Nr. 62 Erstes Blatt 186. Jahrgang Zreltag, 13. Marz 1936 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr-Vezugspreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 180 Zustellgebühr.. , -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Eiehen poftschecktonto: Zrantsurt am Main 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Srühl'sche UnioerfitStrvuch- und Steindruckerei R. Lange in Stehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 Annahme von Anzeige» für die Mittagsnummer bis 8* /.Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Npf., für Text- anzeigen von 70 m m Breite 50Rpf.,Platzvorschrist nach vorh. tBereinbg.250/o mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Npf., Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Deutschland muß leben! Oes Führers erste große Rede im Wahlkampf vor Zehntausenden von Volksgenossen der deutschen Güdwestmark in Karlsruhe Karlsruhe, 12. März. (DNB.) Seit Tagen hat die Stadt und mit ihr die ganze Südwestmark eine große Freude beherrscht, die Freude, den Führerdes deutschen Volkes erwarten zu können. Am Donnerstag pulsierte durch die mit Fahnen und mit Tannengrün überreich geschmückten Straßen ein Leben, wie es Karlsruhe kaum kennt. Von etwa 16 Uhr ab brachte Sonderzug um Sonderzug unübersehbare Menschenmassen, die in vorbildlicher Organisation vom Bahnhof aus über die östlichen Straßenteile der Mittelstadt zur Hochschul-Kampfbahn geleitet wurden. Riesigen Schlangen gleich wanden sich die Menschen in ununterbrochener Folge über zwei Stunden durch die Straßen. Ankunft auf dem Flugplatz. Auch auf dem festlich ausgeschmückten Flugplatz sammelte sich eine große Menge erwartungsvoller Menschen. Um die fünfte Nachmittagsstunde erschien die badische Regierung, mit Gauleiter Reichsstatthalter Robert Wagner an der Spitze. Es versammelten sich die führenden Persönlichkeiten der Partei und der Behörden. Kurz vor 18 Uhr erschien das Flugzeug des Führers über der Stadt und landete. Der Führer wurde mit stürmischen Heilrufen von der Menge begrüßt. Ein BDM.-Mädel überreichte dem Führer einen prächtigen Blumenstrauß. Der Führer schritt unter den Klängen des Badenweiler Marsches in Begleitung des Reichsführers SS Himmler die Front der nationalsozialistischen Ehrenformationen ab. Die Fahrt zur Wohnung des Reichsstatthalters ging durch jubelnde, begeistert grüßende, unübersehbare Menschenmassen. Der Führer dankte mit erhobener Rechten für die aus übervollem Herzen kommenden Beweise der Liebe und Verehrung. Die Kundgebung. Eine Stunde vor Beginn der Versammlung war das über 60 000 Menschen fassende Riesenzelt auf der Hochschulkampfbahn überfüllt. Außerhalb des Zeltes wogte eine dichte Menschenmenge. Tausende und aber Tausende warteten in den Straßen und auf den Plätzen der Stadt vor den Lautsprechern. Es ist der Feder nicht gegeben, die unbeschreibliche, aus dem Herzen strömende Freude, ausgedrückt in nicht endenwollendem und immer neu anschwellendem Jubel zu beschreiben, die in Karlsruhe dem Führer entgegengebracht wurde. Ein einziger Gedanke lag darin: Dank dem Führer, der vom Rheingebiet die Schmach der Entrechtung genommen, der ihm die Friedensgarniso- nen wiedergegeben und es mit allen anderen deutschen Gauen wieder gleichgestellt hat. Wenige Minuten nach 20 Uhr kündigte im Zelt der Badenweiler Marsch das Erscheinen des Führers an. Durch den langen Mittelgang des Zeltes schritt der Führer, begleitet von Reichsstatthalter Wagner, umbrandet von den Heilrufen der Zehntausende. Nur langsam ebbten die Heilrufe ab. Nach kurzen Begrüßungsworten des Gauleiters spricht der Führer. Die Erbschaft: ein Volk vor der Katastrophe. Lauter Fähnchen und nicht eine einzige deutsche Fahne. Meine deutschen Volksgenossen und -genossinnen! Drei Jahre geht der Kampf der nationalsozialisti- fchen Bewegung jetzt in Deutschland. Ein beispielloses Ringen ging diesem Kampf voraus. Wir haben damals keine reiche Erbschaft übernommen, sondern einen vollkommen zerfallenen Staat und eine zerfallene Wirtschaft. Auf allen Gebieten ein Zusammenbruch. Niemand hatte mehr den Glauben, daß es noch einmal gelingen würde, die deutsche Wirtschaft wieder in Gang zu setzen. Allein schlimmer noch als dies war der Verfall der deutschen Arbeitskraft. Fast sieben Millionen Erwerbslose! Und noch schlimmer als das: Millionen Deutsche, die ihren Beruf nicht mehr ausüben konnten und Millionen junger Deutscher, die heranwuchsen, ohne einen ordentlichen Beruf zu lernen. Es war die Zeit, in der das deutsche Volk aufhörte, ein Volk von gelernten Arbeitern zu sein und begann, e i n Volk von Hilfsarbeitern zu werden. Jeder Mensch konnte voraussehen, daß diese Entwicklung, durch drei, vier, fünf Jahre fortgesetzt, zu einer Katastrophe führen mußte. Dieser wirtschaftlichen Entwicklung entsprach auch unser innerpolitischer Zerfall. 46 Parteien versuchten damals, das deutsche Volk zu vertreten. Lauter Fähnchen und nicht eine einzige deutsche Fahne! Deutschland befand sich im Zustand vollkommener Auflösung! Keine großen politischen Gedanken, keine großen Ideale, keine Triebkraft — außer bei einer einzigen Bewegung — bei unserer Nationalsozialistischen Partei! Wir sehen weiter in dieser Zeit nicht nur den Parteienzerfall, sondern den Zerfall des Volkes an sich in zahllose Gruppen, in Stadt und Land, in Arbeiter und Bauern, in Angestellte und Beamte, in Proletarier und Akademiker, in Katholiken, Protestanten, in Monarchisten, Republikaner usw. Deutschland hatte damals aufgehört, von einem Volk bewohnt zu sein, und war statt dessen Heimstätte geworden für einander widerstrebende und widerstreitendeJnteressentengruppen. Und dem entsprach dann auch die Stellung Deutschlands in der Welt. Das Jahr 1918 war nicht nur ein Zusammenbruch, der die deutsche Nation in ihrem inneren Leben traf, nein, ein Zusammenbruch, der ihre Stellung auf viele Jahre der Außenwelt gegenüber festlegte. Deutschlands Fall war aber nicht der Fall eines Volkes allein oder eines Staates, er war auch der Fall Europas, denn seit diesem deutschen Fall sehen wir in Europa eine Periode ewiger Krisen, fortgesetzter Spannungen und laufender Katastrophen. Dieses Europa und die ganze Welt, sie sind seitdem nicht ruhiger. Die Gegensätze sind nicht geringer geworden, im Gegenteil: sie sind stärker und krasser als je zuvor. Mißtrauen erfüllt heute die Völker, auf der einen Seite Haß, auf der anderen Seite Neid oder Furcht. So wie unser deutsches Volk im Innern zerfallen war, erlebten wir es nun auch bei den andern. Der Kamps für ein neues Deutschland. Für deutsche Ehre und gleiches Hecht auf der Grundlage eigener Kraft. In diesem Zustand traten wir am 30. Januar 1933 d i e Macht an. Damals hatte ich nichts hinter mir als diese eine Bewegung, aber auf sie stützte ich mich, denn auf sie konnte ich mich blind verlassen — und a u f meinen Glauben, der mich selbst nie verlassen hat! Mit dieser Kruft begann ich den Kampf um mein neues Deutschland. Ich habe mir damals einige Punkte vorgenommen und mir heilig geschworen, von diesen Punkten nie zu lassen. 1. Ich bin eingetreten für die deutsche Ehre in der Ueberzeugung, daß, wie ein einzelner Mensch nicht ohne Ehre zu bestehen vermag, auch ein Volk nicht ohne Ehre leben kann. (Hier setzt tosender Beifall ein). Nur charakterlose Menschen können glauben, daß solche Ehrbegriffe für das Vaterland nicht nötig sind. Ich bin überzeugt, daß, wenn das deutsche Volk nicht bewußt zu dieser Ehre erzogen wird und gewillt ist, für sie einzustehen, ihm auch auf die Dauer das tägliche Brot auf dieser Welt nicht gesichert sein wird. 2. Ich trat daher von diesem Augenblick an ein für das gleiche Recht des deutschen Volkes. So wie ich im Innern des Reiches den Standpunkt vertrete, daß es nicht zwei- und dreierlei Recht gibt, so konnte ich mich auch nicht abfin- den mit einer Stellung Deutschlands, die zweiten oder dritten Rechtes ist. (Wieder geradezu endloser Beifall.) Ich habe mir damals geschworen, für dieses gleiche Recht Deutschlands einzutreten, mutig und tapfer bis zum äußersten. (Erneute Berfalls- fturme). Unb ich mir drittens überzeugt, daß die nationale Ehre und das gleiche Recht nur bestehen können auf der Grundlage der eigenen Kraft. So wie ich im Einzelleben des Menschen sagen muß, daß seine Existenz abhängig ist von seiner Tatkraft, von seiner Entschlossenheit, von seinem Mut, von seinem Fleiß und nicht von der Hilfe anderer, so bin ich auch überzeugt, daß zuerst jedes Volk nur bauen darf auf seine eigene Kraft! (Die Massen jubeln dem Führer zu.) Und viertens war ich entschlossen, dafür zu sorgen. daß diese Kraft sich äußert durch einen willen und eine Tat! Ich habe das gegen diejenigen durchgeseht, die in der Vielzahl des Lebensausdrucks eine Bereicherung des Lebens sehen wollten. Ich habe mich gegen die gewendet, die dem Volk einreden wollen, daß die sogenannte ..Freizügigkeit der Meinungsäußerung" eine Stärkung der Lebenskraft fei. Ich habe demgegenüber die heilige Ueberzeugung verfochten, daß die Kraft eines Volkes in der Zusammenfassung feines Willens in seinem Interesse liegen muh. in seiner Entschlossenheit zu einem Entschluß und in der Zusammenfassung seines handelns zu einer Tat! (Brausende Zustimmung.) 5. Ich war damals entschlossen, im Innern Deutschlands den Frieden herzustellen, einen Frieden gegen die, die glauben, durch Partei- und ewige Wirtschaftskämpfe ihre Interessen.wahrnehmen zu können. Ich habe mich in diesen Jahren unentwegt zu dem Glauben bekannt, daß ein Volk nur dann zu gedeihen vermag, wenn es seine inneren Differenzen soweit meistert und überwindet, daß nicht durch diese Differenzen sein gemeinsamer Lebenskampf gelähmt und am Ende gehindert wird. Auch ich sehe natürlich und sah die verschiedenen Interessen, die in einem Volke bestehen. Auch ich sehe den Städter, den Handwerker, den Bauern, den Angestellten, den Unternehmer, und ich verstehe, daß sie alle glauben, ihre besonderen Interessen auch besonders vertreten zu müssen. Allein ich weiß, daß, wenn diese Interessenvertretungen in Zügellosigkeit ausarten, sie alle am Ende doch nicht ihre Interessen finden können, sondern nur gemeinsam ihre Interessen vernichten werden. (Tosende Zustimmung.) Ich habe mich demgegenüber auf den Standpunkt gestellt, daß ein Regime unabhängig sein muß von solchen Interessen. Es muß vor uno entgeaen den Interessen der einzelnen das Interesse der Gesamtheit im Auge behalten. Ich kenne kein Regime der Bürger und kein Regime J)er Arbeiter, kein Regime der Städter, des Handwerks oder des Handels, ich kenne auch kein Regime der Industrie, sondern nur ein Regime des deutschen Volkes. (Brausende Zustimmungskundgebung.) Wie auch diese Menschen sich im einzelnen stellen zu müssen glauben, sie sind unlösbar miteinander verbunden, und e i n Schicksal hebt sie alle empor, schweißt sie zusammen oder zerbricht sie. Ich habe daher versucht, diesen inneren Frieden Deutschlands wiederherzustellen. Es ging nicht immer leicht, und die heilige Einfalt und Unvernunft hat sich mit allen Mitteln dagegen gewendet. Jetzt nach drei Jahren werden Sie zugeben: Langsam sind alle deutschen Interessen dabei nun gut vertreten worden und zu ihrem Recht gekommen! Nicht einzelnen in der deutschen Wirtschaft ist das zugute gekommen, sondern dem ganzen deutschen Volke. Und wenn der eine oder andere glaubt, daß er zu kurz gekommen ist, so sage ich ihm: Mein lieber Freund, ich habe in drei Jahren so viel getan, wie Überhaupt ein Mensch nur tun konnte! (Minutenlanger Beifallssturm.) Wenn meine Vorgänger alle in all den Jahren genau so viel geleistet hätten wie ich in diesen letzten dreieinhalb Jahren, so stände ich gar nicht hier. Im allgemeinen sagt man, daß das Einreißen viel schneller geht als der Aufbau. In diesem Fall, glaube ich, ging der Aufbau schneller vor sich, als früher sogar der Abbruch sich vollziehen konnte. (Tosende Zustimmung.) Ich habe an mein Ideal aeglanbl, weil ich an mein Volk glauben wollte. Ich habe mich bemüht, dem deutschen Volke den inneren Frieden zu bringen, heule nach drei Jahren darf ich sagen: Das deutsche Volk ist das innerlich zufriedenste Volk der Welt. Daß es heute dem deutschen Volk weit besser geht als damals, daran wird dos kopfschütleln derer nichts ändern, die immer glauben, alles kritisieren zu müssen. Diese Leute können sich selber gar nicht einmal vorslellen. wie es denn heute anders fein sollte. Denn es kann sich heute doch keiner einbilden, daß es in Deutschland noch denkbar wäre, wieder die 46 Parteien aufzumachen ober wieder den Klassenkampf zu beginnen oder die einzelnen Gruppen und Stände gegeneinander auszuspielen. — Nein, das i ft vorbei! (Tosende Zustimmung.) Diese Neuordnung im besten Sinne nimmt von Jahr zu Jahr zu im Dienste unseres Volkes und seiner Interessen. Wir sind noch im Aufbau begriffen, die Zeit aber wird weiterschreiten. D i e Bewegung wird bleiben! Je mehr aber diese Zeit fortschreitet, um so stärker wird die Arbeit fortgesetzt, und am Ende wird es doch noch gelingen, das ganze Volk in eine große Familie zu verwandeln. (Brausender Beifall.) Wenn gesagt wird, das seien blasse Ideale, so antworte ich: Mein Herr, wenn ich nicht ein grenzenloses Ideal gehabt hätte, dann stände ich jetzt nicht hier! (Jubelnde Zustimmungskundgebungen). Ich habe an mein Ideal geglaubt, weil ich an mein Volk glauben wollte! Ich kann mich in Zukunft nicht von diesen Idealen lösen und mich nicht von ihnen trennen. Sie werden bleiben, weil nur so der Lebensweg unseres Volkes zum Nutzen des ganzen Volkes gefunden werden kann, und weil ich nur so, von diesen Idealen ausgehend, die richtige Beantwortung finde der großen Fragen, die uns außerhalb des deutschen Volkes berühren. Denn so, wie im Innern alle meine Entscheidungen getragen wurden von der lleberzeu- gung, für den Frieden der Nation, für die innere Verständigung, für eine gegenseitige Rücksichtnahme und damit für die praktische Erziehung zum Nationalsozialismus zu wirken, so habe ich mich auch bemüht, das deutsche Volk der Umwelt gegenüber einzustellen. Auch dort ging ich von dem großen Ideal des Friedens in der Ueberzeugung aus, daß nur in und unter diesem Ideal auf die Dauer die europäischen Völker und darüber hinaus die Welt glücklich fein können. Es ist mein Wunsch, auch die großen Gegensätze im Völkerleben genau so wie im Innern des Landes nach den Gesichtspunkten des Rechtes, der Billigkeit und damit der Vernunft zu lösen. (Beifallsstürme.) Wan könnte ja auch sagen, das fei nicht möglich, das fei phantastisch, das seien Ideologien. Nun, ich glaube an diese Ideologien, und es ist schon Wunderbares auf diesem Gebiet gelungen! Ich trete ja nicht an das deutsche Volk als ein Schwäher heran. Ich kann sagen: diese Gedanken haben mich drei Iahre lang geleitet, und sie haben mich gut geleitet. (Die Massen jubeln dem Führer zu.) Die europäische Vöikersamilie. Als ich vor drei Jahren die Regierung übernahm, war das deutsche Volk in Europa nur von Feindseligkeiten umgeben. Und das schlimmste war hierbei, daß dieser Mentalität so wenig Ueberlegung auf allen Seiten zugrunde zu liegen schien. Weder hier noch anderswo wurden die Probleme mit der genügenden Nüchternheit durchdacht. Man ließ sich hineintreiben in Haß, Mißgunst, in Furcht und Eifersucht. Ich habe mich bemüht, in die Beziehungen Deutschlands zur Umwelt die Vernunft zu bringen. Ich habe mit bemüht, die Beziehungen aufzubauen auf ewig als richtig erwiesenen Grundsätzen menschlicher Zusammengehörigkeit und menschlicher Gemeinschaftsarbeit. Ich habe versucht, der Welt und dem deutschen Volke klarzumachen, daß Euröpe ein kleiner Begriff ist, daß in diesem kleinen Europa seit Jahrhunderten tiefe Verschiebungen nicht mehr stattgefunden haben, daß es sich hier in Europa u m eine Völkerfamilie handelt, daß die einzelnen Mitglieder dieser Familie in sich aber unendlich gehärtet sind, daß sie Nationen darstellen, erfüllt von Tradition, zurückblickend auf eine große Vergangenheit, eine eigene Kultur ihr eigen nennen und mit Stolz auf die Zukunft hoffen. Ich habe mich bemüht, unserem Volk und darüber hinaus auch den anderen begreiflich zu machen, daß jede haßerfüllte Auseinandersetzung nur vorübergehend kleine Erfolge zeitigt. Die europäischen Grenzen der Staaten können wechseln — ihre Völker bleiben stabil! Staatsgrenzen kann man verändern, Volksgrenzen sind Zeradczu unveränderlich geworden! Es gibt keine leeren Räume in Europa, in die die Massen eines Volkes hineinströmen können. Es gibt keine Völker in Europa, die ohne weiteres ihrem Wesen entfremdet werden könnten. Es gibt aber auch keine Notwendigkeit, und es ist daher ohne Sinn, zu versuchen, Völker ihrer Eigenart zu entkleiden, um ihnen eine fremde aufzuzwingen. Ich habe mich bemüht, von dieser ganz nüchternen Erwägung aus das Verhältnis Deutschlands zu seiner Umgebung zu bessern, und es war nicht erfolglos. Vor drei Jahren, als Deutschland im tiefsten Gegensatz zu Polen stand, gelang es mir, diese Spannungen allmählich zu mildern, und dank des tiefen Verständnisses eines anderen großen Führers und Staatsmannes ist es gelungen, langsam zwei Völker einander zu nähern. Aus dieser Annäherung kam allmählich eine Verstän- digung und aus der Verständigung die lieber- zeugung der Notwendigkeit eines freundschaftlichen Nebeneinanderlebens und daraus wieder langsam eine gegenseitige Rücksichtnahme. Ich bin der Ueberzeugung, daß man einmal nach einer gewissen Zeit nicht mehr verstehen wird, wieso zwei Völker in der Sphäre einer sich bildenden sogenannten „traditionellen Erbfeindschaft" leben konnten! Ich habe mich bemüht, dieses Verhältnis zwischen den beiden Völkern, soweit es Deutschland betrifft, zu normalisieren! (Lebhafter Beifall.) Es ist zum Nutzen beider Völker gelungen und nur zum Schaden vielleicht von einigen kommunistischen Unruhestiftern. Daß aus dieser Verständigung der Wirtschaft beider Völker ein reicher Segen zuteil geworden war, ist eine Frucht dieser Verständigung, nachdem so lange Zeit der ganze Osten unter der fehlenden Verständigung gelitten hatte. Nicht nur wir, Bein, auch die andere Seite. Was konnte dieser frühere Zustand auf die Dauer noch mit Vernunft zu tun haben? Es war doch damals schon klar: Weder wird Polen jemals Deutschland vernichten, noch wird Deutschland jemals Polen beseitigen. Zwei Völker sind als Realitäten gegeben, und sie tun gut daran, sich das Nebeneinanderleben erträglich einzurichten. (Stürmische Zustimmung.) Der Vernunft muß auch in unserem Verhältnis zu Frankreich zum Siege verhoisen werden. Ich habe versucht, diesen selben Gedanken von Osten auch nach dem Westen zu übertragen. Auch hier bemühte ich mich, zum ersten Wale glaube ich als deutscher Nationalist, zu zeigen, dah die Fortsetzung dieser sogenannten „Erbfeindschaftslehre" für beide Völker u n - vernünftig, weil finnlos fein mutz und auch ist. Gewih, auch hier werden vielleicht viele sagen, das sei ein Ideal. Ich glaube ab-r an dieses Ideal und glaube, datz einmal die Vernunft auch hier triumphieren wird! Jedenfalls glaube ich, datz es notwendig fein wird, alles zu tun, um dieser Vernunft zum Siege zu verhelfen. Ich glaube das a l s deutscher Nationalist! Und nur als ein solcher kann ich das aussprechen, denn ich denke nicht daran, etwa die Rechte meines Volkes preiszugeben, so wenig ich fremde Rechte beseitigen will. Ich will eine Synthese finden zwischen den beiden Völkern. Ich will nicht das andere Volk entrechten, ebenso wie ich es niemals zugeben werde, dah Deutschland entrechtet wird. (Brausender Beifall.) Ich glaube, daß es dabei zunächst notwendig ist, daß sich die beiden Völker als vollständig gleichberechtigte Faktoren in Europa gegenüberstehen. Vollständig gleichberechtigt, weil nur aus einer solchen Gleichberechtigung heraus die als Voraussetzung notwendige Respektierung stattfinden kann. Das ist es, was ich den früheren Staatsmännern oorwerfe, daß sie nicht mit den besten deutschen Elementen sich verständigen woll- ten, und daß sie den Derständigungsgedanken nicht von vornherein aufbauten auf dem Gedanken der unbedingten Gleichberechtigung. Das aber habe ich mir vorgenommen! Davon geht meine Verständigungspolitik aus, nämlich von dem Gedanken, datz es nur zwei gleichberechtigte Partner oder keine geben kann. Nur aus dieser Gleichberechtigung kann die gegenseitige Achtung kommen und nur aus der gegenseitigen Achtung kann der Respekt voreinander kommen, und nur aus dem Respekt voreinander kann auch die gegenseitige Rücksichtnahme erwachsen. Beide Völker haben unzählige Male die Schlachtfelder mit dem Blute ihrer besten Söhne getränkt. Die Grenzen wanderten bald 50 bis 100 Kilometer nach der einen oder nach der anderen Seite. Ein Endergebnis würde auf di es e m Wege nie zustande kommen, wohl aber würden die beiden Völker immer wieder ihr bestes Blut verlieren und in der Zwischenzeit unter Sorge und Mitztrauen, unter der Furcht und dem Haß auch ihre Wirtschaft leiden lassen. Ich glaube, daß eine ruhige Erwägung auch diesen beiden Völkern einmal den Weg zueinander zeigen muß. Und wenn mir jemand sagt, das sei nur ein Ideal, so muß ich antworten: Etwas, was der nüchternen Vernunft entspricht, i st letzten Endes real! Diese Auffassung der deutschfranzösischen Beziehungen ist viel realer als die Auffassung derer, die glauben^ nur in den Formen von Furcht und Haß an die Probleme herantreten zu können! ZchsprechealsdenischerAaiionaliftsliMJNiüionen Volksgenoffen znm französischen Volke. Freilich, immer spreche ich das aus a l s deutscher Nationalist, und darin liegt der Wert dessen, was ich ausspreche. Es gibt vielleicht in Frankreich viele, die ablehnend sagen: der Wann ist doch deutscher Nationalist! — E s i st gut, datz Ihnen ein deutscher Nationalist die Hand zur Verständigung reichen will, — das kann ich darauf nur antworten! Wenn es ein anderer täte, wäre es ohnehin ohne Wert! (Tosender Beifall.) Denn nur, wer das ganze deutsche Volk für dieses Ideal und für diese Verständigung gewinnen kann, leistet wirklich Wertvolles. Wer nur an diejenigen, die von vornherein international orientiert erscheinen, zu appellieren vermag, der bringt nicht das Kostbarste eines Volkes mit; denn dieses Kostbarste, das ist gerade das im eigenen Nationalbewuhtfein f ich Aeuhernde, das im eigenen Volks- t u m Verankerte, das Tradilionsstarke, das Stolze und das Kühne. And das bringe ich für die Verständigung mit als der Sprecher von über 67 Willionen Wenschen! Dann gibt es viele, die sagen, die Vernunft sei nicht das Entscheidende, sondern da gebe es andere Imponderabilien zu beachten. Ich glaube, daß es nichts Wertvolles geben, was nicht am Ende auch der Vernunft faßbar ist. Ich wende mich dagegen, daß man in der Staatskunst Auffassungen als richtig hinstellen will, die nicht in der Vernunft zu verankern sind. Man sagt mir manchmal: „Aber das war noch nicht da, und die bisherige Staatskunst beweist, daß auf die Dauer das doch nicht möglich ist!" — Nein. Die Staatskunst lehrt umgekehrt, daß auf die Dauer das bisherige Verfahren zu keinem Erfolg geführt hat, und daher lehne ich auch diese Art von Staatskunst ab. Man sagt mir: „Aber wenn Sie deutscher Nationalist sind, so müssen Sie doch militärische Triumphe wollen!" — Ich kann nur sagen: Mein Ehrgeiz ist nach ganz anderen Triumph en gerichtet! Ich bin deutscher Nationalist und werde mein Volk vertreten mit dem ganzen Fanatismus eines Soldaten der großen Armee von einst. (Jubelnder minutenlanger Beifall der Massen.) Indem ich das tue, verschließe ich aber nicht meine Augen gegenüber den Lebensaufgaben und Lebenszielen, die uns allen gestellt sind. Hein Ehrgeiz zielt nicht aus militärische Triumphe. Wenn man mir sagt, als Nationalist mühte ich militärische Triumphe feiern wollen, dann antworte ich: Ich bin glücklich, wenn ich andere Triumphe feiern kann. Ich habe den Krieg kennengelernt, besser als so mancher andere internationale Politiker. (Stürmische Zustimmung), jedenfalls besser als die berufsmäßigen Kriegshetzer. (Tosender Beifall.) Wenn ich so die Namen derer höre, die heute dafür eintreten, dah keine Verständigung sein darf, dah keine Versöhnung sei, und dah an die Gewalt appelliert werden soll, dann mutz ich sagen: In der Zeit, in der einst die Gewalt ihren machtvollen Appell abhielt, da habe ich manchen nicht gesehen dort, wo er hätte stehen müssen! (Brausende Zustimmung.) 