Nr.113 Erster Blatt 186. Jahrgang Hreitag, js. Mai 1956 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr-Bezugspreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Zrankfurt am Main 11686 Sietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Prüft und Verlag: vrühl'sche Univerfiläts-Vuch- und Steindruckerei R. Lange in Stehen. Schriftleitung und Sefchäftrstelle: Schulstratze 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8^/,Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text« anzeigen von 70rnrn Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Vereinbg.25°/„ mehr. 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Die Kritik, die man an den in Abessinien angewandten Verfahren für die notwendige Ausdehnung des italienischen Volkes biete, halte er für abscheulich. Was hätten denn die anderen im Laufe der Jahrhunderte getan. Niemals habe man in der Welt rückständigen Völkern seinen Willen anders aufzwingen können, als mit Gewalt. Nur auf diese Weife sei das Imperium in der Welt erobert worden. Wan wende ein, damals habe es noch keinen Völkerbund gegeben. Lr frage zurück, ob es denn nicht trotzdem ein Recht gegeben habe. Sei das Recht nicht älter als der Völkerbund und dieser menschlichen Einrichtung übergeordnet? An Italien habe man seine Erfahrung mit Sanktionen machen wollen. Man habe es für schwach gehalten, für arm an Gold und Rohstoffen. Gleichzeitig mit Italien habe man den Faschismus erwürgen wollen. Frohen Herzens habe man einen schnellen Zusammenbruch oorausgesagt. Es sei aber nur gelungen, das italienische Volk erfindungsreich zu machen, aus seinem Boden unerwartete Reichtümer herauszuholen. Mit Absicht habe man alle Möglichkeiten zur Wiederherstellung des Friedens scheitern lassen. Er wolle sich jedoch darüber heute nicht beklagen, denn das habe einen totalen Sieg und ein Reich eingebracht. Zu Beginn seien seine Ansprüche nicht übertrieben gewesen. Heute rechtfertige der Sieg der Truppen deren Opfer, tmd die vom italienischen Volk ertragene Unbill verlange größere Ansprüche. Im April habe er in Genf unmittelbar Verhandlungen vorgeschlagen. Diese habe man abge- lehnt. Heute sei ganz Abessinien unwiderruflich, völlig und endlich allein italienisch. Die Akademie huldigt dem König Rom, 14. Mai. (DNB.) Die Königlich-Italienische Akademie hielt unter Vorsitz ihres Präsidenten M a r c o n i eine außerordentliche Sitzung ab. In einer Entschließung wird dem König als siegreichem Herrscher in drei Kriegen der Dank ausgesprochen, Mussolini als der mächtige Schöpfer des neuen Imperiums begrüßt und den Kämpfern und Arbeitern in Ostafrika mit dem Ausdruck der Bewunderung gedankt. Eine Abordnung der Akademie begab sich zum König. Präsident Marconi las ihm eine Ergebenheilsadresse vor, in der es heißt: „Euer Majestät haben in einer schicksalsschweren Stunde für Europa und die Welt der unkriegerischen Ruhe das riesige, aber rühm- und erfolgreiche Wagnis vorgezogen, und die feierliche Intervention Italiens in dem größten Krieg der Weltgeschichte beschlossen. In der Revolution der Schwarzhemden und ihrer gottbegnadeten Führung erkannten Euer Majestät sofort mit königlicher Weisheit die schicksalhafte A u f e r - stehung des Römertums Italiens. Mit der Versöhnung mit dem Vatikan gaben Euer Majestät der italienischen Nation die Einheit des patriotischen und religiösen Gewissens des zweiten Römertums Italiens. Heute endlich halten Euer Majestät über die Meere hinaus, vom Mittelmeer bis zum freien Ozean das italienische Zepter des neuen Imperiums, das der Weitblick und die Kühnheit des politischen Genius, die römische Tapferkeit von Führer und Soldaten ynb der unbesiegte und unbesiegbare Geist der ganzen Nation im Namen Euer Majestät ganz und für immer erobert haben." Die Spannung mit England. Ein seltsamer Kaufvertrag. Zweifelhaftes Propagandamaterial. London, 15. Mai. (DNB. Funkspruch.) Der „Daily Herald" berichtet von einem Kaufvertrag über drei Millionen Dumdum- Geschosse für Abessinien, der offenbar unter Ausnutzung der Unkenntnis des abessinischen Gesandten in London abgeschlossen wurde, um der italienischen Regierung ein Dokument in die Hand zu spielen, das als Material zur Propaganda gegen Großbritannien benutzt werden könnte. Ein gewisser Oberst Gustav Mezler, so schreibt der „Daily Herald", soll den abessinischen Gesandten überredet haben, einen Auftrag zum Ankauf von drei Millionen Stück Patronen in Birmingham zu unterzeichnen. Die Patronen wurden tatsächlich niemals geliefert, dagegen sind Photographien des unterzeichneten Kaufvertrages von der italienischen Regierung dem Völkerbund „als B e w e i s m a t e r i a l" zugegangen. Der abessinische Gesandte soll offen zugegeben haben, daß er das Dokument unterzeichnet habe, da er nicht geahnt habe, daß es sich in Wirklichkeit dabei um Dumdumgeschosse handelte. Er habe nichts mehr in der Angelegenheit gehört, und der mysteriöse Oberst Mezler sei danach verschwunden. Die Firma war tatsächlich keine Munitionsfabrik, sondern ein offenes G e - schäft für Jagdmunition in Birmingham Nicht nur der Kaufvertrag, sondern auch die Korrespondenz, sowie Bilder der angebotenen Dumdum- Geschosse sind auf photographischem Wege reproduziert worden. Der Tanasee als Luftstützpunkt. London, 15. Mai. n erncu( jrgenb jemanbem etwas über ben Haushalt Norbchma stark tn Mitleibenschaft gesogen worben ' » * . Die Ueberfättigung bes norbchmA .^«es tellte mit, bah er einen !”’t S^gg«1““"" 7'oor ber Haushaltsoerostentiichung oon betn in ber Abnahme verzollter Importwaren. Neun s F^^mmm Waterion unterrichtet worben fei, trage von Norbchma bl- b-n aus. Nervofität uberNt einfommenftcucr „hoht werbe. Waterton bie Entwicklung ber Preislage behmbern bas ®e‘ feinerfeits habe 6ie Information von Dr. Eves fchäft nach Mitte, chma. Die Kauf mann,chaft von h ' a”uf bie Frag! bes Richters, woher Dr. Schanghai “märtet mem eite r eJ3 e r f 4a r . Information bekommen habe, lautete fung ihrer G fchaftslage "ach b m Eintreffen 1.^ t, $on einem großen flreunb." Diefe neuer Schmuggelwaren bie N°rd-Kian-I,u m prv ,on mieberum fei mit bem Kolonial- ßen Mengen bereits erreicht haben. Chinesische ' hpfroiinhot npmpfpn Auck die Kaufmannsgilden und die Arbeiterschaft haben a n n n J n n n on h e n halte im Auftrage eines die Mandschuregierung Bittgesuche um Schutzmaß- $unbßn eine Versicherungspolice bei Lloyds in nahmen gerichtet. Höhe von 2500 Pfund untergebracht. Dieser Kunde sagte aus, daß er mit dem Sohne Winston öer vrlwcye Churchills einen Streit über die Frage gehabt N, - m* v * habe, ob die Einkommensteuer erhöht werde oder Derstcherungsskanoal. nicht. Der junge Churchill habe erklärt, daß er das Kolonialminister Thomas als Zeuge. Ilr moq(,ctl -- -Ll'L MV SLLL'L SMIPäE «Ä S?” Ä"“"S" «SÄ'«S Golfpartien gespielt habe. Niemals habe er irgend- den Aufruf unterzeichnet. einer Person etwas über den Inhalt des Staats- „Durch alle (Baue unseres schonen freien Vater- Haushaltes mitgeteilt, lieber feine geschäftlichen Be- lanbes roanbern heute bie fröhlichen Gruxpen beut- Ziehungen zu Bates erklärte der Minister, feit scher Jugend. Aus ihren Liedern klingt die Liebe Gen teien ihm (ehr 0^ Summen ür feine Z u Volk und Führer. Sie kommen aus den Selbstbiographie angeboten worden. Er habe aus Straßeri und Gassen der'Städte aus ^n Bettte- Gründen,' die jedermann zu würdigen wisse, ab- ben und Schulen Sie wollen Deutsch gelehnt, doch sei es stets feine Absicht gewesen, f e h e n u nd es ke n ne n le r ne n , dieses Deutsch- feine Lebensgeschichte zu schreiben. Bereits vor land das durch die Tat des Führers florier g - 25 Jahren habe er mit einer Presseagentur ein Ab- worden ist. All iansere Sorge und kommen über die Zusendung von Zeitungsaus- Liebe d e s F u h r e r s. g e h o r t d i e f e r I u- schnitten über sämtliche öffentlichen Begebenheiten gend, die einstmals unser Werk weiterfuhren soll, getroffen, mit denen er im Zusammenhang stehe. Wir wollen ihr h e l f e n und mit uns jeder sodaß heute bereits eine Sammlung oon 40 bis deutsche Volksgenosse. Helft mit am Bau von 50 Bänden bestehe. Die Rechte seiner Selbstbiogra- Jugendherbergen und Heimen! phie habe er a n B a t e s d e r f a u f t. Die Reichsleiter Himmler Lutze, Schwarz, Thomas schilderte hierauf seine Aufregung, als Rosenberg, Dr. Dietrich, Bouhler, Bormann, Grimm, ihm ein Freund mitgeteilt habe, daß der N a m e Fiehler, von Schirach veröffentlichen folgendenAus- seines Sohnes in die Angelegenheit verwickelt ruf: . fei. Als er seinen Sohn zur Rede stellte, habe ihm Der Kampf der nallonalsozialistischen Bewegung dieser mitgeteilt, daß Bates ein sehr guter Kunde gilt der Sicherung der Zukunft der Na- sei, mit dem er Geschäfte getätigt habe, die in bie t i o n. Er ist so recht ein Kampf f u r d i e I u« Hunderttausende von Pfunden gingen. Sein Sohn gend. Die deutschen Jungen und Mädel wandern habe ihm erklärt, daß Bates sich mit ihm in Der- beute wieder lachend durch die deutschen (Baue und bindung gesetzt habe, um sich um sein in Goldpa- fingen, heute gehört uns Deutschland. W i r w o l - pieren gesichertes Vermögen zu kümmern. Gleichzei- len ihnen helfen, denn unser Volk kann nur tig habe Bates sich gegen eine Erhöhung der Ein- gesunden, wenn die Jugend hinausziehen kann, um kömmensteuer sichern wollen, worauf der junge Deutschland kennen und lieben zu lernen. Die Iu- Thomas erklärt habe, es handele sich zwar nicht gend Deutschlands marschiert unter ben Fahnen um sein Geschäft, aber er werbe sich mit Lloybs der nationalsozialistischen Bewegung. Sie braucht in Verbinbung setzen. Für sich selbst habe Thomas Jugendherbergen und Heimstätten, nicht einen Pfennig versichert. die ihr Gesicht tragen. Der Jugend b e i m Bau Er habe am folgenden Tage Bäte s gefragt,[ wie er dazu gekommen sei, feinen Sohn auf diese Art hineinzulegen, worauf Bates erwiderte, daß Leslie als fein Makler hierzu befugt fei. Als die ersten anonymen Briefe eingetroffen feien, habe er Ministerpräsident Baldwin den Sachverhalt mit- neteUt und auf einer Untersuchung der Geschäfte feines Sohnes bestanden. Thomas erklärt sich bereit dem Untersuchungsausschuß fein Bankkonto und die Lifte seiner Wertpapiere vorzulegen. Im wo sie von Oberbürgermeister Dr. Krebs mit herzlichen Worten begrüßt wurden. Dr. Krebs forderte die Fluggäste und die Mitglieder der Besatzung au£ sich in das Goldene Buch der Stadt Frankfurt einzutragen. Als Andenken an diese erste n verlaufene Fahrt erhielt jeder Passagier es Besatzungsmitglied ein künstlerisch ausgestaltetes Gedenkblatt der Stadt Frankfurt. Die Verfassung des Dritten Reichs. Ein Vortrag des Staatssekretärs Lammers Berlin, 14. Mai. (DNB.) In der Gesellschaft der Berliner Freunde der Deutschen Akademie nahm der Staatssekretär und Chef der Reichskanzlei, Dr. Lammers, das Wort zu einem Bortrage über einige verfassungsrechtliche Probleme des Dritten Reiches. Die Reichsreform und die damit zusammenhängende Verwaltungsreform seien dem Wunsch des Führers gemäß der Erörterung in der Oeffent- lichkeit entzogen. Das unbedingt Notwendige des staatlichen Aufbaues sei bereits durchgeführt, der deutsche Einheitsstaat geschaffen. Alles weitere sei weder so ausgereift, noch so vordringlich, daß es den zur Zeit wichtigeren Aufgaben' der Staatsführung auf dem Gebiete der Außenpolitik vorangestellt werden müsse. DZr Redner legte unter Hinweis auf die englischen Verhältnisse dar, daß eine staatsrechtliche und staatspolitische Notwendigkeit für die Schaffung einer Verfassungsurkunde grundsätzlich nicht bestünde, am allerwenigsten für den Volksund Führerstaat des Dritten Reiches. So wenig es für einen Sportler darauf ankommt, daß er die Form, nach der er sich trainieren soll, als gedruckte Satzung in der Tasche hat, sondern allein darauf, daß er i n F o r m i st, so kommt es auch für den Staat nicht darauf an, daß er eine Verfassung hat, sondern daß er i n V e r f a s s u n g i st. Ob das Dritte Reich eine geschriebene Verfassung erhalten werde, darüber habe der Führer noch nicht befun- fen. Wenn es aber als Krönung praktisch erprobter und als lebensfähig bewährter Grundsätze des staatlichen Lebens zur Errichtung einer Verfassungsurkunde komme, so dürften in ihr nur die fundamentalsten Grundsätze des neuen Staates niedergelegt sein. Darunter vor allem die wichtigsten Grundsätze der nationalsozialistischen Auffassung von Volk und Staat, der Grundsatz der Einheit von Partei und Staat, derjenige von der Rein'erhaltung des deutschen Blutes und von der Blutszugehörigkeit als Voraussetzung für die Ausübung staatsbürgerlicher Rechte, schließlich der Grundsatz von der Totalität des Staates und die Festlegung des Führerprinzips als Grundprinzip der Staatsführung. Abschluß der Schwesterntagung vom Hofen Kreuz. LPD. Bad Homburg v. d. H., 14. Mai. Auf der Tagung der „Schwesternschaft des Deutschen Roten Kreuzes" sprach Professor Dr. Schmieden, Frankfurt a. M., über „Chirurgische Operationen bei gleichzeitiger bestehender Schwangerschaft", während Professor Dr. Holfelder, Frankfurt a. M., „Praktische Fragen der Krebsbekämpfung auf Grund des gegenwärtigen Standes der Strahlentherapie" behandelte. Beide Vorträge brachten reiche Erfahrungen aus diesen für Schwesternschaft und Aerzte gleichermassen interessanten Gebieten. Auf der Schlußfeier hielt dann Prof. Dr. Weinhandel, Kiel, noch ein Referat über „Schwesterndvenst an der Nation". Er schilderte, wie äußerste Pflichterfüllung dem Menschen erst die wirkliche, innere Befriedigung geben kann. Vor allem dadurch, daß der Führer jedem Deutschen die Selbstachtung wiedergegeben hat, schuf er die deutsche Volksgemeinschaft. So vollbringe jeder an seinem Platz seine Aufgabe in dem Bewußtsein, daß