186. Jahrgang Ur. 112 Erstes Blatt 186. Jahrgang Donnerstag, 14- Rai 1956 ÄrW * ▲< Ä Annahme °on An'°-g-n Ä:KLL /<▲ Heimat im Bild - Die Scholle M ^R^B B ■ w M B M BH Hf K M MMM JW Grundpreise mm höhe Monats-Bezugspreis: SM M fM B M^^ B^^ B^r B B B^r B W B B B jfiL «8 B B B B für Anzeigen von mm Mit 4 Beilagen RM.1.95 M W B B BT BWBr B B B< B X B B B Hr B B B Br B Breite 7 Rpf., für Text- Ohne Illustrierte 1.80 M ^^k, M ^^k , B B B B ^H B VH B ™ B anzeigen von 70 m m Breite Zustellgebühr,. „ -.25 W W B B W W WB B W I W W W WB 50 Npf.,Platzvorschrift nach Auch bei Nichterscheinen ” vorh.Dereinbg.25"/„ mehr, von einzelnen Nummern W\ ■ Aw _ .... x _ infolge höherer Gewalt % ehern. sy,% Hess. Lande-- 96,65 96,65 — — Hypothekenbank DarmstadtLiaul 4Vi% ehem. 8% Darmsl. Komm. 101,05 101,25 — — Landcsb.Goldschuldverschr. R.6 Oberhessen Provinz-Anleil-e mit 92,25 91,75 — — Auslos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Cammelabl. An- — — — — leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten lYtX ehem.8% Franks. Hyp.-Bank — 116,5 116,75 116,75 Goldpfe. 15 unkündbar btS 1935 5)4% ehern. 4y,% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Psandbriese....... ßy2% ehern. 4y,% Rheinische Hyp.-Bank'Ltqu.-Goldpse..... 4%% ehern. 8% Pr. Landespsan^ briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 4y,% ehern. 7% Pr.Landespsand- 96,5 96,5 — — 101,4 101,4 — — 101,25 101,5 101,25 101,25 97 97 97 97 brtefanst., Gold Komm. Lbl.VI 97 97 97 97 bteuergutsch.VerrechnungSk. 34-88 109,2 109,25 109,2 109,4 4% Oesterreichische Goldrente.... 4,20% Oeslcrreichische Stlberrente 4% Ungarische Goldrente ....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 *y,% desgl. von 1913.......... 6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie l..................... 2,05 9,1 8,65 8,75 13,80 — 30,75 — 2,05 2,15 2,1 8,95 8,95 8,8 8,75 8,8 8,6 8,65 8,8 8,6 13,75 13,65 13,75 Frankfurt a.M. Berlin Schluß- kurs Schluß!. Abend- börse Schluß- kurs Schluß!. Mittag- börse Datum 12.5. 13-5 12-5. 13-5 4% Desgl. Serie II ............ — — — — 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1902 7,13 6,75 7,1 6,85 4yr%Rumän.vereinh.Rentev.l91k 9,8 9,55 9,7 4% Rumänische verctah. Rente .. 5,65 5,6 5,75 5,7 2%% Anatolier .............. 43 42,5 42,75 42,75 Hamburg-Amerika-Paket .....0 15 15,25 15,25 15,25 Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0 — —— — 29 Norddeutscher Lloyd .........0 16,75 17,13 17 17 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 116,5 116,5 116,65 117 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 115,5 — 116 117 Commerz- und Privat-Bank ... 0 90,5 90,75 90,25 90,5 Deutsche Bank und Disconto- 92,5 92,5 Gesellschaft................0 Dresdner Bank.......... 0 92,5 92 92,5 92,5 92 92 Reichsbank ........ 12 185 184 184,9 184,5 A.E.G......................o 38 38 38,4 38,13 Bekula.................... io 147 147 147,13 147,5 Elektr. LieserungSgelellschaft... 6 127,65 127,75 127,5 127,5 Licht und Kraft ........... ey, 148,4 148,75 149,25 149 Felten & Guilleaume......... 4 124,75 124 124,4 124,4 Äesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 138,5 138,25 138,5 138,25 Rheinische Elektrizität ........ g 136 136 — Rhein. Wests. Elektr..........6 133 132,75 133 133,25 Schuckert S Co................ 141,5 141,5 142 141,75 Siemens & Halske........... 7 187 185,5 186,25 185 Lcchmeyer L Co............... 136 136,5 136,5 136,9 Buderus .................... 100,5 101 101 100,5 Deutsche Erdöl............... 121,25 120 121 120,25 Harpener........ ( 128 127,65 128,5 127,5 Hoesch Eisen—Köln-Reuessen .. 1 103,5 103,5 103,75 103,4 Ilse Bergbau ............... — 168,5 170 ylse Bergbau Genüsse........ — 130 130,5 130 Klöcknerwerke ............... 1 100 99,75 100,5 99,9 Mannesmann-R. Ihren........ 96 1 95,5 96 95,75 Frankfurt a. M. Berlin Schluß- kurs Schluß!. Abend- börse Schluß« kurs Schlußk. Mittag« börse Datum 12-5 13-5 12.5 13.5. ManSselder Bergbau .. ....... 5 144 144 144,5 144 Kvkswerke ........... .......fl — —— 135,5 134,9 Rheinische Braunkohlen ..... 18 239 238 239,25 238 Rheinstahl ........... ....... 4 128,25 127,5 128,5 127,25 Bereinigte Stahlwerke. .......0 92,25 92,25 92,5 92,25 Otavt Minen ........ .......0 23,13 23 22,5 22,65 Kaliwerke Aschersleben. .......5 128,75 127,9 128,75 128,5 Kaliwerke Westeregeln. .......6 128,5 127 128,75 127,25 Kaliwerke Salzdetfurth .....?y, 183 183 182,5 182 I. G. Farben-Jndultrie.......7 Scheideanstalt...............9 Goldschmidt ................5 RütgerSwerke ............... 6 Metallgeselllchast.............4 170,75 171,25 171,13 171 235 235 — 108,25 107,75 108,5 108 133,25 133 133,13 132,4 130 128,5 129,9 128,5 Philipp Holzmann...........4l Zementwerk Heidelberg ...... 7 Cemeniwerk Karlstadt.........Ss Schultheis Payenhofer .......4 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg....................6 Zellstoss Waldhos ............5 Zellstoff Aschaffenburg .......0 Dessauer Ga« .............. 7 Daimler Motoren.......... 0 Deutsche Linoleum...........8 Lrenstetn & Koppel ..........0 Westdeutsche Kaufhof......... 0 Chade.................... 71/» Accumulatoren-Fabrik.......12 Conti-Gummi............... 8 117,5 140 150 117,75 140 150 117,75 — — 111,25 110,9 54 54,9 54 54,65 93 89 92,25 89 136 134,75 135,65 135 93,5 93,75 94,25 93,75 — —— 133,5 132 110 109,4 110,13 109,25 179 177,75 178,5 178,5 — — 88,5 88,5 40,5 42,5 41,9 42,25 402 398 397 398 — 189 190 189 182 182 182,75 181,5 Gritzner....................O| Matnkrastwerke Höchst 4, Süddeutscher Zucker 101 31 206 31 31 | 30,65 96,5 — — 206 1 2061 — Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 21L 12-Mai 13.Mai Amtliche Notierung Amtliche Geld Notierung Brief Geld Brief Buenos Atre. 0,684 0,688 0,685 0,689 Brüssel .... 42,14 42,22 42,14 42,22 Rio de Jan. 0,137 0,139 0,137 0,139 Sofia ...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 55,12 55,24 55,23 55,35 Danzig..... 46,80 46,90 46,80 46,90 London ..... 12,345 12,375 12,37 12,40 HelstngforS.. 5,445 5,455 5,455 5,465 Paris .... 16,385 16,425 16,37 16,41 Holland .. 168,22 168,56 167,88 168,22 Italien..... 19,55 19,59 19,55 19,59 Japan ...... 0,719 0,721 0,722 0,724 Jugoslawien 5,654 5,666 5,654 5,666 C6I0..... 62,04 62,16 62,17 62,29 Wien..... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon .. 11,215 11,235 11,235 11,255 Stockholm. 63,65 63,77 63,78 63,90 Schweiz .. 80,42 80,58 80,32 80,48 Spanien.. 33,94 34,00 33,90 33,96 Prag..... 10,31 10,33 10,30 10,32 Budapest . —— — — Reuyork ... 2,485 2,489 Banknoten 2,486 2,490 Berlin, sZ. Mai Geld Brie, Amerikanische Roten.............. 2,438 2,458 Belgische Noten.................. 42,00 42,16 Dänische Noten ................. 54,98 55,20 12,335 12.375 Französische Noten............... 16,32 167,46 16,38 168 14 Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. 61,96 62,20 Deutsch Oesterreich, i> 100 Schilling — — Rumänische Noten............... — — Schwedische Noten............... 63,56 63,82 Schweizer Noten................. 80,14 80,46 spanische Noten................. 33 70 Ungarische Noten................ — — 1fr. m Drittes Blutt__Gietzemr Anzeiger (General-Anzeiger für Bberhesien)____________Donnerstag. 14. Itt * M • fe . 100-Meter-Lauf der Studenten. — (Aufnahme [2]: Photo-Pfaff.) Nach der Feier am Vormittag im Umversitats- gebäube fand dann am gestrigen Mittwochnachmittag auf dem Universitätssportplatz am Kugelberg das S p o r t f e st der Universität statt. Eine große Zuschauermenge hatte sich zu der interessanten Veranstaltung eingefunden. Nach dem Einmarsch der Sportler wies der Kanzler Professor Dr. Hummel in einer kurzen Ansprache u. a. daraus hin, daß die Studentenschaft nach dem Krieg in den Leibesübungen eine Möglichkeit erblickt habe, dem Volke zu dienen. Als unserer Jugend die Möglichkeit des Waffendienstes fehlte, sah die Studentenschaft die Leibesübungen als eine vortreffliche Erziehungsmaßnahme an. Nachdem der Führer durch die Einführung der Wehrpflicht der deutschen Jugend den Waffendienst wiedergegeben, haben die Leibesübungen für die junge Mannschaft eine noch tiefere Bedeutung erfahren. Sie sind keine Gesundheitsmaßnahme, sondern für den Akademiker, dem der harte Einsatz fehlt, eine, willkommene Möglichkeit, Körper und Geist in harmonische Einheit zu bringen. Solche Ziele zu erreichen, sind die Wettkämpfe geschaffen. Sie sollen keine Höchstrekorde bringen, sondern eine Grundausrichtung in der körperlichen Ertüchtigung darstellen Or los vom Institut für Leibesübungen sprach dann über die Art der sportlichen Betätigung. Die Wettkämpfe. Hieraus nahmen die Sportler Aufstellung und führten Freiübungen der Grundausbildung vor. Ein sehr schönes Bild bewegten sportlichen Lebens, das von der Breitenarbeit und der Vielfältigkeit der sportlichen Betätigung zeugte, war der „Bunte Rasen", bei dem die Gruppen an den verschiedensten Geräten ihre Uebungen ausführten. Das Bild lebensfroher sportlicher Betätigung wurde abgelöst durch die Durchführung einzelner Disziplinen. Im 100-Meter-Lauf, zu dem Müller nicht angetreten war, fetzte sich Luh fofort an die Spitze und konnte trotz schärfster Konkurrenz durch P i tz e n seinen Vorsprung halten. Auch im Keulenwerfen sicherte sich Luh einen ersten Platz. Durchweg wurden sehr gute Würfe gezeigt. Beim 75-Meter-Lauf der Studentinnen setzte sich Frl. Betiinghausen an die Spitze der Läuferinnen und kam mit gutem Vorsprung zum Sieg. Ein sehr schönes Bild bot die Grundausbildung