Mahlung 'achmann ber 1936 i über: 1 «ehr? Das ' Fräulein!!" w /edesmal 1 >fl Zeitung ifl ist!" iwegung Giehen rem 8. cktober, im Saale Pabnhofstr. 43 We e im Jahre 1937h iiesbezüglichend igskurs i 20. Oktober ;beo, Goethe- 6340 0 iin mitgeteilt iaft Giefeen. 1936 ®tUn' ihr Kl"55611, F' ,193« *■%,*< A« 32. nen- twaa^ ^8*5- 2** ihi"9en, _ S »b; Met! 'S > 1. ?pnl^°rrllensbildung nicht in Frage. Einzelne Unterführer hätten gegen die ausdrückliche Anweisung der von ihnen vertretenen Gruppen für Starhem- berg gestimmt. Moskau droht mit offener Parteinahme für die Madrider Marxisten-Mgierung. Gowjetrussischer Schritt beim Nichteinmischungskomitee in London. L 0 nd 0 n. 8. Ott. (DNB. Funkspruch.) Lin Vertreter der Sowjetbotschaft in London Hal im $o- reign Office eine Entschließung seiner Regierung uberreichL Die Erklärung enthält zunächst eine Reihe von zweifelhaften Angaben, die eine Verletzung des Abkommens der Nichteinmischung beweisen sollen, und schließt mit der Drohung, „daß die Sowjetregierung sich, wenn die Verletzungen des Abkommens über die Nichteinmischung nicht unverzüglich aufhören, frei von den Verpflichtungen erachten wird, die sich aus dem Abkomme ergebe n.“ Die Erklärung war an den Vorsitzenden des Richteinmischungsausschusses, Lord Plymouth, gerichteL Der Ausschuß wird sie auf der nächsten Sitzung am Freitag behandeln. Aus Genf meldet Reuter, daß man die Drohung Moskaus, sich nicht länger an das Neutralitäts- abkommen gebunden zu fühlen, als außerordentlich ernst betrachte. Man nehme an, daß die Sowjets ihre Drohungen wahrmachen könnten, ohne Verzug die spanische marxistische Regierung offen zu unter st ühen. Lit- winow-Finkelstein sei schon schwer davon abzubringen gewesen, diese Frage in Genf aufzuwerfen; da aber der Völkerbund noch mindestens drei Tage zusammenbleibe, könne er vielleicht jetzt das Problem des spanischen Bürgerkrieges zur Sprache bringen. Die Folge der Einmischung in Spanien durch eine Macht seien unübersehbar. In jedem Falle gestalte die Drohung Moskaus d i e Stellung Blums in Frankreich außerordentlich schwierig, denn Blums be sie Waffe gegen den linken Flügel sei immer der Hinweis auf das Beispiel Moskaus in der Frage der Nichteinmischung gewesen. Seine Stellung könne aber unhaltbar werden, wenn Moskau nun offen Partei für die marxistische Regierung in Spanien ergreife. * Aus der Meldung ist zwar nicht klar ersichtlich, aus was für „Verletzungen" des Nichteinmischungsabkommens die Erklärung der Londoner Sowjetbot- scbaft anspielt, um sich von den eingegangenen Ver- pflichtunaen freizumachen und eine offene Unterstützung für die rote Regierung in Madrid einleiten zu können. Seit Monaten sind die Spalten der Weltpresse voll von Meldungen über Waffen-, Mu- nitions- und Flugzeuglieferungen der französischen Volksfront unter stillschweigender Duldung des mit Moskau verbündeten Kabinetts Blum, täglich laufen Nachrichten aus Spanien ein, daß dort die Sendboten des Bolschewismus die Leitung des roten Widerstandes gegen die auf allen Fronten vorrückenden nationalen Truppen übernommen haben. Aus Moskau importierte Propagandisten feuern im Rundfunk von Barcelona und Madrid die spanischen Anarchisten zur Vernichtung des spanischen Bürgertums an. Sowjetrussen sind die Anführer bei den scheußlichen Grausamkeiten, die täglich die Bevölkerung der noch von den Roten gehaltenen Gebiete in Schrecken setzt. Und da hat man in Moskau die Stirn, anderen Ländern den Bruch des Nichtein- mifchungspaktes vorzuwerfen, um einen billigen Vorwand zu haben, um in letzter Minute vor dem vollständigen Siege der nationalen Bewegung in Spanien den verzweifelt um ihre letzten Positionen kämpfenden spanischen Marxisten offen die Hilfe gewähren zu können, die man bisher nur hinter den Kulissen ihnen geboten hat. In London wird man dieser Heuchelei die gebührende Antwort nicht schuldig bleiben. Der Vormarsch aus Madrid. Paris, 8. Okt. (DNB. Funkspruch.) Wie der Sender La Coruna am Donnerstagfrüh berichtet, stehen die nationalistischen Truppenteile bereits 10 Kilometer vor Aranjuez. Der Gegner sei auf der Flucht nach Madrid. Er habe 10 Maschinengewehre und über 300 Tote zurückge- lassen. Die Flugwaffe habe bereits die Vorbereitungen für den Generalangriff auf Madrid eingeleitet. Der Sender Tetuan teilt mit, daß rote Truppen versuchten, den Gürtel um Malaga zu sprengen. Bei einem Angriff auf die Ortschaft Casares feien sie vernichtend zurückgeschlagen worden. An der Küste bei Cartagena hätten Goldverschiffun- gen auf ein russisches Schiff stattgefunden. Nur noch ein rotes Kriegsschiff, das O-Boot „BC" befinde sich im Mittelmeer. In Barcelona sei der frühere Minister Barnes erschossen worden. Der aus Santander geflüchtete Schriftsteller Con- rado B l a n c 0 berichtet, daß feit etwa 7 Wochen täglich durchschnittlich 20 Personen erschossen wurden. Im Hafen liege ein Schiff mit 1 2 0 0 Geiseln, das, um Fluchtversuche zu verhindern, mit einem Minengürtel umgeben sei. Das Volksgericht habe feine Macht; selbst im Falle eines Freispruchs bemächtigten sich Anarchisten der Angeklagten, um sie zu erschießen. Alle Warenlager seien geplündert. Täglich fänden Haussuchungen und Verhaftungen statt. DerKührerbeiderMünchenerTrauerfeierfürGömbös Die Trauerseier im Kaiserhos der Residenz. München, 7. Okt. (DNB.) Es war der Wille des Führers, die deutsche Trauerfeier für Julius von © ö m b ö s fo würdig und eindrucksvoll zu gestalten, wie es der hohen Stellung und der hervorragenden Persönlichkeit des ungarischen Regierungschefs, des bewährten Freundes unserer Nation, entsprach. Die edle Säulenhalle, die sich nördlich an den Kaiserhof der Residenz anschließt, bot hier den weihevollen Rahmen. Zu beiden Seiten des Katafalks, auf dem der mit der ungarischen Fahne und einem Rosenkranz, dem letzten Gruß der Witwe, geschmückte Sarg ruhte, hielten je drei Offiziere der deutschen Wehrmacht die Ehrenwache. Zu Füßen des Sarges lagen die Kränze der Angehörigen und der ungarischen Nation. Unter dem Befehl des Generalmajors von G ü n k e l rückten gegen 15.30 Uhr die Truppen in den Kaiserhof, in dem auf zehn hohen schwarzver- hüllten mit silbernen Lorbeerkränzen gezierten Pylonen Flammen loderten. Hier traten drei Kompanien Infanterie und eine Kompanie Flieger an. Die Lafette fährt vor, die den Toten auf feiner letzten Fahrt durch München aufnehmen sollte. Eine Batterie nahm in der Marstallstraße Aufstellung. Zur Trauerfeier hatte sich vor dem Sarge mit der Witwe, den beiden Söhnen und der Tochter des Verstorbenen eine große Reihe von ungarischen und deutschen Trauergästen eingefunden. Aus der Heimat des Verstorbenen waren gekommen als Vertreter des Reichsverwefers der königlich-ungarische Minister für Kultus und öffentlichen Unterricht, Dr. Bali n t v 0 n H 0 m a n , der Präsident des ungarischen Abgeordnetenhauses, Dr. Alexander von Sztranyavszky, der Chef des Ge- neralftabs, Generalleutnant von Ratz, mit einer Abordnung von sechs Offizieren des ungarischen Heeres, der königlich-ungarische Gesandte in Berlin, Sz10 jay, die ungarische Kolonie in München und Vertreter der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft. Der Führer und Reichskanzler war zur letzten Ehrung des Toten nach München gekommen. Nächst dem Führer standen die Reichsminister Freiherr von Neurath, Generaloberst Göring und Dr. Frick, die Reichsleiter Reichsstatthalter General Ritter von Epp und Oberbürgermeister Fiehler, ferner die bayerische Landesregierung, der stellv. Kommandierende General des VII. Armeekorps General der Kavallerie Freiherr von Weichs und der Kommandierende General des Luftkreises V Generalmajor Sperrte, sowie zahlreiche Offiziere und führende Persönlichkeiten aus Staat und Bewegung. Ferner sah man den italienischen Botschafter in Berlin Attolico. Das gesamte Münchener Konsularkorps und eine Abordnung des Münchener Fascios in Uniform. Der Führer und Reichskanzler entbot in stillem Gedenken dem Toten seinen Gruß und legte einen mit gelben Chrysanthemen gezierten Lorbeerkranz an der Bahre nieder. Noch einmal sprach er den Hinterbliebenen feine persönliche Anteilnahme aus. Mit dem Choral „O Haupt voll Blut und Wunden" begann die Trauerfeier. Nach der Traueransprache und dem Gebet des evangelischen Geistlichen intonierte das Musikkorps das °ieb vom „Guten Kameraden". Nachdem sich der Führer verabschiedet hatte,, fuhr die Lafette vor. Sechs Unteroffiziere nahmen den Sarg auf, und während die Trauerparade die militärischen Ehrenbezeigungen erwies, wurde der, Sarg unter den Klängen des Präsentiermarsches auf die Lafette gesetzt. Die ungarische Nationalhymne erklang. Und dann setzte sich der Trauerzug in Bewegung. Der Trauerzug. Er wurde eingeleitet von der militärischen Trauerparade. Hinter den Truppen marschierten paarweise Offiziere der SS., die die Kränze des Führers, des ungarischen Reichsverwesers, des ungarischen Abgeordnetenhauses und der Reichsregierung trugen. Die Lafette mit dem Sarg war zu beiden Seiten von den Sargträgern und den Trägem der Kränze der Angehörigen geleitet. Hinter dem Sarge folgten die Angehörigen. In der nächsten Reihe schritten die Reichsminister Freiherr v. Neurath und Generaloberst Göring, der königlich- ungarische Staatsminister v. H 0 m a n und der italienische Botschafter Attolico. Hinter ihnen schritten die übrigen Ehrengäste. Feierlich bewegte sich der Zug durch die Marstallstraße über die Maximilianstraße zur Perusa- und Maffei-Straße, über den Ritter-von-Epp-Platz zum Karlsplatz und durch die Bayerstraße zum Südbau des Hauptbahnhofs. In allen Straßen, von deren Häusern die Fahnen auf Halbmast wehten, standen die Menschen in ehrfürchtigem Schweigen. Die Ankunst am Hauptbahnhof. Vor dem Südbau des Hauptbahnhofes schwenkte die Wehrmacht ein. Die Kranzträger gingen an die Rampe. Die Lafette mit dem Sarg fuhr vor dem Königssalon vor. Die Menge entblößte das Haupt und erhob die Hand zum Gruß, als sechs Unteroffiziere der Wehrmacht den Sarg von der Lafette hoben, um ihn in den Königssalon zu tragen. Der Königssalon war würdig mit schwarzem Tuch und Lorbeerbäumen geschmückt. In den Ecken waren zwei ungarische Nationalfahnen und zwei Hakenkreuzfahnen angebracht. Während der Sarg in dem Königssalon auf den Katafalk gesetzt wurde und Offiziere der deutschen Wehrmacht am Sarg die Ehrenwache bezogen, sprachen Reichsaußenminister Fr eiherr von Neurath, Generaloberst Göring und andere den Hinterbliebenen ihr Beileid aus, die noch in stillem Gebet eine Zeitlang vor dem Sarge verweilten. Um 21.45 Uhr wurde, während die Offiziersehrenwache Spalier bildete, der Sarg von sechs Unteroffizieren der deutschen Wehrmacht zu dem schwarz ausgeschlagenen und mit Lorbeer sowie Blattpflanzen geschmückten Transportwagen getragen, während ihm Reichsstatthalter General Ritter von Epp und die übrigen erschienenen Herren das Geleit gaben. Nachdem der Sarg in den Waggon gehoben war, wurden von SA.- Männern die dem Dahingegangenen gewidmeten Kränze, voran das mächtige Gebinde des Führers und Reichskanzlers in den Transportwagen verbracht. Sodann fliegen die Familienangehörigen in den ungarischen Salonwagen, während Reichsstatthalter Ritter von Epp und General der Kavallerie Freiherr von Weichs, die dem Toten im Auftrage des Führers und Reichskanzlers von München bis zur Landesgrenze bei Freilassing das Ehrengeleit geben, mit ihrer Begleitung in einem Salonwagen der Reichsbahndirektton Platz nahmen. Der Trauerzug in Wien. Wien, 8. Okt. (DNB. Funkspruch.) Der Trauer- zug mit den sterblichen Ueberreften des ungarischen Ministerpräsidenten G ö m b ö s traf um 6 llhr morgens auf dem Wiener Westbahnhof ein und wurde dann auf den Ostbahnhof geführt. Dort hatte sich Bundeskanzler Dr. Schuschnigg, Staatssekretär für Aeußeres, Dr. Schmidt und Staatssekretär für die Landesverteidigung General Zehner mit einer Offiziersabordnung eingefunden. Eins Ehrenkompanie erwies dem verewigten ungarischen Staatsmann die militärischen Ehren. Dann legten Bundeskanzler Dr. Schuschnigg und Staatssekretär Zehner am Sarge Kränze in den österreichischen Farben nieder. Eine Musikkapelle spielte das Soldatenlied: „Ich hatt einen Kameraden." Ilm 8 Uhr verließ der Trauerzug den Wiener Ostbahnhof und erreichte kurz nach 9 Uhr die ungarische Grenze. Dank des Reichsverwesers an den Führer. Berlin, 7. Okt. (DNB.) Seine Durchlaucht der Reichsverweser von Horthy hat an den Führer und Reichskanzler nachstehendes Telegramm gerichtet: „In meinem sowie im Namen der ungarischen Nation danke ich aufrichtigst für die wohltuende Anteilnahme, welche Eure Exzellenz anläßlich des Ablebens des Ministerpräsidenten G ö m b ö s zum Ausdruck brachten. Die warme Würdigung, welche die Person des Verblichenen in Deutschland findet, wird von allen Ungarn dankbar empfunden. (Gez.) Horthy." Kleine politische Nachrichten. Die alte Kaiser- und Reichsstadt Goslar, dis im Januar 1934 vom Reichsbauernführer zum Verwaltungssitz des Reichsnährstandes bestimmt wurde, hat durch den Oberpräsidenten die amtliche Bezeichnung „R e i ch s b a u e r n st a d t Goslar" erhalten. * Neben den am Dienstag genannten Rednern der NSDAP, ist nunmehr auch der Gauinspekteur Ernst Holzkämper (Frankfurt a. M.) als Stoßtrupp-Redner bestätigt worden. Nach einer Uebersicht des Befehlshabers der Aufklärungsstrettkräfte sind in der Zeit vom 12.9. bis 4. 10. durch deutsche Kriegsschiffe und Dampfer weitere 228 Deutsche und 1118 Ausländer aus Spanien abtransportiert worden. Damit sind feit dem Ausbruch der spanischen Unruhen 5539 Deutsche und 9778 Angehörige anderer Staaten, insgesamt also 15 317 Flüchtlinge geborgen worden. ♦ Der frühere spanische Gesandte in Warschau Verrat v. Bona st re erhielt von General Franco die Ernennung zum Außenminister der spanischen Nationalregierung. Bonastre, der sich noch in Warschau aufhält, begibt sich sofort in feine Heimat. ♦ Die Regierung von Paraguay erklärt den Kommunismus als außerhalb des Gesetzes stehend. Jede Art kommunistischer Betätigung wird mit Gefängnis bis zu vier Jahren bestraft. Der Staatspräsident wird ermächtigt, für des Kommunismus Verdächtige zu einen Zwangsaufenthalt zu bestimmen oder die Landesverweisung anzuordnen. Der Moskauer Vertreter des „Petit Parisien" bestätigt die Verhaftung von Karl Radek- Sobelfohn im Zusammenhang mit der Trotzki- Angelegenheit. Der „Daily Herald" meldet, daß Ras Jmru, einer der engsten Mitarbeiter des Negus, Gore verlassen habe, und auf dem Wege nach dem Sudan sei. Die britische Regierung habe ihm erlaubt, sich in Uganda niederzulassen. S<ßOOO einer davon kann der Ihre sein! Um Gewinne im Gesamtwerte von RM 67 SSI 680.— -eht es bei jeder Preußisch-Süddeutschen Klaflen- lotterie Der Ziehungsvorgang — zu dem jeder Spieler Zutritt hat — zeigt die Genauigkeit und Zuverlässigkeit einer amtlichen Handlung, die jeden Irrtum ausschließt und die Rechte jedes Spielers wahrt. Der Haupttreffer der 5. Klaffe ist RM 1000000.— auf ein ganzes Los. 343000 Gewinne werden in 5 Klaffen auf 800000 Lose ausgespielt. Fast jedes zwette Los gewinnt also — schon ein Achtellos kann RM 100000.— bringen und kostet doch nur RM3.