Mittwoch, 14. Oktober 1936 Ur. 241 Erstes Blatt 186. Jahrgang Scharfer deutscher Protest in Paris. SLSLk! Gegen die Beschimpfung des deutschen Volkes auf den kommunistischen Rom, Oktober 1936. Versammlungen. d i e K o st e n des ge- Den großen Währungsschlachten, wie sie allerorten geschlagen werden, ist nun auch — nach internationaler Meinung — d i e Lira zum Opfer gefallen. In Italien selber drückt man das anders aus: Richt eine Abwertung ist erfolgt, sondern eine Angleichung an die entwerteten Weltvaluten, oder, um es wörtlich festzuhalten: Die Lira wurde wieder auf den Stand der Quote 90 gebracht, wie ihn der Duce in seiner historischen Rede von Pesaro festlegte. Diese „Höhe 90" hat für den Wirtjchcsits- krieg nicht weniger Bedeutung als so mancher strategische Punkt der topographischen Karte für den Weltkrieg und an kriegerischen Vergleichen fehlt es in diesen Tagen, wo man die fünfundzwanzig- jährige Wiederkehr des Tages von Tripolis feiert, auch sonst nicht. t . Als Realpolitiker hat der Duce die Erinnerung an die ersten Oktobertage des Vorjahres, wo der jede Waffe. Die sehr würdige Haltung der Elsaß- Äthringer habe auf die Weltmeinung lebhaften Eindruck gemacht. Die der französischen Regierung erteilte Warnung müsse die amtlichen Stellen aus die Gefahr aufmerksam machen, die vorhanden sei, wenn man zulasse, daß die Agenten Moskaus für Stalins Interessen herausfordernde Handlungen begehen, die zu den s ch l i m m st e n diplomatischen Ver - w i ck l u n g e n und zu einem Konflikt führen könnten, dessen einseitige Nutznießer die leitenden Männer' der 3. Internationale sein werden. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Vereinbg.25O/„ mehr. Lrmähtgte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemein- „E xc e l s i o r" kommt zu es wäre unvernünftig, Petit P a r i s i e n" kommt mit der Ausrede, Thorez sei nicht Mitglied der französischen Regierung, und seine Worie legten in keiner Weise die Verantwortung der französischen Regierung fest. — Eine deutsche Stellungnahme zur Ilottenfrage in London übergeben. 3m Schatten Cyumg kai-schekö. Ueber 22 Jahrhunoerte ist es jetzt her, daß China die staatliche und nationale Geschlossenheit erlangt hat. Das ist eine für europäische Verhältnisse unvorstellbar lange Zeitdauer, innerhalb dieser 22 Jahrhunderte ist ^hma 17 Jahrhunderte lang unter einer Herrschaft vereinigt gewesen. Fünf Jahrhunderte ging es durch die Wirren innerer Uneinigkeit unu inneren Bruderkampses. Man muh sich diese Ziffern vor Augen halten, um den nötigen Avstano zu den Kämpjen zu gewinnen, die sich wuueium in legier Zen zwischen der Nanking- Regierung und den j e p a r a t i st i j ch e n Provinzen in Südchina abgespielt Haven, Stump।en, Die weniger Duio.) das Schwert, sondern LrschetM tagltd), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle monats-Beiugsprets: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr . , --25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüfse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Zranlsurt am Main 11686 Paris. 13. Ott. (DRV.) Wie verlautet, ist am Quai d'Orsay von deutscher Seite nachdrücklich st Verwahrung eingelegt worden, gegen die schweren Verunglimpfungen des Führers und Reichskanzlers durch den Generalsekretär der französischen kommunistischen Partei, Thorez, in seiner Straßburger Rede. * ducch uie tiuge Diplomatie Chiang r a i = | d) e r 5 zugunsten Nankings entschieden wurden. Daß in einem solchen riesigen Reich auch Burgertnege länger dauern als au, den beschrannen Raumen Eur»- pas, ist nicht verwunderlich. Bereits einmal ist Eyma über vier Vahrzehnie lang durch die Wirren und xjrren der Revolution gegangen. Das war, als 1Ö4Ü die Ming-Dyna st i e gestürzt wurde und an ihre stelle 1064 das nördliche Ervdereroolk, Die Mand , chus, trat. Es erweist sich immer wieder ai5 oergeviich, an irchina europäische Maßgabe legen zu wouen. Ehina denkt nicht in Vayrzeynten, sondern in Jayryundenen. Und gerade em btaais* mann wie Warschau Ehiang cai-schek bejuji oas tiefste Gefühl für die traOmonelien Kräfte, Die Eyma groß gemacht haben und Denen es seine un- wahi,chriniiche tunuteiie Biute vervanil. Chiang kai-schek wuchs aus in Der Lehre Konfutses. Die koniutsianlsche Lieberlieferung ist m igtn Itarter als das isrogiamm Der Kuommg-Partel. Das gerade hat um zum wirklichen Fuyrer Der jogenanmen sjt e u e n Lebensbewegung" gemacht, einer Bewegung, Die man im gewissen Sinne mit Der europäischen Renaissance vergleichen kann. Die tiefe Verwurzelung Ehiang tai-scheks m Der richten über —............. . - .. - , England und China und rechnen mit einer starken Steigerung der englischen Ausfuhr nach China. Das japanische Außenamt | ei entschlossen, Botschafter Yoshida Anweisungen' zu geben für den Fall, daß die Bedingungen des Abkommens geeignet seien, den pol ltlschen Einfluß Großbritanniens auf China zum Nachteil des Friedens im f e r n en Osten von neuem zu festigen und besonders tue chinesisch-japanischen Verhandlungen ?u stören. Gegen eine wirtschaftliche produktive Hilfe ohne politische Rückwirkung hatte Japan dagegen nichts einzuwenden. Neheim Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Berlin, 13. Dtf. (DNB.) In Fortsetzung der deutsch-englischen Verhandlungen über -m guaN- tative - Fl ° ttenb - gr ° nzung - - Abkom- m e n hat der deutsche Geschäftsträger in London ?eau ung^? d"er° brNisch^e n Regierung fall landeten die Japaner der internationalen Zone von schritten sogar diese Zone, um stärkere Geltung zu H • heftiger. Der Kom-! chen Tokio und N°n 'n n>urd° M ^ordchina, manbeur der laPa*\at umuro erklärtes General Takaios h l grenze unserer Geduld' „Ich meine, wir haben . ren deutlich die Meierreicht. Wir müssen de hören wollen, müssen nung sagen. Wenn sie mchHoren wir ihnen ins ®eWJ*IaScben indessen legt man Trotz dieser drohenden Reden barauL ble sowohl in Tokio wie in . , e treiben. Im Z-7°nt-i,^der"i'rekt°r der Asiatischen Abteilung chn'^raus aus der I sichtiiche U-berrajchung erwecken. Eie^ machen ihn ^rog allen AnsehungenSie pariser presse BWSK.'Cr S « »um deulschen Protest. ^innr^nemalt in' allen Teilen und Provinzen des den der deutsche Geschäftsträger am ^ort 3U stabilisieren, kann nicht Wunder Quai d'Orsay unternommen hat. Der »Matin Mohmpn nnaeüchts Der Tatsache, Daß jeDer politische spricht von einer Deutschen Note, Die absichtlich nehmen angesichts Der Dalsa^e, ^ß erfolgt, maßvoll unD glücklich gehalten sei. Die kom- ■ ■ -----------' munistischen Kundgebungen in Straßburg, Die Karikatur des Führers und die rednerischen Ausfälle Thorez' hätten nicht nur in Deutschland, sondern auch in den Ländern lebhafte Erregung ausgelöst, die mit Frankreich zu einer europäischen Friedenspolitik zu gelangen versuchten. Wer fetzt noch daran, zweifele, daß die Kommunistische Partei in Frankreich offen das Moskauer Spiel treibe, habe für diesen beharrlichen Irrtum keine Entschuldigung mehr. — Litwinow benütze amtlichen Stellen die Nichteinmischung sogar soweit sondern sieJclb£rcm(^nau^Qb5en1)^n weitere Ägierungö sie be« Federungen d^r Madrider ^^berfteuer '°/n j'Llich 3,5 °. r. erreicht werden VON einem französischen Minister Rechenschaft for- soll. Traameite dieser die „besitzende >dere„ die ein Franzose auf französischem Boden aus- Um.die,v°^Trd e s ^^if.en man gesprochen habe.(!) man missen daß sie, sehen wir uns zunächst den „Liberte" schreibt u. a., der deutsche Schritt beim ^g^sbesitz an, nicht „bloß wieder die Hausbesitzer Quai d'Orsay sei für Frankreich eine peinliche berührt, die schon seit Jahren nichts mehr zu lachen Demütigung. Das „Journal des Debats er- Laben nachdem sie dreimal die Mieten senken muh- tlärt, man könne keineswegs zufrieden sein t andern auch die W o h n u n g s b e f i tz e r. mit der Freiheit, die man diesen getarnten Gegnern Italien überwiegt nämlich das System Des ge - des Vaterlandes lasse, in den Grenzgebieten 2Iuf= teilten Hausbesitzes, man kann fast feoe Märsche und Manöver abzuhalten. Auf Grund der Wohnung, einen Stock, einen halben Stock, ja schon Stellung, die sie in der Regierungsmehrheit inne= oine winzige Zwei-Zimmer-Wohnung kaufen Em hätten, würde ihr Treiben einigermaßen ernst. Jede aQU5 bat also in der Regel so mele Besitzer, ais Regierung, die dieses Namens würdig sei, hatte L. Wohnungen hat. Die großen Mietskasernen bu- die kommunistischen Kundgebungen dicht an der Kßn ein Condominium, dessen Verwaltung ge- Grenze kurzerhand verboten, denn sie konnten wohnlich ist es als Treuhänder der gesamten Woy- nichts anderes bezwecken als außenpolitische uunqsbesitzer ein Rechtsanwalt — die Kosten für me Zwischenfälle zu schaffen gemäß Dem bo siche- Reparaturen usw. auf Die einzelnen Parteien ver- wisti chen Plan, Der Darin bestehe, Frankreich m tei[L Der Wohnungskauf hatte seine besonderen außenpolitische Verwicklungen hineinzuziehen, denn Neubauten sind — oder waren es viei- Nutzen Sowjetrußlands, dessen Wunsch es mcI)r ___ für 25 Jahre steuerfrei, also eine ideale Ka- sei, Westeuropa zu beunruhigen. Der Zwischenfall wtalsanlage. Viele Kapitalisten, kleme rote große, beweise, daß man nicht länger ohne ernste Gefahr davon, indem sie ihr geamtes vermögen , n von Leuten regiert werden könne, die einen Jrr- ^gusanteilen ober Wohnungen festlegten u tum und eine Ungeschicklichkeit n a d) bamit auf ein steuerfreies Einkommen bis zu 1U der anderen begingen. v. H. kamen. Nebenbei bemerkt, verdankt man --üi erster Linie dieser Einrichtung, wenn Italien nach ---------------------------7 dem Kriege so schnell aus seiner Wohnungsnot her- einen Ausfuhrkreditplan erzielt worden, aU5fam, denn je mehr die Lauwut um sich griff, um der in großen Zügen dem vor einiger Zeit mit wehr erübrigte sich die Wohnungszwangswirt- Sowjetrußland abgeschlossenen Abkommen ent- schäft. Die Städte wuchsen auf spricht. Danach wird China englische In- W^ise und das Bauwesen als Schlüsselindustrie be dustrieerzeugnisse kaufen können, wah- (ebte Handel und Wandel. (~fpn()re rend die englische Regierung gegenüber den eng- ßat me an Stimmen gefehlt, bie iene öteuer fischen Verkäufern die Garantie übernimmt. befreiung unter anderem Gesichtspunkt betrachteten. Ziffernmäßige Angaben über die Hohe dieses Kre- eine brachliegende Steuerquelle. Nun ift es aljo dites liegen' noch nicht vor. Der Sowiettu sichen um bie|e5 fetzte Steuerparadies geschehen der ave, Regierung ist seinerzeit ein Kredit bis 10 Millionen sj^sche Krieg hat seine Pranke hinelngeschlagen uno Pfund unter der Voraussetzung eingeräumt war- |Glbrt bie neuesten Neubauten, die im vertrauen auf den, daß sich unter den in England zu kaufenden bie gesetzlich zugesicherten 25 Ruheiahre erstellt mur- Waren kein Kriegsmaterial befindet. Meldungen nicht verschont. Wenn es nach den Unken geht, , über die Gewährung einer britischen B a ran - s^, die Götterdämmerung da, die Baulisit wuy f e ih e von mehreren Millionen Pfund an China m (grncgen kommen und mancher, der sich fcyon , sollen in dieser Form nicht den Tatsachen entspre- f^er vermeintlichen Oase freute, mirb . chen. Richtig ist aber, baß eine gememfameLänger. Aber vielleicht war eine Schonzeit Du: ut) ' Anleihe Englanbs, Frankreichs, Belgiens unb '^^isch über ein Menschenalter erstreckte, Unnatur ‘ Japans an China zur wirtschaftlichen Entwicklung in unserer unerbittlichen Kampfepoche. " des Lande- erwogen wird. Der Schlag frisst nicht wenige Au- ander man Die Blatter „Tokio Nishi Nishi" und "««n 1^ Um Asahi Schimbun" sowie bie Agentur Domei be- renz, an n e Inländer haben, ' J das Warenkreditabkommen zwischen, d^ m^ralsichen^^ so erhabenes Ereignis, wie es die.Gründung eines rinnen Jmveriums sei. naturgemäß mit Opiern e ?autwXm^e. Auch gibt es selbstverständlich die Trostrechner, die ausführen, mit der Zwangsanleihe und der (Sonberfteuer fei ja nur ber Mehrwert abgegolten, ben die Hauser nun in sich batten. Nicht alle kommen freilich ba*bei mit. Der Klein wohnungsbesitzer muß ja wie ber ^tige Miete mit bem Centesimo rechnen unb hat er, sagen ww einmal vierzigtaufenb Lire iu feine mer W investiert, (o bleibt ihm eben nichts übrig, als zu nächst einmal 2000 Lire auf Den Tisch des Staates in bar hinzulegen. Wer auf bie Entgegennahme dah die Zwangssumme **, *? “? 5 SS s s K I.WÄÄ 1Äi» -3 Arbeiter und Bauern". Denkt man an die schw.e- kö^lich'me°'Lrch die Revolution abg°,prengt°n | Einzei^covinzen langsam um eine Art Kernpro-1 vfnz herum kristallisieren, Daß also im Innern Ehi- nas e i n Kernpunkt ge.cha.ffen wirD, Der» Die auseinanberftrebenDen Teile wie ein Magnet heran- ?icht ohne baß biefer Anziehungsprozeß Durch mi = täriidie Härte überstürzt ober erzwungen wird. Für europäische Augen mag bie Tatsache, baß m ben Provinzen einzelne Generale unb Gouverneure gleichsam souveräne Rechte ausuben, befremblich sein. Aber biefer provinzielle Separatismus ist im Grunbe so alt wie Ehma selbst. Er ist a er j^g^ischen Außenamtes würbe mit befonberen t mieber übernmn en mor , Waffengewalt als Instruktionen nach Nanking entfanbt, und Marschall i betonen mochten wemger ou cy Kernpro- Tschiangkaischek selbst übernahm an Stelle bev eben burch jenen Magnensm , Außenminister Chang Chun bie Fühlung mit bem n q U53Sti?rS 3®eifellü5 leitf)= japanifdjen Bevollmächtigten. Erschwert wirb bie . Die Lage wäre für ^chiangka jcy r 3 ' anische Lage natürlich baburch, baß Japan Forberungen ' ter. wenn mcht staubig aus ^1 P nehmen aufgestellt hat, bie im gewissen Sinne an bie be- S r fnVnuf ien/ Leibenschaften, bie in China rüchtigten Forberungen aus bem Zahre 1915 er- wuß/e unb auf ^eiDenjch f ^^eckt wur- innern. Allerdings steht heute an ber Spitze Der Jelbft bur* btefe jsoimr 0 B großen Forderungen bie systematische Be:k a m p f u n g d- s ©nn^ntionen bes Marschalls nicht. Wir B o 1 s ch e w i s m u s in China. Für bas Anwachsen politischen Konz p n Schaffung eines großen des kommunistischen Einflusses wird von japanischer wissen nichts wie mälkerdlocks auch ein poli-1 Seite auch bie Kuo-ming-tang verantwortlich nl if mHfen nur daß er bestrebt Emacht. Manch- japanische Äretfe flefjen («S« f° tifctjes 3beal Jft “ y “ ung Chinas mög- weit, eine Auflösung der Chinesischen Natwnal- war. die Einigung und C neuer^ g fordern, was Chiang kei schek natürlich liGtnichtge^enJapam s^ eE>en. Leicht roirä niema15 bewilligen könnte. Es besteht auch die Ge- = ^'Ebe nicht gemacht. Sie ist heute mel fabr daß Japan al- Repressa,e zur endgültigen ihm diese Ausgabe nicht ge i 3apan Abtrennung der suns nördlichen Pro- fd)mem benn 1=, benn bie toP t Ueber 16 ja. L t n Chahar, Hopei, Sch-nsi. Schantung und uni’- J ?hr«uae liegen in der Yantse- Sunian schreitet. Umgekehrt hat China die 9orbe= iopani,4en xruppen ^V7U9eiTnÄunf "ej "’Äurei Wir glauben nicht pansiche Zeitungsvertreter getötet unb September steuern wollen unb bem Drangen ber Militarparte nische Kaufleute schwer. ^letzt. An^ nicht nachgeben. Es ist nicht ausgechwssenbaßda würbe in Pakhai ber einzige bort 1Leb«m P bej englische Vorstellungen eine gewisse Wirkung au. Die ermorbet. Wenige Tage spater fielm W^au^ ^^nischen Außenpolitik ausgeubt haben 3um japanischen Kons 6 ..’<.y«hpr mürbe in Wenn man einmal ganz losgelöst von ber jetzigen Attentat zum Opfer. Enbe Sep Matrosen Spannung bie militärischen Möglichkeiten?iuer um- Schanghai auf eine Gruppe jop msch^^ Etärischen Aktion Japans ms A g geschossen, wobei em Obermatrme f0 kommt man von selbst zu dem Ergebnis, weitere schwer verletzt. murb> . , Werften Zwischen- daß ber riesige chinesische Raum eine wirklichi; Ni - maßregel auf biesen letzten unb sch Härtungen jn derwerfung Chinas verhindern würbe Japan konnte f.rr d.e Javaner Trum> unb über- sich wohl in Besitz ber ch'nesischen Küsten unb ba der Sühneforberung mit ber großen Hafen unb .^udelszentren f tz - Die Sprache zwi- Es würbe bamit aber im gleichen Augenblick sem ' - ' stärksten Hanbelspartner vernichten. Was diese Vernichtung für bie ohnehin schwierige Wirtschaftslage Japans bebeuten würbe, braucht nicht ausgemalt zu werben. Englischer Warenkredit für Ehina nützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf .Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. vruck und Verlag: vrühl'iche UnwerstkSts-vuch- und Steindruckerei ii. Lange in Sietzen. Schrifilei.ung und Geichäs,-stelle: Schulstrahe 7 M-ng-nabfchlüst- St°ß-,» Die französische Presse hat bisher — drei Tage nach der Thorez-Rede in Straßburg — das Schweigen über die für Deutschland und sein Staatsoberhaupt Adolf Hitler beleidigenden Ausführungen des kommunistischen Abgeordneten Thorez noch nicht gebrochen. Dieses Verfahren, das von der französischen Presse in anderen Fällen schon oft angewen- bet worben ist, läßt bie Frage auftauchen, ob hier einWink von oben vorliegen kann, bie Straßburger Ausführungen Thorez' mit Schweigen zu übergehen. Obwohl bie halbamtliche Agentur Havas am Sonntag fpätabenbs bie Ausführungen Thorez' auszugsweise roiebergab unb auch nicht verhehlte, baß Thorez ben Nationalsozialismus unb ben Führer heftig angegriffen habe, ja sogar bie gehässige Karikatur bes Führers genau beschrieb, hat bisher nur ber r e ch t s st e h e n b e ,,J o u r" bie Verschwörung des Schweigens hierüber gebrochen. Selbst bas Sprachrohr ber Komintern in Frankreich, bie „Humanitä", hat bis heute kein Wörtchen über bie an Deutschl-rnb unb seinen Führer gerichteten Angriffe bes Herrn Thorez verlauten lassen. Da also bie französische Öffentlichkeit, obwohl man sich in Frankreich fo Diel auf bie liberale Pressefreiheit einbilbet, in fast oollftänbiger Unkenntnis biefer kommunistischen Beleibigungen gegenüber Deutschlanb ge- tunq x^nuna ...... halten wirb, muß bie von ber Dienstagspresse ge- tuuurellen unb zwiiiiatorijchen melbete Erregung bes beutschen Volkes eine offen- Grotzc Aufmerksamkeit in Japan. ßoniion 13. Okt. (DNB., Zwischen Englands übergeben, und China ’ift eine grundiatzliche Einigung ub der merkwürdigen Anstchft Feldzug in Abessinien begann, gleich mit -- wäre un««u„|uä, wenn der Friede durch einem nüchtern Abschluß de- Sieges verknüpft, nicht den deutschen Schritt. Die kommunistische Ope- im Ausland untergebrachten^W I• deutschen Geschäftsträgers, ,. Mischung". — In der Stunde, in der die rige Lage des Seiden- und Weinbaus in Italien, I fü" scheint die Stegerfreigrenze von zehntausend Lire recht eng, denn der heranzuziehende Grundbesitz wird nach folgendem Schema bewertet: Schätzungswert, multipliziert mit einem festen Satz von 3,66 und kapitalisiert zu 5 v. H. Nun ist es heute vielfach schon so, daß der Kleingrundbesitz nur dann noch gehalten werden kann, wenn der Bauer eine zahlreiche Familie und damit billige Arbeitskräfte hat. Ein Weingut, das jede Handarbeit sofort bezahlen muß, kann nicht rentieren. Der Auflassung von Rebgärten wird daher schon seit Jahren das Wort geredet. Zahllose Winzer haben in den letzten Jahren zugesetzt, die Seidenbauern stöhnten vor allem wegen der japanischen Konkurrenz. Und die großen Villen, die wie in Frankreich längst keinen Ertrag mehr abwerfen? Hier wird es manchen unfreiwilligen Besitzwechsel geben. Besser werden sich die Betriebe landwirtschaftlicher Natur stellen, die für die Ernährung der Bevölkerung von höchster Wichtigkeit sind und deshalb die Segnungen staatlicher Beihilfen und Unterstützungen genießen. Auch gibt es Besitzende, die gänzlich ungeschoren bleiben: