Nr.2iz Erstes Blatt 186. Jahrgang Sreitag, September 1936 Reichsleiter Dr. Goebbels spricht Nürnberger Rede die Zusammenfassung rigsten Triebkräfte eines Volkes zur V« Die pwpaganda der Löge der nied- lernid)tung Annahme von Anzeigen für die Miltagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf.. für Text- anzeigen von70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh. Dereinbg.25°/^ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf, Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Der Bolschewismus ist die Diktatur der Minderwertigen. Zur Macht kommt er mit der Lüge, in der Macht behauptet er sich mit der Gewalt. Man muß ihn kennen und seine tiefsten Geheimnisse durchschaut haben, um ihn zu treffen. Man muß gegen ihn die wertvollen Kräfte einer Nation mobil machen, will man ihn ausscheiden: denn er ist die Organisation der gestaltlosen Gegenrasse in den Völkern. Auf einem Gebiet hat sich der Bolschewismus seit jeher als wahrer Meister erwiesen: auf dem der negativen Propaganda, der Beeinflussung der Völker durch Lüge und Heuchelei, jener Verfahrensweise, die darauf hinausläuft, durch Täuschung und Vorspiegelung falscher Tatsachen der Welt ein vollkommen entstelltes Bild von der Wesenheit und inneren Gestalt dieses politischen Wahnsinns zu vermitteln. Die Lüge ist nach dem Urteil Lenins, des Vaters der bolschewistischen Revolution, nicht nur ein erlaubtes, sondern auch das bewährte st e Mittel des bolsche- wistischen Kampfes. Schopenhauer hat ja schon gesagt, daß der Jude der Meister der Lüge sei, und es ist deshalb nicht weiter verwunderlich, daß Bolschewismus und Judentum sich an diesem Punkte in ihrer innigsten Verwandtschaft treffen. Die Lüge wird vom jüdischen Bolschewismus souverän gehandhabt. Sie verblüfft den anstän- Der Bolschewismus ist deshalb schon allen anderen politischen Machtgruppen, die sich ihm nicht in schroffster Gegnerschaft entgegenstellen, überlegen, weil er in rücksichtslosester ÄZeise das Untermenschentum, das in jedem Volke als Hefe vorhanden ist, gegen den Staat und seine erhaltenden Ideen mobilisiert. Er ist die Organisation der niedrigsten Instinkte eines Volkes zur Vernichtung aller hochwertigen rassischen Elemente. Er versichert sich meistens einer Machtgruppe, die sich auf eine brutale Minderheit stützt und mit geradezu verbrecherischer Skrupellosigkeit in taktischen Fragen auf ihr großes politisches Ziel, die absolute Erringung der Macht, hinsteuert. Seine Neigung zum taktischen Kompromiß jedoch darf nicht mit einer etwaigen Absicht, prinzipielle Kompromisse zu schließen, verwechselt werden. Im Grundsatz ist der Bolschewismus immer kompromißlos. Wenn er Kompromisse schließt, dann nur, um über den Kompromiß einschränkungslos die Macht an sich zu reißen. Er trägt keine Bedenken, denen, die ihm durch den Kompromiß zur Macht verholfen haben, nach der Erringung der Macht die Köpfe abzuschlagen. Eine wenig verlockende Aussicht für die bürgerlichen Politiker, die in manchen Staaten Westeuropas noch glauben, ihm durch das zahmere Mittel einer Volksfront die Giftzähne ausbrechen zu können. rücksichtsloser Offenheit enthüllte Reichsleiter Alfred Rosenberg die enge Verbindung zwischen dem Bolschewismus und dem Judentum, wies er nach, daß der Bolschewismus ohne eine jüdische Lenkung nicht möglich sei. Mit gespannter Aufmerksamkeit nahmen die Kongreßteilnehmer den überzeugenden Beweis des hundertprozentigen Einflusses des internationalen Judentums auf die sowjetrussische Staatsführung, Diplomatie, Wirtschaft und Armee auf. Die dann folgende großangelegte Rede des Reichsleiters Dr. Goebbels über Theorie und Praxis des Bolschewismus wurde an ihren sensationellen Höhepunkten immer wieder vom stärksten Beifall begleitet. In meisterlicher Rhetorik voll überzeugender Kraft zeigte Reichsleiter Dr. Goebbels auf, daß die Frage des Bolschewismus eine Frage des Fortbestehens Europas überhaupt ist. Als dann Dr. Goebbels des Führers, des geistigen Bahnbrechers Europas gedachte, dessen historisches Verdienst heute bereits von der ganzen Welt zugestanden werde, brauste ein gewaltiger Jubelsturm durch die weite Halle, in dem noch einmal der Dank der nationalsozialistischen Bewegung und des deutschen Volkes für seine Führung zum Ausdruck kam. Langanhaltender Beifall dankte Reichsleiter Dr. Goebbels für die Rede, die in ihrer nüchternen Sachlichkeit und doch leidenschaftlich bewegten Diktion auf jeden Hörer den stärksten Eindruck machte. Der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß vertagte darauf den Kongreß auf Freitag. Als der Führer die Kongreßhalle verlief, bereiteten ihm die Kongreßteilnehmer und die Tausende,' die wieder seinen Weg zum „Deutschen Hof" umsäumten, lebhafte Kundgebungen. Unser Kampf gegen den Bolschewismus ist kein Kampf gegen, sondern gerade f ü r den Sozialismus, aus der liefffen Erkenntnis heraus geboren, daß wahrer Sozialismus nur verwirklicht werden kann, wenn seine gemeinste und kompromittierendste Mißgeburt, der jüdische Bolschewismus, aus dem Felde geräumt ist. Der Kampf gegen den Bolschewismus aber wird mit dauerhaftem Erfolg überhaupt nur geführt werden können von einem Volk, das in einer nationalen Form sozialistischer Gliederung eine neue Struktur seines völkischen Lebens gefunden hat, die auch für die dynamischen Wert- und Sachmaße des zwanzigsten Jahrhunderts ausreicht. Das Bürgertum ist dem Bolschewismus gegenüber in allen Ländern ohnmächtig und zum Kampfe gegen ihn vollends ungeeignet. Es hat den Bolschewismus in seinen bestimmenden Tendenzen überhaupt noch nicht erkannt. Um ihm wirksam entgegenzutreten, fehlt ihm die weltanschauliche Kraft und die geistige Bestimmtheit, die politische Glaubensfähigkeit und die seelische Charakterstärke. Nicht nur, daß es ihm an dem nötigen Verständnis mangelt, es sucht sogar, wo es nur eine Gelegenheit dazu findet, mit dem Bolschewismus einen faulen Frieden auf Grund der These „Um Schlimmeres zu verhüten", zu schließen. Jeder Pakt aber, den die bürgerliche Welt mit dem radikalen Bolschewismus eingeht, muß nach dem Naturgesetz, daß der Stärkere den Schwächeren überwindet, am Ende immer zum Sieg des Bolschewismus über die bürgerliche Welt führen. bigen, wahrheitsliebenden Menschen fürs Erste so, daß er zu einem inneren Widerstand überhaupt nicht mehr fähig ist. Das aber ist es, was der jüdische Bolschewist erreichen will. Er spekuliert darauf, daß der wahrheitsliebende Mensch sich überhaupt nicht vorzustellen vermag, daß man so lügen könne, wie er lügt, mit der dreisten und frechen Selbstverständlichkeit, die er dabei anwendet. Man kann schon so lügen; der Bolschewismus tut es und erreicht damit bei den harmlosen seine frappierenden Erfolge. Seine Propaganda ist ihrem Wesen nach international und aggressiv. Sie führt die Radikalisie. rung, Anarchisierung und Bolschewisierung aller Völker der Erde im Ziel. Sie bedient sich dabei ungeheurer Geldmittel, die deshalb schon ungemessen sind, weil die bolschewistischen Gewalthaber dafür bedenkenlos das ganze russische Volk hungern und verkommen lassen. Gefährlich wird diese Propaganda für die anderen Länder deshalb vor allem, weil sie sich in ihnen der dort vorhandenen kommunistischen Parteien, d. h. der jeweiligen Sektionen der Kommunistischen Internationale, als Stütz- punkte und Rückendeckung bedienen kann. Denn die kommunistischen Parteien in außerrussischen Ländern sind ja nichts anderes als die Fremdenlegionen der Komintern auf dem Boden dieser Nationen. Mit ihrer Hilfe organisiert und betreibt der Bolschewismus eine raffiniert ausgedachte, und, weil im politisch nationalen Leben der jeweiligen Völker verwurzelte, nur schwer angreifbare internationale Verschwörung. Es muß als die stärkste nationale Bedrohung eines Staates angesehen werden, im Lande selbst eine Partei zu dulden, die von einer außerhalb des Landes gelegenen Instanz ihre Befehle empfängt. Und es ist denn auch so, daß Länder mit starken kommunistischen Parteien mehr oder weniger in ihrer Innen-, Sozial-, Wirtschafts-, Militär- und Außenpolitik, wie die Erfahrung beweist, unter dem Diktat Stalins stehen, daß beispielsweise eine westeuropäische Großmacht sich bei Abschluß eines Vertrages mit Sowjetrußland ausbedingen muß, daß die auf ihrem eigenen Boden befindliche kommunistische Partei von Moskau die Anweisung bekomme, daß sie nicht mehr das Heer unterwühlen und die Militärkredite zu Fall bringen dürfe. Diese kommunistischen Sektionen in den einzelnen Ländern haben die Aufgabe, die bolschewistische Revolution mit Hilfe eines Geldüberslusses ohnegleichen und einer raffinierten, nach Moskauer Muster aufgezogenen Propagandatechnik vorzubereiten und durchzuführen. Diese Propaganda tritt mit dem Zweck und Ziel auf, die Völker über das wahre Wesen des Bolschewismus zu täuschen und das Durchdringen von Tatsachennachrichten aus Sowjetrußland zu verhindern. So einschmeichelnd und verlockend das Gift der bolschewistischen Theorie ist, so furchtbar und grauenvoll ist nämlich die bolschewistische Praxis. Gebirge von Leichen zeigen ihren Weg: ein Meer von Blut und Tränen umschließt dieses unglückliche Land. Das Menschenleben selbst gilt hier gar nichts mehr. Terror, Mord und Bestialität sind die charakteristischen Merkmale jeder bolschewistischen Revolution, sie mag in Rußland zum Erfolge geführt haben, in Ungarn, Bayern, im Ruhrgebiet und in Berlin niedergeschlagen worden sein, in Spanien augenblicklich um die Macht kämpfen. Wo der Bolschewismus am Ruder ist, braucht er sich um den Gegensatz zwischen Theorie und Praxis nicht mehr zu bekümmern; dort herrscht der Karabiner und das Maschinengewehr. Ueberall anderswo aber bedient er sich dieser raffiniert ausgeklügelten Propagandamache, um die Welt über sein wahres Wesen zu täuschen. Das bürgerliche Europa hat für diese Zusammenhänge keinen Schimmer des Verständnisses. Ls drückt sich an einer Entscheidung vorbei mit der immer wiederkehrenden Phrase: man darf sich nicht in die inneren Verhältnisse eines anderen Landes einmischen. Was aber heute in Rußland Wirklichkeit ist, worum in Spanien gekämpft wird, und was sich in anderen Staaten Europas mit einer unheildrohenden Präzision anzubahnen scheint, das geht die ganze Welt an; das ist nicht mehr Sache politischer Weltanschauungstheoretiker, das ist eine Angelegenheit aller Staatsmänner aller Völker, die sich mit dieser Frage auseinandersehen müssen, wenn anders sie nicht die Verantwortung dafür übernehmen wollen, daß durch ihre Schuld Europa in dis tiefste Krise und Vernichtung hineingeschleudert wird. Ja die Frage des Bolschewismus ist die Frage des Fortbestandes Europas überhaupt. Hier scheiden sich die Geister, hier muh man Partei ergreifen für oder gegen, und zwar mit allen Konsequenzen. die in einer solchen Entscheidung liegen. Wenn in den politisch interessierten Kreisen westeuropäischer Länder das Phänomen des Bolschewismus, wie es sich im Marxismus in der Theorie und im russischen Sowjetstaat in der Praxis zeigt, immer noch als eine geistige Erscheinungsform und politische Realität angesehen wird, mit oer sich die Kulturmenschheit ebenso geistig und politisch auseinandersetzen müsse, so läßt diese Tatsache auf einen sehr verhängnisvollen Mangel an Einsichts- vermögen in die G e st a l t und W e s e n s st r u k - tur des internationalen Bolschewismus schließen. Was wir unter Idee und Weltanschauung im allgemeinen zu verstehen pflegen, hat mit dem, was man Bolschewismus nennt, gar nichts zu tun. Es handelt sich bei ihm um einen pathologischen, verbrecherischen Wahnsinn, nachweisbar von Juden erdacht und von Juden geführt mit dem Ziel der Vernichtung der europäischen Kulturvölker und der Aufrichtung einer international-jüdischen Weltherrschaft über sie. Der Bolschewismus konnte nur im Gehirn von Juden entstehen, und der sterile Boden des Asphalts der Weltstädte allein hat ihm Ausbreitungsmöglichkeiten gegeben. Ausgenommen werden konnte er nur von einer Menschheit, die durch Krieg und Wirtschaftskrise im Innersten zermürbt und aufgelöst worden und damit selbst für diesen verbrecherischen Wahnsinn zugänglich war. Es sei hier zu allem Ueberfluß noch einmal ausdrücklich betont, daß, wenn wir Nationalsozialisten von der ersten Stunde unseres politischen Denkens an bis zum heutigen Tage den Kampf gegen diese Weltgefahr mit aller Rücksichtslosigkeit durchgeführt haben, wir dabei in keiner Weise antisozialistische oder gar kapitalistische Interessen verfochten. hat es unter Führung Adolf Hitlers und seiner Bewegung zuerst fertig gebracht, den Kommunismus völlig niederzuringen. Ohne diesen Sieg wäre Europa heute ein Trümmerhaufen wie Spanien. Sie Mischung des parleikongreffes. Nürnberg, 10. Sept. (DNB.) Der Parteikongreß nahm am Donnerstagnachmittag mit zwei großen und in ihrer weltanschaulichen Schlagkraft sensationell wirkenden Reden der Reichsleiter Alfred Rosenberg und Dr. Goebbels seinen Fortgang. Die Kongreßtagung wurde vom Deutschen Rundfunk über alle deutschen Sender übertragen, wodurch ihre besondere Bedeutung im Rahmen des 8. Reichsparteitages unterstrichen wurde. Schon lange vor Beginn war die weite Kongreßhalle bis auf den letzten Platz gefüllt. Mit klingendem Spiel zog gegen 17 Uhr die 1. Kompanie der Wachtruppe Berlin vor dem Portal der Halle auf. Kurze Zeit darauf verkündeten brausende Heilrufe und helle Fanfarenklänge das Eintreffen des Führers. Nachdem der Führer in der ersten Reihe der Empore Platz genommen hatte, zogen unter den wuchtigen Rhythmen des Nibelungenmarsches die Standarten und Feldzeichen der Bewegung in die Kongreßhalle ein. Nach der Freischütz-Ouvertüre, gespielt vom Reichssinfonie-Orchester unter Leitung von Pg. Adam, begrüßte bann der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß den Führer und erklärte: „Der Kongreß nimmt seinen Fortgang. Es spricht Reichsleiter Alfred Rosenberg über „Der entscheidende Weltkampf". Mit ^.arm. Reichsminister Dr. Goebbels hat in Nürnberg mit eindringlicher Kraft auf die Gefahr hin- gewiesen, die den Völkern, die der Menschheit von Moskau her droht: Vorn jüdischen Bolsche- w i 5 m u 5. Mit dieser Rede sind die Gewissen der Völker noch einmal wachgerufen, mit dieser Rede ist ein neuer Feldzug gegen die bolschewistische Seuche begonnen worden, ein Feldzug, der mit der Vernichtung dieser Gefahr ' enden muß. Seit neunzehn Jahren herrscht der Bolschewismus in Rüte-Rußland, also eine Zeitspanne, in der auch einiges für die Befriedung der Völker sowie für den sozialen Aufstieg hätte geleistet werden können. In diesen neunzehn Jahren hat uns der Bolschewismus aber nur die Teufelsfratze gezeigt, in diesen neunzehn Jahren gab es in Röte- Rußland nichts wie Kriegs-Kommunismus, Hungersnöte und Massenmorde: eine Verseuchung der Völker ringsum, die überall da, wo sich diese Verseuchung einnisten konnte, zu Bürgerkriegen sowie zu sozialer und politischer Zersetzung geführt haben. Um die durch List und Betrug eroberte politische Macht in Rüterußland zu befestigen, scheute der jüdische Bolschewismus nicht davor zurück, mehr als zehn Millionen Menschen, in der er politische Gegner sah, feige hinrichten ober umbringen zu lassen. Was in Räte-Rußlanb in grauenhaftem Ausmaß geschah, was in Ungarn unb München in klein/rem Umfange wiederholt miirbe, was alles die Menschheit inzwischen leiber vergessen hat, bas alles hat sich m unseren Tagen noch einmal in Spanien ereignet. In China, wo es in ben Jahren der kommunistischen Umtriebe böse zuging, haben wir in Europa eine bolschewistische „Erhebung" nicht bis in alle Einzelheiten verfolgen können, wie bas nur zur Warnung ber Völker, bie leben unb aufsteigen wollen, I)eute in Spanien der Fall ist. Was ist der jüdische Bolschewismus? Reichs- min.ifte-r Dr. Goebbels, ber wie kaum ein anderer Zeitgenosse, ben Bolschewismus grünblid) kennengelernt unb ftubiert hat, nennt ihn in feiner aller hochwertigen rassischen Elemente. Diese scharfe Kennzeiämung entspricht nicht nur bem Wesen bes Bolschewismus, sie erfaßt auch bie eigentliche Entstehung unb Entwicklung sowie Einsatz unb Kampfform gegenüber allen anderen Völkern. Bolschewismus, bas ist bie Lüge schlechthin, weshalb es auch nur ein Bolschewist wie ber Jude Litwinow fertig bringen kann, in Genf für bie Abrüstung einzutreten, während in Räte-Rußlanb im Rahmen der Fünfjahrespläne die größte Kriegsindustrie aller Zeiten und Völker aufgebaut wird. Dabei unterstützt Moskau in der Sorge um bie Nichteinmischung in ben spanischen Bürgerkrieg London unb Paris, während die Komintern wieder gleichzeitig sich mit Hilfe ber kommunistischen Länbergruppen nicht nur in ben spanischen Handel einmischt, sondern in die innere Politik aller anberen Länder. Ein so ruchloses System, das die Frechheit so weit treibt, in sich gegensätzliche Dinge zu gleicher Zeit zu t''n, auch nur noch länger zu dulden, das bringt nur die Langmut eines Bürgertums fertig, das noch an Liberalismus unb Demokratie glaubt. Cs liegt System im Angriffskrieg bes Bolschewismus. Reichsminister Dr. Goebbels hat bies System aufgebedt, seine Taktik unb seine Strategie, sowie das Angriffsziel als solches bezeichnet. Dies Angriffsziel ist zunächst einmal bie Vernichtung jeher sozialen unb geistigen Gesittung, sowie bie' tatsächliche unb . körperliche Vernichtung aller Träger bieser Gesittung. Der Bolschewismus ist das Kampfmittel, besten sich bas Judentum bedient, um die Herrschaft über alle anderen Völker zu erobern Es ist nicht möglich, den Bolschewismus nur als solchen anzupacken und zu bekämpfen, denn soweit er eine Macht ist, kann er nur in feinen Trä- g e rn bekämpft und niedergerungen werden. Wenn wir den Bolschewismus an seinen Früchten erkennen sollen, so gibt auch hier Räte-Rußlanb bas Beispiel, bas Land, das neunzehn Jahre bem Bolschewismus ausgeliefert ist, bas aber trotzdem ober qerabe beswegen außerstanbe ist, seine Bevölkerung zu ernähren, ober auch nur eine wirkliche Steigerung von Gebrauchsgütern herbeizuführen. In feiner'Rebe hat Dr. Goebbels furchtbare Einzelheiten mitgeteilt, in benen sich bie sozialen Verhältnisse Rcite-Rußlanbs wieberspiegeln unb Reichsleiter Alfreb Rosenberg hat in seiner Nürnberger Rebe ergänzenb bargelegt, in welch kaum vorstellbarem Umfang bas Jubentum in Moskau alle Fäben in ber Hand hat unb fein gefährliches Doppelspiel treibt Es geht zwar barauf hinaus, einen Unterschieb zwischen Kreml unb Komintern zu machen, allein wenn es einmal vorkommt, daß bie Komin- tern gepackt wird, so ist es sicher, baß bie Teufels- sratze bes Kreml zum Vorschein kommt. Wenn anbere Völker, die der bolschewistische Teufel vorerst nur bei ber linken Volksfront gefaßt hat, gegenüber bem Doppelspiel Moskaus noch blinb sind, so wird es zu spät für sie sein, wenn Moskau sie am Kragen packt. Moskau hat aus dem spanischen Bürgerkrieg gelernt, um beim nächsten "instand dafür zu sorgen, daß die Kommunisten und Anarchisten, daß die Verbrecher aller Grade auch über Waffen und Munition verfügen. Das deutsche Volk Erscheint täglich, außer Sonntags unb Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblättei Heimat im Bild • Die Scholle Monatr-vezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr . , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernfprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen GietzeimAnzeiger General-Anzeiger für Oberbessen Postscheckkonto: V 1 ' ' StdRifurt am Main 116ss Druck utt& Verlag: vrühl'sche UniverfilStrSuch- und Steindruckerei R. tauge in Sietzen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulstratze 7 Die Wettgefahr des Bolschewismus. Ne'chsvropagandaminister Dr. Goebbels spricht vor dem Nürnberger Parteikongreß in grundlegenden Ausführungen über den Bolschewismus in Theorie und Praxis. Mj iru rte >ar hei nzl IOf) 5rf ind era reif ich! m E !Nkt een Hl ere u 1 iühi irn D- ür rer! ete> )eli sag Zril mb ai v Zeit a 39 hre im her en on< irei Int en oa tat Sei >or Die o c i b >er tre 5o »In ini ie iä 5c UI !, o h> $i et )c I J jubenlum und Bolschewismus Luden regieren den SvwjeWat dem Lohnabausgleich. der Sowjetwährend der Hungerperiode 1933 ein befon- dem 7-Stun- Dollem ßohn- das 3u- Mn- Le- Nicht ein einziger Arbeiter, sondern fast ausschließlich Juden saßen und sitzen noch heute in der Sowjet-Regierung. Von den kürzlich in Moskau erschossenen Führern des Bolschewismus war nicht ein einziger Arbeiter, die meisten aber Juden. Das aus dem Streit der Juden unter sich nunmehr als Sieger hervorgegangene Triumvirat, das die Sowjet-Union diktatorisch beherrscht, besteht aus: Herschel-Jehuda (Jagoda), Chef der GPU, Lazarus Mosessohn Kaganowitsch, Schwiegervater Stalins und Verkehrskommissar, Finkelstein-Lit- winoff, Außenkommissar, die sämtlich Ghettojuden sind. Der Bolschewismus muß vernichtet werden, wenn Europa gesunden soll. ir reißen dem Bolschewismus die Mske vom Gesicht. Nicht Diktatur des Proletariats besteht heute in der Sowjet-Union, sondern Diktatur des Judentums über die gesamte übrige Bevölkerung. ders krasses Beispiel, hierüber schreibt gewiß nicht naziverdächtige Neuyorker denblatt „Forward": „Am Tage vor der kunft der Delegation wurde die gesamte Die Praxis des Bolschewismus aber ist anders. Auch sie ist da und kann nicht abgestritten werden. Sie hat ihren furchtbaren weg mit Blut gezeichnet. Sie will die ganze Welt In ihren chaotischen Strudel hineinreihen. Sie ist der grohangelegte Versuch des Judentums, die Wacht über alle Völker an sich zu bringen. Darum auch ist der Kampf gegen diese Gefahr im wahrsten Sinne des Wortes ein Weltkampf. Er wurde auf deutschem Boden begonnen, er wurde auf deutschem ausgefochten, Adolf Hitler ist sein geschichtlicher Führer, wir alle sind seine Träger und damit die Vollstrecker einer grohen historischen Deltmifsion. Eine Versöhnung zwischen beiden Extremen kann es nicht geben. Der Bolschewismus muh vernichtet werden, wenn Europa wieder gesunden soll. Das Judentum weih auch, was die Stunde geschlagen hat. In einem letzten Aufbäumen sucht es, alle Kräfte gegen Deutschland mobil zu machen. In fieberhaften Rü st ungen will es seine Macht befestigen. Cs sieht in der Existenz des nationalsozialistischen Deutschland eine ständige Bedrohung feiner eigenen Existenz. Es hat sich in Rußland wohnlich und, wie es meinte, gefahrlos eingerichtet. Es