3 ch habe damals als ein einfacher Wuskelier anstän - big gekämpft (Stürmischer, langanhaltender Beifall) und mancheheher haben leider zu einem großen Teil damals am Krieg nur verdient. Ich sehe den Krieg anders an als so manche unserer Widersacher. Wir sehen im Krieg etwas Schreckliches, nicht weil wir feige sind, sondern weil es so ist: und die sehen im Kriege etwas Schönes, nicht weil sie tapfer sind, sondern weil er ihnen ein schönes Geschäft gebracht hat. (Stürmische Zustimmung.) Das sind die Leute, die uns niemals verstehen werden. Wenn sie von Ehrgeiz sprechen, dann meinen sie etwas anderes als das, was wir darunter verstehen. der jede Not und jedes Leid auf sich nimmt wenn es für dieses Volk notwendig ist. 3ch würde glücklich sein, wenn mein eigenes Denkmal einmal in der Erinnerung des deutschen Volkes aus nichts anderem bestände als aus einem geschichtlich bestätigten Nachweis einer friedvollen Arbeit. Ich würde mich aber selbst verurteilen, wenn ich diese Arbeit nicht schützen wollte. Denn die andere Welt Deutschland mit gleichem Recht gegenübertritt dann hat sie keinen wärmeren und aufrichtigeren Verbündeten als Deutschland! wenn sie glaubt, Deutschland das gleiche Lebensrecht verweigern zu können, dann wird sie keinen entschlosseneren Widerstand finden als an Deutschland! Und dieses Problem ist es, das uns heute bewegt. Es ist die Frage unseres eigenen Rechtes. Es ist eine Frage, die wir nicht auf die leichte Schulter zu nehmen gewillt sind, sondern eine Frage, der wir uns verpflichtet fühlen, nicht weil wir irgend etwas wünschen — ich habe einen großen Strich zwischen der Vergangenheit und uns gezogen —, sondern weil wir nicht als ein ehr- und wehrloser Büttel unter anderen Völkern leben wollen. Denn so sehr Deutschland den Frieden will und so sehr er für Europa notwendig ist, so interessiert ist an der Zersetzung vor allem jene Macht, die von einer zerfressenden Bewegung beherrscht ist, die den Frieden in den Völkern nicht wünscht und auch außerhalb der Völker nicht will. Dagegen wende ich mich, und dagegen wehre i ch mi ch! _ e, Das deutsche Volk hat einst einen Pakt unterzeichnet. Dieser Pakt wurde abgeschlos- sen in einer schlimmen Zeit. Er erforderte von uns sehr schwere Opfer. Rund 14,7 Millionen Menschen, mehr als doppelt so viel wie das König- reich Belgien Einwohner besitzt, mußte nach diesem Pakt in vollständiger Wehrlosigkeit als offene Grenze des Reiches da liegen. Die europäische Frage würde gar nicht existieren, wenn die andere Seite in derselben Erkenntnis und von demselben Gedanken beseelt auch ihrerseits ähnliche Konsequenzen gezogen haben würde. Solange diese andere Seite ihre Beziehungen tn rein defensiver Natur ausgestaltete, hatten wir nichts einzuwenden. Frankreich besitzt ein Bündnis mit Polen. Allein, es entsprach die- ses Bündnis dem Völkerbund. Ebenso besitzt Frank- reich ein Bündnis mit der Tschechoslowakei. Deutschland selbst hat nicht die Absicht und den Willen, Frankreich anzuareifen, nicht d»e Absicht und den Willen, die Tschechoslowakei anzugreifen, nicht die Absicht und den Willen, Polen anzuareifen! Diese Beziehungen konnten uns daher verhältnismäßig gleichgültig sein. Frankreich hat aber nun dieselben Beziehungen nur in veränderter Form mit Sowjetrußland ausgenommen. Sowjetrußland grenzt nicht an Deutschland, aber es wurde durch einen dritten Staat an Deutschland gebracht. Wir wissen, was der Bolschewismus will. Das deutsche Volk wird sich nicht zum zweiten Mal die Finger verbrennen. And hier erhebe ich mich nun als der besorgte Warner des deutschen Volkes. Das das deutsche Volk will, ist kein Geheimnis, was Frankreich will, möchte ich gern wissen. (Starker Beifall.) Was aber der Volschewismus will, das ist uns bekannt. (Tosende Zustimmung.) Das haben wir s e l b st erlebt, in unserem eigenen Lande erlebt hier kann mir kein fremder Staatsmann irgend etwas erzählen. 3m eigenen Lande rückblickend, sehe ich die zahllosen Vlutopfer, die über dieses Land gingen, sehe ich die Ruinen verbrannter Ortschaften, zugrunde gerichteter Fabriken, sechs Willionen Arbeitslose. 3d) weiß, was der Bolschewismus will. Wir haben es erlebt Wenn andere Staatsmänner diese Erfahrungen nicht gesammelt haben, kann ich sie glücklich preisen, hoffentlich brauchen sie nicht zur selben Erkenntnis zu gelangen. 3ch weiß, dah jedes Kind sich einmal die Finger verbrennen kann, — allein nur die allerunintelligentesten Kinder verbrennen sich an derselben Ofenkante die Finger zweimal. (Stürmischer Beifall und Heiterkeit.) And wir haben uns unsere gründlich verbrannt. Wir brauchen hier also keine Erfahrungen mehr zu sammeln. Ich möchte, daß mein deutsches Volk dieser Entwicklung gegenüber nicht wehrlos dasteht. Ich möchte, daß dieses Volk daher auch nicht offene Grenzen besitzt. Ich glaube, es gibt in Frankreich unzählige Millionen Menschen, die sicherlich nur in Freundschaft mit Deutschland leben wollen. Wenn sich aber erst einmal diese Welle des Bolschewismus über Europa ergießen sollte, ist es fraglich, wer die letzten Direktiven erteilt. Die anderen Staatsmänner werden sogen: „Das sind wir!" — ich glaube aber, datz es dann Moskau sein wird! (Tosende Zustimmung.) Wie sieht es denn heute aus in der Welt. Aufruhr, Plünderungen und Streik, und Unvernunft landauf und »ab; die Menschen zerfleischen sich ae- genseitig. Es ist ein Krieg aller gegen alle. Deutschland ist demgegenüber eine Insel des Friedens. Wir haben es nicht notwendig, bei uns Fremde an einer Kette durch Deutschland zu führen. Sie sollen doch hereinkommen und sich Deutschland ansehen. (Stürmischer Beifall.) Wir laden sie ein. Wenn gewisse internationale kommunistische Kreise z. B. im letzten Jahr hetzten gegen eine Beteiligung aewisser anderer Länder an der Olympiade, so wissen wir warum. Sie sollen nicht nach Deutschland kommen, damit sie nicht sehen, wie es in Deutschland aussieht! (Stürmische Zustimmung.) Sie sollen nicht sehen, daß hier Ordnung, daß hier Ruhe und Frieden herrschen. Sie sollen nicht sehen, daß dieses deutsche Volk heute diszipliniert ist, anständig ist. Sie sollen vor allem nicht sehen, daß es nicht wahr ist, daß dieses Volk auch nur den geringsten Haß gegen Fremde in sich hat Mr laden die Wett ein: Kommt und seht Euch Deutschland an. Dir können die Delt einlaben: kommt nach Deutschland und seht euch dieses Volk an! Und sagt uns dann, was euch nicht gefallen hat! Sehl euch dieses zufriedene Volk an, und fagl uns dann, was euch bedrückt, was ihr fürchtet! kein Volk hat mehr Sehnsucht nach Frieden als dieses so arbeitsame Volk, kein Volk kann auch heute mehr Sorgen haben vor dem Verlust der Freiheit, als dieses so sehr durch die Erfahrung gewitzigte deutsche Volk. Nein! Deutschland hat nur ein Bestreben: in Ruhe seine Arbeit verrichten zu können! Dieses Volk will von anderen Völkern gar nichts. Es will nach eigener Fasson selig werden. Wir reden anderen nicht ein, was sie tun sollen. Es ist eine Lüge, wenn man behauptet, daß der Nationalsozialismus anderen Völkern aufoktroyiert werden soll. Wir denken gar nicht daran. Entweder wir glauben an den Wert unseres Regimes oder wir glauben nicht daran. Ich kann diesen besorgten Politikern nur eines versichern: Ich würde am liebsten für unser Volk den Nationalsozialismus pa- t e n t i e r e n lassen (stürmischer Beifall), denn wir sind durch ihn glücklich und auch mit ihm frei geworden. Die anderen Völker können sich ihr Leben ordnen, wie sie wollen. Allein unser Leben, das ordnen wir uns selbst. (Stürmische Zu- stimmung.) Jene Macht aber, die überall versucht, sich einzuschieben, ist einzig und allein interessiert an der Zersplitterung der Völker. Wir haben diese Macht am eigenen Leibe kennen gelernt, diese Lehre, die nur in Haß und in der Pflege des Hasses besteht. Und darum will ich nicht, daß das deutsche Volk dieser Macht jemals wieder zum Opfer fällt. Nicht, weil es mich persönlich treffen würde — ich wäre dann sicher sowieso nicht mehr am Leben —, sondern weil ich nicht will, daß das deutsche Volk dieser Macht zum Opfer fällt. Also auch hier gebe ich die Hoffnung nicht auf, daß am Ende di e Vernunft in der Welt trotz allem wieder fein wird. (Beifall.) Denn was ist heute geschehen? Deutschland hat in der Ueberzeugung, daß ein Vertrag von einer anderen Seite verletzt wurde, diesen Vertrag für sich selbst abgelehnt. Es hat aus dieser Ablehnung die einzig mögliche Konsequenz gezogen, die volle Souveränität Über das Reichsgebiet wieder herzu ft eilen. (Minutenlange Beifallskundgebungen.) 3d) will mir im deutschen Volk ein Senkmal setzen. Ich habe den Ehrgeiz, mir einmal im deutschen Volk ein Denkmal z u sehen. (Brausender Beifall der begeisterten Massen.) Aber ich weiß auch, dah dieses Denkmal besser l m Frieden aufzustellen ist als in einem Krieg. Wenn wir heute in einen Krieg gestoßen würden, dann kostet jede 30-Zentimeter- Granate vielleicht 3000 Wart, und wenn ich noch 1,5 Tausend Wart dazulege, dann habe ich dafür ein Arbeiterwohnhaus. (Stürmischer, langanhaltender Beifall.) And wenn ich eine Willion solcher Granaten auf einen Haufen lege, dann ist dies noch lange kein Wo- nument Wenn ich aber eine Willion solcher Häuser habe, in denen so viele deutsche Arbeiter wohnen können, dann sehe ich mir damit ein Denkmal. (Tosende Zustimmungskundgebung der Zehntausende, die sich immer wiederholt.) Mein Ehrgeiz geht dahin, daß wir in Deutschland die besten Anstalten für die Erzie- hung unseres Volkes schaffen. Ich will, daß wir in Deutschland die schön st en Stadien erhalten, daß unsere Straßen ausgebaut werden, daß unsere Kultur sich hebt und sich veredelt, ich will, daß unsere Städte verschönert werden, ich will auf allen Gebieten des menschlichen Kulturlebens und -Strebens Deutschland mit an die Spitze stellen Das ist mein Ehrgeiz! (Lebhafter Beifall.) Ich will, daß d i e Arbeitskraft meines Volkes nicht brach liegt, sondern daß sie ausgenützt wird, um uns wieder neue Werte zu schenken. Ich will diese Arbeitskraft umsetzen in Schönheit f ü r unser Volk, in Leben und Freude für unser Volk. Ich will dafür eintreten, datz dieses Volk ein m ö g l i ch st sorgenfreies Dasein führen kann! Ich werde eintreten dafür, daß seine Lebensgüter möglich st vernünftig verteilt werden! Allein, ich will nicht, daß ein anderer sich hier einmischt und glaubt, uns irgend etwas nehmen zu können! (Tosende Zustimmung.) Ich lebe nur meinem Volk und die nationalsozialistische Bewegung denkt nur an dieses Volk. Ich lebe nur dem Gedanken an die Zukunft dieses Volkes, sehe vor mir diese unzähligen Millionen Menschen, die schwer arbeiten und so wenig vom Leben besitzen, die oft so viel mit Sorgen zu ringen haben und denen das Gluck so selten zuteil wird. Die nationalsozialistische Bewegung will nur diesen Menschen helfen, sie will versuchen, ihr Leben zu erleichtern, es schöner zu gestalten. Sie will zu dem Zweck alle Kräfte der Arbeit, der Genialität, der Organisationskunst in den Dienst dieser Lebenserhaltung stellen. Allein und hier spreche ich nun als Nationalsozialist: Ich will nicht, dah jemals das deutsche Volk Sklave eines anderen ist! So wie ich für den Frieden eintrete, fo trete ich ein für das gleiche Recht, fo trete ich ein für die Anabhängigkeit und für die Freiheit meines Volkes. (Stürmische Beifallskundgebungen.) Nicht als Schwächling kämpfe ich für das Leben meines Volkes, sondern als ein Wann, Nichts wird mich zum Verzicht auf die volle Souveränität über das Reichsgebiet zu bewegen vermögen. Das Deutsche Reich ist eine Großmacht, und eine Großmacht verzichtet nicht auf die Souveränität über 14,5 Willionen Wenschen, wenn nichts dafür geleistet wird. Ich kann hier nur versichern, dah uns nichts, aber auch gar nichts mehr zu einem Verzicht auf diese Souveränität bewegen wird. Nicht, weil wir Unmögliches wollen, sondern weil ich der lleber- zeugung bin, dah überhaupt nur auf dieser Voraussetzung eine neue europäische Ordnung begründet werden kann. Zu dieser neuen Ordnung habe ich aufgerufen. Dir haben der Welt ein grohes Angebot gemacht. Es ist das grohzügigste, das jemals ausgesprochen worden ist, und ich möchte nur hoffen, dah die andere Welt genau so groh denkt und auch handelt, wie wir handelten, indem wir dieses Angebot stellten. Ich brauche hier nicht zu versichern, daß vor mir, glaube ich, kein Deutscher dieses Angebot hätte aussprechen können. Ich kann es tun, weil, glaube ich, das deutsche Volk mir vertraut, daß ich seine berechtigten nationalen Interessen vertreten werde, so oder so. Wenn ich ein solches Angebot ausspreche, bann weiß es, daß ich nicht preisgeben will, was des deutschen Volkes ist und was es zu fordern das Recht hat. Ich spreche ein solches Angebot aus als der Wahrnehmer der aufrichtigsten Interessen dieses 67-Millionen-Volkes! Ich fühle mich dabei als sein Sprecher, sein redlichster Jnteressen- vertreter. Ich glaube, daß es in seinem Interesse liegt, diesen europäischen Frieden auf lange Zeit zu beqrünben. Ich wende mich mit diesem Angebot an die Welt, indem ihr ihr auf 25 Jahre, d. h. auf ein Vierteljahrhundert den Frieden biete. Es ist dies ein Zeitraum, der über meine Generation hinausreicht. Es wird nicht immer so sein. Es wird nicht immer in Deutschland ein Mann stehen, der 67 Millionen so vor der Welt vertreten wird und in einer so schweren Stunde vertreten kann. Ich möchte nur hoffen, daß die Welt dieses Angebot begreift und versteht und auch würdigt. Es ist einmal gestellt. Und es wird, wenn es verworfen werden sollte, nie wieder gestellt werden. (Stürmische Zustimmung.) Man soll in der Welt auch nicht sagen: ob es ehrlich gemeint ist? Wenn es nicht ehrlich gemeint wäre, dann würde ich es nicht in meinem Namen stelle» ‘ernten. M twendig, bei -utschland zu ntommen e n. (6tür* Benn gewisse . V. im letz« ung aewisser - d wissen wir and kommen, lschland aus- sollen nicht Ruhe und it sehen, daß t ist, anstän- ehen, daß es nur den ge« ;at. !vck offene . in Frank, ie sicherlich den wollen, e des Bol« llte, ist es iven er« rden sogen: aß es dann ustimmung.j Welt. Aus« Unvernunft chen sich ae- iflen alle. 115 König, die. i° s 01■ "9tzr». "n wiirdr 5* iä Ä hatten ,Cl$ besitzt Frank. ?°flowakej. .und den b,e Absicht "^greifen, uZuareiseni Verhältnis, aber nun :rtcr Sortn n. Sowjet- aber es Deutschland ihm frei ge- Ich ihr Leden njer Leden, Uirmifche > lerall versuP, »in intereM Bölter. M Leibe ken- r in Haß,inb id darum ml dieser Mach t. Richt, weil ich wäre dann n sondern ie Volk dieser « g-b- 14 d« eStrnu« mirb. (8* Tflfl von einer n JJirM f® ,r E ^d'-° -lch-S-d" tmW i6 i9l daß >n des 1. ®“ forbem s es 3uJnf aus d°d« Si.SK ,"SK ^,ei4Lr i« dieses . Oelt v ou4 iäftf h eiks'. * uni) mit meinem Namen verbinden! (Tosender Beifall.) Ich habe bisher noch kein Angebot gestellt, das mit meiner Ehre nicht vereinbar wäre. Und ich werde nicht ein Angebot stellen, das mir später als unehrlich ausgelegt werden könnte. Denn meine Ehre ist genau so viel wert, wie die eines anderen Staatsmannes. In diesem Augenblick ist diese meine Ehre auch nicht meine Ehre, sondern ist die Ehre der ganzen deutschen Nation. (Stürmische Zustimmungskundgebungen und tosende Heilrufe.) Es hat heute niemand ein Recht, an dieser Ehre zu zweifeln. Das Volk ist die letzte Quelle meiner Kraft. Cs ist mit diesem Vorgang der endgültigen Wiederherstellung der Souveränität des Deutschen Reiches verbunden dieses geschichtliche Angebot, aber auch verbunden ein neuer Appell an das deutsche Volk. Und warum ich das getan habe? Die Welt, die redet nur zu oft davon, daß, je nach Bedarf, entweder ein Angebot von mir keinen Wert hat, weil die Ration nicht dahinter steht, oder ich selbst keinen Wert besitze, weil die Ration mich ablehnt. Sie werden aber weiter verstehen, dah in einer so schweren geschichtlichen Stunde jeder wahrhafte Führer zur letzten Quelle seiner Kraft zurückfinden muh. Und die Quelle meiner Kraft ist das deutsche Volk! Aus ihm bin ich gekommen, für dieses Volk arbeite ich, ihm habe ich mich verschworen, und zu ihm finde ich immer wieder zurück, dann, wenn es um schwere Entscheidungen geht. Ich unter st elle mich seinem Urteil! Es soll richten über mich, ob ich sein Recht richtig vertreten habe, seinem Dillen richtig diente, seine Interessen richtig wahrnahm. (Nicht endenwollende Beifallsstürme tosen durch das riesige Zelt.) Ich bin kein Inquisitor. Ich habe mir dieses Amt hier nicht angemaßt. Durch des Volkes Wahl stehe ich auf diesem Platz und durch des Volkes Willen bleibe ich auf diesem Platz! So will ich mich nunmehr zu Beginn des vierten Jahres meiner Führung und des Regimes der National- sozialistischen Partei denn wieder an das deutsche Volk mit der Bitte wenden, feine Entscheidung zu fällen. Was ich getan habe, tat ich nach meinem besten Wissen und Gewissen, erfüllt von der Sorge für mein Volk, erfüllt von der Notwendig- feit, feine Ehre wahrzunehmen, um es in dieser Welt wieder zu einer ehrenhaften Stellung zu führen. Ich habe es getan, auf jede Not und auf jede Gefahr hin. Und wenn je aus meinem Handeln für mein Volk zu unnütz Sorge oder Leid kommen sollten, dann möchte ich den Allmächtigen bitten, mich selbst zu strafen. Ich habe nur gehandelt, wie ich glaubte handeln zu müssen. (In tiefer Ergriffenheit erheben sich die Massen.) Ich kann aber nicht gegen mein Gewissen handeln und kann nicht handeln gegen meine Ehrauffassung! Führerund Volk in einem Glauben und einem Willen. So habe ich diese Entscheidung getroffen und bitte nun das deutsche Volk, daß es mir hilft, diese Entscheidung auch zu tragen, daß es seinen Willen und seine Kraft mit meinem Willen und meiner Kraft verbindet, daß es mich stützt, so wie ich dieses Volk gestützt habe, daß es meinen Glauben stärkt, so wie ich den Glauben dieses Volkes erweckt und gestärkt habe, und daß es meinen Willen festigt, so wie ich mich bemühte, den Willen dieses Volkes zu finden und zu festigen. (Nicht endenwollende Heil!-Rufe.) Dann wird Deutschland jede Prüfung bestehen, die der Allmächtige für unser Volk sendel. Dann wird es am Ende aus all diesen Wirrnissen und Röten endlich doch zu einer besseren Schönheit und Reinheit empor st eigen, und dann wird bei dieser Festigkeit vielleicht auch das Herz unserer Rachbarn weit und aufgeschlossen werden, dann werden sie vielleicht den Weg zu uns finden und dann wird vielleicht auch die Stunde kommen, da wir uns als gleichberechtigte Völker und Rationen die Hände über den alten Strom reichen, den alten hader vergessend, und gemeinsam für den Frle - den Europas und damit für den Segen der beiden Länder und Völker arbeiten. Das ist derfehnlichfte Wunsch, der mich erfüllt, und der auch Ihr Wunsch ist. So bitte ich Sie nun: gehen Sie an diesem kommenden Wahltag zur Urne. Erfüllen Sie Ihre Pflicht und vergessen Sie nicht: Deutschland wird nicht getragen nur von einem Mann, sondern vom ganzen deutschen Volk! (Tosende Zustimmung schlägt dem Führer entgegen.) Und ein Mann kann nur solange Sprecher dieses Volkes fein, solange dieses Volk selb st Mann für Mann und Weib für Weib hinter diesem Manne steht. Nicht meinetroegen bitte ich Sie, an diesem 29. März ihre Pflicht zu erfüllen, sondern u m unseres Volkes und feiner Zukunft wegen. Denn wir sind vergänglich, aber Deutschland wird bestehen! Wir können sterben, aber Deutschland muß leben, jetzt und immerdar! ♦ Minutenlange iubelnde Kundgebungen der zutiefft ergriffenen Massen sind die Antwort auf diese Schlußworte des Führers, die in einem einzigartigen Sturm der Begeisterung fast untergehen. Wie ein Mann erheben sich die Zehntausende und geloben ihm unverbrüchliche Treue. Die Lieder der Nation klingen auf. Dann fährt der Führer von der Hochschulkampfbahn zum Haupkbahnhof, begleitet vom Reichsstatthalter und anderen führenden Persönlichkeiten. Die Straßen haben sich rasch wieder gefüllt. Noch einmal will man den über alles geliebten Befreier Deutschlands sehen, noch einmal will man aus vollstem Herzen danken und huldigen dem Manne, der in diesen Tagen und Stunden Weltgeschichte macht. Den ganzen Weg über im Auto stehend, grüßt der Führer leuchtenden Auges zurück. Kür eine neue Rechtsordnung aus freiem Entschluß gleichberechtigter Nationen. Eine Erklärung der Reichsregierung zu dem deutschen Friedensangebot. Berlin, 12. März. (DNB.) Zu verschiedenen Pressemeldungen und Aeußerungen ausländischer Staatsmänner wird dem DNB. von amtlicher Seite m-itgeteilt: 1. Frankreich hatte vor dem Locarnopakt folgende Militärbündnisse bereits abgeschlossen, die im Falle eines Angriffs Deutschlands auf Frankreich wirksam werden sollten: a) mit Belgien, b) mit der Tschechoslowakei, c) mit Polen. Da es sich bei diesen Bündnisien nach der Mit- teUung der französischen und der anderen Regierungen um Devensivbündnisse handelte, Deutschland aber keinerlei aggressive A b - sichten gegen Frankreich oder diese anderen Staaten besitzt, wurden sie auch nicht als im Widerspruch zum Locarnopakt stehend angesehen und damit auch von Deutschland ohne weiteres akzeptiert. 2. Frankreich hat an der deutschen Grenze seit dem Friedensschluß eine ungeheure Trup- penmaffierung oorgenommen. Die französische Grenze wurde außerdem mit dem gewaltig- sten Festungsschutz aller Zeiten versehen. Die militärischen Autoritäten aller Staaten sind sich darin einig, daß ein Angriff gegen dieses Festungssystem nach menschlichem Ermessen a u s s i ch t l o s ist. Da Deutschland keine aggressiven Absichten gegen Frankreich hat, erhob und erhebt es auch dagegen keinerlei Einwendungen. 3. Frankreich Hal nunmehr ein weiteres Militärbündnis abgefchloffenmit Sowjet r u h l a n d. Das Funktionieren dieses Bündnisses ist aber nicht mehr abhängig von einer vorliegenden Feststellung des Völkerbundes, sondern von zu treffenden Entscheidungen in eigener Sache. Dieses neue Bündnis erhält jedoch seinen besonderen Charakter durch die unbestrittene Tatsache, daß das geistige System des heutigen Regimes in Rußland nicht nur theoretisch, sondern auch tatsächlich die D e l t - revolution fordert, d. h. also eine bewußt imperialistische und angriffs- weife Parole verkündet. Schon vor dem Abschluß dieses Bündnisses hatte Frankreich als Garanten für feine U n • Versehrtheit: a) sich selbst, d. h. im Mutterland und Kolonien mit nahezu 100 Millionen Menschen; b) Großbritannien; c) Belgien; d) Polen; e) Tschechoslowakei. Durch den Vertrag von Locarno war endlich auch noch Italien als Garantiemacht hinzugekommen. 