Nr. 267 Erstes Blatt 186. Jahrgang Zreltag, 13. November 1636 Die Wichen Kräfte der deutschen Wirtschaft ■<$ iiere ßenl oche 30 Uhr Fühlungnahme mit den Wechselerscheinungen im Wirtschaftsleben gewährleistet bleiben. Es nützt einem Volk gar nichts, wenn die Produzenten einer Wirtschaft die hundertprozentige Erfüllung ihrer persönlichen Wünsche garantiert bekommen, indes aus diesem Preisbild eine so unerhörte Kluft sich zum Einkommen der breiten Masse auftut, daß diese lebensunfähig wird und damit die Preisbasis der politisch - völkischen, wirtschaftlichen Pyramide zerbricht, auf der sie doch aufgebaut sein muß. Die deutsche Wirtschaft in ihrer Gesamtheit, ob bäuerlich, gewerblich oder industriell, kann nicht bestreiten, daß ihre Gesundung das entscheidende Werk der nationalsozialistischen Revolution und Staatsgründung und -Führung ist. Sie muß nun ihrerseits in den nächsten vier Iahren den Beweis einer wirklichen Fähigkeit- erbringen. Bon Leistung nur dann zu sprechen, wenn die bequeme Art des Wehr-Preises den Lohn präsentiert, ist nicht sehr überzeugend. Wan kann dann von Leistung sprechen, wenn in dieser Hinsicht Schranken sich auftun und nunmehr menschlicher Geist und Wille, sowie menschliche Zähigkeit sämtliche Wöglichkeiten 'organisatorischer, technischer und erfinderischer Art durchprüfen, um hier eine Leistung zu vollbringen, die tatsächlich ein Wehr sowohl für den Leistenden wie für das gesamte Volkswirtschaftsleben schafft. Im Glauben an diese Fähigkeit und an den ehrlichen Willen aller deutschen Wenschen in der Wirtschaft habe ich dieses Amt übernommen. 800 (Hauamtsleiter auf der Burg Vogelfang. Ordensburg Vogelsang, 12. Nov. (DNB.) Auf Vogelsang, der Ordensburg der Partei in der Eifel, eröffnete der Reichsorganisationsleiter Dr. Ley die Reichstagung aller Gauamts- l eiter aus sämtlichen Gauen der NSDAP. Dr. Ley sprach u. a. von dem Sieg der national- sozialistischen Gesinnung über den Bürokratismus, mit dem alle Systeme vorher nie hätten fertig werden können, und der gehofft habe, auch die Aktivität der NSDAP, im Akten- staub zu ersticken. „Dem Elan, mit dem diese Hindernisse gestürmt wurden, liegt die erfüllte Forderung des Führers zugrunde, in der Partei ohne Rücksicht auf alle persönlichen Sympathien und Antipathien die gemeinsame Aufgabe über alles zu setzen. Aus solcher Arbeitsgemeinschaft wächst dann schon mit der Zeit die gegenseitige Achtung und aus der Achtung die Freundschaft. Damit steht die Partei fest für die Ewigkeit. Gerade diese Tagung wird der Oeffentlichke.t ein eindrucksvolles Bild von der Größe und Geschlossenheit der NSDAP, in diesem Sinne der Achtung und Freundschaft und von dem Können und dem Wert ihrer führenden Parteigenossen entwerfen." Me belgische Mliläworlage Von unserem Dr. K.-Berichierstaiier. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten. Brüssel, November 1936. Die berühmte Rede König Leopolds am 14. Oktober hat die Ankündigung eines neuen Kurses in der internationalen Politik Belgiens gebracht. Dieser zweifellos wichtigste Gesichtspunkt der königlichen Botschaft hat das Interesse des In- und Auslandes in den letzten Wochen in Anspruch genommen. Die Rede enthielt aber auch, was das Ausland zunächst weniger interessierte, die Ankündigung einer neuen heeresverstärkung. Die entsprechenden Gesetzentwürfe sind inzwischen den gesetzgebenden Körperschaften zugeleitet worden, und seit dem 3. November steht die Militärvorlage, die vom König in seiner Rede in einen inneren Zusammenhang mit der Politik tatsächlicher Neutralität, zu der sich Belgien künftig bekennt, gebracht worden ist, im Brennpunkt der innerpolitischen Erörterungen. Es hat sich gezeigt, daß gegen das Kernstück der Vorlage, die Verlängerung der Dienstzeit auf 18 Monate, im Parlament ein erheblicher Wider st and besteht. Dieser Teil der Vorlage ist in den fünf Ausschüssen mit 98 gegen 34 Stimmen bei 16 Stimmenthaltungen verworfen worden. Das gesamte Militärprojekt wurde dagegen bei der Schlußabstimmung mit 92 gegen 31 Stimmen und 26 Stimmenthaltungen angenommen. Die Verwerfung des wichtigsten Teiles der Vorlage durch eine so ansehnliche Stimmenmehrheit, die außer der Opposition die Sozialisten und die katholischen Flamen angehört haben, bedeutet eigentlich eine moralische Niederlage für die Regierung. Wenn sich daraus zunächst keine politischen Folgerungen ergeben, die den Bestand des Kabinetts van Zeeland in Frage stellen könnten, so liegt der Hauptgrund hierfür darin, daß von einem Teil der Regierungsmehrheit, namentlich den S o z i a l i st e n , die Frage der Reform der Landesverteidigung unter rein innerpolitischen Gesichtspunkten behandelt wird. Bezeichnend dafür ist die Haltung der sozialistischen Kammergruppe, die vor den Beratungen in den Ausschüssen den Beschluß faßte, gegen die Verlängerung der Dienstzeit zu stimmen, der Gesamtvorlage jedoch bei der Schlußabstimmung ihre Zustimmung zu erteilen, und zwar im Hinblick auf die politischen Folgerungen, die sich aus dem Scheitern der Vorlage ergeben könnten. Aus der Tatsache, daß die Regierung bis jetzt nicht angekündigt hat, wegen der Dienstzeitverlängerung die Vertrauensfraae zu stellen, will man schließen können, daß die Möglichkeiten für neue Verhandlungen und für ein Kompromiß offen stehen. Bis zum Beginn der Beratungen im Plenum des Parlaments wäre an sich Zeit genug, um eine Verständigung zu versuchen. Es kommt nun darauf an, ob der Generalstab an der Dienstzeit von achtzehn Monaten festhalten will oder ob er der Meinung ist, daß auch mit einer Dienstzeit von zwölf oder fünfzehn Monaten die ständige Grenzdeckung, die ja das Hauptziel der Militärvorlage sein soll, gesichert werden kann. Der flämische „Standaard" will wissen, daß der Minister für Landesverteidigung General Denis unbedingt an dem Entwurf f e st h a l t e und daß er entschlossen sei, sein Portefeuille zur Verfügung zu stellen, wenn an den Bestimmungen über die Dienstzeitverlängerung Aenderungen vorgenommen werden würden. Auch die „Jndöpendance Beige", die seit dem kürzlichen Besitzwechsel die Regierung verteidigt, läßt in einem Kommentar erkennen, daß die Regierung nicht gewillt ist, in den wesentlichen Punkten des Entwurfs Konzessionen zu machen. Man hat den Eindruck, daß die s o z i a l i st i s ch e Regierungspartei aus Furcht vor einer Regierungskrise ihre Abneigung gegen die Verlängerung der Dienstzeit zurückstellen und der Regierung keine Schwierigkeiten bereiten wird, selbst wenn die Regierung unter allen Umständen auf der Dienstzeit von 18 Monaten bestehen sollte. Es ist aber noch durchaus fraglich, ob auch die katholischen Flamen, die in der Regierungsmehrheit das Zünglein an der Waage bilden und mit den Sozialisten die Dienstzeitverlänge- rung in den Ausschüssen abgelehnt haben, ebenfalls ihre grundsätzlichen Ueberzeugungen taktischen Ueber= legungen opfern werden. Der „Standaard", der in der Militärfraqe zweifellos die Meinung des überwiegenden Teiles der flämischen Bevölkerung roieb ergibt, sieht in dem Beschluß der Ausschüsse gegen die Dienstzeitverlängerung den Ausdruck des Widerstandes, der sich in der öffentlichen Meinung Belgiens, namentlich aber in ganz Flandern geltend gemacht hat. Man müsse hoffen, schreibt das Blatt, daß dieser erste Widerstand der Parlamentsmitglieder sich hinterher nicht als ein Scheinmanöver, als eine platonische Demonstration und als eine Parade herausstelle. Die Bemühungen der Regierung dürften in den nächsten Tagen vor allem darauf gerichtet sein, den Widerstand der Flamen, namentlich der f I ä m l • schen Katholiken, zu beseitigen. Man hält schon heute den Flamen vor, daß die Rede des Königs über die Unabhängigkeit der belgischen Außenpolitik und die in gleichem Sinne gehaltenen verschiedenen Reden des Außenministers S p a a k, der von den Flamen seit Zähren vertretenen Forderung nach Selbständigkeit und Unabhängigkeit Belgiens auf internationalem Gebiet Genugtuung verschafft haben. Es sei des- : halb nicht verständlich, warum die Flamen das Militärprojekt nicht annehmen wollten. Denn eine unabhängige Politik, die von einem Belgien geführt werde, das keine Bündnisse mehr abschließe und Organische Preisbildung im Dienst des Bierjahresplans Oer Reichskommissar Gauleiter Josef Wagner spricht über seine Aufgabe. IK böck iiM"d W»: unfl1 nd Die Tätigkeit des Reichskommiffars. Weine Beauftragung als Reichskommissar für die Preisbildung kann unter gar keinen Umständen als eine Rotmahnahme gedeutet werden, vielmehr bringt die nationalsozialistische Staatsführung hiermit ihren Willen zum Ausdruck, ganz entschieden zugunsten der breitesten Oeffeatlichkeit dort INA itner mehi iähe. htero. spielt Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen einzugreifen, wo Unvernunft und Gewinnsucht sowie Verantwortungslosigkeit Einzelner oder gewisser kreise Schaden für Ration und Staat heraufbeschwören könnten. Ob mir aus meiner Tätigkeit Freunde oder Gegner erstehen, kümmert mich keinen einzigen Augenblick. Ich fühle mich nicht berufen, mein Amt nach Grundsätzen zu führen, die von der Beifallsfreude der Wenschen abhängig sind, vielmehr will ich mit meiner Arbeit einen kraftvollen Beitrag zur Durchführung einer grohen Aufgabe liefern, die der Führer gesetzt und die nach Ablauf der vorgesehenen Zeit unter allen Umständen der ganzen Ration den unbedingten Erfolg bringen muh. Meine Tätigkeit ist in doppelter Weife bestimmt. Zunächst hat sie den Menschen in Rechnung zu stellen, der sowohl unmittelbar in der Wirtschaft tätig ist, als von ihr im Ergebnis vielfach berührt wird und zum zweiten muß sie sich mit der M a - t e r i e an und für sich in der gesamten Breite und Tiefe befassen, um nicht von falschen Voraussetzungen bei Entschlüssen und Handlungen aus'ugehen. Ich muß mich der Kraft bedienen, die in Deutschland die ideelle, geistige und willensmäßige Führung des Menschen als immerwährende Aufgabe gefetzt erhalten hat, der nationalsozialistischen Partei. Sie ist es, die in unermüdlicher Erziehungsarbeit dem deutschen Menschen immer wieder die höheren Gesetze der Gesamtheit nahe bringt und den einzelnen an seine Pflicht gegenüber dem Volke erinnert. Die Einwirkungsund Erziehungsarbeit der Partei ist auch eine wirt- schasts- und sozialpolitische, denn sie bestimmt entscheidend die geistige und seelische Einstellung des einzelnen zu den täglichen Vorgängen des Lebens. Je stärker sie eine öffentliche Moral des wirtschaftlichen und sozialpolitischen Handelns entstehen läßt, um so nachhaltiger ist diese Wirkung in die Praxis des Wirtschaftens jeglicher Art. au J°l< 'bet Sache demgemäß zu behandeln. Das hieße nur die Spitze einer Pyramide sehen. Damit zusammenhängend erweist sich auch die andere Anschauung il5 falsch, die in der Tätigkeit des Reichskommissars jur Preisbildung etwa die Rolle eines Schutzmannes erkennen will. Ich denke nicht einen einzigen Augenblick an eine sinnlose Vergewaltigung der Wirtschaft, die ja ihren tiefsten Grund nur in der Verkennung jener Kräfte und Wechselwirkungen haben könnte, die im Ablauf wirtschaftlichen Geschehens entscheidend Berücksichtigung finden müssen. Rationalsozialistische Auffassung vom wirtschaftlichen Leben baut auf denselben Grundsätzen auf, auf denen die Gestaltung des völkischen und staatlichen Werkes steht. Lebensnahe Vernunft bestimmt die Beurteilung der Vorgänge, Wechselwirkungen und Zusammenhänge; Persönlichkeit, wirkliche Initiative, echtes Kaufmannstum und gesundes Streben sind die Faktoren, die unter allen Umständen Anerkennung finden und dort, wo ihnen die Wirksamkeit aus der Ungunst der Umstände versagt ist, zum Durchbruch gebracht werden sollen. Die Begrenzung findet jeder Strebende und auch jede Persönlichkeit dort, wo Gesamtinteresfen eine Beschränkung erforderlich machen und das volkswirtschaftliche Leben als Ganzes die Unterordnung der wirtschaftlichen Handlung und ihrer letzten Auswertung bedingen. Das Wesen des Preises. geordnet werden. Sein Naß für SirtfWegoiW. In der Volkswirtschaft kann also nicht unter allen Umständen der These: Angebot und Rachfrage bestimmen den Preis Geltung eingeraumt werden. Die eigentliche These muß lauten: Alle wirtschaftlichen Vorgänge in der Volkswirtschaft haben, gleichgültig wie umfangreich das Warenvorkommen und der Bedarf sind, einer wirtschaftlichen Gesamtordnnng zu dienen, die Grundlage der Lebensmöglichkeit und Sicherheit des ganzen Volkes ist. Die Preislage in ihrer Gesamtheit muh so gehalten fein, daß sie sozial nicht sehr starken Schichten die Woglich- keit gibt, einen Lebensstandard aufrechtzverhalten, der ihnen die physische und seelische Kraft sichert, jeden Gesamt-Daseins-Kampf der Ration erfolgreich mit durchstehen zu können. Ls ist einfach eine Unmöglichkeit für den Staat, der auf den Thesen der völkischen Gemeinschaft aufbauk und das Lebensinteresse der Gesamtheit als höheres Recht erklärt, wirtschaftlichen Egoismen freien Lauf zu lassen und damit den eigenen Bestand unter Umständen zu gefährden. "'n M QS Und Sd)i(fiQ ei{Jer »yite Aussen, Nh Wunder. den Lauttn! °"träuL dum Nun, e(W bicfe« ;ut? vor bet Elchen hei. ^nvorstellunq S>4 Meit auser. Esuch einer Rubens sich AWch mit ^5 Wahnge. 10 geschildert, osengold. wn Friedrich 4,80 RM. ~ .auptsache ein vnsten schwei. 1 We 1798 mit den gro« weiz versenkt Oschatz läßt her Fremde irdenen ehe. Renker bas en. In einer durch 6pren» Die 6t. Aegy. iolb geblendet :r junge Berg, •en kraftvollen rten, sich dra- I kämpft . foniern aus LrschetM täglich, autzer jBHMT sM A Annahme von Anzeige« Sonntags und Feiertags ™ ” für die Mittagsnummer Beilagen: Die Illustrierte Ä A. kt. A ▲▲ Ä W A A JA Ak AA bis 8'/.UHr des Vormittags UJIliilINll ZULicIUll sss« von einzelnen Nummern Wx Ermäßigte Grundpreise: infolge höherer Gewalt —- ä •• zÄa < < aa Stellen-, Vereins-, gemein- HM Seneral-Anzeiger für «berhessen WM SnmffMrt obhÄ 1168« Druck und Verlag: vrühl'sche UniversttStsvuch- und Steindruckerei 8.Lange in Siehrn. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 M-ngenabfchlMStaffe!s Notwendigkeit staatlichen Eingreifens. Aber die Erfahrungen haben es bisher bewiesen, daß die Wirtschaft, auf sich selbst gestellt, zumeist nicht die innere Kraft und Disziplin aufbringt, um den Mißbrauch augenblicklicher Schwierigkeiten zu verhindern. Der Trieb zum Gewinn ist meist stärker, als die sittliche Pflicht zum Ganzen. Immer wieder erweist sich die zwingende Notwendigkeit einer Einflußnahme durch verantwortliche Stellen des Staates, die aktiv in die Lenkung und Gestaltung des wirtschaftlichen Ablaufs eingreifen müssen. Das Maß des Eingreifens kann entscheidend bestimmt werden durch die Kreise der Wirtschaft selber. Je disziplinierter sie den Forderungen der Staatsführung Rechnung trägt, um so mehr kann sie selber den Verlauf des wirtschaftlichen Geschehens bestimmen. Ihre Disziplin wird um so größer sein, je stärker sie nationalsozialistischen Gedankengängen zugänglich geworden ist. Die Wirtschaft ist nichts anderes, als die große Funktion aller Arbeitsleistungen, die die Werte schaffen und verwerten soll, die der Sicherung des täglichen Lebens ebenso zu dienen haben, wie der großen Entwicklungsmöglichkeit, die dem Gesamtleben — Volk — bestimmt ist. Die Wirtschaft hat sich den Notwendigkeiten des völkischen Lebens unterzuordnen. Allgemein gilt auch heute noch in weitesten Krei- m der üßirtfdjaft die These, A ngebot und Nachfrage bestimmen den wirtschaftlichen Abruf und Preis. Ausdrücklich möchte ich festhalten, aß es sich hier um eine These handelt, die dem -eihänderischen und liberal-wirtschaftlichen Denken .ndeutig zugrunde liegt. Der Warenanbietende hat as Recht, jede Situation so zu seinem eigenen Vor- eil auszunutzen, wie das immerhin möglich ist. Je j emmungslojer der einzelne nun aus Veranlagung 11 solchen Zuständen auftritt, um so krasser tritt elbstverständlich die Auswirkung in Erscheinung. Wahrheit dreht es sich also gar nicht um eine vielgerühmte Eigengesetzlichkeit der Wirtschaft. Beim ^urücksühren auf den wirklichen Tatbestand bleibt einzig und allein übrig die Feststellung, daß der Mensch es ist, der solche Vorgänge bestimmt und । ihnen ihren Charakter verleiht. Der Satz: Angebot und Nachfrage bestimmen den ! Preis, tritt im w e l t w i r t s ch a f t l ichen Ablauf h nahezu vollem Umfang auf. Weltwirtschaft ist ia nichts anderes als die Wechselbeziehung der vielen Volkswirtschaften zueinander. Ganz anders find ober die Grundlagen, die für d i e eigene Volkswirtschaft zutreffen. Hier tritt der einzelne der Gesamtheit seines eigenen Volkes gegenüber. Seine eigene Existenz baut auf den Grundlagen auf, die von der Gesamtheit Volk getragen werden und staatsüberbindend verankert und organisiert sind. Von einem schrankenlosen Anerkennen seiner individuellen Forderungen kann ohne weiteres nicht die Rede sein. Damit wurde das Leben des einzelnen hem Leben des ganzen Volkes über- Weimar, 13. Nov. (DNB.) Der Reichskommissar für die Preisbildung, Gauleiter Josef Wagner, hielt auf dem 1. Deutschen Fachkongreß für das Prüfungs- und Treuhandwesen eine Rede über fein Aufgabengebiet. Er führte u. a. aus: Es ist grundsätzlich falsch, zu glauben, die Tätigkeit des Reichskommissars für Preisbildung wäre entscheidend oder gar ausschließlich nur eine überwachende. Zbenso abwegig ist die Meinung, es käme ledig- ich darauf an, den Preis als das Endergebnis >iner Kette von Vorgängen anzusehen und die Für die Gestaltung des Preisbildes im öffentlichen Leben spielen diese sittlichen Kräfte der Wirtschaft eine ganz bedeutungsvolle Rolle. Ich werde unermüdlich tätig fein, um durch das Gewicht der Öffentlichkeit den Elementen entgegenzuwirken, die geneigt wären, persönlichem Egoismus auf Kosten der Ordnung und Sicherheit des Ganzen zu frönen. Ich halten es nicht für richtig, Einzelvorkommnisse den Ständen und Organisationen insgemein einfach zur Last zu legen. Persönlich glaube ich sowohl an die Anständigkeit und Ehrlichkeit des Wollens im deutschen Bauerntum, wie an die Bereitwilligkeit, wirklich Deutschland zu dienen in unserer gesamten gewerblichen Wirtschaft. Die Organisation muß einen Ehrenkodex für diese vier Jahre schassen, der jeden zum Einhalten notwendiger Richtlinien verpflichtet und denjenigen, der sich dem entziehen will, einfach unmöglich macht. Das Programm des Vierjahresplanes mit allen getroffenen Maßnahmen ist einzig und allein aus dem Gedanken geboren, die politische Freiheit des ganzen Volkes wirtschaftlich derartig zu untermauern, daß von einer tatsächlichen Gesamt-Freiheit Deutschlands in jeder Situation gesprochen werden kann. Ich gestehe, daß ich an der Stelle, wo mich das Vertrauen des Führers hinberufen hat, unter dem Beauftragten für die Durchführung des Vierjahresplanes entschlossen bin, gegen jeden undisziplinierten Ausbruch einzuschreiten und, falls es sich aus den Gesamtumständen als notwendig erweist, letzte Konsequenzen gegen jedermann zu ziehen, dem der eigene Geldbeutel höher sieht, als die deutsche Freiheit. Preisbildung als organischer Vorgang. Die zweite Seite meiner Aufgabe ist die den materiellen Vorgängen insgesamt zugewandte. Sie ist nicht vorzugsweise eine preisüber- wächende; in Wirklichkeit ist sie eine preis- bildende. Wenn sie auch in ihren ersten Anläufen zunächst einmal sehr stark der formalen Seite, nämlich der überwachenden sich zuwenden muß, um der Forderung des Führers gerecht zu werden, den Lebensstandard unserer breiten schaffenden Schichten im Preisbild als solchen und seine Beziehungen zum Einkommen zu garantieren, so wird sie sich um so nachdrücklicher um s ämtlich e Faktoren kümmern, die zur Bildung der Preise geführt haben und fortwährend aufs neue führen. Es wird sich sowohl um eine kontrollierende als auch um eine fördernde, ordnende, sichernde, aufspürende und weisende Tätigkeit drehen, die selbstverständlich nur wirksam sein kann im Zusammenspiel mit allen Stellen, die sowohl staatlicherseits im Bereiche der Wirtschaft tätig sein müssen, als auch mit den Kräften, die in der Wirtschaft selber vorhanden sind. Das Preisbilden soll ein organischer V o r - gang fein; demnach muß fortwährend eine innige M gehörigen vieler diplomatischer Missionen, besucht wird, muhte am letzten Sonntag der Gottes- dlenst bereits ausfallen. Bei den Verhafteten handelt es sich um einwandfreie Personen, die als Musiker, Vuchhalter, Mechaniker, Fabrikleiter usw. ihrem Beruf nachglngen. Alle diese Maßnahmen schaffen für die relchsdeutsche Kolonie und für die deutsche Botschaft eine Lage, über die sich jedes weitere Mort erübrigt. Die Botschaft hak wegen dieser Vorfälle beim Auhenkommis- sariat nachdrückliche Vorstellungen erhoben. Moskau, 12. Rov. (DBB.) 3n der Nacht zum 5. November wurden in Moskau fünf Reichsdeutsche verhaftet, darunter auch der Reichsdeutsche Thlmig, der stellvertretende Direktor der deutschen Konzession „Labor Leo". Da gleichzeitig auch der erste Direktor der Konzession, der litauische Staatsangehörige Rah, verhaftet wurde, ist die Konzession praktisch ohne Leitung. Bei den weiter verhafteten Reichsdeutschen handelt es sich, soweit bekannt ist, um folgende Personen: Buchhalter Hermann Biedermeier, Geigenbauer Waldemar Oberberg, Automechaniker Alfred Erlinghäuser und Uhrmacher Alfr. Mocher. Ein weiterer Reichsdeutscher, der Friseur Heinrich Hönighausen, wurde einige Tage früher verhaftet. Gegen welche Personen sich der in der TASS.-Meldung erhobene Vorwurf „staatsfeindlicher Tätigkeit- richtet, ist zur Zelt unbekannt. In die gleiche Zeit, in der die erwähnten Reichsdeutschen verhaftet wurden, fielen auch Verhaftungen sowjetrussischer Staatsangehöriger, die zur Botschaft oder zu Votschaftsmitgliedern Beziehungen unterhielten bzw. zur relchsdeutschen Kolonie oder zur evangelischen Kirche gehörten. So wurden u. a. verhaltet: der letzte und einzige evangelilche Geistliche in Moskau, Vastor Friß Streck, eine Lehrkraft der reichsdeutschen Schule, der Recklsberater der deutschen Botschaft, der Hausarzt einiger Votschaftsmitglie- der. In der evangelischen Kirche, die nicht nur von Deutschen, sondern auch yon zahlreichen Evangelischen anderer Rationalität, vor allem An- Wie verlautet, plant die j a p a n i s ch e Regierung, ihre Gesandtschaft in Warschau zur Botschaft zu erheben, da Polen in Anbetracht seiner Lage zwischen Deutschland und der Sowjetunion ein wichtiger Faktor in der japanischen Außenpolitik sei. Japan lege daher großen Wert auf enge Beziehungen zu Polen. Dttdrn, um b [Walen Lc Monaten sej mack fc.'