stellt zu 98 v. H. jene neuheraufgekommene Sowjetbourgeoisie, feige,dick,verlogen, ränkesüchtig, intrigantenhaft, aufdringlich und frivol. Diese hochgekommenen Juden, die nun die Möglichkeit haben, ihre ehemaligen kleinen.Betrügereien in grandiosen Ausmaßen auf dem Rücken eines 160-Millionen-Volkes weiter zu betreiben, sind die blutgierigsten Tyrannen, die keine Ideale haben, sondern nur die Völker leiden machen, eine wahre Gottesgeißel, dazu bestimmt die Nationen zu quälen und die Menschen ins Unglück zu stürzen. Es wurde schon betont, daß die bolschewistische Propaganda sich klug auf den jeweiligen Hörerkreis einzustellen pflegt. Sie gibt sich radikal oder gemäßigt, je nach Bedarf. Es ist etwas anderes, ob der Terrorist Dimitroff vor der Komintern oder der Jude Litwinow vor dem Völkerbund redet. Diese Propaganda ist fromm ober gottlos, wie's trifft. Der Sowjetunion blieb es aber vorbehalten. Sklaverei im wörtlichsten Sinne wieder einzu- führen. Etwa 6V2 Millionen Wenschen haben in den Zwangsarbeitslagern ber Sowjetunion die Hölle auf Erben. In 300 riesigen Zwangs- arbeilslager-komplexen preht ber Bolschewismus bas Letzte aus ihnen heraus. Am Stalin- Weihmeer - Kanal, der von Zwangsarbeitern gebaut wurde, find hunderttausende von Leichen verscharrt. Folgende jüdische GPU-Leiter erzwangen den Bau des Kanals im mörderischen Tempo: Herschel Jagoda, Davidsohn, Kwas- nihki, Jsaaksohn Roltenberg, Ginsburg, Brodski, Verensohn, Dorfmann, Kagner, Angert usw. Iuda schwingt die bolschewistische Peitsche über dem „Vaterland des Proletariats". Die bolschewistische Propaganda behauptet, das werktätige Bauerntum aus den Klauen der kapitalistischen Ausbeutung befreit zu haben. Für seine rote Bauernfängerei hat der Bolschewismus die sogenannte „Bauern-Jnternationale" gegründet, in deren Programm es heißt: „Wir fordern Aufhebung der Steuerlast und Herabsetzung der Steuern für die Mittelbauern, wir fordern entschädigungslose Enteignung des Großgrundbesitze* und unentgeltliche Bereitstellung von Land für die landanbauenden Bauernsöhne." Und nun Wirklichkeit: Die Kornkammern Sowjetrub- lands, die früher ganz Westeuropa miternährt pe* den, sind nicht mehr imstande, auch nur die eigene Bevölkerung notdürftig zu ernähren. Millionen Menschen verhungern. Zwischen dem GPU-Terror- apparat und der Bauernschaft tobt ein erbitterter Kampf. Die Juden Kaganowitsch, Jagoda und Baumann haben die Zwangskollektivierung radikal durchgeführt, wobei mehr als 15 Millionen Bauern samt ihren Familien physisch vernichtet wurden. Die Haupterrungenschaft der bolschewistischen Bauern» politik ist das Terrorgesetz vom 7. August 1932, das für jedes „Verschulden" der Bauern nur Tod ober 10 Jahre Zuchthaus ober Zwangsarbeit kennt. Zur Anwenbung bieses Gesetzes mißbraucht ber Jube-Bolfchewismus selbst Kinber gegen ihre eigenen Eltern. Die „Jswestia" vom 28. Mai 1934 berichtet, wie ein Mädchen seinen Vater, der Kollek- tivgetreide für sich verwenbet hat, anzeigt. Der Vater verfällt ber durch bas Terrorgesetz festgesetzten Tobesstrafe. Das Kind wird öffentlich belobt. Die größte Armee der Welt steht dem Sowjetimperialismus zur Verfügung letariats zu errichten. Dort schmiede der befreite Arbeiter seinen Staat, das „Vaterland der Werktätigen". Juden nun sind es gewesen, die diese marxistische Wissenschaft erfunden haben, wie David Ricardo oder Marx Mardochai. Juden haben auch alle Arbeiterbewegungen organisiert, wie Lassalle-Wolfssohn, Adler, Liebknecht, Luxemburg, Levi usw. Juden hetzten von ihren sicheren Redaktionsstuben aus die Arbeiter auf die Barrikaden; Juden, wie Paul Singer, Schiff, Kohn usw., waren die Geldgeber und Finanziers des Marxismus-Bolschewismus. daß sie sich unter sich über die bürgerliche Welt insgeheim lustig machen und Tränen lachen. Ihre Wut gegen uns ist deshalb so groß, weil sie wissen, daß wir sie e r f a n nt haben und uns anschicken, die in Europa weitverbreitete Vorstellung vom Bolschewismus gründlichst zu zerstören. Ihr haß gegen uns ist abgrundtief. Er ist eines der schönsten Ehrenzeichen unseres politischen Kampfes. Wir reißen ihnen die Maske vom Gesicht herunter und zeigen sie der Welt in ihrer wahren Gestalt. Es wurde schon vorher betont, daß die Vorstellung, die die Menschen und Völker sich vom Bolschewismus machen, meistens das Ergebnis der bolschewistischen Propaganda ist. Diese ist groß in der Kunst des Täuschens. Z. B. glaubt die ganze Welt dem Bolschewismus, daß die Moskauer Regierung mit der Komintern gar nichts zu tun habe. Das ist selbstverständlich der plumpste und dreisteste Schwindel, den man sich vorstellen kann: denn zwischen ber Sowjetregierung unb der Komintern werden nur die Aufgaben in geschickter Weise verteilt. Zu glauben aber, daß beide unabhängig voneinander seien, ist genau so, als wenn man behaupten wollte, die nationalsozialistische Bewegung habe nichts mit der nationalsozialistischen Regierung zu tun. Die bolschewistische Propaganda arbeitet nach einem weiten Plan. Ihr Ziel ist die Weltzerstörung. Sie erweckt in den anderen Ländern falsche Vorstellungen vorn Bolschewismus. Diese sind meist das Naivste vom Naiven. Aber sie existieren, und sie tun in ihrer Existenz auch ihre Wirkung. Sie kennt keine Skrupel; hier heiligt der Zweck die Mittel. Ihr steht in ber ganzen Welt eine komplizierte Maschinerie zur Verfügung, gebilbet unb zusammengestellt aus ben kommunistischen Sektionen in ben einzelnen ßänbern, unb es bebarf nur eines hebelbruckes, um sie in Bewegung zu setzen. Sie arbeitet insgeheim ober offen in allen Völkern. Wehe, wenn man sie arbeiten läßt; eines Tages bricht dann der Staat zusammen, zermürbt und ausgehöhlt burch eine unterirbische Tätigkeit, die entrbeber nicht ernst genommen ober zu wenig beachtet wurde. Wir Nationalsozialisten sind in der glücklichen Lage, dem Bolschewismus gegenüber keine Rücksicht nehmen zu brauchen. Wir sprechen nicht die Sprache der Geheimkabinette, wir sprechen die Sprache des Volkes und hoffen deshalb auch, von den Völkern verstanden zu werden. Wir haben das Glück, die Dinge beim Namen nennen zu dürfen.» Wir fühlen uns auch dazu verpflichtet; denn die Welt muß sehen lernen. Wir können und dürfen nicht schweigen angesichts der Gefahren, vor denen Europa steht. Politische Entschlüsse zu fassen, ist jeweils Sache der Völker und ihrer Regierungen. Meinungen und Ansichten zu proklamieren, kommende Katastrophen aufzuzeigen, Besorgnisse kundzutun, ist Recht und Pflicht eines jeden, dem das Schicksal Einsicht gab und die Möglichkeit, seine Stimme der Welt zu Gehör zu bringen. Wer vom Bolschewismus frißt, stirbt daran! Darum schlagen wir auf diesem Parteitag Alarm gegen diese Weltgefahr, zeigen ben Bolschewismus in seiner Praxis, bemastieren feine Theorie unb steuern bamit einen Beitrag zum Verständnis der Zeitgeschichte zu, die zum Lernen und nicht zum Vergessen da ist. Und damit komme ich zur Sache selbst: Der westeuropäische Arbeiter pflegt in der Sowjet-Union einen Staat der Proletarier, also seinen Staat, zu sehen. In Rußland sei es der Arbeiterklasse gelungen, die kapitalistischen Ausbeuter zu „liquidieren" und die Diktatur des Pro- Im Jahre 1932 veröffentlichte die „Rote Fahne einen Bericht über die Wohnverhältnisse eines Genossen in der Sowjetunion. Ihm stünden allein zwei große Zimmer mit elektrischem Licht, Zentralheizung usw. zur Verfügung. Und nun die Wirk- lich keit: In der kommunistischen Zeitung „Leningradskaja Prawda" schreibt eine Arbeiterin: „Mit meinem l'/^ährigen Sohn, meinem Bruder und meiner tuberkulösen Schwester wohnen wir in einem dunklen Zimmerchen. Unsere Klagen beim kommunistischen Stadtkomitee haben nichts genützt. Nach wie vor wohnen wir in diesen unglaublichen Verhältnissen." Für seine Ernährung muß der russische Arbeiter, obwohl sie nur aus Brot, Kohlsuppe und Grütze besteht, allein 75 °/o seines Einkommens ausgeben. Wollte er sich so ernähren wie der deutsche Arbeiter, müßte er im Durchschnitt über das Doppelte seines Lohnes dazu aufwenden. Ein bekanntes bolschewistisches Schlagwort ist das von der Schaffung eines freien Arbeitsrechtes. Die „Rote Fahne" schrieb am 20. Juni 1932: „Seht hin nach Moskau, nach Leningrad, nach Baku, nach Nowosibirsk und lernt. Arbeit, Brot und Freiheit kann man nur nach dem Beispiel der Bolschewiki erkämpfen." Schon die Arbeitsweise des Sowjetarbeiters nach dem berüch tig'ten Stachanoff - Antreibersystem verdient den Namen Sklavenarbeit. Wie ist nun die Entwicklung in Union selbst? Der Brotpreis stieg von 1928—1935 von 9 auf 75 Kopeken pro kg. Der Monatslohn des Sowjetarbeiters fiel, am Brotpreis gemessen, um 78,5 v. H. Will der russische Arbeiter leben, so muß er heute nach dem Stacyanoff-System arbeiten, das die Arbeitsnorm soweit heraufgesetzt hat, daß die Masse der Arbeiter sie niemals erreichen kann. Die Folge sind Lohnabzüge. Im System-Deutschland hatte die KPD in ihrem berüchtigten Soldatenprogramm folgende Forderungen aufgestellt: Punkt 12: Entfernung aller mißliebigen Vorgesetzten. Punkt 20: Aufhebung des Kasernierungszwanges. „Befreiung vom „Kadavergehorsam" und „Demokratisierung der Armee" lauteten die Schlagworte. Am Morgen nach der Errichtung der bolschewi- stischen Ditktatur aber erfolgte die Zwangsmobilisierung der Werktätigen. Wer nicht pariert, wird erschossen oder landet in den Blutkellern der Tscheka. Statt der frei- willigen Volksmiliz einheitliche Befehlsgewalt, eiserne proletarische Disziplin, strengste Kasernierung, Kriegsgerichte. Aus den „Genossen Kommandeuren" werden Leutnants, Hauptleute bis hinauf zu den roten Marschällen. Und zynisch offen gibt der Sowjetjude Rabino- witsch zu, daß die angebliche „Demokratisierung der Armee „nur ein Mittel zur Eroberung der Armee" war. Eine andere, vielgeglaubte bolschewistische Parole ist die „Befreiung der Fra u". Sie soll angeblich vorn häuslichen Joch erlöst und dem Mann völlig gleichgestellt werden. „Die Revolution ist machtlos, solange der Begriff der Familie und die Familienbeziehungen bestehen", wurde auf dem Komintern-Kongreß im Jahre 1924 ausdrücklich festgestellt. In der Praxis der Sowjet-Union aber wirkt sich die vielgepriesene Freiheit der Frau so aus, daß die Frau der Willkür des Mannes schutzlos preisgegeben und gezwungen ist, ihren Lebensunterhalt durch schwere körperliche Arbeit zu verdienen. Sogar in den berüchtigten Zwangsarbeitslagern befinden sich über 1 Million Frauen. Weiter behauptet die bolschewistische Propaganda, die Frau der Sorge um die Kinder enthoben zu haben. Diese übernähme der Sowjetstaat selbst. Zu gleicher Zeit aber ist die parteiamtliche Presse zu dem Eingeständnis gezwungen, daß das Heer der verwahrlosten Kinder und die Jugendkriminalität ständig im Wachsen begriffen sind. Ein besonders zugkräftiges Propagandamittel der Bolschewisten ist die Forderung nach Aufhebung des Abtreibungsoerbotes. Die Auswirkungen der nun seit 18 Jahren währenden uneingeschränkten Ab- teibungspraxis sind aber so verheerend, daß die Sowjets nunmehr selbst die Abtreibung verbieten wollen. Den Gipfel der Verlogenheit erreicht die bolschewistische Frauenpropaganda in der Behauptung, daß die Prostitution ein notwendiges bürgerliches Hebel fei und im Kommunismus endgültig verschwinden werde. In keinem Lande der Welt bildet die Prostitution eine so allgemeine Erschei- nung wie in der Sowjet-Union. Schon um ihren Arbeitsplatz zu sichern, müssen die erwerbstätigen Frauen sich damit abfinden, allen Wünschen ihrer Vorgesetzien zu willfahren. In dem „Frauenparadies" ist die Frau im wahrsten Sinne des Wortes Freiwild für die jüdischen Sowjetbonzen. Wie der fchimmerlofe Politiker des liberalen Westens auf die Sowjetpropaganda hereinfällt, dafür ist die „Studienreise" herri 0 ts Das alles aber ist Schwindel, berechnet auf die Vergeßlichkeit und sprichwörtliche Denkfaulheit des Bildungsspießers, wie er in seiner Millionenüberzahl Europa bevölkert. In Wirklichkeit ist der Bolschewismus die krasseste Blut- und Terrorherrschaft, die die Welt je sah. Juden haben sie ausgedacht, um damit ihr Regiment unangreifbar zu machen, und Juden üben sie heute aus. Wir Nationalsozialisten sind ehrlich genug, unsere Volksherrschaft fast Jahr um Jahr durch eine allgemeine, geheime Wahl im Volke neu z u begründen und zu befestigen. Der Bolschewismus redet vom Volk, vom Land der Arbeiter und Bauern, aber fein Geficht ist d i e Gewalt. Er lebt in dem Gehirn eines jeden Menschen als eine bestimmte Vorstellung. Diese Vorstelluna ist meistens von ihm selbst gemacht worden. Dazu bient ihm seine Propaganda. Das Bild des Bolschewismus wird von ihr je nach Person und Charakter eines Menschen, einer Menschengruppe oder eines Volkes künstlich hergestellt. Es ist in seinem Wahrheitsgehalt in allen Fällen durch nichts begründet. Es kann beispielsweise vorkommen, daß Vertreter eines großen Landes bei Besichtigung einer neuen Untergrundbahn in Moskau, die in allen anderen Hauptstädten selbstverständlich wäre, oder bei Hören ihrer Nationalhymne bei einem bolschewisti- jchen Empfang ihre alten Anschauungen über den Bolschewismus plötzlich und ohne jeden sichtbaren Grund über Bord werfen und sich mit allen anderen aussöhnen. Die roten Juden in Moskau kennen ihre Pappenheimer. Es ist wohl anzunehmen, völkerung Kiews um zwei Uhr nachts mobilisiert — zur Säuberung der Hauptstraßen und zum Schmücken der Häuser. Zehntaufende von Händen bemühten sich krampfhaft, der vernach- läffigten und verschmutzten Stadt ein europäisches Aussehen zu verleihen. Alle Verteilungs- ftellen für Lebensmittel, Kooperativläden und dergl. waren geschloffen. Das Schlangenstehen war verboten. Die verkommenen Horden verwahrloster Kinder, die Bettler, die hungernden, sie alle waren wie vom Erdboden verschwunden. An den Straßenkreuzungen stolzierten berittene Milizonäre auf gestriegelten Pferden, deren Mähnen mit weißen Bändern durch- ftochten waren — ein Bild, wie es Kiew nie zuvor und nie später zu sehen bekommen hat". Ein besonderes Paradestück aus dem Propa- gandaarsenal des Bolschewismus ist die Forderung auf Abschaffung der Armee, die „allgemeine und d 0 11 ftä n b i g e Abrüstun g". Unter den Schlagworten „Nie wieder Krieg", „Kriege _bcm Kriege", „Heraus zum Kamps gegen Kriegsrüstungen" beantragte z. B. die KPD. seinerzeit einen Volksentscheid folgenden Inhalts: „Der Bau von Panzerschiffen und Kreuzern jeder Art ist verboten." Und schon im Februar 1932 benutzte der Jude Finkelstein-Litwinow eine der zahllosen Genfer Abrüstungskonferenzen, um die Losung der „vollständigen Abrüstung" der Welt zu verkünden. An dieser verlogenen Methode hat sich bis heute nichts geändert, wie die Ausführungen desselben Litwinow im Juli d. I. beweisen, wo er wieder von der „vollständigen Abrüstung" als der „Maxunal- garantie für den Frieden" redete. Das ist bolschewistische Propaganda. Wie sieht dagegen die Wirklichkeit aus? Die Friedensstärke der Roten Armee steigt durch die Herabsetzung des Einberufungsalters auf 2 Millionen. Dazu kommen an ausgebildeten Reserven 9 bis 10 Millionen. Im Kriegsfälle können also 11 Millionen und in absehbarer Zeit sogar 14 Millionen mobilisiert werden. Sofort zu Kriegsbeginn würde die Rote Armee 160—180 Infanterie- und 25 Kavalleriedivisionen in Marsch setzen. Den Zuwachs an Tanks bezifferte der rote Marschall Tuchatschewski erst kürzlich auf 2475. Die Stärke der roten Luftwaffe beträgt 6000 Flugzeuge. Die Flugzeuge der 1. Linie verteilen sich auf 3100 schwere und leichte Bomber und Aufklärer und 1500 Jagdflugzeuge. Die Bombenwaffe steht somit weitaus an der Spitze und beweist den Angriffscharakter der roten Luftflotte. Die Bomber sollen in einem Kriege den ersten Uehersall ausüben und den Feind treffen, noch ehe der zur Abwehr bereit ist. Nach Ansicht der Sowjetstrategen wird der nächste Krieg ohne vorherige Kriegserkl^ rung geführt. Nicht allgemein bekannt durfte auch die Tatsache sein, daß die Sowjets heute bereits die größte U-Bootsflottille der Welt besitzen. Bezeichnung des Juden als Juden mit Gefängnis bestraft. Wir haben es damals trotzdem getan, heute wird die Bezeichnung des Juden als Juden und des Bolschewisten als Generaloerbrechers von der Welt noch vielfach mit vornehmer Reserve oder gar gespielter sittlicher Empörung zurückgewiesen. wir aber sind der Meinung, daß es uns genau fo, wie es uns gelingen konnte, Deutschland einmal von der parasitären Gefährlichkeit dieser Raffe zu überzeugen, auch einmal gelingen wird, der Welt die noch verfchloffenen Augen zu öffnen und ihr das Judentum und den Bolschewismus in wahrer Gestalt zu zeigen. Unterdes aber wollen wir nicht müde werden, bei den furchtbaren Krisen und Erschütterungen, die jo viele Länder durchzittern, immer und immer wieder die Völker auf diese unheildrohende Gefahr aufmerksam zu machen und ihnen zuzurufen: Die Juden sind schuld, die Juden sind schuld! Wir wissen, baß biese Rufe Peitschenhiebe in bas haßentstellte Gesicht bes Jubenturns finb. Es hilft ihm auch nichts, baß es sich bei zunehmenber Verschärfung bieser Gegensätze in bemokratische Tarnung zu hüllen versucht. Das ist zu überklug, als baß es auf benkenbe Menschen noch wirken könnte; es gilt nur noch als billiger Trost für ben Bilbungsphilister. Ihm kommt biese Phrase wie gerufen, weil sie ihm erlaubt, sich an einer Ent- scheibung vorbeizubrücken. Diese sogenannte bolschewistische Demokratie, bie englische unb französische Zeitungen vielfach noch ber fogenannten nationalsozialistischen Diktatur als Beispiel unb Dordilb entgegenzuhalten wagen, trieft von Terror, Morb unb Blut. Alle paar Jahre holt bie bolschewistische Gewaltherrschaft biese Phrase aus ber Mottenkiste, unb zwar jebesmal bann, wenn sie nach einem furchtbaren unb alle Gemüter entsetzenben Schreckensregiment bie Notwenbigkeit empfinbet, sich Europa in empfehlenbere Erinnerung zu bringen. Dann tauchen plötzlich in ben kommumstisck)en Propaganbabüros erfunbene Zeitungsenten von Einführung einer neuen Verfassung, allgemeinem, geheimen Wahlrecht in Sowjetrußlanb u. a. auf. Noch eine Frage gilt es hier zu klären: bie Frage bes Jubenturns im Bolschewismus. Sie kann nur in Deutschlanb offen besprochen werben» weil es in anberen ßänbern, wie früher auch in Deutschlanb, gefährlich ist, bas Jubentum überhaupt beim Namen zu nennen. Daß ber Jube ben Bolschewismus gemacht hat unb ihn heute trägt, ist gar nicht mehr anzuzweifeln. Die führende Schicht bes alten Rußlanb ist so rabikal beseitigt unb ausgemerzt worben, baß bas Jubentum für den Bolschewismus überhaupt als einzig führende Schicht übrig geblieben ist. Jeber Streit im Bolschewismus ist beshalb mehr ober weniger ein Familienstreit unter Juben. Auch bei ben jüngsten Hinrichtungen in Moskau hat es sich lebiglich darum gehandelt, baß aus Machthunger unb Der- nichtungswillen Juben Juben erschossen Haden. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, anzunehmen, bah das Judentum unter sich immer einig wäre. Die Juden sind nur einig, wenn sie innerhalb einer national überwiegenden Mehrheit als Minderheit bedroht sind. Davon kann in Rußland heute überhaupt nicht mehr die Rebe sein. Ist das Judentum an ber Macht, unb bas ist in Rußlanb ausschließlich ber Fall, so brechen bie alten j u - bischen Gegensätze, bie währenb ber rasst- schen Bebrohung zum Schweigen gebracht waren, wieber auf. Die Jbee des Bolschewismus, d. h. ber skrupel- losen Derwilberung unb Auflösung jeder Sitte unb Kultur mit bem diabolischen Zweck der Vernichtung der Völker überhaupt, konnte nur im Gehirn von Juden erdacht werden. Die bolschewistische Praxis in ihrer schauderhaften und bluttriefenden Grausamkeit ist nur in den Händen von Juden vorstellbar. Es ist selbstverständlich, daß diese Juden sich tarnen, daß sie in Westeuropa ihren Anteil unb ihre Schulb am Bolschewismus abzustreiten versuchen; das haben bie Juben immer getan unb werben sie in Ewigkeit tun. Wir aber haben sie erkannt, mehr noch, wir haben als einzige in ber Welt ben Mut, trotz aller daraus entstehenden Gefahren mit Fingern auf diese Generalverbrecher zu zeigen und sie vor der ganzen Menschheit laut unb vernehmlich mit ihrem Namen anzurufen. Es gab eine Zeit in Deutschland, da wurde die Der politischen Agitation bes Bolschewismus entspricht seine Demagogie auf wirtschaftlichem Gebiet. Ein paradiesisches ßeben soll angeblich ber Arbeiter im bolschewistischen Staat führen. Noch im April 1932 forberte bie „Rote Fahne in einem Wahlaufruf: „Schluß mit bau, Erhöhung ber ßöhne, her mit ben-Tag, ber 40-Stunben-Woche bei ij-r P v hi- aus 1 V die / no Io ma eur reno $erh auftr Di Hl U1 h d r i 1 2 1 au Ä te h< ! fr fö ce. 9li her 1 'st Kor ton mit 8er Die offensive Politik der Militärpakte. Dem Angriffscharakter der Roten Armee entspricht die An g r i f f s st r a t e g i e ihrer Führer. Tuchatschewski spricht von dem „selbstverständlichen Recht" der siegreichen bolschewistischen Revolution auf eine weltumspannende Ausbreitung. Sie wird, sagt Tuchatschewski, „mit einer elementaren Gewalt danach streben, durch unmittelbare Einwirkung auf alle Nachbarländer die ganze Welt zu umspannen. Ihr wichtigstes Werkzeug wird natürlich ihre militärische Macht sein." Und nun das Unglaublichste: Trotz dieser offen zutage liegenden imperialistischen Rüstungen behauptet die bolschewistische Propaganda auch heule noch, daß Moskau eine „Friedenspolitik" treibe. Die UdSSR, die keinerlei Ausdehnungswünsche hat, meldet sich immer zur Stelle, wenn es sich um die Ausrechlerhaltung des Friedens handelt", so lügt Herr Litwinow der V-lt ins Gesi2?t. Us- der französische Kommu- nisterführer Thorez erklärt in der „Humanitär „Wir haben gezeigt, daß die Sache des Friedens von der Sache der Sowjet-Union unnennbar ist." 3m schroffsten Gegensatz zu dieser Lügenpropaganda steht die offensive Politik der Militärpakte, die unter dem Schlagwort der „kollektiven Sicherheit" am 2. Mai 1935 zwischen Moskpu und Paris und am 16. Mal 1^ö5 zwischen Moskau und Prag abgeschlossen wurden. Jacques Doriot, Bürgermeister von St. Denis, ehemaliger Kommunist und heute Führer der „Französischen Volkspartei", charakterisierte vor kurzem den wahren Zweck des französisch - bolschewistischen Militärpaktes mit folgenden Worten: „Und wenn sie es erst geschafft haben, wenn Lachin Präsident der Republik, Thorez Ministerpräsident