4. Zu dieser geschichtlich noch nie dagewesenen Garantie der Unversehrtheit eines Staates glaubte Frankreich sich noch außerdem die Unterstützung des sowjetrussischen Riesenreiches mit über 175 Millionen Menschen versichern zu müssen. Dazu muß bemerkt werden, daß: von deutscher Seite aus niemals auch nurdergeringsteAnlaß gegeben wurde, der auf eine Bedrohung Frankreichs hätte schließen lassen können. Daß Deutschland gegen die defensiven Sicherungen, die Frankreich glaubte für seine Unversehrtheit vornehmen zu müssen, keinen Einwand erhoben hatte, da ihm aggressive Absichten vollständig fehlten und dah es damit auch keinerlei Bedenken wegen dieser französischen Sicherungsmah- nahmen vorlrug. Glaubte aber Frankreich, sich nach dem Abschluß des Locarnopaktes aus irgendeinem Grund trotzdem noch eine neue Sicherung zulegen zu sollen, dann hätte die französische Regierung dies zumindest den Mächten des Locarnopaktes vorher m i t t e i l e n müssen, um zu versuchen, diese neue Sicherung entweder in den Locarnopakt selbst einzubauen oder wenigstens mit ihm in vollkommene llebereinstimmung zu bringen. Als im Frühjahr 1935 die ersten Nachrichten über militärische Abmachungen zwischen Frankreich und Sowjet-Rußland durchsickerten, wurden diese zunächst bestritten. Als dann in der französischen Kammer der Abgeordnete Archimbaud erklärte, daß sich Rußland verpflichtet habe, Frankreich mit feiner gesamten Armee zur Verfügung zu stehen, wurde dies zum zweiten Mal als unrichtig und den Tatsachen nicht entsprechend abgetan. Endlich aber wurde doch bekannt, daß eine solche militärische Abmachung bestand und nun auch der Welt allmählich mitgeteilt. Dieses Bündnis erhielt nunmehr jene Fassung, die besagt, daß zum Unterschied gegenüber der französisch-polnischen und französisch- tschechischen Sonderverträge in diesem Falle ohne Rücksicht auf Feststellungen des Völker bunb5rate5 oder der Locarno- m ächte von den vertragschließenden Teilen auch eigene Entscheidungen über Angrei - fer und Beistand vorwegnehmend getroffen werden könnten. Es ergibt sich damit folgende tat- Reue deulscheGesie derVerlmdlungsbereilschaff. ß o n b o n, 12. März. (DNB.) Preß Association meldet: „Außenminister Eden besuchte am Mittwochabend den deutschen Botschafter und bat ihn, daß Hitler im frühest möglichen Augenblick einen spontanen Beitrag im Interesse einer Regelung leisten möchte. Er schlug vor, daß Deutschland, abgesehen von einer symbolischen Anzahl, alle Truppen aus der Rheinlandzone zurückziehen sollte, daß ferner di e Zahl der Truppen nicht vermehrt werde und schließlich ein Versprechen eingegangen werden sollte, die Zone zum mindesten für diejenige Zeitdauer nicht zu b e» festigen, die notwendig fei, um über die Pakte zu verhandeln." Der deuffche Botschafter gab am Donnerstag im Namen Hitlers folgende Antwort: „Eine Diskussion über dauernde oder vorübergehende Beschränkungen unserer Souveränität in der Rheinlandzone kann für uns nicht in Betracht kommen. Um der französischen Regierung ein Eingehen auf die deutschen Vorschläge zu erleichtern, will der Führer und Reichskanzler aber seine von Anfang bekundete Absicht, die Wiederherstellung der Souveränität im Rheinland zunächst nur symbolisch in Erscheinung treten zu lassen, in folgender Weise präzisieren: Die Stärke der im Rheinland friedens- mäßig in Garnisonen stationler- ten Truppen wird vorerst nicht erhöht werden. Ls besteht bis auf weiteres nicht die Absicht, diese Truppen näher an die französische oder belgische Grenze heranzuführen. Das vorstehend gekennzeichnete Rlaß der militärischen wieder- besehung des Rheinlandes gilt für die Dauer der schwebenden Verhandlungen. Dies seht allerdings eine gleiche Einstellung auch auf französischer und belgischer Seite voraus." Wie „Preß Association" erfährt, sieht die britische Regierung in der deutschen Antwort einen Beitrag für die Herbeiführung einer Regelung, sie ist aber der Meinung, daß die Antwort nicht so weit gehe, wie gebeten worden sei. Außenminister Eden unterrichtete am Donnerstagnachmittag die Franzosen, Belgier und Italiener über seine Unterhaltung mit dem deutschen Botschafter sowie über dessen Antwort. Noch kein Ergebnis der Locarnokonferenz. London, 12. März. (DNB.) Die Konferenz der vier Locarnomächte — England, Frankreich, Italien und Belgien — wurde am Donnerstag um 17.15 Uhr im alten Kabinettsraum des englischen Außenamtes mit kurzer Verspätung eröffnet Schon geraume Zeit vor Beginn der eigentlichen Verhandlungen trafen die Unterhändler der verschiedenen Länder ein. Der belgische Ministerpräsident van Zeeland, der feine ursprüngliche Absicht, das Flugzeug zu benutzen, wegen schlechten Wetters aufgeben mußte, eilte sofort vom Bahnhof zum Foreign Office. In der Downingstreet hatte sich eine große Menschenmenge eingefunden, die die Ankunft der Staatsmänner beobachten wollte. Außenminister F l a n d i n und der italienische Botschafter G r a n d i enttäuschten die Erwartungen der Menge, da sie einen hinteren Eingang benutzt hatten. In einer amtlichen Mitteilung über die heutige Sitzung, die unter dem Vorsitz des englischen Außenministers Eden stand, wird erklärt, die Vertreter der Mächte seien einmütig der Auffassung, daß die Wiederbesehung der entmilitarisierten Zone durch Deutschland eine klare Verletzung der Artikel 42 und 43 des Versailler Vertrages und des Locarno-Vertrages darstelle. Es werde Sache des Völkerbundsrates fein, nachdem Frankreich und Belgien die Angelegenheit überwiesen hätten, über diese Punkte zu urteilen, um ein mehr ins einzelne gehendes Studium der Lage zu erleichtern. Die Hauptvertreter Belgiens, Frankreichs, Englands und Italiens werden am Freitag um 11.30 Uhr wieder zusammentreten. Sie sind heute abend Gäste der englischen Regierung im Hotel Carlton. an der Figur des aetfgptifthen Bogenfchüfien. dem Wirseichen für eine besonders aromatifche und bekömmliche Zigarette. Durch Hin)unahme von macedonilthenlhbaken aus der Ernte 53 konnte die Feinheit der ^ALVA^-Miftinmg noch geDeigert werden! Annahme des Beistandpakts mit Rußland im französischen Senat. Sarraut stellt die Vertrauensfrage. Paris, 12. März, (DNB.) Der französische Senat beschloß, in die dringliche Aussprache über die Ratifizierung des französisch-sowjetrussischen Paktes einzutreten. Senator Henri-Haye zog seinen Vertagungsantrag zurück, nachdem er die Gefahren des sowjetrussisch-französischen Paktes nochmals eindringlich dargelegt hatte. Auch Senator Lemery brachte seine grundsätzlich ablehnende Einstellung zu diesem Pakt zum Ausdruck. Da jedoch der Senat, so erklärte er, den Wunsch habe, eine A u s - spräche zu vermeiden, die die Gegensätze der verschiedenen Senatoren verdeutlicht hätte, so ziehe er seinen Vertagungsantrag zurück. Der Berichterstatter Senator Le Tr o c q u e r erinnerte daran, daß Frankreich mit der Tschechoslowakei durch einen Vertrag verbunden sei. Die Tschechoslowakei habe außerdem mit der Sowjetunion einen Beistandspakt abgeschlossen, dessen Inkrafttreten von der Ratifizierung des französisch-sowjetrussischen Vertrages abhänge. Die Ratifizierung würde also die Verpflichtungen, die sich für Frankreich aus dem französisch-tschechoslowakischen Vertrag ergäben, gewissermaßen erleichtern. Der Berichterstatter erwähnte ferner die Zweckmäßigkeit einer baldigen gerechteen Regelung der russischen Schulden und betonte, daß die Verpflichtung der Nichteinmischung in die Innenpolitik eine Vorbedingung dafür sei, daß der Russenpakt die erhofften Ergebnisse zeitige. Senator Armbruster bezeichnete den Russenpakt als unzweckmäßig und gefährlich. Die Wiederbesetzung des Rheinlandes sei die erste verhängnisvolle Folge der Zustimmung der Kammer zur Ratifizierung des Russenpaktes gewesen. Auch Senator St. M a u r (Rechts) erklärte, daß er gegen den Pakt stimmen werde, da er nicht sicher sei, ob Frankreich als Gegenspieler die Sowjetunion oder die Dritte Internationale habe. Senator D e s - jardins (Republikanische Linke) erklärte, das alte französisch-russische Bündnis und die Einkreisung eines anderen Landes habe zum Kriege von 19 14 geführt. Er wolle keine Wiederholung. Der Russenpakt sei ein Blitzableiter, der das Gewitter anziehe. Senator M i l l e r a n d verlas eine Erklärung der R epublikanischen Union, in der es u. a.-heißt, daß die Mehrheit dieser Vereinigung dem Russenpakt feindlich gegenübergestanden habe; infolge der „Herausforderung Hitlers an Europa" (!) würden aber die meisten Mitglieder der Republikanischen Union jetzt für den Pakt stimmen oder sich der Stimmabgabe enthalten. Millerand schloß mit einem Aufruf zur Einigkeit aller Franzosen. Nachdem Ministerpräsident Sarraut erklärt hatte, daß die Regierung die Bedeutung, die sie dem Russenpakt beimesse, nicht besser zum Ausdruck bringen könne, als indem sie die Vertrauensfrage stelle, nahm der Senat mit 2 2 6 gegen 4 8 Stimmen bei 34 Enthaltungen den Gesetzentwurf zur Ratifizierung des Paktes an. sächliche Situation: Frankreich hat $um Schutz seiner bedroht behaupteten Unabhängigkeit 1. das größte Festungsnetz aller Zeiten an der deutschen Grenze errichtet; 2. als Garanten seiner Unversehrtheit legal gebunden: Großbritannien mit seinen gesamten Streitkräften zu Lande und zur See, Italien, Belgien, Polen, die Tschechoslowakei, Rußland mit allein mehr als 17 Millionen Soldaten, und Frankreich selbst. Diese Staten besitzen eine F r i e - dens stärke über 3 Millionen Mann, eine Kriegsstärke von rund 30 Millionen Mann. Diesen geschichtlich ebenso gewaltigen wie einmaligen Garantien gegenüber erklärt Frankreich, daß es außerdem noch zu seiner Si- ckerheit vor seinem größten Festungsgürtel der Welt eine für jeden Angriff offene, weil entmilitarisierte Zone des Deutschen Reiches benötige. And er- erklärt weiter, daß, nachdem Deutschland, veranlaßt durch das letzte vorgehen Frankreichs, den Locarnopakt als damit gebrochen erklärte und seine souveränen Hoheitsrechte in seinem eignen Reichsgebiet wieder ausübt, die nunmehr dort eingerückten 19 Bataillone eine Bedrohung der von fast der halben Welt garantierten französischen Sicherheit darstellten. Die Reichsregierung erklärt dazu nun folgendes: Deutschland hat diese geringfügige Besatzung in seinem eigenen Hoheitsgebiet zunächst überhaupt nur vorgenommen, um der französischen Regierung und besonders dem französischen Volk jeden Anlaß zu nehmen, zu befürchten, Deutschland setze Frankreich unter irgendeinen Druck, um es so zu Verhandlungen unter etwa unwürdigen Begleitumständen zu veranlassen. Darüber hinaus aber hat Deutschland d a s g r o tz- zügig sie Angebot zur Befriedung Europas gemacht, das überhaupt möglich ist. Dieses Angebot erhält seine besondere Bedeutung dadurch, daß es von einer nationalen deutschen Regierung ausgeht, die sich in vollkommenem Dtz^rtrauen des Volkes befindet und die damit im höchsten Auftrage dieses Volkes handelt. Es erhält aber seinen geschichtlichen Wert nur durch die tatsächliche Voraussetzung, daß es das er sie allgemeine europäische Abkommen sein muß, das seit dem Friedensvertrag von Versailles ohne jeden Zwang von selten aller Beteiligten abgeschlossen werden kann und das keinerlei neue Diskriminierung für irgendeinen Staat enthält. Dies ist aber d i e er sie unabänderliche Voraussetzung für ein erfolgreiches und damit segensreiches Wirksamwerden dieses Angebots. Denn Deutschland hätte natürlich auch einen anderen Weg zu gehen vermocht: Es hätte dem durch den französisch - sowjetischen Vertrag praktisch aufgehobenen Locarnopakt auch für Deutschland als erloschen bezeichnen können, um sich unter Verzicht auf eine direkte militärische Besetzung des Rheinlands, aber unter Berufung und Auswertung der eigenen nationalen Kraft von jeder europäischen weiteren Zusammenarbeit zurückzuziehen. Die deutsche Reichsregierung hat es aber ab gelehnt, einen Weg einzuschlagen, der nur zu einer negativen weiteren Zerreißung Europas geführt haben würde, sondern versucht, einen großen konstruktiven Plan zur endgültigen Befriedung dieses Kontinents vorzulegen. Sie wünscht daher auch nichts sehnlicher, als mit Frankreich und den anderen europäischen Mächten in aufrichtige Verhandlungen einzulreten über die Realisierung dieses Planes, und sie hat deshalb, um von der französischen Volksseele auch jeden Schein eines bedrückenden fait accompli oder gar einer Bedrohung zu nehmen, die Remilitarisierung ihres eigenen Gebietes zunächst in einer Form vollzogen, die tatsächlich nur als symbolhaft zu werten ist.' Sie ist weiterhin, wenn dies als nützlich empfunden wird, bereit, für die Dauer der Verhandlungen zu erklären, daß sie hierin unter Voraussetzung einer analogen Einstellung der französischen und belgischen Regierungen auch keine Aenderung einfre- l e n lassen wird. Sie würde jedoch unter keinen llm- ständen auf irgendwelche souveränen hoheitsrechte Verzicht lei- st e n in der Ueberzeugung, daß damit auch die zukünftige Befriedung Europas schon wieder aus solchen erzwungenen Verzichten und damit moralischen Diskriminierungen aufgebaut würde, die dann den keim der nagenden Schande einerseits und damit der latenten Unzufriedenheit andererseits in sich tragen mühten. Was aber die deutsche Regierung anstrebt, ist nicht der Abschluß von Verträgen, die, weil für ein ehrliebendes unb anständiges Volk mit moralischen Belastungen verknüpft, äußerlich und innerlich doch wieder unglaubhaft blieben, sondern die H e r st e l» lung einer wirklichen und tatsächlichen Befriedung Europas für das nächste Dierteljahrhundert. Und zwar einer Be- friedung, die in sich den Charakter einer unbedingten europäischen Rechtsordnung besitzt, die sich aufbaut auf den freien Entschlüssen gleichberechtigter europäischer Völker und Staaten. Und nur was unter solchen Voraus- setzungen dann unterzeichnet wird, kann infolge seiner Uebereinstimmung mit den Ehrbegriffen der Nationen auch mit Ehren gehalten werden und wird, soweit es sich um Deutschland handelt, genau so ehrenhaft eingehalten werden. Sollte diese Auffassung aber nicht die Zustimmung der anderen Regierungen erfahren, dann wird die deutsche Regierung selbstverständlich ihre Vorschläge zurückziehen und, bauend auf die Zuverläfsigkeit, die Treue und den geschichtlichen Opfermut und Opfersinn des deutschen Volkes, von nun an lieber eine ehrenhafte Vereinsamung wählen, denn als diskriminierte Ration in der Gemeinschaft anderer zu leben. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Die Ueberflutung des europäischen Festlandes mit kalten arktischen Luftmassen hat weitere Fortschritte gemacht. Durch ihren Einfluß hielt sich der Tagesdurchschnitt der Temperaturen unter dem jahreszeitlichen Regelwert. In der vergangenen Nacht kam es allgemein zu leichtem Frost. Während in Mittel-, vor allem aber auch in Ostdeutschland weiterhin mit verbreiteten Regenfällen gerechnet werden kann, wird sich bei uns der zur Zeit bestehende Witterungscharakter vorerst noch halten. Aussichten für Samstag: Wolkig bis aufheiternd und im allgemeinen trocken, bei lebhaften nördlichen bis östlichen Winden nachts vielerorts Frost, tagsüber ziemlich kühl. Aussichten für Sonntag: Im wesentlichen Fortdauer des bestehenden Witterungscharatters, doch tagsüber etwas milder. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder; Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilletons Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D.A.U.36: 10 556. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch-und Steindruckerei R. Lange,K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Am 12. März 1936 verschied nach kurzer Krankheit der Schütze Friedrich Ebel Drog. Winterhoff, Kreuzpl. 10 SWermlel'LeWng 1573D Frhr. v. Gall Hauptmann und Kompanie-Chef. 15700 Meine liebe Frau Giefeen, den 13. März 1936. 01159 V Untergestell für Babykorb mit Gardinenstange sowie Baby- Badewanne bill. zu verk. 01170 Liebigstr. 85 vt. gesucht 1 6. L.Leib Gießen, Kirchstraße 2 der 4. (M. G.) Kompanie Infanterie-Regiment 36 Ein vorbildlicher Soldat, ein vortrefflicher Kamerad ist von uns gegangen. Paul Buchwald im Namen der Hinterbliebenen. verschwinden schnelle sicher durch FRUCHT 5 SCHWANENWEISS Im Namen der Offiziere, Unteroffiziere und der Mannschaften der 4. (M.G) Kompanie Inf.-Rgt. 36 4120-Opel- Limousine gut bereift, i.best. 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Ausflug nachd.Eder- talsverre am Himmelfahrttag mit Kraftwagen der Reichspost. Anmeldung.hier- zu müssen spät, an diesem Abend abgegeben werd. Erscheinen aller dienstfreien Kameraden unbedingt erfordert. EhemaligeAnge- hörige der neuen Wehrmacht, die ihre Anmeldung zum Soldaten- vund abgegeben haben, sind eingeladen. 1668D Ter Orts- gruvvenführer. Ilrtiiierlften- am!5.Märzl936 Antreten der Kameraden pünktlich 8.30 Uhr Hessischer Hof. ZUR KONFIRMATION IHRES SOHNES steht Ihnen bei uns ein reichhaltiges Lager flotter, tadellos gearbeiteter Anzüge zur Verfügung. - Unsere Preislagen in reinem Kammgarn: RM. 30.- 34 - 38.- 42- Bitte beachten Sie unser Spezialfenster! 895 Al SUa Anzeigen - Aktiengesellschaft Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen u. Zeitschriften Gietzeu.Schulftvatze 3 —-------------------* Gute Gelegenheit, die Wagen in aller Ruhe zu prüfen und rom 7. bis 14. Mfirz 1936 Giefeen 15,6 A Frankfurter Straße 52 Ur. 62 Zweiter Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Zreitag, is.MärzMb Der Weg zum Frieden ist frei. General Göring spricht in Königsberg über die Bedeutung der Wahl. Königsberg, 12. März. (DNB.) Aus dem großen Raum der Schlageterhalle klingt Marsch- musik. In Strömen drängen Tausende und aber Tausende zum Schlageterhaus. Längst ehe die große Wahlkundgebung beginnt, in der Ministerpräsident General der Flieger Göring sprechen will, muß die Riesenhalle polizeilich geschlossen werden. Es werden Paralleloersammlungen eingerichtet. In un- endlichem Zuge marschieren Standarten und Fahnen ein, füllen das große Podium hinter der Rednertribüne, das ringsum von einem riesigen roten Fahnentuch mit dem Hoheitszeichen abgeschlossen wird. Plötzlich ertönen von draußen Jubel und Zurufe. Göring kommt. Spontan erheben sich die Zehntausende im Saal. Fahnen auf! Das rauscht und braust und über dem siegreichen Rot blitzen die Spitzen. Aus den Bankreihen drängen sie gegen die SS.-Absperrung, die einen Weg durch die Menge für den Ministerpräsidenten freihält. Der Jubel wächst und wälzt sich fort durch die große Halle, wird immer lauter und immer brausender. Endlich wird es ruhig. Dann erhebt sich Göring: Adolf Hitler ruft das Volk an, wenn er Rechenschaft ablegen will, wenn er will, daß das Volk sich äußern soll zu dem, was er getan hat oder wenn er in weltgeschichtlicher Stunde die Schicksalsfrage an die Nation stellen muß. Und bedenkt, Volksgenossen, daß noch niemals bis auf den heutigen Tage eine Wahl von so ausschlaggebender Bedeutung gewesen ist, wie die Wahl am 29. März. Denn diese Wahl interessiert zum ersten Mal nicht nur die Nation, sondern vor allen Dingen die gesamte Welt. Vergeßt es nicht, euer Führer steht heute den Völkern der Welt gegenüber. Er soll verhandeln um eure Freiheit, um euer Glück. Er soll der Welt beweisen, daß er in eurem Namen spricht. In den brausenden Beifall hinein ruft Hermann Göring: Es wird die Stärke des Führers sein, daß er sagen kann: Ich spreche im Namen meines Volkes; ich darf Sie fragen, in welchem Namen sprechen Sie. Wie viele Ihres Volkes stehen hinter Ihrer Auffassung. In einem Orkan des Beifalls fallen die stolzen Worte: „Ich weiß, daß der Führer sagen wird, ich spreche für die überwältigende Mehrheit meines Volkes. Darum ist diese Wahl letzten Endes ein Appell an die Dankbarkeit und an die Ehre des deutschen Volkes. Hermann Göring erinnert dann an die Wahlen der Systemzeit. Mit Geißelhieben rechnet er mit den alten Parteien und ihren Parolen ab. Furchtbar ist das Bild. „Es ist wirklich, als ob das deutsche Volk durch eine Hölle marschiert ist", ruft der Redner. „Und dann plötzlich, Volksgenossen, war die Wende gekommen. Welche Not und welches Grauen beendet wurden, das kann sich nur der ausmalen, der es erlebt hat." Mit Neid und Mißgunst sah die um uns lebende Welt den Wiederaufstieg des jungen Deutschland. Man versuchte sofort, überall Hindernisse aufzurichten. Man versagte dem deutschen Volk, das arm an Rohstoffen war, die notwendigen Rohstoffe. Aber auch hier bewies sich das alte Wort wieder: Druck erzeugt Gegendruck. Die deutschen Chemiker und die deutschen Ingenieure arbeiteten und schufen uns neue Erfindungen. Deutscher Wille und deutscher Mut wird die Dinge packen. (Beifall.) Aus dem ohnmächtigen verarmten Deutschland schuf Adolf Hitler die schimmernde Wehr, die Deutschland schützen, seinen Frieden und fein Glück garantieren wird. (Stürmischer Beifall.) Wenn der Führer solchen befreienden Entschluß treffen konnte, wie am vergangenen Samstag, kann er dies tun, weil er weiß, daß die deutsche Wehrmacht stark genug ist, einen Einfall in Deutschland zu verhüten. Volksgenossen! Militärische Spaziergänge nach Berlin gibt es nicht mehr, weder auf der Erde noch in der Luft! Ich möchte aber gerade darum feierlich vor der Welt erklären: „Wenn immer Adolf Hitler gerüstet hat, so hat er uns immer wieder gesagt, nicht um anzugreiien, niemandem zur Bedrohung, sondern uns zum Schutz „Im Zeichen von Frieden und Dölkerversöhnung, das ist die Politik des Führers." Wenn heute die Franzosen so tun, als ob wir ihnen eine überaus große Kränkung angetan hätten, so ist das nicht richtig. Wir haben lediglich die letzte Unsicherheit beseitigt. Solange die Rheinlandzone bestand, wäre letzten Endes die innere Herzensverständigung doch nicht möglich gewesen. Sie sollen froh sein, daß der Weg fr^i ist. Ein gewaltiger Schritt ward am 7. März getan, nun mag aber kommen, was will, wie ein Mann wird Deutschland stehen und Hamburg, 13. März. (DNB.) Kaum 48 Stunden waren seit der grundlegenden Rede verstrichen, mit der der Reichspropagandaleiter den Auftakt zu dem Wahlfeldzug gegeben hatte, da war auch schon im Norden und Süden wie im Westen und Osten die Versammlunaswelle im Rollen. Fast im gleichen Augenblick, da sich auf dem Flughafen Tempelhof die Maschine erhob, die den Führer nach Karlsruhe brachte, flog Reichsminister Dr. Goebbels nach Hamburg ab, um in einer Kundgebung gewaltigen Ausmaßes Sinn und Zweck des Volksentscheides vom 29. März darzulegen. Die Stimmung der Zehntausende ist freudig und erwartungsvoll. Es ist das Bild der geeinten Nation. Ob Hafenarbeiter, ob Beamter, ob Ueberfeefaufmann, aus allen Gesichtern spricht die Genugtuung über das große Geschehen der letzten Tage. Tosende Heilrufe branden auf, als Dr. Goebbels die Hanseatenhalle betritt. Gauleiter Kaufmann eröffnet die denkwürdige Kundgebung. Und dann folgen die Menschen, die die langgestreckte Riesenhalle im Parkett und Rängen lückenlos füllen, unter lautloser Stille, fast unbeweglich zum Rednerpult blickend, der wuchtigen und aufrüttelnden, fast zweistündigen Rede des Ministers. Hatte Dr. Goebbels eingangs hie tröst- lofe Lage gekennzeichnet, die der Nationalsozialismus auf allen Gebieten bei der Machtübernahme vorfand, so stellte er den in wirkungsvollen, oft durch beweiskräftige Zahlen belegten Ausführungen die Erfolge einer harten und Berlin, 12. März. (DNB.) Reichshandwerks- meister Schmidt machte der Presse wichtige Ausführungen über die Neuordnung des Ausbildungswesens im Handwerk, besonders über die fachlichen Vorschriften für die Meisterprüfung. Seit der Machtergreifung, so führte er aus, hat uns Handwerkern die nationalsozialistische Regierung jedes Jahr eine wichtige Errungenschaft gebracht, wie sie früher nicht in Jahrzehnten zu erreichen war: 1933 den Entschluß der Reichsregierung, dem Handwerk einen eigenen Aufbau zu geben, und das Grund- und Rahmengesetz hierfür, 1934 die Ausführungsverordnung, die sogenannte Erste handwerksverord- sein Recht verteidigen bis zum letzten Atemzuge. (Brausender Beifall.) Wir Deutschen haben unser Schicksal auf uns genommen, und das Schicksal heißt: „Wiederherstellung der deutschen Ehre und der deutschen Freiheit!" (Stürmischer Beifall.) Der Ministerpräsident schloß unter Beifallsstürmen mit einem aufrüttelnden Bekenntnis zum Führer, den niemand verlassen werde. Alle werden wir dort stehen, wo der Führer steht. Was auch immer kommen möge: Nicht aus der Ruhe bringen lassen! Unser Glaube versetzt Berge, unser Vertrauen ist blind, unsere Treue ist unerschütterlich. Was die Zukunft uns auch bringen maa, entweder Deutschland lebt in Ehren ober Deutschland stirbt in Ehren. Begeistert nimmt die Versammlung dieses Gelöbnis auf und bekräftigt es mit einem dreifachen Siegheil auf Adolf Hitler, mit dem Deutschlandlied und dem Horst-Wessel-Lied. zielbewuhten Aufbauarbeit gegenüber. Wieder und wieder rauschte der Beifall der Menge durch die Halle, fei es, wenn der Minister von der Wiederher st ellung der deutschen Wehrhoheit und von dem kulturellen und wirtschaftlichen Wiederaufbau sprach, oder wenn er, nur um einige Beispiele zu nennen, das gewaltige 21 n ft eigen der G e - burtengiffer, das beispiellose Sinken der Arbeitslosigkeit, die Leistungen der Organisation Kraft durch Freude oder gar die Bedeutung der jüngsten historischen Tat des Führers vor Augen hielt. „Ein wechselseitiges Vertrauen", so führte Dr. Goebbels zum Schluß aus, „besteht wie sonst in keinem Lande bei uns zwischen Füh - rer und Volk, beide Teile stützend und stärkend. So muß und wird sich unser Volk am Ende auch in der Welt durchsetzen. Diese Welt schaut auf den 29. März! Eine geeinte Nation von nie gesehener Kraft wird sich vor des Führers Aufbauarbeit stellen. Aufgerufen deshalb, weil die Welt sehen soll, daß dieses Reich unerschütterlich ist. Und wenn die Kinder einst groß sein werden, die deutsche Mütter im Vertrauen auf die fest gesicherten Grund- lagen unseres Staates geboren haben, dann werden alle Mühen und Sorgen von heute vergessen sein und unvergänglich werden dann bestehen die Freiheit und die Ehre einer wieder erwachten deutschen Nation. nung über Pflichtinnungen, Kreishandwerker, schäften und Ehrengerichtsbarkeit. 