Nr. 1§ Erstes Blatt 186. Jahrgang grettag, 17. Januar 1936 Erschein* täglich, nutzer Lonnings und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Giegener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monatz-Vezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach. richten Anzeiger Sieben Postscheckkonto: Zrontfurt am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Universtlatr-Vuch- und Steindruckerei R. Lange in Gietzen. Schriftle.tung und Geschäftsstelle: §a?nlstrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8' /,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen Dun 70 mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach oorh.Vereinbg.25O/„ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie ein- spaltige Gelegenheitsanzei- gen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Umfassende Aufrüstungspläne Englands Das Sidraltar des Ostens Bon Hab bur Rahman, Delhi Auch für die britische Flotte sind beträchtliche Verstärkungen vorgesehen. .Daily Telegraph" meldet, gramm, das, wie der zusätzliche 4. 5. und aus 3. nommen. Weiter wird berichtet, daß die italienischen Truppendampfer „Lombardia" und „Piemonte", die den Suezkanal in Richtung Norden passieren, nach Tripolis gehen, um dort 10 0 0 0 Mann libyscher Eingeborenentruppen zur Dienstleistung in Eritrea einzuschiffen. streitkräfle; ein großes Fünf-Jahres-Ersahpro- grammfürdieenglische Flotte, das u. a. den Neubau von mindestens 70 Kreuzern vorsehen wird. Die britische Flotte wird durch das neue Programm in den Stand gesetzt werden, in allen Schiff s- klassen auf die volle Vertragsstärke auszurüsten. In der Kreuzer klasse wird England sogar über die Grenzen des Ende dieses Jahres ablaufenden Londoner Vertrages hinausgehen, der 50 Kreuzer für England vorsah: „eine Gleichschaltung" und engere Zusammenarbeit zwischen den gesammten Streit- krästen des Britischen Weltreiches unter der Leitung des Reichsverteidigungsausschusses: Modernisierung und voller Ausbau slrate- London, 17. Jan. (DNB. Funkspr.) Die neuen Aufrüstungspläne Englands beherrschen die Presse und haben die Erörterung über den italienisch-abessinischen Konflikt und die Oelsperre in den Hintergrund gedrängt. Die Vorarbeiten für das neue Aufrüstungspro- gischer Stützpunkte wie Malta Singapur. Militärischer Straßenbau Port Said — A'exandria. Schafhirten, der die gedruckte Anweisung nicht lesen und nicht verstehen könnte. Es ist wie ein Wunder, das sich unter dem Druck des Krieges entfaltet hat Wozu brauchen wir eigentlich noch eine Partei? Mancher hat es vorher gefragt, jetzt weiß er Die Antwort zu schätzen. Sie ist nicht ein Buttel der Staatsgewalt, die Partei, sie ist der O r g a n i s » m u 5 der neuen Staatsidee. Ein neuer italienischer Kreuzer in Dienst gestellt. Mailand, 17. Jan. (DNB. Funkspruch.) In Genua erfolgte die Uebergabe des Kreuzers Eugen von Savonen" durch die Ansaldo- Werft an die italienische Kriegsmarine. Der Kreuzer hat eine Wasserverdrängung von 7300 Tonnen, ist mit je sechs Geschützen zu 15,2 und 10,2 ausgerüstet und erreicht die Geschwindigkeit von 38 Seemeilen in der Stunde. Das zweiteGeschwader der französischen Flotte zu den Manövern auSoelaufen. P a r i s , 16. Ian. (DNB.) Das zweite Geschwader der französischen Flotte hat Donnerstag vormittag Brest zu den vorgesehenen Manövern a n der Westküste Afrikas verlassen. Die Rückkehr ist für den 26. Februar vorgesehen. k u n g e n heran. Das Schwergewicht der italienischen Operationen richtet sich auf die Provinz B a l i." Der Kaiser will bis zum Eintreffen der großen Regenzeit im nördlichen Hauptquartier bleiben. Er' hofft, daß bis zu diesem Zeitpunkt entweder der Krieg entschieden sein werde oder die Kampfhandlungen wegen der Regenzeit auf ein Vierteljahr unterbrochen werden müßten. Der Kaiser rechnet damit, daß es dem Volke r- bund immerhin gelingen werde, bis zu diesem Zeitpunkt Friedensoorschläge zu machen, die es Abessinien ermöglichen, ehrenvoll aus diesem Kriege hervorzugehen. Derartige Vorschläge müßten jedoch Sicherheiten bieten, die es ausschließen, daß Italien möglicherweise in ein bis zwei Jahren erneut kriegerische Handlungen gegen Abessinien unternehme. Gramms Siegesbmcht. Boller Erfolg an der Somalifront. Rom, 16. Jan. (DNB.) Der italienische Heeresbericht vom Donnerstag gibt folgende weitere Einzelheiten über die Offensive des Generals G r a z i a n i: „Die Schlacht am Canale Doria steht mit dem vollen Erfolg unserer Waffen vor dem Abschluß. Unsere Truppen sind auf der ganzen Front in einer Tiefe von über 50 Kilometer vorgerückt und haben dabei überall den hartnäckigen Widerstand des Gegners überwunden. Verfolgt von den unsrigen, ziehen sich die Truppen des Ras Desto Dampto in Unordnung zurück. Starke Nachhutabteilungen des Feindes, die sich in höhlen eingenistet haben, versuchen vergeblich, die Verfolgung aufzuhalten. Die Verluste des Feindes sind beträchtlich. Sie werden später noch festgestellt. Die Luftwaffe in Somali- land hat Truppen-Zusammenziehungen des Feindes in Dagabur und Safsabaneh mit Bomben belegt. Sie hat mit unseren kämpfenden Truppen tatkräftig zusammengearbeitet. A u s g ab e n erfordern wird, sind bereits ziemlich weil gediehen. Rach dem Zusammentritt des Parlaments am 4. Februar wird eine große Unterhaus- Aussprache über die Verteidigung Englands stalt- inden. Man nimmt an, daß die Regierung ähnlich wie im März letzten Jahres die neuen Aufrüstungs- Vorschläge durch ein Weißbuch begründen wird. In diesem Weißbuch wird nach der „Morning Zost" auf die Entwicklungen im Miltel- meer, im Fernen Osten und auf dem europäischen Fe st lande hingewiesen werden, die eine b e t r ä ch t l i ch e V e r st ä r k u n g des englischen Verteidigungssystems erforderlich machten. Das neue britische Aufrüstungsprogramm wird u. a. olgende Punkte umfassen: 1. weitgehende Modernisierung und Mechanisierung nebst einer zahlenmäßigen Erhöhung der Berufsgruppen: 2. eine weitere große Erhöhung der Luft- die technischen Möglichkeiten zusammenfassen zu einem einzigen Wall gegen die Sanktionen. Der einzelne braucht nicht lange zu fragen, wa- kann ich tun, wohin soll ich mich wenden? Da ist der Fascio, er fehlt nicht im verstecktesten Bergnest, er gibt Antwort, Richtlinien, schlägt immer die Brücke nach Rom. Und wer etwas zu sagen hat, hat nicht die Qual der Wahl einer bestimmten Partei oder einer so oder so gefärbten Zeitung, er spricht immer durch den gleichen Sender an alle. Die Partei ist immer und überall Zentrum, alle (Energien um sie herum wirken zentripetal wie st- selbst zentrifugal. Durch sie regelt der Staat die Wirtschaft und die Sitte, das ®reifbare rote das Unwägbare. _ n Könnte er das auch mit Beamten machen? Unvorstellbar. Das eben ist das Merkmal des Faschisten, daß er kein Staatsbeamter, nicht einmal Parteibeamter ist. Der Staat kann nicht hinter jeden Obsthändler einen Polizisten stellen, besser, der Obsthändler ist Faschist und damit von selbst ein Rädchen im großen Getriebe. Um emJoldjer Faschist zu fein, muß er nicht das Abzeichen am Rock tragen, Hauptsache, daß er faschistisch, im Sinne der Partei und damit des Dolkswohls handelt. Wo aber ein Leitwort, ein Befehl notwendig ist, da bringt er durch die Partei blitzschnell m alle Poren des Dolkskörpers und erreicht Den letzten London, 16. Jan. (DNB.) Wie Reuter — Port Said meldet, haben die Militärbehörde n den im vorigen Jahre von der ägyptischen Regierung begonnenen Bau der Straße, die die Häfen Port Said am Ausgang des Suezkanals zum Mittelmeer und Alexandria miteinander verbinden soll, selbst über- Die englische Admiralität hat sich entschlossen, den so wichtigen strategischen Punkt Singapur so zu befestigen, daß den fernöstlichen Mächten — Japan! — Die Möglichkeit genommen wird, sich Singapurs als Schlüssel Indiens zu bedienen. Als die Stadt Singapur vor 115 Jahren, am 6. Febr. 1819, gegründet wurde, dachte kein Mensch daran, daß es dieser Stadt beschieden sein sollte, im kommenden Jahrhundert eine so große und wichtige Rolle im politischen Leben zu erlangen. Die Periode, der glorreichen Zeit ist für Singapur noch nicht überschritten, sondern das Weltgeschehen, besonders die Politik des Fernen Ostens, ist vielfach konzentriert in Singapur, und somit wächst die Bedeutung und Wichtigkeit Singapurs immer mehr. Nun wurde auch noch der sofortige Ausbau des Hafens Singapur in Angriff genommen. Die technischen Verstärkungen sollen die Befestigung Indiens nach der fernöstlichen Seite hin vollkommen sichern. Gleichzeitig müßte aber auch Hongkong in Angriff genommen und entsprechend befestigt werden. Der englische Marineschriftsteller Kapitän Bernhard Acworth schreibt in seinem Artikel der „Straits Times" im Februar vorigen Jahres: „Singapur ist nicht wichtiger als der Ausbau von Hongkong Für den Gegner wäre es eine Torheit, die Zeit mit einem Angriff auf Singapur zu verlieren: Hongkong ist strategisch viel wichtiger und darum stark zu befestigen! Hongkong bietet durch seine unmittelbare Nähe vielmehr Aussichten auf Gelingen eines Angriffes. Seestreitkräfte, die gegen Hongkong eingesetzt werden können, stehen unmittelbar nach Ausbruch eines Konfliktes in ausreichendem Maße zur Verfügung, lange bevor an einen Entsatz für Hongkong gedacht werden kann. Diese Tatsache kann als ABC aller Manne- Strategie im Pazifik betrachtet werden!" Diese Aeußerungen des Mannesachverständigen dürfen keineswegs leicht genommen werden. Das Schwergewicht liegt auf dem Ausbau von Singapur, weil es militärisch den Indischen Ozean reherrscht, um den herum drei Viertel aller britischen Gebiete liegen. Die militärischen Anlagen von Singapur sind an der Nordseite durch die Meerenge von dem Eingeborenenviertel völlig abgetrennt. In der wenige hundert Meter breiten Meerenge, welche von eine Damm überbrückt wird, ist jetzt der neue Kriegshafen gebaut worden. Werften, Docks sind schon in großer Anzahl vorhanden: ein gewaltiges Dock, welches die größten Schlachtschiffe aufnehmen kann, geht seiner Vollendung entgegen. Große Piers für Feuerungsmaterial, Kohlen, Del, Proviantlager sind in derartig großem Umfange vorgesehen, daß damit der Bedarf auch der größten Flotte gedeckt werden kann. Außer den bereits vorhandenen Trockendocks für Schiffe bis zu 10,000 Tonnen ist noch ein großes Schwimmdock vorhanden, das von London nach Singapur geschleppt wurde. Besonders wichtig ist der Bau eines neuartigen Flughafens, welcher bereits zum groß- Teile fertiggestellt ist und die Verbindung mit England einerseits und mit Australien andererseits aufgenommen hat. Em Pier von 700 Meter Länge ist im Bau begriffen, wo die stärkeren Kriegsschiffe anlegen können. Die noch nicht fertiggestellten Anlagen werden stark forciert. Tausende Arbeiter sind dabei beschäftigt. Mit der kompletten Herstellung des Hafens ist im Fahre 1937 zu rechnen. Die Gesamtkosten zu dem ungeheuren Ausbau des fttategifchen Punktes Singapur werden von England, Neuseeland, Hongkong, den Malaiischen Inseln sowie Indien getragen. Bei der Rüstungsdebatte im März 1935 im Unterhaus antwortete Duff Cooper, damals Unterstaatssekretär des Schatzamtes, auf die Frage der Kosten des Ausbaues der Befestigung von Singapur, daß bis zu Ende des Haushaltsjahres rund 85 Millionen Mark dafür ausgegeben fein werden. Die Gesamt- foften des ganzen Ausbaus belaufen sich auf etwa 175 Millionen Mark. Das Gibraltar des Fernen Ostens, der Torweg nach dem Indischen Ozean, soll soweit befestigt werden, daß er für angreifende Mächte einfach einen uneinnehmbaren Kriegshafen darstellt. Die englischen Zeitungen haben einstimmig festgestellt, daß Singapur sich bereits heute in einem Verteidigungszustand befindet, dem es auch einem überlegenen Angreifer gewachsen erscheint. Japan erblickt in dem Ausbau von Singapur eine Provokation, ist aber trotz seiner Bemühungen nicht imstande, den weiteren Fortgang der Befestigung aufzuhalten. Was im Bereich des Möglichen liegt, versucht Japan in die Wirklichkeit umzusetzen und ist eifrig bestrebt, von Siam die Landenge K r a zu erwerben, um hier einen Kanal durchzu- ftoßen. Diese Landenge von Kra, auf der Halbinsel Malakka, liegt etwa 600 Seemeilen nördlich von Singapur und ist an der engsten Stelle ungefähr 50 bis 60 Seemeilen breit, also nur wenig breiter als die Meerenge von Gibraltar. Japan glaubt heute bereits damit rechnen zu können, daß Siam bereit ist, das zum Bau eines Kanals not- wendige Gebiet abzutrennen. Mit Hilfe der siamesischen Presse und einer Regierungspartei in Siam, welche große Sympathien für Japan hegt, dürfte es nur noch eine Frage der Zeit fein, ohne Berührung Singapurs mit Hilfe von Kra an die indische Küste zu gelangen, was wirtschaftlich und militärisch von weittragender Bedeutung wäre, (9roß- britannien erkennt sehr wohl die Gefahr, welche sich aus dem Besitz von Kra ergeben würde, und beginiw mit einem Gegenschachzug, nämlich mit der B e - feftigung der Burmesische n K u ft e. Di« neue indische Verfassung, welche am 22. November 1934 proklamiert wurde, .hat die Lostrennung Der Provinz vorgesehen mit der Begründung, daß die I immer weiter um sich greifende Freiheitsbewegung Addis Abeba, 16. Jan. (DNB.) Der Sonderberichterstatter des DNB. ist soeben von einem dreitägigen Flug an d i e Nordfront zurückgekehrt. Als Gast des Kaisers war er zwei Tage im abessinischen Hauptquartier in Dessie. Kaiser hafte Selassie erklärte über die Kriegslage: „Seit Eintreten der R e g e n f ä 11 c hat sich an der Nordfront die militärische Lage für Abessinien strategisch bedeutend gebessert, da dadurch ein gewisser Ausgleich der beiderseitigen Knegsmit- tel herbeigeführte wurde. Die Angriffe unserer Truppen werden nach Einnahme der Tembien- Provinz weiter aufdie Provinz Geralta vorgetragen. Dort kämpfen vorläufig nur einzelne Abteilungen, um zunächst die befestigten italienischen Verteidigungsnester auszuheben. Größere Kampfhandlungen der Italiener dürften in den nächsten Monaten unmöglich fein, da die durch die Zerstörung der Straßen entstandenen erhöhten Geländeschwierigkeiten den Einsatz technischer Gr oßkampf mittel a u s s ch l i e ß e n." 1 Der Kaiser wandte sich hierauf der Südfront zu und erklärte: Die am 8. Januar begonnene S ch l a ch t b e i D o l o, die die Streitkräfte Ras De- ftas in großer Frontbreite in Jtalienisch-Somaliland ausgenommen haben, nimmt ihren Fortgang. Die Kämpfe brachten den abessinischen Truppen bis- her erhebliche Geländegewinne und große Kriegsbeute. Unter dem eroberten Kriegsmaterial befinden sich u a. einige Tanks, 50 Maschinengewehre, über 100 Maultiere und zahlreiche Lastwagen. Die Italiener verteidigen sich äußerst hartnäckig. Sie unternahmen eine Reihe von Gegenstößen, wobei sie von Bombenflugzeugen'unterstützt wurden. Zum erstenmal wurden in dieser Schlacht zwei erbeutete Italiens sche Tanks, die mit Abessiniern bemannt waren, gegen die italienischen Truppen eingesetzt Die Schlacht dauert auf der ganzen Front bis zum Webe Schebeli-Fluß an. Die Italiener ziehen aus dem Norden erhebliche Verstar- würde aufbegehren, die Selbstsucht mit Bestechung der Zeitungen und Abgeordneten arbeiten, die Angst das Volk irr und wirr machen, jeder den Staat auf seine Weise beschwören und keiner sich dem größeren Willen fügen, schon deshalb nicht, weil dieser einige geschlossene Abwehr- und Behauptungswille nicht vorhanden wäre. Im Einheitsstaat ist er da, ist er das hervorstechende Merkmal. Kritische Betrachter werden vielleicht sagen, er sei befohlen und „mit dem