und Perl Außenminister ist, dann werden sie den von Moskau befohlenen Krieg gegen Deutschland vom Zaun brechen, damit die Sowjetunion an ihrer Destgrenze entlastet wird ..." Nicht anders steht es mit dem Militärpakt zwischen Moskau und Prag. Ein Sowjetflieger und Parteikommunist machte darüber einem Vertreter der französischen Zeitung „Gringoire" am 15. Dezember 1935 folgende Angaben: „Die Schaffung von Flugzeug stütz punkten vor und hinter Prag wäre für uns ein Ideal. Von da aus könnten wir die Flugzeit auf die Hälfte verringern und brauchten nur halb so viel Betriebsstoff, wodurch es uns möglich wäre, drei Tonnen Sprengstoff mehr mitzuführen". Inzwischen sind diese rotenFlughäfen auf dem Territorium der Tschechoslowakei in großer Zahl geschaffen worden. Sie wurden in letzter Zeit auf 36 vermehrt. Die in Preßburg erscheinende Tageszeitung des tschechischen Ministerpräsidenten, der „Slovensky Dennik", verrät mit verblüffender Offenheit den Zweck dieser roten Flugzeugstützpunkte: „Wenn die Flugplätze für die Staatsoerteidigung notwendig werden, dann wird man sicher keine Gänse darauf weiden. Sie werden auch jedem Freunde dienen, der uns bei der Verteidigung helfen wird." Mit anderen Worten, von jenen 36 Flughäfen sollen die roten Bomber zum Angriff auf Europa starten. Wie akut diese Bedrohung ist, ergibt sich aus der Tatsache, daß die strategisch wichtigsten Punkte Mitteleuropas von den Bombern der roten Kampfgeschwader in weniger als Stundenfrist erreicht und vernichtet werden können. Von den Flugstützpunkten der Roten Armee auf dem Gebiet der Tschechoslowakei sind z. B. zu erreichen: Dresden in 20 Minuten, Lhemnih in 11 Minuten, das Schlesische Industriegebiet in 9 Minuten, Berlin in 42 Minuten, Wien in 9, die Wafsen- fabriken in Steyr in 17 und das Industriegebiet der Steiermark in 27 Minuten, Budapest gar kann schon in 6 Minuten nach dem Abflug in Schutt und Asche gelegt werden. Das ist das wahre Gesicht der bolschewistischen „Friedenspolitik". Als ich vor einem Jahr an dieser Stelle genaue Angaben darüber machte, wieviel Geistliche in Rußland getötet worden sind, und auf die Gefahr hinwies, daß sich ähnliches in anderen Ländern jederzeit wiederholen könne, haben selbst kirchliche Kreise des Auslandes diese Warnung in den Wind geschlagen und die naive Ansicht vertreten, daß der Bolschewismus sich gewandelt habe und in Zukunft den Konfessionen ihre Freiheit belasse. Nur zu sehr haben mir inzwischen die Ereignisse in Spanien Reckt gegeben! „In allen Gebieten, in denen die Madrider Regierung herrscht, gibt es keine offenen Kirchen mehr", schreibt die Zeitung „Diario de la Marina". Und die katholische Kirche selbst hat offiziell bekanntgegeben, daß allein in Barcelona etwa 250 Priester ermordet und sämtliche Kirchen vernichtet wurden. Das ist die Freiheit der Konfessionen unter der Herrschaft des Bolschewismus! Wie sehen Freiheit und Menschenrechte im Sowjetparabies in Wahrheit aus? Um in den Augen der westlichen Demokratien als harmlos und bürgerlich zu erscheinen, haben die bolschewistischen „Diplomaten" so schwer es auch fiel, die Allüren anständiger Menschen angenommen. Auf uns als Kenner bolschewistischer Taktik wirkt es nur erheiternd, zu sehen, wie so mancher klug scheinende Staatsmann in Westeuropa glaubt, der Bolschewismus habe die Welt- revolution aufgegeben, weil seine diplomatischen Vertreter mit Frack und weißem Kragen auftreten. Diese Tarnung schien jedoch den jüdischen Machthabern in der Sowjetunion noch immer ungenügend. Um endgültig den Beweis der Harmlosigkeit zu erbringen, hat sich deshalb der Bolschewismus eine „Verfassung" gegeben. In ihr wird das „Recht auf Bildung" proklamiert angesichts von 40 °/o Analphabeten, in ihr wird von „Freiheit des Wortes und der Presse gesprochen in einem Lande, das jede Abweichung von der Meinung der jüdischen Diktatoren mit dem Tode bestraft, wie wir es soeben erst im Trohkisten-Prozeß erlebt haben. Dieses System wagt es, von der „Unantastbarkeit der Person, der Wohnung und des Briefgeheimnisses" zu reden, obwohl es Tag für Tag durch die Tscheka tausende verzweifelter Menschen in Rudeln zusammenlreibt, deportiert oder erschießen läßt. Die von den Kommunisten in Frankreich aufgezogene „Volksfront" kämpft nach den Worten ihres Parteiführers Thorez „für die Verteidigung der demokratischen Freiheiten, if)re_ Erhaltung und Erweiterung". In Spanien ist die „Volksfront" zur Macht gekommen. Die „demokratischen Freiheiten" bestehen dort in der Ueber- füllung der Gefängnisse von Madrid und Barcelona, in der Verballung und Erschießung aller Nichtkommunisten. Allein in Madrid wurden bisher über 7000 Personen auf diese Weise ermordet! Die Phrase von „Freiheit und Menschenrecht" ist eine der beliebtesten in der Propaganda des Kommunismus. Schon in, seiner Revolutionshymne kommt sie vor. Wie es in der Sowjetunion mit Freiheit und Menschenrecht steht, beweisen folgende Stellen aus Briefen aus der Sowjetunion: „—Dann werden ein paar Hundert der Entrechteten wie das Vieh in leere, ungeheizte Frachtwagen hineingepfercht. Sie sollen nach dem Weißen Meer und nach Sibirien gebracht werden ... Es wird schon so kommen, wie ein führender Kommunist zu uns sagte: .Krepieren sollt ihr! Wir können euch nicht alle totschlagen, aber krepieren werdet ihr doch!'" Brief vom 10. August 1935. „... Es scheint, als sei die Krisis wieder im Anzug. Aber hoffentlich werden die Jahre 1932/33 nicht wiederkehren, wo im Verlaufe eines Jahres fast 80 v. H. der Deportierten dahinstarben." Brief vom 7. Juni 1936. Am 16. November 1917 versprach Lenin in der „Erklärung der Rechte der Nationalitäten" den Völkern des ehemaligen zaristischen Reiches die Autonomie. Wie sah sie in Wirklichkeit für diese Völker aus? Am 27. April 1920 überrannte die Rote Armee Aserbeidshan, im November des gleichen Jahres die Ukraine, am 3. Dezember Armenien und 25. Februar 1921 die junge Republik Georgien, nachdem Moskau im Jahre vorher vertraglich ihre Unantastbarkeit ausdrücklich anerkannt hatte. Im August 1927 alarmierte der kommunistische Propaganda-Apparat die halbe Welt mit Kundgebungen gegen die Hinrichtung der Anarchisten Sacco und Vanzetti. In Millionen von Flugblättern und Zeitungen agitiert der Kommunismus in den „kapitalistischen" Ländern f ü r Abschaffung der Todes st rafe. Und in der Sowjetunion? Allein im § 58 des Kriminalkodex' sind 14 verschiedene Talbe- sl ä n d e aufgestelll, die mit dem Tode b e - st ra f t werden! Durch das Gesetz vom 7. April 1935 ist die Todesstrafe sogar für Kinder eingeführt. Hungernde Kinder in einer Erziehungsanstalt erzählten mehrmals, wie gut sie es früher gehabt hätten. Das genügte, um den Tatbestand des § 58 festzustellen. Zehn Kinder wurden im Beisein ihrer Kameraden von der GPU. erschossen. Der Oberste Sowjet- Staatsanwalt Wifchinsky gedenkt in einem Zeitungsartikel „mit zufriedenem und beglücktem Herzen" der einjährigen Wiederkehr des Tages, an dem dieses „Kindermord"-Geseh in Kraft getreten ist. Kommunistische Wühlarbeit in aller Well. Das alles find Tatbestände, die sich ausschließlich auf erhärtetes und bewiesenes Material, in den meisten Fällen aus Sowjetquellen stammend, stützen. Als ich im vergangenen Jahre mit warnender Stimme die vermutlich in Aussicht stehenden Auswirkungen des VII. Komintern-Kongresses vom 25. Juli bis 21. August 1935 auf dem Nürnberger Parteitag darlegte, hat die Welt demgegenüber nur Schweigen und Verständnislosigkeit zur Schau getragen. Der Spießer hielt unsere Prophezeiungen für übertrieben und glaubte, sie in den Wind schlagen zu können. Ich gestatte mir deshalb, in Kürze ein paar der auf diesen Komintern-Kongreß gemachten Vorschläge und gefaßten Pläne noch einmal zu wiederholen und ihnen die inzwischen eingetretenen Folgen in den verschiedenen Ländern gegenüberzustellen. Dimi. troff, der Beauftragte der Sowjetdiktatur für die Revolutionierung der Welt, erklärte wörtlich: „Mit Stalin an der Spike kann und muß unsere politische Millionenarmee, alle Schwierigkeiten überwindend, kühn über alle Hindemsse Hinwegschrei, ten, die Festung des Kapitalismus zerstören und oen Sieg des Sozialismus in der ganzen Welt erringen!" Er sagte weiter: „Das Proletariat ist der! wirkliche Herr der Welt, der Herr von Morgens Und es muß in seine historischen Rechte eintreten, und in jedem Lande, in der ganzen Welt die Zügel der Herrschaft in die Hand nehmen ..." „.. - Vergebens sind die Anstrengungen, das Rad der Geschichte rückwärts zu drehen. Nein, dieses Rad dreht sich und wird sich weiter drehen, in der Richtung der Weltunion der Sozialistischen Sowjetrepubliken, bis zum endgültigen Sieg des Sozialismus in der ganzen Welt." So lautete das Programm, das dieser bulgarische Terrorist für die Revolutionierung der Welt aufstellte. Für die Art der Durchführung mögen die nackten Tatsachen sprechen. Seit diesem Kongreß fanden weit über hundert kommunistische Revolten in den verschiedensten Ländern der Welt statt, darunter die Revolten in Brest und Toulon mit zahlreichen Toten im August 1935, am 18. April 1936 in Lemberg mit allein 10 Toten, am 10. Mai 1936 in Saloniki mit mehr als 100 Toten. Drei von langer Hand vorbereitete bewaffnete Aufstände erschütterten wochenlang ganze Länder: im November 1935 in Pernambuco, im Januar 1936 in Buenos Aires, im März 1936 in Spanien. Sechs versuchte Aufstände konnten im voraus vereitelt werden, darunter diejenigen vom Dezember 1935 in Uruguay, Februar 1936 in Paraguay und vom gleichen Monat in Chile. 62 größere Brandstiftungen wurden ausgeführt, darunter die von Lantschau in China, die 1000 Todesopfer erforderte. 54 bewaffnete Ueberfälle wurden ausgeführt, 78 Sprengstofflager ausgehoben. Im ganzen fielen diesen bolschewistischen Verbrechern 3041 Menschenleben zum Opfer. Richts gibt uns aber einen besseren Anschauungsunterricht, nichts könnte uns tiefer überzeugen von der Ernsthaftigkeit der Entschlüsse des VII. Weltkongresses als die blutigen und erschütternden Ereignisse in Spanien. Sie stellen die wortgetreue Ausführung der damals ausgegebenen Anweisungen dar. Sie sind praktisch die Verwirklichung der „Volksfront"-Pa- role, die in Frankreich ihre erste Stufe, in Spanien jedoch ihren Höhepunkt erreicht. Dimitroff hatte die Parole ausgegeben, unter einer Volksfrontregierung „die Machtavsübung einer solchen Regierung für die revolutionäre Vorbereitung der Massen auszunühen", „sich für die sozialistische Revolution zu bewaffnen", denn „die Rettung wird einzig und allein die Sowjetmacht bringen!“ Moskaus Arbeit trägt in Spanien Früchte. Die Weltpresse hat schließlich auch über die unmenschlichen Greuel berichten müssen, die von den spanischen Marxisten auf Befehl ihrer ausländischen Anführer begangen wurden. Es ist unmöglich, auch nur annähernd Zahlen zu geben, die an die Wirklichkeit herankommen. Am 19. August wurde aus offiziöser Quelle folgendes Material bekannt: In der Stadt Madrid selbst und in ihren Vororten sind von den Roten bisher über 6000 Personen ermordet worden, davon allein 1400 in dem berühmten Park Casa del Campo. In dem größten Gefängnis Carcel Modelo befanden sich zu dieser Zeit 3000 Gefangene, in San Antonio 1146, insgesamt in Madrid 6000. Ein mir vorliegender Bericht eines Augenzeugen, der von seiner Wohnung aus die Casa del Campo überblicken konnte, nennt noch ganz andere Zahlen. Bis zum 30. August, so berichtet der Augenzeuge, hat er etwa 6000 Erschießungen selbst mit angesehen. -Er weiß zu berichten, daß an anderen Plätzen der Stadt, in den Straßen und in den Wohnungen weitere 20 000 umgebracht wurden. (Bericht des Deutschen Heinrichs.) Das ganze deutsche Volk trauert um sieben Volksgenossen, die auf die entsetzlichste Art und Weise umkamen und dem roten Mordgesindel zum Opfer fielen. Auf dem Wege zum Freizeitkongreß in Hamburg wurden die vier Volksund Parteigenossen Gastje, Dato, Hofmeister und Treiz von einer Gruppe Bolschewisten ermordet. Zwei von ihnen wurden nach einem langen „Verhör" hinter eine Fabrik geführt, die zwei anderen etwas davon entfernt an eine Mauer gestellt und erschossen. Wie später fest- gestellt werden konnte, haben die Verbrecher ihr blutiges Werk mit Schrot verrichtet! Hofmeister und Treiz waren so entstellt, daß man sie nur mit Mühe an der Gesichtsform identifizieren konnte. Viele andere deutsche Volksgenossen wurden verletzt oder in ihrem Vermögen geschädigt. Der Parteigenosse Hans hahner wurde ermordet, als er sich zum Dienst am „Roten kreuz" begeben wollte. Sein Haus wurde ausgeraubt und feine Frau blieb mittellos zurück. Nicht nur in Madrid, sondern im ganzen Land häuften sich die Greueltaten der Roten. In Llora del Rio wurden 187 Personen umgebracht, in Constantina 250 („Diario de Noticias", Lissabon). In Cartagena wurden 600 Offiziere und Mannschaften mit Steinen um den Hals ins Meer geworfen („Germania"). Im Kloster von Baena haben die Kommunisten 180 Personen mit Beilen und Rasiermessern hingerichtet, unter ihnen den Pater von Santa Maria Mayor, Frauen und Kinder. Den Frauen war der Leib aufgefchnitten („Seculo"). Zwei Bauern aus Malaga berichten über die Ermordung von mehr als 400 Personen, die mit Gewichten an den Füßen in Brunnen geworfen oder an die Schwänze von Pferden gebunden, durch die Straßen geschleift wurden („Seculo"). Der italienische Konsularagent Solaverani berichtet, daß ein 16jähriges Mädchen a l s erste auf einen Gefangenen geschossen habe („Die Front", Zürich). In Rosal de la Frontera verbrannten die Kommunisten 40 Personen in der verschlossenen Kirche (Journal de Geneve). In Runda wurden 400 Einwohner ermordet, von denen etwa 200 in den Tajo gestürzt wurden („Times"). In San Sebastian wurden am 14. August 51 Geiseln erschossen („Eoening Standard"). In Almen- dralago fanden die Truppen General Francos die Leichen von Gefangenen mit dem Kopf nach unten an die Gefängnismauern gekreuzigt. 80 waren bei lebendigem Leibe verbrannt worden („Seculo"). In Cartagena wurden 50 Bürgergardisten, Hals an Hals gefesselt und mit Eisenbarren beschwert, von dem roten Gefängnisschiff „Sil" ins Meer gestürzt („Daily Mail"). Der Sonderberichterstatter des „Journal", Emile Condroyer, berichtet aus El Arahal, daß die Roten 30 Männer, Frauen und Kinder ins Gefängnis eingeschlossen, Petroleum durch ein Fenster gegossen und dann brennende Streichhölzer hineingeworfen haben („Daily Mail"). Das ist das wahre Gesicht des bolschewistischen Atheismus, der es wagt, in anderen Ländern feine Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den Kirchen anzubieten. Das Bild der aus den Särgen gerissenen Leichen von Rönnen in Barcelona ist ein Symbol der Schändung alles heiligen durch den Bolschewismus. Wenn Andres Rin, einer der Hauptheher in Spanien und ehemaliger Sekretär des Bolschewiken Tomsky, erklärt: „Wir haben das Kirchenproblem gelöst, indem wir keinen einzigen Tempel mehr stehen liehen", — so müssen wir fesistellen, das ist die Gottlosigkeit in Person! So sieht das wahre Gesicht des Bolschewismus aus! Auch in Spanien sind es wie im Rußland von 1917 und in allen anderen Ländern vaterlandslose und jüdische Drahtzieher, die die bolschewistischen Revolten Hervorrufen und leiten. Das Gefühl ihrer Volkszugehörigkeit ist ihnen, wenn sie Nichtjuden sind, vollständig verloren gegangen. Wer hat nun ideologisch und praktisch die Schuld an allem, was in Spanien vor sich geht? All diese Ereignisse stellen nichts anderes dar als die Ausführung der in Moskau gefaßten Beschlüsse. Zu ihrer Durchführung wurden nach Spanien entsandt die bolschewistischen Juden Bela Khun, der „Mörder von Ungarn", Neumann, der sich in Spanien Enrique Fischer Neumann nennt, Kolzow-Ginsburg, getarnt als Korrespondent der Moskauer „Prawda", und schließlich der rote Dölkerbundsdiplomat und Jude Rosenberg. Sie sind die Führer aller sowjetrussischen Terroristen, die unter falschen Pässen, die seltsamerweise meistens französischer Herkunft sind, in Spanien ihr blutiges Handwerk betreiben. Adolf Hitler der geistige Bahnbrecher Europas im Kamps gegen Zerstörung und Anarchie. Unverhüllt werden von der Moskauer Roten Hilfe in allen Ländern Geldsammlungen für die Bolschewiken in Spanien durchgeführt. Der Generalsekretär der französischen Volksfront-Gewerkschaft, Jouhaux, der Agent Andr6 Malraux u. a. stellen die Verbindung der französischen mit den spanischen Marxisten her. Der Ministerpräsident Giral dankt Kolzow-Ginsburg für die „glänzende Initiative französischer Organisationen und Personen, die tatkräftig der spanischen Regierung im Kampf halfen", wobei er besonders Jouhaux, Malraux und den Juden I. B. Bloch erwähnt, und schließt mit nochmaligem Dank an das „brüderliche Sowjetvolk". (Prawda.) Wie kommt es, daß sich die Volksfrontregierung in Spanien bei einem Sowjetjuden für die Unterstützung durch französische Kommunisten bedankt? Sie beweist damit, daß die Anführer der Kommunistischen Partei Frankreichs wie der Spaniens in Moskau sitzen! Es ist erwiesen, daß die unerhörlen Greueltaten in Spanien durch Agenten der Komintern veranlaßt und begangen werden. Es ist erwiesen, daß Sowjetrußland den spanische^ Bolschewisten finanzielle, politische und praktische Hilfe zukommen läßt. Es ist erwiesen, daß ideologisch und praktisch der letzte Komintern-Kongreh in Moskau den Bolschewismus in Spanien einzuführen beabsichtigte und Moskau diesen Plan soeben durchzuführen versucht. Der unverminderte und sogar gestärkte Wille Moskaus zur Weltrevolution wird durch das Beispiel Spanien dargetan. Wem hier nicht die Augen aufgehen, darf sich über die Konsequenzen nicht beklagen. Das ist der Bolschewismus in Theorie und Praxis, eine infernalische Weltpesl, die ausgerottet werden muh, und an deren Beseitigung mitzuhelfen Pflicht eines jeden verantwortungsbewußten Menschen ist. Es ist feine Redensart, wenn wir Deutschen die Völker der Erde aufrufen, sich gegen diese Gefahr zusammenzuschließen, wenn anders sie nicht in den Strudel eines furchtbaren und unabsehbaren Verhängnisses hineingezogen werden wollen. Deutschland hat zu diesem Weltkampf das Signal gegeben. Wir Nationalsozialisten als die Träger dieser Auseinandersetzung haben 14 Jahre lang den Bolschewismus in all seinen Abarten und Schattierungen als Opposition bekämpft; wir taten das unter Regierungen, die als typisch bürgerliche vom Wesen und von den Auswirkungen des Bolschewismus keine Ahnung hatten, und uns deshalb jedesmal, wenn wir zum entscheidenden Schlage ausholten, in den Arm fielen. Es wirkt heute fast wie ein Wunder, daß es uns trotzdem gelungen ist, den Bolschewismus zu Boden zu werfen. Es ist vielleicht auch ein Wunder im Zuge einer über uns wirksamen Weltordnung, die es nicht zulassen wollte, daß jahrtausendealte Völker und Kulturen vom Vernichtungswillen des international-bolschewistischen Judentums beseitigt werden. Wir konnten den Bolschewismus überwinden, weil wir ihm einbesseresJdealund einen ftär= feren Glauben entgegenzustellen hatten, weil sich in uns die Nation gegen das Judentum und das mit ihm verbündete niederrassische Untermenschentum erhob, weil wir eine Weltanschauung vertraten, die im Gegensatz zur bolschewistischen gut, edel und idealistisch ist, weil wir in unserem Kampfe vom Volke selbst ausgingen und nicht wie die bürgerlichen Parteien von Besitz und Bildung, weil wir die Kraft unserer Idee vermählten mit der Glaubensstärke und der politischen Inbrunst einer neuerweckten Nation, weil wir einen Führer hatten, der uns den Weg wies aus der dunkelsten Stunde unseres nationalen Lebens zum Hellen, klaren und reinen Licht einer neuen Zukunft. Es ist das hl st arische Verdienst des Führers, das ihm heule bereits von der ganzen Welt zugestanden wird, dem Ansturm des Bolschewismus im Osten an Deutschlands Grenzen einen Wall entgegengesetzt und sich damit überhaupt zum geistigen Bahnbrecher Europas in seiner Auseinandersetzung mit den subversiven Kräften der Zerstörung und der Anarchie erhoben zu haben. Ein wahrer Ritter ohne Furcht und Tadel, so hat er die Fahne der Kultur, der Menschheit und der Zivilisation in seine starke Hand genommen und sie erhobenen Hauptes der Drohung und dem Ansturm der Weltrevolution entgegengetragen. Er hat uns gelehrt, die Furcht zu verachten und die Ehrfurcht zu lieben und uns damit wieder auf die alten Ideale und Tugenden unseres Volkstums zurückgeführt. Das sollte ein Signal für die ganze Welt sein. Es wurde hier an einem denkbar ungünstig liegenden Beispiel nachgewiesen, daß man den Bolschewismus überwinden kann, wenn man es will, wenn man die richtigen Mittel anwendet und entschlossen ist, unter Aufbietung aller Kraft und allen männlichen Mutes der Zerstörung entgegenzutreten. Das deutsche Volk ist dadurch nur glücklicher geworden. Und so wird es allen Völkern gehen, denen das Schicksal die Gnade gibt, Männer bervorzu- bringen, die diesen Kampf wagen. Wie Schuppen wird es ihnen von den Augen fallen; sie werden das Judentum in seiner ganzen abgefeimten Bosheit sehen und dabei die Ueberzeugung gewinnen, daß es, erkannt und durchschaut, weder klug noch gefährlich ist. runj keru orte war fchei anzi woh (Sck sand bera kreis nicht um Ei senkt been tigere AU i Fühi turn D. für wer! betei Deli Fag Brik und D Zeit b a 139 ihre , um cher den son« ’ drei Unt den roa hat Bei oor Die 5 c ü b Der strc So Mn uni sie - Nek leit nä So An Bietern deutschen Vorbild mag die Welt sich ein Beispiel nehmen. Gewiß ist der Nationalsozialismus keine Exportware, und seine Methoden sollen anderen Völkern nicht ausgeredet, geschweige ausgezwungen werden. Trotzdem kann er belehrend wirken, trotzdem mag seine Ver- sahrensart andere Völker aneisern, ein Gleiches zu tun und sich damit oor schwersten Krisen zu retten. Mögen sie so handeln, ehe es zu spät ist; denn Gefahr ist überall im Verzüge. Wir aber als deutsche Nationalsozialisten sind stolz darauf, diese Aufgabe schon gelöst zu haben, sie gelöst zu haben für Deutschland, aber auch für Europa Adolf tiitler ist als Führer dieses deutschen Kampfes gleicherweise zum besten Europäer geworden. Er hat diesem gequälten Erdteil einen Weg zur Ueberwindung seiner drohendsten Krise gezeigt und damit den Völkern Europas Gelegenheit gegeben, daran zu lernen und danach sich auszurichten. Denn der rote Kulturfeind steht in allen Ländern. Ueberall