1935 kam der Große Befähigungsnachweis, d. h. die pflicht zur Meisterprüfung für jeden, der einen Handwerksbetrieb eröffnen will. Und jetzt habe ich das große Handwerksereignis für 1 936 mitzuteilen: Die Einführung unserer neuen fachlichen Vorschriften für die Meisterprüfungen. Der Reichs- und Preußische Wirtschostsrninister ver- fügt, daß unsere neuen fachlichen Vorschriften für die Meisterprüfung als Richtlinie für die Meisterprüfungen angewandt werden sollen, und der Reichsstand hat diese Verfügung mit den nötigen Anweisungen an die Dienststellen im Handwerk weitergegeben. Der Aufstieg des Handwerks, und zwar gerade der wirtschaftliche Aufstieg, geht nur überLeistungund C h a r a k t e r. Wir wollen dahin kommen, daß der Begriff Handwerksarbeit allein schon die Gewähr für gute Arbeit und an« tänbige Gesinnung bietet, ähnlich wie es im Ausland die Bezeichnung „Made in Germany“ gewor- den ist. Wir wollen aus dem Handwerk eine g e • schlossene Mannschaft von wirklichen M e i st e r n machen. Die neuen Vorschriften kommen vor allem für drei Gruppen in Frage: Zunächst für alle, die sich neu als selbständige Handwerker niederlassen wollen; weiter für den Teil der jungen Handwerker, die die Meisterprüfung bis Ende 1939 n a ch h o l e n müssen, und drittens für die zahllosen handwerklichen Betriebsführer, die freiwillig die Mei st erprüfungnach- holen wollen. Mit der Einführung des Großen Befähigungs- nachweises ist die Meisterprüfung das Tor zum selbständigen Handwerker geworden. Wir mußten daher die Meisterprüfung grundlegend um« gestalten, sie modern, einheitlich, gerecht und nachprüfbar machen. Gleichzeitig stehen wir vor dem Abschluß der Arbeit, die Meisterprüfungsvorschrlf- ten gründlich zu modernisieren. Wir haben für insgesamt 120 Hanbroerfsberu f e feftgeftellt, welche grunblegenben Leistungen in ihnen verlangt werben müssen. Auf ben Grunb- forberungen sinb nun unsere neuen fachlichen Prüfungsvorschriften aufgebaut. Sie gewährleisten eine einheitliche, gerechte unb nachprüfbare Behandlung des Prüflings. Diese Neue- rung ist in den nächsten Wochen abgeschlossen. Die fachlichen Vorschriften werden für einen Teil der Handwerksberufe sofort, für die anderen in den nächsten zwei bis drei Monaten den Handwerkskammern zugestellt werden; diese sorgen dann für die sinngemäße Durchführung der Meisterprüfung. Das ganze handwerkliche Ausbildungs- und Prüfungswesen muß auf die neue Form der Meisterprüfung zugeschnitten werden. Die Erneuerung beginnt bei der Eignungsprüfung d e s Lehrlings, fetzt sich fort bei den Jahres- zielen der Meisterlehre, deren Erreichung durch jährliche Zwischenprüfungen überwacht wird, und erstreckt sich weiter auf die Lehrpläne für d i e Berufsschulen und die handwerklichen Fachschulen, auf die Gesellen- Prüfungen, auf die Weiterbildung der Gesellen, auf die Fachbücher. So hat die nationalsozialistische Reichsregierung und Handwerksführung nach schneller aber gründlicher Vorarbeit einen neuen großen Schritt getan, um die Leistung des Handwerks zu steigern, fein Ansehen im ganzen Volke weiter zu heben und seine wirtschaftliche Zukunft zu sichern. Wie jeder anständige Deutsche, so hat erst recht der Handwerker am Wahltage eine selbstverständliche Dankes- pflicht gegen den Führer zu erfüllen. Und ich bin gewiß, daß meine Handwerker mit ihren Angehörigen geschlossen zur Stelle sein werden. Todesurteil im Mordprozeh Heidrich. Vorn Würzburger Schwurgericht wurde der 29 Jahre alte Robert Heidrich, der, wie bereits gemeldet, feinen Wohltäter, den 74 Jahre alten Gärtner Müller in Würzburg ermordet und beraubt hatte, zum Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebensdauer verurteilt. Aus der Urteilsbegründung geht hervor, daß das Gericht zu der Ueberzeugung gelangte, daß der Beschuldigte vorsätzlich und mit Ueberlegung einen Menschen getötet ljat, um in den Besitz der Barschaft des Opfers zu gelangen. Dr. Goebbels spricht in Hamburg Die neue Meisterprüfung im Handwerk. Das Land des Tolenvogels. Von Ernst Wiechert. Ja, ein großer Jäger war ich damals, unb selten wahrscheinlich war ber Wald so sehr eines Kindes Haus und Hof wie mir. Moore lagen in ihm, bereu frembartige Namen schon etwas Lockenbes unb 23er« zaubernbes für mich hatten: bie Pabolisken, bie Je- fchurkobrücher, ber Jektscharck, bas Baranij Bjell. Zum Teil waren sie unbetretbar, immer kleiner wurden die Kiefern und Birken an ihrem Rand, und in ihrer Mitte stand Schilf und hohes Riedgras um unbewegliche Wasserblänken. Kraniche brüteten dort, und manchmal nahm ich heimlich zwei Bretter von Hause mit, um auf ihnen, Schritt vor Schritt, in die schwankende Welt vorzudringen, die so viel Geheimnisvolles hinter dem Festen der Erde verbarg. Aber dann zitterte der Boden unter meinem Fuß, die niedrigen Sträucher bewegten sich, Wasser stieg dumpf und drohend zwischen den Halmen in die Hohe, und niemals gelang es mir, zu meinem Heil wahrscheinlich, in das Unbetretbare vorzudringen. Aber so getreulich hat die Seele das alles bewahrt, daß ich bei dem Versuch, das Land des Totenvogels in der „Majorin" zu beschreiben, nur die Augen zu schließen brauchte, um das alles wieder aufsteigen zu lassen: den bitteren Geruch der Sumpfpflanzen, bie schweigenbe Oebe, bas bang unb verzaubert schlagenbe Herz Auch bie Horste bes Hühnerhabichts unb ber Gabelweihe lagen bort, unb Tag um Tag saß ich verborgen am Moorranb, bis ein glücklicher Schuß den Vogel vor meine Füße warf. Damals kannte ich weder Müdigkeit, noch Zeit, noch Verdruß. Und der Abend eines solchen Tages sah mtd) schon wieder im Schilf des Sees, bis zu den Kmen im Sumpfwasser, um auf bie ziehenben Wilbenten zu warten. Rein unb gefunb war ber Schlaf nach sol- chem Hanbwerk, inbes ber Kauz in ben Fichten bes Gartens schrie unb bie Wiesenschnarre ben ganzen Kreis ber Erbe mit ihrem eintönigen Ruf er- füllte, bis vor Sonnenaufgang ber Kuckuck ober ber Wiebehopf mich weckten. So mögen bie Menschen einfacher Völker leben, mit allen Sinnen ben Erscheinungen hingegeben fern aller Spekulation, unb auch bei ihnen mag aus einer Stimme ihrer Lanb= schäft ber leise Schauer burch ihr Herz frösteln, der auch mich bewegte, unb ber keine Angst, fonbern nur bie Ahnung war, baß hinter ber Erscheinung noch etwas anberes stehen müßte, unb hinter bem Glück, bas unverkennbar war, aber von bem es mitunter herwehte wie von ber unbeschrittenen Tiefe des Moores. Auch war es nicht der Sommer allein, ber mich fo verzaubernd umfing. Wer als Frembgebliebener aus den Städten kommt, ist jeder Jahreszeit geöffnet, und der Schrei der Wildgans oder ber Kranichruf, ber im Frühling unb im Herbst über unsere Felber ging, war nicht geringer als der Falkenschrei, der über den Sommerwäldern stand. Und waren die Straßen tief verschneit, so baute ich Marderfallen im Wald und ging ben Fährten nach, unb manchmal ftanb ich damals schon um bie Zeit bes Abenbrots auf den Lichtungen der bewaldeten Hügel und blickte lange nach Westen, wo hinter den Walbern eine frembe Welt begann, unb wußte nicht, weshalb auf bas Glück ber kinblichen Tage em Schatten fiel, weshalb es so schmerzte, in ben brennenben Himmel zu sehen, weshalb bei aller Fülle bas Herz so bitterleer unb bie Träne so nahe. Wußte es nicht, weil wir nie wissen, daß immer eine ferne Stimme uns ruft, wenn wir am glücklichsten sind, daß mir unter unseren ersten Versen schon erzitterten, lange bevor wir wissen, was ein Vers ist; und daß die Sonne uns schon schmerzlich untergehen kann, wenn wir doch eben erst unser Leben beginnen ... Giarkbier in München. Erfreulicher Märzen-Bericht Wenn die letzten Ueberrefte eines sorglos heiteren Faschingstreibens aus ben Bierkellern unb Lokalen verschwunden sinb unb ber graue Alltag langsam wieder in bie Herzen ber Münchener einzuschleichen broht, bann rüstet bie Stabt bes Frohsinns unb ber Gastlichkeit schon wieder zu neuer freudiger Abwechselung. Denn in München ist immer „etwas los". Unb so folgt auf ben Fasching unb ben unausbleiblichen Aschermittwoch nach altem Väterbrauch die S t a r k b l e r z e i t. In diesem Jahre begann die Quelle des edlen Gerstensaftes schon am 7. März zu fließen, und somit begann auch für den Münchener an biefem Tage ber Frühling. . , Schon Wochen zuvor läßt ein starker Malzgeruch, ber verheißungsvoll um bie großen Brauereien weht, bie fommenben Genüsse lieblich ahnen. Das Märzenbier wirb besonbers bick eingebraut unb erfreut sich aus biefem Grunde höchster Beliebtheit. Tannengeschmückt laden zur Zeit bes „Ausstoßes", wie ber Beginn ber „Starkbierkuren genannt wirb, bie einzelnen Bräus unb Wirtschaften ber Stabt zu fröhlicher Einkehr. Da leuchten in Wort unb Bilb alle bie erhebenben Namen, beren Klang allein schon ben Münchner in Hochstimmung zu setzen vermag. Um babei jeglichen Seelenkonflikten zu entgehen und keinem ber Starkbiere irgendwelchen Abbruch zu tun, probiert er sie alle m echt bayeriscizer Grünblichkeit ber Reihe nach durch unb finbet für jedes eine befonbere würdige Anerkennung. Genießen heute bie Heiligen „St. Benno", , St. Aventinus" unb „Franziskus" ben Vorzug, fo sind es morgen mehr die Weltlichen, wie der „Animator", der „Patentator" ober ber „Doppel- spaten". Die Bezeichnung der Biere nach Heiligen stammt aus dem Mittelalter, als noch die Mönche die Kunst des Brauens innehatten und ihre Erzeugnisse nach dem Schutzpatron ihres Klosters benannt wurden. Den Höhepunkt der Münchener Starkbierzeit aber bildet zweifellos der Salvator-Ausfchank auf dem Nockherberg, der gewissermaßen alles in sich schließt, was der Münchener von ihm und einer gut gelungenen „Maß" erwartet. Einer alten Tradition gemäß fällt babei gerade auch ber in München besonbers gefeierte Josephitag am 19. März in bie „Salvatorsaison" zur größten Freube aller Peperln, Sepperln, Josephinen und wie sie alle heißen mögen, die an diesem Tage ihr Namensfest begehen. Nicht selten kommt es vor, daß die geräumigen Bierhallen auf dem Nockherberg wegen Ueberfüb lung polizeilich geschlossen werden müssen und noch Tausende vor den Eingängen und auf ben Zufahrtsstraßen auf den „nächsten Schub" warten. Währenddessen bringen aus ben brobelnben, lachenden Räumen die lauten Märsche und Walzer einer Oberländer „Blechmusi" verlockend an das Ohr der tapfer Harrenden und das immer wiederkehrende „Prosit der Gemütlichkeit" läßt im Hinblick auf die kommenden Genüsse das Warten leichter ertragen. Pünktlich um 20 Uhr wird die Bierquelle abgestellt, während der Betrieb noch eine Zeitlang weiterflutet. Ganz Schlaue kaufen sich deshalb kurz vor Torschluß gleich zwei oder drei Maß auf einmal, um so noch recht lange bie Ausgelassenheit ber Stunbe bei köstlichem Salvator genießen zu können. Wenn aber bann bie untergehenbe Sonne bie langgestreckte Alpenkette im Süben mit letztem Schein verklärt unb schon die ersten Lichter im weiten Saale aufflammen, wenn sich die Reihen mehr und mehr gelichtet haben und mancher Schluck ungetrunken stehen bleibt, dann kommen die sogenannten „Restl-Trinker", die mit einem leeren Krug von Tisch zu Tisch gehen, und den übrig gebliebenen kostbaren Saft zu einer neuen, unentgeltlichen Maß vereinen. Reich, wie die Geschichte des Münchener Bieres überhaupt, ist auch die Geschichte des Salvators, die sich bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts zurückverfolgen läßt. Da lebten auf dem rechten Jsar- ufer gegenüber München in der „Au" am Fuße des Nockherberges die Jünger des heiligen Franz von Paula im Kloster der Paulaner. Der Genuß des Fleisches, wie aller, was vom Fleische kommt, mar ihnen nach strenger Ordensregel verboten. Nur Brot, Del und Fische waren erlaubte Nahrungsmittel. Dagegen ftanb ihnen bie Art unb Menge bes Trinkens frei. Aus diesem Grunbe erwirkten sich die Paula- nermönche von ihrem Landesvater bie Erlaubnis zur Errichtung eines Bräuhauses. Diese würbe ihnen auch gar halb erteilt mit ber Begründung: „Ein gleiches und gesundes Getränk ist ein wesentliches Erfordernis für Mönche, deren Hauptnahrung das Bier ausmacht, indem sie in Bayern den Wein vermissen und ihnen schlechte Fische und Mehlspeisen, wozu keine Eier, keine Milch unb keine Butter genommen werden dürfen, zu wenig Kräfte geben." Von dieser Zeit an übte man im Paulanerkloster mit Sorgfalt die Kunst des Bierbrauens. Und wenn alljährlich im Frühjahr die frommen Brüder den Tag des heiligen Vaters Franz von Paula mit kirchlichem Gepräge festlich begingen, dann durfte auch das festliche Gebräu nicht fehlen. War nun schon der gewöhnliche Haustrunk der Paulaner sehr gehaltreich, so war das „Heilig-Vater-Bier" vollends ganz außerordentlich malzreich eingebraut, so daß man sich damit ein „zihmlich funbamentum sausten" konnte, wie ein zeitgenössischer Bücherschreiber zu berichten weiß. Am Ordensfeste beteiligte sich regelmäßig der ganze kurfürstliche Hof und der Kurfürst selbst tat den ersten Trunk, den ihm der Frater Braumeister mit fröhlichem Gesicht kredenzte beim festlichen Anstich; dann begann der Ausschank an das massenhaft herbeigeströmte Volk. Der Name „Heilig-Vater- Bier" für das Festgetränk der Paulaner hielt sich lange Jahre. Wir finden ihn noch in einer Urkunde aus dem Jahre 1828. Allmählich aber wurde der Name verdrängt durch die Bezeichnung „St. Vater- Bier" und hieraus ist mit der Zeit das Wort „Sal- vator-Bier" entstanden. Wohl verschwanden im Lause der Jahrhunderte die Paulanermonche und das Paulanerkloster, aber die alte Draustätte blieb und mit ihr das Salvatorbier. Um die Wende des vorigen Jahrhunderts ging die Brauerei zunächst in den Besitz des Staates über und kam dann in Privatbesitz, bis wir sie im Jahre 1886 im modernen Gewand der Aktiengesellschaft wiederfinden. Heute steht an Stelle des alten Klosterbrauhauses ein neuzeitlicher Großbetrieb, und wo früher in alten Gewölben und in den weitläufigen Klosterkellern im Nockherberg ausschließlich Menschenhände wirkten und schafften, stampfen und schnurren heute Maschinen und Motore. Wo früher klappernder Aufschlag über den Hof schallte, fauchen heute die Automobile und rollen die Eisenbahnwagen auf brauereicigener Gleisanlage zum nahgelegenen Güterbahnhof, um die Erzeugnisse der alten Paulanerbraustätte hinauszutragen in alle Welt. Dr. A.D. Wirtschaft ist ein erfahrener Klangorganisator mit rhythrm- scher Empfindlichkeit. Auch Dammer hält sich als Ring-Dirigent tapfer, ohne allerdings das musikalische Bild vom Orchester her entscheidend beeinflussen zu können. Es stellt sich immer deutlicher heraus, daß diesem Hause ein überdurchschnittlicher Dirigent fehlt. Dieser Erkenntnis sollte sich gerade der Wagner-Apostel Rode nicht länger verschließen, wenn auch dem Wagner-Sänger ein fügsamer Kapellmeister erwünschter sein mag. Daß eine solche Persönlichkeit auch in Walther Lutze nicht gewonnen ist, bewies — außer per untergeordneten Stellung — seine Nachgiebigkeit gegenüber der Bühne in „losca' und vor allem in der erstaufgeführten L o r tz i n g 'Oper "Die kleine Stad t". Inhaltlich stellte das Deutsche Opernhaus mit diesem Werk einen dankenswerten Versuch zur Diskussion. Denn Lortzings „Hans Sachs^ wurde durch Wagners „Meistersinger Berliner Opern-Probleme. Deutsches Opernhaus ganz neu! - Lortzings „Kleine Stadt". Das Deutsche Opernhaus hat die Hälfte seines Programms für die laufende Spielzeit erfüllt. Es brachte bisher acht Premieren hinter sich und erreichte damit ungefähr die gleiche Zahl an Neueinstudierungen wie die S t a a t s o p e r. Da das Charlottenburger Institut aber erst beträchtlich später beginnen konnte, umschließt diese quantitative Leistung großen Fleiß und ernste Anspannung der Kräfte. Als Ergebnis der Anfangsverzögerung bot sich den Besuchern ein völlig erneuertes Haus. Nach modernen, raumkünstlerischen Grundsätzen und mit geschmackvollem Farbensinn ist ein Zuschauerraum entstanden, der die Charlottenburger Oper den schönsten Theatern Deutschlands an die Seite stellt. Die Besucher werden von vornherein in eine so festliche Stimmung versetzt, daß sich die künstlerischen Kräfte schon sehr zusammennehmen müssen, wenn sie die Erwartungen, die der Rahmen erweckt, durch musikdramatische Leistungen erfüllen wollen. Die Aufführungspraxis des Deutschen Opernhauses lehrt, daß Generalintendant Wilhelm Rode die hohen Ansprüche auf doppelte Weise zu erfüb len bemüht ist. Er läßt die Raumpracht sich auch auf der Bühne fortsetzen in Szenerien, die durch phantafievolle Farbigkeit, Weiträumigkeit und Solidität des Aufbaus das Bühnenbild zu einem gewichtigen künstlerischen Faktor erheben. Benno von Arent, Edward Suhr und Paul Ha f e - rung brauchen sich über die zur Verfügung stehenden Mittel offenbar keine Gedanken zu machen und liefern durch ihre Bühnenräume ein anschauliches Beispiel dafür, was unter der von Arent auch ministeriell betriebenen „Gleichschaltung des Büynenbildes" zu verstehen ist. Zum andern sieht Rode als erstrangiger Wagnersänger seine Mission in Aufführungen der Musik- dramen Richard Wagners, die dessen Schöpfungen auch in einem stark belasteten Repertoire- Theater eine Heimstätte sichern, an der sich Wagners Forderung erfüllt: daß „die unvollkommene Reproduktion (feiner Werke) sich äußerst vorteilhaft vor den sonst üblichen Leistungen des gleichen Theaters auszeichnet." Da sich in Berlin nun einmal keine Arbeitsteilung oder Uebereinfunft zwischen der Staatsoper und dem Deutschen Opernhaus erzielen läßt, vielmehr beide Häuser die gleichen Besucherschichten mit den gleichen Opern — oft am selben Tage — umwerben, ist in Charlottenburg eine ungewöhnliche Anstrengung erforderlich, um sich gegenüber den Wagner-Aufführungen von Bayreuther Format in der Staatsoper behaupten zu können. Daß dies möglich ist, bewies schon die Eröffnungsvorstellung. Unter Rodes Spielführung und mit Karl Böhm als Gastdirigenten erstand eine „Meistersinger" - Aufführung, die in gesanglicher Hinsicht auf gleichmäßig hohem Niveau stand und szenisch einige Gipfelpunkte erreichte. Das Gewimmel der Festwiese zeigte allerdings eine Grenze, die nicht mehr überschritten werden darf. Wenn schließlich Rode als meisterlicher Sachs den Massen auf der Bühne den Rücken kehrte und seine Mahnung ins Publikum fang, so mochte die Anwesenheit des Reichskultursenats ausnahmsweise als Begründung hinreichen. Im allgemeinen sollte aber die Szene nicht zum künstlerischen Tribunal werden. Bedeutsame Aufbauarbeit begann das Deutsche Opernhaus dann mit der Neuinszenierung des Nibelungen-Rings. „Rheingold" und „Walküre" sind bereits aufgeführt. Sie bekamen ihr künstlerisches Gesicht durch die gesanglichen Leistungen der besten Kräfte des Hauses: neben Rode als Regisseur und Wotan wurden Wagners Ansprüche erfüllt von Eyvind L g h o l m, Elisabeth Friedrich, Luise Miller. Elsa Lar- c 6 n (ein Stimmwunder!) und Willi Schirp, der als herrlich fundierter Bah dem Hause neu gewonnen ist. Nach Erfüllung dieser programmatischen Ehrenpflichten kam das Deutsche Opernhaus dem Bedürfnis seiner 40 000 Stammsitzmieter entgegen durch Neuinszenierung von Puccins knalliger „T o s c a' und eine gediegene Einstudierung des „Barbier von Sevilla". Zwei neue Kräfte beherrschten hier die Bühne: Karl Schmitt-Walter, ein Figaro mit feinstem Spieltemperament und einem Bariton, der geschmeidig bis in tenorale Höhen klettert, und Irma Beilke, leider nur als Gast aus Leipzig, deren Rosine von einer bestechenden Wendigkeit und Strahlkraft der weichen, geschliffenen Stimme getragen wurde. Ein besonderes Kapitel im Deutschen Opernhaus ist die Dirigentenfrage. Arthur Rother und Karl Dammer, im Rang einander gleich- geordnet, teilen sich in die größeren Opernaufgaben und in die vier Snmvhoniekonzerte. Beide sind zweifellos tüchtige Musiker. Der Aeltere, Rother, Welche Erzeugnisse gelten als Fleischknochenmehl. Fwd. Es besteht Veranlasiung, daraus hinzuweisen, daß nach § 53 der Verordnung zur Ausführung des Futtermittelgesetzes als Fleischknochenmehl nur em getrocknetes und gemahlenes Erzeugnis a) aus Rückständen der Herstellung von Fleischextrakt und anderen Fleischpräparaten, b) aus dem Fleisch geschlachteter gesunder Tiere, c) aus Fleischabfällen von Fleischgefrieranstalten und Konservenfabriken, benannt werden darf, sofern sein Gehalt an phosphorsaurem Kalk höher als 12 v. H. ist und 32 v. H. nicht übersteigt. Gemenge aus Knochenschrot, Tiermehl, Griebenkuchenmehl, Fleischkuchenmehl und ähnlichen Stoffen dürfen selbst dann nicht als Fleischknochenmehl benannt werden, wenn ihr Gehalt an phosphorsaurem Kalk zwischen 12 und 32 v. H. liegt. Derartige Gemenge sind Mischfutter nach dem Futtermittelgesetz, hinsichtlich deren insbesondere die Bestimmungen der §§ 2 bis 5 FMG. über Anmeldung, Benennung und Deklaration zu beachten sind. Nichtbeachtung dieser Vorschriften zieht Strafverfolgung nach sich. Oie Bedeutung des heimischen Flachsanbaues für die Leinenindustrie. Fwd. Unter den wichtigeren Gruppen der Textilindustrie hat sich die Leinenindustrie in den letzten Jahren am günstigsten entwickelt. Dies erklärt sich nach Ausführungen im neuen Wochenbericht des JfK. vor allem daraus, daß Mode und Verbrauchsgewohnheiten sich wieder mehr dem Leinengewebe zugewandt haben. Vorübergehend erreichte die Produktion 1934 und 1935 einen Stand, wie er nur in den günstigen Jahren 1925 und 1927 zu beobachten war. Die Produktionssteigerung der letzten Jahre war durch eine starke Zunahme der Flachseinfuhr und der inländischen Erzeugung ermöglicht worden. Im Februar 1935 erreichte die Einfuhr sogar den höchsten Stand der Nachkriegszeit. Danach sind aber die Zufuhren stark zurückgegangen. Im Zusammenhang damit haben auch die Rohstoffvorräte in den Leinenspinnereien beträchtlich abgenommen. Ein gewisser Ausgleich dürfte sich aus der weiteren kräftigen Zunahme der inländischen Erzeugung ergeben. Die Flachsanbaufläche war 1935 um rund 150 v. H. höher als im Vorjahr und übertraf die des Jabres 1933 um mehr als das Vierfache. In gleicher Weise haben die Ernten zugenommen. Etwa ein Drittel bis die Hälfte des inländischen Bedarfs an Flachs konnte 1935 aus eigener Erzeugung gedeckt werden. Für das laufende Jahr ist (zusammen mit der Einrichtung der erforderlichen Röstanstalten) eine weitere Erhöhung der Anbauflächen in Aussicht genommen. * *RheinlscheHypothekenbankMann- b e i m. In der Aufsichtsratssitzung der Rheinischen Hypothekenbank wurde der Jahresabschluß des bekanntlich durch den Zusammenschluß mit der Berliner Hypothekenbank vergrößerten Instituts vor- gelegt. Es wurde beschlossen, der Generalversamm- iung eine Dividende in gleicher Höhe wie in den letzten Jahren, nämlich von 7 v. H. vorzuschlagen. Nachdem in der Erfolgsrechnung Abschreibungen und Wertberichtigungen in Höhe von über 6 Mill. Reichsmark (im Vorfahre 6 Mill.) vorgenommen worden sind, verbleibt einfchl. des Vortraaes ein Reingewinn von 1 786066 (gegen 1454 498 RM. im Vorjahre). völlig von den Bühnen verdrängt. Nun hat Paul Hensel-Haerdrich an die Stelle des alten Textbuchs eine völlig neue Handlung gefetzt. ^Er bemühte sich, Lortzings gemütvoll-liebenswurdtge Musik mit der biedermeierlich-sattnschen Welt von Kotzebues „Deutschen Kleinstädtern" zu vereinigen. Das Ergebnis hat immerhin ausyereicht, die kostbare Musik in neuer Einkleidung über etwa zwanzig Bühnen zu führen. Aber der Bearbeiter hat nicht viel mehr gewonnen, als das Werk aus der Meistersingernähe zu lösen. Das musikalische Arrangement ist trotz vorgeblicher Pietät stellenweise recht bedenklich, und die in der Idee nicht ungeschickte Handlung ermüdet den Zuschauer durch dreistündige Einfallsarmut. In der Aufführung des Deutschen Opernhauses beging der Regisseur Alexander d'Arn als den stilistischen Fehler, für den , Zauber der kleinen Stadt" werben zu wollen durch ihre Karikierung. Es wäre aber für die deutsche Musik viel gewonnen, wenn nach dieser problematischen Ehrenrettung Lortzings Oie ungehobenen Schätze dieses Kleinmeisters auch in anderen verschollenen Werken ausgesucht würden. Johannes Jacobi. Oie Industrie- unb Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 231: Der Kammer liegt eine Broschüre „Deutschlands Fernsprechverkehr mit dem Ausland vor. Insbesondere dürfte die Höhe der Gebühren bei Gesprächen mit dem Ausland interessieren. Zahlreiche Verbindungen und die Kosten hierfür sind in der Broschüre enthalten. Nähere Auskunft erteilt die Kammer. 