Belagerungszustand könne jeder Esel regieren", das bolschewistische Rußland sei ja auch insofern einig, als es eine staatlich genormte Presse, ein gehorsames Heer und ein mürbe gewordenes, jede Weisung befolgendes Volk habe. Wer die Dinge nur von außen betrachtet, mag solche Vergleiche ziehen, nur daß eben ein Unterschied besteht zwischen erzwungenem Gehorsam und freiwilliger Einordnung. Wo ist Zwang in Kriegsitalien? Es hat keines behördlichen Aufrufes zur Goldablieferung bedurft, der Gedanke an die Trauringspende brach von selbst aus dem Volk hervor, die Königin gab ihm nur die Weihe, als sie als erste den Reif der Treue in das lodernde Opferbecken vor dem Grabe des unbekannten Soldaten warf. Aus Freiwilligen könnte das ganze Heer, das in Ostafrika notwendig ist, zusammengestellt werden, wenn es nötig wäre. Freiwillig verzichtet man auf ungezählte Dinge, die noch käuflich wären, der Hamsterer ist eine gänzlich unbekannte Erscheinung. Es geht recht gut ohne Belagerungszustand, ohne Polizeiaufsicht. Es ginge aber kaum ohne die Partei, selbst bei gleichem Patriotismus. Die Partei arbeitet wie ein gesunder Organismus, ohne Antrieb, selbständig, zielbewußt. Sie kam in dem Augenblick, wo es notwendig war, automatisch in Gang, eine Maschinerie, wie sie sich kein Staatslenker idealer vor- stellen kann. Ein Instrument nach dem Willen des Führers, gibt sie mit jeder Taste, die er anschlägt, den gewünschten Ton. Sie ist so vollkommen eingespielt, daß man annehmen darf, sie werde als Schwungrad weiterlaufen, auch wenn der Maschinenmeister plötzlich entseelt neben seinem Werk niedersinken würde. Das alles war bisher nur Wunschtraum, Hoffnung oder Glaube, man gab sich überzeugt davon, daß es im Notfall so sein werde, nun aber ist d i e Wirklichkeit da, ist der Beweis da. Daß man im Ausland so wenig hört von der Parteimaschinerie in diesem kritischen Augenblick, im Inland so wenig davon spürt, das zeigt am besten, wie lautlos wie reibungslos, wie sicher und zweckmäßig sie arbeitet. Der Staat hat in ihr sein Uhrwerk gefunden. Und wenn man es weniger mechanisch ausdrücken will: feine Seele. Ist die Partei der treibende Motor oder wird sie von Mussolini angetrieben? Ist sie Herz oder Hirn der Nation? Befiehlt sie dem Volk oder ist sie dessen Diener? Man weiß es nicht mehr, es 11 alles einunddasselbe g e wo r d e n , Volk und Staat, Partei und Nation und Führer. Wer fragt danach, ob der unbekannte Mann von der Straße, der die Anregung gibt, von den beiden Messinggriffen, wie sie die ^uliemschen Haustur- flügel zieren, den einen einzuschmelzen, Faschist ist ober nicht? Die Studenten, die Frauen die Bauern, die Fabrikarbeiter, sie haben plötzlich alle denselben Wunsch und Willen, als wäre es nur ein Instinkt. Die Hilfsguellen des Landes, so viele unbekannt, so viele scheinbar versiegt, fangen auf einmal an zu fließen, sammeln sich, laufen m die ^che Richtung. Wo fft die Konkurrenz '"i Handel hinge- tommen? Welche Industrien befehden sich noch. Das System der Korporationen erscheint wie em genial erdachtes System von Kanälen, die über Nacht alle Kräfte aufsaugen, einordnen, ausweiten, Krieg, Staat und Partei. Von unserem römischen E.-Korrespondenien. Rom, Mitte Januar. Träger dieses Krieges ist die Partei: auf ihren Schultern ruht er, wie das Himmelsaewölbe lastet auf den Schultern des Atlas. Wie jähe es heute in Italien aus ohne die staatstragende Partei? Man braucht die Frage nur zu stellen, um den bedrohlichen Unterschied zu erkennen. Gewiß, auch aus dem Großen Krieg, den die larlamentarifche Mehrheit in Rom nicht wollte, ind uns Bilder mannhafter Haltung vertraut: da chreibt zum Beispiel ein einfacher Soldat aus dem Schützengraben heraus an die Regierung. „Herr Abgeordneter Orlando, es ist Krieg! Es heißt also siegen um jeden Preis. Es darf kein Mitleid geben für den Soldaten, der vor dem Feinde flieht, es darf ebensowenig Mitleid geben für den, der der bewaffneten Nation den Dolch in den Rücken stoßen möchte!" Das geschah zur gleichen Zeit, als im anderen Lager die Regierung von Männern der Schreibstuben und einer unvater- ländischen Presse zu einer „Friedensresolution" gezwungen wurde, die naturgemäß dem feindlichen Vernichtungswillen neuen Auftrieb gab. Jener einfache Soldat, der aus 42 Wunden blutete, weil ihm der eigene Minenwerfer unter der Hand zerknallte, hieß allerdings Mussolini. Sein Staat ist es, der jetzt in der Feuerprobe steht. Er führt das Volk, dem niemand zu Hilfe eilt — anders als damals nach dem Zusammenbruch von Karfreit. Ohne den Faschismus wäre der afrikanische Krieg freilich auch denkbar, auch Crispi nahm ihn ja ein Menschenalter vorher in Angriff, aber die Regierung des Parlaments und der nicht stützenden, sondern wühlenden Presse verlor ihn. Nicht denkbar wäre ein demokratisches Italien, das mutig in den Völkerbundskriea hineingeht, England die Stirne zu bieten wagt, sich auf eigene Füße stellt. Jedes mit der Industrie eines Sanktionslandes verfilzte Fabrikunternehmen Die Zeit ist mit Abessinien. Der Kaiser Hails Selassie über die Kriegsaussichten der nächsten Monate. viele Millionen Pfund tu Snblen auch die sonst sehr friedliebenden Bur- mesen erfassen könnte und somit die Befestigungsanlagen unb die dahingehenden Pläne eine Störung erfahren würden. Großbritannien begnügt sich nicht allein mit dem Ausbau von Singapur, sondern es beschäftigt sich auch mit dem Plan eines Sperrgürtels von Singapur bis Port Darwin in der Form des Dreiecks Singapur, Hongkong, Port Darwin. Nichts zeigt vielleicht das veränderte Weltbild deutlicher als die Tatsache, daß das englische Weltreich in einen Verteidigungs- und Befestigunqszustand versetzt worden ist. Man rüstet sich in den Uebersee- gebieten für den Kriegsfall in einer Weise, welche eine ganz neuartige Erscheinung darstellt. England erblickt in der Befestigung des Hafens Haifa ein sicheres Mittel für die Sicherheit des indischen Reiches. Wenn einst Napoleon der Ansicht war, daß Jaffa der Schlüssel Indiens sei, so steht heute Großbritannien auf dem Standpunkt, daß durch die Befestigung Haifas der Sicherheit Indiens besser gedient sei als durch Jaffa. Der neue Hafen von Haifa ist überdies der Knotenpunkt der Eisenbahnen in Arabien und wird voraussichtlich absoluter Zentralpunkt der arabischen Eisenbahnen werden, gleichzeitig Navigationsstation und Flughafen des eng- lischon Militärs. Sehr wichtig ist auch, daß die Oel- gewinnung von den Oelfeldern Iraks nach Haifa geleitet wird. Dadurch wird die englische Flotte in den Stand gesetzt, sich mit Jraköl zu versorgen. Es wird gleichzeitig geplant, den Hafen Haifa in seinen Anlagen zu verdoppeln, wofür auch bereits ein Kostenanschlag festgelegt worden ist. Haifa soll so stark ausgebaut werden, daß hier ein strategischer Zentralpunkt errichtet werden kann. — Großbritannien versucht ebenfalls auf der arabischen Halbinsel einige militärische Stützpunkte zu erlangen, um einerseits die täglich wachsende japanische Expansion im Nahen und Fernen Osten im Keime zu ersticken und anderseits außerhalb Indiens militärische Befestigungen und Stationen zu erlangen, welche bei eintretenden schärferen Unruhen Indiens sofort Hilfe senden können. Wie die neuesten Nachrichten arabischer Blätter bekannt gaben, ist Japan sehr bemüht, i n S y r i e n eine bedeutende Propaganda aufzuziehen. Japan hat in letzter Zeit eine Zeitschrift „Tokio" in arabisch- sranzösischer Sprache unter die Bevölkerung in großen Massen verteilen lassen zu dem Zweck, die Handelsbeziehungen auf gesunde Basis zu stellen. Die arabische Presse berichtet ferner, daß zwischen Irak und Japan ein Vertrag zustandegekommen ist, wonach Japan seine Waren nach Irak liefert und Rohmaterial und Irakdatteln übernimmt. Es ist schon statistisch festgestellt worden, daß eine bedeutende Hebung des japanischen Marktes prozentual im Irak zu bemerken ist. — Der Ausbau des Flughafens Bagdad zeigt andererseits, daß Großbritannien militärische Flugzeuge in Bagdad unterbringen läßt, um diese bei größeren Unruhen in Indien sofort in Tätigkeit setzen zu können. Aehn- lichen Zwecken soll u. a. natürlich auch der neu befestigte Hafen Haifa dienen, der ein ausgesprochener Kriegshafen wird. Schließlich fanden noch zu Ende Dezember 1935 wieder gewaltige Manöver in Singapur statt, an welchen sich außer der Marine auch die Luftflotte und die Landarmee beteiligt hat. Diese Manöver sind aufs neue ein Beweis dafür, daß Großbritannien den Wert Singapurs erkennt und unterstreicht. Singapur ist der Schlüssel zu Indien vom Fernen Osten aus und muß unter allen Umständen das Gibraltar des Ostens bleiben. Die riesige Aufrüstung der Sowjetunion. Einzelheiten aus der Rede Tnchatschewskis. Moskau, 16. Jan. (DNB.) Der Stellvertreter des Volkskommissars für Verteidigung, her Marschall der Sowjetunion Tuchatschewski, machte in seiner bereits gemeldeten Rede vor dem Hauptoollzugsausschuß der Sowjetunion im einzelnen noch folgende Angaben über die riesige Aufrüstung Sowjetrußlands. „Bis 1935 haben wir 74 v. H. kurz dienender Divisionen und 26 v. H. Kaderdivisionen gehabt. Zur Erhöhung der Mobilisationsbereitschaft zur Abwehr eines plötzlichen Ueberfalls haben wir auf Anregung Stalins die Schützendivisionen der Roten Armee auf der umgekehrten Grundlage umgebildet: 7 7 v. H. Kaderdivisionen und nur 23 v. H. kurz dienende Divisionen, wobei der Personalbestand der Kaderdioisionen an den Personalbestand in Kriegszeiten angenähert worden ist. Dieses System macht die größte Annäherung der militärischen Ausbildung zu Friedenszeiten an die Bedingungen der wirklichen Lage zu Kriegszeiten möglich. Wenn es die Regierung wünscht, können wir in jedem beliebigen Augenblick unseren Feinden an den Ost- und Westgrenzen der Sowjetunion eine wuchtige und immer bereite bewaffnete Macht gegenüberstellen." „Die Macht unseres Flugwesen s", so erklärte er, „können diejenigen nicht außer acht lassen, die von einer Eroberung von Sowjetgebiet träumen." Sie müssen auch in Erwägung ziehen, daß die Ausdehnung unserer Union unüberwindliche Hindernisse für einen Angriff feindlicher Flugzeuge auf die meisten unserer Industriezentren darstellt, während unsere etwaigen Gegner derartige Vorteile nicht besitzen. Wir schassen eine mächtige Hochseeflotte und richten vor allem unsere Bemühungen auf die Unterseeflotte. Küstenoerteidigung und Seeflugwesen wurden zahlenmäßig um ein Vielfaches vergrößert und mit neuen Flugzeugen modernsten Typs vervollständigt. Alle diese Maßnahmen, so fuhr der Redner fort, hatten die unvermeidliche Erhöhung der gesamten zahlenmäßigen Stärke der bewaffneten Kräfte zur Folge. Mit dem Jahre 1936 ist die zahlenmäßige Stärke der Roten Armee auf 1 3 0 0 0 0 0 Mann gestiegen. (Hurra-Rufe und stürmischer Beifall.) Die Leistungsfähigkeit der Roten Armee verbessere sich von Jahr zu Jahr. „Diese unsere Arbeit", so schloß Tuchatschewski, „schafft die Bürgschaft dafür, daß die Kampfausbildung der Roten Armee auf einer besonders hohen Stufe stehen wird, die für keinen anderen Staat erreichbar ist." Spanische Kommunisten mißbrauchen Kinder zur Wahlpropaganda. Madrid, 17. Ian. (DNB.) Bei allen nicht- marxistischen Spaniern hat das Vorgehen der kommunistischen „Roten Hilfe", die Waisenkinder der Oktober - Revolution aus Asturien über ganz Spanien zu Propagandazwecken verschickt, tiefste Entrüstung hervorgerufen Jetzt hat sich herausgestellt, daß von der „Roten Hilfe" auch solche Kinder zu marxistisch- revolutionärer Propaganda verwendet werden, die nicht zu den obenerwähnten Waisen zählen, aber von verantwortungslosen Angehörigen für Wahlkampfzwecke zur Verfügung gestellt wurden. So ist ein Fall bekannt, in dem die Kinder einer Witwe, deren Mann bereits vor einigen Jahren gestorben ist, als „a st u r i s ch e Waisenkinder" und „Opfer staatlicher Willkür" in die spanischen Städte geschickt worden sind. Um Amerikas Eintritt in den Weltkrieg Washington, 17. Jan. (DNB.) Aus einem Auszug aus Dem Tagebuch des Beraters des Präsidenten Wilson, Oberst House, der dem Munitionsausschuß vorgelegt wurde, ergibt sich, daß Staatssekretär Lansing bereits Anfang Januar 1917 wünschte, daß Präsident Wilson die Beziehungen zu Deutschland abbreche. Der vom 4. Januar 1917 datierte Auszug lautet: I „lerju imru umt(id) in aller Form mitgeteilt, ' daß die Nachrichten von 21 bis 3 r e> ne r f un den und erlogen sind. Es handelt sich t> Volk deshalb in den Krieg z u gehen wieder einmal um jene sattsam bekanme bereit fei, weil einige Amerikaner getötet Methoden dieser Auslandpresse, durch wire l ) wurden. | Lügennachrichten Unruhe in das deutsche Volk zu Mitglieder des Senatsausschusses wiesen darauf tragen, und im In- und Auslande ungunmg hin, daß die Vereinigten Staaten nicht die Beach- fungen für das Deutsche Reich deroorzurus - tung der Rechte der Neutralen durch Großbritannien Führer erfreut sich einer in jeder 25 e 31*5> 9 erzwungen hätten und daß deshalb die deutsche Re- ausgezeichneten <3 e f u n 0 9^ e 11, io B gierung keinen anderen Ausweg gehabt es auch nicht nötig hat, irgendwelche gerate im u habe, als den unbeschränkten Ubootskrieg zu er- j und Auslande — ganz zu schweigen von juo im klären. I Aerzten — in Anspruch zu nehmen. Lansing wünscht, daß der Präsident bieEntschei-. düng über die Ubootsfrage beschleu - mache, yn oiejem ^ujammeiiyuny t nige und den deutschen Botschafter Graf Bernstorsf Namen von Aerzten im In- und Ausl 9 beauf- heimsende. Lansing drängte in einem Schreiben ' die mit der Durchführung dieser Ope den Präsidenten, eine fefte Haltung einzuneh- tragt worden seien, men. Er glaubte jedoch nicht, daß Wilson dies tun Hierzu wird a m werde, da der Präsident ihm neulich gesagt habe,1 K:* er sei nicht der Ansicht, daß das amerikanische den und erlogen Zur Widerlegung der Behauptungen Morgans daß die Vereinigten Staaten von1 änfan0 an auf feiten der Alliierten gewesen seien, w rde, § Senatsausschuß ein ricatbrlef I verlesen. In diesem vom 7-Apnl 1917, - V- Tag nach der Zustimmung des Kongresses S Kriegserklärung datierten Schr^ben, vertr Lan^ sing die Ansicht, daß, falls die Kriegserklärung, m F e b r u a r dem Kongreß unterbreitet worden are d i e Z a h l d e r G e g n e r für einen solchen EchMt im Repräsentantenhaus dreimal so g tz 9 wesen wäre. Oas Ende einer Auslandslüge B e r l i n , 18. Jan. (DNB.) In den. letzten.Tagen sind in einem Teil der Auslandpresie Meldungen ' erschienen, wonach der 3 " hrer unb H kanzler erneut an dem Kehlr°pfl-'den erkrankt sei, das eine Operation erfordert ch Herriot will zurücktreten. Trotz eines Absiimmungserfolgs in der Kammer Krisenstimmung um das Kabinett Laval.