Montag, b.Zuli 1956 Nr. 155 Erstes Blatt 186. Jahrgang Giehener Anzeiger Rudolf Heß spricht Gefahr des Bolschewismus in Deutschland erkannt hatten, auf uns fahen, so schauen heute nach 10 Jahren alle diejenigen in der gan- zen Welt auf uns. die die Gefahr des Bolschewismus für Europa und für die ganze Welt erkannt haben. Und wir glauben, mit Stolz sagen zu können, daß genau so wie Adolf Eitler und sein Nationalsozialismus für den Vol- stlMvismus in Deutschland verhaßt waren, Adolf Hitler und das nationalsozialistische Deutschland heute der bestgehaßte Wann und das bestgehaßte Land für die Komintern sind. Das Böse ist stets des Guten Feind. Im entscheidenden Gegensatz zum Bolschewismus, der durch Krieg und Vernichtung auf die Nationen und Völker Wirkung zu erzielen sucht mit dem Ziele der Weltrevolution, wünschen wir eine Wirkung der elementaren Kraft des Nationalbei ihm die Reichs- und Gauleiter; dahinter stehen die höchsten und ältesten Ehrenzeichen der Bewegung Dann nimmt der Führer das Wort zu einer großen Rede über das Wesen der Parteitage und die Grundsätze nationalsozialistischer Führung. Ausgehend von einem Vergleich der nationalsozialistischen Parteitage und denen der vergangenen Parteien, die er ebenso sarkastisch wie treffend als Demonstrationen der eigenen Unfähigkeit und abschreckende Schaustellungen kleinlichen Partelgezanks kennzeichnete, gab der Führer zunächst eine historische Darstellung des Ursprungs und der Entwicklung der Parteitage der NSDAP. Der äußere Anlaß für die NSDAP., Parteitage abzuhalten, lag in dem Zwang des Vereinsgesetzes begründet; die gesetzlichen Vorschriften Der Führer über die Grundsätze liaiwnatsozialiMcher Führung fozialismus — eine belebende und beglückende Wirkung — wie sie erreicht werden kann durch gegenseitiges Verständnis, Aufbau, Arbeit und Fleiß in einem wahrhaften Frieden. Der Nationalsozialismus hat denen in der Welt, die sehen wollen, gezeigt, daß er einem großen Volk mit reicher Geschichte den bestmöglichen Zustand seines Gemeinschaftslebens zu geben vermochte. Er hat gezeigt, daß Deutschland seine ge- schichtbildende Kraft aus dem Ideengut schöpft, daß der Führer schuf und wir mit ihm weitertragen. Wir Deutsche mühen uns nicht, andere Völker in ihrer inneren Konstruktion zu beeinflussen, ja wir mühen uns vielmehr, die nationalsozialistische Idee auf Deutschland und die deutschen Menschen in der Welt zu begrenzen. Wir hoffen aber dabei, daß das Verständnis für die innere Einrichtung unseres Hauses draußen immer größer werden möget wir wissen, daß ein Verstehen unserer Auffassungen vorn Leben bei den anderen Nationen dem Frieden der Völker so dienen wird, wie wir durch diese Auffassungen dem Frieden innerhalb unserer Nation gedient haben. Wir haben dem Frieden unserer Nation gedient als eine kämpfende Bewegung. Wir kämpften in Opferbereitschaft, Kameradschaft, in Treue zur Idee, in Treue zum Führer, in Treue zu Deutschland. , Unter den gleichen Idealen marschierten wir auch an dem Julitag vor 10 Jahren. Unter den gleichen Idealen traten wir an zum Sturm und zum Sieg. Unter diesen Idealen riefen mir unser „Deutschland erwache!" hinaus. Und diese Ideale werden auch m Zukunft Deutschlands Ideale sein. Denn nur unter diesen Idealen kann Deutschland auf die Dauer leben. Und Deutschland soll leben — Deutschland w.rd leben! Es wird leben, weil das Schicksal ihm Adolf Hitler gab. (Begeisterte Heil-Rufe.) Ehrung Dietrich Eckarts. Während die Weimarsche Staatskapelle das alte, von Dietrich Eckart gedichtete Kampflied der NSDAP.: „Sturm, Sturm, Sturm" spielt, erheben sich die Versammelten und ehren so den gestorbenen dichterischen Vorkämpfer. Gauleiter Sauckel eröffnet den historischen Kongreß zur Erinnerung des Reichsparteitages 1926. „Mein Führer! Nach einem unerbittlich harten, arbeitsvollen, aber auch .fast unvorstellbar erfolgreichen Kampfjahrzehnt sind in diesem Haus und in dieser Stadt, wie vor genau zehn Jahren, fast alle Ihre ältesten Mitarbeiter und Ihre alte sturm- und kampferprobte Gefolgschaft zusammengekommen, um Ihnen angesichts der heiligen Blutfahne und der ehrwürdigen Standarten für all das unendlich Große, was Sie uns, Ihren Mitkämpfern, gegeben, und für all das Gewaltige, was Sie für Deutschland getan haben, zu danken. Die Teilnehmer und alten Kämpfer des Parteitages von 1926 grüßen ihren obersten Führer, den Kanzler des Deutschen Reiches — Adolf Hitler — Sieg-Heil!" „An dieser Stelle haben Sie, mein Führer , so fuhr Gauleiter Sauckel fort, „vor zehn Jahren nach der 'Neugründung der Partei die ersten acht Standarten außerhalb "des Traditionsgaues Bayern verliehen. Zum ersten Male begannen die stolzen Standartenadler ihren Siegesflug über ganz Deutschland. Nun find es viele Hunderte geworden. Die ganze Nation, das ungeteilte ewige Deutschland bekennt sich zu Ihnen wie zur Volk und Reich erlösenden und befreienden nationalsozialistischen Idee und Weltanschauung. Aus dem Lächeln wurden Wutausbrüche und Beschimpfungen! Ein bedeutendes Organ in Deutschland, das damals der internationalen Freimaurerei diente, hielt es für nötig, einen Warnruf in die Welt zu schicken, der blitzartig die neue Lage, wie sie sich unseren Gegnern zeigte, erhellte: „Es kann und darf aus bestimmten Gründen nicht verschwiegen werden, daß 90 v. h. der Teilnehmer an dieser Heerschau Proletarier, Arbeiter, Angestellte und Erwerbslose gewesen sind." Unsere Gegner wußten, daß höchste Gefahr im Verzug ist, wenn eine neue Bewegung es verstand, die breiten Massen des Volkes, die bisher ihr willfähriges Element waren, zu sich herüberzuziehen und damit Wurzeln zu schlagen im Volke. Und wir waren uns der Bedeutung dieser Tatsache ebenso bewußt. Es war kein Zufall, daß bei diesem ersten Aufmarsch der neuerstandenen Opposition zum erstenmal ein weithin sichtbares äußeres Zeichen einer neuen Gemeinschaft in die Erscheinung trat: der zum deutschen Gruß erhobene Arm. Der Welt wurde in diesen Julitagen 1926 gezeigt: die Zersplitterung der völkischen Bewegung ist beendet. Einheitlicher und entschlossener denn je — unter der alleinigen Führung eines Mannes an der Spitze — hat das völkische Deutschland seine Geheiligt durch das Blut der Gefallenen stehen die Standarten des Reiches vor Ihnen, mein Führer. Kein einziger Gegner konnte ihnen Schande oder Schimpf antun. Sie sind mit Ehre und grenzenloser Treue diese zehn Jahre lang getragen worden. Und so wird es in alle Zukunft und in alle Ewiakeit geschehen: denn die Treue, sie ist das Fundament unsere'' Bewegung,, sie ist das ureigenste -^cfen I unserer nationalsozialistischen Gemeinschaft, sie ist I hi» fFhro hpc; Nationalsozialisten." 23 6s war die erste Heerschau nach dem Zusammenbruch der Bewegung 1923, eine Heerschau durch die wir feststellten, daß nicht nur die formelle Neu- aründunq der Partei durch den Führer erfolgt andern darüber hinaus eine neue Bewegung entttan- den war, in der sich zusammenfanden die Kampfe- rt'$er Beschl"des'°Fllhrers, nach Weimar zu marschieren, war im Grunde ein gewagtes Experiment, dessen Erfolg freilich ebenso überwältigend war, m$ie5 n eTe®1 NS^DAP. trug ihre Safrun aus QQm Deutschland indasher z D e u t s ch l a n d s. Und sie holte sich aus des Führers Hand neue Standarten für den Kampf. Sie zeigte der Welt" fiier sind wir wieder, hier st e y e n wir in teuer. Und wir werden IN Deutschland stehen aufrecht und entschlossener denn je. Und die Welt verstand uns. Wenn man uns bis dahin seit der Neugründung der Partei belächelt hatte und nun noch einmal lächeln verbuchte Und glaubte, die Neugrundung als von vornherein hoffnungsloses Unterfangen eines Wahnsinnigen abtun zu können, so wandelte sich nun das Bild. Darauf nimmt der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, das Wort, um der Bedeutung des ersten Reichsparteitages nach der Neugründung der NSDAP, zu gedenken. Er sag U’ Zehn Jahre sind in einer rückschauenden Geschichtsbettachtung eine kurze Spanne Zeit. Zehn Jahre aber sind für die Lebenden, und besondere; für kämpferisch lebende Männer, für leidenschaftlich neuen Vorstellungen hingegebene Manner eine Zeit reichsten Erlebens und vielleicht entscheidenden Ein- bildende Faktoren für das Deutle Reich, sur das deutsche Volk und die deutsche Nation sind. Gwu- bige der Idee vom neuen Werden des deutschen Volkes durch den Nationalsozialismus. Uns sind die vergangenen Jahre nicht nur Jahre eines hmgeben- den Kampfes und eines Weges, nicht nur Jahre des Ackerns, der Saat und des Beginnes der Ernte, uns sind diese Jahre wohl durchweg jene Lebensspanne, in der unsere Lebenslinie eisern geschmiedet und unverrückbar durch die Erlebnisse geformt wurde. Am Anfang dieser geschichtlichen Lebenslinie stehl der Führer, an ihrem Ende Deutschland Ihre Richtung hat der Führer bestimmt. Dem Leben Inhalt gegeben hat die Arbeit in Dienste und am Werke des Führers. Der Weimarer Tag 1926 war für uns eine Demonstration des Wortes, des Aufbegehrens em Taa an dem wir den damals Herrschenden, unseren Unterdrückern nach dem 9. November 1923, unser „Nu n erst recht!" entgegenschmetterten, dieses Nun erst recht!", das auf unseren Abzeichen der sprechen ist. Dieser Bedeutung entspricht die Gestaltung der Er i nnerungs feier, die — wie jener erste Reichsparteitag 1926 — mit einer Tagung im Deutschen Nationaltheater begann. Wie damals saßen an zwei Tischen auf der Bühne die nächsten Mitarbeiter Adolf Hitlers, wie damals stehen auch heute dahinter eine Anzahl Feldzeichen der Bewegung. Draußen aber, auf dem Theaterplatz, sind sämtliche nach Weimar gebrachten Feldzeichen, über 500 an der Zahl, in Reih und Glied aufgestellt. Ehrenstürme der SA. und des NSKK. aus verschiedenen Gauen sind angetreten; in den auf den Platz einmündenden Straßen staut sich eine erwartungsvolle Menge, die in begeisterte Heil!- Rufe ausbricht, als der Führer um 9.30 Uhr auf dem Platz eintrifft. Unter den Klänaen des Pra- sentiermarsches schreitet der Führer die Front ab und begibt sich darauf in das Theater. Als der Führer, begleitet von seinem Stellvertreter, Reichsminister Rudolf Heß, und Gauleiter Sauckel, den Theaterraum betritt, begrüßen ihn die mehr als taufend Männer, die hier versammelt sind, mit erhobener Rechten. Der Führer nimmt. ■ .- rf. „ . bann in der ersten Reihe auf der Bühne Platz, die Ehre des Nationaljozialisten. Berufung zur Führung Deutschlands vor der Geschichte neu angemeldet. Der Weimarer Tag war die erste sichtbare Etappe auf dem Wege, den der Führer den Seinen in der Festung prophetisch vorausgesagt hatte. In der Festung Landsberg sprach er Ende 1924 das Wort, bafc 7 bis 8 Jahre vergehen müssen, bis er mit seiner Bewegung so weit sei, um die Macht in Deutschland zu übernehmen. Als 8 Jahre um waren, war das Jahr 1932 vorüber. Mit der Machtübernahme im Jahre 1933 wurde die Vorhersage Wirklichkeit! Daß der Tag mit geradezu mathematischer Sicherheit früher oder später kommen mußte, t)at der Führer stets betont: Denn eine Sache, die nach großen, allgemein gültigen, in sich richtigen Grundsätzen verfochten wird, und die durchgefochten wird ohne Rücksicht auf Fehlschläge mit größter Zähigkeit und Beharrlichkeit, mußte siegen. Aber der Sieg ist ein Sieg auf die Dauer, weil der Kampf des Nationalsozialismus geht um die Durchsetzung des Prinzips des Guten im Leben eines Volkes. Und deshalb trug der Nationalsozialismus einen so überwältigenden Sieg davon über das Prinzip des Bösen, schlechthin über den Bolschewismus. Wir können an diesem Tage der Rückschau auf ein Jahrzehnt voller Befriedigung sagen: 1926 kristallisierte sich um Adolf Hitler jene Bewegung von männern, die im Bolschewismus in all feinen Erscheinungsformen in Deutschland ihren wahren großen Gegner sah. Und wie damals viele innerhalb des Volkes, die die erforderten alljährlich eine sogenannte „General- Mitgliederversammlung". Es ergab sich dabei, daß der gesetzlich oorgeschriebene Vorgang, „die Neuwahl des Vorstandes" bei der NSDAP., deren Führung bekanntlich niemals ein Problem gewesen ist, sich in höchstens zehn Minuten abzuspielen pflegte. Der Gedanke, diesen formalen Anlaß der Zusammenkunft von Delegierten aus dem ganzen Reich gleich- zeitig zu einer Kundgebung im Dienste der Stärkung der Bewegung werden zu lassen, war der Beginn des Parteitagsgedankens der NSDAP., der diesen Tagen einen besonderen Charakter verlieh und ihnen die große politische Linie gab. Der Führer wies darauf hin, daß bereits in den Jahren 1920, 1921 und 1922 bei diesen Kundgebungen die großen Aufgaben der Partei erörtert und erläutert wurden, nicht in einer zerfressenden und verflachenden Diskussion, sondern durch Darlegungen derer, die berufen waren, dank des Vertrauens der Parteigenossen die Bewegung zu führen und diese Führung auch zu verantworten. Im Jahre 1923 wurde dabei zum ersten Male die Trennung zwischen Mitgliederversammlung und Sondertagun- gen durchgeführt. Als 1925 die Partei neugegründet war, schien ss nicht zweckmäßig, den Beginn der Arbeit mit einer Tagung einzuleiten. Der Führer war damals der Auffassung, daß der Beginn der Wiedererrichtung der Partei nur der Wiederbeginn der Arbeit im deutschen Volk sein könne, und daß der nächste Parteitag erst ein Jahr spater, 1926, abgehalten werden sollte, wenn die Resultate dieser Arbeit den Parteigenossen vor Augen geführt werden könnten. Denn die Parteitage der national- sozialistischen Bewegung sollten ja nicht der end- losen Diskussion bestimmter Probleme dienen, sondern erstens Rechenschaft ablegen über das, was geleistet wurde, und zweitens Aufgaben stellen für Sie Zukunft. Der Führer kennzeichnete dann die inneren Gründe der organisatorischen Aufteilung der Parkst tage in Öen Delegiertenkongreß und die Sondertagungen. In dem Kongreß wurden vor ausgewählten Parteigenossen und Gästen die Resultate der nationalsozialistischen Forschungsarbeit auf allen Lebensgebieten dargestellt. „65 ist — fo erklärte der Führer unter stürmischem Beifall — auf diesen Parteitagen glaube ich mehr an Weisheit produziert worden als auf sämtlichen bürgerlichen und marxistischen Kundgebungen der Vergangenheit zusammen. __ »«Limnhtt hon Führer in Weimar. Der Führerauf dem Wege vom Hotel zum Der Jubel der Menge umbrandet Die historische Tagung der Partei in Weimar Oer Führer spricht zu seinen alten Mitkämpfern und zum ganzen deutschen Volke. Weimar, 4. Juli. (DNB.) Strahlender Sonnenschein liegt über Weimar, der im Festschmuck prangenden Gauhauptstadt Thüringens. Ein für die Geschichte des Nationalsozialismus und der Bewegung entscheidungsreicher und bedeutungsvoller Tag ist angebrochen. Am 4. Juli vor zehn Jahren fanden sich etwa 8000 der treuesten Anhänger Adolf Hitlers aus allen Teilen des Reiches hier ein, um — dem Ruf ihres Führers folgend — der Welt zu zeigen, daß die Bewegung trotz Bedrückung, Verbot und Schikanen aller Art sich mächtiger als vorher erhoben hatte und nicht gewillt war, von ihren Idealen und Grundsätzen auch nur um Haaresbreite abzuweichen. Der Führer hat damals in seherischer Voraussicht die Bedeutung des Tages erkannt und hat später selbst wiederholt betont, daß der 4. Juli 1926 als der Tag des Durchbruches der Bewegung, als em Schicksalstag für die deutsche Zukunft anzu- Erscheint täglich, außer jmbv ä A Annahme von Anzeigen Sonntags und Feiertags dWwiCj für die Mittagsnummer Beilagen: Die Illustrierte ▲ A A ▲ A A ▲ A ▲▲ bis 8'/,Uhr des Vormittags /IWWi »rö Mit 4 Beilagen RM.1.95 B BT B B B B B B B B B anzeigen von 70 mm Breite Ohne Illustrierte , 1.80 ■ ■ ■ W/ B HL B ML 50 Rpf.,Platzvorschrift nach W°e?'mch.-rfch^ V ▼▼ I ■ V W VJ ▼ W 00WnW mehr, von einzelnen Nummern Ermäßigte Grundpreise. infolge höherer Gewalt 1 Stellen-, Vereins-, gemein« MM Seneral-Anzeiger für ?"'<< ■ "♦sP 'S.:' •5i ''^W We Auftak Schloß Appk *55., Neiche Wem, Lutz rer $ ein u entge Ku Komi Meld gnißl entbo Führ« Nat auch i neues feit ui ter des Mprai . Code d°- 3t >nelchzg für bie k«s £reue u hierauf >\t* ein®1*1 f« M wir ®« Zahn' ' unb > fr an« Ulitnv0' (Ni * ®i< l«1 gifllt ael velpiah ;esie 1« deutsche" der erba len lters Dein jugenb aus dem grinnerui zehnjä tag. Den Parteitag Partei de für da- 6 rers verli< au einer Lungen ? Welt führ 8000 ! Ehrenabo derungen als der Dlum Schir । ©Quleit düng t Nach hitlerjl au ein Neichsl < tz notion Dai Schi Er ei Ausgi gung Name der G Melnd toQr Zs neuem Wen 6, PNfoj U»S°i ^nipfee Sm 5 Ui-ieü U ,ir C ÖQIHq i? b'? D 16 San,. B? « lUB* und je. frtTÄ i-h,7je-« fe; J"' Äsende « Sieder chre D°rier Das führt zur Feigheit und zur Derantwortungs- lofigkeit! Die Führung eines Volkes darf nicht das ausführende, sondern sie muh das führende Organ sein. (Stürmische Zustimmungskundgebungen.) Wenn niemand die Verantwortung au übernehmen bereit ist, führt das zur Vernichtung jeder Autorität und damit aller Persönlichkeitswerte. Es ist kein Zufall, dah unter dieser Art von Demokratie die allerschwächste Pflanze großgezüchtet wurde. Eine wirkliche Persönlichkeit konnte unter diesen Umständen gcsr nicht in' Erscheinung treten. Und wenn man sagt: „Za, Sie lassen ja auch abstimmen." Ja! Niemals aber über Detailfragen, sondern stets nur über ganz große, dem ganzen Volk sichtbare Aufgaben! Das heißt: Ich erwarre, daß, wenn ich für das deutsche Volk einen Schritt in der Wiederherstellung feiner Ehre oder seiner Freiheit tue, das Volk ihn versteht und dann hinter mich tritt. (Minutenlange Zustimmungskundge- Ein kleiner Gruß für den Führer. Auf dem Wege zum Staatsempfana begrüßte den Führer auch ein kleines Mädchen, das ihm einen Blumenstrauß überreichte. — (Presse-Jllustration-Hoffmann-M.) der zeigen: Euer Kampf geht nicht für eine verlorene Sache! Die Bewegung steht wieder. auf indolente, verrückte Ablehnung stieß, wollte Der kleine Landmann, der Arbeiter brik, der kleine Ortsgruppenleiter, der in der Fa» überall nur billigen brausen durch den Saal.) Ich werde auch dann nicht etwa sagen, ich möchte gern diesen Schritt tun, aber erst muß ich gedeckt werden, erst muß abgestimmt werden und dann erst, wenn Die Abstimmung gut verläuft, dann werde ich diesen Schritt wagen! Nein! Das wird eine wirklich nationalsozialistische Führung nicht tun! Sie wird ihre Entscheidung treffen und allenfalls hinterher erklären: v o l k, wir haben nach bestem Wissen und Gewissen diese Entscheidung getroffen: Bitte, nun urteile! Und wir wissen ganz genau,„ wie dann das Volk urteilt. 3e mehr man nämlich das Volk anruft, in Wahlen zu den es am tiefsten bewegenden gewaltigen Fragen Stellung zu nehmen, und je mehr ein Volk zum Bewuht- seln kommt, dah es wirklich eine entschlossene Führung an der Spitze hat, umso entschiedener wird es dann hinter seine Unsicherheit, die Zerfahrenheit griffen immer mehr um sich. Auf diesen Methoden war unser ganzes bürgerlich-marxistisch-demokratisch-parlamentarisches Leben aufgebaut worden. Nur deshalb konnten wir es beseitigen, zerschlagen und auslöschen aus der Geschichte. Es mußte beseitigt werden, weil eine klarere, weit richtigere Organisation entstanden war, die an ihre Stelle gesetzt werden konnte. Und daher war es auch kein Wunder, wenn ich vom ersten Tage der Gründung dieser Bewegung an der Ueberzeugung sein konnte: Diese Partei wird Deutschland erobern. Vicht durch Zufall find wir zur Wachs gekommen, sondern auf Grund eines ehernen naturnotwendigen Gesetzes. Die Bedeutung des Parteitages von Weimar liegt für uns darin, dah wir damals hierher kamen, um in einer sehr schweren Zeit all die treuen, braven, kleinen Parteigenossen, die aus dem ganzen Reich kamen, wieder mit neuem Glauben zu erfüllen. Dir wollten ihnen theaters tritt wieder das Theater des Menschen. Man besinnt sich wieder darauf, daß eine Wurzel des Schauspiels in der Sprache liegt. Man sucht den geistigen Raum der Dichtung, das Wesen des darzustellenden Werkes zu fassen und nicht mehr bloß die äußere Hülle. So führt das Freilichttheater zu Klarheit des schauspielerischen Stils, zu einer Vorherrschaft des dichterischen Wortes. Herrschte im Innentheater der Komödiant, der Schauspieler der Masken, Verkleidungen und Verwandlungen, so fordert die Naturbühne ebenso gebieterisch wie die architektonische Bühne den Bekenntnisschauspieler. Alle Hilfskünste der Bühnentechnik, die auf der Innenbühne die Vorherrschaft führten, treten hier dienend und sich unterordnend zurück nach den Gesetzen und Forderungen des Werkes. Die Großartigkeit der umgebenden Natur entlarvt jedes Wort, jede Geste, die seelisch leer und innerlich hohl ist. Das schönrednerische Pathos ver- sagt auf der monumentalen Bühne. Die Zuschauerplätze, die im Halbrund die Bühne umgeben, schaffen durch Wegfall aller klassenmäßi- gen Scheidungen und Abtrennungen eine wirkliche Volksgemeinschaft, in der sich um Schlosser und Student, Kaufmann und Beamten, Bauer und Sol- bat bas einende Band gemeinsamen Erlebens schlingt. So rft auch diese Festvorstellung des „Fiesko" im Rahmen des Gautages Hessen-Nassau ein Beitrag zur großen deutschen Kunst. vorher besaß. Denn jemals von einer Bewegung behauptet werden kann, sie sei nicht auf Zwei Augen aufgebaut, dann gilt das von unserer Bewegung. Gewiß, l ch habe sie ins Leben gerufen. Allein die Grundsätze, nach denen sie wurde, haben mir dann allmählich ein Unzahl von besten Menschen an die Seite gestellt. Und wir sind eine unzerstörbare Gemeinschaft geworden. In dem Augenblick, in dem wir dieses demokratische Gift der ewigen Zersetzung und des Intrigantentums bei uns von vornherein ausgeschlossen haben, kam diese Stabilität, diese innere Sicherheit in die Führung. Und sollte sich einmal ein Element in diese Ordnung nicht gefügt haben, — Sie wissen es — es wurde abgestoßen. So entstand diese wunderbare unzerstörbare Gemeinschaft zwischen oberstem Führer, seinen Mitarbeitern und der ganzen Gefolgschaft. Diese Führung kann niemals entbehrt werden. Da- rnit aber ist die Partei ewig. Wenn man vor einem Jahr noch so oft, besonders aus „geistreichem" bürgerlichen Mund hörte: „Ist jetzt die Partei überhaupt noch notwendig? Es ist ja alles einig, und es ist ja alles gleichgeschaltet. Es ist nicht mehr einzusehen, warum die Partei überhaupt noch existieren muß" — so ist dieser Einwand genau so geistreich, als wenn ich sagen würde: „Nun ist ganz Deutschland wieder wehrfreudig geworden, und damit ist eine Sonderorganisation, die Armee, nicht mehr notwendig. Wir denken ja nun alle im Geiste der Wehrpflicht und der Verteidigung." Das könnte so vielen passen! Wir wissen ganz genau, daß der Geist stets einen Träger zur Voraussetzung hat. Im rein militärischen Sinne ist es die Armee und im politischen Sinne ist es die Partei. Die Partei wird durch die Auslese ihres Führergremiums für alle Zeiten in der Lage fein, für alle oolklichen Führungsaufgaben die erforderlichen Männer zu stellen, und nur so kann man eine wirklich harte und zu allem fähige und reiche Füh- rung der Nation aufbauen." Der Führer befaßte sich anschließend mit einer Reihe weiterer Fragen der politischen Führung und führte dabei u. a. aus: „Oft wird uns in uns fremden Kreisen erklärt: „Ja. wer soll denn überhaupt urteilen?" Glauben Sie, im praktischen Leben heißt die Frage ganz anders. Sie heißt nicht, w e r soll über eine Frage urteilen, oder wer darf über eine Sache urteilen, sondern im praktischen Leben heißt die Frage: „Wer kann auf Grund seiner ganzen Bildung, seines Wissens und seines Könnens über eine Sache urteilen? Wenn die sogenannte öffentliche Diskussion wirklich etwas hätte abstellen können, dann hätte der Zustand vor uns ein Paradies fein müssen. Denn mehr Diskussionen als in der parlamentarischen Zeit hat es nicht gegeben. Es ist damit nichts verbessert worden, sondern die Verwirrung, die Kaiser den Huldigungseid. Mitten im Herzen alten Reichsstadt erstand ein Festplatz, auf dem die Gautag Hessen.Nassau 8.