Ur. 82 Erster Blatt Montag, 6. April (936 186. Jahrgang Eichener Anzeiger W°g,'un"ALg", W* A A < G annaume oon anJtt«en ®S: LnLmL' * Ak A 4ä a ▲▲ "MD 44 ▲ a ▲ a, a aa bi-«./.uhr'd--Lm°g, llliy Mir 111^1 zl ||<1< 11 esÄ Ohne Illustrierte 1.80 B IE M B B B B W mK B Bk E VA B von70mm Breite Zustellgebühr.. „ ^^^F V W ■ B WW B & B ■L^LEL 50 Rps.,Platzvorschrift nach Auch bei Nichterscheinen ■ B ^F ■ ^F ^F ^F B B ^F ^F vorh.Dereinbg.25^ mehr. KF V wu erun»,reif«: SM Seneral-Anzeiger für Sberhessen WZ $tie Sicherung bes Hofes, bie Ermöglichung bes Absatzes unb bie gerechten Preise gestatteten bem Bauern wieber Neuanschaffungen. Nach ben Angaben bes Statistischen Reichsamtes st i e g e n d i e B e - triebsausgaben ber Lanbwirtjchaft von 4,9 Mill, im Jahre 1932/33 auf 5,2 Mill, im Jahre 1934/35. Düngemittel würben im Jahre 1932/33 im Betrage von 522 Mill, unb tm Jahre 1934/35 im Betrage von 636 Mill, gekauft. Das ist eine Steigerung von über 100 Mill. Für Ersatz unb Unterhaltung von Maschinen würben 1932/33 380 Mill, unb 1934/35 479 Mill., also auch 100 Mill, mehr ausgegeben. Wertmäßig stieg der Jnlandabsatz an l a n d w i r t s ch a f t - lichen Maschinen von 90 Mill, im Jahre 1931/32 auf 230 Mill, im Jahre 1934/35. Missolunghi, Griechenlands heilige Stadt. Athen, 5. April. (DNB.) In Missolunghi sand eine Erinnerungsfeier zu (ffjren der heldenhaften Besatzung statt, die im Jahre 1826 die Festung samt ben eingebrungenen Türken in bie Luft gesprengt hatte. An bem Festgottesbienst nahmen König Geora unb ber Thronfolger Prinz Paul teil. Die griechischen Blätter melben, baß burch em Sondergesetz Missolunghi zur Heiligen Stabt erklärt werben wirb. Nach ber Erinnerungsfeier besuchte ber König bas Sterbehaus Lorb Byrons unb legte einen Kranz nieber. Auch hier fanb ein ©ottesbienft statt. Kleine politische Nachrichten. Der Führer unb Reichskanzler empfing ben neuernannten beutfchen Botschafter in Buenos Aires, Freiherrn von Thermann. * Der Deutsche Bauernrat ist unter Vorsitz bes Reichsbauernführers Darrö in Berlin zu einer Arbeitstagung zusammengetreten. * Bis zum 4. April finb 2730 Kanbibaten für bie französische Kammerwahl angemelbet worben. Von Montag ab läuft bie Wahlpropa- g a n b a , bie eine kostenlose Anbringung von Wahl- Plakaten auf befonbers bazu errichteten hölzernen Gestellen vorsieht. Den ersten Wahlaufruf hat bie Sozialistische Partei bereits veröffentlicht. * Der Staatsrat hat die Berufung ber brei Glie- berungen ber Action Fran?aise gegen bie gegen sie verfügte Auslösung verworfen. Die Vorsitzenben ber betroffenen Verbänbe erklären, baß sie sich um bie Auflösung nicht kümmern würben. Die Action Fran^aise könne nicht aufgelöst werben, ba es sich um eine Gesinnung handele. * In 27 mexikanischen Staaten sowie im Bunbesbistrikt herrschte am Sonntag Wahlfie - ber. Innerhalb ber Nationalrevolutionären Partei fanben Vorwahlen für bie Gouverneure, Senatoren unb Adgeorbneten statt. An biefen Vorwahlen nahmen zum erstenmal bie ber Nationalrevolutionären Partei angeschlossenen Frauen teil, bie 15 v. H. aller Stimmen abgaben. Die Wahl scheint im allgemeinen ruhig verlaufen zu sein. ♦ Der Gouverneur von Rio be Janeiro, Pebro Ernesto, würbe wegen kommunistischer Betätigung verhaftet. Die Narrenkappe. Spittler und Sparren vom RedakttonStisch. Das Siegesfest. Der nun 70jährige Dramatiker Max Halbe hatte vor langer Zeit in München wieber eine feiner Premieren, bie immer ein großes Theaterereignis waren. Er machte mit seinen Freunben vor ber Uraufführung folgendes aus: „Wenn mein Werk ein Erfolg fein wird, treffen wir uns nachher im Schottenhammel", wenn es aber ein Mißerfolg fein wird, sehen wir uns nachher in ber „Brennes- sel" bei einem Glas Wein. Die Freunde nahmen die Abmachung an: „Beim Erfolg brauchst du unfern Applaus, beim Mißerfolg unseren Trost!" Das Werk wurde im Erfolg dadurch entschieden, daß sich Max Halbe allein im „Schottenhammel" einfand, während die Freunde in der „Bren- neffel" saßen. Es war halt nur ein halber Erfolg! H.A.A. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Nach dem ausgedehnten Landregen am Samstag hat sich bei uns im Bereich der zusammensinkenden Kaltluft rasch wieder Aufheiterung durchgesetzt. Dabei kam es in der Nacht zum Montag infolge der fräftigen Ausstrahlung vielerorts zu leichten Nachtfrösten. lieber Skandinavien wandert ein kräftiger Wirbel südostwärts, der auch bei uns bald wieder neue Unbeständigkeit bringen wirb. Aussichten f ü r Dienstag: Wieber un- beftänbigeres Wetter mit einzelnen meist schauerartigen Nieberschlägen, bei lebhaften, über Nord nach West brehenben Winden ausgeglichene Temperaturen, aber ziemlich kühl. Aussichten für Mittwoch: Bei Luftzufuhr aus West unb Norb kühles unb wechselnb bewölktes Wetter mit Schauerneigung. Lufttemperaturen am 5. April: mittags 11,1 Grad Celsius, abenbs 6,9 Grab; am 6. April: morgens 0,6 Grab. Maximum 12,7 Grab, Minimum heute nacht —0,4 Grab. — Erbtemperaturen in 10 cm Tiefe am 5. April: abenbs 8,3 Grab; am 6. April: morgens 4,3 Grab Celsius. — Sonnenscheinbauer 9,7 Stunden. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. T). 21. III. 36: 10 270. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch-und Steindruckerei R. Lange,K.-G» sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Neues für den Büchertisch. Jagd und Gartenbau. — JohannSaathoff: Der e i ge n e G a r» t e n. Anlage, Bepflanzung und Pflege. Ein Garten- buch für jedermann. Mit 169 Textabbildungen. Ver- 'ag von Paul Parey in Berlin SW 11, Hedemannstraße 28 und 29. Geb. 4,80 Mark. — (50) — Das Buch ist von einem Fachmanne geschrieben, der die Nöte und Sorgen des Gartenbesitzers am eigenen Leibe erfahren und sich mit seiner Hände Arbeit aus einer Sandwüste ein kleines Gartenparadies aefchaffen hat. Wir erleben in den einzelnen Abschnitten dieses Buches, wie der Garten aus dem Gelände herausgearbeitet, wie die Wege geführt, wie Baum und Strauch angeordnet, wie durch Rosen, Stauden und Sommerblumen Farbe und Freude hereingeholt werden. Wir lernen die Anlage und korrekte Bepflanzung einer Staudenrabatte genau so wie die Einrichtung eines Stein- aärtchens. Wir lernen ferner, wie im Obst- und Gemüsegarten die Voraussetzungen für reiche Erträge geschaffen werden. Wir lernen schließlich das Graben, das Hacken, das Gießen, das Düngen, das Sauberhalten, das Bekämpfen des Unkrauts, der Schädlinge und Krankheiten, den Gehölzschnitt, den Obstbaumschnitt, das Ernten und Lagern, das Veredeln, das Bauen und Bewirtschaften eines Frühbeetes, die Selbstbereitung der Komposterde, den Winterschutz und den Vogelschutz. Alles wird in leicht faßlicher Darstellung gegeben, vielfach durch lehrreiche Abbildungen unterstützt. — D r. Ludwi g Roth: Von Jagd und W e i d w e r k. 55 Seiten. In Pappband RM. 0,90. Bibliographisches Institut, Leipzig. — (62) — Der Verfasser ist unfern Lesern seit Jahren als Mitarbeiter, besonders in der „Heimat im Bild", gut bekannt. Er hat als alter passionierter Jäger eine Menge weidmännischer Themen reizvoll behandelt. Das vorliegende Bändchen darf als eine miniatur- hafte Kulturgeschichte des deutschen Weidwerkes gelten, die nicht nur für Jäger fesselnd, vielfach aufschlußreich und anregend zu lesen ist. Man findet hier viel Interessantes über Jagd und Jäger, über Wild und Hund in alten Zeiten, auch über Waffen und Jagdmethoden, über Jagdfrevel, Bußen und Frondienste, über Aberglauben, Jagdmähler und erprobte Zubereitung erlegten Wildprets. Ein rechter Schmuck des Bändchens sind die seltenen, großenteils farbigen Abbildungen, von denen einige der schönsten aus der Sammlung des Großherzogs von Hessen im Jagdschloß Kranichstein stammen. — Heinrich Philipp Tempel: Stiller Wald, sonnige Flur. Ein Jagdgeschichtenbuch. 