< Ohne Angabe näherer Gründe haben sich die bolschewistischen Gewalthaber erdreistet, reichsdeutsche Staatsangehörige, die in Moskau nichts anderes taten, als ihrem friedlichen Berufe nachzugehen, wegen angeblicher staatsfeindlicher Tätigkeit zu verhaften. Worin dieses bestanden haben soll, darüber bleibt die amtliche Telegraphenagentur der Sowjets jede Auskunft schuldig. Man hat nicht nur den Rechtsberater der deutschen Botschaft und ihren Hausarzt festgenommen, sondern auch den letzten evangelischen Geistlichen, den man bisher noch in Moskau geduldet hatte. Die deutsche Botschaft und die deutsche Kolonie sind durch diese brutalen Maßnahmen der Sowjets in eine höchst schwierige Lage geraten. Es ist selbstverständlich, daß das Deutsche Reich es nickst bei den sofort erhobenen nachdrücklichen Vorstellungen seines Botschafters belassen wird, sondern nicht davor zurückschrecken wird, zur Wahrung der Rechte deutscher Staatsangehöriger ganz energische Repressalien zu ergreifen. Sparsame Wirtschaftsführung im Zeichen des Vierjahresplans. Eine Mahnung des Veichsfinanzministers. - Keine Veranlassung zu unangebrachter Großzügigkeit. Oie deutsche Kolonie in Moskau bedroht Sechs Reichsdeutsche verhaftet. —Oie Botschaft protestiert energisch gegen die Gewaltmaßnahme der Sowjets. Als Antwort linzige Unterst hrnsniittel und Manien zu w Photograp Munition v pen Mus rndei unin bw dvWM seine Mich gersnot i Der Sowje als eine fi Tatsachen a eine Man und Bur es ist eine ges. Stalin ■! «detbigfe dt Mgstellunq uni Oer erste Botschafter Argentiniens. Diplomatenempfänge beim Führer. Berlin, 12. Roo. (DRB.) Nach der zwischen Deutschland und Argentinien vereinbarten beiderseitigen Erhebung der diplomatischen Vertretungen zu Botschaften ist der bisherige argentinische Gesandte in Berlin zum Botschafter ernannt und in dieser Eigenschaft beim Führer und Reichskanzler beglaubigt worden. Zur Entgegennahme dieses Beglaubigungsschreibens empfing heute der Führer und Reichskanzler Herrn Botschafter Dr. Eduardo Labougle in der hergebrachten feierlichen Form im „Hause des Reichspräsidenten". Botschafter Labougle überreichte das Schreiben dem Führer und Reichskanzler mit einer Rede in. deutscher Sprache, in der es u. a. hieß: Es konnte meinem Empfinden nichts Angenehmeres widerfuhren, als zu erreichen, in Deutschland das höchste diplomatische Amt bekleiden zu dürfen und mich Eurer Exzellenz als erster Botschafter meines Landes vorzustellen, nicht nur durch die zahlreichen Be» Ziehungen, welche es mit der Republik Argentinien verbindet, sondern auch deshalb, weil ich schon vor mehr als 20 Jahren andere Funktionen in Deutschland ausgeübt habe. Die gegenseitige Sympathie unserer Völker ist tief und unerschütterlich. Deutsch- land hat dieses bei mehr als einer Gelegenheit bewiesen, und Argentinien lieferte glaubhafte Beweise dafür zu Zeiten, die nicht leicht zu vergessen sind. Da sich die Interessen unserer Länder er- gänzen und beide guten Willens sind, werden wir daher unsere Anstrengungen nicht aufaeben, um die riesige handelszifser, die die Statistiken über den Warenaustausch charakterisierte, erneut zum Ansteigen zu bringen zugunsten unserer beider- seitigen Wirtschaft und hiermit zum Wohle für unsere Völker. Der Reichskanzler erwiderte u. a.: „Herr Botschafter! Daß Sie, der Sie infolge Ihrer lana- jährigen amtlichen Tätigkeit in der Reichshauptstadt und Ihres Interesses für Deutschland mit den deutschen Verhältnissen besonders vertraut sind, zum ersten Botschafter Argentiniens in Deutschland berufen wurden, erfüllt mich wie die Reichsregierung mit besonderer Befriedigung und der Ueberzeugung, daß der von Ihrer Regierung und Ihnen selbst gewünschte Ausbau unserer wirtschaftlichen Verbindungen guten Händen anvertraut ist. Bei Ihren Bemühungen, die Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern immer enger zu gestalten, können Sie, Herr Botschafter, auf meine und der Reichsregierung volle Unterstützung rechnen." Nach dem Empfang des argentinischen Botschafters empfing der Führer in der üblichen Weise den neuen Gesandten Boliviens, General Julio S a n j i n 6 s, der dem Reichskanzler sein Beglaubigungsschreiben überreichte. Der Gesandte, der vor dem Kriege als Offizier in den Reihen der deutschen Armee Dienst getan hat, unterstrich in seiner ebenfalls auf Deutsch gehaltenen Ansprache die aufrichtig freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Bolivien. Im gleichen Sinne erwiderte der Führer. Nach diesen Empfängen erschien der Führer und Reichskanzler unter den jubelnden Zurufen der Menge, die sich zahlreich in der Wilhelmstraße versammelt und die An- und Abfahrt der Diplomaten mit Interesse verfolgt hatte, im Ehrenhof des „Hauses des Reichspräsidenten" und schritt unter den Klängen des Präsentiermarsches und der Nationalhymnen die Front der Ehrenkompanie ab. Oie Führertagurig der HI. NSG. Am 15. November wird das Führerkorps der Hitler-Jugend des Gebietes Hessen-Nassau in Wiesbaden aufmarschieren, um die Ausrichtung für die Winterarbeit zu erhalten. Im Paulinenschlößchen wird Gebietsführer Brandt Sinn und Zweck der Sonderaktionen umreißen, die den kämpferischen Einsatz der HI. in der Volksgemeinschaft zeigen werden. Der Nachmittag ist einer Gedenkfeier für die Helden von Langemarck vorbehalten. Gauleiter Sprenger wird der Jugend seines Gaues die Größe und Verantwortung ihrer Aufgabe und Weg und Ziel ihres Marsches aufzeigen. Eine Minute des Gedenkens ehrt dann die Opfer des Krieges. Zu gleicher Zeit wird am Kriegerdenkmal der 27er ein Kranz niedergelegt werden. Ein Appell beschließt die Führertagung. Appell der weiblichen Hilfskräfte des Voten Kreuzes. mit unseren Devisen und etatsmaßi- gen Einnahmen. Die Lage, die uns zu diesem Plan führte, hätten wir nicht selbst herbeigeführt. Angesichts der Abschnürung der Welt durch Handelshemmnisse und Valutaerschwerungen sei es uns auch nicht möglich, durch gewinnbringende Betätigung im Außenhandel und in der Schiffahrt die nach dem Krieg erlittenen Kapitaleinbußen auszugleichen. Die Vertu st eDeutschlands durch d i e Tribute hätten die uns geliehenen Kapitalien weit überstiegen, und die Last der noch ausstehenden Ausland- k r e d i t e. die seinerzeit zum großen Teil wieder für Tribute abgezogen wurden, aber nun doch einmal zurückgezahlt werden müßten, sei das schwerste Hindernis für eine vernunftgemäße Wiedereingliederung Deutschlands in den Weltwirtschaftsmechanismus. Reue Kredite allein könnten Deutschlands außenwirtschaftliche Lage nicht verbessern, da wir ja schon mit den alten Krediten auf die bekannten Schwierigkeiten gestoßen seien. Wolle man zu stabilen weltwirtschaftlichen Verhältnissen kommen, so müsse Deutschland die Möglichkeit gegeben werden, feinen eigenen Kredit zur Gewinnung solcher Rohstoffe nutzbar zu machen, die ihm heute noch im Lande fehlten; ferner mühten die sonstigen Schranken a b g e b a u t werden, die es heute Deutschland verwehrten, die innere und äußere Kostenlage auszugleichen und zur dauerhaften Belebung des Welthandels beizutragen. Unter diesen Verhältnissen erfordere die Selbstbehauptung des deutschen Kaufmannes und Reeders äußerste Kraftentfaltung. Unserer Wirtschaft tue immer ein hauch des Hanseatengeistes not. Der in die Ferne weisende, Meere überbrückende und Völker verbindende, neue Räume erschließende Kaufmann im besten Sinne des Wortes sei für Deutschland auch in der Zukunft I unentbehrlich. Ungarn begangenen Ungerechtigkeiten ein, wobei es zu der Feststellung gelangt, daß ein Frieden ohne Gerechtigkeit eine dauernde Gefahr bedeute, aus der nur neue Unordnung tonfr men könne. Als letztes Ergebnis der Wiener Ko„- ferenz wird schließlich noch die Ausdehnung der antikommunistischen Front bezeich. net, die keine Kriegslösung, sondern eine neue Bürgschaft des Friedens bedeute. Das Ergebnis der Wien, 12. Nov. (DNB.) Ueber das Ergebnis der Wiener Konferenz wurde eine Verlautbarung ausgegeben, in der es u. a. heißt: Bei der Zusammenkunft ergab sich von neuem die volle Uebereinstimmung der drei Regierungen. Die Vertreter der drei Regierungen haben sorgfältig die wirtschaftlichen Beziehun- g e n zwischen den drei Staaten geprüft und ihre Absicht bekräftigt, in der bisher erfolgten einvernehmlichen Zusammenarbeit fortzufahren. Sie haben weiter ihren Entschluß bestätigt, die wirtschaftlichen Beziehungen mit den anderen Staaten i m Wege zweiseitiger Abkommen zu entwickeln. Die Minister des Aeußeren Italiens und Ungarns haben mit Befriedigung die Mitteilungen der österreichischen Bundesregierung über die Entwicklung der Beziehungen zwischen Oesterreich und dem Deutschen Reich auf Grund des Abkommens vom 11. Juli zur Kenntnis genommen. Der Minister des Aeußeren Italiens hat die Vertreter Oesterreichs und Ungarns von seinem Gespräch mit dem Führer und Reichskanzler in Kenntnis gesetzt. Die Vertreter Oesterreichs und Ungarns haben ihre lebhafte Genugtuung über den seitens der italienischen und der deutschen Regierung gefaßten Entschluß ausgesprochen, die auf das Donaubecken bezüglichen Probleme im Geiste freundschaftlicher Zusammenarbeit zu behandeln, wobei für die drei Regierungen die Bestimmungen der Zusatzprotokolle von Rom vom Jahre 1936 maßgebend bleiben. Die Vertreter der drei Regierungen haben ihre volle Uebereinstimmung darin festgestellt, daß dem Standpunkt der österreichischen Regierung und der ungarischen Regierung hinsichtlich der Gleichheit der Rechte auf dem Gebiete b er Aufrüstung die Berechtigung zuzuerkennen ist und daß diese Gleichberechtigung einem Grundprinzip der Gerechtigkeit entspricht. Der österreichische Bundeskanzler und Der Minister des wurde btt britischen N chill brachte I Abgeordnetei | die Lussitrer y den Frieder I britischen D wieder einn eine angebli tiglen Ersin Stiftungen c Ui Wn Demi . Angriff zusa 8 decke die Be I lters in dc das künftig nur mehr auf seine eigene Kraft ver- ' traue, setze notwendigerweise eine Verstärkung der Landesverteidigung voraus. Unter dem bisherigen internationalen Statut Belgiens, namentlich unter der Wirkung des Locarno-Vertrages und des französisch-belgischen Militärabkommens, sei eine stark ausgebaute Landesverteidigung nicht so notwendig gewesen wie in Zukunft. Die Kritik der Flamen beschränkt sich aber nicht auf die Frage der Dienstzeitverlängerung. Der nationalflämische Block unter der Führung Staf de Elerqs und Borginons lehnt die gesamte Militär- oorlage deshalb ab, weil diese Oppositionspartei nicht das geringste Vertrauen in das heutige Kabinett, und weil sie den Verdacht hat, daß die angekündigte Neutralitätspolitik, mit der selbstverständlich auch die nationalen Flamen durchaus einverstanden sind, nur eine Lockspeise ist, um den Flamen die Erhöhung der Militärlasten schmackhaft zu machen. Aber auch die flämischen Katholiken, namentlich die Kreise, die sich um die Zeitung „Stanöaarö" scharen, haben verschiedenes an dem neuen Militär- plan auszusetzen. Zunächst vermissen sie Darin die Erfüllung ihrer grundsätzlichen Forderung, daß die Flamen im belgischen Heer eine eigene flämische Ausbildung, eigene nur aus Flamen bestehende Truppenteile und ein eigenes flämisches Offizierkorps erhalten, kurz, daß sie sich im Heer zuhause fühlen müssen. Darüber hinaus fordern sie — und diese Forderung wird der Regierung noch sehr zu schaffen machen —, daß der einseitige Charakter der belgischen Landesverteidigung, die heute noch vollkommen auf die Bündnisse des französisch-belgischen Militärvertrages vom Jahre 1920 zugeschnitten und infolgedessen ausschließlich gegen Deutschland gerichtet ist, aufgegeben werde, und daß auch in der Organisation der Landesverteidigung Den Gefahren Rechnung getragen wird, die sich für Belgien aus den bündnispolitischen Verstrickungen Frankreichs, namentlich aus dem sowjetrussisch-franzö- srschen Hilfeleistungsvertrage, leicht ergeben können. Die Regierung hat offenbar die Absicht, die katholischen Flamen dadurch für die Militärreform zu gewinnen, daß man ihnen auf dem Gebiete ihrer sprachlichen Forderungen möglichst weit entgegen- kommen will. Es liegen aber noch keine Anzeichen Dafür vor, ob und wie man der anderen Forderung der Flamen, daß die Organisation Der belgischen Landesverteidigung mit der in Der Rede des Königs angekündigten neuen Außenpolitik Belgiens in Einklang gebracht werden muß, Rechnung tragen will. Im Rahmen Der Jubiläumstagung des Reichsfrauenbundes im deutschen Roten Kreuz fand im Sportpalast ein Appell der weiblichen Hilfskräfte des deutschen Roten Kreuzes statt. Mehr als 3000 Kriegsschwestern und Kriegshelferinnen wohnten ihm als Ehrengäste bei. Die stellvertretende Vorsitzende des Reichsfrauen- bundes und Vorsitzende des Provinzialoereins Berlin, Frau von Dem Knefebeck, wies auf Die Notwendigkeit einer engen und reibungslosen Zusammenarbeit gerade auf dem Gebiet des Boreit- schaftsdienstes hin, um dann die Verpflichtung der Samariterinnen vorzunehmen. Die Ehrenführerin des Reichsfrauenbundes, Gräfin von der G r o e b e n würdigte unter Hinweis auf ihre eigene Tätigkeit als Vorsitzende Des Hauptvorstandes Des Vaterländischen Frauenvereins Die schwere und verantwortungsvolle Arbeit, Die von Den Hilfsschwestern und Helferinnen in Lazarettzügen und Kran- kenfülen, an der Front, im Bahnhofsdienst und an den Grenzen geleistet worden ist. Die Reichsfrauenführerin Frau Scholz-Klinck versprach den neuverpflichteten Samariterinnen, ihnen stets eine Kameradin zu fein. Sie habe Frau Elsa Brand ström in Erinnerung an ihre Aebestäkigkeit für das deutsche Volk und im besonderen für die Gefangenen den tiefempfundenen Dank und Die Verehrung der deutschen Frauen zum Ausdruck gebracht. Es sprachen weiter Prof. Dr. Napp über Die freiwillige Krankenpflege in Krieg und Frieden, Frau Lotte Schmidt (Stolp) über ihre Kriegserlebnisse als Helferin, Oberin Port über die Verantwortung Der Mütterhäuser vom Roten Kreuz für Den Bereitschaftsdienst und Generalstabsarzt Dr. H o r ne mann über Richtlinien für die Winterarbelt. Protest der Danziger Regierung. Danzig, 12. Nov. (DNB.) Amtlich. Im Auftrage der Danziger Regierung erhob (Staatsrat Dr. Böttcher bei der diplomatischen Vertretung Der Republik Polen in Danzig V o r st e 11 u n g e n wegen gewisser Vorfälle, die sich in letzter Zeit in Polen und in Danzig zugetragen haben. Es wurde auf Die scharfen und unbegründeten Angriffe Der polnischen Presse anläßlich der Vorgänge in Schöneberg und Lupushorst hingewiesen, sowie auf die Ereignisse in Gdingen vom 8. d. M. -und die Beschädigung und Verunreinigung von Symbolen und Hoheitszeichen der die Regierung tragenden Partei am 10. d. M., die zweifellos mit der feindlichen und aggressiven Haltung Des größten Teiles Der polnischen Presse in Zusammenhang stehen. Die Diplomatische Vertretung Der Republik Polen wurde gebeten, ihren ganzen Einfluß dahin geltend zu machen, daß solche unliebsamen Vorfälle, die die Danzig-polnischen Verhältnisse schwer belasten müßten, in Zukunft unterblieben. Gleichzeitig wurde die Antwort des Senates auf den polnischen Protest in Der Frage Der Arbeitsvermittlung überreicht. Die polnischen Zeitungen „I11 u st r o w a n n v Kurjer Codzienny" und „Gaze t a Po ! ska vom 11. November 1936 sind auf Anordnung Des Polizeipräsidenten beschlagnahmt worden, weil beide in wahrheitswidriger Weise über einen angeblichen Ueberfall auf einen Polen in Lupus- Horst unter Ueberschriften wie „Bestialisches Schlagen eines Polen Durch (Sturmleute in Danzig — Den Schweroerwundeten an einen unbekannten Ort gebracht" und „Neue Ueberfälle auf einen Polen in Danzig" berichtet hatten. Polen und der Westpaki. Warschau mit dem Ergebnis des Londoner Besuchs zufrieden. Warschau, 13. Nov. (DNB. Funkspruch.) „Gazeta Polska" schreibt zum Abschluß der Besprechungen des polnischen Außenministers B e ck in London: Mit Befriedigung sei die gemeinsame Einstellung Englands und Polens gegen die Bildung feindlicher Blocks in Europa zu begrüßen. England und Polen lehnten mit gleicher Entschiedenheit die Politik einander bekämpfender Blocks und Die Politik Der Einmischung in innere Angelegenheiten anderer Staaten ab. Ein besonders wichtiger Erfolg der Reise sei die Erklärung, die Polen vor Ueberraschungen in den Verhandlungen über die Sicherheit in Westeuropa faßte. Diese Erklärung bedeute eine Abkehr von Der alten Locarnokonzeption. Die amtliche Telegraphen-Agentur Pat schreibt dazu: Man müsse sich erinnern, daß Polen mit zwei Der wahrscheinlichen Unterzeichner Des vorgesehenen Westpaktes zweiseitige Verträge habe, nämlich das Bündnis mit Frankreich und die Verständigung mit Deutschland. Die berechtigten Belange Polens verlangten daher, daß Diese zweiseitigen Verträge durch Das Nichtzustandekommen eines Westpaktes nicht im geringsten berührt, ober in ihrem Wert verminbert würben. Die Uebereinstimmung ber Ansichten der Außenminister Englands und Polens Darüber, daß Die internationale Zusammenarbeit am besten im Rahmen DesVölkerbundes aufrechterhalten werde und daß nichts für Europa verderblicher wäre, als die Teilung in gegensätzliche Blocks, sei eine Richtlinie, Die Die polnische Politik schon lange verfolge. Dafür fei Der beste Beweis, baß Polen gleichzeitig gute Nachbarbeziehungen zum Deutschen Reich unb zur Sowjetunion unterhalte. lener Konferenz. Aeußeren Ungarns haben dem Minister des Aeuße- rens Italiens, ber ihnen hierüber bie herzlichste Befriedigung ber italienischen Regierung aussprach, ben Entschluß ihrer Regierungen mitgeteilt, bas italienische Imperium Aethiopien formell anzuerkennen. Die italienische Regierung wird den Wünschen der österreichischen und der ungarischen Regierung nach Beteiligung ihrer Volkswirtschaft an der Ausbeutung Abessiniens gebührend Rechnung tragen. „Giornale d'Jtalia" betont, baß man es bei dem „italienisch-öftsrreichisch-ungarischen Verein" keinesfalls mit einer Blockbildung zu tun habe, bie im Gegensatz zu anderen Gruppen stehe. Die römischen Protokolle seien vielmehr als erste Etappe auf Dem Wege zu einer Neuordnung des Donauproblems zu roertm, wobei ihre Ausdehnung auf andere Donau ft aaten jedoch nur langsam erfolgen könne. Man müsse Dabei vor allem ben Umstand berücksichtigen, baß bie Kleine Entente nicht als in sich geschlossene Einheit betrachtet werben könne. Dementsprechend könne jeder der Staaten ber Kleinen Entente auch nur im Rahmen von Einzeloerhanblun- g e n mit ben Mächten ber Römer Protokolle hinsichtlich einer etwaigen engeren Fühlungnahme in Verbindung treten. In Anbetracht der offensichtlichen Unterschiede in der politischen Zielsetzung der einzelnen Mitgliedsstaaten ber Kleinen Entente, wobei vor allem auch auf bie Einstellung z u Sowjetrußland verwiesen wird, müsse zunächst eine grundsätzliche Klärung ber Lage abgewartet werben. Im Gegensatz zu den Beziehungen zu ben Staaten ber Kleinen Entente feien die Be- Ziehungen zwischen ben Protokollstaaten unb Deutschland mit ihren offenkunblichen wirtschaftlichen unb kulturellen Interessen im Donau- raum vollkommen geklärt und bilden e i n ftabiles System gleichgerichteter Ziele. Das Blatt tritt warm für Die Wiedergutmachung ber an . o u n Q | r S* ptrol I A-ch- FÄ *31- Bremen, 12. Nov. (DNB.) Der Reichsminister i Der Finanzen, Graf Schwerin v. Krosigk, < hielt am 12. November in Der Verwaltungsakademie ' in Bremen einen Vortrag über Die Reichsfinanzen. I Nach einem Ueberblick über die Finanzpolitik Der . letzten Jahre unb Der Gegenwart, die veranschau- i lichte, wie heute eine kraftbewußte Nation im Der- i trauen auf ihr Schicksal unb ihre Führung auch i ihre wehrpolitischen unb wirtschaftlichen Aufgaben \ Durch Einsatz aller finanziellen Kräfte unb Reser- i oen ganz anbers meistem könne als Deutschlanb vor ber Machtergreifung, führte er u. a. folgendes aus: Die großen nalionalpolilischen Aufgaben erforderten selbstverständlich höchste Anspannung der Arbeits- und Sfeuerftaff der Bevölkerung, zumal da nicht nur die laufenden Einnahmen, sondern auch die künftigen in Form des Kredits herangezogen werden müßten. Geschenkt würde uns nichts und Kredite mühten zurückgezahlt werden. Deshalb bestünde keine Veranlassung, großzügig zu wirtschaften, etwa weit die großen öffentlichen Aufgaben zu er freunden, wachsenden Steuererträgen führten. 3Xa- mentlich müsse der einzelne so wirtschaften, dah er die Last des großen öffentlichen Bedarfes nicht auch selbst noch vermehre. Wenn auch der Staat produktive Ausgaben im Sinne der nationalsozialistischen Politik leisten könne, ohne daß sich jede Ausgabe alsbald wieder durch eigene Einnahme selbst finanziere, in der Wirtschaft sei jeder für sich selbst verantwortlich und müsse dafür sorgen, dah sein Unternehmen sich rentiere. Auf öffentliche Hilfe dürfe sich keiner verlassen. Erhöhte Disziplin erfordere nun Der Vierfahre s p la n. Ebenso wie dieser Plan versinnbildliche, daß wir mit unseren heimatlichen Schätzen sparsam und pfleglich umgehen müßten, so erforderten die großen Ziele Deutschlands, hauszuhaltenl W 3« "! < lir ! *>" W -M, 6l( MS to 1 an» M« 101 tu*« ko SO»)' eines 5» nie» «nh. qanbd uni riiMear' *** Zd-ück ablommens h unb tnilitarifd jetrWnd n Mer union hin. Der italienische Vertreter führte dazu gültigen formationen einzuholen, nur warten könne, bis des Ab-1 dieses Material verfügbar wäre. Baldwin verteidigt die Rüstungspoliiik des Kabinetts Kunst und Wissenschaft hilftkröste das ihre den das aus Der SorojefVertreter hat diese Weltanschauung als eine solche des Friedens bezeichnet: die Tatsachen aber widerlegen ihn. Ls ist vielmehr eine Weltanschauung, die auf glatten haß und Bürgerkrieg gegründet ist, und es ist eine Weltanschauung des Krieges. Stalin, das Haupt der bolschewistischen straffste Kartell dar, weil hier die Mitglieder Erzeugnisse überhaupt nicht mehr selbst auf Markt bringen, sondern der Verkauf nur über Syndikat erfolgt, das also die Preise von sich London, 13. Nov. (DNB. Funkspruch.) Der chauptausschuß des Nichteinmischungsausschusses (hielt Donnerstag nachmittag eine 5Vrstündige «Sitzung ab, in der er sich vor allem mit der Frage ider Einsetzung eines Ueberwachungs- Der diesjährige Nobelpreis für Li tera- t u r wurde dem amerikanischen Schriftsteller Eugen O'Neill verliehen. — O'Neill, 1888 in Neuyork geboren, entstammt einer in USA. eingewHiberten irischen Familie; er hatte ein bewegtes und nicht Oie neuen Nobelpreisträger für Chemie, Physik und Literatur. Die Akademie der Wissenschaften in Stockholm hat dem Professor Dr. phil. Peter Debye, Berlin, für seine Beiträge zur Ergänzung der Kenntnisse über den Ausbau der Moleküle den Nobelpreis 1936 für Chemie verliehen. — Peter Debye, 3884 in Mastricht (Holland) geboren, studierte in Aachen, habilitierte sich in München und lehrte nacheinander in Zürich, Utrecht, Göttingen und Leipzig; von dort wurde Debye 1935 als Ordinarius an die Universität Berlin und als Direktor des Kaiser-Mlhelm-Jnstituts für Physik berufen. Debyes Spezialgebiet ist die Molekularphysik; seine wissenschaftlichen Arbeiten betreffen sowohl die reine Physik als auch die Grenzgebiete zwischen Physik und Chemie. — Debye ist Mitglied mehrerer Akademien und wissenschaftlichen Gesellschaften des In- und Auslandes. ♦ Die Akademie der Wissenschaften in Stockholm hat den Nobelpreis 19 36 für Physik zu gleichen Teilen an Professor Dr. phil. Victor Franz Heß (Innsbruck) für seine Entdeckung der kosmischen Strahlen und Dr. C. D A n d e r s o n für seine Entdeckung der Positronen verliehen. — Heß, 1883 in Waldstein (Steiermark) geboren, lehrte in Wien und Graz und wirkt seit 1931 als ordentlicher Professor für experimentelle Physik an der Universität Innsbruck. Seine Hauptarbeitsgebiete sind Radioaktivität, atmosphärische Elektrizität, Jonen- theorie, Optik und Luftfahrwesen. Der Ministerpräsident sagte, Churchill habe mehr als einmal über die „Befürchtungen (!) gesprochen, die nach den Ereignissen i n Deutschland im Jahre 1933 entstanden seien (!), und über die Tatsache, daß die englische Regierung 1933 und 1934 nichts getan habe. Er, Baldwin, habe bereits öfters gesagt, daß eine Demokratie immer Zwei 3af)re hinter einer „Diktatur herhinke. Die Regierung könne sich jedoch immer auf die Instinkte des englischen Volkes verlassen. Der Beschluß, eine Aufrüstung durchzuführen, bie jeder möglichen Gefahr gerecht würde, könne nicht mehr rückgängig gemacht werden. Aber England fei bemüht, eine Erörterung der Frage einer Rüstungsverminderung und besonders einer V er minder ung der Luftrüstungen durch alle Länder Europas herbeizuführen. „Unsere Bemühungen werden auf eine Vereinbarung und auf den Frieden mit allen Mächten gerichtet sein. Gleichzeitig werden unsere Anstrengungen der großen Frage der Verteidigung und des Schuhes des englischen Volkes gewidmet sein. Wir werden nicht für einen Augenblick in unseren Maßnahmen nachlassen, denn wir wissen, daß es keinen Frieden in Europa mit Sicherheit geben kann, solange nicht jedes Land weih, daß wir für den Krieg o o r bereifet sind." Der liberale Abänderungsantrag zur Dankadresse an den König, der das Fehlen einer Kontrolle des Waffenhandels bedauert, wurde mit 337 gegen 131 Stimmen abgelehnt. Hierauf wurde die Adresse an den König ohne Abstimmung angenommen. Revolution, hat in seiner Botschaft erklärt, daß es die Pflicht der Sowjetunion sei, jede nur in ihrer Macht liegende Unterstützung der spa- nifchen kommunistischen Revolution zu geben, um so mehr „als die Befreiung Spaniens von faschistischer Unterdrückung" nicht eine Privatangelegenheit der Spanier, sondern die gemeinsame Sache des Kommunismus sei. Wir aber nehmen die Herausforderung an unter unserer alten und siegreichen Flagge. Italien ist in der Tat davon überzeugt, daß es nicht nur um die Zukunft Spaniens, sondern um die des gesamten zivilisierten Europas geht, die heute auf dem Spiele steht". »Herr Bob ohe Ihrer lang. MW uWanö mit ben In der Reihe dieser Kartellformen fehlt nun noch das Kalkulationskartell. Dieses ist eine Sonderart des Preiskartells, aber mit dem Unterschied, daß hier nicht starke Preise festgelegt werden, sondern daß von den Mitgliedern unter Zugrundelegung einheitlicher Kalkulationsregeln, d. h. einheitlicher Selbstkostenerrechnung der Preis errechnet wird. Hier ist also im Gegensatz zu den starren Preisen der Preiskartells, die die gefährliche Folge einer Erstarrung des gesamten Preisniveaus haben, die Möglichkeit gegeben, das Preisniveau zu lockern. Allerdings ist dabei erforderlich, daß nicht die Selbstkostenkalkulation des schwächsten Mitgliedes des Kartells als Grundlage genommen wird, sondern eine durch systema- tische Betriebsvergleiche ermittelte mittlere Kalkulationsbasis. Diese Regelung hat den Vorteil, daß die schwächeren Mitglieder angespornt werden, ihre Leistung zu verbessern und anderseits die Gefahr des Schleuderns, d h. der Unterbietung unter Selbstkostenpreis, verhütet wird. Das Kalkulations» ü ist. Bei Ihm zwischen un|ertn gestalten, tonnen ! und ber Keichs- hnen." tinifäen Botschaf- sichen Weise d e n iens, General skanzler sein Leer Gesandte, der. den Reihen der t, unterstrich in lenen Ansprache kMnnyen M- tin gleichen Sinnt Das role Valencia dankt Sowjetroßland für seine Hilfe. m. a. aus: „Die Sowjetunion versucht sich als demokratisches Lamm aufzuspieten mit der alleinigen Absicht, die übrigen Mitglieder des Abkommens in ihrem Vertrauen zu überrumpeln und die rote Flagge der kommunistischen Revolution weih zu machen. Die Durchführung des Sowjetprogramms, die Schaffung eines Systems von Zellen in Spanien und die Aktivität der Propaganda und der Aufwiegelung find allein verantwortlich für den Zustand des Anfriedens und der Gesetzlosigkeit, der dem augenblicklichen Bürgerkrieg voranging. Vor dem Ausbruch des Bürgerkrieges und vor und nach der Unterzeichnung des Nichleinmischungs- abkommens hat es keine politische, finanzielle und militärische Einmischung gegeben, die Sowjetrußland nicht offen ober versteckt durchgeführt hat." Italien klagt Moskau her Anzettelung des spanischen Bürgerkriegs an. Oie Sitzung des Nichteinmischungsausschuffes in London. Gute Möbel bei Koos Giessen Schulstr 6 festsekt. Zn dieser Weise ist z. B. unsere Kohlenwirtschaft geordnet. e'n=t' Neil Te, Das Echo der presse. Um das Munitionsministerium. London, 13. Nov. (DNB. Funkspr.) Das überaus rege Interesse, das ^anz England der Aufrüstung entgegenbringt, zeigt sich erneut in der Stellunc nähme der führenden Morgenblätter zum Abschlu der Rüstungsaussprache im Unterhaus. „Times' „Daily Telegraph" und „Morning Post" erkennen die Leistungen der Regierung auf dem Gebiet der Rüstungen uneingeschränkt an, wenn auch in allen drei Blättern zum Ausdruck kommt, daß die Erklärungen der Regierung noch nicht alle Fragen, die das Land auf diesem Gebiete aufgeworfen habe, befriedigend beantwortet hätten. Alle drei Zeitungen heben gemeinsam hervor, daß der Wunsch nach einem Munitionsministerium im Lande doch sehr lebhaft sei. Das ganze Problem überhaupt sei so brennend, daß es bereits in Friedenszeiten gründlich erwogen werden müßte. Die drei Blätter zeigen sich besorgt, um die Rekrutierung der Territorialarmee. n der Führer url den Zurufen dri Welmstraße rt der Diplomaten Ehrenhof de- und schritt untei ches und der Na- ■enfompanie ab. Der 63. bas Führerkorp» Hessen-Nassau m um die Slusnch' u erhalten. 