Nr. A5 Erstes Blatt 186. Jahrgang Montag, 14. September 1956 Erscheint täglich, nutzer Sonntags unb Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr.. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüfie unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Universitäts-Buch- und Zteindruckerei «.Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschästrftelle: Schulstrahe 7 Annahme von Anzeige» für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittag» Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf..Platzvorschrift nach vorh.Vereinbg.25°/„ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen--, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie ein- spaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf, Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Niemals wird Deutschland bolschewistisch werden! Oes Führers Schwur auf dem Appell der nationalsozialistischen Kampfformationen. Der Appell der Hunderttausend. Nürnberg, 13. Sept. (DNB.) Die Luitpolb- arena, die Stätte des großen Appells, bietet in die- !er Stunde ein unvergeßliches Bild dar. Die sanft geschwungenen Goldgirlanden an der Vorderfront >er hohen Ehrentribüne und den vorgezogenen Eck- lürmen mit den gewaltigen Hoheitszeichen funkeln im Sonnenlicht. Weithin leuchten die drei riesigen Hakenkreuzfahnen an den 34 Meter hohen Stahlmasten hinter dem Mittelfeld der Ehrentribüne. Das Ehrenmal liegt ganz in Grün gebettet, aber ohne besonderen Schmuck. Nur in der Säulenhalle hängen schlichte Lorbeerkränze. Zu beiden Seiten des Vorhofs brennen auf halbhohen Säulen die Opfer- ichalen. In der Mitte des Vorhofes ruht der mit der Hakenkreuzschleife geschmückte mächtige Lorbeer- iranz des Führers. Hinter diesem Platz steht die Vlutfahne und der Musikzug der Leibstandarte, deren silberhelle Instrumente über das ganze Feld sunkeln. Zu beiden Seiten der „Straße des Führers", die mit Granitplatten belegt ist, find in 36 tiefen Säulen 75 000 SA. - Männer, 20 000 SS. - Männer, 10 500 NSKK. - Männer, 2600 Flieger angetreten. Zwischen den Blocks haben Tausende von Sturm- lcihnen Ausstellung genommen. Auf der unteren Terrasse unmittelbar hinter dem weit vorgebauten Vlatz des Führers stehen die neu verliehenen Standarten und Sturmfahnen, die durch den Führer geweiht werden sollen. I Das Brausen der Heilrufe kündet das Nahen des Führers an. Fanfaren schmettern und tosender Jubel überflutet das Feld, als der Führer, bleitet von Stabschef Lutze, Reichsführer SS. Himmler, Korpsführer Hühnlein und Reichs- ioortführer Oberst Mahnte auf der Ehrentribüne fchtbar wird. Nach erfolgter Meldung der angetre- tenen Formationen grüßt d e r Führer, der tos Braunhemd des SA. - Mannes trägt, feine Sturmabteilungen. Heil, meine Männer! und „Heil, mein Führer!" donnert ihm die Antwort entgegen. Die Totenehrung. Kommandoworte ertönen. Unter gedämpftem Trommelwirbel sammeln sich die Standarten auf der „Straße des Führers" zur Totenehrung ind nehmen zu beiden Seiten des Ehrenmals Aufstellung. Die getragenen Klänge des Marsches .Deutschland trauert" erfüllen das weite Feld. Der oberste SA.-Führer schreitet, gefolgt von Stabschef Luhe und Reichsführer SS. Himmler an feinen Sturmkolonnen vorbei durch die „Straße des Führers". Die Menge erhebt sich von den Platzen und kntblößt die Häupter. Langsam schreitet der Führer Säe Stufen zum Ehrenmal empor, tritt allem vor die Gedenkstätte und hebt den Arm zum Gruß der £oten der Bewegung. Die Sturmmanner nehmen Hre Mützen ab, Standarten und Fahnen senken sch, und in atemloser Stille klingt leise das alte Soldatenlied vom guten Kameraden auf. Als der Führer zur Ehrentribüne zurückschreitet, ftlgt ihm die Blutfahne, getragen von SS.-Stan- rcartenführer Grimminger, um hinter dem Führer cuf der weit vorgebauten Kanzel Aufstellung zu Tarnen. Der Spielmanns- und Musikzug der SS.- Dachstandarte führt die Standarten und Sturm- fihnen in 24er-Reihen über die Granitstraße zur 5auptribüne, wo die Standarten hinter den neuen I Geldzeichen aufmarschieren, während sich die Taust nde von Sturmfahnen zu einem breiten Strom ftmmeln, der sich über die im Halbrund vor der fiaupttribüne liegenden Terrassen ergießt. In die „Straße des Führers" marschieren die Kolonnen der SS.-Verfügungstruppen, der SS.-Totenkopfverbände und der SS.-Führerschulen ein. Der Aufmarsch ist beendet. Der Führer nimmt das Wort. Der Führer spricht zur SA. „Männer der nationalsozialistischen Kampfbewegung! Zum achten Male treffen wir uns hier in Nürn- bsrg auf diesem Feld. Zum vierten Male seit der llebernahme der Macht, um die wir 14 Jahre lang gerungen hatten und die uns zufiel nicht als em Eeschenk des Glücks, sondern weil wir diese Macht bin? unseres Kampfes, dank unserer Disziplin und Ordnung verdient hatten. Wer wäre berechtigter gewesen, in Deutschland nach dieser Macht greifen als wir, und wem wäre sie mit mehr Mt zugefallen als uns? Wer hätte sie i n w u r - bi g e r e Hände genommen als die national* l^ialistische Bewegung? Aber ich kann auch hinzu- Ifügen: Wer würde sie fester halten als mir? (Stürmische Heil!-Rufe.) Alljährlich trifft -sich ein Teil unserer Bewegung in dieser Stadt zur großen Heerschau der Partei, d.eser einzigartigen Familie von kämpfenden Männern und tapferen Frauen. Alljährlich treffen wir ins hier, um zurückzublicken auf die zwölf hinter uns liegenden Monate, um uns gegenseitig wieder simal ins Auge zu sehen und uns zu stärken für i; ib*> Zukunft. Wenn wir heute zurückblicken, bann sind nun fast vier Jahre vergangen seit ionvern nur Zeugnis, abichriften Dem Be- w erbringst chretben bet» legen i — Lichtbilder unvBewerbungsunter- lagen müffen zur Vermeidung von Verluste« aus der Rückseite Namen und Anschrist des Bewerbers trage« l Auto- Mechaniker als Tankwart gesucht. 6615D Automobilhaus Oscar Aahler MarburgLahn. ZT" nur^jwgibt I Henko II 5 Eimer Etnweidilauge von stärkster schmutzlösenöer Wirkung! Junger rnM Heizöl* mit Führerschein Klasse III, sucht Dauerstellung. Zu erfragen ind. Geschst.d.G.Anz. Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grund« preis von 5 pf. für die Millimeter« rette veröffentlicht Nachlässe von 3 bis 20 v. H. erhalten Sie bei wiederholten Veröffentlichungen einer Anzelgel Junger Kaufmann 25 Jahre, sucht Stelle alsLager- Halter, Reisender i.d.Kolonial- warenbranche 0. alsKraftfahrer. Führerschein 3b. Schr. Ang. unt. 04188 a.b. Gieh. Anzeiger erbet. [Verschiedenes] Samstag abend 6 Uhr, Helle Hornbrille auf einer Bank bei Caf6 Nizza verloren! Abzugeben geg« Belohnung 04190 Eichwes 2 V- Montag, 14-September 1936 Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhefsen) Nr. 2(5 Zweites Blatt Der Parieikongreß nimmt seinen Fortgang Die finanzielle Gesundung Deutschlands Die Aeugestallung der deutschen presse Der Aufmarsch der nationalsozialistischen Kampforganisationen in der Luitpoldarena vor dem Führer. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Die Zeitung des Volkes als nationale und soziale Fordemng an der Presse in Uebereinstimmunq mit der grundsätzlichen nationalsozialistischen Einstellung zu dieser Frage bestehen geblieben ist. Diese Einstellung ist ein besonders eindringlicher Beweis für unsere Treue zum Parteiprogramm und die Tiefe unserer Ueberzeugung von der Richtigkeit seiner Grundprinzipien; denn es hätte sonst der Standpunkt nahegelegen, zum Vorteil der parteieigenen Unternehmen ein Pressemonopol der ParNachdem Reichsleiter Dr. Frank unter großem Beifall geendet hatte, ergriff Reichsleiter Dr. Otto Dietrich das Wort zu einer Rede über das Thema: „Die Zeitung des Volkes als nationale und soziale Forderung". Er führte u. a. aus: Der Vergleich der Presse im nationalsozialistischen Deutschland mit der des bolschewistischen Rußland ist nicht uninteressant. Die Presse des Nationalsozialismus ist die Zeitung des Volkes als geistiges Bindeglied und überzeugender Ausdruck der nationalen Gemeinschaft — die Presse der Sowjets ist ein rein mechanisches Werkzeug zur Beherrschung der Massen in der Hand der bolschewistischen Gewalthaber. Die bolschewistische Presse ist gewaltsam und unorganisch, aus dem Nichts aufgerichtet, im Gegensatz zur nationalsozialistischen Presse, die bereits jahrelang vor der Machtübernahme aus der Bewegung heraus organisch entwickelt worden ist, um dann in ihrem Geiste die Struktur der gesamten Presse des neuen Deutschland zu formen. Der Unterschied: Die nationalsozialistische Zeitung will nicht Staatszeitung.sondern Volkszeitung sein! Sie ist nicht durch Zwang von oben geschaffen, sondern von unten aus dem Volke und seinen Bedürfnissen heraus entwickelt! Wir könnten uns ja auch aller Mühen entheben und eine Staatspreffe zwangsweise einführen wie im Sowjetparadies. Aber wir wollen die mechanisierte Staatspresse nicht, die den Schriftleiter zum bloßen Handlanger und Tintenkuli der Staatsorgane macht! Wir wollen die lebendige Volkspresse, die die Persönlichkeit des Schriftleiters frei entwickelt und sein journalistisches Pflichtgefühl zu schöpferischer Entfaltung für das Wohl seines Volkes bringt. Deshalb haben wir dem Schriftleiter Verantwortung ge- Die Rede des Reichsleiters Amann fand große Aufmerksamkeit und starken Beifall. Dann erstattete Hauptdienstleiter Fritz Reinhard, Staatssekretär im Reichsfinanzministerium, Bericht über die soziale, wirtschaftliche und finanzielle Gesundung Deutschlands seit der Machtübernahme. Er führte u. a. aus: Die Massenarbeitslosigkeit in Deutsch- land ist überwunden. Die Zahl der statistisch erfaßten Arbeitslosen beträgt gegenwärtig nur noch rund 1 Million. In dieser Million spiegelt sich eine tatsächliche Arbeitslosigkeit nicht mehr. Es ist in jeder Volkswirtschaft so, daß ständig ein Teil der Arbeitskräfte den Arbeitsplatz wechselt und dabei vorübergehend arbeitslos wird. Eine Dauerarbeitslosigkeit von unbeschränkt Arbeitsfähigen gibt es in Deutschland nicht mehr und wird es in den vorgekommenen Ausmaßen niemals wieder geben. Die Zunahme der Beschäftigtenziffer seit lieber« nähme der staatlichen Macht durch den Führer bis heute ist sogar um eine Million größer als der Rückgang der Arbeitslosenziffer. Die Zahl der Beschäftigten hat sich um 6 Millionen erhöht. Der Mangel an Facharbeitern wird fortgesetzt größer. Die Zahl der Arbeitslosen der Welt betrug im Durchschnitt des Jahres 1932 rund 26 Millionen und beträgt gegenwärtig rund 19 Millionen. Rückgang von 1932 bis heute also 7 Millionen. Von diesen 7 Millionen entfallen allein 5 Millionen auf Deutschland. In der gleichen Zeit, in der die gesamte übrige Welt von ihren 20 Millionen Arbeitslosen nur 2 Millionen wieder in Arbeit gebracht hat, ist es dem nationalsozialistischen Deutschland gelungen, fünf Millionen Arbeitslose wieder in Arbeit und Brot zu bringen. Darin unterscheidet sich der Nationalsozialismus grundlegend vom Bolschewismus: Die bolschewistische Revolution ist darauf abgestellt, volkswirtschaftliche Werte zu zerstören und niederzureißen und in zwangsläufiger Folge davon die Lebensgestaltungsmöglichkeiten der Menschen zu vermindern, die nationalsozialistische Revolution dagegen ist darauf abgestellt, im Verfall begriffene volkswirtschaftliche Werte vor dem Verfall zu bewahren, neue volkswirtschaftliche Werte zu schaffen und die volkswirtschaftlichen Werte zum Nutzen der Gesamtheit aller Volksgenossen fortgesetzt zu erhöhen. Weiter ging der Redner auf die allgemeinen Steuerbefreiungen und Steuersenkungen seit 1933 ein: Die stärkere Berücksichtigung des Familienstandes in den Steuergesetzen und die Gewährung laufender Kinderbeihilfen stellen einen kleinen Anfang auf dem Weg zum Ausgleich der Familienlasten dar, bis zu dem Zeitpunkt, in dem es möglich fein wird, durch Schaffung einer Reichsfamilienausgleichskasse einen vollständigen Familienlastenausgleich aller Stände und aller Einkommengruppen herbeizuführen. Der Kreis der Kinderbeihilfeberechtigten wird zunächst, wahrscheinlich im nächsten Jahr, auf die Nichtlohnempfänger, insbesondere also auf die Handwerker, Kleingewerbetrei» geben. Wir brauchen kein Volksverdummungsinstrument wie die bolschewistischen Gewalthaber! Wir wollen die Zeitung als überzeugendes Mittel der Volksaufklärung! Deshalb haben wir die Juden aus der Presse herausgeworfen — und deshalb haben die Bolschewisten sie in die Presse hineinge - setzt! Die Verjudung der Sowjetpresse ist einzigartig und erschreckend. Von allen Domänen des Sowjetstaates ist die Okkupation des Pressewesens durch das Judentum am weitesten fortgeschritten. Vom Leiter der Presseabteilung des Zentralkomitees der bolschewistischen Partei, dem Juden Thal als Diktator der Sowjetpresse an, sind in Sowjetrußland tatsächlich alle Presseleute von Rang und Namen sowohl in der Hauptstadt wie in der Provinz mit ganz wenigen Ausnahmen Juden. Die Zeitung als der tägliche Sendbote der Nation ist die Schule des politischen Denkens. Wer nur die Ereignisse seines eigenen Gesichtskreises kennt, wird sein Denken niemals zu den großen Aufgaben unserer Zeit erheben können. Wer aber durch die Zeitung täglichen Anteil nimmt am politischen Leben, der wird jeden Ruf, jede Forderung, jede Mahnung der Nation verstehen, er wird ihr Künder und ihr Kämpfer sein. Und darum gehört die Zeitung in jedes deutsche Haus! Wir müssen es ermöglichen, auch dem letzten Volksgenossen seine Zeitung zu geben, aus der er die seelische Kraft zu tätiger Mitarbeit am politischen Leben der Nation und das Bewußtsein gewinnt, Glied einer Gemeinschaft zu sein, der er auf Gedeih und Verderb verbunden ist. Die Zeitung soll ihm die Brücke aus seiner Stube in das Leben dieser Gemeinschaft sein und ihn einschalten in den Strom des deutschen Lebens, der uns alle trägt. Die Sache der Zeitung zur Sache des Volkes zu machen, dazu rufen wir Sie auf! Nürnberg, 12. September. (DNB.) Der große Parteikongreß nahm am Samstägnachmittag in der wieder dichtgefüllten Halle im Luitpoldhain feinen Fortgang. Nach dem festlichen Auftakt, den das Reichssinfonieorchester mit der Beethovenschen Ouvertüre zu Egmont bot, ergriff als erster Redner Reichsleiter Dr. Hans Frank das Wort. Er führte u. a. aus: Der nationalsozialistische Staat wird auch künftighin nicht von seinem Grundsatz lassen, daß dem gemeinsamen Verbrechertum gegenüber nur der schärfste Abwehr- und Vernichtung s k a m p f die einzig mögliche Form staatlichen Verhaltens sein kann. Die Sicherungsverwahrung ermöglichte es, die gefährlichen Gewohnheitsverbrecher in sicheren dauernden Gewahrsam zu nehmen und damit unschädlich zu machen. Daß der Kernbestand des Berufsverbrechertums bereits getroffen ist, ergibt sich daraus, daß die Zahl der Fälle, in denen jetzt noch auf Sicherungsverwahrung erkannt werden muß, ersichtlich im Ad- nehmen begriffen ist. In ähnlicher Weise hat auch die Zahl der Fälle abgenommen, in denen Maßnahmen gegen gefährliche Sittlichkeitsverbrecher getroffen werden mußten. Vor allem aber ist erfreulich, daß seit der Machtübernahme eine Abnahme der Kriminalität eingesetzt hat. Die Zahl der rechtskräftig Verurteilten betrug 1932 566 042. Im Jahre 1933 ist die Zahl auf 491 638 und 1934 weiter auf 394 908 gefallen. 1935 trat eine weitere Verminderung auf 310 000 ein. Die Kriminalitätsziffer, d. h. die auf je 100 000 der strafmündigen Bevölkerung berechnete Zahl, ging feit 1932 um nahezu 30 v. H. zurück. Die Uebernahme der Rechtspflege durch das Reich hat ebenso wie die Schaffung eines einheitlich geschloffenen nationalsozialistischen deutschen Rechtswahrerstandes eine starke Arbeitsgemeinschaft der Reichs- und Parteiinstanzen auf dem Gebiete des Rechtslebens herbeigeführt, die, wie ich zuversichtlich hoffe, auch weiterhin zu einer immer ftär» 19 Millionen 700 000 Stück. Wit anderen Worten: Die deutsche Zeitung hat in jedem deutschen Haus ihren Einzug gehalten. Wir haben die Schmutz- und Sensationspresse beseitigt sowie alle sonstigen Zeitungen, die anderen Interessen als denen des deutschen Volkes verpflichtet waren. Die heute bestehenden etwa 2300 Zeitungen, die ihre Arbeit allein für das deutsche Volk leisten, sind uns mehr wert als früher 3250 Zeitungen, die zu einem so wesentlichen Teile anderen Altären opferten, als dem des Vaterlandes und daher dem Vaterland geopfert werden muhten! Wenn ich in meiner vorjährigen Rede auf dem Parteikongreß auf die Kritik Hinweisen konnte, die maßgebende Staatsmänner der westlichen Demokratien an ihrer Presse geübt haben, so möchte ich heute auf ein Land Hinweisen, das im Zuge der dortigen Revolution einen völligen Neuaufbau der Presse vorgenommen hat: das kommunistische Rußland. Es ist selbstverständlich, daß der jüdische Bolschewismus für den Aufbau seiner Presse die gegenteiligen Grundsätze angewandt hat wie wir Nationalsozialisten. Man hat im kommunistischen Rußland auch für die Presse ein Monopol des Staates, der Partei, der Gewerkschaften und der Genossenschaften errichtet. Unsere ganze Arbeit gilt der Herstellung einer dem deutschen Volke verbundenen Presse, der Bolschewismus duldet nur eine proletarische Klassenpresse, die der Ausrottung aller nicht der herrschenden Schicht angehörenden Volksteile dient. Kein Wunder, daß diese kommunistische Presse fast ausschließlich von Juden geschrieben wird. Von allen Domänen des Sowjetstaates ist die Beherrschung des Presse- wesens durch das Judentum am weitesten vorgeschritten, und die gesamte Derwaltunqspraxis schließt jede Unabhängigkeit der Presse aus; sie ist allein dazu bestimmt, Instrument der jüdischen Klassenherrschaft zu sein. Während unsere Presse zur Erfüllung ihrer Aufgabe im Wettbewerb auf eine gesunde und verantwortliche Verlagsführung angewiesen ist, hat die Monopolisierung der Presse in Rußland zurvölligenZerstörungihrer wirtschaftlichen Grundlage geführt. Abgesehen von drei Moskauer Zeitungen, sind sämtliche russischen Zeitungen unrentabel und erforderten im Jahre 1930 staatliche Zuschüsse von 30 Millionen Rubel. Dieser Aufbau des russischen Pressewesens in seinem völligen Gegensatz zu unseren nationalsozialistischen Grundsätzen hat selbstverständlich zu den größten Mißständen von gerade grotesken Ausmaßen führen müssen. Die Katastrophe der sowjetrussischen Presse zeigt uns mit erschreckender Deutlichkeit, wie die deutsche Presse und alle anderen Kulturgüter der völligen Vernichtung preisgegeben wären, würde nicht der Nationalsozialismus unserem Volk und Vaterland als Retter vor den Krallen des jüdischen Bolschewismus erstanden sein. Das Gesicht der deutschen Presse ist heute das lebendige Spiegelbild der Seele und des Schaffens des deutschen Volkes geworden. keren Durchdringung unserer Rechtsprechung mit nationalsozialistischem Gedankengut führen wird. Ich kann die erfreuliche Tatsache feststellen, daß in zunehmendem Maße die gesetzgeberischen Maßnahmen des nationalsozialistischen Deutschen Reiches ft eigen b e n Anklang fast überall in der Welt finden. Gibt uns denn nicht ein Vergleich mit den Rechts- bzw. Justizzuständen im bolschewistischen Paradies der Sowjetunion auch vor aller Welt die Berechtigung, auf diese kulturll und sozial glücklichen Entwicklungen des nationalsozialistischen Deutschen Reiches hinzuweisen gegenüber den geradezu grauenhaften, über alle bisher für möglich gehaltenen Vorstellungen hinaus entsetzlichen Zustände in der Sowjetunion? Während wir die Gesundung des Volkes durch Unterstützung der förderungswerten Entwicklungstendenzen einerseits und die machtvolle Unterdrückung der Zersetzungstendenzen anderseits am Rückgang der Kriminalität um mehr als ein Drittel seit 1932 einwandfrei statistisch nachweisen können, ist das Ergebnis der bolschewistischen Politik ein geradezu grauenhafter sozialer moralischer und völkischer Verfall des einst so gewaltigen russischen Reiches und Volkes. Aus den Rechtserfahrungen heraus müssen wir Nationalsozialisten unsere Stimme