ibr A ' wiB', y M MU ?.m6' "ft jÄv/- ■Irti ,.. ■■• > fEW^W^ M gw’ I" . -; ^ Mittwoch, 16. September 1936 186. Jahrgang 217 Erstes Blatt Gießener Anzeiger Oer französische Handelsminister in Berlin Kleine ßnfente vhneAlulescu uni rlegen Der neue Textilarbeiterstretk in Frankreich lerlln, 15. Sept. (DNB.) Der französische Bastid, begleitet von seinem BenebelH und dem Finanzinspek- lphanb, ist heule morgen auf der Rück- von Warschau nach Paris zu kurzem Aufent- in Berlin elngetroffen. um dem mit auch Berlin einen Besuch ab. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich hat sich trotz aller politischen Zwistigkeiten immer bewährt, was nicht zum wenigsten auch darauf zurückzuführen ist, daß sich beide Länder wirtschaftlich sehr glücklich ergänzen. Ein Zeichen des auf beiden Seiten vorhandenen Wunsches, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich noch weiter zu beleben, war bereits der Besuch Dr. Schachts in Paris. Die Anwesenheit Bastids in Deutschland wird dazu dienen, die in den Pariser Gesprächen gefundene Grundlage der Zusammenarbeit noch zu erweitern und für die Praxis des deutsch-französischen Handelsverkehrs zu verwerten. Das deutsche Volk begrüßt den Besuch des französischen Handelsministers um so mehr, als Bastid sich stets einer objektiven Haltung gegenüber Deutschland befleißigt hat und schon für eine positive Verständigungsarbeit mit dem Dritten Reich eintrat, als die französische Politik unter Barthous und Herriots Führung noch einer streng deutschfeindlichen Linie folgte. Bastid gehört zu der jüngeren Generation Frankreichs. Er ist Professor für Rechtswissenschaft an der Universität Lyon und leitet außerdem den Generalrat des Departements Cantal. Rach der nationalsozialistischen Revolution zog es ihn, der für Deutschland immer besonders interessiert war und auch ausgezeichnet deutsch spricht, in das Dritte Reich. Am 1. M a i 1 9 3 3 war er zusammen mit Fran^ois- Poncet, dem französischen Botschafter in Berlin, a u f dem Tempelhofer Feld. Unter dem gewaltigen Eindruck dieses Festes der Arbeit setzte er sich, nach Paris zurückgekehrt, in mehreren Zeitungsartikeln für eine offene Aussprache mit dem neuen Deutschland ein. Es war damals die Stimme eines Predigers in der Wüste. Rur ein schwacher Widerhall war in der Öffentlichkeit zu vernehmen, im Parlament überhaupt keiner. Als seine Artikel schon in Vergessenheit geraten waren, wurde er zum Präsidenten der außenpolitischen Kommission gewählt, nachdem er als Berichterstatter vieler internationaler Abkommen, insbesondere über das allgemeine Schiedsgerichtsabkommen, in der Kammer als radikalsozialistischer Abgeordneter schon wiederholt hervorgetreten war. Seit 1926 gehörte er auch der französischen Völkerbundsdelegation an. Gegen Ende des Jahres 1934 begann sich sein Einfluß gegen die französisch-russischen Verabredungen geltend zu machen. So veranlaßte er seine Kommission zu einer scharfen Kritik an der Gewährung einer staatlichen Kreditgarantie für das Russengeschäft. Für den allmählichen r:6 (2:3). ?r verdient erkbar, wie ib nicht zu iüre stehen, eser Mann« tegner nicht bei Buten« in Sonntag i 3gb. 19:4. lmannschaft s Tv. 1846 . Die Gin« als auch in schneller als im r a d i k a l s o z i a l i st i s ch e n Lager, das seinen Anhang im wesentlichen unter den Bauern und kleinen Gewerbetreibenden des südlichen Frankreichs besitzt. Diese Partei galt von jeher als diejenige des Ausgleichs. Bei aller Neigung zu sozialistischen Theorien, blieben die Radikalsozialisten in der Praxis konservativ bis auf die Knochen. Als Löon Blum seine Regierung bildete, und mit drastischen sozialen Maßnahmen begann, sagte man ihm den unvermeidlichen Zusammenstoß mit den im Grunde genommen konservativen Radikalsozialisten voraus. Heute sieht sich aber Herr Blum in einer wesentlich anderen Lage als man damals in französischen Rechtskreisen annahm. Er hat sich nicht nur mit den Radikalsozialisten überworfen, sondern sich auch gleichzeitig in einen schroffen Gegensatz zu den Kommunisten gestellt. Sicherlich hat die scharfe Absage der englischen Gewerkschaften an die Kommunisten auch auf die französischen sozialistischen Kreise einen tiefen Eindruck gemacht. Nur hat man sich von vornherein so sehr mit den Kommunisten eingelassen, daß man vielleicht erst jetzt mit Schrecken entdeckt, wie stark bereits der Einfluß auf die Massen aus den Händen der Radikalsozialisten und Sozialisten in die der Kommunisten übergegangen ist. mene Uebereinstimmung bestehe. Entgegen allen Erwartungen habe der Außenminister dem Kabinettsrat kein Exposö vorgelegt. Die Rede des Außenministers am letzten Sonntag soll vom Ministerpräsidenten mit großem Vorbehalt ausgenommen worden sein. Die für Donnerstag angekündigte Rundfunkrede des Ministerpräsidenten über die Außenpolitik dürfte eine R i ch t i g st e l l u n g der Delbos-Rede für die „A r b e i t e r m a s s e n" werden. hieben. ehlar, das Ml die ein recht el gewann iner alten ch wieder 'ging, so ch spielen aining be« iur schade, ndenspielen paris, 16. Sept. (DNB. Funkspruch.) Der Textil a r b e i t e r st r e i k in der Gegend von (Spinal hat sich weiter ausgedehnt. Insgesamt wird zur Zeit in 67 Betrieben mit rund 24 000 Arbeitern gestreikt. 59 dieser Werke find von den Arbeitern beseht. Der „Figaro" berichtet von unglaublichen Zwischenfällen, die sich am Dienstag in Itjaon1 in den Bogefen abgespielt haben. Schon bei Morgengrauen war eine große Wäscherei und Färberei, die 2500 Arbeiter beschäftigt, von kommuni st ischen Streif- p o ft e n umstellt, die die zur Arbeit kommende Belegschaft des Werkes an der Arbeitsaufnahme verhindern wollten. Blobilgarbe wurde eingesetzt, um Zwischenfälle zu vermeiden. Sie hat aber erstaunlicherweise nicht etwa die Fabrikeingänge von den roten Streikposten gesäubert, sondern ist mit dem Gummiknüppel gegen bie Arbeitswilligen vorgegangen, um sie ausein- anberzusprengen. Da es ben nationalen Arbeitern nicht möglich war, ihre Arbeitsstätten zu erreichen. Äon unserem Cs.-Berichterstatter. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Preßburg, September 1936. Es ist noch gar nicht lange her, da beging die Kleine Entente, begleitet von den üblichen Zeitungsartikeln und Festreden, das Jubiläum ihres 15jährigen Bestehens. Bei dieser Gelegenheit konnte man immer wieder hören, wie dieser Staatenbund 15 Jahre unerschütterlich festgehalten habe an seiner ursprünglichen Linie. Damals hatte man es sich freilich nicht träumen lasen, daß schon so bald Ereignisse eintreten würden, die die bisherigen Grundlagen der Kleinen Entente ganz wesentlich verschieben würden. So kurz der Abstand der jetzt in Preßburg, der einstigen ungarischen Krönungsstadt, tagenden Konferenz der Kleinen Entente von jener Jubiläumstagung auch ist, so tiefgreifend sind doch die Veränderungen, die inzwischen der Entwicklung der politischen Linie der drei Mitgliedsstaaten der Kleinen Entente eingetreten sind. Um das Neue der heutigen Lage richtig ermessen zu können, braucht man sich nur einmal vor Augen zu halten, daß damals, als die Kleine Entente sozusagen in ihrer Blüte stand, in Prag der jetzige Staatspräsident Benesch noch Außenmini- st e r war, während in Belgrad Marinkowitsch und in Bukarest Titulescu das Außenministerium verwalteten, drei Männer also, denen d i e Wünsche Frankreichs oberstes Gebot zu sein schienen. Und in der Tat waren auch all diese Jahre hinüurch gerade die drei genannten Außenminister jederzeit bereit, zu zeigen, daß sie sich eigentlich nur als Trabanten Frankreichs, als Werkzeug der Pariser Hegemoniepolitik betrachteten. Inzwischen ist nun freilich viel Wasser die Donau hinuntergeflossen. Und inzwischen haben jene Männer andern Platz gemacht, zum Teil Platz machen müssen. Gerade hier aber liegt das wichtigste Moment der neuen Entwicklung der Politik der Kleinen Entente. In allen drei Ländern, zu allererst in Jugoslawien, hat man allmählich erkannt, daß auf die Dauer kein Land, und sei es noch so klein und schwach, sich für fremde Zielsetzungen mißbrauchen lassen darf, ohne seine eigenen Interessen aufs schwerste zu gefährden. Zuerst brach sich diese Erkenntnis auf wirtschaftlichem Gebiete Bahn. Gewiß, Frankreich hatte seinen südosteuropäischen Verbündeten Jahre hindurch Anleihen gegeben und Rüstungskredite bewilligt. Als es nun aber dieses Geld zu- rückverlangte, weigerte es sich gleichzeitig, diesen befreundeten Staaten die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Rückzahlung schaffen zu helfen. Es verschloß seinen Markt den Ausfuhrerzeugnissen aller dieser Länder. Damals begann man bereits hier und da in den Reihen der französischen Vasallenstaaten den grundlegenden Aufbaufehler zu erkennen. Und als dann Deutschland als Großabnehmer für die Erzeugnisse dieser Staaten auftrat und sie alle — man kann dies ohne Uebertreibung sagen — vor dem Wirtschaftselend bewahrte, da wurde es immer deutlicher erkennbar, daß Politik und Wirtschaft sich in den internationalen Beziehungen doch nicht ganz trennen lassen und daß ein jedes Land in erster Linie seinen gegebenen Interessen und Notwendigkeiten folgen muß und daß es sich nicht zum Objekt fremder Zielsetzungen herabdrücken lassen darf. In Jugoslawien wurde der Außenminister M a - r i n k o w i t s ch durch andere Männer abgelöst, die eine allmähliche Verselbständigung der Außenpolitik ihres Landes in die Wege leiteten. In Prag versuchte man — die seinerzeitigen Reisen des Ministerpräsidenten Hodscha zeigten dies deutlich — von der Ausschließlichkeit einer französischen Orientierung abzukommen, indem man sich nach Wien auszurichten bestrebt war, und zwar mit dem Hintergedanken, auf diese Weise leichter den Weg nach Rom finden zu können. Und in Rumänien ist nun Titulescu gefallen, jener Mann, der nicht nur in seinem Lande als unsichtbarer Diktator , zu herrschen versuchte, sondern der auch bestrebt , war, der ganzen Kleinen Entente seine einseitig t französisch-sowjetrussische Politik aufzuzwingen. Es ist von untergeordneter Bedeutung, festzustellen, welches die entscheidenden Gründe waren, die den 1 endlichen Sturz Titulescus herbeiführten. Wesent- 1 lich ist im Augenblick nur die Tatsache, daß nun ’ der Weg frei geworden ist für eine Neuausrichtung , der rumänischen Politik und gleichzeitig auch für [ eine Auflockerung der Politik der Kleinen Entente ! überhaupt. So steht die jetzige Konferenz der Kleinen Entente in Preßburg vor allem unter dem Zeichen der Vorbereitung einer Neuausrichtung. Dabei ist vor allem festzuhalten, daß es sich nicht zu sehr darum handeln kann, daß die Kleine Entente als Staatenbund gänzlich neue Wege beschreitet, sondern vielmehr darum, daß die einzelnen Mitgliedsstaaten viel mehr als bisher die Möglichkeit erhalten, ihre internationalen Beziehungen in erster Linie auf ihre besonderen eigenstaat« : lichen Interessen auszurichten. Dafür be- । deutet ganz zweifellos die jetzt in Preßburg tagende Konferenz einen Anfang. tos Sie tonnte en, aber ihr icht zu über« nb 2:1. Die delnieberlage ich knapp ist' leiten dieses tag. n . 1b 1:1. Zwei >inem gW ar 1. Sb ien Fußball, §s war erbte Kleinen ir 2. Schuler hier ihrem ar3.6*< XtiW* m Spiel »«• Ht, 'z>d.r ferner, bei r. bereits !°lfte der ,ei1 wird n. itif. W«nten QN durch Üblichen k °n, io besonders Mlamt diesmal eien teil, 'ch Moll, 1 kämpf, für die erreichte wollte i Met* ren mehr M GummilnüMln gegen Arbeitswillige Mobilaarde und Polizei mit roten Streikposten solidarisch. en. 2:3. Linden eine Sie waren tachteil, als 5 Spielers Stimmungswandel, der sich damals sogar im fron- zösischen Parlament, vor allem infolge der deutschfranzösischen Frontkämpferbespreckungen, anbahnte, legt eine Erklärung an die deutschen Leser beredtes Zeugnis ab, die Bastid zum Neujahr 1935 dem Vertreter des „Deutschen Schnelldienstes" in Paris übergab und die es verdient, heute wieder in allgemeine Erinnerung gebracht zu werden. Diese Erklärung lautete: „Ich bin immer der' Ansicht gewesen, daß die deutsch-französische Annäherung das fundamentale Problem — um nicht zu sagen: das einzige Problem — des Friedens in Europa darstellt. Diese meine Ansicht hat sich nicht geändert. Frankreich ist entschlossen, st a r k zu bleiben, weil es unerschütterlich an seiner Unabhängigkeit und territorialen Unberührtheit festhält. Darum ist es aber auch fähig, die Kultur eines anderen Volkes, und sei diese auch noch so verschieden von der feint» gen, z u verstehen und zu achten. Frankreich hängt viel zu sehr an seiner geistigen Eigenart, um nicht zulassen zu können, daß andere Völker innerhalb ihrer Grenzen die ihrige hochhalten. Es widersetzt sich nur jedem Gedanken der Expansion und der Vorherrschaft, sowohl für sich wie für die anderen. Wie könnte man andererseits auf dem übernationalen und weltlichen Gebiet die Bereicherung verkennen, die das menschliche Denken den großen Dichtern, den großen Philosophen, den großen Musikern und den großen Gelehrten Deutschlands schuldet. Meiner Meinung nach ergänzen sich die germanische und die lateinische Kultur gegenseitig. Derjenige, welcher nur die eine oder die andere besitzt, ist — wie es im Deutschen heißt — einseitig." Der Mann, der solche Worte für das politische und kulturelle Verhältnis Deutschlands zu Frankreichs gefunden hat, wird auch Mittel und Wege für eine ausgedehntere wirtschaftliche Ergänzungsarbeit zwischen beiden Ländern finden. Was Bastid auch in französischen Blättern als Vorsitzender des Kammerausschusses für auswärtige Angelegenheiten wiederholt ausgesprochen hat, daß man nämlich an den wiederholten Aufrufen Adolf Hitlers zur deutsch-französischen Wiederversöhnung nicht achtlos vorbeigehen solle, das wird ihm sicherlich im Geiste jetzt vorschweben, wenn er als Vertreter seiner Regierung in Deutschland wichtige Fragen einer neuen wirtschaftlichen Kooperation erörtert. Bastid wird in Berlin die Feststellung machen können, daß das Deutschland Adolf Hitlers mehr denn je zu einer Zusammenarbeit und zur Verständigung mit seinem westlichen Nachbarn bereit ist. E. V. !)ei französische Handelsminister Bastid (in der Mitte) im Gespräch mit Reichswirtschaftsminister ch a ch t (links) und Reichsfinanzminister Graf SüwerinvonKrofigk (rechts). — Scherl-M.) Zier Führung der Geschäfte des Reichswirtfchafts- nlnrfteriums beauftragten Reidjsbanfpräfibenfen Schacht einen Besuch abzustatten. Er wurde bei ßftsllr Ankunft von Vertretern des Auswärtigen 21111185, des Reichswirtfchaftsminifteriums und der llrihsbank sowie der französischen Botschaft begrüßt. i Ißaul B a st i d, der französische Handelsminister ruhen in Frankreich dem Ausland den Eindruck einer wachsenden Bolschewisierung des Landes vermitteln und „gewissen Ländern" den Vorwand gäbe, „sich als Vorkämpfer der europäischen Ordnung aufzufpielen". Derartige Töne sind in einem Lande, das bisher so stolz auf feine soziale Ausgeglichenheit war, völlig neu. Immer stärker tritt die Besorgnis zutage, die Streiks und Auseinandersetzungen zwischen Sozialisten und Kommunisten könnten die außenpolitische Aktivität der Regierung lähmen. Und zwar in einem Augenblick, wo man dringender denn je eine aktive Außenpolitik zur Aufrechterhaltung des französischen Prestiges für notwendig hält. Nur wer weiß, was für den Franzosen nationales Prestige bedeutet, vermag die tiefe Sorge richtig zu begreifen, die sich in den spezifisch außenpolitischen Leitartikeln wiederspiegelt. An Kabinettskrisen find die Franzosen gewöhnt. Sie nehmen sie nicht tragisch. Aber all das, was sich jetzt in Frankreich in sozialer Hinsicht abspielt, und was immer deutlicher auf eine soziale Demütigung und ungesetzliche Behandlung der Arbeitgeber hinausläuft, droht das Gemeinschaftsgefühl der Franzosen überhaupt zu erschüttern. Sie sehen sich einer Gefahr gegenüber, die sie völlig überraschte. Nirgendwo wächst diese Erkenntnis im gegenwärtigen Kabinett Leon Blum, fuhr Ende nötiger Woche in Begleitung seiner engsten