Ausstellung Daimler- Motoren mit 104 (103,13). Zellstoff Aschaffenburg waren etwas erholt mit 87,75 (87,40). Sonst eröffneten u. a. Reichsbank, AG. für Verkehr, Gement Heidelberg knapp behauptet, Allg. Lokal & Kraft 0,75 v. H. leichter, Deutscher Eisenhandel 0,75 v. H., Westdeutsche Kaufhof 0,25 v. H. und Holzmann 0,13 v. H. freundlicher. Muag, Moenus Maschinen und Rheinmetall-Borsig lagen unverändert. Am Rentenmarkt hat sich die Haltung teilweise weiter befestigt, Altbesitz 110,75 (110,40), Kommunal- Hmschuldung 87,40 (87,30), späte Reichsschuldbuchforderungen 97,13 (97), ferner waren Wiederaufbauzuschläge mäßig höher und 6 v. H. Verein. Stahlwerke notierten mit 103,65 (103,25). Im Verlaufe fanden an den Aktienmärkten kaum noch Hmsätze statt. Soweit Abschlüsse bekannt wurden, lagen die Kurse etwa 0,25 bis 0,50 v. H. unter den Anfangsnotierungen. RWE. 128,65 nach 129, Verein. Stahlwerke 83,75 nach 84, ferner notierten Eßlinger Maschinen mit 92,50 (93,25), Mannesmann mit 86,90 (87,13), Elektr. Lieferungen mit 118,25 (118,50), Nordd. Lloyd mit 16,65 (16,75), BMW. mit unv. 124 unt) Conti Linoleum Zürich mit 153 (152). Am Rentenmarkt blieben Altbesitz lebhaft bei etwa 111 nach 110,75, die übrigen Werte lagen still. Goldpfandbriefe hatten unveränderte Kurse, von Stadtanleihen schwächten sich 4,5 (7) Frankfurter auf 91,90 (92,25) ab. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 17. Febr. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 768 Rinder (190 Ochsen, 72 Bullen, 407 Kühe, 99 Färsen), 403 Kälber, 77 Schafe, 2850 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 40 bis 43 Mark, Bullen 42 bis 43, Kühe 24 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 40 bis 48, Kälber 36 bis 68, Hämmel 46 bis 50, Schweine 50 bis 57 Mark. — Marktverlauf: Rinder sehr lebhaft, Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig, Schweine wurden zugeteilt. das von Hubay, viel Beifall fand auch das Flötensolo (aus Rigoletto), gespielt von Herrn Schmidt, ebenso das Trompetensolo (Der Liebestraum) von Herrn Kleinert. Verschiedene Zugaben und Wiederholungen zeugten von dem reichen Beifall. Dem Gesangverein „Frohsinn" gelangen vor allem die schlichten Volkslieder („Jetzt gang i ans Brünnele" — „Waldgrün der Heimat", beide von Silcher), auch die anderen Chöre zeigten eine bemerkenswerte Höhe. Den Dank an die Militärkapelle übermittelte der Vorsitzende des Gesangvereins „Frohsinn", Karl Faber. Seine Worte klangen mit einem „Sieg-Heil!" auf den Führer aus. Außerdem sprach noch der Ehrenvorsitzende des Gesangvereins, Konrad Wilhelm, über den hohen Wert des deutschen Liedes und dankte dem Gesangverein „Frohsinn" dafür, daß er den schönen Abend veranstaltet hatte. Im zweiten Teil des Zellstoff Waldhof .... Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Gas ....... Daimler Motoren .... Deutsche Linoleum ... Orenstein & Koppel .. Westdeutsche Kaufhos. Chade .............. Accumulatoren-FabrU Conti-Gummi....... en5h,Sl°M u ?le Ni 3U kommen ’ 2™n5* !» föt. C*"S eine, Führung foidje 65 Mres be- 11 “ sich nicht . strikte ,on sollen bei 'tige Darlehen wesentlich öet. Mer Hal die 1 'n Aussicht lande Hal die Met Strafte a ein bis zwei achlgelande er- Buderus ................. Deutsche Erdöl ............ Harpener................. Hoesch Eisen—Köln-Neuessen Ilse Bergbau ............. Ilse Bergbau Genüsse...... Klöcknerwerke ............. Mannesmann-Rohren...... Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. , „„„.führt™ Siffnrn onben die fiöhe der zuletzt beichioNenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 4 v. q, Lombardzinsfuß 5 v.f). Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 8 Commerz, und Privat-Bant ... 0 Deutsche Bank und Dtsconto» Gesellschaft................0 Dresdner Bank..............0 Reichsbank .............. 