Staat, Partei, Gemeinden, wissenschaftliche Institute, das Rote Kreuz, zum Teil auch der Klerus usw. Im früheren Italien wäre es unmöglich gewesen, den „Besitz" so hart anzufassen, die Disziplin des faschistischen Italiens wird auch das dicke Ende des siegreichen Feldzuges zu ertragen wissen. Oer Ausgleichsfonds der Abwertungsländer. W a s h i n g t o n, 13. Oft. (DNB.) Der „Heber* gang zum neuen Weltstanda r d", wie man in den Vereinigten Staaten die Erklärung des Schatzsekretärs Morgenthau auslegt, wird von der republikanischen Partei als Wahlmanöver bezeichnet, das das amerikanische Volk durch eine Rückkehr zur Goldwährung beeindrucken soll. Tatsächlich hat jedoch, wie Morgenthau auch ausdrücklich unterstrichen hatte, dieser Schritt kaum irgendeine i n n e r p o l i t i s ch e Bedeutung. Weder ist der Goldgehalt des Dollars geändert worden, noch wird in der Bewertung des inländischen Papierdollars irgendeine Neuerung eintreten. Nach wie vor darf Gold nicht gehandelt werden, im Gegenteil ist die Verwendung des Goldes zu internationalen Spekulationen weiter erschwert worden. Der amerikanische Schritt hat zur Folge, daß d i e Stabilisierungsfonds von Amerika, England, Frankreich und der anderen Länder nicht übermäßig angespannt gu werden brauchen, da Schwankungen künftig durch die Ausfuhr von Gold oder durch buchmäßige Uebertragun- gen der Goldkonten schnell ausgeglichen werden können. Die Neureglung kommt daher besonders den Ländern mit kleinen Stabilisierung:',- fonds zustatten. Man hofft in Washington, daß sie der italienischen Regierung den lieber» gang zu einer neuen Finanz- und Außenhandelspolitik erleichtern wird. Eine Abwertung oder eine Kursänderung des gegenwärtigen Dollars ist nach wie vor nicht beabsichtigt. Oer Wahlkampf in USA. Scharfer Kampf tim den Mittelwesten. Washington, 13. Oft. (DNB.) Mit dem heutigen Tag begann hier der Endkampf für die in drei Wochen zur Entscheidung kommenden Wahlen des Präsidenten, des Vizepräsidenten und für ein Drittel des Bundessenats und für das ganze Abgeordnetenhaus. Präsident Roosevelt und Landon sind jetzt ständig unterwegs und fahren von Ort zu Ort, um teils auf Bahnstationen, teils in großen Hallen ihre letzten Wahlreden zu halten. Beide konzentrieren ihre Hauptkampftätigkeit auf den Mittelwesten, wo die große Farmerbevölkerung ein unsicherer Faktor ist. Während die Ostküste der Vereinigten Staaten überwiegend zu Landon neigt, wird die Westküste voraussichtlich mit großer Mehrheit für Roosevelt stimmen. Es hängt daher vom Mittelwesten ab, welcher Kandidat als geeigneter für die weitere Entwicklung der amerikanischen Wirtschaft angesehen wird. Die zwischen dem Mittelwesten und der Ostküste gelegenen Staaten Pennsylvanien und Neu- york dürften, wenn auch mit knapper Mehrheit, für die Beibehaltung der gegenwärtigen Regierung stimmen. Frauen und Kinder als Opfer des Bolschewismus in der Sowjetunion und Spanien. Aufruf des Frauenweltbundes zugunsten der in Zwangsarbeitslagern Inhaftierten. Genf, 13. Oktober. (DNB.) Der „Courier de Geneve" veröffentlicht folgenden Aufruf des F r a u e n w e l t b u n d e s gegen Bolschewismus und Krieg zugunsten der in der Sowjetunion in Awangsarbeitslagern fe st gehaltenen Frauen und Kinder: „Die Not und das geistige und materielle Elend, in dem diese Unglücklichen leben, übersteigt alle Vorstellung. Ulan seht alles daran, um das Elend der weiblichenGefangenen aufs Aeußerfte zu steigern. Die Frauen, die oft ihre Kinder bei sich haben, erleiden eine unbeschreibliche Behandlung, sie werden in den Zwangsarbeitslagern zu Arbeiten gezwungen, die weit über Mensch e n k r ä f t e gehen und unter unerträglichen Bedingungen geleistet werden müssen, wie Hunger, Kälte, Elend und dauerndem Zusammensein mit kriminellen Verbrechern, was zu an st eckenden Krankheiten, Epidemien und völliger Verkommenheit führt. Die Frauen sind völlig schutzlos einer Zwangsarbeilsorganisa- tion ausgeliefert, die keinerlei seelische und materielle Rücksicht kennt. Die Kinder erleiden mitten unter den Gefangenen dieselbe Behandlung und sind gezwungen, in dieser Umgebung und diesem demoralisierenden und verkommenen Milieu zu leben, und all das ohne die geringste Hilfe ohne irgend eine Hoffnung oder Erleichterung." Der Appell schließt: „Die Menschheit darf angesichts so empörender Tatsachen, von denen bisher niemand Rotiz genommen zu haben scheint, nicht untätig bleiben. Dieselbe Organisation hat auch einen Ausruf zugunsten der Frauen und Kinder i n Spanien veröffentlicht: „Das tragische Schicksal der Frauen und Kinder, die Opfer der marxistischen Untaten in Spanien geworden sind, beschäftigt im höchsten Grade die öffentliche Meinung Europas. Unzählige Frauen ebenso wie Kinder sind täglich einer grauenvollen Behandlung ausgesetzt. Die Grausamkeit und Bestialität ihrer Peiniger wetteifern mit ihrem teuflischen Erfindungsgeist. Diese Frauen leiden auf die entsetzlichste Weise. Es ist dringendstes Gebot der Stunde, sofort eine Aktion für sie zu unternehmen. Die Tragödie von Toledo. Der Verteidiger des Aikazar schildert die Belagerungszeit. Toledo, 13. Okt. (DNB. Funkspruch.) Der heldenhafte Verteidiger des Alkazar, General Jose Maria Moscardo empfing den Sonderberichterstatter des DNB. zu einer Unterredung. General Moscardo erzählte u. a.: Als die Erhebung ausbrach, telephonierte mir Madrid, daß ich sofort mehrere Lastwagen mit Munition aus der Munitionsfabrik von Toledo nach Madrid bringen lassen sollte. Ich ging zum Schein auf den Befehl ein. Als aber die Lastkraftwagen an dem Stadttor eintrafen, ließ ich sie von bewaffneten Kadetten anhalten und in den Alkazar schaffen. Auf diese Weise hatten wir während der ganzen Belagerung ausreichend Gewehre und Munition. Leider fehlten uns Geschütze. Wir hatten nur 16 Maschinengewehre. Handgranaten stellten wir selbst her. Aul dem Dach des Alkazar waren Posten, die jeden Artillerie-Abschuß, jede Bombe und jeden Angriff durch Hornsignale ankündigten, so daß die Besatzung stets rechtzeitig in Deckung gehen konnte. Die ersten vier Wochen stellten die stärkste Nervenprobe dar, weil wir völlig.von der Außenwelt abgeschnitten waren und auch kein Empfangsgerät besaßen. Ein Ausfall der tapferen Besatzung brachte uns erst mehrere elektrische Batterien, mit deren Hilfe das Empfangsgerät dann in Betrieb gefetzt werden konnte. Wir hörten den Sender Burgos und nachts die-spanische K u r z w e l l e n s e n d u n g aus Berlin, die uns über die wahre Lage aufklärte und unseren Willen zum Durchhalten st ä r k t e. Die roten Flugzeuge warfen Bomben, schwere Steine und Brennzünder ab. Die rote Artillerie schoß an den ersten Tagen bald zu kurz, bald zu weit. Die Roten vermuteten Sabotage und erschossen darauf ihren Artillerie-Führer. Bei der Befreiung Toledos wurde die gesamte rote Artillerie gefangen genommen und mitsamt ihren ausländischen Offizieren erschossen. Die durch Spione unterrichtete rote Artillerie scheute sich nicht, die Untertunftsräume der Frauen und Kinder zu beschießen, so daß eine Umquartierung notwendig wurde. Von den Frauen find nur zwei gestorben, und zwar eines natürlichen Todes. Wir danken dem Himmel, daß sich zufällig 120 Pferde und Maulesel in den Stallungen befanden. Sie waren unsere Hauptnahrung. Bei der Befreiung waren nur noch fünf Maulesel übrig. Der Abwurf von Lebensrnitteln durch unsere heldenhaften Flieger war für uns eine große Erleichterung und vor allem eine starke moralische Stütze. General Moscardo führte den Berichterstatter dann nach der Schwimmhalle. In ihr steht ein riesiger Mauerblock. Der General entblößte sein Haupt und erzählte mit bewegter Stimme: Wochenlang haben wir hier das Wasser getrunken, als es versiegte aus Brunnen und Notbrunnen. Die toten Helden haben wir hier zum letzten Mal in Reih und Glied gelegt und blutenden Herzens mit Kalk und Zement eingemauert. Wir trugen die Toten mit erhobenem Arm. Der Berichterstatter fragte den General nach dem Schicksal der eigenen Familie. Leise und stok- kend kommt die Antwort: „Meine Frau und ein Sohn sind während der ganzen Belagerung in Toledo bei Wasser und Brot gefangen gehalten worden. Sie sind nun befreit. Ein Sohn ist an der Front, ein Sohn in dem von den Roten besetzten Gebiet verschollen. Und hier die Geschichte meines letzten Sohnes: In den ersten Tagen der Belagerung, als der Fernsprecher noch arbeitete, rief mich die rote’ Kommandantur an, und forderte m i ch zur Uebergabe auf, andernfalls mein in ihren Händen befindlicher Sohn erschossen würde. Zum Beweis ließ man meinen Sohn an den Apparat kommen und mit mir sprechen. Ich habe ihm gesagt: Du bist der Sohn eines Soldaten, befiehl deine Seele Gott! Wenige Minuten später war mein Sohn er» schossen." — Geist von Toledo! Panitfiimiw in Madrid Burgos, 14. Okt. (DNB.) Das letzte Bombardement von Madrid durch drei nationalistische Bombengeschwader und zwei Jagdstaffeln war von ungewöhnlicher Heftigkeit. Die Angreifer belegten besonders die roten Kasernen und Munitionsfabriken und verschiedene Ansammlungen roter Milizen mit Bomben. Man konnte deutlich beobachten, daß die Bombardierung eine große Panik verursacht hat. Flüchtlinge aus Madrid berichten, daß das Herannahen der Nationalisten zu einem deutlich erkennbaren Stimmungsumschwung geführt hat. Man sähe in letzter Zeit viel weniger rote Abzeichen und Fahnen. Zahlreiche Angehörige der roten Miliz versteckten s i ch und wollten nicht an die Front gehen, weil es doch „zwecklos" sei. Auf sämtlichen Baustellen seien die Arbeitsgeräte für die B e - feftigungsarbeiten beschlagnahmt worden. Außerdem seien für solche Arbeiten auch Sondertrupps gebildet worden. Der Innenminister habe einen Spionageausschuß eingesetzt, der aus übel beleumdeten Weibern und gemeinen Verbrechern bestehe. Die Lebensrnittel würden immer knapper. Man müsse viele Stunden Zwei Freunde spielen Schach. Don Mare Stahl. Ein Freund kommt zu dem andern zum Schachabend. Er begrüßt den Hausherrn, verbeugt sich zerstreut vor der Hausfrau, sieht mit umseitigen Blicken um sich und fragt: „Wo spielen wir Schach?" „Wollen Sie nicht erst ein Täßchen Tee trinken oder ein Gläschen Wein?" fragt die besorgte Hausfrau. „Nein, nein, ich danke fehr", ruft der Schachspieler und sieht die Dame gequält an, als sei sie die Parze persönlich, die tpit erhobener Schere bereitest, ihm feilten Lebens fad en abzuschneiden. Die Hausfrau erschrickt etwas und zieht sich zurück. Das Freundespaar stürzt gierig ins Zimmer an den Schachtisch. Der Hausherr hält die Hände auf dem Rücken wie als Kind, als er sagte: „Rate mal, was ich da habe?" — und dann einen molschen Apfel vorwies: „Links oder rechts?" fragte er lauernd und drückte die Figuren in den Händen so fest, daß sie am liebsten schreien würden, wenn sie nicht aus Holz wären. Der andere windet sich hin und her. Er versucht gleichsam hinter den Rücken des Gegners zu schauen. „Rechts!", sagt er endlich unter Qualen. „Schwarz!", ruft der Hausherr und hält ihm die gewählte Figur entgegen. „Ich fange an!", ruft er triumphierend und beginnt ohne alle Achtung der Gastfreundschaft seine weißen Steine liebreich auszubauen. Der Freund schießt mürrische Blicke und fetzt bum, bum, bum die Figuren auf das Brett. Das Spiel beginnt Mit angelegentlichen tiefen Überlegungen wird jeder Zug getan. Es ist so still im Zimmer, daß man eine Maus hinter der Wand rascheln hören könnte, wenn eine vorhanden wäre. Ab und zu stöhnt einer dumpf auf, als fei er tief verwundet rootöen. Jeder setzt ungeheuer vorsichtig, denn er kennt den andern als raffiniert und gerissen. Wenigstens sagen sie sich das abwechselnd ins Gesicht Endlich ist einer so weit in die Falle gegangen, daß er arglos und heiter, wie das Lämmlein auf der Wiese, über einige Felder hüpft und dem andern sein bestes Pferd im Stall als fetten Happen hinhält. Er hat die Figur schon niedergesetzt, als er plötzlich den gierig glitzernden Freundesblick bemerkt. „Halt", schreit er und nimmt die Figur zurück, „es war ein Irrtum, ich wollte den Stein anderswo hinsetzen", und reißt fein Rößlein am Zaum rückwärts. „Nein, nein, nein", protestiert der andere, dem der leckere Braten schon auf der Zunge zerging, „gesetzt ist gesetzt", und angelt nach dem sisich bäumenden Pferd, das vor seiner zugreifenden Hand eilig verschwindet. Große Auseinandersetzung. Anrufung aller bekannten Kapazitäten. Zitate aus der Schachliteratur, wo irgendwo ein Passus Vorkommen soll, das zu einem Zurücknehmen der Figuren berechtigt. Das Zimmer ist so laut, daß die imaginäre Maus längst verschwunden wäre. Die Hausfrau tritt beunruhigt ins Zimmer, und der Fall wird ihr vorgetragen. Sie kennt ihre Pflicht als Gastgeberin und gibt dem Freund recht, was ihr einen wütenden Blick des Ehegefponfes einträgt. Dann bringt sie Tee, der hastig heruntergegoffen wird, gleichsam auf den erhitzten Gemütern zischend verdampft. Dann ist wieder Ruhe eingekehrt. Während sie im Nebenzimmer liest, bringen hin und wieder Jammerlaute an ihr Ohr. Ihr treuer Gatte behauptet, das größte Kamel des Jahrhunderts zu fein, während der Freund der festen Meinung ist, daß nie ein größeres Rindvieh als er auf Gottes Erdboden gewandelt ist. Unter solchen Selbsterkenntnissen, wilden Behauptungen und lauten Klagen wird die erste Partie beendet. Ohne erst Luft zu schöpfen, beginnen sie sofort die zweite, ihr folgt die dritte und vierte. Ab und zu sieht die Frau des Hauses zur Tür herein, erblickt in einer Art Nebelbank zwei Gestalten, die bleich und mit wirren Haaren vor sich nieder auf den Tisch starren, als stiege von dort dieser seltsame Hexendampf auf, aber er quoll nur aus Zigaretten, Zigarren und Pfeifen, die bunt durcheinander geraucht worden sind. Manchmal schreit der Hausherr nach neuem Tee, so als ob er sagte: „Neue Reserven her!" Die Chancen sind gleich, zwei zu zwei. Eigentlich könnte man nun aushören, das wäre in der Ordnung. Ader keiner denkt daran. Jeder hat es sich heute eifern in den Kops gesetzt, dell andern in die Knie zu zwingen. Sie spielen also noch eine Entscheidungspartie. Jeder ist so voll Weisheit, daß er bersten möchte, verbirgt sie aber sorgfältig vor dem anderen. Jeder bewegt sich auf den vierundsechzig Feldern des Schachbretts so harmlos, wie nach dem Lied „Ich ging im Walde so für mich hin" — und einer und der andere pfeift zur Irreführung mal ganz sorglos und der andere summt dazu. Beiden steht der Schweiß auf der Stirn und der Rauch ist jetzt so dick, daß beide husten müssen. Plötzlich springt der Hausherr auf, rauft sich bas Haar und stürzt sinnlos im Zimmer auf und ab. „Ich werde verrückt — ich werde verrückt", schreit er dabei und trommelt sich mit den Fäusten auf den Sitz seiner reinsten und zartesten Gedankenfäden, und der Haushund, schon lange beunruhigt, beginnt dazu ein wütendes Gebell und weiß nicht, ob er laut aus Mitgefühl mit feinem Herrchen heulen ober den bösen Gast beißen soll. Der Freund schlägt sich roh auf die Schenkel, wiegt sich kichernd auf den Stuhlbeinen und bemüht sich dann mit allen Kräften, feine Vergnügtheit zu verbergen. Die Hausfrau steht wieder in der Tür. Der Hausherr faßt sich. „Ich habe ihn gewinnen lassen", sagt er gravitätisch und bringt den treulosen Freud, diese Schlange, die er am Busen nährte, zur Tür, durch die er morgen zum neuen Kampf wieder eintreten wird. Prinzessin Julianas Ausstattung. Königin Wilhelmina und Prinzessin Juliana von Holland bleiben diesmal länger als gewöhnlich in ihrer Sommerresidenz „Het Loo", da sie die Hoch- zeitsvorbereitungen stark in Anspruch nehmen. Das Datum der Hochzeit ist noch nicht festgesetzt. Viel Kopfzerbrechen machen noch ine Ueberlegungen, wer als Brautjungfer und wer als Gefolge des Bräutigams auserwählt werden wird. Die Königin und ihre Tochter widmen der Kleiberfrage bei beider emo nie viel Zeit; es mutz dabei auch bedacht anstehen, um irgend etwas Eßbares zu erhalten. Die Anarchisten hätten gedroht, daß sie, wenn die Truppen General Francos vor Madrid erschienen, Zehntausende von Geiseln in den verschiedenen Gefängnissen der Stadt umbringen und die wichtigsten Gebäude mit Dynamit in die Luft sprengen würden. Neue Note Moskaus an den Nichteinmischungsausschuß. London, 13. Okt. (DNB.) Der sowjetrusstsche Geschäftsträger in London Kagan hat am Montagnachmittag dem Vorsitzenden des Nichteinmischungsausschusses Lord Plymouth eine Note überreicht, in der die Sowjetregierung den Protest gegen d i e angebliche Verletzung des Nichteinmischungsabkommens erneuert, Vorschläge zur Durchführung der Nichteinmischung macht und den W i ed e r z u s a m m e n t r i t t des Nichteinmischungsausschusses zu einem möglichst baldigen Zeitpunkt verlangt. Der Schwerpunkt der Note soll in den sogenannten „praktischen Vorschlägen" liegen, über deren Charakter allerdings noch nichts bekannt ist. Lord Plymouth hatte eine längere Besprcheung mit dem französischen Botschafter C o r b i n. Wiederkehrende Ruhe in Palästina. Freude inJerusalernüberdenStreikabbruch London, 14. Okt. (DNB. Fernspruch.) Die Straßen Jerusalems boten am Dienstagabend ein Bild der Freude der Bevölkerung darüber, daß der Streik ein Ende gefunden hat. Große Menschenmassen wanderten die Straßen auf und ab, besahen sich die wiederbeleuchteten Schaufenster und trafen sich in den überfüllten Kaffeehäusern. Vereinzelt kam es allerdings in einigen Teilen des Landes noch zu kleineren Schießereien. Der Terror scheint überall bemerkenswert schnell zusammengebrochen zu sein. Es ergeben sich neue Hoffnungen, daß die Unruhen nun enbgültg ihrem Ende entgegengehen. Neun Personen, die wegen Agitation festgenommen waren, wurden bereits wieder freigelassen. Am Dienstag traf in Jerusalem das III. B a ■ taillon der Goldstream-Guard ein. Die Mannschaften zogen in voller Truppenausrüstung mit den motorisierten Abteilungen durch die Straßen. Generalleutnant Dill, der Oberkommandierende in Palästina, besichtigte die Division Gaza in Südpalästina. Er flog dann verschiedene Militärposten ab, und kehrte Dienstagnachmittag nach Jerusalem zurück. Das ist die erste Besichtigung im Süden Palästinas, die Dill seit Uebernahme des Kommandos der britischen Streitkräfte durchgeführt hat. Aus aller Wett. Or. Ley sammelt in Zwickau für das WHW. Berlin, 13. Okt. (DNB.) Anläßlich der am kommenden Samstag und Sonntag stattfindenden 15-Jahr-Feier der NSDAP. Zwickau weilen Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und Reichsinspekteur S ch m e e r in Zwickau und wohnen den Fieerlichkeiten bei. Pg. Dr. Ley und Pg. Schmeer werden daher im Rahmen der ersten Reichs- straßensammlung für das Winterhilfswerk 1936/37, die am 17. und 18. Oktober von der Deutschen Arbeitsfront durchgeführt wird, ihre Sammeltätigkeit auch in Zwickau ausüben. Eisenbahnunglück in helsingfors. Bei der Einfahrt in den Hauptbahnhof von Helsingfors entgleiste ein Zug. 14 Personen, von denen mehrere kaum mit dem Leben davonkommen dürften, wurden schwer verletzt. Starker Frost im Mofeltal. Sie Hoinungen der Moselwinzer auf einen guten Herbst haben sich leider verschlechtert. In der Nacht 3um Montag trat Frost weiter ein, wie man es seit Jahrzehnten um diese Jahreszeit im Moseltal noch nicht erlebt hat. Unmittelbar über dem Boden wurden 5 Grad unter Null, zwei Meter über der Erde 3,6 Grad unter Null gemessen. Hierdurch ist das Laub an den Reben erfroren, so daß mit einer weiteren Entwicklung der Trauben kaum noch zu rechnen ist. Die Trauben selbst haben keinen ober nur ganz wenig Schaden genommen, doch werden, wie die Brautjungfern gekleidet sein sollen. Man sieht die verschiedensten Muster und Stoffproben in den Wohnzimmern des Schlosses ausgebreitet umherliegen. Die Berater der Königin bringen barauf, daß in erster Linie holländische Firmen bei der Anfertigung all dieser Kleider herangezogen werden, ebenso wie für alle Einzelheiten ber Ausstattung, bie zum größten Teil von hollän- bischen Schneiderinnen unb Näherinnen gearbeitet werben wirb. Die Stickerei des Brautkleides wirb wahrscheinlich der Amsterbamer Schule für Nadelarbeit übertragen werben, wie es auch zu Königin Wilhelminas Hochzeit geschah. Die wibersprechenbsten Nachrichten waren verbreitet, wo bas junge Paar Wohnung nehmen wirb. Man sprach befonbers von ben Schlössern ber verstorbenen Königin Emma im Haag unb in Soesterburg, nahe bei Utrecht. Der Berichterstatter ber „Daily Mail" erfährt jeboch, daß die Prinzessin unb ihr Gemahl in bem kleinen „Palast bes Prinzen ber Niederlanbe" leben werden, der ber Prinzessin schon seit langem als ihr offizieller Wohnsitz im Haag gehört, unb daß sie außerdem eine behagliche Villa mit schöner geräumiger Umgebung suchen. Don beiden Verlobten ist bekannt, daß sie besorgt sind, ein ganz einfaches privates Leben zu führen. Jungen lernen in der Schule kochen. In England hat eine Gemeindeschule für Knaben im letzten Schuljahr den Haushaltunterricht in ben Lehrplan eingesetzt. Die Knaben lernen dort kochen, nähen, ausbessern, waschen, kurz alles, was zu einem ordentlichen Haushalt gehört. Die Jungen sollen über die neuen Stunden sehr begeistert sein, und der Schuldirektor versichert, daß sie jedes Lob verdienen: sie sollen sehr aufmerksam und durchaus nicht ungeschickt in den Künsten bes Haushalts sein. Die englischen Erzieher nehmen an, baß sie auf biese Weise bie jungen Leute besser in ben Stand setzen, sich selbst zu helfen, wenn es einmal nötig ist; vor allem aber wollen sie auch erreichen, daß sie ein besseres Verstänbnis dafür bekommen, welche Mühen und Sorgfalt ein guter Haushalt erfordert, und daß sie so die Arbeit ihrer Mütter und in Zukunft ihrer Frauen besser schätzen lernen. daß Kommunisten setzten das Hauptquartier der britischen Schwarzhemden in Brand D ö b e r i tz , 13. Okt. (DNB.) Das gesamte Führerkorps des NSKK. ist in der Reichsmotorschule des NSKK. in Döberitz-Elsgrund versammelt. Korpsführer Hühnlein legte seinen Unterführern nahe, ihrer verantwortlichen Dien st aufsicht noch mehr als bisher die Form eingehender Berlin, 13. 