-Oer Partei-Vorsitz der Radikalsozialisten. Paris, 16. Ian. (DNB.) Die Aussprache in der Kammer über die von der Regierung beantragte sofortige Behandlung der landwirtschaftlichen Anfragen stand im Zeichen wiederholter Angriffe der Linken gegen das Kabinett Laval und der Versuche der Sozialisten, Kommunisten und selbst einiger Rabikalsoziallsren, diejenigen Radikalsozialisten zu beeinflussen, die eine Regierungskrise nicht wünschen. Besonders eindringlich wandte sich der Führer der Marxisten L6on Blum an seine politische Nachbarn: Es sei unmöglich daß die Radikalsozialisten eine führende Rolle in der Volksfront spielten und gleichzeitig einer ihrer hervorragendsten Vertreter an der Regierung beteiligt sei. Wenn die Radikalsozialisten heute nicht geschlossen gegen d i e Regierung stimmen würden, so würden sie damit das Schicksal der aus den Wahlen hervorgehenden Mehrheit im voraus belasten. Ministerpräsiden Laval stellte die Vertrauensfrage zu der Forderung auf sofortige Behandlung der landwirtschaftlichen Anfragen. Da er die Vertreter der verschiedenen Anfragen ohnehin nicht zufriedenstellen könne, so wolle er sich nur an Diejenigen wenden, die der Ansicht seien, daß eine allgemeine politische Aussprache zur Zeit unnötig sei. Die Regierung sei über ihre Finanz-, Innen- und Außenpolitik befragt und ihre Politik auf diesen Gebieten auch gebilligt worden. Nur die landwirtschaftlichen Fragen blieben demnach noch zu klären. Leon Blum sei entschieden besonders geeignet, sich an die Radikalsozialisten zu wenden, da er und seine Freunde bisher jede radikalsoziali- stische Regierung, die es je gegeben habe, gestürzt hätten. Die Forderung Lavals auf sofortige Behandlung der landwirtschaftlichen Anfragen erzielte 315 gegen 251 Stimmen für die Regierung, also 6 4 Stimmen Mehrheit. Nach der Abstimmung verlangte der Abgeordnete Fernand Laurent (Unabhängige Linke), daß das Abkommen mit Sowjetrußland möglichst beschleunigt zur Behandlung komme. Ministerpräsident Laval antwortete, daß er sofort nach seiner Rückkehr von Gens verlangen werde, die Ratifizierung der Vertrage auf die Tagesordnung zu setzen. Bei der Vertrauensabstimmung in der Kammer haben 88 radikalsoziali st ische Abgeordnete gegen tfn D etwa 5 0 f ü r die Regle - rung Laval gestimmt. Somit wurde ihr zu der 64 Stimmen Mehrheit verholsen. Diese hätte der Regieruna in der Kammer eine gute Arbeitsgrundlage schaffen können, wenn nicht d i e R ü ck t r i 11 s- absichten des Staatsmini st ers Herri 0 t die außenparlamentarischen, innerpolitischen Leidenschaften am Abend wieder stark angesacht hätten. Herriot will zurücktreten, um sich erneut um den Vorsitz der Radikalsoziali st ischen Partei bewerben zu können. Herriot wünscht indessen, daß die übrigen radikalsozialistischen Minister weiter in der Regierung oerblei- den, damit eine Kabinettskrise vermieden werde. Es handelt sich um Handelsminister Bonnet und Handelsmarineminister 23 er trän b. Man nimmt an, daß die beiden Minister weiter in der Regierung verbleiben werden. Trotzdem macht sich wachsende Unruhe bemerkbar. Man meint, daß der Sieg der Regieruna in der Kammer die Stellung Lavals wider aUcs Erwarten nicht gefertigt, sondern vielmehr die Gefahrenzone verbreitert hat. In der Presse wird daher der Parlamentarismus angegriffen. Der marxistische „Populaire" klagt über die gestern verpaßte Gelegenheit zum Regierung s st u r z. Er redet den Radikalsozialisten zu, sich doch für die Wahlen durch die Sozialisten eine sichere Stütze zu schaffen und das Kabinett Laval mit den sechs radikalsozialistischen Ministern über d i e Klinge springen zu lassen. — Der „Ma- tin" schreibt dagegen: „Wozu sich über die Zukunft den Kopf zerbrechen? Wenn man, wie man es gestern erlebt hat, die Stellung einer Regierung gerade in dem Augenblick in Frage stellen will, in dem sie aus einer Kammeraussprache gefestigt hervorgeht, dann kann man sich auf alles gefaßt machen. Solange persönliche Machenschaften an Die Stelle Des normalen Spiels Des Parlaments treten, haben Logik unD Vernunft ihr Recht verloren." Generalappell des NSKK. Oer Stellvertreter des Führers und Korpsführer Hühnlein sprechen in der Oeutschlandhalle über Arbeit und Aufgaben des NSKK. Berlin, 16. Ian. (DNB.) In Gegenwart mehrerer MitglieDer Der Reichsregierung, Des Führerkorps Des NSKK. aus Dem ganzen Reich unD zahlreicher Ehrengäste fand in Der festlich ausgeschmückten Deutschlandhalle ein großer Generalappell des Nationalsozialistischen Kraftfahrkorps vor Dem Korpsführer Hühnlein statt. Außer sämtlichen Gruppenführern, Inspekteuren und Brigadeführern des NSKK. waren die gesamte Motorbrigade Berlin sowie zahlreiche Abordnungen der Kraftfahrinspektion Süd zugegen. Oer Stellvertreter des Führers, pg. Rudolf Heß, richtete an das NSKK. eine Ansprache, in der er betonte, daß das neue Jahr wieder Arbeit unD wieder Sorgen bringen werDe wie Das vergangene, ober auch roieber neue Erfolge. „Heute", so führte Der Stellvertreter Des Führers u. a. aus, „brauchen wir nicht mehr wie vor her Machtergreifung einem fommenhen Jahre mit Der Ueberzeu- gung entgegenzusehen, Daß Doch alles Mühen vergeblich sei. Alle bisherigen Erfolge her beutschen Wieberaufbauarbeit wären nicht möglich gewesen ohne hie freuhige Mitarbeit bes Volkes unb her (Einorbnung bes einzelnen unter hie höheren Interessen. Die Männer Des NSKK. hätten sich zum großen Teil, schon bevor Der Nationalsozialismus Staatsprinzip rourDe, freiwillig eingeglieDert in eine Organisation, die ihrerseits nur den gemeinsamen höheren Interessen Diente unb bient. „Neben her freien Zeit, bie bet NSKK.-Mann opfert, bringt er materielle Opfer, zerschleift er seinen Wagen. Es wird von ihm gefordert, daß er Vorbild ist, daß er opferbereiter, mutiger ist, daß er die Fahrdisziplin besser hält als jeder andere deutsche Kraftfahrer. Von ihm wird erwartet, daß er trotzdem in seiner Haltung sich nicht erhebt über andere, daß er nicht etwa bei Straßenkontrollen und sonstigen Gelegenheiten, bei denen er mit Staatsorganen in Berührung kommt, ein Vorrecht für sich verlangt, kurz, bah er N a t i 0 na l s 0 z i a l i st durch und durch i ft. Als Nationalsozialist soll er sogar ein besonderes Opfer bringen, ein Opfer, das gerade der gute Automobilist en.nttndeL Ich habe in einem Erlaß verlangt, daß der kraftfahrende Parteigenosse im allgemeinen feine Höchstgeschwindigkeit beschränkt, damit Reifen und IKaferial gespart werden, solange, bis wir Darin wieder veberfluh haben. Sie Dürfen mir glauben, Daß Die Herausgabe Dieses Erlasses mir nicht geraDe leicht gefallen ist. Denn ich fahre als alter Flieger auch sehr viel lieber 120 Kilometer als 80 bis 90. Unb im übrigen geht Der Führer wie überall auch hier mit gutem Beispiel voran. Sicher ist. Daß nur 10 v. h. geringere h 0 ch stge. schwinDigkeit im gesamten Deutschen Kraftfahrwesen im Iahr Millionen an ersparten Devisen beDeuten. Es ist nationalsozialistisch, in Erkenntnis Dessen Das Opfer eines Vergnügens zu bringen! — Denn Ge- schwindigkeilen über 100 Kilometer finh in erster Linie ein Vergnügen unD nicht so sehr eine Zeitersparnis, wie jeDer alte Kraftfahrer unter Ihnen weih. Der festgestellt hat, wie wenig es auf Die Gesamtfahrzeit ausmacht, wenn man Den Dagen bis zum Aeuhersten ausfahrt!" Das NSKK. steht, ebenso wie es den anderen Formationen der nationalfozialistischen Bewegung kameradschaftlich verbunden ist, auch zur Wehrmacht m enger Kameradschaft. Die verschiedenartigen Aufgaben, die die Motorisierung dem deutschen Kraft- sahrer stelle, hat die Kameradschaft der Führung und der Einzelnen zur Grundlage und zur Voraus- setzung. Weltanschaulich im Nationalsozialismus wie ernst stehen die deutschen Kraftfahrer im kommenden >)ayr vor Ausgaben, zu deren Bewältigung ich ihnen oon dieser Stelle Kraft und Energie unb bie Daraus pch ergebenben Erfolge wünsche! Ich weiß, unb bas erfüllt uns alle mit stolzem Bewußtsein, daß auch die nationalsozialistischen Kraftfahrer gemeinsam mit des Führers am Ablauf des Wir k ?936 ro,el)er melden können: 2ßir haben unsere Pflicht getan! Korpssührer Hühnlein dankte dem Stellvertreter des Führers^ r anerkennenden und mahnend^^ b e n i 11 • u. a. aus: „In Ihnen der nicht ler des Willens des.^Vnd Reinheit müde wird, die Eln f ach durch dessen Hände der B e w e g u "9 3U bem inneren Leben der das alles geht, was au e Wehrmacht her- Parteigliederungen °n Staat rid)lunggebenbe anzutragen ist um* 11 ßorps stets bindende fügungen und Mn pro«en bedeuten." Unterlagen Jur seine Erzreyung geroanbf fuhr Zum R e ich s krie 9 smini|ter g der Korpsfuhrer fo - ch tätig zu sein, meinem Korps m Aufg 9 liegen. Wenn sichrer e n na» ihrer Motorbegabung und Motor- Htt eine Arbeit, der Sie, Herr Reichskrt-gsmmister, in dankenswerter Weise stets em Höchstmaß idealer Unterstützung angede'hen lassen. Der Korpsführer streifte sodann Das ausgezeichnete kameradschaftliche Verhältnis, Das sich Durch Den gemeinsam betriebenen Kraftsport, insbesondere demkraftfahr-Getände- - fport, zwischen Korps unD Wehrmacht, und hier vor allem mit Der k r a f t f a h r - k a m p f- truppe, herausgebildet habe. So sei es ver- stänDlich, wenn geraDe Die jungen SolDaten Der motorisierten Truppenteile Des Heeres nach Ableistung ihrer Dienstpflicht zum Eintritt in Das NSKK. sich befonDers hingezogen fühlten, in Dessen Reihen Der gleiche frische wind wehe. Nach Worten Der Begrüßung an Den Reichsver- kehrs/ninister Frhr. oon Eltz-Rübenach als Den tatkräftigen Förderer Des Deutschen Kraftfahr- sports gab Der Korpsführer foDann feiner FreuDe Darüber AusDruck, Daß sämtliche Gliederungen Der Partei und des Reichsarbeitsdienstes, an ihrer Spitze der Chef des Stabes der SA., Lutze, der Reichsjugendführer v 0 n S ch i r a ch und der Reichs- orbeitsführer Hierl bei diesem Generalappell des NSKK. vertreten feien und so Die Geschlossenheit und Einheit Der Partei, Den Willen Des Führers und sein"S Stellvertreters auf Das nachdrücklichste zu unterstreichen dokumentierten. Der Korpsführer gab sodann in kurzen Worten einen Aeberblick über die bei den schweren Katastrophen des vergangenen Jahres bewiesene Einsatzbereitschaft und Opferwilligkeit des NSKK. und sprach einigen gleichfalls zum Appell befohlenen Unterführern des Korps, die sich bei den Rettungsarbeiten von Groß-Heeringen besonders ausgezeichnet hatten, feinen Dank und Anerkennung aus. „Die Freiwilligkeit unserer Dienff- leistung", so fuhr Korpsführer Hühnlein fort, „ist das Kleinod, das wir zu hegen und zu pflegen haben!" Der Korpsführer erinnerte sodann an seinen Neu- jahrsbefehl, mit dem er seinen Führern zur Pflicht gemahnt habe, sich in diesem Jahr besonders der Arbeit im Kleinen anzunehmen und Den Dienst Der Stürme nicht allein zu besichtigen, son- Dern lebenDigen Anteil an ihm zu nehmen. Der Sturmführer müsse mehr Durch Das lebendige Beispil wirken als durch das Wort. Er habe seinen Männern vorzuleben, stets für die andern da zu fein und immer daran zu denken, Kamerad feiner Untergebenen zu fein. Nur fo baue er die Brücke von Herz zu Herz und stehe wie ein Fels in der Brandung. Der Sturmführer müsse seine Aufgabe darin sehen, aus den Angehörigen Der verschieDenen SerufsftänDe, jungen wie alten, hingabetreue Kämpfer ADolf Hitlers zu erziehen und zu einer leben- eigen Einheit zusammenzuschweißen. Nach dem Sieg-Heil auf den Führer und Dem gemeinsamen Gesang Des Horst-Wessel-LieDes folgte Der Fahnenausmarsch. WährenD Der Korpsführer mit Den Ehrengästen unb Dem Führerkorps Die Halle Derlief3 erhallte das Lied des Nationalsozialistischen Kraftfahrkorps: das Panzerwagenlied. Ein Vorbeimarsch des Ehrensturms unb her Motorstanbarte 31 dem Führerkorps bes beschloß Den Generalappell des National- sozialistischen Kraftfahrkorps, an dem Abordnungen Der MotorbrigaDen Hansa, Leipzig, Mitte, Ostmark, Pommern, Sachsen unD Thüringen, sowie Der selb- ftanbigen Motorgruppe Schlesien in Stärke von je 200 Mann teilgenommen hatten. Der Osfiziersnochwuchs des Heeres. Bewerbnnqcn für April 1937 bereits bis Sunt 31. Mürz 1936 einreichcn! fi®LrIin.’. 16- 5nen?u"n^ °U5 Soldaten, die als ItUDD^n ver^'n.9efte[tt oder aus der werden p 71 Pi Sle O^Zlerslaufbahn übernommen Säbiqfeiten LmrrUj,en.?urd> ’*« militärischen Ver[ön!id>feifsm.rtG^aka-fterDeranIa9un8 und ihren außerDienstti^^.. bei einroanDfreier in- unb -U-tz'S £*$: w,r her Beiik ^eUu?9 aIs Fahnenjunker ist °un7erLg°/ f“m" L°pU°LuÄung' Eiktsteb Einstellungstaqe nf* $m,.erber darf am KalLiL $TaesrbUnb9 h°t ¥ 31. Mär^ °äs "ritt 'am 7 Äpril MT V W den' Ein' 1 936 bis 3 1 3 1936 ‘ °°m 1. 1. manbeur bes IruDnonhui an den Korn- Bewerber einqestell?"w^ 3U n$ten' bei dem Der sinD gleicftVeitia e mdd>te- Unzulässig Truppenteilen bnn bei mehreren langen. Einige Wochen nÄrf^V" Waffengat- erhalten Die Bewerb nnrn^n-^0 9 er Bewerbung forberung zur Vorstellung.^rsUpPenteiI eine 2£uf« suchung?FüVbie glichen Unter- ausgewählt unb oom Ob er befehl Ahh" ^uppenteil m bie engere Wahl opnnm? 5^Q er des Heeres erfolgt bann bie Ginberuf^^ roer?en können, der psychologis d) e n \??ii h Ablegung ber ^rüffteüen her sffiehrninrfJi'Tv 9 bei einer M°> Tage. Sie M ben Ät®rh$rü,.fun8 dauert Sandten, die WAen-Lft"uL den°C°hL« Stahl Wie sieht es in -er Wirifchast aus? die der Steigerung des Binnenverbrauchs, für die afrikanische Unternehmung sind darin nicht enthalten. Und das ist entscheidend. Man berechnet Jahresversammlung des Landesvereins Heffen- AaffauimMchsbundDeutscherDipIomlandwirte erstenmal auch die mandschurischen Werke. Die Weltmarktpreise zeigen seit Herbst 1935 steigende Tendenz. Die deutsche Eisenausfuhr konnte als Auswirkung der neuen Jreg-Verträge um etwa 400 000 Tonnen gesteigert werden. Ieiu uuaycipiuu^cHci vucyiici uci -punm wunui/o war, von der britischen Regierung die Rückkehr nach Indien verboten. Der deutsche Handwerks- und Gewerbekammertag berichtet über die Lage des Handwerks im vierten Vierteljahr 1935, daß sich die Wirtschafts-- tätigkeit im ganzen gesehen auf einem in Anbetracht der Jahreszeit hohen Stande gehalten habe. Während nach wie vor die öffentliche Bautätigkeit als Arbeitgeberin des Handwerks eine große Rolle spielte, fiel die private Bautätigkeit fast ganz aus. Charakteristisch für die Berichtszeit war die sehr unterschiedliche Beschäftigungslage in den einzelnen Bezirken. Die Handwerkszweige, die an der Wiederherstellung der Wehrhoheit Anteil nehmen konnten, verzeichneten eine gute Beschäftigungslage. Die verbrauchsorientierten Handwerkszweige blieben hinter diesen und den Bauhandwerkszweigen zurück. Bemerkenswert ist an dem Bericht noch, daß die S ch w a r z a r b e i t so gut wie ganz verschwunden ist, dagegen wird über schleppendenZoh- lungseingang nach wie vor geklagt. die Wirtschaftszentren Japans und M a n d s ch u k u o s besuchte, hat ihre Besprechungen mit den jo ter- und Säuglingsschutz, Deutscher Fröbelverband, Abt. Volkswirtschaft-Hauswirtschaft), der jeweiligen RS.-Kreis- oder Ortsfrauenschaftsleiterin und den Betriebsvertrauensfrauen der Deutschen Arbeitsfront. Deutscher Frontkampferbesuch in England. London, 16. Jan. (DRB.) Am Sonntag, dem 19. Januar, wird eine Abordnung der deutschen Frontkämpferverbände in London eintreffen, um den Besuch zu erwidern, den Vertreter des großen englischen Frontkämpferverbandes der British Legion im Juli v. I. den deutschen Frontkämpfern gemacht hatten. Die Führung der deutschen Abordnung liegt in den Händen des Beauftragten der deutschen Frontkämpferverbände, Herrn Stah° me r. Die Abordnung setzt sich zusammen aus: Reichskriegsopferführer Oberlindober, Reichs- arbeitsminifter Seldte, dem Bundesführer des Reichskriegerbundes „Kyffhäufer" Oberst Reinhard, dem Bundesführer der Reichsoereinigung Ehemaliger Kriegsgefangener, F r e i h e r r von Lersner, dem Verbandsführer des Reichsver- bandes deutscher Offiziere, Generalmajor a. D. Graf von der Goltz, SS.-Oberführer von Humann-Hainhofen und Fliegerkomman« (RSG.) Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Erzeugungsschlacht. Stabsleiter Dr. R o t h e r t teilte in grundsätzlichen Ausführungen die Lage der Nahrungsmittel- und Rohstoffver- o r g u n g Deutschlands dar und die sich daraus ^gebenden Aufgaben für die heimische Landwirt- chaft. Die Ernährung unseres Volkes ist für gewisse Teile des Eiweiß- und Fettverbrauchs sichergestellt. Die Gespinstfasererzeugung bedarf noch einer Steigerung; die Leistungssteigerung beim Ackerbau muß durch Verbesserung auf den Gebieten der Saatgutanwendung, Bodenbearbeitung und Düngung, der Schädlingsbekämpfung, Grünlandverbesserung und Neulandgewinnung erzielt werden. Durch das Gesetz zur Hebung der Tierhaltung und das Gesetz für Pflanzenschutz sind die Maßnahmen zur Erzielung einer nachhaltigen Leistungssteigerung und allgemeinen Verbesserung der Ertragsfähigkeit der Landwirtschaft eingeleitet. Ein sehr erfreuliches Zeichen ist die Steigerung des Schulbe- uches an den bäuerlichen Werkschulen um mehr als 20 v. H.; abschließend sprach der Stabsleiter noch über die großen Aufgaben, die der Bauersfrau bei der Erzeugungsschlacht zufallen. Die Leistung aus eigener Wirtschaft könne noch erheblich gesteigert werden, da gerade im bäuerlichen Betrieb die Frau für die richtige Verwertung der Erzeugnisse sorgen muß. lieber die Reichsbodenschätzung sprach Dr. Leber von der Landesbauernschaft Hessen- Nassau. Auf dem Wege über die Bodenschätzung versucht die Reichsregierung für die Zukunft zu einer einheitlichen Besteuerung derLandwirtschaft zu gelangen. Die Einheitlichkeit der Beurteilung wird durch die grundlegende Schätzung sogenannter Musterstücke gewährleistet. Die Flächen werden nach Ackerland und Grünland geschätzt, die Einteilung bezieht sich auf Bodenart, Entstehung sowie Stand und Entwicklungsstufe des Bodens. Die deutsche Wirtschaftsabordnung, die,Wirtschaftsform pflegen. Deutschland hat Eng- e Wirtschaftszentren Japans und Mandschu- land in der Herstellung von Eisen und Stahl ge- ~ ~ •' v ja- waltig überflügelt. Es zählt jetzt zu den drei Spitzenpanischen Regierungs- und Wirtschaftskreisen abge- ländern, die 64 v. H. der Eisenerzeugung und gleichschlossen. Sie wird am 18. Januar die Weiter- falls 64 v. H. der Stahlerzeugung der Welt hervor- reise nach China antreten. Als Ergebnis der bringen. Das Ausscheiden Englands, das noch 1913 Erörterungen hat die Abordnung Empfehlungen zur auf diesem Gebiete Konkurrenz machte, aus der Verbesserung der deutsch-japanischen Handelsbezie- Reihe der Länder, die an der Spitze marschieren, ist Hungen unterbreitet. Die Abordnung hat auch für immerhin überraschend, weil die Engländer sich bis eine Vermehrung des deutsch-mandschurischen Wa- vor wenigen Jahren lebhaft um bte Elsen- und renaustausches Empfehlungen unterbreitet. Stahlproduktion bemühten. Im einzelnen zeigt die * Entwicklung in den wichtigsten Ländern folgendes b-stcht -in- Verteuerung der Leben-Haltung zu Neue Wendung im Fall Lindbergh? vermeiden und für eine gleichmäßige Verteilung y 7 57 der Lebensmittel zu sorgen. Das Bundesobergerlcht lehnte Hauptmanns 1 Gesuch um Wiederaufnahme des Verfahrens ab. Nach dem Bekanntwerden der Ablehnung des Gesuchs um Wiederaufnahme des Verfahrens gewährte Gouverneur Hoffmann einen 30tägigen Aufschub der Vollstreckung des Urteils an des Bewerbers einen Eindruck zu gewinnen. Soldaten, die ihrer Wehrpflicht genügen, können in die Offizierslaufbahn übernommen werden, wenn sie sich ihrer Persönlichkeit, ihrer militärischen Veranlagung und ihren dienstlichen Leistungen nach so überragend aus der Masse ihrer Kameraden herausheben, daß sie die Gewähr bieten, in jeder Hinsicht vollwertige Offiziere zu werden. Sie werden dem Oberbefehlshaber des Heeres vom Truppenteil zur Uebernahme in Vorschlag gebracht. Die Soldaten, die in die engere Wahl genommen werden können, müssen sich gleichfalls einer psychologischen Prüfung unterziehen. Hinsichtlich geldlicher und Naturalgebührnisse ist der Fahnenjunker so gestellt, daß er auskommen kann. Geringe gelegentliche oder regelmäßige private Beihilfe ist jedoch erwünscht. Die Ausbildung des Offiziersnachwuchses umfaßt von der Einstellung bzw. Uebernahme als Fahnenjunker bis zur Beförderung zum Offizier zwei I a h r e. In dieser Zeit erfolgt die Ausbildung in der Front, auf der Kriegsschule und in Sonderlehrgängen der einzelnen Waffen. Nähere Bedingungen, namentlich auch über die zur Bewerbung erforderlichen Papiere sind aus den Merkblättern zu ersehen, die bei allen militärischen Dienst- {teilen zu erhalten sind. Ehrentag des deutschen Beamtentums. Generalappell vor dem Führer im Rahmen des Parteitages 1936. Berlin, 17. Jan. (DNB.) Der Stellvertreter des Führers empfing den Reichsbeamtenführer Pg. Neef, um von ihm den Bericht über die Tätigkeit des Hauptamtes für B e - amte und des von diesem geführten R e i ch s b u n- desderdeutschen Beamten im vergangenen Jahr, sowie über den Arbeitsplan des Jahres 1936 entgegenzunehmen. Dabei kam auch zur Sprache, daß nach dem Willen des Führers der deutschen Beamtenschaft in diesem Jahr eine b e- sondereAuszeichnung dadurch zuteil werden wird, daß der Führer im Rahmen des Parteitages 19 3 6 einen besonder en Beamte n ta g angeordnet hat, auf dem der Führer in Anwesenheit der führenden Männer von Partei und Staat zu den deutschen Beamten sprechen wird. Es soll nach dem Willen des Stellvertreters des Führers.m öglichst allen deutschen Beamten Gelegenheit gegeben werden, sich im ganzen Reich vor den Lautsprechern zu versammeln, um diesen Ehrentag des deutschen Beamtentums am Rundfunk miterleben zu können. Zum ersten Mal in der Geschichte des deutschen Beamtentums erlebt damit die deutschen Beamtenschaft einn Generalappell vor ihrem Staatsoberhaupt, der ihre gesinnungsmäßige Ge- schlossenheit und ihre tiefinnerliche Verbundenheit mit dem Willensträger des Deutschen Reiches, unserem Führer und Reichskanzler, vor aller Welt bekunden wird. Reichsmütterdienst im Deutschen Frauenwerk. Ein Beispiel erfolgreicher Preisbeeinflussung ist, wie aus einer Veröffentlichung in Wirtschaft und Statistik herdorgeht, der Baumarkt im Jahre 1935 gewesen. Die Indexziffer der Baukosten, die im Jahresdurchschnitt 1934 75,3 auf der Basis 1928 (= 100) betrug, schwankt im abgelaufenen Jahr zwischen 74,9 und 75t9 bei einem unveränderten Index für die B a u a r b e i t e r l ö h n e von 69,5, einem Index für Steine und Erden, der mit 73,1 bis 73,5 etwas unter dem Vorjahrsindex von 73,7 liegt, einem Baueisen index von 86,6 (88,7), dem Baunebengewerbearbei- t e n index von 72,2 bis 77,8 (76,6) und einem Schnittholz index von 80,2 bis 80,7 (77,1) in 15 Großstädten. Diese Stabilität des Index, die natürlich nicht besagt, daß in jedem einzelnen Falle oder in jedem einzelnen Bezirk die Preise so relativ unverändert blieben, ist um so bemerkenswerter, als der Geschäftsgang der gesamten Bau- wirtschaft außerordentlich gut war und die staatliche Bautätigkeit einen wesentlichen Anteil daran hatte. Behördenaufträge pflegen aber im allgemeinen nicht gerade preisdrückend zu wirken. Aus der Veröffentlichung des Statistischen Reichsamtes geht nun aber mit Deutlichkeit hervor, daß eben in der Handhabung dieser Behördenaufträge der Schlüssel für die Stabilität der Baukosten zu finden ist. Die bauoergebenden Stellen waren strikte angewiesen, keinesfalls höhere Preise als. Mitte 1933 zu bewilligen, außer bei Schnittholz oder falls durch staatliche Maßnahmen Lohnerhöhungen eingetreten waren. Es mußte auch bei Vergebungen der billigste Anbieter berücksichtigt werden, sofern er nur zuverlässig war und einwandfreie Arbeit geliefert hatte. Weiter waren im allgemeinen Bindungen der Angebote oder Verdingungskartelle ausgeschlossen, und vor allem waren strenge Anweisun- gen gegeben worden, Nachforderungen nicht zu erfüllen. Auf diese Weise hat man einer Preiserhöhung wirksam entgegengearbeitet und in dem für 1935 wichtigsten Sektor der Bauwirtschaft Richtpreise geschaffen, die auch den übrigen Bauherrn wenigstens teilweise zugute gekommen sein Der Leiter der landwirtschaftlichen Versuchsanstalt Darmstadt, Privatdozent Dr. Schmidt, sprach über „Neuzeitliche Düngung, Erntegüte und Volksgesundheit". Man hat die Verwendung von künstlichem Dünger als Ursache von Krebs, Tuberkulose und anderen Krankheiten hingestellt. Jedoch haben Versuche ergeben, daß künstliche Dünger keine Schäden für Mensch und Tier mit sich bringen, daß im Gegenteil mit einer allgemeinen Qualitätssteigerung auch , ... Bekömmlichkeit und Haltbarkeit des Produktes sich die Kosten auf ungefähr 2 Milliarden Lire im hoben. Die neuzeitliche Düngung sieht künstliche Monat, wobei die Schatzung sehr vorsichtig ist. Jta- unb organische Dünger als gegenseitige Ergänzun- üen kann diese Ausgaben aber nur durch seine gen an* die nur bei unsachgemäßer und einseitiger Noten presse decken, wenn man überhaupt von Anwendung nicht die in sie gesetzten Erwartungen Deckung reden will. Die konvertierten Anleihen, die erfüllen. durch die Ablieferung von Trauringen usw. gestie- Dr. Tempel, der Leiter der Hauptstelle für genen Goldbestände reichen nur für eine Verhältnis- Pflanzenschutz i, Gießen, sprach über „Pflan - mäßig kurze Zeit. Die Goldbestände der itaüeni- zenschutz und Erzeugungsschlach t". Die schen Währungsbank sind erheblich zusammenge- Hauptaufgabe wird in den kommenden Jahren die schmolzen, so daß feit einiger Zeit keine offiziellen Abwehr des Kartoffelkäfers fein, der Berichte darüber mehr ausgegeben werden. Dazu in breiter Front gegen die deutsche Westgrenze vor- kommt die Stagnation des Wirtschafts, rückt. Angesichts der großen Schäden, die der Kar- l e b e n s. Bisher hat Italien Rohstoffe auch dann toffelkäfer anrichtet, wird die Abwehr zu einer eingeführt, wenn es im eigenen Lande z. B. bei Einsatzbereitschaft, die der bei der Feuerwehr Bauten arteigene Rohstoffe genug besaß. Die ifa- gleichkommt, organisiert werden. In jeder Ge- lienische Baumeister haben z. B. Zement, Stahl, meinbe wird eine Schädlingswehr gebildet. Eisen und Glas in ungeheuren Mengen emgeführt, Tierzuchtbirektor Dr. Schneider bezeichnete um den Bau der großen von Mussolini veranlaßten als Ziel der Landestierzucht die Haltung Unternehmen zu beschleunigen. Die Folge davon bodenständiger Rassen auf wirtschaftseigener war, daß die Kunst des italienischen Steinmetzen, Futtergrundlage. Dazu ist vor allem die Entwir- der nur im Lande vorhandenes Material verarbei- rung des Rasseknäuels notwendig. Sie ist vom Da- tete, wie er es seit Jahrhunderten getan hat, fast tertier her anzupacken und wird durch das Reichs- vollständig verloren ging. Die Rückkehr zu heimi- körgesetz gefördert werden. schen Rohstoffen ist also in Italien kaum möglich Zum Schluß der Tagung sprach Stabsleiter der oder bedarf vieler Jahre, so daß das Bauwesen Hauptabteilung III, Dr. Fabian über die heute vollständig brach liegt. Marktordnung, deren Hauptaufgabe darin ------- (NSG.) ,Zn einem Staate ist die Mutter die wichtigste Staatsbürgerin." Dieses Wort unseres Führers Adolf Hitler stellt die deutsche Frau und Mutter in den Mittelpunkt unseres Staatslebens als Erhalterin des Volkes, als Treuhänderin des deutschen Blutes und der deutschen Art. Aus diesem Glauben an die volksbildende Kraft der Frau heraus wurde zum Muttertag 1934 der Reichsmütterdienst im deutschen Frauenwerk geschaffen. Alle Frauenverbände, die auf dem Boden des neuen Deutschland standen, schlossen sich unter Führung der NS.- F r a u e n s ch a f t zusammen, um gemeinsam die Schulung der deutschen Frau in Mütterschulungskursen durchzuführen. Der Lehrplan dieser Schulung umfaßt fast alle Gebiete der Frauenarbeit, die überhaupt denkbar find: Aufgaben der Frau im neuen Staat, Bevölkerungsfragen, Erblehre, Erbpflege, Haushaltführung, Gesundheits- und Krankenpflege, Erziehungsfragen, Fragen, die Mutter und Kind angehen von der Geburt an bis zur Reife. Staatlich geprüfte Fachkräfte führen die Schulung in Wanderkur- f e n durch von den Großstädten bis in das kleinste und entlegenste Dorf. Frauen und Mädchen aller Schichten werden gemeinsam erfaßt. Gemeinsame Aussprache über die großen und kleinen Fragen des täglichen Lebens führt zu einer einheitlichen Ausrichtung. Das Bewußtsein wird geweckt, welchen Einfluß und damit welche Verantwortung Frau gegenüber dem Staat trägt. Wer einmal einen Mütterschulungskurs besucht hat, wird nie die frohen Gesichter der Teilnehmerinnen vergessen. Frauen und Mädchen aller Schichten finden sich hier zusammen zu einer großen Arbeitsgemeinschaft für ihr Volk. Daran teilzunehmen ist auch dem finanziell Schwächsten ermöglicht. Folgende Kurse finden statt: 1. Pflege und Ernährung des Säuglings und Kleinkinds in gesunden und kranken Tagen. 2. Erziehungsfragen und Anleitung zum Basteln. 3. Gesundheits- und häusliche Krankenpflege. 4. Haushaltführung und Kochen/ 5. Haushaltführung, Nähen. 6. Praktische Heimgestaltung und Hauskultur. Nähere Auskunft und Anmeldung zu den Kursen bei den Verbänden des Deutschen Frauenwerks (NS.-Frauenschaft, Ev. Frauenhilfe, Deutsches Rotes Kreuz, Alice-Frauenverein, Frauen- amt der Deutschen Arbeitsfront, Zentrale für Mut- Der österreichische Bundeskanzler Dr. S ch u f ch - nig ist in Prag eingetroffen. Dr. Schuschnigg wurde am Bahnhof vom Sektionschef des Minister- ratspräfibiums Dr. Bartofch vom Gesandten Dr. Krofta, von Mitgliedern der österreichischen Gesandt- Vereinigte Staaten schäft und Vertretern des Jndustriellenklubs begrüßt. Deutschland * Rußland dank S i e b e I. Die deutsche Frontkämpferabordnung wird sich eine Woche in England aufhalten und dabei Gelegenheit finden, nicht nur in eine nähere Aussprache mit den Vertretern der British Legion über alle gemeinsamen Fragen einzutreten, sondern auch die zahlreichen und vorbildlichen Wohlfahrtseinrichtungen des großen englischen Frontkämpferbundes kennen zu lernen. Meine politische Nachrichten. Der Führer und Reichskanzler empfing am Donnerstag den zu Wirtschaftsverhandlungen m Berlin anwesenden Kgl. ungarischen Handels- und Verkehrsmini st er v. Winch- fier im Beisein des Reichsministers des Auswärtigen und des Kgl. ungarischen Gesandten, Feldmarschall-Leutnant Sztojay. * Zu Gunsten des Winterhilfswerks fand am Mittwoch im Staatsrevier der Schorf- Heide eine Jagd statt, an der als Gäste des Ministerpräsidenten General G ö r i n g der polnische Botschafter L i p s k i, der Danziger Senatspräsident Greiser, ©eneralforftmeifter von Keude 11, Oberlandforstmeister Haufendorfs und Oberjägermeister M e n t h e teilnahmen. In Italien endet das Budgetjahr am 30. Juni. Für 1935 belief sich der Fehlbetrag im Staatshaushalt auf 2,030 Millionen Lire, der vor allem durch die Kosten der Vorbereitung der abessinischen Expedition entstand. Für 1936/37 wurde im Ministerrat ein Staatshaushalt verabschiedet, der sich in Ausgaben auf 20 291 Millionen und in Einnahmen auf 20 312 Millionen Lire bewegt, also einen Ueberschuß von 20,4 Millionen Lire aufweist. Aber dieser Ueberschuß steht noch auf dem Papier, denn die Kosten Der englisch-indische Kommunistenführer S a k l a t- ®nglanb vala ist im Alter von 62 Jahren in ßonbon ge- Frankreich ftorben. In ben Jahren 1922 bis 1929 war Saklat- %.afa.n vala Abgeordneter ber Kommunistischen Partei Eng- -oelgien-Luxemburg lanbs im Unterhaus. 