Ur. 209 Erster Blatt Montag, 7. September 1936 186. Jahrgang Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen NM. 1.95 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8*/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 gnn höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Text- Metzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen Ohne Illustrierte 1.80 B H Vk B B Bi B B B MW B WU B Bk B von70mm Breite Zustellgebühr .. „ -.25 B B B B eL B 50 Rpf.,Platzvorschrift nach Auch bei Nichterscheinen ~ ■ B B n B ’Sg V vorh.Dereinbg.25^ mehr. von einzelnen Nummern 11 B MM infolge höherer Gewalt Ermäßigte Grundpreise. -WZ- Seneral-Anzeiger für Oberhesfen MW Postscheckkonto. . behördliche Anzeigen 6Npf. zranlsuri am Main 11686 vrum uno Verlag: Vrühl'sche UniverfitatrVuch- und Ztelndruckerei R. Lange in Gießen. schristleilung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7 Mengenabschlüsse Staffel B brechung erleben, zwar I Erste war: der Generalinspekteur der Warschau, 6. Sept. (DNB.) „Gazeta Polska" bringt einen Artikel ihres Korrespondenten aus Nancy, in dem es heißt, Franzosen und Polen, Militär und Zivil, ständen unter dem Eindruck, daß sich in den Tagen des polnischen Besuches in her Stimmung Frankreichs eine Aende - rung vollzogen habe. Die französische Ar- m e e habe heute mehr als je einen gefunden und starken Einfluß auf die Entwicklung des politischen Denkens in Frankreich. Von dem französischen Generalstab aber werde die militärische Annäherung zwischen Frankreich und Sowjetrußland nicht mehr propagiert. Eine militärische Hilfe Sowjetrußlands zu Verteidigungszwecken werde von dem französischen Militär als I l l us i o n bezeichnet. Andererseits erkenne man, daß eine zu enge Zusammenarbeit mit Moskau in Europa zu gefährlichen Spannungen führen könne. Man spreche nicht mehr von neuen Versuchen, Polen zum Pakt mit Sowjetrußland heranzuziehen, sondern es gebe in Frankreich wird, scheidet Rydz-Smigly aus der Politik aus und kehrt zur Armee zurü. Der erst 32jährige ist jetzt General. Im kühnen Vorstoß befreit er im April 1919 Wilna von den Bolschewisten, leitet 1920 die gemeinsamen Operationen der Polen und Lettländer und kehrt im Mai des gleichen Jahres nach Ostpolen zurück, um die Ukraine ebenfalls von den Bolschewisten zu säubern. Als Führer einer Division stößt er weit in die Ukraine bei Kiew vor, muß aber ebenso schnell zurückweichen, da die übrigen polnischen Armeen von den roten Truppen aufgerieben werden. Rydz-Smigly kann indessen seine Division so intakt halten, daß er sie für den großen Gegenangriff P i l s u d s k i s, der am 16. August 1920 von Wieprz aus erfolgte, zur Verfügung stellen kann. Er muß dazu in wenigen Tagen einen Gewaltmarsch von 200 Kilometern zurücklegen, um rechtzeitig die Operationsbasis Pilsudskis zu erreichen. Gestützt auf die Division Rydz-Smiglys gelingt es dann Pilfudfki, die vor Warschau stehenden bolschewistischen Armeen aufzurollen und zurückzuschlagen. Mit Pilsudski verschwindet auch Rydz-Smigly aus dem politischen Leben. Er geht nach Wilna, und erst im Jahre 1926 mit dem berühmten Staatsstreich vom 31. Mai hat eine neue Stunde des Wirkens für ihn geschlagen. Nachdem der Staatsstreich gelungen und militärisch gesichert ist, schlägt sich Rydz-Smigly wiederum zur „grande muette“ zur Armee. Der Tod des großen Marschalls stellt ihn dann erneut in die vorderste Front. von 2 0 00 Arbeitern an den Ministerpräsidenten, während überall im Lande Versammlungen durchgeführt worden seien. Der Generalsekretär des Gewerkschaftsverbandes EGT., Jou- haux, war nach Schluß des Kabinettsrates bei Leon Blum. Dieser habe Jouhaux die zwingenden Gründe auseinandergesetzt, die die Aufrechterhaltung der Nichteinmischungspolitik erforderlich machten. Aber es laufe bereits das Gerücht, daß trotz der Anstrengungen der Regierung schon am Montag ein General st reik in der Metallindu - ft r i e ausbrechen könnte. Keine Erhöhung der Dienstzeit. Aber technische Nüstungs-Verbesserungen. Nach feiner Rückkehr in den Kabinettsrat berichtete Blum über feine Verhandlungen mit den Gewerkschaftlern. Seine Antwort wurde gebilligt. Sodann trat der Kabinettsrat in die Prüfung der durch die zweijährige Dienstzeit in Deutschland geschaffene Lage ein. Das Prinzip einer beträchtlichen Verstärkung d e r französischen Waffenausrüstu-ng wurde von den Ministern gebilligt, die von Frankreich bereits seit über einem Jahr begonnene Verbesserung und Verstärkung des Materials wird weiter verfolgt werden. Diese betrifft sowohl die Munition als auch die Gasmasken, vor allem aber die Luftfahrt. Außerdem soll die Grenzverteidigung noch mit Hilfe von unabhängigen Grenzwerken vervollkommnet und das t e d) n i f d) e Militär erheblich vergrößert werden. Eine Erhöhung der Dienstzeit ist also vom Ministerrat nicht beschlossen worden. Jedoch soll ein neuer Appell an alle Völker gerichtet wer- einandersitzen. Er gehörte genau so wie der andere große Vertraute des Marschalls Pilsudski, S o sn- ko w s k i, dem polnischen Schützenverband an, der bereits vor dem Kriege von den Oesterreichern unterstützt wurde. Von Haus aus Kunstmaler brachte er es sehr bald zum Leiter eines gesamten Bezirkes. Als dann am 6. August 1914 die polnische Legion an der Seite der österreichisch-ungarischen Truppen die russische Grenze überschreitet, kam - manbiert Rydz ein Bataillon. Bereits im April 1916 wird er zum Oberst ernannt, und zwar als Kommandeur des 1. Infanterie-Regiments der berühmten 1. polnischen Brigade, von der Pilsudski gesagt hat, daß sie Polen nicht nur die bewaffnete Macht geschaffen hat, sondern auch einen neuen Menschentyp. Ein Jahr nach der Ernennung Rydz-Smiglys zum Kommandeur des 1. Infanterie-Regiments verweigern die polnischen Soldaten den Eid auf die Mittelmächte. Pilsudski und sein Generalstabschef Sosnkowski werden verhaftet und auf die Festung Magdeburg gebracht. Rydz kann der Internierung entgehen und beginnt mit der Organisierung der POW, der geheimen polnischen Militärorgani - fation. Damals nimmt er den Decknamen Smigly an, dem er später seinen Namen Rydz hinzufügte, so wie das viele polnische Offiziere getan haben. Nach dem Zusammenbruch der Mittelmächte im November 1918 übernimmt er das Amt des K r i e g s m i n i ft e r s in der ersten freien Regierung Polens, dem polnischen Volksrat von Lublin. Als dann die Macht der einzelnen polnischen Teilregierungen in Warschau zusammengefaßt Der Kabinettsrat. Paris, 5. Sept. (DNB.) lieber den Kabinettsrat, der am Samstag unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Blum getagt hat, wurde folgender Bericht ausgegeben: „Der Ministerpräsident hat, nachdem er dem Innenminister Salengro die Solidarität des Ministerrats angesichts der persönlichen Angriffe zum Ausdruck gebracht hat, die gegen den Innenminister gerichtet worden sind, die Maßnahmen bekanntgegeben, die für die Durchführung d e r 40 - S tundenwo ch e und des Ar b e i tsb e fch a f f u n g s pr o g r a mms ergriffen worden sind. Er hat hierauf im einzelnen die durch die Ereignisse in Spanien und die Einführung der zweijährigen Dienstzeit in Deutschland geschaffene Lage geprüft. Auf Vorschlag des Außenministers, des Kolonialministers und Innenministers soll das Komitee des Mittelmeeres (haut comitd de la Medi- terranee) möglichst bald einberufen werden." Slum und die Kommunisten. Frankreich verstärkt seine Rüstung. Daladier beantragt einen auf vier Jahre verteilten Zehn-Milliarden-Kredit. Warschau stellt bedeutsamen Stimmungswandel in Frankreich sest. DasHeerwarntvordenGefahrendesMilitärbündniffeSmitdemBolschewiSmuS. Polen als autoritärer Staat. Bon Dr. Franz Lüdtke. Pilsudski selbst hat wiederholt darauf hingewiesen, wie eigenartig der Weg zum autoritären Staat gerade für Polen sei, in dem einst das Parlament — freilich das der ehedem herrschenden Adelskaste — alles galt, wirklich alles, so daß weder Königtum noch Volk daneben etwas bedeuteten! Jenes Parlament, das die Macht besaß, den gesamten Staat zugrunde zu richten und das polnische Volk in eine lange Periode der Unfreiheit zu stürzen! Pilsudski kannte die Geschichte Polens sehr gut; als politischer Mensch sah er, daß bald nach dem Erstehen des neuen Polen die Gefahr bestand, es könne sich jene tragische Entwicklung wiederholen. Denn ob ein adliges oder ein bürgerliches Parlament der Totengräber des Staates wurde, blieb im Ergebnis gleich, und so ging Pilsudskis Arbeit, sein gewaltiges Ringen und seine in jedem Augenblick bewiesene Opferbereitschaft dahin, zu verhüten, daß, wenn auch in veränderter Form, die Ereignisse des 18. Jahrhunderts sich im 20. wiederholten. Der junge, aus den Friedensdiktaten nach dem Weltkrieg erwachsene polnische Staat hatte von Anbeginn mit innen- wie außenpolitischen Schwierigkeiten zu kämpfen, die fast unüberwindlich schienen. Noch dürfte es jedem erinnerlich sein, daß 1919/20 der polnisch -bolschewistische Krieg nahe an den Zusammenbruch Polens führte, aus dem es hart am Abgrund, nur durch das „Wunder an der Weichsel" gerettet wurde. Aber dies Wunder fiel nicht vom Himmel, sondern ein Mann war es, der es mit seinem starken Wollen herniederzwang: der Oberftkommandierende Pilsudski, und auch er nicht allein, sondern mit der militärischen Hilfe Frankreichs. Würde heute, so kann man fragen, im Fall eines erneuten bolschewistischen Heben falls Frankreich feinem „Verbündeten" — das ist Polen ja immer noch — die gleiche entscheidende Hilfe gewähren? Die politischen Verhältnisse haben sich sehr geändert; damals war Polen von Frankreich dazu auserfeben, als fein dauernder Vasall Deutschland im Osten niederzuhalten; ein Zustand, der für Polen selbst schließlich nicht mehr tragbar war und den Pilsudski änderte, indem er seinem Staat die Freiheit außenpolitischer Entschließungen wie- bergab. Um die Wende von 1933 auf 1934 kam jene zehnjährige deutsch-polnische Vereinbarung zustande, die an einer der gefährdetsten europäischen Fronten den Frieden sicherstellte — zum großen Kummer Frankreichs, das sich, in falscher und überalterter Ideologie, in völliger Verkennung der wirklichen Bedürfnisse Europas und in allzu starker Abhänaig- keit von liberalistisch - kriegsindustriellen Interessen nunmehr dem Bolschewismus in die Arme warf. Gleich der „Start" des jungen polnischen Staates hatte 'eine Tatsache deutlich gemacht: er war politisch entstanden, mußte aber militärisch zusammen- aehalten werden. Dem politischen Werden und Wollen entsvrach noch keine innere Dnnamik, keine unbedingte Gemeinsamkeit der Ziele. Wohl war sie in bezug auf die Grenzen und auf das Verhältnis tu den zahlenmäßig sehr starken Minderheiten vorhanden — Polen trat nicht als National-, sondern als Nationalitäten st aal mit gut einem Drittel nichtvolnischer Minderheiten ins Leben; doch war man den Nachbarn gegenüber roenia einig, mocht-n sie Rußland, Deutschland, Litauen, Tscheche! oder sonstwie heißen, und noch weniger einig war man hinsichtlich der zahllosen unaelosten inneren Probleme, unter denen die Agrarfrage und die der industriellen Arbeiterschaft eine große Rolle spielten. Das parlamentarische Chaos wurde immer schlimmer; wir wollen diese auch für Pilsudski bitteren Zeiten nicht weiter beschreiben — es kam dahin, daß er sich für Jahre ganz nom volitischen Leben zurückzoa. bis es eben nicht mehr weiter ging und er sich, dem Rus seiner Leaionäre und weitblickender Teile der Armee folgend, in (ehter Stunde noch einmal — und nun bis zu l-inem Lebensende — der Nettuna Nol»ns zur Verfüaunq stellte. Das war im Mai 1926. Damals begann ein schwerer, aber erfolggekrönter Weg innerer Erneuerung. Wir sagten es schon: Die Parteien als solche blieben bestehen, aber niemand wußte besser als der Marschall, daß die notwendige positive Arbeit von ihnen und dem Parlament nicht zu erwarten war. So wurde das Heer der politische Träger des Stggtes. Dgs Heer aber mußte in feiner Führung aus dem Wirrwarr der vielen Wünsche und ungelösten Fragen herausgenommen werden. Bereits in früheren Jahren und namentlich in der Zeit der felbstgewählten politischen „Verbannung" in Sulejowek hatte Pilsudski feinen Forderungen — die er später verwirklichen konnte und die heute noch maßgebend sind — Gestalt gegeben. Aufschlußreich ist da namentlich seine dem Jahre 1924 entstammende Schrift: „Di e obersten Führer". Sie gipfelt in dem Nachweis, daß ein rechtlich verankerter, organisatorischer Rahmen zu schaffen sei, der für den Fall eines Krieges die Einheitlichkeit der obersten Heerführung sicherte; er verlangte, daß neben den Kriegsminister und den Generalstabschef ein Dritter zu treten habe, der in Wahrheit der Paris, 7. (Sept. (DNB.) General Rydz- Smigly hat Paris Sonntag abend im Sonder- ;ug verlassen, um nach Warschau zurückzulehren. Zum Abschied hatten sich auf dem Bahn- iof neben dem polnischen Botschafter der französische t r i e g s m i n i ft e r , der Pariser Polizeipräsident, ier Militärgouverneur von Paris, der Chef des ßeneralstabes des Luftheeres, sowie zahlreiche an- iere Persönlichkeiten eingefunden. Außenminister Delbos hatte am Samstag zu Ehren des pol- nschen Generalstabschefs ein Esten gegeben, an lern neben dem Ministerpräsidenten, dem Kriegs- marineminifter und den Vorsitzenden der Auswärtigen Ausschüsse von Kammer und Senat, die Ge- reralstabschefs der verschiedenen Waffengattungen kilnahmen. Im Anschluß an das Frühstück fand eine politische Aussprache zwischen Rydz- tzmigly, dem polnischen Botschafter und der französischen Regierung statt. Man nimmt an, daß es Pch um Kreditgewährungen f ü r die Noder n i sierung des polnischen Heere 5 und eine Reihe anderer französisch-polnischer Kreditabkommen gehandelt hat. Der Warschauer „Czas" meldet, die Anleihe werde 5 0 0 Millio - ne n Franken, d. h. rund 180 Millionen Zloty, betragen, bei einem Begebungskurs non 97 bei öprozentiger Verzinsung. Zwei D r i!'e l der Anleihe würden in französischen Lieferungen von Rüstungs-, Flugzeug- und Motorenmaterial bestehen. Die Realisierung der Anleihe soll vor Ende des laufenden Jahres erfolgen. den, um den Rüstungswettlauf abzuftoppen. Wie der „Matin" wissen will, soll der Minister für nationale Verteidigung Daladier seine Kollegen mit einem Gesetzentwurf bekanntqemacht haben, der für die Vervollkommnung der Waffen- ausrüftnng neue Kredite fordert. Daladier schlage für die Verstärkung der Landesverteidigung — auf vier Jahre verteilt — und zwar I nur für den Bereich des Kriegsministeriums eine wesentlich d i e 10-Milliarden-Grenze übersteigende Summe vor. Nach langer Aussprache habe der Kabinettsrat den Vorschlag- Daladiers gebilligt. „Journal" weiß zu melden, daß die Finanzierung des Reoraanisationsprogram- mes der Armee schon für dieses Jahr durch die Eröffnung eines Kredites von rund 3 Milliarden Franken gesichert werde; dieser Kredit könnte jederzeit erneuert werden. ' Französische Rüstungsanleche für Polen. Aeneralinspekteur Rydz-Gmigly kehrt von feinem Manöverbesuch nach Warschau zurück Von Joseph Pilsudski stammt der Ausspruch: „Die Pflichten des Soldaten sind schwer. In Frankreich nennt man die Armee ,grande muette‘, d i e große Stumme. Das Heer weiß zu schweigen. Die Soldaten gehören zur Kaste jener Bürger, die jenseits der Gesetze der bürgerlichen Freiheit stehen." Der Mann, dem die französische Regierung außerordentliche Ehrungen und Huldigungen erwiesen hat, General Rydz-Smigly, Nachfolger Pil- udskis im Amt des Generalinspekteurs der polni- (f)cn Armee, nach dem Willen des großen Mar- Kalls der „zweite Mann" in Polen neben dem toaatspräfibenten, gehört sicherlich zu jenen Sol- Men, von deren Pflichten Pilsudski gesprochen hat. Er selbst hat einmal in einer Rundfunkrede zu schildern versucht, was die Aufgabe und was die Pflichten des Soldaten sind. Er nannte in dieser Rede: Liebe zur Heimat, soldatische Ehre und Pflichtgefühl, Ausdauer in physischen Anstrengungen, Pünktlichkeit, Ordnungsliebe, Kameradschaftlichkeit, praktische Klugheit, guter Humor und nannte als Ziel der aktiven Armee, die Nation ständig daran zu erinnern, was der Krieg bedeutet unb welche Kräfte er fordert. „Möge die Nation eingedenk der Tatsache", so hieß es in dieser Rundfunkrede am Tage der 15jährigen Unabhangig- feitsfeier Polens, „daß der Krieg das große Flußbett ist, in dem sich die Weltgeschichte walzt, nicht nur alljährlich dem aktiven Heer den gehärteten blitzenden Stahl gewährleisten, sondern auch das taugliche Erz, aus dem die Armee ein scharfes Schwert schmieden kann. Noch nie war die aktive Truppe schlechter als ihr Volk. Aber es gab 3eüen, La sie bester war." In dieser Rundfunkrede Rydz- Emiglys liegt viel von dem Charakter des Mannes beschlossen, der heute im Brennpunkt des öffentlichen Interesses steht. Er ist kein Theoretiker sondern ein Mann der nüchternen Wirklichkeit. „Er ist der hervorragende Techniker des Krieges, der kühl rechnende Taktiker, der oft genug eine schwierige Aufgabe so schlicht und ruhig lost, als ob es fia) um ein theoretisches Problem in der Kriegsschule handele." Welches politische P r o g r a in m sich W> 3 ’ Emigly gesetzt hat ist heute n°chvalllgunge. lviß, genau so ungewiß rote es bei Ptodski war Nur eines hat er klar zu erkennen gegeben daß er sich von niemandem die großen.politischen Entscheidungen aus der Hand nehmen laßt. „Ich will niuti. Laß die Offiziere Politik treiben , erklärte er im Mai dieses Jahres. Wenn Po ltik nottg sein. ] , dann treibe i ch sie." In der stleichen Rede \i | c „Schaut auf unsere Grenzen im Osten und Weste , und stellt dann einen kleinen Vergleich an Zw sch dem, roas dort ist, und dem wie es bei uns E- sieht! Es geht nicht um Industrie- un^ Handels flatistik, sondern um em Moment, m dem eren Nachbarn wohl gleichkommen konnten um die organisierte Lenkung des Volks willens. Vergleichen wir, wie es damit tob und bei uns steht, so werden wir Verglich nis nur Kummer empfinden. Hat diese g ) Euch noch niemals den Schlaf von Gewiß W felbft nad, Hartem Arb t-tW kommt es auch darauf an, oatz l aber es $rot bekommt. Das versteht sich -°n 1°' & , qeben qenüqt nicht. Es muh noch ein Meres # im Gedenken an Volk unä ,6 n Db'=t b i e fing, welche uns ü°r0,u®3nu*e . ■I^ ' -I Ä i . ■ •? - ,._ '7, . C /? ' J ' *?> Wggyjw» ». W ' - < << / . ß W^W^W - * *.L - 7? A& v • -■ , i^A Km^Wi ' Ä • ,xxv.vA,y ^öE?& '.i, ,,, >' yx 7 . ,^5^y y>7 - ' / Ä ^7 :x« ■>: WWW / < Armee, der den Oberbefehl in einem künftigen Krieg zu führen hätte. So wurde nach dem Maiumsturz 1926 die rnili- täriscke Leitung zugleich die politische — Pilsuoski war es belanglos, ob man die von ihm für notwendig gehaltenen und daher geschaffenen Formen als „Diktatur" oder sonstwie bezeichnete. Für ihn war der höchste Ehrenname der, den man ihm einst in Erinnerung an den großen Kosziuszko gegeben hatte: Naczelnik, d. h. Oberster oder auch Führer. Als solcher fühlte er sich Zeit seines Lebens, und so trug er die höchste Verantwortung im Grunde allein, auch wenn er gewisse Formen des Parlamentarismus beibehielt und durch Sejm und Senat die neue Verfassung geben ließ. Zugleich allerdings erkannte er, daß die inneren Fragen, die der Wirtschaft, der Arbeitsbeschaffung, der Siedlung, durch Aufrechterhaltung des Regimes allein nicht zu lösen seien, daß sie andererseits aber gelöst werden mußten, schon allein deshalb, weil der von Rußland importierte Kommunismus die Schwierigkeiten der Lage gefahrdrohend für sich nützte. Ganz gewiß schwebte dem Marschall der Gedanke einer polnischen Volksgemeinschaft vor, und er gab sich Mühe, für ihre Erreichung eine zunächst wenigstens parteiartige Unterlage zu schossen. Während dieses Mühens ist der Retter Polens gestorben, aber er hat seinen Willen seinem Volk als verpflichtendes Testament hinterlassen. Angesichts der sich immer höher türmenden Bedrängnisse nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch außenpolitischer Art griff die polnische Staatslenkung nach mancherlei Versuchen schließlich mit vollem Bewußtsein auf das Testament des Marschalls zurück und bestellte einen neuen Generalinspekteur der Armee, Rydz-Smigly. Die Anordnung, daß der gesamte Staatsapparat, auch das zivile Beamtentum, ihm zum Gehorsam verpflichtet sei, bedeutete die weitere und folgerichtige Verankerung der Autorität im neuen Staat, bedeutete die Lebendigkeit und Wirksamkeit des Marschalls auch über seinen Tod hinaus. Staatspräsident und Generalinspekteur sind nunmehr die beiden für Polens Zukunft verantwortlichen Persönlichkeiten, und ihr Streben geht, das ist schon klar geworden, dahin, in ruhiger Abschätzung der gesamten Sachlage den Weg zur Lösung der vielen ungelösten, aber brennenden Fragen und zur Verwirklichung einer Volksgemeinschaft zu suchen. Polonisierungsaktion in Ostoberschlesien. K a t t o w i tz , 5. Sept. (DRV.) Der polnische Westoerband (früher Westmarkenverein) tritt mit einer Aktion an die Oeffentlichkeit, die die P o l o n i s i e r u n g Z e h n t a u s e n d e r F a ° miliennamen zum Ziele hat. Um seine Arbeit zu rechtfertigen, behauptet der Westoerband, daß im Laufe des 19. Jahrhunderts unzählige Familiennamen von den deutschen Standesämtern „germanisiert" oder „eingedeutscht" worden seien. Diesen Namen sei nicht nur die polnische Schreibweise oder der polnische Klang genommen worden, sondern sie seien oft auch in ihrem Sinn geändert worden. Diese „Germanisierungs- aktion" sei im 19. Jahrhundert zu dem Zwecke durchgeführt worden, um alle Spuren des Polen- tums in Schlesien zu verwischen. Damit glaubt der Westoerband das Recht für die Forderung gefunden zu haben, diese angeblich abgeänderten Namen wieder zu „e n t d e u t s ch e n . Er hat Austtel- lungen angefertigt, die 80 000Namen enthalten, die angeblich im 19. Jahrhundert „eingedeutscht" und „verunstaltet" wurden. Gleichzeitig hat der Westverband sog. „Bera- t u n g s st e l l e n" eingerichtet, in der jeder „Interessierte" Auskunft über die „ursprüngliche" Schreibweise seines Familiennamens erhalten kann, sowie darüber, in welcher Weise die Namensänderung vorzunehmen ist. Die Frage, ob bei dieser Aktion das Prinzip der Freiwilligkeit gewahrt werden soll, hat der Westverband offengelassen. In den letzten Tagen haben bereits mehrere ostoberschlesische Jndustrieverwaltungen die Namen ihrer Gruben und Schächte polonisiert. So sind in den Verwaltungen der Rudaer Steinkohlengewerkschaft (früher Graf Schafgotsch), der Godulla AG. und der Wirek AG. (früher Graf Ballestrem) die ursprünglichen deutschen Bezeichnungen von zehn Gruben, darunter sogar von zwei seit mehreren Jahren stilliegenden Bergwerken, und von 40 Schächten i n rein polnische Namen ab geändert morden. Diese Aktion dürfte in den übrigen Jndustrie- unternehmen Ostoberschlesiens fortgesetzt werden. Es ist bedauerlich, daß selbst solche Grubennamen geändert werden, die an die deutschen ^8e- g r ü n d e r der oberschlesischen Grubenindustne erinnern. (fine schweizerische Wehranleibe. Basel, 5. Sept. (DNB.) Der schweizerische Bundesrat hat am Freitag den Auflegungs-Bedingungen für die neue Wehranleihe zugestimmt. Danach soll die erste Rate in Höhe von 80 Millionen Franken in der Zeit vom 21. September bis 15. Oktober dieses Jahres bei allen Banken und Postanstalten der Schweiz zur Zeichnung aufgelegt werden. Bei der Aushändigung der Jnhabertitel wird dem Zeichner eine künstlerisch ausqestattete Dankesurkunde des Bundesrats übergeben. Der Bundesrat läßt dem Zeichnungsprojekt einen Aufruf an das Volk vorangehen, in dem er die Notwendigkeit der Verteidigung von Vaterland und Freiheit betont, gleichzeitig aber auch die Anleihe als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme hinstellt. Aufstandsaefabr in Aordindien. London, 7. Sept. (DNB. Funkspruch.) „Daily Mail" berichtet über eine neue Aufstandsbewegung an der indischen Nordwe st grenze. In letzter Zeit hätten sich große Massen von mohammedanischen Kriegern und andere Stammesangehörige, die durch den Auf st and in Palästina aufgestachelt worden seien, in den Grenzgebieten angesammelt. Angesichts der Spannung seien alle strategischen Punkte bei Peschawar von britischen und indischen Truppen besetzt worden. Die Eisenbahn über den Khyber-Paß werde streng bewacht. Der Reiseverkehr von Afghanistan nach Britisch-Jndien würde über Kadahr und Quetta umgelenkt und nicht mehr über den Khyber-Paß geführt. Die britischen Luftstreitkräfte an den Grenzstationen seien durch Bombenflugzeuge verstärkt worden. Nach dem Zusammenbruch des roten Widerstandes an der Nordwestsront ist das bisherige Volksfront- fabinett des Mnisterpräsidenten Giral durch ein noch radikaleres unter dem Marxistenführer Largo C a - b a 11 e r o ersetzt worden. — (Scherl-Bilderdienst-M.) rabia von dem Fort Guadelupe beherrschte Höhenzug ist noch von den Marxisten und Anarchisten besetzt. Die weiße Artillerie be- chießt die Stellungen in unregelmäßigen Abständen. Die roten Geschütze von Guadelupe geben noch vereinzelte Schüsse in das Hintergelände ab, ohne jedoch irgendwelchen Schaden anzurichten. Die nationalistischen Truppen und Karlistenoerbände, die Jrun