Samstag, 15. Sebruar 1936 186. Jahrgang 59 Erstes Blatt Gießener Anzeiger Flandin verteidigt die französische Bündnispolitik = 3 durch die t* c E 3 = l i® ft 2. 3 1 S" 3 ft. 9 2. S-S6 Ais ■o 'ft 3 3 E ' CT daß in dem Wahlkampf, der wohl unmittelbar nach Erledigung der Kammerdebatte um den Moskauer Pakt mit größerer Erbitterung als je einsetzen wird, die jungen Kreise der Rechten sich um so energischer einsetzen werden, als dort, schon die Bildung der Linksregierung Sarraut-Flandin starke Verärgerungen verursacht hat. Die 'Linke ihrerseits kündigt schon jetzt ganz offen an, daß sie ihre Formationen zum „Selbst - schütz" einsetzen wird, und es kann als sicher gelten, daß dabei die von Moskau geleiteten und finanzierten Teile der Volksfront bedenkenlos auf alle verfügbaren Kampfmittel zurückgreifen werden. Wie weit die Vorbereitungen dazu bereits gediehen sind, geht ja u. a. auch aus den Enthüllungen des „Ami du Peuple" über die Zersetzungsanweisungen für Heer und Behörden durch die Komintern hervor. Die Anweisungen enthalten sogar bis ins einzeln gehende Befehle für die Organisation von Straßenkämpfen, Zentralisierung der Befehlsübermittlung usw. Selbstverständlich wird der sowjetrussische Marschall Tuchatschewski dies und überhaupt jegliches Interesse Moskaus an irgendwelchen inneren Vorgängen in Frankreich genau so kategorisch bestreiten, wie es die Moskauer Regierung ohnehin tun lassen wird. Die ernste Verwickelung der ohnehin reichlich kom- treffen, wenn der Völkerbundsrat bei der Fest- tellung des Angreifers zu keinem einstimmigen Be- chluß kommt und daher auch keine Empfehlungen zum Vorgehen gegen den Angreifer abgibt. Der ursprüngliche Plan Barthous und Lavals sah diese Voraussetzung des Versagens der Völkerbundsmaschinerie nicht vor, sondern wollte die beiden Mächte in jedem Falle auf ein gemeinsames Handeln festlegen, gleichgültig ob man in Genf zu einem Entschluß gekommen war oder nicht. Laval hat die erwähnte Einschränkung durchgesetzt und damit den Beistandspakt wieder in den Rahmen des Völkerbundes eingefügt. Aber er bleibt auch dann noch gefährlich genug für den Frieden, denn es ist klar, daß sich der Völkerbund in feinen Entschließungen dem Druck einer so starken, durch Sondervereinbarungen gebundenen Mächtegruppe Frankreich- Sowjetrußland-Tschechoslowakei (die ja den gleichen Vertrag mit Moskau abgeschlossen hat) sicherlich nicht wird entziehen können. Nicht minder groß waren Lavals Bedenken, Oie von weiten Kreisen der Rechten geteilt werden, daß eine so starke außenpolitische Annäherung zwischen Paris und Moskau der kommunistischen Propaganda in Frankreich einen ungeheuren Auftrieb geben müsse. Die französische Presse hat in den letzten Monaten Zeugnisse in Hülle und Fülle veröffentlicht, aus denen unzweideutig hervorgeht, daß diese Befürchtungen schon zu einem guten Teil vor der Ratifikation des Vertrages Tatsache geworden ist. Zweifellos ist auch die Annäherung der marxistischen Linken und der Radikalsozialisten und ihr schließlicher Zusammenschluß zur sogenannten Volksfront unter dem Eindruck des gemeinsamen Kampfes für die Ratifikation des Vertrages mit Moskau stark gefördert worden. Denn H e r r i o t, der sich bereits als Außenminister eines Kabinetts der Linken aus den Wahlen zurückkehren sieht, ist ja immer schon einer der wärmsten Befürworter des Bündnisses mit Moskau gewesen. Er hat Laval seine Verschleppungstaktik besonders übelgenommen, dem es mit der Ratifizierung feines eigenen Vertragswerts nicht mehr eilig war, nachdem er sehen mußte, daß Stalin fein Versprechen auf Zurückhaltung in innerfranzo- sischen Angelegenheiten nicht hielt. Jetzt, wo die Wahlen vor der Tür stehen, spüren die ®™ppen der Rechten und der Mitte den wachsenden Einfluß des Kommunismus, der im neuen Parlament einer linksradikalen Mehrheit zur Herrschaft verhelfen will. Diesem entschlossenen Willen, diesmal aufs Ganze zu gehen, steht eine in vielerlei Grüppchen und Meinungen gespaltene Rechte gegenüber. So wenig wie über den Beistandspakt mit Moskau dienstzeitverlängerung gehe ausschließlich auf belgische Erwägungen zurück. Frankreich und Belgien seien untereinander nur durch d'e Dölkerbundssatzung und durch das L o - carnoabEommen gebunden. Der französisch- belgische Militärvertrag von 1920 sei Durchführungsabkommen, das in keiner Weife die belgische Militärpolitik beeinflussen könne. Das „Journal" will wissen, daß bei den wirt- chaftlichen Besprechungen zwischen van Z e e l a n d mb dem französischen Handelsminister Bonnet die Bildung einer besonderen Grenzzone in Aussicht genommen worden sei. Dieser Plan dürfte eine Lösung in all den strittigen Fragen darstellen, die die französisch-belgischen Beziehungen am häufigsten trübten, da sich in der letzten Zeit große Spannungen ergeben haben, weil Nach der Derprügelung Leon Blums durch Mitglieder der „Action Fran^aise" hat der französische Ministerrat unter Vorsitz des Staatspräsidenten das Verbot der drei Verbände der Action Francaise beschlossen Es handelt sich dabei um den eigentlichen Verband sowie um die Camelots du Roi und um den Studentenverband. Damit ist der Gipfel der innerfranzösischen Krise erreicht, die seit dem Sturz der Regierung Laval begann, sich in dem schweren Kamps um die Ratifizierung des Moskauer Paktes steigerte und mit diesen beiden Vorgängen den dritten, nämlich die Vorbereitung der Wahlen, aufs ftärffte belastete. In Pariser politischen Kreisen nimmt man an, daß die betroffenen Verbände die Auflösung um so weniger ruhig hinnehmen werden, als die Maßnahme der Regierung sich einseitig gegen eine Organisation der äußersten Rechten richtet. Dazu kommt, daß die zu Beginn des Winters beschlossene Auflösung aller militärisch aufgezogenen Verbände, also der Kampforganisationen der Linken niemals im Sinne des damaligen Beschlusses der Regierung Tatsache geworden ist. Die Vorgänge um Leon Blum haben beiden Flügeln, sowohl dem rechten wie dem linken, mit ihren Folgerungen eine Wahlparole gegeben, die beide Seiten zweifellos bis aufs äußerste 'ausnutzen werden. Man darf annehmen. r $e V, ft 3 I" G)SS !Qft& = 1 ft .2,ft so ft^ft- sLs 5 ® ft -’o 3X o ftC-3 ft 2 o 3 3 5:cr° , 3 ft Oer Pakt mit Moskau. Ls kann keinem Zweifel mehr unterliegen, daß bit französische Kammer der Ratifizierung dis französisch - sowjetrussischen Beistandspaktes ihre Zustimmung geben wird, ßi Entscheidung darüber ist tatsächlich längst ge= ta,en und es handelt sich für die Parteien nur noch bä um, von der Bühne des Parlaments herab den Mihlern im Lande die eigene Einstellung zum Pakt ; mi Moskau plausibel zu machen. Das ist in diesem . Me besonders notwendig. Denn einmal stehen die ‘ Wchlen vor der Tür und zum andern hat selten ein außenpolitischer Vorgang in der öffentlichen Mei- nng Frankreichs eine so zwiespältige Beurteilung gründen wie der Pakt mit Moskau. Auf der Rech- ler findet das Bündnis mit der Sowjetunion seine Firsprecher in Kreisen des Generalstabs und der Riftungsindustrie. Sie sind in den machtpolitischen Vcrkriegsvorstellungen befangen und sehen die Scherheit Frankreichs, die für sie gleichbedeutend ift mit der französischen Hegemonie in Europa, nur oeibürgt durch ein Bündnissystem alten Stils, das fi| gegen Deutschland richtet, von dem man die swizösische Vormachtstellung am stärksten bedroht gfcubt. Es ist ja nicht von ungefähr, daß der Vater bi-'es Paktes mit der Sowjetunion Louis Bartko u war, der alte Kampfgefährte Poincares, der al- aktiver Staatsmann schon in der Aera der et en französisch-russischen Allianz tätig gewesen wcr und wie damals die französische Demokratie bq- Zusammengehen mit dem absolutistisch regierten Zarenreich nicht gescheut hatte, so schreckte Barthou ilck auch vor dem Bund mit dem Bolschewismus nicht mück, wenn er dadurch hoffen konnte, das erstar- kerde Deutschland wie ehedem in die Zange nehmen pi fönneq. Die Aussöhnung mit Italien und das Lindnis mit Moskau waren die Eckpfeiler der Lorthouschen Außenpolitik gewesen, und auf beide gefügt hatte die Neuordnung im Donauraum im Sinne eines Ausgleichs der Interessen Italiens mit beten der Kleinen Entente den Schlußstein in der Uhu er um Deutschland bilden sollen. die Umstände haben es verhindert, daß diese Erbschaft Barthous in den Händen feines Testa- me-üsvollstreckers Laval sich so schnell verwirk- Ufen ließ, wie es der Vater des Einkreisungsge- barEens gehofft hatte. Auch war Laval beweglich gqmg, die Möglichkeit einer Verständigung mit Deutschland nicht besinnungslos wie Bar- thtu von sich zu schieben, die ja heute schon auch mcnchen einsichtigen Franzosen aller politischen La- gri der einzige sichere Weg zur Stabilisierung eir»5 echten und dauerhaften europäischen Friedens zusein deucht. Laval hatte nicht viel Freude an der ihre von Barthou überkommenen Erbschaft. Das Fieundschaftsabkommen mit Italien, do- Barthou vorbereitet, von Laval am 6. Januar 195 unterzeichnet, führte mit dem Ostafrikafeldzug be- italienischen Verbündeten die Franzosen in die Zlnckmühle der Sanktionen, aus der Laval nur buich äußerst geschicktes Lavieren zwischen den beides Freunden England und Italien das franzö- zösche Büh^nissystem anscheinend ohne große Beschädigungen wieder hat herausbringen können. Der Ai istand spakt mit S o w j e t r u ß l a n d, ebinfalls schon in den Grundzügen von Barthou gelegt, aber erst von Laval am 2. Mai 1935 miierzeichnet, verursachte anfangs nicht nur in Eng- lorö bedenkliche Gesichter — man hat inzwischen scheinend in London seine Ansicht geändert —, fordern auch in Frankreich selbst einen heftigen jhänungsftreit der Parteien, der zum Sturz des Spinetts Laval durch die Radikalsozialisten erheblich beigetragen hat und auch durch die Ratifizie- tui g des Vertrags noch keineswegs beigelegt fein Öürfte, vielmehr im bevorstehenden Wahlkampf eine grctze Rolle spielen wird. Der Grund dafür liegt in den weite Kreise des französischen Volkes de- hewschenden zwiespältigen Gefühl, daß der Pakt mit den Bolschewismus wohl eine außenpolitische Not- rveidigkeit gewesen sein mochte — auch das wird öor vielen Männern der Rechten entschieden bestritten — daß aber innerpolitisch der Pakt eine außerordentlich schwere Belastung für Frankreich beteutet. 1 Itutf) Laval selbst hat diesen Zwiespalt gespürt. vermag man sich in anderen Fragen auf eine politische Linie zu einigen. Viele Gruppen der französischen Rechten halten sich vom parlamentarischen Betrieb überhaupt fern, wie weit ihr Einfluß über gewisse intellektuelle Kreise hinaus auch die großen Massen ergriffen hat, ist sehr zweifelhaft. Die Wahlen haben jedenfalls eine ständig wachsende Mehrheit der Linken gezeigt. Zwischenfälle, wie der Zusammenstoß des Marxistenführers Leon Blum mit royalistischen Studenten, geben der Linken Gelegenheit, von der Regierung scharfes Einschreiten gegen die sogenannten Kampfoerbände der Rechten zu fordern, in deren Reihen die kommunistische Gefahr wohl gespürt wird, aber noch nicht die Erkenntnis gereift zu sein scheint, daß nur eine antimarxistische Einheitsfront im Innern und das Gefühl für die Solidarität der abendländischen Kulturwelt im Kampf gegen den Bolschewismus mit der Anerkennung der daraus auch für Frankreich entspringenden Pflichten das französische Volk vor der kommunistischen Anarchie zu retten vermag. Wie weit entfernt man in Paris heute noch im allgemeinen von solchen Gedankengängen ist, erhellt aus der Haltung des neuen französischen Außenministers Flandin, der seiner Vergangenheit nach schlecht in das fast rein radikalsozialistische und ganz von der Gnade der Volksfront abhängige Kabinett Sarraut hinein paßt, aber durch fein außenpolitisches Programm aufs glücklichste die Brücke zur Rechten schlägt. Er betont wieder entschiedener als Laval die Freundschaft zu England, das jetzt selber unter dem Druck gefährlicher Konstellationen in Ostasien sich zu einer freundlicheren Haltung zu Moskau bequemt. In der englischen Presse ist es zwar wieder Mode geworden, die deutsche Ausrüstung nicht nur für die Notwendigkeit der Ausdehnung des eigenen Rüstungsprogramms, sondern auch für die Annäherung an die Sowjetunion verantwortlich zu machen, aber dafür ift wohl der Wunsch maßgebend, in der öffentlichen Debatte plausible Gründe zur Verteidigung einer Politik in Händen zu haben, die sich für den Fall einer Auseinandersetzung in Ostasien im Augenblick einer noch nicht behobenen Krisis im Mittelmeer den Rücken zu decken sucht. Flandins Gedanken- gänge sind andere. Er sieht, daß der italienische Bundesgenosse in Abessinien sich stärker engagiert hat, als es in der Absicht des Abkommens von Rom lag' und es Frankreich lieb fein kann. Die diplomatischen Besprechungen in Paris mit den von den Beisetzungsfeierlichkeiten aus London zurückkehrenden Staatsoberhäuptern und Ministern der Mächte des europäischen Südostens sollten das Loch flicken helfen, das durch den Ausfall Italiens oder wenig- s „ o n M a ?",a5 ms’’ 8 Y ft.. 8 P E/B 9 (Eft 2 D 3 ft ,0 3 g n .9 6 oft 3 ft ft 3^ •»423 tift Zs » O er g 2. 9 3 ft Das Ergebnis der pariser Besprechungen. Paris, 14. Febr. (DNB.) Vor dem Senats- ausschuß für auswärtige Angelegenheiten legte Außenminister Flandin alle die Gründe dar, die seiner Ansicht nach zugunsten einer sofortigen Ratifizierung des f r a n z ö s i s ch-s o w j e t- russischen Paktes drängten. Der Pakt sei ein reines politisches Instrument, abgefaßt streng im Rahmen des Völkerbundes und in vollem Einvernehmen mit dem Locarno-Vertrag, sowie mit den chon bestehenden tschechoslowakisch-russischen und rumänisch-russischen Pakten. „Dieser Pakt eines gegenseitigen Beistandes", so erklärte Flandin wörtlich, „bleibt auch für Deutschland offen und wird somit keine Spitze gegen Deutschland haben." Die Pariser Besprechungen hätten die Bande zwischen Frankreich, der Kleinen Entente und der Balkan-Entente sowie mit allen Mächten des Donaubeckens enger geknüpft. Die Unabhängigkeit Oesterreichs in enger Verbindung mit der Kleinen Entente sei gesichert worden. — Die Wirtschaftsbeziehungen Frankreichs mit den Balkanländern hätten verbessert werden können. Der belgische Besuch. Paris, 14. Febr. (DNB.) Der belgische Ministerpräsident van Zeeland hat seine Besprechungen mit dem französischen Außenminister fortgesetzt. Es wurde die Frage der entmilitarisierten Rheinlandzone besprochen und auch der Locarnopakt erörtert. Flandin hat den belgischen Ministerpräsidenten über die in Paris geführten diplomatischen Unterhandlungen unterrichtet. Es sei unrichtig, so erklärte Flandin, daß die Erhöhung der Militärdienstzeit in Belgien eine Folge des französisch-belgischen Militärabkommens von 1920 sei. Diese Militär- Qr hat versucht, dem ihm überkommenen Entwurf ^oithous und Litwinows einen seiner bösartigsten Mzähne auszubrechen, indem er auf Abmilde- rur>g des gefährlichen Automatismus hinarbeitete, der die Tür zu einem neuen Weltkrieg aufstößt, sobald erst der Apparat der gegenseitigen Bei- sl^dsverpflichtungen an einer Stelle in Gang ge- sttz worden ist. Man erinnert sich, daß der Plan ein? s französisch-sowjetrussischen Beistandspaktes den Wunsch entsprang, den Artikel 16 des Völker- Im dsstatuts, in dem sich die Mitglieder des Völ- Emeunbes gegenseitig Hilfe gegen einen Angreifer zuxesagt haben, dadurch zu ergänzen, daß man diese gegenseitige Hilfe dem Belieben der einzelnen Mcchte entzog und in ein bestimmtes Schema pecßte, das automatisch einsetzen sollte, sobald an irg nbeiner Stelle ein KonfliEt entftanb? Der 91( rboftpaEt, ber diesen GedanEen automat sh in Beistands in die Praxis einführen sollte, i gescheitert an dem Widerstand Deutschlands und ens, die es als Mittelmächte ablehnen mußten, ft als Aufmarsch- und Kampfgelände für fremde ije re herzugeben in einem Konflikt, der ihre eigene i Interessen gar nicht notwendigerweise zu be- lüh-en brauchte. Was von dem Barthouschen Plane übrig geblieben ist, der französisch-sowjetrussische ?e standspakt, steht jetzt vor der Ratifizierung. $e ne Urheber behaupten, er halte sich durchaus in Rahmen der Dölkerbundssatzung und suche diese m schlagkräftiger und wirkungsvoller zu machen iird) die gegenseitige Verpflichtung der beiden V tragspartner, gegebenenfalls aus eigenem llifchluß Maßnahmen gegen einen Angreifer zu (Siebener Familienblätter Ä ■■ ÄES Grundpreise für 1mm höhe Heimat im Bild - Dre Scholle ® fl JF ■ ■ M ■ W ■ ■ M I 1 | ■ für Anzeigen von Monatt-vezug§preir: ■■■I ■ ■ 9 F I II 9^ 9 9 9 9r 9 Breite 7 Rpf., für Text- M 4 Beilagen RM.1.95 V M ■ 9 9 9 9 9 9 9 9 9k 9 von 70 mm Breite Line Illustrierte 1.80 ■ 9 9 9 9 M' 9 Uk 50Rpf..Platzvorschrift nach Zustellgebühr .. , -.25 ■ 9 9 9 vorh.Verembg.25°/„ mehr. VJ v iirolge höherer Gewalt e M < < . Stellen- Vereins-.gemein- WM Seneral-Anzeiger fut Oberhessen T*'«: wÄl/ 6 behördlicheAnz-ig-nkRps. sontiurt am main 11686 Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfiläts vllch- und Steindruckerei «.Lange in Stehen. Schrisllettllng «nd Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 M-ngenabschlüss-Staffel8 I I e „K ö ch e" gibt, noch dazu solche, die nichts Kochen verstehen. Es gibt für die Wehrmacht vom Neue Erfolge in Garmisch von einem Minister der Krone gehört habe. Baldwin habe im Zusammenhang mit dem Hoare-Laval- Dorschlag erklärt, daß er eine Feststellung machen könne, die — wie er garantiere — dafür Sorge tragen würde, daß niemand gegen ihn stimme. Einige Tage später habe Baldwin wiederum bekannt, daß er sich geirrt habe. Jedermann in England habe sich gefragt, was hinter den Worten Baldwins stecke. Leute, die sehr viel besser über die britische Verteidigung unterrichtet seien als die meisten Mitglieder des Unterhauses, hätten sich die gleiche Frage gestellt. Chamberlain erklärte, er sei gegen die Ernennung eines Verteidigungsministers, weil er die unbeschränkte Verantwortlichkeit der zivilen Häupter der drei Wehrämter mindern würde. Er wünsche eine zusammenfassende Autorität zu sehen, die dafür Sorge trage, daß die von den einzelnen Ministern ausgearbeiteten Vorschläge zu einem zusammenhängenden Ganzen zusammengefaßt würden. Nur zögernd gestehe er zu, daß es dem Premier- noch unklarer. Die Generalstabs-Chefs beraten untereinander und mit dem Regierungs-Chef. Was geschieht nun, wenn z. B. der Marine-Minister das, was hier beschlossen wird, mit seinem Gewissen nicht vereinbaren kann und es nun doch in seinem Machtbereich, für den er dem Parlament verantwortlich ist, geschehen lassen soll. Auch die Army, Navy and Air Force Gazette ift mit diesem System nicht zufrieden, wenn sie auch nicht den eben erwähnten Gesichtspunkt anführt. Sie macht dafür auf andere Schwierigkeiten aufmerksam. Sie meint, gerade die drei Generalstabs- Chefs sind meist nicht solche Naturen, die sich für die Zusammenarbeit in einem derartigen Kriegsrat eignen. Sie sind meist in ihre hohe Stellung gelangt, weil sie sehr ausgesprochene Per- onllchk eiten, die sich durchzusetzen wissen, smd. eie sind Führer und eignen sich darum weniger für die Rolle als Berater. Die Eignung zum Führer und Berater findet sich nach Ansicht der Zeitschrift selten in ein und derselben Person, besonders wenn es sich um ältere Herren handelt. Als schlagendster Beweis für die Ungeeignetheit des derzeitigen Systems wird die Tatsache angeführt, daß Groß-Britannien genau wie vor dem Weltkriege die Hälfte seiner Mehrausgaben der Kriegsmarine zuwendet, während doch diese „mindestens 90 v. H. ihres wahren Wertes verloren hat". Man darf über diese Ansicht etwas erstaunt sein. Es ist denn doch eine recht kühne Behauptung, den Wert der Seegeltung so gering anzuschlagen. Wenn die Oelsperre bei dem'Austraa der« m i n i st e r unmöglich sei, ein „wirksamer" Vorsitzender des Reichsverteidigungsausschusses zu sein. Der Premierminister habe zu viel in seiner Hand und sei nicht in der Lage, die verwickelten technischen Anforderungen des modernen Krieges zu prüfen. Das sei vielmehr die Aufgabe eines befon- deren Ministers. Solche Fehler wie diejenigen, die Baldwin am Tisch des Hauses innerhalb der letzten zwei Jahre habe eingestehen müssen und für die er die Verzeihung des Hauses habe erbitten müssen, dürften sich nicht wieder ereignen. Die Rede Chamberlains hat beträchtliches Aufsehen im Hause erregt, da es ganz ungewöhnlich ist, daß eine so einflußreiche Persönlichkeit wie Sir Austen Chamberlain das Haupt der Regierung unmittelbar angreift. Sir Edward Grigg wandte sich gegen den Vorschlag, Churchill mit dem Verteidigungsministerium zu betrauen. Er sei der Aufgabe' gegenwärtig nicht gewachsen. Man stünde vor einem Notstand, der fast ebenso groß sei wie der von 1931. Admiral Sueter zog hierauf seinen Gesetzesantrag zurück. Deutschland II mit Grau-Brehme mit 2:53:99 an neunter Stelle. ♦ Seine dritte Goldmedaille holte sich der Norweger Ivar Ballangrud im Eisschnell- laufen, lieber 10000 Meter siegte er in 17:24,3 Minuten vor dem Finnen V a s e n i u s (17:28,2) und bejn Oesterreicher Stiepl (17:30,6). Sandt- ner kam in 18:02,0 auf den 12., Sarnes in 18:04,3 auf den 15. Platz. Ballangrud hat von den vier Schnelläufen über 500, 1500, 5000 und 10 000 Meter im 1500-Meter-Lauf den zweiten Platz belegt, die anderen drei Rennen gewonnen, ein seltener olympischer Erfolg. — Ernst Baier, unser deut- scher Kunstlaufmeister, konnte sich nach seinem schönen Erfolg mit Maxie Herber im Paarlaufen nun auch im Einzellaufen zur Geltung bringen. Er belegte hinter dem unerreichbaren Wiener Weltmeister Karl Schäfer, der mit Platz- Ziffer 7 und 422,7 Punkten Olympiasieger wurde, den zweiten Rang mit Platzziffer 27 und 400,8 Punkten und holte so für Deutschland die dritte Silbermedaille. Ganz knapp hinter ihm lag der Oesterreicher Kaspar, der die gleiche erstklassigen technischen Ausschusses annehmen werde, der einem umgebildeten und verbesserten Reichsverteidigungsausjchuß übergeordnet würde. Es sei eine ähnliche Lage roie im A u g u st 1914. Die Luftwaffe müsse einen vorherrschenden Anteil der Wehrhaushalte beanspruchen. Die Regierung werde gut daran tun, klare Angaben zu machen, wie sie die Besorgnisse, die in der gestrigen Aussprache zum Ausdruck kamen, beseitigen wolle. „Daily Mail" meldet, Sir Austen Chamberlain sei von einer einflußreichen Gruppe konservativer Abgeordneter ausersehen worden, der Regierung schwere Besorgnisse hinsichtlich der unzulänglichen Rustungsmaßnahmen zum Ausdruck zu bringen. Es sei unwahrscheinlich, daß die Rede ernste Folgen haben werde, falls nicht die Regierung die Warnungen Chamberlains in den Wind schlage. „Mor- ning Post", die die Ansichten der radikalen konservativen Gruppe vertritt, ist im übrigen der Auf- fassung, daß die Rede Chamberlains außerordent- lich geschadet habe. Sein Mißtrauensvotum lei gegen den Ministerpräsidenten persönlich gerichtet gewesen und es habe bedeutet, daß Baldwin flicht mehr das Vertrauen des Hauses oder der Oeffent- lichkeit verdiene. Auch das liberale „News Chronicle" sieht die Stellung des Ministerpräsidenten als schwer gefährdet an. Baldwins allzu häufige Eingeständnisse von Irrtümern hätten bei vielen Kon- servativen Zweifel an feinen Führerfähigkeiten in einer Krisenzeit erregt. Mehrere Konservative hätten das Gefühl, daß Baldwin Pfeife rauche, während die Welt brenne. Wenn Chamberlains Angriffe die Kräfte, die sich gegen den Ministerpräsidenten gesammelt hätten, endgültig in Bewegung fetze, dann sei eine Regierungskrise un- vermeidlich. Die Möglichkeit, daß Schatzkanzler Neville Chamberlain Ministerpräsident werde, werde dann erneut ins Auge gefaßt werden. Auch das Arbeiterblatt „Daily H e r a l d" stellt die Frage, ob Baldwin vielleicht bald das Schicksal Sir Samuel Hoares teilen werde. Bemerkenswerterweise hätten die Tories sich die Angriffe Chamberlains gegen Baldwin schweigend angehört. Keiner seiner Anhänger habe eine Stimme des Protestes erhoben ober ein Wort zu seiner Verteidigung gesagt. pilgerten Inneren Sage Frankreichs hat sich, abgesehen von allebem auch noch baburch kompliziert, baß einige Blätter roieber einmal bie Frage ber Einführung von Verhältniswahlen aufgeworfen haben. Es ist gerabezu grotesk, baß bas offizielle Frankreich einerseits bie Verbinbung mit bem Bolschewismus nicht eng genug gestalten kann unb an- bererfeits bie Einführung bes Verhältniswahlsystems aus bem Grunbe verweigert, weil jebermann in Frankreich genau weiß, baß bie Kommunisten bann schon heute nicht weniger als 60 Kammer- m a n b a t e statt ber jetzigen 11 haben würben! Eine Zahl, bie sich infolge ber zunehmenben Rabikalisie- rung in Frankreich bei Wahlen zweifellos noch erheblich steigern würbe, wie ja schon aus bem bekannten „roten Gürtel um Paris", aus ber Tatsache von nicht weniger als 100 kommunistisch geleiteten Ge- meinben, aus ber kommunistischen Durchsetzung ber Lehrerverbänbe usw. hervorgeht. Mystische Protestkundgebung. Werden sich die Radikalsozialisten beteiligen? Paris, 15. Febr. (DNB. Funkspr.) Wie nicht anbers zu erwarten, zögern bie französischen marxistischen Parteien nicht, ben UeberfaU auf ben Sozialisten sichrer Leon Blum nach jeher Richtung politisch unb wahltaktisch auszuwerten. Sie geben sich nicht mit ber Auslösung ber Glieberungen ber Action Frangaise