1929 würbe Saklatvala, ber l.P bezeichnend, „ ein ausgesprochener Gegner ber Politik Gandhis ruckgan g i g er Erzeugung Frankreich war. 0 • '...... ~ . Die ^panische Produktionssteigerung umfaßt zum Die Verlagerung des kräftigen südwesteuropäischen Die flimmernde Leinwand ist von einer Volks- Tiefdruckwirbels nach Frankreich zu hat die Zufuhr wirtschaftlichen Bedeutung geworden, die oft über- seucht-rnilder subtropischer Meeresluft nach Deutschsehen wird. Die Reinigung des Filmes von zer- [an^ verstärkt. Dabei haben in der vergangenen setzenden Einflüssen hat der deutschen Filmproduk- Nacht verbreitete Niederschläge (nur anfänglich tion einen neuen inneren Auftrieb gebracht. Sie ist Schnee) eingesetzt, die vielerorts Anlaß zu (Statt- in sich gesund und steht nach wie vor mit den aus- eisbildung gaben. Die Niederschlagstätigkeit wird ländischen Filmgesellschaften, die sich den deutschen xnx Laufe des Freitag noch zunehmen, doch kann Belangen anschließen, in einem regen Austausch- ^r das Wochenende erneut mit dem Eindringen geschäft. Im Jahre 1934 wurden 12 2 Filme {älterer polarmaritimer Luftmassen gerechnet wer- deutscher Erzeugung hergestellt, 37 kamen hjen aus Amerika und 37 aus dem übrigen Europa. Aussichten für Samstag: Wieder lieber- Diese Gesamtzahl von 196 zugelassenen Fil- gang mehr wechselnd bewölktem Wetter mit ein- men hat im Vorjahre eine Erhöhung auf ^Inen Niederschlagsschauern, bei kräftigen westlichen 2 01 erfahren, aber die deutsche Filmproduktion bj5 nordwestlichen Winden anfänglich noch mild, hat, hauptsächlich aus Mangel an geeigneten künst- &ann beginnende Abkühlung. lerischen Kräften, einen Rückgang a u f 94 er- Aussichten für Sonntag: Voraussichtlich fahren, woran 37 Herstellerfirmen beteiligt waren, zeitweilig aufheiterndes und kälteres Wetter mit Immerhin hat sich, da z. Zt. die Produktion an deut- vereinzelten Schauern (teilweise Schnee). schen Filmen stark ist, das deutsche Film- Lufttemperaturen am 16. Januar: mittags —1,8 geschäft gehalten, während die Filmerzeugung in Celsius, abends —0,8 Grad; am 17.Januar: Frankreich, wo vor allem der Pathö-Konzern morgens 1 Grad. Maximum 1,2 Grad, Minimum zusammenbrach, einen Rückgang aufweist. Die in —5,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe Frankreich gespielten Filme waren n u r 3 u 28 d. S). am iß. Januar: abends 0,4 Grad; am 17. Januar: französischer Herkunft. Dor allem die morgens 0,4 Grab Celsius. — Nieberschläge 1,9 mm. amerikanische Erzeugung brang auf ben —-------------------------------- französischen Markt sehr stark vor, aber auch die Hauptschriftleiter: Dr. Friebrich Wilhelm Lange, deutsche, denn es wurden 38 deutsche Filme Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm qegen nur 32 im Jahre 1934 in Frankreich gespielt. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den In England stieg die Produktion, wobei jedoch übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: die Filme englischer Herkunft nur 26 v. H. aus» Hans Beck. Verantwortlich für ben Inhalt ber Anmachen. Italien blieb in ber Perobuktion zurück, zeigen: Theobor Kümmel D.A. XII.35: 11300. Druck ebenso bie Tschechoslowakei, während bie öfter- unb Verlag: Brühl'sche Univerfitäts.Buch. unb Stein- rcirfnfche Er^euauna etwas anstieg. I brurferei R. Lange, K.-G., sämtlich m Gießen, retdjtwe Erzeugung eimas an] g. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pk. Die Welterzeugung in Eisen und Roh- Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf- wehr. st a h l hat zugenommen. Das hängt wesentlich mit Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 ber Steigerung bes Binnenverbrauchs,! wit ber Illustrierten 5 pf- _ru vor allem in ben Ländern zusammen, die diese * Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1.3uni 1935 gültig. dürsten. Der Sozialpolitiker vermerkt weiter mit Hauptmann. * Befriedigung, daß mit dieser Preisbeeinflussung ^ie Zeitung „New York American“ veröffent- durch die Auswahl der Zuverlassigkettsmerkmale, einziges Neuyorker Blatt in großer Auf- namlch der Pflichterfüllung gegenüber den ©efolg= m(^ die Meldung, daß jetzt die Lösung des haften und ihren Rechten eine Erziehung auf dem ^indd H-Rätfels unmittelbar bevorstehe. Gebiet des Schutzes der Arbeit verbunden worden ist. $as ^latt behauptet, Gouverneur Hoffmann * habe den Aufschub der Hinrichtung Die Textilwirtschaft hatte mit großer Hauptmanns auf Grund eines vertraulichen Bespannung die Durchführungsverordnung zum richtes der von ihm mit der Untersuchung des Spinnstoffgesetz erwartet, die über wichtige Falles beauftragten Detektive verfügt, nach denen arundsätzliche und praktische Fragen Klarheit bringt, ein aus Rußland stammender Pole, der fließend Wesentlich ist, daß die Führung eines Lagerbuches deutsch spreche und den gleichen Akzent habe wie im Sinne des Spinnstoffaesetzes für den Einzel- Hauptmann, der wahre Entführer des Lindhandel unb bas Lohngewerbe nicht in Frage kommt, bergh-Kindes fei. fonbern lebiglich für bie Jnbustrie unb ben Groß- Dieser Mann, so meldet das Blatt weiter, habe handel, soweit er rohe Spinnstoffe, Webgarne, Web- wahrscheinlich die Frau als Mithelferin ge- zwirne und andere nicht für den Einzelhandel Han- habt, von ber im Prozeß die Rebe war. Er sehe belsfertige Erzeugnisse auf Lager hat. Festgelegt ist Hauptmann zum Verwechseln ähnlich. Die Polizei ferner der Begriff bes Saifonbetriebes, ber bisher ist ben Verbächtigen angeblich hart auf ben vielfach umstritten war. Außerdem enthält die Ver- Fersen unb hofft, sie schon in kurzer Zeit Verordnung die Bestimmung, daß laufende Verträge haften zu können. über Baumwollwaren einer Art, für bie eine Bei- mischungsanorbnung der Ueberwachungsstelle be- -aww vviiu/i steht, mit bis zu 20 v. H. Beimischung künstlicher des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Spinnstoffe vertragsmäßig erfüllt werden können. Ausgabeorl Frankfurt a. TU. 1935 1934 1935 1934 in Millionen Tonnen 21,8 16,4 34,4 23,6 12,8 10,6 16,4 13,9 12,5 10,4 12,1 9,6 6,5 6,1 10,2 9,2 5,8 6,2 6,2 6,2 2,7 2,4 4,5 3,7 4,9 4,9 4,8 4,9 daß das einzige Land mit Die livpische Wend Welt dem Mrer zu DA X -.k lWz« 1 MM CnI < X. ' l'f »M U - MH X M r DM » M *: L . « f*S UM E h ir * ’ Ein gr Wort „P sprachen druck geg moderner [tätigt w ununtert Umbau ner Kör der gröj neu gel die Vor das W uns sel stehende über eir ergebniff Srtenntn jielt wor. ®ir treffen । den wir jahrels vielen Fällen lai Gesprächs: „Ci verändert!" sie ehrlich gern sehen, Haltung tracht tommen, bestimmt sals nur ein Jahr Zetten, die in einer baue; begriffen. Mam herein darauf e lang „Dienst 31 neuen Zeilen c gilt in erster .! , & ist wohl y stoif üoi ^lhologie en Wmalion mi "ungstoser Lii Sfr Sungfrat Mobile, bi, bi: *°!,n öfatue S( n* »er S^i b^ül,sS«m6i >« Soirbon unb . ""«Nb tun 6er s&S» 9'änbert f“ . m te. $eir ftp*“'« SÄ fr $>, .ba.s ®;d)t < 7-di. * 4,"j; sVnft Wt\b'r 4 BÄ« Bücher für Naturfreunde und Wanderer Belauschtes Leben. Kleine Kreatur in Wasser, Busch und Halm von K O. Bartels. IM Naturaufnahmen aus dem Leben der niederen Tierwelt mit erläuternden Bildunterschriften, Namensan- Saben u. ausführlichem Text. Mit einem icleitwort von Prof. Dr. P. Deegener, Universität Berlin Preis kartoniert RM.3.90, geb. RM. 4.80. Waldweben. Die Lebensgemeinschaft des deutschen Waldes in Bildern. 150 eigene Naturaufnahmen aus dem Tier- und Pflanzenleben des heimatl. Waldes auf 128 Kupfertiefdrucktafein.mit lebendigem u.aufschlußreichem Einführungstext von K. Gerhard und Q. Wolff. Ganzleinenband............RM.4.80 Umgang mit Mutter Grün. Sünden- und sittenbuch von W. Schoenichen. Brosch. RM. 2.85, gebunden RM. 3 60. Die deutsche Landschaft Von E. L. Schedenberg. Br. RM.2.-, geb. RM. 3 .. Zu beziehen durch jede Buchhandlung! Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Saromscher leiden! Im 25. Lebensjahr. In tiefer Trauer: 301 B Gießen, den 16. Januar 1936. 0236 295 D Gut Dieselmotor? Motor SveliezlWek 'KLüS (Dunkel-Eiche) vreiswertzuver- I kaufen. Wo, zu । erfragen i. Gieß. I Anzeiger. Oiii Gießen (Glaubrechtstraße 5). Hamburg. Bingen, Frankfurt am Main, den 15. Januar 1936. Die Beerdigung findet Samstag, den 18. Januar, vormittags 11% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt In tiefer Trauer: Gusti Bechstein Familie Friedrich Büttner. Gießen, den 17. Januar 1936. Die Trauerfeier findet in aller Stille statt — Von Blumenspenden und Beileidsbesuchen bittet man abzusehen. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlichster Anteilnahme, die uns bei dem so schmerzlichen Verluste unserer teueren Entschlafenen von allen Seiten entgegengebracht wurden, für die herrlichen Kranzspenden, sowie allen, die ihr das letzte Geleit gaben, unseren innigsten Dank. Ganz besonders danken wir dem Herrn Pfarrer für seine trostreichen Worte, sowie den Schwestern der Med. Klinik zu Gießen und Schwester Frieda, Büdingen, für die liebevolle Pflege während der schweren Krankheit Adolf Repp und Familie Götz Büdingen, den 17. Januar 1936. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Helmgange unseres Heben Entschlafenen, sowie für die vielen Kranzspenden sagen wir herzlichen Dank Ebenso dem Herrn Pfarrer für die trostreichen Worte am Grabe, dem Grob’schen Männerchor, seinen Arbeitskameraden und allen denen, die ihm das letzte Geleit gegeben haben. In tiefer Trauer: Frau Hedwig Röhmig Ww. und Kinder. Heute mittag 3 Uhr ist unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter und Schwester Katharine Schraner, geb. Jakobi im 84. Lebensjahr nach längerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden sanft entschlafen. In tiefer Trauer: Die Hinterbliebenen, Nachruf. Am 15. Januar verschied nach schwerer Krankheit unser liebes Ehrenmitglied Ferdinand Nennstiel. Der Verstorbene hat über 41 Jahre unserem Verein als Mitglied angehört und ihm als eifriger Förderer der deutschen Turnsache bestens gedient. Wir beklagen seinen Heimgang aufs tiefste und werden ihm allzeit ein treues und dankbares Gedenken bewahren. DerVorstand des Männerturnvereins Gießen _______________________________________________299 D | Kaufgesuche"] Offz.-Sabel ut kauf, gesucht. Angeb. m. Preis u.0227a.d.G.A Gebrauchtes Damen-Fahrrad Es ist bestimmt in Gottes Rat, daß man vom liebsten, was man hat, muß scheiden. Nach Gottes un erforsch lieh em Ratschluß verschied am 16. Jannar, morgens 4 Uhr, nach schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, der treusorgende Vater seines einziggeliebten Kindes, unser innigstgeliebter, unvergeßlicher Sohn, Bruder und Schwager Karl Rose, Gärtner Bekanntmachung. Betr.: Platzeinteilung auf dem Wochenmarkt. Auf dem Wochenmarkt gilt für den Verkauf von Wochenmarktartikeln ab 16. Januar 1936 folgende Platzeinteilung: 300C a) Lindenplah: Butter, Eier, Käfe, Geflügel, Wildbret; Obst und Gemüse in kleinen Mengen, in Verbindung mit den erstgenannten Artikeln. Es werden hier nur Plätze bis zu 2 m abgegeben; ein Reservieren der Plätze durch Dritte ist un» Am 15. Januar entschlief nach langem Leiden mein innigstgeliebter Mann, unser lieber Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Heinz Bechstein im 41. Lebensjahr. Giadiiheaier Gießen Samstag, 18. Januar, 20 b. geg 23Uhr Borftenung Oer H5.-miiturgemeinde Rtng Deutsche Bühne Meier Kartenverkauf zu Tages» vretsen an der Abendkasse. JJd »Dev Waffenschmied" tfomHäe ©per üon Lortztng. D^uflkal. Leitung: Paul Walte«. Spielleitung: Hein- Weiset. käufe. msD Jörn, «ließen Beetbovenstr. 4 Telefon 3917. einen Tag für da- eigene Volk. Sklaven die unter dem Zwang von Peitschen und ^Bajonetten racker ten. Sklaven! Fester griff der Junge um seme Lenk. stecken. Seine starren Augen sagten es chm. das sind deine Blutsbrüder, die dort fronen unter har tem Zwang: Menschen demes Volkes die Jahre um Jahre mit heißen Augen auf das heiltgste Recht Zorn "loderte in ihm. Er wandte sich ab und eilte nach dem Norden und dem Osten. Und sah da gleiche Elend überall. Deutschland jenseits der Grenzen in Fron, Deutschvolk des Auslands m Ketten. In Ost und West, in Süd und Nord gierige Hasier, die unermüdlich an der Zerstörung deutscher Kuh turwerte arbeiten. Die Sorgenstirnen der Bruder und Schwestern, die Angstblicke ihrer Augen sagten dem träumenden Jungen überviel vom deutschen Leid. Und die Ketten an ihren Händen und die dorn- dichten Kronen auf ihren Scheiteln sagten ihm noch mehr. Mehr als alle Bücher, mehr als alle Mahner und Lehrer, es ward ihm Gewißheit: Wir haben kein Recht darauf, glücklich und froh zu fein, solange Blutsbrüder ihres Volkstumes wegen Verfolgung _ M, Qetf unb auch auf d-n Geringsten - r »Sä "... Aber so viel sah er ov j nachten wahrend -m-m starken G-labm- Aus aller Welt. Derlin-S-vM- in ach« Start«._ Auf dem Nugplatz >n Seo^a^ra Untu$t ge. tagnachmittag die vor> Dcm * j „ k e l - M a f ch > n- steuerte zw-imotong- wurde in ,,He 111“ em. Der Flug 2ie durchschnittliche acht Stunden durchg l d^igKilometer. Das Flugg-fchwmd'gk-'t b t S^Amerika bestimmt- Poft Flugzeua^fuhrte 3M t DOm Donnerstag an und di°B-r m° Moraenv in der fpa- ^?Ln Pr- ° °Äh-nd° Würdigung Sandilen überfallen ein Parifer SankgefchafN Drei ma-ki-tte/ ;nd i t^ itbeistielei^ em Pa- bei bt n Baulewarü liegt. Di- V-rweg-n. einem beIeDie£ ®anbiten vorqinqen, erinnerte an h°'t. .nut Ganastermethoden. Nachd-M di- N-r. faufenbem Motor gestanden hatte. Infolge der rtr- senden Geschwindigkeit, mit der die Banditen durch den dichten Verkehr hindurchfuhren, konnten sie un- erkannt entkommen. — Wenige Stunden vorher versuchten vier junge Burschen einen ähnlichen Ueb erfüll auf das Büro eines Architekten. Der Architekt und seine Angestellten ließen sich jedoch nickt durch Revolver einschüchtern, sondern überwältigten drei der Burschen. Nur der vierte konnte entkommen. Die Burschen sind 15, 17 und 21 Jahre alt. Steinlawinen auf der Vrennerstrahe. -Zwischen Weidbruck und Klausen auf der Brenner- straße ging eine große Steinlawine meder. Die Straße wurde durch etwa 1000 cbm Erdreich unb Felstrümmer vollständig verschüttet. Nachdem die Erdmassen durch Aufräumungsarbelten mtt grotz, ter Beschleunigung beseitigt worden waren, um die wichtige Verkehrsader wieder frei zu machen, verschüttete ein z w e i t e r E r d r u t s ch die Straße erneut Es gelang, notdürftig einen Durchlaß für kleinere Fahrzeuge herzustellen. Der Autobus- und Lastkraftwagenverkehr konnte noch nicht wieder frei- gegeben werden. Anhaltender S t e i n f ch l a g macht das Befahren der Bergstraße sehr gefährlich. Ein neuer Jannlngs-Film: „Traumulus". Der Syndikat-Film „Traumulus" (Regie: Carl Froelich) mit Emil Jannings in der Hauptrolle, der von der Filmprüfttelle bereits mit dem Prädikat „künstlerisch wertvoll" zensiert wurde, ist von dem Herrn Reichsminister für Volksauf- klärung und Propaganda mit den höchsten Prädikaten „künstlerisch und staatspolitisch besonders wertvoll" ausgezeichnet worden. Die Uraufführung findet am 23. Januar statt. Friedel Rose. geb. Stollsteimer nebst Kind Inge Ernst Rose Therese Rose, geb. Holtkamp Maria Rose. Gießen. Stuttgart. Steele. Lüdinghausen. Münsterl.W. den 17. Januar 1936 Die Beerdigung findet Montag, den 20 Januar, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt ___________________ 309 D 8- verlaufen. 0837 Ätterweg 3. Wissenschafti. Werke Sondergeblet der Brühl'schen Druckerei b) kanzlewerg (auf der Seite des Alten Schlosses): Beeren, Obst in Körben und Gemüse. c) Vrandplah: Obst, Gemüse, Kartoffeln, Fische (Kartoffeln auf Wagenladungen vor dem Reitinstitut) ; ferner Butter, Eier, Käse für einen begrenzten Teil des Platzes im Bedarfsfälle. d) Ularftlaubenffrafee: Butter, Eier, Käse, Geflügel, Wildbret; Obst und Gemüse in kleinen Mengen (Selbsterzeugnisse) in Verbindung mit den erstgenannten Artikeln, gärtnerische Erzeugnisse, wie Blumen, Pflanzen, Samen, Obst und Gemüse. e) Die THarff tauben: für alle Artikel des Wochenmarktes mit Ausnahme von Kartoffeln. f) Senckenbergslrahe: sämtliche Wochenmarktartikel, außerdem Wochenmarktartikel auf Lastkraftwagen und Wagenladungen. g) Osroalbsgarten: für Kartoffeln, Kraut, Obst, Stroh, Holz und Brennmaterialien auf Wagenladungen an besonders dafür bestimmten Markttagen. h) Jeder Verkauf von Gegenständen des Wochenmarktverkehrs von Lastkraftwagen aus hat auf dem Platze vor dem Reitinstitut und, soweit dieser nicht ausreicht, auf dem Landgraf-Philipp- Platz oder in der Senckenbergstrahe zu erfolgen. Die Wochenmarkteinteilung vom 1. Mai 1932 wird hierdurch aufgehoben. Gießen, den 15. Januar 1936. Bürgermeisterei Gießen. Ritter, Oberbürgermeister. Familien-Drucksachen Verlob ungsanzelgen . . _ n> . —. . , _ Vermählungsanzeigen bei Brühl.SchulstraBe? o«burt..