232: Luftschiff „LZ 129" befördert die erste Post. 233: Die Maßnahmen der griechischen Regierung zur Abdeckung der hohen Aktivclearingspitze gegenüber Deutschland. Auswirkungen auf das deutsche Ausfuhrgeschäft. 234: Herabsetzung der niederländischen Zahlungs- kontingente für die Ausfuhr, nach Deutschland. 235: Umsatzsteuerumrechnungssätze für nicht in Berlin notierte ausländische Zahlungsmittel im Monat Februar 1936. 236: Französische Erleichterungen für die Anbringung des Ursprungsvermerks auf keramischen und feuerfesten Erzeugnissen. 237: Minimalzölle auf Filzhüte seitens England. Mein-Mainische Börse. ANttagsbörse nachgebend. F r a n t f u r t a. M., 12. März. Im Hinblick auf die noch nicht zu übersehende Entwicklung bei der Lösung der schwebenden politischen Fragen herrschte an der Börse heute wieder stärkere Zurückhaltung. Kundenaufträge lagen nur für wenige Spezialpapiere vor, während die Kulisse, die gestern teilweise Käufe vorgenommen hatte, eher zu Glattstellungen schritt. Die aus der Wirtschaft vorliegen, den Meldungen konnten sich infolge der Geschästs- ftille nicht auswirken. Am Aktienmarkt bröckelten die Kurse überwiegend 0,50 bis 1 v. H. ab. Am Montanmarkt setzten Verein. Stahlwerke und Rheinstahl je 0,65, Hoesch 0,75, Mannesmann 0,50, Klöckner 0,75 und Harpener 0,50 v. H. niedriger ein. Am Elektromarkt gingen Schuckert und Lahmeyer um je 1, AEG. um 0,90 v. H. zurück, Siemens und Bekula blieben gut behauptet. Chemische Werte lagen still, fest lagen Goldschmidt mit 106,50 (104,25), JG.-Farben 150,75 (151), Scheideanstalt unv. 211,50. Im einzelnen eröffneten Daimler 1,25, Zellstoff Aschaffenburg 1,50, Hapag, Rheinmetall und AKU. je 0,25 v. H. schwächer, dagegen Allgemeine Lokal und Kraft 0,75 und Conti Gummi 0,50 v. H. höher; Reichsbank blieben zu 184,25 um). Der Rentenmarkt brachte bei kleinen Umsätzen teilweise leichte Befestigungen. Späte Reichsschuldbuchforderungen 97,25 bis 97,50 (97,13), Zinsvergütungsscheine 93,40 (93,30), Kommunal-Um- schuldung 87,13 (87,10), 6proz. zertif. Dollar-Preußen 61.50 bis 62 (61,25), Altbesitz unv. 110,50, 6proz. Verein. Stahlwerke 103,13 (103). Von fremden Werten kamen 4^proz. Oesterreicher Silberrente mit unv. 1,20 an, 5proz. innere Mexikaner gaben auf 5,50 (5,60) nach. Im Verlaufe bröckelten die Aktienkurse bei kleinen Umsätzen zunächst weiter etwas ab. Vereinigte Stahlwerke 81,75 nach 82.13, Hoesch 87 nach 87,50. Rbeinsiahl 111,50 nach f 12,13, AEG. 34,75 nach 35.13, Schuckert 130.50 nach 131. Später war die Haltung widerstandsfähiger und teilweise vermochten sich die Kurse mäßig zu erholen. Die erst später notierten Werte lagen nicht ganz einheitlich, aber meist 0,50 bis 1 v. H schwächer. Chade A—C verloren darüber hinaus 2,50 Mark auf 303. Am Kassamarkt soll morgen für Seil Wolff auf der Basis von 80 v. H. (l. K. 82,75) eine Notiz versucht werden. „ _ „ Renten lagen später still, nur 6proz. Dollar» Preußen hatten etwas Umsatz zwischen 61,75 bis 62. Goldpfandbriefe und Kommunal-Odligationen sowie Staatsanleihen lagen behauptet, ßiquibationspfanö» briefe bröckelten meist 0,13 bis 0,25 vH. ab. Stadtanleihen lagen teilweise etwas höher, 4% pro3. Mainz v. 26 93,13 (92,75), 4^proz. Hanau 90,90 (90,75). v . Tagesgeld in Nachwirkung des Steuertermins noch gefragt und auf 3,25 (3) v. H. anziehend. Abendbörse abwartend. An der Abendbörse entwickelte sich nur sehr Heines Geschäft. Angesichts der schwebenden politischen Fragen verhielt man sich weiter abwartend. Einen starken Eindruck hinterließ die Regierungserklärung. Die Grundtendenz war nicht unfreundlich, die Kursgestaltung im Vergleich zum Berliner Schluß etwas uneinheitlich, wobei jedoch meist leichte Besserungen überrooaen. Weiter gedrückt waren nur Schuckert mit 130 (131,13), auch AEG. konnten sich mit 34,75 (35) nur knapp behaupten, ferner bröckelten AKU. auf schwächeres Holland auf 48 (48,25) ab. Für Großbankaktien zeigte sich im Hinblick auf die bevorstehenden Bilanzsitzungen, aus denen man die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung mit 4 v. H. erwartet, zu den Mittagskursen etwas In* teresse. Der Rentenmarkt zeigte nur kleines Geschäft und unveränderte Mittagskurse. Etwas fester lagen 6 v. H. Spargiro mit 62,25 (61,75). U.a. notierten: Altbesitz 110,50, Schutzgebietsanleihe von 1908 10,90, 4,5 v.H. Stadt Hanau 90,75, 6 v. H. Verein. Stahlverke 103, 1951er Verein. Stahl 93,65, 6 v. H. Krupp 104,65, 4 0. H. Ru- mänen 5,20, Commerzbank 92,50, DD-Bank 92,50, Dresdner Band 92,50, Franks. Hyp. Dank 96, Buderus 94,75, Harpener 113,75, Mannesmann 81,25, Rheinstahl 111,75, Verein. Stahlwerke 81,75, AM. 48, AEG, 34.75, Bemberg 90,75, IG. Chemie volle 174, Conti Gummi 180,50, Scheideanstalt 211.50, Deutsche Linoleum 159,25, Licht & Kraft 135, IG. Farben 150,25, Gesfürel 126, Goldschmidt 106, Holz- mann 94, Linde's Eismaschinen 136, Mainkraft 89, Muag 80,75, Metallgesellschast 110,50. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 12. März. Auftrieb: Kälber 830 (gegen 708 am letzten Donnerstagsmarkt), Schafe 50 (274), Schweine 974 (679). Notiert wurden pro ein Zentner Lebendgewicht in Mark:- Kälber a) 67 bis 70 (am 5. März 66 bis 70), b) 61 bis 66 (61 bis 65), c) 50 bis 60 (53 bis 60), d) 38 bis 49 (43 bis 52). Lämmer und Härnmel b2) 47 bis 50 (46 bis 49). Schafe e) 42 bis 47 (42 bis 47), f) 38 bis 40 (34 bis 40), g) 26 bis 33 (25 bis 31). Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51). Marktverkauf: Kälber mittelmäßig, ausverkauft., Härnmel und Schafe langsam, ausverkauft. Schweine wurden zugeteilt. Großhandelspreise für Fleisch und für Fettwaren. Beschickung des FleifchAroß- Marktes: 1196 Viertel Rindfleisch, 133 ganze Kälber, 10 Härnmel, 466 halbe Schweine, 2 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch a) höchster Preis 80 (am 9. März 80). Bullenfleifch nicht notiert. Kuhfleifch b) höchster Preis 75 (65), c) 65 (54). Färsenfleisch a) höchster Preis 80 (80). Kalbfleisch b) höchster Preis 88 (78), c) 78 (—). Hammelfleisch b) 90 bis 95. Schweinefleisch b) höchster Preis 74. Fettwaren. Roher Speck unter 7 Zentimeter höchster Preis 80, Flomen höchster Preis 80. Marktverlauf: ruhig. Schweinemarkt in Homberg. —Homberg, 12.März. Der Auftrieb zum gestrigen Schweinemarkt betrug 152 Stück Ferkel und Läufer. Es wurden gezahlt für sechs bis acht Wochen alte Ferkel 22 bis 27 RM., für acht bis zehn Wochen alte 25 bis 30 RM. und für zehn bis zwölf Wochen alte Tiere 28 bis 35 RM. pro Stück. Von vier Läufern kostete das Stück 50 RM. Der Handel wär lebhaft; der Markt wurde ausverkauft. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) A. Sch., C. Zur Beantwortung Ihrer Anfrage bestehen hier keine Möglichkeiten, da die einschlägigen Verhältnisse in Gießen nicht bekannt sind. Wir empfehlen Ihnen, entweder bei dem Flotten-Sta- ttonskommando der Ostsee in Kiel, oder bei dem Flotten-Stationskommando der Nordsee in Wilhelmshaven anzuftagen. h. S. in W. Es ist zunächst festzustellen, ob eins Vormundschaft geführt worden ist. Wenn dies der Fall ist, so muß bei der zuständigen Vormund- schastsbehörde die Ausfertigung einer Bescheinigung über die Vaterschaft beantragt werden. Kann die Vormundschaftsbehörde eine Bescheinigung über die Vaterschaft aber nicht ausstellen, bann erübrigt sich jeder andere Nachweis über die Vaterschaft. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Frankfurt a. Dl. Berlin Schluß« kurs Schluß!. Abendbörse Schluß- kurs Schluß!. Dliiiag- börsc Datum 11 3. 12-3 11 3- 12.3- «% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 100,5 I 100,5 100,5 100,5 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 97,5 97,65 97,5 97,65 t>7i% Doung-Anlethe von 1930 .. 102,9 102,9 — Deutsche Anl.-Ablüs.-Schuld mit Auslos.-Rechten ............. 110,5 110,5 110,65 110,5 4*/,% Deutsche ReichSpostschatzan- Weisungen von 1934, I....... 100,1 100,1 100,13 100,2 6% ehem.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............ 98,25 98,25 98,25 — 47*% ehem.8% Hessische Landes- baut Darmstadt Gold R. 12.... 96,4 96,4 96,4 5%% ehern. 4)4% Hess. Landes- Hypothekenbank DarmstadtLiaui 100,9 100,9 _ _ 471% ehern. 8% Darmst. Komm. Landcsb.Goldschuldverschr. R.6 92,25 92,25 _ — Oberhcjsen Provinz-Anlethe mit Auslos.-Rechten ............. — - - _ _ Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten —— 114,5 114,65 114,5 4%% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 96,5 96,5 _ 57i% ehern. 4'/,% Franks. Hyp. Bank-Ligu.-Psandbrtese...... 101,25 101,25 _ _ 67i% ehern. 47i% Rheinisch« Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse. ... 47i% ehern. 8% Pr. Landeüpsand- 101,5 101,4 101,75 101,65 briesanstalt, Pfandbriefe R. 11 47i% ehern. 7% Pr. Landespsanb 97 97 97 97 briesanst., Gold Komm. C61.V 97 97 97 97 Steuergutsch.VerrechnungSk. 34-3 109,1 109 109,1 109 Frankfurt a.Dl. Berlin Schluß« kurs Schlußk. Abendbörse Schluß» kurs Schlußk Mittag- börte Datum 11.3. 12.3 11.3- 12-3. 4% deSgl. Serie 11 ............ 9,13 9,13 — — 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 6,25 6,13 — 6,2 4Vr%Ruinän.vereinh.Rentev.l913 9 9,13 9 9 4% Rumänische vereinh. Rente . 5,2 5,2 5,2 5,2 2%% Anatolier .............. 37,25 37,13 37,13 37,25 Hamburg-Amerika-Paket .....0 15,75 15,65 15,75 15,65 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd .........0 — — —- 26,65 17,5 17,4 17,9 17,5 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 106,5 105,5 106,25 105,4 Berliner Handelsgesellschaft ... S 116,5 111 117,5 111,13 Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und T'Sconto- 92,5 92,5 92,5 92,25 Gesellschaft................0 92,5 92,5 92,5 92,5 Dresdner Bank..............0 92,5 92,5 92,5 92,5 Reichsbank ................ 12 184,25 184,25 184,5 184,4 A.E.G......................c 36 140 34,75 140,4 35,75 140,4 35 Bekula.................... io 140,4 Elektr. Lieferungsgesellschaft... 5 118,75 119,25 119,25 119,5 Licht und Kraft ........... 6% 135,25 135 134,75 135 Felten & Guilleaume......... 4 112,75 112,75 112,75 112,75 Gesellsch.s.Elektr.Unternehmung. € 126,75 | 126 126 126 Rheinische Elektrizität ........ 6 124,25 124,25 124,25 123,5 Rhein. Wests. Elektr..........6 127,25 126,25 127,25 126,5 Schuckert S Co...............4 132 1 130 132 131,13 Siemens L Halske............7 168 167 168,5 168 Lahmeyer L Co.............7 125,75 1 124,75 126 125,25 4% Oesterreichiscye Goldrente... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4*/t% desgl. von 1913.......... 6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe Serie I.................... 1,2 28,5 1,2 29,25 1,2 28,65 1,2 8,55 —- 8,5 8,5 8,25 8,25 8,15 8,3 8,2 8,25 8,3 8,3 13,25 13,25 13,5 13,25 — 9,25 — — Buderus ................... 4 Deutsche Erdöl ............... Harpener.................... Hoesch Eisen—Köln-Neuessea .. v Ilse Bergbau ...............g Ilse Bergbau Genüsse........ g Klücknerwerke ...............g ManneSmann-Röhreu........ 0 95,4 94,75 95,5 95,4 109,25 108,13 108,75 107,5 115 113,75 115,25 114 88,25 87 87,75 86,5 — — 158 158 127,5 127,5 127,75 127,25 84,75 83,75 84,75 83,25 82,25 81,25 82,25 81,25 Krankst!rl a. Dl. Berlin Schlußkurs Schlußk. Abendbörse Schluß. kurS Schlußk. Mittag- börse Oaturn | 113. 12.3- 11.3. 12.3. ManSfelder Bergbau........ . 61 132 131,5 132,25 132 Kokswerke ................. . 6 — — 119,25 119,4 Rheinische Braunkohlen ..... 12! 218 218 218 — Rheinstabl ................. . 4i 112,75 111,75 112,5 111,75 Bereinigte Stahlwerke....... . 0 82,75 81,75 82,65 81,65 Otavi Minen .............. • 0 18 17,5 18 17,5 Kaliwerke Aschersleben....... . 61 122 122 . 122 122 Kaliwerke Westeregeln....... • 6 119,5 119 119,25 119 Kaliwerke Salzdetfurth..... 7)41 179 — 179 178 3. G. Yarben-Industrte...... Scheideanstalt.............. . 7 151 150,25 151 150 . 9 211,5 211,5 — — Goldschmidt .............. . 5 104,25 106 105 105,25 Rütgeröwerke ............. . 6 119,5 119,75 120 119,25 Metallgelellschaft............ . 4 112 110,5 111,5 I 110,75 Philipp Holzmann......... . 4 94,75 94 95 94,13 Zementwerk Heidelberg .... Cernentwerk Karlstadt....... . 7 - 6 131,5 130 130,5 130 Schultheis Patzenhofer ..... . 4 — — 97,75 98 Aku (Allgemeine Kunstseide) . 0 48,5 48 49 48,25 Bemberg................. . 5 90,5 90,75 90,5 90,25 Zellstoff Waldhos .......... . 5 119,75 119 119,4 118 Zellstoss Aichassenburg ..... . 0 82,5 81 82 81,5 Dessauer Gas ............. . 7 — —— 126,25 124,75 Daimler Motoren.......... . 0 97 95,75 96,75 95,25 Deutsche Linoleum......... . 6 160 159,25 159 159,25 Lrenstein & Koppel ........ . 0 — —— 76,25 75,5 Westdeutsche Kaufhof....... . 0 30,5 30,5 30,75 30,4 Cbade.................... 7 */, 305,5 302,5 305,5 303 Accumulatoren-Fabrik...... 12 175 174 174 176 Conti-Gummi............. .. 8 180,5 180,5 179,75 180 Grttzner.................. .. 0 I 28,75 I 28,4 I 28,75 | 28,13 1 Mainkraftwerke Höchst a.M.. .. 4 89 89 — - 1 Süddeutscher Zucker....... . 10 198 1 198 1 198 I 198 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 211. Banknoten. 11.März 12-März Amtliche Dotierung Amtliche Dotierung Geld Brief Geld »rief Buenos Lire. 0,680 0,684 0,680 0,684 Brüssel..... 41,93 42,01 41,90 41,98 Rio de Jan. 0,141 0,143 0,141 0,143 (Sofia ...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 54,81 54,91 54,79 54,89 Danzig----- 46,80 46,90 46,80 46,90 London ..... 12,275 12,305 12,27 12,30 HelsingsorS.. 5,41 16,38 5,42 5,41 5,42 Paris ...... 16,42 16,38 16,42 Holland ... 168,93 169,27 168,89 169,23 Italien.... 19,76 19,80 19,76 19,80 Japan ...... 0,715 0,717 0,714 0,716 zngoilawiea 5,654 5,666 5,654 5,666 Oslo..... : 61,68 61,80 61,66 61,78 Wien...... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon... 11,135 11,155 11,135 11,155 Stockholm... 63,28 63,40 63,25 63,37 Schweiz ... 81,12 81,28 81,12 81,28 spanten... 33,95 34,01 33,95 34,01 Prag...... 10,275 10,295 10,275 10,295 Budapest .. — —— — — Reuyork ... 2,464 2,468 2,466 2,470 Berlin, 12-M^rz Geld Brie, Amerikanische Steten.............. 2,418 2,438 Belgische Noten.................. 41,76 41,92 Dänische Noten ................. 54,53 54,75 Englische Noten ................. 12,235 12,275 Französische Noten............... 16,33 16,39 Holländische Noten............... 168,47 169,15 Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. 61,45 61,69 Deutsch Lesterretch, ä 100 Schilling — — Rumänische Noten............... — — 63,03 63,29 Schweizer Noten................. 80,94 81,26 Spanische Noten................. 33,61 33,75 Ungarische Noten................ '«4 Sen E ■ab' Stabt. '■ 4Xpro> M«au 90,9o ‘S't'Wms gehend. ? ie|>t !>-!. ■" politisch,» '-°d, Z; Klärung 5*4 di •2 S(N lachte Besse. ?Qren nur Junten ich ?er bröckel! lf J8 (48,25) Anblick auf 5 denen mon Wung mit ? etwas 3n- ^Geschäft 5 'ester lagen Schutzgebiets, örabt Hanau ’ 1951er Ver- 4 v.h, Nu, ^nf 92,50, sank 96, Du. smann 81,25. 81,75, AK. Themis noHe nstolt 211.50, ■oft 135, M idt 106, Holz. 136, Main. 'M 110,50. irft (trieb: Kalber itstagsmarft), dotiert wur. )t in Mark:- 8 66 bis 70), )0 (53 bis 60), und Hümmel e) 42 bis 47, i, g) 26 bis 33 , a2) 57 (57), 3), d) 51 (51). , ausDerfauft, taust. Schweine' Fleisch und es FlsischIroß- Z ganze Kälber, , 2 Kleinvieh, nm in Mark: n 9. März 80). sch b) höchster eisch a) höchster r Preis 88 (78), i 95. Schweinern. Roher Speck । ss/omen Höch- ?rg. Austrieb M an 152 Mck ii stir sechs bis M., stir acht bis ,nt> für M pro SW. A 50 RM. irbe uus»erW dftion. tnhMMf d» gbrer Aoftogt ein,** "anntfmb.» iem Flotten-vta' >1, ober bei dm Itorbfee m M Bellen, °b ** Wenn dies b Aiaen Dorwund' RejcheiniMS SKs&s st»** gaterfchasl- 2,470 Ü,$ 0,141 3,047 54,79 46-g 12,27 5,41 16,3$ I» 19.76 0,7’4 5,654r 61-66 <0,95 11J35 63,25 81,’ 33-9 10,275 »,466 41.9 0,143 3,053 54,89 46,90 12,30 5,42 16,42 ts 0,7’6 5,666 61-7 49,05 63,37 81.28 34,01 10,295 169^ 61,59 8-76 «4,53 16,g IS-47 Zreitag, 13.MrzM6 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Kr.62 Drittes Blatt Die Bedeutung des zivilen Lustschutzes. Aus der Provinzialhauptstadt. Lockendes Leben. 5m Schulgebäude schrillt die Klingel. Sie tönt Über den leeren Schulhof und dringt mit ihrem scharfen Klang sogar in den Lärm der Straße, der gegen Mittag gewöhnlich lauter schallt, als in den übrigen Tagesstunden. Aber die Passanten achten nicht auf die Schulklingel, die für sie längst keine Bedeutung mehr hat. Einige Minuten später ist die Straße vor der Schule mit Schülern so belebt, daß es auch den Passanten auffällt. Für Augenblicke scheint es, als sei nicht mehr hindurchzukommen, bis sich schließlich der große Haufen lichtet und nur noch einzelne Gruppen übrig bleiben, die schwatzend und gestikulierend ihren Heimweg suchen. In einer dieser Gruppen geht es besonders lebhaft zu. Fünf oder sechs Vierzehnjährige tauschen ihre Meinungen aus. Diesmal geht eö jedoch nicht um Kraftwagentypen oder Fußballprobleme. Es ist etwas ganz anderes, was sie bewegt und was ihnen offensichtlich heiße Backen verursacht. Der Wortführer schildert nämlich seinen Besuch bei seinem künftigen Lehrmeister, und die übrigen haben fortwährend etwas zu fragen oder festzustellen. Es ist eine hochinteressante Aussprache. „Wie sah er aus?" — „Was hat er gefragt?" — „Mußt du dein Handwerkszeug gleich mitbringen?" — „Mensch, hast du aber Glück gehabt!" — „Wann sollst du anfangen?" — Die Fragen und Ausrufe prasseln nur so hernieder. Karl läßt sich indessen nicht beirren. Er ist ganz bei der Sache und erzählt mit Begeisterung von dem Besuch. Zimmerer will er werden, ein großartiger Beruf. Sein Onkel ift auch Zimmerer und von ihm ist er an den Handwerksmeister gewiesen worden bei dem er sich gestern vorstellen mußte. Handwerkszeug? Natürlich, es ist schon da. Der Onkel hat es besorgt, und was den Meister an- betrikft, so hat Karl eine ausgezeichnete Meinung von^.-m. Selbstverständlich hat der Meister allerlei gefragt, aber Karl hat auch zu antworten gewußt. Nee, bange machen gilt nicht, das wäre gelacht. Karl sieht sich triumphierend um und stößt nur auf anerkennende Blicke bei seinen Kameraden. Aber dann erzählen auch Hugo und Fritz von den Lehrstellen, die ihnen von der Berufsberatung zugewiesen wurden, und dabei ergibt sich, daß keiner von der Gruppe den Tag erwarten kann, an dem die Schuljacke ausgezogen und der Berufskittel angezogen wird. Das Neue, das Große, das in ihr Leben treten und ihm eine entscheidende Wendung geben wird, hat sie allesamt erfaßt. Sie fiebern dem Augenblick entgegen, an dem ihrem Dasein neue Ziele gewiesen werden. So geht es Tausenden von jungen Menschen in diesen Tagen, die die Schule verlassen und sich in ihrem Beruf ihr eigenes Leben gestalten sollen. Ihre Freude und ihr jugendlich-frommer lieber» schwang sind wie helle Fanale, die auch in den Alltag der Erwachsenen hineinklingen. Alle diejenigen, denen sich die Blicke und die Hoffnungen unserer Jugend auf die Erlangung einer Lehrstelle zuwenden, sollten aus dieser Beobachtung freudig-bewegter Jungen den Entschluß fassen, an ihrem Teile mitzuhelfen, daß jeder deutsche Junge und jedes Mädel, die es zu einer handwerklichen Lehrstelle zieht, ihren erhofften Lehrplatz erhalten. Denn dadurch wird den jungen Menschenkindern, die voll Freude und Spannung der großen Wende ihres Lebens nach der Schulentlassung entgegensehen, Inhalt und verheißungsvoller Auftrieb gegeben. Diese Buben und Mädels in ihren Hoffnungen auf die Erringung eines Berufes nicht zu enttäuschen, ist eine Der größten Pflichten aller Berufenen. Mögen sie alle beitragen zur Verwirklichung des herzlichen Wunsches, mit dem die Buben und Mädels bei ihrem Eintritt in das Leben der Arbeit begleitet werden: Glück auf den Weg! Vornotizen. Tageskalender für Freitag. NSG. „Kraft durch Freude": ab 20.30 Uhr allgemeine Körperschule im Lyzeum: 20.30 bis 21.30 Uhr und 21.30 bis 22.15 Uhr Schwimmen im Volksbad: 20 bis 21 Uhr Reiten, 21 bis 22 Uhr Ski- Trocken, Reitschule Schömbs. — Stadttheater: 20 Dor den Amtswaltern und Bauberatern der Bezirksgruppe Oberhessen des Reichsluftschutzbundes und einer großen Anzahl geladener Gäste sprach am gestrigen Donnerstagabend im Großen Hörsaal der Universität der Gruppenleiter im Präsidium des Reichsluftschutzbundes LS.-Gruppenführer P e - res (Berlin). Der Bezirksaruppenführer von Oberhessen W. Poppe begrüßte den Vortragenden, der in Begleitung von Oberst a. D. Oldenburg (Darmstadt), Landesgruppenführer der Landesgruppe Hessen-Rheinland-Süd, erschienen war, und gab der Hoffnung Ausdruck, daß dieser Vortrag die Besucher mit neuem Wissen erfüllen möge, das sie in die Rechen der Bevölkerung tragen sollen, um das Verständnis für den Reichsluftschutz zu wecken. Der Luftschutzdezernent der Stadt Gießen, Bürgermeister Dr. Hamm, übermittelte die Grüße der Stadt und insbesondere des dienstlich von Gießen abwesenden Oberbürgermeisters. Auch er sprach die Erwartung aus, daß die Bevölkerung die gestellten Aufgaben schnellstens erfüllen möge. Es sei Pflicht jedes Deutschen, sich die Bedeutung der Arbeiten klar zu machen und das erforderliche Maß von Verständnis für die Fragen des zivilen Luft- schutzes aufzubringen. LG -Gruppenführer Peres gab in feinem Vortrag über „Technische Schutzmöglichkeit en gegen die Wirkung von Luftangriffen" eine Fülle von Anregungen und praktischen Erfahrungen. Einleitend hob er hervor, daß die Landesverteidigung Sache des ganzen Volkes sei. Der Krieg der Technik bestehe nicht darin, daß nur die Techniker zu Felde ziehen und Technik nur im Kampffelde verwendet werde, sondern daß man sie auch in der Heimat anwende. Er zeigte die Entwicklung der Kampfhandlungen aus früherer Zeit bis in die Zukunft auf und bewies, daß die gegnerischen Wirkungen sich nicht nur gegen die kämpfende Truppe bis 23 Uhr: „Die blaue Mazur". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Durch die Wüste". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Mädchenräuber". Stadttheater Gießen. Heute von 20—23 Uhr als 22. Vorstellung im Freitag-Abonnement Erstaufführung der Schlageroperette „Die blaue Mazur" von Fr. Lehär. Musikalische Leitung: Ernst Bräuer, Spielleitung: Paul W r e d e. Deutsche Arbeitsfront. kreiswattung Gießen. Fachgruppe: Dermittlergewerbe. Zu der am Samstag, 14. März, abends 8 Uhr, im Hause der Deutschen Arbeitsfront, Schanzenstraße 18, stattfindenden Versammlung werden alle Handelsvertreter und -Makler, Grundstücks- und Hypothekenmakler, Versicherungsagenten und -Makler, Agenten und Makler im Bausparwesen, Versteigerer und Hausverwalter (auch die, die der DAF. nicht angehören) eingeladen. Es spricht der Gaufachgruppenwalter Pg. Wagner. X Die deutsche Arbeitsfront x 3 n.9.