erfolg: Riedrode, W tfr Weihe des Aua- und LuMMasens Rhein-Min Gönn man die , I wn "" . Mw%%wZ$W$^,Z/ZzzzzzzzZ7777Z>rr»B WwÄw ", h m f ihren Ruf in alle Welt getragen hat, vor allem aber, weil sie das gesamte Volk in allen feinen Schichten und Ständen gewonnen haben. Die Schaffung neuen Bodens, um die Ernährung sicherzustellen, mit ihrem ersten größeren Teilist eine weitere hervorragende Aufgabe. Gerade in Hessen mußte ihre Lösung am markantesten in Erscheinung treten, da hier die gesetzlichen Grundlagen am schnellsten eine Verwirklichung ermöglichten. 26 Erbhöfe mit je 30 Morgen Land bilden, dem Moor und Sumpf abgerungen, >etzt ein neues Erbhofdorf, das e r ft e im ©au Hessen-Nassau. Dabei ist noch genügend Land in Reserve, um Ausdehnungen und Neuansiedlungen möglich zu machen. Das übrige Programm des Gautages ist nicht minder wichtig: der Sinn der Sondertagungen ist, Rechenschaft von den Unterführern zu fordern und die Richtlinien für die weitere Arbeit zu geben. den P r e s s e e m p f a n g der in- und ausländischen Presfe im Frankfurter Bürgersaal anläßlich des Gautages Hessen-Nassau ein. Er geht über zu den besonderen Aufgaben dieses Gautages, der in erster Linie eine ernsthafte Prüfung fein soll, ob wir unsere Pflicht erfüllt haben, ob wir ine Idee Des Nationalsozialismus in ihrer Totalität haben Tat werden lassen. Die vornehmste Ausgabe der Bewegung Adolf Hitlers wird immer die TNenschenführung bleiben. interessanten zu sehen. Etwa 12 Flugzeuge Der per. schiedensten Typen säumten das Rollfeld Da sah ] " große breimotorige Junkers-Verkehrs- >ben den ungemein raschen Hemkel-Blitz- NSG. Tagungen der Partei haben seit ihrem Bestehen stattgefunden. Ihr Aweck war immer, einen regen Gedankenaustausch herbeizuführen und die besten Männer zur Führung herauszusuchen. Von diesem Gesichtspunkt aus müssen mir vor allem den jährlichen Reichsparteitag in Nürnberg sehen; er ist die politische Heerschau des Führers und legt einerseits allgemein die Ziele fest und stellt'anderseits die jeweils erforder- lichen Zeitaufgaben. Stehen diesem Streben, das innere Leben der Bewegung gesund zu erhalten, muß aber auch bie geballte Stärke der Partei nach außen in Erscheinung gebracht werden. An dieser großen Zusammenfassung aller Kräfte der Bewegung sollen nach Möglichkeit alle Parteigenossen teilhaben können. Früher war es noch so, daß jeder einzelne Parteigenosse, wenn er dazu in der Lage war, nach Nürnberg fuhr, heute reicht die Fassungskraft der Stadt bei weitem nicht aus, die Millionenzahl aufzunehmen. Deshalb müssen Gau- tage sein, die schon in der Kampfzeit herausgebildet wurden. Doch niemals darf, da beider Zielsetzung ja verschieden ist, der Gautag eine Kopie Des Reichsparteitages sein. Er muß das regional geartete Gesicht der Landschaft tragen, m der er abqehalten wird. Wir in Hessen-Nassau ringen noch nach der Form dieses Ausdruckes, der allen Elementen unseres Gaues gerecht werden soll. Mit diesen Grundgedanken leitete gestern Gauleiter und Aeichsstatthalter Sprenger **'■ Am Samskj- '."erlöscht Wßinben bim er statt Unit rs Wilhelm 5Jf । "d zeigte zunih Alle ihr Sännt Der anschließen! ebäuden bes lb schließenden fii iprad) KreisfM Befriedigung üb.? e brachte um ide. — Nach M ifltnen stärkt! t wie gewalts lern wird dadut ! rden wenig in l\ rnte ist beend, jut. Die weiten g. Seinen 89. 0i| igen Donners Isgrenjen hin:. Zeorg Häusel nserer | 170H1 wär iw hdje xvK * »W eiuch to.) $er. ' »n- W °e,t m r surortt(i n. Der Aufmarsch der 104 000 wird die Kraft der Partei im Gau nach außen zeigen, ohne daß es möglich ist, alle Parteigenossen heranzuziehen. Der Pslege der Kameradschaft ist weiter Raum gegeben, das Volksfest wird hierzu alle Mog- lichkeiten bieten. 3um Abschluß stellte der Gauleiter der Presse die hohe Aufgabe: „Berichten Sie aus eigener Anschauung: wo Kritik zu üben ist, bitte ich Sie mir diese freimütig zu äußern, denn es ist mein fester Wille, daß Sie alle Mitarbeiten sollen! Im Frankfurter Bürgersaal waren die Vertreter der in- und ausländischen Presse zahlreich versammelt An Stelle des erkrankten Gaupresseamtsiel- ters G W Müller leitete Gaupropagandaleiter Müller-Scheid den Presseempfang, der im Zeichen dieser Ausführungen des Gauleiters I stand. Gauiag Hessen-Nassau 1936 8. bis 12. Juli in der Gauhauptstadt Frankfurt am Main. Der Gauleiter erläutert Oen «Sinn des Gautages beim preffeempsang IM Bürgersaal desRathauses zu Snmtfiirt. Flu^eugen, Deren mehrere auf dem Platze waren. Neben einer großen holländischen Derkehrsmasckine, mit ber bie Repräsentanten ber holländischen Luftfahrt erschienen waren, sah man auch ein Flugzeug mit der Schweizer Flagge. Neben den Zwei- und Unterdessen hatten sich die vielen Teilnehmer ber Feier auf den Heimweg gemacht. In zahlreichen Omnibussen, in vielen Privatwagen, auf Motor- unb Fahrrädern, mit der Bahn waren sie gekommen und kehrten nun wieder zurück, reicher um ein großes Erlebnis, bas ihnen Anteil gab an einer Stunbe von weltgeschichtlicher Bedeutung, wie sie die Einweihung des Weltflughafens Rhein-Main ohne Zweifel darstellte. ’J®? * se* ^wölde "beriech, Un9 fand. sä*: "SS*** über fS‘53**'* ff Diesmal auch ^tzmerbergfestspiele aufgenommen, und zwar habens bie Machtübernahme eine Form erhalten y Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger (Vor- bergrund links) im Gespräch mit einem Vertreter der Wehrmacht. Im Hintergrund sieht man den stattlichen Turm des Verwaltungsgebäudes des Weltslughasens Rhein-Main. 9er Schlußstein wird gelegt. An der Stelle, wo der Gauleiter am 2. Ja- nuar 1934 mit dem ersten Axthieb das Zeichen zum Beginn des Baues gab, wurde in Anwesenheit Der Ehrengäste Der Schlußstein gelegt. Der Leiter ber Bauarbeiten, Professor Knapp, meldete dem Gauleiter bie Fertigstellung bes Saues und übergab ihm eine Urkunde mit ber Bitte, sie in den Schlußstein mit einzumauern. ©er Gauleiter ergriff bas Wort zu einer kurzen Ansprache, in ber er in großen Zügen ein Bilb ber Bauentwicklung, ber Vorarbeiten usw. gab. Er hob vor allen Dingen noch einmal bie Grünbe hervor, bie für Die Errichtung bieses Luftschiffhafens maßaebenb gewesen sinb. Allen, bie an bem Bau unb seiner Voll- enbung mitgewirkt haben, bankte ber Gauleiter, ins- befonbere galt sein Dank ben Männern ber Arbeit, bie, obwohl ber schweren Hanbarbeit oft un- gewohnt, freubig an biesem Werk mithalfen. Er gebuchte ber Arbeiter, bie bei bem Bau ihr Leben gelassen haben. Die Schlußsteinlegung, so betonte ber Gauleiter nach ber ©ebenfmmute, ist nicht nur das äußere Zeichen der Fertigstellung und Inbetriebnahme des Flug- und Luftschiff- Hafens, sondern zugleich auch eine Mahnung und ein Ansporn zu weiteren Taten. Er verlas bann bie Urfunbe, bie in ben Schlußstein versenkt mürbe. Drei Hammerschläge beendeten ben symbolischen Akt. Der Gauleiter gab bann noch bekannt, baß er dem Führer unb bem Reichsminister berLustsahrt telegraphisch bie Fertigstellung bes Flug- unb Lustschifshasens Rhein-Main gemelbet habe. Inzwischen hatten sich ber Ranb bes Flugfelbes, ber Kaffeegarten unb bas Rollfelb mit zahllosen Zuschauern gefüllt, bie bem feierlichen Weiheatt beiwohnen wollten. Dor dem Rednerpobium hatten Ehrenstürme der NSKK., SA., bes Luftsportver- banbes unb ber HI. Aufstellung genommen. Staatssekretär bes Luftfahrtmlnistenums, General ber Flieger Milch, schritt mit dem Gauleiter die Front der Ehrenformationen ab. Gaupropagandaleiler Müller-öcheld , eröffnete die Kundgebung, die durch den Gesang bet Hafen" Rhein-Main, wurde am gestrigen Mittwochnachmittag in einem feierlichen Weiheakt seiner Bestimmung übergeben. Zahlreiche Volksgenossen aus Frankfurt a. M. und aus weitem Umkreis nahmen daran teil. Die Formationen und Gliederungen der Partei, zahlreiche Vertreter der Wehrmacht waren vertreten, so daß sich aus Dem Rollfelb unb in ben schmucken Gartenrestauratwns- anlagen ein ungemein buntes Bild bot. Neben ber Uniform ber Politischen Leiter sah man bie Um- formen der SA., bes NSKK., ber SS., bes Ar- 'beitsbienftes, Tier HI. und bes IV., überall begegnete man auch ben Uniformen *« *&«*' Der Luftwaffe, der Lufthansa unb bes Luftsportver- banbes. Mäbchen bes Arbeitsdienstes ließen sich bas große Erlebnis bes Tages nicht entgehen und kamen von weit her, Frauen unb Mädchen in Schwesterntracht vervollständigten neben bem bunten sommerlichen Zivil bas lebensvolle äußere Bild, das ein prächtiges Bild der Volksgemeinschaft war. Die Weihe des neuen Weltflughafens war also nicht etwa das Ereignis eines exklusiven Kreises, sondern ein Ereignis, an dem leder Volksgenosse innigen Anteil nehmen konnte — Die Vedeutung und ben Umfang bes Weltflughafens in technischer und in verkehrspolitischer Hinsicht würdigten wir bereits in unserer gestrigen Ausgabe. Die Einweihung des Weltflughafens Rhem-Mam war von prächtigem Wetter begünstigt. Ein am Vormittag niebergegangener ©emitterregen MtU kühle Luft gebracht: bald kam aber bie Sonne durch unb schuf leuchtenbe Pracht. Das große Derwal- tungs- unb Wirtschaftsgebäube bes Flughafens mit feinem wuchtigen Turm leuchtete in reimweißer Pracht das weite Rollfeld blendete fchier die Zep- ' pelinhalle im Süden in ihrem lichten Silbergrau ! bTuf dem Flughafen gab es eine Fülle des hoch- . interessanten zu f-hew Etwa 12 Flugzeug- der °er. . f*iphpniipn Tnuen säumten bas Rollfeld. Da sah großer Freude wurde bie Ankunft bes breimotorigen Junkersflugzeuges „Manfred von Ri ch t - Hofen" ausgenommen, mit bem als Vertreter Des Reichsluftfahrtministeriums und bes Generalobersten ©Öring der Staatssekretär General der yheger Milch mit einer Anzahl Herren des Reichsluft- fahriministeriums erschien. Bis zum Beginn bes Weiheaktes unterhielt eine Musikkapelle mit schneibigen Märschen, bie mit vie- len Lautsprechern auf ben großen Platz übertragen würben. Währenb sich viele Volksgenossen einer eingehenben Betrachtung ber Flugzeuge widmeten, unternahmen Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger mit den Herren des Luftfahrtministeriums und einer Reihe von Ehrengästen eine Fahrt nad) einem entlegenen Platze des Hafens, um dort die Schluß- platte zu legen, genau an jener Stelle, wo (Bauleiter Sprenger vor 2'/-- Jahren ben ersten Baum fällte. Balb kehrten bie Herren von dort zurück, unb bann begann ber eigentliche Weiheakt. Bon Flugzeugen flankiert, war ein Rebnerturm errichtet worden, ber von mehreren Fahnenmasten überhöht würbe. Die Fahnen flatterten luftig im Winbe. Für bie vielen Zuschauer unb Teilnehmer dieser Feier erschien bie neue Zeppelinhalle sym- bolisch unter bem Zeichen bes Hakenkreuzes als ein äußeres Zeichen besten, baß bieses große Werk nur unter bem Hakenkreuz geschaffen werden konnte. Nach der Feier der Einweihung, zu der Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger, Staatssekretär Ge- neral ber Flieger Milch für bas Luftfahrtmimste- rium unb Staatsrat Oberbürgermeister Dr. Krebs als Dorfitzenber bes Aufsichtsrates der Südwestdeut- (dien Flugbetrieb-A.-G. sprachen, hielt noch bie Erwartung des Starts des LZ 129 „Hindenburg zur Gästefahrt die vielen Volksgenossen beisammen. Ihre Geduld wurde auf keine allzu harte Probe gestellt. Kurz vor 18 Uhr, nachdem schon geraume Zeit vorher das Tor der Halle ausgeschwungen worden war, schob sich allmählich ber silderglanzenbe Leib bes Luftschiffes aus ber Halle. Die Strahlen ber , Abenbsonne ließen den Rumps hell erglänzen und weithin leuchten. Bald darauf erhob sich das , Luftschiff lautlos und langsam in die Luft, Die , Motoren sprangen an und das stolze Schiss nahm r in östlicher Richtung seine Fahrt auf, um zwanzig i Minuten später wieher über dem Flughafen zu er* mu uu «wu'-o“ u-nr -- Svortflugzeuge, die scheinen. Nach einem Abstecher m die RheingegenD sich'wiesLeugunttrd^ kehrte LZ 129 wieder zurück und landete glatt. BUd. über das weite Rollfeld des Flughafen- zur Zeppelinhalle. (Aufnahmen [21= Neuner. ^eß.Anz.) Deshalb gilt unser großer Stolz auch dem hervorragenden Resultat der Volksabstimmung bei der letzten Wahl, die den Gau chesen-Nafsau, wie immer, in die erste Reihe der deutsihen Sau gestellt unb bamit bewiesen hat, daß die Metho den die zu diesem Ziel halsen, richtig waren: das Wo 11 e n d e s F ü h r e r s stimm nut der prab tifdien Durchführung feiner Idee im J ?.. czeffen-Nassau restlos überein. In biefem Sinn wirb ber Gautag allen Teilnehmern neue Erkenntnisse bringen. Dem Gautag find diesmal bewußt eine Reihe _ nj. direkt dazugehöriger Großveranstal- tungen mStt warben. Ob diese Maßnahme sich bewährt, werden die kommenden $5©e..?ei$c ' vielleicht bringen sie die ersten Wegschritte zur neuen Form des Gautages, vielleicht auch werden sie einer Ergänzung bedürfen. 1 Die Arbeit, die geleistet wurde unb auf die wir beute ernst und stolz zurückblicken, gipfelt in einem Werk des Führers, besten Beginn bem Gau Hesten- Nastau Vorbehalten blieb unb besten Ausführung heute dem ganzen Reich und der ganzen zwilifi-erten Welt zum Muster geworden ist: bie Reichsaulobahn. Ohne daß uns Gefühle des Neides auf die Leistungen anderer Nationen unterschoben werden können, darf uns doch niemand überheblich nennen wenn mir behaupten daß diese Straßen den besten der Mett an d e Seite gestellt werden können. Wir ZWiG-M Sä SET Ä.JSE'llJSS iZ.Sil'a.SSni« " ää *» Oessentlichkeit. Rhein-Main ver- Der Flug, und Luft1chMhaf°n @r, «tmgt Flugzeug undLuft,ch,sf. m °-w^l 8 In die ,inb 'Samstag (tt zurück, t niem in9 bort einige jU nngen. Ein i '■ als @QU[ci|, bsteier der Sie! Z ln Parfenb: des 3Un[ ln9 des Laqü 19 gesamtes. Hier aus ma: §°rte, und t Decker PiM Msm- tusschreil«: j interessant j winkt mit in Preisen, oschüre be- i Sie Kosten- Wunsch auch lie Post, von uhljr. SelfersweO81 recW 3'^ H®51 Liefet Ur. 158 Liftes statt 186. Zahlgang Donnerstag, 9. Juli 1936 _ tl. . . _ _ _ _ Annahme von Anzeigen w: DttLtt7rt' /5TX AL ^4. a Alal. Ak AA aX Wietzener FamilienblLtt-r M ■! YV'wiWl 4V «rundpreife für 1mm hohe Heimat im Bild Die Scholle ■ Mw ■ d W W8 Ä HM E» W O BHT MW W W jT Ä | I | I JF W für Anzeigen von 22 mm -WM V)lvhCllvl ZllnvlUvl --M- Auch bei Nichterscheinen Hl M Aw Ermäßigte Grundpreise: »on -wZ-'n-n Nummern TkF Stetten.. Vereins., gemein. Zr'-L General-Anzeiger für Oberheffen ßZWZ richten: Anzeiger Gießen " w " behördliche Anzeigen 6Rps. rranWL'nUK«- Druck und Verlag: vrüh.'sche Uulverfitätt-Vuch- und Steindruckerei «.Lange In Si-tzeu. Schristleitung und Seichäftsltelle: Schulstrahe 7 Meng°nabfchmf,e staffel ü W .: Wj *< t>NB s^-' i ■ ■■ UMW !S? -- ”*'""7/.. I ■ <*» M » MM? z' ♦ • >■ an keiner zu hier an gebracht Werse miteinander vermählt sind, wie zweiten Stelle in Deutschland. So ist der völkerverbindende Verkehr dieser Stelle auf eine Höchstleistung dieses Friedenswerk aufwärts und vorwärts führen. hierauf betrat Staatssekretär General der Flieger Bilch > Hitlerjugend einaeleitet wurde. Mährend die großen Maschinen über dem Platz kreisten, nahm Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger das Wort zu einer längeren Ansprache, in der er zunächst dem Führer den Dank ob- stattete. Im Rhein Main-Gebiet sei eines der monu- mentalsten und größten seiner Werke, die Reichsautobahn, begonnen und fertiggestellt worden. Ls bedurfte erst der kräftigen Hand Adolf Hitlers, der die politische Führung in die Hand nahm und damit die Förderung aller Dinge, um solche Werke wie die Reichsautobahn und den Flug- und Luftschiffhafen Rhein-Main, durchzuführen. Die Mainlinie wurde überwunden durch die Machtergreifung, und diese Landschaft ist eine Einheit und wird es ewig bleiben. Für Sonder- interessen gibt es keinen Raum mehr in Deutschland. Nachdem ein einheitlicher politischer Wille bte Führung übernommen hatte, wurde der Ausbau auf allen Gebieten alsbald in die Wege geleitet. So war es auch möglich, daß die Enge des einstmals so viel gelobten Frankfurter Flughafens überwunden werden konnte. Der Gauleiter erinnerte dann daran, daß Frankfurt schon einmal der Zentralpunkt der Luftfahrt war, als zur Zeit der I l a ein Zeppelin-Luftschiff in Frankfurt gelandet ist. Er gab dann einen lieber« blick über die Entstehung des neuen Flug- und Luftschiffhafens und die Gründe, die zu seiner Platzwahl geführt haben, und dankte allen, die für dieses Werk geworben und gearbeitet haben, besonders dem Reichsluftfahrtminister und seinem Vertreter, dem General der Flieger Milch, dem Landeshauptmann Traupel als seinen persönlichen ^Beauftragten, der in unermüdlicher Arbeit das Werk gefördert habe, ferner dem Stadtbauamt der Stadt Frankfurt, das das Verwaltungsgebäude und den Flughafen insgesamt gestaltete, dem Bauamt der Hessischen Regierung in Darmstadt, das die Luftschiffhalle gestaltet hat. Besonderer Dank des Gauleiters galt den Handarbeitern, die in zäher und vielfach ungewohnter Arbeit Hand angelegt haben. Alf diesen unbekannten Arbeitern sei heute mit zu banken für die Zähigkeit, mit der sie ausgehalten haben. Der Gauleiter gedachte dann der drei Todesopfer, die der Bau der Luftschiffhalle gefordert hat, zu deren Gedenken die große Festoersammlung eine Minute in stillem Schweigen verharrte. Dann fuhr der Gauleiter .fort: Der Schlußstein zu diesem Bauwerk ist nun an jener Stelle gelegt, an der der Baubeginn stattgefunden hat. Damit ist der Flug- und Luftschiffhcrfen Rhein-Main seiner vollen Besttmmung übergeben. Und wenn wir den Rhythmus der Motoren der Kraftwagen, der Flugzeuge und der Luftschiffe vernehmen und daneben den Verkehr auf der Reichsautobahn, so können wir sagen, daß hier die Verkehrsmittel in einer und findet seinen sinnfälligsten Ausdruck in diesem Flug- und Luftschiffhafen. Lr wird von hier hinausgetragen in alle Welt und gibt dort Sunde von der friedlichen Aufbauarbeit in Deutschland. Wir haben heute aber auch die Verpflichtung, des Grafen Zeppelin zu gedenken, der in unermüdlicher und zäher Arbeit trotz aller Schicksalsschläge in echtem deutschen Erfindergeist sein Werk aufbaute und zur Entfaltung bringen konnte. Was er nicht mehr erleben durfte, ist nachträglich den Männern beschieden gewesen, die seinerzeit mit erste Pionierarbeit geleistet haben. Der deutsche Ingenieur und Techniker, der Physiker und Chemiker gehören zu den Bahnbrechern. Daß die Arbeit dieser Bahnbrecher praktisch zur Auswirkung kam, hierfür ist auch dieser Flug- und Luftschiffhafen ein lebendiger Zeuge, Zeuge des friedlichen Aufbauwillens unseres Führers. Don hier aus sollen die Flugzeuge hinausziehen, sollen die Luftschiffe aufsteigen in alle Welt und künden von der friedlichen Arbeit und dem Arbeitswillendes gesamt^ n deutschen Volkes, das geschlossen und einmütig hinter feinem Führer steht, das bereit ist, mit ihm die Rednertribüne, um im Auftrag und auf Befehl des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Generaloberst Goring, dessen beste Grüße für diesep neuen Flug- und Luftschiffhafen zu überbringen und von feiten des Betreuers aller Luftbelange unseres Vaterlandes ein Glück-Ab zu wünschen für alle Flugzeuge und Luftschiffe, die von hier aus in ferne Lande gehen, oder hierher zurückkehren. Dann führte Staatssekretär General der Flieger Milch u. a. aus: Als 1918 die deutschen Flugzeuge, die im Kriege schon ein starkes Machtmittel darstellten, fast ganz vom deutschen Himmel verschwinden mußten, da wußte der damalige Gegner genau, weshalb er gerade unsere Luftfahrt abdrosseln wollte. Ml der Machtergreifung unseres Führers und mit dem Wiederaufblühen aller Zweige der Wirtschaft hat auch die deutsche Luftfahrt wieder den Aufstieg nach oben genommen. Der militärische Aar der Luftfahrt hat seine Schwingen gereckt. Für die zivile Luftfahrt und auch für das Luftschiff, das neben dem Flugzeug große Bedeutung hak, wurde von feiten der nationalsozialistischen Regierung viel, vielleicht alles getan. Wir aedenken auch von feiten des Reichsministeriums der Luftfahrt des großen alten Generals und Pio- niers der Luftfahrt, des G r a f e n Z e p p e l i n, der gerade heute seinen Geburtstag feiern könnte. Sein Wille, sein Wollen, sein heißes deutsches Herz werden allen Luftfahrern ständig Vorbild und Mahnung sein, wenn es jemand schwer hat, einer neuen Idee zum Siege zu verhelfen. So glaube ich, daß die Persönlichkeit des Grafen Zeppelin mit diesem Flug- und Luftschiffhafen eng verknüpft sein wird. Daß aerobe Frankfurt den einzigen Flug- und Luftschiff. Hafen in Deutschland erhalten hat, hat dieses allein der Initiative all der staatlichen Autorität, die nach 1933 vom Führer hier eingesetzt worden ist, zu verdanken. Der Hafen hätte genau so gut in irgendeiner Mon! die am 9 uni) Lori stunden Kreise, i türkische hörten, J wurde n Ss äfl* sfes beU(n^r 1 Mir 1 ®oult,i«hn ©eutV L'btz holen und (teil“"».!“ Filin- tyen wirt1", gende 3el‘ ein 8esu". Wit 9^ Butschs (hier I°ch ' 2)ann ubel fammer, 6tc nid), 3* für Lolksaus WM, schen Fllnith sozialistischer Nolt und oi wieder M Bestrebungen Filmtheaters entwickel bunten. Di« deutscher W silmtammer Jnteress schen Senfei waltung ur auf die @ e in der Zu zu leisten. - zehnprozenti- eiunahm. Diese 6ntrou in z.I. nod wesen. Der müsse aber Durchschr Films ha Spihenwe(i ersolgreich Qualität d Die Prag, Hi auch übei schen i Schwarze vor die Sowjetun Schwarze« gründ ftef, unbebim nieten d Ob dieser \ tischen Ent schen Eno vern auch umstritten Sas alle Aussassuny Zwischen t der Sich englische türkischen d'e Freih und nicht Km Ausl Fassung t ?es englist L" lürfe, Fr°ge, in W Vera .Cl der Es «"es firii T" fol . tüt V5 &>nb wische Si Öen beruf Nun eri E'nberufe l6te Can, °°r «mitten deutschen aube des neuen Flughafens im FlaggentchmuL « tS.cherl-Bildechieyft-N^ Flug- und hier hätten ger Mitarbeit immer wieder aufs neue bekunden. In der Organisation selbst wird daher auch das Schicksal der Wirtschaft entschieden. Dr. Schacht wandte sich dann der Reichsanleihe zu und erklärte: „Ich habe den Eindruck, daß das Interesse an der Anleihe in allen Bevölkerungsschichten recht rege ist, und die bis- her vorliegenden Zeichnungsergebnisse sind durchaus zufrieden st ellend. Mein Appell an die Industrie geht dahin, in der noch vor uns liegenden Zeichnungsfrist zu prüfen, wie weit die Industrie ihre im letzten Jahr erheblich gestiegenen Gewinne und Reserven der Reichsanleihe zuführen könnte. Line großartige Gemeinschaftsleistung des Volkes. Der Führer durch den Gautag Hessen-Nassau 1936, ist das Programmheft. 