10. (DNB.) Die Lilienthal- Gesellschaft für Luftfahrtforschung hielt am Dienstag in der Krolloper ihre erste Hauptversammlung ab. Als Vertreter des Reichs- luftfahrtministers wohnte der Chef des Technischen Amtes des Reichsluftfahrtministeriums, Oberst Übet, der Tagung bei. Auch die ausländische Luftfahrt war stark vertreten. So waren namhafte Persönlichkeiten der amerikanischen und der britischen Luftfahrt erschienen, des französischen Luftfahrtministeriums und der französischen und griechischen Wissenschaft, der italienischen und der österreichischen Luftwaffe und Fachleute aus einer ganzen Reihe europäischer Staaten. Der geschäftsführende Präsident der Lilienthal- Gesellschaft, Ministerialrat Bäumker, eröffnete die Tagung. Die Reihe der wissenschaftlichen Vorträge eröffnete Prof. C. B. Millikan vom California-Institute of Technology, Pasadena, Cal., der über aerodynamische Forschungsergebnisse und ihre Auswertung für den Flugzeugbau berichtete. Anschließend sprach der stellvertretende Leiter der Konstruktionsabteilung der Wright Aeronautical Corporation, A. Nutt, über „Flugmotoren und ihre Betriebsprobleme". Der Vortrag von Dr. ing. I. G a st e r st a e d t-Dessau, der die Entwicklung des leichten Flugdieselmotors von Junkers behandelte, wurde wegen Erkrankung des Redners von seinem Mitarbeiter, Dipl. Ing. Gerl ach verlesen. Den Abschluß bildete ein Vortrag von Dipl. Ing. F. N a l l i n g e r von der Daimler-Benz AG. über den Einfluß moderner Flugmotorenkonstruktionen in Reihenbauart auf die Lagerausbildung. Der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Generaloberst Göring, machte richtungsweisende Ausführungen über die großen der Lilienthalgesellschaft gestellten Aufgaoen auf dem Gebiete der Luftfahrtforscher. Generaloberst Göring begrüßte die Versammlung, insbesondere London, 13. Okt. (DNB.) In der Hauptgeschäftsstelle der British Union of Fascists ist heute früh Feuer ausgebrochen. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden. Es ist, wie einwandfrei feststeht, auf B r a n d st i f t u n g zurückzuführen. Aus Augenzeugenberichten geht hervor, daß in der vergangenen Nacht, kurz nach 4 Uhr ein grüner Kraftwagen vorfuhr. Die Insassen ließen durchdie Briefka st enöffnung Petroleum oder Benzin in das Haus laufen, das sie dann in Brand steckten. Wenige Sekunden später fuhr der unbeleuchtete Kraftwagen in höchster Geschwindigkeit davon, als ein Zeuge des Vorganges den Versuch machte, die Täter zu stellen. Das Haus ist von einem Ehepaar und seinen Kindern bewohnt. Doch konnten Nachbarn die Bewohner noch rechtzeitig i n Sicherheit bringen. Die Feuerwehr riß dann die Bohlen des Fußbodens auf, um ein Weiterfressen des Brandes zu verhindern. Bel den polizeilichen Nachforschungen war bemerkenswert, daß zwei der Augenzeugen aus Furcht vor kommunistischen Racheakten baten, ihre Namen nicht bekannt zu geben. Prüfungen und Besichtigungen zu geben. Jeder Mann eines aus solche Weise besichtigten Sturmes müsse überzeugt sein, daß die Führung alles getan habe, um sich ins rechte Licht zu setzen, und helfend eingreife, wo es Not tue. Das Schulwesen und die mit ihm aufs engste verbundene Zusammenarbeit mit der breiten Gliederung der Motor-HI. bedeute für das Korps verantwortungsvolle Arbeit an der Jugend. Diese Arbeit sei die stolzeste und dankbarste, aber zugleich auch die schwierigste, denn Erziehungsfehler an der Jugend könnten niemals wiedergutgemacht werden. „Es gibt für eine Nation", so führte der Korpsführer aus, „kein kostbareres Gut als sein Vermögen an Jugend"! Der Korpsführer betonte auch, " ihm in der Inspektion der Motor- handenen 50 Plätze nicht ausreichten. Auch die mit dem Luftschiff über den Nordatlantik beförderten 4 5 0 0 Kilogramm Post und 3700 Kilogramm Fracht sind Leistungen, die alle Erwartungen übertrafen. Wenn man die von dem Luftschiff „Hindenburg" auf feinen insgesamt 46 größeren und kleineren Fahrten seit Anfang März zurückgelegten Strecken zusammenzählt, so entspricht dies mit annähernd eine Viertel Million Kilometer einer sechsfachen Fahrt um die Erbe. Die große Zahl der bisher beförderten Passagiere — 2057 Fahrgäste, davon 1309 im Ueberseedienst — ist ein Beweis für das große Vertrauen und die Beliebtheit, die sich das neue Luftschiff bei den Reisenden der ganzen Welt erobert hat. Mit der erfolgreichen Durchführung dieser zehn Nordamerikareisen sind die Aufgaben des Luftschiffes „Hindenburg" in diesem Jahre keineswegs beendet. Am 21. Oktober tritt das Luftschiff „Hindenburg" von Frankfurt aus seine fü n f t e Süd- a m e r i k a f a h r t an, der in 14tägigen Abständen zwei weitere Reisen bis Ende November folgen. Durch den Einsatz beider Luftschiffe im Südamerikadienst wird der von dem Luftschiff „Graf Zeppelin" seit dem Jahre 1931 durchgeführte Verkehr über den Südatlantik zum erstenmal zu einem lb ö ch e n t - lichen Dien st verdichtet — eine neue Etappe in der Entwicklung der deutschen Verkehrsluftschiffahrt nach Uebersee. Frauenmörder zum Tode verurteilt. In Innsbruck wurde nach siebenwschiger Schwurgerichtsverhandlung gegen den Frauenmörder Heinrich M a r i k das Urteil gesprochen. Der Angeklagte wurde für schuldig befunden und zum Tode durch den Strang verurteilt. Marik hatte seine Braut, die Näherin Maria Seidl, in Graz im Jahre 1929 und die Witwe Maria L u c - cini im Frühjahr 1936 durch Leuchtgas in meuchelmörderischer Absicht vergiftet, um sich in den Besitz des Geldes dieser Frauen zu setzen. Der Verteidiger Mariks meldete Berufung an. Freitod des ehemaligen Verlagsdirektors Duckwih. Dom Pressedezernenten des Landgerichts Koblenz wird mitgeteilt: Der frühere Verlagsdirektor D u ck- w i tz aus Koblenz, der in ein größeres Strafverfahren wegen Bestechung und Betruges zum Nachteil des Reichsfiskus verwickelt war und gegen den die Vollstreckung des richterlichen Haftbefehls wegen seiner zeitweiligen Haftunfähigkeit ausgesetzt war, hat jetzt kurz vor seiner Zurückführung in Untersuchungshaft seinem Leben durch F r e itod ein Ende gesetzt. Nach den gesetzlichen Besümmun- qen wird das Strafverfahren gegen Duckwitz selbst eingestellt, gegen die übrigen Mitbeschuldigten aber weiter durchgeführt werden. 34 600 Mark in Goldstücken gefunden. fehlen für ihre Weiterreise jetzt die Voraussetzungen. Oie Bilanz der Zeppelin Nordamerika-Fahrten. Mit der Heimkehr des Luftschiffes „Hindenburg" von seiner 10. Nordamerikafahrt ist die diesjährige Fahrtenperiode der Deutschen Ze ppelin-ReedereiimNordatlan- tik-Verkehr abgeschlossen. Wenn man rückblickend die Leistungen des neuen Luftschiffes einer Würdigung unterzieht, so kann man die Feststellung machen, daß auch der diesjährige Ueberseedienst für beide Luftschiffe eine Reihe von Erfolgen gebracht hat und einen vielversprechenden Fortschritt bedeutet. Die in diesem Jahre angesetzten zehn Versuchsfahrten des Luftschiffes „Hindenburg" nach den Vereinigten Staaten wurden auf Grund eines im voraus festgelegten Fahrplanes durchgeführt. Die Dauer der Fahrt von 2 bis 3 Tagen für die Strecke Frankfurt— Lakehurst und von etwa 2 bis 2% Tagen für die Rückreise konnte in den meisten Fällen erheblich unterboten werden. Die durchschnittliche Fahrtdauer von Frankfurt nach Lakehurst betrug 66 Stunden und in umgekehrter Richtung 55 Stunden. Auch in verkehrsmäßiger Hinsicht können die Ergebnisse der diesjährigen Nordatluntikfahrten als sehr befriedigend angesehen werden: auf fast sämtlichen Reisen war das Luftschiff in beiden Richtungen voll besetzt, und bei manchen Fahrten war die Nachfrage derartig stark, daß die vor- Arbeitsschutz. Von Prof. Or. Erwin Selck. NSG. Die „Deutsche Gesellschaft für Arbeitsschutz" wird am 18. Oktober 1936 in Frankfurt a. M. — ihrem Sitze — d i e e r st e Jahreshauptversammlung im neuen Reiche eröffnen. Bei dieser Gelegenheit werden führende Persönlichkeiten aus Partei, Staat, Wissenschaft und Wirtschaft erscheinen. Gleichzeitig wird als das Ergebnis langer und sorgfältiger Vorbereitung und Aufbauarbeit eine „Ständige Ausstellung f ür Arbeitsschutz" eröffnet werden, die dazu dienen soll, breiten Kreisen der Volksgenossen, die im beruflichen Leben stellen und Schädigungen bei der Arbeit ausgesetzt sind, sowie den Männern, die diese Volksgenossen betreuen, Aufklärung und Anregung für die Erhaltung der Kraft und der Gesundheit zu geben. Die „Deutsche Gesellschaft für Arbeitsschutz" wurde kurz nach Beendigung des Weltkrieges unter dem Namen „Gesellschaft für Gewerbe- Hygiene" gegründet. Die Gründung erwies sich als notwendig, weil gerade auf diesem Gebiet mit der zunehmenden Industrialisierung die Zusammenfassung aller Kräfte notwendig wurde. Oft arbeiteten hier verschiedene Stellen ohne Fühlungnahme miteinander, zuweilen sogar gegeneinander, und oft genug gelang es nicht, wertvolle Ergebnisse der Forschung auszunutzen und der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Auch fehlte vielfach der Forschung die Fühlung mit den wirklichen Bedürfnissen rnd den dringendsten Fragen der Praxis. Der Arzt allein kann hier ohne Zusammenarbeit mit dem Techniker nicht segensreich wirken. Auch im neuen Reiche, in dem die Gesellschaft erheblich umgestaltet und auch in enge Zusammenarbeit mit der Deutschen Arbeitsfront gebracht worden ist, werden die gleichen Ziele erstrebt. Zwei Veranstaltungen der britischen Faschisten sind verboten worden. Eine sollte Dienstag abend in einem Vorort Londons stattfinden. Das Verbot wurde ausgesprochen, um „Unruhen im Interesse des öffentlichen Friedens zu vermeiden". Auf der zweiten verbotenen Versammlung in Swansea sollte Sir Oswald Mosley selbst sprechen. Die Linke versucht im letzten Augenblick noch einen Druck auf das Kabinett, das am Mittwoch die Unruhen im Castend besprechen wird, auszuüben. Der Sekretär des Londoner Gewerkschaftsrates hat an den Innenminister einen Brief gerichtet, in dem er die Regierung auffordert, die bestehenden Gesetze gegen private, militärische oder halbmilitärische Organisationen mit allen Mitteln a n z u w e n d e n. Wie nicht anders zu ermatten, wird der britische Faschistenoerband dabei a l s H a l b m i l i t ä r i s ch e Organisation bezeichnet, deren Ziel in der Beseitigung der Opposition und der freien öffentlichen Meinung bestehe. Zum Schluß heißt es, wenn das bestehende Gesetz zum Schutze der britischen Verfassung nicht ausreiche, dann solle das Parlament ein neues Gesetz schaffen.__ Die Gesellschaft will also mitarbeiten an der Klärung wichtiger praktischer und theoretischer Fra- gen des Arbeitsschutzes, und sie will ganz beson- ders bei dem Aufsuchen von Wegen helfen, die zu einer Verhütung von A r b e i t s s ch ä d e n führen. Die Gesellschaft erfüllt ihre Aufgaben in zwei großen Ausschüssen dem sog. „Technischen Ausschuß", in dem sich erfahrene und führende Techniker befinden, und dem „Aerztlichen A u s s ch u ß", dem hervorragende Aerzte und auf dem gewerbehygienischen Gebiete erfahrene Persönlichkeiten angehören. Es ist dafür Sorge getragen, daß diese Ausschüsse in lebendigem Zusammenhang stehen und regen Austausch miteinander pflegen. Zur Behandlung wichtiger spezieller Fragen wer- den Spezialausschüsse gebildet, zu denen auch außer- halb der Gesellschaft stehende Persönlichkeiten her- angeholt werden. Die Ergebnisse dieser Forschungen und Arbeiten werden in einem monatlich erschei- nenden „Zentralblatt für Gewerbehygiene und Unfallschutz" in allgemeinverständlicher Form für alle Jnteresfenkreise veröffentlicht. Die gleichen Kreise erhalten hier auch Mitteilung über die Ergebnisse von Arbeiten, die über das Gebiet des Arbeitsschutzes von anderer Seite geleistet worden find. Ueberdies hat es sich die Gesellschaft zur Ausgabe gemacht, breitere Kreise des Volkes über Fragen des Arbeitsschutzes durch Veranstaltung von Kursen und Tagungen zu belehren und anzuregen. Zu diesen Veranstaltungen tritt noch eine „Ständige Ausstellung für Arbeitsschutz" hinzu. Auch die Jahreshauptversammlungen der Gesellschaft sollen dazu dienen, wichttge, den Arbeitsschutz betreffende Probleme zu erörtern und breitere Kreise unseres Volkes für diese Fragen zu inter- estieren. So wird auf der diesjährigen Hauptoer. fammlung in Frankfurt a. M. das Thema „A r - beit und Ernährung" eingehend erörtert werden. Der stellvertretende Reichsärzteführer Dr. Bartels spricht über „Gesundheitsführung und Ernährung", Dr. S ch w e i g a r t vom Reichsnährstand über „Ernährungsgrundlage des deutschen Volkes", Dr. Wirz (München) von der Hochschulkommission der NSDAP, über „Volkskraft und Dolksernährung", der Präsident des Reichsgesundheitsamtes Prof. Dr. Reiter (Berlin) über „Ernährung und Leistung", Frau Dr. Nothnagel vom Hauptamt für Volksgesundheit über „Ernährung zu Haus und im Betrieb", Dr. Lud o - v i c i, Leiter des Heimstättenamtes der DAF., über „Die Bedeutung der Siedlung für die Ernährung und andere Vorttäge, die hier nicht alle aufgezählt werden können, schließen sich an, ebenso eine Aussprache. , So hat es sich also die Gesellschaft zum Ziele gesetzt, darauf hinzuwirken, daß unsere arbeitenden Volksgenossen nicht nur vor Gefahren soweit wie möglich geschützt werden, sondern auch ihre Lebenshaltung, ihre Arbeitsmethoden und Arbeitsumgebung so eingerichtet wird, daß der nun einmal unvermeidliche „Knick" im Arbeitsschicksal des Men- ( scheu in immer höhere Altersstufen hinauf verlegt > wird und gesunde, arbeitstüchtige, soldatische Men- • scheu dem Reich bis in das höchste Alter erhalten : bleiben. Das wird für die Bewältigung der großen i nationalen politischen und wirtschaftlichen Aufgaben, i die uns die Zukunft stellt, unbedingt notwendig - fein. Einen ungewöhnlichen Fund ulkten, wie erst jetzt bekannt wird, Bauarbeiter Anfang Oktober in Brücke im Kreise Zauche-Belzig (Mark). Sie waren damit beschäftigt, in einer Kammer eine .Zementdecke zu legen. Bei den Aufraumungsarbeiten sti^ ßen sie auf zwei teekesselarttge Topfe, m denen sich annähernd 200 Rollen Goldmünzen m 10 = und 20-Mark stücken im Bettage von 34 600 Mark befanden. Die geschiedene Frau erschossen. ety. e* n n h e I IVfalz) erschoß der 48 Jahre alte Ludwig Dörr aus Hagenbach im Hofe eines Gasthauses seine um einige Jahre lungere i rtm geschiedene Ehefrau. Der Mörder ergriff auf einem ^ahrrab die Flucht. Zivilpersonen nahmen im Krattwaaen und auf Motorrädern sofort die Ver- Nung "auf, holten Dörr ein und Übergaben ihn der Gendarmerie. --------- -- Lustfahrt im Dienste -es Friedens. Reichslustfahrtminister Göring auf der Tagung der Lilienthal-Gefellfchast für Lustfahrtforfchung. auch die ausländischen Gäste aus den verschiedensten Ländern, die durch ihr Erscheinen den Arbeiten und Bestrebungen der Lilienthalgesellschaft ihre Anerkennung zeigten. Bei der Gründung der Lilien- thalgesellschaft habe ihn der Gedanke geleitet, daß nunmehr die Zeit gekommen fei, einen engen Z u- sammenschluß all derer zu finden, die auf den mannigfaltigen Gebieten der Luftfahrt für ein gemeinsames Ziel arbeiten. Durch die Namengebung der Gesellschaft sei eine Dankesschuld an denjenigen deutschen Mann abgestattet worden, der als erster die uralte Sehnsucht des Menschenfluges verwirklicht habe. In feinem Geiste müsse weitergearbeitet werden. Es sei für die deutsche Luftfahrt, für die zivile Luftfahrt gleich wie für die Landesverteidigung, von höchstem Wert, daß in der Lilienthalgesellschaft fruchtbare Arbeit geleistet werde, denn gerade auch in der Fliegerei müsse die Praxis ft et 5 auf tiefgründigen und weitschöpfenden Forschungen und wissenschaftlichen Erfahrungen aufbauen. Nicht zuletzt sei die Forschungsarbeit der Lilienthalgesellschaft eine Voraussetzung dafür, daß der Weg der deutschen Luftfahrt immer weiter aufwärtsführe. Die in der Lilienthalgesellschaft geleistete Geistesarbeit diene jedoch nicht allein der deutschen Luftfahrt, sondern ebenso sehr auch dem allgemeinen Fortschritt d e r Menschheit. Die Tagung der Lilienthalgesellschaft sei der Erreichung dieses hohen Zieles gewidmet. Generaloberst Göring sprach zum Schluß seiner Ausführungen gegenüber den aus- ländischenTeilnehmern an der Tagung die Bitte aus, daß sie an den Arbeiten der Gesellschaft mit warmem Herzen Anteil nehmen möchten, denn diese Gemeinschaftsarbeit im friedlichen Wettbewerb diene der Erhaltung des Friedens, der allein die Menschheit in den Genuß der großen Segnungen der Luftfahrt bringen könne. spor tschulen und in der Inspektion für Technik und Gerät zwei wichtige sachberatende Stellen zur Seite stehen. Das NSKK. werde künftig im Einvernehmen mit dem Chef der deutschen Polizei im Verkehrserziehungsdienst eingesetzt werden und damit eine Tätigkeit ausüben, die entscheidend für das Ansehen des Korps in der Öffentlichkeit ei. Auch den K r a f t f a h r s p o r t habe das NSKK. durch beifpiellofen Einsatz freudig vorange- trieben, und es fei daher künftig nicht mehr denkbar, daß der Renn-Kraftfahrsport in Deutschland anders betrieben werde als im Zeichen der Kampforganisation der deutschen Kraftfahrt, des NSKK., und der gleichfalls unter feiner Führung stehenden Obersten Nationalen Sportbehörde. Korpsführer Hühnlein hob abschließend hervor, daß alle Aufgaben nur gelöst werden könnten, wenn ein geschultes, gestähltes und leistungsfähiges Fuh- rerkorps vorhanden fei. Wer der Partei dienen wolle, müsse ihr ganz dienen und erfüllt sein von ihren hohen und ernsten Idealen. Erziehung«. und Gchulungsausgaben des 71GKK. Korpsführer Hühnlein auf der Führertagung in Ooeberih. m^oi£Ua^ 'Öaxu AUu kO, 60,75 100 'Zhßot/LL LAMPEN OSRAM Juxjl xxß&U OU&AUuUm* Jl&AAAAWs AtAAAfc- M&Aufrl A<>mAMz AdUtji Am- AavmjmAa w, ^IAJU^^iaaL Am- OLua^mv. Am, xxaaJ^Lmav^mAau ÖU&aluL Saiu^aL Auau£* aqaaJI aaaaA MavaAmam^S* rn. lichen und c 750 MlM mittel ve nutzt werden wertes der und in den wahrt werd> Verlust, der vor das No den auf d Ernte, durci und handle mark, fo d v/r Milliar stehen. Jet Nechenkünstl lüfte auf di muffen. M was hier u Was ton nicht nur j ber Ernte, t Alles, was j in den Sche. ruht, mutz fo Zeit verk Liefe oolksw im Interesse Verderb uno nur einen ge die eigene S oMr Soxa; der ML,"1 anzuwende' Zubereitun in den Fi menschliche & 'ÄPii W Pir Äeti Bi Der erst« gen. Der e lassen. Wa- aber so alle geworden i wir es schn Unreife c Mengen an machen wir einen Steint und Kirschbl wir mit eint wir die Fr, wasser. etwa Weihn, Würziq werden lech Nacht liegen, tze in Gläser ? laßt e5 ^wniel, S- M, weiße, " !?es Gla° Men Dill. »ÄL " ®ß|e? un 9,es Stück fiel & $ DleerrS »ü SL W: «i'F« »iltdl j" 91 in ti' WvV Eßl S^ter W1 I i Ali Hr.241 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Mittwoch, 14. Oktober (956 PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS Der jedem Der 'in' Butterbrot Käs" und -inig- sL'r. i g-r Mittel »um leigen Elfen verbraucht Haden. Llnerwartete Gäste. Die praktische „eherne Ration". würfelte Zwiebel, gibt 30^1 ' __ mW°d°»u?gidt"'d§ Graupen darunter? L>e°r >tt-Schnellgericht feUiggestellt. Will man noch eine Weintrauben, die im Schatten weich und fast reif, aber sauer geblieben sind, geben einen guten „Zitronensaft". Sie werden durch ein Tuch gedrückt und der Saft in kleinen Fläschchen 10 Minuten sterilisiert. — Aus ganz reifen Weintraubenresten machen wir einen Nachtisch. Auf kleine Mürbtortunterlagen geben wir Himbeer- oder Aprt- kosengelee, legen die Beeren roh darauf und verzieren jedes Törtchen mit einer Mütze von saurer Schlagsahne, die mit etwas Honig gewürzt ist. An Stelle der Schlagsahne können wir auch einen leichten Weinkreme "nehmen. 