er dadurch für den Organismus des Reiches, für das Wohl des ganzen Volkes arbeite. Am Nachmittag machten dann die Schwestern noch einen gemeinsamen Ausflug auf die Saalburg, wo Dr. Schleiermacher im Anschluß an eine Führung durch das alte Römerkastell über „Die Besetzung Südwestdeutschlands durch die Römer" sprach. Nach einer herrlichen Fahrt durch im Frühlingsgrün prangenden Taunuswald traf man sich dann zu einem gemeinsamen Kaffee auf dem Feldberg. Mit diesem Ausflug fand die Tagung dann ihr Ende. Auf den Spuren der Bauernkriege. Der Reichsbauernrat befindet sich gegenwärtig unter Führung von Reichsminister Darrs auf einer Besichtigungsfahrt durch ganz Süddeutschland, die vor allem den Stätten der Bauernkriege gilt. An der Fahrt nehmen der Reichsführer SS. H« m m l e r, Staatssekretär Backe, Staatsrat M e i n b e r g, Stabsleiter Dr. Reisch le, sämtliche Landesbauernführer und die gesamte oberste Führerschaft des Reichsnährstandes teil. Die Besichtigungsfahrt führte von Würzburg zur Ruine Geyersburg, wo einst Florian Geyer, der droße deutsche Bauernführer, vergeblich für das Recht der Bauern kämpfte. Von dort ging es nach Rothenburg o. d. T., wo Gauleiter Streicher die Führer des deutschen Bauernstandes empfing. Gegen 20 Uhr traf der Reichsbauernrat in der festlich geschmückten alten Reichsstadt Schwäbisch-Hall ein, wo sich Reichsstatthalter Gauleiter Murr zum Empfang eingefunden hatte. Hier überreichte ein Salzsiederpaar alter Tradition gemäß dem Reichsbauernführer als Zeichen der Gastfreundschaft Brot und Salz. Am Freitag reiste der Reichsbauernrat nach Heilbronn weiter. Oie französischen Kommunisten lehnen eine Hegierungsbeteiligung ab. Paris, 15. Mai. (DNB. Funkspruch.) Das Büro der kommunistischen Partei hat dem Landesrat der sozialistischen Partei auf die Einladung, an der neuen Regierung teilzunehmen ablehnend geantwortet. Die Kommunistische Partei werde jedoch eine Regierung unter sozialistischer Führung ohne Vorbehalt unterstützen. Der Sozialistenführer Lson Blum schreibt,- die ablehnende Antwort der Kommunisten werde, in der sozialistischen Partei und in den Massen, die hinter der Volksfront ständen, lebhafte Enttäuschug auslösen. Die Sozialisten würden indessen so loyal und freundschaftlich mit den Kommunisten Zusammenarbeiten, als wenn diese sich tatsächlich an der Regierung beteiligten. Kleine politische Nachrichten. Reichsminister Dr. Goebbels wird am Himmelfahrtstag die Reichsautobahn-Strecke Köln — Düsseldorf ihrer Bestimmung übergeben. Der Festakt findet am Vormittag an'der Ausfahrt zur Reichsautobahn in Köln statt. Am Abend wird Dr. Goebbels das Haus der Rheinischen Heimat in Köln, das Museum für Volkstum, Geschichte und Kultur des Rheinlandes eröffnen. Am darauf folgenden Tage wird der Minister i n Duisburg die Admiral-Graf-Ss)ee°Brücke ihrer Bestimmuna übergeben und anschließend in Bonn das Rheinische Landesmuseum besichtigen. * Reichsminister Dr. Goebbels empfing im Propagandaministerium Offiziere der Wehrmachtsakademie unter Führung ihres Kommandeurs, General Adam, und des Chefs des Stabes, Oberst Weisenberg. Der Minister erläuterte den Offizieren Zweck und Wesen des Propagandaministeriums. * Staatsrat Helm, der Senator der Wirtschafte abteilung der Freien Hansestadt Lübeck ist auf einer Dienstfahrt tödlich verunglückt. Zwischen Schwerin und Ludwigslust stieß sein Kraftwagen mit einem Lastkraftwagen zusammen. Staatsrat Helm wurde auf der Stelle getötet. Die Verhandlungen zwischen dem Oberkommissar von Jerusalem und den arabischen Parteiführern sind abgebrochen worden, da keine Einigung herbeigeführt werden konnte. Die Araber riefen daraufhin den Steuerfrei? und den Ungehorsamsfeldzug aus. Man rechnet mit Unruhen. Wie sieht es in h< Die wirtschaftliche Kräftigung Deutschlands zeigt wie ein Spiegel tue st e i g e n d e Ergiebigkeit der Steuerquellen. Die Wirtschaftsankurbelung durch den Staat unter der Regierung des Dritten Reiches ging von dem Gedanken aus, daß durch eine Kräftigung der Wirtschaft und eine Beseitigung der Arbeitslosigkeit auch die Reichseinnahmen in Folgewirkung steigen müßten und alle anderen Wege falsch seien. Während vor allem das Ausland darüber zeterte, daß der selbstverständliche Schritt getan wurde, ist das Experiment durchaus gelungen. Die Steuereinnahmen des Reiches und die Zolle stiegen. Im Jahre 1932 betrugen die Einnahmen an Steuern und Zöllen 6647 Millionen Mark, im Jahre 1933 6846,8 Millionen Mark, im Jahre 1934, als die Wirtschaftsankurbelung größeren Umfang annahm, aber bereits 8205,1 und im Rechnungsjahre 1935, das vom 1. April 1935 bis 31. März 1936 läuft, 9650,3 Millionen Mark. Wir haben also gegenüber dem Vorjahre eine Mehreinnahme an Steuern und Zöllen von nicht weniger als 1445 Millionen Mark zu verzeichnen. Unsere staatliche Konjunkturpolitik ist also auf dem rechten Wege. Vor allem die Einkommen st euer zeigt, daß die breiten Massen wieder verdienen, denn sie stieg von 1293,2 Millionen Mark im Jahre 1933 auf 1720,1 Millionen Mark im Jahre 1934 und 2497,3 Millionen Mark im abgelaufenen Rechnungsjahr. Die Körperschafts st euer stieg von 319,5 Millionen Mark im Jahre 1934 auf 592,7 Millionen Mark und die Umsatzsteuer von 1872,5 auf 2020,3 Millionen Mark. Bei. der Umsatzsteuer ist zudem durch die Senkung der Umsatzsteuer für die Landwirte ab 1. Oktober 1933 von 2 auf 1 v. H. und ab 1. Januar 1935 für den Großhandel auf 0,5 v. H. eine Senkung eingetreten, die sich im Ergebnis auswirkt, denn ahne diese Senkungen würden wir im abgelaufenen Rechnungsjahre an Umsatzsteuer statt 2020,3 in Wirklichkeit mindestens 2300 Millionen Mark eingenommen haben. Die Ergebnisse der Körperschaftssteuer zeigen ebenfalls eine starke Zunahme der Betriebs- Aus dem Verwalfuugsrai der Reichsbahn. Berlin, 13. Mai. (DNB.) Der Derwaltungs- rat der Reichsbahn beriet den Abschluß des Geschäftsjahres 1935, genehmigte den Geschäftsbericht und die Bilanz für das Jahr 1935 und beschloß die Ausschüttung einer 7 prozentigen Dividende auf die ausgegebenen Vorzugsaktien Serie I—V. Die finanzielle Entwicklung der ersten vier Monate des laufenden Jahres zeigt das erfreuliche Ergebnis eines Einnahmezuwachses von 9,5 v. H. gegenüber der gleichen Zeit des Jahres 1935. Don den Mehreinnahmen entfallen 6,3 v. H. auf den Personen- und Gepäck- verkehr und 11,9 v. H. auf den Güterverkehr. Mit den vermehrten Verkehrsleistungen weisen auch die Ausgaben einen Zuwachs auf Die Neuregelung des Bahnarztwesens bringt eine Vereinheitlichung für das gesamte Reichsgebiet und sichert den Reichsbahnbeamten die freie Aerztewahl. Der Verwaltungsrat gab feine Zustimmung für die Aenderung der Linienführung am Westende des Bahnhofs Heidelberg und den Bau eines neuen Abstellbahnhofs für den Hauptpersonenbahnhof Frankfurt a. M. beim Bahnhof Frankfurt-Griesheim. r Wirtschaft aus? vermögen und der privatwirtschaftlichen Rentabilität. Die Steuern sind also ein Abbild unserer durchaus gesunden und sich erfreulich entwickelnden Wirtschaftsverhältnisse. Die Steigerung des Steueraufkommens entspricht den gewachsenen Aufgaben des Staa- t e s. Staatssekretär Reinhardt erwartet für das Jahr 1936 eine weitere Steigerung von rund eine Milliarde Mark durch weitere Besserung der Wirtschaft. Das Mehraufkommen an Steuern ist zu einem Teil verwendet worden zur Deckung der Fehlbeträge aus der Zeit vor dem nationalsozialistischen Durchbruch, ferner gehen von dem Reichsaufkommen an Steuern und Zöllen die Beträge ab, die die Länder und Gemeinden erhalten und weiter müssen die Mehraufkommen verwendet werden zur Liquidierung der Vorbelastuna auf die Steuern in Form ausgegebener Steuergutscheine usw. Hinzu treten die großen Aufwendungen des Reiches für den Aufbau der deutschen Wehrmacht, für den Arbeitsdienst, den Bau von Straßen und Kleinwohnungen. Aber das ist das Charakteristische und Gesunde an dieser Finanzpolitik. Alle diese Mehreinnahmen an Steuern dienen wieder zur Anreicheruna der Wirtschaft, zur VerstärkuyZ des Produktionsumfanges und -Umlaufes, also dem inneren Markt. * Die diesjährige Südost-Ausstellung in Breslau hat ein in jeder Hinsicht günstiges Ergebnis gezeitigt. Das inländische Geschäft hat im allgemeinen sehr befriedigt. Das Auslandgeschäft brachte eine Reihe von Aufträgen für unsere Industrie, nicht zuletzt für den Landmaschinenmarkt und für die Lastkraftwagenindustrie. Mehr und mehr hat sich in den letzten Jahren das Wirt- schaftsverhältnis Deutschlands zum Südosten Europas gefestigt und vertieft. Der Südosten läßt sich Den Anbau der Erzeugnisse angelegen sein, die für die Ausfuhr nach Deutschland in Frage kommen. Während wir in der Brotgetreideversorgung heute bereits Selbstversorger sind, bleibt noch ein Bedarf für die Versorgung mit Futtermitteln, mit RUND Verbesserte Mifchung" durch Spifcen-Emte 35! Noch würzigeres und gehaltvolleres Aroma ! 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Am Unglückstage kam er etwa eine Viertelstunde vor der Katastrophe zur Baustelle, um mit dem Bauleiter Noth wegen seiner Einstellung zu sprechen. Er wandte sich zunächst an den ihm befreundeten D ü m ck e und hörte, wie ein Fahrer den Dümcke fragte: „Fritz, kann ich Kies bekommen, fünf Kubikmeter scharfen Kies?" Dümcke habe geantwortet: „3 a , den kannst d u kriege n." Dann habe er später dem Zeugen erklärt: „Da gibt's ein paar Kröten für den Kies. Ich hole ihn aus der Sohle raus und schmeiße die Sohle nachher wieder zu." Angesichts der Bedeutung dieser Aussage stellte der Vorsitzende den Zeugen Sch. dem Vorarbeiter P a u e r s , ferner dem Leiter der Aussteifungskolonne Dawid und zwei anderen Zeugen gegenüber. Diese halten es übereinstimmend für aus« geschlossen, daß aus der Baugrube heimlich Kies entfernt worden sei. Die mit Spannung erwartete Aussage des Fuhrunternehmers Paul Krause aus Neukölln, der zur Entlastung des Angeklagten Noth geladen worden war, brachte zwar aufschlußreiche Enthüllungen über gewisse geschäftliche Gepflogenheiten im Baugewerbe, führte aber nicht zu einer Entlastung des Angeklagten. Noth selbst erklärte, er könne sich unter keinen Umständen vorstellen, daß Dümcke, als im Untergrundbau erfahrener Fachmann, absichtlich tiefer geschachtet habe, bloß um für sich dunkle Geschäfte mit Kies machen zu können. Der Vorsitzende stellte fest, daß er diese den Angeklagten ehrende Erklärung zur Kenntnis nehme. Der Zeuge Krause war für den Hauptfuhr- Unternehmer Gebauer tätig und ist nach seiner Darstellung von Dümcke eines Tages gefragt worden, ob er keine Verwendung für Kies aus der Baugrube habe. Er suchte sich darauf einen Abnehmer, mit dem er einen Preis von 3,50 bis 4 RM. pro Kubikmeter vereinbarte, während er selbst den Lastzug mit 5 und später mit 10 Mark an Dümcke bezahlte. Dümcke hat für die gelieferten 200 Kubikmeter Kies im ganzen 110 Mark von dem Zeugen erhalten. Am Morgen des Unglückstages war Krause zunächst auf einer anderen Baustelle. Da wurde ihm von einem Mann ausgerichtet, Dümcke lasse ihn grüßen und er möchte kommen. Er hatte keine Zeit und gab die 10 Mark, auf die in der Bestellung angespielt wurde, dem Mittelsmann mit. Dann kam Krause zur Baustelle in der Hermann» Göring-Straße, wo für ihn bereits ein Lastzug mit Kies abgeholt worden war. Als er mit Dümcke wegen einer weiteren Fuhre verhandelte, sagte ihm dieser, er könne sie bekommen, aber er müsse bas Material heute abholen, weil der Greifer noch um- gestellt werden müsse. Dann fuhr Dümcke nach der Darstellung des Zeugen fort: ,Lch habe schon viel zu viel geschachtet. Die passen lausig uff. Ich habe schon Löcher machen müssen und habe wieder Sand reingeworfen, damit bas nicht so auffällt." Auf Befragen bes Vorsitzenden meinte ber Zeuge, Dümcke hätte auch mit anderen Fuhrleuten solche Geschäfte gemacht. Seiner Meinung nach müsse auch bie Kolonne, biß mit Dümcke zusammengearbeitet habe, beteiligt gewesen sein. „Wenn ich oben am Kran stand", fuhr der Zeuge fort, „konnte ich beobachten, daß von ber einen Seite bie Loren mit Kies unb von ber anberen Seite bie mit Sanb herankamen. Wenn oben ein Lastzug ftanb, ber nicht bezahlte, bann würbe „zusammengeschmissen", so baß bas Zeug nicht zu gebrauchen war! Stand aber ein Zug ba, ber bezahlte, bann würbe reiner Kies ein= geloben. Dümcke habe babeigestanben unb bie Arbeit bes Greifers birigiert. Dem Zeugen Krause würbe ber Vorarbeiter Bauers gegenübergestellt, ber erklärte, er habe von ben Kiesgeschäften keine Kenntnis gehabt. Auf eine Frage bes Vorsitzenben stellte ber Angeklagte Noth fest, baß berartige Kiesgeschäfte im Tiefbau gang unbgäbe seien. „Solange ber Schachtmeister keine Dummheiten beim Ausschachten machte, hatte ich nichts bagegen. Auf einem anberen Blatt steht atlerbings, was hier zur Sprache kam. Aber ich kann mir nicht vorstellen, daß Dümcke von sich aus tiefer geschachtet hat, nur um Kies verkaufen zu fönen." Mais, Gerste, Del und Oelfrüchten bestehen, ferner ein Bedarf an Fetten und R o h t a b a k. Auf der anderen Seite regen diese Warenlieferungen nach Deutschland den Südosten zum Bezug der landwirtschaftlichen Maschinen an, die erforderlich sind zum erweiterten Anbau dieser großenteils für die Ausfuhr nach Deutschland bestimmten Waren. Zum anderen ist durch die im Südosten zu beobachtende Industrialisierung eine Fülle von Lieferungsmöglichkeiten für deutsche maschinelle Erzeugnisse und industrielle Anlagen gegeben. In fast sämtlichen südosteuropäischen Staaten ist heute bereits eine Textilindustrie heimisch. Neben dieser ausgeprägtesten Jndustriebildung schreitet da und dort die Anlage eigener E i s e n- i n b u ft r i e n fort. Jugoslawien läßt sich zur Zeit burch bie beutschen Kruppwerke ein Stahl- unb Walzwerk errichten. Eigene ßeberinbuftrien entstehen. Auch in Ungarn schreitet bie Jnbu- strialisierung fort unb ber Wert ber inbuftriellen Erzeugung übertrifft heute schon ben ber lanbwirt- schaftlichen Probuktion. Auch in Bulgarien unb Griechenlanb läßt sich deutlich eine Jn- bustrialisierungwelle feststellen. 