—12.3uli in der Sauhauptstadt Frankfurt a. Main. Festaufsührung des „Fiesko" auf dem Römerberg! Am Donnerstag, 9. Juli d. I-, findet auf dem Römerberg in Frankfurt a. M. anläßlich des Gautages Hessen-Nassau 1936 eine Festvorstellung des Schillerschen Trauerspiels „Die Verschwörung des Fiesko zu Genua" statt. Die Römerberg-Fesffpiele, die sich in den vier Jähem ihres Bestehens weit über die Grenzen Frankfurts und sogar des Reiches hinaus einen Namen gemacht haben, geben damit der Gegenwart ejn Drama wieder, das lange Jahre in dunkle Vergessenheit geraten war — und das in einer Zeit, wo ein Stoff wie ihn der „Fiesko" bietet, gerade den demokratischen Anschauungen hätte schmeicheln und dienen können. Um so großartiger ist es, wenn die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei, Gau Hessen-Nassau, ihren Gautag zum Anlaß nimmt, in einer Festvorstellung einen Stoff aufführen zu lassen, der seinem Wesen nach die Rechtfertigung des Führermordes aus demokratischem Prinzip bedeutet. Diese Haltung, die in der ehrfurchtsvollen Achtung vor der großen Tragik menschlichen Lebens begründet liegt, zeigt wieder einmal, wie wenig nationalsozialistische Weltanschauung etwas mit zeitgebundener Tendenz gemein» hat. Die Wahl des Römerberges als Stätte der Aufführung ist in verschiedener Hinsicht glücklich. Einmal entrückt er die Zuschauer durch seinen architektonischen Charakter schnell in die Zeit und das Milieu des im reichen Genua spielenden Dramas; zum anderen schafft die tragische Größe der Dichtung in Verbindung mit der ehrwürdigen 23er» diese Millionen, die geheim ihre Entscheidungen fällen — wenn möglich mit verschlossenen Stimmzetteln an der Urne — die Verantwortung tragen? Bedenken Sie die Unmoral dieses Prinzips. Hier sollen Männer, die in der Führung stehen, mit ihrem Namen eine Verantwortung übernehmen, die sie von Menschen aufoktroyiert erhalten, die nicht einmal den Mut haben, offen ja oder nein zu sagen! (Sehr richtig.) Was heißt es beispielsweise für einen Mann von Format, alle Verantwortung zu übernehmen über eine lebenswichtige Entscheidung, über Sein oder Nichtsein der Nation, die ihm durch eine anonyme Majorität aufgezwungen wird? Er müßte also mit seinem Namen dafür einstehen, während Tausende und Hunderttausende oder gar Millionen, ohne ihren Namen zu nennen, diesen Einen verpflichten, das zu tun, was sie selbst zu verantworten nicht fähig waren. Das ist unmöglich! Möglich sei dies nur deshalb gewesen, weil jeder der Redner sein Arbeitsgebiet durch und durch beherrschte und nicht gezwungen war, einer Opposition in Der Partei Konzessionen zu machen oder auf eine Abstimmung Rücksicht zu nehmen. „Denn Der Zweck dieser Delegierten-Kongresse war nicht etwa Der, Mehrheitsbeschlüsse gegen kon- zentrierte persönliche, geistige Arbeit zuwege zu bringen, sonbern Der Zweck war im Gegenteil der, Der Mehrheit Kenntnis zu geben von der konzentrierten geistigen Arbeit Einzelner. Es sollte eine Darlegung gegeben werden dessen, was geleistet worden war, aber auch dessen, was wir an Erkenntnis gewonnen hatten, und es sollten weiter Die Richtlinien ausgegeben werden für den Kampf in der Zukunft, für das kommende Jahr. Daß wir diese Bilanz der geistigen Arbeit Der Bewegung und unsere Richtlinien sreimachten von jeder zerfressenden Diskussion, daß wir sie insbesondere befreiten von jeder Abstimmung, Das führte zu einer unerhörten Stärkung Derer, Die an diesen Kundgebungen teilnahmen. Alle jene Parteigenossen, die einmal im Jahr aus ihren kleinen Orten zu einem Reichsparteitag zogen, wurden nicht erfüllt mit Zweifeln, mit Unklarheit, die sich aus Einwendungen der Opposition, aus Diskussionen usw. hätten ergeben können, sondern sie kehrten zurück, erfüllt mit einem neuen blinden Vertrauen und neuer, unerhörter Zuversicht. (Tosender Beifall Der Parteigenossen braust Durch Das Nationaltheater.) Wenn der kleine Mann, der aus seinem Kreise, aus seinem Dorf, aus seinem kleinen Marktflecken einmal in diese geistige Zentrale der Bewegung kommt, Dann will er dort nicht das Gezänk zwischen einzelnen Führern hören, die sich nicht verstehen können oder wollen, sondern er will in diesen Tagen für seinen schweren Kampf draußen eine neue Stärkung erhalten. (Brausender Beifall.) Er will die Ueberzeugung mit hinwegnehmen: „Meine Führung weiß, was sie will! Denn wenn s i e nicht weiß, was sie will, wie soll i ch es dann wissen, wie sollte i ch dann darüber entscheiden?" (Stürmische Zustimmung.) Änschlieißend erläuterte der Führer die Bedeutung der Sondertagungen, die dem Kongreß angegliedert sind und ihn ergänzen: „Zweck dieser Sondertagungen ist es, bestimmte Probleme rein sachlicher Art zu behandeln, wobei auch hier der Grundsatz herrscht: Niemals wird durch Mehrheitsbestimmungen ein Beschluß gefaßt! Niemals! Der Leiter Der Sonder- tagung hört sich verschiedene Meinungen an und trifft bann seinerseits eine Entscheidung. Er erklärt: Ich schließe jetzt die Aussprache, ich habe ein Bild gewonnen, und ich werde nun dem Führer Vorschlägen, dies oder jenes zu tun. Eine Abstimmung kann Darüber nicht erfolgen. Denn wenn sich über irgendein Problem Die Fachleute nicht einig zu werDen vermögen und Dann die Mehrheit allein entscheidend sein soll, entsteht Die Frage: Wer trägt Die Verantwortung Dafür, wenn Der beschlossene Schritt sich hernach doch als falsch erweisen sollte und die andere Richtung Recht behalten hat? Diese Verantwortung kann immer nur ein Dann übernehmen. Ls gibt keinen Entschluß, für den nicht einer die Verantwortung zu tragen hat. Das ist das oberste Prinzip unserer Bewegung. (Stürmische Zustimmungskundgebung.) Ls ist das Prinzip einer allgermanischen Demokratie, die nicht Verantwortung nach unten und Autorität nach oben kennt, sondern das nur kennt Autorität nach unten und Verantwortung nach oben! (Stürmischer Beifall.) Die höchste Stelle ihrerseits erkennt dann als ihre oberste Instanz wieder an das gesamte deutsche Volk, dem zu dienen wir uns alle verpflichtet und auch verantwortlich fühlen." Die Rede des Führers steigerte sich hier zu einer eindrucksvollen geistigen Abrechnung nationalsozialistischer Dolksführung mit dem Mehrheitsprinzip der parlamentarischen Demokratie: „Heber Dinge, Die klar sinD, braucht man nich! abzustimmen. Man braucht also nur abzu stimmen über Dinge, die unklar sind. Welche Dinge sind unklar, und für wen sind sie unklar? Es gibt Dinge, die auch der geistigen Führung einer Bewegung oft in ihrer Erkenntnis und Lösung Schwierigkeiten bereiten, die also auch den bedeutendsten Köpfen einer Bewegung — daß an Der Spitze einer Bewegung nicht Die Dümmsten stehen, Darf ja wohl vorausgesetzt werden — nicht klar sind, und überdies Dann Zweifel ober verschobene Meinungen bestehen. Das sind also bie Fragen, über die ab- aestimmt werden soll. Wer sollte nun Darüber ab stimmen? Die Masse Der Parteigenossen? Aufgaben oder Fragen, über die sich bie besten Köpfe Der Partei vielleicht nicht ganz klar sind, sollten also nun von diesen Köpfen selbst einem mit diesen Fragen überhaupt nicht befaßten weitesten Kreise zur Abstimmung unterbreitet werden? Damit würde der Politiker auf die geistige Führung überhaupt verzichten; Denn dann müßte logisch auch Die Masse führen. Wer trägt aber Dann bie wahre Verantwortung? Halten Sie es für möglich, daß eine wirkliche Persönlichkeit eine Verantwortung übernehmen wird. Die ihr von irgenDeiner Majorität aufoktroyiert rvird? Man wird sagen, daß bie bürgerliche Welt unb bet Marxismus bas Doch so gemacht haben. Gewiß, aber wir haben auch Den Ausgang dieser Experimente erlebt. Sie haben ausgeführt, was ihnen Die Masse befahl, aber sie habe« nie den Mut zur Uebernahme Der Verantwortung gehabt. Die Folgen Dieses falschen Prinzips liegen auf der Hand, es war überhaupt niemand Da, Der nun bereit war, eine Verantwortung zu übernehmen. Und Das ist verständlich: eine anonyme Mehrheit, bie Die Charakterlosigkeit unserer Vergangenheit sogar offen zur sogenannten geheimen Mehrheit machte, kann man nicht verantwortlich machen. Wie sollen gangenheit unD Der architektonischen Schönheit des Platzes und der Bauwerke eine Geschlossenheit Der Stimmung, auf Deren empfängnisbereitem BoDen ein wahrhaftes Erlebnis erwachsen kann. Der in sich völlig abgeschlossene Platz, von dem mächtigen Bau des Römers und dem anschließenden Häuserring, wie Den ragenden Türmen Des Doms unD Der Nikolaikirche begrenzt, öffnet sich nur durch schmale Ausgänge nach Den Seitengassen hin. Die amphitheatralische Geschlossenheit ist überhöht von Der Unendlichkeit des Himmelsgewölbes. Aus dem besonderen Zusammenklang von Weite und Gebundenheit wachsen einzigartige Wirkungen. Der Römerberg, Der zu den schönsten alten Marktplätzen Deutschlands gehört, war schon im Mittel- alter Brennpunkt des künsllerischen und politischen Lebens. Hier wurden Mitte Des 14. Jahrhunderts unter ungeheurem Andrang des Volkes Mysterienspiele auf geführt; die berühmte „Dirigierrolle" — das Reaiebuch einer Passionsaufführung — eines der ältesten unb wertvollsten Zeugnisse der Theatergeschichte (in der Stadtdibliothek) — erzählt von diesen Aufführungen, die oft zwei bis drei Tage bauerten, und bei denen Geistliche und Bürger mit- wirkten. Im Ablauf Der Jahrhunderte zogen am Römerberg die Kaiserwahlen, die Krönungen, die Messen, die Jahrmärkte und mit ihnen zur Freude Der schaulustigen Menge Fechter- unb Gauklerspiele, Zunfttänze und Aufführungen weltlicher und geistlicher Bühnenwerke vorüber. Auf diesem Platz spielten sich alle bedeutenden Ereignisse Der Stadtgeschichte ab. Hier wurden die feierlichen Proklamationen der Kaiser verlesen, hier wurden festliche Truppenschauen abgenommen, hier leistete Rat unb Bürgerschaft dem Kräfte bes Volkes sichtbar unb lebenbig beschworen würben. In neuerer Zeit würbe der Römerberg die Stätte Der großen politischen Kundgebungen und Aufmärsche, er ist heute auch der Schauplatz der Feierlichkeiten, Die im Rahmen Des Handwerkertages tattfinDen, Der Volksfeste unb Stabtbeleuchtungen, die an alte geschichtliche (Erinnerungen anknüpfen und altes Volkstum wieder erneuern. Der Charakter eines solchen architekonischen Platzes gestattet allerdings die Aufführung nur wesensgleicher dramatischer Werke. Vor dem maje- tätischen Hintergrund eines gotischen Domes, vor der Steinarchitektur des Römers können nur die wenigen Dichtungen bestehen, Die Der Geschichte und der Bedeutung dieser erhabenen Bauwerke ebenbürtig sind. Das Bauwerk schafft Den Maßstab, besten Gesetze nicht verletzt werden Dürfen. So kann niemals vor Der architektonischen Bühne ein natur- Haftes Werk gegeben werden. Nur Dramen großen Stils, Die Die gleiche Größe Der Empfindungswelt unb Haltung zeigen, die den Baumeister beseelte, als er bie gewaltigen Quader dieser in die Unendlichkeit des Himmels ragenden Giebel, Türme unb Fassaden schuf, können neben Diesen steinernen Gedichten des Mittelalters bestehen. Drama und Bauwerk müssen einander entsprechen. Gleichzeitig wird hier zu einem Stil gefunden, der sich aus Dem Naturtheater entwickelte. Das Naturtheater, das nicht nur rein zufällig in unserem Jahrhundert eine neue Blüte erlebt, in einer Zeit, Die ein neues Natur- unb Körpergefühl entdeckt (Jugendbewegung, Wiedergeburt des Sports, Gymnastik, rhythmischer Tanz, Frei- luftmalerei), gebietet dem unaufhaltsamen Vormarsch der Technik, Der beinahe zu einer seelischen Verarmung des geistigen und künstlerischen Lebens zu führen drohte, Einhalt. Die Dichtung wird wieder in ihr Recht eingesetzt. An Stelle Des Maschinen- Führung treten. Denn das Volk Ist In seinem Kern urgesund. Schlechte Systeme ober schlechte Führungen waren selbst In Jahrtausenden nicht in der Lage, diesen gefunden Kern abzutüten. Aber man könnte nun sagen: Irgendwie ist Das doch eine Regierung ohne Volk. Nein! Das wurde Dann der Fall fein, wenn ein einzelner Mann sich anmaßen wollte, an die Spitze Der Nation zu treten unb zu erklären: Ich regiere. Da könnte man mit Recht fragen: „Warum regle rft du? Wieso regierst du? und weshalb regierst d u ? Jeder könnte ja nun hintreten und das Gleiche verkünden. Nein, die Partei steht als lebendiger Volks» Organismus hinter dieser Führung! Sie 'st das Volk! Sie ist Die Organisation der politischen Fuh- rung Des Volkes unb s i e ist dabei, genau wie alles im Leben, bas (Ergebnis eines bestimmten Ausleseprozesses. Hier ist alles bas aus dem Volk heraus» gelesen unb zusammengefaßt, was überhaupt in lolitischer Richtung veranlagt ist, was irgenbroie Die Empfindung im Innern trägt, sich politisch betätigen zu müssen. Die Partei ist in ihrem Ausbau eine Auslese der politischen Elemente unseres Volkes. Sie ist damit die Führung und tatsächlich die Gesetzgebung. Der Staat ist die Verwaltung und ihm obliegt die Exekutive. Die Partei als Auslese- organisation erfüllt damit alle Voraussetzungen für eine wirklich volksverbundene Regierung, denn der ganze Apparat, der an der Spitze des Staates und Reiches steht, läuft von unten bis nach oben durch diese Bewegung. Er baut sich auf aus einem Prozeß fortgesetzter Auslese. Diese Auslese beginnt im kleinsten, in der Zelle, in der Ortsgruppe. Er geht weiter über Die Kreise und über Die Gaue und er endet endlich nt Der Reichsleitung. Und diese Organisation, die un- abhängig ist von Mehrheitsbeschlüssen, sie hat nur ein Interesse und kann nur eines besitzen, stets die besten Köpfe von unten heraus zu suchen, sie fort» zuführen und sie allmählich nach vorwärts und nach oben zu bringen. Denn Der Ortsgruppenleiter, Der einen fähigen Kopf entdeckt, weiß, baß er nicht zu befürchten braucht, Daß Dieser fähige Kopf etwa eine Opposition gegen ihn organisiert, um ihn bet Der nächsten sogenannten Generalmitgliederversammlung zu beseitigen; denn dieser Kopf ist ja sein Untergebener, sein Weg geht ja nur unter der Voraussetzung geleisteter Arbeit nach oben. Es ist kein Zufall, daß dieses Prinzip mir einen Stab von Mitarbeitern geschenkt hat, wie ihn keine Partei Der Führer spricht Greiser fordert Revision die Tätigkeit weiter nichts Revision zum Völker- kurzen Ansprache ergriff, scholl ihm der Jubel von 120 000 Deutschen entgegen. Der Führer zeigte in seiner Ansprache den Unterschied zwischen der Revolte von 1918 und der Revolution von 1933 auf und wies darauf hin, daß eine Machtübernahme an sich noch keinen legalen Zustand schaffe, sondern erst die segensreiche und erfolgreiche Auswirkung einer solchen Machtveränderung. Die Revolutionäre von 1918 hätten diese segensreichen Auswirkungen nicht herbeigeführt, sondern in 15 Jahren eingerissen und das Wort wahr gemacht, das einer der ihren einmal dem Volk zugerufen habe: „Alle Räder stehen still, wenn unser starker Arm es will!" Sie hätten allerdings nicht vermocht. die Räder auch wieder in Gang zu sehen, das habe in dreieinhalb Jahren, einer beispiellos kurzen Zeit, der Nationalsozialismus getan. Der Führer kennzeichnete an vielen Beispielen den Verfall der 15 Jahre marxistischer Wirtschaft und den Aufbau des nationalsozialistischen Staates in dreieinhalb Jahren. Er wies darauf hin, daß jede der großen Aufgaben allein schon geeignet sei, die nationalsozialistische Herrschaft für alle Zeiten unsterblich zu machen, sei es die Wiedererschaffung der Wehrmacht, die Beseitigung der Arbeitslosig- Feit, der Bau der Reichsautobahnen u. a. m. Wenn dieser ober jener das Ausmaß des Aufbaues vielleicht nicht ganz zu überschauen vermöge, bann solle er sich daran erinnern, daß auch derjenige den Umfang des Waldes nicht übersehe, der unter den schattigen Bäumen stehe. Als letzte Legalisierung der Revolution des Jahres 1933 werde die Nachwelt feststellen können: ..Dieser Revolution vom Jahre 1933 verdankt das deutsche Volk wieder eine aufblühende Wirtschaft; es verdankt dieser Revolution den Schuh einer starken Armee; es verdankt dieser t Revolution eine neue deutsche Kultur; es verdankt dieser Revolution eine neue deutsche düng erstatiete. Nach der Ehrung der alten Gebietsfahnen der Hitlerjugend ergriff Gauleiter ©audel das Wort zu einer Begrüßungsansprache. Anschließend rief Reichsleiter Alfred Rosenberg die Jugend dazu auf, stets den Männern dankbar zu fein, die das nationalsozialistische Reich geschaffen haben. Darauf ergriff Reichsjugendführer Baldur von © ch i r a ch zu einer längeren Ansprache das Wort. Er erinnerte die Jugend daran, daß Weimar der Zehn Zähre Hitlerjugend Erinnerungs-Kundgebung in Weimar. bild, auf die Persönlichkeit und Idee des Führers, dem wir alle dienen und dem wir alle verschworen sind." Der Reichsjugendführer betonte weiter, daß das vergangene Jahrzehnt die Richtigkeit der Grundsätze, nach denen die Hitlerjugend aufgebaut worden sei, erhärtet habe. Denn wenn diese Grundsätze nicht richtig gewesen wären, stünden heute in Deutschland nicht 6 Millionen Jungen und Mädel zur Fahne der Hitlerjugend. Nach der Rede des Reichsjugendführers erschien der Führer am Fenster seines Hotels und grüßte nach allen ©eiten die angetretene Jugend. Minutenlang wollten die begeisterten Heilrufe der Jungen und Mädel kein Ende nehmen. nicht nur mit zeitlicher Begrenzung, sondern für alle Zeit überwunden wird. Frage: Wird Danzig künftig an einer Diskussion im Völkerbund teilnehmen und auf Aus- orderung erscheinen, wenn in Genf innerpolitische Danziger Vorgänge behandelt werden ollen? „ r , . Antwort: Sollten in Zukunft noch einmal rein innerpolitische Vorgänge vor dem Forum des Völkerbundes erörtert werden, so wird die Freie Stadt Danzig es ablehnen, an einer solchen Diskussion teilzunehmen. Bei allen anderen Angelegenheiten, die die Freie Stadt Danzig interessieren, wird sie jede Möglichkeit wahrnehmen, eingeschaltet zu werden. Frage: Glauben Sie, daß ein abgeändertes Verhältnis Danzigs zum Völkerbund Störungs- Momente für die deutsch-polnischen Beziehungen enthalten könnte? . Antwort: Ich befürchte das keineswegs, fondern bin im Gegenteil fest davon überzeugt daß Danzig dann einen noch größeren Beitrag als bisher zu leisten imstande fein wird, um das gute deutsch - polnische Verhältnis zu befestigen. Frage: Werden Sie auf einer des bisherigen Verhältnisses Danzigs bund bestehen? Antwort: Nachdem durch Kunst; aber über allem, es verdankt dieser Revolution einen neuen deutschen Menschen". (Stürmische Heil-Rufe und minutenlanger Beifall.) Als der Führer geendet hatte, schloß Gauleiter Sauckel die machtvolle Kundgebung, die mit den Weimar, 4. Juli. (DNB.) Die Hitlerjugend feierte mit einer machtvollen Kundgebung auf dem Marktplatz zu Weimar im Rahmen des Erinnerungs-Parteitages am Samstagabend ihren zehnjährigen Namens- und Partei- t a g. Denn vor 10 Jahren wurde auf dem 1. Reichsparteitag in Weimar nach der Neugründung der Partei der nationalsozialistischen Jugend einheitlich für das gesamte Reichsgebiet der Name des Führers verliehen. Damit wurde der Grundstein gelegt zu einer Entwicklung, die von wenigen hundert Jungen zu der größten Jugendorganisation der Welt führte. . r 8000 Hitlerjungen und BDM. - Madel, sowie Ehrenabordnungen aller nationalsozialistischen Glie- derungen waren auf dem Marktplatz angetreten, als der Führer des Gebietes Thüringen, Günter Blum, dem Reichsjugendführer Baldur von ©chirach in Anwesenheit zahlreicher Reichs- und Gauleiter und führender Männer der Partei Mel- Aufhebung der Sanktionen beschlossen. Genf. 4. Juli. (DNB.) Die Völkerbunds- versammlung hat die vom Büro vorgelegte Entschließung über dieAufhebungderSank- fionen und die Reform des Völkerbundes in namentlicher Abstimmung angenommen. An der Abstimmung haben 49 Staaten teilgenommen. 