0,5 Liter leichter Weißwein wird mit dem Saft einer halben Zitrone, einem Stückchen Zitronenschale und 1 Eßlöffel Zucker zum Kochen gebracht. 2 ganze Eier und zwei Eidotter quirlt man gut durch mit etwas Wein und einem Eßlöffel Mondamin. Alles zusammen wird mit dem Schneebesen im Wasserbad solange geschlagen, bis es anfängt dick zu werden. Dicht vor dem Kochen wird der Krem vom Feuer gezogen und weiter geschlagen, bis er kalt ist. L e d e r st r e i f e n. Der elegante schwarze Tuchmantel rechts hat einen angeschnittenen, gebauschten Aermel und ist wieder leicht glockig in sechs Teilen geschnitten. Drei schwarze Zierknöpfe bilden den Verschluß, der Kragen ist aus schwarzem langhaarigem Pelz. Der Hut in Zylinderform mit Federgesteck ist aus schwarzem Seidensamt. H. Beilage geben, so brate man einige Scheiben dünngeschnittene Wurst im eigenen Fett, und allen Anforderungen wird man dadurch gerecht. Bekanntlich haben die liebenswürdigen Ehegatten die Angewohnheit, plötzlich einen Geschäftsfreund zum Essen mitzubringen, und das der Hausfrau erst mitzuteilen, wenn die Läden bereits geschlossen sind. Dann verhelfen hartgekochte ausgeschnittene Eier, mit Sardellen belegt und mit Sardinenöl übergossen, zu einem vorzüglichen Mal, wönn dazu warme Kartoffeln oder in Salzwasser gekochte Nudeln gereicht werden. Bei einer anderen Gelegenheit können marinierte Heringe, in Verbindung mit Pellkartoffeln ein hervorragendes Eingangsgericht ergeben, während die kalte Platte, bestehend aus Wurst- und Käsescheiben, ringsherum mit Pfeffergurken belegt, den zweiten Gang darstellen. Die Geschicklichkeit der Hausfrau bringt ja geradezu Wunder hervor, und es handelt sich meist nur um einige Anregungen, damit die Gäste sich wirklich wohlsühlen. Verehrte Hausfrauen, sagen Sie in einem solchen Falle nie: „Leider bin ich nicht vorbereitet.. " oder: „Sie müssen vorliebnehmen, ich hatte nämlich gar nichts im Hause. . Dann wird der Gast unsicher und verlegen, und Sie stellen ihren ganzen Haushalt in ein schlechtes Licht Ist der Tisch hübsch gedeckt, und marschieren die Speisen mit Selbstverständlichkeit auf, kommt niemand zum Nachdenken, ob Sie mehr oder weni- Die Hausfrau als Rechenkünstlerin. Es werden immer noch Fehler gemacht. NSG. Hausfrauen sind bekanntlich gute Rechen- : künstlerinnen, nicht in dem Sinne, daß sie großartige Rechenexperimente vorführen können, nein, aber sie verstehen es, was wesentlicher ist, so genau zu rechnen, daß sie auch mit kleinen Mitteln auskommen können. Und doch, wie dem besten Rechenkünstler einmal ein Fehler unterläuft, so auch den Hausfrauen. Ein Posten wird immer übersehen, einfach nicht in Rechnung gestellt, obwohl er ihre ganze Aufmerksamkeit beanspruchen sollte. Er macht sich allerdings nicht gleich so bemerkbar wie ein fehlendes Geldstück, das man sofort vermißt. So ist es auch nur zu erklären, daß er solange übersehen werden konnte, Es ist der Verderb und Schwund von Nahrungsmitteln, der keinesfalls kostenlos ist. Oft fällt es einem gar nicht auf, wenn ein paar faulige Salatblätter, ein paar schlechte Kartoffeln, etwas verfaultes Obst, schimmeliger Käse oder dergleichen weggeworfen werden," daß sie alle Geldwert besitzen. Eben darum ist es uns auch noch nicht zum Bewußtsein gekommen, wieviel wir eigentlich an Geld einfach fortwerfen, wie es sparsamen, als guten Rechnerinnen bekannten Hausfrauen eigentlich nicht zukommt. Wen packt nicht ein gelindes Entsetzen, wenn er hört, daß in den Haushalten sowie in den gewerblichen und öffentlichen Küchen jährlich für etwa 750 Millionen Reichsmark Lebensrnittel verderben und unvollkommen ausgenutzt werden? Das find 3 v. H. des Verbrauchswertes der Güter, die in den Küchen verarbeitet und in den dazu gehörigen Vorratsräumen aufbewahrt werden. Aber das ist noch nicht der ganze Verlust, der die Nahrungsmittel betrifft. Auch bevor das Nahrungsgut die Küchen erreicht, verderben auf dem Bauernhof selbst nach der Ernte, durch Beförderung, bei den Verarbeitern und Händlern ebenfalls für 750 Millionen Reichsmark, so daß also insgesamt nicht weniger als IV2 Milliarden RM Verlust durch Verderb entstehen. Jedem, und sei er sonst auch kein guter Rechenkünstler, wird es einleuchten, daß diese Verluste auf die Dauer untragbar sind und aufhören müssen. Wieviele Menschen könnten von dem leben, was hier unausgenutzt verkommt. Was kann die Landfrau dazu tun? Sie ist ja nicht nur Hausfrau, sondern auch Mitbewahrerin der Ernte, trägt also eine doppelte Verantwortung. Alles, was sie selbst im Garten geerntet hat, was in den Scheunen, Speichern und Vorratskammern ruht, muß sorgfältig überprüft und zur rechten Zeit verkauft oder v e r b r a u ch t werden. Diese volkswirtschaftliche Notwendigkeit liegt auch im Interesse jedes Einzelnen, denn Ware, die durch Verderb unverkäuflich wird, durch kleine Mänael nur einen geringeren Ersös bringt, bedeutet auch für die eigene Kasse einen fühlbaren Verlust. Die gleiche" Sorgfalt gilt es bei den kleinen Vorräten für den täglichen Gebrauch, bei der Aufbewahrung der Milch,"Wurst und Speck und dergleichen mehr anzuwenden. Mancherlei wird auch noch bei der Zubereitung des Essens weggeworfen oder wandert in den Futtertrog, das güt und gern noch der menschlichen Ernährung dienen könnte. Der Garten tvih abaeranmt. Äon Fr'da Aisch, Äad-Nauheim. Der erste Nebel ist über unsere Gärten hingegan- aen Der erste Frost hat auch nicht auf sich warlen lassen. Was ging, ist geerntet und verwertet worden, aber so allerlei mußte bleiben, was nicht mehr rei geworden ist ober sich nicht hält. Laßt sehen, wie wir es schnell verbrauchen. Unreife grüne kleine Tomaten hangen m Mengen an den Sträuchen. Aus den größeren machen wir „Salzgurke n", Wir packen sie m einen Steintopf, schichten dazwischen Dill, Wemholz und Kirschblätter, stellen ein Tallerchen darauf, das wir mit einem Stein beschweren. Dann übergießen wir die Früchte mit gekochtem, erkaltetem Salz- wasser. Im Keller aufbewahrt halten fte stch bis Mutter sein-höchste Aufgabe! „... und die Königin war traurig, daß sie keine Kinder bekam. Als sie merkte, daß auch der König sich darüber grämte, ging sie in den Wald zu den Zwergen und fragte nach einem Mittel, wie sie wohl Kinder bekommen könnte, die sie sich von Herzen wünsche..." So etwa heißt es in manchen alten Märchen, denn die alten Deutschen sahen in der kinderlosen Ehegemeinschaft einen unguten, ungesunden Zustand, wenn mcht gar einen Makel. Sie prägten auch das Sprichwort: Wer keine Kinder hat, weiß nicht, warum er lebt. Schärfer hat wohl kaum jemals ein Volk die Ansicht vertreten von der Notwendigkeit, Kinder aufzuziehen zur Erhaltung der Familie, der Sippe, zur Erhaltung des Volkes und feiner Staatsgemeinschaft. Aus alten Zeiten zieht sich das Gefühl der Verantwortung für den Nachwuchs durch alle Jahrhunderte hindurch. Die Verbindung von Frauentum und Muttertum beherrschte denn auch zu allen Zeiten den deutschen schaffenden Menschen, gleich, ob er als Dichter in Worten, als Maler in Bildern gestaltete ober ob er als Staatsmann unb Politiker Lebensraum für bie Familie unb soziale Unterstützungswerke für Mutter und Kinb schuf. Der Gebaute, baß bie größte u nck) e b e l st e Aufgabe ber Frau, der Ehegemeinschaft unb des Familienlebens die Geburt und Erziehung von Kindern ist, war so fest in allen Deutschen verwurzelt, war so selbstverständlich, daß das Wort Bevölkerungspolitik kaum ausgesprochen zu werden brauchte. „Vater, Mutter und Kind (die Familie), das ist der ewig alte und immer neue Dreiklang, der die Welt zusammenhält", sagte der Ostpreuße Ernst W i e ch e r t und drückte damit aufs Schönste unsere Empfindung aus. Da aber eine Zeit gewissenlos dieses deutsche Fühlen und Denken bekämpfte, das Mutterdasein schmähte, Geld- und Bequemlichkeitsgründe geltend machte und tatsächlich auch erreichte, daß ein großer Teil der Ehen kinderlos blieb ober nur ein ober zwei Kinber je Familie geboren würben, so muß heute notwenbi- gerweise wieber unb wieber für ein g e f u n b e 5, finberteidjes Familienleben eingetreten werben, um bie Folgen jener Zeit so schnell wie möglich wieber gut zu machen. Zu stark war in ber kurzen Zeit bie Bevölkerungsziffer herabgesunken und zu schnell hatte die Vergreisung zugenom- men, so daß der gesunde Bevölkerungsstand des deutschen Volkstums schon gefährdet erschien. Die Gefahr der Vernichtung des deutschen Volkstums durch mangelnden Nachwuchs ist größer, als man es in dem einzelnen Fall einer kinderlosen Ehe anzunehmen geneigt ist. Diese für sich genommen erscheint zwar unbedeutend, aber für die Gesamtheit des Staates ist die Familie wichtigster Bestandteil. Man darf keine Ehe für sich allein betrachten, sondern nur als Teil des Staates, des Volkstums. Man denke an das Führerwort: „Die Ehe kann nicht Selbstzweck sein, sondern muß dem größeren Ziele, "der Vermehrung und Erhaltung ber Art unb Rasse bienen." Immer noch liegt bie Geburtenziffer weit unter ber ber Vorkriegszeit. Im ersten Viertel bieses Jahres würben von 1000 Einwohnern noch keine 20 Kinder lebend geboren, während die Statistik von 1913 für den gleichen Zeitraum über 27 angibt. Weil eine Zeit des stärksten Bevölkerungsverlustes hinter uns liegt, müssen diese Zahlen deutlichste Beweise für bie Notwenbigkeit ber Geburtenoermehrung geben. Aber mehr noch als bie statistischen Zahlen sollen Dichterworte zu ernstem Nachbenken unb Besinnen führen. Den Frauen ruft Jeremias G 0 11helf zu: „Eine rechte Mutter fein, bas ist ein schwer Sing, ist wohl bie höchste Aufgabe im Menschenleben!" rtii-t ;mei Hände voll roher; geriet)., em ..... ; - ö- '-l- ™-t. ober ge- ken — und schon hat bie Hausfrau em schmackhafter. Der l tes Schnellgericht fertiggestellt. Will man noch eine1 Gefahren der Knderstnbe. Äon Dagmar Köhler. „Mutti, Mutti!" ruft ber fünfjährige Junge angstvoll, „Baby hat eben einen großen Knopf verschluckt!" Welch ungeheure Angst unb Sorge schafft biefer verschluckte Knopf ben Eltern, welche Schmerzen unb Qualen bem Kinbe! Nicht immer verläßt ber Knopf auf natürlichem Wege ben kleinen Körper, öfters ist eine Operation des bedauernswerten Kindes erforderlich. Die schlimmsten Folgen können eintreten. — Ringsherum sind die Kinder von Gefahren bedroht. Um sie davor zu schützen, müssen wir uns und unsere Hausgenossen zu strenger Vorsicht und Achtsamkeit erziehen. Kleine Kinder stecken bekanntlich alles, was sie erreichen können, in den M und. Babys, die schon krabbeln oder laufen, sind blitzschnell an offen- stehenden Schränken oder Kästen und zerren das ihnen Gefährliche und Schädliche heraus. Darum müssen Kinderzimmer sorgfältig aufgeräumt, darin befindliche Schränke und Schubladen gut verschlossen werden. Nadeln, Scheren, Messer, Gabeln - und sonstige scharfe ober spitze ©egenftänbe bürfen nicht herumliegen ober für kleine Kinber erreichbar sein. Das gleiche gilt für Flaschen unb Gefäße aus Glas ober Porzellan, sie fallen bem Kinb leicht aus der Hand. Ihr Inhalt und die Scherben können größten Schaden bringen. Der Arzneischrank muß besonders sorgfältig verschlossen gehalten werden, denn was einer Leckerei entfernt ähnlich sieht, stecken naschhafte Kinder (nicht nur die kleinsten) in den Mund. Schwere Vergiftungen von Kindern sind vorgekommen durch das Naschen von Tabletten, die durchaus nicht für Genußzwecke bestimmt sind. Vor unachtsamer Aufbewahrung und Verzehr wird auf der Packung deutlich gewarnt, die Warnung blieb aber unbeachtet. Kinder haben sich auch tödlich vergiftet durch das Naschen starker Desinfektionsmittel, und zwar durch die zum Zwecke des Schutzes rosagefärbten Pastillen von Quecksilbersublimat oder durch die blau- gefärbten Pastillen von Quecksilberoxycyanat. (Ucv- riqens ist es wenig bekannt, daß man die Gefahr einer Quecksilbervergiftung auch herbei führen kann, wenn man feuchtgewordene Quecffilberpräparateauf die Heizung legt, um sie zu trocknen. -Lte bei Nitze sich zersetzenden Quepsilbersalze lassen Quecksilberdämpfe entweichen.) r _ f f f .. Und, Mütter, habt auch acht auf Zelluloid- Spielsachen! Wenn das Kind seinen Zelluloidball ablecft, ist es nicht schlimm, doch wenn Zelluloid in Brand gerät, ist es äußerst gefährlich. Durch Unachtsamkeit können sich schreckliche Unfälle ereigne». Kohl wird grob geschnitten und muß mit wenig Wasser gekocht, zusammenfallen. Es muß dann 1 bis 1,5 Liter Kohl sein. Hat man alles zusammen- geschüttet, füllt man die Suppe mit Würfelbrühe auf, bis zur gewünschten Dicke. Da das Kohlwasser oft zu streng schmeckt, kann man nur einen Teil davon benutzen. Wer's derber liebt, kann auch klein geschnittene Kartoffeln mitkochen. Es darf nicht ein unansehnlicher graugrüner Brei werden, sondern man hält die einzelnen Zutaten erkennbar auseinander. Aus den losen Blättern des Kopfsalats kochen wir wie gewöhnlich Spinat, machen ihn mit etwas Milch zart und würzen mit ein paar fein gehackten Sardellen oder gewiegtem Zwiebellauch. Die hochgeschossenen Salatstiele schälen wir fein ab, chneiden sie in kleine Stückchen und bereiten Stiel- mus. Sind sie in leichtem Salzwasser gar gekocht, binden wir die Tunke mit einer hellen Buttermehl- chwitze, an die wir etwas Muskatblüte reiben und zum Schluß in etwas abgenommener Tunke eine Wenigkeit Honig verrühren vier braunen Lederknöpfen geschlossen. in der Kugel erweiterte Aermel ist in drei Teilen gearbeitet und in Raglanform eingesetzt. Der schlichte Kragen sowie die Stulpen sind aus brauner Persianer klaue. Der kleine Herrenhut ist aus jägergrünem Filz mit' braunem etwa Weihnachten. .. _ .... Würzige Tomaten. Die grünen Fruchte werden leicht mit Salz bestreut und bleiben eine Nalttt üeaen Dann trocknet man sie ab und legt sie in Glajer, Man kocht halb Essig, halb Wasser und läßt es abkllhlen. Au, die Tomaten legt man Kümmel, Senskörner, in Scheiben Lauch, weißen Pfesser, ein paar Stengel Esdragon, in jedes Glas ein Lorbeerblatt und zu oberst etwas frischen Dill, Man gießt das Essigwasser darauf, schließt und sterilisiert 30 Minuten bei 80 Grad Besonders kleine grüne Tomaten eignen sich gut zu falschen Reineclauden. In 1 Liter Wasser kochen wir 300 Gramm 3u^er unö ^011= men ab. Die Früchte, die wir eine Nacht mit dünnem Essig übergossen stehen lasten, füllen wir in die Gläser und geben in jedes Glas ein fingerlanges Stück Zimt 10 Nelken ohne die Korner und kinen halben Teelöffel kleingeschnittenen Ingwer. In das abgekühlte Zuckerwasser ^ben wir soviel guten Weinessig, daß es leicht säuerlich schmeckt füllen es auf die Früchte und sterilisieren 20 Minuten bei 80 Grad. Erst nach einigen Wochen zu gebrauchen, alles gut durchgezogen ist. , Sorten Galläpfel feiner weicher vorren Wen Lit°r^mik1in7m. Eßlöffel "g-rie"eni7 Me?r! Löffel Mfg°sth!"°gE 'Sahnk°gEhtt'ist," Äes7st etwas Zucker, in einen Topf, petzen den Essig darauf und können sie schon nach mehreren Tagen für Salate unb Tunken brauchen. Die Triebe der wieder a u s g e s ch l a g e n e n Kohlstrünke ober geschoßt e r R 0 s e "kohl geben einen guten bescheibenen ©ramm mittelfeine Graupen werben m Wasser ausgequol len, in 2 EßlöfsL Rindertalg ___Anfang bes Herbstes bringt in fast . Hause Geselligkeit mit sich. Die Form geselliger Zusammenkünfte hat sich gegen fürher glücklicherweise sehr oeränbert, ba man gegenwärtig mehr Wert auf Verstehen unb Unterhaltung, als auf eine große Speisenfolge legt. Unerwartete Gäste können bie Hausfrau" leicht in Verlegenheit bringen, boch ein „eiserner Vorrat", ber überall vor- handen sein sollte, befreit sie aus allen Nöten. Früher las man häufig bie unwiberlegbare Mitteilung: „Wenn man nichts im Hause hat unb plötzlich Besuch kommt, nehme man eine Kalbskeule, spicke sie..Aber bann hat man ja etwas im Hause unb kann überhaupt nicht mehr in Verlegenheit geraten... Woraus besteht nun ber eiserne Vorrat? Es ist gar nicht so schwer, ihn herbeizuführen. Ein Topf mit marinierten Heringen, ein Stückchen Käse, eine Dose Schoten ober gemischtes Gemüse, eine harte Wurst, auch ein Glas Mayonnaise, ein Glas Sardellen und eine Büchse Oelsardinen machen schon allerlei gut. Aus jedem Konservengemüse läßt sich mit Zusatz von Mayonnaise ein wohlmundender Salat bereiten, der mit warmen, in der Schale gekochten Kartoffeln wahrhaft köstlich ist. Die warme Platte als Emgangs- Heute zeigt unsere Modeskizze drei Mäntel mit Pelz. Alle drei Modelle sind in der n e u e n glockigen, durchgehenden Form geschnitten Der aparte Mantel links ist aus beigefarbenem, weichen Boucle, sein Besatz ist aus dunkelbraunem Jndisch-Lamm. Die stark glockige Form wird durch sechs Bahnen erreicht, der enge Aermel ist in der Kugel etwas gezogen. Zum Verschluß dienen fünf große, mit Bouclä bezogene Knöpfe. Der flotte Hut mit Feder ist aus brau» n e m Filz Der einfache Mantel (Mitte) aus jägergrünem Wollstoff ist schwachglockig in sechs Bahnen geschnitten, hat schräggestellte Taschen und wird mit Aus dem Reiche der Frau Wirtschaft Aus den preußischen Nachbargebieten / au* WWer ÄMrÄ Ä Erho-,129' Hvesch 120, Mannesmann 115,25 Otam Minen iungen S^wächer^ waren hauptsächlich di? gestern > 42,65 bis 42,40, Rheinstahl 153,75, Verein. Stahl Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. 