fr. 285 Erstes Blatt Samstag, 5. Dezember M6 186. Jahrgang 2 :‘ö3cfl: c unweigerlich zum Sozialdemokraten und Er %^-0\ i «’S- 5 ; o;1*« ! 3 »o* Los deutsche Volk hat auch im vergangenen Jahre dir Tag der nationalen Solidarität ein Beispiel !»chrer Opfergemeinschaft gegeben. Dr. Goebbels, umringt von zahlreichen Spendern, bei einer Sarnrn- hiii0 Unter den Linden. — (Scherl-Bilderdienst-M.) taten der Roten auf. Die Politik, erklärte Dupont, werde Kriege führen. Unter lebhaftem Beifall der Noch nie seien die französisch-englischen Beziehungen so herzlich gewesen, wie augenblicklich. Die französisch-englische Freundschaft sei der Grundstein für den europäischen Frieden. Sie sei einmal durch den Grundsatz, auf dem sie beruhe, und zum anderen durch die Macht, die diese beiden Länder darstellten, gefestigt. Das Ideal der Freiheit Frank- reichs und Englands sei nicht ohne Wirksamkeit und nicht ohne Ausstrahlungskraft. Dieses Ideal sei in Amerika verwirklicht worden und sei weit davon enfernt, in Europa zu verschwinden. Die Friedensliebe der europäischen Demokratien bedeute nicht etwa Resignation, sondern den Willen, sich siegreich zu behaupten, wenn sie angegriffen werden sollten. Man kenne die Worte, die der englische Außenminister erst kürzlich im Unterhaus gesprochen habe. Ebenso wie England werde auch Frankreich feine ganze Streitmacht zu Lande, zu Wasser und in der Luft für die Verteidigung Englands zur Verfügung stellen, falls es unherausgefordert angegriffen würde. Das gleiche gelte für Belgien. Frankreich und Belgien feien sich einig darin, den Wert des Locarnoabkommens zu bestätigen, und sie forderten Deutschland auf, hinsichtlich des neuen Westpaktes in dieses Netz von Garantieen in derselben Eigenschaft und mit denselben Versicherungen einzutreten. d» ’n d d 9 2* 19 ■ «eez? Z.—s«-' O 2Z. 3»? 3 } n 61p* ' 0 -. tfnfer Krieg. zum Tag der nationalen Solidarität. ,Was ist das für eine Lüge, wenn man z. B. an jifent deutschen Volke glaubt, alles kritisieren zu Men, wenn man an diesem deutschen Volke nichts Fhr haben, nichts zugeben will, und auf der an« jren Seite die Augen schließt gegenüber diesem gauenhaften Vorgang, der sich zur Zeit in Spa- n$n abspielt! Was ist das für eine Lüge der De- U kratic, die Deutschland auch heute noch befreien B, mos deutsche Volk befreien will von der dar- wuchtenden Last seiner Diktatoren, und auf der uferen Seite die Augen schließt vor den Zehn- lrrsenden verbrannten und gequälten Menschen in eiiem anderen Land! Was ist das für eine ver- Itiene Demokratie, die heute noch erklärt, auch in Manien müsse man die Demokratie verteidigen führte aus, eine große Unruhe bestehe in Europa, die derzeitige Lage fordere von der Regierung eine Politik der Vorsicht und der Kaltblütigkeit. Frankreich sei klug genug, keinen Gewaltakt zu begehen. Es sei aber auch stark genug, um sich zu verteidigen. Frankreichs Handeln gehe immer mehr Hand in Hand mit dem anderer Länder. England stehe hierbei an erster Stelle. l e r s, die der Nation die wirtschaftliche Freiheit erringen wird, wird allen Volksgenossen ein Ansporn sein. Gern werden sie die kleinen unvermeidlichen Notstände auf sich nehmen: ihr Körper wird sich vielmehr straffen, gern werden sie auf das und jenes verzichten. Wenn jeder dem Führer nacheifert, dann wird auch jedes Opfer, das er bringt, ein gern gegebenes Opfer fein: „Du sollst ja geben, deutscher Mann, deutsche Frau! Auch wenn es dir abgeht: denn du sollst Opfer bringen für andere." So zeigt jedes Winterhilfswerk immer wieder von neuem, daß wir Deutsche das Wort Gemeinschaft nicht als eine leere Phrase auffassen, sondern daß es für uns wirklich eine innere Verpflichtung enthält. Und diese erfüllen wir am heutigen „Tag der nationalen Solidarität" erneut durch unsere Opferspende für das WHW.! Mi sl t-i : r 2'=‘c: : y- 30 g tgSjgf "32^ H -d -d/. pßispo«; ken in langer Reihenfolge die furchtbaren Greuel- Fortsetzung dieser MI- l='aje* - 1580 ~ « fS’ • CD-! der Linken sprach dann Außenminister Delbos Delbos über die Außenpolitik Frankreichs. Für Verständigung mit Deutschland auf wirtschastlichem Gebiet und in einem neuen Westpakt. Mit England und Belgien Seite an Sette. — Fortsetzung der bisherigen Spanrenpolitik Gudetendeulsche als Freiwild. Skandalöse Ausschreitungen der tschechischen Polizei und Gendarmerie. Eine zensierte Anklagerede im Prager Parlament. 2? 3 5 3 ', 0 * n »O-jB cyo1 2 212 SS* £-.s§gE I 3 Diese Leitsätze stehen auch über dem vierten Winterhilfswerk des deutschen Volkes. Schon die ersten Sammelergebnisse, sowohl die DAfZ.-Sammlung, als auch die Straßensammlung der SA., SS. und NSKK. haben unter Beweis gestellt, daß das deutsche Volk wiederum bereit ist, der Gemeinschaft zu dienen und auf den Altar des Vaterlandes gern Opfer niederzulegen. Und in nicht minderem Maße werden die kommenden Straßensammlungen, sowie die Eintopfsonntage, wird vor allem der heutige „Tag der nationalen Solidarität" im Zeichen dieser beispiellosen Opferfreudigkeit stehen. Und gerade in diesem Winter werden jeder deutsche Mann und jede deutsche Frau um so freudiger ihr Scherflein zur Linderung der noch verbleibenden Not beisteuern, als sie die heroische Handlungsweise des Führers noch in frischem Gedächtnis haben. Die jüngste Großtat Adolf Hit- wertes der Tat gestanden hat. Ebenso wie die Leistungen nur möglich geworden find dadurch, daß eine große Zahl deutscher Menschen tagaus, tagein geopfert und gespendet hat. Der gleiche Geist wird Helfer und Spender auch in diesem Winter beseelen. Im nationalsozialistischen Deutschland hat sich die Erkenntnis Bahn gebrochen, daß der einzelne nicht mehr von der Gemeinschaft verlangen kann, als er selbst bereit ist, ihr zu geben. Der einzelne hat erkannt, daß er im Hinbuck auf das Schicksal seines Volkes unlösbar mit einer Verantwortung beladen ist, die er nicht abwerfen kann, wenn er sich nicht außerhalb der Volksgemeinschaft stellen will. Jeder hat sich bei seinem Tun, um die Worte Hilgen- feldts zu wählen, die Frage vorzulegen.- „Nutze ich damit meinem Volke, diene ich damit der Gemeinschaft oder handle ich ihrem Wohle zuwider? y "t53 31 ö' 8 ~ ' E: 2. ty°'2.3 2 » * 2. o 8-. 2 2^ -S 35 2 3 2.-ji ' ey|s. 0-5 n n O -I 5 <1 E O« 2, 3 n aiS’ Paris, 4. Dez. (DNB.) Die Französische Kammer stand am Freitag im Zeichen der großen außenpolitischen Aussprache. Schon lange vor Beginn der Sitzung waren die Tribünen bis aus den letzten Platz gefüllt. In der Diplomatenloge waren zahlreiche Vertreter ausländischer Mächte anwesend. Als erster Interpellant bestieg der kommunistische Abgeordnete Peri, der außenpolitische Schriftleiter der kommunistischen „Humanite", die Tribüne. Peri beschäftigte sich in längeren Ausführungen in ganz einseitiger Form mit den Vorgängen in Spanien und forderte die Regierung auf, die Initiative auf internationalem Gebiet zu ergreifen, um die regelrechten Beziehungen zum roten Spanien wieder herzustellen. Er schloß seine Ausführungen, die Nichteinmischungspolitik auszugeben und dem roten Spanien die notwendigen Waffen zu liefern. Seine Ausführungen, die häufig auf der äußersten Linken durch Beifall unterbrochen wurden, stießen bei allen anderen Abgeordneten auf tiefstes Schweigen. Man stellte nur mit einiger lieber« raschung fest, daß der Ministerpräsident dem Redner zustimmend zunickte und sich sogar eine gewisse Zurückhaltung auferlegen mußte, um nicht auch Beifall zu klatschen. Oer ehemalige Finanzminister Paul Reynaud stellte fest, daß Frankreich die Nichteinmischungspolitik gegenüber Spanien fort- setzen müsse. Frankreich dürfe keine Politik der schlechten Laune treiben. Der Redner schilderte dann die Lage Frankreichs vom Standpunkt der militärischen Sicherheit und kam zu dem Schluß, daß Frankreich vor der Frage stehe, entweder ein allgemeines Abkommen mit Deutschland zu schließen, oder einer Erweiterung des französisch-sowjetrussischen Bündnisses auf militärischem Gebiet zuzustimmen. Die gegenwärtige französische Regierung könne aber weder das eine, noch das andere, weil sie nicht frei fei. Verhandlungen mit Deutschland würden bei den französischen Linksparteien eine außerordentlich starke Reaktion auslösen Anderseits werde die öffentliche Meinung in Frankreich niemals zugeben, daß eine Regierung, die von den Kommunisten unterstützt werde und von den kommunistischen Stimmen lebt, diese Politik mit Moskau betreibt, denn die Sowjets und die Dritte Internationale seien Moskau. 3um Schluß regte Reynaud an, die Regierung möge auf die Unterstützung der Kommunisten verzichten und die Mehrheitsgrundlage nach rechts verlagern. Der rechtsstehende Abg. Dupont griff die Politik der Regierung heftig an, weil sie zu sehr unter kommunistischem Einfluß stehe. Er warf der Regierung vor, Frankreich mit anderen Ländern verärgert zu haben. Auf die Ereignisse in Spanien eingehend, zählte der Redner unter großer Erregung der äußersten Lin- Hammer sei in der Nacht mit der Taschenlampe abgeleuchtet worden. Als er den Beamten um den Ausweis ersuchte, habe er einen Hieb mit dem Gewehrkolben über den Schädel erhalten, so daß er ohnmächtig zusammengebrochen sei. Aus der Gendarmerie in Schmiedeberg sei er dann weiter mit Knüppeln traktiert worden. Als er dagegen Einspruch erhoben habe, wurde er wiederholt mit der Faust auf den Kopf geschlagen. Als von der Einwohnerschaft von Roßhaupt diesem die Parzellierung eines Restgutes demonstriert und von unbekannten Tätern der Telegraphendraht zerschnitten wurde, sei ein Fahndungskommando aus Eger erschienen. Nahezu die gesamte männliche Einwohnerschaft des Ortes fei verhaftet und verprügelt worden. Dann habe sich die Gendarmerie auf die Straße begeben, um dort wahllos Zivilisten, 'Frauen und Kinder zü verprügeln. Trotz Meldung des Vorfalles fei bisher von den Behörden nichts veranlaßt worden. Auf die Vorstellungen des Redners beim Stationskommandanten habe dieser erwidert, daß nur der Polizeihund verprügelt worden sei. Daher sei wahrscheinlich das Gebrüll gekommen. Weitere unglaubliche Roheitsfälle berichtete der Abgeordnete aus Eger. Dort fei ein Anhänger der Sudetendeutschen Partei von Gendarmen im Verlauf eines Verhörs mit Ohrfeigen traktiert worden. Zum Schluß des Verhörs habe man ihn gezwungen, auf einen Stuhl zu fnieen und die Hände oorzustrecken, auf die man ihm dann ein schweres Buch gelegt habe. Ein anderer mußte beim Verhör die Schuhe ausziehen und wurde auf die Fußsohlen geprügelt. Schließlich wurden ihm die Arme ausgedreht. In Asch sei ein junger Mann bei einem Verhör gezwungen worden, nackt auf einem Sessel zu fnieen. Man habe ihm unter die Schienbeine einen kantigen Holzstab geschoben und auf die üorgeftreeften Hände ein schweres Buch gelegt. Als er müde war, habe er mit Gummiknüppeln sieben bis acht Stöße erhalten und sei gleichzeitig auf die Sohlen geprügelt worden. Das Verhalten dieser untergeordneten Organe, führte der Redner aus, verstoße nicht nur gegen die gesetzlichen Bestimmungen, sondern auch gegen jeden Grundsatz der Menschlichkeit. Ein derartiger Mißbrauch der Amtsgewalt könne durch zehn schöne Ministerreden nicht gutgemacht werden. Das Volk habe ein feines Gefühl für Recht und Gerechtigkeit, und Zehntausende, so betonte der Abgeordnete, hielten sich in ihrem Rechtsgefühl vom Staate geschädigt. Es müsse daher energisch eingegriffen werden. Anschließend zitierte der Redner den Ausspruch des tschechoslowakischen Altpräsidenten Masaryk: „Keine Macht der Welt, gesetzt auch, sie verbände sich mit der ganzen Hölle, wird ein edles, gebildetes und tapferes Volk in Untertänigkeit und Sklaverei erhalten", und verglich diesen Ausspruch mit den Verhältnissen im sudetendeutschen Gebiet. Wenn auch augenblicklich einige geringe Meinungsverschiedenheiten zwischen Belgien und Frankreich bestünden, seien die gemeinsamen Interessen doch stark genug, um sie aus der Welt zu schaffen. Außenminister Delbos kam dann auf Roosevelts Rede in Buenos Aires zu sprechen. Er erwähnte anschließend, sich selbst dazu beglückwünschend, Frankreichs Freundschaft mit der K l e i- n e n Entente. Frankreich bemühe sich, so sagte er, den Wirtschaftsaustausch mit diesen Ländern zu fördern, um auf diese Weise die politischen Bande zu verstärken. Auf die Beziehungen zu Sowjetrußland eingehend, sagte der Außenminister, wir haben denselben freundschaftlichen Wunsch, unsere guten Beziehungen mit Sowjetrußland aufrechtzuerhalten, diesem großen Lande, das ebenso wie wir mit dem Werk des Völkerbundes verbunden ist. Die Kampagne, die gegen den französisch-sowjetrussischen Pakt gerichtet wurde, beeinträchtigt nicht unsere herzliche Treue zum Vertrag vom Mai 1935, ebensowenig * wie zu dem vom November 1932. Das ist ein Frie- loru O ® 5 6 : 3.6 2V 1 2-Zs st. Prag, 4. Dez. (DNB.) Im Verlaufe der Aussprache über den Staatshaushalt im Prager Abgeordnetenhaus beschäftigte sich der Abgeordnete der Sudetendeutschen Partei Fritz K ö l l n e r mit dem Vorgehen der S t a a t s p o l i - z e i und Gendarmerie in den von der deutschen Volksgruppe bewohnten Gebieten der tschechoslowakischen Republik. Nickt weniger als elf Stellen dieser Rede verfielen Der Beschlagnahme durch den P?rlcunentszensor. Nach den von der Zensur freigegebenen Teilen der Rede wies der Abgeordnete Köllner u. a. darauf hin, daß man unter dem Titel „Störung der öffentlichen Ruhe und Ordnung" im Laufe dieses Jahres die Kundgebung der Sudetendeutschen Partei in Falkenau, Teplitz und ihren Parteitag verboten habe, während die Kundgebungen anderer Parteien nicht nur nicht verboten, sondern mit allen zulässigen Mitteln gefördert worden seien. Ein weiterer beliebter Vorwand zu Versammlungsverboten sei die „Nähe der Grenze". Den Vertretern der tschechoslowakischen Behörden sei es unangenehm, wenn über Selbstverwaltung und über das Grenzlandproblem gesprochen werde. Eine Kritik an den deutschen Regierungsparteien und an den sowjetrussischen Verhältnissen halte der Regierungsvertreter ebenfalls nicht für angezeigt. Auch die Not des Sudetendeutschtums sei ein Kapitel, das nicht gern gehört werde. Solche Ansichten, so betonte 'der Abgeordnete, widersprechen der Verfassungsurkunde, den Gesetzen und jeder Demokratie. Das Sudekendeukschtum habe heute das Gefühl in einem Konzentrationslager zu fitzen. Der Redner schilderte bann einige besonders krasse Fälle und erinnerte an eine Versammlung in Karlsbad, bei der der Regierungsvertreter durch wahlloses und brutales Einschlagen auf die Versammlungsteilnehmer eine Panik verursacht habe. Die Staatspolizei in dem Weltkurort Karlsbad habe in dieser Hinsicht bereits „Berühmtheit" erlangt. Bei einer Arbeitslosenversammlung habe die Karlsbader Staatspolizei ohne vorherige Warnung sofort mit Prügeleien begonnen. Aehnliche lieber« griffe leiste sich auch die Gendarmerie. Eine Verfolgung derartiger Fälle sei außerordentlich schwer, da meist drei bis vier Gendarmen an den Prügeleien beteiligt seien. Dies habe zur Folge, daß einer Beschwerde oft der Amtseid von vier Gendarmen gegenüberstehe. Es sei bereits vorgekommen, daß ein Beschwerdeführer wegen Verleumdung von Amtspersonen auf Monate in den Kerker wandern mußte. Man habe einen Bauer aus Südmähren, der nie in seinem Leben ein Einbahnzeichen gesehen hatte, und in einer Einbahnstraße gefahren sei, in 3 n a i m auf die Polizei geführt und dort jo geschlagen, daß man auf den Lichtbildern die Striemen von den Gummiknüppeln deutlich habe sehen können. Auch die Finanzwache wolle, wie der Redner weiter ausführte, hinter diesen Methoden nicht zurückstehen. Ein Einwohner aus Böhmisch- 2 & " <\ Mch die Verteidigung der Anarchisten, der Brand- Her, der Mörder, dieser Folterknechte! Diese De- Kratie kann zu nichts anderem führen als zur ruft en Wahrheit des Bolschewismus!" | ?a, wahrlich, der Führer hat nur zu recht mit leiem flammenden Protest, den er allen jenen Lkchtziehern, die Ohren hatten zu hören, bei der Hoffnung des diesjährigen Winterhilfswerkes ins Erlicht schleuderte. Dort die Brandfackel des Bol- s-hwismus: fein blutiges Handwerk: Taufende und A?rtausende unschuldiger Frauen, Kinder und Mmner werden hingemordet. Verhetzte Menschen fiiD das Opfer dieser bolschewistischen Bluthyänen gcoorben. Hunger und Elend haben schon lange Einzug gehalten. Und Deutschland? Gewiß, ttii führen auch einen Krieg. Sogar vier Jahre sg n währt dieser Krieg. Ja, noch mehr, es ist der onfete Eroberungsfeldzug der Weltgeschichte. U n - fer deutsches Volk erobern wir uns! 2q5 ist die schönste Mission, das ist der wunder- fnifte Kampf, den wir uns vorstellen können. Wie ke der Führer A d o l f H i t l e r doch vor Jahres- friit? „Wer erst einmal den Eingang in diese Si’enmelt gefunden hat, der wird in ihr auch um «Aich reich belohnt. Der wird es dann nicht mehr c's etwas Schmerzliches empfinden, als eine Summe von Entbehrungen, sondern er wird endlich 31111 höchsten Glück finden, nämlich zu dem Gluck, anderen Menschen helfen zu können, ton so zum reinsten Idealismus vorzustoßen. Jas ganze deutsche Volk ist zum vierten Male N Winterhilfe-Offensive angetreten. Die slhoersten Schlachten sind bereits geschlagem Schon der erste Generalangriff brachte bte feindlichen Armin Hunger und Kälte ins Fanten. Mit der seitlichen Kriegsbeute von mehr als 350 Millionen Aork konnte der erste WHW.-Feldzug 1933/34 fje95 rih beendet werden. Noch größer roar der Erfolg zweiten WHW -Feldzuges 1934/35 der die seitliche Kriegsbeute von über 360 Millionen >g?^- N«rk erbrachte. Die feindlichen Armeen sollten nu nicht mehr zur Ruhe kommen. Im dritten D§>W.-Feldzug 1935/36 konnten sie weiter geschla- cii werden Pie Kriegsbeute betrug sogar fast 37z Millionen Mark. Eine glorreiche Bilanz der bis- h r gen drei WHW.-Feldzüge: Fast 1,1 M il- l'°rde Mark! Diese Milliardenziffer spricht für dm grenzenlosen Idealismus, der das deutsche Volk in allen seinen Schichten beseelt. 4 A 44 A 44 11 44 4 44 bi-8.,Uhr°--«°rm«°g, SS VJKnCllCr ZlHwlgu SS ! son einzelnen Nummern Ermiihtgte Grundpreise: nfolge höherer Gewatt Stellen-, Vereins-, gemein- Smä General-Anzeiger für Oberhessen Postscheckkonto: behördliche Anzeigen 6Rpf. ilankfurt am Main 11686 Druck und Verlag: Vrühl'sche Unlverfitats-Vllch- und Zteindruckerei R. Lauge in Gießen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftratze 7 Mengenabschlüsse Staffel 8 Empfänge beim Führer. in des die Obersekunda wird. Daher eändert wer- erstattung. Ferner empfing der Führer und Reichskanzler heute den zum Generalkonsul in Kalkutta Der Neichsjugendführer spricht am Mittwoch im Rundfunk. Berlin, 4. Dez. (DNB.) Der Stabsführer Jugendführers des Deutschen Reiches hat an Hitlerjugend folgenden Befehl erlassen: Befehl an die HI. (HI.. DI.. VDM.. 3211.)