3m Strahenverkauf erhältlich (10 Pfennig). Ankunft des Staatssekretärs Generals der Flieger Milch, der vorn Gauleiter Sprenger empfangen wurde. — (Heimatbilderdienst des DNB.) Echte Selbstverwaltung der Wirtschaftsorganisation. Oie besten Köpfe der Wirtschaft selbst zur führenden Mitarbeit aufgerufen. Diese Bezeichnung verdiene auch der Luftschiffhafen Rhein-Main. Denn auch sich mehrere Stellen zusammengefunden zur Schöpfung dieser Anlage: Der Reichsluftfahrtminister, das Land Hessen unter der Führung unseres Reichstatthalters und Gauleiters Sprenger, der Be- oirksverband Nasiau unter der Leitung des Landeshauptmann Traupel und die Stadt Frankfurt a. M. Unser Wunsch für alle Luftschiffe, die hier ihre Heimat haben und noch erhalten werden, sei, daß sie immerdar Künder sein mögen des guten ehrlichen Willens unseres Volkes nach Frieden und Freundschaft mit allen Kulturvölkern dieser Erde und zugleich Mehrer des guten Ansehens und Rufes unseres Vaterlandes in der Welt. war man zuerst auf den Gedanken gekommen, von hier aus hat man sich zuerst beim Reichsluftfahrt- minifter für diesen Gedanken eingesetzt. Die Belohnung dafür ist nun, daß dieser Hafen solche Anlage in Reichsanleihe stärkt die Liquidität der Werke, denn durch die Börsen- und Lombardfähigkeit besteht die Möglichkeit der jederzeitigen Geldbeschaffung. Die bisher verfolgte Methode der Anleihebe- gebung verteilt die Lasten auf eine Reihe von Iah- ren und vermeidet eine rigorose Anspannung von Steuern, die die Industrie natürlich in erster Linie treffen würden. Ich glaube, daß ich Ihrer vollen Zustimmung gewiß bin, wenn ich der Erwartung Ausdruck gebe, daß die gewerbliche Wirtschaft auch auf diesem Felde ihr Jnteresie erkennen und ihre Pflicht tun wird. Versammlungsruhe vom'l.August bisT. Gepiember Anordnung des Reichspropagandaleiters. Berlin, 8. Juli. (DNB.) Der Reichspropagandaleiter Dr. Goebbels hat laut NSK. folgende Anordnung erlassen: „Winterfeldzug und Reichstagswahl haben die Redner und die Politischen Leiter, sowie die Män- ner der Gliederungen und angeschlossenen Verbände an der Front des politischen Kampfes gesehen. Eine Versammlungswelle größten Ausmaßes ist über Deutschland gerollt, wobei die nationalsozialistischen Redner in ununterbrochener Arbeit Abend für Abend Aufklärungsarbeit leisteten. Nach den Olympischen Spielen, dem Reichsparteitag und Erntedanktag, werden erneut größte Anforderungen an die Propagandisten der Bewegung gestellt. Um ihnen die zur Erfüllung der bevorstehenden Aufgaben notwendige Ausspannung und Zeit zur Erholung zu gewähren, ordne ich deshalb für die Zeit vom 1. 21 u g u ft bis 7. September 1936 für die NSDAP, einschließlich aller Gliederungen und angeschlossenen Verbände Versammlungsruhe an." Wechsel in der Leitung des Jugendamtes der OAK. Berlin, 8. Juli, (DNB,» Der Leiter des So- Mlamts der Reichsjugendführung und Führer des Gebietes Berlin der Hitlerjugend, Obergebietsführer Axmann, hat wegen Arbeitsüberlastung im Einvernehmen mit dem Reichsleiter der Deutschen Ar- beitsfront, Dr. Ley, und dem Reichsjugendführer Baldur v. Schi rach die Leitung des Jugendamtes der Deutschen Arbeitsfront nie- dergelegt. Als Leiter des Sozialen Amtes der RIF., dem das Jugendamt als Hauptreferat für Verufswefen beigeordnet ist, behält er nach wie vor die Gesamtführung der sozialen Jugendarbeit. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und Reichs- jugendführer Baldur o. Schi rach haben Oberge- bietsführer Axmann in seiner Eigenschaft als Letter des Reichsberufswettkampfes erneut bestätigt Zum neuen Leiter des Jugendamtes wurde Ober- bannfuhrer Moosbrugger ernannt, der durch den Leiter des Personalamtes der DAF., Marn- buch, in fein Amt eingeführt wurde. Moosdrug- ger war Kriegsfreiwilliger und ist seit 1931 Mit- gheb der NSDAP. Er ist aus der Berliner Hitlerjugend hervorgegangen und seit 1933 in der Jugendarbeit der Deutschen Arbeitsfront tätlA der einzige gemeinsame Flug- und Luftschiffhafen, der Zentralhafen in Deutschland geworden ist. So wünsche ich dem Hafen und allen, die ihn benutzen werden, Glückab! Ich weihe diesen Flughafen im Namen und im Auftrag des Reichs- minlfters der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe. Heil! Kreisleiter Oberbürgermeister Dr. Krebs übernahm dann den eingeweihten Flug- und Luftschiffhafen Rhein-Main zu treuen Händen in die Obhut der Südwestdeutschen Flugbetriebs AG. Er betrachte es als eine Ehrenpflicht, als Vorsitzender des Aufsichtsrats dieser Gesellschaft, dem Reichsminister, dem Staatssekretär Milch, sowie allen Herren des Reichsluftfahrtministeriums, die an dem Zustandekommen dieser gewaltigen Anlage beteiligt sind, den allerherzlichsten Dank für die stets hilfsbereite und warmherzige Förderung der Pläne auszusprechep. Auch er gedachte des Grafen Zep- p'.lin, dessen Werk wir bezeichnen könnten als eine Sauvropaaandaleiler Möller-Schell, teilte als Leiter der Kundgebung zum Schluß mit, daß der Gauleiter ein Telegramm an den Führer und ebenso ein Telegramm an (general ober ft Göring gesandt habe. Er dankte den vielen Gästen, die aus allen Teilen Deutschlands, aus fast allen Ministerien und aus allen wichtigen Reichsstellen hierher gekommen sind. Darin sei am besten die unerhörte Bedeutung der Weihe dieses Flug- und Luftschiffhafens zu erkennen. Er schloß den Weiheakt mit dreifachem Sieg- Heil auf den Führer Adolf Hitler, an das sich der Gesang der Nationalhymnen anschloß. Glückwunschtelegramm des Führers. Auf das Telegramm des Gauleiters an den Führer sandte der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler telegraphisch seine Glückwünsche zur Eröffnung des neuen Flug- und Luftschiffhafens Rhein-Main. „Hindenburgs und „Graf Zeppelin" fahren Ehrenrunden. Inzwischen hatten sich die Tore der mächtigen Luftschiffhalle geöffnet und der L u f t r i e s e „Hindenburg" wurde startbereit gemacht. Bald darauf steigt er mit zahlreichen Ehrengästen an Bord auf, um für einige Zeit über dem Flugplatz, über Frankfurt und seiner näheren Umgebung zu kreuzen. Dortmund, 8. Juli. (DNB.) Auf einer Sitzung der Wirtschaftskammer für Westfalen und Lippe hielt Reichsbankpräsident und Reichswirtschaftsminister Dr. Schacht am Mittwoch eine Rede, in der er u. a. ausführte: Die gewerbliche Wirtschaft ist eine Einheit, die auch in ihrem organisatorischen Ueberbau eine Einheitlichkeit erfordert. Das soll jetzt auf der Ebene der W i r t s ch a f t s k a m m e r n herbeigeführt werden. Die Bezirksgruppen der Reichs- gruppe Industrie und die Bezirksgruppen der großen Wirtschaftsgruppen des Handels werden mit den Wirtschaftskammern vereinigt. Diese Einheit wird freilich auf dem Papier allein nicht hergestellt werden können. Es muß hinzutreten der feste Wille beider Beteiligten, sich in dieser Einheit zusammen- zufinden. Ich rufe zu einer solchen Zusammenarbeit auf. Wir brauchen ein solches Instrument zur Durchgabe von Anordnungen an die Wirtschaft und zur geordneten Sammlung von Wünschen der Wirtschaft an die Regierung. Wenn unser neuer Staat die Führung über die Wirtschaft beansprucht, so mutz er auch ein Organ haben, durch das er diese Führung verwirklicht. Ich werde dafür sorgen, daß die Organisation der gewerblichen Wirtschaft in Zukunft in stärkerer weise in die Tagesarbeit der Wirtschaftspolitik eingeschaltet wird. Dr. Schacht betonte, daß er dabei entscheidenden Wert darauf lege, daß die Organisation der gewerblichen Wirtschaft nicht zu einem überwiegend von bezahlten Kräften beherrschten Tätigkeitsfeld werde. Den Funktionären der Organisation solle gewiß nicht ihr Wert abgesprochen werden. Sie seien für jede größere Organisation ebenso notwendig wie die Beamten für den Staat. Aber so wie es im Staat erforderlich sei, daß der Funktionär nicht herrsche, sondern diene, ebenso könne eine Herrschaft der Bürokratie in der Organisation der Wirtschaft nicht zum guten führen. Der im Wirtschaftsleben tätige Betriebsführer muß auch in der Organisation der gewerblichen Wirtschaft die wichtigsten Entscheidungen selbst treffen. Die Betriebsführer selbst müssen ihre besten Führerpersönlichkeiten Herausstellen. Von ihnen selbst müssen die Impulse und die notwendigen Korrekturen für die Tagesarbeit ausgehen. Es ist ein großes Maß an Opferwilligkeit, was gefordert werden muß. Aber ich rufe die Betriebsführer auf, daran zu denken, daß die Frage, ob die Organisation der gewerblichen Wirtschaft echte Selbstverwaltung oder einen bürokrattschen Apparat darstellt, für Sie alle von schicksalhafter Bedeutung ist. Bürokratisierung bedeutet den Weg zum Staatssozialismus. Die vom Führer gewollte verantwortungsbewußte Wirtschaft kann nur erhalten werden, wenn die Mitglieder der Organisation der gewerblichen Wirtschaft den Geist der echten Selbstverwaltung in sich tragen und in täti» deutschen Handwerks und ihrein Heimathafen kreuz, ten. „Graf „Zeppelin" trat jedoch alsbald wieder ohne Zwischenlandung die Rückfahrt nach Fried» richsbafen an, um von hier aus am Donnerstagfrüh zu feiner 6. Fahrt nach Südamerika zu starten. Das Programmheft deSGaulages Hessen Aaffaul936 NSG. Der Gautag Hessen-Nassau 1936 hat durch die zahlreichen Veranstaltungen sowohl für unseren Gau als auch für das ganze Reich eine besondere Bedeutung. Die Programmschrift muß daher in jeder Weise der überragenden Bedeutung dieses Ereignisses gerecht werden. Das hat die Gauleitung, insbesondere der Goupresseamtsleiter G. W. Müller, sehr richtig erkannt und eine Schrift herausgebracht, die neuartige Wege geht, um die verschiedenen Veranstaltungen in ihrem Wert richtig herauszustellen und zu unterstreichen. So ist es selbstverständlich, daß am Anfang die Geschichte der Partei im Gau Hessen-Nassau eingehend dar- gestellt wird, wobei die beigegebenen Bilder an jene Zeit erinnern, in der die zahlreichen Saal- schlachten die Partei zur stärksten Aktivität anspornten. Die Folge der Veranstaltungen ist in einer Ausführlichkeit und Uedersichtlichkeit gehalten, die das Auffinden der einzelnen Ereignisse leicht macht, lieber die einzelnen Feiern im Rahmen des Gesamtprogramms unterrichten kurze Aufsätze, z. B. über den Flug- und Luftschiffhafen Rhein-Main, über das Erbhofdorf Riedrode, über die Römerberg-Festspiele usw. Besonders wertvoll ist ein kurzer Abriß der Geschichte der nationalsozialistischen Presse im Gau und eine kurze geographische Abhandlung. Eine Aufzählung und Erläuterung der Sehenswürdigkeiten der Gauhauptstadt und der Aufmarschplan vervollständigen die Schrift, die als Ganzes gesehen einen bleibenden Wert besitzt. andern Stadt Deutschlands liegen können. Aber hier I Aber auch das Luftschiff „G r a f Z e p p e - mnr mnn mprff mtf hon rtuhnnpon nopnmmon nnn (i n" war gegen 18 Uhr unter Führung von Kapitän v. Schiller in Friedrichshafen nach Frankfurt gestartet, um hier seinem Heimathafen anläßlich dessen Einweihung seine Grüße zu entbieten. Kurz vor 21 Uhr erschien das Luftschiff unter dem Jubel der Gäste über dem Flug- und Luftschiffhafen, zog hier eine elegante Schleife und fuhr weiter in Richtusig der Stadt. Da sich auch LZ „Hindenburg" zu diesem Zeitpunkt auf einer Zweiten Fahrt über Frankfurt befand, erlebte man das herrliche Schauspiel, daß beide Luftschiffe gemeinsam einige Zeit über der Stadt des Me Konferenz der Restlocarno-Mächte politische sich auf der rechten Seite gehalten. Als erster Zeuge wurde der Fuhrunternehmer Lobeck, der Arbeitgeber des Angeklagten, vernommen, der dem Angeklagten das denkbar beste Zeugnis ausstellte. Die Große Strafkammer begab sich dann mit dem Angeklagten und den Zeugen an die Stelle des Unglücks. Die möglichst getreue Wiederherstellung der Vorgänge nahm mehrere Stunden in Anspruch. An Ort und Stelle wurde eine Reihe von Zeugen vernommen, so vor allem ein Dr. M a e s s e aus Genthin, der an dem Unglückstag in seinem Wagen unmittelbar hinter dem Detmolder Lastzug gefahren war. Dr. Maesse erklärte, ebenso wie seine Frau, daß der Anhänger des Lastzuges so stark geschleudet habe, daß er selbst nicht gewagt habe, Groh- Pakt Sowjelrußland habe demnach zweier- leiAuhenpolilik, nämlich die kurzfristige und opportunistische Politik des Kremls und die langfristige Politik der Komintern. sei. Man dürfe nicht daran vorübergehen, daß die Bolschewisten auf ihrem ursprünglichen Ideal einer Weltsendung eine neue Technik des Imperialismus schmieden werden. Solange Moskau nicht seine Stellungnahme zur Weltrevolution vollkommen klarjeit im Hintergrund ae- alls sicher, daß sie fallen Brüssel, 8. Juli. (DNB.) Am Mittwochabend lag noch keine Entscheidung über die in Genf in Aussicht genommene Einberufung einer Konferenz zur Neuregelung des Locarno- Problems nach Brüssel vor. Der „P e u p l e" macht zu der geplanten Konferenz einige Angäben, die deshalb eine gewisse Beachtung verdienen, weil das Blatt als Hauptorgan der Sozialistischen Partei in engen Beziehungen zum belgischen Außenminister S p a a t steht. Das Blatt glaubt zu wissen, daß die Konferenz wahrscheinlich am 2 2. und 2 3. Juli, in Brüssel stattfinden werde. Die Zusammenkunft werde nicht den Charakter einer eigentlichen Konferenz haben. Es handele sich vielmehr um Besprechungen zwischen den W e st m ä ch t e n , um die neue Lage, die sich aus der Aufhebung der Sanktionen gegen Italien ergeben habe, zu besprechen und es Italien zu ermöglichen, wieder mit den Mitunterzeichnern des Locarno-Vertrages Fühlung zu nehmen. Das vom 8. bis 12. Juli trägt jeder das Gaulagabzeichen! nehmen, wenn sie der Ansicht seien, daß d i e Sowjetunion ethem Ianus - Mvpf gleiche. werde man vielleicht feststellen, daß die Sache der Weltrevolution mit der kurzfristigen opportunistischen Politik verschmolzen worden Starke Gegensähe in der Dardanellen-Frage England und Rußland ringen um die Durchsetzung ihrer Interessen. fahrt russischer Kriegsschiffe durch die Meerengen im Kriegsfall heranziehen müßte. Englands Delegation, so wird betont, stimme dem nicht zu. Diese Meinungsverschiedenheit lasse neue Verwicklungen erwarten, da sowohl von der französischen, wie von der Sowjetabordnung energisch behauptet werde, daß der französisch-sow- jetrussifche Pakt eine rechtsgültige Vereinbarung im Rahmen der Völkerbundssahung sei. Die Stellungnahme der englischen Delegation scheine das erste Anzeichen dafür zu sein, daß britannien dem französisch - russischen feind sei. Es sei klar, daß es sich hier um große DerZanuskopf des Sowjetstaates. Englische Erkenntnisse. — Werden die entsprechenden Taten folgen ? Zahl der Freischärler unterliegen. Pater V o r e l l a allein konnte sich retten und den italienischen Rlili- tärbehörden am 5. Juli Mitteilung von dem Ueber- fall machen. Die italienischen Militärbehörden haben sofort eine größere Anzahl Flugzeuge zu Vergeltungsmaßnahmen in das Gebiet entsandt, in das sich die Freischärler geflüchtet hatten. Die Presse widmet den Gefallenen ehrende Worte der Anerkennung, wobei die „Tribuna" noch besonders betont, daß der bedauerliche Zwischenfall keinerlei Anlaß zu Spekulationen über die Lage in Abessinien geben könne. Ls handele sich um nichts anderes als um Räuberbanden, die ein trauriges Aeberbleibsel aus der Zeit des Regus seien und die kein Ras jemals habe ausrotten können. Das von Marschall Graziani geleitete italienische Abessinien werde aber bald und für immer von diesem Räuberunwesen befreit werden. Rom, 8. Juli. (DRV.) Die mit drei Flugzeugen am 26. Juni bei Lekemti (Provinz Wollega) ge- landete, aus hohen Offizieren bestehende italienische Militärmission, die damals von den örtlichen Behörden und der Bevölkerung gut ausgenommen worden war, ist nach einer Meldung der Slefani zwei Tage darauf von einer Gruppe abessinischer Krieger, die früher zum regulären abessinischen Heer gehört hatten, aber seither Plünderungszüge machten, ü b e r f a l l e n und bis auf einen begleitenden katholischen Missionar niedergemehelt worden. Die Mission bestand aus dem General Mag- l i o c c o, aus dem Oberst des Generalstabes Lal- d e r i n i, aus dem Major L o c a t e l l i, dem Ingenieur P r a f s o und dem katholischen Missionar Pater V o rella. Rach der Stefani-Meldung Hal sich die Mission, die überraschend angegriffen wurde, heldenmütig geschlagen, muhte aber angesichts der überlegenen London, 9. Juli. (DNB. Funkspruch.) „Ti- m e s" beschäftigt sich in einem Leitaufsatz mit der außenpolitischen Stellung der Sowjetunion. Alles deute darauf hin, daß Sowjetrußland bald eine vorherrschende Stellung in einem uneinigen Europa einnehmen werde. Im Fernen Osten werde es auch den japanischen Einfluß überflügeln. Angesichts dieses Umstandes müsse man fragen, wie der Sowjetstaat die Verantwortlichkeiten seiner zunehmenden außenpolitischen Bedeutung auslegen werde. Bei ihrer Geburt sei die Sowjetunion der Sache der Welt- r e o o l u t i o n geweiht worden, und die Komintern betätige sich noch immer mit Erfolg für d i e s Z i e l. Die neugefundene „Würde" Rußlands werde dauernd durch den Eifer der Komintern gefährdet, deren unterirdische Zerstörungs- Lntwilklung und Ausgaben des deutschen Films Präsident Professor Lehnich und Reichskulturwalter Hinkel auf der Filmtheater-Tagung in Dresden. Italienische Mitärnusswn in Abessinien ermordet Ueberfall durch eine Räuberbande. Das Autobusunglück -er Leibstandarten-Kapelle vor Gericht Der angeklagte Krastwagenführer erhält ein Jahr Gefängnis. Hauptziel der Brüsseler Zusammenkunft bestehe keineswegs darin, die gemeinsame Haltung der Restlocarno-Mächte gegenüber Deutschland zu bestimmen. Man denke schon jetzt an eine Einberufung einer zweiten Konferenz, auf der gewisse Punkte des deutschen Memorandums vom 7. März einer eingehenden Prüfung unterzogen werden sollen. Einladung an Italien. Rom, 8. Juli. (DNB.) Die Note der belgischen Regierung, mit der Italien zur Teilnahme an den Locarnobesprechungen in Brüssel eingeladen wird, ist, wie von unterrichteter italienischer Seite verlautet, nunmehr in Rom eingetroffen. Die Note wird zur Zeit von der italienischen Regierung, die sich ihre Stellungnahme auch im Hinblick auf die ungeklärte Lage im Mittelmeer noch vorbehält, einer Prüfung unterzogen. Die letztere werde zur Z> halten. Es sei jedoch keinesfo , , . _ gelassen werde. Augenblicklich scheine sie nicht gefährlich zu sein, wenn Rußland jedoch eines Tages das Gleichgewicht der Mächte in Europa und vielleicht auch in Ostasien in den Händen halte, dann ten Einsatz für den deutschen Kultur- 1 film, der zu einem unentbehrlichen Volksbildungs- ' mittel geworden sei. Reichskulturwalter Hans Hinkel überbrachte die Grüße des Präsidenten der Reichskulturkammer Reichsminister Dr. Goebbels sowie die aller Kameraden der Reichskulturkammer. Vieles sei in den letzten drei Jahren erreicht worden; so sei es dem Nationalsozialismus gelungen, das gesamte deutsche Kulturleben von allen Zersetzungserscheinungen zu befreien und es dem jüdisch-bolschewistischen Einfluß zu entziehen, ohne daß auch nur für kurze Zeit der Ablauf des kulturellen Lebens auf allen Gebieten irgendwie nennenswert gestört worden sei. Als das große, noch zu erreichende Ziel stellte Reichskulturwalter Hinkel die Säuberung des Instinkts des deutschen Volkes dar. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an die früheren, s o g. M i l i t ä r l u st s p i e l e, die eine niederträchtige Verhöhnung des deutschen Soldaten darstellen. Demgegenüber gelte es, durch lebendige Schulung und Erziehung das deutsche Volk zu dem wertvollen, von nationalsozialistischer Zielsetzung getragenen Film hinzubringen. Oentsche Siimnennungen für die Biennale. Deutschland wird sich auch in diesem Jahre wieder an der Internationalen F i l m k u n st - ausstellung in Venedig beteiligen. Folgende deutsche Filme wurden zur Teilnahme angemeldet: Sechs Spielfilme, und zwar der Luis- Trenker-Film der Tobis-Rota „Der Kaiser von K a l i f o r n i e n", der Willi-Forst-Film der Cine- Allianz im Verleih der Phöbus-Europa „A l l o - t r i a", der Ufafilm „S ch l u ß a k k o r d", der Carl- Frölich-Film des Syndikats „Trau mulus", der Cine-Allianz-Film der Tobis-Rota „Mazurka"; der sechste Film wird in allernächster Zeit noch benannt werden. Zwei dokumentarische Filme, und zwar der Film der RPL. von den Olympischen Winterspielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen „Jugend der W'e l t" und der Film der RPL. von der großen Deutschlandfahrt des LZ „Hindenburg": „F ür Ehre, Freiheit und Frieden". Ferner sechs kurze Kulturfilme: „Ein Meer versinkt" (Bavaria); „Fische unserer Hei- m a t" (Bavaria); „Handwerk im Dorf" (Kul- । tursilminstitut Dr. Hans Zürlis); „M e t a l l des Himmels" (Ufa); „Die Kamera f ä h r t m i t" (Tobis-Meso) und „Unsere Säuglinge") ' (Ufa). i Durch die Einbeziehung des Films in eine große . internationale Kunstausstellung (in Venedig finden : zur Zeit bedeutsame Kunstausstellungen statt) trägt : die Biennale in hervorrragendem Maße zur Förde- . rung des Films als Kunst- und Kulturgut bei. Montreux, 9. Juli. (DNB.) Die Unterredung, die am Mittwochnachmittag zwischen Litwinow und Lord Stanley stattfand, ist in den Abendstunden durch eine Aussprache in einem größeren Kreise, dem u. a. Paul-Boncour und der türkische Außenminister Rüschtü Aras angehörten, fortgesetzt worden. In dieser Aussprache wurde nicht nur über die Regelung der Durchfahrt in Kriegszeiten gesprochen, sondern auch über das Verhältnis zwischen s o w j e t r u s s i- s ch e n und f r e m d em Streitkräften im Schwarzen Meer. Litwinow verlangt nach wie vor die Anerkennung der besonderen Lage der Sowjetunion als des größten Userstaates des Schwarzen Meeres, wobei der Wunsch im Hintergrund steht, unbedingt Vorsorge für ein glattes Funktio- Nieren des französifch-russifchen Paktes zu treffen. Ob dieser Pakt durch die generelle Klausel des englischen Entwurfes gedeckt ist, scheint nicht nur zwischen England und Sowjetrußland, sondern auch zwischen England und Frankreich umstritten zu sein. Das alleinige Derhandlungsziel ist nach englischer Auffassung, einen vernünftigen Ausgleich zwischen der Freiheit der Meerengen und der Sicherheit der Türkei zu finden. Der englische Entwurf unterscheidet sich jedoch von dem türkischen in der Grundauffassung dadurch, daß er die Freiheit der Durchfahrt in Krieg und Frieden und nicht die Souveränität der Türkei zum Ausgangspunkt nimmt. Lediglich in der neuen Fassung des am Mittwoch erörterten Artikels 16 des englischen Entwurfs wird auf die Souveränität der Türkei Gewicht gelegt, und zwar gerade in der Frage, in der die Türkei selbst nicht die alleinige Verantwortung übernehmen möchte, nämlich bei der Entscheidung, ob die Dardanellen im Falle eines Krieges für die Kriegführenden geschlossen werden sollen. . Auf türkischer Sette erklärt man hierzu, daß das Land sich durch diese Bestimmung zwischen zwischen zwei Feuer begeben wurde. Man will offenbar gerade in diesem Falle sich nicht nur auf die eigene Verantwortung, sondern auf b l n- dende internationale Verpflichtungen berufen können. Ulan erinnert auch daran, daß die Konferenz einberufen worden fei, um der Türkei neue Sicherheitsgarantien zu geben, und nicht, um ihre Lage zu erschweren. Praktisch bedeutet das vor allem, daß die Türkei nicht in die Lage kommen will, auf eigene Verantwortung ein Ausfahrtverbot für die russische Schwarze-Meer- Alotte aussprechen zu müssen. Die Kontroverse ist hauptsächlich zwischen Eng- Strt iMKl SS grantreW SWstellung für die Setchels. London, 9. Juli. (DNB. Funkspr.) „T i me s" befaßt sich mit der von Sowjetrußland au^ gestellten und von Frankreich unterstützten Forderung, die den Franco-Sowjet Pakt zur Rechtfertigung der freien Durch- den Lastzug zu überholen. Der Fahrer des SS.