Hreitag, <6. Oktober 1936 Nr. 243 Erstes Blatt 186. Jahrgang Berlin, 15. DEL (DNV.) Der Chef des Außenpolitischen Amtes der NSDAP., Reichsleiter Alfred Rosenberg, hatte die Vertreter der auswärtigen Diplomatie und Presse zu einem Empfangsabend in den Terrassensaal des Adlon gebeten. Es handelt sich um die 2 5. Zusammen- kunftdieser Art seit Bestehen des Amtes. Man sah fast das gesamte Diplomatische Korps, sowie zahlreiche führende Persönlichkeiten der Bewegung und der Behörden. Gleich zu Beginn des Abends ergriff Reichsleiter Alfred Rosenberg das Wort, um u. a. folgendes auszuführen: Die NSDAP, habe nicht zufällig bereits zweimal das Thema Bolschewismus und die Welt auf den Nürnberger Parteitagen behandelt. Sie habe im Jahre 1935 den weltpolitischen Zustand geschildert, und habe angesichts der bedrohlichen Entwickelung der europäischen Politik in diesem Jahre die wahren Führer des Bolschewismus genannt. Neben den in Nürnberg geschilderten Methoden seien in letzter Zeit namentlich einige Lösungen des Bolschewis- muß stark betont worden. Es sei vor allen Dingen der Schlachtruf: „Kampf dem Faschismus!" Unter diesem Sammelbegriff verstünde Moskau alle aktiven nicht bolschewistischen Kräfte in der Welt. Man habe die Hoffnung, daß die Vertreter des tiberatistischen Zeitalters, die Gegner einer neuen nationalen Autorität seien, im Bolschewismus einen Bundesgenossen erkennen würden. Der demokratische Staatsapparat solle die erwachten Kräfte aus dem Wege räumen, um freie Bahn für den Bolschewismus zu schaffen. Wie früher gewisse Revolutionäre von den Jakobinern verschlungen worden seien, so spiele sich dieses Schauspiel heule, planmäßig inszeniert, in der ganzen Welt ab. Der internationale Marxismus ist die Weltfrage, ob Europa zug tun begeh en soll, oder ob es noch die Kraft zum entscheidenden Wider st and findet. Es ständen sich also nicht Proletariat und Bürgertum. nicht Bolschewismus und Faschismus gegenüber, sondern der Wellbolschewismus und Europa überhaupt. London, 15. Oft (DNB.) Moskau hat die in London unternommene Entlastungsoffensive zugunsten Madrids noch immer nicht aufgegeben. Der sowjetrussische Botschafter Maisky hat in Begleitung des Geschäftsträgers Kagan schon wieder den Vorsitzenden des Nichteinmischungsausschusses, Lord Plymouth, ausgesucht und von neuem eine sofortige Einberufung des Nichteinmischungsausschusses zur Prüfung der letzten sowjetrussischen Note gefordert. Lord Plymouth hat den sowjetrussischen Antrag a b g e - lehnt. Zur Begründung weist Lord Plymouth darauf hin, daß die gegen Portugal erhobenen Beschuldigungen von dem Ausschuß in sejner Sitzung am 9. Oktober besprochen und daß die portugiesische Regierung gebeten worden sei, sich zu äußern. Da die Antwort der portugiesischen Regierung noch nicht eingegangen sei und da außerdem die Sowjetnote vom 12. Oktober nicht das geringste zusätzliche Beweismaterial enthalte, durch das auf die Verletzung des Abkommens geschlossen werden könne, halte er es nicht für richtig, daß der Ausschuß in diesem Augenblick zu einer weiteren Sitzung zur Erörterung der Angelegenheit einbe- rufen werde. „Daily Telegraph" meldet, daß die Sowjetunion für ihre Angriffe gegen Portugal auch nicht den Schein eines neuen Beweises habe erbringen können, so daß auch, für England kein Anlaß vorliege, anzunehmen, daß diese Beschwerden auf Tatsachen beruhten. Starke Erregung äußerten die britischen Minister über den mehrfachen Versuch der Sowjetregierung, den Nichteinmischungsausschuß zu Propagandazwecken zu mißbrauchen. Auch die „Times stellt fest, das Sowjetmanöver sei darauf abgestcllt, dem Ausschuß Schwierigkeiten zu bereiten. Die jüngste Aktivität der Sowjets könne sie nur selbst mit dem Vorwurf belasten, auf das schon schlecht bestellte Feld internationaler Zusammenarbeit Unkraut säen zu wollen. Die „Morning Post" sagt, daß die Sowjet-Diplomatie ihrer früheren phantastischen Außenpolitik jetzt die Frechheit hinzugefügt habe. Die üoro= jetpolitik versuche, den inneren spanischen Konflikt in einen europäischen Glaubenskrieg auszuweiten. „Sabotage" sei für die Lrowjetregie- rung ein gewohntes Vergehen. Man sollte daher die Gefahren einer solchen Sabotage auf dem Gebiet internationaler Angelegenheiten erkennen können. Das Vorgehen der Sowjets könne, das eins Olutc haben, daß man in England merke, welche Rolle der britischen Flotte zugedacht werde. setzen, werden die Befehle der Führung nicht ausgeführt. Der Nachschub an Hilfskräften erfolgt nur in beschränktem Umfange. Die Unruhe in der Bevölkerung und die Mißstimmuna der roten Soldaten steigt immer mehr. Der Außenminister hat in einem Telephongespräch nach Moskau seine große Genugtuung ausgesprochen, daß die Bande zwischen den beiden prole- t torischen Ländern im Westen und Osten Europas enger geknüpft seien. Gleichzeitig dankte der rote Minister für die sowjetrussische Unter- t ü tz u n g. Ein bemerkenswertes Licht auf die Stimmung in Madrid wirft die Tatsache, daß es zu einem ernsten Zerwürfnis zwischen dem bolschewistischen Botschafter Moses Rosenberg und Z r i e t 0 gekommen ist über die Frage, ob Madrid geholten oder aufgegeben werden soll. Der bolschewistische Botschafter fordert die Verteidigung der Hauptstadt mit allen Mitteln, Prieto aber will die Tragödie einer langen Belagerung und eines fortgesetzten Luftbombarde- ments vermeiden. Moskaus Forderung abgelehnt. Keinerlei neues Material. - Die englische presse durchschaut den Propagandazweck der bolschewistischen Aktion. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Schuh der Heiligtümer Europas! Reichsleiter Rosenberg spricht auf dem 25. Oiplomatenempfang des Außenpolitischen päer sind. Wir wissen, daß Deutschland nicht allein auf der Welt lebt, daß wir Nachbarn haben, mit denen wir in wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen stehen und weiter stehen wollen. Wir sehen die Verzweiflung einer Welt, den Verlust edler Ideale. Wir sehen zugleich Tumulte, furchtbare Bürgerkriege. Wir hören die Reden: Die Rote Armee sei das Heer der Weltrevolution. Wir sehen, daß in Karelien und in Ingermanland Dörfer um Dörfer aufgesiedelt werden, um als Durchmarschgebiet gegen Finnland und die baltischen Staaten zu dienen. Wir sehen, daß Angriffswege nach der russisch-rumänischen Grenze hin entstehen, und wir sehen die F l u g z e u g e, die Rußland immer wieder in großer Zahl baut. Aber dann stehen vor unseren Augen auch die Städte, Bürger und Kirchen des altehrwürdigen Europa. Wir sehen Windsor und Westminster; wir sehen die Sainte Chapelle, wir sehen die Palazzi von Florenz, wir sehen die Königsgräber in Schweden, die Schlösser von Krakau. Und wir wissen, das alles sind Werte von uns allen. Soll das alles vernichtet werden wie die Kirchen in Barcelona, wie der Alkazar von Toledo? Rein! Wir wollen die Leute in Moskau sich einrichten lassen wie sie wollen, aber wir wollen ihre antieuropäische Lehre nicht, wir wollen Schuh der Heiligtümer Europas. Europa ist für uns keine geistige und politische Zwangsjacke. Es ist vielgestaltig und reich emporgewachsen. Wir wünschen einen edlen W e t t - streit, aber keine Vernichtung. Wir fordern Achtung bet inneren Lebensform, ehrlichen Ausgleich der wichtigen Inter- essen und Schuh vor fremden Infektionskeimen. Wir erstreben ein gemeinsames gutes Verhältnis zu den großen Kulturvölkern anderer Erdteile. Wenn — so ist unsere Aeberzeugung — wir diesen Willen in die Tat umsehen können, dann kann aus der heutigen Krise vielleicht eine Gesundungskrise werden und dann wird es möglich sein, aus der Zeit der Zersetzung eine große Wiedergeburt aller lebensstarken, schöpferischen Rationen einzuleiten. Erfchetm taglttt;, mißet ***■ N*. f" (Ä Hnnaßme von Anzeigen Sonntags und Feiertags WM 'v für die Mittagsnummer Beilagen: Die Illustrierte fijT" ▲ ▲ k ▲ A A A M bis 8-/.Uhr des Dormittag, ©ießcnet Familienblatter ■ * M «fW ATT W ■ MM fY Grundpreise für I mm höhe •ssr InlrnPilPr zlll9t®n n 5 Pf. für die > veröffentlicht ,a Tel. 2417 t für den t es ganz u. Er ist oeb dazU ler Ihnen .ß molHß ;it in daJ eher und le iwn^ er dur» le Saubcr' .durch 0 f0f Btt 1 LITER R WÄGEN , Gießen 120 miA Frankreich beabsichtigt Rückfragen in Brussel In Berlin, tagung der wurde am Anarchistischer Terror in französischen Industriebetrieben. Paris, 16. Okt. (DNB. Funkspruch.) Das „Echo den Paris" glaubt zu wissen, daß die Regierung eine in Paris gelegene bestreikte und von ihren Arbeitern besetzte Fabrik, die optische und Präzisionsinstrumente herstellt, beschlagnahmen werde. Diese Fabrik sei Alleinherstellerin gewisser Instrumente, die für die Fortsetzung des Baues zweier Kriegsschiffe not- wendig sind; infolge des Streiks kann dieser Kriegsschiffbau nicht weiter gehen. In der Ministerpräsidentschaft teilte man dem Berichterstatter des Blattes mit, die Regierung wünsche die Wiederaufnahme der Arbeit in der betreffenden Fabrik und werde sie mit gesetzlich zulässigen Mitteln Neuer Gouverneur des Memelaeb'etes. K o w n o, 15. Okt. (DNB.) Die seit einiger Zeit beschlossene Umbesetzung auf dem Posten des Gouverneurs des Memelgebietes ist nun erfolgt. Zum neuen Gouverneur ist der bisherige Kownoer Obernotar, Oberstleutnant der Reserve, Juras Kubilius, ernannt. K. ist Landwirtssohn, 46 Jahre alt und war bis zum Ausbruch des Krieges Volksschullehrer in Nordlitauen. Er besuchte wäh- rend des Krieges die Junkerschule in Moskau und war zwei Jahre lang russischer Frontoffizier. 1919 kam er nach Litauen zurück, und trat gleich als Freiwilliger in die litauische Armee ein, nahm an den Kämpfen gegen den Bolschewismus aktiv teil und führte sogar ein Regiment. Von 1931 ab war er drei Jahre lang K r e i s ch e f in Schaulen, dann Oberster Notar von Kowno. Seine juristischen Studien beendete er 1927 an der Kownoer Universität. Kubilius gilt als eine sachliche, ruhige Persönlichkeit. 15. Okt. (DNB.) Die Reichsarbeits- RDG Banken und Versicherungen ______ Donnerstagabend mit einer Kundgebung in der Deutschlandhalle abgeschlossen. Der Leiter der Reichsgruppe Versicherungen Pg. Hilgard wies einleitend auf die Aufga- Oie Trauerfeier für den Oberreichsanwatt Or. Werner. Leipzig, 15. Okt. (DNB.) Zu der Bestattungsfeier für den verstorbenen Oberreichsanwalt Dr. Werner hatte sich in der Kapelle des am Fuße des Völkerschlachtdenkmals gelegenen Südfriedhofs eine zahlreiche Trauerversammlung eingefunden, u. a. Neichsminister Frank und Staatssekretär Freister mit mehreren Herren vom Reichsjustizministerium. Vor dem Krematorium war eine Chrenbereitschaft der Polizei angetreten. Standortspfarrer Bemmann zeichnete ein klares Bild des Verewigten, der ein Leben in verantwortungsvollster' Stellung zum Segen für Volk und Familie erkämpft und vollendet hat. Der Führer ließ durch Staatssekretär Freister einen Kranz am Grabe niederlegen. Der Staatssekretär dankte dem Verblichenen im Namen des Führers, daß er ihm in den schweren Jahren der Kampfzeit als Erster An- walt des Reiches trotz übelster Anfeindungen unverbrüchliche Treue gehalten habe. Der Oberreichsanwalt habe den Kampf gegen das Untermenschentum in dunkler Zeit zum Segen unseres Volkes und Führers siegreich bestanden. Relchsminister Dr. Frank stattete dem edlen deutschen Manne insbesondere den Dank der Partei ab. Als erster Rechtswährer sei der Oberreichsanwalt ein treuer Mitarbeiter des Führers in Deutschlands schwerster Zeit gewesen. Reichsanwalt Dr. Nagel gedachte der Größe der von dem Toten bewältigten Auf- nabe. Der Präsident des Reichsgerichts Dr. B u m k e , gedachte seines Freundes als eines treuen Dieners am Recht, der die neuen Rechtsgedanken in sich ausgenommen und ihnen zum Durchbruch verhalfen habe. Reichsanwalt Jörns überbrachte die letzten Grüße des Präsidenten des Volksgerichtshofs. Unter den Klängen des Ave Maria von Bach sank langsam der Sarg in die Tiefe. Kundgebung der 2R23(5. Danken und Versicherungen. Der Havasvertreter will aus diesen Erklärungen den Eindruck gewonnen haben, daß Belgien eine Bürgschaft der Mächte gegen einen etwaigen Angriff wünsche, jedoch ohne die Gegenverpflichtung, diesen Mächten zu Hilfe zu kommen, falls sie angegriffen würden. Was die französisch - belgischen Generalstabsabkommen darstellen, so stelle die belgische Diplomatie auf dem Standpunkt«, daß die Frage durch den Schriftwechsel beider Regierungen vom März dieses Jahres geregelt sei und eine Annullierung nicht in Frage komme, da es sich um rein technische Vereinbarungen handele. Der Havasvertreter will überdies eine Verwunderung der amtlichen belgischen Kreise über das Aufbrausen französischer Blätter bei der Beurteilung der Rede König Leopolds feststellen können. Ruhige Veutteillmg in London. London, 16. Okt. (DNB. Funkspruch.) Der belgische Botschafter in London hat gestern im Foreign Office vorgesprochen und eine Unterredung mit dem englischen Außenminister Eden gehabt. Wie Reuter erfahren haben will, habe der belgische Botschafter habet zum Ausdruck gebracht, daß keine Rede davon sei, daß Belgien irgendeiner seiner Verpflichtungen ledig werden wolle. Es wolle vielmehr dem Völkerbund und den Verpflichtungen der Völkerbundssatzung gegenüber loyal bleiben. Nach dem ersten etwas niederdrückenden Eindruck, den die Rede des belgischen Königs in der Londoner Presse hinterlassen hatte, beginnt man jetzt» die Angelegenheit etwas optimistischer zu werten. Vorwiegend stehen die englischen Blätter auf dem Standpunkt, daß die Auswirkungen nicht so weitgehend sein würden, wie man im ersten Eindruck angenommen hätte. „Daily Telegraph" bringt sein Erstaunen darüber zum Ausdruck, daß Belgien den Schritt unternommen habe, ohne seine alten Freunde Bauernpartei hatten für Kivimäki gestimmt, aber . bezeichnenderweise war ihm seine eigene Partei, die Fortschrittspartei, in den Rücken gefallen. Ausschlag- . gebend aber war — neben der Stellung der Sozialdemokraten — die ablehnende Haltung der meisten schwedischen Abgeordneten. Die Schweden sind von den bürgerlichen finnischen Blättern wegen dieser Haltung heftig angegriffen worden. Aber diese Haltung kann eigentlich kein Erstaunen erwecken; denn für die Schweden steht die Sprachen frage im Vordergrund. Das Kabinett Ki- nimätt hatte sich ihre Unterstützung durch sein Schwanken in der heiklen Frage der Finnisierung der Universität von Helsingfors verscherzt. Diese Feststellung führt mitten hinein in die Schwierigkeiten, die die neue Regierung er- । warten. Diese Regierung stellt für viele eine lieber» raschung dar, die eine s o z i a l d e m o k r a t i s ch e Regierung unter Teilnahme der 5 Bauernpa rteiler und damit eine Erwecke- , rung her marxistisch-bäuerlichen Regierungen Skandinaviens erwartet hatten. Auch in Finnland hätte eine solche Verbindung eine große parlamentarische Mehrheit hinter sich. Aber Staatspräsident Sv in- hufoud hat dies verhindern wollen. Er beauf- ; tragte den Bauernparteiler Kallio und legte die- j fern nahe, die parlamentarische Grundlage des Ka- , binetts, etwa durch Hereinnahme her , Schweden, zu erweitern. Ader die Grundlage । ist schmal geblieben. Kallio kann sich im Reichstag , nur auf seine Partei und die Fort- , schrittspartei stützen, die insgesamt lediglich ; über 60 von 200 Sitzen verfügen. Nur bedingt । stützen kann sich Kallio auf die Sammlungs- ■ Partei, hie ihm zwei Mitglieder als Fachminister freigab. Damit ist aber noch keineswegs eine nicht- marxistische Mehrheit erreicht. Die Vaterländische Volksbewegung hat ihre Mitarbeit verweigert, und die zahlenmäßig stärkeren Schweden halten sich zurück, weil sie für ihre kulturpolitischen Belange als Zünglein an der Waage besser einzutreten hoffen. So hängt eigentlich das Schicksal des neuen Kabinetts und überhaupt — bis auf weiteres — jeder Regierung vor allem von den Sch w e de n ab, die angesichts der immer stärker in Erscheinung tretenden Finnisierungsbestrebungen mehr denn je entschlossen sind, ihre Minderheitenrechte zu verteidigen. Die Schweden machen über 10 v. H. der Bevölkerung aus. Sie haben jahrhundertelang dieses Land beherrscht und sind auch heute noch kulturell und wirtschaftlich sehr einflußreich. „Finnisch und Schwedisch sind die Nationalsprachen her Republik", heißt es in der Verfassung Finnlands. Aber die Gleichberechtigung her schwedischen Sprache ist hart umstritten. Seitdem das russische Joch abgeworfen ist, sind die Gegensätze zwischen Fennomanen und Svekomanen wieder aufgelebt. Hauptgegenstand und Symbol dieses Sprachenkampfes ist die ehemals schwedische Universität Helsingfors, auf der seit 1932 in Schwedisch und Finnisch zu gleichen Teilen gelehrt wird. Nun sind die finnischen Nationalisten zum Generalangriff auf die schwedische Sprache übergegangen. Sie fordern restlose Fin- n i s i e r u n g der Universität und haben mit ihren Losungen auch in den breiten Massen ein leidenschaftliches Echo geweckt. Ein Beispiel: Hunderttausende von Finnen haben bereits ihre schwedisch klingende Namen in finnische umändern lassen. (Hier muß eingeschaltet werden, daß sich die sprachliche Front nicht immer mit der rassischen deckt. Zum meitans arößten Teil stellen die Finnländer rassisch eine Mchisung bar.) Die Schwedischsprechenden betonen zur Verteidigung ihre geschichtlich erwiesene kulturelle Sendung, die wiederum die „Echtfinnen" als beendet erklären. So wogt her Kampf hin und her. Gemäßigte Finnen, auch die Sozialdemokraten, suchen nach Kompromissen, denen die völkisch- radikale Aaitation immer wieder den Boden entzieht. Das Kabinett Kallio hat in seinem Programm hie Absicht bekannt gegeben, dem Reichstag einen Vorschlag zur Regelung her Unioersitätsfrage vorzulegen/Wenn es ben Finnisierungswünschen entgegenkommt, werben die Schweden nicht zögern, es bei her nächsten Gelegenheit aus dem Sattel zu heben. Eine solche Gelegenheit ergebe sich beispielsweise bei einer Aussprache über Aufrüstung von Heer und