|86. Jahrgang Metzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Keine Llebereilung mit dem Beschluß der Oelsperre London will kurz ireten.-Crst sorgfältige Prüfung aller etwaigen Folgen r Sohlwollende Aeutralität erricht AbrssinienmeldelweilereErfolgeanderAordfront Die Bemerkenswertes zu verzeichnen. ag, 14.Januar, Ihr, beginnt ein <1 A Das Bombardement von Dolo. Addis Abeba, 9. Jan. (DNB.) Die Untersuchungskommission des Internationalen Roten Kreuzes, die sich im Flugzeug nach Dolo begeben hatte, soll festgestellt haben, daß die Zeichen des Roten Kreuzes der schwedischen Station weithin sichtbar gewesen seien. Entgegen der italienischen Behauptung habe nicht nur eine Bombe in der Nähe der Zeltambulanz eingeschlagen, sondern wenig st ens 20 Bomben seien planmäßig auf die Roten-Kreuz-Zelte abgeworfen worden. Außerdem sollen die Zelte über 400 Einschußöffnungen von Maschinengewehrfeuer aufgewiesen haben. Ein Bericht ist nach Genf abgegangen. den ausgegeben, wo man dem Feind durch das hsrüberziehen von Hilfstruppen in das eigene Lager Abbruch tun kann. Zum Geld gesellen sich natürlich ‘ Mrige eitiu , 9' Agentur Reuter geschaffen hat, wird immer bedauernswerter. Die Reuternachrichten über die Abreise derAlpini aus Meran sind völlig phantastisch. Die Alpiniabteilungen sind in tadelloser Ordnung abgefahren, inmitten der Begeisterung der Bevölkerung, wie Tausende von Zeugen bestätigen können. Durch die dauernde Veröffentlichung von Lügen entehrt sich die englische Agentur. Dieses Verfahren ist auch nicht geeignet, die Stimmung zwischen den Völkern zu verbessern." Auch die italienische Botschaft in London veröffentlicht folgende Mitteilung: „Die Gerüchte über eine angebliche Unzufriedenheit unter der Bevölkerung von Alto Adige und über die Fahnenflucht von Wehrpflichtigen dieses Gebietes entsprechen in keiner Weise der Wahrheit." mindestens 100 Batterien mit Scheinwerfern und Zielvorrichtungen in Bereitschaft gebracht werden, wozu die bestehende Küstenabwehrbesatzung um 10 000 Mann verstärkt werden müßte. Das alles würde übrigens nicht ausreichen, wenn nicht die Jagdflugzeuge Tag und Nacht einsatzbereit wären. Aber hierüber könne man keine genauen Angaben machen. Wenn Frankreich gar eine T e i l m o b i l i s i e - rung an der Alpengrenz'e vornehmen wollte, wie sie das Rekrutierungsgesetz vorsehe, dann müßte es gewisse Jahrgänge der er st en Reserve von in Südostfrankreich ansässigen Reservisten und wohl auch noch einen oder zwei Jahrgänge der dortigen zweit en Reserve einberufen. Durch das französisch-italienische Abkommen sollte gerade diese Mobilisierung des Alpen-Heeres, die sich auf drei Armeekorps erstrecke, vermieden werden, falls Frankreich angegriffen werde. Frankreich habe also nur Vorteile von einer wohlwollenden Neutralität Italien gegenüber. Man sehe nun, was für Ausmaße der Befehl des Alarmzustandes auslösen würde, denn es wäre unklug, wenn man nur Teilmaßnahmen träfe, ohne den ganzen Sicherheitsapparat sich abwickeln zu lassen. Obwohl Frankreich nicht übersetzen dürfe, daß das ganze italienische Volk vor den Toren Frankreichs aufgeboten sei und Leben wie im Kriege führe, so sei es doch für Frankreich verfrüht, ähnliche Entschlüsse zu fassen. Den Franzosen genüge die Gewißheit, daß die Anwendung dieser Maßnahmen unverzüglich möglich sei. Frage treffen; indessen hätten sowohl das Kabinett als auch das Foreign Office bereits den Gedanken fallengelassen, daß England auf dem Gebiete der Sühnemaßnahmen von neuem die Initiative ergreife. Das sei der Grund, warum Laval in dieser demonstrativen Form England die Unterstützung der französischen Flotte anbiete, denn er wisse, daß die Hilfe der Flotte nicht benötigt würde. Es werde daher Sache der kleineren Mächte sein, mit oder ohne Unterstützung Sowjetruß- l a n d s das Oelausfuhrverbot vorzuschlagen. n .Christ! reichste Ski. teilnimmt. ■ Rudolf ifen aus der ,in starkem leger Franz belegte und M schlug. - abessinischen Meldungen über die Zurückeroberung der Landschaft T e m b i e n werden als vollkommen falsch bezeichnet. Ebenso die Nachrichten, wonach in Dagabur ein ägyptisches Feldlazarett von italienischen Flugzeugen m i t Bomben belegt worden sei. Auch alle Nachrichten, wonach italienische Truppen den Gaskrieg begonnen hätten, werden entschieden b e - st r i t t e n. London, 10. Jan. (DNB. Funkspruch.) Aus Mitteilungen der Morgenblätter geht hervor, daß sich die britische Regierung bis auf weiteres noch nicht für oder gegen eine Oelsperre gegen Italien festlegen wird. Wie der „Daily Telegraph" meldet, wolle die englische und die französische Regierung zunächst die genaue Bedeutung feststellen, die der Roosevelt sch enNeutralitätserklärung beizumessen sei. Die beiden Regierungen wünschten eine Aufklärung verschiedenerPunkte, bevor ihre Außenminister am 20. Januar nach Genf gehen, wo die Frage der Oelsühnemaßnahmen möglicherweise erneut aufgeworfen wird. Die britische Regierung sei der Ansicht, daß alle Gesichtspunkte dieser Frage in Genf eingehend erörtert werden müßten, bevor eine Entscheidung fallen kann. Eine solche Entscheidung müßte d i e unmittelbaren und möglichen Folgen der Oelsanktionen in Rechnung ziehen, sowie ihre wahrscheinliche Wirksamkeit und ihre Erwünschtheit. Der Leitgedanke müsse dabei die baldmöglich sie Wiederher st ellung des Friedens sein. „Morning Post" schreibt, daß das britische Kabinett folgende Hauptbetrachtungen anstellen müsse: 1. Ob eine Oelsperre gegenwärtig mit weniger großer Wahrscheinlichkeit zu einer kriegerischen Gegenmaßnahme Italiens führen würde als im September; 2. inwiefern die Lage durch die französischen Flottenbewegungen und das neue amerikanische Neutralitätsgesetz berührt werde; und 3. in welchem Ausmaß d i e Entrüstung der Oeffentlichkeit gegen den Pariser Friedens- plan durch die tiefgehende Wirkung a b geschwächt worden sei, die die Verteidigung Sir Samuel Hoares hervorgerufen habe. „Daily Expreß" schreibt, daß England auf der Völkerbundsratssitzung nicht auf eine Oelsperre bringen werde. Man werde erkläre^, daß die Wirksamkeit der bestehenden Sühnemaßnahmen ausreichen und daher eine neue Sanktion, die Kriegsgefahren mit sich bringe, unnötig fei. Nach den in London einlaufenden Berichten feien sowohl die innere Wirtschaftslage Italiens als die militärische Lage in Abessinien ernst. Innerhalb der nächsten drei Monate fei mit einem neuen Friedensoorschlag zu rechnen. Der liberale „S t a r", ein Blatt, dem stets auf dem Gebiet der Sühnemaßnahmen nicht genug Straße von Cacciamo nach A d u a und von Abbi Addi nach Abaro. Gleichzeitig seien starke Kräfte auf die Gheralta-Provinz in Bewegung gesetzt worden, um die italienischen Truppen, die zwischen Gheralta und Makalle Stellungen bezogen hätten, von ihren rückwärtigen Verbindungen abzuschneiden. Der italienische Heeresbericht dementiert. „Nichts Bemerkenswertes zu verzeichnen." Rom, 9. Jan. (DNB.) Die amtliche Mitteilung Nr. 92 gibt folgenden italienischen Heeresbericht bekannt: „An der Front im Süden von Makalle sind mit unserem Artilleriefeuer große feindliche Verbände zerstreut worden, die sich dem Guabat-Fluß genähert hatten. Die Luftwaffe hat leichte Bombenangriffe auf bewaffnete Gruppen durchgeführt, die im Norden des Tzellomtigebie- tes in Sicht gekommen waren. Auf dem Rest der Erythräa- und von der Somalifront ist nichts Addis Abeba, 9. Jan. (DNB.) Von abessinischer Seite wird gemeldet, daß der Rückzug der italienischen Truppen an der Nordfront unter stärkstem Druck abessinischer Streitkräfte weiter anhalte. Man erklärt, daß die Italiener sämtliche Dörfer, durch die sie auf ihrem Rückzug kommen, niederbrennen. In den Meldungen wird hervorgehoben, daß die abessinischen Truppen mit äußerster Erbitterung kämpfen. Während der Gefechtshandlungen habe ein kaiserliches Flugzeug die Linien überflogen. Die Abessinier sollen in Gruppen zu je 20 Mann die stark mit Maschinengewehren gespickten italienischen Feldstellungen und Blockhäuser gestürmt haben, deren Besatzungen nahezu vollständig niedergemacht worden seien. Die italienischen Truppen sollen, nachdem fünf Bollwerke von den Abessiniern gestürmt worden seien, ihre übrigen Stellungen geräumt haben. Die Nordarmeen der Abessinier sollen seit zwei Tagen den Vormarsch vom Abschnitt Makalle aus in nördlicher Richtung begonnen haben. Der Angriff auf die Provinz Tem - b i en sei durch vorgeschobene Abteilungen der Armee Ras Seyoums mit Scharfschützen vorbereitet worden. Am 6. Januar habe der Angriff begonnen, und am 7. Januar abends fei d i e Tembien- Provinz vollständig in Händen der Abessinier gewesen. Die Italiener, die wegen starker Regenfälle nicht mit einem Vorgehen der abessinischen Truppen gerechnet hätten, seien durch den Angriff überrascht worden und hätten kaum Widerstand geleistet. Die Vorhuten der Abessinier bewegten sich weiter nach Norden auf der Ä d.i Ä: lb,t»w M, in «'»fee, ’ 'inen, ™ unb ?>' u„. “ä'W kursus ’enu. Auskunft nzelstunden geszeii. 126 d Bäulke Telephon 3835 geschieht, befaßt sich mit den französischen Flottenbewegungen in durchaus abfälliger Weise. Es bezweifelt ihren taktischen Wert und meint, daß diese Maßnahme keinerlei Eindruck auf diejenigen machen werde, die eine ehrliche Anwendung von Sühnemaßnahmen wünschten. „Star^ erlaubt es sich sogar, von einem „Bluff L a - oals" zu reden, der nichts anderes bedeute, als daß das Oelausfuhrverbot in noch weiterer Ferne liege als zuvor. Das britische Kabinett müsse noch eine formale Entscheidung in dieser Paris, 9. Jan. (DNB.) Der „Petit Parisien" bringt eine Aufstellung über d i e Verteidigung s m i 11 e I, die Frankreich im Falle der Gefahr im Mittelmeer einzusetzen hätte. Gegenwärtig beschränke sich Frankreich darauf, das vollzählige 1. Geschwader im Mittelmeer zu belassen. Dieses setze sich zusammen aus der 1. und der 3. Leichten Division mit fünf 10 000-Tonnen- Kreuzern, einer aus 9 Torpedobootzerstörern bestehenden Flottille, 10 Torpedobooten, 1 Flugzeugträger, der 3. U-Boot-Flottille mit 7 Hochseebooten und 15 Küsten-U-Booten vor Toulon und Bizerta. Wenn nun Frankreich — ähnlich wie England im Mittelmeer Alarmbereitschaft anordnen wollte, müßte es zunächst die Bestände des 1. Geschwaders und des 3. und 4. Flottenbezirks a u f Kriegsstärke auffüHen, d. h. 1 Kreuzer, 3 Torpedobootszerstörer, 7 Torpedoboote und etwa 25 U-Boote seefertig machen und als 'Besatzungen etwa 6000 Mann einberufen. Außerdem müssen d i e Kriegshäfen Toulon und Bizerta, sowic-. auch alle großen Handelshäfen an der südfranzösischen und an der französischen Nordafrikaküste in Verteidigungszustand gesetzt und mit Netzen und gegebenenfalls sogar mit Minen abgedeckt werden. Ein Küstenüberwachungsdienst müßte einsetzen. Für alle diese Zwecke würde die Kriegsmarine eine ziemlich beträchtliche Anzahl Reservisten einziehen und bedeutendes Material an Baggern und Küstenfahrzeugen, alles in allem etwa 100 an der Zahl, beschlagnahmen müssen. Für den Küsten- und Luftschutz in Südfrankreich müßten ** 131 * aubvögel tJagd UM s'- W htmitgX.tm, . Nr. 8 Erster Blatt _____ 186. Jahrgang Aeitag, st). Januar (936 W ,£> A Annah., eon an;d9« KAM «14AUAMAM «ÄKM-M Heimat im Blld - Die Scholle W Hw K WH Grundpreise für l mm höhe Monatr-Vezugrpreir: ES SM H Hjkjr H H HH Bg @| M M| ■ W S für Anzeigen von 22 mm Mit 4 Beilagen RM.1.95 MW WM ■f HwSf W W Hf W JT W W W WWW Hr ■ Breite 7 Rpf., für Text- Ohne Illustrierte , 1.80 M W W IBk H W W Hk W Hk W anzeigen von 70 mm Breite Zustellgebühr w -.25 M M W W M W M M 50 Npf.,Platzvorschrift nach Auch bet Nichterscheinen W ® « W V V W M W VW vorh.Dereinbg.25°/o mehr, ins01göfyerer^U(B eroa It Ermäßigte Grundpreise: MM General-Anzeiger für Oberhessen WW zranlfurt am Main 11686 Druck und Verlag: vrühl'sche Untverfitäts Buch- und Zteindruckerei R. Lange ln Giehen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7 mengben^ die Bolschewisten schon seit Jahren Gebrauch. Sie senden in allen Sprachen, sie wenden auch alle möglichen Kniffe an, um die von ihnen nicht beherrschten Volker in ihrem Sinne gegen die herrschende Staatsordnung aufzuwiegeln. Gegen die feindliche Rundfunkpropaganda kann sich ein Staat durch die Beschlagnahme aller Rundfunkapparate sichern. Dennoch werden die notorischen Staatsfeinde, die unter allen Umständen mit dem nationalen Gegner zusammenarbeiten, Gelegenheit finden, auf dem Rundsunkwege ihre Weisheiten aus dem Auslande zu beziehen, um sie nun in ihrem Volke herumzureichen. Dem feindlichen, tendenziösen und lügenhaften Nachrichtendienst begegnet daher ein Volk am besten durch die eigene Aufklärungsarbeit im Rundfunk. Folglich wird man auf die Beschlagnahme des Rundfunkgeräts verzichten müssen. Vor einigen Wochen war übrigens die Rede davon, daß die italienische Regierung alle Radioapparate hat versiegeln lassen. Die Meldung hat sich nicht bewahrheitet. Jeder Italiener kann anti- italienische Sendungen Horen. Dennoch hat die nationale Geschlossenheit nicht gelitten. Im Gegenteil: die italienfeindliche Propaganda hat den Widerstand noch verstärkt. Im Ergebnis bleibt also festzustellen, daß jedes Volk versuchen wird, unter Ausnutzung aller technischen Mittel die Waffe der Propaganda den militärischen Waffen an die Seite zu stellen und den Gegner moralisch zu zermürben, gleichzeitig aber den eigenen Widerstandswillen zu stärken. In der Pflege der nationalen Kampfkraft liegt jedoch der Schlüssel für den Erfolg oder Mißerfolg der feindlichen Propaganda. Ist ein Volk von der Notwendigkeit des Krieges, den zu führen es gezwungen ist, restlos überzeugt, ist auch der letzte Mann an der Front wie in der Heimat von dem Willen beseelt, bis zum Siege auszuharren, dann bleibt das Gift der feindlichen Propaganda wirkungslos. In der Geschlossenheit der Nation und in dem unerschütterlichen Glau - ben an die Sache, für die sie kämpft, liegt auch der Sieg über die feindliche Zersetzungspropaganda. Wenn es in der Propaganda ein Überraschungsmoment gibt, dann ist es das der erfolgreichen Arbeit im Innern, die die propagandlstifche Offensive des Feindes zerschellen laßt und damit das Hinaustragen der eigenen Propaganda ins Ausland begünstigt. Denn nur die Völker können andere Nationen beeindrucken, die auch in der höchsten Not das Vertrauen in fi cf) selbst nicht