12 penführer Dr. Haas (Alten-Buseck), hatte In anschaulicher Weise alle Fragen des Luftschutzes eingehend behandelt. Abschließend faßte er das Wesentlichste nochmals kurz zusammen und sprach dann noch besonders über das Thema: „Die Frau im Luftschutz". Mit der Aufforderung an die Frauen, sich dem Luftschutz aktiv zur Verfügung zu stellen, schloß Dr. Haas den Kursus. < Reiskirchen, 16. Febr. Im Saale „Zum Hirsch" fand die Weihe der neuenFahne des Gesangvereins „Harmonie" statt. Mit dem Liede „Grüß Gott" wurde die Feier eröffnet. Sangesbruder B a l f e r wies auf die Bedeutung dieser Feier hin. Nach dem Liede „Deutschland heil'ger Name" sprach der Mitbegründer des Vereins Ludwig Jünger. Er erzählte in schlichten Sätzen von der Gründung des Vereins und von seinen Aufgaben. Mit stillem Gedenken an die Gefallenen, dem gemeinsam gefangenen Liede ,Hch hatf einen Kameraden" und dem Sieg-Heil auf den Führer beendete er feine Ansprache. Dann fiel die Hülle der neuen Fahne. Nun forderte Sangesbruder Balser die Vereinsmitglieder auf, weiterhin auch mit der neuen Fahne zu marschieren, wie sie es unter der alten gehalten hätten. Dann nahm er die Verpflichtung der neuen Fahnenträger vor. Bei Musik und Gesang blieb man in kameradschaftlicher Verbundenheit noch lange beisammen. * Queckborn, 16. Febr. In dem benachbarten Steinbruch am Höllersberg ging ein Sprengschuß vorzeitig los, der den 23 Jahre alten Arbeiter Karl Jäger von hier traf. Der bedauernswerte junge Mann wurde durch Verbrennungen an Händen und Armen, sowie an den Augen und durch eine Schlagaderverletzung erheblich verletzt. cxD Ettingshausen, 15. Febr. Die Eintopfgerichtsammlung, von der SA.-Reserve durchgeführt, erbrachte in unserer Zelle 25,35 Mark. — Der hiesige Radfahrverein „Wände r l i e b e" hielt bei Gastwirt Wilhelm Keil II. seine Generalversammlung ab. Vereinsführer Gerhard eröffnete die Versammlung. Sodann wurde der Kassenbericht erstattet. Die Kasse wurde in Ordnung befunden, dem Rechner Entlastung erteilt. Die Versammlung wurde in üblicher Weise geschlossen. — In einer'gut besuchten Bauernversammlung im Saale von Paulus Walter sprach Oberbauinspektor Rentsch über „Obstbaumpflege, Obstbaumdüngung und Schädlingsbekämpfung im Obstbau". Die Versammlung stand unter Leitung von Bür- ♦ „Wirtschaft und Börse 1935" betitelt sich die von der Commerz- und Privat-Bank herausgegebene Jahresbroschüre. Sie bietet mit ihren 72 Seiten eine lückenlose Hebersicht über die Kursentwicklung aller an deutschen Wertpapierbörsen gehandelten Aktien- und Rentenwerte. Für Festverzinsliche und Aktien werden die Tiefst-, Höchst- und Letztkurse von 1933, 1934 und 1935 und außerdem für 1935 die Endkurfe eines jeden Monats aufgeführt. Das Tabellenwerk wird ergänzt bei den festverzinslichen Werten durch Angaben über den früheren und jetzigen Zinsfuß und -termin, bei den Aktien durch letzte Dividenden, Aktienkapital und Geschäftsjahr. In einer besonderen Zusammenstellung werden die Kapitalherabsetzungen der letzten Jahre mit Angabe des Generalversammlungs-Beschlusses aufgeführt, die von besonderer Wichtigkeit für die Höhe der Dividenden, die dem Anleihestock- gesetz unterliegen, sind. Dem Tabellenwerk sind als Vorwort Ausführungen über den Wert von Kurstabellen für die Beurteilung von Börse und Wirtschaft vorangestellt. Ferner enthält die Broschüre noch die Indexziffer für Aktien und Renten, eine Kapitalverzinfungstabelle und einige Zusammenstellungen allgemeinen Inhalts. Hervorgehoben zu werden verdient auch die Aufstellung über die augenblickliche Zusammensetzung der Vorstände an den deutschen Wertpapierbörsen. * Die Lahnschiffahrt im Januar. Obwohl Hochwasser im Januar die Lahnschiffahrt wiederholt zum Feiern zwang, betrug die beförderte Frachtmenge, nach den Feststellungen des Wasserbauamts Diez, immer noch 9546 Tonnen. Sie liegt damit