! Berlin, 4. Dez. (DRB.) Am Freitag übergab die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Ar- beitslosenoersicherung der Oeffentlichkeit ihren achten Jahresbericht für die Zeit vom 1. April 1935 bis 31. März 1936. Zur Erläuterung dieses umfassenden Tatsachenberichtes führte der Pressereferent der Reichsanstalt vor Pressevertretern u. a. aus: Im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit ist in der . Zeit vom 1. April 1935 bis 31. März 1936 wiederum ein großer Erfolg erzielt worden. Betrug die Zahl der Arbeitslosen Ende März 1935 noch rund 2,4 Millionen, so wurden ein Iahr später nur noch 1 937 000 Arbeitslose bei den Arbeitsämtern gezählt. Berlin, 4. Dez. (DRB.) Der Führer und Reichskanzler empfing heute den deutschen weiter zu unterrichten. Das Gesetz über dieSttlmügend. Der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, spricht am Mittwoch, 9. Dezember, in der Zeit von 20.15 bis 20.45 Uhr über alle deutschen Sender (im Deutschlandsender von 20.45 bis 21.15 Uhr) zu den deutschen Eltern zum G e - setz über die Hitlerjugend. Die Standortführer der HI. haben sofort Ge- meinschaftsempfänge nach den bekannten Richllinien des Rundfunkamtes der Reichsjugendführung anzusetzen. Die Ausführungen des Jugendführers des Deutschen Reiches werden so bedeutend und für die weitere Entwicklung der Hitlerjugend so wichtig sein, daß alle Eltern, Jungen und Made l n, die die Rede nicht am eigenen Gerät hören können, Gelegenheit geboten werden muß, sie geschlossenen Sälen gemeinsam anzuhören." Ministerpräsident Generaloberst Hermann Gölina zum Winterhilfswert: Opferroille und Opferfreube sind der Musbrid unseres Dankes an den Führer. Die in den vergangenen Iahren, wollen wir auch in diesem Dinier durch die Tai beweisen uni der Wett zeigen, daß im naiionalsozialisiischev Deutschland jeder einzelne nicht an sich selbst, sondern nur an das Dohl des ganzen Volkes denkt und danach handelt. Vernehmung von Angehörigen der NSDAP. und ihrer Gliederungen gesetzlich geregelt. Berlin, 4. Dez. (DRB.) Die Reichsreqierung hat am 1. Dezember 1936 auf Vorschlag des Reichs- mmisters der Justiz, Dr. Gürtner, ein Gesetz über von Angehörigen der P' u n ’^rer Gliederungen Der« ?0'chledet Rach diesem Gesetz bedürfen Unterführer der NSDAP, und ihrer Gliederungen, die die Amtstätigkeit eines Stützpunktleiters, eine dieser glelchstehende oder eine höhere Amtstätigkeit aus- uben, für Aussagen als Zeugen und Sachverstän- b’9ex Umstande, auf die sich ihre Pflicht zur Am sverschwiegenhelt bezieht, der Genehmigung. Dasselbe gilt für andere Angehörige der NSDAP.! und ihrer Gliederungen, soweit sie über dienstliche christliche oder mündliche Anordnungen, Verhandlungen ober Mitteilungen aussagen sollen die im Emzelfall von der zuständigen Stelle bei 'der Be- kanntgabe als geheim oder vertraulich bezeichnet worden sind. Die Genehmigung darf nur versagt werden, wenn die Aussage dem Wohle des Reiches Nachtelle bereiten würde. Die Genehmigung ist entweder von der vernehmenden Stelle oder von dem zu Vernehmenden einzuholen. Diese Vorschrift gilt für alle Verfahren, in denen Personen als Zeugen oder Sachverständige vernommen werden können Der Stellvertreter des Führers hat im Einverneh-' men mit dem Reichsminister der Justiz die erforderlichen Ausführungsvorschriften erlassen, in denen bestimmt ist, auf welche Unterführer das Gesetz Anwendung findet und welche Stellen zur Etteilung der Genehmigung zuständig sind. | den. Line staatspolilifch begründete Arbelts- einfahpolitik, die von dem Grundgedanken ausgehl, daß es richtiger ist, dem arbeitslos ge- wordenen Volksgenossen so schnell wie möglich wieder Arbeit und Brot zu verschaffen, statt ihn lediglich zu unterstützen, kann aber nur dann erfolgreich sein, wenn sie mit Hilfe planvoll durchdachter Maßnahmen betrieben und vor allem, wenn sie einheitlich geführt und gelenkt wird. Schritt für Schritt mit den einzelnen Abschnitten des Kampfes um die Beseitigung der Arbeitslosigkeit ist die Reichsanstalt dem Ziele einer solchen einheitlich gelenkten und planmäßig durchgeführten Arbeitseinsatzpolitik nähergekommen. Davon legen Zeugnis ab das Gesetz über die Einführung eines Arbeitsbuches vom 26. Februar 1935, als auch das Gesetz über die Arbeitsvermittlung, Berufsberatung und Lehrstellenoermittlung vom 5. November 1935, das die Reichsanstalt grundsätzlich zur alleinigen Trägerin der Vermittlung von Arbeitskräften, als auch der Zufuhrüng des Nachwuchses in die einzelnen Berufe und damit des Arbeitseinsatzes überhaupt gemacht hat. In der gleichen Richtung liegt die Uebernahme der früheren Deutschen Arbeiter- zentrale und die Ueberleitung der von der Deut-1 schen. Arbeitsfront früher betriebenen nichtgewerbs- mäßigen Stellenvermittlung auf die Reichsanstalt Die zwölfjährige Schulzeit Oer Erlaß des Reichserziehungsministers. Neue Erfolge im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit Ein erfreulicher Jahresbericht. gelernt, sich zu schätzen, politisch gebe es keine G r e n z f r a g e, die sie voneinander trenne, aber um sich verständigen zu können, müsse man Reibungen verhindern. Das einzige Hindernis für eine Annäherung fei, so behauptete Delbos, die „einseitige" Aufhebung von Verträgen. Frankreich suche einen Boden der Verständigung auf,wirtschaftlichem Gebiet und in einem neuen Destpakt. Es verstehe die Sorgen Deutschlands, aber Deutschland müsse auch Verständnis für die Sorgen Frankreichs aufbringen. Frankreich wünsche aufrichtig den Abschluß eines Abkommens, das die ungeheure Gefahr der Blockpolitik abwende, die Frankreich energisch verurteile, weil sie einen europäischen „Bürgerkrieg" heraufbeschwören könnte. Was den Krieg in Spanien anbelange, habe die Politik der französischen Regierung die Zustimmung der größten Mehrheit des Landes. Sie habe noch nie ihre Sympathie für die spanische Republik verheimlicht, aber wenn es sich um die Verantwortung für Krieg und Frieden bandele, dann habe man nicht das Recht, gefühlsmäßigen Eingebungen zu folgen. Viele derjenigen, die mit der französischen Politik heute unzufrieden seien, würden nicht anders handeln, wenn sie sich an Stelle der Regierung befinden würden. Hieraus ergebe sich auch die Initiative, die sie ergriffen habe für die Durchführung einer Nichteinmischungspolitik, die von allen angenommen worden fei. Das Richkeinmischungsabkommen mülle verstärkt und praktischer gestaltet werden. Die französische Regierung dränge darauf, dahin zu gelangen, daß in Zukunft eine Verfehlung unmöglich werde. Der Z u st r o m von Freiwilligen nach Spanien sei so stark geworden, daß man sich fragen müsse, ob die Verantwortung der Regierungen nicht bald auf dem Spiele stehe. Der Londoner Ausschuß prüfe die Frage der Ausdehnung des Abkommens auf die Freiwilligen. Zwei Regierungen hätten die Regierung von Burgos anerkannt, aber kein Ereignis scheine geeignet zu sein, den Standpunkt der französischen Regierung zu ändern. Die französische Regierung werde fortfahren, die Verteidigung ihrer Rechte und Belange im Mittelmeer durchzuführen. Sie sei entschlossen, selbst den Status quo zu achten, aber ihn auch von anderen achten zu lassen. Alle Anstrengungen muhen darauf hinausgehen, das Blutvergießen sobald wie möglich einzustellen. Die Ausführungen Delbos wurden auf allen Bänken, ausgenommen die der äußersten Linken, mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Der linksstehende Abg Bergery wandte sich gegen eine in der Kammer viel vertretene Auffassung, wonach Frankreich entweder eine Politik mit Deutschland gegen Sowjetrußland oder eine solche mit Sowjetrußland gegen Deutschland machen müsse. Es handele sich im Gegenteil darum, eine Politik der Zusammenarbeit mit beiden Landern zu betreiben. Die französische Politik müsse unbedingt die Politik des Völkerbundes bleiben. Frankreich müsse aber von der überlieferten Politik abkommen, die darin bestehe, alles zu vermeiden und alles geschehen zu lassen. Frankreich müsse zu der Politik übergehen, alles zuzugestehen, 1 was gerecht fei, und dafür aber alles Ange- 1 rechte entschlossen abzulehnen und zu verhindern. Die Sitzung der Kammer wurde dann auf Sams- , tagvormittag vertagt. Im Laufe der Samstag- i aussprache wird auch der M i n i st e r p r ä s i d e n t । eine Erklärung abgeben. ! das Pressegesetz. ! Paris, 4. De§. (DNB.) Nach Wiederaufnahme > der Aussprache über das Pressegesetz nahm , Vie Kammer mit 578 gegen 2 Stimmen einen Erganzungsantrag an, der den Ministern und Beamten die Verteilung von Geheimfonds an d>-.Presse und an Journalisten untersagt. Das Verbot ist nicht anwendbar für ausländische Zeitungen, „Das bedeutet eine Abnahme um 19,4 v. H. Diese günstige Entwicklung kommt noch klarer zum Ausdruck, wenn man den Umfang der Arbeitslosigkeit auf 1000 Einwohner an diesen beiden Stichtagen vergleicht. Ende März 1935 kamen auf 1000 Ein- wohner noch 36,4 Arbeitslose, am 31. März 1936 jedoch nur noch 29,3 Arbeitslose. Wesentlich ist dabei auch die Feststellung, daß wir das Frühjahr 1936 mit einer um rund eine halbe Million niedrigeren Zahl von Arbeitslosen begonnen haben, wie überhaupt der Rückgang im Haushaltsjahr 1935/36 größer war als im Jahre zuvor. Je mehr die Arbeitslosigkeit verschwindet, desto weniger sind die Entwicklung bzw. der weitere Rückgang der Zahl der Arbeitslosen geeignet, Spiegelbild der Entwicklung des Arbeitseinsatzes und der Wirtschaftstätigkeit eines Volkes zu sein. Ein zuverlässigerer Gradmesser ist vielmehr die Entwicklung der Beschäftigtenziffer, die auch im Berichtsjahr nicht mit der Entwicklung der Arbeitslosenzahl korrespondiert, sondern wesentliche Abweichungen in Richtung einer stärkeren Zunahme der Zahl der Beschäftigten oufweist. So zieht diese Zahl um rund eine halbe Million stärker an, als die Zahl der Arbeitslosen gesunken war. Diese verschiedenartige Entwicklung läßt nur den außerordentlich erfreulichen Schluß zu, daß nicht nur die sogenannte unsichtbare Arbeitslosigkeit weitgehend beseitigt werden konnte, sondern daß es auch möglich war, den starken Iahr- gang Jugendlicher ohne große Schwierigkeiten in das Erwerbsleben aufzunehmen. Die bereits im Jahr zuvor begonnene Einschränkung der öffentlichen Notstandsarbeiten konnte dank der gesteigerten Aufnahmefähigkeit der deutschen Wirtschaft verstärkt fortgesetzt werden. Infolgedessen ging oie Zahl der Notstandsarbeiter innerhalb Jahresfrist von rund 350 000 auf rund 220 000 zurück. Besonders erfreulich ist auch die starke Abnahme bei den anerkannten arbeitslosen Wohlfahrts- e r w e r b s l o s e n , und zwar von rund 750 000 Ende Marz 1935 auf rund 300 000 Ende März 1936. Das bedeutet eine Abnahme um über 45 d. j). Damit ist zugleich der Anteil der arbeits- In 11 ^erkannten Wohlfahrtserwerbslosen von rund 50 w H. auf etwas mehr als 25 v. H. der von der Reichsanftalt unterstützten Arbeitslosen zurückgegangen. Gleichzeitig hat die ungesunde Entwicklung der früheren Jahre eine wesentliche Besserung erfahren und die Zusammenfassung der unterstützenden Arbeitslosenhilfe im Rahmen der Reichsanstalt weitere Fortschritte gemacht. Der seit der Machtübernahme erzielte beispiellose Rückgang der Arbeitslosigkeit ist vor allem ! darauf zurückzuführen, daß neuartige Dege zur ; Lösung der Arbeitslosenfrage beschritten rour- \ jetzt weife ich darauf hin, daß die Ostern 1938 die Reifeprüfung ablegen ist sofort, ohne daß die Stundentafeln gl den, ein Teil des Unterprima-Lehrstoffes in zweckmäßiger Sichtung und Perteilung in die O II einzubeziehen. ernannten bisherigen deutschen Gesandten in Luxemburg, Graf Podewils, zur Abmeldung., Deutsche Antwort an China. Nanking, 4. Dez. (DNB.) Der deutsche B o t s ch a f t e r übermittelte dem chinesischen Außenminister eine Antwort der deutschen Regierung auf eine Anzahl Fragen, die die chinesische Regierung nach Veröffentlichung des deutschjapanischen Abkommens zwecks Klärung gewisser Punkte gestellt hatte. Der Botschafter versicherte, das deutsch-japanische Abkommen berühre in keiner Weise chinesische Belange und werde keinerlei ungünstige Rückwirkung auf die herzlichen chinesisch-deutschen Beziehungen haben. Die deutsche Regierung werde sich auch weiterhin die Förderung freundschaftlicher Beziehungen zwischen beiden Ländern angelegen sein lassen. Die belgische Miiärvorlage verabschiedet. Entgegenkommen gegen die Flamen. Brüssel, 5. Dez. (DNB.) Der Senat hat am tfrertag die von der Kammer verabschiedete Mili» !a 5?lD r I a 9 e mit 122 gegen 19 Stimmen bei 10 Stimmenthaltungen angenommen. Bor der Abstimmung hielt der Ministerpräsident v a n Zeeland eine Rede, in der er u. a. ankündigte, daß die Regierung noch vor Weihnachten dem Parlament einen Gesetzentwurf unterbreiten werde, der den Forderungen der Flamen auf völlige Gleichberechtigung ihrer Sprache in der Armee durch Schaffung eigener f lä m i« s ch.e.r Regimenter, durch Ausbildung der Offiziere und Unteroffiziere in den beiden Landes- sprachen, durch die Zweisprachigkeit der Militärbildungsanstalten und durch andere Maßnahmen Rechnung tragen wolle. Er betonte, daß die Militärvorlage im Rahmen der allgemeinen Politik der Regierung liege. Diese Politik sei die der Un- abhängigkeit und des Gleichgewichts. prima solcher Schulen sofort in die Gemeinschaft der künftigen Primaner zu überführen, sofern nicht I die Zahl der Mädchen die Einrichtung einer Ober- öSÄjxeÄSfe-**;" »«sä«;*» v, o,r , ' I ('rltnrritnrt Itomor omnfmn hör iHtnrör mih tRotm«. der Jungen teil, sondern sind nach dem Normalplan Son der Gpll. verhaftet. Nürnberg, 4. Dez. (DNB.) Unter den 32 Deutschen, die in Sowjetrußland von der PGU. wegen angeblicher „Sabotage" verhaftet wurden, und von denen Stickling nach einem merkwürdigen „Justizverfahren" zu zehn Jahren Ker- ker „begnadigt" wurde, befindet sich auch der Sen treter der Aschaffenburger Zweigstelle der Aktienge- sellschast für Zellstoff- und Papierfabrikation, Kurt Futtertnecht. Futterknecht, der die russische Sprache vollkommen beherrscht, war seit zehn Jahren jeden Sommer im Auftrage feiner Firma in Leningrad tätig. Am 22. November lief bei der Zentrale der Firma in Berlin eine Depesche des deutschen Generalkonsulats in Leningrad ein, aus der hervoraing, daß ihr dortiger Vertreter Futter- knecht um den 10. November von der GPU. wegen angeblicher „Spionage" verhaftet worden fei. Auch feine Frau, eine gebürtige Russin, wurde f e ft» genommen und in das Gefängnis eingeliefert. Weder mit Futterknecht, noch mit feiner Frau konnte das deutsche Generalkonsulat in Leningrad bisher in Verbindung treten. Futterknecht, dem seine Firma das beste Zeugnis ausstellt, ist gelernter Holzfachmann und hatte in Leningrad die Aufgabe, das von feiner Firma angekaufte Papierholz, in der Hauptsache Fichtenholz, das aus den großen Waldgebieten des Nordens zum größten Teil mit Flößen nach Leningrad transportiert wurde, auf feine Güte zu überprüfen und nach Deutschland weiterzuleiten. Ehrung einer Hundertjährigen. Der Führer und Reichskanzler hat der Frau Cecilia Rehder in Neuendorf in Holstein aus Anlaß der Vollendung ihres 10 0. Lebensjahres ein persönliches Glückwunschschreiben zugehen lassen. denspakt, mit dem wir verbunden bleiben und dem die diplomatischen Leidenschaften weder seinen Charakter, noch seinen Wert nehmen können. Polen, ein Freund und Verbündeter, gehe mit Frankreich - M seit zehn Zch >er ftima in lief bei der i Depesche des rab ein, aus | reter Mer- W. wegen :n sei. Kuftj lutbt \ e V- üntzÄiesen seiner Frav in Beninga' :cht, dem (eint L ist gelenkt V । die Ausgei-, , (Zapierholz, m ■ > den groß- I ^ten Teil r ] t wurde, s | h Deutschs fet nter den 32 and von iti Flamen. enat hat® jiebete Mili' Stimmen ik- nen. nisterprasiveü • er u. a. r Weihnacht unterbreit Namen Ml ihrer SproK ner slä^ isbildung -eiben Lander MilltMl , MßnalM daß di-E «einen N die der Un< gewichte VJ?’’; s .-eso- W/'- Limousine und Cabriolet-Limousine Noch r^^M^^mMin Automobil schon vo^^^^^HErscheinen so populär wie dÄeue OPEL KADETT. Man sprach nicht nur in Fachkreisen von ihm. Die Automobilkäufer hielten zurück - man wartete auf den OPEL KADETT, obwohl ihn noch niemand gesehen hatte oder Bestimmtes von seinen technischen Vorzügen wußte. 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Dezember 1936 ab wird die Strom- und Gaslieferung bei allen Abnehmern gesperrt, die die Strom- und Gasgelder für Oktober 1936 einschließlich kosten noch nicht entrichtet haben. 7729A Gießen, den 1. Dezember 1936. Direktion der Städtischen Betriebe. Antike, schwere Eicken- Truhe m.Eisenbeschl.u. gewölbt. Deckel, 1 Giehpulf dunkel Eiche, 1 Oberammergauer geschnitzt. Kruzifix zu verkauf. 05592 Wo? sagt b. Ge- schäftsst. d.G.A. Gr. Sofa guterh.,Geschirr f. PiwPenknchc billig zu verkaufen. [05563 Ludwigstr. 1 I. KinWiihlcheö (mit Spieltisch) für RM. 10,— zu verk. [7732V Hessenstrafte 10. fioffer- SAeivinMlne fast neu, sehr bill. zu verkauf, oseoi Wernerwall 11. Damenfahrrail nut erhalten, für RM. 35,— zu verkaufen. [05533 Kugelberg 14 p. Fast neues 3nM 500 Ltr. fassend, mit Verteiler zu verkaufen. [05593 Fr. Euler, Hammstraftel6. Telephon 2095. Neue u. gebr. Handkarren zu verkauf. 05530 A. Führer, Neuenweg 34. 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Charakteristisch für die Landschaft ist der Mangel an Wald und im Verein hiermit an Wasser, welches durch ein geschickt angelegtes System von Staubecken und Bewässerungsanlagen den Pflanzungen zugeführt wird. Dagegen gedeihen die verschiedensten Kaktusarten, von denen der Feigenkaktus zur Züchtung der Cochenillelaus früher in großer Anzahl gepflanzt wurde, zur Herstellung des roten Farbstoffes für Lippenstifte und ähnliche Zwecke. Durch die Erfindung der Anilinfarben ist dieser ertragreiche Anbau sehr zurückgegangen. Die Bevölkerung ist bedürfnislos und größtenteils sehr arm. Zu Beginn des Krieges gab es Unruhen und Strahenkämpfe auch hier, besonders in dem verseuchten Hafenviertel von La Luz, die jedoch schnell und energisch unterdrückt wurden. Das große Gefängnis über der Stadt und ein Konzentrationslager auf einem der kahlen Bergkegel der Jsleta reden eine stumme Sprache. Nur die zahlreichen Posten und bewaffneten Streifen in den Straßen, das häufige Anhalten der Autos nachts, sind als einzige, nach außen in Erscheinung tretende Zeichen des Ausnahmezustandes üorig geblieben. „Officiales alemanes!“ zeigt der Chauffeur klar, der Posten salutiert, und wir passieren. Die Lokale schließen früh. Man macht keine Musik und tanzt nicht, das ist das einzige, was man hier weit vom Schuß von dem Freiheitskrieg der Heimat merkt. Die Besten sind drüben auf der Halbinsel, und nur selten kommt direkte Nachricht von ihnen. Man reißt sich um die Zeitungen, und der Ruf der kleinen Jungen „Dia ... rio" schallt aus allen Straßen. Verschiedene Veranstaltungen werden uns noch geboten. Spanische Klubs geben Tanztees oder gesellige Abende, wo immer wieder spontan die Begeisterung aufbraust. Mit der deutschen Kolonie, die hier etwa 300 Personen zählt, kommen wir auf den Divisionsausflügen, wo wir alle mit dem guten einheimischen Landwein bewirtet werden, und auf einem Bierabend mit Tanz im deutschen Hotel „Atlantik" in persönliche und herzliche Berührung. Es gibt auch eine nette kleine deutsche Schule, von deren 60 Schülern, ein kleiner Teil reine Spanier sind. Sie werden an Bord mit Kaffee und Kuchen bewirtet und durchs Schiff geführt und erleben als besondere Ueberraschung den Tonfilm „Mit Kreuzer Königsberg in See." Strahlend ziehen sie ab, schon seit Tagen spielt die Schule eine untergeordnete Nolle, und noch lange werden sie von dem Kriegsschiffbesuch aus der Heimat erzählen. Mit dem Sonntag, dem 1. November, rückt der Abschiedstag heran. Am Vormittag versammelt sich eine kleine, glückliche Schar in der festlich geschmückten Kajüte, um den mit der Hakenkreuzflagge umwundenen Altar. Vier deutsche Kinder werven auf deutschem Boden getauft, ein blonder Junge, schon sechsjährig, erlebt diese Stunde auf dem Schiff, auf dem sein Vater einst im großen Kriege vor dem Feind gestanden hatl Mehrere Kinder werden konfirmiert, und unser junger Schiffspfarrer findet warme, zu Herzen gehende Worte, bei dieser ersten Amtshandlung in fremdem Land. Alle erhalten ein Mützen- bano und Bild des Schiffes, das ihnen ein Stück Heimat brachte, als Erinnerung fürs Leben. Schon fahren die ersten Autos vor und bringen Ich zog selig mit meinem Ordonnanz ab. Der hatte auch keinen Sinn für so ein „Weihnachts- g'spiel" und entschlummerte sofort auf dem Stuhl neben dem ebenfalls schlummernden Sammlungswärter. Ich war allein. Ach, meine Lieben, könnte ich euch doch ein wenig von dem Weihnachtsglanz geben, der mich noch heute erfüllt, wenn ich an diele Welt der Könige und der Hirten denke! Ein Reich der heimlichen Wunder, sanft von leise wehenden Kerzen erhellt, tat sich auf in diesen hundert Krippen; keine war wie die andere, sie wechselten nach den Auffassungen der Zeiten und Völker. Nur der Stern von Bethlehem stand über allen und war stets der gleiche geheimnisvoll winkende Stern der Heiligen Nacht. Da gab es rosige, runde Madönnchen, denen die Aufgabe, an der Landstraße, in einer heimatfrem- den'Herberge ein Kind zur Welt zu bringen, nichts von ihrem gepflegten Lebensmut genommen hatte: da waren ernste, gebeugte Mariengestalten, hart wie das Holz, aus dem sie geschnitzt waren und schon jetzt zermalmt von dem Opfer, das ihres Kindes harrte. Da waren Könige in Seide und Samt, Fürsten, strahlend im Glanze ihrer Berufung, hoch zu Roß und auf geschmückten Kamelen; und da waren arme, kleine, bescheidene Königlein, die zu Fuß kamen und sichtlich Mühe gehabt hatten, die Gaben für das göttliche Kind aufzutreiben. Da waren Zelte unter Palmen, voll orientalischem Prunk und da waren enge, deutsche Ställchen, mit Ochs und Eselchen und dem ganzen Zauber der bäuerischen Weihnacht. O diese Landsknechte und Rosse, diese Elefanten und Kamele, beladen mit winzigen, goldenen Schreinen und Truhen voller Weihrauch und Myrrhen, schreitend unter dem wegweisenden Scheine des Sternes! O diese knienden Hirten, van dem Wunder der himmlischen Heerscharen umloht! O diese Schäflem, tierhaft dumpf und demütig, vom Glanz der Engel bestrahlt! Und als Mittelpunkt von allem wieder und wieder das Kindlein in der Krippe, aus Holz, aus Wachs aus Elfenbein geformt, den Strahlenkranz über der kleinen Stirne und in den erhobenen Händchen das Heil der Welt; dieses helligc Kind, zu dem alle Könige der Völker und alle Engel der H'wrnel gezogen kamen und das so dürftig auf ein bißchen Heu lag, eine wegemüde Frau und einen alten Zimmermann ale Eltern über Mi gebeitet ©ie es wunderbare Kind das jetzt m den heiligen Advents, nachten durch di- Welt flog, Jagte man, und überall wo Kummer war oder Not, ein wenig himmlisches Gold auf das Fenster legte. Und trat man dann ganz unwillkürlich an die Scheiben, dann lag da draußen die Hebe, alte Stadt tief unterm Schnee, der Dom stand mit erleuchteten, hohen, bunten Fenstern unter dem abendlichen Flockenfall und zwischen der heimlichen Weihnachts- weit hier drinnen und der vertrauten Welt da draußen, gab es keine Schranken mehr lieber allem wehte dasselbe Mysterium, noch zu tief für Kindersinn und dunkel doch schon geahnt: das mystische Gleichnis von den Armen und Kleinen, den Mühseligen und Einfältigen, denen das Himmelreich gehört; und das nicht minder mystische Gleichnis von den Herden auf dem Felde und den Tieren im Stall, die nicht zu gering waren, um das göttliche Licht als erste zu empfangen; und drittens das mystischste aller Gleichnisse, das Bild von den dienenden Königen, Gleichnisse, höher als die Himmel und tiefer als die Meere, vom Stern von Bethlehem weise und freundlich und ewig überstrahlt. Natürlich war es keineswegs mehr sechs Uhr, wenn ich, dann, selber ganz verträumt von all den Wundern, die schlafende Ordonnanz weckte, die entsetzt die Zwiebel aus der Hosentasche riß: „Mari- andsosef, halb sieben!! Aber jetzt werd' die Exc'llenz spucken! Und sie spuckte auch, und wie! In guten, bayerischen, bodenständigen Ausdrücken, die sicher vorzüglich zur Erziehung rauher Krieger, weniger aber für die junger Mädchen geeignet waren und die mein Repertoire für geschwisterliche Fehden in grimmig-schöner Weise bereicherten. Aber mochte er dach spucken, der liebe, alte Onkel Karl, man kam trotzdem mit einem Herzen voller Weihnachtsglanz nach Hause, der stille, wuchs durch die geheimnisreichen Adventstage. Bis endlich der Baum strahlte und unter den duftenden Zweigen das eigene Krippchen stand: die kniende Maria mit dem blauen Mantel, das wächserne Kindlein in der Futterkrippe, das graue, breibeinige Eselchen, an das dicke Oechslein gelehnt, damit es nicht umfiel, die angesengten Wollschäschcn, die Könige, mit den güldenen Gefäßlein, ein braunes, stolzes Kamel und ein weißbärtiger Josef, der unter einem langen Cape verbarg, daß ihm die Hände fehlten — diese alte, kunstlose, bescheidene, heißgeliebte Krippe, die doch die schönste war von allen! 