Mittwoch. 8.)uli 1936 Ur. 137 Erstes Blatt 186. Jahrgang Eichener Anzeiger des nehmen. Der große Irrtum Don Dr. Sans von Malottki. Der erste Nugzeugstart vom neuen Flughafen AhrM'Rain: nach Südamerika! Die erste Verkehrshandlung im neuen Flughafen Rhein-Main steht im Zeichen des deutschen Flugdienstes nach Uebersee. Ein Zufall will es daß das erste Flugzeug, das im neueröffneten Flughafen ab- aefertiat wird, das planmäßige S) e i n k e l- Schnellflugzeug der deutschen transatlantischen Flugzeugstrecke nach Südamerika ist. Wie allwöchentlich, erfolgt in den frühen Morgenstunden des Donnerstags der Start zur ersten Streckenetappe der großen deutschen Flugstrecke, die von Frankfurt a. M. über Sevilla—Las Palmas— Bathurst—Pernambuco nach Rio de Janeiro—Buenos Aires—Santiago (Chile) führt. Die Schnellflugzeuge durchmessen diese Entfernung (etwa 15 000 Kilometer) in einer Flugzeit von nur 3 bis 4 Tagen. Die Anschlußpost aus allen Reichstellen trifft mit den Nachtflugzeugen gegen Mitternacht im alten Flughafen Rebstock ein, gelangt hierauf zum Bahnpostamt zur Umbehandlung und tritt um 5 Uhr die Reise über den Südatlantik an. Es ist ein verheißungsvoller Auftakt für die Zukunftsentwrcklung des neuen Flughafens, daß auch er, ebenso wie das Gelände des Luftschiffhafens, seine Verkehrsarbeit im Dienste der deutschen Weltflugstrecken beginnt. So öffnet Frankfurt auch im neuen Flughafen das Tor in die Welt! Zubringerdienst für Lustreisende zum Flughafen Hhein-Main. Am kommenden Donnerstag, 9, Juli wird der gesamte Flugdienst der Deutschen Lufthansa nach dem Flug- und Lusischisfhasen Rhein-Main nertegt. Mit Betriebsbeginn dieses Tages starten und landen sämtliche Verkehrsflugzeuge im neuen Hasen. Zur schnellen und bequemen Beförderung der aus Frankfurt abreisenden und ankommenden Fluggäste zwischen Stadtzentrum und Flughafen wird vom 9. Juli ab wieder ein besonderer Zubrmger- dienst für Luftreisende eingerichtet. Auf Grund einer .zwischen der Deutschen Lufthansa und der Straßenbahnverwaltung getroffenen Vereinbarung wird dieser Dienst von den auf der Lmie L„ (Oberforst- haus-Flughafen) verkehrenden Grotzkraftwagen mit durchgeführt. Die Wagen verkehren ab Hlndenburg- platz 10 (Verkehrsoerein und Luftreiseburo der Lufthansa) in unmittelbarem Anschluß an jedes abfliegende und ankommende Flugzeug. Die Abfahrt Es ist ein herrliches Werk, das in Frankfurt entstanden ist, ein Denkmal deutscher Tüchtigkeit und ein neuer sichtbarer Beweis der friedlichen Aus- bauarbeit des nationalsozialistischen Deutschland. Wir alle wissen, wie sehr der Führer von den Ideen beherrscht ist, deren Verwirklichung dem deutschen Volke, wie der Menschheit überhaupt von Nutzen ist. Hat er nicht durch sein mutiges Zupacken, durch die Aufrüttelung des wie hypnotisiert auf die Arbeitslosigkeit starrenden deutschen Volkes gezeigt daß es möglich ist, dem eigenen Volksgenosten'und damit auch anderen Volkern Gutesi ju erweisen? Denn darüber gibt es doch keinen Streck, daß mit der schrittweisen Ueberwlndung der Wirtschaftskrise in Deutschland dem Ausland gezeigt roortjen ist, welcher Weg zur^Bekämpfung der«Not eingeschlagen werden muh. Deeses Ausland konnte aber auch noch an dem deutschen Ausschwung t-ll- gungen und Berechnungen: es zielt auf das ab, was durch Locarno, als echten Regionalpakt. gerade oer- hindert werden soll: die Eingriffsmo glich- feit von Möchten in Räume, zu denen f j e nicht gehören und in denen ste deshalb auch nie natürliche Interessen, sondern nur willkürliche machtpolitische Bestrebungen verfolgen können. Auf der Sicherung solcher Einflußnahmen und Elngriffs- möqlichkeiten über die eigene Region, hen Westen Europas, hinaus beruht die ganze französische Nachkriegspolitik, freilich auch die schwere Erschütterung und^Verzerrung des natürlichen europäischen Lebens Frankreichs Außenminister hat m Genf das Unmögliche möglich machen wollen: diese überregionale keine Begrenzung der Interessen kennende Vormachtspolitik regional zu frisieren und ihr so eme vom Völkerbund auszustellende Harmlosigkecks^ beicheiniqunq zu verschaffen. Der logische und tatsächliche Widerspruch dieses allzu kühnen Beginnens verbarg sich hinter dem Doppelspiel mit dem Be arM Interessen". Frankreich mochte einerseits m den Regionalpakten Staaten zusammenfassen, die durch die geographische Lage, also durch ihre natürlichen Interessen verbunden sind. Das ist em Gedanke, über den man reden könnte. Das Locarno- Motiv zum Beispiel stammt hieraus, und eine regionale Organisierung Europas könnte vielleicht durchaus saubere und übersichtliche Verhältnisse bewirken. Das wäre aber auch das Ende der französischen Vorherrschaftspolitik. Will Frankreich sich zu vernünftiger Selbstbescheidung verstehen, will es endlich davon ablassen, willkürlich Machtgewichte zusammenzuschalten, die die natürliche Struktur Europas entstellen? Durchaus nicht! Denn es sollen auch jene Staaten Neglonalpake bilden dürfen, die „gemeinsame Interessen Haven und dadurch verbunden sind. Dies ist die Tur, durch die die französischen Bündnisse von den anderen Mächten hereingelassen werden sollen. Mi t re gionaler Organisation h«t dieser Vorschlag nichts mehr zu t u n Er fW in schärfstem Widerspruch dazu Gemeinsame In er essen können Staaten verbinden die räumlich durch ganze Erdteile getrennt sind. Das franzosisch-sow am Hindenburgplatz erfolgt jeweils 35—40 Minuten vor dem Abflug. Soweit die Wagen nicht voll mit Fluaaästen besetzt sind, können sie auch von Besuchen des neuen Flug- und Lustschiffhafens benutzt werden. „Graf Zeppelin" kommt nicht zur Flughafenweihe. LVD Frankfurt a. M., 7. Juli. Das Luftschiff „Graf Zeppelin" wird nach einer Meldung der Deutschen Zeppelin-Rederei ferne anläßlich der Einweihung des Flug- und Luftschiff- Hafens Rhein-Main geplante Landung m Frankfurt a. M. leider nicht ausführen können. Das Luftschiff, das erst am Montag spät abends von seiner letzten Südamerikafahrt zuruckgekehrt ist, tritt bereits Mittwoch abend seine nächste Ausreise nach Südamerika von Friedrichshafen aus an, wo in der Werst eine genaue Kontrolle des Luft- chiffes erfolgte. Aus technischen Gründen und im Interesse der pünktlichen Durchführung des Sudamerika-Dienstes muß voraussichtlich auch der Plan, den Graf Zeppelin" bei seiner morgigen Ausreise nach'Südamerika den neuen Lusthafen Rhein-Main überfliegen zu lassen, aufgegeben werden Da der „Graf Zeppelin" nämlich auf seiner Reise außer mit 20 Fahrgästen und der üblichen Post und Fracht auch durch eine größere Ladung von Maschinenersatzteilen. die zur Förderung der deutschen Ausfuhr äußerst wertvoll sind, schwer belastet ist, kann der Start in Friedrichshafen mit Rücksicht auf die warme Witterung erst in den spaten Abendstunden erfolgen, so daß das Luftschiff erst nachts über Frankfurt eintreffen würde. Abgesehen davon wurde sich aus Zeitmangel ein Umweg über Frankfurt kaum ermöglichen lassen, da der „Graf Zeppelin rechtzeitig in Sevilla eintreffen muß, um dort die von der Deutschen Lufthansa nachgebrachte deutsche Transozeanpost zu Übernehmen und ste dann pünktlich in Südamerika abzuliefern. Das Lufts chiN Hindenburg" wird daher am Mittwoch als ■ einziges Luftschiff in Frankfurt anwesend sem können Bei geeigneter Wetterlage wird m den Abendstunden eine kurze Charter-Rundfahrt mit gelade- ; nen Gästen für die Südwestdeutsche Flugbetnebs- ; AG. stattfinden. Europas Weltflughafen bei Frankfurt a. M. Heute nachmittag als Auftakt zum Gautag Hessen-Nassau der NGOAp. feierliche Einweihung des Flug- und Lustschiffhafens „Mein-Main". Werk durchgeführt. 50 000 Festmeter Holz wurden geschlagen, der Boden wurde eingeebnet, und schon bald folgten die Bauhandwerker, um für die Deutsche Lufthansa Flugzeughallen zu bauen für die Deutsche Zeppelinreederei aber die Riesenhalle zu errichten, die das „Hotel der deutschen Zeppelin- lustschisfe" sein soll, wenn sie zu kurzer Rast von ihren Atlantikfahrten zurückgekehrt sind. Nicht weniger als 2500 Tonnen Stahl wurden in die Halle hineingebaut, 750 000 Nieten wurden in das Eisengerippe geschmiedet, bis der 51 Meter hohe und 275 Meter lange, mit einem fahrbaren Ankermast ausgerüstete Bau stand, der schon vor der offiziellen Eröffnung dieses neuen Flughafens feiner Bestimmung zugestihrt werden konnte. Blickt man hinüber zu den Verwaltungsgebäuden, der Postanstalt, der Zollabfertigung und allen sonstigen Einrichtungen einer modernen Flugverkehrsanstalt, dann gewinnt man einen ungefähren Eindruck von der Bedeutung dieses Flughafens. land allein war es, das mutig und unverzagt an feinen Zeppelin glaubte und auch daran ging, ihn in den Dienst des alle Völker verbindenden Verkehrs zu stellen. Wir wissen, daß mit dem deutschen Glauben auch der Glaube der anderen wieder gewachsen ist, und wir sehen bereits vor unserem aeiftigen Auge einen Weltluftverkehr sich abwickeln, der ähnlich dicht sein wird roi? der internationale Flugzeugverkehr. Nur ist eben das Flugzeug sur die Kurzstrecken vorteilhafter, wahrend die Starke Zeppelins darin besteht, daß er Langstrecken mit Leichtigkeit meistert und auf diesen langen, mehrtägigen Fahrten seinen Gasten alle Bequemlichkeiten zu erweisen vermag. Noch sind allerdings die politischen Voraussetzungen für die Ankurbelung eines Weltverkehrs, wie er doch kommen wird, nicht geschaffen. Wir brauchen nur den Blick nach dem Osten und nach dem Sud- osten zu wenden, um das für den Luftschlffverkehr unerschlossene weite Gebiet vor uns ausgebrecket zu sehen ' das nach diesem Verkehrsmittel förmlich chreit. Es gibt aber Gründe, die es eben den m diesen Räumen herrschenden politischen Kräften nicht angebracht erscheinen lassen, einem Luftschiff de? nationalsozialistischen Deutschland den Weg[frei- zugeben. Aber deswegen wird der Weltflughafen „Rhein-Main" bei Frankfurt a. M. in seiner Bedeutung für Deutschland, für Europa und darüber hinaus für die ganze Welt nichts eickbußen. Das deutsche Völk darf stolz auf dieses Werk fern, dieses Stück der friedlichen Arbeit des Deutschlands lAdolf Hitlers. möchte man die Meldungen der englischen Presse über de? konstruktiven" Charakter der geplanten Locarno-Konferenz deuten können. Denn nichts stand der neuen Vereinbarung Deutschland, such^D?utschland^ech°/'Schüld unä' dementsprechend L SAumuten. bis non uns u. keiner W- e mtschlieken könnte. Bemühungen m diesem Stnnc roaaertrng5Iin^inV$unVtafinb neue Sdjmierig- kellen uorLszusehen. Dann nämlich. Zum Handel und Wandel einer fortschreitenden 1 Welt gehört auch der Flugverkehr. Deutschland, von jeher vorbildlich, hat auf diesem Gebiete Unendliches geleistet, es hat Leistungen vollbracht, obwohl es von außen her mit aller Macht daran zu hindern gesucht wurde. Deutsche Verkehrsflugzeuge genießen Weltruhm, sie sind in allen Winkeln und Falten unseres Erdballes zu finden. Und der deutsche Luftverkehr kann für sich in Anspruch nehmen, der beste und umfassendste zu sein. Zu dem Flugzeug kam das Zeppelinluftschiff, das Werk eines schöpferischen und nicht niederzubrechenden Geistes. Als Graf Zeppelins Luftschiff in den letzten Vorkriegsfahren die Gegend überflog, die heute den Flughafen Rhein-Main beherbergt, da träumten nur die kühnsten Träumer von einem Vorstoß mit dem Luftschiff über die Grenzen des Reiches hinaus, zum Nordpol oder zum Südpol, zum Aequator oder nach dem weck entfernten Osten. Zwischen diesen Traumen und der heutigen Wirklichkeit liegt em langer Weg, ein Weg, den noch einmal zu beschreiten der Führer durch seine unbeirrbare Friedenspolitik unserem Volke und auch der Menschheit ersparen will Das deutsche Luftschiff hat sich der Ungunst der Zecken zum Trotz behaupten können, es ist heute aus dem Weltflugverkehr nicht mehr wegzudenken, und es wird in diesem Verkehr immer bleiben. Biele hundert Ausländer haben in den Fahren des Luftschiff-Südatlantik-Dienstes ihre Reisen zwischen beiden Erdteilen unternommen, und mit jeder Fahrt über den Nordatlantik wächst die Zahl der , begeisterten Anhänger des Luftschiffverkehrs. Deutsch- Adolf Hitlers. Wenn Frankfurt ausersehen wurde, von nun ab der Ausgangspunkt des regelmäßigen Luftschiffverkehrs nach dem amerikanischen Festland zu werden, so hat das seine guten Gründe. Friedrichshafen eignete sich wegen der meteorologischen Bedingungen nicht Schon seit langem hielt man die rheinische Tiefebene für die gegebene Ausgangsstelle des Zeppelinverkehrs. Frankfurt, das Herz des wichtigen Rhein-mainischen Wirtschaftsgebietes, war für die Aufnahme des Weltflughafens wie geschaffen. Hier kreuzen sich zahlreiche internationale Eisenbahnstrecken, hier läuft der Schiffsverkehr des Rheins und des Mains zusammen. Hier treffen sich Straßen die aus allen Richtungen aufeinander zustreben, hier befindet sich der Schnittpunkt zweier wichtiger Reichsautobahnen, und hier knoten sich auch die Luftverkehrslinien der Deutschen Lufthansa, ebenso wie die Strecken, die nach dem Ausland fuhren. Nicht weniger als 19 Linien des Personenluftverkehrs und acht Linien für Post- und Luftexpreßgut vereinigen sich in Frankfurt am Main. Es lag also auf der Hand, daß nur Frankfurt Ausgangspunkt des Luftschiffverkehrs werden konnte, der zunächst seinen Blick nach dem Westen gerichtet hat und auch richten mußte, weil das Flugzeug noch nicht so weit ist, die Personenbeförderung über den Ozean zu übernehmen. Aber wie die Deutsche Lufthansa nun schon seit Jahren den Post- und Eck- güterverkehr über den Südqtlantik in planmäßigen I Flügen bewältigt, so wird sie demnächst auch unter Benutzung eines schwimmenden Stützpunktes über ' die Bermudas hinweg ihre Flugzeuge von Deutsch- i land aus nach Nordamerika starten lassen. Erscheint täglich, außer M Annahme von Anzeigen SZ ÄÄS fl! «▲AäIaAM EÄ.=... Gießener Familienblätter M jfwL WQ IW Grundpreise für 1 mm hohe Heimat im Bild - Die Scholle ■ «IHM ■ M Hp ■ B B^ BB B B 111 M V B für Anzeigen von 22 mm Monatr-vezugrpreir: ■ ■ ■■ MM |Z B B HZ B /i II HZ H H H W H Breite 7 Rpf., für Text- Mil 4 Beilagen RM. 1.95 MM M ■ U ■ MM WS B Bk B XL I BI B BL B Bk B anzeigen von 70 mm Breite SÄ"': 'S K/IVlIVIIVI -^>11 * ss:®äs VJ V «...w. infolge höherer Gewalt Stellen-, Vereins., gemein. General-Anzeiger für Oberhessen ZWZ richten: Anzeiger «ietzea V *7 I • behördlicheAnzeigenkRps. StanWaSin 11686 Druck und Verlag: vrühl'sche UniverfitSlr-Vuch- und Steindruckerei «.Lange in Stehen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7 M-Ngenabschlüss-Staffel ö Das große, vor zweieinhalb Jahren begonnene Werk ist vollendet. Europas Weltflughafen „Rhein-Main" ist bereit, feine bedeutsamen Aufgaben im Rahmen des internationalen Luftverkehrs zu erfüllen. In unmittelbarer Nähe von Frankfurt a. M. liegt der eine Pfeiler der großen Doppelbrücke, die über den Atlantik hinüberschwingt, um in Lakehurst auf der nördlichen und in 9t i o auf der südlichen Hälfte des amerikanischen Kontinents zu enden. Am 2. Januar 1934 schlug Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger zur feierlichen Eröffnung der Arbeit den ersten Baum im Frankfurter Wald an. Dann wurde mit frohem Eifer das Mit tiefer Anteilnahme und innerer Bewegung verfolgt das deutsche Volk den Kampf, den Danzig ' um seine natürlichsten Rechte führt. Er ist durch den mannhaften Vorstoß des Danziger Senatspräsidenten in einen neuen, entscheidenden Abschnitt getreten und greift tief in das Gefühlsleben der Danziger Bevölkerung, wie in die gesamte europäische Lage. Die Forderung nach Neuregelung der Danziger Beziehungen zum Völkerbund ist eine wahre Friedensaktion. Sie wahrt die Rechte und Interessen Polens und soll im Innern jene erträglichen Verhältnisse schaffen, die die „Freie Stadt" in Fesseln schon lange hat entbehren müssen. Sie fügt sich damit in einen größeren Vorgang, der der heutigen Zeit und der gesamten internationalen Politik seinen Stempel aufdrückt: in das große Ringen um bie Ausräumung jener unerträglichen Spannungen und unnatürlichen Verhältnisse, die seit 1919 das europäische Leben bedrücken. Hier liegt die große Aufgabe des Völkerbundes und der gesamten europäischen Politik, und auch der Fall Danzigs wikd eine Bewährungsprobe fein, der sich Genf nicht entziehen kann. Deutschland, durch die Schule bitterer Erfahrungen und Erkenntnisse gegangen, hat mit Wort und Beispiel befreiende Wege gewiesen. Aber diese Bereitschaft zum Mitwirken am wahren Frieden ist bisher ins Leere gestoßen, weck die Gegenseite absichtlich ihre Augen vor den Ungerechtigkeiten und Mißständen in der Welt verschließt. Ihr Kampf für das „Recht" wurde in tragischer Verkettung von Irrtum und bösem Willen zu einem Kampf für die Ungerechtigkeit. Besteht Aussicht, daß sich dies zu ändern beginnt? In der allgemeinen Unklarheck und Unübersichtlichkeit ist das Zusammenrücken Englands und Frankreichs ein Vorgang von erheblicher Bedeutung. Er wird — wie schon so oft in ähnlichen Lagen — seinen Einfluß auf die künftige Entwicklung in jedem Falle ausüben. Zum Bosen, wenn er sich in jener engen Abgrenzung halten wurde, die der englische Kriegsminister und einflußreiche Kreise unter den Konservativen ihm geben mochten. Zum Guten, wenn er zur Keimzelle einer Neuordnung und Zusammenarbeit wird, hie zunächst Deutschland und Italien einbeziehen muß Baldwin hat sein Wort verpfändet, daß sich keine Verschwörung gegen Dritte bilden, sondern der Weg zu einer europäischen G e s a m t b e r e i n i- aung geöffnet werden soll. An seinem Anfang muß, das weih England in diesen Tagen des Genfer Niederbruchs ganz genau, ein neues L o c a r n o stehen. Der Völkerbund, den England zur Achse der europäischen Politik machen will, fallt für die Neuordnung der zwischenstaatlichen Verhältnisse, vorläufig aus Nur außerhalb dieses kranken Gebildes, .Än l«. Hmw »< mh»*.« •WÄ Ä.... ft1 “ ass ““»rsÄ.rt.r.s s—t Behandlung Italiens begraben w°rd°m Du ® ©Pin Wort jenes Bedauerns, das noch kurz d-m"mMtärisch°7 Li°^Jt-lien^gtz?° ch Ar diplomatische. Die Anerkennung der Einverleibung “■ÄÄ E.“ 1™” ßmHnannuna und Erleichterung tragfahig genug f7n'7!7 Italien in den Kreis der Machte zr, M. ' ron? Es aebt Italien ähnlich, wie es uns schon oft neoanaen ist Auf der einen Sette der Wunsch Eng- , Ä.SS SÄ« ©ftähs» -L tJrihon im Mittelmeer erklärt, hat der B°.st°nds°bred°n im M te Uebergang5= ausgesprochene Aehnüchkett m Locarno-Stre.t zeit", die man Deuftchla d n Beschleunigung, zumuten wollte. Und die a II b’ncllenfragc ange- utc -b-nsalls England der D°rd°n°ll°M Leihen laßt, erinnert an dl s Tatsachen vor Beginn °>nes Ges^rachs^ @e|präd) für den zu " ‘ Mwirkunq Italiens in kommen mtU. üßeber ö« " b Mittelmeer- Montreux, noch die Beseitigung mer nur Rannungen wird b m^?ä[tnme in seinem eigent- über die Klärung der Dechaltmsie ln 1 Locarno lichen Lebensraum wird Italien nu - kommen wollen. . stärkstes Interesse. 5)161^ jeigt pr an tre j Erwägungen Man mochte hoffen, Blätter in den eine Rolle spielen, denen f 3 Glissen glaubten, letzten Tagen ^ÄVeiU neuen Niemand hat mehr Inte . ^n, auf der Locarno, d.h. an einer i verlaufenden Gr u nd l a g e gte id) c>r cn besten, als Regelung der Slcherheitsverhaltmsie im i Deutschland. Weder lands, noch Frontenbildunge ^viischen hat in Gautag Hessen-Mau 8.-12.M in der Gauhauptstadt Frankfurt jetrussischc Militärbündnis ist ein Beispiel dafür, wie „nahe" sich geographisch weit voneinander getrennte Staaten stehen können, wenn irgendwelche — in diesem Falle gewiß nicht gute — Absichten sie zusammenführen. Ist es deshalb auch ein Regio- nalpakt? Es war nicht ermutigend, zu sehen, wie hier die alte französische Gewaltpolitik verschämt verhüllt von neuem ausgedrängt werden soll. In dieser Welt ist die Locarno-Konstruktion ein Fremdling. Entweder Locarno-Politik, oder Bundnispolitik! Welche Absichten verfolgt Paris? Reform des Genfer Bundes, Verstärkung seiner Machtmittel, Sicherung des Friedens, — alles schöne Worte. Aber was bedeuten sie? Nichts anderes als eine neue Methoden zur Verewigung der heutigen unerträglichen Spannungen. Die Unzufriedenheit in der Welt soll nicht mit ihren Wurzeln ausgeräumt, sondern mit brutaler Gewalt — sofortige militärische Sanktionen! — niedergeschlagen werden. Das wäre der völlige Bankerott einer „Herrschaft des Rechtes", die sich nichts anders zu helfen weiß, als daß sie den Kampf gegen die „Gefahren und Bedrohungen des Friedens" zu einer wahrlich virtuosen Spezialisierung steigern muß. Der Fall Danzig ist ein warnendes Beispiel, wohin solche Gewaltmethoden, die unter der Flagge eines verlogenen und verdorbenen „Rechte s" segeln, führen müssen. Die Stunde einer wahren Friedensordnung und echten Völkergemeinschaft schlägt erst dann, wenn der Einsicht Raum gegeben wird, daß die Revision u n a n - wendbar gewordener „Verträge" ein Mittel zur Verhinderung von Konflikten ist, das niemand auf die Dauer ungestraft aus dem Völkerleben verbannen kann. Erholungsurlaub Edens. London, 7. Juli. (DNB). Gutem Vernehmen nach hat sich Außenminister Eden am Dienstag auf ärztlichen Rat entschlossen, einen achttä g i - gen Urlaub auf dem Lande zu verbringen. Während seiner Abwesenheit wird ihn Lordsiegelbewahrer Lord Halifax vertreten. Im Zusammenhang damit wird darauf hingewiesen, daß die außenpolitischen Fragen, die sich im Zusammenhang mit dem abessinischen Konflikt und der Entwicklung der europäischen Lage ergeben haben, zu einer starken Arbeitsüberlastung des Außenministers geführt haben. Oer österreichische Vizekanzler in Budapest. B u d a p e st, 8. Juli. (DNB.) Der österreichische Vizekanzler Baar-Barenfels trifft am heutigen Mittwoch zu einem mehrtägigen Besuch in Budapest ein. Ueber den Zweck des Besuches werden keinerlei Auskünfte erteilt. Der Vizekanzler wird sofort nach feiner Ankunft dem Ministerpräsidenten G ö m b ö s , der sich zur Genesung auf feinem Land' gut in der Nähe von Budapest aufhält, einen Besuch abstatten und nach seiner Rückkehr den stellvertretenden Ministerpräsidenten D a r a n y a, den Außenminister vonKanya und den Innenminister von Kozma aufsuchen. Tschitscherin t- Moskau, 8. Juli. (DNB.) Der ehemalige Volkskommissar des Auswärtigen Georgij Wassiljewitsch Tschitscherin ist nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 64 Jahren am Dienstag in Moskau gestorben. Reform der Organisation der gewerblichen Wirtschaft. Berlin, 8. Juli. (DNB.) Der Reichswirtschaftsminister hat durch einen Erlaß an die Reichswirtschaftskammer eine Reform der Organisation der gewerblichen Wirtschaft in Kraft gesetzt. Nachdem durch die bisherigen gesetzlichen Bestimmungen das frühere freie Verbandswesen der Wirtschaft in die Neuorganisation übergeführt worden war, soll nunmehr diese Verbindung bei den Wirtschaftskammern durchgeführt werden. In dem Erlaß wird zunächst die Notwendigkeit einer selbständigen Organisation der gewerblichen Wirtschaft hervorgehoben, die das Werkzeug der Reichsregierung für die Durchführung ihrer Wirtschaftspolitik und das Bindeglied zwischen Regierung und Wirtschaft sein soll. Die Verbindung von Gruppen und Kammern wird zunächst bei den Wirtschaftskammern erfolgen, wobei die bisherigen Bezirksgruppen der Reichsgruppe Industrie in Jn- buftrieabteihingen der Wirtschaftskammern übergeführt werden. Die Industrie- und Handelskammern des Bezirks werden in einer Kammerabteilung der Wirtschaftskammer zusammengefaßt, die an die Stelle der aufzulösenden landschaftlichen Zweckvereinigungen tritt. Der Erlaß enthält ferner Bestimmungen über die Regelung der Beiträge und des Haushalts, wobei zwischen Hauptmitgliedern, Fach- und Listenmitgliedern unterschieden wird. Die Beiträge sollen innerhalb jeder Wirtschaftsgruppe nach einheitlichen Maßstäben und in einem Betrage eingezogen werden. Der Erlaß sieht weiter Einzel- beftimmungen zur Vereinfachung der Organisation und zur Erhöhung ihrer Wirksamkeit vor. Die Schaffung eines Ehrengerichtshofes der deutschen Wirtschaft wird in Aussicht gestellt. Der Reichswirt- sckastsminister bringt in Dem Erlaß schließlich zum Ausdruck, daß er nach Durchführung dieser Reform die Organisation der gewerblichen Wirtschaft stärker als bisher in die Tagesarbeit der Wirtschaftspolitik einschalten werde. Maßnahmen gegen die Hetzpreffe in Danzig. Danzig, 7. Juli. (DNB.) Auf Anordnung des Danziger Polizeipräsidenten find die Dienstag- Ausgaben der sozialdemokratischen „Danziger Volksstimme^ und des Zentrumsorgans „Danziger Volkszeitung" beschlagnahmt worden. Die Hetze dieser beiden Blätter war in zunehmendem Maße dazu angetan, fortgesetzte Unruhen zu erzeugen und die Danziger Regierung auch außenpolitisch in peinliche Lagen zu versetzen. Dor allem muß einmal mit aller Deutlichkeit festgestellt werden, daß die Beziehungen Danzigs zum Reich auf die Dauer nicht durch die unausgesetzte Hetze dieser Organe gegen das Dritte Reick und seinen Führer belastet werden können. In der Danziger Bevölkerung besteht der dringende Wunsch, daß den beiden Hetzlbätten das Handwerk endgültig gelegt wird. Das Volksfest am Gautag. Die Amtsleiter der Bewegung, die am 11. Juli in 21 Arbeitstagungen ihre ganze Aufmerksamkeit auf die großen Ausgaben, die ihnen der Führer gestellt hat, richten müssen, sollen am Samstag- und Sonntagabend Gelegenheit haben, zusammen mit der Beöölkeruna von Groß-Frankfurt einige Stunden heiterer Lebensfreude zu genießen. Hier auf Dem Platze des Volksfestes werden sich alte Kampfgenossen treffen, viele, Die sich seit Jahren nicht gesehen unD gehört haben, werben sich Die HänDe Drücken unD in Der Erinnerung gemeinsamer Erlebnisse Den Tag beschließen. Auf Dem Platz an der Bismarck-Allee, der seit der Reichsnährstands-Ausstellung seine Eignung für Derartige Veranstaltungen bewiesen hat, wird Die NS.