immer wieder dahin erheben, in dem Bolschewismus nicht irgendeine der möglichen politischen Formen zu sehen. Den Bolschewismus richtig beurteilen, heißt, in ihm einen international wirksamen Verbrechenztatbestand erkennen. Unbeirrbar zäh und in der Hoffnung, daß alle anständigen Menschen der Welt diesen Kampf des Nationalsozialismus um das Lebensrecht der Kultur der Völker der Welt gegenüber dem Bolschewismus immer mehr erfassen, werden wir Nationalsozialisten nicht müde, gerade unter dem Gesichtspunkt des Rechtes und der Justiz den Bolschewismus in allen feinen Erscheinungsformen als unseren Todfeind anzusehen und zu bekämpfen, wo und wie wir können. Die klaren und interessanten Ausführungen Dr. Dietrichs machten auf die Zuhörer einen starken Eindruck; schon nach den ersten Sätzen bewies der lebhafte Beifall, wie eng die Verbindung zwischen Volk und Presse ist, und mit welcher Zustimmung man die von Dr. Dietrich aufgezeigten Grundsätze der nationalsozialistischen Pressepolitik aufnimmt. Kurz nachdem Dr. Dietrich feine Rede beendet hatte, traf der Führer in der Halle ein, wieder zeigte sich das gewohnte Bild vieler Tausender jubelnder Menschen, die nicht müde werden, ihrem Führer Treue und Anhänglichkeit in dieser überwältigenden Form zu bekunden. , , Als dritter Redner nahm Reichsleiter Amann das Wort zu seiner Rede über die Neugestaltung der deutschen Presse. Er führte u. a. aus: So wie das deutsche Volk von feiner Zerspaltung in Parteien, Klassen, Interessen und Interessenten befreit werden mußte, um fein eigenes Wesen und feine Kraft wieder zu finden, mußte die deutsche Presse in ihrer Gesamtheit z u ihrer deutschen Aufgabe 3 u r ü ck g e f u h r t werden. Hieraus ergab sich als erste Aufgabe die Gestaltung der deutschen Presse zu einer wirklichen deutschen Volkspresse, die unter Ausschaltung jeder ihm schädlichen eigensüchtigen oder fremden Interessen nur ihm und seinem Wohle verantwortlich ist. Das bedeutet, daß der Leser der Zeitung nicht mehr Objekt ihm schädlicher und fremder Zwecke der Presse sein darf, sondern daß sein Interesse als einzelner und als Glied der Gesamtheit der bestimmende Gesichtspunkt für die Gestaltung der Zeitung ist. An die Stelle der Unverantwortlichkeit der Masse trat die Verantwortlichkeit des einzelnen. Das L e i- stungsprinzip löste alle anderen Grundsätze für die Bewertung eines Menschen ab. Leistungsfähigkeit und schöpferische Initiative sollen das Merkmal der im nationalsozialistischen Staat wirkenden Presse sein. Daher müssen alle Maßnahmen des Staates auf dem Gebiete der Presse allein der Sicherstellung dieser Grundvoraussetzungen dienen. Von vornherein ist damit jede Monopolisierung der Presse in einer ^>and ausgeschlossen. So ist es also nur selbstverständlich, daß allen Voraussagen zum Trotz das Privateigentum tei zu errichten. Für die Parteipresse wäre dies zweifellos bequemer gewesen. Die Partei hat aber nicht diesen Weg der Bequemlichkeit gewählt, sondern auch ihre eigene Presse unter die Grundprinzipien der Partei gestellt. Die Parteipresse hat daher im Wettbewerb unablässil an dem Ausbau und der Steigerung ihrer Leistung gearbeitet und ist aus eigener Kraft zur politisch führenden Presse gewachsen. In diesem Bekenntnis zur Gestaltung der Presse aus der schöpferischen Kraft der Persönlichkeit und zum Leistungsprinzip liegt die Ablehnung aller Pläne und Gedanken eingeschlossen, die dem Nationalsozialismus von seinen Gegnern auf dem Gebiete der Presse vorgeworfen wurden. Wir haben die Voraussetzungen für eine wahre U n - abhängigkeit der Presse erst geschaffen! Eine volkstümliche Presse, die täglich als bester Kamerad dem Volksgenossen das für feinen Lebenskampf Erforderliche bringt, kann nur aus der eigenen Arbeit der Zeitung gestaltet werden. Dazu kommt noch, daß wir die in der Entwicklung gewachsene Eigenart der deutschen Presse, die in einer in allen anderen Ländern der Welt nicht vorhandenen Vielgestaltigkeit besteht, nicht an- getaftet haben und auch für die Zukunft bejahen. In den großen Lebensfragen der Ration und insbesondere in der Rücksicht, die sie in der öffentlichen Behandlung und Diskussion erfordern, ist jeder Staat dem Volke den Schuh vor Schädigungen schuldig. Ein Staat, der diesen Anspruch des Volkes auf den Schuh feiner Existenz durch die Zulassung schädlicher Presseerörterungen verletzte, hätte keine Existenzberechtigung; denn nicht ein eigener Zweck der Presse, sondern allein das Volk ist das Waß aller Dinge? Reichskulturkammer- und Schriftleitergesetz erfassen alle an der Herstellung der deutschen Presse beteiligten Personen und regeln die an sie zu stellenden Voraussetzungen. Damit ist enhlich die gesetzliche Voraussetzung für die Durchführung des Grundsatzes geschaffen, daß nur Leistungsträger und Charaktere das Instrument der Presse gebrauchen können. Diese Gesetze geben uns also Die Grundlage ebensosehr für die Ausschaltung aller dem Wesen und Zweck der Presse schädlichen Elemente wie für die Herstellung ihrer Leistungsfähigkeit. Wir haben mit diesen Gesetzen und unseren Anordnungen ganze nationalsozialistische Arbeit ge= leistet. Der Erfolg dieser Maßnahmen zeigt sich ebensosehr in der Entwicklung der Verlage wie in der Steigerung der Gesamtauflage der deutschen Presse. Vor unserer nationalsozialistischen Gesetzgebung war die wirkliche Auflage der Presse nicht kontrollierbar. Wir haben den Zwang der Angabe der wirklichen Auslage gesetzlich festgelegt und die Angaben der Kontrolle unterworfen. Bei rund 17 Willionen Haushaltungen in unserem deutschen Volke beträgt die Auflage der deutschen Tagespresse im ersten Quartal 1936 ■B benden usw., mit nicht mehr als 2220 RM. Jahreseinkommen ausgedehnt werden, und dann wird die Einkommenshöch st grenze allmählich erhöht werden. Eine Berücksichtigung des Familienstandes bei den Steuern und eine Entlastung der Kinderreichen durch Gewährung von Kinderbeihilfen gibt es im sogenannten bolschewistischen Arbeiterparadies nicht. Der Reallohn des Durchschnittsarbeiters in Sowjetrußland ist innerhalb der vergangenen acht Jahre um zwei Drittel gesunken. Die zur Verfügung stehenden Lebensmittelmengen, insbesondre an Fleisch, Butter und Zucker, reichen bei weitem nicht aus, einen normalen Bedarf der Bevölkerung Sowjetrußlands zu decken. Auch die Samstagsitzung des Kongresses war dadurch gekennzeichnet, daß in allen Reden und Berichten der Gegensatz zwischen den Verhältnissen im nationalsozialistischen Deutschland und in der bolschewistischen Sowjetunion auf allen Gebieten des öffent= lichen und privaten Lebens zum Ausdruck kam. Ob es sich um rechliche Fragen, um die Probleme der Presse oder um das soziale und Wirtschaftssystem handelt, überall stehen sich die Verhältnisse und Zustände in den beiden Ländern wie Licht und Schatten gegenüber. Das Wett der Devlschen Arbeitsfront. Nürnberg, 13. Sept. (DNB.) Auch zur vorletzten Sitzung des Parteikongresses am Sonntagabend füllten wieder 20 000 Menschen, dichtgedrängt, die große Helle im Luitpoldhain. Wieder umbrandete den Führer minutenlanger begeisterter Jubel. Nach dem Einmarsch der Standarten bildete die Ouvertüre zu „Oberon" den feierlichen Auftakt. Der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, gab dem Reichsamtsleiter Dreßler-Andreß dös Wort zur Verlesung des Rechenschaftsberichtes des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley. Der Bericht führte u. a. aus: Wir haben die Betriebe in den drei Jahren landauf, landab wirklich erobert! Ich kann Ihnen melden, daß wir außer dem Reichsnährstand und der Reichskulturkammer 9 5 o. H. aller schaffenden deutschen Menschen als Einzelmitglieder und weiterhin auch jegliche Berufsart und jedes Lebensgebiet erfaßt haben. Im Berichtsjahr wurde überall versucht und auch erreicht, ständige Verbesserungen für den schaffenden Menschen herauszuholen. Nirgendwo ist eine Lohnsenkung zu verzeichnen, jedoch zahllose Lohnverbesserungen sind 3U melden. Die Preise sind seit fast einem Jahr gehalten worden, so daß sich der Reallohn des einzelnen — wenn auch gering — überall erhöht hat. Das Familieneinkommen ist durch die weitere Behebung der Arbeitslosigkeit bedeutend gestiegen. Der heute in Deutschland dem schaffenden Menschen gewährte Urlaub ist größer als in allen übrigen Ländern zusammen. Laut Gesetz „Ordnung der nationalen Arbeit" ist der Kündigungsschutz in Deutschland festgelegt. So ist es durch die Arbeit der Be- triebsgemeinschasten erreicht worden, daß heute allen Arbeitern ein Kündigungsschutz von ein bis zwei Wochen gewährt wird. Unser Prachtstück in der Sozialarbeit der Deutschen Arbeitsfront ist die „N S. - Gemeinschaft „Kraft durch Freude". Die Leistungen dieses Werkes haben sich gegenüber dem Vorjahr überall verdoppelt. Line Anzahl neuer Arbeitsgebiete sind hinzugekommen. Trotzdem hat sich der Zuschuß der Deutschen Arbeitsfront zu diesem Sozialwerk von 17 Millionen auf 15 Millionen verringert. An unseren Reisen nahmen teil: 1934 zwei Millionen, 1935 drei Millionen und 1936 sechs Millionen. Die Zahl der Madeirafahrer stieg von 3000 auf 8000 Teilnehmer. An den Wanderungen nahmen in diesem Jahr bereits eine Million Menschen teil. Die Teilnahme am Sport der 31$.- Gemeinschaft „Kraft durch Freude" stieg von 2,2 Millionen im Vorjahre auf 5 Millionen in diesem Jahr. Dos Amt „Feierabend" betätigt sich außer- ordenllich erfolgreich in Volkssendeaktionen, offenem Singen, Sing- und Musikgemeinschaften, Laienspiel-, Tanz- und Trachtengruppen, Lager-Feierstunden, Volksfesten, Betriebsgemeinschaftsabenden und Dorf- gemeinschaftsabenden, Theatern, Konzerten und Ausstellungen, Wanderbühnen usw. Der Gedanke der „Werk schar" macht in den Betrieben gute Fortschritte, die Sicherheit und der Frieden in den Betrieben sind nicht nur für normale Zeiten garantiert, sondern auch in schwersten Krisenzeiten sind Erschütterungen, wie die Munitionsstreiks der Landesverräter Ebert und Genossen ausgeschlossen. Der Nationalsozialismus hat die Betriebe erobert. Die Werkschar ist der nationalsozialistische Stoßtrupp im Betrieb, dessen Wahlspruch lautet: „Der Führer hat immer Recht." Die zielbewußte Arbeit in den Vertrauensräten» in den Arbeitsausschüssen, in den Arbeitskammern sind der sichtbare Ausdruck, daß der schaffende deutsche Mensch, ob Unternehmer oder Arbeiter, den Sinn der nationalsozialistischen Sozialarbeit begriffen hat und freudig mitarbeitet. In diesen Institutionen ist Leben, Einsicht und Vernunft, das hat das Berichtsjahr bewiesen. Für die Bereitwilligkeit der Massen, an der Deutschen Arbeitsfront mitzuarbeiten, zeugt der einzigartig dastehende prozentuale Beitragsei n g a n g. Er beträgt 96 v. H. des Beitragssoll. Gleichzeitig sind die Verwaltungsunkosten stark gesenkt worden, so daß trotz sehr stark erhöhter sozialer Betreuung sich die monatlichen Überschüsse von zwei Millionen im Vorjahre auf 7,5 Millionen im letzten Monat erhöhten. Das Gesamlvermögen der Deutschen Arbeits- front, abzüglich aller Schulden und starken Abschreibungen, beträgt 300 Millionen, davon 80 Millionen in bar. Dabei hat die Deutsche Arbeitsfront gewaltige Zuwendungen an andere Einrichtungen für kulturelle und soziale Zwecke in Höhe von 20 Millionen geleistet. Durch diese glänzende finanzielle Entwicklung war es mir ermöglicht, im Interesse des sozialen Aufbaues einen geradezu gigantischen Bauplan von 173 Millionen für Seebäder, Erholungsheime, „kraft-durch-Freude"-Stadt in Berlin, Seemansheime, zwei große Seedampfer, Dienstgebäude in den Gauen und Kreisen, Ordens- und Schulungsburgen, Weltkongreß in Hamburg und vieles andere in Angriff zu nehmen und die Mittel ohne Anleihen aus eigenem Vermögen der Deutschen Arbeitsfront bereitzustellen. Demgegenüber stellte Dr. Ley die Sklaverei und den Hunger in Rußland. Nach eigenen bolschewistischen Berichten aus den Städten Moskau, Rostow, Charkow, Odessa, Kiew und Leningrad hat sich der Reallohn in Rußland seit 1927 um 50 v. H. verschlechtert. Der ganze Wochenlohn des Sowjetarbeiters, verglichen mit dem Kaufwert in Deutschland, hat nur den Wert von 8,70 RM., d. h. der Lebensstandard des russischen Arbeiters beträgt 31 v. H. von dem Lebensstandard des deutschen Arbeiters. Dr. Ley führte zahlreiche Beispiele über mangelnden Arbeitsschutz an, ebenso über das Fehlen jeder Art von Kündigungsschutz in Rußland. Anstatt die Belange der Arbeiterschaft zu schützen, wie sie es behaupten, haben die Bolschewisten die Arbeiter- interesspn verraten. Das bolschewistische Rußland ist ei n I u d e n k o n z e r n und Judentrust zur rücksichtslosen Ausbeutung des armen, geknechteten russischen Volkes. Sklaverei und Barbarei, dein Name heißt Bolschewismus! 1000 Kilometer Autobahnen gebaut. Auf dem Parteikongreß gab auch in diesem Jahre wieder Hauptamtsleiter Dr.-Jng. Fritz Todt einen Ueberblick über die gewaltige. Leistung der Reichsautobahnen. Er meldete, knapp drei Jahre nach dem ersten Spatenstich, die Fertigstellung der 1000 Kilometer der Straßen Adolf Hitlers. Rund 600 Kilometer Reichsautobahnen sind schon dem Kraftfahrer übergeben, lieber 14 000 Fahrzeuge verkehren jeden Sonntag auf der Strecke München— Rosenheim Richtung Berchtesgaden, 6000 bis 10000 jeweils auf den anderen bereits eröffneten Teilstrecken bei Frankfurt, Köln, Leipzig, Hannover, Stettin, Breslau usw. Mit dieser gewaltigen Verkehrsleistung sind die ersten Teilstrecken der Reichsautobahnen schon heute die stärkst befahrenen Straßen der Welt. Rußland, das Riesenreich, besitzt heute knapp 60 000 Kilometer befestigte Straßen, d. h. auf den Quadratkilometer 12 Meter. Mehr Straßen sind für Rußland auch nicht nötig, denn das Riesenreich besitzt heute knapp 320 000 Kraftfahrzeuge jeglicher Art. Der ganze Bestand an Kraftfahrzeugen in Rußland ist danach nicht größer als die Zahl der in Deutschland in den letzten IVs Jahren neu zugelassenen Kraftfahrzeuge. Wir leben nicht im Sowjet-Paradies, sondern im nationalsozialistischen Deutschland, im Reiche Adolf Hitlers. Wir arbeiten mit unseren freien Arbeitern weiter an den Aufträgen des Führers. Am 23. September werden nach weniger als 900 Arbeitstagen seit dem ersten Spatenstich 1000 Kilometer der Straßen Adolf Hitlers fertiggestellt sein — Straßen von einer technischen Vollkommenheit und Schönheit, wie sie bisher in der Welt noch nicht entstanden sind. Ein Werk der Technik? Nein! Wie so vieles andere, ein Werk Adolf Hitlers! Auch die schlichten und herzlichen Ausführungen des Reichsarbeitsführers H i e r l, mit denen diese Sitzung schloß, rissen die Kongreßteilnehmer zu stürmischen Beifallskundgebungen hin. Der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, vertagte den Kongreß alsdann auf Montag, 19.30 Uhr. Leichenhügel — die Meilensteine des Bolschewismus. 1 I I MI W< M - V- r w & w Wo der Bolschewismus sein Haupt erhebt, türmen sich die Leichen, denn sein Ziel ist die Vernichtung. Furchtbar hat heute Spanien darunter zu leiden. Unser Bild zeigt Ermordete in einem kleinen spanischen Dorf. Man sieht, diese Toten sind nicht im Kampf gefallen, sondern ohne Erbarmen hingemordet. — (Scherl-Bilderdienst-M.) San Sebastian in der Hand der Nationalisten. H e n d a y e, 13. Sept. (DNB.) San Sebastian befindet sich seit Sonntagfrüh in den Händen der Nationalisten. Morgens um 3 Uhr sind die ersten Abteilungen von altert Seiten in die Stadt eingedrungen ohne nennenswerten Widerstand zu finden. Die Nachhut der roten Streitkräfte f)at sich, der Hauptmacht folgend, i n Richtung Bilbao zurückgezogen. Ein Teil der roten Kämpfer ist in Booten über das Meer nach Frankreich geflüchtet. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen der baskischen Polizei hat es nicht verhindert werden können, daß die Anarchie in letzter Minute doch noch ihr sinnloses Zerstörungswerk beginnen konnte. Der Kursaal steht in Flammen, auch an einigen anderen Stellen der Stadt sind große Brände ausgebrochen. Bevor die roten Streitkräfte San Sebastian räumten, haben sie die Rundfunk st ation, die Telephonzentrale und das Telegraphenamt zerstört und einen für den inneren Verkehr der Stadt wichtige^ Straßentunnel gesprengt. Nachdem San Sebastian gefallen ist, tritt B i b b a 0 in den Mittelpunkt der Kampfhandlungen. Obwohl Bilbao mit seiner starken Arbeiterbevölkerung gute Rekrutierungsmöglichkeiten für die rote Miliz bietet, ist die Verteidigungskraft der Stadt durch die Knappheit an Lebensrnitteln sehr geschwächt. Die zehntausende von Flüchtling e n aus San Sebastian haben die Verpfle- gungssrage noch schwieriger gemacht. Die Anarchisten rechnen stark mit dem Druck, den sie durch die in ihren Händen befindlichen Geiseln ausüben wollen, deren Zahl in Bilboa ungewöhnlich groß ist. Bisher befinden sich 1700 Geiseln auf zwei Frachtdampfern und 1500 in den Gefängnissen der Stadt. Zu diesen gesellen sich noch 650 Geiseln, die aus San Sebastian nach Bilbao übergMhrt worden ünd. Die Auswahl der Geiseln ist einfach in der Weise getroffen worden, daß man die B e - zieher der Rechtszeitungen festgenommen hat. DEramaimAlkaMvonToledo Madrid, 12. Sept. (DNB.) Arn Freitagnachmittag soll der von den Nationalisten im A l k a z a r von Toledo erbetene Priester über zwei Stunden in den Kellern der Festung verweilt haben. Der Priester habe eine letzte Messe gelesen, pei Kinder getauft und einer weiteren Anzahl von Kindern die Kommunion erteilt. Er soll die Eingeschlossenen noch einmal aufge- fordert Haden, die Frauen, Kinder und Greise fo- wie die festgehaltenen Geiseln herauszulassen. Der Kommandant der Nationalisten Oberst M 0 s - carbo habe dem Priester jedoch erklärt, daß sie es vorzögen, alle gemeinsam zu sterben. Bei seiner Rückkehr habe der Priester noch berichtet, daß sich ihm in der Festung ein überaus trauriger Anblick geboten habe. In- Schwere Unruhen in Gibraltar. Englische Flüchtlinge protestieren gegen die Auflösung des Flüchtlingslagers. London, 14. Sept. (DNB. Funkspruch.) In Gibraltar kam es am Sonntagabend zu schweren Unruhen, als etwa 800 englische Flüchtlinge aus La Linea gegen den Beschluß der Behörden, das Flüchtlingslager zu schließen, protestierten. Die Flüchtlinge, darunter Frauen und Kinder, marschierten zum Regierungsgebäude, wurden jedoch von den Schutzleuten nach dem Polizeipräsidium abgelenkt, wo die Anführer verhaftet wurden. Die Menge geriet hierauf in Erregung und versuchte, das Polizeigebäude zu stürmen. Die Polizei ging mit Gummiknüppeln gegen die Menge vor, und verletzte mehrere Personen. Das Regierungsgebäude ist mit einer Polizeikette umgeben worden. Die Flüchtlinge verbrachten die Nacht auf den öffentlichen Plätzen der Stadt. folge der zahlreichen Todesopfer während der ununterbrochenen Kämpfe um die Festung verbreite sich in allen Räumen ein starker Leichengeruch. Der chilenische Botschafter und Doyen des diplomatischen Korps soll Largo Caballero gebeten haben, die Frauen und Kinder der Nationalisten, die sich im Alkazar von Toledo befinden, zu befreien. Das diplomatische Korps sei bereit, d e n Schutz und d i e Versorgung der Freigelassenen zu übernehmen. Largo Caballero habe sich damit einverstanden erklärtt den Kindern und Frauen des Alkazar solle freies Geleit bewilligt werden. Der Bostchaster sei sofort nach Toledo abgereist. WarumSunaersnotimKornland? Mißwirtschaft auf den sowjetrussischen Staatsfarmen. Moskau, 12. Sept. (DNB.) Der Rat der Volkskommissare hat sich mit den Mißständen befaßt, die seit Jahren auf den sogenannten Sowjetwirtschaften, den riesenhaften landwirtschaftlichen Staatsfarmen, bestehen. Es wurde festgestellt, daß die Pläne für die Feldarbeiten und die (Ernteeinbringung nicht durchgeführt werden. Von den wertvollen und komplizierten Maschinen, den Traktoren, den Mähdreschern, will man in den Staatsfarmen nichts wissen. In der Vieh wirtschaft herrschen die größten Mißstände, da man sich weder um die Futterfrage noch um die Pflege des Viehs kümmert. Dagegen find die Verwaltungsausgaben so groß, daß der Staat hierdurch ungeheure Verluste erleidet. Ein Vertreter des zuständigen Volkskommissariats suchte sich damit zu rechtfertigen, daß die Leiter der Staatswirtschaften planlos arbeiteten, und daß das Kommissariat aus diesem Grunde jeden lieber- Md ttfl 7 4”. " *** ' 77 v. < \ 8 . . ■' fr t i * /W-*. , / * ;, > • vv? Neben dem Führsr Reichsführer SS. Himmler und Stabschef Lutze. lScherl-Bilderdienst-M.) blick verloren habe. Ihm wurde entgegengehalten, daß das Kommissariat sich gar nicht um die Arbeit der Staatswirtschaften gekümmert habe, so daß der Schlendrian einritz. Die sogenannten Staatswirtschaften stellen die älteste Form der bol» schewisierten sowjetrussischen Landwirtschaft dar. Sie sollten den Bauern zwingen, in die Kollektivwirtschaften zu gehen. Diese Staatsfarmen sind bis heute Zuschußbetriebe geblieben. Sie sind der eindeutige Beweis dafür, daß die Entwurzelung und Proletarisierung des Bauern, sowie die Aufhebung der Privat-Initiative sich katastrophal auf die ganze Landwirtschaft auswirken. Lloyd George besichtigt Aiedrode. Lpd. Heidelberg, 12. Sept. Die Besichtigung des hessischen Erbhöfedorfes Riedrode und eines in dessen Nachbarschaft gelegenen graue n-A rbeitsöienftlagers durch Lloyd George nahm etwa zwei Stunden in Anspruch. Lloyd George zog bei dem Rundgang, bei dem Vertreter der Reichs- und der Landesbauemschaft führten, eingehende Erkundigungen ein über Einzelheiten der Ansiedlung der Bauern und der Bewirtschaftung der Höfe, während er im Frauen-Arbeitsoienstlager für Unterbringung, Vern pflegung, Kameradschaftlichkeit, Unterhaltungsabende usw. Interesse bezeugte. Lloyd George fuhr dann nach Heidelbera zurück und besuchte am Nachmittag noch die Ausstellung „Heidelberg — Vermächtnis und Aufgabe", wo ihn Oberbürgermeister Dr. Neinhaus begrüßte. Hier zeigte Lloyo George besonderes Interesse für die Fragen der Stadterweiterung und die ländliche V o r st a d t- siedlung, die in der Ausstellung eingehend dargestellt wird. Zsi Revision Krieg? Ungarn begeht in diesen Tagen die 250. Gedenkfeier seiner endgültigen Befreiung d o n der türkischen Herrschaft, die anderthalb Jahrhunderte mit wechselndem Maß und Gewicht auf seinem Nationalgebiet gelastet hatte. Oer ungarische Reichsverweser Horthy, dessen Reisen nach Oesterreich und Deutschland großes Aufsehen in der internationalen Diplomatie erregten, ist wegen des Festes nach Budapest zurückgekehrt. Dort hat sich auch ein hoher Würdenträger Oesterreichs, der Minister für die nationale Verteidigung, General Zehner, eingefunden. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern, die der einstigen Doppelmonarchie ihren Namen gegeben hatten, sind seit dem Abschluß des Römischen Protokolls besonders eng und freundschaftlich. Sie Derben bestimmt durch die weitgehende wirtschaft- iche und politische Zusammenarbeit mit Italien, )ie in jenem Protokoll festgelegt ist. Der deutsch- österreichische Ausgleich hat dieser Ver- nndung, die den Versuch einer Lösung des mittel- uropäischen und Donauproblems vom Süden her darstellte, eine noch festere und bedeutendere Gestalt gegeben. Seither kann man wohl von einer beginnenden Konsolidierung dieses durch den Welt- rieg zerrissenen und auseinander strebenden Teiles non Europa sprechen. Die beiden Großmächte Deutschland und Italien, die die nördliche und südliche Schlüssel- Wellung Mitteleuropas und des Donaubeckens inne- aben, haben mit den wichtigsten Anliegern der mittleren Donau, mit Oesterreich und 11 n - I a r n eine gemeinsame Linie der Politik gefun- en. Diese Uebereinstimmung bezieht sich zunächst cuf den die vier Staaten gemeinsam interessieren- en Raum, darüber hinaus aber wohl auch auf ene europäischen Fragen, die mit Mitteleuropa licht direkt, aber desto gefährlicher zusammenhän- :en. Man braucht nur auf die andere Staatenver- indung des Donaulaufes hinzuweisen, auf die kleine Entente und ihre politischen Derbin- ungen einerseits nach Westeuropa mit Frank- e i ch, das sich damit künstlich als mitteleuropäische nd Donaumacht etabliert, andererseits nach Osten nit Sowjeirußlanb, das bestrebt ist, die ckten Einflüsse des Zarenreiches auf das westliche mb südliche Slawentum wieder zu gewinnen und si< in allen Wechselfällen der europäischen Politik euszuspielen. Die nationale Feier in Budapest kann mit der Genugtuung begangen werden, daß der zähe Widerstand, den dieses stolze Volk einem fast unab- mderlich und endgültig erscheinenden Schicksal ent- xegengesetzt hat, nicht erfolglos gewesen ist. Ungarn |t durch den Vertrag von Trianon auf das xrausamste verstümmelt worden; es hat einen großen und lebenswichtigen Teil feines Staatsgebietes nit zweifellos ungarischer Bevölkerung abtreten müs- iln. Die Revision des Vertrags ist feit der Befreiung Ungarns von der kurzen, aber unvergessenen bolschewistischen Herrschaft der leitende Gedanke seiner Politik. Die Kleine Entente hat ihm durch den Mund :s jetzt gestürzten T i t u l e s c u die Drohung zu- serufep: „Revision i ft der Krie g". Aber die evision ist eine diplomatische Waffe, die Ingarn geschickt zu handhaben verstand. Der Ar- :tel 19 des Völkerbundsstatuts sieht die Möglichst der Aenderung aller Bestimmungen der iriebensverträge vor, nicht nur der wirtfchaftli- ren, politischen und militärischen, sondern auch der irritorialen. Er war der natürliche Sammelpunkt ir alle Staaten, die das Schicksal Deutschlands atteh teilen müssen. Was das größere Deutschland i seinem Kampf gegen den Vertrag erreichte, nutzte zwangsläufig auch den Kleineren zugut Zmmen. Das Bündnis, das Ungarn schon 1925 mit b:m faschistischen Italien abschloß, war ein wertvoller diplomatischer und moralischer Erfolg aber er konnte erst volle Wirkung erhalten durch das Erstarken Deutschlands, das die Theorie der Revision in politische Tatsachen umsetzte. Die beiden letzten Jahre haben diese Voraussetzung in rasch aufeinander folgenden Schlägen verwirklicht. Die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht in Deutschland setzte das kleine, unter der Obhut des Völkerbunds bahinsiechende Oesterreich in bie Lage, ohne lange zu fra- aen, bie allgemeine „Dienstpflicht", eine biplomati- fche Umschreibung ber Wehrhoheit, zu verfügen. Mit bem Einmarsch ber beutschen Truppen in bie entmilitarisierte Rheinlanbzone fiel „weit hinten m ber Türkei" bie Bestimmung bes Vertrags von Lausanne in sich zusammen, bie bie Befestigung ber Darbanellen verbot. Die neueste Entwicklung in Europa, bie Deutschland) zu einer Verstärkung seiner Wehrmacht burch Verlängerung ber Dienstzeit nötigte, stellt auch Ungarn vor bie Frage, wie es seiner Diplomatie jenen machtpolitischen Nachbruck geben kann, ber sich nach bem Scheitern aller Abrüstungspläne als notwenbig erwiesen hat. Ungarn und Bulgarien sind bie einzigen ßänber, bie aus ben Kriegsverträgen noch bie Fessel bes einseitigen Wehroerbots tragen, währenb bie Staaten, von benen sie rings umgeben sinb, alle Stufen ber europäischen Aufrüstung mitgemacht haben unb sich zu neuen Rüstungsverstärkunaen anschicken. Die starke Bewegung, bie bie ungarische unb auch bie bulgarische Diplomatie zeigen, läßt darauf schließen, baß sie biesen Zustand nicht mehr länger ertragen wollen. Die Bestimmungen, bie ihnen kleine Heere mit Polizeicharakter aufzwm- gen, sinb burch bie Entwicklung ber europäischen Politik, vor allem aber burch die Gefahren, bie ber Bolschewismus als politische Macht unb als zersetzenbe geistige Bewegung für jebes ßanb in sich birgt, längst überholt unb hinfällig. Wenn Ungarn unb Bulgarien heute ober morgen aus bie« fer ßage bie Folgerungen ziehen, bie sie in pflichtgemäßer Wahrnehmung ihrer nationalen Interessen ziehen müssen, so wirb sie niemanb baran Hinbern können. "Das Wort „Revision ist der Krieg" gehört ber Vergangenheit an! Aus aller Welt. 74 Todesopfer bei einer Bergsturz- katastrophe in Norwegen. Am Loen-See im Bezirk Jtorbfjorb in Westnorwegen hak sich ein schweres Bergunglück ereignet. Dorf ist ein riesiges Felsslück in den See gefallen und Hai eine Flutwelle verursacht, durch die zwei kleine Dörfer, Doedal und Nesdal, fast völlig vernichtet worden sind. 3n Boedal blieb lediglich ein Haus verschont, alle übrigen wurden von den Fluten so überraschend überschwemmt, daß die schlafenden Bewohner keine Gelegenheit hatten, zu entfliehen. 3n Nesdal blieben drei Häuser unbeschädigt. Bei der Katastrophe sind nach den letzten Feststellungen insgesamt 74 Menschen, darunter 30 Kinder, ums Leben gekommen, und zwar sind in Nesdal 26 und in Boedal 44 Todesopfer zu beklagen; außerdem wurden vier Menschen auf zwei einsam gelegenen Gehöften getötet. Neun Schwerverletzte wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Der Sachschaden wird auf rund 600 000 Kronen geschäht. Der Teil des Berges, der in den See stürzte, war etwa 800 Meter hoch und 300 Meter breit. Straßen und Brücken wurden zerstört, und große Felsblöcke wurden durch die Flutwelle von der einen Seite des Sees zur anderen hinübergeschleudert. Die norwegische Regierung hat ein Flugzeug mit einem Arzt, Krankenschwestern und Verbandmaterial an die Unglücksstätte entsandt. * Die Gegend bes ßoen-Sees, eine ber schönsten Berglanbschaften West-Norwegens, bie alljährlich von vielen Touristen besucht wirb, ist im Jahre 1905 schon einmal von einer ähnlichen Katastrophe heimgesucht worben. Damals hatte bie ebenfalls burch einen Bergsturz entftanbene Flutwelle in Boebal 60 Tobesopfer geforbert. 3. Weltkraftkonferenz abgeschlossen. Die 3. Weltkraftkonferenz in Washington hat ihre Tagung abgeschlossen. Der bisherige Vorsitzenbe ber Weltkraftkonferenz, Generalbirektor Dr. Dorpmüller, übergab ben Vorsitz unb bie Amtsinsignien an ben neuen Vorsitzenben, ben amerikanischen Professor Duranb. Dabei hielt Dr. Dorpmüller in englischer Sprache eine Rebe, in ber er ben amerikanischen Gastgebern unb insbeson- bere Präsibent Roosevelt für bie großzügige Gast- freunbschaft bankte, bie es ben Vertretern aus aller Welt ermöglich habe, von ber Konferenz unb von ben Stubienreisen reiche Erfahrungen mit nach Hause zu nehmen. Dr. Dorpmüller erinnerte weiter an ben Urheber ber Jbee ber Weltkraftkonferenz, ben britischen Gelehrten Daniel D u n - top, unb an bie verständnisvollen Worte, mit benen ber bamaüge Prinz von Wales unb jetzige britische König bie erste Weltkraftkonferenz 1924 eröffnet habe. In ben seither vergangenen 12 Jahren seien bie Grundlagen für die künftige Zusammenarbeit gelegt worden, eine Arbeit, die eine der wichtigsten Aufgaben für das Wohl der ganzen Welt barstellen. Auch das zweite Lufthansa-Flugboot in Neuyork eingetroffen. Das am Freitag von ben Azoren nach ben Bermudas-Inseln geflogene zweite Flugboot der ßuft- Hansa ist am Samstag um 14.44 Uhr (MEZ.) von den Bermudas weitergeflogen und erreichte um 21.02 Uhr Neuyork. Während die Besatzung am ersten Tage 3400 Kilometer bewältigte, legte sie am folgenden mit dem „Aeolus" 1300 Kilometer in 6 Stunden 18 Minuten zurück. Damit ist auch die zweite der beiden an den Nordatlantikversuchen der ßufthansa beteiligten Maschinen in Neuyork eingetroffen. Neues von Anton Schnack. Don unserem Mitarbeiter Anton Schnack erscheinen soeben im Verlag Paul ßist, ßeipzig, ber Roman „Zugvögel ber ßiebe" unb ein Gebichtbanb „Sie Flaschenpost" betitelt. Was verbraucht der Gartenbau? ZbR. Wenn vom Gartenbau bie Rebe ist, denkt man zumeist nur an bas Gemüse, bie Früchte unb Blumen, bie er uns liefert. Es ist aber nicht nur wert zu wissen, welche unb wieviel Gemüse-, Obst- unb Blumensorten er züchtet unb verkauft, wievielen Menschen er Unterhalt gibt, sonbern auch, was er in feinen Betrieben an InbustrLewa r e n braucht unb kaufen muß. Für Neubauten unb Ausbesserungen von Treibhäusern unb Unterglasflächen werben nicht nur laufenb Eisen, Holz, Kitt unb Farbe gebraucht, auch bie Glasinbustrie muß jährlich etwa 1,2 bis 2 Mill, qm Glas liefern. Eine große Anzahl der Gewächshäuser unb Frühbeete sinb mit Heizungsanlagen versehen, zu beren Anlage Rohre unb Dampfkessel gehören und deren Betrieb jährlich etwa 550 000 Tonnen Brennstoff erfordert. Auch Maschinen zur Bodenbearbeitung, Sämaschinen und Beregnungsanlagen werden im Gartenbau benötigt. Der Bedarf an Kleingerä- ten wie Gießkannen, Spaten, Harken, Messern, Scheren usw. läßt sich genau gar nicht angeben. Außerdem haben bie gärtnerischen Betriebe großen Bedarf an den verschiedensten Verpackungsgefäßen, da gerade viele Obst- unb Gemüsesorten wie auch Blumen sehr sorgfältig verpackt werben müssen. So liefert uns ber Gartenbau nicht nur große Mengen für unsere tägliche Nahrung, gibt nicht nur etwa 300 000 Menschen Beschnitt - gung, sondern ist auch für verschiedene andere Gewerbezweige der deutschen Wirtschaft von lebenswichtiger Bedeutung. Buntes Allerlei. Oer seekranke Admiral. Es ist bekannt, daß es Seeleute gibt die niemals bie Seekrankheil ganz überroinben, ja sogar mancher alte Kapitän, ber sich gegen bas Ueoel längst für gefeit hielt, kann bei sehr schwerem Wetter unb beim Zusammentreffen vieler ungünstiger Umftänbe plötzlich unversehens noch einmal von biesem ßeiben gepackt werden. Kürzlich gestand der englische Admiral Sir Roger K e y e s vor einer Versammlung junger ßehrer und Lehrerinnen auf einem Ferienkurs, daß er selber, obwohl er im Jahre 1885 in die Marine eingetreten sei unb in allen Weltmeeren Dienst getan unb zuletzt ben Weltkrieg als Seeoffizier mitgemacht habe, bennoch in all ben Jahren niemals von ber Seekrankheit verschont geblieben sei. Das Bekenntnis erregte bei seinen Zuhörern zunächst größtes Erstaunen, aber einige wußten, baß ber Abmiral bamit nur bem Beispiel feines größten Vorgängers, bes ßorb Nelson, folgte. Der Abmiral selber meinte, es sei nicht die Seekrankheit ober vielmehr bie Immunität bagegen, bie ben guten Seemann ausmache. Zum Seemann müsse man geboren sein, unb bazu gehöre ein wenig mehr als bie Ueberroinbung ber Seekrankheit. Ein Arzt, ber Zeuge ber kleinen Szene war, glaubte, baß es boch immerhin eine Reihe von Mitteln gebe, um bie Seekrankheit zu vermei- ben ober boch zu milbern, unb er faßte seine Ansicht in bie paar einfachen Regeln zusammen: Belobe bir nicht ben Magen mit schweren Dingen, bevor bu bich einschiffst! — Trinke nicht zu viel, kur^ nachbem bu bich eingeschiffst hast! — Sei bei Tisch mäßig währenb ber ganzen Reise unb vor allen Dingen halte bich warm! 2500 Mark für ein Krönungsgewand. In ßonbon machen gegenwärtig ausgezeichnete Geschäfte bie Firmen, bie sich mit ber Herstellung von Krönungsgewänbern befassen. Daneben wirb auch berichtet, baß ein führenber Theaterkostüm- oerleiher alle in Frage tommenben Roben unb Kronen bereits für Peers reserviert hat. Die Zahl ber Kanbibaten ist seit ber Krönung König Georgs im Jahre 1911 außerorbentlich gestiegen; benn seit« bem sinb 250 neue Peerswürben verliehen, unb viele ihrer Träger haben ihre Bestellung für bas große Ereignis bereits gemacht. Man stellt bereits genaue Berechnungen an, welche Ausgaben einem Würbenträger für bie Krönungsfeier babei erwachsen. Zunächst wirb er etwa 300 Mark für eine Peerskrone, bie aus Silber ober oergolbetem Silber hergestellt wirb, ausgeben müssen. Krönungsgewän- ber mit Hermelinbesatz werben etwa 1200 Mark kosten. Dazu muß große Uniform ober Hoftracht getragen werben, bie man für 60 bis 200 Mark leihen kann, deren Kosten bei ber Herstellung mit Spitzenkragen, Manschetten unb Degen zwischen 550 unb 850 Mark liegen. Wenn alles gekauft wirb, so wirb ein Pair etwa 2500 Mark dafür aufwenden müssen, bah er ber Krönungsfeier in ber West- minfterabtei beiwohnen barf. Die Krönungsgewän- ber unterscheiben sich babei von benen, bie bei ber Eröffnung bes Parlaments zu tragen sinb, in Stoff unb Form. Sie hängen über ber Schulter. Das Material ist pflaumenfarbiger Samt. Die Peers tragen ihre Kronen bei ber Krönungsfeier unb setzen sie erst aufs Haupt, wenn ber Erzbischof von Canterbury bie Krone auf bas Haupt des Königs setzt. Launen des Blitzes. Währenb eines Gewitters, bas sich über Mura in ber Nähe von Brescia (Italien) entlub, schlug ber Blitz in ben Glockenturm ber Kirche ein, richtete an biesem größeren Schaben an, fuhr bann burch bas Dach ber Kirche unb brang in bas Innere ein. Hier zerstörte er bie elektrische ßeitung, zünbete aber zu gleicher Zeit bie Kerzen auf bem Altar an unb ebenso zwei Kerzen, bie ber Mesner gerabe in ber Hanb hielt. Ganz entsetzt wollle bieser burch die Kirche fliehen, bie mit dichtem Rauch unb einem scharfen Schwefelgeruch erfüllt war, brach aber an ber Tür ohnmächtig zusammen, unb es gelang erst nach einiger Zeit, ihn roieber zum Bewußtsein zu bringen. Walter Vollmer. (Sin junger Erzähler. Ist die neue Sicht bes bichterischen Romans nach 1933 auch noch nicht sehr groß — an Umfang gern essen —, so ist sie boch in einem sehr schönen Lünne belangvoll unb vielversprechenb. Unter ben ji ngen Dichtern konnte sich besonbers Walter Vollmer bie Anteilnahme ber Freunbe ber beut« {gen Dichtung erwerben. Vollmer stammt aus bem ßanb an ber Ruhr, jenem seltsam verkannten, bop- plsichtigem Revier. Seine Vorfahren waren Bergleute unb Bauern. Hier ein paar Zeilen von Vollmer über sich selbst: „Die früh verstorbene Mutter war ber letzte Sproß eines heute erloschenen, schon im 15. Jahr- Ku. nbert an ber Ruhr nachweisbaren Bauernge- sch>lechtes. Väterlicherseits waren bie Vorfahren „Stockwestfalen", Bergleute unb Häusler aus bem flfiwensbergischen. Geboren würbe ich am 2. Juli |jÜ03 zu Westrich, einem bäuerlich bestimmten Iibustriehof auf ber Anhöhe westlich Dortmunbs, bie ben Blick über eine Jnbustrielanbschaft freigab, bi rin ich als Junge 86 Schornsteine zählte. Erste dichterische Versuche: Kriegsgerichte (ber ßehrer mym bas Heft für immer an sich), bann auf Ta- pdenroüen eine rührenb-bramatische Nachbichtung doh Ganghofers „Klosterjäger", später eigenwillige Cchulaussätze, bie nicht zensiert würben, ba sie zu ; jlfrr „persönlichen Bekenntnissen" glichen, schließlich ater nach ber Reifeprüfung heilsamer Sturz aus birgerlich-ästhetischer, erdichteter Jbeenwelt in bie gesünbere Welt unter Tage, in bie harte Kamerab- (d Oberhelsen Provinz-Anleihe mb Auslos.-Rechten ......... Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4’/»% ebem.8% Franks. Hyp.-Banl Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6%% ehem. 4*4% Franks. Hyp. Bant-Liqu.-Psandbriese...... 6*4% ehem. 4*4% Rheinische Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpfe. ... 4%% ehem. 8% Pr. Landespfand. briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 4K,% ehem. 7% Pr. Landespfand briesanst., Gold Komm. Obl. 20 tzteuergutich.VerrechnungSk. 84-38 wir es von Fastnachtsscherzen her kennen. Die Veränderungen werden an seinem eigenen ursprünglichen Gesicht vorgenommen. Wie — das hier näher zu beschreiben, würde zu weit führen, da ja gerade das Schminken eine kleine Wissenschaft für sich ist. Hat der Maskenbildner seine Arbeit beendigt, so tritt der Garderobier in Aktion. Dieser hat dafür zu sorgen, daß alle Kostüme, Uniformen und Anzüge des Schauspielers gut passen und in Ordnung sind. Er zieht den Schauspieler an, bürstet ihm das letzte Stäubchen von der Schulter und — der Star ist drehfertig. Zu Anfang eines jeden Filmes werden außer den Namen der Schauspieler auch einige der wichtigsten Mitarbeiter genannt. Wohl die meisten Zuschauer, denen hier in wachen- oft sogar monatelanger Arbeit zwei Stunden angenehmer Zerstreuung und Anregung geschaffen wurde, haben bisher darüber gemurrt und es als langweilig empfunden. Ist denn die Leistung der vielen unbekannten Mitarbeiter des Films keiner Anerkennung wert? Ja, haben diese kurzen, flüchtigen Streiflichter über ihr Wirken und Schaffen nicht gezeigt, daß man um allen gerecht zu werden, eigentlich noch viel I mehr Namen nennen müßte? I Armin Kfohnke. Grund. „Warum", so fragte er sich, „soll man nicht einen Pumpenkolben benutzen?" In seiner urei3 zeit machte sich Michael Owens ans Werk. Es fehlte ihm an dem nötigsten Geld für seine Versuche, aber er besaß die Unbeirrbarfeit und Zähigkeit des echten Erfinders und kannte keine Hindernisse. Als die Maschine endlich fertig war, mußte ihr Erfinder nach einem Geldmann suchen, der ihm weiterhelfen konnte. Er fand keinen einzelnen, sondern ein Syndikat, und die erste Owens-Maschine wurde gebaut. Ihre Herstellung kostete 5 Millionen Mark. Sie hat in einem einzigen Siegeszug die Welt erobert und beherrscht heute die Flaschen- industrie ganz und gar. Die Maschine hat nicht weniger als 10 000 Arbeitsgänge und wiegt 1000 4% Oesterreich«ehe Goldrente... 