6od)fd>ulnad)rid)fen. Professor Dr. Hermann I a h r r e i ß , Ordinarius für öffentliches Recht an her Universität Greifswald, ist in gleicher Eigenschaft an die Universität Köln berufen warben. Ein Skizzenbuch Van Dycks? Von Londoner Sachverständigen wird zur Zeit ein Skizzenbuch geprüft, bas der Sammler E. C. Littler-Jones in Liverpool erworben hat und bas man Anton van Dyck zuspricht. Es enthält ernsthafte Probleme für den Kunstkenner. Es besteht aus 72 Skizzen und 50 Miniaturmalereien, von denen einige auf die Rückseite der Skizzenblätter gemalt sind. Es scheint, als seien diese Malereien auf dem Kontinent, die Skizzen jedoch in England entstanden, nachdem der flämische Meister Hofmaler Karls I. geworden nfar. Zwei der Skizzezn könnten Shakespeare-Porträts sein, und unter einer steht sogar der handschriftliche Vermerk: Shakespeare, 1616 im Alter von 53 Jahren gestorben". Es könnte sich um die Skizze eines Bildes handeln, das nach dem Tode des Dichters in Auftrag gegeben worden ist, so darf man, die Echtheit des Skizzenbuches vorausgesetzt, bei einem Vergleich zwischen dem Datum von Shakespeares Tode und der Ankunft van Dycks in England vermuten. Auch enthält das Buch, das nach einigen Anzeichen auch einmal einem Kinde als Einklebe-Alburn gedient haben muß, mehrere Skizzen Karls I. und der Königin Henriette Maria. Als Handzeichen erscheint unter den Skizzen stets ein mit einem „D" verbundenes „V". Ueberdies trägt das in Leder gebundene Buch auf dem Jnneneinband den Vermerk: „Sir Anthony van Dyck, gestorben in London im Jahre 1641, 43 Jahre alt. Dies Buch stammt aus dem Jahre 1624". z. Zeitschriften. — Der Schuh unseres Landes gegen feindliche Luftangriffe ist eine Forderung, bereu' Dringlichkeit jebem Deutschen bewußt sein sollte. Deshalb muß die Forderung nach einem Schutzraum für jedes Haus eine Selbstverständlichkeit werden. Ein bebilderter Beitrag in dem neuesten Heft der „S i r e n e", der großen illustrierten Zeitschrift mit den Mitteilungen des Präsidiums des Neichsluftschutzbundes, bringt Beispiele bereits ausgeführter Schutzräume in Pommern, die wieder beweisen, daß die Mehrkosten bei einem Neubau im Verhältnis zur Bausumme so gering sind, daß sich fein Bauherr gegen den Bau eines Schutzraumes wehren sollte. Ein anderer Beitrag berichtet über den 66. Lehrgang an der Neichsluftschutzschule, zu dem 200 verdienstvolle Amtsträger einberufen wurden Um das Verständnis für Wesen und Aufgabe des Luftschutzes auf dem Lande zu vertiefen, ocronft'-'lH'- eine süddeutsche Ortskreisgruppe eine llufl|chutz-Sonder- schau, über die in Wort und Bild berichtet wird. Ur. 285 Zweites Blatt Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) *’ den rot gemalten Lippen ') Teil I in Nr. 262 des „Gieß. Anz." vom 7. Nov. den großen Augen und bei wlederto» ’ngen einer ie ichts-1 henke ie Zungen rlagen decken decken rmöbel i Preislagen ' vorteilhafte Polstermöbel chäft von Bahnhofstfi' :l Schütz- Ruf t| in bem mißen Klima dieser gesegneten Insel verbringenden Europäer aus Afrika und der Halbinsel aufnehmen wird. Die I n s e l G r a n Canaria, die drittgrößte der Gruppe, ist, wie die übrigen, vulkanischen Ur= ionUn 1667 Quadratkilometer und etwa 180 000 Einwohnern. Die Haupt- und Provinzstadt Las Palmas, seit 1479 Bischofssitz — mit ihren hellgrauen und weißen Tuffstein- und Basalthäusern eine Stadt von echt südspauischem Gepräge — liegt etwa sechs Kilometer südlich der durch die kahle bergige Halbinsel Jsleta und eine von deut- idjen Ingenieuren erbaute Mole gebildeten Hafen- stadt Puerto de la Luz. Der Hafen ist der bedeutendste der ganzen Inselgruppe. Es herrscht ein reger Dampferverkehr. Hervorragend beteiligt ist hier die deutsche Woermannlinie, deren Vertretung nächst dem Konsul und den Herren der Lufthansa sich, wie schon bei früheren Besuchen, in vorbildlicher Weise unserer annehmen und an dem Gelingen unseres Aufenthaltes wesentlichen Anteil haben. Die Stadt Las Palmas selbst, mit Auto oder Straßenhahn bequem zu erreichen, bietet allerlei Sehenswürdigkeiten. Da ist die alte Kathedrale de Santa Anna, 1497 begonnen, gegenüber dem Pa- lacio Municipal und dem Bischofspalast, welche die Plaza Santa Anna mit den Standbildern der kanarischen Hunde, die den Inseln ihren Namen gaben, malerisch umsäumen. Ein Bummel durch die Stadt ist immer wieder lohnend, und vieles kenne ich wieder von meinem ersten Aufenthalt als Seekadett im Jahre 1926, als der Kreuzer „Hamburg" zum ersten Male wieder die Flagge der deutschen Reichsmarine um die Erde führte. Immer wieder interessant, durch das buntbewegte Gewoge der Triana, mit ihren Geschäften, Bazaren und offenen Restaurants zur Kathedrale zu gehen und sich dem Strom der gestikulierenden, ober andächtig gesenkten Hauptes in das Gotteshaus tretenden Menschen, einzufügen, zu kleinen reizvollen Erlebnissen. Da sind die'verschiedenartigsten mililärischen Wachen und Streifen, vielfach halbwüchsige Burschen, nur durch Mütze und Karabiner kenntlich, den sie lässig über der Schulter tragen, ober sorglos in die Ecke stellen, um rouchenb unb schwatzenb im Korbstuhl vor ber Kaserne zu sitzen. Alle grüßen sie, halb freunbschaftlich. halb militärisch, unb bie schlanken dunklen Mädchen mit V*' «d! an. Erkauf 'straße x II* Spanisches von den Kanarischen Znseln. völlig unter dem Eindruck des begeisterten Abschiedes, den die nationale Jugend in Santa Gru^ au Teuer is,a uns vor wenigen Stunden be- reitele, stehe ich wieder in der angenehmen Kühle des schnell hereingebrochenen Abends auf der Brücke und lasse im Angesicht der Sterne die bunte Folge unserer kanarischen Hafentage Revue passieren. Da er|d)eint mit dieser mit südländischem Temperament improvisierte Abschied wie der Schlußakkord einer Gninplionic tiefempfundener Freundschaft und ehr- sicher Bewunderung, die das um seine nationale 6elbfU-»)a4tung und Jahrhunderte alte Kultur ringende spanische Volk hier in feiner Jnselprooinz uns entgegenbrachte, als dem Schiff der Kriegsmarine Adolf Hitlers, dem ehrwürdigen Zeugen einer stolzen Vergangenheit. Schon d^s Einlaufen in Puerto de la Luz, dem Hafen von Gran Canaria, am Morgen des 22. Oktober, wo am strahlenden Himmelsblau LZ „Hindenburg" auf der Reise nach Südamerika auf die Minute pünktlich feine Ehrenkurve über uns zog, war erhebend unb schön. Der englische Kreuzer „Leanber" liegt vor uns an ber Mole. Seine Matrosen nehmen unsere Seinen wahr, wäh- renb am Fallreep bereits bas Boot mit bem Be- grüßungsoffizier längsseit kommt. Zwei Tage lang herrscht reger kamerabschaftlicher Verkehr zwischen beiden Schiffen, ein Fußballspiel, in dem wir die englischen Kameraden in ausgeglichenem Kampf ntit 3:2 besiegten, droben auf dem schöngelegenen Platz von Santa Brigida — und „Leander" läuft am 25. früh aus. Die Ehrenwache steht angetreten, die Nationalhymnen klingen auf. Für unsere Besatzung beginnen nun abwechslungsreiche Tage bei anhaltend schönem Wetter, es wirb fleißig Bootsbienst unb Seemannschaft getrieben, dazwischen Divisionsausflüge in bie Berge, hinauf bis zum Cruz be Tejebo, 1820 Meter, wo man einen herrlichen Runbblick über die Insel und hinüber bis zu dem schneebedeckten Gipfel des Pico be Teybe auf Teneriffa genießt. Ein Touristenhotel ist an diesem einzigartig gelegenen Gebirgsjoch im Entstehen, das viele, ber die heißen Sommertage fflii der„Schleswig Solsiein"MSchuWffsreise l'on Friedrich Karl Birnbaum, Kapitänieutnant. heben lächelnd die Hand auf und rufen „Heil Hitler!" Wir treten, mehrere Kameraden in Uniform, Segen Abend in die Kathedrale, aus der gedämpfte irgeL unb Geigenmusik klingt. Schon hat ein Priester im Ornat uns erspäht, schon führt er uns mit freunblidjcr Hand, eine Gasse burch bie anbädjtige Menge bahnend, vor das goldene Thronbild ber Virgin bel Pino, ber Schutzpatronin von Canaria. Hunberte von großen Kerzen brennen unb biegen sich in ber eigenen Hitze, ein Meer von Blumen überstrahlenb. Man hat bie Heilige aus bem Frieden ihrer Bergkapelle vor Tagen in feierlicher Prozession in die Kathedrale überführt, um ihren Segen für den Freiheitskampf ber Brüber unb Söhne brühen auf ber Halbinsel zu erflehen. Dieses Volk, vor wenigen Monaten noch von jüdischen Kommissaren planmäßig verhetzt, die Faust zum roten Gruße ballend, ist gläubiger denn je und hat das große Spiel seines Führers zu tiefst begriffen. Wir erleben den Sturm der Begeisterung für sein großes Vorbild Adolf Hitler. Sein Bild steht in jedem Schaufenster neben dem des G e - n e r a l 5 , unb wir, seine Soldaten, empfinden dankbar, wie diese Verehrung sich in jedem Zeichen noch so bescheidener Gastfreundschaft, mit der man uns überschüttet, sich offenbart. Da steht bie Falanga eines Dorfes, das unsere Wagen passieren, mit Musik angetreten. Man spielt unsere Hymnen vor bem Freiheitslied der Falanga — Viva Alemana! Viva Espana! — Es ist schwer, bem braven Alkalben klar zu machen, baß er nicht bie ganze Division von 130 Mann bewirten kann! So werben rasch einige Solbaten abgeteilt, die den Willkommenstrunk im Rathaus entgegennehmen, währenddessen die anderen sich der zahlreichen Gastgeschenke draußen kaum erwehren können. Als wir wieder in bem Wagen sitzen, werben noch riesige Bananenstauden, trotz meines vergeblichen Protestes, hereingereicht — als wir bann auslaufen, hängen bie Stauben in allen Ecken unb der erste Offizier stöhnt über diesen „Bananendampfer"! In wenigen Tagen sind die grünen Stauden gelb — unb nicht viel länger, und es sind nur noch einige verdorbene Mägen bie letzte wehmütige Erinnerung. Wenn man bie leuchtenben Augen der Fetchas (Pfeile), der Jugenborganisation ber Falangisten sieht, bie ganz nach bem Muster der Balilla unb unserer H I. aufgezogen schmuck unb diszipliniert ihr blaues Hemd tragen, Jungens unb Mädels, alle burchglüht von ber heiligen Flamme nationaler Begeisterung, bann wirb einem eines zur Gewißheit: bies Volr wirb nicht untergehen, es wirb auferstehen aus Morb unb Jammer! Unb biese Generation ist berufen, das todwunde Vaterland wieder aufzubauen, das ihre Väter und Brüder mit ihrem Blut und Leben vor dem Untergang bewahrten! Arriva Espana! i Vechnachls- M5h HUM buvvenwa veMsesG «MkÜ 57, gegr. 1S76 .Wäsäietrckn Jl. 5,80 an So grüßte man überall unsere blauen Jungen in Stadt und Land auf Gran Canaria. — (Ausnahmen s2j: Grath.) Deutsche Repräsentanten des Meeres und der Luft begegnen sich bei Las Palmas. abends 8r OaM rein M otbnuttfl: s. lt. 3m Reich der Wunder. Von Sofie von Llhde. Wenn mit dem ersten Advent die Münchener Krippensammlung ihre schmale Tür öffnete, war mit einem Schlage die Kinderwelt voll geheimem Glanz Dem konnte nichts etwas anhaben: mochte ber heißersehnte Schnee auf den Straßen sich schmelzend in graue Soße verwandeln — adieu, Schlittenbahn! — mochte der händeringende Hauslehrer ein Zeugnis in Aussicht stellen, dessen ein Hottentottenkind sich hätte schämen müssen, mochten alle Stricknadeln aus Vaters hartem, schwärzlichem Weihnachtsgeschenk zu Boden rasseln, die Maschen hinterdrein — was tat es? Nun ja, bas Leben war eben eine harte Angelegenheit; aber im Hintergrund stanb bies heim- jjche Zauberland, in dem ein Kind mit einem goldenen Strahlenkranz lag unb beibe kleinen Hänbe Infolge Gr^ auf selbst ff achter t 150 Pa» jammer-* 1 Stil großeÄF ugiinstig.fr1 »port-Zefl larktplatzB^ KdF.-Skl VerlrlebiW Ski-Bapvatv1 M £8811101* voller Märchen hatte. Es war eine Privatsammlung, in dunklen engen Räumen nahe dem Dome ausgestellt, eine Sammlung von höchstem kulturhistorischem Werte. Aber das spielte ja damals keine Rolle für Mich: sie hatte ganz andere Werte! Und es galt, sie so oft wie nur irgend möglich zu besuchen. Doch bas hatte seine Schwierigkeiten. Am ersten Advent allerdings ging man mit Vater hinein aber das war ein bißchen so, wie spater bie Einladungen I beim König: schön unb festlich, ober konnte man S behaupten, daß man bas gebotene Menu gerabe ! sehr genoß? Man wußte hintennach meistens nicht, !. ro@™au9?owarl,e“mit der Srippenfammlung am ■toten Advent, wenn ganz München sich dort irch « und für die privaten Entzückungen kle ner Mädchen 1:1cm Raum blieb, hatte man nicht gar zu unchris | lieb gelebt, so durfte man ja mahl noch mal mit " ler Gouvernante hinein, aber das war ungefähr »ie wenn man mit feiner Großmutter Skiläufen wollte. Nein, allein mußte man gehen. Dem stand das riesenhafte Bollwerk einer behu- Icten Erziehung gegenüber; aber da g es Hat. Man ließ sich einfach von Onke Sari emtaoen, i armlos, zum Kaffee, und dann fiel man ihm mit Beschwörungen um den Hals. „ («ruber Onkel Karl war nicht umsonst Mamasgrubet m. Ebenl" mag der heilende Einfluß der Rinde des Tandjoeng- baumes gegen die furchtbare Plage des zurück- Lisfabon, 5. Dez. (DNB. Funkspruch.) In seiner Rundfunkansprache über den Sender Sevilla führte General Queipo de Llano u. a. aus: Seit 48 Stunden herrscht an der Front vor Madrid, wenn man von kleinen Zusammenstößen absieht, f a st v ö l l i g e R u h e. Seit längerer Zeit erschienen wieder einmal bolschewistische Flieger über Sevilla. Sie konnten jedoch nur auf dem Flugplatz einige Bomben abwerfen, die aber keinen Schaden anrichteten lieber der Stadt Sevilla selbst konnten sie keine einzige Bombe abwerfen, da die Flaks sofort noch dem Auftauchen der Flieger das Feuer eröffneten. General de Llano bedauerte dann, daß amerikanische Blätter anscheinend glauben, durch Sympathiekundgebungen die spanischen Bolschewisten in Valencia unterstützen zu sollen. Er habe von einem amerikanischen Journalisten einen Brief erhalten, der ihm mitteilte, daß die größte nordameri- nische Zeitung sich geweigert habe, ein Interview zu veröffentlichen, daß er, de Llano, dem Journalisten bei seinem Aufenthalt in Spanien gegeben habe. wenn Nordamerika, so betonte General de Llano, einmal den Kommunismus am eigenen Leibe verspüren sollte, werde es aus reinem Selbsterhaltungstrieb mit feinen Sympathien für die Bolschewisten sparsamer umgehen. General de Llano beschäftigte sich dann mit dem Besuch englischer Parlamentarier in Madrid, die in einem Teegramm zum Ausdruck gebracht hätten, daß zur Räumung Madrids 2000 Lastwagen nötig wären. Er bemerkte dazu, daß das beste wäre, mit den angeforderten Kraftwagen alle Ausländer, besonders die „Internationale Brigade" fortzuschaffen, dann wären nämlich die Kämpfe bald beendet und die unschuldige Zivilbevölkerung hätte endlich Ruhe Ergänzende Nachrichten besagen, daß am Freitag 30 nationale Flugzeuge die Hauptstadt überflogen und die roten Stellungen am Westrand der Stadt, sowie das befestigte Stadtviertel Arguelles mit Bomben belegt haben. Dimitroff auf dem Wege nach Varcelona. Krieqszusiand in Syrien. Blutige Zusammenstöße. Ankara, 4. Dez. (DNB. Funkspruch.) Meldungen türkischer Blätter zufolge ist in dem zu Syrien gehörenden Sandschak Alexandrette, wo bekanntlich eine starke türkische Minderheit lebt, der Kriegszustand erklärt worden. Auf die dortige Bevölkerung wird, wie es in den Blättern weiter heißt, von Seiten der örtlichen Behörden ein starker Druck ausgeübt, unter dem Vorwande, daß sie sich weigere, an den Wahlen teilzunehmen. Unter der Einwohnerschaft des Gebietes herrscht wegen der Maßnahmen der Behörden große Erregung. Im Verlaufe einer friedlichen Protestkundgebung hat die Polizei das Feuer eröffnet, wodurch drei Personen getötet und fünfzig verletzt wurden. Paris, 5. Dez. (DNB. Funkspruch.) Wie „Mcttin" berichtet, hat sich der berüchtigte Bolschewistenhäuptling Dimitroff 24 Stunden in der Gegend von Paris aufgehalten Er sei unter einem anderen Namen nach Frankreich eingereist hatte, erhielt wegen Siegelbruchs (Abnahme der Plombe), Betrugs und unberechtigter Stroment» ziehung eine Gefängnisstrafe von acht Monaten. Arbeitslose Frauen besehen ein amerikanisches Rathaus. In Pleasantville im Staate New Jersey stürmte eine Gruppe von 77 wütenden Frauen das Rathaus und richtete sich dort für einen längeren Aufenthalt ein. Der Bürgermeister und die Gemeinderäte flüchteten vor den kreischenden Frauen, die Stricknadeln als Waffen benutzten. Die Frauen erklärten, nicht eher weichen zu wollen, bis ihnen die Stadt Arbeit verschafft. Sie sind schon seit Jahren arbeitslos und blieben mehrere Taae ohne Unterstützung. Familienangehörige brachten ihnen Matratzen und Lebensmittel ins Rathaus, um ihnen die Durchführung der Drohung zu ermöglichen. Unterdessen versammelten sich der Bürgermeister und die Gemeinderäte in einem Lokal, um über Mittel und Wege zu beraten, bis Weihnachten wieder m |ben Besitz ihres Rathauses zu kommen. Mitten im Neutrum der Stadt Plockffratze Nr. 11, ist eine sehenswerte Teppich-, Gardinen- und Dekorations-Schau eröffnet worden. Prachtvolle Teppiche, Gardinen und Dekorationen ziehen die Aufmerksamkeit der Beschauer auf sich, denn der Veranstalter dieser sehenswerten Schau ist das bekannte Teppich- u. Gardinenhaus Ludwig, Geise und Pfaff, früher Brumlik-Haus, Frankfurt am Main, Liebfrauenstraße 1-3. tomV Das Gesetz über das WHW. Oie endgültige Stabilisierung eines natürlich gewachsenen Zustande- weichenden Zahnfleisches erklärt werden. Hinter die Schönheitsmittel an den Sultanshöfen aber, wo die Frauen gewisse Tees trinken, sich dadurch ihre Jugend bis ins hohe Alter erhalten, oder nach denen ihre Haut auch ohne Parfüms intensiv nach Rosen duftet, ist auch noch kein Amerikaner gekommen. Für jenes Haus in Solo, dessen europäische Bewohner regelmäßig wegstarben, wenn sie einzogen, oder doch einen Todesfall in der Familie hatten, haben viele nur ein Lächeln. Und doch gibt es eine Kette von sieben Fällen, die selbst die Regierung bewog, das Haus unbewohnt zu lassen. Die Malayen hatten es von Anfang an als „ankor", „zu meiden" bezeichnet. Ich bin hier mit einer fast übertriebenen Vorsicht an diese Dinge herangegangen. Wenn ich aber vor meinem Fenster die Umwelt wachsen sehe, die Ueppigkeit, mit der die Natur der Tropen alles überwuchert, betrachte, dann fange ich immer wieder an, die Wahrheit dieser Dinge zu glauben. Man prüfe unsere Medizinen und man wird erstaunt sein, wieviele ihrer Grundstoffe aus den Tropen stammen, wenn auch nachträglich synthetisch hergestellt. Kannten die Javaner nicht auch schon viele Jahrhunderte vor der Entdeckung des Chinins die heilkräftige Wirkung des D o e a r h gegen die Malaria?! Hinter dem Pafar Baroe, dem neuen Markt, von Bandoeng, liegen in einer schmalen Straße ausnahmslos chinesische Geschäfte, und unter ihnen herrschen bei weitem die Roema Obots, die Apotheken, vor. Die Chinesen sind schon seit zwei Jahrtausenden in Jnsulinde ansässig und haben sich hier vollständig rein erhalten wenn man einmal von den wenigen Mischungen absieht. Es bestehen noch die alten Familien und auch die Jugend fügt sich noch meist der Tradition der Alten. Am reinsten hat sich aber das alte China noch in den Apotheken erhalten. Hier ist Java vollständig ausgeschaltet. Als wir eine dieser Roema Obats, freundlich vom Familienhaupt begrüßt, betreten, befand sich dort gerade ein elegant gekleideter Chinese, der fein säuberlich in Seidenpapier verpackte Sachen aus dem Koffer holte und lange Erklärungen dazu gab. Er kam aus Honkong, und in dem ersten Päckchen sah ich feine quergeschnittene Ringe aus jungem, eben verhornten Hirschgeweih. Es beaann ein ausführliches Handeln, von dem wir kein Wort verstanden, und das gegen jede Erwartung doch zum Kauf führte Eines der Liebesmittel, die im Osten eine große Rolle spielen. Ich äußerte den Wunsch, mehr von den Dingen zu hören. Gern tat man es nicht und ich habe es nur der Freundschaft eines deutschen Gelehrten zu verdanken, daß man mir alles zeigte. Aus einem Schrank wurde eine Glasflasche geholt, in der sich grauweiße, höchstens zwei Zentimeter breite Streifen befanden. „Rhinozeros-Haut" geschnitten! Das Nashorn spielt im Liebesleben der Chinesen eine große Rolle. Vor allem das Horn ist sehr gesucht und folglich auch teuer", wurde ich belehrt. ,,Ach. darum vermehren sich die Tiere in Bantam (Westjava) nicht mehr so recht? Darum bestraft dis Regierung den Abschuß tn Java und Sumatra sa sehr?" „Natürlich, die Chinesen riskieren aber ge* tröst zwei Jahre Gefängnis, denn so ein Nashorn bringt ihnen tausende von Gulden!" Augenblicke später stehen vor mir Schalben- n e ft e r, eine auch in Europa bekannte Delikateste. Ich kann mir nicht helfen, immer wieder packt mich das Grausen, wenn ich mir vorstelle, wie sie Besinnliche Weltreise 23cm unterem E M.