-Gemeinschaft „Kraft Durch FreuDe" im Auftrage Der ©oulcitung Diesen heiteren Teil Des Gautages Durchführen. Im Mitelpunkt Des Platzes roirD ein großartiger Musikpavillon errichtet; zwei Tanzböden werden allen Tanzlustigen selbst bei drückender Hitze genügend Platz bieten. Aber nicht nur Nusik und Tanz, auch Varietsvorführungen werden durchgeführt. Zwischen den einzelnen Darbietungen finden Sportvorführungen des Sportamtes der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" und des Reichsbundes für Leibesübungen statt. Ferner werden die Werkskapellen und Werkchöre, die bekanntlich bei Der DolksfenDeraktion besonDers her- Dorgetreten sinD, mitwirken. Der ArbeitsDienst zeigt einen großen Volkstanz; ein MunDharmonika- orchester roirD mit seinen Vorführungen beweisen, Daß auch Dieses Instrument zur Pflege guter Volksmusik geeignet ist; eine hessische Spielschar wirb mit heiteren Spielen Die Zuschauer erfreuen. Die Zusammengehörigkeit all Dieser Veranstaltungen ist Durch einen Ansager gewährleistet, Der mit humorvollen Worten Das Fest unD Die Stimmung Der Teilnehmer lebenDig halten roirD. Neben Diesen Darbietungen roirD ein umfangreicher Vergnügungspark für Die Unterhaltung aller Anwesenden sorgen. Nostbratereien, ein Ochs am Spieß, Zuckerwaren- und EisstänDe, Schiehhallen, Schiffschaukeln, Karussells unD viele anDere heitere Paris, 8. Juli. (DNB. Funkspruch.) Der sozialistische „P o p u I a i r e" macht Die Feststellung, Daß Italien sich an Der Besprechung Der Mittel- meerfrage nicht beteiligt. Es sinD Wünsche unD zugleich auch Forderungen, Die Das Blatt in seinem Leitartikel an Die Adresse Englands richtet. Frankreich habe Den lebhaften Wunsch, Daß Italien mit gleichen Rechten an Der Mittelmeerpolitik teilnehme. Die einzige Möglichkeit Dazu sei aber Der feste Wille, in Montreux zu schnellen und befrieDigenDen Ergebnissen zu kommen. Es han- Dele sich nicht Darum, Italien nach faschistischer Art vor vollendete Tatsachen zu stellen. Immerhin müsse man Mussolini zu verstehen geben, daß Der Abschluß eines 2U i 11 e t meer- pattes durch keine „Erpressung" verhindert oder auch nur verzögert werden könne. Denn Der Mittelmeerpakt sei einer der wichtigsten Trümpfe der kollektiven Sicherheit. Die Locarno-Besprechungen in Brüs- s e l werden, wie der Pariser Berichterstatter des „Jour" zu wissen glaubt, erst am 22. Juli beginnen, und er glaubt auch, daß Italien sich beteiligen werde, wenn Deutschland nicht vertreten sei. In diesem Falle könnten Die Besprechungen um acht Tage ooroerlegt roerDen. Der Außenpolitiker des „Echo de Pari s" glaubt nicht, daß Die Vertreter EnglanDs, Frankreichs unD Belgiens sich bereits über ein Programm für Diese Besprechungen geeinigt hätten. Die Genfer Unterhaltungen seien außerordentlich ungünstig gewesen. Schon jetzt kündigten sich große Schwierigkeiten an. Rom wende sich Dagegen, Daß Die oorüber- gehenDen militärischen Abkommen EnglanDs mit Der Türkei unD GriechentanD zu Dauerabkommen würben. Außerdem wolle Rom ab- warten, bis die englische Admiralität die Stärke ihrer Mittelmeerstreitkräfte auf den Stand herabseht, wie er vor Der abessinischen Krise war. Schließlich ergebe sich auch wahrscheinlich, Daß Italien nur mit DeutschlanD zusammen in Den Locarnokreis zurückkehren wolle. Dies behagt dem Verfasser des Artikels nicht. Er tritt dafür ein, daß England, Frankreich und Belgien sich über ein gemeinsames Auftreten einigen auf Grund folgender Punkte: Verteidigung der französischen und belgischen Grenzen, Uebereinstimmung der militärischen Vorbereitungen der drei Länder, Feststellung der Haltung betreffs Mittel- und Osteuropas. Dürfe man Osteuropa sich selbst überlassen, oder bis zu welchem Grade müsse man Da Helsen? Die Absichten Der französischen Diplomatie Darüber seien seit langem festgelegt, aber LonDon habe sich niemals klar ausgelassen. Hemmungen in Montreux. Montreux, 7. Juli. (DNB.) Die Meerengenkonferenz unterzog am Dienstag Die Bestimmungen des englischen Entwurfs über Die Durchfahrt von Kriegsschif- fen und Deren Aufenthalt im Schwarzen Meer in Friedenszeiten einer vorläufigen Durchberatung, bei Der eine Reihe wichtiger Punkte in Der Schwebe blieb. Zu Artikel 11 des englischen Entwurfes, Der ganz allgemein eine Tonnagebegrenzung für Die Durchfahrt Vorsicht, stellte Die türkische Abordnung einen AbänDerungsantrag, wonach Die Kriegsschiffe von Uferstaaten des Schwarzen Meeres nicht an Diese Grenzen gebunDen sein sollen. Dieser AbänDerungsantrag soll Den russischen 28 000-Tonnen-Schisfen jeder- zeitige Ausfahrt nach Der O st s e e unD nach Ostasien ermöglichen. Ein Beschluß rourDe nicht gefaßt, nach- Dem sich der englische Vertreter Die Stellungnahme feiner Regierung vorbehalten hatte. Auch über Artikel 14 Des englischen Entwurfes, der Kriegsschiffbesuche auf Einladung der türkischen Regierung von der allgemeinen Tonnagebegrenzung ausschlie- ßen will, wurde noch keine Einigung erzielt. Die Aussprache über die Höchsttonnage Der zum vorübergehenDen Aufenthalt im Schwarzen Meer zugelassenen Streitkräfte von Nichtuferstaaten Dinge werben Dem Geschmack eines Jeden Rechnung tragen. Von ganz besonDerem Interesse wird die Verlosung von KDF.-Fahrten sein: Für 20 Pf. kann jeder eine Seereise gewinnen. Die Auslosung Der Gewinne erfolgt am Sonntagabend 20 Uhr. Arn Montaanachrnittag beim Kehraus wird an einem Kinderfest sich besonders die Sportjugend beteiligen, der Dort eine ganze Reihe freuDiger Ueberraschungen bevorsteht. Das Riefenfeuenvert. Der Gautag wird am Sonntag um 23 Uhr mit einem Riesen-Feuerwerk auf Der alten Mainbrücke beenDct. Leider ist es nicht möglich, daß alle Gau- tag-Teilnehmer dieses grandiose Schauspiel genießen, Da Die Sonderzuge bereits abgerollt sind. Aber Die gesamte Frankfurter Bevölkerung unD Die Der umliegenden Bezirke werden Gelegenheit haben, Zeugen dieses herrlichen Schauspiels zu fein. Für Die in Frankfurt liegenDen Truppen roirD Der Zapfenstreich eigens roährenD Des Feuerwerks verlängert roerDen. Das Feuerwerk gliedert sich in 7 Teile und zwar: Beginn: Eine Signalbombe fchwersten Kalibers zeigt Den Beginn des Grohfeuerwerkes an. Teil 1. Einleitung: Rollsalve aus 10 Blitzbomben mit schwerem Schlag sowie 10 Blitzdonner- granaten schweren Kalibers; 200 Blitzknallraketen steigen unter Sirenengeheul fast gleichzeitig hoch; 50 Pots ä feu entwickeln schlagartig riesige Feuergarben von bunten Sternen, elektrischen Kreiseln mit Blitzknall; 10 Prachtbomben mit herrlichen Leuchtbuketts steigen auf; 10 Derwandlungsbornben in je Dreimaliger Verwandlung bilDen immer neue Farbenbilder und enden mit 60 Bombenschlägen; 5 Fallschirmbomben zeigen neuartige Verwand- lungsbilder. Teil 2. Luftfeuerkampf: 10 Blitzgranaten steigen in rascher Folge hoch; 100 Feuerröhren erzeugen eine Schlacht aus 2000 bunten Strahlen- fternen; 50 Spezialbombenröhren schießen glitzernde Leuchtbälle hoch; 8 drehende Feuerräder in Gold steigen frei auf; 50 Feuerminen mit Massenaufstieg von Leuchtbuketts; 4 Feuerkronen in zweimaliaer Verwandlung steigend, fallend und erneut in Silber steigend; 3 Blumenkörbe mit je viermaliger Dom- bettenverwandlung; 20 große Kegelbomben fliegen hoch, mit elektrischen Edelroeihsternen, Flimmer und Chrysanthemen. Bomben-Parade: 20 Riesengranaten in Kaliber von 13, 15, 17, 18, 20 und 24 Zentimeter bis 3U einem Einzelgewicht von 12 Kilogramm werden in die Luft geschleudert und zeigen kunstvolle Effekte und herrliche Verwandlungen, bis zu 16 Bilder aus einer Granate. Teil 3. Goldregen über Frankfurt. Zehn Süßbonnergranaten großen Kalibers; 100 Raketen mit Serpentosen, Chrysanthemen, bunten Schweifsternen; 100 Raketen mit roten Leuchtket- ten, langsam übergehend in Goldperlschnüren; 300 Bombettenbomben mit leuchtendem Goldregenfall bis fast zur Erde; zehn riesige Goldspinnbomben mit mächtigen Polypenarmen, die sich am Ende wieder teilen. Teil 4. Die Riesen-Feuer-Welle. Unter mächtigem Getöse, daryestellt durch 100 heulende Sirenen, wälzt sich eine feurige Riesenwelle in helleuchtendem elektrischem Silberfeuer in 100 Meter Breite nieder; 400 smaragdgrüne Sterne mischen sich wie aufspritzende Wasserperlen dazwischen, zehn Bomben mit Silbertropfregen und Rubinsternen erheben sich Darüber. Teil 5. Fronterleben. 500 Feuerschrapp- nells, Blitze und Schläge leuchten auf; Maschinengewehrfeuer knattert dazwischen, Signalleuchtsterne gehen hoch; 1000 schwere Blitzschläge, Bomben, Luftgranaten eröffnen Das Trommelfeuer; 20 auf- füegenDe Feuerminen; 30 Flammenwerfer schleu- Dern ihre Geschosse; 50 Bomben und Granaten fliegen hoch. Teil 6. In roter Feuerglut leuchtet das Gelände, Dargefteüt durch eine intensive Bengalbeleuchtung Der Mainbrücke und Insel. Teil 7. Siegesfinale. 100 einzelne Bombeneffekte entwickeln in ununterbrochener Folge riesige, prächtige Feuerbilder am Himmel; 300 Bombenschläge mischen sich mit Getöse dazwischen; vier Riesengranaten mit je zwölfmaliger Verwandlung bilden den Abschluß. Von Montreux bis Brüssel. Allerlei Hemmungen in der Dardanellen -Frage. — pariser Hoffnungen und Forderungen. konnte am Dienstag noch nicht abgeschlossen werden. Der zulässige Höchstanteil einer einzelnen Macht an dieser Gesamttonnage wurde von Drei Vierteln auf zwei Dritteln herabgesetzt, ebenso die normale Aufenthaltsdauer von vier Wochen auf Drei Wochen. Die vom englischen Entwurf vorgesehene Ausnahme von der Tonnagebegrenzung zugunsten humanitärer Zwecke — ein Begriff, der noch nicht näher erläutert worden ist — veranlaßte Die Türkei besteht aus ihrem Recht. Istanbul, 8. Juli. (DNB. Funkspruch.) Die türkische Presse beschäftigt sich eingehend mit Der jüngsten Entwicklung, Die Die Verhandlungen in Montreux genommen haben. Nach türkischer Auffassung ist es von entscheidender Bedeutung, daß alle Verhandlungspartner in Montreux Das Recht Der Türkei auf Befestigung Der Meerengen a n - erkannt haben. Die Gegensätze, Die sich bezüglich des D u r ck f a h r t s r e ch t s fremder Kriegs- schiffe gezeigt haben, müssen nach Ansicht der Blätter von Den Daran beteiligten Mächten Eng- lanb, Sowjetunion unD Frankreich unter sich ausgetragen roerDen. Hieran fei Die Türkei weniger interessiert. Ihre grunDsätzliche Bereitwilligkeit, fremDe Kriegsschiffe Die Meerengen in beiDen Richtungen passieren zu lassen, sei im türkischen Entwurf zum AusDruck gekommen. Einzige Bedingung Der Türkei sei, daß die Durchfahrtszeit Der fremDen Flotte innerhalb Der Meerengen so gehalten roerDe, Daß keine unmittelbare B e« Drohung Der türkischen Sicherheit zur See unD zu LanDe Daraus entstehe. Wenn über die Einzelheiten des Durchfahrtsrechtes vorläufig keine Einigung unter Den Großmächten zu verspüren sei, so wünsche Die Türkei, Daß Diese Frage zu einem späteren Pessimismus in London. London, 8. Juli. (DNB. Funkspruch.) Die führenden Morgenblätter beurteilen Die Aussichten Der Meerengenkonferenz in Montreux mit auffallendem Pessimismus. „D a ily Telegraph" stellt fest, daß bisher keine Mitteilung von Italien eingegangen fei und daß mit einer Zustimmung Italiens zu Den geplanten Abkommen wahrscheinlich nicht gerechnet werden kann. Italien bleibe Der europäischen Politik weiterhin fern. Es wolle Die Aufhebung Der Sanktionen nicht als Beweis Dafür gelten lassen. Daß Die Bölkerbundsstaaten bereit seien. Die Vergangenheit zu vergessen. Diese Auffassung Italiens sei übrigens zutreffenD. Die Lage in Montreux werde dadurch erschwert, daß ohne Die Zustimmung Italiens Die Meerengen- konvention nicht rechtsgültig abgeänDert roerDen könne. Das äußerste, was Daher voraussichtlich in Montreux erzielt roerDen könne, sei eine Vereinbarung zwischen Den anderen Mächten über Die Grundsätze und Die Bedingungen und Die Ausarbeitung eines Abkommens, dem Italien zustimmen konnte. Durch Die Dardanellen- frage seien beinahe sämtliche Stosse Der internationalen Politik aufgerührt worben. So wolle die französische Abordnung im Hinblick auf Den französisch-sowjetrussischen Pakt Durch Die neue Konvention nicht nur Die Durchfahrt für Schiffe, fonDern auch Die Aeberftie- gung Der Meerengen sichern. AnschelnenD schwebe Den Franzosen vor. Daß eine zur Unterstützung Frankreichs bestimmte sowjetrussische Luftflotte in Der Lage fein müsse. Die Meerenge zu passieren. Rur auf Dem Weg über Die Dardanellen könne eine Luststreil- eine längere Aussprache. Im übrigen bemühe sich der Präsident um eine Vergleichslösung, deren Einzelheiten das technische Komitee ausarbeiten soll. Die französische Abordnung äußerte erneut Vorbehalte hinsichtlich der Unterscheidung der einzelnen Kriegsschifftypen und beantragte eine Sonderregelung für Die Stationsschiffe der in der europäischen Donaukommission vertretenen Mächte. Zeitpunkt entschieden werde, sie lehne es aber ab, Die Befestigungsarbeiten in Zusammenhang hiermit auch auf unbestimmte Zelt hinausschieben zu müssen. 3n Den maßgebenDen Zeitungen finben sich Deutliche Warnungen an Die ADresse Der in Montreux Versammelten, Die Festlegung Des türkischen Anspruches auf Sicherheit nicht länger hinauszuschleben, well sich sonst Die Türkei genötigt sehen würDe, Diesem Anspruch nach eigenem Ermessen Geltung zu verschaffen. Der englische Gegenvorschlag hat, wie eine Mitteilung der Anatolischen Agentur besagt, in Regierungskreisen Ankaras keinen guten Eindruck hinterlassen. Man hegt in Ankara Befürchtungen über das Schicksal Der Konferenz und bereitet durch die Presse die Oeffentlichkeit auf ein mögliches Scheitern der Verhandlungen wegen Der Ein- unD Ausfahrt in und aus Dem Schwarzen Meer vor. Die Weigerung Italiens, an der Konferenz von Montreux teilzunehmen unD Deren Beschlüsse anzuerkennen, roirD in Der Türkei als U n - freundlichkeit aufgefaßt. Jedoch mißt man Dieser Haltung keinen praktischen Einfluß auf Die künftige Gestaltung Des Meerengenregimes bei. macht schnell nach Frankreich kommen, ohne Das Gebiet eines anderen Staates passieren zu müssen. Der Meinungsaustausch über diese Frage sei bisher vorläufiger Natur gewesen. Schon dabei aber habe sich gezeigt, daß Moskau Dem Plan nicht sehr gewogen sei. SowjetrußlanD befürchte anscheinend, daß dann auch fremde Luft- streitkräfte die Meerenge passieren und das Schwarze Meer für eine Opera- ti o n 5 b a f i 5 benutzen konnten. Frankreich fei ferner bemüht, für russische, nach dem französischen Mittelmeerhafen bestimmte Truppentransporte Durchfahrt zu erhalten. England ergreife zu dieser Frage keine Partei. In sowjetrussischen Kreisen der Konferenz hat man anscheinend jetzt den Eindruck, daß Die Westmächte und besonders England von Der Vitro i n o w s ch e n Theorie des unteilbaren Friedens abrückten und daß die Westmächte mehr und mehr davon Abjtand nehmen, Verpflichtungen zur Unterstützung Sorojetrußlands zu übernehmen. Der „Time s" - Korrespondent in Montreux schreibt, daß Der c n a l i s ch - r u s s i s ch e Mei- nungskonflikt auf der Meerengenkonferenz hartnäckiger Natur sei. Im besten Falle werde die Konferenz längere Zeit dauern als vorgesehen, Die Unruhen in Palästina. Eine neue Warnung des ÖberkomrnissarS. Jerusalem, 8.Juli. (DNB.) Oberkommissar W a u ch o p e richtete am Dienstagabend erneut eine Rundfunkansprache an die Bevölkerung Palästinas. Er kündigte die baldige Beendigung der Terrorakte durch Militär an und teilte Oie Spannungen in Frankreich Schwere Llnweiter in aller Welt Kenntnis von den Erklärungen der Regierung mitgerissen. Rach großen Anstrengungen tonnte man nimmt daß diese die öffentliche Ordnung in voller ben Verunglückten bergen, doch waren die Wieder- Achtung der republikanischen Gesetze sicherstellen belebungsversuche erfolglos. 3m bergischen Lande und in Holland. Oie englische Ausrüstung. Neue Zusahhaushalte für Flotte und Luststreitmacht. mit, daß im Notfall weitere Verstärkungen herangezogen würden. Der Kommissar warnte vor der verbreiteten Ansicht, daß ein Widerstand gegen die Militärmacht möglich sei. Die Aufrührer seien für die Not der armen Bevölkerung allein verantwortlich. Infolge Verminderung der Staatseinnahmen würden Steuererhöhunaen notwendig, was sich wiederum auf den Lebensstand der Bevölkerung ungünstig auswirken werde. Der Kommissar wies rpeiter auf die Unmöglichkeit ärztlicher Die zahlreichen Gewitter, die am Dienstag- nachmittag über ganz Westdeutschland niedergingen und die vor allem in den Ausläufern des bergischen Landes bedeutenden Schaden m Feld und Flur anrichteten, haben in Opladen ein Todesopfer gefordert. Eine 34 Jahre alte Frau wurde, als sie auf das Feld gehen wollte, vom Blitz getroffen und sofort getötet. In den Nachmittagsstunden des Dienstag entluden sich über den Städten Amsterdam und Rotterdam mehrere schwere Gewitter, die von einem wolkenbruchartigen Regen, wie er seit Jahren nicht mehr zu verzeichnen war, begleitet waren. Auf den überfluteten Straßen machten die Wassermassen jeglichen Verkehr unmöglich. In Lettland und Litauen. Die Unwetterschäden in Südlettland betrafen hauptsächlich die Landkreise Mitau und Bauske. Stellenweise ist die E r n t e z u 8 0 v. H. v e r n i ch - t e t worden, während teilweise mit dem vollständigen Verlust der Obst- und Gemüseernte gerechnet werden muß. Soweit bisher bekannt geworden ist, liegen keine Verluste an Menschenleben vor. lieber Nordlitauen sind schwere Unwetter niedergegangen, die mit Gewitter und Hagelschlä- gen verbunden waren. Aus Schaulen wird gemeldet, daß von Wirbel stürmen gegen 300 Gebäude umgelegt worden sind. Die Ernte von über 30 Dörfern ist vollständig vernichtet. Verluste an Menschenleben sind nicht zu beklagen. Verheerende Hitzewelle in Amerika. Seit Tagen herrscht in den Getreidestaaten des Mittelwestens der Vereinigten Staaten ungewöhnlich starke Hitze. Die Ernten in Minnesota und im Gebiet von Nord- und Süddakota werden als v er« nichtet angesehen. Bis jetzt dürfte der durch die Hitzewelle verursachte Schaden etwa 300 Millionen Dollar betragen. Präsident Roosevelt hat selbst die Leitung der Hilfsaktion für die Farmer m den Dürregebieten übernommen. Das Thermometer sneg am Dienstag in allen Staaten des nördlichen Mittelwestens auf 45 bis 50 Grad Celsrus. Bauernhof durch Blitzschlag eingeäschert. Dienstagabend entlud sich über der Umgebung Fuldas und der Rhön ein ungemein heftiges G e - Witter, in dessen Verlauf zahlreiche Blitzschläge niedergingen. Jrn Dorf Künzell bei Fulda entstand durch Blitzschlag ein großes Schadenfeuer, dem die landwirtschaftlichen Gebäude mit allen Maschinen und Fahrzeugen eines großen Bauernhofes trotz der sofortigen Ersetzung der Orts- und der Fuldaer Feuerwehren Zum Opfer sielen. Mein, Mosel und Elsaß. darmerie mußten in der Stadt zufammengezogen werden, um die Ordnung wiederherzustellen. Auch Militär und Marine befanden sich im Alarmzustand. Auf beiden Seiten sind Verletzte zu verzeichnen. Wenn auch vorläufig die Ruhe wieder hergestellt ist, ist die Stimmung noch außerordentlich gespannt. Nähere Einzelheiten über die Zusammenstöße smd nicht bekannt geworden. Streikende Arbeiter sehen Direktoren gefangen. Paris, 7.Juli. (DNB.) Wie der „Matin" meldet, haben die streikenden Arbeiter der Cl- troen-Werke in Froncles (Departement Obere Marne), nachdem ihre Forderung auf Entfernung zweier Ingenieure von der Werksleitung abgelehnt