zusrieben, sonbern veranstalten am Sonntagnachmitag eine große Kunbge- bung vor bem Phanteon unb auf bem Platz der Nationen. Zu biefer Kunbgebung werben aber nicht nur bie Anhänger ber sozialistischen unb ber kommunistischen Partei unb ber Gewerkschaften aufgerufen, sondern sämtliche Anhänger ber Volksfront einschließlich ber Rabikalsozialisten. Wie weit diese allerdings den Ausrufen Folge leisten werden, ist noch nicht bekannt. Die Army, Navy and Air Force Gazette gibt die Schuld in erster Linie dem Umstande, daß es z u viele „K ö ch e" “:Xi- Englische Wchmiachlssorgen 43on Oberstleutnant (E) von Belli Die gespannte politische Lage hat in der englischen Fachpresse wiederholt zu der Frage geführt, ob Groß-Britanniens Wehrmacht allen möglicher Weise an sie herantretenden Anforderungen gewachsen ift. Teilweise ist eine starke Unzufriedenheit mit dem derzeitigen Rüstungsstand festzustellen. Sie verbindet sich meist mit scharfer Kritik an dem Verhalten der verantwortlichen Staatsmänner. So beklagt z. B. die Army, Navy and Air Force Gazette vom 21. November 1935 die ungenügende Kampfbereitschaft. Was hat Chamberlain bezweckt? Schärfste Anspannung der Rüstungsmaschine oder Krisis um Baldwin? nickt weniger als drei verschiedene politische Minister, und diese haben wieder ihre Unterstaatssekretäre und Finanzsekretäre. Dazu sind alle diese Minister und ihre Gehilfen nicht Leute vorn Fach. Die Zeitschrift schlägt eine Verkleinerung dieses Behördenapparats vor. Sie will nur einen einzigen K r r e g s rn i n i st e r für die gesamte Wehrmacht mit einem Unterstaatssekretär und drei Finanzsekretären. Mr 1 Ife/i» ® KtzS Ä bett M-radlch SS bcle^ general öß5 SÄ fe' der fernen M A-M-Patrouil Eßie Mßt *n, daß durch die hdtnfieil gegeben n unb mit ben Gesul in einen hurten abc De in GnrM-P ßornmene Öaftfreun Errn ber ausländisi Merabschast roiir rinnerung bleiber tzseichskriegsininistei Der oppositionelle Arbeiterabgeordnete, Oberst Wedgewood, erklärte, es bestehe die Gefahr, daß die britische Politik von Leuten bestimmt würde, die völlig verschiedenartige Ansichten über die Ziele und Mittel der Verteidigung hätten. Jede künftige Aktion einer feindlichen Macht werde plötzlich und un angekündigt erfolgen, es werde keine Kriegserklärung geben, sondern man werde vom Krieg dadurch Kenntnis erhalten, daß Bomb en abgeworfen würden. Die B e - herrfchung der Luft fei viel wichtiger als die Beherrschung der See. Wenn der Feind Ueberlegen- heit zur.Luft besitze, würden die britischen Schiffe am Tage nicht ausfahren können und würden schwer zu verbergen sein. <5ir Austen Chamberlain richtet außerordentlich hefti-ge Angriffe gegen Baldwin. Im November 1934 habe Churchill Baldwin gefragt, was er zu dem beispiellosen Anwachsen der deutschen.Luftflotte zu sagen habe. Darauf habe Baldwin geantwortet, es sei n i ch t wahr, daß Deutschland sich stärkemäßig England nähere. Am 22. Mai 1935 habe Baldwin aber erklärt, daß seine Zahlen über die deutsche Wiederaufrüstung nicht falsch gewesen seien. Er habe sich jedoch getäuscht. Weder er noch irgendeiner seiner Berater habe sich eine Vorstellung gemacht, wie die Erzeugung von Flugzeugen von Deutschland in den letzten Monaten beschleunigt worden sei. Im Dezember 1935 fyabe der Premierminister das Erstaunen des Hauses und des Landes dadurch erregt, daß er Sätze gebraucht habe, die noch niemand 'jemals Eine Verwirklichung dieses Vorschlages würde einen Fortschritt bedeuten. Freilich wird dabei an dem in England herkömmlichen Brauch festgehalten, an die Spitze eines Ministeriums nicht etwa den besten Fachmann zu setzen, sondern einen Politiker. Es hängt dies mit dem parlamentarischen Regierungssystem zusammen und mag dafür passen. Der Minister ist in diesem Falle weniger der sachverständige Leiter als der Anwalt seines Ministeriums dem Parlament gegenüber. Vielleicht kann man ihn auch als den Vertrauensmann des Parlaments für feinen Wirkungsbereich betrachten. Für den Krieg ift diese Organisation auf jeden Fall wenig geeignet. Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, die Befehlsbefugnisse zwischen dem politischen Minister und dem militärischen Führer einwandfrei zu klären. Ein Laie, der einem Feldherrn in rein militärischen Dingen dreinredet, ist ebenso wenig am Platze, wie ein Vorgesetzter — und das ist der politische Kriegsminift'er —, der nicht berechtigt ist, mitzureden. Die Geschichte des Weltkrieges zeigt uns dafür in England wie in Frankreich die lehrreichsten Beispiele. Augenblicklich wird in England das Zusammen- wlrken der drei verschiedenen Ministern unterstellten Teile der Wehrmacht dadurch angestrebt, daß die drei Generalstabs-Chefs einen Ausschuß unler dem Vorsitz des Ministerpräsidenten bilden. Cm „Kriegsrat" ist an sich schon etwas unerfreu- ^.wes- Durch diesen Ausschuß wird zudem noch das Verhältnis der drei militärischen Spitzen der Wehrmacht zu ihren vorgesetzten politischen Ministern ^opagando". W feinem Garmisch - Partenkirchen, 14. Febr. (DNB.) Das Olympische Dorf stand am Freitag im Zeichen des Militärpatrouillenlaufs. Bei wolkenlosem und heiterem Himmel gingen die neun Patrouillen auf die 25 Kilometer lange schwierige Strecke. Auf dem zweiten Teil der Strecke hatte jede Patrouille, die aus einem Offizier und drei Leuten bestand^ drei Ballons abzuschießen. Sieger wurden die Italiener in 2:28:35 Stunden vor Finnland (2:28:49) und Schweden (2:35:24). Deutschland belegte mit der Mannschaft Lt. Leupold, Hieble Lochbühler, Kirchmann hinter Oesterreich und vor Frankreich, Schweiz, Tschechoslowakei und Polen den fünften Platz. — Rekordfahrten am laufenden Band gab es bei den ersten beiden Läufen im Zweierbob. Der seinerzeit von dem Schweizer Capadrutt aufgestellte Bahnrekord von 1:25:31 Minuten wurde in den beiden Läufen zwölfmal unterboten und einmal eingestellt. Der Bob Schweiz II mit Feierabend am Steuer fuhr mit 1:20:31 die Bestzeit des Tages und damit neuen Rekord. Nach zwei Fahrten führt USA. I mit 2:43:52 Minuten vor Schweiz II (2:46:65) und USA. II (2:47). Deutschland I mit Kilian-v. Valta liegt mit 2:51:53 an siebenter Scharfe Macke Chamberlains gegen Baldwin England in Sorge um die Wirksamkeit seines Verteidignngssystems. • neue jL Dor9 Meer* eru Amira,'<Ä CckG Meer" U,„ •' SU d-n h ° «i ff; bi und über die Auflösung der Gliederungen der Action Fran^aise beschränkt hatte, hat schnell ihre Sprache wiedergefunden. In ihrer Samstag-Aus- gabe veröffentlicht Admiral Schwerer, einer der Führer der aufgelösten Liga, einen scharfen Brief an alle Anhänger und Freunde der Action Fran- $aise. Die Regierung, so schreibt er, habe einen neuen Beweis ihrer Kopflosigkeit und ihrer Ungerechtigkeit gegeben. Die Liga der Action Framjaise sei weder ein militärähnlicher Verband noch ein Kampfverband. Ihre Auflösung sei nicht nur eine Ungerechtigkeit, sondern auch eine Dummheit. Niemand könne die Anhänger der Action Franchise hindern, den reichen Herrn Blum für den schlimmften Feind des Volkes zu betrachten, dessen Handlungen darauf abzielten, einen Krieg zu entfesseln, und einige Generationen jenes Frankreichs niederzumetzeln, das er hasse. Niemand, so erklärt Schwerer, könne sie hindern, zu denken, daß Cachin und die Kommunisten i m S i en ft e und Sold von Moskau, Flandin, Herriot, Reynaud und Konsorten im D i e n st e Englands stünden und daß die französische Republik do m Auslande regiert werde. Niemand könne sie hindern, daran zu erinnern. Es sei augenscheinlich, daß die Sühnemaß- nahmen gegen die italienischen Freunde dem französischen Handel und der I n - d u ft r ie bereits schweren Schaden z u - gefügt hätten, und daß ein Oelausfuhrverbot einen schrecklichen Krieg entfesseln würde. Es fei augenscheinlich, daß das Bündnis mit den Sowjets schicksalhaft zu einem Kriege mit Deutschland führen würde, das wie der französische Admiral glaubt, behaupten zu können, erfreut sei, einen Vorwand zu finden, um sich mit seiner wiederhergestellten Militärmacht auf das zum Teil materiell und moralisch abgerüstete Frankreich zu werfen. Selbst wenn man zugeben wollte, daß Sowjetrußland den ernsthaften Wunsch habe, an ben Kämpfen teilzunehmen, was könne es nützen, da es über 600 Kilometer von Deutschland entfernt sei. Allein die Beseitigung des gegenwärtigen Regimes und die Rück kehr'des Königs könnten das Heil Frankreichs sichern. Frankreichs Luftfahrt. Paris, 14. Febr. (DNB.) Der französische Luftfahrtminister D £ a t erklärte der Presse, der Zustand der Luftwaffe sei ausgezeichnet. Im Juli d. I. werde oie Erneuerung des Materials fast ? 0 l V "d e t sein, es blieben dann nur noch Fragen Der Bestückung und der Brennstoffreserve. Er denke daran, sich der Brennstoffreserven zu bedienen, deren Ausbeutung auf französischem Kolonial- gebiet begonnen habe. DieSchaffung neuer Flugplätze und flugtechnischer Anlagen interessiere sowohl die Militär- als auch die Zivilluftfahrt. Die dazu bereitgestellten Kredite seien sehr gering gewesen. Er hoffe, auf dem Wege von An- leihen die Arbeiten erweitern zu können. Ein re = gelmäßigerLuftpostdienstnachNord- amerifa werde sich nur dann rentieren, wenn es nur eine einzige französisch-amerikanische Strecke gebe. Man müsse aber mit einem Fehlbetrag rechnen, sobald sich mehrere Luftfahrtgesellschaften Kon- kurrenz machten. Drei bis fünf Jahre würden oer- gehen, ehe man einen Apparat zur Verfügung habe, der einen regelmäßigen Flugdienst über den 'Transatlantik ermögliche. — Zum Schluß erklärte der Luftfahrtminister D6at, es seien internationale Verhandlungen wünschenswert, entweder in Verbindung mit den Londoner Flottenbesprechungen ober aber mit den Verbündeten Frankreichs, um die Beteiligung Frankreichs an der gemeinsamen Verteidigung des Friedens sestzulegen. Die Blätter der Rechten, die nach wie vor den UeberfaU auf Leon Blum nicht billigen, sind sich jedoch einig in der Auffassung, daß die Auflösung der Action Frangaise z u Unrecht erfolgt sei. Der „Figaro" nennt den Auslösungsbeschluß der Regierung übereilt. Es sei zur Stunde nicht einmal erwiesen, daß die unmittelbaren Angreifer zur Action Fran^aise gehörten. Das Gesetz über die Kampfbünde sei ein gefährliches Werkzeug, wenn es von der Erregbarkeit des Parlamentes abhänge. Der „Jour" urteilt, die Regierung habe sich mit unvorsichtigem Eifer des Zwischenfalles Blum bemächtigt, um ihre innerpolitische Stellung zu stärken. Die Auslösungsver- fügung sei nach dem Urteil der Juristen u n g e s e tz- I i ch. Der „Ami du Peuple" bezeichnet Die für Sonntag vorgesehene Kundgebung als ungesetzlich und fordert, daß die Regierung Der „Erpressung" ihrer Mehrheit nicht nachgebe. Scharfe Sprache der Action Franraise. Paris, 15. Febr. (DNB. Funkspr.) Die Zeitung Action Fran^aise, die sich am Freitagmorgen auf Tatsachenmeldungen über den Zwischenfall Blum London, 14. Febr. (DNB.) Das Unterhaus begann mit der Besprechung des Gesetzantrages des Konteradmirals Sueter, der die Einrichtung eines Verteidigungsministeriums oorsieht. Admiral Sueter führte u. a. aus, daß es in der Vergangenheit eine beträchtliche Spannung zwischen Flotte und Armee gegeben habe. Seitdem sei die Luftflotte hinzugekommen. Die Flotte würde nicht in der Lage sein, ein Luftbombardement von London zu verhindern, und die Armee könne auch keinen Bombenabwurf auf englische Städte, Fabriken und Docks hintanhalten. Man könne nicht die Luftstreitmacht in kleinere und schwächere Luftstreitkräfte für die Armee und die Marine aufteilen. Es müsse vielmehr ein Verteidigungsminister über die drei Dienste gesetzt werden und sie leiten. Der Regierungsliberale Lambert, ein früherer Zivillord der Admiralität, fragte, was die Regierung getan habe, um die Versorgung mit Lebensrnitteln im Kriegsfalls sicher zu stellen. Man müsse in London z. B. sieben Millionen ernähren. Großbritannien sei das Herz des Weltreiches. Es sei ein Fehler, Millionen für die Befestigung von Singapore auszugeben und die Lebensmittelversorgung Londons auf der gleichen Stufe wie im letzten Kriege zu lassen. Britische Sicherheit könne nicht auf kollektiver Sicherheit beruhen. Sie könne sich nur auf die Stärke ihres eigenen rechten Armes stützen. Der Führer der Opposition, Major A111 e e, hielt es für unbedingt notwendig, die Mittel der Verteidigung wirtschaftlich zu verwenden; er unterstütze den Sueterschen Vorschlag. Allerdings müsse die Kontrolle des Parlaments über den Verteidigungsminister aufrechterhalten bleiben. Er schlage vor, daß für die Verteidiaungsfrage ein Ministerium ohne Portefeuille geschaffen werde, das im Rahmen des Kabinetts die Aufgaben der Verteidigung zu betrauen habe und die Verteidigung zusammenfasse. London, 15. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die scharfen Angriffe, die Sir Austen Chamberlain gegen Baldwin richtete, sind ohne Zweifel eine politische Sensation, wie London sie seit dem Fallenlassen der Pariser Friedensoorschläge und dem Rücktritt Sir Samuel Hoares nicht mehr erlebt hat. Während die konservativen Blätter in ihren Kommentaren zurückhaltend sind, frohlockt die Oppositionspresse über den offensichtlichen Konflikt in den Reihen des Regierungsblocks. Im Unterhaus wurde die Rede Chamberlains äußerst lebhaft besprochen. Viele Abgeordnete betrachteten sie als einen Angriff, der nicht nur gegen die Regierung, sondern auch gegen Baldwin persöhnlich gerichtet gewesen sei. Die Wirkung war um so eindringlicher, als Sir Austen Chamberlain bei allen Mitgliedern des Unterhauses, die nicht dem Kabinett angehören, das größte Ansehen und den größten Einfluß genießt. Die nächsten politischen Freunde Chamberlains bemühen sich allerdings, die Tragweite feiner Steuerungen abzuschwächen. Chamberlain fjabe lediglich mit energischen Mitteln den Zweck verfolgt, die Regierung zu einer gründlichen Ueberholung des englischen Verteidigungssystems zu veranlassen. Ohne Zweifel werden die dahin gehenden Forderungen Sir Austen Chamberlains von der großen Mehrheit des Unterhauses unterstützt. „Daily Telegrap h", der häufig die in Re- gierungskreifen herrschenden Ansichten wiedergibt, schreibt: Die gestrige Aussprache sei das hoffnungsvollste Zeichen dafür gewesen, daß das Unterhaus den wirklichen Problemen der nationalen Verteidigung endlich voll ins Gesicht sieht. Dafür habe Chamberlain einen schlagenden Beweis geliefert. Was er gesagt habe, könne die Regierung nicht außer acht lassen. Es wäre aber ein großer Fehler, seine Rede als Zeichen eines Aufstandes auszulegen. Sie sei kein persönlicher Angriff gegen öen Ministerpräsidenten, sondern die st ärk st e Kritik an derLeistungsfähig- keitdesReichsverteidigungsausschus- s e s gewesen. Die ganze Aussprache habe die Notwendigkeit einer radikalen Slenberung gezeigt. Es sei zu hoffen, daß diese Aenderung die'Gestalt eines rW englisch-italienischen Meinungsverschiedenheit wirk- llch eine ausschlaggebende Rolle spielen sollte, dürfte die Aufgabe der Marine bei der Unterbindung der Oelzufuhr eine außerordentlich wichtige sein. Ein amerikanischer Marineoffizier hat in einem Buch über den Weltkrieg den Leuten, die baf Schlacht- frfjiff so leicht entbehren zu können glauben, die Fruge vorgelegt, welchen Preis Deutschland 1914 wohl ohne Besinnen bezahlt hätte, wenn es die paar Ueber-Dreadnoughts, die ihm die Ebenbürtigkeit mit ber britischen Flotte sichern konnten, hätte kaufen können. Man wirb biefelbe Frage heute bezüglich der italienischen Marine stellen dürfen. Wie würden wir die Lage wohl heute beurteilen, wenn em halbes Dutzend italienischer Schlachtschiffe von 35 000 Tonnen im Mittelmeer schwämme? Die englische Zeitschrift sucht die Ursache für ben Don ihr gerügten unzulänglichen Rüstungsstand vor allem im Fehlen geeigneter gerneinfa- mer Hebungen öer gesamten Wehr- macht, um alle schwebenden Fragen praktisch zu klären. Zu solchen Hebungen sind aber eine gerne in f am e o b e r ft e Führung und ein Wehrmacht - © e n e r a l ft a b nötig. Diese letztere Forderung nach einem Wehrmacht-Generalstab fmöen wir im englischen Schrifttum bes letzten 'Wes ebenso häufig wie im französischen. Sie ist aber im allgemeinen nur im Rahmen eines (Ein- Helts-Kriegsministeriums zu lösen — unb biefer Wunsch ist nun» einmal in parlamentarisch regierten fdjlagen. fflenn bie Oe,sperre bei taSajS ift nkch Regiert Ä SaninAn i6oWr Berlin, 14. , !Ur Kriegsbr ! ten ist die tjera । pmnmmen morbei j i'chte Soldat krieg aus alle 1 rung enthalten f. j: ticn mertoollen Sri »aller Solksqenosfen 'rv.iM sich die ^riegsvyserv i Ausrus an die i „Die Wiederher Schaffung des ne, ; je geboten ersche ^hren verschütt, aus dem Große, bewahren. Nicht dem die sch , Kampfers, ec uns das Wertvoll i eener fachliche T -ungehörige l ' vnderheit u ' aufgeforbert, ! ^tzen Einsendung * Kriegst .■Nit Wen, ll'Mtofcen Sah, 8m Salle der Ä,1« i ' damit Der Seefeld-Prozeß k'ieg aus allen Schichten der Bevölke- merkenswerter- nget)ört fteinei Aus aller Wett teibigung gejagt Schwarzwald, Feldberg: Bewölkt, — 3 Grad, daß sie ihren Bräutigam aus Abneigung 80 cm Gesamtschneehöhe, kein Neuschnee, gekörnt, listet habe. Sie habe nie die Absicht gehabt, ihn 1 Ski und Rodel sehr gut. an, von der Deutschen Levantelinie sind von AJUlUl tll HUL. CUIC utuil ------ ------- —---- ’ -’ ' . . . -< Li < rr- • traft unterhielt Auf Grund dieser Auskunft Kamer- sicht, die Dampfer wieder flott zu machen. Em manns trat eine Firma aus Hamburg mit Lupu Bergungsdampfer ist bereits unterwegs. Auch auf _ . - .... - . . u V _____ : L* ...__ S (TT{Waar »inh nnrrt n $YO aaf dem Schwarzen Meer und dem Afowschen Meer in Geschäftsverbindung und wurde von ihm um Kameradschafisabend der Wehrmacht. Sammlung unveröffentlichter Soldatenbriese aus demWeltkrieg Der Mordprozetz Seefeld nähert sich seinem Ende. Neben der Aufgabe/ die Täterschaft an den Mordfällen aufzuklären, hatte die Hauptoerhandlung vor allem den Zweck, erzieherisch und belehrend zu wirken. Alle Beteiligten, Behörden, Polizei und Staatsanwalt ebenso wie die medizinische Wissenschaft und die Sachoer- ständiaen, können aus dem Prozeß neue Erkenntnisse schöpfen, vor allem aber hat dieser Prozeß allen Eltern und Erziehern in eindrucksvoller Weise deutlich gemacht, wie unbedingt wichtig ist es, die Kinder so zu erziehen, daß sie sich mit keinerlei fremden Personen einlassen. Die bisherige Hauptoerhandluna wurde ebenso gründlich wie sorgfältig durchgeführt. Ihre Dauer ist vor allem durch den Umstand bedingt, daß ein reiner Indizienbeweis zur Ueberführung des Angeklagten nötig war, weil Seefeld jeden Mord hartnäckig bestreitet. Unmittelbare Tatzeugen waren nicht vorhanden, und auch die Ursache des Todes der Knaben konnte nicht festgestellt werden. Aus diesem Grunde konnte die Erörterung nur eines Mordfalles nicht ausreichen. Es war vielmehr notwendig, eine Reihe gleich gelagerter Fälle zu beleuchten und nach Möglichkeit aufzuklären. Hinzu kommt, daß nicht nur die Eltern der ermordeten Knaben, sondern alle Volksgenossen ein wesentliches Interesse an der Aufklärung sämtlicher Mordfälle haben. Die bisherige Prozeßoerhandlung hat den Erfolg gehabt, daß sich wichtige Tatzeugen gemeldet haben und daß noch neue Fälle bekannt geworden sind, in denen Seefeld möglicherweise als Mörder in Frage kommt. Der Prozeß hat außerdem überzeugend bewiesen, wie unbedingt notwendig die neu geschaffenen nationalsozialistischen Gesetze zur Regelung der Erbgesundheit sind. Kommende Generationen werden erst die Früchte dieser nommen werden. Dieser jüdische Geschäftemacher hatte sich mit einem in Bukarest wohnenden Manne namens M. Lupu zusammengetan, um gemeinsam deutsche Geschäftsleute empfindlich zu schädigen. Lupu bestellte von Bukarest aus unter der Firmenbezeichnung „Lupu & Co." in verschiedenen deutschen Geschäften Waren aller Art und führte als Empfehlung den in Berlin wohnenden Kamermann Gesetzgebung ernten. Wir aber haben heute schon die beruhigende Gewißheit, daß eine gesetzliche Möglichkeit geschaffen worden ist, die dem Unheil begegnet, das von triebhaften Unholden angerichtet werden kann. In der Freitagsitzung wurde zunächst der Mordfall M e tz d o r f - Potsdam verhandelt. Der 8jährige Wolfgang Metzdorf verschwand am 7. Juli 1933. Erst am 26. Juli konnte die Leiche des Knaben in der typischen Schlafstellung in einem Roggenfelde aufgefunden werden. Der Verdacht, daß der Angeklagte auch für den Fall Metzdorf als Täter in Frage kommt, fand seine erste Begründung in den Aufzeichnungen Seefelds in seinem Notizblock. Als erster Zeuge wird der Vater des kleinen Wolfgang aufgerufen. Metzdorf schildert den Jungen als besonders artiges und folgsames Kind. Am Morgen des Tages, als er verschwand, habe er ein auffallend eiliges Wesen gezeigt, „als wenn er von jemandem erwartet würde". Im Fall Metzdorf sind im Gegensatz zu den anderen Fällen keine Zeugen vorhanden, die Seefeld mit einem Jungen zusammen gesehen haben. Die einzige Belastung liegt hier in dem Tagebuch des Angeklagten. Als ihm die Eintragungen vorgehalten wurden, gab er wiederum seine unklaren Antworten. Dann werden die beiden letzten Mordfälle G n i r k (Wittenberge) und T e s d o r f (Ludwigslust) erörtert. Nach Beendigung der Zeugenvernehmung teilte der Vorsitzende n*t, daß am kommenden Montag und Dienstag die S a ch v e r st ä n d i - gen ihre Gutachten erstatten wollen. Am Donnerstag werden voraussichtlich der Oberstaatsanwalt und der Verteidiger des Angeklagten ihre Schlußvorträge halten. Es ist damit zu rechnen, daß am Samstag, 22. Februar, das Urteil gesprochen werden wird. vergiftet habe. Sie habe nie die Absicht geha! , „ zu heiraten und sei eine Verlobung mit ihm nur auf Betreiben der Eltern eingegangen. Die Täterin S ch n e e st u r m in Nordgriechenland angerichtet hat, ist noch immer nicht zu gewinnen. Auf weite Strecken hin sind die Drahtleitungen unterbrochen. dem Schneesturm von ihrem Ankerplatz abgetrieben morden und gestrandet. Es besteht jedoch die Aus- Berlin, 14. Febr. (DNB.) Als Ergänzung >-r Kriegsbriefe gefallener Studen- n ist die Herausgabe eines Werkes in Angriff ).nommen worden, das bisher unveröffent- wurde festgenommen. Berufungsurteil in einem Devisenprozeh. Die Vierte Große Strafkammer des Berlmer Landgerichtes hatte sich mit den Berufungen zu beschäftigen, die der Generalsekretär beim Bo- nifatius-Verein in Paderborn, Freckmann, und der Generalvikar des Bistums Hildesheim,. Dr. Otto Seelmeyer, gegen das Urteil des Berliner Schöffengerichts vom 3. Juli 1935 eingelegt hatten. Die Strafkammer beließ es bei den fünf Jahr en Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust für Freckmann. Jedoch wurde die Geldstrafe auf 100 000 Mark festgesetzt. Bei Seelmeyer erkannte die Strafkammer auf dreiJahre Zuchthaus, fünf Jahre Ehrverlust und 100 000 Mark Geldstrafe. Die Angeklagten hatten gemeinschaftlich mit dem berüchtigten Bankdirektor Dr. H o f i u s über 100 000 Mark nach Holland verschoben, wo das Geld zum illegalen Rückkauf von Obligationen verwendet wurde. Die Unwetterkatastrophe im Nahen Osten. Einen Ueberblick über die Schäden, die der Kiel, 14. Febr. (DNB.) Das dritte Panzerschiff ’.ie, das den Namen des Siegers .... _________ „Admiral Graf Spe e", trägt, ifi nach einer Fahrt von Wilhelmshaven um Ska- gim herum zum ersten Mal in seinem Heimathafen Kii e l eingelaufen. Eine dichte Menschenmenge be- d achtete das Einlaufen des neuen Panzerschiffes. Kit „Admiral Graf Spee" ist der Bau der 10 000 Reichsmark kreditfähig, obwohl Lupu in Bukarest nur eine kleine Nähstube mit einer Arbeits- h r beteiligten Offiziere, Unteroffiziere und Mannhaften der ausländischen Vertreter. General Re- rmbeau sagte, er habe mit Freude feststellen kön- T-n, daß durch diesen Militärpatrouillenlauf Ge- Henheit gegeben worden sei, sich kennenzulernen inb mit den Gefühlen der gegenseitigen Achtung r einen harten aber ritterlichen Kampf zu gehen, piie in Garmisch-Partenkirchen zum Ausdruck ge- 6 mmene Gastfreundschaft gegenüber den Vertreten der ausländischen Armeen und die herzliche Kameradschaft würden allen Beteiligten in steter Erinnerung bleiben. Sein Trinkspruch galt dem lcichskriegsminister und der deutschen Armee. Getöteten festgestellt, die nach anfänglichem Leugnen auch ein Geständnis ablegte. Als Grund gab sie 900 RM. geschädigt. In einem zweiten Falle sollte eine Firma in Solingen betrogen werden. Auch hier erteilte Kamermann über Lupu eine gleiche fabelhafte Auskunft. Trotzdem war aber die Solinger Firma vorsichtiger und blieb deshalb vor einem größeren Schaden bewahrt. Da mit aller Bestimmtheit angenommen wird, daß noch weit mehr Firmeninhaber in Berlin und anderen Städten auf ähnliche Weise betrogen worden sind, werden Geschädigte gebeten, sich bei her Kriminalinspektion im Berliner Polizeipräsidium zu melden. Von der Brauf vergiftet. Vor kurzem starb in Herda im Kreise Eisenach unter eigenartigen Umständen der Einwohner Heinr. L i n ß. Bei der Untersuchung der Todesursache stellte sich heraus, daß Linß, der kurz vor seiner Verheiratung stand, vergiftet worden war. Die darauf eingeleitete staatsanwaltschaftliche Untersuchung führte jetzt zu einem sensationellen Ergebnis. Als Täterin wurde die 19jährige Braut des Wetterbericht des Reichswetterbienstes. Ausgabeort Frankfurt. Während Osteuropa erneut von kalter arktischer Luft überflutet wurde und auch in Ost- und Mitteldeutschland neue Frostzunahme eingetreten ist, bringt über Frankreich unter Regenfällen milbe Meeresluft ostwärts vor. Sie wirb sich auch in unserem Gebiet langsam durchsetzen und unbeständiges und milderes Wetter herbeiführen. Aussichten für Sonntag: Ueberroiegenb bewölkt und zeitweise auch Niederschläge (wahrscheinlich Regen), weitere Milderung, südliche Winde. Aussichten für Montag: Unbeständigeres und milderes Wetter als bisher. Wintersport-Wetternachrichten. Das gute Gedeihen Eures Kindes liegt Euch am Herzen. Müller, geb! Eurem Liebling deshalb NESTLE KINDERNAHRUNG Dieses Erzeugnis entspricht allen Anforderungen der neuzeitlichen Ernährungslehre und wirkt durch seinen Gehalt an Nährsalzen und vitaminreichen Stoffen vorbeugend gegen die englische Krankheit (Rachitis). Ganz besonders eignet sich seine Verwendung in der Zeit der Entwöhnung. Probedose und Broschüre .Ratschläge eines Arztes für junge Mütter" kostenlos und unverbindlich durch die Deutsche A. G. für NESTLE Erzeugnisse, Berlin-Tempelhof. Propaganda". „Admiral Graf Spee" in seinem Heimathafen Kiel. totöin? 