verlieren. Agenzia Stefani gegen Renier. Rom, 9.Jan. (DNB.) Die AgenziaStefani richtet folgenden scharfen Angriff gegen das Reuter- büro: '„Das L ü g e n s y st e m, das die englische Abbruch tun kann. alle möglichen Versprechungen. In Italien werden zudem alle Register der Pressepropaganda gezogen, mit dem nicht zu unterschätzenden Ergebnis, daß bcs italienische Volk wie ein Mann dasteht und Aber jetzt.. • . sorgt diese ' daß *enig „ 'die Wohnung >ie? d . Kokos und kratteiSCn’ dtr rmd=n5t»"der »billigbei Eine Waffe, von der man nicht spricht. Jedes Volk kennt die militärische Stärke seiner Nachbarn. Es ist im wesentlichen über die Verteidigungsanlagen, über die Kriegsmaterialvorräte, •über alle neuzeitlichen Waffen und das Durchhaltevermögen der es umringenden Nationen unterrichtet, so daß etwaige Kriege für den einen wie den anderen kaum irgendwelche nennenswerten technischen Überraschungen bringen werden. Man weiß »eben so gut Bescheid, daß man sich z. B. an den Verhandlungstisch setzen kann, um die Flottenstärken unter Berücksichtigung der Tonnage, der Geschwindigkeit, der Geschützkaliber abzustimmen. Im Ernstfall liegt das Ueberraschungsmoment lediglich in der L e i st u n g s f ä h i g k e i t des einzelnen Kämpfers, in feiner körperlichen wie moralischen Widerstandskraft und in dem Grad seiner Waffen- ousbildung sowie in der Güte des zum Einsatz gelangendem Kriegsmaterials. Wir brauchen nur an Skagerrak zu erinnern. Hier waren es die vorzüglichen Schießleistunaen der Artilleristen sowie die vorbildliche Flottenführung, die den Siegeslorbeer der deutschen Seite sicherten. Überraschungen konnte es höchstens auf dem Gebiete des Gaskampfes geben. Da man vorn Gas herzlich wenig spricht, mochte man annehmen, daß die Volker hier tatsächlich sehr viel voreinander zu verbergen haben. Ganz so schlimm wird es iedoch nicht sein. Denn in den langen Jahren nach Jem Kriege ist nicht bekannt geworden, daß Gase angefertigt wurden, die über die Höchstleistungen während des Weltkrieges hinausgehen. Hält man noch Ausschau nach anderen Waffen, die unbekannt and oder von deren Wirkung wenig in die Öffentlichkeit gedrungen ist, so stoßt man überall ins Leere. Bis auf eine Waffe, von der überhaupt niemand spricht: das ist die Propaganda! Diese Waffe war schon vor dem Kriege da, ihr Wert wurde auf deutscher Seite leider nur von wenigen Männern erkannt. Sie wurde mit voller Wucht in den Kriegsjahren gegen uns einaesetzt, jte wurde noch lange Zeit danach scharf gehandhabt, :m dann langsam wieder zum ausschließlich Politiken Instrument zu werden. Seine ständige Anwendung der Propaganda durch den Politiker ist Iie beste Gewähr dafür, daß diese Waffe auch für en Kriegsfall scharf bleibt. Wie aber wird im Ernstfall ihre Handhabung sein? Wie werten die iVopaganbaorganifationen aussehen, was wird Tjtin aus dem Kriege gelernt haben und wie werten sich die Kämpfenden gegen die feindliche propagandistische Einwirkung zur Wehr setzen? Das smd Fragen, die sich nicht so rasch beantworten lassen, die vor allem zu Fehlantworten verleiten tonnen, weil das Propagandainstrument die Waffe Ti, mit der man sich in militärischem Sinne offent- Ich herzlich wenig beschäftigt hat, so daß Ausein- cndersetzungen darüber nennenswerte Anhaltspunkte über die Organisationen nicht geben. Ob echte Ueberraschungsmomente propagandistischer Art bei kriegerischen Auseinandersetzungen c ntreten werden, bleibt abzuwarten. Nach der tech- rischen Seite hin weiß jedes Volk, wie es sich enigermaßen schützen kann. Es bleibt also lediglich die Geschicklichkeit des feindlichen Propagan- t sten, seine Idee und deren Wirkung. Im Gran- (haco-Krieg hat es propagandistische Ueber- rsschungen nicht gegeben. Auch im Abessinien- Lonslikt sind die Bahnen der Kriegszeit nicht verlassen worden: die einen behaupten, Siege erringen zu haben, die anderen versichern das Gegen- tiil. Gewisse Roheitsakte werten benutzt, um auf Sin Kampfeswillen der eignen Krieger einzuwirken, en Gegner aber der moralischen Verurteilung durch le übrigen Völker auszuliefern. Geld spielt eben- ills die alte Rolle: es wird dort mit vollen Hän- :q volle irben ers billig isverkauf iisBREB ^47 J25D Men & Januar1936, ' ale desKunst- chenlnstituts, ' str.-Goethestr. 135D $ ist jetzt für Frankreich am vorteilhaftesten Militärische Vorbereitungen unzweckmäßig und kostspielig. bereit ist, alle Entbehrungen zu tragen, die die I Lonktionen auslösen. Umgekehrt macht sich aber auch seit langem schon bk Propaganda des hauptsächlichsten politischen Gegenspielers Italiens im Abessinienkonflikt bemerkbar. Diese Propaganda erreicht gegenwärtig zewisse Höhepunkte in der Berichterstattung über dit Ereignisse in Abessinien. Man trägt in London zi-mlich dick auf und spricht von empfindlichen Ülieberlagen der Italiener, wobei man allerdings viiß, daß die Loslösung der italienischen Truppen vom Gegner planmäßig erfolgt und sich in der Achtung einer Verkürzung der Fronten bewegt. Aus bestimmten Gründen soll aber die italienische Wjugsbewegung zu einer kopflosen Flucht gestempelt werben. Hier wird sich nun zum erstenmal in der Nachkriegszeit zu zeigen haben, wie eine ierdenziöse Berichterstattung auf den Abwehrwillen tires Volkes wirkt. Am besten ließ sich die propagandistische Waffe in der Vergangenheit natürlich durch die Macht handhaben, die am leichtesten alle Welt mit Nach- nt)ten versorgen konnte. Das war England wchrend des Krieges. Heute nützt es nichts mehr, tu Kabelwege zu beherrschen. Der Rundfunk, der ib>r die Fronten hinauswirkt und in jeden Winkel le; Erdballs bringt, kann für den Schwachen, wenn tr tüchtige Propagandisten besitzt, zum wertvollen ^unbesgenoffen werden. Allerdings muß sich der dwpagandift immer in die Geistesverfassung der Wer hineinversetzen können, auf die er einwirfen titr deren direkte oder indirekte Hilfe er schließlich erreichen will. Dom Rundfunk machen übrigens (Scherl-Bilderdienst-M.) (Presse-Illustrationen Hoffmann-M.) j ; ■ ' I v schwung der Neutralitätspolii sident Wilsons zugunsten Englands 1915 hervorgeht. Das bemerkenswerteste Ergebnis des Tages war die Bekanntgabe eines Briefes des ehemaligen Schatzsekretärs McAd 0 0 an Wilson, in dem dieser erklärt, daß sich der gesamte amerikanische Handel infolge des ständigen Fallens des Sterlingkurses in schwer st er Gefahr befinde. Er billige daher eine sorfortige Aufhebung des Verbotes der Gewährung von An- London, 10. Jan. (DNB. Funkspruch.) Die Morgenpresse ist allgemein der Ansicht, daß die Londoner Flottenkonferenz dem Zusammenbruch entgegen st euere. Mit einer Aende- rung der japanischen Forderung nach einer gemeinsamen oberen Rüstungsgrenze sei kaum mehr zu rechnen. Es sei zwar jetzt wahrscheinlich, daß der japanische Plan auf Veranlassung Englands, das einen Zusammenbruch verhüten möchte, in der nächsten Sitzung am Montag besprochen werde. Die Blätter sind jedoch davon überzeugt, daß d i e japanische Forderung nach Gleichheit von den übrigen Abordnungen endgültig a b gelehnt werden wird. Die Tatsache, daß die englische Abordnung sich zu einer erneuten Besprechung des Planes bereit erklärt habe, bedeute keineswegs, V Die Za' s November genommen. urieöerum ei Sbu.ju oenirtei Örmerbslofigt allerbing ils sachlich ur i n der w'u eigentlid) scho ßujug an Er leider so, da Echneesall eü iSingestellt we Jahreszeiten schäft ein. Auf dem großen Hof der Kriegsschule waren die Lehrgänge mit dem Ausbildungspersonal und dem Musikzug des Infanterieregiments 9 in einem offenen Rechteck angetreten. Punkt 10 Uhr erschien der Oberbefehlshaber des Heeres General der Artillerie Freiherr von Fritsch, empfangen von dem Inspekteur der Kriegsschulen Generalleutnant von Küchler und dem Kommandeur der Potsdamer Kriegsschule Oberst Wetzel. Der Oberbefehlshaber begrüßte die Ehrengäste, den Regierungspräsidenten Dr. Fromm, den Kreisleiter und Oberbürgermeister Friedrichs, den Polizeipräsidenten Graf Wedel, den Chef des Generalstabes des Heeres General der Artillerie Beck, den Befehlshaber der Gruppe I Berlin General von Rundstedt, den Chef des Personalamtes des Heeres General von S ch w e d t l e r, den Standortältesten Generalleutnant von W i l m o w s k i, den früheren Inspekteur der Kriegsschule Potsdam Exzellenz von P f u e l und viele andere Vertreter der Wehrmacht. Rach dem Abschreiten der Front übergab Regie- runasbaurat Weyher den Schlüssel der Kriegsschule an die Heeresstandortverwaltung Potsdam. Für diese führte Ministerialamtmann Ball aus, daß durch die neue Kriegsschule, deren Baulichkeiten 14 Hektar bedecken, Potsdam zum größ- ten militärischen Standort geworden sei. Die neue Kriegsschule knüpfe an eine 200jährige preußische Tradition auf einem Felde an, auf dem die erlesenen Regimenter der alten Armee ihre Entwicklung erfahren hätten. Er übergab dann den Schlüssel dem Kommandeur der Kriegsschule Oberst Wetzel, der ihn mit dem Gelöbnis übernahm, daß die neue Kriegsschule da anknüpfen werde, wo die alte aufgehört habe. Als Leitwort gelte für sie das Wort des großen Preußenkönigs, das auch über dem Eingang zum Feldmarschallsaal des Lehrgebäudes stehe- „Es ist nicht nötig, daß ich lebe, wohl aber, daß ich meine Pflicht tue." Der Oberbefehlshaber des Heeres, General der Artillerie Freiherr von Fritsch, wandte sich an die Fahnenjunker. Er ermahnte sie, mit offenen Augen die Traditionen aufzunehmen, denen sie in der Soldatenstadt auf Schritt und Tritt begegnen und die in den soldatischen Tugenden der Treue, leihen an Kriegführende. Der Brief endet mit dem Satz: „Großbritannien ist und war immer unser bester Kund e." Der Teilhaber des Bankhauses Morgan Whitney sagte aus, daß etwa 294 Millionen Dollar britischer Privatschulden im Jahre 1918 mit Hilfe der amerikanischen Regierung durch die Morgan-Bank abgezahlt worden seien. Das Verhör ergab weiter, daß die britischen Kriegsschulden im April 1917 ihren höchsten Stand mit etwa 27 Milliarden Dollar erreicht hätten. Eine panskandinavische Konferenz. Stockholm, 8. Jan. (DNB.) In Stockholm findet am 7. und 8. Januar eine Vertretersitzung der skandinavischen Vereinigung „Norden" statt mit dem Zweck, die Vorbereitungen für einen sogenannten Tag des Nordens im Herbst dieses Jahres einzuleiten. Die Vereinigung Norden, der Vertreter aus Schweden, Dänemark, Norwegen, Finnland und Island angehören, soll einen engen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenschluß der genannten Länder ideenmäßig vorbereiten und untermauern. Man verspricht sich von einem solchen engeren Zusammenschluß eine Stärkung vor allen Dingen in wirtschaftlicher Hinsicht. Ein wirtschaftlicher Block der Nordstaaten würde nach Meinung der Vereinigung namentlich in der Weltwirtschaft eine besondere Bedeutung und Geltung erhalten. Für die nächste Zeit sind in den genannten Ländern verschiedene Vorträge über Sinn und Zweck der lungen Geheimdokumente des Weißen Hauses, des Staatsdepartements und des Schatzhauses verlesen, aus denen der plötzliche Umber Neutralitätspolitik Prä» $ im Jahre Strebe" L ä setzen konnte, während sie jetzt nach zehnjähriger Entwicklung mit den neuesten Schellverkehrsflugzeu- gen im Reiseflug etwa 350 Stundenkilometern stiegen kann. Der deutsche Luftverkehr wird also irn 11. Jahre des Bestehens unserer Lufthansa eine Geschwindigkeit erreicht haben, die fast das Dreifache dessen darstellt, womit der deutsche Flugplan 1926 seinen Verkehr eröffnet hat. Sicherheit erster Leitsatz der Handelslustfahrt. Staatssekretär Mitch eröffnet die Tagung der IATA Berlin, 9. Jan. (DNB.) Im neuen Hause der Flieger wurde durch den Staatssekretär der Luftfahrt, Generalleutnant Milch, die 35. Tagung der „IATA“, der „International Air Trafic Association“, der Dachorganisation von 23 Luftverkehrsgesellschaften, eröffnet. Seit neun Jahren, so führte er aus, tage die Vollsitzung der IATA zum ersten Male wieder in Deutschland. Zusammenarbeit, gemeinsam und verständnisvoll die Interessen aller Mitglieder achtend, die Schwierigkeiten zu beseitigen, die sich dem Flugzeug, dem schnellsten und modernsten Verkehrsmittel, hemmend in den Weg stellen, das sei die wichtige Aufgabe der IATA, die diese nun schon seit 1919 erfüllt habe Einweihung der Kriegsschule Potsdam Potsdam größter Standort der Wehrmacht. Berlin, 9. Jan. (DNB.) Zum 10jährigen Bestehen der Deutschen Lufthansa hat Dr. Ernst 1 Helnkel der deutschen Verkehrsluftfahrt ein in seinem Rostocker Werk erbautes n e u e s S ch n e l l- verkehrsflugzeug, die Heinkel „HE 111", zur Verfügung gestellt, die einen ganz bedeutenden Geschwindigkeitsfortschritt bringen wird. Gegenüber dem Blitzflugzeug „HE 70", das mit vier Fluggästen eine Höchstgeschwindigkeit von 377 Stundenkilometern erreicht, wird mit der neuen „HE 111" der Deutschen Lufthansa ein Flugzeug übergeben, daß mit 10 Fluggästen und Gepäck erstmalig die 400-Kilometer-Ge- schwindigkeitsgrenze überschreitet. Damit wird Deutschland in dieser Größenklasse das schnellste Verkehrsflugzeug der Welt besitzen. t _ r, Die „HE 111", deren Entwurf von der Lufthansa angeregt worden ist, weil die bis heute von mehrmotorigen Flugzeugen erzielten Reisegeschwindigkeiten auf lange Sicht unzureichend sind, lst, wie die früheren Schnellflugzeuge des Werkes, ebenfalls als Tiefdecker mit völlig glatter Außenhaut aus Leichtmetall gebaut. Das Fahrgestellt und das Spornrad sind einziehbar. Das Innere des Flugzeugrumpfes bietet Raum für 1 0 Fahrgäste in zwei Abteile n , so daß eine Unterteilung in „Raucher und „Nichtraucher" möglich ist. Die von dem Architekten Professor Breuhaus entworfene Kabinenausstattung gewährt den Fluggästen weitgehende Bequemlichkeiten. Vor dem Fluggastraum befinden sich die Sitze für den Flugzeugführer und den Funkermaschinisten. . Zur Durchführung der Versuchsfluge bet der ersten großen Erprobung hat das Flugzeug zwei der durch ihre Betriebssicherheit bereits seit langem bekannten BMW.-Motoren von je 660 PS. erhalten, die in den Flügeln unteraebracht sind. Für den endgültigen Einsatz im Luftverkehr sind neue deutsche Hochleistungsmotoren von 880 PS. vorgesehen. Während die Höchstgeschwindigkeit der „HE 111" mit den BMW.