120 Seiten. Mit 15 Bildtafeln. Leinen 3,50 Mark. Verlag von I. Neumann-Neudamm, 1935. — (567.) — Tempel hat sich schon durch den früher an dieser Stelle besprochenen Roman „Heilige Erde" als Heimatdichter einen guten Namen gemacht. Das vorliegende Buch, von der Reichsstelle zur Förderung Deutschen Schrifttums den Schulen und Bibliotheken besonders empfohlen, „soll ein einfaches, schlichtes Buch sein. Aus ihm sollen aber die Melodien unserer deutschen Heimaterde laut und eindringlich herausklingen." Wir glauben, daß das Buch diese Aufgabe, die der Verfasser ihm im Nachwort gestellt hat, erfüllen und nicht nur den geschworenen Jägern Freude und Anregung geben, sondern darüber hinaus jedem, zumal dem städtischen Leser, einen Hauch von der unverwelklichen Schönheit der deutschen Heimat zutragcn wird. Die stimmungsvollen Bildbeigaben bereichern den Text vortrefflich. Vaugeschjchte der Ronneburg. — Peter Nieß: Die Ronneburg. Eine Fürstlich Jsenburgische Burg und ihre Baugeschichte. Braubach am Rhein, Burgverlag GmbH., 1935. 203 Seiten. Geb. 7 Mark. — (12) — Die weit ins Land ragende Ronneburg bei Büdingen, die zu den schönsten hessischen Burgen zählt, wegen ihrer etwas abseitigen Lage aber viel zu wenig bekannt ist, hat eine ihrer würdigen Baugeschichte durch den Büdinger Gewerbelehrer Peter Nieß erhalten, der 1927 gemeinschaftlich mit Karl Heusohn das Buch „Büdingen, seine Geschichte und Denkmäler" herausgegeben hatte. Seine Arbeiten an der Ronneburg gehen in das Jahr 1928 zurück. Er hat nicht nur alle geschichtlichen Urkunden, die sich auf die im Jahre 1258 zum erstenmal erwähnte Burg beziehen, studiert, sondern er hat das interessante, ehrwürdige Baudenkmal aufs genaueste ausgenommen, ja man kann sagen, er hat jeden Stein vermessen, und er hat keine Mühe gescheut, um sich von den alten Mauern alles erzählen zu lassen, was sie über ihre Herkunft, ihre Erlebnisse und Veränderungen während einer mehr als halbtausendjährigen Zeitspanne zu berichten wissen. An der Hand zahlreicher photographischer Aufnahmen, sowie alter und neuer Bilder und Pläne läßt er die Burg vor dem Auge des Lesers erstehen. Daß das 83 Abbildungen zählende, vorzüglich ausgestattete Werk überhaupt erscheinen konnte, wird in erster Linie dem Ungeheuern Opfer verdankt, das der Burgverlag und sein Leiter, der auf dem Gebiete der Burgenkunde als Autorität allgemein anerkannte Professor Bodo Ebhardt der guten Sache gebracht haben. Nicht minder hat sich Fürst Otto Friedrich zu Isenburg-Büdingen zu Wächtersbach darum verdient gemacht, dessen Entgegenkommen in Verbindung mit dem Büdinger Geschichtsverein die erforderlichen Ausgrabungen ermöglichte. Das baugeschichtliche Werk gibt nur einen Abriß von der Geschichte der Burg im übrigen, der sich auf das beschränkt, was zum besseren Verständnis des baugeschichtlichen Teiles erforderlich ist. Die eigentliche Geschichte der Burg beabsichtigt der Verfasser in einem besonderen Bande erschöpfend darzustellen. Seiner unverdrossenen, uneigennützigen Arbeit ist es gelungen, ein Werk zustandezubringen, das nicht nur eine überaus wertvolle Bereicherung des einheimischen Schrifttums, sondern auch der deutschen Burgenkunde überhaupt bildet. Es ist zu hoffen, daß die von reiner Heimatliebe getragene Arbeit des Verfassers durch ihren erneuten, eindringlichen Hinweis auf den hohen Wert der Ronneburg als deutsches Baudenkmal dazu beiträgt, daß die zu ihrer Erhaltung erforderlichen Wiederherstellungsarbeiten ermöglicht werden. Dieser Erfolg ist dem mit peinlicher Sorgfalt und Genauigkeit gearbeiteten Buche neben einem guten buchhändlerischen Absatz von Herzen zu wünschen. Prof. Dr. Karl Esselborn, Darmstadt. Der Weltkrieg. — Dr. Hermann Wanders check, Weltkrieg und Propaganda. Mit 12 Abbildungen. Verlag E. S. Mittler & Sohn, Berlin SW 68. Preis drosch. 6 Mark. — (569) — Die Propaganda ist eins der interessantesten, aber auch der vielseitigsten und undurchsichtigsten Kapitel der Kriegs- geschichte. Der Verfasser hat aus der ungeheuren Fülle des Materials lediglich die englische Propaganda im Weltkrieg herausgegriffen und eine systematische Darstellung dieses allerdings wichtigsten Ausschnitts aus der Kriegspropaganda ver- sucht. Das Auftreten eines Mannes scheidet die britische Kriegspropaganda in zwei Perioden. Im Anfang des Krieges fetzte zwar in England mit größerer Intensität als in den meisten andern am Kriege beteiligten Ländern die Organisierung einer umfassenden Propaganda ein, aber erst in der Hand des Fachmannes Harmsworth, eines der erfolgreichsten englischen Zeitungsverleger, zieht in die Kriegspropaganda jene Systematik ein, die keine Möglichkeit der Massenbeeinflussung außer acht läßt. Nicht nur die Stimmung im eigenen Lande mußte hochgehalten werden, nicht nur die öffentliche Meinung in den verbündeten Ländern und noch mehr in den Staaten, die man zu Verbündeten gewinnen wollte, mußte für die eigene Politik günstig beeinflußt werden — die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten spielten dabei eine besondere Rolle —, sondern auch gegen Heimat und Heer der Gegenseite wurde die Propaganda als geistiges Kampfmittel angesetzt mit dem Erfolg, daß -fie bald einer der gefährlichsten Waffen zur Zersetzung der Einheit der deutschen Nation und zur Unterminierung ihres Kampfwillens wurde. Harmsworth, später für seine Verdienste um den Sieg der Alliierten als Lord Northcliffe nobilitiert, war ein Meister der Massensuggestion, ein guter Kenner der Völkerpsychologie, der im Sommer 1918, als das deutsche Volk unter der Last der übermäßigen Anspannung aller Kräfte die Nerven zu verlieren drohte, den Augenblick gekommen sah, wo die von ihm vorbereitete Saat der zersetzenden Propaganda aufgehen mußte. Das Buch Wanderschecks gibt auf Grund eines umfassenden Quellenstudiums ein sehr eindringliches Bild von der zielbewußten, alle Möglichkeiten der Massenbeeinflussung im Sinne des Defätismus skrupellos ausschöpfenden Propagandaarbeit Northcliffes. Zahlreiche Illustrationen vertiefen den Einblick. —e. Seefahrer und Bergsteiger. — Hans Leip: Das Hapagbuch von der Seefahrt. Mit 65 Zeichnungen und 32Tafeln. Verlag Knorr & Hirth GmbH., München. Leinen 2,80 Mark. — (31) — Die große Sehnsucht der Deutschen war seit Urzeiten das Meer und die Ferne. Ist sie es im Zeitalter der Technik nicht mehr? Die Maschine hat wohl das Segelschiff fast ganz von den Meeren verdrängen können, nicht aber die ewige Romantik der See und der Seefahrt! Hans Leip, der Hamburger Schriftsteller, von Jugend auf eng verbunden mit dem größten Hafen des europäischen Festlandes, hat in diesem Hapag- Buch von der Seefahrt lebende deutsche und ausländische Autoren und Zeichner versammelt wie Binding, Blunck, Edschmid, Gunnarsson, Hauptmann, Iahst, Gulbransson, Kubin, Petersen u. a. Da berichtet z. B. ein Schiffsjunge über feine erste I Reise, ein alter Fahrensmann über die Entwicklung der Schiffahrt innerhalb dreier Generationen seiner Familie, ein süddeutscher Dichter singt das Lob der Tramp-Fahrt, der Isländer Gunnarsson spürt der Seefahrtslust seiner Wikinger Vorfahren nach, ein Segelkapitän und Dichter malt in zarten Bildern die Schönheit des Mittelmeeres, aus Ham- burger Familienpapieren ersteht uns die erste Ver« gnügungsreife zur See, Knut Hamsuns Neufundland-Erinnerung zeigt eine härtere Seite des Seelchens. Alle haben für dieses Buch über die Herrlichkeit, Heiterkeit und das ewig Unfaßbare der großen Meereslandschaft und ihrer Küsten und ihrer Menschen in Wort und vielen Zeichnungen und über dreißig der schönsten Lichtbilder berichtet. Ein offenes und geheimes Seefahrer-Abc schließt den Reigen, erzählt dem Laien einiges, doch nicht zuviel an Zahlen und Technik, verrät aber auch das beste Rezept für Labskaus und die rechte Mischung der „Seeschlange". Ja, die Begeisterung der „Land- raten" für das Meer! Wie sagt Hans Leip, das Hamburger Kind, gleich am Anfang? „Die silberne Ferne steht an der Wasserkante lockend nahe vor der Tür. Aber ich erlebte mit Freuden, daß die Sehnsucht