worden war, zwei leitende Direktoren in der Fabrik e i n g e f ch l o f f e n. Die Direktoren waren zur Regelung des Streitfalles nach Froncles gekommen. Der Präfekt des Departements, der von diesem Zwischenfall in Kenntnis gesetzt wurde, hat einen Arbeitsinspektor an Ort und Stelle entsandt. Jeden Tag kommt eine neue Olympische Mannschaft nach Berlin, um das Trauung für die großen Entscheidungen aufzunehmen. Unter den ersten befinden sich hauptsächlich überseeische Teilnehmer, dle längere Zeit brauchen, um sich an das Klima zu gewöhnen. Hier sieht man die Begrüßung der Philippinen- Mannschaft auf dem Bahnhof Friedrichstraße in Berlin durch Dr. R i 11 e r v o n H a l t. (Presse-Bild-Zentrale-M.) Die französische Flugzeugkanone 23. Luftfahrtminister Cot von der Anfrage peinlich berührt. Paris, 8. Juli. (DNB. Funkspruch.) Die Veröffentlichung der von Henry de K e r i 11 i s in der Kammer geplanten Anfrage über die Ausliefe - rung von Plänen der französischen Flugzeugkanone 23 an Sowjetrußland hat den Luftfahrtminister sehr erregt, da es bisher üblich war, die Anfragen über die nationale Verteidigung zuvor dem Mimsterrat zuzuleiten. Der Luftfahrtminister befürchtet außerdem, wie er in den Wandelgängen der Kammer zu erkennen gab, daß sich durch diese Anfrage insofern diploma- tische Unzuträglichkeiten ergeben könnten, als über die Natur der Beziehungen zwischen Frankreich und Sowjetrußland ein falscher Eindruck erweckt werden könnte. Der Minister hat sich bereit- erklärt, am kommenden Freitag auf die Anfrage bezüglich der Flugzeugkanone 23 zu antworten. teneinh eiten besetzt sein werde. Das Gebiet werde durch Bojen abgesperrt. Ueber die Bedeutung dieser Maßnahme verlaute nichts, jedoch vermute man, daß das Gebiet für Minenle g- Übungen benutzt werden solle. In Londoner diplomatischen Kreisen werde im Zusammenhang mit dieser Meldung an die Erklärung Edens im Unterhaus erinnert, daß England in Zukunft eine stärkere Defensiv st ellung im Mittelmeer einnehmen werde, als dies vor Beainn des italienisch-abessinischen Streitfalles der Fall mar. Ordnung in Zukunft nicht mehr geduldet würden, nahm der Senat mit 230 gegen 1 Stimme eine EntM-hung an, m der ber Senat Immer neue Mannschaften der Nationen ireffen in Berlin ein. London, 8. Zull. (DNB. Funkspruch.) Die weitere Verstärkung und Beschleunigung der britischen Aufrüslungsmahnahmen wird dadurch gekennzeichnet, daß am Dienstagabend neue Zusahhaushalte für die Flotte und die L u f t st r e i t m a ch t im Unterhaus niedergelegt wurden. Ein Zusahhaushalt für die Armee in höhe von 6 bis 7 Millionen Pfund wird ebenfalls in den nächsten Tagen veröffentlicht werden. Schon seht steht fest, daß die zusätzlichen Rüstungsausgaben, die über die ursprünglichen diesjährigen Militärhaushalte hinhinausgehen, rund 30 Millionen Pfund betragen werden. Für die Flottenrüstungen allein ist bisher bereits die gewaltige Summe von rund 80 Millionen Pfund veranschlagt worden, die nunmehr noch weiter erhöht wird. Das Parlament wird noch vor der Sommervertagung aufgefordet werden, die Zusahhaushalte aus Dringlichkeitsgründen zu verabschieden. Vier britische Großkampsschiffe in Alexandria. London, 8. Juli. (DNB. Funkspr.) Das englische Großkampfschiff „R e p u l s e" (32 000 Tonnen) traf am Dienstag in Alexandria ein. Insgesamt befinden sich nunmehr vier britische Großkampfschiffe in diesem Hafen. Nach einer Meldung des „Daily Herald" habe die Hafenbehörde von Alexandria die Handelsschiffahrt darauf aufmerksam gemacht, daß ein ausgedehn- tes Gebiet außerhalb d e s Hafens etwa drei Monate lang von dendritischen Flöt- rooUe Zusammenstöße in Ajaccio. Varis, 7. Juli. (DNB.) In der Nacht zum Dienstag kam es in A i a c c i o zu Ichweren Zusam- monftöfien von Angehörigen der Rechtsparteien mit ^ Polizei und Volkssront. Rund 500 Mann Gern Italien gegen Englands Flotte im Mittelmeer „Fortbestehen der gegen Italien gebildeten Koalition." Der Giiilichkeiisprozeß gegen die Franziskanerbrüder. Koblenz, 7. Juli. (DNB.) In der 7. Der- handlungswoche im Prozeß gegen die Fr an- ziskanerbrüder beschäftigte sich das Gericht am Dienstag mit drei weiteren Angeklagten. Der 24 Jahre alte Sebastian viertes, genannt Bruder Kasper, trat 1930 in das Franziskanerkloster Waldbreitbach ein. Bei seiner Vernehmung sagte der Angeklagte, daß er 1932 zum ersten Male von den sittlichen Verfehlungen im Kloster gehört habe. Er selbst habe diese widerlichen Dinge nicht geglaubt. Der Vorsitzende bemerkt dazu: „Sie hätten jedoch besser diese Dinge geglaubt, dann wäre es mit Ihnen vielleicht nicht so weit gekommen, denn heute müssen Sie ja zugeben, daß Sie in dieser Beziehung eine ziemliche Schuld auf dem Kerbholz haben/ Der Angeklagte ist 1933 von dem Franziskanerbruder Markus bei der Nachtwache verführt worden und hat sich in der Folge auch mit den Franziskanerbrüdern Gregor und Hermann Joseph homosexuell vergangen. Der Staatsanwalt wies auf die Widerstandslosigkeit hin, mit der der Angeklagte jeder Versuchung erlegen sei. Begünstigt worden sei das schamlose Treiben durch die im Kloster gebildeten Freundschaftsklubs, die eine Der- hängnisvolle Rolle gespielt hätten. Der Staatsanwalt beantragte ein Jahr zwei Monate Gefäng- Die zahlreichen Gewitter, die in der Nacht zum Dienstag über dem Mittelrheingebiet niedergingen, Haden zum Teil erheblichen Schaden angerichtet. In zahlreichen Orten des Rhein- und Moseltales wurden die Gärten von den Schlamm- und Geröllmassen, die der wolkenbruchartige Regen von den Höhen trieb, zugeschwemmt. Besonders hart betroffen wurden auch die am Rhein gelegenen Städte Andernach und Weißenthurm sowie verschiedene Dörfer an den Rheinhöhen. Das Hintere Kaysersberger Tal im Elsaß wurde am Montagnachmittag von einer schweren U n ro e t- terkatastrophe yeimgesucht. Besonders schwer betroffen wurden die Ortschaften La Poutrois, Or- bey und Hachinette; sie waren in wenigen Minuten von einem Wolkenbruch völlig ü b e r - schwemmt. Ein Mann wurde von den Fluten nis. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu einer Gefängnis st rafe von einem Jahr drei Monaten. Sieben Monate der Untersuchungshaft wurden auf die Strafe angerechnet. Der zweite Angeklagte ist der 1915 in Westfalen geborene Franziskanerbruder Basilidus. Aus Grund einer Zeitungsanzeige, in der junge Männer zum Eintritt in das Franziskanerkloster aufgefordert wurden, kam der Angeklagte im Juli 1934 als Postulant nach Waldbreitbach. Der Angeklagte ist geständig, mit den Brüdern Ildefons und Ro- muald widernatürliche Unzucht getrieben zu haben. Der Staatsanwalt wies darauf hin, daß der Angeklagte trotz aller guten Vorsätze sich immer wie- der homosexuell betätigt habe. In wenigen Wochen habe er sich schwerer sittlicher Verfehlungen schuldig gemacht, für die der Staatsanwalt ein Jahr und vier Monate Gefängnis beantragte. Der Staatsanwalt stellte hierzu fest: „Diese jungen Leute sind unschuldig in das Kloster gekommen, sind einem alten raffinierten Routinier in die Hände gefallen und sittlich verkommen, oder sie wußten in ihrer sexuellen Not nicht mehr ein und aus und gerieten widerstandslos in den Kreis der Unzucht treibenden Brüder. Es ist schon so, daß die Hauptschuld an allen diesen Dingen eine In- ftitution trifft, die in unserer heutigen Zeit keine Existenzberechtigung mehr hat. Wenn man hier hört, daß alle diese Scheußlichkeiten im Kloster, trotzdem sie bekannt waren, nicht bekämpft wurden, dann ist die ganze Organisation überhaupt nicht mehr zu verstehen." Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen widernatürlicher Unzucht zu fünf Monaten Gefängnis. Die Strafe ist durch die erlittene Untersuchungshaft verbüßt. Als dritter Angeklagter hatte sich der 23jährige Franziskanerbruder A g r i c o l a zu verantworten. Der Angeklagte erklärte, daß er im Jahre 1931 in die Franziskaner-Genossenschaft eingetreten sei. Die Zustände im Kloster hätten ihn später wieder veranlaßt, auszutreten. Im Falle des jugendlichen Bruders Agricola ergab die Zeugenvernehmung wieder ein erschreckendes Bild sittlicher Verwirrun- gen. Der Staatsanwalt wies auf die wüsten Orgien , hin, die der Angeklagte mit seinen Klostergenossen l im Szene gesetzt hatte und beantragte 1 Jahr und 3 Monate Gefängnis. Es erging folgendes Urteil: । Das Verfahren wird auf Grund des Straffreiheits- : gesetzes vom 7. 8. 1934 eingestellt. Der Haft- : befehl wird aufgehoben. In der Urteilsbegründung ■ wird ausgeführt, daß die dem Angeklagten zur Last : gelegten Fälle bis auf einen nicht restlos nachge- l wiesen werden konnten. Da mit Rücksicht auf die ° Tatbestände in einem Falle eine höhere Strafe als - 6 Monate nicht zu erwarten war, sei das Gericht > gezwungen gewesen, die Amnestie anzuwenden. Der Genfer Berichterstatter des „Piccolo" spricht von dem Fortbestehen der gegen Italien gebildeten Koalitio n", der eine ganze Reihe der in Montreux vertretenen Staaten angehören. Diese Abmachungen seien unvereinbar mit dem Wunsch einer Rückkehr Italiens zur Mitarbeit an den europäischen Fragen. Man frage sich, welche Gefahren Großbritannien und die übrigen Teilnehmer dieser Flottenabmachungen nach Aushebung der Sanktionen eigentlich noch bedrohen, und gegen welche Gefahren Großbritannien gerade Griechenland und die Türkei schützen müsse, mit denen Italien bekanntlich Freundschaftsverträge abgeschlossen hatte. Don Angriffsabsichten und Vormachtsgelüsten Italiens im Mittelmeer könne man nach den wiederholten freimütigen Erklärungen der italienischen Regierung nicht sprechen. Es müsse angenommen werden, daß London die Flottenabmachungen während der Verhandlungen für ein neues Gleichgewicht im Mittelmeer als Waffe gegen Italien benutzen wolle. Schließlich wendet sich der Korrespondent scharf gegen die Absichten Großbritanniens, der Türkei durch ein besonderes Protokoll, auch ohne Zustimmung Italiens, sofort das Recht auf Befe- stigungderDardanellen zuzuerkennen. 7 erun /DNB.) Der Senat hat am £ Senators «ädert? d?r die Regierung über die ms fttge Angriffe gegen die öffentliche Behandlung rnfolge der Unsicherheit auf den Landstraßen hin. Den Aerzten sei es nicht möglich, Kranke aufzusuchen. Dadurch werde vor allem die Ausbreitung der landesüblichen Augenkrankheiten gefördert, besonders bei den Kindern, von denen viele zu lebenslänglicher Blindheit verurteilt seien. Der Kommissar wiederholte schließlich den Londoner Regierungsbeschluß zur Entsendung eines Untersuchungsausschusses, sobald die Unruhen beendet seien. R o m, 7. Juli. (DNB.) Die Aufhebungder Sanktionen wird in der römischen Presse mit keinem Wort besprochen. Selbst die Ueberschriften zu den ganz knapp gehaltenen Genfer Berichten haben keine besondere Ausmachung. Man geht fast teilnahmslos über die Aufhebung der Sanktionen hinweg, betont aber um so lebhafter das Fortbestehen der aus der Sanktionszeit übrigbleibenden und einseitig gegen Italien gerichteten Flöt- tenabmachungen Großbritanniens im Mittel meer, die auch der Hauptgrund des Fernbleibens Italiens von der Dardanellenkonferenz von Montreux feien. Mit Befremden wird in den Londoner Berichten der römischen Presse festgestellt, daß sich niemand in Großbritannien die Frage vorlege, was eigentlich aus diesen F l o t t e n a b m a ch u n g e n werden soll, nachdem die Sanktionen und damit auch die notwendigen gegenseitigen Unterstützungen im Mittelmeer gegen einen etwaigen italienischen Angriff verschwunden sind. Das Weiterbestehen dieser Flottenabmachungen hätte nach Ansicht des Londoner Korrespondenten des im Verlag des „Giornale d'Jtalia" erscheinenden Mlttagsblattes „Piccolo" tein’e andere Wirkung als die Provokation Italiens. b„ «-ch.», käxjmä iäjSä »s. s.» 01s sie bemerkten, d°ß^P°-U CÄ“E^nVn. - (Scherl-Bitderdienst-M.) m ■ _ I ■ Oer Giftmord-Prozeß Vogler in Mainz für je 5 Wil- 3x6 Verschiedenes Zimmerhaus Tpipfimirpn mit Bad,Balkon, • ulö l UllRGlI fertig bezogen 4322A | Vermietungen | | Kaufgesuchej Serie Wol Soll von Margarete Bote m m m m m m 395.- Mk. Möbelhaus Koos Gießen, Schulstraße 6 Telefon 3904. Gegründet 1894 Der Führer und Reichskanzler hat dem Alber- ■ hi5 Claaßen in Heide aus Anlaß der Vollendung seines 10 0. Lebensjahres ein Glückwunschschreiben und eine Ehrengabe zugehen lassen. Auszeichnung durch den Reichsforstmeister Generaloberst Goring. Reichsforstmeister Generaloberst Göring hat dem Reoierförster R i t s ch e l und dem Hilfsforster Göbel von der Försterei Klink, Kreis Oppeln, für ihr tapferes Verhalten bei der Unschädlichmachung der Eisenbahnräuber Gebrüder Schüller im Forst bei Poppelau seine besondere Anerkennung ausgesprochen und ihnen den vor einiger Zeit geschaffenen Ehrenhirschfänger verliehen. Deutsche Automobilhändler fliegen nach Amerika. Das Luftschiff „Hindenburg" wird auf seiner nächsten Nordamerika-Fahrt eine Gesellschaft von 25 führenden Vertretern des deutschen Automobilhandels an Bord haben. Der Zweck der Reise ist das Studium aller die Automobilwirtschaft und den Automobilhandel betreffenden Fragen in den Vereinigten Staaten. Die größte Automobllfabrik des europäischen Kontinents, die Adam Opel AG-, hat ihre weltweiten Verbindungen dieser Studien- qesellschaft zur Verfügung gestellt und die Reiseleitung übernommen. Die Gesellschaft beabsichtigt die Äutomobilzentren in Detroit, Flint, Philadelphia, Cleoeland und Toledo zu besuchen und sich über wichige Probleme der Motorisierung, wie Kundendienst, Tankstellen-, Garagen- und Der- sicherungsfragen, gründlich zu informieren, hochsiaplerprozeß vor dem Berliner Sondergericht. Dor dem Berliner Sondergericht begann ein Hochstaplerprozeß gegen den 37jahrlgen Eberhard B 0 d e ck , dessen Ehefrau Käthe, den Mar K e i l 0 n a t und den Heinz O e l z e. Es handelt sich um einen Teil eines riesigen Betrugsprozesses gegen eine mehr als 20köpfige Schleberge- sellschaft, die unter der Leitung des achtmal vorbestraften Bruno Ryczeck stand. Der Fall Bo- deck ist abgetrennt und dem Sondergericht überwiesen worden, weil Bodeck bei seinen Betrügereien unberechtigterweise die Uniform eines Flieger- sturms und das Abzeichen des Luftsportverbandes getragen hatte. Bodeck, der ebenfalls mehrfach vorbestraft ist, hatte es durch raffinierte Schwindeleien mit wertlosen Hypotheken ohne Barmittel Der* standen, das Gut Friesack in Westhavelland an sich zu bringen, und sich zum „Rittergutsbesitzer" und „Burghauptmann" gemacht. Durch sein sicheres Auftreten und die Uniform gelang es ihm, zahl- AachWevonZdv 20 v. 6. erhalten 6le | bei wiederholten Auf- | nahmen einer Anzeigs Gießener Preisträger des Stenographentages, Schnettschreiben. 3 Röhren Wechselstrom bleck belegt: Größe 2,90 Breite 0,90 10 Stufen, Größe 2,90 Breite 0.90 10 Stufen, Größe 2,83 Breite 1,28 Liselotte Rühl. Abteilung 120 Silben. Sehr gut: Gretel Dahmer, Karl Nachtigall. Gut: Gerda Hofmann, Elfriede Bock. Abteilung 140 Silben. Hervorragend: Helmut Seibert, Ludwig Schöck, Karl Fuchs. 10 Stufen billig zu verkaufen. ManfredVolzGieOen Marktstraße 27. Schlafzimmer Eiche mit Nußbaum. 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Aussichten für Donnerstag: Vielfach bewölkt, aber auch aufheiternd, einzelne gewittrige Schauer, mäßig warm, um Westen drehende Wmde. Aussichten für Freitag: Fortdauer der nicht ganz beständigen, aber im ganzen etwas freundlicheren Witterung. Lufttemperaturen am 7. Juli: mittags 28,5 Grad Celsius, abends 19,8 Grad; am 8. Juli: morgens 19,2 Grad. Maximum 28,8 Grad, Minimum heute nacht 17 6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 7 Juli: abends 24 Grad; am 8. Juli: morgens 20,3 Grad. — Niederschläge 13,9 mm. — Sonnenschein- dauer 4,6 Stunden. Aus aller Wett. Das Berliner Baugrubenunglück vor Gericht. Im Berliner Bauunglückprozeß traten die Gegensätze zwischen den Angeklagten Kell- berg und Weyher, sowie der grundsätzliche Un- terschled in der Darstellung Weyhers und N 0 t h s erneut zutage. Roth vertritt nach wie vor den Standpunkt, daß Weyher die Tieferschachtung angeordnet hat, mithin darüber vollkommen im Der Führer durch den Gautag Hefsen-Nassau 1936, ist das Programmheft. 3m Straßenverkauf erhältlich (10 Pfennig). Zuverlässiger Steinet gesucht. 4353D Karl Hahn, Löberstraße 17. im 1. Stock mit Veranda,Bad u. entsprech. Zubehör ab 1. Qktob. (vielleicht früher) zu vermiet. 03030 Gartenstr. 14. Sehr gut: Willi Heidlindemann, Otto Schneider, Friedel Barsch, Emmi Drehwald, Franz Trauth, Willy Luckhardt, Erika Wigand, Elly Fink, Erich Noll, Fritz Weiß, Ria Dörmer, Adam Krug, Hei. mut Müller. Gut: Walter Zulauf, Marie Schmelz. Abteilung 160 Silben. Sehr gut: Herta Schmitz, Georg Schaaf, Lotte Heß, Agnes Frank, K. H. Kuhl, Margot Goppelt, Frau Hildegard Keller, Waltraut Müller. Gut: Elly Politz. Katharina Grill. . Abteilung 180 Silben. Hervorragend: Elfriede Tenniger. Sehr gut: Esther Freitag, Anna Damm, Hans Becker, Aenne Magold, Gertrick) Herrmann, Marie Schneider. 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Bilde war, während Weyhers Verteidigung darauf hinausläuft, daß hinter seinem Rücken in Den letzten Tagen vor dem Einsturz, als er nicht mehr auf der Grubensohle war, der Aushub unter die zu- lässige Tiefe vorwärts getrieben wurde. Der Vorsitzende betonte, daß man immer wieder auf die Kernfrage zurückkomme, die schon vor zwei Monaten angeschnitten worden sei, wer nämlich die größere Glaubwürdigkeit verdiene, Weyher oder Noth. Bringt die weitere Der- Handlung keine Klarheit hierüber, dann wird sich das Gericht auf Grund der sehr eingehenden Be- weisaufnahme sein Urteil bilden und die Entscheidung nach pflichtgemäßem Ermessen fällen müssen. Ehrung eines hundertjährigen. Mit 20 Abbildungen nach Zeichnungen von Helene Sarge» 62 Selten. Kartoniert RM. —.90 Ein frohes Ferienbüchlein für alle, die auf der wunderreichen Insel Sylt Erholung und Freude suchen. (Es erzählt von den Schönheiten dieser Insel mit ihren Dünen, ihrem Wattenmeer und ihrer reichen Tier« und Pflanzenwelt. — Für die Jugend, die ihre Ferien am Nordseestrande verlebt, ist diese» Büchlein ein reizende» Geschenk, ein Führer für alle, die die Naturschutzbestrebungen aus den Nordseeinseln kennenlernen wollen. Durch jede Buchhandlung zu beziehen. Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Suche ein Ein- oder Zweifamilienhaus zu kaufen ob. zu miet. Ausführl. schriftl. Angeb.u. 4352va.d.G.A. Gebr.gut erhalt. ZwilL-Kinderwagn. gea. bar zu kauf, gesucht. Schriftl. Angeb. u. 03119 an ö. Gieß.Anz. Im Mainzer Gistmordprozeß Vogler stellte der Vorsitzende auf Grund der Tags zuvor verlesenen Briefe der Frau Vogler vier Hauptpunkte heraus: Die Angeklagte wollte unbedingt wissen, ob die Leiche des Friseurs Seitz ausgegraben sei, sie drängte auf eine restlose Räumung ihres Hauses, beschäftigte sich eingehend mit dem sagenhaften „Onkel Ehrhard" und wandte in allen Briefen eine raffinierte Verbrechersprache an. Der Vorsitzende fragte: „Frau Vogler, hier sind Zeugnisse Ihrer eigenen Hand. Wollen Sie diese auch bestreiten?" Die Angeklagte: „Ich habe keine bösen Gedanken dabei gehabt." Dann begann ein Aufmarsch von sonderbaren Zeugen: Manner und Frauen, die der Kunst des Handlesens, Sterndeutens, Schriftdeutens, Kartenlegens Hellsehens usw. huldigen und aus dieser „Beschäftigung" teils ein lohnendes Geschäft, teils eine sogenannte „Wissenschaft" machen. Von besonderem Interesse ist die Aussage der Mainzer Kartenlegerin Therese Schneider, mit der Frau Vogler eng befreundet war. Diefe Aussage ist eine schwere Anklage gegen Frau Vogler. Die Zeugin gibt zu, im Auftrage der Angeklagten unter Anrufung der Heiligen Dreieinigkeit Salz ge- ftreut zu haben, damit der alte Vogler Herzkrampfe bekomme. Ausführlich schildert dann die Zeugin, daß sie den Stiefsohn Georg Vogler habe „totbeten" sollen. Sie bestritt allerdings, diesen Auftrag ausgeführt zu haben, denn totbeten gebe es ja nicht. Am Tage nach der Haussuchung habe Frau Vogler der Zeugin gestanden, sie habe ihrem Manne und ihrem Stiefsohn Rattengift aus einer Tube, die sie von Seitz bekommen habe, auf das Brot geschmiert. Später soll die Angeklagte große Angst vor den Ausgrabungen geäußert haben. Noch kennzeichnender ist ein Ausspruch, den die Zeugin Schneider wiedergibt und den Frau Vogler nach der Verheiratung ihres Geliebten Holzhauer getan habe: „Warum j e tz t alles?" Die Angeklagte bezeichnete wieder alles als Lüge, was die Zeugin aussagte. 200000 Farmerfamilien bedürfen sofortiger 5)ilfe. In Wyoming und Montana sind Tausende von Menschen mit der Bekämpfung ausgedehnter W a 1 d b r a n d e beschäftigt, durch die bereits großer Schaden anqerichtet worden ist. Der Hitzewelle sind bisher über 50 Menschen zum Opfer gefallen. Davon ertranken über 20 Personen beim Baden, weitere 20 Personen erlitten H i tz s ch l ä g e. Die Wetterwarte Washington teilte mit, daß vor zwei oder drei Tagen hine Wetteränderung zu erwarten fei. Tüchtiges MM nicht unt. 20 I., b. etwas Gartenarbeit versteht, balb ges. [ 428i D Louis Vogt, Neuenweg 19. Suche sof. ober 15.Juli tüchtiges tasiÄta Gasthaus Boller Gießen BahnhoMe Kleine 4-Zimm.- Wohnung m. kl. Küche unb Flachdach benutz, monatl. 48 RM. z.l.Sevt.z.verm. Schr. Ang. unt. 03125 a.b.G.A. Münblich können Sieesnurvutgeo sagen, schrifüich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es allen Nach weiteren Zeugenaussagen stellt der Oberstaatsanwalt fest, daß gegen die Zeugin Rocker ein besonderes Verfahren eingeleitet fei, das von diesem Verfahren abgetrennt würde. Eine Beamtin des Mainzer Landaerichtsgefäng- nisfes machte die bisher wichtigste Aussage. Sie kam als Hilfsaufseherin mit Frau Vogler zusammen, gewann deren Vertrauen und wurde dann von ihrer vorgesetzten Behörde beauftragt, auf die verschiedenen Anliegen der Angeklagten einzugehen, um so ein Geständnis zu erreichen. Frau Vogler schrieb mehrere Briefe, die die Zeugin aus dem Gefängnis schmuggeln sollte. In einem dieser Briefe bittet die Angeklagte Gott um Beistand zu ihren Mordtaten. In einem zweiten Schreiben verlangt sie das Beten von drei Vaterunser für den Tod ihres Stiefsohns. Der Vorsitzende bezeichnet dies als eine ungeheurliche Gotteslästerung. Einige Stellen aus diesen Briefen find ein unzweifelhaftes Ge- Geständnis der Schuld der Angeklagten. Ein Gestand- nis waren folgende Worte an bis Gefängnisbeamtin: „M einem Mann habe ich's gegeben und meinem Stiefsohn Georg. Der ist dadurch krank geworden. Aber die Erblindung kam erst durch die Spritzen". Obwohl fünf ehemalige Mitgefangene der Frau 93 o gier bie Angaben der Beamtin bestätigen und über weitere Geständnisse der Frau Vogler unter Eid berichten, erklärte die Angeklagte angesichts dieser niederschmetternden Belastungen: „Ich habe mir nichts vorzuwerfen, ich habe niemand vergiftet". Sehr aufschlußreich sind auch die Mitteilungen der ehemaligen Mitgefangenen über die theatralischen Selbstmordversuche der Angeklagten sowie über ihre mit Aberglauben vermischten religiösen Vorstellungen und über ihre geschickt oorgetäuschten Herzkrämpfe. Einer dieser Zeuginnen hatte Frau Vogler wörtlich gestanden: ,Äch habe meinen Alten umgebrach t". Unter Ausschluß der Öffentlichkeit wurde der Ph. F. aus Großen-Buseck wegen Verbrechens nach § 176 Z. 3 StGB, unter Annahme mildernder Umstände zu 7 Monaten Gefängnis verurteilt. 