Flotte, die die Sammlungspartei beschleunigen will. Das außenpolitische Programm des neuen Kabinetts dürfte bageaen her Opposition keine Angriffsflächen bieten. In her Regierungserklärung beißt es nur, baß „zielbewußt eine Politik b e 5 Friebens und her Neutralität" verfolgt werden wird. Friede und Neutralität sind immer die außenpolitischen Grundlagen des jungen Staates gewesen. Finnland will nicht in Sviel und Geaenspiel anderer Mächte verwickelt werden. Deshalb ist es — abgesehen vom Völkerbunds- und Kelloggpakt — beharrlich keine paktmäßigen Bindungen eingegangen. Selbst das enoe politische, wirtschaftliche und bis zu einem gewissen Grade kulturelle Verhältnis zu ben skandinavischen Staaten kann nur als Interessengemeinschaft bezeichnet werden, eine Gemeinschaft, die neuerdings auch in Genf zutage tritt. Die Linie her Neutralität hat Finnland unter dem Außenminister des voraufgegangenen Kabinetts H a ck z e l l auch eingehalten, als es sich, jedem Druck zum Trnß weigerte, Regionalpakten Variier und Moskauer Prägung beizutreten. Mit H o l ft i ist jetzt ein Mann in das Außenministerium gezogen, her bereits in her Nachkrieaszeck brei Jahre lang dieses Amt verwaltete. Sich herauszuhalten aus allen paktmäßigen Verstrickungen, wird auch für das Kabinett Kallio Leitsatz fein. Ministerpräsident Kallio wird alle Erfahrunaen, die er als mehrmaliger Regierungschef und Präsident des Reichstaaes gesammelt hat, einsetzen um Sieger zu bleiben in dem schönen Parlament, bas als Sinnbild finnischer Unabhängigkeit über Stadt und Schären ragt. Paris, 16. Okt. (DNB.) Ministerpräsident Blum hatte am Donnerstagabend Besprechungen mit Außenminister Selbes und Kriegsminister Daladier über die Fragen, die vom diplomatischen und militärischen Standpunkt aus durch d i e Rede des Königs der Belgier aufgeworfen worden sind. Das französische Auswärtige Amt hält es für notwendig, festzustellen, welche Erwägungen dem Beschluß Belgiens zugrunde gelegen haben, um danach die Haltung Frankreichs festzulegen. Die Pariser Regierung will, sobald diese Prüfung durchgeführt ist, eine Note an hie belgische Regierung senden, in der Auf- schlust darüber verlangt werden soll, wie Belgien sich die Neutralität eigentlich vorstelle. In diesem Zusammenhang würden Fragen gestellt werden über die von Belgien auf Grund des Locarnovertrages von 1 9 2 5 übernommenen und am 19. März dieses Jahres in London nach der deutschen Kündigung des Locarnopaktes von Belgien eingegangenen Verpflichtungen. Desgleichen werde die belgische Regierung ersucht, sich darüber zu äußern, welche Rolle sie indem neuen Westpakt zu spielen gedenke, der unter Umständen abgeschlossen werden solle, und welche Rückwirkungen ihrer Ansicht nach die neue politische Orientierung Belgiens a u f die Abkommen der Generalstäbe beider Länder haben könnte. Ebenso müsse klargestellt werden, welche Haltung Belgien gegenüber dem Völkerbundspakt einzunehmen beabsichtige, besonders im Hinblick auf die Bestimmungen von Artikel 16, der die Zusammenarbeit sämtlicher Mitglieder des Völkerbundes gegen einen Angreifer organisiere. Inzwischen werde die französische Regierung sich mit der englischen Regierung ins Benehmen setzen. Frankreich und der Kommunismus. „Gazeta Polska" stellt bedeutsamen Stimrirungsumschwung fest. vorher in Kenntnis zu setzen. Die belgische Neutralität sei nicht so auszulegen, als schließe sie die Möglichkeit von General stabsverhand- langen mit anderen Ländern vollständig aus. Eine Jsolierungspolitik Belgiens fei unwahrscheinlich; Belgien könne niemals feine Sicherheit allein auf feiner Stärke aufbauen. „Times" glaubt, einen der Gründe für die jetzige Politik darin sehen zu können, daß Belgien den französisch-sowjetrussischen Pakt und seine möglichen Rückwirkungen nicht schätze. „Daily Mail" führt die belgische' Neutralitätspolitik auf die Taktik Sowjetrußlands zurück. Belgische Minister hätten ben Franco-Sowjetpakt nie geliebt. Die Rede des Königs wird als eine Warnung an Europa bezeichnet, daß Belgien keine weiteren Verpflichtungen übernehmen wolle. „Daily Expreß" behauptet, daß her belgische Schritt von der Opposition aus Flamen, Rexisten, belgischen Katholiken und Liberalen erzwungen worden sei. Das Ausbrechen aus der französischen Front sei her letzte Stoß gegen den zusammenbrechenden Völkerbund. „Daily Herald" schreibt, daß Frankreich, wenn die Neutralitätspolitik Belgiens auf dem her Sowjets, Europa zu beherrschen, habe die Sicherheitskrise beschleunigt. Vielleicht konnte habet doch noch etwas gutes herauskommen, wenn man den Mut habe, mit allen diesen Trümmern einer nicht einmal großen Vergangenheit aufzuräu» men, denn mas System her Nachkriegszeit habe nie geklappt. Die „Journee Industrielle" meint: Belgien kehre nicht zu der entwaffneten Neutralität der Vorkriegszeit zurück, sondern zu einer gerüsteten Neutralität. Nichts fei ungeschickter, als ben belgischen Freunden eine Haltung zu verargen, zu der die französischen diplomatischen Fehler und die politische Unordnung in Frankreich Gründe beigebracht hätten. Im „F i g a r o" erklärt Wladimir d'Ormesson, an dem Kurswechsel in Belgien könne man ermessen, wieviel Frankreich seit dem 7. März 1936 verloren habe, und welche Verheerungen bte französische Innenpolitik in her außenpolitischen Stellung Frankreichs angerichtet habe. Belgien wolle sich vor allem von dem französisch- sowjetrussischen Zusammengehen frei machen. Wer vom Kommunismus spreche, gehe daran zugrunde. Vielleicht öffne aber die peinliche Warnung des Königs Leopold den Franzosen die Augen. Die kommunistische r a g e be» herrsche heutzutage alle in Europa, Auch Frankreich dürfe sie nicht mehr auf die leichte Schulter nehmen. _ _ , ™ , ■ „Echo be Paris" erklärt: Der Bruch Belgiens mit hem französischen System bezeuge die tief- gehenbeZersetzung tiefes Systems. Die Fne» densverträge hätten überhaupt kaum eine anbere Grundlage als bieses System. Man habe nach hem polnischen Kurswechsel von 1934 ein Versagen Irgenbeines Staates derKleinenEntente erwarten können, aber niemand habe damit rechnen können, bah ein unmittelbarer Nachbar- ft a a t aus her Reihe breche. Man müsse jetzt be- fürchten, baß Polen und Rumänien eine fatale Anregung erhielten. erreichen. Als solche kämen in Frage hie Mobilmachung her jetzt ftreifenben Arbeiter ober die Säuberung ber Fabrik von her Streik- besetzung unb die Einsetzung von entsprechenhen Facharbeitern ber Arsenale; wahrscheinlich werbe man ben letzteren Weg wählen. Neun Zehntel ber Belegschaft des Werkes, im ganzen 1250 Arbeiter unb 400 Angestellte, Zeichner, Ingenieure ufro., sollen übrigens arbeitswillig fein unb nur die Machenschaften von fünf anarchistischen Hetzern verhinderten die Wiederaufnahme ber Arbeit. Verschärfung des Streiks der Seineschiffer. Poris, 16. Okt. (DNB. Funkspruch.) Der seit dem 21. September dauernde Streik der Sein^-Fluß- schiffahrt hat an zahlreiche Stellen zur Sperrung der Seine durch die zusammengelegten Reihen von Schiffskähnen und Schleppern geführt. Die Behörden sollen bereits Anweisung gegeben ha- ben, die in Frankreich verfügbaren unb burch ben Güterverkehr überall zerstreuten T a n k e i s e n - bahnwagen um die Hauvtstadt zusammenzuzie- hen, um nötigenfalls hie Versorgung von Paris mit Treibstoffen sicherzustellen. Im Seinehafen von Rouen haben streikende Flußschiffer einen Schleppei-, dessen Mannschaft sich nicht am Ausstand beteiligt hatte, gewa11samin die Sverre geschleppt. Nur noch drei Schlepper versehen den Dienst zwischen Le Havre und Rouen. Es sollen Maßnahmen getroffen worden sein, um zu verhüten, daß die Streikenden sich auch noch dieser drei Dampfer bemächtigten. In Rouen sind nicht weniger als 16 Schiffssperren quer über bte Seine gelegt. Die beiben Fernverkehrsverbindungen Paris —Rouen—Lonbon unb Paris—Rouen—Rotterdam haben den Derkehr eingestellt. Verhandlungswege nicht geändert werden könne, eine neue Verteidigungslinie von 200 M e i l en aufbauen müsse. Man nehme an, daß der französische Generalstab sich sehr bald mit der neuen Aktion befassen werde. Die britische Regierung erwarte jedoch, baß Belgien keinen Schritt unternehmen werbe, ehe nicht Verhandlungen statt- gesunden hätten. pariser Selbsterkennlms? Die Folgen des Zusammengehens mit dem Bolschewismus. Paris, 16. Okt. (DNB. Funkspruch.) Die Haltung der Pariser Morgenpresse gegenüber Brüssel ist auf Grund einer Parole des Quai d'Orsay beträchtlich sanfter geworden. Das kommt auch in einer Aeußerung des Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses der Kammer, des Abgeordneten Mistler, im „Journal" zum Ausdruck. Der belgische Kurswechsel könnte dem Gedanken, den sich viele Franzosen von ber überlieferten französisch- belgischen Freundschaft gemacht hätten, widerspre- chen, aber er entspreche tatsächlich her Auffassung von zwei Drittel her bei« gischen öffentlichen Meinung. Seit bem Vertrage von Versailles sei viel Zeit vergangen, nur ber französische Rechtsformalismus bringe den Franzosen solche unangenehme Erfahrungen ein, wie die mit Belgien. General Az an schreibt im gleichen Blatt: Belgien werde neutral fein, es bleibe aber der Freund Frankreichs, auch wenn es nicht mehr sein Verbündeter sei. Die Neutralität Belgiens nach allen Seiten könne Frankreich nicht benachteiligen. An anderer Stelle schreibt das Blatt: Das ganze Locarno-System sei verfälscht worden, weil man Sowjetrußland habe einführen wollen, das nicht mit Deutschland benachbart fei und sich a l 5 Unruhestifter erwiesen habe. Die Absicht „Eine 3nfel des Friedens." Belgische Pressestimmen zur Erklärung des Königs. Brüssel, 16. Okt. (DNB.) Die Rede, in der der belgische König die neue Richtung der belgi» chen Außen- und Militärpolitik für die Zukunft eindeutig festgelegt hat, hat auf die belgische Oeffentlichkeit einen tiefen Eindruck gemacht. Mit größter Entrüstung wendet sich die |onft sranzo- enfreundliche Nation Beige gegen die un- achliche Stellungnahme der Pariser Presse, der das Blatt entgegenhält, daß das „unheilvolle" fran - zosisch-sowjetrussische Abkom m e n ben Verteidigern bes französisch-belgischen Bündnisses ihre Aufgabe besonders schwer gemacht habe. Die belgische öffentliche Meinung, die nicht einen Augenblick daran gedacht habe, auf die Verteidigung des belgischen Gebietes zu verzichten, habe sich entsetzt bei dem Gedanken, daß Belgien in einen Krieg verwickelt werden könne, um der schönen Augen der Sowjets wil- l e n. Das seien die Befürchtungen gewesen, denen die Rede des Königs entspreche. Das große Börsenblatt „Echo de la B o u r f e" sagt u. a., im Ausland schreibe man der Rede eine gewaltige Bedeutung zu. Das sei wichtig, aber in erster Linie sei die Rede für Belgien von ungeheurer Tragweite. Das Ausland wisse nunmehr, daß Belgien eine Insel bes Friedens und ber Ruhe bleiben wolle. Belgien wolle den Frieden. Es wolle nicht mehr in die Prestige- Auseinandersetzungen der Großmächte verwickelt werden. Keine Lösung von den internationalen Verpflichtungen. Paris, 16. Okt. (DNB.) Der Brüsseler Havas- uertreter will in belgischen diplomatischen Kreisen folgende Auslegung der Rede König Leopolds erhalten haben: Belgien denke nicht daran, feine internationalenVerpflich- tungen in den Papierkorb zu werfen. Es beabsichtige also nicht, sich vom Völkerbund zurückzu- ziehen. Zwischen dem früheren im Locarnovertrag enthaltenen Verpflichtungen und den Verpflichtungen des Völkerbundspaktes sei aber ein Spielraum vorhanden. Die belgische Regierung prüfe daher, wieweit sie sich feftlegen solle innerhalb der Grenzen, die einmal vom Völker- bunbspaft und zum anderen von den etwa später zu übernehmenden Verpflichtungen gezogen würden, mit anderen Worten, für Belgien handele es sich einzig und allein darum, festzustellen, inwieweit es d u r ch d i e Unterzeichnung eines neuen Westpaktes über die Verpflichtungen aus dem Völkerbundspakt hinausgehen müßte. Die diplomatischen Kreise Belgiens erklärten, daß Belgien, falls es an einem neuen Westpakt nur als garantierte, nicht aber als garantierende Macht teilnehme, sich dennoch an die Völkerbundsverpflichtungen gebunden halten würde unb folglich nicht baran benke, die Grundsätze ber kollektiven Sicherheit ,zu verwerfen. Belgien will seine Neutralität durch eigene Krast sichern Oie Rede König Leopolds zur Erhöhung der Militärdienstzeii findet in Paris und London lebhaftes Echo. Warschau, 16. Okt. (DNB. Funkspruch.) einem Pariser Artikel der „Gazeta Polska" wird hervorgehoben, wie stark sich seit bem Mai die Stimmung in Frankreich gegenüber der Volksfront" geändert habe. Es habe sich jetzt die lieber« zeugung gefestigt, baß ber Kommunismus in kurzer Zeit auf ber ganzen Linie bankrott gemacht habe, in ber auswärtigen Politik, wie in ber Sozial-, Wirtschafts- unb Finanzpolitik. Der Kommunismus fei zweifellos durch ben Verlauf ber Ereignisse in Spanien Diskreditiert worden. Der sowjetrussisch-französische Pakt zeige sich von Tag zu Tag mehr als riskante und gefährliche Unternehmung. Die französische Presse könne nicht verschweigen, daß die „verbündete" Sowjetdiplomatie systematisch Frankreich in Genf und außerhalb Genfs erhebliche Schwierigkeiten mache. Das gelte ebenso für die Fünfmächtekonferenz wie für die Neutrali- tät gegenüber Spanien. Nun bemühten sich die Kommunisten, ernsthaft Zwischenfälle an ber Rheingrenze hervorzurufen. Die französische Oeffentlichkeit, die sich mit der Frankenabwertung habe abfinden müssen, glaube nicht an eine günstige Weiterentwicklung, wenn nicht der Kommunismus als Regierungsfaktor in Frankreich liquidiert werde. richs des Großen Die „Adolf-Hitler-Jugendherberae" in Berchtesgaden wird in diesen Tagen ihre Tore öffnen. (M.-Brldarchiv-Jugendherbergsverband.) der mit beiden den steht. Am sausenden Webstuhl der Zeit Wie das Wappen-Abzeichen des Winterhilsswerks entstand. Schaffende sammeln - Schaffende geben. Ein Aufruf Dr. Leys zur ersten Reichsstraßensammlung des WSW. den hin, die der neue Vierjahresplan des Führers auch der Versicherungswirtschaft stelle. Pg. ß f n = cer- der Leiter der RBG Banken und Versicherungen, stellte fest, daß von der Reichsarbeits - ragung starke Impulse für die zukünftige Arbeit ausgehen würden. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley erklärte, entscheidend ist, ob die Menschen den Willen und die Kraft haben, ihre Sorgen zu meistern. Diese Kraft haben wir, weil Deutschland eine dem neuen Pflichtbewußtsein heraus die Selbstverständlichkeit erwächst, daß jeder Hitlerjunge und Pimpf sich das aneignet, was er für sein zukünftiges Leben an Wissen benötigt. Es ist an der Zeit, daß der Ballast des toten Wissens über Bord geworfen wird. Der Inhalt der Schulung des Jungvolks ist das Leben des Führers, und das Ziel ist, sich nach dem Leben des größten Deutschen, der in der Gegenwart wirkt, auszurichten. Aus diesem Grund soll jährlich am 20. April, am Ge- )me des Jungvolks in die 5- I. in der Marienburg stattfinden, wo am 2 4. Januar 1 9 3 5, dem Todestag Herbert N o r k u s , der zugleich der Geburtstag Friedrichs desGroßen ist, die Jungbannfahnen geweiht wurden. Dieser Akt soll eine symbolische Verbindung Herstellen zu den alten Ritterburgen, die das Sinnbild der Kraft und Stärke waren und dem Leben des Führers, denn der Osten ist uns ein Sinnbild der Zucht, der Treue, der Kraft und des Glaubens. Die Schulung der HI. ist eine bewußt politische; sie ist ausgerichtet auf die jährlich am 9. November in München vor der Feld- herrnhalle erfolgende Uebernahme der jüngsten Kämpfer der Bewegung in die Partei. Nach Ab- Der Stabsführer ging dann vor allem auf den Neubau von Heimen und Häusern für die Jugend ein. In diesen Bauten soll die in der HI. wohnende schöpferische Kraft zum Ausdruck kommen. Wenn auch nicht überall sofort mit dem Bau von Heimen und der für den Dienstbetrieb der HI. unbedingt notwendigen Räume begonnen werden kann, so muß die Hitlerjugend sich selbst Thüringen, das grüne Herz Deutschlands, hat mit der wtedererstandenen Camburg an der Saale eine Jugendburg erholtem Jugendherbergen als Erziehungsstätten im Geiste der Hitler-Jugend. Zur Weihe der Herbergsneubauten durch den Reichsjugendführer. Me Hiller-Zugend Erziehungsgemeinschast der deutschen lügend Stabsführer Lauterbacher vor der Iungvolkführerschast des Gebietes Hesten-Tlastau. im Bereich dieses Bezirkes im Laufe der Jahrhunderte geschaffen worden sind. Die Jugendherbergen bringen die Jugend, die durch sie hindurchgeht, mit der Kultur des betreffenden Landstriches in Berührung und erfüllen so eine hohe kulturelle Aufgabe. Im gemeinsamen Dienst wird ein großer Einfluß auf die Bildung des jungen Menschen ausgeübt. Um so mehr als der Nationalsozialismus und feine Jugendorganisation die in Systemzeiten zur Verhetzung der Jugend ausgenutzten Jugendherbergen in seine Obhut genommen und mit neuer, fester Zielsetzung erfüllt hat. Die Hitler- Jugend will auch hier zu einer Haltung erziehen, die allein vom Politischen her verstanden werden kann. Sie hat sie zu politischen E r - ziehungsstätten umgeformt, die über das Erlebnis der Gemeinschaft zum Erlebnis unserer Weltanschauung führen sollen. Einstmals flüchtete eine Jugend, die allein in der Natur ihre „Ideale" verwirklicht sah, in die Jugendherbergen, heute tragen sie das Gesicht einer politischen Jugend, die „Politik" nicht mehr als ein Vorrecht der Erwachsenen, sondern als einen lebendigen und selbstverständlichen Begriff erlebt hat, der alle Lebensäußerunaen sowohl des einzelnen als auch der Gemeinschaft umfaßt. Aus diesen Gründen darf kein S t i l l st a n d im Bau von würdigen Herbergen eintreten. Und man wird mit besonderer Freude verzeichnen, daß auch schon einige Landesverbände wieder Grund st ein Am kommenden Sonntag, 18. Oktober, weiht der Reichsjugendführer Baldur v. S ch i r a ch die Adolf- Hitler-Jugendherberge in Berchtesgaden und mit