erobert haben, sind durch Zivile Garde und örtliche Freiwilligenorganisationen abgelöst worden. Zu neuen Kampfformationen zusammengestellt, marschieren sie jetzt nach Westen, um die Linie Iru n—S an Sebastian aufzurollen. Seit Sonntag wird um die Festung Trincherpe gekämpft, nachdem die Truppen der Weißen im Verlaufe der Nacht die Höhen von Pasajes Ancho besetzt haben. Die Festung Trincherpe bildet das Haupthindernis für den weiteren Vormarsch der Weißen auf San Sebastian. Aus San Sebastian eingetroffene Flüchtlinge erzählen, daß dort zwi- chen Anarchisten und den übrigen Volksfront-Verbündeten Schießereien stattfänden. Die Letzteren wollten nämlich San Sebastian übergeben, um ihrer Stadt das Schicksal Jruns zu er- paren. Die Anarchisten sollen jedoch auf einen Kampf bis zum äußersten bestehen und entschlossen sein, ganze Stadtteile in die Luft zu sprengen, falls die Weißen einrücken sotten. OieGeiselnvonlAuadelupefreigelaffen. Hendaye, 6. Sept. (DNB.) Die im Fort von Guadelupe 6 Wochen lang von den Roten festgehaltenen Geiseln wurden Samstagabend plötzlich freigelassen. Alle 160 sind wohlbehalten am Strand von Hendaye eingetroffen. Sie erzählen, daß während der letzten Tage insgesamt 10 Geiseln von den Anarchisten erschossen worden seien. Die Erschießungskommandos bestünden ausschließlich aus ausländischen Kommunisten, deren Verrohung unbeschreiblich fei. Toledo vor dem fall. Lissabon, 6. Sept. (DNB.) Die etwa 70 Kilometer westlich von Toledo gelegene Stadt Tala- oera d e l a Reina konnte nach zweitägigem erbitterten Ringen von den Nationalisten besetzt werden. Der Radiosender von Frontera gab eine Mitteilung der Militärbewegung aus, wonach die Kolonne des Obersten Iague auf ihrem Vormarsch nach Madrid bereits bis auf vier Kilometer an Toledo heraygekommen fei, wo sie in Kürze einrücken dürfte. In Malaga fei die Lage der Regierungspartei hoffnungslos, und die Einnahme der Stadt stehe bevor. HokTerrorlmrschafl mValencia London, 7. Sept. '(DNB. Funkspruch.) Ein spanischer Arzt, der in England eingetroffen ist, berichtet in der „Daily Mail" über d i e mar- xi st ischen Greueltaten in Valencia, deren Augenzeuge er gewesen ist. Als die Kommunisten das Zeichen zum Aufstand gegeben hatten, sei die Kirche San Juan del Mercardo in Brand gesetzt worden. Zwei Tage später hätten die Kommunisten den S a k r i st a n , der versucht habe, die Kirchenschätze zu retten, gefangen und buchstäblich in Stücke gerissen. Eine allgemeine Jagd auf Nonnen und P r t e ft e r in der ganzen Stadt fei die Folge gewesen. Der B i s ch o f s p a l a st sei völlig zerstört worden. Der kommunistische Pöbel habe die Kelche zu Trinkgelagen benutzt, die Christusbilder seien mit Schmutz verunstaltet worden. Der rote Hauptkommißar Navacer- rada habe jede Nacht Orgien veranstaltet und anschließend allmorgendlich nach dem Frühstück zahlreiche Gefangene vor seinen Augen e r - schießen lassen. Heuer Kommuuistentransport durch Frankreich. Paris, 7. Sept. (DNB.) In Perpignan traf am Sonntag ein zweiter Zug mit Mar- ri ft e n und Kommunisten ein, die an der Verteidigung von Jrun teilgenommen haben, und nunmehr über Frankreich nach Barcelona fahren wollen. Es handelte sich um etwa 1500 Mann. Die Kommunisten erklärten, daß sie es ge- JD£f*n. feien, die d i e Lebensmittelgeschäfte in Jrun in Brand geftedt hätten, damit die Sieger sich nicht dieser Lebensmittel bemächtigen könnten. Der „Jour" bestätigt eine vor einigen Tagen verbreitete Meldung, wonach die Madrider Regierung tatsächlich ein französisches Bombenflugzeug „Bloch 210" erhalten habe. Der Apparat sei am 27. August morgens in Madrid eingetroffen, gesteuert von einem französischen Flieger, der sofort an Bord einer Douglas-Maschine der spanischen Oie Nationalisten rücken auf Gan Sebastian vor zum bezüae, hin- Re- Werden ehemc iung b i e n ft i den Uebergan entsprechender Versorgung ge uns zu stellen." Beteiligung Deutschlands am Neutralitcitsausschuß. ■Berlin minifterium «erden bei truppe Fr, sch sch WUer Fi Nunft üt „7 abzuleis Steile, die Veldeiiniter. zum Beruf fern Berufe berufliche ( den aus di neu. Durch die auf den düng, kann Niveau des Höhe gehali ist, daß die 2 stens fünf Dienstes (bar außerdem i find. Bei V Berufung für bie sie vo ablehnen, Sie erloschen w\.ex em der öffentW rütffid)tigu mutet we lehnen. B nach freie summe de lichen ! Bauer r In letzter Stunde flüchteten die Einwohner Jruns und die roten Truppen scharenweise über die Grenze. Bei der Flucht über die Brücke wurden sie weiter beschossen, so daß sie sich mit Matratzen und anderem Material gegen die Kugeln zu schützen suchten. — (Presse-Photo-M.) Nach der Eroberung Jruns setzt General Mola feine Truppen zum Angriff auf San Sebastian, den letzten bedeutenden Stützpunkt der Kommunisten an der Biscaya an. Unser Bild zeigt rote Truppen auf den Höhen von San Sebastian. Im Hintergrund die Stadt selbst. — (Associated-Preß-M.) Flüchtlinge aus Jrun in Hendaye. Regierung nach Toulouse zurückgeflogen sei. Es bestätigt sich außerdem, daß von 14 Deooitine-Appa- raten, die ebenfalls an die spanische Regierung geliefert worden seien, nur noch zwei diensttauglich seien. Alle anderen sind entweder a b - geschossen ober bei der Landung zerstört worden. Der Bloch-Bomber sei nach Spanien geschmuggelt worden, es sei Pflicht des französischen Außenministers, sich um diese Angelegenheit zu kümmern. Die Flugzeugwerke von Bloch seien sicherlich in der Lage, genauere Angaben zu machen. Gegen Moskaus Vlutherrschafl in Spanien. Ein Appell des Weltbundes der Frauen gegen Bolschewismus und Krieg. Gent, 5. Sept. (DNB.) Die schweizerische Presse berichtet über eine Tagung des Generalkomitees des „Weltbundes der Frauen gegen Bolschewismus und Krieg". Das Komitee hat einen Aufruf an alle Frauen der Welt ergehen lassen, in dem es heißt: „Erschüttert durch die Augenzeugenberichte über die grauenhaften Verbrechen, die im Bürgerkrieg in Spanien begangen worden sind, appellieren wir an das Gewissen der Welt. Mit tiefer Trauer sehen wir in dem unglücklichen Spanien dieselben Kräfte entfesselt, die Rußland in den Abgrund gestürzt haben und überall am Werke sind, um die Religion und die Familienbande zu zerstören und die Völker in einen blutigen Krieg Aller gegen Alle zu verwickeln. Mehr als 12 Millionen rote Soldaten stehen bereit, mit ihren Bajonetten den Aufrührern zu Hilke zu kommen, die in der ganzen Welt im Solde Moskaus blutige Revolutionen und Aufstände vorbereiten und durchführen. Es ist Pflicht der Frauen aller Nationen, sich ihrer Aufgaben als Hüterinnen der kostbaren Werte des Glaubens, der Familie und der Moral Berlin, 5. Sept. (DNB.) Die französische .... gterung und bann auch die britische Regierung sind Beamte gl ei bisher jährliä bewußt, diesem Unternehmen zu widersetzen. Der Internationale Weltbund der Frauen gegen Bolschewismus und Krieg erklärt sich für den Frieden, das Vaterland, bie Kulur unb die Religion. Wir rufen alle Frauen der Welt auf, uns in unserem Kampf zu unterstützen unb sich geschlossen ter '■ " " ’>tn J/S»! L Vortrag 1 B°ls IbteW «1 >ilF. ur d°s| »n 8*lnL] iiltteb zl 1 »tnblung <'1 jrofearnge S“J Malten M bas Wall-» d- I Wteg-»*» Fuenterrabia am Sonntag zum ersten Mal wieber Gottesbienst. Der unmittelbar hinter Fuenter- A»Ssi tati bi”e- d-«il Berlin, 5. Aicher hat de lorgimg der a jährigen Dienstr «'(teilt. Jet äW SS« Sveitlos^ Dr.Leyvott en Ausländsdeutschen Erlangen, 6. Sept. (DNB.) Auf der großen Kundgebung ber Auslanbsbeutschen sprach Reichs- organisationsleiter Dr. Ley. Er legte klar, bah der Nationalsozialismus bie ewige göttliche Weltordnung bejahe. Die Gesetze ber' Rasse, bas Recht des Blutes, ber Sieg ber nationalsozialistischen Idee bebeute für bas deutsche Volk ben Sieg ber Vernunft über bie Unvernunft. Begeistert stimmten die 5000 zu, als Dr. Ley vor Augen führte, aus welch tieftr seelischer Not Abolf Hitler ben beutschen Menschen errettete unb wie er ihm ben Glauben an sich selbst unb sein Volk wieber gegeben habe. Neue Begeisterung erfüllte ben weiten Raum, als er erklärte: „Nationalsozialismus und Adolf Hitler sind eins. Adolf Hitler ist Deutschland und Deutschland ist Adolf Hitler." Disziplin und Verantwortungsfreude besitzen, vor keiner Aufgabe kapitulieren, Idealismus im Herzen tragen, aber nicht Romantiker fein, diese Grundsätze seien auch einzusetzen im Alltag des Nationalsozialisten, für den das Wort Privatmann im übernommenen Sinn nicht mehr vorhanden sein dürfe. Wer das Braunhemd trage, habe den Nationalsozialismus zu feinem Glaubensbekenntnis gemacht. Nach dem Willen des Führers werde nun ein großzügiges Siedlungs - werk in Angriff genommen, das den Bau von 'S» vor kurzem an die deutsche Regierung mit der Anregung herangetreten, die an dem Waffenembargo gegenüber Spanien beteiligten Staaten möchten für bie weitere Be- hanblung biefer Fragen in ßonbon ein K o - m i t e e bilden, bas sich aus den dort beglaubigten diplomatischen Vertretern zusammensetzen könnte. Nachdem die Aufgaben und die Zuständigkeit dieses Komitees näher geklärt worden sind, hat sich die deutsche Regierung damit e i n v e r st a n- den erklärt, daß ihr Geschäftsträger in London an den Zusammenkünften des Komitees teilnimmt. lieber die Stellungnahme Portugals besteht in London noch keine völlige Klarheit. „Daily Telegraph" meldet, in London erwarte man, daß Portugal feine Sondervorbehalte zurückziehen werde. Die portugiesische Regierung sei außerordentlich beunruhigt über die möglichen Folgen für Portugal, wenn ein Sieg ber Regierungsstreitkräfte in Spanien bie Sowjetisierung biefes Lanbes zur Folge haben werbe. Portugal glaube, baß ber kommunistische Einfluß sich voraussichtlich auch über bie Grenze ausbehnen würde. Auch die endgültige Antwort von Italien stehe noch aus. Aus ben letzten Berichten aus Rom lasse sich jeboch schließen, baß Mussolini den Plan annehmen werbe. Front vor Jrun, 6. Sept. (Dom Sonber- berichterstatter des DNB.) In der Nacht zum Sonntag haben die nationalen Truppen nach kürzerem Feuergefecht mit den Restbeständen der Roten den 3 km nordöstlich von Jrun an der Mündung der Bidassoa liegenden Ort Fuenterra- b i a eingenommen. Am Sonntag wehte die rot» gelbrote Flagge über dem Ort. Nach 6 Wochen läuteten die Glocken der Kirchen von Jrun und her - aus Der scheiben, sonder zelten Irei Entlüssung Sie erfüllen b fünf Millionen neuer gesunder Woh nun gen vorsehe. Kleine politische Nachrichten. Reichstagung „Schönheit der Arbeit". Nürnberg, 6. Sept. (DNB.) Im Rahmen der Reichstagung des Amtes „Schönheit der Arbeit" fand im Ufa-Palast eine Festveranstaltung statt, zu der sich Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Gauleiter Julius Streicher, die Vertreter von Partei, Wehrmacht und Behörden mit einer großen Zahl Nürnberger Betriebsführer und schaffender Volksgenossen aus allen Ständen eingefunden hatten Gauleiter Julius Streicher erklärte, die Zeit sei endgültig vorbei, in der man glaubte, den Arbeiter als ein Stück Vieh betrachten zu können. Er richtete mahnende und eindringliche Worte besonders an die Betriebsführer und forderte sie auf, offen und ohne Hintergedanken mitzuarbeiten und mitzuhelfen, daß die Arbeitsstätten schön würden und jeder Schaffende wieder geachtet werde. Dann könnten wir als Gemeinschaft die großen Aufgaben erfüllen, vor die wir in der Welt gestellt seien Als Uraufführung folgte dann der Vortrag des „Marsch der Arbeit" von Rudolf Perak. Anschließend lief der erste von der Abteilung Film des Reichspropagandaamtes der DAF. für das Amt „Schönheit der Arbeit" herge- stellten Filme, „W ir und das Wer k". Der zweite Film war ein Farbentrickfilm „M e i st erbe t r i e b A G.", der in lustiger Folge die Umwandlung einer sogenannten „Bruchbude" in eine großartige Fabrikanlage zeigt. Beide Filme fanden lebhaften Beifall. Sie sind hervorragend geeignet, das Wollen des Amtes „Schönheit der Arbeit" den Volksgenossen nahezubringen. Die Versorgung des Llnieroifizierskorps. Der F ü h rer und Reichskanzler hat Sr. sigl. Hoheit dem Prinzregenten von Jugoslawien zum jugoslawischen Nationalfeiertag, dem Geburtstag des Königs, herzliche Sluckwünsche telegraphisch übermittelt und zugleich besten Wünsche für das Wohlergehen S. M. des Königs zum Ausdruck gebracht. Der Geburtstag wurde in ganz Jugoslawien feierlich begangen. Den Mittelpunkt der in Belgrad stattfindenden Feierlichkeiten bildete eine große M i l i t ä r p a - rade. König Peter beging seinen Geburtstag im Kreise seiner Mutter und seiner jüngeren Brüder am Sommersitz der königlichen Familie in Veldes. * Der Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Generalfeldmarschall von Blomberg, hat zu seinem Geburtstage so zahlreiche Glückwünsche erhalten, daß es ihm leider nicht möglich ist, alle Schreiben persönlich zu beantworten. Er bittet, seinen Dank auf diesem Wege entgegenzunehmen. * König Eduard VIII. von England hat am Sonntag gegen Mitternacht im Sonderzug des türkischen Staatspräsidenten Istanbul verlassen, um sich über Sofia nach Wien zu begeben. Auf dem Bahnhof hatte sich der Staatspräsident Atatürk vom König verabschiedet. In Sofia wird der König mit dem König von Bulgarien zusammen sein. * Nach einem kurzen Aufenthalt in Hamburg trafen die auf Einladung des NS.-Rechtswahrerbundes Deutschland besuchenden englischen Juristen in der Reichshauptstadt ein. Nach einer Kranzniederlegung am Ehrenmal werden sie am Montagnachmittag vom Reichsrechtsführer Reichsminister Dr. Frank im Haus der Deutschen Presse empfangen werden. Das Schicksal des Suez-Kanals. Berlin, 5. Sept. (DNB.) Der Reichskriegs- Minister hat der Truppe mitgeteilt, wie die Versorgung der ausscheidenden Unteroffiziere geregelt werden soll. Nach der Neuordnung werden die Unteroffiziere nach Ablauf ihrer zwölfjährigen Dienstverpflichtung nicht mehr — wie bisher — aus dem Treueverhältnis zum Staat ausscheiden, sondern in einem gesetzlich geregeltem T r e u e v e r h ä l t n i s auch nach der E n t l ^s s u n g aus dem aktiven Dienst verbleiben. Sie erhalten bis zur planmäßigen Anstellung als Beamte gleichbleibende — also nicht wie bisher jährlich abklingende — Uebergangs- b e z ü g e, beiden Höhe sich nach der auf den Wehrmachtsfachschulen erreichten Vorbildung richtet. Werden ehemalige Berufssoldaten vor der Anstellung d i e n st u n f ä h i g, dann erhalten sie ein aus den Uebergangsbezügen errechnetes Ruhegeld. In entsprechender Weise ist auch die Hinterbliebenenversorgung geregelt. Voraussetzung für die Gewährung der Bezüge ist, daß die Versorgungsanwärter bei m i n d e - stens fünf Verwaltungen des öffentlichen Dienstes (darunter großen) für Beamtenstellen und außerdem für Angestelltenstellen vorgemerkt sind. Bei Versorgungsanwärtern, die eine Einberufung in Beamten- und Angestelltenstellen, für die sie vorgemerkt sind, ohne zwingenden Grund a b l e h n e n, 'erlöschen die Uebergangsbezüge. Sie erlöschen auch bann, wenn die Versorgungsanwärter eine ihnen von den Versorgungsdienststellen der Wehrmacht nachgewiesene Beschäftigung i m öffentlichen D i e n st, die ihnen unter Berücksichtigung ihrer Vorbildung billigerweise zugemutet werden kann, ohne zwingenden Grund ablehnen. Wie bisher soll aber auch in Zukunft — nach freier Wahl — mit einer festen Abfindungssumme der Uebergang in einen bürgerlichen Beruf oder die Ansiedlung als Bauer möglich bleiben. Diejenigen jungen Männer, die Lust und Liebe zum Berufssoldaten in sich tragen, werden sich diesem Berufe ohne Sorge um ihre wirtschaftliche und berufliche Existenz für die Zeit nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Militärdienst hingeben können Durch die Bindung der Uebergangsbezüge an die auf den Wehrmachtsfachschulen erlangte Vorbildung, kann das geistige, kulturelle und soziale Niveau des Unteroffizierskorps auf denkbar bester Höhe gehalten werden. Einstellung von Freiwilligen in die Lustwaffe. Berlin, 5. Sept. (DNB.» Das R-)chslust,°hrt. Ministerium gibt bekannt: Im Fruhl°hr 19 37 weiden bei der Fliegertruppe und Lustnachrichten trunne Freiwillige eingestellt. Bewerber ron- n7n sich schon jetzt melden bei jedem Truppen, teil d» Fliegertruppe und der Nachrichtentruppe. Auskunft über die Bedingungen und Uber den vorher abzuleistenden Arbeitsdienst erteilen d e Trup- »enteile die Wehrbezirkskommandos und die Wehr Meldeämter. Beide/ F - ° k a r. i l l ° r i e und be,m Regiment General Goringl werden m SVrühmhr 1Q37 feine Freiwilligen em geftellt.^Der Zeitpunkt für die Meldungen von Freiwilligen für die Herbsteinstellungen bei der Fliege zwecklos. Korpsführer Hühnlein kündigt einen NSKK. - Verkehrserz>ehungsd,enfl an. hatte die wahrend der Olympija) ^KK. 3U eingesetzten Führer und Man- , bei dem der einem Schlußappell zu,amm b ^ Hühnlein, Führer des NSKK., «orv i/ g^mpstchen darauf hinwies, baß way der Motor- Spiele allein m Berlin 12 Fahrbereitschaft brigaden eingesetzt waren.Je9 000 Kraft- I-i-n in 22 T°S°n nicht rv-nig-r 800 Qm, wagen, darunter 12 OOU au nun wichtige nibusse betreut worden. n würden, bie organisatorische Ngerung^ g 6 einen NSKK.- vielleicht zu einer Dereinbarung u mur- Verk-br-erzie Huna- «n Q den, so sei dies das Derdlensi. o ^fen. Gewiß schen Spielen eingesetzten JK $ Kräften biene man den Derkehrsproblem^g Der- durch eine stete entschewend sei aber rehrseinrichtungen, «u § rkehrser - Ain die Lrch die Zusammenarbeit zwischen Volk und Staat. London, 6. Sept. (DNB.) „Sunday Dispatch" berichtet, daß im Zusammenhang mit dem neu abgeschlossenen englisch-ägyptischen Vertrag gegenwärtig Verhandlungen über die künftige Verpachtung des Suez-Kanals tattfinben. Im Jahre 1968 würde vertragsgemäß der Kanal an Aegypten fallen. Dann könne Aegypten alle Angelegenheiten des Kanals beauf- ichtigen oder den Kanal verpachten. Aegypten bemühe sich jetzt in London um eine Anleihe von 15 Millionen Pfund Sterling. Diese Anleihe würde von Frankreich und Großbritannien bei der Zu- icherung der ägyptischen Regierung, den Kanal ü r weitere 100 Jahre an die jetzt in Pacht tehende Gesellschaft zu verpachten, gewährt werden. Kunst und Mistenfchast. Abschluß des Wiesbadener Lichtforschungskongresses. Am letzten Sitzungstage hörte der 3. Internationale Kongreß für Lichtforfckung in Wiesbaden Vorträge über die Themen Licht und Kinderheilkunde, Licht und Volksgesundheit, sowie über Bioklimatologie und über das Licht in den übrigen medizinischen Disziplinen. U. a. betonte Prof. Dr. Kollath (Rostock), daß der Lichteinfluß auf den gesunden Menschen neben der Wirkung der gesunden Ernährung als eine doppelte Sicherung zur Erhaltung der Gesundheit anzusehen sei. Mit der Frage des Lichtes im Dienste der Erholung setzte sich Prof. Dr. H o s k e (Berlin) auseinander. Für bie Erholung sei das Licht ein unersetzliches Mittel. Für die seelische Wirkung sei der Gegensatz zwischen den Arbeitsräumen der Stadt und den wechselnden Lichteinbrücken in ber Natur eine Auflockerung ber nervösen Ueberfpannung wichtig. Prof. Dr. Knoll (Hamburg) bezeichnete den neuzeitlichen Sport als einen ber Pioniere der Licht- und Luftausnutzung im Interesse ber Gesundheit, lieber seine Forschungen zum Problem „Sonnenstrahlen und Wohnung" berichtete Prof. Dr. R. S ch ul z e (Berlin). — Am Sonntag begaben sich bie Kongreßteilnehmer nach Gießen, besichtigten bort bie Lupusheilstätte und hörten einen Vortrag von Prof. Dr. W. S ch u l tz e über kombinierte Lupusbehandlung mit Diät, Allgemeinbestrahlungen und Grenzstrahlen mit Krankendemonstrationen. Dichtertagung in Eutin. Zur Tagung des Eutiner Dichterkreises trafen sich in der alten oldenburgischen Stabt Eutin Helene Voigt-Dieberichs, Gustav F r e n s - s e n , August Hinrichs, Hermann C l a u b i u s, Dttomar Enking, Hans Friebrich B l u n ck und ber Ring der jüngeren Mitglieder. Der große Saal des Doßhauses vermochte kaum die Gäste zu fassen, die dem Begrüßungsabend beiwohnten. Als Vertreter des Rektors ber Universität Kiel sah man den Vorgeschichtler Professor Scheel. Die Frau Erbgroßherzogin von Oldenburg war ebenfalls erschienen. Nach einer Begrüßungsansprache des Bürgermeisters Dr. R i ck l e s s sprach im Auftrage des Reichsleiters Alfred Rosenberg der frühere Gesandte D a i tz über die Kulturpolitik des Ostseeraumes. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgobeort Frankfurt Ein besonders kräftig entwickelter Wirbel ist bis an das Nordseegebiet vorgestoßen und wird noch am Montag unter heftigen Böen den Höhepunkt des schlechten Wetters herbeiführen. Anschließend wird die Niederschlagsneigung wieder abnehmen, doch ist das Aufkommen beständigen Wetters noch nicht zu erwarten. , £ Aussichten für Dienstag: Nach heftigen Böen und verstärkter Niederschlagstätigkeit ist noch am Dienstagnachmiltag wieder mehr wechselnd bewölktes Wetter mit einzelnen Schauern zu er- Cufttemperaturen am 6. September: mittags 16,9 Grad Celsius, abends 12,5 Grad; am 7. September: morgens 12,8 Grad. Maximum 17,8 Grad, Minimum heute nacht 11,7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 6. September: abends 16 Grad; am 7. September: morgens 14,8 Grad. — Niederschläge in 4,3 mm. — Sonnenscheinbauer 0,9 Stunden. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lanae. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- (eiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. 2). 21. VIII. 36: 9350. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitats-Buch. und Steinbruderei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschllehllch 25 Pf. Zustellgebühr, mit ber Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit ber Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zkll ist Preisliste Nr^2 vam L5usi 1935 gjUM MhXd. cCga CfßticfaM' / Es wird den Raucher daß auch über das nächste ERNTEN 31 BIS 33 + MUSTERCIGARETTEN + MISCHUNGSNUMMER R 6 o/M iP H.F.4PH.F.REEMTSMA* CIGARETTENFABRIKEN* ALTONA-BAHRENFELD reine Charakter rauf, daß sflmt- lentiert werden, tammen aus fq}» Diese Cigaretten werden in den Fatwikai betnebes In Altona-Bahrenfeld nacl^r Der ungewöhnlich zarte und reine Cha? dieser Mischu liehe Tabake Die Hauptprove isajyagen unseres technischen Muster- V». völlig neuen Methoden hergestellt [er dieser Mischung beruht darauf, daß Die Cigaretten si^ Methoden die zugi TERCIGARETTEN ER R 6 o/M uer Fabrikations- g auf Ä 00 Ä «in 0 interessieren, daß die großen Schwierigkeiten bei der Beschaffung geeigneter Provenienzen für die Mischung » R 6 « behoben wurden und Jahr hinaus das Rezept zuverlässig mit ausschließlich doppelt fermentierten Orient- Tabaken erfüllt wird. sämtliche Tabake zweima|fC>rfgifgtki|d|R^3e fc*u/tte wird ausschließlich ohne Mundstück hergestellt folgenden Distrikten: r. aMflirgrtOTemfch. SBMÄin leiten fi^M^etion . te h dd % hat HF. 4 PHP. REEMTSMA+AUONA-BAHRENFELD / 3n richtiger Menge gebraucht wafcht Persil I Aus aller Welt Am 5. geborene der 1914 in die dichte Zuschauer- Personen wurden auf der Stelle Schwerverletzten starben zwei im über 160 km/st menge. Sechs getötet, von den Krankenhaus. hingerichtet worden, die am 8. Juni 1936 vorn Schwurgericht in Hannover wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden waren. — Wedler und Glöckner haben in der Nacht vom 8. zum 9. Mai 1936 in Hannover gemeinschaftlich den Kraftdroschkenbesitzer Heinrich Unterberg erschossen, um ihn seines Wagens und seiner Barschaft zu berauben. Hinrichtung in Hannover. September sind in Hannover der 1911 Konrad Wedler aus Hannover und geborene Walter Glöckner aus Jena Ergebnis des Rundfunksprecher-Wettbewerbs. Auf der Berliner Rundfunkausstellung wurde das Ergebnis des Rundfunksprecher- Wettbewerbs 1 9 3 6 verkündet. Erster Sieger wurde der Tonfilm-Wagenführer Willi Kluge Leipzig (Preis 2000 Mark), zweiter Sieger Werbeleiter Heinrich S ch w i ch-Saarbrücken (1000 Mark), dritter Sieger Kreiswart der NSG Kraft durch Freude Friedrich L i ch t-Frankfurt a. M. (500 Mark). Die fünf Trostpreise erhielten: Student Heinz Zühlsdorf-Frankfurt a. d. O., Schriftsteller I. Ernst K i r s ch k e-Sagan, Schuhmacher Heinz Alt e n b o k u m - München, DEplom-Ingenieur Raimund T h o m s o n-Stuttgart und der Lehrling Werner Lindeman n-Königsberg. Die Große Deutsche Rundfunkausstellung wurde am Sonntagabend programmäßig geschlossen. Noch einmal war sie Sammelpunkt Tausender von Volksgenossen, die aus allen Gauen Deutschlands gekommen waren. Einen besonderen Anziehungspunkt bildete wieder der Volkssender 1936. Abermals gab es eine Fülle interessanter Darbietungen. Oberbayern, Kurhessen, Mecklenburger, Märker und zahlreiche andere traten in buntem* Wechsel vor das Mikrophon. Eine gewaltige Heerschar deutschen Volkstums, die in ihren Darbietungen in Wort und Ton einen Querschnitt durch das kulturelle Leben der werktätigen Menschen gab. Den Höhepunkt der letzten Veranstaltung des Dolkssen- ders bildete die feierliche Verkündung der Reichssieger im Rundfunksprecher - Wettbewerb, die der Reichsleiter der NSG. Kraft durch Freude, Dreßler-Andrees, mit einer Ansprache einleitete. Schreckliches Unglück bei einem Autorennen in Nordirland. Liner der schwersten Unfälle in der Geschichte des Llulorennsports, der acht Todesopfer und zwanzig Verletzte forderte, ereignete sich während des Wochenendes bei der Austragung des International-Tourist-Trophy-Rennens in Rord-Ir- land. Der Wagen des britischen Rennfahrers Chambers geriet in der Ortschaft Rewlownards ins Schleudern und raste mit einer Geschwindigkeit von Schweres Verkehrsunglück in Lippe. In der Nacht zum Sonntag ereignete sich auf der Landstraße zwischen Lemgo und Hohenhausen ein Verkehrsunglück, dem zwei Soldaten, die in Lemgo einquartiert waren und am Samstagabend an einem Erntedankfest bei Lemgo teilgenommen hatten, zum Opfer fielen. Sie wurden auf dem Heimweg von einem Personenkraftwagen angefahren. Dabei erlitt der Gefreite Georg K a s ch e l aus München einen schweren Schädelbruch sowie Knochenbrüche und innere Verletzungen, denen er bereits nach kurzer Zeit erlag. Der Gefreite Erich Kullik aus Bochum wurde mit schweren inneren Verletzungen dem Krankenhaus in Lemgo zugeführt, wo er am Sonntag starb. Der schuldige Kraftwagenfahrer flüchtete, ohne sich um seine Opfer zu kümmern. — Nach zwölfstündiger Tätigkeit der Sicherheitsbehörden wurde festgestellt, daß drei junge Leute aus dem Lippischen Dorf Leese in der Nacht zum Sonntag aus einer Reparaturwerkstatt ohne Wissen des Besitzers einen Kraftwagen zu einer Schwarzfahrt geholt und mit diesem Wagen das Unglück verursacht hatten. Der schuldige Fahrer, der 20jährige Erich P l ö g e r aus Leese, treibt sich anscheinend in den Waldungen bei Lemgo herum, während die beiden Mitfahrer, darunter ein Lehrling, bereits verhaftet werden konnten. Die beiden Soldaten befanden sich vorschriftsmäßig auf der rechten Straßenseite. Riesiger Sleppenbrand in Argentinien. In der im Norden Argentiniens gelegenen Provinz Salta wütet seit einigen Tagen ein Steppenbrand von riesigen Ausmaßen, der sich rasend schnell ausbreitet und bereits auf die umliegenden Wälder übergegriffen hat. Im Bezirk Oran stehen nicht weniger als 540 Quadratkilometer Steppe und Wald in Flammen. Zahlreiche Wohnstätten und mehrere Brücken sind zerstört. Ob Menschen in den Flammen umgekommen sind, ist bisher noch nicht bekannt. Die Ortsschasten Volcan, Algarrobal und San Telmo sind bereits schwer bedroht. Die Bevölkerung ist durch das rasche Vordringen des Feuers in ungeheure Erregung geraten. Die in der Nähe von Oran gelegenen Oelfelder der Stan- dard-Oel-Companie sind noch nicht unmittelbar bedroht, jedoch vergrößert sich die Gefahr, daß die Oelquellen in Brand geraten, stündlich. Die bisherigen Versuche, den Riesenbrand zu löschen, sind ergebnislos geblieben. Zwei Kinder vom Blitz getötet. Während eines Gewitters schlug bei Brescia (Oberitalien) der Blitz in ein Bauernhaus ein, in dem sich neun Personen befanden. Zwei Kinder wurden g e - tötet, während deren Mutter schwer verletzt wurde. Das Haus wurde schwer beschädigt. Eine Frau wegen Mordversuchs zu acht Zähren Zuchthaus verurteilt. Am 3. Juni 1936 war in Köln die 71jährige, im Ruhestand lebende Rektorin Oe. in ihrer Wohnung von einer ehemaligen Schülerin, der 30 Jahre alten Gertrud Olepp, durch einen Messerstich in den Rücken niedergestreckt worden. Gertrud Olepp wurde am folgenden Tag verhaftet und gab zunächst an, sie habe sich an ihrer früheren Lehrerin rächen wollen. Das Kreuzverhör ergab jedoch, daß die Olepp sich die Barschaft ihrer Erzieherin habe aneignen wollen, von der sie bereits früher einmal Geld erhalten hatte. In der Gerichtsverhandlung beantragte der Staatsanwalt die gesetzliche Mindeststrafe von fünf Jahren Zuchthaus. Das Urteil lautete jedoch wegen schweren Raubes in Tateinheit mit versuchtem Mord aus acht Jahre Zuchthaus. Die alte Rektorin, die bei der Bluttat schwer verletzt wurde, ist inzwischen wieder hergestellt. Wagen nicht mehr rechtzeitig verlassen und brannten bei lebendigem Leibe. Die ander v e r - anderen drei Die Im tober woche, die der „wehrhaften Dichtung der Zeit" gewidmet fein wird, hat Berlin zusammen mit der Amtsleitung der NS. - Kulturgemeinde und dem Reichskriegsopferführer über 50 namhafte Dichter zu einem deutschen Kriegsdichtertreffen vom 6. bis 10. Oktober eingeladen. In Stunden kameradschaftlichen Gedankenaustausches im Har- nackhaus der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, durch Vorträge, Empfänge und Besichtigungen, vor allem aber auch in der Begegnung mit führenden Persönlichkeiten des Staates und der Partei sollen diese Tage den Kriegsdichtern die Dankbarkeit zeigen, mit der unsere Zeit sich ihrem Wort und Wirken verpflichtet weiß, und ihnen zugleich neue Eindrücke und Anregungen für ihr künftiges Schaffen vermitteln. deutschen kriegsdichter treffen sich in der Reichshauptstadt. Zusammenhang mit der vom 5. bis 11. Ok- stattfindenden 6. Berliner Dichter- Insassen wurden aus dem Wagen geschleudert und sehr schwer verletzt. Einer der Verunglückten, vermutlich der Lenker des Wagens, ist bald darauf im Krankenhaus g e ft o r b e n/Die Persönlichkeit der Toten und Verletzten ist noch nicht einwandfrei fest- gestellt. Kongreß der Eiszeitforscher in Wien. In Wien wurde ein Kongreß der Eiszeitforscher durch Unterrichtsminister Dr. P e r n t n e r eröffnet. Unter zahlreichen Vorträgen wissenschaftlicher Art bildeten die Ausführungen des Geheimrats Professor P e n ck (Berlin) über das Klima Europas während der Eiszeit einen Höhepunkt. Auf Grund seiner mehr als 50jährigen Forschungen stellte Professor P e n ck fest, daß es in den Alpengegenden damals teilweise sogar wärmer war als heutzutage. Das zeige sich besonders an dem Pflanzenvorkommen, zum Beispiel beim Rhododendron, das heute vielmehr weiter im Süden angetroffen wird, als in jener vorgeschichtlichen Epoche. Die Kongreßteilnehmer begaben sich darauf nach Spitz a. d. Donau, wo das Denkmal des Wiener Prähistorikers Professor Bayer feierlich enthüllt wird. Ferner finden Studien in der Wachauer Bleßlandschast statt. Riesiger Verbrauch von Heilkräutern. In der Reihe der Veranstaltungen des ersten deutschen Heilpflanze^ kongresses in München hielt Or. med. E. G. Schenk- Heidelberg einen Vortrag über das Thema „Die Heilpflanze und der deutsche Arzt". Er erklärte, daß nur der geringste Teil der Heilpflanzen bisher auf ärztliche Verordnung Verwendung fand. Der größte Teil wurde vom Volk auf eigenen Entschluß verbraucht. Denn wir befinden uns erste heute am Beginn eines Aufschwunges der Wissenschaft von den Heilkräutern, deren Verwendung gewaltige Ziffern erreicht hat. So werden 50 000 Kilogramm Arnikablüten, 136 000 Kilogramm Schafgarbenblüten, 430 000 Kilogramm Lindenblüten, 250 000 Kilogramm Birnenblätter und ebenso viele Huslattichblätter, 80 000 Kilogramm Tausendgüldenkraut, 400 000 Kilogramm Ecs Don unser Machdruck, Raffinierter Schmuckdiebstahl in Wiesbaden. In einer Villa in Wiesbaden hat der Diener Kar7 Schiffbauer, geboren 1906 zu Hofen im Siegkreis, unter Ausnutzung seiner Vertrauensstellung Schmucksachen im Werte von mehr als einer halben Million Mark gestohlen. Durch geschickte Manöver verstand er es, die Entdeckung des Diebstahls zu verschleiern. Um Vorsprung zu gewinnen, ließ sich Schiffbauer von seinem Arbeitgeber einen Tag Urlaub geben, den er sich durch telephonischen Anruf aus Frankfurt um einen weiteren Tag verlängern ließ. Der Dieb ist nach dem Ausland entkommen. Es besteht der Verdacht, daß der zweite Diener des Bestohlenen Hlfershelfer war. Er wurde festgenommen k und dem Richter vorgeführt. Die amerikanischen Ozeanflieger in Paris. Am eonntagmittag sind die beiden amerikanischen Ozeanflieger R o ch m a n und Merrill mit ihrem Flugzeug in Paris gelandet. Sie wollten ursprünglich noch am gleichen Tage nach London zurück- kehren. Nachdem sich aber herausgestellt hat, daß die Wetterbedingungen für einen Rückflug nach Amerika am Montag ungünstig sind, haben die Amerikaner beschlossen, zunächst in Paris zu bleiben. Zwei Menschen im Kraftwagen verbrannt. Unweit der Ortschaft Dettendorf bei Bad Aibling stieß ein mit fünf Personen besetzter Kraftwagen aus Ulm gegen ein Brückengeländer. Der Anprall war so heftig, daß der Benzinbehälter explodierte, und der Wagen sofort in Hellen Flammen stand. Zwei der Insassen, eine Frau und ein Kind, konnten den Persil Schachtelhalm, 150 000 Kilogramm Vogelknöterich und 100 000 Kilogramm Deilchenblätter alljährlich verbraucht. Die Heilkunde unterlag der Mode, und sie hat in den letzten Jahrzehnten viele Kleider tragen müssen. In der nächsten Zeit wird es sich immerhin entscheiden, welche Grundsätze in der Heil, mittelgeroinnung, -Verarbeitung und -Vertreibung Gültigkeit haben sollen. Auf Anregung des Reicks, ärztefuhrers wurde die Re i ch s ar b e i t s g e mein» schäft für Heilpflanzenkunde gegründet, die alle einschlägigen Fragen zu durchforschen hat. Es ist zu hoffen, daß es gelingen wird, eine größere Gruppe von Aerzten und Wissenschaftlern für diese Arbeit zu verpflichten. Kongreß der International Law Association in Paris. Der Präfiident der Akademie für deutsches Recht, Reichsminister Dr. H. Frank, hat eine Abordnung bestimmt für den vom 10. bis 15. September 1936 in Paris stattfindenden internationalen Kon- areß Law Association. Die Abordnung steht unter Führung des Reichsgerichtspräsidenten a. D. Pro- sessor Dr. W. Simons und des Direktors der Akademie Dr. Las ch. Ihr gehören u. a. an Geheimrat Barandon, Ministerialrat Dr. Vogels, Geheimrat Dr. Crusen, Chefsyndikus Dr. A. H. Simon, Geschäftsführer der Reichsnotarkammer Dr. R. G o n n e 11 a , Reichsgerichtsrat Dr. Froelich und der Leiter der Auslandabteilung der Akademie Dr. W. G a e b. Das Konferenzprogramm sieht u. a. die Fragen der Staatsangehörigkeit, wirtschaftliche Schiedsgerichtsbarkeit, Konkursrecht, internationale Anerkennung von Urkunden und finanzrechtliche Probleme, wie z. B. Fragen der Goldklausel vor. Außerdem stehen völkerrechtliche Probleme zur Erörterung: friedliche Beilegung rechtlicher Streitigkeiten und Erörterungen über den Schutz der Zivilbevölkerung vor modernen Kriegsmaschinen. Jahresversammlung des Deutschen Vereins gegen den Alkoholismus. In Bonn veranstaltet vorn 25. bis 28. Oktober der Deutsche Verein gegen den Altoholt s rn u s feine Jahresversammlung. Den Festvor- trag hält Univ.-Prof. Dr. P o h l i s ch, Direktor der Psychiatrischen und Nervenklinik Bonn, über „Rauschgifte und Konstitution". Die großen Son- derarbeitsgebiete des Vereins werden in Fachkonferenzen behandelt. Weiter sind aus dem Tagungsplan hervorzuheben die Tagung des Reichsver- bands der Reichsbahn-Mäßigkeitsvereine und des Verbandes der Trinkerheilstätten des deutschen Sprachgebietes, eine Frauenversammlung, ein Sportwerbeabend. Eine Fahrt in das Weinlesegebiet soll die Tagung beschließen. Die 6d)einIÄ 9 rtl Sa tel |[15 «-N °M Mi-" ÄM den Provinzen n(5 das geM abfeits d« Ls lohnt hch ■ fchehens hier ■ jammenpraU ■ Welten uni ' ■ Was den aum । MlMks buW Isländer ■ Inrit dem. deut« bis sind in 3®ei Die Hüter de» blaue Uniform« stechen hervor W stattliche Figur, würdige Bestm erheblichen Aut polizeilichen x Hauptstadt er e gibt es schließ" r Besucher ist sich ' gerade diese „t : auf ihn machen land ein St Waffen und W Warum auch erwarten, und fünfte können l kostspielige Un verwandt wert Mannschaft, so ähnlichen Diei Polizei tru ' dies den islän Biele Islands und selbst ein diese Frage sp daß eine W> Art Arbeits ! erzieherischen, sonlt. ^un ist zwar ’W W Md auch wcht der Mille de die großen der Welt au Bann geschl der german Volke, trotz dens, lebendi einer eigenen sonst gelegen schrittlich zu Geschichte de dem Wesen d Gefolgschnfts- angelesener $ witzigen und originellen Situationen und charmanten Darstellern: Trude Hesterberg, Tina Eilers, Gertrud Boll, Martha Ziegler, Jupp Hussels, Paul Henckels, P. Heidemann, Kurt Ackermann Beiprogramm und Fox-Ton-Woche Ab heute Montag Lilian Harvey Tullio Carminati „Leise vRW kommt das üliitk in Dir“ I Vorher: Beiprogramm und Ufa-Ton-Woche j Lichtspielhaus Gießen HB Ein Verwechslungsschwank mit höchst Ab heute Montag Freude! Ladien! Vergnügt sein! WIMoMW Persönlich Brühl’sche Druckerei. Schulstraße 7. Anruf 2251 uon öem tongellto Wl SSivesel, Berlin tennenq jchwedischeg £ In* ^sens, aber Eintritt frei! 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Preis des Werkes in Ganzleinenband 4,80 Reichsmark. „(Es lebt und webt in diesem Buch, und wer es versteht, mit emvfänglichen Sinnen die bildgewordenen Naturschönheiten in sich aufzunehmen, dem fingen und klingen die Tafeln tau- send (Erinnerungen wach an einstmals leibhaft Erschautes. Reclams Universum. Ditte verlangen Sie kostenlos unsere bebilderten Werbeblätter Die Bücher sind durch jedeBuchhandlungzu beziehen w dieser^ Qhl gf* 1 tsWb ------ ------------ 2 Gewinne zu je 1000000, 2 zu je 100000, 4 zu je 20000, 28 zu fe 10000, 22 zu je 6000, 54 zu je 3000, 136 zu je 2000, 390 zu je 1000, 700 zu je 500, 2524 zu je 300 RM. ö — , Oieee 3 wesentlichen Eigenschaften der guten Geschmackvoll Vornehm ^SMiliSN-vfUCKSSCbS SiEier Wmsl Verkalkung 5540D Kelterei Schäler, Bleichstrahe 8 Machen Sie einen Versuch mit einer Mostkur! wewmnauszug Ohne Gewähr Nachdruck verboten 25. Ziehungstag 5. September 1936 3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 RM gezogen 249678 67974 119077 233971 94 Gewinne zu 500 RM. 11010 19064 49820 51550 67269 72838 84946 1062 8868 138610 247207 149520 208348 230569 271851 122781 200915 215235 244838 301581 21323 33555 53266 65439 81290 89742 129577 201319 222542 259633 306297 141733 206933 230130 260450 319047 146564 251392 371616 150057 255222 377142 25265 67398 159906 291088 392659 25557 110918 228605 314852 395439 337571 374 ' 2257 15306 25978 41930 60959 72388 86831 97987 101904 188880 214868 244444 282433 355197 ' 4649 16336 28490 43593 63870 75447 89290 98743 103911 111995 126718 144967 151771 164002 173039 183291 195764 206685 220726 228991 236099 246440 266307 283269 302418 317642 332424 338471 354700 362188 373441 390774 102986 108408 116980 140625 149333 159731 170739 177552 190480 203837 215778 225139 233012 241928 254115 281304 300887 316447 329647 336033 347117 360020 369661 386080 399014 15245 25114 38908 58943 67288 84599 93638 100560 170054 210234 243440 280311 339194 100595 107370 115430 137101 146892 153515 167866 175628 186405 199520 211934 222276 231923 238298 250804 271988 291478 308997 324954 334777 340991 357190 362934 377353 394954 23856 34084 53373 66272 83286 92866 103330 111191 123980 143420 151159 163490 172624 182617 190601 205321 217869 225836 235439 243393 258940 281744 302272 317639 329966 336647 350521 361910 373159 388414 19855 28936 51953 65213 79159 89636 100060 104587 113507 135293 146040 151907 164374 174702 184691 198628 207881 221580 229490 238214 249618 268970 288010 305758 322335 332933 338901 355527 362389 375953 391151 101344 107506 116883 137589 149281 154861 168941 177061 186449 201568 214658 224389 232692 239718 251262 278303 296936 311805 328177 335714 341027 357592 368091 384064 397939 349139 368059 396357 Blutauffrischend, nervenstärkend, gegen Darmträgheit, Darmstörungen, Arterien- 5. Klasse 47. Preußisch-Süddeutsche (273. Preuß.) Klassen-Lotterie 12 Gewinne zu 2000 RM. 63498 216047 293889 396899 2 Gewinne zu 20000 RM. 388940 2 Gewinne zu 10000 RM. 361981 2 Gewinne zu 5000 RM. 262036 14 Gewinne zu 3000 RM. 84314 237028 257093 356647 377926 399792 58 Gewinne zu 1000 RM. 9323 35532 46317 53367 54882 66054 115930 ------ ------ ------- - ......... y--------- ----- ------ 30183 34477 36912 39195 39681 42748 47546 49243 Vorzüglich bei fiberischen Erkrankungen Täglich frisch gekeltert zu haben in der 402 Gewinne zu 300 RM. 9285 10807 14761 24940 34815 53495 66683 83937 93119 Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II Br. 209 Zweiter Blatt Sichen« Anzeiger (General-Anzeiger für GderWe»)Montag. 7. September >930 Was wird aus den spanischen Apfelsinen? «NMUrM - vorige Jahrhundert hinein alljährlich in Thingvellir. Erst vor einigen Jahrzehnten wurden die Sitzungen der Volksvertretung, den Zeitoerhältnissen entsprechend, in die grauen, wenig ansehnlichen Regierungsgebäude von Reykjavik verlegt. Den Willen zur Selbstbehauptung und zur Frei- Geschlecht zu Geschlecht vererbtes Kulturgut der Bauern und Fischer sind. Norwegen und Dänemark haben sich in früheren Jahrhunderten in der Herrschaft über Island abgelöst, und man hört deshalb in Reykjavik immer wieder mit besonderer Betonung aussprechen, daß Island seit dem 1. Dezember 1918 ein unabhängiges neutrales Königreich ist, das lediglich durch die Person des Monarchen mit Dänemark verbunden sei. Der Bundesvertrag läuft im Jahre 1940 ab, man wird sehen, was dann wird... Im übrigen hat Island wichtige außenpolitische Streitfragen nicht zu lösen. Als Volk sucht es gute Beziehungen mit allen anderen Völkern zu unterhalten. Besonders eng und freundschaftlich ist das Verhältnis zu Deutschland, England und natürlich auch zu den skandinavischen Staaten. In den Schulen ist Englisch die erste, Deutsch die zweite Fremdsprache. Bei dem hohen Stand der isländischen Durchschnittsbildung kann man sich daher auch in den abgelegensten Siedlungen oft mühelos verständigen, von den Hafenstädten gar nicht zu reden. Das einzige Problem, das außenpolitisch vielleicht einmal in den Vordergrund treten könnte, ist zugleich ein innerpolitisches: nämlich der Kommunismus. Allerdings sind die Jünger Moskaus im Parlament, das aus den drei Parteien der Fortschrittler, Bauern und Sozialdemokraten besteht, noch nicht vertreten, aber sie machen sich doch schon unliebsam bemerkbar, so z. B. durch gelegentliche Flugzettelpropaganda gegenüber deutschen Reisegesellschaften. Solche Zwischenfälle werden dann von behördlichen Stellen mit selbstverständlicher Korrektheit sofort glattgebügelt, und die Missetäter kommen hinter Schloß und Riegel. Nebenbei ist die ziemlich linksstehende Regierung I nnn iontr nördlicben Art. welche die marxistischen Theorien nicht über die nationalen Interessen siegen zu lassen pflegt. Daß Island trotz seiner geographischen Abgeschlossenheit in alle geistigen Auseinandersetzungen der Welt hineingezogen wird, sieht der Reisende schon, wenn sein Schiff auf der Reede von Reykjavik ankert. Da liegt, breit hingelagert auf sanft ansteigender Küste, die Stadt mit ihren 30 000 Einwohnern, beherrscht von einer Kathedrale, deren Erbauer sich für ihren Zweck die höchste Erhebung dieses Rundblicks ausgesucht haben. Die Kirche, die größte im ganzen Lande, wurde erst vor wenigen Jahren errichtet und dient der Andacht von 200 (in Worten: zweihundert) katholischen Seelen Reykjaviks. Die Isländer, die ein sehr starkes religiöses Gefühl haben, machen sich darüber ihre eigenen Gedanken. Ueberhaupt sind die Isländer trotz aller Neigung, äußere Formen der europäischen und amerikanischen Zivilisation zu übernehmen, ein konservatives Volk, selbstbewußt und manchmal zugeknöpft, sehr stolz auf ihre Vergangenheit. Und das mit Recht! Island darf sich rühmen, das älteste Parlament unter den Ländern Europas zu besitzen. Im Jahre 874 kamen die ersten norwegischen Wi- kingerfamilien in das bisher unbesiedelte Land, aber schön 930 zählte Island 50 000 Einwohner (also die Hälfte der jetzigen Bevölkerung), und in jenem Jahre war es auch, daß zum ersten Mal die Männer zum Althing in Thingvellir zusammenkamen und dort den unabhängigen isländischen Staat mit einem Reichstag als Volksvertretung gründeten. Wenn man bedenkt, daß die Männer damals oft fünf Wochen unterwegs sein mußten und mit den größten Schwierigkeiten zu kämpfen hatten, um zum allsommerlichen Althing zu gelangen, dann erkennt man den ungeheuren Willen zu Recht und Gesetz, der in diesem Bauern- dieser Seite also zunächst eine empfindliche Rückwirkung auf den deutsch-spanischen Handel zu befürchten, zumal sich auch die Unterbrechung der finanziellen und kaufmännischen Beziehungen nicht von heute auf morgen wieder beheben lassen wird. Für die deutsche Bedarfsdeckung stehen zwar noch andere Märkte zur Verfügung, aber solche Umlagerungen sind stets mit Unkosten verbunden, die im Interesse der deutschen wie auch der spanischen Wirtschaft besser vermieden würden. Deutschland steht nämlich im spanischen Einfuhr- und Ausfuhrhandel hinter England an zweiter Stelle, an dritter und vierter Stelle erst folgen die Vereinigten Staaten und Frankreich. Ungekehrt ist auch Spanien ein ausgezeichnetes Absatzgebiet für deutsche Erzeugnisse, in erster Linie für Industrie- waren, als da sind Maschinen aller Art, Kraftwagen, Chemikalien, Papier, Farben, Tinte, Eisen, Stahl, wissenschaftliche Apparate, Glas und vor allem künstlichen Dünger. Die Nationalwirtschaften Spaniens und Deutschlands ergänzen sich glücklich, da Spanien in erster Linie Agrarland mit einer noch sehr jungen und unausgeglichenen Industrie ist, während Deutschland als Industriestaat seine hochwertigen Fertigwaren zur Verfügung stellen kann. So war es denn kein Wunder, daß Spanien im deutschen Außenhandel ebenfalls eine hervorragende Stellung inne hatte. Es nahm uns im ersten Halbjahr 1936 für fast 50 Millionen RM. Waren ab, während wir im selben Zeitraum für fast 80 Millionen RM. aus Spanien einführten, lieber das Apfelsinenproblem hinaus hat der spanische Bürgerkrieg also auch viele andere Fragen des gegenseitigen Warenaustausches aufgeworfen, über deren Lösung sich einstweilen sichere Voraussagen noch nicht machen lassen. Man darf nur hoffen, daß einer baldigen Liquidierung des Bürgerkrieges auch eine baldige Liquidierung der wirtschaftlichen Verkehrsstockung folgen wird. Es gibt wahrlich schon genug Störungselemente im internationalen Handelsverkehr. Politik am Polarkreis. Von unterem H. E.-Äerichterstatter. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Reykjavik, August 1936. Die Scheinwerfer der Weltpolitik und der Weltpresse fallen kaum je auf die seltsame Insel im Nordmeer. Fast ein Jahrtausend lang war I s - land ganz in der Nacht der Vergessenheit versunken. Deshalb ist es, trotz vieler Reisebeschreibungen, auch heute noch ein Land der Überraschungen in mancher Hinsicht. Seine Naturphänomene stehen in jedem Schulbuch verzeichnet, aber sein politischer Zustand im weitesten Sinne ist überall unbekannt. Und doch sollte gerade diese Seite des isländischen Lebens der deutschen Aufmerksamkeit nicht entgehen, da sich die Wellen der großen geistigen Bewegungen, die heute durch die Völker aller Erdteile fluten, an der fernen Steilküste Islands um so eindrucksvoller brechen, als das Wesen von Land und Volk noch nicht so ab- geschliK'fen ist durch den internationalen Betrieb wie in den meisten anderen Erdgegenden. Die kleinste Südseeinstl, die unaussprechlichste der chinesischen Provinzen wird in den Zeitungen öfter genannt als das germanische Island, denn Island liegt abseits der politischen Kraftlinien. Es lohnt sich aber, die Ausläufer des großen Geschehens hier zu beobachten, wie sie durch den Zu-' jammenpraU mit der einheimischen Art beide Welten um so krasser in Erscheinung treten lassen. Was den aus Deutschland kommenden Reisenden meist zuerst auffällt, wenn sie durch die Straßen Reykjaviks bummeln, das sind in erster Linie d i e Isländer s e l b st, deren äußere Aehnlichkeit mit dem deutschen Typus unverkennbar ist, und das sind in zweiter Linie die isländischen Polizisten. Die Hüter der öffentlichen Ordnung, in schneidige blaue Uniformen nach englischem Muster gekleidet, stechen hervor durch ihr gutes Aussehen, ihre große stattliche Figur, ihre straffe Haltung, ihre liebenswürdige Bestimmtheit, mit der sie den nicht unerheblichen Autoverkehr regeln und alle sonstigen polizeilichen Obliegenheiten einer europäischen Hauptstadt erledigen. Gut ausgebildete Polizisten gibt es schließlich auch anderswo, und der fremde Besucher ist sich zunächst nicht klar darüber, warum gerade diese „Schupos" einen so starken Eindruck auf ihn machen, bis er schließlich erfährt, daß Island ein Staat ohne Soldaten, ohne Waffen und Wehr ist! Warum auch nicht? Kriegsgefahren sind kaum zu erwarten, und die nicht überreichlichen Staatseinkünfte können besser für andere Zwecke als für die kostspielige Unterhaltung eines stehenden Heeres verwandt werden. Die Elite der waffenfähigen Mannschaft, soweit sie Freude an einem militär- ähnlichen Dienst hat, erscheint daher in der Polizeitruppe. Man könnte glauben, daß dies den isländischen Bedürfnissen vollauf genügt. Viele Isländer sind jedoch gegenteiliger Ansicht, und selbst ein junges Mädchen, mit dem ich über diese Frage sprach, vertrat energisch die Meinung, daß eine Wehrpflicht, zumindest aber eine Art Arbeitsdienstpflicht notwendig sei. Aus erzieherischen, sozialpolitischen Gründen und auch ^Nun ist zwar die isländische Arbeitslosigkeit nicht sehr hoch, und an militärische Konflikte ist wohl auch nicht zu denken, aber solche Forderungen aus der Mitte des Volkes zeigen doch, wie einerseits die großen Krisenprobleme und Gesundungsideen der Welt auch die einsame Nordmeerinsel in ihren Bann geschlagen haben, und wie sehr anderseits der germanische Wehrgedanke im isländischen Volke, trotz eines tausendjährigen äußeren Fn^ dens, lebendig geblieben ist. Der stille Wunsch nach einer eigenen Wehrmacht entstammt auch nicht dem sonst gelegentlich spürbaren Drang, möglichst fortschrittlich zu erscheinen, sondern der wechselnden Geschichte des isländischen . Fre.heüskampfes und dem Wesen der Rasse, wie ja auch heute noch die Gesolgschafts- und Heldenlieder der Saga-Zeü mcht Unter den Südfrüchten ist in Deutschland die spanische Apfelsine mit Recht sehr beliebt, und manche Volksgenossen mögen sich schon die besorgte Frage vorgelegt haben, ob sie in diesem Herbst und Winter auf den Genuß der begehrten Früchte verzichten müssen. Nun, ganz so schlimm wird es wohl nicht werden. Die spanische Orange wird vorzugsweise in solchen Gebieten angebaut, die von den Kämpfen und anarchistischen Ausschreitungen verhältnismäßig wenig berührt wurden. Außerdem ist die Landbevölkerung, auch die Landarbeiter- schaft, im allgemeinen in die kriegerischen Auseinandersetzungen nicht so sehr verwickelt wie das städtische Proletariat. Die Drangenernte kann unter diesen Umständen ziemlich vollständig eingebracht werden, ihre Verfrachtung freilich ist gegenwärtig noch in Frage gestellt, da Handel und Wandel völlig ins Stocken geraten sind und vor allem die Ausfuhrhäfen fast allen Warenverkehr eingestellt haben. Man muh jedoch hoffen, daß der Bürgerkrieg bald zu einem Ende gebracht wird und daß dann auch unter gesicherten Verkehrsverhält- nissen der Abtransport der Apfelsinenernte erfolgen kann. Als hauptsächliche Ausfuhrzeit für Drangen kommen die Monate Dezember bis April in Betracht. Die Apfelsine nimmt unter den Waren, die wir aus Spanien beziehen, den ersten Platz ein. Deutschland kaufte im Jahre 1935 für 48 Millionen Mark, in den ersten sechs Monaten dieses Jahres für 40 Millionen Mark. Es ist daher für die spanisch* Wirtschaft von großer Wichtigkeit, sich dieses Absatzgebiet zu erhalten. Deutschlano ist a, her Apfelsinen auch Abnehmer für eine Reihe spanischer R o h st o f f e, unter denen vor allem Eisen- und Kupfererze, Blei, Quecksilber, Kork, Holz für die Sperrholzindustrie und Lammfelle für die Anfertigung von Handschuhen zu nennen sind. Da gerade der Besitz des Bergwerksgebiets (Asturien) besonders hartnäckig von den beiden Bürgerkriegsparteien umkämpft wird, ist die Produktion zum Teil völlig lahmgelegt. Es ist von heit aber hat sich das kleine islänoische Volk von Anbeginn seiner Geschichte bis auf den heutigen Tag bewahrt. Man muß daher hoffen, daß die Isländer auch den Gefahren der Amerikani- f i e r u n g, die der internationale Reiseverkehr mit sich bringt, gewachsen sein werden. Möge das klassische Land der altgermanischen Kultur sich selbst und der Welt in seiner Eigenständigkeit und Selbständigkeit erhalten bleiben. Versicherung im Dienste der Volksgesundheit. Es ist bekannt, daß die Invalidenversicherung neben ihrer Aufgabe als Rentenversicherung noch in hohem Maße durch freiwillige Leistungen zu wirken bestrebt ist. Diese Tätigkeit zielt u. a. darauf hin, die großen Volkskrankheiten, aber auch die sogenannten Berufskrankheiten zu bekämpfen. Da von 66 Millionen Einwohnern des Reichsgebiets 13,5 Millionen, also mehr als ein Fünftel, in der Invalidenversicherung zusammengeschlossen sind, so gewinnt diese Seite ihrer Tätigkeit immer größere Bedeutung. Es ist von den Sozialpolitikern lebhaft bedauert worden, daß gerade in der Krisenzeit dieser Zweig der Aufgaben stark zurücktreten mußte, weil die Invalidenversicherung mit Fehlbeträgen arbeitete. Die Gesundung des Wirtschaftslebens hat auch der Versicherung wieder größere Beiträge zugeführt. Sie war dadurch in der glücklichen Lage, im Jahre 1935 nicht weniger als 50Millionen Mark für die Zwecke der freiwillige« Gesundheitsfürsorge auszugeben. Es ist zu hoffen, daß dieser Betrag in den nächsten Jahren noch erhöht werden kann. Im Jahre 1935 kam die Wohltat der ständigen Heilbehandlung über 200 000 Pekfonen zugute. Im Vordergründe standen die Ausgaben für den Kampf gegen d i e Tuberkulose und die Geschlechtskrankheiten. Allein für die Bekämpfung der Tuberkulose wurden 18,8 Millionen Mark ausgegeben. Auch gegen d i e Krebskrankheit, ferner gegen Zuckerkrankheit, Erschöpfungskrank- heilen, sowie gegen Alkoholmißbrauch hat die Versicherung segensreich gewirkt und die Z a h n- behandlung unterstützt. Besondere Anerkennung verdienen die Leistungen der Invalidenversicherung aus sozialem Gebiet. Rund 544 Millionen RM. sind für gemeinnützige Zwecke angelegt worden, diese Summe ist 1935" um fast 17 Millionen gestiegen. Die Mehrzahl der Versicherungsanstalten hatte noch mittelbar dem Wohnungsbau sehr erhebliche Mittel zugeführt, indem sie Pfandbriefe der verschiedensten Pfandbriefanstalten und Pfandbriefämter mit der Auflage beschaffte, den Gegenwert für den Wohnungsbau innerhalb der Bezirke der einzelnen Versicherungsanstalten zu verwenden. Am Schluß des Jahres 1935 erreichten die Geldmittel die feit dem Beginn des Jahres 1925 auf diese Weise zu- : gunften einer mittelbaren Wohnungsfürsorge angelegt sind, trie Höhe von 138,7 Millionen RM. Der Durchschnittszinsfuß betrug bei den für gemeinnützige Zwecke gegebenen Darlehen etwa 4,3 v. H., für die bis Ende des Jahres 1935 getätigten Ge- famtaufroenöungen etwa 4,6 v. H. für den Bau von Arbeiterwohnungen wurden in die - fern Jahre 13 Millionen RM. als Darlehen bewil- ligt. Auch für Ledigenheime, Volksbäder ufw. sind erhebliche Summen ausgegeben worden. Es ist klar, daß auch die der Versicherung gehörenden Anstalten gute Dienste für die Heilbehandlung geleistet haben. Es sind nicht weniger als 59 Lungenheilstätten und 61 Genesungsheime, Erholungsheime und ähnliche Einrichtungen vorhanden. yetuuyiuiuiei öunmiuy, unu y lebten, wiederholt sich jede Woche, das ganze Jahr bildet. Endlich, nachdem man stundenlang getäfelt und abt des not F) Uet)er; &je langen Essenspausen mit einer halbgeflüsterten unserer 6 hatten kaufen > Unterhaltung gefüllt hat, beginnt der Tanz. Die Dlympia-Zeum^^^ zu | Melodien sind deutsch oder wienensch, und wenn em- acht, festlich angetan wie bei einer Hochzeit und — man muß schon sagen —: „absolvierten" das große Samstag-Diner des Gasthofs „Zu den drei Kronen". Aber gründlich, wie wir Deutschen nun einmal sind, vergewisserten wir uns, daß auch bestimmt heute nicht etwa ein Nationalfeiertag war, nicht einmal das Amtsjubiläum des Herrn Bürgermei- armen jungen Kellnerinnen waren heute so gehetzt wie sonst nie. Unaufhörlich liefen sie hin und her, denn allein das Vorgericht, das „Smörgasbrod!" - bei uns als „Schwedenplatte" bekannt — forderte wirt äußerst wichtig genommen, man läßt sich Zeit und ißt mit Genuß. Die kalte und rauhe Witterung von neun Wintermonaten erfordert das. Das gilt selbst für das Morgenfrühstück des kleinen Angestellten, der pünktlich in seinem Büro erschemen muß. Hier aber, bei diesem Diner der kleinen Stadt wird die Mahlzeit zu einer Orgie der Behaglichkeit und des Genießens. Und hier hat man doch auch einmal Gelegenheit, sein „Neuestes" anzuziehen, das man sich unlängst aus Stockholm, aus Göteborg, aus Oestersund oder aus Boden hat kommen lassen. Oben, im großen Saal der „Drei Kronen" hat der Handwerkerverein ein festliches Zusammensein. Man feiert den wohlgelungenen Verlauf einer Ausstellung, die, so hofft man, neuen Aufschwung bringen wird. Nach dem Besuch der Landleute zu urteilen, die in großen Mengen herbeigestromt waren, ist ja doch wohl anzunehmen, daß auch em klingender Erfolg einsetzen wird. Auch hier oben sitzt man enggedrängt an schmalen Tischen, und wir kommen gerade noch zurecht, um einige Studien über den vielumstrittenen Alkoholverbrauch zu machen. Auch hier hat man, wie überall in Schweden, sich das Recht auf Bestellung von Wein oder Likör durch ein vorangehendes regelrechtes warmes Essen erkaufen müssen. Aber damit sind die Geldbeutel der kleinen Handwerksmeister offenbar für heute so ziemlich geleert! Hier und da zwar eine kleine Flasche Schwedenpunsch, an der noch dazu die befreundeten Tischnachbarn mitschmarotzen, im allgemeinen aber begnügt man sich mit dem Kaffee, der den Abschluß der Speisenfolge in Frankreich: der. sters oder Stadtkämmerers. Nein, es war ein ganz Es ist m Schweden ahnUch wie - >1 töl)n|id)er Samstag, und was wir sahen und er- Auslander, der m war und nu m er> » wiederholt sich jede Woche, das ganze Jahr umsa,senden Begr.sf °°n sranzoIM°m be„= hindurch. halten zu haben, irrt ebenlo w Stock- Die armen jungen Kellnerinnen waren heute so Reisende, der °°n Ostskandmaoien gef)efet roie sonst nie. Unaufhörlich liefen sie hin und Holm, allen alls noch Goteborg und » i v ^^^icht, das „Smorgasbrod! fälle k-nneng-lernt hat. S'ch«- '"^Dten Er -l____________..... schwedisches Leben an regsten schwedischen das Abtragen von mindestens zwei Dutzend Tellern ist sozusagen konzentrierter Abglanz sty n jedem Tisch. - Jede Mahlzeit in Schweden Wesens, aber genau so wie man oen u i ^°^ch ‘ ‘ ........ ---- am sichersten in der Provinz ff Järjedalen hier. In Holland und in ^amttonb, m man und im Werrnland ober wo e f f ' $ immer das Typische, das Unbeeiistlußte^ d 1 ^im ist Gleichbleibende, denn ne Ferst nacy weit und nicht eben billig für i»ertnei n^, kleinen Städte wohnt, die,fe™ & Postauto er- linien liegend, zum Teil nur mit Dem 4> ' reicht werden können. «»„♦..rfAnnbeiten, die die Aber abgesehen von den Natursch y^.^^ QU5s Umgebung dieser lieblichen l 6tuöium5 der zeichnen, verlohnt ihr Besuch . in vielem sehr Menschen willen, die uns Deutschen. sonderen verwandt erscheinen und dennoch y Lebensstil haben. ^nnnrhmittag einen Spa- Als wir für den Samstagnachm u 9^ putzen ziergang vorschlugen, einen, enden können in einem ländlichen Wirtshaus hatte^ henteni)en (|o stellten wir, °n Wochenende vor», da Deutschen uns em chwedsich Änderung. „Schade, gab es Kopsschutteln unö «er ry ef(en tn nein, aber heute abend smd w , Man muß den .Drei Kronen'! -eut ist >a « und sehen, daß man einen gu en p « uni) am besten zum Friseur vorher, U"d Umzieh Kommen Sie ist man schon g°g°n J §ausl" , doch auch! Kein Mensch 's ,^".sammelt und allesamt ' n der Tat, warm °lle oersam , einfach nicht w,ederzuerk-nn • ber Fstcherel- besilzer mit feiner ruudl'An Töchtern, der konsulent mit «einen großen ° , Kolonialwaren- Zahnarzt und der ®D"°br' $u4[abens, bei dem wir Händler und der Besitzer de Schwedens in dieser kleinen Stadt oes ,n.r6i|h(, unö Heber- am Vormittag A ttoncn®<5ie all“ faßen eng gr----- Schwedische Provinz. Von unserem 6 «. v K -Korrespondenten. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Stockholm, Ende August 1936. mal ein Walzer die modernen Weisen ablöst, dann erheben sich auch die älteren Semester und drehen sich im Kreise. Genau wie bei uns. Aber das Bier fehlt, und das ganze Drum und Dran der Theke, das Lachen der vom Alltag und von der „besseren Hälfte" losgelösten trinkfesten Männer; und unten, wo die Honoratioren sitzen, fehlt die Bar. Dennoch ist man auf seins Art froh und vergnügt, nur lebt man in Schweden nach anderem Rhythmus als bei uns. Ein junges Mädchen kommt von einem Nachbartisch zu uns herüber. Sie ist Deutsche und hat gehört, daß wir Landsleute sind. Was sie hier mache in dieser kleinen fernen Provinzstadt, fragen wir sie. Da leuchten ihre Augen. „Durch den Ferienaustausch hergekommen", sagt sie, und jetzt gesellt sich ihre gleichaltrige schwedische Gastgeberin zu ihr, mit der sie vor ein paar Wochen aus Thüringen herkam. „Sechshundertfünfzig deutsche Schülerinnen sind in diesem Sommer wieder in Schweden und ebenso viele Schwedinnen waren bei uns, und es ist fein hier", sagt das deutsche Mädel, und der ganze Tisch, an dem sie saß, blickt zu uns herüber. Werden die fremden Deutschen zufrieden sein mit den Berichten ihres Feriengastes? Ja, sie sind es, denn hier wie auch sonst überall sind Gastfreundschaft und Verantwortungsgefühl für die deutschen Feriengäste noch genau so vorbildlich wie sie es in und nach den Jahren der deutschen Kriegsnot waren, da Schweden zum Asyl für viele Tausende hungernder und unterernährter Kinder wurde, eine Liebestat großen Stils mitfühlender Herzen, die nie vergessen werden wird. Und hierbei hatte sich gerade die schwedische Provinz hervorragend beteiligt. — Es lohnt schon, diese guten Menschen ein bißchen näher kennenzulernen. König Markes schloß. Schloß Dore, ein vorgeschichtlicher befestigter Platz an der südlichen Küste von Cornwall, erregt seit längerem größeres Interesse, seitdem der verstorbene Professor Loth in dieser Gegend das Land des Königs Markes aus der Arthuslegende wiederzuerkennen glaubte. In den letzten Wochen hat nun der englische Archäologe Radford Ausgrabungen an dieser Stelle unternommen und festgestellt, daß die Niederlassung in graue Vorzeiten zurückreicht. Es sind noch Heberreste einer frühen Besiedlung m der Zeit von 250 v. Chr. bis 100 n. Ehr. gesunden worden, in der Hauptsache Scherben, graue Steinpflaster und eine große Reihe Löcher für Pfahle. Aus den letzteren hofft man den Grundriß eines hölzernen Palastes feststellen zu können, der in das 4., 5. oder 6. Jahrhundert n. Chr. gehört, und daher das Schloß des Königs Marke gewesen sein könnte. Leider ist es unwahrscheinlich, daß noch viele andere Funde gemacht werden, die mit Sicherheit als zu diesem Schloß gehörend angesehen werden könnten, weil der Boden sehr nahe der Oberfläche liegt und daher durch Pflügen sehr gestört worden ist. Der Palast würde etwa ähnlich denen sein, die in den frühen Walliser Legenden geschildert werden, ein großes Gebäude von 30 Meter Länge und 12 Meter Breite, das die große Halle des Häuptlings enthielt. Die Zahl der Löcher ist aber so verwirrend groß, daß eine Rekonstruktion schwierig ist. Das Schloß wird von zwei Wällen beschützt, an deren Ostseite der Eingang liegt, an dem wahrscheinlich die Räume für die Wachen und Baracken gelegen haben. Ein Graben, der an dem äußeren Eingang gezogen ist, reicht bis zu dem Niveau der frühesten Siedlung herab und liefert eine schöne Auswahl von Töpferwaren. Knigge bei den Antipoden. Der Präsident des Parlaments von Neuseeland hat in den Wandelgängen des Hauses in Wellington eine Liste von Ausdrücken und Redewendungen anschlagen lassen, die in Zukunft einen Ordnungsruf für die Redner, die sie anwenden sollten, "zur Folge haben werden. Es sind nicht roeni» ger als fünfhundert solcher verpönter Ausdrücke auf die Liste gesetzt. Man hat sie zusammengestellt, indem man die offiziellen Parlamentsberichte aus den letzten drei Tageszeitungen durchsah und alles aufschrieb, was einem Knigge nicht hätte gefallen können. Unter den mit dem Ordnungsruf bedrohten Wörtern befinden sich an erster Stelle mit die Folgenden: „Feiger Kerl", „Lügner", „Räudiges Schaf", „Shylock", „Politisches Chamäleon", „Brutaler Autokrat". Zu diesen Schimpfwörtern gesellen sich folgende Redensarten, die allerdings von einer gewissen Nervosität der Redner, die sie gebraucht haben, zeugen: „Es bleibt uns nur noch übrig, ein Halsband zu tragen wie die Wachhunde." „Ihre Herzen haben die Größe und die Dauer von Kichererbsen." „Der geehrte Redner gegen diese Sache ist die Schande der schottischen Rassel „Verglichen mit der Regierung, war Judas Jschariot ein Gentleman." Diese Ausdrücke, denen sich also nahezu 500 gleichwertige anreihen, gelten als unvereinbar mit der Würde eines Parlamentariers von Neuseeland. „Sie haben 30000 Mark gewonnen!" Das hört man gern, aber selten. - Vier Mecklenburger waren die Gewinner. Während der Ziehungstage der Preußisch-Süd- deutschen Klassenlotterie flammt in Millionen deutscher Volksgenossen ein stilles Hoffnungslämpchen: Vielleicht kommt mein Los diesmal mit einem Gewinn heraus? — Fiebrig schlagen die Losinhaber dann jeden Abend die Zeitung auf und lassen den Blick aufgeregt durch die Zahlenreihen der tzrohen Gewinne wandern. Sie haben ihre Losnummer zwar so genau im Kopfe, daß sie die sechsstellige Zahl im Schlafe hersagen können, aber beim Studieren der Gewinnauszugliste vergleichen sie doch immer wieder die Zahlen der hoch herausgekommenen Lose mit ihrer Nummer. Ebenso schlägt ihnen das Herz bis zum Halse, wenn im Rundfunk die größten Gewinne bekanntgegeben werden. Es ist eben eine aufregende Sache das Lotteriespiel. Oder würden Sie kalt bleiben, wenn Ihr Los mit etlichen tausend Mark gezogen würde? Bei der Ziehung der 5. Klasse der Preußisch- Süddeutschen Staatslotterie fiel vor einigen Tagen einGewinnvon300000Mark auf die Losnummer 101896. Das Los wurde in beiden Abteilungen in Achteln gespielt. Der Staatliche Lotterieeinnehmer in Mecklenburg, zu dessen Vertrieb die I. Abteilung dieses Loses gehört, hat vier in seiner Nähe wohnende Gewinner persönlich benachrichtigt und erzählt darüber, wie die Glücklichen die Freudenbotschaft ausgenommen haben, folgendes: Zunächst führte mich der Wegzu einem alten Rentnerpaar, das in bescheidensten Verhältnissen lebt und ein Pflegekind mit aufzieht. Der Mann stutzte, als er gefragt wurde, welche Losnummer er spiele. Warum fragt mich der Lotterieeinnehmer noch einmal?, mochte er bei sich denken. „101 896 spiele ich", sagte er, und seine Stimme war etwas unsicher vor hoffender Erregung. „Nun, da kann ich Ihnen mitteilen, daß Sie 30 000 Mark gewonnen haben!". Ungläubig wiederholte der Mann djse große Summe, und dann wußte er sich vor Freude nicht mehr zu halten. Tränen schwammen ihm in den Augen, als er rief: „Da kann ich wenigstens der Wohlfahrt das zurückzahlen, was sie mir alles gegeben hat! Nun brauche ich nicht auf Armenkosten beerdigt zu werden. Das war mir der schrecklichste Gedanke seit Jahren, denn wir haben früher gute Tage gesehen." Ich ließ das alückstrahlende alte Paar allein in seiner unerwarteten Freude und ging zu dem nächsten Gewinner, einem verheirateten Kellner. Als seine Frau die Botschaft gehört hatte, stürzte sie ins Schlafzimmer, riß ihr schlafendes Kind aus dem Bett und küßte es wie außer sich ab. Einen wahren Freudentanz führte die Frau auf. Der Mann konnte es noch kaum fassen. „Was werden Sie mit dem Geld tun?" „Ja, da werde ich mir wohl ein eigenes Lokal kaufen und mich selbständig machen. Darnach hatte ick schon immer gestrebt, hatte aber die Hoffnung beinahe aufgegeben. Nun soll es wahr werden? Nein, ist das ein Glück!" Der dritte Gewinner hatte zwei Achtellose gespielt, also gegen 60 000 Mark gewonnen. Er besitzt ein Pensionshaus in einem Ostseebad und schlägt sich schlecht und recht durchs Leben. Es war am zeitigen Nachmittag, als ich ihn aufsuchte. Der Mann sank geradezu in den nächsten Stuhl, und sein Verstand schien stillzustehen, als ich die Zahl 60 000 genannt hatte. „Wollen Sie es denn nicht auch Ihrer Frau sagen?" — „Nein, nein, ganz unmöglich! Die hat letzt noch mit Essenkochen zu tun, und wenn sie das erfährt, läßt sie womöglich alles stehen und liegen, und meine Gäste bekommen nichts zu essen." — „Sie haben doch eine Tochter. Was wird die wohl mit dem Geld anfangen, das Sie ihr doch gewiß von dem großen Gewinn abgeben?" — „Meine Tochter, tja, die ist Sekretärin, 26 Jahre ist sie im Sommer geworden, da wird sie sich wohl etwas für die Aussteuer anschaffen wollen. Wäsche hat sie, glaube ich, schon genug, aber wegen der Möbel hat sie sich schon lange den Kopf zerbrochen. Nun kann sie ja gleich kaufen gehen!" — „Und Ihr Sohn, der Tischler?" — „Mein Walther, nun, der macht bald seine Meisterprüfung; da wird er sich eine Werkstatt kaufen wollen, um selbständig zu werden." — „Na schön, und Sie selbst, was haben Sie vor?" — „Ach, das muß ich natürlich erst noch genau bedenken. Wahrscheinlich werde ich mein Haus vorrichten und etwas vergrößern lassen. Fest steht allerdings schon eins: Im nächsten Sommer lasse ich zehn Arbeitsopfer, zehn kinderreiche Mütter und zehn bedürftige Kinder ein paar Wochen umsonst bei mir wohnen. Das kann ich der NSV. schon heute versprechen. Und am Winterhilfswerk kann ich mich nun endlich so beteiligen, wie ich es schon längst gern getan hätte." Nun blieb noch ein Hofbesitzer in einem kleinen Dorfe. Ich traf nur seine erwachsenen Kinder an. Sie hatten die Losnummer nicht im Kopfe und machten sich daher in fliegender Hast darüber, das Los zu suchen. In der Aufregung, denn sie ahnten schon etwas ganz Besonderes, konnten sie das unscheinbare Los natürlich nicht gleich finden. „Ach, das hat Mudding oben in der Kommode im Geheimfach!" Tatsächlich, dort war es. Und nun die wunderbare Mitteilung. „Oh, wie ist das möglich?", brachte die Tochter nur gedehnt über die Lippen. Dann weinte sie vor Freude, während der Sohn erst ganz aus dem Häuschen war und dann recht still wurde. 30 000 Mark! 30 000 Mark! Schließlich sagte er mit innerer Befriedigung: „Nun können sich die Eltern in Ruhe auf ihr Altenteil zurückziehen." So erlebte ich viermal, wie in stillen und arbeitsamen mecklenburgischen Häusern plötzlich riesen- große Freude und Ueberraschung einkehrte. Und so wie diesen vier Gewinnern kann es jedem anderen eines Tages auch gehen, der auf das Glück bauend in der Staatslotterie spielt. Oberheffen. VHE -Gedenkfeier auf der Herchenhainer Höhe. 3) Herchenhain, 6. Sept. Wie alljährlich, so fand auch in diesem Jahre an dem V H C. - Ehrenmal auf der Herchenhainer Höhe eine Gedenkfeier zu Ehren der im Weltkriege gefallenen VHC.-Brüder statt. Um den Mitgliedern Gelegenheit zu geben, noch an dem Bergturnfest auf dem Hoherodskopf teilzunehmen, wozu die Wanderer von den Turnern eingeladen worden waren, wurde die Feier von 14.30 Uhr auf 11 Uhr verlegt. Trotz des sehr nebeligen, regnerischen Wetters war eine sehr stattliche Zahl DHCer auf der Höhe erschienen, die gefallenen Brüder zu ehren. So war allein der Gießener Zweigverein in einer Stärke von 38 Leuten angewandert, die Frankfurter kamen in einem Kraftwagen mit ebensoviel wackeren Mitgliedern, auch Darmstadt, Mainz, Hanau, Offenbach, Fulda, Lauterbach, Büdingen, Schotten, Hungen, Herbstein u. a. waren vertreten. Die zur Zeit im Vater Bender-Heim weilenden Primanerinnen aus E s ch w e g e eröffneten die Gedenkfeier mit einem geeigneten Liede. Dann legte Rektor Ludwig Sern (Offenbach a. M.), Mitglied des VHC.-Führerrats, mit der Mahnung „Vergiß, mein Volk, die teuren Toten nicht, und schmück' auch ihre Stätte mit dem Eichenkranz!" im Namen des Vogelsberger Höhenklubs einen großen Kranz an dem Ehrenmale nieder, der auf den Hakenkreuzschleifen die Inschrift trug: „Der VHC. seinen gefallenen Brüdern." In der Ansvrache wies der Redner auf die großen Opfer hin, die von unseren braven Feldgrauen im Weltkriege gebracht worden sind, und forderte auf, zu gleicher Pflichttreue gegen Heimat und Vaterland. Die Fahnen senkten sich unter dem Klange des gemeinsam gesungenen Liedes „Ich hatt' einen Kameraden". Nach dem Vortrag von zwei an passenden Stellen eingelegten Gedichten („Totenehrung" von Hch. Anacker und „Den toten Helden" von Heinz Kübting) durch Anneliese Sern (Offenbach a. M.), sprach der Redner von Deutschlands größtem Frontsoldaten, dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler, der in seinem unerschütterlichenGlauben an das deutsche Volk unserem geliebten Vaterlande durch zähen, unbeugsamen Willen wieder Ehre und Ansehen zurück- gewonnen und erkämpft hat im Rate der Pölker, nicht nur Europas, sondern der ganzen Welt. So fand die Gedenkfeier am VHC.-Ehrenmal mit einem durch ein jubelndes „Sieg-Heil" zum Ausdrucke kommendes Gelöbnis und den Deutschlandliedern einen weihevollen Abschluß. Der Erweiterungsbau des Klubhauses auf dem Hoherodskopf. z S ch o t t e n, 7. Sept. Mit den Ausschachtungsarbeiten für den Erweiterungsbau d e s alten Klubhauses auf dem Hoherodskopf ist nunmehr durch den Bauunternehmer R ö tz e l, Breungeshain, begonnen worden. Man hofft, den Anbau noch vor Eintritt des Winter- wetters unter Dach und Fach zu bringen. Dank der Opferwilligkeit der Mitglieder des Vogelsberger Höhenklubs ist bis jetzt aus freiwilligen Spenden der Betrag von 7213,50 Mark für den Umbau aufgebracht worden, und es ist bestimmt zu hoffen, daß der für den Erweiterungsbau erforderliche Restbetrag auch noch durch eifrige Tätigkeit in den Zweigvereinen zusammenkommt. Wenn durch den beabsichtigten Anbau auch nicht die Zahl der Unterkunftsräume für Uebernacktungen vermehrt wird, so wird doch wenigstens der Raumnot für den durch die neue Autostraße außerordentlich gesteigerten Tagesverkehr sowie bei dem Andrang an Skitagen, Vereins- und Schulausflügen, „Kraft- durch-Freude"-Fahrten u. a. vorläufig abgeholfen. Landkreis (Dießen * Großen-Linden, 7. Sept. Am Samstagabend stießen hier an der engen Stelle der Frankfurter Straße ein Lastzug und ein Personenauto mit den Seiten leicht zusammen. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden, Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt. * Steinbach, 7. Sept. Am gestrigen Sonntag gegen 18.30 Uhr stieß hier an der scharfen, unübersichtlichen Kurve der Ortsdurchfahrt der in Oppenrod beschäftigte Landhelfer Franz Wahl aus Essen, der auf seinem Fahrrad fuhr, mit einem Personenauto aus Gießen zusammen. Der Radfahrer kam zum Glück mit einigen Prellungen davon, er mußte aber von der Gießener Sanitätskolonne nach der Gießener Klinik ver- bracht werden. ch Mainzlar, 6. Sept. Gestern wurden in unterer Gemeinde die Zwetschen versteigert. Sie Bäume kosteten je nach Behang etwa 2 bis 7 Reichsmark. Kreis Schotten. )—( Ruppertsburg, 4. Sept. Heute vollendete der Landwirt Konrad Graf dahier fein 8 0. Lebensjahr. Ser Jubilar ist körperlich und geistig noch sehr rüstig und hilft im landwirtschaftlichen Betrieb seines Sohnes noch tüchtig mit. Mit ihm und feiner Familie freute sich unsere ganze Einwohnerschaft und wünschte ihm noch einen langen und gesegneten Lebensabend. Eichelsdors, 6. Sept. Sie Versteigerung der Zwetschenernte erbrachte unserer Gemeinde einen guten Erlös. Ser Zentner Zwetschen stellte sich am Baum auf etwa 3 Mark. * Eichelsdorf, 6. Sept. Sie Mitglieder der hiesigen NS.- Frauenschaft kochten unter Anleitung von Frau Marg. H ü h n aus von der meinde zur Verfügung gestellten Falläpfeln 40 Piund Gelee für das W H W. Geleegläser und Zucker ftift». tete unsere Ortsgruppe der NSV. — Unsere tret Schulklassen lasen auf ganz kleinem Raun, binnen zwei Stunden vier Säcke Weizen« kolben. Ser Körnerertrag fließt der Ortsgruppe. Eichelsdorf der NSV. für das WHW. zu. Singe., sichts des Ergebnisses eines Nachmittags wird er- schreckend klar, welche Körnermengen alljährlich in Deutschland ungenutzt verlorengehen. Auch taucht die Frage auf, warum in Eichelsdorf die nicht Landwirtschaft treibende Bevölkerung nicht auch — wie anderswo — Aehren las. Kreis Wetzlar. -s- W i ß m a r, 5. Sept. Durch die frühe Reife der Zwetschen hat die Gemeinde bereits ihre Zwet-^ schenbäume zur Versteigerung gebracht. Zahl-- reiche Interessenten hatten sich eingefunden. Es wurden annehmbare Preise erzielt. Nundfunkprogramm. Dienstag, 8. September. 6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.30: Musik am Morgen. 10: Schulfunk. 11: Nachrichten. 11.30: Bauernsunk. Grundsätze und Auswirkungen des Reichstierzuchtgesetzes. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Nach Tisch gönnt euch ein wenig Rast, seid bei Frau Musika zu Gast! Nordische Musik. 15: Volk und Wirtschaft. Fische — eine wert- volle Nahrung. Zeitangabe, Wirtschaftsmeldungen. 15.15: Das deutsche Lied. 16: Unterhaltungskonzert. 17: Lieder und Arien. 17.45: Reichsparteitag. 19: Aus Suiten und Ballettmusiken. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Bunte Unterhaltungsmusik. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.30: Unterhaltungskonzert. 24 bis 2: Nachtmusik. Wirtschaft. Vorschützung der deutschen Ernte von Flachs und Frühkartoffeln. Fwd. Im Hinblick auf die besondere Bedeutung der Flachsernte für die Fett- und Rohstoffversorgung ist tm gesamten Reichsgebiet eine Vorschützung der Ergebnisse der Flachsernte durchgeführt worden. Wie das Statistische Reichsamt mitteilt, ist 1936 ein Durchschnittsertrag von 35,7 Doppelzentner je Hektar Rohstengelflachs und 7,7 Doppelzentner je Hektar Leinsamen zu erwarten. Der Hektarertraa beim Rohstengelflachs liegt also mit 35,7 Doppelzentner um etwa 5 Doppelzentner höher als im Vorjahr. Wenn auch in den einzelnen Gebieten recht unterschiedliche Hektarerträge errechnet worden sind, so sind im ganzen gesehen diese Hektarerträge doch als recht gut zu bezeichnen. Unter Zugrundelegung der für Mitte Mai ermittelten vorläufigen Anbauflächen ist mit einer Ernte von 150 200 Tonnen Rohstengelflachs und 32 400 Tonnen Leinsamen zu rechnen. Die Rohstengelernte ist über zweimal und die Leinsamenernte fast zweimal so groß wie die Vorjahrsernten. Der Strohflachs dürfte in diesem Jahre ausreichen, um völlig den Bedarf der Leinenindustrie im Wirtschaftsjahr 1936/37 zu decken. Wie das Statistische Reichsamt ferner mitteilt, ist in diesem Jahre mit einer Ernte an Früh- fartoffeln von 1,54 Millionen Tonnen zu rechnen. Das sind etwa 200 000 Tonnen mehr als im Vorjahr geerntet wurde. In den einzelnen Gebieten ist die große Ausgeglichenheit der Hektarerträge bemerkenswert. Die Abweichungen vom Reichsdurck- schnitt find, abgesehen von kleineren Gebieten, recht gering. Nhein-Mainische Börse. Freundlich. Frankfurt a. M., 5. Sept. Nach vorbörslich etwas höher genannten Kursen war der amtliche Beginn am Aktienmarkt gegen die Kurse von gestern abend gut behauptet. Da Aufträge kaum Vorlagen, bewegte sich das Geschäft wieder in sehr engen Grenzen, später wurde es auf Teilgebieten etwas lebhafter. So bei IG. Farben, die ntit 160,13 (161) eröffneten und dann auf 160,75 erholt waren. Montanaktien lagen überwiegend freundlich, aber sehr ruhig. Harpener plus 1,25 v. H., Klöckner plus 0,90 v. H., Rheinftahl plus 0,75 v. H., die übrigen Werte gehalten. Von Elektropapieren notierten Siemens 2,65 v. H. höher mit 187,65, Licht & Kraft gewannen 1,50 v. H. auf 147,50, Felten und Gesfürel bis 0,50 v. H. fester, dagegen Schuckert mit 150,50 (151) nur knapp gehalten. Gebr. Junghans waren nach dem Rückgang voll erholt mit 98,50 (95,75). Don Zellstoffwerten erhöhten sich Aschaffenburger etwas verspätet auf 119,25 (117), nachdem bereits gestern der Berliner Kurs 119,50 war. Waldhof etwas vernachlässigt und mit 147,50 zirka (148,25) knapp gehalten. Für Sckiff- fahrtswerte bestand etwas Nachfrage bei anziehenden Kursen, Hapag 13,75—14,25 (13,25). Nordd. Lloyd zirka 14,50 (13,75). Sonst notierten'Reichsbank mit 183—183,50 (183), Südd. Zucker tnit 205 dann 207, (206), Daimler mit 119 (119,25) und Aku bet größeren Umsätzen mit unv. 64,50. Der Rentenmarkt lag bei aut behaupteten Kursen sehr ruhig. Altbesitz unv. 114,75. Im Frei- oerkehr zogen 5proz. Wiener Schatzscheine v. 1922 mit aufgedrucktem deutschen Stempel und Cupon o. 1924 bei größeren Umsätzen auf 5—6 (4) an. Von amtlich notierten Ausländsanleihen gaben 5proz. äußere Mexikaner auf 13,40 (14) nach, Ungarn Gold blieben mit 9,60 behauptet. Im Verlaufe blieb die Haltung am Aktienmarkt freundlich, bei kleinen Umsätzen wiesen die Kurse gegen den Anfana kaum Veränderungen auf. IG. Farven wieder auf gestrigem Schlußstand mit 161,25, Aku etwas schwankend mit 64,50—64,75 bis 64,50, Zellstoff Waldhof schließlich 147,75—48 (148,50). Deutsche Erdöl 1 v. H. niedriger mit 122,75. Am Kassamarkt waren Frankfurt Hof gesucht, Taxe 78 (1. K. 74), ebenso Aschaffenburger Buntpapier, Taxe 65—66 (1. K. 63). Am Rentenmarkt erhöhten sich Kommunal- Umschuldung auf 88,13 (88), sonst biteben die Anfangskurse auch hier unverändert. Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen behauptet. Von Stadtanleihen 4,5proz. Heidelberger 91 (91,50). Liquidationspfandbriefe lagen uneinheitlich, 0,65proz. schwächer lagen Hamburger mit 100,75. Von Auslandsrenten 1914er Ungarn 9,20 (9,13), 1913er 9,25 (8,90). Im Freiverkehr hatten Oesterr. Kriegsanleihe sehr große Umlätze mit 0,25 (0,15). Der Freiverkehr lag ruhig, etwas höher Kali Wintershall mit 121 (120), Ufa mit 60,75 (60), ferner Dyckerhoff dement 139,25. Tagesgeld wieder gefragt und auf 2,75 (2,50) v. H. erhöht. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 7. Sept. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 292 Rinder (13 Ochsen, 48 Bullen, 191 Kühe, 40 Färsen), 409 Kälber, 265 Schafe, 1528 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 42 bis 45 Mark, Bullen 39 bis 43, Kühe 25 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 40 bis 44, Kälber 62 bis 95, Hümmel 50 bis 62, Schafe 48 bis 58, Schweine 51 bis 57 Mark. — Marktverlauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt, Kälber, Hümmel und Schafe lebhaft. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a.M. Berlin Schlußkurs Schlußk. Abend- dürfe Schlußkurs Schlußk. Mittagbörse Schlußkurs Schlußk. Abendbörse Schlußkurs Schlußk. Mittag, börse Datum 4.9- 5.9. 4-9- 5.9- Datum 4.9. 5-9. 4.9 5-9. 5% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 4% Deutsche ReichSanl. von 1984 6%% Doung-Anleihe von 1980 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mii Auslos.-Rechten ............ 4/t% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1934, 1....... 4/?% ehem. 8% Hessischer VolkS- staat 1929 (rückzahlb. 102%) ... 4/i% ehem. 8% Hessische Landes bank Darmstadt Gold fR. 12.... b'/r% ehem. 4-/,% Hess. LcmdeS Hypothekenbank DarmstavtLiau. 4/i% ehem. 8% Darmst. Komm Landesb.Goldschuldverlchr. 91.6 Oberhessen Provinz-Anlethe mii Auslos.-Rechten ............ Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4/i% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6/2% ehem. 4'/,% Franks. Hyp. 101,25 98,2 102,5 114,75 100 98,75 97 100,9 93,4 127 119,25 97 101 100,75 97,5 95,5 109,6 3,25 9,6 8,85 8,9 14 101,25 98,25 102,5 114,75 100 98,5 97 100,9 93,4 127 119,25 97 100,75 100,9 97,5 95 109,65 3,25 9,6 9,15 9,25 13,4 — 101,25 98,2 102,5 114,65 100,13 98,5 119,5 101 97,5 95 109,7 30,5 3,3 9,6 9 91 13,75 101,25 98,4 102,5 114,75 100,1 98,5 97 119,5 100,9 97,5 95 109,7 31,25 3,3 9,5 8,9 9 13,9 4% vesgl. Sene h ............ 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4/,%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vercinh. Rente . 2 N% Anatolier ............. Hamburg-Amertka-Paket .....O Hamdurg-Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd .........0 A G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelügesellschast ... 6 Commerz, und Privat-Bank ... 4 Deutsche Bank und Disconw- Gesellschaft................ 4 Dresdner Bank.............. 4 Reichsbank ........ 12 öl.®.®...................... 0 Betula.....................8 Elektr. LteferungSgesellschaft... 6 Licht und Kraft ............. 7 Felten & Guilleaume......... 4 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 8 Rheinische Elektrizität ........ 6 Rhein. Wests. Elektr.......... 6 Schuckert L Co...... 6 Siemens L Halske............ 8 Lahmeyer & Co.......... 7 Buderus ................... » Deutsche Erdöl .............. 4 Harpener................. 2/2 Hoesch Eilen—Köln«Neuessen .. 8 Ilse Bergbau ............... 6 Ilse Bergbau Genüsse........6 Klöcknerwrrke ............... S Mannesmann-Rührea........8 7 10,2 5,9 44 13,4 13,75 114,5 122 100 98,75 98,75 183 36 152,5 126,9 146 130 135 130 151 185 139 109 123,75 128 106,25 133 109,5 105,65 7 10,15 5,975 44,25 14,25 14,13 114,25 122 100 99 99 184 36 152 126 147,5 130,5 135,4 131,75 151 187,65 139,25 109 122,5 129,25 106,75 133,5 110,4 105,65 9,4 7 10,2 6 43,65 13,65 13,9 114,75 122 100 98,75 98,75 182,65 35,9 152,13 126,5 146 130,25 134,9 131,5 151 187,5 138,25 109 123,25 128 106,9 165,5 132,5 110,25 105,5 9,5 5,95 43,5 14 39 14,25 114,25 121,5 100 99 99 183,4 36,13 152,4 126,25 147,5 130,5 134,9 131 151,25 187,5 108,5 122,75 129,5 106,5 169 133,25 110,25 105,25 6/i% ehem. 4/i% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. ... 4/i% ehem. 8% Pr. Landespfanp briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 4/i% ehem. 7% Pr. Landeepfand oüefanst., Gold Komm. Obl. 2( Steuergutsch.Berrechnungsk. 84-38 4% Oesterretchtsche Goldrente... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Staatsrente V. 1910 ai/„oz hpcni nnn 1913.......... 5% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie 1................... Frankfun a. M. Berlin Schlußkurs Schluß». Abendbörse Schlußkurs Schlußk. Mittag- börse Datum 4.9. 5-9. 49. 5.9. ManSselder Bergbau....... 6yt 149 148,5 148,5 148 Koköwerke ................ .. ti — —— 128,5 128,75 Rheinische Braunkohlen .... 12 220 — 220 Rhetnstahl................ .. 4 134 134,75 134 134,5 Bereinigte Stahlwerke...... 6/1 106 105,75 105,65 105,5 Otavi Minen ............. .. 0 32,25 32 32,4 32,13 Kaliwerke Aschersleben...... .. 5 120 119 Kaliwerke Westeregeln...... .. 6 118 118,5 117,5 118 Kaliwerke Salzdetfurth..... 1/1 174 174 174,5 I. G. Farben-Jndustrte..... .. 7 161 161,5 161 161,25 Schetdeanstalt............. .. v 272,5 272,5 — Goldschmidt .............. .. b 110,75 129 111 110,25 110,75 Rütgerswerle ............. .. 6 130 129,5 129,25 Metallgeiellschast........... .. 6 131 131 131 Philipp Holzmann......... Zementwerk Heidelberg .... Lementwerk Karlstadt....... .. 4 123,5 123,75 123,5 124 .. 7 .. 6 143 156 142,5 156 - Schultheis Patzenhofer ..... .. 4 — — 105,5 105 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. C 64,5 64,4 63,65 64,65 Bemberg................. .. 5 86 86,75 86 86,5 Zellstoff Waldhof .......... .. 5 148,25 148 147,75 146 Hellstoff Aschaffenburg ..... .. 0 —— 119,25 119,5 119,5 Dessauer Gas ............. .. 7 —— 106,5 105,9 Daimler Motoren.......... .. O 119,25 119 119,5 119 Deutsche Linoleum......... .. 8 170 170 169,5 Orenstein & Koppel ........ .. 0 —— 83,25 83,5 Westdeutsche Kaufhof....... .. 0 53,25 53 53,25 53,25 Chade .................... .. t —— — — Aecumulatoren-Fabrik...... . 12 199 198 198 — Conti-Gummi............. . 11 170,5 171 170,13 172 Grltzner....................01 Mainkraftwerke Höchst a.M... 4, Süddeutscher Zucker ........ 1O| 33 33,25 32,65 93,5 — — 207 1 — | 205,5 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2IL 4. September 5. September Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld | Ariel Geld Arief Buenos tiitc 0,700 0,704 0,700 0,704 Brüssel .... 42,04 42,12 42,06 42,14 ■Rio de Jan. 0,146 0,148 0,146 0,148 Sofia ..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen 55,94 56,06 55,94 56,06 Danzig.... 46,80 46,90 46,80 46,90 London.... 12,53 12,56 12,53 12,56 Helsingfors. 5,524 5,536 5,524 5,536 Paris ..... 16,375 16,415 16,375 16,415 Holland ... 168,90 169,24 168,87 169,21 Italien.... 19,57 19,61 19,57 19,61 Japan ..... 0,732 0,734 0,732 0,734 Jugoslawien 5,654 5,666 5,654 5,666 Oslo..... : 62,97 63,09 62,97 63,09 Wien...... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon... 11,385 11,405 11,385 11,405 Stockholm.. 64,60 64,72 64,60 64,72 Schweiz ... 81,07 81,23 81,06 81,22 Spanten... 29,97 30,03 29,72 29,78 Prag...... 10,27 10,29 10,27 10,29 Budapest .. — Reuyork ... 2,488 2,492 2,488 2,492 Banknoten. Äerlin, 5 September Geld ----Zrlef Z Amentanyche »Noten...... 2,44 2,46 Belgische Noten.......... 41,92 42,08 Dänische Noten ......... 55,74 55,96 Englische Noten ......... 12,485 12,545 Französische Noten....... 16,325 16,385 Holländische Noten....... 168,45 169,13 Italienische Noten........ Norwegische Noten ...... 62,75 63,01 Deutsch Oesterreich, t 1OO Schilling *• Rumänische Noten....... —- — Schwedische Noten....... 64,38 64,64 Schweizer Noten......... 80,88 81,20 Spanische Noten......... 28,69 28,81 Ungarische Noten......... — ßr.^ zllis üe» U^l SM i*; «1 LorbettnarcyZ etanbarten -J xSl 6f*rU*| Der AbnH 11 Septei ! tritt der N Marsch 9eli Lrandplatz, I Frankfurter I zumAhM Sie SMI fllürnbergK'0! ’ her, 12 Uf)r I 3 wiederum uni ■' durch die gleich fern Standarte ÖM unterwe Aus der ® Justus von l 60 Arbeitsdien berg zum Neid ten, mit schwer fang ihrer schi ger aus und r Unterfeldmeiste Stadt zum Ba Gesang der 2 an die Fensst sicherlich sah n Wunsch nach, sen. Kurz nad hos. Gegen 1' dienstmänner Gruppe, der gehört, fahret Straßebersba! weite ebenfall tag dieser W zurück. T NS.-Lehrert W Feuere FrcMchgch kunst im Seltersweg Lichtspielha In unser noch einmc Dienstagabk sei besonder 7l( 5a Dienstag, Saal des ßi £ Der ganze es keine Sti ditte, Sie gl seinen Stiefe und Echlamr « 9.Qr nicht ilffl Mich «MMtreter öW wieder ^schuhen e°en nötig) uhö ohne Üi Jtoeit un ?ud>. ganz btr«iun9 \ m«ifcn m yd-ndu rbeieutungst "n & Abe, Knen ,h. I l«nbtn ; f»for”m9ef SSi” sie Pe' »Die K >° $°n An w^nes ■ Nr.ZOY Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheßen) Montag, 7. September 1936 BDM.-WimpelweiheinKlosterArnsburg Der altehrwürdige Kapitelsaal in der Ruine des Kl öfters Arnsburg wor am Samstag zu spätabendlicher Stunde der Rahmen und Schau- Plalz einer Feier, die allen, die daran teilnehmen tonnten, zu einem schönen und ernsten Erlebnis geworden sein dürfte. Die Wimpelweihe des B D M. und I M. inmitten jener alten, von der Hand deutscher Künstler gestalteten Mauern, wurde in dieser Umgebung zum Sinnbild für eine verschworene Gemeinschaft und fast zu einem Rütlischwur. Das Licht der wenigen Fackeln geisterte über das alte Gemäuer, ließ die herrlichen Kapitelle wunderbar plastisch werden, bas warme Licht erfüllte die Kreuzgewölbe mit freundlich-milder Helle und brachte warmen Glanz über die vielen Mädchengesichter, die erhoben und gespannt der Feier folgten. * Die Feier fand würdigen Auftakt. Die Musikschar des Untergaues spielte eine ernste, getragene Weise, die wie ein Bekenntnis zum Edlen und Guten klang und nicht gleichgültig lassen konnte. Das Unisono der Geigen klang eindringlich und kraftvoll im Raum und half die innere Bereitschaft für die Wimpelweihe schaffen. Das von der Einzelstimme und im Chor gesprochene Wort, gesprochen in strengem Rhythmus, löste die Musik ab und gab dem Bekenntnis zu Volk, Führer und Vaterland Ausdruck; in Liedern wurde vom Sinn der Fahne gesungen. Im Wechsel des gesprochenen Wortes, der Musik und des Liedes wurde die Bedeutung dieser Feierstunde vor das geistige Auge gerückt, bis dann schließlich die Obergauführerin Else Jtiefe in sorgfältig bedachten Worten über all das sprach, was dem deutschen Mädchen an Pflicht und Opferkraft für Volk und Vaterland aufgegeben ist: Die Jugend, so sagte sie, erwarte -aus Nürnberg neuen Befehl zur Weiterarbeit. Die Jugend wolle dem Volke dienen, sie sei dem Führer dankbar, daß sie gestaltend mitarbeiten dürfe an deutschem Geschick; der Dank dafür komme in der Treue zum Führer zum Ausdruck. Die Jugend wolle ihren Weg in Treue und im Glauben zum und an das Vaterland gehen. Jeder Deutsche solle zu einem Bannerträger der Nation werden. Jedes Mädchen, das hineingeboren sei in deutsches Land, müsse seine Pflicht tun. Es sei schön, in Deutschland zu leben und Pflichten zu haben! Wir alle wollten Stufen sein, auf denen die Späteren menschenmöglicher Pollendung entgegengehen können. Das heiße: ganz dem Lande, ganz dem Volke gehören und für das Edle und Wahre zu kämpfen. Die Jugend sage „Ja!" zu solchem Kampf und werde immer kämpfen. Wo ewiger Friede herrsche, sei der Tod nahebei. Für den Kampf der Jugend solle der Wimpel Symbol sein für Reinheit, Treue und Glauben und die Fahne solle uns nie müde finden. Der Führer lebe vor, zeige, wie ein Mensch ganz einer großen Sache dienen könne, und wie man ein ganzer Mensch sein könne. Zum Schluß gedachte die Obergauführerin aller jener, die starben, damit das Dritte Reich werden konnte. Sie gedachte der Toten der Bewegung und stellte sie als Beispiele der Opferkraft vor Augen. In einer Minute des Schweigens gedachten alle der Helden des Dritten Reichs. Dann entrollte die Obergauführerin die Wimpel des BDM. und der IM. und verpflichtete durch Handschlag die Trägerin zum Einsatz für die Fahne. Ein gesungenes Gelöbnis der Treue zur Fahne, das dreifache „Sieg-Heil!" auf den Führer und das Lied der Jugend beschlossen die.Feier. Im Scheine der Fackeln rückten die Mädchen, soweit sie gegenwärtig im Sommerlager Kloster Arnsburg weilen, in die Quartiere. An der Feier nahmen Gäste aus dem Kreise der Politischen Leitung, der SA. und SS., der Hitler-Jugend, des Reichsarbeitsdienstes und der Behörden teil. Aus der Provinzialhauptstadl. Letzt tt Appell derSA-Nürnbergfahrer 21m gestrigen Sonntag waren die Nürnbera- kahrer der Brigade 147 zum letzten Appell vor Brigadefuhrer Schmidt auf dem Trieb angetreten. Um 8 Uhr meldete Standartenführer Lutter, daß die SA.-Männer der Standarte 116 angetreten seien. Ebenso auch die Führer der Standarten 222 und 254. Nach der Besichtigung folgten Exerzier- und Marschübungen in 12er-Reihen. Nach einer kurzen Mittagspause fand unter Mitwirkung des Musikzuges der Standarte 116 der Vorbeimarsch in 12er-Reihen statt. Gegen 15.30 Uhr erfolgte unter Vorantritt des Spielmanns- und Musikzuges ein Marsch durch die Kaiserallee, Ludwig- straße, Bleichstraße, Hindenburgwall, der mit einem Vorbeimarsch vor dem Brigadeführer an der Ecke Wernerwall-Bahnhofstraße sein Ende fand. Die Standarten 222 und 254 rückten anschließend in ihre Standorte ab, während die Marschteilnehmer der Standarte 116 unter flotter Marschmusik zum Standartenhof marschierten und die Sturmfahnen einbrachten. Der Abmarsch der Gießener SA. zur Fahrt nach Nürnberg erfolgt am Freitag, dem 11. September, mittags 12 Uhr, unter Vorantritt der Musik vom Standartengebäude aus. Der Marsch geht vom Standartengebäude über den Brandplatz, Sonnenstraße, Kreuzplatz, Seltersweg, Frankfurter Straße, Liebigstrahe, Bahnhofstraße zum Bahnhof. Die Rückkehr der Gießener SA. von Nürnberg erfolgt am Mittwoch, 16. September, 12 Uhr an Gießen. DerMarsch vom Bahnhof, wiederum unter Vorantritt der SA.-Musik, geht durch die gleichen Straßen wie beim Ausmarsch nach dem Standartengebäude. Gießener Arbeitsdienst unterwegs zum Reichsparteikag. Aus der Gießener Arbeitsdienstabteilung 5/222 „Justus von Liebig" traten heute Montagmorgen 60 Arbeitsdienst-Kameraden die Reise nach Nürnberg zum Reichsparteitag an. Mit blinkendem Spaten, mit schwer bepacktem Tornister, unter dem Gesang ihrer schneidigen Lieder, rückten sie vom Lager aus und marschierten unter der Führung von Unterfeldmeister Weigel durch die Straßen der Stadt zum Bahnhof. Der kraftvolle und geschlossene Gesang der Arbeitsdienstmänner lockte jederman an die Fenster und unter die Ladentüren, und sicherlich sah mancher den Marschierenden mit dem Wunsch nach, auch in Nürnberg dabei sein zu dürfen. Kurz nach 9 Uhr verließ der Zug den Bahnhof. Gegen 17 Uhr werden die Gießener Arbeitsdienstmänner in Nürnberg eintreffen. Aus der Gruppe, der das Gießener Arbeitsdienstlager angehört, fahren noch Mannschaften aus den Lagern Straßebersbach, Gladenbach und Damm mit jeweils ebenfalls 60 Mann nach Nürnberg. Am Freitag dieser Woche kehren sie voraussichtlich wieder zurück. Dornotizen. Tageskalender für TNonlag. NS.-Lehrerbund, Abteilung Höhere Schule, Fachschaft „Neuere Sprachen": 16 Uhr Sitzung der Arbeitsgemeinschaft in der Oberrealschule. — NS.- Frauenschaft, Jugendgruppe: 20.15 Uhr Zusammenkunft im Andres, Sonnenstraße. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Leise kommt das Glück zu dir". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Drei tolle Tage". Vellachim in Gießen. In unserem heutigen Anzeigenteil lädt Bellachini noch einmal zu seinem Gastspiel am morgigen Dienstagabend im Cafe Leib ein. Auf die Anzeige sei besonders hingewiesen. NG.-Lebrerlmnd, Gießen. Fachschaft II (TNädchenerziehung). Dienstag, 8. September, 14.30 Uhr im Biologie- Saal des Lyzeums Vortrag von Frl. Stud.-Ass. Karola Hirsch (Worms) über „Vordringliche Fragen der dreijährigen Frauenschule". Gäste sind willkommen. NSDAP. Ortsgruppe Gießen-Süd. Delr.: Zahlung der hilfskassenbeiträge für Oktober, November und Dezember 1936. Alle Angehörigen der SA., SS., Marine-SA., Reiter-SA und des NSKK., die im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Süd wohnen, zahlen ihren Beitrag zur Hilfskasse für die Monate Oktober, November und Dezember am: Montag, 7, September, Dienstag, 8. September, Mittwoch, 9. September, jeweils in der Zeit von 20 bis 22 Uhr im Lokal „Tannhäuser", Frankfurter Straße 83. Wer seiner Verpflichtung gegenüber der Hilfskasse nicht bis zum 18. September 1936 nachgekommen ist, wird bei der Hilfskasse in München abgemeldet und hat sich daraus entstehende Folgen selbst zuzuschreiben. NSDAP. - Amt für Bolkswohlfahrt. Ortsgruppe Gießen-Süd. Am Montag, 7., und Dienstag, 8. d. M., findet im Bereich der Ortsgruppe Gießen—Süd die Lebensmittel-Opferringsammlung durch die NS.-Frauenschaft statt. Die Einwohnerschaft wird gebeten, die Spenden bereitzuhalten. Ortsgruppe Gießen-Ost. Detr.: Lebensmittel-Opferring der Ortsgruppe Giehen-Osi. Die Sammlung wird am Dienstag, 8., und Mittwoch, 9. September, von der NS.-Frauenschaft durchgeführt. Die Mitglieder wollen die Pfundpäckchen bereithalten und die Mitgliedskarte zur Eintragung vorlegen. Der Jnhall der Päckchen ist außen sichtbar anzugeben. Wertzuwachssteuer unter 50 Mark nicht zu zahlen. Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — hat eine Bekanntmachung über die Erhebung der Wertzuwachssteuer erlassen, nach der § 21 Abs. 4 der Mustersatzung über die Erhebung einer (Jnfla- tions-) Wertzuwachssteuer und § 23 Abs. 3 der Mustersatzung über die Erhebung einer allgemeinen Wertzuwachssteuer gleichlautend folgende Fassung erhalten: „Steuerbeträge, die im ganzen unter 50,— Reichsmark bleiben, werden nicht erhoben.". Schönheit am Schienenstrang. Der Wettbewerb zur Verschönerung der Bahnanlagen. Der alljährliche Wettbewerb der Deutschen Reichsbahn zur Verschönerung der Bahnanlagen durch Blumen- und Grünschmuck hat im Bereich der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. diesmal die Bewerber in besonders großer Zahl auf den Plan gerufen. Von den einzelnen Betriebsämtern im Direktionsbereich liegen in die Hunderte gehende Anmeldungen zur Prämiierung vor. Von den Fahrdienstleitern der Bahnhöfe bis zu den Schrankenwärterposten auf der Strecke hat sich alles diesmal besonders eifrig bemüht, den Reisenden die Bahnanlagen im schönen Blumen- und Grünschmuck zu zeigen. Die mehrere Hunderte bei der Direktion eingegan- genen Anträge auf eine Auszeichnung werden derzeit geprüft. Aus dem Betriebsamt Betzdorf liegen allein über 100 Anmeldungen vor, ebenso auch aus dem Bezirk Neuwied. Hier sind es besonders die Bahnhöfe Marienberg-Langenbach, Bendorf-Seyn, Erbach, Siershahn und Altenkirchen, die durch besonders schönen Schmuck auffallen. Schöne Grünanlagen weist auch der Bahnhof Wetzlar auf. prachtvollen Dahlienschmuck zeigt der Bahnhof Dillenburg. In Oberhessen sind zu erwähnen die Bahnhöfe Salzhausen und Nidda, sowie die Streckenposten 20 und 21 bei Nidda. Einzelne Bahnhöfe auf der Strecke Frankfurt — Limburg, Gießen — Fulda und Gießen — Gelnhausen verdienen ebenfalls heroorgehoben zu werden. Die bei der Preisverteilung benutzten Diplome zeigen in Vierfarbendruck einen Blick auf eine der schönsten Anlagen im Bezirk Frankfurt, den Block Romstal bei Schlüchtern. Heffen-Nasiauiscke Trachtengruppe beim Neichsparteitag. NSG. Im Rahmen des Reichsparteitages wird dieses Jahr das große Volksfest vor allem dadurch gekennzeichnet, daß in größerem Umfange deutsche Volks- und Trachtengruppen eingesetzt werden, um das heimatliche Brauchtum zu zeigen. Auch unser Gau wird mit zwei Gruppen beim Reichsparteitag vertreten fein. Die Wetterauer Marktspiel - schar und Leitung von Oberstudiendirektor Wilh. Philipps (Friedberg) und die Schlitzerlän - der Trachtengruppe unter Leitung von Parteigenosse S t e i n a d e r (Hartershausen) werden das Brauchtum aus unserem Gau in Nürnberg zeigen. Die Darbietungen der Wetterauer Marktspielschar sind in weiten Kreisen unseres Gaues bereits bekannt. Auch beim Weltkongreß für Freizeit und Erholung in Hamburg konnte die Wetterauer Spielschar erfolgreich mitwirken. Die Schlitzerländer Trachtengruppe wird zum erstenmal von „Kraft durch Freude" eingesetzt. Sie wird in Nürnberg Heimatlieder fingen, oberhessische Tänze aufführen und mit guten Volksspielen aus ihrem Heimatgebiet im Rahmen des gesamten Programms mitwirken. Die Gruppe hat ihre Arbeit bereits auf dem Bückeberg und in Goslar zeigen können. Zusätzliche Bezeichnung „(Oberheff.)^ für den Ort Langsdorf. Vom Postamt Gießen wird uns folgendes mitgeteilt: Es ist beobachtet worden, daß die von weit her- kommenden Postsachen für L a n g s d o r f des öfteren nach Langsdorf bei Bad Sülze (Mecklenburg) fehlgeleitet wurden. Im Benehmen mit der Deutschen Reichsbahn ist daher der Name für den Postort und die Eisenbahnstation Langsdorf mit der zusätzlichen Bezeichnung „(O b e r h e s s.)" versehen worden. Um künftige Fehlleitungen möglichst zu vermeiden, werden die Gemeindeglieder gut tun, die neue Ortsbezeichnung den Personen, von denen sie Schriftwechsel, Post- und Eisenbahnsendungen zu erwarten haben, mitzuteilen. 120 Kurzschriftler erhalten Urkunden! Die Deutsche Stenografenschaft ist eine große Lebensgemeinschaft. Gemeinsames Streben, gemeinsame Erlebnisse ketten die Mitglieder zu dauernder Freundschaft zusammen. Das konnte man wieder einmal am Samstagabend auf der Karlsruhe erleben, wohin die Ortsgruppe Gießen der Deutschen Stenografenschaft ihre Mitglieder zu einer Veranstaltung eingeladen hatte. Trotz des ungünstigen Wetters ließen sich die Schriftfreunde, deren Angehörige, Freunde und Bekannte nicht abhalten, die schon zur Tradition gewordenen stimmungsvollen Abende mitzuerleben. Die großen Räume der Karlsruhe reichten kaum aus, um alle Besucher aufzunehmen. Nach einleitenden musikalischen Darbietungen der Kapelle Einbrodt entbot Ortsgruppenführer Graf allen Teilnehmern an der Veranstaltung ein herzliches Willkommen. Besonderer Gruß galt dem Kreisgebietsführer Kuhl und den Vertretern der benachbarten Ortsgruppe Wieseck. Ortsgruppenführer F. Graf führte u. a. aus, daß der gute Besuch ein Beweis für die Anhänglichkeit der Mit- gieder und Freunde zur Deutschen Stenografen- v-'fiu’.’’"twufiTwjjemkmii.1, .h r wm—kihw, « up’furjurmwri mlhi« Oer Schuh-Appell. Von Manfred ter Wehlen. Der ganze Arbeitsdienst wäre nicht möglich, wenn es keine Stiefel und keine Schnürschuhe gäbe Wie bitte, Sie glauben das nicht? Sehen Sie her.In seinen Stiefeln stapft dei: Arbeitsmann durch Lehm und Schlamm und Staub ohne seine,Sttefel konnte er aar nicht arbeiten. Die Schnurschuhe tragt er, blank gewichst, bei jedem Urlaubsappell (nad) „Weggetreten" werden die so schön geputzten Schuhe zwar wieder ausgezogen und - Halbschuhen vertauscht, .aber zum, App ll ftnd fte eben nötig). Ohne Schnurschuhe ein Urlaubsappell und ohne Urlaubsappell kein Urlaub. Arbeit und Urlaub aber finb ?“nft'n^s Äffiäi 3? Uw * "ASS SS.» bedeutungsvollen Worten des vortragenoen u rers schließt. • cvhnuna ist, kommt „Also, daß die Sache nicht mOro 9H ja nicht in Frage, fallt aus weg erleben!" alles in Ordnung ist, sonst könnt ihr w° Am Abend eines solchen TagensBirne im traulichen Schimmer untr de beeindruckter in der Eruppftube einenHmit kritischen Arbeitsmanner. Die entdecken hier einen Mienen ihr Schuhzeug u Eisen oder fehlenden Nagel, dortem ^9 beschlossen, eine aufgeplatzte Naht. D rausy Qratur Don der sofort morgen einen Schem z v __ gar „,cht Kammer zu holen, roobl Jimi5tTlu5 annimmt, daß so sehr begründetem -- Opt rn mieber nicht er den - gelinde gesagt 9 antrifft Die anderen anwesenden "Kammerb" en Fett, das massieren im Schweiße lh Sre(f 3U einer sich mit aufgelöster ®^nfte oereinigt hat, in die Art schwarzer Schmirgelpas v sein, daß Stiefelkappen, denn „sie lauen i man sie einblasen kann . jn der Die Leute mit "Köpfchen unb sagen sich: Falle, lassen die andern a ve bem Dienstplan, So'n Appell steht sruhgen^ ' Anstrengen, und dann ist es immer noch Z-n s $ nach Eines Tages kommt wahren Mittagessens der 2,04 das regt keinen von uns auf. „Bettruhe ist Dienst und im Dienst tut man, was befohlen. Aber nach einer Weile schrillt der Truppführer vorn Dienst durch die Gegend: „Halb sechs Schnürschuyappell im Speisesaal!" Und privat fügt er noch für die nächstliegende Stube hinzu: „Der Gruppenführer sieht sie selber nach." Was natürlich in bewährter Weise wie ein Lauffeuer durchs Lager geht. Nun stürzt jeder aus dem Bett und über die Schuhe her, die geduldig alles mit sich geschehen lassen, sogar das — offiziell streng verbotene und daher nur in dunklen Ecken oder sonstiger guter Deckung anwendbare — Dreckabkratzen mit Messern und ähnlichen harten Gegenständen. Nur mein Bettnachbar Tepp starrt verzweifelt auf die Unterseite seiner Schnürschuhe, die auch wirklich zum Erbarmen aussieht. Sohlen kaputt, mehrere Nägel rausgefallen, Hackenleder verrottet. Wie es dahin kommen konnte, ist ihm selber nicht recht klar. Jedenfalls ist es soweit und auf einen Reparaturschein kann er nicht mehr hoffen, denn der Kammerbulle bleibt natürlich unsichtbar. Banger Ahnungen voll zieht Tepp mit uns in den Speisesaal, wo wir in zwei Reihen einander gegenüber Aufstellung nehmen. Unser Trupp kommt ziemlich in die Mitte der langen Gasse und dann erscheint auch schon der Gruppenführer mit feinem Adjutanten, unserem „Alten", den Feldmeistern und Truppführern. .... Die Fensterscheiben klirren vorschriftsmäßig, als wir das „Heil Hitler, Kameraden!" des hohen Herrn erwidern. Die Besichtigung beginnt. Der Gruppenführer geht an das eine Ende unserer Gegenreihe und schickt seinen Adjutanten an das andere. Langsam kommt das Klappen der Hacken näher, mit dem die einzelnen Arbeitsmänner still- stehen, wenn der Besichtigende bei ihnen ist. Die Schnürschuhe werden in Brusthöhe gerissen, oben auseinandergeklappt, vorn auseinandergeklappt, Sohle nach oben, in Grundstellung drehen. Der Prüfer geht weiter. Rühren. . Gruppenführer und Adjutant treffen m der Mitte der Reihe zusammen. Tepp stiert verzweifelt vor sich hin. Bis jetzt ging noch alles gut. Nirgends wurde, etwas gefunden, das zu bemängeln war. Nur hin und wieder die Frage des Inspizierenden: Passen die Schuhe auch?" Das ganze Lager scheint seine Schnürschuhe in märchenhafter Ordnung zu haben. Desto schlimmer wird es ihm ergehen, wenn er diese Wracks vorzeigen muß. Kommt der Gruppenführer letzt zu ihm? Tepp schließt die Augen und versucht einen gewaltigen Kloß der ihm im fial|- M, herunter,'.ulchluckem Nein noch eine Gnadenfrist. Die beiden gehen wieder zu den Flügeln, nun aber in der Reihe, in der er steht. Wieder das Klapp-Klapp der Hacken, das unheilschwanger herandröhnt... Wenn doch nur etwas passieren würde, ein Erdbeben, eine Feuersbrunst, Tepp ist es ganz gleich, nur die Besichtigung soll unterbrochen werden. Se-in Nebenmann reißt sich zusammen. Der Gruppenführer durchbohrt die Schuhe förmlich mit den Blicken, reißt an der Ziehschlaufe, biegt die Nähte auseinander. Nichts entgeht dieser Forschung. Dann besteht er die Sohle, tippt auf eine leere Stelle wo ein Nagel fehlt, sagt aber nichts, sondern wendet sich ab. Jetzt... Tepp steht still, sieht den Gruppenführer mit weitaufgerissenen Augen an, ohne irgend etwas unterscheiden zu können, und zeigt seine Schnürschuhe. „Oh..." macht der Besichtigende. Nimmt die Unglücksdinger in die Hand und besieht sie genau. Der Traum ist aus, kann Tepp nur noch denken, jetzt gehts los. Der Feldmeister vom Dienst wird herangewinkt, der Gruppenführer zeigt ihm die Schuhe und... Tepp glaubt zu träumen: „Feldmeister, schreiben Sie auf, daß diese Schuhe umgetauscht werden. Es ist ja unmöglich, daß der Mann da noch drin läuft. Das hätte schon lange gemacht werden müssen." Und da der Adjutant die Besichtigung inzwischen zu Ende geführt hat, wendet er sich norm Gehen noch einmal an die ganze Abteilung: „Alle mal herhören! Ich bin hierher gekommen, um zu sehen, ob die Schnürschuhe auch jedem passen. Bei wem das nicht der Fall ist, geht gleich zur Kammer, um sie umtauschen zu lassen. Im allgemeinen ist das Schuhzeug noch gut, und wenn es richtig gepflegt wird, können wir damit noch lange auskommen. — Heil Hitler, Kameraden!" Lebende Wahrzeichen. Es ist uralte Sitte, der Erinnerung an große geschichtliche Ereignisse oder an bedeutende Männer Bäume zu pflanzen. Auch in der Pflanzung von Grabschmuck spiegelt sich dieser Grundgedanke wider, daß man das vergangene menschliche Leben durch das Wahrzeichen der lebenden Pflanze ehrt. Und was wäre da geeigneter, als der Baum, der so viele Menschengenerationen überlebt. Freilich mit diesem Suchen nach einem langdauernden Er- innerungsmal bestimmt sich auch die Baumart, die für solche Wahrzeichen gewählt wird. Dor allem sind es Esche und Eiche, oft auch Buche und Linde, die als Bäume mit hohem Lebensalter geschätzt sind. Eschen und Eichen bilden hartes Holz, das oft schon Jahrtausende, jedes Jahr von neuem sich begrünend, jedes Jahr von neuem blühend und Früchte bringend, überlebt hat. Wie einst in der nordischen Dichtung der Edda die Weltesche Sinnbild der Weltordnung war, wie einst in ihrem Schatten die Nornen saßen und über Sein und Vergehen der Menschen bestimmten, so ist die Esche lebendes Sinnbild für ewige Kraft. Aber wir haben auch Weichhölzer und Sträucher, die ihren sinnbildlichen Wert in den Gedanken des Völkes besitzen. Wir denken an die Weidenkätzchen, die als erste Frühlingsboten und als Auferstehungssinnbild seit der christlichen Zeit gern gepflanzt werden, an das frische Grün der jungen Birken, das Maifeier und Pfingsten schmückt. Und ebenso sind die Baumpflanzungen bei der Geburt des ersten Sohnes auf dem Bauernhof Begleiter des heimat- gebundenen Menschen auf feinem Erdenwege. Ihnen gilt ganz besonders die Pflege durch die Sippe, und sie sind zugleich lebende Mahner an die Vergänglichkeit des Irdischen und Rufer zur Bewährung, so still auch ihr Wachsen und Sein durch die Jahre geht. Das kleinste Mikrophon der Welk. Als vor kurzem in der 5. Avenue von Neuyork ein großer Aufmarsch stattsand, waren die Zuschauer sehr erstaunt, als sie einen Mann erblickten, der mit einem Zylinderhut auf dem Kopf einherstolzierte. Diese Kopfbedeckung ist in den Straßen Neuyorks eine seltene Erscheinung; in diesem Falle kam noch die andere Merkwürdigkeit hinzu, daß man über dem Hut einen kleinen, etwa 25 Zentimeter langen Sfab erblickte. Jn der Hand hielt der Mann eine Art Spiegel, den er zur allgemeinen Verwunderung dauernd vor sein Gesicht hielt. Man war zunächst geneigt, den Mann für einen Verrückten zu halten, bis man schließlich dahinterkam, daß es sich um einen Ansager der Radiogesellschaft handelte, der den Aufmarsch beschrieb. Er bediente sich des kleinsten Mikrophons, das es bisher in der Welt gibt. Der kurze Stab, der aus feinem Zylinderhut herausragte, diente als Antenne, und die ganze Apparatur war in einem Holzkästchen von 7:8 Zentimeter Größe untergebracht, die der Ansager an seinem Gürtel trug. Was man für einen Spiegel gehalten hatte, war das Mikrophon, in das er hineinsprach. Das Gewicht des Gürtels mit dem Kästchen beträgt nicht über zwei Kilogramm, und der Hut wiegt 500 Gramm. schäft sei. An diesem Abend sollten die Preisträger beim Gauleistungsschreiben geehrt werden und gleichzeitig die Urkunden der Deutschen Stenograsen- schaft zur Verteilung kommen, die eine Bestätigung über die geleistete Arbeit der Mitglieder darstellen. Die Ortsgruppe könne stolz auf solche wackeren Ser sein, die immer dabei sind, wenn es gilt, amen der Ortsgruppe Ehre zu machen. Eine besondere Ehrung sei den Preisträgern schon dadurch zuteil geworden, daß vor 14 Tagen eine Sonderfahrt mit Omnibussen nach Bad-Nauheim, Bad Homburg und der Saalburg stattgefunden habe, die auch ein voller Erfolg gewesen sei und den Teilnehmern in steter Erinnerung bleiben werde. Ganz besonders erfreulich sei die Tatsache, daß die Ortsgruppe Gießen beim Gautag in bezug auf die Teilnehmerzahl und Gesamlleistungen am besten abgeschnitten habe. Die besonderen Glückwünsche vom Gaugebiet wurden zur Verlesung gebracht. Geschrieben wurde in den Abteilungen 80 bis 240 Silben, und zwar konnten im Schnellschreiben 28 Arbeiten mit der Note „Hervorragend", 47 Arbeiten mit der Note „Sehr gut" und 16 Arbeiten mit der Note „Gut" ausgezeichnet werden. Im Richtigschreiben erhielten 13 die Note „Hervorragend", 56 die Note „Sehr gut" und 29 die Note „Gut". Zwei Arbeiten in französischer Sprache und zwei Arbeiten in englischer Sprache konnten ebenfalls mit den Noten „Hervorragend" bzw. „Sehr gut" ausgezeichnet werden. Der Ortsgruppenführer beglückwünschte alle Preisträger zu diesem glänzenden Erfolg. Anschließend überreichte er den Prüflingen, die erfolgreich bei der letzten Handelskammerprüfung abgeschnitten haben, die Urkunde und das Leistungsabzeichen der Deutschen Stenografenschafi. 18 0 Silben: Richard Strauch. 150 Silben: Anna Mogold, Grell Roßkath, Marie Schneider, Efriede Tenniger, Esther Freitag. Weiter konnte Ortsgruppenführer Graf die erfreuliche Mitteilung machen, daß die in der letzten Woche begonnenen Kurse außerordentlich gut besucht seien und daß im Laufe der Woche noch weitere Anmeldungen erfolgen. Kurzschrift für englische Sprache beginne Montag abend 20.15 Uhr in der Alten Pestalozzischule, der Unterricht wird von einer bewährten Praktikerin für fremdsprachliche Kurzschrift erteilt. Die Kapelle Einbrodt sorgte für schöne Tanz- und Unterhaltungsmusik, Mitglied Auaust Haas verstand es, durch allerlei lustige Einfälle, erwähnt sei nur „Die Fahrt ins Blaue", die Besucher angenehm zu unterhalten, so daß die Stunden leider nur allzu schnell vergingen. Ein zweiter Willy-Tieicheri-Abend. Die NS.-G. „Kraft durch Freude" ließ noch einmal Willy Reichert kommen. Auch dieses Auftreten des bekannten und beliebten Künstlers am gestrigen Sonntagabend brachte nicht nur guten Besuch der Volkshalle, sondern bescherte wiederum Stunden lauterer Fröhlichkeit und heiterer Besinnlichkeit. Man freut sich bei Willy Reichert und mit ihm, und das ist das Außerordentliche an diesem Künstler, daß sich sofort ein „Herüber und Hinüber" zu ihm spinnt und Künstler und Zuhörer zur Gemeinschaft werden läßt für einige Stunden. Bei ihm wirbelt mit Plauderworten, luftigen Einfällen und Humoresken auch die Zeit nur so hin. Es ist nichts Gekünsteltes oder Gemachtes, sondern dieser biedere Schwabe sprudelt über von herzlicher Fröhlichkeit und heiterer Vesinnichkeit. Und dann, wie er es macht, das allein ist schon zum Lachen. In seinem Mienenspiel und seinem ganzen Auftreten liegt soviel Humor, daß der Zuhörer schon lachen muß, nur wenn der „Willy" beginnt, sich durch die Vorhänge vor das Rampenlicht zu bemühen. „Lebt mit mehr Freude, lebt mit mehr Rast", das ist das Rezept, das Reichert einer vom Tempo überhasteten Zeit gibt. Reichert weiß die Spannung zu steigern; erst schafft Hubert (Gießen) am Flügel die Ueberleitung und zaubert die Unruhe fort, die der Mensch nun mal so an sich hat. So zwischen Klavier und Akkordeon — Ludwig Babu la meistert das letztere so ausgezeichnet, daß er sich zu Zugaben verstehen muß — läßt der Schwabe Reichert dann seinen Humor sprühen und seine Einfälle sprudeln, daß seine Zuhörer nicht aus dem Lacffen kommen. Das lustige Wiener Volkssänger- Duett Hans H a n u s und Eduard Pöltner sorgten für nette Abwechslung, für die sie anhaltender Beifall belohnte. Und schließlich schauspielert Reichert auch noch, und das in einer wirklich reizenden Szene „Blond ober Braun", daß das Lachen einfach nicht aufhört. Als eine Pause eintritt, ist Unbekannte Hracht. Roman von Krank K. Braun. 34. Fortsetzung. Nachdruck verboten! „Er will bestimmt nichts von uns. Er hat mit dem Interesse des Asiaten die drei Europäer gemustert, die ,ba beieinanderhocken. Das ist alles." John Schnakenbeck lenkte ab. Er wollte die Unruhe überwinden und begann ein anderes Gespräch; aber er traf es nicht glücklich. „Habt ihr die drei Rettungsboote gesehen, die der Kasten mitführt? Vollkommen verrottete Balgen; vom Regen aufgeweicht und in der Sonne dann gesprungen. Gnade Gott, wenn dem Kahn einmal etwas zustößt. Es kommt keine Maus lebend herunter. Dieser Kantonriver ist kein Fluß, sondern eine Meeresbucht. Schwimmen würde hier aber sowieso nichts nützen. Es scheint, da zieht gleich ein ganzer Schwarm von Haifischen im Kielwasser mit." „Verhaftung und Schiffbruch", sagte Rudolf Terbrügge trocken, „was könnte uns sonst noch drohen, weiß jemand noch etwas?" Er lächelte matt; die beiden andern blieben ernst. „Ich halte es hier nicht länger aus", erklärte Hans Lorenzen nach einer Weile und stand auf. „Kommt einer mit? Vielleicht bekommt man in der Kantine noch etwas anderes zu trinken als warmen Branntwein. Aber einer von uns muß immer bei den Paketen bleiben." „Ich gehe mit", sagte John Schnakenbeck. „Wenn es dir recht ist, Rudolf?" Wir bleiben nicht lange, dann kannst du weg." „Geht nur, beeilt euch nicht, ich liege hier ganz gut." Er sah den beiden nach. Täuschte er sich wirklich nicht? Als sie mitschiffs die Treppe zur Kajüte hinabsteigen wollten, tat auf dem Oberdeck der Chinese in der blauen Jacke ein paar hastige Armbewegungen. Rudolf Terbrügge richtete sich auf. Der Kerl gab doch Zeichen ober Befehle! In diesem Augenblick ereignete sich schon das, was sie alle drei gefürchtet und verspottet hatten. Ein paar kräftige Chinesen, gekleidet wie die die Zeit schon weit vorgeschritten, aber unentwegt harren die Zuhörer auf den großen Schluß des Abends, die behende und vortreffliche Parodie auf das Varietö, bei der auch die Tanzparodisten Sidney und Ponpon wahre Lachstürme entfesseln und die die Vielseitigkeit und den Ideenreichtum Willy Reicherts aufs Beste zum Ausdruck bringen. Mit dem „Häberle und Pfleiderer" (Willy Reichert und Oskar Heiler) und einigen Liedern klang der Abend stimmungsvoll aus mit einem besinnlichen Hinweis auf die Fülle und Reichhaltigkeit schwäbischen Volkstums. Herzlicher Beifall erfüllte die Volkshalle. ** Ein eigenartiger Unglücksfall wird uns aus Ruppertsburg berichtet. Dort passierten am Samstag gegen 19 Uhr ein Motorradler und ein Soziusfahrer den Henrietten-Hof. Unmittelbar vor dem Hof kam plötzlich ein Pferd des Hofbesitzers in vollem Galopp aus dem Hof gesprengt und setzte mit einem gewaltigen Sprung über das Motorrad hinweg. Dabei wurde der Fahrer von dem Pferd getroffen, beide Fahrer stürzten, wobei der Motorradler einen Schlüsselbeinbruch davontrug, außerdem erhebliche Kopfverletzungen erlitt. Der Soziusfahrer flog unter dem Bauch des Pferdes hindurch und blieb unverletzt. VDA. dem Ziele nahergebrachl. Seif der Zeil, da der größte der Ausländsdeutschen aller Zeiten, Adolf Hitler, die Regierung übernommen habe, fei die Arbeit leichter. Jeder Volksgenosse müsse einsehen, was Volkstumsarbeit heiße, und er müsse bereit sein, Opfer zu bringen. Trotz weitem Weg müsse das einmal gesteckte Ziel erreicht werden. Arn Schlüsse seiner Ausführungen bat er die Mitarbeiter um das Vertrauen zu einer Arbeit. Nach einem weiteren Musikstück und Gedichtvor- trag sprach zum Abschluß des offiziellen Teiles noch einmal der Bezirksleiter Nebeling. Kameradschastsabend des VDA. Die Bezirksleitung des VDA. Gießen hatte die Mitglieder des VDA., Freunde und Gönner am gestrigen Sonntagabend zu einem kameradschaftlichen Treffen in das Gasthaus Hindenburg eingeladen. Nach einer Symphonie, gespielt von dem Streichorchester der Jugend- und Schulgruppe des VDA. unter Leitung von Musiklehrer N e b e l i n g (Gießen) eröffnete der Bezirksleiter, Schulrat N e - b e I i n g , den Kameradschaftsabend und konnte eine ganze Reihe von Vertretern der Partei, der Behörden und des VDA. begrüßen. Nach einem Gedichtvortrag von Fräulein Kellner hieß Schulrat Nebeling insbesondere den Landesleiter Oberschulrat Dr. Leib in Gießen willkommen. In seinen weiteren Ausführungen kam der Bezirksleiter noch kurz auf die Bedeutung und die Aufgabe des Volksbundes zu sprechen. Dieser Kameradschaftsabend solle nicht nur der Unterhaltung dienen, sondern alle zusammenführen, die in der Arbeit des VDA. ständen. Still und unbeobachtet werde gar manches in opferbereiter Arbeit geleistet, alles müsse getan werden, scheine es auch noch so unbedeutend. Die große Aufgabe, die dem VDA. gestellt sei, sei nur durch eine straffe Organisation zu lösen. Im neuen Deutschen Reich fei die Arbeit des VDA. leichter durchzuführen, als vor der Machtübernahme, da ein starker Staat diese Arbeit schütze. Ziel sei, dafür zu sorgen, daß der letzte Deutsche volksdeutsch denke und handele. Im Mittelpunkt des Abends stand die Einführung des neuen Ortsleiters von Gießen, Kreisdirektor Dr. Lotz, durch den Landesleiter, Oberschulrat Dr. Leib, Darmstadt. Der Landesleiter erinnerte zunächst an ein Wort unseres Führers „Volkstum kennt Verzicht auf Volkstum". Dann kam er noch einmal kurz auf feine Ausführungen anläßlich der Erbacher Tagung des DAV. zu sprechen und erläuterte, warum der Volksbund neben den Gliederungen der Partei sein Dasein führen müsse. Der VDA. habe sich feine Aufgabe selbst gestellt, und diese Ausgabe werde immer bleiben und müsse an unsere Nachkommen weitergegeben werden. Der Volksbund sei keine Einrichtung, die sich auf das Karitative beschränke, sondern die Gesamtlage unserer Brüder über der Grenze werde studiert, damit man erkenne, wo die Arbeit eingesetzt werden müsse. Manche innere Umwandlung habe der Volksbund seit 1933 durchgemacht, auch wenn dies nach außen nicht so in Erscheinung getreten sei. Wenn andere Organisationen sich um Deutsche jenseits der Grenze kümmern würden, so dürfte man nicht verwechseln, daß es sich bei der einen Organisation um eine Betreuung der Reichsdeutschen im Auslande handle, während die Arbeit des Volksbundes alle Menschen deutschen Blutes erfasse. Dann kam Dr. Leib auf innerorganisatorische Fragen zu sprechen und sagte, daß man früher das Amt eines Ortsleiters nicht gekannt habe. Bewußt werde in unserem Landesverband die Arbeit an einzelnen größeren Orten in die Hände eines verantwortlichen Mannes gelegt, weil man mit dieser Arbeitsaufteilung sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Er freue sich. In Gießen einen Ortsleiter begrüßen zu können, der in der Arbeit des VDA. kein Neuling mehr fei und der schon früher durch seinen tatkräftigen Einsatz bewiesen habe, daß er die Aufgaben des VDA. lösen könne. Dann legte der Redner die örtliche Arbeit in die Hände des Kreisdirektors Dr. Lotz und rief alle Kameraden zur Mitarbeit auf, damit auch in Gießen die VDA.