3 m Mi« (Honen umrdgen, HZ. in der Volks- ?r Nachmittag M । von Langemam iqer müd der inb Verantwor- ) Ziel ihres Mar« z Gedenkens ehn gleich-r M "Kranz meW >eßt die Führer London, 13. Nov. (DNB.) Im Unterhaus rourbe die Aussprache über die Verteidigung des kritischen Weltreiches fortgesetzt. Winston Churchill brachte mit Unterstützung einiger konservativer Abgeordneter einen Antrag ein, der besagte, daß bie Luftstreitkraft nicht mehr ausreiche, um Sen Frieden, die Sicherheit und die Freiheit des britischen Volkes zu gewährleisten. Churchill stellte wieder einmal seine üblichen Behauptungen über eine angebliche „deutsche Gefahr" und seine berüch- : igten Erfindungen über das Ausmaß der deutschen Rüstungen auf, um daraus zu folgern, daß die west- ichen Demokratien ihre Streitkräfte gegen einen Angriff zusammen fass en müßten. Der Redner forderte die Berufung eines Munitionsmini- fters in das Kabinett Ministerpräsident Baldwin >es. |M. bes Reichs' rRoten Kr^' ?S3;6 sLi emaut sind, zuni i Deutschland b- e Reichsregier^ >er UeberzeugUU i Ahnen selbst ge- Was ist ein Kartell? DA. Kartelle, Trusts, Konzerne, Syndikate: — Immer wieder tauchen diese Bezeichnungen auch heute noch in den Wirtschaftsteilen der Zeitungen auf. Der größte Teil der Zeitungsleser weiß aber kaum etwas damit anzufangen, geschweige denn, einen Unterschied zu machen, und wenn der ein- ache Mann liest, daß eine Auflockerung des Kartellwesens notwendig sei, oder daß man in dem Kalkulationskartell einen gangbaren Weg für dieses vom Nationalsozialismus erstrebte Ziel gefunden zu haben glaubt, dann fehlt ihm jede Möglichkeit, von sich aus zu beurteilen, warum nun gerade das Kalkulationskartell dazu berufen fein soll. Es ist also durchaus angebracht, die Kartelle in ihren wesentlichsten Formen einmal gemeinverständlich darzustellen. Dabei ist zunächst festzuhalten, daß Kartelle keineswegs den Trusts oder Konzernen gleichzusetzen sind. Während nämlich Kartelle Unternehmerverbände, in der Regel der gleichen Wirtschaftsstufe, auf vertragsmäßiger Grundlage sind unter Erhaltung der Selbständigkeit der einzelnen Unternehmer, handelt es sich bei Konzernen, Trusts, fusionierten Firmen usw. um Unternehmergesellschasten auf fincmzmäßiger Grundlage. Bei einem Trust oder Konzern geht also, gemeinverständlich gesprochen, letztlich alles in einen Topf. Die Kartelle dagegen sind eine Vereinigung von einzelnen finanziell absolut selbständigen Unternehmern, die freiwillig — abgesehen von den wenigen aus Anordnung des Staates gebildeten „Zwangskartellen" — einen Vertrag zur Erreichung eines bestimmten Zweckes miteinander abgeschlossen haben. Dieser Zweck besteht na di Lief- mann, dem Vater der Kartell-Literatur, „In der monopolistischen Beherrschung des Marktes", das heißt in dem absoluten Preisdiktat. Dieses Ziel ist aber nur selten vollständig zu erreichen. Man begnügt sich daher in der Praxis mit einer mehr ober weniger starken Beeinflussung des Marktes. Der Grund des Ausmaßes, in welchem eine solche Beeinflussung des Marktes möglich ist, ist selbstverständlich außerordentlich verschieden und je nachdem sind auch die Formen des Kartells verschieden. Da ist zunächst das Konditionskartell. Es begnügt sich mit einer Regelung der Verkaufs!)«- bingungen, ohne Preise festzulegen, indem z. B. die Kartellmitglisder verpflichtet werden, nur gegen Kaste zu verkaufen. Das P r e i s k a r t e l l ist bereits eine wesentlich schärfere Form, da hier alle Mitglieder sich gegenseitig verpflichten, bestimmte Mindestpreise einzuhalten. Ein Gebietskartell teilt den Markt unter den Derbandsfirmen regional auf. Das ist besonders bei standortgebundenen Wirtschaftszweigen der Fall, wie etwa bei ' Steinbruchbetrieben und bei Erzeugnissen, deren i Preis stark von der Fracht abhängig ist. Eine Un- ; terart dieses Kartells stellt das Kundenschutz- : Kartell dar. In diesem garantieren sich die Kar- Vier Beschwerdepunkte der italienischen Regierung gegen die Sowjetunion, den Vertrau gebrochen zu haben, wurden bann von dem Ausschuß behandelt. Der erste bezog sich auf die Ankunft von 30 getarnten Sowjetflugzeugen mit Rotkreuz-Abzeichen in Barcelona Mitte September. Plötzlich erklärte der Vorsitzende, daß er nicht glaube, daß das Beweismaterial genau genug fei, um den Ausschuß zu der enbgül" Feststellung zu bringen, baß ein Bruch bes verteidigte die Rüstungspolitik ber Regierung. Die Fertigstellung des Programms zur Behebung der zahlreichen Mängel vieler Jahre sei eine gewaltige Aufgabe, und das Programm müsse beschleunigt werden, um der sich dauernd verschlechternden internationalen Lage gerecht zu werden. Seit vielen Monaten sei eine Krise auf die andere gefolgt. Trotzdem mache die englische Auftüstung gute Fortschritte. Auch für die Nahrungsmittelversorgung im Kriegsfälle habe man Maßnahmen getroffen, ferner für die Küstenver- keidigung und die Verteidigung der Einfuhrhäfen gegen Luftangriffe. Für Öen Notfall sei ein Plan zur Rationierung Öer Lebensmittel bereit, der Landwirtfchafts- minifter habe Maßregeln für die Erhöhung öerengländischenErzeugungim Kriegsfälle vorbereitet. Kurz, die Behörden hatten die Listen aller Maßnahmen aufgestellt, die vielleicht über Nacht ergriffen werden mußten, um die Tätigkeit der Regierung und der Nation vorn Frieden auf Den Krieg umzu« schalten. Die Herstellung von Flugzeug- motoren sei völlig befriedigend, während die Lieferung fertiaer Flugzeuge noch hinter der ur- prüngüd) festgesetzten Zahl zurückbleibe Nach dem neuen Plan eines Rüstungstrusts werde nach ber Erprobung neuer Flugzeugtypen sofort eine M a s - Als Antwort auf die Sowjeterklärung, daß die einzige Unterstützung darin bestanden hätte, Le- bensmittei und unbedingt notwendige Artikel nach Broanien zu schicken, legte der italienische Vertreter Photographien von Sowjetwaffen und Munition vor, die erst kürzlich von den Truppen Francos erobert wurden und erklärte: „So »nbet unter Feuer und Blut der größte Versuch, den das bolschewistische Rußland je gemacht hat, um mmhcii eine Weltanschauung mit Gewalt und Hun- haftlichen Verbi> «ersnot über feine Grenzen hinauszutragen. Derpi"^'7.ki-eri" ?rPr°oung neuer Mugzeugiype» iuiuh y.a , )ie Ehrende senerzeugung dieser Typen "Metzern Bald- sin lehnte die Schaffung e»nes Muni- cis aus trionsminifteriums ab, da Zur Zeit die sich üvtvorstan^ ° ! aus einer allgemeinen industriellen Mobilmachung . schwere un | zrgebenben Störungen des Handels und der Fman- n den i «en nicht gerechtfertigt feien. brach. Bei ber späteren Übertragung ins Spanische war der Beifall wesentlich schwächer. Moses Rosenberg hatte zu ber Feier einen Brief geschickt, In dem er ben spanischen Marxisten jede notwendige Hilfe Sowjetrußlands zu- s i cherte. Schwere Verluste der Holen in Madrid. Salamanca, 13. Nov. (DNB.) Der Sender Burgos berichtet, daß die Verluste der Roten in der Hauptstadt so groß seien, daß die Krankenhäuser für die Unterbringung ber Schwerverwundeten nicht mehr ausreichten. Zahlreiche Privatwohnungen seien deshalb zu diesem Zweck beschlagnahmt worden. Weiter wird mitgeteilt, daß in Barcelona au Betreiben des dortigen sowjetrussischen Generalko- suls (!) ein Verteidigungskomitee ae- bildet worden sei. Es setze sich aus je einem Angehörigen ber anarchistischen Gewerkschaft, der marxistischen Unifizierungspartei, der Kommunistischen Partei, sowie zwei weiteren Mitgliedern zusammen. Diesem Ausschuß seien alle mit der Verteidigung Barcelonas stehenden Aufgaben übertragen worden. leichtes Leben hinter sich, ehe er, nach wenig ergiebiger Schauspielertätigkeit an der väterlichen Bühne, zur Literatur kam. Seine Stücke wurden vor einer Reihe von Jahren auch in Deutschland viel gespielt; wir nennen von ihnen „Seltsames Zwischenspiel", „Der große Gott Brown" und „Der haarige Affe" (ein soziales Problem behandelnd). Die Aufführung seines Negerstückes „Alle Kinder Gottes haben Flügel" führte in Neuyork zu einem Skandal. Trotzdem erhielt O'Neill dreimal den Pu- litzer-Preis und wurde zum Ehrendoktor der Pale- Unioerfität ernannt. kleine politische Nachrichten Der Führer und Reichskanzler empfing den kgl. ungarischen Gesandten Feldmarschall-Leut- nant von Sztojay, der ihm den Dank der ungarischen Regierung für die warmherzige Anteilnahme übermittelte, die der Führer und die Reichsregierung beim Tode des ungarischen Ministerpräsidenten von Gömbös der ungarischen Nation bezeugt haben; gleichzeitig überreichte der Gesandte dem Führer ein Handschreiben und ein Bild Seiner Durchlaucht des Reichsverwesers Admiral von Horthy. Ferner wurde der zur Zeit in Deutschland auf Urlaub befindliche deutsche Gesandte in Teheran (Iran), Smend, vom Führer und Reichskanzler vor seiner Wiederausreise zur Abmeldung empfangen. * Der britische Faschistenführer Sir Oswald Mosley wies eine Erklärung des Innenministers Sir John Simon im Unterhaus, seine Partei er- halte Gelder aus dem Ausland, energisch zurück. „Es ist völlig unwahr", so erklärte er, „daß der britische Faschistenverband irgendwelche Gelder von ausländischen Quellen bezieht Die Parteigelber sind in den Händen des Parteitrusts, der die Anweisung hat, nur von englischer Seite Geld einzusammeln." tellmitglieder gegenseitig ihren Kundenkreis. Allerdings braucht das Kundenschutz-Kartell nicht regional zu fein, wie dies beispielsweise in der Zigarettenindustrie der Fall war, wo die Kunden des Frischdienstes Im ganzen Reiche sitzen, die Kartellordnung aber trotzdem einen Kundenschutz vorsah. Von großer Bedeutung sind weiter die P r o • duktionskartelle. Hier wird nicht der Absatz aufgeteilt, sondern die Produktion, d. h. die Mitglieder verpflichten sich, über eine bestimmte Produktionsmenge nicht hinauszugehen, ihre Betriebe nicht zu erweitern usw. Diese Kartelle hcvben in der internationalen Kartellwirtschaft eine große Rolle gespielt. Die Öffentlichkeit erfährt von ihrer Wirksamkeit meist nur durch die sog. Restriktionsmaß- nahmen (Zinn, Kupfer usw.). Das bedeutet, daß die Kartellmitglieder ihre Erzeugung verringern, um durch verringertes Angebot höhere Preise zu erzielen. Eng verwandt mit dem Produktionskartell sind die Spezialisterungs- oder Fertigungskartelle, deren Wesen darin besteht, baß die beteiligten Firmen Vereinbarungen über die Fabrikationsprogramme ihrer Mitglieder treffen, etwa derart, daß eine Firma nur noch einen bestimmten Artikel herstellt und die Fabrikation eines anderen, der wieder vornehmlich von einer zweiten Firma hergestellt wird, aufgibt. Diese Kartelle können insofern nützlich fein, als sie zu einer wirklichen und natürlichen Ordnung der Produktion beitragen, indem sie die Zersplitterung verhindern. Eine Kartellform, die wesentlich mitverantwortlich für die Mißstimmung gegen das Kartellwesen war, ist das Kontingentierungskartell. Bei diesen Kartellen wird der Gesamtabsatz unter die Mitglieder nach einem bestimmten Schlüssel verteilt. Jede Firma ist dann mit einer bestimmten Quote am Absatz beteiligt. Man nennt diese Kartelle daher auch QuotenfartcIIe. Es ist ohne weiteres klar, daß ein solches Kartell sofort Schwierigkeiten haben mußte, wenn eine neue Firma derselben Branche aufkam. Daraus entwickelten sich Preiskämpfe, die sehr oft dazu führten, daß die neue Firma von dem Kartell auf getauft und stillgelegt wurde, oder daß man sie in das Kartell hereinnahm und ihr ebenfalls eine bestimmte Quote zuerteilte. Das letztere war natürlich nur möglich, wenn die übrigen Firmen von ihren Quoten etwas abtraten. Die Folge davon war, daß man im Preis das wieder hereinzuholen versuchte, was man im Absatz verloren hatte. Der Leidtragende war dabei der Verbraucher. Das Syndikat schließlich stellt Salamanca, 13. Nov. (DNB. Funkspruch.) Bei einer Feier zu Ehren eines sowjet- russischen Schiffes, die am Donnerstag in Valencia stattfand und vom dortigen roten Sender übertragen wurde, dankte der Marxistenführer von Valencia Sowjetrußland in den höchsten Tönen für die „moralische und materielle Hilfe", die es den spanischen Marxisten hat zuteil werden lassen. Zu der Feier war auch der sowjetrussische Botschafter Moses Rosenberg eingeladen, der jedoch zu seiner Vertretung seinen Handelsattache geschickt hatte. Dieser machte in seiner Rede große Sowjetpropaganda und unterstrich die unverbrüchlicheFreund- schäft zwischen Sowjetrußland und dem roten Spanien. Auch eine russische Kommuni st in hielt eine Propagandarede. Natürlich konnten sich die Redner nicht verkneifen, um Blcmbliche Angriffe gegen Deutschland, talien und Portugal zu richten. Bei- nahe tragikomisch wirkte es, daß die Zuhörerschaft bei den in russischer Sprache gehaltenen Reden, von Denen sie kein Wort verstand, in stürmische Beifallskundgebungen aus- kommens begangen worden fei. Der zweite Teil bezog sich auf B e n z i n l i e f e r u n g e n durch Sowjetschiffe nach Spanien. In diesem Falle stimmte der Ausschuß der Feststellung zu, daß nach ber augenblicklichen Lage kein tatsächlicher Bruch des Abkommens vorliege. Die Abkommandierung von Sowjetoffizieren nach Spanien war der dritte Anklagepunkt. Hierzu meinte der Vorsitzende, daß es zweifelhaft fei, ob die behaupteten Tatsachen, selbst wenn sie zuträfen, einen Bruch des Abkommens im buchstäblichen Sinne bedeuteten, obwohl sie natürlich einen Verstoß gegen den Teil des Vertrages darftellten. Er glaube daß dieser Fall nicht voll begründet sei. Der vierte und letzte Vor- rourr befaßte sich mit der Landung von Gewehren, Granaten usw. in Barcelona am 20. September durch ein Sowjetschiff, das am Tage vorher Weiten ausgeladen hatte. Nach Behandlung des zugänglichen Beweismaterials erklärte der Vorsitzenoe, daß der italienische Vertreter weitere Informationen zur Stützung dieses Vorwurfes vorgebracht habe, und daß der Ausschuß, da der Sowjetvertreter zugesagt habe, weitere Jn- ar9entinifrh befaßte. In einer amtlichen Verlautbarung heißt ern°nnt nJ96, es daß der Ausschuß einem System der nd Reicks» ? Ueberwachung in Spanien zugestimmt lQ0me biele?®1 habe. 'ule ber Der Ausschuß wandte sich dann einer italieni- c. Dr. Edling sicheN Beschwerde wegen Verletzungen des sderliche» -r« Nichteinmischungsabkommens durch die Sowjet- ß • $otjtf)Q°f । hin 7>er italienische Vertreter Hihrto ham ■ Mlreid)en $ schon vor tonen m Deutsch Sympathu Erlich. DiuA r Gelegenheit U .Kubhosie Br- em finh 2l1Jber er. tod, werden wir |t_ aufaeben, um Stotiftita übt, tonfferte, erneid en unserer beider- M Wohle siif lS. ""Mhre, lad; ^r .dnbQrten31?^ Ausschusses und der P r ü fung von 23er- hen Vertrebin ' tragsbrüchen du r ch^ bte> Sowjetunion n den v ' ÄrflII, In. * ""'Äs im « ÄS Ms g Wetterbericht dem Grundsatz, nicht gleich (3i (Stellenangebote GLORIA Zu haben in Apotheken, Drogerien und wo Plakate sichtbar.6878 V 0 mein Heimatland 4. Nur zwei Vorstellungen. Preise 0.70 bis 1.50 Uür-MUain, Prachtvolle 7177 A Snmöstöm Kleinanzeigen Großes Stoff-Lager zur Maß-Anfertigung Täglich Eingang von Neuheitenl Beachten Sie bitte unsere Auslagen Ä«,1.600.000 7195 A Schulstraße 4 POLAST Giessen. 424152 GEWINNE UND 20 PßÄM/EN Grundpreis von 5 Pf. für die Millimeterzelle veröffentlicht! Samstag, 14. Novbr., nachm. 2.15 Uhr und Sonntag, 15, Novbr., vorm. 11 Uhr I. Kulturfilm-Veranstaltung Der erste Großtonfilm der Schweiz Sport-Stutzer - Lodenjoppen - Lederjacken und -westen — Motorfahrer- Kleidung Berufskleidung jeglicher Art INH: WILHELM HORN UND SOHN dem Notlandeplatz eilten, wurden das Opfer einer Benzinexplosion und verbrannten bei leben» digem Leibe. Wie es heißt, sollen noch gegen 4) Personen schwere Brandwunden erlitten haben. Krimmer • Plüsche Felle • Pelzkragen Knöpfe, Schließen Gürtel, Blumen organisatorischen Aenderungen. Reichsamtsleiter Neef erklärte, der Nationalsozialismus huldige niemandem etwas zu nehmen, wenn , „ , lutes oder Besseres geboten werden könne. Darum bestünde der BDL. heute noch, und Knaben-Bekleidung Anzüge, Mäntel, Pyjaks, Hosen usw. in reicher Auswahl zu günstigen Preisen 7193 a Gießen Modehaus Franz Schneberger Die große Auswahl Günstige Preise Gute Beratung macht es jeder Dame leicht und bequem in der Wahl und Ausstattung ihrer Winterkleidung: Woll-, Seiden- und Spitzenstoffe chenden Radiumvorrat getäuscht und die Patienten dadurch veranlaßt, sich von ihm behandeln zu lassen. Er hat für diese teils überhaupt zwecklose, teils unzureichende und sogar schädliche Radiumbehandlung, viel zu hohe Gebühren verlangt, namentlich auch von mittellosen Patienten. Der Angeklagte hat auch gesunden Frauen vorgetäuscht, sie litten an Krebs oder an einem sogenannten Vorstadium des Krebses, diese Personen dadurch bestimmt, sich von ihm mit Radium behandeln zu lassen, wobei er ebenfalls übermäßig hohe Gebühren berechnete. Das Gericht hat sich'den Gutachten der beiden Psychiater angeschlossen, wonach der Angeklagte ein schwerer Psychopath und in erheblichem Grade vermindert zurechnungsfähig ist. Strafmildernd war weiter zu berücksichtigen,' daß das ideale Streben des Angeklagten nicht ganz erstorben ist, daß er in manchen Fällen gewissenhaft gearbeitet und dadurch Erfolge erzielt hat, daß er ferner hie und da Patienten kostenlos behandelt und mit seiner Familie ein anspruchsloses Leben geführt T)at. Strafschärfend mußte aber die Gewissenlosigkeit, womit der Angeklagte viele Patienten und deren Angehörige körperlich, seelisch und finanziell schädigte, und die Gemeingefährlichkeit seines Wirkens in die Wagschale fallen. Generalversammlung des Vereins Deutscher Lokomotivführer. Der Verein Deutscher Lokomotivführer hielt in Ludwigshafen seine 9. Generalversammlung ab, an der über 2000 Mitglieder teilnahmen. Ver- einsleiter V e e n h u i s (Berlin) gedachte der fördernden Zusammenarbeit mit Reichsamtsleiter Neef und dankte diesem für die dem VDL. zuteil gewordene verständnisvolle Behandlung. Der stellv. Vereinsleiter Warenberg berichtete über die Ausschlag. Wundsein usw. Löwen-Drog.W.KilbingerNachf., Seltersweg (»9: Drog. Winter- Hoff,Kreuzvlat? 10: Drog. Bornemann, Bahnhofstraße 17; Med.- Drog. H. Elges, Seltersweg 66: Germania-Drogerie C. Seibel, Srankrurt.Str. 39. Fn Laubach: olms-Laubacher-Drog. K.Klein man wolle warten, bis er aus eigener freudiger Entschließung in die große Gemeinschaft der deutschen Beamten einschwenke, als Fachgruppe der Lokomotivführer, die immer erhalten bleiben solle. Der Kassenprüfungsbericht des Kassenführers H a u- s a m wurde abgehört und dann Gesamtentlastung erteilt, lieber die Satzungsänderungen berichtete W a r e n st e i n. Der Verein wird künfttg als Fachgruppe Lokomotivführer im Reichs- a m t für Beamte der NSDAP, geführt. Reichsamtsleiter Neef hat in dieser Fachschaft weitgehende Befugnisse. Die Satzungsänderung wurde einstimmig genehmigt und Pg. V e e n h u i s durch den Reichsamtsleiter als Vereinsleiter neu berufen. Das Opfer der Hamburger Mordtat ermittelt Bei der Obduktion der in einem Hauskeller in Hamburg gefundenen Leiche wurde festgestellt, daß es sich bei dem Ermordeten um den Klempnermeister August M a d u s ch k e handelt, der seit dem 4. September 1936 vermißt wurde. Maduschke war 51 Jahre alt und wohnte in einer in der Nähe gelegenen Straße. Er ist am 3. September vormittags von einem angeblichen Kröger oder Krüger nach dem Haus Berliner Tor 1 bestellt und mit dem Bemerken, daß der Hauswirt nicht zu Hause sei, gebeten worden, am nächsten Tage wiederzukommen. Diesem Wunsche hat Maduschke auch Folge geleistet, und von diesem Zeitpunkt ab hat man nichts wieder von ihm gehört. Vorläufig herrscht noch völlige Unklarheit über die Hintergründe der Mordtat. 20 Todesopfer beim Absturz des italienischen Bombers am Monte Lepini. Zu dem bereits gestern gemeldeten A b st u r z eines italienischen Bombenflugzeuges am Monte Lepini östlich von Littoria wird jetzt bekannt, daß außer den vier Mann von der Besatzung noch 16 Dorfbewohner ums Leben gekommen sind, die bemüht waren, nach der Notlandung Hilfe zu leisten. Die Bauern, die zu Ein Kulturfilmwerk von überwältigender Wucht und Schönheit. Hergestellt von der Frobenius-Tonfilm A.-G., Basel Von Basel über den Jura nach dem Vierwaldstätter See. Rund um die herrlichen Stätten der Teilgeschichte m. d. Dampfer. Luzern, Weggis, Fiüelen, Teilskapelle, Hohle Gasse, Seelisberg. Mit dem Südexpreß nach Lugano. Über den Gotthard n. durch d. wilden Schluchten des Tessin. Via Maggia u.Centovalli. Das wunderbare Ave Maria LKloster Madonna del Sasso. - Das prachtvolle Gotthardlied. - Stornelli delle Mamma auf dem Lago Maggiore. - Heimkunst n. Volksleben. - Bürgen und Schlösser. - Volkstrachten und Volksgebränche. f Einspaltige | werden zum ermäßigten elnen Eimer voll, und er hat für den ganzen Tag genug. Dabei ist es ganz gleich, was Sie ihm vorsetzen. Er ist ja ein Allesbrenner und noch dazu vom Häuser. — Ein Ofen, der Ihnen auch in den kältesten Tagen mollig warm gibt und Gemütlichkeit in das Heim zaubert Sein sachlicher und formgerechter Bau wird Sie immer wieder erfreuen, ebenso wie er durch seine geschlossene Türfront die Sauberkeit selbst ist und Ihnen dadurch viel Mühe spart. Und zum Schluß hat er sogar noch eine raffinierte Vorrichtung, nämlich die verdeckte Kochplatte. — Das wird er sein, der Ofen, den Sie suchen, wir führen ihn gern vor. Aelteres [05240 Tages- mädchen das bürgerlich kochen kann, für kleinen Haushalt sofort gesucht. Becker Marktplatz 6. Tüchtiges, ehrl. Tagesmädchen (evtl. Halbtagsmädchen) in Beamtenhaushalt sofort gesucht. Stevlianstr.511 Keine Zeugnisse in Urschrift andern nur Zeugnisabschriften dem Be- werbungsfchreiben beilegen I — Lichtbilder undBewerbungsunter- lagen müssen zur Vermeidung von Verlusten auf der Rückseite Ra- men und Anschrift des Bewerbers tragen! Mit dem Flugzeug über das gesamte Schweizer Alpengebiet. Erlebnisse von unvergeßlicher Schönheit 7176a Wie eine Weltoper klingt das Geschehen dieses Filmwerkes in die Herzen der Menschen Anzüge und Mäntel gibt es bei uns in einer Fülle und Preiswürdigkeit, die Ihnen die Wahl leicht macht Unsere Hau pt preis lagen: 26.- 33.- 39.- 46.- 52.- 58.- 64.- 75.- tartell setzt also an die Stelle der starren Preisbindung in gewisser Weise wieder den gesunden Leistungswettbewerb, und deshalb sieht man in ihm ein Mittel zur Auflockerung des Kartellwesens überhaupt. ?. B. Aus aller Welt. Das Urteil im Wetterer-Prozeß. Lpd. Heidelberg, 12. Nov. In dem Prozeß gegen den 68 Jahre alten Dr. med. Jos. Wetterer, der "seit 16. Oktober die Große Strafkammer des Heidelberger Landgerichts beschäftigte, wurde der Angeklagte wegen fortgesetzten und versuchten Betrugs und Wuchers zu zwei Jahren sechs Monaten Gefängnis, abzüglich zwei Jahren Untersuchungshaft, verurteilt. Seine V e r b r i n - gung in eine heil- und Pflegeanstalt nach Verbüßung der Reststrafe wurde angeordnet. Zur Begründung dieses Urteils führte der Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Dr. Erb u. a. aus: Der Angeklagte war anfangs ein tüchtiger Arzt und ernster Forscher und hat durch sein Handbuch der Röntgentherapie wertvolle wissenschaftliche Pionierarbeit geleistet. Im Laufe der Zeit haben sich aber beim Angeklagten unter dem Einfluß einer ungünstigen Erbanlage, der er keine ethischen Hemmungen entgegenzusetzen vermochte, eine ins Groteske gesteigerte Eitelkeit und Selbstüberhebung, eine ungezügelte Erwerbsgier und eine phantastische Unwahrhaftigkeit entwickelt. Aus diesen bedenklichen Charakterzügen heraus erwuchsen dem Angeklagten zunehmende Schwierigkeiten in den Beziehungen zu seinen Fachgenossen. Er wurde aus der Kassenpraxis ausgeschlossen, aus den Standesorgani- fationen ausgestoßen, boykottiert, isoliert. Wirtschaftliche Zukunftssorgen taten ein übriges, um aus dem seriösen Arzt und Forscher einen mit marktschreierischer Reklame arbeitenden Scharlatan, einen Betrüger und Wucherer zu machen. Der Angeklagte hat viele krebskranke Patienten teils über ihren hoffnungslosen Zustand, teils über seinen unzurei(Vermietungen KI.2-ZMohn. und Küche an ruhige, ältere Leute zu verm. Löberstr.3.lo524g | Mietgesuche | Geeigneter Raum zum Unterstellen von Möbeln sofort gesucht. Schr.Angeb.mil Preisangabe u. 05249 a.d.G.A. Möhl., heizb. Zimmer f. Herrn gesucht. Preisofferte unt. N. G. N. 36509 (7178V)a.d.G.A. Zimmer oderSchlafitelle heizb., geg. Vor- auszahLz. 15.11. ges.Schr.Angeb. mit Preisang. u. 05255 a.d.G.A. Stücke in erstklassiger Ausarbeitung, teils bester Schneiderhandarbeit: 88.- 98.- 106.- 112.- 122.- Tüchtiges, gut empfohlenes Ingesmöothen gesucht. neoD Blockstraße 7 I. Kinber- pflegerin zu zwei Kindern gesucht. Wo, sagt d. Geschäftsst. d. Gieß. Anz. 7170V | Kaufgesuche | Gebrauchte Weinfässer evtl, auch Apfelwein-Fässer, in jeder Größe zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote u. 05241 an d. Gieß. Anz. Weißer, gut erh. Herd sowie Ofen zu kauf, gesucht. Schr.Angeb.mit Preis unt. 05254 an d. Gieß. Anz. Verkäufe ""| Ackerland in Parzellen, ab 500 qm, zu verkaufen. Zu erfr. in d. Geschäftsst. d. Gieß. Anz. Gebrauchter Monneü- MlvM« zu verkaufen. Näheres 7mD । Steinstraße 37 v . |Verschiedenes| Klaviere sehr gut erhalt., zu vermieten. Bei später. Kauf wird die gezahlte Miete zum Teil angerechnet. G. Ebert Klaviermacher Ludwigstratze 5 Fernruf 2403. 