— je Klasse. Alle Gewinne sind einkommensteuerfrei. Die Ziehung der 1. Klasse der 48. Preußisch-Süddeutschen (274. Preußischen) Klassenlotterie beginnt am 20. Oktober 1936. Bei jedem staatlichen Lotterie-Einnehmer erhalten Sie, solange vorrätig, Lose und den amtlichen Gewinnplan. Der Präsident der Preußisch/^Süddeutschen Staatslotterie '(vxu/r: Aus aller Welt dein .. Ge- und auf diejenigen Dinge, die wir selber erzeugen, rade das Gaststättengewerbe, die Bäckereien Hotels können da Vorbildliches leisten. Der Transattantikflugverkehr mit Zeppelinen im nächsten Jahr. In Washington führte Dr. Eckener mit Tages wurde die elektrische Stromzufuhr mehrmals unterbrochen, da die Leitungsdrähte unter der Last der Schneemassen zerrissen. Auch in der Nacht zum Donnerstag hielt der Schneefall an. Den unerwartet frühen und ungewöhnlich heftigen Wintereinbruch sind zahlreiche Vögel zum Opfer gefallen. Das Wild kommt bereits aus den Bergen in die Täler. Aller Voraussicht nach ist auch weiter mit Schneefällen zu rechnen. Jahresschau des Gaststättengewerbes. In den festlich geschmückten Ausstellungshallen am Kaiserdamm wurde die Jahresschau für das Gaststätten- und Beherbungsgewerbe und das Bäcker- und Konditorhandwerk Berlin 1936 mit der Sonderschau „Die Küche der Welt" feierlich eröffnet. Reichshandwerksmeister Schmidt wies darauf hin, daß die Ausstellungen darauf abgestellt seien, den Weg zu höherer Leistung zu ebnen zum Dienst an der Nation im besten Sinne des Wortes. Auf dieser Schau zeigten rund 84 000 Betriebsführer ihre Leistungen, an denen rund 1,8 Millionen Schaffende mitwirkten. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley betonte die besonderen Ausgaben des Gaststätten- und Beherbergungsgewerbes, die das Gesicht Deutschlands dem Ausländer zuerst zeigten und stellte die Forderung auf, daß diejenigen Menschen, die die Ehre haben, Gäste zu bewirten, mit den höchsten Fähigkeiten ausgerüstet sein müßten. Es dürfe nicht sein, daß jeder Gelegenheitsarbeiter seine Mußestunden damit verbringt, Kellner spielen zu wollen, denn es handle sich hier um einen derjenigen Berufe, an die man den höchsten Maßstab anlegen sollte. Die Deutsche Arbeitsfront habe versucht, hier den Begriff M e i- st e r hineinzutragen, der daran denke, seinen Gästen etwas Neues zu bieten. Die Speisekarten sollten veränderlich sein und das Gericht als das angeben, was es wirklich sei. Kauft und verbraucht das, was wir haben! Lenkt den Geschmack stellvertretenden amerikanischen Handelsminister Johnson wegen der Durchführung der Trans- a t l a n t i k f l ü g e mit den deutschen Zeppelinen im nächsten Jahre ausgedehnte Unterhandlungen, in denen der stellvertretende Handelsminister sich dahin äußerte, daß die bisherigen Flüge des LZ „Hindenburg" dazu beigetragen hätten, der amerikanischen Oeffentlichkeit wieder Vertrauen in Luftschiffreisen zu geben. In der Verhandlung wurde auch die Anlage eines ständigen Luftschiffhafens er- Alexandria in Virginia in Frage. Nach Baltimore! hat Dr. Eckener eine Informationsreise unternom-1 men und sich die in Frage kommenden Landeplätze' angesehen. Bydlayalley im Staate New Persey, das ebenfalls in die engere Wahl gezogen war, lehnte Dr. Eckener nach einer Besichtigungsreise wegen ungünstiger meteorologischer Verhältnisse ab. Die Tlordattantik-Erkundungsflüge der Lufthansa. Kurz vor der Landung des Lufthansa-Flugbootes ,,A e o l u s" in Newyork wurde das zweite an den Nordatlantik - Post-Erkundungsflü- g e n beteiligte Dornier DO 18-Flugboot „Zephyr" von Bord des Motorschiffes „Schwabenland" ebenfalls aus dem Hafen von Horta nach Newyork abgeschossen. Der Abflug des „Zephyr" erfolgte von den Azoren etwa anderthalb Stunden vor der Landung des „Aeolus" in Newyork. Die Besatzung des „Zephyr", der ebenso wie „Aeolus" mit zwei Junkers Jumo 205-Schweröl-Motoren ausgerüstet ist, bestand wieder aus den Flugkapitänen Graf Schack und Blankenburg sowie aus dem Flugzeugfunker Ehlberg und dem Flugmaschinisten Eger. Die etwa 4000 km betragende Entfernung zwischen Horta und Newyork wurde in 18 Stunden und 46 Minuten zurückgelegt. Zur Zeit besinden sich also wieder die beiden Luithansaflugzeuge in Newyork, nachdem jedes der beiden Boote zwei Ostwest- und einen Westost-Flug über den Nordatlantik ausgeführt hat. Insgesamt hat die Lufthansa in den vier Wochen, über die sich siefe Versuche bisher erstreckten, sechs Mal den Nordatlantik überquert. Jedes Flugboot hat einmal den nördlichen Weg unmittelbar nach Newyork genommen und einmal den Flug über die Bermuda- Inseln ausgeführt. Alle Flüge sind bisher programmäßig verlaufen. Transatlanttkflug Neuyork — Stockholm mißglückt. Vjörkvall fet unverletzt und habe keinen Schaden Genommen. Das Schiff, das den Namen „Jmbrin" führt, wird den Hafen von Valencia anlaufen. 8 Tote beim Zusammenstoß zweier italienischer Bomber. Zwei italienische Bomber stießen bei einem Uebungsflug in der Nähe des Flughafens von Ferrara zusammen. Die aus 8 Mann bestehenden Besatzungen wurden getötet. Verkehrsunglück an einem Bahnübergang. Am Bahnübergang zwischen £)ber= und Nieder- kaufungen (Bezirk Kassel) ereignete sich ein schweres Verkehrsunglück, bei dem der Fahrer eines Fernlastzuges getötet und zwei Beifahrer schwer verletzt wurden. Der Fernlastzug, der, Don Helsa kommend, den Bahnübergang passieren wollte, hatte die Lichtsignale übersehen und wurde von dem im gleichen Augenblick die Straße befahrenden Güterzug erfaßt und vollkommen zertrümmert. Porto Alegre vorn Hochwasser bedroht. Die Ueberschwemmungskatastrophe in Porto Alegro nimmt immer größeres Ausmaß an. Das Hochwasser hat bereits das Stadtzentrum erreicht, so daß die Wohnstätten von schätzungsweise 30 000 Einwohnern in Mitleidenschaft gezogen sind. Der Eisenbahnverkehr ist unterbrochen. Ebenso mußte der Luftverkehr innerhalb des Staates Rio Grande do Sul eingestellt werden, da die Flugplätze überschwemmt sind. Die Unterbrechung des Verkehrs hat bereits zu einem erheblichen Lebensmittelmangel geführt. John hagenbeck 70 Jahre alt. In Colombo auf Ceylon vollendet John Hagenbeck, Sohn des Hamburger Tierhändlers Carl Hagenbeck, in diesen Tagen sein 7 0. Lebensjahr. John Hagenbeck ist der Senior der bekannten Hamburger Familie Hagenbeck. Durch Unternehmungsgeist und eisernen Fleiß gelang es ihm, sich ein bedeutendes Vermögen zu erwerben. Als Großtierfänger und -Händler hat der unternehmungslustige John Hagenbeck sich betätigt. Hunderte von Elefanten, Tigern, Leoparden usw. wurden von ihm nach allen Weltteilen versandt. Der Wintereinbruch im Allgäu. Im Allgäu fiel am Mittwoch ununterbrochen Schnee. Gegen Mitternacht war die Schneedecke bereits 30 Zentimeter hoch. Schneeverwehungen behinderten den Kraftwagenverkehr stark und machten ihn teilweise sogar unmöglich. Im Laufe des Mette» b? sickt des Beicbswetterdfenstes. Auo-wbeork Frankfurt. Durch den kräftigen Mittelmeerwirbel wird feuchte Warmluft über Südosteuropa nach Deulsch- : land verfrachtet, sie kommt an der unteren Kaltluft zum Aufgleiten und hat dabei stärkere Bewölkung bis in unser Gebiet vorgeschoben. Zu er- ; giebigen Niederschlägen ist es dabei in Deutschland । bisher aber nur im Alpen- und Schwarzwaldgebiet gekommen, die vornehmlich Schneefälle er« ! hielten. Wir verbleiben weiterhin an der Grenze zwischen dem nordwestlichen Hochdruckgebiet und dem Mittelmeerwirbel, wobei nach anfänglich weiterer Verschlechterung der Hochdruckeinfluß wieder zunehmen dürfte. Aussichten für Freitag: Vielfach dunstig und leicht bewölkt, zeitweise auch Niederschläge, bei östlichen Winden Temperaturen wenig geändert. Aussichten für «Samstag: Vielfach dunstig, sonst wolkig bis aufheiternd und nur vereinzelte Niederschläge, für die Jahreszeit zu kalt. Lufttemperaturen am 7. Oktober: mittags 6,9 Grad Celsius, abends 4,5 Grad; am 8. Oktober: morgens 1,8 Grad. Maximum 6,9 Grad, Minimum heute nacht 1,3 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 7. Oktober: abends 6,5 Grad; am 8. Oktober: morgens: 5,2 Grad. — Sonnenscheindauer 0,9 Stunden. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IX. 36: 9650. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. In einer Meldung der Funkstation von Valencia (im südwestlichen England) heißt es, daß der schwedische Atlantikflieger Björkvall, der am Dienstagmorgen zu einem O h »e h a l t f l u g N e u- york — Stockholm gestartet und über dessen «Schicksal einige Ungewißheit herrschte, von einem französischen Trawler gerettet wurde. Das örtert. Nach Dr. Eckeners Ansicht kommen dafür , Schiff teilt mit, daß es den Flieger an Bord und Baltimore und Bydlayalley in der Nähe vondas Flugzeug ins Schlepptau genommen habe. 6375A Volz befindet sich mit seiner großen Auswahl an Stoffen, Modewaren und dergleichen jetzt Marktstraße 27 Wer hat in der Zeit vom September 1933 bis 1. Oktober 1936 bei Manfred Volz, Gießen, Bahnhofstraße 2—4 gekauft? [Stellenangebote MM für einen gut verklui. Artikel gesucht. Größte sofortige Provisionszahlung. Schriftliche Än- gebote u. 6369D an d. Gieß. Anz. Tüchtiger Spenoletunö MMkm gesucht. 04598 M.MIj.M. bringen stets vorteilhafte Angebote Weizen-Auszugmehl i-kg- rn 21/2.kg.4 nr Type 405, mit 10% Ausl.-Weiz. Beutel UU Beutel LZu Weizen-Auszugmehl i-kg- /in 2%-kg-4 *c Type 405.................... 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Und in der Vorführung nn Theater ist diese Kußszene, die ja inzwischen durch d,e Hand des Schnittmeisters gegangen ist, noch kurzer Man sieht es ihr nicht an, daß wochenlange Vorarbeiten notwendig waren, um diese kleine Szene ausnehmen zu können - und darnach wieder wochenlange Bearbeitung, um das kurze Bild vorsuhrungssertig sllrs Filmtheater zu machen. Kunst, Wirtschaft und Technik müssen zusammenwirken, wenn ein Film entstehen °ll. Und wenn der Filmdarsteller sein Bestes gibt, um die Gestalt die er in seiner Rolle verwirklicht, so lebendig und lebenswahr wie möglich ZU nertorpern, fo8 disponiert der Filmkaufmann rechtzeitig die Geldmitteh die für den Film ebenso l-bensnot, wendig find wie das lebendige Spiel der Dar- st-ller Irren ist aber menschlich - es kommt doch 'manchmal vor! daß mir mit der Leistung eines Künstlers nicht zufrieden sind, es soll auch schon Wir kennen sie nicht, diese stillen Mitarbeiter am Filmwerk Abseits vom lauten Getriebe der Ate- üe's arbeit der 3H'"'^nite^l"^^Änn^uQn^^ im verdunkelten Raum zwischen Maschm-n und Instrumenten sein Schaffen^-lb^un-^r^mmer mal “beT'leiner Arbeit zu beobachten. In der Lehr- schau der Ufa in Neubabelsberg haben mir @e» legenhett, uns die Einzelheiten der Filmbearbeitung anzusehen. Die Manner an den K°pi-rm°schinen sind Spe- ri^sist-n nnn hohem Können, Hand- und Kopf- arbeite? zugleich, denn das Prazision-werl der Ma. schine führt mit peinlicher Genauigkeit aus, was die Hand des Meisters nach scharfer Beobachtung und rascher Ueberlegung von Fall zu Fall an Hebeln und Schaltern einstellt. In der Kopiermaschine werden jeweils ganze Akte von etwa 350 Meter Filmlänge kopiert, das find also ungefähr 18 000 einzelne Bilder, die beobachtet und auf richtige Belichtung eingestellt werden müssen. Amateurphotographen werden wissen, wieviel Sorgfalt das Kopieren von Entwicklungspapieren erfordert, wenn ein in jeder Beziehung befriedigendes Resultat erzielt werden soll. Beim Filmkopieren vervielfacht sich diese Sorgfalt und Aufmerksamkeit; denn die Bildqualität der einzelnen, rasch wechselnden Szenen im Filmband muß immer gleichbleiben. Flaue Bilder mitten im Film sind unmöglich, sie würden im Zusammenhang doppelt auffallen und dem Theaterbesucher das Zuschauen zur Qual machen. Außerdem wird bei einer Filmkopie gleichzeitig mit dem Bildnegativ das Tonnegativ kopiert — und wenn die Belichtung des Bildstreifens sehr oft wechseln muß, um ein ausgeglichenes Gesamtbild zu erhalten, so muß die Belichtung des Tonstreifens möglichst gleichmäßig gehalten werden, um eine dauernd gute Tonwiedergabe zu erreichen. So muß der Kopiertechniker unablässig beobachten, abstimmen und regulieren, um allen Voraussetzungen für eine technisch einwandfreie Tonfilmkopie zu genü= gen. In langen Reihen sind die einzelnen Maschinen im Kopiersaal aufgestellt, vor jeder Maschine sitzt der Meister, der sie bedient, mit gespannter Aufmerksamkeit. Von oben her, aus der Abwicklungstrommel, kommt das helle Band des noch unbelichteten Positivstreifens, vereinigt sich mit dem dunklen Band des Negativs und verschwindet mit diesem zusammen im Führungskanal, um belichtet zu werden. Gleich danach wird dasTonnegatio mit dem hellen Positivband vereint und kopiert. Viele Kilometer Filmband belichtet die Kopiermaschine Tag für Tag, Hunderttaufende von kleinen Einzelbildchen, die alle vom Kopiermeister beobachtet, abgestimmt und mit dem zugehörigen Ton kombiniert werden. Und wenn die Arbeit drängt, wenn Wochenschau und Tagesereignisse so schnell wie möglich vervielfältigt werden müssen, dann laufen die Maschinen ununterbrochen Tag und Nacht, und die Kopiertechniker arbeiten in drei« und vierfacher Schicht unermüdlich im abgedämpften Dunkelkammerlicht des Kopiersaals — unbekannte Mitschaf- fende am Film, deren hochwertige Qualitätsarbeit wir im Filmtheater für selbstverständlich halten. 3n AeuSabelsberg erzählt man sich... Filmanekdoten von Geno Oblischlaeger. In den Aufnahmepausen triffen sich die Mitwirkenden aller Filme, die in den Ufa-Ateliers in Neubabelsberg gedreht werden, in der Filmkantine. Da gibt's die allerneuesten Filmanekdoten zu hören: Leo S l e z a k kam kürzlich mal wieder nach München. Er kehrte in einem der bekannten „Bräus" ein und bestellte eine Maß. Während er den Gerstensaft schlürfte, wandelte eine Radiverkäuferin durch das Lokal und bot von Tisch zu Tisch ihre frischen Radis an, die bekanntlich eine bayerische Nationalspeise sind. Als sie näher kam, entdeckte Slezak plötzlich, daß er sie kannte; in seiner Jugendzeit hatte er mal ein „Gspusi" mit ihr gehabt. Sie trat, ohne ihn zu erkennen, an seinen Tisch und bot ihm ihre Ware an. Da sah Slezak sie lächelnd an und sagte: „Einst botst du mir ein Paradies — Jetzt bietest du mir ein paar Radis!" * Als Georg Alexander Anfang der Zwanzig war, besuchte er ein Wohltätigkeitsfest. Hier verkauften junge Damen u. a. Blumen zugunsten des guten Zwecks. Eine sehr hübsche junge Krankenschwester bot Alexander eine Rose an. „Was kostet sie?" fragte er. „Nach Belieben, mein Herr!" antwortete die Schwester. „Der Wohltätigkeit sind keine Schranken gesetzt." „Gut, ich zahle Ihnen zehn Mark für die Rose, wenn Sie mir versprechen, daß Sie mich pflegen, wenn ich einmal ins Krankenhaus müßte!" „Abgemacht! Ich verspreche es Ihnen! Ich werde Sie pflegen, wenn Sie in meine Abteilung kommen. Hier ist die schönste Rose, die ich habe. Nehmen Sie fte!1" „Danke. Hier ist das Geld. Aber jetzt müssen Sie Aus der Wett des Films. Wem gehört der Mm? Zum Abschluß des Internationalen Autoren-Kongresses Der Vorhang ist über dem 11. Internationalen Autorenkongreß gefallen. In vielen fleißigen Arbeitssitzungen, die nur dann und wann von gesellschaftlichen Veranstaltungen, Opern- und Schauspielabenden unterbrochen waren, ist die Tagesordnung bewältigt worden, und man ist auf dem Wege der wirtschaftlichen Sicherung dieses Künstlerstandes einen tüchtigen Schritt vorwärts gekommen. Vor allem ist es geglückt, einen Ausschuß, dem sechs Vertreter der Filmverfasser und sechs' Vertreter der Internationalen Filmkammer angehören, einzusetzen, um die sehr strittigen Fragen des Urheberrechts zu klären. Viele werden versuch sein, auszurufen: „Also wieder ein neuer Ausschuß — aber keine Tat!" und manche werden hinzufügen: „Ist es wirklich so wichtig, zu wissen, wem der Film gehört?" Und: „Was geht uns Außenstehende diese Rechtsfrage an?" Zunächst der Ausschuß. Gewiß: es ist wiedermal ein neuer Ausschuß gewählt worden. Auf dem Gebiet des Filmurheberrechts aber bedeutet dies eine Tat. Denn es ist eine Tat, wenn sich endlich die „feindlichen Brüder" des Films an den berühmten „runden" Tisch setzen. Den Laien wird dies wundern, weil er bisher der (durchaus richtigen) Meinung war, daß dem F i l m d i ch t e r ebenso viel Ehre und Recht gebührt wie dem Filmhersteller. Dem war aber bisher leider nicht so! Im Gegenteil: der Filmdichter war bislang die nebensächlichste Person bei der Herstellung eines Filmes. Kühn setzte sich der Filmhersteller über alle Forderungen des Filmdichters und Filmkomponisten, einerlei ob sie wirtschaftlicher oder künstlerischer Art waren, hinweg. Jetzt