Mit- icrpiiter nach Warschau, um dort in Verhandln: en mit den polnischen Wirtschaftsführern die 'Mllichkeiten eines Ausbaues der polnifch-franzö- fifdim Handelsbeziehungen zu überprüfen. Nachdem et'eine dortige Aufgabe erledigt hat, stattete Bastid Frankreich wird von einer neuen Welle der Un° , Miiedenheit und Unruhe unter den Arbeitern stirrgesucht, die von den kommunistischen Agenten nit allen Mitteln geschürt und politisch ausaenutzt iuirk Sie hat ihre letzte Ursache in den wirtschaftlichen < Ejfsrimenten der Volksfront-Regierung, die durch :>i? Einführung der 40-Stunden-Arbeitswoche, die prozentige Lohnerhöhung und die Gewäh- :rmj des bezahlten Urlaubs nicht eine Verbesserung, ionkrn eine Verschlechterung d e r Konjektur herbeigeführt hat. Aber auch die wirt- tta tliche Lage der Arbeiterschaft hat sich durch diese algesetze nicht gehoben, im Gegenteil, die greise für die Konsumartikel des tüg- Ify.m Bedarfs sind schneller gestiegen, als ü-Lohnvergünstigungen für den einzelnen Arbeiter 'ch »ausgewirkt haben. Der Brotpreis beispielsweise )ot sich seit Erlaß der Sozialgesetze um 33 v. H. rrhiht. So hat sich nun ein fortwährendes Wett- renr.en zwischen neuen Lohnforderungen der> Arbeitnehmer und neuen Preiserhöhungen durch die LnOwirtschaft und Industrie entwickelt. Ein Aus- jtuf dieser Bewegung ist der StreikindenJn- )u~triegebieten des Nordens. Auch die Dx ilindustrie des Ostens ist von dieser Streikbewe- jung ergriffen. Ein Generalstreik steht drohend vor i>er Tür. Die Schlichtungsbemühungen Blums sind Dflrläufig gescheitert, und ihr Erfolg wird auch da- )iirg nicht wahrscheinlicher, daß sich innerhalb der fteierung erhebliche Meinungsverschiedenheiten Mmsgebildet haben. Ein Teil des Kabinetts fordert stritte Unnachgiebigkeit gegenüber den Streikenden, toii es sich um einen politischen, vom Kommums- itiiu inszenierten Arbeitskonflikt handele, der andere teil will die radikalisierte Arbeiterschaft nicht unnötig reizen, um die kommunistische Unterstützung her gegenwärtigen Volksfront-Regierung nicht zu t»rliereil'. t. . ., , ,« .. . Tie Textilstreikwelle in Nordsrankreich beschwort tität: nur soziale, sondern auch juristische Konflikte Dor einer Tragweite herauf, die m emem sehr einten Leitartikel des „Temps" ihren Niederschlag fhten. Blum hat über Nacht, ohne die geringste Mliche Befugnis zu haben, sich selbst z uim Schlichter aufgeworfen und versucht jetzt, die Sneitgeber diktatorisch zur Annahme seiner Ve- tngungen zu zwingen. „Wie kann er Derartiges ta^en?" fragt der „Temps", „wenn auf der ande- lr Seite die Regierung zufieht, wie burd) offen» irrige Gewaltakte und Rechtsbrüche die Arbeiter te längst nicht mehr mit bloßen Streiks begnügen, Irnern zu Maßnahmen schreiten, die die Besitz- 1 eite der Fabrikanten selbst angreifen. Wir in ie itschland nennen das Sowjetisierun g d e r L triebe. Der „Temps" drückt sich m dieser fp ieljung milder aus. Aber er richtet einen be- |r |ten Appell an das Kabinett, doch nicht zu ver- 4l?n, daß die Häufung von Streiks und von Um haben sie das Rathaus der Stabt beseht. Erst nachbem ihnen versprochen worben war, bah sie am Nachmittag wieber mit ber Arbeit beginnen bürsten, haben sie bas Rathaus geräumt. Arn Nachmittag haben sich bann bieselben Szenen vor b e m Fabrikgebäube abgespielt. Die Polizei hat es nicht für notwenbig gehalten, einzuschreiten, um ihr Versprechen zu erfüllen, sonbern hat es zugelassen, bah bie kommuni ft en bie ganze Stabt terrorisierten. Die Roten besahen bann noch bie Frechheit, von ben Arbeitswilligen brei Franks als Eintrittsgebühr (!) in bas Werk zu verlangen, was von biesen selbstverstänblich abgeschlagen würbe. Auch außenpolitische Meinungsverschiedenheiten? Paris, 16. Sept. (DNB. Funkspruch.) Der „Jour" glaubt, daß zwischen Ministerpräsident Leon Blum und Außenminister Deldos auch auf außenpolitischem Gebiete keine vollkom- zexebsss Heimat im Bild-Die Scholle M WM W M W IZ M M W W M JF ■ ■■ ■ ■ FH fl Hfl ▼ H für Anzeigen von 22 mm Monats-vezugsprets: Illi WM H ■ ■ /■ II 4k Wf H fl H Vftf H Breite 7 Rpf, Text- Vit 4 Beilagen RM. 1.95 MM M ■ M W Ufl W W M ■ JL JH W fl fl M fl fl anzeigen von 70 mm Breite 0,ne Illustrierte . M^ M EL lu. ■ H W EL W 50Rpf.,Platzvorschrift nach Zustellgebühr .. , -.25 ■ H W M H ▼ H vorh.Verembg.25^ mehr. KJ V -*r ?.w infolge höherer Gewalt - m •• zBa. < < ** Stellen-, Beretns-, gemein- S-M Semral-Anzeiger für SberWen ^tCn behördliche Anzeigen 6Rpf. LffÄ mSn 11686 vruck und Verlag: vrühl'sche Universttatr-Vuch- und Sleindruckerei R. Lange in Gietzen. Zchristleitung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7 Mengenabschlüsse Staffel 8 Am augenfälligsten dürfte sich dies im Laufe der Zeit Italien gegenüber auswirken, obwohl die Ressentiments Ungarn gegenüber natürlich stark die Einstellung beeinflussen. Wenn oben gesagt wurde, daß man in Prag schon vor Jahren den Versuch gemacht hatte, einen Weg nach Rom zu finden — damals warb ja auch der Presseattache der Wiener italienischen Gesandtschaft, Morreale, durch mehrere Vorträge in Prag für eine solche Annäherung — so war der Hauptgrund dafür, daß diese Versuche nicht zum Ziele führten, die Person T i t u l e s c u s. Titulescu war es, der besonders in Genf, als damals die Frage der Anwendung von Sanktionen gegen Italien behandelt wurde, scharfe Töne gegen Italien fand und außerdem noch bestrebt war, als Sprecher für die ganze Kleine Entente aufzutreten, wodurch er jede Verständi- gungsmöglichkeit zwischen Prag und Rom von vornherein zerstörte. Man wird daher erwarten können, daß, nachdem nun dieses Hindernis beseitigt ist, der tschechische Ministerpräsident seine Derständigungsbemühungen in der Richtung seiner früheren Versuche wieder aufnehmen wird. Daß Rumänien selbst wieder beabsichtigt, seine Beziehungen zu Italien zu bessern, das läßt das Begrüßungstelegramm erkennen, das der neue rumänische Außenminister Antonescu gleich nach seinem Amtsantritt an seinen italienischen Kollegen Ciano schickte, wobei zu berücksichtigen ist, daß ihr Amt neuantretende Außenminister im allgemeinen nur an ausgesprochen befreundete Kollegen Begrüßungstelegramme zu schicken pflegen. Was schließlich S ü d s l a w i e n anlangt, so ist das Bestreben, in ein gutes Verhältnis mit Italien zu gelangen, besonders offenkundig geworden bei den in den letzten Wochen durchgeführten Verhandlungen zwischen Rom und Belgrad Über die Wieder- uufnahme und Intensivierung der beiderseitigen Handelsbeziehungen. Es ergibt sich also die bemerkenswerte Tatsache, daß alle drei Staaten der Kleinen Entente im Grunde den Wunsch haben, in einem guten Verhältnis mit Italien zu leben. Angesichts der gerade jetzt besonders zutagetretenden Gegensätze zwischen Italien und Frankreich bedeutet aber ein solches Bestreben auf feiten der Kleinen Entente eine gewisse Lockerung des bisherigen Abhängigkeitsverhältnisses von Frankreich. Gerade hier zeigt sich am deutlichsten die Tendenz eine den eigenen Landesinteressen entsprechende Außenpolitik zu führen und sich freizumachen von Befehlen und Wünschen außenstehender Kräfte. Wenn so eine Reihe von Anzeichen darauf hindeutet, daß in der Tat die bisher so starre Politik der Kleinen Entente vielleicht nun doch, beginnend bei den Preßburger Beratungen, eine gewisse Auflockerung erfährt, so bedeutet dies freilich noch nicht, daß nun eine neue Aera im Donauraum überhaupt beginnt. Hier bleibt immer noch das Verhältnis der Staaten der Kleinen Entente zu Ungarn und ihr entschiedenes Nein gegenüber allen auch noch so verständlichen Wünschen Ungarns, ein ernstes und gefährliches Hindernis für eine wirkliche Befriedung. Vielleicht, daß eine Besserung der Beziehungen der Kleinen Entente zu Italien auf diesem Umwege dieses oder jenes Hindernis, das einer solchen Befriedung entgegensteht, zu beseitigen vermag. Aus diesem Grunde gewinnt die zu beobachtende neue Entwicklung der außenpolitischen Orientierung der Staaten der Kleinen Entente noch besondere Bedeutung. Trotzdem wäre allzu großer Optimismus verfehlt, zumal da trotz aller Wandlungen bei der Kleinen Entente, besonders in Rumänien und in der Tschechoslowakei, die Gefahr des Bolschewismus noch keineswegs gebannt ist. Für den Bolschewismus aber ist ein unbefriedigtes Mitteleuropa, ein zerstückelter Donauraum, noch immer der beste Schrittmacher. Das Ergebnis von preßbnrg. Preßburg, 14. Sept. (DNB.) Die Beratungen des Ständigen Rates der Kleinen Entente wurden abgeschlossen. In einem amtlichen Communiqu6 stellt der Rat fest, daß alle drei Staaten gemeinsam eine Politik der friedlichen Zusammenarbeit auf politischem und wirtschaftlichem Gebiete verfolgten und bereit seien, dabei mit allen Staaten guten Willens zusammenzuwirken. Sie hielten am Völkerbund fest und würden sich jedem Bestreben, seine Autorität zu stärken, anschließen. Dazu seien nach Ansicht der Kleinen Entente regionale Abkommen ein gutes Mittel. Die Kleine Entente wünsche mit allen angrenzenden Staaten gutnachbarliche Beziehungen. Das hänge auch von dem Verhalten dieser Staaten ab. Deshalb bedauere die Kleine Entente tief, daß ihre Beziehungen zu Oesterreich durch die Einführung der allgemeinen militärischen Dienstpflicht, also durch eine Verletzung der Vertragsverpflichtunaen von St. Germain, gelitten hätten: die Kleine Entente hoffe, daß es zu weiteren Ueberschreitungen gültiger Verbindlichkeiten nicht kommen werde, sie habe sich über die Maßnahmen geeinigt, die in einem solchen Falle zu treffen wären. — In politischen Kreisen faßt man diesen Satz als einen deutlichen Hinweis auf Ungarn auf. — Weiter erklärt das Communiquö, die Kleine Entente werde in der spanischen sowie 'in jeder anderen Angelegenheit die Politik der Nicht einrnischuno durchführen, genau so, wie sie nicht dulden würde, daß sich Fremde in ihre Angelegenheiten einmischten. Das halbamtliche „Breme" (Belgrad) meldet, daß auf der Konferenz der Kleinen Entente in Preßburg beschlossen wurde, die Politik des Status quo gegenüer Sowie truß land fest- zusetzen, d. h., daß jeder der kleinen Staaten der Kleinen Entente wie bisher seine Haltung gegenüber Moskau selbst bestimmen könne. Hingegen sei der sogenannte Hodza-Plan über die wirtschaftliche Zusammenarbeit der Donaustaaten an den Wirtschaftsrat der Kleinen Entente, der im Oktober in Bukarest zusammentreten wird, verwiesen worden. In dem Plan sei auch eine engere militärisch-wirtschaftliche Bindung der drei Staaten, sogar eine Art Zollunion zwischen Jugoslawien, der Tschechoslowakei und Rumänien vorgesehen. — Nach Informationen der Belgrader „Politika" ist festgesetzt worden, daß die Staaten der Kleinen Entente in ihren Beziehungen zu den Großmächten nicht einzeln, sondern als Ganzes aufzutreten hätten. — Einem Vertreter des „Paris Soir" erklärte der südslawische Außenminister S t o j a d i n o w i t s ch, die Verwirklichung des von den drei Staatsoberhäuptern in großen Zügen ausgearbeiteten Planes zur Verstärkung der Landesverteidigung werde eine sehr wirksame Gewähr für die Aufrechterhaltung des Friedens bilden.'Auf die Frage, ob die Petroleumlieferung Rumäniens an Jugoslawien geregelt sei, erklärte Stojadinowitsch, Jugoslawien werde in kurzer Zeit seinen not- wendigen Vorrat haben. Das Naphtha werde in Rohrleitungen an die Donau geleitet und dann mit Schiffen in die jugoslawischen Raffinerien gebracht werden. Das Echo m Ungarn. Die alten Interessengegensätze bestehen fort. Budapest, 15. Sept. (DNB.) Der Abschluß der Tagung der Kleinen Entente wird von der ungarischen Presse mit kritischen Kommentaren bestellet. Die Blätter stellen fest, daß die amtliche Verlautbarung in keiner Weise die großen inneren Interessengegensätze zwischen den drei Staaten hat verhüllen können. Für die drängenden Sorgen der Kleinen Entente wäre in Preßburg keinerlei Lösung gefunden worden. Trotz aller gemeinsamen Beteuerungen der Einigkeit zeige Jugoslawien nicht die geringste Neigung, den owjetrussischen Verbündeten der Prager Regierung anzuerkennen. Die rumänische Regierung fei bisher keinerlei bindende Vereinbarungen mit der Moskauer Regierung eingegangen und habe insbesondere nach dem Rücktritt Titulescus sichvolleHandlungsfrei- h e i t gesichert. Eine Einheitsfront der Kleinen Entente bestehe heute tatsächlich nur noch U n - garn gegenüber. Die Prager Regierung habe von neuem versucht, die Vereinheitlichung der militärischen Rüstungen der drei Länder dadurch zu sichern, daß die drei Mächte ich ausschließlich zur Uebernahme des von den Skodawerken in Pilsen hergestellten Kriegsmaterials verpflichten sollten, Bukarest und Belgrad hätten jedoch diese Vorschläge a b g e l e h n t und sich die Freiheit ihrer eigenen Rüstungsindustrie gesichert. Die ^'gidungsblätter betonen, daß entgegen den in PrSsAurg geäußerten Befürchtungen die ungarische Regierung n i ch t d i e A b s ich t habe, einseitig d i e Rüstungsfreiheit Ungarns zu erklären, um nicht der Kleinen Entente die willkommene Gelegenheit zur Abschüttelung der Minderheitenschutzoerpflichtungen zu geben. Auf der Konferenz sei der dringende Wunsch nach einer Annäherung an d i e drei Staaten der Römer Protokolle durch Vermittlung Oesterreichs geäußert worden. Besonders in rumänischen Kreisen werde größter Wert auf baldige Verhandlungen mit der italienischen Regierung gelegt. Schwere Zusammenstöße in Lüttich. Roter Mob schießt auf belgische Rexisten. Brüssel, 16. Sept. (DNB.) In Lüttich kam es zu ernsten Zwischenfällen zwischen Rexisten und Marxisten anläßlich einer antikommunistischen Kundgebung, die der Führer der Rexbewegung, Leon D e - grelle, in Seraing, einem Vorort von Lüttich, abhalten wollte. Der marxistische Bürgermeister hatte die Kundgebung der Rexisten untersagt, nachdem die Kommunisten und Sozialisten mit Gegen- Eunbgebungen gedroht hatten. Als Degrelle sich mit seinen Anhängern mit einem Schiff aufderMaas nachSeraing begeben wollte. bewarfen die Marxisten von verschiedenen Maas- brücken aus das Schiff mit Steinen und schweren Eisen st ücken. Gleichzeitig wurde von den Ufern aus das Schiff der Rexisten unter Feuer genommen. Hierbei wurde der Führer der Rechtsorganisation von Lüttich schwer Der- letzt. Drei andere Rexisten trugen leichtere Verletzungen davon. Die Verwundeten wurden in ein Lütticher Krankenhaus gebracht. Nach diesen Vorfällen begab sich Degrelle in die Stadt, um bas neue Parteiheim der Rexisten in Lüttich einzuweihen. Hier hatte sich eine ungeheure Menschenmenge angesammelt. Als der Führer der Rexbewegung erschien, nahm der rote Mob wiederum eine drohende Haltung ein. Die Polizei verhinderte weitere Ausschreitungen. In Lüttich sind Versammlungen und Kundgebungen bis auf weiteres verboten. Oie ersten Todesurteile in Palästina. London, 15. Sept. (DNB.) In Jerusalem mürben bie ersten Tobesurteile gemäß ben verschärften Ausnahmebestimmungen gefällt. Zwei Araber würben schulbig befunben, auf eine bri» tiscke Militärabteilung, bie am 7. August auf Der Nablus-Straße einen Transport begleitete, geschossen zu haben. Die beiben Angeklagten würben zum Tobe verurteilt. Bei dem Angriff war ein englischer Soldat verletzt worden. Oer Reichsparteitag im Spiegel der Weltpresse. Die neueste Nummer des Nürnberger Pro- Paris im alten Fahrwasser fiefjre ziehen, daß Deutschland darin erneut einen i bie militärischen Hebungen hätten der Beweis, je in ex Einheit und Macht ge-t deutschen Oefsentllchkeit gezeigt, daß auf dem Rii- 15. Sept. (DNB.) Obwohl nun seit der Reichsleiter Reichminister Dr. wirtschaftlichen unb militärischen wie auch ber turellen unb moralischen Kräfte ber beutschen tion. Am stärksten aber werben bie Worte tont, mit denen ber Führer abschließenb Welt noch einmal bie Größe ber bolsche kul- Na- be- ber w i - gramms bildet bie Rede des „Champions für das Schwergewicht" im internationalen antibolschewistischen Kampf Josef Goebbels. Goebbels hat alle Abwässer von allen Gullys ber sowjetfeindlichen Lügen unb Verleumdungen in seine Rede ausgenommen, alle