1935 finb in Griechenlanb allein 115 neue Fabriken entstauben. Jebenfalls bleibt nur ber Tatbestanb bestehen, baß bie wirtschaftlichen Beziehungen Deutschland mit bem Südosten Europas stetig anwachsen, während bie Beziehungen bes Südostens zu Frankreich, bas burch große Kapitalausleihungen ben Sübosten an sich zu binben versuchte, loser werben. Zum 30. Juni biefes Jahres hat bie beutsche Reichsregierung bas Reiseverkehrsabkommen mit ber Schweiz vorsorglich gefünbigt. Die in ben letzten Wochen abgehaltenen Besprechungen zwischen beiben Staaten finb bisher ergebnislos verlaufen. Es hanbelt sich bei ben beseitigen Besprechungen um eine umsassenbe Neuregelung nicht nur bes Reiseverkehrsabkommens, fonbern bes gesamten Waren- unb Zahlungsverkehrs mit ber Schweiz. Auf bie Schweiz geht bas System des Verrechnungsabkommens zurück, die heute fast in der ganzen Welt den Warenaustausch von Land zu Land hemmen. Als die Schweiz 1933 auf Einführung des Verrechnungsverkehrs drang, geschah es, um sich die fälligen Zinszahlungen, die sich aus den in der Nachkriegszeit in der Schweiz aufgenommenen Anleihen ergaben, zu sichern. So einleuchtend diese Stellungnahme vielleicht vom Standpunkt des Gläubigerlandes aus sein mag, so kurzsichtig ist sie auf der anderen Seite gewesen; denn es bleibt nun einmal die Tatsache bestehen, daß wir keine andere Möglichkeit zur Abtragung unserer Schulden haben, als die der Warenlieferungen. Die aber sind unter deq, Druck der Schweizer Maßnabmen ständig cf gegangen. Heute hatte es den Anschein, als rächte sich bie kurzsichtige Wirtschaftspolitik ber Schweiz. Deutlich treten bie Krisen dort zu Tage, die Arbeitslosigkeit steigt und viele Anzeichen deuten darauf hin, daß, wie es in diesen Tagen ein Schweizer Wirtschaftler ausdrückte, „der Schweiz nicht die Gnade zuteil wird, von dem europäischen Wirtschafkschaos verschont zu werden." Im Augenblick ist es so, daß die Ausfuhr der industriellen Erzeugnisse starke Rückschläge erleidet, und zwar in der Hauptsache dadurch, daß diese Produkte infolge der Beibehaltung der Goldwährung zu teuer sind. Die Frage ist die, ob die Schweiz auf die Dauer mit ihrem Festhalten am Goldblock durchkommen wird. — * Die Einführung der Devisenkontrolle in Polen hat die Aufmerksamkeit auf die Schwierigkeiten hingelenkt, unter denen die polnische Wirtschaft heute leidet. Die Wirtschaftsstruktur Polens ist heute denkbar unausgeglichen. In erster Linie leidet das Land unter einer großen Agrarkrise. Sie kommt in der Tatsache zum Ausdruck, daß der landwirtschaftliche Preisindex von 1928 bis zum ersten Halbjahr 1935 um rund 66 v. H. gefallen ist, während die Zinslasten der Landwirtschaft weiter anftiegen. Dieses Mißverhältnis ist um so bedeutsamer, als heute noch 73 v. H. der dortigen Gesamtbevölkerung in der Landwirtschaft tätig sind. Die zweite Schwierigkeit erwächst Polen aus feiner Überbevölkerung. Mit 86 Einwohnern auf den Qudratkilometer übersteigt die Bevölkerungs- dichte Polens, die Dänemarks, Oesterreichs und Frankreichs. Während in früheren Jahren durch die Auswanderung ein Ausgleich geschaffen werden konnte, ist seit Ausbruch der großen Weltwirtschaftskrisen dieses Ventil verstopft. Ob durch die neuen Devisengesetze und die damit geschaffene neue Lage eine grundlegende Besserung erreicht werden kann, steht dahin. Ebenso ist es ungewiß, ob durch ben soeben erfolgten Rücktritt bes Präsidenten ber Bank Polski wirtschaftspolitisch ein neuer Kurs in ber Krebit- unb Finanzpolitik ber Regierung eingeschlagen wirb. _ Aus aller Wett. Wolkenbruch über Kassel. Die Stabt Kassel unb ihre Umgebung würbe von wolkenbruchartigen Regenfällen heim- gesucht. Erheblicher Schaben wurde vor allem in der Altstadt angerichtet, wo die Wassermassen in die Kellerräume einbrangen. In ben Gärten hat bie Baumblüte zum Teil gelitten. — Die Fulda ist nur leicht gestiegen, dagegen sind die in sie mündenden Bäche an vielen Stellen über die Ufer getreten. Zwei Menschen in einer Dunggrube ums Leben gekommen. Durch einen Unglücksfall erlitten in Niko- lasse bei Berlin zwei Menschen den Tod. Der 61jährige Arbeiter Ferdinand Matthes, der ein Huhn aus einer drei Meter tiefen Dunggrube herausholte, wurde durch Gase, die sich in der Grube angesammelt hatten, getötet. Seine Tante, die 70jährige Berta Bock, die ihm Rettung bringen wollte, brach in der Grube ebenfalls bewußtlos zusammen. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Die Leichen wurden beschlagnahmt. Matthes, der bei seiner Tante zu Besuch weilte, hatte bte Dunggrube aufgefüllt. Dabei war ein Huhn in das etwa drei Meter tiefe Loch geflogen. Um es zu bergen, kroch Matthes hinein und reichte das Huhn seiner Tante zu, die es gleich darauf in der Küche abschlachtete. Als sie zurückkam, fand sie ihren Neffen bewußtlos auf. Anstatt Hilfe herbeizuholen, versuchte sie allein, ihren Verwandten an die Ober- fläche zu bringen. Dabei wurde sie ebenfalls von den Gasen betäubt. Bisher 50 Todesopfer der Vergiftungen in Hamamatsu. Don den insgesamt 1750 bei einer Schulfeier in Hamamatsu bei Nagoya (Japan) nach dem Genuß von Reiskuchen schwer erkrankten Personen sind bisher 50 Personen gestorben. Darunter bestn- den sich 30 Schüler. 127 Personen sind außer- ordentlich schwer erkrankt. Der Schuldirektor hat einen Nervenschock bekommen und mußte wegen Selbstmordabsichten unter Bewachung gestellt wer- den. Es handelt sich anscheinend um einen Rache» akt eines entlassenen Angestellten, der bereits verhaftet wurde. Spanische Zigeunerfamilie in ihrer Dohnhöhle erstickt. In dem Dorfe Lada in Asturien stürzte eine Hohle, die einer Zigeunerfamilie als Wohnung diente, plötzlich ein. Don den Bewohnern der Hohle, die von dem Einsturz im Schlaf überrascht wurden, wurden sieben getötet und zwei schwer verletzt. Die Behörden hatten schon sett längerer Zeit die Zigeuner wegen der Einsturzgefahr zum Verlassen der Hohle aufgefordert. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Ueber Nordosteuropa hat sich ein mächtiges Hoch- druckgebiet aufgebaut das einen Ausläufer nach Deutschland erstreckt. In seinem Bereich hat sich mit absteigender Luftbewegung allgemeine Aufheiterung 'durchgesetzt. Die zu erwartende neue Wärme- Zunahme und der damit verbundene Luftdruckfall werden, begünstigt durch lebhafte Wirbeltätigkeit über dem Ostatlantik, das Eindringen kühlerer Mee- reslust und damit das Auftreten gewittriger Sto- rungen bedingen. Eine nachhaltige Verschlechterung ist damit jedoch voraussichtlich nicht verbunden. ; Aussichten für Samstag - Zunächst noch vielfach heiter und recht warm, später gewittrige Storungen mit nachfolgender Abkühlung, über Süd nach West drehende Winde. Lufttemperaturen am 14. Mai: mittags 19,4 Grad Celsius, abends 13,3 Grad; am 15. Mai: morgens 9,4 Grad. Maximum 20 Grad, Minimum heute nacht 6,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 14. Mai: abends 17,5 Grad; am 15. Mai: morgens 13,2 Grad. — Niederschläge 1,2 mm. — (Sonnen- schhindauer 2,3 Stunden.__________________________ Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IV. 36: 10 000. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch-und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Mvnatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf* mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. aus meiner reichhaltigen Auswahl in schöner, moderner FERTIG UND O Qnz£h MASS HAUS DER 6UTEH QUALITÄTEN DAS Fernsprecher 2096 und 4276 3144 A Mk. 6.- 10.- 15.- 18.- 22- Tennis-Hosen I Kassen-Lieferant I Neuenweg Nr. 16 | LassenSie Giessen - Seftersweg 59 'TEXTILHAUSi ■ Hoch Rätter-Top et en . Mk. 32 - 42 - 52.- 72.- . Mk. 85.- 95 - 105 - 115.- Sport-Anzüge,2-u.Steilig, Mk. 30.- 38.- 45.- 52.- 58.- 65.- Sport-Sakkos.....Mk. 26 - 32 - 38 - 45.- und höher zu wählen. Ein zwangloser Besuch meines Hauses wird Sie von meiner großen Auswahl, meinen vorteilhaften Preisen und der zuvorkommenden Bedienung überzeugen Sakko-Anzüge .. Modelle.... Druckschriften In gefalzten Bogen In Hettform und gebunden klar In der Schrift, überelchtllch angeordnet und sorgfältig gedruckt, dienen den Belangen von Handel und Verkehr,Industrie und Bewerbe, Behörden, Landwirtschaft And Vereinigungen. Lieferung echnell.gut und prelewert durch Brühl'eche Druckerei Schulstr. 7. Ruf 2251 es regnen. 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Nun gibt es heute ja Pelztierfarmen, wo Silberfüchse, Waschbären und andere wilde Tiere gezüchtet werden —des schönen Felles wegen. Mit dem Leipziger Zoo steht es aber anders. Er ist weder Lieferant der Pelzhändler, noch liefert er „Jagdtrophäen", die Leipziger Löwen erblicken das Licht der Welt, um die Welt auch wirklich zu sehen, um zu reifen und andere Länder kennenzulernen. Wenn so ein junger Bursche zusammen mit einem Bruder oder einer Schwester geboren wird, stellt sich häufig heraus, daß die Mama nicht genügend Milch hat, um dieses Paar zu ernähren. Am näch- sten Tage erscheint dann in den Leipziger Zeitungen die dringende Anzeige: „Hundeamme gesucht". Ge- meint ist freilich eine Löwenamme. Aber „Löwen- amme" könnte man mißverstehen; man möchte meinen, der Zoo steche eine nährende Löwin, und die hat nicht jeder im Haus. Die Anzeige ist drin- vollsten sind die hochrassigen jungen männlichen Tiere, die billigsten die alten Großmütter. Der Leipziger Zoo genießt in der ganzen Welt einen guten Ruf. Nicht jeder Zoodirektor aber kann es sich leisten, persönlich nach Leipzig zu kommen oder eine Vertrauensperson zu schicken. Da genügt es denn, eine telegraphische Bestellung aufzugeben, mit Angabe des Preises oder des Alters, der Raffe und des Geschlechts — dann wird noch am selben Tage der betreffende Löwe ausgesucht, verpackt und verschickt. Das modernste aller Verkehrsmittel, das Flugzeug, dient auch dem Transport der Löwen. Denn einen Löwen lange allein reifen zu lassen, ist ein großes Risiko, weil ja das Tier richtig gepflegt werden soll. Und sollte ein Zooangestellter den Löwen begleiten, ist der Flugweg doch meist billiger. Sechzig bis siebzig Löwen werden alljährlich in Leipzig geboren und verkauft, davon kommt etwa die Hälfte nach anderen deutschen Städten, die Hälfte wird ins Ausland ausgeführt. In diesem letzten Falle tragen auch die Tiere dazu bei, die deutsche Außenhandelsbilanz zu verbessern. K. v .P. Anmeldung aus 18 Ländern für die Reichsnährstands-Ausstellung. Lpd. Frankfurt a. M., 14. Mai. Zur D r it- t e n Reichsnährstands-Ausstellung in Frankfurt a. M. sind bisher Anmeldungen aus 18 Ländern eingegangen, die das größte Interesse bekunden, das das Ausland der nationalsozialistischen Agrarpolitik entgegenbringt. Vertreter sind bisher benannt worden u. a. von Polen, Jugoslawien, Tschechoslowakei, Ungarn, England, Frankreich, Belgien, Luxemburg, Holland, Schweiz, Italien, Schweden, Norwegen, Finnland und Lettland, sowie Dänemark. Neben den Bauern und Landwirten werden Beamte der Ministerien, Vorstände der Verbände und Parteien, ober auch namhafte Vertreter des Exporthandels aus dem Auslande anwesend sein. Sie kommen, wie die parteiamtliche ,,NS.-Landpost" berichtet, auch im Interesse der Förderung des zwischenstaatlichen Warenaustausches zu uns. Die ausländischen Gäste werden Gelegenheit finden, sich in zwangloser Weise abseits der offiziellen Veranstaltungen mit ihren Fragen und Zweifeln an die deutschen Vertreter zu wenden. Die Erfahrung habe gelehrt, daß auch diese Art des Verkehrs zwischen den deutschen und den fremden Bauern gute Früchte trage und die Vertiefung der Beziehungen im europäischen Bauerntum fördere. 9. A.