in der Kugelgymnastik, die sehr viel Geschicklichkeit und Betätigung der Arme fordert. Im Kugelstoßen gelang Luh nicht der weite Wurf, und auch seine sonstigen Leistungen blieben hinter Durchschnitt zurück Immerhin war der Wurf von 14,50 Meter ganz beachtlich, und in den großen Weiten seiner Konkurrenten machte sich seine gute Schule bemerkbar. Die 4 mal 100-Meter-Staffel war eine sichere Beute der Medizinischen Fachschaft, die sich einen Vorsprung sichern konnte, den dann Luh als Schlußmann sehr beachtlich erweiterte, so daß der Sieg nie in Frage gestellt war. Eine sehr interessante Uebung war das Tischspringen, das viel Geschicklichkeit erfordert, ferner die Boxschule, die großen Beifall fand. Mit den letzten Wettbewerben der Studentinnen, die sehr gute Leistungen vorwiesen, waren die Ein- zelwettbewerbe beendet. Bei einsetzendem Regen begann das Handballspiel der Technischen Hochschule Darmstadt gegen die Universität Gießen. Ein schneller. Durchbruch brachte die Gäste sofort in Führung. Die Gießener Mannschaft kam im Gegenangriff zum Ausgleich, kurz darauf durch einen fünfen Durchbruch zum 2. Tor. Die Darmstädter waren nun auf der Hut und setzten den Mittelsturm matt, so daß der Gießener Angriff sich nicht recht entwickeln konnte. Dennoch gelang ihm ein 3. Tor, dem Darmstadt kurz vor der Pause ein Zweites entgegensetzen konnte. Mit 3:2 Toren für Gießen ging es in die Pause. Nach dem Anstoß kamen die Gießener durch ihren Rechtsaußen sofort zum 4. Tor, und die unaufhaltsam anrollenden Angriffe brachten ihnen einen Vorsprung von weiteren 4 Toren. Darmstadts Mannschaft war ganz auseinandergefallen. Erst beim Stande 6:2 holten die Darmstädter ein Tor auf, dem durch einen flachen, nicht zu haltenden Wurf ein 4. folgte. Angespornt durch den Erfolg wurde der Sturm sehr rege. Durch einen Strafstoß kam Gießen zum 7. Tor, dem aber die Gäste sofort ein 5. entgegensetzten. Nach hartem Ringen verringerte der Darmstädter Mittelsturm den Abstand auf 6:7 Toren, und fast sah es aus, als sollte Gießen noch verlieren, weil es sich verausgabt hatte. Aber dem vorübergehend behinderten Mittelläufer gelang es nochmals, feine Mannschaft mitzureißen und ein weiteres Tor zu erringen, so daß mit 8:6 Toren für Gießen das Spiel ausging. Die Gießener hatten in dem Mittelläufer und dem Rechtsaußen die besten Kräfte. Der Tormann war anfangs unsicher, hielt aber später durch oftmals sehr flinke Paraden. Die Verteidigung war gut. Darmstadts Schlußdreieck war schwach. Besonders die Verteidigung hielt nicht stand. Im Mittelsturm waren die besten Kräfte. Schiedsrichter Krau sch (Mtv.) war ein aufmerksamer und sicherer Schiedsrichter. w . ■ .... Studentin beim Hochsprung. Am Abend nahm dann der Rektor Prof. Dr^ Pfähler die Siegerehrung im Studentenhaus vor. Den Wanderpreis der Universität, bestehend in einem Bild des Führers, erhielt die Medizinische Fachschaft als die erfolgreichste. Ein Maientanz im Studentenhaus beschloß das harmonisch verlaufene Fest. Oie Ergebnisse: Stubenfen: Keulenwerfen: 1. Otto Luh 60 Meter, 2. Otto Bork 58,35 Meter, 3. Hubert Schloshard 57,80 Meter. 100-Meter-Lauf: 1. Luh 11,4 Sek., 2. Pitzen 11,5 Sek., 3. Landgraf 12 Sek. K u g e l st o ß e n : 1. Luh 14,50 Meter, 2. Pitzen 11,79 Meter, 3. Emil Winter 11,57 Meter. Weitsprung: 1. Landgraf 5,79 Meter, Sonsmann 5,61 Meter, 3. Pitzen 5,59 Meter. 4X100-Meter-Staffel: 1. Medizinische Fachschaft 47,6 Sek., 2. Geographische Fachschaft 49,9 Sek. Stubenfinnen: Hochsprung: 1. Bettinghausen 1,23 Meter, 2. Gamillscheg 1,18 Meter, 3. Bräuninger 1,18 Meter. 75-Meter-Lauf: 1. Bettinghausen 11,6 Sek., 2. Bräuninger 11,9 Sek., 3. Gamillscheg 12 Sek. Kugel st oßen: 1. Gamillscheg 8,39 Meter, 2. Bettinghausen 8,17 Meter, 3. Ostwinkel 7,65 Meter. Aus der provinzialhaupisiadi. Freude am deutschen Wald. „Kraft durch Freude" ist heute ein Begriff geworden, mit dem sich die Vorstellung von etwas Erhebendem, Erholunggewährendem verknüpft, sei es ein Musikgenuß, ein Wandererlebnis oder anderes. Der Deutsche hat seine Feierstunden von jeher am liebsten in Gottes freier Natur erlebt und hat in schweren Zeiten immer wieder aus dem ewigen Rauschen seiner Wälder neuen Mut geschöpft und sich durch die Freude an der Schöpfung die Kräfte für den Alltag gestählt. „Der Wald muß gehegt und gepflegt werden als wertvollste Kraftquelle unseres Volkes", hat Reichsforstmeister Hermann Göring einmal gesagt, und deshalb wenden sich die neu- gebildete „Arbeitsgemeinschaft für Schadenverhütung", das Reichsforstamt und der Reichsnährstand erneut mit ihrer Waldbrand-Derhütungs- Aktion an das deutsche Volk. Gerade jetzt wieder ist die Gefahrenzeit für den Wald. Der Bodenüberzug (Heide, trockene Gräser, Laub) sind am leichtesten im Frühjahr entzündlich; ein Streichholz, ein fortgeworfener Zigaretten- tummel entfachen nicht selten ein Bohenfeuer, das sich dann, vom Wind getrieben, mit unglaublicher Schnelligkeit ausbreitet; heruntergefallene trockene Aeste werden erfaßt, und die Folge ist meistens ein Dickungsfeuer, d. h. die Flamme springt über auf dürre Zweige junger Bäume, bis diese schließlich ganz vom Feuer erfaßt werden. Vereinzelt greift das Feuer auch Stämme und Kronen älterer Bestände an und tritt dann in seiner gefährlichsten Form als Wipfelfeuer auf. Doch nicht immer breitet sich das Feuer schnell aus. In den trockenen, meist mit starkem Nadelpolster versehenen Nadelholz- und Heidegebieten ist die Bodendecke zunder- trocken, das Grundwasser ist gesunken und ein Funke glimmt häufig unsichtbar in diesem Material, rißt sich unterirdisch durch Torfschichten weiter und wartet nur auf einen Windstoß, der ihn zur Flamme entfacht. Wohl jedem Menschen sind oft wochenlang dauernde Moorbrände bekannt, die trotz Einsatz von Feuerwehr, Militär, Arbeitsdienst, SÄ. und TN. nur schwer zu bekämpfen sind. Immer ist unermeßlicher Schaden an wertvollstem Volks- aut die Folge. Leben und Heimstätten deutscher Bauern, Siedler und Arbeiter sind in Gefahr, Ernte- und Holzvorräte werden vernichtet. Oberstes Gebot muß es in solcher Zeit für jeden Waldbesucher sein, im Walde nicht zu rauchen. Der kleine Genuß muß hinter der. Pflicht am Volke zurückstehen Zündet kein Feuer an! Wandernde Jugend, schütze den deutschen Wald; koche und lagere nur auf Stellen, die euch mit besonderer Erlaubnis von den staatlichen Forst- und Polizeistellen angewiesen werden! Unterbindet jedes Umgehen mit Feuer außerhalb der Wohnstätten, wo ihr es findet. Meldet jeden Brand s o - ort dem nächsten Forstbeamten, Gendarmeriebeamten ober ber nächsten Feuermelbestelle. Schlagt bas kleinste Feuer mit belaubten ober benebelten grünen Zweigen aus, ehe es zu spät ist, macht Meldung davon, damit es abgegraben werden kann und ein unterirdisches Weiterglimmen verhütet. Nur sofortige Bekämpfung beim Entstehen des Brandes vermag Schaden zu verhüten und verspricht Erfolg. Auf das leichtfertige Umgehen mit Feuer in Wald und Heide stehen hohe gesetzliche Strafen. Die Beachtung dieser Vorschriften sollte eine Selbstverständlichkeit im nationalsozialistischen Deutschland fein; doch immer wieder verursachen Leichtsinn und Trägheit neues Unheil. Daher erinnere sich jeder Volksgenosse immer wieder der großen Gefahr und halte fahrlässige Leute zur Ordnung und Befolgung der Schutzvorschriften an. Vornoiizen. Tageskalender für Donnerstag. NSG. „Kraft durch Freude": 20 bis 21 Uhr und 21 dis 22 Uhr fröhliche Gymnastik und Spiele (nur für Frauen) im Lyzeum; 20 Uhr Volkstanzkreis im Haus der DAF. — Gloria - Palast, Seltersweg: Die Liebe des Maharadscha". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Student von Prag". — Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde: 20.15 Uhr im Institut für Pflanzenzüchtung, Senckenbergstraße, Lichtbilderoortrag von Professor Dr. Sessous über die deutsche Sojabohne. — Oberhessischer Kunstverein (Turmhaus am Brandplatz): 17 bis 18 Uhr Ausstellung von Werken von Fritz Heidingsseld, Danzig, und P. A. Böckstiegel, Dresden. VsB.-Reichsbahn. Am Mittwoch nächster Woche findet die diesjährige Generalversammlung im Vereinsheim statt. (Siehe heutige Anzeige.) Nie Deutsche Arbeitsfront im Kreis Gießen. Im Monat April konnte die Deutsche Arbeitsfront im Kreis Gießen 176 Neuaufnahmen tätigen. Mit Betriebswaltern und Betriebsführern fanden 83 Besprechungen statt, die der Aufklärung über bie Ziele der DAF. und der Regelung von Berufs- oerhältnissen usw. dienten. Ein größerer Betriebsappell, der alle Amtswalter des Kreises Gießen vereinigte, wurde gleichfalls im Berichtsmonat durchgeführt. Die Verwaltungsstelle Gießen zahlte an Unter- stützungen 6966,10 Mark aus. Bei der Rechtsberatungsstelle sprachen 321 Besucher vor. Es wurden 281 Auskünfte erteilt, 64 arbeitsrechtliche Streitfälle beraten, 28 Güteverhandlungen mit den Parteien durchgeführt und 18 Vergleiche mit einem Wert von 4067,96 Mark erledigt. Die NSG. „Kraft durch Freude" führte sechs eigene Veranstaltungen durch, die von 1337 Personen besucht wurden. Daneben laufen noch Veranstaltungen im'Stadttheater Gießen, zu denen bitt NSG. „Kraft burch Freude" ein gewisses Kontingent von Besuchern stellt. Die Abteilung für A r b e i t s f ü h r u n g und Berusserziehung setzte mit ihrer Som- merarbeit ein und konnte eine Anzahl von Lehrgängen eröffnen. Weiter wurden durch diese Abteilung Verhandlungen mit den zuständigen Stellen gepflogen mit dem Ziel, die noch nicht in einer Lehre untergebrachten schulentlassenen Jugendlichen durch besondere Betreuungsmaßnahmen der DAF. zu erfassen. Meldung zu den Motorsportschulen. NSG. Die NSKK.