- Motoren sich auf 345 Stundenkilometern beläuft, hat man für die neuen stärkeren Motoren eine Höchstgeschwindigkeit von 410 und eine Reisege- schwindigkeit von 350 Stundenkilometern errechnet. Bei Einsatz der neuen Heinkel- Schnellverkehrsflugzeuge kann der Flugplan um mehr als 100 Stundenkilometer oder etwa 40 v. H. beschleunigt werden. Dies ist das Ergebnis langjähriger enger Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Lufthansa und der deutschen Luftfahrtindustrie. Wie ergebnisreich diese Zusammenarbeit ist, geht daraus hervor, daß die Deutsche Lufthansa im Jahre ihrer Gründung 1926 nur eine Reisegeschwindigkeit von etwa 120 bis 140 Stundenkilometern in ihren Flugplan ein- Das schnellste Verkehrsflugzeug der Welt. Oie neue Heinkel „He 111" überschreitet die 400-Kilometer-Geschwindigkeitsgrenze im deutschen Lufiverkehr.-Neue deutsche Hochleistungsmotore. Potsdam, 9. Jan. (DNB.) Am Donnerstag- Vormittag wurde in Potsdam-Bornstedt die wiedererstandene Kriegsschule Potsdam ihrer Bestimmung übergeben. Die neue Kriegsschule, die nach Entwürfen des Heeresdauamtes durch den Architekten Geheimen Hofbaurat Prof. O. Kuhlmann unter der Bauleitung des Regierungsbaurates Weyher in 18 Monaten erbaut wurde, besteht aus 22 Gebäuden, die in drei Gruppen (Fähnrichsunterkünfte, Lehrsaalgebäude und Mannschaftshäuser) in zweckentsprechender Planung gegliedert sind. Die großen hellen und rotgedeckten Gebäude sind in schlichter Zweckmäßigkeit angelegt und fügen sich wirkungsvoll in die märkische Land- Japan sprengt die Flottenkonferenz. Montag Besprechung des japanischen Plans, aber keine Hoffnung auf Einigung. a-stSndnifs« im Fern«» Osten al- Prel« für seine Zustimmung zu einem Flottenabkommen zu erhalten. Gleichheit bedeutet Sicherheit. Japan hält an seinenFlottenforderungen fest Tokio, 10.Jan. (DNB. Funkspruch.) Während „Tokio Nitschi Nitschi" aus London gehört haben will, daß die Flottenkonferenz bereits endgültig ge- scheitert ist, und diese Neuigkeit bereits durch Extra- blatt verkündet hat, ist im japanischen Auswärtigen Amt hierüber noch nichts bekannt. Der Sprecher betonte jedoch, daß keinerlei Verständigung zu erwarten fei, solange nicht Japans Forderung auf eine gemeinsame o b e r e Rust u n g s g r e n z e , die im Interesse der Abrüstung möglichst niedrig zu halten sei, angenommen sei. Nur so könne ein Angriff verhindert und Siche^ heit geschaffen werden. Japan habe lange, nach allen Seiten offene Küsten- und Seeverbindungen zu verteidigen, während die Vereinigten Staaten und England in dieser Beziehung ungleich günstiger daständen. Moskaus Doppelzüngigkeit. Kritik der Times. tttn, eine sc »n es stets, P'el wichtiger Arbeitslo lnenhat. An ßenoffen [lern lieber einma M waren । 935 2,6 Mi sahres mürbe zige, was man sich heute noch von der Konferenz erhoffe, sei eine Vereinbarung zwischen den übrigen Ländern, nämlich England,1 Amerika, Frankreich und Italien. Der Flottenberichterstatter der „Morning Post" meldet, daß der Führer der japanischen Abordnung, Admiral Nagano, dauernd Glückwunschtelegramme aus allen Teilen Japans zu seinem festen Auftreten auf der Flottenkonferenz erhalte. Der „Daily Telegraph" richtet eine ernste Mahnung an Japan und die Vereinigten Staaten, von einer Politik des Flottenwettrüstens Abstand zu nehmen und in letzter Stunde einen Zusammenbruch der Konferenz zu verhüten. „News Chronicle" meint, daß hinter dem zähen Festhalten Japans an der Gleichheitsforderung ein politisches M a - nöoer verborgen sei. In einigen Kreisen glaube man, daß Japan darauf abziele, politische Z u- Sodann umriß der Staatssekretär die künftigen Ausgaben der Handelsluftfahrt. Innerhalb Europas gelte es, alle wichtigen Städte miteinander zu ver-I binden, einstweilen am Tage durch Personenstrecken, des Nachts durch Luftpostlinien. Daraus ergebe sich als technische Forderung das große, schn eil e und bequeme Personenflugzeug für den Flugga st verkehr und das noch schnellere, eigens für diesen Zweck geschaffene Schne11poft - flugzeug für den Postdienst, lieber der gesamten Entwicklung habe jedoch der alte Leitsatz des Luftverkehrs zu stehen: Zuerst die Sicherheit! Es sei erfreulich, daß gerade hier in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte erreicht worden sind. Auch bei der Erschließung der über die Weltmeere hinwegführenden W a s s e r h o ch st r a - ßen der Luft, auf denen das Flugzeug seine ureigenste Aufgabe erfülle, sei verständnisvolle und kameradschaftliche Zusammenarbeit aller beteiligten Luftverkehrsunternehmungen eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg. Das Flugzeugs kenne die politischen Grenzen wohl, aber es überschreite sie im Fluge. Die im Weltkrieg immer wieder bewiesene Kampfesweise der Flieger habe den Fliegergei st erstehen lassen, der in der Han- delsluftfahrt verankert worden sei. Mit dem Wunsch, daß dieser Fliegergeist auch in Zukunft die Arbeit im Luftverkehr leiten möge, eröffnete der Staatssekretär die 35. Vollsitzung der IATA. London, 10. Jan. (DNB. Funkspruch.) Die „Times" schreibt, daß die Behauptung der Rate» regierung, sie habe mit der kommunistischen Internationale nichts zu tun, ein Meisterstück der Täuschungskunst oder aber der Unverschämtheit sei. Das Blatt erinnert an die Aeußerungen des Sekretärs des jungkommunistischen Verbandes „Komsomol", Kv» saroff, der Stalin kürzlich als Führer gegrüßt habe, der den jungen Kommunisten den Weg zeige, dasselbe im Auslande f e r ti g 3 u b r i n • ge n, was ihre Väter in Rußland getan haben. Kofaroff habe erklärt: „Wir jungen Leute Iber Räterepublik, geführt vom großen Stalin, haben eine außerordentlich schwierige und sehr wichtige geschichtliche Ausgabe— nämlich zu entscheiden: wer soll wen in der ganzen Welt vernichten?" Hier sehe man, die kommunistische Bewegung sei in ihrer Organisation ein Einziges und Unteilbares, ihr führender Mittelpunkt fei so eng mit der Räteregierung verbunden, daß ein Mißklang zwischen den beiden die Zersetzung des Kommunismus mit sich bringen würde. Als die Räteregierung in den Völkerbund eingetreten fei, habe sie sich einer internationalen Gemeinschaft angeschlossen, deren Gesetz diesen „ungereimten Dualismus" nicht dulde. „Zwei G e - schäfte unter verschiedenen Namen durchzuführen, das eine offen und in einer Völker- I bundsverfammlung, das andere heimlich und unterirdisch, um die Regierungen anderer Staaten zu unterwühlen und ihre Ordnung umzuformen, ist mit der Freundschaft ober Ehrenhaftigkeit unocr- I e t n b q r. Die Folge internationalen Ränkespiels kann kaum etwas anberes fein, als internationales Mißtrauen. Das Verbrechen des Bürgerkriegs zu planen und sich gleichzeitig zu dem Grundsatz des internationalen Friedens zu bekennen, ist ein Wider-, fpruch. Staaten, die diese Regel befolgen, werden es schwierig finden, ihren Nachbarn die Treue zu halten. I Und noch schwieriger, ihr Vertrauen zu finden. Sie I errichten eine Schranke der Verbricht!» ! g u n g um sich selbst. Morgans Kriegsqeschast. 84% der amerikanischen Waffenausfuhr finanziert die Morganbank. Washington, 9. Jan. (DNB.) Vor dem Se- natsausschuß für Rüstungsuntersuchung wurde am Donnerstag die Tatsache enthüllt, daß die W a f» fenausfuhr der Vereinigten Staaten nach Europa von einem Betrag von 125,7 Millionen Dollars in den drei letzten Jahren vor Ausbruch des Weltkrieges auf 2187,3 Millionen Dollars indenJahrenl915 bis 1917 an stieg. Von diesem Ausfuhrwert wurde ein Bettag von 8 4 v. H. v o n b e r M o r - ganbant finanziert. Im gleichen Zeitraum stieg, wie der Senatsausschuß weiter feftftellte, die amerikanische Ausfuhr von kriegswichtigen R o h ft o f f e n, wie Kupfer, Messing, Zink usw. von 166 Millionen auf 1202 Millionen Dollars. Der Untersuchungsausschuß des Senats beabsichtigt anscheinend, das Ergebnis seiner Feststellungen für dis bevorstehende neue Neuttalitätsgesetzgebung zu verwerten. Vor dem Munitionsausschuß des amerikanischen Senats wurden im weiteren Verlauf der Ermitt- Pflichterfüllung, des Gehorsams, der Opferbereitschaft und der Kameradschaft verkörpert sind. Der Oberbefehlshaber verwies dann auf die lebendigen Zusammenhänge zwischen dem Einst und Jetzt, die unvergänglichen Werte dieser alten Svldatenstadt und den starken Puls- fchlag, in den das durch den Führer geeinte Volk daß der englische Widerstand gegen die japanische wieder emporsteige. Die Größe Deutschlands beruhe Gleichheitsforderung nachgelassen habe. Das ein» auf den soldatischen Tugenden, die in sei- den Führer, der das neue Deutsche Reich und die ner Armee verkörpert gewesen seien. Nicht durch neue Wehrmacht geschaffen habe. Die nationalen Worte, sondern durch Gesinnung und Lieder schlossen die Feier, an die sich eme mehr- Leistung werde sie geschaffen. Der Oberbefehls- stündige Besichtigung der neuen Kriegsschule Pots- Haber des Heeres schloß mit einem Sieg-Heil auf dam anschloß «y. h bet I id)cnHtih;et er em,DIC W I Eß ■unter >•« I 2In9c t ger Arbeit^ len Berühr trieben bejch teilen Wirt iim «« ;ßage. feiten ha"en itiie chemische fliiterinbuflne ■fimg, das A t^ipiererjeug ijatte aus de «chwierigleitel werbe und lkieidungs ttnb ®enu Anstieg de Aon den vergleich üb Wenzahten | ■ I ■ W H 8-’» I - SU * W ■ 1 fe. -- ' — /x . \ ws US SÄ M * iss S3 LZ | M pt. K ..... W N nF A ul m Hl Fj m «! 2! S! E S j M III m US III ■ III «1 Wl 1 i m m m m t m m m 1 , WZ 511 RI ■ III Vl । W «I ’U . J ä. x.'. klhrit. “sÄ" tbÄ 'Ä lange 11 l'gkeii. 'schast. ftnausft,-/ Kinl. Die "““"ifti. u tun, ein L^5 Statt *,r«arj bee 'O®°1‘, So. n » "®e9jeige, Sjubtin, n6 getan ^n9en Leute S?" Stalin, nb sehr wich, D^^idenr -Veit ver. MW ft. 1 Einziges r Wuntt -wunden, ba6 Verbund ein, ationalen @e, diesen „unge» Zwei Te. n Namen , einer Völker, ich und unter» ' Staaten zu *rmen, ist jleit u n d e r • a Ränkespiels nternationales ärgerkriegs zu Grundsatz des , ist ein Widers gen, werden es >eue zu halten, zu finden. Eie Lerdächti« ) Dor dem Leung wurde am iah die Was. en Staaten von 125,7 Mil- iten Jahren krieges auf iahren 1915 m Ausfuhrwert n der Morschen Zeitraum >r feftstellte, die gswichtigen g, Zink usw. von i Dollars. Der beabsichtigt an« tellungen für dir tzgebung zu oer« 5 amerikanischen auf der Enn'tt- des Weißen ,erteile W* eines ®ne^ b« boo an ®* gelamfeamen» gen I,fahr befi» ung von An SS ;®iuv«‘lee »avische ; An Stolkd"^ i.%S« ituebeD- „ n soll d t* afdi^Jn & ,r flenan" 7 untern E n eD9 Ange" 1 -'k-sSj r'°s.A MNgek^günde^ Vereinigung geplant, die der Oeffentlichkeit die Augen öffnen sollen, daß es sich nicht nur um eine ideelle Bewegung, sondern auch um praktische Vorteile handele. Die Vereinigung hat sich ferner zum . iel gesetzt, in den Schulen und namentlich riter den Lehrern sowie ferner durch Rundfunk ad Presse Propaganda zu betreiben. Dänemark und der Nationalsozialismus. Kopenhagen, 9.Jan. (DNB.)Die konservative Leitung „Dagens Nyheder" veröffentlicht einen Auf- itz des Lektors E. Gjerlöff über „Dänemark inb der Nationalsozialismus". Der Aufsatz geht auf ie Gründe des einem Dänen schwerer verständ- ichen großen Ausmaßes der Begeisterung für Hit- rr ein, die er darin sieht, daß Hitler in einer Linie mit den preußischen Heroen Friedrich Wilhelm I., Friedrich dem Großen und Bismarck stehe. Hinsichtlich der Beurteilung der Behandlung von Juden und Kommunisten in Deutschland erklärt der Verfasser, man müsse billigerweise einräumen, daß man sich in Dänemark nicht in einer ähnlichen Lage befunden habe wie in Deutschland. Man habe weder physisch noch psychisch solche Mängel und Leiden durchgemacht. Es heißt dann u. a. weiter: Wir wünschen den Nationalsozialismus nicht im Lande. Wir wollen in jeder Hinsicht das Volksregime verteidigen. Gleichzeitig wollen wir aber nach bestem Können zu verstehen versuchen, warum diese Bewegung unser Nachbarvolk ergriffen hat, damit wir die Sympathie, die uns von Deutschland erwiesen wird, mit nachbarlicher und verstehender Gesinnung erwidern können. Das ist gerecht und klug. Entwicklung des Arbeitseinsatzes im Dezember. Bericht der Michsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung. Berlin, 9. Jan. (DNB.) Infolge des wieder- olten Froftes und der in der zweiten Dezern- terhälfte vielfach stärker einsetzenden und länger ndauernden Schnee - und Regenfälle müßen vor den Weihnachtstagen zahlreiche lußenarbeiten — besonders der Bauwirthaft — eingeste ! lt oder unterbrochen »erden. Dabei wurde die Wiederaufnahme der Ar- eiten wegen der Feiertage vielfach erst für den icnuar vorgesehen. Die Zahl der Arbeits- o s e n stieg deshalb im Dezember um 522 354 auf 506806. Sie liegt mit noch um rund 100000 mter der Arbeitslosenzahl des Vorahr e s. Von den wichtigsten Berufsgruppen weisen ge- enüber dem Vorjahre die Eisen- und Me- a l l i n d u st r i e 73000 oder 24,7 v.H., die Gruppe er Angestellten 45000 oder 16 v. H. weni- er Arbeitslose auf. Der Rückgang in diesen bei- en Berufsgruppen, deren Angehörige gerade in Belieben beschäftigt werden, die für den konjunktu- rllen Wirtschaftsablauf bedeutsam sind, zeigt die n Jahre 1935 eingetretene Festigung' der läge. Erfreuliche Abnahmen der Arbeitslosig- eiten hatten im Jahre 1935 ferner der Bergbau, :e chemische Industrie und von den Verbrauchs- üterindustrien die Ledererzeugung und -verarbei- iing, das Holz- und Schnitzstoffgewerbe und die ^apiererzeugung und -Verarbeitung. Demgegenüber Litte aus den bekannten Absatz- bzw. Rohstoff- hwierigkeiten heraus das Spinnstoffge- ,erbe und damit zusammenhängend das B e - leidungsgewerbe sowie das Nahrung s- nd Genußmittelgewerbe einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Von den Außenberufen lagen bei diesem vergleich über die Jahresspanne 1935 die Arbeits- »senzahlen der Landwirtschaft und der Industrie der Steine und Erden noch erfreulich unter den Dorjahreszahlen. Dies zeigt, datz trotz des durch dieWitterungerzwungenenStillstan- d e s der Außenarbeiten in der Industrie der Steine und Erden die Nachwirkungen der überaus günstigen Baukonjunktur des Jahres 1935 noch anhalten und sich in erhöhten Beschäftigungszahlen niederschlagen. Demgegenüber hat der ungünstige Witterungsverlaufdes Dezember 1935 zu einer Ueberhöhung der Arbeitslosenzahlen gegenüber dem Vorjahre im Baugewerbe und bei den oom Beschäftigungsstand des Baugewerbes stark abhängigen ungelernten Arbeitern geführt. Von dem Zugang im Dezember 1935 entfielen nämlich 331286 oder 63,4 v. H. auf die Außenberufe und hiervon wieder 234 714 allein auf das Baugewerbe. In den mehr konjunkturabhängigen Berufsgruppen ist demgegenüber die Arbeitslosigkeit nur um 191068, d. s. 36,6 v. H. des Gesamtzuganges, gestiegen. Zu einem sehr erheblichen Teil sind aber auch diese Zugänge auf den Rückstrom von Arbeitslosen zurückzuführen, die saisonbedingt aus berufsfremder Arbeit entlassen wurden oder deren Beschäftigungsmöglichkeiten von der Bautätigkeit entscheidend abhängen, wie z. B. bei den Bauschlossern und Bautischlern. Wie stark das diesmonatliche Ansteigen der Arbeitslosenzahlen durch die Jahreszeit veranlaßt tft, zeigt auch die verschiedenartige Entwicklung der Arbeitslosigkeit bei den Männern und Frauen. Bei den Männern, die in weit höherem Maße bei Außenarbeiten beschäftigt sind, ist die Zahl der Arbeitslosen im Dezember um 506 434, bei den Frauen dagegen nur um 15 920 gestiegen. Damit entfallen von der Gesamtzunahme 97,0 v. H. auf die Männer und nur 3,0 v. H. auf die Frauen. Wie sieht es in der Wirtschaft aus? Die Zahl der Erwerbslosen hat vom November zum Dezember um rund 520 000 zu- pnommen. So schmerzlich es ist, zu wissen, daß wiederum eine größere Anzahl von Volksgenossen pzu verurteilt worden ist, für einige Zeit in der Erwerbslosigkeit zu verharren, so wenig Grund be- steht allerdings, den Grad der Beschäftigung anders als sachlich und nüchtern zu betrachten. Wir stehen in der winterlichen Jahreszeit, womit eigentlich schon alles gesagt ist, was zu dem neuen Huzug an Erwerbslosen zu sagen wäre. Es ist nun lcider so, daß in dem Augenblick, da Frost und Lchneefall einsetzen, eine ganze Reihe von Arbeiten eingestellt werden müssen, genau so wie zu andern Jahreszeiten gewisse Gewerbezweige, die wieder nichts sehnlicher als möglichst kalte Winter wün- shen, eine schwache Beschäftigung aufweisen. So rar es stets, so wird es immer bleiben. Aber was fiel wichtiger ist, ist doch die Tatsache, daß die L rbeitslosigkeit insgesamt abgenom- ir e n hat. Anfang 1933 gingen 6 Millionen Volks- xmosien stempeln, zumeist ohne jede Hoffnung, nieder einmal eine geregelte Tätigkeit zu finden. 