-Korrespondenten. Berlin, 3. Dez. (DNB.) Regierungsrat Dr. Peter Gast vom Reichsministerium für Dolksauf- klärung und Propaganda sprach vor Vertretern der Presse über das neue Gesetz über das Winterhilfswerk des deutschen Volkes: Unter den 11 Gesetzen, die das Reichskabinett am 1. Dezember beschlossen hat, befindet sich auch das Gesetz über das Winterhilfswerk des deutschen Volkes. Während man aber Gesetze, die z. B. der Durchführung des Dierjahresplanes dienen, erwarten durfte, wird es manchen überrascht haben, daß ein Gesetz über das Winterhilfswerk zu diesem Zeitpunkt ergeht. Wir haben drei Winter hindurch das größte Hilfswerk bereits durchgeführt, wir stehen mitten in der Durchführung des vierten. Soll nun etwas geändert werden? Kurz und gut: nein! Das Gesetz schafft nichts grundsätzlich Neues, sondern es bestätigt den jetzigen Zustand. Das Gesetz bedeutet nut den Abschluß einer organi- schen Entwicklung von mehr als drei Jahren Dauer, es bedeutet die endgültige Stabilisierung eines natürlich gewachsenen Zustandes. Das Winterhilfswerk hat sich im Herzen des deutschen Volkes einen Platz erobert, von dem es nicht wieder zu verdrängen ist. Es steht organisatorisch fertig da und damit ist dec Augenblick gekommen, um es auch rechtlich in die Form zu bringen, die ihm nach seiner tatsächlichen Stellung zukommt. Das neue Gesetz will dem Winterhilfswerk diese Rechtsstellung geben. Es trägt so dazu bei, das Winterhilfswerk dem deutschen Volke in der jetzigen Form für alle Zeiten zu erhallen. Das Gesetz ist deshalb kurz und einfach. Wenn es in seinem ersten Paragraphen das Winterhilfs- werk für rechtsfähig erklärt, so erhält es eine Anerkennung der Bedeutung, die sich das Winterhuss- werk im deutschen wirtschaftlichen Leben erworben hat. Man darf nicht vergessen, daß das WHW. mit seinen vielen hundert Millionen RM. Umsatz em Mrischaftsfaktor von allergrößter Bedeutung geworden ist. Diese Tatsache müßte auch rechtlich anerkannt werden. Das Gesetz begnügt sich mit der Feststellung, daß das Winterhilfswerk rechtsfähig ist, und erklärt lediglich einige Vorschriften über die Stiftung des bürgerlichen Rechtes für sinngemäß anwendbar. Im übrigen wird die Rechts- form durch die noch zu erlassende Satzung bestimmt. Lawinenunglück in Oberwallis. Andauernder Regen nach starkem Schneefall löste im Lötschentalgebiet zahlreiche Lawinen aus. Dabei wurden zwei junge Leute, die vom Viehbe- sorgen heimkehrten, verschüttet. Obwohl alle Einwohner der Gemeinde Blatten an der Bergungsarbeit teilnahmen, konnten die Verschütteten bisher nicht gefunden werden. Starke Zunahme des Devisenschmuggels in Oesterreich. In der letzten Zeit wurden zahlreiche jüdische Devisenschmugglerbanden von den Wiener Behörden festgestellt und verhaftet. Diesem Ueberhandnehmen des Devisenschmuggels in Oesterreich, das offenbar auch mit den verschiedenen Währungsabwertungen zusammenhängt, will die Polizei durch eine Verschärfung des Ueberwachungs- bienftes in allen österreichischen Grenzstationen begegnen. Ferner soll die Abteilung für Devisenschmuggel bei der Wiener Polizei verstärkt werden. Raffinierter Stromdiebstahl. Einen raffinierten Stromdieb stahl hat sich der 43jährige M. in Köln in den Jahren 1930 bis 1935 zuschulden kommen lassen. Die Verhandlung ergab, daß M. es verstanden hatte, der Hauptleitung Strom zu entnehmen, ohne daß dies vom Zähler aufgezeigt wurde. Der Angeklagte, der das Elektrizitätswerk um rund 1000 Mark geschädigt eine große Zahl geladener Gäste, Deutsche und Spanier, die auf dem großen Bordfest mit einem Teil der Besatzung und den Offizieren des Schiffes einige Jrobe Stunden des Abschieds als Dank und Erwiderung für die so zahlreich genossene Gastfreundschaft, verleben sollen. Unsere Tanzkapelle, die schon bei einigen Veranstaltungen an Land mit großem Erfolg aufgetreten war, findet allgemein begeisterte Anerkennung. In den wenigen Tagen Haven sich viele freundschaftliche Bande herüber und hinüber geknüpft, und der Abschied naht viel zu schnell! Auf Befehl des Oberkommandos Haden wir Las Palmas bereits am Montag, dem 2. zu verlassen, um der Insel Teneriffa noch einen kurzen Besuch abzustatten. Da die Insel mit dem berühmten Pic und durch ihre reichere Vegetation allge- Die weitere gesetzliche Bestimmung, daß das Winterhilfswerk durch den Reichsminister für Dolksauf- tlärung und Propaganda geführt und beaufsichtigt wird, sowie daß auf seinen Vorschlag der Führer und Reichskanzler den Reichsbeauftragten für das Winterhilfswerk ernennt, erhält lediglich eine Betätigung des jetzt schon bestehenden Zustandes, von )em damit anerkannt wird, daß er sich bewährt hat. Schließlich regelt das Gesetz noch die Durchführung der Sammlungen des Winterhilfswerkes.' Dieses erhält eine Sonderstellung, indem es von den Vorschriften des Sammlungsgesetzes freigestellt wird. Don besonderer Bedeutung ist bei einem Werk, das aus freiwilligen Opfern aufgebaut ist, die Frage des Rechnungsprüfungswesens. Denn der Bolksgenoste, der für das Hilfswerk gibt, muß wissen, daß sein Beitrag auch wirklich an die Stelle kommt, für die er bestimmt ist. Beim Winterhilfswerk war es nicht erforderlich, eine solche Rechnungsprüfung durch das Gesetz neu zu schaffen, denn sie bestand bereits. Sie wurde durch die Reoi- sionsorgane des Schatzmeisters der NSDAP, vom ersten Jahre an durchgeführt. Am Abschluß eines jeden Winterhilfswerkes konnte der gesamten Oeffentlichkeit über die Verwendung der eingegangenen Spenden Rechnung gelegt werden. Der beste Beweis dafür, daß diese Art der Ueberwachung das volle Vertrauen des Volkes genoß, war die immer mehr ansteigende Höhe der Spenden., Deshalb konnte das Gesetz von einer ausdrücklichen Regelung hier überhaupt absehen. Durch das Gesetz wird dem großen hilfswerk, auf das das deutsche Volk stolz ist und um das uns das Ausland beneidet, der platz im Staate zugewiesen, der ihm zukommt. Das Winterhilfswerk des deutschen Volkes wird jetzt in aller Zukunft für den Kampf gegen Hunger und Kälte eingesetzt werden können. Es wird aber über diese unmittelbare Aufgabe hinaus auch weiterhin dem hohen Ziel dienen, das Zusammengehörigkeitsgefühl des deutschen Volkes zu stärken und damit den Sinn für den wahren Sozialismus der Tat zu wecken. Symbolisch für dieses Gefühl der unbedingten Schicksalsverbundenheit aller Deutschen ist der Tag der nationalen Solidarität, den wir am kommen- 20 Jahre später... Bei dec Erstürmung des sog. Bergwaldes vor Verdun am 1. August 1916 war der Musketier Jo- Hannes Kraushaar aus Oberkalbach (Kreis Schlüchtern) vermißt worden, der damals bei dem Reseroe-Jnfanterie-Regiment Nr. 81 ftano. Man hatte nie wieder etwas von ihm gehört. Nunmehr ist die Nachricht gekommen, daß die Gebeme des Vermißten im Oktober d. I. auf dem ehemaligen Schlachtfeld gefunden und dem Deutschen Kneger- friedhof in Azannes zugeführt worden sind. Ehepaar veinhorn-Rosemeyer auf dem Fluge nach Kapstadt. Elly Beinhorn-Rosemeyer startete Freitag früh in Berlin gemeinsam mit Bernd R o s e° meyer zu einem Flug nach Südafrika, wo Bernd Roserneyer an mehreren Autorennen für Auto- Union teilnehmen wird. Die beabsichtigte Flugstrecke führt über Kairo und beträgt 14 000 Kilometer Die Strecke Berlin—Belgrad wurde ohne Zwischenlan- düng in 4,10 Stunden zurückgelegt. Von Belgrad erfolgt der Weiterflug nach Athen. Landesverräter zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt. Dom Volksgerichtshof in Berlin wurde der deutsche Reichsangehörige Walter Schultze aus Graudenz wegen Verrates militärischer Geheimnisse zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt. Dem Angeklagten konnte nachgewiesen werden, daß er für eine ausländische Macht Ausspähdienste in Ostpreußen geleistet hatte. Da Schultze durch sein überaus schmähliches Verhalten sich selbst aus der deutschen Volksgemeinschaft ausgeschlossen hat, wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit aberkannt. Schwerer Raubüberfall in Duisburg. In Duisburg-Meiüerich wurde ein schwerer Geldraub verübt. Zwei Männer, die sich mit Gesichtsmasken unkenntlich gemacht hatten, überfielen zwei Angestellte eines Einheitspreisgeschäftes in Meiderich, die in einem Koffer einen Geldbetrag von 3200 Mark nach der Post bringen wollten. Die Räuber forderten die Boten unter Vorhaltung von Schußwaffen zur Herausgabe des Koffers auf. Während einer der Täter den Boten den Koffer entriß, hielt der andere die Boten mit der Schußwaffe in Schach, bis fein Komplize mit dem Koffer auf dem Fahrrad die Flucht ergriffen hatte Dann flüchtete auch dieser Räuber auf einem Fahrrad. Trotz sofortiger Verfolgung war es nicht möglich, die Räuber einzuholen. Bahnstrecke Mittenwald—Innsbruck von Lawinen verschüttet. Auf dem österreichischen Teil der Mittenwald- bahn zwischen Hochzirl und Kranebitten find zwei Schneelawinen niedergegangen, die die Strecke unbefahrbar machten. Deshalb ist der Betrieb auf der Mittenwaldbahn zwischen Innsbruck und Reith vollständig eingestellt worden. Die Lawinen rissen Baumstämme um und zerstörten die Hochspannungsleitung. weitergereist, angeblich um die Möglichkeit der Verlegung des politischen Sekretariats der Komintern nach Katalonien zu prüfen. 27000 französische Freiwillige in den Leihen der spanischen Bolschewisten. Paris, 5. Dez. (DNB. Funkspruch.) In Kreisen der französischen Volkspartei D o r i o t s wird erklärt, daß zur Zeit 2 7 0 0 0 Franzosen, b. h. der Jstbestand zweier Divisionen, unter dem Befehl sowjetrussischer Offiziere in den Reihen der spanischen Bolschewisten mitkämpfen. Täglich würden neue Freiwillige nach Spanien abgesandt. Der Flugverkehr von Toulouse nach Spanien, der früher eine Fahrt täglich umfaßte, sei jetzt auf sechs tägliche Abfahrten gesteigert worden. N«e Freiwilliaenfrage. London, 4. Dez. (DNB.) Im englischen Außenamt trat Freitag mittag der Unterausschuß des Nichteinmischungsausschusses zusammen, um die Frage der Freiwilligen in Spanien zu erörtern, lieber die Sitzung wurde folgende amtliche Mitteilung ausgegeben: „Es fand ein allgemeiner Gedankenaustausch sowohl über die Frage der zunehmenden Einreise ausländischer Staatsangehöriger in Spanien, als auch über die Gesichtspunkte einer indirekten Einmischung statt. Der Unterausschuß war sich über die Bedeutung dieser Fragen einig und beschloß, dem Hauptausschuß Vorschläge zu unterbreiten, deren allgemeiner Charakter bereits in der heutigen Sitzung festgelegt wurde Diese Vorschläge werden vom Unterausschuß in einer weiteren Sitzung, die am Montag, 7. Dezember, 16 Uhr, stattfindet, ausgearbeitet werden." den Samstag begehen. Es mag als lebhaftes Zeichen gedeutet werden, daß die erste große Straßensammlung des Winterhilswerkes, die nach dem Erlaß des Gesetzes stattfindet, gerade auf N'?“ AÄ 'Will K ith>. be. "‘ Mtn 's? 'Ms hat fi* n J930 MowblunJ Lbl? °°« P’ der da; [ ^schädigt 'nähme der Stroment. von a^ ^Tevvich. M worden. Dotationen A auf sich, L Schau usdudmia, 'us. tzr°A 7088V f)intet tiw abex, wo Mich ihre ober noch .ntenjro noch erikaner jt« !ssen europä- n, wenn üt der Familii Ind doch gilt ie selbst te nt zu lasjn als „ankof laus. ^5 stürmte n das Rat. -n längeren no die T«, Frauen, Die, Frauen 1- dis ihnen lOn feit 3ai). ge ohne Un- hlen ihnen is, um ihnen glichen. lh meister ut über M,Ä n wieder m iebenen i. ffienn id wachsen sein. Tropen, ck: ich immer zu glauben. inn wird er- f|e aus den ich syntheti^ )t auch W« ; dcs Chinin» -h gegen b>r reuen Mli. aalen f t e, und ui" loema Obots. nd schon le ansässig und n wenn man inb auch hl! ionderM China no*1” oollstan ? loema D^J -m betreten, *>* Ä* SS? /jehe E ‘J Siebes* Uen $* Setf-”,1,' >■ II'Vgltei- W en d-',7» --S- stände kommen und mit welcher S-q-ist-rung die Leute sic essen. Was letzt aber aus der Ziaaretten- .chachtel und aus Watte herausgenommen wurde, tonnte lch noch nicht. Es war etwa kirschgroß, grau und gelb meliert, „Nun, was ist es?" lautete dl° ^°menfrage ,Keine Ahnung! Ich halte es für einen Stein. „Richtig, aber was für einen Stein?" Ich drehte ihn nach rechts und links, ritzte ihn mit dem Fingernagel und merkte, datz der Stein weich war. Das ist ledoch keine Seltenheit aus Java 6=™. d°rt gibt es fast ausschlietzlich Weichgestein' Schließlich erfuhr ich, daß es der Maqenstein -'N°sAfsenmar Und so ging es fort: See- hundsts«-, Hirschhörner in jeder Form, Harzarten und was fönst eine v,eltausendjährige und oftmals irrende Kultur erdacht hat. Zum Schluß stand eine Blechbüchse vor mir Der Inhalt wurde auf den Tisch geschüttet und lag in einem Haufen von Kalkftaub. Mein Begleiter be- gann sofort dann herumzuwühlen. Er schüttelte ^E^<Äd murmelte etwas von Schweinen und Hirschen. Ich sah, daß es Zähne waren: zerfressene und vollständige, in jedem Fall aber war der Schmelz vorhanden. „Das sind die berühmten D r a- ? e V o JJe^orte ich. „Ja, aber um Gotteswil- len, die habe ich mir immer spitz wie Krokodilzähne vorgestellt , entgegnete ich. „Sie sind auch nicht von Drachen, denn so etwas gibt es nicht. Sie stammen alle von Schweinen, Hirschen, auch Menschen und menschenähnlichen Deren! Sagen Sie das aber nie einem ^pinefen ©te würden chn damit tödlich be- le löt gen. Die Zahne werden zermahlen und gleichfalls als Medizin eingenommen. Sie entstammen durchweg einer fossilen Tierwelt und haben in den legten Jahren zu interessanten Forschungsergebnissen geführt. Jugend ein Zweifel über die Herkunft be= lseht nicht. Sie kommen aus Südchina und sind über ganz Sudostasien verbreitet. Man findet sie m Apotheken Niederländisch-Jndiens, Singapores, Siams, Jndochinas und der Philippinen. Ich blicke nun auf einmal mit ganz anderen Augen auf die Büchsen und Porzellankrüge, die in hohen Regalen in der Apotheke stehen. Was für Geheimnisse mögen sie noch bergen? Sicherlich nicht nur Dmgo, die mit dem Liebesleben zusammenhängen. Bon zwei Sachen weiß ich es bestimmt. Da haben die Chinesen z. B. ein Mittel gegen Diphtherie, das auch von europäischen Aerzten verschrieben wurde, ehe das Serum bekannt war, und das sie seit undenklichen Zeiten herstellen. Sie kennen auch eine erhärtete Mischung aus Krötenhaut und anderem, die eine betäubende Wirkung durch bloßes Aufftrei- chen auf gewisse Körperteile haben, analog unserer Lokalanästhäsie. Aber die Kenntnisse von dem wahren Wert der chinesischen Apotheke sind nur recht unvollkommen. Als ich die Roema Obat verlasse, habe ich das Gefühl, etwas außerordentlich Interessantes gesehen zu haben. Vom Deutschen Nationaltheater. uZm hundertjährigen Bestehen des Berliner Gtaatstheaters am 5. Dezember. Von Or. Hans Wlifert. daß eine Institution niemals eine Nation schaffen kann, daß aber eine geeinte Nation in einem Nationaltheater den festlichen Ausdruck ihrer s e l b st schassen kann. Heute wird die innere Bereitschaft für ein deutsches Nationaltheater von Tag zu Tag stärker. Kein Mensch kann noch wissen, in welcher Form es Wirklichkeit wird, noch wie die Spiele sein werden, die auf ihm die Gemeinschaft des Volkes ergreifen werden. Hunderttausende von Deutschen, die früher kein Theater besuchen konnten ober wollten, werden heute dem Tyeater nahegebracht. Theaterbesuch ist kein soziales Privileg mehr. Welch ein Ansporn liegt in der neuen Tatsache, dem Volk, das jetzt erst Volk geworden ist, ein Drama schenken zu können. Ein Drama, in dem es sich selbst, seine Taten, seine Hoffnungen, seine Irrungen, seine Träume gespiegelt, geformt, ausgesprochen erlebt. Welches Mißverständnis wäre es. Darin einen Appell zur Primitivität au sehen, einen Appell zur Aufgabe einer Bildungsböhe, die ein kostbares, unverlierbares Gut des deutschen Volkes ist. Es ist ein Appell, die wesentliche Sprache Deutschlands zu erlauschen, ihren Rhythmus wiederzugeben. Wenn der Dichter kommt, der diese Sprache rein spricht, wird das deutsche Nationaltheater geboren, wird der Traum, der kühn und bescheiden in Hamburg 1767 seine erste Form suchte, Wirklichkeit werden können. Als Fundament haben wir die Theaterkultur, die wir täglich bewundern, und die Theaterbildung, die seit dem Umschwung in alle Schichten des Volkes getragen wird. Eugen Klöpfer als Faust in Grabbes „Don Juan und Fausts ' (Scherl-Bilderdienst-M.) beginnen wieder. Oie Arbeit im Gebiet Heffen-Naffau. Wir haben heute in Deutschland eine Theater- kultur von beispielhaftem Rang. Trotzdem ist es kein Widerspruch, wenn man feststellt, daß das deutsche Nationaltheater noch immer eine Hoffnung und noch immer keine Wirklichkeit ist. Jenes deutsche Nationaltheater, das nicht das Theater des Alltags ist, sondern jenes Festspiel, und jene Fest- spielstatte, die Richard Wagner in Bayreuth für die ganze Nation verwirklichen wollte. Man kann sagen, dieses deutsche Nationaltheater ist das heimliche Ziel der deutschen Theaterentwicklung seit ihren Anfängen vor knapp 200 Jahren gewesen. Es ist F 'S» 1\ .. S M.. ■’< fc': I Aus Anlaß seines 150jährigen Bestehens geht im Staatlichen Schauspielhaus in Berlin „Don Juan und Faust" von Christian Dietrich Grabbe unter Leitung von Jürgen Fehling in Szene. Unser Bild geiat Gustaf Gründgens als Don Juan. — (Scherl-Bilderdienst-M.) eine Idee von einer Weite und Tiefe, wie es nicht anders die Idee von der einheitlichen Nation, die Idee der Volksgemeinschaft ist. Man kann sich heute kaum mehr vorstellen, welchen Idealismus es bedeutete, im Jahre 1767 in Hamburg ein deutsches Nationaltheater zu gründen. Es sollte dazu das erste seßhafte deutsche Theaterunternehmen überhaupt sein (abgesehen von den fürstlichen Opern, die eine Sache für sich sind). Und das inmitten einer beispiellosen politischen Zerrissenheit. Es war ein Bau in einem luftleeren Raum. Er mußte, auch schon an dieser Stelle, scheitern an der völlig mangelnden Bereitschaft derer, die diesem Nationaltheater seinen Sinn hätte geben müssen, am Publikum. Aber die große Idee war geboren und hatte eine erste, wenn auch bald wieder verschwindende Form gefunden. Lessing konnte seinen Kampf gegen das französische Drama berechtigter führen und mit anderem Nachdruck dem deutschen Drama den Weg bereiten. In Wien wurde der Nationaltheatergedanke zunächst aufgegriffen. 'Waren es in Hamburg Privatmänner, Kaufleute, die ihn mit den Schauspielern zusammen zu verwirklichen suchten, so tat es in Wien der Kaiser selbst Der Sinn der Idee wird hier schon deutlicher formuliert. Joseph II. wollte die zahlreichen Volker seines weiten Reiches unter die geistige Führung der Deutschen stellen. Ein Mittel dazu war ihm'die Gründung des B u r g t h e a ter s (1776) als deutsches Nationaltheater. Die politische und kulturelle Sendung, wie sie viel früher [Jon in Frankreich formuliert worden war, ist offensichtlich, wenn auch die Aufklärung dabei Pate gestanden hat Nach Wien kam 1779 die Gründung des Mannheimer N a t i v n a l t h e a t e r s das den Ruhm für sich beanspruchen darf, durch die Verbindung mit S ch i l l e r die erste deutsche Buhne zu fein, auf der es um geistige Entscheidungen ging und gerade in dem Genius Schillers die erste Ahnung des wahren Nationaltheaters erhoffen zu lassen. In Wien und Mannheim setzte sich zugleich die Bildung des deutschen Schauspieler st andes fort, die sich in Hamburg und am Hoftheater in Gotha angebahnt hatte. Sie hatte das Glück, Persönlichkeiten vom Rang eines Ethos, Schröder, Iss! and an ihren Anfängen vorzufinden. Als 1786 das Berliner Nationaltheater, wie Mannheim und Wien auch als eine Einrichtung des Hofes und als eine der ersten Taten des Nachfolgers Friedrichs des Großen, gegründet wurde, war das deutsche Theater in den zwanzig Jahren seit Hamburg schon beträchtlich fortgeschritten.