ist die Welt gefährdet. Darum darf es kein Zaudern mehr geben. Wir müssen gewappnet sein, um ihm in der entscheidenden Stunde entgegentreten zu können. Der rote Osten droht, aber der Führer steht auf der Wacht. Deutschland als Vorposten der europäischen Kultur ist bereit und entschlossen, diese Gefahr mit allen Mitteln von den Grenzen seines Landes abzuwehren. Wir haben die bolschewistische Pest in Deutschland ausgebrannt. Es ist bei uns nichts mehr davon übriggeblieben. Sie wird auch keine Gelegenheit mehr finden, irgendwie und irgendwann noch einmal hochzukommen. Die letzten Funken dieses schwelenden Feuers sind ausgetreten. Die ehemaligen Führer und Initiatoren dieser Pest in Deutschland sind entweder über die Grenze gegangen oder in sicheres Gewahrsam genommen, ihre ehemaligen Mitläufer und Anhänger aber haben größtenteils längst Aufnahme gefunden in der neuen großen deutschen Volksgemeinschaft. Der rote Offen droht, aber der Wrer ffeht ans der Wacht. wo von Moskau aus der versuch unternommen werden sollte, den Bolschewismus bei uns im Lande wieder in Gang zu sehen, wird diesem Versuch mit einer Rücksichtslosigkeit, die selbst Moskau in Erstaunen sehen würde, entgegentreten werden. Es gibt niemanden und nichts, was uns dabei in den Arm fallen könnte. Das deutsche Volk will das und fordert das von uns. Es ist glücklich in seinem neuen inneren Frieden und keineswegs geneigt, ihn irgendwo und irgendwann oder durch irgendwen stören zu lassen. Die Partei als die Trägerin des antibolschewistischen Kampfes wacht über die Sicherheit des Staates und schützt Volk und Ration im Innern, die Armee aber als die Verkörperung unseres nationalen und völkischen Widerstands- und Verteidigungswillens schützt Deutschland an seinen Grenzen. Das sind die Bollwerke unserer Sicherheit, die Säulen von Volk und Staat. Die Ration kann sich geborgen fühlen unter ihrem starken Schuh. Unterdes rüstet die rote Anarchie in Moskau mit fieberhaftem Eifer. Ihre Rüstungen sind aggressiven Charakters; denn jedes rote Regiment trägt den Willen zur Weltrevolution in sich. Jedes rote Flugzeug, jede rote Kanone wird gebaut mit dem Zweck, das Chaos durch Europa zu tragen. Was andere Völker gegen diese Gefahr tun, das entzieht sich unserem Einfluß und unserer Einwirkung. Wir können sie nicht bestimmen, das Vernünftige und Zweckmäßige vorzubereiten. Was w i r aber tun, das wird nicht entschieden durch eine eitle und fahrlässige Rücksichtnahme auf den Völkerbund oder auf mebt oder weniger kurzsichtige Snmpathien in anderen Ländern für die Sowjetidee oder durch verschwommene und substantiierte Kollektivitätsversuche, die Europa in ein Netz unübersichtlicher Verstrickungen fesseln. Was wir tun, das wird bestimmt durch unsere Pflicht und unser verantwortliches Gewissen Deutschland und Europa gegenüber. Der rote Kreml hat durch Ausweitung der Dienstpflicht die Effektivstärke des bolschewistischen fyeeres wesentlich verbreitert. Der Führer ist ihm die Antwort nicht schuldig geblieben. Durch Einführung der zweijährigen Dienstzeit hat er Deutschland die Sicherheit zurückgegeben, die notwendig ist, um uns vor der roten Anarchie zu beschützen. Wenn andere Staaten und Regierungen leichtsinnig die Gefahr, die von Moskau droht, zu bagatellisieren versuchen, wir lassen uns nicht irreführen, für uns ist das, was die Moskauer Juden sagen, unerheblich, für uns ist entscheidend, was sie tun. Wir haben sie durchschaut und handeln ihnen gegenüber mit entschlossener Präzision und Konsequenz, Zug um Zug, Schlag um Schlag. Das deutsche Volk aber kann nun wieder beruhigt und in Frieden seiner Arbeit nachgehen. Das Reich ist gesichert und geschützt; der rote Ansturm aus dem Offen wird an den Wällen des Rationalfozialismus abprallen, lieber der Ration aber sieht der Führer als der getreue Ekkehard seines Volkes, bewährt in Rot und Gefahr, getrieben nur von dem einen fanatischen Willen, Deutschland wieder stolz, reich und glücklich zu machen. Die Partei wacht über unsere Sicherheit im Innern, die Armee über unsere Sicherheit an den Grenzen. Beide aber gehorchen freudig und entschlossen dem Befehl des einen Wannes, der vor uns steht als der Vorposten seines eigenen Volkes und der Vordermann eines besseren, wahr- hastigeren, edleren und glücklicheren Europa. Die Ausstellung „Das politische Deutschland". /-v MV W M Z M WRPE0O SIMPLEX Ml $r t o if)i Ci st! t)e Im Germanischen Museum wurde die Ausstellung „Das politische Deutschland eröffnet, die einen Ge« samtüberblick über das Werden des deutschen Volkes zur Nation gibt. Man sieht auf unserem Bud den Stellvertreter des Führers Rudolf tieß, Reichskriegsminister Generalfeldmarschall von Blomberg, Reichsfinanzminister Graf von Schwerin-Krosigk, Reichsleiter Alfred Rosenberg (dahtnter) bei der Besichtigung der Ausstellung. — (Presse-Bild-Zentrale-M.) Kunst und Wissenschaft. Staatsrat liefjen mit der Leitung der Staatsoper beauftragt Ministerpräsident Generaloberst Göring hat als oberster Lhef der preußischen Staatstheater die Operndirektion an der Staatsoper Berlin aufgehoben und den Generalintendanten Staatsrat Ti elfen mit der Leitung der Staafsoper beauftragt. Staatliches Forschungsinstitut für Metallchemie in Marburg. Die Universität Marburg hat eine wertvolle Bereicherung durch ein staatliches Forschungs- i n ft i tu t für Metallchemie erfahren, das in dem von der Universität hierfür zur Verfügung gestellten Hause eingerichtet wurde. Das neue Institut, das die Aufgabe hat, die Chemie der Metalle zu fördern und zu vertiefen, wurde dieser Tage eröffnet. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeorl Frankfurt Das skandinavische Hochdruckgebiet hat sich weiter verstärkt und südwärts verlagert, so daß es die Witterung Deutschlands vollkommen beherrscht. Bei absteigender Luftbewegung hat sich daher allgemeine Aufheiterung durchgesetzt, die nur örtlich und vor- übergehend durch Nebelbildung gestört wird. Der herbstliche Schönwettercharakter bleibt vorerst er- halten. Aussichten für Samstag: Abgesehen von Nebelbildung, heiter und trocken, tagsüber warm, nachts frisch, östliche Winde. Aussichten für Sonntag: Fortdauer des herbstlichen Schönwettercharakters. Lufttemperaturen am 10. September: mittags 19,7 Grad Celsius, abends 10,2 Grad; am 11. September: morgens 7,3 Grad. Maximum 20 Grad, Minimum heute nacht 5,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 10. September: abends 16,9 Grad; am 11. September: morgens 11,6 Grad. — Sonnenscheindauer 7,1 Stunden. _________________________ Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VIII. 36: 9350. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Gewlnnauszug 5. Klasie 47. Preußisch-Süddeutsche (273. Preuß.) Klassen-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten 29. Ziehungstag 10. September 1936 In der heutigen Ziehung wurden Gewinne über 150 RM gezogen 2 Gewinne zu 20000 RM. 15005 2 Gewinne zu 10000 RM. 392927 6 Gewinne zu 5000 RM. 48717 8Q073 304530 4 Gewinne zu 3000 RM. 186141 209315 18 Gewinne zu 2000 RM. 4229 26859 87958 176220 288901 316276 325194 326066 329483 72 Gewinne zu 1000 RM. 2812 7268 15374 23207 43808 55332 57249 68495 73827 99885 102922 121596 173947 174768 183509 187610 205431 208604 225041 227213 244237 246714 253763 267200 298806 310088 311862 320533 328586 333083 343999 361736 367750 368723 380396 381207 86 Gewinne zu 500 RM. 6483 7132 13740 14951 21637 24252 43990 55860 59984 69550 100660 104929 105719 114627 123255 132313 136061 139892 164215 171073 188045 188566 204490 206460 212230 214098 236199 240847 256460 256841 261265 285960 297466 310917 311040 315904 316682 345363 348041 364083 377170 380374 387405 326 Gewinne zu 300 RM. 2299 7749 13731 16987 19295 20341 22476 22529 26308 27194 27820 29482 30350 34801 35510 38057 40345 4435 47782 48861 50819 53486 54007 58289 5953 61728 62066 62600 66346 70427 73436 7434t 74380 75766 79200 81868 82580 87248 9213t 92702 94579 96029 96523 100561 108359 10864t 109621 115454 117549 117990 122056 12408t 124257 130683 131573 131711 133487 13953c 142886 147546 151200 152951 153375 158043 159147 159197 159670 163418 169744 17241t 180420 184681 185083 185968 187596 18782t 190864 194216 200277 201412 202388 202822 205694 206192 209470 210921 212188 216617 217223 222147 222260 226335 231044 23342c 235399 235442 236713 237873 239198 239285 239972 241286 241384 249379 250445 25172- 265679 268063 269289 272129 272808 27982$ 281588 282534 283094 286046 287419 29347t 294977 295474 295513 295634 296330 29717^ 301675 307329 307375 310360 310453 32100$ 322782 324794 327845 331725 332042 33683t 336665 339651 342769 348841 349233 34968 351052 353070 355456 360589 362990 36344: 368246 371833 374402 374872 377852 38308$ 383112 384806 385347 386269 388288 391421 391443 396051 397450 Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zr je 1000000, 2 zu je 5000, 2 zu je 3000, 8 zu jt 2000, 16 zu je 1000, 60 zu je 500, 162 zu je 300 RM. teilweise im Preis zurückgesetzte Einzelmöbel Polstermöbel in sehr großer Auswahl! 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Gebe Ihnen Nachricht, daß ich von meinen Schmerzen, die ich feit Aus unserem Verkaufs-Programm: Frau Mütter schämt sich Besichtigen Sie unsre Schaufensterl ICT 5442V 6616 A Unübersehbar ist unsere Auswahl in Neuheiten aller Art und vorteilhaft wie immer unsere Preise für geschmackvolle Qualitäts - Erzeugnisse. — Ein Besuch in unserem Hause, zu dem wir Sie freundlichst einladen, bringt Ihnen die Erfüllung Ihrer Wünschei Solches dunkles Einweichwasser hatte sie noch nie! Aber sie kann nur froh sein: das Wasser sieht nur darum so dunkel aus, weil Burnus über Nacht den meisten Schmutz aus der Wasche zog. Nun hat sie weniger Wascharbeit und spartSeife undWasch- mittel.Dersuchen2ieBur- nus auch. Große Dose 49 Psg., überall zu haben. Fran Meier wird nun 80 und fühlt sich noch so jung. Sie ertraut aber auch auf die Natur und trinkt täglich den guten Sonnen-Tee. Beutel 0 Pfennig, Paket 1 Mk. [4333V Weitere Auskunttund Verkauf: Drog. Bornemann, Bahnhofstr. 17. Karl Tillack, Rentner. Langenhagen üb. Eutin, den 18.1.1936. Die neue Saison beginnt! Gichtosint-Tabletten sehr gute Wirkung hatten. Ich litt bereits ein ganzes Jahr an Gicht, hab' oft keine Hand und Fuß mehr rühren können, und alles half nichts. Bin 66 Jahre alt, und bereits die erste Sendung Gich- tosint brachte mir gleich Linderung. Sage Ihnen meinen besten Dank und werde Sie jedem Leidensgefährten empfehlen. Ww. Marg. Singvogel. Bln.-Niederschönhausen, Zollbrückerstr. 5, den 9.1.1936. Ich kann Ihnen heute freudig mitteilen, daß mir Hhre Gichtosint- Tabletten schon bei der ersten Sendung, trotz meiner 71 Jahre, gut geholfen haben. Die zweite Sendung habe ich als Nachkur verwendet und bin jetzt vollkommen ohne Schmerzen. Ich sage Ihnen meinen herzlichsten Dank, auch werde ich allen Freunden und Verwandten Gichtosint die vollkommene ßüromoschine zu niedrigem Preis Alleinverkauf Niefierhaulen Gießen Bahnhofstraße HUje gegen Gicht und Rheumatismus. Wer diese Plagegeister nur vom Hörensagen kennt; kann froh sein! Wer sie aber aus eigener Erfahrung kennt, wird sich freuen, ein altbewährtes Mittel zu wissen, das schon vielen Tausenden von Leidenden geholfen hat. 5606V Ich empefhle Ihnen solch ein erprobtes Mittel, und Sie sollen es selbst versuchen, ohne daß es Sie etwas kostet; aber ehe ich Ihnen mehr sage, lesen Sie die folgenden Briefe: Geislingen üb. Bopfingen (Württbg.), d. 12. Januar 1936. Ich kann Ihnen zu meiner größten Freude mitteilen, daß Ihre in geiahten Bogen, In Seltsam unö gebunden BrliölWRustem,SAtitkaSe7,zerurul2251 3 Monaten im Knie und Schultergelenken hatte, nach dem Gebrauch von ca. 160 Gichtosint-Tabletten vollständig befreit bin. Ich sage Ihnen meinen besten Dank. Hermann Gradert, Bauer. Solche Briefe besitze ich über 17 000 (notariell beglaubigt), und nun hören Sie weiter: Gicht und Rheumatismus können von innen heraus kuriert werden durch Entgiftung des Blutes. Dieses ist verunreinigt durch zurückgebliebene Harnsäure Salze, und diese müssen heraus. Zur Beseitigung der Harnsäure dient das Gichtosint. Sie können kostenlos und portofrei eine Probe Gichtosint mit weiteren Aufklärungen und genauer Gebrauchsanweisung erhalten, wenn Sie Ihre Adresse senden an: Max Dultz, Abt.Gichtosint, Berlin SW235, Friedrichstraße 19. Zu haben in allen Apotheken. KleineAnzeiacn im Gießener Anzeiger werden von Tauienven beackte« und gelesen. Für den Naturfreund ! WWeven Die Lebensgemeinschaft des deutschen Waldes in Bildern 150 Naturaufn ahmen aus dem Tier- und Pflanzenleben des heimatlichen Waldes auf 128 Kupfertiefdruck- tafeln, mit lebendigem und aufschlußreichem Einführungstext von K.Gerhard u.G.Wolff. Preis RM. 4,80. „Es lebt und webt in dem Buche, und wer es versteht, mit emp- länglichen Sinnen die bildgeword. Naturschönheiten in sick aufzunehmen, dem singen u. klingen die Tafeln tausend Erinnerungen wach an einstmals leibhaft Erschautes.' Reclams Universum Verlangen Sie kostenlos unsere bebilderten Werbeblätter Zu beziehen durch jede Buchhandlung! Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Nr. AZ Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Aeitag, ll. September 1956 i •• Swl UW , r । l-.v • •• '• 7 * t "Vj LJ w ’; M L -,.Ä> ■ M 'W%6,^6'w7' e > • X. WM k/Ä: tÄ ■ tot. in die Der Vorbeimarsch des Arbeitsdienstes vor dem Führer. — (Scherl-Vilderdienst-M.) Die Fanfare eines neuen Deutschland übervoll eines Unser Bild zeigt das Zeppelinfeld und die aufmarschierten Kolonnen. In der Mitte das Ehrenmal des Arbeitsdienstes, an dem die Kränze niedergelegt wurden. Im Vordergrund der Führer während seiner Rede. — (Scherl-Bilderdienst-M.) gelöscht und Auch für uns kommt die Zeit, Jeden Tag sind wir marschbereit! Unsere stolzen Fahnen aber ragen Ewigkeit!" Run geloben die 43 000 im Namen Wochen wieder Abschied nehmen werden von ihren Arbeitslagern, die ihnen ein halbes Jahr Heimat waren, dann werden sie aus ihrer Dienstzeit für ihr ganzes Leben mitnehmen diehoheAuffasfungvonder Arbeit als sittlicher Pflicht und die Erkenntnis der Ehre und Würde einer so geleisteten Arbeit. Diese Männer haben in der engen Lagergemeinschaft den Bruder aus dem Volke, der ihrem Lebenskreis bis dahin fernstand, als Arbeitskameraden kennen und achten gelernt. Sie haben den wahren Sozialismus erlebt: die durch Pflicht, Zucht und Kameradschaft zusammengeschweißte Gemeinschaft! Sie werden bei ihrem Scheiden die im Arbeitsdienst eingelebte Einsatzbereitschaft zum Dienst am Volk mitnehmen. Ueber ihrem künftigen Lebe» wird das Gelöbnis stehen, das ihre Kameraden hie* auf diesem Felde für sie alle abgelegt haben, das Gelöbnis: „Unser ganzes Leben soll ei« großer Arbeitsdienst für Deutschland sein!" Es ist wohl kein Zufall, daß die Besucher aus dem Auslande gerade im Arbeitsdienst eines bet wesentlichsten Merkmale des von Ihnen geschaffen nen neuen Deutschlands der Arbeit, Zucht und Volksgemeinschaft erblicken. Und wenn alle, die auf diesem weiten Platz diese Stunde erleben, längst nicht mehr auf Erden weilen, dann wird, das glauben wir, noch das große Gesetz fortbe * stehen, das Sie dem deutschen Volke geschenkt haben. Wo immer Arbeitsmänner oder Arbeitsmaiden singend zur Arbeit ziehen, und wo sie sich nach getaner Arbeit zur Feierstunde versammeln, Ihr Name und Ihr Gei st, mein Führer, ist es, der sie dabei leitet. So ist es, und so soll es bleiben für alle Zukunft! ergibt, und was uns die Herzen so werden läßt: das ist die Fanfare „ ___________ aller ihrer Kameraden in Bruch und Moor, an der Küste, in den Bergen, im Oedland und in der Heide, überall im deutschen Lande, wo sich ihre schaffenden Hände am deutschen Boden regen, daß ihr ganzes Leben nichts als ein großer Arbeitsdienst für Deutschland sein will. Wuchtig brandet ihr feierliches Gelöbnis dem Führer entgegen. Das Feierlied der Arbeit klingt in den Herzen aller Menschen mit, die Zeugen dieser unvergeßlichen und erhebenden Stunde sind. „Gott, segne die Arbeit und unser Beginnen! Gott, segne den Führer und diese Zeit! Werk unserer Hände, laß es gelingen; denn jeder Spatenstich, den wir vollbringen, soll ein Gebet für Deutschland sein!" Der Reilhsarbeiissijhrer Konstantin Hier' tritt vor den Führer. Mein Führer! Als wir im vorigen Jahre auf diesem Platze zum Reichsappell vor Ihnen aufmarschierten, war das Gesetz zur Einführung der allgemeinen Arbeitsdienstpflicht noch nicht zur Auswirkung gelangt, heute sind zum ersten Male als Abordnungen aus allen deutschen Arbeitsgauen Männer angetreten, die das Gesetz zum Dienst mit dem Spaten berufen hat. Wein Führer! Sie haben das Bekenntnis und Gelöbnis dieser Wänner vernommen. Sie haben dem Vorbeimarsch in ihren Augen gelesen. Sie wissen, mein Führer, Ihre Arbeitsmänner sind keine bedrückten, mißmutigen Zwangsarbeiter, sondern frische, frohe, selb st bewußte Soldaten der Arbeit, die stolz und freudig dem Rufe der Pflicht gefolgt sind, um ihrem Volke Dienst zu leisten mit ihrer Arbeit am deutschen Boden und ihrer Arbeit an sich selbst. Und wenn diese Wänner nach wenigen Der Führer wendet sich nun mit folgenden Worten an die jungen Arbeitsmänner vor ihm und im ganzen Deutschen Reich. „Meine Arbeitsmänner! Als wir in Deutschland das Gesetz des Nationalsozialismus verkündeten, war uns klar, daß man nicht auf dem Wege papierener Proklamationen oder Anordnungen einen gegebenen Zustand würde beseitigen und einen neuen würde schassen können. Wir wußten, daß ein wahrhafter Sozialismus nicht entstehen kann auf dem Wege einer Aenderung des staatlichen Firmenschildes, einer Namensänderung der Staatsform ober Gesellschaftsordnung, fonbern baß der Mensch es ist, ber biesen Formen den inneren Gehalt gibt unb bamit ihr Wesen wirklich bestimmt. Wir wollten nicht eine Klasse überwinben, um eine anbere an ihre Stelle zu setzen, sondern wir wollten als Nationalsozialisten unser Volk zu einer neuen Gemeinschaftsauffassung erziehen. Dieser Arbeit dienen alle die Maßnahmen, die wir seitdem getroffen haben und die — wer will das bestreiten? — nicht das äußere Antlitz, sondern das innere Wesen unseres Volkes zu ändern im Begriffe find. Das, was sich hier in einem kleinen Ausschnitt Der Vorbeimarsch. Nürnberg, 10. Sept. (DNB.) Der dritte Tag des „Parteitages der Ehre" stand im Zeichen des Arbeitsdienstes. 43 000 Arbeitsmänner in ihren erdbraunen Uniformen marschierten auf ber neugestalteten Zeppelinwiese vor bem Führer vorüber unb hielten im Rahmen ihres Appells eine stimmungsvolle Feierstunbe ab, beren Inhalt ein Treuegelöbnis zum Führer bas hohe Lieb ber Arbeit unb bie Ehrung ber Toten waren. Die Zeppelinwiese bietet in ihrer neuen Gestaltung ein überwältigenbes Bilb. Die Ehrentribüne ist ganz aus massivem Jurakalkstein errichtet, beren Mittelteil eine Höhe von 32 Meter hat. Zu beiben Seiten ber eigentlichen Führertribüne schließen sich große Säulenhallen an, von beren Hintergrunb sich die Freiheitsfahnen prachtvoll abheben. Auch die das Feld umragenden Tribünen sind aus Jurakalkstein errichtet. In regelmäßigen Abständen sind massive Fahnenblvcks aufgebaut, die je sechs Nationalflaggen tragen. Die schlanken Fahnenmasten krönen lorbeerumkränzte goldene Hkenkreuze. Auf der gegenüberliegenden Tribüne ist ein weiter Ausschnitt für die von hohen Tannen umstandene Aufmarschstraße freigegeben, die den Blick auf das zukünftige Märzfeld und den dunklen Wall des Reichswaldes erlaubt. Unmittelbar vor der Ehrentribüne ist ein gewaltiger Block mit dem Symbol des Arbeitsdienstes, dem Spaten mit den gekreuzten Aehren unb bem germanischen Sonnenzeichen, aufgebaut, bas Denkmal ber Arbeit, vor bem Arbeitsmänner mit Fanfaren unb Landknechtstrommeln angetreten sind. Aus ber Ehrentribüne sieht man bas Führerkorps der Bewegung, bie auslünbifchen Diplomaten, bie Generalität unb weitere Ehrengäste. Die Arbeitsgauführer unb die Amtschefs der Reichsleitung des Arbeitsdienstes erwarten unmittelbar vor der Ehrentribüne den Vorbeimarsch. Kurz nach 10 Uhr dröhnen die Landsknechttrommeln, schmettern die Fanfaren. Zu gleicher Zeit klingt von der Aus- fahrtsstraße her der Jubel auf das gewaltige Feld, der den Führer begleitet. Mit dem nun schon so oft erlebten Begeisterungssturm fährt ber Führer bis zur Mitte der Straße, wo ihm ber Reichsarbeitsführer Melbung erstattet. Dann begrüßt er bie Arbeitsgauführer unb bie Amtschefs ber Reichsleitung. Unb schon naht ber erste Spielmanns- unb Gaumusikzug zum Vorbeimarsch, ben ber Führer, in seinem Wagen stehenb, erwartet. Neben bem Wagen stehen ber Stellvertreter bes Führers unb Reichsinnenminister Dr. Frick. Der Musikzug schwenkt vor ber Ehrentribüne ein. Der Reichsarbeitsführer hat sich an bie Spitze der erdbraunen Marschsäulen gesetzt, die, in Zugkolonnen zu zwei Zügen prachtvoll ausgerichtet, mit geschultertem blitzendem Spaten strammen Schrittes an ihrem Führer vorbeimarschieren, ein Bild, das'von den Zuschauern mit brausendem Beifall ausgenommen wirb. So zieht Gau um Gau, Gruppe um Gruppe und Abteilung um Abteilung in 18er-Reihen, angeführt von ben Gauarbeitsführern, hinter ben Fahnengruppen vorüber, um am Osttor bie Zeppelinwiese zu verlassen unb burch bie eigentliche Aufmarschstraße in gewaltigen Marschblocks roieber einzumarschieren. Wie eine silberne Welle blitzen bie Spaten bei ben exakten Schwenkungen ber Kabres, die diesmal ohne Fahnengruppen auf dem prächtigen grünen Rasen zu ihrer Feierstunde antreten. Feierstunde der Arbeit. Nachdem der letzte Gau vor Adolf Hitler vorübermarschiert war, begab sich der Führer mit seiner Begleitung auf b i e Ehrentribüne, stürmisch begrüßt von ben Zehntausenben, bie bie Tribünen der Zeppelinwiese füllten. Nach Fanfarenklängen setzte sich die breite, mächtige Front ber vor bem Tor stehenben Kolonnen in Bewegung. Singenb zogen sie in bas weite Felb ein. Hell unb mächtig klangen bie Stimmen dieser Männer, während. ringsum auf den Tribünen feierliche Stille herrschte. Scharf klingen die Kommandorufe über das Feld, I Oer Spaten ist Symbol einer neuen Gemeinschaft Tag des Reichsarbeitsdienstes in Nürnberg. neuen Deutschlands, das sich hier ankündigt! Ein neues Volk wird geboren! Als wir die Macht in Deutschland übernommen hatten, und zum ersten Male unsere Absicht bekundeten, einen Reichsarbeitsdienst zu