1 u । [e 5 annch Un“ verbelle, et9eorbnel ,Q9e wie iD e yüjje einet "Ushalte bear, daran |UP )le Besorgnis Zum AusdrH 1 Chamberlaii \ koirseroativk! o« Regierum unzulänglich« Zu bringen. ernste Folan rung die ®ail schlage. udikalen topfet Tigen der Ätz 15 außerordent mensvotum le sönlich geriet Baldwin M 'er der Defjent iews Chroniclt' Präsidenten -.als iu häufige Lia bei vielen fior ersähigkeiten 'n rservative HSW: eise rauche . Wenn Chiw sich gegen k >n, eirbgültig in , auf. Eine vom Frontabschnitt Makalle eingetroffene Karawane benötigte für die Ueberwindung der Strecke von der Front über Dessie nach Addis Abeba 2 2 Tage, da die Karawanenstraße'n infolge der Regengüsse für die Kraftwagen kaum passierbar waren. Nach Berichten von Ras Desto haben die Italiener Erkundungsvorstöße nördlich von Neg- h e 11 i gemacht. 650 Soldaten der Eritrea-Truppen, die vor einigen Tagen in Mogadischo gelandet worden sind, hätten sich mit sämtlichem Gepäck, Waffen und Fahrzeugen aller Art in seinem Hauptquartier gemeldet. Der Führer der lleberläufer habe mitgeteilt, daß insgesamt etwa 1000 Mann gut ausgerüsteter Truppen die italienische Front verlassen hätten. Or. Ley 46 Jahre. Der Nationalsozialistische Gaudienst Hessen-Nassau schreibt: Der Reichsorganisationsleiter der NSDAP, und Leiter der Deutschen Arbeitsfront D r. Ley wird am heutigen Tag 46 Jahre alt. Dr. Ley hat so große Verdienste um den Aufbau des nationalsozialistischen Staates, daß es sich erübrigt, sie besonders hervorzuheben. Als Schöpfer der Deutschen Arbeitsfront und der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" hat er mit an führender Stelle dem deutschen Sozialismus zum Durchbruch verhalfen und grundlegend Neues gestaltet. Das Jahr 1935 steht in feiner Arbeit unter folgenden Erfolgen: in der Leipziger Vereinbarung wurde eine direkte Verbindung zwischen der gewerblichen Wirtschaft und der Deutschen Arbeitsfront geschaffen und am Erntedankfest auf dem Bückeberg mit dem Reichsnährstand eine Einigung in der Betreuung der Landarbeiter erzielt. Die kulturelle Linie, die in der DAF. vertreten ist, gab er in der groß- angelegten Rede in Rüsselsheim bekannt, desgleichen wird hervorgehoben die Schaffung der Organe des Amtes für Selbftoerantwortung. Die großartigen L e i st u n g s b e r i ch t e der DAF. fanden in der großen Tagung in Leipzig einen beredten Ausdruck, wählend die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" auf der Reichstagung in Hamburg über ihr Wirken Rechenschaft ablegte. Dieses Werk ehrt seinen Schöpfer, den Reichsorganisationsleiter Dr. Ley! Hinrichtung eines Vatermörders. Am 14. Februar ist in Dresden der durch Urteil des Schwurgerichtes in Dresden ' vom 17. Oktober 1935 wegen Mordes zum Tode verurteilte Willibald Caspar h i n g e r i ch t e t worden. Caspar hatte seinen 70jährigen Vater erschlagen, weil dieser sich weigerte, ihm zur Begleichung von Spiel- und Wettschulden weitere Mittel zur Verfügung zu stellen. Ein jüdischer Schwindler unschädlich gemacht. Dieser Tage konnte der 63jährige Jude Moses Kamermann in Berlin von der Polizei festge- Hauptschristleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot: für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. 1.36: 11000. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. mit Gelungener Verfuchsftug des deutschen Walflugbootes „Samum“. Im Rahmen der vorgesehenen Versuchsflüge der Lufthansa im nördlichen Atlantik flog am 13. d. M. das W a l f l u g b o o t „Samu m" von Las Palmas nach Ponta Delgada auf den Azoren. Die rund 1500 km lange Strecke wurde ordnungsgemäß zurückgelegt. Bei der Schußfahrt tödlich abgestürzt. Dom Predigtstuhl im Land Salzburg wagten die 22jährige Studentin Marianne I b l aus Landshut und ihr Bräutigam eine kühne Abfahrt über einen steilen Hang. Vor den Augen des Bräutigams stürzte das Mädchen über eine 30 Meter hohe Felswand. Erst nach stundenlangem Suchen wurde die Leiche vollständig im Schnee vergraben ausgefunden. 3m Straßengraben erfroren. Der 57 Jahre alte Gutsbesitzer August Heyd - weiter aus Erpolzheim (Pfalz) wurde in einem Straßengraben t o t aufgefunden. In der Umgebung gingen nun Gerüchte um, wonach der Tod des Mannes auf ein Verbrechen zurückgeführt werden müsse. Die gerichtsärztliche Untersuchung der Leiche hat jedoch ergeben, daß der Tod durch Erfrieren erfolgt ist. Wahrscheinlich ist Heydweiler in der Nacht mit seinem Fahrrad vom Wege abgekommen und in den Graben gestürzt, wo er bann bewußtlos liegen geblieben und erfroren ist. an.'Kamermann gab dann auf Anfrage die Aus- Die deutschen Dampfer Anubis" und „Maze- kunft, die Firma Lupu & Co. sei bis z u 4 0 0 0 0 donia" i "'**■*' " - r“x le n 17:2^ >te er f:3& d-r " an* Disziplinarordnung der Evangelischen Kirche. Berlin, 14. Febr. (DNB.) Der Reichskirchenausschuß hat eine neue Disziplinarordnung beschlossen. „Bereits vor längerer Zeit", so heißt es in der Begründung, „sind Bestrebungen auf Vereinheitlichung des kirchlichen Disziplinarrech- tes ausgenommen worden. Neben der Ordnung bei den Verwaltungsstellen der Deutschen Evangelischen Kirche ist die Einführung einer Berufung gegen die Disziplinarurteile erster Instanz bei allen Landeskirchen und die Entscheidung über diese Berufung durch einen f ü r alle Landeskirchen gemeinsamen GerichtSitz o f bei der Deutschen Evangelischen Kirche ein Erfordernis. Die ruhige Fortentwicklung des kirchlichen Rechtes soll dadurch aewährleistet, die begonnene Vereinheitlichung dieses Rechtes im Raum Abessinien meldet die Einschließung von Makalle. A d d i s A b e b a, 14. Febr. (DNB.) In abessini- iä en Berichten wird behauptet, daß Makalle voll- iammen von abessinischen Truppen u m s ch I o f f e n je;. Durch das Gelände begünstigt, hätten die 2übe\- ihier in einer Entfernung von etwa vier Kllo- T”ter einen Ring um Makalle geschlossen. Cn die abessinischen Truppen nicht über weittra- imde Geschütze in diesem Abschnitt verfugen, cchne man damit, daß Makalle erst nach einer gerissen Zeit infolge Lebensmittelman- f5ls von den Italienern werde aufgegeben r*rben müssen. In den abessinischen Berichten wird fi-iter behauptet, daß der Besuch des Marschalls Scoglio in Makalle im Flugzeug stattgefun- ßcn habe. In Makalle halte sich auch Ras G u g s a Platzziffer erhielt, aber 400,1 Punkte und damit 0,7 r unkte weniger hatte. Im Kunsteisstadion standen Hi am Freitagabend England und die T s ch e° doflomafei im ersten Spiel der Schlußrunde rqenüber. Die Engländer blieben mit 5:0 fbqreid). Sie sind damit Europameister im «~i shockey untr haben weiter erste Aussichten auf kn ersten Platz in der entscheidenden Runde und auf die Olympische Goldmedaille. der Deutschen Evangelischen Kirche gefordert werden." Auf Grund der neuen Verordnung wird eine Disziplinarkammer und ein Diszipli- narhof der Deutschen Evangelischen Kirche gebildet. Letzterer ist die Berufungsinstanz für landeskirchliche Disziplinarverfahren. Die Disziplinarordnung gilt für die Dauer der Tätigkeit des Reichskirchenausschusses und darüber hinaus bis zur endgültigen Regelung durch die dann zuständigen Organe der Deutschen Evangelischen Kirche. Die Selbständigkeit der Landeskirchen in ihrem Bekenntnis bleibt ausdrücklich gewahrt. Die provinziaikirchenausschüste für die Meinprovinz und Westfalen. Berlin, 14. Febr. (DNB.) Der Reichsminister für die kirchlichen Angelegenheiten, Kerrl, hat nun auch für die Rheinprooinz und für die Provinz Westfalen Provinzialkirchenausschüsse gebildet. In den rheinischen Provinzialkirchenausschuß wurden berufen: Pfarrer Lic. Dr Beckmann (Düsseldorf); Superintendant Kap Hahn (Langenberg); Superintendent Lic. Müller (Duisburg); Superintendent Dr. Schmidt (Diersfordt). Der westfälische Provinzialkirchenausschuß besteht ebenfalls aus vier Mitgliedern, nämlich Pfarrer Fiebig (Münster); Kirchenmeister Kisker (Bielefeld); Superintendent Neumann (Herford); Oberarzt Dr. med. Wichern (Bielefeld). Damit find die Provinzialkirchenausschüsse für das Gebiet der Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union vollzählig, da die Provinzialkirchenausschüsse für die östlichen Provinzen der Altpreußischen Union seit Dezember 1935 bereits in Tätigkeit । sind. wüten schwere S ch n e e ft ü r m e. Es herrscht hier Windstärke 11. Sechs sowjetrussische Dampfer befinden sich in Seenot; zwei von ihnen treiben ohne Steuerung auf die rumänische Küste zu. Der Schiffsverkehr im Hafen von Odessa ist vollkommen stillgelegt. Der Sturm hat, den letzten Nachrichten zufolge, mit Windstärke 12 auch auf die Ostküste des Schwarzen Meeres übergegriffen und auch hier, insbesondere in der Gebend von Sotschi und Gagry großen Schaden angerichtet. Schwere Unwetter in Amerika. Erneute schwere Schnee st ürme und Hagel- regen legten in den Oststaaten der USA. in verschiedenen Gegenden jeden Verkehr lahm und verursachten mehrere Verkehrsunfälle. Allein in Neuyvrk kamen dabei drei Personen ums Leben, während über 50 verletzt wurden. Die Küstenwachschiffe mußten mehreren Fischerbooten zu Hilfe eilen, die an der Atlantikküste infolge des schweren Eisganges in Seenot waren. In Nord- und Süd- Dakota sowie in Minnesota und in einigen anderen Nordstaaten hält die Kältewelle unvermindert an. Die Zahl der Toten ist in den letzten Tagen erheblich gestiegen. Zahlreiche Ortschaften sind durch Schneeverwehungen bereits seit zwei Wochen von der Außenwelt abgeschnitten. Schwere Wolkenbrüche richteten in Kalifornien erheblichen Schaden an, während verschiedene Südweststaaten von erneuten heftigen Sandstürmen heimgesucht wurden; auch hier wurde großer Schaden angerichtet. Raubüberfall im Schnellzug Warschau—Prag. Im Schnellzug Warschau—Prag wurde dieser Tage ein schwerer Raubübersall verübt. In einem Abteil I. Klasse wurde der in Polen lebende, aus Ungarn stammende Börsenvertreter Geren- day nach Anwendung eines Betäubungsmittels beraubt. Dem unbekannten Täter fielen Wertpapiere im Gesamtwert von etwa 7 Millionen Krone n in die Hände. Der Räuber kann allerdings mit den Wertpapieren nicht viel anfangen, da der UeberfaUene ein Nummernverzeichnis der Papiere hat, das sofort an alle Banken weitergegeben wurde. 149 Todesopfer eines Riesenbrandes in Tientsin. In Tientsin brach in einem Notlager, bas für die ärmsten chinesischen Bevölkerungsschichten errichtet worden war, ein Brand aus. Durch den Wind angefacht, griff das Feuer in kürzester Zeit auf die gesamten Einrichtungen des Lagers über und legte sie in Asche. 149 Personen sind dem Feuer zum Opfer gefallen. Sie konnten nur als verkohlte Leichen aus den Trümmern geborgen werden. euer sachliche Tatberichte sind uns willkommen. Ingehörige deutscher Soldaten, in- Sonderheit unserer Gefallenen! Ihr c d aufgefordert. Euren Helden ein Denkmal zu egen. Einsendung unter Kennwort: „Der Soldat — Rutsche Kriegsbriefe". Zunächst in Ab- chrift. Rücksendung ist infolge der zu erwarten- K-n, großen Zahl der Einsendungen nicht möglich. Fm Falle der Annahme eines Briefes behalten wir ins den Vergleich mit dem Original vor. Anschrift der Sendungen an die Nationalsozia- Itttische Kriegsopferversorgung e. V., Reichsdienst- it lle, Berlin W 8, Wilhelmstraße 48, Abteilung ^linier* „ Sä?« 'SÄ ^nen. blN Elches Am Sj* ierungsfrife un> chte Soldatenbriefe aus dem Welt- l Zchatzkanzlkl t‘ieg aus allen Schichten der Bevölke - linijterpräfiM fu n g enthalten soll. Um möglichst alle vorhande- gefa&f werben, p n wertvollen Briefe zu erfassen, ist die Mitarbeit er alb" [teilt a'Ier Volksgenossen erforderlich. Aus diesem Grunde ) das Reichskriegsminister Generaloberst von Blom- I e r q hatte anläßlich des Militärpatrouillenlaufes , cinem Kameradschaftsabend eingeladen. Der Ver- (iiftaltung wohnten neben den Militärattaches der heiligten Nationen auch der Oberbefehlshaber des ’eeres, General der Artillerie Freiherr von ritsch, mehrere Generäle, zahlreiche Persönlichsten aus Bewegung und Staat bei. Nächst dem ' eichskriegsminister saßen die Ofsiziere, Unteroffi- ; >re und Mannschaften, die am Militärpatrouillen- |auf teilgenommen hatten. Im Namen der Wehrmacht hieß der Reichskriegsminister seine Gäste Erstich willkommen und führte u. a. folgendes aus: (ure Exzellenzen! Meine Kameraden! Es gereichte ' r deutschen Wehrmacht zur besonderen Freude, iüß sie im Rahmen dieses größten Weltsportfestes l=n Militär-Patrouillenlaüf abhalten durfte. Der I'Zettkampf unterscheidet sich von den anderen j. ämpfen. Sie mußten sich neben einer außer- ,-dentlichen Prüfung ihrer Körperbeherr- chung und Geländebeherrschung auch iner Prüfung ihrer soldatischen Mannes- Mcht und ihrer Waffenbeherrschung un- Irziehen. Dieses erst macht den Mann zum Sol- liten. Der Kampf war ein ehrenvoller. Die Sieger tiben in diesen herrlichen Bergen des Werdenfeiser Ücmbes einen Erfolg ihres Könnens, ihrer Disziplin inb ihres Kamerabschaftsgeistes errungen. Somit k-hebe ich mein Glas unb trinke auf bas Wohl ber Heiligten Kämpfer, besonders auf das Wohl ber (iegermannschaften. Anschließend sprach im Namen des Olympischen Komitees dessen Präsident, Graf Baillet-La- 13 u r, sowie ber französische Militärattache, Gene- Renonbeau, als Dienstältester im Namen ätt eint 9'1 Siel, 14. Set unb fl® dir Kriegsmarine H R,n c-orone[- *®esne [ “ tum d-s > * un» * jenbet sich bie Nationalsozialistische JTiegsopferoerforgung mit folgenbem M Ctzambei- Aufruf an die Oeffentlichkeit: uyti/üü. 1!™»; „Die Wiederherstellung der deutschen Ehre durch e bes Protest Echaffung des neuen Volksheeres läßt es mehr denn ' i ji geboten erscheinen, die in den vergangenen fahren verschütteten Werte soldatischer Tradition cis dem Großen Kriege vor dem Untergang zu b wahren. Nicht literarische Kunst der Feder, son- mdenheit wild & rn bie schlichte Handschrift d e s len sollte, düisli Kämpfers, echte Gefühle und Erlebnisse sollen nterbinbung h:i eis das Wertvollste fein: Auch kernhafter.Humor, iitige sein. Eil ' in einem N ie baf Schlch m glauben, 6« )eutschlanb 19h )enn es bie pot Ebenbürtige. inten, hätte to» iqe heute bejjj sn bürfen. ® beurteilen, lM hlachtschisfe v°- oämme? Ursache für d istungsstanb v°- - gemeinja Jen Wehren praktisch 3l aber eine SH Innnen großen Panzerschiffe, die uns der Versail- mui-iw -uni le- Vertrag vorgeschrieben hat, abgeschlossen. Freuen M hng neue Panzerschiff entspricht in seinen Abmessun- roniert wkl und seiner Armierung seinen beiden Vor- .gs ngern „Deutschland" und „Admiral Schee r". In seinem Aeußeren ist es von dem .Admiral Scheer" nicht zu unterscheiden Beib'e Schisse tragen an Stelle des Gefechtsmastes der „Deutschland" das charakteristische Turmhaus. Ad- iriral Graf Spee" hatte Donnerstag feine Seeklar- b sichtigung durch den Befehlshaber ber Linienschiffe Konteradmiral Carls. Mietgesuche""] Reinrassige hjiiiiii Auto-Artikel hihie ye». Wellschla^er! 8e»ci, SU A Vertreter [Verschiedenes"! Gießen Schokoladen 6891 D Vertreter [Empfehlungen! Sehr schön geh Frankfurt am Main, Salzhaus 6. 943V Haben Sie offene Füße? per 1. Juli oder frittier zu verm. nachrn. findet „Stadt unsere Werbe-Drucksachen bei Brühl. 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Sohns-Lau- W1y )e®üftenrot Ltcäicu! gebroutbeii®« m vochglM ipnbe Hellsau>- Mältlickmd5 Avotdeken^uL SFami. tellZeit-eiQ ^•möch- Ortdiekos- lre „Durch m Eigen '•sehen Zlel< Stellung 6>?-,yAv DWGWVW WM WWU WM M DKMLS UH WLM W A<„ W LW M M M Ä r; K_ G Samstag, 15. Zebruar 1956 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Nr. 39 Drittes Blatt Die deutsche Mannschaft bei der Schießübung des Patrouillen-Laufs. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Vallangruds dritte Goldmedaille erbte Der Wlttär-pairouillenlaui nng. ab >x Holx Weltmeister Karl Schäfer.' — (Schsrl-M.) aldlust useck )3f, atiM1 Clr Oie Auslosung zum Ski-Marathon. Für den am Samstag in Garmisch-Partenkirchen stattfindenden 50-Kilometer-Ski-Dauerlauf wurden 45 Läufer aus 15 Nationen gemeldet. Die Höchstzahl von vier Teilnehmern haben Norwegen, Schweden, Finnland, Deutschland, Italien, Jugoslawien, Tschechoslowakei, Lettland, USA und Japan gemeldet. Griechenland, Polen, Kanada, Rumänien und Estland stellen je einen Mann. Als erster Läufer geht um 8 Uhr der Grieche Negropontes auf die Reise. Als erster Deutscher nimmt Erich Marx an 10. Stelle den Kampf auf. Mit Nummer 22 geht dann Josef P o n n ins Rennen. Ihm folgt sein Landsmann Fritz G a i s e r an 33. Stelle, während f. Norwegen 78; 2. Deutschland 43; 3. Finnland 35; 4 Oesterreich 25,5; 5 USA. 15,5; 6. Schweiz 15; 7. Schweden 14, 8. Ungarn 7; 9. England 7; 10. Holland 4; 11. Frankreich 4; 12. Tschechoslowakei 4, 13. Kanada 4; 14. Japan 3; 15. Italien 3; den deutschen Meisterschaften eine starke technische Verbesserung, lief leicht und flüssig mit guter Körperhaltung. Nur im Aufbau des Programms blieben noch einige Wünsche offen. Mit einer Mond-Kombination verschaffte er sich einen effektvollen Abgang. Der Oesterreicher Hellmuth May gefiel durch eine sehr nette Kür, die die typisch Wienerische Schule verriet. Der Finne Marcus N i k k a n e n hinterließ einen sehr guten Eindruck und brachte ein sehr geschickt aufgebautes Programm. Jack Dünn (England) begeisterte die Massen als Sechzehnter mit einer glänzenden Kür, die reich an Pirouetten und Sprüngen war. Der Lette Werners Auls verriet bei seinem Lauf guten Durchschnitt, hatte aber da» Unglück zu stürzen. Der Oesterreicher Leopold Lin« Die Schießübung. 500 Meter nach dem Skistadion, am Fuße des Kochelberges, war die Schießübung zu erledigen. Die Finnen waren bald damit fertig; sie hatten die drei Ballons mit fünf Schuß erledigt. Auch die Polen brauchten nicht mehr als fünf Patronen, ebenso die Italiener. Schlecht schossen die Schweizer. In fünf Schuß erledigten die Franzosen ihr Pensum. Sehr schnell absolvierte die deutsche Patrouille ihre Schießübung. Fünf Schuß hatten genügt. Die Schweden brauchten acht Schuß. Die Oesterreicher warteten mit einer Prachtleistung auf. Dreimal chossen sie, jeder Schuß war ein Treffer. Die Tschechen brauchten wiederum fünf Schuß. Unmittelbar nach dem Schießplatz erwartete der chwierigste Streckenteil die Mannschaften, der charfe Anstieg zur T o n i h ü t t e. Dort erschienen rls erste die Finnen. Sensation rief dann das Er- cheinen der Italiener hervor, die aufgeholt hatten. Als dritte Mannschaft passierten die Schweizer die Tonihütte, gefolgt von den Franzosen und Deut- chen, die hier auf den 5. Platz vorgekommen waren. Borne lieferten sich Finnen und Italiener einen chweren Kampf um den Sieg, bei dem schließlich die Nordländer unterlagen. Die Italiener verteidigten bei der Schußfahrt zur Kreuzeck-Talstation ihren knappen Vorsprung. Italien siegt vor Finnland. Die Schußfahrt zur Talstation, die von den Finnen und Italienern so ausgezeichnet genommen einen Ro- Insel vor- Mann es tion unge- 5 richtigen Nel, aber tischen See eines czrie« 'den besucht chstens ein- iufen. Kiirz- Telegenheit re lang auf- Mensch etwas ib ein paar, 'es erst 35« Lust zeigt,. lig primitiv) ht sich Qiid) m hatte er konnte und damit Deutschland zu einer kaum warteten Silbernen Medaille verhalf. Das Kürlaufen der Männer. S haus für Munger1 chau «oh"- , preiswerten Besuch1 Für den Militär-Patrouillen-Lauf, der am Freitag als Vorführungswettbewerb außerhalb der Olympischen Winterspiele in Garmisch - Partenkirchen durchgesührt und von den Italienern gewonnen wurde, war diese Medaille als Preis ausgesetzt. — (Scherl-Bilderdienst-M.) mern der vier Finnen lauten Nr. 11: Kalle Heikkinen, Nr 23: Franz Heikkinen, Nr. 34: Karp- pinen und Nr 45: Niemi. Inoffizielle Länderwertung Nach den Ergebnissen des 9. Wellbewerbslages. In der inoffiziellen Länderwertung konnte Oesterreich durch seinen Erfolg im Eiskunst- und Eis» schnellaufen am 9 Wettbewerbstag einen großen Sprung nach vorne tun Die Oesterreicher schoben sich vom 7. auf den 4. Platz hinter Norwegen, Deutschland und Finnland, die nach wie vor in dieser Reihenfolge die Tabelle anführen. .Die Liste der bisher bei den Olympischen Winterspielen 1936 erfolgreich gewesenen Nationen und deren Punktzahlen lauten: 10 000-m-Eisschnellaufen: Dieses Bildtelegramm zeigt Mathis en (Norwegen) mit Wazulek (Oesterreich) während des Laufs. — (Scherl-Bilderdienst-M.) ilche Spiele hart führte seine ausgezeichnete Kür in einem prachtvollen Stil vor. Wie bei allen Wienern bedeutete sein Lauf eine sehr glückliche Verbindung zwischen Musik und Ausführung. Der Kanadier Montgomery Wilson, der sich in der Pflicht den zweiten Platz hinter Schäfer erlaufen hatte, brachte auch in der &ür eine gute Leistung zustande. Der Ungar Elemer Tardonfalvi lief mit viel Schwung und errang sich eine bessere Bewertung als bei den Europameisterschaften in Berlin. Weltmeister Karl Schäfer wurde von den Zuschauern jubelnd begrüßt. Der Oesterreicher legte die größte Kür von allen Teilnehmern aufs Eis. Sein Lauf war ein Meisterwerk an Technik und Eleganz, ungeheuer schwer, aber trotzdem mit hinreißendem Schwung gebracht. Lauf und Musik, Wollen und Können waren hier eins. Die Körperhaltung nicht zu übertreffen, durchdacht bis ins kleinste. Besonders entzückt waren die Zuschauer von einer mit größter Exaktheit durchgeführten Mond-Kombination. Ideal die Platzoerteilung, yer- oorragend jeder einzelne Sprung und jede einzelne Figur. Mit diesem Lauf, der aber auch nicht durch den leisesten Fehler getrübt war, vollbrachte der Wiener eine wahrhaft olympische Leistung. Beifallsstürme von selten gehörter Stärke belohnten Schäfer für seine Darbietungen. Karl Schäfer hat Der Japaner Kazukichi O i m a t s u hatte etwas undankbare Aufgabe, die Reihe der Dar- iöt>el nd Arbei^ statt-Möbf s». siafl®0. „ oizarte^ bcr zu net): ,e^5 emy- "den ange- 'bgefunden, System qu 'm Ki'sjchj die Abern llen Stenn« Ws pho- 9t werben, e Identität Rennbahn Madrid, hes Polizei-, iliche 'Sache guten Ton e möglich in ung für die dafür um io nämlid) im r nid)t fon» d. ssin fpa« m Herzens \gen fertig, L,9lun liegt ab W aus- unb bah cs unerlaubten ptfächlich auf en Polizisten, lich nicht mit e, gegenüber > zartsühlend ien Polizisten : in den mei= i zugewiesen nders eignen, he mit einer ihrer Natur er sein Me- lantiel eine so irückzuführen. anien mW ,^°n. 1 nen jcne y letzten tn ?f«r. C?Qn bat "l'chkeiten d oller atz Michen 'ehr unter Jt einer "^versah- n 2 *ene Ä (Bin. ^e stüS: Am Freitagfrüh beherrschte die Uniform das ^Olympische Skistadion. Zum Start der Militär- Patrouillen aus neun Ländern nämlich hatten sich zahlreiche in- und ausländische Militärs im Skistadion eingefunden. Veranstalter dieser Olympischen Vorführung ist die deutsche Wehrmacht. Das Wetter war ausgezeichnet. Die Strecke — es avaren 25 Kilometer zu bewältigen — bot reichlich Schwierigkeiten. Der Start erfolgte reibungslos. Mit raumgreifenden Schritten machten sich die Patrouillen auf ben Weg. Als erste startete die finnische Patrouille. Die übrigen folgten mit je drei Minuten Zeitabstand. Zwischen den beiden Sprungschanzen hatte man ein Profil der Strecke angebracht, an dem je nach den Meldungen von den Kontrollpunkten der Stand des Rennens abzusehen war. Auf der Strecke. Don der Kontrolle Kaltenbrunn traf die erste Positionsmeldung im Skistadion ein. Die Finnell führten vor Italien, das in prächtigem Lauf hier schon die vorher gestarteten Polen überholt hatte. Nach Schluß der Kontrolle Kaltenbrunn lag Finnland nach reiner Laufzeit vor Schweden, Oesterdeich, der Schweiz, Deutschland, Italien, Tschechoslowakei. Frankreich und Polen. — Auch bei der Kontrolle Wamberg (Kilometer 8,5) lagen die Finnen an erster Stelle. Mit größter Spannung erwartete man das erste Eintreffen der Mannschaften im Skistadion, bei Kilometer 12,5 der Strecke. In schöner Schlußfahrt erschienen als Erste die 0innen und passierten geschlossen das Stadion. Die taliener, die hier an zweiter Stelle lagen, hatten aber Boden gutgemacht und waren zeitlich den Finnen nahegerückt. Oesterreich, Schweden, die Schweiz und Deutschland lagen auf den nächsten Plätzen. Als am Freitagnachmittag im Kunsteis-Stadion zu Garmisch-Partenkirchen mit dem Olympia-Kür- Laufen der Männer begonnen wurde, war das prächtige Stadion mit 10 000 Zuschauern wieder voll besetzt. 