- Autobusses erklärte, daß der Lastzug sehr korrekt gefahren sei und daß er gegen die Fahrweise des Angeklagten nicht das geringste einzuwenden habe. Der Krastwagenführer Richard Weber wurde von der Großen Strafkammer zu insgesamt einem Jahre Gefängnis verurteilt. In der Urteilsbegründung wird dem Angeklagten ein zu rasches Fahrtempo und eine nicht genügende Beachtung der unterschiedlichen Bewegungsgesetze eines leeren und eines beladenen Lastwagenzuges zum Vorwurf gemacht. Ein Verschulden liege auch darin, daß er 'das Schleudern des Anhängers auf der nassen Chaussee und den Uebergang der Straßendecke von Asphalt zu Beton nicht genügend berücksichtigt habe. Der Angeklagte hätte alle Vorsichtsmaßnahmen bei der Begegnung mit dem voll besetzten Autobus ergreifen müssen. Zugunsten des Angeklagten spreche der Eindruck seiner Gesamtpersönlichkeit, seine tadellose Führung und die Tatsache, daß ihm für seine Ueberlegungen über die zu ergreifenden Maßnahmen nur eine ganz kurze Zeitspanne zur Verfügung gestanden habe. Bei der Urteilsbemessung sei schließlich auch seine Offenheit berücksichtigt worden. Auf Grund dieser Umstände sei das Landgericht zu einer Strafe von insgesamt einem Jahr Gefängnis unter voller Anrechnung der Untersuchungshaft gekommen. versuche gegen Regierungen, mit denen Sreuungnayme zur zx>enrtruuiunun uumumincii uui« Moskau freundschaftliche Beziehungen auf- lege, könne man es den Nachbarstaaten nicht übel- rechterhalte, der Gegenstand von Protesten, aber ' v ~ 5‘*c‘ ** M niemals von befriedigenden Erklärungen seien. Pn Dresden begann die Reichsjahresta- i guna deutscher Filmtheater mit einer Arbeitssitzung der Fachgruppe Filmtheater der Reichsfilmkammer. Es wurden organisatorische, wirtschaftliche und kulturelle Fragen behandelt. Reichskulturwalter Hinkel sprach über die durchgeführte Entjudung des Kulturlebens und berichtete über die lebendige Kulturschulungsarbeit. Ihren Höhepunkt fand die Tagung mit einer großen Kundgebung im Ausstellungspalast. Nach einer Begrüßungsansprache des Vorsitzenden des Fachausschusses Fuhrmann ergriff Reichsstatthalter Gauleiter Mutschmann das Wort, um die Tagungsteilnehmer willkommen zu heißen. Der Film sei heute einer der stärksten Kulturfaktoren des neuen Deutschland. Das lege dem Filmwesen die ernste Verpflichtung auf, seine innere Stärke aus der Vielheit der deutschen Stämme zu holen und Menschen mit Saft und Kraft zur Darstellung zu bringen, denn das deutsche Volk wolle Filme sehen, die das wirkliche Leben w i - verspiegeln. Es gelte den durch die hinter uns liegende Zeit verbildeten Publikumsgeschmack durch ein gesundes Volksempfinden zu ersetzen. Mit Nachdruck wandte sich Reichsstatthalter Mutschmann gegen die „beliebte" Verwendung einer sächsischen Type als komische Figur. Dann übermittelte der Präsident der Reichsfilmkammer, Staatsminister a. D. Professor Dr. Lehnich, zugleich im Auftrage des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda Grüße und Wünsche. Die Tagung solle dazu dienen, den deutschen Filmtheaterbesitzer mit dem Geist nationalsozialistischer Verantwortung für seine Arbeit an Volk und Staat zu erfüllen. Der Film dürfe nie wieder zum Tummelplatz wirtschasts-egoistischer Bestrebungen werden. Das Schicksal des deutschen Filmtheaters sei aufs engste mit der Gesamt- entwickelung des deutschen Films verbunden. Die Uebersührung des Reichsverbandes deutscher Filmtheater als Fachgruppe in die Reichsfilmkammer sei die endgültige Abkehr vom Interessenten st andpunkt des liberalisti- schen Denkens bei Aufrechterhaltung der Selbstverwaltung und Selbstverantwortung. Im Hinblick auf die Gestaltung des deutschen Films in der Zukunft seien noch gewaltige Aufgaben zu leisten. Das Jahr 1935 Ijabe wiederum eine zehnprozentige Steigerung der Gesamteinnahmen der deutschen Filmtheater gebracht. Diese Entwicklung sei auch im ersten Halbjahr 1936 in z. T. noch verstärktem Maße zu beobachten gewesen. Der Besuch der Filmtheater könne und müsse aber noch erheblich gesteigert werden. Das D ur ch s ch n i t t s niv e a u des deutschen Films habe sich in der letzten Spielzeit gehoben. Spitzenwerte hätten sich auch im Auslande erfolgreich durchsetzen können. Immerhin müsse die Qualität des Films noch weiter gesteigert werden. Die Programmgestaltung verlange den zielbewuß- B u r g bei Magdeburg, 8. Juli. (DNB.) In Reesen an der Straße Burg-Genthin verhandelte unter dem Vorsitz von Landgerichtsdirektor Schultze die Magdeburger Große Strafkammer gegen den Kraftwagenführer Richard Weber aus Pivitzheide bei Detmold, um die Schuld an dem Unglück zu klären, das die Kapelle der SS.-Leibftandarte betroffen hat. Dem Kraftwagenführer wird zur Last gelegt, unter Außerachtlassung der ihm als Kraftwagenführer besonders auferlegten Pflicht zur Aufmerksamkeit den Tod von vier Menschen und die Körperverletzung von neun weiteren Menschen verursacht zu haben. Die Anklage vertritt Staatsanwalt W e i ß - köpf. Der Angeklagte ist seit 1928 im Besitz des Führerscheines der Klasse I, der 1929 auf die Klasse II und III erweitert wurde. Nach seinen eigenen Angaben ist er vor Jahren einmal als Wagenführer mit einer Geldstrafe gerichtlich bestraft worden. Der Lastzug, mit dem er am 1. Juli unterwegs war, wurde abwechselnd von Weber und dem Zeugen Totemeier gesteuert. Der Angeschuldigte hatte, nachdem Berlin durchfahren worden war, das Steuer von Totemeier übernommen. Er fuhr nach seinen Angaben etwa 45 bis 48 Stundenkilometer Geschwindigkeit. Kurz vor der Unfallstelle hatte er eine Rechtskurve zu durchfahren und dann eine Steigung zu nehmen. Die Straße lief in ein leichtes Gefälle aus, die der aus entgegengesetzter Richtung von Reesen kommende Omnibus der SS.- Leibstandarte als Steigung zu nehmen hatte. Der Angeklagte hat nach seinen eigenen Darlegungen auf der leicht abschüssigen Straße den Omnibus gesehen, der auf der rechten Seite ihm entgegenkam. Er habe das Gas weggenommen und darauf den Lastzug gebremst, weil er gemerkt habe, daß zunächst der Anhänger und dann auch der Motorwagen ins Rutschen gekommen seien. Beim Näherkommen der beiden Kraftfahrzeuge, die mit dem Musikzug der SS.-Leibstandatre Adolf Hitler besetzt waren, sei es ihm gelungen, die Maschine rechts einzuschlagen. Diese Bewegung habe anscheinend der Anhänger nicht rechtzeitig mitgemacht. Er sei nach links herübergeschleudert und habe so den Führeraufbau des Omnibus erfaßt. Schließlich sei es ihm gelungen, den Lastzug zum Halten zu bringen. Der Vorsitzende schilderte kurz die Folgen des Unglücks und fragte den Angeklagten, wie er sich diesen Unfall erkläre. Der Angeklagte erklärte, er habe alles getan, um korrekt zu fahren und habe Fragen handele. Mehrere Abordnungen hätten deshalb ihre Regierungen um neue Anweisungen ersucht. pariser „Freundlichkeit" für England. Paris, 9. Juli. (DNB. Funkspruch.) „Oeuvre" unterstellt der englischen Politik in Montreux, daß diese nur darauf abziele, die Vorherrschaft im Mittelmeer wieder zu gewinnen, nachdem es dort eine Niederlage durch Italien erlitten habe. Darum wolle England der Türkei für Kriegszeiten Rechte zubilligen, die das Blatt extra- vagant nennt. Griechenland fei feit seiner Rückkehr zum Königtum mehr oder weniger für England eingenommen. Nun wolle England um jeden Preis sich das Wohlwollen der Türkei sichern. Im übrigen gehe die englische Admiralität in ihren Erwägungen so vor, als ob die Reform des Völkerbundes im englischen Sinne bereits durchgeführt sei, d.h. sie werde den Artikel 16 des Dölkerbundspaktes nur im Rahmen von Regio- n a l p a k t e n durchführen, an denen England beteiligt sei; also in Westeuropa. Dor dem Recht der Welt komme nach englischer Auffassung die Anwendung des Artikels 16 nicht in Frage. Eden hat Herzschwäche. London, 9. Juli. (DNB. Funkspruch.) Nach einer Meldung der „Daily Mail" leidet der englische Außenminister Eden an einer Wiederholung der Herzschwäche, die sich im Apnl des ver- aangenen Jahres nach seinen Besuchen in Moskau, Warschau und Berlin bei ihm eingestellt hatte. Um sich von dieser Schwäche zu erholen, habe der Außenminister einen achttägigen Urlaub angetreten. Lord Halifax, der, wie gemeldet, Außenminister Eden vertritt, hatte am Mittwochvormittag eine Besprechung mit Baldwin. König Eduard VIII. reist an die französische Riviera. P a r i s, 9. Juli. (DNB.) Der englische Botschafter in Patis hat den französischen Innenminister von dem Wunsch des Königs von England in Kenntnis gesetzt, 14 Tage an der französischen Mittelmeerküste zu verbringen. oot* Ste. W M Wafew FTBL cMi^ume denken Sio daran, ^woaß orJhr JlrbcitS' Kamerad ist, der feine ganzetirast dafür oinfohb für einen unbekannten ftrboifslofen einen Picüz an derlDorhbanhju erobern* Ußichslolkrlß ^4tt*beUsbesdriafl*i*tjg GLORifl WenlStrickerei Beck gesucht, m-D strickt alles gesucht. 4319D Schöne | Vermietungen"! , M.-W. 4-Zimmer riü Anzeiger oder Tel.2431 erbeten ..und zum Bauen J. BUSCH Riesen Circus n b e 8 N ü Werbe-Drucksachen liefert Brühl'sche Druckerei Gießen, Neustadt 45 Am Oswaldsgarten. [ti67D] Kein Laden. Reue Verurteilungen im Gittlichkeitsprozeß gegen die Franziskanerbrüder. Koblenz, 8. Juli. (DNB.) In dem großen Sittlichkeitsprozeß gegen die Franziskanerbruder standen am Mittwoch zwei Brüder vor der 3. Großen Strafkammer, die für sich die traurige Berühmtheit in Anspruch nehmen können, mit die schwersten Verbrechen auf sittlichem Gebiet begangen zu haben. „, v _ . Als erster Angeklagter hatte sich der Bruder Mathias, mit bürgerlichem Namen Gerhard Burke, zu verantworten, der 1902 im Bezirk Oldenburg geboren wurde. Er kam durch Vermittlung seines Onkels, des Franziskanerbruders Amadeus, nach Waldbreitbach. Als Bruder Mathias wurde er zum Krankenpfleger ausgebildet und war in verschiedenen Niederlassungen des Mutterhauses als solcher tätig. Nach einem einjährigen Aufenthalt nervöser Art. Magendruck. Sodbrennen. Schwere im Magen verhütet Leupin- Kräuter - Magen - Satz 1.25 und -.75. Drogerie WinterhoH, Kreuzplatz 10 Drogerie Bornemann, Bahnhofstr. 17 Germania-Drog.C Seibel, Frkf.Str.39 Löwen-Drogerie W. Kllbinger NchL, Seltersweg 69. «i»v Angab.u. 4365D den Gießener Die Abenteuer einer schönen Frau führen in diesem heiteren und beschwingten Film zu einer der schönsten Liebesgeschichten, die man seit langem gesehen hat. hasaA Beiprogramm — Ufa-Ton-Woche Spielzeiten täglich: 4.00, 6.00. 8.30 Uhr Sonntags: 3.00, 5.30, 8.30 Uhr. Gas-Gemeinschaft Gießen Pflegerin zum alsbaldigen Eintritt für eine alt.geist.schwache Dame gesucht. jCircus J. Busch besuchen heißt: Deutschlands vollkommensten Circus gesehen zu haben. Wegen seiner großen Ausmaße muß er zum Aufbau seiner Zelte den Volkshalleplatz benutzen. »aeoD zwischen Kellberg und Weyher anbelange. Kellberg sei ihm auf Grund seiner bisherigen erfolgreichen Tätigkeit als geeigneter Mann erschienen, das Dezernat zu übernehme^. Der petrusheim-prozeß. Heute Donnerstag: Premiere!! Marlene Dietrich — neu, ganz heiter und gelöst, wie wir sie noch nie sahen, mit ihrem humorvollen Partner Gary Cooper in: Wetterbericht des Reichswellerdienstes. Ausgabeorl Frankfurt Nachdem am Mittwochvormittag von Westen ein- dringende kühlere Luftmassen nach verbreiteten Gewitterregen etwas frischeres Wetter eingeleitet hatten, hat sich in der Nacht zum Donnerstag nut großer Geschwindigkeit vor der westfranzosischen Küste ein kleiner Tiefdruckwirbel entwickelt, der heute Morgen wiederum zu Niederschlägen im Westen des 'Reiches führte. Mit Sturmesstarke von Westen nachdringende frischere Meeresluft wird uns voraussichtlich in hver Nacht zum Freitag erreichen und wieder vielfach aufgeheitertes und ziemlich frisches Wetter bringen. Aussichten für Freitag: Südwestliche Winde, wechselhaft bewölkt und noch einzelne Lufttemperaturen am 8. Juli: mittags 21,1 Grad Celsius, abends 18,5 Grad , am 9. Juli: morgens 16,1 Grad. Maximum 23,2 Grad, Minimum heute nacht 15 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 8. Juli: abends 22 Grad; am 9. Juli: morgens 19 Grad. — Niederschläge 3,5 mm. Warum ausgerechnet den GAS-KühlschrankT Weil moderne Hausfrauen sowieso in der Küche Gai haben und wissen, wie wirtschaftlich und praktisch ei ist. Ein kleines, billiges Hämmchen hält den GAS-KühL schrank in gleichmäßig ununterbrochenem Betrieb. Er ist billig und auch die Betriebskosten sind unglaublich niedrig. Wer die wichtigen Vorteile des GAS-Kühl- schranks erfahren will, kommt zum Mitglied der 4367 A Dixi- Wagen in gutem Zustande, billig abzugeben. 03129 Biömarckftr. 6. [Stellenangebote Keine Zeugnisse in Urschrift londern nur Zeugnisabschriften Dem Bewerbungsschreiben beilegen । — Lichtbilder undBewerbungsunter- lagen müssen zur Ber- meidung von Verlusten aus der Rückseite Warnen und Anschrift oefl Bewerbers tragen! Im Petrusheim-Prozeß in Kleve wurde der aus der Strafanstalt in Koblenz vorgesuhrte , frühere Franziskanerbruder Eduard B a y e r ver- ; nommen, der aussagte, sogar in Waldbreitbach von den Schmuggelgeschäften Bruder Sigisberts, die ein „offenes Geheimnis" gewesen seien, gehört zu haben. Er will weiter davon erfahren haben, daß Bruder Sigisbert insgesamt 40 000 holländische Gulden vom Petrusheim nach Holland schaffen ließ. Als Hauptzeuge wurde der frühere Generalökonom der Franziskanerbruderschaft Otto G o e r t- l e r, genannt Bruder Epiphan, gehört, der aus dem Zuchthaus in Brandenburg a. d. H., in dem er eine zehnjährige Zuchthausstrafe verbüßt, vorgeführt wurde. Er erklärte, daß er 1929 als General- ökonom eine Schuldenlast der Bruderschaft von 3 Millionen Mark vorgefunden habe, die er zu verringern bemüht war. Dr. H o f i u s gab ihm dann den Rat, zunächst die holländischen Obligationen in Höhe von 400 000 Mark abzustoßen. Die Gelder habe er zum Teil selbst über die Grenze gebracht. Von den Bankgeschäften Bruder Slglsberts mit einem holländischen Getreidelieferanten behauptet er, nichts gewußt zu haben. Allerdings hat er seinerzeit von einer Differenz zwischen den beiden gehört, die entstand, weil der Hollander den Rest- vetrag eines Guthabens, etwa 4 bis 5000 Gulden, für sich allein beanspruchte. Die weitere Vernehmung zeigte das rücksichtslose Verhalten Bruder Epiphans, der die anderen Brüder oft veranlaßte, sich gegen das Gesetz zu vergehen und Gelder über die Grenze zu bringen. Eine Zeugin wurde über die Geschäftsführung der Firma L e e u w vernommen, die aussagte,'daß für die Geschäfte mit dem Petrusheim keine gesonderten Konten ober überhaupt eine verschleierte Buchführung geführt wurde. Die damalige Geschäftsbücherverbrennung stehe in keinerlei Beziehung zu eventuellen Schmuggelgeschäften. — Die Verhandlung wurde vertagt. „Graf Zeppelin" nach Südamerika unterwegs. Das Luftschiff „Graf Zeppelin" ist heute, Donnerstag, früh um 5.10 Uhr bei klarer Witterung unter Führung seines Kommandanten, Kapitän von schiller, zu seiner sechsten diesjährigen Südamerikafahrt gestartet. Sämtliche Kabinen sind voll besetzt. Die Route führt über Basel durch das Rhonetal. Zwei Hinrichtungen in Trier. In Trier ist die 1885 geborene Apollonia Schu aus Nevel hingerichtet worden, die von dem Schwurgericht in Trier wegen Mordes in drei Fällen dreimal zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden war. Apollonia Schu hatte im April 1929, im August 1933 und im April 1935 die von ihrer Tochter Anna geborenen unehelichen Kinder ermordet, weil es ihr lästig war, für die Kinder zu sorgen und sie : aufzuziehen. Die 1910 geborene Anna Schu aus PALAST Giessen J TI cis । l' _ dtJr^ em billiges Gasflammen nachmniF3o“hriGroßerFestumzug ab Circusplatz durch wahrscheinlich folgende Straßen: Grünberger Str. (Trieb), Kaiserallee, Gartenstr., Neuen Bäue. Sonnenstr., Kreuzplatz, Seltersweg, Frankfurter Str., Liebigstr., Bahnhofstr.. Neustadt, Horst-Wessel- Wall, Hindenburgwall, Bleichstr., Ludwigstr, Kaiserallee,Trieb zurück zum Circus-Artisten in ihren Prunkkostümen, Reitergruppen, Angehörige farbiger Völker, exotische Tiere, 10 Elefanten, 2 Musikkapellen.-Wegen der kostbaren Kostüme kann der Umzug nur bei regenfreiem Wetter durchgeführt werden und wird evtl, auf Samstag, vormittags 11.30 Uhr, verlegt. Verbot der marxistischen Hetzpreffe in Danzig. Danzig, 8.Juli. (DNB.) Der Danziger Polizeipräsident Hal die sozialdemokratische „Danziger V o 1 k s st i m in e" auf die Dauer von fünf Monaten verboten. In der Begründung wird darauf hlngewlesen, daß das Blatt trotz wiederholter kurzer Verbote, Beschlagnahmung, sowie mehrfacher Bestrafung des Chefredakteurs auch in den letzten Tagen durch seine Auslassungen immer wieder die öffentliche Sicherheit und Ruhe gefährdet habe. Das Blatt habe fortgesetzt gegen die staatliä)e Ordnung verstoßen und bewiesen, daß es sich nicht im Rahmen eines sachlichen Meinungskampfes halten wolle, sondern daß es ihm nur auf eine Aufreizung und Aufhetzung der Bevölkerung ankomme. Mit besonderem Nachdruck hebt der Polizeipräsident hervor, daß die fortgesetzten gehässigen Angriffe gegen das deutsche Mutterland und gegen dessen leitende Staatsmänner, die den deutschen Generalkonsul zu wiederholten Vorstellungen veranlaßt hätten, dazu angetan wären, die freundschaftlichen und lebensnotwendigen Beziehungen der Freien Stadt Danzig zum Deutsä)en Reich ernstlich zu «rsährden. Außerdem seien diese Angriffe eine bewußte Herausforderung des weit überwiegenden Teiles der Danziger Bevölkerung, die sich mit dem Deutschen Reich innerlich unlösbar verbunden fühle. Auch die gutnachbarlichen Beziehungen der Freien Stadt Danzig zur Republik Polen feien mehrfach durch die unrichtige und entstellende Berichterstattung der „Danziger Volksstimme" gestört worden. Der Polizeipräsident erklärt am Schluß, daß aus die Dauer kein Staat fortgesetzte Störungen der Oesfentlichkeit und Ordnung durch eine hemmungslose Parteipresse dulden könne. Er habe sich daher, nachdem alle bisherigen Maßnahmen wirkimgslos geblieben seien, auf Grund der einschlägigen Rechts- Verordnungen zu dem Verbot gezwungen gesehen. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertr. Hauptschriftleiter: Ernst Blumschem. Verantwortlich für Politik und für die Bilder i. V.: Ernst Blumschein: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- leiten Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VI. 36: 9400. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. * Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. u.ai.läft.Haarew nurd.dievonmir angew.,einz.fich Meth. unt,Gar. imm.mitd.Wurz. schmerzl.entferni Frau B. Gulden. Svrecbsid. jeden Freitag,(ließen, Alicenstratze40p 9-7 Ubr durcbg. gesucht. Schriftl. Angeb. u. 4363D an d. Gietz.Anz. 3-Zimmer- Wohnung gesucht. Schriftl. Angeb. U.4364D an d. Gietz.Anz. Tüchtige 03133 Hausgehilfin nicht unter 20 I. zum 1. Aug. gesucht. Landgrar- Philivv-Pl.lLv. | Verkäufe | Einfamilienhaus mit Heizung und Garten Neubau) steuerfrei, i. schöner Lage, billig zu verkaufen. Schr.Angeb.unt. 03130 a. d.G.A. Nevel ist wegen Mordes an dem 1929 geborenen Kinde zum Tode und wegen Kindestötung m zwei Fällen und versuchter Abtreibung zur Zuchthausstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Die gegen Anna Schu ausgesprochene Todesstrafe hat der Führer und Reichskanzler im Gnaden- wege in lebenslängliche Zuchtha u s - (träfe umgewandelt, weil die Verurteilte zur oßii des von ihr begangenen Mordes erst wenig über 18 Jahre gewesen und dem unheilvollen Einfluß ihrer mitverurteilten Mutter unterlegen ist. Ebenfalls wurde in Trier der 1917 geborene Josef Breuer aus Gonzerath hinge richtet, der vom Schwurgericht in Trier wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden ift Breuer hatte am 1. Juni 1935 seine 72jährige Großmutter während der Feldarbeit erschlagen und beraubt. Lebenslängliches Zuchthaus für einen Spion. Der Volksgerichtshof in Berlin hat den 37jal)- riqen tschechoslowakischen Staatsangehörigen Gmll Storch aus Wernstadt zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt, weil er im Auftrage eines ausländischen Nachrichtendienstes versucht hat, sach- sische Garnisonen auszukundschaften und einen deutschen Soldaten zum Landesverrat zu verleiten. Walltorstr. 27. Junges Mädchen gesucht für nachmittags zur Betreuung eines 4' jährigen Kindes und für leichte Hausarbeit. Schr.Angeb.unt. 03128 a. d.G.A. Für den Naturfreund! Möroetjen Die Lebensgemeinschaft des deutschen Waldes in Bildern 160 Naturaufnahmen aus dem Tier- und Pflanzenleben des heimatlichen Waldes auf 128 Kupfertiefdruck- tafeln, mit lebendiaem und aufschlußreichem Einführungstext von K.Gerhard u.G.Wolff. Preis RM. 4,80. „(Es lebt und webt in dem Buche, und wer es versteht, mit empfänglichen Sinnen die bildgcword. Naturschönheiten in fick aufzunehmen, dem singen u. klingen die Tafeln tausend Erinnerungen wach an einstmals leibhaft Erschautes.' 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Alle, die mit dieser Firma bei der Ausführung des Bauloses Tieckstraße zu tun hatten, seien mit der geleisteten Arbeit vollauf zufrieden gewesen. Daher habe er diese Firma auch zu den Bauarbeiten in der Hermann-Göring-Straße herangezogen. Zur Frage der inneren Organisation bei der Reichsbahn führte der Zeuge aus, daß die ihm unterstellten Dezernenten, zu denen auch der Angeklagte Kellberg gehörte, selbständig arbeiten müßten. Er als Abteilungsleiter habe die Pflicht gehabt, dafür zu sorgen, daß die Zusammenarbeit der Dezernenten untereinander und mit ihren Nachgeordneten Stellen sich reibungslos vollzog. Diesen Eindruck habe er durchaus gehabt, auch was die Zusammenarbeit Wohnungs- Einrichtung fabrikneu 1 Schlafzimmer (Eiche geritzt) besteh, aus: 1 Garderobenschrank 1160 cm). 2 Bettstellen, 1 Frisierkommode mit 3 teil Lern Spiegel und Glasplatten, 2 Nachtschränkchen mit Glasplatten. 1 Speisezimmer (Eiche, m. Nußbaum) bestehend aus: 1 Büfett, (160 cm) mit Facettescheiben und polierter Mitteltüre, 1 Auszugtisch u. 4 echt. Lederstühlen auf Fedem, 1 Küche (naturlas.) besteh, aus: 1 Büfett mit Kühlschrank, 1 Tisch, 2 Stühlen, alles m. Linoleumbelag nur 638.-Mk. Möbelhaus Koos Gießen, Schulstraße 4b22A Telephon 3904 Gegründet 1894 Kette Matjesheringe Stück 18 Pfg. tleue deutsche Fettheringe Stück 10 Pfg, wieder eingetroffen bei 4361A A.Koch Nachfolger Mäusburg 15, Telefon 3612. Wir haben an dem Anbau der Bezirkssvarkaffe «eaD 134000 gebrauchte Backsteine abzugeben. Näheres auf der Baustelle zu erfragen. M. Abermann, G. m. b. H. m Rom kam Bruder Mathias nach Darmstadt, wo er von dem Bruder Hubertus verdorben wurde. Nach seinen ersten Verfehlungen in Darmstadt kam Bruder Mathias nach Waldniel, wo er Leiter der Krankenstation für schwachsinnige Kinder war. Dort hat er sich an einem Zögling unter 14 Jahren vergriffen. Der Angeklagte, der im großen und ganzen die Beschuldigungen zugab, wurde wegen Verbrechens gegen § 176, 3 und § 174 in Tateinheit mit widernatürlicher Unzucht zu 2 Jahren und 6 Monaten Zuchthaus verurteilt. Der zweite Angeklagte am Mittwoch — der 26. Fall in dem Riesenprozeß überhaupt — war der 35jährige Bruder Roderich, mit bürgerlichem Namen Hermann L e s m e i st e r aus Oberhausen. Er hat 1934 in Waldbreitbach die ewigen Gelübde abgelegt, war im Kloster in der Küche beschäftigt und hatte 20 Zöglinge zu beaufsichtigen. Mit einigen dieser Zöglinge, die zwischen 15 und 19 Jahren alt waren, hat sich der Angeklagte in unbeschreiblicher Weise vergangen. Der Angeklagte, der zuerst geständig war, machte in der Hauptverhandlung einen verkommenen Eindruck und schränkte seine früheren Aussagen wesentlich ein. Als Sachverstän- diger bekundet'Oberarzt Dr. Otten, daß der Angeklagte zwar geistig minderbegabt, jedoch für seine Straftaten voll verantwortlich sei. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen Verbrechens gegen § 175 a des StGB, und wegen widernatürlicher Unzucht zu d r e i I a h r e n Z u ch t h a u s und drei Jahren Ehrverlust. Als dritter Angeklagter wurde am Mittwoch noch der 29 Jahre alte Bruder Redemptus gemäß dem Antrag des Staatsanwalts zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Fünf Monate der erlittenen Untersuchungshaft wurden auf die Strafe an« gerechnet. Bruder Redemptus war geständig, mit vier Ordensbrüdern widernatürliche Unzucht getrieben zu haben. Auf Grund feines reumütigen Geständnisses wurden ihm mildernde Umstände zu- qebilligt. Aus aller Welt. Wohnung sofort zu vermieten. meD GleibergLVeg88 Kleine WWW in schöner Lage, sofort zu vermiet. Zu erfragen in d. Geschäftsstelle d. Gietz. Anz. 03127 r Zimmer. Me Pat.irnNebenhs. an 1-2 ält.Leute p.1.8. z.vermiet. Schr. Anfr. unt. 03134 an d.G.A. | Mietgesuche"] 4-5-Zimm.-Wohn. z. 1. Oktober zu mieten gesucht. Bad, Heizung, Warmwasserversorgung u. Balkon erwünscht. 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(Einige leben in Buenos Aires oder in Montevideo, die meisten aber sitzen in den argentinischen und brasilianischen Städten und Städtchen rings um die paraguayschen Grenzen herum. Sie warten und hoffen darauf, daß für Paraguay „die Zeiten wieder besser werden , und sie Hetzen und wühlen gegen ihr Vaterland nach der bekannten Art aller Emigranten, denen der gehüllt. Gegen General E st i g a r r i b i a hat man die gleichen Vorwürfe erhoben; vollkommen ungerechtfertigt. Es gibt wohl wenige Männer in Paraguay, die einen so lauteren und unbeflekten Charakter haben wie General E st i g a r r i b i a und sein einstiger Waffengefährte und heutiger Gegner Oberst Franco, der provisorische Staatspräsident. Estigarribia ist eine stille, etwas verschlossene Natur, dem man, vielleicht nicht mit Unrecht, einen gewissen Mangel an Kameradschaftlichkeit oorwirft. Persönlich anspruchslos, fast spartanisch einfach, Feldsoldat vom Scheitel bis zur Sohle, stellte er an sich selbst die größten Anforderungen, verlangte auch das gleiche von Offizier und Mann. Mit Belobigungen, Auszeichnungen und Beförderungen war er äußerst sparsam, und gerade das scheint ihm die große Sympathie, die er anfänglich in der Armee genoß, geraubt zu haben. Man muß sich die Lage einmal vorstellen, um die Tragik in ihrem vollen Umfange zu erfassen. Ein blutiger Krieg ist zu Ende. Unter dem begeisterten Jubel des ganzen Volkes zieht der Feldherr, der das Heer von Sieg zu Sieg geführt, der den stärkeren und in vieler Hinsicht überlegenen Feind niedergerungen hat, an der Spitze der heimkehrenden Truppen in die Landeshauptstadt ein, Ehren über Ehren werden auf ihn gehäuft, und nur wenige die Bewegungsaufnahme eines einzelnen Kindes ist kein Porträt. Und wenn auch gewisse Unregelmäßigkeit der kindlichen Kleidung, zerzaustes Haar und dergleichen niemals künstlich hergerichtet werden sollen, damit es „echter" wirkt, so dürfen sie auch nicht allzu korrekt beseitigt werden. Kein Mensch glaubt, daß ein Kind wirklich Kreisel oder Reifen spielt, wenn die Haarschleife des Ma- dels streng akkurat ihre kunstvoll gelegte Form zeigt oder wenn der Junge allzu sichtbar seinen Sonntagsanzug anhat, worin er sich kaum zu bewegen getraut. Solche Bilder erinnern zu sehr an jene Atelieraufnahmen der Jahrhundertwende, wo dem Kinde vor einem gemalten Hintergründe ein solches Hohe preise für alte deutsche Rüstungen. Bei Sotheby in London fand in den letzten Tagen eine Versteigerung von Waffen und Rüstungen statt, bei der 134 Nummern ein Gesamtergebnis von über 90 000 Mark hatten. Heber bie Hälfte dieser Summe wurde für eine vollständige deutsche Rüstung aus dem 16. Jahrhundert bezahlt, die aus> Helm, Halskragen, Brust- und Rückenpanzer, Armpanzer mit Handschuhen, Schulterblättern, Schenkelschienen und Stahlfchuhen mit schönen Verzierungen bestand. Sie ging an einen auswärtigen Kunsthändler für 48 400 Mark. Ein zweites Stück, eine süddeutsche Turnierrüstung aus dem 16. Jahrhundert, wurde von demselben Käufer für 12 400 Mark ersteigert, der auch für einzelne alte deutsche Waffen hohe Preise zahlte. Heimatboden zu heiß wurde. Die Repräsentanten der alten Regierung aber setzte man hinter Kerkermauern: An erster Stelle den gestürzten Staatspräsidenten Dr. Eusebw Ayala und den ihm treu anhängenden Oberbefehlshaber der Armee, General Jose Felix E ft i ° garribia, den Sieger im Kriege gegen Bolivien. paraguayschen Volkes in einem schweren und opferreichen Kriege anoertraut waren und die das Vertrauen in vollstem Umfange gerechtfertigt haben, wird sich der nüchterne, der ehrliche Beobachter die Frage vorlegen müssen: Was konnte den Obersten Franco und die Mitglieder seiner Regierung veranlassen, die Haft über Ayala und Estigarribia zu verhängen und sie gegen die Wünsche und Forderungen aus fast allen Kreisen des Inlandes, wie des Auslandes aufrechtzuerhalten? Warum beraubte sich die provisorische Regierung dadurch vieler Sympathien und gab den Gegnern so Gelegenheit zu Angriffen über Angriffen? Die Frage stellen, heißt eigentlich schon sie beantworten. Da Francos Charakter Rache und schmähliche Undankbarkeit fernliegen und einfach die Klugheit es schon geboten hätte, den großen Gegner anders zu behandeln, so kann für die Regierung einzig und allein die Besorgnis maßgebend gewesen fein, daß die Freilassung Estigarribias und A y a l a s den Bürgerkrieg bedeuten würde. Und das ist in der Tat der wahre und ausschließliche Grund für das Verhalten der Regierung. Schon heute hört man in Asuncion flüstern, und in Buenos Aires und in Montevideo, also im Auslande, wird es offen gesagt: Estigarribia ist der kommende Mann! Vielleicht mögen die Propheten recht haben, denn schließlich ist der General noch ein verhältnismäßig junger Mann und die Zahl seiner Bewunderer ist groß. Vielleicht würde ihn auch Haß und der Wunsch nach Rache bestimmen, eine Erhebung zu leiten, obwohl ihm, der Soldat und nur Soldat ist, die Politik fernliegt und der Präsidentensessel ihn sicher nicht lockt. Es ist aber auch sehr wahrschem- lich, daß er aus Liebe zu Volk und Vaterland, die er oft schon unter Beweis gestellt hat, den Gedan- Een an Bürgerkrieg weit von sich weist, das in das Bild des Charakters dieses großen Soldaten passen würde. v w . Eines aber ist gewiß: Alle, die zu der Reak- tion gehören, hoffen auf E st i g a r r i b i a, klammern ' sich an den Gedanken, daß er für sie die siegreiche Revolution machen wird, die sie wieder an die alte Krippe zurückführen soll. Der Name Estigarribia ist zum Symbol der Reaktion geworden. Darin liegt bittere Tragik. Die Regierung Franco hat diese Gefahr erkannt, und nur so - ist die furchtbare Härte gegenüber den um ihr Va- ; terlanö so hochverdienten Männern E st i g a r r i • i bia und Ayala begreiflich. Sie mag äußerst be- • klagenswert sein; sie ist für die heutige Regierung ! eine Staatsnotwendigkeit. Bismarck im Karzer. Auf der großen Ausstellung „Deutschland", die am 18. Juli am Funkturm in Berlin eröffnet wird, stellt im Rahmen der deutschen Sehenswürdigkeiten die Universität Göttingen einige interessante alte Erinnerungsstücke aus. Man sieht dort ein altes Protokollbuch des Hainbundes, dessen aufgeschlagene Seite die Handschrift von Holtys Gedicht „Ueb immer Treu und Redlichkeit" zeigt; ferner hat man aus Göttingen die Tür des Karzers nach Berlin geschafft. Diese Tür ist zwei Meter hoch und weist als besondere Merkwürdigkeit den eingeschnitzten Namen Bismarcks auf. Viele Menschen im Ausland und auch in Deutschland werden kaum wissen, daß auch der Begründer des Deutschen Reiches, Otto von Bismarck, einmal im Karzer gesessen hat. Er war bekanntlich zu Göttingen Student und führte sich in dieser Universitätsstadt damit ein, daß er im hellen Schlafrock, mit einer seltsamen Mütze und mit Ariel, seiner großen gelben Dogge, am hellen Tage über den Markt nach der Universität ging. Dafür bekam er vom Universitätsrichter die erste Rüge. So begann er am 10. Mai 1832 seine „diplomatische Laufbahn . Der Altreichskanzler war als Göttinger Student auch sonst kein Musterknabe und hat nicht nur einmal elf Tage in dem berühmten Karzer der Universität gesessen, sondern mußte auch nod) ein zweites Mal für sieben Tage hinter der Tur verschwinden, in die er aus langer Weile seinen Namen schnitzte und die nun in der „Deutschland -Aus- stellung im Original zu sehen sein wird. Kinder beim sommerlichen Spiel Dankbares Motiv für den Liebhaberphotographen. Don Walther Appelt. in gewisser Weise abgeschnürten Lande nicht anders sein kann. Aber selbst wenn die Zeit für die Reformen der Regierung Franco noch nicht reif fein sollte, so werden die weltanschaulichen Gedanken, die sich in den Reformen und Reformbestrebungen wiederspiegeln, doch einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen, der sich ständig vertiefen wird, bis er dereinst gestaltende Kraft hat, wenn die Stunde sei Nolden ein Gast, der jeden Tag ohne sich anzumelden in diesem Hause aus- und eingehen konnte. Dann kam auch Bratt, gleichfalls in vergnügter Stimmung. Man faß einander gegenüber und plauderte angeregt, unterhielt sich über Ereignisse in der Nachbarschaft, sprach von Reiseplanen, kurz und gut, all die kleinen und unwichtigen Dinge wurden gestreift, die der Alltag mit sich bringt, und über die man sich unterhält, wenn es gilt, eine an und für sich nutzlose Zeitspanne möglichst angenehm auszufüllen. Die bevorstehende geschäftliche Hauptsache ließ man vorerst noch vollkommen in den Hintergrund treten; sie wurde mit keinem einzigen Worte gestreift. Endlich kam das Mädchen und meldete den Abschluß der Vorbereitungen. Die Hausfrau stand auf und bat ihren Gast zu Tisch. Lachend gingen sie ins Nebenzimmer und nahmen Platz Inzwischen kam schon wieder das Mädchen mit Wem und einer Platte Austern. In diesem Augenblick verbeugte sich Nolden lächelnd vor der Hausfrau, ihr für die liebenswürdige Aufmerksamkeit dankend, die sie ihm heute ebenso wie sonst erwiesen hatte. Em einziges Mal nur hatte Nolden geäußert, daß er Austern für sein Leben gerne essen wurde, und nun hätte er darauf schworen können, daß er jedesmal, wenn er bei Bratt zu Gast war, Austern erhielt. Man sprach nur wenig, sichtlich freute sich die fiausfrau über das Vergnügen, mit dem Nolden soeben die zehnte Auster" schlürfte; sie stand auf, um Licht zu machen, draußen war es noch hell, aber im Zimmer hatten sich die Schatten der Dämmerung überraschend schnell verdichtet. Sie ”uni Tisch zurück und starrte auf Nolden. Nolden saß zurückgelehnt auf seinem Stuhl, dann ftrÄ'rU di-^and not. Zw.schon Daumen und Zeigefinger lag eine große Perle. Eine Perle gefunden!" schrie die Frau. bevor Nold?n^ sie chm hin?eiche n" konn t ehatte Bratt aufmerksam und zugleich bewunderns So groß!" sagte er, „so schon und einwandfrei Ol,'$anSnTob"er den Kops, und mehr zu sich W als ju den anderen sagte er triumphierend: „Tau- 1 sende ist diese Perle wert! ; Ohl" sagte seine Frau Überrascht Nolden stand ans er aina aus Bratt zu. „S.e wissen gar nicht . faate Norden, „wie ich mich freue, .ch kann es noch ; * „jrfit lassen, mit einem einzigen Schlage gleich l so viel Gew zu finden einfach glatt zu stnLen. II. Oberst Franco und seine Gegenspieler -> (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Asuncion, Mitte Juni. So gewiß es ist, daß in Europa die Demokratie im Absterben begriffen ist, so fraglich ist, ob sie sich auch schon in Südamerika überlebt hat. Manche Zeichen deuten darauf hin. Aber wenn man sich vergegenwärtig, datz die Entwicklung auf dem süd- omerikanischen Erdteil vergegenwärtigt, daß die Entwicklung auf dem südamerikanischen Erdteil erheblich hinter der Europas nachhinkt, — unbeschadet des Umstandes, daß sie in manchem im Eilzugtempo sich vollzieht —, so erheben sich doch Zweifel, wo die Todesstunde der Demokratie auch in Südamerika bereits geschlagen hat. Davon aber wird letzten Endes der Ausgang des Versuchs abhängen, den man heute in Paraguay unternimmt, indem man ohne Uebergang im Lande staats- und wirtschaftspolitische, soziale und kulturelle Reformen einfuhrt, die zu einem Teil dem Gedankengut des Nationalsozialismus ziemlich eng verwandt sind. Diese Reformen werden Bestand haben, wenn Paraguay heute schon reif für eine so durchgreifende Umfte = hing und Umgestaltung ist. Das zu beurteilen ist vorerst wohl auch für den gründlichsten Kenner des Landes unmöglich, weil dabei ungezählte Unwägbarkeiten von außen hineinspielen, wie es bet einem kleinen rings von mächtigen, teilweise unfreundlich gesonnenen Nachbarn umschlossenen und dadurch *) Dgl. Gießener Anzeiger Nr. 154 vom 4. Juli. Man Hot dies der provisorischen Regierung und dem Präsidenten Oberst Rafael Franco persönlich innerhalb und außerhalb von Paraguay schwer verdacht, besonders haben sich die in Paraguay lebenden Ausländer peinlich berührt gefühlt. Präsident Ayala ist ein hervorragender Staatsmann, seine Verdienste um das Land sind groß. Daß dieses den blutigen Krieg, die gewaltigen Opfer, die schweren Lasten ohne Murren ertrug, war das Werk Ayalas, der klug und weitschauend die Politik leitete. Daß er zum Schluß die Nerven verloren haben soll und deshalb die Schuld an dem „faulen Frieden von Buenos Aires" trage, wie ihm von militärischer Seite vorgeworfen wird, ist ungerechtfertigt, denn Paraguay war am Ende seiner Kräfte. Es hatte Uebermenschliches getan; es war fertig. Das Schicksal gebot Halt. Der Frieden von Buenos Aires hat das Land davor bewahrt, sich in verblendeter Selbstüberschätzung zu Tode zu siegen. Bolivien hatte trotz aller schweren Verluste schließlich noch erhebliche Reserven, wenn auch ihm der Frieden nur willkommen sein konnte. Ayala v^d Estigarribia hatten den vollen Ernst der Lage richtig erkannt und zogen einen ehrenvollen Frieden dem gewissen Untergang vor. Man hat auch versucht, die persönliche Ehrenhaftigkeit Ayalas in Zweifel zu ziehen. Es ist bisher nicht der geringste Beweis für Behauptungen solcher Art erbracht worden, andernfalls hätte man sich schon aus rein taktischen Gründen nicht in so völliges Stillschweigen Oer Gast und die perle. Don B. Brandeis ' Nolden kannte ihn seit zehn fuhren: Thomas . $ratt war äußerst liebenswürdig und_ in jeher IS i zuvorkommend Nolden erinnerte sich gerne: an hundert Gelegenheiten, Begegnungen mit Bratt, in größerer Gefellfchaft, auf dem Rennplatz, bei abend- lichem Zusammensein; manchmal auch nur zu dritt Nolden, Bratt und feine junge Frau, nnmer und bei jedem Anlaß hatte sich Bratt als em Men ch gezeigt, der einwandfrei m jeder Hinsicht hanbelte und jenes Maß von Takt befaß, um ohne weit res als vornehm und vertrauenswürdig gelten zu tonnen Zu einer Freundschaft zwischen Nolden und Bratt war es trotz dieser zehn Jahre mcht getont- mpn fei es deshalb — wie Nolden dachte — wen bisher zwstchen ihnen kein ernstes und tieferes Er- um zwei Nischen e”nanbetOt”an^na^e®3ueb^^gen: MPGzMML StoÄ«Me sonne ging um eine hohe Z ^d sinn > „ einem Unter- "«V& 4Cäs.": ein Umstand dessen Nachteil b j$Bir kennen ■ÄÄ"*-* & ®^s war ein Versprechen gewesen von^ Mann sehen im Ve griffe st an . Mädchen öffnete, Staatssekretär General der Flieger Milch übergab in Ostpreußen mit einem feierlichen Akt den verschiedenen Einheiten der Luftwaffe Fahnen. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Paraguay, der Garten Südamerikas. Von unserem Dr. M.I.-Korrespondenten. gekommen ist. Gerade weil in den politischen Ideen, mit denen die heutige Regierung Paraguays ihre Ausgabe zu meistern sucht, manches enthalten ist, was als nationalsozialistisches Gedankengut anzusprechen ist, fehlt es natürlich nicht an Propheten, die von Tag zu Tag das Ende des Regimes Franco als ganz sicher und ganz gewiß bezeichnen. Und an Gegnern fehlt es der Regierung wahrhaftig nicht. Ihr hauptsächlichster und von ihr auch gefurchtet- ster Feind ist die Reaktion. Die neue Regierung ist nicht so sorglos gewesen wie ihre Vorgängerin. Sie hat mit Energie die Anhänger und auch die Nutz- • ' 1 gestürzten Regimes teils verbannt, teils ßer Landes gehen lassen. Einige leben Monate später sitzt der Nationalheld als Staatsgefangener hinter Kerkermauern. Trotz aller Bewunderung für den großen Feldherrn, trotz aller Sympathien für den lauteren Charakter, trotz allen Mitleids mit den Männern, denen die Geschicke des Viele Eltern oder Väter fangen überhaupt nur zu photographieren an, weil sie recht viele nette Erinnerungsbilder von der Jugend ihrer Kinder haben wollen. Die zu schaffen, ist die rechte Zett, wenn der Sommer die Kinder zum Spiel m den Garten oder auf die Straße ruft. Wollen wir unsere Kinder beim winterlichen Spiel oder Zeitvertreib photographieren, so kommen wir selten ohne künstliche Lichtquellen aus. Das heißt aber auch, daß nicht immer sogleich gute, ungezwungene Aufnahmen glücken können. Wer dadurch etwa entmutigt sein sollte, möge gefälligst jetzt Schluß machen mit der dummen Rede, die Kinder „eignen sich nicht" für Bilder der gewollten Art. Ein neuer Versuch unter den ganz anderen Bedingungen des Sommers wird seinen Irrtum richtigstellen. Er muß nur • von vornherein wissen, was er will. Eine Gruppenaufnahme mehrerer Kinder oder „Sie find ein Glücksvogel", antwortete Bratt, gleichzeittg schloß er seine Hand. „Ich weiß gar nicht, wie ich Ihnen danken soll?" Nolden sah Bratt verständnislos an: „Mir danken — für was?" „Für die Perle!" lachte Bratt. „Für meine Perle?" fragte Nolden gedehnt. Bratt versuchte wieder zu lachen. Es gelang ihm kaum. Seine Mundwinkel waren erschlafft und zeigten den starren Ausdruck von gezwungener Heiterkeit. Er klopfte Nolden auf die Schulter. „Ein guter Scherz — Ihre Perle!" Dann riß er sich plötzlich zusammen und tagte vollkommen ernst: „Selbstverständlich gehört die Perle nur mir." „Ich habe sie aber gefunden", sagte Nolden hart. „Ja", erwiderte Bratt, „allerdings, aber in einer Auster, die ich gekauft habe, die mein Eigentum ist. „Ich bin Ihr Gast", sagte Nolden, „Sie haben mir die Auster geschenkt." Wieder lachte Bratt auf, diesmal lag unverkennbar in seiner Stimme ein großer 5)01)11. „ßieber Nolden", sagte er herausfordernd, „Sie dürfen nicht denken, daß ich Sie mit Perlen bewirte, wenn Sie zu mir kommen. Wir kennen uns zwar schon ^Jttein", unterbrach ihn Nolden, „ich lerne Sie erst heute kennen." Dann war es, als versuchte Nolden eine letzte „Ich habe die Perle gefunden — Ihnen hat die Auster gehört — wollen wir doch den Gewinn teilen!" , . , ,, —, „ Bratt stand immer noch an derselben Stelle vor dem Licht. Er ballte die Hand um die Perle noch krampfender zusammen. Abweisend kalt und starr stellte er fest: „Herr Nolden — ich bin nicht m der Sage, Ihnen auch nur eine halbe Perl- vorzu etzem „Dann kann ich ja gehen," jagte Nolden plötzlich. Die Frau hatte bisher starr und wortlos den Streit beider Männer verfolgt. Jetzt trat sie Nolden entgegen: „Bleiben Sie doch, bitte, zum Essen! Zu Bratt gewandt sagte sie: „Ihr hattet doch für nachher etwas vor?!" . ... ... „Danke!" sagte Nolden kühl, „ich danke für beides. Und guten Abend!" Dann ging er. ,. , ., u . Draußen, als das Gartentor hinter ihm zustel, blieb er auf der Straße stehen und atmete hörbar Er "wußte, fein Vermögen war gerettet. Denn > Bratt hatte die Prüfung nicht bestanden. , Die Perle war falsch. „ f , ,, - Nolden hatte die Perle von Hause nutgebracht. AW Wirtschaft organisatorisch zusammenmarschieren und an den Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a.M. Berlin Sronrfurt a. M. Berlin $ranffurt a.M. 7-7 123,5 142,5 150 I 124,9 0 8 28,75 127,5 126,5 14,25 16 117 95,25 97,25 97,25 197,25 6 G 6 8 7 108,65 129,75 132 117 135,75 112 107,65 105,9 129,75 131 115,5 144 134,5 111 105,5 14,5 40,25 15,5 116,25 120 95,25 97,25 97.25 197,25 51,5 87 158 119 123,25 193,5 46,75 392 218 193 52,75 84,5 156 116 123 193,5 46,75 404,5 219 192 141,5 131,5 239 144,65 101,4 28,75 127,4 126,75 180,65 168,4 113,75 131 137,5 32,65 229,5 2,432 41,80 55,36 12,41 16,39 168,53 62,33 63,94 81,04 33,69 106 129,5 131,5 >15,5 135 110,5 105,25 37,5 156 135 159,5 133,75 144,5 136,65 163,5 203,5 143 37,5 156,13 134 159,5 131,5 144,65 132,5 137,65 160,5 204,5 142,25 37,4 156 134,5 159,5 133,75 144 137 162,65 204 149. 108,75 129,5 132 117,13 174 134,65 112 107,65 168 272 113,5 130 138 33 95 230 110,75 51,5 158 118 121,9 124,65 192,75 83,5 46,25 391 218 194 168,13 113,4 130,13 137,9 64,20 81,36 33,83 0 0 0 0 6 4 4 4 12 37 156 134,75 159,5 132 144,25 137,4 160,25 204,5 142,25 14,25 15,4 113,4 95 97 97 196,25 110,25 53 84,5 156 116 121,13 122,75 193,25 83,25 47 409 217,5 191 14,5 43 15,5 112,75 120,75 95 97 97 196,75 Rheinische Elektrizität Rhein. Wests. Elektr. Schuckert & (io...... SiemensL Halske... Lahmeyer & (So..... Ä.E.G. Bekula . 0 . 5 . 5 7y,| war An- mit des Landarbeiters. Gerade das letztere ist für den Landarbeiter von größerer Bedeutung, als mancher nur ahnt. Er ist nun nicht irgendwer, der neben den früheren Arbeitgeberorganisationen der Bauern und Landwirte lediglich als Arbeitsfaktor, als Betriebsmittel nebenher läuft, sondern er steht als g l e i ch - berechtigtes Glied in der Betriebsgemeinschaft selbst und im Reichsnährstand, eben der bäuerlichen Selbstverwaltung! Er entscheidet und gestaltet mit an den großen Dingen des Gesamtberufsstandes und hat neben seinen Pflichten auch Rechte erworben. Schließlich ist in die Beitragsleistung der Landarbeiter nunmehr auch Gerechtigkeit insofern gekommen, als nicht mehr ein T e i l nur zählt, sich die Groschen vom Lohn abspart, um an der Entwicklung seines Berufsstandes mitzuarbeiten, sondern die Lei st ungen sind auf die Gesamtheit der Landarbeiter gleichmäßig verteilt! Früher war es ja so, daß nur ein Teil, meist der aktive, selbstlose Teil die finanzielle Grundlage des Zusammenschlusses trug, während der andere sich fern hielt und lediglich die Erfolge, die Vorteile mitnehmen wollte. Hier wird die neue Beitragspflicht gerade in der Landwirtschaft besondere Genugtuung und Zustimmung finden. So ist die neue Beitragsordnung des Reichsnährstandes für die Gefolgschaftsmitglieder nach allen Seiten abgewogen und klar ausgerichtet. Sie fetzt unter den Aufbau des Reichsnährstandes einen gewissen Schlußstrich, indem nunmehr Bauern, Landwirte und Landarbeiter auch verwaltungsmäßig und 67,50 (67). U. a. notierten: 5proz. Verein. Stahlwerke 98,90, 6proz. IG. Farben 130,50, 5Lproz. Rhein. Hyp.- Liquid. 101,65, 4,5proz. Oesterr. Silberrente 2,60, 4proz. Ungarn Gold 8,95, 4proz. Ungarn-Kronen 2,60, 4proz. Schweiz. Bundesbahn 216, Kronen- Bosnier 7, Commerzbank 95,25, Buderus 108,65, Mannesmann 107,65, Hoesch 117, Rheinstahl 146,50, Verein. Stahl 103,13—103,50, BMW. 139,25, Chem. Albert 126, Daimler 123, Deutsche Erdöl 129,75, Scheideanstalt 272, Licht & Kraft 159,50, IG. Far- den 168, Felten 133,75, Gesfürel 144,50, Holzmann 124,75, Muag 113,40, Metallgesellschaft 138, Moe- Hamburg-Amerika-Paket Hamburg-Südam. Dampfschiff. Rarddeutfcher Lloyd ......... A G. für Verkehrswesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz, und Privat-Bank ... Deutsche Bank und Disconto« Gesellschaft................ Dresdner Bank .......... Reichsbaak ................ Die Beilragsordnung des Reichsnährstandes für dieGefolgschastsmitglieder in bürgerlichen und landwirtschastlichenBetriebea 6,9 10,25 5,65 41,25 10 5,7 42 Mansselver Bergbau .. Kokswerke ........... Rheinische Braunkohlen Nheinstahl........... Vereinigte Stahlwerke. Olavi Minen ........ Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke Salzdetfurth zen- und Roggenstroh drahtgepreht oder gebündelt 2,00. Tendenz: ruhig. Echwememarkt in Nidda. MNidda, 8. Juli. Auf dem heutiaen Schwei- n e m a r k t waren 479 Ferkel und 7 Läuferschweine aufgetrieben. Es kosteten bis zu 6 Wochen alte Ferkel 18 RM., 6—8 Wochen alte Tiere 18 bis 25 RM.. 8—10 Wochen alte 25 bis 30 RM., bis zu 14 Wochen alte Ferkel 35 bis 38 RM. Der Verkauf war rege, es verblieb nur ein geringer Ueberftand. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 9. Juli. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 75 Rinder (6 Ochsen, 6 Bullen, 48 Kühe, 15 Färsen), 893 Kälber, 74 Schafe, 873 Schweine. Es kosteten: Kälber 42 bis 68 Mark, Hämmel 46 bis 48, Schweine 51 bis 57 Mark. — Marktverlauf: Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig, Schweine wurden zugeteilt. Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 580: Die Leipziger Herbstmesse 1936 beginnt am Sonntag, dem 30. August, und schließt am Donnerstag, dem 3. September. — 581: Englische Vorschriften für Mustersendungen. — 582: Anordnung 15 der Ueberwachungsstelle für Bastfasern (Verbot der Herstellung von reinem Jutegarn und reinen Jutegeweben und Beschränkung der Verwendung neuer Jutejäcke für bestimmte Warenarten). — 5 83: Abschluß der Wirtschaftsverhandlungen mit der Schweiz. — 5 8 4: Bekanntmachung KP 161 der Ueberwachungsstelle für unedle Metalle betr. Kurspreise. Schlupf. Mittag« börse 8.7. Schultheis Pahenhofer 4 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O Bemberg................... b 6,7 10,1 5,65 41,13 UM 1 v.H. auf 145,50 erhöht. Im übrigen das Geschäft klein und die Kurse gegen den ang wenig verändert. Fest lagen Schuckert 161,50 nach 160,25, ferner zogen AEG., BMW., AG. für Verkehr und Deutsche Erdöl bis 0,50 v. H. an. Südd. Zucker kamen 4 v. H. höher zur Notiz mit 230,50. Am Kassamarkt Zellstoff Memel ca. 6,8 io 5,55 42,25 ZdR. Als der Reichsnährstand, die bäuerliche Selbstverwaltung, aufgebaut wurde, herrschte von vornherein darüber Klarheit, daß dieser Zusammenschluß alle Menschen, die den deutschen Boden bebauen, umfassen mußte. Bauern, Landwirte und Landarbeiter sind diese Menschen, die den Dienst an der deutschen Scholle leisten, als Erzeuger die erste Verantwortung für die Dolksernäh- rung tragen. Kein Zweifel also, daß auch der Landarbeiter im Rahmen dieser bäuerlichen Selbstverwaltung seine Heimat finden mußte, um hier als gleichberechtigtes Mitglied Rechte, aber auch Pflichten zu übernehmen. Denn der Landarbeiter ist vom Bauern- blut! Er bildet keinen Stand für sich, sondern steht blutsmäßig und auch wirtschaftlich in ewigen Wechselbeziehungen mit denen, die einen Hof ihr Eigen nennen. Von diesen Höfen kamen und kommen die Landarbeiter, zu diesen Höfen sollen die tüchtigsten wieder zurückfinden. Don diesen Erkenntnissen und Grundgesetzen muß man ausgehen, will man die soeben erlassene Bei- tragsordnung des Reichsnährstandes für die Gefolgschaftsmitglieder in bäu'erlichen und landwirtschaftlichen Betrieben sachlich und weltanschaulich richtig beurteilen. Die Verordnung stützt sich auf den § 12 der 1. Verordnung über den vorläufigen Aufbau des Reichsnährstandes vom 8. Dezember 1933 in der Fassung der Verordnung vom 26. April 1935. Danach sind alle Personen, die als Arbeitgeber oder Angestellte in der Landwirtschaft nicht nur vorübergehend gegen Lohn tätig sind, beitragspflichtig. Der Beitrag richtet sich nach der Höhe des auf den Monat entfallenden Arbeitslohnes, und es werden dabei vier Gruppen unterschieden, von denen die erste mit einem Monatsbeitrag von 30 Pfennig bis zu einem Arbeitslohn von 70 Mark gilt, die zweite mit einem Beitrag von 60 Pfennig bei einem Arbeitslohn zwischen 70 und 120 Mark, die dritte mit einem Beitrag von 90 Pfennig bei einem Arbeitslohn zwischen 120 und 150 Mark, schließlich die vierte Gruppe mit einem Beitrag von 1,20 bei einem Arbeitslohn über 150 Mark. Wie wirkt sich diese Regelung in der Praxis aus? Berücksichtigt man, daß von den schätzungsweise 1,8 Millionen ständigen Landarbeitern in Deutschland etwa 1,1 Millionen auf Grund ihrer Einschätzung zu der ersten Gruppe gehören, so beträgt schon für diesen größten Teil her Landarbeiterschaft der Beitrag monatlich nur 30 Pfennig. 0,6 Millionen haben auf Grund der Einschätzung ein Einkommen über 70 Mark und müßten demnach einen Monatsbeitrag von 60 Pfennig leisten. Hier schafft allerdings die Beitraasordnung eine wesentliche Erleichterung, indem sie feftlegt, daß verheiratete Gefolgschaftsmitglieder mit drei und mehr Kindern einen um eine Beitrags- 168,5 271 113,25 130 137,5 .. 6 .. O .. 7 .. O .. 8 .. O .. O .. 9 . 12 . 11 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Zellstoff Waldhof .... Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Ga» ....... Daimler Molaren . ... Deulsche Linoleum ... Orenstetn & Koppel .. Westdeutsche Kaufhof. Chade .............. Accumulatoren-Fabrll Eonti-Gummt....... Elektr. Lieferungsgelellschaft... 6 Licht und Kraft ............. 7 Felten & Guilleaume 4 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 I. G. Färben-Industrie 7 Scheideanstalt...............9 Goldschmidt 6 Rütgerswerke 6 Metallgesellschaft 6 Rumänen bröckelten leicht ab. Auch in der zweiten Börsenstunde blieben Montanwerte auf anhaltende Käufe in Front, die Kurse zogen bei verhältnismäßig lebhaften Umsätzen um weitere 0,25 bis 0,50 v. H. an; Hoesch ,—-.--o ----. 117 nach 116,50, Vereinigte Stahl 102,65 nach 102, nus 90, SchNftg Stempel 74, Schuckert 163 50, Mannesmann 106,65 nach 106, auch Rheinstahl! Aschaffenburger Zellstoff 116, Sudd. Zucker 230, Grihner °| 33,13 Mainkraftwerke Höchst a M.... 41 95,25 Süddeutscher Zucker..... 1O| 226,5 | 57 (I.K. 50,50). Der Rentenmarkt blieb sehr ruhig. Lebhafter waren Ungar. Goldanleihe, die unter Schwankungen 0,13 v. H. zurückgewannen. Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen blieben unverändert, Liquidationspfandbriefe gaben teilweise bis 0,25 v. H. nach. Von Stadtanleihen 4Ve v. H. Darmstadt von 1926 nach Pause 91,50 (92,50). Der Freioerkehr brachte nur geringe Veränderungen, etwas niedriger Adlerwerke Kleyer mit 110 (110,75), dagegen Kali Wintershall 126 (125,25). Tagesgeld wieder 2,50 v. H. Abendbörse fest. Die Abendbörse brachte am Aktienmarkt weitere Befestigungen, insbesondere für einige Montanwerte, ferner für Schuckert, Gesfürel und AG. für Verkehrswesen. In vorgenannten Werten war der Umsatz recht lebhaft, im übrigen herrschte ziemliche Geschäftsstille bei voll behaupteten Kursen im Vergleich zum Berliner Schluß. Der Renten- markt blieb vernachlässigt. Feste Haltung zeigten Dalutapapiere; 4proz. Schweiz. Bundesbahn 216 (211), 3,5proz. dto. ca. 207 (gestern 199), Ehade A—C ca. 412 (409). Die kleinen Werte waren ebenfalls fest, Kronen-Bosmer 7 (6,70), 4proz. Ungarn- Kronen 2,60 (2,50), später bis 2,70 und 4,20proz. Oesterreich. Silberrente 2,60 (2,40). Am Kassamarkt erhöhten sich Schriftg. Stempel auf 74 (73), Ehern. Albert auf 126 (125,50) und Faber & Schleicher auf AG. für Verkehrswesen 116,75—117,50, Reichsbahn- Vorzugsaktien 123,13. Frankfurter Pferdeniarkt. Frankfurt a. TO., 8. Juli. Auf dem Frank- furter Pferdemarkt standen etwa über 200 Pferde aller Gattungen zum Verkauf. Die Zahl der Interessenten war diesmal geringer und bestand in der Hauptsache aus Großhändlern, welche ohne ein bis zwei Waggon Tiere zu kaufen den Markt nicht verlassen. Die geforderten und gezahlten Preise waren ungefähr die gleichen wie beim letzten Markt. Der Höhepunkt scheint für dieses Jahr überschritten, die Preise neigen eher etwas nach unten. Ein Paar gute mittelschwere Hunsrücker Arbeitspferde waren z. B. für 2000 bis 2200 Mark zu haben. Schlachtpferde wurden ebenfalls billiger gehandelt, was auf den verminderten Bedarf in den Sommermonaten zurückzuführen ist. Der nächste Pferdemarkt findet am 18. August statt. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 8. Juli. Es notierten in Mark (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 kg): Weizen W 13 217, W 16 220, W 19 224, W 20 226, Roggen R12 180, R15 183, R18 187, R19 189 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Hafer 186 bis 190. Weizenmehl Type 790 W 13 28,75, W 16 29,00, W 19 29,00, W 20 29,35, Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mk. Fracht- Ausgleich. Weizenfuttermehl 13,20 bis 13,50. Weizenkleie W13 10,65, W 16 10,80, W 19 11,00, W 20 11,10, Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Treber 15,00 bis 15,25, Heu 4,00 neue Ernte. Wei- Nbein-Mainische Börse. TNittagsbörfe: Ueberwiegend fester. Frankfurt a. M., 8. Juli. Die Börse begann zunächst infolge des kleinen Auftragseinganges in sehr stiller und am Aktienmarkt wieder m uneinheitlicher HaUung. Nach den ersten Kursen wurde das Geschäft aber etwas lebhafter und die Tendenz überwiegend fester. Im Vordergrund standen Montanaktien, in denen sich auf angebliche Käufe der rheinischen Industrie lebhafte Umsätze abwickelten. Insbesondere Hoesch, Klöckner- werke, Mannesmann und Vereinigte Stahlwerke begegneten lebhafter Nachftage und erzielten Erhöhungen von 0,50 bis 1 v. H., die sich später meist um weitere 0,25 bis 0,50 v. H. ausdehnten. Rheinstahl eröffneten dagegen 0,75 v.H. und Har- pener 0,25 v.H. leichter. Auf den übrigen Marktgebieten schwankten die Kurse nach beiden Seiten bis zu 1 v. H. Zellstoffwerte erfuhren nach dem starken Anstieg der beiden letzten Tage bei sehr klein gewordenen Umsätzen einen leichten Rückschlag; Aschaffenburger 116,90 (119), Waldhof 157 bis 156,50 (158); Zellstoff Memel waren am Kassamarkt aber noch höher gesucht. Von chemischen Werten setzten IG. §arben 0,75 v. H. schwächer ein, waren aber später mäßig erholt, Scheideanstalt gewannen 1 v. Sy, Deutsche Erdöl unverändert 129,50. Elektroaktien wurden vernachlässigt und lagen meist mäßig niedriger, Siemens etwas mehr mit minus 1 v. H. Maschinen- und Motorenaktien lagen bei Veränderungen von 0,50 bis 1 v. H. uneinheitlich, von Metallwerten Rhein- metall-Borsig minus 0,25 d. Sy, dagegen Metallgesellschaft plus 1 d. Sy Von Einzelwerten lagen Reichsbank-Anteile 1 d. Sy, AG. für Verkehr 1,40 d. Sy, Kunstseide AKU. 0,50 d. Sy und Deutsche Linoleum 0,25 d. Sy höher, andererseits Holzmann und Westdeutsche Kaufhof bis 0,50 d. Sy schwacher. Am Rentenmarkt dauerte die Geschafts- stille fort. Altbesitz verloren 0,13 v.H., wahrend Kommunal-Umschuldung bis zu 88,20 behauptet blieben und größere Umsätze hatten. Don Auslandsrenten blieben Ungarn, Mexikaner behauptet, nahmeftandpunktes im Rahmev des Möglichen beeinflußt worden sein. Notwendig ist in vielen Fällen, daß der Hintergrund soweit deutlich sichtbar ist, um den Sinn und Zusammenhang des Bildes zu erklären. Das ist zumal für die Reisezeit von Bedeutung. Spielen die Kinder beispielsweise am Strand, so soll an wenigen geschickt gewählten Einzelheiten erkennbar sein, daß es nicht nur der Sandhaufen des heimatlichen Spielplatzes ist. Erkennbar soll auch immer sein, was die Kinder spielen. Ein Kind, das nur läuft, kann später beim Betrachter des Bildes fast niemals zwingend den Eindruck erwecken, das es sich um ein Fangspiel gehandelt hat. Es müssen also immer, soweit es sich um Gruppen handelt, soviel Kinder im Bilde sein, wie zum sofortigen Verstehen des Zusammenhanges notwendig sind. Dabei ist es für die Bildwirkung nicht einmal immer notwendig, daß nun alle gestochen scharf sind. Ost genügt die Andeutung ebenso wie bei Spielgeräten, etwa einen Ball oder hochgeworfenen Ring. Wichtig ist nur, daß das Kind im Bilde unverkennbar ballspielt ober der- gleichen, und nicht wirkt, als stünde es nur da und schaute vielleicht nach einem Flieger ... Vom Maler und vom Photographen verlangt man in dieser Hinsicht mehr Vollständigkeit des Bildinhaltes, während der Plastiker eine Bowe- gungsstudie geben und dabei auf manches Drum und Dran verzichten darf (und in vielen Fällen sogar verzichten muß). Aus obiger Warnung, bestimmte Bewegungsoder Spielphasen „stellen" zu wollen, ergibt sich die weitere, möglichst keine fremde Aufnahmen nachzuahmen, weil sie uns gefielen. Soviel eigene Ideen oder soviel Beobachtungsgabe muß schon jeder haben, mag es sich nun um eigene oder fremde Kinder handeln, daß er selbst im kindlichen Spiel die geeigneten Bildmomente entdeckt. Außerdem gilt auch hier das Wort, daß eines sich nicht für alle schickt, daß bei einem Kinde plump und ungeschickt wirken kann, was beim anderen graziös und gefällig wirkte. Diese Worte dürfen nun nicht falsch aufgefa&t werden. Wir wollen nicht immer nur Grazie, obwohl angeborene Grazie etwas sehr Schönes ist. Wir dürfen durchaus auch Ungeschick ober Tolpatschigkeit im Kinberbild haben, wenn sie nur echt sind. Aber das Kinb muß spielen unb nicht — schauspielern. Banknoten. G>ld börsc 8.7. klasse niedrigeren Beitrag zu entrichten haben. Auch für diese beträgt der Monatsbeitrag „ . , „ . nur 30 Pfennige! Gerade dieser Teil der Derord- großen Ausgaben des Nährstandes des Reiches mit« nung erfaßt noch einmal einen außerodentlich star-1 arbeiten. »rief' 2,452 41,96 55,58 12,45 16,45 169,21 62,57 ober Onkel die nettesten Aufnahmen spielenber Kin- der überraschenb machen kann, braucht nicht mehr begründet zu werben. Selbst mit ben billigen Apparaten ist das schon möglich, obwohl deren „Moment" meist ziemlich lang ist, nämlich etwa Vso Sekunde. Denn ein gewisses Maß von Ruhe des Photographierenden gehört eben doch baw. Die meisten verlassen sich zu sehr auf den Begriff „Moment" unb wissen nicht, baß selbst so kurze Mo- mente wie Vso Sekunbe verrissene Bilder ergeben können, wenn ber Photographierenbe ^gar zu aufgeregt war. Ganz allgemein ist Vioo Sekunbe vor- zuziehen, bei raschen Laus-, Spring- ober Wurf« vewegungen ist selbst bas noch zu „lang", wenn wir nicht einen Abstand von unserem Kin- d e r m o t i v haben, der mindestens fünf Meter beträgt. Wählen wir diesen und knipsen rasche Be- roegungen im spitzen Winkel zur Bewegungsrichtung, so können wir auch mit Vioo Sekunbe brauchbare Bilder erhalten. Vergrößern werden wir ste allerdings im Ausschnitt müssen. Bester, im allgemeinen keinen Versuch des Heran- furschens unb ber Uebcrrumpelung zu riskieren, andern sich vernünftig mit den Kindern über die geplante Aufnahme zu unterhalten, einen geeigneten Standpunkt zu wählen unb bann — gedul - big z u warten. Denn es dauert je nack Temperament und Anteilnahme des Kindes verschieden lange, bis es wieder vergessen hat, daß es photographiert werden soll, oder bis es wenigstens vom Spiel wieder in erster Linie gefesselt ist und nicht mehr ausschließlich an das Photographieren denkt. Der größte Fehler ist, einem Kinde in irgendeiner Bewegungsphase des Spielens zuzurufen, in dieser Stellung möge es einmal bleiben, oder gar, die eben innegehabte Stellung möge es einmal wiederholen. Das wirkt immer steif. Wir müssen statt dessen, nachdem dem Kinde wegen der Tiefenschärfe ein gewisser begrenzter Platz zum Spielen angewiesen ist, sofort zu knipsen bereit sein, wenn uns der Augenblick günstig scheint. Umwelt, Hintergrund, Beleuchtung usw. müssen vorher bedacht und eventuell durch richtige Wahl des Auf- oder ähnliches Spielzeug in die Hand gegeben wurde, damit das Bild „natürlich" wirke. Wir stellen heute ganz andere Bedingungen an ein Bild, das wir als natürlich empfinden sollen. Daß bei einigermaßen heller Sonne der Vater Schloß. Mittag- börse 8.7. 141,75 131,5 238 146 102,9 29 126,5 128 180 ken Anteil der 0,6 Million der zweiten Beitragsklasse, denn es ist bekannt, daß die Landarbeiter- amilien zu den Kinderreichsten überhaupt gehören und hier im Durchschnitt eine Kinderzahl von 4,5 estgestellt worben ist. Ja, es gibt Bezirke, in denen )er Durchschnitt weit darüber liegt. Daraus ergibt ich für die Gesamtbeurteilung der Beitragszahlung )ie Tatsache, daß gerade mit Rücksicht auf die Ein- kommensverhältnisse der Landarbeiterschaft der Beitrag für den weitaus überwiegenden Teil monatlich 30 Pfennig beträgt. Für die höheren Gruppen 3 und 4 kommen praktisch überhaupt nur 0,1 Million in Betracht. Die Beitragsleistung des Landarbeiters für den Reichsnährstand bildet die Grundlage für die Fortentwicklung, den Aufstieg des gesamten Standes. Was dadurch dem Reichsnährstand zur Verfügung sieht, kommt dem Landarbeiter selbst wieder zu Gute durch Vervollkommnung ber fachlichen Ausbildung, burch geistige Schulung, durch Förderung des Landarbeiterwohnungsbaues, durch Landarbeiter-Urlaubsaustausch, durch Vergünstigung bei Gemeinschaftsfahrten, durch Sicherung seiner Arbeitsstelle, durch Sicherung des Absatzes seines Deputates, Garten- und Felderzeugnisse auf der Grundlage der Festpreise unb schließlich durch die Wiedergewinnung der Berufsehre Datum 4% oesgt. Serie n 5% Romän. vereinh. Rente v. 1903 4-/2 %Rumän.vereinh.Rentev.1913 4% Rumänische vercinh. Rente . 2 y4% Anatolier .............. Schlußf. Abend« börsc 8.7. 141,5 238 146,5 103,5 29 126,5 126,5 180 Philipp Hol, mann 4 Zementwerk Heidelberg 7 Cementwerk Karlstadt.........6| Schluß« fürs 7-7. 124,75 1 123,5 1 142,75 - 1501 -| । Schluß« I furd Datum | 7 7. ..... 6 yt \ 141,9 ....... 6 — 12 240 ....... 4 145,25 8 y, 101,25 w 1« BuderuS < Deutsche Erdöl 4 Harpener................. 2’/2 Hoesch Elfen—Köln-Neuessen .. 3 Alse Bergbau ...............6 Ilse Bergbau Genüsse 6 Klöcknerwerke ............... 8 MmmeSmann-Röhren 0 Schluß« furd 7.7. Berlin,8. 5uH Amertlamiche ‘Jtuien Belgische Noten.................. Dänische Noten Englische Noten Französische Noten Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, it 100 Schilling Rumänische Noten......... Schwedische Noten .... Schweizer Noten Spanische Noten Ungarische Noten Frankfurt a. M. Berlin Schloß« furd Schluß!. Abend- börse Schluß« furd Schloßt. Mittag« börse Datum 7-7 8-7. 77 8.7- 5% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 101,4 101,4 101,4 101,25 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 97,25 97,25 97,25 97,25 6y»% Doung-Anleihe von 1930 . Deutsche Anl^Ablüs.-Schuid mit 101,75 102 112,5 102 112,65 102 112,6 Auslos.-Rechten ............ 4yt°/0 Deutsche Reichspostschatzan 112,65 100 100,1 100,1 Weisungen von 1934, 1....... 4y9% efym. 8% Hessischer Bolls- ftaat 1929 (rückzahtb. 102%) ... 100 98,75 98,75 98,75 98,75 454% ehem.8% Hessische Landes bant Darmstadt Goto N. 12... 97 97 97 5%% ehem. 4-/,% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstavtLiau 4'/,% ehem. 8% Darm st. Komm Landesb.Goldichuldverschr. R.'i 101 100,75 — — 93,5 93,5 —— — Oberhessen Provinz-Anleihe mii Auslos.-Rechten ............ 123 123 •— — Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4%% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl 119,65 119,65 119,75 119,5 Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 5y,% ehem. 4-4% Franks. Hyp. 97 97 — 101,13 101,1 _ ■■■ 5y2% ehem. 4-/,% Rheinische 101,5 Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpfe. ... 4*4% ehem. 8% Pr. Landespfandbriefanstalt, Pfandbriefe R. 19 101,65 101,65 101,5 97,5 97,5 97,5 97,5 454% ebcm. 7% Pr. Landespfano briefanst., Gold Komm. £bl. 20 95 95 95 95 Steuergutich.Berrechnungsk. 34-38 109,5 109,5 109,5 109,5 4% Oesierreichische Goldrente... 4,20% Oesierreichische SUberrente 2,4 2,6 45 2,4 30 2,55 8,85 8,95 8,8 9,2 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4t/o/ von 1913.......... 8,5 8,6 8,5 8,6 8,5 14,4 8,65 8,7 8,9 6% abgest. Goldmerikoner von 9t 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe 14,25 14,25 14,2 Serie ...................... w* 7-Juli 8 3u i Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Brief Geld | Brie' Buenos Aue 0,668 0,672 0,673 0,677 Brüssel .... 41,94 42,02 41,93 42,01 Rio de Jan. 0,140 0,142 0,140 0,142 Sosta..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen 55,56 55,68 55,56 55,68 Danzig .... 46,80 46,90 46,80 46,90 London.... 12,445 12,475 12,445 12,475 HelsingsorS.. 5,485 5,495 5,485 5,495 Paris ..... 16,44 16,48 16,44 16,48 Holland ... 169,06 169,40 168,95 169,29 Italien.... 19,63 19,67 19,53 19,57 Japan...... 0,727 0,729 0,726 0,728 Jugoslawien 5,654 5,666 5,654 5,666 Oslo..... : 62,55 62,67 62,54 62,66 Wien....... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon.... 11,31 11,33 11,305 11,325 Stockholm... 64,16 64,28 64,16 64,28 Schweiz ... 81,22 81,38 81,22 81,38 Spanien... 34,05 34,11 34,03 34,09 Prag...... 10,30 10,32 10,30 10,32 Budapest .. — —— — — Neuyork ... 2,479 2.483 2,480 2,484 t & "Xi MU N 'ODD- W . x ; 4- KT:. < ;, z * , , ■>i >' ’ . C:' < tä& .i J,7 , i VVk& M *H ■-^;v'7Aw . "'■ ivksur^. ^T^L. »des Betrieben. ifen Beitrags. Landarbeiter. i)Qiipt gehören ! rM von 4,5 ^e, in denen '• Daraus ergibt i1 ^itiagsznhiunq ht auf die Ein- I; '^terfchaft der < i inben Teil mo= ' höheren Grup. "i rhaupt nur 0,1 1 Liters für den j >e für die Fort- 1 unten Standes. | zur Verfügung J rselbstwie- I nung der fach. :- Schulung, durch | agsbaues, durch || h Vergünstigung j| Sicherung feiner H Absatzes feines: igniffe auf der i schließlich durch 11 Berufsehre [ jtere ist für den ! ing, als mancher r, der neben den )er Lauern und . als Mriebe- t)t als qte/dj' Letritbsge- Neichsnahr- stoerwaltung! Er n großen Dingen lt neben seinen iftung der Land- igfeit insofern ;eil nur zahlt, art, um an der lihuatbeiten, son- auf die Ge- er gleichma- . ja so, daß nur le Teil die finan- lusses trug, wah. i lediglich die Er ollte. 5)ier mirti Landwirt- nb Zustimmung des NeichsnM. lieber nach allen ss-tf "des Reiches nut- ?r l. 3« K®8 k' !in Ittt ' Nen7 48^°ten: Ibe'^eine d»' ^Qmmcl Öen öugeteilt. et ließen ibilm=lfe 1936 7 «1: Eng- gen. - coj. I« w ^‘WMtung L$l*fts. .V.; Hnnt. 5ftele für un. Hr. 158 Drittes Blatt Donnerstag, 9. Juli 1936 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Deutschlands junge Künstler im Zeltlager lande zur Erinnerung an den großen Aufbruch der | Nation gepflanzt worden find, haben den Beweis dafür genügend erbracht. Gießener Vertreter I bei der Ilughafenweihe in Frankfurt. Aus der Provinzialhauptstadt die alten oder oder oder und b°d 'n lää von der Scheune getrennt, noch über dem Sollte der geneigte Leser an dte er Stelle oen -au-. ä taftS s srjwsÄ H°u" hemm llnd oben Illrch erhebliches E-wtnkel, darüber aufgeklärt hat. „Am Brunnen vor dem Tore, da steht ein Lindenbaum..." „Es steht ein Lind in jenem Tal, ach Gott, was tut sie da ..." „Unter der Linden, an der Heide, wo ich mit meinem Trauten faß. Gelernt ist gelernt! Von Ernst W. Ireihler. Straußenfarm hatte. Diese drei gehen morgen mit dem Dampfer „Ambriz" nach Loanda und von dort zum Zoologischen Garten nach Lissabon. Da fällt mir eine Geschichte mit Straußen ein, die ich dir unbedingt erzählen muß: es war eigentlich eine sehr gefährliche Sache. Also hör zu!" Er stopfte mit dem kleinen Finger die kokelnde Asche in der Pfeife fest, sog einigemal puffend und fuhr dann fort: „Damals war ich Sprengmeister in dem Bergwerk ,Bahnpunkt 344' hinten in der fast baumlosen Sandsteppe. Es war eigentlich nur ein viereckiges Loch, dieses Bergwerk: die Sohle 1 lag nur vierzehn Meter tief, dann kamen Sohle 2 und 3. Alles war Fels. Es mußte immer mit Dynamit gesprengt werden. Ich hatte vier Kisten Dynamit von Du Dont und eine kleine Eisenkiste mit Sprengkapseln. Da haben wir manchmal Spaß bei den Sprengungen gehabt. Wenn ich unten die Zündschnur'ansteckte und rief: „Alles raus! , dann kamen immer zwei oder drei von den faulen Negern, die nicht schnell genug kletterten, von der Plattform der Sohle 1 mit dem Luftdruck herausgeflogen rote So sehen wir, daß die Linde nicht nur ein Lieblingsbaum des deutschen Volkes ist, sondern infolge ihrer vielseitigen Berroendbarkeit schon von jeher allgemeine Beachtung gefunden hat. Möge sie uns hinfort sein und bleiben, was sie unseren Vätern war. Denn in ihr spiegelt sich nicht nur ein beträchtlicher Teil deutscher Sitte, sondern auch deutscher Eigenart und deutschen Lebens, und wo man ihrer vergessen haben sollte, da muß sie wieder zu Ehren und zur Geltung kommen. Die letzten Jahre, in denen junge Linden überall im deutschen Vater- Zu der Weihe des Weltflughafens Rhein-Main am gestrigen Mittwochnachmittag waren auch von Gießen verschiedene Vertreter der Behörden erschienen. Unter den Ehrengästen sah man Oberbürgermeister Ritter, der auch in seiner neuen Eigenschaft als Leiter des Fremdenverkehrsverbandes Rhein-Main anwesend war. Ferner sah man Kreisdirektor Dr. Lotz, Provinzialrat Vogt, den Ratsherrn Walter, den Intendanten unseres Stadttheaters Schultze-Griesheim und verschiedene andere Herren. VerkaufamGautag derNSOAp.1936 Unter der blühenden Linde. 