44 Staaten haben für die Entschließung. Abessinien als einziger Staat hat dagegen gestimmt. Vier Staaten haben sich der Stimme enthalten. des jetzigen Kommissars, welcher tat, als zu versuchen, sich in die i n n e r e P o- litik eines souveränen Staates einzumischen, sich ein unerträglicher Zustand entwickelt hat, werde ich mich dafür einsehen, daß dieser In der Abendsitzung des Völkerbundes vom Samstag (vgl. den Bericht im heutigen Zweiten Blatt) suchte sich der Völkerbundskommissar L e st e r zunächst zu verteidigen, wobei er es aber vermied, auf die grundsätzlichen Ausführungen des Senatspräsidenten Greiser einzugehen. Dann sprachen die Vertreter Polens, Frankreichs und Spaniens, ferner der englische Außenminister Eden, die Lester ihre Anerkennung und ihr Vertrauen bekundeten. Hierauf sprach noch einmal Senatspräsident Greiser. Unter großer Aufmerksamkeit der Versammlung führte er u. a. aus: Ich habe eine andere Stellungnahme der Mitglieder des Völkerbundes nicht erwartet, und ich kann sagen, daß bei der schwerfälligen Arbeitsmethode des Völkerbundes ich auch heute einen Beschluß des Rates zu meinen Ausführungen gleichfalls nicht erwartet habe. Meine Rede sollte heute auch lediglich ein Vorstoß sein, bas Verhältnis der Freien Stabt zum Völkerbund einer Abänderung und einer Revision zu unterziehen. Ich bin dem Berichterstatter Eden besonders dankbar dafür, daß er in seinen Ausführungen zum Ausdruck gebracht hat, er wolle heute lediglich an den Punkten der Tagesordnung feschalten, aber bei günstiger Gelegenheit auf meine Ausführungen zurückkommen, und ich darf wohl schließen, daß er auch auf meine Vorschläge aus diesen Ausführungen zurückkornen will. Aber wenn ich heute diesen Vorstoß unternommen habe und die Forderung auf Revision des Verhältnisses der Freien Stadt Danzig zum Völkerbund hier in aller Öffentlichkeit vor der ganzen Welt erhoben habe, dann möchte ich betonen, daß ich das nicht nur im Namen der Danziger Bevölkerung tue, sondern daß ich mich für berechtigt halte, diese Forderung für mein ganzes Volk zu erheben. Das deutsche Volk erwartet von Ihnen Beschlüsse in den nächsten Monaten, die mir die Möglichkeit geben, nicht mehr in Genf zu erscheinen. Der Vorsitzende ging auf die letzten Ausführungen Greifers jedoch nicht mehr ein, und die Der- Handlungen des Rates wandten sich den übrigen auf der Tagesordnung stehenden Punkten zu. Gin Ausschuß eingesetzt. Genf, 4. Juli. (DNB.) Der Völkerbunds- rat hat in einer geheimen Sitzung am Samstagabend einen Ausschuß für d i e Danziger Angelegenheit eingesetzt, der sich aus den Vertretern Englands, Frankreichs und Portugals zusammensetzt. B e r I i n, 6. Juli. (DNB. Funkspruch.) Wahrend des Rückfluges von Genf gewährte Senatspräsident Greiser dem Danziger Vertreter des „V o l lisch e n- B e o b a ch t e r s" Zarske eine Unterredung, in der auf die wesentlichsten Fragen eingegangen wurde, die nach dem Verlauf der Genfer Ratstagung im Zusammenhang mit dem Auftreten Greifers aufgeworfen worden sind. Frage: Ein Teil der A u s l a n d s p r e s s e hat in bewußter Verkennung der Zusammenhänge Ihrer Rede in Gens Mutmaßungen vorgebracht, als ob zwecks Beseitigung des Danziger Statuts eine gewaltsame Aktion geplant sei. Sind Sie in der Lage, hierzu eine Erklärung abzugeben? Antwort: Mir ist diese Stimmungsmache in Genf bekannt geworden. Ich bin sogar zu meiner großen Ueberraschung wahrend meines kurzen dortigen Aufenthaltes mehrere Male von englischen Zeitungen aus London angeru- fen worden, welche von mir die Bestätigung haben wollten, daß 6000 reichsbeutsche Soldaten in der Rächt zum Sonntag in Danzig ein- marfchieren würden. Ich habe Über diese Erfindungen gelacht, weil ich wußte, daß man in Genf aus Gründen der Ablenkung Sensationen gebrauchte. Mein Auftreten in Genf entsprang dem Anlaß, auf Aufforderung des Völkerbundsrates Danzigs Interessen dort zu vertreten. Vor meiner Abreise wußte ich noch gar nicht, wie der Inhalt des Berichtes aussah. zu dem ich dann Stellung genommen habe. Weimar, 5. Juli. (DNB.) Em machtvoller Auftakt des dritten Tages der Zeh n i a h r- feier des ersten Reichsparteitages 1926 war im Schloßpark zu liefurt bei Weimar der große Appell der Ehrenformationen der SA., SS des NSKK., des Arbeitsdienstes aus dem Reiche und der Formationen des Gaues Thüringen. Wenige Minuten nach 9 Uhr trafen Stabschef Lutze, Reichsführer SS Himmler, Korpsfuh- rer H ü h n l e i n und Reichsardeitsfuhrer H l e r l ein und nahmen die Meldungen ihrer Formationen entgegen. Kurze Zeit später: Fanfarensignale künden das Kommen des Führers. Der Führer nahm die Meldung der Formationen entgegen. Der Führer grüßte feine Kampfgenossen, und die Zehntausende entboten ihrem Führer den Gruß: Heil mein Führer! Nationalsozialistischem Brauch getreu dachte man auch in dieser Stunde jener TOnner, öie für ein neues Reich, für ein Deutschland der Große Freiheit und Stärke ihr Leben gaben. Der Stellvertreter des Führers, R u d o l f H e h, hielt die Gedenk- ansprache. , , . Sodann brachten Korpsführer Hühnlein |ur das NSKK., Reichsarbeitsfuhrer Hl e rl für den Reichsarbeitsdienst, Reichsfuhrer SS. Himmler für die SS. und Stabschef Lutz e für die SA. Führer erneut das Gelöbnis unwandelbarer Treue und vertrauensvollen blinden Gehorsams dar. Hierauf hielt Die Partei ist unsere Heimat, und zu dieser Partei bekennen wir uns", so fuhr Dr. Goebbels unter dem Jubel der Tausende fort. „Der Partei geben wir unsere Kraft, weil auch die Partei uns ihre Kraft gibt. Mit dieser Partei haben wir das Volk erobert, und mit diesem Volk sind mir im Begriff, eine neue Nation zu begründen." Reichsminister Dr. Goebbels gedachte zum Schluß des Führers, des Beispiels und Vordermannes im Kampfe um die Macht, wie auch in der Führung des Reiches, und schloß mit den Worten: „Für ihn leben wir und für ihn arbeiten wir. Solange fein Auge auf Deutschland ruht, ist uns um die Zukunft unseres Volkes nicht bange!" Begeistert stimmten die Tausende in das Sieg- Heil auf den Führer ein. Stürmischer Jubel füllte das Feld, als der Führer davon sprach, daß in den kommenden zehn Jahren die Kämpfer der nationalfoziali- stischen Bewegung genau so jeder Gefahr trotzen und niemals kapitulieren würden, wie in den vergangenen zehn Jahren. Dann werde die Vorsehung auch weiterhin diesen Kampf segnen und die Bewegung und Deutschland stehen für alle Ewigkeit. Mit einem Sieg-Hell auf Deutschland, die nationalsozialistische Bewegung und das deutsche Volk schloß der Führer. Ein tausendfältiges Echo antwortete ihm, und die Lieder der Nation vereinten alle in Stolz und Freude zum Gedenken an unser Vaterland, zum Gelöbnis der Treue. Gauleiter Sauckel schloß die Kundgebung mit einem Sieg-Heil auf den Führer und auf Deutschland. — Anschließend folgte der Vorbeimarsch vor dem Führer am Karlsplatz. Sie MKW-Kmidgebmgen Der Erinnerungsparteitag fand am Sonntagnachmittag feinen Abschluß mit einer Massenkundgebung auf allen Sportplätzen des Stadions und der Weimarer Sportanlagen. Zunächst sprach Reichsminisler Dr. Goebbels. In seiner Rede ertlärie er einleitend, daß Wei- mar neben München und Nürnberg zu den wem. aen Städten in Deutschland gehöre, die den Natio- nalfoAiaüften besonders lieb und vertraut feien. Hier sei die Partei im Jahre 1926 zum ersten Male, wieder feit der Neuaufrichtung der Bewegung im großen Umfange an die Oeffentlichkeit getreten Reichsminister Dr. Goebbels führte dann die Gedanken der Teilnehmer m die Tage zuruck, als der Nationalfozialismus die Macht übernahm. Damals habe die gegnerische Seite Inflation, Bürgerkrieg und Chaos'prophezeit. Was aber sei emge- treten? Wir haben die Wirtschaft aufgebaut, wir Horben die Arbeitslosigkeit bis auf einen kaum noch beachtlichen Rückstand überwunden; wir haben den Bolschewismus, der uns damals den fiampl anfagle, beseitigt: wir h-ben °n seiner Stelle eine Volksgemeinschast ausgerichlcl und Deutschland zu einem h°r, der Ordnung der Stärke und des Ariedens gemacht, wenn es Der Reichsjugendführer legte nun im Namen der ganzen deutschen Jugend das Treuegelöbnis zum Führer ab: „Mein Führer! Sie haben uns vor 10 Jahren den Namen verliehen, den wir heute in Ehren tragen. Wir versprechen Ihnen an diesem historischen Tag der nattonalsozialistifchen Bewegung, daß wir in alle Zukunft hinein Ihnen verschworen bleiben werden. So wie heute diese Tausende vor Ihnen stehen, soll es in aller Zukunft sein. Die deutsche Jugend gehört Ihnen, und Sie gehören Ihrer Jugend". Das Sieg-Heil des Reichsjugendführers auf den Führer fand ein vieltaufendfältiges Echo bei den Zungen und Mädeln, und immer wieder klangen Liedern der Nation ausklang. Die Zehnjahrfeier des ersten Reichsparteitages 1926, der Adolf Hitler durch feine Anwesenheit und seine Darlegungen die Weihe gab, hatte damit ihr Ende gefunden. Sie ist in die Geschichte der nationalsozialistischen Bewegung und der Nation i eingegangen. Kurz nach 18 Uhr verließ der Führer I Weimar. heute überhaupt noch eine Hoffnung auf ein besseres Europa gibt, dann ist Deutschland dieser Hoffnung sicherster Garant!" Dieser deutschen Insel der Ordnung, Ruhe und Disziplin stellte Reichsminister Dr. Goebbels die Wirren und Unruhen, die inneren Zersetzungserscheinungen, Streiks und Aussperrungen in aller Welt gegenüber. Deutschland wolle nichts weiter, als seinen inneren Ausbau fortsetzen. Wenn es sich eine Wehrmacht schuf, so nur deshalb, um diesem inneren Aufbau den nötigen Schutz zu geben. Mit stärkstem Nachdruck verwahrte sich Dr. Goebbels gegen den Vorwurf, die nattonalsozialisttsche Bewegung sei gottesfeindlich. „Ich bin der Meinung , so sagte er, „daß die Bewegung so erhaben über diese Vorwürfe ist, daß sie dagegen gar nicht verteidigt zu werden braucht. Diejenigen, die nicht müde werden, diese Vorwürfe zu erheben, sollten sich lieber darum kümmern, daß wieder Moral und Gottesfurcht in ihren Franziskanerklöstern Einzug halte. (Stürmische Zustimmung.) Da steht ihnen ein so weites Gebiet der Betätigung offen, daß man annehmen mühte, sie fänden zur Beschäftigung mit uns überhaupt keine Zeit mehr. Daß in Deutschland überhaupt noch Kanzeln und Altäre stehen, verdankt das deutsche Volk nicht etwa der Kampsestüchtigkeit der Konfessionen, denen diese Kirchen gehören, sondern uns, die wir den gottesleugnerischen Atheismus zu Boden geschleudert haben! erinnerte oie .jugenu uarun, uur zutunui u« ; X u ".t Ausgangspunkt für die nationalsozialistische Bewe-1 erneut die Heilrufe ber begelste.ten Jug f. qung war. „Hier erhielt die Jugendbewegung den Das Lied der Jugend, das Deutschlandund das Namen Hitler-Jugend und damit die Verpflichtung Horst-Wefsel-Lled bildeten den Ausklang dieser der Gemeinschaft und jedes einzelnen auf das Dor-1 machtvollen Jugendkundgebung. auch noch eine deutsche Kulturstätte zu schänden. Es ist für uns ein Triumph gewesen, in diesem Raum, wo diese Genossen der Erbärmlichkeit, der Feigheit und der Korruption tagten, die Wiederauferstehung unserer Bewegung zu feiern. Wir sind nicht zurückgewichen wie so manche Bürgerlichen, die sich fürchteten vor diesen Gegnern, wir sind dorthin gegangen, wo sie sich eingedrängt hatten. Und wir haben sie wieder herausgefegt und haben damit Weimar wieder zu einer deutschen Bedeutung erhoben. Und so wie damals das Weimar des Jahres 1919 zum Weimar von 1926 wurde — es erscheint uns das von fast symbolhafter Bedeutung, so ist das Deutschland von 1918 zum Deutschland von heute emporgestiegen! Unter solchen Eindrücken und mit diesem Empfinden sind wir hierhergekommen, um den stolzen Tag von damals wieder gemeinsam zu feiern und zu erleben. Ich bitte Sie am Schluß dieser Tagung, sich zu erheben und mit mir derer zu gedenken, die damals mit uns kämpften und heute nicht mehr bei uns sein können. Sie und unser neues Deutschland und in diesem neuen Deutschland unsere deutsche Stadt Weimar heil! heil! heil! Tiefergriffen von der Größe dieser Stunde erheben sich die alten Kämpfer im Nationaltheater und jubeln dem Führer in unbeschreiblicher Begeisterung zu. „ r v ‘ Das Sieg-Heil findet tm Hause und in der ganzen Stadt Weimar ein vieltaufendfältiges Echo. Das Deutschland- und das Horst-Weffel-Lied klingen auf, und am Schluß der Tagung bringt der Gauleiter, Reichsftatthalter Sauckel, ein Sieg- Heil auf den Führer aus. Damit hat die historische Tagung im Deutschen Nationaltheater ihr Ende gefunden. Wenige 3JHnuten darauf erschien, wiederum begeistert begrüßt, der Führer. Als der Führer zum Abschluß der Weimarer _ Wiedersehenstage noch einmal das Wort zu einer I Weimar. der Führer, jubelnd begrüßt, eine Anfprache an seine G-tr-u-m Er wandte sich darin noch einmal an seine alten Kampfgefährten, die vor z-h» Jahren vom ersten Reichsparteitag zu Weimar mit neuer Äraft uno neuen/ Glauben hinausgezogen seien in bie beut» Eß®“ als Prediger und Werber für bte na- iänal|o}i.li|S|4« unb bi, b.. ®«u>b- fc SÄ.T5 Sl'Ä* barem Maße auf sich nehmen mußten, icher niemals materiellen Lohn erhoffen burstem Der höchste^Loh «'damals mügLpft habe und dabei^wesen sei, Kampfes S'S und BSMSXÄ'«.. die ganzen Jahre marschierten. Greiser gegen Ablenkungsmanöver der Auslandspresse. Fragen und Antworten nach der Abwehr in Gens. Der Appell der Ehrenformationen. Oer Führer spricht zur SA., GS., NSKK. und zum Arbeitsdienst. hierherkommen, um sich zu stärken in dieser großen Gemeinschaft. Er sollte erkennen, wie ein Mann zum anderen stößt, wie die Züge sich formieren und wie sie sich hier trafen aus allen Gauen des Reiches, um von hier aus zurückzuketz- ren, erfüllt in der fanatischen Zuversicht: Diese Partei hat die Richtung gewahrt! Sie lebt jetzt wieder! tßir sind wieder eine Gemeinschaft, unzertrennbar und hart! Er sollte vor allem die Ueberzeugunq pittnehmen, daß feine Führung weiß, was sie will, daß sie nicht ein schwaches Rohr ist, das sich im Winde bewegt nach rechts und nach links, sondern daß diese Führung ein starker Stamm ist, fest in ihrer eigenen Erde verwurzelt. Wir wollten aber auch unseren Gegnern damit zeigen, daß das, was ie totgesagt hatten, bereits wieder zu einem Machtaktor in Deutschland geworden war. Und als bie- er Parteitag zu Ende ging, da zogen von hier Laufende und Taufende von Nationalsozialisten wieder zurück in ihre Gaue, in ihre Städte und ihre Dörfer und Fabriken und Gruden, erfüllt mit der gläubigen Inbrunst: „Unsere Bewegung, die steht, und sie wird einmal Deutschland erobern! Es kann sich gegen sie stellen, was sich gegen sie stellen will — wir werden sie alle einmal besiegen, und unsere Fahne wird einmal Deutschlands Siegeszeichen und damit Deutschlands Freiheitsfahne fein.“ „Wir haben diese Fahne entrollt, und es ist uns damit gelungen, eine deutsche Stadt, eine Metropole deutschen Geistes, deutscher Wissenschaft, deutscher Kunst wieder zu rehabilitieren. Die so oft haben unsere Gegner es auch damals verstanden, gerade die Stadt zum Tummelplatz ihrer moralischen und politischen Exzesse zu erniedrigen, die einst ein Höhepunkt deutschen Geisteslebens war. Sie muhten mit der erbärmlichen, von einem Juden fabrizier- ten Verfassung nach Weimar gehen, um hier Ei Diener, die lehr wenigfoffen, tagaus, fagein auf ihrem poften Von -er Arbeit und vom Geld gleich- Kredit zeitig auch die Gewähr zu haben, daß der nicht für andere unproduktive Zwecke verwendet nungen durch sie zu zahlen sind, um einen genauen Einblick in die Bctriebserweiterung und r, ‘"u Hl. Die mittelfristigen Kredite. Die Möbelfabrik Schulz & Lehmann hat durch ihre Qualitätsarbeit all ihre Möbel der letzten Her- ftellungsserie verkauft. Es liegt weitere Nachfrage vor, so daß sich Schulz & Lehmann nach reiflicher Ucberlegung entschließen, eine schon längst geplante technische Erweiterung ihrer Betriebsanlagen vorzunehmen. Die Firma setzt sich mangels genügend eigener Mittel mit der Industrie- und Handelsbank in Verbindung. Während sie sonst die laufenden Betriebsmittel für Löhne und Holzkäufe durch Wechselkredite, also gegen Verkauf der in Wechselform gebrachten Forderungen an die Kundschaft, zur Verfügung stellt, soll jetzt die Bank eine größere Summe als Buchkredit gewähren, und zwar für eine unbestimmte Zeit. Denn der Kredit soll in Betriebsanlagen verwandelt werden. Der Bankmann spricht in diesem Falle von einem „Jnvestitions- k r e d i t", weil er nicht zur Betriebsführung, sondern zur Betrieberrichtung oder -erweiterung verwendet wird. wird; zum anderen fordert die Bank die Eintragung einer Sicherungshypothek auf das bisher noch nicht belastete Grundstück von Schulz & Lehmann. Die Bank verhindert damit, daß ihre Schuldner anderweitige Hypothekdarlehen aufnehmen und gegen ihren Willen die Werte verpfänden, die zum Teil erst durch ihren Kredit geschaffen werden. Die Ingangsetzung einer neuen produktiven Gütererzeugung ist der Sinn der Kreditgewährung. Der Bankkredit soll mit seinen aus der gütererzeugenden Arbeit der Volkswirtschaft herrührenden Mittel volkswirtschaftlich nützlich a n g e s e tz t werden und neue Arbeit schaf- f e n und die Gütererzeugung steigern helfen. Treffend hat diese Hauptaufgaben der Banken der Leiter der Kommission für Wirtschaftspolitik innehaben, muß ein unnötiger Kreditverschleiß schon wegen der damit verbundenen Schädigung der Allgemeinheit unterbunden werden, zumal diese Verluste von den übrigen Kunden wieder mit ausgeglichen werden müssen. Die Bank läßt sich vor Einräumung des Kredites den Anspruch an den Bauherrn abtreten. Weitere Sicherheiten Derhm^i- sie nicht, sie gewährt in diesem Falle einen P e r s o r/a l k r e d i t. Der Betrag wird aber nicht etwa nun sofort und in einer Summe ausgezahlt. Vielmehr vermerkt die Buchhaltung, daß Herr Friedrich über sein derzeitiges Guthaben hinaus noch weitere 3000 RM. abheben oder, wie der Bankmann sagt, sein Konto „bis zu diesem en" darf. Die Buchhaltung Betrag ü b e r u . _ . .. kann auch den Kreditbetrag sofort einem Sonderkonto belasten und dann auf das Girokonto als Guthaben überschreiben. Je nach dem Wea gestalten sich auch die finanziellen Kosten des Kredites. Im ersteren Falle würde die Bank eine Bereitstellungs-Provision verlangen, solange der Kredit nicht in voller Höhe in Anspruch genommen worden ist. Sie begründet das mit ihrer bei der Darlehns- gewährung eingegangenen Pflicht, die 3000 RM. jederzeit ganz oder teilweise auszahlen zu müssen. XL Die „Kolttokorrentkredite" der Sanken. Der Dachdeckermeister Wilhelm Friedrich hat dauernd viel zu tun. Er arbeitet mit seinem Gesellen Aufträge bei Neubauten für die Gemeinnützige Siedlungsgesellschaft, die dank der Hypothekengewährung durch die Sparkasse ein Vorhaben nach dem anderen in Angriff nehmen kann. Sie schafft dauernd Arbeit. Wir sahen bereits, wie sich da die Wechselwirkungen zeigten und die kleinsten Sparbeträge und Lebensversicherungsprämien Zusammenstössen und sich wiederum auswirkten. Auch die Millionen und Milliarden Mark, die durch die Kasten der Banken fließen, entstehen aus Hunderttausenden von verschiedenen Guthaben der Geschäftswelt. Da alle inländischen Bankeinlagen zurzeit im langsamen Ansteigen sind, ist die Bank von vornherein bereitwillig, als der Meister Wilhelm Friedrich einen Kredit von 3000 RM. beantragt. Diese Summe braucht er in der nächsten Zeit nach und nach zur Durchführung seines neuesten Auftrags, um Löhne und Material bezahlen zu können, ehe er bei Fertigstellung seinerseits Zahlung empfängt. Die Bank prüft sehr genau. Das ist nicht etwa eine kaufmännische Vorsicht, sondern eine Pflicht. Denn im nationalsozialistischen Staat, wo die Banken eine Treuhänderrolle an der Gesamtheit Wetterbericht des Relchswetterdienster. Ausgabeort Frankfurt. Im Laufe des Sonntags setzte sich wie bereits in der Höhe wärmere Luft zum Meeresboden durch. Damit trat nach der morgens beobachteten Derbreiteten Regentätigkeit Auflockerung der Bewol- kung und stärkere Wärmezunahme ein, die aber bei höherem Feuchtigkeitsgehalt der Luft nicht nur Anlaß zu größerer Schwüle, sondern auch zu einzelnen Schauern gab. Im Bereiche des ausgedehnten, aber sehr schwachen festländischen Hochdruckgebiets setzt sich für die Folge Aufheiterung fort, doch besteht Gewitterneigung. Aussichten für Dienstag: Ueberwiegend heiteres, sehr warmes und schwüles Wetter mit Neigung zu gewittrigen Schauern. Meist Östliche bis südliche Winoe. Aussichten für Mittwoch: Aufheiterung der warmen und schwülen und vielfach heiteren Witterung, aber doch Neigung zu gewittrigen Schauern. . Lufttemperaturen am 5. Juli: mittags 23 Grad Celsius, abends 19,3 Grad; am 6. Juli: morgens 18,7 Grad. Maximum 24,1 Grad, Minimum heute nacht 16,7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 5. Juli: abends 21,7 Grad; am 6. Juli: morgens 19,7 Grad. — Niederschläge 0,7 mm. — Sonnenscheindauer 1,5 Stunden. Aehnlich verfährt die Bank bei jedem Kreditgeschäft. Beim Möbelhändler Otto Krause, der seinen Laden ausbauen will, kann sie als Sicherheit für die sich auf längere Zeit hinziehende Kreditgewährung ein Grundstückspfandrecht, in diesem Fall eine Sicherungshypothek, erhalten. Das ist ihr sehr angenehm, denn bei ihren Kontokorrentkrediten liegt die Bank, wie auch jedes öffentlich-rechtliche Kreditinstitut, Wert auf sichere Anlage der a u s g e l i e h e n e n Gelder, für die sie ja selbst Schuldnerin ist und mit ihrem Vermögen hastet. Aus aller Wett. Neue Rekordsahrl des LZ. „Hindenburg". Das Luftschiff „H i n d e nb u r g", das am 4. Juli um 3.41 Uhr MEZ. Lakehurst verlassen hat, landete bereits am 6. Juli um 1.20 Uhr auf dem Luftschiff- Hafen bei Frankfurt. Damit stellte das Luftschiff einen neuen Rekord für die Nordamerikaroute nach beiden Richtungen auf. Es benötigte für die Rückreise von Nordamerika nur 45 Stunden 39 Minuten. Die bisherige schnellste Rückfahrt dauerte 49 Stunden und 3 Minuten. Die vierte Nord- amerikafahrt des Luftschiffes „Hindenburg" dauerte von Frankfurt bis Frankfurt einschließlich zweier Liegetage in Lakehurst 5 Tage 19 Stunden 51 Minuten. An Bod befanden sich außer der 50köpsigen Besatzung 54 Fahrgäste sowie größere Mengen Post, Fracht und Gepäck. Am 10. Juli tritt das Luftschiff seine 5. diesjährige Nordamerikafahrt an, für die schon fast sämtliche Plätze besetzt sind. Deutsches Flugboot bei Notlandung schwer beschädigt. Ein zu einer Flugschule gehöriges deutsches Flugboot mußte auf einem Uebungsflug über der Nordsee, etwa 25 Seemeilen von der holländischen Küste entfernt, eine Notlandung vornehmen, bei der das Flugboot schwer beschädigt wurde. Ein Mitglied der Besatzung kam bei dem Unfall ums Leben. Ein sofort zu Hilfe eilendes belgisches Lotsenboot nahm die anderen drei Besatzungsmitglieder auf, um sie später an den deutschen Dampfer „Parana" abzugeben, der auch die Leiche des deutschen Fliegers und das Flugzeug an Bord nahm. Im Hafen von Antwerpen wird das dorthin entsandte deutsche Flugsicherungsschiff „Krischan II“ das Flugboot übernehmen. Fünf Tote bei einem Autobusunglück in Jugoslawien. In Werschetz (Banat) kam es zu einer Auto- buskatastrophe, bei der infolge einer Explosion des Benzintanks fünf Personen verbrann- ten und etwa zehn schwerer verletzt wurden. Der Unglücksautobus, der kaum mehr gebrauchsfähig gewesen zu sein scheint, fuhr vom Zentrum der Stadt Werschetz zur etwa 2 Kilometer entfernten Bahnstation. Knapp vor der Station stürzte er infolge Versagens der Bremse über die 6 Meter hohe Straßenböschung. Vier Insassen wurden durch der NSDAP., Bernhard Köhler, charakterisiert: „Die große Aufgabe der Banken im gegenwärtigen Augenblick besteht nun darin, an der Freimachung von Arbeitskräften für neue Aufgaben mitzuhelfen. Der Weg hierzu führt nicht über Staatsanleihen und staatliche Wirtschaftslenkung, sondern über eine sehr individuelle K a p i t a l s l e n k u n g durch den sachkundigen, instinktsicheren und verantwortungsbewußten Bankleiter und Bankier. Es wird nicht von ihm verlangt, wie man zuweilen behauptet, daß er aus volkswirtschaftlichen Gründen schlechte Geschäfte besseren vorzieht. Es wird ledig- lich von ihm verlangt, daß er diejenigen Stellen in der deutschen Wirtschaft herauszufühlen ver- steht, wo sich das von ihm verwaltete Kapital an einer Leistung beteiligen kann, die das jeweils vorhandene Leistungsniveau wieder übersteigt. Nur auf diese Weise sind die natürlichen Aufgaben und Pflichten des Bankiers als Treuhänder seiner Einleger mit den Forderungen der Volkswirtschaft zu vereinen. Schulz & Lehmann kümmern sich nicht weiter darum, daß in der Bankwissenschaft die Meinungen darüber geteilt sind, ob Jnvestitionskredite überhaupt von einer Kreditbank gewährt werden sollen. Deren Mittel sind fast ausschließlich Giroguthaben, die jederzeit zurückgefordert werden können. Schulz & Lehmann legen der Bank ihre Pläne und Berechnungen vor, aus denen hervorgeht, daß die geplante Betriebserweiterung ertragreich fein und über die Verzinsung des Kredits hinaus auch seine allmähliche Rückzahlung ermöglichen dürfte. Die Bank prüft selbstverständlich sehr genau. Ihr kommt es auf die Höhe der Kreditwürdigkeit, also auf die Sicherheit, aber auch auf die Verwendung und damit auf die Umschlags- und Rückzahlungsmöglichkeit an. Denn sie will ja nicht dauernd Gläubiger und damit ungewollter Teilhaber der Firma Schulz & Lehmann werden. Die Prüfung fällt günstig aus und die Jnduftrie- und Handelskammer teilt der Firma Schulz & Lehmann mit, daß sie ihr laufendes Konto bis zu 30 000 Mark überziehen, also bis zu diesem Betrage entleihen könne. Aber die Bank muß zwei Bedingungen stellen: einmal, daß alle Baurech- das brennende Benzin völlig verkohlt, während der Schaffner später an den erhaltenen Brandwun- den starb. Auch der Lenker des Wagens liegt im Sterben. Aufklärung einer Ifiorbferle in Schweden. In der kleinen Stadt Sala, nördlich von Stockholm, wurde dieser Tage ein grausamer lieber- fall auf einen Bankboten verübt. Die Insassen eines Autos, die den Boten umgefahren hatten, versuchten sich seiner Mappe zu bemächtigen. Dem Boten gelang es, die Flucht zu ergreifen, er wurde aber verfolgt und mit sechs Schüssen niedergestreckt, deren er am Tage darauf erlag. Durch die Angaben eines Mannes, dem die Täter ein Angebot gemacht hatten, der eine Mithilfe aber abgelehnt hatte, konnte die Polizei die drei Schul- digen verhaften. Während der Vernehmung hat sich nun herausgestellt, daß der Führer der Bande noch vier Morde in der Gegend von Sala aus dem Gewissen hat. So hat er einen Schachtmeister und dessen Haushälterin erstochen, 2000 Kronen erbeutet und nachher das Haus an- gezündet. In weiteren Fällen begingen die Bandi- ten noch verschiedene Mordtaten. Bisher sind insgesamt sieben Personen verhaftet worden. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertr. Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder i. V.: Ernst Blumschein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VI. 36: 9400. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. machte da unä die ■ Danzig ui führungen. bundsratei Als ich erhielt, da gefaßt ha die W- ich in hoc mit mir, Bevölkert hier zu fi des Verl Mlerbu! barer । den sind, daß die ll den Beck zur St Bei bli darf de Seffent Üinbm wieder ai Ich hab leider 1 Kenntn Erstarr über d flefjui Ctellm gell!' rat Hl«” L bnt* öfl'Ä" SfÄ Der bn fars dem -u- fidl b‘ iffl* m & W nationalen Die zum i sagen zogen grün Stadt ich bei wissen mal n ftabe chen, f als die il Volle ses 3 fände beu eine burd Die Linl 6rt Wed ger J irgenbt ?onzig jährlich Zinsen und bet nen. $ =it als ^nterha habe Deoij 3u der > sie °bgefchti wände; Die i Welle, ? Bese hätte ! "S zur Mfen. Mni, Ä ?,9l"un na 8rifltn 5’. 5*91. ’ J* r6tlnen Danksagung Großen-Linden, den 3. Juli 1936. 4320 D .Rasenmäher, Sichel, Rasenbesen, < \ s Rasenkanten- k Stecher Diese Arbeit erleichtert Ihnen der. | MietgesucheJ S-6-Zimmer- Wohnung (evtl. Einfamilienhaus) rn. Balkon in freier Lage von ruhiger Familie zum 1. L-k- tob.gesucht.Schr. Angeb.mit Preis unter 4317D an d. Gieß. Anzeig. | Vermietungen | Herrschaftliche 7-ZiM.-Wohmg Nahe Universität, mit kompl. Rad, Diele, Balkon, Garten, Zentralheizung, fließendem Kalt- und Warmwasser in 3 Zimmern, Bad und Küche sür RM. 130- monatlich zu verm. Schrift!. Angeb. unter 03107 an d. Gieß. Anzeig. KleineAnz eigen im (Biegener Anzeiger werden von Taulenden beachtet und geteien. Für die uns beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen erwiesene Teilnahme sagen wir unseren herzlichsten Dank. Maria Luh, geb. Menges und Angehörige Am Samstagnachm 31/4Uhr verschied sanft nach langem schweren Leiden mein lieber Mann, Vater, Bruder, Schwa- ger und Onkel , Albert Hatz Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Margarete Hatz und Kinder Gießen (Krofdorfer Straße 1), den 6. Juli 1936 Die Leichenfeier findet am Mittwoch, dem 8. Juli, nachmittags 2 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt _________________03104 Diese Geräte, wie auch Gartenschlauch und Armaturen preiswert von M| J. B. Häuser mW» Gießen 3870 a Am Oswaldsgarten Nr Fernruf Nr. 2145/46 Vornehm I Geschmackvoll I Persönlich I Diese wesentlichen Eigenschaften der guten Familien- Drucksache bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Ausführungsarten und Papieren zu m&ßlgen Preisen Brühl’sche Druckerei, Schulstr. 7, Ruf 2251 2-Zimmer- Wohnung sof. zu oerm.(mos Kaiserallee 34. Großes, leeres Zimmer an alleinst Herrn, evtl, als Büro zu vermieten, osiog Groß. Stein weg 19. 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Juli 1936 ab wird die Strom- und Gas- lieferung bei allen Abnehmern gesperrt, die die Strom- und Gasgelder für Mai 1936 einschließlich kosten noch nicht entrichtet haben. Gießen, den 3. Juli 1936. Direktion der Städtischen Betriebe. Sperrschrifteinrichtung.. 110- 1 Urania mit Tabulator... 90- 1 Erika, 3reihig, mit Koffer 60- Unverbindliche Vorführung: BQrobedarfshaus FraozVogt 4 Co. I Gießen, Seltersweg 44, Rnf 2464. Matratzen» 3teilig und Kopf- keil.............29.50, 25.00 Federdecken ....24.50, 18.50 Kopfkissen.........8.50, 5.75 Steppdecken.....21.50, 17.50 Ueberschl.-T........6.75, 5.25 Kissenbezüge.......2.50, 1.75 Bettücher...........5.00» 3.90 A nnahme v. Ehestandsdarlehen u.Kinderbeihilfen Ludwig Haas Gießen Plockstr.7Tel.3305 Schlafzimmer weiß besteh, aus: Schrankm. Spiegel 1,60,2 Betten, Waschtisch mit Marmor, 2 Nacht- schranke,2Stühl. Kücheneiorichtung bestehend aus: 2 Schränke, Tisch, 2 Stühle, Vertiko poliert,4 Stühle. Küchenherd weiß emailliert. 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Diese Tatsache müßte gerade von Ihnen, meine Herren Mitglieder des Hohen Rates, nicht nur anerkant, sondern so gewürdigt werden, daß hieraus für meine Regierung die Möglichkeit entsteht, niemals wieder in Danzig einen Herd der Unruhe entstehen zu lassen, der Ihnen Aerger beste vom Völkerbund nach wie vor auszuübende Garantie könnte auch dann in eine direkte Unterstellung und persönliche Verantwortlichkeit des Präsidenten des Senats als Regierungschef dem Völkerbund gegenüber übergeleitet werden. Damit wäre die Ruhe und Ordnung in Danzig ein für allemal sowohl nach innen als auch nach außen hin gewährleistet. Meine Herren, ich habe eingangs schon betont, daß ich diese Rede nicht in Erwägung juristischer und völkerrechtlicher Bindungen halten wolle, sondern als Vertreter von 400 000 lebendigen deutschen Danziger Menschen. Hier haben heute nicht Paragraphen, sondern lebende Menschen gesprochen. Der Buchstabe hat in Danzig schon genug Unheil angerichtet und Schiffbruch erlitten. Und wenn hier und da in der Delk auch die Deinung laut geworden ist, daß dieser Völkerbund in feinem Ansehen gelitten hätte, so glaube ich, Ihnen, meine Herren, einen Deg gewiesen zu haben, auf dem Sie einen großen Beitrag zur Wiederherstellung Ihres Ansehens in der Welt leisten können. Ein solcher Beschluß würde eine geschichtliche Tat allergrößten Ausmaßes bedeuten. Für diese geschichtliche Tat wird Ihnen dann nicht nur die Danziger Bevölkerung, sondern die ganze Welt dankbar sein. Rach kurzen Bemerkungen des Vorsitzenden Eden und des polnischen Außenministers Beck wurde die Sitzung unterbrochen. Die Tatsache, daß die Danziger Regierung hier zum zweiten Male im Verlaufe eines Jahres sozusagen vor der Weltöffenlichkeit zur Rechenschaft gezogen wird, legt mir die Verpflichtung auf, einmal grundsätzlich auf alle Fragen, die die Freie Stadt Danzig bewegen, einzugehen. Dabei möchte ich betonen, daß ich mich vor meinem eigenen Gewissen zu der Pflicht durchgerungen habe, hier einmal nicht als Beauftragter toter Buch- staben und theoretischer Paragraphen zu sprechen, sondern als Regent von 400 000 deutschen Menschen, die ihr Schicksal nicht aus alle Ewigkeit an den Völkerbund ketten wollen und die Jdlologie dieses Instituts letzten Endes gar nicht verstehen, sondern die, durch Blut und Rasse an das deutsche Volk gebunden, ihre herzen eine andere Sprache sprechen lassen, als die durch eine wesensfremde Verfassung eingeengte. Die Danziger Bevölkerung hat mit mir den Eindruck, daß ihre Heimat Danzig nicht aus den Gründen vom Mutterland abgetrennt worden ist, wie man in der Weltöffentlichkeit immer wieder behauptet. Warum erfolgte denn überhaupt die Abtrennung? Die Republik Polen sollte einen freien Zugang zum Meer haben, welcher ihr durch den Danziger Hafen gewährleistet wurde. Das neuerstandene Polen hat diesen unbehinderten Zugang zum Meer erhalten. Wie ich ausdrücklich betonen möchte, erhebt das polnische Volk diesen Anspruch zu Recht. Wenn es aber allein nur um diesen Zugang zum Meere zu tun gewesen wäre, hätte man ja unsere Heimat Danzig nicht von Deutschland abzukrennen brauchen. Wenn aus Danzig trotzdem ein sogenannter Freistaat gemacht worden ist, dann möchte man fast annehmen, daß dieses geschah, umimOstenLuropaseinen dauernden Herd der Unruhe und der Reibung zwischen Deutschland und Polen zu besitzen. Reben dem Fehlen vieler hoheitsrechte, die einem selbständigen Staat zukommen, hat es der Völkerbund bisher unterlassen, dieser Freien Stadt Danzig in irgendeiner Form praktisch zu helfen. Ich will jedoch nicht mich dem Vorwurf aussetzen, daß ich Ihnen heute lediglich Wünsche und Sorgen der Danziger Regierung und der Danziger Bevölkerung vor Augen geführt hätte, ohne selbst in der Lage zu sein, einen Ausweg aus dieser Situation weisen zu können. Auswege sind in verschiedener Richtung hin zu finden. Zum Beispiel der Völkerbundsrat entsendet nach Danzig einen neuen ft ommif- s a r mit der Anweisung, ebenso wie alle früheren Kommissare sich innenpolitisch vottkommen zurückzuhatten und der Gröhe seiner Stellung und seines Auftrages im außenpolitischen Leben Danzigs gerecht zu werden. hierbei möchte ich offiziell und mit allem Rachdruck betonen, daß ich ermächtigt bin, im Ramen der Danziger Regierung die Erklärung abzugeben, daß bei dieser Reuordnung der Dinge sowohl alle aus allen Verträgen und Abkommen resultierenden Rechte der polnischen Minderheit im Gebiet der Freien Stadt Dan- zig, als auch ebenso alle Rechte für den polnischen Staat unangetastet bleiben. Oder ein anderer Ausweg wäre der, daß der Völkerbundsrat den Beschluß faßt, bei der bevorstehenden Reuordnung und Reform des gesamten Völkerbundes überhaupt keinen Kommissar mehr nach Danzig zu entsenden. ü r hie „An das deutsche Volk gebunden." Ist es da ein Wunder, meine Herren, daß auch wir in Danzig als Deutsche unter Deutschen, welche die Existenz und die Größe Polens nicht negieren, sondern betonen, alsbald den richtigen Weg zur Beseitigung dieser düsteren Atmosphäre fanden? Mit Stolz mußte ich Ihnen und der ge'f amten Welt ins Gedächtnis zurückrufen, daß wir N a - tionalsozialisten in Danzig es gewesen sind, die auf Wunsch unseres Führers Adolf Hitler ohne jeden Hohen Kommissar und ohne internationale Instanzen in direkter und freimütiger Aussprache mit Polen die Voraus- keit des Herrn Lester von dieser wichtigen Aufgabe abgelenkt worden wäre. Innerlich drohte Danzig als kleinster Staat Europas in diesen vielen Krisenjahren wirtschaftlich zusammenzubrechen. Aeußerlich waren Zank und Streit mit Polen bis zur Regierungsübernahme durch uns Tagesordnungspunkte auf allen Sitzungen des Völkerbundsrates. Die Freie Stadt Danzig galt als ein Ferment der Unruhe. Man nannte sie auch selbst in den Kreisen des Völkerbundes das Pulverfaß im Osten Europas. Ein kleiner Funke hätte genügt, nicht nur dieses Pulverfaß zur Explosion zu bringen, sondern darüber hinaus auch Zusammenstöße zu erzeugen, die stark genug gewesen wären, Europa neu zu erschüttern. Jahre hindurch hat man überall und auch hier im Völkerbund nach Auswegen gesucht, diesen gefährlichen Zündstoff aus dem Pulverfaß Danzig zu entfernen. Leider hat der Völkerbund diese Auswege nicht gefunden. Erst zwei Männer muhten kommen, die es kraft ihrer Persönlichkeit und kraft ihrer Autorität und insbesondere kraft der Gröhe ihres ehrlichen Wollens fertig brachten, innerhalb kürzester Frist alle Konfliktstoffe zu beseitigen, Ruhe und Ordnung in die Dinge hineinzubrmgen und eine sichere Entwickelung für die Zukunft zu gewährleisten: Adolf Hitler, der anerkannte Führer des deutschen Volkes, und Josef P N - s u d s k i der grohe und ehrwürdige Marschall Dolens. Beide Soldaten und unvoreingenommen und gradlinig in ihrem Wesen. Wahrlich, zwei Männer, so überragend unter den Grohen der Welt, daß ich es woht verstehen kann, wenn andere Völker uns um diese beiden Führer beneiden. Der Bericht des Herrn Kommissars setzt mich schon deshalb besonders in Erstaunen, weil Herr Lester mir noch vor wenigen Tagen bei unserer letzten gemeinsamen Unterredung in Gegenwart von Zeugen seiner Genugtuung darüber Ausdruck gegeben hat, daß die Regierung Maßnahmen veranlaßt hat, welche auch seiner Meinung nach die einzig richtigen seien, um eine weitere ruhige und friedliche Entwicklung in Danzig zu gewährleisten. Rach dieser Unterredung hat auch tatsächlich die Lage in Danzig keinerlei Veränderung erfahren. Jeder Danziger Staatsbürger geht weiterhin friedlich seiner Beschäftigung nach und kümmert sich kaum um Politik. Wenn in seinem Bericht davon die Rede ist, daß die Tatsache der Verweigerung eines Besuches des Kommandanten eines deutschen Kriegsschiffes bei dem Herrn Hohen Kommissar Erwähnung finden muß, so kann ich dazu sagen, daß ich volles Verständnis dafür habe. Die Danziger Regierung jedoch, oder den Präsidenten des Senats hiermit irgendwie in Verbindung zu bringen, scheint mir aber vollkommen falsch am Platze zu sein. Als Chef der Danziger Regierung muß ich Sie schon bitten, Ihr Erstaunen hierüber an eine Adresse zu richten, die in Berlin wohl aufzufinden sein dürfte. Als Nationalsozialist und Deutscher möchte ich ebenso ehrlich meiner Meinung dahingehend Ausdruck geben, daß man sich nach der taktlosen Handlungsweise des Herrn Kommissars bei dem letzten deutschen Kriegsschiffbesuch im vorigen Jahr über das Unterbleiben des Besuches des Kommandanten des Kreuzers „Leipzig" nicht weiter zu verwundern braucht. Daß im Anschluß an diesen Vorfall naturgemäß das Für und Wider untersucht worden ist, ist wohl eine Selbstverständlichkeit. Genau so gut aber, wie die Danziger Regierung geduldet hat, daß den Parteien, die sich im negativen Sinne hierzu eingestellt haben, genügend Spielraum zur Veröffentlichung ihrer Gedankengänge gegeben wurde, mußte sie selbstverständlich dem politischen Führer der die Regierung verfassungsmäßig tragenden Nationalsozialistischen Partei, Herrn Gauleiter F ö r st e r , das Recht geben, den seit langer Zeit empörten Herzen dieser übergroßen Mehrheit der Danziger Bevölkerung Luft zu machen. Wenn die auch so oft hier vom Rat geforderte Meinungsfreiheit in Wort und Schrift überhaupt eine demokratische Bedeutung haben soll, so kann ich nicht mehr sagen, als daß der Wunsch des Völkerbundsrates, die Danziger Verfassung solle nicht nur dem Buchstaben, sondern auch dem Geist nach beachtet werden, in diesem Falle realisiert worden ist. Störenfried. rufen, insbesondere aber auch auf zwei Zeugnisse, die mir am meisten wert sind: das Zeugnis der deutschen Reichsregierung und das Zeugnis der polnischen Regierung. Wenn aber, meine Herren, die national» sozialistische Mehrheit der Danziger Bevölkerung, welche meine Regierung trägt, sehen muß, daß durch die Hilfsstellung Ihres Kommissars — und dabei ist es gleichgültig, ob diese Hilfsstellung bewußt oder unbewußt geleistet wird — eine Minderheit sich das Recht nimmt, eine verfassungs- mäßige Mehrheit zu terrorisieren, dann darf man sich nicht wundern, wenn auch der einsichtigste Mensch zu der Ueberzeugung kommt, daß hier das GrundgesetzderDemokratiezer- brocken worden ist. Wenn die nationalsozialistische Mehrheit sich gegen diesen Terror einer Minderheit zur Wehr setzt. Dann ist das für alle, die Danzigs Bevölkerung kennen und lieben, verständlich. Sie können ja auch schließlich nicht verlangen, meine Herren, daß ich als Regierungschef eine Bewegung unterdrücke, die meine eigene Regierung trägt, oder daß ich diese Bewegung bestrafen lasse, wenn sie sich in Notwehr befindet. Rolwehr ist das selbstverständliche Recht jedes Menschen, also auch von Rationalfozialisten. Die Minderheit läuft dann aber hin zum Völker- bundskommisfar und beschwert sich. Der Kommissar macht Berichte nach Genf, welche die Regierung gar nicht einmal kennt, die aber in der von der Opposition gewünschten Linie verlaufen. Die nationalsozialistische Bewegung in Danzig wird angeklagt, nur berührt es eigenartig, daß gerade diese Bewegung die Toten und Schwerverletzten gehabt hat. Sie werden ja auch selbst gemerkt haben, wie die Danziger Oeffentlichkeit auf diese Brüskierung reagiert hat. Sie sollten einmal, meine Herren, die unschuldigen Opfer des Terrors einer vom Völkerbundskommissar bewußt oder unbewußt unterstützten oppositionellen Minderheit sehen. Ich habe als Frontsoldat des Weltkrieges und auch als Kämpfer der nationalsozialistischen Idee manchen Toten und manchen Schwerverletzten gesehen, aber derartig gemein und roh zusammengefchossene und zusammengestochene und niedergeschlagene Opfer dieser verbrecherischen Minderheit habe ich nicht für möglich gehalten. Ich wünschte, meine Herren, diese deutschen Opfer ständen hier vor Ihnen vor dem Rats- tifch. Sie würden dann mit eigenen Augen sehen, dah die von Ihrem Vertreter geduldete kampfesweise der Opposition keinen Beitrag zum Frieden und zur Verständigung liefert, sondern eher belastend wirkt. Durch die Taktik Ihres Kommissars ist ganz von selbst eine Einstellung gegen diesen Mann entstanden, eine Einstellung, an der nicht die Danziger Regierung schuld ist, sondern einzig und allein der Mann, der die Mentalität der deutschen Danziger Bevölkerung nicht begreift, zumal er nicht einmal ihre Sprache kennt. Wenn Sie nicht glauben, daß das, was ich Ihnen eben als Danziger offen und ehrlich ins Gesicht gesagt habe, wahr ist, so bin ich bereit, Ihnen den realen Beweis für meine Behauptungen zu bringen. Wenn Sie wollen, werde ich innerhalb kürzester Frist eine Volksabstimmung in der Freien Stadt Danzig veranlassen, bei welcher die Danziger Bevölkerung selbst in vollkommen freier und geheimer Ab- stimmung zum Ausdruck bringen soll, ob sie mit dem Wirken Ihres Vertreters einverstanden ist oder nicht. Weder politisch, noch wirtschaftlich hat die Danzi- qer Bevölkerung von selten des Völkerbundes irgendwelche Vorteile zu spüren bekommen. Die Danziger Bevölkerung mutz im Gegenteil sogar jährlich mehrere Millionen Danziger Gu deni an «insen aufbringen für die zwischen dem Völkerbund und der Freien Stadt gemachten Fmanztransak m- nen. Weiterhin wird es m der Danziger Oeffentlia)- keit als unerträglich empfunden, daß Hohe ber Unterhaltung des Kommissars des V o l k e r - bundes der feine Einnahmen Gold und Devisen erhält, in einem krassen Mißverhältnis zu der wirtschaftlichen Notlage der Gesarntbevo ke- rung steht. Diese Tatsache kann auch dadurch nicht abgeschwächt werden, daß die Halste dieses Aufwandes von der Republik Polen getragen wird. Die Danziger Regierung konnte bis jetzt n i ch t feststellen, daß sich der Völkerbund Sorgen um die Beseitigung der Arbeitslosigkeit gemacht hätte Ich konnte zu meinem Bedauern weiterhin n?ckt'wahrnehmen, daß der Völkerbund einen Bei- haa 3ur Beseitigung der wirtschaftlichen Not und des^Elends geleistet hätte. Ich konnte schließlich auch nnrh nickt ’feftfteUen daß der Völkerbund uns SSSflto»«■ u " Wirtlckaft gegeben hatte. Aue oie|e morgen Uten au-schli°ß?ich aus den Schulttrn^der Darlz.ger Regierung. Die Regierung allem wird von der -öe Dotierung dafür verantwortlich gemacht, daß sie Arbeit und Brot erhält. Die nalionalsoziattstische Regierung hat sich in den vergangenen drei Jahren mit allen ihren Kräften bemüht, dieser Schwierigkeiten Herr zu werden. Ls ist ihr auch im Rahmen des möglichen gelungen. Ich persönlich bin davon überzeugt, dah die Regierung noch viel mehr zum Wohle der Gesamtbevölkerung hatte tofüm können, wenn sie nicht dauernd durch die Tärig- Genf, 4. Juli. (DNB.) Der Völkerbundsrat ist am Samstagnachmittag unter dem Vorsitz des britischen Außenministers Eden zu einer öffentlichen Sitzung zusammengetreten. Wichtigster Punkt der Tagesordnung ist der Bericht des Danziger Völkerbundskommissars über die Lage in Danzig. Der britische Außenminister Eden legte als Be- richterstatter für die Danziger Frage dem Völker- bunbsrat zu dem Bericht des Völkerbundskommissars Lester einen Entschließungsentwurf vor, in dem aus dem umfangreichen Bericht L e st e r s lediglich der Zwischenfall herausgegriffen wird, der sich bei dem Besuch des deutschen Kreuzers „Leipzig" in Danzig ereignet hat. In der Entschließung wird behauptet, daß dieser Zwischenfall einen internationalen Charakter habe. Senatspräsideitt Greiser machte dann über das Danziger Problem und die Beziehungen zwischen der Freien Stadt Danzig und dem Völkerbund grundlegende Ausführungen, die bei den Mitgliedern des Völker- bundsrates größtes Aufsehen erregten. Er sagte: Als ich in der Nacht zum Freitag die Nachricht erhielt, daß der Rat des Völkerbundes den Beschluß gefaßt hätte, die Erledigung Danziger Fragen auf die Tagesordnung dieser Ratssitzung zu setzen, war ich in höchstem Maße über diesen Beschluß erstaunt, mit mir, dessen bin ich gewiß, die gesamte Danziger Bevölkerung, als deren Vertreter ich die Ehre habe, hier zu stehen. Es ist das erstemal in der Geschichte des Verhältnisses der Freien Stadt Danzig zum Völkerbund, daß solche Fragen mit sonderbarer Eile auf die Tagesordnung gesetzt worden sind. Besonders eigenartig erscheint es jedoch, daß die Presse der Opposition in Danzig den Bericht des Herrn Hohen Kommissars eher zur Kenntnis bekommen hpt, als die Danziger Regierung. Bei dieser Handhabung der Danziger Frage darf der Rat sich nicht wundern, wenn in der Oeffentlichkeit wieder, wie schon einmal, der Eindruck entsteht, dah diese Danziger Frage wiederum von der unangenehmen Erledigung anderer Zusammenhänge ablenken soll. Ich habe den vorliegenden Bericht des Kommissars leider erst jetzt in Genf bei meiner Ankunft zur Kenntnis nehmen können und muß sagen, daß mein Erstaunen über diesen Bericht noch größer ist, als über den Ratsbeschluß. Ich bin also gewissermaßen gelungen, aus dem Stegreif zu diesen Dingen Stellung zu nehmen. Alle Kommissare, welche vor Ihrem jetzigen Vertreter in Danzig tätig gewesen sind, werden Ihnen zugeben müssen, daß sie wegen des Danzig-polnischen Verhältnisses oft schwere Sorgen hatten. Ihnen, meine Herren, und Ihrem Kommissar diese Sorgen abzunehmen, war für die Danziger Regierung, die sich bekanntlich loyal zur Einhaltung aller Verträge verpflichtet hat, vornehmste Aufgabe. Die Danziger Bevölkerung versteht es aber beim besten Willen nicht, wenn man diese hohe Aufgabe mißachtet. Anstatt meine Regierung für Erhaltung und zur Vervollkommnung dieses positiven Beitrags zur internationalen Verständigung zu unterstützen, muh ich zu meinem gröhten Bedauern bemerken, wie in den letzten zwei Jahren immer mehr geradezu mit der Lupe nach Pulverkörnchen gesucht wird, die durch die Sonne der Weltöffentlichkeit vor dem Völkerbundsrat angekündigt werden sollen. Es wäre wahrlich besser, schon zu Hause mit einem Glas Wasser diese Körnchen unschädlich zu machen. Ls darf daher auch im Hinblick auf die letzten Ereignisse nicht wunder nehmen, dah die Regierung gezwungen sein könnte, dem dringenden Wunsch der Bevölkerung nachzugeben, bei Fortsetzung dieser Methoden die Beziehungen zum Völkerbundskommissar einer Rachprüfung zu unterziehen. In Danzig regiert seit mehr als drei Jahren eine nationalsozialistische Mehrheit, welche zweimal in verfassungsmäßiger geheimer Wahl durch das Vertrauen der Bevölkerung bestätigt worden ist. Sie, meine Herren, die Sie diesen hohen Rat des Völkerbundes bilden, bekennen sich zu den Gesetzen t)er Demokratie. Ich bekenne mich ebenfalls zu diesen Gesetzen in der wahrhaftigen Bedeutung dieses Wortes. Demokratie bedeutet, daß der Wille einer Mehrheit nach Sitte und Gesetz zur Geltung gebracht werden soll. Dieser Wille der Mehrheit ist unmißverständlich und unanfechtbar zweimal für die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei zum Ausdruck gekommen. Das Benehmen des jetzigen Kommissars in Danzig geht jedoch darauf hinaus, dieses Grundgesetz der Demokratie zu mißachten und einer sich destruktiv betätigenden Minderheit, die in sich selbst zerrissen und uneins ist, die Möglichkeit zu geben, die verfassungsmäßig geschaffene Mehrheit in schamloser Weise zu terrorisieren. Ich kann für mich und meine Regierung in An- spruch nehmen, den Willen des Völkerbundes jederzeit respektiert zu haben. Ich kann sogar für mich in Anspruch nehmen, Ihren Willen und Ihren Beschlüssen auch dann Folge geleistet zu haben, wenn die Ausführung dieses Willens gegen meine eigene Ueberzeugung und gegen das gute und gesunde Gefühl der Danziger Bevölkerung sich wandte. Oder könnten Sie mir vielleicht, meine Herren, den Nachweis erbringen, daß ich auch nur in einer einzigen Sache Ihren Beschlüssen oder auch sogar nur Ihren Empfehlungen nicht Rechnung getragen hätte? Dieser kleinste Staat Europas, als dessen Vertre- ter ich hier schon mehrere Male vor der Weltöffentlichkeit gestanden habe, hat getan, was er tun konnte, ja, er hat sogar mehr getan , als er eigentlich hätte tun dürfen. Er hat immer wieder vorgelei ft et, um seinen guten Willen zu zeigen, daß er mit dem Völkerbund ein gutes Verhältnis haben möchte. Ich kann mich bei dieser Feststellung auf viele Zeugen in der ganzen Welt be- tun. Aus den preußischen Nachbargebieien Wirtschaft Berlin wieder wettmachen. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) N e u y o r k, Ende Juni 1936. Der Ooppelmörder von Bad Homburg verhaftet. Er stellt sich in Heidelberg selbst der Polizei LPD. Frankfurt a. 2!L, 4. 3uli. Die Presse- telle des Polizeipräsidiums und die Justizpressetelle teilen mit, daß der wegen Doppetmords gesuchte Lrich Blaibach, der in Bad Homburg seine Eltern mit einer Axt erschlagen hatte, am 4. Juli gegen 9 Uhr sich im Büro des Fahndungskommandos der Kriminalpolizei t n Heidelberg gestellt hat. Bei einer kurzen informatorischen Vernehmung hat er die Tat zugegeben. Nachdem die Kriminalpolizei in heidelbr-g die Landeskriminalpolizei Frankfurt am Main verständigt hatte, wurde Blaibach noch am 4. Juli durch den Sachbearbeiter der Staatsanwaltschaft und Beamten der Landeskriminalpolizeistelle bzw. der Mordkommission von Heidelberg nach Frankfurt a. M. übergeführt, wo nunmehr durch Iibein Mainifche Börse. Uneinheitlich, eher fester. Frankfurt, 4. Juli. Die Wochenschlutzbörse eröffnete uneinheitlich, jedoch eher fester, da Kauf» orders in größerem Umfange herauskamen. Am Chemiemarkt gewannen Farben 1 o. h. auf 170, dagegen Scheideanstalt um 0,50 v. h. abgeschwächt. Montanwerte lagen durchweg fester, besonders har. pener mit plus 3 v. h. Verein. Stahlwerke um 0,90 o. h. auf 100,40 befestigt, die übrig.,. Montanwerte hatten Kurserhöhungen im Ausmaß von 0,50 bis 1 v. h. zu verzeichnen. Elektrowerte uneinheitlich, El. Lieferungen plus 0,90, REG- plus 0,25, dagegen Siemens 2,25 v. H., Vekula 0,25 v. h. ger. Motorenaktien abgeschwächt, besonders BMW. mit minus 3 v. h., da man vielfach mit einer höhe- ren Dividende gerechnet hat, Daimler verloren 0,50 d. h. Zellstoff dagegen fester, Zellstoff Aschaffenburg plus 0,40. Waldhof mit 148 behauptet, ebenso Bau- und Zementwerte befestigt, Zement Heidelberg und Holzmann je plus 0,50 v. h. Verkehrswerte gut behauptet. Don sonstigen Papieren Westd. Kaufhof m Nachwirkung der HD.-Ausführungen anfangs um Ankauf frer Auslosungsscheine der Anleiheablösungsschuld des Deutschen Reiches. Die bei der Auslosung am 8. Juni 1936 gezogenen Auslosungsrechte der Anleiheablofungfchuld des Deutschen Reiches sind bestimmungsgemäß am 1 Oktober 1936 einzulösen. Wie in früheren Jahren, werden die gezogenen Auslosungsrechte bereits vor der Fälligkeit unter Abzug eines zum leroeiligen Reichsbankdiskontfatz zu berechnenden Dlskontes frei von Provision angekauft werden. Der Ankauf der Auslofungsscheme erfolgt durch die Reichsbankanstalten, in Berlin, durch die Nostro-Börsenabteilung der Reichshauptbank, Ja- gerstraße 55 I. Die Inhaber der Auslosungsscheine, die vor dem 1. Oktober 1936 in den Besitz des Einlösunqsbetrages kommen wollen, können schon jetzt ihre' Stücke der nächstgelegenen Reichsbankan- slalt zum Ankauf übergeben, die die Auszahlung des Einlösungsbetrages unter Abzug des Diskonts nach Prüfung der Stücke vornehmen roin). Der vorzeitige Ankauf der ausgelosten Schuld- buchforderunqen der Anleiheablosungsschuld des Deutschen Reiches erfolgt zu denselben Bedingungen durch die Reichsschuldenverwaltung. Die Vereinigten Wen rüsten für Berlin. Amerikas Olympia-Mannschaft 1936 größer als 1932 im eigenen Lande. Don unserem ständigen G. A. £> «Ämchterstattcr. In einer Artikelserie, die kürzlich in lämtlichen Zeitungen der Hearst-Presse erschien, warnt der bekannte Sportlehrer und Leiter der amerikanischen olympischen Leichtathletik-Mannschaft, Lawson Robertson, seine Landsleute jedoch davor, allzu optimistisch zu sein. „Es ist meine Überzeugung , schreibt Robertson, „daß D e u t s ch l a n d die Dor- Herrschaft der Amerikaner auf dem Gebiet der Leichtathletik ernstlich bedroht." obertson glaubt, daß Deuschland in 11 von den 23 leichtathletischen Wettbewerben gute Aussichten auf Erfolg hat, vor allem in solchen, die stetige Kraft erfordern also im Zehnkampf, Diskus- und Speerwerfen, Kugel- stoßen, Hammerwerfen usw. Und gerade weil man von Deutschland scharfe Konkurrenz erwartet, haben amerikanische Sportverbände die planmäßige Kampfschulung deutscher Athleten sehr genau studiert Qr$ ist auffallend, wie sie dieses Jahr zum erstenmal bemüht sind, die Startmöglichkelten ihrer Leute zu begrenzen. Trotz aller Warnungen, mit den Kräften' hauszuhalten, wird auf den Dorkämpfen ein Weltrekord nach dem ande» 0,13 v. h. erhöht, lm Verlaufe auf 47,75 (48) ab- Der Rentenmarkt lag befestigt, aber ruhiger. Altbesitz 112,65 (112,50), Zinsvergutungsscheine J2,6U bis 92,70 (92,50 bis 92,60), Kommunal-Umschuldung behauptet. Don Auslandsrenten Mexikaner ohne größeres Geschäft um etwa 0,25 v. h. ebenso Ungarn eher etwas fester, Warschau-Wiener zirka 0,25 d. h. befestigt . , Im Verlaufe bröckelten die Kurse überwiegend ab. IG.-Farben auf 169 (170) ermäßigt, AEG. auf 36,75 (37,13), Verein. Stahlwerke verloren von ihrem Anfangsgewinn wieder 0 40 v.h. aus 1'0. Von den spater zur Notiz gekommenen Werten Gesfürel um 1,25 o. h. erhöht Deutsche Linoleum plus 0,50 v. h., Reichsbank auf 196,50 v. h. (198) abgeschwächt. AG. für Verkehr ließen im Verlaufe loh. nach, dagegen Reichsbahn-VA. 0,50 o. h. höher. Westd. Kaufhof weiter auf 47,50 v.h. er- ma6'9t Frankfurter Schladitoiehmarn. Frankfurt a. TI., 6. Juli. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 286 Rinder (31 Ochsen, 51 Bullen, 155 Kühe, 49 Färsen), 459 Kälber, 38 Schafe, 4258 Schweine. Es kos eten: Rinder: Ochsen 43 bis 45 Mark Nullen 39 bis 43, Kübe 25 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 40 bis 44 Kälber 44 bis 70, Hammel 46 bis 48, Schweine 50 bis 57 Mark. — Marktverkauf: Rinder und Schweine zugeteilt, Kälber, hämmel und Schafe lebhaft. Oberhessen. i Landkreis Gietzen. Mittel zur Reise beinahe sichergestellt. Nur die 1 Kasse der Leichtathleten ist noch leer, ober man hofft auf ein ausoerkauftes Stadion bei den Schluß- kämpfen. Die Sportanlagen der Randatt-Jnsel und die neue, 27 Kilometer lange Brücke, die sie mit Manhattan, Lang Island und'dem Festland oer- bindet, sollen bei dieser Gelegenheit eingeweiht werden. Präsident Roosevelt hat sein Erscheinen für dieses Ereignis zugesagt. Am 15. Juli werden sich die Leichtathleten, Schwimmer und anderen noch verbleibenden Mannschaften auf dem Dampfer „Manhattan no^) Berlin einschisfen. Die große Wanderung der Besucher nach Berlin hat bereits eingesetzt. Schon setzt sind alle deutschen, englischen, französischen, italienischen, schwedischen, holländischen Dampfer äusser, kauft und laut Mitteilung der Schiffahrtsgesellschaften ist beinahe jeder verfügbare Platz bis Ende Juli gebucht. Da ein Teil des Reiseverkehrs sich nach anderen europäischen Ländern wenden wirb, ist es unmöglich, auch nur schätzungsweise anzugeben, wieoiele Gäste aus Amerika Deutschland diesen Sommer erwarten kann. Ihre Zahl wird wahr- scheinlich größer sein als zu irgendeiner Zeit seit dem Weltkriege. Hauptanziehungskraft bilden natürlich die Olympischen Spiele, aber auch die den Reisenden gewährten Vergünstigungen, die neuen Dampfer „Queen Mary“ und „Normandie und die Tatsache, daß der Dollar wieder leichter rollt, haben mit dem außergewöhnlichen Reiseverkehr zu * Allendorf (Lumda), 6. Juki. Am morgigen Dienstag, 7. Juli, kann der hiesige Gastwirt Hein, rieb Bergen l. in geistiger und körperlicher Frische seinen 8 0. Geburtstag feiern. Der hochbetagte Mann ist seit 40 Jahren treuer Leser des Gießener Anzeigers. „ r. y Watzenborn-Steinberg, 6. Juli. Das Psychologische Institut der Universität Gießen machte dieser Tage 3um Zwecke einer größeren wisienfchaftlichen Arbeit zur Rassenkunde in unserer Gemeinde mehrere Aufnahmen. Don Personen un Alter von 20 bis 25 Jahren wurden außer den Angaben über Figur und körperliche Eigenarten photographische Aufnahmen gemacht. ftrei» Schotten • Schotten, 5. Juli. Der Brand, der dieser Tage in Ruppertsburg zwei Scheunen ganz und ein Wohnhaus zum Teil einäscherte, hatte leider noch ein trauriges Nachspiel. Als die 74 Jahre alte Frau Maria Wagner aus Ruppertsburg zur Brandstätte eilte, regte sie sich fo stark auf, daß sie einen Hirnschlag erlitt, der noch am gleichen Abend ihren Tod herbeiführte. Jlundfunkprogramm Mittwoch, 8. Juli. 6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Gaunachrichten. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. Anschließend: Nachrichten aus dem Sendebemrk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Aus unsterblichen Operetten. 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Südroestdeutsche Erzähler. 15.40: Musik der Natur. Ein Dorttag von Univ.-Prof. Dr. Konrad Guenther. 16: Kammermusik. 16.30: Unterhaltung^ ! konzert. 17.30: HJ.-Funk — Zeltlager an der Kin- 3ia| Don den Vorbereitungen für das Südwest- ' marklager 1936. 18: Wirbel der Melodien. 19.45: Kampf dem Verderb! 20: Nachrichten. Der Volkssender 1936 ruft! 20.15: Stunde der jungen Nation. 21.15: heiteres Kammerbrettl, ein intimer, bunter Abend. 22. Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.30: Ein Sommerabend am Rhein. 24 bis 2: Nachtmusik. die Mordkommission eine eingehende Vernehmung erfolgt. Zuchthäusler ausgebrochen. LPD. Marburg, 4. Juli. In der Nackt zum 2. Juli ist aus dem Marburger Gerichtsgefängnis der Zuchthäusler Nikolaus Willershausen, geboren am 9. März 1911 in Marburg, entwichen. Willershausen ist 1,68 bis 1,70 Meter groß, von untersetzter Gestalt, hat waagrechte Schulterns- gung, frisches, ovales, hageres Gesicht, geneigte Stirn, dunkelbraune haare, blaue Augen, dunkel- braune Augenbrauen und lückenhafte Zähne. Drei Zentimeter vom Finten Mundwinkel hat er eine kleine Warze. Er war bekleidet mit geflickter flrauer Knickerbockerhose, blauschwarzem Rock und Schaft- stiefeln. Die Kleidung wird er inzwischen gewechselt haben. Willershausen ist Einbrecher und Fahrrad- dieb. Er wird versuchen, sich fatsche Papiere zu verschaffen? Auch seinen richtigen Namen wird er nicht angeben. Bei Antreffen wird um Festnahme und Nachricht an die Staatsanwaltschaft oder Die Ortspolizeibehörde Marburg (Lahn) ersucht. Die Werbung für die Olympischen Spiele hat be- sonders in deutsch-amerikanischen Kreisen starken Widerhall gefunden. Nicht nur, daß von dieser Seite viele hochherzige Spenden dem Olympia- Fonds zugeflossen sind, sondern zahlreiche Deutsch- Amerikaner, die ihre Heimat seit dem Kriege nicht mehr gesehen haben, nehmen die Olympischen Spiele zum Anlaß einer D e u t s ch l a nd f a h r t. Deutschamerikanische Vereine und Gesellschaften haben auf den Schnelldampfern ganze Decks ve- legt. Auf Grund der vorliegenden Ziffern hat man ausgerechnet, daß dieses Jahr über 100 000 Rei- sende den Hafen Neuyork europawarts verlassen werden, das sind beinahe so viel, wie im Prosper», tätsjahre 1929. Deutschland wird den Löwenanteil dieses Besucherstroms abbekommen. Donnerstag, 9. 3uli: 6 Uhr: Deutscher Spruch — Morgenspruch. Gym- nasttk. 6.30: Frühkonzert, ausgeführt vom ErnDe- Orchester. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gym- nastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.30: Musik am Morgen. 10: Sendepause. 11: Nur Trier und Koblenz: Nachrichten. 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Das Phänomen der Stimme (Xll). Lilly Trautmann. 15: Volk und Wirtschaft Unsere Handelsflotte wird erneuert. 15.15: Kinderfunk. 16: Unterhaltungskonzert. 17: heitere Flötenmusik. 1730: Kreuz und quer durch unsere Zett. Eine heitere Tertfolge mit Beiträgen von Peter Bamm. 18- Konzert. 19: Geschultert den Spaten. Ein Tagewerk im Arbeitslager. 19.45: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Alte deutsche Dolks-Balladen aus aller Welt. 21: Der Dolkssender 1936 ruft. Ausschnitte aus Dolkssender- Sendungen. 22: Nachrichten (auch aus dem Sende- bezirk). 22.30: „Kampfarten der Griechen und ihre Technik". 22.45: Sinfonie in d-moll von W. A. R6my. 23.30: Leichte Unterhaltungsmusik. 24—2: Nachtkonzert. Der Wille und die Energie der sporttreibenden , amerikanischen Jugend sind heute nur auf ein Ziel । gerichtet, vor der Welt auf den kommenden O l y m° : pischen Spielen erneut Zeugnis ihrer sportlichen Führung abzulegen. Daher bringen die Amerikaner es auch trotz allergrößter Sä-wierigkeiten fertig, dieses Jahr eine Mannschaft nach Berlin zu senden, die um zwanzig Athleten stärker ist als die Mannschaft, die sie 1932 in ihrem eigenen Lande aufstellten. Und da wir gerade von nchrvie- rigkeiten reden: Zuerst galt es, eine wohlorgam- fierte, finanziell mächtige, jüdische Deutschenhetze zu überwinden, dann müssen die amerikanischen Sportverbände, da der Olympische "Ausschuß keinerlei staatliche Unterstützung bezieht, die Reise ihrer 395 Athleten, 55 Trainer und 8 Ex^ditionsletter nach Berlin auseigener Tasche bezahlen, und schließlich hat die Auswahl der Besten aus einem Gebiet zu erfolgen, dessen Landesgrenzen von Ost nach West 5000 und von Nord nach Süd 3000 Kilometer auseinanderliegen. Man stelle sich vor: ein kalifornischer Leichtathlet, der auf den Ausschei- dungskämpfen in Neuyork nicht qualifiziert wird, hat umsonst eine Reise zurückgelegt, die der Entfernung Berlin—Kapstadt entspricht. Schon seit etlichen Wochen wickeln sich in verschiedenen Landesteilen die B e z i r k s k ä m p f e ab, sog. „regional meets", aus denen das ™ate? rial für die Vorkämpfe gesondert wird. Aus die 60 Dezirkskämpfe folgen die nationalen h o ch s chu l - Meisterschaften in Chikago und die Vorkämpfe für Leichtathleten in Los Angeles, Mil- waukee und Cambridge. Die Besten aus diesen Der- anftaltungen wiederum meßen sich in den endgültigen Ausscheidungsspielen, den nationalen Meisterschaften der Amateur Athletic Union in Princeton am 3. Juli und den großen Schlußkämpfen am 11. und 12. Juli auf Randalls Island im East River in Neuyork. Die Austragungen sind, wie man sieht, ziemlich gleichmäßig über das ganze Gebiet der Vereinigten Staaten verteilt. Die Leichtathleten, die sich in den Bezirkskämpfen qualifiziert haben, stellen sich zum Vorkampf an dem ihnen nächstliegenden Ort, die Kalifornier z. B. in Los Angeles. Don jebem Wettbewerb werden die beiden Besten zu den Schlußkämpfen zuaelasien, also von Chikago, Milwaukee, Los Angeles und Cambridge zusammen 8, dazu noch die nächstbesten 8 des ganzen Landes, ohne Rücksicht auf den Bezirk ober darauf, ob sie sich in den letzten Monaten an irgendeinem Wettbewerb beteiligt haben ober nicht. Auf Randalls Island treffen die jeweils 16 Besten der ganzen Vereinigten Staaten zusammen. Die Auswahl wurde deshalb so geregelt, weil einzelne Landes- tcile in gewissen Sportarten besonders stark vertreten sind. So trifft es sich Z. B., daß Kalifornien die besten Stabhochspringer hat und Neu-England die besten Hammerwerfer. Kalifornien kann mit fünf Stabhochspringern aufwarten, die alle über 4,26 Meter springen: ihr dritter Mann ist immer noch besser als der erste Mann des Bezirks Milwaukee. Es wäre unter diesen Umständen natürlich ungerecht, nur zwei Kalifornier zur Ausscheidung zuzulasien. Berichte über Spitzenleistungen mut. m a ß l i ch e r Olympiateilnehmer, über ihre Aussichten in Berlin, Men heute die ersten Seiten der Sportzeitungen und drängen selb Baseball oder Golf in den Hintergrund. Man ist fest davon überzeugt, daß Amerika die ersten Plätze auf allen Kurzstrecken, im SBcitfprunfl, Stab- Hochsprung, Hürdenlauf belegen wird. Alle Weltrekorde von 100 Yards bis zu 2 Meilen werden heute von Amerikanern gehalten. Onkel Sani wird in Berlin durch eine Reihe von ,Kanonen vertreten fein, die schwer zu schlagen sind: Owens, Metcalfe, E a st m a n, D e n z k e, B o n t h r o n, Cunningham, Harbin, O Brien, Laoalle, Johnson, Brown, um nur einige zu nennen. Nur auf den Langstrecken sah es bisher schlecht aus. Da taucht vor einer Woche der Student Don Lash in Princeton auf und bricht auf durchweichter Aschenbahn Paavo Nur m i s Z w e i - Meilen-Weltrekord. Lash ist letzt Amerikas Hoffnung für die 5000 Meter, melleicht sogar Zehn-Kilometer-Sttecke. So kann dieses Land immer wieder unbesorgt aus der unermeßlichen Fülle seines Menschenmaterials schöpfen. Besondere Aufmerksamkeit haben die Amerikaner der Verbesserung ihrer Schwimmlei- ft u n g e n gewidmet. Nichts hat sie in Los Angeles o geschmerzt, wie der Verlust ihrer Schwirmnlorbee- ren an die Japaner. Peter F i ck und Adolph K i e- fer die beiden Deutschamerikaner aus Chicago, und Jack Medica sollen diese Niederlage m ren gebrochen. Jede der olympischen Mannschaften muß die Mittel für ihre Berliner Reise selbst aufbringen. Die Gesamtunkosten der Expedition werden auf 300 000 Dollars geschätzt, wobei man Der Reichsregierung für die billige Unterbrin = gung der Teilnehmer im Olympischen Dor sehr dankbar ist. Die Ausbringung des Geldes geschieht durch Sammlungen bei Sportfesten, durch freiwillige Spenden aus den Kreisen der Bevölkerung, durch Einnahmen bei Schaukämpfen und aus dem Verkauf von Abzeichen. Leider sind die Dorkampfe infolge der riesigen (Entfernungen eher eine finanzielle Belastung als eine Einnahmequelle. Einem großen Sportverband gelang es erst vor kurzem, einen Fehlbetrag aus den Deprefsionsjahren abzu- ^zahlen; immerhin sind nach Mitteilung des Amerikanischen Olympischen Komitees die finanziellen Die hinter den Papieren Arankiun a. Ul. Berlin Schluß- knrs Gchlußl. Abendbörse Schluß» kurs Schlußl. mittag» börse Dalum 3-7 47. 3-7 4.7- 5% Deutsche Retchscmteihe v. 1927 101,4 101,4 101,4 | 98 102 101,4 97,75 102 4% Deutsche Rerchsanl. von 1934 6W7O Doung-Anleihe von 1930 . 98 101,65 97,75 101,5 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit AuÄos.-Rechten ............ 112,5 112,5 112,5 112,6 4V4% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1934, 1....... 100,2 100,2 100,2 100,2 4%% ehe«. 8% Hessischer Sol» staat 1929 (rstckzahlb. 102%) .. 98,75 98,75 98,75 — 4yt% ehem. 8% Hessische Landes 6ant Darmstadt Gold R. 12... 97 97 — 97 6%% ehem. 47i% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstavlLwu 101,25 101,4 — — 41/,% ehem. 8% Darmst. Lomm LandeSb.Goldschuldverichr. R. 6 93,5 93,5 — — Lberhessen Provinz.Anleihe mti LuSlol.-Rechten .......- - - - 123,5 123,5 — — Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie I mit Auslos..Rechten 119,5 119,4 119,65 119,5 47t% efyem.8% Franks. Hyv.-Banl Goldpse. 15 unfünöbat bis 1935 97 97 — — 57i% ehem. 4yt% ffianff. HyP Bank-Liäu -Psanobnese ...... 6 7i% ehem. 47,% Rheinische Hpp^Bank-Liqu.-Goldpse. .. • 101,25 101,4 — — 101,65 101,65 101,5 101,5 47.% ehem. 8% Pr. Lanoespsand bsiefanfralt, Pfandbriese R- 1t 97,5 97,5 97,5 97,5 471% ehem. 7% Pr. Lauoe-Pfand briesanst., Gold Somm. CbL 2 ’ 95 95 95 95 Steuergutich.B e rre chnung«. M-3f 109,5 109,5 109,5 109,5 4% Oestrrretchtfche Goidrrnte... 4,20% t>sterreichische Stlüerrente 2,525 9,2 2,55 9,25 30,25 2,55 9,2 29,5 2,6 9,2 <% Ungarische S laut« re nie v. 1910 8,65 8,7 8,75 8,7 4’/.% betflL von 1913......... b% obfldt. Golowerikaner von 99 8,7 14,65 14,7 14,65 14,65 4% Türkische Bagoaobahw«»1eche Serie t.................... 4-3uii 3 Juli furd bSrse 3-7- 4.7. Datum 3.7- 124,5] 141,5 150 | Banknoten. 62,55 62,31 194 194,25 195 33 «ritzner..........-••••••••• ®| Matnkraftwerke Höchst O.SU.. 4| Süddeutscher Zuck« l°l 228,5 Lombardzinsfuß 5 v. H o 8 48 426 47,5 422 125 142 150 123 192 63,92 81,01 33,68 64,18 81,33 33,82 97,75 97,75 196,5 7 S 5 6 5 169 272 113 129,4 138,75 123,5 191,5 114,25 129,75 137,25 113,65 129,75 138,5 111,75 52,25 86,75 148,4 109,9 121,75 122,75 191,25 83,5 47,4 421 0 0 ö 12 11 169 271,5 112 129,75 52,5 87 148 109,75 Schlußkurs 36,65 156 133,75 158,25 132 144 131,5 138 157,65 205,75 143 BuderuS Deutsche Erdöl 106,5 129,5 130,25 115 174,75 136 109,5 104,9 14,65 43 16 115,65 120,25 95,5 52,25 87 148 109 <% oesgi. Sene U.......... 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4Vr°/oRumän.vereinh.Reutev.lS13 4% Rumänische vereinh. Rente . 2 ys/o Anatolier .............. Philipp Holzmann .... Aemenlwett Heidelberg Lemeutwerk Karlstadt.. Schtußk. mittag» börse I. G. Yarben-Industrie Schetdeanstast........ Goldschmidt Rütgerswerke Metallgelellichaft 6,9 10 5,75 Etettr. LteserungSgesellschast ... 6 Licht und Kraft ............. 7 gelten & Guilleaume 4 Gesellsch.s.Elektr.Unternehnnmg. 6 Rheinische Elektrizität ........ 6 Rhein. Wests. Elektr 6 Schlickert L Eo 6 Siemens L Halske 8 Lahnreyer L Ed 7 168,9 168,75 । 125 । 125 A.E.G. Betula Deoifenmatfl Berlin — Iranksurl a. BL . 4 tYi .. 3 6 ,. 6 8 ». ö Srantfurt a.M. Schluß. Xt Äerlm,4.Zuli Amerikanstche Roten.. Belgische Roten.................. Dänische Roten Englische Roten Französische Roten............... Holländische Roten Italienische Roten Norwegische Noten •••••//■ Deutsch Oesterreich, A 100 Schilling Rumänische Noten Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Noten................. Ungarische Note» Harpen er................. Hoesch Eisen—Kölw-Neuessen Ilse Bergbau Ilse Bergbau Genüsse...... klöcknerwerke Maaaesmamt-Röhrea..... Schultheis Patzenhofer ....... 4 Atu (Allgemeine Kunstseide) .. o Bemberg...................£ Zellstoss Waldhos « Zellstoff Aschassenburg 0 Dessauer Gai 1 Daimler Motoren — 0 Deutsche Linoleum ... Lrenstetn L Koppel .. Westdeutsche Kaufhof. Chade.............. Äccumulatoren-Fabrü Lonti-Gummi....... 2,43 41,84 55,29 12,405 16,385 168,66 "W 2,45 42,00 55,51 12,445 16,445 169,34 Hamburg-Amerita-Pater .... 0 Hamdurg-Südom. Dampfschiff . 0 Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz» und Privat-Bank ... 4 Deutsche Bank und DiSconto- «esellschaft................4 Dresdner Bant < Retchsbank ................1* 112 52,5 87 148 108,75 121,75 123,13 191,9 83 47 425 215 195,5 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. angeführten Ziffern geben die höhe der zuletzt "" ~ Reick>-b°nkdi-k°nt 4 32,9 I 33,25 - 95 95 - 2251 228,5 1 226 I Frankfurt a. M. Berlin Schluß» furd Schluß!. Ab end- börse Schluß« kurs Schlußt. Mistag- bSrse Datum 3-7- 4.7. 37. 4-7. ManSseloer Bergüau....... 67t ........................... 6 Rheinische Braunkohlen .....12 Rheinftahl....... •* Vereintste Stahlwerke......»7i Otavi Minen ...............0 Kaliwerke Aschersleben........b Kaliwerke Westeregeln........o Kaliwerke Salzdetfurth.....7% 141,5 240,5 143,75 99,5 29,25 127 141,5 144,13 100 29,7 126,75 141 130 240,75 143,25 99,13 29,13 127,5 126,75 141 129,5 243 143,75 100 29,75 127 126,9 181,75 Amtliche Notierung Amtliche Notierung lSeld | Bricf | Geld | Sri et öueno» Aire Brüssel .... 0,658 41,98 0,662 42,06 0,661 41,96 0,665 42,04 Rio de Jan. Sofia..... 0,139 3,047 0,141 3,053 0,139 3,047 0,141 3,053 Kopenhagen Danzig.... London.... 55,63 46,80 12,46 55,75 46,90 12,49 55,54 46,80 12,44 55,66 46,90 12,47 Heisings ors. Pari- ..... 5,49 16,435 5,50 16,475 .5,48 16,435 5,49 16,475 Holland ... 169,10 169,44 169,08 169,42 Italien..... 