-Motorgruppe Hessen teilt mit, daß die Meldungen zur Teilnahme an den Lehrgängen der Motorsportschulen nunmehr unmittelbar an die Motorsportschulen unter Beifügung des Musterungsausweises oder einer entsprechenden Bescheinigung zu richten sind. Die Anschriften der Motorsportscyulen sind: 1. Motorsportschule We st mark in D i e z a. d. Lahn (ist zuständig für die hessischen Provinzen Starkenburg und Rheinhessen sowie die südliche Hälfte des Regierungsbezirks Wiesbaden einschließlich Frankfurt a. M.). 2. Motorsportschule Hessen in Helsa bei Kassel (ist zuständig für den Regierungsbezirk Kassel, den nördlichen Teil des Regierungsbezirks Wiesbaden sowie die hessische Provinz Ober- hessen). Da die Einberufung zu dem nächsten Lehrgang (8. Juni bis 15. Juli 1936) bereits vorbereitet wird, ist Meldung schnellstens erforderlich. Am Donnerstag (Himmelfahrt), 21. Mai, findet eine Omnibusfahrt nach Kassel-Wilhelmshöhe statt. Die Abfahrt erfolgt ab Gießen 6.30 Uhr Ecke Lie- bigstraße—Frankfurter Straße (Bahnübergang). Der Fahrpreis beträgt einschl. Mittagessen 6.30 RM. Rur noch einige Anmeldungen für diese Fahrt können auf der Kreisdienststelle Gießen, Schanzenstraße 18, entgegengenommen werden. Gießener Wochenmarktpreise. * G i e ß e n , 14. Mai. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, kg 1,55 Mark, Landbutter 1,42, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 11, Klasse A 10 %, Klasse B 10, Klasse C 9%, ungezeichnete 8, Enteneier 9 bis 11, Wirsing, neu, kg 23 bis 28, Weißkraut 15 bis 20, Rotkraut 20 bis 25, gelbe Rüben, alt 10 bis 12, neu, das Bündel 20 bis 25, rote Rüben, Vi kg 10 bis 12, Spinat 10 bis 15, Römischkohl 10 bis 15, Spargel, 1 Sorte 35 bis 50, Unterkohlrabi 8, Tomaten 50 bis 55, Zwiebeln, ausländische 15 bis 18, Meerrettich 30 bis 65, Schwarzwurzeln 20 bis 35, Rhabarber 12 bis 15, Kartoffeln, alte, kg 5 Pf., 5 kg 45 Pf., 50 kg 3,90 Mark, neue, kg 18 bis 20 Pf., Aepfel, % kg 25 bis 50, Hähne 90 Pf. bis 1 Mark, Suppenhühner 85 bis 90, Tauben, das Stück 60, Blumenkohl 70, Salat 10 bis 20, Salatgurken 40 bis 50, Oberkohlrabi 15 bis 20, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 35, Rettich, das Bündel 15 bis 30, Radieschen, das Bündel 5 bis 10 Pf. * ** D i e Sprech st und en des Kreisleiters. Wie aus einer parteiamtlichen Bekanntmachung ersichtlich ist, finden die Sprechstunden des Kreisleiters Mittwoch von 15 bis 18 Uhr in Friedberg und Donnerstags von 15 bis 18 Uhr in Gießen statt. An anderen Tagen sind Besuche zwecklos. ** Der Ladenschluß in d e n Landgemeinden des Kreises Gießen. Wie das Kreisamt Gießen bekannt gibt, gilt der von der Landesregierung für offene Verkaufsstellen in Gemeinden mit vorwiegend Landwirtschaft treibender Bevölkerung bis Ende September 1936 widerruflich auf 9 Uhr abends festgesetzte Ladenschluß für alle Landgemeinden des Kreises Gießen, mit Ausnahme der Gemeinden Grünberg, Klein-Linden, Lollar und Wieseck. ** Den Bebauungsplan für das Gelände zwischen Schiffenberger Weg und Heegstrauchsweg betrifft eine Bekanntmachung der Stadtverwaltung in unserem heutigen Anzeigenteil. Den interessierten Grundstückseigentümern sei die Bekanntmachung zur Beachtung empfohlen. ________________ Anton und das Fräulein. 13on Erich paetzmann. Es war nur ein Zufall. Mit diesem Zufall verhält es sich so: Anton Schmelzer macht morgens an seinem Arbeitsplatz das Fenster auf, hängt die Rase in den Morgenwind und in seinen neuen Blumenkasten und gießt aus einem verbeulten Oel- kanister etwas Wasser auf die beiden halbflüggen Geranienstöcke darin. Anton ist keineswegs ein besonderer Blumenfreund und Geranienzüchter — Hauptsache ist, daß ich jenseits des Hofes, wo die Büros liegen, eben- atls ein Fenster öffnet, Fräulein Fjnze heraus- chaut, sich ebenfalls über einen Blumenkasten beugt und aus einem grünen Gießkännchen etwas Wasser auf die ihrerseitigen Geranienstöcke träufelt. Dabei fällt ihr eine kleine kornische Locke ins Gesicht, und sie wirft mit einem winzigen Lächeln den Kopf nach hinten und bläst die Locke an ihren Platz. Das sieht sehr niedlich aus, und Anton kann sich nickt helfen, er muß es auch seinerseits verteufelt niedl-ch finden und starrt mit offensichtlichem Wohlgefallen hinüber. Sie nickt ihm lächelnd zu, so dah Anton plötzlich heftig seine Aermel aufzukrempeln beginnt, nicht etwa, um mit seinen muskulösen Armen herumzuprunken, sondern aus bloßer blöder Verlegenheit. Denn er ist erst zwanzig Jahre alt und weiß mit Bürofräuleins noch herzlich wenig umzugehen. Aber er kann natürlich nicht verhindern, daß Fräulein Finze seine Muskeln dennoch mit geheimer Bewunderung betrachtet, sogar ein bißchen voll an« aenehmen Gruselns daran denkt, wenn man von solchen Armen etwa — Da funkt die Sirene dazwischen, und jeder geht an seinen Platz. Das Fräulein an die Schreibmaschine und Anton an seine Schachtelstanzen. Und somit wäre alles in Ordnung. Aber Fräulein Finze bekommt in der Frühstückspause den Einfall, sich Antons Geranien aus der Nähe zu betrachten. Anton hat ein sehenswürdiges Karo aus seinem Brot geschnitten und aufgespießt und hebt es eben mit dem Messer an den Mund, da tritt Fräulein Finze in den Saal und steuert frisch und lieblich auf ihn los: „Ach — Sie sind noch beim Frühstücken? Dann lassen Sie sich nicht stören, Herr Schmelzer, und guten Appetit auch." „Danke, ja, gleichfalls!" stottert Anton und wickelt sein Brot roieoer ein, „ich bin schon grade fertig, Fräulein —" „Finze. Ich komme nur — ich habe nämlich auch Geranien drüben, und da wollte ich mal sehen, wie Die 3. Reichsnä'hrstandsausfiellung. 500 Sonderzüge.-100000 Bauern aus Hessen-Nassau angemeldet. In 40Tiersonderzügen treffen seit gestern früh die wertvollen Zuchttiere auf den eigens für diesen Zweck hergestellten Ausladegleisen auf dem Ausstellungsgelände ein, wo sie in den mustergültigen Ställen untergebracht werden. Zur Fütterung der Tiere befinden sich große Futterlager auf dem Gelände. Der Bedarf an Futter wird während der Ausstellungszeit durch den heimischen Futterhandel gedeckt. Auch die Frankfurter Bevölkerung hat sich bereits für die Ausstellung gerüstet. Bis jetzt sind rund 4 0 00 0 Quartiere zur Verfügung gestellt, eine Zahl, die der Gastfreundschaft der Frankfurter alle Ehre macht. Man wird für jeden Tag mit einer durchschnittlichen Uebernachtungsziffer von 35 000 Fremden rechnen müssen. Damit sind aber noch lange nicht alle Besucher untergebracht. Ein sehr großer Teil wird auf dem Lande ausgenommen werden. Wie stark die Besucherziffer in den nächsten Tagen in Frankfurt sein wird, geht schon allein daraus hervor, daß aus dem Gaugebiet Hessen-Nassau bis heute rund 1 0 0 000Bauem zum Besuch der Ausstellung angemeldet sind. Die Zahl der Sonderzüge aus dem Reich übertrifft die Zahl der zur Hamburger Schau eingelegten Sonderzüge ganz beträchtlich. Es werden insgesamt 2 50 Sonderzüge auf den Frankfurter Bahnhöfen während der Ausstellung ankommen. Annähernd die gleiche Zahl von Sonderzügen werden in Frankfurt ihren Ausgangspunkt haben. Das bedeutet eine ganz gewaltige Anspannung aller Kräfte, um diesen Massenverkehr bewältigen zu können. Wer einmal einen Ausstellungsbummel machen will, ohne sich dabei die Stände und Lehrschauen eingehender zu besehen, hat eine Wegstrecke von 18,5 Kilometer zurückzulegen. Daß er sich überall erfrischen kann, ist selbstverständlich. In einer besonderen Milchkosthalle wird man alle Milcherzeugnisse zu billigen Preisen versuchen können. Was müssen die Besucher wissen? Die Eröffnung der Ausstellung findet am Sonntag, 17. Mai, um 8 Uhr statt. Die eigentliche Eröffnungsfeier beginnt um 11 Uhr im Ehrenhof des Reichsnährstands-Hauses (Festhalle). Die Ausstellung ist täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Karten zum Besuch der Ausstellung sind am Haupteingang der Ausstellung, Hohenzollernplatz, sowie am Eingang Bismarckallee zu haben. Der Preis der Karten zum einmaligen Besuch beträgt 2,—, für Kinder bis zu 14 Jahren 1,— RM. Ab 15 Uhr beträgt der Eintrittspreis nur 1,— bzw. für Kinder 0,50 RM. Für Erwerbslose, Studenten, Schüler usw. sind Ermäßigungen vorgesehen. Dauerkarten^ die zum Besuch der Ausstellung während der ganzen Zeit berechtigen, kosten 5,— RM. Sie werden nur gegen Vorlage eines Personalausweises ausgegeben und sind nur in Verbindung mit diesem benutzbar. Das Ausstellungsgelände liegt an der Westgrenze der Stadt an der großen Autostraße Mainz—Wiesbaden und ist in zwölf Minuten Fußmarsch vom Hauptbahnhof zu erreichen. Der Haupteingang befindet sich am Hohenzollernplatz. Autoparkplätze befinden sich in der Bismarckallee. An beiden Eingängen befinden sich Gepäck- und Kleiderablagen. Wer die 3. Reichsnährstands-Ausstellung besuchen will, mkß sich rechtzeitig mit dem Plan des Ausstellungsgeländes vertraut machen, damit er nicht allzu viel Zeit durch nutzloses Hin- und Herlaufen verliert. Eine günstige Wegführung ist auf der Ausstellung durch rote Pfeile markiert. Während der ganzen Ausstellungszeit finden an den Nachmittagen das große Reit- und Fahrturnier mit einer Anzahl großangelegter Schaunummern statt. Das Reit- und Fahrturnier wird im „Großen Ring", der im Freigelände aufgebaut ist, durchgeführt. Eintrittskarten für das Turnier sind vom 16. Mai ab am Eingang Bismarckallee erhältlich. Wer nicht die Möglichkeit hat, zum Besuch der 3. Reichsnährstands - Ausstellung einen der zahlreichen Sonderzüge zu benutzen, dem ist die Reise nach Frankfurt auf Sonntags - Rückfahrkarte zu empfehlen. Sonntagsrückfahrkarten werden für die ganze Dauer der Ausstellung im Umkreis von 300 Kilometer von Frankfurt a. M. ausgegeben. Die Karten gelten an allen Tagen der Ausstellung und find in der Ausstellung abzustempeln. Die Abstempelstelle auf dem Gelände ist besonders gekennzeichnet. ** E i n Nutzholzverkauf der Stadt Gießen wird in einer Bekanntmachung der Stadtverwaltung in unserem heutigen Anzeigenteil angekündigt. Interessenten seien auf die Bekanntmachung besonders hingewiesen. ** Das F e st der silbernen Hochzeit begehen am heutigen Donnerstag die Eheleute Lokomotivführer August R u l l m a n n und Frau Emma, geb. Bien, Gießen, Frankfurter Straße 132. Die Jubilare sind seit 25 Jahren Leser des Gießener Anzeigers. ** 89 Jahre alt. Am heutigen Donnerstag, 14. Mai, kann Herr Johannes Herzberger, Krofdorfer Straße 21 wohnhaft, in körperlicher und geistiger Frische seinen 89. Geburtstag begehen. Der alte Herr ist Veteran von 1870/71 und nimmt noch regen Anteil an allen Geschehnissen. ** E i n Vierundachtzigjähriger. Am morgigen Freitag, 15. Mai, feiert der Rentier und frühere Schneidermeister Wilhelm Stumpf seinen 84. Geburtstag. Der alte Herr ist der älteste hier noch lebende Anhänger von Dr. Otto Böckel und stammt aus Maulbach (Kreis Alsfeld). 