ihr 48 andere Herbergs neubauten im ganzen Reich. Das Deutsche Jugendherbergswerk weiht am 18. Oktober wieder wie alljährlich überall im Reich zahlreiche neue Jugendherbergen ein. Auch die Richtfeste der noch im Bau befindlichen Herbergen und neue Grundsteinlegungen werden an diesem Tage vorgenommen. Insgesamt wurden 49 neue Jugendherbergen In diesem Jahre mit einem Aufwand von zusammen 1 700 000 Mark fertiggestellt. In erster Linie hatten die Erfolge der Reichsstraßensammlung des Jugendherbergswerkes die Möglichkeit eröffnet, diese neuen Jugend- herbergen zu bauen. Ihre Fertigstellung ist gleichzeitig der Dank der Jugend an das ganze Volk, das mit seinen kleinen und großen Opfern an diesem Werk beteiligt ist. Jeder Volksgenosse, der einen Zehner spendete, hat einen Baustein beigetragen und der Jugend diese Stätten der Erholung und Kameradschaft, die Mittelpunkte neuer Erziehungsarbeit werden sollen, mit schaffen geholfen. Es mag Leute geben, die den gewaltigen Umfang und die politische Bedeutung des Jugendherbergswerkes noch nicht erkannt haben. Soweit überhaupt trockene Zahlen ein Bild von der wachsenden Ausnutzung der Jugendherbergen vermitteln können, mögen sie hier angeführt sein. Die Zahl der U e b e r n a ch t u n a en hat sich von 4,6 Millionen im Jahre 1933 auf 5,8 Millionen 1934 und 6,57 Millionen im Jahre 1935 erhöht. Em geschlossen in diese letzte Ziffer sind 106 300 Uebernachtungen von Ausländern, die auf ihren Fahrten durch deutsches Land diese in solchem Umfang nur in Deutschland vorhandene Möglichkeit benützt haben. Gleichzeitig lernten sie wie nirgends sonst das Wesen der deutschen Jugend dort kennen, wo es am besten zum Ausdruck kommt. Allein aus dieser Tatsache erhellt die Wichtigkeit dieser Stätten der jungen Generation, denn welcher junge Ausländer hätte nicht begeistert in seiner Heimat von den Eindrücken gesprochen, die ihm hier vermittelt werden konnten. Die Zahl der ausgegebenen Wandergutscheine hat sich von 16 000 im Jahre 1932 mit einem Gesamtwert von 3 200 RM. auf 1570 000 im Werte von 314 000 RM. im Jahre 1935 vermehrt. Damit ist nicht etwa ein Höhepunkt erreicht, der nicht mehr überschritten werden könnte. Im Gegenteil. Die Uebernachtungsziffern sind ständig im Wachsen begriffen. Die Jugendher- bergen aber dienen nicht nur Uebernachtungszwek- len, sondern sie haben eine immer größere Bedeutung als Mittelpunkt von Schulungslehrgängen und Lagern aller Art gefunden. Sie sind der Sammelpunkt und das Kraftzentrum der örtlichen Hitler-Jugend- und Iung- volk-Einheiten geworden. In den Jugendherbergen sollen die Jungen und Mädel aus den verschiedensten Gauen des Reiches vertraut gemacht werden mit der Seele der Landschaft und mit den kulturellen Werten, die Voll Bewunderung nimmt man die schmucken W e b a b z e i ch e n , mit denen das Winterhilfswerk in diesem Jahre (am 17. und 18. Oktobe r) den Feldzug gegen Hunger und Kälte eröffnet, zur Hand. Die Webabzeichen stellen je e i n W a p p e n der zwölf deutschen Grenzgaue dar; indem man ihre bunte Vielgestaltigkeit betrachtet, sinnt man unversehens darüber nach, und fragt sich, wieviel Kunstfertigkeit und Fleiß wohl am Werke gewesen sein müssen, um diese von Meisterhand entworfenen Webstücke erstehen zu lassen, und wie sie wohl überhaupt entstanden sind? Es ist gar nicht so leicht, sich klar zu machen, wieviel tausend geschickte Handgriffe und wieviel sinnreich erdachte Maschinen vonnöten sind, ein solches Webabzeichen herzustellen. Zunächst, bevor das Weben beginnen kann, muß im Zeichensaal der Weberei eine „Patrone" hergestellt werden. Das ist eine auf Millimeterpapier gezeichnete, vielfache Vergrößerung des Urentwurfes. Diese Patrone dient dem „Kartenschläger" als Vorlage beim Schlagen der „Karten" auf der Kartenschlagmaschine. In starke, etwa 30 Zentimeter lange und 8 Zentimeter breite Pappstreifen werden Löcher geschlagen, die den einzelnen „F i g u r e n s a r b e n" auf der Patrone genau entsprechen. Für jede Figurenfarbe muß eine besondere Karte geschlagen werden, so daß die Anzahl der für ein Muster benötigten Karten in die Hunderte, ja in die Tausende geht. Das Bayernwappen zum Beispiel erfordert etwa 550 Karten! Die Karten werden alsdann auf einer Kartennähmaschine zu einem endlosen „K a r t e n b a n d" aneinandergenäht und kommen nun auf den B a n d st u h l, auf die „Jacquardmaschine", die einst der kluge Weber Jacquard erfunden hat. Doch wie verwirrt uns ein solcher Webstuhl! Wie finden wir uns nur zurecht? Wer von uns weiß denn, daß man die Längsfäden eines Gewebes ,die Kette', die Querfäden aber ,den Schuß' nennt? Beides müssen wir gut auseinanderhalten! Die Kette also die Zusammenfassung aller Schluß der Winterarbeit werden jeweils in allen Gebieten die großen Führertagungen stehen, nach deren Beendigung ein achttägiges Lager der Bann- und Jungbannführer des Reiches statt- findet. Dadurch haben wir eine bestimmte Ordnung in unserer Arbeit und dem Ablauf des Jahres ge- schaffen. — Mit dem Lied „Reißt unsere Fahnen am Mast empor" wurde der eindrucksvolle Appell beschlossen. den Charakter des jungen Menschen zu formen j burtstag des Führers, die feierliche Ueber- und ihn körperlich so zu ertüchtigen, daß man nah " k '' 07 ein Mindestmaß körperlicher Leistungen von ii)m ordern kann. Die Hauptaufgabe ist aber, aus der urigen Gemeinschaft der HI. heraus den einzelnen um Nationalsozialisten zu erziehen. Wir müssen aus dem Erlebnis der Gemeinschaft heraus zur Haltung kommen und lehnen deshalb alle Menschen ab. die mit dem Gehirn Nationalsozialisten sind. Der Nationalsozialismus will mitHerzund Gemüt erfaßt fein. Die Frage der Kürzung der Schulzeit ist für die HI. insofern kein Problem, weil aus dem neuen Erleben in der Gemeinschajt und aus Berlin, 15. Okt. (DNB.) Dr. Ley hat zur er st en Reichsstraßensammlung des W H W folgenden Aufruf erlassen: „Am 17. und 18. Oktober führt die Deutsche Arbeitsfront die erste Reichsstraßensammlung des Winterhilfswerkes 1936/37 durch. Die Deutsche Arbeitsfront wird sich mit a l l e n z u r Verfügung stehenden Mitteln einsetzen, daß der gewaltige Erfolg, der bei Abschluß des Winterhilfswerkes 1935/36 erzielt wurde, noch übertroffen wird. Wir sind stolz und glücklich, daß wir den Anfang machen können. Der Zeitpunkt unseres Einsatzes entspricht dem Kraftbewußtsein der Deutschen Arbeitsfront und ihrer Bereitschaft, jedem Ruf in jedem Augenblick freudigen Herzens Folge zu leisten. Das deutsche Winterhilfswerk ist höchster Ausdruck der unlösbaren Gemeinschaft des deutschen Volkes, die Pflege des Gemeinschaftsgedankens gehört zum stolzesten Ideengut der Deutschen Arbeitsfront. Ich weiß, daß jeder von der Deutschen Arbeitsfront als Sendbote der Volksgemeinschaft hinausgehende Sammler seine ganze Kraft einsetzt, um ein überwältigendes Ergebnis der ersten Reichsstraßensammlung zu erzielen. Männer und Frauen der Arbeit: Wir wollen uns damit nicht den Himmel verdienen, sondern wir tun olles aus unserer nationalsozialistischen Pflicht. Die Parole für die Millionen arbeitender Deutscher lautet: Schaffende sammeln — Schaffende geben!" befestigt, daß jeder einzelne Kettenfaden durch die winzigen Metallösen des ,Harnisches' gezogen wird; wahrlich eine saure Arbeit, die Geduld und scharfe Augen verlangt. Der Harnisch nun besteht aus starken Fäden, die sich zu einem auf dem Webstuhl sitzenden Abtastgerät, an dem das endlose Kartenband vorbeiläuft, binaufziehen. Ein Satz starker, waagerecht angebrachter Nadeln stößt gegen die sich vorlegende Karte des Kartenbandes. Treffen die Nadeln ein Kartenloch, so hebt ein dadurch ausgelöster Hebel einen Faden des Harnisches, der wiederum den entsprechenden Faden der ,Kette' anzieht und somit dem ,S p u l s ch i f s ch e n' mit dem .Schußgarn' Raum zum Durchgang zwischen den hochgezogenen und den liegengebliebenen Fäden der ,Kette' freigibt. Ist das Spulschiffchen, auch Weberschiffchen oder ,S ch ü tz e' genannt, (weil er ,schießt') hindurch, dann preßt ein mit einem feinen Stahlkamm versehener Kammbalken die .Schußfäden' fest und dicht aneinander. ,Kette' und .Schuß' haben sich gefunden und — das Gewebe ist fertig. So ist also das Weben doch ganz einfach? Nun: wer sich nur ein wenig den verzwickten Lauf der „Kette" und des „Schusses" auf dem Webstuhl vor- stellt, wer sich im Geist gar vor ihn hinstellt, wer das Gewirr und das Durcheinander, das Heben und das Senken der Stangen und Geräteteile, das Jneinandergreifen der feinen und feinsten Glieder und Hebel beobachtet, dem kommt ganz sicherlich eine grenzenlose Hochachtung an! Und wer noch ein wenig weiterdenkt, der sieht in dem Auf und Ab, in dem Hin und Her, in dem Miteinander und Füreinander und in dem rastlosen Schaffen und „Wirken" eines solchen Webstuhls auch zuletzt ein tiefergreifendes Sinnbild unserer Tage. Denn: schaffen wir, um mit Goethes Faust zu sprechen, nicht alle in unserer deutschen Dolksgemein- schast, der wir besonders in der Winterzeit ergeben sind, als „Kette" und „Schuß" am sausenden Webstuhl der Zeit? Festung geworden ist. Wir danken es dem Führer, daß er die Parole ausgab: Der Kampf geht weiter gegen den Bolschewismus. Das Volk hat sich formiert Der Feind ist der Jude, der Feind ist der Bolschewismus. Moskau hat seinen Kampf bereits verloren. In allen Völkern stehen mutige Männer auf, für die das Beispiel Adolf Hitlers maßgebend ist. Moskau ist auf dem Rückzüge." 316(3. Am 4. Tag des großen Jungvolkfuhrer- lagers des Gebietes Heffen-Naffau in Fried- berg sprach der Stabsführer der Reichsmgend. sührung Hartmann Lauterbacher. Er bescha,- tigte sich m,t den Erzieh» n g s Problemen an der deutschen Jugend. Die HI. übernahm die Verpflichtung, aus dem Erlebnis des Kampfes heraus den jungen deutschen Menschen neu zu formen: sie ist eine E r z i e h u n g s g e m e, n - schast im wahrsten Sinne d°- Wortes Gerad- d a s I u n g v ° l k als ein we entlicher Bestandteil der fiT ist in seiner Art und Arbeit em schlagender M1 ‘für das^gewattig- Erziehungsmer der Hitlerjugend. Stil und Haltung find bei der HI. schon heute, nach verhältnismäßig kurzer Zeit. deutlich sichtbar. Wenn unser- P"uple -tw°s gestalten, dann ist das alles neu. Zwar haben früher Ju- qendbundc ebenfalls Veranstaltungen durchgesuhrt, und doch gestalten unsere P-Wpf °nd°rs und völlig neu. Schon in seiner Kleidung bringt der Vimvl -rum Ausdruck, daß er nicht mehr oas Mutteksöhnchen von einst ist. Selbst der,Plmps, der erst ein Jahr durch die Erziehungsschule der JH ”en"b ‘?'° Sa nlifch »ie »in st^nV-A bei aller Freude an seiner Jugend und seinem Leben e i n I - l bst b - w u Mer UN d st a r - r Me ns ch, Längsfäden, roirb dadurch auf dem Webstuhl ' >ß jeder einzelne Kettenfaden durch Metallösen des ,H a r n i s ch e s' gezr Das Haupamt für Handwerk und Handel der NSDAP, wendet sich mit einem Ausruf zur ersten Reichsstraßensammlung an die Oessentlich- feit, in dem es u. a. heißt: Daß sich am 17. und 18. Oktober die große Organisation aller Schaffenden, die Deutsche Arbeitsfront, mit ihren Waltern, Warten und Mitgliedern am Anfang des Winterhilsswerks für die Sammlung zur Verfügung stellt, kann erneut als ein Zeichen dafür angesehen werden, daß die Deutsche Arbeitsfront in allen sozialen Belangen des deutschen Volkes sich mit ihrer ganzen Kraft einsetzt. Sie stellt die Front all derer dar, die entschlossen sind, am Ausbau eines neuen Deutschlands mitzuarbeiten. Betriebsführer und G e f o l g s ch a f t s a n g e h ö r i g e im Handwerk und Handel! Ich weiß, daß ihr euch nicht nur am 17. und 18. Oktober, sondern während des ganzen Winterfeldzuges im Kampf gegen Hunger und Kälte mit eurer vollen Kraft und Verantwortung einsetzen werdet. Ihr werdet nicht nur selbst opfern und Vorbild in der finanziellen Hilfeleistung sein, sondern ihr werdet euch jederzeit auch persönlich in den Dien st dieser großen Dolkshilfe stellen. Setzt alles darein, daß ihr euch dieses Sammelergebnisses nicht zu schämen braucht! Wetteifert miteinander um das beste Ergebnis! Seid stets Vorbild in diesem sozialen Leistungswettkampf des deutschen Volkes. (Gsz.) Dr. v. Renteln. mit den einfachsten Mitteln und Voraussetzungen eine Zwischenlösung schaffen. Wenn hie und da von der Hitlerjugend behauptet wird, sie sei Gegner der Schule und ihrer Träger, sowie Gegner jeder wissenschaftlichen Erziehung, so ist das ebenso falsch, als wenn behauptet wird, die HI. sei der Auffassung, daß sie ein 100prozentiger Ersatz für die Schule sein könne. Neben dem Erziehungsfaktor Elternhaus stehen die Schule und die HI. Wir sehen die Ausgabe der Schule und unterscheiden eine schulische und eine außerschulische Erziehung. Wenn wir von einer schulischen Erziehung sprechen, dann meinen wir die Vermittlung des Wissens, das notwendig ist für den jungen Menschen, um in seinem späteren Leben an irgendeiner Stelle der Wirtschaft ober des Staates ober ber Partei seine Funktion zu erfüllen. Die HI. kann nie bie Aufgabe haben, bem jungen Menschen Wist k t e r u n o v a c i e i Mi * u i uj, sen beizuvringen. Sie hat einen erzieherischen lüften f e ft auf bem Bo -1Auftrag ber Nation unb bes Staates erhalten. ° ' Die Hitlerjugenb hat bie Aufgabe übernommen, l; >6- 'M unzi PALMOLIVE SEIFE. ' die Thie/n Teint dun end and ^eMn/adt edaz/t/ 3 u neuen Gebäuden gelegt haben, die im nächsten Jahr fertiggestcllt sein werden. Der Stil all dieser neuen Jugendherbergen ist einfach, aber nicht primitiv. Er sieht als wesentlichstes Moment das Gefühl der Heimstätte an, das dem Jugendlichen vermittelt werden muß. Kein Primitivitätskult — aber auch keine Hotels, Petroleumfunzel und faulige Strohschütten, sowie den Herbergsvater mit wallenden Haaren und Sandaletten wird man in den nationalsozialistischen Jugendherbergen nicht mehr finden. Sie tragen den Ausdruck eines neuen Stilempfindens, das klare und einfache Gesicht der Hitler-Jugend. Zugleich sind sie ein Bestandteil der Landschaft und erfüllen architektonisch den Wunsch nach einer neuen und doch auf Volkstum und Ueberlieferung fußenden Baugestalt. Der Baustil ihrer Landschaft und des dazugehörigen Volkstums wird weiterentwickelt zum neuen Herberastyp, wie ihn etwa die Adolf-Hitler-Jugend- herberge in Berchtesgaden oder die Baldur-v. Schirach- Jugendherberge in Urfeld verkörpern. So gehören die Jugendherbergen in die Reihe jener Kräfte, die im Geiste der Hitler-Jugend an der Erreichung eines neuen Bildungsziels arbeiten und zu den Faktoren, die entscheidenden Einfluß auf die Gestaltung unseres volklichen Seins ausüben. Wbg. StarkerAuSländerbesuch in denZugend- herbergen des Rhein-Main-Gebietes. Bereits 1935 wurde eine starke Benutzung der rhein-maini s ch en Jugendherbergen durch ausländische Gruppen festgestellt. Das Jahr 1936 brachte eine weitere erfreuliche Steigerung. Bis Ende September betrug in den rhein-mainischen Jugendherbergen die Uebernach- tungszahl ausländischer Besucher 1 9560, die sich auf die einzelnen Länder wie folgt verteilen: England 5728, Dänemark 3304, Amerika 2083, Holland 3390, Belgien 932, Schweden 875, Norwegen 534, Schottland 412, Tschechoslowakei 378, Frankreich 312, Schweiz 271, Oesterreich 116, Ungarn 112, Luxemburg 74, Polen 103, Irland 38, Lettland 44, Rumänien 44, sonstige Ausländer 198. graphische Grundlagen, weltanschauliche Triebfedern — Karl Pintschovius: Die seelische Widerstandskraft im modernen Kriege. — Otto Rombach: Der Ikarus von Ulm. — Das festliche Jahr. Ein Lesebllchlein vom Königswuster- häuser Landboten. — Bilderbücher: Luise Staudt-Zoerb: Die Fenster auf, die Herzen auf. Für das deutsche Frauenwerk herausgegeben. — Neuauflagen: Erich Beier-Lindhardt: Das Buch vom Führer für die deutsche Jugend. — Bruno Nelissen Haken: Herrn Schmidt sein Dackel „Haidjer". Aus aller Wett. Explosionsunglück in Worms. 