gründen, da glaubten viele der oberflächlichen Beurteiler unserer Bewegung, daß wir damit nur das Ziel verfolgten, unsere damals arbeitslosen Volksgenossen unb unsere ohne Arbeit heranwachsenbe Jugenb von ben Lanbstraßen wegzunehmen, um sie in „Zwangslager" zu stecken. Wir wissen, baß es sicher besser ist, wenn bie beutsche Jugenb statt sinn- unb zwecklos herumzustreunen, für bie Gemeinschaft eine ersprißliche Arbeit leistet. Allein nicht in bem Sinne einer bloßen Beschäftigung von Erwerbslosen. Wir wollten eine neue Hochschule nationalsozialistischer Erzie- hung grünben! Wir wissen, daß eine wahre Volksgemeinschaft nicht entstehen kann, wenn nicht gewisse Vorurteile allmählich aber sicher aus unserem Volk entfernt werben. Ohne daß wir uns dieses Wandels von heute auf morgen schon bewußt zu werden vermögen, ist dieser Wandel doch gekommen! Was unzähligen unserer sogenannten gebildeten Schichten früher als etwas Zweitwertiges erschien, ist heute aufgewertet worden. D^e r S p a - t e n wurde zum Symbol einer neuen 6 e ■ meinschaft! (Stürmische Zustimmung.) Indem Generation um Generation gezwungen ist, diesen Spaten zu tragen, indem jeder Deutsche verpflichtet ist, ihn ohne Ansehen seiner Person oder seiner Herkunft auf seine Schulter zu nehmen, werden sich allmählich diese Generationen vor dem Spaten verbeugen. Sie werden den großen Wert ermessen, der in dieser Gemeinschaftserziehung durch Gemeinschaftsarbeit liegt, und alle werden sie mit einer inneren Bewegung an die Zeit zurückdenken, in der sie als junge Wänner unseres Volkes gemeinsam denselben Dienst taten, ein kleid trugen, eine Arbeilswaffe ihr eigen nannten. Sie werden sich zurückbesinnen aber auch an die große Kameradschaft, die daraus erwächst. Es wird ihnen das kleine, Nebensächliche und auch das Schwere aus dem Gedächtnis entschwinden — aber bleiben wird die Rückerinnerung an die große Zeit einer stolzen gemeinsamen Leistung für unsere Volksgemeinschaft. Wenn ich euch so sehe, bann wird es mir schwer zu sprechen. Uns allen geht bas Herz über vor Freube über euch. Ihr wißt gar nicht, wie bas beutsche Volk euch liebgewonnen hat! (Stürmischer Jubel.) Ihr feib in wenigen Jahren z u einem Teil unseres nationalen Lebens g e - worben, ben wir uns gar nicht mehr roegbenfen können, lieber unsere Jugenb, über bie Arbeit ber Parteiorganisation, über bie SA., SS. usw. hinaus seib ihr ein weiterer Bestanbteil in ber großen Er- ziehungsarbeit unseres Volkes unb feib 'bie Brücke ßum Abschluß dieser Ausbildung des jungen Mannes im Heer. Ihr werdet es selbst empfinden, daß das, was wir in Deutschland geschaffen haben, schöner ist als das, was in den Ländern derer, die uns immer uoch kritisieren, heute vorgeht. (Stürmischer Beifall.) hier bei uns ist Aufbau! hier ist Kameradschaft! Und hier ist vor allem der Glaube an ei ne bessere Wenschheit und damit an eine bessere Zukunft! Welcher Unterschied zu einem anderen Land, i» dem der Warxismus die Wacht zu erringen versucht! Da brennen die Städte, da sinken die Dörfer in Schutt und Trümmer zusammen, da und ein Marschblock nach bem anderen erstarrt I und setzt mit einem Ruck die Spaten ab. Angehörige von vier Fegdrneisterschulen und fünf Truppführerschulen des Arbeitsdienstes ziehen ein. In ihren Reihen werden die Kränze für die Totenehrung getragen. Drei Fahnenkolonnen marschieren jetzt über das Feld. Wieder klingt der Gesang ber Männer auf. In einer breit gestaffelten Front nehmen bie Angehörigen ber Schulformationen mit entblößtem Oberkörper vor bem Führer unb ber großen Ehrentribüne Aufstellung, hinter ihnen unb links unb rechts in ber ganzen Breite bes großen Aufmarfchfelbes stehen bie Träger ber leuchtenben Fahnen. Fanfaren- unb Fahnenschwingen leiten nun bie Feierstunbe ein. Die schönen Lieber bes Arbeitsdienstes umrahmen die Worte der einzelnen Sprecher und die wuchtigen Sprechchöre der 43 000. Wie ein unendlich über die Weite des ganzen deutschen Landes wogender Rhythmus klingen zum Bekenntnis der Sprecher zu Volk und Vaterland immer wieder die feierlichen Worte: „Deutschland! Vaterland!" Nach dem Bekenntnis der Treue und.Hingabe für den Führer unb bem Gelöbnis: „Wir folgen ihm, wohin er führt!" ertönen bumpf bie Trommeln. Die Fahnen senken sich zur Erbe, gemessenen Schrittes nähern sich junge Kameraben bem Arbeitsmal unb hängen an ben vier Seiten Kränze für bie Helben bes Krieges, bie Toten ber Bewegung, bie Opfer ber Arbeit unb bie toten Arbeitsbienstkameraben auf. Ergreifenb singt bie Mannschaft biefe Worte: „Hebt bie Kränze mit ben bunten Bänbern in bas Morgenrot, Niemals finb ber Kameraben Namen aus- O ■w G ALM» W 4 • Km KE >%'ler»Marktplah 20 Großes Winzerfest Samstag abends ab 8 Uhr Sonntag Mittag ab 16 Uhr Geöffnet bis 4 Uhr nachts Kapelle Daubertshäuser Eintr.frei Voranzeige: Am 19.,20.u.26.Sevt. Wein-Werbe-Tage mit Konzert Lohholzverkauf. Forstamt Branbobernborf, Revierförsierei Cleeberg. Mittwoch, ben 16. September, 10 Uhr, in Cleeberg, „Deutsches Haus": 5614V 500 rm Eichenlohknüppel aus Weilburgerheck, Höllheck und Spechtifcheheck. 4 Ei.-Stämme Kl. IV mit 3,50 fm aus Einhäufer- felb. Der preuh. Forstmeister. Ur. 2(5 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Freitag, 11. September (956 Merkwürdige Findlingsschicksale <>on Kurt Wellner Findelkinder haben es im Leben schwerer als Menschen, die ihre Familie kennen und von ihr gefördert werden, bevor sie selbständig ins Leben treten. Der Mensch mit bekannter Abkunst wurzelt mit seiner Daseinskraft in einer ihm wohlvertrauten Vergangenheit und sieht nur vor sich die eine schwarze Wand des kommenden Todes. Der Findling aber hat noch eine zweite schwarze Wand hinter sich in seiner unbekannten Herkunft und Vergangenheit. Er ist zwischen beiden eingezwängt, und seltsam lähmend wirkt auf ihn der Gedanke, daß er nicht weiß, woher und aus welchem Blut er stammt. Das ist wohl auch der Grund, warum es recht wenig Findlinge gibt, die es im Leben zu etwas bringen. Aus der neuesten Zeit ist da nur der bekannte englische Schriftsteller Edgar Wallace erwähnenswert. Im 18. Jahrhundert waren es der sogenannte „K a l m ü ck e n p r i n z" und jener Minister Maria Theresias, der als Findelkind wegen seiner'Streiche „Thunichtgut" genannt wurde und dann — von der Kaiserin umbenannt — als Freiherr von Thugut die innenpolitische Zentralisierung Altösterreichs durchführte. Ver Kamückenprinz Im Jahre 1770 überfiel ein russisches Streifkommando in Ostsibirien nahe der chinesischen Grenze eine Kalmückenhorde, die unter Zurücklassung ihrer Filzzelte die Flucht ergriff. Bei der Plünderung des Lagers fanden die Russen in einem Zelt zwischen Fellbündeln einen etwa fünfjährigen Knaben, der in bunte Seide und Pelzwert gekleidet war und deshalb von ihnen für einen 'Kalmückenprinzen gehalten wurde. Vermutlich war er auch wirklich der Sohn des Taidscha, des Häuptlings der Horde. Jedenfalls wurde er von den Russen als Prinz gut behandelt und war bald der Liebling der rauhen Kriegerschar, die ihn auf ihren weiteren Streifzügen als eine Art Glücksmaskotte mitnahm. Im darauffolgenden Jahre wurde der Kommandant der Truppe nach Petersburg versetzt und mit ihm kam auch der Findling hin. Er gefiel der Kaiserin Katharina II., die ihn zufällig bei einer Besichtigung der Kaserne sah. Sie nahm ihn an ihren Hof, ließ ihn auf den Namen Feodor Iwanowitsch teuren ünd von guten Lehrern erziehen. Einige Jahre später schenkte die Kaiserin ihn als ein Sinnbild des Fernen Ostens der Mar k- grörin Amalia von Baden. So kam der kleine Kalmückenprinz nach Deutschland und zu ein-'t sehr gutherzigen Gebieterin, die zu seiner wahren Wohltäterin wurde. Er wurde in Karlsruhe trefflich erzogen und zeigte dabei hervorragende künstlerische Anlagen, namentlich für die Malerei. Seine Gönnerin ließ ihn auch in dieser Richtung ausbilden, zuerst in Karlsruhe und dann in Italien und Griechenland. Nachdem er noch in London seine Weltbildung vollendet hatte, kehxte er als gereifter junger Mann nach Karlsruhe ,5-nrücf und wurde hier zum Hofmaler ernannt. Seine Gemälde wirken hauptsächlich durch den großartigen Stil und durch ihre Schönheit. Als Kupferstecher und Radierer leistete er Rühmliches und war damit der einzige Kalmücke, der auf dem Gebiet der Kunst hervorgetreten ist. Sohn des panzerWffs. Als 1882 in Aegypten die aufständischen Araber die Fremden ermordeten, bombadierte ein britisches Geschwader Alexandrien und landete dann Mannschaften zur Säuberung der Stadt. Eine dieser Abteilungen stieß auf einen plündernden Araber, der eben aus dem Hause eines ermordeten Europäers flüchtete. Als er die Gewehre der Patrouille auf sich gerichtet sah, zog er aus seinem Burnus ein kleines Kind und hielt es wie einen Schild vor seinen Leib. Die Patrouille erkannte, daß es ein weißes Kind war und wurde dadurch am Schießen verhindert. Höhnisch grinsend zog sich der Araber schrittweise zurück, aber bevor er die nächste schützende Ecke erreichte, hatten ihn zwei flinke Blaujacken umgangen und streckten ihn nieder, bevor er dem Kind etwas tun konnte. Der kleine Knabe wurde auf den „Inflexible" gebracht, zu dessen Besatzung die Patrouille gehörte. Der „Inflexible" war das mächtigste Panzerschiff seiner Zeit und Flaggschiff des Geschwaderchefs Vizeadmiral Beauchamp- Seymour. An Bord wurde der Findling von der Offiziersmesse ausgenommen. Man dachte nur an einen vorläufigen Aufenthalt, bis die Eltern oder Verwandten des Kleinen gefunden wurden. Als aber in dieser Richtungen alle Nachforschungen erfolglos blieben, beschlossen die Offizierte, für die Zukunft des Knaben zu sorgen. So entstand als Gegenstück zur bekannten „Tochter des Regiments" der „Sohn des Panzerschiffs". Stilgetreu bekam er auch den Namen des Panzerschiffes und die Vornamen seines Paten, des Vizeadmirals, indem ihn der Geschwaderpadre als „Frederico Francis Inflexible" taufte. Nach der Heimkehr des Geschwaders wurde Inflexible in England erzogen. Als Erwachsener fand er jedoch immer weniger Gefallen an der neuen Heimat und übersiedelte schließlich nach Frankreich, wo sich seine Spur im Leben der Alltagsmenge verlor. Aamenlos. In Marseille kam eines Tages zu einer Frau Mercier, die sich mit dem Aufziehen von Pflegekindern beschäftigte, ein Ehepaar, das sich La- f o n nannte und ihr einen etwa fünf Monate alten Knaben übergab. Lafon zahlte 2000 Franken für zwei Pflegejahre im Vorhinein und verschwand dann mit seiner Frau aus Marseille. Nach Ablauf der zwei Jahre übergab Frau Mercier den Knaben dem Bürgermeisteramt, das ihn unter dem Namen Charles Lafon ins städtische Waisenhaus steckte. Als der jung Lafon 20 Jahre alt geworden war, erfuhr er zufällig, daß der ältere Lafon wieder in Marseille war. Da er ihn für seinen Vater hielt, suchte er ihn auf, erlebte aber die bittere Enttäuschung, daß der ältere Lafon jede Vaterschaft verneinte und ihn schließlich hinauswarf, als er nicht gutwillig gehen wollte. Charles mußte bald darauf zur Leistung seiner Militärdienstzeit einrücken und machte den Feldzug in Tonking mit. Als er glücklich heimkehrte, wollte er heiraten und erbat dazu von seinem vermeintlichen Vater schriftlich die Erlaubnis nebst einem Geldbetrag zur Gründung einer bürgerlichen Existenz. Der ältere Lafon antwortete mit einer gerichtlichen Klage, in der er wieder seine Vaterschaft in Abrede stellte und forderte, daß dem Beklagten die unberechtigte Führung des Namens Lafon verboten werde. Das Gericht gab der Klage statt und untersagte Charles die Führung des Namens Lafon. Daraufhin übersiedelte Charles nach Algier, aber auch hier wurde ihm der Gebrauch des Namens Lafon verboten. So stand er als ein Namenloser da, der in der modernen Staatsstruktur so gut wie rechtlos war und nichts beginnen konnte. Die Behörden wuschen sich über ihm die Hände, und in seiner Verzweiflung wandte er sich an einen Rechtsanwalt, der ihm riet, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich zu lenken, damit seine Namenlosigkeit zur Erörterung käme. Daraufhin markierte Charles einen Diebstahl, indem er einen Geldbetrag entwendete und dann die Selbstanzeige gegen sich erstattete. ' Er wurde verhaftet und unter der Bezeichnung „I" angeklagt, weil er keinen staatlich anerkannten Namen besaß. Der Prozeß gegen T veranlaßte heftige Zeitungsartikel, aber das Gericht konnte den anfangs für verrückt gehaltenen Angeklagten zwar freisprechen, aber ihm auch nicht zu einem Namen verhelfen. Aus der vrovinzmlhauptstadt. Em Kalenderblatt. Es ist jeden Morgen dasselbe: Die Hand greift zum Kalenderblatt, reißt es rasch herunter und gibt solchermaßen die Ansichtsfläche des folgenden Blattes mit dem Tagesdatum frei. Eine kurze, fast mechanische Bewegung, von der sich wenig sagen läßt. Ruckzuck! — da liegt das Blatt, ein bedeutungsloses Stückchen Papier, das niemand mehr anschaut und das in der Tat keinen Pfifferling Wert besitzt. Gestern war das anders. Während des ganzen Tages hing das Blatt in Augenhöhe an der Wand, feierlich und achtungerheischend seinen Aufdruck präsentierend, der dem Tage im Zeitablauf der Ge- fchichte seinen Platz anwies und ihn sozusagen erst richtig in Reih und Glied brachte. Denn was wäre schon ein Tag, der nicht ordnungsgemäß registriert würde, der sich gewissermaßen hinterrücks einschleichen wollte in die geordnete und peinlich genau gewahrte Teilung, die wir Zeit nennen? Er wäre ein Unding, eine unfaßbare Erscheinung, die unter zivilisierten Völkern lähmendes Entsetzen verbreiten müßte. Denn ohne einen klar begrenzten Zeitbegriff vermögen vernunftbegabte Wesen, wie wir uns nennen, nicht zu leben. Man stelle sich vor, in welche Lage der Direktor eines Unternehmens käme, wenn unter seinen Angestellten auch nur der Kontorlehrling sich erlauben würde, eine private Vorstellung von der Zeit zu haben oder gar, wenn es ihm einfallen sollte, die Zeit als nichtig anzusehen. Es würde ein schreckliches Durcheinander in jenem Unternehmen geben, vor allen Dingen schon deshalb, weil der besagte Lehrling unter diesen Umständen kaum dazu käme, im Kontor das Kalenderblatt mit den imponierenden Zahlen abzureißen. Freilich, es gab eine Zeit, die das Kalenderblatt aus Papier nicht kannte. Aber die Zeiteinteilung wußte man schon und schnitt sie mit einem scharfen Messer als Kerbe in den Türpfosten. Auf die Dauer wurde das aber auch dem solidesten Türpfosten zuviel, und wir haben heute allen Grund, uns zu freuen, daß wir nicht jeden Morgen das Messer wetzen müssen, um damit den Holzbestandteilen unserer Behausung zu Leibe zu gehen. Jedenfalls hat das Kalenderblatt eine überaus wichtige Aufgabe im Ablauf des Weltgeschehens und auch in unserem persönlichen Dasein. Es zeigt den dreihundertfünfundsechzigsten Teil des Jahres an, hebt ihn ausdrücklich hervor und setzt ihn so den Mächten des Schicksals aus, die mit ihm beliebig verfahren. Vierundzwanzig Stunden währt die Herrschaft eines Kalenderblattes und dann verschwindet sie, um niemals wiederzukehren. Schon diese Tatsache allein wäre Grund genug, sich ein wenig höflicher von dem Kalenderblatt zu verabschieden, als es einfach und gefühllos in zusammengeknülltem Zustande dem Papierkorbe zu übergeben. Dornoi^e» Tageskalender für Freitag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Allotria". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Rendezvous in Wien". Aus Ur Ar dec» der Deutschen Arbeitsfront. Der kreis Wellerau meldet: Im Berichtsmonate wurden im Großkreis Wetterau 41 709 Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront betreut. Davon allein im Kreise Gießen 23 845. An Unter st ützungen zahlte die Dermal- tungsstelle in Gießen im Monat August rund 6500 RM. aus, darunter allein 2100 RM. an Krankenunterstützungen und 3200 RM. an Jnva- lidenunterstützungen. In über 90 Betriebsbesuchen durch die Kreiswaltung wurden Fragen der ver- schiedsten Art, wie Tarif-Urlaub usw. geklärt. Die Rechtsberatungsstelle Gießen wurde von 392 Volksgenossen besucht, die in 269 Fällen Auskünfte erhielten. Weiterhin wurden durch die Rechtsberatungsstelle in Gießen 36 arbeitsrechtliche Streitfälle bearbeitet und 22 Güteverhand- lungen mit den Parteien gepflogen. In 14 Fällen wurden die vorliegenden Streitfälle durch Vergleiche erledigt, deren Wert sich auf 768,04 RM. beruht. Vor dem Arbeitsgericht wurden 12 Klagen für Beschäftigte erhoben. Bei diesen Klagen belief sich der Streitwert auf 3215,73 RM. Weiterhin wurden 14 Termine vor dem Arbeitsgericht wahrgenommen, bei denen 7 zusprechende Urteile erzielt wurden. In anderen Fällen wurden die Klagen zurückgenommen, da inzwischen ein Vergleich abgeschlossen worden war. Die N S. - G. „Kraft durch Freude" führte im Kreis Wetterau 3 Veranstaltungen mit 4002 Besuchern durch. Hiervon in Gießen 1 Veranstaltung mit 1342 Personen und im Kreise Friedberg 2 Veranstaltungen mit 2660 Personen. Weiter wurden von Gießen aus 3 Fahrten mit insgesamt 951 Teilnehmern durchgeführt. Die Abteilung für Berufserziehung und Betriebsführung fetzte eine Anzahl Lehrgänge in Kurzschrift und Maschinenschreiben ein und gründete eine Arbeitsgemeinschaft für Bilanzbuchhalter. Hitler-Jugend Bann 116 Gießen. Die Pressestelle des Vannes 116 teilt mit, daß am Freitag, 11. September, und Samstag, 12. September, die Geschäftsstelle des Bannes wegen dem Reichsparteitag geschlossen ist. Ab nächsten Montag finden wieder die regelmäßigen Geschäftsstunden statt. Samstag fein Schul-Wanvertag, sondern Empfang der Führerrede. Der ursprünglich als Wandertag bestimmte 12. September 1936, fällt in Hessen-Nassau im Einvernehmen mit den Regierungen aus, um der gesamten Schuljugend das Erlebnis der Führerrede am Samstagvormittag anläßlich der Kundgebung im Nürnberger Stadion durch den Rundfunk, teilhaftig werden zu lassen. Einstellungen in die Leibstandarte SS. Adolf Hitler. LPD. Für die zur Zeit erfolgende Einstellung von Freiwilligen in die Leibstandarte SS. Adolf Hitler finden vom 17. bis 30. September 1936 in Nordwestdeutschland, West-, Süd- und Mitteldeutschland Musterungen statt. Bewerber, die sich bisher noch nicht wegen ihrer Einstellung in die Leibstandarte SS. Adolf Hitler Gute Möbel bei Koos ____Giessen SchuIsfn6 • „AUoina." Gloria-Palast. Diesen Film der Tobis-Europa hat Willy F o r ft gedreht (Drehbuch: Willy Forst und Jochen Huth; Musik: Peter K r e u d e r) — derselbe Regisseur, dem wir „Maskerade" und „Mazurka" verdanken, zwei der allerbesten Filme der jüngsten deutschen Produktion. Da es sich, wie der Titel schon andeutet, diesmal um ein völlig unproblematisches, unernstes und unverbindliches Lustspiel-Thema handelt, würden kaum viele Worte darüber zu verlieren sein; in der Tat ist die Handlung an sich so belanglos wie die Handlung unzähliger Lustspiel- Filme vor „Allotria", und eine der komischsten Szenen in diesem komischen Stück beruht sogar auf demselben unfehlbaren Prinzip wie manche jener verschollenen amerikanischen Filmschwanke, mit denen wir vor Jahren einmal in Deutschland überschüttet wurden (weil wir noch kein vernünftiges Beiprogramm zustandebrachten). ,e5 kommt hier nicht auf die Fabel und das blhchen Handlung an, sondern auf die Art, wie das gemacht und in Szene gesetzt ist. Es sind im Grunde die wahrhaftig nicht originellen Motive, die ewig wirksamen Bestandteile der Verwechslungsposse, aber was diesen Film sehenswert macht, ist der Stil und die so oft vermißte, wirklich beschwingte Laune und wirklich begabte Hand des Regisseurs, der dieses Durcheinander in Szene gesetzt hat: daran erkennt man den Mann wieder, der die bewundernswerte Leistung der „Maskerade" vollbrachte; hier hat er, auf einem ganz anderen Felde, mit einem völlig anderen Stoff, in einer ausgelassenen Faschingslaune gewissermaßen, etwas Aehnliches zustande- gebracht: einen echten Film nämlich, der mit filmischen Mitteln unwiderstehlich komische Wirkungen erzielt. In der Hand eines andern, durchschnittlichen Regisseurs wäre vermutlich selbst dieses spritzige Drehbuch nur zu einer mäßig heiteren Angelegenheit gediehen; aber hier bleibt man bei aller Heiterkeit gefesselt durch die Eleganz und die meisterliche Treffsicherheit, mit der ein Ulk, eine Schwank-Idee in Bild und Ton verwandelt wurde: mit einem Dialog, in dem jede Szene auf ihr Stichwort und ihre Ueberblendung hin berechnet zu sein scheint; und alle Tricks und Zauberkunststücke der tönenden Kamera, die Zeitlupe sogar, sind in den Dienst dieses heiteren Abenteuers gestellt — zu dem Zweck, den Zuschauer nicht aus dem Lachen herauskommen zu lassen. Die überlegen mit allen ihm (und nur ihm allein) zu Gebote stehenden Mitteln schaltende Laune des Regisseurs hat sich augenscheinlich auch auf das mit verblüffender Sicherheit zusammengestellte Ensemble übertragen: Jenny Jugo ist ein genau so entwaffnendes enfant terrible wie in „Pygmalion" freundlichen Angedenkens; Wohl- b r ü ck bezaubernd in seinem ironisch versteckten Humor; Renate Müller scharmant in der wachen und scheinbar so völlig selbstgewissen Beherrschung verfänglicher Situationen; R ü h m a n n als vierter, unglücklichster Mann in einem aus Rand und Band geratenen Quartett; nicht zu vergessen Hilde Hilde- br and, deren große Begabung sich in vielen Filmen bewährte und hier erst ihre wahre, unnachahmlich ausgenutzte Chance findet. — Es war, alles in allem, einer der heitersten Filme, die mir erlebt hoben; und, abgesehen von der Heiterkeit, ein wirklicher Film. — Im Beiprogramm gibt es neben der Wochenschau einen sehr interessanten Kulturfilm „Waldgeheimnisse". — r — OmkeEsbühl. Von Lnton Schnack. Motto: „Dem berühmteren (Stadtbild) von Rothenburg ebenbürtig." (Dehio.) In der Weizen- und Kornwelle der mittelfränkischen Hügellandschaft, vom nahen Schwab ntum berührt, liegt Dinkelsbühl, die Stadt der Kinderzeche, Dinkelsbühl ist Mittelalter. Eine Mauer, von Efeu und wilden Reben grün und aussätzig gemacht, von Türmen durchspickt, umschließt die Stadl. Um in ihr Herz zu kommen, muß man ihre Tore durchgehen: Im Norden öffnet sich das schöne Rothenburger Tor, im Osten das Wörnitztor, im Süden das Nördlinger Tor und im Westen das Segringer Tor. Es muß das Grausame für Dinkesbühl gewesen sein, ohne besonderen Schutz mitten in der Ebene zu liegen. Die alten Befestiger stachen die Erde aus und ließen in die Gräben das Wasser der nahen Wörnitz fließen; gegen Morgenaufgang und