-Spott „von-Tschammer-pokal" und „Reichsbund-pokal". Oberheffen im Gau XII: Hessen des DRL Jugendherbergen sind stolze Zeugen deutscher helmatliebe vor aller IDelf! Vermehrt sie, spendet am 16. und 17. Mai! gend, Gefahr ist ja im Verzüge, wenn die kleinen Tiere nicht genügend zu saugen haben. Eine Hündin erhält also die Löwenkinder zugesetzt. Anfangs sträubt sie sich ein wenig, die struppigen Tiere anzunehmen, die zweimal so groß sind als die eigenen Jungen. Ein bißchen Zureden hilft aber, und die Hündin wird Löwenamme. In den Büchern des Zoo führt man die jungen Löwen vom Tage ihrer Geburt an. Hübsch aufgereiht stehen hier Geburtsdatum und Geburtsgewicht, der Name des Vaters und der Mutter, der Großväter und der Großmütter. Der ganze Stammbaum, soweit er in Deutschland zurückreicht, ist ausgezeichnet — und dann natürlich auch der Name des Neugeborenen, denn benamst wird jeder Leipziger Löwe. Es gibt hier einen „Hannibal" und einen „Pluto", einen „Ramses" und einen „Mene- lik", dann auch eine „Juno" und eine „Kleopatra". Mit vier Wochen wird dem kleinen Löwen das Trinken aus der flachen Pfanne beigebracht, vier Kühe liefern die Milch für die jungen Raubtiere. Mit sechs Wochen kann der angehende Wüstenkönig im Wirtschaftshof zwischen Hunden und Hühnern tummeln. Mit sechs Wochen ist er reif zum Verkauf. Aus aller Herren Ländern kommen Zoodirektoren nach Leipzig. Die dortigen Löwen sind nämlich begehrter als die frisch in der Wildnis gefangenen. Ihre Familien leben bereits seit mehreren Generatione-n in gemäßigter Zone und haben sich infolgedessen an unser Klima gewöhnt; sie sind munterer als die wild gefangenen, sie kennen ja die Freiheit nicht, die Gefangenschaft ist ihre gewohnte Umwelt. Im Leipziger Zoo wird eine b e - wußte Auslese bei der Löwenzucht getrieben, die Tiere sind darum alle schön und kerngesund. Weshalb soll man also den Nachwuchs nicht aus Leipzig beziehen? „Wieviel kostet nun so ein Löwe?" mag mancher fragen. Das ist verschieden. Der Preis hängt von Geschlecht und Rasse, Alter und Gesundheitszustand ab. In Leipzig sind Löwen inden Preislagen von 3 0 0 bis 3 0 0 0 Mark zu haben, die wert- Dle Wettbewerbe um DFB. Bundespokal und Vereinspokal umbenannt. Die beiden Pokal-Wettbewerbe im deutschen Fußballsport haben jetzt eine Umbenennung erfahren. Der im Jahre 1908 begründete Wettbewerb um den Bundespokal, um den bis zur Neuordnung des deutschen Sportes die Mannschaften der sieben Landesverbände und seitdem die Mannschaften der 16 deutschen Fußballgaue spielen, wurde im Einverständnis mit dem Reichssportführer insofern geändert, als der zur Ausspielung gelangende Pokal von jetzt ab den Namen „Reichsbund-Pokal" führen wird. Unter diesem Titel findet bereits das am 24. Mai in Leipzig zwischen den Gauen Sachsen und Südwest stattfindende Endspiel des diesjährigen Wettbewerbs statt. Bekanntlich handelt es sich hier um die Wiederholung des am 1. März in Frankfurt nach Verlängerung 2:2 ausgegangenen Endspieles. Der Deutsche Dereinspokal, den der 1. FC. Nürnberg zu verteidigen hat und der zur Zeit zum zweiten Male ausgespielt wird, hat den Namen seines Stifters, des Reichssportführers von Tschammer und Osten erhalten und wird künftig „v o n - T s ch a m * mer - Pokal" genannt. Mit Rücksicht auf die Spieltage um die Deutsche Fußball - Meisterschaft werden die im Kampf um den „von-Tschammer- Pokal" angesetzte erste und zweite Schlußrunde vom 7. und 21. Juni auf den 14. bzw. 28. Juni verlegt. Gaumeisterschast Die besten Kreisriegen Aus den Vor- und Zwischenrunden der 12 Kreisriegen sind die Mannschaften der Kreise 1 (Wil- helmshöhe-Reinhardswald), 8 (Lahn-Dill) und 9 (Lahn-Westerwald) als Sieger hervorgegangen; sie werden sich nun am kommenden Sonntag in Kassel im Endkampf um die Gaumeisterschaft gegenüber« stehen. Der Wettkampf, der im Festsaale des Henschel- Turnvereins stattfindet, erstreckt sich auf folgende Geräte: Reck, Barren, Pferd quer, Pferd lang, Ringe und eine Kürfreiübung. Die drei Kreise treten mit folgenden Mannschaften an: Unsere oberhessischen Reichsbund-Kreisführer. Der Gau XII: Hessen im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen, der die Provinzen Hessen- Nassau und Oberhessen umfaßt (von Hessen-Nassau sind ausgenommen die Stadt Frankfurt mit Main- Taunus-Kreis und die Stadt Wiesbaden mit dem Rheingaukreis) ist in zwölf Turn- und Sportkreise aufgeteilt. Der Kreis 8: Gießen umfaßt die politischen Kreise Gießen, Alsfeld, Wetzlar, Dillkreis. An der Spitze des Reichsbundgaues Hessen steht als Gauführer SA.-Brigadeführer Solbrig -Kassel. Nun sind auch die Veichsbund-Kreisführer kommissarisch berufen worden. Kreisführer unseres heimischen Kreises 8: Gießen ist Staffelführer Dr. Schäfer in Gießen. Andere Teile Oberhessens gehören zum Kreis 11: F r i e d b e r g, der die politischen Kreise Friedberg, Büdingen, Schotten, Usingen und Obertaunus (Bad Homburg) umfaßt. Reichsbund-Kreisführer ist hier Sturmführer O 11 e r b e i n - Friedberg. Der oberhessische Kreis Lauterbach zählt zum Sportkreis 4: Rhön (Kreise Fulda, Schlüchtern und Lauterbach), mit dessen Führung Sturmbannführer Mayer- Fulda vom Gauführer beauftragt worden ist. im Gerätturnen. •den zum Endkampf an. Lahn-Dill: Karl Seipp, Tv. Großen-Linden; Karl Swoboda, Tv. Sinn; Karl Schick, Tv. Wetzlar- Niedergirmes; Ludwig Herbert, Tv. 1846 Gießen; Herbert Butti, Tv. Sinn; Karl Lettin, Tv. Wieseck; Hans Kreuter, Tv. Sinn; Hch. Herbert, Tv. 1846 Gießen. Lahn-Westerwald : Albert Kreckel, Tv. Kirberg; Wilh. Lieber, Tv. Mensfelden; Jakob Falk, Tv. Villmar; Otto Heupel, Tv. Montabaur; Rudolf Wenz, Tv. Dauborn; Walter Kimpel, Tv. Dauborn; Franz Bieger, Tv. Limburg; Hans Fluck, Tv. Limburg. Wilhelmshöhe-Reinhardswald: Es ist eine ausgesprochene Stadtmannschaft, bestehend aus den bekannten Kasseler Turnern: Wedekind, Beyer, Schmeißing, Metz, Kehrer, Schiebeier, Gergs, Zülch. Die Kasseler Kreisriege, die von Kreismänner- turnroart R. Becker (Kassel) geführt wird, setzt sich aus geschulten und leistungsfähigen Geräte- turnern der Gauklasse zusammen; sie ist die aus- geglichenfte der drei Mannschaften und hat die ersten Aussichten auf den Sieg und den Titel der besten Kreismannschaft oes Gaues Hessen. Um überzeugend zu siegen, werden die Kasse- laner doch alles aufbieten müssen, besonders im Kampfe mit den Turnern des Kreises 9. In dessen Mannschaft, die von Kreismännerturnwart Schäfer (Dauborn) geführt wird, fehlen leider bewährte Kräfte, wie Busch (Limburg) und Schöneich (Erbach). Die Limburger Fluck und Bieger gehören dafür zur besten Gauklasse. Wie stark Die Mannschaft ist, ergibt sich schon daraus, daß sie in der Zwischenrunde die starke Marburger Kreisriege mit ihrem Olympiaturner Fink mit 30 Punkten Vorsprung sicher schlug. Die von dem bekannten Kölner Tumfestfieger Kreismännerturnwart Karl Reuter (Gießen) geführte Mannschaft Lahn-Dill hat in der Zwischenrunde, die in Alsfeld zum Austrag gekommen ist, den Kreis Rhön-Vogelsberg (Fulda) hoch mit 612Vr:550 Punkten geschlagen. Für den Kasseler Kampf ist die Riege durch den Ausfall ihrer besten Kräfte (R. Seth, Großen-Linden, und Schöff- mann, Wieseck) stark geschwächt. Doch weist die Mannschaft mit Hch. Herbert, Kreuter und Lettin noch Turner auf, die zur Gauklasse zu zählen sind, und die alles daran setzen werden, den beiden anderen Kreisen den Sieg nicht leicht zu machen. Das Kampfgericht besteht aus Gaumännerturn- roart Otto Dahms (Bad Wildungen) als Obmann und den Kampfrichtern H. Bornemann (Helsen, Waldeck) und Adolf Fink (Marburg). Gportamt „Krass durch ftreuöe". Heute folgende Kurse: Allgemeine Körperschule, Frau en und Männer. Von 20.30 bis 21.45 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26. Von 19.45 bis 21 Uhr, Großen- Buseck, Neue Schule. Fröhliche Gymnastik und Spiele, Frauen. Von 20.30 bis 21.45 Uhr, Lollar, Kantine der Firma Buderus. Schwimmen, Anfänger und Fortgeschrittene. Von 20.30 bis 21.30 Uhr, Frauen und Männer, Dolksbad. Von 21.30 bis 22.15 Uhr, Frauen und Männer, Volksbad. Reiten. Von 21 bis 22 Uhr, Universitäts-Reitinstitut, Brandplatz. Achtung! Reichssportabzeichen. Morgen, Samstag, 16. Mai, begint um 17.30 Uhr auf dem Universitäts-Sportplatz am Kugelberg ein Vorbereitungskursus für den Erwerb des Reichssportabzeichens. Der sechsstündige Kursus (jeweils eine Doppelstunde) kostet für Mitglieder der DAF. 1,80, für Nichtmitglieder 3,— RM. Anmeldungen an die Geschäftsstelle, Schanzenstraße 18, oder vor Beginn der Uebungsftunbe auf dem Sportplatz. Tenniskurse. In den Tenniskursen Sonntagvormittag von 8 bis 10 Uhr und Montagnachmittag von 18 bis 20 Uhr sind noch einige Plätze frei. Der sechsstündige Kursus kostet für Mitglieder der DAF 4,80, für Nichtmitglieder 6,— RM. einschl. Platzbenutzung, Schläger, Bälle, Balljungengebühr. Baldige Anmeldungen an die Geschäftsstelle erbeten. Reiten. An dem Reitkursus Montagabends können noch drei Volksgenossen teilnehmen. Die Kosten betragen 6,— bzw. 9,— RM. für sechs Stunden. Rettungsschwimmen. Wer den Grund oder Leistungsschein der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft erwerben will, „Oer (Student von Prag." Lichtspielhaus. Dies ist eine neue, wenn wir uns nicht irren, sogar schon die dritte Fassung eines sehr dankbaren ober fügen wir vorsichtiger: eines filmisch brauchbaren und wirksamen Stoffes. Er stammt von Hanns Heinz Ewers — Hans Kyser und Artur R o - bison schrieben das Drehbuch — aber man fühlt sich immerfort unabweisbar an E. T. A. Hoffmann, an seine romantische Vorstellungswelt und seine Lieblings- und Leitmotive erinnert: was hier wie eine harmlos-fröhliche, taghelle und unkomplizierte Studentenliebesgeschichte beginnt, verspinnt sich immer mehr in das geheimnisvolle Halbdunkel, in das mittelalterlich-mystische Dämmerlicht der engen Gassen und Gärten, der Dachstuben und Kne% ehem. 8% Darmsi. Komm. Landcsb.Goldschuidverichr. R.6 91,75 _ Oberhessen Provinz-Anleihe mli Auslos.-Rechten ............. — — Deutsche Komm. Cammeiabl. Aw leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten 4 y,% chcm.8% Franks. Hyp.-Bank 116,5 116,65 116,75 116,75 Goldpse. 15 unkündbar bi» 1935 96,5 96,5 _ 6yz% ehem. 4y,% Franks. Hyp. Bonk.Liqu.-Pfandoriefe....... 101,4 101,4 _ _ 6y,% ehem. 4y,% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe..... 101,5 101,5 101,25 101,5 4y,% ehem. 8% Pr. Landespfand- briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 97 97 97 97 4y,% ehcm. 7% Pr. LandeSpsand- briesanst., Gold Komm. Cbl.VI 97 97 97 97 Steuergutich.Berrechnungök. 84-88 109,25 109,25 109,4 109,4 4% Oesterretchsscye Goldrente.... — 31,75 — 31,5 4,20% Oesterreichische Silberrente 2,05 2,05 2,1 2 4% Ungarische Goldrente....... 8,95 8,75 8,8 8,95 4% Ungarische StaalSrente v. 1910 8,75 8,65 8,6 8,65 4y,% desgl. von 1913.......... 8,65 8,65 8,6 8,65 5% abgest. Goldmertkaner von 99 13,75 13.65 13,75 — 4% Türkische Bagdadbahn-Anlrthe Serie 1.................... — I — — i — Frankfurt a.M. Berlin Schlupkurs Schluß!. Abend« börse Schluß« kurs Schluß!. Mittag« börle Datum 13.5. 14 5 13-5. 14.5 4% veSgl. Serie 11 ............ 6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4y,%Rumän.vereinh.Rentev.lS13 4% Rumänische verclnh. Rente .. 2V4% Anatolier............ Hamburg-Amertka-Paket .....0 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... - Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank unv DiSconto» Gesellschaft................0 Dresdner Bank..............0 Reichsbank ................ 12 A.S.G......................u Bekula.................... io Slektr. LieferungSgesellschaft ... b Licht und Kraft ........... gy, Felten & Guilleaume......... 4 Gesellsch.f.Eiektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ 6 Rhein. Wests. Elektr..........6 Schuckert L Co........... 4 Siemen» S Hal-ke............. Lahmeyer L Co..............7 Buderuü ................... 4 Deutsche Erdöl ............... Harpener.................... Hoesch Eisen—Köln-Reuessen .. 8 Ille Bergbau ......... 6 Ilse Bergbau Genüsse........e Klöcknerwerke ...............g Manne»mann«R Hren........0 6,75 9,55 5,6 42,5 15,25 17,13 116,5 90,75 92,5 92,5 184 38 147 127,75 148,75 124 138,25 132,75 141,5 185,5 136,5 101 120 127,65 103,6 130 99,75 95,5 6,65 5,65 43,5 117,5 117 91 92,75 92,75 184,65 37,75 148 127,5 149,25 131 139 142,5 101,75 121,5 127,5 101 96,75 6,85 9,7 5,7 42,75 15,25 29 17 117 117 90.5 92,5 92,5 184.5 38,13 147,5 127,5 149 124,4 138,25 133,25 141,75 185 136.9 100,5 120,25 127,5 103,4 170 130 99,9 95,75 5,7 43,8 15,25 29 17 117,25 116,5 90,75 92,75 92,75 184,65 37,65 147,5 128,5 149,25 131 139,25 137 134,9 142.9 187,25 136 101,75 121,5 127,5 104,13 171,5 131,5 100,9 96,75 Frankfurt a. M. Berlin Schluß« furd Schluß!. Abend« börse Schluß- kurs Schlußk. Mittag« börse Datum 13.5. 14-5 13-5 14-5. Man»selder Bergbau....... .. 6 144 — 144 144 Kokswerke ................ .. 6 — —— 134,9 136,13 Rheinische Braunkohlen .... 18 238 — 238 238 Rheinltabl ................ .. 4 127,5 128,75 127,25 128,75 Bereinigte Stahlwerke...... .. 0 92,25 93.25 92,25 93 Otavt Minen ............. .. 0 23 22,65 23 Kaliwerke Aschersleben...... .. 5 127,9 — 128,5 128,65 Kaliwerke Westeregeln...... .. 6 127 — 127,25 128,5 Kaliwerke Salzdetfurth..... IV» 183 — 182 182,75 $. G. ffarben.Jndustrte..... .. 7 171,25 174 171 174,13 Scheideanstalt............. .. 9 235 241 — Goldschmidt .............. .. 5 107,75 109 108 109,5 Rütgerswerke ............. 6 133 —— 132,4 133,25 Metällgeiellschast........... .. 4 128,5 129,75 128,5 129,13 Philipp Holzmann......... .. 4 117,75 119,75 117,75 118,4 Zementwerk Heidelberg .... Cementwerk Karlstadt....... .. 7 140 143 — .. 8 150 155 — Schultheis Patzenhofer ..... .. 4 — — 110,9 111,4 Bku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 54,9 55,65 54,65 55,5 Bemberg................. .. 5 89 — 89 92 Zellstoff Waldhof .......... .. 5 134,75 — 135 137,25 Zellstoff Aschaffenburg ..... .. 0 93,75 — 93,75 94,5 Dessauer Gas ............. .. 7 ■— — 132 132,4 Daimler Motoren.......... .. 0 109,4 111,5 109,25 111,4 Deutsche Linoleum......... .. 8 177,75 182 178,5 182 Orenstein S Koppel ........ .. 0 — — 88,5 89,25 43 Westdeutsche Kaufhof....... .. 0 42,5 42,75 42,25 Chade.................... TI. 398 — 398 406 Accu mulatoren-Fabrü...... . 18 189 — 189 189 Conti-Gummi............. .. 8 182 182,5 181,5 182,5 Gritzner.................. .. 0 I 31 1 31,25 1 30,65 30,9 Mainkraftwerke Höchst a.M-. .. 4 96,5 — — Süddeutscher Zucker —. - 10 1 206 208,5 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H. Banknoten. 13-Mai 14-Mal Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Bries Geld Bries Buenos Lire. 0,685 0,689 0,684 0,688 Brüssel .... 42,14 42,22 42,08 42,16 Rio de Jan. 0,137 0,139 0,137 0,139 Sofia ...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 55,23 55,35 55,07 55,19 Danzig..... 46,80 46,90 46,80 46,90 London ..... 12,37 12,40 12,335 12,365 HellingforS.. 5,455 5,465 5,44 5,45 Paris ...... 16,37 16,41 16,385 16,425 Hollano .... 167,88 168,22 168,00 168,34 Italien..... 19,55 19,59 19,55 19,59 Japan ...... 0,722 0,724 0,721 0,723 Jugoslawien 5,654 5,666 5,654 5,666 Oslo..... : 62,17 62,29 62,00 62,12 Wien....... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon.... 11,235 11,255 11,21 11,23 Stockholm... 63,78 63,90 63,60 63,72 Schweiz .... 80,32 80,48 80,48 80,64 Spanien.... 33,90 33,96 33,95 34,01 Prag....... 10,30 10,32 10,30 10,32 Budapest ... — — — Reuyork ... 2,486 2,490 0 484 2,488 Berlin, 14. Mai Gelb Brie! Amertkantsch« Roten.............. 2,436 2,456 Belgische Noten.................. 