4 Tote, drei Schwerverletzte. Lpd. Worms, 14. Off. Am Willwochnachmittag ereignete sich in der Chemischen Fabrik „Delta" ein schweres Lxplosionsun- glück. Aus noch unbekannter Ursache explodierte eine Staubkammer. Die darüber befindlichen Be- lriebsräume standen im Augenblick in hellen Flammen. Sanilätswache und Feuerwehr waren schnell zur Stelle, um die von den Flammen schwerverletzten Verunglückten zu bergen. Sieben Belegschaftsangehörige mußten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Sechs von ihnen haben schwere Verbrennungswunden erlitten. Der entstandene Brand konnte in kurzer Zeit gelöscht werden. Vach einer späteren Meldung sind von den 7 schwerverletzten Arbeitern in der Rächt zum Donnerstag leider vier verstorben. Der Zustand der übrigen drei Verletzten ist sehr ernst. Bei den Opfern des Unglücks handelt es sich um die Arbeiter Georg Rempel aus Hochheim, Ludwig Acker aus Herrnsheim und Adam Völker aus Worms, die alle drei verheiratet sind, sowie um den 15 Jahre alten Hermann Kiefer aus Bensheim. Internationale Automobilausslellung in London. In London wurde die 30. Internationale Automobilausstellung eröffnet. Mit 530 Ausstellungsstücken hat die Ausstellung ziffernmäßig einen neuen Rekord erreicht. Neben den 30 englischen Kraftwagenfabriken sind 24 ausländische Firmen vertreten, darunter Daimler-Benz, Auto-Union, Adler und BMW. Bemerkenswert ist, daß wahrscheinlich aus Raummangel keine Lastkraftwagen ausgestellt sind. Am Tage der Eröffnung bekundete das Publikum auch an den deutschen Ständen größtes Interesse. Der Ausstellung sind auch Abteilungen für Motorboote, Wochenendanhänger und Zubehörteile angegliedert. Vor der Eröffnung veranstaltete Direktor Merlin (München) einen Empfang, wobei er der Presse einen Ueberblick über die Motorisierung in Deutschland und über die Reichsautobahnen gab. Blutige religiöse Unruhen in Bombay. Nach einer längeren Ruhepause sind in Bombay wieder einmal religiöse Unruhen ausgebrochen. Im Byculla-Bezirk von Bombay haben die Hindus nämlich in der Nähe einer mohammedanischen Moschee den Bau eines Tempels begonnen. Das gab den Anlaß zu einem Kampf zwischen Hindus und Moslems, der mit Steinen und Messern geführt wurde. Der Straßenbahnverkehr wurde unterbrochen. Nach kurzer Zeit hatten sich die Kämpfe auch auf andere Stadtteile ausgedehnt. Ein Teil der Bevölkerung verschanzte sich, von Panik ergriffen, in den Wohnungen.Jm Laufe der schweren Zusammenstöße sah sich die Polizei gezwungen, an vier verschiedenen Stellen der Stadt gegen die Kämpfenden vorzugehen. Die Krankenhäuser müssen mit Hochdruck arbeiten, um die zahlreichen Verletzten schnell behandeln zu können. Die Gesamtzahl der Toten wurde bisher mit 14, die der Verletzten mit 170 genannt. Hundert Personen wurden verhaftet. Großfeuer in einem Saloniker Krankenhaus. Das mit 600 Kranken belegte städtische Krankenhaus in Saloniki wurde durcheinGrohfeuer z e r st ö r t. Während des Brandes entstand eine unbeschreibliche Panik, trotzdem gelang es aber, die meisten Kranken, von denen viele ohnmächtig wurden oder Verletzungen davontrugen, zu retten. Vier Kranke fielen dem Brande zum Opfer. Der griechische Minister für Volkswohlfahrt wird in Saloniki erwartet. Rekordflug England—Reuseeland geglückt. Die englische Fliegerin Jane Batten, die vor einigen Tagen zu einem Alleinflug Eng- l a n d—N euseeland gestartet war, ist am Freitagmorgen gegen 5 Uhr in Auckland glatt gelandet. Australische Fachkreise hatten vor Beginn des Fluges ihre Bedenken gegen das Heber- fliegen des täsmanischen Meeres geäußert. Die australischen Luftbehörden hatten sogar ein Verbot geplant, diese äußerst gefährliche Strecke zu überfliegen. In letzter Minute wurde aber davon Abstand genommen, da für ein solches Verbot nicht ausreichende, begründete Unterlagen vorhanden waren. Der Verteidiger von plewna gestorben. Marschall Kiazim, der während des russischtürkischen Krieges im Jahre 1877 zusammen mit Asman Pascha die Festung Plewna heldenmütig verteidigte, ist jetzt in Stambul gestorben. Kiazim war einer der ersten Schüler der türkischen Kadettenanstalt und seit 40 Jahren Marschall. Er ist 97 Jahre alt geworden. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. An der Südseite eines kräftigen Wirbels über Norwegen flieht von Westen weiterhin ziemlich milde Meeresluft über das Festland. In dieser feuchten Strömung gestaltet sich das Wetter zunächst noch wechselnd, so daß bei vorübergehendem stärkerem Bewölkungsaufzug noch einzelne Niederschläge zu erwarten sind, die besonders im nördlichen Teil des Gebirges auftreten. Im allgemeinen tritt aber zum Wochenende langsam Besserung ein. Aussichten für Samstag: Wechselnd bewölkt, besonders im nördlichen Bezirk noch einzelne Schauer, bei westlichen Winden ziemlich mild. Aussichten für Sonntag: Stellenweise Frühnebelbildung, tagsüber wechselhafte Bewölkung, noch nicht ganz beständig. ( Lufttemperaturen am 15. Oktober: mittags 13,2 Grad Celsius, abends 12,1 Grad; am 16. Oktober: morgens 10,1 Grad. Maximum 13,3 Grad, Minimum heute nacht 9,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 15. Oktober: abends 9,5 Grad; am 16. Oktober: morgens 9,1 Grad. — Niederschläge 1,8 mm. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IX. 36: 9650. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Kunst und Wissenschaft. Reichsminister Or. Goebbels zur Woche öeö deutschen Buches. Reichsminisfer Dr. Goebbels erlähl zur „D oche des deutschen Buches 19 3 6“ folgenden Aufruf: Wieder gehl es um das eine Große, sich immer gleich bleibende Ziel: das Volk dem Buche und das Buch dem Volke zuzuführen, damit das aus der Gemeinschaft geschöpfte dichterische Werk in der Gemeinschaft und für die Gemeinschaft feine seelischen und geistigen Kräfte voll entfalten kann. Wöge jeder, der es vermag, auch in diesem Jahre Helfer am Werk sein. Vorgeschichlslagung in Alm. Am 17. Oktober beginnt der Reichsbund f ü r deutsche Vorgeschichte in Ulm a. d. D. seine diesjährige Reichstagung. Verbunden damit sind die zweite Reichstagung für Geschichte und Vorgeschichte des NS.-Lehrerbundes und das zweite Reichstreffen für Geschichte und Vorgeschichte der Deutschen Studentenschaft. Das Hauptthema der Tagung heißt „Süddeutschlands nordisch-germanische Sendung". Hierzu spricht der Beauftragte der Partei für die Vorgeschichte, Professor Dr. Hans Reinerth. Den Höhepunkt der Tagung bildet die Kundgebung für die deutsche Vorgeschichte mit einer Rede des Reichsleiters Alfred Rosenberg über „Germanische Lebenswerte im Weltanschauungskampf". Die Ausstellung „Lebendige Vorzeit" des Reichsbundes zeigt neue Wege zur Verlebendigung der Vorgeschichte in Schule und Haus. Rheinischer Lileraturpreis für Josef Ponten. Bei einer im Rahmen -der Gaukulturwoche im Düsseldorfer Schauspielhaus abgehaltenen rheinischen Dichterstunde, an der führende Persönlichkeiten der Bewegung, der Behörden und des kulturellen und künstlerischen Lebens teilnahmen, verlieh Landeshauptmann aale dem Dichter Josef Ponten den Rheinischen Literaturpreis 19 3'6. Der Dichter konnten an der Feierstunde nicht persönlich teilnehmen, da er z. Z. bei den deutschen Brüdern in Südamerika weilt, um sich mit ihrem Schicksal vertraut zu machen. Auszeichnung des Films „Wenn wir alle Engel wären.“ Der Film „W enn mir alle Engel wären" der Froelich-Film GmbH, hat das Prädikat „Staatspolitisch und künstlerisch besonders wertvoll" erhalten. Hierzu wird von zuständiger Seite mitgeteilt: Das Prädikat „staatspolitisch wertvoll" ist nicht nur auf die Auszeichnung politischer Filme beschränkt, sondern auch auf solche Filme anwendbar, die sich für diese Zeit als besonders wertvoll erweisen. In einer Zeit, in der das Volk vor vielen schwierigen Problemen steht, muß es als ein besonderes Verdienst gewertet werden, wenn ihm durch einen so spritzigen, witzigen und anständigen Film Heiterkeit und Entspannung vermittelt wird. Diese Gesichtspunkte sind für die Verleihung des eingangs erwähnten Prädikats maßgebend gewesen. Englische Spende zur Förderung der medizinischen Forschung. Lord Nuffield, der Leiter der großen englischen Automobilfirma Morris-Motor, hat der Universität Oxford eine Spende in Höhe von 1,35 Millionen Pfund gemacht, die zur Erforschung bisher noch wenig bekannter Krankheiten dienen soll. Vor allem sollen medizinische Schulen und Forschungsanstalten zur Heranbildung medizinischer Forscher von dieser großen Spende errichtet, bzw. ausgebaut werden. Die Herbst - Neuerscheinungen des Verlages Gerhard Slalling. Der Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg^ Berlin, kündigt folgende Neuerscheinungen an: Werner Beumelburg: Kaiser und Herzog. Kampf zweier Geschlechter um Deutschland. — Margarete Boie: Eleonora Christine und Corfiz Ulfelbt. Lebensroman einer Königstochter. — Marianne Bruns: Die Dioskuren in Oympia. Roman aus Alt-Griechenland. — Bruno Nelissen Haken: Der freche Dackel „Haidjer" aus der Stierstraße. Mit 129 Pinselzeichnungen und farbigem Einband von Hans Speidel. — Fritz Helke: Der Prinz aus Frankreich. Roman. — Zdenko von Kraft: Grabbe kehrt heim. Mit 19 Zeichnungen und farbigem Einband des Verfassers. — Gisbert W. Kühne-Helmessen: Kaiserjäger — ausharren! Roman. — Oberleutnant Rolf Kückens und Oberleutnant Tammo Kückens: Deutscher Wehrkalender 1937. — Karl Friedrich Kurz: Herrn Erlings Magd. Roman. — Hartmann Lauterbacher: Die Toten der HI. Das Ehrenbuch der nationalfoziali- stifchen Jugend. — Otto Lehmann: Der Flieger.' Vom Jungvolk zum Waffenträger im Dritten Reich. — H. W. Ludowici: Totale Landesverteidigung. — E. U. Mozer: Außenpolitik Geo- Empfehlungen Minen Standort 6567 D I„ . . \ Schön nfobliert. 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Zum erstenmal war eine kulturgeschichtliche Basis der nordischen und germanischen Völker wissenschaftlich festlegbar. Vor allem konnte der bis dahin als Vorbild gültigen Kulturwelt des Mittelmeerkreises die des Nordens gegenübergestellt werden. Und je weiter die Vorgeschichtsforschung in Deutschland und den skandinavischen Ländern das Gesamtbild einer zwar unter Eismoränen und Sturmfluten, unter Heiden und Mooren verschütteten aber darum nicht minder bedeutenden germanischen Voraeschichtskultur wieder entwickeln konnte, um so mehr wurde diese untergegangene Welt uns allgemeinverständlich und von unserem Wesen als verwandt empfunden. Da ist an der schwedischen Südwestküste de^ Landstrich Bohuslän, dessen Felsenzeichnungen uns zuerst einen Einblick in die Bilderschrift der germanischen Frühvölker gaben; da liegen im Mälarsee die Reste einer wikingischen Handelsstadt Birka. Da sind in der jütländischen Heide, in der Gebend, aus der Amelode oder Hamlet stammen soll (dem mittleren Teil bei Veile), ganze Mumien in unversehrter schmuckreicher Leder- gewandung aus den Mooren zutage gefördert worden. Und die mit Runen beritzten Denksteine der Megalithzeit stehen von Schweden her über das dänische Jnselreich bis in die von großen Flutzeiten heimgesuchten cimbrischen Landgebiete, das Sachsengrbiet der Lüneburger Heide und bis zum Teutoburger Wald. Gegenwärtig ist in zwei Gegenden des Ostseekreises eine eifrige Ausgrabungstätigkeit im Gange, auf der Insel Alsen und "in der Nähe der Stadt Schleswig. Ketting, Bro, Blomeskobbel heißen die wichtigsten Plätze auf Alfen. Das Interesse wurde dort vor einigen Jahren wach, als man in der Nähe von Sonderburg den Bug des größten und am günstigsten erhaltenen Wikingerschiffes aus dem Grunde hob, das jetzt zu den Schätzen des Kopenhagener Nationalmuseums gehört. Zur Zeit gilt das Interesse den Freilegungen auf Dlomes- kobbel, einem alten Herrensitz bei Garnrnelgaard, der seinen Namen von dem Adelsmann Hans B l 0 m e im 16. Jahrhundert erhielt. Wo der Buchenwald hier am östlichen Rand steil gegen den kleinen Belt hinabstürzt, hat das Megalithzeitvolk eine Sammelstätte von Erinnerungsmalen geschaffen. Zwei Langgräber und zwei Rundgräber mit zusammen sechs Grabkammern wurden freigelegt! Es ist vornehmlich das Verdienst des Museumsinspektors Raben vom Sonderburger Schloßmuseum, eine Wiederherstellung der Alsener Steindenkmale der Vorzeit durchgeführt zu haben. Blomeskobbel ist ein besonders wichtiger Teil, zumal hier über der westlichen Kammer ein Deckstein freigelegt wurde, der größte, den man überhaupt über Steingräbern des Nordens gefunden hat. Sein Gewicht wird auf zwanzig Tonnen veranschlagt, und es erscheint unverständlich, wie er überhaupt durch Menschenkraft befördert werden konnte Neben diesem Stein bedeutet aber die ganze Anlage selbst — vom südöstlichen Rundgrab hat man den seltenen Blick über sechs Grabkammern — einen außerordentlichen Fund. Das andere Hauptgebiet im Ostseeraum liegt in unmittelbarer Nähe der Stadt Schleswig, auf dem ihr gegenüberliegenden Ufer der Schlei, am sogenannten Haddebyer Noor. Hier handelt es sich^um die Ausgrabungen der größten wikingischen Siedlung, die es wohl überhaupt gegeben hat Die ersten Grabungen wurden 1900 auf Anregung des früheren Direktors des Nationalmuseums in Kopenhagen, Sophus Müller, vom Museum vorgeschichtlicher Altertümer in Kiel unter Leitung von Gustav Schmantes unternommen. Ihre diesjährige Wiederaufnahme leitet Dr. Iankuhn. Das Haddebyer Noor ist ein Bucht der Schlei, eine alte Kirche, von einem kleinen Friedhof umgeben, steht am Wege dorthin und gegenüber das Gasthaus Haddeby. Dahinter Felder, Wiesenwege und weiterhin Jndustriegelände. Man kommt nach etwa zehn Minuten Wegs nach der „Oldenburg" (alten Burg), wie das bann beginnende Wallgebiet im Volksmund heißt, und befindet sich nur mit dem einen Fuß sozusagen in der Vorzeit und mit dem anderen in der ältesten geschichtlichen Zeit. Denn von hier zieht sich der Margaretenwall hinüber zum ältesten Grenzwall, dem Dannewerk, das der Dänenkönig Gottfried in einer Länge von etwa vierzehn Kilometer ums Jahr 800 zum Schutz gegen die südlichen germanischen Stämme, Sachsen, Angeln, Waräger und Franken errichten lassen. Die Vorzeit aber, das ist Haithabu selbst, das seinem Schicksal nach ins weit Frühere zurückweist und vielerlei Parallelen zu Birka im Mälarsee aufzeigt, wenn auch die Hochburg bei Haithabu nicht wie in Birka mit in die Umwallung der Stadt einbezogen ist, sondern für sich liegt. Zwei Runensteine erzählen, als Vorzeitdenkmäler in die frühgeschichtliche Zeit hineinragend, von Kämpfen, die zwischen Haithabu und einem Dänenkönig Sven — wahrscheinlich Sven Gabelbart — stattfanden; ein Blick über den zweiundzwanzig Hektar umfassenden Jnnenraum des „Oldenburg"-Gebietes erzählt von der für das Altertum riesenhaften Ansiedlung, die einst hier bestanden hat. Vom Leben der Bewohner aber geben uns die Fundstücke in Stein und Metall Kunde, die von einem Jahrtausend zugedeckt waren; sie lassen erkennen, daß Haithabu em, wenn nicht überhaupt das Zentrum des damaligen Welthandels gewesen ist, Stücke, die aus Irland und dem fränkischen Reich, aus den nördlichen Teilen Skandinaviens, jedoch auch aus dem Orient und dem Mittelmeergebiet stammen. Noch ist nicht bestimmt worden, wann Haithabu entstanden sein mag. Der Niedergang begann im 10. oder 11. Jahrhundert. 934 zog Heinrich der Vogler gegen Haithabu und seinen Fürsten Knuba und machte ihn tributpflichtig; eine zweite Niederlage erlitt Knuba durch den Dänenkönig Gorm den Alten. Um 960 finden wir eine erste zeitgeschichtliche Erwähnung Haithabus. Ethelward jchreibt in der Chronik der Angelsachsen: „Das alte Angeln, das zwischen den Sachsen und Jüten liegt, hat eine Hauptstadt, die in sächsischer Sprache' Sleswic, von den Dänen aber Haithabu genannt wird". Demnach wären Haithabu und Schleswig eine Stadt gewesen, was aber die spätere Forschung bestreitet, indem sie entweder Haithabu als eine wikingische Konkurrenzgründung gegen Schleswig oder als eine viel ältere Siedlung ansieht, llebrigens dürfte das u am Schluß des Namens nur aus der Runenschrift übernommen sein, eigentlich aber y ausgesprochen werden, so daß es, wie bei Ethelward, Haithaby heißt. „,,By" bedeutet auch heute noch im Dänischen „Stadt". Von hier also ging einst der Weltseeverkehr zum großen Teil aus; hier, wo jetzt die Landschaft weit und still sich hinstreckt und gegen den Herbst hin die Forscher nach Rudimenten der Vergangenheit suchen und Häuserfundamente, Feuerstätten, Brandherde, die von Verwüstungen berichten, freilegen, hier spielte sich einst ein Leben ab wie es ähnlich im Süden unter den Königen von Mykenä und des griechischen Archipels geschehen sein mag. Allmählich vervollkommnet sich so unser Wissen von der nordischen Kulturwelt, das uns Jahrhunderte hindurch nur aus römischen und fränkischen Autoren bekannt war. Und es scheint, daß die Steine noch mehr zu berichten wissen als das Pergament. Erfreulicherweise sind uns noch viele Anlagen und Steinsetzungen erhalten geblieben, denn eine heilige Scheu und Achtung haben die Menschen des germanischen Beoölkeruirgsgebietes immer schon den alten Steinstätten, den Gräbern und Fundorten entgegengebracht, auch als man noch nicht die Runen zu entziffern vermochte und sich von der Bedeutung der Einzelfunde noch kein bestimmtes Vorstellungsbild zusammensetzen konnte. So besteht heute noch auf Alfen ein alter Volksglaube, daß der Bauer, der in Steinsetzungen „Brand" trüge (wer eine alte Grabkammer zerstöre), dessen Hof auch eines Tages in Flammen aufgehen werde. Manches Denkmal germanischer Vorzeit entging dadurch der Vernichtung und zeugt heute davon, daß alles Große über den Tod hinaus durch die Unsterblichkeit seiner Seele, das heißt: seines Wesens und seiner Weltsendung triumphiert. KeineIugendfutzballspieleamSonntag Kreissachamtsleiter H. Henkel (Gießen) teilt uns mit: Am kommenden Sonntag, 18. Oktober, finden die Herbstgeländespiele der Hitler-Jugend (Bann 116) statt. Aus diesem Anlaß werden hiermit die Jugendfußballspiele im politischen Kreise Gießen abgesagt. Auch die mit auswärtigen Mannschaften ab- gefchlossenen Spiele haben zu unterbleiben. „Oie deutsche Mannschaft die beste des Kontinents." Das Glasgower Spiel in der englischen Presse. Obwohl die deutsche Mannschaft im Fußball-Län- derspiel gegen Schottland in Glasgow kein einziges Tor hat erzielen können, berichtet die Londoner Morgenpresse übereinstimmend über eine ausgezeichnete Spielweise der deutschen Mannschaft. Der „Daily Hera Id" zum Beispiel bezeichnet die deutsche Mannschaft als die beste des Kontinents. Der „Daily Expreß" überschreibt seinen Sportbericht „Die Deutschen lassen die Schotten rennen" und betont weiter, daß die deutsche Mannschaft mit ihrer guten Leistung außerordentlich überrascht hätte. Die Schotten hätten um jeden Zentimeter Boden kämpfen müssen. Der „News C h r 0 n i c l e" bezeichnet die deutsche Mannschaft als Meister des Mittelläuferspiels. . Deutschlands Mannschaft gegen Irland. Gegen Irland wird die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am kommenden Samstag in Dublin in folgender Aufstellung spielen: Jakob; Münzenberg, Mukert; Rodzinski, Goldbrunner, Kitzinger, Lehner, Siffling, Hohmann, Szepan, Kobierski. Oie Ergebnisse der Kreisklaffenspiele am Sonntag. Leihgestern — Sternberg 0:3; Klein-Linden gegen Lich 1:1; Steinbach — Ruppertsburg 2:4; Heuchelheim — Rodheim 2:1; Tv. 1846 — Großen-Buseck 3:8; Aßlar — Niedergirmes 2:3; Holzhausen gegen Ulm 0:4; Leun — Burgsolms 1:8; Großen-Linden gegen Heuchelheim II 3:2; Bieber — Grüningen 1:5; Staufenberg — Treis 5:0; Londorf — Rüd- dingshaufen 0:2; Wißmar — Wieseck 1:3; Büblingshausen — Spv. Wetzlar III 2:2; Aßlar II gegen Niedergirmes II 1:2; Schwalbach — Spfr. Wetzlar III 2:2. ffuflbali der odauliga-Manustbasten. Das wichtigste Treffen im Gau Hessen ist der Kampf zwischen Hessen Bad Hersfeld und dem S p i e l v e r e i n Kassel. Die Hersfelder liegen mit 6:3 Punkten an der Spitze, die Kasseler folgen mit 6:2 Zählern vor dem Meister 1. FC. Hanau, der auch diesmal wieder spielfrei ist. Zuhause haben die Hersfelder sicherlich die größeren Aussichten auf den Sieg, der Kasseler Spieloerein ist aber in diesem Jahre so gut im Schuß, daß ihm auch in der Lullusstadt ein Ueberraschungserfolg gelingen kann. Das Fuldaer Lokalderby Borussia — German i a hat etwas an Bedeutung eingebüßt, seit die beiden Mannschaften in der Spielstärke zurückgegangen sind. Immerhin handelt es sich aber für beide Mannschaften darum, bei je 4:4 Punkten den Anschluß an die Spitze zu behalten. Eine Voraussage bei diesem Lokalspiel ist unmöglich. — Der V f B. Friedberg empfängt den Neuling Kewa Wachenbuchen, der sich bisher ausgezeichnet gehalten hat, in Friedberg aber wohl um die zweite Niederlage nicht herumkommen wird. — Das Spiel zwischen Kassel 03 und Kurhessen Marburg ist offen. Hanna ZReiffd), die Weltmeisterin im Segelkunstflug. Beim Groß-Fluglag Rhein-Main. Der Groß-Flugtag Rhein-Main am 18. Oktober 1936 wird eine Reihe von fliegerischen Sensationen bieten. Die besten Könner des Kunstfluges sowohl wie des Segelfluges werden in Konkurrenz treten. zz I </2% Franks. Hyp. Bank-Liqu.