19,53 19,57 19,53 19,57 0,728 0,730 0,727 0,729 Jugoslawien 5,654 62,63 5,666 62,75 5,654 62,52 5,666 62,64 Wien....... 48,95 11,32 49,05 48,95 49,05 Lissabon.... 11,34 11,305 11,325 Stockholm... 64,24 64,36 64,14 64,26 Schwei, ... 81,21 81,37 81,19 81,35 Spanien... 34,06 34,12 34,02 34,08 Prag....... 10,29 2,480 10,31 10,30 10,32 Budapest .. Neuyork ... 2,484 2,478 2,482 6,6 6,7 6,7 9,8 10 9,95 5,65 5,65 5,7 42,5 42,25 42,25 14,5 14,5 14,75 — —— 44 16,4 16,25 16,25 117 116 117 — 121 95,5 95,75 95 97,5 97,75 97,25 97,5 97,75 97,25 198 196 197 37,13 36,9 36,9 155,5 155,75 156 134 134,9 133,5 157,5 158,25 157,5 132,5 132 131,5 142,5 143,5 142,25 130,5 131,5 — 138 137,75 138 158 157,13 157 208,75 206,5 206,5 142,5 143 143 106 106,25 106 129,75 129 129,75 128,5 131 129 114,5 115 114,5 — 173 135,5 136,5 135,5 109 110 109 104,5 105 103,75 Nr. 155 ömttes Blatt Montag, b.Zuli 1936 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) s Jungvolk weiht ein neues Heim Aus der Provinzialhauptstadt Gegen die Insektenplage im Gommer. 1 2,482 H 9 6 |5 ido> -75jS- In schöner und würdiger Weise beging die Gießener Kreishandwerkerichast die Feierstunde, mit der 183 Junggesellinnen und Junggesellen m den Handwerkerstand ausgenommen wurden. Im Cafe ISeib stand vor einem mit dem Hakenkreuzbanner und den Fahnen des Handwerks gezierten Hintergrund, von festlichem Grün und reicher Blumenzier geschmückt, die Jnnungslade der Handwerker. Vertreter der Partei, der Stadt und der Behörden, die Prüfungs- und die Jnnungsmeister, die Gesellen und die Junggesellinnen und die Junggesellen nahmen teil. Getragene Musikweisen der Kapelle Krengel leiteten zur Einbringung der Fahnen über. Der Wesensoerwandtschaft von handwerklicher Schaffensfreudigkeit und deutschem Lied gab der Gesangverein „Heiterkeit" unter seinem Dirigenten Mußkleh- rer Schüttler trefflichen Ausdruck mit Silchers Chor „Frisch gesungen". Den Meistern, Gesellen und Lehrlingen und allen Ehrengästen, besonders aber den Junggesellen, für die diese Feierstunde ein würdiger Abschluß ihrer Lehrzeit bedeuten soll, entbot der KreiohandwerkSmeister L. Stübler Am gestrigen Sonntag wurde bei Leihgestern ein neues Heim für das Jungvolk seiner Bestimmung übergeben. Unser Bild zeigt die Jugend bei der Flaggenhissung vor ihrem reizvoll gelegenen neuen Heim. — (Ausnahme: Pfaff, Gießen.) Scbuberiabend der ASS „Kraft durch freute". der dieser men ganz alte leider 3ahre alte 'bürg zur if, daß sie it gleichen M 6.30: )ten. 8.10: idfunt. 11: ten. 11.45: Nachrichten, rendebemk. 14.10: Aus Wirtschaft. Musik der )r. ftonrab rljaltungs« i der Kiro Südrvch- ,en. 19.45: V der Dolks- jen Nation. ner, bunter en aus dem am Rhein. legen. Der Inhalt der Päckchen ist außen sichtbar anzugeben. Ortsgruppe Giehen-Süd. Am Dienstag, 7., und Mittwoch, 8. d. M., findet im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Süd die Lebensmittel-Opferringsammlung durch die NS.-Frauen- schast statt. Die Einwohnerschaft wird gebeten, die Spenden bereitzuhalten. Achtung Pressestellen! Alle Behörden, Verbände und Vereine werden hiermit gebeten, die Anschrift ihrer Pressestellen, soweit welche bestehen, dem Kreispresseamtsleiter pg. Ewald, Gießen, Kreisleitung, mitzuteilen. Kreisleitung Wetterau der VSDAP. Hoher Gewinn gezogen! •"vt 42'M 55,5 M 169-7 64,’J 0 auf den Boden stellt. Zur Mottenbekämpfung nimmt man Walnußblätter, Holunderblüten oder mit Petroleum oder Terpentinöl getränkte Lappen, die mgn zwischen Wollsachen oder Pelze bzw. zwischen Rücken- und Seitenlehnen oder Sprungfedern der Polstermöbel steckt Auch kann man diese Plagegeister der Kleiderkammer durch Büschel von Lavendel, Rosmarin oder getrocknete Apfelsinenschalen vertreiben. Ist man so mit den entsprechenden Bekämpfungsmitteln gegen die schädliche Jnsektenwelt versehen, dann können uns alle diese Plagegeister nichts mehr anhaben, Namentlich aber für Ferien- und Urlaubsreisende empfiehlt es sich, vor Antritt der Reise die für die oben aufgeführten Fälle erforderlichen Mittel sich zu besorgen. Diese kleine Muhe bei geringen Unkosten wird sich durch ihre wohltätigen Wirkungen sehr gut lohnen. Äornotizen. Tageskalender für Montag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Der geheimnisvolle Mister X“. — Gießener Lesehalle-Verein: 18 Uhr Jahresversammlung in der Universitätsbibliothek. Amt für Bolkswohlfahrt Ortsgruppe Gießen-Ost. Lebensmittel-Opferring. timiert. + Als ein Gegen-Stuck nämlich, als°uß°rst°n Gegenpol und innere Umkehrung der — ein Drama aus der ewigen, zeitlosen opannui y LNSL - « vS SÄ k s'S";"» des Gefühls, welche von der griechischen Alkmen dis zum preußischen Prinzen von Homburg großartige Reihe seiner Gestalten auf ,, einmalige Weise bezeichnet und kenntttcy mach. 61 96 39 41 54 ,80 ,4» .48 435 ,0'd ,727 ,654 2,52 ,95 305 4,1< 1,19 ,92 ,478 norgigen Hein- perlicher )er hoch, -eser des uli. Das Gießen größeren unserer onen im den iOtnatltn 'Ali. K60 °hne ebenjo ‘ zirka inbab. auf \ von 1100. werten loleutn • (198) erlaufe 'm. H er. Höchst „seltsamer Vorfall" in der Tat: — nicht daß das Käthchen aus dem ehrbaren Handwerker- Haufe zu Heilbronn am Ende unter dem Baldachin als bräutliche Kaisertochter mit dem geliebten Grafen Friedrich Wetter vom Strahl zur Trauung in die Kirche schreitet, sondern daß sie, von seinem ersten Anblick gleichsam mitten ins Herz getroffen, nachtwandlerisch, wie das Hirtenmädchen von Orleans ihrem Gefühl nachläuft, ihrer Vision gehorsam, und daß schließlich der Ritter, von der Kraft ihres Gefühls und ihres Glaubens im Innersten angerührt und überwältigt, in die Knie bricht und'sich willig und entzückt dem Zauber ihres Wesens überläßt. Die geheime und zarte Gewalt, welche die reinen und edlen Herzen dieser beiden Menschen einander zuführt und unauflöslich bindet, ist eingesangen in einer der herrlichsten, dichterischsten Dramenstellen in deutscher Sprache, in jener berühmten Holunderstrauch-Szene, welche als Scheitelpunkt und Krönung des Schauspiels zu gelten hat. * Brauch die Jnnungslade öffnen und die Kerzen an- zünden. Während er der Gefallenen und der Toten und des durch tragischen Unglücksfall in der Lahn so jäh aus dem Leben geschiedenen Backer- lehrlings Ludwig L y n k e r gedachte, der heute hier freigesprochen werden sollte, ehrte die Festversammlung ihr Andenken. Die Musik spielte das Lied vom guten Kameraden. Mit Hans Sachsens Worten der Freisprechung grüßte er die Junggesellen und gab ihnen die besten Wünsche mit auf den Weg zu Deutschlands Ruhm und zur Ehre des deutschen Handwerks. prüfungsmeisler Z u t t - Gießen brachte die Wünsche der 183 Junggesellen vor, die den Kreishandwerksmeister um die Aufnahme in den Handwerkerstand bitten. Kreishandwerksmeister Stühler sprach diesen die feierliche Derpflich- tungsformel vor und im Chor antworteten Die Junggesellen und sprachen das Gelöbnis aus, sich jederzeit für das Vaterland und das Handwerk ein- ^ufeüen Hierauf sprach er sie los von ihrer Lehrlingszeit und überreichte ihnen die Gesellenbriefe als Urkunde für die damit erfolgte Aufnahme in den Handwerkerstand. Im Auftrage des Landeshandwerksmeisters Ga- m e r nahm Kreishandwerksmeister Stühler die Ehrung des Buchdruck-Maschinenmeisters Hermann Lehmann vor, der für das Jubiläum einer 25- jährigen Zugehörigkeit zum Betriebe der Firma W. N i t f ch k o w s k i eine Ehrenurkunde erhielt. Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" veranstaltete im Großen Hörsaale der Universität em Konzert, ausgeführt von Herrn Gustav Bley, Bariton, am Flügel Frau Cl. Schlesier-Altmann. Die Folge des Abends bestand aus emem der Hauptliederzyklen Schuberts „Die schone Müllerin". Wohl kein Liedwerk ist so geeignet, auf den musikalisch Gebildeten und den Laien gleichermaßen zu wirken, denn die Musik vereinigt m sich höchste Kunst und größte Klarheit und Einfachheit, die in dem Volkslied ihre Wurzel hat und deshalb im wahrsten Sinne des Wortes volkstümlich.ist. Schubert schrieb dieses Werk 1823, vor dem beruhm- itn a-moll. als licy I CO oti oie den Willkommensgruß. In eindringlichen Worten sprach er von dem Bestreben des deutschen Handwerkers das Gute und Echte einer traditionsreichen Entwicklung in die Gegenwart zu übernehmen, um es, durch nationalsozialistisches Gedankengut gelautert, zur Grundlage für die Arbeit in der Zukunft zu machen. Vertieft durch die feierlichen Musikklänge von Schuberts „Ave Maria" nahm dann der Kreishandwerksmeister die nach altem Zunftbrauch durch- qeführte Freisprechung vor. Er grüßte die Festoersammlung mit dem alten Gruß: „Gott schütze Ein einfaches, aber wirksames Mittel, um Fliegen von der Wohnung fernzuhalten, besteht darin, am Fenster eine Tomatenpflanze zu ziehen, während Mücken durch Verbrennen von zerknülltem Zeitungspapier und Zugluft vertrieben werden. Gegen zudringliche Ameisen verwendet man ein Gemisch aus gleichen Teilen Staubzucker und Borax oder einer Lösung von zwei Eßlöffeln von Zucker und zwei Eßlöffeln Hefe in einem halben Liter Wasser aufgelöst, das man in flachen Tellern unterstützen! Denk daran, wenn der „braune Glücksmann" vor dich hintritt mit den Losen der Arbeitsbeschaffungslotterie und — gewinnen kannst du ja auch noch! Einsatz der Gießener Technischen Nothilfe gegen den Borkenkäfer. Die große Gefahr des Borkenkäfers, der sich in den Taunuswäldern ausbreitet, ist in ein entscheidendes Stadium getreten, weil durch das Ent- schlüpfen der jungen Tiere eine weitere Vermehrung zu befürchten ist. Auf dringende Anforderung wurde nun die Technische Nothilfe zum Kampf eingesetzt. Die Gießener Ortsgruppe XI1/30 der Technischen Nothilfe beteiligte sich mit 80 Mann, die am Sonntag um 4.30 Uhr von Gießen abfuhren, an den Ab- wehrmaßnahmen. Wie schon bei anderen Gelegenheiten hatten wieder Gießener Privatunternehmer die Lastwagen für den Transport zur Verfügung gestellt. Von der Polizeidirektion Gießen war der Technischen Nothilfe der Mannschaftswagen überladen worden. Der mit ihrem technischen Rüstzeug eingesetzten Gießener Ortsgruppe war in den Waldern an der Saalburg ein Betätigungsfeld zuge- wiesen worden. Wie es nun eben keine Freude auf Erden gibt, ohne daß, wie bei den Rosen die Dornen gleich daneben stehen, so muß es der Mensch in Kai^s nehmen, daß die schöne Sommerzeit von einer manchen wenig angenehmen Begleiterscheinung getrübt wird. Da sind z. B. die verschiedenen Jnsektenarten, die uns in den Sommermonaten umschwärmen nnd mehr oder weniger zu Plagegeistern für Mensch ainb Vieh werden. Besonders lästig werden können -Fliegen und Mücken, die gleichzeitig als gefähr- lliche Uebertrager von Krankheiten anzusehen sind. 'Weniger dadurch, daß diese Insekten vorher auf Aas gesessen haben, als vielmehr dadurch, daß Mücken oder Stechfliegen kranke Menschen oder Tiere bereits gestochen und sich mit den Infektionserregern beladen haben, werden die Krankheits- ßtoffe dem gefunden Menschen übertragen. Die Regenbremse oder blinde Fliege gilt dabei als be- ßonders gefährlich. Wissenschaftlich konnten noch nach 12 Tagen im Flieaenmagen Tuberkelbazillen fest- bestellt werden, während andere Fliegenarten noch vier Wochen (ana Bakterien übertragen können. Selbst bei toten Fliegen erhalten sich Milzbrand- vazillen lebensfähig. Auch Flöhe kommen als Bazillenträger in Betracht, wenn auch bei ihnen wie Ibei den Wanzen die Uebertragbarfeit sehr rasch »erlischt. Es ist daher setzt wieder die Zeit für die Bekämpfung dieser Plagegeister gekommen. Aeußerste Sauberkeit in Haus und Hof ist vornehmstes Gebot, weil gerade durch Schmutz, Pferdemist und Kot diese Insekten angezogen werden. Häufige Reinigung muß auch dem Kehrrichteimer zuteil werden, in den man zur heißen Jahreszeit keine Spelse- refte ober sonstige feuchte Stoffe hmeinwersen sollte. Bei Mückenstichen bestreicht man die betreffenden fiautftetlen mit Salmiakgeist, essigsaurer Tonerde ober einem sonstigen zweckmäßigen Praparal. woraus Juckreiz und selbst Beulen bald v-rschwm- den. Auch gegen die von Bienen Wespen oder Hornissen verursachten Stiche Hilst Salmiakgeist trefflich. __ irud). Tym- om EmDe- 8.10: Gym- m Morgen, lenz: Nach' ilbienft 12: j aus dem 14: Nach' mme QGI). iaft Unsere d-rsLnk. 16: ftlotenmuiti- Heck- teter Damm, n. Sn Tage- •itfunt bnn9 ■20.10: Wir Jet 21: $a *im^0^^601:6?djen und Tanzbewegung nicht zu helfen sein. * •) Um b: 286 Men), Mm: bis 4.3, bis 44, ?eme 50 ^hweine lich empfinden und auszustrahlen vermögen wie sie: man glaubt ihr sofort die ganz unberührte und im Innersten unberührbare Jugend ihrer fünfzehn Jahre, die tiefe gläubige Kraft des Herzens, Lieblichkeit und Anmut eines Geschöpfes, das so nur in Deutschland erschaffen werden konnte. Gleich der erste Austritt war bezwingend in der klaren Schlichtheit des Eindrucks, und die Szene unterm Holunderstrauch erfüllte alle Erwartungen, die man nach der ersten Begegnung hegen durfte. * Den Grafen vom Strahl spielte Hans Joachim Recknitz, männlich und ritterlich, zwischen Zartheit und Schroffheit schwankend, aber fern von jeder Ueberbetonung nach der einen oder andern Seite hin, sprachlich übrigens stellenweise em wenig hart. — Recht tüchtig, besonders in der großen Eingangsszene, Seppl Litsch als Friedeborn. — Hanne Mertens fand sich geschickt und beherrscht mit der nicht übermäßig dankbaren Rolle der Kunigunde zurecht. — Linkmann spielte den alten biedern Knecht Gottschalk durchaus als Komiker und hatte ungefähr mit jedem Satz einen kleinen He^ terkeitserfolg, der ihm zu gönnen ist, wenn auch nicht übersehen werden sollte, daß derartige Zuge dem Stück leicht eine unangebrachte Nebenbetonung geben können. — Genannt seien noch Robert Forsch als Erzbischof, Karl Zistag als Kaiser und Renee Stobrawa in einer hubjch unü lebendig chargierten Szene als Brigitte. * Das Wetter war (nicht überflüssig zu bemerken) : sehr günstig. — Lebhafter Beifall zum Schluß. Dies wäre aljo entbehrlich gewesen: auch wur- s.ov mittleren Ritterszenen von unzulang- M-^WhrL «ins von der Besetzung der honHcben Bühne begonnen hat und als- ÄS fÄm£ Krankheit bemerkbar machte, die ,em Leben bedroh Marburger Fessipiele. , Kleist: „Das Käthchen von Heilbronn". Zwar gehört dieses Schauspiel kaum zu den ohnehin nicht sehr zahlreichen Stucken der Welt- ; üteratur, die ihrer ganzen Natur und ihrem inne ren Wesen nach zur Aufführung unter freiem Himmel geeignet scheinen, obgleich unter die ' drei gotischen Bögen der Marburger Schloßpark- 1 bühne sinnvoller paßt als etwa das unwirtliche Eiland des shakespeareschen Spatwerkes vom Sturm. Aber es ist eines der wenigen aus Der unzählbaren und namenlosen Menge der Rtt- terbramen, die sich über em Jahrhundert und mehr in ungetrübtem Glanz erhalten haben und unverwelkt ' geblieben sind .. - kraft des dichterische Zaubers, den Phantasie und hinreißende Sprach- kraft des größten preußischen Dramatikers über feine Szenen gebreitet haben. Mit keinem andern Werke hat man Kleist (fälsch- lich) |o sehr jum Dichter Kempe n mallen wie eben mit dem „Kaiycyen . u-u'cv " ~ Ä 'S unheimlich in der Mode war, m einem ^Brief aus Wurzburg lustig gemacht- wenn w?r das Stück seiner äußerlich "manschen Ele- eiüj.R ISi H' itgii verwechselbar als Kleists eigenstes Eigentum legt Feierstunde der Gießener Kreishandiverkerschast Lehrlings -Freisprechung und Lleberreichung der Gesellenbriefe. Erst wenige Wochen sind vergangen, seit die „braunen Glücksrnänner" der Reichslotterte für Arbeitsbeschaffung wieder m unsere Stadt eingezogen sind und schon kann die erfreuliche Tatsache gemeldet werden, daß eine ganze Anzahl mittlerer und auch großer Gewinne gezogen wurde. Vor wenigen Tagen wurden auf dem Gleiberg 50 RM. und im Bahnhof Gießen 100 RM. gewonnen. Nun wurde am Freitag ebenfalls im Bahnhof ein Los von einem Reifenden mit einem Gewinn von 500 RM. gezogen. Seit der kurzen Dauer der Durchführung der Reichslotterie für Arbeitsbeschaffung konnten in Gießen schon weit über 2000 RM. Gewinne an diejenigen ausbezahlt werden, die es sich nicht haben verdrießen lasten, immer wieder zuzugreifen und in dieser Arbeitsbeschaffungslotterie der NSDAP, nicht nur eine Gewinnchance zu erblicken, sondern vor allen Dingen eine Einrichtung zur Förderung des Kampfes gegen die Arbeitslosigkeit. Mit deinen Nieten, Volksgenosse, hilfst du mit, diesen Kampf Altgeselle Al 0 h r (Vetzberg) übernahm mit schlichten aber um so eindringlicheren Worten die neuen Junggesellen in den Handwerkerstand auf. Er entbot ihnen die Grüße der Altgesellen und ihn schwermütig machte. Dies läßt sich verschiedentlich in der Musik unschwer feststellen. Die Dichtung Wilhelm Müllers, ganz in der Art der beginnenden Romantik gehalten, mag auf Schubert tn feiner damaligen Stimmung besonders anziehend gewirkt haben. Eines der Gedichte, das erste („Wanderschaft") ist in der Vertonung Zöllners ganz zum Volkslied geworden. Schubert hebt die Dichtung mit der genialen Leichtigkeit des Genies wett über ihren Wert hinaus. Es entsteht eine Gestaltung von höchster Künstler" und Menschenreife. Schöner laßt sich Volks- und Kunstlied nicht vereinen als z. B. in „Ich schnitt es gern". Wir sehen in dem Zyklus den Müllerburschen auf seiner Wanderschaft dem hurtigen Bache folgend. Die Mühle gebietet Halt. Die Müllerin zieht ihn an. Dem Bach wird alles gebeichtet, er soll Antwort sagen. Der Bursch schwankt zwischen Ja und Nein, zweifelt, jubelt („Dein ist mein Herz"). Schließlich wird die Müllerin gewonnen und wieder verloren, der grüne Jägerbursche hat es ihr angetan. Es kommt zur Katastrophe, der arme Müllerbursch stürzt sich in den Bach. Der singt ihm ein Schlummerlied, das niemand vergißt, der es einmal gehört hat. Dem Künstler, der dieses Werk gestalten will, muß die ganze Gefühlsskala von der höchsten Freude bis zum tiefsten Schmerz zur Verfügung stehen. Herr G. Bley wurde mit seinen prächtigen Stimmitteln allen Anforderungen gerecht. Besonders gut gelangen „Danksagung an den Bach", „Der Neugierige", „Trockene Blumen", „Der Müller und der Bach". In letzterem Stück war die Gegenüberstellung des Müllers und des Baches durch die verschiedene Vokalisation sehr gut gelungen. Bei der Nachzeichnung der verschiedenen Stimmungen hatte nach der Seite des Piano noch mehr getan werden können. Auch störte die Abweichung von den Originaltonarten, die bis zu einer Terz ging („Ungeduld"). Der Klangcharakter wird doch zu sehr verändert. Insgesamt bot aber der Künstler eine große Leistung, die mit viel herzlichem Beifall belohnt wurde. Leider wurde nach dem erschütternden Wiegenlied der „Frühlingsglaube" als Zugabe gesungen. , , . . Frau Schlesier-Altmann begleitete recht zuverlässig, doch war das Instrument nicht einwandfrei in der Stimmung, was in den Dor- unö Nachspielen sich störend bemerkbar machte. Es ist der NS.-Gemeinfchaft „Kraft durch Freude" sehr zu danken, daß sie sich bemüht yat, diese wundervolle Musik breiten Volkskreisen zu ver- mitteln. Demgegenüber wäre ein besserer z5e|uaj der schönen Veranstaltung zu wünschen^gewesen. Die Sammlung wird am Montag, 6., und Dienstag, 7 Juli, von der NS.-Frauenschaft durchgefuhrt. Die Mitglieder wollen die Pfundpückchen bereithal- t — —-p- ten und die Mitgliedskarten zur Eintragung vor-1 das ehrbare Handwerk und ließ nach^feierttcyem ** Verkehrsunfall. Gestern Abend ereignete sich am Selterstor ein Verkehrsunfall, der schwerste Folgen nach sich ziehen konnte. Sowohl aus der Frankfurter Straße wie auch vom Seltersweg her bogen plötzlich zwei Kraftwagen (deren einer aus der Schweiz) beide in der Richtung nach dem Hotel Schütz in den Horft-Weffel-Wall ein und fuhren mit großer Wucht gegeneinander. Glücklicherweise entstand nur Sachschaden. ** Die Bezahlung der Strom- und Gasgelder im Stadt- und Ueberlanbgebiet betrifft eine wichtige Bekanntmachung der Direktion der Städtischen Betriebe in unserem heutigen Blatte, 'Meten, nmrsgenvpe, mnn ™ ...... v...... ........ auf die wir besonders Hinweisen. Näheres in der B°. des Führers des deutschen Volkes erfolgreich zu kanntmachung. ' —1 4 ,04 0,141 3,053 55,06 46-$ 12,41 5,49 16,475 69,4 19,57 729 5> 62-64 49,05 11,325 64,2 ai,35 34,08 10,32 3n einer tu dietsführrr die die des Gauverireter -Versammlung Gauvertreter aus den Ortsgruppen im Saale sich die Mausererpel wohl gerade wegen ihrer Flugunfähigkeit streng gesondert von den weiblichen Enten und von der Kinderstube, die ein erfahrener biVdumsfeff zu So war für bt geschmückt worl ppoöium ausyrl I Stenographen den zu nerbri IVon. Ei ff L«arteten mit I Kunstfahren a Ilchriftler innen I Die auch dii Das Gautreffen der Stenographen brachte viele Festbesucher aus weitem Umkreis nach Gießen. Aus dem ganzen Gaugebiet Hessen der Deutschen Ste- nographenschaft waren die Freunde der Kurzschrift herbeigeeilt, um wieder einmal im Leistungswettkampf die Kräfte zu messen, Fortschritt und erweiterte Geschicklichkeit zu beweisen, neue Anregun- gen und neue Begeisterung zur Sache der Kurz- chrift zu gewinnen, die ja für unser wirtschaftliches Leben mehr und mehr an Bedeutung gewinnt. Das Gautreffen der Stenographen brachte eine Reihe von Veranstaltungen, um deren Ausgestaltung ich die Ortsgruppe Gießen der Deutschen Steno- graphenschaft in erster Linie verdient gemacht hatte. Es war keine Mühe gescheut worden, den Gästen von auswärts neben dem Leistungswettkampf auch einige angenehme und unterhaltsame Stunden zu bieten. Die Ortsgruppe ließ es sich sehr angelegen sein, die Feier ihres 75jährigen Bestehens würdig zu begehen. Das Treffen in seiner Gesamtheit nahm einen ausgezeichneten Verlauf. ♦ Die Tagung wurde mit einer Sitzung des Gau- führe-rrates und der K r e i s g e b i e t s - führer im Hotel Hindenburg eröffnet. Gaugebietsführer Werner- Darmstadt sprach zunächst über die Aufgaben der Gautagung, dann über die Notwendigkeit der Einsetzung von Kreisobmännern für die Organisation des Maschinenschreibens. Wei- tere Ausführungen galten der Führerschule innerhalb der Stenographenschaft. Angeregt wurde die Gründung von neuen Ortsgruppen im Westerwald. Die Bearbeitung solle durch die benachbarten Kreise erfolgen. Einen sehr aufschlußreichen Ueberblick über die Entwicklung der Mitgliederzahlen ließ ein stän- diges Anwachsen der Zahl der Kurzschriftler erkennen. Anschließend vereinigte die Tisch, auf dem das Gautschen stattfinden sollte, war bald dicht umlagert. Die einfachen Vorbereitungen für das Gautschen waren getroffen. Nachdem der Gautschmeister die notwendigen Anweisungen gegeben hatte, holten die Packer einen nach dem anderen der Freigesprochenen an den Tisch, auf dem ein chwer mit Wasser getränkter Schwamm lag. Die jungen Gesellen wurden nun einige Malr kraftvoll mit dem nassen Schwamm in enge Beruh, rung gebracht und ließen so diese merkwürdige Be- rufstaufe über sich ergehen. Der alte schone Brauch löste durch seinen dramatischen Ablauf mel Freude Neben guter Musik und Tanz, neben gesanglichen Darbietungen von Herrn Hexamer trug das alte Zunftspiel, das Preis-Quadräteln, wesentlich zur Unterhaltung bei. Grunde ließ ich die Ableitung gleich von vorn« herein in abgeschirmtem Kabel, sogenannter Silber» leitung trauen. Wie groß war die Ueberraschung, als ich mit diesem Drähtchen nicht nur Empfang, sondern durch die Silberleitung auch einen stör« freien Empfang hatte. Und mein Bagdader Kollege hatte in dieser Gegend schon soviel Antennen gebaut, ohne zu einem günstigen Ergebnis zu kommen. Schweiß war bei dieser Arbeit in Strömen geflossen, und zur Belohnung gab es dann für uns Europäer ein eisgekühltes Glas Paulanerbräu, das besonders gut schmeckt. Denn das geschah alles so bei etwa 42 Grad im Schatten. kurzen Rückblick auf die Geschichte der Deutschen Stenographenschaft und rief dabei interessante Erinnerungen wach. Er dankte zum Schluß dem Gau- gebietsführer für seinen allzeit tätigen Einsatz für die Sache der Deutschen Stenographenschaft, die eine Sache der deutschen Jugend und damit der deutschen Zukunft sei. Mit einem dreifachen „Sieg- Heil!" auf den Führer fand die Versammlung ihren Abschluß. Kundgebung im 6of6 Leib. Am Abend traf man sich dann zu einer Kund- gebung und zu kameradschaftlichem Beisammensein im Caf6 Leib. Gaugebietsführer Werner hielt die Begrüßungsansprache und vermittelte zugleich die Grüße des Reichsführers der Steno- graphen. Er sagte der gastfreien Stadt Gießen und ihrer Bürgerschaft Dank für die freundliche Aufnahme und gab dann einen Ueberblick über die er- folgte Vereinheitlichung hinsichtlich der Organisation wie auch der Systeme. Die Zagd aus den Musererpel Von H. O. von Bonin-Ponih. "V« dtbttottb Die Der U *sta Mter Form m die W* idie geübte un wiederum in unei Ihning des M ach der Wies, it deren Prufv i Anspruch na MN am Abend khmern des Wet *ift (W d 7 Teilnehme nellschreiben nagend" und n tu. 196 Arbeiten il „Sehr gut" i . Im Richt ’g Heroorragen Um beurtei md) ein Schn pradjen. $n \ n 9 und in enc Nach der Mit an einem ' tätigen. Der NachmiÜ Vers ^Hotnai Urheberrecht: Fortsetzung 2-W Er 1 ahnst ja ( Seele 'mnier oh to1 d° Paar f ^«hundert L ----- *'n- nein, w,n' der » nen ungej ?ir 'C*re Wj!Unb > Üerr j fe.Si, <5 Rektor Adam unterstrich die Notwendigkeit der Berufsschule, die auf neuer Grundlage das theoretische Wissen für die praktische Arbeit schaffen will, damit dem Handwerk ein leistungsfähiger Nachwuchs hercmgebildet wird. In seinem Schlußwort gab Kreishandwerksmeister Stühler noch die Glückwünsche des Landes- Handwerksmeisters Sanier, des Kreisleiters der NSDAP., der Handwerkskammer u. a. bekannt und brachte das Treugelöbnis zum Führer und Handwerk aus. Anschließend wurden die Nationallieder gesungen. Mit den vom Gesangverein „Heiterkeit' zum Vortrag gebrachten Chören von der „Weihe des Gesanges" und einem „Gesellen-Wanderlied" und dem von der Kapelle Krengel ausgezeichnet wiedergegebenen „Aufzug der Meistersinger" von Wagner klang die Feierstunde aus. Lehrlingsfreisprechung und Zohannisfeier der Buchdrucker. Die Kreisbetriebsgemeinschaft Gießen in der Reichsbetriebsgemeinschaft „Druck und Papier" der Deutschen Arbeitsfront, hielt am Samstagabend im Cafä Ebel in Anwesenheit zahlreicher Berusskame- raden in feierlicher Form die Freisprechung der Lehrlinge ab, mit der auch gleichzeitig der im Druckgewerbe übliche und bis aus den heutigen Tag erhaltene Brauch des „Gautschens" verbunden war. Nach einleitender Musik der Kapelle Einbrodt hielt der Kreisfachberater Ullrich eine kurze Begrüßungsansprache, in der er kurz auf die Bedeutung des Abends für den Beruf und für die Lehrlinge insbesondere einging. Dann hielt der Kreishandwerksmeister Stühler eine Ansprache, mit der er sich sowohl an die Berufskameraden in ihrer Gesamtheit, wie an die Lehrlinge wandte. Er sprach davon, daß der Reichsstand des Deutschen Handwerks gemeinsam mit der Reichsbetriebsgemeinschaft Druck alles gegenseitige Verständnis pflegen und vertiefen wolle. Wenn man sich der alten Handwerksbräuche besänne, so geschehe es deshalb, weil in der Vergangenheit des Handwerks viel Gutes aufzufinden sei, das auch im Dritten Reich geformt zu werden wert fei. Das solle gleichzeitig eine Arbeit in die Zukunft sein. Nachdem von den Lehrlingen ein Gelöbnis abgelegt worden war, in dem sie Treue und Fleiß im Beruf versprachen, ferner treu zum Volke, zum Vaterland und zum Führer zu stehen gelabten, wurden die Lehrlinge Lob des Billardspiels. Eins der schönsten und edelsten Spiele ist das Billardspiel, das an die Spielenden mancherlei Ansprüche stellt, aber auch hohen Genuß bereitet । Wie die meisten unserer Spiele ist das Billard-' spiel vermutlich sehr alt. Es gibt noch Spieltische,. man nannte sie „Billet", auf denen mit Stein- ballen gespielt wurde oder auch mit flachen Stein- scheiben, bis die Elfenbeinbälle diese verdrängten. Lange Zeit spielte man nur mit zwei Bällen, und erst als der rote Ball eingeführt wurde, kam es zu den Spielregeln, wie sie sich allmählich in der ganzen Welt eingebürgert haben. Die Zahl der Billardspieler auf unserem Planeten wird mit fünf Millionen eher zu niedrig ah zu hoch geschätzt. Es ist nicht zu leugnen, daß das Spiel auch körperliche Anstrengungen verlangt, dir der Laie nicht ahnt. Ein Franzose hat berechnet daß eine Durchschnittspartie der Kraftleistung eine; eineinhalb Kilometer langen Marsches entfprhfjt Es ist daher verständlich, daß die großen Berufe spieler sich vor der Teilnahme an Billardturniercn gründlich trainieren, da schon mancher frühzeitig den Kampf aufgeben mußte, weil er mit feinest Kräften am Ende war. Das ändert nichts an der Tatsache, daß das Billardspiel entschieden gesund' heitsfördernd ist, den Körper elastisch erhält, dor Auge übt und den Geist anregt. Das Spiel ist nicht leicht, bietet aber große Entsaltungsmöglichkeiteiu Eine Firma, die einen kompletten Antennenmast liefert, gibt es nicht. Eine deutsche Firma stellte mir einen Herrn als Dolmetscher zur Verfügung, der mich bei der Beschaffung unterstützen sollte. Jetzt ging es in den Bazar, und da wurden zunächst die notwendigen Gasrohre für einen 21 Meter hohen Mast eingehandelt. Wenn der Verkäufer 100 Mark verlangt, dann will er in Wirklichkeit nicht mehr als 50 Mark haben, aber es muß ge- handelt werden. In einem Tag ist so ein Geschäft natürlich nicht abgeschlossen. Er schwört, bei allem, was ihm heilig ist, daß er die Rohre überhaupt nur uns zuliebe abgibt, und bei dem Geschäft noch etwas zugibt. Nach drei Tagen haben wir dann unsere vier Gasrohre. Dann wurde ein Schmied im Bazar gesucht, der sich nach langem Hin- und Herreden bereiterklärte, die notwendigen Schellen und Anker anzufertigen. Nach einer Zeichnung kann er, wie dort alle Handwerker, nicht arbeiten. Er sieht sich also die Rohre an und versichert, baß altes zu unserer Zufriedenheit ausfallen wird. Er fängt an zu schmieden. Hat er ein Stück halb fertig, dann geht er an den Platz, wo die Rohre liegen und probiert. So läuft er den Tag zwischen Rohren und seiner Schmiede vielleicht zwanzigmal hm und her, bis das Stück wirklich paßt. Na also, nach etwa 14 Tagen war alles so weit, daß die Teile angefahren und an die Errichtung gedacht werden konnte. Jetzt ging es dran, den Mast zusammenzusetzen. Auch keine einfache Arbeit, denn für das Zusammensetzen und die Befestigung der Abspannungen standen als Werkzeuge nur zwei Rohrzangen und eine Kombinationszange zur Verfügung. Aber nach fünf Stunden hatten wir es glücklich geschafft, und lediglich der Verkäufer des Drahtseils hatte sich um lumpige drei Meter, die uns fehlten, geirrt. Hilfsmittel zum Aufrichten standen uns nicht zur Verfügung. Also wurde ein Sprachkundiger fortgeschickt, der noch einige Kulis holen mußte. Es muß mit Menschenkraft gehen, so wie hier die Ureinwohner ihre Monumentalbauten schon vor Jahrhunderten geschaffen haben. Langsam anheben, eine etwas altersschwache Leiter wird als Stütze untergeschoben. Ein paar Mann fassen nicht richtig zu, und schon haben wir von der Leiter nur noch Ueberrefte und Sprossen und die zwei Seitenteile. Nach weiteren zwei Stunden und wiederholtem Umlegen war es soweit geschafft, daß der Mast in seiner Grude stand und aufgerichtet werden konnte. Die geschmiedeten Anker von zwei Meter Länge brachten auch noch eine Enttäuschung, denn beim Einschlagen stellte es sich heraus, daß sie , sich selbst in dem weichen Lehmboden nach 3/< Meter umbogen. Also nur provisorisch verspannt, bis neue Anker vorbereitet waren. Jager sehr bald kennt und deren Schilfteil er selbst- i oetftänölid) bei der Mausererpeljagd liegen lassen wird. Schlimmer ist es aber, daß der Bestand an Enten in Deutschland während der letzten Jahrzehnte stark abgenommen hat. Daran sind neben einem unverständigen Abschuß vor Einführung der neuen Reichsjagdgesetze sicherlich auch die zahlreichen Urbarmachungen von Mooren und Brüchen und Begradigungen von Flußufern und Wasserläufen chuld. Denn vielen Enten werden dadurch die Nist- gelegenheiten genommen. Aus diesem Grunde hat der Reichsjägermeister in diesem Jahre den deutschen Jägern eine allgemeine Entenhege empfohlen. Es ist sehr interessant, welche Entenarten der Jäger bei der Sommerjagd antreffen kann. Neben der allgemein bekannten Stock- oder Märzente kann er häufig die Knäckente beobachten, die im Sommerkleide leicht mit der etwas kleineren Krickente verwechselt wird, doch jederzeit an dem „Spiegel" unterschieden werden kann, der bei ihr mattgrün und mattschwarz, bei der Krickente goldgrün und samtschwarz ist. Die interessanteste Ente ist wohl die Löffelente, bei der der Entenschnabe! seine höchste Ausbildung erfahren hat. Er ist hinten schmal, vorn stark erweitert und gewölbt. Die Lamellen des Oberschnabels sind zu kammartig angeordneten, langen Zähnchen umgebildet und ermöglichen dem Vogel, das mit Nahrungsstoffen gesättigte Wasser einzuschlürfen und gleichsam wie durch ein Sieb wieder auszustoßen, wobei Wasserinsekten, Laich und Pflanzenteile im Schnabel zurückbleiben. Antennenbau im Orient. Von unserem Ho.-Berichierstaiier. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Bagdad, im Sommer 1936. Nach meinen bisherigen Ausländserfahrungen reiste ich mit großen Hoffnungen und fester Zeiteinteilung für den Bau einer drahtlosen Telegraphenanlage gen Osten. Welche Ueberraschung! Soviel Zeit, wie man dort haben muß, gibt es bei uns überhaupt nicht, und aus dem beabsichtigten Aufenthalt von etwa zehn Tagen wurden fünf > Wochen. In Europa — Rußland vielleicht ausgenommen : — geht man nun in so einem Fall am Sauort zu : einem Handwerker ober bestellt bei einem ein- i schlägigen Unternehmen die für einen Mast not« • wendigen Teile. So hatte ich mir das auch gedacht, i aber nicht mit dem Orient gerechnet. Schon im Juni haben an vielen Seen und Tei« 1 chen besonders im Osten Deutschlands, in Ostpreu- ’ ßen, an den zahlreichen Seen Masurens Jäger in den breiten Schilfgürteln der Seeränder Schneisen einqeschnitten und am Ufer gut verblendete Schirme 1 errichtet, die breiten Boote hergerichtet und ausgebessert. Denn ab Mitte Juli geht die Jagd auf Enten auf, bei der zuerste die Mausererpel gejagt werden. Nichts ist geheimnisvoller und interessanter als das Treiben der Tierwelt als unsichtbarer Zuschauer in dem so selten dem menschlichen Blick offenen Schilf zu beobachten, dem Flug der geschickten doppelflügeligen Libelle zuzuschauen, dabei zu sein, wenn der räuberische Hecht unbeweglich am Schilfrand feiner Beute auflauert, die Bläue des Wassers und des Himmels und die Wärme des Sommers zu genießen. Ab und an ist in der sonst so wohltuenden Stille des Tages das Platschen der Treiber und Hunde, das Klatschen eines Ruders zu vernehmen. Die Sinne des Jägers sind aufs Höchste gespannt, da die Menschen und das Boot immer näher kommen. Da ... schon hebt der Jäger die Flinte, setzt sie wieder ab, denn er erkennt noch rechtzeitig, daß der Vogel, der über die Schneise schwamm, nur ein Bläßhuhn war. Wenig später aber bemerkt er, wie sich ein Mausererpel vorsichtig durch den Schilfwall pürscht und sich bemüht, die ihm sichtbar unangenehme Schneise zu vermeiden. Hastig backt der Jäger wieder an, um die günstige Gelegenheit nicht zu versäumen. Er kann den Schuß auch nicht mehr halten, obgleich er beim Berühren des Abzuges merkt, daß der Erpel die Bewegung eräugt hat und getaucht ist. Auf der andern Seite der Schneise und unsichtbar für den Jäger taucht der Erpel wieder auf. Jetzt ist der Jäger vorsichtiger geworden und entschließt sich erst zum Schuß und zur Bewegung mit dem Gewehr, wenn er seiner Sache sicher ist. Die Jagd auf den Mausererpel ist außerordentlich reizvoll, interessant und keineswegs unwaidmän- nisch, wie viele Jäger und vor allem jagdliche Laien glauben, die diese Jagdart nicht kennen. Gewiß ist der Mausererpel nicht flugfähig, doch versteht er außerordentlich geschickt, den Schroten des Jägers zu entgehen und mit geschärften Sinnen den Gefahren, die ihm drohen, zu begegnen. Es ist selbstverständlich, daß der Jäger bei dieser Jagd führende Enten schon und Jungenten nur schießt, wenn sie flugfähig sind. Es ist nicht wahr, daß unter den Mausererpeln auch weibliche Enten in der Mauser geschossen werden; denn eigentümlicherweise halten Der jubilierenden Gießener Ortsgruppe über« brachte er die Glückwünsche des Reichsführers und auch die der Gaugebietsführung. Er feierte die Gießener Ortsgruppe als eine der ersten im Gau« gebiet, die nach Hanau und Darmstadt zu den ältesten Gruppen im Gau zählt und hinsichtlich ihrer Leistungen in Kurzschrift und im Maschinen- schreiben sowohl im Gau, wie auch in Oberhessen an erster Stelle marschiert. Ganz besonderen Dank stattete er dem unermüdlichen und erfolgreichen Ortsgruppensührer Graf und den in jahrzehntelanger Treue und Vorarbeit für die Kurzschrift in Gießen und Oberhessen verdienten Kreisgebietsführer K. H. K u h l ab. Für besondere Verdienste als Obmann für das Leistungsschreiben überreichte der Redner dem Kurzschriftlehrer August Heinrich Siebert, Gießen, den Ehrenbnes der Deutschen Stenographenschaft und der Ortsgruppe Gießen für ihre 75jährige Pionier- arbeit für die deutsche Kurzschrift die silberne Ehrenplakette des Reichs führers. Als erster überbrachte der Syndikus Dr. Meusel, Wiesbaden, als Vorsitzender des Prüfungsausschusses für die Handelskammerstenographen im Gebiet der Rhein-Mainischen Handelskammern die Glückwünsche an den Gießener Verein. In für die Kurzschrift begeisternden und von hohem Idealismus getragenen Ausführungen übermittelte der Gaugebietsführer des kurhessischen Nachbargaues, M a n d t, Kassel, die Glückwünsche an die Gießener Ortsgruppe und an den Gau Hessen. Er erinnerte an die früher bestandene Zusammengehörigkeit der Gaue und hob hervor, wie dankbar sich die kurhessischen Kurzschriftler der hur I meinenJ^reub erhaltenen Anregungen erinnern. Er feierte die Ortsgruppe Gießen und würdigte die großen Verdienste des Gaugebietsführers Direktor Werner. Der Vorsitzende des staatlichen Prüfungsamtes für die Kurzschriftlehrerprüfung, Kammersteno' graph Mich. Wink l er, Darmstadt, als Gausach« Ich hatte mir für Versuchszwecke und Vergleichs« Messungen Stahldraht von 0,5 Millimeter Querschnitt mitgenommen, den ich verwenden wollte. Als ich diese Leitung als Antenne hochzog, erklärte dies der deutsche Techniker in Bagdad für einen verspäteten Aprilscherz, denn mit dem „dünnen" Drähtchen könne man sicher nichts empfangen. Außerdem hatte er mir vorher prophezeit, daß an dieser Stelle wegen der Nähe des Elektrizitätswerks ein Empfang überhaupt nicht möglich fei. Aus dem durch Handschlag und durch die Ueberreichung des Gesellenbriefes vom Kreishandwerksmeister freige- prochen. Der Kreishandwerksmeister ermahnte die Jung-Gesellen, stets zu zeigen, was im Beruf gelernt wurde und dem Beruf Ehre zu machen. Er gab ihnen dann beste Glückwünsche mit auf den Lebensweg. Sodann übernahm der Kreisfachberater Ullrich die Jung-Gesellen in den Gesellenstand und gab ihnen ebenfalls mit kurzen herzlichen Worten herzliche Glückwünsche auf den ferneren Lebensweg. Der Obermeister der Buch- und Steindrucker-Jnnung, Herr W e i m e r - Lollar, dankte dem Fachausschuß ür seine im Interesse der Lehrlinge und des Berufs geleistete Arbeit. Er grüßte die Jung-Gesellen und gab dem Wunsche Ausdruck, daß sie immer ihre guten Kenntnisse und ihre gut deutsche Gesinnung unter Beweis stellen mögen. und beglückwünschte sie dazu, daß sie als Glieder des Berufsstandes anerkannt worden sind. Die Altgesellen, so führte er weiter aus, erwarten von euch, daß ihr euch dieser Ehre würdig erweist. In einem Rückblick auf die Prüfungsarbeiten stellte er fest, daß vielen Prüflingen das Vertrauen xu sich selbst fehlte, und daß sie mit übergroßer Zaghaftigkeit ihre Arbeiten in Angriff nahmen. Darum muh die erste Aufgabe sein, das Vertrauen zum eigenen Können zu erwerben. Die Junggesellen ermahnte er, in andere Gaue und zu tüchtigen Meistern zu gehen und sich zur höchsten Vollendung zu üben. Den Dank der Junggesellen sprach Fay (Lich) aus, der in erster Linie dem Kreishandwerksmeister Stühler für die viele Mühe und Hingabe dankte. In seine Dankesworte schloß er die Betriebsführer, die Abteilungsleiter, Meister, Prüfungsmeister und nicht zuletzt die Eltern ein. Für das Kreisamt Gießen überbrachte Regierungsrat Weber die Glückwünsche. Er stellte die Pflichten des Junggesellen gegenüber dem Handwerk, dem Volke und dem Führer heraus, aus deren verantwortungsbewußter Erfüllung dem einzelnen Nutzen und dem Handwerk Segen erwachsen wird. Im Auftrage des Kreiswalters der DAF. übermittelte Kreisbetriebsgemeinschaftswalter Stein die Glückwünsche und verband damit die Mahnung zur Dankbarkeit an alle diejenigen und nicht zuletzt an die Eltern, die mitgeholfen haben an der Erreichung dieses ersten Abschnittes des angehenden Handwerkers. Er erinnerte daran, daß über die Betriebsgemeinschaft hinaus die Volksgemeinschaft zur Leistungsgemeinschaft werden muß. Der Leiter der Gewerblichen Berufsschule liche Anzahl von Ortsgruppen bekannt, die die I Sache der Stenographenschaft mit bestem Erfolg < vorantrieben. Im Reiche stehe der Gau Hessen der i Mitgliederzahl nach an zweiter Stelle, in der Um» । rechnung auf das prozentuale Verhältnis zur Ge- i cimtzahl der Einwohnerschaft des Gaugebiets an 1 erster Stelle. Ziel der gesamten Arbeit müsse sein, 1 in jeder Ortschaft von über 2000 Einwohnern eine Ortsgruppe der Deutschen Stenographenschaft zu organisieren. Nachdem der Referent noch auf die Vorteile der Einheitskurzschrift hingewiesen und die Möglichkeiten der ständigen Fortbildung vor Augen gerückt hatte, sagte er den Ortsgruppen Dank für die Spendenunterstützungen für das Hessen - Zim - m e r im Haus der Stenographenschaft zu Bayreuth. Die Versammlung nahm dann Kenntnis von der großen Zahl der bestandenen Handelskammer- Stenographenprüfungen. Schöne Erfolge wurden außerdem in der Kurzschriftlehrerprüfung gezeitigt. 30 Kurzschriftfreunde konnten die Lehrerprüfung bestehen. Der Gau verfügt nunmehr über 220 ausgebildete Kurzschriftlehrkräfte. Mit großer Freude nahm bann der Gaugebietsführer einige Ehrungen vor. Frl. Böttcher (Wiesbaden-Biebrich) wurde mit einem Diplom für hervorragende Leistungen im Maschinenschreiben ausgezeichnet, ferner wurden Frl. Eischen Becker (Nierstein) und ebenfalls Frl. Böttcher (Wiesbaden-Biebrich) für die errungenen Deutschen Meisterschaften im Maschinenschreiben (durchschnittliche Anschläge in der Minute 460) besonders geehrt. Zwei verdiente Kurzschriftfteunde wurden außerdem mit Ehrennadeln bedacht. Sodann gab det Gaukassenwart Engelhard den Kassenbericht in kürzester Form bekannt. Die Einnahmen betrugen 3635,95, die Ausgaben 2773,32 Mark, so daß ' ein Ueberschuß von 862,63 Mark verbleibt. Im weiteren Verlauf der Versammlung hielt Kreisgebietsführer Spehnkuch (Offenbach) ein kurzes Referat über das Thema „M aschinen- schreiben in den Ortsgruppen". Er betonte einerseits die Notwendigkeit eines gesteigerten Unterrichts in Maschinenschrift, erwähnte aber auch die besonderen Schwierigkeiten, die, dem entgegenstehen und gab schließlich praktische Anregungen für den Ausbau des Unterrichts im Maschinenschreiben. Er erläuterte vor allem die mannigfachen Vorteile der Blindschrift. Voraussetzung für eine Einführung der Blindschrift auf breiterer Basis sei allerdings die Normung der Maschinen hinsichtlich der Zahl der Typen und ihrer Anord- nung. Zum Schluß der Versammlung gab der Gaugebietsführer bekannt, daß sich in den Kreisführungen, wie auch im Gauführerrat keine Aen - berungen ergeben haben. Der nächste Herbstverbandstag solle in Mainz stattfinden. Der nächste „Deutsche Stenographentag" werde in Hamburg abgehalten. Gauehrenführer S ch ö p p gab dann noch einen MchMchen ' Sippe Gießer üt>e unb teir edÄ «ft ftÄ 3 E.7' •Je*» > 0er ® Sonntags puppe Gießei Dürbigte kurz 'ehmer unb in Ich für bie p Verbs unb bi wt Wertung ei Wettkam Preisträger bek P'chnet werben Weichen Sten 'Mülle schon Als weiterer Redner sprach sodann in Vertretung des Kreiswalters der Deutschen Arbeitsfront, Herr Stein. Er überbrachte die Grüße der DAF. unb- bes Kreiswalters. Er forberte die Jung-Gesellen dazu auf, den Eltern dankbar zu sein, die Zeit genug für die Lehrzeit ließen, und jenen, die ihnen die beruflichen Kenntnisse vermittelten. Jeder muffe Leistung zeigen. Nur aus der Gesellenfchaft heraus könne jemand Meister werden. Jeder müsse sich der schöpferischen Gemeinschaft bewußt fein, in der er stehe. Es dürfe keine Unterschiede mehr vom Dün- fei her geben. Nur in diesem Sinne baue sich bas Reich unb bas Werk bes Führers auf. Nach weiteren musikalischen Darbietungen hielt bann ber Gautfchmeister Lindenstruth feine offizielle Ansprache zum eigentlichen „Gautschen , bas im Hofe des Cas6 Ebel abgehalten wurde. Je- bermann wohnte den luftigen Szenen bei und der Stenographen im Leistungswettkampf. Der 56. Gautag der Stenographen im Gau Heffen-Nassau.-I5 Jahre Ortsgruppe Gießen der Deutschen Stenographenschast. ... Hotels „Hindenburg" Gaugebietsführer Werner (Darmstadt) dankte zunächst der Ortsgruppe Gießen für die ausgezeichnete Vorarbeit. Kurze herzliche Worte fand er bann für bie Gefallenen bes Weltkrieges unb bie Toten aus ben Reihen ber Stenographenschast. Er hieß bie Gauvertreter und besonders die Gäste herzlich willkommen. Nach dem gemeinsam gelungenen Lied „Volk ans Gewehr" erstattete er ben Jahresbericht. Das Gautreffen solle, so führte er u. a. aus, Anlaß zu Rückschau unb zu Ausschau in die Zukunft bedeuten. Das Jahresziel, das sich der Gau gesteckt habe, 15 000 Kurzschriftler zu erfassen, sei er- reicht, ja sogar überschritten worden. Das Ziel für das nächste Jahr laute: 18 000 Mitglieder im Gaugebiet. Erfreulich sei es, daß gerade die kleineren Ortsgruppen, die Ortsgruppen in den Landgemeinden außerordentlichen Zuwachs und günstige Entwicklung zu verzeichnen hatten. In seinen nachfolgenden Darlegungen gab ber Rebner eine statt- 3. Kreisturnfest des Turnkreises 8 Gießen (Lahn-Dill) in Wiesest Gießt, unter Leib. August Heinrich Nachdruck verboten! 