41,96 42,12 Dänische Noten ................. 54, e'’ Englische Noten ................. 12,30 Französische Noten............... 16,335 Holländische Noten............... 167,58 168^26 Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. 61,79 62,03 Deutsch Oesterreich, 4 100 Schilling Rumänische Noten............... — — Schwedische Noten............... Schweizer Noten................ 80'30 80'62 Spanische Noten................. 33,61 33,75 Ungarische Noten................ Nr. 113 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Zreitag, 15. fflai 1936 Aus Oer Provinzialhaupistadt Rotschwänzchen bauen. Mit einem Balkon hinter der Küche lehnt sich das Erdgeschoß in den Hof hinaus, um den Bäumen des Gartens, die ihre Zweige weit herüberbiegen, näher zu sein. Don hier aus sieht man die Amseln zwischen den Beeten nach Regenwürmern picken, hört man das leise Summen der Bienen um die Blüten, riecht man den herben Atem der feuchten Erde und des jungen Laubes mit dankbarer Freude, vom Ueberfluß der Natur ein wenig mitbeschenkt zu werden. Der Balkon wird von eisernen Längsträgern gehalten, die auf zwei Querträgern wie auf ausgestreckten Armen ruhen. Der eine der beiden Querträger, die aus der Hauswand kommen, bildet mit dem etwas schräg verlaufenden Hofmäuerchen einen spitzen Winkel. In dieser Ecke begann ein Rotschwänzchenpaar den Nestbau. Eines Tages lagen auf der Treppe, die unter dem Balkon hinab zum Keller führt, einige Hümpel- chen Wolle und Werg, die in den Mülleimer geworfen wurden. Am nächsten Tage waren wieder dicke Flocken auf den Stufen, und nun sah ich handhoch über mir auf der Tragschiene ein geräumiges Nest aus kleinen Zweigstückchen, Würzelchen und Moos geflochten, wie eine Nußschale auf einem Finger sitzen. Es war noch in Rohgefüge, und ich zog mich, da ich die Vögelchen in der Nähe vermutete, rasch hinter das Glasfenster der Kellertür zurück, um von hier aus beobachten zu können. Bald kam auch schon ein Rotschwänzchen in den Garten geflattert. Mit kleinen Flugsprüngen sich im niedrigen Gezweig des Zwergobstes näherpirschend, gelangte es geschwind in den Hof, blieb, einen Augenblick umherspähend, sitzen und schoß dann flugs schräg hoch ins Nest mit einem Schnabel voll weicher Polsterstoffe für die Innenausstattung. Es war ein Weibchen des Hausrotschwänzchens, aschgrau bis auf den Schwanz. Fortfliegend begegnete es dem Männchen, an der tiefschwarzen Brust erkenntlich, dem ebenfalls zu beiden Seiten des Schnabels ein buschiger Bart aus Federn und Haaren herunterhing. Auch noch am nächsten Tage konnte ich die emsigen Vögel beschäftigt sehen, wie sie die Mulde des Nestes zu einer weichen, kuscheligen Wiege für die Brut zurechtbosselten. Aber tags darauf fuhr mir ein Schreck durch die Glieder, als der Hof mit Wäscheseilen übergittert war und nicht nur mit kleinen weißen Wimpeln beflaggt, sondern auch mit großen tiefhängenden Bettlaken und Bezügen kreuz und quer versperrt und verschachtelt wurde. Was würden die Rotschwänzchen von dieser Abriegelung ihres Flugweges decken? Mußten sie nicht Hinterhältiges und Gefahrvolles wittern und würden sie nicht ihr kleines, mit so viel Fleiß gebautes Haus lieber preisgeben, als in eine Ungewißheit hineinflattern, die ihnen zum Verhängnis werden konnte? Doch die kleinen Vögelchen stellten derartige Erwägungen nicht an. Sie hatten nur eines im Sinne: so rasch als möglich eine behagliche Kinderstube zu schaffen. Dieser Trieb erfüllte sie restlos, und darum ließen sie sich weder von der Wäsche, noch von den plaudernden Frauen, die einzelne Stücke auf- und andere abhingen, in ihrem Anflug stören. Sie waren durch die neue Lage in keiner Weise kopfscheu geworden, und sie wußten sich auch sofort zu helfen. Sie schlüpften, wenn sie an der Hofgrenze angekommen waren, eiligst unter der wehenden Wäsche hin, hatten aber bald begriffen, daß es noch einfacher war, darüber hinwegzufliegen. Auch an den Geräuschen der Kellertür beim Qeff- nen und Schließen, sowie am Vorbeigehen der Hausbewohner zum Garten nahmen die Vögel nicht den geringsten Anstoß. Wenn jetzt eines der beiden Rotschwänzchen auf den fünf schneeweißen matt glänzenden Eiern brütet, verfolgt das über den Nestrand hinausragende Köpfchen mit neugierigen, aber zutraulichen Blicken jede Tätigkeit in seiner Nähe. Die Vögelchen fühlen sich als rechtmäßige Besitzer ihres kleinen Eigentums. Und zum Dank für das ihnen gewährte Obdach pfeift und schnarrt das Rotschwänzchenmännchen in jeder Früh- und Abenddämmerung sein bescheidenes, aber treuherziges Liedchen.__________P. B. Dankopser Die Reserve- Standarte 116 Gießen bietet allen Volksgenossen Gelegenheit, dem Führer ihren Dank abzustatten: Sturmbann I/R 116 Lauterbach Sturm 1/R. 116, Lauterbach: Schlitz, SA.-Heim, und Lauterbach, Bürgermeisterei, werktags von 18 bis 21 Uhr, Sonntags von 8 bis 18 Uhr. Sturm 2/R. 116, Alsfeld: Alsfeld, Gasthaus „Vaterland", werktags von 18 bis 21 Uhr, Sonntags von 8 bis 18 Uhr. Sturm 3/R. 116, Romrod: Romrod, Geschäftszimmer des Sturmes im Schloß, werktags von 18 bis 21 Uhr, Sonntags von 8 bis 18 Uhr. Sturm 4/R. 116, Herbstein: Bermutshain im Sturm- Geschäftszimmer, werktags von 18 bis 21 Uhr, Sonntags von 8 bis 18 Uhr. Sturmbann II/K 116 (Sieben Sturm 11/R. 116, Gießen: Gießen, Gasthaus „Aquarium", Walltorstraße, werktags von 18 bis 21 Uhr, Sonntags von 8 bis 18 Uhr. Sturm 12/R. 116, Gießen: Gießen, Cafe Ebel, Burggraben, werktags von 18 bis 21 Uhr, Sonntags von 8 bis 18 Uhr. Sturm 1/L. 116, Gießen: Gießen, „Frankfurter Hof", Marktlaubenstraße, werktags von 18 bis 21 Uhr, Sonntags von 8 bis 18 Uhr der Ration. Sturm 13/R. 116, Lang-Göns: Lang-Göns, Gasthaus „Zum Schwanen", werktags von 18 bis 21 Uhr,. Sonntags von 8 bis 18 Uhr. Sturm 14/R. 116, Reiskirchen: Gasthaus Gundrum, Reiskirchen, und Bürgermeisterei Beuern, werktags von 18 bis 21 Uhr, Sonntags von 8 bis 18 Uhr. Sturm 15/R. 116, Londorf: Truppführer Bott, Londorf a. d. Lda., Adolf-Hitler-Straße 1, werktags von 18 bis 21 Uhr, Sonntags von 8 bis 18 Uhr. Sturmbann III/H 116 Laubach. Sturm 21/R. 116, Gedern: Bürgermeisterei Gedern, werktags von 18 bis 21 Uhr, Sonntags von 8 bis 18 Uhr. Sturm 22/R. 116, Schotten: Kreisleitung Schotten, Dienstzimmer des Sturmes, werktags von 18 bis 21 Uhr, Sonntags von 8 bis 18 Uhr. Sturm 23/R. 116, Laubach: Bürgermeisterei Hungen, Dienstzimmer des Sturmes, und Laubach, Dienstzimmer des Sturmbannes, werktags von 18 bis 21 Uhr, Sonntags von 8 bis 18 Uhr. Sturm 24/R. 116, Grünberg: Rathaus in Grünberg, Dienstzimmer des Sturmes, werktags von 18 bis 21 Uhr, Sonntags von 8 bis 18 Uhr. Sturm 25/R. 116, Lich: Rathaus in Lich, Dienstzimmer des Sturmes, werktags von 18 bis 21 Uhr, Sonntags von 8 bis 18 Uhr. kartengruß Mdemll.„Hmi>enbmg"an den GA. * -4 I \ 2 r r AL l r ' '4 MAY I I ‘ I PM ■ 1936 J*. Die Post brachte uns am heutigen Freitag früh den vorstehend im Bild wiedergegebenen Kartengruß eines in Amerika wohnenden alten Gießeners. Die Postkarte hat den Weg mit dem „LZ. Hindenburg" von Amerika nach Frankfurt a. M. zurückgelegt und war gestern früh bei der ersten Landung des Hindenburg" in Frankfurt dabei. Den Kartengruß unseres Gießener Landsmannes erwidert die alte Heimat mit aller Herzlichkeit. ^ornot-zen. Tageskalender für Freitag. NSG. „Kraft durch Freude": 20.30 bis 21.45 Uhr allgemeine Körperschule im Lyzeum; 20.30 bis 21.30 und 21.30 bis 22.15 Uhr Schwimmen im Volksbad; 20 bis 21 Uhr Reiten, Reitschule Schömbs. — Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr „In Luv und Lee die Liebe". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Die Liebe des Maharadscha". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Student von Prag". — Oberhesst- scher Kunstverein (Turmhaus am Brandplatz): 17 bis 18 Uhr Ausstellung von Werken von Fritz Heidingsfeld (Danzig) und P. A. Böckstiegel (Dresden). Stadttheater Gießen. Heute von 20 bis 22.30 Uhr das Matrosenstück „In Luv und Lee die Liebe", Lustspiel von Friedrich Lindemann. Spielleitung: Kurt Lüpke. 30. Vorstellung im Freitag-Abonnement. Tag des Lustsports. Der Reichsluftsportführer tritt am 23. und 24. Mai mit seiner gesamten Organisation an die Volksgemeinschaft heran, um für den Luftsportgedanken zu werben. Diese Werbung ist mit dem Vertrieb von besonders geschmackvollen Werbeabzeichen in Häusern und auf den Straßen verbunden. Gprechchöre in den Werkscharen untersagt. NSG. Nach einer Anordnung der Reichswerkscharführung ist mit sofortiger Wirkung für alle Werkscharen das Vortragen von Sprechchören verboten. Kündigung einhalten! NSG. In der letzten Zeit mehren sich die Fälle, daß Hausgehilfen ohne Grund ihre derzeitige Stelle ohne Einhaltung der Kündigung verlassen. Die Deutsche Arbeitsfront kann dies keinesfalls gutheißen, trotzdem der Hausfrau als der wirtschaftlich Stärkeren keine Möglichkeit gegeben ist, sich vor einem derartigen plötzlichen Verlassen der Stelle durch die Hausgehilfin zu schützen. Die Deutsche Arbeitsfront, Gaufachgruppe Hausgehilfin, wird in Zukunft bei unberechtigtem Verlassen einer Stelle die Arbeitsvermittlungsstellen bitten, die Vermittlung der betreffenden Hausgehilfin so lange auszusetzen, bis eine ordnungsmäßige Kündigung ausgesprochen bzw. die Kündigungsfrist eingehalten ist. Universitäts-Personalien. Von der Pressestelle der Universität Gießen wird uns mitgeteilt: Professor Dr. H. S t i n tz i n g wurde beauftragt, unter vorläufiger Beibehaltung seines Lehrauftrags in Gießen die Leitung des Röntgeninstituts der Technischen Hochschule in Darmstadt und die damit zusammenhängenden Vorlesungen an der Technischen Hochschule Darmstadt zu übernehmen. Durch Verfügung des Herrn Reichs- und preußischen Ministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung wurden mit der Führung der Dekanate der Universität Gießen beauftragt: in der Juristischen Fakultät: Professor Dr. Die tz, in der Medizinischen Fakultät: Professor Dr. D u k e n, in der Veterinärmedizinischen Fakultät: Professor Dr. Bolz, in der Philosophischen Fakultät, II. Abteilung: Professor Dr. G e r t h s e n. Das Ehrenmal der Adelphen an die Universität übergeben. Von der Pressestelle der Universität Gießen wird uns mitgeteilt: Anläßlich einer Zusammenkunft ehemaliger Adelphen fand am Sonntag, 10. Mai, auf dem Adelphen- Hause eine schlichte Feier statt. Dabei waren der Rektor der Universität, Professor Dr. Pfähler und der Prorektor Professor Dr. Hummel anwesend. Im Namen der früheren Korporation übergab Professor Kissinger aus Darmstadt die Ehrentafel, welche den im Weltkrieg gefallenen Verbindungsbrüdern geweiht ist, in die Hände der Universität, erinnernd an die Heldentaten akademischer Jugend im großen Ringen um Deutschlands Bestand. Der Rektor übernahm die Ehrentafel und begrüßte den Entschluß, dieses Erinnerungsmal der Stätte zu übergeben, die die Ehrentafeln aller studentischen Korporationen vereinigen soll. Er stellte fest, daß die ehemalige Adelphia als erste Korporation ihre Tafel der alma mater in feierlicher Form übergebe. Mit dem Gesang des Liedes vom guten Kameraden schloß die würdige Feier. Amerikanische Austauschstudenten besuchen Gießen. Die bekannte Vereinigung Carl Schurz, die es als ihre Aufgabe ansieht, die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten zu pflegen, blickt in diesen Tagen auf ihr zehnjähriges Bestehen zurück. Die schleussner mit, Garantieschein IMiMAMtzeiNl Roman von Marlise Köllinq. Urheberrechtsschutz: Verlag Oskar Meister, Werdau. 16. Fortsetzung Nachdruck verboten! Da erschrak sie. Hans-Hermann ergriff ihre Hände. Leidenschaftlich brach es aus ihm heraus: „Das sagst du mir, Bena? Weißt du nicht, warum ich hier nicht zufrieden und glücklich sein kann? Bena", er sah sie flehend an, „warum bist du so viel mit diesem Schulmeister zusammen? Die Leute hier sprechen schon darüber, Bena." Benedikte machte eine unwillige Bewegung: „Seit wann kümmerst du dich um Klatsch, Hans-Her- mann?" . r , . n ,, „Der Klatsch ist nicht einfach aus der Luft gegriffen, Bena!" Benedikte richtete sich auf: „Was behauptest du gesehen zu haben, Hans-Her- mann? Zwischen mir und Jens Petersen ist nichts, was wir vor anderen Menschen verbergen müßten. Hans-Hermann lachte bitter auf: „Freilich, ich habe nicht gesehen, daß ihr euch geküßt hättet —" „Hans-Hermann!" Benediktes zornige Stimme unterbrach ihn ungesäumt. Wie konnte der Vetter so taktlos sein von Dingen zu sprechen, an die sie nicht im entferntesten Winkel ihres Herzens denken wollte? Aber Hans-Hermann, außer sich vor Schmerz und Eifersucht, ließ sich nicht unterbrechen. „Und wenn du ihm auch noch nicht die.kleinste Zärtlichkeit gestattet hättest, denkst du ich fei blind? Ich sehe und fühle es, Benedikte, wie du aufleuchtest, wenn dieser Petersen dir entgegenkommt. Wie du nur auf den Feierabend wartest, um mit ihm sprechen zu können. Oh, es braucht kein Wort von Liebe zwischen Menschen zu fallen, und doch wissen sie genau, sie gehören zueinander. Und ich Narr, ich habe geglaubt, du würdest einmal mein eigen roer= den. Denn nur weil ich das geglaubt habe, bin ich mitgekommen in diese Einöde. Du hast mich hierhergezogen — und nun —" .. Er wandte sich ab. Heber sein hübsches Jungengesicht zuckte es. „Hans-Hermann!" Benedikte legte die Hand auf seine Schulter. Sie wollte ihm irgend etwas sagen, ein gutes, ein tröstendes Wort. All ihr Zorn über seine Taktlosigkeit war im Augenblick verschwunden. Er litt — um ihretwillen litt er. Aber das war es nicht allein, was sie schmerzte. Daß er nicht zu dem starken Erleben der Landschaft hier kommen, daß er den Segen der Arbeit hier an dem ewigen Boden nicht spüren konnte, daß er alles von einem Menschen aus sah — und wäre es auch ein geliebter Mensch —, sie konnte