antikommunistischen Gemeinheiten, bie auf ben faschistischen Zäunen geschrieben werben. Die Rebe von Goebbels hat man sozusagen nicht nur hören, fonbern auch riechen können. Goebbels hat jedoch die ftinfenbe Flüssigkeit seiner Rede durch irgendwelche Tatsachen belegen wollen. Er hat das sehr leicht bewerkstelligt. Er nahm sie aus ber beutschen Wirklichkeit. Der Hunger ber breiten Massen, bie Rechtlosigkeit ber beutschen Arbeiter, die lichtlose Not, das alles entnahm Goebbels ber bedrohlichen Wirklichkeit des heutigen faschistischen Deutschlands. Mit angestrengter Stimme rief Goebbels die internationale Bourgeoisie zum „internationalen Kampf gegen den Bolschewismus" auf." Das Ganze ist der beste Beweis dafür, daß der Hieb gesessen. Man kann es dem deutschen Volke getrost selbst überlassen, sich ein Urteil über diese Schreibweise der Sowjetpresse zu bilden. die Argumente so schlagend sind, daß es nichts zu widerlegen gibt. Auch das Wort „Jude n" kommt bezeichnenderweise in dem kurzen Telegramm, das allein die Telegraphenagentur der Sowjetunion über die Goebbels-Rede herausgab, nirgends vor. Sämtliche Feststellungen über die völlige Ver- judung der gesamten Führung in der Sowjetunion werden glatt verschwiegen. Auch dafür ist der Grund klar: Das russische Volk darf sich niemals bewußt werden, daß es fast ausschließlich von volksfremden internationalen Juden geführt wird. Dafür überschlägt sich die Sowjetpresse in wüsten Schimpfkanonaden und verbraucht dabei sämtliche Superlative des russischen Schimpfwörterbuches. So heißt es z. B. in der „Prawda": „Petit I o u r n a l", der Führer verurteile nicht nur den Kommunismus und bedrohe (!) nicht nur die Staaten, die die kommunistische Lehrauffassung für sich in Anspruch nehmen, sondern auch alle diejenigen, die verdächtig seien, dem Kommunismus Sympathien entgegenzubringen und sogar diejenigen, die lediglich aus nationalem Interesse (!!) mit Moskau zusammenarbeiteten. Dann kommt das Blatt mit der üb» sozialismus gewesen. „Kurjer Warszawski" berichtet aus Nürnberg, Paris, 15. Sept. (DNB.) Der Abschluß des Nürnberger Parteitages findet in der Pariser Presse einen starken Niederschlag. Die Truppenschau und die Schlußrede des Führers geben da noch einmal Gelegenheit, Stellung zu nehmen, zu dem Kampf des Nationalsozialismus gegen den Kommunismus. Doch ein großer Teil der Blätter ist den Gefahren einer Weltrevolution gegenüber nach w i e vor völlig blind oder will sie absichtlich nicht anerkennen, um die Politik des Dritten Reiches verdächtigen zu können. Bezeichnend find z. B. die Ausführungen des Außenpoli- tikers des „Echo de Pari s", Pertinax, der, ohne auch nur mit einem Wort die Ereignisse in Spanien zu erwähnen, die nur zu deutlich die wahren Absichten Moskaus erkennen lassen, die Behauptung aufstellt, daß man in den leidenschaftlichen Ausführungen des Führers nur neue E r- oberungsgelüfte (!!) lesen dürfe. Ein an» de ces BestpieU Gabriele Eudonet erklärt im lichen verschwommenen Phrase: Das Schicksal Europas und der Zivilisation liege jetzt in Händen Frankreichs. Die Stunde der Wahl habe geschlagen. Frankreich müsse die Jntiative ergreifen, um die „menschlichen Fortschritte" und ihr „überliefe« rungsgemaßes Ideal," der Welt zu erhalten. Wladimir d'O r m e f f o n, dessen Ausführungen im „Figaro" ähnlich gehalten sind, stellt immerhin fest, man müsse aus dem Nürnberger Parteitag die Volksanschauung in den betreffenden Ländern nur sehr bedingt etwas mit solchen Auslassungen zu tun. Das könnte ein Trost sein, wenn wenigstens die Journalisten, die als echte Amerikaner, Engländer, Franzosen oder Spanier eine größere Beachtung beanspruchen, sich von den wildesten Vorurteilen gegenüber dem Nationalsozialismus freigemacht hätten. Aber auch dieser Prozeß geht sehr langsam oonftatten, ja, er wird über eine bestimmte Grenze des Verstehenkönnens nie hinausgelangen. Parteizugehörigkeit, Weltauffassung, persönliche Lebenserfahrung, materieller Vorteil und außenpolitische Zweckmäßigkeit, nationaler Eigennutz ober pazifistische Ideologie, das alles sind Faktoren, die, ganz abgesehen von dem jüdischen Einfluß, bei der Betrachtung der Auslandsstimmen zum Parteitag zu berücksichtigen sind. Wenn beispielsweise ber „T e m p s" anläßlich der Nürnberger Proklamation von deutschen Hegemoniebestrebungen über Europa spricht, so ist das ebenso ein typisches Zeugnis für die Denkweise eines chauvinistischen Franzosentums, wie es ein treffender Ausdruck englischer Geisteshaltung ist, wenn der „E v e n i n g Standard" schreibt: „Was Deutschland betrifft, so ist heutzutage der Kasernenhofton aus Vorkriegszeiten beinahe verschwunden. Die Armee und der Arbeitsdienst sind weitgehend humanisiert. Die jungen Leute haben ihre Spiele, treiben ihren Sport und sind besser ernährt und gepflegt als die zwei Millionen arbeitslosen Zivilisten. Es ist ein gefährlicher Trost anzunehmen, daß unter diesen Umständen das Gewehrübernehmen für einen Deutschen langweiliger ist als die Hackarbeit eines englischen Bergarbeiters oder das Schaufeln eines russischen Bauern." Diese seltsam klingende Betrachtung bedeutet eine bemerkenswerte Anerkennung ber nationalsozialistischen Erziehungsarbeit, jeboch in britischem Lichte. Man muß also bei allen ausländischen ^Kommentaren ben vevschiebenen Ort ihrer Herkunft, den natürlichen Standpunkt des betreffenden Verfassers berücksichtigen. Nicht alles, was uns unverständlich erscheint, ist negativ, nicht alles was wie Beifall ausfieht, ist positiv. Auch das Bild, das die Auslandspresse vom Parteitag widerspiegelt, ist nicht eindeutig, aber es läßt doch, im ganzen genommen, die Feststellung zu, daß der Wall böswilligen Mißtrauens, der seit 1933 von Juden und Emigranten rings um Deutschland aufgebaut wurde, heute an den entscheidendsten Stellen bereits durchbrochen ist. E. V. Berlin, ben Reden Goebbels und Alfred R o s e n b e rg vor dem Parteikongreß schon eine Woche vergangen ist, hat die Sowjetpresse es bis heute noch nicht gewagt, auch nur auszugsweise den Inhalt ber beiben Referate wiederzugeben. Nicht ein einziges ber Argumente wirb angeführt. Nicht einmal wirb ber Versuch gemacht, irge'nb etwas zu wider- legen. Der Grunb hierfür liegt auf ber Hanb: Weil Auch ein Wandel. Die Zeiten sind längst vorbei, da man im Ausland versuchte, bie Lebensäußerungen bes jungen nationalsozialistischen Staates zu bagatellisieren, bie Festigkeit bes neuen Reiches zu bezweifeln unb bie Jahreskongresse der Partei mit ein paar hämischen Bemerkungen abzutun. Wo sind alle jene geblieben, bie felbft noch vor ein paar Monate« mit löblicher Sicherheit den baldigen Zusammenbruch ber beutschen Wirtschaft, die Schrecken einer neuen Inflation ober den sofortigen Ausbruch eines zweiten Weltkrieges in ben Spalten ihrer Presse voraussagten? Die Spuren ihrer lächerlichen Prophetie find verweht wie Spreu im Winde. Wer in diesen Tagen von Nürnberg Gelegenheit genommen hat, eine beliebige Zeitung bes Auslandes zu lesen unb sie vielleicht mit einer Ausgabe desselben Blattes vom September 1933 zu vergleichen, dem erschloß sich schon an einem so einfachen Beispiel die ungeheure Steigerung des deutschen Ansehens, der deutschen Macht, des deutschen Einflusses in der Welt. Wir gebrauchen den Spiegel ber Auslanbspresse nicht beshalb, um daraus eine Rechtfertigung unseres inneren Regimes abzulesen, — diese geben wir uns ganz allein und niemand sonst —, sondern weil das Urteil der Fremden uns ein vorzüglicher Gradmesser für die Wirkung, die Richtigkeit oder Verfehltheit unserer politischen Handlungsweise vermittelt. Aus diesem Grunde prüfen wir den Maßstab, den die Auslandspresse an die Ereignisse von Nürnberg gelegt hat. Riesige Schlagzeilen, spaltenlange Eigenberichte auf der Hauptseite, ausführliche Leitartikel, große Bildreportagen verkündeten schon rein äußerlich dem ausländischen Lesepublikum, was auch uns Deutschen in diesen Tagen zum Bewußtsein gekommen ist: der Nürnberger Parteitag 1936 war ein Weltereignis! Freilich, wer da glauben möchte, der Widerhall, der uns aus allen Ecken unb Enben unserer alten Erbe entgegentönte, sei ein Zeugnis allgemeiner Sympathie und Freundschaft ober auch nur ein Zeichen allseitigen Verständnisses für die Ziele des Dritten Reiches gewesen, der gibt sich einem schweren Irrtum hin. Nach wie vor wird ein großer Teil ber sogenannten Weltmeinung von Juden gemacht. Wenn also einige englisch, französisch, spanisch oder in einer sonstigen Sprache geschriebenen Zeitungen auf niederträchtigste Weise den Sinn der Nürnberger Kundgebungen verfälschten, so hat die funben habe. Darüber hinaus habe es aber auch ein vorzügliches Sprungbrett für feine Politik, bas heiße die Vernichtung Des Kommunismus, gefunden. Im alten Kreise drehen sich auch die Gedanken des Außenpolitikers des „E x c e l \ i o r", Marcel Rays, der meint: Adolf Hitler habe ein „sehr einfaches Mittel", mit dem unglücklichen Russenpakt Schluß zu machen. Es mürbe genügen, wenn Deutschland bie Locarno-Verpflichtungen erneuere, wieder nach Genf zurückkehre (!), aufrichtig den Weg der etappenweisen Rüstungsbeschränkung beschreite (!!) und zwischen sich unb Europa normale wirtschaftliche Beziehungen roieber herstelle. Vollwerk gegen den Kommunismus. Das römische Echo des Parteitages. Rom, 15. (Sept. (DNB.) Der Abschluß bes Reichsparteitages ber Ehre bildet in ber römischen Presse bas Kernstück ber auslänbischen Berichterstattung. Man sieht in ben Veranstaltungen bes Schlußtages eine einzige große Schau ber politischen, st i s ch e n Gefahr unb bie unerläßliche Aufgabe ihrer Abwehr geschilbert hat. „Messagero" wie „Popolo di Roma" zitieren in fetten Ueberfdjriften ben Satz, baß ber Bolschewismus wissen möge, baß vor bem deutschen £ o f bie neue beut» s ch e Armee steht. Der Nationalsozialismus, so schreibt „Popolo bi Roma" weiter, sei geistig unb materiell gewappnet, um ein Bollwerk gegen ben Kommunismus in Mitteleurova zu bilben. Nürnberg sei ein untrüglicher unb bie übrige Welt verpflichtender Gradmesser für ben- Druck, ben bas bolschewistische System auf die nationalsozialistische Politik ausübe. „Tribuna" sieht in den 'Worten Hitlers einen dringenden Appell an die Nationen Europas, g e - meinsam gegen bie bolschewistische Gefahr vorzugehen unb bie Kultur zu retten. Wenn bas Dritte Reich ben Rhythmus feiner militärischen Vorbereitungen beschleunigt hat, so tat es bas, weil es von ben Rüstungen unb der unmittelbaren Gefahr Sow- jetrußlands dazu genötigt wird, das mit bem Verzicht auf feine asiatischen Ziele jetzt feine Propaganda unb bas ganze Gewicht feiner Rüstungen auf europäische Abschnitte richte, bie seiner Ansicht nach für ben Bolschewismus reif sind. Das deutsche Heer bilde also den ersten Damm gegen diese von Often kommende G e - fahr für die europäische Kultur, nicht aber eine Bedrohung für die westeuropäischen Staaten. Aber bei aller Verherrlichung ber Wehrmacht als Wächter der völkischen Tradition unb als Erzieher ber Jugenb zu Opfermut unb Disziplin fei die Schlußrede des Führers ausgesprochen friedliebend. Nach ber Klarstellung ber politischen Grundlinien erwarte nunmehr das Dritte Reich, daß man auch im Aus 1 ande die Gründe seiner Haltung mit Verständnis beurteile unb zugebe, baß bas Dritte Reich bie Aufgabe hat, die Verteidigung ber gefährbeten Kultur zu übernehmen im gemeinsamen Interesse Europas. Schutzschikd Eurovas gegen den Solschewismus. Polnische Blätterstimmen über Nürnberg. Warschau, 15. Sept. (DNB.) „Gazeta Polska" schreibt über ben Abschluß bes Parteitages, ber Parteitag habe so geenbet, wie er begonnen habe, nämlich unter ber Losung: Schutz bes Deutschen Reiches unb Europas vor bem Bolschewismus. Von ber ersten Proklamation angefangen, sei burch alle Erklärungen unb Reben bis zu ben Schlußworten bes Führers biefe Losung folgerichtig burchgeführt worben. Die Thesen Hitlers ließen sich in vier Punkten zusammenfassen: 1. Die zu 98 v. H. von Juben geführte kommunistische Partei sei ber Todfeind aller nationalen Staaten. 2. Es sei unsinnig, zu behaupten, baß bas bolschewistische System irgenbeiner Entwicklung zur Demokratie hin fähig fei und baß bas nationale Europa ruhig mit ihm Zusammenarbeiten könne. 3. Nationalsozialismus und Bolschewismus seien zwei Welten, zwischen benen es keine Brücken gebe. 4. Das Dritte Reich beabsichtige, keinen Völkern Lehren zu geben, wie sie sich regieren sollten; aber es könne nicht gleichgültig sein gegenüber ber Ausbehnung bot« schewistischer Einflüsse an seinen Toren unb gegenüber ber Verengung ber politischen unb militärischen Zusammenarbeit zwischen der Sowjet- Union unb ben Deutschlanb benachbarten demokratischen Republiken. Innenpolitisch sei der Parteitag eine neue Bekundung der Geschlossenheit des deutschen Volkes unter bem Banner des National» Die Sowjelpreffe kann nur schimpfen Oer Inhalt der großen Anklagereden in Nürnberg wird der sowjetrussischen Oeffentlichkeit glatt verschwiegen. 6 a» Sur«“1 6e5 E SS* erhoben, solo „Sagen 5 sitzende des Spaniens i deutschen wolle - n Zuneigu -sliitzung. tiefem K den @ei| Anarch-s kann unb d. ersten Wen Milchen 21 Mg gegen i Marxismus I öpanien in chichte imme [ebadjt, befoi iclte, Europ U schützen. Moskaus, fii Lhr Fühl Wacht na Weften h erscheint in Lenden 2Iugi Mar! ßonbor einer Meld, laga die von Streiti munistischex jber roten griffen . die Terror, Marxisten: Sie hätten Stadt" f, schulde unb Ijaftunge &i SBerjua i wol)ner gu o Rohen M Hommra. M ■ laga mx\ nach ÜlUca ' Nach Marcelo : ten daraus h 1 Extremisten' j ten das (in ' ihren Vorm, Bolsci NSG. B i gcn, bie $lr| 6 Q l i b e n r -N erwarte, Vorfall, ber ; jni Son e, iA-2lugust 1 Skandinavien wählt e n an- ffe WS [ Spillen-Ernte 53 ! J RUNDE SORTE Z S k das geldlich zulässig ist. bietet *m Arbeiter Krawzow jegliche ärzt- General Cabanellas an das deutsche Volk. Burgos, 15. Sept. (DNB.) Der Berichterstatter lies DNB. wurde vom Chef des nationalen Lerteidigungsausschusses in Burgos, General Cabanellas, zur Entgegennahme tinerAdresseandasdeutscheVolkzusich gebeten. Der General empfing ihn im Kreise seiner Mitarbeiten im Regierungsgebäude und richtete, nährend sämtliche Anwesenden sich von den Sitzen irhoben, folgende Worte an ihn: „Sagen Sie bitte in Deutschland, daß der Vor- itzende des nationalen Verteidigungsausschusses Spaniens in Burgos, General Cabanellas, dem deutschen Volke in diesem Augenblick sein Wort darauf gibt, daß Spanien — möge kommen was noUe — niemals bie freundschaftliche Zuneigung und die moralische Unter» » ützung, die Deutschland meinem Vaterlande in iesem Kampfe gegen den zersetzen- en Gei st des Kommunismus und Anarchismus entgegenbringt, vergessen innn und vergessen wird. Deutschland hat vom rsten Augenblick im Bewußtsein seiner eigenen ge- chichtlichen Aufgabe begriffen, was unsere Anstren- ung gegen den Ansturm des Kommunismus und Marxismus bedeutet. Die göttliche Vorsehung hat Spanien in allen kritischen Augenblicken der Gerichte immer wieder eine entscheidende Rolle zu- edacht, besonders dann, wenn es sich darum han- elte, Europa vor den Invasionen der Barbaren u schützen. So ist es jetzt wieder beim Versuch Moskaus, sich die Welt zum Sklaven zu machen. hr Führer und Ihr Volk halten die Jacht nach Osten. Wir wollen sie im I e st e n halten, wo sie nicht weniger wichtig ^scheint in diesem für Europas Zukunft entschei- Lmben Augenblick." aber auch 2 Politik, bas smus, gefun, ? o>e (Beöan. hör", M^. 