17. Fortsetzung. selbst eine und lewährter Form durchgeführt und konnte bereits im die Mittagsstunden abgeschlossen werden. Zahlet „Sehr gut" und 117 Arbeiten mit „Gut" bewertet. Im Richtigschreiben wurden 575 Arbeiten mit „Hervorragend", 198 mit „Sehr gut" und 89 Einigte insgesamt 866 Stenographinnen ,nd Stenographen in den Schulsälen des Realgymnasiums, der Oberrealschule und in Hör- silen der Universität. Der Wettbewerb wurde in „Ach!" Er hieb mit der Rechten durch die Luft. ,Du ahnst ja gar nicht, wie mir das manchmal auf Hie Seele fällt. Fünfundzwanzig Jahre — und noch immer ohne selbstverdientes Brot." „Du hast doch immer im Sommer geschafft und wrdient." „Die paar Kröten!" „Dreihundert Mark", warf sie beschwichtigend kalten, wurden mit Musik begrüßt und schneidiger Marschmusik in die Stadt geleitet. Oer Leistungswettbewerb ! er Wertung eingesetzt hatten. Der Wettkampfleiter, Herr Busch, gab dann die Zreisträger bekannt, die mit Ehrenpreisen ausgezeichnet werden konnten. Zur Verteilung an die siegreichen Stenographinnen und Stenographen kam iine Fülle schöner Ehrenpreise, die sowohl aus den tsgruppe über, eichsfuhrers und Er feierte dir ersten im 0aw rmstadt zu den und hinsichtlich > im Maschinen- h in Oberhessen besonderen Dan! id erfolgreichen )itU5 Dr. Meu'ß des $rüfuntp stenographen in >elskammern Üt :e'm. itnben Md.M shihrungen übel' des kurhessW die Glückwünsche an den Gau hes> ■ bestandene Z» hob hervor, M iMriftlerte h>- Er feierte w ' die großen A ektor Werner. ■ i Prüfungsb i KammersteE M als Sausach- ^"'Was ist das schon?"--„Entschuldigung!" wandte er sich an den Herrn, mit dem er soeben rnsanft zusammengestoßen war, vernahm^ einen Jubiläums- und Leistungsschreiben so viele wert- rolle Preise gestiftet hatten, den Dank der Gießener Lurzschriftfreunde aus. Der weitere Verlauf des Abends brachte Reihe unterhaltsame, auch gute tänzerische nusikalische Darbietungen. „Ja!" „Mein Herr!" fuhr Rolf Steffen auf. „Mein Junge", lächelte dieser zuruck. „Ich , bin dein Vater. Also muß ich doch auch wissen, ob ich tot oder lebendig bin. — Run bist du aber richtig erschrocken, was?" sagte er, Rolfs Gesicht zwischen eine Hände nehmend. „Wenn die Mama heute vormittag nicht über den Randstein gestolpert wäre, wüßte ich immer noch nicht, wo ihr zu suchen seid. Du hast eine sehr stolze Mutter, mein Sohn. Gerhardt, Sprendlingen, Else Bauer, Griesheim bei Darmstadt, Elfriede Klein, Offenbach, Josef Hannappel-Wiesbaden-Biebrich. 14 0 Silben: Robert Bäumert, Langen, Fritz Bender, Bensheim, Fritz Kuntze, Offenbach 1874, Dietrich Zaiß, Gießen, Heinz Mayer, Offenbach, Anny Ertel, Offenbach 1887, Mariechen Diehl, Mainz 1862. 12 0 Silben: Karl Bender, Butzbach, Therese Fuchs Hanau, Erna Röhrich, Frankfurt a. M- Schwanheim, Margot Herborn, Wiesbaden, Hedy Hensel, Frankfurt a. M. 1887. 100 Silben: Friedrich Schäfer, Sprendlingen, Annele Braun, Offenbach 1874, Anne-Else Fehr, Offenbach 1874, Toni Beck, Friedberg. ihm als Vater vorstellen. Sie werden sehen, daß ich recht habe." Und Krelling hatte recht. — ♦ Rolf Steffen war keineswegs erstaunt, als ihm seine Wirtin einen Herrn meldete. Es kamen ja oft Kollegen zu ihm herauf. Daß es aber der Künstler Albert Steffanelli war, der ihn besuchen wollte, dünkte ihn eher ein Mißverständnis, als Absicht, ihm diese Ehre zu erweisen. Er schämte sich für den Augenblick, und es war ihm peinlich, daß die Stube nur zweieinhalb Meter im Geviert hatte und nur durch ein Mansardenfenster Licht bekam. Die Wirtin hatte wenigstens soviel Verständnis, einen zweiten Stuhl zu bringen, den er seinem vornehmen Besucher anbot. „Ich nehme an, daß Sie sich in der Wohnung geirrt haben, mein Herr!" sagte er mit einem Lächeln. „Durchaus nicht? Ich hätte nur gern eine Frage an Sie gerichtet. Können Sie mir die Adresse Ihres Vaters angeben?" „Meines ... Vaters ...?" Rolfs Gesicht zeigte offene Verständnislosigkeit. „Haben Sie ihn gekannt, mein Herr? Ich selbst besitze keinerlei Erinnerung mehr an ihn. Er starb, als ich kaum zwei Jahre alt war." „So! Er ist also gestorben!" „Ja, Herr Steffanelli." „Wo er begraben liegt, wissen Sie wohl nicht? „Doch! — Er liegt auf einem kleinen Friedhof in der Nähe von Wien. Meine Mutter ist früher öfter hingefahren. Nun erlauben es unsere Verhältnisse nicht mehr. Aber er ist deshalb durchaus nicht vergessen." , Es scheint aber doch", meinte Steffanelli. „Und was Ihnen Ihre Mutter da erzählt hat, ist alles Lüge, junger Mann." „Lüge?" •Ä ,lu& dm Bau. 3 Ä jHÄ bi, ® damit btt «mmlutij ifjH, Verfluchtes Gold! Roman von 3. Echneider Ioersil. Urheberrecht: Verlag Oskar Meisber, Werdau i. Sa. ’rbeto'N Ölungen £ fit- ^anim ? ^"ige sjnJ enge Ä Ichone t und Sergi* Millimeter Ouit- ermenben w»; f)od)8og,jrllide Saglab Kein5 it dem md)ls prophezeit, W . »zäs icht ”ur.L jtor- l Ader StoW L Intennen e ."bnieluW* atz bann , Oer Empfang der Gäste. Arn Sonntagmorgen fanden sich Mitglieder der Drtsgruppe Gießen mit einer Musikkapelle im Kahnhof ein, um den auswärtigen Teilnehmern ter Tagung einen herzlichen Empfang zu bereiten, pünktlich zur vorgesehenen Zeit traf der Sonder- iug von Frankfurt her ein, der etwa 800 Kurz- shriftlerinnen und Kurzschriftler aus dem Rhein- Nain-Gebiet in unsere Stadt brachte. Die Gäste, tie in erster Linie zur Teilnahme am Leistungs- pettbewerb die Reise nach Gießen unternommen Ehrenpreise der Mitglieder der Ortsgruppe Gießen im Jubiläumswettschreiben. 240 Silben: Ewald Bötig. 200 Silben: Willi Brückmann, Fritz Reh, Richard Strauch, Dora Kern. 180 Silben: Anni Schmittdiel, Wilma Lei. pold, Johanna Graf, Karl Meister, Anni Kompf, Gretel Roßkath. 160 Silben: Gertraud Hepding. 140 Silben: Albert Hinkel, Liselotte Röhm, Elli Philipp, Grete Schmidt. 120 Silben: Lore Hofmann, Josef Kämmerer, Elfriede Werner, Willi Arnold. 100 Silben: Ernst Römer. Else Schmelz, Lore Bücking, Paul Heidlindemann, Ernst Hünig, Friedrich Volkert. 80 Silben: Rudolf Metzger, Albert Schäfer, Karl Bender. Kreisen der Behörden, der Wirtschaft und des Handels, sowie von einzelnen Ortsgruppen der Stenographenschaft gestiftet worden waren. Die restlichen Stunden des Abends waren dem Tanz gewidmet. Die Liste der Ehrenpreis-Träger 260 Silben: Franz Winger, Frankfurt a. M.- Griesheim. 2 0 0 Silben: Karl Galloy, Mainz. 18 0 Silben: Hans Heilmann, Frankfurt a M. 1887, Emma Reitz, Gießen, Maria Wahl, Worms, Ferdinand Baas, Worms. Werner Thon, Worms. 16 0 S i l b en : Otto Krumm. Grünberg, Elsbech .Gern, Herr Steffanelli!" Spielen Sie, ein bißchen Detektiv für nnch und Krelling war der Mann, der bei Steffanellis Konzerten immer den Klavierpart übernahm. Das Wiederschauen erfolgte aber erst nach dem Mittagstisch, den Steffanelli in reichlicher Nervosität eingenommen hatte. „Also", erzählte Krelling, der sich nachservieren ließ und das Mundtuch bedächtig auseinanderfaltete. „Die Sache war höchst einfach. Ich habe die beiden verfolgt bis zum Bahnhof und, hinter dem Jungen stehend, das Ziel der Reife herausbekommen: Klein-Ellbach. Es scheint ein ganz entlegenes Nest zu sein. Dem Fahrplan nach gehen nur zwei Züge täglich dorthin. Ich habe gewartet, bis die Dame einsüea und bin bei dem jungen Mann gestanden, als sie sich noch letzte Grüße mit dem Taschentuch zuwinkten. Dann blieb ich dem Jungen auf den Fersen. Er fuhr erst mit der Tram nach der Hochschule, dann nach einer Klinik, die ziemlich weit draußen liegt. Damit ich ihn nicht aus den Augen verlor, habe ich mich dort herumgetrieben, bis er wieder zum Vorschein kam und bin dann in dieselbe Tramlinie gestiegen, die er benützte. Er wohnt vermutlich in der Hohenzol- lernstraße 46/III links." „Das haben Sie gut gemacht, Krelling! Ich danke Ihnen. Nun fragt es sich, wen ich zuerst überraschen soll — meine Frau oder meinen Sohn. „Ich würde es beim Sohn versuchen", schlug Krelling vor. „Weiß er überhaupt etwas von Ihrer ^Äie Frage trug ihm ein Helles Lachen ein. „Erlauben Sie, jeder Mensch weiß doch, daß er einen Das "schon", verteidigte sich Krelling. „Aber in diesem Falle liegt es nahe, daß man ihm irgendein Märchen aufgebunden hat: der Papa ist tot, oder verschollen, oder sonst etwas. Frauen sind Ge- nies im Erfinden solcher Geschichten. „Ich glaube nicht, daß Elisabeth das getan hat. "Wahrscheinlich", meinte Steffanelli, die Asche seiner Zigarre abstreifend, „hat sie ihm gesagt. Dein Vater ist ein Windhund gewesen. Sieh zu, daß bU Das* sollte mich wundern. Hebrigens glaube ich auch nicht, daß ein Junge dies so ohne weiteres hinnimmt. Ich bin anderer Meinung, und wette zehn gegen eins, daß der Herr Studio aus allen 1 Wolken Sfällt, wenn Sie vor ihn hintreten und sich l$m linken Fuß über den Randstein trat. „Du hast tir doch nicht wehe getan?" „Nein, nein. Gewiß nicht, Rolf." „Danke, es ist nichts", wandte er sich wieder an ten Herrn, der nach den paar Schritten, die er ge- nacht hatte, wieder zuvückkam. „Meine Mutter hat ' ur einen ungeschickten Schritt gemacht. „Das tut mir leid! Ich hoffe, nicht daran Schuld P tragen." Ehe Rolf noch etwas erwidern konnte, □ar der andere schon weitergegangen, sah sich ver- Rolfs Gesicht war halb Glaube, halb Entsetzen. „Und Sie irren sich nicht, Herr Steffanelli?" „Weiß Gott, nein! Ich muß wohl annehmen, daß du keine Ahnung hast/ „Von gar nichts!" „Du wußtest nur, daß ich tot sei?" „Nur das!" „Willst du Aufklärung haben?" „Bitte!" Steffanelli legte seine Hand auf die des Sohnes und ließ dabei seine Augen durch den Raum schweifen: „Die Schuld trage ich, indem ich eine Sechzehnjährige aus der Kinderstube eines wohlbehüteten Elternhauses herausnahm. Mit siebzehn Jahren war sie mir bereits angetraut. Ein halbes Jahrs päter kamst du zur Welt. Nach weiteren ein- einhalb Jahren trennten wir uns." „Warum?" fragte Rolf mit glanzlosen Augen. „Warum, mein Junge? Ich sagte dir's schon, daß ich allein die Schuld trage. Ich habe deiner Mutter Grund zur Eifersucht gegeben. Vielleicht hätte sie verziehen, wenn sie nicht von anderer Seite aufgehetzt worden märe. So verließ sie mich und verlangte dich als Entgelt für die Enttäuschung, die ich ihr bereitet habe. Und das Gericht gab ihr recht." „Und ich?" Steffanelli zog Rolf an sich und fuhr über dessen Scheitel. „Die alte Geschichte, mein Bub. Die Kinder sind immer die Leidtragenden. Ich hoffe, daß du nicht sonderlich gelitten hast unter deiner Vaterlosigkeit." „Nicht gelitten?" fuhr Rolf auf. „Das sagst du so. Es ist ein Verbrechen, daß du mich in die Welt gesetzt hast, schon mit dem Vorsatz, die Mutter und mich unserem Schicksal zu überlassen, wenn du unser einmal überdrüssig geworden bist." „Du bist ungerecht!" verteidigte sich der Vater. „Ich habe deine Mutter über alles geliebt. Von einem Vorsatz, sie zu verlassen, kann niemals die Rede fein. Du wirst mich doch nicht für so schlecht halten und annehmen, daß ich keine Freude empfand, als sie mir einen Sohn in die Arme legte? Ich war damals der glücklichste Mann, den die Erde trug!" Rolf sagte: „Fünfundzwanzig Jahre bin ich ohne Vater gewesen." , , „Soll das heißen, daß du auch fernerhin daraus verzichten willst?" Fortsetzung folgt. emer Kund- /öeifammenjeh Berner ermittelte zu. Xf ®tenO- im iMtr ajiaiuy3|Luiiucii uvyc|u^iu|| Niedergirmes, 205; Heinrich Herbert, Tv. 46 Gießen, 203Vr; 5. Herbert Butti. Tv. 91 Sinn, 200; Bearbeiter im NSLB., der die Verdienste des verdorbenen Reichsführers Schemm um die Schaffung »er Einheitsorganisation betonte, berichtete von iem erfreulicherweise zunehmenden Schülerlei- jiungsschreiben im Gaugebiet, an dem sich 8000 gegenüber 6000 Schüler im Vorjahr beteiligten und bessere Leistungen als im Vorjahre erzielten. Die -eeresfachschulen in Gießen und Darmstadt haben uS'Wwie fi° mit lenken $__ce..e. r.u»«* hon sRnrthffein trat. „Du hast a M°-> le ist l’epieltif# ibt n0* I S-!- benen M &ll, ) Mt. ft&ngti ■„"Ara 1 .... «4 SKTJS SK aufunl niebrig 4; l«em Ellenbogen. „Würden Sie mir einen Gefallen eher daß «weisen Krelling?" c8 v. H. gute Leistungen vorzuweisen. Er begrüßte ! jie alten Vorkämpfer der Kurzschrift in Gießen, hanstein, Bergen, Karnbach, Kuhl und stellte sie (l5 Vorbild der Jugend vor. Ortsgruppenführer Graf dankte in herzlichen ^.9,.öqs aiie ©orten für die Ehrungen. Ganz besonders sprach t cr den Behörden und allen denen, die für das leiter D a u p e r t (Wieseck) einen Eichenkranz nie- verlegt als Zeichen des Kampfes und des Sieges, ! der doch noch dem deutschen Volke geworden ist. Daupert dankte dem Führer, daß er Ehre und I Wehrhaftigkeit des deutschen Volkes wieder herge- tellt hat und gedachte neben den Toten des Welt- ! krieges auch derer, die im Kampf um unser neues Deutschland fielen. Ergreifend klang das Lied vom guten Kameraden, wie Verheißung das „Deutsch- , land muß leben" der vereinigten Sängerchöre von Wieseck. Festabend im Zell. Die offizielle Festeröftnung sah am Abend das große Festzelt — ein Zeichen der Teilnahme der Wiesecker Bevölkerung — überfüllt. Kreisfachamts- leiter Daupert entbot den Wiesecker Mitbürgern herzlichen Dank für Ausrichtung des Festes und rief den Turnern zu: „Wir wollen unser Turner- tum, unser ganzes tiefes Empfinden, ohne das keine turnerische Arbeit gedeiht, in den Reichsbund tragen". Besonderen Gruß widmete er den anwesenden Ehrengästen. Bürgermeister Euler (Wieseck) entbot den Turnern herzhaften Gruß und Willkomm der Gemeinde unb gab dem Wunsche Ausdruck, daß das Fest gut gelingen möge. Musikalische Darbietungen, Vorträge der Wiesecker Sänger unb turnerische Vorführungen ergaben ein großes reichhaltiges Hnterhaltungsprogramm bester Art. Die Kreisriege turnte am Barren, Pferd unb Reck und zeigte teilweise hervorragende Hebungen, die Vorführung der Wiesecker Turner am großen Ring war sehr aut, das Tanzspiel der Turnerinnen mit Chor und Orchesterbegleitung „An der schönen blauen Donau" wurde in vorzüglicher Form dar- geboten. Der außerordentliche Beifall galt nicht nur den Turnerinnen und ihrem Leiter, sondern auch dem Chor und dem Orchester. Nur durch die abgerundete Leistung aller Beteiligten wurde die Vorführung zu einem so großen Erfolg. Der Tanz gelangt heute, Montagabend, noch einmal zur Aufführung. . Im Laufe des Abends sprach auch der Kreisführer des Reichsbundes Dr. Schäfer (Gießen). Als alter Turner, so sagte er, spreche ich gerne zu euch und übermittle euch die Grüße des Gaubeauftragten. Die Arbeit in und für die Turnerei bringt keinen materiellen Gewinn. Lohn für alle Arbeit muß der Erfolg sein. Veranstaltungen, wie sie von den Turnern begangen werden, können kaum so von einem anderen Verband gefeiert werden. Bei den Turnern gehen die Massen mit, mit ihrem hundertjährigen Vermächtnis werden sie vollwertige freue Mitglieder sein im neuen großen Reichsbund. Dem Führer galt sein Gruß. Die Lieder der Nation erklangen. Der Fest-Sonntag. Schien der Samstag mit seinen Veranstaltungen schon ein in allen Teilen gelingendes Fest einge- 1 leitet zu haben, so brachte der Sonntag in der Frühe einen Mißklang, für den Petrus verantwortlich war. Es regnete beim Weckruf, es regnete beim Antreten der Wetturner unb es regnete noch lange weiter. Man mußte schließlich doch noch die Geräte in bie Festhalle schaffen, um ben Zwölfkampf durchführen zu können. Zuvor stellte Kreisdietwarf Dr. i Römer in der Morgenfeier die Arbeit des , Tages unter bas Wort des Führers: „Was wir ! sind, find wir durch uns — was wir werden, wer- l den wir durch uns" und zog die Parallele zu dem l Ausspruch Jahns: „Dem Deutschen kann nur durch ° den Deutfchen geholfen werden".__ a. hoi „opieien oie ein uirujcu A Sie der Dame und dem jungen Manne nach. «J“is (n& Ss >st mir sehr viel daran gelegen zu wissen, wo gro6‘" ,ni(r< “ hingehen." ö ».War das---? ... m "Meine Frau, ja! Und mein Sohn. Ich h°^ i er •p wenigstens, daß es mein Sohn ist. e ., t flicht ttanben, sich versteckt zu halten. Jetzt bleibe ich ihr önb "ber auf den Fersen. Also wollen Sie Krelling? 1 twW „Selbstverständlich! — Wiederschauen! UM U< - U v-< t • J guten LcichWleMe Gau-Mendmeisterschasten VMche Frontkämpfer aus dem Kyffhäuser 11.1 inf,| ass Nur der Frontsoldat kann den Frieden schaffen ihre Bundesfahnen auf dem weiten Plane der Karlswiese entfalten, zeigen sie darin doch zum ersten Male auf einem Reichskriegertag das ihnen vom Führer verliehene 5) a k e n k re u z als Zeichen ihrer unlösbaren Verbundenheit mit dem national- sozialistischen Staate im Kreuz von Eisen, dem Symbol unseres ewigen Soldatentums. K a f s e l, 4. Juli (DNB. Funkspruch.) Der Bum desführer des Deutschen Reichskriegerbur^es (Kysf- 6. Karl Bettin, Tv. Wieseck 192'/-; 7. Karl Seipp, Tv. Großen-Linden, 191'/-; 8. Richard Seth, Tv. Großen-Linden 190'/-; 9. Willi Schmiedel, Tuspo. Odenhausen, 189'Ar, 10. Karl Swoboda, Tv. Sinn, 185; 11. Heinrich Jung, Tv. Großen-Linden, 176'/-: 12 Erich Schade, Tv. 47 Wetzlar, 174'/- Punkte. Zehnkampf-Oberstufe: 1. Ludwig Herbert, Tv. 46 Gießen, 188'/- Punkte; 2. Richard Seth, To. Großen-Linden, 186'/-; 3. Heinrich Herbert, Tv. 46 Gießen, 184'/-; 4. Adolf Kreiling, To. Wieseck, 183; 5. Herbert Butti, Tv. 91 Sinn, Karl Bettin, To. Wieseck, je 182; 6. Karl Schick, Tuspo. Niedergirmes, 177'/-; 7. Karl Seipp, Tv. Großen- Linden 169; 8. Karl Swoboda. To. Sinn, 166'/-; 9. Erich Schade, Tv. 47 Wetzlar, Kurt Stenzel, Tuspo. Eibelshausen, je 161'/-; 10. Willi Schmiedel. Tuspo. Odenhausen. 160'/-; 11. Heinrich Jung, Wir grüßen vor ollem auch die Frontsoldaten von der anderen Seite des großen Krieges und reichen ihnen mit aufrichtigem Dank dafür, daß sie unserer Einladung gefolgt sind, freudig bewegt die Kameradenhand. In Ueterein- stimmung mit dem Führer sind wir alten Front- soldateri überzeugt, daß die Gesundung und dec Friede Europas nur durch das Frontfol- da t e mt um geschaffen werden können. Der Weg zur endlichen und dauerhaften Verständigung zwischen den Völkern geht über die Brücke, die nur der Frontgedst gegenseitiger Achtung und aufrichtigen Friedenwollens über die Gräber des Weltkriegs schlagen kann. Unsere Parole für diesen und alle folgenden Re-ichskviegertage sei das Wort dm Wangerin, an dem wir festhalten wollen für alle Zeiten zum Wohle unseres geliebten Vaterlandes und in Gefolgschaft zum Führer: Wir waren Soldat em — w i r bleiben Soldaten! Geleitwort des Bundesführers zum Reichstriegertag. Mehrere englische Frontkämpfer nahmen an dem Reichskriegertag m Kassel teil. Die.englischen Gaste besuchten auch das Heiligtum der deutschen Krieger, das Kyffhäuser-Denkmal. Dle Schönheit des Denkmals und der Landschaft löste in ihnen große Begeisterung aus Man sieht hier die^englischen Front- kämpfer bei der Besichtigung der Ehrenhalle des Kyffhaufers. = (Presie-Bild-Zentrale-M.) ~ .2 E E ‘-O Mtv. Gießen, Alfred Kraft, Tv. Krofdorf, je 58; ; 11. Rudolf Walther, To. Atzbach, Rudolf Hartmann, < To. Atzbach Herbert Kehler, Tv. Großen-Linden, je 57; 12. Kurt Sondermann, Tv. Alsfeld, Erich Fay, Tv. Grüningen, Hermann Bill, Tv. 1847 Wetzlar, je 56; 13. Karl Freitag, Tv. Jahn Hermann- stcin, Arno Keller, Tv. Krofdorf, Karl Harnisch, Tv. Watzenborn-Steinberg, Karl Stock, Tv. Reiskirchen, je 55; 14. Karl Holler, Tv. Ballersbach, 54; 15. Hugo Hofmann, Tv. Storndorf, 53. Vereinsriegenturnen. Sehr gut: Alsfeld, Kugel; Heuchelheim, Barren; Odenhausen (Lahn), Barren; Waldgirmes, Pferd seit; Wetzlar, Ringe; Wetzlar (Schüler), Barren; Wetzlar (Schüler), Pferd; Wieseck, Barren. Gut bis sehr gut: Burgsolms, Pferd; Fleisbach, Barren; Garbenheim, Stützreck; Herborn- feelbach, Barren, Krofdorf, Barren. Gut : Aßlar, Barren; Oberndorf, Barren; Bieber, Barren; Großen-Buseck, Pferd; Großen-Bufeck (Jugend), Barren. Handballmeisterschast der Reichs- arbeitsdienstgruppe 222, Marburg. Am Samstag vormittag fand auf dem Universitätsportplatz das Endspiel um die Gruppenmeisterschaft im Handball der Arbeitsdienstgruppe 222 statt. Die Meisterschaft wurde nach dem Pokalsystem ausgetragen. Eine heftige Meinungsverschiedenheit über den vermutlichen Sieger beherrschte zu Beginn des Spieles die Arbeitsmänner, die als Zuschauer dem Spiele beiwohnten. Die Chancen standen. nach den Spielen in den Vorrunden zu urteilen, zugunsten der Abteilung 1/222 „Wilhelm von Oranien", Dillenburg. Die erste Halbzeit zeigte ein lebhaftes und abwechselungsreiches Spiel. In kurzen Abständen fiel Tor auf Tor. Gelang es einer Mannschaft einen Hardt, widmet dem Reichskriegertag 1936 e i n Geleitwort, in dem er sagt: Mit ganz beson- Oie Olympiabefucher find Oeutschtands Gäste. Aufruf des Reichsministers Dr. Goebbels. Berlin, 2. Juli. (DRV.) Der Retchsminl- st er für Volksaufklärung und Propaganda erläßt folgenden Aufruf: Aach dem willen des Führers hat Deutschland für die Olympischen Spiele 1 93 6 Vorbereitungen wie kaum ein anderes Land zuvor getroffen. Die hunderttausende ausländischer Gaste sollen würdig empfangen werden und en besonders glänzendes Beispiel deu- scher Gastfreundschaft erleben. Ich bin gewiß, daß jeder Deutsche seine Lhre darin sehen wird, den ausländischen Besuchern, die alle unter dem Schuh des Deutschen Reiches stehen, zuvor- i k o mm end gegenüberzutreten und, wenn sie einer Hilfe bedürfen, ihnen mit Rat und Tal Beistand zu leisten. Berlin, den 1. Juli 1936. Gez.: Dr. Goebbels. Bit a I "s u eq v 8 L- ^2 u» Führungstreffer zu erzielen, so folgte kurz darauf der Ausgleich. Erst kurz vor dem Ende der ersten' Halbzeit gelang es Dillenburg, eine Tordifferenz von 6:4 für sich herauszuholen. Der Ausgang des Spieles steht aber noch durchaus offen, da die Mannschaft der Abteilung 8/222 „Hochmeister Siegfried von Feuchtwangen" einige sichere Torchancen verpaßte und den ungünstigeren Platz innehatte. So sah alles mit Spannung auf den Beginn der zweiten Halbzeit. Der Dammer Mannschaft gelang uonaU$6bnuf27:6 zu *chren. Gunsten zu wenden.! Häuser e. V.) SS.-Oberführer Oberst: a. D.^Re i n- Jetzt steigert sich das Tempo des Spieles gewaltig. Hardt, widmet dem Reichskriegertag 1936 ein Dillenburg bemüht sich um den Ausgleich, der in Geleitwort, m dem er sagt: . '"N der 22. Minute der zweiten Halbzeit gelang. Aber derem Stolz werden die Kameradschaften diesmal bereits zwei Minuten später schoß Damm den'- ——- -- >— —— E.£ E £'sSS: o;£ : Nachdem in den letzten Wochen in den einzelnen Kreisen die Meisterschaften durchaeführt waren, hatte der Gau Nordhessen sämtliche Kreisbesten zum Kampf um den Titel eines Gaumeisters nach Gie- zen gerufen. Etwa 300 Jugendliche aus den Kreisen Kassel, Fulda, Hanau, Fritzlar, Eschwege, Corbach. Marburg, Alsfeld, Wetzlar, Weilburg usw. zogen am Samstag in Gießen ein, um den großen sportlichen Kampftag in festlicher Form einzuleiten. Ein Kameradschaftsabend auf dem Univerfitätssportplatz vereinte alle Teilnehmer, brachte sie fo einander näher und gab der bevorstehenden Veranstaltung ein festes Gefüge. Der Gaujugendwart sprach zu )er Jugend und wies auf den Zweck dieser Meisterschaften hin. Mit frohem Gesang ging es dann in die Quartiere. Die Kämpfe. Früh um 8 Uhr nach der Flaggenhissung nahmen die Kämpfe auf den Plätzen der Spielogg. 1900 und des VfB.-R. ihren Anfang. Wegen der starken Teilnehmerzahl mußte der Vormittag zur Durchführung der Vorkämpfe benutzt werden. Nach dem gemeinsamen Mittagessen begannen dann, eingeleitet durch eine Kundgebung, die Entscheidungskämpfe. Infolge der Vorkämpfe war die Teilnehmerzahl beschränkt worden, und so genügte zur Durchführung die Platzanlage der Spvgg. 1900. Trotz der vielen am gleichen Tage in Gießen stattfindenden Veranstaltungen waren recht zahlreiche Zuschauer erschienen, vor denen sich im Verlauf des Nachmittags spannende Kämpfe abwickelten. uti» ÄSÄ ch7- Ä WÄÄÄ-ÄTm«® llm die Bezirksmeisterschast im Einer-Streckenfahren. Arn gestrigen Sonntag wurde in Gießen auf einer zweimal zu durchfahrenden Rundstrecke die Bezirksmeisterschast im Einer-Streckenfahren der Radfahrer ausgetragen. Der Sieger des Rennens das über 100 Kilometer führte, wurde Willy Neu- mann (1885 Gießen) in der Zeit von 2.52 Stunden vor Heinrich Preiß (Germama Gießen) mit einer Radlänge zurück, lieber den Verlauf des Rennens berichten wir noch. £.2! o = s.? . a.«- *