das nicht verstehen. , Hans-Hermann!", versuchte sie noch einmal sanft. Er aber machte sich mit einer heftigen Bewegung frei: „Ach, laß mich", kam es erstickt — und dann lief er aus dem Garten, schmetterte die kleine grüne Tür hinter sich zu und rannte in großen Schritten über die Wiese, dem Walde zu. In müder Trauer blieb Benedikte zuruck. Was sollte aus ihrem Zusammenleben werden, wenn derartige Ausbrüche sich wiederholten, wenn sich Hans- Hermann nicht in das Unabänderliche, unter dessen Gesetz auch sie stand, fügen könnte — — Diese Auseinandersetzung war der Auftakt zu ein paar unerquicklichen Tagen. Es schien plötzlich mit der wundervollen Harmonie auf Oevenshöe für Benedikte vorüber zu sein. Und dazu sagte sich ganz überraschend die Mutter an. Eines Tages war ein Brief gekommen, in dem Frau Agathe schrieb, daß sie es vor Sehnsucht nach Benedikte nicht aushalten könnte. Ueberdies wäre ihr Bridgekreis im Augenblick aufgeflogen, ein paar Damen wären krank, ein paar andere verreist. „... Frau von Schlettow ist nach Meran zu ihrer Tochter gefahren, Frieda Wigger nach Köln um dann anschließend mit ihren Kindern eine Autofahrt durch Holland zu machen. Man schämt sich geradezu, daß man jahraus, jahrein in seinen vier Wänden hockt und nicht verreisen kann ..." So schrieb Frau Agathe. Im Anschluß daran hatte sie sich als Logierbesuch bei Benedikte angemeldet. Diese lächelte etwas bitter. Die Sehnsucht der Mutter schien durch die Reisen ihrer Bridgefreundinnen stark beeinflußt zu sein, ja, es war wohl weniger Sehnsucht, als das Gefühl des Zurückstehen- müssens. Daß Mutter es auch nicht lernen konnte, den Wert der Menschen nach anderen Gesichtspunkten als denen des Geldes zu beurteilen! Wie würde sie sich nur hier auf Oevenshöe in dieser Einsamkeit zurechtfinden? Was an ihr nur lag, würde Benedikte tun, um der Mutter schöne Tage zu bereiten. Fräulein Giesecke, sonst die Ausgeglichenheit und Harmonie in Person, wurde durch den bevorstehenden Besuch Frau Agathes schwer beunruhigt. Benedikte hatte in ihrem Zimmer das Bild der Eltern stehen. Sie hatte es Fräulein Giesecke an einem der ersten Tage gezeigt. Fräulein Giesecke hatte es lange angesehen und dann von Benediktes Vater gemeint: „Das muß ein feinsinniger Mensch gewesen sein. Er sieht so gut aus — vielleicht etwas zu gut für das Leben, so, als ob er sich gegenüber Härten nicht wehren könnte." Benedikte waren die Augen feucht geworden. Ja, das war die Tragödie zwischen ihrem Vater und ihrer Mutter gewesen: der Vater hatte sich gegen die herrische Art der Mutter nicht durchsetzen können. lieber Frau Agathe schien Fräulein Giesecke nichts sagen zu wollen als: „Ihre Frau Mutter muß einmal sehr schön gewesen sein." Dann hatte sie das Bild still wieder beiseite gestellt. Aber Benedikte hatte gewußt, Fräulein Giesecke hatte in den Zügen der Mutter alles gelesen, was auch Benediktes Kindheit und Jugend neben der Mutter so schwer gemacht. Und nun sollte die Mutter kommen. Fräulein Giesecke hatte mit Hilfe Josuas das ganze Haus von oben bis unten geputzt. Auch die kleine Stine von Fischer Gruh nebenan hatte heiß und aufgeregt mitgeholfen. Benediktes schüchterner Einwand, es wäre doch alles blitzblank, war von Fräulein Giesecke nicht anerkannt worden. „Das sagen Sie, Kind. Aber wer weiß, ob Ihre Frau Mutter nicht noch eigener ist, als Sie es schon sind. Sie wird jeden Winkel im Hause begutachten wollen. Wir haben es schon einmal erlebt." Nun aber war wirklich alles fertig. Die Küche blitzte. Die weiß gescheuerten Dielen, mit frischem Seesand bestreut, glänzten nur so. Vom Boden bis zum Keller war nicht ein Eckchen, in dem Josua und die kleine Stine nicht wild geschrubbt und geputzt hatten. Fräulein Giesecke stand mit erhitztem Gesicht vor dem großen Herd in der Küche und sah zum letztenmal nach dem Napfkuchen. Diesmal hatte selbst sie Josuas Kochkünsten mißtraut. Zuweilen lauschte sie angespannt hinaus. Und jetzt erklang das Signal des Dampfers drüben von dem ersten Anlegehafen fern herüber. In einer Stunde etwa mußte das Schiff am Bollwerk von Oevenshöe festmachen. Benedikte war mit Josua beschäftigt, ein Laubgewinde über der Haustür zu befestigen. Buschginster, die ersten Frühlingsblumen, von der Südwiese hinter dem Hause geholt, Tannenreisig, oben vom Bergwald, hatten sie zu einer grünen Kette zusammengefügt. Nun stand sie auf der Leiter und schlug den letzten Nagel ein. Die Girlande duftete herb und frisch. „So, Josua, nun ist alles in Ordnung." Benedikte stieg vorsichtig hinab, übergab dem Schwarzen ihr Handwerkszeug. „Ich gehe jetzt, mich sertigzumachen. Sei also rechtzeitig am Landungssteg mit dem Gepäckkarren." Josua nickte eifrig. Sein gutmütiges Gesicht war etwas besorgt. Auch ihn hatte der zu erwartende Besuch außer Fassung gebracht. Mit der Herrin Benedikte wußte man, woran man war, aber wie mochte es mit ihrer Mutter werden? Ja, wie wird es werden? — dachte Benedikte, während sie sich in ihrem Zimmer oben wusch und umzog. Hoffentlich würde es der Mutter diesmal gefallen. Sie lief über den Korridor, sah in das Gastzimmer hinein. Besser, als sich's dem Blick bot, konnte sie es nicht geben. Das Zimmer war klein mit einem schrägen Mansardendach. Doch sehr freundlich wirkte es, mit seinen bunten Bauernmöbeln, den blauweiß gestreiften Gardinen an dem kleinen Fenster. Wenn es auch keine eingebauten Schränke aufwies und jegliche Eleganz vermissen ließ, die Mutter sonst auf Reisen gewöhnt war — dieser Blick hier heraus auf Vorland und Meer machte nach Benediktes Ansicht alles vollauf wett. Auf dem Tisch stand ein Strauß von jungen Gräsern und Himmelsschlüsseln in einer blauen Ion» vase. Die weißen Dielen glänzten, die bunten Flickendecken auf dem Boden leuchteten in der Frühlings- fonne. Benedikte schaute hinaus. Jetzt bog drüben der Dampfer um das Vorland der Südspitze herum. Bald würde die Mutter da sein. Hoffentlich würde sie sich einleben und lange bleiben. Das Land hier erschloß feine Schönheit ja nur dem, der Geduld und innere Bereitschaft dafür hatte. Jetzt, da sie mit einer gewissen Unruhe der Ankunft der Mutter entgegensah, fühlte sie erst ganz, wie völlig ihr eigenes Leben in die Stille dieses Eilandes eingegangen war. (Fortsetzung folgt!) Vereinigung sieht davon ab, aus diesem Anlaß eine große öffentliche Feier zu veranstalten, sie hat aber statt dessen, um die Bedeutung ihrer sachlichen Verständigungsarbeit zu,betonen, die zur Zeit an deutschen Hochschulen weilenden amerikanischen Austausch-Studenten zu eine Reise durch Deutschland eingeladen, um ihnen auch außerhalb ihrer Universitätsstadt einen Einblick in die Verhältnisse im neuen Deutschland zu vermitteln. Die Reise wird als Höhepunkt eine Gedenk- stunde am Geburtshause von Carl Schurz in Liblar bei Köln bringen. Die amerikanischen Studenten werden auf ihrer Reise durch Deutschland auch Gießen besuchen. Die Rundreise beginnt am Montag, 18. Mai, in Berlin. Von dort aus geht die Fahrt mit dem Reisewagen über Wittenberg. Leipzig, Naumburg nach Jena. Am zweiten Tage, 19. Mai, wird die Fahrt fortgesetzt über Weimar, Erfurt, nach der Wartburgstadt Eisenach. Der 3. Reisetag, 20. M a i, bringt die Teilnehmer von Eisenach nach Marburg, dann nach Gießen. Die Ankunft in Gießen ist auf 15 Uhr geplant. Hier soll das Studentenheim besichtigt werden und ein Zusammentreffen mit den Austausch-Studenten der Universität Gießen stattfinden. Nach gemeinsamer Kaffeetafel im Studentenhaus erfolgt die Weiterfahrt nach Frankfurt a. M., wo die Gäste am Abend vom Frankfurter Oberbürgermeister, Staatsrat Dr. Krebs, und von dem Rektor der Universität Frankfurt, Prof. Dr. P l a tz h o f f, im „Römer" begrüßt werden. Nach einem kameradschaftlichen Beisammensein fahren die Gäste zur Uebernachtung nach Bad Soden. Am vierten Reisetage, 21. Mai, geht die Fahrt von Bad Soden nach Frankfurt zur Reichsnährstandsschau, dann weiter über Wiesbaden nach Rüdesheim. Am Freitag, 22. Mai, wird der fünfte Reisetag ausgefüllt sein mit einer Rhein- burgen-Fahrt von Rüdesheim bis nach Bonn. Der sechste Reisetag, 23. Mai, wird am Vormittag die Gedenkfeier in Liblar bringen, dann wird die Fahrt über Köln nach Paderborn fortgesetzt. Der letzte Tag der Rundreise, 24. Mai, bringt die Fahrtteilnehmer von Paderborn über Bad Pyrmont nach Hannover, dann weiter nach Braunschweig, Magdeburg, Potsdam nach Berlin, wo die Fahrt ihren Abschluß findet. Gonderzugkarten zur Tteichsnährstands-Schau. Wie die Bezirksbauernschaft Gießen uns mitteilt, sind Sonderzug-Fahrkarten zum Besuch der Reichsnährstands-Schau in Frankfurt a. M. bei der B e- zirksbauernschaft Gießen im Liebighaus (Alte Klinik), Liebigstraße 16, während der Dienst- stunden 8 bis 12.30 Uhr und 14.30 bis 18 Uhr bis einschließlich Samstag mittag zu haben. Dic delUlctie flrbcitafront ; n.9.=6emcinf(hafl „firaft durch frcude" Die für den 7. Juni angesetzte Heidelbergfahrt muß wegen der Reichs-Handwerkertaguna in Frankfurt tun Main abgesagt werden, da durch Diese Veranstaltung an diesem Tage nicht genügend Teilnehmer zusammenkommen. An Himmelfahrt (Donnerstag, 21. Mai) findet eine Omnibusfahrt nach Kassel-Wilhelmshöhe statt. Die Abfahrt erfolgt in Gießen um 6.30 Uhr Ecke Frankfurter Straße und Liebigstraße. Der Fahrpreis beträgt einschließlich Mittagessen 6,30 RM. Anmeldungen hierfür werden auf der Kreisdienststelle Gießen, Schanzenstraße 18, entgegengenommen. Norwegenfahrfen. Allen Urlaubern des Gaues Hessen-Nassau ist noch einmal Gelegenheit gegeben, nach Norwegen zu fahren, und zwar vom 19. Mai bis 26. Mai. Da alle weiteren angesetzten Norwegenfahrten bereits besetzt sind, ist dies die einzige Möglichkeit. Wir bitten daher alle Urlauber, umgehend die Anmeldungen auf der Kreisdienststelle, Schanzenstraße 18, abzugeben. Erfolgreiche Stenographen. Die Frühjahrsprüfung an der Industrie- und Handelskammer in Gießen haben mit Erfolg die nachstehenden Stenographen bestanden: Abteilung 180 Silben: Richard Strauch, Gießen. Abteilung 150 Silben: Anna Magold, Gießen; Gretel Roßkath, Gießen; Marie Schneider, Gießen; Anna Wagner, Großen-Buseck, Elfriede Tenniger, Gießen; Esther Freitag, Gießen. Die Vorprüfung in der Abteilung 120 Silben haben bestanden: Anni Derzbach, Oie- feen; Elly Fink, Gießen. Die Prüflinge haben sich dadurch das von Industrie, Handel und Behörden so geschätzte Zeugnis als tüchtige Stenographen erworben. Die Aus- Die größte Jugendherberge Westdeutschlands ihrer Bestimmung übergeben. In Wiesbaden wurde das größte Eigenheim des Rhein- Mainischen Jugendherbergswerkes mit einer schlichten Feier seiner Bestimmung übergeben. Die feierliche Eröffnung des Heimes mit seinen 350 Betten, 100 Notlagern und sechs Tagesräumen vollzog in Anwesenheit der Vertreter der Partei, der staatlichen Behörden und der Stadt Wiesbaden, sowie der Kreisamtsleiter der NSV., der Führer und Führerinnen der Hitlerjugend und des BDM., der Landesverbandsleiter des Rhein- Mainiscken Jugendherbergswerkes Gebietsführer Geißler (Frankfurt). Die Jugendherberge Wiesbaden zeigt sich mit ihren freundlichen, hellen Schlaf- und Tagesräumen, Bade- und Wascheinrichtungen als die wichtigste Standbleibe unseres Gebietes. Im Einvernehmen mit dem Gauleiter wird die neue Jugendherberge Wiesbaden gleichzeitig Mittelpunkt ausländischer Gruppen werden, die von dort aus die Möglichkeit haben, das rhein-mainifche Wirtschaftsgebiet und dessen Bewohner kennenzulernen. Großes wurde schon geleistet, doch große Aufgaben liegen noch vor uns. Hier soll das Ergebnis des Reichsopfertages, der in diesem Jahr am 16. und 17. Mai stattfindet, helfen, die nötigen Mittel aufzubringen und die Jugend in ihrem Bestreben zu unterstützen. So ergeht der Ruf an jeden, der ein Herz für die deutsche Jugend hat, am kommenden Samstag und Sonntag sein Scherflein zu opfern, um an der Erreichung des Zieles beizutragen: der wanderfrohen Jugend die notwendigenHeime zur Verfügung zu stellen, um durch das Kennenlernen des Vaterlandes Körper und Geist zu formen und die Liebe zur Heimat zu vertiefen. Der Arbeitseinfah im Bezirk Hessen. Eine sehr erfreuliche Aufwärtsentwicklung. LPD. Frankfurt a. M., 14. Mai. Jrn Mo- nat April hat sich der Arbeitseinsatz im Bezirk des L a n d e s a r b e i t s a rn t s Hef« f e n weiter gebessert. Die Zahl der Arbeitslosen nahm um 10151 oder 8,2 v. H. des Standes von Ende März ab. Die Aufnahmefähigkeit der freien Wirtschaft war jedoch erheblich gröfeer, als dies in der Abnahme der Zahl der Arbeitslosen um 10151 zum Ausdruck kommt; denn der Personenkrels der bei Notstandsarbeiten Beschäftigten konnte gleichzeitig um 4132 gesenkt werden. Von den Arbeitsämtern wurden im April 113127 Arbeitslose gezählt, davon waren 14 349 oder 12,7 v. H. Frauen. Gegenüber dem Höchststand des letzten winters (Januar 1936 = 155 329 Arbeitslose) ist die Arbeitslosigkeit demnach bis Ende April bereits um rund 42 200 zurückgegangen, während die Abnahme im Vorjahre vom winterlichen Höchststand bis zum 30. April erst rund 39 500 Arbeitslose betrug. Von den 17 Arbeitsämtern am Landesarbeitsamtsbezirk hatten nur zwei eine leichte Zunahme der Zahl der Arbeitslosen zu verzeichnen, die in einem Beziyk auf Entlassungen in der Lederindustrie zurückzuführen ist, während in dem anderen, in dem der Arbeitseinsatz infolge seiner überwiegend landwirtschaftlichen Struktur in der Hauptsache von der Aufnahmefähigkeit der Außenberufe abhängt, ungünstige Witterung die Entwicklung hemmte. Auch in fast sämtlichen Berufsgruppen bewegte sich der Arbeitseinsatz in aufsteigender Richtung. Fast zwei Drittel der Abnahme (rund 6300) entfielen auf die Außenberufe, davon wies wiederum das Baugewerbe, in dem über 4300 arbeitslose Fach- und Hilfsarbeiter weniger gezählt