nach der Meeresweite allen Deutschen gemeinsam ist bis hinauf in die Alpentäler." — Wilhelm Ehmer: Um den Gipfel der Welt. Die Geschichte des Bergsteigers Mal- lory. Mit einem Bildnis George Leigh Mallorys, einer Lagerskizze und einer Photographie des Mount Everest. Kartoniert 3,50 Mark, in Seinen 4,80 Mark. Verlag I. Engelhorns Nachf., Stuttgart. — (13) — Eine Handvoll Engländer, kühne und entschlossene Männer, haben sich zum dritten Angriff auf den Mount Everest zusammengefunden. Mit dem Einsatz ihrer ganzen Kraft und Persönlichkeit, doch mit aller Vorsicht und kluger Ueberlegung treten sie zum Sturm auf den Gipfel an. Schwierigkeiten türmen sich vor ihnen, doch Schritt für Schritt rücken sie ihm näher. Endlich, nach zwei vergeblichen Anläufen, brechen Mallory, der Führer der Bergsteigergruppe und Jrvih zum letzten Versuch auf. Das Wetter ist klar, alle Stürme sind gewichen. Alles Kleine liegt hinter ihnen, vor ihnen dehnt sich still und unendlich weit in strenger schweigender Größe die tibetische Natur, und über allem ragt mächtig Mount Everest. Wir wissen nicht, ob Mallory den Gipfel erreicht hat — ein Atemzug des Berges entzog ihn den Blicken der Kameraden und ließ ihn und feinen Begleiter für immer verschwinden. Zeitungskatalog 1936. — Der Zeitungs-Katalog 1936 des Reichsverbandes der deutschen Werbungsmittler e. V., Berlin W 8, Französische Straße 48 — (26) — ist rechtzeitig zum Jahresanfang erschienen. Bei dem stattlichen Gesamtumfange von etwa 700 Seiten ist die übersichtliche und praktische Gliederung des Katalogs, der in allen feinen Teilen vollständig neu bearbeitet ist, besonders hervorzuheben. Die deutschen Tageszeitungen sind nicht nur wie seither nach Ländern und Provinzen, sondern jetzt auch nach Erscheinungsorten angeordnet. Der zweite neue Teil der Tageszeitungen enthält Angaben über Zusammensetzung des Leserkreises, die Bezugspreise und die ermäßigten Anzeigengrundpreise. Neu fint) auch Verzeichnisse der parteieigenen Zeitungen nach Gauen und Städten. So gibt der Katalog zuverlässigen Aufschluß über das Zei- tungs- und Zeitschriftenwesen. 2188 D Anna Lauz im blühenden Alter von 21 Jahren. Garage Verkäufe und Damen • Kleidungs- Stücke ifi frei. 01597 •r werten Ihre Wehl ausgenommen werden BerkJfl Geburtsanzeigen be«GtebenerAnzeigere' bei Brühl, Schulstr.? 1,40 Mk. 0,80 Mk. die 1 kg Dose .. die x/i kg Dose.. Ostereier ohne Zahl Heute mittag 2 Uhr entschlief plötzlich und unerwartet unsere innigstgeliebte Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Gießen, Büdingen, den 4. April 1936. Die Beerdigung findet am Dienstag, 7. April, nachm. 2% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Wir bitten von Beileidsbesuchen abzusehen. Familiendrucksachen Verlobungsanzeigen Vermählungsanzeigen Heute mittag entschlief sanft nach kurzer Krankheit mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Karl Walbrach, Oberjustizinspektor i. R. im 74. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Luise Walbrach, geb. Zecher Bibliothekar Dr. Carl Walbrach und Familie Studienrat Heinrich Schwarz und Familie. o. 3 Professor der Rechte u. Referent int Reichs- u Preußischen Ministerium für Wissenschaft,Erziehung u.DoIksbildung Verloren! Sonntag geg. 18 Uhr a. d. Straße von Steinberg nach Gießen Damenarmbanduhr (Zentra) verlor. Gegen Belohn, abzugeben oieoi Hindenburow. 22 H.I. In tiefer Trauer: Familie Heinrich Lauz L Familie Heinrich Lauz II. Familie Georg Schulz Ruttershausen, den 5. April 1936. Beerdigung: Dienstag, den 7. 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Seit Wochen und Monaten hatte er sich schon mit dieser eigenartigen Sache abgegeben. Immer verbissener, immer ruheloser, denn er fühlte, daß seine Mühe endlich ihrem Erfolg nahegekommen war. Beinahe alle Geräte, all die verwickelten Drahtgebilde, die vor ihm lagen, waren die Arbeit seiner Hände. Denn das, was er ersehnte, war etwas so unerhört Neues und noch nie Dagewesenes, daß man nicht einfach in ein Geschäft gehen konnte, um einige passende Einzelteile dafür zu kaufen. ♦ In dieser Nacht nun schien sich der Traum zu verwirklichen. Alles ging, wie es gehen sollte. Der Strom war eingeschaltet. Das kärgliche Licht warf seine Strahlen über stumm dastehende Spulen und Kondensatoren. Jetzt, nein, er hatte wohl mit den Händen gezittert. Und doch — plötzlich wußte er, daß dieses ferne Geräusch den Erfolg bedeutete. Ganz unsinnig vor Freude lief er die Treppe hinunter. Es war schon spät geworden. Alles lag tief im Schlafe. Vor der Tür der Mutter machte der Jüngling halt. „Mutter!" flüsterte er: „Mutter!" So voller Dringlichkeit, daß die Mutter erwachte und zu ihm auf den Flur trat. Lautlos führte er sie die Treppe hinauf. Gespenstisch fast nahm sie beide die Dachkammer auf. Keiner sprach ein Wort. Jeder wußte, daß etwas geschehen würde, etwas Großes — ein Wunder vielleicht? Mutter und Sohn standen dicht nebeneinander. Starrten auf den Tisch mit seinen seltsamen Apparaten, hielten den Atem an. Und dann drückte der Junge auf einen kleinen Schalter und blickte mit leuchtenden Augen zur Mutter auf. „Hörst Du?" Von der anderen Dachkammer her kam ein klares, lang anhaltendes Klingeln. Ließ man die Hand vom Schalter los, verstummte das Zeichen. Und gab erneut unzweifelhafte Antwort, sobald man den Hebel niederdrückte. Die Erfindung war gemacht. Ohne irgendeine Verbindung meldete sich das Klingeln. Der Raum war besiegt. Durch einen noch unbekannten jungen Mann: Guglielmo Marco n i! Durch einen genialen Erfinder, von dem später die ganze Welt sprechen sollte. * Nach diesem Experiment wurde Marconi immer ehrgeiziger. Früh am Morgen schon, noch ehe seine Angehörigen wach waren, pflegte er im Garten zu arbeiten. Antennenmaste wurden aufgestellt, — worauf bald das Gerücht umlief, die Marconische Villa beherberge einen Schwachsinnigen! Guglielmo störte das nicht im geringsten. Er fing gerade an, feine unsichtbaren Zeichen über den Rand des Gartens hinauszutragen. Auf einem zwei Kilometer entfernten Berg errichtete er eine Empfangsstation. Mit ihrer Bedienung betraute er eines Tages feinen Bruder Alfonso und bat ihn, mit den Armen zu gestikulieren, sobald er Signale empfangen würde. Dann rief er seinen Vater in den Garten, wo die andere Sendestation aufgebaut war, um nun auch ihn zu überzeugen, der bisher nur die Stirn gerunzelt hatte. Auch diesmal sah er dem Beginnen sehr mißtrauisch zu Guiglielmo aberdrückte auf die Taste, meinte dabei zum Vater, daß er auf Alfonso achten möchte, der im gleichen Augenblick weit hinten zu tanzen und zu gestikulieren anfing. So war auch der Vater überzeugt. Cs klingelt: das Radio ist erfunden Oer 40. Geburtstag einer großen Erfindung. Zehn Hahre polnische Agrarreform von unserem (E. Z.)