3014000 (Hypothek) von Selbstgeber zuleihengesucht. Schr. Ang. unter 05245 and.G.A. Schwarzes, auf d. Namen Moor- chen hörendes Kätzchen seit Mittwoch abend vermißt. Abzug, geg. Belohnung bei 105256 Mler.rieuskaüM Vermählungsanzeigen bei Brühl, Schulstr.7 | Vereine | 1. Am 14. Nov. 1936 20.30 vhr.sind.im Cafe Leib die Botöoro- unö WMngsselek ki.Arllllerleoerellis Gießen statt. Die Kameraden des Standorts sind dazu eingeladen. Ich bitte um rege Beteil. 2.Aml6.Nov.l936 10.15 Uhr Antret, in der Senckenbergstraße vor d. O.-H. Museum z. Teilnahme an der Langemarck- feier am 116er- Ehrenmal. [7181d Anzug: Dunkl. Anzug, kl. Bundesabzeichen. Das Schießen a. 15. Nov. 36 fällt aus u. findet am 22.Nov. 1936 statt. Dec stonOortieiter Blßrine- kWernüWsl Gießen 1882. e.v. Teilnahme a. der Langemarck- Gedenkreier der ~ Gießener Studentenschaft Antreten Sonntag, 15. Novbr., vormitt. 10 Uhr, am Haus des Kameradschaftsführers. Beteiligung Pflicht, Bundes uniform loMi fürflrbßilsbordxaffung des Reichswetterdiensies. Ausgabeort Frankfurt. Der inzwischen zur südlichen Nordsee vorgestoßene Wirbel füllt sich jetzt rasch auf. Wir kommen dabei mehr und mehr in den Bereich der von seiner Rückseite nachdringenden kälteren Luft, so daß zwar keine volle Beständigkeit, aber doch zunehmende Be- ruhigung und Besserung erwartet werden kann. Aussichten für Samstag: Veränderlich mit häufigen Aufheiterungen und nur noch vereinzelt auftretenden Schauern, bei abflauenden westlichen bis nördlichen Winden Abkühlung. Aussichten für Sonntag: Zunächst wei- tere Beruhigung und Abkühlung, dann wieder etwas unbeständiger. Lufttemperaturen am 12. November: mittags 12,8 Grad Celsius, abends 9,1 Grad; am 13. November: morgens 8,8 Grad. Maximum 13,8 Grad, Minimum heute nacht 8,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 12. November: abends 7,2 Grad; am 13. November: morgens 7,1 Grad. — Niederschläge 0,5 mm. — Sonnenscheindauer 2 Stunden. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. X. 36: 10 000. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. w//, Stadttheater Heute Sa stag D 20-22.30 Erstaufführung Hop des Odysseus Preise von 0.65 - 3.30 RM. 20-22.4) Theaterring der NSKG. Ei; idealer Gälte Schauspiel v. Oscar Wilde Preise von 0.60-3.00 RM. gg Leupin-Creme u. Seife ■g vorzügl. Hautpflegemittel, seit über gg 20 Jahren bestens bewährt bei Hautjucken-Flechte Sreitag, (3. November 1936 Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Nr. 267 Zweites Blatt Die größte Brücke der Welt Reis, wissen?", fragt der alte Jäger. „Nichts einfacher als das: Ist es ein Hase, so läuft er; ist es eine Häsin, zur kleine Laqdqeschichien Im fängt Man Licht, Der pferdeschwets Son W. N Ttiofte. Dr. Saiki hat nun das Ziel, Einheitsmahlzei- ten in ganz Japan durchzusetzen. Er ist der Ansicht, daß der Japaner für seine drei täglichen Mahlzeiten zusammen nicht mehr als ungefähr 17 Sen braucht, und daß trotz des niedrigen Preises, alle für den Körper wichtigen Bestandteile in seiner Nahrung enthalten sein können. Er meinst auch, daß die' nächste Generation größer und den westlichen Völkern ähnlicher wird, wenn sie seinen, -nstatt zu 100 d. H. nur zu 70 v. H. polierten Reis schnittlich sechs Sen zusammengestellt, die alle die gleichen Nährwerte enthalten. Dr. Saiki hat es in seinem großen Ernährungsplan schon soweit gebracht, daß er einen großen Teil der Hausfrauen Tokios für feine Sechs- Sen-Mahlzeiten gewonnen hat. „Die Hausfrauen find meine besten Freunde und Unterstützer", sagte er einmal, „und damit ist schon viel gewonnen". Auch in Schulen hat es sich durch Versuche erwiesen, daß die Kinder, die durch Saikis Kost ernährt wurden, weniger von Krankheiten befallen wurden, als diejenigen, die den gewöhnlichen, zu 100 v. H. polierten Reis weiter bekamen. Auch die Kinder der kaiserlichen Familie, und sogar der Kaiser selbst essen die von Saiki oorgeschriebene Kost, denn wesentliche Essensunterschiede zwischen arm und reich gibt es in Japan kaum. Auch für den Fall einer Hungersnot werden in Dr. Saikis großer Versuchsküche Mahlzeiten von den verschiedensten, auf Japans Boden wachsenden Blumen, Gräsern und Sträuchern hergestelu, die man bisher als ungenießbar zurückgewiesen hat, die sich aber als gut bekömmlich und nahrhaft erwiesen haben. Was geschieht jedoch, wenn eine Hungersnot im Winter ausbricht? Auch daran hat Dr. Saiki gedacht. Aus einer Schublade holt er zwei Brote. Das eine ist aus gemahlenen Heuschrecken, das andere aus Stroh gebacken, und sie schmecken nicht einmal schlecht. Auch getrocknete Samenkörner und gemahlene Schlangen lassen sich gut zum Essen verwenden. Dr. Saiki arbeitet auch darauf hin, daß selbst im Ausland der 70prozentige polierte Reis zur Verwendung kommt. Er sagt: „Anstatt ganze Berge von gehaltlosen Speisen zu verschlingen, sollen die Menschen lieber weniger, aber nahrhafter essen". Berlin, 12. Novbr. (DNB.) Sir Thomas B e e ch a m, der auf Einladung des Botschafters v. Ribbentrop eine Konzertreise durch Deutschland macht, traf mit dem Londoner Philharmonischen Orchester auf dem Bahnhof Zoo ein. Nach der Begrüßung auf dem Bahnhof fand im Großen Festsaal des Rathauses ein offizieller Empfang statt. Oberregierungsrat Dr. Schamvogel richtete an die Londoner Gäste im Namen von Staatskommissar Dr. Lippert eine Ansprache, in. der er u. a. ausführte: Gerade die geistig - kulturelle Befruchtung zweier kulturnaher Völker sei besonders geeignet, das Verständnis auch auf anderen Lebensgebieten zu fördern. Es könne als ein besonders günstiger Umstand betrachtet werden, daß in demselben Augenblick, in dem die D r e s - den er Oper in London deutsches Kulturgut Dirigenten der Verständigung. Herzliche Begrüßung der Londoner Philharmoniker in Berlin Ein schleunigst abgehaltener Kriegsrat verdonnerte Rudi, einen Schwanz, und sei es den des Teufels, herbeizuschaffen, und zwar innerhalb von achtundoierzig Stunden, denn genau zwei Tage später sollte die Ausstellung eröffnet sein. „Js nich so schlimm, Rudi", tröstete ihn sein Freund Otto. „Weißt du was? Du gehst einfach in ein Sattlergeschäft und kaufst dir einen neuen Schwanz." — .Ganz gut", meinte Rudi, „aber kannste mir was pumpen?" Worauf Otto sagte: „Nen Sechser hab ich noch. Den kannste haben!" Zwei Tage darauf befand sich in Rudis Hosen- sack mit Hilfe seiner weitläufigen Verwandtschaft die Barschaft von zwei Mark. Seine große Schwester hatte ihm sogar noch einen weiteren Kredit m Aussicht gestellt, falls diese Summe nicht ausreichen sollte. Rudi hatte sich eigens für den Einkauf Urlaub geholt, und so stand er am Samstagmorgen im Laden des Sattlermeisters Lurz. „Einen Pferdeschwanz willst du haben?", fragte verwundertdieLurz- frau. „Du, Heinrich, haben mir Pferdeschwanz zu verkaufe", rief sie in die Werkstatt. „Du bis wohl jeck, Katrinche", antwortete ein barscher Baß, „ausgerechnet Pferdeschwänze, wo dat Roßhaar sowieso kaum herbeizuschaffen is!" — „Da hörst du et, mir haben kein Pferdeschwänz, geh doch mal bei Hepp- kausens fragen in der Adolf-Hitler-Straße, vielleicht bekommst du ihn da. Tut mir leid, junger Mann! Heil Hitler!" Rudi macht sich also auf nach der Adolf-Hitler-Straße. Aber dort bekommt er den gleichen Bescheid. „Frag doch einmal bei dem Meister Schwirtem in Dürscheid, is ja bloß e paar Minuten." E paar Minuten ist gut, dachte JxuDt, mit dem Rad war es eine halbe Stunde bis dahin. Und jetzt war es eine halbe Stunde bis dahin. Und jetzt schlug es bereits vom Marktplatz her halb zehn. Nun, da half alles nichts. Her mußte der Pferdeschwanz! Befehl ist Befehl. Rasch nach Hause und das Rad aus dem Keller geholt. Als er in die Dürscheider Landstraße einbog, hörte er feine Kameraden auf der Hauptstraße im Sprechchor rufen: Be ucht die Spielzeugausstellung im Mariensaal. Heute um 12 Uhr Eröffnung!" Dunnerlittchen, da wird's Zeit, dachte Rudi, und gab Gas. In der Rekordzeit von zwanzig Minuten war er m Dürscheid. Aber oh Schreck! Auch hier bekam er keinen Roßschweif. Was sollte er nun machen? Na, da half alles nichts. Um viertel vor Zwölf war Appell für die Bastelschar. Da hieß es sich beeilen Wie man einen Hasen im Sprung am schnellsten von einer Häsin unterscheiden kann, wollen Sie lungsreicher zu machen, , . , Ernährungsinstituts in Tokio, Dr. S a i f i, R. W.Berichterstatter. Aufgabe gemacht, eine E i n h e i t s k o st zu schaffen. Tausende von japanischen Fabrikarbeitern und Schulkindern essen täglich seine Kost, die genau so nahrhaft wie die der europäischen Arbeiter sein soll, aber nur sieben Sen pro Mahlzeit kostet. Ueberall im Lande, besonders in der Nähe von Schulen und Fabriken hat Dr. Saiki Küchen eingerichtet, in denen täglich dreimal nahrhaftes und billiges Essen hergestellt wird. Um aber ganz Japan vor Hungersnöten zu schützen, arbeitet Dr. Saiki an einem großen Plan. Bereits seit Jahren versucht er den genauen täglichen Kalorienverbrauch des Durchschnittsjapaners zu errechnen. Zu diesem Zweck mußten in seinem Institut 3000 Menschen 12 Stunden in vollständiger Ruhelage verbringen. Don jedem einzelnen errechnete er den Kalorienoerbrauch, und die Durchschnittszahl der 3000 ergab dann den Durchschnittsoerbrauch des ruhenden Japaners. Auf dieselbe Weise untersuchte er auch den arbeitenden Menschen. Ser Japaner muß sich nach der Decke strecken, die ihm die Ernährungsmöglichkeiten des Landes vorschreibt. Er muß ferner stets mit Naturkatastrophen rechnen wie Sturmfluten und Erdbeben, die zu erheblichen Ernteschäden führen. Um nun auch unter ungünstigen Bedingungen die Ernährung sicherzustellen, gleichzeitig aber auch die vorhandenen Lebensrnittel in erster Lime Im Berliner Rathaus wurde Sir T h o m a s B e e ch a m als Gastgeschenk ein Buch der Reichshauptstadt überreicht. — (Scherl-Bilderdienst-M.) den Engländern vermittelt, ein so bedeutender Kulturträger wie das Londoner Philharmonische Orchester uns englisches Kulturgut naherbringen werde. Der Besuch werde dazu beitragen, die gemeinsamen Bande noch mehr zu befestigen. Der Dirigent, Sir Thomas B e e ch a m . dankte für die herzliche Begrüßung und versicherte, daß dem Orchester der Besuch in Berlin em besonderes Erlebnis fei. Der Engländer schätze Deutschland als die älteste Heimat der Musik An den Empfang schloß sich eine Besichtigungsfahrt durch Berlin und Potsdam. Am Freitagabend wird als erstes Konzert der Deutschlandreise in der Berliner Philharmonie ein Konzert stattfinden, an das sich ein Kameradschaftsabend mit den Berliner Philharmonikern anschließt. Das Gastspiel wird in der Zeit von 20 bis 22 Uhr v o m D e u t s ch l a n d s e n d e r übertragen. Der Reichssender Frankfurt a. M. übernimmt den zweiten Teil des Konzertes ab Als er am Mariensaal ankam, trug man gerade das schweiflose Roß hinein. Auf die Fragen einiger Kameraden antwortete Rudi mit einem traurigen Kopfschütteln. Nicht au^udenken diese Schande! Da würden die vom Fähnlein Wlt'ch^ mal wieder etwas zu lachen haben. Er stellte sich abseits hin und stierte auf den Marktplatz, plotz- R e'i s Fisch und Feldfrüchte für die Er-s ißt, m dem noch die wichtigsten Vitamine unter nährung des Körpers ertragreicher und abwechse- der Schale enthalten sind. Um Abwechielung i - • - hat es sich der Direktor des seine Emheitsnahrung zu bringen, hat Saiki bereits ' cs- zur 500 verschiedene Mahlzeiten zu durch- Zeitschnffen. — In Westermanns Monatsheften erhebt der Hauptschriftleiter die Forderung „Buch sei Brot!", indem er für das Buch eintritt, das einem geistigen und seelischen Bedarf gerecht zu werden vermag. Aus Anlaß der Buchwoche ist dem Heft ferner eine farbige Karte beigelegt, aus der die Geburtsorte der lebenden deutschen Dichter zu ersehen sind. Reiz hat auch der Aufsatz „Mit Pauken und Trompeten", der, mit farbigen Zeichnungen illustriert, die Militärmusik der Völker und Zeiten aufmarschieren läßt. Zur 125. Wiederkehr des Todestages Heinrich von Kleists werden die tragischen Umstände beleuchtet, die dem Leben und Schaffen des zeitverkannten großen Preußen ein allzu frühes Ziel gefetzt haben. Die Kunst ist vertreten mit der ernsten Erscheinung des Holzbildhauers Otto Flath. und mit Nirosta-Reliefs, die Erich Kuhn bei Krupp gegossen hat. Ein anderer illustrierter Beitrag wur- digt die Leistung des Berliner Architekten Hermann Jansen, dem der Ausbau der türkischen Hauptstadt Ankara anvertraut ist. Die Vorgänge m Palästina werden unter dem Gesichtswinkel „Der Islam unb die Juden" betrachtet. konzertieren zur Zeit in Deutschland. Beiden geht ein hoher künstlerischer Ruf voraus. Sie stehen in der ersten Reihe der Größen ihres Fachs. Wenn sie zu uns kamen, so vor allem, weil sie wissen, daß das deutsche Volk über ein ausgeprägtes musi- kalisches Empfinden verfügt und daß ihre künstlerischen Leistungen hier ganz besondere Anerkennung finden. Mit ihren Gastspielen auf deutschem Boden heben sie sich aber auch von jenen Künstlern ab, die noch immer im Nebel der Völkerfeindschaft herum irren und lieber um Deutschland einen großen Bogen schlagen, als hier Proben ihres Könnens abzulegen. Wir trauern nicht um diese Männer. Eines Tages werden sie wohl ihren Irrtum erkennen und bereuen, was sie taten. Um so mehr freuen wir uns über jede neue kulturelle Verbindung zwischen Deutschalnd und dem Ausland. Denn abseits vom politischen Tagesstreit kann künstlerisches Schaffen in allen Ländern gedeihen, es kann auch ein Austausch kultureller Güter stattfinden, der unter Umständen sehr viel dazu beitragen wird, diesem politischen Tagesstreit 21 Uhr Bekannte ausländische Dirigenten — neben Beecham auch der Holländer Mengelberg — Von unserem ständigen Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Tokio. Ende Oktober 1936. Ueber die Genügsamkeit des Japaners sind wahre Wunderdinge verbreitet. So stark sich „westliche Einflüsse" auf das moderne Japan ausgewirkt haben, umso hartnäckiger hält die breite Masse der Japaner an überkommenen Lebensgewohnheiten, insbesondere an der für Europäer kaum vorstellbaren Genügsamkeit fest. Die in vielen Zeitschriften ober Zeitungen verbreiteten Bilder über den „modernen Japaner", wie z. B. elegant gekleidete, auf der Finza promenierende Jugend, reihenweise Bars, Kinos, Cafes, Eisdielen, oder gar Filmstars, Sportgrößen find nicht immer geeignet, zutreffende Vorstellungen über Land und Leute zu geben. Wir vergessen immer wieder, daß, von Ausnahmen abgesehen, die überwiegende Masse des Volkes anspruchslos und genüg} am in seinen Lebensgewohnheiten ist. Diese Genügsamkeit ist dann auch ein wesentlicher Bestandteil der Kräfte, die Japan in kurzer Zeit in die Reihe der Großmächte aufrücken ließ. Es war im November 1935, der Auftakt qroßen Winterhilfsaktion unseres Jungbannes war beendet. Im Heim der Bastelschar des Fähnleins Richthofen herrschte ein toller Betrieb. Der letzte Schliff war an die Spielsachen gelegt worden. Nun gingen die einzelnen Wunderwerke von Hand zu Hand. Aber als alles gebührend bewundert war, entdeckte der Pimpf Rudi, daß dem Prachtstück, dem großen, hölzernen Apfelschimmel, der auf der Spielzeugausstellung gewissermaßen als Krönung des ganzen die Blicke der Besucher auf sich Ziehen sollte, der Schwanz ausgefallen war. Dieser Apfelschimmel war unter schwierigsten Umständen hergerichtet worden. Der rechte Vordersatz fehlte ganz und am linken Hinterbein zeugte nur noch ein kümmerlicher Stumpf von der ehemaligen Herrlichkeit edler Rennerfefseln. Irgendein- Farbe war schon gar nicht mehr vorhanden. Ueb-rall zerstörte das heroortretende rohe Holz die Illusion von Fleisch und Blut. So war bald das H-nn m eine Hohickmikerwerkstätte verwandelt. Es war Ehrensache für die ganze Bastelschar, das edle P erdege- bilde zu vervollständigen. Jeder fühlte sich Jur das Gelingen des Werkes verantwortlich, und als endlich nach vielen Mühen es dem Otto, der einem Drechsler ein paar Handgriffe abgelauert hatte, ge= lang ein gekrümmtes Vorderbein herzustellen da war auch das Hinterbein bald fertig. Der Anstrich machte dann keine Schwierig eiten mehr F,x und fertig gesattelt und gezäumt stand endlich der Apfel- schimmel aus dem Werktisch. Da aber hatte er M) schon längst die Herzen der Bastler erobert. Er war 3u einer Art Kornpamepferd für die Beleg- schast'des Heimes geworden^ »nd wenn d.e Pimpse eines bedauerten. Io war es. daß ste !> ' , lern und in die Kleinstadtschwemme reiten konnte m Und nun hatte dieser Herrlichste von ollen seinen Schwanz verloren. Aber was 'st ein Pse^ ohne Schwanz? Dasselbe wie em Soldat ohne Gewehr wie -in Pimpf Of)ne Timpfenprobe. $,e fDicmn aus einmal stürzten sich m j>16 ®^r!)en herbeioe- Der Kleistertopf und die Schere wurden Perbeige holt. Er konnte nicht auf den überfüllten W rktisch aeftellt werden Deshalb hielt man es für geraten, ^ie schwlersge Operation durch einen brennenden Kerzenstummel zu erhellem Aber Weh und Ach. Stellt euch vor: der Rudi, dem das ehrenvolle Amt oblag, °l? lebender Kerzenständer zu fungieren be. kam im besorgten Gedränge ->n-n S °ß. d.e fier- denflamme leckte nach dem Schwanz, und schon war der Schwanz, der lange, schone, weiße Rotz schweif, ein Raub der Flammen geworden. Die größte Brücke der Welt, dieOaklandbrücke, durch welche die Halbinsel, auf der San Fr an- zjsko liegt, mit dem Festlande verbunden wird, wurde vom Präsidenten Roosevelt emgeweiyt. l)te Baukosten verschlangen 77 Millionen Dollar. Unser Bild veranschaulicht die gewaltige Ausdehnung der riesigen Brücke über das Goldene Tor, den Hasen San Franziskos. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Japanische Mahlzeiten, genormt. Dr. Saiki schafft nahrhaste und billige Einheitskost. lich aber kam Leben in seine Augen. Auf dem Fuß drehte er sich herum und heidi sauste er davon, die Treppe zum Ausstellungsraum hinauf. Ehe ferne erstaunten Kameraden eine Frage über die Lippen brachten, war er auch schon wieder an ihnen vorbei unb in einem Lauf über ben Marktplatz bavon. Es blieb ihnen keine Zeit zu langen Erörterungen, bem gerabe trat ber Fähnleinführer aus bem Mariensaal unb tommanbierte: Antreten! Wer fehlt? hieß es; Rubi Hanbke, melbete ber Führer der Jungenschaft. Er ist gerade aus dem Hause davongelaufen! Nä Da ist er! rief aber da hastig Otto. Hurra! Alles machte lange Hälse, unb siehe da' Da staub ber Pimpf Rubi vor bem Fuhrwerk bes Gemüsebauern Raffelsiefen, unb in ber Hand hielt er eine Schere unb bamit schnitt er bem Pferd das vor den Wagen gespannt war, aus fernem schönen, langen Schweif ein Büschel Haare ab. Kurz darauf meldete er sich atemlos zur Stelle. Befehl ausgeführt, keuchte er. Enä! rief da einer aus der Hinterreihe, bä Stütz is schwaz, ne Apfelschimmel mit nem schwaze Stütz, bat git es nit. Droh- nenbes Gelächter erscholl. Aber ba r:ß ber Otto dem Rubi bie Haare aus ber Hanb unb sprang hmter den Mariensaal. Als er wiederkam, waren sie schneeweiß. Er hatte sie in einen Eimer mit Lo ch- kalk gezappt, ben bie Maurer bort über Mittag stehenließen. Somit waren alle Bedingungen er- . füllt. Der empörte Besitzer des Pferdes war zwar , halb barauf schimpfenb zur Stelle. Aber als ber . Fühnleinführer ihm bie ganze Geschichte „erzählte, i mußte er schließlich lachenb rufen: Ich wünscht, fo ne Jung Hütt ich auch. Feierlich brehte Rubi bem ' Apfelschimmel Valentin ben Schweif m bas Hm- ’ terteil. Ja, sagt er zu feinen Bastelkameraben, m- ; bem er sich mit bem ßeimpinfel an bie Stirn tippte: . Alles halb fo roilb. Hier muß et sitze. Koppken! Unb feit biefem Tage hieß er für immer unb alle Zeiten nur noch „Köppken". Winter zur Nachtzeit, wenn es sehr kalt ist, man Hasen auf folgenbe Weise in Amerika: nimmt eine Laterne mit einem brennenben setzt sie braußen, wo es Hasen gibt, auf ben Boden unb wartet, versteckt hinter einem Busch. Die Hasen kommen, angelockt vom Licht, herbei unb schauen angestrengt in die Laterne, bis ihnen die Augen übergehen. Die Tranen ausen auf den Boden, die Hafen frieren fest. Nun tritt man hervor bricht das Wild ab. steckt es in den Rucksack und geht nach Hause. * so läuft sie!" Als sich eines Tages in alter Zeit eine Wachtel in einen Pariser Gerichtssaal verflog, haschte alles nach dem Vogel, selbst ber Präsibent. Da rief ihm ber Generalabvokat zu: „Herr Präsibent, werben Sie nicht zum Wilberer, nehmen Sie sich in acht vor ben Jagbgesetzen!" * Ein Oberförster war bafür bekannt, baß er keinen Verstoß gegen bie Jägersprache bulbete. Als bei einer Treibjagd ein Treiber eine blutende Verletzung am Ohr des gestrengen Herrn gewahr wurde, näherte er sich unb sagte: „Der Herr Oberförster schweißen am Löffel!" , Es wirb behauptet, baß ber berühmte Maler Abolf Menzel ein einziges Mal an einer Jagb teilgenommen habe, an einer Hofjagb. Nach langen Be- mühungen fei es gelungen, ben kleinen Mann zu bewegen, sich mit seiner Flinte aufzustellen. Plötzlich kommt ein Hase auf Menzel zu unb macht ein Männchen, inbes ber Maler bas Gewehr hebt. Da tut ihm das Tier leib, unb er ruft: „Du Kleener, jeh doch weg, hier wird scharf jeschosfen!" Der Hase stutzt und folgt dem Rat. Ob Menzel fein Skizzenbuch bei sich hatte und den Meister Lampe darin verewigte, wirb leider nicht berichtet. Hans Galgen. W K ■ < WWW Scharfen und zu nahmen. So b.'gruß?n wir auch die ausländischen Dirigenten, deren Fähia- keiten wir zu schätzen wissen und die ihrerseits nicht gekommen wären, wenn sie nicht wüßten, daß ihr Ansehen sie verpflichtet, auch in Deutschland, dem ältesten und tradikionsreichsten Land der musikalischen Kunst, zu dirigieren. Sie schaffen durch ihr Auftreten ein gemeinsames kulturelles Erleben, an dem die Nationen unserer Gäste ebenso beteiligt sind wie wir als Gastgeber. Oberbürgermeister i.R. Or.Gebeschus1> LPD. Hanau, 12. Nov. Am Donnerstag früh ist der frühere Oberbürgermeister von Hanau Dr. Gebeschus an einer Herzschwäche im Alter von fast 81 Jahren geworben. Fast ein Vierteljahrhundert, von 1893 bis 1917, stand Dr. Gebeschus an der Spitze der Hanauer Stadtverwaltung, nachdem er zuvor Rechtsanwalt und Notar in St. Goarshausen und dann Bürgermeister von Höchst a. M. gewesen war. Bei seinem im Jahre 1917 infolge eines Herzleidens erfolgten Rücktritt verlieh ihm die Stadt Hanau in Würdigung seiner rastlosen Arbeit das Ehrenbürgerrecht. Im Laufe seiner 24jährigen Amtstätigkeit konnte sich Dr. Gebeschus für die Stadt Hanau bleibende Verdienste erwerben, denn ihm war es vergönnt, eine Reihe bedeutsamer Projekte zur Durchführung zu bringen, so u. a. die Tiefenentwässerung der Straßen und Grundstücke der Stadt und die Eingemeindung von Kessel- 'stadt. Dr. Gebeschus mnr auch über b;e Ganzen Hanaus hinaus in vorbildlicher Weise für die Vro- oinz tätig. So wirkte er als Vorsitzender des Landesausschusses in Kassel und des Hessen-Nassauisch- Waldeckschen Sparkassenverbandes, dessen Ehrenmitglied er bis zu seinem Tode geblieben ist. Förster von einem Hirsch angeg ingen. Mil schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingelieferl. Lpd. Kronberg (Taunus), 12. Nov. In dem Kronberger Wald bei F a l k e n st e i n ist ein mehrere Hektar großes Wild gatt er angelegt und mit zahlreichen Hirschen besetzt. Als am Mitt- wochvormittag ein Forster das Gitter betrat, wurde er von einem kapitalen ungari- chen Hirsch angegangen. Das Tier schleuderte den Förster in die Luft und griff ihn dann ofort wieder an. Der Förster besah die Geistesgegenwart, sich an dem Geweih festzuklammern, wurde aber von dem wütenden Tier an einen Baum gedrückt. Nur dem Umstand, daß ein mutiger Waldarbeiter dem Hirsch mit einer Beilhacke zuleide ging, hat der Förster sein Leben zu verdanken. Die ersten Hiebe beachtete das Tier kaum, erst als der Waldarbeiter das Eisen in den Hals schlug, schüttelte es den Förster vom Geweih ab und lief davon. Dem Förster sind mehrere Rippen eingedrückt worden, so daß er in ein Krankenhaus eingeliefert werden mußte. Wirtschaft. Oer deutsche Außenhandel in den ersten neun Monaten 1936. Fwd. Die Einfuhr hat von Januar bis September 1936 gegenüber dem gleichen Zeitraum 1935 leicht zugenommen. An der Steigerung hat ausschließlich die überseeische Ländergruppe teilgenommen (+7,6 v. H.). Die Lieferungen der europäischen Länder waren geringer, als im Vorjahre (—2,4 v. H.). Stark rückläufig war insbesondere die Einfuhr aus Sowjetrußland (—54,7 o. H.) und Frankreich (—47,6 v. H.). Zugenommen hat die Einfuhr innerhalb Europas aus den südöstlichen Agrarländern, aus Dänemark, Schweden und der Türkei. An der Zunahme der Einfuhr aus Uebersee waren in erster Linie diejenigen Länder beteiligt, welche Oelfrüchte und Oelsaaten liefern (Britisch- Westofrika, China, Britisch-Jndien, Britisch-Ma- laya, Philippinen, Belgisch-Kongo). Beträchtlich höher waren die Bezüge auch aus Iran, Mexiko, Kolumbien, Chile, Venezuela und Kanada Aus Brasilien hat die Einfuhr um fast 30 v. H., aus Argentinien um rund 18 v. H. abgenommen. Geringer war schließlich die Einfuhr aus der Südafrikanischen Union, Aegypten, Französisch-Westafrika und Niederländisch-Jndien. D^ Ausfuhr hat nach Uebersee um 23,2 v. H., nach Europa um 9,3 v. H. zugenommen. Der Anteil der überseeischen Ländergruppe an der Gesamt- ausftchr erhöhte sich dadurch von 26,2 auf 28,6 v. H. Er ist damit größer als in irgenb einem der letzten zehn Jahre. Gegenüber dem Vorjahre hat sich die Ausfuhr besonders nach den australischen, afrikanischen und amerikanischen Ländern erhöht. Hervorzuheben sind die Absatzsteigerungen nach Peru (+ 89,2 v. H.), Kolumbien (+ 71,0 v. H.), Chile (+ 70,6 v. H.), Venezuela (+ 56,6 v. H.), Mexiko (+ 52,6 v. H.) und Britisch-Westafrika (+ 70,8 v. H.). Von den europäischen Abnehmerländern haben sämtliche nord-, ost- und südeuropäischen Länder, mit Ausnahme Litauens, mehr Waren als im Vorjahre ausgenommen. Von den west- und