1)34 waren es nur noch vier Millionen, Anfang 1)35 2,6 Millionen und im August des vorigen Wahres wurden nur noch 1,7 Millionen arbeitslose Volksgenossen gezählt. Es ist also gelungen, einen V erheblichen Prozentsatz von Arbeitslosen wieder so in die Produktion einzuschalten, daß jahreszeitliche Rückschläge keineswegs das Ausmaß einnehmen, das vor 1933 zu beobachten war. Je geringer also ganz allgemein die Zahl der Beschäftigungslosen wird, desto leichter sind die unausbleiblichen winterlichen Rückschläge zu ertragen. Auch im neuen Jahr wird die Arbeitsschlacht mit der gleichen Kraft wie bisher fortgesetzt, um das Erwerbslosenheer weiter zu zertrümmern und den im August erzielten günstigen Stand zu unterbieten. Am 20. Januar wird in Deutschland eine fünfprozentige Erhöhung der Gütertarife der Reichsbahn eintreten. Wenn hier eine Tariferhöhung vorgenommen wird trotz der sonst überall mit großer Energie durchgefuhrten Bemühungen, die Preise und Löhne stabil zu halten, so liegen hierfür entscheidende Gründe vor. Die Reichsbahn, deren mustergültige Wirtschaftsführung niemand anders als der Führer vor kurzem noch als Vorbild eines sozialistischen Unternehmens so eindrucksvoll geschildert hatte, hat in den Jahren 1924 bis 1933 einen außergewöhnlichen Einnahmerückgang von 5,4 auf 2,9 Milliarden Mark hinnehmen müssen. Wenn seit 1934 auch die Einnahmen der Reichsbahn wieder eine stei- gende Tendenz aufweisen, so halten sie doch nicht mit dem steigenden Verkehr Schritt. Für die Reichsbahn gilt, wie der Reichsoerkehrsminister i Freiherr von Eltz-Rübenach darlegte, nicht mehr i der Satz, daß niedrige Tarife mehr Verkehr und 1 dadurch mehr Einnahme bringen. Don der Aus- ■ gabenseite her kann die Reichsbahn keine Entlastung t erfahren. Denn jede Drosselung der Betriebsaus- j gaben würde auf Kosten der Substanz des Reichs- j bahnvermögens gehen. Ebenso kann die Unterhal- i tung und Erneuerung der Anlagen und Fahrzeuge i nicht weiter eingeschränkt werden. Eine Verwinde- i rung der Ausgaben ist also nicht möglich. Die ' Reichsbahn hätte vielleicht von sich aus eine Minde- i rung ihrer sogenannten politischen Zahlungen, die i ihren Ursprung einst in dem Dawes-Vertrag hatten, i gewünscht. Heute fließen diese Zahlungen dem Reich zu mit Ausnahme eines geringen Betrages, der für den Zinsendienst der Dawes- und Voung-An- > leihe in Betracht kommt. Das Reich kann aber । heute aus wehrpolitischen Gründen auf diese Beträge unmöglich verzichten. So ist die eingetretene Tariferhöhung der einzige Weg, der der Reichsbahn geblieben ist. Wie weit dadurch neue Fragen zwischen den übrigen Transportmitteln, vor allen den Kraftwagen, auftauchen, ist heute noch nicht zu übersehen. Jedenfalls werden sie bei der straffen Zentralisierung verhältnismäßig leicht überwunden werden können. Durch diesen entschlossenen Schritt einer Erhöhung der Gütertarife ist der Reichsbahn die Möglichkeit gegeben worden, das Jahr 1936 mit einer geordneten Finanzlage zu beginnen. Dabei sind diejenigen Güter ausgenommen, die nach Maßgabe der landwirtschaftlichen Marktordnung von Preissteigerungen nicht betroffen werden sollen. Vor allen Dingen hat die verarbeitende Industrie, die den Löwenanteil der Konjunkturbelebung als Nutzen verbuchen kann, ihr Scherflein zu der Frachterhöhung beizutragen. Parallel zu der allgemeinen aufsteigenden Linie der wirtschaftlichen Entwicklung läuft die Steuereinnahme des Reiches, die mit 1,2 Milliarden höher angegeben wurde als diejenige des Vorjahres 1934. Auch der Einzelhandelsumsatz hat eine Steigerung erfahren, so daß insgesamt etwa 24 bis 25 Milliarden durch die Kassen der Ladengeschäfte geflossen sein dürften gegen 23,75 Milliarden in 1934. Ein überaus erfreuliches Kapitel für sich ist biß Autoinbuftrie. Im vergangenen Jahre finb nicht weniger als 359 000 Kraftfahrzeuge verfchiebe- ner Klaffen neu zugelaffen worden, eine Hcchl, die bereits diejenige des besten Konjunkturjahres der Nachkriegszeit, 1929, übertrifft. — Im Zusammenhang damit kann die Einweihung und Inbetriebnahme des neuen Opel-La st kraftwagen- wertes in Brandenburg verzeichnet werden. Die neuen Opel-Werke, die alle zehn Minuten einen Lastkraftwagen vom Fließband lassen können, schließen das weniger erfreuliche Kapitel der Bren- naborwerke ab, die der Krise zum Opfer gefallen finb, und geben dem vorhandenen Stamm erstklassiger Facharbeiter in Brandenburg aufs neue Arbeit und Brot. * Die Lage auf dem deutschen Lebensmittel- mar k t hat sich gebessert. Durch die vermehrte E i n- fuhr von Schweinefleisch ist die Zeit, bis zu der die deutsche Landwirtschaft wieder uns selbst versorgen kann, überbrückt worden. Und auch die Einfuhr von Gefrierfleisch für die Zentren, in denen sich die minderbemittelte Bevölkerung häuft, wie an den großen Jndustrieplätzen, dient dem Zweck, die Versorgung mit Fleisch sicherzustellen. Infolge der Höchstpreispolitik der Regierung und der ergriffenen Maßnahmen läßt sich sagen, daß die zeitweilige Verknappung an Schweinefleisch vorüber ist. Ebenso ist die Zufuhr von Butter jetzt ausreichend. Auf dem E i e r m a r f t herrschen allerdings abnorme Verhältnisse. Während wir im Vorjahre mit den Kühlhauseiern, die zur Zeit der Eierschwemme im Frühjahr eingelagert wurden, bis gegen Ende Februar reichten, sind diesmal die Vorräte bereits Ende Dezember aufgebraucht worden. Das liegt an der durch die Knappheit von Schweinefleisch und Fett bewirkten Abwanderung der Bevölkerung zum Eierkonsum. Aber diese Verknappung ist ebenso vorübergehend, wie es die an Schweinefleisch und Butter gewesen ist, denn es ist eine alte Erfahrung, daß die Hühner im Winter nicht legen. Infolge der milden Witterung aber haben sie in diesem Jahre ihre Legetätigkeit bereits wieder ausgenommen. Von besonderer Bedeutung wird für dieses Jahr ein funktionsfähiger Kapitalmarkt fein. Die Begrenzung der öffentlichen Jnvestitutionsvorgriffe wird in Verbindung mit einer allmählichen, auf die Leistungsfähigkeit des Kapitalmarktes gestellten Fundierung zur organischen Auflockerung in der Kreditsphäre wesentlich beitragen. Jede ökonomisch zweckmäßige Jnvestitution setzt sichere Kalkulations» grunblagen voraus Dazu gehört ebenso eine ge« sunde langfristige Finanzierung au mäßigen Zinssätzen, was durch die großen deutschen Konversionen des Jahres 1935 erfolgreich vorbereitet worden ist, wie ferner eine normale Ertragslage, welche die volkswirtschaftlich notwendige Amortisation von Krediten und die Ersetzung der allmählich sich abnutzenden Produktionsanlagen ermöglicht. Entscheidend ist jedoch die Sicherung einer ausreichenden Rohstoffversorgung. Mit Hilfe einer umfassenden Außenhandelskontrolle durch das Instrument des Neuen Planes und unter Rückgriff auf noch vorhandene Rohstoffreserven ist cs gelungen, eine Beeinträchtigung des binnenwirtschaftlichen Aufschwunges durch Rohstoffspannungen zu verhindern. Für den weiteren Fortgang der Belebung ist es, wie die Reichskreditgesellschast in ihrem Jahresbericht erklärt, erforderlich, die zur Deckung des erhöhten Rohstoffbedarfs benötigten Devisenüberschüsse durch Erhöhung der deutschen Ausfuhrzu beschaffen. Eine vernünftige Bereinigung der Weltverschuldung m Verbindung mit einer Währungsstabilisierung könnte zum Vorteil sowohl der Schuldner- wie auch der Gläubigerländer die noch auf den Weltmärkten lastenden Krisenreste in Kürze beseitigen helfen. Es ist eine dringende weltwirtschaftliche Aufgabe, für eine solche Bereinigung den Boden vorzubereiten. Eine neue Großgemeinde im Kreise Gaartouis. Saarbrücken, 9. Jan. (DNB.) Jrn Zuge der großen Verwaltungsreform im Saarland haben die Gemeinderäte der Gemeinden Lisdorf, Schönbruch-, Picard und Fraulautern beschlossen, unter Wahrung des Eigenlebens der einzelnen Gemeinden sich mit der Stadt Saarlouis zu einem neuen großen Gemeinde- wesen zusammenzuschließen. Die neue Stadt, die etwa 32 000 Einwohner umfassen wird, wird am 13. Januar durch den Gauleiter B ü r ck e l einen neuen Namen erhalten. In Lisdorf sprach Amtsbürgermeister Zell über den Plan. Man wolle keine Eingemeindung nach altem Muster vollziehen. Es werde etwas Neues, ganz Großes geschaffen werden. Deshalb müsse auch der Name Saarlouis verschwinden. Der Landrat des Kreises Saarlouis, Dr. Schmitt, wies darauf hin, daß große Aufgaben nur von einer großen Gemeinschaft geleistet werden können. Der Kreis Saarlouis mit feinen 155 000 Einwohnern habe bisher nur eine Kreisstadt von 17 000 Einwohnern. Unter diesen Umständen könnten naturgemäß die wichtigen Grenzlandaufgaben nicht in der richtigen Weise gelöst werden. Deshalb müsse auch im Kreise Saarlouis ein besonderer Kraftmittelpunkt geschaffen werden. Studenten, die der SA. angehören. Berlin, 9. Jan. (DNB.) Die Oberste SA.-Füh- rung teilt mit: Zwischen der Obersten SA.-Füh- rung und dem Reichserziehungsminister ist folgende Vereinbarung getroffen worden: 1. Studenten, d i e der SA. angöhören, haben bei der Immatrikulation eine Bescheinigung der für sie zuständigen Standarte des Hochschulortes vorzulegen, aus der hervorgeht, daß sie ordnungsgemäß gemeldet und einer SA.- Einheit zur Dien st lei st ung zugewie- s e n sind. 2. Studierende SA. - Angehörige, die sich um Gebührenerlaß, Stipendien und andere Vergünstigungen bewerben, müssen durch eine Bescheinigung ihrer zuständigen Standarte des Hochschulortes nachweisen, daß sie bis zum Zeitpunkt der Bewerbung Dienst in der SA. getan haben bzw. ordnungsgemäß beurlaubt sind. Studenten, die alte und bewährte SA. -Männer sind, sind bei der Gewährung von Unterstützung bevorzugt zu behandeln. Diese Vereinbarung ist getroffen worden, um zu vermeiden, daß Studierende, die sich am Hochschulort nicht am S A. - D i e n st beteiligen, sich bei der Einschreibung als SA. -Angehörige eintragen und daraus irgendwelche Vorteile ziehen. vereinigt aromatische Fülle mit besonderer Bekömmlichkeit. Diese Eigenschaften kommen beim Tabak — wie beim Wein — erst nach mehrjährigem Lagern ganz zur Geltung. Deshalb veredeln wir jetzt die ALVA durch Hinzunahme mace- donischer Provenienzen aus dem Jahrgang 33. \ ' Ä - • Vorbildliche Mungslal deutscher Seeleule. Kapitän Nielsen berichtet über den Untergang des spanischenOampfers^Vizcaya" Der Dampfer „Castellon" der Reederei Robert S l o m a n in Hamburg kehrte dieser Tage mit den 10 geretteten Besatzungsmitgliedern des «m 5. Januar bei Kap Finisterre unter» gegangenen spanischen Dampfers „Vizcay a" an Bord in den Heimathafen zurück. Kapitän N i e l - s e n schilderte einem Vertreter des DNB. die Rettungstat seiner Besatzung, über die bereits kurz berichtet wurde. wie ein wann, so sagke der Kapitän, habe sich die ganze Besatzung freiwillig zur Teilnahme an der Rettungsaktion gemeldet. Die „Castellon", die sich auf der Heimfahrt von Cartagena befand, sichtete am 5. Januar, einem Sonntag, südlich von Kap Finisterre den spanischen Dampfer, der bereits sehr starke Schlagseite hatte und durch Flaggensignale zu erkennen gab, daß sich das Schiff in Höch st er Seenot befand. Der deutsche Dampfer drehte darauf sofort bei. Die „Vizcaya" hatte, wie die Geretteten später berichteten, bereits sechs Stunden bei Südwest-Sturm im Kampf mit den Wellen gestanden und begann zu sinken. Die Besatzung hatte schon Schwimmwesten angelegt und versuchte Rettungsboote auszusetzen, was indessen bei dem starken Seegang und der Schräglage des Schiffes nicht gelang. Kapitän Nielsen ließ nun unter großen Schwierigkeiten seinerseits ein Rettungsboot zu Wasser bringen, das jedoch wegen des außerordentlich schweren Wetters bei dem spanischen Dampfer nicht längsseit gehen konnte. Schließlich mußten die spanischen Seeleute über Bord springen, um von dem deutschen Rettungsboot nach und nach geborgen zu werden, das seinerseits ständig in Gefahr schwebte, bei einem Absinken des spanischen Dampfers vom Strudel mit in die Tiefe gerissen zu werden. Nachdem beim ersten Versuch sechs völlig erschöpfte Spanier geborgen und auf dem deutschen Dampfer abgesetzt worden waren, gelang es bei einer zweiten Bergungsfahrt drei weitere Spanier zu retten. Großes Glück hatte ein Besatzungsmitglied der „Diczaya", das gleich zu Beginn des Rettungswerkes von der „Castellon" aus der tobenden Flut geborgen werden konnte. Inzwischen waren auch der estländische Dampfer „M i n n a" und der englische Dampfer „A l m a - z o r a" an der Unfallstelle eingetroffen. Nach drei Stunden ging die „Vizcaya" unter. Dem estländischen Dampfer gelang es, aus den Trümmern noch weitere fünf Besatzungsmitglieder zu bergen. Zwei Mann jedoch, darunter der Kapitän, wurden mit in die Tiefe gerissen. Die „Castellon" kreuzte nach dem Untergang des Schiffes noch eine halbe Stunde, um die Verunglückten möglicherweise noch zu bergen: die Suche blieb jedoch ergebnislos. Nach Aussagen der Geretteten hatte die „Vizcaya" eine Maisladung an Bord und war von Bilbao nach Palma de Mallorca unterwegs. Man vermutet, daß sich die Ladung des Schiffes infolge des stürmischen Seeganges verlagert hat und dadurch die starke Schlagseite herbeiführte. Die deutsche Rettungsmannschaft setzte sich wie folgt zusammen: Erster Offizier Jahnke, Zweiter Offizier Jhns, Matrose Schmidt, Matrose K r i p k e, Heizer L a t e l l und Trimmer Böhme. Bei der zweiten Rettungsfahrt traten an die Stelle von Latell und Böhme der vierte Ingenieur Bahr und der Trimmer Zopper. Glückwunschtelegramme des Reichsverkehrsminiflers. Reichsverkehrsminister von Eltz-Rübenach sandte an die Reederei Robert Sloman in Hamburg folgendes Telegramm: „Ich beglückwünsche Sie und die Besatzung Ihres Dampfers „Castellon" zu der mutigen und erfolgreichen Rettungstat am 5. Januar, durch die 10 spanische Seeleute den Fluten entrissen wurden. Ich bitte, dem Kapitän und den Mitgliedern der Besatzung, die an dieser Rettungstat unmittelbar beteiligt waren, meinen Dank und meine Anerkennung auszusprechen." Neujahrsempfang beim österreichischen Bundespräsidenten. Wien, 9. Jan. (DNB.) Aus Anlaß des Jahreswechsels fand beim Bundespräsidenten Mik - las der übliche Empfang des Diplomatischen Korps statt. Auf eine Rede des Doyens des Diplomatischen Korps, Kardinal S i b i l i a, erwiderte der Bundespräsident mit einer längeren Ansprache, in der er u. a. ausführte, daß das neue Jahr gewitterschwanger seinen Einzug gehalten habe. Vielleicht stehe Europa schon mitten in einer neuen Zeitwende mit vorläufig unbekannter Richtung. Was Oesterreich dazu beitragen könne, der Welt den Frieden wiederzugeben, solle geschehen. — Die in Oesterreich bestellten Militärattaches der auswärtigen Mächte haben unter Führung des rangältesten Militärattaches, des Generalleutnants Muff von der deutschen Gesandtschaft, beim Staatssekretär für Landesverteidigung, General der Infanterie Zehner, vorgesprochen, um dem Staatssekretär und der österreichischen bewaffneten Macht Glückwünsche für das neue Jahr zu übermitteln. Grenzzwischenfall im Fernen Osten. Moskau, 9. Jan. (DNB.) Die sowjetamtliche Nachrichtenagentur Taß meldet aus Chabarowsk, daß sich an der mandschurisch-sowjetrussischen Grenze ein neuer ernster Zwischenfall ereignet habe. Ein aus der Mandschurei kommendes japanisches Flugzeug sei nach Ueberfliegung der Grenze 35 Kilometer von der Grenze entfernt, auf Sow - jetboöen gelandet. Im Flugzeug befanden sich zwei bewaffnete Japaner. Nach der Landung fei einer der Japaner bei dem Flugzeug verblieben, während der andere sich zu einem in der Nähe haltenden Bauernfuhrwerk begeben habe. Angeblich wollte der Japaner den Bauern veranlassen, sich zusammen mit ihm zum Flugzeug zurückzubegeben, während dieser den Japaner fest- nehmen wollte. Es sei zu einem Kampf gekommen. Der Bauer habe den Japaner verletzt. Inzwischen seien zwei Grenzsoldaten herbeige- e-ilt. Zwischen ihnen und dem zweiten Japaner sei es zu einem Kugelwechsel gekommen. Dabei sei der zweite japanische Flieger verletzt worden. Beide Japaner wurden schließlich nach dem nahegelegenen Dorf Pokrowka gebracht. Säuberung in Nordchina. P e i p i n g , 9. Jan. (DNB.) In den letzten Tagen sind außerordentlich viele öffentliche und geheime Hinrichtungen vorgenommen worden. Allein i n Peiping sind seit Anfang der Woche 2 0 4 öffentliche Hinrichtungen vollzogen worden. Dem Vernehmen nach stehen noch erheblich mehr bevor. Obwohl die Hingerichteten arößten- teils gemeine Verbrecher sind, so befinden sich unter ihnen doch auch viele Personen, die sich an Putschversuchen beteiligt haben. Das Schicksal der Hinrichtung ist auch den sogenannten Liukueitang-Banditen, von denen bereits 50 dem chinesischen Militär in die Hände gefallen sind, angekündigt worden. Büchertisch. — Hans Heyck : Di e Geschichte des Skalden Jsolf Tyskossohn. Erzählung. 71 Seiten. Geb. 1,10 RM. Verlag C. Bertelsmann, Gütersloh. — (541) — Von Jsolf, dem Skalden, der immer neue Weisen fang am frischen Totenhügel der Gesippen. Von Jsolf, dem Wiking, dem noch immer Taten zu tun blieben, bis sie auch ihm den Hügel schütteten zwischen den Felsen. Siebenmal hebt unsre Saga an, um Jsolf Tyskossohn gebührend zu ehren, wie auch das Schicksal ihm mit sieben harten Schlägen den Wikingruhm geschmiedet hat. — Ernst Wiechert: Der verlorene Sohn. Drama. Geh. 2,50 Mark, Leinen 3,50 Mark. Albert Langen/Georg Müller Verlag, München, 1935. — (403) — Das Spiel handelt von der inneren Wandlung, die das Schicksal des Krieges in den Menschen bewirkt. Einer von ihnen, der Jüngling Johannes, ein Schwärmer und Träumer, der dem Sinn des Lebens nachgrübelt, wächst, jäh aus seinen Träumen gerissen, in die Welt des Krieges hinein und wird alsbald zur Entscheidung gerufen. Unverstanden vom Vater und geschmäht von dem einzigen Bruder, zieht er hinaus — nur die sorgliche Liebe und der tröstliche Segen der Mutter begleiten ihn auf dem Wege ins „Niemandsland". Ein Heimkehrer von dort, von der Härte des Kampfes entstellt und gezeichnet, begegnet ihm und weist ihm als Ziel die männliche Bewährung vor dem opfernden Heldentum der Mütter, die allein um das große Geheimnis wissen von Geburt und Tod und unsterblichem Leben. Still und reif geworden, fürchtet er nun nicht mehr die Schrecken des Todes, weil die Macht feines Glaubens sie überwand: er marschiert fortan in dem Heer der verlorenen und wiedergefundenen Söhne, die erweckt wurden, um zu sterben, und die starben, um ewig zu leben. Wetterbericht des Reichswelterdiensles. Ausgabeort Frankfurt. Unter kräftiger Verstärkung ist ein Sturmwirbel vom Atlantik rasch zur Nordsee vorgestoßen. Er brachte uns unter stürmischen, auffrischenden südwestlichen Winden auch in der Nacht zum Freitag Temperaturanstieg bis zu +13 Grad Celsius und verbreitete Regenfälle. Da die Wirbeltätigkeit ihren Abschluß noch nicht gefunden hat, bleibt der Gesamtcharakter der Witterung auch weiterhin noch recht unbeständig und für die Jaheszeit zu mild, wird jedoch vorübergehend eine leichte Beruhigung und Abkühlung bringen. Aussichten für Samstag und Sonntag: Fortdauer der rasch wechselnden Witterung mit häufigen Niederschlägen, aber auch kurzer dazwischen liegender Aufheiterung, bei lebhaften südwestlichen bis westlichen Winden, für die Jahreszeit zu mild. Lufttemperaturen am 9. Januar: mittags 8,3 Grad Celsius, abends 8,2 Grad: am 10. Januar: morgens 8,8 Grad. Maximum 10,1 Grad, Minimum 4,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 9. Januar: abends 4,4 Grad: am 10. Januar: morgens 5,3 Grad Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel 2). 21. XII. 35: 11300. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf^ mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. CZch habe die Firma Meyerhoff & Goslar, Gießen, durch Kauf übernommen. Mein Bestreben, nur beste Ware zu angemessenen Preisen zu bringen, soll der Grundsatz meines Hauses sein. Fachkundiges Verkaufspersonal zeigt Ihnen gern und unverbindlich die Artikel erster Fabrikanten als beste deutsche Erzeugnisse. Bitte besuchen Sie mich. / Fernsprecher 2301 JOSEF UNVERZAGT Führendes Modehaus am Platze Gießen, Kreuzplatz 13 tber die Hm liioh°u m Ms. . hlC J iS onrf . 'S? Ei' lUbercinf^ ipdcH < BMit W ,^!c'jMheiter W nun von In arabische Mr de n die » Zö Dleichbe gern einer |traut werde Man teilt desJsla' Krieges, e, Harb" un lenbi^e 6en follit' muh den „B And Jude fcgion, ihre l a ringe sie d Men. M crm bedeut Lcharia-Gese Mach kria in in wchen und ghM gewisse Leben zu l heben. |f Sobald d ! Lahre 1453 lvrdnete er < Mch-orthodc idann als 9 Hellenen jtojen IWtai wnb muffe fit Massen Derb Etitje er star fies allgemeii gesetzgebende Wngsbehörde Älungan fonn l?r türkische, ltenselben Gr Ifidjen Verhält meiner u, ! Mimische ( 1 anerkannt. Giefeener Konzert-Vereinl Sonntag, 12. Januar 1936, 17 Uhr, Universitätsaula | 4. Konzert Die Kammermasik - Vereinigung des Siädl. Orchesters: JWUthnberi 10 Jahre Mille HeiiM« Sonntag, den 12. Januar 1936, ab 4 Uhr nachmittags und abends: Vorher: Sigfr.W. Müller, Kammermusik in A-Dur Eintrittskarten: RM. 1.—, 1.25, 1.75, 2.50 bei Ernst Challier (Fernruf 2671) und abends an der Kasse. Studentenkarten 80 Pf. bei Herrn Sekretär Ritter und im Studentenhaus gegen Ausweis. Die für das zweite Solisten-Konzert ausgegebenen Abonne- mentskarten haben Gültigkeit. 80d GLORIa Auf der Bühne: 157 A tl Musikalische Bühnenrevue: Antonio Bazzanella 10 Solisten — 40 Instrumente Ein Weltstadt-Programm! Tägl. 4,6.30,8.30, Sonntags 3,5.30.8.30 Uhr Achtung! Ab heute: Maria Beling Helge Roswaenge der beliebte Tenor der Berl. Staatsoper Herrn. Spelmanns i. d. wundervoll abgest. Unterhaltungsfilm Verlieb dich nicht am Bodensee! ) PPLRST_____Giessen, u Es spielt Kapelle Einbrodt, Gießen i4oD GtadMvthe. Freitag, 10. Jan., 8 Uhr abends: Pfarrer May-Cilli: Evangelisch-deutsches Gingen auf dem Balkan. Eintritt frei. i47d Kirche geheizt. Restaurant Stadt Mainz Giefeen Samstag, 11. Januar 1936 Grobes Bockbierfest . Stimmung Humor Gaudi 148 D AWkmeiulWngSlMenlmg Zur Winterveranstaltung lädt der Vorstand für Sonntag, 12. Jan., nachm. 4Uhr. herzlich ein. Eintritt 20 Rpf. Lichtbilder-Vortrag von Dr. Walbrach-Gietzen über Luftschutz. Mitwirkung des BdM.u.des MannergesangvereinsStaufenberg Abends: Tanz. Kapelle Zecher- Staufenberg. K9d Der Vorstand. (Stellenangebote] Werbe-Drucksachen bei Brühl, Schulstr.7 Saub., ehrliches Mädchen gesucht tägl. von 8-11Uhr. Selbst. Wasch. Beding. 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S-L« ■:S 3 in (eben. m Man könnte bei einem oberflächlichen Ueberblick der die Wandlungen, die seit dem großen Kriege in mohammedanischen Orient vor sich gingen, leicht tnnehmen, die schon früher weit überschätzte „p a n- f l a m i s ch e B e w e g u n g" sei nunmehr erst recht rledigt. Es ist ein nationales Erwachen, das die 'ölker des Islam, in erster Linie die Türken, r die Bahnen moderner fortschrittlicher Entwick- inq lenkte, wobei die dafür beanspruchten poli- schen und wirtschaftlichen Triebkräfte erst von jahr- imbertealten Bindungen an rückschrittliche religiöse Satzungen befreit werden mußten. Mit einer immer tp eiteren Einschränkung der Einflußgebiete geist- lcher Würdenträger ging eine immer stärkere Be- pnung rassischer und völkischer Eigen- r t Hand in Hand, so daß schließlich die Bevölkerung des islamischen Kulturkreises sich in mehr ober peniger kleine, nach rein weltlick' ' -------**-— taut werben mußten. Man teilte bie Welt überhaupt ein in das Haus es Islam, „Dar el Islam", und das H a u s d e s irieges, „Dar el Harb". Innerhalb des „Dar : Harb" unterschied man wiederum zwischen Göt - enbienern, denen nur die Wahl gelassen wer- tn sollte, zum Islam überzutreten oder zu sterben, -ib ben „Völkern bes Buches", d. h. Christen n d Juden, denen erlaubt sein sollte, ihre Region, ihtt Gesetze und ihr Eigentum zu behalten, .lange sie die von ihnen geforderte Kopfsteuer be- ihlten. Angewandt auf die osmanische Herrschafts- rm bedeutete das, daß das Staatsvolk, das die -charia-Gfetze anerkannte und befolgte, innerhalb iines Machtspielraums neben sich besondere im- eria in imperio duldete, bestehend aus christ- chen und jüdischen Gemeinschaften, denen inner- iib gewisser Grenzen erlaubt wurde, ihr eigenes eben zu leben und sich ihre eigenen Gesetze zu »ben. ,T . Sobald der türkische Sultan Mohammed II. im bfjre 1453 als Sieger in Konstantinopel einzog, rbnete er an, daß ein neuer Patriarch der gnetsch-orthodoxen Kirche gewählt wurde. Dieser wurde hnn als Oberhaupt der in der Türkei lebenden | e [ I e n e n anerkannt. Er hatte die den griechischen Vertanen auferlegte Kopfsteuer zu sammeln unb mußte sich für das gute Betragen seiner Dolks- gmossen verbürgen. Die Heilige Synode, an deren Ctitze er stand,' bildete für die Griechen innerhalb bis allgemeinen osmanischen Staatsverbandes die gifetzgebende Körperschaft und die oberste Verwal- Üingsbehövde. Für die Ausführung ihrer Entscheidungen konnte die Heilige Synode auf die Dienste d.r' türkischen Armee oder Polizei zählen. Nach denselben Grundsätzen wurden auch die staatsrecht- lchen Verhältnisse der in der Türkei lebenden Armenier und Juden geregelt. Andere nicht- muslimische Gemeinwesen wurden vorläufig nicht anerkannt. ____ ichen Gesichtspunkten usammengeschlossene, getrennte, selbstgenügsame und ilbstbewußte Gruppen aufzuspalten schien. Ursprünglich war der Islam bei den Völkern, die ßch zu ihm bekannten, nicht nur Staatsreligion, sindern selbst ein Staatswesen, das in Ilebereinstimmung mit dem Schari oder religiösen besetz von einem Kalifen regiert wurde. Rassische, völkische und geographische Gesichtpunkte waren der religiösen Idee völlig untergeordnet; von der Wiege (■5 zur Bahre sollte sich das Leben des muslimischen Menschen nach den unwandelbaren Vorschriften des orans und der ihn ergänzenden kirchlichen Gesetzlicher regeln, die sich bis auf die kleinsten An- »legenheiten des Alltags erstreckten. Daraus ergab ch nun von selbst, daß im osmanischen, wie vorher m arabischen Reiche unterworfene, aber nicht be- hrte Völkerschaften keine st aatsdürgerliche Gleichberechtigung genießen konnten, son- trn einer besonderen gesetzlichen Ordnung anver- Schlechtes Geschäft. Von Ferdinand Feber. Bob Armstrong hatte die Geschäfte in seiner Vaterstadt liquidiert, um sich einen neuen, seiner Begabung entsprechenden Wirkungskreis zu suchen, und befand sich auf dem Wege zum Bahnhof. Dor dem Hause Victoria Avenue 8 blieb er stehen. Schließlich fuhr ja ein paar Stunden Wieder em Zug nach Neuyork, und was Bob letzt sah, interessierte ihn ungemein: Ein junger, elegant gekleideter