-Äenchterstatter. Wer sich ein sachliches Bild von der Bedeutung der polnischen Agrargesetzgebung machen will, muß wissen, daß in Polen rund 72 v. H. der gesamten Bevölkerung auf dem Lande und von der Landwirtschaft leben. Nur etwa 28 v. H. aller Erwerbstätigen sind in der Industrie, im Bergbau, Handel und anderen städtischen Berufen beschäftigt. Die Frage der Unterbringung der überdies noch stark wachsenden Landbevölkerung ist also in Polen un- aleich midjtiger als die der Beschäftigung der städtischen Arbeitslosen. Nach Schätzung polnischer Wissenschaftler sind annähernd zwei Drittel der gesamten Landbevölkerung in Polen ohne richtige Beschäftigung. Sie stellen ein ziffernmäßig schwer erfaßbares Heer von Arbeitslosen dar, die auf den Bauernhöfen ihrer Väter oder älteren Brüder mehr schlecht als recht mit durchgefüttert und bekleidet werden. Diese Verhältnisse allerdings sind in einem besonders großen Ausmaß in dem früher russischen und österreichischen Gebiet anzutreffen, wo überdies die Bauernwirtschaften durch Erbteilungen zu kaum noch lebensfähigen Zwergwirtschaften in zahlreichen Fällen von weniger als 20 Morgen herabgesunken sind, deren Besitzer zudem angesichts der schlechten Wegeverhältnisse keine Absatzmöglichkeiten für ihre Produkte haben und darum ihr Land auch nicht einmal nach modernen Grundsätzen bewirtschaften. Wie außerordentlich schwer die Not der Landbevölkerung ist, geht vielleicht am klarsten aus der radikalen Haltung der Kleinbauernpartei hekvor, die auf ihrem letzten Kongreß die Parzellierung des gesamten Großgrundbesitzes auf dem Wege der Enteignung ohne jede Entschädigung forderte! (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Warschau, März 1936. ..W^n man die kürzlich veröffentlichte Namens- hfte der im Sinne der polnischen Agrarreformqesetz- gebung für die zwangsweise Parzellierung bestimmten Guter durchsieht, stößt man auch in Jahre wieder auf eine lange Reihe d e u t l cd e r Besitzer in Posen und dem früheren West- preutzen, das jetzt Pommerellen heißt In der Woiwodschaft Posen befinden sich von ben 16 in diesem Jahre der zwangsweisen Parzellierung übergebenen Besitzungen 6, in Pommerellen von den h4 mU"Vnh19xn ^cher Hand. Untersucht man die Große der der Zwangsparzellierung verfallenen Besitzungen, so stellt man fest, daß in9 Posen und Pommerellen zusammen von den 15 844 Hektar = 8394, das sind 53 v. H., in deutschem Besitz sind. In Pommerellen allein ist der deutsche Großgrundbesitz in einem noch stärkeren Maße zur Agrarreformierung durch das Gesetz herangezogen worden. Bon den 7634 Hektar sind 4734 also rund 62 v.H., deutscher Bodenbesitz. Leider steht nicht zu erwarten, daß dieser große Verlust an deutschem Volksboden dadurch aufgehoben wird, daß deutschen Kleinbauern die Bearbeitung dieser enteigneten Fläche übergeben wird Jedenfalls ist m den zehn Jahren praktischer Aqrar- reformpolitik, auf die Polen jetzt zurückblicken kann, kein einziger Fall der Ansetzung eines deutschen Bauernsohnes auf dem parzellierten Boden bekannt geworden. Dafür wird in diesem Jubiläumsjahr der Zwangsparzellierung im Zeichen der Agrarreform das 65. Taufend Hektar auf diesem Wege verlorengegangenen deutschen Prwatbesitzes in Polen, genauer gesagt in Posen und Pommerellen, weit überschritten. Wer die stattliche Reihe der in diesem Zeitraum veröffentlichten Namenslisten durchprüft und sich den deutschen Besitz ausnotiert, stellt fest, daß allein auf dem Wege der Agrarreform bisher insgesamt 6 7 6 0 8 Hektar aus den Händen deutscher Großgrundbesitzer in die polnischer Ansiedler übergeben wurden. Dieser gewaltigen Ziffer steht die von 33 668 Hektar parzellierten polnischen Großgrundbesitzes gegenüber. Das bedeutet, daß innerhalb der mehr als 100 000 Hektar zwangsparzellierter Gesamtfläche in Posen- Pommerellen etwas mehr als zwei Drittel aus deutscher Privathand stammen. Diese Ziffern können nur dann richtig gewürdigt werden, wenn man weiß, daß schon bei Beginn der Agrarreformpolitik im Zeichen des seit dem Jahre 1926 wirksamen Gesetzes in der Woiwodschaft Posen von dem gesamten Großgrundbesitz nur etwa 30 v. H. in deutschen 5) ä n b e n , i 70 v. H, aber in polnischen lagen. In Pommerellen betrug ber deutsche Gesamtanteil am Großgrundbesitz damals etwa 55 v. H. Wie man sieht, wurden die deutschen Besitzüngen in Posen und Pommerellen also auch verhältnismäßig in einem ungewöhnlich starken Ausmaß zur Zwangsparzellierung herangezogen, ohne daß, wie bereits bemerkt, bei der Aufteilung des enteigneten Besitzes die landhungrige deutsche Bevölkerung auch nur die bescheidenste Berücksichtigung fand. Angesichts dieser, die Entwicklung der deutschen Volksgruppe in Polen außerordentlich nachhaltig bestimmenden Richtung der polnischen Agrarreformpolitik muß das in vielen Fällen oft recht tragische Schicksal des betroffenen einzelnen Großgrundbesitzers verstummen.. Es sei aber doch darauf hingewiesen, daß mit dem Schicksal eines einzigen deutschen Gutes oft zugleich auch das zahlreicher deutscher Familien verknüpft ist, die dort als Arbeiter, Angestellte und Handwerker in Arbeit und Brot standen ober als selbstänbige Kaufleute zu einem großen Teil von ben Aufträgen bes beutschen Grundbesitzers leben. Ohne Frage: die wirtschaftliche Einschaltung dieser breiten Massen verelendeter Bauernsöhne und Landarbeiter in die nationale Wirtschaft ist eine der ernstesten Fragen und Aufgaben, denen keine polnische Regierung aus dem Wege gehen kann. Wird diese Aufgabe aber dadurch etwa gelöst, daß aus gesunden und nach den Grundsätzen höchster landwirtschaftlicher Kultur bewirtschafteten Betrieben große Flächen herausgeschnitten werden? Den alteingesessenen Großgrundbesitzern, die ja keineswegs herangezogen werden, weil ihre Betriebe schlecht bewirtschaftet wurden, bleiben die Restgüter mit ihren oft zahlreichen inbuftriearfigen Nebenbetrieben, bie bann freilich nicht mehr wirtschaftlich arbeiten können unb deshalb ftillgelegt werben müssen. Auf ber enteigneten Fläche werben S i e d- ler aus östlicheren Bezirken anaesetzt, die nicht Wurzel zu schlagen und sich wirtschaftlich nicht durchzusetzen vermögen, weil sie die hier nötige intensive landwirtschaftliche Betriebsführung nicht gelernt haben. Große Betriebe mit einem komplizierten wirtschaftlichen Apparat werden lebensfähig oder doch wenigstens zu großen Teilen wirtschaftlich ftiügelegt; landwirtschaftliche und industrielle Facharbeiter sowie Handwerker werden brotlos; land- und wirtschaftsfremde Siedler, denen zumeist auch noch dafür den Anfang nötige Betriebskapital fehlt, vegetieren, ohne wirklich zufrieden gestellt zu fein und ohne Nutzen für die Gesamtwirtschaft auf dem ihnen zugewiesenen Boden. Solche Fälle lassen sich in Posen und Pommerellen immer wieder beobachten. Sie sind dort die Regel. Sie können aber niemanden davon überzeugen, daß der so auffallend starke Verlust deutschen Bodenbesitzes durch wirtschaftliche und soziologische Vorteile für die nationale Wirtschaft ausgeglichen würde! Gießener Gtadttheater. Dritte Morgenfeier. Die gestrige Morgenfeier im Theater war als Einführung zu der bevorstehenden Premiere des Dramas „Der tolle Christian" von Theodor H a e r t e n gedacht. Im Mittelpunkt stand eine Ansprache des Intendanten Schultze-Griesheim; er sprach zunächst kurz über ben Sinn bieser neu- emgeführten Sonntagmorgen-Veranstaltungen und gab der Hoffnung Ausdruck, der Kreis derer, die daran teilnehmen, möge sich immer mehr erweitern. Dann kam er auf das Schauspiel vom Herzog Christian von Braunschweig zu sprechen: dieses Stück von Haerten sei ein Werk abseits der üblichen Literaturstraße, ein Zeitbild des Dreißigjährigen Krieges, hervorgegangen aus einer dichterischen Vision. Das Erlebnis des Krieges an sich und ein heroisches Lebensgefühl feien die bestimmenden Elemente in dem Schauspiel; Beziehungen zum Kriegserlebnis unserer eigenen Generation seien nicht von der Hand zu weisen. Der Held des Stückes, Herzog Christian, verliert das große Ziel in diesem Kriege aus den Augen und geht daran zugrunde. Der Intendant' wandte sich dann gegen einen mehrfach wider Haertens Drama vorgebrachten Einwand: der Herzog müsse eigentlich, so wie er gezeichnet ist als jugendlich-heroische Gestalt, für eine große Idee fallen, nicht um einer Frau willen, unter dem Feldgeschrei und Fahnenspruch „pour eile“ —: aber eben in seiner Jugendlichkeit könne er noch das Gefühl nicht aufbringen für die große Idee des Reiches, die ihm entgegengesetzt werde durch den Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel. Gerade unsere Zeit habe ein Anrecht darauf, nicht nur die gleichsam fertigen Helden vor uns hinzustellen, denn auch unsere Zeit mühe sich ja darum, Idee und Gestalt eines neuen Heldentums wieder aus sich heraus zu formen. Eine andere Eigenart von Haertens Drama fei eine auf langwieriges Quellenstudium gegründete, verantwortungsbewußte Gestaltung der Sprache. Dies zu zeigen, las ber Intendant eine Szene zwischen Christian und dem Landgrafen Moritz vor, in der es um die