Sonnenuntergang, also im Osten und Westen, leckt ein grünes, stehendes Wasser an die Mauersteine... Ich umkreise den Ring seiner Mauer. Man zeigt mir den Stein, worauf die Jahreszahl 928 steht. Tausend Jahre Vergangenheit, tausend Jahre Lust und Leid liegen im Gesicht der Stadt. Von hundert Kriegsnarben versengt und gekerbt, bestürmt und beschossen, aber immer voll Trotz und Lebensmut. Dinkelsbühl ist ein Schmuckkasten, in dem ein Stück deutschen Mittelalters uns aufbewahrt ist. Jahrzehnte und Jahrhunderte haben die Stadt, die fernab vom Verkehr liegt, vergessen; heute ist ihre vergessene Schönheit ein kostbares und geliebtes Juwel im deutschen Städtekranz ... Ich erscheine mir wie ein Landsknecht, hergeritten | über den Staub der fränkischen Landstraßen, Schutzsoldat eines Nürnberger Kaufherrn, der r.t Tand und Waren durch das Wörnitztor gerittm kommt. Ich finde Holz und Fässer vor den Türen, Wagen mit Mist und Garben, eine Stadt, die sich in Giebeln verbaut, mit dem Schatten und Dunst von vielen Winkeln, in den Traum der Vergangenheit verloren, deren Türme wie Türme einer Märchenstadt in die glasige Luft steigen. So stolpere ich umher, berückt von dem Unveränderlichen, das den Glanz und die Stärke der Vergangenheit in sich gesogen und bewahrt hat. Hier waren Kaufleute zu Hause: Das glänzende Nürnberg lag nahe, das reiche Würzburg und die wohlhabenden Städte Nördlingen, Rothenburg und Augsburg. Im Grundriß ist Dinkelsbühl eine unregelmäßig angelegte Stadt. Doch ist sie geräumig gebaut wie die Halle eines Händlers, die viele Waren, Tuchballen und Gewürze aufzunehmen hat. Die paar Straßen find breit; hier find die Tröffe durchgetrabt, hier find die Planwagen der italienischen Händler nach Norden gerollt, hier knarrten die Salzfuhren der Ostsee nach Süden und Westen. Giebel überall, Alte Wirtshaus- und Zunftzeichen blinken im Morgenlicht. Verschollene Höfe liegen im kühlen Schatten. In den malerischen Gäßchen träumt immer noch die Seele des Mittelalters. Wieviel Süßigkeit und Innigkeit atmet aus dem Namen „Nestleinsberg". Eine ist herrlicher als die andere; ich nenne die Köppengasie, die Föhreberggasse, die Langegasse, die Pfluggasse, den Kapuzinerweg. Durch die Untere Schmiedgasse schlendernd, sehe ich den Mond wie eine Sichel über dem „Grünen Turme" hängen. Dinkelsbühl ist reich an Türmen; ich nenne davon den Bäuerlinsturm, den Faulturm, den phantastischen grünen Turm und den Berlinsturm; ich nenne an Märkten den Schweinemarkt, den Ledermarkt und den Weinmarkt; ich nenne den herrlichen Koloß der St. Georgskirche. Die Spätgotik stieg in ihm noch einmal in sehnsüchtiger Gottesinbrunst auf. Ich nenne das deutsche Haus, das der Gedanke und die 'Erregung der deutschen Renaissance zu einem der schönsten Fachwerkhäuser baute. Draußen vor den Toren liegen der dunkelgrüne Hippenweiher und der Rothenburger Weiher. Es ist ein unvergeßliches Bild, wenn die Türme und die Mauern der Stadt in sie hinuntertauchen und sich widerspiegeln. Aus den Bleichwiesen an der Wörnitz flattern die Wäschestücke genau wie im 16. ober 17. Jahrhundert. Am Mühlgraben rauscht die Stadtmühle, eine kleine Festung, ihr jahrhundertealtes Rauschen. Dinkelsbühl hält fein Gesicht von der Zeit ab. Es ist die Stadt des süddeutschen Mittelalters, mit heiterem Leben hinter den Fenstern und Giebeln. Diese Stadt hat unter dem Eisentritt vieler Kriege gestanden, denen sie mit Tapferkeit und Gleichmut widerstand. Diese behäbigen deutschen Kleinstädter, mit prunkendem Gerät an den Wänden, Gewölben voll Wein und teurem Gewürz, Kaufleute von einem gewissen Weltblick, haben die Jahrhunderte hindurch immer an ihre Selbständigkeit gedacht. Ein glückliches Schicksal ließ die Stadt so stehen, wie sie war. Und so wurde uns ein Wunder aufgehoben. Oie neuen Bücher des Insel-Verlags. Der Insel-Verlag zu Leipzig legt sein Herbst- Programm vor, das an erster Stelle eine neue erzählende Dichtung von Hans Carossa: „Geheimnisse des reifen Lebens" enthält. An erzählenden Dichtungen erscheinen ferner: „Die Magdeburgische Hochzei t" von Gertrud von Le Fort und „W a g r a i n e r T a g e b u ch" von Karl Heinrich Waggerl. Edzard S ch a v e r , der Verfasser des großen Romans „Die sterbende Kirche", hat „Das Leben Jesu" neu erzählt. Von Reinhold Schneider erscheint ein oroßes Werk über England: „D a s I n s e l r e i ch. 'Gesetz und Grenzen der britischen Macht", eine Sinndeutung englischer Geschichte. Zu den „Märchen der Brüder G r i m m" hat Fritz Kredel 100 Holzschnitte geschaffen. Die von Wilhelm Busch unter dem Titel „Aus alter Zeit" gesammelten Sagen und Märchen aus seiner Heimat erscheinen jetzt mit vielen köstlichen Handzeichnungen Buschs als ein volkstümliches Bilder- und Lesebuch. In die Reihe der Insel-Klassiker werden die „Dichtungen" des N o v a l i s ausgenommen, herausgegeben und eingeleitet von Franz Schultz, lieber Rudolf Koch, dessen Blockbuch „Die Weihnacht?- .ge schichte" neu vorgelegt wird, bringt der Der- lag die erste umfassende Darstellung von Kochs langjährigem Freund Georg Haupt: „Rudolf Koch der Schreibe r", mit 64 Bildtafeln und vielen Textabbildungen. Noch zwei andere reichbebilderte Werke sind zu nennen: „Gestalt und Seel e", das Werk des Malers Leo von König, 64 Bildtafeln mit einer Einführung von Reinhold Schneider, und ferner „D a s alte Hamburg", 160 Bilder nach Gemälden, Zeichnungen und Stichen, herausgegeben von Carl Schellenberg, ein Seitenstück zu dem früher erschienenen Werk „Das alte Bremen". Die Freunde Rainer Maria Rilkes werden die Faksimile-Ausgabe des „Stunden- Buchs" begrüßen, die zugleich als ein besonders schönes Dokument einer Dichterhandschrift Beachtung finden wird. Reichen Inhalt verspricht auch öic~ mal der „Insel-Almanach auf das Jahr 1937". Vie heuttche Rrbeitofront N.9.-öemeintckatt „firaft öurth frcuöc Lebensmut durch Sicherheit! 4 Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnachmittag geschloßen. Kreis Wehlar. + Wißmar, 10. Sept. Die Landwirtswitlve H. S p e i e r von hier wurde beim Viehfüttern von einer Kuh so unglücklich zu Boden geworfen, daß sie sich eine schwere Knieverletzung zuzog und in die Klinik nach Gießen verbracht werden mußte. — Die 1. Schulklasse der hiesigen Schule unternahm unter Führung von Hauptlehrer Wagner eine dreitägige Wanderung nach Büdingen und Umgebung. Die Kinder waren mit großer Freude bei der Sache. <£ Rodheim a. d. Bieber, 9. Sept. Vor einem Jahre wurde auf Anordnung des Regierungspräsi- denten, wie in wohl allen Schulen des Bezirks, auch an der hiesigen fünfklassigen Volksschule eine Schulsparkasse eingerichtet. Von den gegen- wärtig 263 Schülern sparen 225, das sind etwa 85 v. H., eine gewiß beachtliche Beteiligung. Gespart wird nach dem Sparsystem Reinirkens. d. h. es werden von den sparenden Marken zum Einheitswert von 10 Pfg in ein Sparbuch eingeklebt und der Geldbetrag an einem Spartage in der Woche klassenweise an den Sparleiter abgeliefert. Die beim Sparleiter einkommenden Beträge werden am selben Tage an die hiesige Zweigstelle der Kreissparkasse Wetzlar eingezahlt und dort die volle Reichsmark zum feststehenden Zinsfuß verzinst. Die ersparten Gelder können am Ende der Schulzeit einschließlich Zinsen abgehoben, oder auf ein auf den Namen des Sparers ausgestelltes Sparkonto überschrieben werden. Der gesamte Schulsparkassenbetrieb wird von einem örtlichen Schulsparkassenvorstand überwacht. Nach einem dieser Tage beim Sparleiter eingegangenen Dank- und Anerkennungsschreiben der Kreissparkasse Wetzlar steht die Schulsparkasse Rodheim mit an der Spitze aller Schulsparkassen des Kreises. Es dürfte von allgemeinem Interesse sein, zu wissen, daß die Sparer unserer Schule vorwiegend Kinder des Arbeiter- und Gewerbestandes sind. Diese Zahlen beweisen aber auch, daß den Bestrebungen der Behörden, den Sparsinn der Bevölkerung wieder zu wecken und zu stärken, Erfolg beschieden ist, und daß unser deutsches Volk voll Vertrauen zu seiner Regierung wieder ein Volk von Sparern geworden ist, wozu in den Schulsparkassen schon die Kinder mit Erfolg erzogen werden können. (Fahradwerke „Frischauf") in der Sprendlinger Straße ein Brand bemerkt. Die Feuerwehr wurde sofort alarmiert. Als diese zusammen mit dem Ueberfallkommando an der Brandstelle erschien, standen bereits die ausgedehnten Räumlichkeiten der Lackiererei und der Schweißerei lichterloh in Flammen. Das Feuer fand in den vorhandenen Lackvorräten, besonders in der Nitrolauge, einem hochentzündbaren Stoff, reiche Nahrung. Die Flammen erfaßten alsbald das Gebälk des Daches, das in kurzer Zeit in sich zusammenstürzte. Auch die Eisenkonstruktion der Halle hielt der großen Hitze nicht stand und bog sich durch, so daß die Lacköfen und die Maschinen, die in den verschiedenen Stockwerken standen, in den untersten Raum stürzten und zum größten Teil zerstört wurden. Die sich anschließende Schweißerei ist nicht ganz so schlimm heimgesucht worden. Hier wurde lediglich der Dachstuhl und ein Teil der Einrichtung ein Raub der Flammen. Die großen Schweißapparate sind von dem Feuer verschont geblieben, und nur so ist es zu erklären, daß keine Explosion erfolgte, deren Folgen nicht abzusehen gewesen wären. Auch die danebenliegende Halle der Schleiferei mürbe, von dem Feuer in Mitleidenschaft gezogen. Die Brandursache konnte bisher noch nicht einwandfrei festgestellt werden. Der Schaden ist sehr beträchtlich, konnte aber bisher ebenfalls noch nicht beziffert werden. die restlichen Frühkartoffeln noch zu ernten. Das Kraut der Spätsorten ist bereits abgestorben, so daß in Kürze bei gutem Wetter mit der Kartoffelernte allgemein begonnen wird. Dickwurzeln und Mais haben sich infolge des feuchten Wetters sehr gut entwickelt. Der Stand der Futterpflanzen läßt nichts zu wünschen übrig. Der frühzeitig ausgesäte Raps ist bereits aufgelaufen und steht gut. In vielen Dörfern unserer Gegend wird gegenwärtig der geerntete Flachs verladen und nach Stockheim zur weiteren Verarbeitung verfrachtet. Durch die Lagerung des Leines ist nicht überall die gleich gute Qualität anzutreffen, wodurch auch hier die Preisunterschiede bedingt sind. Viele Landwirte haben die diesjährige Flachsernte dem Reichsnährstand unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Kreis Schotten. * Ruppertsburg, 10. Sept. Vor einigen Tagen erhielt unser Mitbürger Heinrich HÖgy II die österreichische Kriegserinnerungsmedaille mit Schwertern in Gold vom Bundeskanzler Schuschnigg verliehen. Högy war Mitkämpfer beim Fußartillerie-Regiment Nr. 9 Köln-Ehrenfeld und hat an Seiten der Oesterreicher in den Jahren 1914/15 Großfeuer in Offenbach. Lackiererei und Schweißerei der Fahrradwerke „Frischauf" uiedergebrannk. LPD. Offenbach, 10. Sept. Heute morgen um Uhr wurde in der Lackiererei der Maywegwerke im Osten mitgekämpst. In diesem Frühjahr erhielt Högy, der den Weltkrieg bis zum Ende als Sergeant mitmachte, die ungarische Verdienstmedaille mit Schwertern. Högy steht im 58. Lebensjahr und hat sich stets um die Wehrhaftmachung seines Vaterlandes durch sein Eintreten in den militärischen Vereinigungen bemüht. Preußen. Oie erste Fahrt derneuenHeichsbahn-Schnellautobusse LPD. Frankfurt a. M., 10. Sept. Auf die Minute pünktlich um 11.48 Uhr traf, wie uns aus Stuttgart gemeldet wird, am Donnerstag der erste Wagen des Reichsbahn - Schnellomnibusverkehrs Frankfurt—Stuttgart auf dem Stuttgarter Hauptbahnhof ein. Der schnittige Stromlinienwagen bietet insgesamt 25 Reisenden Platz. Große Fenster gestatten einen freien Ausblick auf die schöne Landschaft. Die neuen Schnellomnibusse fahren mit rund 75 Kilometer Geschwindigkeit auf der Reichsstraße und mit 90 bis 100 Kilometer auf der Reichsautobahn. Die Lustwaffe konzertiert in Gießen Winzerfest 1936 in Gießen. auf mit- Oberheffen )( Aus der W e 11 e r a u, 9. Sept. Durch ungünstige Witterung der letzten Zeit ist der Fi seinen lehrer- fein?“ hak im nationalsozialistischen Deutschland keinerlei Gültigkeit. Jeder hat die Verpflichtung, nicht nur auf sich selbst, sondern auch auf jeden Volksgenossen, dem er begegnet, 18, bis crb- die ort- man selbst gibt, am besten. Fast täglich kann man an verkehrsreichen Straßenkreuzungen beobachten, daß irgendeiner entgegen jeder Vorschrift und Vorsicht bei rotem Licht über die Straße eilt und durch sein schlechtes Beispiel andere ebenfalls zur Nichtbeachtung der Vorschriften verführt und damit in Gefahr bringt. Also zuerst selbst die zum Schuhe des einzelnen und der Allgemeinheit erlassenen Vorschriften beachten und mit bestem Beispiel vorangehen! Darüber hinaus andere Volksgenossen in geeigneter Weise von Dummheiten abhalten. Manchmal genügt ein freundlicher Hinweis, der in den meisten Fällen, besonders wenn der Volksgenosse in Unkenntnis einer vorhandenen Gefahr handelt, dankbar angenommen werden dürfte. Weiterhin ist jeder verpflichtet, mit erlaubten Mitteln, etwa durch Anrufen eines Polizeibeamten oder Anzeigeerstatkung, gegen böswillige Au'ßerachtlasser gesetzlicher Schuh- vorschrifken vorzugehen. Man handelt in diesem Falle nur im Interesse wahrr Volksgemeinschaft! Das hat mit Angebertum nichts zu tun! Bedenkt doch, wieviel Menschenleben z. B. gerettet und wieviel anderer manchmal nicht wieder gutzumachender Schaden verhütet worden wäre, wenn Zuschauer angetrunkene Kraftfahrer gegebenenfalls mit Gewalt am Fahren gehindert hätten. Aber soweit brauchen wir mit unseren lieber» legungen gar nicht zu gehen. Kehren wir zum Ausgangspunkt unserer Gedanken zurück. Der Gedanke der Schadenoerhütung wird schon sehr weitgehend gefördert, wenn jeder die zu diesem Zwecke herausgegebene Zeitschrift „Kampf der Gefahr!" nach Selbststudium an seine Freunde und Bekannten weitergibt, wenn Betriebsführer; Gastwirte usw. für Verbreitung durch Auslage in ihren Betrieben sorgen. Viele bekannte und auch unbekannte Gefahren und ihre Abwendung werden in „Kampf der Gefahr!" beschrieben, und eine Gefahr kennen, heißt in vielen Fällen schon, sie abwehren können. aufzupassen und sich für fein Wohlergehen verantwortlich zu fühlen. Womit nicht gesagt sein soll, daß man den Gau Hessen-Nassau selbst eine Reihe von Konzerten dirigieren. Damit lernen auch wir einen Militärmusiker kennen, der auf seinem eigentlichen Gebiete bahnbrechend wirkt, der Musik der Luftwaffe eine eigene Note zu geben bestrebt ist und der Blasmusik überhaupt neue Möglichkeiten zu erschließen sucht. Hans Felix Husadel stammt aus der Uckermark und wurde am 18. Mai 1897 in Prenzlau geboren. Den Weltkrieg machte er als Frontsoldat beim Leib-Grenadier-Regiment Nr. 8 in Frankfurt an der Oder mit und trat dann 1923 als PUlitär- mufifer in die Reichswehr ein. Seine musikalischen Fähigkeiten ließen bald auf ihn aufmerksam werden, und er wurde zur Hochschule für Musik kommandiert. Nach erfolgreichem Studium und Ablegung der Musikmeisterprüfung erhielt er 1928 das Musikkorps in Donaueschingen und wurde wegen seiner hervorragenden musikalischen Leistungen am 1. Oktober 1935 zum Luftwaffenmusikinspizienten ernannt. Daneben wirkt er als Lehrer für Theorie und Komposition an der Berliner Hochschule für Musik. Auch als Komponist hat sich Husadel durch seine sinfonischen Arbeiten einen Namen gemacht. Achtung! An alle Betriebe! Alle Betriebe des Gaues Hessen-Nassau nehmen geschlossen an den Konzerten der Luftwaffe teil. Betriebsführer und Gefolgschaften bestellen sich rechtzeitig die Eintrittskarten. Helft dadurch den bedürftigen Volksgenossen. Näheres: durch die Kreisamtsleitungen der NSV. zur Durchführung kommenden Herstellung wird man jedoch, unter Berücksichtigung der vorliegenden Verhältnisse, soweit als irgend möglich auch diesem Teil wieder sein ursprüngliches Aussehen verleihen. Darüber hinaus soll durch zweckmäßiges Versetzen des alten Schlauchturmes und Neuherstellung die seinem jetzigen Zwecke als Spritzenraum dienende linke Hälfte des Gebäudes in hinreichendem Maße den gestellten Erfordernissen Rechnung tragen. Die rechte Hälfte wird, als HJ.-Heim ausgebaut, ebenfalls ein notwendiges Bedürfnis erfüllen. Der Oberstock wird vollständig seinem ursprünglichen Zwecke als Ratssaal zugeführt. So wird sowohl im Inneren, wie im Aeußeren das Gebäude ein würdevolles Aussehen erhalten, das dem Reiz des gesamten Ortsbildes dient, aber auch als wertvolles Schmuckstück, als Denkmal einer einst hochstehenden Handwerkskunst, bestes Zeugnis von dem Schaffen eines vergangenen Jahrhunderts ablegt. Kreis Friedberg. unmtttefbar an diese gewandt haben, können sich i n unserem Gebiet am 23. September 1936, 9 Uhr vormittags, in Mainz, Emmeranstraße 43, Dienstgebäude der 3 0. 5 6.» Standarte, melden und zur Musterung vorstellen. Von diesen Freiwilligen ist mitzubringen: Ein polizeiliches Führungszeugnis und ein von einer Parteidienststelle ausgestelltes politisches Zuverlässigkeitszeugnis. Die Bewerber für die Leibstandarte SS. Adolf Hitler müssen völlig gesund sein und eine Mindest- größe von 1,78 Meter aufweisen. Als es neulich so regnete, setzte ich mich in ein Kaffeehaus, um meinen Anzug nicht naß werden zu lassen, denn man will doch seine Sachen schonen. Das Lokal war gut besucht, auch andere Leute hatten anscheinend des Regens wegen Unterschlupf gesucht, man merkt ja den Gästen im allgemeinen sofort an, ab sie regelrechte Kaffeehausbesucher sind oder nur Gelegenheitsgäste. Ich saß also da, wartete auf das Aufhören des Regens und langweilte mich schließlich. Und tat dann das, was man immer wohl tut, wenn man sich in einem Lokal langweilt: ich suchte mir etwas zum Lesen, aber den anderen Mitgästen war es wohl so ähnlich gegangen, denn alle illustrierten Hefte und sonstigen Zeitschriften waren fort, das halbe Kaffeehaus las. An einem Nebentische saß ein älterer Herr, der in die „Sirene" vertieft war, tatsächlich vertieft. Er blätterte nicht nur in der Zeitschrift, wie man das im allgemeinen fo tut, nein, er beschäftigte sich ganz intensiv mit dem Inhalt. Aha, dachte ich, der L u f t s ch u tz g e d a n k e marschiert. Wenn an diesem Tage in jedem Berliner Lokal nur ein Mensch durch Lesen dieser Zeitschrift von der Notwendigkeit überzeugt wird, daß Luftschutz not tut, so ist dies schon ein ganz, netter Erfolg, überlegte ich. Ich fragte mich nun, warum ich noch in fast keinem Lokal die doch ebenfalls wichtige Zeitschrift „Kampf der Gefahr", herausgegeben von der Reichsarbeitsgemeinschaft Schadenverhütung im Auftrage des Reichspropagandaministeriums, vorgefunden habe. Regt es denn nicht jeden vernünftigen Menschen zum Nachdenken an, wenn er aus einer Bekanntmachung des Berliner Polizeipräsidiums erfährt, daß allein in den drei Monaten April bis Juni dieses Jahres sich 8949 Verkehrsunfälle mit 57 Toten und 4153 Verletzten ereigneten? Und daß sich die Verkehrsunfälle im zweiten Vierteljahr gegenüber dem ersten um über 2000 erhöht haben? Diese geradezu ungeheuren Zahlen enthalten nur die Verkehrsunfälle, wieviel Unfälle anderer Art mögen sich wohl noch ereignet haben, wieviel Opfer an Leben und Gesundheit muß man noch zu den von der Polizeibehörde bekanntgegebenen Zahlen hinzurechnen? Wohl der größte Teil aller Unfälle könnte bestimmt vermieden werden, da sie ja wohl durch Unachtsamkeit und Leichtsinn der Betreffenden hervorgerufen werden, wenn — ja, wenn! Wenn nämlich jeder nicht nur auf sich selbst, sondern auch auf seinen lieben UUlmenschen etwas mehr aufpassen würde. Der biblische Ausspruch: „Soll ich meines Bruders Hüter Das diesjährige Winzerfest findet vorn 10. bis 12. Oktober statt. Zum Ausschank werden sechs Wirte und ein Cafetier zugelassen. In Frage kommen nur konzessionierte Wirte, die Mitglied der Deutschen Arbeitsfront find. Bedingungen find der Kreisdienststelle „KdF.", Schanzenstraße Zimmer 8, erhältlich. Die Angebote müssen spätestens Mittwoch, 16. September, 12 Uhr, lieben Mitmenschen bevormunden oder im haften Ton erziehen fall. Es geht bestimmt auch anders, und manchmal wirkt das gute Beispiel, das Gchadenverhüiung! »Goll ich meines Bruders Hüter sein?" gang der Grummeternte ins Stocken geraten. Die Gründe sind teilweise leer. Die den Herbst verkündende lila blühende Herbstzeitlose hat über Nacht die Wiesenflächen geschmückt. — Die letzten starken Stürme haben an den Obstbäumen mehrfach geschadet. Da, wo keine Baumstützen vorhanden waren, ist bas Obst teilweise bis zur Hälfte heruntergeschüttelt worden. An den überall behangenen Zwetschenbäumen, die das Gewicht der Früchte kaum tragen können, sind viele Aeste gebrochen. Die Preise für Zwetschen, die gegenwärtig fast überall geerntet werden, sind seit voriger Woche von 8 Mark auf 5.50 Mark gesunken, 'da schon jetzt ein starkes Angebot vorhanden ist. Frühäpfel werden in diesem Jahre kaum zum Verkauf stehen, da die geringe Ernte zum Eigenverbrauch benötigt wird. Obgleich die Heuernte noch nicht beendigt ist, sind die Landwirte damit beschäftigt, gegeben sein. Urlaubsfahrten und Ferienwanderungen mit „Kraft durch Freude". Auch für die schonen Herbsttage sind noch einige schöne Fahrten vorgesehen: Vom 19. bis 30 September: Allgäu-Pfronten, Teilnehmerpreis 46 Mark; vom 19. bis 30. September: Allgäu, Wanderung, Teilnehmerpreis 31 Mark; vom 10. bis 18. Oktober: Thüringen, Teilnehmerpreis 35,30 Mark; vom 10. bis 18. Oktober: Wanderung durch den Thüringer Wald, Teilnehmerpreis 16 Mark; vom 1. bis 6. Oktober: München, Oktoberfest, Teilnehmerpreis 34 Mark; vom 1. bis 6. Oktober: Wanderung in die Bayerischen Alpen, Teilnehmerpreis 26 Mark; vom 21. bis 27. Oktober: Berlin, Teilnehmerpreis 39 Mark. Näheres über die Fahrten ist in dem Monatsheft 9/36 ersichtlich, welches auf der Kreisdienststelle, Schanzenstraße 18, für 10 Pfennig erhältlich ist. Terraffenvorbau an der Bolkshalle. Gegenwärtig ist man nach Plänen des Städtischen Hoch- und Tiefbauamtes damit beschäftigt, unserer hiesigen Volkshalle an der nach dem Aufmarschgelände zugewandten Seite, dem Trieb, breite Terrassen vorzubauen, und zwar unmittelbar links und rechts am seitlichen Haupteingang. Diese Terrassen sollen dem Zwecke dienen, bei größeren Aufmärschen, Kundgebungen und sonstigen Veranstaltungen genügend Raum für Führerschaft, größere Fahnengruppen und für Musik zu bieten. Diese Terrassen sollen bereits bis zur demnächst stattfindenden Braunen Messe fertiggestellt sein und eventuell für die Zeit der Schau für die Aufstellung