„I.lg.„ Volksdeutsche KreuzschaulSZZ-und heute? Äon Joses Hieß. Der Verfasser spricht am 27. Januar in einer Kundgebung der Hochschulgruppe Gießen des VDA. und der Gießener Studentenschaft über „Volksdeutscher Kampf der Gegenwart". Im Ofen bullerte es warm. Die Buchenscheite verstrahlten die Sonnenglut ihrer Baumjahre ins kleine Zimmer, daß es traut wurde und gemütlich. Es mochte langsam Abend werden, denn durchs Schürloch begann der rote Schein stärker zu leuchten; Hub auch schon auf dem Boden vor dem Schwedenofen sein Flackerspiel an, obschon es erst drei Uhr nachmittags war. Der junge Student empfand wohlig die warme Stille zwischen den vier Wänden. Den einzigen Stuhl hatte er zum Fenster gerückt und sah durch die Scheiben in den Winter hinaus. Vor kurzem noch glitt er da draußen über die Hänge und seine Schneeschuhe gruben ihre schmale Spur ins silberne Weiß. Fahrtlust trieb ihn, und ein Gefühl stolzer Freude war m seiner Brust. Losgelöst von allen Erdenfesseln glitt er über die weite Fläche hin. Nun es zu dämmern begann, saß er in seiner Stube und sah durchs Fenster. Noch lag der Eishauch in feinen Gliedern, aber die Wärme durchrieselte ihn und rötete seine Wangen, wie vorhin das sausende Jagen. Der brummelnde Ofen, das Buch auf seinen Knien, die Nachsreude an dem Erlebten, der Heimfriede seiner Stube verdichtete sich zu einem frohen Glückgefühl, das ihn mit blanken Augen auf die Schneelandschaft vor dem Fenster schauen ließ. Doch indes die Nacht übers Land zog, erblühte dem Jungen ein Traum: Er sah sich auf seinen schmalen Schneebrettern über Täler und Berge rasen, gipfelaus, talab, immer zu. Bis er auf einem hohen Firn im heiligen Südland Halt machte. Herrlich war die Schau über das Land. Aber aus den Tälern kroch es gramgebeugt herauf. Waren es Nebel, waren es Tränenwolken? Weh ihm! Es waren Menschen; Menschen aus Fleisch und Blut, Menschen mit heißen Herzen, die in langen Leidzügen die Höhe suchten. Was weinten die Schulkinder dort? Sie hatte sonst helle Augen und lachende Münder, wer tat ihnen ein Leid? — Sie meinen um ihre Muttersprache. Und jene Frauen? — Sie klagen um die Väter ihrer Kinder, um den Ernährer der Familie, der seit Jahren in den Kerkern eines fremden Volkes schmachtet. Dort zieht eine ganze Gemeinde heran. Die Leute halten die Hüte in den Händen und beten. Was soll das alles? Man nahm ihnen Priester und Lehrer, sie sind verwaist und verlassen. Und der Alte dort drüben? Fast scheint es, als hielt er feine knorrigen Fäuste nur deshalb vor die Augen, damit man die Tränen nicht schaue, die ihm ins Bartsilber rollen. Was ist's mit ihm? — Es ist ein alter Standschütze, der um die verlorene Freiheit seiner Heimat trauert. Schauernd sah der junge Träumer den Zug der Geknechteten, die in der Heimat rechtlos geworden waren und sich beugen mußten unter das fremde Joch. Eine bunte Leidensfülle zeigte sich ihm; Kinder mit verbotenen Lesebüchern, Männer mit ,u tauf, gesucht Klein-An,-iaen Döll "'m Gießener Anzeiger (StpYiorawino o58s roer6en von Tarnender» (Leitersweg 31. 1 beamtet unb fleleion. Gebrauchte, gut erhaltene Badewanne Badeofen und Küchenherd auch einzeln zu kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 299D a. d. G.A. Geburtsanzeigen bei Brühl, Gießen Zirka 100 Wellpapp- Kartons verschied. Grüß., günstig zu verk. Maler 8Wn Dammstraße 37. Die dritte Wiederkehr des Tages der entfd)etbenben ^^"^eDenburg^firn1 DU Gegenwart des Führers feierlich begangen. Bei fernem ^ufq?rVLbflHOn Äoffmann--TtJ lippifche Jugend und jubelte begeistert dem Führer zu. — (Presse-Illustration S) TT Stücken zerstörter Denkmale, Frauen mit zertrümmerten und geschändeten Friedhofstafeln, Menschen, denen fremde Siegerrohheit die Namen geraubt hatte. Menschen in Ketten. Zutiefst fühlte der ein- fame Seher die Blutsverbundenheit mit diesen Gequälten. Er wollte schreien, trösten, helfen. Aber er brachte keinen Laut über die schmalgepreßten Lippen. Eine unheimliche Macht trieb ihn zu neuer sausender Fahrt. Gipfelauf, talab, immerzu ... Längst war das Notbild hinter ihm versunken. Da stand er im Westen des großen Vaterlandes. Es war eine Schicksalsecke seines Reiches, von der er aus seine Schau hielt. Er wußte^ es würde einmal der Tag kommen, wo sich die Brüder und Schwestern dieses Gebietes aus eigenem Willen die Rückkehr und die Freiheit erzwingen wollten. Stumm sah er über das Arbeitsgelände. Fern glühte der Himmel, brandrot vom Hauch der Essen und Hochöfen, lieber die Zechen und Gruben, über Riesenschloten und Fördertürmen ballten sich dunkle Rauchschwaden. Unermüdlich schafften dort aber tausend Hände, tagaus, tagein, jahraus, jahrein. Aber in jeder Werkstatt in dieser regsamen Westmark, da stand einer ungesehen, der trieb die Men- «„.ri dien zur Fron. Sein Wort war Macht, fein Lohn Ein heißes Glühen erwachte in des Jungen Brust, war Spott. Fünf Tage Arbeit für die Sieger, > Helfen, helfen, sagte es ihm, läutern oie Junkers Beißwasserspeich. (LaJantomot geb».., preiswert z. verkaufen, rioo Näh. Dimtr. 14. Tannen- Anmachholz, bmtnalrngeb.592D Ebelstraße 28 Krippe end Raule für Pferdestall, billigst z. verkauf. Näheres 81iO Diezstraße 14. Gas- und elektr. Lampen neu, v. Stück 5,- NM., z. vk. [0135 Ludwigstr. 40. Nr. U Zweites Matt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)Zreitag,)?. Zanuar 1936 Vrilische Zerstörer-IIotille im griechischen Piräus MM v< M Im Piräus ankert eine englische Zerstörer-Flottille. Die britischen Kriegsschiffe führten in diesen Tagen im Saronischen Golf Manöver durch, an denen der griechische Admiral S a k e l l a r i u und andere höhere griechische Seeoffiziere teilnahmen. — (Scherl-Bilderdienst-M.) „Sie haben sich aber gar nicht verändert!^ Neue Zorschungsergebniffe über das Altern. Don Dr. W. (Sievert Ein griechischer Weise hat das berühmte Wort „Panta rhei“ („Alles fließt") ausgesprochen und damit einer Erkenntnis Ausdruck gegeben, deren Wahrheit auch von der modernen Wissenschaft immer wieder betätigt wird. Alles in der Natur ist in einem ununterbrochenen Wandel, einem ständigen Umbau begriffen — nicht zuletzt unser eigener Körper! Im Ablauf weniger Jahre wird der größte Teil aller Zellen unseres Körpers neu gebildet, und wir brauchen ja nur an die Vorgänge des Alterns zu denken, um das Wort des griechischen Philosophen an uns selbst bestätigt zu finden. Der nachstehende Artikel gibt einen kurzen Ueberblick über einige besonders wichtige Forschungsergebnisse, die von der Wissenschaft in der Erkenntnis dieser Fragen in letzter Zeit erzielt worden sind. Wir treffen auf der Straße einen Bekannten, den wir jahrelang nicht gesehen haben. In sehr vielen Fällen lautet dann einer der ersten Sätze des Gesprächs: „Sie Haden sich aber gar nicht verändert!" Diese Feststellung mag — wenn sie ehrlich gemeint ist! — zutreffen, soweit Aussehen, Haltung oder Lebensgewohnheiten in Betracht kommen. In anderer Beziehung aber ist sie bestimmt falsch: Kein Mensch bleibt nämlich auch nur ein Jahr lang wirklich unverändert, denn die Zellen, die unseren Körper zusammensetzen, sind in einer dauernden Um- und Neubildung begriffen. Manche von diesen Zellen sind von vorn- herem darauf eingerichtet, nur eine beschränkte Zeit lang „Dienst zu tun", um dann abzusterben und neuen Zellen gleicher Art Platz zu machen. Das gilt in erster Linie für die roten B l u t f ö r - perlen. Man schätzt ihre Lebensdauer auf wenige Wochen, nach deren Ablauf gehen sie unweigerlich zugrunde und werden durch neue Körperchen ersetzt, die an verschiedenen Stellen des Organismus fortwährend gebildet werden. Eine ebenso sehr eng begrenzte Lebensdauer besitzen die Zellen unserer äußeren Haut. Diese Zellen sterben nach kurzer Zeit ab, verhornen und bilden auf diese Weise einen Schutz für den Körper, bis sie schließlich ganz abgesehen werden. Dieser Verlust muß natürlich immer wieder ersetzt werden, es bilden sich daher fortwährend neue Zellen. Zellen, die sich nicht erneuern. Man hat aus solchen Beobachtungen geschlossen, daß der Mensch im Laufe der Jahre vollständig „erneuert" wird; in der Tat hat ja der Körper etwa eines siebzigjährigen Greises recht wenig „A e h n - lichkeit mit sich selb st" als Jüngling von zwanzig Jahren. Trotzdem dürfen wir das Ausmaß dieser ständigen „Aenderung" unseres Körpers nicht überschätzen, denn es handelt sich ja nur um die letzten Bausteine, nicht aber um die äußere Gestalt des Menschen und seiner Organe. Ferner gib es auch Zellenarten, die nur ein einziges Mal gebildet und dann nicht mehr ersetzt werden können, wenn ihre Entwicklung abgeschlossen ist. Dies gilt in erster Linie für das Nerven sy st e m. Schon sehr frühzeitig im Leben verlieren die Nervenzellen ihre Fähigkeit, sich zu teilen und auf diese Weise zu vermehren. Jede Zelle des Gehirns oder Rückenmarks lebt demnach fast ebenso lange als der ganze Mensch. Allerdings ist die Möglichkeit nicht von der Hand zu weisen, daß die bereits im jugendlichen Alter gebildeten Zellen des Gehirns nicht gleich alle zur „Arbeit" herangezogen werden, sondern daß einige als „Reserve" eine Zeitlang noch „geschont" werden. Endgültig bewiesen ist allerdings diese wissenschaftliche Theorie bisher noch nicht Es ist verständlich, daß sich gerade an solchen Zellen, die ohne Neubildung ein hohes Alter erreichen, auch Abnutzungserscheinungen besonders gut beobachten lassen. Vor allem bei den Zellen des Gehirns scheint der Prozeß des Alterns darauf zu beruhen, daß sich irgendwelche „Abfälle" des Stoffwechsels ablagern, die schließlich die Tätigkeit der Zelle allmählich unterbinden. Man kann diese „Abfälle" zuweilen unter dem Mikroskop direkt beobachten: es sind Anhäufungen dunkler Körnchen, die man als „A l t e r s p i g m e n t" bezeichnet. Die ersten Spuren dieses „Alterspigments" lassen sich seltsamerweise schon beim 10= bis 15jähri- gen Kinde nachweisen. Demnach treten also die ersten „Alterserscheinungen" außerordentlich frühzeitig auf. Unsere Körperlänge ändert sich im Laufe des Tages. Neben den „langfristigen" Aenderungen unseres Körpers, wie wir sie während des Alterns beobachten, gibt es auch kurzdauernde Veränderungen, die einen rhythmischen Verlauf haben. Hierzu ist die recht wenig bekannte Tatsache zu rechnen, daß der Mensch abends etwas kleiner ist als morgens. Diese seltsame Erscheinung beruht vor allem auf den aufrechten Gang des Menschen. Zwischen den Wirbeln, die bas Rückgrat zusammensetzen, befinden sich die nicht aus Knochenmasse bestehenden und daher etwas weicheren „Zwischenwirbelscheiben". Infolge des Druckes, der beim Stehen und Gehen auf sie ausgeübt wird, pressen sie sich etwas zusammen, so daß die ganze Gestalt des Menschen im Laufe des Tages ein wenig „zusammensinkt", um sich dann während der Nachtruhe wieder auszudehnen. In ähnlicher Weise ändert sich bekanntlich auch die Körpertemperatur des Menschen im Laufe des Tages. Am Nachmittag zwischen 2 und 6 Uhr ist ihr Stand meist am höchsten, zwischen Mitternacht und dem Morgen am niedrigsten. Aendert sich die Menschheit? Wenn nun, wie wir sehen, der einzelne Mensch im Laufe seines Lebens so zahlreichen Veränderungen seines Körpers unterworfen ist, dann liegt die Frage nahe, wie es mit derartigen Wandlungen bei der M e n f ch h e i t als solcher bestellt ist. Wir wissen ja, daß der Mensch keineswegs immer so ausgesehen hat wie heute, sondern im Laufe einer ungeheuer langen Entwicklung vom Vormenschen über den Urmenschen zur heutigen Form emporgestiegen ist. Wird er nun dabei stehen bleiben oder sind weitere Veränderungen zu erwarten? Es besteht eine ziemlich große Unwahrscheinlichkeit dafür, daß die Entwicklung des Menschen — und ebenso der höheren Tiere — im wesentlichen abgeschlossen ist, er wird wohl in zehntausend Jahren nicht viel anders aussehen als heute. Wenn also grundlegende Veränderungen dieser Art nicht anzunehmen sind, so hindert das keineswegs, daß sich einzelne Eigenschaften und Merkmale — etwa seine Größe, die Ausprägung des Gehirns usw. — sehr wohl ändern könnten. Es gibt bereits einen schlagenden Beweis für die Möglichkeit derartiger Aenderungen — und sie liegt noch dazu auf einem Gebiet, das jebeg von uns vielleicht von allen wissenschaftlichen Fragen am meisten interessiert: die durchschnittliche Lebensdauer des Menschen hat sich in den letzten zwei Jahrtausenden sogar sehr wesentlich geändert. Ein englischer Statistiker hat unlängst durch sehr eingehende Untersuchungen nachgewiesen, daß die durchschnittliche Lebensdauer eines Römers im dritten bis vierten Jahrhundert nach Christus ziemlich genau 22 Jahre betrug. Von da ab ist sie — allerdings mit erheblichen Schwankungen — langsam immer weiter gestiegen; um das Jahr 1880 betrug die durchschnittliche Lebensdauer etwas über 37 Jahre. Dann folgt ein ganz plötzlicher Anstieg, der zweifellos auf den Auswirkungen der medizinischen und hygienischen Erkenntnisse der modernen Wissenschaft beruht: das durchschnittliche Lebensalter beträgt heute bei den Männern rund 56, bei den Frauen sogar fast 59 Jahre! Es ist anzunehmen, daß die Steigung sich noch einige Zeit hindurch fortsetzen wird — so lange, bis die natürliche Lebensdauer des gesunden Menschen, also der Tod an Altersschwäche, dem weiteren Anstieg der Lebensdauer eine endgültige Schranke setzt. Aber vielleicht wird eines Tages ein tatsächlich wirksames Verjüngungsmittel gefunden — wir wissen es nicht, wenn auch ernsthafte Zweifel an eine solche Ueberliftung der Natur bestehen müssen. Der abessinische Kronprinz an der Aordsront Vor kurzem unternahm der abessinische Kronprinz eine Besichtigungsreise in den Stellungen der abessinischen Nordfront. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Wz „Pygmalion." Gloria-Palast. Es ist wohl nicht überflüssig, ein Wort über den Stoff vorcmzustellen; er ist der klastischen Mythologie entnommen: der kyprische Bildhauer Pygmalion wurde von leidenschaftlicher und hoffnungsloser Liebe zu der elfenbeinernen Figur einer Jungfrau ergriffen, die er selbst geschaffen hatte. Ein zartes, griechisches Märchen erzählt, Aphrodite, die Göttin der Liebenden, habe sich der Leidenschaft des Pygmalion erbarmt und der toten Statue Leben eingehaucht: die also Erweckte nahm der Schöpfer zum Gemahl Shaws Komödie spielt nicht in Griechenland, sondern in London. Der Sprachlehrer Professor Hig- gings lieft ein Blumenmädchen vor der St.