Idee des Reiches geht, unb in der recht eigentlich der Sinn des Stückes beschlossen liegt; zum Schluß horten wir noch das Lied der Landsknechte, das gewissermaßen als Leitmotiv für das Schauspiel gelten kann. Die Einführung des Intendanten wurde von Vorlesungen umrahmt: Aenne Markgraf und Heinrich Hub lasen Verse und Prosa, in denen die Zeit des Dreißigjährigen Krieges, der Held und die Ereignisse in Haertens Drama sich spiegelten, wie zum Beispiel bei Ricarda Huch, im „Erntelied" und im „Schlachtlied" aus „Des Knaben Wunderhorn", in einem düsteren Nachtstück aus „Wallensteins Antlitz" von Walter Flex und in Münchhausens berühmter Ballade von den alten Landsknechten am himmlischen Kamin. (Bei einigen der zuerst gelesenen Stücke würden wir übrigens eine Quellenangabe begrüßt haben.) Zu Beginn und zum Schluß der Morgenfeier war ein Jung- volk-Zug mit Fahnen unb Rührtrommeln aufmarschiert, um mit frischer Stimme alte Landsknechtsweisen zu fingen vom Frundsberg und von der Schlacht bei Pavia, „Wir zogen in das Feld" und „Die Glocken stürmten vom Bernwardsturm" („Bauernaufftand" von Münchhausen). hth. Herr Valentin und die Schwalben Von Zohan Luzian Die Schwalben sind heimgekehrt aus dem Süden, vom Mittelmeer und von den Küsten Afrikas. Die blitzschnellen Segler sind wiedergekommen, sie haben die Alpen überflogen und die Schneestürme durch- pfeilt, die Regenwolken durchschnitten unb bie weiten Flächen bezwungen, um hier in ben alten Ställen bie Nester zu bauen, lieber ben Hörnern ber Kühe fliegen sie hin, ben Schnabel voll Insekten. Ein kurzes Witt! unb Wibewitt! zirpen sie in bas Gebrumm. Doch nicht ihres Liebes wegen lieben wir bie Rauchschwalben mit ber roten Kehle unb bem hellen Bauch, dem blauglänzenden Federkleid und den langen zierlichen Schwänzen, wir lieben sie ihrer Treue wegen. Wir fühlen uns froh und dankbar, wenn sie uns ihr Vertrauen schenken, wenn sie durch offene Fenster und Türen hinaus- und hereinflitzen, wenn sie am Dachbalken, über dem Lampenschirm im Stall, an der rauhen Mauer ihr Nest zu bauen beginnen, so nahe bei uns und vertraut, die pfeilschnellen Segler des Himmels dort draußen, die freien Jäger im Wind. Herr Valentin ist der Lehrer der Jugend des Dorfes. Er wohnt im Schulbaus, und unter feinem Dach ist die Stätte der Weisheit, der guten Lehren und der tätigen Hilfe, wenn jemand in äußere oder innere Not geraten ist. Friedlich und schmuck steht es ein wenig abseits vom Dorfe im Grün der Hecken und Nußbäume. Die niederen Fenster mit den kleinen Scheiben sind ganz versteckt hinter Efeuranken und Clematis. Jedes Jahr um diese Zeit werden die Gucklöcher neu herausgeschnitten, bis zum Herbst sind sie wieder zugewachsen, und das wenige Licht, das ins Innere bringen kann, hat einen grünen, blattgrünen Schein. Im Efeu sinb bie Vögel zu Haufe, bie Sperlinge bauen ihre Nester barin und ziehen die Jungen dort auf. Ein feines, dünnes Zirpen und Schilpen liegt den ganzen Tag vom März bis August um das Lehrerhaus. Und wehe den Burschen, die sich jemals an diesen Nestern vergriffen! Den Schandruf des Nesträubers würde ihnen Herr Valentin bis in das Mannesalter nachtragen. In seiner Wohnstube, in seinem Studierzimmer unb selbst in ber Schlafkammer hängen Vogelbauer, größere unb kleinere, schmucke unb selbstgezimmerte, Herrn Valentin zur Freube unb ber Jugend gelegentlich zur Anschauung unb Belehrung. Die hunbert feinen Unterschiebe, die gottgeschaffenen Arten und die verschiedenen Schönheiten ihres Gefieders und Gesanges würden sie ihr Leben lang nicht bemerken, diese Holzköpfe. Das Seltsamste in diesem Vogelhaus aber sind wohl die Schwalbennester über Herrn Valentins Bett. Im vorigen Jahre, erzählt er, im vorigen Frühjahr um diese Zeit kamen die ersten Schwalben zu mir herein. Ich ließ, als ich es bemerkte, die Fenster Tag und Nacht offenstehen. Und an einem Morgen begannen sie wirklich zu bauen, dort oben im Deckenbalken. Sehen, Sie, da! Zankend saßen sie auf meiner Bettkante. Das Weibchen, ich habe sie Elise genannt, nach meiner Frau, Gott habe sie selig! Elise wollte das Bildchen mit dem Bibelspruch — man kann ihn jetzt nicht mehr lesen, aber er handelt von den Lilien auf dem Felde —, doch das Männchen hielt mehr von der Stelle, an der der rostige Nagel steht. An Elises Frommheit wage ich ein wenig zu zweifeln, sie ist gewiß keine Betschwester und hat den Schnabel auf dem rechten Fleck, aber sie hat wohl ein bißchen Schmuck und Feierlichkeit gern bei aller häuslichen Tugend. Nun, Elise war fleißig vom ersten Sonnenstrahl an, Klümpchen für Klümpchen trug sie herbei, bis das Nest schön und stattlich gebaut war, sehen Sie, da hängt es noch. Und über meinem Bett zog sie ihre fünf Jungen auf! ... Nun, auch der Herr Schwalberich rat ferne Pflicht, ich kann es ihm nachrühmen, feit ich weiß, wie fünf Junge den ganzen Tag nach Futter schreien. Er flitzte wacker aus und ein, den Schnabel voll Mücken und Fliegen, von morgens bis abends ernährte er feine Brut. Und der Hunger im Nest fing früh an, was glauben Sie! Ich bin wieder zum Frühaufsteher geworden, denn ließ ich das Fenster bei schlechtem Wetter nur halb offen, strichen sie gleich nach dem Tagwerden so lange über meine Nase hinweg, bis ich aufstand und ihnen die beiden Doch einmal verlor selbst der junge Erfinder fast den Glauben an seiner Erfindung. Er hatte dem englischen General Baden Powell, dem Begründer der Pfandfinderbewegung versprochen, das Arbeiten seiner drahtlosen Nadiostation in Cornwall zu zeigen. Um zehn Uhr abends war man um die Apparate versammelt. Marconi wollte eine Verbindung mit der in Stouth Foreland stationierten Sendestation erreichen. Es — gelang nicht. Marconi wurde immer verlegener und unruhiger. Die Antwort blieb aus. Er überprüfte die Apparate. Alles in Ordnung. Baden-Powell begann nun ebenfalls nervös zu werden. Eine dumme Geschichte, eine große Erfindung scheitern zu sehen. Plötzlich schrie ihnen ein Mechaniker aus dem Schuppen zu, „South Foreland!" Baden-Powell unb der Erfinder liefen zur Empfangsstation und lasen im Licht einer Kerze die Meldung, die der Mechaniker gerade dem Schreibgerät entnommen hatte: „Eben zurück vom Abendessen. Ist was los bei euch?" Das späte Abendessen des Operateurs der South- Foreland-Station hätte dem großen Marconi beinahe einen Nervenzusammenbruch gebracht! K. v. P. Das Mell gegen die Zigeunersippe KorpaiM LPD. Frankfurt a. M., 5. April. Im Prozeß gegen die Zigeunerbande Korpatsch wurde am Samstag nach mehrtägiger Verhandlung das Urteil gefällt. Der Führer der Bande, der Zigeunerprimas Janosch Korpatsch, der 39jäh- rige Johann Korpatsch, der 28 Jahre alte Josef Stephan und der 37jähriae Giovanni Janosch erhielten wegen gemeinschaftlicher Kör- perletzung je 7 Monate Gefängnis. Weitere sechs Angeklagte, darunter die 60jährige Mascha Korpatsch und die 22 Jahre alte K a r o l i n e Korpatsch, wurden zu Gefängnisstrafen von 6 bis 2 Monat en verurteilt. Bei den zwei letzten Zigeunern erfolgte Freispruch. Soweit die Angeklagten Ausländer oder staatenlos sind, sollen sie nach der Strafverbüßung aus dem Reichsgebiet ausgewiesen werden. Deutsche Photographische Ausstellung in Frankfurt. LPD. Frankfurt a. M., 3. April. Nachdem die Frankfurter Frühjahrsmesse am Dienstag ihre Pforten geschlossen hat, werden nunmehr die Vorbereitungsarbeiten für die große 3. R e i ch s n ährst a n d s - A u s st e l l u n g, die in der Zeit vom 17. bis 24. Mai durchgeführt wird, in verstärktem Maße betrieben. Gleichzeitig beginnt die Frankfurter Messe- und Ausstellungs-Gesellschaft mit der intensiven Bearbeitung der technischen und organisatorischen Vorbereitungen für die „D eutsche Photographische Ausstellun g", die gemeinsam mit der 2. Internationalen Schau der Amateurphotographen vom 26. September bis 11. Oktober 1936 auf dem Festhallengelände veranstaltet wird. Diese Ausstellung, die die Gruppen