12 Tage Untersuchungshaft wurden angeredjnet. Wegen desselben Delikts stand der W. R. aus Gießen unter Anklage. Er wurde auf Grund der Beweisaufnahme freigesprochen. Sodann hatte sich die Kammer mit dem Wilhelm Wei! III. aus Muschenheim wegen Verbrechen im Amt zu beschäftigen. Der Angeklagte nahm als Poststelleninhaber öfters eingezahlte Gelder ein, die er jedoch nicht ablieferte. Eine Eintragung dieser Beträge nahm er nicht vor. Um sich in den Besitz des Geldes zu erhalten, schaffte er die Postabschnitte, die in seinen Amtsbesitz kamen, beiseite, indem er sie in seinen Hosentaschen usw. verwahrte. Der Angeklagte öffnete außerdem zwei Mahnbriefe und vernichtete diese. In der gestrigen Hauptverhandlung gab der Angeklagte seine Verfehlungen zu. Das Gericht erkannte auf eine Zuchthaus st rafe von 1 Jahr 4 Monaten, sowie zweimal 50 Mark Geldstrafe. Letztere ist im Falle Der Uneinbringlichkeit mit je einem Tag Zuchthaus f Mark zu verbüßen. |Stellenangebote| Keine Zeugnisse in Urschrift lonOern nur Zeugnis- ablchristen vem Bewerbungsschreiben beilegen! — Lichtbilder undBewerbungsunter- lagen müssen zur Ver- meidung von Verlusten aus der Rückseite Namen und Anschrist ves Bewerber» tragen I Gesucht von militärischer Dienstst. ig. fixer Weir guter Kurz- und Maschinenschreib. Schriftl. Angeb. unt. 03120 an d. Gieß. Anzeiger. [Stellengesuche! Junger tüchtiger SAMM- melltet perfekt in all.eitf- fchlägl. Arbeiten sucht passende Stelle für sofort od.spät.Schriftl. Angeb. u. 03124 a. o. Gieß. Anz. Verkäufe ""] Beerenpresse fast neu, zu verkaufen. 03122 Bruchstraße 11. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertr. Hauptschriftleiter: Ernst Blumschem. Verantwortlich für Politik und für die Bilder t. 23.: Ernst Blumschem; für Feuilleton: Dr. Hans Thynot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- [eiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VI. 36: 9400. Druck und Verlag: Brühl'sche Unioerfitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Heizung u. sonst. Zubeh.v. l.Okt. au vermiet. Die Wohnungen be- nnden sich in der Nähe d. Hinden- burgwalles.r Sckr. Ansr. unt. 43440 a.d.G.A. Geräumige 3-Zimmer- Wohnungen mit einger. Bad persof.od. spater z.verm. 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Mehrere Bezirke in Iran wurden von einem schweren Erdbeben heimgesucht. Am stärksten betroffen wurde die Stadt Banand bei Birjand, wo zwölf Menschen getötet und über fünfzig verletzt wurden. 444 Todesopfer bei Unfällen am amerikanischen Nationalfeiertag. Bei der zweitägigen Feier des Unabhängigkeit s t a g e s in Amerika wurden insgesamt 444 Personen bei Unfällen aller Art getötet. Es handelt sich um die höchste Zahl von Todesopfern seit der Feier des Unabhängigkeitstages im Jahre 1931, wo 483 Menschen ums Leben kamen. Allein 254 Personen sind bei Autounfällen getötet worden, 104 Menschen ertranken, sieben wurden beim Abbrennen von Feuerwerk getötet. Im vorigen Jahr betrug die Zahl der Toten 216. Vestechungsskandal in Japan. Das japanische Kriegsministerium hat folgende Mitteilung veröffentlicht: Da der Verdacht von Durch st echereien in Verbindung mit Waffen- und Munittonslieferungen bestand, hat die Gendarmerie eine Untersuchung ausgenommen und zwei Verdächtige, nämlich den Direktor des Militär- Arsenals, Generalleutnant U y e m u r a , und den Oberingenieur N i s ch i y a m a , dem Kriegsgericht zugeführt. Beide sollen Bestechungsgelder von Munitionsfabriken oder Geschäftsleuten erhalten haben und zwar mehr als 20 000 Yen. Die Angelegenheit hat mit dem Februar-Aufstand nichts zu tun. Japaner siedeln in Paraguay. Die paraguayische Regierung beabsichtigt, 100 japanische Sauernfamilien versuchsweise in Paraguay anzusiedeln. Der erste Transport in Stärke von 33 Familien ist in» i zwischen in Asuncion eingetroffen. Die Siedler i kommen aus dem brasilianischen Staate S. Paulo i und wurden auf dem Wasserwege nach Paraguay - geschafft. Sie sollen bei Jbitymi angesiedelt werden. 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MODEZEICHNERS PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES ( reichen. ... Brotbelag. Die fein in Scheiben geschnittenen Edelpilze werden in heißem Schweinefett oder Butter mit wenig Zwiebeln, leicht nut Pfeffer und Salz gewürzt durchgebraten und kalt als Brotbelag gegeben. Hält sich kühl aufgehoben von einem Tag zum andern. P i l z e x t r a k t. Hat man größere Mengen Edel- pilze in Salzwasser vorgedämpft und kann für den Augenblick nur die Pilze verwenden, so kocht man den übriggebliebenen Pilzsaft auf kleinem Feuer bis gut ein Drittel ein, füllt ihn in kleinere Flasch- chen und sterilisiert sie noch einmal eine halbe Stunde. Prachtvolle Beigabe zur Geschmacksver- besserung von Suppen und Soßen. Hält sich lange. Deutsche Marmelade, ein gesundes und billiges Nahrungsmittel. B. A. Mit allen Mitteln kämpfen wir heute für die Nahrungsfreiheit unseres Volkes. Wir setzen alles daran, um die notwendigen Nahrungsmittel selbst zu erzeugen und die vorhandenen auch zu verwerten. Obst und Beerenfrüchte haben wir über- genug und Zucker steht ebenfalls ausreichend zur Verfügung. Was liegt näher, als sie, die in ihrer Verbindung so gesunde, nährwertreiche Speisen ergeben, so viel wie möglich zu genießen. Wie oft hört man sagen: „Eingemachtes — nein, das ist eine Leckerei, die wir uns nicht leisten können." Ist das nun wirklich so? Unser Eingemachtes im landläufigen Sinne besteht aus Früchten und Zucker, wobei bei Marmelade der Zuckeranteil etwa die Hälfte ausmacht. Obst und Beerenfrüchte sind wegen ihres Gehaltes an natürlichen Frucht- säuren, Fruchtzucker, Vitaminen und Mineralsalzen wichtig für unsere Ernährung, während der Zucker eine bedeutsame Rolle spielt, weil er unserm Körper Wärme und Energie liefert, die besonders in der Muskelarbeit ihren Ausdruck findet. Ein Pfund Zucker leistet dabei genau soviel Arbeit wie xk Pfund Fett, so daß hier — natürlich nur bis zu einem gewissen Grade, da ja Fett noch andere, im Zucker nicht enthaltene Stoffe besitzt — Austauschmöglichkeiten in der Ernährungs- Die Hausapotheke. XSon Else Pauly. Alle Medikamente, ob es sich um Pulver, Salze, Pillen oder Salben handelt, sollten, ehe sie in die Hausapotheke wandern, mit deutlichen Inhaltsangaben versehen werden. Tüten muß man auf ihre Festigkeit, Flaschenkorken von Zeit zu Zeit auf ihre Dichtigkeit hin nachsehen, da manche Korken vom Inhalt zerstört werden, z. B. Jod. Wenn man neben die Inhaltsangabe noch das Anschaffungsdatum schreibt, wird man, wenn man die Medikamente nach längerer Zeit wieder braucht, ungefähr ausrechnen können, ob sie überhaupt noch wirksam sein durften. Salben werden mit der Zeit oft ranzig und können dann eher schaden als nützen, manche Flüssigkeiten verdunsten; viele Heilmittel verlieren nach und nach ihre Kraft, und schon darum sollte die Hausapotheke hin und wieder nachgeprüft werden. Wenn das Etikett abqeqangen ist, sollte man die Arznei lieber vernichtens ehe sie an verkehrter Stelle verwendet wird, und wenn auch nur die geringsten Zweifel darüber bestehen, ob es giftig ist ober nicht, sollte man keinerlei Versuche damit machen, sondern es sofort Sommerliche Hauswirtschaft. Von Hilde Fries Seien mir gerecht: Von der deutschen Hausfrau wird in unseren Tagen sehr viel verlangt, immer wieder erhält sie Hinweise und Anregungen zur richtigen Ausnutzung des Wirtschaftsgeldes, der Nährwerte in den einzelnen Nahrungsmitteln, und schließlich gipfeln alle guten Ratschlage m Der Mahnung zum zweckmäßigen und uerstanonls. vollen Einkauf. Es ist gewiß nicht leicht für eine vielbeschäftigte Mutter, die außerdem now allerlei Verpflichtungen zu erfüllen hat, diesen wohlmeinenden und nützlichen Anweisungen immer Die nötige Aufmerksamkeit zu schenken und sich vor allem in Der Handlungsweise nach ihnen zu richten. Und doch, so schwer es uns fallen mag wir, fede einzelne von uns, darf diese für das Volksganze außerordentlich bedeutungsvollen Erkenntnisse nicht außer acht lassen, ganz tief aus dem Innern müssen wir einen selbst auferlegten Zwang empfinden der unser Tun bestimmt. Eigentlich ist es ja selöstverständlich, daß man nur die frischeste Ware, die angeboten wird, zur Verwendung erwirbt, aber wie oft ist es uns schon passiert daß von dem Obst oder dem Gemüse em unerheblicher Teil als Abfall fortgeworfen werden mußte. Darum ist es notwendig, stets Daran zu senken Daß man befonDers im Sommer nicht mehr Vorräte einkauft, als man Aufberoahrungs- möglichkeiten besitzt. Dann ist es unerläßlich, Den Fliegen unD Metten Den W j Mmehren Denn nur zu oft roerDen Durch fie schädliche Heime Überträgen Ein kühler Ort ist wohl überall vor- DanDen9 um Den Folgen Der Hitzeeinwirkung zu Änen unb fei ek das Ofenloch oder em ,m verborgenen stehenber sauberer Schrank. Den besten Schuß bietet natürlich em Eis- ober Kühlschrank, kber auch ohne ihn muß es uns geling. Den VerDerben erregenDen Bakterien Den Garaus z machen. Sinb Reste übriggeblieben, tut man aut. fie schnell aufzubrauchen, eine Kochkünstlerin wirD schon dafür sorgen, daß sie nicht in derselben Form, sondern als Salat oder Pudding usw. wieder auf dem Tisch erscheinen. Damit Die Butter nicht fortfließt und womöglich ranzig wird, geben wir sie in ein undurchsichtiges Gefäß, stellen sie in eine Schüssel mit kaltem Wasser, die wir mit einem feuchten Tuch bedecken und der Zugluft aussetzen. Natürlich nur Dann, wenn kein Butterkühler vorhanDen ist. Tilsiter unD Emmentaler Käse wirD in ein mit Salz- oDer Essigwasser angeseuchtetes sauberes Tuch gewickelt, weißer Käse will fest zugeDeckt am kühlen Platz stehen. Bratfett gehört in einen Stemtops, unD Fleisch wirD am besten gleich angebraten ober in ein mit Essigwasser getränktes Tuch geschlagen. Aufschnitt bleibt in Pergamentpapier frisch unD ein ganzer Schinken hält sich in einem Beutel aus Gaze oDer Seinen unD ist wie alles übrige Fleisch vor Fliegen sicher, wenn eine Schale mit Essig in Der Nähe aufgestellt wirD, Brotbüchsen finD öfter mit pilMNchte. Von Frida Aisch, Bad-Nauheim. Salat von Edelpilzen. Junge feste Edelpilze reinigt man gründlich, schneidet sie roh in ganz feine Scheibchen und vermischt sie mit folgender Tunke: 50 Gramm Butter schwitzt man mit einem guten Eßlöffel Weizenmehl gelb, kocht davon mit ’/4 Liter Milch eine sämige Soße, die man mit Eigelb abzieht, mit Pfeffer, Salz und Zitronensaft abschmeckt und kalt mit den Pilzen anrichtet. Gemüsenudeln mit Edelpilzen. Ein halbes Pfund frisches Kalbfleisch dreht man zu- ammen mit einem Pfund gut geputzter Edelpilze unD einer klein geschnittenen Zwiebel Durch Die Maschine. Hierzu oerwenDet man Die Stiele, größere unD unansehnliche Stücke Der Pilze. Dieser Brei wirD mit einem Ei, Salz, Pfeffer, ganz wenig abgeriebener Zitronenschale, einem Eßlöffel (Brün- 1'ernmehl unD soviel zerriebenem Weißbrot vermischt, Daß man Daraus gut kleine Klopse formen kann. In stark oerDünntem Aepfelwein läßt man Die Klößchen gar ziehen. Wer hat, kann in Den Wein eine Messerspitze Fleischextrakt geben. Nach- Dem Die Klößchen herausgenommen sinD, macht man Die Soße mit einem Eigelb unb etwas Kartoffelmehl bündig. Dazu gibt man in Salzwasser gekochte Gemüsenudeln, die mit Butter übergossen sind und geriebenem Hartkäse durchgeschwenkt werden. Würzpilze. In leichtem Salzwasser oorge- Dämpfte kleine Pilzchen läßt man abtropfen, legt sie in Gläser mit kleinen Chalotten, Pfefferkörnern, ein klein wenig Senfkörnern, wenig gewürfelten Meerrettig, einem Lorbeerblatt auf einen Liter, begießt sie mit gutem Weinessig unD sterilisiert bei 100 Grad eine Stunde, am anDern Tag nochmals eine halbe StunDe. Als Beigabe zu Braten. GeDämpfte Nieren mit EDel Pilzen. (Für zwei Personen, in fünf Minuten fertig.) Zwei Kalbsnieren läßt man schon beim Einkauf mit einem Teil Des DaransitzenDen Fettes in walnußgroße Würfel schneiDen. In eine flache Pfanne gibt man einen Eßlöffel Butter mit einer halben gewürfelten Zwiebel. Ehe Die Butter bräunt, gibt man zwei HänDe voll in Scheibchen geschnittene Pilze dazu, läßt es eine Minute schmoren, größere Mengen etwas länger. Ist alles gründlich heiß, kommen Die Nierchen dazu. Ein Eßlöffel Weizenmehl wirD fein Darüber gestäubt, ebenso Pfeffer unb wenig Salz. Nachbem alles orbentlich umgerührt ist, Deckt man Die Pfanne zu unD läßt noch ein bis zwei Minuten burchschmoren, nur solange, bis Die Nieren grau sind. Sonst werDen sie hart. Mit Weißbrotscheiben schnell anrichten. Gebackene Pilzspeise. Eine Backform bereitet man gut vor mit Butter unb Semmelkrüm- chen. 250 Gramm Graupen ober Reis wirb in Fleischbrühe steif ausgequollen. Die Pilze schmort man mit ein wenig Butter, klein gewiegten Zwie- beln ober Schnittlauch, etwas Salz unb gehackter Petersilie ein paar Minuten Durch. Abwechselnd gibt man Häufchen Pilze unb Graupenbrei in Die Form. Hat man zu wenig Pilze, stellt man rohe Tomaten Dazwischen, Deren Deckelchen man ab- schneiDet, Die Früchte etwas aushölt unD mit allen möglichen Fleischresten füllt, Die kleingehackt unD mit Gewürzen abgeschmeckt sinD. Auf alles kommt folgenDer Guß: Zwei Eßlöffel Butter und zwei Eß- lö fei Mehl roerDen hellgelb geschwitzt unD mit zwei Tassen Fleischbrühe glatt gekocht. Abgekühlt quirlt man ein ganzes Ei und Drei Eßlöffel geriebenen Deutschen Schweizerkäse Darunter. Bei guter Ober- hiße eine halbe Stunde backen. Mit grünem Salat Arbeitsfreude und Feriensreude für die Frau Von Irmgard Otto Je-e Einseitigkeit bedeutet Begrenzung und Einengung zum eigenen Schaden und Nachteil. Wir ' schelten den, der dem Anspruch auf Vielseitigkeit der Eindrücke nicht nachkommt und der — sei es auch nur bei kleinen Anlässen — so etwas wie Einseitigkeit vermuten läßt. Selten hat man sich früher mit der Frage beschäftigt, in die Einseitigkeit der Frauenarbeit etwas Abwechslung zu bringen. Man hielt es, einschließlich der Frauen selbst, für selbstverständlich, daß diese von früh bis spät ihre gleichmäßige Pflichten taten, daß sie am nächsten Tage wieder eben Denselben Aufgaben nachkamen, am übernächsten roieDer, unD so ohne jeDe Abwechslung ein ganzes liebes Leben lang! Man rourDe sich kaum ernsthaft über Die SchäDen Dieser einseitigen Tätigkeit klar. Bei mangelnDer Abwechslung erschlaffen Körper, Geist unD Seele; sie stumpfen ab unD Tüchtigkeit unD Leistungsfähigkeit lassen nach. Nun wirD manche Frau einroenDen, Daß Der Pflichtenkreis eine solche EinwenDung nicht zuläßt. Zugegeben, Daß Die Aufgaben, Die an Die Frau herantreten, grunDsätzlich in einem ziemlich engen Rahmen festliegen, ganz gleich, ob Die Frau nun an Der Seite eines Ehegatten als Hausfrau unD Mutter oDer als Berufstätige irgenDroie felb- ftänDig im Leben steht. Aber gibt es nicht auch Arbeitspausen, in Denen Die Frau etwas Beliebiges zu ihrer Entspannung tun kann; etwas, Das nicht Das Einerlei ihrer Pflichten vermehrt, fonDern Diesen entgegengesetzt ist? Denn nur Dann hat Die Frau eine wahre Erholung, wenn sie mit Hilfe ihrer pflichtfreien StunDen Abwechslung in ihr Dasein bringt. Nun ist Dieser Rat gewiß leichter gegeben als befolgt, Denn vielen Frauen fehlt es an Den äußeren Gegebenheiten unD Mitteln, ihre Freizeit so schön ausgestalten zu können, wie wir es uns ausmalen: Ruhige StunDen Der Selbstbesinnung, Des frohen Zusammenseins mit den Kindern, Erholung bei Sport und Wanderung, Entspannung bei Musik ober einem guten Buche, Bereicherung beim Fertigstellen von Basteleren für Die Kinder unD Handarbeiten für Den FreunDeskreis, bei liebevoller Verschönerung Des Heims. Wenn es trotz Dieser vielen Möglichkeiten einer gesunDen Freizeitgestaltung mit ihrer Verwirklichung noch nicht vorwärts gehen will, wie es zum besten Der Frauen unbeDingt ersorDerlich ist, müssen Hinde- rungsgrünDe schwererer Art vorliegen. Nochmals will man Deshalb Dem Problem Der Freizeitgestaltung Der Frau nachgehen: Es Darf nicht Dazu kommen, Daß Die Deutsche Frau Durch mangelnDe Erholung, Ruhe und Selbstbesinnung einseitig, engherzig und arm an Eindrücken und Erlebnissen wird und körperlich und seelisch zu kränkeln beginnt. Es soll also auf Dem Weltkongreß für Freizeit unD Erholung, Der vom 23. bis 31 Juli in Hamburg ftattfinDet, eingehend geprüft werden, wie auch eine Frau durch richtige Arbeitseinteilung und Ausfüllung der Freizeit für ihre Erholung zu sorgen vermag. Vor allem dürften Die Maßnahmen, Die bisher schon erfolgreich zur Entlastung von arbeitsüberlaDenen Frauen Durchgeführt rourDen, noch erweitert roerDen: Der weibliche Arbeits- unD FabrikDienst unD die NSV. wollen mehr noch als bisher jeder Frau zu Der Möglichkeit verhelfen, über so viel Freizeit zu verfügen Daß auch sie einmal fern vom Alltag ohne Sargen um das Heim oder Den Erwerb eine abwechslungsreiche Erholung haben kann. sie von Zeit zu Zeit mit Glyzerin einreibt. Scharf riechenDe Essenzen soll man getrennt unterbringen, Damit sie nicht von einanDer anziehen. LichtempsinD- liche Flüssigkeiten roerDen in Dunklen Flaschen auf- beroahrt, man hebt ihre Wirkung auf, wenn man Dies nicht beachtet. Für Augenroasser soll man stets neue Behälter oerroenDen; selbst Durch Kochen unD Ausbrühen lassen sich Die Spuren Des früheren Inhalts nicht immer vernichten, bei unbenutzten Flaschen hat man inDessen Die Gewißheit, Daß kein SchaDen geschehen kann. MeDikamente für Tiere sollen mit Derselben Vorsicht unb Achtsamkeit behanDelt roerDen, wie MeDizin für Menschen. Es wäre unklug, anzunehmen. Daß Tiere in Dieser Hinsicht weniger empfinDlich sinD. Niemals soll man im Finstern an Die Hausapotheke Herangehen. Verwechslungen müssen auf alle Fälle oermieDen roerDen. Es gibt vorgeDruckte Rezepte, Die alle Vorschriften für Das zweckentsprechenDe Kochen oDer Brühen von jeDem Kräutertee enthalten, Diese Druckschrift — in jeDer Drogerie erhältlich — sollte in Der Jnnentür Der Hausapotheke sichtbar befestigt roerDen. Die verschieDenen Tees unD Aufgüsse verlangen verschieDene BehanDlung, manche roerDen aufgebrüht, anDere gekocht, viele roerDen kalt aufgestellt, roieDer anDere sollen eine bestimmte Zeit ziehen. Wer Diese Angaben nicht genau beachtet, wirD nicht nur keinen Heilerfolg haben, fonDern womöglich durch Herauszögern Der Genesung SchaDen annchten, abgesehen von Den unnützen Kosten unD Der ver- dpnn ohne Opekta kocht die Marmelade durch die lange Hochzeit häufig bis Hs1ft •_ Mit Opekta jedoch bekommen Sie ungefähr das ganze Gewicht da. Sie «„ °d-, und Zucke, in de„ Koehiopi geben. Die Drei weißen Sommerkleider unserer heutigen Modeskizze tragen alle eine ausgeprägt sportliche Note in Material, Schnitt und Verarbeitung. Kleid Nr. 1 ist aus femgertppter Waschseide. Sein Rock mit Den schräggestellten Taschen erhält unten Durch eingesetzte Faltenteile Die nötige Weite. Die glockigen Raglanärmel sinD etwas geschlitzt. Aus L e i n e n ist Das zweite MoDell mit Dem vorn geknöpften Passenteil. Die kurzen Aermel sinD in Der Kugel stark eingehalten, Die Weite Des Rockes wirD heißem Wasser auszuscheuern unD alle Mehlerzeugnisse brauchen einen festschließenDen Deckel auf Dem Steingut- oDer Glasgefäß. Fisch verträgt ein längeres Aufheben nicht, er wird am Tage des Einkaufs verzehrt, ebenso wie alle frischen Früchte, die auseinander gebreitet keine schlechten Stellen erhalten. Auch Gemüse soll möglichst nicht unnötig lagern, nur vom Samstag zum Sonntag bleibt es im Papier fest eingewickelt. Mit Begeisterung gehen wir an das Emmachen des jetzt in so großen Mengen auf den Markt gelangenden Obstes. Kompott und Säfte, Marmelade und Gelee werden unser eiserner Bestand sein in den langen Monaten, da unser Boden ruhen muß. Bis dahin hat es noch eine Weile Zeit, doch um so mehr wollen wir gerüstet sein mit Vorräten. Indem wir sie aus unsren deutschen Erzeugnissen schaffen, und indem wir im Sommer dem Verderben unserer mit soviel Mühe gezogenen Nahrungsmittel vorbeugen, schützen wir nicht nur uns selbst, sondern unser ganzes Volk durch gegeneinandergelegte Falten erzielt. Die seitlichen Rockbahnen bilden an ihren oberen Enden Die Taschen. Der enggesteppte Gürtel aus Seinen wirD seitlich geknöpft. . Das PiquekleiD Nr. 3, mit Dem kleinen Bubikragen, Den Aermelaufschlägen unD Der großen Schleife aus Pique hat halblange, in Der Kugel leicht gezogene Aermel. Der Rock hat hinten wie vorn in Der Mitte gegerteinanDergelegte Falten unD seitlich Schlitze. Die Taschen ergeben sich aus Der Schnittform Der VorDerbahnen. Der Gürtel aus weißem Wasch- leDer hat eine große Perlmutterschnalle. H. restlos vernichten. , KinDern Darf Die Hausapotheke niemals erreichbar sein. Der Schlüssel Dazu wirD am besten abgezogen unD sicher verwahrt, Denn selbst Die harmlosesten Mittel können in KinDerhänDen SchaDen annchten. <, ■ Gummisachen roerDen elastisch erhalten, wenn man larenen Zeit. WM- - ' Wirtschaft Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H. Berlin Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a. M. Schlußk. börse Datum 6.7 101,75 i 101,75 123,51 142,5 I 150 1 123,5 123,5 123,5 140,75 150 I 119,9 119,75 Banknoten. Berlin^.lüll I 33,13 1 32,9 1 95,25 1 — I 226,5 I 230 I 101,5 97,5 95 109,5 101,5 97,5 95 109,5 2,45 9 8,75 8,75 14,4 97,65 102 112,9 100,13 98,75 97 101,4 97,25 102 112,65 100,1 98,75 97 7 S 5 fi 5 168,75 271 113,5 129,5 137,25 168,5 271 113,25 130 137,5 141,5 130,75 240 144,25 101,4 28,9 128,25 126,65 180,5 169 113,5 129,5 136,65 111 52 85,75 150 112,75 121,5 123 192,25 83,5 46,75 410 218 192,5 141,5 131,5 239 144,65 101,4 28,75 127,4 126,75 180,65 168,4 113,75 131 137,5 0 b f> 0 7 0 8 0 0 V 12 11 52 87 150 113 123,5 192 46,65 415 218,5 193 33,13 95 231 51,5 87 158 119 123,25 193,5 46,75 392 218 193 110,75 51,5 158 118 121,9 124,65 192,75 83.5 46,25 391 218 194 32,9 227 2,5 9 8,75 8,7 14,3 4% Oesterreichische Goldrente... 