'be ein „sehr Ü Russenpakj Mn. wenn M erneuert aufrichtig be» chränkung be- ropa normale Helle. Eitler jungen fahren ins Ausland. Besuch in Italien. München, 15. Sept. (DNB.) 450 Hitlerjungen, die aus allen Gebieten Deutschlands zusammengezogen worden sind, fuhren am Dienstag auf Einladung des Chefs der Balilla, Staatssekretär Ricci, nach Italien. Die Führung hat Gebietsführer Gustav Adolf L a n g a n k e. Der Reichsjugendführer und sein Stellvertreter Hartmann Lauterbacher fahren selbst mit. Die Fahrt geht zunächst über Kufstein nach Padua. Nach einem eintägigen Aufenthalt geht es weiter nach Venedig. Äm 18. September erfolgt die Weiterreise nach Florenz und am 20. September nach Rom, wo ein dreitägiger Aufenthalt vorgesehen ist. Die Hitlerjungen werden bei dieser Gelegenheit von dem italienischen Staatschef Mussolini empfangen werden. Die Rückfahrt geht über Bologna und Mailand nach München. Die Heimkehr, die voraussichtlich am 28. September erfolgt, wird mit einer Feierstunde am Mahnmal abgeschlossen. Die 450 Hitlerjungen haben sich vor der Abreise eine Woche lang in Dachau aufgehalten, wo ein besonders eingerichteter Vorbereitungskursus für die'Reise stattfand. Der Reichsjugendführer, der mit seinem Stellvertreter die Jungens in Dachau besuchte, richtete dort eine Ansprache an sie. Er wies darauf hin, daß es sich bei der Jtalien- ,ahrt nicht um eine reine Vergnügungsreise handele. Auf ihrem ganzen Wege durch Italien müßten sie immer dessen eingedenk sein, daß alle Augen auf sie gerichtet würden und daß der Eindruck, den sie hinterließen, der Eindruck Deutschlands sei. Htin 'Ä Der. Per. n ein "'M bQs ber Ker, r,e erlQmm, 5 ^boten. Mit einem Sonderzug trafen am Dienstagabend die 450 Hitlerjungen in Padua ein. Zu ihrem Empfang hatten sich der Präfekt, der Bürgermeister, der deutsche Vizekonsul und zahlreiche Mitglieder der faschistischen Jugend-Organisationen eingefunden. Unter klingendem Spiel zogen die Hitlerjungen durch die von zahlreichen Menschen dicht gefüllten Straßen in das Schulgebäude, das ihnen als Quartier dient. Die Führer der Gruppe begaben sich dann in das Balilla-Haus zu einem Besuch der faschistischen Jugend-Organisation. Hessen-Nassaus HI.-Führer auf einer Fahrt nach dem Balkan. NSG. Die Führerschaft des Gebietes Hessen- Nassau, ein großer Teil der Bann- und Jungbannführer und einige Abteilungsleiter des Gebietsstabes, find zu einer 14tägigen Fahrt aufgebrochen, die sie süd-ostwärts nach Konstantinopel führt. Nicht allein geographische Interessen waren bestimmend für diese Fahrt, die mit einem Wagen der Reichsbahn durchgeführt wird. Die Berührung mit fremdländischen Jugendorganisationen, die Teilnahme an Veranstaltungen der Volksgruppen in Stadt und Land, Sehenswürdigkeiten und Denkmäler, werden der Fahrtgruppe Gelegenheit geben, deren soziale Struktur und nationale Eigenheiten kennen zu lernen. In den großen Städten aber werden die deutschen Kolonien die reichsdeutschen Kameraden herzlich willkommen heißen. Kleine politische Nachrichten. Der Führer hat mit seiner Begleitung am Dienstag um 11.29 Uhr bie Stadt der Reichsparteitage wieder verlassen. Der Führer und Reichskanzler hat dem chinesischen Regierungschef Marschall Tschiang- k a i s ch e k aus Anlaß seines 50. Geburtstages telegraphisch seine herzlichen Glückwünsche übermittelt. * König Eduard VIII. traf Montagabend um 18.30 Uhr auf dem Flugplatz Fairey ein. Er begibt sich auf weitere vier Wochen nach Schloß B a l m o r a l in Schottland, von wo er voraussichtlich Anfang Oktober nach London zurückkehren wird. '"'äffina. Sfr ®ut' ° den oer. '.Mei Arg. "ne bri. •Ä! worben. der zeigt recht verwandte Züge. In allen drei Ländern regiert die Sozialdemokratie, sei es zusammen mit der Bauernpartei oder mit radikaldemokratischen Gruppen. Es ist gewissermaßen die „Weimarer Koalition" seliger Erinnerung, die hier noch weiterlebt. Von einer Volksfront wie in Spanien oder in Frankreich kann dagegen nicht gesprochen werden, weil die kommunistische Partei in allen drei Ländern schwach ist. Neuerdings tut auch Moskau relativ wenig, um die kommunistischen Parteien als solche zu fördern, sondern sucht vielmehr persönliche Stützpunkte innerhalb der sozialdemokratischen Parteien und der Gewerkschaften Skandinaviens. Es ist die Politik des trojanischen Pferdes, wie sie von Dimitroff auf dem Weltkongreß der Kommunistischen Internationale des Vorjahres in Moskau propagiert worden ist. Mos- hat sogar ein sehr augenscheinliches Interesse, seine Hand im politischen Spiele der skandinavischen Länder nicht merklich werden zu lassen. Würde das geschehen, so würden viele Wähler der sozialdemokratischen Parteien dieser drei Länder kopfscheu. Viel wertvoller erscheint ist, wenn die an sich starken sozialdemokratischen Parteien Skandinaviens möglichst die absolute Mehrheit erringen, sich dann nicht mehr auf die Notwendigkeit einer Koalitionsregierung mit bäuerlichen oder bürgerlichen Parteien berufen können und so unter der ständigen Drohung einer Belebung der kommunistischen Agitation zu einer radikalen Politik gezwungen werden, die praktisch die Geschäfte Moskaus in der Innen- und Außenpolitik besorgt. Die Heftigkeit der diplomatischen Vorstellungen Moskaus bei der norwegischen Regierung im Falle Trotzki geht wahrscheinlich auf diese raffinierte Spielabsicht zurück. Die Wahlen in Dänemark fanden bereits am Dienstag statt und umfaßten verfassungsmäßig nur die Hälfte des Landes. Es sind Wahlen z u m O b e r- h a u s. Sie sind wichtig, weil bei einem Ruck nach links der Kampf um Abschaffung der Ersten Kammer neu belebt und wahrscheinlich in positivem Sinne beendigt werden wird. Dann kommen die Wahlen in Schweden, wo die sozialdemokratische Koalitionsregierung wegen Streitigkeiten über den Wehretat vor wenigen Wochen gestürzt worden ist; das gegenwärtige Kabinett, das von der bisher mit der Sozialdemokratie verbündeten Bauernpartei gestellt wird, hat aber den Charakter eines Uebergangs- liche Hilfe mit der Begründung, daß er nur als Hilfsarbeiter angestellt gewesen sei. Die Zeit verging, und der Zustand der verletzten Augen Krawzows verschlimmerte sich immer mehr, bis er endlich das Augenlicht ganz verlor. Im September des vergangenen Jahres hatte Kr. an das Eisenbahner-Komitee der Station 6-Kalitwa ein Gesuch um Gewährung einer Invalidenrente eingereicht, unter Beifügung von Bescheinigungen über seine 18jährige Arbeit als Maurer und Lastträger bei der Eisenbahn. Da aber die Beamten des Eisenbahner-Komitees die Dokumente über die von Krawzow während der Arbeit erlittenen Verletzungen eigenartigerweise verloren haben, wird die Entscheidung immer wieder hinausgeschoben. Nun ist es bald ein Jahr her, daß der um sein Augenlicht gekommene Krawzow, der sich nur noch an einem Stock vorwärts- tasten kann, endlose, über zwei Kilometer weite Wanderungen zu dem Eisenbahner-Komitee unternehmen muß, um die Gewährung der ihm gesetzlich zustehenden Invalidenrente genehmigt zu erhalten. Dieses hohnoolle Verschleppungsmanöver dauert bis auf den heutigen Tag a n." Japans Anfrüsinna Ein Sechsjahrplan der japanischen Armee. Tokio, 15. Sept. (Ostasiendienst des DNB.) Die Armeeführung veröffentlichte einen Sechsjahrplan als „ersten Teil einer umfassenden Wiederauf- r ü st u n g des Heere s", das, wie man im Kriegsministerium erklärt, seit 1923 ständig ab= gerüstet habe und um vier Divisionen vermindert worden sei. Der Sechsjahrplan sieht Ausgaben in Höhe von 3,3 Milliarden Pen vor: für 1937 300 und für bie folgenden fünf Jahre je 600 Millionen Pen. Die erste Fassung dieses großen Planes hatte einen Betrag von 10 Milliarden Pen vorgesehen. Die Armeeleitung beschloß aber, angesichts der gegenwärtigen Finanzlage zunächst die dringend st en'Aufgaben durchzuführen und den weiteren Ausbau des Heeres einem zweiten Plan vorzubehalten, der nach Ablauf des ersten ausgestellt werden soll. Man erklärt, daß die Armee Mers einen Europas, gelt Gefahr M- ,enn das Dritte jchtn SBorberei- i5, weil es non n Gefahr 6om> ), bas mit dem jetzt feine Pro- iner W* t richte, die smus reif sm rsten Da">" imenbe nicht aber em Staaten. M rächt als ls fieber sei die schM iebliebent en Grundlinie d°b man a» r Haltung iiigebe, / im gememl««11 len, wird mit sofortiger Wirkung ein Amt für technische Wissenschaft in der DAF. errichtet. Zum Leiter des Amtes ist der Hauptamtsleiter Dr. Todt bestellt. Das Amt hat die Aufgabe, alle Anordnungen zu erlassen, welche eine Förderung der technisch-wissenschaftlichen Arbeit ermöglichen. ,t NMben «•?* rK-k )ltle? gg D.fi ",ub-h« S/S -A ■ w , * 0 Eine „freie Gtadi". Marxistisches Chaos in Malaga. London, 16. Sept. (DNB. Funkspruch.) Nach teuer Meldung des „Daily Telegraph" soll in Mali ga die Volksfront-Regierung infolge von Streitigkeiten zwischen den sozialistischen, form N unistischen und anarchistischen Gruppen innerhalb ^-r roten Miliz in der Auflösung b e = pT i f f e n sein. Eine Mahnung des Gouverneurs, D-e Terrormaßnahmen einzuschränken, sei von den Marxisten und Anarchisten offen mißachtet worden. Eie hätten erklärt, daß Malaga jetzt eine „freie Etadt" sei, die Madrid keinen Gehorsam mehr Mulde und setzten ihre täglichen Ver- Haftungen und Hinrichtungen fort. Ministeriums und dürfte nach den Wahlen in einer Koalitionsregierung oder rein sozialdemokratischen Regierung seine Nachfolge erhalten. Zuletzt — am 19. Oktober — finden bie Wahlen in Norwegen statt. In Schweden wie in Norwegen begünstigt das Wahlrecht die jeweils stärkste Partei, so daß z. B. in Schweden die Sozialdemokratie im Jahre 1932 nur 42 v. H. der Stimmen, aber 45 v. H. der Mandate, und in Norwegen 41 v. H. der Stimmen und 46 v. H. der Mandate gewonnen hat. Die Wahlen zum dänischen Landsting. Kopenhagen, 16. Sept. (DNB. Funkspruch.) Am Dienstag haben auf den Inseln Seeland (ohne Kopenhagen), Lolland, Palster und Bornholm, sowie in dem südlichen Teil Jütland, die Wahlen von Wahlmännern stattgefunden, die am 22. September 28 Abgeordnete des Land- t i n g s (der Ersten Kammer) zu wählen haben. Die Wahlen haben der Sozialdemokratie den nach den Ergebnissen der drei inzwischen stattgefundenen Folketingswahlen erwarteten Erfolg gebracht, während die radikale Linke ihre Stimmenzahl zwar steigern konnte, aber trotzdem einige Wahlmänner abgeben mußte. Verhältnismäßig am besten haben mit einem Stimmengewinn von 51,9 Prozent die Konservativen abgeschnitten, während die gemäßigte Linke 21,5 Prozent an Stimmen verloren hat. Die Deutschen in Nordschleswig haben einen Stimmenzuwachs von 31,6 Prozent zu verzeichnen, wobei jedoch zu berücksichtigen ist, daß es 1928 noch eine deutsch-dänische Liste gab, die 2 Wahlmänner erzielt hatte. . Die Entscheidung darüber, ob die Regierungsparteien im Landsting die Mehrheit erhalten, wird auf der Insel Bornholm fallen, die bisher durch einen Abgeordneten der gemäßigten Linken im Landsting vertreten war. Bei den Wahlen haben die Sozialdemokraten und die Radikalen auf der einen und die gemäßigte Linke und die Konservativen auf der anderen Seite je 23 Wahlmänner durchbringen können, so daß das Los darüber zu entscheiden haben wird, wem das Mandat und welchem Lager die Mehrheit im Landsting zufallen wird. * ÄW UW Kriegerkameradschait 1874,GieHen Die Beerdigung unseres lieben Kameraden 5744D Ludwig Mohr (Mühlstraße 8) findet am Donnerstag, 17. Sept. 1936, nachmittags 3 Uhr. auf dem Neuen Friedhof statt. — Um zahlreiche Beteiligung bittet die Führerschaft. normale Sie ll her S öj reu Erfi ge|'|en; ' Jahren einmal heißt al und leid an ihre Sie kan im @eg vollen dieser ( eine de mit der und die Die M vielfach Grlebni Nerven unsicher ling to gar n elastisc Widers es z. 3 das K nicht wieder auch n erfann diese ir Sie t einem 1 redjnen । aber öari ^ienMit Der tkir und nei umsorgt daß sich feit drei sich wei uehmun — auch die für es für fömmli leicht a als ma Der verstän! um so reifer q Teschwi sie ab • in ihre Nqab Unheil Wen lebend gervon Auf einmal wenn Mühe, K'ndche ?er ältk jungen Etat Man 3u tun wenn r wenn , reiner Arbeit' we unse S» geb inQu und ihr §'chtig ptöar hc L°r9en,( in? » Lber C >r§ ‘A S '■;ä s Zu" Unter lich e>r vorha" if*"! und re baW & in°t,c allem® MM" W seri lich hat Vorteil auch di^ Organe eingeril späte J Geburt Ursachen Kinde: die Ml in unse meisten iesern | von Obergebietsführer ’n issen. gung maßgebend beteiligt, sehr runaen trugen zum glück | Verschiedenes Sportroaoen 8.5flÖHßll ZHK! Sahnhossir. 76, Frankl. Str. 177 p. keinSchaufenster Verkäufe keinSchaufenster Plleger(in) 3äw Büro Mck.A ev. früher z.vm. a, Kvl. 72 teil. Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von S Pf. für die Millimeterzeile veröffentlich« schwerverftlOOg Silberaufl, rostf. mJeitnatt Lonneuttraße 5 iof.z. vermieten. Näh. A. Becker, Kevlerstratze 9. Televbon 3804. 15. Okt. zu ver- 4-Zimm.-Wohn. mieten. Schriftl. Start zwischen dem -10. und 20. Breitengrad. Zunächst einige grundsätzliche Bemerkungen zu dem Plane Dr. Zinners, der von Nordafrika nach Südamerika, und zwar in den Raum von Brasilien in Höhe des Amazonas fahren will. Dr. Zinner beabsichtigt bei dieser Fahrt den Nordostpassat auszunutzen und muß dabei, wenn man die normalen Luftströmungsverhältnisse dieser Erdzone als Grundlage nimmt, an der nordwestafrikanischen Küste zwischen dem 10. und 20. Breitegräd starten, um den Anschluß an den Nordostpassat zu schalten. Dieser Nordostpassat weht in einem breiten, gleichmäßigen Strom am Südrande des bekannten Azorenhochs in Richtung Südamerika und verläuft nach dem schematischen Bild der Luftströmung des Südatlantik in dieser Zone tatsächlich von Nordwestafrika bis nach der südamerikanischen Küste. Nach den Fahrtberichten des „Graf Zeppelin" ist dieser Nordostpassat ziemlich häufig anzutreffen, also eine Windrichtung, die weniger von regionalen Störungen abhängig ist. Gefährliche Küstenwinde. Nach diesen Ueberlegungen ist also die Grundbedingung für eine Fahrt mit dem Ballon die gleichmäßige Nordostströmung ohne Gefahr, inner- Oauernd Arbeit u. Verdienst finden sofort tüchtige 3eltfi6eifiett-3teifenbe und solche, die es werden wollen. Angebote mit Angabe von Referenzen an Carl Thome, Marburg a. d. Lahn, Teichwiesenweg 3, Zeit- schriften-Fachgeschäft. 5725D 5-Z.-Wolmuno Lubwigstr. 14 [I, ver 1. Oktober zu verm. I5474D Näh.: A. Becker, Kevlerstraßeft, Telephon 3804. ----3m Ballon über den Atlantik. Bor einiger Zeit wurde über die Pläne von Dr. Zinner (Hamburg) und des Belgiers D e m u y t e r berichtet, den Atlantik mit einem Freiballon zu überfahren. Dr. Zinner will den Südatlantik zwischen Nordafrika und Brasilien mit West-Süd-West-Kurs überfahren, während Demuyter den Nordatlantik U8A.