4,20% Oefterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Siaatsrente v. 1910 4*4% desgl. von 1913........ • 6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe Serie I..................... xiujnuyuiciu . Nicht weit von dem Platze der Aufnahme pflegt ein rätselhafter Wagen zu stehen. Wenn man das Glück hat, ihn einmal offen zu finden, so steht man darin allerlei geheimnisvolle Apparaturen mit verschiedenen Skalen und Zeigern. Während der Aufnahme jedoch ist der geheimnisvolle Wagen immer geschlossen, und man kann nur durch die Fensterscheiben hindurch drinnen einen Mann mit Radio-Hörern auf den Ohren über die Apparaturen gebeugt sitze- sehen. Selbiger Mann ist der T o n - m e i ft e r. Er kontrolliert und leitet in tontech- -21.(5.® 0 Betula 8 fflclti. Lieserungsgeiellschast ... 6 Licht und Kraft .............7 Felten & Guilleaume 4 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung.-S Rheinische Elektrizität ...... 6 Rhein. Wests. Elektr. « Schuckerl & Co........ 6 Siemens L Halske ... 8 Lahmeyer L Co 7 6% Deutsche Retchsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 V/i% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechten ............ 434% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1934, I 434% ehem. 8% Hessischer Bolls- staat 1929 (rückzahlb. 102%) ... 4*4% ehern. 8% Hessische Landes bank Darmstadt Gold R. 12..., 6*4% ebem. 434% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstadtLiau. 11-9. 152 130,25 221 136 105,4 31,5 119,5 119 176,25 7,25 10,4 6,05 43 I Welcher Mensch, der sich abends sein Glas Bier nischer B-zikhung M ° Ausnchm- I Hamburg-Amertka-Paket 0 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Datum Mansselver Bergbau....... 634 Kokswerke .................. 6 Rheinische Braunkohlen 12 Rhetnstahl.................. 4 Vereinigte Stahlwerke 834 Olavi Minen ...............0 Kaliwerke Aschersleben 6 Kaliwerke Westeregeln 5 Kaliwerke Salzdetfurth 734 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hi^er Den Papieren °ng°sühr.en Zissern geben di- Höhe der zuletzt Dividende an. - R°ich-b<-nkdi-k°nt 4 °.H„ Lambardzmsfuß 5 d.£ Hof 0,13 v. H„ Rheinmetall 0,25 v. H. freundlicher. Deutsche Linoleum und Schiffahrtsaktien blieben behauptet. Der Rentenmarkt war freundlich. Lebhafter Kammunal-Umschuldung mit 88,20 (88,13). Mitbesitz» anleihe, Zinsvergütungsscheine und zertif. Dollar- Bonds zogen bis 0,25 v.H. an. Städte-Altbesttz blieben zu 115,50 gefragt. Don Auslandsrenten notierten Rumänen etwas höher, 4>2prozentige 10,50 (10,35), 4prozentige 6,15 (6,05). Im Freiver- kehr hatten Restquoten zu früheren österr. Eisenbahnanleihen lebhaftes Geschäft bei steigenden Kur- sen, jugoslaw. Quote Salzkammergut 3,05 (2,95), do. Rudolf Silber 3 (2,85), ferner blieben Oesterr.- Ungar. Bank-Pfandbriefe mit 4,80 bis 4,85 (4,70) fest. Im Verlaufe wurde das Geschäft sehr ruhig. Die Kursentwicklung am Aktienmarkt war etwas uneinheitlich, da die Kulisse in verschiedenen Werten Glattstellungen vornahm. Niedriger waren u. a. Waldhof mit 152 nach 153, Aku mit 68,90 nach 69,13, JG.-Farben 162,75 nach 163,50, Mannes- mann 105,50 nach 106 und Verein. Stahl 105,75 nach 106,25, etwas höher anderseits Klöckner mit 110,90 nach 110,50, Daimler mit 119,40 nach 118,75, Muag mit 116,75 nach 116,25. Die später zur Notiz gekommenen Papiere lagen überwiegend 1 v. H. über gestern. Renten lagen im Verlaufe ruhig, auch in den Restquoten ließ das Geschäft nach, die Kurse lagen behauptet. Der Pfandbriefmarkt erfuhr nur bei einigen Liquidationswerten geringe Veränderungen, Stadtanleihen lagen meist etwas höher. Don Auslandsrenten blieben Mexikaner und Ungarn behauptet, Anatolier I und II gaben auf 42 (43) nach. Schweiz. Bahnanleihen lagen weiter etwas höher. Im Freiverkehr nannte man Adlerwerke mit 105,50, Wayß & Freytag mit 119, Pokorny mit 112 und NSU. mit 149. Tagesgeld unv. 3,50 v. S). Frankfurter Schlachtvlehmarkt. Frankfurt a.M., 14. Sept. (Vorbericht.) Um ; 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 303 > Rinder (21 Ochsen, 55 Bullen, 186 Kühe, 41 Färsen), i 604 Kälber, 387 Schafe, 1515 Schweine. Es kosteten; > Rinder: Ochsen 42 bis 45 Mark, Bullen 41 bis 43, Datum Desgl. Serie h ........... 6% fRu man. vereinh. Rente v. 1903 434%Rumän.vereinh.Rentev.l91S 4% Rumänische vereinh. Rente . 2%% Anatolier .............. 41126,25 I 142,5 156 | ftanbtei - die Geburtsstätte all der schonen mter- zeit eingenommen Eden so is ReguMeur 'rrnni-„ _ x n q e f i » r verliert edoch deriemge, der die Tafel Deal. -oet au ,einer firueu B, ää-M. 3:?»” ä: ääMääM chwernisse der Arbeitsleistungen, die in ihm voll- des Drehbuches deckt. bracht werden müssen, sind gar zu nüchtern und Jeder in den zu drehenden Szenen beschäftigte unromantisch. Es ist bestimmt nicht jedermanns Schauspieler muh mindestens eine Stunde vor Sache, den ganzen Tag — zuweilen sogar Tag und Drehbeginn im Atelier sein. Diese Zeit benötigt Nacht — in einem vollkommen lüft- und schalldicht er, um sich von den für sein Aussehen verant- abgeschlossenen Raum mit einer derartig drückend- wörtlichen Mitarbeitern für die Szene zurecyt- fchwülen Temperatur, daß einem Hemd und Hose machen zu lassen. Zunächst geht er zum M a s k e n- schon zu dick sind, zuzubringen und dabei noch an- bild ne r. Dieser schminkt ihn oder macht ihm, gestrengt geistig oder körperlich zu arbeiten. Wie wenn sein Gesicht sehr verändert werden muß, die verschieden und vielgestaltig die Arbeit jedoch ist, Maske. Das ist nun freilich nicht so zu verstehen, die außer der allgemein bekannten des Schauspie- als bekäme er da nun eine Maske aufgesetzt, wie lers noch geleistet — und gut geleistet werden muß, erkennen wir am besten, indem wir uns die speziel- 1 • J len Arbeitsgebiete der verschiedenen zum „Stabe zusammengefaßten Mitarbeiter des Films einmal Uv * l V V näher betrachten. , 1 An der Spitze des Stabes steht der Regisseur, der wohl als einziger außer den Schauspielern und Operateuren den Vorzug genießt, auch in feiner Arbeit dem Publikum bekannt zu fein. Ihm zur Seite stehen seine Assistenten, die die Die englische archäologische Forschungsgesellschaft, Aufgabe haben, ihn zu unterstützen und in der die damit beschäftigt ist, die in der Nähe von Dor- Leitung der Zusammenarbeit des gesamten Sta- chester in Südengland gelgene und vom 4. Jahr- bes nach Möglichkeit so zu entlasten, daß er sich hundert v. Ehr. bis zur Römerzeit besiedelte Burg ganz auf die Leistungen der Schauspieler konzen- Maiden Castle auszugraben, stieß dieser Tage trieren kann. Sie dürfen sich daher keineswegs nur auf wichtige und überraschende Funde. Unterhalb auf eine Sache spezialisieren, sondern müssen im- des römischen Tempels, der an der Ostseite der mer das Ganze, also auch alle besonderen Ar- Burg gelegen ist, kamen die Fundamente eines sehr beitsgebiete der anderen Mitarbeiter im Auge be- viel älteren, aus der Steinzeit stammenden halten. (Unter vielen anderen haben sie auch die Gebäudes ans Tageslicht. Es handelt sich um einen Obliegenheit, immer schuld 3 u sein, wenn massiven Holzbau von großer Ausdehnung, dessen irgend etwas verpatzt wird oder schief geht — so Bestimmung noch nicht geklärt ist, wahrscheinlich habe ich mir sagen lassen.) Meistens kann man sie aber hat man es hier ebenfalls mit einem Tempel an dem dicken Drehbuch in ihrer Hand (damit es zu tun, über dessen Fundamenten der römische der Regisseur nicht zu schleppen braucht) erkennen. Tempel errichtet wurde, das neuentdeckte Bauwerk Sehr oft sieht man sie auch wie den leibhaftigen wird von den Gelehrten auf 2000 v. Ehr. datiert. Bösen auf der Fährte einer armen Seele durch die Augenblicklich werden eine Reihe von Höhlen srei- Gegend sausen, auf der Suche nach irgendeinem gelegt, die Geräte der Steinzeit und Tierknochen Schauspieler, Komparsen ober sonstigen Zeitge- enthalten, darunter die Knochen eines großen, jetzt nossen, der bei der Aufnahme im Atelier gebraucht ausgestorbenen Rindes, das von der neolithischen wird, '— jedoch einen anderen Aufenthaltsort als Bevölkerung als Haustier gehalten wurde. Auch ein angenehmer herausgefunden hat. . Graben, der das damalige Dorf zu Befestigungs- Die rein organisatorischen Arbeiten bei den Film- zwecken umgab, wird untersucht. Er ist mit einem aufnahmen erledigt der Aufnahmeleiter. Er deutlich abgegrenzten Rasenstreifen bedeckt, unter engagiert die Darsteller der kleinen Rollen des bem bie vorgeschichtlichen Wälle lagen, und er ent» Films, die Komparserie, die Tänzer und Tänzerin- hält ebenfalls einen großen Reichtum an Geraten nen u. a. Er mietet die für den Film nötigen Tiere her Steinzeit und der frühen Bronzezeit, aus de- und Fahrzeuge, er überwacht das technische Per- nen heroorgeht, daß die Besiedluna dieser ältesten sonal, teilt ihre Schichten ein, er organisiert den Niederlassung etwa im 18. Jahrhundert v. Ehr. ihr Umzug zu Außenaufnahmen in die nähere Um- Ende fand, lieber die 15 Jahrhunderte, die zwischen gebung sowohl als auch die Reisen nach entfernten bem Ende jener ersten Besiedlung und der Erbau- Orten, und — last not least — er stellt, nach ung der Burg in ihrer bisher bekannten Gestalt Uebereintommen mit dem Architekten, den Drehplan liegen, weiß man nichts. Man nimmt jedoch an, daß auf und teilt die Tagespensen ein. Kurz: Er ist wegen der damals ständig herrschenden übermähi- der Organisationsleiter des Stabes. iBet Qen Dürren in dieser Zwischenzeit das Land nicht den Assistenten des Regisseurs wäre noch der Ate- besiedelt war. Dr. E. Mortimer W h e e l e r vom lier-Sekretär zu nennen. Er sitzt bei dem Londoner Museum, der die Ausgrabungen leitet, Regisseur im Allier und notiert die Nummern der hat sich auf die Nachrichten von den neuesten Fun- fertig gedrehten Einstellungen und Szenen sowie den hen sofort an Ort und Stelle begeben. Er identifi- Derbrauch an Material für Bild und Ton. Kurz gierte die erhaltenen Tonscherben als den drei wich- - >""*' tigsten Zivilisationen Englands um 2000 v. Ehr. angehörend. Diese Zivilisationen stammten zum Teil aus Frankreich, zum Teil aus Skandinavien und zum Teil vom Rhein. Die Funde werden deshalb für besonders wichtig gehalten, weil die Zivilisationen aus den genannten verschiedenen Ländern zusammenströmten und sich an dieser Stelle überschnitten. SckmIthetS Patzenhofer Alu (Allgemeine Kunstseide) . Bemberg......... ........ Zellstoff Waldhof Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Gas .............. Daimler Motoren Deutsche Linoleum Orenstetn & Koppel Westdeutsche Kaufhof Chade..................... Accumulatoren-Fabrü Conti-Gummi............. Gritzner.................. Mainlraftwerle Höchst a.M.. Süddeutscher Zuck«..... 127,5 1 126,5) 144 - 1561 -I vuderus ...........4 Deutsche Erdöl ...... 4 Harpener................. «zi Hoesch Eisen-Köln-Neuesse« .. 3 Ilse Bergbau ...............6 Ilse Bergbau Genüsse 6 Klbcknerwerle .. ........9 Mannes mann-RöhreA •••••♦•• 8 I. G. Farben-Jndustrte 7 Scheideanstalt 9 Goldschmidt b Rütgerswerle 6 Metallgesellschaft 5 Frankfurt a. M., 12. Sept. Die Börse lag zum Wvchenschluß fest. Es lagen einige Kündern aufträge in Spezialwerten vor, wodurch sich auch die Kulisse zu einigen Käufen anregen liefe. Am Aktienmarkt ergaben sich bei teilweise lebhafteren Umsätzen durchschnittliche Erhöhungen von 0,50—1 v. H. Gefragt waren besonders Rohstoffwerte. Zellstoff Waldhof 151,25-—153 (150), Kunstseide Aku 69,13 (68,25), auch Bemberg mit- gezogen mit 87,75 (86,50), ferner Otavi Minen (Kupfer) 32,65 (31,50). Bergwerksaktien fanden seitens der Kulisse lebhafteres Interesse, Hoesch 107,50 bis 108 (107,25), Verein. Stahl 106—106,25 (105,65), Rheinstahl 137 (136,40), Mannesmann 106 (105,50), Klöckner 110,50 (110,25), Harpener 131 (130). Am Elektromarkt notierten AEG. ex Bezugsrecht mit 36,13 (36,25), fest waren Gesfürel mit 135 (133), Siemens mit 189,25 (188,25), Schlickert und Felten gewannen je 0,75 v.H., dagegen RWE. 0,25 v.H. niedriger. IG. Farben bei nicht sehr lebhaften Umsätzen 163,25 (162,75), Deutsche Erdöl 127 ------- ...... z . , . (126), Maschinenaktien zogen bis 0,65 v. H. an, bis 58, Schweine 51 bis 57 Mark^ — Marktverlauf: Motorenwerte blieben behauptet. Im einzelnen er- Rinder und Schweine zugeteilt, Kalber mittelmäßig, öffneten Reichsbank 0,25 v. H., Westdeutsche Kauf- Hämmel und Schafe lebhaft. Devi enmarkt Berlin — { 11 .September iranksurt O.2IL 12-September Amtliche Notierung Geld | Brief Amtliche Notierung Geld | Brief yuenos Alke Brüssel .... Rio de Ian. Sofia..... Kopenhagen Danzig.... London.... HelsingforS. Paris ..... Holland ... Italien..... Japan...... Jugoslawien Oslo.....: Wien...... Lissabon... Stockholm... Schweiz ... Spanten... Prag...... Budapest .. Reu y ort... 0,708 42,03 0,148 3,047 56,17 46,80 12,58 5,549 16,375 168,66 19,57 0,735 5,654 63,22 48,95 11,43 64,86 80,97 10,275 2,488 0,712 42,11 0,150 3,053 56,29 46,90 12,61 5,561 16,415 169,00 19,61 0,737 5,666 63,34 49,05 11,45 64,98 81,13 10,295 2,492 Banknoten 0,708 42,03 0,148 3,047 56,19 46,80 12,585 5,554 16,37 168,79 19,57 0,736 5,654 63,25 48,95 11,435 64,89 81,01 28,97 10,275 2,488 0,712 42,11 0,150 3,053 56,31 46,90 12,615 5,566 16,41 169,13 19.61 0,738 5,666 63,37 49,05 11,455 65,01 81,17 29,03 10,295 2,492 Äerlln, 12-September_______ Geld Brief "2 FranlsuN a. Ul. Berlin Schluß- fürs Schlußf. Abend- börse Schluß- fürs Schlußf. Mittag- börse Datum 11-9- 12-9. 11 -9. 12-9- Schluß- furs Schluß». Abendbörse Schluß« fürs 11.9. 12-9. 11.9 Amenlamsche Roten.............. 2,44 2,46 41,88 42,04 55,99 56,21 Englische Noten ................. 12,54 12,60 16,32 16,38 168,37 169,05 — Norwegische Noten ......* * 63,03 63,29 Deutsch Oesterreich, A 1OO Schilling — — Rumänische Noten............... — 64,93 Schwedische Noten............... 64,67 80,83 81,15 Spanische Noten 27,96 28,04 Ungarische Note» — Montag, 1.4 September 1956 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Kr. 215 Drittes Blatt bringen! oder grün oder rot aufleuchten läßt. Das Funkeln ent-l Tageslicht. An den nahezu punfijorniigen toter ne n | steht erst beim Durchgang des Lichtes durch unsere 1 können wir die Färbung nur bemerken, wenn sie . freundlicher, ktien blieben ich. Lebhafter ,13). Altbesitz, ertif. Dollar. >tädte-Altbefih uslandsrenten 4y?proaenlige Im Freiver« öfterr. Eisen. :eigenben Kur- lt 3,05 (2,95), ieben Defterr.« ;is 4,85 (4,70) Gefärbte Sterne. Von Or. Erwin Kofsinna. Heil Hitler! Haug, Gauamtsleiter! 169-1 19,61 0,73| 5,666 63,37 49,05 1 455 65,0} 8b 29- 10.2? r.U 4. Bei der Flak-Artillerie und beim Regiment „General Göring" werden im Frühjahr 1937 keine Freiwilligen eingestellt. 5. Den Zeitpunkt für die Meldung von Freiwilligen für die Herbsteinstellungen bei der Fliegertruppe, Flak-Artillerie, Luftnachrichtentruppe und Regiment „General Göring" wird im Laufe des Monats September durch Presse und Rundfunk bekanntgegeben werden. Lichtquellen? Erst vor wenigen Jahren ist es B o 11 l i n g e r in Neubabelsberg gelungen, den wahren Sachverhalt aufzudecken. Der subjektive Farbeneindruck ist eine sehr verwickelte, von mancherlei Nebenumständen abhängige Erscheinung. Die Fähigkeit des Auges, Farben zu erkennen, hängt nämlich sowohl von der Helligkeit als auch von der scheinbaren Größe der leuchtenden Fläche ab. Nachts, wenn das Auge sich der Dunkelheit angepaßt hat und die Stäbchen der Netzhaut in Tätigkeit treten, ist die Farben^mpfinds.chkeit eine ander? als h-ü heflem Heller als vierter Größe sind. Die Scheibchen auch der hellsten Fixsterne sind außerordentlich klein. Beispielsweise beträgt der scheinbare Durchmesser der Wega nur drei Tausendstel Bogensekunden und gleicht dem eines Fünfpfennigstückes, das man aus einer Entfernung von 1200 Kilometer (Berlin— Neapel) betrachtet! Ist die leuchtende Fläche aber groß, wie bei irdischen Lichtquellen, so tritt schon bei 2000 Grad eine gewisse Blendung des Auges ein, die auch farbiges Licht weißlich erscheinen läßt. Verkleinert man nämlich das Licht einer Metallfadenlampe durch geeignetes Abblenden auf Sternhelligkeit, so bleibt es nicht weißlich, sondern wird gelbrot. Es entspricht annähernd der Farbe der Sterne gleicher Temperatur. Diese erscheinen noch etwas röter, weil die grünen und blauen Strahlen ihres Lichtes bei der an sich schon sehr geringen Helligkeit zu schwach sind, um vom Auge überhaupt wahrgenommen zu werden. In wie hohem Maße die subjektive Sternfarbe von der Helligkeit abhängt, ergibt sich aus folgender Beobachtung. Das freie Auge sieht Beteigeuze rötlich, A r k t u r u s tiefgelb. In lichtstarken Instrumenten dagegen erscheint Beteigeuze reingelb, Arkturus nahezu weiß. Man muß daher scharf unterscheiden zwischen subjektiver und objektiver Sternfarbe. Aus der Empfindlichkeit des Auges für die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau konnte Bottlinger mit Hilfe des Helmholtzfchen Farbendreiecks die objektiven Farben der Sterne berechnen, deren Spektrum bekannt ist. Es ergab sich, daß Sterne von 2000 Grad Oberflächentemperatur ein gesättigtes Gelb aufweisen. Die langwelligen roten Strahlen überwiegen, die grünen und blauen sind nur sehr schwach. Mit zunehmender Temperatur bleibt das Gelb zunächst bestehen, wird aber Heller, bis es bei 5500 bis 6000 Grad, der Sonnentemperatur, in reines Weiß übergeht. Daß das Sonnenlicht rein weiß ist, erkennt man sofort an der Farbe des frisch gefallenen Schnees im Hochgebirge bei hohem Sonnenstand und klarer Luft. Der Schnee ist ab- bings auch Heliumsterne von außergewöhnlicher Leuchtkraft, wahre Lichtriefen, die stark gelb gefärbt sind. Sie werden nachweislich von Nebelmaterie umgeben, die das Licht dieser Sterne verfärbt. Infolge ihrer großen absoluten Helligkeit lassen sich die Heliumsterne noch in sehr weiten Entfernungen gut beobachten. Wie Oehman in Upsala nachwies, zeigen die Heliumsterne zwischen 2000 und 6000 Lichtjahren Abstand eine mit der Entfernung zunehmende Gelbverfärbung, die von ausgedehnten dunklen Wolken kosmischen Staubes in außerordentlich feiner Verteilung herrührt und besonders auffällig in gewissen Gebieten der Milchstraße ist. Man erkennt daraus, wie vorsichtig und kritisch man bei der Beurteilung von Sternfarben Vorgehen muß. Die Kenntnisse der Sternfarben ist für die Astrophysik und für die Astronomie von größter Bedeutung. Auf Grund des gesetzmäßigen Zusammenhangs zwischen Farbe und Strahlungstemperatur läßt sich nämlich die letztere berechnen, wenn die Farbe bekannt ist. Unsere Ansichten vom Bau des Milchstraßensystems und der Kugelsternhaufen beruhen zum großen Teil auf Bestimmungen der Sternfarben und deren Verteilung im Raum. 3*053 56,31 46,90 Wenn wir von den Farben der Sterne sprechen, ist damit selbstverständlich nicht das Funkeln ge- meint, jener rasche Wechsel der Farbe, der bei um ruftrv-- Luft cinm weißen Stern fefunh'-nf'-mn Vornotizen. Tageskalender für Montag. Deutsches Frauenwerk. Abteilung Volkswirtschaft- Hauswirtschaft: Zusammenkunft im Cafö Ebel, Thema „Kampf dem Verderb". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Allotria". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Männer vor der Ehe". Aus Der Provinzialhaupistadt. Die NS.-Dollswohlfahrt grüßt die deutsche Luftwaffe. NSG. In freudigem Einsatz hat sich die deutsche Luftwaffe mit Musikkapellen in Stärke von 300 Mann der Gauamtsleitung Hessen-Nassau der NS- Volkswohlfahrt zur Verfügung gestellt. Der Rein- ertrag der fast 14tägigen Konzertreise kommt dem Hilfswerk „Mutter und Kind" zugute. Ich danke der Luftwaffe schon an dieser Stelle für diese Einsatzbereitschaft. Zeigt sie doch, daß die Luftwaffe als Teil des neu erftanbenen Volksheeres an Opferbereitschaft für das sozialistische Werk des Führers nicht zurücksteht. Möge der Besuch der Veranstaltung aus allen Teilen der Bevölkerung uns den erhofften Gewinn ehr ruhig. Die tt war etwas benen Wetten waren u. a. t 68,90 nad) )0, Mannes- =tat)( 105.75 SötRtt xmt 0 naä) 1W, jätet zur« irgend 1 M- sj Oie Straßensperrungen während der Manöver des IX. Armeekorps. LPD. Die Oeffentlichkeit wird darauf hingewiesen, daß während der Her bst Übung es IX. Armeekorps folgende Straßensperrungen vorgenommen werden: 1. Am 15. September, ab 16 Uhr, bis 16. September früh: Straße Ziegenhain—Schwarzenborn in beiden Richtungen. 2. In der Nacht vom 15 zum 16. September und am 16. September tagsüber: a) Straße Schwarzenborn-Remsfeld—Homberg: b) Straße Mühlbach— Oberförsterei Ersrode—Rengshausen—Ostheim. 3. Am 16. September und in der Nacht vom 16. zum 17. September: a) Straße Wabern—Hebel— Homberg: b) Straße Felsberg—Gensungen in Richtung Ostheim: c) Grifte—Wolfershausen—Melsungen. Keine Manöver-Schlußbesprechungen in größerem Nahmen. Lpd. Das Gruppenkommando II, Uebungsleitung der Großen Herbstübung 1936, gibt bekannt: Aus zahlreichen Zuschriften ist zu entnehmen, daß weite Kreise der Bevölkerung die irrige Auffassung haben, daß zur Schlußbesprechung (Kritik) der Großen Herbstübung 1936 auf Antrag Jedermann zugelassen werden könne. Am Schluß der diesjährigen großen Herbstübung findet keine Besprechung in größerem Rahmen statt, sondern nur eine Kommandeur-Besprechung in fest umriffenem militärischen Kreis. Einstellung von Freiwilligen in die Lustwaffe im Frühjahr 4937. DNB. Das ReichskUftfahrtmimsterium gibt bekannt: 1. Im Frühjahr 1937 werden bei der Fliegertruppe und Luftnachrichtentruppe Freiwillige eingestellt. Bewerber können sich schon jetzt melden, und zwar bei jedem Truppenteil der Fliegertruppe und der Luftnachrichtentruppe. 2. Auskunft über die sonstigen Bedingungen für den Eintritt als Freiwilliger in die Luftwaffe und über den vorher abzuleistenden Arbeitsdienst erteilen die Truppenteile der Fliegertruppe und der Luftnachrichtentruppe, die Wehrbezirkskommandos und die Wehrmeldeämter. Sie werden außerdem in der Tagespresse und im Rundfunk wiederholt bekanntgegeben werden. 3. Einstellungsanträge bei anderen militärischen oder staatlichen Dienststellen sind zwecklos. Sie verzögern nur die Bearbeitung zum Nachteil des Bewerbers. Zeitschristen. — Die „D e u t s ch e Z e i t s ch r i f t", neue Folge des alten „Kunstworts" (Verlag Callwey, München), schließt mit dem August-September - Heft ihren 49. Jahrgang ab. Das Heft ist bezeichnend für die Weite der Stoffgebiete wie für die geistige Durchdringung der behandelten Themen. Geschichtlich-politische Zeitnähe erfüllt den umfangreichen Aufsatz „Kollektive Sicherheit" von Werner Picht, der aus gründlichster Geschichts-, Welt- und Menschenkenntnis heraus ernsthaft kaum zu bestreitende Einsichten über die mangelnde Wirklichkeitsnähe der Völkerbundsverfassung, über die Unmöglichkeit, den Ewigen Frieden auf dem Wege der internationalen Organisation zu erreichen, in schlagender Formulierung bietet. Von neuen Gesichtspunkten aus betrachtet Adolf Waas in feiner Arbeit .Kaisertum und Staat Ottos des Großen" die große politische Leistung dieses deutschen Herrschers. Es folgt eine köstliche Reiseerzählung „Naxos" von Richard Seewald mit knappen Zeichnungen des der See und der Fremde verschworenen Verfassers. Ein volkskundliches Thema schneidet Otto Reicher mit seinem Beitrag „Das Faschingsrennen, ein steirischer Volksbrauch" an. In der „Umschau" berichtet u. a. Hans Böhm weiter über „Neue Lyrik" unter Darbietung von Proben, Bernt v. Heiseler über neue Amerikanische Dichtung, W. Petzet Über neue Film« kunst und E. Gottlob Winkl"? in einer feinen o,ig 3,047 56,1® 46,80 12,585 5,55* 16,37 63, 48,95 1^435 '64-89 II- 11,0 i,48l Viel eindringlicher als im Dunst der Ebene der Großstadt zeigt sich auf dem Meer und in der reinen Luft des Hochgebirges die Pracht des Sternenhimmels. Die hellsten Sterne übertreffen die schwächsten, mit freiem Auge eben noch wahrnehmbaren Fünkchen um mehr als das Tausendfache an Lichtfülle. Nicht so auffällig wie ihre Hellig- keitsunterfchiede, aber bei den helleren Sternen doch sehr deutlich, sind für unser Auge ihre Farben. In bunter Mannigfaltigkeit finden wir bläuliche, weiße, gelbe und rötliche Sterne am Firmament verstreut. Jedes Sternbild vereinigt verschieden gefärbte Sterne in sich. So sehen wir im Orion neben der blau-weißen Bellatrix die rote B e - teigeuze. Zwischen den weißglitzernden Hy- aden im Stier leuchtet wie eine Drange der rötlich-gelbe Aldebaran. Arkturus im Bootes zeigt ein tiefes Gelb, in gleicher Farbe strahlt Pollux, der hellere der Zwillinge, und D u b h e rechts oben im Viereck des Großen Bären, während die übrigen Hellen Bärensterne nahezu weiß sind. Unter den Sternen erster Größe ist Ant ar es im Skorpion der röteste. Er wird noch übertroffen vom Granat stern im K e p h e u s , welcher von Herschel wegen seines tiefen Rots so benannt wurde. Nehmen wir ein kleines Fernrohr, einen Kometensucher zur Hand, der bereits zahlreiche Dop- pelsterne trennt, so zeigt sich auch hier gewöhnlich ein deutlicher Farbenunterschied beider Komponenten. Gelbe ober rote Riesensterne haben meist einen weißen oder bläulichen Begleiter, der dann infolge der Kontrastwirkung zum Gelb des Hauptsternes oft intensiv blau erscheint. Bekannte Bei- lviele dafür sind die Doppelsterne Albireo tm Schwan und Alamak in der Andromeda, bei denen der Hauptstern gelb, der Begleiter tief blau gefärbt ist. Der ebenfalls sehr bekannte und leicht zu trennende Doppelstern Mi z ar im Großen Bären besteht aus einem weißen Hauptstern und einem blaßgrünen Begleiter. Seltener kommt es vor, daß der Begleiter rötlich oder purpurn ist wie bei dem Stern Eta in der Kassiopeia. Die sogenannten Neuen Sterne haben in einem bestimmten Stadium eine ausgesprochen blaue Farbe; die Nova im Herkules war monatelang grünblau. Oberhessen übernimmt einen patensriedhos Deutsche Kriegergräber in pawelce bei Stanislav (Polen) werden von unserer Provinz betreut. Ausgaben des Dolksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge auf, die darin bestehen, unseren gefallenen deutschen Brüdern in allen Teilen der Welt eine würdige letzte Ruhestätte zu bereiten. Anschließend beschäftigte man sich mit Organisationsfragen. Hierbei handelte es sich darum, Mittel und Wege aufzuzeigen und zu besprechen, mit deren Hilfe der Volksbundgedanke der gemeinschaftlichen Kriegergräberpflege immer tiefer in alle Teile der deutschen Volksgemeinschaft hineingetragen werden kann, um daraus neue Stärkung und Förderung zur Erfüllung der Aufgaben des Volksbundes zu gewinnen. Es ergab sich völlige Uebereinftimmung hinsichtlich dieser Arbeiten, die sich nunmehr in einer verstärkten Werbung zur Mitgliedschaft im Volksbund und damit zur Gewinnung weiterer wirtschaftlicher Kraft auswirken werden. Sodann stand der Vorschlag auf Uebernahme der Patenschaft über einen deutschen Soldatenfriedhof zur Beratung. Die Kreisgruppe Gießen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge machte durch ihren Sprecher, Landgerichtsrat Trümpert, den Vorschlag, den bis vor einiger Zeit von der Vereinigung ehern. 222er betreuten kriegerfriedhof in Pawelce bei Stanislau in der polnischen Provinz Galizien als Patenfriedhof Oberhessen in die Betreuung durch unsere oberhessische Heimat zu nehmen. Die Kreisgruppe Gießen kann für diese große und schöne Aufgabe ein Kapital von 16 344 Mark, das aus früheren Sammlungen stammt, zur Verfügung stellen. Die Vertreter aller übrigen Kreisgruppen der Provinz Oberhessen sprachen sich ein« stimmig für den Gießener Vorschlag aus und bekundeten auch, daß man gemeinsam alle Kraft einsetzen wird für die gute Verwirklichung dieser Patenschaft. Nach dieser Zusage konnte erfreulicherweise die einstimmige Uebernahme der Patenschaft über den Kriegerfriedhof in Pawelce durch unsere Dolksgenoffen in der Provinz Oberhessen festgestellt werden. wenn sich nun die kreis- und Ortsgruppen demnächst an die Bevölkerung in Stadt und Land wenden, Mitglied des Volksbundes zu werden, so möge sich jedermann insbesondere an diese Patenschaft über den kriegerfriedhof in Pawelce erinnern, auf dem auch zahlreiche gefallene Brüder aus Oberhessen zum ewigen Schlummer ruhen. Auf diesem Friedhof liegen 408 deutsche Soldaten bestattet, davon 281 in Linzelgräbern und 127 in elf Kameradschaftsgräbern. Diesen gefallenen Brüdern soll durch den würdigen Ausbau ihrer letzten Ruhestätte ein kleiner Teil des Dankes abgestattet werden, den das deutsche Volk ihnen schuldig ist. Nach mehrstündiger, fruchtbarer Beratungsarbeit wurde die Tagung in üblicher Weise geschlossen. 41-88 55'2 y 63-03 oft' der gefährlich ? Vorfall, °"nes Qb, e Welwyn '"Lerini. ohllch von ffen. Der r von fei. >e Wöirfeft r Md)er angelte, die aller Kraft Wasser mit l9 M vollen f bewaffnet, ben Beinen bevor er ' auftauchte. i-Der Junge ie ohnmäch. aus eigener schlimmste I den Poly- itte und er änderte, die fier benahm. joint weiß, was nicht der Fall sein könnte, wenn das Sonnenlicht auch nur Spuren von Gelb hätte. Erst bei tieferem Sonnenstand tritt eine Verfär; bung des Sonnenlichts durch Absorption in der Atmosphäre ein. Bei weiterer Steigerung der Stern- temperatur gewinnen die kurzwelligen blauen und violetten Strahlen die Oberhand, der Farbton schlägt in die Komplementärfarbe von Gelb, also Blau um. Sterne vom Typus des Sirius und der Wega (11 000 Grad) find blauweiß. Die heißesten Strahler, wie z. B. die Zentralsterne planetarischer Rebel mit Temperaturen von 40 000 Grad und darüber, müssen ein ziemlich stark gesättigtes Blau aufweisen, das sich vom tiefen Blau des Hochge- birashirnrnels nur wenig unterscheidet. In der Tat zeigen viele der sehr heißen Helium-, Monographie über Jean Ciono. Das Heft ist mit fterne deutlich einen blauen Farbton. Es gibt aller«!20 Bildern geschmückt. iq, auch in bei die Kurse lagen rfuhr nur bei Veränderungen, «her. Don Aus- Ungarn beW s 42 (43) M r etwas hohen 1-M io Mw"') W uno. 3,50 v'h' ttiarfL 8orberuW lorauftriebj 03 "ffW« ’m Sch-!- 5 |bir mittel»* r« jSS Nen M'! d°r °> <1* Wen Der Tag des deutschen Volkstums. Fest der deutschen Schule 1936. — Gemeinschaftsempfang in Hessen. Am (Samstag, 19. September, 10.15 Uhr, findet in der Festhalle zu Darmstadt eine gemeinsame Schulfeier für alle Darmstädter Schulen statt. Der Hauptteil der Vortragsfolge wird in der Zeit von 10.30 bis 11 Uhr durch den Reichssender Frankfurt übertragen. Allen hessischen Schulen wird von dem Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — empfohlen, diese Übertragung im Gemeinschaftsempfang anzuhören, soweit Rundfunkanlagen vorhanden sind. Bezüglich des ©taatsjugenbtages hat der Gebietsführer der HI. angeordnet, daß die betreffende Zeit von weiterem Dienst freizuhalten ist. Die von den VDA.-Schulgemeinfchaften und -gruppen vorbereiteten Veranstaltungen, Elternabende ufw. werden hiervon nicht berührt. Sie sind unabhängig von der zu übertragenden Schulfeier abzuhalten. Professor Dr. Hirt -fr- Am Samstagmittag verstarb im 71. Lebensjahre der frühere langjährige Ordinarius für vergleichende indogermanische Sprachwissenschaft und Sanskrit an der Universität Gießen, Prof. Dr. Hermann Hirt, nach kurzem Krankenlager. Der Verewigte war am 19. Dezember 1865 in Magdeburg geboren, hatte in Freiburg i. B. und Leipzig studiert und war von 1891 bis 1896 Privatdozent, dann bis Ende September 1912 außerordentlicher Professor in Leipzig. Am 1. Oktober 1912 wurde er Ordinarius in Gießen, wo er nach mehr als 20jähriger erfolgreicher Lehr- und Forscherarbeit am 1. April 1933 sich in den Ruhestand versetzen ließ. Er wurde jedoch nicht voll entpflichtet, sondern widmete seine Kraft noch einem Lehrauftrag für Sprachwissenschaft. Seine Forschung galt den Jndogermanen, hierüber und über die indogermanische Grammatik hat er seine bedeutendsten Werke geschrieben. Die Wissenschaft und insbesondere sein Spezialgebiet wurde durch seine zahlreichen sprachwissenschaftlichen Werke sehr bereichert. Seine erfolgreiche Forschertätigkeit fand auch im Auslande gebührende äußere Anerkennung durch die Ernennung zum korespondie- renben Mitglied der Suomalais-Ugrilaisen Seuran (Finnisch-Ugrischen Gesellschaft) in Helsinafors, zum Ehrenmitglied der Linguistic Society or America und zum Auswärtigen Mitglied der Societas regia bohemica in Prag. Als Forscher und Hochschullehrer, wie auch als Mensch konnte sich der Heimgegangene in weiten Kreisen der Bevölkerung, insbesondere aber in den Kreisen der Universität und bei seinen Schülern, großer Wertschätzung erfreuen. Deutsches Frauenwerk. Abteilung Volkswirtschaft-Hauswirtschaft. Zusammenkunft am Montag, 14. September, 8.15 Uhr, im Cafe Ebel. Thema: „Kampf dem Verderb". Ein Jahrhundert Mode. Das StadUheater vermittelte am gestrigen Sonntag, nachmittags und abends, einer zahlreichen Besucherschaft einige Stunden der heiteren Unterhaltung, bei der es kein Lustspiel, keine Posse und keine Operette gab, sondern eine Moden-Revue, bei der man einen amüsanten Spaziergang durch die Mode des letzten Jahrhunderts bei Musik, Tanz und Gesang unter der Führung eines flotten Ansagers, eines echten Köllschen Jungs, machen konnte. Rudolf H a n i g e r als Ansager und Modeplauderer begann die abwechslungsreiche Führung mit dem Jahre 1835 und schloß sie mit der Gegenwart ab. Er verstand es dabei, unterhaltsam zu plaudern und durch witzige Erzählungen die Lachmuskeln seiner Zuhörer in Bewegung zu setzen: wenn auch nicht alle Witze völlig „ohne Bart" waren, so brachte er doch auch mancherlei auf diesem Gebiete, das den Reiz der Originalität hatte, mitunter eine Dosis Die Vertreter der oberhessischen.Kreis- und Ortsgruppen des Dolksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge versammelten sich am gestrigen Sonntag zu einer Arbeitstagung im Hotel Schütz zu Gießen, die aus allen Teilen der Provinz Oberhessen gut besucht war und insbesondere der Entscheidung über einen Vorschlag zur Uebernahme der Patenschaft Oberhessens für einen deutschen Soldatenfriedhof aus dem Weltkriege, daneben wichtigen Fragen der inneren Organisation diente. Der Gauschriftführer des Oberrheingaues des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Fernkorn, machte, nach Grußworten an die Versammlung und dem Gedenken an die Gefallenen des Krieges und die Blutzeugen des Dritten Reiches, in einem aufschlußreichen, durch zahlreiche gute Lichtbilder ergänzten Vortrag über „Deutsche Heldengräber in fremder Erde" mit der vorbildlichen Tätigkeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge eingehend bekannt. Er zeigte an Hand von zahlreichen Bildern, wie jämmerlich es um die Anlage und Pflege der deutschen Krie- aerfriedhöfe bestellt war, bevor der Volksbund im Auftrage der deutschen Heimat sich dieser Ruhestätten annahm, und wie grundlegend sich der Wandel zum Besseren vollzogen hat, seitdem der Dolksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in anerkennenswerter, vorbildlicher Arbeit die letzten Ruhestätten unserer Kriegsgefallenen betreut. Der Volksbund läßt sich dabei von dem guten Gedanken leiten, daß die Grabstätten unserer Gefallenen ein Stück deutscher Heimat in fremder Erde darstellen und demgemäß mit aller Liebe und Sorgfalt gepflegt werden müssen. Er will dabei keine Uniformität der Kriegerfriedhöfe, sondern nach besten künstlerischen Gesichtspunkten gestaltete Mahnmale schaffen, die in den Charakter der Landschaft eingeordnet sind, zeitlos und als Ewigkeitswerte gedacht, soldatischen Charakters und auch in der Gemeinschaft der Toten die alles umspannende Kameradschaft symbolisierend. / Mit Genugtuung konnte der Redner u. a. auf die Anerkennung Hinweisen, die der F ü h r e r u n d Reichskanzler der Arbeit des Volksbundes gezollt hat, indem er dem Volksbund am 5. Dez. 1934 iL a. schrieb: „Die Arbeit des Volksbundes, die der Ehrung unserer gefallenen Kameraden dienen und ihr Gedenken durch würdigen Ausbau und treue Pflege der deutschen Grabstätten wachhalten will, habe ich stets mit großem Interesse verfolgt. Ich betrachte es als eine Ehrenpflicht der Reichsregierung, diese Bestrebungen und das Dirken des Volksbundes tatkräftig zu fördern und zu unterstützen; meiner persönlichen Mit- Hilfe hierbei dürfen Sie gewiß fein.