wurden, den stärksten Rückgang auf. In den Berufsgruppen „Industrie der Steine und Erden" und „Landwirtschaft, Gärtnerei, Tierzucht" wurden 938 bzw. 340 Arbeitslose weniger gezählt als Ende März. Von den Konjunkturgruppen hatte die Berufsgruppe „Eisen- und Metallerzeugung und -Verarbeitung" die stärkste Entlastung (—1126 Arbeitslose); es folgen das „Holz- und Schnitzstoffgewerbe" mit einer Abnahme um fast 700, die Berufsgruppe „Gast- und Schankwirtschaftsgewerbe" mit 463 und das „Bekleidungsgewerbe" mit rund 330. Die Zahl der arbeitslosen Angestellten ging im April um fast 300 zurück. Ende April wurden in der Arbeitslosenversicherung 16127, in der krifenfürsorge 49 739 hauptunterstühungsempfänger gezählt. Die Zahl der hauptunterstühungsempfänger in beiden Anterstühungseinrichtungen zusammen ist demnach gegenüber dem Stand von Ende März um 6583 oder 9,1 v. h. zurückgegangen. Die Zahl der anerkannten Wohlfahrtserwerbslosen betrug Ende April 21 379, also 1035 ober 4,6 v. H. weniger als Ende März. In der wertschaffenden Arbeltslosenfürsorge wurden am 30. April 12 991 Volksgenossen beschäftigt, darunter befanden sich 326 Personen, denen die Unterstützung gemäß Abschnitt I § 1 Ziffer 7 des Gesetzes vom 1. Juni 1933 weitergezahlt wird. Die Zahl der Notstandsarbeiter ist somit gegenüber dem Stand von Ende März um 4132 zurückgegangen. gäbe der Zeugnisse erfolgt am Dienstag, 19. Mai, in der Industrie- und Handelskammer Gießen. Es wäre zu empfehlen, wenn sich immer mehr junge Leute dieser Prüfung, die die Aufnahme einer Ansage von 10 Minuten nebst korrekter Uebertragung erfordert, unterziehen würden. Die nächste Gelegenheit dazu wird wieder im Herbst gegeben, da diese Prüfungen im ganzen Reich jährlich zweimal abgehalten werden müssen. Eine gute Vorübung dazu bietet das große Leistungsschreiben des Gaugebiets Hessen-Nassau, welches am 5. Juli in Gießen in der Universität, dem Realgymnasium und der Oberrealschule abgehalten wird und zu dem weit über 1000 Kurzschriftler aus dem Rhein-Mainischen Wirtschaftsgebiet erscheinen werden. Mit dieser Tagung ist gleichzeitig die Feier des 75jährigen Bestehens der Ortsgruppe Gießen der Deutschen Stenographenschaft verbunden. Wespenplage in Aussicht! Der aufmerksame Beobachter wird in der letzten Zeit die Wahrnehmung gemacht haben, daß sich jetzt zahlreiche Wespen bemerkbar machen, die durch ihre Größe auffallen. Es sind nämlich lauter Königinnen, also weibliche Tiere, die nun daran gehen, ihre Nester zu bauen. Sie haben den Winter über in Ritzen, hohlen Bäumen, unter Moos und Mulm und sonstigen Schlupfwinkeln zugebracht und kommen, sobald warmes Frühlingswetter eingetreten ist, zum Vorschein, um an einer günstigen Stelle, gewöhnlich in einer Erdhöhle, einem hohlen Balken oder gar freihängend in einer Baumkrone, einem leeren Stalle oder unter der Dachfirste die ersten Zellen der zukünftigen Kolonie zu errichten. Während die ersten Wespen kaum schädlich sind, nimmt mit dem Erstarken des Volkes auf mehrere hundert Arbeiterinnen der Schaden zü und kann in manchen Jahren geradezu zur Wespenplaae werden. Die ersten und süßesten Weintrauben, die reifsten Aprikosen, Mirabellen, Renekloden und Frühbirnen — es sind die schlechtesten Früchte nicht, woran die Wespen nagen, sagt der Volksmund — werden heimgesucht, und wenn die Hausfrau ihre Vorräte an Gelee und Marmelade nicht gut verwahrt, muß sie zu Winters Anfang die betrübliche Erfahrung machen, daß die Wespen im Sommer und Früyherbst ihre Mitesser waren. Mit ihren Freßzanaen sind sie in der Lage, Papierverschlüsse und umhüllende Gazesäckchen zu zerbeißen. Das Fangen der Raubgäste im Hochsommer nützt sehr wenig. Durch die dauernd auslaufende Brut wird der Abgang nicht nur ersetzt, sondern es findet darüber hinaus noch eine beträchtliche Vermehrung des Volkes statt. Jetzt im Frühjahr ist die beste Zeit zur Bekämpfung, jetzt muß man darangehen, jede umherfliegende Wefpenstommutter entweder mit einem Fangnetz, oder durch Niederschlagen im Fluge, ober durch Töten in einem geschlossenen Raume zu vernichten. Jede gefangene Wespenkönigin läßt einen ganzen Wespenstaat nicht zur Entwickelung kommen. Leicht fangen lassen sie sich auch in aufgehängten Arzeneigläsern und Flaschen, die zum Teile mit Honiglösung, süßem Alkohol oder Beerensaft gefüllt sind. Die Lebensweise der Hornisse, vielerorts auch Göulswesven genannt, ist der der Wespen gleich. Ihr Schaden ist noch beträchtlich größer, da sie immer neue Früchte anfressen und so Den Fäulnispilzen und anderen Insekten die Vorarbeit zu ihrem Der- nichtungswerke leisten. Die Bekämpfung ist auch jetzt am leichtesten und erfolgreichsten. Notstandsarbeiter haben Anspruch auf Tariflohn. NSG. Wir hatten vor einiger Zeit eine Veröffentlichung gebracht, nach der der Lohn der Notstandsarbeiter freier Vereinbarung unterliegt. Dis Frage der Entlohnung der Notstandsarbeiter ist inzwischen erneut vor dem Landesarbeitsgericht Öurt behandelt worden. Der Tatbestand war er: Ein Volksgenosse, von Beruf Schmied, war bet einer Baufirma als Notstandsarbeiter beschäftigt. Während seiner Beschäftigungsdauer war er täglich etwa sechs Stunden mit Erdarbeiten und etwa zwei Stunden mit Pickelschärfen beschäftigt. Bezahlt wurde er als Tiefbauarbeiter. Mit Rücksicht auf feine Tätigkeit von regelmäßig aroei Stunden als Schmied verlangte er aber für diese Stunden den Schmiedelohn. Er klagte wegen der Differenz beim Arbeitsgericht. Arbeitsgericht und Landesarbeitsgericht haben feiner Klage stattgegeben. In der Urteilsbegründung heißt es, daß Notstandsarbeiter grundsätzlich mit Tariflohn au bezahlen sind; die gegenteilige Entscheidung, die Das Landesarbeitsgericht am 26. August 1935 unter Bezugnahme auf § 2 Ziffer 6 Des Bezirkstarifvertrages getroffen habe, sei unrichtig, da sie auf einer Verwechslung der Begriffe Fürsorgearbeiter und Not- standsaroeiter beruhe. Für die Zeit, in der der Kläger mit Erdarbeiten beschäftigt gewesen sei, habe er Anspruch auf den tariflichen Lohn eines Tiefbauarbeiters. Für die Zeit, während er als Schmied tätig gewesen sei, müsse ihm der Schmiedelohn zuerkannt werden. Pickelschärfen sei ohne Zweifel eine Schmiedearbeit. Nach dem Bautarif (§ 2 Ziffer 7) sei der Maurerlohn für jede Maurerarbeit, der Zimmererlohn für jede Zimmererarbeit zu zahlen, daraus folge, daß auch der Schmiedelohn für jede Schmiedearbeit zu zahlen sei. Das entspreche auch dem gesunden Volksempfinden, wonach jeder Arbeiter seines Lohnes wert sei. Wenn ein Volksgenosse gelernter Schmied sei und mit Schmiedearbeit beschäftigt werde, dann müsse ihm auch der im Bautarif vorgesehene Schmiedelohn bezahlt werden, denn Schmiedearbeit sei Facharbeit und gehöre nicht zu den Aufgaben eines Notstandsarbeiters, der lediglich ungelernte Arbeit, meistens Erdarbeit, zu verrichten habe. Diese Entscheidung ist von arundfätzlicher Bedeutung sowohl für die bei Notstandsarbeiten tätigen Gefolgschaftsmitglieder, als auch für die Unternehmer. ♦ ** Straßensperre. Wegen Vornahme von Straßenbauarbeiten wird die L i e b i g st r a ß e zwischen Ebelstraße und Aulweg von Donnerstag, den 14. Mai, bis einschließlich 20. Juni für den gesamten Fahrzeugverkehr polizeilich gesperrt. Die aufgestellten Sperr- und Umleitungsschilder sind zu beachten. Kleine Strafkammer Gießen. Der H. B. aus Garnbach wurde durch Urteil des Amtsgerichts Butzbach wegen Betrugs in drei Fällen zu einer Gesamtgefängnis strafe von zwei Monaten und drei Wochen verurteilt. Gegen dieses Urteil verfolgte der Angeklagte das Rechtsmittel der Berufung. In der gestrigen Haupt- Eine We l t verändert und erobert Vor 50 Jahren schufen Gottlieb Daimler und Carl Benz die ersten praktisch brauchbaren Kraftfahrzeuge. Sie schenkten der Menschheit Ungebundenheil und Freiheit von Zeil und Raum. Pionierwille und Höchstleistung an Konstruktion und Material sind seitdem das Merkmal geblieben für die Daimler-Benz-Werke und haben den Mercedes-Benz-Siem eine Well erobern lassen. Unser Bauprogramm 1936 bring! wiederum Spitzenleistungen: Vor allem die Ergänzung durch die vollkommenen Wagen der niedrigen Preisklasse: Typ 170 V. der überall Aufsehen erregt durch seine Leistung, seine Ausstattung, Wirtschaftlichkeit und durch seinen niedrigen Preis. Typ 170 H mit seiner großen Raummog- lichkeil und seinen fabelhaften Fahreigenschaflen • den neuen Diesel-Personenwagen Typ 260 D • die berühmten. bewährten und gern gekauften Modelle der Mittelklasse, die 2- und 23-Liter-Typen mit normalem und verlängertem Fahrgestell, 4- bis 5-sitzig oder mit den preiswerten und praktischen 6-sitzigen Aufbauten • die bekannten Typen 500 mit und ohne Kompressor. 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Verkaufstelle Frankfurt^ Flankenallee 139-149, Verkaafsdleust ole&en. Fa. Kraftfahrzeug-Rep^lr Neils Kraft, Glefe^Marburger StrTSJ^JT748/49 Verhandlung wurde festgestellt, daß der Angeklagte einem Landwirt eine Kuh verkaufte mit der Zusicherung, daß sie erst fünf Jahre alt sei und etwa 20 Liter Milch aebe. In Wirklichkeit handelte es sich um eine schon sehr alte Kuh, die den zugesicherten Milchertrag bei weitem nicht lieferte. Der Angeklagte begab sich außerdem am 5. Mai v. I. in ein Geschäft in Butzbach, nahm dort Mais und Dickwurzsamen mit und versprach, den ihm geliehenen Sack sowie den Kaufpreis in den nächsten Tagen zu zahlen. Aber auch in diesem Falle dachte der Angeklagte, der bereits im Jahre 1932 den Offenbarungseid geleistet hatte, nie daran, seinen Verpflichtungen nachzukommen. Auf dieselbe Weise schädigte er einen Geschäftsmann aus Lich, bei dem er ebenfalls Waren „kaufte". Die Kammer wies auf Grund der Beweisaufnahme die von dem Angeklagten eingelegte Berufung kostenpflichtig zurück. Oberheffen. Kinderlohn für das Oankopfer der Nation. * Alsfeld, 14. Mai. Kürzlich rastete eine Fa- milie aus Dresden, die mit dem Auto Alsfeld passierte, zur Erholung in einer hiesigen Gaststätte. Nach der Weiterfahrt der Besucher sand man in dem Lokal eine Handtasche mit einem größeren Geldbetrag und sonstigem wertvollen Inhalt, die von den Dresdener Gästen versehentlich liegen gelassen worden war. Der Fund wurde der Bürgermeisterei und von dieser den Eigentümern zugestellt. Daraufhin gingen bei der Bürgermeisterei 200 Mark als Finderlohn ein. Der Finder verzichtete jedoch in vorbildlichem Gemeinsinn auf die Belohnung, die dergestalt verteilt wurde, daß 120 Mark für das Dankopfer der Nation und 8 0 Mark für Stadtarme gegeben wurden. Landkreis Gießen. I Großen-Linden, 14. Mai. Hch. Pirr I. und seine Ehefrau Katharine, geb. Weigand, feiern am Samstag, 16. Mai, Goldene Hochzeit. Der Jubilar war 50 Jahre in der Zigarrenfabrik Gail tätig, die Ehefrau war in Großen-Linden 44 Jahre lang Hebamme. s. Lang-Göns, 14. Mai. Bei der Schul- fammlungfürdenVDA. (Volksbund für das Deutschtum im Ausland) gingen hier rund 40 RM. ein. y Watzenborn-Steinberg, 14. Mai. Am vergangenen Samstag und Sonntag weilte der hiesige Gesangverein „Germania" in Eichen in Westfalen als Gast des dortigen Männe r g e s a n g v e r e i n s „Treue", wo ihm eine überaus herzliche Aufnahme bereitet wurde. Abends wartete der Gastoerein unter Leitung des Chormeisters Gg. Harnisch - Steinberg der Einwohnerschaft von Eichen mit einem Konzert auf, das ihm von einer dankbaren Zuhörerschaft belohnt wurde. Zum Zeichen der freundschaftlichen Verbundenheit beider Vereine überreichte der Vereinsführer vom Gastverein, Th. Jun g, ein Chorwerk als Geschenk. Bei einem gemeinsamen Ausflug am Sonntag verlebten die Sänger frohe Stunden, die ihnen in schöner Erinnerung bleiben werden. «^Reiskirchen, 15. Mai. Am Mittwochabend lief im Saale „Zum Hirsch" der Großtonfilm „Der alte und der junge Köni g", ein Film aus der Jugendzeit Friedrichs des Großen, gezeigt von der Gaufilmstelle der NSDAP. Derselbe Film wurde gestern Vormittag den Schülern der fünf ältesten Klassen der hiesigen Volksschule und den Fortbildungsschülern gezeigt. Kreis Büdingen. ch Nidda, 14. Mai. Die Niddaer Bank A G. hielt bei reger Beteiligung ihrer Mitalieder ihre Hauptversammlung ab. Nach dem Bericht des Vorstandes über die Lage und oie Ergebnisse des verflossenen Jahres, erstattet von Rechner Hermann S e u m, ist der Gesamtumsatz von 19,3 Millionen Mark im Jahre 1934 auf 22,5 Millionen Mark in 1935 gestiegen. Die Bilanzsumme erhöhte sich in 1935 von 1 242 196,86 Mark auf 1 353 558,33 Mark. Die Neuausleihungen auf dem Hypotheken- und Schuldscheinkonto farfßen in der Hauptsache für volkswirtschaftlich wertvolle, der Arbeitsbeschaffung dienende Maßnahmen Verwendung, wodurch das Arbeitsbeschaffungsprogramm der Reichsregierung unterstützt wurde. Die Zinsrückstände haben entsprechend der fortschreitenden Besserung der Wirtschaftslage weiter abgenommen; sie betrugen für 1935 27 751,86 Mark gegenüber 31 519,49 Mark in 1934 und 35 246,08 Mark in 1933. Zwangsversteigerungen tarnen in 1935 nicht zur Durchführung. Die im Stadium der Liquidation befindlichen Raiffeisen-Genossenschaften in Langd, Fauerbach und Wallernhausen wurden mit Aktiven und Passiven übernommen unter Bürgschaft der Landesbauernkasse Rhein-Main-Neckar, Frankfurt a. M. Die Bilanz schließt am 31. Dez. 1935 mit 1 353 558,33 Mark in Aktiva und Passiva ab. Die Gewinn- und Verlustrechnung weist den Betrag von 76 570,54 Mark auf. Der Reingewinn, der sich auf 4428,42 Mark beläuft, wird in folgender Weise verwandt: 5 v. H. Dividende auf das eingezahlte Aktienkapital = 2210 Mark, 1000 Mark dem Reservefonds sowie je 500 Mark dem Spezial-Reservefonds und Delkredere-Konto. Der Rest soll aus neue Rechnung vorgetragen werden. — Nach Bekanntgabe des Rechnungsprüfungsresultats durch Oberrevisor Hartmann wurde dem Vorstand und Aufsichtsrat Entlastung