1878 ließ er sich als selbständiger Schneidermeister hier nieder und eröffnete ein Jahr später einen Laden für Militäruniformen. Mancher alte 116er, oft Vater und Sohn, wurde von Stumpf mit Mütze und Koppel beliefert. Die Studenten Beinbach aus Grebenau und Gerhard aus Steinbach brachten ihn 1888 in die völkische Bewegung. Er war Mitgründer des Deutschen (antisemitischen) Vereins in Gießen. Auch später unter Philipp Köhler, Langsdorf, und Dr. Ferd. Werner fehlte Herr Stumpf bei keinem Wahlausschuß. Nach dem Kriege war er Mitgründer der deutschnationalen Ortsgruppe in Gießen und deren Vorstandsmitglied. Auch heute nimmt er noch regen Anteil an den politischen Vorgängen und freut sich, daß es in unserem Vaterlande unter Adolf Hitler vorwärts geht. Diele in Stadt und Land, besonders aber seine alten politischen Freunde, werden des biederen Alten an seinem Geburtstag gerne gedenken. Der Jubilar ist seit langen Jahren treuer Bezieher des Gießener Anzeigers. ** Unfall am Bau. Gestern stürzte bei einem Wohnhausbau im Günthersgraben der Maurerpolier Heinrich Schäfer aus Winnen so unglücklich ab, daß er mit einem Knöchelbruch von der Sanitätskolonne nach der Chirurgischen Klinik verbracht werden mußte. (Schöffengericht Gießen. Wegen Beleidigung eines Amtsleiters der NSV., der bei dem Angeklagten Kartoffeln für das WHW. abholen wollte, wurde der Wilhelm Petri aus Reiskirchen zu sechs Wochen Gefängnis verurteilt. Dem Beleidigten wurde das Recht zur Veröffentlichung des Urteils zugesprochen. Der Th. Sch aus Homberg, dem ein Vergehen nach § 183 StGB, zum Vorwurf gemacht wurde, wurde freigesprochen. Große (Sfraffammer Gießen. Der H. K. aus Bellersheim wurde durch Urteil der Kammer dauernd in einer Heil- und Pflegeanstalt untergebracht. Der Angeklagte zündete am 29. Januar in Hungen eine Scheune an, in der sich Flachsoorräte der Bäuerlichen Hauptgenossenschaft Frankfurt a. M. befanden. Durch Gutachten eines medizinischen Sachverständigen wurde festgestellt, daß der Angeklagte schon zur Zeit der Tat geisteskrank war. Die Unterbringung in der Anstalt war weit Ihre schon sind. Herr Stövesand zieht mich nämlich immer auf mit meinen und sagt nebulöses Gemüse dazu. Sie kennen ja Herrn Stövesand?" „Nur so, nicht persönlich", entgegnet Anton, „man kann ja auch nicht alle Leute kennen", denn er weiß, daß Stövesand, zweiter Korrespondent der Firma, Fräulein Finzes Freund ist. „Naja, alle Leute — Herr Stövesand ist ja nicht alle Leute. Herr Stövesand hat nun mal nichts für Blumen übrig, dafür kann er nun wieder tanzen, sehen Sie." „So? — Ja, wenn man das gut kann —" „Ja, sogar blendend tanzen. Sie sollten uns mal sehen, abends im Parkschlößchen zum Beispiel. Aber da kommen Sie wohl gar nicht hin, Herr Schmelzer?" „Doch — Parkschlößchen komm ich schon mal hin, Samstags manchmal —" lügt Anton. „Ach? Wir sind ja auch Samstags fast immer dort. Da muß ich heute doch mal aufpassen, ob ich — kann doch möglich sein, nicht?" „Ja, kann schon, freilich", sagt Anton, und guckt angestrengt in seinen Blumenkasten, denn es wird ihm sonderbar beklommen zumute. Fräulein Finze stellt sich neben ihn, sehr dicht, und guckt ebenfalls in den Kasten. In der Luft ist plötzlich ein seltsam weicher Duft wie von einem jungen Hyazinthenbeet. — Zwischen diesem Duft und aller Beklommenheit faßt Anton den Entschluß, heute abend ins Park- fchlößchen zu gehen. Da sitzt man also unter alten Kastanien, die voll heller Blütenkerzen stehen, und zwischen den Bäumen hängen bunte Lampionketten. Anton sitzt auch wirklich mit Fräulein Finze und Herrn Stövesand zusammen. Fräulein Finze hatte ihm zugenickt, und Anton hatte das in seinem ungehobelten Gemüt als Erlaubnis aufgefaßt, bei den beiden Platz zu nehmen. Herr Stövesand war zwar eine ganze Weile überrascht, aber da Anton sich nicht mehr als nötig in die Unterhaltung drängt, findet er sich mit ihm ab. Außerdem beginnt Herr Stövesand in seinem prima neuen hellfarbigen Sommersakko allmählich etwas zu frieren. Er muß also öfters einen Kognak trin- fen, hat Halsschmerzen und läßt sich von Fräulein Finze bemitleiden. Man sitzt danach außen noch in ziemlicher Ordnung beieinander. Bis Fräulein Finze ein bißchen wegaehen muß, um sich rasch mal auf- zufrychen, sagt sie. Da wendet sich Stövesand an Anton, in sehr verändertem Ton: „Sagen Sie mal, Herr Schmatzer, oder wie Sie nun heißen —" „Schmelzer!" „Ja, Schmelzer. Sagen Sie mal, sind Sie ein bißchen schwer von Begriff? Fräulein Finze hat Sie doch wohl extra eingeladen, für heute abend, was?" „(Singelaben? Nee, nicht daß ich wüßte." „Aber mit dem Zaunpfahl hergewunken? Und Sie merken nichts, denken wohl noch, das wäre wegen Ihrer schonen Augen geschehen, oder wegen dem komischen Schlips, he!" Anton hat sich diesen Schlips eigens für den Zweck erstanden und kommt daher ein wenig in Harnisch: „Schlips spielt ja keine Rolle hier. Aber vielleicht drücken Sie sich ein bißchen deutlicher aus." „Noch deutlicher? Das ist Ihnen wohl gar nicht aufgegangen, daß Sie extra herbestellt sind, um mich ein bißchen eifersüchtig zu machen. Fräulein Finze glaubt nämlich — ich weiß nicht, ob Sie das so verstehen — von wegen erkälteten Gefühlen und so —" „Versteh ich schon. Und da meinten Sie, daß ich — daß Fräulein Finze mich —?" „Ich habe gar nichts gemeint, Herr Schmalzler. Ich muß mich bloß wundern, daß Sie sich einbilden konnten, Sie hätten sowas wie Chancen gegen mich. Mensch, Sie gegen mich! Stellen Sie sich das mal vor, gegen mich, Sie, mit Ihrem Kavalierschlips!" „Halten Sie den Mund von meinem Schlips gefälligst!" „Machen Sie lieber mal gefälligst, daß Sie ein Haus roeiterfommen, ja! Das ist hier mein Tisch! Jawoll, ich habe Sie nicht hergebeten. Also, Sie dürfen wieder gehen. Bitte, gehoben Sie sich wohl, junger Mann!" „Herr Stövesand —!" sagt Anton drohend und schiebt die Faust über den Tisch, auf Stövesand zu. „Aber wenn Sie kein Deutsch verstehen — gut! Herr Ober, zahlen!" Der Ober eilt herzu, er ahnt nichts Gutes. Fräulein Finze steht ebenfalls dabei und hat die Augen vor Schreck aufgerissen, und Antons Faust liegt noch immer drohend über dem Tisch. „Komm!" sagt Stövesand zu Fräulein Finze. Aber das Fräulein bleibt unschlüssig am Tisch stehen. „Komm!" ruft Stövesand barscher und geht voran. Fräulein Finze mochte weg, wegen der vielen Leute, die zum Tisch herüberstarren; dann sinkt sie plötzlich weinend auf einen Stuhl, gerade neben Anton. Anton muß nun doch seine Faust aufmachen, weil er sie zunächst trösten und dann am Arm hinausführen muß in das rettende Dunkel des Parkes. So ist also doch noch wahr geworden, was Anton in seinen kühnsten Träumen nicht zu hoffen wagte: Er sitzt nun mit dem kleinen schlanken Fräulein vom Büro auf einer Bank abseits in der Nacht, in Anbetracht der Gefahr der Wiederholung derartiger Handlungen anzuordnen. Ein weiterer Angeklagter, der sich wegen Sittlichkeitsoerbrechens zu verantworten hatte, wurde freigesprochen. Oberhessisches Schwurgericht. In seiner gestrigen Sitzung befaßte sich das Oberhessische Schwurgericht bis in die späten Nachmittagsstunden mit dem 27jährigen Otto Bachmann aus Wieseck wegen versuchten Mordes. Im Jahre 1935 lernte der Angeklagte, der schon in seiner Jugend wegen seines Verhaltens in Fürsorgeerziehung gegeben werden mußte, die Zeugin Sch. auf der Kirmes in Wieseck kennen. Beide freundeten sich an und kamen überein, daß der Angeklagte zu der Zeugin nach Gießen ziehen solle. Nachdem sich beide zu verloben verabredeten, zog der Angeklagte am 19. August 1935 zu der Zeugin. In den ersten Tagen brachte der Angeklagte weder der Zeugin Sch. noch dem bei ihr aus einer geschiedenen Ehe lebenden zehn Monate alten Kinde irgendwelche Mißstimmung entgegen. Bald darauf änderte der Angeklagte aber seine Haltung. An einem Freitag bemerkte die Zeugin, daß das Kind dauernd erbrach. Als dieser Zustand nicht nachließ, forderte sie den Angeklagten auf, zum Arzt zu gehen, was Bachmann jedoch ablehnte. Die Ursache des Erbrechens blieb zunächst unbekannt. Als die Zeugin am anderen Morgen Flecken am Körper des Kindes bemerkte, begab sie sich in die Klinik. Dort wurde das Kind, da