4,20% Oesterreichische Stlberrente 4% Ungarische Goldrenle ....... 4% Ungarische StaalSrente v. 1910 4'/,% bergt. von 1913.......... 5% abfleft. Golomexikaner von 99 4% Türkische Bagdac-bahu-Aalet-e 112,65 100 98,75 97 101 93,5 123 119,65 97 101,13 101,65 97,5 I 95 I 109,5 45 2,4 8,8 8,5 8,7 14,25 Obechessische Zuchtsohlen - Versteigerung und -Prämiierung in Reichelsheim. 2,4 8,85 8,5 8,5 14,4 I. G. Farben-Industrte Schetdeanstalt........ Goldschmidt Rütgerswerke ... Metallgesellschaft Amerikanische Noten Belgische Noten.................. Dänijckse Noten Englische Noten Französische Noten Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Noten .... Ungarische Noten ..... Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angesührten Zistern geben die Höh- der zuletzt beschlossenen Dividend- an. — Reichrbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 o.H. 75 Zahre Gesangverein „Frohsinn" Wertungssingen des Kreises Ohm-Lumdatal. Phllipp Holz mann 4| Zementwerk Heidelberg 7l Lementwerk Karlstadt 6| xp Londorf, 6.Juli. Der Gesangverein „Frohsinn" Londorf, der am Sonntag das Jubiläum seines 75'jährig en Bestehens feierte, ist einer der ältesten Gesangvereine Ober- Hessens. Mit dem Jubelfest des Vereins verband der Kreis Ohm-Lumdatal des Deutschen Sängerbundes ein Wertungssingen. Die Vor- Bereitungen für das Fest waren mit aller Sorgfalt getroffen worden. Unser Dorf trug ein festliches Gewand. t , . Die Feierlichkeiten begannen am Samstagabend mit einem Kommers in der Turnhalle. Hierzu fand sich bereits eine große Anzahl auswärtiger Sänger ein. Der Mufikverein Londorf eröffnete den Abend mit einem schneidigen Marsch. Unter der Stabführung von Chormeister Kasten (Gießen) begrüßte der Chor des festgebenden Vereins die Gäste mit einem Lied, das mit Musikbegleitung vor- getragen wurde. Die Jubiläumsansprache hielt der Sängerkreisführer Gengnagel (Grünberg), der einen kurzen Rückblick auf die Geschichte des Ver- eines gab. Er Betonte, daß der Verein immer von prämiierungs -Ergebnisse. Kaltblut. Stutabsatzfohlen: la-Preis: Rud. Schäfer Wwe., Reichelsheim-, Ib-Preis: Gg. Ruhl, Langsdorf IcPreis: Rud. Walter, Reichelsheim: 2a- Preis: Herrn. Dauernheim, Heuchelheirn/W.; 2b° Preis: Gg. K. Rohl, Reichelsheim: 2cPreis: Schnell, Reichelsheim-, 3a-Preis: August Jung IV., Dorn-Assenheim; 3b-Preis: F. W. Coburger, Re», chelsheim. w „ . Hengstabsatzfohlen: la-Preis: Erwin Schultheiß, Bingenheim: Ib-Preis: Herrn, Muller, Bingenheim: 2a-Preis: Erwin Schultheiß, Bingenheim: 2b°Preis: Louis Klein, Wohnbach: 2c- Preis: Albert Dettweiler, Wintersheim; 3a-Preis: W. Diefenbach II., Berstadt; 3b-Preis: 2ld. Weitz, Heuchelheim. . Hengstabsatzfohlen, jüngere Tiere: 1a°Preis: W. Marloff, Reichelsheim; Ib-Preis: Hch. Würz, Dorn-Assenheim; IcPreis: Gust. Seipp, Bingenheim; lä-Preis H. Stoll, Gettenau; 2a-Preis: Rob Weitz, Heuchelheim; 2b°Preis Rud. Kohler, Gettenau; 3a-Preis: K. Sprengel III., Reichels- Beim; 3b-Preis: O. Pfaff, Reichelsheim; 3cPreis: Hch. Günther, Bingenheim. Warmblut. Stutabsatzfohlen: la-Preis: Rob. Bach, Wallernhausen; Ib-Preis: Gg. Dietz I., Rockenberg; 2a-Preis: Th. Fleischhauer, Reichelsheim; 2b-Preis: Gg. Dietz I., Rockenberg; 2cPreis: Hch. Christ, Echzell: 3a-Preis: Hch. Scheuermann, Echzell; 3b-Preis: O. Kröll, Rodheim; 3cPreis: Heinrich Veith, Reichelsheim. Hengstabsatzfohlen: la-Preis: Wilh. Väth, Södel; Ib-Preis: Rob. Metzger, Rieder-Ros- Bad); IcPreis: Hch. Knöll, Berstadt; 3a-Preis: AlB. Braun, Reichelsheim; 3b-Preis Wilh. Väth, Sobel; 3cPreis: Wilhelm Filch, Reichelsheim; 3d- Preis: AlBert Schäfer, Reichelsheim; 3cPreis: H. Steffan, Gettenau. Aeltere Fohlen: G. Müller, Bingenheim. die Papiere den Anfangsstand. Am Rentenmarkt Bröckelten Altbesitz 0,13 vom Hundert aB, auch Kommunal-Umschuldung Bei größeren Umsätzen später nachgebend auf 88,25 nach anfangs noch 88,40 und 88,30. Späte Schuld- Buchforderungen und zertif. Dollar-Bonds nannte man unv. 97,75 Bzw. 68,75. Am Auslandrentenmarkt Bröckelten die Kurse infolge der Gefchäfts- ftille eher aB, Ungarn gingen etwa 0,13 v. H. zurück; 4proz. Einheitsrumänen unv. 5,65. Zellstoffwerte Beherrschten auch im Verlaufe den Aktienmarkt. Waldhof auf die Transaktion Kostheim-OBerleschen bis 157,50 nach 152,50, Aschaffenburger 118,25 (113,25), Memeler Zellstoff etwa 55 (50,50), ferner im Freiverkehr Kostheim- Oberleschen StA. 90 (85), VA. (92 (86) und Ge- nußscheine 60 (55). Im übrigen war die Kursentwicklung bei kleinen Abweichungen unregelmäßig, IG. wieder 168,75 nach 168,50, lebhafter AEG. mit 37,90 Bis 37,50 nach 37,25, dagegen Daimler, Kaufhof und AG. für Verkehr weiter abbröckelnd. Die später notierten Werte wiesen Veränderungen von 0,50 Bis 1 v. H. auf, schwach lagen Südd. Zucker mit 227,50 (231). Am Rentenmarkt waren Kommunal-Um- schuldung mehrfach mit 88,15 und 88,20 umgesetzt, Zinsvergütungsscheine mit 92,65 nach 92,75. Der Pfandbriefmarkt wies kaum Veränderungen auf, auch Stadtanleihen wie gestern, Heidelberg 5000er Stücke 90,25 (91,50). Von Auslandrenten hatten 4,50 v. H. Jrrigations-Mexikaner größeren Umsatz mit 9,50 bis 9,70 (9,50), 4,13 v. H. Defterr. Silber- rente 2,40 (2,45). renb für den richtigen Engländer, gleid) welchen Standes, ein Tag ohne Konfitüren ausgeschlossen ist. Warum sollte das bei uns nicht auch möglich sein? Wie sehr jammern unsere Hausfrauen, wenn es einmal etwas weniger Butter ober Eier gibt, so daß es nicht zum Sonntagskuchen oder dem mit Butter bestrichenen Brot reicht, ohne sich zu überlegen, wie prachtvoll doch ein frisches Brötchen oder auch eine Scheibe Schwarzbrot mit Marmelade schmeckt! Die Sorge, daß man ja nichts Eingemachtes mehr vorrätig habe, ist unnötig, denn heute stellt unsere verarbeitende Industrie vorzüglich schmeckende Marmelade äußerst billig her. In den Drei- und Dierfruchtmarmeladen sind etwa zur Hälfte Aepfel und Birnen und im übrigen Trauben, Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen usw. enthal- ten. Die Befürchtung, daß für wenig Geld kaum etwas Gutes hergestellt werden könne, ist überflüssig, weil die rübenbauende Landwirtschaft und die deutsche Zuckerindustrie Gelder zur Verbilligung zur Verfügung gestellt haben und die Marmeladenindustrie durch Senkung ihrer Verdienstspanne ebenfalls zur Preiswürdigkeit, beiträgt. Jede Hausfrau sollte diese Marmelade kaufen — ein Versuch I lohnt! weise vorhanden sind. Der Zuckerverbrauch beträgt in Deutschland 23,7 Kilogramm jährlich pro Kopf der Bevölkerung, in Norwegen dagegen 32,5 Kilogramm, in Schweden 45,7 Kilogramm und in England und Dänemark sogar 52 bzw. 52,7 Kilo- Samm. Woher kommt dieser Mehrverbrauch? lauben wir nicht, schon recht viel Zucker zu genießen, wenn wir unseren Tee und Kaffee süßen, ab und zu Schokolade und Kuchen essen und obendrein mit Wohlbehagen eingemachte Früchte verzehren? Doch das tun ja die anderen Volker, die den weit höheren Zuckerverbrauch haben, auch, aber sie haben meistens besondere Speisen, die sie bevorzugen und in denen sehr viel Zucker enthalten ist. Da gibt es die berühmten „Schwedenfrüchte", stark gezuckerte, eingemachte Früchte, die mit gekühlter Milch oder Sahne gegessen werden, und vor allem finden wir besonders in England, Amerika und den nordischen Ländern Marmeladen und Konfitüren jeder Art. Wird bei uns in Deutschland zum Nach- mittagstaffee häufig Kuchen gereicht, so ist in England der Nachmittagstee ohne geröstetes Weiß- Brot und Marmelade nicht denkbar. Bei uns gibt es vi^e Familien, die Marmelade nur vom Früh, stückstisch in der Sommerfrische her kennen, wäh» Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt. Frankfurt a. M., 7. Juli. Der Gemüse- markt verzeichnet allgemein starke Zufuhren. Die Nachfrage war recht lebhaft, nur in Karotten und Kohlrabi verblieben Uebersiände. Preise für Kopf- alat höher, für Erbsen, Kartoffeln und Zwiebeln rückläufig. U. a. notierten: Blumenkohl I 30 bis 40, II 20 bis 28, III 12 bis 18, Bohnen 26 bis 30, Erbsen (Sack) 10 bis 12, do. Gärtner 14 bis 16, Gurken (Salat) Treibhaus la 15 bis 35, Einmach- Gurken 8 bis 10, Karotten Bdl. 4 bis 4%, % kg 8 bis 10, Kartoffeln, Erstlinge 7,80 bis 7,90, Kohlrabi 2 bis 4, Kopfsalat 4 bis 10, Pfifferlinge 28 bis 32, Radies 4 bis 4Vi, Rettich Bdl. 8 bis 10. Stück 3 bis 10, Römischkohl 5 bis 6, Rotkraut 10 bis 13, Wurzel-Spinat 14 bis 15, Blätter-Spinat 18 bis 20, Tomaten (Treibhaus) 28 bis 35, Früh- Weißkraut 5 bis 6, Wirsing 4 bis 6, Zwiebeln 7 bis 8, ital. 8V< bis 9. Am 0 b ft m a r f t herrschte starkes Angebot von Kirschen, Heidelbeeren und Himbeeren. Erdbeeren nachlassend. Aprikosen- und Pfirsichangebot vorerst noch gering. Ansatz nur teilweise befriedigend. In Kirschen UeBerftänoe. Preise für Erdbeeren höher, sonst kaum verändert. Ausländische Aprikosen und Pfirsiche genügend angeboten, Geschäft befriedigend. U. a. notierten: Aprikosen 40 bis 45, Ungar. 28 bis 32, Bananen, 12^-kg-Kiste netto 6 bis 6,50 West- ind., 5 bis 5,50 Bras., Erdbeeren I 32 bis 35, II 28 bis 30, III 22 bis 26, Heidelbeeren 25, Himbeeren 28 bis 32, Johannisbeeren 17 bis 20, Kirschen la 22 bis 28, Sauerkirschen 18 bis 25, Pfirsiche 32 bis 40, 27 bis 37 ital., Stachelbeeren 16 bis 23, Zitronen, Kiste 300 Stück, 13.40 bis 15. Vindermarkt in Gießen. Auf dem gestrigen Rinder-Nutzviehrnarkt in Gießen standen 530 Stück Großvieh, 172 Fresser und 135 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: Milchkühe aber hochtragende Kühe 1. Qualität 480 bis 630 Mark, 2. Qualität 330 bis 440 Mark, 3. Qualität 200 bis 300 Mark; Rinder V?—'/«jährig 120 bis 200 Mark, '/«—2jährig 220 bis 270 Mark, tragend 350 bis 500 Mark; Kälber bis 2 Wochen 29 Mark, bis 4 Wochen 50 Mark, bis 6 Wochen 70 Mark. Ausgesuchte Tiere über Notiz. Marktverlauf: Schleppend, kleiner Ueberstand. Nächster Markt: 21. Juli. dem Wertungsrichter für feine außerordentlichen lehrreichen Ausführungen. Der Nachmitag brachte den F e ft z u g zur alten Dorflinde, bei der eine Kundgebung stattsand. Unter der bewährten Leitung des Kreischormeisters Dönges- Merlau trugen etwa 500 Sänger den Chor „Deutschland, heiliger Name" vor. Sanger- kreissührer G e n g n a g e l - Grünberg entbot den Sängern herzliche Worte der Begrüßung und hieß auch die Gäste willkommen. Er überbrachte im Namen der Kreissängerschaft, wie auch im Namen des Kreisdirektors herzliche Glückwünsche. Nach einem weiteren Chorlied weihte Kreisamtsleiter Heß die zur Anheftung an die Vereinsfahnen bestimmten Hakenkreuzwimpel. In einer großangelegten Rede schilderte er Deutschlands Vergangenheit und führte im Geiste bis zu unserer Gegenwart, m der der Führer Adolf Hitler den zweitausendjahrlgen Traum der deutschen Menschen, die deutsche Einheit, verwirklichte. Der tiefere Sinn der Weihe dieser Hakenkreuzwimpel und der Wimpel selbst sei, daß alle Sänger treue Anhänger des Führers wurden. Die Hakenkreuzwimpel erhielten durch die Beruh' rung mit der Sturmsahne R 15/116 ihre Weihe. Sängerkreisführer Gengnagel heftete sodann die Wimpel an die einzelnen Vereinsfahnen. Die Festteilnehmer begaben sich dann zum Festplatz, wo noch einzelne Vereine Proben ihres Könnens ablegten. Die Stunden des Festes des 75)aBngen Be- stehens des Gesangvereins „Frohsinn" Londorf werden den Teilnehmern in angenehmer Erinnerung bleiben. Rbein-Mainische Börse. TUiftagsbörfe still, Zellstoffwerte sehr fest. Frankfurt a. M., 7. Juli. Auch die heutige Börse eröffnete allgemein sehr still, da es ihr wiederum an Anregungen fehlte. Für Spezialwerte lag größere Nachfrage vor, so daß bet der Marktleere starke Kurssteigerungen eintraten. So z. B. für Zellstoffaktien, für die angesichts des gün- tigen Beschäftigungsgrades Sondernachfrage bestand. Aschaffenburger wurden zunächst ausgesetzt, die Taxe lag bei 118 bis 120 (113), Waldhof notierten zuerst 152 (150), später 152,50 und Feld- mühle Papier wurden mit 133 (130) gesucht. Stärker befestigt waren außerdem Deutsche Linoleum mit 193,50 (192). Auf den übrigen Gebieten des Aktienmarktes erfuhren die Kurse zumeist nur Abweichungen um Bruchteile eines Prozentes, größtenteils konnten sich die gestrigen Abendkurse behaupten, das Geschäft bewegte sich durchgängig in engsten Grenzen. Montanwerte wurden weiter beachtet und notierten überwiegend 0,25 bis 0,50 vom Hundert höher, nur Klöckner 0,25 v. H. leichter. Chemische Papiere lagen behauptet, Farbenindustrie 0,25 v. H. niedriger. Don Elektroaktien gingen Siemens um 1 v. H. und Felten um 1,13 vom Hundert zurück, während AEG-, Schuckert und Mainkraft je 0,25 v. H. höher ankamen. Maschinenaktien lagen knapp gehalten, aber Moenus 1 v. H. fester. Im einzelnen setzten Gement Heidelberg 1,50 und Hanfwerke Füssen 0,25 v. H. höher, dagegen AG. für Verkehr, Reichsbank und Westdeutsche Kaufhof bis 0,50 v. H. schwächer ein. Nach den ersten Kursen blieb das Geschäft klein, Zellstoffaktien waren weiter gefragt, im übrigen zeigten Sängern getragen gewesen sei, die in Liebe zum Verein und zum deutschen Lied standen und die Pflege des deutschen Liedes nie aus den Augen ließen. Provinzialführer Wendler (Bad-Nau- heim) überbrachte die Glückwünsche des Gaues XII des DSB. Er schilderte den Wiederaufbau des Deutschen Reiches und hob hervor, daß der Sänger, wie auch der Verein dem deutschen Liede mit ganzem Herzen dienen müsse. Jeder Sänger müsse bestrebt jein, die Uebungsftunben pünktlich zu besuchen. Im Auftrage der Gauführung überbrachte er die Ehrengabe des Sängerbundes. Zum Schluß feiner Ansprache gedachte er des Führers. Gemeinsam wurden das Deutschland- und das Horst-Wessel-Lied gesungen. Sängerkreisführer Gengnagel nahm die Ehrung von verdienten Sängern vor. Den Sängerbrief für mehr als 50jährige treue Dereinszugehörigkeit überreichte er dem Mitglied Georg Schäfer. Er stellte den jüngeren Sängern fein Beispiel vor Augen. Auszeichnungen für 25- jährige Vereinszugehörigkeit erhielten die Sänger Ludwig Aulmann, Heinrich Fabel und Hein- Gchlußk. Abend- börse 7-7. 101,4 97,25 Schlußk. Abend- börse 7-7. 141,9 240 145,25 101,25 28,75 127,5 126,5 Schluß- hir< 6.7 101,4 97,65 4'/,% ehern. 7% Pr. Landespfand briefanft, Gold fromm. Lbl. 20 Eteuetgutsch. Berre chnungik. 34-38 rich Schneider. Bürgermeister und Ortsgruppenleiter Becker überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde. Im weiteren Verlaufe des Abends hielten die Vertreter einer stattlichen Reihe von Gast- vereinen kurze Ansprachen und überreichten Ehrengaben in Gestalt non Bildern, Noten, Fahnennägeln usw. Aus allen Glückwünschen sprach echte freund- schajtliche Verbundenheit des Gesangvereins „Frohsinn" mit vielen Vereinen der Nachbarschaft. Der Ehrenvorsitzende des Sängerkreises Ohm-Lumdatal, Becker (Kesselbach), überreichte mit eindringlichen Worten dem Festverein ebenfalls eine Ehrengabe. Choroorträge der Gesangvereine „Heiterkeit" Gießen, „Liederkranz" Kesselbach, „Teutonia" Nordeck, sowie verschiedene Musikvorträge beschlossen die Feierstunden. Am Sonntagvormittag wurde das W e r t u n a s - singen durchgeführt, an dem sich eine große Anzahl von Vereinen beteiligte. Jeder Verein sang den vorgeschriebenen Pflichtchor („Für Deutschland") von H. Grabner, sowie einen freigewählten Chor. In der anschließenden Kritik, bei der die Chormelster und Vereinsführer zugegen waren, stellte der Wertungsrichter Dr. Werner- Fankfurt fest, daß in der Gegenüberstellung zum Vorjahr ein weiterer Fortschritt zu verzeichnen gewesen sei. Durchweg sei in den einzelnen Vereinen fleißige, verantwortungs- und zielbewußte Arbeit zu bemerken. In einer schriftlichen Kritik werden den Vereinen noch Em- zelheiten zugeleitet. Der Wertungsrichter betonte, daß das gute Alte nicht zu verwerfen fei, und daß sich die Vereine dem Neuen nicht verschließen 1 sollten. Sängerkreisführer Gengnagel dankte Im Freivertehr nannte man u. a. NSV. mit 140 (138), Pokorny mit 104 (103,50), Wayß & Freytag mit 117 (117,50) und Frankfurter Han- delsbank 45 (46). — Tagesgeld leicht und unver- ändert 2,50 o. H. Abendbörse still. Bei freundlicher Grundstimmung, aber wiederum nicht ganz einheitlicher Kursentwicklung, nahm die Abendbörse einen sehr stillen Verlauf. Etwas Nachfrage zeigte sich wieder für Zellstoffaktien, Aschaffenburg 119 (118,25), Waldhof zunächst 158,50 (158), später zu 158 angeboten. Angeboten und schwächer lagen AEG. mit 36,90 (37,50); gerüchtweise verlautete von einem heute getroffenen Sanierungsbeschluß im Verhältnis 3:1. Auf den übrigen Marktgebieten wichen die Kurse nur um Bruchteile eines Prozentes ab. Im Freivertehr hatten Adlerwerke Kleyer zu 110,75 einigen Umsatz. Deutsche Renten lagen geschäftslos. ♦ Reichelsheim, 7. Juli. Die erste dies- jährige oberhessische Zuchtfohlen-Versteiaerung und -Prämiierung, die die Pferdezüchter-Vereimaung Oberhessen hier abhielt, brachte aus den oberhessl- scheu Zuchten Nieber-Weisel, Reichelsheim, Ber- stadt, Rockenberg, Münzenberg u. a. rund 100 acht- bis vierzehnwöchige Stut- und Hengstfohlen des Kalt- und des Warmblut-Schlages zur Prämnenlng. Das Material war wieder von bekannter Güte. Das Preisgericht gab in der Auszeichnung von zwei Drittel des aufgetriebenen Bestandes auch nach außen hin die Anerkennung für die fortgeschrittenen Zuchterfolge. Der Besuch der Versteigerung war sehr gut. Zu der vom Landesfachwart A. S t a e h l y mit kurzen Begrüßungswvrten eröffneten Zuchtfohlen-Dersteige- rung wurden 63 Tiere zum Verkauf gestellt. Die Tatsache, daß etwa 55 Tiere ihren Besitzer wechselten, wurde zur Anerkennung für das gute Material der Wetterauer Zuchten. Den Spitzenpreis der Kaltblut-Stutabsatzfohlen erzielte ein Fuchs mit Stammbaum, vom Hengst „Albion" abstammend, des Züchters Schnell (Reichelsheim-W.), der m den Kreis Groß-Gerau kam. In ber Abteilung Kaltblut waren die Preise durchweg um 100 Mark höher als im Vorjahr. Die besten Tiere erzielten einen Preis von über 700 Mark. Den Spitzenpreis der Kaltblut-Hengstabfatzfohlen erzielte em Nachkomme von „Albion", der zwölf Wochen alte Fuchs des Züchters Hugo Stoll (Gettenau). Die Warmblut-Stutabsatzfohlen kamen mit einem Spitzenpreis von 570 Mark für einen Braunen des Hengstes „Emigrant" des Züchters Gg. Dietz I. (Rockenberg) und die Warmblut-Hengstfohlen mit einem Spitzenpreis von 540 Mark gleichfalls für einen Nachkommen des Hengstes „Emigrant" des Züchters W. Väth (Södel) zur Geltung. Die Mehrzahl der Tiere ging als Gebrauchsfohlen mit durchweg mittlerer Qualität und zu an- fprechenden Preisen von 350 bis 480 Mark ab. Der Gesamtumsatz von mehr als 20 000 Mark mit einem Gesamtdurchschnittspreis von etwa 410 Mark be- wies den hohen wirtfchafttichen Wert der Wetterauer Pferdezucht. Mansfelder Bergbau....... 6%| 140,5 Kokswerke.................. 6, — Rheinische Braunkohlen 121 — Rheinstahl .................. 4 144,13 Vereinigte Stahlwerke 8%| 101,5 Otavi Minen ...............o 29 Kaliwerke Aschersleben 51 — Kaliwerke Westeregeln bl 127,25 Kaliwerke Salzdetfurth 7y,| 180 Schluß- lurs 67. Schultheis Patzenhofer Aku (Allgemeine Kunstseide) . Bemberg.................. Zellstoff Waldhos Zellstoss Aschaffenburg Dessauer GaS .............. Daimler Motoren Deutsche Linoleum . Orenstein & Koppel . Westdeutsche Kaufhof........ Chade..................... Accumulatoren-Fabrik . Sonti-Gummi............. Gritzner Mainkraftwerke Höchst a.M.. Süddeutscher Zucker....... 112,9 1 100,2 98,75 97 101,05 93,5 123,5 119,25 97 .101,13 101,65 97,5 95 I 109,5 1 Oatnm 5% Deutsche Reichs anleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 5%% Doung-Anlethe von 1930 . Deutsche Anl.-Ablos^Schuld mit Auslos. -Rechten ............ 4H% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1934, I 4Vi% ehern. 8% Hessischer Bolkö ftaat 1929 (rückzahlb. 102%) .. 4’/i% ehem. 8% Hessische Landes dank Darmstadt Gold R. 12... 5y2% ehem. 4-4% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstadtLtau. 4'/,% ehem. 8% Darmst. Komm Lan oesb.Goldschuldversckr. St.n Oberhessen Provinz-Anleihe mti Auslos.-Rechten ............ Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos..Rechten 4'/r% ehemH% Franks. Hyp.-Ban! Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 5*/i% ehem. 4'/t% Franks. Hyp. «p-ank-Liqu^Pfandoriefe...... 6*4% ehem. 4*4% Rheinische Hyp -Bank-Ligu^Goldpse. ... 4*/,% ehem. 8% Pr. LandeSpfanP öriesanstatt, Pfandbriefe R. 19 ' AL börse 67- 77 Frankfurt a.M. Berlin Schlußkurs Schlußk. Abendbörse Schluß- kurü Swlußk. Miltag- börse Datum 6.7- 7.7. 6-7. 7-7. 4% oesgt. Serie h ........... — — — — 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 6,9 6,9 6,95 6,7 4*/,%Rumän.vereinh.Rentev.l913 9,95 10,25 10,2 10,1 4% Rumänische vereinh. Rente ■ . 5,65 5,65 5,7 5,65 2 /*% Anatolier ............ 41,9 41,25 — 41,13 Hamburg-Amerika-Paket .... 0 14,5 14,25 14,65 14,5 Hamdurg-Südam. Dampfschiff 0 —— — 43 43 Norddeutscher Lloyd ........ 0 15,9 15,4 15,75 15,5 A.G. für Verkehrswesen Akt. . 0 114 113,4 113,75 112,75 Berliner Handelsgesellschaft .. 6 — — 120 120,75 Commerz- und Prwat-Bank .. 4 95,5 95 95,5 95 Deutsche Bank und Diskonto Gesellschaft............... 4 97,25 97 97,25 97 Dresdner Bank............. 4 97,25 97 97,25 97 Reichsbank ................ 1*2 197 196,25 196,5 196,75 LEG .................... 0 37 37 36,9 37,5 Bekula.................... 8 155,5 156 156 156,13 (Hellt. LieferungSgesellschaft .. 6 133 134,75 133 134 Licht und Kraft ............ 7 158,5 159,5 158,75 159,5 Felten & Guilleaume........ 4 133,13 132 132,5 131,5 Gesellsch.s.Clektr.Unternehmung. 6 144 144,25 144,4 144,65 Rheinische Elektrizität ....... 6 — —— 131,75 132,5 Rhein. Wests. Elektr......... 6 138,25 137,4 138,25 137,65 Schuckert & Co.............. 8 157,5 160,25 157,5 160,5 Siemens & fraLite........... 8 205,5 204,5 204,5 204,5 Lahme her L Co............. 7 142,5 142,25 142,9 142,25 106,5 106 106,5 105,9 Deutsche Erdöl ............. . 4 128 129,5 129,9 129,75 Harpener................. 131,5 131,5 132 131 Hoesch Eisen—Köln-Reuessen . . 3 115,5 115,5 115 115,5 Ilse Bergbau .............. . s —— ■F— 173 144 FIse Bergbau Genüsse....... . 6 136 135 135,25 134,5 «lvcknerwerke .............. . 3 110,75 110,5 110,75 111 Mannesmann-Rühren....... . 8 105 105,25 104,9 105,5 6-3UÜ 7 -3uii Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld | Ärirf Geld Brief Buenos itttte 0,664 0,668 0,668 0,672 Brüssel .... 41,96 42,04 41,94 42,02 Rio de Jan. 0,139 0,141 0,140 0,142 Sofia ..