124,5 121 129 124,75 101,4 98,25 103,9 117,9 100 121 145 156,75 121,25 145,5 127,5 116,5 101,25 98,13 103,25 118,25 98,75 97 100,4 93 100,75 97,5 95 109,8 33 13 10,25 11,13 14,4 0 0 6 6 6 6 8 7 16,65 16,25 121,65 125 103 104,75 105 192,5 16,65 16,25 120,5 102,75 104 104 192,5 185 146,5 128 117 39,25 163 134 159,13 138,5 147,5 135 140 162,25 206 151,5 Ehe die Polh lvegung setzte, I weit von Cinci machte, die Ges zusehen, verlang weise für seine weiteres mit am Grütze des Schi 4 4 12 0 8 39,4 162 131,5 161,75 141 146,5 135 141,75 161,5 208,25 153,75 39,25 162 134 158,75 138,5 146,5 134,5 140,75 161,5 206,25 152 119,25 144,5 152,75 120 146,5 129 115,25 16,75 40,5 16,9 121,25 126 103 105 105,5 192,75 39,25 163,5 134 161,5 141,4 146,5 136 141,9 162,5 209 154 16,5 40,25 16,4 121 127 102,75 104 104 192 31,75 214 119,75 145,4 154 120,9 147,5 129,25 116 62,97 57,27 25,05 124 97 100,25 100,5 97,5 95 109,75 32 12,8 10,75 11 14 101,4 98,13 103,75 118,4 99,9 98,75 97 100,4 93 127,5 124,65 97 100,1 100,5 97,5 95 109,75 101,4 98,25 103,9 118,3 100 98,75 97 A.E.G. Bekula Rheinische Elektrizität Rhein. Wests. Elektr. Schlickert L Co Siemens L Halske... Lahmeyer LEo 3,5 13,10 10,5 10,65 14,25 8,2 12,5 7,25 40 Die Abendbörse war überwiegend etwas schwächer. Gegen die Berliner Schlußnotierungen ergaben sich am Aktienmarkt Rückgänge von 0,50 bis 1 ü. $). Die erneut schwache und unsichere Haltung der AKU.-Aktie mit 84,50 bis 84,25 (87,50) hat allgemein etwas verstimmt und löste auch auf anderen Marktgebieten einige Abgaben aus. Niedriger waren besonders Montan- und Zellstoffwerte, auch einzelne Elektroaktien ließen bis 1 v. H. nach. Soweit Erhöhungen eintraten, waren sie geringfügig. Am Einheitsmarkt notierten Knorr Heilbronn 1 o. H. höher mit 230, Andreas Noris-Zahn ebensoviel mit 152, Bronze Schlenk 88 (87,50). Deut- s ch e Renten lagen ruhig. Etwas Geschäft hatten IG. Farben-Bonds mit unverändert 134 sowie verschiedene Obligationen der Verein. Stahlwerke bei ebenfalls unveränderten Kursen. Auslandsrenten lagen still, 4 v. H. Steg von 83 22,50 (22), Ungarn Gold E 13,10 (13,40). Im Freiverkehr lagen neue Türken schwächer, I. 96 (98), II. 100 (102). U. a. notierten: 5 v. H. Verein. Stahl 98,25, 1951er do. 94,75, 1947 do. 95,50, 6 v. H. IG. Farben 134, 4 v. H. Ungarn Gold E 13,10, 4 v. H. Rumänen 7,25, Commerzbank 102,75, DD.-Bank 104, Buderus 119,25, Harpener 152,75, Klöckner 4% vesgt. Sene lt ...... 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4^r?s>Rumän.vereinh.Rente».1913 4,% Rumänische vereinh. Rente . 2%% ainatoliet ............. 6% Deutsche Rerchsanlethe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 5*/2% Doung-Anleihe von 1930 . Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mti Ausloj.-Rechten ............ 4%% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1934, I ...... *yz% ehem. 8% Hessischer VoM staat 1929 (rückzahlb. 102%) .. 4¥t% ehem. 8% Hessische Landes baut Darmstadt Gold R. 12... Elektr. LieserungSgesellschaft... 6 Licht und Kraft 7 Felten & Guilleaume 4 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 mutet ein großes Vermögen in Höhe von 230 000 Mark durch Erbschaft in den Schoß gefallen war. Da er angeblich als nunmehr vermögender Mann für die Zukunft eine Menge schriftlicher Arbeiten erwartete, beauftragte er einen Bekannten in der Hafenstraße, ihm dort ein Büro einzurichten und ihm sein „Vermögen", das jedoch nur in seiner Phantasie bestand, zu verwalten. Die hierzu nötige Schreibmaschine wurde von M. gekauft, jedoch nicht bezahlt. OevisenvergehenbeieinemRingverkauf LPD. Frankfurt a. M., 13. Okt. Inländische Zahlungsmittel dürfen an Ausländer nur mit Ge- nehmigüng der Devisenstelle gegeben werden. Gegen diese' Bestimmung des Devisengesetzes fehlte der 41jährige Jude Marku» Markus, der tm Oktober 1935 einem Italiener einen Diamant- ring für 1750 RM abkäufte und am nächsten Tag den Ring für 2 000 RM. weiterv er- kaufte. Das Schöffengericht verurteilte M. wegen Devisenvergehens zu einer Gefängnisstrafe von 1 Jahr, 2000 Mark Geldstrafe und Einziehung von 1 750 RM. Nach den Feststellungen des Gerichts war es dem Angeklagten nicht unbekannt, daß er es mit einem Ausländer zu tun hatte. In der Dechandlung bezichtigte der Angeklagte drei Zeugen der Unwahrhaftigkeit, eine Dreistigkeit, die strafverschärfend wirkte. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samskagnach- mittag geschloffen. juenua Ulm Brüssel ... Rio de Jan. Sofia ..... Kopenhagen Danzig .... London.... HeljtngsorS. Varis ----- Holland ... Italien .... Japan ..... Jugoslawien Oslo : Wien Lissabon... Stockholm.. Schweiz ... Spanien... Prag....... Budapest .. Reu York .. stark erhöhten Zellstoffaktien, Waldhof 169,25 (174), Aschaffenburger 143 (145), aber Feldmuhle mit 145^5 (145) gut behauptet. Der Montanmarkt brachte bei lebhaftem Geschäft vorwiegend Abschwächungen von 0,50 bis 1,50 v. H., Hoesch und Rheinstahl gaben bis 1,75 v. H., Harpener 3 v. H. auf 153,75 nach. Von Kaliwerten Westeregeln 137,2a (139). Chemische Werte bröckelten 0,50 v. H. ab, IG. - Farben schwankend mit 177 bis 176,75 bis 177,50 (177,50). Auch am Elektromarkt lagen die Kurse zumeist 0,50 bis 1 v. H. niedriger, Licht A Kraft stärker gedrückt auf 158,65 (161,75), Siemens 206,25 (208,25), dagegen Elektr. Lieferungen noch 2,50 v. H. höher mit 134. Maschinenaktien blieben knapp gehalten, Daimler schwächer mit 120,25 bis 120 (121,50). Nachfrage fanden dagegen Kunstseidewerte, Aku 87,25 (84,50), Bemberg 99,13 (97,50), auch Hanfwerke Füssen 1,25 v. H. und Conti Gummi 0,75 v. H. fester. Von Einzelwerten gingen Cement Heidelberg 1,50 v. H., Holzmann 1 v. H., AG. für Verkehr 0,90'v. H., Reichsbank und Westdeutsche Kaufhof je 0,25 v. H. zurück. Der Rentenmarkt lag freundlich. Altbesitzanleihe 118,40 (118,25), Kommunal-Umschuldung unv. 89, Zinsoergütungsschoine etwa 93,65 (93,50), Reichs- bahn-VA. 126 (125,75), Städte-Altbesitz einschl. Ziehung etwa 117 bis 117,50. Don Auslandrenten hatten Ungarn Gold mit 12,90 bis 13,25 (12,80) lebhafteres Geschäft, ferner zogen 5proz. äußere Mexikaner auf 14,25 (14) und 4proz. Rumänen aus 7.40 100,75 97,5 95 109,8 31,25 3,5 13,4 10,65 10,75 14,4 Norddeutscher Lloyd ......... A.G. für Verkehrswesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz- und Privat-Bank ... Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft................ Dresdner Bank .......... Reichsbank ......... : 8,4 12,65 7,35 40,75 8,25 12,6 7,4 40,25 121 145 157 ,75 8,4 12,5 7,45 40,75 Frankfurt a. M., 13. Okt. Auch für heute lagen am Aktienmarkt weitere Kaufaufträge der Kundschaft vor, doch zeigten die ersten Notierungen keine einheitliche Haltung. Bei recht lebhaften Umsätzen ergaben sich infolge größerer Glattstellungen der Kulisse überwiegend Abschwächungen von durchschnittlich 1 v. H. Die Grundtendenz blieb jedoch gründe gelegt. Rhein-Mainische Börse. TNittagsbörse: Uneinheitlich. Aundfunkproaramm. Donnerstag, 15. Oktober. 6.00 Uhr: Deutsches Wächterlied. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik am Morgen. Ein Tänzchen in der Früh, Gymnastik ohne Müh'. 9.30: Nur Koblenz - Trier: Nachrichten. 10.00:Schulfunk — Dolkeliedsingen. 10.30: Sendepause. 11.30: Bauern- funk. 11.45: Sozialdienst. 12.00: Mittagskonzert. 13.00: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk), Wetterbericht. 13.15: Don München: Mittagskonzert. 14.00 Nachrichten. 14.10: Der fröhliche Lautsprecher. 15.00: Volk und Wirtschaft. Neues Erdöl im Orient. 15.15: Kinderfunk. 16.00: I. Unterhaltungskonzert. II. Meisterlieder. 17.30: „Neue deutsche Städte-Chroniken". Text: August Verleger. 17.45: „Nun ist es Herbst", Neue Dichtungen. 18.00: Von Königsberg: Konzert. 19.00: Suiten für Violine und Klavier. 19.40: Der Zeitpunkt bringt den Tagesspiegel. 20.00: Nachrichten. 20.10: Die ewige Melodie. 21.00: Leichte Musik. 22.00: Nachrichten. 22.15:; Nachrichten aus dem Sendebezirk, Sportbericht, Nachrichten der DAF 22.30: Tanzmusik. 24.00 bis 2.00: Nachtkonzert. Auto und Haus ohne einen Pfennig Geld erschwindelt. LPD. Frankfurt a. M., 13. Okt. Der Kriminalpolizei gelang es den stellungslosen Ernst Mogge festzunehmen, der es verstanden hat, ohne einen Pfennig Geld ein Auto für 5 500 RM und ein Haus in Oberursel tm Werte von 23 500 RM zu kaufen. Es kam sogar kurz vor dem Zugriff der Kriminalpolizei zum notariellen Abschluß des Kaufvertrages. Mogge. der außerdem noch eine ganze Reihe von Personen durch Kreditnahme geschädigt hat, trat unter der Maske eines einfachen Bürgers auf, dem unver- * Von der K o n v e r f i o n s k a f f e für deutsche Auslandsschulden. Nach einer Bekanntmachung der Konversionskasse für deutsche Auslandsschulden können die Zinsscheine der 4pro- zentigen Sterling-Schuldverschreibungen der Kon- versiönskasse für deutsche Auslandsschulden bei den Reichsbankanstalten und beim Kontor der Reichshauptstadt für Wertpapiere, Berlin SW 111, em- qelöst werden, sofern der Besitzer ein Arfldavit abgibt, daß er in der Zeit, auf die sich seine Zins- ansprüche beziehen, zur Zahlung von Einkommensteuer gemäß den Gesetzen des Vereinigten Königreichs von Großbritanien und Nordirland nicht ' verpflichtet gewesen ist. Der Umrechnung in RM wird der vor dem Tage der Einlösung zuletzt notierte amtliche Mittelkurs für Pfund-Sterling Hamburg-Amerika-Paket 0 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. । angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5^H^ Die hinter den 30 bulg., Walnüsse 35 bis 40, Zwetschen 10 bis 15, Zitronen 300 bis 360 St. 11,50 bis 13,00. Friedberger Pferdemarkt. LPD. Friedberg, 13. Okt. Der mit dem Friedberger Herbstmarkt verbundene Pferde- markt hatte nur schwachen Auftrieb zu verzeichnen. Die aufgetriebenen Tiere legten wieder Zeugnis ab von dem hohen Stand der Wetterauer Pferdezucht. Bei lebhaftem Handel wurden gezahlt: für Kaltblut 1. Qualität 1500 bis 1700, 2. Qualität 1300 bis 1500, 3. Qualität 900 bis 1100: Warmblut 1. Qualität 1500 bis 1600, 2. Qualität 1100 bis 1300. 3. Qualität 900 bis 1000; ^/-jährige Fohlen 1200 bis 1500, l^jährige Fohlen 900 bis 1100; Absatzfohlen 600 bis 800; Schlachtpferde 1. Qualität 28 bis 32, 2. Qualität 24 bis 28 Mark pro Zentner Schlachtgewicht. Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 831: Tarifordnung für die Holzindustrie im Wirtschaftsgebiet Hessen. — 832: Wiederaufnahme des Verrechnungsverkehrs mit der Schweiz. — 833: Herabsetzung des Höchstbetrages im Reiseverkehr mit Italien. — 834: Die neue Kursbasis im Verrechnungsverkehr Frankreichs mit Deutschland. — 835: Ruhiger Sumatratabakmarkt, Günstige Preisentwicklung. — 836: Neue Umrechnungskurse im Güter- und Tierverkehr mit Italien. — 837: Verordnung zur Abänderung der Verordnung Über die Festsetzung von Höchstpreisen für Hasen- und Kaninchenfelle der Nr. 154 des deutschen Zolltarifs vom 27. Juni 1936. — 838: Umsatzsteuerumrechnungssätze auf Reichsmark für die nicht in Berlin notierten ausländischen Zahlungsmittel für September 1936. — 839: Allgemeine Anordnung für den Verkehr mit Silber und die Regelung der Preise für Silber und Silbersalze. — 840: Frachtermäßigung für die Baumwolleinfuhr über die deutschen Seehäfen. bare Berührung kommt, zu zerstören (bei Stichverletzungen in die Haut, ins Unterhautgewebe oder ins Auge). . «v Genügend bekannt ist, daß schon IVsjahrige Kinder oft gut klettern und dadurch schwere Unfälle erleiden können (Herausstürzen aus offenstehendem Fenster usw.). Die meisten Mütter machen sich auch nicht klar, daß man sie sogar vor Gericht verantwortlich machen kann, wenn ihren Kindern durch verschuldete Unachtsamkeit etwas passiert. Neben dem namenlosen Leid, das ein Mutterherz erleiden muß, wenn dem Kind ein Unglück zustößt, kann die unachtsame Mutter eine empfindliche gerichtliche Strafe treffen. Es ist nicht nötig, daß man überängstlich ist und überall Gefahren lauern sieht — aber achtsam muß man fein, verantwortungsbewußt, denn unsere Kinder sind unsere Zukunft! Gritzner 01 Mainkraftwerke Höchst a.M.... 4 Süddeutscher Zucker 10] an. Bei kleiner gewordenen Umsätzen am Aktienmarkt blieb die Börse auch im Verlaufe bei mäßigen Schwankungen von etwa 0,25 bis 0,50 p. H. nach beiden Seiten uneinheitlich, es überwogen jedoch die Abschwächungen. JG.-Farben 177 nach 177,50, Verein. Stahl 119,25 nach 120, Cement Heidelberg 157,25 bis 157,50 nach 158, Kaufhof 58,75 nach 59,50, Aku 86,50 nach 87,25, Deutsche Erdöl 143,25 nach 144,50, AG. für Derkhr 121 bis 120,50 nach 120,90, Zellstoff Waldhof 168,50 nach 169,25, RWE. 140,75 nach 141,25, AEG. 39 nach 39,25 und Moenus 95,50 nach 96,25. Etwas höher waren Reichsbank mit 192,50 nach 192,25, ferner kamen Ilse Genuß mit 147 (145,50) und Scheideanstalt mit 274,50 (274)zur Notiz. Die Rentenmärkte lagen sehr ruhig, Ungarn Gold wieder 12,80 nach 13,25, 4proz. Rumänen 7,35 nach 7,40. Goldpfandbriese und Kommunal- Obligationen blieben unverändert, Liquidationspfandbriefe und Stadtanleihen etwas unregelmäßig. Im Freiverkehr nannte man Adlerwerke 104, Wayß & Freytag 127,50, Ufa 60, DDM. 144,50. Tagesgeld unverändert 2,75 v. H. Abendbörse knapp behauptet. 5y2% ehem. 4y,% Heft. Landes Hypothekenbank DarmstadtLiau. 4y2% ehem. 8% Dar inst. Komm Lanvesb.Goldschuldverschr R.6 Oberheften Provinz-Anleihe mH Auslos.-Rechten ....... Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4’/2% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 5’/2% ehem. 4’/2% Franks. Hyp. Bank-Liqu.-Psandbriese ...... 6y,% ehem. 4'/r% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. ... 4y,% ehem. 8% Pr. Lanbespfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 *y2% ehem. 7% Pr. Landespfand briesanst., Gold Komm. Obl.20 Steuergutich-Berrechnungsk. 34-38 4% Oesterretchtsche Goldrente... 4,20% L österreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4y>% desgl. von 1913 6% abgest. Goldmexikaner von 69 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe Serie I sicherlich folgenschwer gewesen. <£ Rodheim a. d. Bieber, 13. Okt. Die hiesige evangelische Psarrstelle, die durch die zum 1. Oktober d. I. erfolgte Pensionierung des Pfarrers E. V ö m e l Dacant geworden war, ist durch die Landeskirchenbehörde neu besetzt worden; Pfarrer Trautwein aus Holzhausen bei Gladenbach, Kreis Biedenkopf, ist mit der Verwaltung der Stelle betraut worden. Der neue Geistliche hielt am vergangenen Sonntag seine Antrittspredigt, doch wird die feierliche Einführung erst im November erfolgen. Pfarrer Vömel, der die hiesige Pfarrstelle über 40 Jahre lang — allerdings mit einer elfjährigen Unterbrechung — verwaltete, hat seinen Ruhesitz in Bad Hornburg v.d. H. aufgeschlagen, wohin er bereits übersiedelt ist. Dem neuen Geistlichen dürfte von allen Gemeindegliedern herzliches Willkommen und allgemeines Vertrauen entgegen^ gebracht werden. . „ O Groß-Rechtenbach, 13. Okt. Die hiesige evangelische Gemeinschaft feierte am Sonntag ihr Iahresfest, das sich eines guten Besuches erfreue. Nach Schriftverlesung und Gebet durch Prediger'Trippler hielt Prediger Schurenberg (Breitscheid) die Festpredigt. Pfarrer Essen von der Nachbargemeinde Volpertshausen hielt ebenfalls eine Ansprache. Das Schlußwort sprach der Ortsgeistliche Pfarrer Harth. Die Ansprachen wurden umrahmt von Chorgesängen des Männerchores und des gemischten Chores von Groß-Rechtenbach. — Eine Riesenkartoffel im Gewicht von 750Gramm (1,5 Pfund) erntete der hiesige Landwirt Wilhelm Schäfer. So z. B, wenn ein Kind einen Zelluloidball auf eine Herdplatte, einen Ofen oder auch aus einen Heizkörper einer Dampfheizung wirft und liegen läßt. Zelluloid gerät nämlich bei einem gewissen Erwärmungsgrade in den Zustand der flammenlosen Zersetzung und zerfällt unter starker Erhitzung zu einer schwammigen Masse. Dabei genügt ein leichter Luftzug (Oeffnen einer Tur), um helle Entflammung, einen gefährlichen Brandausbruch hervorzurufen. Bei der flammenlosen Zersetzung entwickeln sich aber auch äußerst giftige Gase, die teils hochexplosiv sind, teils Augen, Nase und Kehlkopf reizen und dadurch Flucht und Rettung erschweren. Tintenstifte müssen für Kinder auch unerreichbar sein. Der in den Tintenstiften enthaltene Farbstoff Methylviolett hat die unangenehme Eigenschaft, das Körpergewebe, mit dem er in unmittel- M dieser Fil : Produktion, die o schau in Venedig aus der hechelst le'tung von Karl stammen von Wa ”er. Leonhard Daraus entstand . regend und so sst genbein Kriminal- tMidung q der moderr 5* kaum be ff, ausgewählft Esten handelt Uzenden Spiel e$nÄn9en Quc '«"ch: die S, W lichen L1 n?ern 1 Filin u A°ndlu •ft«»* ft“ "i? la", lJ!nb" Amitte2 öle v> H d?