25 Teilnehmer aus 12 Nationen stellten sich den Schiedsrichtern, 25 der besten Eiskunstläufer aus der ganzen Welt. Die Zuschauermassen bekamen im Verlauf der nächsten Stunden eissportliche „Sachen" zu sehen, wie sie wohl vorher nur von den wenigsten erlebt worden waren. Die Läufer überboten sich gegenseitig mit den schwierigsten Figuren, Sprüngen und Kombinationen und rissen dabei die Masse immer wieder zu neuen Beifallsstürmen hin. Der Höhepunkt der ganzen Veranstaltung war die Kür des Weltmeisters Karl Schäfer. Schäfer lief als 21 erst gegen Schluß der Veranstaltung, stellte aber alles in den Schatten, was vor ihm geboten worden war. Auch unser Meister Ernst Baier kam da nicht mit. Für Deutschland besonders erfreulich ist es, daß sich Ernst Baier den zweiten Platz sichern worden war, wurde mancher anderen Mannschaft zum Verhängnis. Hier büßten die Schweizer, von denen drei Mann stürmten, entscheidende Zeit em. Die französische Mannschaft kam in guter Haltung die Hänge herunter, war aber langsam. Sehr sicher fuhren die Deutschen ab. Die Franzosen waren bereits überholt. Gut waren die Schweden und die Oesterreicher. Die Ankunft im Stadion. Als erste Patrouille kam nach 2:28,49 Stunden die finnische ein. Die Leute machten einen ausgezeichneten, frischen Eindruck. Noch schneller als die Finnen waren aber die Italiener, die als nächste Patrouille am Ziel erschienen. Sie hatten 14 Minuten Vorsprung vor den Finnen gerettet und mit 2:28,35 Stunden die beste Zeit aller Patrouillen erzielt. Auf den dritten Platz in der Gesamtwertung setzten sich die Schweden (2:35.24) vor Oesterreich (2:36,19 Std.) und Deutschland mit 2:36,24 Std. Frankreich folgte vor der Schweiz, der Tschechoslowakei und Polen. k 11 Matthias Wörndle als Vorletzter vor dem Finnen Niemi in den Kampf eingreift. Von bekannten Läufern der nordischen Staaten nennen wir die Norweger Samuelshaug, Bergendahl Tust und Kaare Hatten, die die Startnummern 9, 21, 32 und 43 erhalten haben. Die Schweden Wollström, Englund, Bergström und Viklund gehen mit den Nurn-1 4; 15. Ä'anaoa 4; mern 4, 15, 26 und 37 ins Rennen. Die Startnum-116. Belgien 2 Punkte. bietungen zu eröffnen. Er brachte ein Programm, das aber bereits vom zweiten Starter, von dem Amerikaner George Hill, bedeutend überboten wurde. Als Dritter erschien der Tschechoslowake Jaroslaw S a d i l e k, der ebenfalls mit einer guten Leistung aufwartete, aber das Pech hatte, bei einem Axel Paulsen-Sprung mit der Hand leicht den Boden zu berühren. Als Vierter lief Zenjiro Watanabe. Er war besser als sein Landsmann. Henry Graham Sharp (England), der sich in der Pflicht den dritten Platz erkämpft hatte, brachte eine sehr elegante Eröffnung, betonte stark Pirouetten und Sprünge, stürzte aber bei einem Dreier-Sprung in der Mitte des Feldes.Die Benotung fiel sehr gut aus. Der nächste Japaner Toshiichi Katayama überraschte gleich zu Beginn feiner Darbietung mit einem doppelten Axel Paulsen-Sprung. Anschließend bot der Rumäne Roman Turusanka ein durchschnittliches Programm, das aber recht geschickt aufgebaut war. Dann kam als Achter unser Meister Ernst Baier. Er zeigte wundervoll weiche und geschmeidige Figuren. Alle Schwierigkeiten meisterte der Deutsche spielend, Axel Paulsen- und Salchow- Sprünge gelangen gänzend. Schöne langsame Pirouetten, eine stark verbesserte Körperhaltung und eine kaum zu übertreffende Platzoerteilung sicherten der Kür, die frei von störenden Figuren, in flüssigem Stil, mit guten Ueberleitungen und in flottem Tempo vorgetragen wurde, stärksten Beifall bei den Zuschauern. Auch die Punktrichter waren vom Können Baiers überzeugt, sie bewerteten die Leistung einmütig mit 5,5 Punkten und zwar für den Grad der Schwierigkeit und für die Ausführung. Nach Baier lief der Engländer Geoffrey Sidney Pates eine recht gefällige Kur in typisch englischem Stil. Der Oesterreicher Felix Kaspar machte mit seinem Lauf Ansprüche auf einen guten Platz geltend. Die Kür fiel gegen die von Baier etwas ab, wurde aber doch sehr gut bewertet. Der Engländer Frederick T o m l i n s brachte einen guten und flüssigen Lauf in schöner Körperhaltung, wobei aber die Uebergänge nicht ganz einwandfrei waren. Der Ungar Denes Pataky wirbelte mit echt magyarischem Temperament über das Eis. Als Dreizehnter erschien bann der Deutsche Günther Lorenz auf der Eisfläche. Lorenz zeigte gegenüber Wettmeisier Karl Schäfer unerreicht Unser Meister Ernst Baier auf dem 2. platz. Auf dem Rießer See hatten sich am Freitagvor- imittag zahlreiche Zuschauer eingefunden. Die Wettbewerbe im Eisschnellläufen wurden hier mit der 10 000-Meter-Strecke abgeschlossen. Im Mittelpunkt Des allgemeinen Interesses stand die Frage, ob es dem in überragender Form befindlichen Norweger Ävar Ballangrud tatsächlich gelingen würde, •aud) die dritte Goldmedaille an sich zu bringen. Das schien mit aus dem Grunde schwer, weil ja bekanntlich gerade diese Strecke die Stärke des Oester- reichers Stiepl ist, dem man also schon eine „Ueber- raschung" 'zutrauen konnte. Der Norweger machte das Unwahrscheinliche Wahr. Er gewann seinen Lauf in 17:24,3 gegen Len Finnen Vasenius, der mit 17:28,2 den zweiten Platz in der Gesamtwertung belegen ckonnte. Ballangrud wie auch Vasenius hatten damit lvlympischen Rekord gelaufen, der vorher schon von Lern Oesterreicher Stiepl auf 17:30,6 Min. gestellt worden war. Wetter und Eisverhältnisse waren ganz ausgezeichnet. — Sehr gut hielten sich die beiden Deutschen. Sarnes war wieder einmal mit Koops-Holland gepaart, den er im letzten Teil der Strecke klar hinter sich ließ. Mit 18:04,3 stellte der Berliner einen neuen deutschen Rekord auf, wurde aber wenig später von Willi S a n ö t n e r noch übertroffen. Der Münchener hatte in dem Belgier de Signe den schlechtesten Mann des Wettbewerbs als Partner, der von dem Deutschen nicht weniger als sechs Mal überrundet wurde. Trotzdem lie Sandtner mit 18:02,0 deutsche Rekordzeit. Ivar Ballangrud brachte es mit feinem Sieg erstmals fertig, dreifacher Gewinner einer Goldmedaille auf einem Olympia zu werden. Das ist vor ihm noch keinem gelungen. Die Leistung des Norwegers wird vollständig, wenn man der Silber- Medaille gedenkt, die er im 1500-Meter-Lauf an sich brachte. in Garmisch-Partenkirchen erneut klar und deutlich bewiesen, daß er eine einmalige Erscheinung in der Welt des Eiskunstlaufes ist. Durchschnittlich bewerteten die Punktrichter die Kür des Weltmeisters, der sich damit auch den Olympischen Sieg holte, mit 5,8. Der nach Schäfer folgende Schweizer Lucian Bühler hatte es natürlich nicht leicht, auf die Schäfersche Prachtleistung hin noch etwas Sehenswertes zu zeigen. Der Schweizer entledigte sich aber dieser unangenehmen Aufgabe mit viel Geschick. Der Japaner Tsugio Hasegawa zeigte, wie die meisten Japaner, einen sehr exakten Lauf, lief aber im Gegensatz zu seinen Landsleuten einen durchaus europäischen Stil. Der Amerikaner Robin Lee verdarb sich viel durch seine außerordentlich steife Körperhaltung. Den Abschluß bildete der Amerikaner Erle Reiter, der sich aber ein für sein Können viel zu schwieriges Programm zusammengestellt hatte. Damit hatten alle 25 Teilnehmer ihre Kür erledigt und das gesamte Männer-Kunstlaufen abgeschlossen. An dem Siege Weltmeisters Karl Schäfer war natürlich nicht zu zweifeln. Das amtliche Ergebnis. 1. und Olympiasiger Platzziffer Punkte Karl Schäfer (Oesterreich) 7 422,7 2. Ernst Baier (Deutschland) 24 400,8 3. Felix Kaspar (Oesterreich) 24 400,1 4. Montgomery Wilson (Kanada) 30 394,5 5. Henry Graham Sharp (England) 34 394,1 6. Jack Dünn (England) 42 387,7 7. Marcus Nikkanen (Finnland) 54 380,7 8. Elemer Tardonfaloi (Tertak)- Ungarn 56 379,0 9. Denes Pataky (Ungarn) 60 374,8 10. Frederick Tomlins (England) 77 364,4 Rekordfahrlen im Zweierbob. Reto Capabrutts Bahnrekord zwölfmal unterboten. Am Start waren 23 Schlitten aus dreizehn Nationen erschienen. Die Voraussetzungen für die Kämpfe waren bei guten Eisverhältnissen recht günstig. Der erste Lauf. Zuerst gingen die 23 gemeldeten Teilnehmer in der Reihenfolge der Startnummern über die Strecke. Der gelegentlich der Deutschen Bob-Meisterschaften von dem Schweizer Reto Capadrutt gefahrene Bahnrekord von 1:25:20 Minuten wurde im Laufe der zwei Fahrten zwölfmal unterboten. Besonders gut wurde im zweiten Lauf gefahren, wo zehnmal die alte Bestzeit Capadrutts verbessert werden konnte. Die schnellste Zeit des Tages fuhr der zweite Bob der Schweizer mit 1:20,31 Minuten. An achter Stelle ging der Bob Deutschland II mit Grau und Brehme ins Rennen, er fuhr 1:30,66 Minuten und hielt damit hinter den Schweizern die bis dahin zweitbeste Zeit des Tages. Etwas besser fuhr dann Italien II, aber USA. II mit Colgate- Lawrence stellte dann zum ersten Male einen neuen Bahnrekord mit 1:25,06 Minuten auf. Eine recht gute Zeit fuhr dann auch Deutschland I mit Kilian und von Balta mit 1:27,29 Minuten. Sehr gut fuhr der englische Bob, dann aber war der zweite Bahnrekord fällig, den sich USA. I mit 1:22,50 holte. Der zweite Laus. Der Bob Tschechoslowakei II eröffnete den zweiten Durchgang und fuhr mit 1:29,23 besser als im ersten Lauf. Alle 23 Bewerber fuhren im zweiten Lauf bessere Zeiten und die Bahnrekorde purzelten ununterbrochen. Nachdem Deutschland I, England und Oesterreich I die alte Capadruttsche Rekordzeit unterboten bzw. erreicht hatten, fuhr USA. I den dritten Bahnrekord des Tages mit 1:21,02 Min. heraus. Schweiz II fuhr mit 1:20,31 Minuten wieder neue Rekordzeit, die auch trotz schöner Fahrten von niemand mehr verbessert werden konnte, so daß die Schweizer Feierabend und Beerli den Bahnrekord der Olympia-Bobbahn halten. Die beiden deutschen Bobs vermochten ihre Zeiten auch zu verbessern, Deutschland II kam auf 1:23,33 und Deutschland I fuhr 1:24,24. In der Gesamtwertung nach den ersten beiden Läufen konnten die beiden deutschen Bobs aber nur den 7. und 9. Platz einnehmen. Amerika I liegt mit 2:43,52 Minuten vor Schweiz II und Amerika II an der Spitze. England ist Eishokkey-Enwpameister. Oie Olympia-Endrunde begann. - England - Tschechoslowakei 5:0! Das Olympia-Eisstadion war am Freitagabend restlos ausverkauft, als sich zum ersten Spiel der Eishockey-Endrunde die Mannschaften von Großbritannien und der Tschechoslowakei gegenübertraten. Dem Spiel kam noch insofern erhöhte Bedeutung zu, als der Sieger sich gleichzeitig den Titel eines Europameisters erwarb. England, nach seinem Sieg über Kanada wohl die interessanteste Mannschaft des Turniers, sicherte sich den Erwartungen entsprechend diesen Titel. Mit 5:0 (2:0, 3:0, 0:0) behielten die Briten nach hartem Kampf die Oberhand über einen tapferen Gegner. Die Engländer sind damit Europameister und haben in der Tabelle der Endrunde mit 4:0 Punkten klar die Spitze vor USA., Kanada und der Tschechoslowakei, die mit zwei verlorenen Spielen schon deutlich abgeschlagen ist. Im ersten Spielabschnitt kamen die Briten zu einer 2:0-Führung. Es war ein Spiel, das die Engländer von der ersten Minute an klar überlegen sah. Die Tschechen beschränkten sich ganz auf die Verteidigung und ihre Abwehr mit Peka, Pus- bauer und Bohac vollbrachte ganz hervorragende Leistungen. Im zweiten Abschnitt waren die Briten wieder klar überlegen. Lediglich in den ersten zwei Minuten rafften sich die Tschechen zu einigen guten Angriffen auf. Trojak wagte einige Weitschüsse, die aber der aufmerksame englische Hüter Foster halten konnte. Eine Prachtleistung vollbrachte Foster, als er durch entschlossenes Werfen vor dem allein durchgegangenen Jirotka die Scheibe abwehrte. Im Gegenangriff umspielte Davey die Tschechen-Verteidigung und an dem herausstürzenden Peka vorbei erzielte er den dritten Treffer. Das war in der 6. Minute. Wenig später war B r e n ch l e y erfolgreich und Sekunden nachher holte Davey, der beste englische Stürmer, einen fünften Erfolg für feine Mannschaft. Das Schlußdrittel endete torlos, fo daß England den Kampf mit 5:0 (2:0, 3:0, 0:0) gewann. Neben der Europameisterschaft Haden die Briten damit — wie bereits einleitend erwähnt — die erste Anwartschaft auf den Olympischen Sieg erworben. Kanada, mit der 1:2-Niederlage gegen England behaftet, kann die Briten aus eigener Kraft nicht mehr einholen. Lediglich von USA. droht den Engländern noch Gefahr, so daß also dieses Spiel am Samstag um 21 Uhr die Entscheidung des Olympischen Turniers bringt. Reichsminister Rust empfängt den studentischen Führerdienst. Reichsminister Rust benutzte seinen Aufenthalt in Garmisch-Partenkirchen, um an die jungen Sporthelfer kameradschaftliche Worte zu richten, wobei er insbesondere die Bedeutung unterstrich, die im persönlichen Verkehr zwischen jungen Deutschen und den ausländischen Gästen liegt. Daß die auf diese Weise hergestellte Verbindung zwischen dem In- und Ausland sich kulturell, sportlich und politisch zum Segen aller Nationen auswirke, sei sein Wunsch. Vorher hatte Dr. Möbius, der Leiter des studentischen Führerdienstes, einen Ueberblick über die Entwicklung dieser Einrichtung gegeben. Rings um das Benzin. Von unserem römischen E.-Korrespondenien. Rom, im Februar. Es ist schon zum Kopfschütteln. Man setzt sich in seinen Wagen, fahrt nach dem Frühstück ins Zentrum, also in die Gegend um den Corso herum, wo die Bankpaläste stehen, und die Hauptpost noch immer sozusagen im Freien tagt, die Schalter in einem offenen Klostergang liegen, man kreist um die Säule des Mark Aurel herum, stuckert von einer Ampel zur anderen, bis einem die Farben vor den Augen flimmern, hängt an den Lippen und Augen und Handschuhen des schwarzweiß bethronten Verkehrspolizisten, merkt trotzdem voll Erstaunen, daß Iphigenie ein Froschhütchen trägt ober einen be- troöbelten Fez, stößt deshalb einem spinatgrünen Taxi in die Weichen und sucht nun verzweifelt einen Parkplatz. Ein P, ein Königreich für ein P! Weiß der Teufel, warum die Autofahrer immer einen anderen Gedankenschaltraum haben als die Gesetzgeber: Wozu, fragen sie sich, gibt es ein normales P und ein durchstrichenes P? Wäre es nicht viel einfacher, natürlich, das ist das Ei des Kolumbus, sich mit dem durchstochenen zu begnügen? Sonst gibt es doch auch nur Verbotstafeln und nicht dazu noch Erlaubnistafeln. Wo man nicht parken darf, dorthin ein Verbot: an allen anderen Stellen ergibt sich dann die Parkfreiheit von selbst! Krach — das war natürlich wieder einer von den acht- beinigen Büffeln, so ein Autobus, der Hintere Kotfänger mag gut aussehen. Ader um Gotteswillen nid)t halten, man kommt sonst im Steuerumdrehen unter das verrückte Karussell, hupen darf man auch nicht. Sie gestatten doch, Herr Fußgänger, daß ich hinter Ihnen hertrotte, es perlt einem heiß über die Stirne — und kein P weit und breit! Heißt das, kein unbesetztes. Sie wissen doch, wie das ist, wenn man beim Mühlziehen in eine Zwickmühle gerät? Also, da hängst du nun zwischen P und P wie Buridans Esel zwischen zwei Heubündeln wie das Klavier auf der Stiege, das nicht vor- und nicht rückwärts kommt, weil der eine zieht und vom anderen glaubt, er schiebe, während der doch auch zieht, nur in verkehrter Richtung — bitte, versuchen Sie das nun einmal, Ihren Autokameraden im sanktionierten Rom begreiflich zu machen, so um den Corso herum, möglichst um die Mittagszeit, die von 10 bis 14 Uhr dauert! Es scheint, daß die Autos im Quadrat der Entfernung von Genf zunehmen. Wer wird sich, fo dachte man, noch einen neuen Wagen kaufen, wenn es heißt, binnen kurzem gehe das Benzin aus? Und nun tritt der neueste Typ, kaum in Mailand ausgestellt, gleich rudelweise auf: Die Geschäftsleute, die auf gut sichtbare Schaufenster halten, atmeten im Geheimen auf, als es hieß, die Parkerei werde infolge der drohenden Benzinsperre, der Devisennot, wegen des hohen Benzinpreises und wegen der wieder m Mode kommenden Fußgängerei bald aufhören — jetzt ist ihre Ansicht vernagelter als je. Wie mag das erst im Frühling werden? * Volkswirtschaftler legen den Finger an die Nase: Das Benzin kostet 3,86 Lire, die Steuer beträgt für einen mittelstarken Wagen gegen 1000 Lire, die Versicherung ist auch nicht billig und wer wollte das Gegenteil von den Reparaturen behaupten? Ergo müssen die Italiener doch noch Geld haben. Weiter: zum Vergnügen, das haben wir soeben gesehen, fährt bestimmt keiner in Rom herum. Folglich müssen die Leute auch zu tun Haden, Business as usual, Geschäft wie immer, trotz der Sanktionen. Schließlich: die Fahrer sind keine Mummelgreise und keine Säuglinge, sie haben, wir spürten's ja eben, recht kräftige Ellbogen, mithin kann noch nicht der letzte Taugliche mobilisiert sein. So gerät man in die Politik. ♦ Auf der Landstraße ist zu allem übrigen nun noch die Transportsteuer hinzugekommen. Für jeden Doppelzentner und für jeden Fahrtkilometer soundsoviel. Das läppert sich zusammen, wenn einer für sein Landhaus eine Fuhre pozzolana bestellt, jene nur in Rom in solcher Güte auffindbare rötliche Erde, die ein natürlicher Zement und die Erklärung für die unbegrenzte Haltbarkeit der antiken Ruinen ist. Ferner erging ein allgemeines Bauverbot, selbst das so beliebte Aufstocken der Häuser, das bei den flachen Dächern begreiflicherweise immer lockt, mußte eingestellt werden. Und dennoch drücken einen die Mammuts der Landstraße, die autotreni genannten Lastwagen mit Anhänger nach wie vor in den Graben. Auch wird, Ausnahmen gibt es bei jedem Gesetz, Filmopolis errichtet, die Filmstadt vor den Toren, beim achten Kilometerstein der tuskulanischen Straße. So weit hat der Stadtzoll nun schon seine Steuereinnehmer hinausgeschoben. Was an Lebensmitteln eingeführt, an Material aus der Stadt hinausgebracht wird, kostet Zoll, Verbrauchssteuer, Quittungsftempel. Und dennoch dieser Verkehr — * In Spatzenkreisen ist die Enttäuschung groß. Wie hatte man sich auf das Wiedererfcheinen des Hafer- Der olympische Sieger des Vauern-Skiklubs. Eine Unterhaltung mit Franz pfnür. Don unserem Sonderberichterstatter Dr. Rudolf Vogel. Garmisch-Partenkirchen, den 14. Febr. 1936. Das rot lodernde olympische Feuer am Turm des Skistadions von Garmisch-Partenkirchen weist den Weg am Abend zum Quartier der deutschen Mannschaft vor der Kampfstätte. Drinnen ein froh ungezwungener Betrieb: junge Leute, sonnengebräunt, unbekümmert! Mitten unter ihnen die beiden deutschen Weltmeister Christ! Cranz und Franz Pfnür, der Bauernsohn aus Schellenberg im Berchtesgadener Land. Fast freut es einen innerlich, daß der lang aufgeschossene 27jäh- rige mit einem scharf geschnittenen Gesicht, eisernen Körper, an dem kein Gramm Fett zu viel sitzt, sich gegen das „Ausgefrage" des Pressemannes sträubt. Der junge Weltruhm macht ihm, Gott sei Dank schwer zu schaffen. Es hagelt Einladungen von allen Seiten, die er nicht abschlagen kann. Der Briefträger schleppt täglich an der Post aus ganz Deutschland für den Träger der goldenen Medaille. Rührende Briefe, lieber Himmel, auch viele andere dabei, die dem jungen Weltmeister hoffentlich nicht den Kopf verdrehen werden. Wenn man etwas über feine sportliche Ausbildung wissen will, bekommt man einen mehr als knappen Bescheid: „Wir haben in Schellenberg keine Zeit und kein Geld, um uns das Jahr über auf Wettkämpfe vorzubereiten". Er spricht selbstverständlich seinen oberbayrischen Dialekt. Franz Pfnür kam mit wenigen Ausnahmen nie heraus aus dem ein wenig abseits aller großen Fremdenverkehrszentren liegenden Oertchen Schellenberg, das drei Gemeinden mit zusammen etwa 1500 Einwohnern umfaßt und am Untersberg bei Berchtesgaden liegt. Wichtig für Franz Pfnür wurde vor allem der Gründer des Schellenberger Skiklubs Dr. B e r f m a n n , der gerade beim schlichten Abendessen dem Weltmeister, seinem Schüler, gegenübersitzt. Und weil das Beispiel Dr. Berkmanns für echten Bauernsport wichtig ist, muß es genau beachtet werden. Selbst aus einer alten Bauernfamilie stammend, erwarb Dr. Berkmann, der Landwirtschaft studiert hat und jetzt auch Ortsbauernführer von Schellenberg ist, vor Jahren seinen Erbhof in Schellenberg. Der jetzt 46jährige, rotgebrannte alte Skiläufer, stand bereits vor 30 Jahren auf Skiern. Vor acht Jahren begann er seine sportliche Aufbauarbeit unter den Bauernjungen von Schellenberg, nahm selbst noch Skikurse, um die Kunst weiter zu verbreiten. Diese zähen, prächtigen Söhne von blutarmen Bauern, Holzfällern, Bergführern und Landarbeitern konnten häufig genug noch nicht einmal den Beitrag für die Unfallversicherung aufbringen, aber man hielt durch. Ja, man schaffte es sogar, 1500 Meter hoch über Schellenberg eine eigene kleine Skihütte zu bauen, an der der junge Franz Pfnür, der die Schreinerei erlernt hat, kräftig mitgearbeitet hat, trotzdem er mit seinem Bruder und seiner Schwester den kleinen Hof von sechs Aeckern und ein paar Stück Rindvieh mitbewirtschaften muß. „Im Sommer kommen wir oft noch nicht einmal am Sonntag zum Sport", wirft Franz Pfnür in unsere Unterhaltung ein, „soviel haben wir zu schaffen. Wir schwimmen, kraxeln und laufen im Sommer. Und im Winter, da macht es sich von klein auf bei uns ganz von selbst, oaß die Jungens von Schellenberg ihre Bretteln schultern, auf die Hänge steigen und hinunterfahren." 70 Mitglieder zählt heute der Skiklub Schellenberg. Und dieser Bauern-Skiklub stellte — Dr. Berkmann sagt es mit berechtigtem Stolz — nicht weniger als 4 unter 12 Auswahlkandidaten für die olympischen Winterspiele: Er hat jetzt noch zwei, neben dem Weltmeister Franz Pfnür, dessen Nachbarn (nicht Bruder, wie es vielfach heißt), Hans Pfnür in der deutschen Olympiamannschaft. Das scheint uns ein wunderbarer Erfolg der stillen und von der Oeffentlichkeit unbeachteten sportlichen Arbeit, die die Bauernsöhne von Schellenberg geleistet haben. Dr. Berkmann zog den Franz Pfnür, auf dessen Anstelligkeit zum Skilauf er früh aufmerksam wurde, vor acht Jahren in den Klub. Wenn irgendeiner unter den vielen Teilnehmern der olympischen Winterspiele von sich sagen kann, daß seine sportliche Betätigung wirklich „a ma • teurmäfjig", d. h. wirklich nur aus Freude am Sport neben einem das übrige Leben voll ausfüllenden Berufe war, dann sind es die beiden Pfnürs aus dem Bauernskiklub von Schellenberg. „Die Jungens von Schellenberg treiben Skisport, weil er zu ihrer Heimat gehört, aus Liebe zu den Bergen, zur körperlichen Betätigung und — nicht zuletzt aus einer Naturnotwendigkeit heraus, denn in den weit verstreuten Orten stehen die Brettel für die Buben und Mädel schon zum Schulgang vor der Tür bereit", fo formuliert es Dr. Berkmann. Wir fragen den Gründer des Skiklubs nach den Verhältnissen in den anderen oberbayerischen Orten, in denen an sich die gleichen Bedingungen für die sportliche Betätigung bestehen wie in der armen Bauerngemeinde Schellenberg, deren I«r«'a liehe Lage bislang unbeachtet blieb. „Es kommt immer auf den Mann an, der die Sache in die Hand nimmt", meint Dr. Berkmann mit Recht, „wir haben niemals den Ehrgeiz besessen. Rekordleute heranzuzüchten, sondern wir wollten unseren Bauernjungen bei den ausgezeichneten natürlichen Gegebenheiten unseres Heimatortes die sportliche Betätigung ermöglichen, die ihnen liegt und die zu ihnen gehört. Daß unsere Arbeit durch einen fo schönen Erfolg gefrönt wurde, macht uns stolz. Wir sind vor allem stolz auf unseren Franz Pfnür, dessen Leistung hoffentlich dazu beifragen wird, dem Skisport auch in anderen Bauerngemeinden zum Aufschwung zu verhelfen, wie sie hoffentlich auch dazu beitragen wird, Schellenberg selbst, unserer Heimat zu helfen!" Ich mache Franz Pfnür auf die Wirkungen seines Beispiels unter der sporttreibenden deutschen Bauernjugend aufmerksam. In seiner geraden kargen Art bricht es plötzlich aus ihm heraus: „Ich denk mir die Sache halt so, daß die Bauern- burschen in allen deutschen Gauen den Sport treiben, der ihnen s o liegt, w i e uns der Skisport im Winter und im Sommer Schwimmen und Kraxeln. Dann mär's gut." Der Franz Pfnür, Weltmeister im Abfahrts- lauf und Slalom gegen die besten Leute der Welt, wird weiter das bleiben, was er ist, der schlichte, willenstarke Bauernsohn mit den Hellen, intelligent ten Augen, die sehr kritisch in die Welt schauen und sich nichts vormachen lassen. Ein echtes Vorbild für deutschen, scholleverbundenen Bauernsport. Heue Heeresveiermä'rakademie. Im Zuge der im Jahre 1935 wieder errungenen Wehrfreiheit ist es gelungen, d i e A u s b i l i dungsstätte für den Veterinäroffiziernachwuchs nach 16jähriger Unterbrechung für das Heer wieder neu erstehen zu lassen. Die neu errichtete Heeresveterinärakadernie befindet sich i n S) a n n o d e r in den bisherigen Räumen der Kriegsschule in der Möckernstraße. Kommandeur der Akademie ist Generalveterinär Dr. F o n t a i - n e, dem als Lehrgängsleiter Oberfeldveterinär Dr. König und Stabsveterinär Dr. V i e b r o ck , als Adjutant Veterinär Spilling zur Seite stehen. Die Akademie hat 62 Fahnenjunger und Fähnriche (im Veterinärkorps) aufgenommen, die an der Tierärztlichen Hochschule Hannover dem Studium der Veterinärmedizin obliegen, während ihre militärische und militärveterinäre Ausbildung in der Akademie