^ Es konnte in Berlin unter der Leitung von I f f l a n d (1796—1814) schon eine achtunggebietende Höhe erreichen. Als letztes Nationaltheater kam 1791 Weimar hinzu. Seine Leitung durch Goethe, die Mitarbeit Schillers führten es auf eine Höhe, die dem geistigen Rang dieser Stadt entsprechen konnte. Das Theater ist immer im Kampf mit dem Publikum. Sein Anspruch geht kraft seiner Sendung stets höher, als die Trägheit des Publikums es zulassen will. Das Publikum hat das erste Hamburger Nationattheater zu Fall gebracht. Freilich, wir sagten es schon, war der Boden noch nicht genügend vorbereitet gewesen. Dem höfischen Theater konnte das Publikum nicht in gleichem Maße die Gefolgschaft verweigern — man mag in dem gesellschaftlichen Zwang, der sich hier ausdrückt, einen erzieherischen Faktor sehen, der seine Verdienste hatte —, dafür aber hat es das Niveau gedrückt und damit den Anspruch „Nationaltheater" hinfällig gemacht. So war es in Wien, in Berlin und nicht anders in Weimar trotz Goethe und Schiller. Aus den Nationaltheatern wurden Schaubühnen gleich den anderen, die immer zahlreicher im Lauf des 19. Jahrhunderts erstanden. Man muß auf der einen Seite die rasch erreichte Höhe des deutschen Theaters bewundern. Sie zeigte, daß Theaterbegeisterung und Theaterbegabung in reichem Maße vorhanden waren. Auf der anderen Seite sieht man zugleich die Elemente der Hemmung für die große Idee. Die Trägheit des Publikums nannten wir schon, indes ist sie nicht ausschlaggebend. Sie blieb doch immer eher ein Ansporn. Ein anderes ist die in den historischen Anfängen begründete gesellschaftliche Ausrichtung nach dem Hofe, die ein wichtiger Faktor für die Entwicklung des Theaters war, die es aber zum Theater einer bestimmten, nicht sehr umfassenden sozialen Schicht machte. Diese Schicht wappnete sich im Laufe des fortschreitenden 19. Jahrhunderts weniger mit einem sozialen Vorurteil als mit dem Anspruch der Bildung, der mehr als alles andere das Theater zu einer exklusiven Angelegenheit machen sollte und damit hermetisch nach der Seite einer Volksgemeinschaft abschloß. Ein wahres Nationaltheater konnte da nicht gedeihen. Es kam soweit, daß man das Theater nicht mehr theatralisch, sondern literarisch begriff, mit einem Begriff also, der dem lebendigen, ursprünglichen Geist des Theaters, des Theaterspielens feindlich fein mußte. Denn was kam von der Seite unserer Dichter? Schiller sagte in seinen Anfängen, als echter Sohn der Aufklärung: „Wenn wir es erlebten eine Nationalbühne zu haben, fo würden wir auch eine Nation". In seinen späteren Jahren hat er wohl anders gedacht und hat mit seinem letzten Bühnenwerk, Dem „Teil", dem deutschen Volk bas Schauspiel geschenkt, das erster und echter Baustein zu einem nationalen Theater war. K l e i st hat ebenfalls begriffen, um was es ging. Die nach ihnen kamen und in ihren Formen schaffen zu müssen glaubten, waren von dem echten Geist des Theaters weit entfernt. Später wurde dann das Drama zwar immer mehr in die Arena des Tageskampfes herabgezogen, was seiner rein theatralischen Haltung ost zuträglicher war als die kühle Bildungshöhe, aber Ausdruck einer gemeinsamen Haltung, den die klassische Richtung noch angestrebt hatte, wurde es immer weniger. Wie war es anders möglich in einer Epoche, in der sich die Auflösung jahrhundertealter Begriffe und Schichtungen vollzog! v r Heute wissen wir, was der Schiller der Aufklärung nicht wissen kannte, was die Romantik ahnte, ohne die Kraft zu haben es durchzusetzen: NSG. Am 6. Dezember eröffnet die Hitler-Jugend des Gebietes Hessen-Nassau die Jugendfilmstunden des Winters 1936/37 mit mehreren großen Filmmorgenfeiern. Damit erschließt sich Der HI. ein neues Arbeitsgebiet, das wie kaum ein zweites geeignet ist, als Schulungs- und E r z i e - 5 u n g s m i 11 e I eingesetzt zu werden. Welch schöne und große Aufgabe ist es doch, der gesamten jungen Generation den wertvollen und guten deutschen Film nahezubringen und in der Jugend damit das Verständnis für das gesamte Filmschaffen zu wecken. In den Jugendfilmstunden, die durch die Art der der HI. eigenen Umrahmung zu erlebnistiefen Feierstunden werden, kann ein Film naturgemäß eine weit größere und nachhaltigere Wirkung auf die jungen Menschen ausüben, als es andere Filmbesucher können, bei denen jeder ohne Bindung zu dem anderen, neben ihm Sitzenden den Film sieht. Die feierliche und schlichte Umrahmung mit den einfachen und doch so starken Mitteln der HI. fügt zunächst schon einmal die jugendlichen Besucher zusammen und macht sie bereit zur Aufnahme des Films, der dann vielleicht nach einigen sachlichen oder geschichtlichen Erklärungen zum Eigentum eines jeden einzelnen wird, ohne daß auch nur einer sich aus der Gemeinschaft zu lösen vermöchte. Hierin liegt einmal die große Bedeutung der Filmarbeit der HI. Aber auf der anderen Seite liegt eine ebenso große Bedeutung in der Tatsache, daß in dem Augenblick, in dem die HI. den Film in ihre Arbeit einschaltet, sie auch den größten Einfluß auf die Gestaltung des deutschen Filmes gewinnt. Das geschieht einmal negativ: Alle Filme, die in den Jugendsilmstunden gezeigt werden, sind sorgfältig ausgesucht. Das Gebiet Hessen-Nassau der HI. beginnt in diesem Winter in enger Zusammenarbeit mit der Gaufilmstelle, gemäß dem Abkommen zwischen der Reichspropagandaleitung und dem Presse- und Propagandaamt der RIF. großzügig ihre Filmarbeit. Die Gausilmstelle übernimmt dabei mehr die sachliche Beratung und Beschaffung der Filme, während der HI. die Durchführung, Ausgestaltung und Propagierung übertragen ist. Dadurch wird es möglich, zunächst einmal in allen Orten des Gebietes, in denen ein Filmtheater be» besteht, Jugendfilmstunden durchzuführen. Allen Einheiten kann somit der gleiche, für sie ausgesuchte Film von der Großstadt bis zum Dorf hinunter gezeigt werden. Später werden dann einige Filmgeräte auch an den Orten, in denen kein Kino ist, die Filmstunden ermöglichen lassen. Bis zum April ist von der Abteilung Presse und Propaganda ein gewaltiges Programm festgelegt worden. Die 15 besten Filme der letzten Zeit werden in über 200 Jugendfilmstunden weit über 100 000 Jungen und Mädeln gezeigt werden. Mehr als 60 Orte erleben die Filmfeiern der HI., die mit dieser Tat zeigt, daß sie nicht nur leere Forderungen aufstellt, sondern mit allem Ernst und mit Energie die neue Aufgabe anpackt. Oberheffen. Vierjähriges Kind beim (Spiel am Teich ertrunken. — Alsfeld, 4. Dez. In tiefe Trauer wurde die hiesige Familie des Bauhilfsarbeiters Goß versetzt. Das vierjährige Söhnchen, das einzige Kind seiner Eltern, hatte sich nach dem Erlenteich begeben und sich anscheinend an der Anlegestelle der Ruderboote zu schaffen gemacht. Dabei ist der Junge vermutlich ausgerutscht und indenTeichgefallen. Ein gleichaltriger Spielgefährte lief sofort zu den Eltern des verunglückten Kindes und meldete den Vorfall. Als die Mutter zur Unfallstelle kam, sand sie ihren Jungen tot im Wasser liegend vor. Das Mitgefühl mit der schwergeprüften Familie ist allgemein. Landkreis Gießen £ 2ß i e f e cf, 4. Dez. Das dem Emil D e i b e l gehörige Anwesen Rabenauer Straße 17, in dem sich seit ungefähr 40 Jahren eine Verkaufsstelle des Landwirtschaftlichen Konsumvereins befindet, ging durch Verkauf an den Landwirtschaftlichen Konsumverein über. * Lollar, 5. Dez. Am heutigen Samstagabend findet hier, veranstaltet von dem Sängerkreis Gießen, eine Filmvorführung statt, die dem Deutschen Bundessängerfest 1937, den Schönheiten der Feststadt Breslau und des Schlesierlandes gewidmet sein wird. Q] Großen-Linden, 4. Dez. Dieser Tage konnte einer unserer ältesten Einwohner, der frühere Maurer Konrad Mehl, Bahnhofstraße 41, seinen 8 4. Geburtstag feiern. Er erfreut sich noch körperlicher und geistiger Rüstigkeit. — Gestern mußten auch die Klassen der hiesigen Volksschule den Unterricht schließen, da über die Hälfte der Schüler an Husten und Grippe erkrankt ist. ♦ Steinbach, 4. Dez. Anläßlich des diesjährigen Kreissängertages des Sängerkreises Gießen wurden zwei Mitglieder des hiesigen Gesangvereins „Eintracht" geehrt. Den Sangesbrüdern Ludwig Walb und Ludwig Gerhard wurde für 40jährige Sangestätigkeit die silberne Ehrennadel des Deutschen Sängerbundes überreicht. Diese Ehrung sollte besonders für die Jugend ein Ansporn sein, das deutsche Lied als echtes Deutsches Kulturgut pflegen und erhalten zu helfen. cxd Eberstadt, 4. Dez. Wegen der hier sehr stark auftretenden Grippe mußte die hiesige Volksschule ab heute bis voraussichtlich nächsten Dienstag geschlossen werden. Mehr als die Hälfte Kinder konnte die Schule nicht besuchen. Auch unter den Erwachsenen tritt die Grippe sehr stark auf. — Die von den Schülern durchgeführte Pfund- sammlung hatte einen schönen Erfolg. Hauptsächlich wurden Hülsenfrüchte, Mehl, Reis und Grieß gespendet. T Lang-Göns, 4. Dez. Einigen hiesigen Geflügelzüchtern gelang es, auf der Gau- Geflügelausstellung in Frankfurt a. M. Erfolge zu verbuchen. Es erhielten: Willi Frey auf rebhuhnfarbige Italiener: sehr gut 1 mit Zuschlagspreis, sehr gut 3 und gut; derselbe auf Sebright, gold: zweimal gut; derselbe auf blaugeschuppte Luchs- tauben: gut. — Otto May auf Minorka, einfach- fammig, schwarz: sehr gut. — Karl Stoll auf Rhode- länder: sehr gut und den LBF.-Ehrenpreis, sehr gut 3 und zweimal sehr gut. Kreis Wetzlar + Wißmar, 4. Dez. Nachdem an der hiesigen Schule als Lehrkräfte vier Lehrer und zwei Lehrerinnen tätig sind und die Zahl der Schulkinder am 15. November 314 betrug, soll demnächst eine weitere Schulstelle errichtet werden. Wetterbericht des Reichswekterdienstes. Ausgabeork Frankfurt. Die Störungstätigkeit über dem Atlantik setzt sich in lebhafter Weise fort. Dem kräftigen Wirbel, der sich nach Osten verlagert hat, folgt ein neuer nach. Im Zwischengebiet konnte sich im Bereiche etwas kühlerer Meeresluft bei abflauenden Winden vorübergehend Aufheiterung einstellen, die in der Nacht zum Samstag infolge nächtlicher Ausstrahlung zu leichtem Frost führte. Das unbeständige und veränderliche Westwindwetter nimmt seinen Fortgang. Aussichten für Sonntag: Vorübergehend bewölktes Wetter, teilweise mit Niederschlägen, bei westlichen Winden vorübergehend etwas milder, dann wieder leichte Abkühlung. Lufttemperaturen am 4. Dezember: mittags 9,1 Grad Celsius, abends 4,4 Grad; am 5. Dezember: morgens 4,4 Grad. Maximum 9,1 Grad, Minimum, morgens —lb3 Grad. Maximum 9,1 Grad, Minimum, heute nacht, —2,5 Grad. Erdtemperaturen in zehn Zentimeter Tiefe am 4. Dezember: abends + 3,4 Grad; am 5. Dezember: morgens +1,6 Grad Celsius. Niederschläge 1,4 Millimeter. Wintersport - Wetterbericht. Vogelberg, Hoherodskopf: Dunstig, — 3 Grad Celsius, Gesamtschneehöhe 25 Zentimeter, verharscht, Sportmöglichkeiten ziemlich gut. DAS RADIO-HERZ der LORENZ-SUPER-EMPFÄNGER Für die Fachwelt eine Ueberraschung, für den Hörer die Bürgschaft für gleichmäßigen, zuverlässigen, klangtreuen Empfang. Die betriebswichtigsten Teile werden als geschlossenes Bau - Element nach sorgsamster Prüfung in die Lorenz-Super eingefügt. Auch dieses Radio-Herz ist nur eine Etappe mehr in jahrzehntelanger, erfolgreicher Arbeit am Bau von Empfängern und Sendern! Das erste deutsche Weihnachts- Konzert trug ein Lorenz-Sender In die Welt: von Königs Wusterhausen, am 22. Dezember 1920, lange bevor es den Rundfunk für alle gab. Wenn jetzt, sechzehnJahre nach diesem Triumph des Lorenz- Senderbaues, wieder Weihnachtsmusik durch den Aether klingt, wird man sie in edler Vollendung hören — in den Lorenz-Supern mit dem Radio-Herz. lagen von in allen guten Fachgeschäften. 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Dezember. 6 Uhr: Hafenkonzert. 8.05: Gymnastik. 8.45: Dr» gelchoräle. Werke von I. S. Bach (1685 bis 1750). 9: Evangelische Morgenfeier. Veranstaltet von dem Amt für Kirchenmusik der Landeskirche Nassau- Hessen. 9.45: Bekenntnisse zur Zeit. „Soldaten oder Militärs?" Von Volkmann-Leander. 10: Tragt Eure Herzen in den Morgen! 10.30: Chorgesang. 11.15: Und Gott schweigt? Bericht und Aufruf (V). Von Edwin Erich Dwinger. 11.30: Kantate von Johann Sebastian Bach. 12: Musik am Mittag. 14: Kinderfunk. 14.45: „Fata Morgana ..." Selbsterlebtes aus Südwestafrika. 15: Deutsche Scholle. 16: Nachmittagskonzert. 17.30: Fortsetzung folgt ... auf Schallplatten. 18: Laßt uns froh und munter sein! Kasseler Jungmädel feiern Klowesabend. 18.30: Tanzmusik der Kapelle Hauck. 19: „Pflück die Stunden, die am Wege stehn!" Eine Hörszene um Horaz, anläßlich seines 2000. Geburtstages. Von Helga Prollius. 19.50: Sportbericht. 20: 3. Sonntagskonzert der Museums-Gesellschaft. 22: Nachrichten. Montag, 7. Dezember. 6 Uhr: Choral. — Morgenspruch. — Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik zur Frühstückspause. 9.30: Nur Kassel: Nachrichten. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau hör zu! 11.30: Landfunk. 11.45- Sozialdienst. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten. Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.10: „Dienst am Kunden". 15: Volk und Wirtschaft. Deutscher Außenhandel im Aufstieg. 15.15: Kinderfunk. 15.45: Von Kassel: Nachmittagskonzert. 16.45: Erzähler unserer Zeit: Margarete Schiestl-Bentlage: „Die Brücke". 17: Lieder zur Dämmerstunde. 17.30: Das übrig gebliebene Dorf. Ein winterlicher Funkbericht aus dem Reinhards- wald. 18: Blas- und Volksmusik. 19: Liebe nach Noten. Eine Liebesgeschichte in Schlagern. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Musikanten nach Feierabend. ThirvlngevHok am Biebertalbahnhof: 7713D Me Tanz tackiMMB«!! Es ladet ein: 7770d Gastwirtschaft u. Metzgerei Heinrich Bönsel. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 6. Dezember. Gießen. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Kandidat Leonhard; 11: Kinderkirche der Markusgemeinde; Kandidat Leonhard; 17: Pfarroerwalter Damerau-Beichte und hl. Abendmahl für die Matthäusgemeinde. — Jofjan- neskirche. 9.30: Missionar Blümer; 11: Pfr. Ausfeld; Militärgottesdienft; 14: Kinderkirche für die Johan- nesgemeinde; Missionar Blümer; 17: Pfr. Bechtols- heimer; Beichte und hl. Abendmahl für die Lukas- gemeinde; 20: Miffionsvortrag mit Lichtbildern im Johannessaal; Missionar Blümer. — ÄapeUe des Alten Friedhofs. 9.30: Lic. Drommershausen; 11: Kinderkirche der Luthergemeinde; Pfarrvikar Weckerling. — petruskapelle (Wetzlarer Weg 59). 9.30: Pfr. Trapp. — Wiefeck. 9.45: Pfarrverwalter Damerau; Kollekte; 11: Kinderkirche. — Alten-Bufeck. 10: Gottesdienst. — Steinbach. 10: Gottesdienst. — Albach. 12.30: Gottesdienst. — Annerod. 13: Gottesdienst. — Rödgen. 10: Gottesdienst. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst; Missionsinspektor i. R. Bufe (Marburg a. d. Lahn); Kollekte; 11: Kindergottesdienst (1. Abt.); 13: Kindergottesdienst (2. Abt). — Kirchberg. 10: Gottesdienst; Dekan Gußmann. — Klein-Linden. 10: Gottesdienst; 11.15: Kindergottesdienst. — Garbenteich. 10: Gottesdienst. — Hausen. 13: Gottesdienst. — Lich. 9.15: Beichte; 9.30: Stiftsdechant Kahn; hl. Abendmahl, besonders für die Jugend; Kollekte; 12.45: Kindergottesdienft; 14: Stiftspfarrer Naumann; Kollekte. — Rieder-Bessingen. 10: Stiftspfarrer Naumann; Beichte; hl. Abendmahl; Kollekte. — Langsdorf. 11: Hauptgottesdienst; 19.30: Abendmahlsfeier. — Bettenhausen. 13.30: Hauptgottes- dienst. — INuschenheim. 11: Gottesdienst. — Birklar. 14: Gottesdienst. — Blünzenberg. 9: Burgbesichtigung durch die Gäste; 11: Festgottesdienst; Studienrat Beyrich (Offenbach); Pfr. v. Bernus (Wiesbaden); Gesellscltalt iür Erd- n. Völkerkunde | Donnerstag, den 10. Dezember abends 8.15 Uhr, Neue Aula: Lichtbilder - Vortrag Prof. Dr.Troll, Berlin Europäifche Kolonifations- methoden in Oftafrika. liegt so viel Möe Die glückliche Wahl des Ge^ schenkes verdoppelt die Festesfreude. Die Kunst des Schenkens m den Dienst der Schönheit gestellt, erhöht den Wert der Gabe. Geheimnisvoll trägt jeder unter den vielen Päckchen ein ganz besonderes nach Hause, und wenn dann die hüllen fallen, zeigt es sich: Schönheitssinn schuf in zwei Seelen einen Gedanken! Simi Spezial, mild, mit Kampfer und Hamamelis gehört bei ihr und bei ihm zu den Lieblingen der Toilette-Geheimnisse. Das verrät schon ihr sammetweicher Teint und seine wohlgepflegte haut am Morgen wie am Abend. Auf dem Gabentisch ist Simi Spezial, mild, mit Kampfer und Hamamelis der hochgeschätzte und unentbehrliche Festgenosse, der auch den Werktag zu einem Feiertag macht. Flaschen zu 2,07, 1,40 und 0,85 M, in allen eir^chlägigen Geschäften- Pfr. Lenz (Münzenberg); 14: Arbeitstreffen im Saale des Gasthauses „Zur Burg"; Kollekte; 17.30: Schluhfeier in der Kirche mit Gemeinde. — Irais- TNünzenberg. 9: Gottesdienst; Kollekte. — Hungen. 10: Gottesdienst; 13.30: Kindergottesdienst. — Wir- berg. 10: Gottesdienst. — Harbach. 12.30: Gottesdienst mit Feier des hl. Abendmahls für die Verheirateten; Kollekte. — Beltershain. 14.15: Gottesdienst mit Feier des hl. Abendmahls für die Verheirateten; Kollekte. — Deitsberg. 10: Lefegottes- dienft. — Watzenborn-Steinberg. 13: Hauptgottesdienst; Kollekte. Mittwoch, den 9. Dezember. Klein-Linden. 20 Uhr: Adventsandacht (Frauen- und Mädchenchor; Kinderchor). — Lich. 20: Bibelstunde; Stiftsdechant Kahn. — Wünzenberg. 20: Frauenabend. Donnerstag, den 10. Dezember. Gießen. Johannessaal. 20 Uhr: Bibelstunde; Pfr. Ausfeld. — Hungen. 20.15: Frauenhilfe. Freitag, den 11. Dezember. Wünzenberg. 20 Uhr: Mädchenabend. Evangelische Stadtmission (Christliche Gemeinschaft innerhalb der Landeskirche), Löberstraße 14. Sonntag, den 6. Dezember. 8.30 Uhr: Morgenandacht; 13.30: Sonntagsschule; 16: Bibelstunde für Soldaten; 20.15: Evangelisationsvortrag. — Mittwoch, den 9. Dezember. 20.30 Uhr: Bibelstunde. Gemeinschaft innerhalb der Kirche (Landeskirchliche Gemeinschaft), Gutenbergstraße 9. Sonntag, 6. Dezember. 20.30 Uhr: Adventsfeier. — Mittwoch, den 9. Dezember. 20.30 Uhr: Bibelstunde. — Donnerstag, den 10. Dezember. 20.30 Uhr: Jugendbundstunde. Baptisten-Gemeinde (Gartenstraße 13). Sonntag, 6. Dezember. 10.30 Uhr: Kindergottesdienst; 20.30: Predigt. — Donnerstag, 10. Dezember. 20.30: Bibel- stunde. dem j Tropen-Exprefl üf zum erstenmal M ein Gastspiel in Frankfurt Vjji Die größte und Vtf Z-L interessanteste Revue der Weh! 91 Arüitw ft »«radiicdeeer NiliomlHitta IS •deuitdie MuiUf 800 Ke.tBme Elefenlee. Schlangen Täglich 8!° Uhr Semiiags b. Millwochs auch 4.15 Uhr Neuapostolische Gemeinden (Händelstraße 1, Eder- straße 13). Sonntag, den 6. Dezember. 9.30 Uhr: Gottesdienst; 16: Gottesdienst. — Mittwoch, den 9. Dezember. 20.30 Uhr: Gottesdienst. katholische Gemeinden. Samstag, den 5. Dezember. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag, den 6. Dezember. 2. Adventssonntag. Gießen. 6.30 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte; 7: hl. Messe mit Kommunion der Männer; 9: Hochamt mit Predigt und Kommunion der Kolpingsfamilie; 10.15: Militärgottesdienst; 11.15: hl. Messe mit Predigt; 17.30: Das Große Gebet der Kolpingssöhne; Andacht unter Anteilnahme der Gemeinde — Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 17.30: Vortrag und Andacht. — Laubach. 10: Hochamt mit Predigt; 14.30: Christenlehre und Andacht. — Lich. 7.30: Hochamt und Predigt; 20: Vortrag und Andacht. — Nidda. 8.15: Hochamt mit Predigt. — Schollen. 10.30: Hochamt mit Predigt. Mittwoch, den 9. Dezember. Gießen. 7 Uhr in der Kavelle des Katholischen Schwesternhauses Gemeinschaftsmesse für Studenten und Studentinnen mit Ansprache. vefsentlicher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringende« Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Telefon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. Aerzte : Dr. Klein, Dr. Ploch. Zahnarzt: Dr. Jäger. Apotheke: Hirsch-Apotheke. Autohilfe: Rufnummer 04 beim Postamt Gießen. WBitahWippefl von Mk. 3.— an bis zu den feinsten Künstlerkrippen Besichtigung ohne Kaufzwang! Emilie Gregori Kreuzplatz 14 Eing. Rittergasse am Sportbaus Schwan, (omts Gießen Naunheim Wilsonstraße 5 pari. (Kreis Wehlar) 6. Dezember 1936 ^W/Atx^ ---deshalb gehe ich zu Bhnnadienneisler Aul. Trebbe Gießen Marktstrabe 22 Dort werde ich in der gutgelei- tetenReparatur- Werkstätte wieder ganz gesund. MeineArneigen Im Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und gelesen. STADT BERLIN Heute Samstag, den 5. Dezember KONZERT Gießen, Marktplatz 18 Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Millimeterzeile veröffentlicht 05571 Giefeener Brauhaus Das Produkt langjähriger Erfahrung 7060 D m. 285 Drittes Blatt Samstag, 5. Dezember 1936 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Tag der nationalen Solidarität in Gießen abzu- rx<* »»WH »y* WWW Hitlerjugend Bann 116. Anordnung des Bannführers. 1. Die Hitlerjugend sammelt am Sonntag, 6. Dezember, im ganzen Deutschen Reich auf Befehl des Beauftragten des Vierjahresplanes, Pg. Göring, und des Jugendführers des Deutschen Reiches Val- durch von Schirach, Bucheckern und Eicheln. Dieser Befehl gilt gleichzeitig für alle Linheitsführer des Bannes 116. 