eine schwerere Krankheit nicht oorlag, wieder entlassen. Am darauffolgenden Sonntag verließ der Angeklagte plötzlich die Küche. Die Zeugin Sch. folgte ihm und stellte fest, daß er das Kind .auf dem Arm hielt. Die Mutter nahm das Kind, das kalten Schweiß auf der Stirn zeigte sowie völlig erschöpft war, und legte es auf das Bett. Am folgenden Morgen ging die Zeugin Sch. abermals zur Klinik. An jenem Morgen ging Bachmann entgegen seinen Gepflogenheiten nicht zur Arbeit, sondern blieb im Bett. Bei ihrer Rückkehr mußte die Zeugin feststellen, daß der Angeklagte ihr 10 Mark sowie ein Fahrrad entwendet hatte und verschwunden war. Nachdem der Angeklagte in der Voruntersuchung zunächst geleugnet hatte, legte er im Oktober ein Geständnis ab. Dieselbe Haltung behielt er bei seiner Vernehmung vor dem Amtsgericht sowie vor dem Untersuchungsrichter bei. Hier erklärte der Angeklagte, er habe beabsichtigt, das Kind, das ihm hinderlich gewesen sei, insbesondere wegen seines „komischen" Aussehens, aus der Welt zu schaffen, und zwar habe er ihm während des Schlafes Tabak eingegeben, der das Erbrechen hervorgerufen habe. In der gestrigen Hauptverhandlung widerrief der Angeklagte sein Geständnis, obwohl sämtliche Zeugen gegen ihn aussagten. Der Vertreter der Anklage legte seinem Plädoyer die nationalsozialistische Rechtsauffassung zugrunde, wobei er seine Anklagerede auf den verbrecherischen Willen des Angeklagten abstellte, der der Entscheidung zugrunde gelegt werden müsse. Der Anklagevertreter beantragte eine Zuchthausstrafe von acht Jahren sowie Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von zehn Jahren. Das Gericht erkannte auf sechs Jahre Zuchthaus sowie Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von sechs Jahren. Sechs Monate Untersuchungshaft werden auf die Strafe in Anrechnung gebracht. aus* schneiden I Prdeaufgabe I liebt die Tiere. Seine Kaninchen versorgt er immer gut. „Junger Löwenzahn", lagt er, „ist für sie genau so ein Leckerbissen, wie für mich ein Or.Getker=£uöömg oder ein Stück „Backin"- Kuchen". und das Fräulein rückt sehr nah an ihn heran, weil in der Stille ein Ast geknackt hat. Anton muß aber noch einmal auf die Frage zurückkommen, die ihm im Schädel sitzt und keine Ruhe läßt: „Also das ist wirklich nicht wahr, was Stövesand gesagt hat, von wegen eifersüchtig machen und so?" „Nein, zuletzt nicht mehr, wirklich nicht. Als ich sah, wie Sie da die Faust —" „Sie?" „Du! Wie du da die Faust liegen hattest und hättest den ganzen Stövesand zermalmen können — Stövesand ist nämlich schrecklich schwach und wird auch immer gleich müde, wenn wir Sonntags ein bißchen gelaufen sind." „Da meinst du also wirklich, da glaubst du, daß wir zwei —?" „Und du dagegen, du bist doch so furchtbar stark, Anton? Ja, ich glaube — Drück nur mal, fester, ich will bloß mal sehen, wie stark du bist — Ja, so — Anton —" Sie kann den Satz nicht zu Ende sprechen, aus einem gewissen Grunde. Zeitschriften. — lieber den Zeitpunkt des Auftretens der Masern, über die Art des Auftretens selbst, über die Pflege des masernkranken Kindes, über die Gestaltung und Zubereitung der Nahrung usw., über alle diese für jede Mutter wichtigen Fragen berichtet Prof. Dr. Rott im Mai-Heft der bekannten Elternzeitschrift „M utter und Kind" (Verlag Staude, Berlin W. 30.) Ferner seien folgende Beiträge erwähnt: „Die Lebenshaltung der hoffenden Frau", „Unselbständigkeit", „Kinder spielen im Sande", „Mein Kind ißt keinen Spinat" und „Die Aufgaben der Mutter im Heim". Hochschulnachrichten. Professor Dr. Hermann Wolfgang Beyer, Ordinarius für Kirchengeschichte und Christliche Archäologie an der Universität Greifswald, erhielt einen Ruf an die Universität Leipzig. Professor Dr. I. Schmidt, Ordinarius für Tierzuchtlehre an der Universität Göttingen, erhielt einen Ruf an die Landwirtschaftliche Hochschule Berlin. Professor Dr. Wilhelm E n ß l i n , Ordinarius für Alte Geschichte an der Universität Graz, ist zum ordentlichen Professor an der Universität Erlangen ernannt. Professor Enßlin wirkte von 1921 bis 1930 in Marburg. Obecheffen beitsdrang besessen. Und sie hatte sogar Hans-Her- 15 Fortsetzung Nachdruck verboten! weit, weit bis zum Südstrand hinzog. Sie klommen herauf zur Steilküste mit ihrem verwunschenen Wald, alte dem (Fortsetzung folgt!) 008' gabt! Roman von Marlise Kölling. Urheberrechtsschutz: Verlag Oskar Meister, Werdau. Josua war erschreckt und gedrückt im Hause herumgeschlichen und hatte vor lauter Angst sogar-den Empfangsnapfkuchen, seine berühmte Spezialität, verbrannt. ) Durch die Erzählungen Frau Agathes von dem Leben auf dem Gut eines reichen Verwandten und ihr klagend geäußertes Bedauern, wie jämmerlich Benedikte und Hans-Hermann doch hier lebten wurde dieser wieder ganz rebellisch gemacht. Er kam gleich am nächsten Tage mit phantastischen Plänen zu Benedikte, man sollte doch Geld aufnehmen um noch ein großes Stück Ackerland hinzuzukaufen nebenan wäre ein guter Roggenschlag durch den Tod eines Besitzers zu haben. Weiterhin ist hier folgendes zu beachten: Heranziehung weiterer Industrien. Hier kann ein Hand- in-Hand-Arbeiten mit den Bestrebungen der Regierung, die Menschen von der Großstadt wieder aufs Land zurückzuführen, Erfolge zeitigen. Vorarbeiten leistet dabei die Landesplanung für das Gebiet Rhein-Main, deren Aufmerksamkeit dabei zu gewinnen ist. Das nötige Baugelände für Reu- anlaqen muß dabei durch die Stadt zu billigen Preisen beschafft werden, was bei der beginnenden Feldbereinigung zu beachten ist. Die Frage der Wasserversorgung steht gut, eine weitere Nutzbarmachung der noch vorhandenen überschüssigen Quellen des Brunnentales, vielleicht in Form einer Gruppenwasserversorgung, ist im Auge zu behalten. Ein gutes Wegenetz ist vorhanden, für seinen weiteren Ausbau bei künftiger Anlage von neuen Industrien ist zeitig Vorsorge zu treffen, ebenso ist ein guter Anschluß an die in nächster Nähe vorbei- Und jetzt setzte auch die Orgel ein. Der Organist intonierte den Choral: „Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin, die Sonn' ist aufgegangen.. .* Segelflugzeugtause des Kliegerflützpunktes Alsfeld. lich gesund. Freilich, es kommen auch andere Zeiten, Herbst, Stürme, Nebel, eisige Kälte, lichtlose Tage. Ob Sie da aushalten werden, Fräulein Benedikte?" „Sehe ich so aus, als ob ich fahnenflüchtig würde?" fragte sie. Er schüttelte hingerissen den Kopf. „Nein, nein!" Er hatte sie ja Tag für Tag beobachtet, er wußte, wie ernst sie ihre Arbeit nahm. Wenn er sie im Garten und Hof tätig sah wie eins der Mädchen hier von der Insel, stieg oft ein großes Verwundern in ihm auf. Sie war doch Gartenarbeit von Hause aus so gar nicht gewohnt. Seit Jahren hatte sie doch einen „städtischen" Beruf gehabt. Wenngleich sie auch auf die Frauenschule irgendwo in einem Landschulheim gegangen war, wie sie ihm einmal erzählt hatte „Beruf? Nein! Beschäftigung!", hatte sie ihm aber auf eine Bemerkung hin energisch erklärt „Solange ich im Geschäftsbetrieb war, wußte ich, es handelt sich nur um einen Geldverdienst: es war niemals etwas, was mich wirklich ausfüllen konnte. Mein Lebtag habe ich mich nach dem Lande gesehnt. Glauben Sie nicht auch, daß, wenn man eine Arbeit tut, die einem wirklich am Herzen liegt, dann auch wirklich etwas Ordentliches daraus werden muß?" Es wurde etwas Ordentliches, das sah Jens Petersen mit seinen erfahrenen Augen sehr bald. Benedikte war von einem geradezu verbissenen Ar- kleinen Arbeitskolonne, die Jens Petersen und Josua ihm besorgt hatten. Zuerst freilich gab es Enttäuschungen, Rückschläge und Sorgen. Ein orkanartiger Sturm, verbunden mit einem Wolkenbruch, entwurzelte eine Reihe stand, als auch dem Aufsichtsrat Entlastung erteilt. Vom Vorstand schieden aus: Schlossermeister Ernst Reitz vom Aufsichtsrat: Prokurist Heinrich -oheiß IV. und Landwirt Friedrich Berg Alle wurden einstimmig wiedergewählt Infolge der günstigen Entwicklung der Kasse war es möglich,'alle vertretbaren Kreditgesuche zu bewilligen. Es wurden im Geschäftsjahr 35 000 Mark für neue Dar- lehen ausbezahlt. Geschäftsguthaben, Betriebsrücklage und Reserve haben sich vermehrt Die Garantiemit- 99R9b«nra9e!lna?1 J?1 Dezember 1935 zusammen 226 280 — Mark. Der große Zugang an Mitglie- oern ist erfreulich und vertrauenerweckend für' die Genossenschaft. Es war möglich, die Sollzinsen weiter um V» v. H. zu senken. Die Habenzinsen ent- fprcdjen den gesetzlichen Bestimmungen. Außerordentlich erfreulich ist die Tatsache, daß der Mitgliederbestand der Kasse eine Zunahme von 39 „Neuen zu verzeichnen hat. Möchte im nächsten Jahre eine weitere Zunahme zu verzeichnen ein unsere Spar- und Darlehenskasse ein Segen für Nieder-Ohmen und Umgebung werden. G t Tiere. i oer» ! gut. pH"", genau e für öüi'ng Nu"- Einigkeit macht stark! Spendet für das „Dankopfer der Hatton“! eran, muß i, die M efagt ich TD au bring en, 14. Mai. Anläßlich des Muttertages veranstaltete die hiesige NS.- Frauenschaft am Sonntag im Walde nahe am Dorf eine Feierstunde, nachdem der BDM. am Breits singend durch den Ort gezogen war und die Mutter begrüßt hatte. Zu der Feierstunde r m D,e^e Einwohner eingefunden, ferner als Redner Schulrat Nebeling und Mütter- schulungs-Lehrerin Frl. S t r o h m e i e r. Gedichte , der Schulkinder, Lieder der Singgruppe der NS.° Fauenschaft und ein schönes Volksspiel bereicherten die Feierstunde. 