erteilt. Die satzungsgemäß ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Hans Schmoll, Hermann Drott und Notar Ramge wurden wiedergewählt. Kreis Schotten. * Sellnrod, 13. Mai. Der vor Jahresfrist gegründete Evangelische Kirchen chor hatte die Gemeinde für Sonntag abend zu einer Kirchenmusikalischen Feierstunde eingeladen. Sätze der großen Meister Bach, Händel und Schütz beherrschten in erster Linie die abwechslungsreiche Vortragsfolge. Der Abend stand in der Auswahl des Dargebotenen unter der Losung des Chorals „Ich finge dir mit Herz und Mund ..." Mit großer Freudigkeit sind einige Chöre unter Instrumentalbegleitung vorgetragen worden. Ein kleines Orchester hatten einige Chormitglieder gufammen« gestellt. Sie haben allseits dankbare Zuhörer gefunden; es wirkten dabei mit Chorleiter Rud. Döring (Violine und Klarinette), die Brüder Wilhelm und Richard Geist aus Altenhain (Violine und Harmonium) und Ferdinand Heinz (Flügelhorn); das Orchester ist wertvoll ergänzt worden durch Herrn Wilhelm U s i n g e r aus Ulrichstein (Cello), dem für feine freundliche Bereitschaft besonderer Dank gebührt. Den Besuchern der dichtbesetzten Kirche, die teilweise aus den Filial- und Nachbargemeinden herbeigekommen waren, hat diese Feierstunde den Beweis geliefert, wie sehr der noch junge Kirchenchor mit seinen mehr als sechzig Sängern mithelfen will im Dienst an und in der Gemeinde. Besondere Anerkennung ist dabei dem unermüdlichen Chorleiter Rudolf Döring aus Babenhausen ausgesprochen worden. Mit stets gleicher Freudigkeit hat er Chor und Orchester geleitet und hat beim Vortrag dreier Sätze von Johann Sebastian Bach auch auf der Orgel bestes Können bewiesen. In einem Gruß- und Schlußwort wandte sich der Ortsgeistliche, Pfarrer Zulaus, an die Besucher und gab außerdem einen Bericht über die einjährige Arbeit des Kirchenchors, der in seiner wachsenden Mitgliederzahl, vor allem durch die zahlreichen fördernden Mitglieder, mit mehr als zwei Dritteln aller Haushaltungen in unserer Gemeinde in engster Verbundenheit steht. Diese Förderung und Bejahung von feiten der Gemeindeglieder gibt den Sängern neue Freudigkeit zur weiteren Arbeit. kreis Alsfeld. Homberg, 14. Mai. Die hiesige Sani- tätskolonne vom Deutschen Roten Kreuz und die Samariterinnen des Alice-Frauenvereins veranstalteten einen gut besuchten Werbeabend. Der Gründer der Sanitätskolonne, Ehrenvorsitzender Lehrer A l l e n d ö r - f e r, sprach im Anschluß an seine Begrüßungsworte über die Gründung des Roten Kreuzes und über das segensreiche Wirken dieser über die ganze Welt verbreiteten Oraanisation. Im Verlaufe des Abends wurden lebende Bilder aus dem Dienst der Sanitäter und Samariterinnen gezeigt, entsprechende Gedichte Dorgefragen und ein lehrreiches Theaterstück, ferner ein heiteres Bühnenspiel bargeboten. Alle Darbietungen fanden lebhaften Beifall der Besucher. Das finanzielle Ergebnis des Abends war sehr befriedigend, so daß es der Sanitätskolonne möglich sein wird, ihre gemeinnützige Einrichtung weiter auszubauen. Aus den preußischen Nachbargebieten. Kreis Wetzlar. 0 Wetzlar, 14. Mai. Die Generalversammlung der Viehverwertungsgenossenschaft für den Kreis Wetzlar fand im „Nassauer Hof" statt. Kreisstellenleiter Oberrevisor Berg erstattete den Geschäftsbericht und trug die Jahresbilanz vor. Der Umsatz betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 968 243,09 Mark gegenüber 722 692,14 Mark im Vorjahre. Die Genossenschaft hatte. Anfang 1935 594 Mitglieder. Der Zugang belief sich auf 34 Mitglieder, so daß am 1. Januar 1936 die Zahl der Mitglieder 628 betrug. Dem Verwaltungsorgan wurde einstimmig Entlastung erteilt. Der erzielte Reingewinn von 62,36 Mark wurde dem Reservefonds zugeführt. Die ausscheidenden Vorstandsund Aufsichtsratsmitglieder wurden einstimmig wiedergewählt. Neu in den Aufsichtsrat wurde der Landwirt Fritz Kunz jr. (Nauborn) gewählt. Bezirksbauernführer Langsdorf machte Ausführungen zur Nutzviehvermittlung. Die Generalversammlung faßte dann noch den Beschluß, grundsätzlich jede Geschäftsvermittlung nur gegen Barzahlung zu tätigen. Bei etwaigen Finanzierungsschwierigkeiten sollen die örtlichen Genossenschaften und die Geldinstitute Wetzlars herangezoqen werden. Mit einem Appell an die Mitglieder, auch weiter für die Viehverwertung tätig zu fein, schloß der Vorsitzende mit einem Gruß an den Führer die Generalversammlung. > Wißmar, 14. Mai. Die hiesige N S. - Frauenschaft hatte am Mutte rtag alle Mütter über 70 Jahren zu einer Feier in den schon geschmückten Saal der Gastwirtschaft Wolf eingeladen. Nach dem Willkommengruß der Frauenschaftsleiterin Frau T ö r n e r t wurden die Gäste mit gutem Kaffee und Kuchen reichlich bewirtet. Anschließend erfreute man durch eine reichhaltige Vortragsfolge von Gedichten, Volksliedern und Volkstänzen. .Dazu wurden noch schone musikalische Darbietungen geboten. Die Veranstaltung fand allenthalben vollen Anklang. — Die Spar- und Darlehenskasse hielt in der Gastwirtschaft von Wolf unter Leitung des Aufsichtsratsoorsitzenden Sattlermeister Stroh ihre zahlreich besuchte Jahreshauptversammlung ab. Der Geschäftsbericht und die Bilanz wurden von dem Rechner L. Groß nörgelest Der tReingeminn wurde dem Reservefonds überwiesen, die Rechnung genehmigt und dem Vorstand und Aufsichtsrat Entlastung erteilt. Der Genossenschaft gehören gegenwärtig 213 Mitglieder an. Die satzungsgemäß ausscheidenden Vorlands- und Aufsichtsratsmitglieder wurden wieder- gewählt. Dem Rechner Groß bereitete die Ver- ammlung anläßlich feiner 25jährigen Rechnertätigkeit eine Ehrung, die in einem schönen Geschenk ihren sichtbaren Ausdruck fand. Darauf wurde die Versammlung in üblicher Weise geschlossen. — Der Gesangverein „(B ermatt i a" kann in diesem Jahre auf feijt 90jähriges Bestehen zurückblicken. Aus diesem Anlaß wird am 27. und 28. Juni hier ein Sängerfest statt- finden. — Dieser Tage wurde der hiesige Kindergarten wieder eröffnet. Die ausgezeichnete soziale Einrichtung findet bei unserer Bevölkerung lebhaften Anklang. und Hautausschlag verseh winden durch meöhinal Herba-Seife St. 58 Pfg., verstärkt 90 Pfg. Zur Nachbehandlung Herba- Creme. (54 u. 75 Pfg.) 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Es wird erstrebt, unter Durchführung des Ausleseprinzipes die Schülerzahl auf dem Stand zu halten, der den wirtschaftlichen Erfordernissen des umliegenden Bezirkes entspricht. Die Schülerzahl im neuen Schuljahr beträgt mit dem Stichtag vom 5. Mai 1936 269. In den Raumverhältnissen ist keine Aenderung eingetreten. Unter Mitwirkung des Oberbürgermeisters fanden Verhandlungen statt, die das Ziel haben, daß durch die Industrie- und Handelskammer ein geeignetes Schulgrund stück erworben wird. Wie im Vorjahre fanden eine Reihe von B e - sichtigungen und Ausflügen statt. Die meisten Ausflüge erstreckten sich auf die nähere Umgebung. Die Abgangsklassen machten keine Tagesausflüge, sondern sparten das Geld, um ja eine größere Fahrt zu unternehmen. Unter Führung von Dipl.-Hdl. Dr. Römer begab sich die H. H. acht Tage nach Hamburg. Unter Führung von Dipl.-Hdl. D e h m e r . war die H. O. K. eine Woche im Westerwald und am Rhein. Unter Führung von Dipl.-Hdl. Dr. Heun verbrachte die H. O. M. eine Woche auf einer Wanderung im Weserbergland. Alle Ausflüge dienten neben Erholung der Pflege kameradschaftlicher Verbundenheit und ernster wirtschaftlicher Belehrung. Alle Einrichtungsgegenstände wurden planmäßig ergänzt. Besondere Sorge wurde dem Schreibmaschinensaal zugewandt. Die Schule verfügt nun über 42 erstklassige Maschinen. Die Aufwendungen auf diesem Gebiete betrugen in diesem Jahr etwa 7000 Mark. Die überragende Mehrheit der Schüler beteiligte sich am Reichsberufswettkampf. Dabei wurden von unseren Schülern mehrere Bestleistun- aen erzielt. Am Reichsleistungsschreiben der Deutschen Stenographenschaft nahmen nahezu alle Schüler teil. Es wurden etwa 100 Urkunden und 30 Buchpreise erworben. Die Schule beteiligte sich an den Sommer- kampfspielen der hessischen Schulen, ferner an den Schwimmwettkämpfen um die Ehrengabe des NSLB. und schließlich an den Wettkampfspielen. Bei letzteren gelang es unserer Mannschaft, die B e zi r k s m e i ste r s ch a f t im Fußball zu erringen. Es wurde dafür , eine schöne Plakette zugestellt. Im Schwimmunterricht erwarben etwa 50 Schüler den Freischwimmerausweis. Die Schulräume wurden für zahlreiche Kurse der Deutschen Arbeitsfront zur Verfügung gestellt. Auch der Schreibmaschinenunterricht der Deutschen Stenographenschaft wird im Schreibmaschinensaal der Anstalt durchgeführt. Selbstverständlich stellten.sich Lehrer und Schüler für die verschiedenen Sammlungen zur Verfügung. Ein besonders erfreuliches Ergebnis erbrachte die Pfundspende. Die Feiertage des deutschen Volkes und die für die Schulen besonders angesetzten wurden jeweils würdig begangen. Die schriftlichen Prüfungen fanden vom 9. bis 11. März 1936 statt. Als Prüfungsleiter erschienet Schulrat Stier le (Darmstadt) und Handels-Studiendirektor Lauer (Mainz). Schulrat Stierle nahm Gelegenheit, seine besondere Anerkennung auszusprechen. Alle Schüler und Schülerinnen haben die Prüfung mit Erfolg bestanden. Mehr noch als im Vorjahre wurden würdigen und bedürftigen Schülern ganze oder teilweise Freistellen gewährt. Wie im Vorjahre stellten sich auch alle Mitglieder des Lehrpörpers in vorbildlicher Weise für die zusätzliche Berufsschulung in der Deutschen Arbeitsfront zur Verfügung. Der Leiter der Anstalt, Dr. Kruse, war auch gleichzeitig der pädagogische Leiter aller Kurse. Er wurde am 6. Dezember 1935 zum Reichsfachwalter und Leiter der Reichsarbeitsgemeinschaft für die betriebswirtschaftliche Fächergruppe ernannt. Das Unterkommen der abgehenden Schuler und Schülerinnen ging durch die Bemühungen des Arbeitsamtes Gießen reibungslos vonftatten. Der größte Teil kam in der kaufmännischen Praxis unter. Einige Schüler der Höheren Handelsschule gingen unmittelbar zur Wehrmacht. Aus der Handelsoberklasse traten einige beim Reichsarbeitsdienst ein. Diese Schüler beabsichtigen nach 12jähriger Militarzeit in die Beamtenlaufbahn überzutreten und haben sich dafür die beste Vorbildung erworben. Einige Schüler treten wie in jedem Jahr in das elterliche Ge» schäft ein, ohne daß sie auf dem Arbeitsmarkt erscheinen. Schließlich ist noch darauf hinzuweisen, daß in jedem Jahr eine größere Anzahl von Schülerinnen nicht in den Beruf hineingeht. Sie erwerben die Handelsschulbildung so, wie die Schülerinnen, die eine allgemeinbildende höhere Schule besuchen, dort einen Abschluß machen, um dann im Haushalt der Mutter tätig zu sein. Nach den bisherigen Erfahrungen ist dieses Verhalten sehr zweckmäßig und zu begrüßen, da solche Mädchen für unvorher- gesehene Fälle eine wichtige Ausbildung besitzen. Don besonderer Wichtigkeit aber ist es, daß die zweijährige Handelsschule den Charakter einer Aufbauschule hat. Sie vermittelt in der verhältnismäßig kurzen Zeit von zwei Jahren den abgehenden Dolksschülern eine gute Allgemein- und gründ- liche Fachbildung, damit ist sie der wichtigste Schultyp, der zugleich am schnellsten eine abgeschlossene Ausbildung vermittelt. Rundfunkprogramm Samstag, 16. 2Nai: 6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Fröhlich klingt's zur Morgenstunde. 8.10: Gymnastik. 8.45: Auf zum Staatsjugendtag. HI.-Sport. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau hör zu! 11.30: Gaunachrichten. 12: Buntes Wochenende. 14.10: „Knorke". 15: Volk und Wirtschaft. 15.30: HJ.-Funk: Sieh, das ist die Scholle! Eine Hörfolge von Karen Hilbert. 16: Achtung! Hier ist der Hilfssender Kükenbüttel. 18: Blasmusik. 20.10: Großes Konzert. 22.30 ... und morgen ist Sonntag. 24 bis 2: Nachtkonzert. Nachruf. 3152 D Auskunft erteilt 3150A Photo - Kino o cv i Marktplatz 20 v. 4 - I ' ' I 1 [Stellenangebote| J Keine Zeugnisse | Mietgesuche 3-Zimm.-Wohnung Dieter 02214 Hohen Eigenschaften OasHei matbuch vom deutschen Walde! 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Mit dem heißen Dank für alles das, was er der Firma Goerlach und unserer Firma gewesen ist, verbinden wir die Versicherung, daß wir dem liebenEntschlafenen allzeit ein treues Gedenken bewahren werden. Adolf platt Ichdia platt, geb. Schlierbach Rodheim a. d. Ä., den 12. Mai 1936 Am 12. Mai starb unser Reisevertreter Herr Gustav Schad, Gießen Die glückliche Geburt eines gesundenZungen zeigen in dankbarer Freude an Wilh. Winckel, G. m. b. H., vorm. Gebr. Goerlach Limburg/Lahn. Limburg / Lahn, den 14. Mai 1936. 1(1 eine herrliche Welt! Ole beiden Kameramänner sind Ihr bl< in köstliche Verschwiegenheiten nahe gekommen. — Köstlich >st alles und zauberhaft schön." Dresdner Anzeiger Verlangen Sie das bebilderte Werbeblatt Zu beziehen durch jede Buchhandlung oder vom Hugo VevmMlev Verlag Berlin-Lichterfelde Im wunderschönen Frühling jetzt, Da alle Knospen sprangen, Hat für den Photo-Amateur Das Knipsen anzufangen I Auch wer noch keine Kamera hat, kommt jetzt zu mir und läbt sich die neuen billigen Apparate zeigen. Die handliche 6/9-Rollfilmkamera gibt es schon für Mk. 4 -, 5.-, 8 -, 8.40, 12.-, 12.75, 18.50, 19.50 usw. TORPEDO nur RM. 186.— schon für 8.30 monatlich Alleinverkauf: Niederhausen Gießen 10*a Bahnhofstraße Frühlingsfest im »Rheingold« am Samstag und Sonntag, dem 16. und 17. Mai. 3163D Kapelle Alfred Einbrodt Samstag verlängerte Polizeistunde! E> von Beamten alsbald bzw. bis 1. Juli gesucht. Schr.Angeb.unt. 02160 and.G.A 2 Zimmer und Küche von pünktlichem Mietzahl, gesucht Schr.Angeb.unt. 022l0and.G.A. Leer 3im.m. Küche vonkl.Beamten- witwe gesucht. Schr.Angeb.unt. 02207 a. d. G.A. Dauermieter sucht schönes und gut ausgestattet. 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