2. Die Film-Morgenfeier, die am Sonntagmorgen staltfindet, wird nicht, wie angegeben, im Gloria-Palast abgehatten, sondern im Lichtspielhaus zu Gießen, Bahnhofstraße. Die Einheiten, die hierzu teilnehmen, haben nachmittags Bucheckern und Eicheln zu sammeln. dachte/ daß unterdessen die Männer längst durch das Tor und in der Stadt am Morden wären. Und während die unten mit ihrem Balken die Füße schon zum Anlauf fest in den Boden stellten, und gar nichts anderes in der Nähe zum werfen war, griff feder einen Bienenkorb. Die warfen sie den vordersten Männern so heftig an die Köpfe, daß sie rückstürzend auch die anderen verwirrten und der Balken seine Spitze statt in das Tor dumpf in die Erde bohrte. Worauf die Bäckerjungen Mut bekamen, rasch und gewandt die ganzen Bienenkörbe nacheinander hinunter feuerten und die Linzer durch diese Wurfgeschosse — die ihnen im Halbdunkel wie schwere Steine vorkommen mochten — so verwirrten, daß auch die hintersten den Balken fallen ließen und alles weit aus dem Bereich dem Turmes genutzt worden ist. Was liegt daher näher, als die deutsche Jugend auch in diesem Abschnitt des Vierjahresplanes einzusetzen, haben am letzten Samstag die Pimpfe in allen Haushaltungen metallische Altstoffe gesammelt und so unserer Schrotteinfuhr eine erhebliche Hilfe geleistet, haben ebenfalls vor wenigen Wochen die Jungmädel Papier und sonstige Altmaterialien gesammelt, so ergeht, mitten in den Vorbereitungen der HI. zum Generaleinsatz für das diesjährige WHW-, der Ruf des Reichsministers Göring, des Beauftragten für den Vierjahresplan, an die HI., Bucheckern und Eicheln zu sammeln. Am heutigen Samstag und am morgigen Sonntag werden sämtliche Einheiten der Hitlerjugend, des Jungvolks, des BDM. und der Jungmädel zu dieser Sammlung eingesetzt. Die Pimpfe und Jungmädel werden am Staatsjugendtag herangezogen, während am Sonntag auch die übrigen Einheiten sammeln. Der Zeitpunkt der Sammlung ist noch NSG. Die Verbreitung unserer Nahrungsgrundlage ist eine der Hauptaufgaben, die uns aus dem neuen Vierjahresplan erwachsen. Wenn es der deutschen Landwirtschaft in der Erzeugungsschlacht auch bereits gelungen ist, die Ernährung aus dem eigenen Boden in vielen Dingen lOOprozentig sicherzustellen, so haben sich doch bei der Fett- und Fleischversorgung manche Mängel und Saisonspitzen ergeben, die'nicht ohne weiteres ausgeglichen werden können. Der deutsche Boden — und in diesem Falle der deutsche Wald — hat aber noch eine gewaltige Kraftreserve, die zum großen Teil noch nicht aus- günstig, da die Eicheln und Bucheckern noch nicht unter den Witterungseinflüssen des eintretenden Winters gelitten haben. Die Eicheln werden für die Schweinemast verwendet werden, während dis Bucheckern in den Oelmühlen zu einem der feinsten Oele, das wir überhaupt kennen, verarbeitet werden. Auch der Oelkuchen stellt ein beliebtes Futtermittel dar. Deutschland kann es sich nicht leisten, einen derartig wichtigen Rohstoff der Fäulnis und dem Verderb zu überlassen. Aus diesem Grunde hat der Beauftragte für den Vierjahresplan, Ministerpräsident Göring, im Einvernehmen mit dem Reichsjugendführer angeordnet, daß die Hitlerjugend und der Bund deutscher Mädel heute und morgen eingesetzt werden. Ein weiterer Sammeltag ist in der folgenden Woche zu erwarten. Freudig erfüllt die HI. den neuen Auftrag, der an sie ergangen ist. Drei Tage nach der höchsten Anerkennung durch den Führer erhält sie den Befehl, den sie freudig erfüllt, wie sie jeden Befehl zu erfüllen gewohnt ist, um so mehr, als es hier eigentlich nur eines Anstoßes bedurfte, um sie begeistert am Aufbau für die Sicherheit und Unabhängigkeit des deutschen Volkes mitarbeiten zu lassen. Sie stand nicht nur früher mitten in der rauhen Wirklichkeit des politischen Lebens und Kampfes — ganz im Gegensatz zu denen, die selbstsüchtig und feig die Straßen mieden — sie hat auch heute noch die gleichen Tugenden. Ueberall, wo Not am Mann ist, ist sie zur Stelle, um nicht nur vom Aufbau zu reden, sondern sich tatkräftig und rastlos dafür ein» zufetzen. es draußen winterlich kalt und feucht durch den Abend rieselt. hoch und schlank steht er neben dem Sofa, ein Junge unserer Tage, eine Locke fällt ihm in die Helle, unbeschwerte Stirn, und in seinem Lied und in seinen grauen, klaren Augen ist der Marschschritt der Jugend. Sein Vater ist keine romantische Natur, gewiß nicht, und er nickt seinem Jungen erst lachend zu. Dann tritt eine andere Welt in seinen abwesenden Blick, eine Wolke von Verlorenheit ist um ihn, und in seinem gebückten Haupt mag mächtig die Vergangenheit über die Gegenwart geflutet fein: als sein Junge da noch Wunsch und Gedanke war, und das warme Blut aus feiner eifrig schnitzenden Hand das Buchsbaumholz Südfrankreichs tränkte. Der große, graue Mann schweigt und lauscht in sich hinein und zurück. Seine Seele ist wie in einen Mantel gehüllt. Es ist die kostbare und seltene Ruhe, die von allem erfüllt ist, von der Gleich- zeittgkeit früheren und augenblicklichen Geschehens, ohne Wunsch, friedevoll, so einfach und innerlich wie der warme Ton der Schalmei. neke, Reichsarbeitsdienst-Truppführer; Pfannkuche, Reichsarbeitsdienst-Truppführer; Wirbelauer, Reichsarbeitsdienst-Truppführer; Süß, SS.-Scharführer. 30. A m Marktplatz: Ritter, Oberbürgermeister; Schmidt, Brigadeführer; Ewald, Kreisamtsleiter; Bräuer, Schauspieler; von Gschmeidler, Schauspieler; heim, Bannführer; Hamann, Dr., Betriebsführer des Gießener Anzeiger; Schmidt, Amtsgerichtsrat; Schudt, Amtsgerichtsrat. 31. Turnhalle am Oswaldsgarten: Bolz, SS.-Scharführer; Keller, Dr., Schlachchof- direktor; Stroh, Rektor. 32. Wernerwall-Asterweg: Grünewald, Oberbaurat; Seiner, Baurat; Magnus, SA.-Trupp- führer. 33. Schiller st raße-Wernerwall: Kait- zer, Derwaltungsamtmann; Stein, HJ.-Scharführer; Zück, HJ.-Scharführer. 34. Walltor st raße-A st erweg: Fischer, SA.-Truppführer; Leipold, Obertruppführer; Leu- bauer, Reichsbankdirektor; Schulte, Dr., Reichsbankrat; Soldan, Alte Garde; Stühler, Kreishandwerksmeister. 35. Kirchenplatz - Lindenplatz: Finke, Dr., Staatsanwalt; hanß, Arbeitsdankwalter; Keil, Regierungsbaumeister; Knöll, Regierungsbaumeister; Lung, SS.-Scharführer. 36. Neuen Väue-Sonnenstraße: Cron- jäger, Kreisamtsleiter; Delp, Kreisamtsleiter; Graeve, Jungbann-Adjutant; Klein, Vertriebsleiter der Ober- hessischen Tageszeitung; Koch, Geschäftsführer der Oberhessischen Tageszeitung; Reitz, Hauptstellenleiter; Waag, Hauptstellenleiter; Völzing, Bann-Adjutant; hofmeyer, Amtsgerichtsrat; Junker, Schriftleiter bei der Oberhessischen Tageszeitung. 37. A n der SS. - Standarte: Folgende Mitglieder des Stadttheaters: Rosenthal, Schorn, Seitz, Winkel, Kohlermann, Schuster, Prinz, Stirl; Frank, Studentenschaftsführer; Müller, stellvertre- tender Studentenschaftsführer. 38. Hitlerwall-Moltkestraße: Grünewald, Oberbaurat; Goubeaud, SS.-Scharführer; Hofmann, Dr., Staatsanwalt; Jöckel, Amtsgerichtsrat. 39. Kaiserallee — Moltkestraße: Freund, NSKK.-Obertruppführer; Hampel, Schauspieler; Nakat, SS.-Obersturmführer^ Pfaff, Regierungsbaurat; Schaarschmidt, SS.-Obersturm- Eilbefehl des BOM.-llntergaues 116 Gießen. „Laut Reichsbefehl sammeln am Sonntag, dem 6. Dezember alle Mädel und Jungmädel Bucheckern und Eicheln. Die angesetzten Wochenendschulungen fallen außer Gießen aus. Die Mädel- und Jungmädelgruppen 5/116 bis 19/116 melden bis zum Montagmorgen das Sammelergebnis direkt an uns. Für den Standort Gießen fällt die Sammlung aus." Die Führerin des Untergaues 116, Gießen: Käthe Pfeffer, Mädelgruppenführerin. Die Schalmei. Von Werner Schumann. Nicht einen funkelnden Dolch holt er aus dem Dunkel seines gardinenoerhängten „Allerheiligsten", keinen Granatsplitter, wie man es bei einem ehemaligen Kriegsgefangenen vermuten könnte — da steht er, der große, schon ergraute Mann, und hält eine Schalmei in der starken, verarbeiteten Hand, hält sie prüfend ans Licht und sagt gedankenvoll: „Dies war der Krieg". Dies war der Krieg, und zwar feine bitterste und entsagungsvollste Zeit, als sie in Südfrankreich Steine karrten und die Lagerwochen und -monate sich in ihre schmalen Gesichter zeichneten. Aber gegen jeden Schmerz gibt es ein bekanntes ober geheimes Mittel. Und so ist er hingegangen und hat mit seinen groben, sonst keineswegs geschickten Händen aus Buchsbaum eine Schalmei geschnitzt, auf daß sie ein Balsam werde für die Wunden des Krieges und das Joch der Gefangenschaft. Dabei hat er an einen Jungen gedacht, der vielleicht einmal darauf spielen würde, und von seinen verletzten Fingern tropfte manchmal das Blut aufs Holz, wie in jenem chinesischen Liede, du die Liebende, über eine Stickerei gebeugt, sich mit zitternder Hand verletzt, wenn sie an den fernen Geliebten denkt. Auf der Schalmei, der man die mühselige Handarbeit nimmermehr ansieht, hat er bann Zwiesprache gehalten mit bem Herzen ber Heimat, hat er bi* verschlossensten Kameraben b-schworen unb mit bem warmen, zärtlichen Klang die Kleinmütigen wieder aufgerichtet. Man denke: eine geheime Schamade gegen des Weltkriegs schmetternde Fanfare! Zephir gegen den großen Donnerer! Ein hauch gegen das Brüllen der Schlachten! Ein Vogellaut, ein einziger, noch grüner Baum auf dem bleigrauen Friedhof der Zerstörung — so etwas mag bem schwer tragenden Unteroffizier da- mals bas kleine Wunberinstrument aus seiner eigenen Hand gewesen sein. Und er hat's retten, Heimbringen unb verwahren können, verwahren in jenem schmalen Eichenschrank, aus bem es nun manchmal wirklich sein Junge holt, um barauf ein kleines Lied zu blasen. So kommt er auch heute zu uns herein in die warme, matt erleuchtete Stube, angefüllt mit den graublauen Schwaden unseres Zigarrendampfes, und setzt die Schalmei an den Knabenmund, während Opernaufführung im Fernseher. In London wurde ein sehr bemerkenswerter Versuch gemacht, eine Opernaufführung im Fernseher zu übertragen. Es handelte sich dabei sogar um eine Art Uraufführung, um die Darstellung von Teilen aus einer neuen Oper „Mr. Pickwick" von Albert Coats. Die Szenen wurden im Alexandra-Palast dargestellt und durch Fernseher und durch F-in- sprecher gleichzeitig übertragen. Es zeigte sich zweifellos, daß der technische Fortschritt unaufhaltsam ist und daß man in Zukunft noch vieles davon erwarten kann, aber heute hat eine solche Ueber- tragung erst den Wert eines Versuches. Man bekam zwar einen ungefähren Eindruck von ber Szene, aber die Verzerrung ber Werte gegencinanber ist doch noch zu groß. Man sieht puppenartige Marionetten, die ihre Rolle mit ungeheuren Stimmen fingen, währenb bas Orchester verhältnismäßig zu» rücfgebrängt ist. Wegen bes kleinen Gesichtsfeldes, in ber die Aufnahme gemacht würbe, wirkt die Handlung unvermeidlich beengt, unb man kann sich keine Vorstellung hüben, wie bie Szene in dem großen Rahmen bes Covent Garden wirken wirk». Jedenfalls besteht keine Möglichkeit, und es wirb auch nirgenbs in ber Kritik ein Versuch gemacht, hiernach ein Urteil über die Oper selbst abzugeben. HI -Einsatz im Vierjahresplan Bucheckern und Eicheln werden gesammelt. 17 bis 18 Uhr: Konzert der Kapelle des J.-R. 116 am Selterstor 18 bis 19 Uhr: Konzert bes Musikzuges der SA - Standarte 116 am Kreuzplatz. Richtlinien für die Sammler: 1. Es sammen jeder nur da, wo er eingeteilt ist. 2. Es sammeln nur diejenigen, die bei ber Einteilung aufgefuhrt finb. 3. Die Sammelbüchsen werden, soweit kein Son- derauftrag gegeben wurde, um 15.30 Uhr im Cafe Leib abgeholt. 4. Die Sammelbüchsen werden nur auf ber Be- zirkssparkasse zurückgenommen. ,24 wirb bie Sammlung eingestellt. 6. Aerzte, die an Krankenhäusern tätig find, sammeln dort. Sammelbüchsen sind auf der Kreis- amtsleitung ber NSV., Löberstraße 9 holen. zurücksprang. Bis bahin waren bie Bäckerjungen still bei ihrer Arbeit gewesen; nun liefen sie zur Stadt hinunter, wo sie'die Sturmglocke derartig zogen, daß die Geweckten bald mit Waffen unb Geschrei aus ihren Häusern sprangen unb nach einer Viertelstunde auf allen Mauertürmen bie Mannschaft stand, wie es durch den Rat seit alter Zeit verordnet war. Weil aber drei verschlafene Männer nicht einem Stand zu halten vermögen, der sie mit wacher Kraft angreift, so hätte alle Mannschaft den An- dernachern doch nicht mehr geholfen, wenn nicht die Bäckerjungen ein anderes Kriegsvolk auf- qerufen hätten. Denn als bie Linzer nach bem ersten Schrecken sahen, vor welchen Waffen sie geflohen waren, gerieten einige in solche Wut — auch, weil sie von den Bienen schon gestochen waren — daß sie unklüglich mit Stangen unb Schwertern die Körbe in Stücke hieben, worauf bas Bienenvolk m Schwärmen wie ein Rauch vom Boden aufging unb sich zu hunberten an jeben einzelnen ber Manner machte, bie nun schon wieder den Balken aufgehoben hatten, den Stoß ins Stadttor zu tun. Und ob sie dachten, durch ihre Helme geschützt zu sein, so drangen die Bienen durch alle Spalten em und stachen in die Augen daß viele die Waffen von sich warfen und ihre Augen mtt den Händen schützend, vom schwarzen Dunst der Schwarme verfolgt, nach den Booten liefen; unb einige auch ms Wasser stürzten, um nur bie Qualen los zu sein So brauchten die Andernacher ihr Tor nicht aufzumachen unb hatten doch den Linzern einen Ausfall angetan, daß sie seitdem nicht wieberkamen. beim Reichsarbeitsdienst; Jatho, Obertruppführer beim Reichsarbeitsdienst; Knaus, Oberstaatsanwalt; Schmidt, Obersturmführer; Weigel, Feldmeister. 10. A m Cafe A m e n b : Schuppe, Obersturmführer; Walter, Obersturmführer. 11. Selterstor unb Cafe Hettler: Fol- genbe Mitglieder bes Stabttheaters: Frickhoeffer, Forstner, Geisler, Lind, Nieren, Uhl,. Birkmann, Balke; Dr. Kranz, Gauamtsleiter; Poppe, LS- Hauptführer. 12. Liebigstraße-Ludwigstraße: Hofmann, Truppführer; Sauer, Truppführer; Schnei- ber, Truppführer; Schütz, Truppführer. 13. Bleichstraße - L u d w i g st r a ß e: Karl, SS.-Scharführer; Lehmann, Univ.-Prof.; Lorenz, Regierungsbaurat; Mangold, Regierungsbaurat. 14. Goethe st raße - Stephan st raße: Brill, Landgerichtsbirektor; Heib, Lanbgerichtsrat; Kalbfleisch, Lanbgerichtsrat; Seih, Lanbgerichtsrat; Naumann, SS.-Scharführer. 15. Bismarck st raße - Stephan st raße: Haas, Univ.-Prof.; Schneider, Landgerichtsrat; Dr. Speckhardt, Landgerichtsbirektor; Leitner, SA.- Obertruppführer; Röder, SA. - Obertruppführer; Schäfer, SA.-Obertruppführer. 16. Schiffenberger Weg - Bahnübergang: Hartwiger, SS.-Oberscharführer; Nagel, SS. - Oberscharführer; Ruhl, SS. - Oberscharführer , Schölch, SS.-Oberscharführer. 17. Goethe st raße - Lu d w i g st r a ß e: Reinwein, Univ.-Prof.; Schultze, Univ.-Prof.; Grebe, Truppführer; Walter, Truppführer. 18. Bismarck st raße - Ludwig st raße: Ernst, Truppführer; Hahn, Truppführer; Bechtel, BDM.-Gruppenführerin; Klewitz, BDM.-Gruppen- führerin. 19. Ludwigsplatz: Beate, Polizeioberinspektor; Behaghel, Universitätsprofessor; Kläß, SS.- Scharführer; Keller, Polizeihauptmann; Lenz, Sturmführer; Leun, Lanbgerichtsrat; Schilling, NSKK.-Truppführer; Schmoll, NSKK.-Truppfüh- rer; Thüre, Landgerichtspräsibent. 20. Hinbenburgwall-Bismarckstraße: Lahr, Kreishauptstellenleiter; Müller, Kreishauptstellenleiter; Schlimbach, SS.-Scharführer; Schmidt, SS.-Scharführer; Wolkewitz, Kreishauptstellenleiter, Oberstudiendirektor. 21. Hinbenburgwall - Goethe st raße: Burk, Obertruppführer; Happel, NSKK.-Sturmfüh- rer; Schliemann, Dr., Kreisamtsleiter; Wießner, Obertruppführer. 22. Seltersweg-Goethe ft raße: Horn, Heinz, Alte Garbe; Heß, Karlernft, Kreisamtsleiter; Kurz, Kreisamtsleiter; Volk, Schauspieler. 23. Kreuzplatz: Hildebrandt, Dr., Kreisleiter; Goethe, Polizeihauptmann; Käppele, Kreisadjutant; Lotz, Dr., Provinzialbirektor; Pfähler, Rektor ber Universität; Taesler, Jungbannführer; Vogt, Prv- vinzialrat, Kreisgerichtsvorsitzender; Challier, Kaufmann; Wendnagel, Oskar, Sturmbannführer. 24. Johannes ft raße-Plvck st raße: Ger- nanbt, Obersturmführer; Köhler, Theodor, Kaufmann; Kreger, Dr., Leiter des Reisebüros; Richter, Sturmführer; Temesvary, Universitäts-Musikdirektor. 25. Schul st raße-Johanne sstraße-Neuen Weg: Henmonn, Kreishauptstellenleiter; Leonhardt, Oberstudiendirektor; Mickel, Amtsgerichtsdirektor; Neuhaus, Schauspieler; Schultze-Griesheim, Intendant; Schimmel, Kreisamtsleiter. 26. Am Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Hartmann, Bankdirektor; Heberiin, BDM - Gruppenführerin; Simon, BDM.-Gruppenführerin; Spang, SS.-Scharführer. 27. Am G l o r i a - P a l a st: Geyer, Leiter ber Gießener Lichtspieltheater; Göbel, Jungmäbel-Unter- gauführerin; Pstffer, BDM.-Untergauführerin; Wrede, Oberspielleiter. 28. Bahnhof st raße - Neustabt: Eifert, Alte Garbe; Horn, August, Alte Garde; Gravert, Stadtbaurat; Hamm, Bürgermeister; Kühne, Schauspieler; Walter, Paul, Stadttheater. 29. N e u st a d t - W e r n e r w a 11: Dietrich, Kreishauptstellenleiter; Hassemer, Kreishauptstellenleiter; Hainbach, Willi, Kreishauptstellenleiter; Hubenthal, Reichsarbeitsdienst-Truppführer: Mei- Straßensammlung von 16-19.30 Uhr. Einteilung der Sammler. 1. Bahnhofsdienst: 12 bis 16 Uhr: Ortsgruppe Gießen-Süd. 15 bis 19 Uhr: Holzapfel, Reichsbahnamtmann; Niederstraßer, Reichsbahnrat; Warlich, Reichsbahnrat. Die Sammelbüchsen erhalten diese Sammler bei der Ortsgruppe Gießen-Süd am Bahnhof. 16 bis 19.30 Uhr: Angelberger, Oberstubiendirek- tor; Antz, Reichsbahnbirektor; Berghöser, HJ.-Ge- folgschaftsführer; Dr. List, Oberregierungsrat; Mün- ker, Obersturmbannführer; Friebrich, HJ.-Gefolg- schaftsfüher; Pfaff, Amtmann; Sälzer, Regierungs- rat; Wagner, Kreisobmann ber DAF. 19.30 bis 22 Uhr: Braubach, LS.-Oberführer; Dörr, HJ.-Gefolgschaftsführer; von Foullon, SA.- Truppführer; Hammel, Reichsbahnamtmann; Klotz, LS.-Ortsgruppenführer; Rühl, HJ.-Gefolgschaftsführer; Plitt, SA.-Sturmführer;^Schulz, SA.-Sturm- führer; Schuchharbt, LS.-Oberführer; Wahl, Reichs- bahnamtmann; Werth, HJ.-Gefolgschaftsführer. Straßenkreuzungen: 2. Frankfurter Straße-Klinikstraße: Deichert, NSKK.-Truppführer; Duken, Univ.-Prof.; Hillebrandt, Univ.-Prof.; Klages, SS.-Scharführer; Pink, NSKK.-Truppführer;' Schwalm, NSKK.- Truppführer. 3. Frankfurter Straße - Friebrich- straßs unb Wilhelm st raße: Dr. Krüger, Regierungsrat; Krieger, Truppführer; Kuhlmann, Regierungsbaurat; Rossenbeck, NSKK.-Standarten- arzt; Weber, Regierungsrat; Zeltmann, Bankbirektor. 4. Friedrich st raße - Wetzlarer Weg: Finkel, NSKK.-Obertruppführer; Grein, Regierungsrat; Jensen, Oberzollrat. 5. Leihgesterner Weg - Ludwig st raße: Blodt, SA.-Truppführer; Bechtold, Gerichtsassessor; H nkel, Gerichtsassessor; Lynker, SA.-Truppführer. 6. Hammstraße - Gabelsberger st r. ° H o r st - W e s s e l - W a l l : Braun, SA.-Sturm- fül'rer; Herbert. SA.-Obertruppführer; Schulte, SA. - Obertruppführer; Schwender, SA. - Sturmführer. 7. Bahnhofstraße - L i e b i g st r a ß e: Brüggemann, Univ.-Prof.; Fischer, Univ.-Prof.; Meckel, SS.-Scharführer; Niermann, Reichsbahnoberrat; Siersleben, NSKK.-Obertruppführer; Wilke, Reichsbahnoberrat. 8. Frankfurter Straße - Liebig st r.: Bullmann, Gauredner der NSDAP.; von Jaschke, Univ.-Prof.; Dr. Kopp, Kreisamtsleiter; Mosbach, Obersturmführer; Nebeling, Kreisamtsleiter; Pfeil, SS.-Scharführer; Schönhals, Oberregierungsrat; Vogt, Obersturmführer. 8. Am P o st a m t: Lotz, Referent ber Alten Garbe; Graefe, Postrat: Kümmel, SS.-Scharführer. 9 AmHotelSchütz: Kaiser, Obertruppfuhrer Von Wilhelm Sckäfer. Zu Andernach am Rhein sieht man seit alter Zett am Rheintor zwei Bäckerjungen ausgemeißelt: als Dankeszeichen, weil sie durch raschen Mut bie Stadt vor einem Ueberfall bewahrten. Seitdem der Erzbischof von Köln den Andernacher Zoll an Linz gegeben hatte, war zwischen beiden Städten eine böse Femsä'^st, bis sich das Linzer Kriegsvolk eines Nachts aurmadjte, die hinderliche Stadt mit Schwert und Feuer zu vernichten. Sie kamen noch im Dunkeln mit vielen Schiffen an und wollten mit dem frühesten Morgenlicht die Stadt berennen, zumal am Rhein die Rede ging, daß sich die Andernacher nicht gern vom ersten Sonnenstrahl aufwecken ließen. . Nun waren an dem Morgen zwei Backerjungen - weil die meisten Mägde noch schliefen, so daß sie die warmen Brötchen auf die Fensterbretter legen konnten — frühzeitig leer mit ihren Korben. So famcn sie, wie oft schon, auf den Uebermut, sich m dem Wehrgang auf ber Stabtmauer ^ vergnügen. Da hatte der Wächter am Rheintor den schonen Platz benutzt und eine Batterie von Bienenkorben ausgestellt; sie gingen leise hm und flehten alle Fluglöcher zu mit Lehm, daß er sich wundern sollte, warum bie Bienen gar nicht flogen. Als sie mit solchem Schabernack zu Ende waren auch noch dem Wächter einen Strick vor seine Tur gebunden hatten und neuer Streiche lüstern mde Nebel sahen, der auf dem Rh°m geballte Wolken trieb, war es dem einen, als horte e oom Baffer her einen Klang, wie wenn Metall aus Stem ge stoßen wurde. Und weil der andere meinte^ daß auch noch Menschenstimmen im ^-rausch der Wellen wären, so streckten sie die Kops- °°unddauerten was wohl geschehen könnte. Es dauerte auch n>ch lange, so kamen von den erflmertern H-lmk°und°Wasfen d-L"blinkten^ ^lagerten eme ^Dc^pelrethe'Evon^Männern^ m^ einem schweren Balken kam und einer starken Eisenspche daran, Das Stabttor einzustoßen Wie bas bie Bäckerjungen sKn, wollte ei r mit Geschrei hinunter laufen, bie Burger ausz — , v wecken; ber anbere aber hielt ihn fest, weil er be- D?e Andernacher Bückeriungen. ™ An alle Beinebsführer! Aufruf des Gauobmannes der DAF. Willi Becker. 916®. Ich bitte die Betriebsführer, dafür Sorge zu tragen, daß den Arbeitern, die im Stundenver- yältnis stehen, Gelegenheit gegeben ist, die durch die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage ausfallende Arbeitszeit in vollem Umfange nachzuarbeiten. Es muß unter allen Umständen zu vermeiden sein, daß durch den Ausfall der Arbeitszeit an den Feiertagen den schaffenden Menschen ein finanzieller Schaden entsteht. Ich bitte die Betriebsführer, diesen Aufruf zu befolgen. Heil Hitler! Willi Becker, GauobLnann der Deutschen Arbeitsfront. sichrer; Schütz, SS.-Obersturmführer; Schlüter, NSKK.-Truppführer; Wittich, Hauptstellenleiter. 40. Licher Straße — Stadt L i ch : Krausch, Leiter der Goetheschule; Trieb, Dr. Staatsanwalt; Naumann, Kameradschaftsführer der TN.; Schuchmann, Kameradschaftsführer der TN. 41. Walltor st raß e — Marburger Straße: Folgende Mitglieder des Stadtheaters: Geiger, Waiter, Mayr, Frohherz, Schneider-Oest, Brandts, Duill, Krause; Vetzberger, Amtsgerichtsrat. 