Mann schloß die Haustür hinter sich ab, schleppte zwei ziemlich schwere Handkoffer zu einem wartenden Auto und fuhr davon. Offenbar war m der kleinen Villa niemand zurückgeblieben, sonst hätte der Herr sich John Croyden war nicht wenig erstaunt, als ihm kurz nach seiner Rückkehr von der Weekend Party der Geldbriefträger den Betrag von 3222 Dollar und 17 Cent brachte. Zuerst dachte er an einen Irrtum und wollte das Geld zurückschicken. Aber die Adresse stimmte genau, und John Croyden gehörte * zu den Menschen, die sich über Gelddinge nicht viel den Kopf zerbrechen. Und schließlich war es nur recht und billig, daß der Gerichtsvollzieher, der einem sonst immer nur das Geld abnimmt, auch einmal einem welches schickte! Zeitschristen. — Der Naturforscher", vereint mit „Natur und Technik". Preis vierteljährlich 2,50 RM., Einzelheft 1,— RM. Hugo Bermühler Verlag, Berlin- Lichterfelde. — Das Januarheft der führenden naturkundlichen Zeitschrift legt mit der großen Reihe von Aufsätzen aus der Feder erster Fachwissenschaftler über Gegenwartsfragen und Ergebnisse aus den verschiedenen Gebieten der Naturwissenschaftler wiederum Zeugnis ab von seiner wissenschaftlichen Zuverlässigkeit und seiner hervorragenden Bildausstattung. Der bekannte Facharzt Dr. med. C. Haeberlein, Bad-Nauheim, legt in anschaulicher Weise den gegenwärtigen Stand unserer Kenntnisse über die Zusammenhänge von Kreislauf und Atmung dar. Dr. Kufferath, Berlin, berichtet an der Hand von Aufnahmen über die Erfolge der Wundbehandlung mit Ultraviolettbestrahlung. Der österreichische Jagdzoologe Viktor Schmidt erzählt unter Beigabe trefflicher Freilandaufnahmen von den Fortschritten der Einbürgerung des Muffelwildes in Deutschland und Oesterreich. Bisher noch unbekanntes von den Blutegelzähnen und ihrer merkwürdigen Wirkungsweise gibt der Zoologe Dr. v. Frankenberg unter Beigabe guter Bilder bekannt. Der Chemiker Prof. Winderlich berietet über die Herstellung und Verwendung der Leuchtfarben, deren Erforschung schon von Goethe begonnen wurde. Dr. Franz Weil führt anschaulich in das neue farbenphotgraphische Verfahren des Linsenrasterfilms ein. Professor Dr. Schmeidler schreibt über Flugzeuge mit Flügelantrieb. Zahlreiche kleine Beiträge und Forschungsergebnisse aus allen naturwissenschaftlichen Gebieten, Anregungen zur Naturbeobachtung, Bücherbesprechungen und eine Uebersicht über die Neuerscheinungen m den naturwissenschaftlichen und technischen Fächern sowie die beliebte Preisfrage runden auch die Januarnummer zu einem mustergültigen Heft ab. Ein Adagio läßt das rhythmische Grundmotiv des vermutlich beim Tragen der schweren Koffer helfen nachfolgenden Allegro im Wechsetticht der Modu- lassen. ....... lation hinüberführen zu dem bewegten, rhythmisch akzentuierten Hauptteil, dessen innere Entwicklung nachhaltig von dem zweiten, anmutig-gesanglichen Thema beeinflußt wird. — Als eine Offenbarung innerlicher klanglicher Schönheit kann man das Andante ansehen, 'lieber Arpeggien der Streicher läßt die Klarinette ihren Gesang mit ideal schwebender Gelöstheit erklingen; sehnsüchtig, traumhaft spinnt sich der Grundgedanke im Lichte der instrumentalen Jndividualfarbe aus, bereichert durch die Gegensätzlichkeit der Nebenthemen; aushauchend in unendlicher Zartheit. — Im Scherzo werden rhythmische Gestalt und melodische Wendung zu treffender Eindeutigkeit verschmolzen, erfüllt und getrieben von unmittelbarer Lebensfreude; dem stellt sich ein Trio von naturhafter Schlichtheit gegenüber. — Das sich nun anschließende Andante nimmt Schubert zum Ausgangspunkt einer Folge von sieben Variationen, die in ihrer wechselnden Thematik ihrer gegensätzlichen Rhythmik und in der Abwandlung des Tonartencharakters eine kaum zu erahnende Fülle der Vielseitigkeit erschließt, ausklm- aend mit einer Coda in tiefster Innerlichkeit Em liebenswürdiges Menuett folgt der überlieferten tänzerischen Form, aber nicht ohne nersonliche Zuge — Die langsame Einleitung des Finales mit den zuckenden Rhythmen über dem Tremolo der tiefen Streicher führt aus dem dusteren, durch scharfe dynamische Gegensätze intensivierten Mott hm zu einem Dur-Alleqro, das in seiner weitzugigen Anlage, seiner kontrapunktisch vertieften thematischen Durcharbeitung, seiner scharfen Artikulierung der Entwicklungsansätze sich zu ganz besonderer Große erhebt. Vor Eintritt der Coda meldet sich nochmals der Einleitungsgedanke, dann aber schließt dieser in fast orchestraler Klangentfaltung. Dr. H. , nc'r^e^.1^ Schuberts Oktett. zum vierten Konzert des Konzertvereins. Eine ähnliche entwicklungsgeschichtliche Bedeu- hng wie bei Beethovens Septett trifft auch für Huberts Oktett (op. 166) zu. Beethovens (••eptett hatte dem angehenden Symphoniker dis Sprache und Ausdrucksmöglichkeiten der beteiligten 6 oloinftrunrente, Streicher wie Bläser, geläufig gerächt. Ebenso bekennt Schubert nach der Vollendung des Oktetts (1824) an Kupelwieser: leberljaupt will ich mir auf diese Art den Weg M großen Symphonie bahnen. Schubert hoffte |r Hinsicht auf die Beliebtheit von Beethovens Sep- btt, das damals in den verschiedensten Bearbeitungen den musiktreibenden Kreisen zugänglich gemacht worden war, mit seinem Oktett eine entsprechende Stellung in der musikalischen Öffentlichkeit zu gewinnen. Aber auch hier blieb ihm die Enttäuschung nicht erspart. Denn Schubert selbst er- Lbte nur zwei öffentliche Aufführungen des Ok- ti tts; das eine Mal im Kreise des sich als Klarinettisten betätigenden Grafen Ferdinand v. Troyer, der auch das Werden des Werkes angeregt haben soll; dann führte Ignaz S ch u p p a n z i g h, der schon bsi der Uraufführung die erste Violine gespielt hatte, es in einem Konzert der breiten Öffentlichkeit vor. Erst wieder im Jahre 1861 wurde das Lktett durch Hellmesberger der Musikwelt aurücfgegeben, und von da ab ist es ein besonderer Liebling' des kunstverständigen Publikums geblieben. Wenn es dennoch nicht allzu häufig auf dem Konzertprogramm wiederkehrt, so liegt das meistens on Besetzungsschwierigkeiten. , . Der pefönliche Gewinn, den Schuberts Schaffenskraft aus dem Oktett zog, ist weniger m formaler Hinsicht zu suchen, als darin, daß er hier die Klangmöglichkeiten in der Gegenüberstellung der irei 'Blasinstrumente Klarinette, Fagott und Horn mit dem durch den Kontrabaß verstärkten Streich- (|uintett nach allen Richtungen hin erproben und erabe in der Durchsichtigkeit des Ensembleklanges Maßstäbe für sein symphonisches Schaffen erzielen onnte. In dem Reichtum seiner guellenden Er- indungsgabe ersprießt das melodische Gut in mannigfaltiger Gestaltung, getragen von tiefster lelischer Bindung. Ein besonderes Uebergewich uht in den beiden Ecksätzen; dazwischen schaltet Schubert zwei Satzgruppen ein, zwei Andante und mei durch die Tanzform beftimmfe Satze. Mit ilefer Formanordnung folgt Schubert der alten Serenade. Aber diese Anlehnung an überlieferte formen läßt ihn nicht in Formalismus verfallen, andern man wird immer wieder ine S^^ubertf^^e (Eigenart herausspüren, in seiner melotujdjen Sprache wie in der tiefen hingebungsvollen Stim- Nungsgebundenheit Wirtschaft lom ifaufträge vor, sen bemerkbar ren könnte. Da ist z. B. der G a s k a m p f von den berüchtigten Stinktöpfen der Chinesen wie den künstlichen Rauch- und Staubwolken der alten Griechen und Römer an bis zur Phosgengranate des Weltkrieges zu verfolgen. Selbst der Fachmann wird erstaunt sein, zu vernehmen, daß nach der Schlacht von Bautzen am 20./21. Mai 1813 dem Berlin gegen Napoleon verteidigenden General von Bülow von den Berliner Stadtvätern allen Ernstes angeraten wurde, statt der Bajonette — Pinsel auf die Gewehre pflanzen und diese beim Angriff in Blausäure tauchen zu lassen, wodurch jeder Widerstand de^ Feindes gebrochen werden sollte. — Wen es hingegen interessiert, welchen Mantel Napoleon in der Schlacht bei A u st e r l i tz trug, oder welche Bibelsprüche die Feldprediger des 18. Jahrhunderts ihren Predigten zugrunde zu legen pflegten, wird gleichfalls auf seine Rechnung kommen. — Nicht minder lehrreich ist es, an Hand der General st abskarten und Angriffs- pläne festzustellen, wie sich die großen Heerführer der letzten drei Jahrhunderte den Verlauf ihrer Schlachten und Gefechte dachten und welchen Ausgang diese dann in Wirklichkeit nahmen. So ist die Deutsche Heeresbücherei, deren Beanspruchung seit der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht von Tag zu Tag zunimmt, und die ihre bedeutsamste Zukunftsaufgabe in der Weiterverbreitung militärischen Gedankengutes erblickt, im Laufe von nur 16 Jahren zu einem Lehr- und Bildungsfaktor herangewachsen, der der jungen deutschen Wehrmacht auf geistigem Gebiete wertvolle Dienste leisten wird. gen Wirtschaftsnachrichten — nach oben gerichtet zeigten. Die Farben-Aktien notierte unter größeren Schwankungen mit 148,50—148—148,50 (148,75), Ueberwiegend etwas schwächer eröffneten Elektroaktien. Lebhafter waren AEG. mit 36,75—36,65— 36,90 (37,65), im übrigen hielten sich bis Rückgänge etwa bei 0,25—0,50 v. H., stärker ermäßigt waren nur RWE. mit 127,40 (128,75) und Siemens mit 166 (167,25). Montanpapiere lagen uneinheitlich. Fest blieben Mansfelder mit 124,13 (123), auch Rheinstahl und Harpener lagen noch etwas höher, Hoesch, Klöckner, Mannesmann und Stahlverein ließen bis 0,65 v. H. nach, letztere zogen später auf 75,25 nach 75 (75,50) an. Größeren Umsatz hatten erneut AG. für Verkehrswesen mit 91,75—92 (90,75). Maschinen- und Motorenwerte notierten durchweg 0,50 v. H. höher, fest waren im Freiverkehr Adlerwerke Kleyer mit 96 (94). Sonst eröffneten u. a. Reichsbank 1, Allgemeine Lokal & Kraft 1, Südd. Zucker 1 und Deutsche Linoleum 2 v. H. höher. Renten lagen still, aber freundlich. Etwas fester waren Ältbesitz mit 110,50 (110,40), sonst galten Zinsvergütungsscheine etwa 92,30 (92,35), Kommunal-Umschuldung unv. 87,75 und späte Reichsschuldbuchforderungen unv. 96,65. Von fremden Werten 4proz. Ungarn Gold 9,25 (9,20). Im Verlaufe blieb die Grundtendenz fest, das Geschäft ließ jedoch etwas nach. Zumeist blieben die Kurse auf dem nach den ersten Notierungen erreichten Stand behauptet. Etwas fester waren nochmals AG. für Verkehr mit 92,25 nach 92, Westdeutsche Kaufhof mit 27,75 nach 27,25, Reichsbank mit 179,50 nach 179, AEG. mit 37 nach 36,90, Rheinstahl mit 106 nach 105,13 und Deutscher Eisenhandel mit 109,75 nach 108,50. Fest zur Notiz kamen Scheideanstalt mit 211,50 (210), Rütgerswerke mit 115,75 (113,75). Etwas niedriger lagen IG. mene teutsche Soldat" aus dem Jahre 1726, des Marquis des Feuquiers „Geheime und sonderbare Kriegsnachrichten" und — ein wahres Wortungeheuer — ein „Kriegs-Jnge- nieur-Artillerie-See- und Reiterlexikon" vom Jahre 1757 aus Dresden. Auch zählt die Heeresbücherei Friedrichs des Großen Feldzugskarten aus dem Siebenjährigen Krieg, die noch Spuren der Kämpfe tragen; Originalbriefe Moltkes; die nur noch in einem einzigen Exemplar vorhandenen Memoiren des Grafen Kalkreuth und ein grundlegendes Werk über die Neuaufstellung der russischen Armee in kostbarer Lederkassette, das gegen Mitte des vergangenen Jahrhunderts durch den Kaiser von Rußland dem König von Preußen zum Geschenk gemacht wurde, zu seinen Schätzen. Hauptstück der ganzen Sammlung aber ist ein altes Ge- wehr-Jnstruktionsbuch vom Jahre 1874, das seinerzeit dem Leutnant von Hindenburg gehörte, und von dessen Hand den Vermerk „Uebernommen am 30. Mai 1877" trägt. Deutlicher könnten wohl der Ordnungssinn und die peinliche militärische Gewissenhaftigkeit des großen deutschen Nationalhelden nicht zum Ausdruck gebracht werden." Hier kann man alles finden. Es gibt fast nichts von einiger militärischer oder geschichtlicher Bedeutung, was man aus den Sammlungen der Deutschen Heeresbücherei nicht erfah- Wochenbericht vom Frankfurter Gchlachtviebniarkt. Der Frankfurter Schlachtviehmarkt brichte in dieser Woche wieder normale Beschickung. Im ganzen blieb das Geschäft ruhig, da der Bedarf erfahrungsgemäß im Monat Januar besonders schwach ist. Am Großviehmarkt konnten sich die festen Preise der Vorwoche aufrechterhalten. Das Geschäft nahm wieder einen sehr lebhaften Verlauf, die auf- getriebenen 930 (498) Tiere wurden ausverkauft. Für Ochsen, Bullen und Färsen hielten sich die Preise zwischen 41 bis 43 Mark, Kühe erforderten 25 bis 43 Mark. Am Kälbermarkt trat ein weiterer Preisrückgang auf 30 bis 70 Mark ein, gegen 35 bis 72 Mark in der Vorwoche, zumal die Qualität eine weitere Minderung aufwies. Die Zufuhr betrug 1363 (1603) Stück und wurde nach langsamem Geschäft geräumt. Für Hämmel und Schafe bestand im Hinblick auf den Eintopf-Sonntag größere Nachfrage, bei nahezu unveränderten Preisen wurde der Auftrieb von 467 (72) Stück ausverkauft. Am Schweinemarkt erhöhte sich die Beschickung auf 3029 (1931) Stück. Die Qualität war mittelmäßig. Zu den Festpreisen von 51 bis 57 Mk. je nach Gewicht und Qualität erfolgte Zuteilung. Oie Industrie- unb Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 24: Luftpostbeförderung von Postanweisungen. 25: Verzeichnis deutscher Anschriften in Nieder- ländisch-Jndien. 26: Regelung der Mechanisierung in der Zigarrenindustrie in den Niederlanden. 27: Bekanntmachung KP 88 der Ueberwachungsstelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise. 28: Keine Nachnahme auf Paketen und Wertbriefen nach Danzig. * Metallgesellschaft AG., Frankfurt am Main. Der Abschluß 1934/35 (30. Sept.) brachte aus laufenden Geschäften einen Gewinn von 4,978 (1,52) Millionen Mark. Außerdem erbrachte das Geschäftsjahr außerordentliche Erträgnisse in Höhe von 0,72 (3,60) Mill. Mark. Aus dem vorhergegangenen Geschäftsjahr steht ein Ge- winnoortrag von 604 051 (597 082) Mark zur Verfügung. — Der Generalversammlung am 18. Febr. soll die Verteilung einer Dividende von wieder 6 v. H. auf die 1,86 Mill. Mark Vorzugsaktien sowie von 5 (4) v. H. auf die 33,4 Mill. Mark Stammaktien vorgeschlagen werden. Es ist beabsichtigt, für Abschreibungen auf Anlagen 2,238 Mill. Mark (0,88 reguläre und 0,39 außerordentliche Abschreibungen auf Anlagen), auf Beteiligungen 1,137 (2,91 auf Beteiligungen und Rückstellungen) zu verwenden, ferner einen Betrag von 500 000 Mark einer neu zu bildenden Sonderreserve zu überweisen. Sonderzuweisungen an die Versorgungskasse der Beamten sowie an deren Jubiläumsstiftung in Höhe von zusammen 150 000 Mark, Das Zeughaus soldatischen Geistes Besuch in der Deutschen Heeresbücherei in Berlin. (Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Der langjährige stellvertretende Direktor der Deutschen Heeresbücherei in Berlin, Oberstleutnant a. D. Dr. Stuhlmann, ist wegen Erreichung der Altersgrenze in den Ruhestand getreten. Sein Nachfolger, Bibliothekar Dr. B a s l, gewährte aus diesem Anlaß unserem I. M.