aber ist die Ebenbürtigkeit von Filmherstellern und Filmdichtern anerkannt. Ist das nicht ein Schritt vorwärts? * Ist es nun sehr wichtig, um die zweite Frage anzuschneiden, zu wissen, wem der Film gehört? Müßte diese Frage nicht überhaupt schon längst geklärt sein, da es doch schon seit Jahrzehnten einen Filmbetrieb gibt? Wie konnte man Filmwirtschaft treiben, wenn nicht einmal feststand, wem das „Handelsobjekt", wem die „Ware" gehört? Nun, man konnte sehr gut Filmwirtschaft treiben, indem man (siehe oben) sich über die Ansprüche der Filmdichter und Filmkomponisten hinwegsetzte und die Besitzfrage einseitig entschied. Diese Ansprüche der Filmdichter und Filmkomponisten konnten umso leichter „übersehen" werden, weil es unendlich schwer ist, gesetzlich wie auch tatsächlich fest zu um- reißen, wer der „Urheber" eines Films ist. Vergegenwärtigen wir uns kurz, was wir am An'ang eines jeden Filmstreifens zu lesen gezwungen sinb: eine schier endlose Reihe von Namen, die uns sagen wollen, wer das Drehbuch schrieb, wer die Ausnahmen leitete, wer Spielleiter war, wer den Ton steuerte, wer die Bauten errichtete, wer den „Schnitt" bewerkstelligte (der berühmte ,cutter’I), welche Her - stellungsgruppe am Werke war, welches K l a n g f i I m = Gerät benutzt wurde, wer die Kopie machte, wer den Verleih besorgt, wer den Weltoertrieb in Händen hält. Beginnt dann endlich der Film, bann hat man schon längst vergessen, wer den Film schrieb und die Musik schuf, wenn der Filmdichter überhaupt genannt worden war! Alle diese Personen beanspruchen nun, da sie ebenfalls mehr ober weniger schöpferisch tätig waren, bas — Urheberrecht; sogar bie Filmgesellschaft, obwohl sie eine juristische Person (Aktiengesellschaft ober G. m. b. H.) ist, forbert bas Urheberrecht, bas im Grunde nur ein Recht der schöpferischen Persönlichkeit ist. Das künstlerische Verdienst aller am Film tätigen Hersteller will der Filmdichter, will der Filmkomponist nun durchaus nicht abstreiten. Nur wenden sich beide dagegen, daß diese Hersteller auch Urheber des Films sein sollen. Die Gefahr, die sich hier erhebt, ist größer, als es den Anschein hat. Wird nämlich auf dem Gebiet des Films der Begriff Urheber so weit, wie vom Filmhersteller gewünscht, ausgedehnt, bann broht der Begriff „Urheber" auch auf anberen Gebieten bes Urheberrechts wankenb zu werden; nur ein kleiner Schritt wäre es dann noch, bis das ganze international festgelegte Urheberrecht (Berner Konvention) in sich zusammenbräche. Deshalb bemüht man sich seit langem, bie Frage des Filmurheberrechts dadurch zu klären, baß man versucht, zwischen einem Film werk unb einem Film banb zu unterscheiben. (So Rechtsanwalt Dr. Justus Koch in ber „Deutschen Juristenzeitung"). Diese Unterscheidung ergäbe bann einen Urheber bes Filmwerkes und einen Urheber bes Filmbanbes, womit schon viel gewonnen wäre. Es bestünbe bann ein „Schöpfungsrecht", das am „Werk", und ein „Verwertungsrecht", das am „Erzeugnis" haftet. Diese Zweiteilung ist keineswegs künstlich, denn auch beim Buch unterscheidet man seit langem grundlegend das Urheberrecht des Verfassers und das Verlagsrecht des Verlegers (Herstellers). Man sieht also, daß auch iuristische Begriffsbestimmungen, obwohl sie zunächst etwas wie Haar- Me die Kamera die Cethl on Vau 28 000 Auto - Kilometer, unzählige Fußmärsche und Ansitze bei Sonne, Regen, Schnee und Eis, 400 000 belichtete Schmalfilmbildchen, das sind bie äußeren Merkzeichen meiner brei Jahre bauernben „Expebition innerhalb ber beutfchen Lanbesgrenzen". Das Ergebnis aber bildet ber nur fertiggestellte Dortragsfilm „Kamerab Tier", ber jung und alt in Stadt und Land die Schönheit unserer Haustiere beutlich machen soll. Unenblich viele, beglückende Erlebnisse während der Aufnahmezeit säumen mir den Weg der Erinnerung, mancherlei komische sind dabei unb auch einige recht bittere. Am erstaunlichsten jedoch empfinde ich immer wieder die kaum vorstellbare Mannigfalt jener tierischen Daseinsformen, die wir Menschen — als Helfer und Freunde — zu uns herangezogen haben: von der Taube bis zum Pferd, vom Storch, zur Biene, vom Lämmchen zum treuesten aller Haustiere, dem klugen, schonen Hund. Die Welt der Tiere ist überall schön — nicht nur die ferne Welt der Tropen und des Unbekannten —, das schöne Tiererlebnis liegt ebenso in unserer Nähe; es umgibt häufig den städtischen Alltag und verklärt die zweckbedingten Verrichtungen ber bäuerlichen Tierhaltung. Eine Kuh wird gemolken, gewiß ein alltäglicher Vorgang; dennoch entdeckt die Filmkamera auch hier Interessantes und Schönes, zeigt eine kameradschaftliche Verbundenheit zwischen Mensch und Tier, zeigt Harmonie und Größe. Der starke, zottige Hofhund tollt übermütig verspielt mit einem jungen Menschen; der alte Bauersmann liebkost sein Pferd, das gleich ihm die langen Jahre des Weltkriegs kämpfend mitgemacht hat. Wie unterschiedlich sind die Haustiere im Süden und im Norden unseres Vaterlandes! Ich zog zur Frühlingszeit durch Niedersachsen, kehrte ein in den alten Heidehöfen, folgte mit der Kamera dem Schnuckenschäfer auf feinen Wanderungen, faß viele Stunden lang auf dem spitzen Dach der Dorfkirche, um ins Nest der Störche blicken zu können, erlebte die emsige Geschäftigkeit am Bienenzaun, filmte ins Innere der Wabenkörbe und „schnappte" schließlich die Bienenkönigin beim Eierlegen. Die düstere Größe der Moor-Einsamkeit, das weite Weideland der Marschenwiesen, wo zwischen Wassergräben Rinder und Kälbchen, Pferde, Schweine, Hühner und Enten hausen; — eine fpalterei aussehen, ihr Gutes haben. Unb es ist zu hoffen, baß ber neue Ausschuß nunmehr schneller zum Ziel kommt, bas Verdienst unb ben Verdienst am Film gerecht zu verteilen. Bleibt bie Frage, ob uns Außenstehenben biese Rechtsfragen etwas angehen? Drei Umftänbe bejahen diese Frage. Zunächst dürfen wir nicht teilnahmslos zufehen, wenn ein Berufsstand rechtlich benachteiligt wird. Dies zuzulafsen widerspricht der sozialen Pflicht der Gesellschaft, widerspricht vor allem dem sozialen Gebot der Volksgemeinschaft. Zum andern kann es auch uns, die wir am Film Genuß, Freude, Erbauung und Erhebung erleben wollen, nicht einerlei fein, ob es ben Filmbichtern wirtschaftlich gut ober schlecht geht. Das bedarf Feiner Ausführung. Zum dritten aber: indem die Urheber des Filmwerkes ein Schöpfungsrecht erlangen, können sie dieses dem Filmhersteller gegenüber ausspielen. Das bedeutet nichts mehr unb nichts weniger, als baß । Filmbichter unb Filmkomponist ihr künstlerisches ' Gewissen entscheibenb in bie Waagschale werfen können. Noch kürzer: bie Zeit ber „auf bie Masse wirkenben" Filme wirb halb vorüber sein. So kann schon aus biesem kulturellen Grunbe es uns nicht gleich sein, wem ber Film gehört. Dr. H. D. sfilm-Expedition. chen Haustiere belauschte. I 6ivp?r Drehung nach ©üben: Wir schauen von ben Schwarzwaldbergen aufs schwäbische Kornfeld und ziehen mit dem hochbeladenen Erntewagen über ben Ackerweg. Wir kommen nach Franken unb Bayern, erleben auf bem großen Gutshof bie Buntheit ber Truthühner unb ber Pfauen, genießen die herrlichen Galoppsprünge eines Schimmelhengstes, steigen mit einem Maultier durch den Bergwald alpenaufwärts zur Sennhütte, besuchen die rotbunten Jungrinder der Hochalm. Die Kamera greift aber nicht nur in die Weite; sie verbirgt sich plötzlich zwischen den Grashalmen des Erdbodens, erschließt uns das Wunderwerk eines Gänseschnabels als Schöpfkelle und Greifzange, enthüllt uns den satten Glanz im Auge eines ganz jungen Entleins. Hauskatzen liebe ich besonders; ich habe sie in Stadt und Land gefilmt, bei Spiel und Schlaf, wehrhaft und zärtlichkeitsbedürftig. Daß eine ausgewachsene Katze friedlich zusammen mit Küken frißt, ist ebenso wenig verwunderlich, wie die Tatsache, daß eine Dackelhündin junge Kätzchen betreut, wärmt, putzt und mit Muttermilch ernährt; es gibt innige Freundschaften zwischen den Haustieren. Mein allerfchönstes Erlebnis waren die Frühlingswochen im Kehdinger Land, droben an ber । Elbmünbung, als ich Stunbe um Stunde im hohen Gras lag, umgeben von vielen Mutterstuten mit ihren Fohlen. Aus ber Stille ber menfchenunberühr- fen Natur wuchs im übermütigen Spiel der drei und vier Tage alten Pferdchen die reine, klare ßebensfeligfeit. Und als ich bann nach Berlin zurückkam, erschloß mir ber Schäferhund Harras die höchste Form der Kameradschaft zwischen Mensch und Tier. Harras ist ein Blindenführerhund, ist in kaum vorstellbarer Vollkommenheit der Helfer und Freund eines blinden Menschen. Die Kamera folgte den beiden durch bie Großstadtstraßen und durch den Grünewald; sie stieg hinauf auf den Derkehrsturm am Potsdamer Platz, und meine Bilder zeigen nun, wie sicher das Tier den blinden Mann an allen Fährnissen vorüberführt. Solch eine Hilfe ist weit mehr als nur Dressur; sie ist Kameradschaft und bewußte, treue Liebe auf beiden Seiten. Die Liebe, die wir Menschen unseren tierischen Lebensbrüdern schenken, strahlt als Beglückung doppelt schön auf uns zurück. Msik nach der Stoppuhr. 33on Armin Kröhnke. Weshalb gehen wir in eine Oper ober eine Operette? Zweifellos um uns von ihrer Musik erbauen, erfreuen unb erheitern zu lassen, benn bas Wort kommt ja bei all biefen Tonschöpfungen erst in zweiter Linie. Können wir ben Wortlaut bes Textes manchmal nicht genau verstehen, so ist bas auch meist kein großes Unglück. Wagner — Verdi — Strauß und wie bie Namen ber großen Komponisten sonst noch lauten mögen, finb uns zu Be- griffen geworden — zu musikalischen Begriffen. Man sagt: Dieser hat eine Oper ober eine Operette komponiert, unb jener schrieb ben Text. Die Musik ist bas Ursprüngliche — ber Kern bes ganzen Werkes. Der Tonfilm mit seinen eigenen Bedingungen wirft die bestehende Ordnung über den Haufen und fordert für sich eine vollständige Um- ffellung der Musikschaffenden. Er kehrt alles, was für Oper und Operette gilt, in das Gegenteil um. Bei ihm ist die Handlung des Films das Ursprüngliche, gleichsam der Stamm, um den sich die Musik zu ranken hat. Sie dient dazu, die 'Filmhandlung zu verzieren, zu untermalen, ihr musikalische Glanzlichter auszusetzen. So ist das Wort „Musik nach der Stoppuhr" keineswegs eine groteske lieber« treibung. Da sich Handlung und Musik einer Szene bezüglich ihrer Zeitdauer genau decken müssen, benützt man meistens die Stoppuhr zur genauen Kontrolle. Ja, häufig kommt es sogar vor, daß sich der Regisseur bei seinem Komponisten meterweise Musik bestellt. Ist a. B. bei einer Szene irgendwie die Handlung geänoert und die Szene dadurch länger geworden, so muß natürlich auch die zu der Szene gehörende Musik mit dieser Verlängerung Schritt halten. Der Regisseur geht also zu seinem 1 Komponisten und sagt: „Ich brauche für die und die geänderte Szene soundsoviel Meter (bzw. Sekunden) Musik mehr als bisher." Aufgabe des Komponisten ist es nun, sich die verlangte musikalische Aenderung, in Tonstreifenlänge und Zeitdauer genau mit dem Bildstreifen der Szene übereinstimmend, möglichst schnell „aus dem Aermel zu schütteln", ohne durch die Aenderung jedoch die bisherige Schönheit der Musik zu beeinträchtigen. Daß dies nicht gerade sehr einfach ist, wird auch dem Laien leicht verständlich sein. Wie ist nun die technische Durchführung von Aufnahmen, bei denen man im Bilde die Erzeuger der gehörten Musik, sei es nun einen Sänger, ein Orchester ober Chor, beim Musizieren sieht? Bei ben vielen Proben und Wieberholungen, bie bei ieber S^ene nötig sind, bis diese wirklich publikumsreif ist, wäre es undurchführbar, den Sänger ober den Chor jedesmal fingen bezw. das Orchester immer wieder von neuem spielen zu lassen. Um die vielen Fehlerquellen, die damit verbunden wären, zu vermeiden, nimmt man die ganze Musik hinter- einartöerroeg zuerst nur mit Ton auf. Werden dann die verschiedenen Szenenbilder gedreht, fo sucht man ben Tonstreifen mit ber jeweilig zu ber Szene gehörenden Musik heraus und reproduziert diese durch das Play back. (Play back heißt übersetzt: zurückspielen. Sinngemäß also: wiederholen). Während also die Musik durch den Lautsprecher des Play back in voller Lautstärke ertönt, brauchen die im Bilde sichtbaren musizierenden Künstler nur zu markieren oder mit halber Stimme mitzusingen. Selbstverständlich muß der Sänger (wie beim Synchronisieren) genau darauf achten, daß seine Mundbewegungen mit den ertönenden gelungenen Worten exakt übereinstimmen. Mit am schwierigsten sind daher wohl auch Revueszenen mit singenden Girls zu drehen, da bei diesen Aufnahmen dreierlei verschiedene Momente genau zur lieber- einftimmung gebracht werden müssen: Tanzschritt, Gesang und Orchester. Bei derartigen Aufnahmen ist es die Aufgabe bes Ballettmeisters, sich bie einzelnen Phasen bes Tanzes so auszudenken, baß biefe erstens schön in Bewegung unb Stil finb, zweitens rhythmisch genau dem Text der Musik folgen und drittens in der Ausführungsdauer sich genau mit der Länge der Szene decken. mir doch noch Ihren Namen nennen!" „Ich heiße Schwester Jngeborg." „Und wo sind Sie tätig?" „Im Entbindungsheim des Cäcilien - Krankenhauses!" * Heli Finkenzeller besuchte in Garmisch- Partenkirchen, als sie dort zu den Außenaufnahmen des Films „Weiberregiment" weilte, ein Hotelfest, dessen Clou eine reichhaltige Tombola war. Als ein Hotelgast auf das Los Nummer 13 den Hauptgewinn zog, sagte Heli Finkenzeller gratulierend: „Solch ein Glück möchte ich auch einmal haben, auf Nummer 13 den Hauptgewinn zu bekommen!" Da lächelte ber biedere Herr verschmitzt und antwortete: „Das ist kein Glück, sondern Berechnung!" „Berechnung!? Wieso?" „Freilich! Heute haben wir den 7., unb ich wohne Zimmer Nr. 5, unb ba habe ich mir gesagt: Nimmste Nummer 13, bann geroinnfte! Unb richtig bie Dreizehn hat gewonnen!" * Im Filmatelier gibt’s mitunter Krach. Die Hochspannung, bie wegen ber anstrengenden Arbeit in ber Lust liegt, überträgt sich auf bie Gemüter. Man ist leicht gereizt; aber man meint es beileibe nicht böse unb nimmt’s auch nicht so wichtig ... Solch .einen kleinen Krach hatten mal Hans M o - f e r unb Paul Horbiger. In ber Aufnahmepause gehen sie in bie Kantine unb kommen überein, bie Geschichte burch einige Schnäpse aus ber Welt zu schaffen, zu benen Hörbiger, weil er zugeben mußte, angefangen zu haben, Moser einlaben sollte. Willy Fritsch kam an ihren Tisch, erfuhr, was geschehen war, und fragte: „Na, und jetzt ist alles wieder in Ordnung?" „Bis hierhin", antwortete Moser, auf feinen Magen deutend, „bin ich schon wieder versöhnt; aber hier oben bin ich noch beleidigt!" Karl Ludwig Diehl trifft einen Kollegen, der es zu nichts Rechtem gebracht hat, weil er nicht viel für bie Arbeit übrig hat. Schließlich meint er zu Diehl: „Da hilft eben weiter nichts als Abwarten und Teetrinken!" Worauf Diehl antwortet: „Mir scheint, du gc- hörst zu ben Menschen, die sich an das Teetrinkei, für zeitlebens gewöhnt haben!" Kunst und Wissenschaft sprach für das österreichische Bundesministe- Aus den preußischen Rachbargebieten Die es Wirtschaft einige Elektrowerte. Etwas schwächer waren weiter der in diesen Tagen das 87. Architekt Alwin ©eifert, Lichtbilderoortrag über das Cornelius G u r l i t t, Lebensjahr vollendet. n o n i rium. Lpd. Tagen hingen Oie Kriegsdichter am Ehrenmal in Berlin. ZU ihrem ersten Treffen in Berlin weilenden nements konnte er allerdings nichts anfangen, da er von keinem Verlag als Werber angeftellt war. unter einem klingenden Namen vorstellte, angab Werkstudent zu sein und eine Zeitschrift zum Abonnement anbot. Mit dem Abschluß eines Abon- Studentisches Verbindungsheim wird Sportheim. Falscher Student. Festnahme eines Betrügers. Frankfurt a. M., 7. Okt. In den letzten hat in verschiedenen Frankfurter Haushal- ein junger Mann vorgesprochen, der sich Zinsoergütungsscheine und 6proz. zert. Dollar- Preußen etwa behauptet. Von Auslandsrenten