erfolgt. Die Zahl der Fahnenjunker und Fähnriche (im Veterinärkorps) der Akademie wird von Jahr zu Jahr steigen bis zu einem Höchststand von 150. Seit 1929 erfolgte die wissenschaftliche Ausbildung der künftigen Veterinäroffi- zere an der Tierärztlichen Hochschule Hannover sowie an den veterinärmedizinischen Fakultäten der Universitäten Berlin, Gießen, Leipzig und München. Aus militärischen Gründen, besonders da auch die Zahl des Nachwuchses infolge Vergrößerung der Wehrmacht gestiegen ist, hat sich diese Verteilung auf einzelne Bildungsstätten nicht als zweckmäßig erwiesen. motors gefreut! Equus redivivus! rief der Obersperling jeden Tag spöttisch von der Dachrinne herunter, er saß auf dem Gymnasium und sprach daher nur noch wie Cäsar. Sie haben ja sicherlich auch in den Zeitungen gelesen, daß sogar große Herrschaften in edler Aufwallung auf ihre 80 Benzinpferde verzichteten und demonstrativ zu Fuß gingen, nein, zum Zweispänner zurückkehrten. Ein Festtag für die Plebs der Dachrinnen! Aber es muß sich herumgesprochen haben, daß man in Genf vor der Berührung des Benzinhahns zurückscheut und inzwischen die Delleitung von Albanien zur Adria in Gang gekommen ist und die Zisternenschiffe an Dickleibigkeit leiden und die italienischen Vorräte wachsen wie die Stauweiher in der Regenzeit. Immerhin wird nun ab und zu ein Roß gesichtet, die Verkehrsbeschränkungen für die bei den gemächlicheren Fremden mit Recht so beliebten Zockelpferdchen wurden gemildert, man kann wieder für einen lächerlichen Betrag durch die ewige Noma zockeln. Das ist schon, sehr schon. Es gibt Leute, die unter diesem Gesichtspunkt gar nichts gegen eine etwaige Benzinnot einzuwenden hätten. Am unangenehmsten scheint sich der hohe Benzinpreis in der Landwirtschaft bemerkbar zu machen. Windmühlen sind auf einmal stark gefragt. Denn auch der elektrische Strom wurde plötzlich teurer, die bisher nur auf den Lichtstrom erhobene Abgabe auf den Jndustriestrom ausgedehnt. Dazu herrscht Futternot, der Wein findet mühsam Absatz. Und doch läßt sich auch der Äauer nicht unterliegen. Tutto passa! Alles geht vorüber. Das kann man landauf, landab hören. Pflügen wir halt wieder wie unsere Väter, wenn der Traktor so teuer kommt. Einmal wird die Kriegszeit vorbei sein und dann — Ja, wo findet man dann in Rom einen Parkplatz? Rekordschläfer in aller Welt So tief auch die Wissenschaft schon in die Geheimnisse des Schlafes eingedrungen ist, so steht sie doch immer wieder vor Rätseln, zu deren eindeutiger Erklärung sie noch nicht befähigt ist. Vor allem die Ursache mancher jahrelang andauernder Schlaf- zustände sind noch in Dunkel gehüllt. So erregt der schon viele Jahre dauernde Halbschlaf eines einund- sechzigjährigen Bewohners der amerikanischen Stadt Springfield, William Lord, berechtigtes Aufsehen. Im Oktober 1926 verfiel Lord plötzlich in einen Schlafzustand, in dem er jedoch ißt, trinkt und raucht. Er tut alles wie.ein Automat. Den Tast-, Geschmacks- und Gehörsinn hat der Mann in seinem merkwürdigen Zustand offenbar behalten. Nach fast vier Jahren erwachte Lord plötzlich zum Leben, aber nach drei Monaten verfiel er'wieder in Schlaf; zwei Jahre später erlangte er wiederum für fünf- undvierzig Tage das volle Bewußtsein. Er hörte Rundfunk und plauderte mit feiner Familie. „Laßt mich bloß nicht wieder einschlafen!" bat er immer wieder, aber sein Schicksal ereilte ihn von neuem, und nun dämmert er wieder dahin. Nicht weniger merkwürdig ist der Fall eines serbischen Bauern namens Welimir Jokitsch aus dem Dorfe Ratari, der vor ungefähr drei Jahren plötzlich von einem schweren Unwohlsein befallen wurde und sich zu Bett begab. Er schlief fast ununterbrochen bis zum Oktober des vergangenen Jahres und wurde von feinen Angehörigen täglich mühsam so weit geweckt, daß er etwas Nahrung zu sich nehmen konnte. Als man ihm jedoch in einem solchen kurzen Zwischenraum des Erwachens die Ermordung König Alexanders mitteilte, ging eine plötzliche Veränderung mit ihm vor. Nachdem er lange gemeint hatte, stand er auf und unternahm eine Pilgerfahrt nach der Grabstätte des Königs. Seitdem ist er wieder vollkommen gesund und geht wie vordem seiner Arbeit nach. Wichtige Mitteilungen haben nicht selten Einfluß auf den Beginn oder die Beendigung dieser seltsamen Schlafsucht ausgeübt. Dies zeigte sich auch in dem Fall der Marguerite Boyen- nal aus Thesseles bei St. Quentin. Das junge i Mädchen plättete in ihrer Küche, als eine Freundin hereinstürzte und ihr aus Spaß zurief: „Flieh, Marguerite, die Gendarmen kommen, um dich zu verhaften!" Mit einem Schrei stürzte das Mädchen zu Boden und verfiel alsbald in einen schweren Schlaf. Die Aerzte gaben sich die größte Mühe, sie zu erwecken, aber ohne Erfolg. Als sich schließlich alle Anstregungen als nutzlos erwiesen versuchte man die Schläferin zu ernähren und am Leben zu erhalten, bis sie von selbst aufwachen würde. Nach zweijährigem Schlaf war sie bis zum Skelett abgemagert. Dann beobachtete man plötzlich, daß die Schläferin, die fortdauernd bewacht wurde, ihren rechten Arm in die Hohe hob und dann erhob sie den Kopf. Schließlich öffnete das junge Mädchen, das jetzt wie eine Greisin aussah, langsam und augenscheinlich mit großer Anstregung die Augen und blickte sich verwundert in dem Zimmer um. Zwanzig Minuten fuhr ihr Herz fort zu schlagen, und die Aerzte hofften, sie am Leben zu erhalten. Dann erhob sie sich plötzlich mit Aufbietung der letzten Anstrengung, stieß ein paar unverständliche Laute aus und fiel tot zurück. A i;*.. pyjeube ,^ben voll LJ1« beiden »b«° !>; b°"n Ä£ JWn. ,7."°ch den Mmschin ®b,"9ungen ?'e in btt ? te" tr,. i„,0.n"”t im. Üe 501,6 Ä ..wir •Heforbleute en unseren '. natürlichen !'E sportliche t und die zu rd) einen so n5 stolz. 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Flieh. ’urüm K? !e das reB s f1* Derfud)te Leben 3" d aM ^ Ra-H ?n W2 m Skelet hie ötzl'^. ihre" t h°b ü1 bann «.j« Aus der Provinzialhauptstadt Oeffeniliche Sitzung der Gießener Raisherren 5. 10. .BrikeW* Die deutsche Arbeitsfront * » 57/ N.S.-6ememsckaft „Kraft öurth frcuöc aus ege. 6. 7. 8. 9. 218100 HM Eintopfergebnis. Frankfurt a. M., 14. Febr. (LPD.) Das Ergebnis des Eintopfsonntags vom 9. Februar erbrachte im Gau Hessen-Nassau das schöne Ergebnis von insgesamt 218 100 Mark. ** Der Beitrag zum Reichsnährstand, zweiter Teilbetrag, wird von den Finanzämtern der Provinz Oberhessen in einer Bekanntmachung in unserem heutigen Blatte zur Zahlung eingefordert. Auf die Bekanntmachung sei besonders hingewiesen. ** Richtigstellung. Zu unserem gestrigen Bericht über die Jahreshauptversammlung des Hausbesitzer-Vereins sei zur Klarstellung und Berichtigung mitgeteilt, daß der Jahresbericht von dem Vereinsführer, Malermeister Launspach, verfaßt worden war und nur wegen eines Augenleidens des Herrn Launspach von Architekt N i ■ 19 bis 22 Uhr die Operette „Die Fledermaus", von Johann Strauß. Musikalische Leitung: Paul Walter, Spielleitung: Paul W r e d e, Tänze: Thery Schultheis. „Der Sonntagmorgen im Stadttheater." Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Mit einer Neuerung tritt die Intendanz am Sonntag, 23. Februar, erstmalig an die Öffentlichkeit. Es ist beabsichtigt, etwa alle 14 Tage am Sonn- taqvormitlag musikalisch-literarische Veranstaltungen durchzuführen. In diesen Veranstaltungen soll keine Wrogrammvprschau kommender Aufführungen ge= boten werden, sondern es handelt,slch nm m sich abgeschlossene Darbietungen, die hinsichtlich ihrer Zu- fammenfteriung auch der D-r,chiedenartlgke.t unserer Theaterbesucher Rechnung tragen und mchts anderes wollen, als sedem Theaterbesucher Freude und Erbauung zu bereiten. Sie tragen d:e Ueberschrist „Der Sonntagmorgen im Stadttheater und sollen in der Darbietung vielgestaltig und abwechselnd fern. Musik, Wort, Gesang und Tanz bringen je nach der Art des gestellten Themas ausgewahlte Beispiele in reichem Wechsel. Ausübende sind Solokrafte des per sMeÄmMi^W Amtsgericht Gissten Gegenstand der gestrigen Sitzung war ein Autounfall, ber sich im Laufe des vorigen Jahres vor Großen-Linden ereignete. Nach der Vernehmung einiger Zeugen wurde die Sache zwecks Einnahme richterlichen Augenscheins vertagt. Mil „Kraft durch Freude" in alle Länder der Erde. Das Kostümfest in Gießen der NG.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" am 15. Februar im Cafe Leib ist der Höhepunkt des Gießener Karnevals. Die besten Frankfurter Humoristen und Büttenredner, wie Sielav, Zimmermann und Schnabel werden die Sorgen des Alltags vertreiben, gleich wie die Tanzkapelle Krengel in Matrosenuniform für Stimmung sorgt. Cafe Leib ist in einen Seedampfer verwandelt. Von der Tanzfläche aus genießt man die herrlichsten Ausblicke auf die bewegte See. Die Bordkanone ist als Rutschbahn hergerichtet, so daß die Freude und Ausgelassenheit kein Ende nehmen wird. Die Gießener sollen auch einmal zeigen, daß sie Karnevalsstimmung aufbringen können. Das Fest ist auch auf den kleinsten Geldbeutel zugeschnitten, jeder Volksgenosse kann daran teilnehmen, auch wenn er kein Kostüm hat, denn auf einem Seedampfer sind Menschen aller Schichten bunt zusammengewürfelt. Drum auf zur lustigen Seefahrt mit dem Dampfer Cafe „Bauch". Achtung Zungreiter! Oberbürgermeister Ritter hatte die Ratsherren der Stadt Gießen am gestrigen Freitagnachmittag zu einer öffentlichen Sitzung in das Stadthaus, Bergstraße, eingelaben, um mit ihnen eine Reche von wichtigen Angelegenheiten ber Stabtverwal- tung zu besprechen. . „ Zunächst beschäftigte man sich mit einem Nachtrag zur Gebührenordnung £** ' 4. Verkehrsregeln. Verpassen landesüblicher Kummet- und Sielengeschirre. Putz und Wartung des Pferdes. Fütterungslehre (Tagesrationen, Trankezeiten). Sattelung und Zäumung. . Einrichtung behelfsmäßiger Stallungen m der Ortsunterkunft. Pferdeschonung und Pferdepflege aus dem ^arfd)' Der Beauftragte des Reichsinspekteurs für Reit- und Fahrausbildung: Wehner, Standartenführer. Eifenbahn-FahrbeamteN'Verein. Am morgigen Sonntagnachmittag Generalversammlung in der „Stadt Wetzlar". Siehe heutige Anzeige. Deutsche Arbeitsfront. Fachgruppe Gaststältengewerbe. Am Montag, 17. Februar, findet abends um 9 Uhr im Hotel „Hindenburg" ein Kameradschaftsabend des gesamten Gaststättengewerbes mit Tanz statt. Wir laden hierzu Betriebsführer und Gefolgschaft herzlich em. Beweisen Sie Ihre Kameradschaft durch Ihr Erscheinen. Fachgruppe Vermittlergewerbe. Zu der am Samstag, 29. Februar, abends 8 Uhr, im Hause der Deutschen Arbeitsfront, Schanzenstraße 18, stattfindenden Versammlung werden alle Handelsvertreter und -makler, Grundstücks- und Hypothekenmakler, Versicherungsagenten und -makler, Agenten und Makler im Bausparwesen, Versteigerer und Hausverwalter (auch die, die der DÄF. nicht angehören) eingelaben. Es spricht der Gaufachgruppenleiter Pg. Wagner. 581020,94 Mark: Ausgabe 398 891,64 Mark; Rech- nungsreft 182 129,30 Mark. — Stadtrechnung 1 9 32 (Betrieb): Einnahme 6082740,33 Mark; Ausgabe 5815304,73 Mk.; Rechnungsrest 267435,60 Mark. Stadtrechnung 1932 (Vermögen): Einnahme 962 291,72 Mark; Ausgabe 745 907,25 Mark; Rech- nungsreft 216 384,47 Mk. — Rechnung des Wohlfahrtsamtes 1 9 3 2: Einnahme 1 886 148,97 Mark; Ausgabe 1877 996,06 Mark; Rechnungsrest 8152,91 Mark. — Rechnung des Wohlfahrtsamtes 19 3 3: Einnahme 1694 490,59 Mark; Ausgabe 1 688 674,65 Mark; Rechnungsrest 5815,94 Mark. Der Voranschlag der Pl 0 ckschen Stiftung für 1936, der in Einnahme und Ausgabe mit 2770,90 Mark abschließt, wurde vom Oberbürgermeister zur Kenntnis gegeben. Einer neuen Betriebsordnung für die Feuerbestattungsanlage der Stadt Gießen traten die Ratsherren ebenfalls bei. Am Schlüsse der Sitzung wies der Oberbürgermeister noch auf die jüngsten Polizeiverordnungen über das Tragen von Kleidung, die die Möglichkeit zur Verwechslung mit den Uniformen der HI. bietet, gegen den Mißbrauch national» sozialistischer Kampflieder und über das Verbot des Verkehrs mit Gefangenen und mit Schutzhäftlingen hin. Weiter teilte er mit, daß die Ratsherren im Laufe dieses Monats nochmals zu einer Sitzung zusammentreten werden, bei der über den Voranschlag für 1936 beraten werden soll. Mit dreimaligem Sieg-Heil-Gruß an den Führer wurde sodann die Sitzung geschlossen. Kinderspiel-Straßen. Zwei große Städte, Stuttgart und Essen, haben Kinderspiel-Straßen eingerichtet. Eine beachtliche Zahl von Straßen wird auf einige Stunden am Tage für den Durchgangsverkehr gesperrt. Die Autos und Fuhrwerke müssen auf einem Umwege ihr Ziel erreichen. Der sehr zum Tyrannentum neigende König Verkehr" muß also an den Toren des Kinder- königreiches Halt machen. Diese Tatsache stößt ins Gleichnishafte vor und beglückt jeden, dem es ins Herz schnitt, wenn er sah, wie Kinder am Rande des Fußsteiges, ganz in ihr Spiel versunken, hockten, während nur wenige Schritte vor ihnen der Verkehr unbarmherzig, ja todbringend brauste. Denken wir Weiteren an unsere eigene Kindheit zurück! Waren wir mit unseren bunten, großmächtigen, dahinflitzenden Reifen ober mit unserem Kreiselspiel nicht kleine Herrscher bes Fußsteiges unb des Fahrbammes! Wie war bas fein, wenn unsere Springleinen im Takte auf unb nieber schwangen. Tollten wir nicht ungehemmt burch bie Straßen als „Räuber unb Genbarmen?" Verpflanzten wir nicht bas Element bes Jnbianifchen unb Urwaldhaften in bie Gebe bes Asphalts? Kinberkönigreich! Ehre, bem Ehre gebührt! Das Volk, bas ihm Verstehen schenkt, ihm Raum gewährt, solche Glücks-Inseln schafft, ist auf dem besten Wege zu seiner Gesundung. Es weiß um die rechte Betreuung seiner Pfanzgärten. Kinderspiel-Straßen, das ist keine romantische Idee, das ist eine Maßnahme aus volklicher Einsicht geboren, aus dem Weitblick der Liebe getan. Vielleicht schaut sich mancher, der durch eine solche verzauberte Straße behutsam schreitet, ein Ouäntlein Licht und Heiterkeit ins Herz! Vielleicht summt er ein altes, vergessenes Kinderspiellied heimlich mit, ober bie heilige Unbekümmertheit faßt nach seiner Hand. Vielleicht kommt er auch auf ben Gedanken, sich von neuem um seine innersten Hoheitsgebiete zu mühen. Vielleicht schafft er sich Stunden, in benen bie Macht seiner Seele bem Gewalthaber „Mechanos" gegenüber immer stärker, leuchtender sich offenbart, da er sich auf eine kurze Zeit für den „Durchgangsverkehr" der sausenden, brausenden Täglichkeiten tatkräftig absperrt! So kann er ein Stück Lebensweisheit aus einer Kinderspiel- Straße mit heimnehmen, ja, der bloße Gedanke an diese köstliche Einrichtung vermag schon, ihm solche Weisheit zu vermitteln. Dornotizen. Tageskalender für Samstag. c 0 l a u 5 verlesen wurde. ** Die Eigenheim-Schau Gießen der Bauwirtring Bremen veranstaltete im Hotel „Schütz" einen Lichtbildervortrag Herr Feilender g '' Koblenz sprach über die Möglichkeiten und W« _ zu einem eigenen Heim in absehbarer Zeit zu gelangen. Dabei betonte er u. a., daß die jüngste Zweigstelle Gießen in der Bauwirtring AG. bereits in die Lage kam, an einige Bausparer Geld auszugeben, die nicht ein Jahr gewartet haben. Er besprach eingehend die Spar- und Darlehns- bebingungen, die die Zuteilung von Baudarlehen nach Erfüllung gewisser Voraussetzungen vorzeitig zulassen und den Bausparer in den Besitz eines schuldenfreien Eigenheimes bringen. Natürlich ist das Sparen hierbei Grundbedingung. Dadurch, daß der Bausparer durch schnellere Erfüllung der Voraussetzungen seine Darlehenslast verringern kann, kommt er nicht nur in die Lage, Geld zu ersparen, sondern auch früher sein Ziel zu erreichen. An Hand von Zahlenbildern und von Aufnahmen erbauter oder im Bau befindlicher Häuser rundete der Vortragende den Einblick in dieses Bausparsystem ab. Hundfunkprogramm. Sonntag, 16. Februar: 6 Uhr: Bremer Hafenkonzert. 8.05: Gymnastik. 8.45: Orgelchoräle. 9: Katholische Morgenfeier. 9.45: Bekenntnisse zur Zeit (Nordischer Glaube" (II). 10: Morgenfeier der HI. 10.30: Chorgesana. 11: Unterhaltungsmusik. Dazwischen aus Garmisch-Partenkirchen: IV. Olympische Winterspiele 1936, 11. Tag, Berichte über Ski-Spezial-Sprunglauf. Von 14 bis 14: Sonderbericht vom Spezial-Sprunglauf. Gegen 14.30: Schlußspiel Eishockey. 16.30: Von München (aus Garmisch-Partenkirchen): Reichssendung: Schlußfeier der IV. Olympischen Winterspiele 1936 im Olympia-Skistadion in Garmisch-Partenkirchen. 18: Mit Tschmgtarabum in den Fasching hinein. 18.11: 1. Fremdensitzung in Mainz. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.25: Sportspiegel des Sonntags. 22.45: Tanzmusik. 24—2: „Das Paradies und die Peri". Dichtung aus „Lalla Rookh" von Thomas Moor. Montag, 17. Februar. 6 Uhr: Choral. Morgensvruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 8.10: Gymnastik. 10.15: Schulfunk. 11: Hausfrau hör zu! 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei von Zwei bis Drei. 15: Wirtschaftsbericht. 15.15: Kinderfunk. 15.45: Närri- scher Kalender (!). 16: Lieder von Hans Förster. 16.30: Unterhaltungsmusik. 17.30: HJ.-Funk: Wir singen Handwerkerlieder. 18: Fröhlicher Alltag: Ein buntes Konzert. 19.45: Tagesspiegel des Reichssen- ders Frankfurt. 20: Nachrichten: 20.10: „Boris Go- dunow", Musikalisches Volksdrama. 22: Nachrichten (anschließend aus dem Sendebezirk). 22.30: Musik zur „Guten Nacht". 24 bis 2: Großes Unterhai» tungskonzert.__ NSDAP., Amt für Beamte, Kreis Gießen: 20 Uhr im Haus der Deutschen Arbeitsfront Vortrag von Syndikus Weber. — NSG. „Kraft durch Freude": 20.31 Uhr Kostümfest im Caf6 Leib. Ab 15.30 Uhr allgemeine Körperschule und Waldlauf auf dem Universitätssportplatz am Kugelbera. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Kirschen in Nachbars Garten". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Fährmann Maria". — Maskenbälle: 20.01 Uhr Turnverein von 1846 in der Turnhalle am Oswalds- garten. — Oberhessischer Kunstverein (Turmhaus am Brandplatz): Ausstellung von Gemälden von Josef Steib (Berlin). Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 11 bis 14 Uhr (Vorstellung für HI. und BDM.) „Der Kanzler von Tirol"; 19 bis 22.15 Uhr „Die Fledermaus". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Kirschen in Nachbars Garten". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Fährmann Maria". — Gießener Konzertverein: 17 Uhr in der Univer- sitätsaula 3. Solistenkonzert mit »Professor Kuien- kampff. — Oberhessischer Kunstverein (Turmhaus am Brandplatz): 11 bis 13 Uhr Ausstellung von Gemälden von Josef Steib (Berlin). — Eisenbahn- Fahrbeamten-Verein: 15 Uhr Generalversammlung in der „Stadt Wetzlar". Der Spielplan des Gießener Sladtthealers vom 16. bis 23. Februar. Sonntag, 16. Februar, von 11 bis gegen 14 Uhr als geschlossene Vorstellung für HI. und BDM. „Der Kanzler von Tirol", Schauspiel von Josef Wenter. Spielleitung: Kurt L ü p k e. Von 19 bis 22.15 Uhr, außer Abonnement, in der neuen Ausstattung, „Die Fledermaus", Operette von Johann Strauß. Musikalische Leitung: Paul Walter; Spielleitung: Paul W r e d e. Tänze: Thery Schultheis. — Dienstag, 18. Februar, von 20 bis 22.30 Uhr, Erstausführung von „Krach im Hinterhaus", Lustspiel von M. Böttcher. Spielleitung: Heinrich Hub. 19. Vorstellung im Dienstag-Abonnement. — Mittwoch, 19. Februar, das Schauspiel „Der Kanzler von Tirol" von Josef Wenter. Spielleitung: Kurt L Ü p k e. Dauer von 19.30 bis 22 Uhr. Die Vorstellung gilt zugleich als 18. Vorstellung im Mittwoch-Abonnement. — Freitag, 21. Februar, von 20 bis 22.30 Uhr, das Lustspiel „Krach im Hinterhaus" von M. Böttcher. Spielleitung: Heinrich Hub. 19. Vorstellung im Freitag-Abonnement. — Sonntag, 23. Februar, 11.15 bis 12.15 Uhr, als erste Sonntag - Morgenveranstaltung des Stadttheaters, „Der fröhliche Mozart". Von bürgermeisters bei. Der Oberbürgermeister gab hierauf eine Anzahl Rechnungsabschlüsse aus den -Jahren 1931 bis 1933 bekannt. Daraus ist folgendes zu berichten: Gaswerk-Rechnung 1 9 3 2: Einnahme 910163,05 Mark; Ausgabe 902 549,35 Mark; Rechnungsrest 7613,70 Mark; Ablieferung an die Stadtkasse 147 192,97 Mark; Abführung zum Erneuerungsstock 343 810,42 Mark. — Wasserwerk- Rechnung 19 32: Einnahme 529155,33 Mark; Ausgabe 522 670,18 Mark; Rechnungsrest 6485,15 Mark; Ablieferung an die Stadtkasse 159 821,00 Mark; Abführung zum Erneuerungsstock 37 908,59 Mark. — Elektrizitätswerk-Rechnung 1 932 : Einnahme 1 890 174,21 Mark; Ausgabe 1852 321,09 Mark; Rechnungsrest 37 853,12 Mark; Ablieferung an die Stadtkasfe 87 174,99 Mark; für Wegebenutzungsgebühr 151509,50 Mark; Abführung zum Erneuerungsstock 205 965,10 Mark. — Elektrizitätswerk-Rechnung 19 33: Einnahme 1 962 883,46 Mark; Ausgabe 1 941 692,57 Mark; Rechnungsrest 21 190,89 Mark; Ablieferung an die Stadtkasse 135 330,87 Mark, für Wegebenutzungsgebühren 151509,50 Mark; Abführung zum Erneuerungsstock 308 817,70 Mark. — Straßenbahn-Rechnung 1932: Einnahme 301 046,17 Mark; Ausgabe 301046,17 Mark; Zuschuß 33 099,55 Mark; Abführung zum Erneuerungsstock 21 896,01 Mark, Abführung zum Reservefonds 1523,01 Mark. — Straßenbahn-Rechnung 19 33: Einnahme 277954,09 Mark; Ausgabe 277 954,09 Mark; Zuschuß 56 963,03 Mark; Abführung zum Erneuerungsstock 27 811,83 Mark, Abführung zum Reservefonds 1540,40 Mark — Volksbad-Rechnung 1932: Einnahme 56 059,57 Mark; Ausgabe 55 839,57 Mark; Rechnungsrest 220,00 Mark; Abführung zum Erneuerungsstock 1162,35 Mark. — Stadtrechnung 1931 (Betrieb): Einnahme 6337 158,78 Mark; Ausgabe 6017207,61 Mk.; Rechnungsrest 319951,17 Mark. Stadtrechnung 1931 (Vermögen): Einnahme Für den Bereich des Wehrmeldeamtes Büdingen finden am 16. Februar (Sonntag) folgende Prüfungen zur Erlangung des Reitscheines durch den Beauftragten des Reichsinspekteurs für Reit- und Fahrausbildung statt: In Gedern um 9 Uhr auf dem Reitplatz Gedern. In S ch 0 11 e n um 11 Uhr auf dem Reitplatz Schotten. In N i d d a um 13 Uhr auf dem Reitplatz Nidda. In Reichelsheim um 15 Uhr auf dem Reitplatz Reichelsheim. In Griedel bei Butzbach um 17 Uhr auf dem Reitplatz Griedel. Die Prüfung kann jeder junge Mann ablegen, der zu den Jahrgängen 1911 bis 18 gehört. Wer den Reiterschein besitzt hat folgende Vorteile: 1 Bei freiwilligem Eintritt in das Reichsheer: Einstellung in den selbstgewählten Truppenteil im Rahmen der allgemeinen gesetzlichen und militäri- chen Bestimmungen. 2. Bei der pflichtmäßigen Aushebung: Bevorzugte Einstellung als Reiter oder Fahrer. Mitbringen von Pferden ist erwünscht, aber nicht erforderlich. Es wird kurz verlangt: 1. Das Vorhandensein eines losgelassenen, geschmeidigen mit den Bewegungen des Pferdes mitgehenden und gestreckten Sitzes. 2. Kenntnis der Kreuzleine 22. 3. Handgriffe bei Wendungen und Paraden. Theaters und Mitglieder des städtischen Orchesters. Durck diese Neueinführung wollen wir die Bindung zwischen Publikum und Theater noch enger gestalten, unsere Theaterfreunde noch mehr interessieren ür das Theater. Diesem Zweck hat die Intendanz hinsichtlich der Eintrittspreise auch äußerlich Ausdruck verliehen. Für die Stamm-Abonnenten ist der Besuch dieser Sonntagoormittag-Veranstaltungen völlig kostenlos; die Eintrittspreise sind im übrigen 0 niedrig angesetzt, daß jedem Theaterfreund der Besuch ermöglicht ist. Die Intendanz hat für Sonntag, 23. Februar, die erste Veranstaltung dieser Art angesetzt, und zwar trägt sie in bezug auf die Fa- chingszeit den Titel: „Der fröhliche Mozart". Die Vortragsfolge sieht u. a. vor: das Quintett in Es- dur für Oboe, Klarinette, Horn, Fagott und Klavier- „Das Banderi", ein Terzett für Sopran, Tenor, Baß und Klavier und ein Divertissement für Streichquartett und 2 Hörner ,Die Dorfmufik". Die musikalische Leitung dieser Veranstaltung hat Kapellmeister Ernst Bräuer; außerdem wirken mit Friedel F 0 r n a 11 a 3 , Rudolf Hille, Wilhelm Greif und vom Schauspiel Gert Geiger mit heiteren Mozart-Rezitationen. Ferner wirken Mitglieder des Orchesters mit. Dauer von 11.15 bis 12.15 Uhr. Oberhessischer Geschichlsverein. Nächsten Donnerstag abend Lichtbildervortrag von Stadtbaurat Gravert. (Näheres in der heutigen Anzeige.) Kundgebung des AGOGtA. und der Gießener Studentenschaft. Am kommenden Dienstag, 18. Febr., 20.15 Uhr, findet in der Neuen Aula eine Kundgebung des NS.