=0cmcinf(haft „Kraft durch freuüe" Ortswarte, Orts- und Betriebswanderwarte. Die Sternwanderung nach dem Schiffe n b e r g am Sonntag, 15. März, wird für die Ortsgruppen Gießens wie folgt durchgeführt: Ortsgruppe Gießen-Süd: Abmarsch 8.30 Uhr ab Frankfurterstraße Ecke Schubertstraße über Klein-Linden, durch den Bergwerkswald zur Rindsmühle, dann weiter nach Leihgestern, Watzenborn-Steinberg nach dem Schiffenberg. Ortsgruppe Gießen-Mitte: Abmarsch 8.30 Uhr ob Frankfurterstraße Ecke Wilhelmstraße über Leihgestern — Watzenborn-Steinberg — Garbenteich — Hausen — Schiffenberg. Ortsgruppe G i e ß e n - O st : Abmarsch 8.30 wenden, sondern gegen alles, was zur Unterhaltung und Fortführung des Kampfes dient, mit anderen Worten gegen die Bevölkerung selbst. Wenn wir uns darauf verlassen wollten, daß es nicht so schlimm würde, oder wenn wir an ein Wunder glauben wollten, dann, mit einem Worte des Luftfahrtministers zu sprechen, „wären wir dumm und feige, eine Gefahr zu erkennen und uns nicht vorzubereiten" Der Luftschutz fei Sache des ganzen Volkes geworden, und Vorbereiten bedeute die beste Sicherung. Das Leben des Volkes laufe dann in geordneten Bahnen, wenn es von Sicherheit umgeben fei. So muffe auch die Wirtschaft, bevor sie von Wirtschaftlichkeit sprechen könne, erst von Sicherheit reden. Der Luftschutz greife in alle Lebensgebiete ein. Aber wenn es gelinge, das Volk vor wirtschaftlichen und finanziellen Verlusten zu bewahren, so seien die Aufwendungen nicht verloren. Allein das durch die Entrümpelung ge»- sicherte Volksgut finanziere schon zum größten Teile die Ausgaben. Der Vortragende gab dann an Hand einiger Lichtbilder einen Einblick in das umfangreiche und weitgehende Aufgabengebiet und bot aus der Fülle feiner praktischen Erfahrungen als Sachbearbeiter eine Reihe grundlegender fachlicher und technischer Anregungen. Mit dem Hinweis auf die Wichtigkeit der fortschreitenden Arbeit in jedem Landesgebiet zum Schutze des Vaterlandes und zum Wohle des Volkes schloß der Vortragende feinen Vortrag, für den er starken Beifall erntete. Bezirksschulungsleiter des DLB. S ch u ch a r d t sprach LS.-Gruppenführer Peres den Dank aus für die ausgezeichneten Ausführungen, durch die die Mitarbeiter neue Anregungen und Belehrungen für ihre Arbeit erhalten haben, die sie in den Dienst der Aufklärung weitester Kreise der Bürgerschaft tragen wollen. Mit dem Treugruß än den Führer Adolf Hitler, den Schirmherrn des Friedens und der Sicherheit des Volkes, schloß der Bezirksschulungsleiter den Abend. Uhr Licherstraße (Persiluhr) Steinbach — Hausen — Schiffenberg. Ortgruppe Gießen-Nord: Abmarsch 8.30 Uhr Amtsgericht durch den Philosophenwald — Annerod — am Waldrand entlang — Schiffenberg. Die Führungen haben jeweils die Orts- dzw. die Ortswanderwarte. Betriebe kommen unter Führung ihres Betriebswanderwartes. Für die Ortsgruppen Klein-Linden, Großen-Lin- den, Leihgestern, Watzenborn-Steinberg, Hausen, Garbenteich, Lich und Annerod gelten die bekannten Anordnungen. Kreiswanderwart. Sonderfahrt nach Berlin vom 21. bis 23. März. Zu der Wassersport- und Luftsport-Ausstellung führen wir einen Sonderzug nach Berlin durch. Die Teilnehmer fahren am Samstag, 21.3., abends ab Frankfurt a. M. nach Berlin und treffen am Sonntag, 22. 3., dort ein. Die Rückfahrt ab Berlin erfolgt am 22.3. gegen Abend, die Teilnehmer treffen am Montag, 23. 3 gegen 6 Uhr vormittags wieder in Frankfurt a. M ein Preis der Fahrt 12,60 Mark. In diesem Preis ist die Fahrt sowie der Eintrittspreis für die Ausstellung einbegriffen. Die Verpflegung bleibt den Teilnehmern überlassen. Anmeldeschluß 17. März. Gastspiel des Original - Oberbayrischen - Bauerntheaters. Am Mittwoch, 18. März, um 20.30 Uhr, findet ein Gastspiel des Original-Oberbayrischen-Bauern- theaters im Cafe Leib statt. Zur Aufführung gelangt „Das Schützenfest von Garmisch", ein Bauernschwank in 3 Akten von Max Reitzammer. Der Eintrittspreis beträgt 50 Pfennig, so daß es jedem Volksgenossen möglich ist, diese Veranstaltung zu besuchen. Karten sind im Vorverkauf zu haben bei: Musikhaus Ernst Challier, Schokoladenhaus Huntemann, Seltersweg, „Hapag"-Reisebüro, Seltersweg, Kreisdienststelle „KdF.", Schanzenstraße 18. Große Kindermärchen-Borstellung. Am Mittwoch, 18. März, um 16 Uhr findet im 1 Cafe Leib eine große Kinder-Märchen-Vorstellung statt. Wir bringen „Das Märchen im Zauberwald" von Max Reitzammer, ausgeführt von den Mün- chener Heimatspielen. Der Eintrittspreis beträgt nur 20 Pfennig, so daß jeder Volksgenosse seinen Kindern eine große Freude bereiten kann. Karten sind im Vorverkauf zu haben bei: Musikhaus Ernst Challier, Neuenweg, Schokoladenhaus Huntemann, Seltersweg, „Hapag"-Reisebüro, Seltersweg, Kreis» Dienststelle „KdF.", Schanzenstraße 18. Sportamt „Kraft durch Freude-'. heute folgende Kurse: Allgem. Körperschule, Frauen und Männer. Von 20.30 bis 21.45 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26. Von 19.45 bis 21 Uhr, Großen- Buseck, Neue Schule. Fröhl. Gymnastik u. Spiele, Frauen. Von 20.30 bis 21.45 Uhr, Lollar, Kantine der Fa. Buderus. was ist am 21., 22., 23. Mrz los? Schwimmen, Frauen und Männer. Von 20.30 bis 21.30 und von 21.30 bis 22.15 Uhr, Volksbad. Reiten. Von 20 bis 21 Uhr, Unioersitäts-Reit- institut, Brandplatz. Wichtige Wahlnachrichten im Rundfunk. Mit Wirkung vom 16. März gibt der Reichssender Frankfurt täglich von 14.10 bis 14.20 Uhr und von 18 bis 18.10 Uhr sowie von 22.20 bis 22.30 Uhr jeweils wichtige Wahlnachrichten durch. Zubiläumstagung des hessischen ZürsorgevereinS fürKrüppel in Gießen. Am Samstag, 28. März, wird der hessische Fürsorgeverein für Krüppel aus Anlaß seines 25jähri- gen Bestehens eine Jubiläums-Feierstunde und anschließend seine Iahres-Mitgliederversammluntz im Turn- und Hörsaal der Orthopädischen Universitätsklinik in Gießen abhalten. Vormittags wird die Jubiläumsfeier stattfinden, in deren Mittelpunkt ein Vortrag von Dr. med. Eckhardt, Geschäftsführer der Deutschen Vereinigung für Krüppelfürsorge, über „Die Krüppelfürsorge im Dritten Reich" und ein Vortrag des Direktors der Orthopädischen Universitätsklinik Professor Dr. P i tz e n stehen werden. Am Nachmittag wird die Mitgliederversammlung stattfinden, auf deren Tagesordnung der Geschäftsbericht, die Rechnungsergebnisse der Jahre 1932, 1933, 1934, Satzungsänderungen und Dor- standswahl stehen. Im Anschluß an die Mitgliederversammlung ist Gelegenheit zu einer Besichtigung der Klinik geboten. Aerzte-Tagung in Bad-Nauheim verschoben. Die für die Zeit vom 19. bis 21. März in Bad- Nauheim geplante Gemeinschaftstagung der Deutschen Gesellschaft für Kreislaufforschung und des Aerztlichen Ausschusses der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsschutz ist im Hinblick auf die bevorstehende Reichstagswahl auf die Zeit vorn 16. bis 18. April verschoben worden. Die Tagung findet, wie bereits berichtet, im Kerckhoff-Jnftitut statt. Bekämpfung des feuchenhasten Verkalbens des Rindes in Hessen. Lpd. Das Freiwillige Abortus-Bekämpfungs- verfahren zum Schutze gegen das feuchenhafte Verkalben — Bang-Infektion — des Rindes ist nunmehr auch für das Land Hessen eingeführt worden. Die Leitung des Abortus-Bekämpfungsverfah» rens liegt, wie der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — bekanntmacht, in den Händen des für den Kreis zuständigen staatlichen Dete- rinärbeamten. An diesen hat sich der Besitzer, der sich mit dem Viehbestand dem Abortus-Bekämp- fungsverfahren anschließen will, zu wenden: von dort wird das weitere veranlaßt. Die Richtlinien Oie Tippgräfin. Roman von Klothilde v (Stegmann Urheb^rrechtsschutz: Aufwärts-Verlag, Berlin, SW 68. 11. Fortsetzung. Nachdruck verboten! Verwirrt stand Mariella vor dem Gabentisch, den die Tante ihr in dem großen Salon aufgebaut. Die Freunde des Hauses hatten dem jungen Mädchen viele Geschenke gestiftet. Anninas Gabe bestand aus einem prachtvollen Abendkleid, das geschickt aus Anninas eigenen Beständen umgearbeitet war. Eine unbegreifliche Wehmut aber überkam Mariella, als sie den Geburtstagsbrief Erhard von Hagens las. Er hatte ihn ihr mit einem großen Busch glühendroter Rosen übersenden lassen. Irgend etwas in den überschwenglichen Worten ließ Mariella bang erschauern. Ohne es zu wissen, ahnte sie doch, daß hinter diesen tönenden Worten nicht das stand, was sie suchte. Ein einfaches, schlichtes: „Ich hab' dich lieb — ich gehöre zu dir!" hätte sie mehr beglückt als dieser Brief. Und Tränen tiefster Sehnsucht nach elterlicher Zärtlichkeit, dem stillen Händedruck des Vaters oder den warmen Küssen von Mutterlippen ergriffen von Mariella Besitz. Doch nun erhellten sich ihre Blicke. Ein Mensch kam ja, der es schlicht und treu mit ihr meinte: Lore Ankermann. Sie sah auf die Uhr. Es war höchste Zeit, zur Bahn zu gehen, um die Freundin abzuholen. Der Zug war gerade in die Halle gefahren, als Mariella auf dem Friedrichstraßenbahnhof eintraf. — Suchend lief sie an den Abteilen entlang. Zuerst hatte sie Lore nicht gesehen. Endlich erblickte sie die zarte, zierliche Gestalt der Freundin bereits auf dem Bahnsteig. Viele Blicke richteten sich auf Lore Ankermanns liebreizende Erscheinung, die in dem knappen Reisekostüm vornehm und unaufdringlich elegant wirkte. Der weiche graue Stoff des kurzen Jackenkleides zeichnete die junge, ebenmäßige Gestalt vorteilhaft ab. Die kurze Jacke war geöffnet. Eine Bluse in matter graublauer Seide, schlicht Searbeitet, schaute daraus hervor. Aus dem kleinen Umlegekragen mit der silbergrauen Schleife stieg Lores lieblicher Kopf jugendfrisch empor. Das Grau und Blau harmonierte wundervoll mit Lores strahlend blauen Augen und dem lichtblonden Seidenhaar. Dieses Lichte und Strahlende war immer Mariellas Entzücken gewesen. Wie oft hatte sie in der Pension gesagt: „Lore, so blond und so blauäugig wie du möchte ich sein!" und hatte immer wieder abgewehrt, wenn Lore behauptet hatte, gerade die blauen Pugen zu dem schwarzen Haar Mariellas wären die wahre Schönheit. Vielleicht liebte sie das Lichte deswegen so sehr, weil es sie immer an die Mutter erinnerte. Sie hatte die geliebte Mutter ja nicht gekannt. Aber daheim im Palazzo Bonaglia hing ein Bild bet Mutter, das Werk eines großen Malers. Es mußte ein gottbegnadeter Künstler gewesen sein. Denn dies Bild strahlte das wärmste und tiefste Leben aus. Wie oft hatte Mariella als Kind vor diesem Bilde gestanden! Mit großen, sehnsüchtigen Augen, mit klovfendem Herzen hatte sie zu dem Bildnis der geliebten Mutter emporgeschaut. Heute noch, nach Jahren, hätte sie dies Bild aus ihrer Erinnerung heraus malen können. Es war ein lebensgroßes Porträt der Verstorbenen, gemalt auf der großen Gartenterrasse des Parkes. Ein lichtblauer Himmel war der Hintergrund für die schönste Frauengestalt, die sehnsüchtige Phantasie sich erträumen konnte. Die Mutter saß in einem Sessel, die Hände leicht gefaltet. Ein Kleid von blauer schwerer Atlasseide umgab ihre zierliche Gestalt. In den Falten des schweren Seidenstoffes schimmerte das Licht. Ein Strauß von bunten Frühlingsblumen lag ihr im Schoß. Wie traumverloren strichen die schlanken Finger liebkosend über die Blüten. Das schöne Antlitz schaute in weite Ferne. Der liebliche Mund war in einem fünften Lächeln geöffnet, und wie eine Gloriole von Gold stand das seine Haar um den schonen Frauenkopf Die Augen, diese blauen strahlenden Jungfrauenaugen, sahen ahnungsvoll in die Ferne. Der' Künstler schien das tiefste Wesen der Mutter in seinem Bilde erfaßt zu haben. Er schien sogar eine Ahnung gehabt zu haben von dem Schicksal, das schon drohend hinter ihr stand. Denn so frühlingsselig und strahlend das Bild auch gemalt war: in den sinnenden Augen der Mutter lag es wie ein kleiner weher Schein. Ahnte sie, daß sie sobald den geliebten Mann allein zurücklassen mußte? Daß sie ihr Kind niemals kennen würde, es niemals liebkosen? Niemals bei Namen rufen? Seine ersten Schritte lenken? Seine Händchen zum ersten Gebet falten? Jedenfalls lag es über diesem ganzen leuchtenden Bilde wie ein leiser Hauch von Wehmut. Und diese Wehmut hatte sich Mariellas Kinderherzen mitgeteilt, wenn sie heimlich vor dem Bilde stand. Wie oft hatte sie mit diesem stummen Bildnis gesprochen! In kindlicher Torheit hatte sie ihm ihre Nöte, ihre Sehnsucht anvertraut. Und es war ihr immer, als wäre die Mutter dann ihr nahe, als spräche sie aus einer geheimnisvollen Ferne zu ihr. Daher hatte Mariella die Liebe zu allem Blonden, Lichten. Und darum hatte sie sich ihrer Freundin Lore von Ankermann mit besonderer Liebe angeschlossen. 10. Kapitel. E i n Wiedersehen. Mariellas sorgenbeladenes Herz wurde fröhlicher, als sie Lore erblickte. Rasch ging sie auf die Freundin zu. Aber wer war denn das, den Lore dort eben umarmte? Mit dem sie jetzt so herzlich sprach? Sie kannte diese Dame nicht, die Lores zierliche Gestalt ein ganzes Stück überragte. Sie hatte ein schönes, energisches Gesicht und eine hochgereckte eportgeftalt. Ihren hellen Flanellmantel hatte sie zurückgeschlagen: darunter trug sie ein bräunliches Kleid, sehr einfach gemacht, mit einem dunkelbraunen Ledergürtel in der Taille zusammengehalten. Sie machte den Eindruck einer Sportlerin. Jetzt sah auch Lore Mariella. „Mariella!" rief sie laut. Ein frohes Leuchten glomm in ihren blauen Augen auf. Sie löste sich von der Unbekannten und kam auf Mariella zu. Die Unbekannte war einen Schritt zurückgetreten und beobachtete lächelnd die zärtliche Begrüßung der beiden jungen Mädchen. Immer wieder umfaßte Lore Mariellas zierliche Gestalt und sagte: „Nein, wie glücklich bin ich, Mariella, daß ich dich endlich wiedersehe!" „Ich nicht minder." Mariellas Augen waren von Tränen der Freude erfüllt. Erst nach ein paar Minuten wandte sich Lore der anderen Dame zu. Jetzt konnte Mariella die Unbekannte auch genau betrachten. Sie hatte schöne, energische Gesichtszüge. Unter dem kleinen Hellen Filzhut quoll locker gewelltes, sehr schönes Haar von goldroter Farbe hervor. In Kontrast dazu standen die klugen dunklen Augen. „Das ist das einzige Wesen auf der Welt, das ich neben dir noch besitze, Mariella!" Lore stellte vor: „Meine Kusine Renate Trotha — Pressephotographin in Amt und Würden!" fetzte sie lächelnd, mit einem Blick auf die Spiegelreflexkamera, die die junge Dame am Arm trug, hinzu. „Reni, darf ich dir meine beste Freundin, Prin- cipessa Mariella di Bonaglia, vorstellen, von der ich dir schon so viel geschrieben habe?" „Wohl die junge Dame mit der Blutsschwesternschaft?" lachte Renate lustig zurück und hatte dadurch sofort das Herz Mariellas gewonnen. „Werden Sie mit Ihrem vollen Titel angeredet, Prinzessin?" fragte sie dann sachlich. „Ich begehe nämlich nicht gern gesellschaftliche Fehler. Aber Ihr Titel ist so lang, daß man schon früh anfangen muß, wenn man bis abends damit fertig sein will." Mariella lachte fröhlich auf. Der sichere, heitere Ton der Pressephotographin gefiel ihr sehr gut. „Nein, nein, Fräulein Trotha. Ich bin Mariella Bonaglia — und sonst nichts. Was mir mein Titel schon für Schwierigkeiten bereitet hat, kann ich gar nicht sagen. Warum mich Tante nicht bet meinem zweiten Namen, den ich zu führen berechtigt bin, bei der Polizei gemeldet hat, verstehe ich auch nicht. Wieviel bescheidener klingt der Name Maria Nooelli, den ich nach einem Besitz von uns in Italien führen darf." „Aber vermutlich hat dein Fürstenname deine Tante gerade verlockt, dich polizeilich so zu melden", erklärte Lore, als sie die Treppen zur Straße hinabstiegen. Marietta hatte sich Lores Handköfferchens bemächtigt und sagte bitter: „Wenn du wüßtest, wie unglücklich ich bin, Lorekind, daß du nicht bei uns wohnen kannst. Aber du weißt ja . " „Ich weih alles und noch viel mehr, Schwesterlein", tröstete die Freundin. Und Renate fiel ein: „Jetzt werden Sie erst einmal mit zu mir kommen, Fräulein Bonaglia, und mit uns Geburtstaa feiern. Das unmögliche Menschenkind, die Lore, hat doch wahrhaftig das Wichtigste Dergeffen — Ihnen nämlich zum Wiegenfeste zu gratulieren. Das müssen wir schleunigst nachholen, und mein Nest ist der geeignetste Ort dazu. Lore wohnt bei mir — ich mache ein gutes Geschäft damit. Den täglichen Pensionspreis berechne ich ihr nämlich in frischen Hühnereiern müssen Sie wissen!" (Fortsetzung folgt!) MLMM > dnb ME a) 3,70—3,90 3,40—3,60 b) a) 0,43—0,45 0,40—0,42 b) a) 3,40—3,60 3,10—3,30 Luftschiff 3,20—3,40 2,90—3,10 für die zukünftige deutsche Landschule wurde. ein weiß, rot, blau weiß, rot, blau 3,30—3,50 2,95—3,15 3,60—3,80 3,25—3,45 in den Städten Darmstadt, Offenbach, Mainz, Gießen und Bingen gelbfleischige weiß, rot, blau 0,39—0,41 0,30—0,32 0,42—0,44 0,33—0,35 gelbfleischige ELP. nalien. In den Großstädten mit mehr als 100 000 Einwohnern ...... in den übrigen Gemeinden mit Ausnahme des b) in den übrigen Ge meinden..... für die Bekämpfung des feuchenhaften Verkalbens (Bang-Infektion) des Rindes find in Nr. 3 des Hessischen Regierungsblattes vom 11.3.1936 enthalten. Neue deutsche Zeppelin-Briefmarken. schäft Birkelbach das Wohnhaus der Witwe Herling zum größten Teil vernichtet; die angrenzende Scheune samt den E r n t e Vorräten wurde restlos ein Opfer der Flammen. Das Vieh und der Hausrat konnten im letzten Augenblick in Sicherheit gebracht werden. in den Großstädten mit mehr als 100 000 Einwohnern ...... in den übrigen Gemeinden mit Ausnahme des Großfeuer vernichtet Gebäude und Ernte. Ellern besucht die Werkausstellung des BDAl. am 21., 22., 23. März im Neuen Studentenheim, Leihgefterner Weg. Evangelisch-kirchliche Perso- Ernannt wurden: der Psarrverwalter gelbfleischige Die neue deutsche Dorfschule. Beispielschule in Wörsdorf im Taunus.-Neue Wege der Landjugend-Verziehung flachen Landes . . . c) auf dem flachen Lande . — Der oberste Preis kommt nur für erstklassige ausgelesene Ware in Frage — alle in Qualität abfallenden Sorten müssen entsprechend niedrigere Preise innerhalb der obigen Spanne aufweisen. Ob eine Gemeinde zum flachen Lande zu rechnen ist (Buchstabe c) oder den „übrigen Gemeinden" (Buchstabe b) richtet sich nach den von den Kreisämtern darüber getroffenen Feststellungen. 4. Bei Abgabe in kleineren Mengen als 10 Pfund ist der Kleinhändler berechtigt, mit Rücksicht auf seine höheren Verteilungskosten von einem 10- Pfund-Preis von 50 Pfennigen auszugehen. Verstöße gegen die vorstehend festgesetzten Preise werden nach den besonderen gesetzlichen Bestimmungen durch die Preisüberwachungsstelle mit Ordnungsstrafen verfolgt. deutsche Lehrerschaft an der Mörsdorfer Schule zeigen, beweist, wie sehr sie bereits zum Vorbild LPD. Biedenkopf, 12. März. Durch ... nächtliches Großfeuer wurde in der Ort- Modellbau. Vom 29. März bis 11. April veranstaltet die Landesregierung in Zusammenarbeit mit der Luftsport-Landesgruppe 11 Darmstadt einen Lehrgang für Segelfliegen und Modellbau in Nie- der-Ofleioen. Als Teilnehmer kommen nur solche Lehrer in Frage, die bereits mit Erfolg an einer derartigen Ausbildung teilgenommen haben. Meldungen zu diesem Fortqeschrittenen-Lehrgang müssen von den Schulvorständen der Landgemeinden des Kreises Gießen umgehend bei dem Kreisschulamt Gießen vorgelegt werden. Die Unterbringung und Verpflegung der Teilnehmer erfolgen kostenlos. Die zugelassenen Teilnehmer erhalten besondere Einberufungsschreiben. ** Kreisfeuerwehrtag in Gießen. Am nächsten Sonntag, 15. März, 14.45 Uhr, findet im Katholischen Dereinshaus in Gießen der vom Kreisamt einberufene amtliche Kreisfeuerwehrtag statt. Im Anschluß daran wird im gleichen Lokal der Kreisverbandstag der freiwilligen Feuerwehren im Kreise Gießen abgehalten. ** Lieferungs-Vergebung. Unser heutiger Anzeigenteil enthält eine Bekanntmachung über die Vergebung von Lieferungen für das Landgerichtsgefängnis in Gießen Interessenten feien auf die Bekanntmachung besonders hingewiesen. ELP. Fahrten zum Besuch deutscher Kriegergräber. Auch in diesem Jahre werden vom Dolksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Fahrten zu den ehemaligen Kriegsschauplätzen unternommen, so nach Nordfrankreich, nach Flandern, in die Gegend von Verdun, in die Vogesen und das Oberelsaß, aber auch in die Dolomiten und nach Ostpreußen. Im allgemeinen sind bestimmte Pauschalpreise zu zahlen, die Fahrtkosten, Verpflegung und Unterkunft sowie die verschiedenen Besichtigungen einschließen. In allen Fällen wird eine sachgemäße Führung gestellt. Nähere Auskunft erteilt der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Berlin W15, Kurfürstendamm 165/166. flachen Landes . . . c) auf dem flachen Lande Der oberste Preis kommt nur für erstklassige ausgelesene Ware in Frage — alle in der Qualität abfallenden Sorten müssen entsprechend niedrigere Preise innerhalb der obigen Spanne aufweisen. Die Zuschläge für die Abfuhr und Abtragung seitens des Verteilers zum Verbraucher sind in den vorstehenden Preisen enthalten. Eine Sondervergütung kann dafür nicht mehr gefordert werden. Ob eine Gemeinde zum flachen Lande zu rechnen ist (Buchstabe c) oder zu den „übrigen Gemeinden" (Buchstabe b) richtet sich nach den von den Kreis- ämtern darüber getroffenen Feststellungen. 3. Bei der Ausgabe von Speisekartoffeln im Kleinoerkauf (pfundweise) darf der Kleinverkaufspreis bei Abgabe von 10 Pfund folgende Preise nicht überschreiten: Oberhessen. Gefechtsschießen im Vogelsberg. Das Maschinengewehr-Bataillon Nr. 3 Büdiizgen hält am 17., 18., 19., 20., 23., 24., 25. und 26. Marz Gefechtsschießen ab. Das Gefechtsschießen beginnt morgens um 8 Uhr und endet um 17 Uhr. Die beiden Schußgelände werden im allgemeinen begrenzt: 1. Schußgelände: die Gemarkung Renn- weg und am Hundsborn in der Gemarkung Rudingshain, Am Rübenrot bei Feldkrücken, Früheifen bei Rebgeshain und der Oberste Herrnberg bei Rebgeshain, Hainerhecke bei Breungeshain. 2. Schußgelände: Herchenhain, Hartmannshain, Sl- chenhaufen, Bilstein, Breungeshain, Hoherodskopf, Taufstein. Absperrung während der Schießzeiten erfolgt durch die Truppen. Den Absperrposten lst unbedingt Folge zu leisten. Ratsherrensitzurig in Lauterbach. & Lauterbach, 12. März. Dieser Tage wurde hier eine Ratsherrensitzung abgehalten, in der Dr. G ö b (Frankfurt a.M.) über die Deutsche Gemeindeordnung sprach. In diesem Zusammenhang wurde darauf hingewiesen, daß die Finanzen der Stadt Lauterbach größte Sparsamkeit zur Pflicht machten. Die Durchführung der Feldbereinigung Das obere Bild zeigt die Mörsdorfer Schule inmitten der freien Landschaft, umgeben von Wald und Feld. — Das untere Bild zeigt den Unterricht in dem von Luft und Licht erfüllten Schulraum. — (DNB.-Heimatbilderdienst. — Aufnahme: M. Göllner.) Die Reichspost gibt zu den bevorstehenden Fahrten des neuen deutschen Luftschiffs „LZ 129" nach Nordamerika zwei neueWertzeichenzu50und 7 5 R p f. heraus. Das Markenbild, ein Entwurf von dem Münchner Maler Karl D i e b i t s ch, zeigt das ~ ...... auf einer Fahrt über dem Meere. — (Scherl-Bilderdienft-M.) werde große Ausgaben erfordern. Im weiteren Verlaufe der Versammlung wurde die Begutachtung der Rechnungen der Stadt und des Elektrizitätswerkes vom Jahre 1934 vorgenommen. Beide Rechnungen wurden vom Stadtrechner Schnell vorgetragen. Ratsherr Wenzel nahm Stichproben vor. Einwendungen gegen die Rechnungen wurden nicht erhoben. Die Einnahmen der Betriebsrechnung beliefen sich auf 361656,38 Mark, die Ausgaben auf 350 040,33 Mark. Der Rechnungsrest beträgt 11 616,15 Mark. Bei der Vermögensrechnung betrugen die Einnahmen 103 627,81 Mark, die Ausgaben 102 259,84 Mark, der Rechnungsrest 1467,97 Mark. Das Kapitalvermögen betrug Ende 1934: 206 331,79 Mark, die Schulden. 