waren Ungarn Gold wieder fester mit 14,30 bis 14,60 (13,90), 1914er plus 0,40 v. Sy, dagegen 4Vr v. Sy Irrigations-Mexikaner 10,70 (11). Im Verlaufe ergaben sich am Aktienmarkt überwiegend weitere Besserungen von etwa 0,25 bis 0,50 d. Sy, das Geschäft war jedoch ruhiger. Später blieben die Kurse auf dem höchsten Stand ziemlich behauptet, nur ZG. Farben 172,90 nach 173,50, AKU. 95,50 nach 96, aber anfangs 94,75. Fest lagen Schiffahrtswerte, Hapag und Nordd. Lloyd je 16,50 nach 15,90. Die spater notierten Werte lagen überwiegend fester, schwächer jedoch Chade A—C mit 427 (433) und Bemberg mit 98,50 (99). Am Rentenmarkt kamen Altbesitz mit 116,90 bis 117,25 (116,70) zur Notiz. Ungarn Gold später etwa 14,40 bis 14,50 nach 14,60 bei sehr kleinen Umsätzen. Rumänen und Mexikaner lagen schwächer. Goldpfandbriefe und Stadtanleihen unverändert, Liquidationspfandbriefe etwas uneinheitlich. Industrie-Obligationen wenig verändert. Im Freioerkehr nannte man: Adlerwerke 102,50, Wayß & Freytag 124 bis 124,50, Pokorny 112, Auto-Union 120, DDM. 139, Growag 84. Tagesgeld unverändert 2,50 o. Sy Abendbörse behauptet. An der Abendbörse lagen die Aktienkurse zumeist gut behauptet. Gegen den Berliner Schluß überwogen mäßige Besserungen von 0,25 bis 0,50 v. Sy, besonders für Montan-, Schiffahrts- und im Gedenken der Kameradschaft der Front und in Dankbarkeit für die Rückgewinnung deutscher Wehrhaftigkeit das Gelöbnis unwandelbarer Treue." Der Führer hat auf dieses Telegramm mit folgenden Worten erwidert: „Den in Berlin vereinten Dichtern des Krieges danke ich für das mir telegraphisch übermittelte Treuegelöbnis. Ich erwidere Ihre Grüße in kameradschaftlicher Verbundenheit." An den Stellvertreter des Führers hat der Reichskriegsopferführer das folgende Telegramm gerichtet: „Ihren Frontkameraden grüßen die in Berlin vereinten deutschen und auslandsdeutschen Dichter des Krieges in alter Verbundenheit." Rhein-Mainische Börse. rNitlagsbörse: Aktien fest. Frankfurt a. M., 7. Okt. Die Börse war bei etwas größeren Umsätzen als am gestrigen Tage am Aktienmarkt fest. Besondere Nachfrage fanden am Montanmarkt Eisen- und Stahlwerte auf den Bericht über die Marktlage. Speziell lebhaft und fest waren Vereinigte Stahl mit 116,25 bis 117,40 (114), wobei auch Abschlußerwartungen mitsprachen. Buderus stiegen auf 118 bis 119 (116,25), Klöckner auf 125,50 bis 126,50 (123), Mannesmann und Rheinstahl um je 1,50 d. Sy, während Hoesch mit 116,40 bts 116,75 (116) etwas zurückblieben. Höher waren ferner Ilse Genuß mit 141,65 (140,50) und Otavi Minen bei größeren Umsätzen mit 39,50 bis 39,75 (39,25). Von chemischen Werten erhöhten sich IG. Farben auf 172,50 bis 173,50 (171,25), Deutsche Erdöl auf 141,75 (139,50), Metallgesellschaft auf 142,75 (141) und Rütgers- werke auf 137,75 (136,75), dagegen gaben Scheide- anftalt auf 272 (273) nach. Elektroaktien verzeichneten meist Erhöhungen von 1 v. Sy, Gesfürel etwas mehr erhöht mit 144,25 bis 144,75 (142,75), dagegen ließen Siemens auf 196,90 (197,75) nach. Kunstseide AKU. nach der Abschwächung von gestern abend auf 94,75 (93) erholt. Zellstoffaktien lagen bei Abweichungen von 1 v. Sy uneinheitlich. Schifffahrtsaktien zogen weiter bis 0,65 v. Sy an, ferner gewannen Cement Heidelberg 1 v. H. auf 154, Hanfwerke Füssen, Reichsbank, Daimler und Moe- nus Maschinen bis 0,75 v. Sy, wogegen Westdeutsche Kaufhof auf 55,65 (56,75) nachgaben. Am Rentenmarkt war das Geschäft klein, Kommunal-Umschuldung 88,50 (88,60), Altbesitz itwa 117 (116,70). Späte Schuldbuchforderungen, Motorrad fährt in eine Gruppe junger Männer. Zwei Schwer- und ein Leichtverletzter. Oppenheim, 7. Okt. (LPD.) Am Ortseingang von Dienheim fuhr der Motorradfahrer Adam Spieß aus Nierstein in eine Gruppe junger Männer, die auf dem Bürgersteig beisammenftanden. Dec Motorradfahrer war von einem entgegenkommenden Auto geblendet und kam dadurch von der Fahrbahn ab. Von den jungen Männern wurde der 24- jährige Jakob H e i l m a n n von dem Motorrad erfaßt und einige Meter weit mitgeschleift. Er trug einen Beinbruch, Armoerletzungen und einen leichten Schädelbruch davon. Der Motorradfahrer erlitt ebenfalls einen Schädelbruch, fein Soziusfahrer dagegen wurde nur leicht verletzt. Die beiden Schwerverletzten wurden ins Mainzer Krankenhaus gebracht. deutschen Kriegsdichter ehrten das Andenken der gefallenen Kameraden des Weltkrieges mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmal Unter den Linden. Der Kranzniederlegung wohnten der Reichskriegsopferführer Oberlindober, Amtsleiter Dr. Stang von der NS.-Kulturgemeinde und Obergebietsführer Dr. S t e l l r e ch t von der Reichsjugendführung bei. Anschließend folgten die Kriegs- Lichter einer Einladung des Reichskriegsopferführers in das Reichstagsgebäude, wo sie die NSKOV.-Aus- stellung „Die lebende Front" besichtigten. Der Reichskriegsopferführer hat im Auftrag der Kriegsdichter folgendes Telegramm an den Führer gesandt: „Die als Gäste der Reichshauptstadt zu einem Treffen in Berlin vereinten Dichter des Krieges entbieten ihrem Führer und Reichskanzler und Wasserbau". Er sprach über seine Tätigkeit und Erfahrungen als Sachbearbeiter des Generalinspektors Dr. Todt und berichtete über die Anpassung der „Straßen des Führers" an das deutsche Landschaftsbild im Sinne der Bestrebungen des Heimatschutzes. Die eigentliche Tagung wurde durch den Vorsitzenden Landeshauptmann Haake mit einem Gedenken an den Führer eingeleitet. Der Deutsche Bund Heimatschutz sei heute bereits eine Instanz, deren Rat gehört und geachtet werde. Hierauf begrüßte der sächsische Innenminister Dr. Fritsch die Tagung im Auftrage des Reichsstatthalters Mutfchmann und des Reichsministers Dr. Frick. Im Auftrage des Reichserziehungsministers Rust übermittelte Ministerialrat Dr.-Jng. e. h. H i e ck e die wärmsten Wünsche. Hofrat Dr. Karl Gian- Im Charlottenburger Schloß empfing Reichserziehungsminister Rust die Kriegsdichter. In feiner Ansprache führte der Minister die Dichter in großen Zügen durch entscheidende Augenblicke der deutschen Geschichte. „Sie, meine deutschen Dichter", so schloß der Minister, „haben in ihrer stillen Arbeit Sinn und Opfer des großen Krieges den kommenden Generationen erhalten. Die Jugend wird Ihr Werk nicht nehmen, um sich daran kriegerisch zu begeistern, sondern um den Sinn des Opfers zu verstehen und mit gleicher fanatischer Begeisterung die Fahne der deutschen Zukunft vorwärts zu tragen." Reichswettkampf der Studenten eröffnet. In Berlin sprach Obergebietsführer Axmann auf der ersten Sitzung der Gaufachgruppen- und Reichsfachgruppen-Leiter des NS.-Studentenbundes über den Reichswettkampf der Werktätigen und der Studenten. Die deutsche Jugend verherrliche keine falsche Romantik; es gelte vor allem, den Facharbeitermangel gu beseitigen, wozu der Reichswettkamps die geeignetste Maßnahme sei. Der Redner wandte sich dann dem Reichswettkampf der Studenten zu. Es müsse ein Bündnis d e r Tat zwischen dem Arbeiter der Stirn und dem Arbeiter der Faust entstehen. „Heute", erklärte der Redner, „eröffne ich den Berufskampf der Studenten, der in seiner Richtung von den Grundsätzen der Partei bestimmt wird. Hier im Lager soll mit den Vorbereitungen für den Wettkampf begonnen werden, und zwar wird sofort eine großzügige Werbung unter den Studenten beginnen, um den praktischen Beginn des Wettkampfes am 15. November zu garantieren. Am 15. Februar 1937 wird der Wettkampf der Studenten abgeschlossen sein, während an diesem Tage der Ortswettkampf der Werktätigen beginnt. Ich glaube, daß auch in diesem Jahre wieder die Leistungen der Studenten so gut wie im vergangenen Jahr sein werden, damit sie der Staat verwerten kann. Marburg,?.Okt. (LPD.) Das Haus des ATV. K u r h e s s e n ist zu dem Sportheim der Gauführerschule des Sportgaues Hej - s e n eingerichtet worden und dient den jeweiligen Lehrgangsteilnehmers als Wohn- und Aufenthaltsraum. Bei der Überlassung des Hauses handelt " München, hielt einen Thema „Natur und Technik im deutschen Straßen- Kunstseide AKU. mit 93,40 bis 93,13 (94,50). IG. Farben blieben mit 173,25 bis 173 (173) behauptet. ... ...... . 1 Das Geschäft hatte allgemein keinen besonderen Um-!Er versuchte jedoch, in jedem Falle Geld als Bei- R 19 173 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Braugerste 232, Futterhafer ohne Angebot. Weizenmehl Type 790 W 13 28,00, W 16 28,10, W 19 28,10, W 20 28,45, Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Fracht-Ausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W 19 11,10, W 20 11,20, Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlen- station, Sojaschrot —, Palmkuchen —, Erdnußkuchen —, Treber 16,50, Trockenschnitzel —, Heu 5,00 bis 5,50, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreht oder gebündelt 2,20. Tendenz: ruhig. Frankfurter Pferdemarkt. Frankfurt a. M., 7. Okt. Bei geringem Auftrieb — insgesamt etwa nur 200 Pferde — war der Handel schleppend. Die Beschaffenheit der Pferde war, mit Ausnahmen, im allgemeinen nicht gut. Die Preise bewegten sich auf der gleichen Höhe wie beim letzten Markt. Schlachtpferde waren bet ungenügendem Angebot gesucht. Der nächste Pferdemarkt findet am 1. Dezember statt. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 8. Okt. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb 146 Rinder (73 Ochsen, 10 Bullen, 40 Kühe, 63 Färsen), 558 Kälber, 187 Schafe, 220 Schweine. Es kosteten: Kälber 45 bis 80 Mark, Lämmer und Hämmel 45 bis 58, Schafe 35 bis 48, Schweine 51 bis 57 Mark. — Marktverlauf: Rinder und Schweine wurden zu- geteilt, Kälber langsam, Hümmel und Schafe schleppend. Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 812: Reichsgüterkursbuch Winter 1936/37 liegt vor und kann auf der Kammer eingesehen werden. — 813: Weitere Heraufsetzung des RM.-Kurses im niederländischen Reisescheckverkehr. — 814: Einführung neuer Ausnahmetarife. Hilfe zu seinem Studium zu erhalten. Um seins Studenteneigenschaften glaubwürdig zu machen, trug er Bierzipfel und wies daraus hin, daß man sich über ihn beim NS.-Studentenbund erkundigen könne. Die von ihm aufgesuchten Personen kamen so auf den Gedanken, er sammele für den Stuben- tenbunt). In Wirklichkeit handelt es sich um einen 21jährigen jungen Mann aus Pforzheim, der nunmehr auf frischer Tat ertappt und feftgenom* men wurde. Mutter und Tochter durch Kohlenoxydgas vergiftet. LPD. Limburg, 7. Okt. Im benachbarten Mensfelden fand man am Dienstag gegen Mittag, als sich in dem Anwesen bis dahin nichts geregt hatte, beim Aufbrechen der Türen die beiden Bewohner tot in ihren Betten vor. Es handelt sich um die 41 Jahre alte Witwe Emilie Mül- l e r und ihre 15jährige Tochter. Der Tod ist wahrscheinlich auf Kohlenoxydgas zurückzuführen, die einem im Zimmer stehenden und erstmals benutzten Ofen entströmten. Der Ehemann der Witwe fand um die gleiche Zeit vor sechs Jahren den Tod durch Huftritt eines Pferdes. Kreis Dehlar. T Wißmar, 8. Okt. Am Dienstag, 20.30 Uhr, entstand im Haufe des Landwirts Hermann Wagner, Schulstraße, ein K a m i n b r a n d. Glücklicherweise war es windstill, sonst wären durch den stursten Funkenflug die anliegenden Scheunen gefährdet gewesen. Die Kaminschieber im Hause waren in Ordnung, so daß im Hause keine Gefahr bestand. Die Feuerwehr brauchte nicht in Tätigkeit zu treten. — Gestern wurden am hiesigen Bahnhof durch die Bezugs- und Absatzgenossenschaft A e p f e I verladen. Es wurden für Tafelobst 20 RM., für Wirtschaftsobst 10—14 RM. pro Zentner bezahlt. sich zunächst um einen Mietvertrag. Oer Blumenschmuck-Wettbewerb der Reichsbahn. 700 Preisträger im Reichbahndirektionsbezirk Frankfurt. Frankfurt a.M., 7. Okt. (LPD.) Die diesjährige Beteiligung am Blumenschmuckwettbewerb der Deutschen Reichsbahn war doppelt so stark wie im vergangenen Jahr. Die 40 Preisträger der ersten Preise verteilen sich wie folgt auf die Betriebsämter: Neuwied II 5, Betzdorf, Frankfurt II, Gießen II und Limburg je 4 Träger des ersten Preises, Frankfurt I 3, 5 r i e b » berg 3, Hanau 3, Lauterbach und Wetzlar I ebenfalls je 3 Preisträger. Die ersten drei Preisträger haben außer der Auszeichnung der Reichsbahngesellschaft nock Preise des Bezirksverbandes der Eisenbahner erhalten. Es sind diele drei ersten Preise entfallen auf die Schmuckanlage am Bahnhof Salzhausen, auf den Block Romsthal bei Schlüchtern und auf den Bahnhof Offenbach. Verhaftungen wegen Fleischschiebungen. LPD. Frankfurt a. M., 7. Okt. Die Justizpressestelle Frankfurt a. M. teilt mit: Seit einiger Zeit laufen in der Stadt Gerüchte über Fleisch« schiebungen bei dem Frankfurter Schlacht- und Viehhof um. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei haben dieserhalb ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, in dessen Verlaus mehrere Verhaftungen erfolgten. Sachdienliche Angaben sind an die Kriminalpolizei zu richten. Tagung für Denkmalspflege und Heimatschutz. Sn diesen Tagen findet in Dresden die vorn Deutschen Bund Heimatschutz und dem Deutschen Denkmalspflegetaa gemeinsam veranstaltete große Tagung für Denkmalspflege und Heimat s ch u tz statt. Bei dem Begrüßungsabend hieß der Vorsitzende des Deutschen Bund Heimatschutz, Heinz Haake, Mitglieder und Gäste willkommen. Dann sprach der Leiter des Deutschen Denkmal- pflegetagcs, Dr.-Jng. e. h. Hiecke: Heimatschutz und Denkmalspflege ständen im Dienste des deutschen Volkstums. Der Redner aedachte des großen Vorkämpfers auf dem Gebiete oer Denkmalspflege, fang. Am Einheitsmarkt lagen Bankaktien fester. DD.-Bank 102,75 (102), Dresdner Bank 102,75 (102), Frankfurter Bank 106 (105), Deutsche Ueber= seebank 155 (152). Von Jnduftriewerten waren IG. Chemie volle zu 236 (241) angeboten, Gebr. Adt kamen 2 v. H. schwächer mit 45 zur Notiz. Am deutschen Rentenmarkt lagen Kommunal-Um- chuldung etwas höher mit 88,70 (88,60), Altbesitzanleihe blieben mit 117,40 bis 117,50 (117,50) behauptet. Im Freiverkehr 6 v. Sy zerttf. Dollar- Preußen 74 (73,50). Von Auslandsrenten blieben Ungarn Gold auf dem etwas erholten Berliner Schlußstand von 14,30 behauptet, das Geschäft war gering. 4 v. Sy Steg von 1883 waren mit 23 (24) ungeboten, auch 3 v. Sy von 1895 schwächer mit 7,25 (7,75 bis 8). Wiener Derkehrsanleihe etwa 2,60 bis 2,80 (2,75). U. a. notierten: Altbesitz 117,40 bis 117,50, Schutz- gebietsanleihe 11,15, 5,50 Rhein. HyP. Liquid. 100,75, 4 v. Sy Ungarn Gold 14,30, 5 o. H. Rumänen 9,05, 4 v. H. do. 7,75, 4 v. H. Schweizer Bundesbahn 214, Frankfurter Bank 106, DD.-Bank 102,75, Deutsche Ueberseebank 155, Buderus 118,25, Har- pener 145,50, Hoesch 116,50, Ilse Genuß 142, Klöckner 125,50, Mannesmann 113,40, Rheinstahl 150,25, Verein. Stahl 117, Otavi Minen 40,25, AKU. 93,40 bis 93,13, AEG. 37,65, BMW. 137,25, Bemberg 97,75, IG. Chemie volle 236 B, Deutsche Erdöl 142,50, Scheideanstalt 273, Licht & Kraft 159,75, Elektr. Lieferungen 131,75 bis 132, Gebr. Fuhr 130,75, IG. Farben 173,25 bis 173, Gesfürel 144,50, Holzmann E 131,90, Muag 119,50, Moenus 97, RWE. 139,40, Schuckert 159, Zellstoff Waldhof E 159,50, Reichsbahn-VA. 124,65, Hapag 16,75, Nordd. Lloyd 17, Gebr. Adt 45, Bronze Schlenk 91,50. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 7. Okt. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W 13 201, W 16 204, W 19 208, W 20 210, Roggen R 12 164, R 15 167, R 18 171, Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Retchsbankdi sfont 4 v.H., Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a.M. Berlin Frankfun a. M. Berlin Schlußkurs Schlußk. Abend- börse Schluß» kurs Schlußk. Mittag» börse Schlußkurs Schlußk. Abend- börse Schlußkurs Schlußk. Mittagbörse Schlußkurs Schlußk. Abendbörse Schlußkurs Schlußk. Mittag- börsc Datum 6.10. 7.10. 6.10- 7.10. Dalum 6.10. 7.10 6.10 7.10. Datum 6-10. 7.10. 6.10- 7.10. 