erheblich über den Beförderungsziffern 'des Januar früherer Jahre. In die Frachten teilten sich 63 Güterschiffe. ie W Blätterwerk der ? Joachim DA f5 entbedt, die Sie standen ieft. Sie feinen umrahmten )t und beredt, nteilnahmef lüchts von chr. deckte nun auch * ?tn*e"«en61 ,»••5 ,5l,i •libe ist ’ann T «' 3M Irochenen, etwa 7jährigen Alfred Römer vom lode des Ertrinkens dadurch zu retten, daß er sich |[att auf das Eis legte, dem Ertrinkenden die Hand i-ichte und ihn unter größter Lebensgefahr wieder iiifs feste Eis zog. O Allendorf a. d. Ld a., 15. Febr. Die pftern von der Stadt abgehaltene H o l ßf u b m i f5 jion ergab folgende Höchstgebote: Güteklasse N. Stämme: Buchen 3. Klasse pro Festmeter 18,27 Hart, 4. Klasse 22,68, 5. Klasse 27,09; Eichen L Aasie 13,15, 2. Klasse 15,35, 3. Klasse 20,25, ... Klasie 25,—, 5. Klasse 31,—; Fichten la-Klasse L3,40, Ib-Klasse 14,95, 2a-Klasse 17,13, 2b-Klasse L9,13, Za-Klasse 19,87, 3b-Klasse 21,57, 4a-Klasse 22,42, 4b-Klasse 30,60; Kiefern la-Klasse 10,55, 1b- Rlaffe 12,85, 2a-Klasse 16,80, 2b-Klasse 20,55, 3a- «lasse 25,73, 3b-Klasse 33,35; Lärchen la-Klasse 1,05, Ib-Klasse 13,75, 2b-Klasse 18,75; Fichten- tlämme Güteklasse F.: Ib-Klasse 11,27, 2a-Klasse 2,67, 2b-Klasse 14,07, 3a-Klasje 15,47, 3b-Klasse 5,47; Abschnitte Güteklasse N.: Buchen 3. Klasse 8,27, 4. Klasse 22,68, 5. Klasse 27,09, 6. Klasse 1,50; Eichen 3. Klasse 17,—, 4. Klasse 31, , L Klasse 61,—; Fichten 4a-Klasse 28,—, 4b-Klasse !10,60, 53-Klasse 32,—; Kiefern 3a-Klasse 33,60, 3b- ^lasse 36,90, 4a-Klusse 43,20 Mark. <> A11ertshausen, 16. Februar. Hnser hie- [•ger Gemeinderechner konnte dieser Tage auf iine 25jährige Tätigkeit im Dienste der Gemeinde (inrücfblicfen. Für seine langjährigen treuen Dienste □urbe ihm von feiten des Ortsvorstandes ein oeffel als Geschenk überreicht. In einer kurzen An- brad)e wurden seine Verdienste gewürdigt. Rechner Lich dankte für die Ehrung und versprach, sein Imt in aller Treue weiterzuführen. 8 Großen-Buseck, 16. Febr. Am Freitag- ubenb sand hier bcr L u f t s ch u tz s ch u l u n g s- "ursus seinen Abschluß. Teilgenommen daran oben etwa 30 Frauen der NS.-Frauenschaft und -«er Frauenhilfe. Der Leiter des Kursus, Ortsgrup- ßcki sind Interessenten feien auf die Bekanntmachung 'Ander- hingewiesen. Landkreis Gießen. । Daubringen, 16. Febr. Im Saale der inirtickiast Schäfer fand hier die erste staatliche ^Versteigerung statt. Es kosteten: Buchenschelte 09 bis 24 Mark, Eichenscheite 17 Mark, je 2 Raum- "T.i-r Buchenreiser 15 bis 18 Mark, Kiefern-Knüp- J1, o' big 15 Mark, Schichthaufen 6 bis 10 Mark Tinb Schlagreifer bis 15 Mark je 5 Raummeter. -Baubringen, 16. Febr. Die im hiesigen Aemeindewald unter lebhafter Beteiligung niirdlflefübrte Holzversteigerung ergab , .mei Raummeter folgende Preise: Buchenschelte i« bis 24 Mark; Buchenknüppel 15 bis 16 Mark, 'sickenscheite durchschnittlich 9 Mark, Erlenscheite h Mark, Erlenknüppel 12 Mark, Kiefernscheite 17 aj>arf Kiefernknüppel 12 Mark, Fichtenscheite 10 Warf Fichtenknüppel 8 Mark, Fickten- und Kie- ^rnstöcke 5 Mark, Kiefernreiser (6 Raummeter) . Mark, Fichtenreifer (6 Raummeter) 12 Mark, Zuchenreiser (4 Raummeter) 8 Mark. — In der Wirtschaft zum „Blauen Hecht" fand die Jahres- chluhversammlung der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr statt. Nach dem Bericht über das erfloffene Jahr, den der 1. Brandmeister gab, wur- ,cn alle festgesetzten Hebungen ausgeführt. Die Jahresabrechnung zeigte einen befriedigenden Stand. Die Feuerwehr zählt gegenwärtig 118 Mitglieder. > Baubringen, 16. Febr. Der Gesangverein -aubringen veranstaltete gestern abend in der Wirtschaft Erb einen Familienabend. Vereinsführer , Fuchs begrüßte die Teilnehmer. Dann unter- ielt eine abwechslungsreiche Vortragsfolge die Mit- llieder und die Gäste. Männer-, Frauen- und gemischte Chöre (Leitung: Chormeister Schreiner, Lllen-Buseck), humorvolle Plaudereien, zwei Ein- :'ller, Terzett, Menuettwalzer, Gedichtvorträge, _>stige Zwiegespäche usw. füllten den Abend aus. Darbietungen der Kapelle Schreiner, gemeinsam "ejungene Lieder und Tanz beschlossen die wohl- : dungene Veranstaltung. 