^ angel hd. Materie Nhis, ,^gL. «eine K in p und, n J Nem^ewu peli ^nisan N kg^Ni melft ttg&r 119,75 bis 119,40, AKU. 84,50 bis 84,25, AEG. 39,25, BMW. 137,25, Bekula 162, Bemberg 99, Zement Heidelberg 157, Scheideanstalt 273,50, Licht & Kraft 158,75, Eßlinger 100,50, IG. Farben 177,25 bis 177,40, Felten 138,50, Gesfürel 146,50, Holzmann 130, Knorr Heilbronn 230, Muag 120,50, Metallgesellschaft E 145,75, Moenus 95,25, Westdt. Kaufhof 59,50, Zellstoff Aschaffenburg E 141,50, Waldhof 169, Reichsbahn-VA. E 126, AG. für Verkehr 120,50, Hapag 16,65, Nordd. Lloyd 16,25, Andreae Noris-Zahn 152, Bronze Schlenk 88. frankfurter Obst- und Gemüfemackt. Frankfurt a. M., 13. Okt. Arn Gernüse- markt blieben sämtliche Kohlarten stark angeboten, mit Ausnahme von Blumenkohl. Zufuhren von Freiland-Kopfsalat und Bohnen so gut wie beendet. Tomaten entsprechend der Nachfrage noch genügend. Spinatangebot nicht ganz ausreichend. Geschäft ziemlich gut, Preise für Rosenkohl und Spinat rückläufig, sonst unverändert. U. a. notierten: Blumenkohl St. 25 bis 50, Eskarol 5 bis 10, Feldsalat 45 bis 50, Salatgurken 15 bis 30, Karotten 4 bis 5, Kohlrabi 4 bis 7, Kopfsalat 7 bis 9, Meerrettich 40 bis 45, Rettich 4 bis 8, Römischkohl 7 bis 9, Rosenkohl 25 bis 28, Rotkraut 2% bis 4, Sellerie j. n. Gr. 10 bis 30, Spinat 13 bis 18, Schwarzwurzel 20 bis 25, Tomaten Frei!and 15 bis 25, do. Haus 25 bis 35, Wirsing 3 bis 4, Weißkraut 2 bis 3, Zwiebeln 5 bis 6. Obst- und Südfrüchte: Zufuhren von Aepfeln und Birnen gut, von Zwetschen ausreichend, von Nüssen gering. Geschäft lebhaft, Preise allgemein fest. U. a. notierten: Aepfel I 30 bis 40, II 20 bis 28, Edel I 30 bis 40, Goldparmänen I 30 bis 40, Boskop I 25 bis 35, Schafsnasö 16 bis 18, Birnen I 22 bis 30, II 16 bis 20, Kochbirnen 8 bis 12, Clairgeau I 26 bis 30, Mollebusch I 16 bis 20, II 12 bis 15, Kranzfeigen 25 Kilogramm 10 bis 12, Haselnüsse 30 bis 40 ital., Preißelbeeren 28 bis 30, Quitten 15 bis 28, Trauben 20 bis 25 ital., 24 bis Kreis Wetzlar. (d R o d h e i m a. d. B., 13. Okt. Ein Autobus aus dem Hinterland, der von dort Arbeiter zur Reichsautobahnbaustrecke befördert, geriet heute morgen hier auf der regennassen Dorfstraße ins Rutschen und schlug mit dem Heck gegen einen eisernen Hochspannungsmast, wobei der Wagen erheblich demoliert wurde. Da Fahrgestell und Getriebe nicht beschädigt waren, konnte der Wagen mit eigener Kraft seinen Weg fortsetzen. Zum Glück befand sich der Wagen auf der Heimfahrt und war unbesetzt, sonst wäre der Unfall Sin per che>"^ ?ch im 1 ield war ' Jen)inni Ä? den Inn» eld nie Sä)' T"r tate wußte schwunden- tod-nasterien - fielt) im Sterben emei£aben Gebe Ws- gelassen!' . Man sah em P laujene und abgen &*l st-h-n- diesen schuhen i Persönlichkeit des Be onderes an sm jedem Geschäft ka einem Paar alter MM Die Polizei vor daß der Leiter einmal seine Du . boten hatte. Man jo zum ersten 9 ; Spezialisten Chan vor den Augen h< ser jenen Schuh, t Schuhes mit einei machte dann die Iungen, die für di wiefene Behaupt „Der Träger di. etwa 180 Zentime falls über 24 Jahre betragen. Er war I Ferner muß der 2 fein, hergestellt w acht Monaten. Vie nnnntexbu den dann von \t besonders gut av 2,471 41,88 54,52 12,21 11,605 132,51 61,37 Höchstpreise für Kälber und Kalbfleisch. ] Fwd. Die Hauptversammlung der deutschen Vieh- i wirtschaft hat unter dem 8. Oktober eine Anordnung l erlassen, wodurch nunmehr auch Höchstpreise für i Kälber und Kalbfleisch mit Wirkung vom 15. Ok- ‘ tober in Kraft treten. Danach wird das Reichsgebiet in drei Gebiete eingeteilt, in denen verschiedene Preisstufen Gültigkeit haben. Im Gebiet II (Schlachtviehmärkte Darmstadt, Frankfu rt a. M., Freiburg, Heidelberg, Heilbronn, Karlsruhe, Mainz, Mannheim, Neunkirchen, Pforzheim, Saarbrücken, Saarlautern-Dillingen, Stuttgart, Ulm, Wiesbaden) gelten folgende Preise in Mark je 50 Kilogramm Lebendgewicht: Für Kälber der Schlachtwertklasse A 65, B 55, C—D 40. Für Kälber der Sonderklasse, also nur für echte Doppellender, darf ein Zuschlag bis zu 15 Mark je 50 Kilogramm Lebendgewicht auf den jeweiligen Höchstpreis der Klasse A aufgeschlagen werden. — Für Kalbfleisch in Mark je 50 Kilogramm: Für Kalbfleisch 1. Qualität 107, 2. Qualität 96, 3. Qualität 82. Die Preise für Kalbfleisch verstehen sich als Großhandelshvchst- preife in Orten mit Schlachtviehmärkten. Die Bieh- wirtschastsverbände werden ermächtigt, mit Zustimmung der Hauptversammlung Höchstpreise für Kälber außerhalb der Märkte bei a) Abnahme ab Land = Landpreis, b) Abnahme frei Empfangsort = Empfangsvrtpreis festzufetzen. Der Landpreis muß mindestens 8 Mark, der Empsangsort- preis mindestens 3 Mark unter dem Marktpreis der Schlachtwertklasse A des zuständigen Richt- marktes liegen. Die Diehwirtschaftsverbande werden weiter ermächtigt, mit Zustimmung der Hauptversammlung Höchstpreise für Kalbfleisch im Großhandel außerhalb der Schlachtviehmarkte festzufetzen. liindermartt in Gießen. Auf dem gestrigen Rinder-Nutzviehmarkt in Gießen standen 454 Stück Großvieh) 185 Fresser und HO Kälber zum Verkauf. Es kosteten: Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 450 bis 600 Mark, 2. Qualität 300 bis 400 Mark, 3. Qualität 190 bis 280 Mark; Rinder bis ^jährig 100 bis 180 Mark, bis 2jährig 130 bis 230 Mark, tragend 280 bis 480 Mark; Kälber bis zu zwei Wochen 20 bis 25 Mark, bis zu vier Wochen 45 bis 60 Mark, bis zu 6 Wochen 50 bis 65 Mark. — Marktverlauf: Tendenz schwach, abgekalbte Fahrkühe gesucht, tragende Rinder vernachlässigt. — Nächster Markt: 27. Oktober. * 31,75 1 31,5 1 32 97 96,5 - 214,5 i 2141 215 1 Buderus <• Deutfche Erdöl 4 tarvener oefdi Esten—Köln-Neuessen .. 8 Ilse Bergbau 6 Ilse Bergbau Genüsse 6 Klöcknerwerte 3 Manneömann-Röhrea ....... 8 Frankfurt a. M. 23erlin Schluß- kurü Schluß«. Abendbörse Schluß- lurs Schlußk. Mittagbörse Dalum 12.10. 13 10- 12.10 | 13.10. Mansselver Bergbau....... ey, 160,5 160,25 161 159,75 Kokswcrke ................ . 6 —— — 141,25 141,25 Rbeiniickie Braunkohlen .... 12 232,5 232,5 233 232,25 Rhelnstahl ................ . 4 155,75 153,75 157 154,25 Vereinigte Stahlwerke...... uy. 120,75 119,4 121,25 120 Otavi Minen ............. .. 0 41,9 42,4 41,65 42,5 Kaliwerke Asckiersleben...... .. d 142 141 143 141,9 Kaliwerke Westeregeln...... .. b 139 137,25 139 137 Kaliwerke Salzdetfurth..... 7 y» 192 190 193,5 189 I. G. Farben-Jndustrte..... Scheideanstalt............. .. 7 177,5 177,4 178,75 177,5 .. 9 274 273,5 — —— Goldschmidt .............. .. 5 119,75 119,13 119,75 119 Rütgerswerke ............. .. 8 141,25 140,5 140,5 139,5 145,9 Metallgesellschaft........... .. 6 146 145,75 146. Philipp Holzmann......... Zementwerk Heidelberg .... .. 4 .. 7 132,5 i 159,5 130 157 132 130,5 Zementwerk Karlstadt....... .. 6 157 157 — Schultheis Patzenhofer .... .. 4 — — 107 106,75 Aku (Allgemeine Kunstseide) Bemberg................ .. 0 .. 5 84,5 97,5 84,25 99 89 97,5 87,5 99 Zellstoff Waldhof ......... .. 6 174 169 175 170 Zellstoff Aschaffenburg .... Dessauer Gas ............ .. 0 .. 7 145 141,5 145,5 114,75 142 114,5 Daimler Motoren......... .. 0 121,5 120 121,75 120,25 Deutsche Linoleum........ .. 8 166,5 165,75 168 164 Orenstctn & Koppel ....... .. 0 — 89,25 88,65 Westdeutsche Kaufhof...... .. 0 59,75 59,5 60,4 59,75 Chade................... ... 1 412 407 412 407 Accumulatoren-Fabrü..... . 12 — 206 208 207 Const-Gummt............ . 11 174 174,75 174 175 Frankfurt a. Ul. Berlin Frankfurt a.M. Berlin Schluß« kurs Schlußk. Abendbörse Schluß- kurs Schlußk. Mittag« börse Schluß« kurs Schluß!. Abend« börs- Schlußkurs Schlußk. mittag# börse Datum 12 10. 13 10 12-10 13-10. Datum 12.10. 13 10 12-10 13.10 12.Oltober 13.Oktober Am liche Notierung Geld | Brief Amtliche Notierpng Geld | Srlcr 0,693 0,697 0,693 0,697 41,90 41,98 41,86 41,94 0,145 0,147 0,145 0,147 3,047 3,053 3,047 3,053 54,50 54,60 54,46 54,56 47,04 47,14 47,04 47,14 12,205 12,235 12,195 12,225 5,385 5,395 5,38 5,39 11,615 11,635 11,615 11,635 132,67 132,93 132,37 132,63 13,09 13,11 13,09 13,11 0,713 0,715 0,712 0,714 5,654 5,666 5,654 5,666 61,34 61,46 49,05 61,29 61,41 48,95 48,95 49,05 11,09 11,11 11,08 11,10 62,93 63,05 62,88 63,00 57,32 57,44 57,20 57,32 26,97 27,03 25,97 26,03 8,691 8,709 8,761 8,779 2,489 2,493 2,489 2,493 Banknoten. Aeriin,13.Oktober Geld Amerttanyche Roten.............. 2,451 Belgische Roten.................. 41,72 Dänische Noten ................. 54,30 Englische Noten ................. 12,17 11,565 131,99 Italienische Noten................ —— Norwegische Noten ......•••••• • • 61,13 Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling — Rumänische Noten............... —— Schwedische Noten............... 62,71 57,05 Spanische Noten................. 24,95 Ungarische Noten................ *• 4 * Mittwoch, ^.Oktober 1956 Nr. 241 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) fchwunden. Als die Mordkommission der Polizeibehörde von Großmutter am Spinnrad. Spinnstube mit Gtrümpfeftrictcn. (Ausnahmen [2]: Spannring, grantjurt.) halten. sp, Arbeits - 57,20 25,97 Mil 2,189 ^verkauf - Inländisch« nur mit Ge. werben. ®e. lesetzes fehlte u s, der im Diamant» am nächsten oeiterver' teilte M. roe« efängnis' Seldsttase und Feststellungen n nicht unbe» inber zu tun ;te der 8nqe« aitigteii, tint war oer- Geschenk überreichen. Jawohl, ein Geschenk! Und noch dazu eins, das vielleicht wichtiger ist als so manche andere Gabe zum Hochzeitsfest, und an das sonst niemand anders gedacht hatte: Es ist ein Gutschein zum unentgeltlichen Bezug einer Zettung auf staatsbürgerlichen Pflichten. Diese Selbstverständlichkeit wird vom Staat nun noch durch die Ueberreichung des Gutscheins besonders gefördert werden. Er zeigt den jungen Eheleuten damit den Weg, und sie werden ihn gern weitcrgehen. Denn wer erst mal einen Monat lang ^Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Cincinnati, im Oktober. Ein Schuhspezialist in Cincinnati hat durch seine Fachkenntnisse eine der dunkelsten Mordaffären dieses Staates aufklären können. (Sin Mann verschwindet im Ounkei. Kurz vor Geschäftsschluß war ein gutangezogener junger Mensch in das Schuhgeschäft der Mrs. Hock- field gekommen. Er suchte und suchte und fand scheinbar nicht die Schuhe, die er wollte. Mrs. Hock- field war sich im klaren darüber, daß der junge Mann Zeit gewinnen wollte. Aber Zeit für was? Als er endlich ein paar elegante Tanzschuhe anprobiert hatte und sich scheinbar anschickte, zu bezahlen, zog er statt der Börse eine Pistole, ließ sich den Inhalt der Tageskasse aushändigen und schoß ,|45 ,047 4.46 7,0* ,195 Cincinnati in das Geschäft kam, lag Mrs. 5)ocb field im Sterben. Sie war nicht mehr in der Lage, eine genaue Beschreibung des Mörders zu geben. Zwischen den Gebeten, die ihre Lippen flüsterten, sagte sie plötzlich mit einer mühsamen Handbewegung: „Das sind seine Schuhe. Die hat er zurückgelassen!" Man sah ein paar alte, ausgetretene, schiefgelaufene und abgenutzte Schuhe neben einem Probierschemel stehen. Die Polizei hatte also außer diesen Schuhen so gut wie keinen Anhalt über die Persönlichkeit des Täters. Die Schuhe hatten nichts Besonderes an sich, sie waren so, wie man sie in jedem Geschäft kaufen kann. Wie sollte man mit einem Paar alter Schuhe einen Mörder fangen? Mit Messer und Mikroskop. Die Polizei von Cincinnati besann sich darauf, daß der Leiter einer Schuhfabrik vor Jahren einmal seine Dienste für gegebene Fälle angeboten hatte. Man zag ihn also zu Rate und lernte so zum ersten Male die Fähigkeiten des Schuhspezialisten Charles Zanger kennen. Er Zerlegte vor den Augen der Polizei mit einem scharfen Messer jenen Schuh, er prüfte die einzelnen Teile dieses Schuhes mit einer Lupe und einem Mikroskop und machte dann die folgenden verblüffenden Feststellungen, die für die Polizei vorerst natürlich unbewiesene Behauptungen zu sein schienen: „Der Träger dieses Schuhes ist ein Mann von etwa 180 Zentimeter Größe. Er ist jung, keinesfalls über 24 Jahre. Sein Gewicht dürfte 140 Pfund betragen. Er war längere Zeit nicht in Cincinnati. Ferner muß der Träger dieser Schuhe Alkoholiker fein fsergestellt würd'' das Schuhwerk vor etwa acht Monaten. Bier Monate hindurch durfte er dte Schuhe ununterbrochen getragen haben. Sic wurden dann von jemanden repariert, der sich nicht besonders gut auf fein Handwerk verstand!' ♦ itüotL t. SamrtagE Sin paar alle Schuhe - nichts weiter Oer Mord in Cincinnati. - Erstaunlicher Indizienbeweis. 0,697 41,?4 0,1j7 3,05? 54,56 47,1* 11-635 714 5,666 61-41 49,05 11.1° 63,00 57-32 26,03 6,779 2,493 Mrs. Hockfield nieder, als diese einen Schritt zur Tür tat. Der Schuß alarmierte einige Passanten. Doch ehe sie wußten, worum es sich handelte, der junge Mensch im Dunkel der Straßen „Verräter." Gloria-Palast. Schuhe abgelaufen worden waren, ließen Hand allgemeingültiger statistischer Berechnungen Größe, Statur und Gewicht des Trägers eines Schuhpaares feststellen. Der Beweis dafür, daß der Träger der Schuhe Alkoholiker war, ergab sich aus folgendem Umstand: Unter den Schuhen, und zwar in der Mitte zwischen Absätzen und Sohlen, hatte Zanger Abdrücke jener Metallstangen gefunden, die man in einigen umliegenden Staaten in den Alkoholbars findet, um den auf hohen Stühlen sitzenden Gästen einen Ruhepunkt für die Füße zu geben. In Cincinnati hatten sich diese Stangen nicht eingeführt. Das ließ weiterhin den Schluß zu, daß der Täter längere Zeit nicht in Cincinnati selbst S b,nt ,trbe. Ben. U9' l«raUer Wit: , Qualität \ UVV: *&lät " ?°0 bis 1. Pto en. ,We von M yefal. : tittmöqeih f HrUcher ttn ^etann» Büro einzu» 5 jedoch nur ken. Die hier. M- gekauft, „Gpiunstube" ohne Spinnrad „Vogelsberg, nimmermehr Geb ich für Geld dich her ...* Wieder klingen die heimatlichen Weisen, das „Vogelsberger Nationallied" und andere, im Chor der Mädchen und Burschen der wiedererwachten „Spinnstubb". Die Abende sind wieder dunkel ge- worden. Im einsamen, hoch gelegenen Vogelsbergdorf scheint die Dunkelheit um so drückender. Da trifft sich denn die heiratsfähige Jugend, Burschen und Mädchen, nach Schluß der Arbeit und des Dienstes wieder in alter Weise in der „Spinnstubb . Die eine Woche in diesem Haus, die nächste in jenem, immer im Haus eines der heiratsfähigen Mädchen des Dorfes. Zu den einheimischen Bur- schen kommen manchmal auch „fremde" aus einem Nachbardorf, so er unter den einheimischen gut gelitten ist. , . . ,, o .. Spinnstubb" heißt heute noch rote in alter Zeit diese gesellschaftliche und arbeitssame dörfliche Zu- sammcnkunft. Mit dem „spinnen" nach alter Weise am schnurrenden Spinnrad und Rocken hat die Spinnstubb von heute allerdings nichts mehr zu tun. Sie hat nur noch den Namen mit ihr gemein- am. Die alten Spinnräder sind längst schon aus dem Dachboden ober in der „gut Stubb" auf einem Ehrenplatz untergebracht. Womit sich die Mädchen heute in der „Spinnstube" beschäftigen, das sind sonstige nützliche Handarbeiten — es wird gestrickt, gehäkelt oder sonst eine nützliche Beschäftigung vor- genommen. Dazu singen die Mädchen und die Bur- 9 schen, oder es fliegen -----------------— Iuftige Scherzworte von einem zum andern. Natürlich sitzt man nicht „trocken", für die nötige „Anfeuchtung" oder kleine Imbisse sorgen die Teilnehmer der Spinnstube in vorsorglicher Weise. Aber ganz ist das Spinnrad auch heute noch nicht im Vogelsberg ausgestorben. Beim Gang durch ein entlegenes hessisches Vogelsbergdörfchen trafen wir in einem freundlichen Bauernhaus auf die freundliche Großmutter, wie sie fleißig am schnür- rendenSpinnrad saß. Sie liefert den Faden für das strickende junge Volk in der Spinnstube. So entstehen die guten Socken und Kamisölchen, die ge- hatte, die Aufgaben der katholischen Kirchenmusik in der katholischen Kirche. Der Frei, burger Erzbischof gab einen Einblick m das Wesen der Kirchenmusik und die Forderungen die man an sie stellen müsse. Dabei unterstrich Erzbischof Dr Gröber, daß man von der katholischen Kirchenmusik einen Einklang zwischen dem, was die Kirche verlangt und dem, was der Sinn braucht, verlangen müsse. Die reine Theorie lehnte man ab. Die Kunst habe dem Schönen zu dienen und schon sei das, was den Sinnen gefällt. Sinnenfreudlg- feiit fei aber keine Sinnlichkeit. Weiter fei es not- wendig, die Gemeinverständlichkeit der Kirchen- musik zu fördern, die für alle Gläubigen da sei, nicht für einige besonders musikalisch Gebildete. Bischof Dr. Antonius H i l f r i ch-Limburg, überbrachte die Grüße seiner Diözese und verlas ein Telegramm des Papstes, in dem er der Tagung vollen Erfolg wünscht. Stadtpfarrer Prälat Msgr. Dr. Herr hieß die Festgäste im Namen der Frankfurter katholischen Gemeinde willkommen. Dann sprachen verschiedene Vertreter aus dem Ausland, die das völkerbindende Band der Musik priesen. Mit feier- lichen Bläserklängen schloß die festliche Stunde. Ehe die Polizei ihren gesamten Apparat m Bewegung setzte, bevor sie die Tanzsale der Unterwelt von Cincinnati absuchte, ehe sie sich daran machte, die Geschäftsbücher der Schuhmacher nachzusehen, verlangte sie von Charles Zanger die Beweise für feine Bebauvtunacn. Zanger konnte ohne weiteres mit ausreichenden Belegen dienen. Aus der Größe des Schuhwerks und aus der^Art^wie^die^ Tlorgenfprud). hrichten. 8.10: Tin Tänzchen i. 9.30: 3lur Schulfunk - 11.30: Bauern- Mittagskonzert. i Sendebezirk), n: Mittagskon.- fröhliche Laut- ■ «Heues Erdöl 0: I. Unterbai- „Neue deutsche krleger. 17-45: m. 18.00: Don ur Violine und -at den Tages- je ewige Beto- chMw 22.15. Bportbt* M 6,5 Es ist ein weiter Weg, bis man endlich „tm Kasten hängt"; denn das Heiraten ist eine Sache, die ja doch reiflich überlegt fein will. Zwar macht es der Staat einem jungen Paar heute leicht. Er gibt ihm ein Ehestandsdarlehen. Davon kann man sich die notwendigsten Möbel kaufen und, was das Wichtigste daran ist, man kann sie nach eigenem Geschmack auswählen. Darauf freuen sich die Brautleute ganz besonders: sich ihr junges Heim emrich- ten zu können, wie es ihnen vorschwebt. Gewiß fehlt dann noch so mancherlei. Aber schließlich, wozu hat man die lieben Verwandten, Freunde und Bekannten? Bisher hatten sie sich nur mit guten Ratschlägen betätigt. Nun aber geht das große Rät elrctten los: was werden sie uns wohl schenken? Hoffnungen und Befürchtungen werden taut. Da gibt es in der Familie so eine liebe Tante, die einigermaßen berüchtigt dafür ist, daß sie Hochzeiten gern dazu bnutzt, um unter ihren Hausgreueln aufzuräumen. Zum Glück sind nicht alle so, sonst könnte man sich ja vor Vasen, nicht zusammenpas- enden silbernen Löffeln und dergleichen gar nicht retten. Es gibt schon so ein paar nette Leute im Umkreis, denen man vorsichtig beibringen kann, was man notwendig braucht und was man sich wünscht. Endlich ist der große Tag gekommen. Die Fahrt zum Standesamt wird angetreten. Beide sprechen ihr Ja und unterschreiben die Urkunde. Nun sind sie verheiratet. Der Standesbeamte ist der „erste, der ihnen freundlich-feierlich seine Glückwünsche ausspricht. Doch schon in wenigen Wochen wird es eine Ueberraschung geben. Dann wird es der Standesbeamte nicht bei den Glückwünschen bewenden lassen, sondern dem jungen Paar auch noch em ... Hä,:. “»” sk re s'sspn« * — -* lichen und volksaufklärenden Form entwickelt und i bis in alle Konsequenzen durchgeführt. Man sieht 1 mit welchen Mitteln, mit welchem Aufwand an Geld ( und Kenntnissen, an technischer Durchbildung an - Kaltblütigkeit, Intelligenz und psychologischem Spur- . sinn die gegnerische Spionage arbeitet. Man sieht . auf der anderen Seite, wie verhängnisvoll sich ahnungslose Gutgläubigkeit, Fahrlässigkeit und vor allem eine schließlich jeder Hemmung beraubte ; Ehr- und Charakterlosigkeit sich auswirken können. Man sieht aber auch, wie Klugheit, Mut und Entschlossenheit im rechten Augenblick das femgespon- neue Netz der gegnerischen Aktion Z» zerreißen vermögen, sobald Staatspolizei und militärischer Abwehrdienst Klarheit gewonnen, ihr Ziel vor Augen haben und mit allen zu Gebote gehenden Mitteln zum Gegenstoß ansetzen können. Es ist sehr interessant zu sehen, wie der Film die ganz unterschiedlichen Träger der feindlichen Aktion charakterisiert und gegeneinander abhebt. Nicht minder aufschlußreich, wie umfassend, wohlvorbereitet und wohlüberlegt der Krieg im Dunkel taktisch angelegt und geführt wird. Am allereindringlichsten aber, rote hier durchaus überzeugend die möglichen lchwachen Stellen, Ansatzpunkte und Angriffsflächen blohgelegt werden, indem nämlich die (ebenfalls sehr verschie- den gearteten) menschlichen Obsekte ober Opfer Mer Aktion bargestellt werben. Es ist völlig einleuchtend und psychologisch richtig erfaßt, daß eme charak- termäSig und wirtschaftlich gleichermaßen bedrohte Existenz am geeignetsten erscheint dunklen Machten als mehr oder minder willenloses Werkzeug zur Ausführung des schimpflichsten Verbrechens zu menen. Es ist unheimlich, zu erleben, rote ein hochbegabter, aber durch Abenteuerlust und Verschwendungssucht einer Frau zur Verzweiflung getriebener : Mann sich immer hoffnungsloser im Netz der geg= : nerischen Versucher verstrickt, wie dieses raffiniert . gesponnene und ausgeworfene Netz sich immer enger - zusammenzieht, auch andere Existenzen. zu verwir- 1 ren und zu verstricken droht, bis endlich, in allerletzter Stunde, ein junger Soldat der, ahnungslos und fahrlässig zugleich, in die dunkle Affäre hm- n- gezogen wird, mit einem mutigen Entschluß bas roürqenbe Netz zerreißt unb durch eine Melbung bei seiner vorgesetzten Dienststelle ben Weg zur energischen Gegenaktion freimacht: mit Herzklopfen unb aufatmenb sieht man dann mit welcher Energie, Schnelligkeit unb Präzision ber Abwehrbienst mit allen seinen Organen zu spielen