8 Mainzlar, 13. Mai. In unserer Ortsgruppe (Mainzlar, Daubrinqen, Staufenberg) wurden neben Geldspenden noch zehn Urlauber-Plätze für die Hitler-Freipl atz spende und etwa 20 Platze für die Kinder-Landverschickung zur Verfügung gestellt. xr Allendorf a. d. Lda., 11. Mai. Gestern nachmittag hielt der hiesige Spar- und Dorsch ußvere in im Saale der Gastwirtschaft Horn seine diesjährige ordentliche Generalversammlung ab, die von 155 Mitgliedern besucht war. Direktor Lotz leitete die Versammlung. Aus dem von ihm erstatteten Jahresbericht über das Geschäftsjahr 1935 ging hervor, daß die Kasse sich auch in 1935 weiter günstig entwickelt hat. Die Zahl der Mitglieder betrug am Anfang des Geschäftsjahres 296, zugingen während des Jahres 15, ab 23, so daß am Ende des Jahres 1935 288 Mitglieder mit einer Haft- cxd Eberstadt, 13. Mai. Der hiesige Turnverein „Gut Heil" veranstaltete am Samstag im Gasthaus „Zum Adler" einen D i e t a b e n d , bei dem der Dietwart des Vereins über das Thema sprach: „Der Führer und die Bewegung". Anschließend berichtete der Vereinsführer über den Kreisturntag des Kreises VIII Lahn-Dill in Gießen. Sodann wurde beschlossen, die diesjährige Mai- Wanderung am 24. Mai zu unternehmen. Die Versammlung wurde hierauf in üblicher Weise geschlossen. Kreis Alsfeld Landesgruppe Darmstadt des deutschen Luftsportoerbandes und ermahnte die jungen Flieger stets echten deutschen Fliegergeist zu pflegen. 'Für die Partei übermittelte der stellvertretende Ortsgruppenleiter Resch die Glückwünsche zur Flugzeugtaufe. Die Glückwünsche des Kreises Alsfeld' überbrachte Regierungsassessor Seibert vom Kreisamt Alsfeld. In seiner Schlußansprache dankte Stutzpunktleiter Dr. Schweißguth für die Glückwünsche und Anerkennungen und wies in längeren Ausführungen auf die Bedeutung des Baues von Segelflugzeugen als Erziehungsarbeit und auf die Wichtigkeit des deutschen Segelflugsportes zur Ausbildung eines geeigneten Nachwuchses für die deutsche Luftwaffe hin. Seine Ausführungen schlossen mit einem Treuegelöbnis auf den Führer. Die würdig verlaufene Veranstaltung wurde von musikalischen Darbietungen der Gruppenkapelle des Arbeitsdienstes Alsfeld stimmungsvoll umrahmt. An die Feier schloß sich der Kameradschaftsabend an. Landkreis Gießen - + ©runberg, 14. Mai. In einer gut besuchten : Vurg ^Versammlung im Gasthaus „Zum Taunus sprach am gestrigen Mittwochabend Bürgermeister W a g n s r über Gemeindepolitik. Im ersten Teil seines Vortrages gab er ein um- wyendes Bild über den Aufgabenkreis der Stadtverwaltung, dabei besonders die heutige Stellung des Bürgermeisters kennzeichnend als eine mehr führende, die von Verantwortungsbewußtsein getragen sein müsse, gegenüber der frü- bcr mehr ober roeniger in Verwaltungsarbeit sich erschöpfenden Tätigkeit des Bürgermeisters. In seinen weiteren Ausführungen beschäftigte er sich näher mit öer inneren städtischen Verwaltung, Stadtkasse, Wasserwerk und mit der Frage des Polizeiwesens m den Landstädten, das noch seiner endgültigen Re- gelung harre. In W i r t s ch a f t u n d'V e'r k e h r Hot Grunberg durch den Ausbau der Straßen, beson- ders der Fernstraße Gießen—Alsfeld, gewonnen. Em Schwimmbad und ein gut ausgebautes Wasserwerk sind vorhanden. Bei 6en städtischen Gebäuden ist vielleicht em Verkauf einzelner Gebäude zu er- wagen. Die Fürsorgelasten sind trotz sinkender Arbeitslosigkeit immer noch eine starke Belastung für die Gemeinde. Bei den Schulen ist besonders die Erhaltung der Oberrealschule eine wichtige Frage. Nach einer kurzen Pause, in der einzelne Fragen gestellt wurden, ging Bürgermeister W a g n e r zum Zweiten Teil seines Vortrages über, in dem er sich hauptsächlich den Aufgaben der Stadt für Die Zukunft zuwandte. Hierbei betonte er, daß ein Zwl auf längere Zeit zu stecken sei und daß nach der D^wZuchkeit der Aufgaben vorgegangen werden müsse. Ausgehend von dem Stehenbleiben der Stadt im letzten Jahrhundert, das der Chronist Glaser schon im Jahre 1846 mit der unbedeutenden gewerblichen Tätigkeit Grünbergs begründete, woran auch die in den letzten 30 Jahren entstandene geringe Industrialisierung (Webereien) nur wenig geändert habe, erfordert eine weitschauende Geme'inde- polmk, besondere Aufmerksamkeit den wichtigsten Bevölkerungsgruppen zuzuwenden. Die Stimmen der Fischer erhoben sich, über dunklen Baß der Männer schwebte der Helle Sopran der Mädchenstimmen jubelnd empor. Bürgerversammlung in Grünberg Bürgermeister Wagner spricht vor der Einwohnerschaft. führende Autobahn zu erwägen. Daß sich der : Traum von einer Garnisonstadt nicht hat verwirk- Uchen lallen, ist zunächst von Vorteil, da er der Stadt schwere finanzielle Opfer gebracht und sie vielleicht heute, wie so manch andere Stadt, für “Wr(L. Zeit leerstehende Gebäude aufzuweisen hatte. Die Belebung der Bautätigkeit ist schon ein- geleltetz die Baugenossenschaft wird recht bald mit ihrer Tätigkeit beginnen. Die schon veraltete Bauordnung muß wesentlich umgestaltet werden. Sehr wichtig ist endlich die Tätigkeit, die zukünf» tig die Stadt auf dem Gebiete der Verkehrswer- bung leisten muß. Der auf diesem Gebiete seither Ichon tätige Verkehrsverein kann hier als Anreger mitwirken. Neben der äußeren Werbung durch Plakate, Prchpekte, Anzeigen u. a. muß aber auch eine innere Werbung eintreten. Das Verkehrsgewerbe muß sich darauf einstellen, den Bedürfnissen der Fremden in jeder Weise gerecht zu werden. Das Stadtbild zu verschönern, das Netz der Spazierwege auszubauen, die altehrwürdigen Bauten und Zeugen unserer Vergangenheit gut zu erhalten, neue Platze und Straßen schön herzurichten, das Schwimmbad, um das uns manche andere Stadt beneidet, auszugestalten, den weithin bekannten Gallusmarkt hochzuhalten und vor allem die einzig- artige Schönheit des Brunnentales zu pflegen (Stellung unter Denkmalschutz), das alles sind Mittel einer wirksamen Verkehrswerbung. Als weitere Zukunftsaufgaben, die natürlich nur nach ifyrer Dringlichkeit und nach Maßgabe der vorhandenen Mittel zu lösen sind, bezeichnete er: Erneuerung des Rohrnetzes der Wasser- leitung, die Anlage eines Friedhofes, (Erbauung einer Kläranlage und bei weite- rem Steigen der Volks- und Berufsschule anstatt einen Aufbau an dem jetzigen Schulgebäude einen Neubau vorzusehen, ebenso Erhaltung der Oberrealschule, ferner bei der Stadtverwaltung die Anstellung eines Sekretärs an Stelle der zwei Ge- Hilfen. Da der Vortrag annähernd zwei Stunden dauerte und die Zeit schon weit vorgeschritten war, wurden nur noch einige Fragen in einer kurzen Aussprache behandelt. icht- hren- Zechs „Im Juni müssen Sie hier oben stehen", sagte Jens Petersen, „bann ist der ganze Rand des Steilhanges wie mit goldenen Girlanden von blühendem Ginster gesäumt, und darüber der blaue Himmel — und unten auch: der Strand — gelb, das Meer — blau--oh, dieser wunderbar freudige und doch keusche Farbenzusammenklang. — Ich bin einmal als Student auf einer Wanderung im Süden gewesen, in Italien. Leuchtender und schöner war es dort auch nicht, als auf unserer Insel zur Zeit der Ginsterblüte. Vielleicht üppiger, aber nicht so herr- hung ein bei ! vor ; 2In- ihm f eines ffen, lachen f der - Zeu- * An- stische klage- llnge- runde bean« i so- 1 auf „Ist nicht das größte Stück Welt zuletzt doch nur eins: em Stückchen Erde, Hans-Hermann? Solange du es nicht begreifst, daß wir in unserem Hause, einem Stückchen Acker und Wiese alles haben, was unlerem Leben Halt und Pflicht gibt, wirft du nicht kommen. Mutter kam auch niemals zur . uhe - fugte sie leise hinzu, „sie konnte es damals ’n ber kleinen Stadt nicht aushalten, obwohl Vater doch dort feine glänzende Anwaltspraxis befaß. Sie hat so lange geredet und gejammert, bis Vater nach Verlin zog. Sieh, Hans-Hermann, damit hat das Unglück angefangen. Vater konnte nicht Fuß fassen in dem großen skrupellosen Getriebe. So wunder- voll er sich mit den Leuten in der Heimat und mit Den Bauern verstanden hatte, so wenig gelang es ihm jetzt mit den Menschen in der großen Stadt. Das machte ihn unsicher und mutlos. Er verlor den Glauben an seine Fähigkeiten. Und so geschah es wohl, daß er aus Angst, nicht für uns sorgen zu können, sich in Spekulationen einließ. Dann kam sein Tod — ich glaube heute noch, er hätte länger gelebt, wäre er nicht seelisch entwurzelt gewesen. Und dann war der Zusammenbruch da. — Hans-Hermann, es ist zwar meine Mutter, aber ich spüre es ganz genau, die Unruhe ist mit ihr wieder in dich gekommen. Kannst du nicht zu mir ebensoviel Vertrauen haben wie zu ihr? Ich sage dir, das Glück ist hier in der Stille und im kleinen vielleicht eher zu finden als irgendwo anders." < Nieder-Ohmen, 12. Mai. Die diesjährige ordentliche Generalversammlung der Spar- und D a r l e h e n skasse Nieder-Ohmen fand hier im Döllschen Saale statt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Prokurist Heinrich Theiß IV., konnte ca. 120 Mitglieder der Kasse begrüßen. Den Geschäftsbericht erstattete der Rechner der Kasse August Kratz. Es war das Nachstehende feststellen: Im Geschäftsjahr 1935 betrug der Umsatz 3 270 000.— Mark gegen 2 900 000.— Mark im Vorjahre. Die Spareinlagen in 1935 betrugen 264 782,83 Mark. Sie haben sich gegenüber dem Vorjahre um 3500.— Mark verringert, und zwar durch die große Inanspruchnahme für Bauzwecke und dadurch, daß auf Aufwertungsguthaben schon wesentliche Rückzahlungen geleistet wurden. Der Reingewinn betrug 2898,83 Mark. Er wurde so verteilt, wie Vorstand und Aufsichtsrat dies oorschlu- gen. Die Zahl der Mitglieder beträgt Ende 1935: 309, hat sich also um 39 vermehrt. Die Geschäftsführung wurde gutgeheißen und sowohl dem Vor- x % A Benedikte ruhig fragte: „Und wovon, senkst du, sollen wir das alles bezahlen?" da meinte er sorglos: ,Mehmen wir doch Sommergäste auf! Oben stehen Zwei Zimmer frei, und mit ein paar taufend JJtarf können wir das Haus außerdem noch fabelhaft ausbauen." 