-Pfandbrtese...... 6%% ehem. 4-/r% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. ... 4/i% ehem. 8% Pr. Landespfand briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 454% ehem. 7% Pr. Landespfand brtesanst., Gold Komm. Lbl. 20 Steuergutich.Berreckmungsk. 34-38 Amerikanische Noten ..... Belgische Noten........ ......... Dänische Noten .... Englische Noten Französische Noten Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten Schweizer Noten................. Spanische Noten ....... Ungarische Note« 190 187,25 150 148,5 128,25 125,75 115,65 1 114,5 4| 130,51 130,5 1 7 158,5 159 6 157 1 157 1 Frankfurt a.M. Berlin Frankfurt a. M. Berlin Schlußkurs Schluß!. Abend- börse Schluß- kurS Schlußk. Miiiag- . börle Schluß- kurS Schluß!. Abcnd- börse Schluß- kurS Schlußk. Mittagbörse Datum 14.10- 15-10 14.10 15.10- Datum 14.10. 15.10. 14.10 15.10. 4% oesgi. Sene 11 ............ — — — — ManSselver Bergbau .. .... CK 158 — 158 158 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 8,4 8,5 8,6 8,75 Kokswerke ........... ....... 6 — — 142 141,5 4s4%Rumän.vereinh.Rentev.l913 12,75 13 13 13,1 Rheinische Braunkohlen .....12 232,5 231,75 232 232 4% Rumänische vereinh. Rente . 2 y4°/0 Anatolier .............. 7,75 7,75 7,75 7,8 Rhctnstahl ........... 154,25 152,75 154,5 152,75 39,5 39,75 39,5 39,4 Vereinigte Stahlwerke. .....8% 119,5 118,25 46 119,65 118,65 Otavi Minen ........ .......O 45,5 45,4 46,5 16 Kaliwerke Aschersleben. .......5 140,25 141 141,9 141,75 Hamburg-Amertka-Paket .....O 16,25 16 16 Kaliwerke Westeregeln. .......5 138 138 138,75 137,25 Hamburg-Südam. Dampfschiff. O — — 39,75 — Kaliwerke Salzdetfurth ..... 7% 188 188,25 188,5 187,5 Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld | Brief Geld | Brief 0,693 0,697 0,692 0,696 41,88 41,96 41,89 41,97 0,145 0,147 0,144 0,146 3,047 3,053 3,047 3,053 54,42 54,52 54,37 54,47 47,04 47,14 47,04 47,14 12,185 12,215 12,175 12,205 5,38 5,39 5,375 5,385 11,61 11,63 11,59 11,61 132,69 132,95 132,95 133,21 13,09 13,11 13,09 13,11 0,711 0,713 0,711 0,713 5,654 5,666 5,654 5,666 61,24 61,36 61,19 61,31 48,95 49,05 48,95 49,05 11,07 11,09 11,06 11,08 62,83 62,95 62,78 62,90 57,22 57,34 57,19 57,31 24,98 25,02 23,98 24,02 8,761 8,779 8,761 8,779 — —— 2,489 2,493 2,488 2,492 Banknoten. 101,5 98 103,5 101,5 98,13 103,4 101,4 98 103,25 118,25 117,65 118 99,9 100 100 98,75 98,75 98,65 97 — 97 100,5 — — 124,13 124,25 124 97 — — 100,25 — — 100,75 100,75 100,75 — 97,5 97,5 95 95 95 109,75 109,8 109,8 ___ 31,25 31,5 — 3,5 3,4 14,2 14,1 14,3 11,4 11,3 11,6 12,25 1L75 12,25 — 14,75 15 ■’ J < W HI: " ., ä& 5< - M Freitag, W. Moder 1936 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Nr. 243 Dritter Blatt Stärke des Vaterlandes und sein Bestand für Jahrhunderte und Jahrtausende. Blick auf einen Teil des Aufmarsches. — (Aufnahmen [5]: Pfaff, Gießen.) streben. Adolf Hitler ist Deutschland. Sein Schicksal ist das Schicksal Deutschlands. Dem Führer die iutt 1®: , ttt Stello. Bauleiter Staatsrat Reiner bei feiner Ansprache. — Stellvertretender Gauleiter Staatsrat Reiner Treue hallen, heißt also, sich mit heißem Herzen zu Deutschland bekennen und ferne Kraft und Größe immerdar erstreben. In diesem Geiste wollen wir alle unsere Kraft und unser ganzes Leben einsetzen für die Große und die Stärke Deutschlands, für die Sicherung seines &nnstag, bl r ■ « Sümpfe -ter bes verwickelt, en in Lies. Im zagen nod) einer ntümtr der ir, verreist örtlich Ku- ■ durch bas mdett wer- 1 die Deut» ausgesetzt, kehrte das ck. Mit ge- ssung aller Spanien 'rächte die der Ent- erem Leid teyreiß t schweren Minern Mch vom irrietzun- ührt werden iber auf dem Generalmajor a.D. Mohr spricht im Namen der ehem. 116er. ""Das Inf. - Regt. 116 trägt die Nummer des Gießener Hausregiments: des Inf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großherz. Hess.) Nr. 116. Das Regr- ment übernimmt damit die ruhmvolle und glanzende Ueberlieferung dieses stolzen Regiments der ehemals Großherz. Hess. Truppen im Verbände der preußischen Armee und damit des deutschen Heeres, das besonders im Weltkriege an den wichtigsten Stellen stand, die größten Schlachten mrtschlug und seine Treue zu Eid und Pflicht mit dem Heldentod von 90 Offizieren und bald 2000 Mann für das Vaterland besiegelte, ungerechnet der Tausende, die — vermißt — meist gefallen sind. Das Regiment wird seiner berühmten Rümmer Ehre machen, in Gießen, in seinem hauptsächlichen Standort, und überall da, wohin es gerufen oder gestellt wird. Ein unvergeßlicher Tag der Gießener Garnison. Sa« Znsanieri«-Regiment7ir. 116 und »ie M.Abteilung Ariitlene-Regimenter.» vor ihrem Ow'sions-Kammaadeur Partei und Wehrmacht sind für sich keine Elgen- gebilde, die ihren Weg jedes für sich gehen, sondern sie haben sich gegenseitig zu ergänzen. Viele von Ihnen, meine Kameraden, sind durch die Partei oder eine ihrer Gliederungen gegangen. Die Zahl der jungen deutschen Menschen, die ihre Erziehung und Ausrichtung in der Partei oder in einer ihrer Gliederungen erhalten haben, wird sich von Jahr zu Jahr vergrößern, und eines Tages wird der Zeitpunkt gekommen sein, wo es keinen Rekruten mehr gibt, 'der nicht durch die Partei oder eine ihrer Gliederungen gegangen wäre und dort seine weltanschauliche Ausrichtung erhalten hätte. Diese weltanschauliche Ausrichtung ist eine zwingende Voraussetzung für jeden Deutschen, der dem Führer ehrlich folgen will und volles Verständnis für den Nationalsozialismus und für den Willen des Führers haben muß. Ein Deutscher und ein deutscher Soldat, der sich nicht mit dem Gedankengut des Nationalsozialismus vertraut gemacht hat, kann kein guter Deutscher und kein guter Soldat sein. Das hat nichts zu tun mit dem Schlagwort „Politisieren und „Politisierung". Auch bei uns gilt der Grundsatz, daß der Soldat nicht zu politisieren hat. Aber der Deutsche, der sich den Nationalsozialis- mus zu eigen macht und nach dieser Weltanschauung lebt, der politisiert nicht, sondern er ist bestrebt, sich mit den Lebensnotwendigkeiten seines deutschen Volkes zu befassen. Das ist nicht nur das gute Recht jedes einzelnen Deutschen. sondern eine durchaus begründete Forderung und eine zwingende Pflicht. Wer sich mit dem Gedankengut des Nationalsozialismus noch nicht vertraut gemacht hat und es auch nicht tun will, der kann dem Führer keine ehrliche Gefolgschaft leisten, der kann den Nationalsozialismus nicht verstehen und auch nicht ermessen, was der Führer damit bezweckt. Wir sind alle persönlich auf den Führer vereidigt und stehen dadurch in einem persönlichen Verhältnis zu ihm. Treu sein und Treue halten heißt: Nicht nachlassen, sondern mit wachen Sinnen und mit heißem Herzen bas, Schicksal meutern. Wenn wir das Treusein so verstehen, dann werden wir mit ehrlichem Herzen dem gleichen Ziel zu- Es wird rasch heimisch werden in dieser so militärfreundlichen Stadt und bestrebt sein, zur Bevölkerung rasch in ein möglichst vertrauensvolles Verhältnis zu kommen. ~ n, Ich sprach von der stolzen Tradition, der U aber- liefe r u n g des alten Regiments 116. konnte. Aber meine Kameraden, legen wir uns einmal die Frage vor: Welches Schicksal hätte dieses Hundert- tausend-Mann - Heer gehabt, wenn der Kampfgeist und die Widerstandskraft des Führers und seiner Freiheitsbewegung erlahmt waren, wenn es den vo - schewistischen Horden gelungen wäre, die Herrschaft in Deutschland an sich zu reißen? Dann wäre Deutschland von der roten Sturmflut begraben worden. Zum Segen des deutschen Volkes ist es aber dem Führer und seiner Bewegung gelungen, den Ansturm des Bolschewismus nicht nur aufzuhalten, sondern das bolschewistische Pack in alle Winde zu zerstreuen. Partei und Wehrmacht — der Führer hat das wiederholt bekundet — sind die tragenden Sauten des neuen Staates, des Dritten Reiches. Das ist ein stolzer Auftrag, der °ber eine ebenso große Verpflichtung m sich schließt. Partei und Wehrmacht marschieren Hand in Hand mit dem gleichen Ziel und im gleichen Geist. Dieses Ziel, das für alle Deutschen das gleiche ist und sein muß. ist die Größe und Liebe: Vor- klingts zur es Rundfunk- nnaftif. 8.45: j. Zchulfunk. rnffurt: Gau- Buntes dem cenbe« ■ Rachid^ ■5. soll unb 6: froher Funk iarid)itrtn Erinnerungen- •n'djau. 19-55* .0. Mr cer* nj. 22: Rach' -enbebezirk. aen ist Sonn' Mite unb neue Bestandes in alle Zukunft. Kreisdirektor Dr. Lotz als Vertreter der staatlichen Behörden sagte in seiner Ansprache u. a.: Die Regimentsgeschichte des ruhmreichen Jnf.-Regts. Nr. 116 spricht am Schlüsse des Nachwortes den Satz aus: „Das Regiment ist tot, es lebe das Regiment! Mit die- em Satz wollte man sagen, das Regiment ist zwar tot, aber sein G e i st, fein Heldengeist wird weiter leben. Keiner von den alten 116ern, auch nicht der Schreiber jener Zeilen, hat damals geglaubt, daß das alte ruhmreiche Regiment nach dem furchtbaren Niedergang unseres Vaterlandes jemals wieder auferstehen könne. Gehofft haben wir es wohl alle, aber niemals geglaubt, weil wir es eben nicht glauben konnten. Als am 9. Wär) 1936 der Führer die letzte Fessel des Versailler Vertrages abstreifte und Generalleutnant Oßwald mit den führenden Männern der Partei und Generalleutnan^y w Front der Gießener Garnison. stehen sie doch heute zum erstenmal gefd)Ioffen in Paradeaufstellung, das 2.-R. 116 Mi einen 3 Bataillonen, das 4. Batl. steht als III./116 in Fulda, und die Art.-Abtlg. mit ihren 3 Batterien. Die Abteilung hat die Freude, heute zum erstenmal auch vor den Augen ihres hier anwesenden Regimentskommandeurs in Parade zu stehen. Vieles fehlt heute noch: den Kompanien und -Lotterien fehlt noch der junge Jahrgang, der aber in wenigen Tagen einrückt und dann der Truppe auch zahlenmäßig die notwendige Stärke geben wird. Es fehlt noch dieses und jenes. Aber, was heute noch fehlt, ist morgen da. Die Schlagfertigkeit und Einsatzbereitschaft der Truppe wird jedenfalls davon nicht im mindesten berührt. Die Artillerie-Abtlg. besitzt zwar noch keine große Ueberlieferung. Aber sie kann stolz darauf sein zur Artillerie der 9. Division zu gehören! bie -dau5 bem Art.-Rgt. 5 bes Reichsheeres hervorgegangen - ihre Ueberlieferung auf die ruhmgekronten stolzen Artillerie-Regimenter ber alten Armee zurückführt. Die Abteilung wirb m Gießen rasch heimisch werben, hier und in ihrer so schönen neuen Kaserne sich balb wohlfuhlen und, : qetreu ihren Vorbildern, ihre Pflicht und Schuldig- : keit überall da tun, wohin sie gestellt ober gerufen Diese Ueberlieferung ist kein leeres Wort, andern eine Jbee, ein immerwahrender Ansporn zur Pflichterfüllung und zum Opser. Sie galt für die alte stolze Armee, die beste, die die Welt je sah. sie galt für das kleine Reichsheer, und sie gilt für das wiedererftan- dene neue große deutsche Heer, das sein Dasein, seine Kraft, seine Stärke, seine Ehre und seine neue Achtung in der Welt einem Wanne verdankt, unserem Führer. Der Regimentskommandeur des Jnf.-Regts. Nr. 116 ließ die Truppen präsentieren, sodann sagte der Divisionskommandeur zum Schluß: So wollen wir an diesem feierlichen Tage im Sinne dieser uns heiligen Verpflichtung auf unsere Ehre, unserer unauslöschlichen Dankbarkeit und Treue im Leben und im Sterben, zu Führer, Volk unb Vaterland Ausdruck verleihen, mbem wir rufen: Unser Führer, ber Schöpfer und Oberste Befehlshaber der neuen deutschen Wehrmacht: „Sieg Heil!" Brausend erklangen die dreimaligen Rufe über den Kasernenhof. Anschließend wurden die erstes Verse der beiden Nationallieder gesungen. als Vertreter des fReidjsftattbalters Bauleiter Spren- qer sprach nunmehr im Namen der tßartei. Cr erinnerte zunächst mit kurzen Warten daran, daß die heroische Tradition der unuberwmdstchen deutschen Soldaten der alten Armee von dem Frontkämpfer Adolf Hitler übernommen und in die Freiheitsbewegung der Partei übertragen wurde. Die Kämpfer Adolf Hitlers — so sagte der Redner u. a. weiter - schufen die Voraussetzung für den Wiederaufbau Deutschlands und der neuen deutschen Armee. Neben den Kämpfern Adolf Hitlers stand wie ein „Kocher de bronze in der roten Flut das wohldifziplimerte hunderttausend-rNann - Heer unter seinen untadeligen Führern. Dieses hunderttausend-INann- Heer bildete das Stahlgerippe. in das die neue Wehrmacht zwanglos eingefügt werden konnte. Diesem Hunderttausend-Wann-Heer. das sich unversehrt erhielt bis zum Durchbruch des Natro- nalsozialismus. ist es mit zu verdanken, daß der Wiederaufbau in so rascher Zeit vor sich gehen >' * mL —Lesr S 41,97 0,146 3,053 * 12.205 '5 5,385 2 1 11'S 58 I 133,21 * I 13,11 C9 1 »,?l3 ,666 VA 1 il,31 ,1} 49,06 95 11.0J .» (2.90 71 57,v ’,H 14,02 IN 8,771 lA« Generalleutnant Oßwald und Sie Vertreter iter «Partei und des Staates schreiten die Front der ehern. Uber an. et ^UQr, ■jw ."Uiin 'utoartt Mt. Hit vur. ’Jti» TM Non. 'den bt. ?rlQnrm. Don 21 lQng unb n tturbt ®«ie bc» IQren- Dir Aon. 1L Damit ^enbigen «ms ent. !ht. stenKcht udorf m n Autg schienen aus dem ,5en Ort ferten sie 1 Hin» d ver« em fehlt Am gestrigen Donnerstagmittag stand das In- 1 fkinterie-Regiment N r. 116 in Gießen, Arm ersten Male im Zeichen der wiedererstandenen Regiments-Nummer des vor bem Kriege in Gießen in Garnison stehenden Regiments Nr. 116, gemein- jam mit der III. Abteilung Artillerie- Regiment Nr. 9 vor dem Divisionskommandeur Generalleutnant Oßwald auf dem Hofe der Berg- kaserne (die frühere Neue Kaserne) aufgestellt, um gemeinsam mit dem Divisionskommandeur, den Vertretern der Partei und des Staates sowie den übrigen Teilen der Gießener Garnison und den Vereinigungen der alten Soldaten, insbesondere der ehemaligen 116er, den Tag der Wiedereinführung der alten Regiments-Num- mer 116 schlicht und würdig zu begehen. Für die Soldaten der III. Abt. Art.-Regt. Nr. 9 bedeutete diese Feierlichkeit eine gute Gelegenheit, die innige Verbundenheit der Garnison G'eßen mit der Bevölkerung erneut zu erleben und dabei festzustellen, daß auch die Gießener Artilleristen em aU(eit5 gern gesehener Teil der Gemeinschaft zwischen Soldat unb Gießener Bevölkerung sind. Auf bem weiten Kasernenhofe an ber »eite nach ier Sicher Straße zu hattenbi- Abardnungcn der Vereine ehern. 116er mit W.hlr?^ früheren 0 - üeren bes alten Kaiser-Wilhelm-Regiments Aus- teaung genommen. Die ganze nördliche Sette des Jafernentefes, parallel zur Kasterallee ulli n die Lruvven des Stanborts Gießen aus. Auf der östliches Seite bes Kasernenhofes fanden die Fmma- tionen ber Bewegung mit ihren Fahnen. Dw Breit feite des Hofes nach Süden hin hatten, rechts und nks von dem Standort des Divisionskommandeurs und der führenden Vertreter ber Partei und des Staates Truppenstäbe, Heeresbehörden, zahlreiche führende Vertreter der Partei und ihrer Glieberun- oen Vertreter des Staates und anberer Behor- d n Ostiziere der alten Wehrmacht, Abordnungen menae" leider "kein Raum vorhanden war - mc e a0TSr0£li4n8SnunUbmfe"nnb d7° feierliche weit als möglich 0 ©nfprnenaebäube, auf «,-ss.ä * - " “ü® Ute ö”»“ “SÄ Generalleutnant Oßw a er1d,einen verhin- ner °^ZİÄ",ters und Gauleiters Sprenger, dcrten R°ichchtatlh°Uers ( Q(5 Vertreter der Kreisleiter Dr Hiloe Vertreter der Partei, Kreisdirektor Dr. £°Aüroer£eifter Rit- staatlichen Behörden und^^^^o„stadt @ie6en auf ter als Vertret Kommandeur des Jnf.- dem Kafernenhofe ® t Herrlein, gab Regt^ Nr. 116, OberMeM^^ bQ5 Gewehr das Kommando „SMg 1 an ^iDiiionsfomTnan-- ^enhere« unb «e!büe deur die ange retenen ^rupp Gene- unter den Klangen des^aMnerm^einer, raüeutnant D J Q n ö t, Kreisdirektor Dr. Kreisleüer Dr. Hfl d e Ritter die Front Lotz und Oberburgermestte Formationen und der Truppen, sowie der.ubr.