—Norbwesteuropa mit der dort üblichen Westwetterlage meistern will. Die nachfolgenden Ausführungen beschäftigen sich mit den Aussichten eines solchen Unternehmens, das sehr ernsthaft vorbereitet wird, und bemühen sich um ein gerechtes Abwägen der Möglichkeiten. Man ist leicht geneigt, die in den letzten Wochen auftauchenden Pläne zweier bekannter Ballonfahrer, einen Ozeanflug mit dem Freiballon zu wagen, nur von der abenteuerlichen Seite zu werten, ähnlich wie man in die ersten Stratosphärenfahrten eine mehr sensationelle als wissenschaftliche Angelegenheit sah. Zweifellos sind für eine derartige Auslegung der Pläne der beiden Ballonfahrer genügend Gründe vorhanden. Daß es auch beim Freiballonfahren möglich ist, durch geschickte Ausnutzung der Luftströmungen in den verschiedenen Höhen seinen eigenen, des Ballonführers Willen gegenüber den Launen des Wetters auszuspielen, ist eigentlich nur dem Ballonfahrer selbst und dem meteorologisch Geschulten bekannt; aber diese Möglichkeiten sind immerhin zu bedingt und unsicher, und der Laie sagt sich natürlich: ein solcher Versuch muß auf Leben und Tod gehen, und es ist mindestens nötig, daß umfassende Srcherunqs- maßnahmen für den auf der Fahrt befindlichen Ballon getroffen werden. Der plan ist nicht neu. Daß diese Sicherungsmaßnahmen praktisch bis ins einzelne getroffen werden, ist selbstverständlich, und man darf unter keinen Umständen die Projekte so auslegen, als gingen sie auf einen Selbstmord hinaus, 'den die beiden Ballonfahrer im hemmungslosen Ehrgeiz nicht erkennen wollten. Es darf vorweggenommen werden, daß die Pläne selbst nicht neu sind und schon seit längerer Zeit von erfahrenen Ballonfahrern, die an den Gordon- Benett-Wettfahrten der Lüfte teilnahmen, erörtert wurden. Ich erinnere mich an ein Gespräch, das ich mit dem Freiballonführer Ferdinand Eimer- macher gelegentlich der Gordon-Benett-Wettfahrt von Münster i. W. aus hatte, wo auch dieser Ballonfahrer schon über die Möglichkeiten einer Atlantikfahrt mit dem seinerzeit ebenfalls in Münster anwesenden Demuyter diskutierte. Daß heute das Projekt wieder aktuell geworden ist, liegt an den umfassenderen meteorologischen Kenntnissen, die man inzwischen vom Nord - und Süd - atlantik erhalten hat, die geeignet sind, die phantastisch erscheinenden Pläne zu unterstützen. halb 24 Stunden wiederholt umzuschlagen. Rein äußerlich scheint es tatsächlich so, als könnte der Ballon in ziemlich flotter Fahrt Kurs nach Südamerika nehmen. Tatsache ist auch, daß die Wirbel der tropischen Zone sich gerade auf diesem Gebiet des Atlantik verhältnismäßig passiv verhalten und Ueberraschungen von Süden her weniger bestehen. Lediglich an der Küste von Südamerika dürfte die Ausführung des Projekts schwieriger werden. Keineswegs ist der Nordostpassat so zu verstehen, als ob er in Afrika mit Windstärke 8 beginne und den Ballon elegant zu den Ufern des Amazonas trüge. Vielmehr sind gerade vor der Küste Brasiliens m diesem Raum uneinheitliche atmosphärische Zirkulationen zu erwarten, die sich nicht nur mit der Nahe des riesigen südamerikanischen Kontinents verbinden, sondern auch mit der etwas weiter nördlich liegenden Entstehungszone der mittelamerikanischen Hurrikane Zusammenhängen. Die mittelamerikanische Störungszone, die im Golf von Mexiko sich konzentriert, greift meistens weit südlich bis in den brasilianischen Bereich des Atlantik und bedingt, schematisch gesehen, für diesen Seebereich einen Südost- und Südwestpassat, der den Ballon gar nicht in Küstennähe gelangen ließe. Wettervorhersage kaum möglich. Berücksichtigt man ferner, daß es weder in Nordwestafrika noch in Südamerika einen Seewetterdienst europäischer beziehungsweise nordamerikanischer Art gibt und die gesamte Luftdrucksituation hier nur aus den spärlichen Meldungen der Dampfer skizziert werden kann, so ergibt sich, wie allgemein eine. Wettervorhersage in dieser Zone gehalten werden muß, gar nicht zu reden davon, daß Dr. Zinner auf seinem Start eine Wetterten- denzvorhersage von mindestens einer Woche auf den Weg nehmen muß. Es bleibt nichts anderes übrig, als im guten Glauben an den beständigen Nordostpassat bei genügend sicher erscheinender Wetterlage auf die Reise zu gehen. Unterwegs muß Zinner abwarten, was ihm an neuen Meldungen gefunkt wird, und wenn diese besagen, daß der Nordostpassat infolge einer Lageoder Stärkeoeränderung des Azorenhochs bereits mitten auf dem Atlantik eine Rechtsdrehung erfährt, so ist das Projekt schon erledigt. Schließlich kann der Ballon nicht beliebig lange in der Luft bleiben und neuen günstigen Wind abwarten. Windwirbel auf hoher See. Laden mit zwei Schaufenstern, sowie 2-Zimmerwohnung in Stadtmitte zu vermieten. Schriftl. Anfragen u. 04221 a. 0. Gieß. Anz. [Vermietungen"! Einiam.-Haus Wartweg 28 mitZentralheiz., Garage u. Gart, ab 1. Oktober zu vermieten, evtl, auch zu verkauf. Näh. durch [5737D 5tü(fratl) Oenöer Walttorftraße 48 8/40 Opel- Limousine steuerfrei, fahrbereit, in tadellosem Zustand z. verkaufen 67«d MoMirakul Mrkslikl Melsmm Franks. Str. 31 i. Größe von vier Räumen für An- waltspraxis sof. gesucht. Schriftl. Angeb. u. 5745v a. d. Gieß. Anz. Löwen-ßrog. Kilbinger, Seltenw.89, Drog. Winterholt Krenaplati 10. 5740V Allein- I Mädchen gesucht. 04218 Prof. Seifer Ludwigstr. 611. m. Bad u.Zube- hör in Neubau z. 11 MM billig zu verkauf. Kläranlage 84. 3m Ballon über den Atlantik. Durchaus möglich, aber gefährliche - Wie steht es um die Pläne von Dr. Zinner? - Es ist mit Ueberraschungen zu rechnen. Don Walter Lammert. 2 Schubkarren 1 Hängelampe iSihschaukel 1 Ringschaukel 1 Kinderschlrtt. einigegetragen. Herren-Anzüge irau U Weigand mnOeDüurgroaa 9 von Obergebietsfuhrer Rabatz war an der Ta. ' ' v ' "ityi, und ihre reichen Ersah- igen trugen zum glücklichen Verlauf des Kon. gresses bei. Deutschland hat von jeher in großzügi. »er Weise das internationale Jugendwandern beordert, und seine Jugendherbergen gewährten tm etzten Jahre über 100 000 Ausländern Gastfreund- chaft. In der Schlußtagung richtete der einstimmig wiedergewählte deutsche Präsident der Internationalen Jugendherbergs-Konferenz, RichaH Schirrmann, den herzlichen Dank der Arbeltsgemem- chaft an den gastgebenden dänischen Verband. Der deutsche Reichsverband für Jugendherbergen über- mittelte dem dänischen Jugendführer Stig Han- en, der sich um die Betreuung der Kongreßteilnehmer und um die festliche Ausgestaltung der Tagung verdient gemacht hat, eine Einladung für die internationale Bauausstellung für Jugendherbergen in Deutschland, deren Durchführung im Frühjahr 2 geötauöle WW Nutzbaum und Eiche, kreuzsaitig, elsenbein,gut erhalten, tonschön, preiswert S7°iv Wernerwalllll, sof. zu verm.5S7sv Näh. A. Becker, Kevlerstr. 9. Leskelle! 3° "«lonfen: jerLIOO Leiter,6'/r mlg. Garten 500 qm, im Neustädter Feld, sof. zu verkauf. Schr. Ang. unt. 04222 an d. Gietz. Anz. ülzmkim (Tiere u. Vögel) zu verkaufen. Zu erfragen in der Geschäftsstelle d. Gietz. Anz. s?zsv Fahrt ins Ungewisse. Auf den Zickzack-Kurs der Fahrt hat bereits der Meteorologe Dr. Georgi hingewiesen. Es kann aut fein, daß der Weststurm, mit dem man auf die Fahrt ging, nach 500 Kilometer sich zum Sudweststurm verwandelt und den Ballon auf seine Flügel in Richtung Grönland, Island oder Polarmeer nimmt; es kann sein, daß machwoll durchbrechende Rückseitenböen als Nordwest- bis Nordwird den in der Westwindtrift fahrenden Ballon einholen und nach Süden verschlagen. Darum kann das entsprechende Tief doch berechnungsgemäh zur nordwesteuropäischen Küste gelangen, nur zwei Tage später als angenommen. Inzwischen ist der Ballon zum Niedergehen auf dem Meer gezwungen wor- den. Jedenfalls: So interessant das Proiekt De- muyters erscheint, so einfach es erscheint, so schwer ist seine Durchführung. Es zeigt sich also, wie wagemutig der Plan Dr. Zinners wie das Projekt Demuyters ist. Ohne den beiden Männern Abenteuerlust oder Leichtsinn vorzuwerfen, kann man erwarten, daß der Flug in allen Einzelheiten genau überdacht wird. Ein Mann wie Dr. Zinner, der sich in luftsportlichen Kreisen hohen Ansehens erfreut und reiche Erfahrungen aufzuweisen hat, besitzt auch genügend Einsicht, um vorher reiflich zu überlgen, was er aufs Spiel fetzt. für alten kranken Herrn gesucht Schriftl. Angeb. unter 04227 an den Gietz. Anz. Zurnl.Okt.tücht. Haus- und Zimmermädchen geg. hohen Lohn gesucht. 04225 Seltersweg 40. Wohnungen mit all. Zubehör zu verm. Näher. Crednerstr. 38. FnderSchubert- u. Händelstratze 4- und 3-Iim.- Wohnungen mit eingerichtet. Bad und Balkon sowie 1 Garage zu vermieten. Näheres bei bwD Adolf Schmtdt Licker Straße 5 so ist es durchaus möglich, einen Ballon mit dii Luftströmungsfeld nach Europa treiben zu lass Die Wetterlage ist auf dem Nordatlanttk zwar Triel unruhiger, radikaler, aber darin liegt etwas Reales, tatsächlich Vorhandes, der Weststurm USA.— Nordwesteuropa, den der Ballon nötig hat! Don dieser Tatsache erzählen zahllose sorgfältig geführte Bordbücher der Dampfer und Auszeichnungen ihrer meteorologischen Stattonen. Es bedarf anderseits natürlich keiner Frage, daß die Ballonfahrer über dem Nordatlanttk ungewöhnliche körperliche Strapazen infolge her Wetterunbilden auszuhalten haben; es ist sicherlich fern Vergnügen, drei bis vier Tage mit einem von Regenschauern durchsetzten Weststurm über den Ozean zu jagen. Die Fahrt erfordert eiserne Nerven und sieghaften Optimismus, sie ist eme Mutprobe sondergleichen. Aber selbst für den Fall, daß dre tm Sinne des Gelingens der Fahrt liegende Westwetterlage herrscht, ergeben sich innerhalb dieser Grundwetterlage einzelne Regelwidrigkeiten, die ähnlich wie bet der Südatlantikfahrt das Gelingen des Unternehmens scheitern lassen können. part. ver l.Nov. Anfrag. u. 04230 ;. d. Gieß. Anz. Wenn auch für die Fahrtbedingungen die Erfahrungen des „Graf Zeppelin" auf seinen zahlreichen Fahrten nach Südamerika wesentliche Unterlagen bieten dürften, so bleiben dennoch Lücken übrig, die unter Berücksichtigung der Tatsache, daß ein dem Wind fast hilflos preisgegebener Ballon die Fahrt unternimmt, das Gelingen des Unternehmens sehr in Frage stellen. Unter Gelingen versteht man, daß der Freiballon tatsächlich die südamerikanische Küste erreicht und nicht schon nach 48 Stunden Fahrt — selbst diese Leistung wäre schon sehr beachtenswert — zum Niedergehen auf das Meer gezwungen würde. Jedenfalls muß man, ehe man jetzt schon von einem wahrscheinlichen Gelingen des Unternehmen spricht, sich viel eingehender mit den ungeheuren Räumen beschäftigen, in denen sich das Wetter über dem in Frage kommenden Teil des Atlantiks bildet. Was man gemeinhin als „durchschnittlich" bezeichnet, kann unbedeutende Abweichungen enthalten, die für einen Freiballon aber ausschlaggebend sind, fei es nur ein tropisches Gewitter mit seinen Windwirbeln auf hoher See oder eine mehrstündige Flaute. Weg über Aordatlantif günstiger. Gegenüber dem Plan Dr. Zinners erscheint das Projekt Demuyters mehr Aussicht auf Erfolg zu haben. Diese Vermutung begründet sich einmal auf die Tatsache, daß wir vom Nordatlanttk ziemlich genaue Wetterkarten haben und dementsprechend relativ zuverlässige Vorhersagen aufstellen können. Wenn über dem Nordatlanttk zwischen USA. und Nordwesteuropa eine ausgeprägte Westwetterlage vorhanden ist, in der, wie nachgewiesenermaßen verhältnismäßig oft, die Sturmtiefs mit ihren Weststurmfeldern ziemlich konsequent Kurs nach dem Raum Island—Großbritannien nehmen, Tüchtiges lapwltta in allen Hausarbeiten erfahren, gesucht. l 04232 Plockstr. 11 Ul. Suche z. 1. Okt. inkl.Prw.-Haus- halt solides Mädchen für Tage. Schr. Angeb. u. 9fr. 5758D a. d. Gieß. Anzeiger. Kombiniert., gut erhalten, weißer Herd zu verkauf. 0422s Weißerde 9. 2 Bettstellen, 2 Nachtschränkch., 1 Waschtisch mit groß. Marmor- vlatte n.Sviegel - Eichefurnier - zusammengeh ör. gebraucht z. Vorverkäufen. 5752V Weßsteinstr. 8, bei Christ Gut möbliertes Zimmer für 2 Wochen gesucht. Schr. Angebote u. 04220 a. d. Gieß. Anz. Stellenangebote| Keine Zeugnisse in Urschrift lonbern nur Zeugnisabschriften Dem Bewerbungsschreiben beilegen 1 — Lichtbilder undBewerbungsunter- lagen müssen zur Vermeidung von Verlusten auf der Rückseite Ra- men und Anschrift des Bewerbers tragen l ausstellt. Hinrichtung des Frauenmörders Georg Bay. Am 16. September ist in Görlitz der 1894 geborene Georg Bay aus Kodersdorf (Oberlaufitz) hingerichtet worden, der am 8. Mai 1936 vom Schwurgericht in Görlitz wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden war. — Bay hatte in der Nacht vom 27. zum 28. Auaust 1935 in feinem Hause zu Kodersdorf seine Ehefrau ermordet, um in den Besitz einer im Falle ihres Todes fälligen Lebensversicherungssumme zu gelangen. Romantische Fluch! der Tochter Winston Churchills. Die Tochter des bekannten englischen Politikers Winston Churchill, die Revuetänzerin Sarah Mill, ist soeben ohne Wissen ihrer Eltern mit remen" nach Neuyork abgereift. Sie soll die Absicht haben, in Amerika den Revueschauspieler Vic O l i v e r , den sie in London tennengelernt hat, zu heiraten. Da ihr Vater diese Heirat nicht billigte, habe sie sich auf eigene Faust mit nur 4 Pfund tu der Tasche auf den Weg gemacht. 17 Todesopfer eines Vrandunglücks in Sibirien. In Jakutsk (Oftsibirien) bracht nachts ein Gro ß- feuer aus, dem drei große Gebäude, zwei Ge- meinschaftswohnhäufer des Gebietskomitees der bolschewistischen Partei und des Landwirtschafts, kommisfariats, sowie das Gebäude des Bilbungs- kommiffariats zum Opfer fielen. Die gesamte Ein- richtung der Häuser, die bis zu den Grundmauern nieüerbrannten und das Eigentum der Insassen wurden vollständig vernichtet. 17 Menschen sind i n ben Flammen umgekommen. Sechs mürben mit schweren Branbwunden ins Kranken- Haus eingeliefert. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Das europäische Hochbruckgebiet hat eine wesentliche Verstärkung unb Ausdehnung erfahren, so daß die am Dienstag noch über Frankreich gelegene Weststörung nach Süden und Westen abgedrängt würbe. Damit hat sich die Schönwetterzone wieder auf Deutschland ausgedehnt und wird voraussichtlich für geraume Zeit auch das Feld behaupten. Aussichten für Donnerstag: Oertlichs Frühnebel, sonst trocken und überwiegend heiter, nachts frisch, mittags ziemlich warm, östliche Winde. Lufttemperaturen am 15. September: mittags 17,6 Grad Celsius, abends 11,8 Grad; am 16. September: morgens 12,1 Grad. Maximum 17,7 Grad, Minimum heute nacht 10,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 15. September: abends 15,5 Grad; am 16. September: abends 13,3 Grad. — Sonnenschein- dauer 0,2 Stunden. ___________________ Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- (etter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt ber 1 Anzeigen: Theobor Kümmel. D. A. VIII. 36: 9350. 1 Druck und Verlag: Drühl'sche Universitäts-Buch- - und Steindruckeret R. Lange, K.-G^ sämtlich in . Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich > 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. . mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags v 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. \ Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. geplant ist. Reichsinnungstag des Tifchlerhandwerks in Stuttgart. Dom 15. bis 19. September findet in Stuttgart der zweite Reichsinnungstag des Tisch- lerhandwerks statt. Er wird durch die Eröffnung ber Ausstellung "Deutsches W 0 h - n e n" eingeleitet, auf der das Tischlerhandwerk zum ersten Mal Möbel mit fernem neuen Gütezeichen Landwirtschaft!. Anwesen und großer Bauplatz zu verk. [sessD Karl Wilke, Wiefeck.Weg26. ü/Z«Wanderer- Limousine Stahl-Karosserie und Gepäckaufbau zu verkauf. Gastwirt l04218 Kirchhain Heskem Tel. Heskem 112. Kling, a. Soling. v.d.Fa.Sobema M.Müller, Essen, f.69 Mk. geg. bar ev.i.Rat.Zu beliebt. hier d. Vertreter. Anfr. unt. k. 8.13291a.d.G.A. Gebrauchte Badeelnriditund best. aus Kohleofen (Sommer- u.Winterheizg.), Badewanne, Mischbatterie u. Handbrause vrw^ zu verkauf. Schr. Anfraa. u. 04228 a. d. Gieß. Anz. Tüchtige Verkäuferin für Textilwaren nach Weßlar ge- sucht.Schriftliche Angebote m.An- gabe bisheriger Tätigkeit unter 571815 an den Gießen. Anzeig. Ehrliche Frau oder Mädchen, an selbst. Arbeit, gewöhnt, täglich einig.Std.vorm. ges. Mögl Empf. wollen sich meld. Löberstraße 3II 16—19 Ühr. 04231 ranotfo- Mleller ist anderweitig zu vergeben Näheres 5749D Äahnhofstr. 83 MeineAnzeigen im Gießener Anzeiger werden von Taufenden beachtet und aeleien. | Mietgesuche Große herrschaftliche Wohnung mitZentralheiz., eingericht. Bad, Balkon u. allen modern Einricht, per 1. Okt. 1936 zu vermiet. O4ios Näheres durch H. Reinschmidt, Borst-Wessel-WaI151 Schöne 5742v 5-Ziram.-Wohnung mit Bad u. Balkon, Frankfurter Straße 9III, per l.Okt. zu verm. Näheres bei Biergroßhandl. E.Schmall Hinterh., Büro. Kunst und Wissenschaft. Die deutsche Abordnung für den Brüsseler Kongreß zur Krebsbekämpfung. Der Reichs- und Preußische Minister des Innern hat den Geheimrat Professor Dr. B 0 r ft, München, zum Vorsitzenden des Reichsausschusses für Krebsbekämpfung und zum Leiter der amtlichen Der- tretung der deutschen Abordnung für ben 2. Inte r- nationalen Krebskongreß in Brussel (20. bis 26. September 1936) bestellt. Die beutsche Aborbnung setzt sich aus folgenben Herren zusammen: Aul er CBAün), Bloh me (Berlin), Frick (Berlin) von Haberer (Köln), Holthusen (Hamburg), Sauerbruch (Berlin), Wintz (Erlangen). Der Architekt Prof. Peter Vehrens nach Berlin berufen. Der Reichs- unb Preußische Minister für Wissenschaft, Erziehung unb Dolksbilbung hat den bekannten bisher in Wien tätigen Archtt-kten Professor Dr. Peter Behrens zur Verwaltung eines akademischen Meisterateliers für Baukunst an der Preußischen Akademie der Künste in Berlin berufen. — Gleichzeitig hat Reichsminister Rust dem Professor an ber Technischen Hochschule Berlin- Charlottenburg Dr. Heinrich Tessenow die nebenamtliche Leitung eines Meisterateliers für Baukunst übertragen. Aus aller Welt. 5. Internationaler Iugendherbergs- kongreß abgeschlossen. Der 5. Internationale Jugendh er- bergs-Kongreß in Kopenhagen fanb feinen Abschluß, Er gab Vertretern von über 25 Ländern Gelegenheit, gegenseitige Erfahrungen aus der praktischen Jugendherbergsarbeit auszutauschen. Auf der fünftägigen Arbeitstagung kam die weite Verbreitung der deutschen Jugendher- bergsibee in der ganzen Wett deuüich zum Ausdruck. Die deutsche Abordnung unter Führung Geschäftsdrucksacheti Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäftskarten bei Brühl, Schulstr.T ObsMaot Arn Samstag, d. 19.Sevt.,nachm. v. 2 Uhr an, läßt d. Philivv Leid in Gleiberg fein Obst an Ort unb Stelle öfftl.meisk* biet. g. Barzahl, versteigern. 