15-2. 13Ö‘ 120 221,13 113,9 83,5 18,4 127,5 121,5 186,5 15.2. 130 223,25 113,75 83,75 18,4 127,25 121 Abends fand Tanz statt. -/- Lich, 15. Febr. Der Zweigverein Lich des Vogelsberger Höhen-Clubs hielt gestern im „Löwen" einen Familienabend ab, mit dem zugleich die diesjährige ordentliche Hauptversammlung verbunden war. 'Dereinsführer H. Meckel gab einen ausführlichen Jahresbericht, der von rühriger Vereinstätigkeit im Sinne der edlen Wanderfache Zeugnis gab. Eine besondere Note erhielt das vergangene Vereinsjahr dadurch, daß es ein Jubiläumsjahr für den hiesigen Zweigverein war; konnte doch der Verein im verflossenen Jahr auf sein 50jähriges Bestehen zurückblicken. Aus diesem war auch mit der 50-Jahrseler des Zweig- die Hauptversammlung des Gesamt-VHC. jenblicklicheti laugebiet die L, deck werben, (t eitere Arbeit z leben und/gleich heim auf" freie eifammen. enlgegenzuMeiß i Treis a. d. L d a., 16. Febr. Auch hier hatte iAIoft firh m Eisvergnügen der Jugend beinahe ein ' D , Dobesopfer gefordert, wenn es nicht der muti- xn Entschlossenheit eines 11jährigen Schülers, Winrich H o r m a n n, gelungen wäre, den auf lern Eis der Lumda an einer tiefen Stelle einge- Rheinijche Elektrizität Rhein. Wests. Elektr. Schuckerl L Co...... SiemensL Halske... Lahmeyer L Co..... | 142. 61 129,5 ’ 6 - 121 223,5 . 4 113,75 Fwd. Der im Zusammenhang mit der steigenden Eifenerzeuguna wachsende Koksbedarf der westdeutschen Montankonzerne hat nicht nur dazu geführt, daß eine ganze Reihe der in den zurückliegenden Krisenjahren ftillgelegten Kokereien wieder in Betrieb genommen werden konnte, einige Gesellschaften haben außerdem zur Vergrößerung und Verbesserung der Kokserzeugung auf verschiedenen Kokereien veraltete und abgenutzte Koksvfenbatterien durch neue Defen ersetzt. So wurden, wie der Fwd. erfährt, von den K l ä ck n e r w e r k e n auf der Kokereianlage auf der Zeche Victor in Rauxel 80 Defen einer alten Batterie abgerissen und dafür 50 neue Defen erstellt, die eine um 50 v. H. höhere Leistungsfähigkeit als die alten Defen haben, fo daß trotz der geringeren Zahl der Defen die tägliche Kokserzeugung von bisher 500 Tonnen auf etwa 750 Tonnen erhöht werden kann. Die neue Anlage wird voraussichtlich am 1. April in Betrieb genommen werden können. Auch die Hoefch- Kö In-Neu essen AG. hat aus der Kokereianlage der Zeche Emil in Essen-Altenesfen 39 alte Koksöfen durch eine entsprechende Zahl neuer Defen ersetzt, die Anfang März in Betrieb kommen und eine Jahresleistung von 240 000 Tonnen erreichen werden. Der Gesellschaft wurde hierfür ein Koksbeteiligungszuwachs von 206 000 Tonnen zugebilligt. li» ling ntfa± ht'' MS ÄS! alteN',°2^' ■|SJ< '■s's Grttzner....................O 32 1 30,75 31,65 Matnkrastwerke Höchst 4 92,5 92 — Süddeutscher Zucker ........101 198,5 I 198,5 I 199 I I. G. Farben-Industrte.......7 Scheideanstalt............... 9’ Goldschmidt ................ 5 Rütgerswerke ............... 6. MetaUgelellschast.............4| tu 1 1 1 Frankfurt a.M. Berlin Schlußkurs Schluß!. Abendbörse Schlußkurs Gchlußl. Miitag- böre Jatum 14.2. 15.2- 14.2. 15.2. 4% oeSgl. Serie II ............ 9,75 9,75 — — 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 6,7 6,6 — 6,5 4^r°/oRumän.vereinh.Rentev.l913 9,35 9,3 9,3 9,4 4% Rumänische vereinh. Rente .. 5,425 5,4 5,4 5,4 2%% Anatolier .............. 38,25 38 37,9 38 14.Februar 15-Februar Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld »rief Geld Brief Ltuenos Lire. 0,679 0,683 0,678 0,682 Brüssel .... 