“ Der Vortragende rief am Schlüsse seiner aufrüb telnden Darlegungen seine Zuhörer und darüber hinaus alle Volksgenossen in Stadt und Land zu tatkräftiger Mithilfe an den großen Atmosphäre und ist um so stärker, je unruhiger die Luft ist und je näher der Stern dem Horizont steht. Sirius, der „Funkelnde", hat seinen Namen mit Recht erhalten; er beschreibt in unseren Breiten einen flachen Bogen am Südhimmel, sein Licht funkelt in klaren, kalten Winternächten am stärksten. Aber die Eigenfarbe des Sterns bleibt davon ganz unabhängig. Schmi in den ältesten Zeiten astronomischer Beobachtung wurde die Farbe der Sterne geschätzt, denn die frühesten Sternverzeichnisse enthalten bereits Bemerkungen über auffällig gefärbte Himmelskörper. Der Planet Mars verdankt bekanntlich feinen Namen der roten Farbe feines Lichts, von der wir heute wissen, daß sie von roten oxydierten Gesteinen auf der wüstenhaften Oberfläche des Planeten herrührt. Eine genauere und einheitliche Bestimmung der Sternfarben ermöglichte die um 1900 eingeführte Schmidt-Osthoffsche Farbenskala, bei der die einzelnen Farbstufen durch die Zahlen von 0 bis 9 bezeichnet werden. Die zehnteilige Skala reicht von reinem Weiß über Gelb und Orange bis zum Rot. Die blauen und grünen Sterne sind also in dieser Farbenskala nicht unterzubringen. O st h o f f war nämlich der Meinung, daß die bläuliche Farbe mancher Sterne lediglich eine subjektive, auf physiologischen Ursachen beruhende Erscheinung sei, eine Ansicht, die sich jedoch als irrig erwiesen hat. Die Osthoffsche Farbenskala ist eine Abkühlungsskala. Sie beginnt mit den heißesten Sternen, um zu den kühlsten herabzusteigen, und wurde aufgestellt, nachdem man den engen, gesetzmäßigen Zusammenhang zwischen der Strahlungstemperatur eines Sterns und seiner Farbe erkannt hatte. Aber es zeigte sich, daß bei gleichen Temperaturen die Farben irdischer strahlender Körper mit denen der Sterne nicht übereinstimmten. Erhitzen wir im Laboratorium einen Körper, so glüht er bei 500 bis etwa 1400 Grad rot, bei 1400 bis etwa 2000 Grad gelb, bei über 2000 Grad weiß. Die entsprechenden Temperaturen ber roten, gelben und weißen Sterne liegen aber bei 2500, 5000 und 9000 Grad. Woher kommt dieser auffällige Unterschied zwischen den irdischen und kosmischen Tagung der Gießener Bienenzüchter. Das Oie eiserne Ration V.A. Jeder alte Soldat kennt Sie „eiserne Ra- Aus dem Gebiete bet: ©et : ift noj ein 6urd) Un r Oberheffen Pfeffer oder sogar Paprika aufwies, aber doch mit fröhlichem Lachen quittiert wurde. Diese frohge- ftimmte Unterhaltung bildete abschnittsweise als Verbindungsglied zwischen den verschiedenen Erscheinungen im Modewechsel des letzten Jahrhunderts, bei denen von der Zeit der Krinoline und des Cul de Paris — alles nur als Anhaltspunkt verzeichnet — über die Mode zur Zeit der Lindenwirtin, den Humpelrock und die fürchterlichen Ausgeburten einer wilden Modephantasie in den Jahren vor der Machtübernahme bis in unsere Tage hinein Geschmackvolles und Kitschiges mancherlei Art auf dem Gebiete der Kleider, Hüte, Sonnen- schirme, Sportbekleidung usw. zu sehen war. Auch hierbei gab es für die Besucher, noch mehr aber für die Besucherinnen viel Amüsantes und Unterhaltsames, das gespannteste Aufmerksamkeit und angeregtes Flüstern und Tuscheln im Meinungsaustausch auslöste. Die Kapelle Einbrodt begleitete die Darbietungen mit stimmungsvoller Musik, so daß man am Schlüsse der unterhaltsamen zwei Stunden feststellen konnte, daß der Besuch nicht zu bereuen war. Die Dankbarkeit für die Darbietungen kamen in lebhaftem Beifall zum Ausdruck. ungünstigste Winter überstanden werden. Vor dem Einfüttern hat sich der Imker von der Weisel- richtigkeit und einem geordneten Wabenbau der Dir beibi berg unb t unb PM 1933134 w Zuschauer kampf do Leistunge pagandas spott öl seinen gr Sieg. Bi Kuzorra. gaben do bedingt 1 Omnibusfahrt in den Taunus. Am Sonntag, 20. September, findet eine Omnibusfahrt in den Taunus statt. Die Fahrt geht ab Gießen über Weilmünster, Rod, Idstein (in Idstein findet eine Besichtigung statt), Wiesbaden (in Wies- baden Besichtigung der Stadt, Kochbrunnen, Kurhaus, Kurkonzert, Neroberg), Eppstein, Oberursel, Bad Homburg, Gießen. _ , Der Fahrpreis beträgt 4,40 Mark pro Teilnehmer. Die Abfahrt erfolgt in Gießen um 8 Uhr. Anmeldungen zu dieser Fahrt nimmt die Kreis- dienststelle, Schanzenstraße 18, entgegen. Kraftfahrzeughalter, Achtung! tion", welche als letzte Nahrungsreserve nur in be- onderen Notzeiten auf Befehl der Führung angebrochen werden durfte. Wir wissen, wie eine mangelhafte volkswirtschaftliche Vorbereitung aus die Ernstzeit des Krieges das deutsche Volk un Weltkriege gezwungen hatte, seine Verpflegung sehr zu rationieren und die Anteile der einzelnen Familien, insbesondere in den Jahren 1917/18, scharf herabzusetzen. Die normale Portion je Kopf der Bevölkerung an Brot, Backware und Mehl beträgt zur Zeit 130 kg pro Jahr. Im Kriege mußten diese Anteile auf 62 kg, also unter die Hälfte herabge- etzt werden. An Fleisch und Wurst beträgt die normale Portion im Frieden etwa 54 kg, un Kriege war sie auf 26 kg gesunken. Von Fetten und Deien einschließlich Butter kommen normalerweise auf die Einzelperson jährlich 20 kg, un Kriege waren es nur 3,2 kg, also eine wesentlich geringere Menge. An Kartoffeln umfaßt die derzeitige Kopfration je Jahr 175 kg, im Kriege waren es nur 137 kg. Beim Zucker sind die heutigen Zahlen 23 kg gegen 9,5 kg während des Krieges, was bei dem hohen Nährwert des Zuckers besonders empfindlich war. An Eiern kommen jetzt je Person 110 Stück in Betracht. Im Kriege konnte von diesen für die Ernährung sehr wichtigen Eiweißträgern nur ein kleiner Bruchteil, nämlich 26 Stück pro Kopf, zugeteilt werden. Man sieht, wie wichtig es ist, daß ein Volk für den Fall ernsthafter Verwicklungen seine Er- nährungswirlschaft in Ordnnug hat. Ohne ausreichende Ernährung muß früher oder später die Widerstandskraft eines Volkes erlahmen. Dies wußten im Weltkrieg unsere damaligen Gegner recht gut: darum haben sie uns die Auhenzu- fuhr abgeschnitten und die Erzwingung des Versailler Diktates durch Fortsetzung der menschenvernichtenden Blockade nach dem Waffenstillstand mit ethisch minderwertigen Mitteln durchgesetzt. Deshalb war es notwendig, sofort nach der Machtübernahme zur Sicherung der deutschen Ernährung aus eigener Scholle nach Möglichkeit uns von äußeren Zufuhren, von fremder Blockade, von fremden Zwangs- und Drohmitteln unabhängig zu machen. In planvoller Wirtschaft ist es dem Reichsnährstand durch die Marktordnung und die immer von neuem planvoll geführte Erzeugungsschlacht gelungen, den normalen Bedarf für die deutsche Bevölkerung in den meisten wichtigen Nahrungsmitteln voll oder fast in voller höhe zu decken. Die öeutfthe Arbeitsfront EV: - ■ TV n.9.=Gemeinf(haft „Kraft durch freute ment besonderer Art für alle Arten von Fahrzeugen, zumal die Straße dort ein sehr starkes Gefälle hat. Der eine Uebergang am Lückebach zum Kalkbergwerk der Gewerkschaft Gießener Braunsteinbergwerke schneidet die Straße im Tal, der andere, weit gefährlichere Uebergang zum Eisensteinbergwerk schneidet die Straße direkt am Waldeingang, so daß er für die Fahrzeuge, die von Gießen kommen, kaum zu sehen ist. Nun hat die Straßenbauverwaltung in den letzten Tagen neue, weithin sichtbare Warnungstafeln oufftellen lassen. Schon auf eine Entfernung von 400 Metern vor den Bahnübergängen sind die ersten Tafeln aufgestellt worden, denen in kurzer Entfernung vor den Uebergängen zwei weitere Tafeln folgen. Kreis Alsfeld. —Homberg, 12. Sept. Gegenwärtig ist man am hiesigen Bahnhof mit dem Einladen von Zwei cheu beschäftigt. Da für den Zentner Die Orts fach gruppe Gießen in der Reichsfachgruppe Imker des Reichsverbandes Deutscher Kleintierzüchter hielt gestern im „Hopfeld" seine diesjährige Herb st Versammlung ab, die sich eines sehr guten Besuches erfreute. Nach herzlichen Begrüßungsworten richtete der Orts- gruppenobmann Gotth. Bodenbender (Gießen) einen Appell an die Jmkerkameraden, trotz der recht knappen Honigernte, den Mut und das Interesse nicht erlahmen zu lassen, sondern sich mit den über 300 000 Bienenzüchtern im Vaterlande bewußt zu bleiben, daß es gelte, ideelle Werte zu pflögen und Millionenwerte schaffen zu helfen durch die Befruchtung der Obstgehölze und Samenpflanzen mit Hilfe unserer Immen. Der Redner befaßte sich sodann mit dem Einwin- tem der Bienenvölker. Dazu führte er u. a. folgendes aus: Mit Beginn des Monats August geht das Bienenjahr zu Ende. Pflicht des Bienenvaters ist, dafür Sorge zu tragen, daß die Stöcke volksstark und reichlich mit Winternahrung versehen in die Winterruhe treten. Bereits im August muß durch Verabreichung von Reizfutter in abendlichen, kleinen Mengen für starken Brutansatz gesorgt werden, damit ein guter Stamm junger Bienen für die erste Frühjahrsarbeit vorhanden ist. Bis in die zweite Hälfte des September ist das eigentliche Auffüttern durchzuführen, das entgegen früheren Anschauungen in Gaben von etwa 2 Liter je Tag zu verabreichen ist, damit die richtige Verarbeitung Und notwendige Derdeckelung noch erfolgen kann. Neuerdings wird das Mischungsverhältnis von Zucker zu Wasser wie 2 zu 1 empfohlen als Ergebnis von Ermittelungen mit den eingeführten Waagestöcken. Wichtig ist, daß genügende Mengen Winterfutter verabreicht werden, da hiervon das Gedeihen und die Entwicklung für die Frühtracht abhängig sind. Mit durchschnittlich fünfzehn Pfund bestem, ungebläutem Kristallzucker dürfte auch der 93. Geburtstag. = Albach, 14. Sept. Am heutigen Montag feiert unser ältester Mitbürger Ludwig Balser U seinen 9 3. Geburtstag. Seine Ehefrau, mit Der er 53 Jahre zusammen leben konnte, Maria geb. Dippel, ist im Jahre 1920 gestorben. Der alte Herr, dessen Gesundheitszustand wechselnd ist, lebt im Hause seiner Tochter Marie, Ehefrau des Landwirtes Karl Philipp Brück. 10 Kinder, 4 Jungen und 6 Mädchen, hatten die Eheleute, 6 Kinder sind schon gestorben. Die ganze Gemeinde Albach wünscht ihrem ältesten Bürger Glück und noch einen weiteren guten Lebensabend. CanMreis Gießen. «D Großen-Linden, 13. Sept. Die beföen ungeschützten K l einbahnübergänge vor dem Wald nach Klein-Linden zu, nahe der Waldschenke, bildeten schon immer ein Gefahrenmo- Universitätsklinik. ** Konfirmandenanmeldung de Luthergemeinde. Man schreibt uns: Die diesjährigen Konfirmanden mögen sich von Diens- . tag, 15. 9., bis Donnerstag, 17. 9., in der Zeit von 4—6 Uhr nachmittags im Pfarrhaus, Ludwigsplatz Nr 2, anmelden. Auch diejenigen Konfirmanden, die ihren Schein schon ausgefüllt und abgegeben haben, sind gehalten, sich noch einmal persönlich, möglichst in Begleitung von Vater, Mutter oder Paten anzumelden. Der Konfirmandeneinführungs- gottesdienst wird am Sonntag, 20. 9., um 6 Uhr nachm., von Pfarrer Anthes gehalten. (Siehe Äi'91 hot.* -he S 4X 4X 4X IX- (lieber ! W Kf Wi/ke m ter. M V Der auf \ erwattuna Allerdings heran, er schlechter auslage Hamm« von Bl- steigerunk Meter, Meter w großem > Sieger die ffraue ernteten i am hochn im Vs".?. Form Diel schwächster 70,28 Met Zweiter w werfen Münchner Meter. D 41,97 Me begnügen, war selbs Mauerme sicherte sic legen der Hamburg bürg (37,( Publikum N Han Zu eil nen Han pia-Els c besaßen nen, abc Einzelak volles Spengler aber oer Mann/cha offenfio ei mannhaft Drei Verkehrsunfälle. Am Samstagnachmittag wurde bei Großen- Linden ein Ehepaar aus Offenbach a. M., das dort auf dem Motorrad in Richtung Gießen fuhr, von einem entgegenkommenden Personenauto gestreift so daß die Motorradler stürzten. Dabei erlitt eine Frau einen Armbruch und Kopfverletzungen, die ihre Ueberführung nach Gießen in die Klinik erforderlich machten. Der Ehemann kam mit einigen Hautabschürfungen davon. 3n Lollar ereignete sich am Samstag gegen abend ein weiterer Derkehrsunfall, der leider für einen jungen Mann verhängnisvolle Folgen hatte. Dort wollte ein junger Motorradler aus Gießen in der unübersichtlichen Kurve ein vor ihm fahrendes Lastauto mit Langholz überholen, er bemerkte aber nicht, daß im gleichen Augenblick ein Lastauto aus bet entgegengesetzten Richtung beim Ueberholen in feine Fahrstrecke gekommen war, außerdem nod) ein Auto an der fraglichen Stelle stand und die Passage noch mehr einengte. Im letzten Augenblick versuchte der Motorradler seine Maschine zur Seite zu rechen, es gelang ihm aber nicht mehr, so daß er stürzte und dabei schwere äußere unb innere Verletzungen davontrug. Der Bedauernswerte wurde sofort nach der Chirurg. Klinik verbracht, wo eine Operation alsbald erforderlich war. Sein Befinden ist heute früh den Umständen entsprechend gut. Das Motorrad wurde stark beschädigt. . Am Samstagabend wurde in Grohen - Bu - seckdie Frau Anna Luise H e r b e r von einem Motorradler umgefahren, wobei die Frau so unglücklich stürzte, daß sie einen Schlüsselbeinbruch erlitt. * ** Neue Kreisfachschaftswalter. Als Kreisfachschaftswalter der Fachschaft Aerzte, Zahn- ■ ärzte, Tierärzte und Schwestern wurden eingesetzt im Kreise Wetterau (Gießen): Fachschaft Krankenpfleger: Dg. Fritz Weber, Krankenpfleger, Umver.- und Nervenklinik Gießen; Fachschaft Desinfektoren: Vg. Wilhelm Dem, Desinfektor in der Chirurgischen Sie! Sin w schein u! der Stm Platz öf begann- stung £ Staffs ten tue' Reichskammer der blldenden Künste, Landesleitung Hessen-Nassau, Frankfurt a. M. Moselstraße 62, erhältlich. Die Anmeldung muß umgehend erfolgen. Das Gesetz sieht für alle, die der Anmeldung nicht Folge leisten bzw. keine Mitglieder der Reichskammer der bildenden Künste sind, Berufsverbot vor. * Zur Beachtung vor Fahrten zu den Kriegergräbern. Zur Vermeidung von Verzögerungen des Reiseantritts weist der Vo^sbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge darauf hin, daß bet Stellung der Anträge auf Fahrpreisermäßigung und Devisenzuteilung der Verwandtschaftsgrad zu dem Gefallenen und die Lage des Grabes nachge- wiefen werden müssen. Da in sehr vielen Fallen den Angehörigen die derzeitige genaue Grablage nicht bekannt ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Festlegung der Reise sich beim Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge über die Lage des Grabes zu vergewissern. Soweit Nachforschungen nötig sind, erfordern sie längere Zeit. Der Dolksbund nimmt Veranlassung, zu wiederholen, daß er die für die Fahrt zu einer Kriegsgräberstätte notwendigen Auskünfte gern kostenlos erteilt. Anfragen sind unter Anführung aller bereits bekannten Angaben über den Gefallenen bei der Ortsgruppe des Dolks- bundes oder an die Bundesgeschäftsstelle Berlin W15, Kur fürstend arnm 165, einzureichen. • Durch die verstärkte Erstellung von Kühlhäusern für Eier, durch die Vermehrung des Lagerraums für Getreide und Wehl, durch die Erhöhung der Zahl der Kühlhäuser für Gefrier- fleisch, durch stärkere Einlagerung von Fleisch- und Obstkonserven und ähnliche Maßnahmen wird dafür gesorgt werden, daß wir den laufenden Normalbedarf schließlich zu jeder Jahreszeit für die deutsche Volksernährung gedeckt haben: darüber hinaus wird für schlechtere Erntejahre, ferner zum Ausgleich für -jnen Kriegsfall und für ähnliche Ereignisse in "allen wichtigen Nahrungsmitteln eine große Reserve greifbar sein. Sie wird uns davor schützen, eines Tages wieder einmal ausgehungert zu werden. Wir haben aus der bitteren Vergangenheit gelernt unb sind zur Zeit in der Lage, 7 Millionen Tonnen Getreide einlagern zu können. Wir haben über 7700 Lagerräume in Getreidelagerhäusern und beinahe 4600 Lagerräume in Mühlen. Das Fassungsvermögen dieser Lagerräume ist in den letzten Jahren um etwa 60 v. H. erhöht worden. Auch die systematische Förderung der deutschen Fischwirtschaft, die uns pro Kopf der Bevölkerung im Jahre 1934 mit 11 Kilogramm Fischnahrung versah (im gleichen Jahre war der Fleischverbrauch je Kops etwa 53 Kilogramm) bildet einen wesentlichen Bestandteil zur Sicherung der deutschen Ernährung. Die Steigerung des Fischverbrauchs und aller konservierten Fischnahrung Dient auch Der Verbrauchs- lenfung und dem Ausgleich, wenn andere Nahrungsmittel in bestimmten Zeiten nicht genügend vorhanden sein sollten. heutige Anzeige.) ** Wichtig für Kun st Händler u s w. Die Reichskammer der bildenden Künste, Lanbesleitung Hessen-Nassau, fordert hiermit nochmals sämtliche Kunst- und Antiquitätenhändler, Kunstblattverleger und Kunstblatthändler, sowie Händler mit Reiseandenken und alle Personen, die sich sonst noch mit der Verbreitung und Vermittlung von Kulturgut gewerbsmäßig im Gau Hessen-Nassau befassen, auf, ihre Anmeldung zur Reichskammer Der bildenden Künste umgehend zu vollziehen. Hierunter fallen auch Buchcmtiquariate und Münzenhändler. Ferner ist es unerheblich, ob die betreffende Person a's freier Händler, als Vermittler, als Kommissionär ober als Kunstoersteigerer Kulturgut verbreitet. Die Anmeldeformulare sind auf Der Geschäftsstelle Der Forts "Reis der Chi einen g „Das wmes i mager." Ich-'». >8 Ich ?.Qnn Der > alt, y Unn( Urscht Zehen. U Z-r Bi « Die 6,e l-hiei Äf «"der c?.» ^9ten sj/ 7" sich t W sein. Einfuhr zu betfenber Fehlbedarf von etwa 17 v. H. vorhanden, der aber durch Einführung besserer Legehühner in Deutschland nach und nach ausgeglichen werden kann. Zur Zeit ist das Durchschnittserträgnis eines Legehuhnes etwa 80—100 Eier jährlich. Auf der letzten Geflügelausstellung in Hamburg sind aber Legehühnerrassen vorgeführt worden, Die jährlich durchschnittlich 200 Eierlegen. Es wird also möglich sein, auch die Eigenversorgung mit Eiern herbeizuführen. Etwas schwieriger ist es zur Zeit mit den Fetten und Deien, bei denen der Fehlbedarf beinahe die Hälfte des normalen Bedarfs umfaßt. Hier wird Verbrauchslenkung, aber auch wesentliche Förderung des Anbaues von ölhaltigen Pflanzen, Verbesserung unserer Wiesenerträgnisse und Vermehrung unserer Siloräume zur Herstellung von Winterfutter für die Stallnahrung der Kühe allmählich diese Lücken schließen. 5,50 Mark gezahlt werden, so haben viele Leute dadurch eine willkommene Einnahme. Auch wurden in diesen Tagen einige Eisenbahnwagen mit Flachs zur weiteren Verarbeitung verschickt. Kreis Lauterbach. Lauterbach, 12. Sept. In der jüngsten Ratsherren-Sitzung würde u. a. ein N a ch- trag zur Wertzuwachs st euer beschlossen. Die Erweiterung des städtischen Friedhofs ist zu einer Notwendigkeit geworden. Der Stadt ist jm. Wege der Zuteilung bei der Feldbereinigung das hinter dem Friedhof liegende Gelände zugesagt worden. Mit der Erweiterung des Friedhofs wird ofort nach Der Aberntung Der FelDer begonnen. Um. für Die Folge Dem inneren Stadtbild ein mehr einheitliches Aussehen zu verschaffen, wurde auf Vorschlag des Bürgermeisters das be- tehende Ortsbaustatut abgeändert. Diese Abänderung sieht u. a. vor, daß bei Der Erneuerung Der Hausfronten, bei Neuanstrichen usw. vorher die Genehmigung der Baubehörde einzuholen ist, damit der örtlichen Bauweise mehr Rechnung getragen werden kann als bisher. Preußen. Weiter zunehmende Verfrachtungen auf der Lahn. Die monatlichen Bekanntgaben der Verfrachtungen auf der kanalisierten Lahn lassen in diesem Jahre eine stetige Aufwärtsbewegung der Frachten erkennen. Der August bringt einen neuen Höchststand, unb zwar mürben nach der Statistik des Staatlichen Wasserbauamtes Diez insgesamt 17 763 Tonnen Fracht befördert. Von etwa rund 2000 Kleinfahrzeu- gen, in Der Hauptsache Paddelbooten, wurden tm August Die Lahnschleusen passiert. Diese Zahl läßt erkennen, daß nicht nur die Handelsschiffahrt auf der Lahn ständig steigt, sondern daß der Fluß auch immer mehr von Wasserwanderern aufgesucht wird. Wer hat die betrügerische Zigeunerin gesehen? LPD. F r a n k f u r t a. M., 12. Sept. Die Zigeunerin, die vor kurzem einen deutschen Volksgenossen um den Betrag von 2000 RM. betrogen hatte, indem sie ihm einen Gewinn in einer Kirchenbaulotterie in Höhe von 150 000 RM. mit Hilfe des 6. und 7. Buch Moses' versprach, konnte in- zwischen in der Person der am 25.10.1909 zu Kassel geborenen Jettchen Mettbach ermittelt werden. Die Mettbach, Die sich als Frau Blum ausgibt, soll sich im V o g e l s d e r g, Spessart oder Odenwald auf- halten. Sie reist mit ihrer Mutter, Die gelähmt fein soll. Ihr fehlt an Der linken Hand Der Mittelfinger. Die Betrügerin ist 1,58 Meter aroh, schlank, hat schwarze Haare, längliche Gesichtssorm, eingebogene Nase und vollständige Zähne. Bei Antreffen Dieser Person ist sofort Der nächste Polizeibeamte zu benachrichtigen. Wegen Uassenschande verurteilt. LPD. Frankfurt a. M., 12. Sept. Die Große Strafkammer verurteilte Den nichtarischen 33jähri- gen JosefJsenberg wegen Rasfenschand e zu anderthalb Jahren Zuchthaus. Der Angeklagte unterhielt seit Frühjahr 1935 ein Verhältnis mit einer arischen Zeugin, Das er auch nach Erlaß Der Nürnberger Gesetze fortsetzte. Ein Bein von der Dreschmaschine abgerissen. Lpd. Hartenrod (Kreis Biedenkopf), 13. Sept. Bei Arbeiten an der Dreschmaschine geriet Der 16- jährige O. Bender aus DbernDorf in Die trommel der Maschine. Ein Bein rourDe ihm bis zum Knie abgerissen. Der Schwerverletzte mußte sofort einem Krankenhaus zugeführt werden. Der Eigentümer eines Kraftfahrzeugs muß der Zulassungsstelle Anzeige erstatten, wenn er feine Wohnung wechselt, das Fahrzeug veräußert, es umbaut oder außer Betrieb setzt. Zieht er mit Dem Fahrzeug in Den Bezirk einer anderen Zulassungsstelle, so hat er sich bei Der einen abzumelden und bei der anderen anzumelden. Wechselt er seine Wohnung im Bezirk Der gleichen Zulassungsstelle, so sind Die Angaben über Die Wohnung im Kraftfahrzeugbrief und -schein und in den amtlichen Karteien zu berichttgen. Es ist auch der Zulassungsstelle zu melden, wenn technische Aenderungen am Fahrzeug vorgenommen werden, z. B. der Motor ausgewechselt, der Ausbau geändert oder zu einem Kraftrad ein Beiwagen beschafft wird. Dabei ist immer der Kraftfahrzeugbrief vorzulegen. Wird das Fahrzeug — nicht nur vorübergehend — außer Betrieb gesetzt, so sind Kraftfahrzeugbrief und -schein abzuliefern. . Ohne pünktliche Erfüllung dieser Verpflichtungen durch Die Eigentümer Der Kraftfahrzeuge ist die richtige Führung Der Kraftfahrzeugkartei bei Den Behörden nicht möglich. Nachlässigkeit Der Kraftfahrzeughalter bei diesen Obliegenheiten "iuß daher streng bestraft werben, unD zwar mit Geckstrafe bis 150 Mark oder mit Haft bis 6 Wochen. Jeder deutsche Volksgenosse, Der Eigentümer eines Kraftfahrzeuges ist, sollte aus eigenem Antrieb diese Pflichten gegenüber Dem Staat, der Den Kraftverkehr vielfältig fördert, erfüllen. Völker zu überzeugen. Der zweite Vortrag befaßte sich mit Den Bienenkrankheiten. Der Vortragende unterschied hier zwischen solchen, Die die ausgewachsene Biene befallen, und sogenannten Brutkrankheiten. Zu Den ersteren gehören Die Nosemaseuche, Die Ruhr, Die Mai- krankheit und Die Steinbrut. Er gab auf Grund feiner Erfahrungen Die Merkmale Der Seuchen bekannt unD wies zuvörDerft auf Die vorbeugenden Bekämpfungsmaßnahmen hin, als Da sind Sauberkeit, Bauerneüevung, Verhütung, von Schimmelbildung und betriebswirtschaftliche Vorbereitungen. tfterben ist als normaler Vorgang anzusehen. Äon Den Krankheiten, Die Die werdende Biene befallen, gilt die Faulbrut als die gefährlichste. Immer wieder treten einzelne Seuchenherde auf, gegen die auf Grund des Seuchengesetzes vorgegangen wird. Nach einer entsprechenden Abschätzung von Volk und Kosten Durch einen amtlich bestellten Seuchenwart erfolgt Dessen Vernichtung mit Feuer und Schwefel. Sowohl Die bösartige als auch Die sogenannte gutartige Faulbrut treffen Den Imker schwer. Weniger gefürchtet sind Die Kalkbrut und Die Kaltbrut, die auf Unterlassungssünden Des Jmmenvaters zurückzuführen sind. Reicher Beifall belohnte den Redner für seine aufschlußreichen Ausführungen, an Die sich noch eine rege Aussprache anschloß. Der Vorsitzende gab noch verschiedene Verems- angeleaenheiten bekannt, unter Denen besonders Die Reichsschau Des Reichsoerbandes Deutscher Kleintierzüchter in Essen vom 4. bis 6. Dezember dieses Jahres zu erwähnen ist. Er ließ Die Aufforderung ergehen, sich recht zahlreich durch Ausstellen von Bienenhonig und Wachs zu beteiligen. Mit der Aufforderung an Die Jmkerkameraden, sich Der Pflicht als Bienenzüchter Dem Volksganzen gegenüber stets bewußt zu bleiben, schloß Der Vor- sitzenDe Die Tagung in üblicher Weise. Schwere Gefängnisstrafe für einen ungetreuen Beamten. Lpd. 