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen 55,59 55,71 55,56 55,68 Danzig----- 46,80 46,90 46,80 46,90 London.... 12,45 12,48 12,445 12,475 HelsingsotS.. 5,485 5,495 5,485 5,495 Parts ..... 16,44 16,48 16,44 16,48 Holland ... 169,13 169,47 169,06 169,40 Italien.... 19,53 19,57 19,63 19,67 Japan...... 0,727 0,729 0,727 0,729 Jugoslawien 5,654 5,666 5,654 5,666 Oslo..... : 62,57 62,69 62,55 62,67 Wien....... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon .... 11,31 11,33 11,31 11,33 Stockholm... 64,19 64,31 64,16 64,28 Schweiz ... 81,22 81,38 81,22 81,38 Spanten... 34,03 34,09 34,05 34,11 Prag....... 10,30 10,32 10,30 10,32 Budapest .. Neu yotk ... 2,480 2,484 2,479 I 2,483 cM> Ärles 2,431 2,451 41,80 41,96 55,36 55,58 12,41 12,45 16,39 16,45 168,66 169,34 ■ — ■ 62,33 62,57 — — — 63,94 64,20 81,04 81,36 33,71 33,85 •— — Ur. 157 Drittes Blatt Mittwoch, 8. Zull 1956 Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhellen) aber Agnes G ü n t h e r als junge Frau. noch Eine Handschriftseite aus „Die Heilige und ihr Narr". -'S viel Als ind lieb hier 80 36 II 39 66 33 Gute Möbel bei Koos Giessen 5chulstn6 erlebt. Sie wissen viele, viele Geschichten ... Brauneck, Thorstein und Schloß Schweigen sie seit den Tagen der Dichterin den Deutschen geworden. Durch den Roman, dessen Gestalten wandeln, sowie durch seine beiden Verfilmunsinniges Gebaren sei. Allmählich beruhigte er sich. Der Appetit nach einem guten Essen stellte sich wieder ein. Er erinnerte sich, daß die Jäger ihre Rucksäcke an einer bestimmten Stelle zu verstecken pflegten. Er schlich hin, fand das Gepäck und machte sich mit Gier über die belegten Brote her. Aber kaum hatte er das erste mit Schinken im Mund, als ihn wieder das Verlangen nach einem Maul voll Klee kam. Er bückte sich, um zu äsen, da raschelte es in den Zweigen. Die Jäger brachen durch die Büsche. In wahnsinnigen Sprüngen stürmte der Brauereibesitzer davon. 'Ö?672 12,02 0,1 3,053 55-4 46,90 5,4 io,; 169,40 19,67 ,729 5666 62,67 49, 5 11,33 64,28 81-38 34,11 2,483 ergehen können, denn um ihn pfiffen die Kugeln und spritzte die Erde auf. Wie der Wind stob er ins Dickicht und blieb lange zitternd stehen. 11,-° 55,58 12, 16,45 169> 62,57 wiederum nahm die was Nach, Uttun, ochst 158,50 rboten und gerücht« offenen Sa. ! den übri« um Bruch, okehr hat« Zen llmsatz. 6. NSB. »v), Wank ^rter f)Qn. lnd unver- Wir erinnern uns gut des einzigartigen Erfolges, welchen jene feine, unerhört bildhafte, märchenhaft versponnene, aber zulgeich moderne Deelengeschichte hatte, der Roman „Die Heilige und ihr Narr". Schicksalhaft an diesem einzigen Wurf der Erzählerin Agnes Günther ist, daß Der Himmel mag wissen, wie die unglaubliche Geschichte ausgegangen ist. Fast möchte man annehmen, daß Herr Burlefinger auf dem Anstand eingenickt und ein Opfer verworrener Traumvorstellungen geworden ist. Aber diese Deutung ist doch wohl zu hergebracht. Und außerdem: ich würde mich schön bedanken, eine zünftige Jagd-Geschichte zu erzählen, in der es glaubwürdig zugeht. Auf den Spuren der Agnes Günther in Marburg und an der Lagst. Die Dichterin des Romans „Die Heilige und ihr Harr". 668 ,94 140 047 ,56 ,80 445 485 i,44 1,06 1,63 ,72 ,654 2,55 8,95 1,31 4,16 ts !,i» * in ■^Qhien 51 , 5lQ(b pleiter Nn be. Angele». 'n ^Krigen he biejer sei, baß würben ? Beruh, e Weih!. ' sodann inen. Die fudJ^L- l9en Le. worf wer. ünnerung wirkt bis in die Gegenwart fort und wird ange vor dem Staub der Literaturgeschichte be- gen angeregt, trifft man in dieser sonst so stillen, unbekannt gewordenen Gegend alljährlich unzählige „auf Agnes Günthers Spuren". Die taubenblauen Taunusberge konnte sie von dopther sehen, von Marburg aus waren sie ihr, wenn freilich norden- her, die Mitte auf dem Weg. Neben vielen Berührungspunkten mit der Gegenwart enthält Agnes Günthers Schaffen Stellen von rein blühendem Menschentum ; z. B. die mystisch geartete Frömmigkeit ihrer „H e x e", die sich mit Blumen und Tieren eins fühlt. Immer wieder schreibt die Dichterin, wir spüren es auch hier, unter zarter Verhüllung sich selbst, ihre Visionen, ihr Heimweh, ihr Erdenglück, das ihr deshalb so schön und wertvoll scheint, weil sie es fühlt und in ihren letzten Jahren immer deutlicher zu spüren bekommt: es ist einmalig und wird sehr schnell vergangen sein. Davon konnten auch Daoos und die Riviera der einstigen Pfarrfrau von Blaubeuren und Langenburg nicht mehr helfen. Die wenigen anderen Werke, die Agnes Günther hinterließ, auch das Schauspiel „Die Hexe, die eine Heilige war", das im Theatersaal des Schlosses Langenburg aufgeführt worden ist, Inzwischen war es Abend geworden und Hungergefühl meldete sich. Dem Bräuereibesitzer schwebte ein pikantes Tartarbeefsteak mit Zwiebeln vor. Gleichzeitig bückte sich der Rehbock, der er doch auch war, rupfte Klee und schwänzelte vor Behagen über dessen Wohlgeschmack. Nichtsdestoweniger spuckte im nächsten Moment Herr Burlefinger das Zeug mit Abscheu aus. Er hatte dies aber kaum vollbracht, als der Rehbock in ihm bei der Vorstellung eines Tartarbeefsteaks starke Uebelkeit empfand. Es war ein grausames Durcheinander von Gefühlen, aus denen es keinen Ausweg zu geben schien. Der Jäger, Brauereibesitzer und Rehbock in einem — vom Stadtverordneten gar nicht zu reden, der er obendrein auch noch war — kannte sich überhaupt nicht mehr aus. Da raschelte es im Gebüsch. Ein anderer Bock trat heraus. Der Brauereibesitzer beroch ihn recht umständlich. Als Jäger juckte es ihm in allen Fingern, jenem eine Kugel aufs Fell zu brennen. Gleichzeitig konnte er aber das Verlangen, den anderen kameradschaftlich zu beschnüffeln, nicht zurückhalten. w , ,,,, Was er hier suche, fragte der Neue unfreundlich, dies fei sein Revier. Sie gerieten in Streit und wurden tätlich. Ein Hufschlag gegen den Bauch trieb den Platzbock in die Flucht, worüber der Sieger eine wahrhaft menschliche Genugtuung emp- ^Di'e Nacht sank herab. Der Verwandelte gähnte. Ein Igel trippelte heran, schnüffelte an ihm und rollte sich fest zusammen. Eichkätzchen sprangen über seinem Kopf tzin und her. Eine unsichtbar schwebende Eule leuchtete ihm mit funkelnden Katzenaugen ins Gesicht. Plötzlich schreckte in der Nahe ein Bock. Da durchfuhr Herrn Burlefinger wiederum jägerisches Ungetüm und ihn verlangte lebhaft nach seinem Gewehr. Rasch sprang er auf, nach den Hochständen zu eilen, in denen die Jagd- qefährten sitzen mußten. Und wirklich — da sah er sie beide, Landrat Bohmann und Geometer Pst"^M?h wollte er machen, aber wieder kam ein schallendes Böh! Böh! aus seinem Hals. Wie der Satan raste er davon. Weitab warf er sich schweratmend nieder und barg fern Gesichtam Boden. Da mußte er furchtbar niesen - Engerlinge waren in seine Nase eingedrungen. Er suchte verzweifelt nach seinem Ta chentuch und lachte, als chm einfiel, daß dies für einen Rehbock ein un- norft Gemüse» fuhren. Die notten und i für Kopf, ib HivielM 130 bis 40, 26 bis 30, ’ 14 bis 16, 15, Einmach. । 4«, /- kg 5 7,90, Kohl- ifferlinge 28 L 8 bis 10. Rotkraut 10 älter-Spino! s 35, Fch Zwiebeln 1 Angebot von il Erdbeercn gebot vorerst lebigen!). 3n eeren höher, rrikofen unb befriedigend, inaar. 28 bis is 6,50 West« [ 32 bis 35, ren 25, W bis 20, Kil' bis 25, M' chelbeeren W 0 bis 15. en. nartt in ®i* l Fresser M en: E 480 bis Al . 3, Dualität läD'rig 12» W Klart, xS ass Aus der Provinzialhauptstadt. Gommerferien! In den letzten Wochen, wenn die Kinder zur Schule pilgerten, mag vielen der Weg recht schwer geworden sein. Draußen lag die Welt im Frühschein der Sonne, überall blühte und duftete es, die Vögel sangen, und alles freute sich. Aber unerbittlich*' mahnte der Alltag. Die schwere Büchermappe in der Hand drückte und erinnerte an die tägliche Schulpflicht. Im Geiste aber schauten die Kinder schon weiter, sie wußten und fühlten es: Noch ein paar Tage, dann gibt es die großen Ferien! Nun sind die ersehnten Wochen da. Nun können unsere Kinder einmal ausspannen, die Schulen haben ihre Pforten geschlossen, für fünf und eine halbe Woche sind die Schüler „dienstfrei". Da gibt es schon glänzende Augen, die hinauf nach den Sommerwölkchen schauen. Mehr als fünf Wochen keine Schule, keinen Aufsatz, keine Rechenaufgaben! Das will etwas heißen. Frei und ungebunden dürfen die Kinder ihre Zeit gestalten. Sie könnten nun wohl am Morgen länger schlafen, aber sie tun es nicht, und wir sagen: Gott sei Dank! Denn gerade der freie Morgen, der seither durch den Unterricht ausgefüllt war, ist das schönste in den Ferien. Schon die Vorfreude am Abend: Morgen kannst du machen, was du willst! ist etwas wert. Kommt dann Regenwetter oder sonst ein Hindernis, dann werden die Kinder noch lange nicht mißmutig; denn auch die stillen Tage sind schön. Da hilft eine leichte Arbeit, eine Bastelei oder auch ein gutes Buch über die Stunden hinweg. Das Gefühl der Freiheit aber, das bleibt und mit dem Gefühl die Hoffnung auf viele sonnige Tage, an denen es hinausgeht... Die Reisepläne werden noch einmal durchgesprochen, der Tisch ist bedeckt mit Landkarten und Fahrplänen. Wir dürfen und wollen den Wandertrieb unserer Kinder nicht unterdrücken. Sie wollen hinaus und ihr Vaterland kennenlernen. Nun können sie zeigen, was sie seither an Kartenlesen, in Sport und Spiel geübt haben. An fast allen schönen Plätzen Deutschlands sind Jugendherbergen, die für unsere Jugend ideale Uebernachtungsgelegenheiten darstellen. Dort kommen sie zusammen mit andern Kindern aus dem weiten Vaterlande, dort können sie erzählen und auch zuhören. Gemeinsame Lieder werden gesungen, und bei Spiel und Tanz werden Freundschaften geschlossen, die oft das ganze Leben dauern. Aber nicht alle Kinder können hinauswandern in die schöne Welt. Diele müssen ihre Ferien zu Hause verleben. Da sollen nun die Eltern, auch wenn sie Arbeit in Hülle und Fülle haben, ihren Kindern doch Ferienfreuden bereiten. Am Sonntag wenigstens könnte eine größere Wanderung unternommen werden. Und wenn gar der Urlaub des Vaters in die Ferien fällt, dann können wir es schon einrichten, daß es für einige Tage hinausgeht ins Freie. Das bereitet besonders den kleineren Kindern, die noch nicht allein auf Fahrt gehen können, eine ungeheure Freude. Die geldliche Seite dieser Wanderungen kann gar nicht in Frage gestellt werden, wenn wir genügend Eßvorräte rnitnehrnen. Es muß ja auch nicht gleich eine Reise mit der Eisenbahn sein. Unsere nähere Umgebung ist so reich an landschaftlichen Schönheiten, daß wir ruhig alles zu Fuß machen können. . Bauernkinder freilich haben wohl Schulferien, aber keine Arbeitsferien. Für viele beginnt in der Ernte eine harte Zeit. Sie müssen früh aus den Betten und bei der Arbeit helfen. Da wird das Getreide gewendet, da wird eingefahren, da helfen die Kinder bei der Dreschmaschine usw. Mahnende Erinnerungen der Kleinen, daß sie doch Ferien hatten, werden zurückgewiesen. Es heißt einfach: Du bist nun so stark, daß du etwas schaffen kannst! Aber alle Arbeit wird gern geleistet, denn auch Frankfurter Römerberg-Festspiele. Die letzten Tage brachten im Frankfurter Theaterleben den vollen Einsatz der Sommerspielzelt, vor allem den Beginn der Festspiele auf dem Römerberg mit Schillers „F i e s k o", dem am übernächsten Tag „Die Jungfrau von Orleans' folgte. Ein Prolog von Hannes Ra zum feierte die fünfte Wiederkehr der Festspiele „auf jenem Schauplatz deutscher Größe", in denen „ber Wunschtraum der Jahrhunderte" in einer kultischen Schau Wirklichkeit geworden ist, des deutschen Volkes Na- tionaltheater. Nicht zuviel gesagt! Der Widerhall der Spiele auf dem Römerberg in den Herzen der Bevölkerung von Frankfurt und seiner Umgebung ist tief und echt, das zeigten Besuch und Beifall bei den ersten Aufführungen dieses Jahres. Die Römerberg-Festspiele find dabei, die breiten Schichten des Volkes dem deutschen Theater wiederzugewinnen, lieber den „Fiesko" wurde bereits berichtet. „Die Jungfrau von Orleans" hat auf dem Römerberg schon fast eine Tradition. Einige Umbesetzungen gegenüber dem Vorjahre ändern nichts an dem großen Eindruck. Einer Ueberprufung be- darf aber der mit aller Pracht eines mittelalterlich- katholischen Zeremoniells ausgestattete Krönungszug. Die Wirkung dieses Zuges ist heute auf Grund verschiedener Ereignisse eine dem Regiewillen entgegengesetzte, indem er die Zuschauer nicht mehr zu ehrfurchtsvoller Andacht führt, sondern zum Lachen reizt — ein aufschlußreiches Beispiel dafür. und im gewissen Sinne sogar ihre Brautbriefe, sind nur Vorstudien zu ihrem Lebenswerk. Eine geheime Macht des Blutes hat in Agnes Günther gewaltet: „Es ist nicht gleichgültig, von welchem Blut wir stammen, denn unsere Vorfah- ren gehen immer leise mit uns durchs Leben, in den großen Schicksalsstunden scharen sie sich als unsichtbare Leibwache um uns, wir fühlen ihre gemeinsamen Kräfte." In dem knappen Zeitraum des Jahres 1909 hat sie, begeistert für die Marburger Heilige, einge- spönnen vom Zauber der alten schwäbischen Heimat, den 721 Seiten starken Roman bewältigt, nur einen kleinen Teil aufsparend für den Rest ihrer Tage; so entstand acht Tage vor ihrem Tod das beseligende Kapitel „Oratorium". In einem Zuge und mit ganz großen Buchstaben habe sie es geschrieben, überliefert der Gatte. Ihre Hand war schon schwach. Eine begnadete Seele hatte sich selbst verzehrt. AugustStraub. Kunst und Wissenschaft. Stiftung eines Lenbach-Prelfes der Stadl München. Wie der Oberbürgermeister der Hauptstadt der Bewegung, Reichsleiter F i e h l e r , gelegentlich der Eröffnung der Gedächtnisausstellung für Franz von Lenbach mitteilt«*, hat die Stadt München beschlossen, aus Anlaß des 100. Geburtstages des Meisters einen Ehrenpreis, bestehend aus 2000 Mark und einer Lenbach-Medaille in Silber, zu stiften, der alljährlich an einen Münchener Künstler für das beste Porträt verliehen wird. Der Preis kann nur einmal verliehen, allenfalls geteilt werden. Der Preis soll dazu beitragen, die Porträt- malerei zu heben und den Künstlern eine neue Mög- lichkeit zur Entfaltung ihres Könnens im Geiste des unsterblichen Meisters Franz vvn Lenbach zu geben. Tolle Lagdgesch chte. Von Peter Scher Die Jäger trennten sich. Landrat Bohmanns Hochsitz lag geradeaus. Geometer Schnurrhahn bog : links ab, um an seinen Platz zu gelangen. Brauereibesitzer Burlefinger mußte nach rechts. Als sie em Stück gegangen waren, drehten sich alle drei rme □uf Verabredung noch einmal um, riefen „Weidmannsheil!" und gingen weiter. Acht Uhr fünfzehn trat gewöhnlich der Bock heraus. Es war also noch Zeit genug. Brauereibesitzer Burlefinger war diesmal nicht i:n bester Verfassung. Erst stolperte er, dann hakte slich sein Gewehr an einer Brombeerranke fest. Sem I Herz begann unruhig zu arbeiten. Er kannte das. Schon beim Erwachen hatte er einen merkwürdig benommenen Kopf gehabt. Hoppla — ein Graben! Er hüpfte hinüber und hatte die seltsame Emp- frinbung, daß er mit vier Beinen springe. Ganz deutlich war ihm, als ob er zwei Hinterfüße nach- qeschwungen hätte. . . ,£ ... „Welch ein Blödsinn!" dachte er und drehte sich mm sich selbst. Sein Schreck war unbeschreiblich, als er feststellte, daß er in der Tat vier Beine ^Dummheit", dachte Burlinger, „ich bin doch mcht betrunken! Also jetzt mal in allem Ernst Er bückte sich über den Spiegel des kleinen Baches und fuhr zurück. Der Kopf eines Rehbockes jah ihn aus dem Wasser an. . ... 1 „Na, na, na!" sagte Burlefinger bei sich, „letzt • aber genug!" Er sagte es, um sich zu beruhigen. Aber merkwürdigerweise empfand er gleichzeitig em j ägerisches Interesse an seinem seltsam veränderten ^^„S^mal an", dachte er, „braves Gehörn, guter Sechser stark geperlt bis oben hinauf. So einen Bock habe ich in diesem Revier noch gar nicht gesichtet! — Aber Blödsinn, ich träume ja. • Er stampfte mit den Fußen, um sich in ffiirf- üchkeit zurückzurufen. Da bemerkte er Mit Entsetzen, Haß er zu gleicher Zeit mit zwei Hinterfüßen aus- ^Jetzt wurde ihm Angst. Wo nur die Jagdgefahr- len sein mochten? Da - Gott sei gelobt! - sah ür sie, noch auf offenem Gelände. Hasttg offne e ür den Mund, um Bohmann zu rufen. Aber w e . erschrak er, als ein weithin schallendes „Boh Boh- >us seinem Halse schreckte. In demselben Augenblick - Iiagen die beiden Jäger auch schon im Anschlag. Wenn der Brauereibesitzer nicht: mit einem schnellen Satz beiseite gesprungen wäre, hatte es ihm scyumm seine Größe und Wirkung unter dem Stern ihres eigenen Vergehens stand. 1913 erschien der Roman, 1911 war die Dichterin siebenundvierzigjährig ihrem unheilbaren Kehlkopfleiden erlegen. Ihr Werk wie die Zeitläufte eines einzigen Jahres dem Spielleiter neue Aufgaben stellen, denen er sich um der Wahrheit der dichterischen Verkündigung willen nicht entziehen darf. Dr. W. Zeitschriften. — Eine in der Julinummer der „Berliner Monatshefte" (Quader-Verlag, Berlin W 15) veröffentlichte Arbeit von Oberregierungsrat Helmut Greiner von der Forschungsanstalt für Kriegs- und Heeresgefchichte über „Die französische Mobilmachung 1914" gibt erstmalig an Hand des französischen Quellenmaterials eine ausführliche Darstellung der französischen Mobilmachungsvorbereitungen vom 25. Juli bis zur Mobilmachung am 1. August. Getreu den politischen Verabredungen mit Rußland hat Frankreich im Juli 1914 auch seine militärischen Vorbereitungen dem Tempo der russischen Mo- bilmachungsmaßnahmen angepaßt. In allen Anordnungen Deutschland weit voraus, waren seine Grenzschutztruppen am 30. Juli aufmarschiert, und schon in der Nacht zum 1. August konnte der spätere Generalissimus General Joffre die kommandierenden Generäle auf die unmittelbar bevorstehende Mobilmachung vorbereiten. Die Mobilmachung selbst erfolgte am Nachmittag des 1. August kurz vor dem gleichen deutschen Schritt. — Friedrich Nietzsche hat den „Geschmack am Alten Testament" einen „Prüfstein in Hinsicht auf Groß und Klein" genannt. Heute steht der Kampf um dieses Buch im Mittelpunkt des religiösen Ringens. In ihrem Juliheft nimmt die „Z eitwende" (Wichern-Verlag, Berlin-Spandau) dazu Stellung. Eduard Putz untersucht die entscheidende Frage: „Judenbuch oder Gottesoffenbarung?" Sehr eindrucksvoll äußert sich D. Karl Witte über „Die Schau der Geschichte bei den Propheten" heraus. Don weiteren Beiträgen des Heftes zum Gesamtproblem seien genannt die Aufsätze von Professor D. Friedrich Büchse! über „Das Alte Testament im Neuen", von Dr. Siegfried Beyschlag über „Das Alte Testament in früher deutscher Dichtung" und von Lic. Gottfried Holtz über das „Problem des Sozialen in der Botschaft der Propheten". Hochschulnachnchten. Dem Dr. phil. et Dr. med. habil. Werner Koll an der Universität Frankfurt ist eine Dozentur für Pharmakologie und Toxikologie verliehen worden. — Der an das Oberpräsidium in Kassel versetzte Turnrat Dr. M a e d e r ist von der Leitung des Hochschulinstituts für Leibesübungen bei der Universität Frankfurt entbunden worden. wahrt bleiben. Es scheint sich alles seltsam passend ineinanderzufügen: Marburg, wo Agnes Günther als Professorsgattin lebte, war der Mittelpunkt einer jungen evangelisch-cheologischen Richtung geworden, tie alte Residenz der evangelischen hessischen Landgrafen, die durch ihre Ahne Elisabeth doch in einem eigenartigen Verhältnis zur mittelalterlichen Heiligenlegende standen. Aber „nicht sogleich war die Dichterin in dieser anderen (Marburger) Land- jchaft heimisch, die zwar auch erstaunlich waldreich ift, deren Wälder aber regelmäßiger sind, als sie gewohnt war"; trotzdem fand sie nach und nach die Beziehungen zu ihr: auf Wanderungen zur Sackpfeife, nach dem burggekrönten Hinterländerstädtchen Biedenkopf, nach dem stillen Rauschenberg, dem waldumwobenen Rimberg. Vielleicht hat sie auch das uralte Amöneburg, wo St. Bonifatius die erste Einsiedelei gründete, angeregt. Bestimmt st, daß ihre Gefühle vor dem freilich stark bäuer- ich naivierten Rokoko der oberhessischen Volks- cacht mitschwangen. Naturgemäß am stärksten ! fesselte sie die Gestalt der heiligen Elisabeth, sowie ihres Beichtigers, des grausamen Marburger Ketzerrichters, „der immer noch ein nicht ganz gelöstes Rätsel der Seelengeschichte ist". Was in der Dichterin aber nie zum Schweigen kam, war die romantische Welt der schwäbischen Jagstgegend. Hier, in Langenburg, dem alten Re- !sidenzstädtchen der Grafschaft Hohenlohe, wohin sie im Jahre 1891 gezogen war, hier hatte sie ihre geistige Heimat gefunden. Ein kleinstädtisches Idyll, vergeistigt durch ein adelig geprägtes Menschentum. Und in diesem Winkel der Hölderlin und Mörike die alten Schlösser Langenburg, Morstein, Tierberg. „Ich wohne in einem Waldlande, in dem ; es viele alte Schlösser gibt. Keine Ruinen, das ist 1 sben das Besondere, sie sind alle wohlerhalten und liebevoll gepflegt. Jedes Teil dieser Schlösser hat Die öcutfdic Arbeitsfront n.9.=0cmcinfdiaft „firaft durch freude Gonderzüge zum Gautag Mark. RM., Nachdruck verboten! 