491280,20 Mark. ' Die Rechnung des Elektrizitätswerkes schließt mit 149 882,98 Mark in Einnahme und mit 114 847,66 Mark in Ausgabe ab. Der Rechnungsrest betrug somit 35 035,32 Mark. Das Kapitalvermögen ist hier mit 19 768,22 Mark verzeichnet, Schulden sind nicht vorhanden. Ratsherr D a h m e r und Bürgermeister Thiele sprachen dem Stadtrechner Dank, Anerkennung und volles Vertrauen aus. Im wei- . teren Verlaufe der Versammlung wurde die Verpachtung der städtischen Steinbrüche bestätigt. Für die Anlegung eines Fußsteiges in der Alteberg- straße sollen 3500 Mark im neuen Voranschlag eingestellt werden. Durch den Postneubau ist eine Verbreiterung des Friedhofsweges erforderlich geworden, für die im Voranschlag 1935 die Summe von 13 500 Mark vorgesehen werden soll. Der Ausbau der Bergstraße soll vorerst unterbleiben. Die Kosten für die Ueberleitung des Maarer Wassers in den Betriebskanal der Papiermühle in Höhe von rund 4500 Mark werden von der Stadt getragen. Der Prämiierungsmarkt, der in diesem Jahre am 10. Juli stattfindet, soll in der seitherigen Weise durchgeführt werden. Mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer fand die Sitzung ihren Abschluß. Landkreis Gießen. ED Großen-Buseck, 12. März. Dem hiesigen Arzt Dr. med. Friedrich Gengnagel wurde mit Genehmigung des Führers vom Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes in Anerkennung seiner langjährigen, treuen Verdienste, die er sich um das Rote Kreuz erworben, das Ehrenkreuz des Deutschen Roten Kreuzes verliehen. Seit der Gründung des hiesigen Alice-Frauenver» eins vom Roten Kreuz im Jahre 1908 gehört Dr. Gengnagel dem Vorstand des Vereins an. Als im Kriege im Schloß zu Großen-Buseck ein Lazarett eingerichtet wurde, war er gleichzeitig auch Lazarett-Arzt. Zahlreiche Sanitätskurse hat Dr. Gengnagel schon geleitet; zur Zeit findet wieder ein solcher statt. So haben die großen Verdienste, die sich Dr. Gengnagel um die Sache des Roten Kreuzes erworben, ihre gebührende Anerkennung gefunden. Möge dem rührigen und allseitig beliebten Arzt auch weiterhin eine noch lange, gesegnete Tätigkeit beschieden sein! * Watzenborn - Steinberg, 13. Marz. Wie die NS. - Gemeinschaft „Kraft durch Freude" uns mitteilt, findet am Samstag, 14. Februar, im Gasthaus „Zur Krone" ein „Luftt- ger Samstagabend" statt. Das erstklassige Pro- aramm wird von Frankfurter Künstlern bestritten. Anschließend ist Tanz. Der Eintrittspreis beträgt 50 Pfennig. * Holzheim, 13. Marz. Die NS.-Gemeinfchaft „Kraft durch Freude" teilt uns mit, daß am Sonntag, 15. März, ein „Lustiger Sonntagabend" im Gasthaus Georg Sarnes stattfindet. Das erstklassige Programm wird von Frankfurter Künstlern bestritten. Anschließend ist Tanz. Der Eintrittspreis beträgt 50 Pfennig. (xd Eberstadt, 12. März. Die hiesige Schweineversicherung hielt unter der Leitung ihres Vorsitzenden Ph. G ö r l a ch III. ihre diesjährige Generalversammlung im Gasthaus „Zum Schwanen" ab. Der vom Rechner Aug. Müller erstattete Kasienbericht schließt mit 1371,87 Mark Einnahmen und 1340,34 Mark Ausgaben ab. Die 93er. waltungskosten beliefen sich auf 91 Mark. Der Kassenbericht wurde genehmigt und dem Rechner Entlastung erteilt. Anschließend fand die Rechnungsablage der Rindviehversicherung unter Leitung ihres Vorsitzenden H. G ö r l a ch XI. statt. Nach dem Kassenbericht des Rechners W e d e - mann schloß die Kasse mit einem Ueberschuß ab, die Verwaltungskosten betrugen 112 Mark Der Kassenbericht wurde ebenfalls genehmigt und dem Rechner Entlastung erteilt. Nach kurzen Darlegungen des Vorsitzenden über das Tuberkulose-Bekämp- fungsverfabren wurde die Versammlung in üblicher Weise geschlossen. )( Lich, 12. März. Am Montagabend veranstalteten die beiden evangelischen Frauenhilfen im großen Gemeindesaal einen außerordentlich gut besuchten Vortragsabend, der der Mission gewidmet war. Nach dem Eingangslied und der Begrüßungsansprache des Geistlichen sprach Frl. W e i ß e r von der Basler Mission auf Grund ihrer langjährigen Tätigkeit in Indien in interessanten Ausführungen über die Arbeit der Mission und ihre Erfolge, besonders in der indischen Frauenwelt, und ließ klar erkennen, wieviel die Frauen dem Evangelium und Christentum auch in unserem Volk z« Die Kartoffelpreise im März die Kinder nachhaltig gepackt und tiefgehend beeinflußt. Die körperliche Ertüchtigung und Disziplinierung in der Gruppenarbeit, der sich der einzelne willig fügen lernt, spielen dabei eine Hauptrolle. In der Gemeinschaftsgruppe wird auch der Schwächere gestützt und der ihm entsprechenden Leistung erzogen. Es ich eine Freude, zu sehen, wie die bäuerliche Jugend in der Mörsdorfer Schule gesund und lebensfroh sich entwickelt. Die Buben und Mädels haben glänzende Augen, gesunde, frische Farben und sind aufgeweckt, lernen begierig und sind gesundheitlich durchaus auf der Höhe. Das Mörsdorfer Schulexperiment ist von Erfolg gekrönt; das Interesse, das das Erziehungsministerium und die Die Versuchsschule zu Wörsdorf tm Taunus ist Mittel- und Ausgangspunkt für die neue deutsche Landschulreform geworden. Der bekannte Pädagoge Professor Dr. Kade und der nationalsozialistische Schulreformer Krick haben die Mörsdorfer Dorfschule vor Jahren als ein Schulexperiment unternommen. Inzwischen hat sich die Mörsdorfer Ver- suchsfchule in der Landschulreform die führende Stellung errungen. In einer Reihe von pädagogischen Schulungswochen wurden bereits viele Lehrer aus ganz Deutschland mit dem neuen Unterrichtslehrgang vertraut gemacht. Lehrerinnen, Lehrer und Studenten aus allen Teilen Deutschlands kommen nach Wörsdorf, um an den Schulungslehrgängen von Professor Dr. Kade teilzunehmen. Die Mörsdorfer Dorfschule besteht aus nur zwei Klassen. Der Unterricht wird in engster Verbundenheit mit der Umgebung der dörflichen Schuljugend, also dem Acker, der Viehzucht, der Landwirtschaft und dem Wetter erteilt. Die Mörsdorfer Schule ist eine Beispielsschule, in der bargetan werden soll, o.oß die natürliche Entwicklung des jungen bäuerlichen Menschen nur bann frei entfaltet werben kann, wenn er mit ben gegebenen Tatsachen seiner Umwelt in engster Verbindung steht. So ist das Schulhaus nach allen Seiten mit Wald und Feld umgeben Der Unterricht kann nach Be- m en s. ln5~,^r,eie verlegt werden. Der alte oer Schulfächer ist verlassen, und durch die Arbeit ch der Schulküche, im Kindergarten, in der Landwirtschaft sowie im Werkraum werden Der oberste Preis kommt nur für erstklassige ausgelesene Ware in Frage — alle in der Qualität abfallenden Sorten müssen entsprechend niedrigere Preise innerhalb der obigen Spanne aufweisen. Die Zuschläge für die Anfuhr und Abtragung eilens des Erzeugers zum Verbraucher sind in den vorstehenden Preisen enthalten. Eine Sondervergütung kann hierfür nicht mehr gefordert werden. 2. Für den Bezug von Speisekartoffeln zur Deckung des Winterbedarfs beim Verteiler (Händlerschaft) dürfen folgende Preise nicht über- chritten werden: 1 Karl Zulauf zu Sellnrod, Dekanat Schotten, zum Pfarrer dieser Pfarrei mit Wirkung vom 1. März 1936 ab; der Psarrassistent Ludwig Schaefer, früher Sprendlingen-Buchschlag, Dekanat Offenbach a. M., zum Pfarrverwalter der Pfarrei Kleeberg, Dekanat Ufingen, mit Wirkung vom 1. Februar 1936 ab; der Pfarrer Ernst Weidner zu Wolfsheim, Dekanat Wöllstein, zum Pfarrer der Pfarrei Ostheim, Dekanat Friedberg, mit Wirkung vom 1. März 1936 ab; der Pfarrer Heinrich W a l- ter zu Gladenbach — 2. Pfarrei —, Dekanat Gladenbach, zum Pfarrer der 1. Pfarrei Gladenbach mit Wirkung vom 1. April 1936 ab. — In den Ruhestand versetzt wurde auf eigenen Antrag: der Pfarrer Fritz M a r g u t h zu Beedenkirchen, Dekanat Zwingenberg, mit Wirkung vom 1. April 1936 ab. — Der Pfarrer Walter Herr ich zu Maar, Dekanat Lauterbach, ist auf feinen Antrag mit Wirkung vom 15. Februar 1936 ab aus dem Dienst der Evangelischen Landeskirche Nassau-Hessen entlassen worden. Er übernimmt eine Pfarrstelle an der Lutherkirche zu Osnabrück. ** Wohnungsbauten in der Friedensstraße. Entlang der östlichen Seite der Friedensstraße, am Üniversitätssportplatz beginnend, hat die Baufirma Obermann mit der Errichtung von drei Baublöcken für Kleinwohnungen begonnen. Insgesamt sollen hier 18 Wohnungen mit geräumigen Ausmaßen, zwölf davon mit je zwei Zimmern, Wohnküche und Bad und sechs mit je drei Zimmern und entsprechendem Zubehör zur Ausführung kommen. Vor den Häusern soll ein vier Meter tiefer Vorgarten angelegt werben, bahinter bie Hausgärten mit einem Kinder- spielplatz. Die Bauarbeiten werden beschleunigt durchgeführt, damit bie Wohnungen noch im Spätsommer bezogen werben können. Mit Ausnahme eines Baugrünbstücks wird damit die Friedensstraße, sowie überhaupt das östliche Bauviertel bis zur Fuldaer Bahnlinie ausgebaut sein. ** SondererhebungzurBodenbenut- zungserhebung!935. Der Reichs- und Preußische Minister für Ernährung und Landwirtschaft hat für Mitte März eine Sondererhebung im Anschluß an die Bodenbenutzungserhebung 1935 angeordnet. Diese dient lediglich volkswirtschaftlichen statistischen Zwecken. Die Betriebsinhaber sind zur Auskunfterteilung verpflichtet. Wie das Kreisamt Gießen den Bürgermeistereien des Kreises Gießen mitteilte, werden die für bie Durchführung ber Erhebung erforberlichen Zählpapiere ben Bürgermeistereien bis zum 16. März zugehen. Die Papiere müssen ben in Betracht kommenden Betriebsinhabern sofort zugestellt werden und von diesen spätestens bis zum 22. März ausgefüllt an die Bürgermeistereien zurückkommen. Nach fachlicher und rechnerischer Prüfung durch die Bürgermeistereien sind bie Papiere bis spätestens zum 27. März an das Landesstatistische Amt in Darmstabt einzusenden. ** Lehrgang für Segelfliegen und Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — veröffentlicht im „Anzeiger ber Hessischen Landesregierung" die nachstehende, sofort in Kraft getretene Bekanntmachung über die Regelung der Kartoffelpreise: Die während der letzten Monate von mir festge- etzten Verkaufspreise für Speisekartoffeln haben dem Verbraucher die Möglichkeit gegeben, feinen Winterbedarf an Speifekartoffeln zu billigen Preisen zu decken. Mit dem Fortschreiten der Jahreszeit steigen die Unkosten und Verluste ber Kartoffelerzeuger unb -Händler durch die nötige Einlagerung der Kartoffeln und Schwund. Wie bereits im Monat Dezember 1935 muß daher auch für die folgenden Monate eine Erhöhung ber Verbraucherpreise eintreten. Auf Grunb der Ermächtigung des Herrn Reichs- unb Preußischen Ministers für Ernährung unb Landwirtschaft vom 30. August 1935 setze ich daher im Einvernehmen mit dem für Hessen zuständigen Kartoffelwirtschaftsverband Hessen-Nassau für den Monat März 1936 bie Verkaufspreise für Speisekartoffeln im Gebiet der Preisüberwachungs- ftelle Hessen wie folgt fest. 1. Bei dem unmittelbaren Bezug von Speisekartoffeln zur Deckung des Winterbedarfs durch den Verbraucher bei dem Erzeuger dürfen folgende Preise frei Keller nicht überschritten werden: brutaler Ehrlich- Anschließend an die Vorstellung richtete Ortsarup- »rüberrollen läßt, penleiter Keller einige Worte an die Zuhörer zu tun. gin- Lpd. Bullen, Räumen der ar, SJl.-Spoit mit Totalisator-Betrieb durchgeführt Quoten waren dabei zum Teil recht Springen, ein Jagdspringen Klasse L wurde in zwei Abteilungen mit 17 der bzw. tenberger II. (Hörnsheim). die übrigens wurden. Die beachtlich. Das erste es BD2H »tudeutey- Leistnngspreife. 14 Monate und älter: la-Pr. UsWetzlar, 11. März. Am Sonntag fand in den Lumen der „Erholung" die diesjährige Tro- Der Eindruck des Films war nachhaltig. Neben dem Hauptfilm liefen noch ein Ausschnitt aus dem „Parteitag der Freiheit" und ein Film der Arbeitsfront, betitelt: „Schönheit der Arbeit", sowie ein Scherzfilm der immer noch nicht toten Mikimaus. 75. Jubiläums-Ausstellung und Zuchtviehversteigerung in Wehlar phäenschau des Jagdkreises Wetz verbunden mit einem Jägerappell statt. und grüßte den Führer. Dabei ermahnte er alle ehr- und pflichtbewußten deutschen Männer und Frauen, am kommenden 29. März ihre Pflicht Dr. Ritgen (Wormeln); Th. Fischer (Hof Zwiefalten, Oberh.); 1. Pr. Anton Engel V. (Hörnsheim); Herm. Schmidt (Stockhausen); Ldw. Bepler (Hörnsheim); Lehr- u. Versuchsgut Selgenhof (Oberhess.); K. F. Stroh (Reiskirchen, Lahn-Dill). Bullen, 16 Monate und älter: la-Pr. K. Steinhaus (Heskem); P.W. Diehl (Griedelbach); W. Krug (Wolfgruben, Lahn-Dill). Eberprämiierung. 1. Preis u. zwei 2. Preise Anton Engel (Hörnsheim); 2. Pr. Wilh. Ludwig (Hörnsheim); 3. Pr. Otto Wilh. Velten (Lang-Göns); Friedr. Wenzel (Laufdorf); L. K. Schneider (Altenberg); Wilhelm K. Brücke! (Lang-Göns); Wilh. Stack III. (Wirberg). Reitturnier in Oortmunv Der erste Abend des Dortmunder Reitturniers in der Westfalen-Halle hatte nicht den erwarteten Publikumserfolg. Es gab zwei Jagdspringen, Schauspringen, mit sofortiger Kaltstellung bestraft werden würde. Jahreshauptversammlung des M.„Teutonia" Watzenborn-Steinberg Vereinsführer Harnisch hatte die Mitglieder des FC. Teutonia Watzenborn-Steinberg zur Jahreshauptversammlung im Vereinslokal „Zur Wil- helmshöhe" zusamm'engerufen. Kreisfachamtsleiter Henkel (Fachamt 2) fand sich ebenfalls ein. Als geladener Gast war Bürgermeister Schäfer anwesend. Der Vereinsführer gab einen Rückblick über das abgelaufene Vereinsjahr und ermahnte die Mitglieder weiter treu zur Sache zu stehen. Nachdem jeder Mitarbeiter einen kurzen Bericht über das ihm obliegende Arbeitsgebiet gegeben hatte, sprach Fachamtsleiter Henkel, Gießen, zu seinen Vereinskameraden. Er führte u. a. aus: Wenn heute unter dem Eindruck der Winter-Olympiade und der Organisation derselben die ganze Welt des Lobes für Deutschland voll ist, so ist für die, die schon jahrelang innerhalb des Sportes stehen, ein Traum in Erfüllung gegangen. In den schwersten Jahren des Niedergangs unseres deutschen Vaterlandes und damit unseres Sportes, wurde immer wieder von denen, die die Notwendigkeit des Sportes als Erziehungsfaktor erkannten, darauf hingewiesen, daß Sport nicht Aufgabe des einzelnen sein kann, sondern nur dann das sportliche Ideal erfüllt, wenn er darüber hinaus bewußt für sein Vaterland die Voraussetzungen für eine körperliche Ertüchtigung der Jugend schafft. Es bedeutet daher keine Ueberraschung, daß die Machtübernahme durch den Nationalsozialismus auch für den Sport eine grundlegende Wandlung mit sich brachte. All diese Umwandlung der einzelnen Verbände und ihrer Gliederungen in den Deutschen Reichsbund für Leibesübungen hat nicht nur organisatorischen Charakter, sondern hierdurch wurde erst eine Zusammenfassung aller dem Sport dienenden Kräfte herbeigeführt. Der Erfolg hat sich dementsprechend aus allen sportlichen Gebieten bald eingestellt. Mit Stolz sehen wir heute auf die Männer, die als Repräsentanten Deutschlands in allen Ländern der Erde durch ihre sportliche disziplinierte Haltung und ihr sportliches Können der Welt erst den richtigen Eindruck von dem neuen Deutschland vermitteln. Es ist klar, daß der Staat an der Erhaltung der körperlichen Gesundheit seiner Jugend das größte Interesse haben muß. Ein Mittel zur Erreichung dieses Zieles bildet heute der Volkssport. Es ist auch Aufgabe einer jeden Gemeinde, darüber hinaus eines jeden deutschen Volksgenossen, dazu beizutragen, daß unser Volk wieder das werde, was es auf Grund seiner m weiteren ^egutachtuna Aektrizitäts. Beide Rech, hnell vor- Stichproben gen wurden 3etriebsrech- 'k, die Aus. ungsrest be* >ensrechnung irt, die Aus- nest 1467,97 Ende 1934: 180,20 Mort. ' schließt mit liit 114847,66 gsrest betrug Vermögen ist Schulden sind und Bürger- rechner Dank, aus. 3m wei- ♦ iirbe die Ver« bestätigt. Für der Alteberg- »ranschlag ein- i ist eine Der- derlich gewor- e Summe von . Der Ausbau en. Die Kosten Safiers in den jöhe von rund getragen. Der m Zähre am lerigen Weise siegchell auf schiuß. rbach. wurde Watten, in deutsches, °mwenhana ranzen der Sur.Wicht •Bereinigung Mütter, die nur wenige Minuten später ebenfalls mit je einem strammen Jungen „durchs Ziel" *:~ gen, waren nicht minder herzlich. Acht Jahre Zuchthaus wegen Mordversuchs. Mainz, 12. März. Das Mainzer Schwurverhandelte am Dienstag und Mittwoch 15 Startern durchgeführt. Sieger im Gesamtergebnis wurde Oblt. Max Huck auf „Jmmerglück" mit 56 Sek. vor den in totem Rennen eingekommenen Siegern der ersten Abteilung, Prinz zu Salm auf „Siegfried" und SA.-Scharführer Menken auf „Seydlitz" mit je 62 Sek. — Insgesamt 66 Pferde wurden in vier Abteilungen zum zweiten Wettbewerb, einem Zeitspringen der Klasse L, gesattelt. Bester wurde hier T e m m e auf „Tasso" mit 53 Sekunden vor Lengnik auf „Amalaswintha" mit 55,8 Sek., beide in der letzten Abteilung gestartet. Am Donnerstagnachmittag wohnten in der West- fallen-Halle 2000 Zuschauer den Prüfungen bei. Die das Programm einleitende Eignungsprüfung für Reitpferde war nur offen für SA., SS. und HI. In der Dressurprüfung starteten nur wenige Pferde, dafür aber auserlesenes Material. Ebenso wie die Dressur- wurde auch die Material-Prüfung für Reitpferde in zwei Abteilungen durchgeführt. Bei den leichten Pferden holte sich Frau Franke auf „Christian" einen überlegenen Sieg. Die Zweispännerprüfung erweckte großes Interesse. Den Schluß des Nachmittagsprogramms bildete wieder das Schaubild „Waffenklang und Freiheitssang, das Riesenbeifall auslöste. Norwegisches Startverbot für planica. Der Norwegische Skiverband hat, vielleicht mit Rücksicht auf die bI8-Beschlüsse in Garmisch-Partenkirchen bezüglich der Riesenschanzen, seinen Springern eine Teilnahme an dem Springen auf der Schanze in Ratege Planica verboten. Betroffen werden von diesem Startverbot die drei in Mittel- Europa ansässigen Norweger Olav Ulland, Bjarne Karlssen und Gunar K. Hagen. Für das gleichzeitig stattfindende Springen auf der kleineren Schanze in der Nähe von Ratege Planica hingegen erteilte der Norwegische Ski-Verband den drei Springern Starterlaubnis mit dem Hinweis, daß eine Teilnahme am Springen auf der Mammut- Schanze, und sei es auch nur ein sogenanntes Eintopfgericht am letzten Sonntag ergab hier 87,40 RM., während der Narzissenverkauf am vorhergehenden Sonntag 118 RM. erbrachte. X Deckenbach, 12. März. Die Sammlung der Spenden vom Eintopf-Sonntag ergab in unserem Dorfe den Betrag von 19,35 Mark. Diehl (Griedelbach, Lahn-Dill); 3b-Preis W. Sal- (Griedelbach); ZckPreis. Johs. Engel fließen und Menschensckicksale in l , feit am Auge des Zuschauers oorüberrollen läßt. Alle Vorzüge genießen, die Bohnenkaffee bieten kann: .auf KAFFEE HAG umstellen! '"uhinitt Sie neinen be. 5| Nenn. ?' Früh. Anberg geshain, 2 7°>n, Ci. tzodskopf $,e>iten Kosten ist Dem hiesigen et mürbe mit Menten der Eennung seiner er sich um tw ntreuz d'S verliehe«. lice-Frauenvel- 908 geM Dr. Vereins an. »w eck ein Lazarett tig auch LaZ"' hat Dr. Seng' bet wieher ein Verdienste, die ache des Daten ie Anerkennung allseitig beheb’ lange, 9*ele ;<> SU .. *ä sS fstr? SI.SS er erstüb WuNer. eht, bentf. D-k nd f A fand, r u n 8 ® ® e hc/ 1'Ä‘S ni.Sib lehE'smrleg"" abend, G wj «ÄS '«*;Ä Kreisjägermeister Dr. C. H en sold t eröffnete die Veranstaltung mit herzlichen Begrüßungswor- ten an die zahlreich erschienene Jägerschaft und die Gäste. Aus den längeren Ausführungen des Kreisjägermeisters, die sich auf die verschiedenen Gebiete seiner umfangreichen Geschäftsführung erstreckte (der Jagdkreis Wetzlar ist der größte innerhalb des Regierungsbezirks Wiesbaden) sei folgendes hervorgehoben: In der Zeit vom 26. bis 28. März findet innerhalb des Jagdkreises eine Krähenvertilgung statt. Für das Winterhilfswerk spendete die Jägerscyaft des Kreises Wetzlar: 131 Hasen, 81 Rehe, 3 Hirsche und 215 RM. Bargeld. Das Er- aebnis der Spende übertraf das des Vorjahres. An Jagdscheinen wurden ausaegeben: 174 entgeltliche, 65 unentgeltliche und 67 Tagesscheine, das sind 10 v. H. mehr als im Vorjahre. Bei dem Plakettenschiehen der Deutschen Jägerschast schossen 2 Jäger die goldene, 4 die silberne und 4 die bronzene Plakette. Bis spätestens zum 31. März muß in sämtlichen Revieren des Kreises Wetzlar eine Wildzählung durchgeführt werden. Der Abschuß des weiblichen Rehwildes muß tm laufenden Jagdjahre in stärkerem Umfange als im abgelaufenen vorgenommen werden. Das Ergebnis der Streckenberichte der Niederjagd bleibt um 50 bis 60 v. H. hinter dem Vorjahre zurück. Kreisleiter Haus überbrachte die Grüße des Landrats und der Bewegung und dankte der Jägerschaft für das gute Zusammenarbeiten mit den Behörden und der Partei sowie für die reichlichen Spenden für das Winterhilfswerk. Er erinnerte an die Zeiten, in denen die Besatzungstruppen, darunter Neger, im Rheinlande die Jagd ausübten und deutsches Wild wahllos niederknallten. Um so mehr sei gerade die Jägerschaft dem Führer größten Dank schuldig für feine letzte große Tat: Die vollständige Wiederherstellung der deutschen Freiheit. Forstassessor Dr. Heger, Wetzlar, sprach als Mitglied der Trophäenbewertungskommission Über die Gesichtspunkte, unter denen die Bewertung der einzelnen Gehörne und Geweihe vorgenommen wurde. Sämtliche Gehörne und Geweihe waren mit Plaketten versehen, die richtigen, zweifelhaften, falschen oder hegerisch schadhaften, aber verstand- lichen Abschuß anzeigten. Nach den Abschußplanen wurden von den Reoierpächtern 2685 Rehböcke als Bestand angegeben; es wurde der Abschuß von 867 Böcken durch die Jagdpächter beantragt. Zum Abschuß genehmigt wurden 664 und tatsächlich abgeschossen nur 503 Böcke. Stabsleiter Fischer von der Kreisbauernschaft hob in seiner Ansprache das gute Verhältnis zwischen Jägerschaft und Kreisbauernschaft hervor. Kreis Wetzlar < Rodheim a. d. Bieber, 12. März. Die NS.-Gemeinfchaft „K r a f t d u r ck) F r e u d e" ver- anstaltete gestern hier im Benderschen Saale einen Filmabend, der gut besucht war. Gezeigt wurde als Hauptfilm „Schloß Hubertus", ein Filmwerk, das nach dem vielgelesenen gleichnamigen Roman von Ganghofer in der Wunderwelt der Alpen gedreht, hohes künstlerisches Spiel und ungeschminkte wahre Natur in herrlichem Einklang ineinander» gericht gegen den 32jährigen Angeklagten Schreiber, der beschuldigt wurde, versucht zu haben, feine Frau am 5. Juli vergangenen Jahres zu töten. Der Angeklagte ist ein Übel beleumundeter Mensch, der sich schon früher verschiedene Delikte zuschulden kommen ließ, und der Frau und Kinder mißhandelte, so daß sich die Ehe der Frau mit dem Angeklagten zu einem Martyrium gestaltete. Am Tattage hat der Angeklagte an der Ecke Bopp- und Frauenlobstraße mit einem Messer blindlings auf die Frau eingestochen und sie schwer verletzt. Der Staatsanwalt hatte den Angeklagten in der 23er» ct Schotten, 12. März. Das hiesige Schu- lu n g sl ag er der D A F., das sich in demHort- mannschen Fabrikanwesen bei der Langenmühle be- findet, ist in letzter Zeit immer mehr ausgebaut und verschönt worden. Neue praktische Spinde, Tische u. dgl. sind angeschafft worden, immer behaglicher werden die Räume. Ein großer Saal für Ver- sammlungs- u. dgl. Zwecke, mehrere hundert Personen fassend, soll hergerichtet werden. Gestern fand wieder ein Schulungskursus fein Ende. Abends fand eine schöne Abschiedsfeier statt, zu der viele Gäste der Politischen Leitung, der DAF., sich eingefunden hatten. Nach dem Vortrag einiger Musikstücke durch eine kleine Kapelle begrüßte der Schulungswalter der DAF., Regierungsassessor D e n z e r , die Erschienenen. Gauschulungswalter Demmer (Frankfurt a. M.) sprach in begeisterten Worten über die Großtat des Führers, dem wir bei der kommenden Wahl restlos unser Vertrauen und Mithilfe aussprechen müssen. Bei frohen Liedern, Porträgen, Verlesen der Lagerzeitung, Musikstücken u. dgl. verlief der Kameradschaftsabend in harmonischer Weise. Ende der Woche beginnt wieder ein neuer Kursus. □ Laubach, 12. März. Dieser Tage veran- laltete die hiesige Ortsgruppe des VDA. im Singaal der Realschule ihre diesjährige Hauptver- ammlung. Der Gruppenleiter Dr. Kammer erstattete den Jahresbericht, der eine sehr gute Entwicklung der Ortsgruppe zeigte. Die Mitgliederzahl stieg bis zum Ende des abgelaufenen Rechnungsjahres von 30 auf 120. Die vorgelegte Jahresrechnung wurde für richtig befunden. Sodann berichtete Dr. Kammer über die neue, von der Reichsbundesleitung angeordnete Beitragsregelung, die mehr den Einkommensverhältnissen der Mitglieder angepaßt ist. Zum Schlüsse wurde die diesjährige Pfingst- tagung des Reichsbundes in Bremen besprochen, zu der auslandsdeutsche Gruppen aus aller Welt erwartet werden. Mit dem Treuebekenntnis zum Führer wurde die Versammlung geschlossen. — Der bet dem hiesigen Schneidermeister Karl Schneider beschäftigte Lehrling Otto Keil nimmt auf Grund feiner guten Leistungen an dem Gau - berufswettkampf teil. )—( Ruppertsburg. 