'Darmstadt, 11. Sept. Unter der Anklage des Verbrechens und Vergehens im Amte stand der ftühere Rektor der gewerblichen Berufsschule Offenbach K. I tz e r o t h vor der Großen Strafkammer Darmstadt. In der Zeit von 1933 bis Januar 1936, als man Den Dingen auf Die Spur kam, soll er Beamtenunterschlagung, Untreue, Betrug und Urkundenfälschung begangen haben. Der Angeklagte erklärte in Der VerhanDlung, Die sich über zwei Tage erstreckte, daß er für sich unD feine Familie fein GelD, Das ihm nicht gehörte, verwenDet habe. Er will Die Maschinen, Die er für nicht mehr tauglich hielt, zwar verkauft, aber mit Dem Erlös neue Maschinen angeschafft haben. Belege finD Darüber allerDings nicht vorhanDen, und seinen oorge-, setzten Behörden hat er auch gefälschte Quittungen vorgelegt. Im Frühjahr 1936, als Die Nachprüfung erfolgte, hat er, um seine Kasse zu füllen, Gelder bei Bekannten ober Leuten, mit Denen er geschäftlich zü tun hatte, zusammengeborgt und Dabei Den GelD- gebern erklärt, er sei nur in augenblicklicher Verlegenheit und werde den Betrag am nächsten Ersten zurückzahlen, obwohl er dazu nickt fähig war. Zu seiner Verteidigung erklärte Der Angeklagte, er habe lediglich Die Schule hochbringen wollen und Dazu alles Geld verwendet. Vom Vorsitzenden wird er alsdann wiederholt ermahnt, der Wahrheit Die Ehre zu geben, Da Dies in seiner Lage wohl noch der einzige Milderungsgrund sei, Der ihn vielleicht vor dem Zuchthaus bewahren könne. Am heutigen zweiten Verhandlungstag wurden einige Dutzend Zeugen vernommen und nach Schluß Der eingeljenDen Beweisaufnahme und Den Plädoyers Des Staatsanwalt und der Verteidigung nach 22 Uhr das Urteil oerfünDet, Das Den Ange- klagten wegen fortgesetzter schwerer Amtsunterschla- gung unD Urkundenfälschung, wegen Unterschla- gung, Untreue, Betrug und schwerer Urkundenfälschung, zu einer Gesamtstrafe von vier Jahren unb oier Tlonaten ©efänqnis verurteilt. Die Untersuchungshaft wird Dem Angeklagten nur teilweise angerechnet, Da er in fast allen Fällen bis zum Schluß leugnete. Als strafmildernd anerkannt würbe seine bisherige Unbestrastheit. Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 740: Rechtzeitige Absendung Der Ausfuhrwaren nach Italien, die nach Dem Zollbollettensystem eingesührt werden. — 741: Umsatzsteuerumrechnungssatze auf Reichsmark für die nicht in Berlin notierten ausländischen Zahlungsmittel für August 1936. — 742: Geplante finnische Zoll- änberungen. _________ _ Sprechstunden der Reduktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach- mittag geschloffen. Tag des deutschen Sports beim Reichsparteitag MG. siegt im Städte-Achter Der vierte Fußball-Länderkampf zwischen Deutschland und Polen, der am Sonntag vor 45 000 Zuschauern im Warschauer Militär-Stadion ausgetragen wurde, brachte der deutschen Mannschaft nur ein 1:1 (1:0) Unentschieden ein, nachdem die deutschen Vertretungen in den voraufgegangenen drei Spielen jedesmal gewonnen hatten. Die deutsche Mannschaft, in der sechs „neue" Leute standen, besaß nicht die Durchschlagskraft, um die starke polnische Hintermannschaft mehr als einmal überwinden zu können. Die Neulinge spielten im allgemeinen recht gut, besaßen aber doch nicht das Können und die Erfahrung, die für einen so schweren Länderkampf notwendig sind. Neben der Abwehr Buchloh-Münzenberg-Ianes stachen nur noch Mehl und Kitzinger in der Läuferreihe sowie Karl Hohmann im Sturm hervor. Bei den Polen war eben» Das Kugel st oßen war dem Olympia-Sieger Woellke nicht zu nehmen. Er braucht nur 15,62 Meter, um sich den ersten Platz zu sichern vor Stöck, der auf 15,09 Meter kam. Lutz L o n g sicherte sich erwartungsgemäß den Sieg im W e i t s p r u n g. Allerdings kam er an seinen Rekordsprung nicht heran, er erzielte 7,39 Meter. Nur 7 Zentimeter schlechter war der Stettiner Leichum. Eine Neuauflage des Olympischen Kampfes gab es im Hammerwerfen, das unser Meister Hein von B l a s k gewann. Eine großartige Leistungssteigerung zeigte vor allem Hein, der zunächst 52,73 Meter, dann 55,64 Meter und zum Schluß 55,67 Meter warf. Ihm am nächsten kam Blask. Unter großem Jubel hielten dann unsere Olympia- Sieger im Turnen ihren Einzug. Während die Frauen ihr Können am Schwebebalken zeigten, ernteten die Männer immer neue Beifallsstürme am Hochreck. Stöck kam wieder über 70 Meter im Speerwerfen. Erstaunlich ist die beständige Form dieses Gewinners der Goldmedaille. Sein schwächster Wurf lag bei 68 Meter, sein bester war 70,28 Meter, den er beim letzten Versuch erreichte. Zweiter wurde Weimann-Wittenberg. Das Speerwerfen der Frauen wurde eine Beute der Münchnerin G e l i u s mit einer Weite von 42,26 Meter. Die Stuttgarterin Eberhardt kam nur auf 41,97 Meter und mußte sich mit dem zweiten Platz begnügen. Das Diskuswerfen der Frauen war selbstverständlich der Olympia-Siegerin Gisela Mauermeyer nicht zu nehmen. Die Münchnerin sicherte sich mit einem Wurf von 44,45 Meter überlegen den ersten Platz vor Paula Mollenhauer- Hamburg (41,80 Meter) und Frl. Hagemann-Ham- burg (37,01 Meter). Der Erfolg Gieselas löste beim Publikum großen Jubel aus. Handball- und FußbaM'mpse. Handball: Olympia-Elf knapp geschlagen. Zu einem gewaltigen Werbe-Erfolg für den schönen Handballsport gestaltete sich das Spiel der Olympia-Els gegen eine starke süddeutsche Auswahl. Wohl besaßen die Olympioniken das technisch reifere Können, aber- ihr Sturm verlor sich unnötigerweise in Einzelaktionen. Der Süden dagegen zeigte ein planvolles Spiel, in dem Zimmermann, Herzog und Spengler überragten, und siegte schließlich knapp aber verdient mit 12:10 (4:5). In der Olympia- Mannschaft lieferte Mittelläufer Brinkmann ein zu offensiv eingestelltes Spiel, so daß in der Hintermannschaft gefährliche Lücken entstanden. „Club" schlägt Schalke 5:3 (3:1). Die Kampfe der Leichtathleten. Ein wundervoller Herbsttag mit hellstem Sonnenschein und leichtem, etwas kühlem Wind lag über der Stadt der Reichsparteitage, als im Zabo, dem Platz des 1. FC. Nürnberg, das große .Sportfest begann. Jugendwettbewerbe, die manche gute Leistung erkennen ließen, leiteten die Vorläufe für die Staffelmeisterschaften ein. Im allgemeinen brachten die Vorläufe die erwarteten Ergebnisse. Die neuen Staffelmeister. 4X100 Meter: Eintracht Frankfurt. 4X1500 Meter: KTV. Wittenberg. 4X100 Meter, Frauen: Dresdener SE. 4X400 Meter: Stuttgarter Kickers. (lieber die Läufe berichten wir noch.) SeiiWand-polen 1:1 (1:0). Fußball-Länderkampf in Warschau vor 45000 Zuschauern. den Abschluß des großen sportlichen Reigens auf der Zeppelinwiese. Im Bantamgewicht kam der Stuttgarter Herbert zu einem knappen Punktsieg über Len Nürnberger Jakob Brendel. Der Olympiazweite im Mittelgewicht Schweickert (Berlin) legte Lehner (Nürnberg) nach fünf Minuten auf beide Schultern. Hornfischer (Nürnberg) hatte mit dem Stuttgarter Lägerle im Schwergewicht sehr trief Mühe; erst im zweiten Gang schaffte der Nürnberger nach 13 Minuten den entscheidenden Sieg. Reiter und Motorradfahrer. Die höchste Zuschauerzahl bei den sportlichen Wett- kämpfen des KdF.-Volksfestes wurde wohl auf dem Reiterfeld der Zeppelinwiese sestgestellt. Rittmeister Polley von der Kavallerieschule Hannover ritt zunächst auf „Kronos" die Große Dressurprüfung der Olympischen Spiele und erntete damit großen Bei- fall. Anschließend wurde das Schwere Jagdspringen durchgeführt, bei dem die Reiter die Originalhinder- nisse bewältigen mußten, die bei den Olympischen Spielen in Berlin aufgebaut waren. SS.-Unter- sturmführer Bruhn beendete auf „Jäger" das Rennen als Sieger. Die Siegerehrung wurde vom Reichssportführer vorgenommen. Halsbrecherisch waren die Vorführungen der Mo- torstasfel 1/M78 Nürnberg im Motorrad-Kunstfah- ren. Immer wieder brach der Beifall aus bei den geradezu artistischen Leistungen der mutigen NSKK.- Männer. Stehend freihändig wurde gefahren, im Seitenwagen auf dem Kopfe stehend die Maschine gelenkt. Das Fernlenken einer Maschine mit Seitenwagen wurde gezeigt. Zehn NSKK.-Männer stellten eine Pyramide auf fahrenden Maschinen auf. Schließlich erkletterte ein NSKK.-Mann eine auf einer Maschine stehende 5,20 Meter hohe Leiter und lenkte von dieser aus sein Kraftrad. Gestern nachmittag wurde in der seit Jahren üblichen Weise — diesmal ausgerichtet durch die (Siebener Rudergesellschaft — der Achter um den Wanderpreis der Städte Gießen und Wetzlar ausgefahren. Das prächtige spätsommerliche Wetter hatte sehr viel Freunde des Rudersports an die Ufer der Lahn gelockt. Sie sahen zunächst ein Paddelrennen im Einer, von zwei Mannen der Paddelabteilung der Gießener Rudergesellschaft gefahren, anschließend zeigten zwei Damen-Mannschaften im Doppel- Vierer einen Wettkampf über 600 Meter, die beide Mannschaften in gutem Stil hinter sich brachten und dafür starken Beifall ernteten. Mit besonderer Spannung sah man dem Hauptkampf des Nachmittags entgegen, der die Achter- Mannschaften des Wetzlarer Ruderklubs und der Gießener Rudergesellschaft im Wettbewerb sah, entgegen. Leider war es dem Gießener Ruderklub „fjaffia" nicht möglich, seine Mannschaften für diesen Wettkampf einzufetzen, da sie zu einem Teil aus Schülern besteht. Die Begegnung der beiden Boote zuviel „Kreiselspiel", außerdem verriet die Hintermannschaft Schwächen. ASv. Nürnberg — Schweinfurt 05 3:3 (0:1). Dann wurde den 50 000 Menschen auf der Zeppelinwiese ein nicht minder interessantes und fesselndes Fußballspiel geboten. Die beiden guten oayeri- schen Gauliga-Mannschaften des ASV. Nürnberg und von Schweinfurt 05 lieferten sich einen überaus spannenden Kampf. Die Nürnberger, die besonders in der letzten halben Stunde überlegen spielten, erkämpften ein verdientes 3:3 (0:1) Unentschieden. Voxer-Gewichllheber-Rmger. Fast gleichzeitig mit der Veranstaltung im Stadion begannen die Kämpfe auf der riesenhaften Zeppelinwiese innerhalb des Reichsparteitag-Geländes. Tausende von sportbegeisterten Menschen umstanden den in der Mitte der weiten Fläche aus- gerichteten Boxring, in dem zunächst die deutschen Olympia-Sieger Kaiser (Gladbeck), Runge (Elberfeld), Miner (Breslau), Vogt (Hamburg) und Mur ach (Schalke) in ihren Treffen gegen bayerische Amateure Gelegenheit hatten, ihr großes Können erstrahlen zu lassen. Die Massen verfolgten alle Kämpfe, bei denen oft das Letzte an Einsatz und Kraft verlangt wurde, mit großer Spannung. Die Gewichtheber Jansen, Essen (Leichtgewicht), Jsmayr, Freising (Mittelgewicht) und Wagner, Essen (Schwergewicht), setzten dann die Menge mit ihren fabelhaften Leistungen in nicht geringes Staunen. Alle Kämpfer verbesserten ihre Olympia-Leistungen beträchtlich und nach jeder Uebung brauste der Beifall über das weite Gelände. Die Darbietungen der Ringer bildeten Gießen und Wetzlar gestaltete sich zu einem harten Kamps, dessen Ausgang ungewiß erschien, da die Gießener Rudergesellschaft auf einige Ruderer älterer Jahrgänge zurückgreifen mußte, deren Leistung nicht genau abzumessen war. Für die einheimischen Freunde des Rudersports gab es jedoch insofern eine angenehme Ueberraschung, als es der GRG. gelang, völlig eindeutig, mit klarem Vorsprung das Rennen für sich zu entscheiden. Vom Start weg legten beide Mannschaften in scharfem Tempo los. Der Achter der GRG. hatte dabei bereits auf den ersten hundert Meter einen Vorsprung herausgeholt, den er bis ins Ziel ständig und erheblich vergrößern konnte. Die Wetzlarer, die bis ins Ziel hinein den Kampf nicht verloren gaben, ruderten aufopernd und in schönstem sportlichen Geiste, trotzdem sie keine Möglichkeit des Sieges mehr vor sich sahen. Die Veranstaltung fand ihren Abschluß durch die Auszeichnung der siegreichen Mannschaft, die durch den Beigeordneten Sudheimer als den Vertreter der Stadt Gießen vorgenommen wurde. Sturm überragte der Linksaußen Wcrirarz. Die beiden Mannschaften stellten sich dem ausgezeichneten schwedischen Schiedsrichter Eklöw in folgender Besetzung: Deutschland: Buchloh: Janes, Münzenberg: Mehl, Rodzinski, Kitzinger; Elbern, Gauchel, Hohmann, Euler, Günther. Polen: Albanski; Soczepaniak, Martyna; Kot- larczyk ll, Wasiewicz, Dytko; Piec, Matjas, Scherfke, God, Wodarz. In der ersten Halbzeit war her Kampf meist gleichverteilt. Die Polen laaen zu Beginn etwas mehr im Angriff, die deutsche Verteidigung und Buchloh machten aber alle Angriffe unschädlich. Nach 20 Minuten kam dann Deutschland zum ersten Treffer. Hohmann hatte sich durchgespielt und sandte einen unhaltbaren Schuß zum 1:0 ein. Bis zur Pause boten sich dann nach beiden Mannschaften Die beiden Meistermannschaften' des 1. FC. Nürnberg und von Schalke 04, also der deutsche Fußball- und Pokalmeister 1935/36 und der Meister der Jahre 1933/34 und 1934/35, führten den weit über 50 000 Zuschauern in der Hauptkampfbahn einen Fußballkampf vor, der durch seine fabelhaften technischen Leistungen begeisterte und zu einem wahren Pra- pagandaspiel für diesen schönen deutschen Volkssport wurde. Der 1. FC. Nürnberg feierte über feinen großen Widersacher einen verdienten 5:3 (3:1)- Sieg. Bei den „Knappen" fehlte allerdings Ernst Kuzorra. Den Ausschlag für den Nürnberger Sieg gaben das zweckmäßigere Stürmerfpiel und die un- ............. - ~ q bedingt sichere Abwehrarbeit. Schalke trieb wieder I falls die Hintermannschaft der beste Teil. Im aute Torgelegenheiten, We aber feine Verwertung fanden. Nach dem Wechsel gingen die Polen mit schneidigen Angriffen auf den Ausgleich aus. Es dauerte aber immeryin 25 Minuten, bis Wodarz das 1:1 Herstellen konnte. Janes hatte eine hohe Flanke verfehlt und Polens Linksaußen fetzte aus 16 Meter einen Bombenschuß ins Netz. Buchloh konnte an diesem Ball nichts machen. Die polnischen Zuschauer feuerten nun ihre Mannschaft begeistert an. In den letzten zwanzig Minuten sah es recht oft nach dem Siegestreffer der Polen aus, die deutsche Deckung bannte aber schließlich die Gefahr. Auch der deutsche Sturm bekam noch einmal günstige Torgelegenheiten, aber auch hier war die polnische Hintermannschaft stärker als unser Angriff. Mit 1:1, ein Ergebnis, das dem Spielverlauf vollauf entspricht, trennten sich die beiden Mannschaften. Fußball der heimischen Mannschaften. Vezirksklasse: Sportverein Lollar — Spielvereinigung 1900 2:2. Naunheim — Dillenburg 4:0. Sinn — Wetzlar 4:5. 1. Kreisklasse: Sportverein Garbenteich — FC. ,/Teutonia* Watzenborn-Steinberg 0:5; VfB.-R. II — Großen- Linden I 2:3. Jugend- und Schülerspiele: VfB.-R. 1. Jugend — Leihgestern 1. Jugend 1:2; DfB.-R. 2. Jugend — 1900 2. Jugend 2:1; VfB.-R. 4. Jugend — Lollar 2. Jugend 1:1. Die Schüler des DfB.-R. konnten ihre Spiele gegen die drei Schülermannschaften von Wetzlar mit 1:0, 3:1 und 2:0 gewinnen. Fußball-Ergebnisse der Gauliga-Mannschasten. Gau Hessen: 1. FC. 93 Hanau — Germania Fulda 5:0; Borussia Fulda — Spielv. Kassel 0:2; VfB. Friedberg — Hessen Bad Hersfeld 2:2; SC. 03 Kassel — Kcwa Wächenbuchen 1:1; Kurhessen Marburg — Spvgg. Niederzwehren 2:1. Gau Südwest : FSV. Frankfurt — FD. Saarbrücken 4:1; SV. Wiesbaden — Eintracht Frankfurt 4:0; Wormatia Worms — Union Niederrad 4:2; FK. 03 Pirmasens — Borussia Neunkirchen 2:0; Sportfr. Saarbrücken — Kickers Offenbach 3:4. _ Gau Bayern: Wacker München — 1860 München 4:5; VfB. Koburg — Bayern München 2:2; BC. Augsburg — VfB. Jngolstadt-Ringfee 1:2. Deutschland schlägt Luxemburg. Lelchtathletik-Länderkampf in Alain;. Wie erwartet, endete der zwischen Deutschland und Luxemburg am Sonntag in Mainz ausgetragene Leichtathletik-Länderkampf mit einem ganz überlegenen Siege der Deutschen, deren Vertretung in der Hauptsache dem Gau Südwest übertragen worden war. Zahlenmäßig ausgedrückt, betrug die Ueberlegenheit der deutschen Vertretung 87:42 Punkte. Mit rund 5000 Zuschauern mies das reick geschmückte Mainzer Stadion einen guten Besuch auf. Deutscher Jiadsieq Berlin - Warschau. Fünfte Etappe. Die fünfte Etappe der Radfernfahrt Berlin— Warschau wurde nach vier Siegen von Fritz Scheller nun von Schulze (Chemnitz) gewonnen. Schulze legte die 115 Kilometer von Kalisch nach Lodz in 3:56:34 Stunden zurück und verwies damit Kapiak (Polen), Ruland (Deutschland) auf die Plätze. In der Länderwertung ist der Sieg Deutschland mit 83:57:49.8 Stunden gegen 85:20:50 Stunden von Polen nicht mehr zu nehmen. Der Abschluß. Mit einem großen Sieg der deutschen Straßenamateure endete am Sonntag der Länderkampf gegen Polen, der in Gestalt der Sechs-Etappenfahrt von Berlin nach Warschau durchgeführt wurde. Die Deutschen, die auf allen Etappen ihre Ueberlegenheit bewiesen hatten, stellten auch am Schlußtag in Meister Scheller den Sieger und gewannen in der Gesamtwertung mit 102:21:44.6 Stunden gegen Polen mit 104:00:38.8 Stunden. Scheller, der sich Unbekannte Fracht. Homan von Krank K.vrann. 