2)U Lindenbcmme stehen nieder in voller Blüte. Ihr berauschender Duft erfüllt die Luft mit köstlichem Wohlgeruch. Wie ergötzend ist es, an den warmen Sommerabenden unter ihnen zu verweilen und den erquickenden Balsam einzuatmen. In der Abendämmerung flimmert plötzlich ein Leuchtkäfer- chen auf, einem wandelnden Funken vergleichbar. Es verschwindet; an einer anderen Stelle taucht es wieder auf. Wenn wir unter den mächtigen Lindenveteranen mit ihrem schweren, weit ausholenden Geäst rasten, jo werden wir im Geiste in frühere Zeiten versetzt, in denen unsere Altvordern in voller Rüstung sich dort zur ernsten Arbeit zusammenfanden, um in irgendeiner Angelegenheit zu Gericht zu sitzen und Recht zu sprechen. In manch alter Urkunde finden wir heute noch die Aufzeichnung, die mit den Worten beginnt: „Gegeben unter der Linde am...." Fern- und auch Rechtslinden sind Namen, die sich für Jahrhunderte alte Lindenbäume bis auf den heutigen Tag erhalten haben. Zweifellos ist die Linde ein echt deutscher Baum von jeher gewesen, und sie darf als ein Liebling des naturfreundlichen deutschen Volkes auch hinfort bezeichnet werden. Keine Burg, keine Stadt, kein Dorf war früher ohne eine mächtige, weitschattige Linde denkbar. Neben dem Eichbaum wurde sie mit Vorliebe nach siegreichen Kriegen als Friedenslinde Überall gepflanzt, und die uralten Lindenbäume, die die Ruinen so manch zerfallener Burg Überschatten, legen noch heute Zeugnis ab von dem einstigen Glanz und der Herrlichkeit. Linden m ihrer ewig-jungfrischen Blütenfülle künden uns auf Friedhöfen in Stadt und Land, bei Kirchen und Kapellen, an Dorfbrunnen und Weihern von dem Wandel der Zeiten. Denn viel Freud und Leid ist unter ihrer einladenden Krone ausgetauscht worden. Heute noch findet sich die Jugend an Sommer- abenden, wenn sie von der schweren Arbeit aus- Und dann begann der Strauß zu fliegen, vielmehr das, was von dem Strauß noch übrig war. Der lange Hals mit dem Kopf und die Beine stiegen so hoch, daß ich sie nie mehr wiedergesehen habe, und die Federn sind sicher bis nach Kapstadt geflogen. Und da, wo den Vogel die Kugel traf, war ein Loch in der Erde, in das man ein Haus hätte stellen können!" „Na, Perry, nun hör aber auf mit dem Haus! So schlimm wird es wohl nicht gewesen sein." „Was!? Noch viel schlimmer, ich war doch selbst dabei! Aber nun gib mal 'ne neue Pulle Whisky, dann werde ich dir von einer anderen Sprengung erzählen, daß du staunen wirst." „No! Es ist schon gut. Ich staune so schon genug. Geh lieber hinab in die Koje und leg dich schlafen." Piet Hein. „Ein Vöglein fang im Lindenbaum in lauer Sommernacht..." war groß. Sollte der geneigte Leser an dieser Stelle den Aus« NSG. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß zum Gautag der NSDAP, nur d i e Verkäufer zu- gelassen werden, die eine Verkaufsbescheinigung der Deutschen Arbeitsfront haben. Die Karte ist sichtbar zu tragen. Es darf jeder Verkäufer nur'die Waren verkaufen, die auf der Karte vermerkt sind. Die Ausweise sind bei der Wirtschaftsgruppe ambulantes Gewerbe, Frankfurt a. M., Kronprinzen- ftrahe 41, gegen eine Gebühr von 3.— Mark zu haben. Verkäufer, die ohne diese Karte angetroffen werden, werden rücksichtslos von der Straße entfernt und bestraft. Oie Zehntage-Wettervorhersage für die Zeit vom 9. bis 18. Juli. Herausgegeben von der Forschungsstelle für langfristige Witterungsvorhersage des Reichsamtes für Wetterdienst am 8. Juli, abends. Die vorausgesagte Unterbrechung des leicht unbeständigen Westwetters durch einige schönere und recht warme Tage ist in einem großen Teil Deutschlands, vor allem in der Osthälfte des Reiches, eingetreten. Das Westwetter hat neuerdings wieder _____ verschiedene andere mehr erschallen. Bei fröhlichem Tanz und lustigem Reigen, jauchzend und musizierend, schwingen die Burschen ihre Dorf- jchönen. An Sonntagnachmittagen sind die Sitze der Lindenbank, die schon seit Menschengedenken zuletzt über ein Treppchen, das schon mehr eine Hühnerleiter war, hinauf- oder heruntergetragen werden. Dabei merkte ich sehr scknell, daß mir das rechte Zeug zum Sackträger fehlte. Und von da war es nur ein Schritt zu dem Kolumbusei, in die Giebelwand des Schüttbodens eine Türe zu sägen, an einem Stützbalken eine Seilrolle hinausbaumeln zu lassen und alle Lasten von da an mit Seilaufzug zu befördern. Das war im Frühsommer. Die Gerste kam herein, Korn und Weizen, endlich der Hafer, und die Einrichtung bewährte sich großartig. Ich war durchaus nicht abgeneigt, mich für einen ausgepichten Sapperment zu halten, der ein Ding wohl zu drehen verstand. Leider war es mir nicht gegönnt, diese gute Meinung ungetrübt zu bewahren. Als im Oktober unser Mehlvorrat aufgebraucht war, und einige Säcke Korn und Weizen zur Mühle sollten, hatte 'ich zum ersten Mal Gelegenheit, den Auszug nach abwärts zu betätigen. Hinauf hatte ich immer nur einen Zentnersack gezogen, da es nun aber hinunter gehen sollte, bergab sozusagen, blies mir der Teufel den Gedanken ein, daß dabei die Last wohl größer genommen werden könnte? Und mein sonst so messerscharfer Verstand ließ sich ein- lullen und sagte mir nicht' — Genug! Als ich die zwei Zentnersacke mit dem Fuß über den Türrand hinausgezogen hatte, geschah das Unausbleibliche: sie sausten zur Tiefe und rissen mich, der, mit damals etwa hundertsechzig Pfund, am andern Seilende hing, mit der ganzen Gewalt eines Naturgesetzes hoch. Sobald ich mit dem Kopf gegen die Deckenbalken stieß, begriff ich meinen physikalischen Denkfehler allerdings sofort, lockerte den Griff meiner Hände, die von dem gleitenden Seil leicht angesengt waren, und kam in elegantem Aufsprung zu Boden. Unten am Hause erhob sich ein Stimmaufwand: wie ich feststellen mußte, hatte die niederstürzende Last, der führenden Hand beraubt, einen jungen Kirschbaum geknickt, dieser aber im Sterben die beiden Säcke aufgeschlitzt, so daß nun Korn und Weizen — wer hätte denken können, daß das Nebeneinander so enden würde! — gut gemengt den Boden bedeckten. Mein Hinweis, daß die Schatten- morelle ja ohnehin schon abgeerntet, und die Fruchte eingekocht seien, drang nicht durch. Der Jammer r* V lieht sich y in der Welt um. V Er lernt viel und spare tüchtig. So kommt er bald zu einem eigenen Geschäft, viel hält er auf gute Ware. Oeshalb verkauft er besonders gern Or. Oetker's Puddingpulver und Backpulver,Mackin" mit dem „hellen Kopf". Da» — schafft treue Kündens Achtung- ousschaelüent preksaulgabe I ruht, an der knorrigen Dorflinde ein und läßt Volksweisen: Sin neues Werk des Gießener Ehrendoktors 0r. h. c. Alfred von Wegerer. Von der Pressestelle der Universität Gießen wird uns mitgeteilt: Jrn Jahre 1928 hat die philosophische Fakultät der hessischen Landesuniversität den verdienten Geschichtsforscher und Herausgeber der Berliner Monatshefte, Major a. D. Alfredvon Wegerer, zu ihrem Ehrendoktor ernannt auf Grund, wie es im Ehrendiplom hieß, seiner außerordentlichen Verdienste um die „Aufhellung eines der größten Probleme der Geschichtsforschung, der Kriegsschuldfrage". Dieser seiner Lebensaufgabe dient auch das kürzlich erschienene neueste Werk Alfred v. W e g e- r e r s „Im Kampf gegen die Kriegsschuldlüge", das sein Verfasser zum Dank für die einst verliehene Würde der Ludwigsuniversität Gießen gewidmet hat. Von den über 300 Zeitungs- und Zeitschriftenaufsätzen, die der unentwegte Vorkämpfer gegen die Grundthese von Versailles im Laufe der letzten 17 Jahre geschrieben hat, sind etwa 30 in dem vorliegenden Bande gesammelt. Sie geben ein lebendiges Bild, an welchen Punkten Wegerer mit seinen Forschungen eingesetzt hat, um die Weltöffentlichkeit aufzuklären über die wahren Verantwortlichen des großen Krieges. Ohne die Fehler und Versäumnisse der deutschen und der österreichischen Vor- kriegsdiplomatie zu verschleiern, deckt Wegerer vor allem in der groß-serbischen Nationalistenbewegung und in der des französischen Bündnisses allzu sicheren russischen Kriegspartei die Hauptschuldigen der Julikrise 1914 auf. Mit Recht sieht der Verfasser nach wie vor eine wichtige Aufgabe der deutschen Wissenschaft darin, die unhaltbare und nur dem I Haß entsprungene These von der Alleinschuld Zahlreiche junge Künstler trafen aus dem ganzen Reich in einem Reichskulturlager in der Nähe von Heidelberg zusammen, in dem sie bis zum 16. Juli weilen werden. — (Presse-Bild-Zentrale-M.) Sektkorken. — ,,.,, . , Aber ich wollte ja die Geschichte von dem Strauß erzählen. Also eines schönen Morgens hatte ich vierzehn Stücke Dynamit fertiggemacht, schon mit der Hand geformt und in jedes Stuck eine Zun^ kapsel tief 'hineinqesteckt. Diese Patronen hatte ich dann fein nebeneinander auf die niedrige DUmer aelegt um die richtigen Längen von der Zündschnur abzuschneiden. Und'als ich damit fertig war, ging ich hin und — was denkst du!? — alle vierzehn Dynamitpatronen waren weg! Ich rief ben in der Nähe Sand schaufelnden Neger Kimbungu an. He du dreckiger Huambo! Hast du die Dynamit- der Hand in- Feld und sagte: „Nein, Herr, ich nicht! Aber der Strauß da! " Und da stand wahrhaftig einer der zahmen Strauße des Buren Marlspiek mit dick angeschwollenem Bauch: ich sah gerade noch, wie die letzte Dynamitpatrone durch seinen langen Hals rutschte. Wenn du es nicht wissen solltest: Strauße fressen nämlich alles, was sie erwischen können mit Ausnahme von Kirchen, Dampfschiffen und sonstigen ^Di7 Gesahst'war groß, denn e- war °u-g°r°ch- net der zahmste Strauß von Marlspiek. Und jetzt kam er sogar näher.. Wahrscheinlich hatten chm Me Dinger o gut geschmeckt, daß er noch mehr suchte. Da bekam ich es doch mit der Angs zu un -ich nahm meine Winchesterbuchse, zielte lange und genau direkt auf den dicken Bauch des Tieres und drückte ab. Es gab einen Krach, als ob das Linienschiff .Washington' eine Breitseite abgefeuert hatte. Sturm und Wetter getrotzt hat, von benachbarten Bauersleuten belagert. Nicht nur die Erwachsenen, sondern auch die Kinder wissen schon die Linde, vielmehr ihre Blüten, als Heilpflanze zu würdigen und zu schätzen. Ein aus lufttrockenen Blüten hergerichteter Tee wirkt gegen viele Krankheiten. Nicht jedem Freund dieses Lees ist bekannt, daß der Wohlgeschmack durch eine Kognak- oder Rumbeigabe wesentlich erhöht werden kann. Kopfschmerzen sollen nachlassen, wenn man nach einer alten Ueberüeferung Lindenblätter um die Stirne legt. Längst hat man in der Arznei- kunde der Bedeutung des Lindenhonigs, den tausende Bienchen aus den Millionen duftenden Blüten heimholen, die nötige Beachtung geschenkt. Geradezu überraschend erscheint seine losende Wirkung bei Husten, Heiserkeit und Verschleimung. Lindenfrüchte dienen zur Bereitung eines dem Mandelöl ähnlichen Oeles. Aus dem Holz werden Holzkohlen hergestellt oder es dient Schnitzern und Bildhauern als willkommenes Material.__________ In einer Unzahl von Romanen ist von Stadtmenschen zu lesen, die aufs Land zurückgefunden haben, von Malern, Musikern und Schreibern aller Art — nur wiederholt sich da allermeistens eine Lücke: Die Gründe der Stadtflucht sind überzeugend geschildert, und die ungeheuere Freude über das Leben auf eigener Scholle nicht minder — aber die Zwischenstufe fehlt oder findet sich doch nur andeutungsweise. Gestern Konzertgeiger und morgen Ackersmann hinter dem Ochsengespann — nein, so einfach ist es nicht. Für alle, die sich zu einer regelrechten Schule nicht entschließen konnten, liegt eine Lehrzeit dazwischen, in der so mancher, der doch als Jäger, Fischer oder Bergsteiger wer weiß wie enge Naturverbundenheit mitzubringen glaubte, sich angestellt hat wie der tote Hund zum... Bellen mit Verlaub, ach ja. Daher wohl das schamhafte Hm- weggleiten über die ersten Gehversuche. Und darum sei hier eine Erinnerung dieser Art zu Nutz und Frommen aller ähnlich Beflissenen ausgezeichnet. Das Bauernhäuschen, das wir zu Beginn der Inflation erwarben, war in einen Hang hmemgebaut, o daß man unten zu ebener Erde f^nem innen die Treppe hoch und im Oberstock zur Hintertür wieder zu ebener Erde hinausgehen konnte; ganz lustig soweit, aber nicht recht bequem, denn der Schutt- Dornotizen. Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Sehnsucht". — KdF.-Dolkstanzkreis, 20 Uhr, Treffen an der Volkshalle. Zirkus Busch kommt nach Gießen. Seit einigen Tagen fallen in unserer Stadt die großen Reklametafeln auf, die der Zirkus Busch aufrichten und mit seinen vielen bunten Plakaten bekleben ließ. Zwar war erst vor kurzer Zeit ein Zirkus in Gießen zu Gast, sicherlich werden aber auch dem Zirkus Busch viele Volksgenossen ihre | Aufmerksamkeit nicht versagen. Der Zirkus Busch, der seit Jahren bemüht ist, seine Leistungen immer mehr zu steigern, wird sicherlich das Gießener Publikum nicht enttäuschen. Das Programm, mit dem das Unternehmen in unserer Stadt aufwarten wird, enthält eine Fülle echt zirzensischer Kunst. Es ist von Interesse zu wissen, daß die älteste Schulreiterin, die 77jährige Therese Renz, ihre Kunst zeigen wird; ferner werden acht Caroli, Akrobaten zu Pferd, die Blitzjongleure d'Angoli, verschiedene Raubtiergruppen und originelle Clowns zu sehen sein. Ferner wird der Zirkus auch diesmal wieder mit einer großen Wasser-Pantomime unter dem Titel „Durch Feuer und Eis" aufwarten, in der sich 200 Künstler aller Länder, verschiedene Balletts in eigens dafür angefertigten Kostümen und viele exotische Tiere zeigen werden. Aus die dieser Tage veröffentlichte Anzeige sei besonders aufmerksam gemacht. alsUnLnCi0 er schon seit Stunden bei mir, er- xäbhe0 und trank/Gerade sprach er van seinem ’S bä s »«§‘'“7 “be^einlw^ du? Da brachte mich der ünstrer Vateö Teppichklopf-Jnstittit „KHldust .n u i ftabt Oklahoma. Das war so etwas wr mm konnte ich meine Muskeln^ spielen lasM. * der beste Tepplchk opfer der Fi m einf)Unbertunb; glauben oder nicht, ich gab g ba5 Zwanzig Schlage m^Manila-Bambus. Und einem schweren Klop^r aus __ __ Was ist d°L d°r«?'^°"n7y gib'mal schnell deinen Stern- tiefer her! Da fommt ‘““s. blickte zum Perry nahm das alte Fernroyr u Strand. Dort trieben Bw-i Nege » Strauße zur Beech hm. Perry f » Jakob Deutschlands am Ausbruch des Weltkriegs zu widerlegen und — im Verein mit amerikanischen Gelehrten vor allem — einer gerechten Beurteiluna der Vorkriegsgeschichte die Bahn zu brechen. Auch das gehört zu dem deutschen Abwehrkampf gegen Versailles! Es war darum ein glücklicher Gedanke, das neue Werk des Ehrendoktors unserer Universität beim Semesterschlußappell als Preis an die Gießener Sieger im Reichsleistungskampf der deutschen Studentenschaft zu verteilen. Die peeisaufgaben der Llniversiiät. Von der Pressestelle der Universität Gießen wird uns mitgeteilt: Der Veröffentlichung über die bei der Jahresfeier am 27. Juni 1936 bekanntgegebenen Ergebnisse der für das Jahr 1935/36 ausgeschriebenen Preisaufgaben ist noch nachzutragen: Für die bei der Theologischen Fakultät eingegangene Arbeit „Das Verhältnis von Kirche und Staat bei Philipp Jakob Spener" wurde dem stuck, theol. Heinz Becker aus Darmstadt ein voller Preis zuerkannt. Oer Oynamii-Gtrauß. Aufregende Geschichte aus dem Schwarzen Erdteil. Der winzige Gafselschoner „Algarve" schaukelte geruhsam Ln seiner rostigen Ankerkette auf der Reede von Mossamedes ganz nahe dem Strano. Das konnte er sich leisten, denn er hatte nur knapp 150 Meter Tiefgang. Unbarmherzig brannte me afrikanische Sonne, und die endlose Flache des Atlantik wurde von der gewaltigen Dunung m regelmäßigen Intervallen gehoben und gesenkt; wie ein riesiges dunkelblaues Wellblech sah es au^ Don dem niedrigen Achterdeck des Schoners zogen riesige Rauchwolken gen Süden. Die entströmten der stinkenden Maiskolbenpfelfe des alten Perry, der neben mir auf der Reeling saß und schwitzte. Wir waren alte Freunde und trafen uns per Zu- Monaten war P-rry aus der Wal- fanqstation des norwegischen Kapttans Pedersen Ä ««• “öd morning, old Henry! Howdyou?‘S Jagte Whisky im'Kockpitrega"°bie batte'id). Noch mehr LausendeKinderbeihilsensörkinderreicheFamilien Ermäßigung für DAI.-Mllglieder. 1,7 5. Juli? war das al Das Wildererunwesen wird bekämpft. Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, damit ift für fein Volk Gnauthstraße) hat die Reichspost Postomnibusver- kehr eingerichtet. Ebenso laufen für die Rückfahrt ab 23 Uhr Omnibusse nach Bedarf. NSG. Nicht Worte, nur Taten können die Aufgaben des Dritten Reiches erfüllen helfen! Die -1°. , rr- CEitt oa hnfe OY IM Muu'iumuie I Noch gewissenhafter muh die Verdunkelung durch- wo in Ue- geführt werden, damit kein Lichtschimmer durch * rissige Jalousien, unbeachtet gebliebene Boden», Volkstanzkurs. Heute abend sindet nochmals der Uebungsabend auf dem Trieb statt. Pünktliches Erscheinen um 20 Uhr an der Dolkshalle ist erforderlich. der letzten Jahre trete eine unbe» " tsverbesserung. Als neues NSG. Zur Unterstützung der Jagdschutzberechtig» ten bei der Bekämpfung der Wilderei ist es notwen» und aU. ——ö-,-v-----------.---------- - , . „ . . Bestimmungen der Getreideerfassung sollen in der sonen, dre durch ihre Angaben .. ... rer-P < - t t <<■ t.l ... . ..S. uvhlf.tnx A i v* A 5TQ t fX A 1-lirS Einbringung der neuen Ernte. Er sagte, kein Gramm der Ernte dürfe oerlorengehen. Aus diesen Erwägungen heraus sei das Aehrensammeln nach der Ernte freigegeben worden, außer, wenn in den Betrieben, denen das Feld gehört, Schafe gehalten würden. Zum Schluß kün» digte der Landesbauernführer neue Richtlinien für die Erzeugungsschlacht an. werden soll. (Siebener Wochenmarktprelse. ♦ Gießen, 9. Juli. Auf dem heutigen Wochen» markt kosteten: Molkereibutter, % kg 1,55 Mark, Landbutter 1,42, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, schäft heißt: gemeinsam alle Freuden, aber auch alle Lasten traaen. Die Volksgemeinschaft kann es nicht mehr dulden, daß es deutsche Menschen gibt, die in Not, Elend und Krankheit auf sich selbst angewiesen sind, die allein Volk fjatein gemein> fameet<=£>cfjick/af / 3touW aAlitgliedcktJfSV. Verdunkelungsübungen in Gießen Aufklärungsvortrag im Hausbesitzerverein e. D. gehalten werden können. In Gießen werden in nächster Zeit T e i l ü b u n» gen einsetzen, die vorerst von den Blöcken und dann von den Polizeirevieren durchgeführt werden, um Mängel abzuschaffen und Erfahrungen für größere Hebungen zu sammeln, wie sie schon in an» deren Städten durchgeführt worden sind. Zu die» fern Zweck wird demnächst jedem Haushaltungsvor» stand ein Aufklärungsblatt überreicht werden, daß ,Ah.r er forgfam aufzubewahren bat, damit er daraus mit ihren Sorgen und Noten stehen muffen, oder die Richtlinien für feine vorbereitende Abdunke- Donben Saften des Lebens crbrurft meröen funntnrhPit entnimmt Wir Deutsche sind einem Boden entsprossen, Gewerbelehrer Schuchardt wies zum Schluß °in Blut fließt in unseren Adern ei.n g eme. n- nach einmal auf die Aufgaben hin. die dem Haus- 1° m ° s Band der Sprache umschlingt und ein besitz bei diefer Borarbeit gestellt sind und sagte be- ®Iau6e °n ®°!E unü Ne>ch ernt_uns. ® _ reitwilligst Beratungen über zweckmäßige und schen geben unter uns die das Gefühl de G praktische Ausführungen zu. damit die Unkosten memfamte.t nicht empfinden w° l st- 'N nirM nHin nrn& mprhpn ihrer Not und Krankheit sich selbst überlassen blie» Herr Launspach forderte seine Mitglieder zu ent» den? Laßt auch sie erkennen, daß ^ksaemein» sprechender Vorarbeit auf und wandte sich scharf schäft Susammenschmiedet n Freude und Leid, m gegen die Bequemlichkeit, Nachlässigkeit und Leicht- Erfolg und Gefahr, in und N . fertigfeit der Volksgenossen, durch die die Vorarbei- hi* nirfJ^rib- en aehemmt werden des deutschen Volkes sein, so stelle dich nicht ab« Anschließend an den Vortrag wurden noch prak» seits, wenn es gilt, hilfsbedürftigen Vo ksgenossen tische, den Hau-besitz betreffende Fragen besprochen, d^e zu pichen. Tritt em .