6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 6yz% Boung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schulv mit Ausloj.-Rechten ............ 4Yz% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1934, I....... 4y2% ehem. 8% Hessischer Bolls» float 1929 trückzahlb. 102%) ... *Yi% ehem. 8% Hessische Landes bant Darmstadt Gold R. 12... 6yz% ehem. 4yr% Hess. Landes Hypothekenbank TarmstadtLiau. *ya°/o ehem. 8% Darmst. Komm Landesb.Golvichuloverschr. R.b Oberhessen Provinz-Anleihe mti Auslos.-Rechten ............ Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4’/2% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 ßy2% ehem. 4Y2% Franks. Hyp. Bank-Liqu.-Pfandbriese....... b'/r% ehem. 4yz% Rheinische Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpfe. ... 4yt% ehem. 8% Pr. Landespfandbriefanstalt, Pfandbriefe R. 19 4yz% ehem. 7% Pr. Landespfand briefanst., Gold Komm. Obl. 2( Steuergutsch.Berrechnungsk. 34-38 4% Oesterretchische Goldrente... 4,20% Oesterretchische Silberrente 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4’/z% desgl. von 1913.......... 5% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie i..................... 101,4 98,4 116,7 98,75 97 100,75 93,5 122,65 97 100,65 100,75 95 109,75 37 3,65 13,9 12 12,13 15,8 101,4 98,4 103,5 117,5 98,5 97 100,5 93,25 122,65 97 100,5 100,75 97,5 98 I 109,75 36 14,3 12 12,5 101,4 98,4 103,5 117,1 100 122,75 100,5 97,5 95 109,8 38,25 3,7 14,1 11,6 12,13 15,25 101,4 98,25 103,25 117,5 100 98,75 97 122,75 100,65 97,5 98 109,8 38,4 3,6 14,3 11,75 12,1 15,4 4% oeogl. Serie n ............ 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4'/2%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente . 2 Yi.% Anatolier .............. Hamburg-Amerika-Paket .....0 Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0 Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz, und Privat-Bank... 4 Deutsche Bank und Disconto» Gesellschaft................ 4 Dresdner Bank...... 4 Reichsbank ................12 A.E.G...................... 0 Bekula.....................8 Elektr. LieferungSgeselljchast... 6 Licht und Kraft ............. 7 Felten & Guilleaume......... 4 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ 6 Rhein. Wests. Elektr..........6 Schlickert L Co............... 6 Siemens & Halske........... 8 Lahmeyer L Co..............7 Buderus ................... 4 Deutsche Erdöl ..............4 Harpener................. 2Yi Hoesch Eisen—Köln-Neuesseu .. 8 Ilse Bergbau ............... 6 Ilse Bergbau Genüsse........6 Klöcknerwerke ............... k Mannesmann-Röhren........ 3 9,1 13,5 8 15,25 15,5 118,5 124,75 100,5 101,5 101,5 191 37,9 160 131 158,25 136,75 142,75 129,65 137,25 158 197,75 149 116,25 139,5 144,5 116 140,5 123 112 9,05 13,3 7,75 43,25 16,75 17 119 100,75 102,75 102,75 191,75 37,65 160 132 159,75 138 144,5 130,25 139,4 159 196,9 151,5 118,25 142,5 145,5 116,5 142 125.5 113,4 9,13 13,4 8 42,5 15,5 39,4 15,75 118,25 124 100,65 101,5 101,5 191 37,65 160,25 131,5 159,25 137,5 142,4 130 137,9 158,75 197 149,5 116,75 140,13 145 116 180 141 123,25 112,65 9,15 13,25 7,7 42,75 16,25 39,5 16,4 119 123,25 100,75 102 102 191 37,75 160,13 131,5 160 137 144 130,5 139,65 158,5 198,75 151 118 142,5 145,5 116,4 179,5 142 125 112,5 Mansselver Bergbau....... 6yz Kokswerke .................. 6 Rheinische Braunkohlen .....12 Nheinstahl .................. 4 Vereinigte Stahlwerke......8yz Otavi Minen ...............0 Kaliwerke Aschersleben........ö Kaliwerke Westeregeln........6 Kaliwerke Salzdetfurth.....7Yi I. G. Farben-Jndustrte.......7 Scheideanstalt.............. 9 Goldschmidt ................6 Rütgerswerke ............... 6 Metallgesellschaft.............6 Philipp Holzmann...........4 Zementwerk Heidelberg ......7 Lementwerk Karlstadt.........6 Schultheis Patzenhofer .......4 Llku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg...................6 Zellstoff Waldhof ............ 6 Zellstoff Aschaffenburg .......C Dessauer Gas ...............7 Daimler Motoren............C Deutsche Linoleum...........8 Orenstein & Koppel ..........0 Westdeutsche Kaufhof.........0 Cbade............ « Accumulatoren-Fabrü....... 15 Conti-Gummi.............. 11 Gritzner....................0 Mainkraftwerke Höchst 4 Süddeutscher Zucker .*•••••. 10 159,25 230,5 148,5 114 39,25 127,75 127,25 185 171,25 273 118,5 136,75 141 131 153 156,5 93 99 160 136 119 169 56,75 433 172,5 95 1 211 230,75 150,25 117 40,25 131 129 184 173 273 118 137,75 143 131,9 155 156,5 93,13 97,75 159,5 137 120,75 169 56 427 174 I 32,9 96 1 208,5 159,75 138,75 229,75 149,75 115 39 128,4 127,9 185 171,65 119 136,65 141,4 18M 107,4 94,25 99,25 159 136,25 114,75 119,5 169.5 87,5 56,13 432 200 173,5 I 33,4 I 211 158 138 231,25 150,75 116,75 40 130 129,75 184 173 118 137,25 143,25 131,5 106,4 94,5 98 159,25 136,5 115,4 120,25 169,5 88,25 55,65 427 200 173,75 33,13 I 212 Lombardzknsfuß 5 v. H. Devisenmarkt Berlin - - Frankfurt O.2R. K.Oltober 7.Oktober Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Dries Geld I Brief Buenos tim 0,693 0,697 0,692 0,696 Brüssel .... 41,92 42 41,86 41,94 Rio de Jan. 0,144 0,146 0,145 0,147 Sofia ..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen 54,57 54,67 54,41 54,51 Danzig .... 47,04 47,14 47,04 47,14 London.... 12,22 12,25 12,185 12,215 Helsingsors. 5,395 5,405 5,375 5,385 Paris ..... 11,64 11,66 11,63 11,65 Holland ... 131,62 131,88 132,22 132,48 Italien.... — — 13,09 13,11 Japan...... 0,714 0,716 0,712 0,714 Jugoslawien 5,654 5,666 5,654 5,666 Oslo..... : 61,41 61,53 61,24 61,36 Wien...... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon... 11,105 11,125 11,07 11,09 Stockholm.. 63,01 63,13 62,83 62,95 Schweiz ... 57,20 57,32 57,34 57,46 Spanten... 26,97 27,03 26,97 27,03 Prag....... - . - - — _ Budapest .. — — — — Reuyock ... 2,490 2,494 2,489 2,493 Banknoten. Berlin, 7. Oktober Geld Brief Amentanische Noten...... ....... 2,451 2,471 41,72 41,88 Dänisch«» 9?nt«»n ................. 54,25 54,47 12,16 12,20 11,58 11,62 131,84 132,36 _______........ Norwegische Noten ...... 61,08 61,32 Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling — — Rumänische Noten....... —— — l^chnipiiisch»» unser h°uMa^w°r^-^ er »VMS pfeifen von ben ”or'“JriÄn seiner Hosentaschen teilte und dazu aus den 2,uw t ^Ezauberte. Tabak des vater ichen Seftanoes ”la*(c6rprobten Mit gespieltem wir die einst zum Siouxkriegern anst-ht,st°ptt°v> , brad)16n jie Starnrneselgentum er kl 1 lei . flanna & S d'- Säui S 8 l'ht n?" äug, bescheinen, i ®le eine <2 £?• bkeht zu > auf unb rollt fi£ g^Nt du haben aossen!" x 2qs Ääd Äl] ?ch nac 'hn SU Bi’ > toi g,N Äv hin. att® ierloflcn 5d) ®e" Für t"( K? M-Z- !8,r ,2’Ä «“ * bi ti« i>=1 ZK. ftilMNUNgb Neben dem iinsM °uch auf die Nea Steuerentr'ch 3M △ Scholl kais-Sch" ren Kreisle^' des Hess. SP a.D. RahN' von der Land Derwaltungsir Schotten er ch Der Direktor fleI(Wten: Gauwatter der DAF. das Be- und Be- Achtung, Betriebswalter! Um Störungen im Ummeldeverkehr und Gefahren für die Kartei zu vermeiden, ordne ich hiermit an, daß jeder Vetriebswalter Meldung an die zuständige Verwaltungsstelle zu erstatten hat. wenn in feinem Betrieb Leute entlasten oder neu eingestellt werden. Jeder Betriebswalter macht sich als Amtswalter der Deutschen Arbeitsfront im Sinne der Richtlinien strafbar, wenn er derartige Meldungen nicht sofort vornimmt, oder gar durch Bequemlichkeit unterläßt. Die Kartei ist die verwaltungstechnische Grundlage der Organisation darf weder durch Fahrlässigkeit noch durch quemlichkeit in Unordnung gebracht werden. Becker, bei einer Behörde vorsätzlich einer strafbaren Handlung beschuldigt hat. Der Angeklagte hatte ein Schreiben an die Gewerbepolizei Gießen mit falscher Namensunterschrift gesandt, in welchem er einen Dritten verschiedener strafbarer Handlungen zu Unrecht verdächtigte. Der aus der Untersuchungshaft im hiesigen Landgerichtsgefängnis vorgeführte Oswald Wenzel Lotter aus Auheim, 34 Jahre alt, nennt eine befon- strase von einem Jahr und zehn Mona» t e n. Von der Strafe gilt die Zeit vom 11. Juni 1936 an als verbüßt. Dem Angeklagten wurden bte Kosten des Verfahrens auferlegt. Der A. W. und der W. B., beide von Wieseck, waren des Vergehens der Urkundenfälschung finge* klagt. Während der Angeklagte W. freigesprochen wurde, erhielt der Angeklagte B. an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von 20 Tagen eine Geldstrafe von 100 Mark auferlegt. Bezgl. des freigesprochenen Angeklagten W. fallen die Kosten der Staatskasse zur Last, bezüglich des Angeklagten B. wurde dieser in die Kosten verurteilt. dr. Getker's Backpulver „vackin"-^ 6ann öa« Gebäck taöeüns fltllnflXD, tum — für Minderwertige?" Der Vortrag wird vor allem der Frage gewidmet sein, ob das Christentum unserem deutschen Volke auch heute noch etwas zu sagen hat, oder ob es eine Sache nur für Minderwertige ist. (Siehe heutige Anzeige.) Reichskolonialbund Deutsches Rotes kreuz über See. Die Feier des 25jährigen Bestehens der Abteilung Gießen des Reichskolonialbundes Deutsches Rotes Kreuz über See betrifft eine Bekanntmachung in unserem heutigen Anzeigenteil, auf die wir die Interessenten besonders Hinweisen. Begrüßung der Gießener Garnison. Am 15. Oktober findet auf dem Hofe der Kaserne in der Licher Straße (Berg-Kaseme) die feierliche Begrüßung der Gießener Garnison durch den Herrn Divisionskommandeur, Generalleutnant O ß - w a l d, statt. Die Feier beginnt um 11.30 Uhr. &iste%Rat füM’s Backen: ■prüfen Sie alle Zutaten auf einwandfreie Beschaffenheit, messen oder wiegen Sie die vorgeschriebenen Mengen genau ab und stellen Sie alles der Reihenfolge nach hin. Bereiten Sie den 30 Jahre im Dienst der Gtadi Gießen. Am 9. Oktober d. I. kann der Wieger Max P s i tz n e r auf eine 30jährige Dienstzeit bei verschiedenen Stellen der Stadtverwaltung zurückblicken. Der Herr Oberbürgermeister hat aus diesem Anlaß dem Jubilar ein in herzlichen Worten gehaltenes Glückwunschschreiben überreichen lassen. Strafanzeige bei der Verunreinigung von Straßen. In letzter Zeit wurde wiederholt die Wahrnehmung gemacht, daß die Straßen der Stadt durch Wegwerfen von Gegenständen, wie Papier, Obstreste, Fahrscheine, Zigarettenschachteln usw. verunreinigt werden. Nach §7 der Polizeiverordnung betr. die Reinigung der Straßen und das Wegschaffen des Mülls in der Stadt Gießen vom 15. 4.1929 ist jede Verunreinigung der öffentlichen Straßen und Plätze, insbesondere auch durch Fuhrleute beim Fahren von Bauschutt, Dung, Sand, Lehm, Heu, Stroh, Kohlen, Erde und anderem losen Material verboten. Durch das Wegwerfen der obengenannten Gegenstände ist schon mancher Verkehrsunfall entstanden. Diese Straßenverunreinigungen sind eine Rücksichtslosigkeit gegenüber dem die Straße benutzenden Publikum. Die Polizeidirektion Gießen hat nochmals ihre Schutzpolizeibeamten angewiesen, jeden Zuwiderhandelnden unnachsichtlich zur Anzeige zu bringen. Fahrzeuge der Feuerwehr und Polizei haben Vorrechte. Von der Polizeidirektion Gießen wird uns mit» Das Gießener Winzerfest, das wegen seiner liebtheit den Namen „Gießener Kirmes" verdient, wird auch dieses Jahr wieder tausende Volksgenossen erfreuen. Die Volkshalle, die wegen der vorgeschrittenen Jahreszeit geheizt ist,, ist oufs prächtigste und ganz neuartig geschmückt. Sie ist ganz in lichten Farben gehalten, und bei einem Blick auf die Bühne glaubt man sich am schönen Rhein. Die überall bekannte Gießener Standartenkapelle wird unermüdlich zum Tanz aufspielen, so daß auch auf diesem Gebiet jeder zu seinem Recht kommt. Die Preise der Getränke sind äußerst niedrig gehalten. So kostet das Glas Ausschankwein 25 Rpf. Die Flaschenweine sind in der Preislage von 1,10 bis 2,40 RM. zu haben. In dkesem Jahr ist erstmalig ein Cast eingerichtet worden, in dem man eine gute Tasse Bohnenkaffee für 25 Rpf. erhalten kann. Sämtliche Preise verstehen sich einschl. Getränkesteuer und Bedienung. Während im vorigen Jahr Eintrittspreis und Tanzgeld zusammen 60 Rpf. ausmachten, ist in diesem Jahr der Eintrittspreis einschl. Tanzgeld auf 40 Rpf. erniedrigt worden, um jedem Volksgenossen den Besuch des Festes zu ermöglichen. Im vergangenen Jahr mußten viele Volksgenossen sehr lange an der Abendkasse anstehen, um eine Karte zu lösen. Diesem Uebelstand ist dadurch abgeholfen worden, daß eine große Anzahl Karten in den Vorverkauf gegeben worden ist. Es ist also ratsam, von dieser Einrichtung regen Gebrauch zu machen. Karten sind außer bei den bekannten Voroerkaufsstellen bei den „KdF."-Betriebswarten und den Amtswaltern der Deutschen Arbeitsfront zu haben. Sleuerberechnung. Die Beförderungssteuer beträgt 0,6 Pf. für jeden Tonnenkilometer, d. h. jede Tonne des Rohgewichts der beförderten Güter (einschließlich der Umschließung für die Aufbewahrung und den Versand) und für jeden Kilometer der Besörderungsstrecke. Als Länge der Beförderungsstrecke gilt die Eisenbahntarifentfernung zwischen den beiden dem Absen- dungs- und dem Bestimmungsort am nächsten liegenden Tarifbahnhöfen; auf Antrag kann bei Zulassung seitens des Finanzamts stattdessen die Entfernung über bestimmte Straßenverbindungen zugrundegelegt werden. Der Bruchteil eines Kilometers wird als ganzer Kilometer gerechnet. Unter 500 Kilogramm liegende Teile einer Tonne werden auf eine halbe Tonne, über 500 Kilogramm liegende Teile auf eine ganze Tonne nach oben abgerundet. Für Güter bis zu einer halben Tonne auf einer Fahrt wird Steuer nicht berechnet. Die Abrundung der Steuer erfolgt auf 5 Pf. nach oben. Steuerenfrid)lung im Abrechnungsverfahren. Der Unternehmer hat grundsätzlich für einen K a - lenbermonat als Abrechnungszeitraum eine unter Berechnung der Steuer abgeschlossene Nachweisung über die einzelnen Beförderungen in drei Stücken bis zum 20. des folgenden Monats dem Finanzamt einzureichen und gleichzeitig die Steuer zu entrichten. Die Nachweisung muß unter laufender Nummer für jede einzelne Beförderung den Tag der Beförderung, Kennzeichen, Anzahl der Anhänger, und Standort des Kraftfahrzeugs, Ab- fendungs- und Bestimmungsort, Art und Rohgewicht (in Tonnen) der beförderten Güter, Länge der Beförderungsstrecke (Kilometer) berechnet nach der Eisendahntarifentsernung und Zahl der für die Steuerberechnung maßgebenden Tonnenkilometer enthalten. Am Schluß muß die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben versichert sein. Das Finanzamt setzt die Steuer auf zwei Stücken der Nachweisung fest; das zweite Stück erhält der Unternehmer mit Quittung zurück. Unternehmer, die Beförderungen nur gelegentlich, oder in einem Teil des Jahres aus» führen, oder voraussichtlich nicht mehr als 500 R M. im Jahre zu zahlen haben, können beim Finanzamt Abrechnung für einen längeren als einmonatigen Zeitraum beantragen. Das Fi- Wesen und Ausgaben des Soldatenbundes ders große Vorstrafliste sein eigen. Die Anklage legte ihm zur Last, daß er in verschiedenen Orten Oberhessens, sowie im Kreise Hanau mittels Gin» steigens Kleidungsstücke, Wertgegenstände usw. entwendet hat. Weiterhin hat der Angeklagte in Wer- bach a. d. Tauber einem Vertreter zwei Firmenstempel gestohlen und mit diesem eine Rechnung bzw. Quittung angefertigt, wonach er von dem Vertreter ein Fahrrad gekauft habe. Einen Dritten veranlaßte er auf Grund dieser Täuschung, das gestohlene Fahrrad von ihm zu kaufen. Wegen fortgesetzten schweren Diebstahls, fortgesetzten Betrugs- versuchs und der fortgesetzten schweren Urkundenfälschung in Tateinheit mit Betrug verurteilte ihn Gericht zu einer Gesamtzuchthaus- fein wird. Schöffengericht Gießen. Wegen Urkundenfälschung hatte sich der Jude Meier Buchheim, 62 Jahre alt, wohnhaft in Frankenberg, mehrfach vorbestraft, zu verantworten. Dem Angeklagten wurde zur Last gelegt, daß er im Juni 1936 "in Gießen in rechtswidriger Absicht sich einen Vermögensvorteil verschafft hat, indem er ein