südeuropäischen Ländern haben Großbritannien und Frankreich ihre Einfuhr aus Deutschland leicht gesteigert. Die Handelsbilanz schloß in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres im Warenverkehr mit Europa mit einem Ausfuhrüberschuß von 621,8 Millionen Mark gegenüber 368,0 Mill. Mark im gleichen Vorjahreszeitraum ab. Besonders stark hat sich dabei der Warenaustausch mit Frankreich, Großbritannien und Sowjetrußland aktiviert. Während z. B. im Januar- September 1935 im Außenhandel mit Sowjetrußland ein Einfuhrüberschuß von 135,1 Mill. Mark zu verzeichnen war, ergab sich im laufenden Jahre ein Ausfuhrüberschuß von 15,0 Mill. Mark. Zurückgegangen ist innerhalb Europas der Aktivsaldo insbesondere gegenüber Italien, Schweden und der Schweiz. Im Warenverkehr mit Uebersee sank der Einfuhrüberschuß von 391,9 Mill. Mark im Januar-September 1935 auf 295,6 Mill. Mark im Januar-September 1936. An der Entlastung der Handelsbilanz waren hauptsächlich die amerikanischen Länder, insbesondere Brasilien, Argentinien und Chile beteiligt. Auch im Außenhandel mit den afrikanischen Ländern ist eine Abnahme des Passivsaldos zu verzeichnen. Zugenommen hat der Einfuhrüberschuß demgegenüber im Handelsverkehr mit Australien und Asien. Während sich die Passivität im Warenaustausch mit Britisch-Jndien und Ma- laya erhöhte, verringerte sich gleichzeitig die Aktivität des Außenhandels mit Japan und Palästina. Nhein-Mainische Börse. TNittagsbörse schwach. Frankfurt a. M., 12. Nov. Die weiter schwache Haltung der Auslandswerte, die sämtlich mit dem Minus-Vorzeichen erschienen, beeinflußte auch die inländischen Werte, so daß die Börse insgesamt in recht schwacher Haltung eröffnete. Das Geschäft bewegte sich dabei in sehr engen Grenzen. Am Aktienmarkt ergaben sich bei verhältnismäßig kleinen Abgaben durchschnittliche Rückgänge von 1 v. H., einzelne Spezialwerte waren stärker gedrückt. IG. Farben gingen auf 172,40 (173,65) zurück, Metallgesellschaft verloren 1 v. H., Deutsche Erdöl 0,65 v. H. Am Montanmarkt ermäßigten sich Hoesch auf 120 (121,75), Mannesmann auf 117 (118,25), Klöckner auf 126,75 (127,75), Verein. Stahl auf 123,75 (124,50), Rheinstahl und Harpener blieben behauptet. Von Elektroaktien lagen Elektr. Lieferungen mit — 2,25 v. H., Siemens mit —3 v. H. und AEG. mit —1 v. H. recht schwach, RWE. verloren 0,75 v. H. Maschinen- und Motorenwerte ließen bis 1 v. H., Muag 1,50 v. H. und Rheinmetall 1,75 v. H. nach; Junghans zogen dagegen 0,40 v. H. an. Im einzelnen verloren Holzmann 3 o. H., Bemberg 3 v. H., Reichsbank 1 v. H., Westdeutsche Kaufhof und Zement Heidelberg je 0,50 v. H., auch Schiffahrtsaktien lagen bis 0,65 v. H. niedriger. Von Auslandsaktien kamen zunächst nur AKU. mit 73,75 (77,75) und Otavi Minen mit 35,75 bis 35,65 (39) zur Notiz. Deutsche Renten lagen ruhig, Altbeütz 0,25 v. H. schwächer mit 118,40, Kommunal-Umschuldung unverändert etwa 90. Zertif. Dollar-Bonds verloren bis 1 v. H., 6 v. H. Preußen 74,25, 6 v. H. Spargiro 74. Ausländische Renten erschienen ebenfalls zumeist mit Minus-Zeichen; zur Notiz kamen vorerst Ungarn Gold mit 10,13 (10,90) und Anatolier I und II mit 33 (34,35). In der zweiten Börsenstunde zeigte sich für deutsche Aktien eher eine mäßige Erhöhung, nachdem nach den ersten Notierungen verschiedentlich weitere Abschwächungen von 0,50 bis 1 v. H. ein- getreten waren. Bon Montanwerten notierten Hoesch mit 119,25 bis 120 nach 120, dagegen Harpener 155,50 nach 157, im übrigen lagen zweite Kurse kaum vor. Auslandswerte waren weiter schwach, AKU. 72,50 bis 69 nach 73,75, Chade A bis C kamen mit 280 bis 276 (320) zur Notiz, Otavi gingen auf 34 nach 35,65 zurück. Von später notierten Werten gaben Licht & Kraft auf 157,25 (159,50) und AG. für Verkehr auf 124,75 (126) nach. Renten lagen auch später ruhig und behauptet. Von Ausländsanleihen ließen Ungarn Gold auf 9,90 nach 10,13, 1914er Ungarn auf 8,13 bis 8 (9), 5 v. H. innere Mexikaner auf 5,65 (6,25), 4,50 v. H. Irrigation auf 8,40 (9,25) und 5 v. H. äußere Goldmexikaner auf 12 (13) nach; auch Rumänen bröckelten 0,25 bis 0,50 v. H. ab. Der Pfandbriefmarkt lag weiter still und fast unverändert, auch Stadtanleihen wichen nur geringprozentig ab. — Tagesgeld unverändert 2,50 o. H. AbcndbSrfe uneinheitlich. An der Abendbörse lag zunächst weiteres Angebot in Auslandswerten vor, so daß die Kurse verschiedentlich weiter nachließen; gleich danach setzten jedoch in größerem Umfange Käufe ein, so daß schließlich gegen die tiefften Notierungen kleine Erholungen eintraten. Das Geschäft war ziemlich lebhaft. Aku 68,50 bis 70,25 (67,50), Otavi Minen 32,65 bis 34 (33,50), 4proz. Ungarn Gold 9,25 bis 9,13 bis 9,45 (9,40), 5proz. äußere Mexikaner 11,50 bis 11,75 (11,50), ferner erholten sich 4proz. Schweiz. Bundesbahn auf 128 (125). IG.-Chemie Basel bröckelten noch ab, volle auf 150,50 (151,65), leere auf 134,50 (135,50). Auch für deutsche Aktienwerte war die Entwicklung ähnlich. IG.-Farben bei größeren Umsätzen 171,50 bis 172 (172); Nachfrage sanden Montanwerte, Verein. Stahl 122 bis 122,75 (122,25), Hoesch 119,75 (118,50), Mannesmann 116,40 bis 116,75 (116,40). Th. Goldschmidt waren zunächst 1 v. H. fester mit 130,50, am Schluß aber zu 129,50 angeboten. Im übrigen wichen die Kurse im Vergleich zum Berliner Schluß nur um Bruchteile eines Prozentes nach beiden Seiten ab. Der Rentenmarkt lag bei kaum veränderten Kursen sehr still. U. a. notierten: 6proz. JG.-Farben 136,65, Reichsbahn-VA. 125,90, 1914er Ungarn 7,75, 4proz. Ungarn Gold 9,25 bis 9,13 bis 9,45, 5proz. Rumänen 6,65, 4proz. do. 5,60, 4proz. SBB. 128, 5proz. äußere Mexikaner 11,50 bis 11,75, Commerzbank 110, DD-Bank 111,50, Dresdner Bank 109, Ilse Genuß 147, Mannesmann 116,40 bis 116,75, Hoesch 119,75, Rheinstahl 153, Verein. Stahl 122 bis 122,75, Otavi Minen 32,65 bis 34, Aku 68,50 bis 70,25, AEG. 40,25, Bemberg 115, Zement Heidelberg 165,50, IG.-Chemie Basel volle 150,50, do. leere 134,50, Daimler 121,50, Deutsche Erdöl 143, Scheideanstalt 271, JG.-Farben 171,50 bis 172, Gesfürel 144,50, Goldschmidt 130,50 bis 129,50, Holzmann 135, Junghans 112, Muag E 129,75, Metallgesellschaft 152,50, RWE. 137,75, Westdeutsche Kaufhof E 60, Südd. Zucker 200,50, AG. für Derkehrsw"sen 125, Dürrwerke Ratingen 50,13. Frankfurter Sdilachtoiehmarft Frankfurt a M., 12. Nov. Auftrieb: 62 Rinder (gegen 26 am letzten Donnerstagmarkt), darunter 0 (6) Ochsen, 4 (1) Bullen, 51 (10) Kühe, 7 (9) Färsen; Kälber 521 (532), Hammel und Schafe 95 (562), Schweine 988 (764). Notiert wurden pro 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Bullen a) 41 bis 43 (—); Kühe a) 41 bis 43 (—), b) 35 bis 39 (—), c) 30 bis 33 (—), d) 20 bis 25 (—); Färsen a) 44 (—); Kälber a) 60 bis 65 (65), b) 50 bis 55 (55), c) 40 (40), d) 40 (40); Hämmel b2) 47 bis 48 (45 bis 48), c) 45 bis 46 (41 bis 44); Schafe f) 25 bis 30 (27 bis 35); Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51); Sauen gl) 56 (56). — Marktverlauf: Rinder und Schweine und Kälber wurden zu- geteilt. Hämmel und Schafe mittelmäßig, ausverkauft. Grvßmarkt für Fleisch und Fettwaren. Beschickung: 675 Viertel Rindfleisch, 822 halbe Schweine, 154 ganze Kälber, 57 ganze Hammel, 44 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilogramm in Mark: Ochs en fleisch a) 80; Bullens! ei sch a) 76; Kuhfleisch a) 77, b) 65, c) 54; Färsenfleisch a) 80, b) 69; Kalbfleisch a) 107, b) 96, b) 82; Schweinefleisch b) 74 (alles Höchstpreise); Hammelfleisch b) 90 bis 100; Fettwaren nicht notiert — Marktverlauf mittelmäßig. Marktverlegung: Mit Rücksicht auf den* Buß- und Bettag wird der Markt vom Donnerstag, 19., auf Freitag, 20. November, verlegt. Schweinemarkt in Grünberg. + Grünberg, 12. Nov. Der heutige Markt, Kleiner Gallusmarkt genannt, hatte einen Auftrieb von 241 Ferkeln. Folgende Preise wurden erzielt: Bis 6 Wochen alte Ferkel 11 bis 13 Mark, 6 bis 8 Wochen alte 14 bis 17 Mark, 8 bis 13 Wochen alte 18 bis 22 Mark. Marktverlauf: lebhaft, ausverkauft Die Mrkte dieser Woche. Nhein-mainischer Getreidemartt. In dieser Woche hielt, soweit die Bestellung abgeschlossen ist und der Drusch wieder ausgenommen werden konnte, die leichte Besserung der Getreideanlieferungen aus unserer Gegend an. Allerdings muß ein Teil der Zufuhren noch für die Erfüllung der alten Lieferungsverpflichtungen herangezogen werden, aber die Versorgung der Mühlenvetriebe zeigt doch keine Lücken. Die Mühlen kaufen zwar für die nächsten Monate jede Menge Weizen auf und sind auch bestrebt, ihren Einlagerungsverpflichtungen nachzukommen. Nord- und mitteldeutsches Angebot ist nicht am Markt. Die Versorgung der ländlichen Mühlen mit Roggen ist genügend, abgesehen von wenigen Betrieben, deren Bemühungen um Beschaffung von Mahlgut wegen ihrer ungünstigen Lage zum Teil erfolglos waren. Ein gewisser Ausgleich konnte hier durch die Andienungspflicht erreicht werden. Norddeutsches Roggenangebot liegt nicht vor, zur Zeit auch nicht am Wasserwege, wo allerdings die Mühlen genügend eingedeckt sind. Die erhöhte Handelsspanne wird nach wie vor in allen wirtschaftlich berechtigten Fällen bezahlt. Die Nachfrage nach Braugerste hält an, so daß die Einkaufspreise sich mehr und mehr den Verbraucherhöchstpreisen nähern, trotzdem ein großer Teil der Verarbeiter schon nahe an die Eindeckung ihrer Kontingente herangekommen ist. Dem groben Bedarf an Jndustriegerste stehen keine Zufuhren gegenüber. Auch Futtergerste ist sehr gefragt, aber nur aus der 5prozentigen Pflichtanlieferung erhältlich. In Hafer läßt das Angebot noch zu wünschen übrig. Jndustriehafer war aus Norddeutschland und Bayern erhältlich, aber nicht unterzubringen. Weizenmehl hat sehr lebhaftes Bedarfsgeschäft, Roggenmehl wird von den ostdeutschen und hiesigen Mühlen genügend geliefert. Am Futtermittelmarkt steht die Nachfrage nach Futtergetreide, wie Hafer, Gerste und Futterweizen im Vordergrund. Als Ersatz nahmen die Mäster vielfach Weizenfuttermehl, lieber Kleie kann in ausreichendem Maße verfügt werden. Nur an Roggenkleie ist der Mangel noch nicht ganz behoben. Während Trockenschnitzel, entgegen den Erwartungen, nicht sehr lebhaft ausgenommen werden, ist die Nachfrage für Biertreber, Malzkeime und für ölhaltige Mischfutter sehr gut. Die zweite Zuteilung von Oelkuchen wird Mitte des Monats zur Auslieferung kommen. Rauhfutter wurde wenig gehandelt. 3tt)ein=mainifd*e Gchtachtviehmürkte. Die rhein-mainischen Schlachtviehmärkte nahmen in dieser Woche zumeist einen lebhaften Verlauf. Obwohl die Beschickung in den einzelnen Gattungen kein einheitliches Bild aufwies, konnte die Nachfrage des Konsums voll befriedigt werden. Die Preise haben, da sie größtenteils gebunden sind, keine Veränderungen von Belang erfahren. Die Märkte wurden überall glatt geräumt. In der Beschickung mit Großvieh ist ein leichter Rückgang auf insgesamt 1264 (1714) Tiere eingetreten, Der sich aber nicht bemerkbar machte, da den meisten Märkten zusätzlich Husumer Weidevieh und geschlachtetes ausländisches Frischfleisch zugeführt wurde. Im übrigen verteilte sich der Auftrieb wie folgt: Frankfurt 862 (1342), Mainz 301 (262), Wiesbaden 101 (110). Die Tiere, deren Qualität durchweg mittel bis gut war, wobei besonders bei den Kühen eine bessere Durchschnittsqualität festgestellt wurde, wurden den Metzgern zugeteilt. Die Anfuhren von Schweinen haben sich, den Erwartungen entsprechend, weiter ganz erheblick verstärkt. Die Beschaffenheit der Tiere entsprach überwiegend den Anforderungen der Märkte. Der Anteil von Fettschweinen hat sich gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres wesentlich gehoben. Die Gesamtzufuhr stellte sich auf 6620 (5782) Tiere, davon entfielen allein auf Frankfurt 4022 (3570), auf Mainz 1010 (868), auf Wiesbaden 925 (851) und auf Darmstadt 663 (493) Stück. Außerdem wurden dem Frankfurter Markt 300 geschlachtete Schweine seitens der Reichsstelle zugeführt. Auf allen Märkten erfolgte zu unveränderten Preisen Zuteilung. Der Auftrieb an Kälbern hat sich auf 1609 (1528) Stück gehoben. Die Erhöhung entfiel auf die Markte in Mainz und Wiesbaden mit 253 (215) bzw. 278 (233) Stück, während in Frankfurt mit 932 (937) und in Darmstadt mit 146 (143) Tieren die Auftriebe gegen die Vorwoche ziemlich gleich blieben. Der Frankfurter Auftrieb enthielt etwa 10 v. H. norddeutsche Tiere. Die Durchschnittsqualitäten bewegten sich zwischen mittel bis gut; Interesse zeigte sich hauptsächlich nach schweren Tieren. Während in Frankfurt Zuteilung erfolgte und in Wiesbaden die Zufuhr kontingentiert wurde, verlief das Geschäft in Mainz langsam. Die Preise bewegten sich auf unveränderter Höhe. Der Auftrieb an Schafen hat sich nach dem Eintopf-Sonntag wesentlich verringert auf insgesamt 316 (904) Stück. In Frankfurt standen 248 (799), in Wiesbaden 46 (79), in Darmstadt 22 (26) Tiere zum Verkauf. In Frankfurt konnte sich das Geschäft etwas beleben, so daß die Preise auf dem etwas ermäßigten Stand der Vorwoche behauptet blieben. Die Märkte wurden geräumt. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnach. mittag geschlossen. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Retchsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Frankfurt a. M. | Berlin $ranffurt a.M. Berlin Schluß- für« Schluß!. Abendbörse Schlußkurs Schluß!. Mittag, börse Schluß, kurs Schlug.. Abend- bÖrf-' Schluß, kurs Schlups. Mittagbörse Datum 1111- 12 11 11-11- 12-11- Datum 11-11. 12-11. 11-11- 12-11- 6% Deutsche ReichSanlethe v. 1927 101,25 101,25 101,25 101,4 4% oesgi. Sene h ............ — — — — 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 98,5 98,13 98,25 98,13 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 7,2 6,65 7,2 6,5 67i% Young-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mti Auslos.-Nechten ............ 102,5 102,5 4'/r%Rumän.veretnh.Rentev.l913 — 10,5 9,65 10,5 118,65 118 118,5 118,13 4% Rumänische vereinh. Rente . 2 yt% Anatolier .............. 6,25 34,35 5,6 33 6,2 34,5 5,8 33,5 *Vi% Deutsche Retchsvostschahan Weisungen von 1934, 1....... 4%% ehem. 8% Hessischer Volks- 99,9 99,75 100 100 Hamburg-Amerika-Paket .....0 15 14,75 14,9 14,5 staat 1929 srückzahlb. 102%) ... *7i% ehem. 8% Hessische Landes bank Darmstadt Gold 81.12.... W/o ehem. 47i% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstadtLtau. 98,75 98,75 98,75 — Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0 Norddeutscher Lloyd .........0 15 14,4 38,13 15 38 14,5 97 100,4 97 100,4 97 — A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 (Jommerj- und Privat-Bank ... 4 126 110,25 125 110 126,5 127,25 110 125,4 127,25 110 47i% ehem. 8% Darmst. Komm Landesb.Goldschuldverlchr. R.8 93 93 Deutsche Bank und Dtsconw- Gesellschaft................ 4 112,25 111,5 112 111,5 Oberhessen Provinz-Anleihe mti Auslos.-Rechten ............ 130,5 130,5 Dresdner Bank.............. 4 Reichsbank ................12 109,25 189 109 187 109,25 188,5 109 186,5 Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslol.-Rechten *7i% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl Goldpse. 15 unkündbar bi« 1935 122,65 97 122,9 97 122,75 97 122,65 97 A.E.G...................... 0 Bekula.....................8 167,5 166,75 167,5 166,9 6%% ehem. 4'/,% Franks. Hyp. Bank-Ltqu.-Pfandortese...... 100,5 100,5 Elektr. Lieserungßgesellschast... 6 Licht und Kraft ............. 7 138,5 159,5 135,75 157,25 138,5 159,5 136,9 156,5 67i% ehem. 4 7i% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. ... 100,75 100,75 101 101 Felten & Guilleaume......... 4 GeseUsch.f.Eleklr.Unternehmung. 6 141,25 146,5 138 144 140,5 147,25 138 144,5 *7>% ehem. 8% Pr. Landespfand- briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 97,5 97,5 97,5 97,5 Rheinische Elektrizität ........ 6 Rhein. Wests. Elektr.......... 6 138,75 137,75 133 138,75 132 137,65 47i% ehem. 7% Pr. Landespfand briesanst., Gold Komm. £bl. 20 95 95 95 95 Schlickert L Co............... g Siemens & Halske............ 8 163 200,5 161,5 197,75 163,5 201,25 162 197,75 Steuergutlch.Berrechnungsk. 34-38 109,8 109,8 109,9 109,9 LabmeyerLCo......... .... 7 148,13 148,25 148,5 147,9 4% Ceftenetd)(|ct)c Goldrente... — 4,20% Oesterreichische Silberrente — 4% Ungarische Goldrente ....... 10,9 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 9,65 4>/2% beöfll. von 1913.......... — 6% abgest. Goldmexikaner von 99 13 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie I............... — — 27,75 26,5 2,75 2,9 2,2 9,45 11,2 9,4 — 9,7 7,85 8,25 11,13 7,9 11,75 13,65 11,5 Buderus ................... Deutsche Erdöl .............. 4 Harvener................. 2/z Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 3 Ilse Bergbau ............... 6 Ille Bergbau Genüsse........6 Klöcknerwerke ...............8 Mannesmann-Röbren........ 3 124,5 I 144 I 157 12,175 148,5 127,75 118,25 124 143 155,5 119,75 147 126,75 116,75 124, 144 157, 120,75 195,5 149,5 128,5 117,65 123,13 143,5 156,5 118,5 195 147 126,25 116,4 Frankfurt a. M. Berlin Gchluß- kurs Schluv«. Abendbörse Schluß, kurs Schlußk. Mittag, börse Datum 11 -11 1211 11-11 • 12.11. ManSselder Bergbau....... 6 7i 158,75 158 158,75 158,5 Kokewerke ................ .. 6 — —— 141,25 139 Rheinische Braunkohlen .... 12 —— — 228 230 Rhetnstabl ................ .. 4 154 153 155 153,5 Bereinigte Stahlwerke...... 8 7i 124,5 122,75 124,9 122,25 Otavi Minen ............. .. 0 39 34 38,65 33,5 Kaliwerke Aschersleben...... .. b 143,9 - 144,25 143,75 Kaliwerke Westeregeln...... .. b 136,5 135,5 137 135 Kaliwerke Salzdetfurth..... I7i 194 194 193 194 I. G. Farben.Jndustrie..... .. 7 172,65 172 173,75 172 Scheideanstalt............. .. 9 271 271 Goldschmidt .............. .. 5 131 129,5 131,65 129,5 Rütgerswerke ............. .. 6 141,5 141 141,65 140,5 Metallgesellschaft........... .. 6 154 152,5 154,75 152,5 Philipp Holzmann ......... .. 4 138 135 138,5 135,5 Zementwerk Heidelberg .... .. 7 166,5 165,5 - Eementwerk Karlstadt....... .. 6 — - - CchultbeiS Patzenhofer ..... .. 4 — _ 102,13 101,75 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 77,75 70,25 80,25 67,5 Bemberg................. .. 6 119,5 115 118,25 115 Zellstoff Waldhof .......... .. 6 164,65 164 165 163,5 Zellstoff Aschaffenburg ..... .. 0 143 140 142,5 140 Dessauer Gas ............. — — 111 110 Daimler Motoren.......... .. 0 122,75 121,5 123,13 121,75 Deutsche Linoleum......... .. 8 — 166 167,5 165,5 Lrensteiu & Koppel ........ .. V — — 93 91,5 Westdeutsche Kaufhof....... .. 0 60,5 60 60,5 59,9 Cbak>e.................... .. 9 320 276 225 270 Accumulaloren-Fabrik...... . 12 — — 201 — Eonti-Gummi............. . 11 171 169,5 171 169,5 Gritzner.................. .. 0 33 33,9 33,4 _ Mainkraftwerte Höchst a.M.. .. 4 - .— Süddeutscher Zucker ....... . 10 204 200,,5 204 202 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. Al. 11 .Novemler 12.November Amillche Geld Notierung | Brief Amtliche Geld Notierung 1 Brief oueno» ittirr 0,691 0,695 0,691 0,695 Brüssel .... 42,11 42,19 42,10 42,18 Rio de Jan. 0,144 0,146 0,145 0,147 Sofia..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen 54,22 54,32 54,22 54,32 Danzig .... •47,04 47,14 47,04 47,14 London.... 12,145 12,175 12,14 12,17 LelsingforS. Pari« ..... 5,36 11,55 5,37 11,57 5,36 11,55 5,37 11,57 Holland ... 134,02 134,28 133,96 134,22 Italien .... 13,09 13,11 13,09 13,11 Japan...... 0,708 0,710 0,709 0,711 Fugostawien 5,654 5,666 5,654 5,666 Oslo..... : 61,02 61,14 61,02 61,14 Wien....... 48,95 11,025 49,05 48,95 49,05 11,045 Lissabon... 11,045 11,025 Stockholm.. 62,60 62,72 62,60 62,72 Schweiz ... 57,19 57,31 57,19 57,31 Spanien... 21,98 22,02 21,98 22,02 '13 rnQ 8,771 8,789 8,771 8,789 Budapest .. R-uyork ... 2,489 2,493 2,489 2,493 Banknoten. Berlin, 12 November Geld "" idria Amerikanische Noren.............. 2,451 2,471 Belgische Noten.................. 41,96 42,12 Dänische Noten ................. 54,06 54 ,28 Englische Noten ................. 12,115 12,155 Französische Noten............... 11,50 11,54 Holländische Noten............... 133,62 134,16 Italienische Noten................ — Norwegische Noten .............. 60,86 61,10 Deutsch Lesterreich, i 100 Schilling — —• Schwedische Noten............... Schweizer Noten...... . .. . . . ... 62,43 57,04 62,69 57,26 Spanische Noten................ Ungarische Noten................ — ton. Zamstagnach- id) nach dem A auf msge- [ standen 248 Tistadt 22 (26) mnte sich das reife auf dem che behauptet te die Nachwerden. Die Kunden find, Nähren. Die iL •ej ist ein (1714) Tiere rkbar machte, lumer Weide- tfrifäfleifä sich der Aus- , Mainz M . deren Quaker besonders chnittsqualität |em zugeteilt. iQben sich, den tanz erheblich iere entsprach Märkte. Ser segenÄer der ’M) gehoben. (5782) Tiere, 4022 (3570), n 925 (851) . Außerdem geschlachtete rfiihrt. Auf cten Preisen. sich auf 1609 entfiel auf die nit 253 (215) Frankfurt mit (143) Tieren ziemlich gleich enthielt etwa hschnittsquali- iS gut; Interneren Tieren, folgte und in wurde, ver- ^'e Preise be- 1 O.HL iooember __ --- 42,18 0,147 3,053 54,32 47,1} 12,17 5,37 11-57 134, 13,1 0,7! 5,666 61,1} 49, 5 11,045 62-72 513' 92,<ß 8,789 2,493 Schweine- ^arktver- W auf den' °w Donnerg" verlegt.^' »g. mutige Markt n‘n Nti mbe,n e*t: feUlkS !®* alte ya>t, ausver- Sfr,iS-n irtl 1 wurzle rk: »U In Pro -),b)V') bis 253, b,s 5®), ‘; B,9- ausver. 'nd ft6t S°"z-E °-°L Zreltag, lZ.November 1936 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Nr. 267 Drittes Blatt ganze Men- betriebsamer Impresario von komischer Aufgeregtheit; Schönböck hat die etwas heikle Chance, einen richtigen Romangrafen zu spielen, den sogenannten unwiderstehlichen Mann mit den grauen Schläfen, und man darf sagen, daß er sich mit Anstand aus der Affäre zieht; Friedl Czepa sei wegen der hübsch und natürlich gegebenen kleinen Liebesszene zuletzt im Auto nicht vergessen. — An der Kamera: Franz Planer; Ton: Alfred N o r - k u s. Wir zweifeln nicht daran, daß die „Blumen aus Nizza" gerade bei uns in Gießen Erfolg haben werden. — Das Beiprogramm bringt die neue Wochenschau, anregende Bilder von einer Mittelmeerreise und den Vorspann zur „Frau ohne Bedeutung" (nach Wilde) mit Käthe Dorsch, Gründgens und Marianne Hoppe. • hth. „Blumen aus Nizza." Gloria-Palast. Erna Sack, über deren schöne Erfolge beim Londoner Gastspiel der Dresdener Staatsoper wir dieser Tage schon berichteten, hat mit diesem in Berlin kürzlich uraufgeführten Film der Tobis-Rota ihre erste große Filmrolle erhalten, und der Gloria- Palast hat sich ein Vergnügen daraus gemacht, mit den „Blumen aus Nizza" das bescheidene Jubiläum seines einjährigen Bestehens am gestrigen Tage festlich zu schmücken. Wer seinerzeit Erna Sacks Gastspiel in der Gießener Volkshalle erlebt hat, wird einen Teil der damaligen Eindrücke hier wiederholt finden — in einer Klangreinheit übrigens, die sowohl der Aufnahmetechnik als auch der Wiedergabe alle Ehre macht. Man hört auch hier wieder den berühmten Frühlingsstimmen-Walzer, die Arie „Frag ich mein beklommen Herz , dazu die „Blumen aus Nizza" und den Schlager „Du bist das Glück" — man hat jedenfalls reichlich Gelegenheit, das Phänomen dieser Stimme zu bestaunen, für die es keine technischen Probleme zu geben scheint; ihr Volumen ist ebenso verblüffend wie die untadelige Reinheit und Mühelosigkeit der Artikulation: die kompliziertesten Ko oraturen erscheinen selbst in der höchsten Höhenlage vollkommen exakt, ohne die mindeste dynamische Ueber- spannung, und eine vollendete Atemtechnik gestattet der Sängerin, den Ton ohne Schwankungen so lange zu halten, daß man fast beunruhigt wird. Auf solchen Eindrücken beruht die Wirkung des Films in wesentlichen Teilen, ja beinahe ausschließlich. Das Buch schrieb Dr. Max Wallner; Regie führte Augusto Genina; musikalische Bearbeitung und Leitung: Willy Schmidt-Gentner. Die Hersteller haben sich sichtlich Muhe gegeben, ihre Arbeit dem Schema des üblichen Gesangsfilms zu entrücken und die großen Auftritte der Sängerin in einen angemessenen Handlungsrahmen zu stellen. Diese Handlung ist nun allerdings ein Roman geworden, wie er im Buche steht, in manchen Büchern wenigstens, ein ungemein „romantischer" und ziemlich unwahrscheinlicher Roman, auf dessen einzelne Kapitel wir kaum ausführlicher einzugehen brauchen. Dagegen gibt es eine Reihe von guten und malerischen Naturaufnahmen von der Riviera, die zwar gewiß nichts Neues bieten, aber auch gewiß immer wieder gern gesehen werden. Dom Ensemble sind nächst Erna Sack Paul Kemp, Karl Schönböck und Friedl Czepa zu nennen: Kemp als em klemer ten Tobsuchtsanfälle, Journalisten wurden, und wenn sie wie unsereiner harmlos waren wie ein Zinnsoldat, auf offener Straße gestellt und wie ein Automat behandelt: Raus mit dem, was du hast und weißt! Gott, wir wissen auch nicht mehr, es wird ja seit Monaten dies und das gemunkelt, das Jüngste Gericht soll bald völlig restauriert, bald endgültig zerstört sein, aber Pius XI. ist trotz seiner 80 Jahre ein moderner Papst, nein, nein, ich kann es nicht glauben ... Aber wohl war uns nicht dabei. Ich gestehe, daß ich diese Nacht nicht geschlafen habe. Es nützte nichts, sich vorzusagen, in Madrid haben sie jetzt ganz andere Sorgen, in Moskau wütet der Hunger, es gibt viele Menschen, über die das Jüngste Gericht schon heremgebrochen ist, und was geht uns schließlich der betrunkene Noah an? Aber in Rom ist das halt ganz etwas anderes — so täglich neben Michelangelo zu stehen, diesem Titanen, diesem Urgeist — und nun geben sie ihm eine Moralininjektion ... Man muß daran denken, wie der in Stein und Marmor wühlende Riese an die Ausmalung der Kapelle herangepeitscht wurde, wie ihn, den Bildhauer, seine Gegner und Todfeinde, Bramante an der