beginnt. Die Vet- folgunq ber fliehenben Agenten vollzieht sich vor den Augen des B-fchauers in einem erregenden Tempo von Bildwechsel und Ereignisien — bis im äußersten Augenblick der Kampf mit der Vernich, tung der Gegner und des V-rrater- aus den, - g°- nen Reihen enbet. — Der Spielleiter Karl R 111 e r hat ben Film mit einer Ueberlegung, Genauigkeit ließen di- Hotz. 8321 Di!. Ä öer Betrages l?le neue nut ^linurtt "’t Neu. ,er Dttvrd. Wen für L* Um. irf für die Mlungs. Allgemeine er und die bersalze. - wolleinsuhr geweilt hatte. Im Tietz der Indizien. Ferner wies Zanger barauf hin, baß bie Schuhe mit einer Steppma'schine repariert worben waren, von ber es nur sieben Exemplare in ganz Cincinnati gab. Man begann also jenen Laben ausfinbig zu machen, in bem ein „Neuling" tätig war, der das Geschäft von der Witwe eines verstorbenen Schuhmachers übernommen hatte. Dieser Mann konnte auch einen interessanten Hinweis auf den damaligen Käufer liefern. Vier Tage fpätcr hatte man einen gewissen Norman Peacock verhaftet. Er war 22 Jahre alt, 1,78 Meter groß, wog 140 Pfund und gab nach kurzem Leugnen die Sein Leugnen wurde vor allem durch das lückenlose Jndizicngebäude, durch das engmaschige Netz erschüttert, dös Zanger um ihn gewoben hatte. Ohne den Schuhspezialisten wäre der Mord an Mrs. Hockfield wahrscheinlich ungesühnt geblieben. So aber endete Peacock auf bem elektrischen Stuhl. Aus ber Provinzialhauptstadt. Ein gutes Geschenk. könnte jemanb sonst über bie wichtigen Anordnungen unb Mitteilungen von Staat unb Behörden unterrichtet werden! In zahlreichen Gerichtsurteilen ist fcftgeftellt worden, daß Unkenntnis der Gesetze und Verordnungen nicht vor Strafe schützt, denn, so wird immer wieder betont, alle diese Anordnungen werden in den Zeitungen veröffentlicht, und das Lesen einer Tageszeitung gehört zu ben In ber Festversammlung, bie aus Anlaß ber Vierten internationalen h ° ’ c - unb Festwc> che für neue einen Monat. Die Zeitung, ja bie muß unbebmgt in das junge Helm! Wie gut, daß der Staat in weiser Voraussicht dafür sorgen wird. Jede Familie ist doch die kleinste Zelle des Staates, sie steht mitten drin im Werden und Gestalten Deutschlands, und der beste Mittler für diese Gemeinschaft ist eben bie Zeitung. Sie bringt nicht nur bie Kunbe vom Geschehen m ber Heimat unb in ber Welt, sie berichtet nicht nur unb Folgerichtigkeit aufgebaut, bie allen Szenen jene zwingenbe Einbrinalichkeit verleiht welche bie aesunbe Tenbenz des Werkes gebieterisch lorbert. Die Kameraleute Günther Anders unb (für bie Luftaufnahmen) H. v. I a w o r f k y arbeiten vorzüglich. Aus bem großen Aufgebot mehr ?der weniger bekannter Darsteller: in erster Lime Willy Birgel, schlank, elegant, falt unb überlegen als geistiger Führer ber gegnerischen Aktion; neben ihm Paul Dahlke unb Herbert A. E. Böhme als seine mit brutaler Entschlossenheit unb Energie sich einsetzenben Helfer. Rubolf F e r n a u trifft als Ingenieur Brockau sehr überzeugenb ben Typus des begabten, aber haltlosen und charakterschwachen Konstrukteurs, der am Ende aus einer immer hoffnungsloser werdenden Lage keinen Ausweg me.)r sieht Mit sicherem Instinkt trifft Heinz Welzel den viel einfacheren und von Natur mmber gefährdeten Typ des jungen Wehrmachtsangehorigen, der schließlich aus einem klaren und gesunden Gefühl heraus energisch, schnell und richtig zu handeln versteht. Lida B a a r o o a unb Irene v. Meyen- borff zeichnen mit lebhafter Kontrastwirkung bie beiben wichtigsten Frauengestalten. Von ben vielen anberen seien Theobor Loos, Zesch-Ballot Karcha w, Otto Graf, Ewalb W e n ck unb Gisela v. Collanbe mit guten, persönlichen Leistungen hervorgehoben. — Auch dieser Film gehört zu ben Werken deutscher l Punktion, bie auf öer ?nt-rnatwnal-n.Filmkunst- I jdjau in Venedig ausgezeichnet wurden -m u^fstm aus ber Herstellungsgruppe und unter ber Spul kitung von Karl R i l t e r Idee und Manu knpt , stammen van Walter " z , - b und Hans W a g- ner- ßeonharb Fürst schrieb bas Dreyvucy. Daraus entstaub ein Film - so regend unb fo strotzend von Hand ung wie nur ir nendein Kriminal- ober Abenteuerstuck, gedreht un- ?er Aufbietung aller technischen und bildmaßigen Mittel1er° modernen Kamera, mit bem Emfatz van teilweife kaum bekannten, °b°r i-h- sicher und ge schickt ausgewählten unb h°chb°S°bten Darstellern. Jnbessen hanbett es sichJ)ter Wäschen unb glänzenben Spielfilm, ber Q Kinobesuchers Erwartungen auch des °°rw°hnten Kmab^uch^rs wÄ ÄS -» I«*”. XÄÄÄK g“, •- »S «ä “ SSSsss amtheit fonbern einzig und allem °m G g°n> ichen ber Hanblung, an der Fabel mu^ i FUm hat bie Prabuktion nallig neue^ »_ schritten unb ein Thema er sch si , öa war. jebenfalls in bieser Form Spielfilm wie Und beshalb ist bles nlcht nu ^^rhal- Sahllose anbere, ber Spannung od^^ ^oatspoliti- tung. bienenb, sonbern . Bebeutung. scher Wichtigkeit unb kserzleher.sch _ Das Thema - Spionage unb Spion^g^^^ bezieht sich auf Dmge, bie s ch oer mUan$ mehr ober mmber /nteresstert . ^n'gn Beschauer sehen kann, bie vielmehr leben 5 2ßoI)I unt) unmittelbar angehen, weil fte f Wichtigkeit Wehe bes Vaterlanbes ”otl ^irfung des finb. Ausschlaggebenb ist '"r Tatbestanb Films, baß ber *auS darüber hinaus m sich aufnimmt, fonbetn ) er nicht benkt unb seine Folgerunge 3 » er aufmer(= nur gefesselt unb Sespannt, l nder ß unb Verkam, in seinem ™\urli^ «U; bafc er sich antwortungsbewußtsein getr ss um roa5 e5 stch in vollem Umfang bewußt wird, bebrof)t ter&Ä. 3«;;: $6 ÄS«.«. ♦ Der Film bewies, wie an bem außergewöhnlichen Besucherzustrom zu merken war, gleich am ersten Tage eine starke Anziehungskraft. — Im Beiprogramm sieht man bie neue Wochenschau, einen Kulturfilm unb einen Vorspann zu „Moskau — Schanghai" mit Pola Negn. hth- Festwoche für neue geistliche Musik in Frankfurt. sich an Zeitschristen. — Es wirb für jebe Mutter interessant sein, zu lesen was Pros. Dr. Rott, Berlin, in seinem Ar- titel „Das Kinb ist krank" im vktoberheft ber bekannten Zeitschrift „Mutter unb Kinb (Verlag Staube, Berlin W 30) über dieses wichtige Thema schreibt. — Aus dem mit zahlreichen Hub- scheu Silbern geschmückten Heft seien folgenbe «ei- träge erwähnt: „Warum babe ich mein Kind. , Was soll man ben Kinbern mitbringen?", „Un- s'elbstänbigkeit", „Ein Kinb schreibt zum Gebur s- tag", „Die Körperschulung ber Hausfrau , „Störungen ber Mutterschaftsvorgänge" usw. Hochschulnachrichten. Geh. Rat Prascssor Dr. Wilhelm Meyer. L ü b f e ber bebeutenbe Bonner Romanist ift im Atter von 75 Jahren in Bonn gestorben. Sem Lebenswerk galt ber von Friebrich Dietz begrilnbe- ten vergleichenben romanischen Sprachwissenschaft. Meyer-Lübke war Schweizer von Geburt unb hat zahlreiche Lehrstühle in Deutschlanb unb auch tm Auslanb innegehabt. gtnrtolaa Der Reichserziehungsnunister hat auf ßomiag des ReichsstatthalteLS in Thüringen Dr. Bernhard K u m m e r mit ei mm Lehrauftrag für altnordische Überlieferung unb germanische Wl-ltanschauungs- Fnnbe und Dr. Johann non Seers mit einem Seärauftrafl für Rechts-, Wirftchafts- und P°ü sich- Gefchlchte auf raffifdjer Grundlage an die Ummr- sität Jena berufen. gen bie Winterkälte am besten schützen unb eine ganze Ewigkeit hinburch ullu - gastliche M u s i k im Frankfurter Rathaus stattfanb, begrüßte Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs bie aus zahlreichen Ländernl gekommenen Gaste wobei er darauf hinwies, daß Frankfurt nut allen Kulturländern in stetiger, enger Berbindung stehe. Der 1. Vorsitzende der Internationalen Gesellschaft für Erneuerung der katholischen Kirchenmusik Dr Dr. Graf von Schön b or n betonte, daß eine Zeit ber Umbildung in fast allen sondern auch auf dem Gebiete ber Kirchenmusik nicht fpurloj vor übTrgeben konnte. In einer Festrede umr.ß der Freiburger Erzbischof Exzellenz Dr Konrad Grobe r nachdem auch er die Festgaste, insbesondere den Kardinalprimas von Polen, Hlond, begrüßt o UJHUJ POMMERN GRENZMARK am Die Eröffnung des Gallusniarkles in Grunberg. lichkeit hierzu gibt ihm die Hiffung der Marktsahne RA zielte Ätf-J l.M ®ßlt l 6fri*rg und >E däitnifM in den Dienst unserer Stadt stellen. In Anerkennung seiner Verdienste wurde er im Juli 1935 durch den Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger zum Kreisleiter z. b. V. mit dem Recht zum Tragen der Kreisleiteruniform ernannt. Er gehört zur Alten Garde des Führers und ist dadurch Träger des Goldenen Ehrenzeichens der Partei. In dieser Eigenschaft ist er Kreisamtsleiter (Kreisfachbearbeiter Adolf Hitlers marschierte, wurde ihm das vom Gauleiter Sprenger gestiftete Gauehrenzeichen 1923 verliehen. In weiten Kreisen in Stadt und Land wird Herrn Lotz wegen seiner vortrefflichen Charaktereigenschaften und seines allzeit gefälligen Wesens, ebenso auch seiner Ehegattin große Wert- chätzung entgegengebracht. So entstand das WHW.-Abzeichen. RSG. Am kommenden Sonntag tragen wir alle als Zeichen unserer Opferbereitschaft das gewebte Wappen eines der zwölf deutschen Grenzlandgaue Schleswig-Holstein, Pommern, Danzig, Ostpreußen, Grenzmark, Schlesien, Bayern, Baden, Rheinpro- vinz, Saargebiet oder Westfalen. Der Entwurf gelegt haben. r , ** Preußisch - Süddeutsche Staatslotterie. Die Ziehung der 1. Klasse der neuen Lotterie (487274.) findet am 20. und 21. Okt. statt. ** Kriegsbeschädigtenfürsorge der Deutschen R e i ch s p o st. In Fortsetzung ihrer bisherigen Maßnahmen zugunsten der Kriegsbeschädigten wird die Deutsche Reichspost in nächster Zeit vollbeschäftigte kriegsbeschädigte Postbetriebsarbcl- ter in das Beamtenverhältnis übernehmen. Die Reichspostdirektionen sind ermächtigt worden, derartige Postbetriebsarbeiter mit anerkannter meß- barer Erwerbsminderung (auch unter 15 v. H. oder 10 v. H.), die am 1. April 1936 eine Postdienstzeit von wenigstens 6 Jahren abgeleistet hatten, ohne Rücksicht auf das Lebensalter am 1. November 1936 oder später zu Hilfspostschaffnern anzunehmen, oder als Postboten planmäßig anzustellen. Voraussetzung für die Uebernahme in das Beamtenverhält- nis, die eine Sondermaßnahme zugunsten der Kriegsbeschädigten darstellt, ist, daß der zu lieber» nehmende nach seiner nationalsozialistischen Gesm- ‘ nung, seiner Führung, Charaktereigenschaft, seinen der Markt immer größer werde, zum Ruhme der Stadt Grünberg — und zum Nutzen und zur Freude aller derer, die es angeht. Heute aber wollen wir, Am 17. und 18 Oktober werden die TNänner der Betriebe in den Straßen, Plätzen und Häusern unseres Gaues und darüber hinaus im ganzen Reiche für die erste Reichsstraßensammlung des IVinter- hilfswerkes des Deutschen Volkes sammeln. Auch mit deinem Opfer, deutscher Volksgenosse, wird gerechnet! Schaffende sammeln und geben! Senderuf des Reichsorganisationsleiters Or. Robert Ley. Gute Möbel bei Koos Giess en Schulstr '6 BH6. Gießen. Man berichtet uns: Auch im Herbst ist die Natur chön! Don dieser Erkenntnis durchdrungen, hatte ich am vergangenen Sonntag eine stattliche Zahl Wanderfreunde des Zweigvereins Gießen vom VHC. am Bahnhof eingefunden, um gemeinsam die herbstliche Landschaft zu durchwandern. Berghängen wurde in Bieber bei vorzüglicher Stim- der Schlußtrunk eingenommen, bis die Führer zum Aufbruch mahnten. Gegen 19 Uhr war mit der „Bieberlies" der Ausgangspunkt der schönen Wanderfahrt wieder erreicht. Vortragsabend der Klavierschule Körner. Geheimrat Prof. Dr. Sommer, dem Betreuer unseres Liebig-Museums, nrirb am heutigen Mittwoch, um 15.15 Uhr übertragen. Mit dieser Sendung, die im Liebig-Museum ausgenommen rouröe, dürfte die Erinnerungsstätte an den großen Gelehrten in weiten Kreisen über unseren Gau hinaus bekannt werden. Auf die Sendung darf man mit Recht gespannt sein. Silberhochzeit alter Mitkämpfer des Führers. lt« »ine ; wfe m> ?“9en i- Hafter Lehrer aus einem begabten Schüler machen kann. Heinz Junker, ein Schüler des Herrn Schüttler, führte den Violinteil tn der Diolin- sonate sauber und fein durch. Die Gestaltung eines solchen Abends erfordert von allen Teilen, besonders der Leiterin, viel Aufopferung. Möge er den Erfolg haben, daß mancher Junge und manches Mädel wieder den Weg zu unserer schönen deut» scheu Hausmusik findet. * ** Dienstjubiläum bei der Reichs- bahn. In diesen Tagen können der Zugführer Johannes Wilhelm Müller, Alicestraße 20, und der Zugführer Wilhelm Schneider, Loberstraße 10, das Jubiläum einer 40jährigen Dienstzeit bei der Reichsbahn begehen. ** Ernennung. Der Verwaltungspraktikant Heinrich Rohn in Gießen wurde unter Berufung in das Beamtenverhältnis zum Derwtltungsinspektor mählten mit dem Zeitungsgutschein bedacht werden. Der Staat übernimmt damit eine große Auf- gäbe, denn nicht weniger als 30 000 Standesämter sind mit dem nötigen Gutschein-Vorrat zu versorgen. epfS-tl Ber‘3f1?.°$ Dolt ’J.ief Rätselhafte Erkrankungen B-i -i-ien Kranihei. ■' len rote Herzmuskel- und Nierenentzündungen, Gelenkrheumatismus usro., läßt sich oft schwer die Ursache feststellen. Nur durch Zufall stellt sich dann häufig heraus, daß die Zähne der eigentliche Krankheitsherd sind. Kranke Zähne vergiften nämlich den Körper, sobald durch sie Krankheitserreger in den Blut- kreislauf gelangen. Beweist dies nicht, rote gefährlich es ist, wenn man die Pflege der Zähne vernachlässigt? Jeden Abend und Morgen Chlorodont — das sollte deshalb für alle, ob jung ober all, zur Selbstverständlichkeit werden! btt to„. |lrQhe 20r v0* er, stzr"', unb i Ä rHe König- . o6er (einen nichts half, nahm ich den Rest und fuhr nach Friesland. . . Dort hätte ich Fischer roerben können, ein kleines Haus erben, einen netten Kahn, aber die Sache hatte einen Haken. Es gehört ein Mädchen dazu. Und dieses Mädchen wollte ich nicht," lachte Leonhardt im Wolde. „Außerdem fehlten mir da oben meine Kameraden vom Wedding." „Das Ganze ist mir ein Rätsel," ruft Hanna. Sie hat scharf beobachtet, während im Wolde, die Hände in den Taschen, auf und ab ging und wie mit sich selber sprach. Jetzt nimmt er die Hande wieder aus den Taschen und geht hinter den La- denttsch, weil jemand kommt. Ein junges Mädchen verlangt einen Roman, den man früh und abends in der U.-Bahn lesen könnte. Wolde gibt ihr einen und ist ganz abwesend dabei. Als die Tür wieder zuklinkt, fängt Hanna von neuem an. „Sie haben aber doch einen Wagen, einen fabelhaften Wagen! Das paßt doch gar nicht zu Ihrer Geschichte!" „Sehen Sie, das paßt vielleicht ebenso wenig zu meiner Geschichte, wie dazu, daß Fräulein Brandes in meinem bescheidenen Laden sitzt und sich meine für sie doch höchst nebensächliche Geschichte anhört. Es ist sicher auch unpassend, daß ich sie Ihnen erzählt habe. Aber manchmal läuft man über, und das passiert eben auch mal an einer verkehrten Stelle. Es tut einem ganz gut, mal nut einer Frau zu sprechen, ich kenne gerade nur meine brave Putzfrau und das Ekel, die Habermann. Die Geschichte mit dem Wagen — ja, sehen Sie, Fräulein Brandes, das ist nun so meine fixe Idee. Ich hab' da was vor — aber das ist nur was für Männer." . . , . Ach so," sagt Hanna verständnisinnig uno lächelt wieder. Er sieht wirklich wie ein großer Junge aus; er ist das ganze Gegenteil von Her- bing, äußerlich und wohl auch innerlich. Herbmg hat keine rechte Heimat, er ist zwar Nicht überall zu Haus, aber es fehlt ihm auch an der Seßhaf tiateit die nötig ist, um eine Heimat zu haben. Der hier zieht mit einem Friesenzimmer deruul Un,%i?afagten ^ba vorhin, mir seien Nachbarm Fräulein Brandes," lenkt lm Wolde ab. „Wie meinten Sie denn das?' (Fortsetzung folgt) 1. Kreisklasse. Tv. Garbenheim — Tv. Hörnsheim 4:7 (3:2). Wenn Hörnsheim dieses Treffen trotz einer knappen Halbzeitführung der Platzbesitzer gewinnen konnte, so ist das nicht zuletzt ein Verdienst der ganzen Mannschaft. Jeder einzelne Spieler tat sein Möglichstes und dieses Plus gegenüber dem Gegner war für den Spielausgang entscheidend. Denn daß Garbenheim im Kommen ist, das bewies dieses Spiel aufs neue. Tv. Herborn — Tv. Dorlar 8:10 (3:3). Dorlar hat das schwere Spiel in Herborn glücklich überstanden. Die Mannschaft spielte so, wie sie spielen mußte: vorsichtig! Dadurch aber konnte sie den ungestümen Angriffen ausweichen und im Endspurt einen knappen aber verdienten Sieg sicherstellen. Tv. Dutenhofen — Tv. kahenfurt 12:6 (6:2). Dieses Spiel hat gezeigt, daß Katzenfurt für manche Mannschaft' noch eine Klippe bedeuten wirb; benn Dutenyofen hat keinesfalls so sicher ge- ä5ö-nt ! ■"gfaiWSams, l,"Wefmnnl‘ ‘ 1 her °tM Dießen I l1Qttfinbet. jeber bie L hierüber "J*". im Beruf 14lW im Heu- ^bauten Retters n oyofsmauer, die ^m.lienhächr in ? 1 am eübabt)ana j us, auch für ün beginnen lassen. 1 R vor Eintritt ; llllt merben. bie in Leiner an bet ppenbeim; Dienst- ^esstelle für einen i'Schule in Bie- geräumige Dienst- Erstelle für einen Mule in Nie - n; Dienstwohnung fcitber Organisten' e für einen latho- ile in vppers- i Nvoimung ist vor- en seit mindestens f egt unb eine An- ' Sonntag schöne Erfolge beschieden. 1900 1. Igd. — VfB.-R. 1. I gb. 2 : 3. Die Umstellung in ber 1. Jugend bewährte sich auf das glänzendste. In ber Mannschaft war kein Versager. Es muß hier von vornherein betont werden, baß die beiden Mannschaften sich ein Spiel lieferten, wie man es von Jugenbmannschasten nicht oft zu sehen bekommt. Von Anfang an entwickelt sich ein harter aber fairer Kampf um bie wertvollen Punkte. 