042,« Treffpunkt an 0. Linoe i. GleibeA Neuerscheinung: Das Reichsnaturschutzgesetz vom 26. Juni 1935 nebst Durchführungsverordnung vom 31.10.35 mit ausführlichen (Erläuterungen von Professor Dr.W.Wever und Professor Dr.W.Schoenichen 0. ö. Professor der Rechte u. Referent im Direktor der staatlichen Stelle für Reichs- u Preußischen Ministerium für Naturdenkmalpflege Wissenschaft,Erziehung u.Doiksbildung in Preußen 160 Seiten, ht Seinen gebunden RM. 3.60. — Dieser ausführliche Kommentar des neuen bedeutungsvollen Reichsnaturschuhgesetze» aus der Feder der besten Sachkenner, aufgebaut nach nationalsozialistischen Grundsätzen, wird in besonderem Matze berufen sein, die Auswirkungen dieses Gesetze, jedem verständlich nahezu- brtngen, dem die Sicherung deutscher Raturschönheit nicht nur von Berufs oder Amt, wegen anvertraut, sondern dem fie auch wirklich Herzensangelegenheit ist.— Heimatpflege und Heimatschutz sind vornehmste Pflicht jedes oerantroortungsbe- wussten Dolksgenossen. Da, ganze deutsche Volk muß erkennen, datz Naturschutz Dienst an Volk und Vaterland bedeutet. Bei der zu erwartenden großen Rachftage empfiehlt sich sofortige Vorbestellung! Zu beziehen durch jede Buchhandlung! Hugo Bermühler Verlag - Berlin-Lichterfelde Nr. 2(7 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Mittwoch, 16. September 1936 Aus dem Reiche der Krau. Llnser Nachkömmling. Von Or. Eva Wendorff Zunächst: Was ist eigentlich ein Nachkömmling? Unter einem Nachkömmling versteht man gewöhnlich ein in einer Ehe, in der bereits größere Kinder vorhanden sind, spät geborenes Kindchen. Es ist also ein Kind, das verhältnismäßig alte Eltern und keine gleichaltrigen Geschwister hat und das dadurch von vorn herein in eine etwas schwierige Situation hineingeboren wird. In einem Kreis von Müttern interessiert nun vor allem die Frage: Was bedeutet ein solcher Nachkömmling für die Mutter, — und wie wird sie mit ihm fertig? — Es ist nicht das erste Kind — folglich hat die Mutter vor einer Erstgebärenden den Vorteil der körperlichen Vorbereitung voraus. Mag auch die letzte Geburt lange Jahre zurückliegen, die Organe waren schon einmal auf die Mutterschaft eingerichtet, die Geburtswege sind vorbereitet. Das späte Kind braucht also vor und während seiner Geburt keine größeren Schwierigkeiten zu verursachen, als sie sonst bei einem zweiten oder dritten Kinde vorliegen. Natürlich spielt es eine Rolle, ob die Mutter körperlich elastisch geblieben ist. Aber in unserer' Zeit ist ein Frau von 40 Jahren in den meisten Fällen noch genügend beweglich und widerstandskräftig. Körperliche Schwierigkeiten sind also normalerweise nicht zu befürchten. Die weitere Frage ist die, wie die Mutter mit der Säuglingspflege fertig wird. Ihre früheren Erfahrungen hat sie meist verlernt oder vergessen; außerdem ist gerade in den letzten zehn Jahren so vieles anders geworden, daß man das einmal Gelernte kaum noch verwerten kann. Es heißt also: ganz neu lernen! Denn unvorbereitet und leichtsinnig kann gerade die ältere Mutter nicht an ihre verantwortungsvolle Aufgabe Herangehen. Sie kann es um so weniger, als sie diese Aufgabe im Gegensatz zu mancher jungen Mutter in ihrer vollen Bedeutung und Schwere erfaßt. Und in dieser seelischen Einstellung liegt wiederum eine der Schwierigkeiten, die der Mutter gerade mit der Geburt eines Nachkömmlings erwachsen, und die für gewöhnlich vorher unterschätzt werden. Die Mutter ist gegenüber ihrem Spätgeborenen vielfach überängstlich! Einmal hat wohl meist das Erlebnis der späten Mutterschaft stark auf ihre Nerven eingewirkt, infolge dieser Labilität ist sie unsicher und voller Sorge; sie sieht für ihren Liebling tausend Gefahren, die für die jüngere Mutter gar nicht -existieren. Ist sie auch körperlich noch elastisch, so ist sie seelisch bestimmt nicht mehr so widerstandsfähig wie die junge Frau; sie bringt es z. B. nicht fertig, ruhig weiter zu schlafen, wenn das Kind im Nebenzimmer schreit; sie kann auch nicht mehr des Nachts aufstehen und sich sofort wieder zu ruhigem Schlaf niederlegen. Sie kann auch nicht einfach auf diese oder jene als notwendig erkannte Pflegemaßnahme verzichten, nur weil diese im Augenblick sehr unbequem ist. Die ältere Mutter muß also auf alle Fälle mit einem weit größeren Nervenverbrauch rechnen als die junge Frau. Um so mehr muß sie aber darauf bedacht sein, daß ihre Nervosität und Aengstlichkeit nicht schädlich auf das Kind wirken. Der kleine Erdenbürger darf nicht verzärtelt und verweichlicht werden; er soll wohl liebevoll umsorgt werden, darf aber nie. das Gefühl haben, daß sich alles im Hause um seine kleine Persönlichkeit dreht. Wenn er heranwächst, so muß. die Mutter sich weiter überwinden und das Kind an den Unternehmungen seiner Altersgenossen teilnehmen lassen, — auch wenn sie vielleicht überall Gefahren sieht, die für eine junge Mutter nicht existieren. So ist es für die Mutter keinesfalls leicht, einen Nachkömmling aufzuziehen: dafür erlebt sie aber vielleicht auch die Freuden der Mutterschaft intensiver als manche junge Frau. . Der Vater des Nachkömmlings aber ist selbstverständlich stolz und glücklich und beschäftigt sich um so eingehender mit dem Kleinen, als er selbst reifer geworden ist. Wie aber stellen sich die älteren Geschwister zu dem kleinen Erdenbürger? Lehnen sie ab — sind sie vielleicht neidisch — furchten sie, in ihren Rechten verkürzt zu werden? Es ist die Aufgabe der Mutter, die älteren Kinder so zu behandeln, daß sie sich nicht vernachlässigt fühlen können — daß sie aber darüber hinaus zu lebendigem Interesse für den kleinen Erdenbürger gewonnen werden. Auf jeden Fall: Das ganze Haus steht zunächst einmal Kopf — das ganze Leben ist umgewandelt, wenn der Nachkömmling da ist! Viel Sorge und Mühe, aber unendlich viel Freude bringt so ein Kindchen mit sich, und die wird vielleicht gerade in der älteren Ehe noch bewußter erlebt als bei ganz jungen Eheleuten. Siadt-undLandfrauimWettstreit Man redet es sich so gern ein, feiner hätte mehr zu tun als man selbst. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man sich damit selbst etwas bemitleiden kann, wenn es schon kein anderer macht. Ebenso darf keiner kommen, der uns beweisen will, daß seine Arbeit etwa wichtiger und bedeutender wäre als die unsere. So mag man es auch nicht ohne weiteres gelten lassen, wenn einem gesagt wird, d i e Frau a u f dem Lande hätte mehr zu tun, und ihre Arbeit sei besonders umfangreich und wichtig für die Allgemeinheit. Wir haben unseren Haushalt genau so zu führen, wenden wir ein. Zwar haben wir meist keinen Garten mehr zu besorgen auch nicht auf dem Acker mitzuhelfen oder Tiere zu betreuen, besitzen auch manche Vorzüge in der Stadt, unser Haushalt erfordert aber trotzdem viel Arbeit. In der Stadt wie auf dem Lande sind wir Mütter bestrebt, unsere Kinder zu tüchtigen Menschen zu erziehen, damit sie einmal sowohl der eigenen Familie wie der Gesamtheit etwas nützen Und gerade für uns Hausfrauen in der Stadt ist es notwendig, richtig zu wirtschaften, das Einkommen gut zu verwalten und richtige Einkaufs- und Vorratswirtschaft zu treiben. Mit Recht wird immer wieder darauf flirr gewiesen, wie ausschlaggebend auch in der Stadt die Hausfrauentätigkeit ist. Ist es also berechtigt, von der besonderen Wichtigkeit der Arbeit der Landfrau für die Allgemeinheit zu sprechen? Keinesfalls soll und darf die Arbeit der städtischen Hausfrau herabgemindert werden. Jeder weiß, wie wichtig es ist, daß man sich auf ihre Wirtschaftlichkeit und ihre E i n ka u f sd i sz i p l i n Eingemachte Herbstfriichte. Es gibt wohl kaum einen Haushalt, in dem man nicht in den Sommermonaten einiges Obst für den Winter haltbar gemacht hat. „Genug", denkt so manche Hausfrau, wenn sie befriedigt ihre in Reih und Glied aufgestellten Gläser, Flaschen und Büchsen mit Vorräten betrachtet. Wirklich genug? Könnte man nicht noch dieses und jenes für die langen Winter- und Frühjahrsmonate brauchen? Würde sich nicht so mancher spätere Einkauf im Laden vermeiden lassen, wenn man mehr Selbsteingemachtes hätte? Was man in dieser Hinsicht im Sommer versäumt hat, kann man zum Glück noch im Herbst nachholen; auch er bietet uns noch genügend Möglichkeiten, Obst in der verschiedensten Form für den Winter zu konservieren. Vergessen wir dabei die Hauptsache nicht: die "Forderung „Kampf dem Verderb" galt ja nicht nur für die Sommermonate, sie gilt natürlich für das ganze Jahr und daher im gleichen Maße für den Herbst mit seinem reichen Erntesegen. Zu den Früchten, die wir jetzt noch emkochen können, gehören verschiedene Apfel- und Birnen- sorten, Quitten, Ebereschen (in manchen Gegenden auch Vogelbeeren genannt), Hagebutten, Weintrauben. Selbst Tomaten und Kürbisse lassen sich in der Art von Früchten haltbar machen. Besonders zu empfehlen ist die Herstellung von Gelees und Marmeladen, da man das in dieser Form Eingemachte als Brotaufstrich, also als Butter- und Fettsparer verbraucht. Da die meisten Marmeladen mit gutem Zucker eingekocht werden, kann man sie außerdem als Geschmacksverbesserer fast allen Obstspeisen, -suppen und -tunken hinzufügen. Bei der Zubereitung von süßen Schichtgerichten, Auflaufen, Klößen, Pfannkuchen und anderem mehr find eingekochte Früchte jeder Art gleichfalls recht willkommen. Auch als Nachtisch bieten sich für Herbstfrüchte reiche Verwendungsmöglichkeiten. Das Einmachen von Birnen und Aepfeln in der Form von Marmelade, Gelee oder haltbarem Kvmpött wird den meisten Hausfrauen bekannt fein. verlassen kann. Daß aber die Arbeit der Landfrau gerade für die Allgemeinheit von so besonders großer Bedeutung ist, liegt in der Natur der Sache. Es ist nämlich nicht damit getan, daß die Landfrau em paar Gemüsebeete bepflanzt vdr das Viehzeug füttert, es geht vielmehr darum, daß sie durch ihre Arbeit mithilft, unsere Erzeugung an Nahrungsmitteln zu steigern, die uns allen zugute kommen. Nur durch ihre Mitarbeit war es möglich, in den letzten drei Jahren eine ganze Reihe entscheidender Erzeugungs st eigerungen zu erreichen und nur mit ihrer Hilfe wird es möglich fein, die noch vorhandenen Lücken auszugleichen. In ihre Hand ist es gegeben, die Erträge des Gartens, also des Gemüses und des Obstes, zu steigern, in ihren Händen liegt oft nicht nur die Geflügelzucht, die Grundlage unserer Eierwirtschaft, sondern auch die Ueberwachung des Kuh- und Schweinestalles. Von ihr hängt es also mit ab, ob wir den für unsere Fett- und Fleischversorgung notwendigen leistungsfähigen und vergrößerten Viehbestand erreichen. Eine große Verantwortung aber ruht auf ihr auch als Kameradin und Mitarbeiterin des Mannes. Hier gilt es für sie, nicht abzuraten, nicht sich dagegen zu wehren, wenn er in seinem Betriebe manche Umstellung, manche Neuerung vornimmt, sich manche Arbeit aufbürdet, um die Erträge des Bodens und die Leistungen der Tiere zu steigern. An ihr ist es vielmehr, ihm dabei zu helfen, ja, wo er noch zögert, ihn mit Rat und Tat da zu bestimmen. Hinter ihrem gcmzen Tun muß immer der Gedanke stehen: Wir schaffen nicht nur für uns selbst, nicht nur für unsere Kinder, sondern für unser ganzes Volk. Das ist es, was der Tätigkeit der Landfrau ihren besonderen Sinn und ihre besondere Verantwortung gibt. H. O. Mas sollen wir tragen? PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS 1 I I A U I • I V l /, ■ la • ■ ■ . , MW WM Für den H e r b st ist das dreiteilige Corn- p l e t aus dicker, haselnußbrauner Wolle gedacht. Das Kleid mit Rollkragen, schrägen Taschen und dem angedeuteten Keulenärmel hat einen leicht glockigen Rock. Es wird im Rücken durch drei mittelgroße, mit Stoff bezogene Knöpfe geschlossen, die gleichen Knöpfe schließen auch auf einer schmalen Knopfleiste den Aermel. An der I a ck e und am C a p e ist das kleine, geschweifte Stehbündchen angeschnitten. Schlingen und Knöpfe aus dem Kleidmaterial bilden den Verschluß. Das hinten längere C a p e hat ebenfalls wie Kleid und Jacke leicht betonte Schultern. Schuhe, Handschuhe, Tasche und die flache Mütze (rechts) sind aus dunkelgrünem Wildleder, der modische kleine Hut (Mitte) ist aus grünem Haar- filz. H. Quitten verarbeitet man hauptsächlich zu Gelee, man-bereitet es auf die gleiche Art wie Apfelgelee zu. Man kann jedoch auch die ganzen ober geteilten Früchte einmachen, sowie Saft und Marmelade daraus Herstellen. Zur Marmelade rechnet man auf 500 Gramm gekochtes, durchgeschlagenes Fruchtmus 375 Gramm Zucker und einen Teelöffel Zitronensaft. Auch aus Ebereschen läßt sich wohlschmeckendes Gelee kochen; man darf die Früchte jedoch erst im Spätherbst, nach dem ersten Frost ernten. Das Einmachen von Hagebutten nimmt zwar wegen der Vorarbeiten, dem Entkernen der Früchte, viel Zeit in Anspruch, lohnt sich jedoch wegen der guten Haltbarkeit und des herb-würzigen Geschmackes dieser Früchte. Man kann Hagebuttenmarmelade Herstellen oder die geteilten und von den Kernen befreiten Früchte in der lauwarmen Ofenröhre trocknen lassen, um sie dann später zum Würzen von Suppen und Soßen zu verwenden. Wenig bekannt ist bei uns, daß man auch Weintraub e n zu Gelee und haltbarem Kompott verarbeiten kann. Bei der Geleebereitung rechnet man, ebenso wie bei vielen anderen Gelees, die gleiche Gewichtsmenge Saft und Zucker. Zur Marmelade eignen sich besonders die blauen Trauben. Man gibt die Beeren (zwei Teile Beeren, ein Teil Zucker) in den geläuterten Zucker und läßt sie dick einkochen. Die auf der Oberfläche schwimmenden Kerne werden während des Kochens entfernt. In der aus» Kürbis ist gleichfalls vorzüglich zum Einmachen geeignet. Da Kürbis etwas weichlich schmeckt, macht man ihn zweckmäßig mit Essig ein. Zur Marmeladebereitung läßt man die fertig geschnittenen Kürbisstücke vor der weiteren Verarbeitung vierundzwanzig Stunden mit Essigwasser übergossen stehen. Auch bei Kürbismarmelade rechtnet man die gleiche Menge Zucker und Fruchtstücke. Es lohnt sich auch einmal die Herstellung von Gelee oder Marmelade aus T o m a t e n zu versuchen. Während man für die Geleebereitung reife, aber nicht zu weiche Früchte nimmt, kann man zum Kochen von Marmelade auch die weichen Früchte verwenden. Frau und Wohnung. Von Gertrud Burath. In wessen Erinnerung lebt er nicht, der Dust, der einen umfing, wenn man zum alten Onkel und zu der alten Tante oder zu Großvater und Großmutter zu Besuch kam? Konnte man sich die alten Leutchen vorstellen ohne diesen unbestimmten Duft? War es nun Lavendel, der dem Wäscheschrank entströmte, war es der Duft von Großvaters Tabak, der an Backpflaumen erinnerte, oder war es der Duft der in der Ofenröhre schmorenden Aepfel. Was kam es darauf an! Es war eben der Duft aus Großvaters und Großmutters Wohnung. Und es war nicht bloß der Duft, der sich uns so eingeprägt hat, es war ein gewisses Etwas, das wir nicht zu bezeichnen vermöchten, es war etwas Unerklärbares, ein Hauch, ein Dunstkreis, ja eine Atmosphäre, die es nirgends anders gab, als eben nur bei ihnen. Und das war schön so; es sollte sie