Spitze, zu vernichten gedachten? indem sie ihm durch den Papst, der ihr Ohr hatte, ein Werk aufluden, eine Kunstart, die ihm fremd schien, indem sie ihn in den Wettstreit mit dem göttlichen Raffael hineinstießen. So furchtbar war Michelangelo durch diesen teuflischen Plan getroffen, daß er sich wand wie ein Wurm, um dem Auftrag zu entgehen, daß er sogar in ohnmächtiger Selbstverleugnung so weit ging, selber diesen ihm verhaßten Raffael, der in seinen Augen ein Geck sein mußte, für die Arbeit zu empfehlen. Aber der Papst ließ nicht nach. Wenn jemals ein göttlicher Funke in einen Künstler überging, so damals. Die Schöpfung selber wollte er wiedergeben, er wühlte im Fleisch, er mauerte und türmte mit den Farben, menschliche Gliedmaßen wurden ihm zu Säulen, in ihm ist die primitive Symbolik, wie Romain Rolland sagt: ein erschreckendes Werk, das man hassen oder anbeten muß. Es erstickt, es verbrennt einen. Fast nichts Menschliches ist mehr darin, keine Quelle, aus der man den Durst stillen könnte, nur ein einziger Feuerwirbel. Der wilde Taumel rasender Gedanken hat kein anderes Ziel als Gott, in dem er sich verliert. Alles ruft ihn an, alles fürchtet ihn, alles schreit ihn aus. Wenn man daran denkt, daß diese Hölle während vier Jahren Michelangelos Seele erfüllte, dann versteht man, daß er von ihr bis in die Wurzeln seines Lebens hinab ausgebrannt wurde. Nie hat man Aehnliches gesehen. Göttliches mischt sich mit Tierischem. Riesen mit olympischer Brust, mit ungeheuren Lenden und Flanken, kaum aus ihrem Doppelursprung von Tier und Göttern gelöst. Da erwacht der Mensch aus dem Erdenschlaf, bereit, gegen den ihn anschauenden Gott anzukämpfen. Da ist das Weib, in dem die Menschheit schlummert — ein Gebälk aus schen, Tempel aus Fleisch, Rümpfe wie Baumstämme — Wesen, geschwollen von Kräften, Leidenschaften und Verbrechen. Da ist Kain — die Sündenflut — da sind die zwanzig kupferroten Jgnudi, die Nackten: eine Sinfonie betörender Kräfte, die nach allen Richtungen braust und an den Mauern (Sturm um Michelangelo. Von unserem römischen E-Korrespondenten. Rom, im November. Ein Erdstoß erschüttert plötzlich die Kunstwelt: Man legt Hand an Michelangelo! Wer es in Rom hörte, ließ es sich ungläubig wiederholen: Waaas? Sie legen Hand an Michelangelo! Der Hemden- macher geht um! Es steht in der Zeitung! Sturm auf die Zeitungsbuden und die strilloni, die Ausschreier. Da — wahrhaftig — in der ernstesten Abendzeitung: „Noch vor Weihnachten werden die Ausbesserungsarbeiten an der sixtinifchen Decke beendet sein, an den Fresken Michelangelos, einem der größten und erhabensten Kunstwerke der Welt. Und wenn das Gerüst fällt, werden sich diese Malereien anders zeigen, als wir es durch die Jahrhunderte hindurch gewöhnt waren, denn auf Wunsch des Papstes sind die nackten Figuren, die dem Vatikan für die Moral und Bescheidenheit der Katholiken anstößig erschienen, mit Schleiern und, wie man uns sagt, hocheleganten Tüchern bekleidet worden. Wie unsere Leser wissen, hat ein anderer Papst zur Zeit der Gegenreformation den nackten Menschen des Jüngsten Gerichts durch Daniel da Vol- terra Höschen anziehen lassen, jetzt ist es der Maler Biagio Biagetti, der seinen Namen mit demjenigen 'Michelangelos verknüpft, indem er mit entschlossener Hand vom Gerüst aus, von der gleichen Höhe aus, auf der jener göttliche und gewaltige Künstler stand, den ihm erteilten Auftrag ausführt/ Rom las, staunte und — schrie auf. Ein Attentat auf Michelangelo! Entrüstete Fäuste zerknüllten das unschuldige Zeitungspapier, Telephonkabinen erleb- zerschellt. So beschreibt es einer, so sehen wir es noch nach Jahrhunderten. Und David erwürgt Goliath, und die Juden winden sich unter den Schlangenbissen. „Gott möge mir helfen!" schrie einmal der gefesselte Titan auf, er stürzte vom Gerüst herunter, der Papst schlug ihn mit dem Stock, dann entschuldigte er sich wieder, wohl wissend, daß kein zweiter diese Schöpfung würde vollenden können. Und Michelangelo, der nie ein Selbstporträt anfertigen wollte, gab schließlich, als er das Jüngste Gericht hinwarf, feine gequälten Züge der Gestalt eines Geschundenen. Erst vor einigen Jahren hat man das entdeckt ... Bald nach dem sixtinischen Sturm starb Julius IL, aber die gewaltige Nacktheit der Schöpfungsfiguren verzieh man dem Nachschöpfer nicht. Er habe Gott selber geschändet, warf man ihm vor, und schließlich gesellte sich zu dem Höschenschneider ein Hemdenmacher, der um den unteren Linienschnitt unserer Jrdischkeit jene wallenden Schleiergebilde legte, die von geheimnisvollen Kräften gehalten werden, so daß sie niemals abrutschen. Und so weit wären wir nun also wieder, im Jahre 1936? Trotz der nackten Kolossalgestalten im Forum Mussolini? Schon die folgenden Morgenblätter brachten ein Dementi. Professor Biagetti, dessen Fernsprecher nicht mehr zur Ruhe kam, verwahrte sich gegen den Vorwurf, daß er den Pinsel über Michelangelo hinweggeführt habe, auch der Papst hege keine derartigen Gedanken. Richtig sei, daß die Fresken aufgefrischt würden. Nur ein einziger Nackter werde bei dieser Gelegenheit den berühmten Lendenschwung umgelegt erhalten, nämlich der betrunkene Noah. Andere kämen zur Zeit nicht in Frage ... Zur Zeit — nicht alle Kunstfreunde zeigen sich beruhigt. Sie sehen jetzt überall weiße Mäuse, rote Tücher, hochelegante Lendenschleier. Aus der Provinzialhauptstadt. Die verzauberte Straßenbahn. Wir stehen zu dritt auf der hinteren Plattform der Straßenbahn. Eilig ziehen Häuser, Wagen und Menschen an uns vorbei. Plötzlich kommt von irgendwoher ein Ton. Ein sanfter, weicher Ton, wie von einer Geige. Vielleicht haben wir im Fahren ein Stückchen Straßenmusik aus einer Toreinfahrt aufgegriffen, oder Diolinspiel aus einem offenen Fenster. Aber dem sanften Ton des Bogens folgt ein Akkord, folgen viele Akkorde einer leisen, aber herrlichen Musik. Irgend eine Phantasie aus einer klassischen Oper. Unmöglich können das noch Straßenmusikanten jein. Ein ganzes Symphonie-Orchester muß hier, wenn auch fern, sich betätigen. Noch immer glauben wir an einen erklärlichen Vorgang. Aber als die Straßenbahn weiterrollt und die Musik trotzdem in immer gleicher Stärke ertönt, sehen wir auf der Plattform uns erstaunt an. Das heißt, nur mein Nachbar zur Rechten und ich tun das, während der Fahrgast zu meiner Linken, der schlichte, schweigsame Mann, gelangweilt und gelassen vor sich hin blickt. Dieser Mensch muß taub sein, denn in dieser rätselhaften Situation kann man einfach nicht gelassen bleiben. Hier ist eine ganz normale, nüchterne Straßenbahn, deren Plattform erfüllt ist von klassischer Konzertmusik, die gleich Sphärenklängen von nirgendwo und überall herzukommen scheint, weit entfernt und doch wieder ganz nah! Nur eine Erklärung kann es geben: Radio. Aber seit wann sind unsere Straßenbahnen mit Rundfunk ausgerüstet? Das einzige Musikgerät, über das sie feit jeher verfügen, ist doch nur die Klingel am Führerstand. Jetzt wird der Ton stärker, rauschender. Und nun »entdecken wir, daß diese Musik aus einem Köfferchen hervorschwebt, das der stille Mann in der Ecke in der Hand trägt. Bis jetzt haben wir schweigsam gestanden, aber nun sprechen mein rechter Nachbar und ich gleichzeitig auf den Mann zur Linken in der Ecke ein. Ein tragbares Radio, tatsächlich? Und wo denn die Antenne sei? Was, keine Antenne? Ach so, ja, haben schon davon gehört. Dolle Sache sowas, wir hatten uns schon den Kops zerbrochen. Und dann, wie auf Verabredung, brechen wir das Gespräch ab. Ein vierter Fahrgast ist auf die Plattform getreten. Mag der sich auch ratlos verwundern! Wir blicken heimlich herausfordernd den Mann mit dem Köfferchen an. Und der tut uns den Gefallen, dreht an den Knöpfen — ah, herrliche Musik! Der Neue zuckt zusammen, will dann gelassen, uninteressiert scheinen. Aber dann muß er doch verblüfft umhersuchen nach dem Quell jenes geheimnisvollen Konzerts. Daß mein Rechter und ich so tun, als hörten wir nichts, ober als fei dieses Konzert das Selbstverständlichste der Welt, das macht ihn merkbar unsicher. Er will sich keine Blöße geben, wir aber lachen uns ins Fäustchen. Da, jetzt hat auch der Neue das Geheimnis entdeckt. Und platzt heraus mit seinen Fragen, wie vorhin wir. Wir geben gemessen Auskunft. Der Mann in der Ecke dreht weiter an den Knöpfen, und plötzlich ruft eine volltönende Stimme: „Sie hören jetzt die Wettervoraussage für morgen ..." Nun recken auch die Fahrgäste drinnen im Wagen den Hals, schätzen sich gegenseitig prüfend ab: sollte hier etwa ein Bauchredner ...? Ader schon ertönt wieder Musik, und noch ist kein Fall bekannt, daß man aus dem Bauch einen Wiener Walzer erklingen lassen kann. Dies muß jedenfalls eine ganz und gar vertrackte und verzauberte Straßenbahn (ein. Während wir auf der Plattform uns noch an den Mienen derer im Wageninneren weiden, ergreift der stille Mann sein Köfferchen und steigt ob. Gemächlich schreitet er dahin, von seinem Wiener Walzer umschwebt, in das Getriebe der Straße. H. v. M. Die Jungmädels sammeln Minkinderwäsche! uns den ge- dazu Dar- troh größter Sparsamkeit noch nicht in der Lage sind, ihre kleinsten — das ist unsere kommende Generation — so zu kleiden, wie es die Vorschrift der Hygiene und der Gesundheit verlangt. Die gesammelte Kleinkinderwäsche soll dienen, diese Not, soweit es geht, zu beheben, an möge jeder denken! Die Polizeidirektion Gießen teilt folgendes mit: Was ist bei der Hebung nach Ertönen des Signals „Fliegeralarm" zu beachten? Im Haufe: Stadttheater Gießen. Heute Abend findet die Erstaufführung des Schauspiels „Der Bogen des Odysseus" von Gerhart Hauptmann statt. Der Plan zu diesem Schauspiel, das im Jahre 1914 in Berlin am Deutschen Theater uraufgeführt wurde, ist auf der griechischen Reise entstanden, die Gerhart Hauptmann im Jahre 1907 machte. Seitdem ist das Stück nur von wenigen deutschen Bühnen gespielt worden und fast vollkommen vom Spielplan verschwunden. Die Wiederaufnahme des Werkes in den Bühnenspielplan ist insofern interessant, als gerade dieses Schauspiel dem Dichter besonders am Herzen gelegen hat. Die Spielleitung führt der Intendant. Von den Damen wirken mit: Birkmann, Gerhardt, Stirl; Herren: Frickhoeffer, Geiger, Geißler, 1. Entgegen dem Ernstfall suchen die Hausbewohner bei dieser Hebung ausnahmsweise die Schutzräume (Keller) nicht auf. Die Fenster sind geschlossen zu halten. 2. In den Warenhäusern und sonstigen Geschäftslokalen bleiben die bei Beginn des Alarms anwesenden Käufer in den Gebäuden. 3. Zur lleberprüfung der Gebrauchsfähigkeit der in den behördlichen Gebäuden vorhandenen Schutzräume (Keller) bringen die Behörden ihre Beamten, Angestellten, Arbeiter und das anwesende Publikum während des Alarms in die vorhandenen Schutzräume. 4. Die Luftschutzhauswarte ober Stellvertreter halten sich, soweit nicht beruflich abwesend, im Hausflur (Erdgeschoß), die Betriebsluftschutzleiter oder Stellvertreter am Betriebseingang auf. Sie sorgen dafür, daß die Zugänge zu den Häusern und Grundstücken unverschlossen sind und niemand aus dem Hause die Straße betritt. Auf der Straße: 1. Fußgänger: Alle Fußgänger begeben sich auf dem kürzesten Wege in den nächsten Sammelschutzraum. Das Stehenbleiben auf der Straße ist verboten. 2. Straßenbahn und Omnibusse, die sich auf dem Wege zum Bahnhof befinden, fahren bis zum Bahnhof und halten dort an. Fahrer und Fahrgäste steigen am Bahnhof aus und treten in das Bahnhofsgebäude unter. Fahrer und Fahrgäste der Straßenbahn und Omnibusse innerhalb der Stadt verbleiben in Er- Wie alle Organisationen der NSDAP, und alle angeschlossenen Verbände in diesem Jahre wetteifern, sich aktiv in den Dienst des Winterhilfswerkes zu stellen, so wollen auch die Jüngsten im VD2N. nicht zurückstehen. Wie im Vorjahr, werden auch diesmal, und zwar am Samstag, 14. d. 2H., die Jungmädel an jede Tür pochen und um Kleinkinderwäsche für das WhW. bitten, und genau so wie der Eifer der Pimpfe bei der Vrotsammlung durch nichts zu überbieten war, so sind auch die jüngsten Wädel mit allem Ernst bei der Sache. Suche daher jede Hausfrau in Kisten und Kasten nach, ob sie nicht noch etwas findet, was den Eifer der Jungmädels belohnen könnte. Es gibt heute auch in unserem Kreisgebiet noch Familien und Mütter, die trotz des sehnlichsten Wunsches und 2. Jrn „Gloria"-Palast, Seltersweg, 3. Jrn Hauptzollamt, Liebigstraße 8. Als Kennzeichnung der Schutzräume sind an Eingängen Hitlerjungen aufgestellt. Die Dienststellen und Arbeitgeber werden „ beten, die für den Ueberwachungsdienst erforderlichen SA.- und NSKK.-Männer für diese Zeit ohne Lohnausfall zu beurlauben. mangelung genügender Schutzräume in den Fahrzeugen. Die Fahrzeugführer sind dafür verantwortlich, daß niemand die Fahrzeuge verläßt. Straßenbahnwagen fahren möglichst bis zur nächsten Ausweichstelle, während Omnibusse scharf rechts heranfahren und halten. Fahrzeuge aller Art. a) Fahrzeuge innerhalb der Stadt: Sämtliche Fahrzeuge haben beim Ertönen des Alarms sofort anzuhalten. Führer und Fahrgäste verlassen die Fahrzeuge und treten in die nächsten Schutzräume bzw. Häuser unter. b) Fahrzeuge an den Stadteingängen: Die Fahrzeuge halten ebenfalls, jedoch verbleiben die Insassen im Fahrzeug. Fahrzeuge sind so zu sichern, daß sie nicht von Unbefugten in Betrieb gesetzt werden können. Bei Pferdefuhrwerken und dergl. Bremsen an- ziehen, Pferde ausspannen und an Bäume, Masten oder am eigenen Fahrzeug anbinden, Krafträder und Fahrräder an Hauswände oder dergleichen anlehnen und anschließen, um Diebstähle zu verhindern. Beim Halten die Straßenzugänge, Hydranten usw. nicht versperren. Wo befinden sich die Sammelschuhräume? Sammelschutzräume, wenn auch nur behelfsmäßig, befinden sich im ganzen Stadtgebiet. Ausgebaute Sammelschutzräume befinden sich: 1. Im alten Rathaus, am Marktplatz, Denkt an die Fliegeralarmübung am Montag, 16. November! Er tut nicht den sammelnden Mädchen oder der Winterhilfe damit einen Gefallen, sondern erfüllt durch feine Spende eine selbstverständliche Pflicht jedes anständigen Deutschen gegen die, die nach uns Deutschland sein sollen und die seinen Lebensabend sicherstellen wollen. Darum noch einmal: Laßt die Jungmädel nicht vergeblich bitten! Die Kreisführung des WhW. Dornotizen. Tageskalender für Freitag. Ortsgruppe Gießen-Mitte, 20.30 Uhr Schulungsabend im UC., Plockstraße. — Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr „Der Bogen des Odysseus." — Gloria- Palast, Seltersweg: „Blumen aus Nizza." — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Wo die Lerche singt." — Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde, naturwissenschaftliche Abteilung, 20.15 Uhr Lichtbildervortrag „Tierkrankheiten und Volksgesundheit" von Professor Standfuß im Hörsaal des Physiologischen Instituts, Friedrichstraße 24. — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: 17 bis 18 Uhr Ausstellung von Oelgemälden, Aquarellen und Tempera. von Gschmeidler, Hub, Koch, Kühne, Mayr, Neuhaus, Rosenthal, Schorn, Schuster, Volck, Walter. Büb« nenbilder: Karl Löffler. Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr. Die Vorstellung findet als 9. Vorstellung der Freitag-Miete statt. Ein Abend des Reichsbundes für Leibesübungen. Der Reichsbund für Leibesübungen, Ortsgruppe Gießen, veranstaltet am morgigen Samstag in der Neuen Aula der Universität einen Werbeabend. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Aufführung eines Films von den Olympischen Spielen, in dem Bilder gezeigt werden sollen, die das große sportliche Geschehen wieder in lebhafte Erinnerung zurückrufen werden. Gleichzeitig soll die Werbeveranstaltung ein Bekenntnis zu den Leibesübungen sein, von denen der Führer erwartet, daß sie Lebensgewohnheit des deutschen Volkes werden. Auf die heutige Anzeige fei besonders aufmerksam gemacht. Abt. Reifen, Wandern, Urlaub. Für die Fahrt nach Berlin zum Fußball-Länderkampf sind die Fahrtunterlagen auf der Geschäftsstelle „Kraft durch Freude", Schanzenstraße 18, abzuholen. (Geschäftsstunden 8 bis 13, 15 bis 18 Uhr.) Wohin willst du im Winter? Die erste Winterurlaubsfahrt führt über Weihnachten und Neujahr in die schönen oberbayrischen Berge (Fischbachau-Schliersee) in der Zeit vom 25. Dezember 1936 bis 3. Januar 1937. Der Fahrpreis, einschließlich Verpflegung und Unterkunft, beträgt 38 Mark. Anmeldeschluß ist der 10. Dez. Abt. Feierabend. Wir machen nochmals darauf aufmerksam, daß alle Vorbestell-Listen für die 4. Sondervorstellung im Stadttheater „Gustav Kilian" am 21. November, Beginn 20 Uhr, von den Betrieben spätestens am Samstag, 14. November, auf der Kreisdienststelle, Schanzenstraße 18, oorliegen müssen. Grohen-Duseck. Am Samstag, 14. November, 20.30 Uhr, findet im Saale des Gasthauses Brück ein Lichtbildervortrag von Dr. Finger (Gießen) über „Vererbungslehre und Rassenhygiene" statt. Es ist der erste Vortrag in diesem Winterhalbjahr des Deutschen Volksbildungswerkes in der NSG. „Kraft durch Freude". Der Eintritt ist frei. Beuern. Der erste Vortrag in diesem Winterhalbjahr des Deutschen Volksbildungswerkes in der NSG. „Kraft durch Freude" findet am kommenden Samstag, 14. November, 20.30 Uhr, im „Holländischen Hof" statt. Dr. Tempel hält einen Lichtbildervortrag über „Bekämpfung des Kartoffelkäfers". Da ein solcher lehrreicher Lichtbildervortrag über dieses Thema hier noch nicht stattgefunden hat, wird ein starker Besuch der Bevölkerung erwartet. Bon der Universität. Don der Prestestelle der Universität Gießen wird uns mitgeteilt: Der Dozent an der Universität Berlin Dr. Willy Zschitzschmann ist beauftragt worden, im Winter-Semester 1936/37 in der Philosophischen Fakultät der Universität Gießen die Vertretung des Lehrstuhls für Klastische Archäologie wahrzunehmen. Erfolgreiche Gießener Schachspieler. Der Aufschwung, den das Schachspiel feit der Umwandlung des Deutschen Schachbundes in den Großdeutschen Schachbund in Deutschland genommen hat, macht sich überall geltend. Selbst in Orten, wo man früher kaum wußte, was Schach Die deutsche Arbeitsfront 7 ' n.$.=0emeinfthaft„flraft durch frcuöc" Berge im Gommer und in: inter. Bortragsbeginn in der Gesellschaft fürErd- und Völkerkunde im IBinfer1936/32 ist, bestehen jetzt rührige Vereine. Auch in Gießen, wo der SchMchverein schon seit 1858 besteht, hat die neue Zeit anregend gewirkt. Der Verein verfügt über eine beträchtliche Anzahl starker Spieler und kann deshalb jeden Kampf gegen einen anderen Verein gut bestehen. Solche Kämpfe werden denn auch häufig veranstaltet. Im Oktober waren es zwei — gegen Wetzlar und Alsfeld — die mit überlegenen Siegen der Gießener Mannschaften endeten. Das Sommerturnier mit zehn Teilnehmern ist beendet. Sieger blieb, wenn man von einem f)errn, der außer Wettbewerb mitspielte, absieht, Herr Schäffer. Das Winterturnier beginnt noch im November. Es beteiligen sich daran zehn Herrn. ZungmädelsammelnKleinkinderwäsche! Morgen, am 14. November, sammeln sämtliche Jungmädel des Kreises Gießen Kleinkinderwäsche für das Winterhilfswerk. Die Sammlung wird im ganzen Obergau durchgeführt. Wenn sich schon die Jüngsten so einsetzen, wer wird sie dann, wenn sie an seiner Tür stehen, ab» weisen? Jede Hausfrau und Mutter wird etwas für sie haben, und das Jäckchen oder was es auch fei, wird mehr Nutzen haben und mehr Freude machen, als wenn es irgendwo verstaubt und Motten hineinkommen. Also jeder legt gleich etwas zurecht und gibt es den Jungmädeln! Lebenswille und Volksgemeinschaft im Luftschutz. *7* Millionen Deutsche gehören dem Reichslust- sckutzbund als Mitglieder an. Zehntausende sind als Amtsträger in Stadt und Land tätig. Sie alle beweisen mit ihrer Haltung und Leistung, wie stark der Lebenswille des Volkes ist. Gleichwohl gibt es auch heute noch viele Volksgenossen, die die Be- Deutung des Bundes noch immer nicht erkannt haben. Sie zu gewinnen und zu überzeugen, wird die Aufgabe aller derjenigen fein müssen, denen in Aufklärungsveranstaltungen und Ausbildungs- kursen die Notwendiakeit und Möglichkeit eines er» folgoersprechenden Luftschutzes bewußt geworden ist. Zwei Gesichtspunkte sind für die noch zu leistende umfangreiche Arbeit von ausschlaggebender Wichtigkeit: die Bekundung der Volksgemeinschaft und — hieraus sich ergebend — der Wille des Volkes, fein Leben und seine Zukunft sicherzustellen. Dies sind die beiden Grundpfeiler des Reichsluftschutzbundes. Da er bis ins letzte Haus und bis in die letzte Hütte vordrinat, leistet er eine volkserzieherische Arbeit, deren Früchte für die Gesamtheit nicht ausbleiben werden. Denn die Aufgabe des Luftschutz-Hauswartes, der Hausfeuerwehr, der Laienhelfer und der Luftschutzaemeinschaften ist chrem Wesen nach auf die Zusammenfassung aller im Volke vorhandenen Energien und auf Zurück- drängung oder Ausschaltung jeglicher trennenden und zersetzenden Einflüsse gerichtet. Auf diese Weise wird die Voraussetzung für erfolgreiche Leistungen des Selbstschutzes der Heimat in der Stunde der Gefahr geschaffen. Aber auch in hoffentlich langen Friedensjahren wird die Arbeit des RLB. mit dazu verhelfen, das Ringen des Nationalsozialismus' um den deutschen Menschen und seinen Kampf gegen alle klassenkämpferische Instinkte zu bleibendem Erfolg zu führen. Dies sind die Gedanken, von denen sich die im Reichsluftschutzbund tätigen Frauen und Männer tagaus, tagein leiten lassen. Eine tlebung: Schweres Eisenbahnunglück. Gestern ertönte um 19.25 Uhr, langanhaltend und von vielen Einwohnern des Südviertels gehört, die Alarmsirene des Gießener Bahnhofes. Das Signal diente dem Zweck, die Mannschaften für den Hilfszug der Reichsbahn zusammenzurufen zu einer großangelegten Hebung. Es war angenommen, daß sich bei Stockhausen a. d. Lahn ein Eisenbahn-Unfall ereignete, der sofortige Hilfeleistung nötig machte. Nach der Alarmierung kamen in kürzester Zeit alle Eisenbahner herbei, die dem Hilfszug zugeteilt sind, ferner sanden sich Aerzte und einige Sanitäter der Sanitätskolonne vom Deutschen Roten Kreuz ein. Innerhalb von 15 Minuten konnte der Hilfszug den Bahnhof Gießen verlassen und kam bald an der Stelle des angenommenen Unfalls an. Sofort wurde mit ersten Hilfeleistungen begonnen, auch Aufräumungs- und Aufgleisungsarbeiten wurden mit allem verfügbaren Material betrieben. Die Hebung dauerte etwa eine Stunde und verlies zu aller Zufriedenheit. Gegen 22 Hhr kam der Hilfszug wieder in Gießen an. Am gestrigen Donnerstagabend eröffnete die Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde ihre Vortragsarbeit für das Winterhalbjahr 1936/37. Der Vorsitzende der Gesellschaft, Prof. Dr. Fritz K l u t e, hieß die Zuhörer willkommen und begrüßte sie gleichzellig für die Mitoeranstal- ter des Abends, den Deutsch-Oe st erreicht- schen Alpenverein (Sektion Gießen — Ober- Hessen) und den Skiklub Gießen. Dann hielt der Vorsitzende der Gesellschaft einen Vortrag über das Thema „Berge im Sommer und Winter . Er schilderte zunächst, wie er von Jugend auf mit den Bergen verwachsen sei, den Schwarzwaldbergen zunächst (die er, als ein gebürtiger Freiburger, Heimatberge nennen kann), und wie er durch die Liebe zu den Bergen zu seinem Beruf, zur Wissenschaft, zur Geographie geführt worden sei. Er sprach in diesem Zusammenhang davon, wie dabei die sportliche Betätigung in den Heimatbergen, der Skilauf und außerdem die Alpinistik, eine wesentliche Voraussetzung geworden sei, Forschungsreisen in die Gebirge der verschiedenen Erdteile unternehmen zu können. Es sei, so betonte er, in früheren Jahrzehnten erheblich schwerer gewesen, den Skisport und'die Alpinistik zu betreiben. Es sei so gewesen, daß ein Paar Skier, von den Eltern geschenkt, als ein sehr großes Weihnachtsgeschenk anzusehen waren. Für den alpinistischen Sport mußte man sich auch auf mancherlei Art notdürftig behelfen. Heute habe es die Jugend leichter, ihren sportlichen Neigungen nachzugehen. In seinen weiteren Ausführungen kam der Redner in wissenschaftlicher Weise auf das Thema des Abends zu sprechen. An Hand einer Anzahl ausgezeichneter, einprägsamer Lichtbilder kennzeichnete er die verschiedenen Erscheinungsformen der Gebirge, charakterisierte besonders die Landschaft der Alpen mit ihren vielen und immer wiederkehrenden Pyramiden, ihren scharfen Graten, den Gletschern usw. Er erläuterte dabei die Entstehung der alpinen Gebirgsformen, deren Bildung auf die Eiszeit zu- rückgehe, und verglich dann die Formen unserer Alpen mit denen der Berge Grönlands. Er wies hier die Hnterschiede auf, die sich daraus ergaben, daß die Gipfel der Alpen aus dem Eise herausragten, während die Berge Grönlands vom Eise völlig bedeckt waren und dadurch keinerlei Pyramiden entstehen konnten. Interessant waren ferner Daterlandslieder für den GemeinschastSgesang. In feiner Reche „Singendes Volk" hat der Deutsche Sängerbund ein neues Blatt unter dem Titel „Vaterland" herausgegeben, das für vaterländische Feiern und Kundgebungen besttmmt ist und besonders im rhein-mainischen Gebiet großem Interesse begegnet. Die Leitung des DSB. ist auch hier chrem bewährten Grundsatz treugeblieben, bekannte und unbekannte Weisen in bunter Reihenfolge zu bringen. So finden wir in diesem Liedblatt das weit verbreitete Lied „Flamme empor" und das Lied Johann Walthers (1561) „Wach auf, du deutsches Land". Walter Hensel, der durch viele Bearbeitungen und eigene Weisen bekannte Führer der Jugendbewegung, ist mit einer eigenen Melodie „So gelte denn wieder Uroäterfitte" vertreten. Natürlich fehlt auch nicht „Kameraden, wir marschieren" von Jürgen Riel, das sich in allen Gliederungen der Bewegung und im ganzen Volke so überraschend schnell Heimattecht erworben hat. Neu ist ein Lied von Max Gebhard „Arbeit, du heilig Land" (Ludwig Schrodel) und „Deutschland, Vaterland" von Gerhard Roßner, dessen Chor „Der schwarze Reiter" jüngst erfolgreich aus dem Ausschreiben des DSB. für das 12. Deutsche Sängerbundesfest hervorainy. Die hymnische Komposition ist aufgebaut auf em en Text von Max Barthel und eignet sich besonders für große Kundgebungen. Es ist damit zu rechnen, daß gerade dieses Lied, dessen Melodie trotz ihres hymnischen Charakters sich leicht einprägt, schnell populär wird. Die Lied- blätter des DSB. haben dazu beigetragen, daß in den Vereinen neben dem Chorgesang auch das Gemeinschaftssingen gefördert wird. * *♦ Aufgehobene Straßensperren. Die Straßensperre auf der Landstraßenstrecke Dau - bringen —Staufenberg zwischen Daubrin- die Darlegungen des Redners über die Höhenlagen der Schneegrenze in den verschiedenen Breiten unserer Erde. Hier zeigte er an Hand einer graphischen Darstellung die großen Hnterschiede, die in dieser Hinsicht in Erscheinung treten. In anschaulicher Weise und in straffer Zusammenfassung wußte Professor Dr. Klute von seinen verschiedenen Forschungsreisen zu berichten, die ihn sowohl nach Grönland, aber auch in das innerste Afrika, auf den Kilimandscharo, den höchsten Berg Afrikas (in einer Erstbesteigung), ferner in die Kordilleren, in die Anden usw. führte. Immer wieder konnte er dabei auf die charakteristischen Formen Hinweisen, die entweder das Eis oder auch das Wasser schufen. In den Lichtbildern brachte der Vortragende seinen Zuhörern auch die Gletscherwelt nahe und konnte dabei auch besonders eigenartige Erscheinungsformen (Zackenfirn) zeigen, wie sie sich in äquatorialen Breiten, in großen Höhen des Kibo im Kilimandscharo unter dem Einfluß der heftigen Sonneneinstrahlung und der trockenen Luft ergeben. In feinen weiteren Ausführungen bereitete der Redner den Skiläufern eine große Freude, indem er ihnen die Skiparadiese der Schweiz und der Tiroler Alpen vor Augen führte. Er schilderte in Wort und Bild das Engadin, die großartige Par- sennabfahrt, die landschaftlichen Herrlichkeiten im Gebiete der Jungfrau, dann die Schönheiten der Silvrettagruppe, die pittoreske Bergwelt der Dolomiten (Marmolata, Tofana-Gruppe, Rosengarten- und Sellagruppe), schließlich das Ortlergebiet. An Hand großartiger Lichtbilder waren auch die mancherlei Stimmungen nachzufühlen, die die Bergwelt zu vermitteln vermag, wenn sie sich im Dunst brauender Nebel, im Glanz des Neuschnees oder im unterschiedlichen Licht des Tages zeigt. In feiner Gegenüberstellung erlebte man aber auch die Schönheiten unserer deutschen Mittelgebirge, die der Vortragende in der filigranen Pracht des Rauhreifes vor Augen führte. Mit einer schonen Deutung der hohen erzieherischen Werte, die der Weg in die Berge für den Menschen darstellt und mit einer Würdigung des Schaffens des Deutsch-Oesterreichi- schen Alpenvereins, der das landschaftliche Erlebnis der Alpen erst durch Schaffung vieler Hütten ermöglichte, schloß Prof. Dr. Klute seinen anregenden und dankbar aufgenommenen Vortrag. gen und Abzweig nach Lollar wird ab 13. November aufgehoben. — Die Straßensperre auf der Landstraßenstrecke Trais-Horloff —Steinheim wird ab 16. November aufgehoben. ** Ernennungen bei der Freiwilligen Feuerwehr. Gelegentlich einer Führerbesprechung der Freiwilligen Feuerwehr Gießen am Mittwochabend ernannte der Leiter der Gießener Feuerwehren, Brandinspektor Lenz, den Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Gießen, Brandmeister Koch, zmn Hauptbrandmeister, Brandmeister H e i ß l e r zum Oberbrandmeister und Löschmeister Funk zum Brandmeister. ** Kein Geld in gewöhnliche Briese einlegen! Die einzig richtige Art, Geld mit der Post zu verschicken, ist die mit Postanweisung, Zahlkarte ober Geldbrief. Wer einen größeren Zahlungsverkehr unterhält, bem kann nur dringend die Einrichtung eines Postscheckkontos empfohlen werden. Er hat dann nur nötig, eine kostenlose Heberweisung oder einen Scheck auszuschreiben und den gelben Scheckbrief mit 5 Pf. frankiert in den nächsten Briefkasten zu werfen. Diese einfachen und sicheren Geldversendungsarten werden leider von einem großen Teil der Volksgenossen nicht benutzt. Vor der Versendung von Geld in gewöhnlichen Briesen wird dringend gewarnt. Für in Verlust geratene Einschreibbriefe werden höchstens 40 Mk. Ersah geleistet, für beraubte Einschreibbriefe besteht dagegen keinerlei Haftung. Bei Verlust oder Beraubung gewöhnlicher Briefe hoben Absender und Empfänger immer den Schaden zu tragen, weil die Post nicht hastet. Amtsgericht Gießen. Eine Autofahrerin aus Gießen erhielt durch Strafbefehl des Amtsgerichts Gießen 10 Mark Geldstrafe, evtl, zwei Tage Haft anferlegt, weil sie am 17. Mai 1936 mit zu hoher Gefchwindigkeit auf der Straße Reiskirchen—Gießen gefahren war und die Geschwindigkeit nicht so eingerichtet hatte, daß sie sofort halten konnte, so daß ein Zusammenstoß mit einem anderen Wagen erfolgte. In der gestri- gen Hauptverhandlung, die auf ihren Einspruch hin stattfand, stellte es sich heraus, daß die Schuld der Angeklagten sehr gering und der Schaden ganz unbedeutend war. Das Gericht stellte daher das Verfahren wegen Geringfügigkeit ein. Oberhessen. Gchnellomnibusverkehr auf der Autobahn Frankfurt—Dad-Nauheim. Lpd. Frankfurt a. M., 12. Nov. Am Sonntag, 15. November, eröffnet die Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. auf der Reichsautobahnstrecke nach Bad-Nauheim einen planmäßigen Linienverkehr. Wie bei bec übrigen von Frankfurt a. M. ausgehenden Linien fahren die S ch n e l l o m n i d u f s e an der Nordseite des Hauptbahnhofs ab. Die um 7.40 Hhr und 16.40 Hhr hier abfahrenden Wagen fahren über Bad Homburg und Bad-Nauheim nach Friedberg. Hm 10.15 Hhr und um 18 Hhr fahren die Wagen von Friedberg über Bad-Nauheim und Bad Homburg nach Frankfurt zurück. Der um 14 Hhr in Frankfurt abfahrende Wagen fährt über Bad Homburg nur nach Bad-Nauheim bis zur Dan- keskirche und von dort um 15.12 Hhr über Bad Homburg nach Frankfurt zurück. Von Bad Homburg (Bahnhof) fährt dann noch ein weiterer Wagen um 10.03 Hhr über Bad-Nauheim nach Friedberg und von Friedberg einer um 9 Hhr über Bad- Nauheim nach Bad Homburg. Landkreis Gießen. 00 Klein-Linden, 12. Nov. Am kommen- den Sonntag begeht Kirchendiener Karl Rinn fein 30jähriges Jubiläum als Kirchendiener unserer Kirchenaemeinde. In Treue und Gewissenhaftigkeit versah er unter elf Pfarrern fein Amt. In die Zeit seiner Wirksamkeit fallen 966 Taufen und 495 Trauungen. 568 Verstorbenen läutete er zu Grabe. wg. Großen-Buseck, 12. Nov. Verschiedentlich hort man in unserer Gemarkung Klagen über den schlechten Stand des Roggens. Die Aussaat ist zllm Teil durch die stark auftretenbe Mäuseplage und durch Schneckenfraß vernichtet worden, so daß sich verschiedene Landwirte mit dem Hmsäen beschäftigen müssen. Die Bekämpfung der Mäuseplage wird systematisch durchgeführt. Die Gemeinde beschaffte Vergasungspattonen, die zum Teil an die Landwirte abgegeben wurden. In letzter Zeit wurde jedoch die Vergasung von der Gemeinde gemeinschaftlich durchgesührt. Knaben der ältesten Schuljahrgänge zogen unter Aufsicht eines Gemeindebeamten mit drei Vergasungsapparaten in die Gemarkung und arbeiteten dort mit gutem Erfolg. # Ouetfborn, 12. Nov. Am hiesigen Bahnhof wurde am Mittwoch der in unserer Gemarkung in diesem Jahre angebaute Flachs durch die Sparund Darlehenskasse verladen. Während in früheren Jahren von unseren Landwirten fast kein Flachs angebaut wurde, konnten in diesem Jahre annähernd 80 Zentner geerntet und verladen werden, darunter sechs Zentner der Adolf-Hiltler-Flachs- spende. — Die Herbstaussaat hat beim Weizen einen befriedigenden Aufgang der Saat gebracht, dagegen hört man mancherlei Klagen über mangelhaften Stand des Roggens, so daß zum Teil schon umgefät wurde. Leider treten in unserer Gemarkung auch die Ackerschnecke und die Vierte*. Rat fiüi’s Backen: Bringen Sie das Gemisch von Mehl und Backpulver niemals direkt mit Flüssigkeit In Berührung, da sonst ein Ceü der Triebkraft verloren geht. Beim Kührteig z. B. mengt man das MehU,^ackin«"Gemisch immer Teilmengen unter die Masse, ehe Milch zugefügt wird und rührt diese gut unter, ehe von neuem Mehl und ,gackln" zugegeben wird, vee Erfolg: Glänzende Wirkung deo altbewährten 0r. Getker-Vackpulver „Backin"! Wege im Nebel. Roman von Käthe Mehner. (Copyright by Aufwärts-Derlag, Berlin SW 68.) 7. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Der Portier schlug umständlich das Fremdenbuch auf: „Fräulein Heller meinen Sie? Nummer 16 ist das! Die Dame ist schon heute morgen früh aus» gegangen und noch nicht zurückgekommen." „Noch nicht zurückgekommen, sagen Sie?! Auch nicht zum Mittagessen? Das ist doch unmöglich! Vielleicht ist sie schon auf ihrem Zimmer, und Sie haben das nur übersehen!" Er winkte einem Pagen, der augenblicklich die Treppe hinauflief, allerdings nur, um nach einigen Minuten kopfschüttelnd wieder herunterzukommen. „In ihrem Zimmer ist die Dame nicht. Auch das Stubenmädchen hat sie seit heute früh noch nicht gesehen." Der Empfangschef biß sich ärgerlich auf die Lippen: „Zu dumm das! Herr Dr. Rammelt hat soeben schon das zweitemal angerufen! Der Herr ist ihr Verlobter und bat ausdrücklich, nach Fräulein Heller rufen zu lassen. Er wünscht von ihr angerufen zu werden. Unö nun ist sie immer noch nicht da! Also Portier, sobald Fräulein Heller zurück ist, geben Sie bitte umgehend Bescheid!" Doch Stunde um Stunde verging, und immer noch wartete der besorgte Empfangschef vergeblich. Hnd während es draußen langsam auf den Abend zuging, geriet er allmählich in immer größere Besorgnis. Da mußte doch etwas passiert fein! So viel ihm bekannt war, kannte Fräulein Heller hier niemanden. Wie der Page berichtete, war das Fräulein für einen längeren Spaziergang auch gar nicht angezogen gewesen, hatte nur einen leichten Schal umgehabt, als sie fortging. Oberkellner und Chauffeur wurden verständigt, Boten nach überallhin ausgesandt. Aber nichts hatte Erfolg. Niemand wollte eine einzelne Dame gesehen haben. Jedes Suchen schien vergeblich. Immer unbehaglicher fühlte sich der Empfangs- chef, der zugleich der Geschäftsführer war und die Verantwortung für das Ergehen der Gäste mit zu übernehmen hatte. Jedes kleinste Vorkommnis, und geschah es auch noch so gewiß ohne Verschulden der Hotelleitung, war für den Rus des Hauses von fataler Bedeutung. Was sollte man nur tun? Soeben schlug die Hhr acht Hhr. Stockdunkel war es draußen, und immer noch war die Frau nicht zurück! „Fast zwölf Stunden ist die Dame weg! Zwölf Stunden und nur mit einem leichten Schal unterwegs! Wenn sie jetzt nicht in einer Stunde zurück ist, muß ich Herrn Dr. Rammelt verständigen, und vielleicht sogar die Polizei!" Verzweifelt trocknete er sich die Stirn. Der Portier nickte. „Was ich noch sagen wollte, wenn ich mir erlauben darf,--die Dame kam mir eigentlich gleich so etwas merkwürdig vor, so — — wie soll ich sagen,--etwas wie 'ne Gemütskranke..." „Hnd das sagen Sie mir erst jetzt!?" Der Empfangschef griff sich mit ehrlichem Entsetzen an den Kops. „Warum haben Sie mir das nicht früher gesagt!? Das verändert das Bild ja vollständig! Sofort werde ich Herrn Dr. Rammelt anrufen. Jetzt wird mir auch klar, warum er auf sie aufgepaßt haben wollte! Schnell, schlagen Sie die Nummer nach und melden Sie ein Gespräch an. Aber dringend!" Mit aufgeregten Schritten durchmaß der Geschäftsführer die Halle. Da endlich — — das schnelle, ununterbrochene Klingeln! Das Fernamt! Er stürzte zum Apparat, riß die Tür der Zelle hinter sich zu. Einen Augenblick, bann hielt er den Hörer unschlüssig in Der Hand. Was nur sollte er sagen, wie es dem Herrn beibringen, was geschehen war? Schon hörte er die Stimme am andern Ende der Leitung, und immer noch brachte er keinen Ton heraus. Da — im gleichen Augenblick aber öffnete sich plötzlich hinter ihm die Tür! Der dicke Portier drängte sich aufgeregt an ihn heran, flüsterte, stammelte ihm etwas zu. „Sie ist da! Fräulein Heller ist da!" In unendlicher Erleichterung nickte der Geschäftsführer zurück, daß er verstanden habe. „Gott sei Dank!" entrang es sich ihm unwillkür- lich. Aber nun drängte auch durch den Apparat ein aufgeregter Wortschwall auf ihn ein, dem er jetzt wohl oder übel standhaften mußte. „Ja, was ist denn nur? Warum antworten Sie nicht? Ist etwas passiert? Antworten Sie doch!" Aufgeregt, ungeduldig klang Rammelts Stimme. Vergeblich bemühte sich nun der Geschäftsführer, ein Motiv, eine Ausrede für feinen Anruf zu finden. Doch wiederum wurde jetzt die Tür zur Zelle geöffnet, und Janna nahm ihm den Hörer mit einem leise gehauchten „Vielen Dank" aus der Hand. Nur zu gern zog er sich zurück, trocknete sich den Schweiß von der Stirn und befahl dem Pagen, ihm einen Kognak zu bringen. Indessen lauschte Janna nervös den aufgeregten Worten ihres Verlobten, der sich über den Anruf nicht beruhigen zu können schien. „So sprich doch! Warum hat der Geschäftsführer denn angerufen? Was war denn nur los? Warum bekomme ich denn von niemandem eine Antwort?" Sie sprach irgend etwas in den Apparat, redete von einem Irrtum. Sie fei längere Zeit fortgewesen, habe versäumt, einen Bescheid zu hinterlassen. Seine Fragen peinigten sie, zu schnell kam die Wirklichkeit, riß sie aus dem wunderbaren Erlebnis des Tages. Aber Ralf schien schon beruhigt. Da sprach er schon wieder von sich, berichtete ihr von der lieber» nähme des neuen Gutachtens, das er für den Prozeß um die „Grube Margret" zu machen habe. Im Augenblick war Janna hellwach. „Grube Margret"! Das war doch das Besitztum der Familie Brand! Also auch Gerhards Eigentum und sein Interesse. Sie wollte schon fragen, da schloß Ralf das Gespräch. Mechanisch beantwortete sie seinen Gruß, ging bann mit nachdenklichem Gesicht an dem erstaunt zu ihr hinüberschauenden Empfangschef vorbei aus der Halle ins Gastzimmer, wo Gerhard sie erwartete. „Du hast mit Ralf gesprochen?" fragte dieser ernst, ihr einen Stuhl zurechtrückend. „3a, Gerhard. Hnd denke dir, er hat mtt soeben gesagt, daß er ein Gutachten in Sachen der Grube .Margret', übertragen bekommen habe! Weißt du etwas davon?" „Hier, lies das!" Statt aller Antwort zog Gerhard ein Schreiben aus feiner Tasche, das den Absender seines Bruders Walter trug. Schnell überflogen ihre Augen die Zeilen. „Walter bittet dich, mit Ralf Rammelt persönlich zu verhandeln? Würdest du das denn tun, Gerhard?" „Natürlich nicht, Janna! Mit deinem Verlobten in dieser geschäftlichen Angelegenheit zu verhandeln ist jetzt selbstverständlich ganz unmöglich geworden! Walter wird das diesmal selbst übernehmen müssen! Auch bei unferm Zusammentreffen in Hamburg habe ich es ihm bereits abgeschlagen! Jeden Dienst kann er von mir verlangen. Nur diesen nicht! Ich werde ihm das gleich nachher noch schreiben!" Janna nickte zustimmend. Heiß Drängte es sie in diesem Augenblick, feine Hand zu ergreifen, ihm zu zeigen, wie sehr sie sich mit ihm einig fühlte. Aber während sie sich noch gewaltsam zurückhielt, fiel ihr Blick plötzlich auf einen andern Brief, auf dem seine Hand ruhte. Ein weißes, langes Kuvert mit steiler, verschnörkelter Schrift. „Olga Willnoffs Handschrift!" „Jawohl, ein Bries von Olga!" bestätigte Gerhard, ihren Blick auffangend. Ich bekam ihn noch in Hamburg. Du sollst ihn ruhig lesen. Ihre Absicht in diesem Brief ist nur zu klar! Hast du die Stelle? Hier, da steht es: ,Rals und Janna sind sehr, sehr glücklich!' Habe ich nicht recht mit meiner Warnung, Janna? Olga Willnoff spielt falsches Spiel mit dir!" „Hnd sie habe ich eingeladen, als meine Freundin betrachtet!" Nicht ohne Bitterkeit stieß Janna die Worte hervor. Aber mit einer behutsamen Bewegung nahm Gerhard ihr den Brief schnell aus den Händen: „Nicht so, Janna! Was geht uns diese Olga Willnoff an?! Heute noch laß uns alles vergessen, was bitter und traurig ist! Um so stärker werden wir sein, für den harten Kampf, der uns noch be- vorsteht l" (Forffetzung folgt l) Wi zu WHW.-Opsertag des deutschen Fußballsports iem Sieg ÜaracciolasHekord versuche eingestellt. Wettere Fahrten noch vor Weihnachten. Jeder Hilst dem WHW ! Opferspenden vom Lohn oder Gehali sind an das W i n t e r h i l s s w e r k des Deutschen Volkes. Kreisführung Detterau in Siehe n. Postscheckkonto Hr. 23 o33, oder auf dessen Bankkonto 6100 bei der Bezirkssparkasse Gießen zu überweisen. mit dazu beitragen, die Spielkultur überall heben. Erfolgreiche Segelfliegerschulung der Universität Marburg. Links: Stürmische Begrüßung für Caracciola nach seiner erfolgreichen Weltrekordfahrt. (Scherl - Bilderdienst.) Aussicht auf Erfolg geschwunden. Sofort wurde der zweite Versuch in Angriff genommen. Hierbei stellte es sich heraus, daß die Anfaugrohre verengert, der Vergaser auf niedere Geschwindigkeiten eingestellt und die Hinterachs-Uebersetzung geändert werden müssen. Rennleiter Neubauer entschloß sich, die Fahrten abzubrechen, und nach Stuttgart zurückzukehren, um die nötigen Arbeiten im Werk vornehmen zu lassen. Noch vor Weihnachten wird jedoch der Wagen für neue Versuche startbereit sein. Am Donnerstag kurz nach 16 Uhr startete Caracciola auf der Reichsautobahn zwischen Darmstadt und Frankfurt a. M. zum Angriff auf die Weltrekorde über Kilometer und Meile mit stehendem Start. Die Hinfahrt verlief sehr zufriedenstellend, über die Meile wurden 28,05 Sekunden gestoppt, die etwa 208 km/st entsprechen. Der alte Weltrekord Caracciolas stand auf 188,656 km/st. Bei der Rückfahrt gab es jedoch eine Startverzoge- rung von etwa 10 Sekunden und damit war jede Fuhballabteilung des Turnvereins Alten-Auseck. Alien-Vuseck I — Rodheim I 3:1 (1:0). Am Sonntag war die erste Mannschaft der Fußballabteilung des Turnvereins Alten-Bufeck bei dem Meisterschaftsanwärter Rodheim zu Gast und be- siegte ihn nach überlegenem Spiel mit 3:1 Toren. Beide Mannschaften tasteten zunächst nach den Schwächen des Gegners. In der 10. Minute gab der rechte Läufer der Gäste eine Vorlage an den Linksaußen, der zum Führungstor verwandeln konnte. Bis zur Halbzeit änderte sich das Ergeb- nis nicht mehr. Nach der Pause kam die Platzmannschaft zum Ausgleich, und die Gäste hatten in der Folge einige bange Minuten zu überstehen, denn die Rodheimer versuchten mit aller Macht die Führung an sich zu reißen. Die Alten-Busecker Verteidigung war aber auf der Hut. Zu Mitte der zweiten Halbzeit gab es einen Freistoß für Alten- Buseck. Aus 30 Meter Entfernung schoß der rechte Läufer hoch vor das Tor, der Hüter schlug den Ball ab, Linksaußen und Halblinker waren aber zur Stelle und drückten ein. In der letzten Minute wurde der herauslaufende Tormann noch einmal geschlagen. Alten-Buseck hat sich mit diesem Sieg gegenwärtig den dritten Platz in der Tabelle errungen. „ ZE.Teuionia* WaKenborn-Gieinberg Belm Tabellenführer in Wehlar. Die 1. Mannschaft der Teutonen ist am kommen- den Sonntag, wie diejenige des Sportvereins 05 Wetzlar, verbandsspielfrei. Es ist gelungen, die Wetzlarer Ligisten zu einem Gesellschaftsspiel zu verpflichten, das in Wetzlar zum Austrag kommt. Die Platzmannschaft führt zur Zeit ungeschlagen die Tabelle der Bezirksklasse Gießen-Dill an. Hinter dem von dem vielfach repräsentativen Wohlgemuth recht geschickt geführten außerordentlich gefährlichen Sturm steht eine ebenso gute Läuferreihe, und die gesamte Hintermannschaft versteht ebenfalls ausgezeichnet ihr „Handwerk". Die Watzenborn-Steinberger Teutonen, die ihrem eigenen Platze mehr und mehr zum Opfer fallen, haben in der Vorrunde der Meisterschaftsspiele der 1. Kreisklasse zwei Verlustpunkte einstecken müssen, und zwar aus zwei unentschiedenen Spielen auf eigenem Platze. Außerhalb wurden sämtliche Spieie und somit Punkte gewonnen. So hofft man denn auch im Spiel am kommenden Sonntag in Wetzlar, obwohl selbstverständlich hier der Meisterschaftsfavorit der Bezirksklasse und zumal auf eigenem Matze die weit größeren Gewinnchancen besitzt, auf ein ehrenvolles Bestehen der Teutonen. Leider ist der Teutonensturm z. Z. nicht ganz im Vollbesitz seiner Schußkraft, die er gerade in den Gesellfchafts- spielen vor den jetzigen Verbandsfpielen unter Beweis stellen konnte. Nach dem letzten Jahresschluß konnte er in 26 ausgetragenen Spielen ein überaus günstiges Torverhältnis von 113:32 Toren herausholen, und zwar bei nur zwei verloren gegangenen, vier unentschiedenen und 20 gewonnenen Spielen. Die endgültige Mannschaft, die die Reise nach Wetzlar antritt, steht noch nicht fest. Die 2. Mannschaft der Teutonen empfängt auf eigenem Platze zum weiteren Verbandsspiel die zweite Mannschaft des Turnvereins 1846 Gießen. Die Platzmannschaft befindet sich z. Z. in einer ausgezeichneten Verfassung, konnte sie doch in ihren bisher bestrittenen 3 Verbandsfpielen 3 sichere Siege mit einem Torverhältnis von 23:4 Toren erzielen. Braddock kämpst gegen Louis. Er ignorier! das Startverbot der Boxkommission. Der amerikanische Boxweltmeister James Braddock kümmert sich offenbar um das Startverbot, das ihm die Neuyorker Boxkommission auferlegt hat, herzlich wenig. Braddock, der bis zur Hinterlegung der 5000 Dollar für den Titelkampf mit Schmeling gesperrt ist, hat nunmehr — man höre und staune — einen Kampf gegen Joe Louis für den 22. Februar in Atlantic City abgeschlossen. Es heißt, daß Braddock bereits 40 000 Dollar als Garantiesumme hinterlegt haben soll. Man darf gespannt sein, welche Schritte die Boxkommission nun gegen den reichlich eigenwilligen Weltmeister unternimmt, um so mehr als jetzt Jack Dempsey an ihrer Spitze steht. Der ehemalige Boxweltmeister gilt nämlich als durch und durch fairer Sportsmann und er sollte wohl am ehesten in der Lage sein, James Braddock zur Vernunft zurückzuführen. Angriff auf Hennes Motorrad-Wettrekord. Der italienische Motorrad- und Automobil-Rennfahrer T a r u f f i wird sich Anfangs Dezember mit einem Dreiliter-Maseratiwagen nach Südafrika begeben, um in East London, Kapstadt und Johannesburg einige reichdotierte Automobilrennen zu bestreiten. Vor seiner Abreise gedenkt der Italiener mit einer Gilera-Neukonstruktion den kürzlich auf der Frankfurter Reichsautobahn aufgestellten, abso- luten Weltrekord über den Kilometer anzugreifen. Taruffi unternimmt in den nächsten Tagen einige Versuchsfahrten und wird bei zufriedenstellendem Resultat einen Angriff auf Hennes Bestleistung durchführen. Gportamt „Kraft durch Freude". Heute folgende Kurse: Allgemeine Körperschule — für Männer und Frauen gemeinsam — Lyzeum, Damm* straße 26. 20.30 bis 21.45 Uhr. Schwimmen: Volksbad, Seltersweg — für Männer und Frauen gemeinsam 20.30 bis 21.30 und 21.30 bis 22.30 Uhr. Neue Kurse: Anmeldungen für Box-Kurse, Hallen-Tennis, Ski-Trocken und Reitkurse werden auf der Dienststelle der NSG. „Kraft durch Freude", Schanzenstraße 18, entgegengenommen. Reparaturarbeiten an dem Kirchturm der hiesigen Stadtkirche erwies es sich als notwendig, die schadhafte Bekrönung auf der Kirchturmspitze abzunehmen. Bei der Oeffnung des Bleiknopfes, der sich unmittelbar unter dem aus Eisen gehämmerten Kreuz befindet, fanden sich in Blechhülsen gut verwahrt drei Urkunden aus oen Jahren 1888, 1921 und 1928. Die Geschehnisse in diesen Zeitabschnitten sind in vielseitigster Weise in den Urkunden niedergelegt. Man beabsichtigt, eine neue Urkunde, die späteren Geschlechtern Aufschluß über unsere geschichtlich bedeutsame Zeitenwende geben soll, vor Wiederaufbringung der Bekrönung in den Knopf einzufügen. # Hungen, 12. Nov. Am heutigen Nachmittag überquerte ein Rudel Wildschweine — etwa 25 bis 30 Stück — im wilden Lauf die Gießener Straße an der in unmittelbarer Nähe vor Langsdorf gelegenen Steigung. Mehreren Bauersleuten, die zu dieser Zeit bei der Feldbestellung in der Gemarkung Meßfelden tätig waren, scheuten beim Anblick dieses ungewöhnlichen Ereignisses die Pferde. (D Villingen, 12. Nov. Gestern abend wurde in unserer Gemeinde durch die Ortspolizeibehörde erstmalig eine Verdunkelungsübung zur Durchführung gebracht. Mit Ausnahme von einigen geringfügigen Beanstandungen kann die durchgeführte Maßnahme als zufriedenstellend bezeichnet werden. Kreis Büdingen. ch Nidda, 12. Nov. Die Landwirtschaftsschule und Wirtschaftsberatungsstelle N i d d a , die bis zum 1. April d. I. als Bäuerliche Werkschule und Beratungsstelle bezeichnet wurde, eröffnete den Unterricht für das Winterhalbjahr 1936/37. Der Unterricht wird in zwei Knabenunterklassen mit 58 Schülern und einer Mädchenklasse mit 22 Schülerinnen von vier Lehrern und zwei Lehrerinnen erteilt. Infolge des starken Besuches von Knaben erwies sich die Notwendigkeit zur Teilung in zwei Unterklassen. Zu diesem Zwecke wurde in dem Gebäude, in dem seither die Arbeitsdienstabteilung untergebracht war, ein neuer Unterrichtssaal bereitgestellt, dem sich im Hinblick auf die bereits vorliegenden zahlreichen Anmeldungen für den Herbst 1937 die Einrichtung eines weiteren unterrichtsraumes anschließen wird. Die Erweiterung der jetzigen Unterrichtsräume für Mädchen erweist sich auch als unumgänglich notwendig, da im nächsten Herbst mit der Aufnahme von etwa 30 Schülerinnen gerechnet werden muß. Da durch die Verlegung der Arbeitsdienstabteilung Räume frei werden, so soll in einem dieser Räume demnächst auch ein Webstuhl zur Erlernung des Webens aufgestellt werden. Kreis Vehlar. * Wetzlar, 13. Nov. Der Wetzlarer Verkehrsverein veranstaltet am kommenden Sonn- taa einen Verkehrstag, der u. a. eine Beleuchtung des Domes und des Domplatzes, ein Konzert zweier Musikkapellen der Wehrmacht und ein großes Feuerwerk bringen soll. Die Reichsbahn gibt Sonntagskarten nach Wetzlar, die Omnibusse der Reichspost führen Sonderfahrten nach den Ortschaften der Umgegend aus. Sonntag nachmittag werden Platzkonzerte stattfinden und die Ladengeschäfte geöffnet sein. Interessenten seien auf die Anzeige in unserem heutigen Blatte aufmerksam gemacht. (D Krofdorf, 12. Nov. Der a 11 e ft e Einwohner unserer Gemeinde Philipp Krombach wurde 8 9 I a h r e alt. Er ist Veteran von 1870/71. Trotz einer ernsthaften Erkrankung im letzten..Lom- mer ist jetzt sein gesundheitliches Befinden wieder zufriedenstellend. Der alte Herr erfreut sich noch guter geistiger Frische. D Hörnsheim. 