-Arbeit und der volksdeutsche Wille wieder stark werde. Ausklärend müsse man wirken und beim Ausbau unseres Führers tatkräftig Mitarbeiten. Der Landesleiter schloß seine Ausführungen in der Hoffnung, daß die Arbeit in Gießen, die von opferbereitem Idealismus getragen sei, ihren Fortgang nehmen möge, damit hier ein volks- deutsches Bollwerk entstände. Der neue Ortsleiter, Kreisdirektor Dr. Lotz, dankte zunächst dem Landesleiter für das Vertrauen, das er ihm entgegengebracht habe. Wenn er auch selbst zuerst wegen Arbeitsüberlastung Bedenken gehegt habe, dieses Amt anzunehmen, so habe er es danach trotzdem getan, weil er erstens alter VDA.er sei und von dem Gedanken der Volks- tumsarbeit nicht mehr loskomme, und zweitens, weil er der Meinung fei, daß ein guter Deutscher die Arbeit im VDA. nicht ablehnen dürfe. Dieser Kameradschaftsabend gebe ihm die Möglichkeit, mit seinen DÜtarbeitern näher bekannt zu werden. In einer glücklicheren Zeil als vor der TNachl- übernahme würden heule die Aufgaben des Kloster Altenberg — Der Oberhefsische Geschichtsverein hatte, um eine bewährte Hebung zu erhalten, für den vorgestrigen Samstagnachmittag seine Mitglieder $u einem Ausflug eingeladen. Diesmal galt es, zunächst einen Ort zu besuchen, den die Gießener nur selten einmal erreichen, das ehemalige Prämonstratenserinnen-Kloster Altenberg, das weithin sichtbar auf der Höhe des rechten Salmufers unweit von Leun gelegen ist. Vor den 36 Teilnehmern des Ausflugs sprach hoch oben Prof. Dr. Rauch aus der Fülle seines Wissens über die Geschichte des Klosters und die Kunstgeschichte der Kirche, lieber die geschichtliche Vergangenheit des Klosters sind wir ausgezeichnet unterrichtet durch die Jahrbücher, die im wesentlichen der Prior Petrus Diederich in den Jahren 1643 bis 1654 verfaßt hat. Er hat in diesen 13 je 800 Seiten starken Bänden mit unendlichem Fleiß alles zusammengetragen, so daß wir uns heute ein gutes Bild der versunkenen Jahrhunderte machen können. Das Kloster soll um 1180 gegründet worden sein. Vermutlich hat die erste Meisterin Christine von Biel viel für ihr Kloster getan. Viel bekannter aber ist der Name ihrer Nachfolgerin Gertrudis, der 1348 selig-gesprochenen Tochter der heiligen Elisabeth, die bereits als Kind nach Altenberg kam. Unter Gertrudis hat das Kloster seine Blütezeit erlebt. In ihrer Zeit vermehrte sich der Besitz sehr durch Schenkungen und Stiftungen des hessischen und nassauischen Adels, vieler Bürgerfamilien in Wetzlar und Gießen, Herborn und Friedberg. Am bekanntesten ist Gertrudis Name geworden durch die Bauten, die sie aufführen ließ, vor allem die große Klosterkirche. Aus verschiedenen Merkmalen wird die Erbauungszeit der Kirche im Uebergang vom romanischen zum frühgotischen Baustil deutlich. Ein vor kurzem erst unter dem Verputz wieder sichtbar gemachtes Wandgemälde, die Krönung Oer Maria darstellend, läßt das ebenso erkennen, wie die Fenster im Ostchor, in dem ein Barockaltar steht. Dor diesem Altar ist das Grabdenkmal der Gertrudis aufgebaut. Es zeigt die schlanken gotischen Formen in großer Reinheit, ja fast schon die hohe Kunst der Spätgotik andeutend. Ein anderes Wandgemälde, das ebenfalls erst vor kurzem freigelegt wurde, zeigt das übliche St.-Ehristophorus-Bild. Eine Anzahl Sein Dank galt allen denen, die diesen Kameradschaftsabend so würdig ausgestaltet hatten. Dann dankte er nochmals besonders dem Landesleiter für sein Erscheinen und seine Worte, weiter Kreis- oireftor Dr. Lotz dafür, daß er die Ortsleitung übernommen habe. Ferner galt fein Dank all denen, die sich in der vergangenen Zeit mit Treue der Arbeit unterzogen hätten, dabei den Leitern der Gießener Schulen und den Behörden, die durch ihr Entgegenkommen es dem Volksbund möglich gemacht hätten, in diesen Kreisen für den volksdeutschen Gedanken zu werben. Zum Schlüsse sprach er die Bitte aus, fernerhin die Aufgabe des VDA. tatkräftig zu unterstützen, und gab bekannt, daß am 19. September, am Tage des deutschen Volkstums, eine große Kundgebung im Stadttheater stattfinden werde. Der heutige Abend habe gezeigt, daß der VDA. von allen Kreisen des Volkes getragen werde. In Zukunft müßten alle zusammenstehen und zusammenmarschieren. Daß diese Volksgemeinschaft heute Wirklichkeit sei, sei das Werk unseres Führers, ihm galt auch sein dreifaches Sieg-Heil. Mit den beiden Nationalliedern war der offizielle Teil geschlossen. In reger Unterhaltung saß man dann noch kurze Zeit kameradschaftlich zusammen. Schloß Braunfels. Grabplatten im Fußboden und an den Wänden lassen erkennen, daß viele Tote in der Kirche beigesetzt worden sind: die Meisterinnen, die Priore und später Grafen und Gräsinnen von Nassau und von Solms, so z. B. das Grabmal Bernhards, Grafen zu Solms und Münzenberg von 1459. Heber dem Westraum der Kirche ist der Nonnenchor errichtet, auf dem 54 Stühle aus Eichenholz für die Klosterfrauen stehen. Der Altar auf dieser Nonnenempore war Petrus und Paulus geweiht. Die wunderschönen Tafeln des Altars befinden sich Luftschutz ist eine persönliche Angelegenheit eigensten Interesses. Deshalb arbeite mit! komm zu uns! heute im Braunfelser Schloß. Das Kloster wurde um 1535 evangelisch. Es (jat dann in der Zeit der Gegenreformation und im 30jährigen Krieg viel gelitten, wurde es doch damals nicht weniger als 60mal geplündert. Heute dürfen wir das Kloster Altenberg nicht nur als steinernes Denkmal für die Geschichte des Klosters ansehen, sondern vor allem als ein Stück Geschichte unserer Heimat, als ein Zeugnis für das Wirken und Leben unserer Vorfahren, durch das wir uns mit jener Vergangenheit. verbunden fühlen. Ueber Biel und Leun erreichte der Autobus das herrliche Städtchen Braunfels, dessen ragendes Schloß schon lange vorher sichtbar gewesen war. Das auf der Höhe des Berges errichtete Schloß, das in feinem ältesten Teil aus dem 13. Jahrhundert stammt — allerdings ist davon kaum noch etwas erhalten —>, gehört der Braunfelser Linie des Hauses Solms, bas auch vielfache Beziehungen zu Gießen und dem Gleiberg hat. Die Führung durch das Schloß hatte Oberbaurat Seiler übernommen, der sich in feiner Baugeschichte des Schlosses als ausgezeichneter Kenner des weitläufigen Baues erweist. Vom Markt aus kommt man durch mehrere Torbogen der alten Befestigung in den Schloßhof. Was in dem viel bekannteren Schloß mit feinen vielen Türmen, Sälen und Ge- übrigen Passagiere, drängten sich an John Schnakenbeck und Hans Lorenzen heran und packten zu. Es geschah unbegreiflich schnell und geschickt. Die beiden Deutschen waren gewiß keine Schwächlinge. Aber die Chinesen wußten Griffe, die die beiden auf der Stelle wehrlos machten. Sie packten zu zweit je einen der Weißen bei den Armen, das gelang, ohne viel Aufsehen zu erregen, es wirkte beinahe nur wie eine etwas stürmische Begrüßung. Sie drehten blitzschnell den beiden die Arme auf den Rücken. Dann ließen sie sie neben sich in die Kajüte hinuntersteigen. Die Passagiere wichen zurück. Eine Frau stieß einen erschrockenen Schrei aus. Dann war wieder Ruhe. Ein Stein war ins Wasser gefallen; ein kurzer Plumps; schon verebbten die Wellen wieder. Rudolf Terbrügge überlegte blitzschnell. Was war zu tun? Ganz unsinnig mußte der Versuch gelten, die Freunde zu befreien. Was konnte man ihnen vorwerfen, wohin wurden sie geführt, wer verhörte sie? Die Pakete hatten sie nicht bei sich. Er sah sich forschend nach allen Seiten um. Wurde auch er beobachtet? Die drei Päckchen lagen unter seinem Stuhl. Er überlegte nicht länger; es mußte etwas geschehen. Die Pakete mußten vor allen Dingen weg. Gleich würde man kommen und auch ihn festnehmen. Das Geld durfte nicht bei ihm gefunden werden. Er sprang auf, nahm die drei Pakete an sich und mischte sich in das Gewühl der Menschen mittschiffs. Sorglich vermied er die Kajütentreppe, wo man die Freunde gefaßt hatte. Er lief nach vorn. Auch dort führte eine Treppe nach unten. Sie schien unbewacht. Er wußte, daß er auf dem Promenadendeck kein Versteck für die Pakete finden konnte. Entschlossen stieg er hinunter. Seine Schuhe polterten geräuschvoll auf den Eisenstiegen. Er wollte in die Vorderkajüte; vielleicht ließ sich dort unter einer Bank ein Versteck ausfindig machen oder ... Eine Idee kam ihm. Man gab die Pakete an der Schänke gegen ein Trinkgeld zur Aufbewahrung ab. Er wollte dem Entschluß die Tat folgen lassen. Da kamen ihm Menschen entgegen. Er meinte den Chinesen in der verschossenen Jacke zu erkennen. Sein Herz schlug oben im Halse. Wohin entfliehen? Unmöglich durfte er sich mit den Paketen festnehmen lassen. Er sah sich um. Kein Ausweg; umstellt! Die Treppe hinter ihm kamen Leute herab. Vorne die Häscher! Da war seitlich eine Tür. Er riß sie auf. Das Schild hatte er übersehen. Jetzt sah er, daß er in einen Waschraum geraten war. Er schloß die Tür. Der Riegel schnappte zu. Gerettet! Auf wie lange? War er gesehen worden? Er horchte. Es war ganz still. Der Raum dämpfte alle Geräusche von draußen ab. Er hörte nur sein Herz pochen. Es schlug sehr rasch. Und seine Taschenuhr tickte. Sonst Stille. Aber wieso tickte die Taschenuhr so eigentümlich? Nicht laut, aber als habe sie mehrere Werke, als habe er zwei ober drei Uhren bei sich. Er horchte überrascht. Die Töne waren sehr leise. Man mußte schon feine Ohren haben, um sie überhaupt zu vernehmen. Und es mußte sehr still ringsumher fein. Er fetzte die Pakete ab und zog feine Uhr heraus. Sofort stellte er fest, daß sie es gar nicht war, die diese Geräusche von sich gab. Er beugte sich herab und fuhr zurück. Es tickte in den Paketen. Mit einer Hand, die zitterte, fuhr er sich an die Stirn. Sie war plötzlich schweißnaß. Er berührte seine Schläfen. Vielleicht mußte hier der rettende Gedanke auffpringen ... Einen Augenblick war er gewillt, die Pakete zu öffnen. Sie enthielten sicherlich nicht Geld. Tsai Ta Wang hatte gelogen. War es da nicht ungeschickt und geradezu dumm, ihm das Wort zu halten! Aber dann sagte er sich, daß der Chinese mit solcher Möglichkeit gerechnet haben würde. Wenn er die Umhüllung öffnete, würde vielleicht eine Explosion erfolgen. Die Beklemmung wuchs ins Unerträgliche. Er war gewiß, diese Pakete bargen Höllenmaschinen. Sie mochten auf eine bestimmte Zeit eingestellt sein. Wann war die Minute gekommen;' gleich oder erst in einer Stunde? Rudolf Terbrügge biß die Zähne zusammen. Lasse ich mich von meiner Phantasie ins Uferlose jagen? Nein! Ich höre die Geräusche deutlich. Tsai Ta Wang wird nicht drei Wecker durch uns nach Kanton bringen lassen. Was will er? Ich muß die Absichten dieses Menschen aufspüren. Welches ist sein Plan? Wenn wir in Kanton ankommen, werfen wir die Pakete ins Wasser. Das wäre sinnlos, es entspricht also nicht seiner Berechnung. Die Maschinen sollen vorher ihre Wirkung tun, also solange sie hier an Bord sind. Plötzlich kam ihm die Erleuchtung. Wie hatte er nur die Anwesenheit des Chinesengenerals an Bord vergessen können! Dem General Chung Tang galt der Anschlag. Drei Höllenmaschinen, die zur gleichen Zeit detonierten, würden das Schiff vernichten. Die Ufer waren weit weg; die Haifische, die Panik... Er begriff alles. Von der „Weißen Wolke" würde kein Mensch lebend davonkommen. Niemals würde das Unglück geklärt werden. Die „Weiße Wolke" versank und die Menschen ertranken oder wurden Beute der Haie. Auch der General Chung Tang. Hunderte von Unbeteiligten. Auch wir, John, Hans und ich. Gelber, elender Schuft! Rudolf Terbrügge nahm alle feine Gedanken zusammen. Es mochte gut sein, daß es sich um Sekunden handelte. Wenn in dieser Minute der Zeiger die Zündung traf... Rasch, keinen Augenblick länger gezögert. Er riß das kleine Fenster auf. Behutsam, ad) wieviel achtsamer als bisher, nahm er das erste Paket, hob es hinaus und ließ es fallen. Nichts geschah. Stille. Durch das offene Fenster kam das Rauschen des Wassers herein. Er ließ das zweite und dritte folgen. Dann schloß er das Fenster und verließ die kleine Zelle. Der Gang war menschenleer. Er stieg wieder die Treppe hinauf. Als er oben stand, geschah es. Kaum hundert Meter hinter dem Dampfer hoben sich in dichten Aufeinander drei mehrere Meter hohe Wasserberge steil aus den Fluten. Silberne, übersprühte Fontänen. Gedämpfte Detonationen erschollen. Dann war alles vorüber. Die „Weiße Wolke" fuhr weiter. Aber die Menschen standen noch eine ganze Weile an der Reling und schauten erschreckt in das Kielwasser des Dampfers. „Was mar das?" Die Schiffsoffiziere hatten bleiche Gesichter. Rudolf Terbrügge hielt einen von ihnen an. Sein Mut war wieder da. „Was war das?" fragte auch er. (Fortsetzung folgt!) die ein die für SU sehen tft, kann hier unmöglich auf- Siin? 1 ?erbecnLba aussen ein paar Stichworte ge° hochragende Bergfried, der Trajektm- saal, der Rittersaal, der „alte Stock" — der xum ursprünglichen Bergfried (um 1259) gehört — in dem das Familienmuseum und die Gewebrkam'mer untergebracht sind, die Galerie mit den Prachtbil- dern des Tiermalers Deiker, das Irepperuinimer mit mancherlei Altertümern, die „Scharfe Gcke" von der man den herrlichsten Blick ins Lahntal Kat' “Pb wo die Kanonen stehen, die Graf BernKard 1518 bis 1538 von Frankfurter Meistern hat gießen W£en ~ auf den künstlerisch verzierten Rohren stehen die Namen wie „Die Maus", „Der Drucke" ,^)er Zaunschlüpfer" usw., denn damals hatte ftdes Geschütz seinen Namen — und schließlich die Schloßkirche die 1501 fertiggestellt ist und in dr noch einige Denkmäler erhalten sind. Schon vor der Ankunft in Braunfels hatte tüchtiger Regen, der aber nicht im mindesten gute Stimmung zu beeinträchtigen vermochte etwas Abkühlung und Erfrischung gesorgt-' nun bei der Rückfahrt sah der Himmel wieder ein'wenig freundlicher aus. So konnte man wagen, unterwegs den kurzen Gang zu einem alten Galgen zu tun wo Professor Dr. F r ö l i ch eine kurze Erläuterung gab Von dem Galgen, der allerdings nie benutzt wurde und deshalb Junyferngalgen heißt, steht nur noch eme hohe Steinsäule. Wenn dieser Galgen auch nicht viele Jahrhunderte alt ist, so gehört doch auch er in die lange Reihe der Denkmäler des deutschen Gerichtswesens, an denen gerade unsere Landschaft sehr reich ist; man braucht dabei nur an das Freigericht Kaichen in der Wetterau u a au erinnern. Dieser Ausflug des G e f ch i ch t s v e r e i n s , zu dessen sämtlichen Veranstaltungen ein für allemal die Mitglieder des Landschaftsbundes „Volkstum und Heimat" eingeladen find, hat bewiesen, daß solche Fahrten zu bedeutenden Orten und Plätzen unserer Landschaft ihrer Absicht entsprechen: weiteren Kreisen das geschichtlich Wertvolle durch eigene Anschauung nahezubringen und so das Band zwischen der deutschen Gegenwart und der deutschen Vergangenheit fester zu knüpfen. Für weitere derartige Fahrten, die mit geringen Kosten bestritten werden, wurden aus dem Kreis der Teilnehmer bereits eine Reihe von Wünschen und Anregungen gegeben. Die Pharmakologen Zu Beginn des zweiten Tages hiell Professor Baur, Marburg, sein Referat über das Thema „Pharmakologische Beeinflussung der Körperleistung im Sport." Wenn es auch unter bestimmten Umständen möglich erscheint, die Leistungsfähigkeit des Körpers durch Arzneimittel zu steigern, so kam der Referent doch zu dem Schluß, daß eine derartige Beeinflussung nicht nur aus sportlichen, sondern auch aus ärztlichen Gründen abzulehnen sei Sodann sprach Professor Eichler, Breslau, über Momente der Giftwirkung und Ausscheidung von Jodid. Herr Peyer, Breslau, berichtete über'Bade- zusätze. Besonders wies er in feinem Vortrag auf die Schädigungen der Volksgesundheit und des Volksoerrnögens hin, die durch Unternehmen hervorgerufen werden, die mit marktschreierischer Reklame ihre sogenannten Badezusätze unter irgendeinem Phantasienamen gegen Dutzende, ja gegen hundert verschiedene Erkrankungen anpreisen. Die chemisch-pharmazeutische Untersuchung derartiger Präparate ergab regelmäßig einen Befund, der ihre Wertlosigkeit darlegte. Dr. Axmacher, Düsseldorf, sprach über erregende und analeptische Eigenschaften des Methylimidazols. Neue Versuche zur Silagefrage teilte Dr. Möller, Heidelberg, mit. Dr. Wirth, Berlin, berichtete über Untersuchungen über die Verteilung des Quecksilbers bei der Einatmung. Professor Molitor, Rahway (USA.), erläuterte die Beziehungen zwischen Grundumsatz und Körpergewicht bei Verabreichung nitrierter Phenole. Diese Substanzen wurden in den Vereinig- Staaten eine Zeitlang als Abmagerungsmittel benutzt. Sie haben sich jedoch wegen der auftreten den schweren Gesundheitsschädigungen nicht bewährt. -Tagung in Gießen. Professor Wels, Greifswald, sprach über Reduktionsvorgänge in der Haut nach Ultraviolett-Bestrahlung. Dr. Schmid, Tübingen, teilte Versuche zur Entzündungshemmung und zur Gerbsäurehemmung mit. Professor E i ch h o l tz , Heidelberg, berichtete über die experimentelle eitrige Bronchitis als Test für die Jnhalationstherapie. lieber quantitative Fragen bei der Phosgenvergiftung sprach Professor S t e i d l e , Würzburg. Veränderungen der Arzneimittelwirkungen durch Hypertone Lösungen zeigte Dr. Haarmann, Münster. Dr. Landender, Frankfurt, berichtete über experimentelle Schlalmit- telporphyrinurie. lieber die Gewöhnung, Entgiftung und das Auftreten von Abstinenzerscheinungen bei der chronischen Darreichung verschiedener Schlafmittel sprack Dr. O e 1t e I, Berlin. Professor H i l- bebranbt, Gießen, teilte Versuche mit über bie Kumulation einer Reihe von Digitalisglykosiben erster unb zweiter Orbnung. lieber bas Verhältnis ber Aufnahme von Gratus-Strophantin burch bie Leber unb burch bas Herz berichtete Dr. Kiese, Berlin. Dr. Neumann, Würzburg, sprach über chemische Konstitution und pharmakologische Wirkung einer Reihe synthetischer, dem Strophantin verwandter Verbindungen. Dr. Berg, Freiburg, zeigte Untersuchungen über den Einfluß des Thyroxins auf den Stoffwechsel des Herzmuskels. Nach dem Abschluß der wissenschaftlichen Vorträge besuchten die Kongreßteilnehmer unter Führung von Geh. Rat Prof. Sommer das Liebig- Museum. Am Abend fand ein geselliges Beisammensein auf dem Gleiberg statt. ein« teil- SJ.-iport Die Gaumeisterschasten der Zugendschwimmer in Gießen. Zeit 6.18,2 Min. Beide Mannschaften schwammen die gleiche Zeit. Die Kasseler Mannschaft wurde jedoch wegen falscher Wende ausgeschlossen und Gießen zum Sieger erklärt. Frauenjugend-Bruststaffel 3X100 Meter: 1. Kasseler SV. 1898 5:32,4 Min.; 2. Gießener SV. (Trude Plank, Herta Brünning, Elisabeth Plank) 5:43,6 Min. Trotz dem hervorragenden Schwimmen der Trude Plank konnte die Gießener Mannschaft gegen die Kasselaner nicht aufkommen. Vereine ohne Winterbad: 1. Undine Groß-Auheim 5:37,9 Min.; 2. Turnverein Alsfeld 6:12 Min. Knabenrückenschwimmen 50 Meter (Jahrgang 1922/23): 1. Heinz Sachs, Marburger SD., 40,6 Sek.; 2. Otto Maus, Tv. 1860 Marburg, 43,9 Sek.; 3. G. Spielmann, Kurh. Kassel, 44,6 Sek. Jahrgang 1924 und jünger: 1. Ludwig Schnarre, Kurhessen Kassel, 51 Sek. Kun st springen f ü r männliche I u - g e n d : 1. Heinz Kujus, Tv. 1860 Marburg, 35,50 Punkte; 2. P. Hamberger, CT. Kassel, 23,07 Punkte; 3. Ernst Beyer, Tv. 1860 Marburg, 15,80 Punkte. Kun st springen für weibliche Jugend: 1. Emmi Witthauer, ACT. Kassel, 21 Punkte; 2. Ruth Fiedler, Marburger SV., 18,27 Punkte. Männerjugend'Kraulschwimmen 400 Meter: 1. Heiner Zimmermann, Kurhessen Kassel, 6:35,3 Min.; 2. Heinz Zimmer, Gießener SV., 6:35,5 Min.; 3. Willi Waßmuth, Kasseler SV. 1898, 7,01 Min. Zimmermann Kassel und Zimmer Gießen führen das Feld an und bleiben Kopf an Kopf liegen bis ins Ziel. Zimmermann hat das Rennen durch Handschlag für sich entscheiden können. Männerjugend kraul st affel 4X100 Meter: 1. Kurhessen Kassel 5:17,1 Min.; 2. Gießener SV. (Krenzien, Amend, Benz, Heinz Zimmer) 5:19,5 Min. Auf den ersten 100 Meter ging Gießen in Führung; der Vorsprung wurde auch noch auf den zweiten 100 Meter gehalten. Durch Fehlwendung kam der dritte Gießener Schwimmer zu spät vom Start ab. Kassel konnte dadurch aufholen und einen kleinen Vorsprung erzielen, der bis ins Ziel gehalten wurde. Heinz Zimmer als Schluhschwimmer konnte trotz großer Anstrengung seinen Gegner nicht mehr erreichen. Frauenjugend-Kraul schwimmen 100 Meter (Klasse 3): 1. Maqda Fedn. To. 1846 Gießen, 1:34,5 Min.; 2. Waltraud Möhring, Kasseler SV. 1898, 1:41,8 Min.; 3. Marli Dfterberg, Kasseler SD. 1898, 1:42,6 Min. Magda Fehn wurde überlegene Siegerin. Männerjugend-Brust schwimmen 200 Meter (Klasse 2): 1. Heinz Ortwein, Gießener SD., 3-14,3 Min.; 2. K. Deutschmann, Kasseler SV. 1898, 3:22,9 Min. Klasse 3: 1. Paul Schultz, Kasseler SV. 1898, 3:25,7 Min.; 2. Franz Habrich, Gießener SV., 3:26,8 Min.; 3. Wolfgang von Jaschke, Gießener SD 3'29 6 Min. Vereine ohne Winterbad: 1. Hans Nohl, Hanauer SV. 1912, 3:33,4 Min.; 2. Berthold Kollmann, Wasserfreunde Fulda, 3:34 4 Mm Knaben-Bru st schwimmen 100 Meter, Jahrgang 1922/23: 1. Ludwig Herbert, CT Kasstl, 1.42 Min.; 2. Kurt Brandt, Casseler SV 1898, 1 46 4 Min.; 3. Walter Albrecht, Casseler SV. 1898, 1.49,2 Min. Jahrgang 1924 und jünger: 1. Rolf Stehling, Casseler SV. 1898, 1.39 Mm.; 2. Ger- nod Funk, Gießener SV., 1.55 Min. , x »mulfditoimmen 200- Männerjugend-Kraulmcrmann, Kur- Meter (Stoffe 2): to fr n« 31™ Mols Ad- Deffen «affel.2.54,6 fflhn- «j" ' 2. Otto *Ben3, luna, SurMfen S; ffiilli Friese, CT. Gießener SB., 3 04,9 M> ., 3 Winterbad): 1. Saffet, 3.08,6 Mm. (Vereine , 3531 Min. Alfred Geibig, Undine G 6 ^en 6jn schönes Sn der Stofs- 3 Wto'tom aus, um Rennen; sein Können re ch 1 Er muß sich seinen Kasseler Gegner zu M geben. mit dem zweiten Platz Ackenschwimmen 50- Frauenjugend-Ruaeni^^ 45,5 Meter: 1 Nuth Fiedler^ SD. 46,5 Sek.; Sek.; 2. Elisabeth Plank, G chen gg, 3. Marli Osterberg, Costeter 4 X 1 0 0 - Meter: K n a b e n -Kr au! ft a ß.47,2 Min.; 1. Casseler SD. 1898, 1. Aau 8.02,4 Mm. 2. Casseler SD. E 2. Mannsck s, 4X100, Männer fugen d-B ' ' riL üon Jaschke, Meter: 1. Gießener SV. g in der Hasenzahl, Ortwem); 2. Casseier Am gestrigen Sonntag war die Müllersche Badeanstalt an der Lahn der Schauplatz interessanter Schwimmwettkämpfe. Der Gau XII (Nordhessen) des Fachamtes Schwimmen im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen hatte die Jugendschwimmerinnen und -schwimmer zur Austragung der Gaumeisterschaften nach Gießen gerufen. Eine große Zahl hatte, trotz dem für eine schwimmsportliche Veranstaltung von diesem Ausmaß nicht gerade einladenden Wetter, dem Ruf Folge geleistet. Wenn es auch nicht den ganzen Tag über regnete, so war es doch empfindlich kalt und dazu versuchte auch noch ab und zu ein Regenschauer die im übrigen wohlgelungene Veranstaltung zu stören. Unter der bewährten Leitung von Fritz Pascoe vom Gießener Schwimmverein und dem Gau- jugendwart Kleinhanns (Kafstl)' technischen Ausgestaltung der Badeanstalt durch Ernst Müller und der aufopfernden Arbeit des Kampfgerichtes wickelten sich die Wettkampfe m flotter Reihenfolge ab. ftaft alle gemeldeten Schwimmerinnen und Schwimmer aus dem gesamten Gau warenlange- treten. So konnte denn auch auf Grund> der er- zielten Ergebnisse im Vergleich zum Voriahr eine allgemeine L e i st u n g s st et gern ng fest- gestellt werden; insbesondere trifft diese für di- jüngste Jugend zu. Lediglich 'M Kunst springen war ein wesentlicher Fortschrittmcht zu erkennen. Dennoch konnte man IN den Reihen die r Kämpfer einige recht begabt- Südens undTadels f-h-n. Bei der Bewertung dieser Wettkamp art mutz man natürlich die Schwier,gk-.t-n, dl-zuüber, winden sind, um eine wirkliche L-istu g z voll bringen, voll mit in Rechnung stellen. Sahr tons-S Training ist zur ,^0°" mele vermögen das nicht durcyzuyu » f d-r W-g zu der überzeugenden Leistung zu tonge dauert. Das im Rahmen der Der f annfcf)aften geführte Wasserballturnier der H . bradite aus Kassel, Fulda, Marburg und Gießen brachte einige fdjöne (Spiele. verfolgten die ein- Die anwesenden Zuschauer vers g z-ln-n Kämpfe mit weise auch mit anfeuernder Anteilnaym. Oie Kämpfe der Jugend. Mädchen-Bru st schwimmen 100 Meter, Jahrgang 1922/23: 1. Inge Bornefeld, Caste- ler SV. 1898, 1.48 Min.; 2. Trude Plank, Gießener SV. 1.53 Min.; 3. Hildegard Schuster, Tv. 1846 Gießen, 1.56,9 Min. — Vereine ohne Winterbad: 1. Angela Koch, 1. Hanauer SV. 1912, 2.02,5 Min.; 2. Marlis Kehr, Turnverein Alsfeld 2.04 Min. Mädchen-Brustschwimmen 50 Meter, Jahrgang 1924 und jünger: 1. Hanni Meyer, Undine Groß-Auheim, 47 Sek.; 2. Margret List, Gießener SV., 50,7 Sek. Frauenjugend-Bru st schwimmen 100 Meter (Klasse 3): 1. Ruth Fiedler, Marburger SV., 1.45,5 Min.; 2. Ruth Fiedler, Casseler SD. 1898, 1.48,5 Min.; 3. Elisabeth Plank, Gießener SV., 1.51,2 Min. — Vereine ohne Winterbad: 1. Emmi Krüger, Undine Groß-Auheim, 1.44,8 Min.; 2. Gertrud Ohler, 1. Hanauer SV. 1912, 1.47 Min.; 3. Hilde Silberer, Undine Groß-Auheim, 1.49,7 Minuten. Männerjugen d-R ücken schwimmen 100 Meter (Klasse 2): 1. Ernst Krenzien, Gießener SD. 1.31,5 Min.; 2. Heinz Köhlinger, TD. 1846 Gießen, 1.33,2 Min. (Klasse 3): 1. Herbert Opfer, Marburger SV., 1.29,7 Min.; 2. Horst Diegler, Casseler SD. 1898, 1.30 Min.; 3. Rudolf Adlung, Kurhessen Kassel, 1.31 Min. Knaben-Kraulschwimmen 100 M e - ter, Jahrgang 1922/23: 1. Spielmann, Kurhessen Kassel, 1.21,8 Min.; 2. Kämpgen, TV. Wetzlar, 1.26 Min.; 3. Klingelhöfer, TV. 1860 Marburg, 1.28,4 Min. — Jahrgang 1924 und jünger: 1. Ludwig Schnarre, Kurhessen Kassel, 1.47 Min.; 2. Rudolf Stehling, Casseler SV. 1898, 1.57,7 Min. Männerjugend-Kraulschwimmen 100 Meter (Klasse 2): 1. Willi Kujus, To. 1860 Marburg, 1.14,4 Min.; 2. Heinz Zimmer, Gießener SV., 1.15,3 Min.; 3. Heiner Zimmermann, Kurhessen Kassel, 1.15,3 Min. Bei 50 Meter wendeten alle Schwimmer fast gleichzeitig; nach der Wende holte der Marburger Kujus einen kleinen Vorsprung heraus, der ihm den sicheren Sieg einbrachte. Zimmer, Gießen, konnte trotz seines Endspurts den Marburger Gegner nicht mehr einholen. — Klasse 3: 1. Otto Benz, Gießener SV., 1.18,2 Min.; 2. Rudolf Adlung, Kurhessen