-Mitarbeiter eine Unterredung über Aufgaben und Bedeutung dieser größten Militärbibliothek der Welt. Gchon der große Scharnhorst .... Obwohl schon der große preußische Heeresrefor- mator Scharnhorst zur Zeit Napoleons I. den Plan faßte, eine Zentralbibliothek für Militärwissenschaftenzu schaffen, trug doch bis zur Beendigung des Weltkrieges das deutsche Armee- bibliothekswesen weder äußerlich noch innerlich einen einheitlichen Charakter. Die vorhandenen Literaturbestände lagen bei den einzelnen Militärbehörden, Instituten und Truppenteilen verstreut. Die bedeutendsten Heeresbüchereien der Vorkriegszeit besaßen der Große Generalstab, die Kriegsakademie und die Militärtechnische Akademie in Berlin, sowie der Sächsische Generalstab in Dresden und die Armeebibliothek in München. Der wissenschaftlichen Vertiefung der Kriegskunst war dieser Zustand natürlich nicht gerade förderlich. Man ging daher noch während des Weltkrieges an eine Neuorganisation der feit dem Jahre 1916 unter Leitung von Professor K l e f e ck e r , des heutigen ersten Direktors der Deutschen Heeresbücherei, stehenden Bibliothek der Kriegsakademie in Berlin, der nach und nach dann die Heeresbüchereien des Großen Generalstabes, des Kriegsministeriums, der Militärtechnischen Akademie, sowie der Generalinspektion des Ingenieur- und Pionierkorps wie der Festungen und des militärische^ Verkehrswesens angeschlossen wurden. Rettung vor dem Scheiterhaufen. Die Deutsche Heeresbücherei als solche wurde jedoch erst am 1. Oktober 1919 ins Leben gerufen. Trotz ftärffter Widerstände politischer und wissenschaftlicher Art, durch welche die Bibliothek entweder um ihre Bestände gebracht oder aus ihrer selbständigen Stellung verdrängt werden sollte, gelang es, die einzigartige Sammlung durch die Stürme der Zeit unversehrt hindurchzubringen. Als im Jahre 1919 in den Straßen der Reichshauptstadt die rote Revolte raste, sollten ihr auch die zum großen Teil unersetzlichen Schätze der Heeresbücherei zum Opfer fallen. Als „nicht mehr zeitgemäßen Geistesballast" wollte man die Bücher dem Scheiterhaufen überantworten. Sie waren bereits aufgeladen, als durch eine kleine Kriegslist Direktor Klefecker die Rettung der Bestände gelang. Er ersuchte um die Vergünstigung, wenigstens die wertvollsten Bücher aus der „Makulatur" aussuchen zu dürfen, was ihm auch gewährt wurde. Hiermit war fchon Zeit und in diesem Falle alles gewonnen. Die angekündigte „Auslese" zog sich bann eben so lange hin, bis wieder einigermaßen normale Verhältnisse eingetreten waren. 400000 Bände. Ihre Daseinsberechtigung erwies die Deutsche Heeresbücherei schon in den ersten Jahren ihres Bestehens. Bereits in den Jahren 1921/22 bis 1925/26 stieg die Zahl der Entleiher von 337 auf 713 Personen und die der verausgabten Bände von 11 740 auf 31 421 Stück. Auf einem Grundstock von 3 5 0 000 Bänden, der zunächst systematisch nach Fachkatalogen geordnet wurde, wurde erfolgreich weitergebaut. Heute zählt die Deutsche Heeresbücherei bereits gegen 400 000 Bände und 200 000 Karten sowie 500 wertvolle Handschrif - ten. Als öffentliche Fachbibliothek für Kriegswissenschaften umfaßt sie nicht nur alle deutschen und die wichtigsten ausländischen Bücher militärischen Charakters, sondern daneben auch zahlreiche grundlegende Werke auf den Gebieten der höheren Mathematik, Medizin und Musik, ja selbst der Theologie und Philosophie. Die Kriegskunst ist eine Universalwissenschaft, die alle Wissensund Lebensgebiete umfaßt. „Der vollkommene ieutsche Soldat." „Natürlich", erzählt Dr. B a f l, „sind unter den annähernd 400 000 Bänden auch zahlreiche bibliophile Seltenheiten und Kuriositä- t e t. Da trifft man z. B. sämtliche Dienstvorschriften und Stamm-, sowie Ranglisten der preußischen Armee vom Jahre 1720 an bis zum Weltkrieg. Zur Vervollständigung der Heeres- und Truppengeschichte sind diese Sammlungen von besonderer Bedeutung. Ferner findet man in dem mächtigen roten Backsteingebäude an der Dorotheenstraße auch Flemings berühmtes Werk „Der vollkom- ferner eine Rückstellung für bestehende Penfions- verpflichtungen in Höhe von 300 000 Mark find vorweg über Gewinn- und Verlustrechnung vorge- nommen worden. * Der Eisen st einbergbau an Lahn, Dill und in Oberhessen im Dezember. Auch der Dezember 1935 zeigt arbeitstäglich eine weitere Steigerung der Förderung von 3,095 im Vormonat auf 3,153 Tonnen. Der Versand brachte auch absolut eine Steigerung mit 3,520 Tonnen arbeitstäglich gegen 3,324 Tonnen im November. — Monatsförderung und Absatz betrugen 75 667 Tonnen bezw .84 453 Tonnen (77 372 Tonnen und 83116 Tonnen im November). Die Belegschaft erhöhte sich am Jahresende auf rund 3200 Mann. Rhein Mainische Börse. rNitlagsbörse fest. Frankfurt a. M., 9. Jan. Obgleich zu den ersten Kursen seitens der Kulisse nach den Befestigungen an der Abendbörse einige Gewinnmitnahmen vorgenommen wurden, blieb die Grundstimmung auch an der heutigen Mittagsbörse fest. V, Publikum lagen zahlreiche kleine Kaufaufträg die sich besonders nach den ersten Kurs machten, so daß im Verlaufe die Aktienmärkte — auch unter dem Eindruck der zahlreichen günsti- Farben mit 148,25 nach 148,50 und Aku mit 52 nach 52,50. Im Freiverkehr erhöhten sich Kleyer auf 96,50 nach 96 und Ways & Freytag auf 86 (84). Der Rentenmarkt lag auch später still und unverändert. Pfandbriefe blieben bei ziemlich lebhafter Nachfrage unverändert, einige Liquidations-Pfandbriefe bröckelten etwas ab. Stadtanleihen lagen meist unverändert, etwas höher Frankfurter, 4,50 (7), 92 (91,75) und 4,50 (6) 91,75 (91,50). Von fremden Werten blieben Ungarn beachtet, ferner lagen Rumänen z. T. etwas fester. Tagesgeld unv. 2,25 v. H. Abendbörfe: Mexikaner fest. Die Abendbörse nahm am Aktienmarkt einen ruhigen Verlauf. Im Vergleich zum Perliner Schluß war die Kursentwicklung etwas uneinheitlich, zumeist ergaben sich aber leichte Rückgänge von etwa 0,25 bis 0,50 v. H. IG.-Farben 147,50 (147,90). Der deutsche Rentenmarkt lag ebenfalls still Canbmäbel! Canbar heilerinnen ! Landhelferinnen! Schülerinnen der bäuerlichen Werkschulen! Lehrlinge in landwirtschaftlichen Betrieben! Junggärtnerinnen? , Wir rufen euch zum 3. Reichsberufswettkampf! habt ihr euch schon bei eurem Ortsbauernführer angemeldet? und gut behauptet. Arn Auslandsrentenmarkt entwickelte sich ziemlich lebhaftes Geschäft in Mexikanern. 5proz. äußere Gold 13,60 bis 13,90 (13,30), 4proz. Gold 8 (7,75), 4,5proz. Irrigation 8 bis 8,13 (7,70), 5proz. innere Silber 5,65 bis 5,75 (5,45), 3proz. innere 5,10 (4,90), 5proz. Tehuan- tepec 7,25 (6,75). Schweiz. Bundesbahn-Obligationen kamen auf Basis der hohen Mittagstaxen zur Notiz; 4proz. SBB. 190 (185), 3,5proz. 178,50 (171,50). Außerdem wurden IG. Chemie Bafel volle in Anpassung an Berlin um 3 v. H. auf 169,50 herauf- gesetzt. U. a. notierten: Altbesitz 110,25, 5proz. Stahlverein 97,75, 1951er Stahlverein 93, 4,5proz. Goldrumänen 9,25, 4proz. Rumänen 5,13, 4proz. SBB. 190, 3,5proz. SBB. 178,50, 5proz. innere Mexikaner 5,65 bis 5,75, 5proz. äußere Gold 13,60 bis 13,90, 4proz. Gold 8, 3proZ. Silber 5,10, 4,5proz. Irrigation 8 bis 8,13, 5proz. Tehuantepec 7,25, Commerzbank 84,13, DD-Bank 83,50, Dresdner Bank 84,25, Rhein. Hyp.-Bank 134, Harpener 109, Mansfelder Bergbau 124, Rhein. Braunkohlen 211,50, Rheinstahl 105,50, Aku 51,90, AEG. 36.75, BMW. 119, Bekula 136, Bemberg 102,25, MAN 95, IG. Chemie volle 169,50, Conti Gummi 161, Daimler 90,75, Deutscher Eisenhandel 110, Scheideanstalt 211,75, Deutsche Linoleum 141,25, Licht uhb Kraft 128, IG.-Farben 147,50, Felten 114,50, Ges- fürel 125, Holzmann 88,75, Junghans 83,75, Mainkraft 88,50. RWE 127, Schuckert 122,25, Westdeutsche Kaufhof 27, Südd. Zucker 198, Reichsbahn- VA. 121, AG. für Verkehrswesen 92,25, Hapag 15.; Frankfurter Schlachtviehmarkt Frankfurt a. M., 9. Jan. Auftrieb: Rinder 114 (gegen 38 am letzten Donnerstagmarkt) darunter 7 Ochsen, 5 Bullen, 82 Kühe, 20 Färsen. Zum. Schlachthof direkt 1 Bulle. Kälber 844 (848), Schafe 298 (72), Schweine 600 (328). Notiert wurde rro ein Zentner Lebendgewicht in Reichsmark: Kälber andere a) 64 bis 70 (am 3. Januar 66 bis 72),*' b) 53 bis 63 (56 bis 65), c) 42 bis 52 (46 bis 5-5), d) 30 bis 31 (35 bis 45). Hämmel b2) 47 bis 48 (48), c) 44 bis 46 (46 bis 47), d) 40 bis 43 (43 bis 45); Schafe; e) 38 bis 40 (—), f) 32 bis 37 (—), g) 20 bis 30 (—). Schweine a) 57 (57), a2) 57 (57), b) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51), e) 51 (51); Sauen gl) 57 (57), g2) 57 (57). M^r't- verlauf: Kälber ruhig, ausverkaust. Hämmel und Schafe mittelmäßig. Schweine wurden zugeteilt. Ueberstand: 5 Kühe, 6 Schafe. Großhandelspreise für Fleisch und für Fe11waren: Beschickung des Fleischgroßmarktes: 854 Viertel Rindfleisch, 158 ganze Kälber, 86 ganze Hämmel, 216 halbe Schweine, 5 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilo in RM.: Ochsenfleisch b) 75 bis 77, c) 67 bis 75; Bullenfleisch b) 74 bis 77; Kuhfleifch b) 68 bis 74, c) 58 bis 68; Färsenfleifch b) 75 bis 77, c) 67 bis 75. Kalbfleisch b) 84 bis 94, c) 74 bis 84. Hammelfleisch b) 90 bis 95. Schweinefleisch b) höchster Preis 74. Fettwaren. Roher Speck unter 7 Zentimeter, höchster Preis 80, Flomen, höchster Preis 80. Marktverlauf: rege. Schweinemarkt in Buhbach. * Butzbach, 9. Januar. Auf dem heutigen Schweinemarkt standen 319 Ferkel zum Verkauf. Es kosteten 4 bis 6 Wochen alte Ferkel 19 bis 22 Mark, 6 bis 8 Wochen alte Tiere 22 bis 26 Mark. Der Handel verlief schleppend. Es verblieb lieber» stand. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt belchlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 o. H. Franlkun a. JJi. Bert.n Frankfurt a.M. Berlin Schluß» kurs Schlußk. Abendbörse Schluß» lurS Schlußk. Mittagbörse Schluß- kurS Schlußk. Abendbörse Schlußkurs Schlußk. Mitiag- börie Datum 8.1 91. 8.1. 9 1. Datum 8.1 91. 8-1. 9.1 6% Deutsche Reichsaulethe v. 1927 100,4 100,4 100,5 100,5 4% oesgl. Serie 11 ............ 9,5 9,5 — — 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 97,1 97 97,1 97 5% Ruinan. vereinh. Rente v. 1903 5,65 5,75 5,8 6,13 b'/r°X> Doung-Anleihe von 1930 .. 103,4 103,13 103 103 4y2%Rumän.vereinh.Rentev.l913 8,9 9,25 8,6 9,1 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit 4% Rumänische vereinh. Rente .. 4,95 5,13 4,95 5,1 Ausloj.-Rechten ............. 110,4 110,25 110,4 2 %% Anatolier............. 39,4 39,25 _ 39,3 4*/,% Deutsche Reichspostschatzan- Weisungen von 1934, I....... 99,9 99,9 99,9 100 6% et)em.8% Hess. Bolksstaat 1929 Hamburg-Amerika-Paket .....0 15,4 15 15,5 15,5 (rückzahlb. 102%)............ 97,25 97 5 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 —— — — 26,75 4y2% ehern. 8% Hessische Landes- Norddeutscher Lloyd .........0 17 17 17,25 17,25 bant Darmstadt Gold R. 12.... 96,4 96,4 96,25 96,25 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 90,75 92,25 91 92,4 6y2% ehern. 4y,% Hess. Landes- Berliner Handelsgesellschaft ... 6 114 115 113,5 114,5 Hypothekenbank DarmstadtLiaui 100,8 101 _ _ Gommeri- und Privat-Bank ... 0 84 84,13 83,65 84,13 4'/r°/o ehern. 8% Darmst. Komm. Deutsche Bank und D'sconto» Landcsb.GoldschuIdverschr. R.6 93,25 93 _ Gesellschaft................0 82,75 83,5 82,5 83,5 Oberhesjen Provinz-Anleihe mil Dresdner Bank.............. 0 83,25 84 83 84 Auslos.-Rechten ............. Reichsbank ..............12 178 179,75 177,75 179,75 Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechren 113,13 113 112,9 113,13 4yt% ehem.8% Franks.Hyp.-Bank A.E.G......................u 37,65 36,75 37,65 36,65 Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 96,5 96,5 Bekula.................... 10 136,5 136 136,4 136,25 6>/2% ehern. 4*/2% Franks. Hyp.- Elektr. Lieferungsgesellschaft... 5 111,75 —— 114 113,75 Licht und Kraft ........... &y2 127,5 128 127,5 128,25 6y2% ehern. 4y2% Rheinische Felten L Guilieaume......... 4 114,25 114,5 114,5 114,75 Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpse..... 101,5 101,5 101+5 101,4 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 126 125 125,5 125 4y2% ehern. 8% Pr. Landespfand. Rheinische Elektrizität ........ 6 127,75 131 128,25 131 briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 97 97 97 97 Rhein. Wests. Elektr.......... 6 128,75 127 128,25 127,25 urden zugeteilt. Fleisch und des Fle'stchgroh- >8 ganze Kälber, meine, 5 Klein' in M.: Ochsen- • Bullenfleisch b) (4, c) 58 bis 68: bis 75. Kalbfleisch nmelfleisch b) 90 r Preis 74. Fett' ntimeter, höchster 80. Marktverlaus: zi; *^458 41,88 54,78 12,27 16,41 168-9» 61,87 r ’n n e n! schulen! Mbenl bei eure« meldet? V 41,94 0,140 3,053 54,87 46-90 12,29 5,4 16,44 169,07 20,02 0,719 5,666 61,71 49,0 11,145 63,36 81, 34,05 10-30 2,490 33,99 10,28 2,486 54,58 12 23 61,43 -"markt ent. m Mer . b's 13,90 5,65 bis 5,75 Muan. lröbfigQtionen 2 ?A3Ur Notiz: ?’S0 (171.50X Ä ln rill. ^9,50 ^tQuja .^r°Z. Stahl. WO3. ©oft. - 4proz. CBB 'nnere Merika, Sold 13,60 bi5 WO, 4,5proz. luantepec 7,25, '-50, Dresdner harpener M, Braunkohlen ATT. 36,75. 102,25, MM ’ Gummi 161, l 110, Scheide- 1-25. Licht und m 114,50, Tes- 15 83,75, Main- 122,25, Weft- 98, Neichsbahn- 2,25, Hapag 15; markt luftrieb: Rinder "orkt 'Ä*?** ihbach. is dem heutigen Ferkel zum Veralte Ferkel 19 bis . 99 bis 26 Mark. 5 verblieb lieber« 63-g «0,93 5,77 .1846 Gießen. Am Sonntag empfängt die Fußballabteilung des Tv. 1846 Gießen den Tabellenersten der Gruppe I zum fälligen Derbandsspiel. Beim Vorspiel in Alten-Buseck konnten die Turner ein Unentschieden erringen. In Gießen werden die Gäste wohl kaum zum Erfolg kommen, zumal die Turner ihre Mannschaft durch die Aufstellung von I. Fuß, der wieder nach Gießen zurückgekehrt ist, verstärken können. Sollten die Gießener dieses «Spiel gewinnen, so haben sie noch Aussichten, die Meisterschaft in dieser Gruppe zu erringen. Der Turnverein hat folgende Mannschaft aufgestellt: Zoch; Tenesch, Jiro- wetz; Viehl, Fuß, Dr. Pfeffer; Rahn, Mohr, Fischer, Balser, Günderoth. (Sportverein 1920 Lollar. Am kommenden Sonntag spielen: Leihgestern 1 — Lollar I. Lollar II — Krofdorf I. Lollar 1. Jgd. — VfB.