42. Marburger Straße — Wiesecker Weg: von Donob, NSKK.-Sturmführer; Krüger, NSKK.-Obertruppführer; Kockerbeck, NSKK.-Truppführer; Koch, NSKK.-Truppführer; Müller, NSKK.- Truppführer. 43. Krofdorfer Straße — Rodheimer Straße: Rothamel, Stadtrechner; Löffler, Regierungsbaumeister; Müller, Amtmann; Schüller- mann, Amtmann. 44. Bahnhof st raße — Löwengasse: Bötz, HJ.-Gefolgschaftsführer; Denninghof, Dipl.- Jng.; Klahr, Regierungsrat; Wecker, Regierungsrat. 45. Frankfurter Straße — Alicen- straße: Leithäuser, Sturmführer; Martin, Sturmführer; Pfeffer, Sturmführer; Mettenheimer, Truppführer. Sondersammlung von 16-19.30 Uhr: Arnold, Bankdirektor; Gros, Amtsgerichtsrat; Schmidt, Oberregierungsrat; Eisenhardt, Regierungsbaurat; Wagner, Baurat. Kreisamtsleiter: Schmelz, Klöß, Dopheide, Georg Heß, Frank; Ortsgruppenleiter: Thomas, Horst, Holländer, Kreuder; Ortsgruppenamtsleiter: innerhalb ihrer Ortsgruppe. SA.-Führer: Bender, Hummel, Pauly, Krämer, Schömbs; SS-Standartenführer Müller; NSKK.: Staffelführer Nagel, Obersturmführer Schäfer. 20-24 U6r: Sammlung in Lokalen und Gaststätten. Es sammeln: Blumschein, Schriftleiter des Gießener Anzeiger; Brill, Landgerichtsdirektor; Grießbauer, Bankdirektor (Sonderauftrags; Geyer, Leiter der Gießener Lichtspieltheater; Kalbfleisch, Dr., Amtsgerichtsrat; Lampert, Amtsgerichtsrat; Locher, Amtsgericytsrat; Nicolaus, Oberforstmeister; von Gall, Forstassessor; Thüre, Landgerichtspräsident; Trümpert, Lan-dgerichtsrat; Pfähler, Rektor der Universität. Politische Leiter: Hildebrandt, Kreisleiter; Kranz, Gauamtsleiter; Die Alte Garde; sämtliche Kreisamtsleiter, Hauptstellenleiter, Ortsgruppenleiter. SA.-Führer bis zum Sturmführer einschließlich. Obertruppführer: Leipold, Richter. Truppführer: Krämer, Hamm, Mettenheimer, Schömbs, Fischer. SS.-Führer: Standartenführer Müller. Obersturmführer: Nakat, Schaarschmidt, Schütz; Scharführer: Brüning, Dietz, Balser. HJ.-Führer: Heim, Käppele, Völzing, Taesler. Reichsarbeitsdienst: Feldmeister Weigel; Obertruppführer: Kaiser, Jatho. NSKK.-Führer: Nagel, Schäfer, Schilling, Krüger, Schlüter, Happel, Schmoll, Siersleben. Folgende Mitglieder des Stadttheaters: Intendant Schulze-Griesheim, von Gschmeidler, Kühne, Bräuer, Neuhaus, Volk, Wrede. Sondersammlung am Abend. An den Ausgängen des Gloria-Palastes nach Schluß der Vorstellung: SA.-Obertruppführer: Wießner, Burk, Momson, Schulte, Herbert, Wich- hoff, Belina, Euler, Pabst, Büttner, Heyder, Gebauer, Fischer, Elfenstahl, Diehl. An den Ausgängen des Lichtspielhauses, Bahnhofstraße, nach Schluß der Vorstellung: SA.-Trupp- führer: Schütz, Schneider, Hofmann, Sauer, Walter, Wagner, Goeres, Heil, Greilich. Die Ortsgruppenamtsleiter im Bereich ihrer Ortsgruppe. Aus der Provinzialhauptstadt. Wenn der Nikolaus kommt. Es gab wohl Zeiten, in denen von ernsthaften Erziehern gefordert wurde, die Kinder möglichst frühe aus dem Märchenglauben herauszuführen und in die wirkliche Welt zu stellen. Das heutige Zeitalter der Technik erfordere das. Wir könnten keine Träumer brauchen. Wir müßten dafür sorgen, daß der Osterhase, das Christkindchen und andere Fantasiegestalten den Kindern recht bald auf natürliche Weise „erklärt" würden. Aber es fehlte auch nicht an Widerspruch. Viele Eltern waren mit solchen Forderungen gar nicht einverstanden. Sie, die selbst eine sonnige und glückliche Jugendzeit erlebt hatten, in der eben der Osterhase und der Nikolaus eine wichtige Rolle spielten, nahmen Partei für ihre Lieblinge und verlangten, daß die Kinder recht lange in der Märchenwelt leben sollten. Und mir will scheinen, daß heute fast alle Eltern dieser Ansicht sind. Wir lassen deshalb wieder den Nikolaus kommen. Hat der Adventskranz die beginnende Weihnachtsstimmung hervorgezaubert, so wird sie vom Nikolaus noch gesteigert. Von drauß vom Walde komm' ich her, ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr! So spricht er, und wie fernes Weihnachtsgeläute klingt dieser Spruch. Bald wird der Tannenbaum erscheinen, die Lichter werden brennen, und darunter werden die Geschenke liegen. Das schönste Fest des Jahres kommt für uns und unsere Kinder. Die Tage werden schon gezählt, die Wunschzettel liegen bereit, alles ist in Spannung. Morgen kommt der Nikolaus und lüftet ein wenig den Vorhang, der über dem großen Zauberreich liegt. Wir können hineinschauen in die Märchenwelt. Kleine Mädchen haben wohl Angst, denn die Buben haben schon von „ihrem" Nikolaus erzählt, der mit der Rute käme und was sie ihm all sagen wollten! Der lldikolaus mit dem langen Barte und der tiefen Stimme ist ja auch so eine rechte Gestalt für die Buben. Schon das Poltern auf der Treppe gefällt ihnen. Wenn auch das kleine Herz klopft und die Geschwister sich ängstlich hinter der Mutter verbergen, zeigen sie sich doch äußerlich sehr mutig und treten dem Ankömmling kühn entgegen. Freilich bricht auch ihr Mut oft genug zusammen. Mit Tränen in den Augen sagen sie ihr Sprüchlein und dann doch sehr froh, wenn der Nikolaus seinen Sack ausleert und — ohne die Rute zu gebrauchen — wieder von dannen wandert. Nüsse und Aepfel sind bei unfern Kindern immer begehrt, und gerade sie bringt der Nikolaus, manchmal auch noch ein kleines Geschenk. Die Kleinen wissen aber, daß das alles nur ein Anfang ist, daß das Schönere noch kommen wird. Ihr Glauben und ihre Zuversicht sind unbesiegbar. Wir müssen uns darüber freuen, daß dieser Glaube in allen Kinderherzen nicht totzukriegen ist. Wenn wir in ihre gläubigen Augen schauen, wenn wir beim Eintritt des Nikolaus ihre erwartungsvollen Mienen sehen, dann schlägt auch unser Herz schneller, und wir denken unwillkürlich an die Zukunft und wünschen unfern Kleinen, daß sie dereinst glücklich und zufrieden im Leben stehen sollen, daß ihnen nicht Kriegs- und Jnflationsjahre das Leben verbittern und ihren Glauben zermürben. Wir leben ja in einer verheißungsvollen Zeit, denn nun sehen doch alle, daß es auch für unser Vaterland und für uns wieder einen Aufstieg gibt, daß wir nicht — wie in früheren Jahren — .müde And traurig in die Zukunft zu schauen brauchen. Und wenn uns der sieghafte Glaube unserer Kinder schon in den letzten Jahren gestärkt und getröstet hat, so muß er uns in diesen Tagen erst recht ftoh machen. Der Nikolaus ist ein Lebens- bejaher, einer, der wohl böse Streiche austeilen kann, dafür aber auch die schönsten Gaben stiftet. Darum soll er uns willkommen sein. 0. Z. Tag der nationalen Solidarität — für das Winterhilfswerk. Alle Helsen! Der Tag ber nationalen Solidarität des Vorjahres ist sicherlich noch in aller Erinnerung! Ueber- all in den Straßen begegnete man den Sammlern, gerne wurde von allen Volksgenossen gegeben, und nur wenige dürften es gewesen sein, die nur ein - mal gaben. Immer und immer wieder, unermüdlich hielten die Sammler den Volksgenossen die Büchsen entgegen, deren manche bald ein erhebliches Gewicht bekam. Welches Gedränge herrschte damals im Seltersweg, und wie oft mag wohl an jenem Tag in dieser Straße der Geldbeutel gezückt worden sein? Am Abend erschienen die Sammler mit ihren Büchsen in den Gaststätten, um noch einmal ihre Bitte für das Winterhilfswerk zu erheben. Und dann war es doch so, daß man an jenem Tage kaum einem mißmutigen Geber begegnete. Vielmehr wuchs aus der Gebefreudigkeit manches humorvolle Wort hervor. — Der heutige Nachmittag und der heutige Abend werden nicht anders verlaufen. Wieder werdSn die führenden Persönlichkeiten der Partei, der Behörden, der Universität, des Stadttheaters, der Wirtschaft usw. unterwegs sein, und wohl kaum ein Volksgenosse, der es kann, wird sich den Bitten verschließen, die auch heute wieder erhoben werden. Das Ergebnis der Sammlung wird allen Sammlern und Gebern Ausdruck des Dankes sein für die Opferbereitschaft im Dienste der Dolksgemein- schäft! Dornotizen. Tageskalender für Samstag. Platzkonzert der Kapelle des Jnfanterie-Regi- ments 116 von 17 bis 18 Uhr am Selterstor; Konzert des Musikzuges der SA.-Standarte 116 von 18 bis 19 Uhr am Kreuzplatz. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Schatten der Vergangenheit." — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Stadt Anatol", 22.45 Uhr „Bengali" (Nachtvorstellung). — Weihnachtsausstellung der oberhessischen Künstler ab 17 Uhr im Turmhaus am Brand. — Freie Vereinigung ehemaliger Angehöriger des Res.-Jnf.- Regts. 222: 20 Uhr Erinnerungsfeier im „Andres" an die Schlacht bei Lodz. — Artillerieverein: 20.30 Uhr Kameradschaftsabend im „Hessischen Hof". — Deutsche Stenographenschaft, Ortsgruppe Gießen: Nikolauskränzchen im Cafe Leib. Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 11.30 bis 12.30 Uhr, Musik um Weihnachten (6. Moraenveranstaltung); 15 bis 17.15 Uhr, „Prinzessin Allerliebst oder Der wundersame Regenschirm" (Märchenspiel); 19 bis 21.45 Uhr, „Ein idealer Gatte". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Schatten der Vergangenheit". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Stadt Anatol". — Hitler-Jugend, Bann 116: 10.45 Uhr, Filmmorgenfeier („Bengali-) im Lichtspielhaus. — Weihnachts-Ausstellung der oberhessischen Künstler, 11 bis 13 Uhr und 17 bis 18.30 Uhr, im Turmhaus am Brand. — Goethe- Bund und Kaufm. Verein: Gastspiel des Ivo Pu- Honnys Marionetten-Theaters in der Universitäts- Aula, 16.15 Uhr „Der gestiefelte Kater" (Jugend- Vorstellung); 20.15 Uhr „König Violon und Prinzessin Clarinette". — Obst- und Gartenbauverein Gießen: 15.30 Uhr Lichtbildervortrag von Diplom- landwirt Fürst über „Die Bedeutung des Humus für Boden und Pflanze, Mittel und Wege für die Humusversorgung" im Gasthaus Faulstich, Bahnhofstraße 59. — Turnverein 1846: von 16 Uhr ab Familienausflug und Nikolausfeier (Schützenhaus). Das Gießener Sladttheater am morgigen Sonntag. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns aefchrieben: Die 6. Morgenveranftaltung des Stadttheaterss am morgigen Sonntag sieht „Musik um Weihnachten" vor. Die Vortragsfolge bringt zunächst einige der selten gehörten geistlichen Lieder Hugo Wolfs. Die Lieder sind gleichermaßen durch Text und Melodie bedeutsam und geben eine moderne Deutung des Weihnachtserlebmsses. Die Hirtenmusiken Gregor Josef Werners (1695 bis 1766) vermitteln mit dem Klangkörper des späteren klassischen Streichquartetts, zu dem hier noch ein Continuo-Jnstrument tritt, ein Stück volkstümlicher Kunst seiner alpenländischen Heimat. Jauchzer und Jodler sind eingefangen und bäuerlich derbe Tanzrhythmen. Das Weihnachtskonzert von Ph. Fr. Böddecker für Sopran und Continua ist eine der ersten Solokantaten. Die kunstvolle Kantate „Singet dem Herrn" des berühmten Lübecker Organisten Dietrich Buxtehude (1637 bis 1707) für Sopran, Solo-Violine und Continuo gibt den festlichen Ausklang. Die musikalische Leitung hat Kapellmeister Ernst Bräuer. Mitwirkende: Damen: Ilse Laskus (Sopran), Thea Lotze-Middendorf a. G. (Sopran); Herren: Karl Jost (2. Violine), Franz Kerzisnik (1. Violine), Georg Scheuermann (Viola), Ernst Schneider (Violoncello). Die Feier wird umrahmt Durch Rezitationen Gert Geigers. Anfang 11.30 Uhr, Ende 12.30 Uhr. Für Platzmieter ist der Eintritt frei. Am Nachmittag findet die erste Wiederholung des Weihnachtsmärchens „Prinzessin Allerliebst oder Der wundersame Regenschirm" von Friedrich Forster statt. Die Spielleitung führt Karl V o l ck. Musikalische Leitung: Ernst Bräuer. Die Vorstellung beginnt um 15 Uhr und endet 17.15 Uhr. Außer Miete. Arn Abend geht der große Erfolg „Ein idealer Gatte", Schauspiel von Oskar Wilde in Szene. Die Spielleitung führt Wolfgang Kühne. Anfang 19 Uhr, Ende 21.45 Uhr. Außer Miete. Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde. Die Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde vep- anstaltet am Donnerstag, 10. Dezember, wieder einen Vortragsabend. Prof. Dr. Troll-Berlin spricht an Hand von Lichtbildern über „Europäische Kolonisationsmethoden in Ostafrika". Auf die heutige Anzeige sei besonders hingewiesen. Die Winterarbeit der Hitlerjugend. Tagung der Führer des Bannes 146. Natürliche Dinge sind es, welche die Hillerjugend zwingen, ihren Dienstbetrieb im Winter ganz anders „aufzuziehen", als im Sommer. Fahrten und Sport, Lager und sonstiger Dienst machen in der Hauptsache den Dienst des Sommers aus. Ganz verschieden davon ist die Wintetarbeit. Das Feld unserer Tätigkeit wird in einen Raum hineinge- bannt, daraus hat sich dann der Heimabend, der Sportabend in der Turnhalle und neuerdings der Dienstabend entwickelt. Es sei hier das Wesentliche über diese drei Dinge mitgeteilt. Der Heimabend soll weltanschauliche Dinge den Jungen vermitteln. So steht der Abend meistens unter einem bestimmten Thema, es wird von einem Führer vorgebracht und dient in der Hauptsache der nationalsozialistischen Erziehung. Der Sportabend soll der körperlichen Ertüchtigung gewidmet sein. Soweit Turnhallen vorhanden sind, werden sie im Einvernehmen mit dem RfL. von der HI. benutzt. Gehalten wird er vom Sportwart der Gefolgschaft, oder einem sonstigen geeigneten Mann. Der D i e n st a b e n d ist im Gebiet Hessen- Nassau ein völlig neuer Begriff. Im Gegensatz zu den Sportabenden wird er in Abwechselung mit den Heimabenden 14tägig abgehalten. Er dient in der Hauptsache der vorbereitenden Sommerarbeit. Alles das, was seither nicht oder selten an die Reihe kam, soll in ihm geübt und durchgesprochen werden. So wird der Dienstabend mit der zehn minutigen Formalausbildung (Ordnungsübungen) beginnen, Sandkastenbauen, Kartenlesen, Geländekunde, Marschkompaß und Planzeiger, Gewehrgriffe, also alles das, was im Sommer unbedingt „klappen" muß, wird den Inhalt dieses Abends ausmachen. Nun ist es allerdings Tatsache, daß alle diese Sachen dem HJ.-Führer nicht angeboren sind, sondern daß er sie sich erst vorher aneignen und wohl auch lernen muß. Lernen aber muß man auf Schulen, und deshalb besucht auch der Hitlerjugendführer eine solche, entweder eine Schule, oder aber mehrere Schulungen. Ergänzt werden diese eben durch regelmäßige Führerbesprechungen, sowie die von der Reichsjügendführung und dem Gebiet her- Fewa Wege im Nebel. Vornan von Käthe Mehner. (Copyright by Aufwärts-Verlag, Berlin SW 68.) 25 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Doch nur einen Augenblick dauerte sein Zögern. Nein was er tun wollte, war feige! Was auch geschehen war, es war seine Pflicht, Hilfe herbeizuholen!. Vielleicht war doch noch Rettung möglich! Nicht weit von hier befand sich ja die Sanitätswache, die Walter auf dem Hinweg bemerkt hatte. In einer Viertelstunde war sie zu erreichen. Da lief Walter Brand, lief, rannte wie gehetzt! Lief durch das endlose Dunkel, stolperte, glitt aus und lief weiter, immer weiter, den Lichtern nach, die von fern trübe durch den Nebel schienen. Ob er öie Wache fand, — — er wußte es nicht. Aber irgendwb mußten doch Leute wohnen, die helfen konnten... Da endlich,--ein helleres Licht! Der Weg wurde breiter, wandte sich nach links, der Stadt zu. Häuser wurden sichtbar. Ein rotes Licht! Es war die Sanitätswache! Mit keuchendem Atem stand Walter Brand endlich im Innern des mit dem Kennzeichen des Roten Kreuzes versehenen Hauses. „Um Gottes willen, kommen Sie schnell!" stammelte er auf die erstaunte Frage des Sanitäters. „Sie müssen sofort kommen. Bringen Sie eine Bahre mit! Am Hafen ist jemand verunglückt!" XIV. In Dr. Ralf Rammelts Arbeitszimmer schlug es zehn Uhr. Unwillkürlich hatte Pauline jeden Schlag mit- gezählt. „Zehn Uhr! Und immer noch ist er nicht da!" murmelte sie jetzt, während sie die Treppen zum Schlafzimmer ihres Herrn emporstieg, um es mit dem Wecken noch ein drittes Mal zu versuchen. Freilich war es schon einige Male, wenn auch selten, vorgekommen, daß Rammelt später aufgestanden war, anstatt wie gewöhnlich um 7.30 Uhl — aber dann hatte er doch immer Bescheid hinterlassen, es Pauline gesagt oder aufgeschrieben, wenn er geweckt sein und das Frühstück haben wollte! Pauline war vor Rammelts Schlafzimmer angekommen. Jetzt klopfte sie, erst vorsichtig, bann immer lauter und kräftiger, rief dann: „Herr Doktor! Es ist zehn Uhr!" Aber wieder blieb alles still. Nichts regte sich. Noch einen Augenblick zögerte Pauline, dann faßte sie Mut und drückte langsam und vorsichttg die Klinke herunter. Wider Willen erschrak sie. Die Tür war in der Tat nicht verschlossen! Dr. Rammelts Schlafzimmer unverschlossen! Das war noch niemals der Fall gewesen, solange sie sich hier im Hause befand! Weit stieß sie nun die Tür auf. Und da--es war hell im Zimmer, die Jalousien waren nicht zugezogen! Und Rammelts Bett--leer, unbenutzt! Ein eiskalter Schauer lief Pauline über den Rücken, als sie sich im Zimmer umsah. Dort die Schranktür — — weit offen! Ein Mantel hing halb heraus, schleifte über dem Boden. Und noch mehr — — auch die Schubladen der Kommode waren aufgerissen, der Inhalt durcheinandergewühlt! Da hielt es Pauline nicht länger. Ohne noch einen Blick rückwärts zu wenden, rannte sie aus dem Zimmer, stürzte Die Treppe hinunter, stand dann atemlos in der Garage vor dem Chauffeur, der sie erstaunt ansah: „Aber was ist denn, Pauline? Warum bist du denn so aufgeregt?" „3n der Wohnung waren Einbrecher! Und-- der Doktor ist auch verschwunden ...", keuchte das Mädchen. „Ach, den haben die Einbrecher wohl gleich mitgenommen?" lachte Dönitz, der Paulines Aenast- lichkeit kannte. Doch als Pauline dann erzählte--nicht nur, daß das Zimmer leer sei, der Herr weg und die Schränke offen--wo er doch sonst von so peinlicher Ordnung war--sondern auch, daß Rammelt schon seit Tagen ein so seltsames Benehmen habe, so ganz anders als gewöhnlich--wurde auch Dönitz ernst. Das letzte war ja auch ihm aufgefallen! Vielleicht hatte Pauline darin recht, irgend etwas stimmte da nicht! Und doch, all das konnte vielleicht noch eine natürliche Aufklärung finden! Vielleicht hatte er die Nacht bei Bekannten verbracht, hatte vergessen, Bescheid zu geben-- so etwas kam doch vor! „Wir wollen doch erst einmal abwarten, Pauline! sagte er aus seinen Gedanken heraus. „Erst einmal abwarten, ob nicht noch Nachricht kommt! Es ist ja noch früh am Tag!" Aber nur bis zum Mittag hielt Pauline das Warten aus. Dann stieg sie die Treppen zum Nebenhause herauf und läutete dort. Minna öffnete ihr. Sofort polterte Pauline mit ihrer Frage nach Rammelts Aufenthalt heraus. Aber Minna schüttelte den Kopf: „Dr. Rammelt? Nein, der ist nicht bei uns! Ist schon die ganzen Tage nicht mehr hier gewesen " „Und Fräulein Janna? Vielleicht weiß die, wo ihr Verlobter ist?" fragte Pauline erregt weiter. „Nein, Fräulein Janna ist auch nicht da! Sie ist noch einmal für ein paar Tage verreist!" „Aber ihre Adresse! Können Sie mir die nicht wenigstens geben? Fräulein Janna muß doch schließlich wissen, wo Herr Doktor ist!" Aber Minna verneinte auch jetzt. Sie war kein Mädchen, das viele Worte verlor, am wenigsten über Janna Heller, an der sie mit rührender Anhänglichkeit hing. „Die Adresse von Fräulein Janna weiß ich nicht!" erwiderte sie kurz. Pauline merkte jetzt auch, daß sie hier nichts erfahren konnte. Sie war schon im Begriff gewesen, Minna den geheimnisvollen Anlaß ihres Fragens, das unerklärliche Verschwinden Rammelts, anzu- vertrauen. Aber das kurzangebundene Wesen Minnas nahm ihr die Lust dazu. Ohne eine weitere Erklärung cibzugeben, lief sie die Treppen wieder hinab und begab sich zu Dönitz. „Was meinst du, Pauline, wenn wir mal im Institut bei Herrn Doktor anrufen würden?" sagte der Chauffeur plötzlich, nachdem er Paulines Bericht angeyört hatte. Eifrig stimmte Pauline zu. „Daß wir daran noch nicht gedacht haben!" meinte sie. „Dann wollen wir aber mal gleich unser Glück damit versuchen!" Gemeinsam gingen sie nach oben, betraten das Arbeitszimmer Rammelts, in dem das Telephon angebracht war. Der Chauffeur wählte die Nummer, wartete auf die Meldung des Fernamts. Aufgeregt stand Pauline neben dem Apparat. Da plötzlich bückte sie sich, schrie auf: „Hier, hier, Dönitz, sieh doch die Schnur!" Erschrocken legte der Chauffeur den Hörer zurück, sah die Schnur an, die Pauline im entgegenhielt. Tief unten am Boden, so daß es für den ersten Blick unbemerkt bleiben mußte, war die Schnur durchgeschnitten worden. Jemand hatte ein Interesse daran gehabt, daß der Eigentümer des Telephons sich nicht mit der Außenwelt in Verbindung setzen konnte! „Jetzt glaube ich bald selber, daß du recht hast, Pauline!" sagte Dönitz ernst. „Vielleicht ist es doch das beste, wenn wir die Sache auf der Polizei melden. Wer weiß, nachher ist es sonst noch zu fpät!"_ fügte er halblaut hinzu, so daß es Pauline kalt über den Rücken lief. Immer klarer wurde es ihr, daß hier etwas Furchtbares geschehen sein mußte. Vielleicht hatte man Dr. Rammelt sogar ermordet — fyatte ihn erst beraubt und dann ermordet! Ihre Phantasie spiegelte ihr bereits die schrecklichsten Bilder vor, aus denen erst die ruhige Stimme des Chauffeurs sie herausriß. „Vielleicht wäre es dann das befte, wenn ich selber gleich mal in die Stadt aufs Polizeipräsidium fahren würde, da das Telephon ja nicht in Ordnung ist!" schlug er vor. Doch fast hysterisch vor Angst wehrte Pauline den Gedanken ab. „Nur nicht mich hier allein lassen!" rief sie. „Alles will ich tun, auch auf das schreckliche Polizeipräsidium fahren, bloß nicht hier allein bleiben!" „Na ja, dann fährst du eben!" beruhigte Dönitz das Mädchen. „Ader beeile dich, damit du den Autobus noch bekommst! Und bring' auch gleich ein paar Beamte mit! Ganz allein können wir die Nacht doch nicht hierbleiben!" Eilig lief das Mädchen hinauf, um fick Hut und Mantel zu holey. Dann machte sie sich auf den Weg.