- Studentenbundes statt, in welcher der Stabsleiter des Reichsstudentenbundführers Pg. Diplom-Jng. W a l ch e r (München) sprechen wird. Die Kundgebung wird durch eine Feierstunde des Kameradschaftshauses eingeleitet. Gießener wochenmarktpreife * Gießen, 15. Febr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,55 Mk., Landbutter 1,42, Markenbutter 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse B 12, Klasse C 11, ungezeichnete 10 bis 11, Wirsing, das Pfund 15 bis 20, Weißkraut 12 bis 15, Rotkraut 15 bis 20, Gelbe Rüben 9 bis 12, Rote Rüben 10 bis 12, Spinat 20 bis 25, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 20 bis 35, Feldsalat 80 Pf. bis 1,20 Mk., Tomaten 45 Pf., Zwiebeln 10 bis 18, Meerrettich 30 bis 80, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kartoffeln 4 Pf., der Zentner 3,50 bis 3,70 Mk., Aepfel, das Pfund 16 bis 35 Pf., Birnen 15, Nüsse 45, Zwetschenhonig 45, junge Hähne 90 Pf. bis 1 Mk., Suppenhühner 80 bis 85 Pf., Enten 1 Mk., Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 25 bis 45, Salat 30 bis 35, Endivien 20 bis 25, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 15, Sellerie 5 bis 40 Pf. ** Eine Achtzigjährige. Am Montag, 17. Februar, kann Frau Elise Müller, geb. Stärket Schottstraße 5, in körperlicher und geistiger Frische ihren 80. Geburtstag begehen. Die Jubilarin ist seit vielen Jahren treue Leserin des Gießener Anzeigers. *♦ Spende ber Medizinischen Fachschaft für das WHW. Als Reinertrag einer Fachschaftsoeranstaltung hat die Medizinische Fachschaft unserer Universität den Betrag von 150 Mark an das Winterhilfswerk abgeführt. ** Viehmärkte in Gießen. In der nächsten Woche findet am Dienstag Rindvieh- (Nutz- oieh-)markt statt, am Mittwoch folgt Schweinemarkt. ig für die B e - n u°tj u n g der 'städtischen Kanäle. Diese Gebührensätze sollen so bemessen fein, daß die Unkosten des Kanalbetriebs gedeckt werden. In früheren Jahren waren die Gebührensätze bis zu 1,20 Mark je 1000 Mark Brandversicherungswert festgesetzt worden, dann wurde eine Ermäßigung bewilligt, so daß sich der Gebührensatz vom Jahre 1934 ab auf 70 Pfennig je 1000 Mark Brandversicherungswert belief. Seitdem hat sich aber gezeigt, daß mit diesem Gebührensatz die Kosten des Kanalbetriebs nicht zu decken sind, sondern sich Zuschüsse der allgemeinen Finanzverwaltung aus außerordentlichen Mitteln erforderlich machten. Diesen Zustand sieht der Oberbürgermeister als unvertretbar an. Er beabsichtigt deshalb, den Gebührensatz von 70 Pfennig auf 90 Pfennig je 1000 Mark Brandoersicherungswert zu erhöhen. Dabei besteht Klarheit darüber, daß 90 Pfennig noch nicht aus* reichen zur Deckung der Kosten, sondern eigentlich ein Betrag von 1 Mark erhoben werden müßte. Der Oberbürgermeister glaubt jedoch, auf Grund von eingehenden Prüfungen und Berechnungen mit dem Satz von 90 Pfennig auskommen zu können, und er will deshalb nicht höher gehen, um den Hauseigentümern eine unnötige Belastung zu ersparen. Eine Befürchtung, daß aus dieser Neuordnung der Kanalgebühren eine Erhöhung der Mieten entstehen könnte, ist nicht am Platze, da seinerzeit der Mietsatz auf Grund der Friedensmiete unter Zugrundelegung von 1,20 Mark Kanalgebühr berechnet wurde, Der jetzige Satz von 90 Pfennig also immer noch um 25 v. H. unter jenem Betrag von 1,20 Mark liegt. Angesichts dieser Sachlage traten die Ratsherren einmütig der Meinung des Ober- Gefechtsübung -es II. Bataillons Fnf.-Rgt. 36 im Raume bei Steinbach und Lich. ”.r ilHWi In gut gedeckter Stellung. Ein Schwätzchen an der Feldküche. (Aufnahmen |2|: Photo-Pfaff. Gießen.) Als am gestrigen Freitagmorgen das II. B a - taillon unseres Inf. - Rgts. 36 unter der Führung seines Kommandeurs. Oberstleutnant Schmidt, zu einer größeren Gefechtsübung ausrückte, hing über dem Land und besonders im Walde noch dichter Nebel. Aber bald brach die Sonne durch und die Soldaten konnten ihre Uebung bei herrlichstem Wetter durchführen. Es entwickelte sich für alle, die als Zuschauer gekommen waren, ein vielfältiges Bild, denn neben den Mannschaften wurden schwere und leichte Maschinengewehre eingesetzt, ferner Minenwerfer und Tankabwehrgeschütze. Den Kolonnen folgten außerdem Bagagewagen auch vier Feldküchen für die Mittagsverpflegung. Die Jugend verfolgte das Tun der Soldaten und die Handhabung der Waffen mit arößter Aufmerksamkeit, und die Soldaten, insbesondere jene, die an den Straßen und in der Nähe von Steinbach Garbenteich und Hausen vorzugehen hatten, waren stets dicht umlagert Der Angriff und das entfaltete Vorgehen geschah selbstverständlich unter Ausnutzung aller gebotenen Deckungsmöglichkeiten. Für die Zuschauer war es deshalb, im Gegensatz zu dem Winterschießen unserer Artillerie bei Gleiberg und bei Lollar, nicht leicht, den Kampfverlauf zu verfolgen, oder die Absichten der Gegner zu übersehen, zudem sich das gefechtsmäßige Vorgehen auch auf ziemlich großem Naum vollzog. Die Gefechtsannahme: Das II. Bataillon war linke Seitendeckung des verstärkten Infanterie-Regiments 36 und sollte über Steinbach und Lich einen von dort gemeldeten Feind zurückwerfen. Dem Bataillon war zu dieser Aufgabe ein Minenwerfer- und Panzerabwehrzug unterstellt worden. Um 8 Uhr wurde der Vormarsch nach kurzer Rast in der Gegend der Waldkaserne angetreten. Vorhut war die verstärkte 5. Kompanie, der es sehr bald gelang, die ersten feindlichen Spähtrupps von den Lindenbergen bei Steinbach und von den Höhen im Nordosten von Steinbach zurückzuwerfen. Das nachfolgende Gros des Bataillons war aber gezwungen, über das freie Gelände bei Steinbach entfaltet oorzugehen, um nicht plötzlich in das Feuer feindlicher Maschinengewehre $u geraten. Unter Einsatz mehrerer schwerer Maschinengewehre gelang es der 5. Kompanie sehr bald, auch die Enge in Richtung Albacher Hof zu durchschreiten. um dann hier auf sehr ernstlichen Widerstand zu stoßen, da der Feind, die 6. Kompanie, einen nördlich vorgelagerten Höhenzug sehr stark besetzt hatte. Unterdessen war die blaue Hauptabteilung über Hausen—Garbenteich vorgekommen. Um dem Feind ein Wiederfestsetzen im Gelände südlich von Lich zu verwehren, kam es jetzt darauf an, schnell mzupacken und die 6. Kompanie anzugreifen. Das Gelände gestattete dem II. Bataillon (Blau) gedeckte Bereitstellung im Licher Stadtwald, so daß der Flügel von Rot in seiner rechten Flanke bedroht wurde. Da im übrigen ihr Auftrag als rechte Flanke des auf dem Hardtberg ausweichenden roten Bataillons erfüllt war, ging nunmehr die 6. Kompanie unter Belassung von Spähtrupps am Feind auf Lich und eine Höhe südostwärts davon zurück. Da-, mit war die Uebung beendet. Nach dem Signal „Das Ganze Halt" sammelten sich die Mannschaften zum Teil auf der Straße zwischen Steinbach und Lich, an den Albacher Teichen und auch auf einem Wiesenhang kurz vor Lich. Das Musikkorps des Infanterie-Regiments unter Führung von Obermusikmeister Krauße erschien am Sammelplatz. Gegen 13 Uhr erfolgte im hellsten Scheine der mittäglichen Sonne der Einmarsch in das festlich bewegte Städtchen L i ch. Die Bevölkerung ließ sich das schöne militärische Schauspiel nicht entgehen und bereitete den Soldaten einen herzlichen Empfang. Dann fuhren die Gulaschkanonen auf und die Mannschaften hielten bei einem kräftigen Schlag Erbsensuppe mit Schweinefleisch Mittagsrast. Die Verpflegung geschah an zwei verschiedenen Plätzen und zwar in den Höfen des fürstlichen Schlosses und auf dem Platz zwischen Kirche und Rathaus. Die ganze Bevölkerung des Städtchens war auf den Beinen. An den Feldküchen herrschte großer Betrieb. Die Jugend insbesondere war überall vorne dran, und mancher Junge, manches Mädel kam zu einer Kostprobe, die aus der Gulaschkanone natürlich ganz besonders gut schmeckte. Das Musikkorps tat ein übriges und bereitete mit schneidiger Musik auf dem Platz vor dem Schloß sowohl wie auch an der Kirche jedermann große Freude. Der Schloßpark wurde von den Feldgrauen natürlich besonders gerne aufgesucht. Unter den großen Bäumen saßen die Soldaten auf den Bänken und genossen so für eine kurze Stunde den herrlichen Tag. Schnell war auch die Verbindung mit den Schönen von Lich hergestellt, und man konnte manche Gruppe in launiger Unterhaltung beisammensehen. So erscholl für manche allzubald das Kommando „Fertigmachen?" Um 14.30 Uhr verließ das Bataillon in Richtung nach Garbenteich und Hausen das Städtchen Lich, während die Bevölkerung in dichten Mengen die Straßen säumten. Auch in Garbenteich und Hausen sah man den Soldaten erwartungsvoll entgegen. Ueberall löste der stramme Aufmarsch der Truppe große Freude aus. Mit klingendem Spiele rückte das Bataillon dann wieder in der Waldkaserne ein. Warum Lustschuh auf -em Lande? Viele Volksgenossen auf dem Lande glauben, daß sie in einer Zeit kriegerischer Verwicklungen vor Angriffen aus der Luft sicher sind. Sie meinen, eine Gefahr bestehe nur für Großstädte und Industriegebiete. Das ist ein Irrtum, der verhängnisvoll werden kann, wenn die Bedeutung der hochentwickelten Flugzeuge als Angriffswaffe nicht auch auf dem Lande erkannt wird. Bei seinen Angriffsmethoden wird sich der Gegner nur von dem Willen leiten lassen, die Widerstandskraft des Volkes möglichst rasch zu brechen. Bombenangriffe großen Stils auf die Mittelpunkte industriellen Lebens sind deshalb gewiß. Gleichzeitig wird der Angreifer von Anfang an sich bemühen, die Ernährungsgrundlage zu gefährden. Er wird sich nicht mit einer Seeblockade begnügen, sondern den Versuch machen, an die Quellen der landwirtschaftlichen Erzeugung heranzukommen. Da auf einer langen Front nicht immer Flieger und Flaks zur Abwehr bereitstehen können, wird es oft möglich sein, zum Ziel durchzustoßen. Und diese Ziele lohnen den Einsatz. Ueberland» krafwege, Stauseen und Bahnhöfe werden beliebte Angriffsobjekte sein. Gleiches gilt von Scheunen, Ställen und weidendem Vieh. Es braucht sich bei diesen Angriffen keineswegs immer um Bombenflugzeuge zu handeln; gutgeführte Jagdflieger fön- nen tieffliegend mit Maschinengewehrfeuer großen Schaden unter dem Weidevieh anrichten. Alle diese Gefahren gilt es zu erkennen, und alsdann die Abwehr lückenlos zu organisieren. Von der nationalsozialistischen Staatsführung ist der Reichsluftschutzbund mit der Aufklärung des Volkes und der praktischen Ausbildung betraut worden. Das Aufgabengebiet ist ebenso neu, wie mannigfaltig, und der im Ernstfall zu erwartende Einsatz von Fliegern wirft eine große Zahl von Fragen auf Es muß zum Schuh gegen Bomben jeder Art schon in Friedenszeil weitgehend vorgeforgt werden. Unterrichtung über die Pflichten jedes einzelnen Volksgenossen für die Stunde der Gefahr ist Voraussetzung für das Gelingen. Abwehr der Brandgefahr, erste Hilfe für kampfstofferkrankte Menschen und Tiere stehen dabei im Mittelpunkt. Schließlich muß eine ganze Dorfgemeinschaft — wie kürzlich in Ostpreußen — sich zu einer Luft- schutzübung zusammenfinden, weil bei solchen Gelegenheiten am besten bestehende Mängel in der Abwehrorganisation beseitigt werden können. Der Arbeitseinsatz im 3oruir im Bezirk des Landesarbeitsamts Hessen. LPD. Frankfurt a. M., 13. Febr. Die Pressestelle des Landesarbeitsamts Hessen teilt mit: Die rückläufige Bewegung des Arbeitseinsatzes, die im Vormonat infolge der winterlichen Witte- rungseinflüsfe stärker in Erscheinung trat, kam im Januar fast gänzlich zum Stillstand. Das frostfreie Wetter gestattete zum größten Teil die Wiederaufnahme der im Dezember v. I. unterbrochenen Außenarbeiten, insbesondere konnten eingestellte Bau- und Notstandsarbeiten wieder fortgesetzt werden. Die Arbeitsämter zählten am 31. Januar 15 5 3 2 9 Arbeitslose, davon waren 17 33£ oder 11,2 v. H. Frauen. Die Zahl der Arbeitslosen lag also Ende Januar nur um 608 höher als am 31. Dezember 1935. Sie liegt um rund 22 700 niedriger als im gleichen Zeitpunkt des Vorjahres, obwohl gegenwärtig fast 10 000 Notstandsarbeiter weniger beschäftigt sind als Ende Januar 1935. Die Entwicklung in den einzelnen Arbeitsamtsbezirken war nicht einheitlich. In 8 von den 17 Arbeitsamtsbezirken war bereits eine Abnahme um* insgesamt rund 2800 Arbeitslose zu verzeichnen, während die Übrigen Bezirke noch eine leichte Zunahme meldeten. Diese ungleichmäßige Entwicklung ist in der Hauptsache auf Entlassungen von Holzhauern zurückzuführen, die sich nach Beendigung der Holzfällarbeiten wieder arbeitslos meldeten. Die Zahl der Hauptunter st ützungsemp- f ä n g e r in der Arbeitslosenversicherung und Krisenfürsorge stieg im Januar noch um rund 5900 auf insgesamt 96 673, während die Zahl der anerkannten Wohlfahrtserwerbslosen um 980 abnahm. Die Zahl der Notstandsarbeiter betrug Ende Januar 11968 gegenüber 8144 am 31. Dezember vorigen Jahres. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr Samstagnachmittag geschlossen. 0724 >? Am Donnerstagvormittag 4 30 Uhr entschlief nach kurzem schweren Krankenlager unser lieber Vater. Schwiegervater. Großvater, Bruder und Schwager Herr Heinrich Dechert, Zugführeri.R. im Alter von 73 Jahren. Die Beerdigung findet Montag, den 17. Februar, nachmittags 2 Uhr auf dem Neuen Friedhof in Gießen statt. Tief betrübt: Heinrich Dechert und Frau Fritz Schick und Frau, geb. Dechert und Enkelkind Wolfgang Heinrich Polratzky und Frau, geb Dechert Frankfurt a. M -Höchst (Konrad-Glatt-Str. 37), Frankfurt a. M. Niederrad (Haardtwaldstraße 6), Gießen (Schottstraße 5), den 15. Februar 1936. wandert sich's auf Erden-- herrlich ohne -ach wie. Schuheinlagen zur rechten Zeit- steigern die Leistungsfähigkeit! L.Thöt Gießen "D Friedrichstr. 7 Kassenlieferant KleineAnzeigen im Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und geleten randes-M nnö Bflegeannatt (Bienen Die Lieferung des Bedarfs an 1. Fleisch-, Wurst- und Fettwaren, 2. Backwaren, 3. Milch, Butter, käse, 4. an sonstigen Verzehrungsgegenständen (Del, Essig, Zucker, Reis, Erbsen, Linsen, Bohnen, Margarine, Mischkaffee usw.), 5. an Verbrauchsgegenständen (Reinigungsmaterial wie Seifenflocken, Kernseife, Soda, Putzmittel, Bohnerwachs usw.), 6. Rauchwaren, 7. Webwaren (Druckzeug, Drell, Kadettleinen usw.), 8. Sohlleder usw. soll im Wege des öffentlichen Anerbietens für die Zeit vom 1. 4. bis 30. 9. 36 vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen liegen vom 19. bis 25. 2. 36, vormittags 9 bis 11 Uhr, auf unserer Verwaltung zur Einsicht offen. Die Angebotsformulare können dort gegen Erstattung der Selbstkosten bezogen werden. Angebote und Warenproben sind getrennt, verschlossen und mit der Aufschrift: „Angebot zu der am 14. Februar 1936 ausgeschriebenen Lieferung" zu versehen und bis Donnerstag, den 5. März 1936, 10 Uhr, an die Verwaltung der hiesigen Anstalt einzureichen. In den Angeboten sind auch die Lieferungsbedingungen anzuerkennen. 972D Eröffnung der Angebote 10 Uhr. Zuschlagsfrist bis zum 20. März 1936. Gießen, den 14. Februar 1936. Direktion der Landes-Heil- und Pflegeanstalt Gießen. Oeffentliche Aufforderung zur Entrichtung des zweiten Teilbetrags des Beitrags zum Reichsnährstand für das Rechnungsjahr 1935 für die bäuerlichen und land- wirtschaftlichen Betriebe. Nach § 1 des ersten Nachtrags vom 16. Dezember 1935 zur Beitragsordnung des Reichsnährstandes für die bäuerlichen und landwirtschaftlichen Betriebe für das Rechnungsjahr 1935 wird für diese Betriebe der zweite Teilbetrag des Beitrags zum Reichsnährstand in gleicher höhe erhoben wie der erste Teilbetrag. Der zweite Teilbetrag ist am 25. Februar 1936 zu entrichten. 973D Der Beitrag wird als öffentliche Abgabe erforderlichenfalls zwangsweise beigetrieben. Gießen, den 13. Februar 1936. Die Finanzämter der Provinz Oberhessen. Holzversteigerung. Mittwoch, den 19. d. M., sollen aus Distrikt Spieß, Heimbuch und Stangenwald versteigert werden: 60 Eichenabschnitte (Gartenpfosten und Wagnerholz) 200 Fichtenderbstangen 3. und 4. Klasse 300 Fichtenreisstangen sowie 130 rm Buchen- und Eichenscheit 190 rm Buchen-, Eichen- und Kiefernknüppel und 360 rm Buchenreis. Zusammenkunft vormittags 9% Uhr auf der Mar- burger Straße an der Landesgrenze. 944D Freiherrlich v. Rabenau'sches Revier Friedeihausen. Bekanntmachung. Die nächsten Viehmärkte in Gießen finden statt: Dienstag, den 18. Februar 1936: Rindvieh- (Ruh- vieh ) Markt; Mittwoch, den 19. Februar 1936: Schweinemarkt. Auftriebszeit an beiden Markttagen von 8 bis 9 Uhr vormittags. Auf dem Rindviehmarkt wird sämtliches Vieh gegen Maul- und Klauenseuche schutzgeimpft. Gießen, den 15. Februar 1936. 953C Bürgermeisterei Gießen: Ritter, Oberbürgermeister. Brennholzversteigerungen der Gtadt Gießen. Aus den Waldungen der Stadt Gießen sollen versteigert werden: 938C A. Montag, den 17. Februar 1936, 9% Uhr beginnend, aus der Abteilung 77a des Stadtwaldes, Försterei Hochwart: 231,4 rm Buchenscheiter 1. und 2. Kl. 12,0 „ Eichenscheiter 1. und 2. Kl. 43,0 „ Buchenknüppel 14,4 „ Eichenknüppel 6,0 „ Eichenreiser 1. Kl. 2550 Wellen Buchenreiser 2. und 3. Kl. 31,2 rm Buchenstöcke 9,0 „ Eichenstöcke. Zusammenkunft: Kreuzung 8. Schneise — Wannschneise. B. Mittwoch, den 19. Februar 1936, 9XA Uhr beginnend, aus der Abteilung 56a des Stadtwaldes: Försterei Gießen: 33,0 rm Buchenscheiter 1. und 2. Kl. 69,0 „ Eichenscheiter 1. und 2. Kl. 2,0 „ Lindenscheiter 1. Kl. 13,0 „ Buchenknüppel 44,0 „ Eichenknüppel 2,0 „ Lindenknüppel 120,0 „ Buchenreiser 3. Kl. 32,0 „ Eichenreiser 1. Kl. 8,0 „ Buchenstöcke 42,0 „ Eichenstöcke. Zusammenkunft: Kreuzung 7. Schneise — Wannschneise. C. Freitag, den 21. Februar 1936, 9% Uhr beginnend, aus der Abteilung 77a des Stadtwaldes, Försterei Hochwart: 192,0 rm Buchenscheiter 1. und 2. Kl. 9,0 „ Eichenscheiter 1. und 2. Kl. 45,0 „ Buchenknüppel 9,4 „ Eichenknüppel 9,0 „ Eichenreiser 1. Kl. 2200 Wellen Buchenreiser 3. Kl. 51,2 rm Buchenstöcke 8,2 „ Eichenstöcke. Zusammenkunft: Kreuzung 8. Schneise — Wannschneise. Gießen, den 14. Februar 1936. Bürgermeisterei Gießen: Ritter, Oberbürgermeister. Lieferungsvergebung. Die Lieferung des Bedarfs an Butter, Milch, Fleisch-, Wurst- und Backwaren für das Rj. 1936 sowie des Bedarfs an sonstigen Verzehrungsgegen- ständen und an Reinigungsmitteln für die Zeit vorn 1.4.1936 bis 30.6.1936 (Verlängerung des Vertrags von Vierteljahr zu Vierteljahr bis zum 31. März 1937 ist bei im Wettbewerb festgestellter preiswerter Lieferung nicht ausgeschlossen) soll für die Universitätskliniken in Gießen vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen für Verzehrungsgegenstände können an Werktagen von 10 bis 12 Uhr (außer Samstags) bei der Verwaltung der Univer» sitätskliniken, Klinikstraße 32, 1. Stock, Zimmer 5/7, diejenigen für Reinigungsmittel Zimmer Nr. 10 ein» gesehen, die Bedarfslisten gegen Erstattung der Selbstkosten daselbst bezogen werden. 893D Angebote und Warenproben sind getrennt, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, an die obige Verwaltung bis Mittwoch, den 4. März 1936, 10 Uhr, einzureichen. Zum gleichen Termin sind die Angebote über das anfallende Gespül einzureichen, auch hierfür können die Bedingungen in vorgenannter Zeit eingesehen werden. Eröffnung der Angebote für Verzehrungsgegen- flänbe^unb Gespül 10 Uhr, für Reinigungsmittel Zuschlagsfrist bis zum 20. März 1936. Gießen, den 10. Februar 1936. Verwaltung der Hess. Universitätskliniken. Holzversteigerung. Donnerstag, den 20. Februar, vormittags 10 Uhr, werden in der Gastwirtschaft Lang zu Rüddings- hausen aus dem Schutzforst Ampel versteigert: Ruhknüppel rm: Eiche (2 m lana) 11; Scheiter rm: Buche 74, Eiche 7, Hainbuche 2, Linde 2, Fichte 41; Knüppel rm: Buche 250, Eiche 30, Hainbuche 13, Fichte 20; Reisig rm: Buche 500, Eiche 4; Stöcke rm: Buche 78. 974D Das mit 00 geschlagene Holz wird nicht versteigert. Nähere Auskunft erteilt Förster Kalberlah, Rüd- dingshausen. Londorf, den 14. Februar 1936. hessisches Forstamt Rabenau. Brennholzverkauf. Iorstamt Krofdorf. Arn Freitag, dem 21. Februar, von 9 Uhr ab, bet Gastwirt Klinket zu Odenhausen a. d. Lahn: Revierförsterei Salzböden, Distr. 65, 80a, 80b, 67, 73a, 73b, 73c, 81a und Sammelhieb: Eichen: HO rm Scheit, 270 rm Knüppel, 230 rm Reis III. 9770 Buchen: 400 rm Scheit, 380 rm Knüppel, 1020 rm Reis III. Radelholz: 30 rm Scheit, 20 rm Knüppel. Aenderungen vorbehalten. !t1- nittb ' xb'I'edl, v?^unen ?Äb'' »Sfr Up? r°n' ' ^lle bieu lnn die Ab, ’Wunfl ju 7"g deg n9 betraut ,neu- wie Ätenbe ■ '>Qbi von jeder Art ,or9eforgt "en jedes unde der Gelingen, h'lfe für e" stehen 'einschaft M* 'vlchen Te. "?el in der können. irinr Hessen. Febr. Die en teilt mit: eitseinsatzes, lchen Witte, rat, kam im froftfreie e Wiederauf» nterbrochenen ' eingestellte ?r fortgesetzt 31. Januar Daren 1733£ ’ Arbeitslosen S)öt)er als am ) 22700 nied» Vorjahres, ob« isarbeiter tue« ar 1935. Arbeitsamts« von den IT Abnahme um' i verzeichnen, ne leichte Zu« e Entwicklung ien von Holz« ) Beendigung meldeten, iungsemp« ung und Sri« rund 5900 auf )er anertanm n um 980 sarbeifer er 8144 am tion. Lamstagnach« 936. ifsfli* •ss.» ie4;$f(’ 974D ßalberlay' ung. Butter, M'lch. r das Rj-1936 zehrungsgegev ir die Zeit vom -ung des Aer> jahr bis zum irb festgestellier liessen) soll ful »rqeben werden, -zehrungsgegev 10 bis 12 Uhk mgderUmvel' ff Zimmer 51, merM.lOe'N' ' gefrennf, »«' M'S Zeit eln-esehe« s?s auf' vy SN ttr.39Vierte$ Blatt (Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Zamrtag, 15. Februar 1936 i l M 4 ' ,< v* 1 7- 5 / v v stark genug war, dem Antrieb durch den elektrischen Strom weichen müssen. Aber das alte Mühlrad ist dennoch in pietätvoller Weise an seinem Platze gelassen worden, auch wenn hier und da Moos und Gräser darüber wachsen, seine Speichen und Bretter in Untätigkeit sich verschließen und das Ganze mehr und mehr zu einem stimmungsvollen Ornament wird, das die Gedanken an die Vergangenheit der Väterzeit wachruft, vielleicht aber auch zur Besinnlichkeit mahnt. Wer dächte angesichts eines solchen ruhenden Mühlenrads nicht an so manches Volkslied, das als köstliche Perle des deutschen Liederschatzes die Mühle im stillen Grunde und das klappernde Mühlrad voll Poesie und Stimmung schildert! Das tägliche Brot in des Wortes engster Bedeutung gehört zu den unentbehrlichen Notwendigkeiten des'menschlichen Daseins. Im Schweiße seines Angesichts arbeitet der Bauer monatelang, bis er das Getreide zur Brotherstellung zur Verfügung stellen kann. In schwerer Arbeit müht sich der Müller, aus dem Getreide die verschiedenartigsten Mehle auszumahlen, damit den Wünschen der Konsumenten nach jeder Richtung hin Rechnung getragen werden kann. Und im Sommer wie im Winter steht der Bäcker in seiner heißen Backstube vom frühen Morgen bis zum Abend an der Arbeit, um aus dem Mehl unser tägliches Brot und auch noch manche andere angenehme Gebäckarten herzustellen. So zeigt sich bei dieser kurzen Betrachtung über das Werden des Brotes eine gewaltige Länge des Weges vom Bauer gum Verbraucher, auf deren Zwischenstationen wichtige volkswirtschaftliche Funktionen zu erfüllen find. Mehl und gröbere Rückstände, Kleie oder Schalen, trennen. Je nach der Qualität des Mehles ist es erforderlich, in den Sichtern Siebe von dem einfachsten Drahtsieb bis zur feinsten Seidengaze zu verwenden. Durch getrennte Abfangvorrichtungen gelangt das Mehl von dem Sichter in die verschiedenen Säcke. Die dort abgefangenen Mehlarten werden je nach der beanspruchten Mehlqualität gemischt. Dieser Vorgang vollzieht sich in einer Mischmaschine, in der die eingeschütteten Mehlarten mittels eines Schneckengetriebes gründlich durcheinander gearbeitet werden. Auf diese Weise kann dann den verschiedenartigsten Wünschen der Abnehmer entsprochen werden. Als letzter Arbeitsvorgang in den Mühlen vollzieht sich schließlich das Ausladen der großen Mehlsäcke auf die schweren Fuhrwerke mit ihren starken Pferden oder auf große Lastkraftwagen, die wir in den Straßen der Stadt vor den Bäckereien beim Abladen beobachten können. Und nunmehr ist unser tägliches Brot in Gestalt des Mehles an seiner letzten Station vor dem 23er- Im Dölksmund kennt man zwei Arten von Mühlen: die Kundenmühle und die Handels- mühle. Die erstere Art der Müllereibetriebe bient in der Hauptsache dazu, das Getreide der bäuerlichen Bevölkerung für den eigenen Bedarf und allenfalls noch für einen eng begrenzten Verkauf zu verarbeiten. Dorthin bringen die Bauern der Umgegend ihren Roggen und Weizen, den sie vom Müller für angemessenen Verdienst mahlen lassen, um dann mit ihrem Mehl und der Kleie zum Verbrauch in eigener Wirtschaft wieder heimzufahren. Der Mahllohn wird meist durch „Metzen" oder „Molten", d. h. durch Einbehalten eines Teiles des Mahlgutes, an den Müller entrichtet. In solchen Mühlen wirkt meist der Müller allein, der auf diese Weise für sich und die Seinen bas tägliche Brot verbient. Nebenher betreibt er noch in gewissem Ausmaß Lanbwirtschaft, bie eine gute Ergänzung seines Berufes barstellt. Einfach wie ber Zweck ber Arbeit ist auch bie technische Einrichtung in biefen Mühlen. Heber ben Mahlsteinen sieht man große viereckige Trichter, in bie bas Betreibe geschüttet Wasserläufen unserer schönen Provinz Oberhessen. Viele bieser Mühlen sinb ben Menschen in ber Stabt auch als Ausflugs- unb Erholungsstätten gut bekannt, sie sinb nicht fortzubenken aus bem schönen Bilbe unserer engeren Heimat, mit ber sie zum großen Teil burch mehrere Geschlechterfolgen tief ver- bunben sinb. Denn in mancher Mühle sitzen bie Familien schon seit mehreren Generationen, unb wenn auch der Name des Besitzers hier und da einmal gewechselt hat, so behält gleichwohl die Mühle selbst ihre alte, erdverbundene Bezeichnung, unter der sie tief in das Volksbewußtsein eingegangen ist. Freilich manches Mühlrad dreht sich heute nicht mehr. Der Zug der Technik machte auch vor der romantischsten Mühle nicht mehr Halt. Vielfach hat die Kraft des Wasserlaufs, wenn sie nicht stetig und Oer Weg des täglichen Brotes Ein ORunbgang durch Müllereien und Bäckereien. In den Wiesengründen unserer engeren Heimat begegnen wir zahlreichen Mühlen an den zu Tal [fließenden Bächen. Den freien Lauf des Wassers, dieser Kraftquelle des Mühlrads, hemmt vor den meisten Mühlen ein Stau, mit dessen Hilfe die Antriebskraft des Wassers, je nach den Notwendigleiten reguliert wird. Derartige Mühlen finden wir im Lumda- und im Wiesecktal, an der Bieber, im Wiesengrunde unterhalb des