______ten. Werde Mitglied der NSV.! monatlichen Beihilfen zur Besserung der sozialen Lage der Familie beitragen sollen und eine zusätzliche Hilfe darstellen, dürfen sie nicht auf die Arbeitslosen-, Krisen», Wohlfahrts- und ähnliche Unterstützungen angerechnet werden. Die Anträge auf Gewährung riner Kinderbeihilfe müssen an das zuständige Finanzamt gestellt werden, das dem Antragsteller nach Prüfung des Gesuches den endgültigen Bescheid zukommen läßt. Auch die monatliche Auszahlung der Kinderbeihilfe geschieht durch ♦♦ Ausflug d e r Körperbehinderten. Einen Ausflug ins Weiltal bis zur Saalburg unternahm am Sonntag die hiesige Ortsgruppe des Reichsbundes der Körperbehinderten. Durch die Anteilnahme der nationalsozialistischen Reichsregierung, die schon in der Bildung Briefes Reichsbundes zum Ausdruck kommt, ist diesen Körperbehinderten, die schuldlos ein oft hartes Schicksal zu tragen haben, die Gewißheit geworden, daß sie nicht nutzlose Glieder der Volksgemeinschaft sind. Die Standarte 147 des NSKK. hatte sich freundlicher Weise in den Dienst der guten Sache gestellt und holte sowohl die auswärtigen wie die Gießener in ihrer Fortbewegung behinderten Mitglieder zum „Hessi» schen $)ov ab, von wo bei regnerischem Wetter die Fahrt angetreten wurde. Heber Butzbach führte die Fahrt durchs Weiltal über Weilburg zur Saal- ham den angesetzten Gottesdienst nicht zu ver» säumen. In der Hauptversammlung erfolgte neben der Erledigung wichtiger Dereinsbelange die einstimmige, begeisterte Wiederwahl des Dereinsführers, Lehrer Walter aus Marburg. Am Nachmittag marschierte der Festzug mit flotter Marschmusik durch das Städtchen zum Hexenturm, wo eine feierliche Kundgebung stattfand. Hier sprach auch der Ortsgruppenleiter der NSDAP., der begeisterte Worte des Dankes und der Anerkennung fand über den Rüben, das Bündel 8 dis 12, Spinat, % kg 15 bis 20, Römischkohl 8 bis 10, Bohnen (grün) 30 bis 40, (gelb) 40, Erbsen 15 bis 20, Tomaten 30 bis 40, Zwiebeln 14 bis 15, Rhabarber 8 bis 10 Pilze 30 bis 40, Kartoffeln (alte) % kg 5 Pf. 5 ^8 ^5 Pf., 50 kg 3,95 Mark, (neue) % kg 10 Pf- 50 kg 8 Mark, Pfirsiche, kg 35 bis 45 Pf- Himbeeren 25 bis 30, Aep el 30 bis 60, Kirschen 15 bis 35, Heidelbeeren 30 bis 32, Stachelbeeren 15 bis 35, Johannisbeeren 20 bis 25, Erdbeeren 25 bis 40, Hähne 90 Pf. bis 1 Mark, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumen- fohl, das Stück 5 bis 60, Salat 5 bis 8, Salatgurken 20 bis 35, Einmachgurken 5 bis 10, Oberkohlrabi 4 bis 8, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 10 Pf. Willst Du abseits stehen? Auf Grund einer Vereinbarung mit der Leitung des Zirkus Busch wird den Mitgliedern der Deutschen Arbeitsfront und ihren Angehörigen für die drei Vorstellungen am 10- 11. und 12. Juli, vorn 3. Platz an aufwärts eine Ermäßigung von 50 vom Hundert gewährt. Die hierzu erforderlichen Aus- meisterten sind auf der Kreisdienststelle der DA§. und KdF. Gießen, Schanzenstraße 18, und bei den Detriebswarten erhältlich. NSG. Kinderreichtum ist mit der Zukunft unseres Volkes aufs engste verbunden. Schutz und Förderung der gesunden kinderreichen Familie ist daher eine der wichtigsten Aufgaben für den nationalsozialistischen Staat. Durch wirtschaftliche Maß- nahmen, wie Ehestandsdarlehen und Ehrenpatenschaften, soll die Erziehung einer größeren Kinder- schar ermöglicht werden. Aber auch den bereits bestehenden kinderreichen Familien wird durch Gewährung von Kinderbeihilfen wirtschaftliche Erleichterung zuteil. So wurden zum letzten Weih- nachtsfest 190 000 einmalige Beihilfen tm Werte von 75 Millionen Mark an minderbemittelte kinderreiche Familien verteilt. Ab 1. Juli 1936 erhalten nun die Familien, deren Monatseinkommen 185 Mark nicht übersteigt, laufende Kinderbeihilfen im Werte von 10 Mark für das 5. Kind und jedes weitere unter 16 Jahren. Ausnahmsweise kann diese Beihilfe auch einer alleinstehenden Frau, die für weniger als fünf Kinder zu sorgen hat, gegeben werden. Da diese sich die statistische Erfassung vervollkommnet dig, die Bevölkerung heranzuziehen. Em Erlaß des Matte 20 bis 25 Pf- Kas^ das n den Raumen jägermeister die Entscheidung im Benehmen mit der der Firma Böhling, Tapeziergeschaft (Ritter» Verwaltungsbehörde zu treffen, ber für biese staats- gaffe 8) ein Werkstattbrand. Zufällig vom Dienst eigene Jagd die Verwaltungsbefugnisse bes Gau- kommende Angehörige der Technischen Nothilse ber jägermeifters zustehen. Ortsgruppe XlI/30 Gießen drangen sofort gegen 9fm(. nhor rGonft mortPn iiir den Brandherd vor unb verhinderten eine größere sondere Plakats in ben Diensträumen unb ben sonst ^5^1' war bereits die größte. ®efa^ geeigneten Oertlichkeiten werben auf biese Mit- 0 htfMnÄJ f^nnfp 9 2IbIofd)Un9S Wirkung ber Bevölkerung bei ber Wildererbe- arbeiten beschranken konnte. tämpfung Hinweisen. .Schl u ß f e i e r b e s E rg a n z u n g s - B a« Itatllons 5 3. Am heutigen Donnerstag, 19 Hhr, Ausaleichsveraütung bei der* stnbet auf bem Schiffenberg ber Schlußappell für Verarbeitung inländischerOelfrüchte. “w ZdR. Im Rahmen der Maßnahmen zur Forde- Plätze vorbehaltensind. Etwa um 20 Hhr schließen rung des inländischen Delfaatenanbaues zahlt bie stch dort bie Ab schiebe feiern ber mit Reichsstelle für Getreide, Futtermittel und sonstige Tanz im freien unfcitn Öen ?? landwirtschaftliche Erzeugnisse auch im neuen Ernte- aus dem Dienste bes ^^^^s Batalllons 53, fahr jeber Oelmühle im Rutschen Zollgebiet bei der Musikvortrage Swelter Must korps unb beraleichen Verarbeitung inländischer Raps-, Rübsen-, Lein-, an. Für die Hmfahrt (18.30 Hhr ab18-35 Mohnsaat und Bucheckern alter oder neuer Ernte Uhr Ludwigsplatz, 18.37 U^r Schlffenberger Weg . ,...... •/._____ ..„tK __t cgnrintbtti-nkpz hnt bie Reicksvost Vottomnibusver» ^dümMe^reÄ StB 3m Ernstfall- wirb eine d-fchrünkt- Ä-,-uchtung @tr Ahn in h pftimmr Kttchdain im lieblichen ein Dauerzustanb sein, beshald muß biese sorgfal» x-E--MO fouwdterb0arnw ä weit3tübe?r Me4^feUnn «Ä ^r°A^n-burg bringt' un°?b°ß di?Ein^bet-u-^ung fortfäUt. J I Alle Privaten unb alle gewerblichen Betriebe haben betten'VK r’ln9*?Sn"mÜftNe Sntefün ' ' Geschichte. Rauschende Wipfel halten Zwiesprache mit denen vom nahen „Brücker Wald", fern Waldesdunkel in zahlreichen Hühnengräbern die Edlen des Landes in die Ewigkeit schlummern. Leider zu schnell mußten die Wanderer die weihevolle Stätte verlassen, um im Annapark zu Kirch- sprach Dr. Fabian über die Erfolge beim Del» sruchtanbau, die sich gut angelassen haben. Die Preise für Raps sollen in der gleichen Höhe wie im Vorjahr bleiben. Er forderte zum Fortfahren auf dem beschrittenen Wege auf, Damit der Oelfrucht- anbau weitere Erfolge zeitigt. In der Aussprache wurden über bie Gestaltung bes (Betreibemarttes Anregungen unb Wünsche von feiten ber Hänbler unb ber Genossenschaften gegeben. Vorerst blieb es bei ber Anorbnuna, baß bie Müller nur burch bie Hänbler bzw. Genossenschaften kaufen bürfen, währenb ber Verkauf burch ben Erzeuger Sinn'des Wanderns unb bie unw"anbelbare Xteue I «<$> ^ Richtlinien erfolgen barß Mit d°m Äppell 6iÄbeOft. in dunkler Tönung zum Blau des Himmels. Die f b 2 Schönheit der Landschaft unserer über alles gdieb» I cw n n n » r inrnrh ühor j\rum höre bu 9Jtenfch bes 2lütaäs unb ' ber bie Markt 0 rbnung unb gab Richtlinien für 60^ ?W°rd° WandeL, unb du'wirst glück- d^r z^u g u n s ch l a ch^ betontOaß bie lt(^er • Marktorbnung aemäß der nationalsozialistischen Versammlung des Getreidewirtschasts- Auffassung wachen müßten. Zu ber Mehr. Verbands in Gießen. hingt'“q««fiut. Der Getreibemirtschasts > B-rbanb Moment ergab sich in der Marktorbnung baß bie Psien - Railau hielt unter' dem Vorsitz des überwachte Marktregelung für alle Produkte zu ^anbesfacharntsleiters Hlbrich (Darrnstabt) am einer irn "^tionalsozlalistischen ^enben srniftrnnrh im ftotef ^ovielb" eine lehr aut befuchte I llllarktorbnung geführt habe. Beim (Setreibe gäbe ffier Äina' ab \n ber ©efSs ührlr keinen toten Winkel mehr. Weiterhin sprach ber (F'rankfurt a. M.)' bie Richtlinien für bie neue Ge- Lanbesbauernführer über bie .Möglichkeiten der tr-ib-ersassung besprach. Nach ,einen Aussührungen'n.u.n ffirnt«. Er laate. kein soll die Durchführung im wesentlichen in derselben Weise wie im Vorjahr erfolgen. Auch die Kontingentierung wird in demselben Umfange und nach den Erfahrungen des Vorjahres bestehen bleiben. Rach eingehender Darlegung der augenblicklichen Verhältnisse ging er bann auf bie Preisgestaltung ein, bie voraussichtlich keine Veränberung erfahren wirb. Der Stabsleiter ber Abteilung 3 ber Lanbes» -s. Die dcutfdic Arbeitsfront 11.9.=bcmcinfchaft ..firaft öurdi freube Physiker yticoia xesia uno jein Lverr. \sine De-,. trachtung zu seinem 80. Geburtstag. 17.45: Nur i eine Motte! Eine Plauderei über Insektenschäd- l Oberheffen für olk bas Armbanduhr, Spiegel und Nivea? C 59 gsrffi Der °°m zu Besuch in ,einer Vaterstadt wellt^ Nachdruck verboten! 20. Fortsetzung. Eine seltsame Ausrüstung, die Lottchen da ins Strandbad mitnimmt! Aber sie hat sich vorgenommen, sehr schnell braun zu werden. Uhr und Spiegel sollen bestätigen, was Sonne und Nivea in kurzer Zeit schaffen können! an- it! nntn dir 'Iftn! jie \ « im ein ^Pslich. Umen^en iim-in. Verfluchtes Gold! JRoman von L. SchneiderIoerstl. Urheberrecht: Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa. △ Alsfeld, 7. Juli. Der hiesige Verkehrs- ( und Derschönerungsverein veranstaltete ] einen Vortragsabend, zu dem als Redner Garten- 1 bauarchitekt und Landschaftsgestalter Schwarz (Gießen) gewonnen worden war. In seinen einleitenden Begrüßungsworten gab der Führer des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Alsfeld, Rek- 1 tor Rohrbach, einen Ueberblick über die am 1. April 1936 in Kraft getretene Neuorganisation des Fremdenverkehrswesens und erörterte alsdann die bevoftehenden Aufgaben des Alsfelder Ver- kehrsvereins, insbesondere die Erweiterung der städtischen Anlagen in den „Erlen" im Zusammenhang mit der Erbauung der Reichsautobahn. Gar- tenbauarchitekt Schwarz ging in seinem Dortrag von dem Gedanken aus, daß die neue deutsche Landschaft gestaltet werden müsse, sowohl im Dorfe als in der Stadt. Er wies darauf hin, daß durch die Technik gewaltige Aenderungen in der Landschaft hervorgerufen würden, wobei er vor allem auf die Reichsautobahnen, Talsperren und Brückenbauten hinwies. Es müsse Aufgabe der Landschaftsgestal- tung sein, die neue Technik in harmonischen Ein- klang mit der Natur zu bringen, wie dies in mu- sterqültiqer Weise bei der Erbauung der Reichs- autöbahnen der Fall sei. Der Redner wies dann an einzelnen Gebieten nach, wie man z. B. bei Schulen, Friedhöfen, Sportplätzen die Landschafts- qestaltunq insbesondere durch Schaffung von Grün- plätzen vorzugehen habe. Er setzte sich für die Errichtung von Heimatschulgärten ein. In den großen Städten sei das Hauptziel die Auflockerung des Landschaftsbildes durch Schaffung von Grünland- flächen. Bei der Gestaltung der freien Gemarkungslandschaft müsse der Waldschutz, Feldschutz und Vogelschutz gebührend berücksichtigt werden. Anschließend an seinen Vortrag zeigte der Redner au Grund einer großen Anzahl von selbst aufgenommenen Lichtbildern besonders charakteristische Land- schäften aus der Umgebung von Gießen und Mar- bürg und am Schlüsse eine Schau der hauptsäch- ; lichsten für die Gartengestaltung in Frage kommen- , den Blumenarten. Im Anschluß an den Vortrag . fand eine geschäftliche Sitzung des Verkehrs- und Verschönerungsvereins statt, in der die Rechnungs- ' ablage vom vergangenen Jahre ihre Erledigung d'r«, 'dir in 7 bis 30 ^eere,; 6?, 3 Bündel le Fr,eu« ; raaen. Die : dulden, daß t, Elend und ! ii, die allein muffen, oder , -enden. entsprossen, | . ^rme/n- ! igk und ein soll es to fühl der Er- , weil sie in derlasien blte* Lolksaemein. unb Äd, in it Gemeinschaft ich nicht ab« Volksgenossen stechen derer, j mitzuarbei« B.I Der Vorstand Reichsbahn« ichsdahn« üm morgigen )olz, Frank' ib körperllcher j Die hochbetagte rin des ®iebe* Ls r-’s S'x eine fl*en > mite* Kp-ll 'fi-sE und 2 18^5 BahnhN'' ©eg- iienber9e‘ pep Saalbnrö des - u, L itiik' bura, die sich in schönstem Sonnenlichte den Gästen darbot, bis nach Bod Homburg, wo Mittagspause Gehalten wurde. Auf der Rückfahrt wurde noch in Zad-Nauheim kurz Rast gemacht. Bei durchweg schönem Wetter wurde auf diese Weise den Mitgliedern ein Stück der schönen näheren Heimat ge- !ei$t. Der Tag wurde allen Teilnehmern zu einem chonen Erlebnis in ihrem Daseinskampf, für das ie allen opferbereiten Helfern, vor allem aber dem Führer und der Reichsregierung, von Herzen Dank wissen. Rmidsunkprogramm. Freitag, 10. Juli. 6 Uhr: Choral; Morgenspruch; Gymnasttk. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik zur Frühstückspause. 9.30: Nur Kassel: Nachrichten. 11: Hausfrau hör zu! 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Ab- Verkehrsunfall bei Grünberg. * ©rünberg, 10. Juli. Gestern gegen 16.45 Uhr ereignete fidT am Stadtausgang nach Lich zu ein schwerer Verkehrsunfall. Ein L a st - kraftwagen, der mit Asphalt beladen war, stürzte in den Kurven in Öen Abgrund, da die Steuerung versagt hatte. Der Wagen überschlug sich mehrmals und wurde schwer beschädigt. Wie durch ein Wunder kamen die drei Insassen, der Fahrzeugführer, der Sohn des Besitzers des Lastkraftwagens und der Straßenwart ohne jegliche Verletzungen davon. Landkreis Gießen. „Dann ist ja alles gut. Sie küßte ihn rasch und schob ihn durch die Sperre, sah ihn nochmal winken und atmete auf, als er in einem der vordersten Wagen des Kölner v.-Zuges verschwand. * In Marias Schlafzimmer war noch Licht, als in der Villa Terry die Klingel zum rückwärtigen Aufgang in Bewegung gesetzt wurde. Ferdinand hörte sie durch den ersten Halbwachen Schlaf schrak empor, horchte, vernahm ein abermaliges Lauten, schlüpfte in Beinkleid und Pantoffel und ging, nachzusehen. r , Ungläubig blickte er auf Wolfgang Amselmann, der, den Hut tief in die Stirn gedrückt, an ihm vorbei in die halboffene Tür schlüpfte. „Kann ich das gnädige Fräulein noch sprechen?" „Jetzt?" verwunderte sich Ferdinand. Die lieber» raschung war ihm deutlich anzumerken. „Es ist dringend!" „Ich will sehen, Herr Amselmann/ Sie schritten gemeinsam den Gang hinunter und dann die läuferbelegte Treppe hinauf. Wo die breite Flügeltür die Räume zum Herrschaststrakt abschloß, ließ Ferdinand dem Besucher den Vortritt. „Sagen Sie dem gnädigen Fräulein, daß ich es bin." ... „Gewiß, Herr Amselmann! Wolfgang sah dem Alten nach, der rasch den Korridor hinunterlief und dann nach rechts einbog. Er hörte sogar noch das Klopfen an eine Iul Ferdinand aber überlegte eine kleine Weile und sagte dann halblaut: „.Gnädiges Fräulein, Herr Wolfgang Amselmann ist gekommen und mochte Sie dringend sprechen." — Bitte, Herr Amselmann , lud der Diener em, öffnete eine Tür und schloß sie hinter dem emtre- tenden Gast, nachdem er vorher noch den großen Lüster aufgedreht hatte. Es dauerte keine zwei Minuten, stand Maria vor ihm. "Was ist passiert. Wolfi?" Das Haar siel ihr in breiter Welle in die ^^Erschrick nicht", sagte er, ihre Hand in die seine nehmend. Sie fühlte sich kalt und unruhig an -Ich komme eben von einer Abendgesellschaft bei Geheim rat Pfister und habe durch die Indiskretion eines Herrn erfahren, daß dein Vater morgen früh ver- haftet werden soll." „Vater?!" kreis Friedberg. — Griedel, 8. Juli. Die Arbeiten an der Reichsautobahn, die direkt an unserem Dorfe vorbeizieht, nehmen einen rüstigen Fortgang. Nachdem eine notwendig gewordene Umgehungsstraße der Provinzialstraße Butzbach—Griedel gebaut und fertiggestellt wurde, ist man jetzt mit den Fundamentarbeiten der großen Brücken beschäftigt. An dieser Stelle werden zwei solcher mächtigen Ueber- bauten benötigt. Große Betonmengen werden gegenwärtig von Betonmaschinen hergestellt und in die metertiefen, mächtig verstärkten Brückenfunda- mente gegossen. Hunderte Zentner Eisen werden in die Zementmassen eingefügt, damit die Brückenpfeiler, die eine gewaltige Last nach der Fertigstellung zu tragen haben, ihrem Zweck gewachsen sind. Gleichzeitig sind einige Zufahrtswege im Bau und teilweise schon fertiggestellt. Täglich kommen eine Anzahl Waggonladungen mit allem möglichen Material auf unserem Bahnhof an, das ausgeladen und an die Arbeitsstellen befördert wird. Durch die Verstärkung der Brücke über die Licher Straße mußte die Wasserleitung nach Butzbach verlegt werden. Die Erdbewegungen'in der anschließenden Griedeler und Gambacher Gemarkung nehmen ihren gewohnten Fortgang. Das in den letzten Tagen angekommene Feldbahnmaterial soll aufmontiert und ein Geleis nach der großen Rockenberger Sandgrube gebaut werden, aus der die Erdmengen zur Aufschüttung des Dammes Verwendung finden sollen. Diese Arbeiten nehmen große Mengen Arbeitskräfte in Anspruch, weshalb in unserem wie auch allen Dörfern des näheren und weiteren Umkreises keine Arbeitslose mehr vorzufinden sind. Täglich werden auf Lastautos Arbeiter aus den Dörfern, am großen Feldberg gelegen, hierher zur Arbeitsstätte befördert und nach vollbrachter Arbeit wieder heimgebracht. Kreis Alsfeld. Sturm gepeitschte schwere Regen hat in den Gärten die Dahlienstauden vielfach umgebrochen. Das Getreide liegt allenthalben wie gewalzt am Boden. Auch an den Hackfrüchten haben die Wasser Schaden angerichtet. Durch das völlige Versagen des elektrischen Lichtes herrschte in den Kaufläden starke Nachfrage nach Kerzen. * Ruppertenrod, 8. Juli. Gestern abend 9 Uhr zog ein schnell aufkommendes, schweres Gewitter über unsere Gemarkung. Es war von einem schweren, wenn auch bloß kurze Zeit anhaltenden Regen begleitet. Es siel auch leichter Hagel, der jedoch keinen Schaden anrichtete. Den schwer- sten Schaden hat der Sturm gebracht. Am Eingang des Dorfes standen drei mächtige hundertjährige L i n d e n, die mit den Geiße- vergstannen das Wahrzeichen unseres Dorfes waren, und die jeder Ruppertenröder mit Stolz ansah. Die stärkste davon brach der Wind wie einen Strohhalm mitten aus der Gruppe heraus. Von der zweiten Linde brach die eine Hälfte nieder. Diese schlug auf zwei Hochspannungsleitungen des Ueberlandwerks. Die nach Wettsaasen und . nach Ilsdorf führenden Drähte wurden abgerissen. Dabei aeiaten sich Feuererscheinungen, die beschädigte Linde wu?de heute morgen gefällt. Nun steht nur noch einer von den ehemals vier stattlichen Baumen. Die erste wurde 1921 beim Bau der Trans- formatorenftation gefällt. Gewitterschäden in Garten und Feld. LOber°Ohmen,7. Juli. Gestern abend entlud sich über dem oberen Ohmtal eine Serie schwerer Gewitter, begleitet von wolkenbrucharttgem Regen Zeitweilig von Hagelschauern untermischt. Die in ßen Ort ^strömenden Wassermassen konnten von den Kanälen nicht abgenommen werden so daß sich an Der Dolkssender 1936 ruft. 20.10: Volkssender 1936. 8. Sendung des Reichssenders Frankfurt. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.20: Stegreiftendung des Zeitfunks. 22.30: ... und morgen ist Sonntag! 24 bis 2: Frohsinn und Tanz zwischen heute und morgen ... ♦ Allertshausen, 8. Juli. Einen schweren Unfall erlitt gestern der 62jährige hiesige Landwirt Heinrich Schneider, der sich mit einem Fuhrwerk unterwegs befand. Als die Pferde scheuten, kamen er und seine Frau, die mit auf dem Wagen saß, schwer zu Fall. Er erlitt einen schweren Schädelbruch und mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. Seine Frau kam glimpflicher, mit Armverletzungen, davon und wurde nach Hause in die Wohnung geführt. + Grünberg, 8. Juli. Am Samstag und Sonntag veranstalteten die Siebzigfährigen eine Wied er sehens feier. Sie erstreckte sich über die in 1866 Geborenen, die 1880 in der Kirche zu Grünberg konfirmiert wurden und zwar aus den 3 Orten der hiesigen Pfarrei: Grünberg, Lehrheim und Stangenrod. Don den damals 61 Konfirmanden waren nach den Feststellungen noch 32 am Leben. Zur Feier hatten sich 24 eingefunden. Am Sams- tagabend war eine kleine Begrüßungsfeier im Hotel „Hirsch". Der Sonntagmorgen brachte den gemeinsamen Kirchgang der Siebzigjährigen. Dekan Schmidt nahm in seiner Predigt Bezug auf ihre Veranstaltung. Anschließend wurden auf dem hiesigen Friedhof an den Gräbern von sechs hier ruhenden Alterskameraden Kränze niedergelegt, eben o wurde das Andenken der Lehrer Hamburger und Reuß und des die Konfirmation leitenden Geistlichen Dekan Pullmann, durch Kranzniederlegung geehrt. Der Nachmittag vereinigte die Altersgenossen im Gasthaus „Zum Taunus". Bei Ansprachen, Gedichtvortragen und dem Austausch von Erinnerungen und Erlebnissen aus der Schulzeit nahm die Feier einen schonen Verlauf. Anreger und auch Leiter der Wiedersehensfeier war Otto Ries (Neuyork), der gegenwärtig linae. 18: Musik zum Feierabend. 19: Klaviermusik. 19.45: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Zeit, Nachrichten. 20.10: Großes Unterhai- tungs-Doppelkonzert. 22: Zeit, Nachrichten. 22.15: Nachrichten, Wetter, Sport. 22.20: Sportschau der Woche. 22.45: Stuttgart: Unterhaltungskonzert des Landesorchesters Gau Württtmberg-Hohenzollern. 24: Aus Stuttgart: Nachtmusik. Schallplatten. Samstag, 11. Juli. 6 Uhr: Sanctus; Morgenspruch; Gymnastik. 6.30: Fröhlich klingt's zur Morgenstunde. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 9.30: Zum Staatsjugendtag! Pimpf, hör zu! Die sieben Schwertworte: 6. Jungvolkjungen sind wahr! 11: Hausfrau hör zu! 11.30: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 11.45: Sozialdienst. 12: Buntes Wochenende. 13; Nachrichten. Anschließend Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Buntes Wochenende. 14: Nachrichten. 14.10: Lebet wohl, ihr Alltagssorgen — — bis Montag morgen! 15.15: Volk und Wirtschaft. Allerlei Neuigkeiten. 15.30: HJ- Funk. 16: Froher Funk für alt und jung. Von der Waterkant bis zum Donaustrand. 18: Blasmusik. 19.30: Zeitfunk: 1. Mikrophon unterwegs. 2. Wochenschau. 19.55: Ruf der Jugend. 20: Nachrichten. „Ja!" Amselmann hatte sich ihr Erschrecken furchter- licher vorgestellt. Sie zuckte zwar zusammen und ihre Augen wurden ganz dunkel. Das war aber alles. „Warum?" fragte sie, während ihre Hände nervös das Haar zurückstrichen. „Gott, es hängt wahrscheinlich alles mit der Zahlungsunfähigkeit der Dysolt-Werke zusammen." „Hat sich Vater irgendwie schuldig gemacht?" Nun war es doch, als schwanke sie. Aber ehe Wolfgang noch die Hand nach ihr ausstrecken konnte, hatte sie sich schon wieder in der Gewalt, ließ sich auf den Diwan nieder und zog ihn zu sich herab. „Bitte, erzähle mir, Wolfi!" „Ich weiß natürlich nur Bruchstücke, Maria, und wollte nicht durch allzu lebhaftes Interesse auffallen, sonst hätte ich Verdacht erregt, was den Herrn sicher zum Schweigen veranlaßt haben würde. So aber erfuhr ich, daß es sich um verschiedene Unregelmäßigkeiten deines Vaters handle." „Mein Gott, Wolfi!" Ihre Hände lagen jetzt weiß und reglos im Schoß. Wolfgang Amselmann setzte aufs neue zu sprechen an. Jetzt kam das Schwerste. „Du mußt deinen Vater zur Flucht bestimmen, Maria. Viel besser wäre es allerdings, wenn er den Mut fände, sich selbst zu stellen." Sie rührte sich nicht, sah kaum auf und kämpfte mit sich, ob sie ihm die Wahrheit sagen ober lügen sollte. Dann hatte sie sich entschieden. Em Mensch, der noch um Mitternacht den Weg zu ihr machte, um ihren schwerbelasteten Vater zu retten, erwies sich als der uneigennützigste Freund und durfte nicht mit einer Lüge abgespeist werden „Vater ist bereits fort", sagte sie leise. „Vor drei Stunden schon." Sie wußte nicht, wie sie seinen Gesichtsausdruck deuten sollte und fügte rasch hinzu: „Ich wollte morgen noch zu dir kommen und mich dir anoer- trauen und dann am Samstag dem Vater nachreisen." „Wohin, Maria?" JffioJinT? brängte er. „Ich möchte dich selber zu '^Das"gcht nicht, Wolfgang. Vater ist nach Söhn' (Fortsetzung folgt!) wechslungsreiche Mittagsmusik. 13: Nachrichten. Anschließend: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Frische Weisen zur Stärkung des Appetits. 14: Nachrichten. 14.10: Wunschkonzert. 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Ein Päckchen Ferienlektüre. 15.30: Altgermanische Lebensbilder (III). „Das Kind in der germanischen Rechtsauffassung." Don Univ.» Prof. Konstantin Reichardt. 15.50: „Ein Mann unterwegs." Erzählung von Lily Biermer. 16: Unterhaltungskonzert. 17.30: Der Jngenier und Physiker Nicola Tesla und sein Werk. Eine Besch i r r zu entwerfen und herzustellen. In diesen Tagen wurden nun die ersten Versuche mit diesem Geschirr gemacht, die allerdings noch nicht zum Abschluß gekommen sind. Die seitherigen Geschirre dieser Art zeigten in der Praxis noch solche Man- gel, daß sie sich nicht durchsetzen konnten. Im Interesse des Tierschutzes wäre es schon allein wün- schenswert, daß die Versuche von Sattlermeister Dölzing von Erfolg gekrönt wären. = Kestrich, 8. Juli. Das hiesige Schwimmbad, das mit seinem Becken in der Größe 16 mal 50 Meter eine mustergültige Anlage ist, wurde m diesem Jahr noch weiter ausgebaut. Vor allem wurden die unbedingt notwendigen Umkleide^ellen errichtet, so daß die ganze Anlage allen Ansor- derungen, die man an eine Badeanstalt stellen kann, gerecht wird. Es ist zu wünschen, daß diese für ein Dorf von 250 Einwohnern wohl einzigartige Einrichtung noch eifriger, besonders von den umliegenden Dörfern ausgenutzt wird. Die Jugend ist von diesem Werk besonders begeistert. 