41,84 41,92 41,85 41,93 Rio de Jan. 0,138 0,140 0,138 0,140 Sosta..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen 54,84 54,94 54,82 54,92 Danzig..... 46,80 46,90 46,80 46,90 London.... 12,28 12,31 12,275 12,305 HelsingforS.. 5,41 5,42 5,41 5,42 Barts ..... 16,395 16,435 16,41 16,45 Holland ... 168,65 168,99 168,70 169,04 Italien.... 19,76 19,80 19,76 19,80 Japan ..... 0,716 0,718 0,716 0,718 iingostawien 5,654 5,666 5,654 5,666 Oslo..... : 61,71 61,83 61,69 61,81 Wien...... 48,95 49,05 48,95 49,05 Liiiabon... 11,14 11,16 11,14 11,16 Stockholm.. 63,30 63,42 63,29 63,41 Schweiz ... 81,11 81,27 81,17 81,33 Spanien... 33,97 34,03 34,01 84,07 10,28 10,30 10,29 10,31 Budapest .. Reu York ... 2,468 2,472 2,458 2,462 Schluß» kurs Schluß!. Abendbörse Schluß* kurs Schlußk. Mittagbörse Oatuin 14 2 15-2- 14.2- 152. % Deutsche ReichSMilethe v. 1927 100,5 100,5 100,5 100,5 Wo Deutsche Reichsanl. von 1934 97,5 97,5 97,5 97,5 'WYo Doung-Anleihe von 1930 .. deutsche Anl.-Ablöj.-Schuld mit — — 103,13 — Auslos.-Rechten ............. <’/»% Deutsche Reichspostschah an- 110,4 111 110,4 111 Weisungen von 1934, l....... ehem.8°/o Hess. Volksstaat 1929 99,9 99,9 99,9 99,9 (rückzahlb. 102%)............ *54% ehem. 8% Hessische Landes- 98 98 98 97,9 baut Darmstadt Gold R. 12.... i5z% ehem. 4y,% Hess. Landes- 96,4 96,4 — Hypothekenbank DarmstadtLiaui '34% ehem. 8% Darmst. Komm 101 101 — — Landesb.Goldschuldverlckr. R.6 Oberhessea Provinz-Anleihe mit — — — — ^Auslos.-Rechten ............. deutsche Komm. Sammelabl. An> ■— — — — leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten <94% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl 114,5 114,5 114,4 114,9 Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 96,5 96,5 —— ‘54% ehem. 4y2% Franks. Hyp. Bank-Ltqu.-Pfcmdbriefe....... Wt% ehem. 4'/r% Rheinische 101,3 101,3 — — Hhp.-Bank-Ltqu.-Goldpse..... <54% ehem. 8% Pr. Landespfand- 101,5 101,75 101,75 101,75 briesanstalt, Psandbriefe R. 19 *54% ehem. 7% Pr. Landespfand^ 97 97 97 97 briesanst., Gold Komm. Obl.VI 97 97 97 97 e teuergutsch.Berrechnungsk. 34-38 108,65 108,65 108,65 108,65 Oesterreichtsche Goldrente.... _ — 30,25 29,75 <■20% Oesterreichtsche Silberrente 1,25 1,25 1,25 1,25 Ungarische Goldrente ....... 8,8 — 8,9 8,95 Ungarische Staatsrente v. 1910 8,75 8,75 8,75 8,55 444% desgi. von 1913.......... 8,75 8,8 8,7 — •% abgest. Goldme^kaner von 99 Bagdadbahn-Anlethe 14,13 14 14 14,13 Serie l..................... 9,75 M5 — Berlin, 15.Februar | Geld £ne 2,41 2,43 41,72 41,88 Dänische Noten ................. 54,56 54,78 12,24 12,28 16,36 16,42 Holländische Noten............... 168,28 168,96 ^Mnltpnifrftp ^I?ntPT1 ............... — 61,48 61,7t Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling Rumänische Noten............... — Schwedische Noten............... 63,07 63,33 80,99 Spanische Noten................. 33,67 33,81 — Fahrschule Karl Faber Gießen, Mühlstraße 22 Ruf 3096 ____________________________1015 D AUE 1011 D ZEHN JAHRE Gießener Privat-Fahrschule Inhaber: H. Appel Nur für Dienstag 1005 D Billig [ Billig! Lichtspielhaus» Gießen Ludwlgstraße 16 lÄfCDDC DRUCKSACHEN «V Crr DE Brühl, Gießen iGLORlfl - T Pi? 1018 D Ab heute Montag wird wied.gelacht in dem neuesten Verschiedenes] 11) NEILS & KRAFT 6.30: 8.10: lieber 20 jährige Erfahrung in Ausbildung von Kraftfahrzeugführern. 