12. Nov. Die hiesige Spor, u n d K r e d i t k a s s e hat smet matonylle Mntaflen anqeschasft, die von großer volkswirtschaftlicher Be- deatuna sind. Bereits für die Herbstaussaat konnte die neue Saatgutrei n i g u n g s m a s ch ine in Tätigkeit treten. Etwa 400 Zentner Saatgut konnten für die Herbstaussaat fertig gemacht wer- den. Raft alle Bauern und Landwirte nahmen die Einrichtung in Anspruch. Die Genossenschaft hat jetzt eine neue D ä m p T a n t a a e 3 u m L i n I1 - Heren der K a r t o f f e l n bestellt. Man regnet mit ihrem Eintreffen nächste Woche, dann soll.sofort mit der Arbeit begonnen werden. Außer m der bicügen Gemeinde soll auch in den ^at$&?rflenl.c’n= den. insbesondere in Lützellinden, wo schon über 20 Silos bestehen, die Einsilierung mit dieser Dömvfanlage erfolgen. Diese Dampfanlage ist di erste ihrer Art im Kreise Wetzlar. . Dutenhofen, 11- Nov. Die Eheleute G-org S ch n e i d e r und Frau Katharine geborene W ller, feierten heute in körperlicher und geistiger Frische das Fest der g o l d e n e nH o ch z ei t. Beide sieben im 76. Lebesjahre. - ferner formen m einigen Tagen die Eheleute Maurermeister Karl Mehl und seine Ehefrau Marie, geborene Knorz, auf ihr 50jähriges Ehejubiläum zuruck- blicken. Schiedsrichter sind durch den Platzverein zu benachrichtigen. Oie Begegnungen der Gauliga Hessen Zu den Spitzenmannschaften der deutschen Fußballgaue, die in diesem Jahre am wenigsten zu überzeugen vermochten, gehört der Gaumeister von Hessen, Hanau 1893. Die Hanauer haben in fünf Spielen bereits vier Punkte verloren und erst am Sonntag wieder ihre Anhänger enttäuscht. Auch für das Heimspiel gegen Kassel 03 stehen die Aussichten nicht besonders gut, denn die Kasseler haben erst am Sonntag bewiesen, daß sie Tore schießen können; ein Beweis, den uns der Gaumeister bislang schuldig geblieben ist. Tabellenführer dürste am Sonntag der Spielverein Kassel werden, der zu Hause gegen Kurhessen Marburg sicher siegen müßte und dadurch auf Grund der besseren Minus- Punktzahl vor Hessen Bad Hersfeld rangieren würde. Germania Fulda wird sich gegen den bisher so erfolgreichen Neuling Wachenbuchen, der Hers- feld und Hanau Punkte abnahm, sehr vorsehen müssen, und ein Punktgewinn der Hanauer Nachbarn würde keineswegs überraschen. Oie Ergebnisse der Kreisklaffenspiele. Lollar 2. — Sinn 2. 6:5; 1900 2. — Wetzlar 2. 1:4; Steinberg — Klein-Linden 1:1; Ruppertsburg gegen Lich 4:1; Großen-Buseck — Daubringen 9:1; Rodheim — Alten-Buseck 1:3; Sportfreunde Wetzlar — Niedergirmes 0:4; Oberbiel — Hermannstein 1:6; Nauborn — Burgsolms 2:2; Ehringshausen — Steindorf 4:1; Aßlar — Leun 6:0; Ulm gegen Philippstein 3:1; Tv. 1846 2. — Grüningen 3:6; Muschenheim — Großen-Linden 5:2; Flensungen — Wieseck 3:2; Sportfreunde Wetzlar 2. gegen Burgsolms 2. 5:0; Sportverein Wetzlar 3. gegen Aßlar 2. Aßlar nicht angetreten. Schulungsarbeit im Fachamt Handball Lehrgang für Vereinsspielwarte nnd Uebungsleiter in Großen-Linden. Wenn der Deuffche ReichsbuiÄ für Leibesübungen größten Wert auf eine gründliche und ein- ;ehende Schulung feiner Angehörigen legt, so ge- chieht das nicht ohne Grund. Einmal sollen dadurch die Fachwarte herangebildet werden, die für einen umfangreichen Sportbetrieb erforderlich sind und zum anderen aber soll dafür gesorgt werden, daß gerade die Mitglieder der kleinen Vereine stets auf dem Laufenden sind und Anteil haben können an dem sportlichen Geschehen im allgemeinen. Im Rahmen dieser Schulungsmaßnahmen hat nun das Gaufachamt Handball für den Kreis VIII einen Wochenendlehrgang für Vereinsspielwarte und Uebungsleiter nach Großen-Linden angeseht. Dieser Lehrgang fft der erste seiner Art in unserem heimischen Kreis. Den beteiligten Vereinen ist auf alle Fälle eine Möglichkeit geboten, sich neuzeitlich geschulte Uebungsleiter heranzubilden, um so den jefamten Spielbetrieb in neuzeitlicher Weise durch- etzen zu können. Das ist, wie sich im Laufe der Zeit ergeben hat, unbedingt erforderlich und wird Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung ) Sch. Die Pflicht, in bebauten Ortsteilen für Reinhaltung des an das Grundstück angrenzenden Straßenteils zu sorgen, beruht auf Ortspolizeiver- orbnung. Die Beseitigung von Mängeln, die auf den schlechten baulichen Zustand der Straße zurück- zusühren find, wie Pfützen und Schlammbildung, kann von Ihnen auf Grund der Reinigungspflicht nicht verlangt werden. 3. Sch. in N. Wenn Ihr Nachbar den 0,50 Meter breiten Streifen Ihres Grundstücks als Weg be* nützt, können Sie gegen ihn auf Unterlassung klagen. Falls es sich bei dem 4 Meter breiten Weg um einen öffentlichen Weg handelt, haben Sie ein Recht darauf, diesen Weg ungehindert zu benützen. Grenzt Ihr Grundstück an einen öffentlichen Weg nicht an, so können Sie gegen Leistung einer Geld- rente von Ihrem Nachbarn verlangen, daß er di« Benutzung seines Grundstücks als Verbindung g^res Grundstücks mit dem öffentlichen Weg duldet. Die in der Vorschau vermerkte Ungewißheit über die Spiele in den einzelnen Kreisklassen hat sich durch verschiedene Ueberraschungen, die am Sonntag zustande kamen, geklärt. Lollar 2. gewann gegen Sinn 2. 1900s Reserve konnte die Wetzlarer in ihrem Siegeszug nicht aufhalten und fiel dadurch auf den dritten Platz zurück. Die erste lieber« raschung ist der abermalige Punktverlust der Teutonen auf eigenem Platz gegen Klein-Linden. Der Erfolg von Ruppertsburg gegen Lich entspricht den Erwartungen. Dagegen ist der hohe Sieg der Großen-Busecker über Daubringen ebenfalls eine Überraschung. Dasselbe fft der Fall bei bc*~ der Alten-Busecker in Rodheim. In der Kreisklasse Wetzlar ist durch die Spielausgänge am Sonntag eine vollständige Wandlung in der Placierung ein- getreten. Lediglich Niedergirmes hat feine Tabellenführung behalten. Das Institut für Leibesübungen an der Universität Marburg führte wiederum einen Anfängerlehrgang für Segelslieger durch, in welchem 76 Teilnehmer und Teilnehmerinnen geschult wurden. Auf dem Segelfluggeläiche bei Cyriaxweimar konnten 2 7 0 0 Starts durchgeführt werden und 47 Studenten und Studentinnen ihre -^-Prüfung ablegen. Dem Lehrgang wohnte zeitweilig auch die Rekordfliegerin Hanna Reitsch bei. Insgesamt wurden bei den vom Unmerfitätsinftitut gemeinsam mit der Fliegerortsgruppe in der Zeit vorn 1. März bis 1. November 1936 durchgeführten vier Segel- fluglehrgängen 5 427 Starts erledigt und 2 7 9 Flugschüler ausgebildet. 119 Teilnehmer konnten eine Segelflugprüfung ablegen, 97 bestanden die ^-Prüfung, je 11 die B- und E-Drü- fung und 4 die amtliche OPrüfung. Insgesamt segelten die Fortgeschrittenen 72 Stunden. Die <5d)ulung nimmt im kommenden Winter ihren Fortgang. 15 Begegnungen im Kreis Gießen. Dem Aufruf des Führers folgend, werden am 18. November (Bußtag) die hessischen Fußballspieler in Stadt und Land im „Kampf gegen Hunger und Kälte" bereitstehen, um ihrerseits dazu beizutragen, daß dem großen Winterhilfswerk ein voller Erfolg befchieden ist. Ueberall, selbst in den entlegensten Orten, sind Kräfte am Werk, um ein umfangreiches Spielprogramm durchzuführen, das mit feinen ungefähr 170 Veranstaltungen die Zahl der vorjährigen Winterhilfsfpiele übersteigt. Alle wollen mit* helfen und setzen chre Ehre dafür ein, einen möglichst hohen Ertrag aus den Spielen an das Winterhilfswerk abführen zu können. So stellt sich die hessische Sportgemeinde ebenso wie in den vergangenen Jahren in den Dienst der guten Sache. Auch im Kreise Gießen werden 15 Spiele zugunsten der Winterhilfe stattfinden. Da die sog. Lokalspiele ihre Anziehungskraft auf das Publikum nie verfehlt haben, so hat man als Gegner, soweit dieses möglich war, Mannschaften gepaart, die sich schon immer hinreißende Kämpfe geliefert haben. Gleichzeitig soll hierdurch erreicht werben, daß die Besucher der Spiele auch in sportlicher Beziehung guten Fußball zu sehen bekommen. Das (Spidproaramm. Gießen, 1900-Platz: 1900 Gießen-SV. Lollar komb. — VfB.-Reichsbahn Gießen-FC. Steinberg komb. (Gutmann, Atzbach); Wetzlar, 05-Platz: SD. 05 Wetzlar — Naunheim- Bissenberg komb (Küster, Berghausen); Dillenburg, Platz Rb. Tuspo: Dillenburg- Frohnhausen komb. — Burg-Sinn komb. (Schäfer, Haiger); Alsfeld, Platz 06: 06 Alsfeld — Leusel-Altenburg komb. (Geisel, Alsfeld); Heuchelheim, SV. 20-Platz: Heuchelheim — Klein-Linden (Böcher, Gießen); Lich: Lich-Hungen komb. — Steinbach-Garben- teich komb. (Offenbacher, Gießen); Großen-Bufeck, FC. 26-Platz: Großen-Buseck — Alten-Buseck (Pieh, Londorf); Daubringen, SC. 21-Platz: Daubringen — Lollar-Staufenberg komb. (Kreiling, Gießen); Leihgestern, SpVgg. 26-Platz: Leihgestern — Großen-Linden-Grüningen komb. (Buß, Sternberg); Londorf, TV -Platz: Londorf — Rüddingshau* fen (Törner, Staufenberg); Rodheim, Tv.-Platz: Rodheim — Naunheim Reserven (Arnold, Heuchelheim); L a u n s b a ch, Tv.-Platz: Launsbach — Wißmar (Nesseldreher, Heuchelheim); Aßlar, Platz VfB. 24: Aßlar-Ehringshausen komb. — Niedergirmes-Sportfreunde komb. (Weber, Altenkirchen); Burgsolms, Platz des FC. 26: Burgsolms-Oberbiel komb. — Steindorf-Nauborn komb. (Niersbach, Wetzlar); Leun, Platz Sportg.: Leun-Albshaufen komb. — Ulm-Holzhaufen komb. (Scharf, Wetzlar); Laub ach, FC.-Platz: Laubach-Grünberg komb. — Ruppertsburg (Beck, Flensungen). Die erstgenannten Vereine der kombinierten Mannschaften stellen die Kleidung. Die Vereine haben sich sofort in bezug auf die Mannsckafts- auffteüung untereinander in Verbindung zu setzen. Feldmäuse sehr stark auf; letztere werden hauptsächlich durch das Auslegen von Giitweizen bekämpft. * Lumda, 12. Nov. Bei der gestrigen Treibjagd im Staatswald, in den Gemarkungen Lumda und Reinhardshain wurden 12 Hafen, 3 Füchse «nd eine Schnepfe geschossen. S> Weickartshain, 12.Nov. Auf dem hiesigen Bahnhof wurden heute 150 Zentner Kartoffeln für bas WHW. in Frankfurt a. M. verladen. Die Lieferung erfolgte aus mehreren Ortschaften des Vogelsbergs. Der Waggon war mit Tannengrün geschmückt. <5 Odenhaufen a. d. Lda., 12. Nov. Die jüngste Eintopffammlung erbrachte in unserem Dorfe eine Spende von 21,25 Mark. — Im Laufe dieser Woche wird hier mit der Kanalisierung der Bahnhofstraße und eines Teiles der Wernerstraße begonnen. Die Ausführung der Arbeiten ist dem Maurermeister H ö r e s, Londorf, übertragen worden. Mit diesen Arbeiten wiro einem langjährigen Wunsche der Anlieger Rechnung getragen. ]) Lich, 12. Nov. Die hiesige Stadtverwaltung hat im Hinblick auf die in unserer Gemarkung in außerordentlich großer Zahl auftretenden Feldmäuse Giftgetreide beschafft, das an die Besitzer der Feldgrundstücke zur Ausgabe gelangt. Das Forstamt Lich empfiehlt in diesem Zusammenhang, die Giftkörner so auszulegen, daß sie nicht von Vögeln oder Wild ausgenommen werden können. Die Körner seien zweckmäßigerweise mit einem trichterförmigen Rohr oder einem Löffel so in die Mäuselöcher einzufüllen, daß von außen kein Giftkorn sichtbar bleibe. Auch können die Gift- körner in Drainröhren versteckt ausgelegt werden. Gleichzeitig macht das Forstamt darauf aufmerksam, daß Grundstückseigentümer, die durch unvorschriftsmäßiges und fahrlässiges Auslegen des Giftes das Eingehen von Wild verschulden, gerichtlich belangt werden können. Hungen, 12. Nov. Bei Vornahme von Düchertisch. — Knut Hamsun: Der Ring schließt sich. Roman. Berechtigte Uebersetzung aus dem Norwegischen von I. Sandmeier und S. Anne r m a n n. 355 Seiten. In Leinen gebunden 7.— Mark. Verlag Albert Langen / Georg Müller, München, 1936. — (371) — Unerschöpflich wie das Leben erscheint uns Knut Hamsun, der dichterische Magus des Nordens, der mit unverminderter Schaffenskraft am Werke ist und abseits aller herrschenden literarischen Strömungen von Anfang an bis auf den heutigen Tag seinen eigenen Weg geht. Aus seinem neuen Buch klingt jene uralte Weisheit: ,Klar sieht, wer von ferne sieht, nebelhaft, wer Anteil nimmt." Denn Hamsun betrachtet hier tatsächlich aus weiter Ferne, gleichsam von einem anderen Stern aus, die Welt, zerreißt alle Schleier der täuschenden Illusionen und blickt dem Dasein ins Antlitz, furchtlos, unbarmherzig, mit grausamer Klarheit und Schärfe. Da lebt in einer kleinen norwegischen Hafenstadt, die ebensogut an einem anderen Ende der Welt sein könnte, Abel, einer jener wunderlichen Helden Hamsunscher Prägung, ein Außenseiter des modernen, unnatürlichen, schöpfungswidrigen Lebens. Nach der schmerzlichen Enttäuschung seiner ersten großen Liebe verläßt er die Heimat, fährt um die Erde, lebt einige Jahre drüben in Amerika, einfach, geradezu primitiv, bis er sich jählings in schwere Schuld verstrickt und Hals über Kopf wieder nachhause zurückkehrt. Als er ankommt, ist er in den Augen seiner Jugendgefährten ein anderer geworden, ein merkwürdig willenloser Mensch, der von Stufe zu Stufe sinkt und allmählich zum Vagabunden wird. Sein Ende, wer weiß es? Vielleicht ist es kein Ende, sondern em Anfang, als er eines Tages auf und davon geht und wieder nach Amerika flüchtet, auf Niemmer- wiederkehr, den Ring zu schließen. Es bliebe noch manches zu sagen über die mit abgründigem Humor und spöttischer Ironie gesehenen Menschen, die ihn umgeben. Begnügen wir uns mit der Einsicht, daß dieses neue Werk wieder ein echter Hamsun ist, schlicht und absichtslos, als wenn das Leben selbst zu uns spräche. — Erwin Peter Close: Dominium. Roman aus Schlesien. 216 Seiten. RM. 4.50. Albert Langen / Georg Müller, München 1936. — (292.) — In diesem „Roman aus Schlesien", der in der Reihe „Sturm und Sammlung", Bücher junger deutscher Dichter, erscheint, setzt sich Close mit dem Problem des Dominiums, der Grundfrage des wirtschaftlichen Lebens im deutschen Osten, ernsthaft und leidenschaftlich auseinander, nicht um der bloßen Anklage willen, sondern um einen Weg zu zeigen, der aus der drückenden Not des Unrechts und der Unfreiheit der Menschen seiner schlesischen Heimat herausführt. — Dem Verfasser liegt es, wie das Nachwort betont, am Herzen, „daß er nicht mißverstanden wird, er wolle auf seinem Buche Einfluß nehmen oder Stimmung machen gegen den umstrittenen deutschen Großgrundbesitz im allgemeinen". Es ist das Buch eines jungen Menschen, „dem das deutsche Land und das deutsche Volk heilig sind, so daß er seinen »Ruf nach Gerechtigkeit für Beide ertönen lassen muß, das Land und seine Söhne"... — Margarete Boie: Eleonora Christine und Corfiz Ulfeldt. Der Lebensroman einer Königstochter. Verlag Gerhard Stal- ling, Oldenburg i. O. Preis in Ganzleinen RM.. 5.50. — (335.) — Eleonora Christine war die schönste unter den schönen Töchtern König Christians IV von Dänemark. Ihm am ähnlichsten auch an Gaben und Fähigkeiten, in Lebenslust und Arbeitsernst. Kaum erwachsen, heiratete sie seinen Reichskanzler, den genialen Staatsmann Corfiz Ulfeldt, dem sie in allen Wechselfällen seines Lebens die treueste Gefährtin blieb. Denn so glanzvoll sein Aufstieg unter König Christians Herrschaft war, so elend ging er endlich zugrunde, weil sein Wünschen und Planen über die Grenzen der Wirklichkeit hinauszugreifen begann. Ihr Leben umspannt die Zeit des Dreißigjährigen Krieges und das halbe Jahrhundert danach. Die Verbundenheit des dänischen Königshauses aus Oldenburger Stamm mit den meisten Fürstenhäusern Europas, Leonores Reisen mit Corfiz Ulfeldt, nicht zum wenigsten die Welt- und Menschenkenntnis des bedeutenden Paares ermöglichten es der Autorin, in ihrem Roman zugleich einen großgefaßten farbenfrohen Bildausschnitt des 17. Jahrhunderts zu zeichnen. — Karl Friedrich Kurz: Herrn Erlings Magd. Roman. Kartoniert RM. 4.80, Ganzleinen RM. 5.60. Gerhard Stalling Verlag, Oldenburg i O./Berlin. — (337.) — Dieser neue Roman des Raabe-Preisträgers von 1934 und des Ehrenpreisträgers der Schweizerischen Schillerstiftung 1936 spielt in des deutschen Dichters Wahlheimat Norwegen. Aus Volkstum und Landschaft der norwegischen Küste erwuchs dieses Werk, eine Erzählung voll Heiterkeit und leiser Trauer. Herr Erling, der leichtsinnige Sohn und schwache Erbe des großen Nikolaj auf Kongshaugen richtet durch Fehlspekulationen sein Geschäft zugrunde und geht außer Landes. Er läßt zurück Autun, den allzeit getreuen Kontoristen, der das Unglück des Hauses nlcht überleben kann, und die schone Magd Vek- tina, die Mutter seines Sohnes Einar, die ihm und seinem Hause zum Schicksal wurde. Viele Jahre blieb Herr Erling verschollen, aber als er eines Tages dennoch heimkehrt, kann Einar, den das Leben zum reichen Mann gemacht hat, ihm Kongshaugen zurückgeben. Um diese Geschehnisse ranken sich die köstlichen Abenteuer des biederpfiffigen Bauern Asbjörn und die Schilderung des kleinen und großen Lebens im Städtchen und in der Welt, wo Kriegs- und Konjunkturzeiten Aufregung und Verwirrung stiften. Gemütvoll und mit Wärme erzählt Kurz mit einer ursprünglichen Anschaulichkeit der Sprache. — Carl Friedrich Wiegand: Das Ge - spensterdorf. Roman. 447 Seiten. Leinen 6,80 Reichsmark. Strecker 8-Schröder, Verlag, Stuttgart. — (386) — Die Handlung des Romans spielt zu Steindorf, einem mitteldeutschen Orte, in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Das Gespenst, das dort umgeht, ist ein dumpfer, unheimlicher Aberglaube, der seit dem Dreißigjährigen Kriege hier eine besondere Stätte hat: in der Dorfwirtin findet er seine stärkste Stütze. Daneben wüten die bösen Gespenster des Alkohols und der Dorffeindschaft: Neid und Roheit. In diese Welt tritt ein neuer Seelsorger mit seiner Familie, mit dem glühenden Vorsatz, das befreiende Evangelium in dem berüchtigten Tale zur Herrschaft zu bringen. Furchtlos und unbeirrt lebt und arbeitet er mit seinen Bauern, bereit zu jedem Opfer, bis an die Grenzen seiner Kraft. Alles ist realistisch mit starken Strichen gezeichnet und in packenden Bildern vor uns hingestellt. Plockstraße 7 Uniformen Standortvertragsschneider 6567 D Samstag Verkauf von Möbel.Antiaui- täten, Zinngegenstände, Fai- encen u. a. m. Euöroig Stiiäier Rodheim.Str.50 OeutscherReichsbund für Leibesübungen Ortsgruppe Gießen Abend-Veranstaltung am Samstag, dem 14. November 1936, um 20 Uhr, in der Aula der Universität. Hauptprogrammpunkt Film„Tieolvmvischen Spiele 1936 inBerlin." Eintrittspreis Mk. 0,35 7185 D Ohne Beschwerden wieder schlank durch _t^*«** v • die Ql neuartigen TEE-BOHNEN sind noch einfacher zu nehmen Erhältlich in den Drogerien SEIPEL, Frankfurter Straße Kilbinger, Nacht, gegenüber d. Gloria-Palast 7189 V MMZWlims Brandgasse 8 Samstag, den 14. November 1936 OtoBtS WWW statt Metzelsuppe Bis 4 Uhr nachts Verlängerung Stimmung 05248 Humor Pelze billig! Pelz-Reparaiuren ö87oDM.Liebler Asterweg 16. Näherin sucht Kunden in Flickarbeit aller Art. Schriftliche Angeb. u. 05196 an d. Gieß. Anz. Herren-Wäsche deutscher Wertarbeit Herren-Taghemden, Herren-Schlafanzüge in bester Bielefelder Ausführung! Gruppe 5. Hemd mitfestem Kragen, kleine Karomuster, moderne Farbstellungen .............. RM. 5,90 Gruppe 5. Hemd mit losem Kragen und Reservestoff für Ersatz-Manschetten. Besonders reichhaltig ausgemustert .... RM. 6,30 Gruppe 6. Hemd mit losem Kragen und Reservestoff für Ersatz-Manschetten. Streifen und Karomuster ..............RM. 7,40 Gruppe 7. Hemd mit losem Kragen und Reservestoff für Ersatz-Manschetten. Ganz vorzügliche Popelinqualität .........RM. 8,60 Gruppe 8. Hemd mit losem Kragen und Reservestoff für Ersatz-Manschetten. Streifen u. Karomust. Feine Farbstellungen, RM. 9,80 Gruppe 9. Herren-Schlafanzug. Flanell m. elastisch. Bund. Gute gewebte Qualität.............RM. 8,50 Gruppe 10. Herren-Schlafanzug. Flanell m. elastischem Bund. Besonders weiche Qualität......RM. 11,30 Gruppe 11. Herren - Schlafanzug. Popelin mitelastischem Bund. Moderne breite Streifen........RM. 9,80 Gruppe 12. Herren - Schlafanzug. Popelin m.elastischem Bund, besonders schöne Ausmusterung. RM.11,75 Friedrich Levermann Gießen, Seltersweg 71 Spezialgesch.f. Bielefelder Herren-Wäsche 7192 D WMV iMlele^Waschmaschine JR HällCPr Gießen, am • v. HdUber Oswaldsgarten Probieren Sie tt meine 3 reintönigen, naturreinen Weine. Wachstum vereinigter Weinberg- besitzer Bodenheim am Rhein Bodenheimer Katzenacker, p. Ltr. 80 Bodenbeimer Ebersberg „ „ 80 Bodenheimer Leidhecke „ „ 90 s Ferner Weine wie immer p. Ltr. v. 65^ansow.Rotweinep.Ltr.v.80^an Flaschenweine, Traubensaft, Apfelsaft, SUdweine und Sekt in bester Qualität Fritz Hahnemann Gießen — Plockstraße 12 Lieferung frei Haus 7i84A Strümpfe* langjährig anerkannte und erprobte Qualitäten: Illattseide, Strap -Qual. .. 1.— Mattseide, eine Feinheit im Gewebe.........1.25 Naturclanz-Seide.sehr elegant ..............1.45 Flor mit Seide, Strapazier- Qualität ............1.10 Flor mit Seide, eleg. aus- seln-nd, etwas Besond. 1.25 Flor mit Seide,unverwüstliche Qualität. 1.75, 1.60 Wolle mit Seide . . 2.40—1.80 Wolle mit Flor, besonders haltbar und wai m 2.30 Makostrümpie.der belieb te Hausstrumpf ... ab 70 -- Herren-Socken, in Flor, Mako, Wolle m. Seide, Wolle gestr. usw. ab 40 Herren-Strümpfe, Wolle gestrickt...........1.30 Kinder-Strümpfe in Mako,Flor. Wolle usw. billigste Preise. PeterOhlvorm.M.G.Grode Frankfurter Straße 17 7191 A Sehr gute Dienste geleistet. BBrwang, 17.11.34. Wally Epp, Hebamme. Mit gutem Erfolg angewandt Ballenstedt, 4. 2. 34. vV. Beyer Kfm. Nach 5 Tagen befreit von achtwöchigem, quälendem Husten. 1. Jöckel, Insp. Id. Nahe-Tlefenst. 17.2.32, Viele ähnliche Urteile liegen vor. Hasta-Glycin Flasche 1.-, 1.65, Sparflasche 3.25 — Hustobons (Kräuterbonbons) Dose 75 Pfg. Drog.W.KilbingerNchf.,Seltersw.69 Drog. O. Winterhoff, Kreuzpl. 9/10 Drogerie Elges, Seltersweg 66 Drogerie K. Seibel, Frankl Str. 39 Drog. H.Bomemann,Bahnhofstr.l7 LICHTSPIELHAUS Von heute bis 19. November 1936 läuft der Film Wunderbar so ein Goldfeder-Sessel der Polsterwerkstatte Ä.Wehrheim ; Straße 17 V 7182 A J) Wetzlar rückt seine leisW ins Liebt Sonntag, 15. November 1936 Festliche Beleuch tun g von Domplatz und Dom. 18—19'/, Uhr Großkonzert der Wehrmacht mit anschließend. Schlachten-Feuerwerk. Geschäfte sind von 13—18 Uhr geöffnet. Musik und Tanz in allen Lokalen; Konzerte an verschiedenen Plätzen. Wetzlarer Verkehrsverein 7190 D FERTIG UND (0, MASS Vertragslieferant der Heereskieiderkasse In unsrer MASS-ABTEILUNG der größten und führenden am Platz, werden wir den verwöhntesten Ansprüchen gerecht. Erstklassige Zuschneider und beste Spezialkräfte bürgen für eine Ausführung, die jeder Kritik standhält. Bitte machen Sie uns die Freude Ihres Besuches. Er verpflichtet zu nichts, aber er gibt uns die Möglichkeit, Ihnen unsre wirkliche Leistungsfähigkeit zu beweisen. Deshalb werden Sie bei uns für die Wintersaison Sakko-Anzüge Sport-Anzüge Wintermäntel in einer Ausstattung und Reichhaltigkeit vorfinden, die Sie überraschen wird. Die große Anzahl zufriedener Kunden, die wirkliche Qualität zu schätzen weiß, gibt uns die Möglichkeit, durch Einkauf bei den führenden Spezialfabriken Ihnen in Bezug auf Verarbeitung, Formschönheit u. tadellosen Sitz etwas Besonderes zu bieten. G. m. b. H Gießen, Marktplatz Unsre Kunden werden verwöhnter- unsre Qualitäten vollendeter! HGeschäfts-Drucksachen |XS” W = Briefumschläge = =bei Brühl, Schulstraße 7 Geschäfts karten = ■ o< und so preiswert: Hänger mit Pelzrolle, i. verschiedenen Farben Länge 45 ....7.35 + 0.75 Steigerung Sport-Mantel, hübsch. Stoff, grau und mode Länge 60 ...10.80 4- 0.90 Steigerung Sport-Mantel,Strapazierware, beige und grau Länge 60 ...14.50 + 1.50 Steigerung Kamelhaar-Mantel mit kariertem Futter Länge 60 ...16.85 4- 1.45 Steigerung Velour-Mantel mit hübscher Pelzrolle Länge 60 ...14.50 4- 1.10 Steigerung Velour-Mantel, sehr elegant, marineblau, bleu, grün, mit Pelzkragen Länge 60. ...17.50 4- 1.50 Steigerung Alle Mäntel sind in Größen 60-110 lagernd. Steigerung beträgt 5 cm pro Größe. 7175A Gebr. Imheuser Abteilung Kinderbekleidung • am Markt Zwangsversteigerung. 7^6 Am Montag, dem 30. November 1936, vormittags 9V1 Uhr, werden im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Zimmer 204, die dem 7172D Karl Christ in Gießen zugeschriebenen Grundstücke versteigert: Grundbuch für Gießen, Band 33, Blatt 1532: 1. Flur V, Nr. llOVio, Hofreite Liebig- strahe 65, am untersten Riegelpfad zwischen den Wegen, 443 qm Betrag der Schätzung..... 20000 RM. 2. Flur V, Nr. 1197/i0, Grasgarten, daselbst, 79 qm Betrag der Schätzung . < . . . 800 RM. Zusammen = 20800 RM. Einheitswert zum 1.1.35 . . . .--18100RM. Gießen, den 16. Oktober 1936. Für das Amtsgericht Gießen: ___________Karle, Ortsgerichtsvorsteher.__________ HeWflflLSioötHifliiir Sonntag abend Has im Topf mit Kartoffelklößen Jeden Samstag bis 4 Uhr nachts __geöffnet._________7187D ArierieiuerKaiKung I hohem Blutdruck, Rheuma, ■ Gicht, Magen- Darmstörung, ■ Nieren-, Blalenleiden, vor- ■ zeitigenAlterserlcheinungen, ■ Stotfwechfelbelchwerden beugen Sie vor durch: Knoblauch-Beeren I „Immer Jünger** Geichmack- und geruchlos S Monetspadcung M. 1.— Ze haben M Drog. Winterhoff, Kreuzplatz 10 Drog. C. Seibel, Frankfurter Str.39 Drog. E. Karn, Schul Straße. .He koistkonlanat sogen olle -,FJ flü TORPEDO SIMPLEX die vollkommene Büromaschine zu niedrigem Preis Alleinverkauf Niederhamen Gießen Bahnhofstraße -58° t !■ c c q °'ih ^•21 IS J. •2* .3 e.E »> x. u eS.cT- - o r rvoZL 0=5:3 ° C Wu e-$ SS DP« £8^ To q-2 o -&- 0 - E E.E§; O u O c CR-- c t