-R. Gießen 1. Jgd. Die erste Elf tritt die Reise nach Leihgestern an und sollte dort zu einem knappen Siege kommen. Allerdings wird die Elf von Anfang bis zum Ende kämpfen müssen, denn Leihgestern ist von jeher schon ein gefürchteter Boden für jeden Verein gewesen. Die Reserve empfängt auf eigenem Platze die erste Elf von Krofdorf, und wird Gelegenheit nehmen, sich für die Vorspielniederlage zu revanchieren. Bekanntlich verlor damals eine aus Spielern der zweiten und dritten Elf zusammengestellte und überdies noch unvollzählig spielende Mannschaft von Lollar in Krofdorf mit 3:1 Toren. Die Jugend dürfte ihre Krise überwunden haben und sich wieder in aufsteigender Linie befinden. Die Hereinnahme von einigen guten Spielern aus der Schülerelf scheint sich nach der angenehmen Seite bemerkbar zu machen. Die Gäste-Jugend aus Gießen dürfte daher noch nicht so ohne weiteres gewonnen haben. Schiedsrichteransetzungen für den 12. Januar. Tv. Dorlar — Tv. Holzheim (Birkenstock); Sp. V. 1900 Gießen II — Tv. Grüningen (Weller); To. Romrod — Tv. Homberg (Hörr); Tv. Nieder- Ohmen — Tv. Alsfeld (Seibert II). Jugend: Tv. Lang-Göns — Tv. Lich (Faber, Groß-Rechtenbach). Spende des Führer für den Vater der kuepser Vierlinge. Der Führer und Reichskanzler hat dem Schreinermeister Ewald Z i m m e r l e i n aus Kueps bei Kronach, dessen Ehefrau am Jahresende Sterlingen das Leben schenkte, eine Geldspende überweisen lassen. Vad Ems in der nächsten Saison. Im Adolf-Hitler-Haus in Frankfurt fand unter dem Vorsitz des Gauleiters Sprenger eine Besprechung statt, an der der Staatssekretär des Preußischen Finanzministeriums Dr. L a n d f r i e d und der Regierungspräsident Zschintz sch von Wiesbaden teilnahmen. Es wurde die gesamte Lage der Gemeinde und des Staatsbades Bad Ems erörtert. Die erforderlichen Maßnahmen zur Forderung des Kurbetriebs und zur Belebung der kommenden Saison wurden festgesetzt. Durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen der Partei und der Wirtschaft ist Vorsorge getroffen, daß die bereits in der vergangenen Kurzeit eingetretene Belebung eine stetige Weiterentwicklung und das Bad damit in Zukunft einen weiteren Aufschwung erfährt. Wieder große Seefischfänge. Das Fischerglück ist dem deutschen Volke wieder einmal ganz besonders gewogen. Zahlreiche Fischdampfer bringen von den Fischgründen, vor allem von der norwegischen Küste, außerordentlich große Fänge. Die Anladungen bestehen überwiegend aus Seelachs und Kabeljau, die sich bet den Verbrauchern als ganze Fische zum Kochen, als Karbonade und Filet zum Braten besonderer Beliebtheit erfreuen. Kabeljau und Seelachs werden auch von der deutschen Fischindustrie in steigendem Maße zu geräuchertem Stückfisch verarbeitet und bieten damit einen willkommenen Ersatz für die jetzt nur knapp zur Verfügung stehenden Heringe und Bücklinge. Hoffentlich machen die Hausfrauen von dem reichlichen und billigen Angebot an Seefischen entsprechenden Gebrauch. Der Raubmord an der Oberschwester Peters. Vor dem großen Jugendgericht beim Amtsgericht Weilheim (Oberbayern) begann in nichtöffentlicher Sitzung die Verhandlung gegen den wegen Raubmordes angeklagten 17jährigen Jesco von S z p i n g i e r aus Krefeld, der am 31. März 1935 in einer" Garmischer Pension die 55jährige Oberschwester Katharina Peters aus Berlin ermordet und beraubt hat. Szpingier, der nach Garmisch gekommen war, um über die Grenze zu gelangen, erklärte er habe aus Geldmangel beschlossen, die Oberschwester nach dem Mittagessen in ihrem Pen- sionszimmer zu erwürgen. Im Verlaufe eines b^ langlosen Gesprächs habe er die Schwester plötzlich an den Hals gepackt und erdrosselt. Er habe dann aber nur 1,50 Mark gefunden. Die Wertsachen der W Ä ' ,V :? ' V ■ - N ?? : UM^ U -Ä .- E ; .M? HAITIS DER GUTEN QUALI lang anhaltenden schlechten Wetters beste Stimmung. Der Münchener Federgewichtler Heinz W ö l- p e r t unternahm nach zwei mißglückten Angriffen auf den Weltrekord im beidarmigen Drücken eine Stunde später noch einen weiteren Versuch und bracht» unter dem Beifall seiner Kameraden 191 Pfund zur Hochstrecke. Mit ^dieser Leistung stellte der Münchner einen neuen "Weltrekord auf. Der Schwergewichtler Straßberger-München unternahm gleichfalls Weltrekordversuche in der gleichen Uebung die jedoch sämtlich mißglückten. Kurze Eiportnotizen. Eine besonders wirksame Werbung für die Olympischen Spiele in Deutschland wurde in Boston anläßlich einer Wintersport-Ausstellung durchgeführt. Deutschland beteiligte sich an dieser Ausstellung mit einer Olympischen Sonderschau, die den 50 000 Besuchern starke Eindrücke von den deutschen Olympia-Vorbereitungen vermittelte. Ferner wurden nicht weniger als 23 000 Werbeschriften und weitere 7000 Sonderschriften für Gesellschaftsreisen nach Deutschland verteilt. 502 Meldungen liegen für die vom 14. bis 19 Januar in Oberstdorf stattfindenden deutschen Ski-Meisterschaften vor. Sie verteilen sich im einzelnen wie folgt: 18 Kilometer-Langlauf 77, Meisterschafts-Kombination 67, 50-Kilometer-Dauerlauf 56, Spezialsprunglauf 63, Männer-Abfahrtslauf 69, Frauen-Abfahrtslauf 15, 4 mal 10-Kilometer-Staf- fel 17 Mannschaften, darunter zwei National-Mann- fchaften. Spaniens Fußball-Nationalmann- f ch a f t absolvierte am Mittwoch in Madrid vor 15 000 Zuschauern einen Vorbereitungskampf gegen die tschechische Elf von Zidenice Brünn und siegte knapp mit 2:1 (1:0) Toren. Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt. Das Geschäft am Frankfurter Getreidegroßmarkt hat im neuen Jahre noch keine Belebung aufzuweisen. Die Mühlen sind nach den Käufen in den letzten Wochen des Jahres 1935 mit Brot- Freie mehle wenig Interesse. Briefkasten der Redaktion. In Futter wetzen und Fu Herroggen wurden Abschlüsse nicht beobachtet. Der Markt für Braugerste liegt bei sehr geringem Angebot (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) Tß. S. D. Die Organisation des Einzelhandels ist jetzt die „Wirtschaftsgruppe Einzelhandel". Auf Grund einer Anordnung des Reichswirtschaftsministers vom 18. September 1934 besteht für die Einzelhandelsgeschäfte Pflichtmitgliedschaft bei dieser Wirtschaftsgruppe. Weitere Einzelheiten teilt Ihnen auf Anfrage die Industrie- und Handelskammer in Gießen mit. Lauter. Wie uns von sachverständiger Seite erklärt wird, ist es ratsam, während der Außerbetriebsetzung des Autos das Oel aus dem Oeltank herauszulassen. k. in h. Nach den im Kreise Wetzlar geltenden Bestimmungen der Baupolizeiverordnung vom 15. August '1932 ist die Anbringung von Oeffnungen in Wänden, die weniger als 3,0 Meter von der Nachbargrenze entfernt sind, verboten. Wenn der benachbarte Schmied ein Fenster anlegen will, so muß er dazu die baupolizeiliche Genehmigung einholen, die ihm aber versagt werden wird. weiter still. ., , , .. n Am Futtergetreidemarkt hat die Lage gegenüber der letzten Zeit keine Veränderung er- fahren. Futtergerste ist nicht angeboten, bleibt aber dringend gesucht. Die Versorgung mit Hafer war dagegen etwas leichter, da vielerorts der winterliche Drusch begonnen hat. Die städtischen Pferdehalter, sowie die Heeresämter stellen ziemlich große Anforderungen, die nur aus olterntigen Lagerbeständen befriedigt werden könnten. Der Futtermittelmarkt lag im ganzen ruhig. In ölhaltigen Artikeln erfolgten die ersten Zuteilungen; auch Kleie kam zur Verteilung, doch konnte in dieser der hiesige Bedarf nicht völlig befriedigt werden, da wir einen ansehnlichen Teil der Kleie Ostpreußen zur Verfügung halten mußten. Futtermittel lagen still, Futter- und Nachwaren reichlich angeboten, fanden aber nur getreide noch reichlich versorgt. Anderseits hat auch das Angebot der Landwirtschaft keine Verstärkung erfahren, obwohl in diesem Monat wieder um 2 RM. höhere Festpreise in Geltung kamen. Soweit die Mühlen für W e i z e n Interesse zeigten, nahmen sie nur gute Herkünfte zum Festpreis mit 4 RM. Mühlenspanne auf. Die bevorzugten Kleberweizen waren nicht am Markt. Das Angebot von Roggen war verhältnismäßig klein und fand bei den Provinzmühlen glatt Unterkunft, während die Groß- mühlen kaum Aufnahmeneigung angesichts ihrer Vorräte bekundeten. £ < 2 a: Q c C 05 „ E E ■ 2 E g C öle WZ e9« L oe, E u 3 Q C O ^2 S- c_ 'EuZD®. «S.Ejj'Z 6;olS k £ ISo E S@e Es k " Statt Karten im Alter von 57 Jahren. Gießen, den 10. Januar 1936. 150D Frau Johannette Hebell, geb. Schmitt 144D 152 D 153 D Klein-Linden, den 10. Januar 1936. Die Beerdigung findet Samstag, den 11. Januar, nachm. 2Vi Uhr, vom Sterbehause, Klein-Linden, Wetzlarer Straße 95 aus statt. Gestern verschied nach langem, schwerem Leiden meine innigst- geliebte Frau, unsre treusorgende, unvergeßliche Mutter, Schwieger mutter, Schwester, Schwägerin und Tante In tiefer Trauer: Marie Euler, geb. Wenzel Alice Huckelmann, geb. Euler Karl Euler Anni Euler Adolf Huckelmann. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 11. Januar, vorm. 11.30 Uhr, aut dem Neuen Friedhof statt Gießen (Döringstraße 11), Reiskirchen, Gotha, Offenbach a. M., den 9. Januar 1936 Die Beerdigung findet Montag, den 13. Januar, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt In tiefer Trauer: Heinrich Hebell nebst Kindern und Angehörigen In tiefer Trauer: Fritz Klein III. Familie Fritz Weller Familie Ferdinand Schaum. Gestern nacht entschlief nach langem, schwerem mit Geduld ertragenem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Lina Klein, geb. Luh im fast vollendetem 58. Lebensjahr. Nach Gottes unerforschlichem Rat wurde uns heute nach kurzer schwerer Krankheit unsere geliebte, unvergeßliche Mutter, Tochter, Schwester, Nichte, Schwiegertochter, Schwägerin und Tante Frau Frieda Schäfer Wwe., geb. Hopfner durch den Tod entrissen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Gießen. Kassel, Eisenach, Horst Schäfer Darmstadt, Hannover, Ernestine Hopfner den 9. Januar 1936. Familie Kirsteln Die Trauerfeier findet am Montag, dem 13. Januar, nachmittags 1/a2Uhr auf dem Neuen Friedhof statt Gestern morgen entschlief sanft nach schwerer Krankheit mein lieber Mann, unser herzensguter Vater. Schwiegervater. Bruder, Schwager und Onkel Karl Euler, Glasermeister Nas saus der deuischen Künst ln München. Das Hausderdeutschen Kun st in der Prinzregentenstraße in München ist jetzt v o n d e n B a u- gerüsten befreit worden. Die 175 Meter lange Säulenreihe bietet nun dem Beschauer em Bud von großer architektonischer Schönheit dar, ein Beispiel des neuen deutschen Stils. (Scherl-Bilderdienst-M.) Die führende natnrknndliche Monatsschrift! 5 000 — 7 200,— RM. eingeladen. 143D 26 000 — 151 d daselbst, 280 qm, Betrag der Schätzung dem Schlag, Gießener Straße Nr. 71, 386 qm, Betrag der Schätzung Flur III, Nr. 622, hofreile an dem Schlag, Gießener Straße 73, 588 qm, Betrag der Schätzung Zusammen 38 000,— RM. (Einheitswert [1.1.31] 33 520,— RM.) B. Grundbuch für Wieseck, Band IV, Blatt 265: Flur III, TXx. 6225/io, hofreile an Zwangsversteigerung K14/35 Am Montag, dem 27. Januar 1936, vormittags 9 Uhr, werden im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Gutfleischstraße 1, Zimmer 221, die den a) Kaufmann Adolf harries in Gießen, b) Frau Marie harries, geschiedene köpping, daselbst, c) Fa. Fr. harries & Co.» offene Handelsgesellschaft in Dieseck zugeschriebenen Grundstücke versteigert: 141D A. Grundbuch für Gießen, Band VII, Blatt 345: Flur I, Nr. 1362, hofreite auf dem Asterweg, Asterweg 35, 266 qm, Betrag der Schätzung 33 000,— RM. Flur I, Nr. 13625/io, Grabgarten, Zwangsversteigerung K 27,34 Am Montag, dem 13. Januar 1936, vormittags 9 Uhr, wird im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Gutfleischstraße Nr. 1, Zimmer 221, das dem Wilhelm Rinn in Beuern zugeschriebene Grundstück versteigert: 7570D Grundbuch für Gießen, Band XI, Blatt 502: Flur I, Jlr. 6765/io, hofreile in der Katharinengasse (Katharinengasse 7), 84 qm, Schähungs- betrag 6500,— RM., Einheitswert (1.1.1931): 6400,— RM. Gießen, den 22. November 1935. Im Auftrage des Amtsgerichts Gießen: Karle, Ortsgerichtsoorsteher. Zusammen 33 200,— RM. (Einheitswert [1.1.31] 10 400 und 27 500 RM.) Zu A auf den Namen: a) harries, Adolf, Kaufmann, b) harries, Marie, geschiedene köpping, a) und b) Kinder des Friedrich harries, Miteigentümer in ungeteilter Erbengemeinschaft vor der Auseinandersetzung. Zu B auf den Namen: der Firma Fr. harries & Co„ offene Handelsgesellschaft. Gießen, den 5. Dezember 1935. Im Auftrage des Amtsgerichts Gießen: Karle, Ortsgerichtsoorsteher. „Oer Naturforscher" 2 Bebilderte Monatsschrift für das gesamte Gebiet der Naturwissenschaften und ihre Anwendung in Naturschutz, Unterricht, Wirtschaft und Technik. Herausgeg. von OberstudienratOr. N. Nein u. Prof. Or. W. Schoenichen. „Oer Naturforscher" unterrichtet fortlaufend in Bild und Wort über die Ergebnisse der neuesten Beobachtungen und Forschungen aus allen Gebieten der Naturwissenschaften und Technik. Er ist die verständliche, aber hochwertige naturwissenschastlicheMonatsschristsürgeistig Anspruchsvolle, die bei hervorragender Ausstattung nicht auf oberflächlichen Aufputz, sondern auf Gehalt eingestellt ist. Vierteljährlicher Bezugspreis: RM. 2,50. — Verlangen Sie kostenlos ein Probeheft. — Oer Bezug kann durch jede Buchhandlung erfolgen. Hugo Dermühler Verlag » Berlin-Lichterfelde Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen sowie für die vielen Kranzspenden sage ich herzlichen Dank. Insbesondere danke ich Herrn Pfarrer Weisel für die trostreichen Worte am Grabe und allen denen, die ihm das letzte Geleit gegeben haben. In tiefer Trauer im Namen der Hinterbliebenen: Frau Lina Höhl, geb. Hofmann. Heuchelheim, den 9. Januar 1936. Von welchen Voraussetzungen ist der Ertrag unserer Obstbäume abhängig? Unsere Mitglieder wie alle Freunde des Obstbaues werden herzlich WöMWiotttio Gießen Sonntag, 12. Januar, nachm. 3^« Uhr, i. Saale des Hotels Hovfeld am Bahnhof: Vortrag. Herr Gartenbaudirektor Lange aus Frankfurt a.M. spricht über das Thema: Pelzwaren Pelzrevaraturen billig »lei d M. 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