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Schwab, dankte den Rednern für die aufklärenden Ausführungen und gab dann bekannt, daß einem Volksgenossen aus Lich von einem nicht genannt sein wollenden Volksgenossen, der selbst ein nicht gerade hohes Einkommen habe, eine achttägige Erholungsreise mit „Kraft durch Freude" ins Erzgebirge gestiftet worden sei, und bezeichnete diese Stiftung als ein Beispiel von echtem Nationalsozialismus der Tat. Die Versammlung wurde mit dem Treuebekenntnis zum Führer geschlossen. | Kaiifgesuche"| Ein- oder Zweifamilienhaus in Gießen o. d. Nähe zu kaufen gestrecktem Finger auf sein Opfer. Es lassen sich Wirkungen erzielen, die jenseits der Schaubühne liegen und ans Filmische streifen: der Geizige wirb immer von seinen Truhen und Geldsäcken umtanzt, und vor seinem Tode erscheint ihm die spukhafte Vision Schuldturms, aus dessen Gitter sich bittende Arme strecken... kurz: Gerhards Mario» netten haben ein großes Stück neuen Landes frucht» bar gemacht. bo. Das leistungsfähige Fachgeschäft .. auch Reparaturen gut u.billig GUMMI-RUHL Vulkanisier-Anstalt Gießen, Hindenbnrgwa'.l 7,Tel. 2656 8& Heute Montag: Ein unerhörtes Ereignis für das ganze deutsche Reich! 8 *5) h Ä.2 h:l)Er° . Metzgerei im Interesse der Volksgesundheit geschloffen. LPD. Dillenburg, 15. Febr. Die Metzgerei Karl Thielmann in Dillenburg ist heute polizeilich geschlossen worden, weil durch Heu- NSU-Motorräder DKW-Motorräder Tempo-Lieferwagen Fr. Linker & Sohn Kabeljau .Xfdg.PM-26 PI. Filels von Seelachs Pid.35PI. Weitere Sorten billigst ioo3a O'e ov®xr Etwas besonderes in Qualität, Leistung und Ausstattung Vertretung: RICHARD BORHEMANN JETZT: Neuen Baue 22 3 >- ocy * = ° H^SCflHAUs1 SUX-HAVE. teilweise die Augen mit den Schweineköpfen gekocht wurden. Diese Tatsache, sowie andere Sauberkeiten gaben der Polizei Veranlassung, ses Geschäft im Interesse der Volksgesundheit sofortiger Wirkung zu schließen. Rundfunkprogramm Dienstag, 18. Februar. 6 Uhr: Choral; Morgenspruch; Gymnastik. ( Frühkonzert. In der Pause (7) Nachrichten, l taitaMiil» Onterricht erteilt für diatonische u. chromatische sowie Piano-Akkordion A. Kreuter 10734 Gnautbitr. 2 vt. Pelzgefütt., leb. Herrenhandschuh verloren. Abzu- geben gegen Belohnung 1Oo2d Slsterweg 31. u u"'® °’6'y )B8»Pe8 Goldene Damen- Armbanduhr Freitag zw. 6 u. 7 Uhr verloren. Gegen gute Belohn, abzugeben. Hindenbnrg- toatt 17 I. 0732 DEP SCHÜCHTERNE XAßNOMj gen festgestellt worden ist, daß die Augen und Ohren der Schlachttiere mit in die Wurst verarbeitet Kleine Schauspieler an Drähten Marionelleniheafer gastieren in Berlin. Diese Maschine bedeutend verbessert zeigt Zündapp als Sportmaschine KS 500 auf der Automobil-Ausstellung in Berlin Halle 4, Stand 417. Ab Mitte März unverbindliche Vorführung durch Gen.-Vertreter WILLI APPEL Gießen, Kaiserallee49, Telephon 4067 1017 D .l . I- r-i ■5t: e 2 i «7 e ® fis*« 5 < 6*4 .8 Größere Straftaten sind aufzuklären. Wer Hal die Schreibmaschine im Besitz? LPD. Darmstadt, 16. Febr. Zwischen dem 22. Januar und Mitte Februar ist in Darmstadt von einem Einbrecher eine Kleinschreibmaschine, Marke „Olympia-Filia", Fabriknummer 29 349, gestohlen worden. Diese Maschine wurde von dem Dieb irgendwo abgestellt oder verkauft. Der jetzige Besitzer der Maschine wird öffentlich aufgefordert, sich sofort bei der Kriminalpolizei Frankfurt a. M., Zimmer 412, oder bei dem Landes- kriminalamt Darmstadt, Zimmer 3, zu melden. Es handelt sich um die Aufklärung einer Reihe größerer Straftaten. Um so mehr ist es Pflicht des jetzigen Besitzers der Maschine, sich mit der Behörde so schnell wie möglich in Verbindung zu setzen, damit er sich nicht ebenfalls strafbar madjt. Nie Oberurseler Bluflai vor dem Soudergerichf. LPD. Frankfurt a. M., 15. Febr. Die Justiz- vressestelle Frankfurt a. M. teilt mit: In der Strafsache gegen den Fritz Georg aus Bommersheim bei Oberursel, der am Sonntag, 26. Januar, den Polizeihauptwachtmeister S) o m m auf der Polizeiwache in Oberursel mit einem Dolch erstochen hat, hat der Oberstaatsanwalt in Frankfurt a. M. als Leiter der Anklagebehörde bei dem Sondergericht vor diesem Gericht heute die Anklage wegen Verbrechens der Tötung nach Paragraph 1 des Gesetzes zur Gewährleistung des Rechtsfriedens vom 13. Oft. 1933 erhoben. Der Vorsitzende des Sondergerichts hat die Hauptoerhandlung angeordnet