Ursprungszeugnis, das für eine Kuh ausgestellt war, bezgl. der Stückzahl, abänderte und diese verfälschte Urkunde einem Polizeibeamten bei einer Revision zwecks Täuschung vorlegte. Der Angeklagte war geständig. Das Gericht verurteilte ihn zu einer Gefängnisstrafe von zwei Monaten und legte ihm die Kosten des Verfahrens auf. Der bisher noch nicht vorbestrafte L. W. aus Gießen, 22 Jahre alt, wurde wegen schwerer Urkundenfälschung in Tateinheit mit einem Vergehen der falschen Anschuldigung unter Annahme mildernder Umstände zu einer Gefängnis- ftrafe von zwei Monaten und zur Kostentragung verurteilt. Die Anklage legte dem Angeklagten zur Last, daß er eine Privaturkunde, die zum Beweis von Rechten und Rechtsverhältnissen von Erheblichkeit ist, fälschlich angefertigt und von dieser zum Zwecke der Täuschung Gebrauch gemacht, durch die gleiche Handlung einen anderen geteilt: r . _ Es besteht Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß dev Fahrzeugen der Feuerwehr, Polizei und Rettungsanstalten (Rotes Kreuz) Platz zu machen ist. Die neue ReichsstraßeNverkehrsordnung bestimmt in dieser Beziehung folgendes: „Fahrzeuge, die zur Erfüllung ihrer öffentlichen ober dem gemeinen Wohl dienenden Aufgaben freie Bahn brauchen und als solche kenntlich sind (Wegerechtsfahrzeuge) P Platz zu machen. Wegerechtsfahrzeuge sind ll a. LPD. Obwohl aus unserem Gau noch verhältnismäßig wenig junge Soldaten des Beurlaubtenstandes vorhanden sind, hat der Soldatenbund doch in den Sommermonaten zahlreiche neue Mitglieder gewonnen. In den Soldatenkameradschaften sind die Kameraden aller Waffengattungen zusammengeschlossen. Waffenkameradschaften werden erst dann entstehen, sobald die Stärke es zuläßt, d. h. sobald genügend Kameraden einer Waffengattung vorhanden find, daß sie eine selbständige Kameradschaft bilden können. Aus den Waffenkameradschaften heraus werden sich dann im Lause der Zeit die Truppenkameradschaften entwickeln, in denen alle Angehörigen eines Truppenteils, die an einem Platze wohnen, zusammengeschlossen werden. Der Soldatenbund untersteht dem Oberbefehlshaber des Heeres. Dem Wunsche des Führers entsprechend kann ihm jeder angehören, der nach dem 1. Januar 1921 irgendwie Soldat gewesen ist, auch wenn er nur sieben Tage geübt hat. Selbstverständliche Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist ehrenvolles Ausscheiden aus dem Heere. Die Arierbestimmungen sind die gleichen wie bei der Wehrmacht. Bei der Kriegsmarine entspricht dem Soldatenbund der NS.-Marinedund, bei der Luftwaffe die Luftgaureseroe. Welche Aufgaben hat nun der Soldatenbund? Er vereinigt die aus dem Heere ausscheidenden Männer in soldatischer Kameradschaft, hält sie in lebendiger Verbindung mit der Truppe, pflegt die Erinnerung an die beim Heere verbrachte Dienstzeit und die Ueberlieferung der Wehrmacht. Weiter erhält und fördert der Soldatenbund die Wehrhaftigkeit. Gegen unberechtigte M etsteigerungen. Die Pressestelle der Stadtverwaltung teilt folgendes mit: In letzter Zeit mehren sich die Klagen, daß Hausbesitzer bei Neuoermietung ihrer Wohnungen die Miete ungerechtfertigt steigern. Ebenfalls wurde bemerkt, daß bei Untervermietungen auch höhere Mieten verlangt worden sind. Vor einigen Monaten wurde in einer Bekanntmachung der Bürgermeisterei Gießen schon darauf hingewiesen, daß jede unberechtigte Mietsteigerung dem hessischen Ministerium angezeigt wird. Darüber hinaus ist ein solches Verhalten der Vermieter in der heutigen Zeit unvereinbar mit dem Geiste, der im nationalsozialistischen Deutschland herrschen soll. Gießener öochenmarftpreife. .* Gießen, 8. Oft. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: D. f. Molkereibutter, % kg 1,57 Mk., ;. Molkereibutter 1,52, Landbutter 1,42, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück, 4 bis 10, Kühlhauseier A 11%, Wirsing % kg-(grün) 8, Weißkraut 5 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 8, Unterkohlrabi 8 bis 10, Erbsen 20 bis 30, Rosenkohl 30, Feldsalat 80 bis 90, Tomaten 18 bis 20, Zwiebeln 7 bis 8, Meerrettich 30 bis 70, Kürbis 5 bis 6 Vf., Kartoffeln (neue), 5 kg 40 Pf., 50 kg 3.30 bis 3,50 Mark. Falläpfel 3 bis 6, Aepfel 15 bis 28, Birnen 10 bis 15, Zwetschen 10 bis 11, junge Hähne 1,— bis 1,10, Suppenhühner 80 bis 90, Gänse 1.—, Tauben Stück 50 bis 60, Nüsse 40 bis 45, Blumenkohl 10 bis 60, Salat 5 bis 15, Salatgurken 10 bis 25, Endivien 5 bis 10, Oberkohlrabi 4 bis 8, Lauch 5 bis 8, Rettich 5 bis 15, Sellerie 20 bis 30 Pf. * ** Ernennung. Der Kanzleigehilfe Oswald Sauerwein in Gießen ist mit Wirkung vom 1. August 1936 zum Kanzlisten im hessischen Landesdienst ernannt worden. ** Neubau von 32 Volkswohnungen. Das Stadtbauamt läßt am Leimenkauterweg 32 Volkswohnungen errichten, für die eine Reihe von Handwerkerarbeiten in einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil zur Vergebung ausgeschrieben werden. Die Handwerksmeister seien auf die Bekanntmachung besonders hingewiesen. ** Wohn- und Geschäftshausbau am Schiffenderger Weg. An der Ecke Schiffen- berger und Aulweg, nächst dem Bahnübergang der Eisenbahnstrecke nach Fulda, wird ein Wohn- und Geschäftshaus errichtet. Bei dem Neubau handelt es sich um ein Eckgrundstück, das für die weitere Bebauung des Aulwegs richtunggebend sein wird. Auf dem Baugrundstück ist am Aulweg ein fünf Meter breiter Vorgarten vorgesehen, während der Vorgarten am Schisfenberger Weg nur vier Meter Breite ausmacht. Das Gebäude erhält drei Geschosse. Die Bauarbeiten sind in kurzer Zeit bereits bis zum ersten Obergeschoß gediehen, so daß noch vor Eintritt des Winters der Rohbau vollendet Omnibusfahrt nach dem großen Feldberg im Taunus am 18. Oktober. Arn Sonntag, 18. Oktober, führen wir eine Omnibusfahrt nach dem großen Feldberg im Taunus durch. Die Hinfahrt geht über Friedberg — Bad Homburg, die Rückfahrt über Schmitten—Usingen- Butzbach. Abfahrt ist um 8 Uhr am Haus der Deutschen Arbeitsfront, Gießen, Schanzenstraße 18. Rückkunft in Gießen gegen 20 Uhr. Der Teilnehmerpreis beträgt 3,30 RM. Anmeldungen nimmt die Kreisdienststelle „KdF.", Gießen, Schanzenstraße 18, Zimmer 8, entgegen. Winzerfest vom 10. bis 12. Oktober in der Gießener Volkshalle. Die lebendige Verbindung mit der Truppe wird dadurch aufrechterhalten, daß bei den Appellen und kameradschaftlichen Veranstaltungen die aktiven Offiziere und Unteroffiziere nach Möglichkeit zugegen sind. Durch Vorträge unterweisen Reserveoffiziere, oder aktive Heeresangehörige die Kameraden im Soldatenbund. Bei Hebungen oder Manövern nimmt der Soldatenbund als Zuschauer unter sachkundiger Führung teil. Veranstaltet die Truppe ein Fest, dann tritt der Soldatenbund an bevorzugter Stelle an. Die Zusammenfassung der Kameraden erfolgt un Soldatenbund noch zunächst in großen Soldaten- kameradschasten. Später entwickeln sich, wie eingangs schon erwähnt, daraus die Waffenkameradschaften und aus diesen wieder die Truppenkameradschaften. Bei den Zusammenkünften im Dienst in der Kameradschaft wird der Schwerpunkt auf das Soldatische gelegt. Das Dereinsmaßige hat ganz in den Hintergrund zu treten. Eine Uniform ist vorläufig nicht vorhanden. Es wird nur eine blaue Mütze, ähnlich der Offiziersmütze des Heeres getragen. Sie ist in der Waffenfarbe paspeliert. Ein Abzeichen entspricht den Hoheitsabzeichen der Wehrmacht. Der Beitrag ist außerordentlich gering. Der Reichstreubund ehemaliger Berufssoldaten ist als korporatives Mitglied in den Soldatenbund eingetreten. Jeder ehemalige Berufssoldat muß dem Reichstreubund angehören, sofern er Mitglied des Soldatenbundes ist. Auskunft über den Soldatenbund geben die Truppen, die Wehrersatzdienststellen, ferner die örtlichen Gliederungen des Soldatenbundes. Die Beförderungssteuer ist durch das Gesetz vom 2. Juli 1936 neben der gewerbsmäßigen Beförderung mit Kraftfahrzeugen von Personen und Gütern (im Güterfernverkehr) auch auf den Werkfernverkehr für eigene Zwecke des Unternehmens mit Wirkung vom 1. Oktober dieses Jahres an ausgedehnt. Hierzu find nunmehr neben der Einführungsverordnung die erwarteten (vorläufigen) Durchführungsbestimmungen vom 21. September 1936 ergangen. Für die Beförderungssteuer, die 0,6 Rpf. für jeden Tonnenkilometer beförderter Güter beträgt, ist grundsätzlich dem Finanzamt monatlich bis zum 20. des folgenden Monats eine Nachweisung einzureichen und die Steuer zu entrichten. Besonderes gilt für den grenzüberschreitenden und zwischenstaatlichen Werkfernverkehr. Der steuerpflichtige Werkfernverkehr. Als Werkfemverkehr wird die Beförderung von Gütern mit Kraftfahrzeugen für eigene, unten näher bezeichnete Zwecke des Unternehmens außerhalb eines Umkreises von 50 Kilometer, gerechnet vom Standort des Kraftfahrzeugs, angesehen. Für die Steuerberechnung ist jedoch bei Ueberschreiten des Umkreises die gesamte Besörderungs st recke, einschließlich der innerhalb des Umkreises von 50 Kilometer liegenden Teilstrecke, maßgebend. Als Standort des Kraftfahrzeuges, von dem aus der Umkreis berechnet wird, gilt der Sitz des Unternehmens, bei Anmeldung des Kraftfahrzeugs für den Ort einer Niederlassung oder der regelmäßigen Unterkunft des Kraftfahrzeugs dieser Ort. Voraussetzung für die Steuerpflicht ist, daß die beförderten Güter (Kohlen sind befreit) zum Verbrauch, zur Verarbeitung oder Wiederveräuhe- rung erworben ober von dem Unternehmen erzeugt, gefördert oder hergestellt sind. Die Beförderung muß der Heranschaffung der Güter zum Unternehmen, ihrer Ueberführung innerhalb des letzteren oder dem Absatz der Güter beim Abnehmer bienen. Die Kraftfahrzeuge müssen dem Unternehmer gehören ober von ihm auf Abzahlung gekauft sein unb dürfen nur von bem Unternehmer ober seinen eigenen Leuten bebient werben. Im Konzern- verkehr, d. h. ber gemeinschaftlichen Verwendung ber Kraftfahrzeuge burch mehrere Unternehmen, müssen die letzteren der Erzeugung, der Verarbeitung oder dem Handel mit Gütern dienen. Zwischen den Unternehmen bzw. im Verhältnis zur Muttergesellschaft muß eine.Kapitalbeteiligung von mindestens 51 v. H. bestehen. Die Kraftfahrzeuge müssen einem der beteiligten Unternehmen gehören oder von ihnen auf Abzahlung gekauft fein. Anmeldepflicht. Der Unternehmer, der Güter im Werkfemver- kehr befördert — und damit Schuldner der Beför- derungssteuer für die von ihm ausgeführten Beförderungen wird — hat dies bis zum 15. Q k - t o b e r oder innerhalb von zwei Wochen nach Ausführung der ersten Beförderung dem Finanzamt anzumelden, in dessen Bezirk sich die Geschäftsleitung befindet. Die Anmeldung muß enthalten: Firma, Sitz und Ort des Unternehmens, Zahl, Kennzeichen und Standort ber im Werkfemverkehr benutzten Kraftfahrzeuge nebst Anhängern, bie m ber Hauptsache burchfahrenen Strecken, bie Art der in ber Hauptsache beförberten Güter. Aenberungen bezüglich ber Fahrzeuge sind innerhalb von zwei Wochen anzuzeigen. Rundfunkprogramm. Freitag, 9. Oktober. 6 Uhr: Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Früh» konzert. In ber Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik am Morgen. 9.45: Nachrichten und Sportvorschau. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert zur Spätsommerzeit. 13: Nachrichten; anschließend Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Neue Wellen» Bekanntschaften. 15: Volk und Wirtschaft. Das deutsche Transit-Geschäft. 15.15: Zur Unterhaltung. 15.45: Mensch sein heißt Kampfer sein. Hans Schemm, dem ersten Gauleiter der Bayerischen Ostmark zum Gedächtnis. 16: Unterhaltungskonzert. 17.30: „Dunkle Geschäfte..." Die Geschichte eines Börsenskandals. 18: Musik zum Feierabend. Aus Dresden. 19: Nach getaner Arbeit. Musik, die das Her^ erfreut. 19.45: Der Kampf beginnt. Das Winterhilsswerk ruft dich. Funkbericht von der Herstellung des WHW.-Abzei» chens. 20: Nachrichten. 20.10: „Wir schlagen die Brücke". Aufnahmen von den Volkstumsgruppen anläßlich des Weltkongresses. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.30: Unterhaltungskonzert. 24 bis 2: Nachtmusik. Samstag, 10. Oktober. 6 Uhr: Choral — Morgenspruch. — Gymnastik. 6:30: Fröhlich klingfs zur Morgenstunde. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.45: Auf zum Staatsjugendtag: BDM.-Spo-rt! 10: Schulfunk: Bauern und Soldaten. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Gaunachrichten. 11.45: Sozialdienst. 12: Buntes Wochenende. 13: Nachrichten. Anschließend: Nachrichten aus dem Sendebezirk, Wetterbericht. 13.15: Buntes Wochenende. 14: Nachrichten. 14.10: Dem Opernfreund. Szenen aus „Madame Butterfly", von Giacomo Puccini. 15.15: Volk und Wirtschaft. Allerlei Neuigkeiten. 15.30: HJ.-Funk „Wir blättern um ..." Bücher für HI. und BDM. 16: Froher Funk für alt unb jung. Wer lacht — hat mehr vom Leben. 18: Militärkonzert. 19.30: Der Zeitfunk bringt die Wochenschau. 19.55: Ruf der Jugend. 20: Nachrichten. 20.10: Konzert. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.20: Sportschau. 22.30: Und morgen ist Sonn» tag! 24 bis 2: Nachtkonzert. rote Feuerwehrwagen, feldgraue ober buntfarbige Fahrzeuge ber Wehrmacht, Mannschaftswagen ber Polizei, Rettungswagen (Rote Kreuzwagen), Straßenreinigungsmaschinen unb begleichen. Anbere Fahrzeuge finb als Wegerechtsfahrzeuge nur bann anzusehen, wenn sie burch amtlich ausgegebene ober zugelassene Schilber und Schallzeichen (Glocke oder Hupe mit einer Folge verschiedener hoher Töne) als solche kenntlich gemacht finb." Es wird erwartet, daß alle Verkehrsteilnehmer den Wegerechtsfahrzeugen frühzeitig Platz machen. Diejenigen, bie sich an biete Regelung nicht halten wollen, haben mit ihrer Bestrafung zu rechnen. Beförderungssteuer im Werkfernverkehr ab 1. Oktober! Anmeldung innerhalb von zwei Wochen. Don Dr. jur. et rer. pol. K. Wuth, Sachverständigem in Steuerfragen, Äerlin. Vie Rutsche Arbeitsfront Gemeinfthaft „Kraft durch frcuöc' nanzamt darf auch, wenn die Feststellung der Um terlagen für die Steuerfestsetzung mit Unverhältnis-. matzlgen Schwierigkeiten verbunden ist die Berech- nuna und Abführung der Steuer im Weae der Pauschalierung zulassen. Besonderheiten im grenzüberschreitenden und zwischenstaatlichen Fernverkehr. Im grenzüberschreitenden (vom Reichsgebiet ins Ausland oder umgekehrt) Fernverkehr gelten fol- tzende Besonderheiten: 1 1. Für die Berechnung des 50°Kilometer-Umkrei- fes rechnet die Beförderungsstrecke im Ausland nicht mit. Für die Erhebung der Steuer ist die für den Grenzubergang örtlich-zuständige Zollstelle als Hilfsamt des Finanzamts zuständig. 2. Die Berechnung der Steuer erfolgt nur für die Beforderungsstrecke im R e i ch s g e b i e t und zwar nach der Eisenbahntarifentfernung zwischen Len beiden der Grenzzollstelle und dem inländi chen Bestimmungs- bzw. Absendungsort am nächsten lie- genden Tarifbahnhöfen. Bei besonderen örtlichen Verhältnissen kann seitens des Landesfinanzamts die Zugrundelegung der Straßenentfernunq zwischen der Grenzübergangsstelle und dem inländischen Be- stimmungs- bzw. Absendungsort angeordnet werden. Neben dem Unternehmer haften für die Steuer dinglich auch die beförderten Güter, ohne Rücksicht auf die Rechte Dritter, und dürfen auch bis zur Steuerentrichtung mit Beschlag belegt werden. 