von Tischen und Stühlen zu einem kleinen Wirtschaftsbetrieb Verwendung finden. Die Terrasse liegt etwa zwei Stufen tiefer als der Fußboden der Volkshalle, jedoch erheblich hoher als das eigentliche Aufmarschgelände, von dem aus Stufen zu dieser Terrasse emporführen werden. Schutz der Obsternte. LPD. Die Obsternte wird zur Zeit erheblich durch den Fruchtfäulepilz — Monilia — vermindert. Diese Erkrankung hat sich infolge der überaus feuchten Witterung in diesem Jahre schon den ganzen Sommer über in den verschiedensten Formen bemerkbar gemacht. So konnte man z. B. beobachten, daß bei Birnbäumen die gesamten jungen Triebe mehr oder weniger plötzlich absterben. Dasselbe war oft bei Mirabellen und anderem Steinobst der Fall. Diese Schäden sind inzwischen wieder ausgewachsen, und nun tritt der Pilz in der Form auf, daß er die fast reifen Früchte in Fäulnis über» süh-L. Diese Erkrankung ist allerdings nur dann möglich, wenn die Früchte irgendeine Verletzung aufweisen. Auch wenn diese noch so klein ist, genügt das, um dem Pilz den Eingang zu ermöglichen. Man sieht zur Zeit außerordentlich viel Früchte an und unter den Bäumen faulen. Ein sicheres Erkennungszeichen, daß die Monilia hierbei am Werk ist, find jene ringförmigen, polster- artigen Auswüchse auf den faulen Stellen. Die Ursache der Fruchtverletzungen sind recht verschiedener Art. Sie wird hervorgerufen zum Teil durch den Befall der Obstmade, Anstiche durch Wespen, Hornissen und anderes Getier, und so entstehen recht erhebliche Verluste. Dieser Umstand beweist wiederum, daß es dringend notwendig ist, in Zukunft in der Bekämpfung aller derjenigen Schädlinge, die die Früchte verletzen, mit weit mehr Nachdruck vorzugehen. Damit entziehen wir der Monilia die Möglichkeit, die Fruchtfäule herbeizuführen. Anderseits ist es im Augenblick erforderlich, alle diese faulen und angefaulten Früchte unter und an den Bäumen einzusammeln und zu vernichten, was entweder durch tiefes Eingraben in den Boden oder durch Verbrennen erfolgen kann. Geschieht das nicht, so verbreitet sich dieser Pilz immer mehr in unseren Obstbaumbeständen und hat im nächsten Jahr noch weit schlimmere Folgen für den Baumbestand sowie für die kommende Ernte. Bei dieser Gelegenheit muß darauf hingewiesen werden, daß es unbedingt erforderlich ist, alles Fallobst, soweit es noch nicht der Fäulnis anheim gefallen ist, einer Verwertung zuzuführen. Hierzu eignet sich am allerbesten die Gelee- und Marmeladebereitung. Die Nachfrage nach derartigem Fallobst von Seiten der Verarbeitungsindustrie ist sehr groß. * ** Schutzhütte im Schiffenberger Wald. Am Schiffenberger Wald, und zwar an dem Wege, der vom „Nizza" aus am Wald entlang zum Schiffenberg führt, wurde vor kurzer Zeit durch das Vermefsungsamt Gießen für den städtischen Wiesenmeister eine Hütte aufgestellt, die vordem am Flughafen stand und sicherlich an jener Stelle jedermann bekannt war. Diese Blockhütte dient jetzt dem Wiesenmeister für die am Fuße des Schiflen- bergs gelegenen großen städtischen Wiesen als Aufbewahrungsort für feine Geräte. Das Hüttchen, das sich übrigens wunderschön in die dortige Landschaft einfügt, und auch von der Schiffenberger Allee aus einen reizvollen Anblick bietet, hat einen kleinen überdachten Vorbau mit Bänken, auf denen sich für eine kurze Marschpaufe gut ausruhen läßt. ** Die Gebührenordnung für den städtischen Schlacht Hof Gießen betrifft eine Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil. Interessenten seien besonders darauf aufmerksam gemacht. Landkreis Gießen. cxd Daubringen, 10. Sept. In der hiesigen Berufsschule erteilte Schwester C. Obenauer den Mädchen des letzten Schuljahres aus Daubringen und Mainzlar am Mittwoch (der drei letzten Wochen) Unterricht in Säuglingspflege, Verbinden und Reinigen von Wunden. — Mainzlar, 10. Sept. Die Bauarbeiten an der Lumdabrücke (Verbreiterung der Straßenbrücke) gehen rüstig vorwärts. Die Fundamentierungsarbeiten gehen dem Ende zu, anschließend folgt die Verlegung der schweren Träger für die Fahrbahndecke. CD Obbornhofen, 10. Sept. Die unter Leitung des Hessischen Hochbauamtes Gießen zur Durchführung kommenden Herstellungsarbei- ten an dem alten Rathausgebäude, deren Inangriffnahme in der vergangenen Woche erfolgte, schreiten rüstig vorwärts. In emsigem Bemühen find Maurer und Zimmerleute dabei, dem alten Fachwerkbau wieder fein altes Gesicht zu geben. Schwere Eichenholzbalken werden durch notwendige Auswechslungen alter schadhafter Holzteile und Versetzen von in späteren Jahren vorgenommenen Einfügungen, die nicht unerheblich die Charakteristik des konstruktiven Gefüges störten, auf der Baustelle verzimmert und fachgemäß in das Gefüge des Holzfachwerkes eingezogen. Deutlich läßt der bereits vollzogene Einbau in den beiden Giebelseiten die Schönheit des alten Bauwerkes erkennen. Bei dem Abklopfen der alten Putzschale, die das Holzwerk über ein Jahrhundert dem Auge des Beschauers entzogen haben mag, fand sich auf dem oberen Rahmholzbalken des Unterstockes auf der Hauptansicht eine aufgemalte Inschrift 1687 vor. Zu Anfang dieses Jahrhunderts wurde bereits der allem Anschein nach schadhafte Unterstock an der Hauptfrontseite unterfangen. Leider wurde bet der Durchführung dieser Maßnahme das Gefüge dieses Teiles nahezu vollständig zerstört. Im Zuge der Das Amt für Volkswohlfahrt, Kreisamtsleitung Wetterau, schreibt uns: 350 Musiker der Luftwaffe führen in Gemeinschaft mit der Gauamtsleitung der NSV. im Gau Hessen-Nassau in den kommenden Wochen innerhalb unseres Gaugebietes 70 Konzerte zu Gunsten der NSV. durch. Jeweils 70 Musiker spielen am 23. und 24. September nachmittags und abends zu diesem Zweck im Cafä Leib in Gießen. Mit ganz besonderem Stolz können wir wiederum feststellen, daß auch die Luftwaffe, genau wie die Kameraden der Wehrmacht, sich uneigennützig in den Dienst der NSV.-Arbeit stellen und dazu beitragen will, daß die überaus segensreiche Arbeit der NSV. zu einem guten Erfolg geführt werden kann. Näheres über die Programmfolge wird an dieser Stelle noch gebracht. Der Kartenverkauf, für die Abendveranstaltung zu 0,50 und 1.— RM. und für die Nachmittag-Jugendveranstaltung zu 0,25 RM., wird durch die Ortsgruppen der NSV. in diesen Tagen beginnen. Es steht zu erwarten, daß die Gießener Bevölkerung diesem erstmaligen großen Auftreten der Luftwaffe in unserer Stadt das größte Interesse entgegenbringen wird. Professor Hans Felix Husadel dirigiert im Gau Hessen-Nassau. NSG. Der kürzlich zum Professor ernannte Lustwaffenmusikinspizient Hans Felix Husadel wird während der Konzertreise der Luftwaffe durch run, fern orte war fchei anzi woh (Scl sand bera kreis nidj; um E senk« been H gere Ah turn D. für wer! detei Deli Fog Bril und d' V Zeit b a 139 ihre um cher den som V - drei Unt den roa bat Bei vor Mc S c ü b oer strc So Mn uni Net K teil nä Sc w D Die Entwicklung des Arbeitseinsatzes im August. Berlin, 10. Sept Die Zahl der Arbeitslosen nahm, wie die Reichsanstall für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung berichtet, im August weiter, und zwar um 72 000, ab. Insgesamt wurden bei den Arbeitsämtern im Reich 1 098 000 Arbeitslose, also nur noch wenig über eine Million, gezählt, wobei diese Zahl auch die nur ganz vorübergehend Arbeitslosen einfchlieht. Dieses günstige Ergebnis wurde bei verschiedenartigen, teilweise entgegengesetzt wirkenden Strö- mungen im Arbeitseinsatz erreicht. Durch die Pause zwischen Halm- und Hackfruchternte wurden, wie alljährlich, auch diesmal im August die für die Getreideernte eingestellten Aushilfskräfte frei. Wenn auch der größere Teil dieser Entlassenen wieder untergebracht werden konnte, so führten diese zum Teil als vorübergehend anzusehenden Freisetzungen doch zu einem leichten Anstieg der Arbeitslosenzahl der betreffenden Berufsgruppe. Auch im Gast- und Schankwirtschaftsgewerbe stiegen durch die Beendigung des sommerlichen Reiseverkehrs und der Olympiscken Spiele die Arbeitslosenzahlen leicht an. Die Verschlechterung des Arbeitseinsatzes in diesen Berufsgruppen ist an sich geringfügig, immerhin aber führte sie in Ostpreußen (+ 302) und Pommern (+ 1232) zu einer leichten Erhöhung der Arbeitslosenzahl. Diese ungünstigen saisonmäßigen Zu- gänge wurden aber mehr als ausgeglichen durch die günstigen Auftriebskräfte, die im Arbeitseinsatz, wie bisher, besonders in der Metallindustrie weiterwirkten. Daneben hält sich die Konjunktur auch in den anderen Wirtschaftszweigen, und diese Besserung hatte erneute und zum Teil starke Rückgänge der Arbeitslosigkeit in den Berufsgruppen des Holz- und Schnitzstoffgewerbes, des Verkehrsgewerbes und bei den ungelernten Arbeitern zur Folge. Im Bekleidungsgewerbe setzte die Saison mit ihrer belebenden Rückwirkung auf den Arbeitseinsatz der Berufsgruppen des Bekleidungsgewerbes und des Spinnstoffgewerbes ein, und im Baugewerbe mit seinen Lieferindustrien änderte sich der hohe Beschäftigungsstand der Vormonate nicht. Das Gesamtergebnis dieser Kräfteeinwirkungen auf den Arbeitseinsatz war die für den Monat August beachtliche Abnahme der Arbeitslosigkeit, die stärker war als in den beiden Vorjahren. Trotzdem die Schwierigkeiten der Unterbringung der Arbeitslosen mit sinkender Arbeitslosigkeit zuzunehmen pflegen, konnte in diesem Jahre in den Morden Juni, Juli und August die Arbeitslosigkeit um 393 000 gesenkt werden gegenüber einer Abnahme um 313 000 im Vorjahre. Dabei ist die Zahl der Notstandsarbeiter in der ganzen Zeit planmäßig gesenkt worden. Gegenüber 155 000 Notstandsarbeitern Ende August 1935 standen Ende August 1936 nur noch 80 800 Volks- genossen bei Maßnahmen, die für zusätzliche Beschäftigung, vor allem in Notgebieten, gedacht sind und von der Reichsanstalt gefördert werden, in Arbeit. Im August d. I. ist die Notstandsarbeiterzahl um 5300 zurückgegangen. Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung sank im August um 9000 auf 132 000. Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in der Krisenfürsorge nahm im gleichen Zeitraum um über 35 000 ab. 487 000 Hauptunterstützungsempfänger wurden am 31. Aug. in der Krisenfürsorge gezählt. Die Zahl der arbeitslosen anerkannten Wohlfahrtserwerbslosen verminderte sich in der Berichtszeit um 17 000 auf 168 000. Während Anfang 1933 im Reich auf 1000 Einwohner 92,2 Arbeitslose kamen, entfielen Ende August 1936 auf 1000 Einwohner nur noch 16,6 Arbeitslose, von denen 9,4 von der Reichsanstalt und 2,5 von der öffentlichen Fürsorge unterstützt wurden. Wirtschaft * Erhöhte K o h le n p r o d u k t i o n in Hes - sen im August. Die amtliche Nachweisung über die Kohlenproduktion in Hessen im Monat August weist gegenüber dem Vormonat eine Steigerung von 88 220 Tonnen auf 89 064 Tonnen Rohbraunkohlen auf. Davon wurden 85175 Tonnen zu Schwelereiprodukten weiterverarbeitet und aus ihnen gewonnen: 5821 Tonnen Rohteer und Leichtöl und 14 776 Tonnen Koks ohne die Schwelrückstände des Meffeler Kohlenschiefers. Rbein-Mainische Börse. Millagsbörfe freundlich. Frankfurt a. M., 10. Sept. Die Börse nahm die Verkündung des Vierjahresplanes des Führers, der den Ausbau der heimischen Rohstoff-Industrien vorsieht, mit Befriedigung auf. Nach der starken Geschäftsstille der letzten Tage erfuhr die Umsatztätigkeit eine mäßige Ausdehnung, wenngleich nennenswerte Kaufaufträge der Kundschaft fehlten und sich das Geschäft hauptsächlich innerhalb des berufsmäßigen Börsenhandels abwickelte. Der Aktienmarkt brachte überwiegend Kursbesserungen von 0,50 bis 1 v. H. Stark befestigt waren Zellstoff Waldhof mit 148 bis 148,50 (145,25). Von Montanaktien gewannen Mansfelder 1,50 d. Sy, Verein. Stahlwerke bei größeren Umsätzen 1 v. Sy, Hoesch in Erwartung der Bilanzsitzung 106,25 bis 106,75 (106,25), die Übrigen Werte lagen ruhig und unverändert. Dtatfi Minen ex Dividende von 0,60 Mark 30,65 (31,50). Von chemischen Werten zogen IG. Farben auf 161,25 nach anfangs 160,75 (160,75) an, Scheideanstalt und Deutsche Erdöl gewannen je 1 d. Sy Elektroaktien verkehrten in uneinheitlicher Haltung bei Veränderungen von 0,50 bis 1 v. Sy Kunstseide AKU. weiter fest mit 66,65 (66,25). Auto- und Maschinenaktien brachten Erhöhungen bis zu 1,25 v. Sy, auch Adlerwerke im Freiverkehr mit 105,50 (104) höher. Sonst eröffneten u. a. Bank für Brauindustrie 1 v. Sy, Reichsbank 0,25 v. Sy und Rheinmetall 0,50 v. Sy höher, dagegen blieben Schiffahrtspapiere nur knapp behauptet. Der Renten markt lag fester. Lebhaft waren Altbesitz mit 114,90 bis 115 (114,50), auch Städte- Altbesitz mit unverändert 115,50 hatten größere Umsätze. Zertif. Dollar-Bonds zogen weiter etwas an, 6 v. H. Preußen 68,25, 7 v. Sy Spargiro 68,75, 6V2 d. Sy Frankfurter 67,25 Geld. Späte Schuldbuchforderungen 98,13 (98), Kommunal-Umfchul- dung und Zinsvergütungsscheine unverändert. Auslandsrenten lagen ruhig, 4V- v. Sy Rumänen 10,40. In der zweiten Börsenstunde schrumpfte das Geschäft wieder stark zusammen, und infolgedessen bröckelten die Mehrzahl der Kurse wieder leicht ab. IG. Farben 160,75 nach 161,25, Verein. Stahl 105 nach 105,50, Zellstoff Waldhof 148 nach 148,50 usw. Die später zur Notig gekommenen Papiere wiesen gegen gestern kaum Veränderungen auf. Am Kassamarkt kamen Mez AG. nach monatelanger Geldstreichung mit 95 (am 23.7.80) wieder zur Notiz. Das Bezugsrecht AEG. wurde mit nur 0,13 v. Sy (0,20) notiert. Auch Renten lagen im Verlaufe ruhiger, konnten sich aber voll behaupten. Von Industrie-Obligationen notierten u. a. 6 v. H. Verein. Stahl 102,40 (102,25), 1951er do. 95,25 (95), 6 0. H. Krupp 102,65 (102,75). Am Pfandbriefmarkt bröckelten Liquidationswerte leicht ab, Stadt- und Staatsanleihen lagen unverändert. Fremde Werte blieben ruhig. Im Freiverkehr nannte man Adlerwerke mit 106 nach anfangs 105,50, Ufa mit 60, Kali Wintershall mit 120,50, Pokorny mit 109 und Wayß & Frey- tag mit 117. Tagegeld war zu 3 (2,75) 0. Sy gesucht. Abendbörse ebenfalls freundlich. Obwohl nennenswerte Aufträge nicht vorlagen und auch das Geschäft keinen besonderen Umfang erreichte, blieb die Abendbörse an den Aktienmärkten freundlich gestimmt. Auf Basis der Berliner Schlußnotierungen zeigte sich überwiegend etwas Kaufinteresse. Einige Beachtung fanden Montanwerte. Bevorzugt wurden Buderus mit 110 bis 110,75 (109,90), auch Mannesmann erhöhten sich um 0,40 v. H. auf 105,40, ebenso Verein. Stahlwerke auf 105,50—105,65. Im übrigen kamen die Papiere meist 0,25—0,50 v. Sy höher zur Notiz, nur Aku mit 65,75 (66) und AG. für Verkehr mit 114,25 (114,50) blieben nicht ganz behauptet. Am Einheitsmarkt erhöhten sich IG. Chemie Basel voll- einbez. Stücke auf 227 (226). Deutsche Renten lagen ruhig, aber gut behauptet. Im Freiverkehr erhöhten sich 3proz. Steg-Prior, v. 1895 auf 5,30 bis 40 (5,20) und Oesterr.-Ungar. Bank-Pfandbriefe auf 4,25—4,40 (4). U. a. notierten: Altbesitzanleihe 115, 6proz. Verein. Stahl 102,25, 6proz. IG. Farben 125,50, Reichsbahn-Vorzugs-Aktien 123,13, 4,5proz. Franks. Hyp. Gold R 1—4 97, 4proz. Ungarn Gold 9,25, 4proz. Rumänen 5,97Vr, 3,5proz. Schweiz. Bundesbahn 225, Adca 83,25, Commerzbank 99,50, DD.-Bank 98,25, Dresdner Bank 98,50, Buderus 110—110.75, Harpener 129, Hoesch 106,75, Ilse Genuß 131,75, Mannesmann E 105,40, Laurahütte 18,25, Verein. Stahlwerke 105,50—105,65, Aku 65,75, AEG. E 35,40, Cement Heidelberg 143, IG. Chemie volle 227, leere 153, Conti Gummi 172, Daimler 119, Deutscher Eisenhandel 129, Deutsche Erdöl 125, Scheideanstalt 273, Deutsche Linoleum 170, Licht & Kraft 145, Eßlinger Maschinen 98,75, IG. Farben 161,75, Gesfürel 133, Goldschmidt 111, Gritzner 34,13, Holzmann 125,50, Junghans 97,50, Muag 115, Moenus 93,25, Schuckert 150,50, Westdeutscher Kaufhof 52,75, AG. für Verkehrswesen 114,25, Hapag 14,13, Nordd. Lloyd 13,75. Frankfurter Schlachtviehmarkl. Frankfurt a. M., 10. Sept. Auftrieb: Rinder 47 (gegen 39 am letzten Donnerstagmarkt), darunter 2 (4) Ochsen, 4 (4) Bullen, 29 (24) Kühe, 12 (7) Färsen: Kälber 1047 (835); Hämmel und Schafe 332 (206); Schweine 213 (245). Notiert wurden pro 50 Kilo Lebendgewicht in RM.: Kälber andere a) 91 bis 97 (am 3. Sept. 89 bis 94), b) 83 bis 90 (80 bis 88), c) 73 bis 82 (72 bis 79), d) 65 bis 72 (60 bis 71). Hämmel b2) 60 bis 62 (56 bis 60), a) 56 bis 58 (—); Schafe e) 57 bis 60, (56 bis 58), f) 52 bis 56 (52 bis 54), g) 48 bis 51 (48 bis 50). Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51). Marktverkauf: Kälber, Hämmel und Schafe lebhaft, ausverkauft. Rinder und Schweine wurden zugeteilt. Großmarkt für Fleisch und Fettwaren: Beschickung: 153 Viertel Rindfleisch, 127 ganze Kälber, 44 ganze Hämmel, 1438 halbe Schweine, 161 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilo in RM.: Kuhfleisch a) 77, b) 65, c) 54. Kalbfleisch b) 115 bis 130 (am 7. Sept. 105 bis 120), c) 100 bis 115 (90 bis 105). Hammelfleisch b) 100 bis 105. Schweinefleisch b) höchster Preis 74. Dettmaren. Roher Speck unter 7 cm, höchster Preis 88, Flomen höchster Peis 88. Marktverlauf: flott. Schweinemarkt in Vuhbach. * Butzbach, 10. Sept. Auf dem heutigen Schweinemarkt standen 556 Ferkel zum Verkauf. Cs kosteten bis zu sechs Wochen alle Ferkel bis 15 RM., sechs bis acht Wochen alte 15 bis 20 RM., acht bis zehn Wochen alte 20 bis 32 RM. Der Handel war rege, es verblieb geringer Ueber- stand. Meine Strafkammer Gießen. Der Angeklagte K. Sy aus Gießen hatte Berufung gegen das Urteil des Amtsgerichts Gießen vom 13. März 1936 eingelegt, durch das er wegen schweren Diebstahls im Rückfall zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr verurteilt worden war. Der Angeklagte hatte von seinem Garten her aus einem Nachbargrundstück einige Bretter entwendet. Während die erste Instanz das Vorliegen eines schweren Diebstahls im Rückfall durch Einsteigen annahm, konnte dies nach der gesttigen Hauptverhandlung nicht mehr einwandfrei nachgewiesen werden, da die Möglichkeit bestand, daß der Zaun bereits vorher beschädigt war, so daß dem Angeklagten keine Schwierigkeiten beim Eindringen in den Garten entgegenstanden. Die Kleine Sttafkammer verurteilte ihn daher unter Abänderung des amtsgerichtlichen Urteils, auch in Anbetracht des geringen Wertes der entwendeten Bretter (1,50 RM.), zu der Mindeststrafe von drei Monaten Gefängnis. Außerdem belegte sie den Angeklagten mit den Kosten des Verfahrens. GJL'tfport Städte-Achter Gießen-WeHlar. Am kommenden Sonntag wird auf der hiesigen Regattastrecke der alljährliche Städte-Achter Gießen- Wetzlar um den Wanderpreis der beiden Städte ausgetragen werden. In diesem Jahre nehmen drei Mannschaften daran teil, und zwar der Achter der Gießener Rudergesellschast, des Ruderklubs Hassia Gießen und des Wetzlarer Ruderklubs. Das Rennen ist in diesem Jahre (sehr im Gegensatz zu früheren Jahren) vollkommen offen. Der Wettkampf der-Achterboote wird um 17 Uhr ausgetragen. In Verbindung damit werden noch verschiedene andere Wettkämpfe stattfinden, Jo starten u. a. die Damen der Gießener Rudergesellschaft zu einem Wettkampf im Doppel-Vierer, der über 600 Meter führen wird und den Ruderinnen Gelegenheit geben soll, sich nicht nur im Wettkampf zu messen, sondern auch im Stil-Rudern. Ferner lost die Gießener Rudergesellschaft zwei gemischte Vierer aus, die sich dann ebenfalls einen Wettkampf liefern werden. Eine weitere Bereicherung erfährt das Programm durch einige Rennen der Paddler aus dem Kreise der Gießener Rudergesellschaft. Sofern die Witterung günstig ist, d. h. das Wasser nicht allzu kalt, werden auch Kenterübungen vorgeführt. Nachdem die Rudersaison 1936 in unserer Stadt keinerlei Ereignisse zu bieten vermochte, wird man mit um so größerem Interesse diesem Wettkampf im Städte-Achter ent- gegensehen. Die Deutsche Gporthilfe. Reuregelung für den Sportgroschen. Reichssportführer von Tschammer und Osten hat für die Einziehung des Sportgroschens für die Deutsche Sporthilfe folgenden Erlaß verkündet: „Die Ausgabe und Kontrolle der für die Deutsche Sporthilfe erhobenen Sportgroschen erfordert eine Neuregelung. Ich ordne daher an: Eintrittskarten und Sportgroschen sollen in Zukunft in einem Stück hergestellt werden, um Die bisher nach Eintrittskarten und Sportgroschen getrennt erfolgte Der- ausgabung zu vereinfachen. Die Neuregelung soll ab 1. Oktober 1936 in Angriff genommen werden, mit dem Ziel, daß ab 1. Januar 1937 überall die Durchführung vollzogen ist. Alle Vereine und Veranstalter sportlicher Wettkämpfe oder anderer mit Eintrittsgeldern verbundener Darbietungen, die der Sportgroschenabgabe unterworfen sind, können ihre Eintrittskarten oder sonsttgen Besucherausweise bei einer im Einvernehmen mit der Deutschen Sport- Hilfe bestimmten Druckerei unter Beachtung der nacbsolgenden Vorschriften Herstellen lassen: a) Mindestens der vierte Teil der Eintrittskarten oder anderer Besucherausweise muß frei bleiben für den Aufdruck: ,Deutsche Sporthilfe, V2, 1, 2 oder 5 Sportgroscherd. b) Die mit der Herstellung der Karten beauftragten Druckereien find zu veranlassen, eine Durchschrift aller Aufträge und Rechnungen an die zuständige Gaugeschäftsstelle der Deutschen Sporthilfe abzuliefern. c) Sofern keine unter a) angegebenen Eintrittskarten oder Ausweise hergestellt werden, müssen die von der Deutschen Sporthilfe ausgegebenen Sportgroschen mtt anhängender Eintrittskarte Verwendung finden. d) lieber die Einnahme der Sportaroschen ist Abrechnung zu legen. Zu diesem Zweck sind überall die von der Deutschen Sporthilfe vorgeschriebenen Sportgroschen-Abrechnungsbücher zu verwenden. Gez. von Tschammer und Osten." VfS.-ReichSbahn-Leichtathletil. Um die Deutsche Vereinsmeisterschaft. Am kommenden Samstag und Sonntag nimmt der DfB.-Reichsbahn mit 3 Mannschaften an den Kämpfen um die Deutsche Vereinsmeisterschaft teil. Samstag bereits wird der Kampf für die Männer ausgetragen. Der VfB.-Reichsbahn nimmt mit feiner Mannschaft an der Klasse B teil. Sonntag folgt die Jugendklasse und die Frauenklasse. In der Jugendklasse hat man zu Klasse B, in der Frauen- klasse zu Klasse C gemeldet. Besonders die Jugendlichen haben Aussichten, einen guten Platz zu erkämpfen. Leider fehlt am Sonntag einer der Besten, so daß der VfB.-Reichsbahn am 20. 9. 36 die Kämpfe wiederholen wird, um eine Punktzahl zu erreichen, die den in der verflossenen Saison gezeigten Leistungen entsprechen wird. Auch für die Aktiven folgt am 27. 9. 