1900 war vorerst leicht überlegen unb behauptete diese Überlegenheit bis in bie zweite Halbzeit. Herrliche Angriffe wurden von beiden Mannschaften immer wieder vor das gegnerische Tor getragen und oft mußten die Torleute heftig eingreifen. Bei Halbzeit war ber Kampf noch nicht entschieden. Unvermindert ging das Tempo weiter und bald gelang es dem Halblinken ber Blauweißen durch ein schönes Tor feiner Mannschaft bie Führung zu erringem Jer . Gegner fiel merklich zusammen, lediglich der Mittel- •e tum Buhme oer Türmer der Grünweißen war es, der seiner Mann- unbyityreube Rückhalt bot und ber auch kurz vor »Tab«r * « Hl-erwartungen, uns Sen des dies- « *4 des gonze" ben, man muß hineinwachsen können und bazu 1 braucht man Zeit. Dazu brauchen vor allem Men- 1 chen wie Sie Zeit. Das hat nichts mit Ueberheb- i lichkeit zu tun, wenn ich Ihnen bas sage, Fräulein : Branbes. Wir müssen immer Ruser bleiben, immer । Sauerteig, benn nur bas ist Leben. Es geht nicht allein barum, hungerige Mägen fatt zu machen, ober Arbeitslose in ben Arbeitsprozeß einzuschalten und ihnen wieber einen Sinn ihres Lebens zu geben, es geht hauptsächlich barum, unserer Na- i ion wieder ben Sinn zu geben." „Dazu haben wir eine Regierung," sagt Hanna. Das Gespräch reizt sie zum Wiberspruch. Es hat noch nie jemand mit ihr bavon gesprochen, auch John nicht. „Die Regierung würbe burch ben Willen bes Volkes unb ben Willen bes Volkes prägte langsam unb zäh vierzehn Jahre hindurch ein einziger Mann. Er unb bas Volk sinb eins, er wirb niemals satt unb träge werben, aber um bas Volk im Kampf hart zu erhalten, es sich nicht wieber auf die faule Seite drehen zu lassen, weil ja einer da ist, der es schon machen wird — darum geht es. Diesen harten Kampf um die Erhaltung, ben Ausbau finden Sie überall. Wenn Sie nicht nur schöngeistige, zeitlose Bücher lesen würben, könnten Sie es auch feststellen, Fräulein Branbes. Es gibt Bücher, bie für bas ganze Volk geschrieben sinb, und bie von allen verstanden werben, nicht nur von einer kleinen Schicht, bie ben Anspruch auf bessere Bilbung erheben kann. Die Schriftsteller sollten den Ehrgeiz haben, in jedem Bücherschrank zu stehen, nicht nur in ben Bibliotheken ber Nurgescheiten. Dann haben sie auch bie richtige Daseinsberechtigung." Nun lächelt Hanna Brandes aber doch. Nicht spöttisch ober hochmütig, sie freut sich an bem Eifer und finbet bas sehr nett. Sie ist auch ein bißchen nachbenklich geworben, aber sie kann sich einfach nicht oorftetten, was sie selber tun unb lassen soll, i „Das war eine hübsche kleine Abreibung. Herr : im Wölbe. Es ist nicht uninteressant für mich, unb - ich werbe nun manchmal vorbeikommen, wir sinb i nämlich Nachbarn. Ich möchte nur noch eins gern > wissen Wo kommen Sie eigentlich her? Ich kann t Ihren Namen in keine Lanbschaft hineinbringen. ? „Dann müssen Sie nach Friesland fahren, Frau- - lein Brandes. Die im Wolde's sitzen da oben, und wui 8riU"ie t t0 To r allem hauen und ufea. Sie gerne denn w>rlu" en: wenn mein Vater nicht so früh fortgemußt hatte, säße ich ba wohl auch noch. Vielleicht als Lanb- wirt. Vater war Gutspächter unb hatte viel vor. Der Krieg hatte einen Strich durch seine Rechnung gemacht. Vater fiel im Westen, Weihnachten 1914. Pon dem friesischen Traum für seinen Jungen ist nicht viel übrig geblieben, — ein Zimmer, mit dem ich herumgezogen bin." „Ein Zimmer?", fragt bas Mädchen erstaunt. „Wie kann man benn mit einem Zimmer herumziehen, wenn man frei unb lebig ist, bas hemmt boch nur." „Natürlich hemmt es, aber ich brauche es ganz einfach," sagte im Wölbe schlicht. „Meine Großeltern unb meine Eltern haben barin gelebt, und ich tue bas nun auch. Es war ja auch so ziemlich alles, was sich meine gute Mutter aus Inflation unb sonstigen Fehlschlägen für sich gerettet hatte. Vielleicht wäre es besser gewesen, sie wäre in Frieslanb geblieben, so verloren wir jeben Grunb unter ben Füßen, und ich war damals noch viel zu klein, um den Sinn dieses Auswanderns zu begreifen. Ich habe später aber darunter gelitten." „Aber warum sind Sie benn nicht zuruckgegan- gen! Ich kann mir auch nicht benfen, baß Sie sich in Berlin wohlfühlen. Ich verstehe bas sogar sehr gut, Luft und Wiesen gegen Asphalt unb Stickig- keit, ist boch ein Unterschieb." Hanna Branbes hat sich wieber in ben Stahlsessel ge etzt, sie vergißt ganz unb gar, baß Mittags- zeit ist, unb daß Liesst Gottschalk sich selbst über ihre Hilfe, bie sie ihr so großartig angeboten hat, rounbern wirb. Aber bieser blonbe Junge ist sicher auch viel allein, vielleicht tut es ihm gut, mal zu reben, wie jetzt, außerdem möchte sie nun wirklich gern wissen, wie er sich so fein Leben eingerichtet , lebte bei meiner Mutter, bis sie starb. Sie hatte eine entfernte Verwanbte in ber Mark, und ■ da waren wir untergekrochen Es ging uns nicht i gut, bei Gott nicht. Mal hatte ich eine bescheidene i Stellung, mal feine. In den letzten Jahren mei- i ftens feine. Es wurde ein bißchen besser als Tante i Ada starb, sie vermachte uns 'hr Spar- ' kassenbuch mit eintausendfünfhundert OTart Davon . nab mir Mutter fünfhundert; ich sollte nach Berlin > gehen und mein Glück versuchen, als auch das Große (Straffammer Gießen. Der erheblich (auch einschlägig) vorbestrafte, aus der Untersuchungshaft vorgesührte Ludwig Born, 37 Jahre alt, aus Metz, z. Z. ohne festen Wohnsitz, stand unter der Anklage bes Rückfalldiebstahls. Der Angeklagte war nach Verbüßung einer Freiheitsstrafe aus einem Zuchthaus entlassen worben unb trieb sich bann im Lande umher, sich bettelnb unb durch Diebstähle ernährend. So stahl er im Juni dieses Jahres in Ober-Eschbach aus einem Küchenschrank in einem unbewachten Augenblick eine Geldbörse mit 21.30 Mark. Einer Frau, die hinzukam, erklärte er, daß er Versicherungsvertreter sei und mit ber Hausbewohnerin eine Lebensversicherung abschließen wolle. Kurz nach bem Weggang des Angeklagten bemerkte man ben Diebstahl unb verhaftete ben Angeklagten. Da bie seitherigen erheblichen Vorstrafen auf ben Angeklagten nicht den geringsten Eindruck gemacht hatten, würbe er „Na, vielleicht ist es notwenbig. Ich habe sehr wenig Verbindung zum Leben außerhalb unseres Hau es gehabt; das ist in Ihren Augen sicher ein Fehler gewesen. Es liegt wohl in der Hauptsache daran, daß mir jeder Anreiz fehlte eine andere Ordnung als die bestehende zu wünschen. Politik und Not lag außerhalb, ich war immer satt. „Es gab auch Satte, die trotzdem zu uns hielten und uns verstanden. Es war ja auch 5E Revolution des Magens, Fraulem Brandes Gott behüte! Das kam erst in zweiter Lmw Es ging um die großen Dinge und um eine Weltanschau unq heute sage ich Ihnen damit nichts Neues sie Eden j° w°h, wenigsten- eine Ze.inng lesen ober Nqä°nna°B"ranbes ist versucht, zu lächeln, aber sie kann e- nicht. Sie suhlt sich an Er Stelle ge packt, die bisher noch feiner angerührt yat und ihr '"'^1ese^n7Zeitun72" höre nur gunz sel- te?E Ich lese nie? Bücher und. treibe Sport unb beschäftige mich mit meiner Katz. in Ihren Augen ja nicht viel fein. ^ebe 'Reit in ber man lebt, verpflichtet. Auch di-^damalig-' v-rpslichtet-, nur 'm and°r-n^Smn-. Damals mußten wir wiber den ^ach w>c;hc6 h-ut- müssen wir s-schalt°n und umbauen. Beweist grundverschieden, das Heute ist $ , Auffassung schwerer. E- muß - n,J5 muß immer der Sturmriemen umg-bund-n f™ „Ewiger Revolutionär, Herr im Wow« t Man sollte dem Volke Ruhe «annen. Nicht -w>»°r R°^ vvlutionär, dann sollte man lieber IN die Hexen küchen der alten und neuen Welt E«nndern und anderen die Kastanien aus d-m F-u-r holen. Ich meine etwas ganz anderes. Wir' s cy Ende, wir stehen am Anfang, wir sind ja nicht alle von heute auf morgen zu neuen Menschen geroor UH ~ . LUI IHCL UCi wiunwmjvi. ---* --->- uudzuriZreM nod) Rückhalt bot und der am • m,r Schluß zwei grobe Fehler bes rechten Verte,bigers ausnützte unb für seine Mannschaft ben Sieg errang. 1900 2.3 gb. — Garbenteich 1.1gd. 5:3. Die zweite Jugend rechtfertigte bie in sie gesetzten Hoffnungen unb errang nach Hartern Spiel einen schonen Sieg gegen Garbenteich. Zuerst konnte sich die Mannschast auf dem schlechten Platz nicht finden unb lag bis zur Halbzeit mit brei Toren im Hintertreffen. Nun aber wandte sich bas Blatt unb fünfmal gelang es bem Sturm, nach schöner Kombination ben gegnerischen Torhüter zu schlagen. Die brüte Jugend gewann auch ihr drittes Spiel mit 2:0 gegen ben Lokalgegner. 1900 1. Schüler — Leihgestern 1. Schüler 5:0. Einen schönen Sieg brachte die Schülermannschaft aus Leihgestern mit nach Hause. Die kleinen 1900.er zeigten ein schönes Spiel und so konnten, da besonders ber Sturm sich von seiner beisten Seite zeigte, bie Erfolge nicht ausbleiben. LfB.-ReichSbakn Gießen. wonnen, wie etwa bas Ergebnis besagt. Im Gegenteil, Katzenfurt spielte so schön, baß man ber Mann- chaft wirklich ein besseres Ergebnis gewünscht hatte. Die Platzbesitzer spielten vor allem im Sturm reichlich unsicher unb viel zu eigennützig. Das aber konnte Katzenfurt ausnützen, wenn nicht ein bei» pielloses Schußpech vorhanben gewesen wäre. 2. Kreiskla^e. To. Hausen — Tv. Wetzlar 2. 8:13 (4:6) Tv. Wißmar — Tv. Lonbors 10:2 (4:2) Tv. Lang-Göns — Tv. Lich 10:4 (3:2) Tv. Allenborf — Tv. Nauborn ausgef. Tv. W.-Niebergirmes 2. — Tv. Dutenhofen 2. 7:5. Die Gäste kamen mit einer aus Spielern ber 1. Mannschaft durchsetzten Elf an, fo daß Hausen schon von vorneherein keine Aussichten hatte, zu gewinnen. Immerhin hat sich bie Platzmannschaft sehr gut geschlagen, wenn es auch zu einem Siege nicht langte. Wißmar hat Londorf sicherer als erwartet schlagen können. Auch Lang-Göns konnte wieder einmal mehr beweisen, daß es so leicht keine Mannschaft zu fürchten braucht. Jugendklasse. Tv. 1846 Gießen — Tv. Krofdorf 16:2 (9:1) Mto. Gießen 1. — Mtv. Gießen 2. 18:1 (8:0) Spv. 1900 Gießen — To. Dutenhofen kfl. f. D. Tv. Ebers-Göns — Tv. Hochelheim 5:12 (4:5) Derbandsipieie in allen Klaffen. ; Das Reichsfachamt Handball hat mitten in der Verbandsrunde eine Grohwerbung für den Handball durchgeführt. Auch bei uns im Gau fanden zwei derartige Begegnungen statt, unb zwar war es einmal ein Verbanbsspiel, bas den MSP. Hanau unb ben Tv. Kesselstabt zusammenführte unb das die Soldaten knapp gewinnen konnten. Das andere Spiel stieg in Kassel, und zwar unter der Parole „Militär gegen Zivil". Die Derbandsspiele, bie nach der Erntedankfestruhe wieder voll einfetzten, brachten überall erwartete Erfolge, wenn auch einige herbe Enttäuschungen nicht fehlten. So verlor in bem Spiel Tufpo. W.-Niedergirmes — SpD. 1900 Gießen Gießen klarer noch als bas Ergebnis besagt mit 10:6 (6:4). — Wenn auch Gießen anfänglich stark brückte, so gelang es den Platzbesitzern, sich immer mehr frei zu machen. Eine anfängliche kleine Führung ber 1900er wurde aufgeholt und mit 2 weiteren Treffern ber Halbzeitstanb sichergestellt. Nach ber Pause flaute bas Spiel stark ab, beibe Mannschaften hatten sich zu sehr ausgegeben. Trotzbem gelang es Niebergirmes, burch 4 weitere Tore seinen Enb- sieg sicherzustellen. 1900 hat seinen Anhängern eine große Enttäuschung bereitet. Von seiner einstmaligen Stärke ist nichts mehr vorhanben. Die Mannschaft spielte oft birekt hilflos und der Sturm vergaß bas Schießen vollständig. Tv. Münchholzhausen — Tv. Lützellinden 7:4 (4:3). Wer annehmen wollte, daß Münchholzhausen so sicher, wie das Ergebnis besagt, gewonnen hätte, irrt sich. Die Gäste waren ihrem Gegner in bezug auf die Mannschaftsleistung ohne Zweifel überlegen und nur bem guten Tormann kann es Münchholzhausen verdanken, daß es bie Führung bis zum Schluß hatten unb so zwei wichtige Punkte buchen zu einer Zuchthaus st rase von drei Jahren unb zur Kostentragung verurteilt. Außerbem mürben ihm bie bürgerlichen Ehrenrechte auf bie Dauer von fünf Jahren aberkannt unb die Zulässigkeit der Polizeiaufsicht ausgesprochen. Der W. B. aus H. würbe wegen Vornahme unzüchtiger Handlungen an einem minderjährigen Mädchen zu einer Gefängnis st rafe von sieben Monaten, abzüglich zwei Monate eine Woche ber Untersuchungshaft, verurteilt. Wegen Vornahme unzüchtiger Hanblungen an einer männlichen Person unter 21 Jahren würbe ber F. H. aus Gießen zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr unb zwei M o - n a t e n unter Anrechnung von brei Monaten zwei Wochen Untersuchungshaft verurteilt. Der aus ber Untersuchungshaft vorgesührte Konrad Runkel aus Altenstadt wurde wegen Blutschande zu. einer Zuchthaus st rafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt. Drei Monate Untersuchungshaft wurden dem Angeklagten anqerechnet. „ , ,, „, .. Wegen Verbrechens nach § 175 hatten sich bie Angeklagten R. B., 22 Jahre alt, und ber F. E., 22 Jahre alt, beide aus Gießen, zu verantworten. Die Angeklagten haben Ende 1935 und anfangs 1936 mit mehreren jungen Burschen unzüchtige Handlungen vorgenommen. B. wurde zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr, E. zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. §ußball-Länderspiel Deutschland gegen Schottland im Rundfunk. Wieder wartet bie beutsche Fußballgemeinde mit Spannung auf die Übertragung des Fußballänder- spiels Deutschland—Schottland, bas am Mittwoch, dem 14. Oktober, in Glasgow zum Austrag gelangt. Oer schottische Fußballverband hat die Genehmigung 5U einer direkten Übertragung nicht erteilt. Um jedoch ben Hörern bes deutschen Rundfunks noch am gleichen Tage einen umfassenden Bericht von dem Ländertreffen übermitteln jju können, überträgt ber deutsche Rundfunk am heutigen Mittwoch von 22.15 bis 22.30 Uhr einen Augenzeugenbericht aus Glasgow. ZußbaN im Turnverein Großen-Linden Großen-Linden 1 — Heuchelheim II 3:2 (2:0). Am Sonntag waren alle Mannschaften des Tv. Großen-Linden erfolgreich. Die Erste hatte die Zweite von Heuchelheim zum Gegner. Vom Anstoß an gingen bie Platzbesitzer in Führung, die sie kurze Zeit später durch einen schönen Schuß des Linksaußen auf 2:0 erhöhten. Die Gäste stellten nun einen neuen Mann zwischen bie Pfosten, ber sich glänzend schlug. Ihm haben bie Gäste in erster Linie bas knappe Resultat zu Derbanfen. Nach der Pause kam bie Platzelf nur noch zu einem Tor, während die Gäste deren zwei entgegensetzen konnten. Vorher spielte bie 2. Jgb. gegen bie gleiche vom VsB.-R. Gießen. In biefem Spiel waren die Platzbesitzer klar die Besseren und kamen zu einem auch in dieser Höhe verdienten Sieg. Die 1. Jgd. weilte zum fälligen Pflichtspiel in Steinberg und konnte hier bei schlechten Platzverhältnissen einen knappen verdienten Sieg landen. Spielabteilung $».1889 Klein-Linden MWUNkMM Vornan von Ilse Schuster. Copyright 1936 by Aufwärts - Verlag G. m. b. H., Berlin SW 68 Beiden Angeklagten wurde die Untersuchungshaft mit zwei Monaten und drei Wochen angerechnet. Der 38jährige K. V. aus Trohe wurde wegen Rückfallsdiebstahls und Betrugs zu einer Gesamt- gefängn isst rase von einem Jahr und einer Woche, sowie zur Tragung der Kosten des Verfahrens verurteilt. Der Angeklagte, der bereits mehrfach, wiederholt einschlägig wegen Diebstahls vorbestraft ist, hatte am 5. 8. in einem hiesigen Metzgerladen 4V4 Pfund Speck im Werte von 5,10 RM. entwendet. Unter der Angabe, er wolle zwei einem Gießener Gärtner gehörige Sensen der Heeresverwaltung für den betreffenden Gärtner abliefern, erhielt er ferner Sensen, die er ^aber nicht ablieferte, sondern für sich veräußerte. Strafschärfend wurde berücksichtigt, daß der Angeklagte, obwohl er erst im Mai wegen Rückfalldiebstahls zu einem Jahr und drei Monaten verurteilt worden war, wieder straffällig geworden ist, weiterhin, daß er den Erlös aller seiner Straftaten hauptsächlich in Alkohol angelegt und daher auch nicht in Not gehandelt hat. Da der Angeklagte im wesentlichen geständig war und wegen Betrugs noch nicht vorbestraft ist, wurden ihm nochmals mildernde Umstände zugebilligt. Oberhessen. Oer zweite Tag des Zungvolk- Iührerlagers in Friedberg. LPD. Friedberg, 13. Okt. Der zweite Tag des Jungvolk-Führerlagers, das bis zum 18. Oktober in Friedberg abgehalten wird, brachte ein sich über den ganzen Tag erstreckendes G e - lände spiel der gesamten Führerschaft - in den Taunuswäldern zwischen Winterstein und der Kapersburg. Am Abend sprach in der Aula der Augustinerschule der bekannte Kriegsdichter von Langsdorfs über das Thema: „Erlebnisse eines Kampffliegers". Für Mittwochvormittag haben Landesbauernführer Dr. Wagner und der Alterspräsident der Reichsschrifttums'kammer, Hans Friedrich B l u n ck, ihr Erscheinen im Führerlager deshessen-nassauischen Jungvolks zugesagt. Srjähnger Millionenerbe. LPD. Bad-Nauheim, 13. Okt. Kürzlich ging die Nachricht durch die Presse, daß sich in Amerika eine Millionenerbschaft Schäfer befinde. Die Erben seien in Deutschland nicht bekannt, alle Träger des Namens Schäfer sollten sich melden und ihre mögliche Verwandtschaft nachweisen. Jetzt ist durch eine Untersuchung des Leiters der fippenkund- lichen Abteilung im Deutschen Auslandsinstitut, Dr. Scholl, der richtige Erbe festgestellt worden. Es handelt sich um den Landwirt Johann Peter Christian Schäfer, einem Vetter der Erblasserin, der 8 2 Jahre alt ist und in Bad- Nauheim wohnt. Nach einer Mitteilung der sippenkundlichen Abteilung ist es heute völlig zwecklos, daß andere Träger des gleichen Namens Ansprüche auf diese Erbschaft geltend machen. Schäfer, der mit der Erblasserin Henriette Garrett im vierten Grad verwandt ist, ist nicht nur aus den Kirchenbüchern einwandfrei legitimiert, er vertrat auch bei dem im Jahre 1915 kinderlos verstorbenen Bruder der Frau Garrett Patenstelle und konnte noch Briefe des 1808 geborenen Vaters der Frau Garrett, Christoph Schäfer, vorweisen. Der glückliche Erbe war lange Zeit in Bad-Nauheim Stadtrat und Mitglied des evangelischen Kirchenvorstandes. Er ist noch rüstig und hilft seinen Angehörigen im Geschäft und im Garten. Landkreis Gießen. * Klein-Linden, 14. Okt. Am gestrigen Dienstag fand in der hiesigen Kirche ein Missionsabend statt. Der Posaunenchor eröffnete die Feierstunde und begleitete mit der Orgel die gemeinsam gesungenen Choräle. Der Ortsgeistliche, Pfarrer König, sprach einleitend über die Notwendigkeit der Missionsarbeit, lieber ihre Tätigkeit im Dienst der Baseler Missionsgesellschaft in Borneo, China, bezw. in Kamerun, berichteten dann die Missionare Braun, Michel und Buse. Dekan i. R. G u ß m a n n-Gießen, der Vorsitzende des Oberhessischen Missionsvereins für Basel, wußte die Herzen warm zu machen für die Missionsarbeit. Die Feier fand durch die Mitwirkung des Frauen- und Mädchenchors der evangelischen Kirchengemeinde noch eine besondere Bereicherung und wurde mit Chorvortrag des Posaunenchors abgeschlossen. Die Kollekte kommt der Arbeit der Baseler Mission zugute. ^Leihgestern, 13. Okt. Ihre silberne Hochzeit können am Donnerstag, 15. Oktober, die Eheleute Wilhelm Di e h l und Frau Marie, geb. Hahn, dahier Bahnhofstraße 42, begehen. * Großen-Buseck, 13. Okt. Dieser Tage trat unser langjähriger Balgtreter Balthasar Hahn, Kaiserstraße 35 wohnhaft, in den wohlverdienten Ruhestand. Bereits am 26. Januar 1932 vollendete er sein 80. Lebensjahr; er hat in geistiger und körperlicher Rüstigkeit bis über sein 84. Lebensjahr hinaus die anstrengende Tätigkeit eines Balgtreters ausgeübt. Er versieht dieses Amt schon fett dem Frühjahr 1876, also seit über 60 Jahren. In Anerkennnung seiner langjährigen treuen, der Kirche geleisteten Dienste wurde ihm bei seinem Ausschet- den ein schöner gebrannter Wandspruch mit Widmungüberreicht. Möge ihm noch ein schöner Lebensabend vergönnt sein! = Daubringen, 14. Okt. Die erste Eintopfsammlung im Rahmen des Winterhilfs- wertes 1936/37 erbrachte in unserem Orte den Betrag von 55 Mark. + Staufenberg, 14. Okt. Die hier durchgeführte erste Eintopfsammlung 1936/37 brachte ein wesentlich günstigeres Ergebnis, als die gleiche des Vorjahres. Es wurden 52 Mark aufgebracht. # Hungen, 13. Okt. Mit dem heutigen Tage verläßt Polizeidiener, i. R. Heinrich Haas mit feiner Familie unser Städtchen, um in der Nähe von Magdeburg auf einem von seinem Sohne kürzlich übernommenen 90 Morgen großen Erbhof sich niederzulassen. Der Hof ist auf dem Siedlungswege übernommen worden. Kreis Schotten. cxd Laubach, 12. Okt. Am Montagabend fand im Gasthaus „Zur Traube" ein gut besuchter S ch u - lungsabend der Ortsgruppe Laubach statt. Stellvertretender Ortsgruppenleiter Pg. Braun (Laubach) begrüßte die Erschienenen herzlich und gab vorerst verschiedene Anordnungen und Verfügungen bekannt. Anschließend hielt Pg. Scriba einen längeren lehrreichen Vortrag über die letzten Programmpunkte. — Die am Sonntag von den Parteigenossen durchgeführte Eintopf-Sammlung brachte den beträchtlichen Betrag von 189,31 Mark. EINLADUNG! abends 8 Uhr 6530V GIESSEN SELTERSWEG 81 stunden täglich 11.30-13 Uhr. 625?D Mädchen Trächtig. UM ist Sur 6410D D.-Strümpfe Flor mit Seide 1.95 1.50 1.15 D. Strümpfe Wolle mit Seide 3.25 2.45 2.25 D.-Strümpfe, reine Wolle 3.75 2.75 1.95 65200 M-Schleier e modehaus L: Schneherger -■Slnlninle • schulstr. 4 G!ESSEf\h Aur Frage 1 „Wir sind do Programm si der Armee u würden ein zogen habe nun einmal eigenen V nationale sind A n z e i c nationalen La sein, die Aug< ßen, denen w sehr die auger bei uns hero Furcht vor Entwicklun nationalen La sein, die Te Der Weg zum ranz und Z Die Die Anssjch Hunq London, 1 ^tt hielt unter ■öQlömin eir ^oen einen ei politische Lage . 8, le't der h wurde ei ■e n erngesekt j.Ci, M wird den fe*. die nungdg- ehVnn,5rafl( lchen, di- VN hu6 n, t ^er nife ^Nchler? weise j °us! htef an alll W bie L^h le 9leri °wzuseN'N de