Schisfenbergs, die Wetter entlang von der Grünberger Gegend bis weit hinunter in die Wetterau, ferner an vielen anderen zehr durch die Verbraucher angelangt. Der Bäcker, der in früheren Zeiten den Brotteig in mühevoller Arbeit mit der Kraft feiner Fäuste kneten mußte, bedient sich heute durchweg auch der Hilfe von Maschinen. Ein Elektromotor treibt die metallenen Arme der Knetmaschine im rhythmischen Gang des Getriebes an. Zug um Zug arbeiten die Greifer des Getriebes den im Teigkessel hergerichteten Brotteig so lange durch, bis er den zum Backen erforderlichen Mürbezustand erreicht hat. Dann wird die Knetmaschine entleert und der Teig zu den verschiedensten Brotformen gestaltet. Nunmehr wird er in den heißen Backofen eingeschossen, aus dem nach Ablauf der Backzeit die wunderbar duftenden frischen Brote wieder in der Backstube auftauchen. Von hier führt ihr Weg zu den großen Lagerftellen, wo sie erkalten und schließlich noch geraume Zeit liegen, bis sie in den Brotwagen verladen werden, um den Weg zum Kunden zu nehmen oder um am Der« kaufstisch im Laden selbst in die Hand des Verbrauchers zu kommen. Wir leben gegenwärtig in der Zeit der zweiten Erzeugungsschlacht. Alle Kräfte des Staates und des wird, um dann zwischen den Mahlsteinen zerklei- nertzu werden und schließlich als Mehl in den Säcken auszulaufen, nachdem vorher noch die Absonderung der Kleie stattgefunden hat. Da und dort stehen die Schrotmühlen, um aus dem Getreide das Schrot zur Viehfütterung herzustellen. Und zu all den mehr oder weniger altväterlichen ober modernen Maschinen führen Treibriemen, mit deren Hilfe die Kraft des mehrfach übersetzten Wasserrads auf die Maschinen übertragen wird. Vielfach sieht man auch in Verbindung mit der Müllerei- Einrichtung die Anlagen zur Erzeugung des eigenen Lichtstroms, für die gleichfalls das Wasser des Mühlbaches die Urkraft liefert. Wie die Kundenmühlen, so sind auch viele Hande l s m ü h l e n mit ihrer Antriebskraft auf das Wasserrad eingestellt. Im übrigen aber sind die müllereitechnischen Einrichtungen den Erfordernissen der Neuzeit entsprechend gestaltet, so daß die betriebswirtschaftliche Funktion dieser Anlagen außerordentlich vielseitig ist. Das als Mahlgut angefahrene Getreide wird zunächst einer Vorreinigung unterzogen, durch die ' grober Unrat, Unkräuter (Wicken ufro.), Erde und leichter Schmutz aus dem Getreide entfernt werden. Sodann beginnt die Lagerung der Frucht, entweder in Silos, d.h. in geschlosfenenKäften, die meist durch mehrere Stockwerke hindurchgehen, oder auf Schüttböden, auf denen das Getreide unter größter Preisgabe der Luft ausgebreitet wird. Die Verschiedenartigkeit der Lagerformen (Silos oder Schüttböden) hängt von der Beschaffenheit des Getreides ab, d. h. je nachdem es feucht ober trocken ist. Trockenes (Setreibe kann ber Müller ohne weiteres in Silos einlagern, ohne einen Verderb befürchten zu müssen. Feuchte Frucht dagegen wird er am besten auf den Schüttböden aus- breiten, um dort die Luft zum Trocknen nutzbar zu machen. In beiden Fällen muß aber das (Betreibe bearbeitet, d. h. in den Silos durch Umläufen bewegt und auf den Schüttböden umgeschaufelt werden, damit es nicht muffig wird und auch keine Schimmelbildung eintritt. Wenn die Frucht derart sorgfältig bearbeitet wird, kann sie monatelang lagern. Vor der Vermahlung wird das Getreide noch einmal gründlich gereinigt, um es auch von dem letzten, durch die Vorreinigung vielleicht noch nicht beseitigten Unrat ober sonstigen Besatz zu befreien. Im Anschluß baran werben nun insbesondre die Keime : entfernt, die fetthaltig sind, jedoch dem Mehl selbst nicht zum Vorteil gereichen, anderseits aber ' als Kraftfutter für den landwirtschaftlichen Betrieb, ' gegebenenfalls auch für die Oelgewinnung beson- ' bere Bedeutung haben. Der Vermahlungsprozeß be- , ginnt durchweg mit der Quetschung der Körner, die ‘ nach diesem Vorgang bereits in zerkleinertem Zu- t stände auf die Mahlwalzen kommen. Während früher i bie Vermahlung allgemein burch Mahlsteine vor > sich ging, wirb sie in ben mobernen Mühlen heute > burch sog. Walzenstühle vorgenommen, in benen bie > zuvor auf einem besonberen Walzenstuhl zerquetschten Körner zwischen gußeisernen Walzen vollstänbig zerkleinert werben. Die Vermahlung ist verschieben, je nachbem es sich um Roggen- ober Weizen-Müllerei hanbelt. Bei ber letzteren befonbers beshalb, weil Weizen viel Grieß ergibt, ber vorwiegend burch be- fonbere Walzenstühle zu Mehl aufgelöst wirb. Für biefen Zweck benutzt man im Gegensatz zu ber übrigen Müllerei nicht geriffelte, gußeiserne Walzen, jonbern glatte, bie meist aus Porzellan bestehen. Der Vermahlungsvorgang wirb je nach ber für bie Qualität bes Mehles erforberlidjen Zerkleinerung mehrfach wieberholt. Dabei wirb bas aus ben Walzenstühlen herausftrömenbe Mehl bei jeber Vermahlung gesonbert abgefangen, bamit bie in ben Walzenstühlen oerbleibenben Rückstänbe aus» gemahlen werben können. Das Abfangen bes Meh» les aus ben Walzenstühlen erfolgt burch sog. Sichter. Eine berartige Maschine besteht in ihrem Inneren aus einzelnen Sieben, bie bas Mahlgut in Links: Oben: Das alte Mühlrad im Winter. — Mitte: Links: Mühlstein, bas (Betreibe wirb eingeschüttet; baneben: Abfangen bes (Betreiben vom Mühlstein her. — Unten: Links: Blick auf bie Wal- zenftühle; baneben: Abfangen ber im Plan-Sichter getrennten Mehlsorten. Rechts: Oben: Einschütten bes Mehles in bie Mischmaschine; barunter: Plan-Sichter, bei bem bie Sichtung bes Mehles burch Schütteln ber Siebe in der Horizontalen (Plan) erfolgt. — Nebenstehend: Oben: Brote vor dem Einschießen in den Backofen; darunter: Bäckergesellen bei der Zubereitung des Brotteigs an der Knetmaschine. (Aufnahmen (9]; Neuner, Gießenex Anzeiger.) Volkes werden angespannt, um unsere heimische Landwirtschaft so stark zu machen, daß sie die Ernährung des deutschen Volkes aus der eigenen Scholle gewährleisten kann. Einer der wichtigsten Zweige dieser Versorgung ist der Brotgetreidebau mit der Müllerei und der Bäckerei. Dies klar zu erkennen und daraus die erforderlichen Schlußfolgerungen zu ziehen, ist Aufgabe und Pflicht aller deutschen Menschen. Tue jeder an seiner Stelle alles. was dazu beitragen kann, unser köstliches Brot stets! und überall zur Geltung zu bringen und in Ehren zu halten. Möge das schöne, gut gebackene Brot aus deutschem Getreide, in deutschen Mühlen gemahlen und von deutschen Bäckern bearbeitet, bei den Mahlzeiten einen Ehrenplatz auf dem Tische einnehmen und in allen Familien als herrliche Gottesgabe sich der hohen Wertschätzung erfreuen, die ihm gebührt! Oberheffen. Zum Krachtausgleich für Gier. Fwd. Der Vorsitzende der HV. der deutschen Eierwirtschaft hat eine Bekanntmachung Nr. 1/36 zur Anordnung über Preisfestsetzung für inländische Hühnereier betr. Frachtenausgleich vom 10. 2. 1936 erlassen. Danach werden zur Anordnung Nr. 1/36 betr. Erzeugerpreise, Großhandelseinkaufspreise und Verbraucherhöchstpreise vom 6. 2. 1936 folgende Bestimmungen über die Durchführung des Frachtenausgleichs getroffen: 1. Der Frachtenausgleich findet nur beim Versand von Eiermengen, die nach der am 29. 7. 1935 in Kraft getretenen Anordnung der Eierwirtschaftsverbände (Eierverwertungsverbände) genehmigungs- und schlußscheinpflichtig sind, statt. 2. Der vom Verkäufer nach Ziffer II Absatz 4 der Anordnung Nr. 1/36 an die zu HV. zu zahlende Frachtenanteil beträgt bis auf weiteres 0,2 Pf. je Ei. Der hieraus sich ergebende Betrag ist sofort nach Rechnungslegung von dem Verkäufer auf das Postscheckkonto Berlin Nr. 168 773 der 5)93. zu überweisen. Gleichfalls ist sofort Rechnungsdurchschlag an die HV. einzusenden. 3. Der Antrag auf Erstattung der vorgelegten Fracht ist von dem Käufer bei der HV. zu stellen. Dem Antrag sind die in Betracht kommenden Unterlagen beizufügen. 4. Für die Erstattung gilt bis auf weiteres, ohne Rücksicht auf die Beförderungsart, der Reichsbahn- Gefahrenquelle und trat besonders für einen Familienlastenausgleich ein in der Gestalt, daß durch gesetzliche Maßnahmen die Kinderlosen oder Kinderarmen dazu herangezogen werden, für die Kinderreichen bessere Daseinsverhältnifse schaffen zu helfen. Das ganze Volk müsse Verständnis haben für alle bevölkerungspolitischen Maßnahmen der Regierung. Kreisleiter Kirchner dankte dem Redner und betonte nochmals, daß dieses Arbeitsgebiet die wichtigste Angelegenheit des ganzen deutschen Volkes ist und deshalb auch vom Führer und der Regierung mit allem Nachdruck gefördert wird. Kreiswart Becker schloß die Kundgebung mit dem Gruß an den Führer und das ewige Deutschland. sD Nieder-Ohmen, 13. Febr. Die hiesige Kriegerkameradschaft hielt im Saale von Ziegenhain ihre diesjährige Generalversammlung. Kameradschaftsführer Schäfer eröffnete und begrüßte die Versammlung. Nach dem Totengedenken wurde der Jahresbericht erstattet. Anfangs 1935 hatte sich der KKS.-Verein als solcher aufgelöst und war in die Kriegerkameradschaft übergetreten. Schießstand, Schießhalle, drei Gewehre und eine Summe in bar waren der Kameradschaft geworden, welcher der KKS.-Verein finanziell verpflichtet war. Die Kriegerkameradschaft zählt zur Zeit 114 Kameraden. Die Ehrenmitglieder überschreiten mit 15 den Etat. An Unterstützungen wurden an bedürftige Kameraden im letzten Jahre 175 Mk. bezahlt. Die Jahresrechnung erstattete Kameradschaftsrechner Becker. Es blieb ein kleiner Ueberschuß. Einige Kameraden wurden infolge 25- bzw. 40- jähriger Mitgliedschaft geehrt. Der Bericht über die Tätigkeit der Schützengruppe war nur kurz. Im Beirat ist nur insofern eine Aenderung eingetreten, als Kamerad Lehrer Düll als Kameradschafts- Propaganda-Obmann in denselben eingetreten ist. Am 8. März wird im Saale von Kamerad Ziegenhain der Kyffhäuser-Film „In gleichem Schritt und Tritt" laufen. Mit einem kurzen Vortrag der Kameraden D e r n und Ide über „Luftschutz" war der geschäftliche Teil zu Ende. Nach einem „Blick in die Politik" schloß der Kameradschaftsführer mit einem Sieg-Heil auf den Führer und dem Gesang des Deutschland-Liedes und des Horst-Wessel-Liedes die Versammlung. Der gemütliche Teil begann und verlief harmonisch in der üblichen Weise. Daß in einer Zusammenkunft alter Soldaten alte Soldatenlieder ertönen, ist begreiflich. Preußen. Kreis Wetzlar. _L Waldgirmes, 13. Febr. Bei der ersten Brennholzversteigerung wurden für 2 Meter Buchenscheit 20—23 Mark, Knüppel 16—18 Mark, Eichenscheit 14—16 Mark, Knüppel 11—13 Mark, Fichten-, Kiefernrollscheit 12—14 Mark, Knüppel 8—10 Mark, Buchenstammreiser je 8 Meter 20—23 Mark, Astreiser 16—18, Eichenreifer 13—14, Fichtenreiser 8—10 Mark bezahlt. Beim Holzsammeln tödlich verunglückt. W e tz l a r, 14. Febr. (LPD.) Als der 73 Jahre alte Christian Weber am Donnerstagnachmittag im -Klosterwald H o l z s a m m e l t e, kam er, ohne daß er es merkte, in einen Bezirk, in dem Holzhauer arbeiteten. Von einem gefällten Baum brach ein st a r k e r A st ab, der dem alten Mann auf den Kopf fiel und ihn derart schwer verletzte, daß der Tod auf der Stelle eintrat. 5. Bis auf weiteres findet die Gewährung des Frachtenausgleichs nur beim Versand aus dem Arbeitsgebiet einer Ausgleichsstelle eines Eierwirtschaftsverbandes in das Gebiet einer anderen Ausgleichsstelle statt. Landkreis Gießen. wg. Großen-Buseck, 14. Febr. Gestern beging der Landwirt Ludwig Scheid III. in geistiger und körperlicher Frische seinen 84. Geburtstag. Der Greis hilft noch immer bei sämtlichen Haus- und Feldarbeiten und nimmt auch noch regen Anteil an dem großen Geschehen unserer Zeit. — Der hiesige Oost - und Gartenbauverein hielt unter Leitung des Vereinsführers Pfeiffer seine Generalversammlung ab. Der Vereinsführer wies zunächst auf die Wichtigkeit der Anschaffung einer Motorbaumspritze hin, die bei einer Gemeinde mit über 12 000 Obstbäumen, wie es hier der Fall ist, nicht zu entbehren sei. Die Anschaffung soll bis zum Herbst erfolgen. Ferner machte er darauf aufmerksam, daß alle alten und dürren Obstbäume in der Gemarkung von einer Kommission gezeichnet und dann entfernt werden müssen, um dadurch den Kampf gegen die Obstschädlinge wirksam führen zu können. Falls die Bäume bis zu dem festgesetzten Zeitpunkt nicht beseitigt sind, werden sie von der Gemeinde auf Kosten des Eigentümers entfernt. Der Rechner Konrad Münch konnte einen günstigen Kassenbericht bekanntgeben, ihm wurde Entlastung erteilt. Nach weiteren Mitteilungen des Rechners über die jüngste Bezirks-Obstbauversamm- lung in Gießen wurde die Versammlung in üblicher Weise geschlossen. = Steinbach, 14. Febr. Am gestrigen Donnerstag fand hier eine Nutzholzversteige- r u n g im Gemeindewald statt. Umgekehrt als in der letzten Brennholzversteigerung waren nur wenige Kaufliebhaber erschienen und infolgedessen waren die erzielten Preise verhältnismäßig billig. * Großen-Linden, 15. Febr. Der 19jährige Bergmann Willy Wörlitzer erlitt bei seiner Arbeit einen U n t e r s ch e n k e l b r u ch, außerdem Fußverletzungen und mußte in die Klinik nach Gießen gebracht werden. E b e r st a d t, 14. Febr. Unter der Leitung des Vorsitzenden H. Müller hielt der hiesige G e - sangverein „L i e d e r k r a n z" im Saale von Karl Felsing seine Generalversammlung ab. Den Berichten des Vorstandes wurde einmütig zugestimmt. Der Verein steht unter der künstlerischen Leitung des Chormeisters Sarnes aus Holzheim. * Steinheim, 14. Febr. Am gestrigen Donnerstagabend brach in einer Ob st dörre, die der Posthalter Wilh Sauer in seinem Garten stehen hat, Feuer aus, dem das Dach zum Opfer fiel. Der Schaden wird auf etwa 200 Mark beziffert. Kreis Schotten. O Laubach, 15. Febr. Die NS.-Frauenschaft hielt im „Schützenhof" ihre monatliche Pflichtoersammlung ab. Vortragender des Abends war der Bundesredner des VDA. Neben den Mitgliedern der NS.-Frauenschaft waren zahlreiche Volksgenossen erschienen. Der Redner sprach in packenden Schilderungen über den heldenhaften Kampf, den die Deutschen in der Tschechoslowakei für ihr Volkstum führen. Zum Schluß forderte der Redner auf, die Arbeit des VDA. durch zahlreichen Beitritt zu fördern. Lebhafter Beifall und zahlreiche Beitritte zum VDA. dankten dem Redner für feinen Vortrag. VDA.-Gruppenleiter Dr. Kammer berichtete anschließend kurz über die Tätigkeit des Volksbundes in der letzten Zeit. Ortsgruppenleiter Henze betonte die Wichtigkeit des volksdeutschen Denkens und Handels für die wahre Volkwerdung. Gedichtvorträge und Darbietungen des Realfchul- orchefters unter der Leitung von Dr. Kammer, ein dreifaches Sieg-Heil auf den Führer, sowie der gemeinsame Gesang des Deutschlandliedes und des Horft-Wessel-Liedes beschlossen die eindrucksvolle Veranstaltung. * Babenhausen, 15. Febr. Der hiesige 29jäh- rige Landwirt Albert Re ich hold erlitt durch einen Hufschlag schwere Verletzungen im Gesicht sowie einen Kieferbruch, so daß er in die Klinik nach Gießen gebracht werden mußte. Kreis Alsfeld. T Alsfeld, 13. Febr. Der Kreisverband Alsfeld des Reichsbundes der Kinderreichen veranstaltete im großen Saale des „Deutschen Hauses" eine Kundgebung Es sprach der Kreiswart des Kreises Wetzlar, Krauskopf. Der Redner gab zunächst eine eingehende Darstellung der bevölkerungspolitischen Lage Deutschlands in der Syllemzeit und in der Gegenwart, wobei er zu dem Ergebnis kam, daß bevölkerungspolitisch Deutschlands Zukunft durchaus noch nicht gesichert fei. Er gab dann eine Uebersicht über die Maßnahmen der Reichsregierung zur Beseitigung dieser Rückschau und Ausblick des Radfahrervereins 1885 Gießen. Der Gießener Radfahrer-Verein 1885 konnte von reger sportlicher Tätigkeit und erfreulichen Erfolgen im abgelaufenen Jahr berichten. Der Sportausschuß unter Führung von A. Deich ert hat es verstanden, durch Veranstaltungen von größeren Bahn- und Straßenrennen sowie durch Entsendung einzelner Fahrer zu auswärtigen Veranstaltungen den Radsport in Gießen auf beachtliche Höhe zu bringen. Don den Rennfahrern konnte Willi Neumann (früher Dortmund) die meisten Erfolge erringen, gelang es ihm doch in sämtlichen Rennen des Bezirks als sicherer Sieger hervorzugehen und bei vielen großen Straßenrennen über 150 bis 250 Kilometer immer unter den zehn ersten Fahrern zu sein. Bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin über 240 Kilometer wurde er 9. unter 80 Fahrern. Karl und Emil Muhl konnten sich in einigen Bahn- und Straßenrennen auch gute Plätze holen. Kraft, der Sieger im ersten Schritt, belegte bei mehreren Rennen sehr gute Plätze. Der Saalsport stand, wie immer, auf gewohnter Höhe. Konnte doch die Bezirks- bzw. Gaumeisterschaft von der Mannschaft Gebr. Keßler, W. Von-Eiff, A. Deibel, E. Heß und Karl W i ß n e r im Sechser-Kunstreigen zum 15. Male geholt werden. Auch im Sechser-Rasenradball konnte die Mannschaft A. Deibel, Willi Von-Eiff, E. Hauck, K. W i ß n e r, Otto Von-Eiff, Adr. Baum die Bezirks- und Gaumeisterschaft erringen. Die größten Erfolge hatte die erste Radballmannschaft im Zweier-Radball Adr. Baum- Willi Von- Eiff, die sich die Bezirks- und Gaumeisterschaft ohne Niederlage mit einem Torverhältnis von 74:37 erkämpften und als Vertreter des Gaues XII bei den Deutschen Meisterschaften in Erfurt einen ehrenvollen Platz belegten. Von 28 Starts bei größeren Radball-Turnieren, u. a. um den Denninghoss- und Waldeslust-Pokal, in Kassel, Frankfurt, Bonn, konnten 18 Siege errungen werden. Auch die zweite Mannschaft Dei- bel-Wißner konnte in ihrer Klasse mehrere Siege erringen. Die jugendlichen Mannschaften konnten sich in mehreren Wettbewerben auch schon die Sporen verdienen. Auch in diesem Jahre wird der Verein wieder mit größeren Bahn- und Straßenrennen an die Öffentlichkeit treten, u. a. wirÄ der „Große Straßenpreis von Gießen" als reichsoffenes Rennen um den „Preis der Stadt Gießen^ zum zweiten Male am 30. August ausgetragen, welcher von dem Radfahrer-Verein „Anker" Bielefeld verteidigt wird. Im Saalsport werden als Höhepunkt die Meister? schaften im Saalsport des Gaues XII ausgetragen. Hierbei wird der Deutsche Meister im Sechser- Kunstreigen am Start sein, und Baum-Von-Eiff werden ihren Titel im Zweier-Radball verteidigen müssen, wenn es ihnen gelingt, Bezirksmeister zu werden. Fußball der heimischen Mannschaften. Die Bezirksklaffe am Sonntag. Watzenborn-Steinberg — 1900 Gießen Bissenberg — 05 Wetzlar VfB.-Neichsbahn Gießen — Frohnhausen. Die 1900er gehen einen schweren Gang nach Steinberg, denn die Teutonen haben in diesem Spiele die letzte Gelegenheit, sich vielleicht noch vor dem Abstieg zu retten. In Bissenberg treffen die zwei „noch" Meister- schastsanwärter aufeinander. Diese Tatsache allein ist für dieses Spiel entscheidend. Die VsBer sollten gegen Frohnhausen trotz des eigenen Platzes einen schweren Stand haben. VfB.-Reichsbahn Gießen. Frohnhausen auf dem Waldsportplah. Wenn auch dieses Spiel für die Frage der Meisterschaft keine Bedeutung mehr hat, so ist es doch für beide Vereine insofern von Wichtigkeit, als es die Position in der Mittelgruppe verändern kann. Die Frohnhäufer haben von jeher in ihrer Spielweise der Gießener Mannschaft nicht gelegen. Die Gäste spielen einen vollkommen auf Erfolg abge- [tellten Fußball. Die gesamte Mannschaft bringt dazu auch die körperlichen Voraussetzungen mit. Vor einem zuverlässigen Tormann steht eine schlagsichere 'r rteibigung, die Läuferreihe besteht aus Durchschnittsspielern, die sowohl im Aufbau als auch in der Abwehr befriedigen. Die Gefährlichkeit der Frohnhäufer ist in ihrem Sturm begründet. Dieser Mannschaft gegenüber stellen die DfBer das stärkste, was zur Zeit gestellt werden kann: Helcher; Leutheuser 1., Leuthäuser2.; Mundt, Knauß, Hauptfeld; Fehling, L. Schmidt, Schorge, L. Schmidt, Szponick. VfB.R. III — 1900 Gießen III. Am Vormittag kommt das von der Instanz neu angesetzte Verbandsspiel neu zum Austrag. Man traut den DsBern in diesem Spiel mehr als den Leuten vom Trieb zu, da ihre Mannschaft sich auf mehrere ältere und erfahrene Spieler stützt. Die 1. Jugend fährt nach Großen-Buseck und spielt dort einen Ausscheidungskampf um die Kreismeisterschaft. Die Gießener sollten einen Sieg erringen können. Die 2. Jugend fährt nach Allendorf (Lahn). Da die Spielstärke des Gastgebers noch unbekannt ist, ist eine Voraussage nicht zu treffen. Die 3. Jugend spielt auf eigenem Gelände gegen oie Zweite von Heuchelheim. Zwei gleichwertige J-vnP^aftcn stehen sich gegenüber. Die erste gmulerelf hat die gleiche von Klein-Linden im Pslichtspiel auf eigenem Platz zu Gast. , FG.Teutonia^ Watzenborn-Steinberg Teutonia — Spielvereinigung 1900. Auf dem Sportplatz der Teutonen findet eines der bedeutendsten Spiele der diesjährigen Verbands- Serie statt und zwar empfängt die 1. Mannschaft die Liga-Elf der Spieloereinigung 1900 Gießen. Das Spiel an und für sich interessiert schon einmal dadurch, daß die Teutonen auf dem Sportplatz der Spielvereinigung 1900 ein Unentschieden erkämpften (0:0) und bann in der Hauptsache deshalb, da den Teutonen nur noch 2 Punkte fehlen, um den nächsten Kandidaten (Dillenburg) in der Punktzahl einzuholen, und dadurch dem Abstieg zu entrinnen. Der Spielausgang ist sehr unbestimmt, zumal die Teutonen den Vorteil des eigenen Platzes, aber den Nachteil haben, daß der Mittelstürmer Lang nicht spielt. Man erwartet trotzdem einen fairen Kampf, wie in den beiden letzten Verbandsferien. Am Vormittag sind die Schüler von Garbenteich in Watzenborn-Steinberg zu Gast. Das Vorspiel verloren die Teutonen mit einem Tor Unterschied. Die Schüler von Steinberg treten nach monatelanger Pause wieder zum erstenmal auf den Plan und können hier beweisen, was sie im theoretischen Unterricht gelernt haben. Gpielvereimqunq 1900 Gießen. Ihrem letzten auswärtigen Pflichtspiel gegen Teutonia Watzenborn-Steinberg sehen die Blauweißen mit gewisser Besorgnis entgegen, denn in ihrem Mannschaftsgefüge ist durch Ausfall mehrerer Spieler eine große Lücke entstanden. Lippert und Mank sind verletzt und Kleinbell ist durch dienstliche Inanspruchnahme nicht abkömmlich. Diese Lücken gleichwertig auszufüllen, wird schwer fein. Der Ausgang dieses Spieles ist für die Teutonen von größter Wichtigkeit. Bei einer Niederlage wären sie zum Abstieg verurteilt, während sie bei einem Siege Punktgleichheit mit Dillenburg erlangen würden und auf Grund ihres Torverhältnisses noch Aussicht auf Verbleib in der Bezirksklasse haben. Die Aufstellung Fischer; Zeiler, Schäfer; Hammer, Heilmann, Erhard; Wilhelmi, Clement, Schmelz, Schalch, Henkelmann ist vertrauenerweckend, aber ob ihr ein Erfolg möglich ist, ist fraglich. Lollar I — 1900 II. Die Reserve der Blauweißen muß nach Lollar und steht damit vor einer nicht zu lösenden Aufgabe. Lollar steht bereits als Meister fest. In Vorbereitung für die kommenden Aufstiegspiele hat die Mannschaft bereits Spiele mit Bezirksklassenmannschaften bestritten und diese überlegen gewonnen. Es wird daher die Hauptaufgabe der Blauweißen sein, durch entsprechendes Verteidigerspiel zu versuchen, daß die Niederlage nicht zweistellig wird. VfB. III — 1900 III. Dieses kleine Lokalderby findet bereits am Vormittag statt. Gemessen an den Leistungen des Vorspiels wird sich die Platzmannschaft den Sieg nicht nehmen lassen, zumal in der Elf Spieler tätig sind, die schon zu Ligaehren gekommen sind, während bei den Blauweißen die meisten aus der vorjährigen 1. Jugend entstammen. Ein Unentschieden wäre ein großer Erfolg für die Junioren. Zugend-Klubkampf in Wetzlar. Sportverein 05 Wetzlar — Spielvereinigung 1900. Am morgigen Sonntag führt die Jugendabteilung der Spielvereinigung 1900 einen Klubkampf in Wetzlar durch. Die Frage nach dem Sieger muß hier vollständig offen bleiben. Die Spiele, die mit dem Wetzlarer Sportverein in der letzten Zeit durch- geführt wurden, waren immer ein voller Erfolg. In kameradschaftlichem Geist wurde um den Sieg gekämpft und die beiden Vereine stehen sich auch sehr freundschaftlich gegenüber. Nicht immer waren es die Blau-Weißen, die den Sieg erringen tonn- Schützt die Haustiere vor Kalte! ten. Nach dem Papier zu urteilen, sollten die 1900er den kommenden Kampf für sich entscheiden können. Die erste Jugendmannschaft wird wohl allerdings um eine Niederlage kaum herumkommen. Der Gegner führt ein technisch sehr schönes Spiel vor und beendete in der vergangenen Spielsaisvn die Kämpfe ohne Punktverlust. Bei den zweiten Mannschaften beider Vereine kann man keine Voraussage machen, da beide erst vor kurzer Zeit neu ausgestellt wurden. Einen sicheren Sieg erwartet man im Spiel der ersten Schülermannschaft. Bei einer Begegnung vor kurzer Zeit wurden die Wetzlarer klar geschlagen. Auch die kleinsten 1900er werden sich den Sieg nicht nehmen lassen. Fußball der Kreisklaffen. Grünberg — Rodheim (Hofmann, Wieseck); Leihgestern — Großen-Buseck (Holzapfel, Lieh); Ober- viel — Bissenberg II (Kvvb, Garbenteich); Lollar gegen 1900 II (Rüspeler, Gleiberg); Steindorf — Stockhausen (Keller, Naunheim); Albshau- sen — Leun (Küster, Berghausen); Werdorf — Wetzlar II (Wolf, Allendorf); Garbenteich — Gröningen (Offenbacher, Gießen); VfB.