10. März. Auf Einladung der NS. - Frauenschaft Ruppertsburg ließ der Reichsmütterschulungsdienst durch Schwester M. Becker einen Krankenpflegekursus abhalten, an dem 26 Frauen und Mädchen unserer Gemeinde teilnahmen. Infolge langjähriger praktischer Tätigkeit im In- und Auslande verstand es die Schwester meisterhaft, mit den Teilnehmerinnen die wichtigsten Dinge der Krankenpflege in der verhältnismäßig kurzen Zeit von 14 Tagen zu behandeln und zu üben. Gleichzeitig ging auch in dem benachbarten Villingen ein ähnlicher Kursus zu Ende. Es fand darum im geräumigen Saale des Gastwirts Strack zu Villin- gen eine gemeinsame Schlußfeier statt, zu der Pch viele Angehörige eingefunden hatten und die «einen sehr schönen Verlauf nahm. Dabei sprach Bürgermeister und Ortsgruppenleiter W. Lind aus Ruppertsburg der Leiterin im Namen der Teilnehmerinnen und der Gemeinden herzlichsten Dank aus. Kreis Alsfeld > Nieder-Ohmen, 11. März. Hier lief im Ziegenhainschen Saale am Sonntag der K y f f - häuserfilm „Im gleichen Schritt und T r i t t". Dazu waren erschienen die Kriegerkame- iradschaft, der SA.-Sturm, die Frauenschaft, der WDM., das Jungvolk und die Jungmädel, auch noch viele andere, wohl an 350 Personen. Der Führer der Kriegerkameradschaft, Lehrer Schäffer, leitete die 23eranftaltung mit einer Ansprache «ein, in der er auf die Aufgaben der Kameradschaf- Iten des Kyffhäuser-Bundes hinwies, nämlich die Pflege der Tradition, d. h. dafür zu sorgen, daß deutsche Treue, edle Soldatentugenden und echte Kameradschaft bei uns erhalten bleiben. Er richtete cn alle noch abseits Stehenden den Appell, dem stolzen Bunde, der jetzt 150 Jahre besteht, beizutre- icn. Die Propaganda-Parole soll jetzt heißen: „150 Jahre Deutscher Reichskriegerbund!". Unsere Parole überhaupt soll jetzt sein: „Alles für Deutschland und seinen Führer!" Der Film gefiel gut. Die Kapelle Kaiser wartete mit schneidigen Marschen aus. Am Nachmittag hatte die Kriegerkameradschaft Kirchgang, anschließend fand eine Feier auf dem »Ehrenfriedhofe statt. — Sie Sammlung vom * Wetzlar, 12. März. Die 75. Jubiläums-Ausstellung und Zuchtviehversteigerung des Reichsverbandes der Rinderzüchter Deutschlands (Abteilung 5 für mitteldeutsches Rotvieh) in der neuen Markthalle in Wetzlar hatte zahlreichen Besuch ernster Käufer zu verzeichnen. Aus den Unterabteilungen Kurhessen-Waldeck, Westfalen, Vogelsberg, Lahn-Dill und Lahn-Taunus waren rund 60 Bullen und 2 Rinder, durchweg ausgezeichnetes Tiermaterial, aufaetrieben. Hauptgeschäftsführer, Landwirtschaftsrat E b - binghaus (Paderborn) eröffnete die Versteigerung mit dem Ausdruck der Freude über die gezeitigten Erfolge zur Förderung der Rotviehzucht in den Zuchtgebieten. (Er wies darauf hin, daß in züchterischer Hinsicht die Formentiefe, die hohe Wilchergiebigkeit und die Widerstandsfähigkeit durch die Versteigerungen verbessert werden konnten, weil die Züchter hier die Formen gesehen und ihre wirtschaftliche Leistung vorgetragen bekamen. (Es ist dadurch gelungen, hochwertige Zuchttiere aus bodenständiger Futtergrundlage heranzuzüchten. Zwar ist noch vieles zu leisten zur Erfüllung des Fettprogramms der Reichsregierung und zur Aufzucht, aber wir können nur durcb die Förderung der Entwicklung der in den vorhandenen Tieren hohen Anlagen und wertvollen Eigenschaften der Landestierzucht eine ständige Erneuerung bringen. Zur Unterstützung dieser Ziele hat die Abteilung für die besten Bullen bis auf weiteres eine Sonderzulage in Höhe von je 50 Mark bewilligt, mit der diesesmal die Tiere der Züchter Konr. Steinhaus, Heskem (Kurhessen), Dr. R i t g e n , Wormeln (Westfalen) und Balth. Weber, Niederwald (Kurhesfen) bedacht werden. Bei der anschließenden Versteigerung wurden flotte und preiswürdige Angebote abgegeben, fo daß nur ein kaum nennenswerter Ueberftand verblieb. Die Preise waren für die Landwirtschaft tragbar. Ein großer Teil guten Materials wurde zu Preisen von 300 bis 500 RM. verkauft. Den Spitzenpreis mit 1580 RM. erzielte Züchter Konrad Steinhaus (Heskem) für ein 17 Monate altes Tier, das der Unteroerband Lahn-Dill, Biedenkopf erwarb. Das zweite von den ausgezeichneten Tieren von B. Weber (Niederwald) erzielte 1340 RM., die die Gemeinde Großen-Bufeck bezahlte und Dr. Ritgen (Wormeln) löste 980 RM. für feinen 14-monatigen Bullen, den der Unterverband Lahn-Taunus in Limburg erwarb. Den besten Durchschnittspreis erzielten die Tiere der 2. Abteilung über 16 Monate, von denen 9 prämiierte Tiere einen Durchschnitt von 865 RM., 11 weitere einen solchen von 783 RM. erzielten, während in der 1. Abteilung der über 14 Monate alten Bullen 25 prämiierte Tiere nur auf 809 RM. und 19 weitere auf 547 RM. Durchschnittspreis kamen. Insgesamt betrug der Durchschnittspreis bei den 64 Bullen etwa 696 RM. Der Versteigerung war eine Besichtigung von ausgesuchtem Zuchtmaterial des mitteldeutschen Rotviehcs auf dem Schlachthof vorausgegangen, bei der durch Laiides- tierzuchtdirektor Dr. Schneider von der Landesbauernschaft 2 Bullen, 7 Kühe und 1 Rind für die Deutsche Landwirtschaftliche A u s -> st e l l u n g in Frankfurt a. M. ausgemustert wurden. Die 6. Zuchtschweineversteigerung des Landesverbandes der Schweinezüchter in Hessen- Nassau, die mit der Jubiläumsausstellung verbunden, war wiederum aus den bekannten Zuchten Hörnsheim und Lang-Göns gut beschickt. Von 30 Tieren wurde ein Drittel prämiiert. Die Versteigerung brachte Preise von 95 bis 170 RM., ihr Verlauf war befriedigend und entsprach den Erwartungen. Oie Prämiierungs-Ergebnisse. Rolvieh — Formenpreise. Bullen, 14 Monate und älter: la-Pr. Dr. Ritgen (Wormeln); lb-Preis. Anton Engel V (Hörnsheim); 2b-Pr. Johs. Krombach (Lützellinden); 2c-Pr. Th. Fischer (Hof Zwiefalten, Oberh.); 2K-Pr. Herm. Schmidt (Stockhausen, Lahn/Dill); 2i-Preis. Ludwig Bepler (Hörnsheim); 2K-Pr. Lehr- u. Versuchsgut Selgenhof (Oberh.); 3aPr. Herm. Wagner (Lixfeld, Lahn/Dill); 3b-Pr. Wwe. Anton Schwarz (Hörnsheim); 3cPr. Alfr. Pauly (Grävenwiesbach); 3k-Pr. Ferd. Engel (Hörnsheim); 3i-Pr. derselbe; M-Pr. Wilh. Hantel II. (Wilsbach). Bullen, 16 Monate und älter: la-Pr. Konr. Steinhaus (Heskem, Kurh.); 3aPr. P. W. „Wettstreit" in einem Wöchnerinnenheim. LPD. D a r m ft a d t, 12. März. Im Wöchnerinnenheim des Alice-Frauenvereins zu Darmstadt war in einer der letzten Nächte der 9 9 9. Erdenbürger zur Welt gekommen. Wer würde nun der Tausend sie sein? Drei werdenden Müttern konnte das Glück beschieden sein. Und wenn es auch allen dreien gleichermaßen gewünscht wurde, so war doch die Freude groß, als aus diesem „Wettstreit" eine Frau als Siegerin hervorging, die zum sechsten Mal glückliche Mutter eines strammen Jungen wurde. Es war die Lebenskameradin eines Zimmermannes aus Mörfelden, der Arzt, Schwestern und Vorstand des Alice» Frauenoereins ihre herzlichen Glückwünsche aussprachen, ihr eine Ehrengabe überreichten und dem tausendsten jungen „Heimkind" als Anfang zu künftigem Wohlstand ein Sparkassenbuch mit einem netten Anfangskapital aufs Bettchen legten. Aber auch die Glückwünsche für die beiden andern jungen Handlung als einen besonderen Rohling gekennzeichnet und eine Strafe von zehn Jahren Zuchthaus beantragt. Das Gericht kam zu der lieber» zeuaung, daß die Tat mit voller lleberlegung aus« geführt wurde und verurteilte den Angeklagten wegen versuchten Mordes zu acht Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust. Außerdem erkannte es auf Stellung unter Polizeiaufsicht nach verbüßter Strafe. Preußen. Kreisjägerappell und Lagdtrophäen- schau des Kreises Wehlar. verdanken haben. Der Vortrag wurde sehr beifällig ausgenommen. In seinem Schlußwort gab der Geistliche dem lebhaften Wunsch Ausdruck, die Rednerin bald wieder einmal hören zu dürfen. Die Kollekte ergab einen schönen Betrag und wurde für die Basler Mission bestimmt. Kreis Friedberg. = Butzbach, 12. März. Die Bautätigkeit wird in diesem Jahre hier voraussichtlich stark werden. Schon jetzt sind einige Häuser begonnen, die nach Fertigstellung sofort bezogen werden sollen. Gegenwärtig wird an sieben Wohnhäusern, die im Spätherbst noch errichtet wurden, der innere Ausbau vollzogen. Daneben sind eine Anzahl Wohnungen, die zu geschäftlichen Zwecken Verwendung finden sollen, im Umbau begriffen. Die Stadt läßt zur Zeit die Verbindung zwischen Adolf-Hitler- Straße und Bollweg kanalisieren. Desgleichen ist die Hindenburg-Allee ein weiteres Stück mit Kleinpflaster versehen morden. Alles in allem kann gesagt werden, daß der Arbeitsbeschaffung vielseitig Rechnung getragen wird. Kreis Bübingen. Q Nidda, 12. März. Die Generalversammlung der hiesigen Milchabsatzgenossen- schäft fand am Dienstagabend statt. Nach dem Geschäftsbericht wurden im abgelaufenen Geschäftsjahre rund 30 000 Liter Milch in die Sammelstelle geliefert. Die Dampfmolkerei Wallernhausen deckte im Notfall den fehlenden Tagesbedarf oder verarbeitete die übrigbleibende Menge Milch. Die Rechnung und die Bilanz wurden genehmigt und der Aufsichtsrat entlastet. An Stelle des seitherigen Vvrlitzenden des Aufsichtsrates Ludwig Lupp, der eine Wiederwahl ablehnte, wurde Wilhelm Gruber durch Zuruf gewählt. Der seitherige Vorstand wurde wiedergewählt und durch Heinrich Kuppel ergänzt. Ein Neubau mit größeren als den seitherigen Mieträumen soll bald errichtet werden. Beschlußfassung hierüber soll in einer dem- nächstigen Versammlung stattfinden. Kreis Schotten. geschichtlichen Tradition sein muß, nämlich ein gesundes, starkes und wehrhaftes Volk. Dann ergriff Bürgermeister Schäfer das Wort und kam auf den Sport in der Gemeinde Watzenborn-Steinberg, den Fußballsport seit seiner Ent- Micklung im FC. Teutonia Watzenborn-Steinberg äu sprechen. Nie habe er bei Entstehen des Vereins in 1926/27 an solche Fortschritte gedacht und bewundern müsse er heute noch die Ausdauer und Zähigkeit der jungen Sportler, die trotz mancher Schwierigkeiten ihr gestecktes Ziel nicht aufgegeben hätten. Nachdem er die Sportplatzfrage erörtert hatte, kam er auf das Vorhaben der Gemeinde Watzenborn-Steinberg, den Bau einer Stätte des deutschen Sports, einer Volkshalle zu sprechen und erläuterte deren Bau und Finanzierung in allen Einzelheiten. Die nunmehr eingelegte kurze Pause wurde zum Losoerkauf benutzt. Nach Wiederbeginn ernannte Vereinsführer Harnisch, der wieder einstimmig gewählt worden war, seine Mitarbeiter. Er bestimmte: Zum stellv. Vereinsführer Albert P i tz, zum Schrift- und Geschäftsführer Gg. Fink, zum Rechner Karl Schneider, zum Werbewart Ernst H a p p el, zum Jugendleiter Hch. Fischer, zum Schülerbetreuer Fr. Crößmann, zum Spielausschußobmann Otto Happel, zum Dietwart Hch. Schmandt, zu Kassenprüfern Fr. Müller und Ludwig Fink, zum Platzwart Otto Fett. Ferner bildete er noch einen Jugendausschuß, dem Jugendleiter Fischer und Schülerbetreuer Crößmann helfend zur Seite stehen sollen. Vereinsführer Heinrich Harnisch schloß die 9. Jahreshauptversammlung des FC. Teutonia Watzenborn-Steinberg mit einem dreifachen Sieg-Heil auf unseren Führer Adolf Hitler. 3m Zeichen der fünf Ringe. Die Radfahrer rüsten. Für die olympischen Radrennen auf Rennbahn und Straße werden 24 Nationen mit 2 0 0 Teilnehmern erwartet. Das bedeutet eine gewaltige Zunahme gegenüber allen früheren olympischen Radsport - Wettbewerben, namentlich gegenüber Los Angeles, das nur wenige europäische Radfahrer in den Wettbewerben gesehen hat. Aus England, Holland, der Schweiz, Italien und Deutschland wird für Berlin die höchste zulässige Anzahl von Teilnehmern, und zwar 14, erwartet. Weitere (vorläufige) Meldungen liegen vor von Polen, Schweden, Belgien, Ungarn, Bulgarien, Jugoslawien, Finnland, Norwegen, Japan, den Vereinigten Staaten und Peru. Mit der Meldung von Radfahrern aus Dänemark, Frankreich, Spanien, Oesterreich, Luxemburg, Rumänien, Tschechoslowakei und der Türkei ist zu rechnen. Die Vorbereitung auf die als Straßenrennen für deutsche Fahrer sehr kurze Olympiastrecke kommt in der Bestimmung des Radfahrer-Verbandes zum Ausdruck, die für das Jahr 1936 selbst in den klassisch gewordenen Straßenrennen die 100-Kilo- meter-Strecke vorschreibt. Die olympische Straßenrennstrecke führt vom Start auf der Autorennbahn „Avus" entlang. Am Südtor der „Avus" kommen die Fahrer auf die Landstraße, fahren über die Havelberge und gelangen über den Scholzplatz, wo die Läufergruppe von Lederer steht, auf die Heerstraße. Hinter dem Olympischen Dorf biegen die Fahrer nach links ab, durchfahren einige kleine märkische Ortschaften und kommen wieder auf den Scholzplatz zurück, um die Havelberge nunmehr in umgekehrter Richtung zu befahren. Am Südtor gelangen die Fahrer wieder auf die „Avus", an deren Nordtor sich das Ziel befindet. Die Strecke weist nur an der Havel größere Steigungen auf, hat bis auf die Durchfahrten durch die Ortschaften gutes Pflaster und besitzt auf der „Avus" eine fast 10 Kilometer lange Gerade, die eine einwandfreie Entwicklung des Endkampfes verbürgt. Die Bahnrennen, die auf der für die olympischen Wettbewerbe eigens geschaffenen Radrennbahn auf dem Berliner Messegelände zum Austrag gelangen, werden auf deutscher Seite die seit Jahren auf die olympischen Kämpfe vorbereitete Nationalmannschaft am Start sehen. Die Schulung der olympischen Kernmannschaft erfolgt in einer Anzahl von Bahnwettbewerben auf den verschiedenen deutschen Bahnen. Bei den olympischen Bahnrennen werden die deutschen Radfahrer auch das Reigenfahren, das Kunstfahren und das Radballspiel zeigen. Für die Wanderfahrer aller Länder wird eine Sternfahrt veranstaltet. Die Radsport-Wettbewerbe auf der Bahn finden am 6., 7. und 8. August, jeweils um 18 Uhr statt, das olympische Straßenrennen am 10. August mit dem Start um 9.30 Uhr. Die Eintrittspreise für die Bahnrennen schwanken zwischen 1 und 4 Mark. Beim Straßenrennen stehen die großen Tribünen der „Avus" zur Verfügung. Der Tribünenplatz soll 1 Mark, der Stehplatz 50 Pf. kosten. Alte Olympia-Zieger Gäste des Organisationskomitees. Das Organisationskomitee ladet zu den Olympischen Spielen alle ehemaligen deutschen Olympia- Sieger ein. Die Anschriften der Sportler, die in früheren Olympischen Spielen einmal für Deutschland eine goldene, silberne oder bronzene Medaille erkämpft haben, sind von den Fachämtern des Reichsbundes für Leibesübungen bereits gesammelt und dem Organisationskomitee zugestellt worden; dieses wird den Siegern Olympia-Stadion- Pässe und eventuell auch noch Dauerkarten für den Besuch der Sportart, in der sie den olympischen Sieg für Deutschland errungen haben, zurückstellen. 1936 = (11 X 4)2. Bekanntlich wird mit den Spielen, die vom 1. bis 16. August in Berlin abgehalten werden, die 11. Olympiade der Neuzeit gefeiert. Eine Olympiade umfaßt nach dem Vorbild der Antike, wo die Olympiade die einzige, allgemein anerkannte Kalendereinheit war, jeweils vier Jahre. 11 X 4 ist 44, und 44 zum Quadrat erhoben ergibt 1936. Das Olympiajahr 1936 ist also nicht nur ein Quadratjahr unseres christlichen Kalenders, sondern auch das Qradratjahr der 11. Olympiade, und darüber hinaus das einzige Quadratjahr des ganzen Jahrhunderts. Das letzte Quadratjahr (43-) war 1849, das ist also 87 Jahre her, und es wird noch ungefähr 90 Jahre, nämlich bis zum Jahre 2025 dauern, bis das nächstfolgende Quadrat (45-) herankommt. In der gegenwärtigen Zeitperiode der christlichen Zeitrechnung kommen nämlich diese Quadratzahlen nur ungefähr einmal in jedem Jahrhundert vor. Deutsche Arbeitsfront. Achtung DAF.-Mitglieder! Die Mitgliedsbuch-Umschreibeabteilung der Deutschen Arbeitsfront ist zur Zeit damit beschäftigt, auf Grund der vorhandenen Mitgliedsbücher der ehemaligen Verbände und der DAF.-Mitgliedskarten einheitliche Bücher für sämtliche Mitglieder der DAF auszustellen. Zu diesem Zweck wurden die DAF.- Mitglieder aufgefordert, ihrem zuständigen Kassierer, Betriebs- oder Ortswalter die in ihrem Besitz befindlichen Mitgliedsbücher und Ausweise abzuliefern. Die Mitgliedskarten der Mitglieder der ehemaligen deutschen Angestelltenverbände werden gesondert umgeschrieben; zur gegebenen Zeit erfolgt Benachrichtigung. 90 v. H. der Mitglieder, die bereits von uns zur Ablieferung ihrer Mitgliedskarten auf» gefordert wurden, find bereits im Besitz des neuen Mitgliedsbuches, während zirka 10 v. H. aller Bemühungen von feiten der DAF.-Amtswalter den Anforderungen nicht nachkamen. Ich mache hiermit darauf aufmerksam, daß die Mitgliedsbuch-Umschreibeabteilung für den Gau- Hessen-Nassau in Kürze aufgelöst wird; nach diesem Zeitpunkt können Neuausstellungen bzw. Umschreibungen von Mitgliedsbüchern nicht mehr vorgenommen werden. Die alten Ausweise verlieren dann ihre Gültigkeit. Die Folge davon ist, daß diese Mitglieder automatisch aus der DAF. ausgeschlossen sind; dieser Ausschluß hat zur Folge, daß sie nicht mehr in die DAF. ausgenommen werden. Ich bitte daher die Betriebswalter, sowie die Einzelmitglieder in den Ortswaltungen, dafür beforgt zu sein, daß spätestens bis Ende des Monats dis noch in ihrem Besitz befindlichen alten Mitgliedskarten sofort an die zuständige Verwaltungsstelle zwecks Umschreibung abgeliefert werden, damit die erworbenen Anrechte erhalten bleiben. Schäden und Nachteile, die infolge dieses durch Gleichgültigkeit und Nachlässigkeit erfolgten Ausschlusses entstehen, hat sich jedes Mitglied selbst zuzuschreiben, da Ausnahmen unter keinen Umständen gemacht werden und Umschreibungen nach Auflösung der Umschreibe-Abteilungen nicht mehr vorgenommen werden können. 500 Flaschen Oppenheimer für bie heimgekehnen Soldaten. U Nach der Heimkehr der deutschen Truppen nach Mainz überbrachte, wie schon gemeldet, die Minze r s ch a f t des bekannten Weinstädtchens Oppenheim a. Rh. den Truppen eine Spende von 500 Flaschen Wein. Hier sieht man den Wagen der Oppenheimer im Hof einer Mainzer Kaserne. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Einladung! Wir veranstalten in der Zeit vom 12. bis 21. März 1936 im 1. Stock unserer Ausstellungshäuser eine FRUHJAHRSSCHAU DAS KULTIVIERTE HEIM ZEITGEMÄSS GESTALTET und laden alle Freunde einer kultivierten Wohngestaltung zu einer zwanglosen Besichtigung dieser interessanten Schau freundlichst ein. Die Schau, die eine ganze Reihe vorbildlicher Lösungen der Wohnfrage zeigt, ist täglich von 9'4-18 Uhr geöffnet - Eintritt frei EINRICHTUNGSHAUS Frankfurt am Main Polstennöbel .Matratzen aus eigner Werkstatt mit dem Gütezeichen des 1557o RAML (Reichsausschuß für Lieferbedingungen) Aufarbeiten, ümarbeiteo, Reparaturen billigst Ru^Lsisler. GieBen, Neuenweg 23 Vergebung. Für das Landgerichtsgesängnis zu Gießen soll für die Zeit vom 1. April 1936 bis 31. März 1937 der Bedarf an: 1558D 1. Fleisch-, Wurst- und Fettwaren, 2. Milch, 3. Brot, 4. an sonstigen Verzehrungsgegenständen (Del, Essig, Zucker, Kaffee, Erbsen, Linsen, Bohnen, Käse, Seefische usw.), 5. Reinitzungsmaterialien (Seife, Seifenpulver, Soda usw.) im Verdingungswege vergeben werden. Weiter werden an den Meistbietenden die in dieser Anstalt anfallenden kiichenabfälle vergeben. Verschlossene Angebote und Gebote sind kostenfrei bis zum Eröffnungstermin Freitag, den 20. März 1936, vormittags 10 Uhr, auf der Geschäftsstelle der Staatsanwaltschaft, dahier, Altes Justizgebäude, Erdgeschoß, Zimmer Nr. 9, niederzulegen. Die Vergebung erfolgt auf Grund der Verdingungsordnung und den von dem Unterzeichneten aufgestellten besonderen Bedingungen, welche auf der Geschäftsstelle eingesehen werden können. Für die Angebote dürfen nur vorgeschriebene Angebotsformulare, die gegen Kostenerstattung von unserer Geschäftsstelle bezogen werden können, verwendet werden. Gießen, den 12. März 1936. Der Oberstaatsanwalt beim Landgericht in Gießen. - wie unschön — werden schnell Die Vereinsfiibrer. 156?D o Rollschuhe Hohen Eigenschaften 1571 D . .und zum Bauen Familien- Drucksache bewährte Modelle alle Preislagen Ttelbttemen auch llllllllllllilllllllllllllllll Vornehm / GeschmackvollI Persönlich / beseitigt. 1.60, 3.00, 3.50. fetzt auch B. extra verstärkt in Tuben RM 1.95. Gegen Pickel, Mitesser Venus Stärke A. Ärztlich empfohlen. Drogerie Winterhoff, Kreuzpl.9/10 Verein ehem.llker Landwehr 116 Die Kameraden werden aufgefordert, andemOvferschiefren für das WHW. am Sonntag, dem 15. März 1936 auf den Schießständen der beiden Schützenvereine vollzählig teilzunebmen. Der heutigen Sladtausgabe liegt ein Werbeblatt der Fa.Tertilhauo Graf, Gießen, Marktstr. 4-8, bei. reichen neuzeitlichen Ausführungen sowie Papieren billiget die 8 rühl’sche Druckerei Schulstr. 7. Ruf 2251 llllllllllllilllllllllllllllll (TlßÄJVL flUuXRJV litt seit 15 Jahren an Husten und asthmatisch en Beschwerden. Mil Husta-Glycin in kurzer Zeit aul die Beine gekommen. A. Stein wedel. Rostock, den 19.6.1935. Fritz Reuterstr. 26. Tausende ähnliche Urteile liegen vor Husta-Glycin: Fl. M 1.65 u. 1.- Hustobons (Bonbons): Ds. 75 Pfg Drog. Kilbinger Nchf., Seltersw. 69 Drog. Seibel, Frankfurter Str. 39 Drog. Winterhoff, Kreuzpl.9 811d Drog. Bornemann, Bahnhofstr. 17 Verbinder, Riemen wachs Näh- und Binderiemen Leder-Röhrig Gießen, Neustadt 43 1325a o i n i Leltss-sxvsg SO I \OII HU Ruf-Nr. 3369 FLl^-2^w^XrsU -GroA« cioaeh. R.M beiw 0 mk MO - Löwen-Drog. Kilbinger, Seltersw. 69. Leupin-Creme u. Seife vorzüql. Hautpflegemittel, seit über 20 Jahren bestens bewährt bei autjucken-Flechte Ausschlag. Wundsein usw. Drogerie Winterhoff, Krenzvl.lv : ^öwen-Trog.W.6ilbingerNachf., Selterswea 69: Med. - Drogerie H. Klflec, Lelterswea 66; Trog. Bornemann, Balmbofstr. 17.4?<»3V Germania - Drogerie (£. Seibel, Frankfurter Straße 39. 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Die Angebote sind (für jede Klasse besonders) verschlossen an die Gemeinde Oberweidbach einzureichen, können aber auch im Termin abgegeben werden. Oberweidbach, den 12. März 1936. Der Bürgermeister: Schmidt. f Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Millimeterzeile veröffentlicht! Gewinnauszug 5. Klasse 46. Preußisch-Süddeutsche (272. Preuß.) Klassen-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lofe gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 29. Ziehungstag 12. März 1936 3n der heutigen Ziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Gewinne zu 20000 M. 2 Gewinne zu 10000 M. 2 Gewinne zu 6000 M. 12 Gewinne zu 3000 M. 217667 290791 327309 24 Gewinne zu 2000 M. 133438 150575 151037 279993 328297 395195 50 Gewinne zu 1000 M. 48444 61616 73548 9948I 171772 194788 220699 264031 267927 268835 371538 382017 323121 254009 263893 33132 123655 142125 63958 73732 80083 217284 256135 273241 667 6104 32609 42615 ) 119155 131924 163511 225531 242868 249163 276262 304246 363338 95324 129441 353988 359360 394347 51310 67459 67460 67920 68151 61252 63479 75503 78524 165333 203473 275264 323557 165000 200649 273628 311616 352749 141030 167496 258993 292240 330994 164364 196827 270949 307852 344278 110329 120984 126513 142063 149268 155795 167520 172731 193102 216235 235070 241403 259801 267726 271696 288664 295350 303648 316977 328354 335253 343680 355842 367325 386220 396881 140139 165722 223276 285897 324050 104284 112586 121794 135488 147485 163551 157968 169684 184268 211520 230689 237546 248171 263341 270279 281570 290853 299965 309721 323213 331658 336455 350279 362266 380192 390880 151820 174166 261260 301492 337727 58236 81068 109841 116318 125587 139344 148072 154161 169325 172382 187465 215549 234107 240175 255275 265513 271006 284739 292878 302266 312190 326061 335089 338816 354508 365555 385426 393170 58445 96836 103553 112030 121569 134459 145634 153125 157836 169478 178568 203772 225512 237181 244947 263232 269333 281213 290287 299484 306426 322694 329528 335864 350071 362237 377605 386625 399578 81062 109565 113093 123577 136802 147581 153914 159195 170758 186858 214809 233088 238384 255073 263406 270534 284125 291193 301711 311402 323588 334278 338275 353978 364328 380484 391198 ^lk?a^winne ^00 M 2542 15579 34371 51181 bZZ48 64855 61167 74498 76761 80557 92583 101527 110665 121517 133120 144794 151756 157429 167763 178136 198715 223865 235908 241950 259954 269043 277587 289935 296845 305879 321625 329176 335646 348910 359753 368138 386236 399545 _ E Gewinne zu 300 M. 572 780 1897 4488 4655 ? «^b258 8573 9344 10008 14627 15592 18664 21975 22123 23249 33303 33310 33568 35134 37346 38151 39851 40214 44439 46353 47354 48105 49098 51310 57459 57460 57920 58151 Im Gewinnrade verblieben: 2 IOOOOöO 2 zu je 6000, 6 zu je 3000,"*10 7u je 2000, 22 zu je 1000, 42 zu je 600, 168 zu je 300 Marl.