3. Der Unternehmer hat die Steuer für jede einzelne Beförderung auf Grund einer von ihm in drei Stücken vorzulegenden Nachwei° sung über jede auf eine Frachturkunde abgefertigte Sendung bei der Grenzkontroll- st e l l e z u e n t r i ch t e n. Die Nachweisung hat hier weitere Angaben über Firma und Sitz des Auftraggebers, sowie Art usw. der Warenumschließun- gen und den Steuerbetrag zu enthalten. Die Grenzzollstelle prüft die Uebereinstimmung mit den Begleitpapieren. Der Unternehmer muß das nach Steuerfestsetzung zurückgehaltene Zweitstück der Nachweisung während der Fahrt im Reichsgebiet jederzeit zur Einsicht bereithalten. Im zwischenstaatlichen Fernverkehr (vom Ausland durch das Reichsgebiet, ins Ausland oder vom Reichsgebiet durch das Ausland ins Reichsgebiet) ist sowohl für die Berechnung des 50-Kilorneter- Umkreises (von der ersten Grenzübergangsstelle aus), wie auch für die Steuerberechnung nur die Besörderungsstrecke im Reichsgebiet, nicht im Auslande maßgebend. Als Länge der inländischen Beförderungsstrecke gelten beim Verkehr vom Reichsgebiet durch das Ausland ins Reichsgebiet die zusammengerechneten Eisenbahntarifentfernungen der beiden inländischen Teilstrecken. Die Steuer ist bei der für den ersten Grenzübergang örtlich-zuständigen Zollstelle zu entrichten und bei der für den zweiten Grenzübergang zuständigen Zollstelle nachzuweisen. Oberheffen. Bezirkssparkaffe Schotten. ^Schotten, 7. DEL Die Bezirkssparkasse Schotten hielt heute im Rathaussaal ihre diesjährige Jahresversammlung ab. Als Gäste waren Kreisleiter Kromm, der Verbandsvorsitzende des Hess. Sparkassenverbandes Oberbürgermeister a. D. Rahn, und Direktor Seipp (Darmstadt) von der Landeskommunalbank-Girozentrale, sowie Verwaltungsinspektor Müller vom Kreisamt Schotten erschienen. Der Direktor der Sparkasse, Bürgermeister M e n - g e l (Schotten), begrüßte die Erschienenen und führte die neu ernannten © e m e i n b e d e r t r e t e r mit ermahnenden Worten und der Bitte um Mitarbeit in ihr Amt ein. Die I a h r e s r e ch n u n g , die von den Verbandsrevisoren eingehend vorgepruft und von der Landesregierung genehmigt war, wurde vorgetragen. Alsdann nahm die Versammlung den Geschäftsbericht über das abgelaufene Jahr entgegen. Daraus geht eine allgemeine Besserung der Kapitalbildung hervor. Die Spareinlagen und Einlagen auf den Girokonten haben sich auf über zwei Millionen erhöht (um etwa 135 000— RM. gegen das Vorjahr). Die Bankschulden haben sich wesentlich vermindert und belaufen sich noch auf 150 000 RM. Etwa 54 v. H. des Einlagekapitals ist in Hypotheken angelegt, etwa 600 000 RM. in Personalkrediten, an Gemeindedarlehen sind 187 000 Reichsmark ausgegeben. Die Kasse hat einen eigenen Wertpapierbestand von etwa 500 000 RM. Die Rückstellungen und Rücklagen der Kasse betragen etwa 133 300 RM. Die Zinssätze sind die gleichen, wie sie bei den übrigen Sparkassen gehoben werden, so z. B. Hypotheken 5 v. H., Kontokorrentkredite, Bürg» schaftsdarlehen 6 v. H. In den Schulsparkassen ist eine Summe von 40 600 RM. angesammelt worden, die Heimsparbüchsen erbrachten 10 300 RM. Um die Zinsrückstände hereinzubekommen, hat die Kasse das Abholverfahren durch einen besonderen Aoheber eingeführt. Neuausleihungen fanden im vergangenen Jahr in Höhe von rund 87 000 RM. statt, wobei die Brandoersicherungskammer für Bauzwecke und Verbesserungen des Brandschutzes eine größere Summe zur Verfügung gestellt hatte. Nach Erstattung des Geschäftsberichts richtete der Verbandsvorsitzende, Dberbürgermeifter a.D. Rahn, mahnende Worte an die Gemeindevertreter und wies sie auf ihre Aufgaben hin. Die hie und da noch fehlende Zahlungsmoral müsse gebessert und gehoben werden. Niemand solle etwa auf eine Streichung ober Kürzung von Schulden und Zinsen hoffen. Ehrensache jedes Staatsbürgers sei es, seinen Verpflichtungen gegenüber dem Kreditinstitut, das ihm Geld gegeben und geholfen habe, nachzukommen. Dann sprach Direktor Seipp noch über die ak- tuellen und wichtigen Fragen der Abwertung in mehreren Ländern und über deren Gründe und wirtschaftliche Auswirkungen. Die deutsche Reichsmark sei und bleibe fest und unerschütterlich, wie der Führer und auch Reichsbankpräsident Schacht kürzlich wieder betont hätten. Deutschland werte nicht ab. Die Versammlung folgte mit lebhaftem Interesse den Ausführungen. Von einer verordneten Satzungsänderung, die mit der Devisenbewirtschaftung im Zusammenhang steht, wurde Kenntnis gegeben. In den Verwaltungsrat der Kasse wurden gewählt die Bürgermeister C h r i st (Eschenrod), Balser (Burkhards), Dambmann (Michelbach), Fabrikant Fritz Rühl (Schotten), Drtsgruppenleiter Döll (Ulfa), Bürgermeister Hartmann (Rudingshain). Den ausscheidenden Mitgliedern Altbürgermeister Weber (Eschenrod) und Deubel (Rudingshain) wurde für ihre treue Mitarbeit der Dank der Kasse ausgesprochen. Bei dem anschließenden einfachen gemeinschaftlichen Essen brachte Kreisleiter Kromm ein mit lebhaftem Beifall aufgenommenes Sieg-Heil auf den Führer aus. Eiserne Hochzeit in Ulfa. (D Ulfa, (Kr. Schotten), 6. DEL Der heutige Tag der Eisernen Hochzeit des Altveteranen Georg Schmidt und Ehefrau Elisadethe, geb. Döpfer, war ein besonderer Ehren- und Festtag nicht nur für das ehrwürdige, noch sehr rüstige Jubelpaar, sondern auch für die ganze Gemeinde, die allseitigen Anteil nahm an dem so seltenen Ereignis. Am Vormittag erschienen in der Wohnung des Jubelpaares der Bürgermeister, ein Vertreter des Kreisamts und ein Vertreter der Kreisleitung der NSDAP, und überbrachten ihre Glückwünsche nebst Gesehen? Een. Der Reichsstatthalter in Hessen, Gauleiter Sprenger, hatte auch ein herzliches Glückwunschschreiben nebst einer Ehrengabe gesandt. Am Nachmittag fand in der Kirche ein feierlicher Gottesdienst statt, an welchem das Jubelpaar mit seinen Familienangehörigen, sowie die zahlreich erschienene Gemeinde teilnahm; das Gotteshaus war festlich geschmückt; der evangelische Mädchenchor verschönte die Feier durch Vortrag mehrerer Gesänge. Der Drtsgeistliche, Pfarrverwalter Lic. Flechsen- haar, hielt eine tiefempfundene, die Bedeutung des Tages würdigende Ansprache und segnete hierauf das Jubelpaar nochmals ein. Sodann überbrachte DeEan Widmann (Schotten) die Glückwünsche der Kirchenregierung, der Propstei Ober» Hessen und des DeEanats Schotten und überreichte dann noch in der Wohnung eine Ehrengabe des DeEanats. In sichtlicher Ergriffenheit nahmen die Jubilare, sowie die ganze Gemeinde an der Feier teil. Landkreis Gießen # Mainzlar, 7. DEL Der Reichsmütterdienst führt gegenwärtig in der hiesigen Schule einen MütterschulungsEursus durch. Etwa 30 Mädchen und Frauen nehmen an dem Kursus teil. Die Leitung des Kursus hat Schwester Friedel Lüders. # Dau bringen, 7. DEL Auf Veranlassung der Straßenbauverwaltung wird Die Lumda- brücke in unserem Drte verbreitert, nachdem die Lumdabrücke in Mainzlar fertiggestellt ist. Damit die restliche Ernte ungehemmt einaebracht werden Eann, läßt die Gemeinde für den Drtsver- kehr eine Notbrücke errichten. Der Verkehr in Richtung Staufenberg ist gesperrt. * ReisEirchen, 7. DEL Auf der Landstraße ReisEirchen—Gießen, in der Nähe des Straßenabzweigs nach Großen-Buseck, ereignete sich heute nachmittag ein V e r E e h r s u n f a l l, der zum Glück noch glimpflich verlief. An jener Stelle wollte ein Fuhrmann mit seinem Pferdegespann, von hier Eommend, nach linEs in einen Feldweg einbiegen. Kurz zuvor wurde das FuhrwerE von einem Lastzug überholt. Als dieser vorbeigefahren war und das FuhrwerE gerade nach linEs in der Richtung des Feldwegs einbog, Eam von Gießen her ein Personenkraftwagen gefahren, der mit dem FuhrwerE zusammen st ieß. Glücklicherweise erlitt nur der 12 Jahre alte EnEel des FuhrwerEsbesitzers einige leichte Schnittwunden durch Glassplitter, im übrigen verblieb es bei Sachschaden. s Lang-Göns, 7. DEL In diesen Tagen sammelten unsere Jungmädel unter Führung der NS.-Frauenschaft D b ft für d i e NSV. Mit kleinen Wägelchen durchfuhren sie das Dorf und erhielten überall reichliche Gaben. Aus den Birnen und Zwetschen soll Honig gekocht werden, der bann bedürftigen Volksgenossen gespendet wird. Vergehen gegen das Reichsflaggengeseh LPD. Frankfurt a. M., 6. DEL Die Große Strafkammer verhandelte gegen den Eatholischen Pfarrer der St. BernhavdusEirche, Alois Eckert, wegen Vergehens gegen das Reichsflaggengesetz und den Erlaß über Kirchenbeflaggung vom 4. DEtober 1935. Der Ange- Elagte war im Juni d. I. vom Schöffengreicht zu 3 Monaten Gefängnis und 1000 MarE Geldstrafe verurteilt und wegen Fluchtverdachts sofort in Haft genommen worden, Eam aber nach 18 Tagen wieder auf freien Fuß, da das Dber- landesgericht die gegen die Inhaftierung eingelegte Beschwerde als zu Recht anerfannte. Die Verurteilung des Angeklagten erfolgte, weil er am 9. November 1935 die Kirche trotz behördlicher Anordnung, die öffentlichen Gebäude und Kirchen zu beflaggen, nicht beflaggte. Der AngeElagte hatte in der Verhandlung zugegeben, absichtlich nicht geflaggt zu haben. Gegen das Urteil legte der AngeElagte Berufung ein, die sich nicht auf das Strafmaß beschränEte. Er betonte, wie schon in erster Instanz, daß er nicht staatsfeindlich eingestellt sei und die Beflaggung an diesem Tage aus sittlichen und christlichen Gewissensgründen unterlassen habe. Die Flagge sei für ihn ein Symbol, und er Eönne sie nicht benutzen, wenn er innerlich nicht vertreten Eönne, was sie zeigen solle. Zum Beweise seiner guten Beziehungen 311m Nationalsozialismus verwies der AngeElagte auf fein freundschaftliches Verhältnis zu dem verstorbenen Gauleiter Gemeinde r. Der Staatsanwalt verwies aber darauf, daß diesem Manne das Eirchliche Begräbnis verweigert wurde, und daß es Gewissenspflicht des AngeElagten als Pfarrer Ge- meinders gewesen sei, für ein Eirchliches Begräbnis zu sorgen. Hier machte der AngeElagte geltend, daß eine Anordnung eines anderen Bistums vorlag, gegen die er nicht habe angehen Eönnen. Staatsanwalt: Aber Sie tonnten die Anordnung des Staates, zu flaggen, nicht befolgen? Der AngeElagte verwahrte sich gegen den Vorwurf des Jefuitismus. Der Vorsitzende verwies hier auf ein Verfahren gegen den AngeElagten wegen Vergehens gegen den Kanzelparagraphen, das eingestellt wurde. Aus den AEtien stelle er fest, daß die Predigt des AngeElagten von einer Reihe von Personen zum mindesten als eine versteckte Hetze aufgefaßt wurde. Der AngeElagte führte weiter an, daß er im Saargebiet gegen die Status quo - Front anEämpfte. Ihm wurde erwidert, daß man dies von jedem anständigen Deutschen erwarten konnte. Der Vorsitzende verlas Stellen aus einer Predigt des Angeklagten und entnahm daraus, daß die Einstellung des Angeklagten zum heutigen Staat keine positive fei. Auf weiteres Befragen erklärte der Angeklagte, daß die Flaggenvervrdnung für ihn nicht maßgebend fei, weil er sie als im Widerspruch mit dem Konkordat stehend, für nicht gültig erachte. Der VorAka! Htutti kommt mit der Kopfwäsche! Das gibt wieder viel Spaß! Denn Mutti nimmt Schwarzkopf „Extra-Zart“, das nicht in den Rügen brennt! „Extra- Zart“ mit dem Spezial- Kräuterbad ist aber nicht nur Kopfwäsche: es führt zartem Haar und jugendlicher Kopfhaut die nötigen Rufbaustoffe zu. Bei Schuppen und Schinnen, sprödem oder schnellfettendem Haar auch für Sie vorzüglich geeignet! SCHWARZKOPF EXTRA-ZART mit Spezial-Kräuterbad. ^intopffonntagHllO. aOCHHCfpt sitzende betonte, daß die heutige Staatsauffassung es nicht mehr zulasse, daß einzelne Versonen ein Gesetz als ungültig bezeichnen wollen. Alle erlassenen Gesetze seien Befehle des Führers, die nicht durch Entscheidungen eines Gerichts aufgehoben werden könnten. „Wenn Sie anderer Auffassung sind, so zeigt mir dies, daß Sie tatsächlich nicht mit uns leben", meinte der Verhandlungsleiter. Der Verteidiger ersuchte in seinem Plädoyer das Gericht, zu prüfen, ob nicht die Amnestie Platz greifen, oder eine mildere Bestrafung eintreten könne. Der Staatsanwalt beantragte Verwerfung der Berufung. Es sei bitter für einen Staatsanwalt sagen zu müssen, daß sich ein Pfarrer staatsfeindlich betätigt habe. Der Angeklagte, der gesehen hat, wie die Kirche durch den Staat geschützt wurde, wisse, daß der Staat nur zum Siege komme, wenn das deutsche Volk einig sei und zu seiner Fahne stehe. Um so schmerzlicher sei es, wenn der Geburtstag des Staates sabotiert werde. Die Einstellung des Angeklagten ergebe sich daraus, daß er erkläre, nicht zu wissen, ob er am kommenden 9. November flagge. Das Gericht erkannte auf Verwerfung der Berufung des Angeklagten, rechnete ihm aber die Untersuchungshaft mit achtzehn Tagen auf die Strafe als verbüßt an. Das Gericht prüfte die Frage, ob das Konkordat mit dem Flaggenerlaß etwas zu tun habe, und kam zur Verneinung. Nach der Ueberzeugung des Gerichts habe sich der Angeklagte nicht in einem Gewissenskonflikt befunden. Die Tatsache allein, daß der Angeklagte am 9. November, dem Tage, an dem sich in München Erhebliches zutrug, nicht flaggen will, beweist, daß er mit dem heutigen Staat nicht restlos einverstanden ist. Der Angeklagte berief sich auf seine Tätigkeit im Saargebiet, aber das beweise nichts; das saarländische Zentrum gehörte der Deutschen Front an. Wenn der Angeklagte auf sein Verhältnis zu Gemeinder verwies, so werde da nur bewiesen, daß Gemeinder ein gläubiger Katholik war. Wenn der Angeklagte das gewesen wäre, was er hätte sein wollen, so hätte er den Mut aufbringen müssen, den er dem heutigen Staat gegenüber aufbringt. Wollte man Gemeinder in Darmstadt nicht kirchlich beerdigen, dann hätte er sagen müssen, dann beerdige er ihn in Frankfurt. NWllWvOW Vornan von Ilse Schuster. Copyright 1936 by Aufwärts - Verlag G. m. b. H., Berlin SW 68 18. Fortsetzung. Nachdruck verboten! 9. K a p i t e I. „Sehen Sie, Hanna, das Laub fängt da und dort schon an, die tiefgrüne Farbe zu verlieren, es wird frühzeitig Herbst werden." Hanna Brandes macht die Augen auf und schaut in die Bäume. Es ist ein stiller, sonniger Mittag, die Grillen zirpen so laut, daß man sie hort, im Gras sitzt die Angorakatze mit unwahrscheinlich blauen Augen und läßt sich ihr schneeweißes Fell bescheinen. Den langen, buschigen Schwanz hat sie wie eine Schleppe graziös um sich herurngelegt. Nun dreht sie sich um und geht mit eleganten Schritten zu ihrer Herrin. Mit einem Satz springt fle ii>r auf ben Schoß, krallt sich schnurrend fest und rollt sich dann zusammen. „Hast du das gehört, mein Schne ert? Herds t Wir haben den Sommer noch nicht richtig ge- "°Da"'Mädchen fährt mit zärtlich-n Fingern uber das knisternde Fell des Deres und ist stch bewußt, daß ihr John Herbing dabeizusteht. Wie sie, hat er sich nach einem ausgezeichneten Mittagessen, zu dem ihn der Anwalt eingeladen hatte, m einen ler bequemen Liegestühle A' meßt beides: den Mittag und den Anblick des ma^dnA5nirhf aenua genossen! Dabei hat es an SM STÄ 'XÄ'Äf« «-" ■«' seine Art auch selbstsicheren Typ der kleinen Ful ler. Ich fand übrigens, daß Sie sich um Fräulein Morholt gar nicht gekümmert haben?" „Daxu hatten Sie und mein Vater doch hinreichend Gelegenheit, und ich glaube, daß der Sängerin das doch viel lieber war." „Und ich glaube, daß Sie sich irren. Sie hat mehr als einmal Ihre Nähe gesucht, Hanna. Was haben Sie gegen die Frau?" Herbing hat sich auf- gerichtet und beugt sich vor. Sein lebhaftes Gesicht ist von der Sonne gerötet, er lächelt liebenswürdig zum anderen Stuhl hinüber. „Warum stellen Sie sich so unwissend, Herbing?" Hanna Brandes wird abweisend, wie immer, wenn Melanie Morholt erwähnt wird. Sie hat sich damals, nachdem ihr Vater nach der Reise die Gartengesellschaft gewünscht hat, nicht mehr widersetzt; sie hat die Künstlerin begrüßt, wie jeden anderen Gast auch, und hat sich dann nicht wieder um sie gekümmert. Es ist allen aufgefallen. Ader je mehr die Gäste sich von der Frau bezaubern ließen, um so mehr wuchs Hannas Widerstand. Herbing hatte mit ihr nicht davon gesprochen, warum kam er erst jetzt damit? „Sie sollten es Ihrem Vater nicht so schwer machen, Hanna. Sein arbeitsreiches Leben kennt doch nicht sonderlich viel Annehmlichkeiten." „Mein Vater kann tun und lassen, was er will. Aber ich verlasse das Haus, ehe Melanie Morholt es als Frau meines Vaters betritt. Wollen wir nicht das Thema wechseln? Es verdirbt mir wirklich sonst den schönen Tag, Herbing." Der Mann stellt sich sofort um, er weiß, daß es hier einen Widerstand gibt, der nur mit anderen Mitteln zu brechen ist. Er glaubt sie zu kennen... „Ich staune, was Ihr Vater so alles in einer Woche leistet, vorgestern war er in Dresden, heute abend fährt er nach Hamburg, zwischendurch hat er in Berlin seine Prozesse — es stimmt schon, was mir vor ein paar Tagen ein Jurist sagte: daß der Rechtsanwalt Brandes nicht nur einer der fähigsten Köpfe, sondern auch ein Schwerarbeiter sei, für den der Tag zwölf Stunden zu wenig hat." „Es freut mich, daß man ihn so anerkennt." Es liegt Stolz in Hannas Antwort, und wieder bedauert sie, daß es zwischen ihr und dem Vater zu keinem wärmeren Verhältnis kommen kann. Schneferl hat sich auf einmal aufgerichtet, gähnt herzhaft, zeigt dabei ein kleines scharfes Raubtiergebiß und springt von ihrer weichen Lagerstatt mit einem eleganten Sprung ins Gras. Dort hat sie eine spielerische Auseinandersetzung mit einem dicken Brummer, und als der frech wird, schnappt sie zu. „Wünsch guten Appetit, mein Fräulein!", lacht Herbing, der jeder Bewegung des schönen Tieres aufmerksam gefolgt ist. Hanna strahlt, sie ist immer dankbar dafür, wenn sich jemand mit ihrem lautlosen, kleinen Kameraden beschäftigt, obgleich Schneferl das gar nicht wünscht. Sie liebt vornehme Zurückgezogenheit und in Ruhegelassen- werden. „Wie wärs noch mit einem Kaffee, Herbing?" Hanna tastet nach dem Klingelknopf auf dem Tisch, aber der Mann wehrt ab, er steht auf. „Vielen Dank, aber ich muß jetzt weg, ich habe noch eine kurze, aber wichtige Besprechung mit Leander. Kennen Sie den? Einflußreich bei Köhler & Co., und don hat man immer Bedarf an guten Ideen." „Bei Teppich-Köhler?", lacht Hanna auf. „Sie sind wirklich universell, mal Kopfwasser, mal Teppiche, mal Buchdeckel, mal Schreibmaschinen, und alles versuchen Sie mit erschütternder Ueberzeugung den Leuten einzureden. Aber an Ihrem schönen Wagen sieht man den Erfolg, ich gratuliere, Herbing, und freue mich für Sie." Sie gehen tiefer in dön Garten hinein, und an einer Stelle, die man vom Haus nicht übersehen kann, bleibt Herbing stehen. Er sieht Hanna an, schweigt. Langsam steigt dem Mädchen das Blut ins Gesicht, aber sie hält diesem faszinierenden Blick stand. „Ich will morgen und Sonntag in den Spreewald fahren, Hanna. Es ist eine der stillsten, wohltuendsten Gegenden, die ich kenne. Ich bitte Sie, mitzukommen. Ich warte um zehn Uhr an der U.