36 eine Wiederholung des Kampfes, da man auch da erst mit kompletter Mannschaft antreten kann. Auch will die Leitung bei der Wiederholung im Vorkampf aufgetretene Mängel beseitigen. Denn fast überall wurde auf Anhieb noch nie die erreichbare Punktzahl gemacht. Deutsche Ruderer bei der Holtand-Aecher-Regatta. Eine überaus starke Beteiligung hat wieder die Holland-Becher-Regatta gefunden, die am 18. und 19. September auf dem Sloten-Kanal bei Amsterdam entschieden wird. Die deutsche Erfolgsserie im Einer, dem wichtigsten Rennen, wollen Willi F ü t h (RV. Rüsselsheim) und der junge, aber kampfstarke Toni van den Bergh (Mainzer RV.) fortsetzen. Füth hat für den RV. Rüsselsheim den Vorjahressieg, den 15. deutschen, seines Klubkameraden von Opel zu verteidigen. Zum Junior-Einer sind Karl Schubert (Mainzer RV.) und Paul Korn (Saar Saarbrücken) genannt, der RC. Saar wird auch mit dem Vierer „ohne" seinen Vorjahressieg verteidigen. Köln 77, der RV. Leverkusen und Hellas Offenbach vervollständigen mit Meldungen für den Doppelzweier, Junior-Doppelzweier und Zweier ohne Steuermann das Aufgebot der deutschen Ruderer, die bei den Kämpfen auf französische, polnische und holländische Gegnerschaft treffen. 3um dritten Male Scheller. Radlanderkampf Deutschland — Polen. Die Teilnehmer am Radländerkampf Deutsch, land — Polen haben am Donnerstag in Usch an der Netze den Uebertritt über die polnische Grenze vollzogen. Nach der Hälfte der Fernfahrt Berlin— Warschau liegen jetzt die Deutschen so klar in Front, daß sie bis zum Ziel kaum noch eingeholt werden können. — Der Donnerstag brachte die dritte Etappe von Sckneidemühl nach dem 110 Kilometer entfernten Posen und zugleich den dritten Sieg des beut- Die Hinte Frankfurt a. M. r den Papiere Derlm Kurszettel n angeführten Ziffern geb en die Höhe Frankfurt a.M. erliner er zuletzt befd Berlin und Franks, stoffenen Dividende an. — irier 2 Reichsbankdi Frankfurt a. M. Zörse. sfont 4 v.H., Berlin Lornbardzinsfuß 5 v. H. _____Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2IL Schlußkurs Schlußk. Abendbörse Schlußkurs Schlußt. Mittag, börse Schlußkurs Schlußt. Abend- börse Schluß, kurs Schlußt. Mittagbörse Gchluß- kurs Schlußt. Abend- börse Echluß- kurs Schlußt. Millagbörse dueno» Air. Brüssel .... Rio de Jan. Sosta..... Kopenhagen Danzig .... London.... HelstngforS.. Parts ..... Holland .... Italien.... Japan ...... Jugoslawien Oslo.....; Wien...... Lissabon... Stockholm... Schweiz ... Spante«... Prag...... Budapest .. Renyorl... 9. September 10. September Datum 6% Deutsche Retchsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 6*4% Young-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechten ............. 4Yt% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1934, I....... 4%% ehem. 8% Hessischer Boll», staat 1929 (rückzahlb. 102%) ... 4*/r% ehem. 8% Hessische Lande» Sank Darmstadt Gold fR. 12.... 6%% ehem. 4*4% Hess. Landes Hypothetenbank DarmstadtLiau. 4*4% ehem. 8% Darmst. Komm Landesb.Goldschuldvericbr. R. 6 Oberhessen Provinz-Anleihe mfi Auslos.-Rechten ............ Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4*/i% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6J4% ehem. 4/2o/> Franks. Hyp. Bank-Liqu.'Psandbriese....... b'/r% ehem. 4*4% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpse..... 4y*% ehem. 8% Pr. Landespfand- briefanstait, Pfandbriefe R. 19 <14% ehem. 7% Pr. Landespfand vriefanst., Gold Komm. C6L 20 «teuergutich.Berrechnungsk. 84-38 4% Oesterreich«che Goldrente.... *'$°% Oesterretchische Silberrente */? Ungarische Goldrente....... iv J*n(inrifd)e Staatsrente v. 1910 •/»% beSgl. von 1913.......... ^bgest. Goldmexikaner von 99 ®a8b<“,t,ofrn'MnIct^e 9.9. 101,4 98,25 102,25 114,5 100 98,5 97 100,75 93,4 127 119,75 97 100,65 100,75 97,5 95 109,65 3,1 9,25 8,75 8,9 13,65 10-9. 101,4 98,25 102 115 100 98,5 97 100,65 93,4 127 120 97 100,7 100,75 97,5 95 109,65 3 9,25 8,7 8,8 13,65 9 9. 101,4 98,13 102 114,5 100,1 98,5 120,25 100,75 97,5 95 109,7 33 3,1 9,25 8,8 10.9. 101,4 98,13 115 100 98,5 120,13 100,75 97,5 95 109,7 33 3,13 9,3 8,75 8,75 13,65 Datum 4% vcsgl. Sene II ............ 5% Rumän. veretnh. Rente v. 1903 4Z4%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische veretnh. Rente .. 214% Anatoli« .............. Hamburg-Amerika-P aket .....0 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd .........0 ül-G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz, und Privat-Bank ... 4 Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft................ 4 Dresdner Bank.............. 4 Reichsbank ................12 A.E.G............ 0 Bekula.....................8 Elektr. Lieferungsgeselllchast ... 6 Licht und Kraft .............7 Felten & Guilleaume......... 4 Gesellsch.f.Elektr.Unternchmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ 6 Rhein. Wests. Elektr..........6 Schuckert L Co............... 6 Siemens L Halöke............ 8 Lahmeyer L Eo.............. 7 Buderus ................... 4 Deutsche Erdöl ..............4 Harpener................. Hoesch Eisen—Köln-Neuesseu .. 8 Ilse Bergbau ............ 6 Ilse Bergbau Genüsse........6 Klöcknerwerke ...............8 Mannesmann-Röhren........8 9.9. 7 10,4 6 43 14,25 13,9 113 122 99,25 98 98,5 183 35,75 152,75 125,5 145 128,5 133 129,25 150 186,5 109,75 123 129 106,25 132,5 109,5 103,9 10-9- 7 10,4 5,975 42,9 14,13 13,75 114,25 122 99,5 98,25 98,5 183,25 35,4 152,5 125,25 145 129,5 133 129,5 150,5 187,25 138 110,75 125 129 106,75 131,75 110,5 105,4 99 9,5 7,1 10,4 6 14,25 38 14,13 113 120 99,25 98 98,5 183,5 35,75 152,9 125,5 144,75 128,5 133 125 129,25 150 186 138,75 108 122,75 128,75 106 168 132 109 103,75 10.9. 7,1 10,4 6,05 43 14 13,75 114,5 120 99,5 98 98,5 183,5 35,4 153 124,5 144,5 130,75 133 123,25 128,75 150,25 187,5 138 109,9 124,75 129 106,9 131,65 110,5 105 Datum ManSselder Bergbau....... 6 H Kokswerke.................. 6 Rheinische Braunkohlen .....12 Rheinstahl .................. 4 Bereinigte Stahlwerke......sy, Otavi Minen ...............0 Kaliwerke Aschersleben........6 Kaliwerke Westeregeln........6 Kaliwerke Salzdetfurth.....7Jfc I. G. Farben-Industrte.......7 Scheideanstalt...............9 Goldschmidt ................6 Rütgerswerke ............... 6 Metallgesellschaft.............6 Philipp Holz mann........... 4 Zementwerk Heidelberg ......7 Cementwerk Karlstadt.........6 Schultheis Patzenhofer .......4 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg...................6 Zellstoff Waldhof ............6 Zellstoff Aschaffenburg .......0 Dessauer Gas ...............7 Daimler Motoren............0 Deutsche Linoleum...........8 Lrenstein & Koppel ..........0 Westdeutsche Kaufhof.........0 Chade...................... 9 Accumulatoren-Fabrik....... 18 Eonti-Gummt.............. 11 Gritzner....................0 Matnkraftwerke Höchst a.M.... 4 Süddeutscher Zucker ........ 10 9-9. 148,5 220 133,25 104,4 31,5 119,5 148,25 160,75 272 111,5 130 W 156 66,25 86,5 145,25 119,5 117,25 52,5 404,5 198 171,5 33,75 93,5 205,5 10-9 150 219 134,75 105,65 31,13 119,5 118,5 176 161,75 273 111 128 130,13 125,5 143 156 65,75 85,5 148,5 121 119 170 52,75 403,75 172 "Ä 204 | 9.9. 149 128,25 220 133,25 103,9 31,25 119,25 118,5 176 160,5 111 127 130 122,75 105,25 66,25 85,65 145,25 119,4 105,13 117 169 83 52 405,5 197,5 171,75 34 205 10.9. 151 129,25 219 135 105,25 30,9 119,5 119 176 161,65 111 127,25 130,9 125,75 106,25 66 86,5 147,5 122,5 105,5 118,5 83,25 52,5 400,5 171,75 34,4 -ummme Geld 0,706 42,06 0,147 3,047 56,16 46,80 12,58 5,544 16,375 168,48 19,57 0.735 5,654 63,21 48,95 11,43 64,85 80,93 10,275 2,488 -Kotierung Äries 0,710 42 J4 0,149 3,053 56,28 46,90 12,61 5,556 16,415 168,82 19,61 0,737 5,566 63,33 49,05 11,45 64,97 81,09 10,295 2,492 Banknoten. Amtlich Geld 0,708 42,03 0,148 3,047 56,12 46,80 12,57 5,544 16,375 168,64 19,57 0,735 5,654 63,17 48,95 11,42 64,81 80,97 10,275 2,48» Notierung I Briet 0,712 42,11 0,150 3,053 56,24 46,90 12,60 5,556 16,415 168,98 19,61 0,737 5,666 63,29 49,05 11,44 64,93 81,13 10,295 2.492 Derlm, 10-September Geld | "flrlef ‘ AmeMamsche Role«.............. Belgische Noten.................. Dänische Noten ................. Englische Noten ................. Französische Noten............... Holländische Noten............... Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, * 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten............... Schweizer Noten................. Spanische Noten Ungarische Noten ................ 2^4 41,88 55,92 12.525 16,325 168^22 62,95 64,99 80,79 2,46 42,04 56,14 12,585 16,385 168,90 6341 64,85 81,11 sr.ZL, HERBfT MODELL 'S! t •/.' o (D -2 3* •E5 I c E c ? 5." j! c* ö 1 k ' 8'5 ;■ ^K-Q ^1-51- e s< 5>3§-S ^-«L§ e j®Q' *2.5»^ •Sfj.eg?5 * // L> 4- 5 v.M'2 ®cgg 5 "2 'E": N 6?' «5* t s tz 3<^> •'s: run, keru orte war schei anz, woh (Grf sand bera kreis nichi um E senki been S) gere AU J Füh turn D. für wer! detei Deli Fag Bril und o V Zeit b a 139 i ihre . um cher ' den som 3- - ' drei Unt den wa hat Bei oor Mc 5 c ü b ner ftrc So Mn uni sie • zek £ leii nö j Sc schen Meisters Fritz Scheller, der nach einer Fahrzeit von 2:44,05 allein am Tagesziel eintraf. Hinter ihm belegten Overbeck, Schöpflin, Bartoskiewicz und Wendel die Plätze, während der erste Pole Zielinski nach schöner Fahrt die siebente Stelle errang. In der Länderwertung konnte der deutsche Vorsprung wieder um eine Viertelstunde vergrößert werden. In der Gesamteinzelwertung liegt Scheller vor Overbeck und Schöpflin klar in Front. Rofemeyer fuhr die schnellsten Runden. Erster Irainingsfag in Monza. Auf einer ähnlichen Strecke wie 1935 wird unter teilweiser Einbeziehung des Autodroms in den parkartigen Anlagen von Monza bei Mailand der Große Preis von Italien durchgeführt. Eine Runde geht über 6950 Meter. Am Donnerstag fanden sich zum ersten offiziellen Training nur die Auto- Union und die Scuderia-Ferrari mit ihren Alfa- Romeo-Wagen ein. Gleich zu Beginn des Trainings gab es einen leichten Unfall, von dem der Italiener Brivio mit seinem 12-Zylinder-Alfa-Romeo ausgangs der zweiten Schikane betroffen wurde. Trotz großer Hitze wurden hervorragende Zeiten erzielt. Erneut konnte die Auto-Union die überragende Schnelligkeit ihrer Wagen und das ausgezeichnete Können ihrer Fahrer demonstrieren. Unter den sechs Schnellsten befanden sich nicht weniger als fünf Auto-Union-Fahrer, nur Nuvo- lari konnte sich dazwischenschieben. Mit 2:56,4 Min. und 142,856 km/st legte unser erfolgreichster Rennfahrer des Jahres, Bernd Rofemeyer, die schnellste Runde des Tages zurück. Unter der Drei-Minuten- Grenze blieben am Donnterstag außer Rofemeyer nur noch Stuck (2:58,8 Min.) und Ruvolari (2:59,2 Min.). Ausgezeichnet hielt sich von Delius, der mit 3:00,4 Min. noch besser war als sein Stallgefährte 23ar31 (3:02,0 Min.), von dem sich die Italiener viel versprechen. Der Ersatzfahrer Hasse brachte seinen Auto-Union in 3:04,4 Minuten über die schwierige Strecke. Auto-Rekordjagden in Amerika. Ein vorzeitiges Ende fand die Rekordfahrt des amerikanischen Automobil-Rennfahrers A. B. Jenkins, der am Dienstag zu feinem Versuch, sämtliche Rekorde von 100 Meilen bis 48 Stunden zu erobern, bei den Salzseen in Utah gestartet war. Rach 12 Stunden, in denen Jenkins ganz allein fuhr, zwana ihn ein Kupplungsschaden, seine weiteren Rekordversuche noch zu verschieben. Immerhin hat der Amerikaner auf seiner Fahrt acht internationale Rekorde, die sämtlich dem Engländer E y st 0 n gehörten, gebrochen. Die neuen Rekorde lauten: 500 km 264,632 km/st, 500 Meilen 255,879 km/st, 1000 km 256,529 km/st, 1000 Meilen 251,701 km/st, 2000 km 252,827 km/st, 3 Stunden 255,697 km/st, 6 Stunden 257,330 km/st, 12 Stunden 245,905 km/st. 3Xad) Jenkins fuhr Eobb. Die Jagd nach den Rekorden an den Salzseen geht weiter. Kurz, nachdem der Amerikaner Jenkins seine Rekordversuche aufgeben mußte, setzten sich die Engländer in ihre Wagen, um dem Amerikaner seine Rekorde wieder zu entreißen. Als Erster fuhr Eobb in seinem Napier-Railton und brach auf Anhieb vier Rekorde. Die 100 km und 100 Meilen durchraste er mit einem Stundenmittel von 269,755 km bzw. 271,713 km. Er verbesserte die 200 km auf 270,795 km/st und schraubte die Stunden-Höchstleistung auf 269,887 km. Sportamt „Kraft durch Freude". Heute folgende Kurse: Allgemeine Körperschule, Frauen und Männer: Von 20.30 bis 21.45 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26. Schwimmen, Anfänger und Fortgeschrittene: Von 20.30 bis 21.30 und 21.30 bis 22.30 Uhr, Frauen und Männer, Volksbad. Reiten: Von 20 bis 21 Uhr, Universitäts- Reitinstitut, Brandplatz. Morgen: Abnahme für Reichsfportabzeichen! Für Inhaber der „KdF".-Jahressporttarte werden morgen pünktlich um 17,15 Uhr auf dem Universitätssportplatz hie leichtathletischen Uebungs- gruppen für das Reichssportabzeichen ab genommen. Jahressportkarte und das Leistungsbuch mit eingeklebtem Lichtbild ist mitzubringen. In diesem Jahre konnte einer der ältesten deutschen Turnvereine, der Turn- und Sportverein Butzbach (Turngemeinde von 1846), auf ein 90jähriges Bestehen zurückblicken. Er hat eine äußerst wechselvolle und interessante Geschichte. Die Butzbacher Turngeschichte beginnt bereits mit dem Jahre 1814. Es ist ein bekannter Vorkämpfer für deutsche Einheit und Freiheit, der Rektor und Pfarrer Dr. Friedrich Ludwig W e i d i g , gewesen, der sich für den Jahn'schen Turngedanken begeisterte. Er zog mit seinen Schülern auf den Schren- zer, und betrieb dort die einfachen volkstümlichen Hebungen. Die Butzbacher Turnschüler trugen als Gleichtracht Turnkleidung von ungebleichter Leinwand. Weidig, dieser glühende Patriot, den man mit Recht den hessischen Turnvater nannte, teilte das Schicksal Fr. L. Jahns. Die Reaktion warf ihn ins Gefängnis, weil er für Deutschlands Einheit in Wort und Schrift gestritten hatte. Ein Butzbacher Kind war Ehr. R ü b s a m e n , der spätere Gießener Turnlehrer; er turnte anfangs der 40er Jahre mit seinem Freund I. W. Küchel (später Bürgermeister in Butzbach) in der bekannten Turnanstalt des Frankfurter Turnvaters August Ravenstein. Die beiden jungen Butzbacher wurden dort begeistert für die edle Turnfache und regten in der Heimatstadt die Gründung eines Turnvereins an, die 1846 in Anwesenheit A. Ravensteins vollzogen wurde. In dem Weidigschüler Kollektor Moritz Kuhl fand die Butzbacher Turngemeinde auf Jahrzehnte einen hochbegabten Führer und 1. Sprecher. Er leitete das Dereinsschiff glücklich durch die Klippen Neue „KdF."-Sportkurse. Der Kursus für allgemeine Körperschule für Frauen und Männer, Mittwochs von 20.30 bis 21.45 Uhr, findet nunmehr wieder regelmäßig ab nächster Woche im Lyzeum, Dammftr. 26, statt. Vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Kindergymnastik findet regelmäßig Dienstags von 16 bis 17 Uhr in der Frankfurter Straße 60, Gartenhaus, statt. Die Kosten betragen 20 Pfennig. Vorherige Anmeldung nicht erforderlich. Kurze Sportnotizen. Bei den -Tennismeisterschafte n in Forest Hills stehen im Männereinzel die „letzten Acht" fest. Es sind: Wimbledonsieger Perry- Grant, Culley, van Ryn, Diarmid, Parker, Mangin und Donald Budge (alle Amerika). * Mit dem St. Leger, das mit 10554 Pfund ausgestattet war, wurde am Mittwoch Englands letztes großes Pferderennen der Dreijährigen gelaufen. Ueberraschend gewann „Boswell" (Jones) in 3:08,4 vor Dearleß „Fox", während sich der Derbysieger „Mahmoud" auf dem 2800 Meter langen Kurs nicht durchzusetzen wußte. der politisch so bewegten 40er Jahre. 1847 schon mußte der Verein infolge der allgemeinen Auf - lösung der Turnvereine in Hessen seine Tätigkeit einstellen. Die Ereignisse des Sturmjahres 1848 ließen dann die Turngemeinde wieder aufleben, aber schon am 27. Auaust 1852 erfolgte ihre zweite Auflösung, weil sie der Reaktion in Hessen durch ihr betont deutsches Wirken ein Dorn im Auge war. Erst im Schillerjahre 1859 konnte der Butzbacher Turnverein zum zweiten Male neugegründet werden, und von nun an führte Moritz Kuhl seinen Verein zielbewußt vorwärts und aufwärts bis zu feinem Tode im Jahre 1876. Moritz Kuhl war nicht nur der Butzbacher Der- einsführer, dem Stadt und Verein so außerordentlich viel zu verdanken hatten; er war auch der Führer und verdienstvolle Leiter des Turnwesens der Lande um Main und Rhein. Als der große Mittelrheinkreis der DT. gegründet wurde, war er der erste Kreisvertreter. Moritz Kuhl gehört auch zu den „Vätern" des Feldbergfestes, an dessen Gestaltung er unermüdlich mitgearbeitet hat. Männer wie I. Melchior, K. Kalbfleisch und Prof. Albert Wämser führten den Verein im Geiste Moritz Kuhls weiter. A. Wämser war eine überragende Führernatur. Er wurde in den geschäftsführenden Ausschuß des Mittelrheinkreises der DT. (2. Kreisvertreter) berufen und hatte hier Gelegenheit, in der turnerischen Organisation des Rhein-Main-Ge- biets Hervorragendes zu leisten. Männer wie der jetzige Ehrenvorsitzende des Vereins und langjährige 2. Gauvertreter des alten Gaues Hessen, K. Schneider, und Dr. Hermann Rau, der als Bezirksführer vom Aufbau be$ neuen Gaues Hessen verdienstvoll beteiligt war, führten das Werk Weidigs, Kubls und Wamsers in deren Sinn weiter. Wenn am 12. September der Turn- Und Sportverein Butzbach feine 90-Jahrfeier In Form eines schlichten turnerischen Festabends begeht, so blickt er nicht nur stolz in seine Vergangenheit, sondern auch in die Zukunft. Und wenn der Verein im Jahres seines 90jährigen Bestehens insgesamt über 80 Mitglieder für über 20-, 40-, 50- und 60jährige Mitgliedschaft durch den Dereins- ehrenbrief ehren kann, so wirft das auf den Geist der Treue, Anhänglichkeit und Hingabe an das Ideal ein erfreuliches Licht. Kunst und Wissenschaft. Wanderausstellungen der Felsbilder - Galerie von Frobenius. Rach einer umfassenden Ausstellung der seit kurzem in Reichsbesitz übernommenen vorgeschichtlichen Felsbilder-Sammlung von Geheimrat Fröbenius in Frankfurt wird diese einzigartige prähistorische Reichsbilder-Galerie nunmehr in mehrere Wanderausstellungen aufgeteilt und im Anschluß an die Frankfurter Ausstellung in mehreren Städten und Ländern gezeigt. So werden Teile der Sammlung in Oslo, Brüssel und Breslau ausgestellt. Eine größere Ausstellung wird anschließend in Hamburg gezeigt, und zu Beginn des nächsten Jahres wird eine Wanderausstellung nach Amerika gehen und dort in einer Reihe von Städten zur Schau gestellt. — Eine kleine Expedition konnte mittlerweile im Val Canonica in Norditalien die Sammlung um einige neue Funde bronzezeitlicher Felsbilder bereichern. Herbst-Neuerscheinungen des Verlages Georg Westermann. Der Verlag Georg Westermann in Braunschweig kündigt die folgenden Neuerscheinungen an: Adolf Bartels: Geschichte der deutschen Literatur. — Felix Wilhelm Beielstein: Die große Unruhe. Ein Tilman-Riemenschneider-Roman. — Heinrich Eckmann: Die rote Katze. Erzählungen. — Hans Ehrte: Der Stumme. Roman. — F. v. d. Goltz- Th. StiefenHofer: Unsterbliches Deutschland. Völkischer Durchbruch in der Geschichte. — Hans Henning Freiherr Grote: Flammende Jahre. Geschichtlicher Roman aus den Freiheitskriegen. — Johannes K 0 ll: Europa entdeckt und erobert die Welt. — Wilhelm Gerd Kunde: Das Mädchen Karina. — Hjalmar Kutzleb: Die natürliche Tochter. Hjalmar K u tz l e b : Dirk Winlandfahrer. — Karl von Möller: Die Werschetzer Tat. Geschichtlicher Roman. — Wilhelm Riedel: Nickel Wendlandt. Erzählung. — Hans Ernst Schnei- d er: Königliches Gespräch. Eine friderizianische Erzählung. — Georg Stammler: Kampf / Arbeit/Feier. Losungen und Werksprüche fürs junge Deutschland. 90 Zahre Turn- und Sportverein Butzbach. Jchönitegerade der Richtige fürfie-unA u)enn er trotzdem n ichtviel körtet, fo werdende gewiß audinicht Irtöfe teitv- Gebr.lmheuser am Markt 5607 A Unsere neuen Mischungen in Röst-Kaffees sind ein Genuß. - Warum? - Weil sich dieser Kaffee durch kräftiges Aroma, Ergiebigkeit und Reinheit auszeichner 1. Mischung Maragogype, sehr fein........125 g RM. 0.80 2. Mischung Costarica, sehr würzig.......125 g RM. 0.70 3. Mischung Guatemala, extra großbohnig . 125 g RM. 0.60 4. Mischung Mexiko, kräftig..............125 g RM. 0.55 5. Mischung Santos Columbia, reinschmeck. 125 g RM. 0.50 „Fixella “-Kuchenmehl in Paket erfreut sich ganz besonderer Beliebtheit, weil das Paket nur RM. 0.44 kostet Verbrauchergenossenschaft Gießen e.G.m.b.H. Warenabgabe nur an Mitglieder 5603 D Bekanntmachung. Betr.: Gebühren-Ordnung für den Städtischen Schlachthof Gießen. Durch Verfügung des Herrn Reichsstatthalters in Hessen — Landesregierung Abt. III — Nr. Id G 13 041 vom 3. September 1936 ist die Gebühren- Ordnung für den Städtischen Schlachthof Gießen, und zwar § 5 XIII wie folgt festgesetzt worden: „XIII. Gebühren für Wagenreinigen und Desinfizieren. Durch den Besitzer bis zu einer Bodenfläche von 4 qm.......0,50 RM. Durch den Besitzer von einer Bodenfläche von über 4 qm......1,_RM Wird die Reinigung durch das Schlachthofpersonal vorgenommen, so werden die doppelten Gebühren erhoben." Die neuen Gebührensätze treten mit sofortiger Wirkung in Kraft. 5611C Gießen, den 8. September 1936. Der Oberbürgermeister. ________Z. D.: Dr. Ham m, Bürgermeister. Zwangsversteigerung. 52K32 Am Montag, dem 28. September 1936, vormittags 9 Ahr. wird im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Zimmer Nr. 204, das dem Ingenieur Heinrich Brinkmann zugeschriebene Grundstück versteigert: 5605D Grundbuch für Gießen, Band 80, Blatt 4614: Flur I, Nr. 871, hofreite in der Scheppeneck — Bahnhofstraße Nr. 58 — 928 qm, Betrag der Schätzung .... 60 468,— RM. Einheitswert (1.1. 35). . . . 40 700,— RM. Gießen, den 3. September 1936. Für das Amtsgericht Gießen: __Karle, Ortsgerichtsvorsteher._________ Einspaltige werden zum ermäßigten Klmnsmtnirion Grundpreis von B Pf. für die luüllldiueigen Milllmeterzelle veröffentlicht! 5599 A von Martin Kakies süßer Auf elmote 561OA 3n Leinen gebunden RM. 3,60. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen und der Verlag entgegen. Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Samt 120 Seiten mit 82 hervorragen, aturaufnahmen des Verfassers auf Kunstdrucktafeln. Kübler-Strickkleidung Damen-Kleider Mädchenkleider Herrenwesten / Knabenanzüge neueste Formen und Farben Alleinverkauf: Frdr. 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