19. Fortsetzung. SB teilt das von Mark. Allen- Geils- Für wirtschaftlich besser gestellte Volksgenossen wer- den Quartiere zu Normalpreisen durch den ^Berliner Verkehrsverein, Berlin C 2, Mühldamm 1, zur Verfügung gestellt. Die Bestellung für diese Quartiere erfolgt von dem Sonderzugsteilnehmer direkt bei dem Derkehrsverein. Der Sonderzug aus dem Gau Hessen-Nassau fährt in der Nacht vom 24. auf 25. Juli in Frank- furt a. M. ab. Die Rückfahrt erfolgt im Laufe des 26. Juli. Genaue Abfahrtszeiten werden noch in der Presse und durch den Rundfunk bekanntgegeben. Da die Anzahl dieser Sonderzüge beschränkt und die Nachfrage nach Karten sehr stark ist, empfiehlt es sich im eigenen Interesse, die Bestellungen sofort vorzunehmen. Zwecks Bestellungen und näherer Auskunft wende man sich an die Kreisleitungen und Ortsgruppenleitungen der NSDAP. verlassen. Wie würde sich die Mutter entschlossen haben? Er hörte einen Schritt die Treppe heraufkommen und vernahm, wie die Stufen zur Giebelstube knarrten. Das Gesicht der Tür zugewandt, wartete er. Der Vater trat ein und lachte ihm zu: der Navigation des Luftschiffes er uns auf der erwähnten Postkarte mit, daß Luftschiff über unserem Gebiet in einer Höhe 700 Metern flog. 21.15 Uhr. 2. Sonderzug 4/104 ab Lollar. Lollar ab: 10.52 Uhr, Fahrpreis 1,50 Für folgende OG., Stp.: Lollar, Mainzlar, darf a. d. Lda., Londorf, Weitershain und für O. G./Stp.: Lollar, Mainzlar, Allendorf/Lumda, Londorf, Weitershain und Geilshausen. Gießen ab: 8.02 Uhr, Fahrpreis 1,40 für O. G./Stp.: Gießen. Ankunft Frankfurt-Ost 9.39 Uhr. Abfahrt Frankfurt-Ost 19.37 Uhr. Führer(innen) 254. Groß-Karben ab: 12.12 Uhr, Fahrpreis 0,40 Mark. Für folgende OG., Stp.: Groß-Karben, Bönstadt, Büdesheim, Burg-Gräfenrode, Dortelweil, Heldenbergen, Holzhausen, Ilbenstadt, Kaichen, Klein-Karben, Nieder-Erlenbach, Nieder-Wöllstadt, Ober-Erlenbach, Okarben, Petterweil, Rendel und Rodheim v. d. H. Ankunft Frankfurt-West 12.34 Uhr. Abfahrt Sonntag Frankfurt-West 20.30 Uhr. Sonntag-Sonderzüge: (Jür alle übrigen Politischen Leiter. Walter und Warte der Gliederungen. Zuschauer ufro.) 1. Sonderzug 22/122 ab Grünberg: Grünberg ab: 6.25 Uhr, Fahrpreis 1,80 RM., für O. G./Stp.: Grünberg, Ettingshausen, Beltershain, Ober-Bessingen. Reiskirchen ab: 6.43 Uhr, Fahrpreis 1,60 RM., für O. G./Stp.: Bersrod, Harbach, Saasen. Großen-Buseck ab: 6.50 Uhr, Fahrpreis 1,50 RM., für O. G./Stp.: nur Großen-Buseck. Rödgen ab: 6.56 Uhr, Fahrpreis 1,40 RM., für O. G./Stp.: Alten-Buseck, Annerod. Gießen ab: 7.20 Uhr, Fahrpreis 1,30 RM., für O. G./Stp.: Gießen, Bellersheim, Bettenhausen, Heuchelheim, Hungen, Klein-Linden, Lich, Rodheim Verfluchtes Gold! Roman von 3- Gchneider-Ioerfil. Urheberrecht: Verlag Oskar Meister, Werdau t. Sa. hausen. Gießen ab: 11.06 Uhr, Fahrpreis 1,30 Für folgende OG., Stp.: Gießen, Alten-Buseck, Annerod, Bellersheim, Beltershain, Bersrod, Bettenhausen, Ettingshausen, Großen-Buseck, Grohen- Linden, Hungen, Grünberg, Harbach, Heuchelheim, Klein-Linden, Lich, Ober-Bessingen, Rod heim a. d. Horloff, Saasen, Steinbach, Trais-Horloff, Watzenborn-Steinberg, Wieseck, Kreisstab der Kreisleitung Wetterau, HJ.-Führer und BDM.-Führerinnen. Butzbach ab: 11.32 Uhr, Fahrpreis 0,90 Mark. Für folgende OG., Stp.: Oftheim, Fauerbach v. d. H., Rockenberg, Wohnbach, Münzenberg, Trais-Miim zenberg, (Zriedel und Gamback. Friedberg ab: 11.55 Uhr, Fahrpreis 0,70 Mark. Für folgende OG., Stp.: Nieder-Rosbach, Affenheim, Bruchenbrücken, Offenheim, Nieder-Flor- stadt, Ober-Florstadt, Staden, Stammheim, Reichelsheim, Dorn-Assenheim, Beienheim, Melbach, Wölfersheim, Weckesheim, Bauernheim, HJ.-BDM.- Die Oberjusttzkaflen und die Gerichtskassen sowie nach Lage der örtlichen Verhältnisse gegebenenfalls auch die Zahlstellen haben künftig ständig am Zahlschalter Sammelbüchsen der NSV. oder des WHW. an gut sichtbarer Stelle aufzustellen Die Sammelbüchsen sind außerhalb der Dienststunden im Kassen« behälter zu verwahren. Die Justizkassen haben sich wegen der Durchführung alsbald mit den örtlichen Dienststellen der NSV. in Verbindung zu setzen. Die neuen Uniformen der Polizei. Dor kurzem wurde gemeldet, daß der Führer und Reichskanzler die vom Reichsinnenminister vorge« schlagenen neuen Polizeiuniformen für die gesamte deutsche Polizei genehmigt hat, und es wurden aud) bereits Bilder dieser neuen Uniform und Beschreibung ihrer hauptsächlichen Merkmale veröffentlicht. Nunmehr hat der Innenminister in einem Rmch- Für 1 Pfennig pro Kilometer zur Ausstellung »Deutschland" und zur Besichtigung des Reichssporlseldes nach Berlin. Für die Hunderttausende deutscher Volksgenossen, die nicht die Möglichkeit finden können, während der Zeit der Olympischen Spiele vom 1. bis 16. August die Ausstellung zu besuchen, werden für den 18. und 19. Juli, sowie für den 25. und 26. Juli Sonderzüge organisiert, die durch ihre außergewöhnliche Verbilligung es jedem ermöglichen, die Ausstellung zu besuchen und darüber hinaus noch das Reichssportfeld mit feinen gewaltigen Kampfstätten und sonstigen Bauten, dem Olympia-Stadion mit Plätzen für 100 000 Zuschauer, Schwimmstadion, Reitplatz mit Tribünen und Reiterhaus, Dietrich-Eckart-Freilichtbühne mit Plätzen für 20 000 Besucher, Aufmarschgelände und dem Glockenturm, in dem die rund 280 Zentner schwere Olympiaglocke ihren Platz gefunden hat, Sportforum, Hockeystadion, Basketballfelder und dem Haus des deutschen Sports zu besichtigen. Im Hinblick auf die in den folgenden Tagen dort stattfindenden Wettkämpfe von ungefähr 52 Nationen ist diese Besichtigung für die hier in Frage fom- . wenden Sonderzugsteilnehmer schon ein Erlebnis ganz für sich. Der Preis für den Besuch der Ausstellung, die Besichtigung des Reichssportfeldes einschließlich Führung und Zubringerdienste von Bahnhöfen zum Reichssportfeld ist ebenfalls besonders verbilligt und beträgt insgesamt 2,10 Mark. Für minderbemittelte Volksgenossen stehen für die notwendig werdende Uebernachtung verbilligte Quartiere zum Preise von 2,20 Mark für ein Privatzimmer und 2,70 Mark für ein Hotelzimmer einschließlich Frühstück zur Verfügung. Bestellkarten für diese Quartiere sind in den nächsten Tagen bei den Kreisleitungen der NSDAP, erhältlich. Was würde Maria Terry sagen? Nun kam er wenigstens bei ihrem Vater nicht mehr in den Verdacht, daß er sie nur des Geldes wegen liebte. Ihm war das immer ein Stachel gewesen, der ihn nicht zu einem vollen Glück hatte kommen lassen. Nun fiel das weg. Der Weg war frei. Drunten ging eine Tür. Rolf wagte feinen Platz am Fenster nicht zu verlassen. Wie würde sich die Mutter entschlossen Che man sich verabschiedete, drückte Wolfgang Amselmann ihr tröstend die kalten Finger und sagte: „Ich komme morgen noch einmal zu bir." „Bitte", murmelte sie.--Morgen! Ach, wer wußte, was morgen war. „Die Mutter hat verziehen!" Nun traf es ihn doch mit aller Wucht. „Sie kommt wieder zu dir?!" „Zu uns!" verbesserte Steffen. „Wir müssen ihr jetzt eine Weile Zeit lassen, sich zu beruhigen. Es hat uns beide doch sehr aufgewühlt. Dieses voreilige Auseinandergehen damals märe gar nicht nötig gewesen. Mach' es später nicht auch einmal so, mein Junge. Man bereut es nachher schwer." Bezirksausgleichstelle Hessen. 3m Zuge einer Vereinheitlichung und Vereinfachung der gesamten Auftragsstellen-Organisation treten im ganzen Reich an die Stelle der bestehenden Auftragsstellen sogenannte Bezirksausgleichsstellen für öffentliche Aufträge (B. A. St.) bei den Wirtschaftskammern. Demgemäß werden die Aufgaben der Rhein-Mai- nischen Auftragsstelle, die unter der bewährten Leitung des Ministerialrats von Jengen, Berlin, stand, auf die bei der Wirtschaftskammer Hessen in Frankfurt a. M. neu zu bildende Bezirksausgleich s st e ll e Hessen überführt. Diese wird die erfolgreiche Tätigkeit der Rhein-Mainischen Auftragsstelle unter der Leitung von Professor Dr. Lüer fortsetzen und Gewähr dafür bieten, daß die a. d. Horloff, Steinbach, Trais-Horloff, Wieseck, Watzenborn-Steinberg. Großen-Linden ab: 7.32 Uhr, Fahrpreis 1,20 RM., für O. G /Stp.: nur Großen-Linden. Lang-Göns ad: 7.41 Uhr, Fahrpreis 1,10 RM., für O. G./Stp.: Lang-Göns, Orüningen. Kirch - Göns ab: 7.48 Uhr, Fahrpreis 1,10 RM., für O. G./Stp.: Kirch-Göns, Pohl-Göns. Groß-Karben ab: 8.51 Uhr, Fahrpreis 0,40 RM., für O. G./Stp.: Groß-Karben, Büdesheim, Bönstadt, Dortelweil, Burg-Gräfenrode, Heldenber- gen, Holzhausen, Ilbenstadt, Kaichen, Klein-Karben, Nieder-Erlenbach, Nieder-Wöllstadt, Ober-Erlenbach, Okarben, Petterweil, Rendel, Rodheim v. d. H. Ankunft Frankfurt-We st 9.16 Uhr. Abfahrt Frankfurt-We st 19.22 Uhr. 2. Sonbequg ab Butzbach: Butzbach ab: 7.06 Uhr, Fahrpreis 1,— RM., für O.G./Stp.: Butzbach, Nieder-Weisel, Hoch-Weisel, Ostheim, Fauerbach v. d. H., Rockenberg, Mün- zenberg, Trais-Münzenberg, Gambach, Griedel, Wohnbach. Bad-Nauheim ab: 7.22 Uhr, Fahrpreis 0,80 RM., für O. G./Stp.: Bad-Nauheim, Schwalheim, Wisselsheim, Ober-Mörlen, Nieder-Mörlen, Langenhain, Steinfurth. Friedberg ab: 7.34 Uhr, Fahrpreis 0,70 RM., für O. G./Stp.: Friedberg, nur für 18 Politische Leiter (der Rest von 40 Politischen Leitern fährt mit dem 4. Sonderzug), Fauerbach b. Friedbera, Ockstadt, Ober-Wöllstadt, Dorheim, Ober-Roßbach, Nieder-Roßbach, Assenheim, Bruchenbrücken, Osten- heim, Nieder-Florstadt, Ober-Florstadt, Staden, Stammheim, Reichelsheim, Dorn-Assenheim, Seien- heim, Melbach, Wölfersheim, Weckesheim, Bauernheim. Ankunft Frankfurt-Süd 20.40 Uhr. 3. Sonber)ug 23/123 ab Lollar: Lollar ab: 7.35 Uhr, Fahrpreis 1,50 RM., Jetzt bin ich reich! dachte Rolf Steffen, der am Fenster feiner Giebelstube in Klein-Ellbach stand und mit dem Hauch feines Mundes die Eiskristalle an den Scheiben zum Zerfließen brachte. Es war ein Blumengebilde gewesen, mit wunderlichen Ran- fen und Schnörkeln, zwischen denen breite Bänder liefen, die nun in Nichts zerrannen. Beinahe tat es ihm leid. Das Haus war leicht gebaut. Er hörte die Stimme der Eltern bis herauf, wenn auch kein Wort verständlich war. Wie die Mutter heute gelaufen kam, als sie ihn aus dem Wagen halte springen sehen und wie sie dann zurückgewichen war, als sie den Vater erkannte! Und dann ihr tapferes Verhalten. Kaum Abwehr. Sie hatte ihn begrüßt wie einen Bekannten, den man lange nicht mehr gesehen hat. Und nun sprachen sie schon eine Stunde miteinander. Das weiche, dunkle Organ des Vaters drang durch die dünnen Wände, und es klang so, als erzähle er der Frau, die er einmal über alles geliebt hatte, ein Märchen. fühlte, wie ihre Sicherheit ins Wanken kam. „Warum spottest du?" fragte sie, zu ihm aufsehend. „Wie sollte ich denn?" entgegnete er verwundert. ,Zch habe dir übrigens eine Neuigkeit zu berichten." „Sa?" Ein wenig zu ihr herabgeneigt, flüsterte er ihr ins Ohr, daß er seit gestern mit Renate Köhler verlobt sei. Vernahm den leisen Schrei, den sie aus» stieß, deutete ihn als Überraschung und lächelte. „Schweig aber noch davon, bitte. Es ist ja erst so kurze Zeit seit Vaters Tod verflossen. Aber ich war immer so einsam, wenn Hylmar nicht da war. Ich bin ja auch mit meinem Studium noch nicht fertig. Ich will nicht heiraten, solange ick noch von dem Gelde leben muß, das Vater uns hinterlassen hat." Das Esten wurde aufgetragen. Maria fühlte das Blut in den Schläfen kreisen, sah nach dem Vater hinüber und nickte ihm zu. Wie würde er es aufnehmen? Was tun? „Warum bist du denn so traurig?" fragte Wolfgang Amfelmann, als sie ihm mit einem schmerzlichen Zug um den Mund die Speisen anbot. „Ich bin nur nachdenklich", sagte Maria und legte flüchtig ihre Hand auf die seine. „Sag, Wolfgang", Terry war eben hinausgerufen worden, so daß sie mit dem jungen Amselmann allein war, „ist denn das zuviel verlangt vom Leben — ein bißchen Liebe? Ein ganz kleines bißchen nur?" Wolfgang legte das Besteck auf den Teller und blickte sie an. „Ick bin nicht im Bilde, Maria." „Ach!" seufzte sie. „Es war ja auch nur so gejagt, Wolfi. Nicht Geld oder Besitz — nur em bißchen Liebe." Sie schluckte gewaltsam die Tranen hinab. „Wer ist es denn?" fragte Wolfaang Amsel- mann, der rasch kombiniert hatte. „Kann ich dir irgendwie helfen, Maria? Daß du dich auf mich verlassen kannst, das weißt du dock." Sie hatte das Gesicht wieder gehoben, tupfte sich über die Augen und nickte. „Es ist aussichtslos, Wolfi. Vollkommen. Er ist noch gar nicht fertig. „Ein Student?" „Ja! Mediziner. Niemand weiß um mein Geheimnis. Auch Vater nicht." „Das ist ja blödsinnig", unterbrach er. „Mädel, wo soll denn das hinaus? Ich begreif dich nicht. Irgend etwas kann da nicht stimmen." „Du hast recht", sagte sie apathisch. „Denn wenn es stimmen würde — frag nichts mehr", bat sie leise, denn Terry war eben wieder eingetreten. — regionalen Belange noch wirksamer als bisher zu- sammengefaßt werden. Die Berliner Vertretung der Bezirksausglcichsstelle Hessen übernimmt der bisherige Syndikus der Industrie- und Handelskam- mern in Gießen und Wetzlar, Dipl.-Kfm. Hilmars Lemcke. Die seitherige Zweigstelle Kassel der früheren Auftragsstelle Niedersachsen-Kassel wird in Fortfall kommen. Ihre Aufgaben wird die neue Bezirksaus» gleichsftelle Hessen übernehmen, die in engster Ge« meinschaft mit der Industrie- und Handelskammer; Kassel arbeiten wird. ; In sachlicher Hinsicht ist die B. A. St. den Weisungen des Reichswirtschaftsministers unmittelbar ’ unterworfen. Zu seinem Beauftragten ist der Herr Reichsstatthalter in Hessen bestellt worden. Dessen ständige Vertretung übernimmt Herr Staatsrat Reiner in Darmstadt. NSDAP-, Ortsgruppe Gießen-Ost. Diejenigen Partei- und Volksgenossen, die als Gäste am Gautag in Frankfurt a.M. teilnehmen wollen, bitten wir, sich am Mittwoch. 8. Juli, in der Zeit von 20 bis 21 Uhr auf dec Geschäftsstelle, Kaiserallee 141, anzumelden. Dee Fahrpreis von 1,35 Mark ist gleichzeitig mitzubringen. 4. Sonderzug 20/120 ab Friedberg. Friedberg ab: 8.58 Uhr. Fahrpreis: 70 Pf. Für O. G./Stp.: Friedberg; der Rest von 40 Politischen Leitern. Der Zug kommt in Frankfurt a. M. um 9.59 Uhr an. Die Parteigenossen müssen um 20.10 Uhr von demselben Frankfurter Bahnhof aus zurückfahren. Die Karten zu diesen Sonderzügen werden den Ortsgruppen bzw. Stützpunkten in dieser Woche noch rechtzeitig zugestellt. Es wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß die betreffende Fahrkarte den Parteigenossen lediglich zur Fahrt mit dem Zug berechtigt, der auf der Sonderzug-Fahr- karte angegeben ist. Ein Fahren mit einem anderen Sonderzug ist unzulässig. Bei Dorzeigen der Sonderzug-Fahrkarte auf den Heimatbahnhöfen der einzelnen Parteigenossen wird diesen für die Aahrt von ihren Heimat-Stationen zum Einsteigebahnhof eine Ermäßigung von 75 v. H. gewährt. Das Quartier für den Kreis Wetterau ist: Kuhwald-Schule, Pfingstbrunnenstraße 17. Die Teilnehmer am Gautag, die die Sonderzüge benutzen, können die Fahrkarten auf den Dienststellen der Ortsgruppen und Stützpunkte der NSDAP, abholen. Omnibusfahrt nach Schotten. Am 19. Juli findet das Rennen „Rund um Schotten" statt. Hierzu fährt von Gießen und von Großen-Linden aus ein Omnibus. Der Fahrpreis beträgt 2,70 Mark. Anmeldungen müssen bis spätestens 16. Juli hier vorliegen. Gleichzeitig findet an demselben Tage auch zu obigem Rennen eine Radwanderung nach Poppen- struth statt. Die Abfahrt erfolgt 4 Uhr morgens an der Dolkshalle. Voraussichtlich können die Teilnehmer verbilligte Eintrittskarten durch den Wander- wart erhalten. Meldeschluß 16. Juli. Rucksackoer. pflegung. Zeugengebühren für die NSV. 3n einer Anordnung des Reichsjustizministers wird gesagt: Es ist des öfteren die Beobachtung ge- macht worden, daß Empfänger von Zeugen- und Sachverständigengebühren auf die ihnen zustehenden Entschädigungen zugunsten der NSV. oder des WHW. verzichtet und gebeten haben, die Beträge als Spenden den NS.-Wohlfahrtseinrichtungen zu überweisen. Diesen Ersuchen haben die Justizkassen bisher nicht entfprechen können, weil die Annahme und Abführung der Spenden mit den Vorschriften über die Kassenführung in der Reichsjustizverwaltung nicht vereinbart waren. Um in diesen Fällen und auch sonst allen Volksgenossen im Verkehr mit den Justizkassen die Möglichkeit zu geben, einen Betrag als Spende der NSV. oder Dem WHW. zuzuwenden, und um damit dem großen Hilfswerk des deutschen Volkes zu dienen, ordne ich im Einvernehmen mit dem Hauptamt für Volkswohlfahrt der NSDAP, an: „Es ist so wunderschön, daß du da bist", faate Rolf. „Die ganze Welt ist anders! Das ganze Leben verändert, wie ein Gefäß, das erst nicht voll werden wollte und nun auf einmal überrinnt." „So ein Philosoph bist du!" lachte Steffanelli glücklich. „Das hast du unbedingt von der Mutter. Ich bin immer oberflächlich gewesen." „Aus deinem Gesang spricht aber das Gegenteil, Vater!" „Aus meinem Gesang, ja. Man wird eben auch reifer, mein Sohn. — Ich glaube, die Mutter hat gerufen." Wie jung er ist!" freute sich Rolf, als der Datei ihm voraus die Treppe hinablief, lieber das Geländer gebeugt sah er, wie Stefanelli das Gesicht der Mutter in die Hände nahm und sie zweimal herzhaft auf Mund und Augen küßte. Als sie den Blick hob, wurde sie rot, weil sie ihren Jungen lachen sah. Steffanelli tat ihre Verlegenheit mit einem Scherze ab. „Komm her, mein Bub, und bedankt dich bei der Mama, daß du nicht in zwei Hälften zersägst wird. So hat dich jedes von uns beiden als Ganzes. Wir haben vereinbart, daß du dein Studium in München vollendest. Die Mama bezieh! eine entsprechende Wohnung. Ich komme so oft es geht zu euch. Während deiner Ferien reifen mir. Wir haben vierundzwanzig Jahre nachzuholen. 2)1! will alles hübsch eingeteilt sein, das keines zu kurz kommt. — Und jetzt, Elisabeth, bitte ich dich uin eine Tasse heißen Tee. Du hast es reichlich kalt hier j Rolf, der in die Krämerei um Aufschnitt un)’ Backwerk lief, machte rasch einen Sprung in das kleine Postamt und ersuchte das alte Fräulein, ihn mit München zu verbinden. Eine fremde Stimme gab ihm Auskunft, daß Fräulein TeM nicht zu Haufe fei. Schade! dachte er. Dafür sollte sie morgen uin so mehr staunen. Am Telephon ließ sich dieses Uebermaß des Glückes ohnehin nicht fo 3um Aus' druck bringen. Das mußte schon mündlich gemach! werden. Den Hörer auf die Gabel zurücklegend, lachte er vor sich hin, sah Marias strahlende Augen, fühlst ihren Mund auf den feinen und erschrak, als W die energische Stimme der Beamtin die Gebühr ab» forderte. Er hatte zu zahlen vergessen. (Fortsetzung folgt!) W Hieße" », ffaer seine ! Ej* ein Vertreter ICgsabiage unü i Lfln uns berichtet Wrtsentwicklnng wertvollen Einnch Myie aus Dem ■mb einem danm bestrittenen Lieder dazu oeri Merstorhauschen am Theater Men und zu er Mehren. 3n der Le Reitungen, 5 Mai |b Venuhung au: M Zukunft „Der MMeutsche". I Sie Zahl der % |l|äF beläuft flÄ wissenschaftlich aus Iugendbi [jLng verdient, dc Mchhandel bezcn Einen betracht Mtlecher im ab jfe gestiegen (c M Erwachsene Wurden insgesa Vorjahr). Angesichts bi I Grund des Aas ! weiterhin die D Wtzung beschädi l1 Raffungen ode I orderlich sind. I der Zeit auch । Lins erfüllt: fü I Kimme zur V I tine bessere Ai I rchigen Tätigt /* Ausfa »reisleitei Inters fallen c Mutigen Mittrr M. "DasKr: Schulvorständen stunden des Ki J wie auch am 15 Kreisschular W Schüler bi Mer und War WÄngen. Die Mg der Wegw, übliche GGI "fachen unn " Ein Ei »itaod) tani1 I p Imen I Arbeit I mrettion Ober! ™MMer0ri II Wen auf mi . ’M ferner j i « D-rbre I Büdingen li Pprbruefe „“JL ll J^ettion @ie6 l| steige Bef, I,eIen und | Qtte- von ei?? E?Mtcn » Ichformen L,on ■fiter überbhem ■Me fn*r r-.en IpÄ'" ■ Ster ®'"1 ■ ;tS fein. 6 P Ub ■iM t °i- : Mtzter ? ' sonder ■W$KL seher Is-rr « ""rgen Qj Wer Arienf I wiv I ?9tte WQm ■ Sten^enre ■ kden. la I 6nn Jet"Ä irhn^eteJ ^matsrat 'eben-Ofl °"B“. dl- i rl°®.ld|. ’m 21111(0,04, Rerienfabrten auf d en Sch i f f e n der K 0 l n - D ü s s e l d o r f e r R he. "chisfahrt werden oom 9.d.M. al nach Poppen ßr- Eger seine 9a^r^5DerJamn1^ung ab, zu der hr moraenVnn euch ein Vertreter der Stadt erschienen war. Rech- m die rungsablage und Geschäftsbericht ergaben — wie dm L M" uns berichtet - ein erfreuliches Bild der Au ° di Ltärtsentwicklung dieser für unsere Bürgerschaft 'tMrüer‘ wertvollen Einrichtung. j Die aus Vereinsvermögen, Mitglieverbeittaaen rrb einem dankenswerten Zuschuß von feiten der Aabt bestrittenen Ausgaben wurden auch diesmal lieber dazu verwendet, für die „Lesehalle" im telterstorhäuschen, wie die „Oeffentliche Bucher- alle" am Theater den Bestand an Lesestoff zu er- Ergebnisse In den Kreisen: a) Jungen: lieber 95 v. H. Zugehörigkeit weisen auf: 12 Kreise: Bensheim, Darmstadt (Kreis), Dieburg, Erbach, Groß-Gerau, Heppenheim, Gießen (Stadt), Gießen (Kreis), Lauterbach, Schotten, Mainz (Stadt), Worms (Kreis). lieber 90 o. H. Zugehörigkeit weisen auf: 9 Kreise: Darmstadt (Stadt), Offenbach (Stadt), Offenbach (Kreis), Alsfeld, Büdingen, Alzey, Bingen, Oppen- ben Vorschriften üchsjustizverwal'Lj lulle" 100 Meter: 1. Goß, 1900 Gießen, 11,7 Sek.; 2 Zehnter, HPr. Kassel, 12,1 Sek. — 200 Mete r: 1. Schneider, HPr. Kassel, 25,0 Sek.; 2 Buch en- schütz, ACT. Kassel, 25,2 Sek. — 800 Meter (Jahrgang 1920): 1. Messerschmibt, TG. Friedberg, 2:113 Min.; 2. Bräutigam, CT. Kassel, 2:13,8 Min. — 8 0 0 Meter (Jahrgang 1921): 1. Achberger, VfB. Diez, 2:19,5 Min.; 2. Bouffier, TG. Fulda, 2:20,4 Min. — Weitsprung: 1. Jungk To Eschwege, 5,92 Meter; 2. Zehnter fiPr. Kasfe! 5 88 Meter. — fiochsprung: 1. Ernst, fi^r.Raffel, 1,62 Meter; 2. Drescher, ET. Raffel, 1,55 Meter. R u fl e I ft o 6 e n : 1. Goß, 1900 Gießen, 13 80 M-. ;9 2. Seemann, To. Bebra, 12,10 Meier. - 1. fiütt, FB. Weilburg, 33,25 Meter, Damm, ACT. Raffel, 31,65 Meter. — Speer- rs! las ganz-» das «ft*1” nal überrinnt. " ,echte 6k«"]“1 3t oon bet 9» 'K ihren M .. einet enheü ^ltbeöan! * halste ch tom„mte fen » 'bas/e*^ ( I, diLA-Ii hi« uniMfin d- weiterhin bie Mittel bereitzustellen, die für Instandsetzung beschädigter Bücher und wertvolle Neuanschaffungen oder für Ergänzung von Mobiliar er» forderlich sind. Vielleicht, daß sich dann im Zuge ter Zeit auch einmal ein Lieblingswunsch des Ver- LLL f,v ÄÄ?sfi.-8 0®"i . .. Ä« EX Raffel' 2:07.9 Min.; 2. fiimmelfeher, Tv. fia- nau, 2:080 Min. - 1500 Mete.: l.Bertefell> To. Bebra, 4-31L Mm.; 2 L.erfch, ET KastA 100 Meter: 1. Bauer, Sp.-V. Nieder-Zweh» ren, 12,9 Sek.; 2. Mootz, VsB.-R. Gießen, 13 Sek. — 500 Meter (Jahrgang 1922): 1. Bertrein, Sport Kassel, 1:24,5 Min.; 2. Daubel, Tuspo Fritz- lar, 1:26,7 Min. — 500 Meter (Jahrgang 1923): 1. Kronemann, Tuspo Fritzlar, 1:28,8 Min.; 2. Roß, Sp.-V. Linter, 1:29,8 Min. — Hoch- sprung: 1. v. Nolting, ACT. Kassel, 1,35 Meter; 2. Rösner, CT. Kassel, 1,35 Meter. — Weitsprung: 1. Fischmann, CT. Kassel, 4,78 Meter; ~ ~ ~ rx- . 4 Z>O avt.x— -- KUgel- i.aK eine genaue Beschreibung dieser neuen Uni» irmen gegeben unb in Aussicht gestellt, baß noch äe spezielle Anzugsvorschrift folgen wirb. Er hat jubei ferner angeorbnet, baß bie bisherigen Uni» formen restlos aufzutragen find, unb baß Beschäftigen nach ben neuen Mustern nur nach Maßgabe zur Verfügung stehenben Gelbmittel vorgenom- In werben bürfen. Die Tschakos ohne Tuchbezug Ad unverändert aufzutragen, bie Abzeichen bagegen ijölbigft durch die neuen zu ersetzen. Die weißen jichakos für Verkehrsbeamte sind auszusondern, iDalb bie weißen Mützen anaefertigt sinb. Ueber Winterbekleibung ber Verkehrsbeamten stehen fitere Bestimmungen in Aussicht. längere als gesetzliche Garantiefristen sind verbotene Zugaben. Fwd. In einem Streitfall, bem ber Tatbestanb rgrunbe lag, baß ein Hanbwerksmeister eine mpfehlungskarte versanbt hatte, in ber er für feine Ostungen eine zehnjährige Garantie anbot, wäh- Xinb nach bem Gesetz höchstens eine fünfjährige Ga- j rmtie in Betracht kam, hat ber Reichswirtschafts- ninifter, nach ber „Rhein-Mainischen Wlrtschafts- zcitung" folgenbe Stellung eingenommen: „Die Garantie von 10 Jahren übersteigt bie burch § 638 ZGB. bestimmten Garantiefristen. Ich erblicke daher v. ber genannten Zusage einen Verstoß gegen bie jugade-Verorbnung." 