und Termin auf Mittwoch, 19. Februar, 9 Uhr, bestimmt. unt. 0731 an den Gieß.Anz. erbet. Weiß emaillierte Badewanne mH Kohlenbadeoieo SU kauf, gesucht. ^cbr.Angeb unt. 10130a.d.Gieß. Anzeiger erbet. * Ein Zufall wollte es, daß zu gleicher Zeit Harra Siegels Marionetten-Theater in Berlin gastierte. Hier handelt es sich um den Versuch rein musikalischer Darbietungen mit Hilfe der Marionetten. Naturgemäß steht dabei die komische Beweglichkeit der Puppen im Vordergrund. Wenn zum Beispiel der letzte Don-Kosak auftritt und mit unbeschreiblichen Gliederverrenkun- gen das Wolga-Schifferlied endgültig zu Grabe trägt, oder wenn die Star-Allüren eines gefeierten Pianisten farrifiert werden, dann ergeben sich unwiderstehliche Wirkungen auf die Lachmuskeln der Zuschauer. Obgleich diese Art Marionettenspiel keineswegs neu ist, verblüfft doch immer wieder die haarscharfe Uebereinftimmung zwischen dem musikalischen Vortrag (Kammerorchester Helga Schon und einige Sänger) und den exakten Bewegungen der Drahtpuppen. Neuartig war dagegen der Versuch, Werke der klassischen Musikliteratur durch Marionetten bar« stellen zu lassen. Es zeigte sich dabei, daß eine Komposition, die ganz und gar nicht für szenische Ausführungen gedacht war, für den unbefangenen Zuhörer an Lebendigkeit gewinnt. Die köstliche Kaffee-Kantate von Johann Sebastian Bach, in der der strenge Meister mit herzerfrischendem Humor die Kaffee-Schwestern verspottet, gewann durch das Marionettenspiel einen neuen Reiz, der die köstliche Musik sinnvoll ergänzt. Auch ein Schäferspiel aus der Welt des Rokoko wie Mozarts Jugend-Oper „35 a ft i e n und Bastienne", die auf der großen Bühne kaum mehr anzutreffen ist, fand durch Harro Siegels Marionetten eine Aufführung, die uns diese hübsche Musik durchaus sinngemäß verlebendigt. Die herzliche Aufnahme dieser Darbietungen bewies, daß die Marionettenbühne fähig ist, uns noch manch verschollene Oper, aus dem tändelnden Rokoko wieder zu schenken. Jac. Steigerung der Spannkraft —- "3°t Frühjahr bezog W) eine Packung WtüteroIfaU. Sräuterpulver Heidelrast. Es auf mein SesamtbefUchen eine hervorragend günstige Wirkung, so dab Ich für die Zukunn nicht °uf diese» Mttel vernichten möchte. Eine Steigerung der Sdarm- Leistungsfähigkeit ist unverkennbar'. So schrieb untern Iti. 8. 35 Herr A 3- ?.^er,Lchrer^SarauSder«hrenSbär, Bez. Kiel. Biele Lausende äußerten An "«v Laut, rwd Hchj-NrmgSlchreiben. «Die Anzahl von 42 662 m Apotheken, Drogerien und Nefvrmhausern. Doriselbst kostenlos wichtige Druckschrift. - 1 Meldekraft Mckk-MiMliM ___________________________________________________ 1014 D Gymnastik. 9.30: Morgenkonzert aus dem Stadttheater Konstanz. 10.15: Schulfunk. 10.45: Nachrichten. 11.25: Bauernfunk. 11.40: Aus der Firma Krupp A.-G. in Rheinhausen: Reichssendung: Reichsorganisationsleiter Pg. Dr. Ley spricht zu den kommenden Vertrauensratswahlen. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei von Zwei bis Drei. 15: Wirtschaftsbericht. Glas — unzerbrechlich und splitterfrei. 15.15: Das deutsche Lied. Balladen. 15.45: „Wer kennt die Meister deutscher Erzählkunst?" (I). Ein literarisches Preisrätsel. 16: Aus Hessens musikalischer Vergangenheit (7). Abt Vogler konzertiert auf der Orchester-Orgel. 16.50: Kleine Volksmusik. 17.30: Betrieb — oder Betriebsgemeinschaft? Eine Hörfolge. 18: Musik am Feierabend. 19.45: Tagesspiegel des Reichssenders Frankfurt. 20: Nachrichten. 