^ Aldaten und die Vereinigungen ab, dabei 1 örir < grüßend, aufmarschierten Kolonn crronten begab sich der Nach dem ^bschreiten der^Fronteng^ General ZU dem Nedne s r^^^-Panzergeschutze, Weise zwei Geschütze, IM trommeln aufge- Maschinengewehre, Gewehre u baut waren. Nunmehr nchteie der Divisions-Kommandeur Generalleutnant Oßwald TriiDDen: Namens des folgende Ansprache an L/die Vertreter ber Stanborts begrüße ch 3una , Kreter bes leider Partei, an ihrer Spitze den ^eu Gauleiters, verhinderten Neichssta"hE^^ ^^isleiter Dr. Herrn Staatsrat R e treter des (Staates, an Hildebrandt, die V Lotz, die Ver- ihrer Spitze Herrn Kreisdirek -0 Obebürger- treter der Stadt, an ttyM Universität Gießen, meister Ritter, den Rektor de u (e r# die Vertre- Seine Magnifizenz A^^renabordnungen der Gl.e- ter der Behörden, bie Ehren ^üf)rer? bcr Gieße- bcrungen ber Partei und ^pbe5 Kyffhäufer- ner Syldatenkameradschaften, i ^"Besonders begrüße ich ^er ^Spitze ^Herrn Ge- treter ber alten Armee, an 7 & ehem. 116er, neral Mohr,. VoMer de Bun die ehem. Offiziere des Re'ch Ganz besonders be- Pffii.ere ber neuen B>eyrm - Vereinigungen Mi ch <>>• ÄÄ Nr Erscheinen ehem. 116er. Ihnen hpntiaen Tage. unb Ihre Teilnahme amheut hß5 Standorts Und nun begrüße ich nam bQ5 I. - R. 11 6 unb namens ber ganzen 9^ herzlichste. Es ist unb bie l U Leben dieser Truppenteile: ein wichtiger Tag im das Rheinland wieder In die volle Souveränität des Reiches zurückkehrte, da hofften wir, daß auch das Regiment Rr. 116 wiederkehren werde. Und nun ist diese Hoffnung in Erfüllung gegangen. Wir haben kein Verständnis für die Leute, die sagen: „Das bedeutet schon so eine Regimenls-Rummer?" Wir, die wir selbst draußen an der Front waren, denen das Regiment die Heimat, die Familie und alles ersetzte, was uns zu Hause lieb und wert war, wir wissen, was uns das Regiment Rr. 116 bedeutet. Das Regiment R r. 116 i ft auferstandenl Dicte freudige Nachricht eilt heute nicht nur durch Gießen, sondern durch ganz Oberhessen, wo so viele alte Soldaten des Regiments Nr. 116 in den Orten unserer Provinz wohnen. Mit tiefer Freude sprechen wir alle, die wir hier» her gekommen sind, unseren Glückwunsch zur Wiederkehr der Regiments-Nummer 116 aus. Und mir ist es eine besondere Ehre, namens der Provinz Oberhessen und des Kreises Gießen den Glückwunsch und die Freude unserer engeren Heimat über diese 116er unserer Garnison aussprechen zu dürfen. Kreisdirektor Dr. Lotz wandte sich hierauf an die Soldaten der III. Abt. Art - Regt. N r. 9, die er gleichfalls herzlich begrüßte mit der Versicherung, daß die Oberhessen immer alles gerne tun werden, um auch mit den Gießenern Artilleristen die herzlichsten Beziehungen zu unterhalten und zu vertiefen, damit es immer heißen kann: Inf.-Regt. Rr. 116 und Arl.-Reg. Nr. 9 — Gießen und Oberhessen, sie gehören alle zusammen itfr alle Ewigkeit! Oberbürgermeister Mer als Vertreter der Gießener Bevölkerung brachte zu Beginn seiner Ansprache seine besondere Freude darüber zum Ausdruck, daß die Gießener Infanteristen nunmehr wieder die Regiments-Nummer 116 tragen. Er sagte dann u. a.: Wie das deutsche Volk stolz ist auf seine Vergangenheit und stolz auf seine alte rhumreiche Armee, so ist die Stadt Gießen allezeit stolz auf ihr Jnf.-Rgt. 116, und sie fühlt sich glücklich, die Tradition des früheren Regiments TVc. 116 in der Gießener Garnison fortgeführl zu sehen. Der Oberbürgermeister brachte auch den Artille- r i st e n gegenüber mit warmen Worten zum Ausdruck, wie eng und herzlich sich die Gießener Bevölkerung mit ihnen verbunden weiß und wie sehr sie neben unseren Infanteristen von der Gießener Bevölkerung hochgeschätzt werden. Er sagte dann weiter zu den Offizieren und Unteroffizieren: Sie haben die hohe und heilige Aufgabe, das fortzusehen, was die Partei begonnen hat: die Erziehung und Ausbildung der jungen deutschen Menschen. Wir wissen, daß das die Voraussetzung war für den Erfolg der alten Armee und für den siegreichen Kampf des Führers und seiner Getreuen. Der Mut zu Wahrheit und zur Wahrhaftigkeit, Opser- und Einsatzbereitschaft müssen für unser Leben so bestimmend sein, daß jeder in sich das Gefühl der Anständigkeit und der Sauberkeit hat. Dieses Gefühl der Anständigkeit und der Sauberkeit war immer die Voraussetzung für den Erfolg des Führers, und diese Eigenschaften und den Willen dazu müssen die Offiziere und Unteroffiziere im Heer in die Herzen unserer deutschen Jugend pflanzen, damit das ganze deutsche Volk immer stark ist und sein wird auch in schweren Zeiten. In diesem Geiste wird das deutsche Heer auch immer ein hort des Friedens und der Sicherung des deutschen Volkes fein. In dem Glauben an das Gelingen der großen Aufgabe des deutschen Heeres wollen wir zusammen kameradschaftlich an die Arbeit gehen, im Glauben an unser Volk und an unseren Führer Adolf Hitler! Generalmajor a. D Mohr-Gießen als Vorsitzender der Offiziersvereinigung ehem. 116er sprach als letzter Redner zu den aktiven Kameraden im Namen aller alten 116er. Er sagte unter anderem: Im Namen sämtlicher Angehörigen des alten Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 rufe ich ihnen allen ein herzliches „Willkommen" zu. 18 lange, schwere Jahre haben wir auf diesen Tag der Freude und des Stolzes gewartet, der unsere Sehnsucht erfüllen und unsere geliebte alte Regimentsnummer neu erstehen lassen würde. heißer Dank erfüllt uns nun, wo unsere Wünsche zur Wahrheit geworden, für den Wann, der unsere Wehrmacht und mit ihr das Regiment wieder zum Leben erweckte, den Führer und Reichskanzler. Kein Tag, keine Erinnerungsfeier ist seit den schrecklichen Novembertagen 1918 vergangen, ohne daß krieg. Dort hat es treu seinem Eide bis zum letzten Tage gekämpft und geblutet, und ist wiedergekvrn- men, zerfetzt und zerstückelt, aber mit reinem Schild und dem stolzen Bewußtsein des Siegers. 10 645 Mann betrugen die Gesamtverluste des Regiments, darunter fast 2000 tote Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften, die heute aus dem Soldatenhimmel auf uns herniederschauen, mit heißem Dank dafür, daß sie nicht umsonst gestorben sind. Rechts von euch stehen Abordnungen der kriegs- und schlachterprobten alten 116er, Offiziere und Kameradschaften aus Gießen und bei ihnen der Vertreter aller Regiments-Kameradschaften, die euch sagen wollen, daß ihre Arme weit geöffnet sind und daß wir alle hoffen, daß uns bald ein enges Band des Verständnisses und guter Kameradschaft vereinen wird. Unten vor der alten Zeughauskaserne ist das Ehrenmal für die gefallenen 116er und ihre TochterKameraden der deutschen Arbeit! Deutsche Volksgenossen! parteigenoffen! Am Samskag, 17. und Sonntag, 18. Oktober 1936, sammelt die Deutsche Arbeitsfront im gesamten Reich für das Winterhilfswerk. Damit ist der Deutschen Arbeitsfront der Auftakt für das gesamte große Werk übertragen worden. Ihr Kameraden der deutschen Arbeit seid unbestritten heute die treuesten und besten Garanten des Staates und Volkes. Denn am kommenden Samstag und Sonntag die gesamten Amtswalter der Deutschen Arbeitsfront, alle Vetriebsführer vom ersten bis zum letzten Dann sich der Sammelaktion zur Verfügung stellen, so weiß ich, daß Ihr Eure persönliche Ehre darein seht, von keiner weiteren Sammlung übertroffen zu werden. Der Führer schuf den Grundsatz: „Gemeinnutz geht vor Eigennutz-, und er stellt damit die Belange des gesamten Volkes vor das Wohl des Einzelwesens. Im Staate Adolf Hitlers darf kein Volksgenosse den Winter über hungern und frieren, feine deutsche Mutter Sorge um Kleidung und Ernährung ihrer Kinder haben. Dieses Ziel erfordert aber Bereitschaft und Einsatz eines jeden, der unserem Blute und Volke angehört. Die Anweisungen über die Sammelaktion sind in den Zeitungen ersichtlich und den einzelnen Betriebsführern und Betriebswaltern gegeben worden. Wir sammeln am Sonntag gemeinsam Schulter an Schulter. Wir opfern gemeinsam an diesem Tage und tragen den Appell in die Herzen aller Menschen. Ein Volk istnurdurchOpser groß geworden! Decker, Gauobmann der Deutschen Arbeitsfront Gau Hessen-Rassau. wir alten 116er sehnsüchtig den Wunsch ausgesprochen hätten: Wenn doch erst das Regiment wieder käme! Nie haben wir die Hoffnung aufgegeben, selbst nicht in den rötesten Zeiten der Bedrückung, in denen die alten Soldaten nur mit Mißtrauen und Haß betrachtet wurden, daß einmal bessere Zeiten kommen würden. Treu haben wir die große, fast 200 Jahre alte Tradition des ruhmgekrönten Regiments bewahrt, und heute endlich ist es so weit, daß wir sagen können: Wir haben recht gehandelt, denn wir haben sie wieder, die liebe alte Nummer. Kameraden! Es ist eine große, stolze Erbschaft, die ihr antretet. Das alte Regiment war anerkannt als eines der besten der alten Armee. Es wurde vorzugsweise dazu bestimmt, das neue Exerzierreglement auszuprobieren und es dem Kaiser, seinem hohen Regimentschef, vorzuführen; es schoß am besten von allen Regimentern, was die vielen Schießpreise und Auszeichnungen im Offiziersheim beweisen, und es zog in vollendeter Ausbildung und glühender Begeisterung in den Weltformationen errichtet, ein Denkmal, das in schwerer Nachkriegszeit entstanden ist und den durch übermächtigen feindlichen Druck in die Knie gezwungenen Deutschen darstellt. Heute hat.diese Deutung ihren Sinn verloren. Richt mehr soll das Denkmal einen zusommen- gebrochenen Krieger bedeuten, sondern die steinerne Gestalt soll ein Symbol des wiedererstandenen 1 Ibers sein, der niedergekniet ist, um Gott und dem Führer für die Rettung des Vaterlandes aus Rot und Gefahr zu danken. 116! Gestern, heute und immerdar! heil Hiller! Mit dieser Ansprache schloß die Feierstunde ab. Der Divisionskommandeur ließ nunmehr die Truppen in ihre Unterkünfte abrücken, während die Gliederungen der Partei und die übrigen Formationen gleichzeitig abmarschierten. KeineMeisterprufungskommission mehr LPD. Die Bekanntmachung betr. die Errichtung von Prüfungskommissionen zur Abnahme der Meisterprüfungen vom 10. Dezember 1901 ist von der Landesregierung aufgehoben worden. Nichts Neues von Hase! Er sitzt noch immer hinter schwedischen Gardinen, weil man sein Elbe-Foto erst entwickeln muß. Sofern eS harmlos, wird er bloß verwarnt und dann als „lästig" gleich nach Deutschland „abgeschoben". Eine bittere Lehre für unseren Hase ..- Jaja - So kann es allen Leuten geh'«, die nicht in die Zeitung seh'«! Aus Der provmzmlhauptstaDt. Bon der llniversitöt. Von der Pressestelle der Universität Gießen wird uns mitgeteilt: Die Dozenten in der Medizinischen Fakultät der Ludwigs-Universität Gießen Dr. med. habil. Erwin Schliephake und Dr. med. habil. Werner Schopper sind durch Entschließung des Reichs- und Preußischen Ministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung Berlin zu nichtbeamteten außerordentlichen Professoren ernannt worden. WHW -Abzeichen und Sammler. Aus der Erfahrung der bisherigen Winterhilfswerke des deutschen Volkes ist festgestellt worden, daß weite Kreise unserer Volksgenossen die Abzeichen sammeln. Da die einzelnen Abzeichen nunmehr in verschiedener Ausführung herauskommen, wird es dem einen oder anderen Volksgenossen schwer fallen, diese Abzeichen auf der Straße vollständig zusam- menzuberommen. Um für diese Volksgenossen eine Erleichterung zu schaffen, hat die Kreisamtsleitung von dem Webabzeichen für den kommenden Sonntag einen kleinen Bestand zurückbehalten, die als vollständige Serie (12 verschiedene Abzeichen) auf der Kreis- amtsleitung Wetterau, Gießen, Löber- straße 9, Telephon Nr. 2297, erhältlich find. Um nicht Gefahr zu laufen, daß dieser Bestand evtl, liegen bleibt, hat bindende Bestellung auf diese Abzeichen bis zum Samstag, 17. Oktober, 13 Uhr, bei der oben genannten Dienststelle vorzuliegen. Gute Möbel bei Koos Giessen Schulstn6 Die Moldau-Marken. Kriminalgeschichie von Edmund Finte. Mayfair ist das langweiligste Viertel Londons. Literaten, die es zu einem Bankkonto und einer Berühmtheit gebracht haben, die spät aufsteht und früh schlafengeht, schildern Mayfair als den Inbegriff der Vornehmheit Old Englands, während es sich doch nur um ein verzerrtes Spiegelbild dieser Vornehmheit handelt, die an den Jndustrie- beteiligungen und Bankkrachs der beteiligten Hocharistokratie längst zu Grunde gegangen ist. Harry Lytton Paine, der technische Dezernent New Scotland Yards, saß im Spielzimmer Mr. Pottletons (kaukasische Eiche — das Spielzimmer selbstverständlich; Mrs Pottleton glich eher kühn geschweiftem Ahorn) und sagte soeben drei Sans- atout an, als die Zofe hereinstürzte und Mr. Paine zum Fernsprecher rief. Er wurde durch diesen Anruf d5s Aergers enthoben, wieder einmal Mrs. Pottletons irreführende Ansagerei tadeln zu müssen, die mit König, Zehner und drei Kleinen „Ein Pik" angesagt hatte, was die drei Sansatout Paines glattweg zum Einsturz gebracht hätte. Paine hob den Hörer ab. Inspektor Borden, sein Chef vom C. I. D. (Criminal Investigation Department) teilte ihm mit, daß in Queens Gate, Ecke Elvaston Place, während eines Herren-Dinners ein frecher Raub verübt worden war. „Nehmen Sie sich 'n Taxi. Wir sind in zehn Minuten dort." Als Paine in Queens Gate eintraf und versonnen die fade klassizistische Fassade des kleinen Palais Sir Arthur Peabodys, das gegenüber vom Natural History Museum liegt, anschaute, die Fassade und die zwei Bobbies, die wie leidtragende Karyatiden davor standen, verwünschte er seinen Berus, den Beruf des Menschenjägers, der unentwegt auf dem Anstand steht, der von all den schweren und leichten Jungens, trotz häufiger Abmahnungen, nicht gewahrt wird, und er beschloß, es diesmal kurz zu machen. Borden, der mit Inspektor Donooan und Dr. Crew, dem Arzt des C. I. D., bereits vor ihm angelangt war, stellte ihn den anwesenden Gästen vor und gab ihm eine kurze Schilderung des Falles. Das Dinner hatte um halb Sechs begonnen (es war jetzt sieben Uhr vorbei) und es waren nur Herren anwesend, acht Herren, durchweg bekannte Philatelisten, deren Namen gelegentlich aller Veranstaltungen genannt wurden, die mit dem Sammeln von Briefmarken zusammenhingen. Sir Arthur war es gelungen, aus der aufgelösten Rothschild-Sammlung einen prächtigen Satz ungebrauchter Parale-Marken des Fürstentums Moldau aus dem Jahre 1858 um 3100 Pfund Sterling zu erwerben, ein Gelegenheitskauf, der entsprechend gefeiert werden mußte. Die Marken waren nach dem Essen rund um den Tisch herumgereicht worden. Jeder der Gäste: Scott, Moris, Locke, Hutchinson, Wren, Walsh, Bradley und Howard hatte die vier kostbaren Marken, die sich in einer Zellophanhülle befanden, in der Hand gehabt. Als Mr. Howard die Marken unversehrt an Sir Arthur zurückreichte, war plötzlich das elektrische Licht erloschen, ein dumpfer, undeutlicher Lärm wurde vernehmbar, ein Fluch, das Geräusch eines Schlages, es klang, sagte Mr. Aribert Scott aus, als ob jemand mit 'nem Stock auf einen hohlen Kürbis geklopft hätte — eine Aussage, die in Anbetracht des durch einen Hieb auf den Schädel betäubten Sir Arthur einen unangenehm zynischen Eindruck machte —, worauf nach ein, zwei Minuten völliger Dunkelheit der Butler, Jacob Tribble, auf die glorreiche Idee kam, das Licht wieder anzudrehen; es wurde festgestellt, daß Sir Arthur unter dem runden Tisch lag und die Moldau-Marken verschwunden waren. Neben dem Hausherrn lag eine leere Champagnerflasche, und es konnte auch ohne weiteres angenommen werden, daß der Räuber dem guten Peabody mit der Flasche ein bißchen grob auf den grauen, harten, angelsächischen Kopf geklopft hatte. Zur Beruhigung aller konstatierte Dr. Crew sofort, daß kein Schädelgrundbruch vorlag und daß Sir Arthur, der jetzt in seinem Schlafzimmer lag, wahrscheinlich sehr bald aus seiner Ohnmacht erwachen werde. Paine sah sich aufmerksam die Anwesenden an. Da waren zuerst einmal die acht Herren, die zur Moldaumarkenfeier eingeladen waren. Sie standen aufgeregt wispernd im Speisesaal herum (Sir Arthur war Junggeselle), rauchten und schütteten reinen Whisky in die Kehle, offenbar zu dem einzigen Zwecke, um die aufgeregten Gemüter zu beruhigen. Der Butler und zwei Lohndiener, welch letztere nur für den heutigen Abend aufgenommen worden waren, James Flates und George Weymouth, standen an der Wand bei dem gewaltigen Buffet aus schwarzer Eiche. Paine wies auf die ominöse Flasche, die noch immer hinter dem Sessel des Hausherrn auf dem Boden lag; der Beamte des Fingerabdruck-Büros, der im Stabe Inspektor Bordens mit in die Queens Gate gekommen war, nahm an Ort und Stelle die üblichen Manipulationen vor; es fand sich jedoch auf dem Glase, dessen glatte Fläche Fingerabdrücke am allerdeutlichsten aufbewahrt, nicht die geringste Spur eines Abdrucks vor. Paine nickte zufrieden mit dem Kopfe, wandte sich sehr höflich an die Anwesenden und sagte kurz: „Meine Herren, Sie können nach Hause gehen." Die Gäste starrten Paine einen Augenblick lang verblüfft ins Gesicht, um sodann laut aufatmend zur Tür zu drängen, die hinaus in die Halle führte. Der Butler und Weymouth, der ältere Lohndiener, schlossen sich den Herren an, um ihnen die Mäntel anzulegen. Flates hingegen nahm ein Servierbrett mit Flaschen und Gläsern auf* unb stellte es in den kleinen elektrischen Aufzug, der die Küche mit dem Speisezimmer verband. Paine hob nachlässig die Hand und zeigte auf Flates: „Los, Donooan, schnappen Sie den Burschen! Was doch die Menschen manchmal für einen Narren aus sich machen! Sie werden die Zellophan- hülse mit den Marken in einer der leeren Flaschen auf dem Servierbrett finden, Denovan. In der schwarzen Magenbitterflasche? Ja? Sehr gut! Den Rest des Getränkes hat er wahrscheinlich schon früher in einen Champagnerkübel gegossen. Eine einfache Sache, Borden; da keine Fingerabdrücke an der Champagnerflasche, mit der Peabody niedergeschlagen wurde, zu finden waren, mußte es ein Diener gewesen sein. Denn nur die Diener trugen während des Dinners Handschuhe. Und es war anzunehmen, daß der Kerl sobald wie möglich trachten würde, seinen Raub in Sicherheit zu bringen." Flates murmelte ein paar Worte vor sich hin, aus denen zu entnehmen war, daß er sich zum Teufel wünschte, weil er so dumm gewesen war, das Servierbrett mit der Magenbitterflasche unter anderem Geschirr sofort in den Speiseaufzug zu stellen: „Wenn ich gewartet hätte... Sie hätten mir nichts nachweisen können. Tribble und Weymouth trugen ja auch Handschuhe an den Händen." „Ach, Sie armseliger Dummkopf, ich hätte doch nur nachforschen lassen müssen, wer von Ihnen dreien Briefmarken sammelt. Sie, Flates, sammeln, — nicht wahr? Menschen, die niemals Briefmarken gesammelt haben, verstehen gar nicht, wie man sich für diese buntyi Papierfetzchen überhaupt interessieren kann. Nur leidenschaftliche Sammler können darüber zu Narren und Verbrechern werden. Ab mit dem Jungen, Donooan!"" Inspektor Borden und Paine betrachteten sich eine Minute lang die vier Marken unter dem durchsichtigen Zellophan. 27, 54, 81 und 108 Parale. Rosa, blau, grün, schwarz in der Farbe. 