71 Benediktes Gesicht wurde hart: „Ich denke nicht daran. Das Haus bleibt, wie ich es von Onkel Hubert bekommen habe. Ich habe gar feine Neigung, irgendwelche Experimente zu machen, und noch weniger, vielleicht Geld zusammenzufchar- rtzn. Was wir hier haben, genügt zur Freude und zur Arbeit. „Und so wirst du immer eine kleine Bauernwirtschaft haben, wirst niemals vorankommen" brauste Hans-Hermann auf. Benedikte umfaßte mit einem gesammelten Blick das Haus den Garten, schaute dann weit übers {yeio, bis dorthin, wo die Weiden übergingen in den hochstehenden Strandhafer, unten am Strand, am Meer: Nundfunkproaramm. Jreitag, 15. Mai: 6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 8.10: 10: Schulfunk. 11: Hausfrau hör zu! 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mit Sang und Klang an den Mittagstisch! 14.10: Länder und Lieder. 15: Volk und Wirtschaft: Warum Reichsnahrstands-Schau? 15.15: Dokumente der Großstadt. Funkschau unserer Tage. 16: Musik am Nachmittag. 17.30: Die Geburtstagsüberraschung oder das schönste Geschenk. 18: Musik zum Feier- abend. 19: Musik für Anfänger — aber gut ge- pielt. 20.10: „Rund um den Stephansturm". Ein bunter Alt-Wiener Abend. 22.20: Funkbericht von der Internationalen Luftfahrtausstellung in Stock- Holm. 22.30: Sportschau der Woche. 22.45: Unter- Haltungskonzert des Rundfunkorchesters. 24 bis 2- dem Mozart-Zyklus des deutschen Rundfunks (24. Abend.) „Cosi fan Tutte" (So machen's alle). Komische Oper in zwei Akten von Wolfgang Ama» deus Mozart. Gesegneter Beginn, gesegnete Tage! Benedikte wann angesteckt. Der vergaß all seine Großmanns- mußte in den kommenden Wochen immer wieder sucht und schuftete wie ein Bauer an der Spitze der daran denken. kleinen Arbeitskolonne, die Jens Petersen und Josua gewordenen Erdboden. Eine Kuh erkrankte und yClUu| Oui ^cuiujiK iiui lyicm uchuuu|ujciich Alsfeld, 13. Mai. In Verbindung mit einem Kameradschaftsabend fand im großen' Saal des „Deutschen Hauses" die Taufe des zweiten von dem F l i e g e r st ü tz p u n k t Alsfeld gebauten Segelflugzeuges vom Typ „Zögling" statt. Nach einleitenden Darbietungen der HJ.-Fliegerkameradschaft Alsfeld begrüßte Stüh- vunktleiter Studienassessor Dr. Schweißguth die von der Partei und den Behörden erschienenen Gäste und die übrigen Teilnehmer des Abends. Die Flugzeugtaufe nahm Bürgermeister Dr. V ö l- fing vor. Er wies in feiner Ansprache darauf hin, daß es die Stadtverwaltung für ihre Pflicht erachtet habe, den Fliegerstützpunkt bei seiner Bildung und Entwicklung zu unterstützen. Ausgehend von der großen geschichtlichen Bedeutung des 7. März 1936, den er als einen Markstein in der deutschen Geschichte bezeichnete, taufte er da-; n e u e Flugzeug auf den Namen „7. März" und beglückwünschte die jungen Segelflieger zu diesem Werke, das er als einen stolzen Zeugen einer großen Zeit bezeichnete. Anschließend wurde die „Wacht am Rhein" gesungen. Gewerberat Köh- l e r (Gießen) überbrachte die Glückwünsche der ,umme von 432 000 Mark verblieben. Die Spar- 303 wVw ^nd betrugen zusammen r li do2;82 Mark. Der Reingewinn von 925,09 Mark |oll nach dem Vorschlag des Vorstandes dem Rück- Itellungskonto 2 zugeschrieben werden. Der Jahresumsatz 1935 betrug 3 678 835,64 Mark Neue Spar- bucher wurden während des Berichtsjahres 103 aus- gefteljt. Der Kleinsparbetrieb hat sich weiter sehr günstig entwickelt, ebenso die Schülersparkasse, die wöchentliche Einnahme von durch chnitt- lich 60 bis 70 Mark an Einlagen erbringt. Rech- nung und Bilanz wurden von der Versammlung genehmigt und dem Vorstände, Aufsichtsrat und Rechner Entlastung erteilt. Da der seitherige Direk- Lotz II. wegen Arbeitsüberlastung um Enthebung von seinem Posten gebeten hatte, wurde an beHen Stelle das seitherige Vorstandsmitglied und Kontrolleur der Kasse, Chr. F o r m h a l s , als Direktor gewählt. Als drittes Vorstandsmitglied wurde Ld. Becker gewählt. Da letzterer seither dem Aufsichtsrat angehört hatte, wurde für diesen eine Ersatzwahl erforderlich, die auf den seitherigen Erektor Eb. Lotz II. fiel. Die neue Geschäftsordnung bzw. Dienstanweisung — herausgegeben vom Neichsoeroand der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften Raiffeisen — für Vorstand, Aufsichtsrat und Rechner wurde von der Versammlung angenommen. Mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler wurde die Versammlung geschlossen. = Albach, 12. Mai. Unsere Gemeinde ist augenblicklich dabei, einen modernen Faselstall zu bauen. Die alte Schulscheune wird zu diesem Zwecke umgebaut und erfährt noch eine Erweiterung durch einen Anbau, der auf einem Teil des Schulgartens errichtet wird. i Lich, 13. Mai. Die ehemaligen Licher P r ä p a r a n d e n , die von 1885 bis 1887 an der damaligen Präparandenanftalt in unserer Stadt ihre Lehrerausbildung erhalten hatten, beabsichtigen für die Pfingstwoche ein Treffen in unserer Stadt, das wahrscheinlich am 3. Juni stattfinden wird. Rektor i. R. Erb und Lehrer D ö r m e r von hier, die beide dem Jährgang angehören, haben die Vorbereitungen zu dem Lehrertreffen übernommen. Die weiften der ehemaligen Präparanden des Jahrgangs 1885 sind heute Lehrer im Ruhestand. Einige wenige nur stehen noch im Schuldienst, werden aber auch in diesem Jahre die gesetzliche Altersgrenze erreichen und nach 46jähriger treuer Amtszeit pensioniert werden. Und mancher wird fehlen bei dem Appell in Lich, da ihn längst der kühle Rasen deckt. Die Sonne lag in der kleinen Kirche, glitt über Den Altar, über Die grünen Zweige, die rechts und links neben dem Kruzifix standen, und schimmerte auf den gesenkten Scheiteln der jungen Mädchen. Plötzlich sah Benedikte in einer der Reihen vor sich ein Schild: Familie Petersen. Sie stieß ihren Begleiter an: „Dort gehören Sie doch eigentlich hin." „Ich wollte aber neben Ihnen sitzen, Fräulein Zedlitz", flüsterte Jens Petersen zurück. & Dc^ neigte Benedikte in einer süßen Verwirrung Benedikte hatte schon an vielen Gottesdiensten in Sen großen Kirchen der Hauptstadt teilgenommen ^nd in prächtigen Bauten so manchen berühmten Kanzelredner gehört. Aber seit ihrer Konfirmation glaubte sie nicht einen Gottesdienst erlebt zu haben wie diesen. Der alte Geistliche mit seinem verwitterten Seemannsgesicht, in dem die Augen so scharf und der Mund so milde waren, paßte zu diesen wetterharten Fischergesichtern hier. Das nachgedunkelte Holz der Kirche entsprach genau der einfachen, uralten Klarheit dieser herben Landschaft. Die Begleitmusik des Meeres war wie eine ewige Stimme, die gewaltig »on der Unvergänglichkeit der Erdenschöpfung fang. Wie Heimat mutete Benedikte dies alles an, als wäre sie nicht zum erstenmal hier in der kleinen Dorfkirche. Und als müßte es so sein, saß Jens 3eterfen neben ihr. Welch ein gesegneter Anfang ihres Lebens hier war es doch! Ihr Herz strömte vor innerem Gesang icnb mischte sich unendlich hingegeben in das hallende Brausen der langsam verklingenden Orgel. — Nachdem Bürgermeister Wagner noch in Aus» wm gestellt hatte, jedes Jahr etwa zwei solcher Versammlungen abzuhalten, schloß er kurz vor Mit. ternacht mit einem Sieg-Heil! auf den Führer, 23a- lerland und Heimatstadt den Abend. Blaß oder braun — was wählen Sie? Sieht nicht ein braungebrannter Mensch viel gesünder und sportlicher aus? Also: wer sein Aussehen verbessern will, der bräunt sich mit Sonne u. Nivea! Aber stark genug einreiben! Der Frühling war mit aller Kraft ins Land gekommen. Und nun die Osterferien mit ihrem fremden Menschenschwarm vorüber waren, nahm sie | nicht nur ihr Stückchen Land, nein auch die ganze, v, Insel gleichsam in Besitz. Nach Feierabend wanderte i Pflanzen, die man frisch gesetzt hatte, und schlug sie mit Jens Petersen hinaus in die Heide, die sich die grünen Spitzchen des Getreides in den schlammig $J.4por< Eportami „Kraft durch Freude^. heule folgende Kurse: Frd -hliche Gymnastik und Spiele (Frauen). Don 20 bis 21 und von 21 bis 22 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26. Tenniskurse. Für die Tenniskurse (Anfänger) Sonntag vormittags und Montags von 18 bis 20 Uhr werden noch Anmeldungen angenommen. Die Kosten für den östündigen Kursus betragen für Mitglieder der DAF. 4,80 Mark, für Nichtmitglieder 6 Mark einschl. Platzbenutzung, Bälle, Schläger, und Balljungengebühr. Reichssportabzeichen. Am kommenden Samstag, 16. Mai, beginnt um 17.30 Uhr ein Vorbereitungskursus für das Reichssportabzeichen auf dem Universitäts-Sportplatz. Die Kosten für den 6stündigen Kursus (Doppelstunde!) betragen für Mitglieder der DAF. 1,80 Mark, für Nichtmitglieder 3 Mark. Am Schluß des Kursus wird die Prüfung abgenommen. Anmedungen an die Geschäftsstelle, Schanzenstraße 18, oder vor Beginn bet* Stunde auf dem Universitäts-Sportplatz.' Reiten. Für den Reitkursus am Montagabend sind noch einige Plätze frei. Anmeldungen an die Geschäftsstelle. Rettungsschwimmen. In der Müllerschen Badeanstalt beginnt demnächst ein Kursus für die Erlangung des Grund- und Leistungsscheines der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft. Die Kosten betragen für den 6stündigen Kursus für Mitglieder der DAF. 1,80 Mark, für Nichtmitglieder 3,60 Mark. Anmeldungen an die Geschäftsstelle, Schanzenstraße 18. «Sportverein 1928 