nirgends geben, als nur bei den Großeltern, sonst wäre es ja nur eine Luft gewesen wie jede andere und keine besondere und einzigartige. Es war nicht nur ein Duft, eine Atmosphäre, es war schlechthin ein Zauber, der uns in Bann schlug, daß wir ihn unser Leben lang nicht vergessen werden. — Und glücklich die Kinder und Kindeskinder, die diesen Zauber zu spüren bekamen, die von ihm gefangen genommen worden sind! — Keineswegs gehört aber solch ein Zauber nur der Vergangenheit an, ist er nur den Großeltern eigen; er lebt noch heute in unserer schnellebigen Zeit, nur ist er anders geworden, wie wir ja selbst auch anders geworden sind. Die fortschreitende Erkenntnis auf hygienischem Gebiet hat uns gelehrt, Licht und Luft als wichtige Lebensfaktoren anzusehen; wir sperren sie nicht mehr ab, sondern gönnen ihnen vollen Zutritt zu unseren Räumen, so daß von einem „Duft" der Wohnung im Sinne der großelterlichen Zeit kaum noch die Rede sein kann. Aber trotz dieses Mangels, der ja doch kein Manges sondern eher ein Vorzug ist, bleibt ein Zauber, ein einzigartiger Zauber in jeder Wohnung, die nicht nur eine seelenlose Zusammenstellung von Möbeln ist, sondern, wie ihr Anblick verrät, ein belebtes Ganzes, das eine Aufgabe, einen Zweck erfüllt, wie ein denkendes Wesen. Solch eine Wohnung trägt auch heute noch den besonderen Stempel, den ihr die Menschen aufdrücken, die in ihr wohnen und werken. Und das tut in erster Linie d i e Frau. In ihrer Wohnung ist sie Herrscherin und Dienerin zugleich; sie ist es, die die Wohnung bequem, zweckentsprechend, behaglich gestaltet oder sie zu Kälte und Ungemütlichkeit verdammt, je nach Größe oder Kleinheit des eigenen Gefühlslebens. Es ist nicht gleichgültig, ob ein Stuhl auf diesem oder jenem Fleck steht, ob ein Kissen so oder anders liegt, es ist nicht gleichgültig, ob ein Gegenstand einen erfreulichen Farbtupfen ins Ganze trägt oder ob er sozusagen aus dem Rahmen springt in seiner eigenwilligen Besonderheit. Eines muß zum andern passen, es muß sich einfügen zu einem geschlossenen Ganzen, dann wird es ein harmonisches Bild geben, das keineswegs gestört wird, wenn da und dort Spuren der Arbeit zu finden sind, die in der Wohnung verrichtet wird. Eine vffenstehende Näh- oder Schreibmaschine, Schere und Fingerhut am Fensterplatz, ein aufgeschlagenes Buch auf der Chaiselongue, eine stehengebliebene Tasse, sie sind nicht immer Unordnung; es schadet durchaus nicht, wenn das Mienenspiel der Wohnung durch solche Kleinigkeiten etwas lebhafter wird, die Atmosphäre bleibt dessen ungeachtet die gleiche. Glücklich die Familie, die in einer Wohnung zu Hause ist, die Frieden, Ruhe und Freundlichkeit atmet und die verrät, daß in ihr eine Frau schaltet und waltet, die ihre Aufgabe mit Verständnis und freudigem Herzen erfüllt Seid gut zu den Tieren! Von Genta Neckel. Der Schutz des Tieres, das als stumme Kreatur sich nicht gegen die Quälereien der Menschen wehren kann, ist im Dritten Reich erheblich verstärkt worden. Immer weiter greift der Gedanke um sich, daß der Mensch verantwortlich ist für das Wohlergehen, für die Pflege und Hege der Tiere. Das Reichstierschutzgesetz wird immer weiter ausgebaut und vervollkommnet. Aber was nutzt das Gesetz, wenn es, ach so oft, aus Gleichgültigkeit nicht beachtet wird? Die Tiere können nicht selber kommen und anklagen, das Auge des Gesetzes aber kann, bei bester Organisation, nicht überall in jedem Augenblick dabei sein! Immer und immer wieder ruft der Reichstierschutzbund, der seine Zentrale in Berlin, Großbeerenstraße 68, hat, alle Volksgenossen zur Mitarbeit auf. Dar allen Dingen wollen wir uns heute an die Frau wenden, denn mindestens zu 50 v. H. ist die Pflege der Tiere der Frau anvertraut. Nicht nur die Pflege der Tiere, auch die Verantwortung in vielen anderen Fragen, die mit dem Tier Zusammenhängen, ist in Frauenhand gelegt. Frauen haben ein mütterliches Herz, sie haben das Bedürfnis, zu hegen und zu pflegen. Empört würde sich wohl jede Frau gegen denjenigen wenden, der vor ihren Augen ein Kind mißhandelt. Aber wie oft geht sie achtlos vorbei, wenn ein Pferd geschlagen wird, wenn einen Hund das zu enge Halsband würgt oder ein Vögelchen sich die Flügel im zu kleinen Käfig wund stößt. „Mir gehört das Tier ja nicht — ich kann mich nicht um alles kümmern!" Da hat eine Siedlersfrau gehört, daß auf dem Nachbargrundstück die Kaninchen in finsteren, feuchten Ställen untergebracht sind. „Ich mische mich nicht in die Dinge meiner Nachbarn — ich verbitte mir ja auch, daß sie sich in meine Sachen mischen!" Bei dieser Ausrede bleibt es — und die armen Kaninchen können zu Grunde gehen! Sv darf es nicht sein! Die Gleichgültigkeit ist der schlimmste Feind des Tierschutzgesetzes. Die Frau, die vielleicht zu Hause ihren Hund liebevoll betreut, die es nie vergißt, dem Vögelchen frisches Wasser zu geben und es vor Zugwind zu schützen, sieht es ruhig mit an, daß der Vogelkäfig der Nachbarn im eisigen Zugwind steht! Es ist ja nicht immer böse Absicht, sehr oft ist es nur Unachtsamkeit, und die gefürchtete „Einmischung" wird dann sogar dankbar begrüßt. Wer ein Tier hält, hat die Pflicht, es sachgemäß zu pflegen — und nicht so, wie es ihm gerade paßt. Die Frau ist die Herrscherin in der Küch e. Auch hier sollte sich bie( gewissenhafte Hausfrau das Oberheffen 3,25 Wirtschast I Banknoten. • 01 34,4 I 34,5 1 34,13 1 • 4 94 — I — 101 205 1205,65 1 205 5 ü. S). Die Hausfrau werden, wenn angestellte sich Mill. Mill. zum vor- Reingewinn von der oorgetragen 31.12.1935 vor. 5,49 (4,99) Mill. 1935 mit einem stark ermäßigten 146 834 (645 884) Mark abschließt, wird, legt jetzt ihre Bilanz zum Der Rohertrag erhöhte sich auf Schuckert Zellstoff I und II Metallgefellschaft 131,25, Moenus 93,25, 152,50, Aschaffenburger Zellstoff 127,25, Waldhof 152,25, Hapag 13,50, Anatolier 43,75. 104,75 71,65 87,4 154,25 128,5 105,25 118,5 167,75 83,13 52,75 406 198,5 172 102,75 70,25 86-5 152,25 126,65 104,25 116,25 166,5 82 51,4 412 199 171 70,5 87 152,25 127,25 115,75 166 51,75 411 198 171 71,25 87,9 154,5 130,5 118,25 168 52,5 406,5 199,5 172 34,5 205 o 5 6 0 7 0 S . 0 0 9 12 11 Gritzner................... Mainlraftwerke Höchst a.M... Süddeutscher Zucker........ Lohnaufwendungen 3,85 (3,23), Abschreibungen 0,132 (0,155) Mill. Mark. Besitzsteuern erhöhten sich auf 0,611 (0,177), soziale Abgaben auf 0,297 (0,249), die sonstigen Aufwendungen auf 0,64 (0,56) Mill. Mark. — In der Bilanz stehen bei 3,0 Mill. Mark Aktienkapital (unverändert) 5,5 (4,5) Reservefonds, sowie 1,19 1,17) Stiftungskonto, die Verbindlichkeiten mit 3,68 (3,66) Mill. Mark zu Buch. Darunter betragen Warenverbindlichkeiten 2,6 (1,51), solche auf Grund von Zollgefällen 1,08 (2,14) Mill. Mark. Anderseits erhöhten sich Anlagen auf 1,44 (1,22) Mill. Mark. Das Umlaufsvermögen wird mit 10,6 (10,3) Mill, ausgewiesen. Darunter Vorräte 3,41 (3,43), Warenforderungen 5,12 (4,96), an abhängige Gesellschaften 0,577 (0,407), Forderungen an den Vorstand (Familiengesellschaft) 0,70 (0,42). Wertpapiere verminderten sich auf 0,27 (0,45), Wechsel, Hin« & Moos AÄ., Zigarrenfabriken * Meßen. kann also verantwortlich gemacht z. B. die Hausgehilfin oder Haus- gegen das Tierschutzgesetz vergeht. Tierschutzgesetz aufhängen. Ein großer Fortschritt ist es ja schon, daß seit einiger Zeit gesetzlich verboten wurde, Fische lebend im Geschäft der Hausfrau mitzugeben. Feder Fisch muß getötet werden, ehe man ihn der Käuferin ausliefert. So kann es nicht mehr vorkommen, daß Aale oder Karpfen einen tausendfältigen Tod sterben, weil sie die Hausfrau ohne das lebensnotwendige Wasser im Retz nach Hause trägt und dort unsachgemäß tötet. Auch G e f l r g e l darf nur noch von sachkundiger Hand getötet werden. Heimatlose Tiere — wie oft liest man davon! Das Tierschutzgesetz verbietet, em Haustier auszusetzen, um sich seiner zu entledigen! Die Frau, die einen Hund oder eine Katze vor die Tür jagt mit dem Gedanken: es wird sich schon einer finden, der sich des Tieres annimmt, macht sich strafbar! Auf dem gestrigen Rinder-Rutzviehmarkt standen 583 Stück Großvieh, 197 Fresser und 177 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 470 bis 620 RM., 2. Qualität 310 bis 440, 3. Qualität 190 bis 290, Rinder, bis Xjährig, 120 bis 200, %= bis zweijährig 130 bis 250, tragend 300 bis 510, Kälber bis Mark, sonstige Erträge erbrachten 0,11 (0,024) Mill. Mark. Andererseits erforderten Fwd. Die Gesellschaft, die, wie bereits gemeldet, im Geschäftsjahr Ufa 61,50. Tagesgeld etwas erleichtert auf (3,50) v. H. Abendbörse widerstandsfähig. An der Abendbörse kam die Abschwächung Stillstand. Das noch in kleinem Umfange Auch das Tier ist ein Geschöpf Gottes — es ist in unsere Hand gegeben, und wir haben die Verantwortung für die stumme Kreatur! Ein mütterliches Herz haben, auch für unsere Tiere: das dürfen wir Frauen nie vergessen! geschrittenen Zeit nur im Durchgehen besichtigt wurde. Die Fahrt brachte dann das Ziel: Bad Homburg. Hier wurde zunächst das Mittagessen eingenommen. Dann folgte die Besichtigung des Schlosses und des Schloßparkes. Die Erlöserkirche in ihrer wunderbaren Schönheit machte einen starken Eindruck. Allzuschnell verstrich die Zeit, nach dem gemeinsam im Schloßkaffee eingenommenen Kaffee und einem Blick auf das Kurhaus und Kurpark erfolgte die Heimfahrt über Friedberg — Bad-Nauheim—Butzbach—Lich, und um 19.30 Uhr war die Fahrt in Steinbach beendet. Daß unterwegs in beiden Autobussen manch frohes Lied erklang, braucht eigentlich nicht erwähnt zu werden. Man trennte sich mit dem Bewußtsein, nicht nur viel Schönes gesehen zu haben, sondern auch einen unvergeßlichen Sonntag im besten Sinne zur Stärkung für Leib und Seele erlebt zu haben. Veranstaltet und geleitet wurde die Fahrt durch den Leiter beider Vereine, Pfarrer D ö l l (Steinbach). Watzenborn-Steinberg, 15. Sept. Am Sonntag wurden unsere diesjährigen Konfirmanden in den Unterricht eingeführt. Es sind 39 Kinder, 22 Knaben und 17 Mädchen. — Die Schweinezwischenzählung ergab in unserer Gemeinde den Bestand von 1105 Schweinen, die sich auf 400 Schweinebesitzer verteilen. Es wurden gezählt: Zuchtsauen 2, Ferkel unter 8 Wochen 100, Schweine bis % Jahr 407, bis 1 Jahr 593, über 1 Jahr 3 Stück. In den letzten drei Monaten wurden 109 Kälber geboren. Es fallen auf den Monat Juni 39, Juli 37, August 33 Kälber. * Großen-Linden, 15. Sept. Der hiesige Turnverein begeht am kommenden Sonntag fein Abturnen. In den Vormittagsstunden führen die einzelnen Abteilungen Wettkämpfe durch, während der Nachmittag mit Schauturnen und sonstigen turnerischen Vorführungen ausgefüllt wird. Schecks, Kasse, Banken usw. auf 5,03 (6,40) Mark. Beteiligungen werden mit 1,2 (0,876 Mark ausgewiesen. 'Kinfrermarff in Gießen. LeiniRangieren überfahren und getötet —.— Homberg, 15. Sept. Im benachbarten Nieder-Gemünden ereignete sich heute vormittag auf dem Bahnhof ein schwerer U n - fall, der leider ein Menschenleben kostete. Der Schaffner Lange aus Fronhausen war aus bis jetzt unbekannter Ursache beim Rangieren unter die Räder eines Wagens geraten. Dieser schleifte ihn ungefähr 5 Meter mit und fuhr ihm beide Beine ab. Der Bahnarzt, Dr. Lust-Homberg, war sofort zur Stelle, mußte jedoch leider den Tod des bedauernswerten Mannes feftftellen. Der Verunglückte stand kurz vor feiner Pensionierung. Landkreis Gießen. * W i e s e ck, 16. Sept. Am kommenden Samstag von 21 bis 22 Uhr findet in Wieseck eine völlige Verdunkelung durch die Polizei im Zusammenwirken mit dem Reichsluftschutzbund statt. Es wird schon jetzt darauf hingewiesen, daß jedes Haus entsprechend den Richtlinien für die Verdunkelung, die jeder Haushaltung zugestellt werden, verdunkelt sein muß. Ein Aufenthalt auf den Straßen während der Verdunkelung ist nur in dringendsten Fällen zulässig. Den Anordnungen der Blockwarte ist unbedingt Folge zu leisten. ch Daubringen, 15. Sept. Der hiesige Männerturnoerein kann am 7. November auf sein 30jähriges Bestehen zurückblicken. 4= Staufenberg, 15. Sept. Die Schweine- Zwischenzähluna ergab hier folgendes Resultat: 1 Zuchteber, 1 Zuchtsau, 53 Ferkel unter 8 Wochen, 319 Schweine über 8 Wochen bis V2 Jahr, 115 Schweine über V2 bis 1 Jahr alt, 497 ältere Schweine. wg. Großen-Buseck,14. Sept. Heute vormittag fand hier die Versteigerung der Ge- meindezwetschen statt. Der Behang der Bäume ist als gut zu bezeichnen. Bei reger Beteiligung wurden dementsprechende Preise geboten. Im Durchschnitt kam der Zentner am Baum 2,50 bis 3 Mark. Die Versteigerung der Aepfel und Birnen dürste in acht bis zehn Tagen erfolgen. Auch auf den Privat- baumftütfen herrscht zur Zeit reges Treiben beim Pflücken der Zwetschen, und vollbeladene Wagen mit Zwetschen werden zum Verladen auf dem hiesigen Bahnhof angefahren. <£ Reiskirchen, 15. Sept. Am Sonntag hielt der hiesige Kindergarten im Saale „Zum Hirsch" sein diesjähriges Kinderfest ab. Viele Besucher, darunter auch zahlreiche van den umliegenden Dörfern, waren zu dem Feste erschienen. Der Bürgermeister eröffnete die Veranstaltung mit einer Ansprache, in der er die Bedeutung eines Kindergartens und die Betreuung der Kinder hervorhob. Dann folgten luftige Spiele der Kleinen, die bei uen Zuschauern starke Lachsalven hervorriefen. Den Schluß der Vorführungen bildete das van den Kindern gern gesehene Kasperletheater. Als dann Kasperle nach große Brezeln verteilte und zu einer Tasse Kakao einlud, war die Freude der Kinder aufs Höchste gesteigert. Es war dies ein Sonntagnachmittag, der viele Eltern, deren Kinder noch nicht dem Kindergarten angehören, den Entschluß fassen ließ, ihre Söhne und Töchter von jetzt ab doch zu der Gemeinschaft der Kleinen zu schicken. 6 Steinbach, 15. Sept. Sonntag machten die Evang. Frauenhilfe und der Frauen- chor Steinbach ihren diesjährigen Ausflug. Mit zwei Postautobussen fuhr man um 7.30 Uhr über Gießen—Wetzlar—Braunfels nach Weilburg, wo die erste Station gemacht wurde. Nach der Besichtigung des Schlosses und einem Blick auf das schöne Lahntal, besuchte man den Gemeindegottesdienst in der Schloßkirche und hatte die beste Gelegenheit, dabei auch diese schöne Barockkirche zu betrachten. Nach dem Gottesdienst ging die Fahrt weiter durch das schöne Weiltal, dessen Reize wie im Kaleidoskop bei der Durchfahrt immer von neuem erfreuten. Weilmünster, Rod a. d. Weil, Usingen durchfuhr man ohne Anhalten und machte die zweite Rast auf der Saalburg, die wegen der vor- zu zwei Wochen 30 bis 45, bis zu vier Wochen 65 bis 75, bis zu sechs Wochen 90 bis 100 RM. Marktverlauf: gedrückt, es verblieb Ueberstand. — Nächster Markt: 29. September. Rbein-Mainische Börse. Uneinheitlich. Frankfurt a. M., 15. Sept. Die Börse begann am Aktienmarkt uneinheitlich und war nach den ersten Notierungen überwiegend schwächet. Die Publikumsbeteiligung war sehr gering, während die Kulisse zu einigen Glattstellungen schritt. Die Kurse schwankten nach beiden Seiten von 0,50 bis 1,50 v. H. Schwächer waren vor allem Autowerte, Daimler 117,40 bis 116 (118,25), Adlerwerke Kleyer im Freiverkehr 104 Brief (105,25). Ferner gingen die in den letzten Tagen bevorzugten Rohstoffwerte zurück, Aschaffenburger Zellstoff 129 (130,50), aber Waldhof noch höher mit 155,50 bis 155 (154,50); Kunstseide Aku anfangs 1 v. H. höher mit 72,13, später auf 71 ermäßigt. Montanpapiere lagen durchweg 0,50 bis 1 v. H. niedriger, Verein. Stahl etwas mehr gedrückt mit 104,75 (106), höher waren dagegen Rheinstahl mit 139 bis 138,50 (137,50), auch Harpener und Ilse Genuß noch etwas fester. Chemische Werte konnten sich etwa behaupten, JG.- Farben 163,50 (163,75). Von Elektropapieren gewannen Bekula 1,25 v. H., Siemens 1,40 v. H., Schuckert, Felten und AEG. blieben unverändert. Etwas gefragt wurden noch Metallgesellschaft mit unv. 132,25 und Otcwi Minen mit 34,13 (33,90), Rheinmetall unv. 138,50. Feldmühle Papier anfangs 135,50 (vorgestern 133,13), dann 134. Schifffahrtsaktien gaben nach behauptetem Beginn bis 0,50 v. H. nach. Der Rentenmarkt war ruhig, aber freundlich. Gefragt wurden Kommunal-Umschuldung mit 88,25 bis 88,35 (88,25). Altbesitzanleihe unv. 115, auch die übrigen Papiere kaum verändert Don < Birklar, 15.Sept. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr hielt am Samstagabend im Saale von Düringer eine außerordentliche Generalversammlung ab. Nachdem Wehrführer Seibert die Tagesordnung zur Kenntnis gegeben hatte, ernannte der erste Beigeordnete den Kameraden Heinrich Seibert zum Führer der Wehr. Der neuernannte Wehrführer bestimmte Wilhelm Wolf zu seinem Stellvertreter und Karl Weisel I. zum Kassenwart. Anschließend wurde die Verpflichtung der gesamten Wehr durch Beigeordneten Müller als den Vertreter der Ortspolizeibehörde vorgenommen. # Hungen, 15. Sept. Wegen zunehmender Ausbreitung des Scharlachs unter den Schulkindern wurden am heutigen Tage die Realschule und die Volksschule bis auf weiteres geschlossen. Die Krankheit, die nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene ergriffen hat, nimmt zum Glück bis jetzt einen gutartigen Verlauf. — Die Außenseiten des hiesigen Rathausgebäudes sollen demnächst einer Neuherstellung unterzogen werden. Durch diese Maßnahme wird einem schon lange notwendigen Bedürfnis Rechnung getragen. — Dem Regierungsbaumeister Heinrich L i st m.a n n-Berlin-Charlottenburg, ein Sohn unseres Städtchens, wurde vom Führer und Reichskanzler das Deutsche Olympia-Ehrenzeichen erster Klasse verliehen. Die Urkunde lautet: „In Anerkennung seiner Verdienste um die Deutschland übertragenen Olympischen Spiele 1936 verleihe ich dem Herrn Heinrich Listmann das Deutsche Olympia-Ehrenzeichen erster Klasse. Berlin, den 16. August 1936. Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler. Kreis Schotten. O Laubach, 15. Sept. Heute wurde unter sehr großer Beteiligung der hiesige Zigarrenfabrikant Ludwig Hohmann zu Grabe getragen. Ein schon länger verspürtes Leiden, für das er Heilung in der Klinik suchte, führte unerwartet zum Tode. Mit ihm ist ein Mann von uns geschieden, der in dem Leben Laubachs etwas bedeutete. Neben der Arbeit in seiner Zigarrenfabrik leitete er als Direktor die Laubacher Bank und hat sich dabei durch seine große Gewissenhaftigkeit bleibende Verdienste erworben. Seine Wertschätzung kam bei der Beerdigung recht zum Ausdruck. Der Ortsgeistliche, Pfarrer Schmidt, legte seiner Traueransprache die Worte Evang. Lukas 12, 42 und 43, zugrunde und gedachte des in Familie, Fabrik, Gemeinde und Volk treuen Haushalters. Anschließend wurden Kränze niedergelegt von dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der Laubacher Bank, von den Arbeitern der Hohmannschen Zigarrenfabrik, von der Kriegerkameradschaft und dem Verein ehemaliger Leibgardisten. Eine Ehrensaloe schloß die Trauerfeier auf dem Friedhöfe. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 14. Sept. Das Angebot von Brotgetreide blieb klein. Besonders Weizen wird weiter stark begehrt; das kleine Angebot von Wet- terauer Weizen wurde glatt ausgenommen, etwas größere Partien gingen an die oberrheinischen Mühlen. Die Anlieferungen von Roggen haben sich noch nicht erhöht, auch dafür bleibt die Kauflust der Mühlen lebhaft. In Braugerste war das Geschäft mangels guter Qualitäten klein; Futtergerste stand etwas besser zum Verkauf. Gemessen an der starken Nachfrage bleibt das Angebot von Hafer unzulänglich. Futtermittel sind allgemein gesucht, besonders Kleie und Weizenfuttermehl wie auch ölhältige Futtermittel. Rauhfutter liegt ruhig. Das Weizenmehlgeschäft ist unvermindert lebhaft, dagegen wird Roggenmehl, das ausreichend in Wag- gonware und auf dem Wasserwege herangekommen ist, nicht mehr so lebhaft verlangt. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 199, W 16 202, W19 206, W 20 208; Roggen R 12 162, R15 165, R18 169, R19 171, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —; Braugerste 215 bis 230; Futterhafer—; Weizenmehl Type 790 W13 28,75, W16 29,00, W19 29,00, W 20 29,35; Roggenmehl Type 997 R12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,50. Weizenkleie W13 10,65, W16 10,80, W19 11,00, W 20 11,10; Roggenkleie R12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R19 10,50, Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Sojaschrot —; Palmkuchen —; Erdnußkuchen —; Treber 16,25 bis 16,50; Trockenschnitzel —; Heu 4,50 bis 5,00; Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt oder gebündelt, 2,00. Kartoffeln: gelbfleischige hiesiger Gegend 2,80, weißschalige 2,50 per 50 Kilogramm bei Waggonbezug. Tendenz: ruhig. Schultheis Patzenhofer ....... Aku (Allgemeine Kunstseide) .. Bemberg................... Zellstoff Waldhof ............ Zellstoff Aschaffenburg ....... Dessauer Gas ............... Daimler Motoren............ Deutsche Linoleum........... Orenstein & Koppel .......... Westdeutsche Kaufhof......... Chade...................... Accumulatoren-Faürik....... Conti-Gummi.............. Wichtig für die Frau ist auch ein Satz des Reichstierschutzgesetzes, der leider den meisten Frauen unbekannt ist: „Strafbar macht sich, wer es unterläßt, Kinder oder andere Personen, die seiner Aufsicht unterstehen und zu seiner Hausgemeinschaft gehören, von einer Zuwiderhandlung gegen die Vorschrift des Reichstierschutzgesetzes abzuhalten!" Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlosjenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Auslandsrenten '4proz. Rumänen fest mit 6,35 (6,13). Im Freiverkehr lagen Oesterr.-Ungar. Bank- Pfandbriefe im Angebot mit 4,90 bis 4,50 (5,10), dagegen blieben 3prozentige Steg von 1885 mit 6,60 und E-Lombarden mit 5,75 bis 6 gut behauptet bei recht großen Umsätzen. Im Verlause war die Haltung am Aktienmarkt weiter etwas schwächer. Besonders am Montanmarkt ergaben sich Rückgänge, Verein. Stahl bis 104 nach 104,75, Mannesmann 104 nach 106, Harpener 130,50 nach 132, Rheinstahl vorübergehend 137,50 nach 139, später wieder 138. Ferner gaben IG.-Farben auf 161,75 nach 163,50 nach, Zellstoff Aschaffenburg 128 nach 129, Waldhof 153,50 nach 155,50, AkU bis 70,25 nach 72,25, bann wieder 71 bis 70,25, auch Elektroaktien gingen 0,50 bis 1 v. H. zurück. Von den später notierten Werten lagen Junghans 1,25 v. H., Deutscher Eisenhandel 1 v. H., Elektr. Lieferungen 1,50 v. H. fester, Chade A—C fest mit 413 bis 411 (406,50). Renten erfuhren kaum Abweichungen, lebhaft blieben 3prozentige Steg von 1895, die zwischen 6,50 bis 6,60 schwankten, große Steg von 1883 16,50 (15,50). Der Kassarentenmarkt brachte keine größeren Veränderungen, Stadtanleihen bröckelten z. T. etwas ab, Pfandbriefe blieben behauptet. Auslandrenten lagen im allgemeinen sehr still. Im Freiverkehr ermäßigten sich Adlerwerke bis auf 102,50 nach 104,50 zu Anfang, ferner nannte man Wayß & Freytag 120, Growag 82,50, liegende Angebot wurde auf der ermäßigten Basis des Berliner Schlusses ausgenommen, so daß die Kurse behauptet waren, teilweise ergaben sich mäßige Erholungen, so u. a. bei Aschaffenburger Zellstoff auf 127,25 (126,65). Etwas lebhafter blieben AKU. mit 70,50 bis 70,40 bis 70,50 (70,25). Im Standardpapier der Frankfurter Börse, IG. Farben, erfolgte keine Notierung, Taxe 162 bis 162,25 (161,90). Deutsche Renten lagen still. Lebhaftes Geschäft hatten erneut österr.-ungar. Vorkriegswerte, 3 v. H. Steg bei lebhaften Umsätzen 6,75 bis 7,65 (6,55), die 4 v. H. von 1883 wurden mit 17,50 (16,50) bei nur 20 v. H. Zuteilung notiert. Oesterr.-Ungar. Bank-Pfandbriefe waren auf 4,90 bis 5,00 (4,60) erholt. U. a. notierten: Altbesitz 115, Schutzgebietsanleihen 11, 4,50 v. H. Rumänen 10,65, 4 v. H. Rumänen 6,25, 4 v. H. Steg von 1883 17,50, Commerzbank 99,75, Buderus 111, Mannesmann 103,90, Rheinstahl 138, Verein. Stahl 104, AKU. 70,50 bis 70,40 bis 70,50, AEG. 35,50, Bemberg 87, Zement Heidelberg E 144, Daimler 115,75, Deutsche Anoleum 166, Scheide anstatt E 273, Elektr. Lieferungen 126,75, Eßlinger 98,75, Gesfürel 134, Goldschmidt 114,25, Holzmann 128, Junghans 99,50, Frankmn a. M. 25erlm Sranlturt a.M. Lerlin Schlußkurs Schluß!. Abendbörse Echluß- furd Schluß!. Mittag- börse Schluß- kurS Schluß!. Abend- börse Schluß- kurS Schluß!. Miitag- börie Datum 14.9. 15.9 14 9. 15-9. Datum 14-9- 15-9. 14-9 159. 6% Deupche Retchsanleihe v. 192< 101,4 101,4 101,4 101,4 4% oesgi. Serie 1............. _ ___ 4% Deutle Reichsanl. von 1934 98,13 98,13 98,13 98,13 5% Numän. vereinh. Rente v. 1903 7,25 7,4 7,4 7.5 6‘/’% Doung.Anleihe von 1930 .. 102 102,25 102,4 — 4*/r%Rumän.vereinh.Rentev.l913 10,9 10,65 10’4 10.75 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mii 4% Rumänische vereinh. Rente . 6,13 6.25 fi J3 6,3 Auslos.-Rechten ............ 4’4% Deutsche Reichspostschatzan 115 115 115 115 2)4% Anatolier............ 43,25 43,75 42,75 43?25 Weisungen von 1934, l....... 100 100,2 100,4 100,13 4'/2°-o ehem. 8% Hessischer Vollst Hamburg-Amerika-Paket .....0 14 13,5 13,75 13,75 staut 1929 (rückzahlb. 102%) ... 98,75 98,75 —— 98,75 Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0 38,75 e An- strapazierfähig, haltbar, warm- haltend, für Herbst und Winter Zungfuchs (Stark verkleinerte Abb. aud Waldwebem | Kaufgesuche" Transportable Garage Aufnahme für das Winterhalbjahr in die l-uJ/2-iähr. Klassen. Beginn 20. Oktober 1936 Anmeldungen und Auskunft i. Gießen, Goethestraße 32, jederzeit. Butzbach: Donnerstag, 17. September, im Hotel Hessischer Hof, von 2-‘/26 Uhr nachmittags: Gießen: Freitag, 18.Sept.,i.Hotel Kobel, 0.9-1 Uhr. Frische Fische heute eingettoffen Kabeljau 5748D Seelachs o.Kopf 500 2 26 Pf. Filets 500 g 38 bis 50 Pf. W.MslM Liebigstraße 66. Telephon 3685 Vade-Eimichtiingeii Gasherde, Wasch- u. Spültische K. fiO.b 3. Thörner Aachs. Ludwigstraße 40 soisa Ruf 3355 Stoffspezialhaus Gießen ■ Plockstraße 14-16 eingehofft! Interessant, meine Damen, welche Reichhaltigkeit in bildschönen Mänteln und Kleidern wir Ihnen schon zum Beginn der neuen Saison ^zu bieten vermögen. Kommen Sie also bald und wählen Sie Ihre Herbstkleidung aus dieser Fülle fescher gediegener Neuheiten — wir haben für Preise gesorgt, zu denen Sie sich alle Wünsche erfüllen können! Zwetslben Aivnen / Aevkel kauft lautend leben Posten Anton Mies, Obstgroßhandel Essen (Ruhr). 57530 Tel. 34378. Wann fangen Sie an? Mitdem Herbst-Reinemachen.. denn der Sommerstaub muß doch raus. Vorher aber besorgen: Schrubber, Bürste, Besen, Handfeger, Teppichkehrer, Bohnerbürste, Mop, Politur. Diese und auch alle anderen Helfer dazu sind billig bei J. B. Häuser Gießen 5549 a . Am Oswaldsgarten Fernruf Nr. 2145/46 -Das ist eine herrllcheDelt! Die beiden Kameramänner sind ihr bis in köstliche Verschwiegenheiten nahe gekommen. — Köstlich ist alles und zauberhaft schönt Dresdner Anzeiger Verlangen Sie das bebilderte Werbeblatt Zu beziehen durch jede Buchhandlung oder vom Hugo Bevmühlev Verlag Berlin-Lichterfelde Hid wurde am Montag,dem7.9. ob. Dienstag, d.8.9. grün-grauer Heuen-Slipon Umzutauschen i. HotelPfälz.Hof Kleider-Foulö, 70 cm breit, schöne, feste Ware in vielen kleinkarierten Farbstellungen .... p. m Vistra-Stichelhaar, 70 cm br., in sehr großem Farbsortiment, hell Mercedes Mk. 186.- schonf.montl.M.8.30 FranzVogliCo., Gießen Seltersweg 44 4341A Vogtsche Privat-Handelsschule Gießen, Goethestr. 32 Mckck Iti's Häuschen Rheinwein (Natur) 20 Pi. das Glas. 5563d grüne Heringe 500 g 0,25 Mk. lebende Karpfen 500g 1,10Mk. Heilbutt i. Ausschn. 500g 1,40 Mk. empfiehlt A. Koch Nachf. Mäusburg 15 • Fernsprecher 3612 Tweed-Schotten, 70 cm breit, Halbwolle, nette Kindermust., p. m Kunstseiden-Krepp,70cm br., m. angerauht. Abseite, flotte, helle sowie bedeckte Kindermuster, p. m Rhenania, 80 cm breit, das strapazierfähigste Gewebe,was es für Kinderkleider gibt. Kleiderstoffartig. Aussehen m. angerauht Rücken. Warmhalt., schön, waschbar u. unbegrenzt haltbar.. ,.p. m HalbwolL Schotten, 95 cm br., Bedr.Waschsamte,70crnbr., immer wieder beliebt für Kinderkleider, weil halt- u.waschbar, p. m Tuch - Schotten, 70 cm breit, reine Wolle, sehr schöne, flotte Ausmusterung.............p. m Foulö-Tuch, 70 cm breit, reine Wolle, in großem Farbsorti- VvuMeLdende tragen das seitJahrzehnten erprobte u. bestens bewährte Svezialband« Ohne Feder, kein harterLedergürtel od'.Eisen- bügel,rutscht u.drückt nicht,Tag u. Nacht tragbar. In schweren Fällen, besonders bei Hodenbrüchen, dasNeformvatentband oder die D.R.P. 423513,445991, die durch ihre verstellbare Pelottenform ein sich. „Abriegeln" der Bruchpforte gewährleisten. / Leib-u.Nabelbandag, Suspensorien i. erstkl. Ausfuhr. Indio. Maßanf. m.Garantieschein. Eugen Frei 6- Lo., Stuttgart-W., Zohannesstr.40 la. Gartenerde fuhrenweise abzugeben Tel.2287 Gßlir. Kfllll Tel. 2287 WMAWKtzKU Oie Lebensgemeinschaft des deutschen Waldes in Bildern 150Naturausnahmen aus demTier-undPflanzen- leben des heimatlichenWaldes auf i28Kupsertief- drucktafeln,mit lebendigem und aufschlußreichem Einführungstext von K. Gerhard und G. Wolfs Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei Donnerstag, den 17. Sevt. 1936, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich dahier an Ort und Stelle (Bekanntgabe erfolgt im Versteigerungslokal Neuenweg 28 dahier) zwangsweise gegen Barzahlung: 5 Schreibmaschinen, 7 Schweine, 2 Kühls chränke, ICautsch, 1 Korbtisch, 7 Sessel, 1 Damenarmbanduhr, 1 Kollier. 2 Personenwagen, 2 Sofas, 2 Bücherschränke, 2 Warenschränke, ein Eßservice, 1 Vertiko, 1 Ladenkasse, 1 Kredenz, Stahl- und Gußkochgeschirre, Zinkwannen, Dauerbrenner, Gießkannen, Fahrräder, 1 Lastwagen, einen Kassenschr., 5 Särge, 1 Küchenbüfett, 2 Ausziehtische, 1 Kommodes Schreibtische, 1 Ständer- lamve, 4 Stühle, 1 Teppich, 1 Bleistiftspitzmaschine, 10 Autoreifen,! Zeiß-Prismenglas, verschiedene Kann. Autovutzmittel, Besen, Schrubber, Handfeger, Taschenmesser, Küchenmesser, Servierbretter, Sargbeschläge, Putztücher, Thermosflaschen, Mantelkessel, Herde, Gnkoch- avvarate, Kohlenfüller, Zink- wann., Eimer, Kochtöpfe u.a.m. Kwu, Gerichtsvollzieher in Gießen, Ludwigstr. 331. 675oD Tel. 3239. geböte u 5615V an den G eßener Anzeiger erbet. Radio gebrauchten best. Zustand, f.Wech- sel- od. Allstrom, zu kauf, gesucht. Schriftliche Angebote u. 04217 an d. Gieß. Anz. Zu kaufen gesucht: 5748V Emaille-Badewanne, Handwaschbecken und kleiner weißer Herd (rechts). Klute Moltkestraße 8. Emaillierte Badewanne gut erb., zu kauf, gesucht. Schriftl. Angeb. u. 5755V an 0. Gieß. Anz. | Verschiedenes | Iflnnen- MllMW aozugeb Bestell, erb. wir v Poük Damplsäqewerk Lollar B.NuhnA.G.,Lollar Ihre Geschäfts- Drucksachen stellen dleVerblndung her zu Ihren Erzeugnissen.Man stellt sich die Beschaffenheit Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen, Brief Umschläge, Postkarten, Rechnungen, Beschäftskarten Ihres Hauses beurteilt. Legen Sie deshalb Wert aut gepflegte Drucksachen I Wir bieten sie Ihnen preiswert I Brühl’sche Druckerei Schulstr. 7. Ruf 2251 Mlele-Motor-Fahrräder werden gern gekauft, da sie In Konstruktion. Material und Form unübertroffen sind und sich vieltausendfach glanzend bewährt haben. Fahrradhaus ASSMANN Dießen, Neustadt 20 mit Sachs-Motor Modell 1936 Kr.2l es VeilaS" Mette Heimat l mow Ohne?1 Zustellg' Auch 6 von em infolge, tsellls Anschrm, richte"' * zronW ÄVN (Nachdn r in lis so 1 tio gebe tio jchi-t tuns Serk 3n den I palästinische fahren. Wä mindert an litische Krii gemacht. 31 stand die Nuri Pa mit den qi der Mühe, Komitee fii Streiks zu ten ihm dab eine allgen Sloppu rung bis auj titunt niglichen der englr in einem Ziomstenf Mandats! habe. Abi gelten, dc Form g datsregier die Fühl, einmal je auf dieser feine Aest schassen, ft pteilaffung Myntrati ÄnsvM a Opponent Die A! Türkei a! scheite weniger arabischer aus die : offenbar wenn das würden s Terrors Obendreir rer besoy der arabi ; gehört, i, durch hie I nativ! Ehrung artigen M der a^ge, Führer ® oft in der Nr nur d" Sefa, Iett» bebinatef K°mpf ge : .6l"PPunä h‘r leibertf ,e? B°d 801 *W bie j J"‘«r biel »■ Siu Monate da, Mgele. K SÄ fnm °Qr Ä feii.'; Ä 11 in1