Kassel, 1.18,2 Min.; 3. Horst Diegler, Casseler SV., 1.19,6 Min. — Vereine ohne Winterbad: 1. Werner Hüber, 1. Hanauer SV., 1.20,6 Min.; 2. Lorenz Röhner, Tv. Alsfeld, 1.30 Min. Knaben-Bruststaffel 4X100 Meter: 1. Casseler SV. 1898, 7.21,8 Min.; 2. Gießener SV. (Theo Bieker, Walter Jung, Hans Wolgast, ©er- nod Funk), 8.33 Min. Männerjugend-Lagenstaffel 100, 200, 100 Meter: 1. Gießener SV. (Krenzien, Ortwein, Heinz Zimmer) 6.19 Min.; 2. Marburger SD. 7.12,4 Min. Oas Wasserball-Turnier. Fulda — Gießen 1:6. Gießen tritt mit der Mannschaft Max Schüler, Pascoe, A. Zimmer, Schomber, Werner, Döpfer und Herbert an. Sofort nach Beginn unternimmt Fulda einen überraschenden Vorstoß und geht mit einem Tor in Führung. In der 2. Minute gleicht Gießen aus. Im weiteren Spielverlauf findet sich die Gießener Mannschaft immer mehr zusammen und erzielt in der 6. Minute das Führungstor. Kurz darauf fällt das 3. Tor zu Gunsten der Gießener. Mit 1:4 werden die Seiten gewechselt. In der zweiten Halbzeit werden die Fuldaer hart bedrängt und Gießen kann noch zwei Tore schießen. Das Endergebnis entspricht dem Können der beiden Gegner. Kassel — Ularburg 9:0. Die Kasselaner sind die weitaus Besseren; sie finden in der Marburger Mannschaft keinen gleichwertigen Gegner. Gießen — Casseler Sv. 1898 2:4. Die Gießener Mannschaft setzte sich aus Spielern des Gießener SD. und des Turnvereins von 1876 zusammen. (Max Schüler, Pascoe, Horeyfeck, Döpfer, A. Zimmer, E. Schomber, Fr. Werner.) Das bessere Zusammenspiel der Kasselaner war für den Spielausgang entscheidend. Das Torergebnis in dieser Höhe entspricht durchaus dem Können der beiden Mannschaften. Gießen konnte sich nicht zu einem flotten und durchgreifenden Spiel zusammenfinden; öfteres Zusammenspiel in dieser Aufstellung wird der Mannschaft eine größere Durchschlagskraft geben. Marburg — Fulda 0:4. Die Wettkämpfe des Nachmittags wurden mit einem Wasserballspiel Marburg gegen Fulda eröffnet. Fulda gewann das Spiel mit 4:0 Toren. Marburg — Gießen 0:8. Die Gießener kämpften mit Schüler, Pascoe, Horeyfeck, Schomber, Döpfer, Werner und Herbert. Marburg war der Gießener Mannschaft nicht gewachsen. Von Anfang an hatten die Gießener Spieler ein gutes Zusammenspiel gezeigt und als Erfolg dafür das hohe Torergebnis erzielen können. kastel — Fulda 8:0. Die Kasselaner waren den Fuldaer so überlegen, daß Kassel ohne große Anstrengung das hohe Torverhältnis erzielen konnte. In der Gesamtwertung blieb Kassel mit 6 Punkten Sieger; Gießen mit 4 Punkten Zweiter und Fulda mit 2 Punkten Dritter. Großer Spori-Erfolg Gießener Wehrmacht-Krastsahrer. Am gestrigen Sonntag nahmen Angehörige der hiesigen Panzer-Abwehr-Abteilung an der 2. West- mark-Zuverlässigkeitsfahrt „Rund um das Ahrtal" teil und konnten mit einem hervorragenden Erfolg die Fahrt beenden. In der Klaffe der Kübelsitzwagen starteten auf Horch-Kübelsitz Major K a i f e r, Oberleutnant Dippel und Leutnant Kahle mit ihren Beifahrern zu dieser schweren Prüfung, die über eine Strecke von 200 Kilometer führte. Der Start erfolgte in Bad Neuenahr. Die Fahrt stellte an alle Teilnehmer hohe Anforderun- gen. Es mußte ein Durchschnittstempo von 60 Kilometer gehallen werden, ferner wurde eine halbe Runde auf dem Nürburgring in äußerstem Tempo verlangt. Dieser Teil der Fahrt brachte gleichzeitig eine Bergprüfung. Eine besonders schwierige und neuartige Aufgabe war den Fahrern mit einer Prüfung des Beobachtungsvermögens gestellt: jeder der Fahrer erhielt einige Photobogen, auf denen zahlreiche charakteristische Bauten, Fachwerkhäuser, Kirchen usw. abgebildet waren. Die Teilnehmer mußten während der Fahrt auf diesen Bogen genau eintragen, in welchen Orten die einzelnen charakteristischen Bauten angetroffen wurden. Die Gießener Wehrmacht-Kraftfahrer entledigten sich der gestellten Aufgaben mit großem Geschick und vermochten dabei die Fahrt ohne jeglichen Strafpunkt, vielmehr ogar mit 10 Gutpunkten (bei einer Wasserdurch- ahrt errungen) als Sieger zu beenden. Die Mann- chaft stellte den Mannschaftssieger und errang damit den Ehrenpreis des Gauführers des DDAC. Auch als Einzelfahrer erzielten sie in ihrer Klasse die höchsten Wertungen und damit die höchste Auszeichnung, die goldene Medaille. Der große Erfolg der hiesigen Wehrmacht-Kraftfahrer war nicht zuletzt durch die ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen Fahrzeugführer und Beifahrer möglich. Ergebnisse der Schlußrunde um den Tschanimer-Osten-Pokal. In Stuttgart: VfB. Stuttgart — FC. Schalke 04 0:0 nach Verlängerung; in Pforz- heim: 1. FC. Pforzheim — Wormatia Worms 1:2 (1:0); in Ulm: SSV. Ulm — 1. FC. Schweinfurt 2:4 (0:4); in Leipzig: VfB. Leipzig gegen Berliner SV. 92 2:0 (0:0); in Berlin: Hertha- BSC. Berlin — VfL. Benrath 1:1 nach Verlängerung; in Chemnitz: Polizei Chemnitz — SV. Waldhof 0:1 (0:0); in Berlin: Wacker 04 Berlin gegen Werder Bremen 1:3 (0:2). Sau Mille gegen Nordhessen. Leichtalhlellk-Kampf in Erfurt. In einem aus 17 Einzelwettbewerben bestehenden Leichtathletik-Kampf traten sich am Sonntag in der Mitteldeutschen Kampfbahn in Erfurt die Gaue Mitte und Nordhessen gegenüber. Mit 24872,06 gegen 22844,95 Punkten blieben die Mannen des Gaues Mitte überlegen Sieger. Mit Ausnahme des Kugelstoßens, Diskuswerfens und Weitsprungs, wo Ker- mer (Kastel) 6,89 Meter erreichte, gewannen die Mitteldeutschen sämtliche Konkurrenzen. Hervorzuheben ist der Speerwurf Dr. Weimanns mit 65,10 Meter und die 800-Meter-Zeit von Mertens, der in 1:55,6 siegte. Kußball-Punktekämpfe der Gauliga-Mannschasten. Viermal Unentschieden lm Gau Hessen. Einen recht merkwürdigen Beginn nahm die neue Fußballzeit im Hessen-Gau. In vier Spielen trennte man sich unentschieden und nur der Altmeister Borussia Fulda schaffte, allerdings erst nach härtestem Kampfe, auf dem Platze des VfB. Friedberg einen ziemlich glücklichen Sieg mit 2:1 (1:0). Hanau 93 hatte einen nicht gerade überragenden Start, in einem „Spiel der Torhüter" kämpften die Hanauer gegen den Spielverein Kastel 1:1 (0:0). Die beiden Neulinge Kewa Wachenbuchen und Spvgg. Niederzwehren haben zum Anfang schöne Achtungserfolge zu verzeichnen. Niederzwehren entpuppte sich auf eigenem Platz gegen Hessen Hersfeld als eine schlagkräftige Mannschaft und errang nach durchweg offenem Spielverlauf ein 1:1 (0:0). Kewa Wachenbuchen lag in seiner Begegnung mit Kurhessen Marburg bis kurz vor Schluß sogar 3:2 in Führung, doch brachte ein verwandelter Handelfmeter den um den Sieg bangenden Marburgern doch noch den Ausgleich. Torlos verlief das Zusammentreffen von Germania Fulda und SC. 03 Kassel. Gau Bayern: Spvgg. Fürth—ASD. Nürnberg 4:2; 1860 Mim- chen—DfB. Koburg 3:1; Bayern München—BC. Augsburg 1:1; VfB. Jngolstadt-Ringsee—Wacker München 3:0. Steinbach, Schnellster beim Schleizer Oreiecksrennen. Das 13. Internationale Schleizer Dreiecks-Rennen sah noch einmal in dieser Rennzeit die deutschen und ausländischen Spitzen-Motorradsahrer im Kampf auf der Straße. Für die deutschen Fahrer wurde dieses Rennen in allen Solo- und Seitenwagen-Klassen zur Deutschen Meisterschaft gerechnet. 75 000 Zuschauer sahen überall spannende Kämpfe, die — bis auf die 350-ccm-Klasse — deutsche Siege ergaben. Bei den „Kleinen" siegte Kluge auf DKW., bei den Halblitermaschinen war Steinbach auf DKW. Sieger und mit 115,6 km/st zugleich Tagesschnellster. Die 350-ccm-Klasse wurde nach dem Ausfall der beiden NSU.-Fahrer Steinbach und Fleischmann von dem Engländer Ted Mellors auf Velocette gewonnen. In der 600-ccm-Seitenwagen-Klasse kam der Karlsruher DKW.-Fahrer Braun vor Bock (Mannheim) zu einem neuen Siege, und in der Kategorie bis 1000 ccm glückte Schumann, Nürnberg (NSU.), ein knapper Sieg gegen feinen alten Rivalen Kahr- mann, Fulda (DKW.). Deutsche Tennis-Siege in Venedig. Deutschlands Tennisspieler gestalten auch noch den Ausklang der Sommerspielzeit 1936 zu schönen Erfolgen für ihr Hand. Beim Lido-Turnier in Venedig gewannen von (Tramm - Henkel den Dolpi- Pokal des Männerdoppels durch einen 7:9-, 7:5-, 6:3-, 6:3-Siea über das jugoslawische Doppel Pun- cec - Mitic. yn der Vorschlußrunde des Männereinzels unterlag dagegen Henner Henkel dem Italiener Palmieri mit 5:7, 7:9. Frau Hilde Sperling- Krahwinkel sicherte sich im Frauen-Einzel durch einen 7:5-, 6:0-Erfolg über Frau Mathieu (Frankreich) den Preis des Königs von Schweden. lennis-Cänberfampf Deutschland — Aegypten 5:1. Der Tennis-Länderkampf Deutschland — Aegypten endete mit dem erwarteten sicheren 5:1-Sieg der deutschen Mannschaft. Den einzigen Punkt der Aegypker machten Shoukry - Dukisch im Doppel mit 6:1, 6:1, 6:4 gegen Dr. Buß - Kleinlogel. Vorher hatten Dr. Henke den Aegypter Borai 6:1, 6:1 und Dr. Landmann nach Kampf Dukisch 3:6, 6:0, 6:3 geschlagen. Kleintaliberschießen in Wißmar. Das von ber Kriegerkameradschaft an den letzten drei Sonntagen durchgeführte Preisschießen wurde unter zahlreicher Beteiligung beendet. Folgende Schützen konnten als Sieger hervorgehen: 1. Fr. Antonjoli, 108 Ringe; 2. K. Schwalm, 107; 3. H. Frey, 104; 4. E. Müller, 103; 5. Fr. Speicr, 102; 6. Lehrer Wagner, 102; 7. Fr. Schön, 101; 8. R. Müller, 101; 9. H. Becker, 101; 10. L. Horn, 101 Ringe. WAN M ' K- < v ■ Miele Der neue geräuschgedämpfte Staubsauger/ ' X33für ^^^^^RM.58.- Günstige Ratenzahlungen von RM. 5.- monatl. an J. B. HÄUSER Gießen, am Oswaldsgarten e ^26.2 5:U»>5 t e^-S 5 O 5 „ * E LZRvd E£ C O g‘S =.s, jo 8 2 u *• - Ja- a, _ E U eC.E «Ä 3 E * E u ,tS e 3 lEu E-m Q «> W-zZ 8 ? E ?«.E o E .? r- O '6'^ «HS*?3 ^■E-Q s u ü ^5^ cs'3 E ^E.tz EÄ§Ä 6=^5 *2 . S 9 J.Ee.8 3 8 « XE . L^8Zd E^i O ÄFe?e E-E unter den gegebenen Verhältnissen kaum möglich und war auch gestern nicht möglich. Unfreundlich war das Wetter, herbstlich naß und kalt, die Teilnehmer konnten während des ganzen Tages nicht „warm" werden, wie es für eine besondere Leistung eben doch sein muß. Der Rasen als Anlauf- und Absprungfläche war naß und glatt, die 100-Meter-Laufbahn wies naturgemäß Unebenheiten auf, die nicht erst ausgeglichen werden konnten, heftiger Wind und immer wieder auch Regenschauer behinderten die Kämpfer, ließen die Glieder steif, die Muskeln zu fest werden. Und doch beachtliche Leistungen... Es war um so erstaunlicher, daß trotzdem einige hervorragende Ergebnisse erzielt wurden: 100-Meter- Lauf in 12 Sekunden, Kugelstoßen über 12 und 13 Meter, Weitsprünge bis zu 7 Meter, Pferdsprünge in tadelloser Haltung usw. In der Oberstufe der Turner gab es nur knappste Unterschiede in den Leistungen, in der Turner-Unterstufe wurden Ergebnisse erreicht, die denen der Oberstufe kaum nachstanden. Die Jugendturner ließen erkennen, daß den Vereinen um den leistungsfähigen Nachwuchs nicht bange zu sein braucht. Die Leistungen der Mädchen waren durch die niedrige Temperatur allerdings stark beeinträchtigt. Das kam besonders beim Hochsprung zum Ausdruck. Unermüdliche Altersturner. Erstaunlich gute Figur machten die zahlreichen Altersturner, die ebenso eifrig im Wettkampf standen wie die Jungen. Der hiesige Turnverein 1846 trat mit nicht weniger denn etwa 20 Altersturnern an und der älteste der Riege, Turnbruder D a p - per, mit seinen 75 Jahren, ließ während der Hebungen sein hohes Alter kaum erkennen. Mancher über 60jährige stand mit im Wettkampf. Die Jugend verfolgte die Kämpfe der Alten mit ebenfalls großer Aufmerksamkeit. Erika Röhmigs Jubiläumssieg. Den Mtv.ern wurde gestern eine besondere Freude zuteil. Erika Röhmig, die in den letzten Jahren bei kaum einem Wettkampf in unserer engeren und weiteren Heimat fehlte, die immer zur Stelle war, wenn sie der Verein rief, konnte gestern einen besonderen Triumph feiern. Sie errang ihren 50. Sieg. Manchen Eichenkranz brachte sie mit nach Hause und manche andere Auszeichnung. Viele der errungenen Siege wurden von ihr schwer erkämpft. In vielen Staffelläufen verhalf sie dem Mtv. Gießen mit zum Erfolg. Erika Röhmig wurde gestern mit Recht viel beglückwünscht. Die beiden Gießener Turnvereine schnitten bei dem gestrigen Feste wieder erfreulich gut ab. Dies ist um so höher einzuschätzen, da berücksichtigt werden muß, wie zahlen- und leistungsmäßig groß die Konkurrenz in allen Klassen war. Staffeln und Einzeltämpfe ausgefallen... Etwa um 13 Uhr machte das Wetter den Turnern einen dicken Strich durch die Rechnung: ein starker und anhaltender Regen ging nieder, dem auch die Tapfersten weichen mußten, Es goß in Strömen. berg. 5537V M Sommer. 04037 Der Hellseher und Zauberkünstler Karten von 50 Pf. an im Musikhaus Challier. Eß- unh Einmachbirnen 500 g 7 Pf. Honigbienen 500 tr 5 Pf. Zwetschen 500 e- 8 Pf. zu verkauf, [ome Krofdorf.Str. 6 Biedermeier- Sofa 187-Kirsch- baum, Waschkommode (130x 65 Mahagoni m. Marmorplatte preiswert abzu- seben. owm Frankfurter Strane 9 III. Bäckergehilfe zur Aushilfe sofort gesucht. Bäckerei teenD Carl Haas Bleichstratze 21. Lezirl Dötrhefien Bet Deutfoien MenstmuiM GkMÜM. Zu d. Lehrgang zur Ausbildung von Rettungsschwimmern werden noch Teilnehmer zugelassen. Meldungen mit Entrichtung von 1.- Mk. Unkostenbeitrag sind an Herrn I. Mertens, Städtisches Volksbad Gießen, abzugeben. Der Lehrgang finbet an 5 aufeinanderfolgenden Mittwochabenden, von 20 bis 22 Uhr, im Städtischen Volksbab statt: erstmalig am Mittwoch, bem 9. September 1936. Prüfungen für Grunb-, Leistungs- unb Lehrschein in den letzten Uebungsstunben. Der technische Leiter. Wfltaöng! vor weiteren Obstdiebstählen a. mein. Grundstück amSchiffen- Iwangsvevfieigevun« Dienstag, den 8. Sevt., nachm. 2 Uhr, sollen im Bersteigerungs- lokal, Neuenweg 28, bzw. an Ort und Stelle (Bekanntgabe in ob. Lokal) gegen sofortige Barzahlung versteigert werden: l5535V Haus-, Laden- und Büromöbel aller Art, 8 Oefen, 4 Herbe, vier Schreibmaschinen,3Sviegel, zwei Vervielfältigungs-Apparate, drei Nähmaschinen, 2Tevviche,lKlein' motorrab, 1 Schaufenster - Aus- stellungs - Einrichtung, Kleiber-, Mantel- unb Anzugsstoffe. Bestimmt werden versteigert: 4 Labenregale, 1 Büfett, mehrere Schusterhämmer, 1 Theke, 1 Flur- garbercbe, mehrere 5teitige Flurgarberoben, 1 Posten Handschuhe. Scharmann, Gerichtsvollzieher Gießen, Wernerwall 33, Tel. 3108 ZweckSBekümpwngon Schwarzarbeit können Arbeite-Singe' bote von Handwerkern nur mit Namensnennung u. unter Vorlage desGewerbenachweijes mitgenommen werden Verlag »e«GtebenerAn,elgers Morgen Dienstag, 20.15 Uhr, in dem Cafe Leib föcll adiini! Volkstümliche Naturwissenschaft in reichbebilderten, leichtverständlich geschriebenen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlagserzeugnisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens und damit durch erweitertes Wissen erhöhte Freude an den vielfältigen Schönheiten der Natur. - Verlangen Sie Prospekte und auch Probehefte der Zeitschrift „Der Naturforscher“ Hugo Bermühler Verlag • Berlin-Lichterfelde Erquickender Schlaf ist das beste Kriif t ign ngsmi ttel. — Darum ?RUBALO“ Schlaf-Tee Paket 0.85 und 1.50. - Dr. Beyers Baldrawein Fl. 2.50 i. Fachgeschäft Kräuterhaus Jung, Gießen in der Mäusburg. 64o6D Unsre liebe gute Mutter. Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Katharine Wasmuth ist am Samstag, 5. September, im Alter von 83 Jahren sanft entschlafen. Die trauernden Hinterbliebenen: Hermann Wäsmuth und Frau Susanne Schomber Minna Bernbeck u. Angehörige. Gießen, den 7. September 1936. Die Beerdigung findet Dienstag, 8. September, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. ___________04095 Keine Zeugnisse in Urschrift icnoern nur Zeugnis- obldirtften dem Bewerbungsschreiben beb •egen — Lichtbilder undBewerbungsunter- laflen mühen ;ur Ber- meidung von Berlusteu aus der Nückjette Warnen und Änschriil des Bewerbers tragen! |Stellengesuche| Junger, sicherer Kraftfahrer Führersch. Kl. II sucktStellung. Sehr. Ang. unt. 04093 a.d. Gieß. Anzeiger erbet. Hoherodskops-Bergfest in Rebel und Regen. Alles flüchtete in die Häuser und unter das Zelt. Dort standen viele knöcheltief im Wasser. Aber trotzdem war die gute Laune erhalten geblieben. Ja, es wurde sogar gesungen! Nahezu eine Stunde hielt der Regen an. Dann wurden lediglich noch die restlichen Läufe zu den Mehrkämpfen ausge- tragen. Die Staffeln, zu denen sehr viele Meldungen abgegeben waren, mußten ausfallen, auch die Wilhelm-Will-Staffel konnte nicht gelaufen werden. Der Keulenweitwurf wurde ebenfalls abgesagt. So blieb offiziell nur noch die Siegerehrung übrig, die die vielgeprüften Wettkampfteilnehmer abschließlich vereinigte. Der Himmel hatte noch einmal und jetzt endgültig für diesen Tag die Schleusen geöffnet, und so geschah der allgemeine Aufbruch im strömenden Regen. Dichter Nebel, vom Winde gepeitscht, umgab den Berg am Abend wie am Morgen. Nur für kurze Zeit hatte er während dieses Tages den Ausblick freigegeben und den Turnern und Sportlern die herrliche Heimat sehen lassen, die alle Kraft gibt und der — in letzter Sinndeutung — immer wieder auch alle Kraft zurückgegeben wird. Oie Sieger. Turner-Oberstufe (33 Teilnehmer, 31 Sieger): 1. I. Arzt, Tv. Maffenheim, 84,5 Punkte: 2. K. Zehner, Tg. Friedberg, 79 P.; 3. K. Grünig, Standarte 116 Gießen, 76 P. Turner-Unter stufe (192 Teilnehmer, 173 Sieger): 1. Kurt Strack, Mtv. Gießen, 102 P.; 2. Heinr. Christ. Kern, To. Niederflorstadt, 94 P.; 3. Walter Klein, Nachrichtenzug der 2. SS.-Molor- standarte, 92 P. Turner, Jugend-Oberstufe (104 Teilnehmer, 89 Sieger): Erich Opper, Tv. Reiskirchen, 88 P.: 2. Jos. Schmitt, Tv. und Fechtklub Hanau, 86,5 P.: 3. Otto Geisel, Tv. Alsfeld, 85 P. Turner, Jugend-Unterstufe (232 Teilnehmer, 189 Sieger): 1. Helmuth Helfrich, Tv. Stockheim, 123 P.; 2. Heinrich König, Tschft. Lauterbach, 121 P.: 3. Hans Imhof, Turn- und Gesangverein Schotten, 121 P. Altersturner 30 bis 40 Jahre (78 Teilnehmer, 76 Sieger): 1. Karl Reuter, Tv. 1846 Gießen, 91 P.; 2. Gustav Hofmann, Tgmde. Friedberg, 82 P.; 3. Fritz Adam, Tv. Braunfels, 80 P. Altersturner über 40 Jahre (115 Teilnehmer, 115 Sieger): 1. Rudolf Siegert, Tv. Stockheim HO P.: 2. Hermann Fink, Tschft. Lauterbach, 108 P.; 3. Karl Heß, Tv. Braunfels 105 P. Turnerinnen-Ober stufe (32 Teilnehmerinnen, 26 Siegerinnen): 1. Erika Röhmig, Mtv. Gießen, 84 P.: 2. Irma Schöpper, Dortelweil, 69 P.-, Zitta Biela, Tv. 1846 Gießen, 65 P. Turnerinnen-Jugend (151 Teilnehmerinnen, 110 Siegerinnen): 1. Hedi Langlouis, Turn- u. Sportverein Butzbach, 73 P.; 2. Wilma Langer, T. u. F. Hanau, 72 P.; 3. Margreth Grimm, Mtv. Gießen, 66 P. Zußbalt her heimischen Mannschaften. 1900 — Wehlar 1:1. 1900 — Germania Frankfurt 3:5. Watzenborn-Steinberg — VfB. 12:1. (Berichte folgen.) Oben links: Die un- etmüdlichen Altersturner des hiesigen Turnvereins 1846 nahmen zahlreich und trotz aller Unbilden der Witterung aktiv an den Wettkämpfen auf dem Hoherodskopf teil. Unten: Erika Röhmig konnte beim gestrigen Bergfest ihren 50. Sieg erringen. Hier wird die Mtverin vom Vereinsführer Karl Müller unmittelbar nach dem entscheidenden Lauf beglück- wsinscht. (Aufnahmen [2]: Neuner, Gießener Anzeiger.) <3880 / Unter einem schwer verhangenen Himmel fuhren gestern zu früher Stunde viele Omnibusse, viele Kraftwagen und Motorräder durch das oberhessische Land dem hohen Vogelsberg zu, hinauf auf den Hoherodskopf und brachten viel junges Volk, Männer in besten Jahren, ältere Männer auch, auf den schönen heimatlichen Berg. 1100 Teilnehmer unterwegs. Das Hoherodskopf-Bergfest — Fest der Turner und Sportler — rief sie, und fast alle, die in den Meldungen ihrer Vereine zugesagt hatten, kamen. 1100 Turnerinnen und Turner, Sportlerinnen und Sportler fanden sich ein, um im Kampf die Kräfte zu messen. Das wenig einladende Wetter hatte nur wenige abgehalten, nach dem schönen Erfolg des Vorjahres, auch diesmal wieder dabei zu fein. Der Hoherodskopf begrüßte sie alle auf seine Art. Diesmal etwas ungnädig! Der Berg trug die dickste Nebelmütze, die er auftreiben konnte. Er verwehrte stundenlang jede Sicht über Täler und Höhen. Kalter Wind blies aus Südwest, aber er verjagte die Nebel nicht oder wenigstens nur für kurze Zeit. Wie Schemen strebten die Gäste des Berges dem Klubhaus zu. Verlaufen konnte sich selbst in dem starken Nebel niemand. Die Oberwaldstraße — aus Beton, wie die ganze Rennstrecke, ließ keinen Zweifel über den Weg. An der Kreuzung, wo die Schneise zum Taufstein führt, standen viele Omnibusse wie Mammute im Nebel. Der Wald unmittelbar am Klubhaus war auch zum Parkplatz geworden. Wer gegen 9 Uhr morgens zum Klubhaus kam, fand schon kaum mehr einen Platz für den obligaten Morgenkaffee, der den Turner genau so zur selbstverständlichen Gewohnheit zu werden scheint, wie den Skiläufern. Heißer Kaffee war gestern aber auch sehr angebracht, denn es war auf der Höhe erheblich kälter als „unten". Viele verhalfen sich mit geistigen Getränken zur nötigen inneren Erwärmung. Morgenfeier. Bald nach der Ankunft bereiteten sich Turnerinnen und Turner zu den Wettkämpfen vor. Im Sportdreß, im Trainingsanzug, int lose umgehängten Mantel strebten sie dem trigonometrischen Punkt am Adolf-Hitler-Stein zu, sammelten sich in Riegen und nahmen zunächst an der Morgenfeier teil, die auch diesmal wieder den Wettkämpfen vorausging. Der Kreisfachamtsleiter und Führer des Hohe- rodskopf-Bergfest-Ausfchusfes, Dr. Siegert (Stockheim) stellte der Feier ein Wort Jahns voraus, hieß die Flaggen hissen — die des Dritten Reichs, des Reichsbundes für Leibesübungen und eine Fahne mit dem Zeichen der Turner, dem vierfachen „F" — und gab dabei mit folgendem Satz in der Sinndeutung der Fahnen dem Sinn des Bergfestes Ausdruck: „Flattert hinaus in den Herbsttag und kündet, daß hier die Jugend unseres Hessengattes sich eingefttnden hat, um immer und immer wieder zu bekunden, daß sie sich durch Turnen und Wettkampf stählen will für unseres Vaterlandes Ehr und Freiheit. Tragt ihre Fahnen den Geist der fest verschworenen Hoherodskopf- berggemeinbe, hinaus in die Lande zu unseren Brüdern und Schwestern und mahnt sie. es uns gleich zu tun, auf daß Deutschlands Jugend stark und wehrkräftig erhalten werde." Auch der Führer des Reichsbundes für Leibesübungen im Kreise 11 (Friedberg) O11erbein - Friedberg hielt eine Ansprache, in der er in längeren Ausführungen den volksoerbindenden Wert der Leibesübung herausstellte, ferner die Arbeit des Fachamtes 1 auf dem Gebiete der Jugendertüchtigung rühmte, die unbedingte Notwendigkeit der Leibes- Übung für jeden Volksgenossen betonte und die Leibesübung als eine Quelle der Kraft schilderte. Er forderte zur Kameradschaft auf, hielt allen die hohen Pflichten dem Vaterland gegenüber vor Augen und schloß mit einem bekannten Worte von Fichte und den folgenden Verszeilen: „Ein heiliger Schwur ist's in heiliger Stund' und ginge die Welt auch in Scherben, Deutsch unser Herz, Deutsch unser Mund, Deutsch wollen wir leben und sterben." Dann hielt noch Pfarrer Schulz von Ilbeshausen eine kurze Predigt, und nachdem das Lied „O, Deutschland hoch in Ehren" zum Abschluß der Morgenfeier gelungen worden mar, gingen alle Wettkampfteilnehmer unter dem Gesang des Liedes „Turner auf zum Streite“ an die verschiedenen Wettkampfstätten, die mit vieler Mühe hergerichtet worden waren. Zunächst wurden die Mehrkämpfe ausgetragen, die in erster Linie aus volkstümlichen Hebungen bestanden und je nach Altersklasse und Geschlecht mehr oder weniger hohe Anforderungen stellten. So sah man Turnerinnen und Turner, Sportlerinnen und Sportler, Kameraden der SA. und SS. und auch des Arbeitsdienstes — eingeteilt in viele Riegen — beim 100- ober 75-Meter-Lauf, beim Weitsprung mit Anlauf ober aus bem Staub, beim Kugel- ober Steinftoßen, beim Hochsprung unb Ballweitwurf (bie Turnerinnen), beim Sprung über ben Bock, über bas Quer- ober bas Längspferb usw. Viele Sprunggruben waren ausgehoben, die Laufbahn war vorbereitet und mit elektrischen Meßgeräten ausgerüstet — kurzum — es waren alle Vorbereitungen getroffen, um von der organisatorischen Seite her dem Bergfest einen glatten Verlauf zu sichern. An jeder der vielen Kampfstätten unmittelbar am Wald und beim Klubhaus, am Jägerhaus unb am Abvlf-Hitler-Stein, war in ben Stunben bes Vormittags stets ununterbrochener Uebungsablauf. Es gab keine Pause! Eine Riege folgte der anberen unb bie Kampfrichter notierten mit klammen Fingern jede erzielte Leistung. Ein Start an der 100-Meter-Bahn folgte dem andern. Die elektrische Messung gestattete raschesten Ablauf der Rennen. Alle Kampfstätten waren stark umlagert, meist von Wettkämpferinnen und Kämpfern selbst, die jede Leistung des Mitbewerbers um Punkte und Eichenkranz aufmerksam verfolgten. Kamps unter schwierigsten Umständen. Eine vergleichende Wertung der gezeigten Leistungen nach erreichten Zeiten und Weiten gegenüber den Leistungen auf Turn- unb Sportplätzen ist für bas gestrige Bergfest nicht möglich. Es ist nicht der Sinn eines Bergfestes auf dem Hoherods- kopf, Bestleistungen erzielen zu wollen. Das ist In Gießen: Dienstag, den 8. September am Stadttheater „„„ Verschiedenes Verkäufe Jdeal A U TO U4Ü ION Sie gibt Ihnen den ! (AUDI / DKW / HORCH Versäumen Sie nicht, die vorzumerken. über das Auto-Union DERER) Wagen ..und zum Bauen 1 Abermann