1935 konnte die Volksschule Kestrich einen Preis gewinnen, den der NSLB. für diejenigen Schulen ausgesetzt hatte, die die meisten Kinder schwimmen lehrte. * Grebenau, 8. Juli. Am Sonntag sand, begünstigt vom guten Wetter, in Grebenau auf der schönen Pfarrhauswiese gegenüber der Kirche, ein großes Posaunenfest statt. Zehn Posaunen- chöre, teils aus dem oberhessischen, teils aus dem kurhessischen Landesverband, waren vertreten. In raschem Wechsel brachte das Fest Darbietungen der Chöre, Gesang der Gemeinde unter Posaunenbegleitung, Gesang des Kirchenchores, Schriftworte und Ansprachen. Die Schlußansprache hielt der Obmann der oberhessischen Posaunenchöre. Zwei Motetten „Heilig ist Gott der Herr" (Spohr) und „Lob ‘ und Ehre sei unferm Gott" (Bach) umrahmten die 1 Darbietungen. Mit dem Vortrag der Vertonung des Lutherliedes „Ein feste Burg" fand die Feier ihren Abschluß. Es war bas erstemal, baß m Grebenau ein solches Posaunenfest abgehalten würbe. Die Veranstaltung war gut besucht unb „Sie werden dich möglicherweise gar nicht fort- lassen, Kind." _ u 9 „Weshalb? — Ich habe doch nichts verbrochen? Aber wenn auch, Vater. Für keinen Fall darfst du eine Unüberlegtheit begehen. Ich beschwöre dich, bei alles was dir heilig ist, geh' nicht über die Grenze. Du darfst dich nicht mit jenen Verrätern gleich- tellen, die ihrem Vaterlands den Rucken kehren. Du hast gefehlt! Du bringst im Augenblick nicht den Mut und die Kraft auf, die Sühne auf dich zu nehmen. Dafür wirst du Verständnis finden - Nur über die Grenze flüchte nicht, sonst bist du mir für immer verloren!" m . . „Das habe ich nie im Sinn gehabt, Mana! Wenn - dann will ich auf deutscher Erde sterben und in ihr begraben fein. Ich weiß, man wird 65„-Du mi^leben, Vater!" sagte sie tröstend. „Quäl dich nicht unnötig. Und Jorg dich nicht um mich. Ich bin weder auf den Kopf noch auf den Mund gefallen. Und es sind ja auch um mich, die Sonny Boys, Ferdinand, Betty, und eine Menge » -<>« •”“Vw. S Köln. In Kain mutz du M Vater. Wenn du so nervös bist, s-llst du iaus L>am tag bin ich dann schon bei dir und kann Dir uuer alles berichten." hatte aufmerksame Zuhörer. Kreis Schotten. ♦ Aus dem Vogelsberg, 8. Juli. Immer zahlreicher werben bie blauen Streifen ber Flachsacker inmitten unserer Flur und erinnern die älteren Volksgenossen an längst vergangene Zeiten. Die Aecker bieten ein erfreuliches Bild. Der angebaute Flachs ist erstklassig geraten. Preußen. Oer entflohene Zuchthäusler wieder gefaßt. Marburg, 8.Juli. (LPD.) In der verganye- nen Woche gelang es dem wegen zahlreicher Einbrüche zu 3^2 Jahren Zuchthaus und Sicherheit^ Verwahrung verurteilten Gewohnheitsverbrecher Willershausen aus Marburg, aus dem Marburger Amtsgerichtsgefängnis zu entfliehen. Montagnachmittag bemerkten Forstarbeiter und Beerensucherinnen in den Forsten der Lahnberge zwischen Marburg unb Bürgeln einen Mann, ber sich sehr scheu benahm und auf ben auch die in den Zeitungen erschienenen Beschreibungen des Entflohenen paßten. Die sofort benachrichtigte Gendarmerie alarmierte ein Massenaufgebot von SA., Feuerwehr und Forstarbeitern. Man kreiste ein großes Waldgebiet völlig ein und konnte Millers- hausen alsbald in einer Fichtenschonung ohne Ge- genwehr verhaften. Der Flüchtling hat nach seiner Angabe in der kurzen Zeit, in welcher er sich , in Freiheit befand, wieder mehrere Ein- b r ü ch e verübt und dabei einen Anzug, ein Fahr- ■ rad, mehrere Uhren und ein paar Schuhe erbeutet. Oer Homburger Ooppelmörder vor dem Schwurgericht. ; Frankfurt a. M., 8. Juli. (LPD.) Die Justiz- > Pressestelle Frankfurt a. M. teilt mit: In der ©traf- - fache gegen Erich Maib a ch hat die Staatsanwalt- Gewitter und Sturm über Oberheffen. Große Unwetterschäden in der Wetterau. LPD. Friedberg, 8. Juli. Am Dienstagabend wurde die Gegend um Friedberg und Ober- und Niederwöllstadt bis herab nach Bad Vilbel wieder von einem schweren Unwetter heimgesucht, nachdem erst vor einigen Wochen ein Unwetter große Schäden in diesem Gebiet angerichtet hatte. Ein wolkenbruchartiger Regen, der von ständigem Blitz und Donner begleitet war, sowie ein orkanartiger Sturm richteten am Dienstagabend noch größeren Schaden an. In einzelnen Gebietsstrichen ist das Getreide vollständig zusammengeschlagen und die Getreideäcker liegen da, als ob eine Walze über sie hinweggegangen wäre. Der Sturm hat in den Gärten Spalierobstbäume umgeknickt und von den großen Obstbäumen Zweige und Aeste abgerissen. Der Schaden, der durch dieses neue Unwetter in der Wetterau angerichtet wurde, ist außerordentlich hoch. Schadenfeuer durch Vlihschlag. LPD. Ober-Mörlen, 8. Juli. In Ober- Mörlen schlug der Blitz in eine Feldscheune. Die darin untergebrachten Heuvorräte wurden ein Raub der Flammen. Linden dem Sturm zum Opfer gefallen. fand. § Groß-Felda, 8. Juli. Sattlermeister V ö l - zing von hier, der als einziger Aussteller feines Faches die Reichsnährstandsschau beschickte, erhielt nunmehr einen interessanten Auftrag. Das Joch- q e s ch i r r behindert besonders im Hochsommer die Kühe, sich der Fliegen zu erwehren und bedeutet darum eine große Qual für die Tiere. Sattlermeister Völzing wurde nun vom Reichsnährstand beauftragt, ein brauchbares Summetge-1 AM. NM .A .ZiW -zMMMMW^WWWMW A MMWWW -v '■ .•••’s . <* v^x*‘Äs\V..< •Z*MA****-,‘" V 4/ ch U.H MW. »M M * ,3&ÄSKk -- M M L W M - ' • ‘ ä*S£." . vaw* W ZW'- ;■> E'> W ’£* ■ M M^k^W pxv* Mir* $ x, C< V?Y # A>~vr ■*4i5£&‘. M J. >. L Ä» W r~ Danzigs Bevölkerung umjubelte Senatspräsidenl Greiser bei seiner Rückkehr die Feier. Oer Giftmord-Prozeß Vogler in Mainz Neues für -en Büchertisch 1. 3. 5. 7. Ein Auto-Rennen nach europäischem Muster führt Amerika am 13. Oktober auf der neuen schäft heute Anklage wegen Mordes des Stiefvaters und wegen Totschlags der Mut» t e r des Täters erhoben. Die Hauptverhandlung wird voraussichtlich schon am 20. Juli vor dem Schwurgericht in Frankfurt a. M. stattfinden. <^id) selbst gerichtet Offenbach. 8. Juli. (LPD.) Der Pressede^er. nent beim Amtsgericht Offenbach teilt mit: Am 8. Juli hat sich der Notar und frühere Rechtsanwalt Dr. L. Schönenberg erschossen. Er hat als Konkursverwalter der Konkursmasse gehörige Gelder im Betrag von 5 0 000 b i s 60000 Ni a r k veruntre u t. Seine polizeiliche Festnahme stand bevor. Straßen-Rundstrecke auf dem Roofevelt-Field durchs Die Fahrer müssen 400 Meilen (etwa 640 Kilo« meter) zurücklegen und dabei zwei Zwangspauseni bei der 160. und 240. Meile einhalten. An Preisen sind 100 000 Dollar ausgesetzt. Die Veranstalter rechnen stark mit der Teilnahme einiger der besten europäischen Fahrer und Rennwagen. * Die zweite Etappe der „Tour de France“ führte die Teilnehmer am Mittwoch von Lille über 192 km nach Charleville. Sieger wurde der Belgier Wierinck in 5:32,21 Stunden vor dem Franzosen Tanneveau und dem Holländer van Sch ende!. Bester Deutscher war der Frankfurter Bruno Roth, der mit 5:39,52 Stunden auf dem 36. Platz einkam. Deutschlands Olympia--Wasserbal- l e r machten auf der Reise nach Budapest in Nürn- berg Station und trugen hier einen Trainingskamps aus. Eine ^-Mannschaft schlug eine 8-Mannschaft sicher mit 5:1 (0:0). Kreis Wetzlar * Krofdorf. 8. Juli. Gemeinderevierförster Meyer von hier, dem der Förstereibezirk Krofdorf bisher probeweise überwiesen war. ist vom Regierungspräsidenten in Wiesbaden auf Lebenszeit in seiner Dienststelle betätigt worden. 3) Odenhausen, 8. Juli. Der Haushalts- plan unserer Gemeinde für das Rechnungsjahr 1936 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 27 304 Mark ab. Die Steuersätze für die Gemeindesteuern sind wie folgt festgesetzt: Grundvermögenssteuer I 400 v. H., Grundvermögenssteuer II 400 v. H., Gewerbesteuer nach dem Ertrage 500 o. H., Gewerbesteuer nach dem Kapital 500 v. H. des staatlich veranlagten (A 'ndbetrages: Bürgersteuer 500 v. H. des Reichssatzes. Die Einwohnerzahl nach der letzten Personenstandsaufnahme beträgt 543. Für die Einrichtung eines Schülergartens sind 1350 Mark im Haushaltsplan vorgesehen, die aus Rücklagen entnommen werden sollen. > Salzböden, 8. Juli. Der Haushaltsplan unserer Gemeinde für das Rechnungsjahr 1936 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 27 950 Mark ab. Die Steuersätze für die Gemeindesteuern sind wie folgt festgesetzt: Grundvermögenssteuer I 300 v. H., Grundvermögenssteuer II 300 v. H., Gewerbesteuer nach dem Ertrage 300 v. H., Gewerbesteuer nach dem Kapital 300 v. H. des staatlich veranlagten Grundbetrages; Bürgersteuer 150 v. H. des Reichssatzes. Die Gemeinde besitzt 154 Hektar Wald und 44 Hektar landwirtschaftlich SJL-'Sport „Tour de France"-härteste Radsportprüsung Die Meldefrist für das 25. Deutsche Meisterschaftsrudern ist am Mittwoch abgelaufen, und die Liste zeigt, daß am 19. Juli die gesamte deutsche Klasse über die olympische Regattabahn in Berlin- Grünau gehen wird. Fachamtsleiter Regierungs- Präsident Pauly gab das Ergebnis bekannt: Aus 26 Vereinen wurden 16 8 Ruderer und Steuerleute mit 4 4 Booten insgesamt gemeldet. Diese letzte vorolympische Prüfung der Ruderer bringt tatsächlich alle Spitzenkönner auf den Plan, die in den letzten Regatten eine Rolle gespielt haben. Der Sechsboote-Start, der in diesem Jahre in allen Bootsgattungen zur Anwendung kommt, wird voraussichtlich die Vorrennen überflüssig machen. Denn die Fachamtsleitung rechnet selbst noch mit dieser oder Abmeldung. Für die Vorrennen, falls diese nötig werden, ist die Zeit von 16 bis 19 Uhr am Freitag, für die Zwischenläufe der Samstag von 15 bis 17 Uhr vorgesehen. Die genaue Nennungsliste zum 25. Meisterschaftsrudern mit den Startnummern in der Reihenfolge des Wettkampfprogramms hat folgendes Aussehen: Vierer ohne Steuermann (7 Boote, Vorjahrssieger: Würzburger RV. 1875): 1. Viktoria Berlin; 2. Wiking Berlin; 3. Erster Breslauer RV. ; 4. Würzburger RV. 1875; 5. RV. Saar Saarbrücken; 6. Sport-Borussia Berlin; 7. Renngemeinschaft Berliner RV. 76/Wiking Berlin. Einer (7 Boote, Vorjahrssieger: Dr. Buhtz, Berliner RE.): 1. K. Schultz, Fav. Hammonia Hamburg; 2. W. Fürth, RV. Rüsselsheim; 3. G. Schäfer, Skullerzelle Grünau; 4. I. Pirsch, Zelle Grünau; 5. F. Haslebner, RG. Dresden; 6. G. v. Opel. Zelle Grünau; 7. W. Krakau, Zelle Grünau. Vierer mit Steuermann (7 Boote, Vorjahrssieger: Würzburger RV. 1875): 1. Renngemeinschaft Leipzig; 2. Zelle Grünau, Boot II; 3. Zelle Grünau, Boot I; 4. Renngemeinschaft Sturmvogel/Hellas/Friesen Berlin; 5. Renngemein- fchaft Amicitia Mannheim/Ludwigshafener RV.; 6. Berliner Ruderclub; 7. Zelle Würzburg. Zweier ohne Steuermann (5 Boote, Dorjahrssieger: Dresdener RV.): 1. Mannheimer RE 1875; 2. Berliner RV. von 1876; 3 Wiking Berlin; 4. Angaria, Hannover; 5. Hannoverscher NK. Zweier mit Steuermann (4 Boote, Vor- jahrssieger: Hellas Berlin): 1. Hellas Berlin: genutzte Grundstücke; die Einwohnerzahl nach der I letzten Personenstandsaufnahme beträat 499. Die Fürsorgekosten sind von 3000 Mark aus 1100 Mark zurückgegangen. Die Gemeinde ist schuldenfrei. 0 Krumbach, 8. Juli. Der Oberpräsident der Provinz Hessen-Nassau hat auf Grund der Vorschriften der Deutschen Gemeindeordnung genehmigt, daß die Schreibweise des Namens der Gemeinde Crumbach in Krumbach geändert wird. Die Aenderung ist vom 1. Juli ab in Kraft getreten. — Der Haushaltsplan unserer Gemeinde für das Rechnungsjahr 1936 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 30 686 Mark ab. Die Steuersätze für die Gemeindesteuern sind wie folgt festgesetzt: Grundvermögenssteuer I 280 v. Sy, Grundoermögenssteuer II 28Ö v. H., Gewerbesteuer nach dem Ertrage 500 d. Sy, Gewerbesteuer nach dem Kapital 1000 d. Sy des staatlich veranlagten Grundbetrages; Bürgersteuer 500 v. Sy des Reichs- satzes. Die Einwohnerzahl nach der letzten Personen- standsaufnahme beträgt 465. * Dutenhofen, 7. Juli. Dieser Tage ereignete sich hier ein Unfall. Der 46jährige Rangier- arbeiter Karl Loh erlitt bei seiner Arbeit eine Gehirnerschütterung sowie Wunden im Gesicht. Der bedauernswerte Mann mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. * Lützellinden, 7. Juli. Der 10jährige Erich A l l e n d ö r f e r von hier, erlitt durch einen unglücklichen Sturz einen Ellenbogenbruch und mußte in die Gießener Klinik gebracht werden. o Lützellinden, 7. Juli. Die hiesige evangelische Gemeinschaft feierte am Sonntag in und beim Vereinshaus ihr Jahresfest. Nach Posaunenvortrag, Schriftverlesung und Gebet (Prediger T r i p p l e r , Groß-Rechtenbach) hielt der Ortsgeistliche Vikar Brückmann die erste Ansprache. Er gedachte des im vergangenen Jahre Heimgegangenen Seelsorgers der Gemeinde, Pfarrer Koch. Seme weiteren Ausführungen gründete er auf die Bibelworte aus Lukas 10, 23—24. Die f^stansvrache hielt Rektor Atzbach (Wetzlar- Niedergirmes). Die Schlußansprache hielt Prediger Jung (Großen-Linden). Die Ansprachen wurden umrahmt von Gesängen des Gemischten Chores der Gemeinschaft. Gebet und Schlußlied beendeten In dem Mainzer Giftmordprozeß Vog- ler machte zunächst der Amtsarzt Angaben über den Gesundheitszustand der Angeklagten. Sie sei körperlich und geistig völlig gesund. Dor der dann folgenden Vernehmung des Zeugen Holzhauer wird auf Antrag der Verteidigung die O e f f e n t - lichkeit ausgeschlossen. Holzhauer gibt zu, seit 1929, also noch zu Lebzeiten des alten Vogler, sehr intim mit der Angeklagten verkehrt zu haben. Er unternahm öfter Reisen mit ihr, die die Angeklagte finanzierte. Insgesamt hat Frau Vogler 20 000 Mark Aufwendungen für ihren Geliebten gehabt. Dabei handelte es sich zum Teil um Gelder, die ihrem Stiefsohn gehörten. Von dem Dergiftungsverdacht will der Zeuge nichts gewußt haben. Der Vorsitzende hält ihm sein mehr als eigenartiges Benehmen vor. Das Wichtigste sei ihm an diesem Prozeß gewesen, vor dem Untersuchungsrichter festzustellen, daß er der Angeklagten kein Geld mehr schulde; ein solches Benehmen könne kaum mit einem gebührenden Ausdruck belegt werden. Holzhauer hat sich als übelster Schmarotzer erwiesen. Das Gericht verzichtete wegen des Verdachts der Mittäterschaft auf die Vereidigung dieses Zeugen. Trotzdem bleibt Holzhauer auf freiem Fuße. Dann tritt die Wiesbadener Wahrsagerin Margarete Rocker vor das Schurgericht, eine etwa 60 Jahre alte Frau, die sehr aufgeregt ist; was sie sagt, ist verworren und absichtlich unklar. Sie war in Wiesbaden anscheinend der Mittelpunkt aller jener Kreise, die sich mit Geheimwissenschaft usw. befaßten. Sie kannte Frau Vogler seit 1929 und ist unterrichtet über den engen Verkehr der Angeklagten mit Franzosen und Marokkanern während der Besatzungszeit. Sie kennt die Affäre Holzhauer, will aber als engste Vertraute der Frau Sportamt „Kraft durch Freude". Heute folgende Kurse: Leichtathletik, Frauen undMänner: Von 19.15—20.30 Uhr, Universitätsfportplatz Am Kugelberg. Fröhliche Gymnastik und Spiele, Frauen: Don 20—21 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26; von 21—22 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26. Für die Kurse Reiten, Tennis und Kindergymnastik werden noch Neuanmeldungen auf der Ge- chäftsstelle, Schanzenstraße 18, angenommen. Kurze Sportnotizen. Zu den Olympischen Spielen ist im Reichssportverlag ein Amtlicher Führer erschienen, der alles Wissenswerte über die Olympischen Spiele enthält. Achter (7 Boote, Vorjahrssieger: Zelle Grünau): Zelle Würzburg; 2 Zelle Grünau, Boot I; Wiking Berlin, Boot I; 4. Zelle Grünau, Boot II; Zelle Mainzer RV.; 6. Wiking Berlin, Boot II; Erster Breslauer RV Das 29. Khönturnfest. 2. Zelle Grünau; 3. Zelle Würzburg; 4. Renngemeinschaft Berliner RV. 1876/Wiking Berlin. Doppelzweier (6 Boote, Vorjahrssieger: Berliner RK.): 1. Skullerzelle Grünau, Boot I; 2. Berliner Ruderclub; 3. Zelle Grünau, Boot II; 4. RG. Böllberg Halle; 5. RV. 1882 Frankfurt a. d. O.; 6. Tangermünder RC. Der Danziger Senatspräsident Greiser wurde bei seiner Rückkehr aus Genf, wo er vor dem Volker bunt) seine mutige und aufsehenerregende Rede gehalten hatte, mit überwältigender Begeisterung begrüßt, der beste Beweis dafür, daß Danzig restlos hinter den Ausführungen des Senatsprasidenten steht. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Vogler keine Ahnung von den Mordtaten gehabt haben, die heute Gegenstand der Anklage sind. Auch als belastende Briefe der Angeklagten verlesen werden, macht sie weiter ein unschuldiges Gesicht. Schließlich erklärt sie, alles gesagt zu haben, was sie weih. Die Vereidigung unterbleibt, da das Gericht den dringenden Verdacht der Mittäter» schäft äußert. Trotzdem bleibt auch diese Zeugin weiter auf freiem Fuße. Damit ist die Zeugenvernehmung abgeschlossen. In der bisherigen achttägigen Verhandlung wurde wohl eine Unmenge von Belastungen zusammengetragen, aber ein Geständnis der Angeklagten nicht erreicht. In dem Schlußgutachten der Sachverständigen entwarf Professor Dr. Hey (Frankfurt am Main) ein ausführliches Charakterbild der Angeklagten. Er stellt fest, daß keinerlei körperliche oder seelische Erkrankung vorliege. Was Frau Vogler hinsichtlich ihrer angeblichen Frömmigkeit getan habe, sei nichts als eine Ausbeutung äußerlicher kirchlicher Zeremonien, die sie dann mit einem Wust von Aberglauben vermengt habe. Sachverständiger Dr. Popp (Frankfurt a. M.) erklärte, daß es sich bei allen fünf, von den Giftmorden bzw. den Mordversuchen Betroffenen zweifellos um Thalliumvergiftungen handele. Das vollkommenste Krankheitsbild einer derartigen Vergiftung biete der junge Vogler. Bei dem alten Vogler fei die Frage einer Saponin-Einspritzung keineswegs von der Hand zu weisen. Auf abschließendes Befragen des Vorsitzenden erklärte die Angeklagte: „Ich habe niemand Gift gegeben, das alles ist mir ein Rätsel". Dann wird die Beweisaufnahme geschlossen. Am Donnerstag sprechen der Oberstaatsanwalt und der Verteidiger. Das Urteil wird voraussichtlich am Freitag verkündet werden. Das Bergfest auf dem Berg der deutschen Segelfliegerei. Im Vordergrund der Veranstaltungen des Fachamtes Turnen im Gau XII Hessen steht am nächsten Sonntag (12. Juli) das volkstümliche Turnfest auf der Wasserkuppe, das beliebte Bergfest der Hessen, das reichsbundoffen ist nicht nur für den Heimatgau Hessen, sondern auch für die benachbarten Gaue 6 (Mitte), 13, (Südwest) und 16 (Bayern). Es ist eins der schönsten deutschen Bergfeste, ausgezeichnet durch besondere Reize einer deutschen Mittelgebirgslandschaft. Auch in diesem Jahre werden die im DRL. geeinten Sportler und Turner, die auf den Berg zu frohem, friedlichem Wettstreit kommen, wieder Gelegenheit haben, die Flieger bei den Vorbereitungen zu dem demnächst beginnenden großen Segelflug-Wettbewerb zu sehen. Leichtathletik des Tv. Heuchelheim. Bei dem am vergangenen Sonntag in Corbach ausgetragenen Gaukampf Westfalen gegen Hessen, den Westfalen mit 22 891,56 Punkten vor Hessen mit 21 809,98 Punkten aewann, konnte Hans Reidel im 5000-Meter-Lauf hinter K e l m - Unna (Wests.) den zweiten Platz belegen. Keim, der in der 10-Bestenliste an dritter Stelle mit 15,24 Min. für 5000 Meter steht, kam hier nur auf 15.42 Min.; Hans Reidel auf 16,12 Minuten (eine Folge des starken Gegenwindes). Holzapfel-Münchhausen gab bei 3000 Meter etwa 100 Meter zurückliegend auf. Hans Reidel bewies mit diesem Lauf, daß er zur Zeit Hessens bester Langstreckler ist. dende Hilfsmittel zur Bekämpfung von Ischias und Muskelrheumatismus, Darmträgheit und Atemstörungen. 140 ausgezeichnete Photos und Skizzen machen die Hebungen für jedermann verständlich. — Dr. Karl Sie am ar Baron von G a - Idra: Deutscher Reichsspiegel. Männer und Bewegungen im Kampf für Reich und Gegen- reich. Leipzig, Verlag Hesse & Becker. Mit 69 Abbildungen. Preis geb. 12 Mark. — (164) — Dem Verfasser kommt es hauptsächlich darauf an, die Feinde des Reichsgedankens im Verlauf der deutschen Geschichte scharf herauszustellen. Es sind für ihn in der Hauptsache die Juden, die Freimaurer und die Jesuiten bzw. der Ultramontanismus. So liegt auch der Hauptakzent des Buches auf der Dar- tellung der Geschichte der neueren Zeit. Die drei genannten politischen Kräfte finden an Hand eines ehr umfangreichen historischen Materials eine sorg- ältige Eingliederung in den Gang der allgemeinen deutschen Geschichte. Für manchen Leser störend wirken wird die Zweiteilung des Buches in den eigentlichen Text und sehr umfangreiche Fußnoten, die einmal eine chronologische Darstellung und zuM andern Ergänzungen der bereits im Text behandelten Probleme geben. Flüssigkeit und Uebersicht- lichkeit des Buches werden durch diese Anordnung beeinträchtigt. Im übrigen ist das Buch besonders für die Erkenntnis der treibenden Kräfte in dev neueren Geschichte wichtig. — Christian Silberhorn: Recken und Strecken. 4. Auflage. 140 Photos und Skizzen. Verlag Knorr & Hirth, GmbH., München. Geh. 3.70 Mark, Seinen 4,70 Mark. — (144) — Silber- Horn war ein Vorkämpfer für die Ertüchtigung der Jugend. Sein Buch „Recken und Strecken" zeigt, daß eine Reihe bestimmter Erkrankungen auf mangelnde, zweckmäßige körperliche Uebung zurückzuführen ist und daß Besserung und Heilung von der Wiedergewinnung der normalen Funktionen unmittelbar abhängig sind. Durch Mangel an Uebung verlieren die Organe, Muskeln und Gelenke ihre normale Beschaffenheit und rufen Störungen im gesamten Organismus hervor. Diese Störungen zeigen sich hauptsächlich in der mangelhaften Leistungsfähigkeit des Atem- und Kreislaufapparates, durch Elaftizitätsverluft der Rippen, durch Unbeweglichkeit des Zwerchfells, durch Erschlaffung dcr Bauchmuskulatur. Die Tätigkeit des Herzens, der Lungen und der Verdauung wird dadurch beeinträchtigt. Vorzeitiges Ermüden, vermindertes Erholungsvermögen, Kurzatmigkeit, Darmträgheit sind typische Zeichen dafür. Als Gegenmaßnahmen hat nun Silberhorn ein System ganz einfacher, natürlicher, von jedermann leicht selbst auszuführender Körperübungen erdacht; zunächst für die selbstausgeführte Hausgymnastik Gesunder zur allseitigen Durcharbeitung des Körpers, ferner erprobte und in verständiger Zusammenarbeit mit Aerzten anzuwen- Der „Tour de France“, die berühmte Radrennfahrt durch Frankreich, begann am Dienstag zum 30. Male. Sie führt in 21 Etappen über eine Gefamtstrecke von 4442 km. 90 Fahrer standen am Start in Pans. (Presse-Bild-Zentrale-M.) Die deutsche Misterschasts-Aegalta. Eine glanzvolle Besetzung. lir. $ •'S* .nlrtS“"1 - aW Loßburger r nJ^ °e B.nlWmei Nätieit e Mtten $ei ħ vW denen sie ÄV LK •6unq c„n,e, w« tjjfe Parier cb^ au x QUs iiäd)un£n „il in h ’i? w 0(h ' "ahl IW dm w* lengro geM" flülem * war der Men, also il Sn ton?« limmltn- L-rkWst-n > d,er am ®lBl leien, DW uu faire, laisser ,Verrat" an 0 in den letzten l Streikhetz mit Paris so > ausgewiesen gegen die „pn ter die Somr Unmittelbar rund vier W tie riesenhaft den Leichtsinn keine ernsthaft Streikenden ff ten Fabriken des Akkardeon- streikender Sä Duette Gilbert reichs früheren Werte. Die ligt durch die mit ihnen machten, gab und den Lot dafür wieder erwartete al Arbeiterinnc Kartenspiel Es ist gern bei großen aber ebensi täte Kreise fflufter die jur offener chen nach i licher Betr Teilstreiks Festhalten durch die ( weiteren Streik ( Pläne der Gewiß n das Treuer dieses Erne genommen, auf einen ( nen. 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