40. Fortsetzung. Nachdruck verboten! „Meinen Sie den Schiffsmakler und Vertreter der Sheffield-Werke?" „Ja, den meinen wir wohl, wenn es nur den einen gibt." „Das ist ein großer Mann, eine führende Persönlichkeit der britischen Kolonie in Hongkong. Big James ist sein Spitzname, aber er ist von Figur mager." Der Konsul verzog das Gesicht zu einem Lächeln. Sie sahen sich bedeutungsvoll an; Che Wong schien wirklich gute Beziehungen zu haben. Dann verabschiedeten sie sich von dem liebenswürdigen alten Herrn. „Wir fahren nach Victoria, Herr Konsul, und zwar mit dem Schiff, weil wir noch ungenützte Rückfahrkarten besitzen. Lassen Sie Nachricht für uns bitte postlagernd nach Victoria gehen. Wir wissen noch nicht, wo wir bleiben. Dieser Brief hier verweist uns an den Mr. Farnes King; vielleicht kann er etwas für uns vermitteln. Sie schieden in Herzlichkeit. Am Abend ging das Nachtboot nach Hongkong hinunter. Sie waren rechtzeitig an Bord. ®s war ein anderes Fahrzeua, nicht die „Weiße Wolke . „Fährt wieder ein chinesischer General mit, dessen Dorha,Estin bic Fahrt unsicher macht?' Sie vermochten zu lachen, aber als der Dampfer Anfuhr, legten sie sich in die bequemen Deckstühle und nahmen sich vor, zu schlafen, um am andern Tag frisch ZU sein. , Der Mond kam auf und tauchte alles in Silber. Ser Himmel selber war aluminiumgrau, matt- leuchtend. Die Ufer standen wie mit bem Tuschpinsel hingestrichelt, schwarz gegen Silber. Eine chinesische oder japanische Postkarte... Sie lagen still und redeten nicht mehr. Aber sie schliefen nicht richtig. Da war zuviel, was in den letzten Stunden auf sie eingestürmt war und noch nicht hatte verwunden werden können. Niemand störte sie. Das Schiff war diesmal nicht sehr besetzt. Vom Oberdeck herab kam eine weiche melodische Frauenstimme. Eine Engländerin sang. Man konnte verstehen, daß sie singen mußte in dieser Mondnacht. Sie sang: Jsn't it romantic... Man vrrzieh ihr. Aber dann mußten sie doch eingeschlafen sein. Ein aufräumender Chinese weckte sie unbeabsichtigt, und da war bereits Heller Tag. Das Schiff steuerte schon der Küste zu, wo sich eben das terrassenförmig aufgebaute Victoria abzuzeichnen begann. Die Poststreet war wirklich nicht zu verfehlen, und da es noch Vormittag war, als sie vor dem Haus Nummer 83 anlangten, würde Mr. James King wohl in feinem Büro anzutreffen fein. Sie gaben Che Wongs Schreiben ab und ließen sich nicht auf Erklärungen ein. Sie wußten, nur James King selber konnte ihnen helfen. In einem Vorzimmer warteten sie. Dauernd schlug eine Tür, Leute wehten herein und heraus, es ging wie in einem Taubenschlag. Ihre Hoffnung, daß dieser vielbeschäftigte Mann sie empfangen werde, sank erheblich. Aber dann kam plötzlich ein junger Engländer und bat sie in das Allerheiligste. „Mr. King läßt Sie bitten, hereinzukommen", sagte er und ging voran, wies den Weg, öffnete die Tür und blieb draußen. Mr. James King war gerade dabei, sich eine Zigarre anzuzünden. Er stand vor einem niedrigen Rauchtisch, drehte sich um und grüßte kollegial. „Hallo, da sind Sie ja." Er empfing sie wie uralte Bekannte. „Eine Zigarre? Nehmen Sie Platz." Er selber setzte sich nur einen Augenblick und sprang dann wieder auf, um eine Wanderung durchs Zimmer vorzunehmen. „Mein Freund Che Wong" — er mußte den Brief ansehen, um den Namen zu kennen — teilt mir hier mit, daß Sie ihm einen großen Dienst geleistet haben. Ich bin nicht in der Lage zu übersehen, warum er solchen Dienst nicht selber zu belohnen weiß." Er blieb vor ihnen stehen. „Sagen Sie mir bitte, was Sie von mir erwarten." Hans Lorenzen stand auf. Es sind nur ein paar Worte, Mr. King", sagte er, „aber sie wiegen schwer. Wir sind Deutsche und von unserem Dampfer hier in Hongkong vergessen worden. Mar. kann es so ausdrücken. Die Angelegenheit hängt mit dem Dienst zusammen, den wir Mr. Che Wong leisten konnten." „Hm", machte James King. „Ich beginne zu ver- stehen. Che Wong möchte Ihnen gern von hier wegverhelfen. Und da begegnen sich die Interessen, nicht wahr?" „So ist es haargenau, Mr. King." James King faßte sich an die Stirn. Auf feinem mageren Gesicht spielten die Muskeln der Kiefer. Das Gesicht war bemerkenswert; es schien aus gelbem Sand geformt, uneben scheinbar porös, er mußte die Pocken gehabt haben. „Sie können mit der /Jlormannia' fahren", sagte er ohne zu zögern. „Sie kommt von Japan und hat etliche Kabinen frei. Ist es Ihnen recht, wenn ich für Sie drei eine Viererkabine belegen lasse? Ja, dann ist alles in Ordnung. Die „Normannia" legt in Southampton an." Er nickte ihnen zu. „Sie holen sich am besten morgen die Karten hier ab. Die „Normannia" trifft morgen abend ein und fahrt übermorgen voraussichtlich weiter." Er gab ihnen die Hand. „Nein, bitte, nichts zu danken. Das mache ich mit Herrn — wie hieß er doch — Herrn Che Wong, richtig — also mit ihm mache ich das ab. Gute Fahrt, meine Herren." Sie waren hinauskomplimentiert, ehe sie es sich versehen hatten. Aber sie strahlten. „Das ist ein Mann!" rief Schnakenbeck, „man sieht doch, Geld verdirbt nicht immer den Charakter." Die beiden andern lachten sich an. „Es müßte mit dem Teufel zugehen, wenn wir von Southampton aus nicht nach Haufe kämen." Als sie am Spätnachmittag am Postamt vorbei- kamen, ging Hans Lorenzen hinein und fragte nach postlagernden Sendungen. Er glaubte selber nicht, daß schon etwas für ihn oder die Freunde da sei. Aber der englische Beamte gab ihm ein Telegramm. Hans Lorenzen riß es auf. Seine Augen weiteten sich, er brauchte Sekunden, den Sinn dieser Worte und Zahlen zu erfassen. „Berlin D 4 1245 anrufen, stop Mary." Er zeigte es feinen Freunden. „Kinder", sagte er, „wenn wir all unser Geld Zusammenlegen, können wir vielleicht das Gespäch bezahlen. Wollen wir das?" John Schnakenbeck, obgleich an sich ganz un - interessiert, nickte sofort. Und Rudolf Terbrügge sagte: „Rule an, Hans. Mit oder ohne Geld, wir kommen nach Haufe, das habe ich jetzt ganz fest im Gefühl." Der Beamte beugte sich vor. „Wann wollen Sie anrufen?" erkundigte er sich. „Das Gespräch ist bezahlt." Die gute Mary, sie hatte an alles gedacht. Hans Lorenzen bat, das Gespräch sofort zu bestellen. Sie saßen in der geräumigen Halle und warteten. Es dauerte lange, aber ihre Erregung ließ die Zeit vergessen. Dann kam ein Beamter und bat: „Der Herr, der mit Berlin sprechen will, muß sich jetzt in die Telephonzelle begeben. Berlin hat sich schon gemeldet; es kann sehr rasch gehen." Hans Lorenzen wartete allein in dem heißen, kleinen Raum. Er hatte den Hörer am Ohr, einen Kopfhörer auf der andern Seite angeschnallt. Wenn nur das Herz nicht so laut klopfen wollte; es störte geradezu, er würde gar nicht verstehen können. Ein feines Summen war in den Drähten. Stimmen sprangen hinein, ferne Stimmen, englifche Worte. Dann war es einen Augenblick still und plötzlich sagte jemand: „Bitte sprechen Sie jetzt, Berlin. Hongkong ist da." Jemand sprach deutsch; ein Fräulein vom Amt in Berlin. Sprach deutsch, und hier tausende Kilometer gen Osten stand ein Mann, und die Rührung ober die Spannung, das Gemisch aus beiden und mancherlei andern Gemütsbewegungen schoß ihm heiß in die Augen. Er mußte sich räuspern. Er wollte etwas sagen, sich seinerseits melden. Da schlug es ihm mitten aufs Herz. Eine Stimme, die er unter vielen herausgekannt hätte, Marys Stimme sagte leise, sehr weit weg, aber deutlich vernehmbar: „Bist du da Hans?" Er nickte, aber das war ja Unsinn. „Jak" rief er. „Ich bin es, Mary, Liebste! Wie kommst du nach Berlin?" „Ich wollte dich suchen gehen", sagte sie, „ich dachte, daß dein Bruder Fred mir helfen sollte, dich zu finden. Aber Fred ist verunglückt. Weißt du es schon?" „Ja, ich weiß es, Mary." Ihre Stimme klang wie durch eine Wand, aber plötzlich fiel diese Wand und Mary schrie ihm förmlich in die Obren, zwei, drei Worte, dann war sie wieder leise wie zuvor. „Kommst du nun heim, Hans? Ich warte auf dich, das weißt du doch. f)aft du Geld, sonst schicke ich für dich und deine beiden Freunde das Reisegeld." „Hast du denn Geld?" „Ja, Großmutters Geld. Ich bin mündig geworden. Soll ich schicken?" „Nein, Mary. Wir haben schon Pasiage auf der /Normannia'; morgen ab Hongkong. Ich komme. Wo finde ich dich?" „Ich bleibe in Berlin. Schreibe, depeschiere und rufe an im Hotel Imperial: ich komme dir entgegen. Wo läuft die „Normania" zuerst Festland an. „Ich schreibe es dir, Mary. Ich bin }a so froh, daß ich deine Stimme hören durfte. Hast du mich noch lieb?" „Ich habe dich immer lieb. Du bist mein Leben." „Auf Wiedersehen, Mary, in kurzer Zeit." „Warte, Hans. Bestelle deinem Freund Rudolf viele liebe Grüße von Antje Oelkens. Sie ist meine gute Freundin geworden. Rudolf soll heimkommen. Er kann den Hof seines Vaters wieder zurück» kaufen. Die Deutfchen haben eine neue Regierung. (Fortsetzung folgt!) z MMWS-WA Lichtspielhaus oou dem 6oongeintenUüul5fflroelel, Berlin Ab heute Montag: Habe mein. Geschäft Hotelrestaurant Bayerischer Hof IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIIIIIIIIIIIII Biete in Küche und Keller das Beste zu mäßigen Preisen Führer zu einem Naturerle^en Frau Anna Gaab Ww., Bahnhofstraße 5704 D der Ehe“ machen! 5705A Ludwigsplatz 2 5709D Kulturfilm und Fox -Ton-Woche I Gloria-Palast UfCDDC DRUCKSACHEN VV Cn DC Brühl, Gießen llllllllillllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Willy Forst’s Allotria bis Dienstag, 15. Sept., einschlieDI. w C ofi welches ich seit 30 Jahren geführt, ab 15. September 1936 wieder selb st übernommen! r Lutbergemeinde Anmeldung der Konfirmanden von Dienstag, den 15. Sept., bis Donnerstag, den 17. Sept., nachmittags 4—6 Uhr, im Pfarrhaus, Auch das letzte „Große-Preis"-Rennen der Renn- zeit 1936 gestaltete sich zu einem großen Erfolg für die deutsche Automobil-Industrie. Die Auto-Union, die diesmal allein die deutschen Interessen vertrat, feierte durch ihren jungen Meisterfahrer Bernd Rosemeyer einen neuen großen Sieg. 75000 Zuschauer waren auf der bekannten Monza-Rennstrecke bei Mailand Zeuge, wie Bernd Rosemeyer Italiens Meisterfahrer Tazio Nuvolari (Alfa Romeo) in einem großartigen Rennen einwandfrei besiegte. Nach einer Fahrzeit von 3:43,25 Stunden (135,352 km/st) erreichte Rosemeyer mit zwei Minuten Vorsprung das Ziel vor Tazio Nuvolari, der 3:45:30,6 Std. (134,096 km/st) für die 503 Kilometer lange Strecke benötigte. Dritter wurde wieder ein Auto-Unionfahrer, und zwar Ernst von Delius, der zwar zwei Runden gegen die beiden Ersten eingebüßt hatte, aber ebenfalls ein ganz großes Rennen fuhr. Er verwies den Alfa-Romeo- Fahrer Rens Dreyfus sicher auf den vierten Platz. 80 Runden waren von den 12 gestarteten Wagen zurückzulegen, aber nur sieben schafften es, wenigstens bis zu dem Augenblick, in dem der Sieger abgewinkt wurde, im Rennen zu bleiben. Der Kampf war außerordentlich hart und schwer. Die fünf Schikanen, die in die Strecke eingebaut waren, forderten von Maschinen und Fahrern fast Unmögliches. Von 250 km/st Spitzengeschwindigkeit mußte immer wieder bis auf 60 km/st bei den Schikanen abgebremst werden, dadurch wurden natürlich Menschen und Material bis zum Letzten angestrengt. Fünf Fahrer, darunter die Auto-Union-Fahrer Hans Stuck, Achille Varzi und Hasse, der Varzis Wagen übernommen hatte, mußten die Waffen strecken. Hans Stuck lag bis zur 16. Runde in der Spitzengruppe, als er die schwerste her fünf Schikanen streifte und sich mit seinem Wagen zweimal überschlug. Wie durch ein Wunder kam Stuck nur mit leichteren Verletzungen davon. Varzi nahm ebenfalls eine Schikane mit, und Hasse bekam schließlich Schwierigkeiten an feiner Maschine. An der Spitze fuhren Bernd Rosemeyer und Tazio Nuvolari ein phantastisches Rennen. Rosemeyer holte allmählich gegen Nuvolari einen Vorsprung von über zwei Minuten heraus, es gelang ihm aber nicht, den Italiener zu überrunden, dafür war die Fahrkunst seines Rivalen zu groß. Da das Wetter sehr heiß war, wurden auch an die Reifen höchste Anforderungen gestellt. Mit dem italienischen „Grand Prix“ wurde die Rennzeit 1936 offiziell beendet. Bernd Rosemeyer sorgte dafür, daß auch diese Saison mit einem deutschen Siege abgeschlossen wurde. Beim Masaryk- Rennen in der Tschechoslowakei, das im Vorjahre die Rennzeit beendete, kam Bernd Rosemeyer zu seinem ersten Sieg als Auto-Rennfahrer. 1936 gewann er dann sechs Rennen, davon drei „Grand- Prix"-Rennen. Damit hat sich der junge Rennfahrer an die erste Stelle der europäischen Klassefahrer gesetzt. Großer Brand im Vogelsberg * Nieder-Moos (Kreis Lauterbach), 14. Sept. Am gestrigen Sonntagvormittag brach hier in dem Grundstück des Landwirts Paul Heizenröder Feuer aus, dem die Stallungen und die Scheune sowie ein Teil des Wohnhauses zum Opfer fielen. Die Flammen griffen auch auf das benachbarte Grundstück der Gebrüder M ö l - l e r über, die eine Schreinerei betreiben. Obwohl die Feuerwehren eifrig tätig waren, vernichteten die Flammen in dem Grundstück des Landwirts Heizenröder mehrere hundert Zentner Stroh und Heu, ferner eine Menge Frucht, eine Anzahl landwirtschaftlicher Maschinen und einen Teil der landwirtschaftlichen Geräte. In dem Grundstück der Gebrüder M ö Her wurden gleichfalls Heu- und Strohvorrätevernich- t e t, sowie eine Menge Werkh 0 lz, das in der Schreinerei Verwendung finden sollte. Die Brandursache ist noch unbekannt. Die polizeilichen Ermittlungen sind noch im Gange. ®8 E „ 'S'- am Sonntag feinen fünften Sieg erspurtete, belegte in der Einzelwertung den ersten Platz vor seinen Landsleuten Overbeck, Hupfeld und Ruland. Damit haben die deutschen Fahrer ihre voraufgegangenen beiden Erfolge wiederholt und sogar noch eindrucksvoller gestaltet. Sportamt „Kraft durch Freude". Am Montag folgender Kursus: Fröhliche Gymnastik und Spiele, Frauen: Von 20.30 bis 21.45 Uhr, Lollar, Kantine der Fa. Buderus. c a 3§ - E E a — uB qQ I ... wieder ein herrliches Lustspiel | W. pnanner vor der EHE Ein R. N.-Fllm der Ufa von Carl Boese und Erwin Kreker mit Carola Höhn, Grete Weiser, Tony van Eyck, Paul Klinger, Kurt Vespermann, Hans Leibelt, E. Fiedler, Josefine Dora, Annemarie Steinsieck Musik: Werner Boehmann. Spielleitung: Carl Boese. Eine fröhliche, lebenswahre Darstellung von Junggesellen-Uebcrmut, möblierten Zimmern und kleinen Mädchen, die trotzdem Ehemänner* aus den „Männern vor Neue kdF.-§porlkurset Allgemeine Körperschule, Frauen und Männer: Mittwoch von 20.30 bis 21.45 Uhr, Lyzeum, Dammstr. 26. Vorherige Anmeldung nicht erforderlich. Kindergymnastik: Dienstag von 14—17 Uhr, Frankfurter Straße 60, Gartenhaus. Vorherige Anmeldung nicht erforderlich. Alle Kinder im Alter von 4—10 Jahren können daran teilnehmen. Spiegel-Karpfen laufend vorrätig 5707V yjleinheoD, BahnholslraBe 61 Erquickender Schlaf ist das beste Kräftigungsmittel! Darum nehmen Sie »Rühalö«-Schlal-Tee Paket 0.85 und 1.50. - Dr. Beyers Baldrawein Fl. 2.50 i. Fachgeschäft Kräuterhaus Jung, Gießen ______in der Mäusburg. ^sv vom 14. bis 20. September, abends 8.15 Uhr im Lokal der christlichen Versammlung Gießen, Großer Steinweg 4, Hinterhaus, zu der jedermann freundlichst eingeladen wird Bibelstunden daselbst vom 15. bis 18. Sept., nachm. 3.30 Uhr, Sonntag, den 20. Sevt., nachm. 3.30 Uhr Eintritt frei! -539D Keine Kollekte! la. Gartenerde fuhrenweise abzugeben lei 2287 Gebr.Kahl i°i.2M Wendung auf die Wandlung der Naturgaben zu Gütern und weitet damit den Blick für die großen Zusammenhänge innerhalb der von lebendigen Lebenskräften durchströmten Stoffwelt. , — Georg Basel: Flammen in der Wüste. Erlebnisse eines deutschen Flugpioniers in Jnnerasien mit 21 Aufnahmen und einer Karte. Broschiert 3.20 Mark, Ganzleinen 4 Mark. Verlag Ullstein. — (204) — Ein kleiner Trupp zieht durch die Wüste. Gobi. Zwei Männer nur, dazu ein schwarzer Tibetanerhund. Es gilt eine Strecke von fast fünftausend Kilometern, die von Shanghai bis zur Sowjetgrenze ganz China überquert, durch die Anlage von Flugplätzen zu überbrücken. Wo seit Jahrtausenden die Karawanen schwanken mit dem bronzenen Geläut ihren Leitkamele, sollen jetzt Mo- tore in den Lüften fingen. Der Führer des kleinen Vortupps im Dienste der Zivilisation ist ein Deutscher, Georg Basel. Den Auftrag zu diesem kühnen Unternehmen erhielt er 1932 von der deutsch-chinesischen Flugverkehrs-Gesellschaft Eurasia. Bis zum Sommer 1933 arbeitete er in der Provinz Kansu in der inneren Mongolei und zog dann nach Sinkiang zu einer Zeit, als gerade die Kämpfe zwischen den aufständischen Mohammedanern unter der Führung des Generals Ma und der chinesischen Regierung der Provinz auf ihrem Höhepunkt waren. Bafel sah diese Kämpfe aus nächster Nähe und wurde in den Strudel unmittelbar hineingezogen, als die Sowjets in Sinkiang ihren Einfluß mit Gewalt durchsetzten. Dabei fiel er unter falscher Beschuldigung in die Hände der GPU. und mußte monatelang furchtbare Qualen ausstehen. Diese Schilderung, halb persönlicher Erlebnisbericht, halb Darstellung der politischen Wirren Jnnerasiens, ist mit größter Spannung durchgeführt. — Generalleutnant a. D. Marx, „Artillerie im Kampf". Verlag Ludwig Doggenreiter in Potsdam. — (140) — Dieses Buch eines der besten Kenner artilleristischer Fragen will auch dem Nichtartilleristen einen kurzen Uebevblick über die Artillerie von heute geben und dem jungen Batterieführer einige Erfahrungen aus Kriegs- und Friedenszeiten übermitteln. Ausgegangen ist von der Richtlehre, auf die die Schießlehre systematisch aufgebaut wurde. Dann folgt ein Abschnitt über die Kriegsgliederung der Artillerie und weitere Kapitel über ihre Gesechtsoerwendung. Alles ist knapp und mit äußerster Klarheit behandelt, eine Fülle von Beispielen mit anschaulichen Skizzen machen das Buch zu einem äußerst brauchbaren Hilfsmittel für den jungen Soldaten. Heuer Sieg von Bernd Rosemeyer. Oer junge Auto-ilnion-Fahrer gewinnt den „Großen preis von Italien" Verkäufe 1 komvl.Eichen- Schlafz.-Einr. 1 komvl.Einzel- Schlafzimmer, 1 komvl. Wohn- zimmereinricht. lkomvl.Küchen- einricktuna, 1 komvl. 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H., Berlin SW 19.— (232) — Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigen, daß u. a. die Versuche zur Entwässerung von Feldflächen durch Sprengung undurchlässiger Lehm- und Tonschichten, durch Sprengung von Dertikaldränagen zur Beseitigung stehender Gewässer neben einer Reihe anderer Versuche durchaus erfolgreich waren, und daß die Kosten für die Sprengarbeit meist schon durch den Ernteertrag ein Jahr nach der Sprengung getilgt werden, ja, daß sich sogar in dieser Zeit bereits eine über diese hinausgehende Einnahme ergab. — Dr. phil. O. Lange: Chemie, Leben, Technik, wie alles sich zum Ganzen webt. In Halbleder gebunden. Volksverband der Bücherfreunde, Wegweiser-Verlag G. m. b. H., Berlin-Charlottenburg 2. — (255) — Noch niemals trat die Bedeutung der chemisch-technischen Erfindungen und Entdeckungen der letzten Jahrzehnte so in das unmittelbare Bewußtsein des Menschen wie heute. Tagespresse, Funk und Film berichten vom Ringen um die Rohstoffe, als die schlechthin unentbehrlichen- Grundelemente des heutigen Daseins. Kohlen, Erdöl, Treibmittel für Motoren, Futter für das Nutztier, Dünger für Felder, Sprengstoffe, Stahl, Spinnfasern, Salze sind die Stoffe, die alle brauchen, um leben zu können. Diese Vielfalt zu entwirren, Ordnung und Ueberschau zu ermöglichen, die auch dem nichtfachmännisch vorgebildeten Leser ein Verständnis erlauben, ist Sinn dieses Buches. Das Buch zeigt die Höhe unseres chemischen Wissens in seiner An- Kaufgesuche I Transportable Garage zu kauf, gesucht. Schriftliche Angebote U.5615D an den Gießener Anzeiger erbet. Weiher ««ivs Sdiront möglichst eintür. z. kaufen gesucht. Frau Nattmann Georg-Phlivv- Gail-Straße 9. Belauschtes Leben Kleine Kreatur in Wasser, Busch und Halm von K. O. Dartels. Mit einem Geleitwort von Professor Dr. Deegener, Universität Berlin. 62 Seiten Text und 164 Naturaufnahmen aus dem Leben der niederen Tierwelt mit erläuternden Bildunterschriften und Namensangaben. Preis des Werkes in Ganzleinenband 4,80 Reichsmark. Nicht eines der vielen allzuvielen, willkürlich zusammengestellten Bildbücher, sondern ein gründliches Werk langer, liebevoller Forscherarbeit.EinDuch, das uns die tiefsten Blicke in die Natur tun läßt. Ein Buch, das zur Ehrfurcht erzieht." Will Vesper. Waldweben Die Lebensgemeinschaft des deutschen Waldes in Bildern von K. Gerhard und G. Wolff. 32 Seiten Text und 150Naturaufnahmen aus dem Tier- und Pflanzenleben des heimatlichen Waldes auf 128 Kupfertiefdrucktafeln. Preis des Werkes in Ganzleinenband 4,80 Reichsmark. „(Es lebt und webt in diesem Buch, und wer es versteht, mit empfänglichen Sinnen die bildgewordenen Naturschönheiten in sich aufzunehmen, dem singen und klingen die Tafeln tau- send Erinnerungen wach an einstmals leibhaft Erschautes. Reclams Universum. Ditte verlangen Sie kostenlos unsere bebilderten Werbeblätter Die Bücher sind durch jede Buchhandlung zu beziehen Hugo Bermühler Verlag, Bln.-Lichterfelde 2 uarre, Gießen 3 4 Alleinverkauf: Schunnaus Edmund c t 3 ^5,0 ^3$ ’S a b > «iS II »5 1 «a'i .581 £?i C e 'S ! W e-q.S I