Berufsphotographie, Amateurphotographie, historische und wissenschaftliche Photographie, Meisterschulen, Reproduktionstechnik und Industrie und Handel umfaßt, soll sowohl Fachleuten als Laien ein eindringliches Bild von dem derzeitigen hohen Stand der deutschen Photographie und der mit ihr in Verbindung stehenden Industrien vermitteln. Deutsche Arbeitsfront. Verwaltungsstelle 19 Gießen. Die laufende wöchentliche Unterstützungsauszah- tung für Erwerbslose und Kranke findet ausnahmsweise in dieser Woche (Karwoche) am Donnerstag, 9. April, vormittags von 8 bis 1 Uhr in der Verwaltungsstelle Schanzenstraße 18 statt. Fensterflügel weit öffnete. Eines Morgens faßen sie dann zu siebenen vor mir auf dem Fußende und schrien mich wach. Hm, ja, gratuliere schönstens! sagte ich brummend und wollte noch ein wenig weiterschnarchen. Doch paßte ihnen diese kurze Abfuhr wohl nicht, denn sie fingen so aufdringlich an, meine Siebensachen im Zimmer zu untersuchen — sieben Schwalben, lieber Herr, das ist eine ganze Gesellschaft, die ihre Spuren hinterläßt! — bis ich vollends erwachte und aufstand und sie zum Tempel hinausjagte. Ich hatte so schlecht geschlafen in dieser Nacht. Mögt ihr vorwärtskom- men im Leben, alle Sieben, aber jetzt sucht euch ein anderes Quartier, ich habe genug von euch! rief ich ihnen nach und schlug das Fenster zu. Fort waren sie. Und sie blieben auch fort, ich habe sie sehr entbehrt, lieber Herr, das können Sie sich denken. Doch jetzt sind sie wiedergekommen! ruft Herr Valentin, und feine zerlesenen grauen Augen haben einen ganz unverständlichen Glanz. Sie sind wieder da, die Osterzeit hat sie hergeführt, und wir haben den Zwist von damals begraben! Sie fühlten sich gleich, als sie vorgestern fernen, wieder zu Hause. Und auch den alten Streit, ob Bild oder Nagel, haben sie mitgebracht über den Brenner! ... Aber Elise hat diesmal nachgegeben, sie beginnen unter dem Nagel ein neues Nest zu bauen! Sehen Sie, da kommen sie, den ganzen Schnabel voll Lehm! Wir stehen nebeneinander nm offenen Fenster, wir beiden Vogelfreunde, und schauen dem Flug der Schwalben zu. lieber die Dächer segeln die blauen Punkte dahin und schwingen sich hinab ins Tal, wo der Frühlingsbach schäumt, doch schon sind sie roieber hier, die kleinen Baumeister. Ihr Zwitschern unb Zanken schallt uns entgegen, bis wir das Fenster räumen und den Weg freigeben. Blitzschnell sind sie herein und wieder hinaus in die weite blaue Lust, und Herr Valentins Pfeifenrauch wölkt sich ihnen behaglich nach. Der nichtbeamtete außerordentliche Professor der Zoologie und vergleichenden Physiologi" Dr. phil. Hermann Giers berg von der Universität Breslau ist mit der Vertretung der freigewordenen Vrofessnr für Zoologie an der Frankfurter Universität vorn 1. April 1936 ab betraut worden. — Der nichtbeamtete außerordentliche Professor für Geographie und Wirtschaftsgeographie an der Universität Frankfurt Dr. phil. nat. Hans Sch rep- f e r ist mit der Vertretung des freien Lehrstuhls für Geographie in der phiiosovbischen Fakultät der Universität Würzburg im Sommersemester 1936 beauftragt worden. Obecheffen. Ein Dorfgemeinschastsabend mit Or. Ley. NSG. Zusammen mit seinen Mitarbeitern unternahm Reichsleiter Dr. Ley von der Schulungsburg in Oberursel aus eine Fahrt nach dem Dorfe Steinfurth bei Bad-Nauheim, um an einem D o r f g e m_e inschaftsabend teilzunehmen, den die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" veranstaltete. Als Dr. Ley am Dorfeingang eintraf, wurde er unter den Klängen einer Bauernkapelle feierlich ein- aeholt. Im Festsaal bereiteten ihm die Steinfurther Volksgenossen, die lange vorher den Saal bis auf den letzten Platz besetzt hatten, einen stürmischen Empfang. Gleich herzlich begrüßt wurden auch die Hauptamtsleiter und Amtsleiter der NSDAP, und DAF. mit Claus S e l z n e r an der Spitze. In Begleitung des Reichsleiters befanden sich u. a. noch Gauinspekteur, Gauamtsleiter H e y s e als Vertreter des Gauleiters und der Gauwart der NS.-Gemein- schaft .Kraft durch Freude", von Rekowski. Das reichhaltige Programm des Abends wurde von dem „Unkel Kunneroad" mit launigen Begrü- ßungsversen eingeleitet. Unter seiner Leitung wickelte sich auch die weitere Vortragsfolge ab, aus der die Darbietungen der Spielschar der NS.-Gemeinschast „Kraft durch Freude" besonders hervortraten. Gemeinsam gesungene Wetterauer Heimatlieder stellten sehr bald den Kontakt Zwischen den Gästen und den Gastgebern her, und noch lange hielten die flotten Weisen der Bauernkapelle alle in fröhlicher Stimmung beisammen. Dr. Ley und seine Mitarbeiter werden diesen Gemeinschaftsabend mit den Wetterauer Bauern sicher noch lange in Erinnerung behalten und aus diesem Erlebnis neue Kraft für ihre verantwortungsvolle Arbeit schöpfen können. Durch einen Hufschlag feines Pferdes getötet. X W i e s e ck, 4. April. Als der im 70. Lebensjahre stehende Landwirt Karl Schäfer V. heute gegen Mittag beim Umpflügen seinem Pferd die Decke befestigen wollte, schlug das sonst gutmütige Tier ihm mit solcher Wucht gegen die linke Brust, daß einige Rippen brachen, die ins Herz eindrangen, so daß der Bedauernswerte bald darauf st a r b. Auch der Bruder des so jählings aus dem Leben geschiedenen Mannes starb einst als Zwanzigjähriger infolge Unglücksfalls beim Fuhrwerk seines Vaters bei Rodheim a. d. B. Gefahr der Entdeckung eines Steuervergehens besteht, kann sich jeder, Der steuerlich unehrlich gewesen ist, vor der Gefahr der Bestrafung und der öffentlichen Brandmarkung sichern, indem er schriftlich oder mündlich dem Vorsteher des Finanzamts seine Verfehlungen restlos eingesteht und die hinterzogenen Steuern nachbezahlt." Landkreis Gießen. * Grünberg, 5. April. An einer unübersichtlichen Stelle der Landstraße zwischen Röthges und Nonnenroth kam der 32 Jahre alte Reisende Willi Schmidt aus Grünberg bei der nächtlichen Heimfahrt mit dem Motorrad von der Straße a b und fuhr mit seiner Maschine einen steilen Abhang hinunter auf einen Acker. Dabei stürzte er und erlitt eine Gehirnerschütterung und Verletzungen am rechten Arm. Er schleppte sich bis zum Straßenrand, wo man ihn am andern Morgen auffand und zu ärztlicher Hilfe brachte. ch Lauter, 4. April. In den Nachmittagsstunden ereignete sich hier ein U n f a l l, der leicht einen schlimmeren Ausgang hätte nehmen können. Da sich yier kein Sportplatz befindet, war den jungen Burschen zur Ausübung des Fußballsportes eine Gemeindewiese zur Verfügung gestellt worden. Um diese zu dränieren, brachen sie im Gemeindesteinbruch Steine, um sogenannte „Rasseln" zu stellen. Als sie heute nachmittag wieder am Steinbrechen waren, löste sich plötzlich ein Stein. Dieser traf den 16jährigen H. Sch. so unglücklich am rechten Bein, daß er einen Unters chenkel- bruch davontrug. xp Hungen, 4. April. Dieser Tage fand die diesjährige Generalversammlung der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr im Lokale des Kameraden F r u t i g statt. Nach Begrüßung der Mitglieder durch den Vorsitzenden, Kommandant Köhler, gab dieser einen Ueberblick über das verflossene Vereinsjahr, worauf der Rechner den Kassenbericht erstattete, der zu keinerlei Beanstandungen Anlaß gab, so daß dem Rechner Entlastung erteilt wurde. Dann wurde eine ganze Reihe anregender Mitteilungen gemacht und von dem Führer der Wehr zu immer festerem Zusammenschluß aufgefordert, um die Wehr nicht nur auf ihrer gegenwärtigen Höhe zu erhalten, sondern darüber hinaus immer mehr zur höchsten Vollkommenheit zu entwickeln, nachdem durch die Beschaffung der erforderlichen Voraussetzungen hierzu die Bahn frei sei. Die eindringlichen Worte des 1. Hauptmanns fanden allgemeine Zustimmung, der dann die Versammlung mit Wehr-Heil auf den Führer und Reichskanzler schloß. Kreis Schotten. d. Schotten, 4. April. Dieser Tage kam der Jahrgang 1935/36 der hiesigen Försterschule zur Entlassung. Die Leistungen der Schüler und die