20.10: Boris Godunow. Musikalisches Volksdrama Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) £. Sd). in N. Verlorene Quittungskarten werden durch neue ersetzt, nachweisbare Beträge beglaubigt übertragen. Wenden Sie sich an die Kartenausgabestelle Ihres Wohn- und Beschäftigungsortes und legen Sie dort die letzte Aufrechnungsbescheinigung vor. Der Kartenausgabestelle gegenüber hat der Arbeitgeber die ordnungsmäßige Markenverwendung buchmäßig nachzuweisen. Kann er diesen Nachweis nicht führen, hat er den Markenwert zu ersetzen, zumal er die Karte abgesandt haben will und der Absender die Gefahr für den Verlust der Karte zu tragen hat. 1 h sei a ä'S-ä auf aussisiHEC eaoe mit Friedrich Kayßler, I Jessie Vihrog, v. Inkiyinoff I Pioniere des Deutschtums auf vor- I geschobenen Posten unter der Knute des I Bolschewismus, in seelischer und wirt- I schaftlicher Bedrückung im Kampf um I ihre Ehre und ihre Freiheit Der Film, den jeder gesehen haben maß! I Auserwähltes Beiprogramm und die I Ufa-Ton-Woche mit Bildbericht von den I Olymplsch.Spielen in Garmisch-Partenkirchen. I Besuchen Sie nach Möglichkeit die unge- I kürzten Nachmittags-Vorstellungen, da | abends starker Andrang. Spielaelten: Täglich 4. 6 nnd 8.38 Uhr, 996A Sonntags 3, 5.30 und 8,30 Uhr. | Wer schreibt mir? Frohgem., norddeutsche, blonde, schlanke, Arzttochter,Pgn.,ev^ 23I., vollst. Aus- steuer,möchtesich glücklich verhei- raten.Bildzuschr unter 0729 an den Gieß. Anz. Wir wollen ausnahmsweise von kleinen Bühnen und kleinen Schauspielern berichten: von Marionetten, zu deren Würdigung Heinrich von K l e i st seinen berühmten Aufsatz für die „Berliner Abendblätter" schrieb. Das war im Jahre 1810. Was aus den kleinen Darstellern seitdem geworden ist, wissen wir; wir sahen sie auf Jahrmärkten und Volksfesten als Kinderbelustigungen, sie erfreuten durch ihre akrobatischen Künste und Gliederoerrenkungen, wegen ihrer kautschukartigen Beweglichkeit, wurden aber niemals ganz ernst genommen. Jetzt ist in zehnjähriger Arbeit die Marione!- tenbühne Fritz Gerhards in Elberfeld entstanden, die als Reichspuppenspiele der NS.-Kultur- gemeinde augenblicklich in Berlin gastiert, um dann eine Reise durch Deutschland zu beginnen. Hier wird der erste Schritt in ein Neuland gewagt, dessen mimische und theatralische Fruchtbarkeit Kleist in seinem Aufsatz vorhergeahnt hat. Wenn.diese Marionetten ihr Spiel vom „Gevat - ter T o d" aufführen, das Karl von Feiner nach dem bekannten Grimmschen Märchen geschrieben hat, ist jede Erinnerung an die Jahrmarktsbelustigungen von ehedem ausaelöscht; hier wird ein ernstes, sinnbildhaftes Geschehen mit großem Ernst, mit feierlichen Bewegungen, mit eindringlichem Pathos vorgestellt. Es geht auf dieser kleinen Bühne — ihr goldener Rahmen liegt in einer Wand dunkelblauen Samts — ebenso zu wie auf einer „großen": Musik wird aufgeboten, Rampenbeleuchtung und Scheinwerfer sind vorhanden, Bewegung und Wort, musikalische Untermalung und farbige Lichter, Bühnenbilder und Gewänder wirken zusammen wie bei einem „richtigen" Theater. Die Figuren haben außerordentlich ausdrucksstarke, künstlerisch ausgeführte Köpfe und Körper, und es ist erstaunlich, was die Puppenlenker aus ihren Geschöpfen herausholen. Es gibt da etwa die außerordentliche Szene, in der der arme Mann sein Kind auf den Armen wiegt, wenn der Esel ZU ihm spricht, die Hütte sich bewegt und zu reden beginnt. Die Quecksilbrigkeit von früher ist einem getragenen Darstellungsstil gewichen, die Personen bewegen sich langsam, sie schweben und gleiten, sie haben sehr eindringliche Gesten von beschwörender Kraft: die Sterbenden strecken dem Tod flehend die Arme entgegen, aber der Knochenmann dreht erbarmungslos die Sanduhr um und zeigt mit aus- mit FitaBenkhoff Adele Sandrock Charlotte Daudert, Wilh. Bendow Manch Mädchen, das man sehr verehrt, Erweist sich nachher als verkehrt! — KJ8™» den Menschen doch ernüchtern! Da wird selbst Casanova schüchtern! Beiprogramm und Fox-Ton-Woche Täglich 4, 6 und 8.30 Uhr 997a Karl Faber Gießen, Mühlstraße 22 Ruf 3096 l I A** N it L (i ■! PALAST Giessen .w? 5ER1DD1 UM MN ZUOllSMMU Viktoria-Drogerie Gießen 790d Marktstraße 5. Goldenes ütUMÖ Verloren. 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