-R. III — 1900 III (Decker, Garbenteich); Heuchelheim II — Tv. 1846 (Krämer, Rodheim); Launsbach — Lollar II (Luh, Allendorf); Wißmar — Fellingshausen (Deibel, Gießen); Flensungen — Staufenberg (Körber, Alten-Buseck); Klein-Linden — Lich (Gesellschaftsspiel). ‘ Fußballklub 1926 Großen-Buseck Die 1. Mannschaft muß morgen zum vorletzten Verbandsspiel in Leihgestern gegen die dortige erste Elf der Spvgg. 1926 antreten. Im Vorspiel konnte Großen-Buseck erst nach hartem Kampf einen knappen 2:0-Sieg erringen. Der Ausgang des Rückspiels ist für beide Mannschaften von besonderer Bedeutung. Leihgestern würde durch einen Sieg der vierte Tabellenplatz sicher sein, während Großen- Buseck durch eine Niederlage endgültig auf den dritten Platz hinter Lollar und Heuchelheim fallen würde. Leihgestern mußte in den letzten Spielen gegen Lollar und Heuchelheim eindeutige Niederlagen hinnehmen, die Spielstärke der Mannschaft darf aber trotzdem — insbesondere auf einen.m Platze — nicht unterschätzt werden. Großen-Buseck wird sich mächtig anstrengen müssen, wenn es zu einem Siege reichen soll. Spvriverem 1928 Garbente Lokalkampf Garbenteich I — Gröningen I. Garbenteichs erste Elf hat morgen zum Punktspiel auf eigenem Platz gegen Gröningens Erste anzutreten. Das Vorspiel gewann Garbenteich mit 4:0 Toren. Die Gäste haben aber inzwischen an Spielstärke gewonnen. Die Gastgeber müssen, wenn sie die Tabellenführung weiter behaupten wollen, mit ihrer kompletten Elf antreten und alles aufbieten, um die wertvollen Punkte zu sichern. Spielabteilung Tv 1889Klein-Linden. Klein-Linden I — VfR. Lich I. Klein-Linden 2. Jgd. — VfR. Lich 1. 3gb. VfV.-R. Gießen 1. Schüler — Kl-Linden 1. Schüler. Morgen weilt die erste Mannschaft von VfR. Lich in Klein-Linden, um gegen die Erste des Tv. 1889 ein Freundschaftsspiel auszutragen. Beide Mannschaften haben in ihren letzten Spielen beachtliche Leistungen gezeigt, so daß ein schöner, spannender Kampf um Den Sieg zustande kommen sollte. Die erste Jugend von Lich dürfte den Sieg mit nach Hause nehmen, da die Klein-Lindener 2. Jgd. noch nicht richtig eingespielt ist. In einen aussichtslosen Kampf geht die 1. Schülermannschaft. Auf dem Waldsportplatz wird sie der Platzmannschaft Sieg und Punkte lassen müssen. Fußball im Turnverein Großen-Lin-en Großen-Linden 1. Jgd. — Großen-Buseck 1. Jgd. Großen-Lindens 1. Jugend empfängt die gleiche oon Großen-Buseck zum fälligen Zwischenrundenspiel. Leider müssen die Großen-Lindener zu diesem Spiel für zwei ihrer besten Spieler Ersatz einstellen. Es ist trotzdem mit einem spannenden Kampf zu rechnen, dessen Ausgang offen ist. Oie Zndustrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 114: Bekanntmachung KP 103 der Ueberwachungs- ftelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise. 115: Ursprungszeugnisse zu Postpaketen nach Chile. 116: Rumäniens Wirtschaft 1935. 117: Unterzeichnung eines Zusatzabkommens mit der Schweiz. 118: Die Wirtschaftslage in Belgien im Jahre 1935. 119: Bekanntmachung KP 104 der Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise. 120: Französische Bezeichnungsvorschriften bei der Einfuhr und beim Verkauf von Gespinsten und Gespinstwaren aus natürlicher Seide. 121: Neuauflage des Ausrufs „Disziplin und Verantwortungsgefühl im kaufmännischen Zah- lungswesen". Bestellungen umgehend bei der Kammer aufgeben. Preis etwa 0,40 Mark für 100 Stück. 122: Ergänzungsbestimmungen über ASKJ. mit Ländern Süd- und Mittelamerikas. 123: Erste Javatabak-Einschreibung am 21. 2.1936. 124: Bekanntmachung KP 105 der Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise. Wirtschaft »MM und er- Kirchliche Nachrichten händelslrahe 1 und hannesgemeinde, Pfr. Ausfeld. Wiefeck. 10: — Haufen. 13: Gottesdienst. — Cid). 10: Stiftsdechant gegen büßten AKU. auf schwaches Amsterdam 0,75 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. Hießen Banknoten. in denen Branche 19. Februar. 20. Februar. gungspflichtige Reuerrichlung nur dann genommen, wenn die Umstellung nicht Zuge einer allmählichen, schrittweise vor gehenden Entwicklung, sondern plötzlich 20.30: 20.30: zelnen Geschäft üblicherweise voraussetzt wartet. Der Erlaß geht dann auf die Fälle ein, in einer Verkaufsstelle einer bestimmten an- im sich ZU neben den branchezugehörigen Waren einer anderen Warengattung geführt wurden und der Inhaber später dazu überging, überwiegend oder gar ausschließlich die Waren dieses anderen Handelszweiges zu führen. Auch in einem solchen Fall, in dem es zu einem völligen Branchewechsel kommt, wird vom Reichswirtschaflsminister eine genehml- Männerstunde. — Mittwoch, Bibelstunde. — Donnerstag, Jugendbundstunde. Reuapostolische Gemeinde, l^rden neue Türken höher bewertet, » Trnnche “ 97'50 bw W,S°. I-, Tranche 102,50 bi» 103,50, bj. 'SS! i ebenfalls sehr still, auf Basis der Mittagskurse bestand aber eher Nachfrage. Von Auslandwerten Gottesdienst. — Alten-Buseck. 10: Gottesdienst. — Trohe. 13: Gottesdienst. — Steinbach. 10: Gottesdienst und Kollekte. — Albach. 12.30: Gottesdienst, Christenlehre und Kollekte. — Rödgen. 10: Gottesdienst; 20: Vortrag über „Deutschglaube und Chri- stusglaube". — Annerod. 13: Gottesdienst. — klein- Linken. 10: Gottesdienst; 11.15: Kindergottesdienst. Verkaufsstelle, und zwar in räumlicher Verbindung mit einer schon vorhandenen Verkaufsstelle angesehen wird. Allerdings kann das Vorliegen des inneren Zusammenhangs zwischen verschiedenen Warengattungen an verschiedenen Orten durchaus verschieden beurteilt werden. Als Maßstab bei der Feststellung eines solchen inneren Zusammenhangs werde daher von der Beobachtung auszugehen sein, welche Waren das Publikum am einzelnen Orte im ein- o. h. auf 52 ein. U. a. notierten: Altbesitz 110,40, JG.-Farben- Bonds 125,75, 6proz. Krupp 104,50, 6proz. NSU. 103,25, I. Tamaulipas 5,75, Adca 71, Commerzbank 92,50, DD-Bank 91,50, Dresdner Bank 91,50, har- pener Bergbau 115, Ilse Genuß 130,50, Mannesmann 87,13—87—87,13, hoesch Eisen 90, Rheinstahl 113,75, Vereinigte Stahlwerke 84, AKU. 52, Bekula 140, IG.-Chemie Basel volle 170,50, Conti Gummi 169, Daimler 103,13, Deutsche Erdöl 113, Scheideanstalt 211, Deutsche Linoleum 150,50, Licht und Kraft 135, Elektr. Lieferungen 118.50, JG.- Farben 151, Feinmech. Jetter 85, Hess. Nass. Gas 83,75, Goldschmidt 112,50, Holzmann 98,75, Jung- Hans 88,50, Metallgesellschaft 117,75, Moenus 84,75. Frankfurter Eiermarkt. Frankfurt a. M., 14. Febr. Die Zufuhren zum hiesigen Platz waren anfangs der Woche größer, so daß die Verteilung reichlicher vorgenommen werden konnte. Die kalte Witterung blieb auf die Legetätig- en. Med); Leih. L'ch); Ober« M); Lollar et9); Stein» m); Albshkiii« Werdors — teich - Grü- 8.-R. III - Helheim II - sbach - Lol. iZellingshausen ifenberg (ftör« Lich (Gefell. i-Luseck. |um vorletzten e dortige erste lorfpiel tonntl pf einen knap- ng des Rüj- ion besondere^ einen Sieg der >rend Großen- iltig auf den chelheim fallen letzten Spielen eilige Niederer fyannfäait auf eigenem Zroßen-Busc'ck wenn es zu »enie'H. üningen I. zum Punktspiel ens Erste an- »enteich mit 4:U schen an Spiel- issen, wenn sie en wollen, mit alles ausbieten, -rn. !ein-ünden. Kahn; 13: Kindergottesdienst; 14: Stiftspfr. Naumann. — Rieder-Bessingen. 10: Stiftspfr. Naumann. — Langsdorf. 11: Hauptgottesdienst, Missionar Ruff; Kollekte; 19.30: Abendfeier mit Lichtbildern. — Bettenhausen. 13.30: Hauptgottesdienst, Missionar Ruff, Kollekte. — Wünzenberg. 11: Gottesdienst. — Trais-Mnzenberg. 9: Gottesdienst. — Hungen. 10: Gottesdienst; 13.30: Kindergottesdienst. — Wir- 6erg. 10: Gottesdienst. — Veitsberg. 12.30: Gottesdienst. — Kirtorf. 15.30: Dekan Dr. Wendel; 20: Vortrag „Brauchen wir deutschen Christen das Alte Testament noch?" D"kan Dr. Wendel. — Ober-Gleen. Hauptgottesdienst (siehe Kirtorf); 18.30: Vortrag „Brauchen wir deutschen Christen das Alte Testament noch?" Dekan Dr. Wendel. Mittwoch, den 19. Februar. Gießen. Zladtkirche. 20 Uhr: Abendandacht. Donnerstag, den 20. Februar. Gießen. Johanneskirche. 20 Uhr: Bibelstunde. Gemeinschaft innerhalb der Kirche (Landeskirch- liche Gemeinschaft), Gutenbergstraße 9. Sonntag, l’9Un9 1900 m den Eixb 7 sich J mären r,n9en konm die 1900er ''°en können, 'hl QUerbmqs en- Der Geo. lp'el vor und lelsorson die sder Vereine da beide erst im Spiel der egegnung vor ir geschlagen, en Sieg nicht Hinzimahme neuerWaren imÄnzelhandelsgeschäst Ein neuer Nun verlaß zum Einzelhandelsschutzgeseh. (Fwd.) Der Reichs- und Preußische Wirtschaftsminister hat in einem Runderlaß vom 10. 1. 1936 zu einigen Fragen des Einzelhandels-Schutzgesetzes Stellung genommen und dabei auch die hinzu- nahme neuer Waren in Einzelhandelsgeschäften behandelt. In dem Erlaß wird zunächst darauf hingewiesen, daß die gegenwärtige Fassung des Einzelhandelsschutzgesetzes keine gesetzliche Grundlage dazu bietet, Genehmigungen für Geschäftseröffnungen unter ausdrücklicher Beschränkung auf bestimmte Warengattungen, oder bestimmte Waren mit der Maßgabe zu erteilen, daß die Genehmigung hinfällig sein soll, wenn andere Warengattungen und andere Waren ausgenommen würden. Solche beschränkten Genehmigungen seien unzulässig, soweit nicht im Einzelhandelsschußgesetz schon jetzt für Lebens- und Genußmittel, sowie für Arzneimittel Sonderbestimmungen bestehen. Dem Bedürfnis, daß in Verkaufsstellen nicht ohne jede Beschränkung neue Warengallungen ausgenommen werden sollen, kann dadurch Rechnung getragen werden, daß die hinzu- nahme solcher Waren, die im Verhältnis zu den bisher in den Verkaufsstellen geführten Waren völlig artfremd sind und die in keinerlei innerem Zusammenhang mit den bisher geführten Waren stehen, als Reuerrichkung einer in den Großstädten konnte bisher noch nicht überwunden werden, obgleich die deutsche Erzeugung eine weitere Zunahme aufweist. Anderseits hat sich die erwartete Derbrauchssteigerung weiter fortgesetzt, so daß es meist schwer fiel, den Anforderungen nachznkommen, zumal ausländische Butter nur in kleinen Mengen eingeführt wurde. Indes bleibt der Großhandel in Erwartung größerer Zufuhren aus Dänemark. Es notierten in Mark per 50 Kilogramm frei Frankfurt a. M. (Großhandelsverkaufspreise an den Kleinhandel): Deutsche Markenbutter 145 bis 148, feine deutsche Molkereibutter 143 bis 145, deutsche Molkereibutter 142, Landbutter 125. Holländische Butter 145 bis 148. r ZS tißä Balkanländern. Gegen Ende der Woche haben sich die Anlieferungen etwas verringert; der Großhandel hielt im Einkauf angesichts der bevorstehenden Preisermäßigung etwas zurück. Die Kleinverteiler waren dagegen noch versorgt. Es notierten in Pfennig pro Stück frei Frankfurt a. M. (Grobhandelsverkaufspreise an den Kleinhandel): Deutsche und ausländische Handelsklasseneier: S 12% bis 12%, A 11% bis 11%, B 10% bis 11, C 9% bis 10, D 9% bis 9%. Frankfurter Vuttermarkt. Frankfurt a. M., 14. Febr. Die feit einigen Tagen bestehende Spannung der Butterversorgung lieber®“^* nW”"1* * «1 r. 1t- Ä IP*’ tiplin * q» AM ich Ugfr nben L e des Tv. Beide ielen beachtlich ner, spannender nen soM. > ten Steg mit !,ndener 2.39^ die 1. Schüler' / wirb I« * ssen MW- -Buf ti Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. • Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beichlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 16. Februar. Sexagesimae. Gießen. Stadttirche. 9.30 Uhr: Propst Knodt; 11: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde, Propst Knodt; 17: Pfr. Becker. — Johanneskirche. 8.15: Pfr. Ausfeld, Militärgottesdienst; 9.30: Pfr. Bech- tolsheimer; 11: Kinderkirche für die Lukasgemeinde, Pfr. Bechtolsheimer; 17: Pfr. Ausfeld; 20: Bibelbesprechung im Johannessaal, Pfarrassistent Zschau. — Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Gottesdienst; Pfarrassistent Weckerling; 10.45: Kinderkirche für die ^uthergemeinde, Pfarrassistent Weckerling. — Pelrus- kapelle (Wetzlarer Weg). 9.30: Pfr. Trapp. — Saal der Reuen Krippe. 11: Kinderkirche für die Jo- Wochenbericht ; vom Frankfurter Produktenmarkt. i Am Weizenmarkt nahmen die Anlieferun- i gen der Erzeuger, die infolge der Behinderung der - Feldarbeiten durch die kalte Witterung die Her- < richtung von Getreide wieder ausgenommen haben, ' zu. Dagegen ist der Bedarf noch kaum gestiegen, । so daß in Südwestdeutschland nur das gute Angebot aus Hessen und Franken Aufnahme fand, während die großen Zufuhren nord- und mitteldeutschen Weizens nicht restlos untergebracht wer- ■ den konnten. Die großen Mühlen bevorzugen hauptsächlich späte Lieferungstermine, während die Ablieferungen für die kleinen und. mittleren Betriebe alsbald erfolgen. Kleberweizen ist gesucht, aber nicht genügend angeboten. In Roggen bleiben die Zufuhren unter dem Bedarf, hauptsächlich soweit es die Landmühlen betrifft, wogegen die an dem Wasser gelegenen Betriebe sich mit den dort ankommenden norddeutschen Herkünften genügend versorgen können. Die Landanlieferungen dürften aber doch bei anhaltendem Frostwetter etwas zunehmen, ohne daß damit die erbetenen Abgaben der Reichsstelle hinfällig würden. In Brau- und I n d u st r i e g e r st e ist die Lage unverändert; Geschäfte werden nur unter den günstigsten Bedingungen bei bester Qualität und angemessenen Preisen abgeschlossen. Der Preis für Jndustriegerste paßt sich daher immer mehr dem Futtergerstenpreis an, ohne daß aber bisher das Angebot von Futtergerste zugenommen hätte. Der Verbraucher muß sich also mit dem Bezug von Gerstenfuttermehl begnügen. Futterhafer kommt in unserem Gebiet im Gegensatz zu Norddeutschland kaum zum Angebot. Die beim Handel vorhandenen Vorräte werden für die Ablieferung an die Heeresverwaltung zur Verfügung gestellt. Jndustriehafer konnte bei uns nicht freigegeben werden. Am F u t t e r m i t t e l m a r k t ist die Kleieknappheit immer noch sehr drückend. Trotz des großen Angebots von Futter- und Nachmehlen ist dieser Ersatz nicht ausreichend. Auch Schnitzel fehlen z. Zt. wieder. Biertreber und Malzkeime sind genügend zu gedrückten Preisen angeboten. Kartoffelflocken haben etwas besseres Geschäft. In Oelkuchen erwartet man dringend die nächste Zuteilung. Fischmehl wurde im Rahmen der Schweinemastverträge zur Verfügung gestellt. Weizen- und Roggenmehl hatten stetiges Geschäft. Die Verarbeiter zehren noch von ihren zum Monatswechsel aufgenommenen Vorräten und decken daher nur den dringendsten Bedarf ein. Das Angebot ist reichlich. Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehniarkt. Gegen die Vorwoche hat sich die Lage auf dem Schlachtoiehmarkt wenig verändert. Die kalte Witterung blieb für den Fleischabsatz fördernd, so daß auch die Schlachtungen im allgemeinen lebhaft blieben. Die Zufuhren lagen meist etwas höher, nur bei Schafen trat eine saisonbedingte schwächere Anlieferung ein. Der Auftrieb an Rindern war mit 815 (786) mäßig höher, die Qualität war im ganzen gut, so daß nach lebhaftem Geschäft die letzten Preise ziemlich in Geltung blieben. Lediglich in der Klasse c) (fleischige) bröckelten die Preise für Ochsen und Färsen um 1 bis 2 Mark ab. Der Verkauf von ausländischem Frisch- und Gefrierfleisch blieb gut. Am Schweinemarkt hat die Qualität der Tiere eher eine Verschlechterung erfahren, im ganzen war sie etwa mittelmäßig. Die auf 3630 (3406) erhöhte Beschickung wurde bei unveränderten Preisen weiterhin zugeteilt. Für Kälber blieb die Absatzlage bestiedigend, da sich eine Zunahme des Kalbfleischverbrauchs feststellen läßt. Insgesamt wurden 1173 (995) Tiere an- geboten, die nach mittelmäßigem bis ruhigem Handel geräumt wurden. Es notierten a) 61 bis 68 (63 bis 68), b) 54 bis 60 (56 bis 62), c) 46 bis 53 (48 bis 55), d) 36 bis 45 (38 bis 47). Am Schafmarkt hat sich die Zufuhr nach dem Eintopf-Sonntag auf 191 (385) Tiere halbiert, die zur Versorgung völlig ausreichten; die Qualität war mittelmäßig. Bei ruhiger Nachfrage blieben die Vorwochenpreise unverändert und der Markt wurde ausoerkauft. Mein-Mainische Börse. Mllagsbörse ruhig. Frankfurt a. M., 14. Febr. Die Börse nahm bei freundlicher Grundstimmung einen ruhigen Anfang. Soweit Aufträge der Kundschaft vorlagen, betrafen sie zwar die Kaufseite, doch waren sie zu klein, um eine stärkere Geschäftsbelebung auszulösen. Die Kulisse betätigte sich kaum am Geschäft. Am Aktienmarkt war die Kursgestaltung Ederstraße 13. Sonntag, 16. Februar. 9.30 Uhr: Gottesdienst; 16: Gottesdienst. — Mittwoch, 19. Februar. 20.30: Gottesdienst. Christliche Gemeinde Gießen, Zu den Wühlen 2. Sonntag, 16. Februar. 10 Uhr: Erbauungsstunde; 20.30: Evangelisationsstunde; Prediger Lück. — Donnerstag, 20. Februar. 20.30: Bibelstunde; Prediger Lenhard, Siegen. Evangelische Sladlmission, Löberstraße 14. Sonntag, 16. Februar. 8.30 Uhr: Moraenandacht; 13.30: Sonntagsschule; 20.15: Evangelisationsvortrag. — Mittwoch, 19. Februar. 20.30: Bibelstunde. katholische Gemeinden. Samstag, den 15. Februar. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, den 16. Februar Sexagesima. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Kinder; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 17.30: Christenlehre und Andacht mit Segen. — Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. — Laubach. 10: Hochamt mit Predigt; 14.30: Vortrag und Andacht. — Lich. 10: Hochamt mit Predigt; 20: Vortrag mit Andacht. — Ridda. 8.15: Hochamt mit Predigt. — Scholten. 10.30: Hochamt mit Predigt. Mittwoch, den 19. Februar. Hungen. 7.15 Uhr: Messe. Oeffentlicher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Telefon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. Aerzte: Dr. Ploch, Dr. Wolf. Zahnarzt: Dr. Adam. Apotheke: Hirsch-Apotheke. etwas ungleichmäßig, es überwogen jedoch wieder leichte Erhöhungen. Nach den ersten Notierungen ergaben sich indes meist kleine Rückgänge infolge der drückenden Geschäftsstille. Etwas Nachfrage fanden erneut Montanwerte, wobei Dividendeerwartungen immer wieder Interesse Hervorrufen, bereinigte Stahlwerke 84,50 (84), Mannesmann 87,40 (87,13), Hoesch Eisen 91,25 (91), Klöckner 87,25 (87), Rheinstahl uno. 114,40, ferner Ilse Genuß plus 1 v. H. Elektroaktien notierten uneinheitlich. Elektr. Lieferungen blieben in Erwartung einer Dividen- dcnerhöhung von 5 auf 6 v. H. gesucht und stiegen auf 118,50 (117), auch AEG. waren beachtet, ver- blieben aber bei 40,50, Siemens lagen 0,50 v. H. fester, dagegen gaben Lahmeyer auf ein Zufallsangebot auf 126,75 (128,50) nach, auch RWE. und Licht & Kraft bröckelten bis 0,50 v. H. ab. Linoleumaktien waren weiter gesucht, Deutsche Linoleum in Erwartung einer Barausschüttung von 8 v. H. 152 (149,75), Conti Linoleum Zürich ca. 151,50 (149,50). Chemische Werte wurden stark vernachlässigt, Farbenindustrie bei kleinstem Umsatz 151,25 (151,50). Im einzelnen eröffneten u. a. AG. für Verkehr, Cement Heidelberg und Conti Gummi je 0,50 v. H. höher, dagegen Reichsbank, Deutscher Eisenhandel, Muag, Kunstseide AKU. und Allgem. Lokal & Kraft 0,25 bis 0,50 v. H. niedriger. Zellstoff Aschaffenburg weiter abbröckelnd auf 87,40 (88,40). Südd. Zucker und Daimler Motoren lagen behauptet. Am Rentenmarkt erhielt sich die festere Haltung. Kommunal-Umschuldung blieben auf der erhöhten Abendbörsenbasis von 87,25 behauptet, Altbesitz stiegen auf 110,50 (110,40), Zinsoergü- tungsscheine auf 93,30 (93,25). Reichsschuldbuchforderungen und Wiederaufbauzuschläge lagen unverändert. Von fremden Werten waren Mexikaner etwas fester, 5proz. Gold 14,13 (13,75), 5proz. Silber 6 (5,90), 4 proz. Gold 8,40 (8,30), ferner 4proz. Rumänen 5,42V2 (5,40). Im Verlaufe stagnierte das Geschäft nahezu vollkommen und am Aktienmarkt bröckelten die Kurse eher etwas ab, insbesondere am Montanmarkt. Weiter fest waren Ilse Genuß mit 131,40 nach 130 und gestern 129. Schwächer lagen Bemberg mit 91,40" (92,50), Eßlingen Maschinen mit 93,25 (93,90), Zellstoff Waldhof mit 122,50 (123,25) und Schuckert mit 132,50 (133). Gegen Börsenschluß waren Montanwerte wieder höher, besonders Mannesmann mit 87,65 nach 87,13. Am Rentenmarkt blieben Kommunal-Umschuldung und Zinsoergütungsscheine weiter gefragt, ferner lagen variable Industrie-Obligationen etwas höher. Pfandbriefe erfuhren kaum Veränderungen, auch Stadtanleihen zeigten meist die gestrigen Kurse. Mexikanische Anleihen waren später nicht ganz behauptet. — Tagesgeld weiter versteift auf 2,75 (2,50) v. H. Abendbörse ruhig. Die Abendbörse^nahm mangels Anregungen aus dem Publikum eThen sehr ruhigen Verlaus. Lediglich am Montanmarkt hatten Vereinigte Stahlwerke und Mannesmann etwas mehr Geschäft, wobei Mannesmann mit 87,13 bis 87,13 einigen Schwankungen unterlagen. Hoesch bröckelten auf 90 (90,40, Frankfurter Schluß 91) ab. Ueberhaupt ergaben sich gegen die hiesigen Schlußkurse Abschwächungen von 0,25 bis 0,75 v. H., während im Vergleich zu Berlin die Kurse etwa behauptet blieben. Am Kassamarkt notierten Großbankaktien unverändert, ferner Sinalco mit 109,25 und Hess. Nass. Gaslit 83,75, Gebr. Stollwerk 98,50 (98,25). Der Rentenmarkt lag feit der Hühner bisher ohne Einfluß. Soweit aus, , , . „ des Auslande Eier Vorlagen, stammten sie aus den j 16. Februar. 20.30 Uhr: Evangelifationsstunde;; 15: Jiunffurt a.M. Berlin Sranffuri a. St Berlin Schluß» kurs Schluß-, Abend« börfr Schluß» hird Schlußl. Mittag« höre Schlußkurs Schlußk. Abendbörse Schlußkurs Schluß!. Mittag» börse uatum 4% DM0l. Serie ll ............ 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4tz%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .. Anatolier .............. 13.2. 9,75 6,7 9,4 5,4 38,25 15,9 16,75 107 117,5 92,75 91,5 91,5 187 40,5 140 117 135,5 117,75 129,75 128,4 133 175 128,5 98,5 113 115,25 91 129 87 87,13 14.2- 9,75 6,7 9,35 5,425 38,25 15,5 16,75 107 116,5 92,5 91,5 91,5 186,75 40,4 140 118,5 135 117,25 130 128,25 132,5 175 127 98,25 113 115 90 130,5 87,25 87,13 13.2. 6,65 9,25 5,4 38,4 15,65 25,75 16,75 107,13 117,5 92,75 91,5 91,5 186,9 40,25 140,25 117,5 136 117,65 130 127,5 133,25 175 129 98,4 113 115,5 91,25 130 86,9 87,13 14-2. 9,3 5,4 37,9 15,65 25,75 16,65 106,75 116,5 92,5 91,5 91,5 187,13 40,4 140,13 118,75 135,5 117,25 130 128,5 132,5 175,5 127,25 98,25 113,25 115,25 90,4 163,5 130,25 86,5 37,13 Oatum ManSfelder Bergbau......... 6 Kokswerke ..................6 Rheinische Braunkohlen ..... 12 Rheinstahl .................. 4 Vereinigte Stahlwerke........0 Ltavi Minen ............... 0 Kaliwerke Aschersleben........5 Kaliwerke Westeregeln........5 Kaliwerke Salzdetfurth..... 7% I. G. Farben-Jndustrte.......7 Scheideanstall............... 9 Goldschmidt ................ 5 Rütgerswerke ............... 6 Melallgesellschaft............. 4 Philipp Holzmann....... 4 Zementwerk Heidelberg ...... 7 Cementwerk Karlstadt......... 6 Schultheis Patzenhofer .......4 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg................... 6 Zellstoff Waldhos ............ 6 Zellstoff Aschaffenburg .......0 Dessauer Gas ...............7 Daimler Motoren............0 Deutsche Linoleum...........8 Lrenstein & Koppel ..........0 Westdeutsche Kaufhof.........0 Chade.................... 71/» Accumulatoren-Fabrik....... 12 Conti-Gummi...............8 Gritzner....................0 Mainkraftwerke Höchst a.M.... 4 Süddeutscher Zucker ........10 13 2. 129 223 114,4 84 18,25 151,5 211,5 113 121 117,75 99 127,5 128 53,4 92,5 123,25 88,4 104,25 149,75 31,4 305 174,5 168,75 32,25 92 198,75 14.2 129,5 223,5 113,75 84 18,25 127 121 188 151 211 112,5 121 117,75 98,75 128 128 52 91,4 122,5 87,4 103,13 150,5 31,25 305 175 169 32 92,5 198,5 13.2 129 119,75 224 114,25 84,13 18,13 126 119 151,4 112,75 121,5 101 53,4 92 122,75 88 126,4 104,13 149,5 77,5 31,65 305,25 173,5 169 32 I 199 14-2. 129,75 119,65 224 114,13 84 18,4 127 120,75 187,5 151 112,25 121,4 117,5 99 101,25 52,75 91,5 122,25 86,75 126,25 103,13 150,5 77,9 31,13 305 175,25 169 31,65 199 Hamburg-Amerika-Paket .....0 Hamdurg-Südam. Dampfschiff . 0 Norddeutscher Lloyd .........0 A G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz, und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconw- Gesellschaft................o Dresdner Bank..............o Reichsbank ................ 12 A.E.G...... (j Bekula.................... 10 Clektr. Lteferungsgesellschaft... 5 Licht und Kraft ........... 6% gelten & Guilleaume......... 4 Gesellsch.s.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ 6 Rhein. Wests. Elektr..........6 Schuckert L Co............... 4 Siemens L Halske............7 Lahmeyer LEo..............7 Buderus ................... 4 Deutsche Erdöl ..............4 Harpener...................0 Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 8 Ilse Bergbau ...............6 Ilse Bergbau Genüsse........6 Klöcknerwerke ............... 8 Mannesmann-Röhren........0 Franttur, a. St. Bernn Schlußkurs Schlußk. Abendbörse SchlM« Iure Schlußk. Mittagbörse Oatum 13 2- 142. 13.2 14-2. 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 100,5 100,5 100,5 100,5 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 b!4% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mü 97,4 97,5 97,4 97,5 — — 103,13 103,13 110,4 110,4 110,4 110,4 4*;,% Deutsche Retchspostschatzan 99,9 99,9 100 99,9 6% ehern.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb 102%)............ 98 98 98 98 *y2% ehem. 8% Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12.... 5y2% ehem. 4^A> Hess. Landes. 96,4 96,4 96,4 Hypothekenbank DarmstadtLigui 4y2% ehem. 8% Darmst. Komm. 101 101 — — L«-