Prüfungsergebnisse waren ausgezeichnet. Im „Hessischen Haus" fand im Beisein zahlreicher geladener Gäste eine Abfchiedsfeier statt. Oberforstmeister D e u st e r, der die Försterschule seither leitete und jetzt in die Forstabteilung der hessischen Regierung nach Darmstadt versetzt wurde, widmete dem aus der Försterschule ausscherdenden Jahrgang herzliche Abschiedsworte. Namens der Stadt sprach Bürgermeister Menge! zu den Forstschülern, der zugleich auch Abschieds- und Dankesworte an den scheidenden Oberforstmeister De uster richtete. Ferner sprachen noch Ortsgruppenleiter Z e s ch k y und Studiendirektor Hahn. Die Leitung des Forstamts Schotten und der Försterschule wird künftig voraussichtlich Forstmeister Grünewald übernehmen, der bereits lange an der Försterschule tätig ist. Kreis Lauterbach. LPD. Lauterbach, 5. April. In dem Kreisort Frischborn schaukelte der 15 Jahre alte Erwin Hartmann im Hofe seiner Pflegeeltern an einer Stalltür. Dabei kam der Junge so unglücklich zu Fall, daß er mit dem Halse auf ein an der Stalltür gespanntes Seil aufschlug und sich die Kehle ab schnürte. Der Tod des bedauernswerten Kindes trat bald darauf ein. Geschästshausbrand in Alzey. Ein Taubstummer in den Flammen erstickt. LPD. Alzey, 5. April. In der Nacht zum Sonntag gegen 3 Uhr brach in einem Geschäftshaus in der Spießgasse ein Brand aus. Das Feuer wurde zuerst in der Küche der im zweiten Stock gelegenen Wohnung des Geschäftsinhabers festgestellt. Von hier aus verbreitete es sich mit großer Geschwindigkeit auf das Treppenhaus und den Dachstuhl, so daß die Bewohner des Hauses beim Eintreffen der Feuerwehr mit Leitern aus den Fenstern gerettet werden mußten. Ein 54 Jahre alter taub st ummer Mann, der anscheinend versucht hatte, noch etwas aus seinem von den Flammen eingeschlossenen Wohnzimmer zu holen, kam ums Leben. Die Ursache des Brandes konnte noch nicht geklärt werden. Wirtschaft. Hauptversammlung des Dorschußvereins Grünberg. '+ Grünberg, 5. April. Am Samstagnachmittag fand im Gasthaus „Hessischer Hof" die ordentliche Hauptversammlung des Dorschußvereins statt. Nach Eröffnung der Versammlung durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Schlossermeister Heinrich Schmidt "„„erstattete Vorstandsmitglied Müller den Geschäftsbericht für 1935, das 73. Geschäftsjahr, und gab ausführliche Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz. Er konnte auf einen guten Geschäftsgang Hinweisen, der schon äußerlich in der Bilanzsumme von 775 590,09 Mark, gegenüber 728 413,81 Mark im Vorjahre, zum AuÄruck kam. Der im Druck vorliegende Jahresabschluß sand die Genehmigung der Versammlung, ebenso wurde der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt. Die Verteilung des Reingewinnes von 4478,12 Mark wurde in der vorgeschlagenen Weise gutgeheißen. Danach gelangen 5 v. H. Dividende (4 o. H. in 1934) mit 3553,50 Mark auf die eingezahlten Geschäftsguthaben zur Auszahlung, während 924,62 Mark den Rücklagen zugeschrieben werden. Der Bericht von der durch den Verband vorgenommenen Revision wurde zur Kenntnis genommen. Die satzungsgemäß ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates Schlossermeister Heinrich Schmidt II., Kaufmann Otto Matthies und Zimmermeister Georg Daniel Haas wurden wiedergewählt. Eine öffentliche Warnung für Gteueriünder. * Lauterbach, 4. April. Das Finanzamt Lauterbach veröffentlicht im „Lauterbacher Anzeiger" folgende öffentliche Warnung: „Das Finanzamt mußte in den letzten Monaten wiederholt empfindliche oder schwere Strafen verhängen, weil fahrlässig oder vorsätzlich dem Reich Steuereinnahmen vorenthalten worden waren. In Zukunft wird in allen Fällen, in denen das Gesetz dies vorsieht, der Steuerbetrüger der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden, auch wenn die Veröffentlichung den Bestraften schwerer treffen sollte als die Strafe selbst. Solange nicht die unmittelbare Wochenbericht vom Frankfurter Gchlachtviebaiarkt. Das Schlachtviehgeschäft nahm angesichts des Monatswechsels wieder einen lebhaften Verlauf. Allgemein kann von einer Verbesserung der Qualitäten berichtet werden, auch bei Schweinen entsprach das Angebot ziemlich den Erfordernissen. Die Preise haben sich im allgemeinen nur wenig verändert, lediglich beste Kälber konnten leicht ansteigen. Am Großviehmarkt wuroen 384 (343) Tiere angeboten, die den Metzgern zugeteilt wurden. Der Bedarf konnte gedeckt werden, soweit Bedarfsspitzen fehlten, wurden sie von der Reichsstelle durch Auslandsfleischlieferungen ausgeglichen. Am Schweinemarkt war das Angebot mit 4725 (5037) etwas schwächer, es reichte aber für die Nachfrage völlig aus; es verblieb wieder etwas Ueberstand (180 Stück), der sich zumeist aus geringen Tieren zusammensetzte. Der Kälbermarkt verzeichnete im Hinblick auf die Konfirmationsfeiern und auch wegen der bevorstehenden Osterfeiertage erneut lebhaftes Geschäft. Dieser erhöhten Nachfrage konnte durch erhöhte Zufuhren von 1346 (1221) Tieren Rechnung getragen werden. Für beste Kälber, die nur in geringer Zahl zugeführt waren, da sie offenbar für das eigentliche Ostergeschäft zurückgehalten werden, ergab sich eine Preiserhöhung um 2—3 RM. Das Schaf geschäft blieb ziemlich ruhig. Die angelieferten 204 (114) Tiere konnten nicht restlos abgesetzt werden; auch blieben die Preise nicht ganz auf der Höhe der Vorwoche, insbesondere für Hümmel gaben sie etwas nach. Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt. Wie zu erwarten, ist das Angebot von M a f) l - weizen sowohl wegen des Monatswechsels, aber auch wegen der allseitig aufgenommenen Bestellungsarbeiten klein geblieben. Die Mühlen blieben jedoch bestrebt, die guten Qualitäten aus den hiesigen Bezirken laufend aufzunehmen, und kauften außerdem vorsorglich für die späteren Monate aus dem norddeutschen Angebot ein, das auf dem Wasserwege an die hiesigen Hafenplätze kommt. Die Versorgung mit Mahlweizen ist genügend gesichert. Schwieriger gestaltete sich die Anlieferung von Roggen, da aus den diesigen Verkaufsvorräten kein größerer Bestand meyr vorhanden ist und das norddeutsche Angebot aus ftacht- und preislichen Gründen nur für die größeren Mühlen an Wasserstraßen in Frage kommen kann. Unter diesen Umständen mußte die Reichsstelle weiterhin Roagen aus ihren Beständen abgeben, oder aber zu dem norddeutschen Angebot für die Weiterbeförderung in die Provinz Frachtzuschüsse leisten. In Brau°und Jndustrieyerste kommt es kaum mehr zu Abschlüssen; nur in Jndustriegerste liegt noch ein größeres Angebot vor. Futtergerste ist dagegen nicht am Markt. Auch in Hafer haben die Zufuhren noch nicht Angenommen, so daß die Nachfrage nicht befriedigt werden kann. Die Futtermittelversorgung ist durch ausreichende Vorräte an Hackfrüchten, Rauhfutter und Futtergetreide gesichert und wird durch die Anlieferungen von Oelkuchen noch verbessert. Biertreber und Malzkeime liegen zur Zeit ruhig bei nachgebenden Preisen, während Schnitzel sehr begehrt sind. Auch Kartoffelflocken haben bei stetigen Preisen laufenden Absatz. Das Weizenmehl geschäft hat durch den erhöhten Bedarf für die Dftertage eine kleine Belebung erfahren. Das Angebot reicht für alle Bedürfnisse aus. Auch der Absatz für Roggenmehl hat sich stetig entwickelt, um so mehr, als die Landwirtschaft selbst hin und wieder als Käufer auftritt. Von den norddeutschen Roggenmühlen lagen ausreichende Zufuhren vor, auch von unseren Landmühlen wurde die Kundschaft wie bisher bedient. Oie Zndustrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 325: Beschränkung des Durchgangsverkehrs nach Ostpreußen. — 3 2 6: Zusammenfassung der Devisenbestimmungen über die Aushändigung nach Palästina. — 3 2 7: Formalitäten im Warenverkehr mit Polen. * Preußengrube AG-, Berlin. Das Geschäftsjahr 1935 brachte eine weitere Steigerung der Förderung auf 1,03 (0,93) und des Absatzes auf 1,02 (0,87) Millionen Tonnen. Die Zahl der Feier- schichten ging dabei von 33 auf 24 zurück. Die Haldenbestände betrugen am Jahresschluß 129 351 (169.866) Tonnen. Nach 0,95 (0,56) Mill. Mark Abschreibungen auf Anlagen und anderen Abschreibungen von 0,55 (0,66) Mill. Mark wird einschl. 