- Pauls-Kathedrale „aus der Gosse" auf, weil ihn — rein philologisch — der „Rinnsteindialekt" dieser Eliza Doolittle interessiert; er nimmt sie in sein Haus und verpflichtet sich, auf Grund einer Wette, innerhalb kurzer Zeit, eine vollkommene „Dame der Gesellschaft" aus ihr zu machen. * Man sieht, daß sich auf dem Wege vom antiken Mythos zur modernen englischen Komödie einiges geändert hat, und es ist nicht ganz leicht, das Gemeinsame des Vergleichs zu finden, der auf mehr als einem Bein zu hinken scheint. Das Gemeinsame ist die Wandlung, die sich vor unseren Augen vollzieht, und zwar — aus Gründen des Dramas — im Gegensatz zu der idyllisch-lyrischen Erzählung der alten Sage, an einem lebendigen Menschen Was die Gesellschaft angeht, in welche Eliza hinaufgehoben werden soll, so müßte Shaw Nicht der Mann sein, der er ist, wenn er sie ernst nähme Er tut es nicht, sondern er gibt es ihr. A'>er das Wichtigste: die Liebe. Shaw fängt das Motiv eigentlich da auf, wo der Mythos zu Ende ist dort war die Liebe am Anfang, das erregende Moment, hier gibt sie den Ausklang, dessen man nicht einmal ganz sicher ist. ♦ Der Einwände gegen die Neuformung der alten Fadel sind viele. Shaw nimmt die Sache viel weniger ernst als vor ihm etwa, bei uns, Wildenbruch in der „Haubenlerche" (Auch eine russische Fassung haben wir vor Jahren auf dem Theater gesehen.) Wenn man es recht bedenkt, bann hatte die Komödie sehr übel enden und einen bitteren Nachgeschmack beim Beschauer hinterlassen können; denn die Fabel enthält nicht nur ein soziales, son- sondern auch ein seelisches Problem (ganz abgesehen von der Liebe). Und schließlich lag nicht einmal ein Grund zur Verfilmung vor, es sei denn dieser, der allerdings beinah stichhaltig ist: ein Ensemble glänzender Schauspieler auf einen vielseitig ergiebigen Text loszulassen Der Film schließt sich eng an die Vorlage an. Shaw selber schrieb das Manuskript; Heinrich Oberländer und Walter Wassermann machten das Drehbuch. Alles war von Anfang an auf Spaß angelegt, auf Improvisation des Augenblicks, auf den grotesken Einfall, auf das (ursprünglich rein wissenschaftliche) Experiment — ohne sonstige Problematik. Die fällt einem erst spater em, wenn die Schwierigkeiten kommen, wenn die Konflikte auftauchen; wenn Higgins seine Wette gewonnen hat, wenn das Spiel aus ist und sozusagen der Ernst des Lebens beginnt. Aber das wird alles nur angedeutet, nur gestreift, bleibt an der Oberfläche, wird lustspielhast zum happy end abgebogen. Jeder mag mit sich selbst ausmachen, was er davon zu halten hat. (Ob so etwas, auf die Dauer, wirklich gut geht.) Der Regisseur Erich Enge hat jedenfalls das Komödienschiffchen sehr geschickt und sehr behutsam durch die Klippen gesteuert, — seiner heiteren Wirkung in jedem Augenblick sicher; zu mehr war er, vom Drehbuch aus, nicht verpflichtet. Ihm genügte es — und wir wollen uns auch damit zufrieden geben —, daß ausgezeichnet gespielt wurde. (Nach den wahren, den tiefer liegenden Problemen zu forschen, sie aufzuspießen und zu erörtern ist bei Shaw nicht minder bedenklich als bei Wilde. (Beispiel dafür: „Eine Frau ohne Bedeutung" im Theater.) * Ausgezeichnet gespielt, Jenny I u g o als Eliza. Zwei Gestalten — und doch em Mensch. Beinah eine Doppelrolle. Aber sie erfaßt sie, ganz richtig, als Einheit, sie zeigt die innere Entwicklung. Sehr amüsant, dabei sehr menschlich, nicht ohne Charme. Man spürt bis zuletzt die ungeheure Kluft die da gefährlich überbrückt wird, llebrigens hat sie Mut und hat den Humor, der gerade für eine solche Rolle unerläßlich ist. Ihr erstes Auftreten ist schon entwaffnend naiv und grenzenlos ordinär; aber sie fängt sich, steigert sich, entwickelt sich, ganz überlegen (sogar den Rückfall „im Handgemenge mit einbeaogen) und ist zuletzt eine bezaubernde kleine Person. * Gründgens gibt den Higgins, daß es ein Genuß ist, ihn zu sehen und zu Horen, in seinem philologischen Eifer, feinem Hochmut, seinem Zorn, seiner Unbedenklichkeit und auch mit seinen gelegentlich so ungezwungenen Jungensmameren: das sind lauter Einzelzüge, aber alle zusammengehalten vom Intellekt, von der Ausdruckskraft und der überlegenen Sicherheit eines unerhört wendigen und geschmeidigen Schauspielertemperaments. * Eine herrliche Gestalt ist auch der unheimlichbiedere Müllkutscher Doolittle des Herrn Klöpfer; sehr fein, gepflegt und unaufdringlich Edt- Hofer als Pickering. Nicht zu vergessen die Damen B l e i b t r e u, Haack, Gläßner und Limburg; in ganz kleinen Episoden: Vivigenz E i ck st e d t und Hans Richter. * Im Beiprogramm: hübsche Aufnahmen von einer Segelfahrt bei Potsdam. Bühnenschau: Grace Ho'rse, der als Meisterschütze Beachtliches leistet und auch mit Lasso, Peitsche und Wurfmesser ge- schickt und treffsicher zu hantieren versteht. Hei, Fuchs! Von Wolfgang Rümmer. Wie eine von Jagdlust aufgeregte, hechelnde Meute stehen die Jungen an der großen Gabelung der Straße bereit, vornübergelehnt und auf die Stöcke gestützt. Die Schier klappern. Von den Bergen fährt ein sachter Wind hernieder, frostig und bissig, aber die Jungen spüren ihn nicht. „Noch zw-anzig Sekunden ..!" Das letzte Sprechen verstummt, die Augen sind auf den Weg nach vorn gerichtet. „Zehn Sekunden...!" Ein Schneeklümpchen löst sich von einer weißen Fichtenkrone ... fällt... „Los!!" Ein jubelnder Aufschrei. Die Maste der Jager stürzt vor, entwirrt sich und gerät auseinander. Bunte Papierschnitzel blinzeln im Schnee. Die Verfolger nehmen die Fährte auf. ♦ Einsam ziehen sich die Waldwege zur Höhe, das ewige Rauschen und Flüstern ist verstummt, und eine starre Ruhe steht zwischen den Stämmen. Da keucht etwas von unten herauf. Mit hochrotem Kopf erscheint ein Junge auf dem Pfad. Ganz kurz verharrt Kurt und horcht zurück. Rufen und ferne Schreie bringen aus den Wäldern herauf. Ein Lächeln huscht über fein Gesicht, seine Hand fährt in den Brotbeutel; er sät eine Handvoll Schnitzel in den Schnee und steigt aufwärts. Ein Klappern tönt hinter ihm auf. Noch einmal wendet er sich, erkennt Peter, feinen Freund und schärfsten Verfolger, und hastet mit doppelter Eile bergauf. Das Klappern folgt. — Die Höhe ist erreicht. Ein paar Schnitzel fliegen, dann stiebt er abwärts. Um Steine und Fichten und Stuken, mal scheint es, das Geräusch hinter ihm habe sich verloren, dann aber taucht es plötzlich wieder auf und ist bedrohlich näher gerückt. Kurt braust eine steile Schneise hinunter. Und plötzlich durchfährt ihn der Gedanke: dort unten bricht ja eine Wand steil ab, an deren Fuß sich kleine Fichten drängen. Einen Augenblick stockt er und hält seine Flucht für vergeblich, da klingt auch schon ein jubelnder Ruf hinter ihm auf. Peter naht in Schußfahrt. Kurt hat sich entschieden; in tiefer Hocke stößt er die Schneise hinunter, der Wald öffnet sich, weicht zurück, und — in gewaltigem Schwung schnellt Kurt über den Absturz. Die Lust rauscht an seinen Ohren vorbei, klappernd setzen die Schier auf dem Schnee wieder auf, und Kurt verschwindet im Winterwald. Oben verharrt Peter, sieht die Fährte und gibt schließlich kopfschüttelnd die Verfolgung auf. Der alte Forstauffeher aber, der Zeuge dieses Sviels war, steht noch eine ganze Weile an der Wildkanzel, die Pfeife in der Faust, und kann sich nur wundern — nur wundern! Zeitschriften. — Im Januarheft von „Volk und R a f f c* (I. F. Lehmanns Verlag, München 2 SW, Einzelpreis 0,70 RM.) behandelt u. a. Dr. Eckhardt Hügel die „rassische Bedeutung der Ausländsdeutschen". Sein Aussatz — begleitet von schonen Aufnahmen siebenbürgischer Bauern — zeigt die Gefahren, denen unsere Brüder im Ausland ausgesetzt sind. Ihnen droht das Verschwinden in der Menge der umwohnenden Fremden und das Verwischen der Eigenart durch Mischung. Nur ein geschärftes Rasse-Gewissen und genauestes Rasse-Wissen kann hier helfen. Die „Verbreitung der Bluterkrankheit", eine schwere Bedrohung der Rasse-Gesundheit, zeigt Geh. Medizinalrat Dr?M. Fischer. — Sehr lesenswert sind wieder die „Kleineren Beiträge: Auslese; Ehegesundheitsgesetz und Moral; Rassenhygienische Filmschau; Da» Ausland und der deutsche Rassenschutz. — Die Abteilung „Aus Rassenhygiene und Bevölkerungspolitik" bringt Nachrichten über die neuesten einschlägigen Gesetze, Veranstaltungen und Ereignisse des In- und Auslandes, die zu kennen für jedermann nützlich ist. Wirtschaft Aus den preußischen Tlachbargebieten z Devisenmarkt Berlin — Zrankfurt 0.21L Banknoten. uw am von Die Universität München verkündete im Rahmen einer Feier, die in Gegenwart zahlreicher Ehrengäste stattfand, die Verleihung des Mozart- Preises für die Jahre 1935/36 aus der Johann Wolfgang-Goethe-Stiftung an den Historiker Prof. Ritter von Srbik (Wien) und den österreichischen Lyriker Josef W e i n h e be r. Zu einem späte- ren Zeitpunkt werden die Preisträger von der Universität München nach München eingeladen werden, wo ihnen die Urkunden über die Zuerkennung des dafür, daß wenigstens in Europa die Durchschnittsgröße des Menschen pro Jahrzehnt um einige Milli« ne ter zugenommen zu haben scheint. Wirklich bewiesen ist nicht einmal diese bescheidene Angabe — wir brauchen also keineswegs damit zu rechnen, daß unsere Nachfahren etwa als Riesen durchs Leben gehen. Kreis Wetzlar. t Wißmar, 14. Jan. Die Sammlung Eintopfsonntag ergab hier den Betrag kehr E. 101,50, Hapag 15,50, Reichsbahn-Vorzugs- af^en 121,50. Sranffurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 16. Jan. Auftrieb: Rinder 49 (gegen 114 am letzten Donnerstagsmarkt), darunter 6 Ochsen, 43 Kühe. Kälber 857 (844), Schafe 157 (298), Schweine 456 (600). Notiert wurden pro ein Zentner Lebendgewicht in Mark: Kälber a) 61 bis 68 (am 9. Januar 1936 64 bis 70), b) 51 bis 60 (53 bis 63), c) 40 bis 50 (42 bis 52), d) 29 bis 39 (30 bis 41). Lämmer und Härnrnel b2) WeÜremasthämmel 49 bis 51 (47 bis 48), c) mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel 47 bis 48 (44 bis 46), d) geringere Lämmer und Härnrnel 43 bis 46 (40 bis 43). Schafe e) beste 39 bis 45 (38 bis 40), f) mittlere 33 bis 38 (32 bis 37), g) geringe — (20 bis 30). Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), b) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51), Rest gestrichen. Marktverlauf: Kälber ruhig, ausverkauft. Härnrnel und Schafe mittelmäßig, ausverkauft. Schweine wurden zugeteilt. Ueberftand: 42 Rinder, darunter 6 Ochsen, 36 Kühe. Großhandelspreise für Fleisch und für Fettwaren. Beschickung des Fleischyroß- marttes: 768 Viertel Rindfleisch, 136 ganze Kälber, 21 ganze Härnrnel, 773 halbe Schweine. Notiert wurden pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch: b) 75 bis 77, c) 67 bis 75. Bullenfleisch b) 74 bis I Oer große Rundfunkwagen im Kreise Wehlar. Der große Rundfunkwagen der Reichsrundfunk- Kammer kommt im Monat Januar in den Kreis Wetzlar. Er wird am 22. Januar in Burgsolms, am 2 6. Januar in Krofdorf und am 28.Januar in Ehringshausen eingesetzt. Der Rundfunkwagen wird bei dieser Gelegenheit durch Musik, Film und andere Darbietungen den Kontakt mit allen Rundfunkfreunden noch enger gestalten, und die noch ab- seitsstehenden Volksgenossen als Rundfunkhörer hinzugewinnen. An allen drei Orten findet zugleich eine große Fun tschau statt. Die Verlosung eines Volksempfängers gibt allen Besuchern die Möglichkeit, auf billige Art in den Besitz eines Rundfunkgerätes zu kommen. Allen Volksgenossen ist der Besuch dieser Veranstaltungen nur zu empfehlen, denn der große Rundfunkwagen gibt ihnen Gelegenheit, einen Einblick in die Arbeit des Rundfunks zu bekommen. In der Funkschau werden alle Typen von Rundfunkgeräten, vom Volksempfänger bis zum Groß-Super, gezeigt und vorgeführt. 77. Kuhfleisch b) 68 bis 74, c) 58 bis 68. Färsenfleisch b) 75 bis 77, c) 67 bis 75. Kalbfleisch b) 84 bis 94, c) 74 bis 84. Hammelfleisch b) 90 bis 95. Schweinefleisch b) höchster Preis 74. Fettwaren. Roher Speck unter 7 Zentimeter höchster Preis 80, Flomen höchster Preis 80. Marktverlauf: ruhig Oie Jndustrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 47: Garantiestellung im Ausland. 48: Das von der Reichswirtschaftskammer heraus- gegebene „Verzeichnis der Mitglieder der Reichswirtschaftskammer und deren Unter- gliederungen" mit Angabe der Leiter, Geschäftsführer, Anschriften usw. erscheint demnächst im Druck zum Preis von etwa 3 Mark. Bestellungen bitten wir an den Carl Hey- manns Verlag, Berlin W 8, zu- richten. Prospekte können von der Kammer angefordert werden. 49: Bekanntmachung KP 89 der Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle, bett. Kurspreise. 50: Bekanntmachung KP 90 der Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle, bett. Kurspreise. 51: Zusammenstellung der in- und ausländischen gewerblichen Ausstellungen und Messen im Jahre 1936. 85,55 Mark. — Bei der ersten Brennholzver- st e i g e r u n g unserer Gemeinde wurden recht ansehnliche Preise erzielt. Es kosteten pro Raummeter Buchenscheitholz 9 bis 12 Mark, Buchenknüppel 7 bis 10 Mark, Buchenreiser 1,60 bis 2 Mark, Eichenknüppel 4.50 bis 6 Mark, Eichenreiser 60 bis 80 Pf., Fichtenftangen 1. Kl. 1,20 bis 1,50 Mark, 2. Kl. 70 bis 80 Pf., Eichennutzrollen, 2 Meter lang, 5 bis 6 Mark. * Launsbach, 14. Jan. Der hiesige O b st - und Gartenbauverein hielt dieser Tage seine Generalversammlung ab. Der vom Vorsitzenden er» tattete Jahresbericht zeugte von den großen Aufgaben, die sich der Verein stellte und löste. Heroor- gehoben zu werden verdient, daß in der Dereins- mosterei trotz der geringen Obsternte 1300 Liter Most und Süßmost hergestellt werden konnten. Ferner wurden 2000 Kilogramm Obst als Konserven in Weißblechdosen verschlossen. Der Verein trägt mit dieser modernen Verwertungseinrichtung einen Teil zum Erfolg der Erzeugungsschlacht bei. Mit 80 Teilnehmern besuchte der Verein im Sommer die Lehr- und Forschungsanstalt für Wein-, Obst- und Gemüsebau in Geisenheim a. Rhein und verband damit eine Rheintour. Im weiteren Verlaufe der Ver- ammlung wurden zehn neue Mitglieder vom Vereinsführer durch Handschlag verpflichtet. Ferner wurde das Jahresarbeitsprogramm für 1936 festgelegt, das u. a. für den Herbst eine größere Obstund Gartenbau-Ausstellung vorsieht. Die Ausstellung soll die im Jahre 1927 und 1930 vorausgegangenen Schauen übertreffen. Die Reichsnährstandschau in Frankfurt a. M. wird der Verein geschloffen besuchen. Für die zahlenmäßig erfolgreichsten Mit- glieder bei der Bekämpfung der Wühlmaus wurde eine Prämie von 10 Mark ausgesetzt. Die Obstver- , O £*.