8‘eBen unb von 2er Fahrpreis ,u^n bis späte. A-Jugend: 1. Turnverein Corbach, 47 Sek.; 2. DfB.-R. Gießen, 47,8 Sekunben. 8 - I u g e n b : 1. Hessen-Preußen Kassel, 48,2 Sek.; 2. VfB.-R. Gießen, 49,0 Sekunben. C - 3 u g e n b : 1. VfB.-R. Gießen, 54 Sek.; 2. Kasseler Turngemeinbe, 54,6 Sekunben. v-Jugend: 1. Hessen-Preußen Kassel, 58,1 Sek.; 2. Spieloereinigung 1900 Gießen, 60,0 Sek. Mäbchenklasse: 1. Männerturnoerein Gießen, 57,8 Sek.; 2. Hessen-Preußen Kassel, 60,0 Sek. Jungmannen: 1. Turnverein Eschwege, 47,1 Sek.; 2. Hessen-Preußen Kassel, 47,2 Sek. Westfalen schlägt Heffen im Leichtathletik-Gaukampf. Der Leichtathletik-Gaukampf zwischen ben Gauen Westfalen unb Hessen wurde am Sonntag unter günstigen äußeren Bebingungen in ber Göring- Kampsbahn in Corbach bei Kassel burchgefuhrt. Das Wetter besonbers war ausgezeichnet, nicht zu warm, ohne störenden Regen, und auch die Zu- . - . schauerzahl erfüllte die Erwartungen. Die West- Gustav Schmelcher, München; fa[en holten sich mit 22 891,56:21 809,98 Punkten Heinz Sanbrock, Immigrath. unangefochten ben Sieg. Der Leistungsdurchschnitt Führer ber Olympia-Turnmannschast ist Gaumän-! war recht ersteulich besonders zu erwähnen bie Talentes Seibert mit 1:55,5 Minuten unb Lörings Hammerwurf mit 50,79 Meter. Werring stießi bis Kugel 15,12 Meter weit, Luh kam auf^ 15,05 Meter. Im Diskuswerfen startete der „alte Hoffmeister, ber bie Scheibe immerhin noch 41,37 Meter weit warf unb bamit hinter Kilo, Gießen (42,11 ,, .Meter), guter Zweiter würbe. Die berben Staffeln, Tv. Eschwege, 38,55 Meter; 2. Horchler, Tv. Bebra, ^gO ^er unb 10 mal V- Runde, wurden 33,95 Meter. — Speerwerfen: 1. Hoffmann, Dom @au Westfalen gewonnen. Ruttershausen, 44,10 Meter.’ - u im’; I ^acffamf Turnen im Gan XII, Hessen. maS2 ®f«’ ßimbU®je6,02 Älter61 ab Reichslehrgang und Gaufpt-lmelste^ch-fen sprung- 1 Schmitt, ACT. Kassel, 2,80 Meter. Das Fachamt Turnen im Gau XII Hessen' 2 Hoppe SpD. Corbach, 2,80 Meter. — H o ch - der Zeit vom 24. bis 26. Juli tn ber 1200iahri- sprung': 1. Schleenbecker, To. Ruttershausen, 1,65 Lullusstaitt Hersfelb einen Re ich sl eh r - Meter. 2. Rosenthal, H.-Pr. Kassel, 1,50 Meter, — gang für <5 o in m e r f p t e I e mit 60 Teilneh- Dreisprung: 1. Möll, VfB.-R. Gießen, rnern aus allen Krisen bes Gaues durchs Am 11 82 Meter 2 Graf Tv Corbach, 11,76 Meter. 26. Juli kommen tn Hersfelb auch bie Gauspiel- 11,82 Uteter, z. i»iraT,-to. vu Meisterschaften in ben Sommerspielen zum Jugend B. | Austtag. Hervorragendes Meldeergebnis für „Hiund um Schotten^. Für bas Motorrabrennen „Runb um Schotten", bas am 19. Juli auf der Rundstrecke bei Schotten im Vogelsberg ausgetragen wird, wurden insgesamt 116 Meldungen abgegeben, unter denen die deutsche Industrie durch ihre Fabriksahrer sehr stark vertreten ist, so daß sich das diesjährige „Jxuno um Schotten" ben bisherigen Veranstaltungen mur- big anreihen unb eine wirklich bedeutungsvolle J ubiläums-Veranstaltung — es steht die 10. Durchführung bevor — zu werden verspncht. Bei den Lizen^fahrern haben in der 2 5 0 - Stu* lbikmeter.Klasse 19 Teilnehmer gemeldet, Mädel......... Hundertsatz........ b) Mädchen: Ueber 95 v.H. Zugehörigkeit weisen auf: 4 Kreise: Darmstadt (Kreis), Dieburg, Groß-Gerau, Schotten. Ueber 90 v. H. Zugehörigkeit weisen auf: 9 Kreise: Bensheim, Erbach, Heppenheim, Alsfeld Gießen (Stadt), Gießen (Kreis), Alzey, Bmgen und 1U** Das Kreisschulamt Gießen teilt den Schulvorständen des Kreises mit, daß die Amts- Itunden des Kreisschulamts Gießen sowohl am '5. wie auch am 15. Juli ausfallen Ferner macht k»°s Kreisschulamt darauf aufmerksam, daß stmt» liche Schüler dringend zu ermahnen smd. Weg- »eifer und Warntaf°ln durch St-mwurfe nicht zu beschädigen. Die wiederholt festgestellte Beschadl- WAund Deutschland Oiympia-Geräteturner. verursachen unnötigen Schilberersatz. EndgüMge Nennung. ** Ein Siebzigjährig er. Arn heutig Beendigung des Turnens in ber Hanseaten- Mittwoch kann Herr Heinrich Rüger, Kr d L u ” Hamburg gab Männerturnwart Martin »latz 4, seinen 70. Geburtstag feiern. . . Z^eider die nachstehende Aufstellung der deut- Inä TflallmrLhin für M UM« Srfmcn; ttrecken auf mehreren Landstraßen I. und II. Orb-1 ^aner v , uuna, ferner bie Erd- unb Chaussierungsarbeiten ür bie Verbreiterung ber Landstraße I Orbnimg »on Bübingen nach Rinberbügen. Die Angebots- »ovbrucke werben von heute ab bei ber Provinzial- {.ireftion Gießen, Hitlerwall 37 litß gestrige Bekanntmachung fei besonbers aufmerk- ^Ge^w itter über der Hei m a t- Nachdem in den letzten Tagen eine druckendeSchw^ iber unserer engeren Heimat lag, me gestern laheAU tropischen Charakter angenommen hatte, ’oa «ftetn abenb aus W°st°u mit «raßer G°- Äinöiqteit ein Gewitter heraus, das sich unter »seien und heftigen Blitzen entlud^ Wer G°l°9°nh°ü »atte, non einer freien SMe aus das Gewitter z beobachten, tonnte verfchtedentlich rnertwurd« Blihformen bemerken. So sah man, als das G Witter Wer bem Bufecker Tal stand eine ganze «eiche fächerförmiger Blitze, bet denen ein Strah ^er lick in zwei Arme teilte, aus 1-dem der beiden Lrme^iele ^Einzelstrahlen ausfchtckte und bem $ - ,-bachter ein überaus tnkreffantes unö firoBartt «es Bild bot. Diese Fäch°rblch-, ^-na^ nicht selbst beobachten tonnten, W°ffen “ n ^nmUtÄ nur ffrbe sondern fanden ihren Weg unmmewar 'unter den Gewitterwolken entlang, so daß stef sehr M --- SW üjnen zuslehen-! hlten und zu ergänzen und beträchtlich zu Der» ' M ober bes pehren. In der Lesehalle liegen nunmehr 18 Tages-1 Jen, bie beträgt ritungen, 5 Monatsschriften unb 5 Zeitschriften einrid)tungen zu ur Benutzung aus. Statt der „Morgenpost" wird die Fustizkasseii n Zukunft „Der Angriff" gehalten, neu „Der nl bie Annatjm! Volksdeutsche". Die Zahl ber Neuanschaffungen für bie „Bucher- beläuft sich auf 332 Bände, von denen 131 :iif wissenschaftliche Literatur, 147 auf Romane und '4 auf Jugendbücher entfallen. Besondere Beach- iing verdient, daß alle Bücher durch den hiesigen Buchhandel bezogen werden. „ . Einen beträchtlichen Ausstieg zeigt die Zahl der Entleiher im abgelaufenen Vereinsjahr. Sie ist auf __ ... l r-r» A :___ nnn SahAM Worms (Kreis). ., ... 7 £ Butzbach, Sp7-D.' Sinter, 4,68 Meter. Ueber 85 v. H. Zugehörigkeit weifen auf. 7 Kreise. v : 1/ Loos VfB. Diez, 1 Offenbach (Stadt), Offenbach (Kreis), Büdingen, Mootz fUio&on in 54 Tief ei Lauterbach, Mainz (Stadt), Oppenheim, Worms ^oog, - ists Schon VW k> Aas öen roeißen smiffen jeöe Hheinfühtt „ürleönts unö Woluog!" Ab 9. Juli bis auf weiteres: Wochen.ags blll. Ferleniahrten Jeden Dllttwoch, 9.30 Uhr, ab Mainz: Besonders verbilligte Fahrt ---------- 4347 V Montags und Donnerstags: 2tägige Gesellschaftsfahrten nach Königswinter Unabhängige Einzelreisen: „8 Tage von Mains nach Köln" nud „Eine Wocne am Rhein" Fahrpläne, Werbeblätter und Auskunft durch G.L.Sayser-Mluz (Sernfuredjet 31959)llaentur öer fiöln-Düffel- oorfer HöelnOamuffdiiffflört. unter denen die iluto-Unioiv^abriffobrer Geiß, W. Winkler und Kluge auf DKW., außerdem noch 5). Winkler auf der gleichen Maschine, diesem Rennen wahrscheinlich den „Gehalt" geben werden. Zwei volle Dutzend Nennungen weist die 35 0- Kubikzentimeter-Klasse auf, in der die offizielle Beteiligung von NSU. mit den Fahrern Fleischmann, Soenius und Steinbach besonders wertvoll ist. Die gleiche Zahl von Fahrern — 24 — hat für das Rennen der 5 0 0 - K u b i k z e n t i m e t e r- KlasJe gemeldet, das in der Hauptsache einen sehr scharfen Kampf zwischen den DKW.-Fahrern Mans-^d, Müller, (pteinbad) und Bothmer auf der einen Seite und den NSU.-Leuten Fleischmann, Rüttchen und Soenius auf der anderen Seite erwarten läßt. Die beiden Meisterfchaftsläufe für Seitenwagenfahrer sind ebenfalls außerordentlich stark besetzt. Die Klasse bis 600 Kubikzentimeter verzeichnet 15 Meldungen, darunter Braun auf DKW., Schumann und Stärkle auf NSU., Weyres und Stoll auf Harley-Davidson. Frankreichs 30. „Sour* gestartet. Am Dienstagmorgen wurde in Paris die alljährliche französische Radrundfahrt, die „Tour de France“, das älteste und traditionellste Straßenrennen der Welt gestartet. Wieder wird ganz Frankreich einen Monat lang im Banne seiner „Tour" stehen, die das alljährliche Hauptereignis im frcmzö- fifd)en Sportleben bildet und durch die Beteiligung der Spitzenfahrer ausländischer Nationen besondere Bedeutung genießt. In diesem Jahre sind 9 0 Fahrer in Paris gestartet. Vierzig von ihnen bilden die Klasse A der Ländermannschaften von Deutschland, Frankreich, Belgien und Spanien-Luxemburg, weitere 20 Fahrer bilden die fünf vierköpfigen Nationalmannschaften von Holland, Oesterreich, Jugoslawien, Rumänien und der Schweiz in der Klasse B und der „Rest" sind die 30 „Touristen", Einzelfahrer, die nicht in der Nationalmannschaft stehen, unter denen sich aber auch manch bekannter Fahrer befindet. Unter den Fahrern ist diesmal Italien nicht vertreten. Zahlenmäßig wurde dieser Ausfall durch die Verpflichtung der Ländermann- fchaften von Jugoslawien und Rumänien egalisiert: sportlich bleibt das Fehlen der Italiener unausgeglichen. Die er sie Etappe führte über 258 Kilometer von Paris nach Lille. Besondere Schwierigkeiten brachte die meist flache Strecke noch nicht, dennoch blieb so manche schöne Hoffnung auf der Strecke und bald war das stattliche Feld, das unter dem großen Jubel der radsportbegeisterten Pariser Bevölkerung auf die Reise gegangen war, gesprengt. Es blieb aber eine 17köpfige Spitzengruppe bis Lille zusammen, di^erst auf den letzten Kilometern gesprengt wurde. Im Schlußkampf machte sich der Schweizer Paul Egli frei, er wurde von feinen Verfolgern nicht mehr eingeholt und erreichte nach einer Fahrzeit von 7:06,18 Stunden mit fünf Sekunden Vorsprung vor dem bekannten Franzosen Archambaud als Erster das Ziel. Fast eine Minute später führte der französische „Tourist" Bet- Uni die Verfolgergruppe, die noch aus dem Dortmunder Bautz, dem Belgier Daneels und dem Wiener Bulla bestand, ins Ziel. Don den übrigen deutschen Fahrern lagen Ahrends und K i j e w - ski auf dem 12. und 15. Platze noch gut; die übrigen Deutschen sind weiter zurückgefallen. In der Länderwertung der Klasse A führt nach dem ersten Tage Frankreich mit 21121:30 Stunden vor Belgien und Deutschland. Sportamt »Kraft durch Freude*. Heute folgende Kurse: Allgem. Körperschule u. Schwimmen, Frauen und Männer: Von 20 bis 21.15 Uhr, Müllersche Badeanstalt, Treffpunkt Sprungturm. Reiten! Von 21 bis 22 Uhr, Universitäts-Reit- inftitut, Brandplatz. Morgen folgende Kurse: L e i ch t a t h l e t i k, - F r a u e n u. Männer: Von 19.15 bis 20.30 Uhr, Universitätssportplatz am Kugelberg. Fröhl. Gymnastik u. Spiele, Frauen: Von 20 bi. 21 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26. Don 21 bis 22 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26. * Für folgende Kurse werden Neuanmeldungen angenommen: Reiten: Freitags von 20 bis 21 Uhr, Montags von 21 bis 22 Uhr. Die Kosten für den Das neueZunqvolkhe«m in Leihgestern. * Leihgestern, 7. Juli. Das Jungvolk Leih- gestern hat ein eigenes Heim bekommen. In gemeinsamer Arbeit von Gemeinde, Partei, Ortsgruppenleiter und Jungvolk war der Plan, ein neues Jungvolkheim zu schaffen zur Reife gelangt. Der zweckmäßige Bau wurde nun in diesen Tagen vollendet. Am vergangenen Sonntag konnte er seiner Bestimmung übergeben werden. Das neue Heim des Jungvolks, das idyllisch am Waldrand unweit der Rindsmühle liegt, ist in leuchtendem Gelb gehalten und weithin zu sehen. Die Inneneinrichtung ist vorbildlich. Das Haus in seiner Gesamtheit dürfte seinen Zweck wohl erfüllen. Die Feier der Einweihung des Hauses war für die Leihgesterner Jugend eine große Freude. Nachdem im Laufe des Vormittags die Wettkämpfe des Jungvolks durchgeführt worden waren, trat man am Nachmittag im offenen Viereck am Haufe an. An der Feier nahmen auch politische Leiter und SA. teil. Fanfarenklänge, der Schlag der Jungvolktrommeln und die Begrüßungsansprache des Ortsgruppenleiters Will leiteten die Feier ein. Einige Jungvolklieder erhöhten die freudige Stimmung. Der Propagandawart der Ortsgruppe, Pg. Siegfried, hielt sodann eine Ansprache: Der neue Heimbau bezeichne innerhalb der Gemeinde eine erfreuliche Entwicklung. Das Heim gebe in feiner zweckmäßigen Anlage, in feiner gediegenen Ausstattung alle Möglichkeiten der Entfaltung der Kräfte der Jugend. Dank müsse dafür besonders dem Ortsgruppenleiter Will ausgesprochen werden. Die Jugend habe nun den Raum mit Leben und mit ihren Kräften zu füllen. Die heimische Ju- genb werde diese Stunde der Einweihung kaum vergessen, denn mit den Jungen ziehen im Geiste alle Kämpfer um Deutschlands Ehre mit über die Schwelle. Der Redner gedachte hier besonders der Helden von Langemarck und Ppern. Mit dem Jung- volk ziehe aber auch der braune Kämpfer ein, der das freie Dritte Reich erkämpfen half. Aus dem Vermächtnis der Gefallenen des Weltkrieges und der Toten der Bewegung erwachse der Jugend Verpflichtung und große Verantwortung. Das herrliche Heim solle dazu helfen, zur Erkenntnis zu kommen, daß alles im Reiche eine Einheit fein muß. Im Anschluß an die Rede des Propagandawarts übergab Ortsgruppenleiter Bürgermeister Will 6ftünbigen Kursus betragen für Mitglieder der DAF. 6.— Mark, für Nichtmitglieder 9.— Mark. — Tennis! Montags von 18 bis 19 und von 19 bis 20 Uhr, sowie Sonntags von 8 bis 9 und von 9 bis 10 Uhr. Der 6ftünbige Kursus kostet einschließlich Bälle, Schläger und Balljungengebühr für Mit- glieder der DAF. 4,80 Mark, für Nichtmitglieder 6— Mark. — Kindergymnastik: Freitay. nachmittags nach Verabredung. Anmeldung an die Geschäftsstelle, Schanzenstrahe 18, erbeten. Kurze Sportnotizen. 57,6 Sekunden für 100 m Äraul erzielte der Japaner Yusa beim Training am Dienstag- morgen im Sportforum-Bad. Kiokawa schwamm die 100 m Rücken in 1:08, Hamaro die 200 m Brust in 2:46 und Udo die 800 m Kraul in 10:10 Minuten. * DieSchweizerTennisspielerin Lolotte Payot hat den Entschluß gefaßt, Berufsspielerin zu werden. dem Fähnleinführer v. Zadow den Schlüssel für das neue Heim. Der Fähnleinführer gelobte, daß sich das Jungvolk des neuen Heimes und des Namens des Führers würdig erweisen werde. Im weiteren Verlauf der Feier hielt noch der Gebietsjungvolkführer Paul Wagner eine große Ansprache, in der er bis Art der Gemeinschaft im Jungvolk kennzeichnete. Er schilderte die Bedeutung der Heime während der Kampfzeit, in der von ihnen aus das Land für den Nationalsozialismus erobert worden sei. Das neue Heim soll dazu beitragen, die Pimpfe zu einer Kampfgemeinschaft zusammenwachsen zu lassen. Zum Abschluß seiner Ansprache betonte der Gebietsjungvolkführer, daß es dem Führer zu danken fei, wenn das Jungvolk auch hier ein Heim weihen könne. Dann wurde die Fahne des Jungvolks gehißt. Ein Pimpf trug den Flaggenspruch vor. Das Lied der Jugend erklang. Dem Führer galt das begeisterte dreifache Sieg- Heil! Mit dem Deutschland- und dem Horst-Wessel- Lied fand die Feier ihren Abschluß. Das Heim war sodann für einige Zeit der allgemeinen Besichtigung freigegeben. Sitzung der Ratsherren in Schotten. a. Schotten, 7. Juli. Die Rechnung des Wasserwerks für 1935, die neuerdings gesondert von der Stadtrechnung geprüft und geführt werden muß, und die in Einnahme und Ausgabe mit je rund 17 000 Mark abschließt, wurde angenommen. An die Stadt werden davon rund 7300 Mark'abgeführt. Auch die Rechnung des städtischen Krankenhauses (Einnahme und Ausgabe mit je 67 000 Mk.) wurde geprüft und gutgeheißen. Die Gederner Straße wird demnächst erweitert und mit Kleinpflaster versehen, die Brücke am Postamt vergrößert und ein besonderer Bürgersteig angelegt. Die auf die Stadt entfallenden Kosten werden sich auf etwa 6000 Mark belaufen. Die Uebemahme auf die Stadt wurde gebilligt. Das Fremdenhotel „Posthäuschen" ist bei einer Versteigerung in andere Hände (Herrn Brinkmann, Friedberg) übergegangen. Finanzierung und Sicherung der Stadt wurde gebilligt. Das vor dem städtischen Krankenhaus gelegene Grundstück des Herrn H. Stein soll von der Stadt käuflich erworben werden. Es wird dort ein schöner, bequemer Auf gang zum Krankenhaus geschaffen. Das frühere „Lehrerheim", Pension Luginsland, ist von Herrn Albert Adam käuflich erworben worden und wird jetzt groß und modern umgebaut. Durch einen Anbau erfährt es eine wesentliche Vergpöße. rung. Nach der Straße zu wird an Stelle des Gartens eine große Veranda angelegt. Das Kokv zcssionsgesuch wurde genehmigt. Hoher chinesischer Besuch in Bad-Nauheim. Bad-Nauheim, 7. Juli. Der ®e, sandte Chinas in London und Vertreter Chinas beim Völkerbund, Exzellenz Quo T a i Chi, jf| zur Kur in Bad-Nauheim eingetroffen. Das Herp Heilbad wurde in diesem Jahr schon von verschiedenen chinesischen Ministern und Diplomaten besuche So weilten der Ministerpräsident Chinas, Wang Ching Wei, und der chinesische Eisenbahnmini- fter Tsen Tson Ming längere Zeit in Bath Nauheim. Geschenk eines Schweizer Kurortes für Bad-Nauheim. Bad-Nauheim, 7. Juli. (LPD.) Der Schwei, zer Kurort Interlaken schenkte der Kurverwaltung Bad-Nauheim zum hundertjährigen Jubiläum de; Hessischen Staatsbades jetzt ein Delgemälbe de; Münchener Landschaftsmalers Prof. Wieland. Kurdirektor Roth (Interlaken) überreichte da; Geschenk, das im Kurhaus Aufstellung fand. Landkreis Gießen. $ Alten-Bufeck, 7. Juli. Am Samstag kehr« ten unsere Pimpfe aus dem Zeltlager zurück. Am 27. Juni waren sie mit ihrem Fähnlein ins Zelt, lager bei Grünberg gegangen, um dort einige Tage in froher Kameradschaft zu verbringen. Ein Er. (ebnis für sie alle war es dabei, als Gauleiter Sprenger anläßlich der 750-Jahrfeier der Stadt Grünberg das Zeltlager besuchte und in packenden Worten von den soldatischen Pflichten des Jung, volkjungen sprach. Nach Beendigung des Lager, aufenthalts brachte ein Postauto das gesamte Fähnlein „Graf Spee" nach Rödgen. Von hier aus marschierten die Jungen in ihre Standorte, und mit einem Marschlied kamen die Alten-Busecker Pimpse wieder in ihrem Heimatdorf an. T Großen-Linden, 7. Juli. Am Samstag fand die Inspektion der Feuerlöschein- r t d) t u n g e n der Gemeinde Großen-Linden durch Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier statt. Unter Führung des hiesigen Brandmeisters Wilhelm V e I« t e n war die Weyr angetreten und zeigte zunächst auf dem freien Platz bei der Turnhalle ihr Können im Fuß- und Geräteexerzieren. Der anschließende Brandangriff erfolgte an den Gebäuden des Alt« bürgermeifters Lang. In der anschließenden Kritik bei versammelter Mannschaft sprach Kreisfeuer- wehrinspektor Bouffier seine Befriedigung über den Angriff aus. Die Motorspritze brachte ungeheure Wassermasfen auf die Gebäude. — Nach dem in der letzten Nacht niedergegangenen starken Regen liegt die gesamte Frucht wie gewalzt am Boden. Der Ertrag an Körnern wird dadurch gemindert, die Erntemaschinen werden wenig in Tätigkeit treten können. Die Heuernte ist beendet, Quantität und Qualität waren gut. Die weiteren Futteraussichten sind sehr günstig. cZ Leihgestern, 7. Juli. Seinen 8 9. Geburtstag begeht am morgigen Donnerstag, 9. Juli, der weit über unsere Ortsgrenzen hinaus bekannte Heilgehilfe i. R. Joh. Georg Häuser. Er ist der älteste Einwohner unserer Gemeindf und der letzte, der im Kriege 1870/71 unter öen Waffen stand. fere Pflich National^ werden las Die Dorr Hillers daß i 9en anderer 6o.rf uns d Lb°h°up an d in Korbe, -L« Slug. Pro 8,7.7 s?« rB W? Deshalb gi ragenden bei der letz wie immer, gestellt und den, die zu Wollen t tischen Du Tau hes dn diesem ; wern neue । Dem Gar sich nich hingen ang pch bewähr Welleicht b neuen Fori P« einer E Die Arb beute ernst Derk des Nassau do Jeute dem Wett zum flr.158® s-""^ Dit SA" S'*’“ ..--iS-"": Werbe-Drucksachen liefert Brühl'sche Druckerei Bassia-Sprudel wui Bowlenwein 3346D^reif Ham Barhenne, Gnauthstr.5, Fernspr. 316 Die führende naturkundliche Monatsschrift! Küchen «öös Große Auswahl Telephon 3904 43a2A Gegründet 1894 „Der Naturforscher" S 7»» w. Bebilderte Monatsschrift für das gesamte Gebiet der Naturwissenschaften und ihre Anwendung in Naturschutz, Unterricht, Wirtschaft und Technik. Herausgegeben von Oberstudiemai Or.CR.DRein und Prof. Dr. W. Schoenichen. »Der Naturforscher* unterrichtet fortlaufend in Bild und Wort Über die Ergebnisse der neuesten Beobachtungen und Forschungen aus asten Gebieten der Naturwissenschaften und Technik. (Jr ist die verständliche, aber hochwertige naturwissenschaftliche Monatsschrift für geistig Anspruchsvoste, die bei hervorragender Ausstattung nicht auf oberflächlichen Aufputz, sondem auf Gehalt eingestestt ist. Vierteljährlicher Bezugspreis: NM. 2.S0. — Verlangen Sie kostenlos ein Probeheft. — Der Bezug kann durch jede Buchhandlung erfolgen. Hugo Bermühler Verlag/Berlin.LichterfelVe Für den Obstkuchen! Weizen-Auszug-Mehl Type 405 500 g 0.23 W eizen-Auszug-Mehl Type 405 mit 10°/o Auslandsweizen 500 g 0.25 Weizen-Mehl Type 563 500 g 0.20 Zum Einmachen! Kristall-Zucker grob 500 g 0.38 Kristall-Zucker extra grob 500 g 0.42 Gemahlener Zucker 500 g 0.38 Opekta Geliermittel Doppelflasche 1.53 M Normalflasche 0.86 Zum Ansetzen! Korn Branntwein Flasche 2.10 Nordhäuser Flasche 2.15 Für den Abendtisch! Fahrräder Mk.2.-W°r£"- Katalog frei Rupp, Frankfurt-M. Friedberg. Landstr.27 Mercedes Mk. 186.- schonf.montl.M.8.30 FranzNMCo., Gießen Seltersweg 44 4341A Donnerstag, den 9. Juli 1936, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich dahier an Ort und Stelle (Bekanntgabe erfolgt im Versteigerungslokal, Neuenweg 28, dahier) zwangsweise gegen Barzahlung: [4355D 1 Registrier- und 1 Ladenkasse, 7 Schreibmaschinen, 2 Kassen- u. 3 Warenschränke, 5 Schreib- und 2 Ausziehtische, 3 Personenwagen, 3 Chaiselongues, 3 elektr. Kühlschränke, 1 Schreibmaschinentisch, 40 Zeichenwinkel, 7 Reißschienen, 11 Reißzeuge, 8 Schreibzeuge, 1 gebt. Fuchspelz, 1 komplettes Speisezimmer, 2 Grammophone, 5 Sessel, 1 Tischchen, 1 Damenarmbanduhr, 1 Collier, 2 Bände Meyers Lexikon, 1 Registratur-, 1 Bücher- und 1 Aktenrollschrank, 1 Eßservice, 1 Klavier, 2 Büfetts, 1 Vitrine, 2 Särge, 1 Rauchtisch, 1 Vertiko, 2 Divans, 10 Autoreifen, verschiedene Kannen Autoöl ufro., 250 Kochgeschirre, Besen, Schrubber, Besteckkästen, Waschkompressoren, Thermos- u.Wärme- flaschen, Mantelkessel, Sensen, 1 Dezimalwaage, Küchenformen, Handtuchhalter, Stahlwolle, Kuhl- einsätze, Ofenringe u. a. m. 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