-Bahn Breitenbachplatz." „Mehr sagt er nicht, aber für Hanna ist es etwas kaum Faßbares. Sie sieht in das braune, nun fast heitere Gesicht, sie sucht darin nach einem Ausdruck, der ihre Abwehr herausfordert, aber sie findet ihn nicht. Ihr Herz fängt an zu klopfen, und als sie das spürt, sagt sie: „Es tut mir leid, Herbing, aber ich kann nicht mitkommen. Sie — hätten es überhaupt nicht sagen sollen." Der Mann lächelt kaum merklich. Er legt beide Hände auf ihre schmalen Schultern und sieht sie noch immer an. „Ich warte aber doch am Breitenbachplatz. Es hängt soviel von — Ihrem Kommen ab. Ich wünsche es sehr, Hanna." Dann verabschiedet er sich, tut das auch noch beim Hausherrn, der sich mit seinen Hamburger Akten beschäftigt hat. Ihm sagt er kein Wort vom Spreewaid. — Hanna ist tief erregt. Sie verbringt den größten Teil des Tages auf ihrem Zimmer, liegt auf dem Bett und starrt vor sich hin. Sie wehrt sich gegen ein sonderbares, unbekanntes Gefühl, — sie versucht an etwas anderes zu denken, als immer nur an das Gesicht des Mannes, der Wünsche ausspricht, denen sie entgehen will und doch nicht kann. Aber sie weiß mit einer beseligenden Gewißheit, daß sie John Herbing liebt. Und da Hanna Brandes ein Mensch ist, der sich nie in kleinen Gefühlchen verzettelt hat, versinkt sie in das Bewußtsein ihrer ersten Liebe nicht wie in einen Rausch, sondern mit klarer Erkenntnis in ihr Schicksal. Sie bäumt sich nicht auf dagegen, sie überläßt sich diesem mitreißenden Gefühl, sie verbringt den Tag und den Abend wie im Fieber und atmet auf, als ihr Vater endlich abfährt. Dann kommt die Reaktion. Sie verliert die Herrschaft über ihren Körper, sinkt in sich zusammen und weint. „Ich darf doch nicht mitfahren — ich darf einfach nicht!" — ruft sie sich selber unter Tränen zu. Um sechs Uhr steht sie auf. Sie packt ein kleines Köfferchen mit deN notwendigsten Utensilien für eine Uebernachtung, holt sich aus der Küche Dbst und wird dabei von der Köchin überrascht. „Was machst du denn da, Hanna?", fragt sie erstaunt. Kritisch fahren ihre Blicke über Hannas hellblaues, seidenes Sportkleid. Sie hat auch schon eine weiße Flauschjacke an und die Mütze auf. „Du bist ja ordentlich in Wichs und noch dazu am Samstag?" , . . Ida! Wie kann man nur Ida vergessen bet Dem, was man vor hat! Ida hat ihre Augen überall, außerdem hat sie unlängst gesagt, daß dieser Mann mit den sonderbaren Augen ihr gar nicht gefuH^ Sie hat das deutlich an Hannas Adresse gerietet und für sie ist die alte Köchin, die noch die Mutteik gekannt, eine Respektsperson. (Forts, folgt.) SJLtfpoit Leihgestern 1. Jgd. — Grümngen 1. Jgd. (Bern- Hardt, Wieseck). Großen-Linden 2. Jgd. — VfB.-R. 2. Jgd. (Hille- brecht, Großen-Buseck). Strafgericht über „Hessen" Hersfeld. Der Gaurechtswart des Gaues Hessen ist mit der Fußballelf von Hessen Bad Hersfeld. die zur Zeit in ihrem Gau vor Hanau 93 an der Spitze liegt, wegen Verstoßes gegen die Amateur-Bestimmungen streng ins Gericht gegangen. Der vor einigen Monaten von Union Niederrad zu Hessen Bad Hers- feld gegangene Stürmer Pflug, der allerdings in der hessischen Elf noch nicht gespielt hat, wurde bis zum 1. Januar 1937 gesperrt. Der Frankfurter Lindner (Notweiß), der seit seinem Weggang von Union Niederrad bei der Frankfurter Eintracht, in Berlin, Lausanne und Leipzig tätig war und Pflug zum „Umzug" nach Hersfeld bewogen hat, erhielt Sperre bis zum 1. September 1937. Der Hersfelder Torwart Gaß wurde mit Sperre bis zum 1. April 1937 belegt. Die gesamte Hersfelder Mannschaft wurde für zwei Spielsonntage kaltgestellt. Die dem Vorstand des bestraften Vereins angehörenden Ries und Schmerbach können bis jum 1. Januar 1938 im Fachamt Fußball nicht tätig fein, sie müssen sich jeder Tätigkeit in ihrem Verein bis zum 1. Januar 1940 enthalten. „Herbst-Mitary" in Döberitz. Am den Wanderpreis des Inspekteurs der Kavallerie. Eine Vielseitigkeitsprüfung für Offiziere der deutschen Kavallerie findet am 13. und 14. Oktober in Potsdam und Döberitz statt. 45 Offiziere der Kavallerieschule Hannover und aller übrigen Regimenter kämpfen um den Wander-Ehrenpreis des Inspekteurs der Kavallerie Die Bedingungen dieses Wettbewerbs weichen von den sonst üblichen Military-Bedingungen ewas ab. Dressurprüfung und der auf 20 Kilometer verkürzte Geländeritt bilden auch f>Kr den Hauptbestandteil, während an Stelle des Jagdspringens ein Pistolenschießen unmittelbar im Anschluß an den Geländeritt durchgeführt wird. Die größere Anforderung wird also diesmal nicht an das Pferd, sondern an den Reiter gestellt. * Die Dressurprüfung findet in Potsdam, der Geländeritt am zweiten Tage auf dem Truppenübungsplatz Döberitz statt. Die Querfeldeinstrecke ist im großen und ganzen die gleiche wie bei den Olympischen Spielen, mit dem Faschinengraben an der Alexan- derbrücke, dem Rheinbaben-Graben und dem Dorfgraben, einer schwierigen Kombination mit Ab- und Aufsprung, als markantesten Punkten. Insgesamt sind über die 7000 Meter Geländestrecke, zu der noch zwei Wegestrecken kommen, 25 Hindernisse verteilt. Herbst-Feldberglauf der Skisportler. Der Ski-Club Taunus veranstaltet am 25. Oktober zum neunten Male im Feldberggebiet des Taunus feinen Herbst-Feldberglaus, der für alle Mitglieder des Fachamtes Skilauf offen ist und den Skisportlern zur Vorbereitung für die kommende Kampfzeit dienen soll. Für die Herrenklasse führt der Laus über 8 Kilometer bei einer Steigung von 300 Meter. Mit dem Laus ist eine Mannschaftswertung um den Wanderpreis verbunden, wobei von je vier Läufern eines Vereins die drei Besten gewertet werden. Fachamt 2 Fußball. Iugeudgruppe Gießen. Für den kommenden Sonntag find folgende Spiele angesetzt: SpVgg. 1900 Gießen 1. Jgd. — VfB.-R. 1. Jgd. (Krämer, Rodheim). Watzenborn-Steinberg 1 Jgd. — Großen-Linden 1. Jgd. (Decker, Garbenteich). Garbenteich—1900 Gießen 2. Jgd. (Schäfer, Lich). Steinbach — Allendorf (Laux, Leihgestern). Wißmar — Launsbach (Bilb, Naunheim). Rodheim — Krofdorf (Bender, Fellingshausen). Ettingshausen — Alten-Buseck (Röhm, Grünberg). Gr.-Buseck — Daubringen (Törner, Staufenberg). Lollar — Saasen (Eckhardt, Staufenberg). VfB.-R. 3. Jgd. — SpVgg. 1900 3. Jgd. (Enders, Gießen). Lollar 2. Jgd. — Wieseck (Eckhardt, Staufenberg). Staufenberg — VfB.-R. 4. (Erb. Daubringen). Geilshausen — Rüddingshausen (Pieh, Londorf). Londorf — Nieder-Ohmen (Erb, Flensungen). Die erstgenannten Vereine sind Platzvereine und müssen den Schiedsrichter benachrichtigen. Die beiden Vereine Grüningen und Laubach sind Neulinge in dieser Gruppe, man ist gespannt, wie sie sich einführen werden. Der ReichssporlMrer zum MW. Aufruf an den Reichsbund für Leibesübungen. Zum Winterhilfswerk, auf dessen überwältigende Erfolge jeder Deutsche stolz ist, ruft uns erneut der Führer. Längst ist für uns alle jedes Gefühl des Opferns hier überschattet von der Erkenntnis, daß Taten für das Winterhilfswerk des deutschen Volkes die mächtigsten Antriebe zum Selbstvertrauen und zur Selbstbehauptung sind. Der Deutsche Reichsbund für Leibesübungen hat sich von Anfang an in den Dienst dieses Gedankens gestellt, und jeder Turner und Sportler betrachtet es als einen Teil erfüllter Pflicht gegenüber Staat und Volk, auch feine Pfennige unter den Markmillionen zu wissen, die der DRL. in den vergangenen Jahren dem WHW. zuführen durfte. Wir denken aber nicht daran, uns mit den bisherigen Ergebnissen zufrieden zu geben. Leistungssteigerung auf allen Gebieten ist eine gerade dem Sportsmann selbstverständliche Forderung. Wir werden deshalb auch in diesem Winter wieder alle bewährten Mittel anwenden und jeden möglichen neuen Weg gehen, um unsere Kämpfe, unsere Feste und Feiern mit unter die Parole zu stellen: Bei uns darf keiner hungern und frieren. Es wird in diesem Winler keinen Verein des DRL. geben, mag er selbst finanziell zu kämpfen haben, der nicht mindestens eine feiner Veranstaltungen dem Winterhilfswerk widmet, und zwar die Veranstaltung, die am sichersten einen Geldertrag gewährleistet. Es wird aber auch darüber hinaus keinen Turner und keinen Sportsmann geben, der nicht persönlichen Einsatz und persönliche Opfer für das WHW. als eine feiner vornehmsten Aufgaben ansieht. Wir wollen und wir werden helfen, des bin ich gewiß. von Tschammer und Osten, Reichssportführer. Deutschlands Fußball-Gegner auf der Reise nach Schottland und Irland. Am Mittwoch gaben die Fußball-Verbände von Schottland und Irland ihre Ländermannschaften bekannt, die in der kommenden Woche in Glasgow bzw. Dublin gegen Deutschland antreten werden. Schottlands Vertretung wird fast in der gleichen Aufstellung spielen, mit der sie am 4. April 1936 im Londoner Wembley- Stadion gegen England 1:1 spielte und damit die Britische Ländermeisterschaft gewann. Schon gleich nach den Olympischen Spielen setzten sich die Schotten mit der englischen F. A. in Verbindung, um einige schottische Spieler, die englischen Vereinen angehören, für den Kampf mit Deutschland freizubekommen. Der englische Fußballoerband entsprach dem Wunsche der Schotten, und so werden die beiden Aston Villa-Spieler Cummings und Massie, sowie der Derby County-Linksaußen Duncan in der Mannschaft gegen Deutschland, die int einzelnen folgendes Aussehen hat, stehen: Dawson (Rangers) Anderson Cummings (Hearts) (Aston Villa) Massie Simpson Brown (Aston Villa) (Rangers) (Rangers) Dolaney Walker Armstrong McPhail Duncan (Celtic) (Hearts) (Aberdeen) (Rangers) (DerbyCounty) Der Kampf, der am Mittwoch, 14. Oktober, im Glasgower Jbrox-Park vor sich geht, wird bekanntlich von dem englischen Cup-Schiedsrichter Herry Nattras geleitet. Irlands starke Mannschaft. Für den Fußballkampf mit Deutschland am Samstaa, 17. Oktober, im Daly Mount-Park zu Dublin hat der irische Freistaat die stärkste Mannschaft aufgestellt, die er zur Zeit aufbieten kann. Neben sechs Spielern, die in Liga-Vereinen des Freistaates wirken, wurden fünf weitere in die Mannschaft eingereiht, die mit bestem Erfolg in der schottischen und englischen Liga spielen, aber ihrer Nationalität nach Iren sind. Foley (Celtic), Ellis (Bohemians Dublin) und More (Shamrock Rovers) standen bereits am 8. Mai 1935 in der Mannschaft, die in Dortmund gegen Deutschland 1:3 unterlag. Foley als Torwart und More, der Halblinke, waren dabei die besten irischen Spieler. Die Aufstellung der irischen Elf für Dublin lautet: Foley (Celtic) Gorman O'Neill (Bury) (Dundalk) O'Reilly Turner Conolly (St. James'Gate) (Southend United) (Cork) Ellis Duggan Davis More Geoghean (Dublin) (Leeds) (Oldham) (Shamrock) (James'Gate) Erich Rademacher zurückaettelen. Der Gaufachamtswasserballwart des Gaues Mitte, Erich Rademacher (Magdeburg), hat aus dringenden geschäftlichen Gründen sein Amt zur Verfügung gestellt. Alle Wasserball - Angelegenheiten übernimmt bis auf weiteres Gaufachamtsleiter Max (Magdeburg). Der Gaufachamtsleiter hat Erich Rademacher seinen Dank für die aufopfernde und tatkräftige Mitarbeit ausgesprochen. Gportantt „Kraft durch Freuds". heute folgende Kurse: Fröhliche Gymnastik und Spiele (Frauen). Von 20 bis 21 Uhr und von 21 bis 22 Uhr Lyzeum, Dammstraße 26. Reue KdF.-Sportkurfe. Das neue Vierteljahres-Sportprogramm unterrichtet über die Belange der neuen KdF.-Sportkurse und ist kostenlos auf der Geschäftsstelle, Schanzenstraße 18, sowie in allen Ortsgruppen und Betrieben erhältlich. Zu sämtlichen Kursen werden Neuanmeldungen angenommen. Für die Reitkurse werden nur Anmeldungen in beschränktem Umfang angenommen, deshalb empfiehlt sich umgehende Anmeldung. Aufmerksamkeiten 04599 München (Äiterolfstraße 11, II), 6. Oktober 1936 8387V GLORifll 04597 |Verschiedenes| 6377 A Bohne r- Kleinanzeigen 6366D ca.'/2 kg Dose RM 075 Marktstraße 23 Tel. 2417 Grundpreis von 5 Pf. für die Millimeterzeile veröffentlicht! Dieses hervorragende Filmwerk wurde in Venedig als Meisterleistung deutscher Filmkunst ausgezeichnet und jetzt — wie „Vergiß mein nicht“ mit Begeisterung vom deutschen Publikum aufgenommen. Glaserarbeiten, Schreinerarbeiten, Schlasserarbeiten, Weißbinderarbeiten, Wir danken recht herzlich für die uns zu unserer silbernen Hochzeit so zahlreich zugegangenen Glückwünsche und das ist doch viel angenehmer. Vergleichen Sie zudem Preis und Qualität. Es lohnt sich schon — Seif ix zum Bohnern! Or. Franz Fulms Köhl und Frau Or. GerdiKöhl, geb. Will Oie Geburt eines gesunden Sohnes geben in dankbarer Freude bekannt Der Sturmwind bläst und das Laub fällt von den Bäumen und wieder denkt man an den alten Ofen, der voriges Jahr schon soviel Aerger machte, die Stube verqualmte und doch nicht warm gab. Das muß aufhören! letzt muß ein Häuser-Ofen her! Zum Beispiel solch ein Amerikaner-Dauerbrandofen. Ein wirklich raffinierter Dauerbrenner für Anthrazitkohle. Sparsam im Gebrauch und dabei ein großer Wärmespender, der Ihnen die Stube mollig warm macht und die Unbilden des Winters von der Schwelle bannt. Dabei paßt er sich in seiner Formschönheit harmonisch der Umgebung an. Sehen Sie sich also ruhig einmal diese gute Werkmannsarbeit an bei Hch.u. Ottilie Freundlieb Gießen, im Oktober 1936 Friedrichstraße 16 b I. Vornehm/ Geschmackvoll! Persönlich I Oleee drei wesentlichen Eigenschaften der gediegenen Familien- Drucksache Dletet Ihnen in zahlreichen neuzeitlichen Ausführungen sowie Papieren billiget die Brilhl’sche Druckerei Schulstr. 7. Ruf 2251 Käthe von Nagy Benjamino Gigli Paul Henckels Harald Paulsen Beiprogramm und Ufa-ion-Woche 6329a Spielzeiten tägl. 4, 6, 8.30 Uhr. Sonntags 3, 5.30, 8.30 Uhr Gebifs (Unterkiefer) verloren. 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