3100 Pfund Sterling! Die Zeichnung: ein Posthorn, darüber ein Ochsenkopf! Inspektor Borden strich seinen grauen, buschigen Schnurrbart. Seine respektlose Rand- und Schlußbemerkung zur Affäre Peabody zeugte von gänzlichem Unverständnis für die Reize, Freuden und Leiden der Philatelie. Die Rettung des Elchbestandes für die deutsche Wildbahn. Nach dem Elchabschußplan 1936, den der Reichsjägermeister Hermann Göring nunmehr genehmigt hat, dürfen in Ostpreußen 259 Elche in diesem Jahr abgeschossen werden, davon 23 Schauster und 112 Stangenelche. Was diese Ziffern bedeuten, kann nur der ermessen, der weiß, daß der gesamte ost- preußische Elchbestand nach der Novemberrevolution nicht viel höher war! Die Novemberrevolution gab dunklen Elementen die weittragenden Militärgewehre in die Hand, und mit diesen wurde rücksichtslos „Fleisch gemacht". Im Jahre 1923 waren sich die ostpreutzischen waidgerechten Jäger darüber Hat, daß in kurzer Zeit der Elch aus der freien Wildbahn verschwinden würde, wenn nicht ganz besondere Maßnahmen zu seiner Errettung getroffen wurden. In Zusammenarbeit der ostpreußischen Jägerschaft mit den damaligen Regierungsstellen wurde eine für jene Zeit ungewöhnliche Maßnahme getroffen: es wurde für die Dauer von fünf Jahr der Abschuß von Elchen völlig verboten! Dadurch allein war es möglich, auch die Wilddieberei einzuschränken, weil jedes irgendwo auftauchende Elchfleisch gewildert sein mußte. Ohne das damalige fünfjährige Abschußverbot wäre fraglos der Elch aus Deutschland verschwunden. Dazu kam, daß die nur noch sehr schwachen Bestände an Elchwild der Degeneration ausgeliefert waren, weil rücksichtslos alles gute männliche Elchwild der Kugel zum Opfer fiel. Für die ostpreußische Jägerschaft war es daher ein stolzes Bewußtsein, a?s nach fünfjähriger Schonzeit im Jahre 1927 ganze 12 Elche zum Abschuß freigegeben wurden. Ein Erfordernis war es von nun an, daß nur solche männliche Elche abgeschossen werden durften, die für die Vererbung wertlos waren. Die Genehmigung zum Abschuß wurde jeweils nur für ganz bestimmte Stücke erteilt. Als Reichsjägermeister General Göring fein Amt übernahm, war es eine Selbstverständlichkeit, daß nunmehr versucht wurde, das Verbreitungsgebiet des Elches zu erweitern. Welchen Erfolg die getroffenen Maßnahmen haben, geht am besten daraus hervor, daß der winzige Elchbestand nach dem Kriege wieder auf mehr als 1500 Stück gestiegen ist und, was die Hauptsache ist, daß eine offensichtliche Ausartung dieses Wildes erreicht wurde, yjunmehr ist auch die Zeit gekommen, den Elch zahlenmäßig zu bekrönten und durch den verstärkten Abschuß minderwertigerer Tiere die Ausartung zu beschleunigen. Die Rettung des Elches für die deutsche Wildbahn ist eine leudjtertbe Tat der Jägerei, nicht zuletzt aber der Forstoerwaltung. NIVEA CREME Achtung: Hier Geländespiele -erHL. Am kommenden Sonntag. 18. Oktober, finden im Bereich des Vannes 116 drei groß? Geländespiele statt. Die Geländespiele haben den Grundgedanken, die von der blauen Partei belagerten Städte durch die rote Partei zu erobern. Von der blauen Partei werden folgende Städte verteidigt: 1. Grofeen-Buseck. 2. Lich. 3. Watzenborn-Steinberg. Diese Städte sind von der roten Partei anzugreisen. Die Geländespiele wickeln sich in der Zeit von 9 Uhr bis 16 Uhr ab. Anschließend hieran sindet um 17 Uhr ein großer Schluhappell statt, hierbei werden die Ergebnisse der Geländespiele bekanntgegeben, wobei ein HJ.-Führer und ein Vertreter der Partei sprechen. Lin Marsch durch die Stadt beendet den für die HI. großen Tag. 3000 Hitlerjungen sind an diesen Geländespielen beteiligt. Die Bevölkerung laden wir hiermit aus das herzlichste ein und hassen, daß sie regen Anteil nimmt an unserer Veranstaltung, genau so wie am Tag der H3. am 30. August in Gießen. Hell Hitler! Bann 116. eben tittb Im weiteren Verlauf der Sitzung gab der Vor- Nachdruck verboten! 25 Fortsetzung. - in oer« t es dem er fallen, ig zufam. tr Bestand ig auf diese Dttober, Melle vor« °r°, M * riliftig* * bittttt eichtening dem Web- ig einen illständige Rttis« n, Loder« erhältlich dem nun abgeschlossenen Lehrgang in Gießen, der sich über sechs Doppelstunden erstreckte, konnten von den 57 Teilnehmern drei den Leistungsschein und 25 den Grundschein erwerben. Von Juli bis heute konnten von dem Bezirk Oberhessen 3 Lehrscheine, 10 Leistungsscheine und 83 Grundscheine gegeben werden. Ratsherrensihung in Lich. 3) Lich, 14. Okt. In der jüngsten R a t s Her- re n s i tz u n g wuvde zu Beginn der Waldwirt- s ch a f t s p l a n für das Wirtschaftsjahr 1937 beraten. Forstrat Zimmer vom Forstamt Lich erläuterte den Plan im einzelnen. In seinen Ausführungen gab der Vortragende bekannt, daß zum Einschlag in ordentlicher Fällung 5450 Festmeter und in außerordentlicher Fällung etwa 2500 Festmeter kommen. Ferner bemerkte Forstrat Zimmer, daß infolge des günstigen Holzbestandes im Licher Stadtwald voraussichtlich für das folgende Wirtschaftsjahr ein Hiebsatz von etwa 7000 Festmeter zur Festsetzung gelangen werde. Die Vorlage fand die einmütige Zustimmung der Ratsherren. Sie wurde daraufhin vom Bürgermeister Geil festgestellt. Einen breiten Raum in den Beratungen nahm Sonderzug zum Fußball-Länderkampf Deutschland — Italien. Zu diesem Fußball-Länderkampf, der am 15. November in Berlin stattfindet, wird eine Sonderzugfahrt durchgeführt. Der Teilnehmerpreis beträgt für Fahrt einschl. eine Uebernachtung mit Frühstück, sowie einen guten Platz im Olympia-Stadion nur 18,— RM. Für die Anschlußstrecke nach Frankfurt tritt die bekannte Verbilligung in Kraft. Anmeldungen zu dieser Fahrt können sofort auf der Kreisdienststelle, Schanzenstraße 18, eingereicht werden. Omnibusfahrt nach Frankfurt a. W. - Weltflughafen. kultät bet i habil, ibil. Wer« Bung des nichtbeM. m worden. «ter. iintechilfs« f njorben, die Ab« Deutsches Volksbildungswerk. Am 23. Oktober beginnt das Deutsche Dolksbil- dungswerk seine Vortragsreihe für das Winterhalbjahr mit einer feierlichen Eröffnung in der Aula des Gymnasiums (hindenburgwall). Bei dieser Eröffnungsfeier, die unter dem Leitspruch steht: „Deutsches Volkstum — Deutsche Größe" werden der Kreisleiter Dr. h i l d e b r a n d und der Gaureferent für das Deutsche Volksbildungswerk Handwerk, Frankfurt a. M., sprechen. Beginn 20 Uhr. als Ihnen, Laverenz. Ich werde so von ihr gehen, daß ich ihr zwar den Schmerz nicht erspare, aber ihren Stolz treffe, und der wird ihr helfen, vieles — und eben dann auch mich — zu vergessen. Das ist mein einziges Zugeständnis." Es gibt zwischen den beiden Männern eine förmliche Verabschiedung. Aber als Herbing schon an der Tür ist, ruft Laverenz noch einmal seinen Namen. Er dreht sich um und für eine Sekunde sieht der Verleger dem Mann ins Herz — er sieht ein altes, müdes Gesicht, das sich nun langsam wieder belebt. Herbing tut ihm leid — „Geben Sie mir noch einmal die Hand, Herbing. Ich glaube, zu verstehen — vielleicht kann ich doch noch 'einmal mit Hanna über Sie sprechen, wenn die Zeit geheilt hat." „Ich buche diesen guten Willen für mich, Laoe- renz. Ich danke Ihnen. Sprechen oder nicht — es ist schließlich — ja ganz gleichgültig — für mich wenigstens." Dann fällt hinter John Herbing die Tür ins Schloß. Es ist gut, daß er sich für den Abend nicht mit Hanna verabredet hatte — er wäre ein schlechter Gesellschafter und Schauspieler gewesen. Langsam geht er durch die nassen Straßen, ein schwerer Nooembernebel hängt über die Dächer der Häuser, die Lichter verschwimmen im Dunst und durchdringen ihn kaum. Die Luft lastet und beklemmt. John Herbing schlägt den Mantelkragen hoch und geht heim. Er ist müde und abgespannt, es ist am besten, man nimmt ein Pulver und schläft, vielleicht ist man am andern Tage frischer und hat keine Last, die Koffer zu packen — es gibt auch noch viele Wege zu machen... „War das nicht der Mann, mit dem Fräulein Brandes viel zusammen ist?", fragt Leonhardt im Wolde, als er seine Ladentür schließen will, und John Herbing dicht an ihm vorübergeht. Fritz kommt eilfertig heraus und sieht ihm nach. Auch Herdegen bequemt sich aus seinem Stuhl. „Der damals mit im Waldgasthof war und nicht schalten kann. Stimmt," meint der Ingenieur und geht wieder zurück. „Mach die Tür zu, es ist lausig kalt, und der Mann geht uns wenig an, als daß wir uns seinetwegen den Schnupfen holen!" „Du hast ihn ja schon," meckert Fritz, „du gehörst überhaupt ins Bett, mit so 'ner Nase bist du ja direkt eine Gefahr für die Mitmenschen." Es steht hier nicht zur Diskusston, ob es mir — schwer fällt, Berlin zu verlassen, vielleicht begegnen sich unsere Wünsche. Mir kommt es darauf an ehrlich zu bleiben, das wird nach harte und Leichtsinn aussehen. Ihr Wille ist, eine Frau vor mir zu bewahren — vor ihrer Liebe zu bewahrem Das ehrt Sie, auch wenn es sich letzten Endes gegen mich wendet. - A1_ Ich will zu Ihnen frei sprechen, Laverenz, einer soll wenigstens die Wahrheit über mich wißen. Ich habe niemanden, ich stand immer allein. Das s keine Entschuldigung für mich sem, ich will dann nur betonen, wie viel Hanna mir bedeutet. Nicht ganz das, was mir einmal eine andere Frau gi - wesen ist — ich gebe das zu. Sie tut das was jede Frau tut, wenn sie liebt, sie uer chwendet sich, auch das soll kein Vorwurf fein es ist -twas wofür jeder Mann eigentlich auf Knien danken sollte. Aber ich kann es nicht — noch nicht, Laverenz; das fehe ich nun, wo Sie mir die Chance g , die gleichzeitig eine Probe aufs Exempel i) • bin noch immer ein Vagabund, ich kannmich ) binden. Ich würde Hanna nur unglücklich machen weil eines Tages die Unruhe doch wieder über mich käme. Ich habe mich verrechnet — >cy yane Hanna nicht beunruhigen dürfen Beunruhigen ist ein sehr dürftiger und vorsichtiger Ausdruck. Ich kenne Hanna seit vielen^Jahren, ich weiß auch, was Sie ihr jetzt: mtt Ihrem Weggang antun. äch wünsche Ihre Ab। s, " haben recht. Es wäre mir sogar am lieb, , Sie Hanna nicht wiedersähen. Sie^können ja reiben." Paul Laverenz f)at die erste Ueberraschung erkannt worden zu sein, überwunden. Jetzt Ya er sich für Hannas Anwalt und hofft, herbmg zu überzeugen, aber er tut ihm nicht den gefallen. Ich werde nicht schreiben, aber ich we^e Hanna den Grund meiner Reise anders glaubhaft machen, eine geschlagene halbe Stunde vor dem Wagen gestanden hast, ohne auch nur einen Finger zu rühren, kam mir schon spanisch vor." „Fehlt bloß noch, daß du „Liesel" in die Luft stöhnst," seufzt Fritz und denkt ingrimmig daran, daß er so gar nicht weiterkommt bei dem runden, rotbäckigen Milchmädchen. Freilich, mit Leonhardt kann er nicht konkurrieren, weder mit der Figur, noch mit dem Krips, noch mit der sogenannten bürgerlichen Existenz. „Wollen wir nicht von was anderem reden? , sagt da Leonhardt gereizt, aber diesmal hat er nicht mit Herdegen gerechnet, der kann genau so stur sein, wie er selber. „Mach da mal reinen Tisch, wir sind doch keine Schmachtjünglinge, und ehe der Wagen darunter leidet, daß du mitten im Winter Frühlingsgefühle kriegst — verdammt nochmal, Junge —" „Kein Grund zur Aufregung. Die Frau hat keine Ahnung und wird auch nie eine bekommen. Erstens ist sie 'besetzt, und zweitens guckt sich sowas nicht nach unsereinem um," läßt sich im Wolde heraus- locken. „Nummer eins laß ich gelten, Nummer zwei ist schon wieder Quatsch. Du bist ein anständiger Kerl aus einer anständigen Familie und kannst sogar mit Ach und Krach eine Frau ernähren, wenn du jetzt nicht so stark vom Wagen in Anspruch genommen wärst. Mir geht der Hut hoch, wenn ich mir vorstelle, daß eine dumme Pute über dich die Nase rümpft, weil du mal zufällig nicht im Klubsessel sitzt, sondern Hinterm Ladentisch stehst!", ereifert sich Herdegen, der ähnliches erlebt hat und nicht schluk- ken konnte. ,r „Dumme Pute ist schon falsch, sie ist sogar em sehr gescheiter Kerl. Aber sie kommt aus einer Villa, hat von uns allen gar keinen Schimmer uno würde sich genau so wohlfühlen, wenn statt unserer Regierung Herr Hinz und Herr Kunz in der Wil« Helmstraße säßen. Außerdem hat sie ackierte Fm gernägel und mehr seidene Kleider als mir hem- ^Fritz reißt die Augen auf, er überlegt nicht em- mal, daß die Beschreibung gar nicht auf Liesel Gottschalk paßt. Es verschlagt ihm nicht nur die Rede, es setzt seine sonst so flinken Gedanken ein« fach matt Herdegen grinst. (Fortsetzung folgt.) schen Landesdienst ernannt. ** Di en Jubiläum bei der Reichsbahn. Seine 40jährige Dienstzeit vollendete gestern der bei der Güterabfertigung Gießen beschäftigte Reichsbahnobersekretär Bausch. Das Personal der Güterabfertigung hatte sich zu einer eindrucksvollen Feier zusammengefunden, um dem Jubilar ihre Glückwünsche darzubringen. Von dem Vorstand des Reichsbahnverkehrsamtes Gießen wurden dem Jubilar Anerkennungs- und Dankschreiben des Führers und Reichskanzlers, des Generaldirektors der Deutschen Reichsbahn und des Präsidenten der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. in feierlicher Weife überreicht. ,—>—v ö . _ .. „ „ ** Arbeitsjubiläen. Am heutigen Freitag, des bezeichneten Kapitals in Angriff genommen 16. Oktober, können der Obermeister Wilhelm Ley, werden. r Leihgesterner Weg 37, der Oberwerkmeister Hein- Im weiteren Verlauf der Sitzung gab der Vor- „Vor allem in der U.-Bahn, willste wohl sagen. Du bist für die Hygiene innerhalb der geschätzten BVG. besorgt, mein Lieber. Kannst ja mal den Stuf fragen, ob er mich wegen Gefährdung des gesamten Sturmes mit Schnupfen vom Aufmarsch befreit, ich lege mich gern mal bei dem Sauwetter ins Bett. 'Fahren kann man ja auch nicht, man glitscht ja einfach davon." „Na, wenn ihr erst so weit seid, kann ick mir ja beruhigen. Uff den Autobahnen brauchen sie nämlich Wagen, die bei dem Mordstempo, was ihr euch einredet, bei so 'nem bißchen Nieselregen nicht gleich glitschen," stichelt Fritz. „Was machst du denn für'n Gesicht, Stuf? Ick möchte jetzt überhaupt mal wissen, was los ist. Du tust ja gerade, als ob dir alle Felle auf und davon geschwommen sind. Wenns mit dem Wagen nichts is, dann muß er doch 'nen andern Grund haben. Gestern gibste dem Major statt Beumelburg das heideprinzeß- chen von der Marlitt, oder wie die Dame heißt —" „Weil du Schafskopp die Bücher nebeneinander gelegt hast, die Marlitt hat Becker für ihre kranke Tochter haben wollen, es hat nicht vergessen werden sollen —" „Aber Mensch, lesen mußt doch nu allmählich können! Der Major hat schön geschimpft, daß er bei dem Dreckwetter nochmal aus seiner warmen Bude mußte. Kann der denn riechen, daß du ihm einen Backfischschmöcker aus dem vergangenen Jahrhundert einpackst? Du hast einen Benimm am Leibe, daß man reinweg meinen könnte, es steckt dir ’ne Marjell im Kopp". Fritz Ladegast hat ins Schwarze getroffen, denn Leonhardt schießt das Blut recht sichtbar bis unter die blonden haare. Er dreht sich um und baut sich mit dem Rücken zu den Kameraden von seinen Bücherregalen auf. Herdegen und Fritz sehen sich an, machen lange Hälse und starren dann zu dem .Freund hinüber. „'n Mädchen?", fragt der Ingenieur erschrocken. „Mensch — das fehlte gerade noch! 'n Mädchen!" „Quatsch doch nicht so dumm!", fährt Leon- ^,^Jch0quatsche gar nicht. Ich finde, du solltest lieber mal Farbe bekennen, vielleicht können wir dir mit Erfolg Vernunft predigen. Fritz hat ganz recht, du rennst durch die Gegend, als hätten sie dir die Butter vom Brot genommen, und daß du gestern Eintrittsgeld zum Großflugtag 3,55 RM. Anmeldungen müssen umgehend auf der Kreisdienststelle Gießen, Schanzenstraße 18, abgegeben werden. Aufnahmen einsenden! Ein Erinnerungsheft über die Fahrt des Alten Führerkorps der NSDAP. durch den Gau Hessen-Nassau. . NSG. Alle Berufs- und Amateurphotvgraphen, die anläßlich der Fahrt des Alten Führerkorps der NSDAP, durch den Gau Hessen-Nassau Aufnahmen gemacht haben, werden gebeten, dem Gaupresseamt Frankfurt a. M., Adolf-Hitler-Haus, Gutleutstr. 8 bis 14, je zwei gute Hochglanzabzüge zur Veröffentlichung zur Verfügung zu stellen. Die Abzüge werden für ein Erinnerungsheft über die Fahrt, sowie für Archivzwecke benötigt. * ** Ernennung. Unter Berufung in das Beamtenverhältnis wurde der Hilfsamtsgehilfe Hermann K o ch zu Gießen zum Hausmeister im hessi- Kameraden der Arbeit — Kameraden im Helfen! Elm morgigen Samstag und am Sonntag werden Walter der Deutschen Arbeitsfront, die kdF.-Darte, die Betriebsführer, Betriebswatter und Vertrauensmänner die Strafeensammlung für das Dinterhilfswerk durchführen, die diesmal unter der Parole „Schaffende sammeln und geben" der Deutschen Arbeitsfront übertragen wurde. Alle deutschen Volksgenossen sind aufgerufen, bei dieser Gelegenheit ihre Opfer- fpen de zu geben für diejenigen Volksgenossen, die mit der wirtschaftlichen Not in ihren Familien bisher aus eigener Kraft noch nicht fertig werden konnten. Für jeden deutschenBlann uudfür jede deutsche Frau ist es selbstverständlich, daß es bei dieser Opferspende kein Zögern geben darf! Wir erleben es gerade in diesen Wochen und 2tto- naten besonders eindrucksvoll, was es bedeutet, daß der Führer unserem Land und Volk Ruhe und Ordnung zum Leben und Arbeiten ge- sichert hat, indem er den Bolschewismus niederwarf und wirtschaftlich und sozial den im Interesse der ganzen Volksgemeinschaft dringend notwendigen Kampf gegen Hunger und Kälte eröffnete und mit aller Tatkraft führte. Der Geist der kameradschaftlichen Verbundenheit, der schon so wundacbare Leistungen des deutschen Volkes ermöglichte, hat sich bisher besonders segensreich auch auf dem Gebiete der sozialen Hilfeleistung für wirtschaftlich schwache Volksgenossen durch das WHW. bewährt. Aus diesem Geist heraus wird die deutsche Volksgemeinschaft in allen ihren Gliedern auch bei dieser Strafeen- fammtung der Deutschen Arbeitsfront neue(5ro fetale n der Nächstenliebe vollbringen und damit den bedrängten Volksgenossen helfen, zugleich auch dem Führer für fein grofees Werk danken und ihm eine herzliche Freude bereiten. 