8413 (2524) Mark Vortrag ein Reingewinn von 614162 (608 413) Mark ausgewiesen, der die Ausschüttung von unv. 5 v. H. Dividende gestattet. 14162 Mark verbleiben zum Vortrag. HV. 8. 4. * Vereinigte Stahlwerke A G., Düs- seldorf. Die Vereinigte Stahlwerke AG. hat jetzt auf den 24. April die bereits angekündigte außerordentliche Hauptversammlung einberufen, die den Rückerwerb von 100 Millionen Mark eigenen Aktien aus dem Besitze des Reiches genehmigen und über die Einziehung von bis zu 100 Millionen Mark dieser Aktien Beschluß fassen soll. * Neue Baugeldzuteilung der GdF. Wüstenrot. Die Bausparkasse Gemeinschaft der Freunde Wüstenrot, Gemeinnützige GmbH., Ludwigsburg, hat bei ihrer 55. Baugeldzuteilung wiederum 294 GdF.-Bausparern einen Betrag von 3 407 000 Mark zuteilen können. Die günstige Entwicklung des Neuzuganges halte an, der Spargelder- eingang habe sich erneut erhöht. Rhein-Mainische Börse, llebenviegend fest. Frankfurt a. M., 4. April. Die Börse zeigte zum Wochenschluß nach dem leichten Rückschlag von gestern am Aktienmarkt erneut eine überwiegend feste Tendenz. Es lagen wieder kleine Kun- oentaufaufträge vor, daneben sah sich die Kontermine zu Deckungen veranlaßt. Im allgemeinen bewegte sich das Geschäft in engen Grenzen, lediglich einige Spezialwerte verzeichneten größere Umsätze. Die große Anzahl günstiger Wirtschaftsmeldungen fand ebenso starke Beachtung wie das (Entgegentreten gegen unbegründete Devalvationsgerüchte. Ziemlich lebhaft lagen IG. Farben mit 164,50 bis 165 (163,50), ferner fetzten Daimler Motoren ihre Befestigung bis auf 102 (101,13) fort. Don Montanwerten hatten Verein. Stahlwerke und Mannesmann bei Erhöhungen bis 0,50 v. H. lebhafteres Geschäft, Hoesch gewannen 0,50 v. H., während Buderus 1,13 v. H. nachließen. Elektroaktism lagen ruhiger, fest waren jedoch Siemens mit 181,25 (180); Licht & Kraft plus 1 v. H., Gesfürel plus 0,75 v. H. AEG., Bekula und RWE. lagen unverändert. Von Zellstoftwerten gingen Aschaffenburger auf 88,65 (89,25) zurück, Waldhof zogen etwa 0,75 v. H. an. Im einzelnen eröffneten Holzmann mit 108,75 (107,50), Rheinmetall-Borsig mit 129 (128,50), Deutsch-Atlanten-Telegraf mit 117,50 (117,25). West, deutsche Kaufhof (35,50), AKU. (50) nnd Haufwerke Füssen (87,13) blieben behauptet, Während MUAG. und Moenus Maschinen je 0,40 v. H. nachgaben. Renten lagen wieder recht still und nur wenig verändert. Kommunal-Umschuldung ca. 87,05 (87), Zinsvergütungsscheine 92,25 (92,20), fpäte Schuldbuchforderungen unv. 97,90 und Altbesitzanleihe ca. 111,25. Der Verlauf war am Aktie n-m a r f t fest. Im Durchschnitt erhöhten sich die Kurse gegen den An- &um 0,50—1 v. H. Lebhaft waren Zellstoff Hof mit 127,75—129,50 (126,75), Farben-Jndu- ftrie mit 166 nach 164,50, Verein. Stahl mit 85 nach 84,40 und Mannesmann mit 86,75 nach 86; die übrigen Montanwerte erhöhten sich um 0,50 v. H., Harpener um 1,50 v. H. auf 125. Don später notierten Werten Deutsche Linoleum 170 (168), Lahmeyer 131 (129,75), Deutsche Erdöl 117,75—118,25 (117). Schiffahrtsaktien lagen 0,25 bis 0,65 v. H. schwächer, ferner gingen Ehade A—C auf 344 (347) zurück. Am Rentenmarkt wurden Altbesitz mit 111,40 (111,25) notiert. Späte Schuldbücher waren zu 98 nach 97,90 gesucht, Kommunal-Umschuldung schließlich 87,10 (87). Variable Industrie-Obligatio- nen lagen teilweise bis 0,25 v. H. höher, während zertif. Dollar-Bonds im gleichen Ausmaß abbröckel- ten. Am Pfandbriefmarkt lagen Liquidationswerte uneinheitiid). Staats- und Stadtanleihen blieben un- oeränoert. Auslandsrenten lagen ruhig. Freiverkehr: Adlerwerke Kleyer 101,50—102 (101), Ufa-Aktien 53,50 (51,50), Wayß & Freytag 97,50 (98). Tagesgeld sehr leicht und auf 2,50 v. H. (2,75) ermäßigt. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a.M., 6.April. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 454 Rinder (80 Ochsen, 59 Bullen, 248 Kühe, 73 Färsen), 840 Kälber, 58 Schafe, 4685 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 41 bis 45 Mark, Bullen 39 bis 43, Kühe 25 bis 42, Färsen (Kalbinnen) 40 bis 44, Kälber 40 bis 75, Hämmel 46 bis 49, Schafe 35 bis 46, Schweine 50 bis 57 Mark. — Marktverkauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt, Kälber lev- haft, Hämmel und Schafe mittelmäßig. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Iranllun a. 2)1. Berlin Frankfurt a.M. Berlin Schlußkurs Schluß!. Abendbörse Schluß- kurs Schluß!, mittag- börse Schlußkurs Schluß!. Abendbörse Schlußkurs Schluß!. Mittagbörse Datum 3.4. 44. 3.4. 4-4. Datum 3.4. 4.4. 3.4, 4.4. 6% Deutsche Retchsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 vy,% Doung-Anlethe von 1930 .. Deutsche Anl.-Wlös.-Schuld mit Auslos.-Rechten ............. 100,65 97,5 111,25 100,1 98,25 96,5 101 92,25 119,65 114,5 96,5 101,25 101,5 97 97 108,85 1,45 8,65 8,5 8,5 13,6 9,13 100,7 97,4 111,4 100,05 98,25 96,5 100,9 92,25 119,75 96,5 101,13 101,65 97 97 108,85 1,35 8,5 8,5 13,6 9,13 100,65 97,5 102,9 111,25 111,1 98,5 96,5 114,4 101,4 97 97 108,9 29 1,4 8,65 8,75 13,6 100,65 97,4 102,9 111,3 100,1 98,5 96,5 114,4 101,5 97 97 108,9 1,35 8,65 8,45 8,45 13,6 4% veSgl. Serte 11 ............ 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4'/r%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .. 9,13 7 9,5 5,575 38,75 15,25 16,25 111 112 90,5 91,5 91,5 183 34,9 143,75 126,4 139,5 120,75 133 127,75 138 180 129,75 99,5 117 123,5 93,75 132,25 88 85,5 9,13 6,8 9,4 5,2 38,5 15 15,65 111 90,5 91,5 91,5 182,5 35,13 143,75 126,75 140,5 120,75 133,75 127,5 138,25 182 131 99 118 125 94,5 132,5 88,5 86,75 9,4 5,5 39 15,25 25,75 16,25 111 111,5 90,5 91,5 91,5 182 34,65 144,25 126,25 139,75 120,25 133,25 128,5 127 138,4 178,75 130 98,13 117 123,5 93,75 132,5 87,75 85,65 6,8 9,25 5,2 38,4 15 26 16 111,25 111,5 90,75 91,5 91,5 182,13 34,9 144,4 126,75 140,5 121,5 134,13 129,75 127,9 138,75 182,25 131,5 99,75 118,13 125,75 94,4 162 133 88,13 86,9 4vt% Deutsche Reichspostschatzaw Weisungen von 1934, 1....... 6% efjem.8% Hess. Boll'sstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............ Hamburg-Amerika-Paket .....O Hamburg-Südam. Dampfschiff . O Norddeutscher Lloyd .........O A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Bank... O Deutsche Bank und DiSconto- Gesellschaft................O Dresdner Bank..............0 Reichsbank ................ 12 A.E.G......................O Bekula.................... 10 Elektr. Lieserungsgesellschaft... 5 Licht und Kraft ........... 6y2 Felten & Guilleaume......... 4 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ 6 Rhein. Wests. Elektr..........6 Schuckert L Co...............4 Siemens L Halske............ 7 Lahmeyer L Co.............. 7 Buderus ...................4 Deutsche Erdöl ..............4 Harpener...................0 Hoesch Eisen—KölnHkeuessen .. 8 Ilse Bergbau ...............6 Ilse Bergbau Genüsse........6 Klöcknerwerke ............ 8 Mannesmann-R.Hrea........ O 4%% ehem.8% Hessische Landes- bani Darmstadt Gold R. 12.... 6VZ% ehem. sy,% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstadtLiaui 414% ehem. 8% Darmst. Komm. Landesb.Goldschuldverschr. R.6 Oberhessen Provinz-Anleihe mit Deutsche Komm. Sammelabl. Aw leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4y2% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6V2% ehem. 4y2% Yranks. Hyp.- ty2% ehem. '\y2% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpse..... 4%% ehem. 8% Pr. LandeSpfand- briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 4y2% ehem. 7% Pr. Landespfand- briesanst., Gold Komm. Lbl.Vl Steuergutsch.Verrechnungsk. 34-38 4% Oesterreichifche Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Staatsrente v. 1910