Garbenteich. Garbenteich I — Daubringen I 0:1 (0:0). Die erste Mannschaft des Sportvereins 1928 Gar- bcnteich mußte sich am Sonntag bei sehr schwachem Spiel auf eigenem Platze mit 1:0 geschlagen bekennen. Wohl war die Hintermannschaft noch einigermaßen auf dem Posten, aber die Stürmerreihe ließ sehr viel zu wünschen übrig. Alles in allem: Nach den Spielen der ganzen Meisterschaftsserie erkannte man die Mannschaft nicht wieder. Bei Halbzeit stand das Spiel noch 0:0, da sich beide Hintermannschaften gut behaupten konnten. Dieses Resultat hielt man auch bis zur Beendigung der regulären Spielzeit bei, wo sich allerdings Schiri B u ß wegen vieler Aus-Bälle genötigt sah, zwei Minuten Verlängerung zu geben, die das Verhängnis über Garbenteich brachten. Ein Torabstoß, von dem Torhüter des Sportvereins abgetreten, wurde von dem Halblinken Daubringens ausgenommen und direkt von der Mittellinie aus in einen glücklichen Torschuß verwandelt. Daubringen kam infolgedessen zu einem glücklichen Sieg, denn ein Unentschieden wäre dem Spielverlauf eher gerecht gewesen. ZE. 1936 Saasen. Saasen — Grünberg. Am Sonntag lieferten sich in Saasen die dortige Jugendmannschast und die gleiche des Sportklubs 1926 Grünberg ein flottes und spannendes Spiel. Sofort nach Spielbeginn zogen die Gastgeber mächtig los, und es dauerte nicht lange, als aus einem Angriff heraus das erste Tor für die Platzbesitzer fiel, dem bis zur Halbzeit noch zwei weitere Tore folgten. Nach dem Wechsel konnte Saasen noch einen Erfolg für sich buchen, während den Gästen das Ehrentor versagt blieb. Grünberg mußte die Heimfahrt mit einer 4:0-Niederlage antreten. Bundessitzung deöBereinöderKeglerLahn-Buseckertal Am Sonntag fand im Vereinskeglerheim zu Wie- seck die Bundessitzung des Vereins der Kegler Lahn- Buseckertal statt, bei der 14 Vereine vertreten waren. Der Vereinsführer W. Schäfer (Wieseck) leitete die Tagung. Zu Ehren des verstorbenen ehern. Vereinsführers Freund (Alten-Bufeck) erhob man sich von den Plätzen. Der Sport- und Werbewart Friedrich Müller (Alten-Buseck) erstattete Bericht über den Sport- verlauf und die Ergebnisse der einzelnen Bun - desoeranstaltungen im Geschäftsjahr 1934/35 und 1936. Einzelmeister auf Scherenbahn 1934/35 wurde Martin Schupp (Lollar) mit 3628 Holz mit 600 Kugeln. Einzelmeister auf Bohlenbahn 1934/35 wurde Ludwig Kohlberger (Lollar) mit 3736 Holz mit 600 Kugeln. Beim Gaukampf in Kassel gelang es dem Kegler L. Kohlberger, die zweitbeste Leistung zu vollbringen. Die Wanderpreiskette des Vereins konnte im Jahre 1935 infolge einer Unklarheit nicht vergeben werben. (Ein- zelmeister auf Scherenbahn 1935/36 würbe Willi Barschel (Lollar) mit 3937 Holz mit 600 Kugeln. Einzelmeister auf Asphaltbahn 1935/36 wurde Martin Schupp (Lollar) mit 3102 Holz mit 600 Kugeln. Beim Gaukampf in Bad Homburg zeigte sich die entsandte Mannschaft in bester Weise. Martin Schupp (Lollar) konnte sich dort bei stärkster Konkurrenz auf der Scherenbcchn an die dritte Stelle setzen. Auf der Asphaltbahn erreichte er den 7. Platz. Bei der Gausportwoche in Limburg war es dem Kegler Schmidt (Krofdorf) unter schärfster Konkurrenz möglich, im Kurzstreckenkampf auf der Scherenbahn den ersten Sieg zu erringen. Beim Gaukampf in Kassel konnte der Kegler L. Kohlberger den zweiten Platz belegen. Zur Rechnungsablage teilte Wilhelm Schäfer mit, baß bie Rechnung von ben Prüfern für richtig befunden wurde. Dem Rechner M u t h (Lollar) wurde für feine mühevolle und umsichtig geleistete Arbeit Entlastung erteilt. Bei der Führerwahl stellte der seitherige Vereinsführer Wilhelm Schäfer fein Amt zur Verfügung, da es ihm infolge feines gesundheitlichen Zustandes nicht mehr möglich ist, sich voll und ganz in den Dienst der Keglersache zu stellen. Wenn man auch Schäfers Wunsche entsprochen hätte, so waren doch die gutgemeinten Vorschläge für einen neuen Vereinsführer nicht durchführbar. Auf allgemeinen Wunsch und nochmaliges Bitten an Schäfer erklärte er sich bereit, noch einmal für das kommende Geschäftsjahr die Vereinsführung zu übernehmen. Als Werbe- und Sportwart wird auch im neuen Geschäftsjahr Friedrich Müller (Alten-Bufeck) für den Verein tätig fein. Neu bestimmt wurden als Sportwarte die Kegler Otto Strack (Wieseck) und Martin Schupp (Lollar). Als Diet- und Pressewart wurde W. Rupp (Wie- seck) bestimmt. Die K e g l e r m e i st e r s ch a s t e n werben für bie Zukunft nur noch auf ben Bunbesbahnen in Wieseck zur Austragung kommen. Die Bestimmung über bie Art ber Austragung ber Meisterschaften wirb vom Sportwart und einem von ihm bestimmten Sportunterausschuß getroffen. Soweit schon bekannt, sollen 6er-Mannschaften für die Austragung ber Meisterschaften aufgestellt werben, hierzu können auch Nichtbundesmitglieber bestimmt werben. Der seitherige Wanberprels (Bunbeskette) soll in diesem Jahre letztmalig auf ber Bundes- bahn in Wieseck ausgetragen werben. Die fiegenbe Mannschaft behält ben Preis noch ein Jahr in ihrem Besitz. Nach Ablauf bieses Jahres wirb ber Wanderpreis an den Verein ber Kegler Lahn- Busecker Tal zurückgegeben, bei bem ber Wanber- vreis einen würbtgen Platz im Keglerhelm finden soll. Die früher über biefen Wanberpreis gefaßten Beschlüsse würben aufgehoben. Für bie letztmalige Austragung bieses Preises werben von ben einzelnen Vereinen 5er-Mannschaften gebilbet, die auf ben brei Bunbesbahnen a. 10 Kugeln werfen sollen. Für bie Anschaffung eines neuen Wanberpreifes werben in ber fommenben Zeit noch Erhebungen angestellt, Eine Einladung des Keglervereins Krofdorf zum 30jährigen Bestehens am 20. und 21. Juni wurde bekanntgegeben. Kegler Heyer (Krofdorf) berichtete über die Ausgestaltung des geplanten Festes. Es soll ein Werbekegeln veran- Deukscherl Dem IHannc, ber dir und deiner Kation Ehre und Freiheit wiedergegeben hat, erweise dich dankbar und spende für das „Dankopfer der Kation“! ftaltet werben, an bem sich alle Kegler beteiligen können. Auch bei biefer Veranstaltung sollen 5er- Mannschaften sich im frieblichen Wettkampf messen. Die Vertreter ber einzelnen Vereine gaben schon jetzt ihre Zustimmung zum Besuch bes Jubelfestes in Krofdorf. Ein „Golbenes Bu ch", behanbelnb bie deutsche Keglersache, würbe vom Vereinsführer zur Einsichtnahme herumgereicht. Später soll bas Buch jejbem Verein auf eine kurze Zeit zur genauen Durchsicht leihweise übergeben werben. Die Versammlung würbe bann in ber üblichen Weise geschlossen. Das größte Reit- und Fahrturnier Deutschlands. Das im Rahmen ber 3. Reichsnährstanbs-Ausstel- hing in Frankfurt a. M. ftattfinbenbe Reit- und Fahrturnier wird die größte derartige Der- anftaltuna werden, die in Deutschland bisher jemals ftattgefunoen hat. Ohne die SA., die sich ebenfalls in hervorragendem Maße beteiligt, liegen nicht weniger als 8 5 0 Nennungen vor. Die namhaftesten Reiter Deutschlands beteiligen sich an diesem friedlichen Wettstreit. Wie infiner, wird sicherlich auch in Frankfurt a. M. bie berühmte Schule Hannover neue Erfolge ernten. Auf bem großen Turnier ber Reichsnährstands-Ausstellung gelangt zum ersten Male der Preis des Reichsnährstandes zur Ausschreibung. FRED ANDREAS PW M W t/'jj I i & 11 äXs w WS WW r; -Xvttkö 'MM erzählt in diesem neuen Roman die abenteuerliche Geschichte eines vertauschten Schicksals. Beginn heute in der Berliner Jlluftrirtcn Statt Karten! Gretes Moser Gießen, den 14. Mai 1936 02193 ■ Feinste Filets W Pfund von 40 Pf. an Der Vereinskührer. 312ßD Marktstr. 23 3133A Teleph. 2417 Kochflsche größte Auswahl Seehecht - Heilbutt - Zungen Maiflsche - Karbonade usw. Spratts-Küken-Füller Fuller- n. Muschel-Kalk Engen Scheel Mäasbaro 17 Für die vielen Geschenke und herzlichen Wünsche anläßlich unserer Verlobung danken wir herzlichst Familiendrucksachen Verlobungsanzeigen Vermahlungsanzeigen Geburtsanzeigen bei Brühl, Schulstr.7 Paul Hambach S.-S.-Führer [ Verschiedenes | .....und jetzt wieder den tief- ^isGHHÄÜS1 S.UX-HAVE V.s.B. Reichsbahn Unsere diesjährige Genevalvevsammltmg findet am Mittwoch dem 20 Mai, 20 Uhr, im Vereinsheim statt. Tagesordnung: 1. Geschäftsberichte des Vereins- führers und ieiner Mitarbeiter. 2. Entlastung der Vereinsführung, 3. Wahl des Vereinsführers. 4. Verschiedenes. Um rege Beteiligung bittet: gekühlten fsusA Schoppen Auerhahn Yz Lit. f. 35 Pf im SONNENSTR. Wie schön würde mein Besicht sein, wenn ich keine Sommersprossen hätte! — — [suoA Dies. Ausspruch hört man oft. Ich biete Ihnen mit meinem bewährten Artikel Drowe Blütenweiß Topf 1.80 Mk. eine Sommersprossen- Kreme an, die hilft. Versuchen Sie es Drogerie Kreuzplatz 10 Ihre Geschäfts- Drucksachen PILSNER ß V) •teilen dleVerblndung her zu Ihren Erzeugnissen.Man steHtelch die Beschaffenheit Ihrer Waren eo vor, wie man Briefbogen, Brief Umschläge,Postkarten, Rechnungen, Beschäftekarten Ihres Hauses beurteilt. Legen Sie deshalb Wert auf gepflegte Drucksachen I Wir bieten sie Ihnen preiswert I Brflhl’sche Druckerei Schulstr. 7. Ruf 2261 Verloren Schillerstr.,Wer- nerw., Weserstr., Bahndamm Rad von ein. Gattengrasmäher. Geg. Belohnung ab- zugeben 8l3ao Schillerstr. 11II. MARBURG/LAHN Kurhotel Ortenberg Sonntag, den 17. Mai 1936 Frühlings-Fest Nachmittags 4 Uhr: Großes Militär- Konzert ausgeführt vom gesamten Musikkorps des II. Batl. Inf.-Regts. 57, Marburg/Lahn. Leit.: Musikleiter Feldw. Lange. - Eintritt Mk. -.50. Abends 8.30 Uhr: GESELLSCHAFTS-TANZ in sämtlichen Räumen des Kurhotels. — Eintritt Mk. -.60. Tischbestellungen unter Fernruf 2081 erb. ______________________________________31ZM