3n diesem Geiste und beseelt vom stärksten Willen zur opfernden hel- ferstat lafet uns am morgigen Samstag und am Sonntag alle antreten und spenden und helfen! Die Sammler der Deutsches Arbeitsfront müssen durch diese neue soziale Großtat am Abend ihrer Sammeltätigkeit ein Ergebnis aufweisen können, das nach jeder Richtung hin würdig ist der GrÖfee unserer Zeit, der Gröfee der Aufgabe und der Treue, mit der wir alle hinter Adolf Hitler marschieren und nach seinem Willen auch die friedlichen Schlachten schlagen im Kamps gegen hunger und Kälte in deutschen Familien! Dornotizen. Tageskalender für Freitag. Stadttheater, 20 bis 22.30 Uhr, „Ein idealer Gatte". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Verräter". — Lichtspielhaus: „Der Bettelstudent". Sladllhealer Gießen. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: heute Abend findet die Erstaufführung des eleganten Gesellschaftsstückes „Ein idealer Gatte" von Oscar Wilde statt. Karl Lerbs, der bekannte Wilde- Uebersetzer, hat eine neue Bearbeitung für den „Idealen Gatten" geschaffen/ die mit großem Erfolg auf den deutschen Bühnen gespielt wird. Spielleitung führt Wolfgang Kühne. Die Bühnenbilder hat Karl Löffler geschaffen. Mitwirkende: Damen: Birkmann, Gerhardt, Krause, Prinz, Schubert-Jüngling, Stirl; Herren: Frickhoeffer, v. Gschmeidler, Lindt, Schorn, Volck. Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr. Freitag-Miete. 5. Vorstellung. die Besprechung über die Instandsetzung der Bahnhof st raße ein. Bürgermeister Geil gab bekannt, daß von der Licher Bank in Lich für den Ausbau der Bahnhofstraße ein Darlehen in höhe von 30 000 Mark bereitgestellt worden sei, das in Jahresraten von 3000 Mark zurückzuzahlen und mit 5 v. h. zu verzinsen sei. Infolgedessen sei es leider nicht möglich, die Bahnhofstraße vollständig zum Ausbau zu bringen. Die Arbeiten würden aber sofort nach Eingang der Genehmigung zur Aufnahme nM n. )« Bichs« : aenehMt Dietern W er und 112 euten, kann gesamte ost' ntberreoolu« lerreoolution Den Militär, wurde rua« 1923 voren aer darüber der freien nicht gon$ ung stetros' mreußischen rWf»" sich- * Dauer Sie ®i»‘ >ntnW E e. y n&en.J’0’“ jeftäntie iiaren, Ichwild siche »er; I* -V- % $ud)t nthr tv ien y Der auf ■fgulurtN 4r *iu bt' A Siehe heutige Anzeige. ** Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, Bezirk Oberhefsen. Dem Studienreferendar Otto Jüngst (Gießen), sowie dem sitzende bekannt, daß das Kreisamt Gießen eine Verfüguna erlassen habe, nach der die Bürgersteuer für 1937 festgesetzt werden müsse. Er betonte hierbei, daß im Voranschlag 1937 der Stadt Lich zum erstenmal die Rücklageoerordnung des Reiches vom Mai dieses Jahres zur Auswirkung komme. Nach ungefährer Schätzung werden etwa 6000 bis 7000 Mark an Rücklagen zum Einsatz gelangen müssen. Für diese weitere Belastung sei, nachdem es möglich gewesen wäre, die Mehrbelastung infolge der Darlehensaufnahme für dis Instandsetzung der Bahnhofstraße voranschlagsgemäß unterzubringen, keine weitere Deckungsmöglichkeit mehr vorhanden. Da jedoch die Bildung der Rücklagen durch Gesetz vorgeschrieben ist und ein weiteres hinausschieben des dringend erforderlichen Ausbaues der Bahnhofstraße vom Bürgermeister und den Ratsherren nicht mehr als möglich bezeichnet worden war, blieb als einziger Weg, die Mittel zum Ausgleich für die neuen Belastungen durch eine Erhöhung der Bürgersteuer um mindestens 150 v. h. zu beschaffen. Die Stadt Lich erhob bisher als eine der wenigen größeren Gemeinden nur den Reichssatz von 100 v. h. der Bürgersteuer. Nach längerer Beratung wurde die Entschließung über die Erhöhung der Bürgersteuer auf 250 v. h. angenommen. Im Anschluß an diese Beratung wurde die E r - richtung eines Schwimmbades eingehend besprochen. Bisher war der der Fürstlichen Stan- desherrschaft gehörige Albacher Teich von der Jugend unserer Stadt zum Baden benutzt worden. Leider war diese Badegelegenheit aber nur für gute Schwimmer geeignet, so daß ein großer Teil der badefreudigen Volksgenossen unserer Stadt hieran nicht teilhaben konnte. Da an die Errichtung eines neuen Schwimmbades wegen der hohen Kosten in absehbarer Zeit nicht gedacht werden kann, ist es Bürgermeister Geil dank dem großzügigen und verständnisvollen Entgegenkommen des Besitzers des Albacher Teiches, Dr. Hermann Otto Erbprinz zu Solms-Lich, in Verhandlungen mit diesem gelungen, unserer Stadt nunmehr doch noch zu einer schönen und ausreichenden Badegelegenheit zu verhelfen. Bürgermeister Geil gab über die geplante Anlage des Schwimmbeckens im Albacher Teich nähere Erläuterungen, hiernach soll auf der rechten Seite des Teiches ein Strand von etwa 50 Meter Länge geschaffen werden, der durch die Fällung eines schmalen Streifens des an dieser Seite liegenden Waldes verbreitert und erweitert werden soll. An der Linksseite des Teiches sollen zwei Schwimmbecken von je 80 Zentimeter und 1,50 Meter Tiefe und ausreichender Größe errichtet werden. Ebenso wird eine Schwimmbahn von 50 Meter Länge geschaffen werden. Ein etwa 3000 Quadratmeter großer Spiel- und Ruheplatz, ein Kraftwagenparkplatz, ein Planschbecken, Sprungbretter, Brausen und anderes werden dieses allen Anforderungen der Jetztzeit entsprechende Bad vervollständigen und zu einer zeitgemäßen Sport- und Erholungsstätte werden lassen. Um jeden das Land- schaftsbiid störenden Stein- oder Betonbau zu vermeiden, wird die gesamte Einrichtung aus Holz geschaffen werden, das von der Stadt gestellt werden wird. Infolgedessen wenden die Kosten für die Errichtung des Bades aufs geringste beschränkt und nur durch den Arbeitslohn entstehen, die kaum den Betrag von 3000 bis 4000 Mark überschreiten durften. Auch dieser Plan fand nach eingehender Aus- ; spräche die einmütige Zustimmung der Ratsherren. hiernach wurde die neue Friedhofsord- , nung für die Stadt Lich, die von der Landes- - regierung die Genehmigung erhalten hatte und • demnächst veröffentlicht werden soll, als Ortssatzung । erlassen. Ferner teilte der Bürgermeister im Zu- , sammenhang mit der zu Martini d. I. stattfinden- ; ben Neuverpachtung von städtischen , Grundstücken mit, daß er beabsichtige, den . früheren hepelschen Garten an der Butzbacher , Straße nicht mehr zu verpachten, sondern ihn der hiesigen Volksschule zum Zwecke der Errichtung [ eines Schulgartens zur Verfügung zu stellen. Auf Vorschlag des hiesigen Forstamtes. soll von । der Fürstlichen Gutsverwaltung in Lich ein Hektar rich Ley, Frankfurter Straße 72, und der Werkmeister Heinrich Metzler, Kaiserallee 34, auf ihre 25jährige Arbeitstätigkeit im Betrieb der Gummifabrik von Poppe & Co. zurückblicken. Gelegentlich des 25. Firmenjubiläums am 5. September wurden die Jubilars von der Firma bereits geehrt, jedoch fand heute vormittag ihnen zu Ehren noch ein Betriebsappell statt, bei dem ihnen weitere Ehrungen bereitet wurden. * * Gemeinschafts-Preishüten. Die Fachschaft der Deutschen Schäferhunde und die Landesbauernschaft veranstalten am kommenden Sonntag in der Nähe von Birklar in Richtung der Straße Lich—Langsdorf ein Gemeinschasts- Preishüten. Am Abend wird eine Veranstaltung in Steins Saalbau in Lich den Tag beschließen. Vornan von Ilse Schuster. Copyright 1936 by Aufwärts - Verlag G. m. b. h., Berlin SW 68 Am Sonntag, 18. Oktober, findet auf dem Welt- fluahafen Rhein-Main ein Großflugtag statt. Bei dieser Veranstaltung wirken Hanna R e i t s ch und Graf Hagenburg mit. (Zeppelin-Freiballon- schlacht, Segelflugzeugreigen, Segelkunstflug, Fallschirmabsprünge, Motorkunstflüge, außer den Vorführungen Verlosung von Freifahrten im L. Z. . .. . „Hindenburg", Freiballonen, Verlosung von Frei- Zahntechmker Fred Schmlttblel (Nidda) wur- lügen in modernen Verkehrsmaschinen und Segel- den von der Hauptgeschäftsstelle der DLRG. Berlin luazeuqen. Verlost werden nur im Vorverkauf ge- nach voraufgegangener Prüfung die Goldene; Nadel löste Eintrittskarten. Der Fahrpreis beträgt einschl. mit der Urkunde für den Lehrschein überreicht. Bei _ Die Oeutfdie Rrbcitdlront n.6.=6cmeinf(haft „ßraft öurdi frcuöc" - c C C c • ÜÄfi »-Q :--L. - S-S'oonn - !k £.2 - ?Säo«'6‘äZ W‘ Die Verdunkelung am 16. Oktober in Gießen Arthur Ehleder und Angehörige Lollar, den 16. Oktober 1936 04739 ZU! 5936D SMWAflS-WMll Betiäiiii der Landesbauernschaft Hessen-Nassau und der H'B°do6”V*8”g empfehle Fachschaft Deutsche Schäferhunde S.B. »yailjIUJll11 »t-uiiwv wwihv*‘j* _ ■r>rMLallf m sanntie. öem 18.811« 1936.1« tlth. °“rn,^kualllk 11 Meldungen. Beginn 8 Uhr vormittags. 6564A Wir danken für die vielen Beweise warmer Teilnahme an dem Verlust unserer lieben Verstorbenen Niedere Preislagen: Haupt-Preislagen: .. Luxus-Qualitäten: .. Don der Polizeidirektion Gießen wird uns folgendes mitgeteilt: ,c , . Es ist uns bekannt geworden, daß Zweifel darüber bestehen, welche Straßen in das Verdunkelungsgebiet fallen. Da die namentliche Aufführung sämtlicher im Verdunkelungsgebiet liegenden Straßen unmöglich ist, wurde in der Veröffentlichung 'am 13. Oktober das gesamte Gebiet, unter genauer Angabe der Grenzen, mitgeteilt. Hütegelände: Birklar, Straße Lich-Langsdorf Abzweig nach Birklar. Richter: Gg. Hüttenberger, Giehen, und Schäfer- meister Karl Lenz, Ehrmgshaulen (Dill). eine der für ihre Erteilung aufgestellten Voraussetzungen nachträglich fortfällt. Ordnungsstrafen werden festgesetzt gegen leben, der den Vorschriften dieser Anordnung zuwider handelt. ... v Die Anordnung tritt mit ihrer Verkündung m Kraft. ________________________________ Samstag, den 17. Oktober 1936, abends 8 Uhr, im Saale Stein am Bahnhof großer Begrnßungs- Abend mit schönen Darbietungen, Konzert, und Tanz, veranstaltet durch die NS. - Gemeinschaft Kraft durch Freude. ssesD Es ladet zu den beiden Veranstaltungen freundlichst ein die Leitung: G. Kaufnnger. Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß sämtliche innerhalb der mitgeteilten Grenzen liegenden Straßen in das Verdunkelungsgebiet mit einbegriffen find. Unser Bild zeigt an, daß alle innerhalb der starkenUmrandung gelegenen Straßen in den Uebungsbereich fallen, also der gesamte o st l l ch e und nordöstlicheStadteil dabei in Betracht kommt. Schadenersatz bei Nichtabnahme gekaufter Möbel. Fwd. Im Möbeleinzelhandel ist es üblich, bei Nichtabnahme gekaufter Waren 25 Prozent des Verkaufspreises als Schadenersatz für entgangenen Gewinn zu berechnen. Auf den Bestellscheinen, die im Möbeleinzelhandel verwendet werden, befindet sich ausdrücklich folgender Vermerk: .Verweigert der Besteller die Abnahme der bestellten Gegenstände, so ist der Verkäufer berechtigt, wenn er auf die Lieferung verzichtet, Schadenersatz in Höhe von 25 Prozent des Kaufpreises zu verlangen." _ . .. Sind die Möbel abgenommen und werden sie später wieder zurückgegeben, so beträgt, falls es sich um ein Abzahlungsgeschäft handelt usw., die übliche Entschädigung mit Ausnahme von polierten Zimmern, Schlafzimmern, Küchen und Polsterwaren bei Rückgabe innerhalb des ersten Halbjahres 25 Prozent des Kassapreises, im zweiten Halbjahr 35 Prozent und im dritten Halbjahr 45 Prozent. Bei polierten und Schleiflackzimmern, Schlafzimmern und Küchen sind die entsprechenden Sätze 30, 35, 40 Prozent usw., bei Polsterwaren 35, 45 und 60 Prozent. Diese Sätze für Abnutzung und Wertminderung im Abzahlungsgeschäft sind als Regelsätze von der Industrie- und Handelskammer zu Berlin unter Mitwirkung aller maßgeblich beteiligten Wirtschaftskreise aufgestellt worden und entsprechen nach einem Gutachten der Frankfurter Industrie- und Handelskammer auch der hiesigen Hebung. Nicht warten, bis der Winter richtig da ist, bis er Ihnen durch Mark und Bein fährt und einen tüchtigen Schnupfen anhängt, sondern rechtzeitig vorbauen durch einen neuen, warmen Köhler- Mantel, einen soliden Köhler-Anzug, oder einer molligen, warmen Winterjoppel Noch nie war meine Auswahl so gewaltig groß und noch nie waren meine Preise so vorteilhaft, wie gerade in diesem Jahr. Beachten Sie einmal meine Schaufenster und Sie sehen deutlich, wie vollendet Köhler-Kleidung in jeder Hinsicht ist. - Sie werden genau das bei Köhler finden, was Sie sich vorstellen. Glauben Sie, daß ich es mir heute leisten könnte, auch nur ein einziges Angebot herauszubringen, das nicht wirklich eine besondere Leistung darstellt? Wer bei Köhler kauft, weiß was er hat, nämlich eine Kleidung, auf die er sich verlassen kann. Ulster und U.-Paletots und Anzüge Hitler-Jugend. Bann 116, personalstelle. Betr.: H I. - E h r e n z e i ch e n. Es werden hiermit alle HJ.-Ehrenzeichenträger des Kreises Gießen aufgefordert, sich in der Zeit oom 14. Oktober bis 20. Oktober schriftlich auf der Personalstelle des Bannes 116, Gießen, Wartweg 19, unter Angabe ihrer genauen Anschrift, Rr. des Ehrenzeichens und jetzige Tätigkeit in der NSDAP, zu melden. Die Meldung ist äußerst wichtig! Anträge auf Zweitausfertigung können nunmehr gestellt werden. gez. Völzing, Geff. Knabenkleidung, Regen-Mäntel, Leder-Jacken, Motorfahrer- Kleidung, warme Joppen, Arbeitskleidung, Loden- und 6a- bardin-Mäntel, Cheviot- und Shetland - Mäntel, Pelzjacken, einzelne Hosen, Sportstutzer, alle Loden-Frey-Erzeugnisse, Aquastrella-Mäntel und Sanisstrella-Anzüge fer des Jahres 1935 bereits bis Ende September erreicht. Da für die Monate Oktober, November und Dezember die Jugendherbergen insbesondere als Tagungsstätten für Schulungskurse der HI., der Politischen Leiter usw. eingesetzt werden, bringt das Jahr 1936 einen erheblich stärkeren Besuch als das Jahr 1936. Die Uebernachtungszahlen der einzelnen Jahre ab 1931 geben ein erfreuliches Bild über die Aufwärtsentwicklung im rhein-mainischen Jugendher- berqswerk. Die Uebernachtungen betrugen: 1931: 205 528, 1932: 191 453, 1933: 186 876, 1934: 316 858, 1935: 318 700, und 1936: voraussichtlich 330 000. Die im Jahre 1936 am stärksten besuchte Jugendherberge ist Frankfurt a. M. mit 57 000 Uebernachtungen. Dann kommen die Jugendherbergen Rüdesheim mit 39 000 und Wiesbaden mit 22 000 Uebernachtungen. Die vorstehenden Zahlen beweisen, daß im Jugendherbergswerk eine stete Aufwärtsentwicklung zu verzeichnen ist. 310000 Uebernachtungen bis Ende September in den rhein-mainischen Jugendherbergen. Mit 310 000 Uebernachtungen haben die rhein- mainischen Jugendherbergen die Uebernachtungszif- Erteilung von Unterricht auf dem Gebiet der bildenden Künste. Der Präsident der Reichskammer der bildenden Künste erläßt eine Anordnung über die Erteilung von Unterricht auf dem Gebiete der bildenden Künste, in der gesagt wird: Die Neugründung von Unterrichtsanstalten der bildenden Künste im Sinne der Bekanntmachung über Anstalten der bildenden Künste vom 29. Aug. 1936 („Völkischer Beobachter" oom 2. Sept. 1936) bedarf meiner schriftlichen Genehmigung. Die Genehmigung wird nur erteilt, wenn der Veranstalter oder sein gesetzlicher Vertreter die zum Betrieb der Anstalt erforderliche Zuverlässigkeit, Eignung und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit besitzt und ein Bedürfnis für die Errichtung einer Anstalt der bildenden Künste in dem in Aussicht genommenen Ort besteht. Das Bedürfnis ist von dem Antragsteller nachzuweisen. Dem Antrag auf Genehmigung zur Errichtung einer Anstalt der bildenden Künste sind beizufügen: a) die Angabe der in Aussicht genommenen Bezeichnungen der Anstalt, b) der Unterrichtsplan, c) die Schulordnung, d) die Aufnahme- und Prüfungsbestimmungen, e) ein Verzeichnis der Lehrkräfte, getrennt nach Unterrichtsfächern. Der Antrag muß spätestens zwei Monate vor der beabsichtigten Gründung dem zuständigen Landesleiter der Reichskammer der bildenden Künste eingereicht werden. Die Genehmigung kann entzogen werden, wenn cfca F für den Boden KOHLER das große Spezialhaus, das alle Herren und Knaben anzieht Grab land gepachtet, in Parzellen von etwa 250 Quadratmeter groß aufgeteilt und an landbe- dürftige Familien als Grabland weiterverpachtet werden. Kinderreiche Familien werden bevorzugt behandelt und können eventuell zwei Parzellen erhalten. Der Pachtzins wurde auf 5,50 Mark für die Parzelle bei einer neunjährigen Pachtzeit festgesetzt. Die Parzellen sollen an die einzelnen Interessenten verlost werden. Nachdem noch verschiedene weitere Punkte der Tagesordnung erledigt worden waren, teilte Bürgermeister Geil noch mit, daß Lehrer Karl D ö r - m e r, nachdem er über 28 Jahre an der hiesigen Volksschule in segensreicher Weise tätig gewesen und nunmehr nach Erreichung der gesetzlichen Altersgrenze in den Ruhestand versetzt worden sei und daß die beiden zur Zeit freien Stellen an der hiesigen Volksschule durch Lehrer Hinkel von Nie- der-Bessingen und Lehrer Schnierle von Gedern besetzt worden seien. Hierauf wurde die Sitzung in der üblichen Weise geschlossen. Kleine Strafkammer Gießen. Wegen Rückfalldiebstahls wurde der 28jährige R. M. aus Langd durch Urteil des Amtsgerichts Nidda fr e i g e f p r o ch e n. Die Amtsanwaltschaft hatte hiergegen Berufung eingelegt. In der gestrigen Berufungsverhandlung vor der Kleinen Strafkammer hob diese das Urteil des Amtsgerichts Nidda auf und verurteilte den mehrfach auch wegen Diebstahls wiederholt vorbestraften Angeklagten zu acht Monaten Gefängnis sowie zur Kostentragung. Die Anklage legte dem Angeklagten zur Last, im April 1936 einem Arbeits- kameraden an dessen Arbeitsstelle einen Spaten entwendet zu haben. KOHLER Gießen, Seltersweg 17 Eigene Zivil- und Uniformschneiderei Notwendige Aenderungen sofort und gewissenhaft! RM. 28.- 34.- 38.- 48.- RM. 54.- 58.- 64.- 68.- 78.- RM. 88.- 66.- 112.- 124.- [Wasser gibt Perlen...] 1 wenn Ihr Boden mit W ■ LOBA-Hortwachsode^ W _ u Hartwachs-Beize ■ " mit dem Roben . W ■ 5U i.. 1 ■ SÄÄ-VäS i - säX» - losen y neu einwach- ■ — ohne dass O.e lqBa- ■ ”2 £ält viele Wochen an. Deshalb sämtliche Sorten Düngemittel IM* Steinstr.73.Tel.3581 Familiendrucksachen Verlobungsanzeigen Vermählungsanzeigen Geburtsanzeigen bei Brühl. 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