£> 3 '2 AS l E; ”E = «.Be - £ 0 'S ~ £ 'S- u ? K — S * Z ®; C 41 ZD Sa u Aenderungen im Krastfahrzeug-Versicherungstarif. Fwd. Der Schadenverlauf in der Kraftfahrzeugversicherung hat sich nach Mitteilung der Tarif- Iiemeinschaft der Kraftfahrzeugversicherer so ungün- tig entwickelt, daß eine Erhöhuna der Prämien chon nach den statistischen Ergebnissen des Jahres 1934 berechtigt gewesen wäre. Trotz schwerster Bedenken hat aber der Beirat der Tarifgemeinschaft der Kraftfahrzeugversicherer in seiner Sitzung von Ende Dezember beschlossen, die Neuregelung der Prämien nochmals zurückzustellen. Es soll versucht werden, das Gleichgewicht zwischen Einnahmen und Ausgaben möglichst durch Beeinflussung des Schadenverlaufs wieder herzustellen, lieber die zu diesem Zweck zu ergreifenden Maßnahmen werden dem Reichs- und Preußischen Verkehrsministerium von der Tarifgemeinschaft Vorschläge und Anregungen unterbreitet. Weiterhin sollen zur endgültigen Entscheidung über die Höhe der zukünftigen Prämien noch die Geschäftsergebniffe der Kraftfahrzeugoersicherer für 1935 berücksichtigt werden. Man hofft, daß dies noch vor dem Einsetzen des Frühjahrsgeschäfts geschehen kann. Auf einigen Teilgebieten des Tarifs ist eine Neuregelung aber schon vorweggenommen worden, nachdem soweit tunlich vorher Verhandlungen mit den zuständigen Berufsverbänden gepflogen worden sind. So ist z. B. für Zugmaschinen, Sattelschlepper und Anhänger zur Güterbeförderung eine Aufgliederung des bisherigen Einheits- vrämien erfolgt, die für kleinere Fahrzeuge eine Verbilligung, für solche von überdurchschnittlicher Größe dagegen eine Verteuerung bedeutet. Die Haftpflichtversicherung für Fahrlehrer und Fahrschulen ist auf der ganzen Linie verbilligt und in ihrer Ausgestaltung verbessert worden. Das Betriebsergebnis bei Adam Opel AG. Fwd. Der Abschluß der Adam Opel AG. für das vorletzte Geschäftsjahr 1934 brachte bei einer stück- mäßigen Absatzsteigerung um 80 v. H. etwa eine Verdreifachung des Reingewinnes und der Barmittel. Es wurden 1934 nach 15,43 (12,95) Mill. Mark Werkabschreibungen etwas über 15 Mill. Mark verdient, wovon rund 11,39 Mill. Mark zur Tilgung des aus den Vorjahren stammenden Verlustvortrages und die restlichen 2 Mill. Mark zur Neudotterung der gesetzlichen Reserve verwendet worden sind. Das Geschäftsjahr 1935 brachte für Opel eine Absatzsteigerung um 42 v. H. von rund 68 000 auf rund 102 000 Wagen. Dementsprechend hat sich bei weiterer finanzieller Stärkung trotz der bekannten hohen Investierungen in dem zuletzt ab» gelaufenen Geschäftsjahre das Betriebsergebnis über das Dorjahreserträgnis hinaus verbessert. Nach Informationen des Fwd. darf wohl angenommen werden, daß neben der Auffüllung der gesetzlichen Reserve von 2 auf 6 Mill. Mark für 1935 erstmals die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung erfolgt. Dabei kann man an die normale Höhe von 6 v. H. denken. Rbein-Mainische Börse. TNiltagsbörse uneinheitlich. Frankfurt a. M., 16. Jan. Die Börse eröffnete in freundlicher Haltung und am Aktienmarkt mit überwiegend leicht erhöhten Kursen, das Geschäft bewegte sich aber fast durchweg in sehr engen Grenzen. Da die Püblikumsaufträge gering waren, zeigte auch der berufsmäßige Börsenhandel wenig Unternehmungslust. Indes gaben günstige Industrie- Abschlüsse und die feste Haltung einiger Spezialwerte der Tendenz eine Stütze. Am Aktienmarkt traten AG. für Verkehr mit 103 bis 103,50 (101,65) erneut in den Vordergrund, dazu kamen heute Deutscher Eisenhandel mit 111 bis 112 (109,75), auch Muag blieben mit 79 (78,13) beachtet. Dagegen hat das Interesse für Daimler Motoren merklich nachgelassen und der erste Kurs ging auf 98,25 (99) zurück. Etwas lebhafter waren IG.-Farben mit 149,13 bis 149,25 (149), Scheideanstalt gewännen 1 v. H. auf 215, auch Deutsche Erdöl plus 0,50 v. H. Am Elektto- markt eröffneten: AEG. 37 (36,75), Licht und Kraft 129 65 (129), Elektrische Lieferungen 115,40 (115), Gesfürel 126,40 (125,75), Siemens 166,50 (165,75), RWE. 128,40 (128,25), nur Bekula etwas niedriger ,Ö)K 3 6. .E Kurszettel der Berliner und frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Retchsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. mit 137 (137,25). Montanwerte lagen anfangs sehr ruhig und kaum verändert, im Verlaufe überwiegend 0,50 bis 0,75 v. H. fester; Stahlverein 76 bis 76,75 (76), Mannesmann 81 (80,50), Hoefch 85,25 (85), Rheinstahl 107,50 (107,25). Im einzelnen kamen zunächst zur Notiz: Deutsch-Atlanten-Tele- 0111 (110), Rheinmetall uno. 133,75, Nordd. unv. 17,50, AKU. 54,75 bis 54 (54,65), Westdeutsche Kaufhof 30 (30,50), Hanfwerke Füssen unverändert 90. Am Rentenmarkt war die Haltung eher etwas schwächer. Gut behauptet lagen jedoch Altbesitz mit 109,75 und Zinsvergütungsscheine mit 92,40, dagegen ermäßigten sich Kommunal-Umschul- dung auf etwa 87,35 (87,50), späte Reichsschuldbuchforderungen auf 96,25 (96,50) und Reichsbahn- VA. auf 121,50 (121,75). 6^proz. Preußen-Dol- lar-Bonds zirka 64,50 bis 64,75 (64,40). Von fremden Werten eröffneten 4proz. Goldmexikaner mit 8,25 (8,50) und 4proz. Ungarn Gold mit 9,10 (9,35). Von Umtausch-Obligationen des Stahlvereins kamen 5proz. mit unv. 98,13 zur Notiz. In der zweiten Börsenstunde war die Haltung meist schwächer. Der Rückgang der Daimler- Aktie auf 97 nach 98,25 löste allgemein leichte Abgaben aus. AG. für Verkehr ermäßigten sich auf 102 nach 103,50, JG -Farben auf 148,75 nach 149,40, ferner gingen am Montanmarkt die erzielten Gewinne restlos verloren. Etwas fester lagen dagegen Holzmann mit 92.50 bis 94,25 (91,75), Reichsbank mit 183,65 (182,50) und Eßlingen Maschinen mit 81,50 (80,25). Deutscher Eisenhandel blieben zu 112,50 behauptet. Arn Kassamarkt erhöhten sich Rhenser Mineralbrunnen auf 64 (58), Eisenbahn- Rentenbank auf 72 (70), für Frankfurter Bank blieb die Taxe bei 105 (103,50). Von Renten gingen Kommunal-Umschuldung auf 87,30 (87,35) zurück. Goldpfandbriefe und Stadtanleihen lagen unverändert, etwas höher Nassauer Landesbank Gold Serie II mit 97,13 (96,75). Liquidationspfandbriefe lagen uneinheitlich, meist ergaben sich Rückgänge bis 0,25 v. H. Von Industrie- Obligationen waren 5proz. Eisenbahn-Bank auf die Möglichkeit einer Liquidation angeboten, Taxe 70 (1 K. 72). — Im Freiverkehr stiegen Ufa-Aktien weiter auf 54 (52), dagegen Adlerwerke Kleyer schwächer mit 102 (103). Tagesgeld unv. 2 v. H. Abendbörse behauptet. Nach dem schwankenden Verlauf der Mittagsbörse lag der Abendbörsenverkehr ruhig. Die Kurse lagen zwar nicht ganz einheitlich, aber gegen den Berliner Schluß meist behauptet. Die Grundstimmung blieb freundlich. Etwas Interesse fanden wieder Daimler Motoren mit 97,40 (96,90), außerdem stiegen Holzmann weiter auf 95,50 (94,75). Sonst lagen noch etwas höher Eßlingen Maschinen mit 81,75 bis 82 (81,50), Scheideanstalt mit 215 (214). IG. Farben notierten unverändert 149. Etwas niedriger verkehrten AKU. mit 54,40 (54,75), Jung- hans mit 85 (85,65), ferner bröckelten einige Elektroaktien 0,25 bis 0,50 v. H. ab. Montanwerte lagen unverändert. Am Kassamarkt stiegen Siemens Glas auf 101,25 (100). Im Freiverkehr bewertete man Adlerwerke Kleyer mit 101,50 bis 102 (102). Der Rentenmarkt lag fast völlig geschäftslos und unverändert. Altbesitz mit 109,65 zwar 0,13 unter Frankfurt, aber 0,13 v. H. über Berliner Schluß. Sonst nannte man Kommunal-Umschuldung 87,30, Zinsvergütungsscheine 92,40, Späte Schuldbücher 96,40 und 6V2 v. H. Dollar-Preußen mit 64,25. 5proz. Eisenbahnbank-Obligationen blieben auf der Taxe von heute mittag (70, 1. K. 72) stark angeboten. Von Goldpfandbriefen notierten 4V2 v. H. Frankfurter Hypotheken-Bank und 472 v. H. Rhein. Hypotheken-Bank mit je 96,50 unverändert. U. a. kamen zur Notiz: Altbesitz 109,65, 47s Frkft. Hyp. Gold R 1 bis 4 96,50, 472 Rhein. Hyp. Gold R 26 bis 30 96,50, 5 v. H. Innere Mexikaner 5,70, Commerzbank 86,50, DD. ° Bank 86,25, Dresdner Bank 86,75, Buderus 96, Harpener 109,50, Klöckner 82, Stahlverein 76,13, AKU. 54,40, Bekula 137, MAN. 98, Daimler 97,40, Scheideanstalt 215, Licht und Kraft 129, Eßlingen Maschinen 81,75 bis 82, IG. Farben 149, Gesfürel 125,75, Holzmann 95,50, Junahans 85, Muag 78,75, RWE. 128, Schuckert 125, Siemens 166, Kaufhof 30,50, Waldhof 118,25, Südd. Zucker 199, AG. für 23er» IM Hinweis auf die großen Aufgaben im neuen Deutschland hinsichtlich der Ernährung des Volkes aus eigener Scholle beschloß der Vereinsführer mit dreifachem „Sieg-Heil" auf Deutschland und seinen Führer die Versammlung. Kleine (Straffammer Gießen. Der schon häufig vorbestrafte W. O. in Gießen wurde vom hiesigen Amtsgericht wegen Sachbeschädigung und groben Unfugs zu drei Wochen Gefängnis und drei Tagen Haft verurteilt. Der Angeklagte wollte seinerzeit bei seinem Sohn unter» gebrachte Möbel zurückholen. Bei dieser Gelegenheit kam es zu erregten Auftritten, wobei der Angeklagte vor die Tür gesetzt wurde. Er versuchte sich dann wieder Eingang zu verschaffen und trat die Türfüllung ein. Als die Polizei herbeigerufen wurde, belegte er seine Schwiegertochter mit den übelsten Schimpfworten. Die gegen das Urteil eingelegte Berufung wurde verworfen. Wegen Verstoß gegen die Reichsabgabenordnung und das Umsatzsteuergesetz usw. wurde der N. R. aus Gießen vom Amtsgericht Ortenbera zu 7 0 Mark Geldstrafe verurteilt. Der Angeklagte wurde beim Hausieren angetroffen, ohne im Besitz eines Wandergewerbescheines und eines Umsatz- steuerhestes zu sein. Die Berufung des Angeklagten wurde verworfen. " Der H. Sch. aus Ermenrod (Kreis Alsfeld) wurde vom Amtsgericht Alsfeld zu 15 Mark Geldstrafe verurteilt, weil er gegen die (Betreibe» bewirtichaftungsverordnung verstoßen hatte. Der Angeklagte hatte, entgegen den gesetzlichen Bestimmungen, beim Vermahlen von Roggen zu wenig Hundertteile Mehl erzielt. Seine Berufung war ohne Erfolg. ' Jlunöfunfprogramm. Samstag, 18. Januar. 6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnasttk. 6.30: Fröhlich klingt's zur Morgenstunde. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.45: Auf zum Staatsjugendtag — BDM.-Sport. 10.15: Der 18. Januar in der deutschen Geschichte, Hörszenen. 11: Gaunachrichten. 11.45: Sozialdienst. 12: Buntes Wochenende. 13: Nachrichten. Anschließend: Nach» richten aus dem Sendebezirk. 13.15: Buntes Wochenende. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei zwischen zwei und drei. 15: Wirtschaftsbericht: Quer durch die Woche. 15.15: Eine Viertelstunde Kurzweil. 15.30: HJ.-Funk. 16: Der frohe Samstag- Nachmittag. 18: Schicksale edler Steine. Geschichten und Berichte um die Welt-Diamantindustrie. 19: Arbeitsdienst musiziert. 19.55: Ruf der Jugend. 20: Nachrichten. 20.10: Großer bunter Abend. Kunst unv Wissenschaft. TNozarlpreis für Professor Srbik und Josef Veinheber. §5. u 5 c aJLS. «»i y-8 55 6$ U . Jz z •M v e« u Sä'?« f4i’3 « BEÄ ö1 u 41 Xe u : Sine anbere — allerdings recht problematische —fvor allem eine geringe Großenzunahme der Rekru- Aenderung, die hierher gehört, sei zum Schluß kurz * ten in den europäischen Ländern und in Japan — erwähnt: es ist die in letzter Zeit viel diskutierte Veränderung des menschlichen Wachstums, die sich seit etwa zwei Jahrzehnten bemerkbar macht. B e - wiesen ist vorläufig allerdings nur ein raschere r A b l a u f der Wachstumsoorgänge beim jugendlichen Menschen, der aber das Wachstum nur beschleunigt, ohne eine wirkliche Größenzunahme zu erreichen. Immerhin sprechen gewisse Anzeichen — Wertungseinrichtungen des Vereins sollen, insbesondere für die Süßmostbereilung, roeüer ausgebaut werden. Die bereits begonnene Schulung oer Mitglieder im Obstbaumschnitt wird fortgesetzt. Anschließend unterhielt man sich eingehend über Winterspritzung, Vogelschutz, die Blütenbefruchtung und Gemeinschaftsbezüge. Hauptlehrer Schröder sprach noch über den Plan des in der Entstehung wu iVUCn uit uuunuen uver ine > begriffenen Schulgartens. Mit dem nachdrücklichen! Preises feierlich überreicht werden? Aran.iuri a. DL 23ernn Schlußkurs Schlubl. Abend- bSrse Schluß« iure Schluß!. Mittag- börse Oatum 15.1 16 1. 15-1 16 1. <% Deutsche RetchSanleihe v. 1927 100,4 100,4 100.4 100,4 4% Deutsche ReichSanl. von 1934 97 97,13 97 97,13 b/»% Doung-Anleihe von 1930 .. 103,4 103,4 103,5 103,4 Deutsche Anl.«Ablös.«Schulü mit Auslos.-Rechten ............. 109,75 109,65 109,9 109,5 <*/,% Deutsche ReichSpostschatzan Weisungen von 1934, I....... 6% ehe in.8°/«» Hess. Bockstaat 1929 99,75 99,9 99,9 99,9 (rückzahlb. 102%)............ 97,75 97,9 97,75 <¥i% ehern. 8% Hessische LandeS- banl Darmstadt Gold R. 12.... 96,4 96,4 — _ 6/i% ehem. 4*4% Hess. Lande», Hypothekenbank DarmstadtLiaui 101,4 101,45 _ -__ 4/i% ehem. 8% Darmst. Komm. Landcsb.Goldschuldverschr. R.6 93 93 _ vberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten ............. 118 118 _ Deutsche Komm. Cammelabl. Aw leihe Serie 1 mit AuSIos.-Rechten 113,25 113,25 113,65 113'5 4/i% ehem.8% Frank«. Hqp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 96,5 96,5 b/i% ehem. 4/i% Franks. Hyp. Bank-Ligu.«Pfandbriefe....... 101,4 101,65 - 6/,% ehem. 4/t% Rheinische Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpse..... 101,65 101,25 101.5 101,4 4%% ehem. 8% Pr.LandeSpfand- priesanstalt, Pfandbriefe R. 19 4/i% ehem. 7% Pr.LandcSpsand- 97 97 97 97 briesanst., Gold Komm. Lbl.Vl 97 97 97 97 Eteuergutsch.Berrechnungsk. 34-38 108,4 108,4 108,4 1084 4% Oesterreichische Goldrente.... — 31 31,9 31,25 4,20% Oesterreichische Silberrente 1,3 1,3 1,3 — 4% Ungarische Goldrente ....... 9,35 9,1 9,2 9,15 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 9,3 9,1 9 9.1 4/i% desgl. von 1913.......... 9,4 9,25 9,4 9,35 5% abgest. Goldmerikaner von 99 14,5 14,25 14,5 14,4 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe 9,4 9,4 Serie 1..................... Frankfurt a.M. Berlin Sranffurt a. 271. Berlin Schluß« lurs Schluß«. Abend« börse Schluß« kurs Schluß!, mittag« börie Schlußkurs Schluß!. Abend« börse Schluß« kurs Schluß!. Mittag« 'Oatum 15-1 16-1. 15.1. 161 • Oatum 15-1. 16 1- 15.1. 16 1 4% oesgl. Serie II ............ 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4/i%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .. L^% Anatolier .............. 9,4 6,65 9,3 5,25 39,25 15,13 17,5 101,65 117 86,25 86 86,25 182,5 36.75 137.25 115 129 113,75 125,75 128,25 124,5 165,75 124,5 96 108,25 109-5 85 157 126,75 82,25 80,5 9,4 6,65 9,25 5,25 39,13 15,5 17,5 101,5 116 86,5 86,25 86,75 183,65 36,75 137 115,4 129 112,5 125,75 128 125 166 124 96 108,75 1095 85 157 126,75 82 80,9 6,75 9,25 5,3 39,4 15,13 28,25 17,13 102 116,25 86,25 86 86,25 183.75 36,75 137,25 - 129,5 113,25 125.5 128,25 124,5 165,5 - 96 108,65 109,75 85 158 127,75 82 80,4 9,6 9.1 5,35 39,2 15,65 28,25 17,5 101,75 117,5 86,5 86,25 86,75 183,25 36,75 137,4 114 129,5 112 126,25 128,13 125 166 124 95,9 108,5 109,5 85,5 128,25 82 80,25 ManSfelder Bergbau.........6 Koksw^rke .................. 6 Rheinüche Braunkohlen .....12 Rbeinstabl .................. 4 Bereinigte Stahlwerke........O Otavi Minen ...............0 Kaliwerke Aschersleben»...,... 5 Kaliwerke Westeregeln........5 Kaliwerke Salzdetfurth..... ?/, 3. G. Farben-Industrte.......7 Felten & Guilleaume......... 4 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ 6 Rhein. Wests. Elektr..........6 Schuckert L Co...............4 Siemens S Halske............ 7 Lahmeyer S Eo.............7 Buderu» ................... 4 Deutsche ErdSl ..............4 Harpener...................0 Hoesch Eisen—Köln-Reuessen .. 8 Ilse Bergbau ............... 6 Ilse Bergbau Genüsse........ 6 Klöcknermerke ............... 8 Mannesmann-Röhren........0 15-Jaguar 16. Januar Amtliche Geld Notierung Srief Amtliche Geld Notierung 1 Brick Buenos Atre. 0,668 0,672 0,668 0,672 Brüssel .... 41,94 42,02 41,91 41,99 Rio de Ian. 0,137 0,139 0,137 0,139 Sofia..... 3.047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 54,84 54,94 54,84 54,94 Danzig----- 46,80 46,90 46,80 46,90 London..... 12,28 12,31 12,28 12,31 Helitngfor».. Paris ...... 5,41 5,42 5,41 5,42 16,38 16,42 16,385 16,425 Holland ... 168,78 169,12 168,76 169,10 Italien..... 19,93 19.97 19,93 19,97 Ration ..... 0,718 1,720 0,718 0,720 ?ugo>lawien 5,654 5,666 5,654 5,666 Oslo..... : 61,66 61,78 61,66 61,78 Men...... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon ... 11,14 11.16 11,14 11,16 Stockholm... 63.30 63,42 63,30 63,42 schmelz ... 80,77 80,93 80,80 80,96 Spanien... 33,97 34,03 33,97 34,03 Prag....... 10,27 10,29 10,275 10,295 Budapest .. —- — — Reuyork ... 2,476 2,480 2,476 2,480 Berlin,16. Janu.,r Amerttantsche «ölen.............. 2,428 2,448 " Belgische Noten.................. 41,76 41,92 Dänische Noten ................. 54,63 54,85 Englische Noten ................. 12,245 12,281 Französische Noten............... 16,335 16,395 Holländische Noten............... 168,34 169 02 Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. 61,50 Deutsch Oesterreich, 4 IOO Schilling Rumänische Noten.............. Schwedische Noten............... 63,13 Schweizer Noten................. 80^62 Spanische Noten................. Ungarische Noten................ 33,61 33J5