--- (Fortsetzung folgt!) nbt. künde oep er, wieder ll-Berlin Europäische if die Hellen idealer rzene. Die Lnfang 19 ?let? «m Nhn- ,'N'ge der bei ®regot ; mtt den, lotens Mein Wdische» »«en unb «bn-chts. »»b den. mnftooue oiten Lii- bis 1707) öidt den ‘8 hat Ka. Manien: 'darf q. G E)' Franz n Mola), wird um« {• Änsang !ter ist der )°lung derbst oder dnch For. l ck. Musi. Erstellung hr- Außer St öDO D Zil e >örer zurück' ntgegenM den eriten die Schnur ein 3nter' r des Telt' Verbindung PaM^" tWL\‘ .in bleck'^ ,,l. Danis nnt 2 ein «%*» »ui [ ist es do« der Menst n°“U; es P°ul-n arer =) .schehen le" eit sognr E , )ann 5 die V die * , wenn,^ ' jpras-d-^ ausgegebenen Schukungsbrlefe, Helmabendmappen i Zurückkommend auf Schulen unb Schulungen wäre da^u etwas grundsätzliches M sagen. Schulen sind von längerer Dauer, während Schulungen nie piehr als das Wochenende umfassen. Die Reicks- fugenbfuhrung, die Gebiete und die Banne unter« halten ^ulen während sich die Schulungen in der Hauptsache auf bie Banne und Unterbanne Derlei- len. Ist bie Anzahl der Führer, die Schulen besuchen tonnen, begreiflicherweise klein, so werden die Schulungen von der gesamten Führerschaft der betreffenden Emhert besucht. Auch Bann- urch Unterbannschulungen unterscheiden sich wieder. An den Schulungen des Bannes nehmen die Gefolgschafts- sow.e Unterbannfuhrer und bie Stellenleiter teil, in den Unterbannschulungen jedoch wird die gesamte eines Unterbannes herangezogen und geschult. Dieser Tage fand mm im Hitler-Jugend-Heim zu Klein-Linden eine Bannschulung statt .Nach Meldung ergriff der Führer des Bannes 116, Bannfuhrer Ernst Heim, das Wort In bum ter Folge kamen nun die verschiedensten Themen zu Gehör. hnr^Krf."11^6 ?! Volkszemelnschastsab-nd durchgesprocken. Er ist etwas Neues, sein Ziel wird die enge Zusammenarbeit zwischen Bevölkerung und ^,riIDia^n6 dus Verbindende das von der HI. gestaltete Programm ist. Wei er wurden Vorschläge zur Verbesserung und ?^^Lltung unserer Heime gegeben, bie prak- tischen Anweisungen zu dem oben näher beschriebenen Dienstabend wurden nicht vergessen. Weiterhin erfuhren die Führer, daß der Bann 116 eine Vannfuhrerschule gründen wird, auch wurde der Reichsberufswettkampf der deutschen Jugend und die von der Hitlerjugend zu leistende Arbeit gründlich durchgearbeitet. So wären noch viele andere Dmge zu erwähnen, die hier besprochen wurden. Die Stellenleiter des Bannes referierten über ihre Spezialgebiete, nachdem zwischendurch Mittag in Privatquartieren gemacht worden war. Im Laufe den Tages bekam ein jeder das zu hören, was er in feiner Einheit, oder in seiner Stelle zur Arbeit an der Hitlerjugend braucht. Nach dem Flaggeneinzug war bann die erste Bannschulung des Bannes 116 in diesem Winter beendet. Rk. Ps Wendnagel spricht in Gießen. Die Kreisleitung Wetterau hatte auf den gestrigen Freitagabend zu einer Kundgebung im Caf6 Leib emgelaben und dazu den aus der Kampfzeit in unserer engeren Heimat bekannten Pg. Oskar W e n d n a g e l als Redner angekündigt. Die Einladung hatte ein sehr gutes Echo in der Bevölkerung gefunden, so daß der Saal außerordentlich starken Besuch aufwies. Kreisamtsleiter Heß widmete in feinen Einfüh- rungsroorten dem „lieben alten Kameraden Oskar Wendnagel" und den aus diesem Anlaß auch von auswärts zahlreich erschienenen alten Kämpfern der Bewegung herzlichen Willkommengruß. Dann sprach Oskar Wendnagel. Er begann mit dem Hinweis auf ein Jubiläum, das er mit dieser Rede begehen könne; er sprach nämlich vor 7 Jahren in Gießen in einer marxistischen Versammlung zum ersten Male, wo er als Diskussionsredner gegen Leuschner feine Jungfernrede hielt. An dieses Erlebnis in der Zeit der deutschen Erniedrigung anknüpfend, zog er einen Vergleich zwischen dem Einst und dem Heute, wobei er betonte, daß erst bei einer solchen rück- schauenden Erinnerung die ganze Größe der Wandlung deutlich werde, die feit der Machtübernahme durch den Führer sich in Deutschland vollzogen hat. Er wies bann daraus hin, daß das Ausland diesem grundstürzenden Wandel fassungslos gegenübersteht und zu seiner Erklärung alle möglichen Schauermärchen verbreitet. Demgegenüber stellte der Redner das große deutsche Wunder klar heraus, das sich im deutschen Volk vollzogen hat. lieber« zeugend machte er seiner großen Zuhörergemeinde klar, daß das erhabene deutsche Gesetz der Ehre, Treue und Tapferkeit dank der Einigkeit und Einheit, bie durch den Führer in Deutschland geschaffen wurde und die seelische Einheit unseres Volkes begründete, nunmehr wieder über unserem Volke steht. Er erinnerte daran, daß das deutsche Volk in seiner mehrtausendjährigen Geschichte immer seine Höhepunkte erlebte, wenn es unter diesem Gesetz wirkte, aber in die Tiefe sank, wenn es dieses Gesetz aufgab. Zum Beweise dafür erinnerte er an drei Epochen des deutschen Verfalls: an die Zeit des Dreißigjährigen Krieges, wo das deutsche Volk sich in Glaubenskriegen selbst zerfleischte und seine Einigkeit und Einheit hingab, zur Freude aller seiner Feinde; an die Zeit des Liberalismus, in der das materielle Jch-Streben und die Sucht nach persönlichem Gewinn unter völliger Nichtbeachtung des anderen deutschen Volksgenossen das beherrschende Gesetz deutschen Lebens war und das deutsche Volk in Klassen auseinanderriß, die sich einander nicht nur fremd gegenüberstanden, sondern sich auch ohne jede Rücksicht auf die naturgegebenen Bindungen bekämpften; schließlich an die Zeit des bolschewistischen Vordringens, das wir nach dem Weltkrieg in Deutschland bis zur Machtübernahme durch den Führer erlebten, wie wir ja auch, insbesondere die Aelteren, einen großen Teil der libe- ralistischen Zeit selbst miterlebt haben. Diesen Verfallszeiten stellte er die jetzige große deutsche Zeit gegenüber, in der das deutsche Volk den Glauben an seine Größe und seine Sendung wiedergefunden hat, den Glauben, der das größte und tiefste Werk unseres Führers ist, der damit unser deutsches Volk seelisch wieder gesund gemacht hat. Mit der Erweckung dieses Glaubens hat der Führer unserem deutschen Leben einen neuen Sinn gegeben, aus dem unserem Volke neue Kraft und der wunderbare Geist des Gemeinschaftsgedankens erstand. Durch diesen neuen Glauben und neuen Lebenssinn hat unser Volk auch die wunderbare seelische Läuterung erfahren, die es zu dem heroisch kämpferischen Volke Adolf Hitlers machte, das gewillt ist, sich mit aller Kraft gegen die Ziele des Bolschewismus zur Wehr zu setzen und die in dem Bolschewismus verkörperten Versuche des Judentums zur Aufrichtung feiner Herrschaft über das deutsche Volk abzuwehren und zu vernichten. Durch das Werk des Führers ist im deutschen Volke die I ch - S u ch t gebannt worden und an die Stelle dieses liberalistischen Zielstrebens der Sinn für die Gemeinschaft und der Wille zu ihrer Verwirklichung durch die Tat getreten. Dieser Gemeinschaftsgedanke entstammt der durch den Führer im Volke erweckten Erkenntnis, daß wir allesamt in diesem Volke durch Geburt und durch unser Leben verwurzelt sind, daraus unsere Kraft als Dolksganzes ziehen, aber auch die Verpflichtung haben, die hohen Werte dieser Volksgebundenheit nicht nur in unserer Gegenwart zu erhalten, sondern sie auch an die kommenden Generationen weiterzugeben. Dabei müssen wir uns immer den Führer zum Vorbild nehmen und in unserem Volke die Lebensgemeinschaft erblicken, die durch die Gemeinschaft des Blutes, d. h. des von unseren Ahnen übernommenen Erbgutes, besteht, in der wir alle leben und die wir als Erbgut weiterzutragen haben. Sa schlingt sich eine unlösbare Kette van den Ahnen über die lebende Generation zu den kommenden Geschlechtern hin, die allesamt ein ewiger Marsch unseres ewigen deutschen Volkes sind. Der Redner machte, auf diesen Grundgedanken aufbauend, feinen Zuhörern die Größe und Weite der nationalsozialistischen Weltanschauung klar, durch die allein das vorerwähnte deutsche Gesetz der Ehre, Treue und Tapferkeit über unserem Volk wieder zur Geltung kam und unsere deutsche Bluts- und Volksgemeinschaft wieder zur Höhe führte, dank dem Geist, der in dem Führer Adolf Hitler im Schützengraben des Weltkrieges lebendig wurde und durch den Kampf des Führers in unserem ganzen Volke Eingang fand. Am Schlüsse seiner Rede legte Pa. Wend- nagel klar, daß die nationalsozialistische Weltanschauung als Werk vom Geist des Führers in dem Glauben an Gott ihre fundamentale Grundlage hat, die in der vorbehaltlosen Hingabe an den Dienst für unser Volk ihren gottesgläubigen Ausdruck findet. Er widerlegte damit jene Versuche, die einen Gegensatz zwischen Nationalsozialismus und Gottesglauben konstruieren wollen, der in Wirklichkeit gar nicht besteht, weil eben der Nationalsozialismus in dem Glauben an Gott verwurzelt ist. Die Frauen pries er am Schlüsse feiner Worte noch glücklich wegen ihrer hohen Mission, die sie, während die Männer kämpfend und ringend für ihr Volk eintreten, als Hüter und weiterreichende Kräfte des deutschen Erbguts an die kommende Generation zu erfüllen haben. Seine einstündige Rede schloß er mit einem in Prosa und Poesie außerordentlich packenden Bekenntnis zum Führer und seinem Werk, dem die Zuhöhrer gebannt in starker Ergriffenheit lauschten. Die Ansprache, die — wie Kreisamtsleiter Heß am Schlüsse betonte — etwas ganz anderes war, als man es sonst in Volksversammlungen höre, die ein starkes inneres Erleben der Zuhörer wurde, fand außerordentlich starke beifällige Aufnahme. Die Versammlung wurde dann in der üolichen Weise geschlossen. Deutsche Arbeitsfront. Als letzter Termin für die Bestellung von DAF.-Beitragsmarken alter A r t ist der 10' Dezember festgesetzt worden. Neue Dienststelle des BOM.-ilniergau 116. Ab 3. Dezember ist unsere Dienststelle über der Stadtpost, Eingang Neuen Säue 22. Die Telephonnummer ist die gleiche geblieben. Das Offenbalten der Derkaufsgesch äste an den zwei Sonntagen vor Weihnachten. Die Polizeidirektion Gießen teilt uns mit: Gemäß § 105 b Absatz II der Gewerbeordnung wird für den Bezirk der Stadt Gießen an den zwei Sonntagen vor Weihnachten, nämlich dem 1 3. und 2 0. Dezember, die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern in offenen Verkaufsstellen in der Zeit von 12 bis 18 Uhr zugelassen. Es dürfen sonach an diesen Tagen auf Grund des § 41 a der Gewerbeordnung wahrend der gleichen Zeit die Verkaufsläden zum Gewerbebetrieb offengehalten werden. Gießener wochenmarktpreije. * Gießen, 5. Dez. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: D. f. Molkereibutter, % kg 1,57 Mk., f Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Wirsing 6 bis 10, Weißkraut 5 bis 6, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20 bis 25, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 20 bis 30, Feldsalat 80 Pf. bis 1 Mk., Tomaten 60 Pf., Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 20 bis 30, Kartoffeln, % kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 3 bis 3,50 Mk., Aepfel, kg 15 bis 25 Pf., Tafeläpfel 25 bis 30, Birnen 15 bis 20, Nüsse 45 bis 60, Hähne 1 bis 1,10 Mk., Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Gänse 90 Pf. bis 1 Mk., Tauben, das Stück 50 Pf., Blumenkohl 50 bis 70, Endivien 5 bis 8, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15 Pf. ♦ ** Abermals entgleist. Das „Bieberlieschen", das erst am Sonntag bei Rodheim entgleiste, sprang am Donnerstagmittag zwischen Rodheim und Heuchelheim aus den Schienen. Der Verkehr wurde mit Hilfe von Omnibussen aufrechterhalten. ** Die anhaltenden Regenfälle der letzten Tage brachten es mit sich, daß der Wasserstand unserer heimischen Bach- und Flußläufe erheblich anstieg. Sowohl die Lahn, wie die Wieseck führen gegenwärtig sehr viel Wasser. Es ist jedoch kaum eine Uederschwemmungsgefahr zu befürchten, zudem sich wie es heute morgen Lm Anschein hatte, die Wetterlage vielleicht doch endlich nach der günstigen Seite ändert. ** Mvtorradunfall in der Marburger Straße. An der Ecke Steinstraße und Marburger Straße ereignete sich gestern gegen 20 Uhr ein Verkehrsunfall. Der Motorradfahrer Karl Motzkus aus Wo mau (Kreis Memel), der aus der Steinstraße in die Marburger Straße einbiegen wollte, fuhr gegen das rechte Hinterrad eines Last» kraftzuges, der aus der Richtung von Lollar tarn. Der Motorradfahrer stürzte und erlitt Schädelverletzungen, sowie eine Knieverletzung. Der Verunglückte wurde durch die Sanitätskolonne vom Deutschen Roten Kreuz in die Chirurgische Klinik gebracht. — Einen Motorradunfall erlitt auch der Studienreferendar an der hiesigen Oberralschule, M e u b. Auch er mußte zur Behandlung in die Chirurgische Klinik gebracht werden. Die Verletzungen, die er erlitt, sind glücklicherweise nur leichterer Natur. ** Werft keine Felle fort! Im Kampf gegen den Verderb macht die Genossenschaft für Häute- und Fettverwertung Gießen im heutigen Anzeigenteil darauf aufmerksam, daß sie Felle aller Art abnimmt. Auf die Anzeige sei besonders hinge» 1 wiesen. W eSlume ktl von Sonnenstrahlen .. Und Dein Kind? Die zarte Menschenknospe muh erst recht viel Sonne haben?.. Sonne gibt öem Kinderkörper alles, was er zur Entfaltung braucht! Sonne macht stark und lebenskräftig! Sonnenstroblen fördern jegliche Entwicklung, töten Krankheitsleime?... Drum bestrahl' Dein Kind von nun an regelmäßig mit „Hanauer Höhensonne". 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Weihnachtsgebäck Herstellen, damit sie es dereinst als Hausfrauen und Mütter vieler Kinder können. Jetzt aber werden fie mit ihren Backwerken den Kindern im Kindergarten und im Kinderhort des Instituts damit Freude machen. Schließlich wurde in diesen Tagen auch so mancher größere oder kleimacht, wie sie unser eigen ist. gesamte motorisierte Heeres- Großen (gottlob) nun wieder mäßigten 5 Pf. für die »röffentlichtl in »proller schinen- erzähler, Aus der Frauenschule Gießen. Schöne Handarbeiten für den Weihnachts« tisch waren zu einer Ausstellung zusammengetragen. Zukünftige Kindergärtnerinnen lernen Weihnachtslieder musizieren und singen. IKER NUS iltersweg 33 Krankenkassen Für jeden Menschen kommt einmal die Stunde, in der er aus dem Paradies der Kindheit vertrieben wird. Daß der Mensch dieses Paradies verloren hat, merkt er erst viel später; dann nämlich, wenn sich in der Vorweihnachtszeit das Paradies der Spielsachen von neuem vor ihm auftürmt, er selbst aber nicht mehr spielen kann. So bleibt den erwachsenen Menschen, den „Großen", nichts anderes übrig, als still und nachdenklich durch das Kinderparadies der Spielzeugausstellungen zu gehen und sich satt und glücklich zu sehen an dem fassungslosen Staunen der Kinder und an ihrem Jubeln und Jauchzen. Bei einem solchen Streiszug durch die Spielabteilungen der diesjährigen Weihnachtsausstellungen erfahren die Großen, daß auch hier die Zeit keineswegs still steht. Falsch wäre es, von einer „Mode" der Spielsachen zu sprechen. Uns würde dieses Wort auch schlecht in unsere Weihnachtsträume passen, die immer etwas Zeitloses an sich haben. Richtig ist vielmehr, von einem Abbild der Zeit zu sprechen. Denn diese Spielzeugausstellungen sind und werden immer sein: Spiegelbilder der großen Welt. Am stärksten erlebt man dieses Abbild der Zeit in der Abteilung „Soldatentum". Hier ist nun schlechterdings alles zu sehen und zu bewundern, was das Herz eines deutschen Jungen erfreuen kann. Zunächst einmal alle Gattungen unseres Heeres. Aber nicht etwa nur Fußvolk, Reiteroolk, Artillerie, Flakabteilungen, Flammenwerfer, Stoßtrupps sind zu sehen, sondern auch die Pioniere mit ihren modernsten Geräten, die Scheinwerfertrupps und die — Flieger! Jagd- und Aufklärungsflieger fehlen ebenso wenig wie die schweren Bomber. Natürlich gibt es auch Panzerkraftwagen in allen eren ifheiht ** austauf. . IHN 16 7779 D .n, :umran- wärmer‘ Jung und alt steht vor den Weihnachtsläden. Große und kleine Besucher drängen sich hier um einen Tisch, auf dem eine Reichsautobahn mit allen Schikanen aufgebaut ist. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Stern, Herzen und Brezeln werden aus dem Lebkuchenteich geschnitten. nere Adventskranz gewunden und mit Lichtern besteckt. So sind gegenwärtig und kaum daß die Aufräumungsarbeiten von der Märchenschau her beendet sind, alle Hände der Süchlerinnen bei eifriger Arbeit, um in gemeinnützigem Sinne für das Weihnachtsfest zu wirken, und dabei auch zu lernen, wie eine deutsche Hausfrau Hüterin der Tradition des deutschen Weihnachtsfestes sein soll. £‘J.S leuenWfl13 noch das Spielzeug für die Kinder, das so geheimnisvoll wie möglich eingekauft oder aber selbst gefertigt wird. Wenn es ganz hoch kommt, dann haben Vater oder Mutter irgendwo draußen bei einem Bauern eine Gans bestellt, die zu Weihnachten auf dem Mittagstisch duften und schmecken soll. So materiell manches, was uns das Weihnachtsfest verschönern soll, auch erscheint, so steht dies doch alles im Dienst der Freude, einer Freude, die um jo tiefer und nachhaltiger sein kann, weil wir doch wissen, daß selbst jener Volksgenosse, der noch arbeitslos ist, und sich aus eigener Tasche keine be- jondere Festfreude schaffen könnte, nicht vergessen jein wird. Viele Hände sind gerade jetzt dabei, Pakete zu packen, die durch das großartige Winterhilfswerk zusammengetraaen und diesem Volksgenossen für den Heiligen Abend auf dem Tisch liegen werden. Innerhalb der Familie vollziehen sich die Vorbereitungen für das Weihnachtsfest ja meistens Hecht geheimnisvoll und nach außenhin kaum be- nerkbar. Die Nachbarin merkt vielleicht nur von Selbstgefertigtes Spielzeug erhält bunten Farbenglanz. Und nun das Paradies der Mädel! Es ist, wie nicht anders zu erwarten, ein Paradies der Puppen! Vom kleinsten Püppchen bis zum lebensgroßen .Kleinkind* prangt und prunkt eine vielfältige Auswahl sondergleichen. Mit diesen Puppen und Püppchen kann sich der Muttersinn unserer deutschen Mädel von Herzen betätigen. Etwas anders gestaltet sich die Zeit der Weih- ! Nachtsvorbereitungen dort, wo mehrere in einer Gemeinschaft das Fest vorbereiten. So etwa in den Schulen der Stadt und des Landes, in Kindergärten, in öffentlichen Anstalten, in Vereinen usw. Ueberall wird mit großem Eifer gearbeitet. Aus her Gemeinschaft wächst dann häufig eine schone Gesamtleistung heraus, etwa derart, wie man es am Anfang dieser Woche in der Frauenschule unserer Stadt besonders sinnfällig beobachten konnte. Da waren mit großer Liebe schöne Singe angesertigt worden, deren viele dazu bestimmt sein werben, zum Weihnachtsfeste Freude zu bereiten. Und gar im F r ö b e l s e m i n a r steht gegenwärtig das ganze Haus in der Gartenstraße tm Zeichen der Weihnachtsvorbereitungen. Wenn man tinmal als Gast in den Räumen des Instituts auf ' einem Spaziergang begriffen ist, dann kann man | sehen, wie viele Vorbereitungen doch eigentlich für ein Weihnachtsfest notwendig sind. Hier ubt ein kleiner Ehor schöne alte WeihnachAieder em, die ron einigen Schülerinnen mit Blockflöten und (Zeigen vorgespielt und bann begleitet werben. In einem anberen Raume ist eine anbere Gruppe dann beschäftigt, dem einfachen selbstgefertigten Holz- spielzeug den letzten Glanz zu geben, ber mit Ieud)= t-nben bunten Delfarben hervoraerufen wird. Die thnöerpflegerinnen sowie bie Kinderhortnennnen loben hier ja eine besonbere Aufgabe für ihren zukünftigen Beruf: sie müssen selber etwas machen binnen1 . . ... Und in roieber einem anberen Raume hat sich ene Gruppe von Schülerinnen versammelt, um ifrährenb einiger Stunben Hondarbeiten zu ma= 18di en Auch diese Arbeit gilt der Weihnachtsfreude, \bie dabei eine sehr uneigennützige Arbeit ist, denn fc gilt dem Zweck, einigen jener Volksgenosien treube zu machen, bie Weihnachtsfreude vom Wm- tirhilfswerk erwarten. Die Schülerinnen des Frobel- Nr. 295 vierter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhejfen) Alles für das Weihnachtsfest! ^lnars hoffen auch in biefem Jahre roieber, dem Winterhilfsroerk eine Menge sinnvoller Arbeit bei- Iteuern zu können. So wie in dieser Lehranstalt, wird es aber auch noch inj mancher anderen Schule in ber Stadt, wie auf dem Lande, gemacht. Verfolgt man nun im Haus an der Gartenstraße öte Dinge weiter, so wird man auch in der Küche ankommen, aus der heraus vielversprechende Düfte das ganze Haus durchziehen. Die Mädchen lernen Sicherlich bedürfen wir Menschen jedes Jahr der inneren, der seelischen Borbereitunaen auf das Weihnachtssest Manche Adaentsseier bereitet die --rzen vor Aber zu dieser seelischen Sorbereitunq tomm hinzu daß ur das Fest auch all das her- gerichtet werden soll, was wir mit unserem deul- schen Weihnachtssest als selbstoerstandiich aerbinben. Ba ist das Geschenk, da ist das Backwerk, da ist der Schmuck sur den Christbaum, und schließlich Samstag, 5. Dezember 1956 SJlXfpOTt Handball im Sporikreis Gießen. Krankheitsfälle und schlechte Witterungs- und Bodenverhältnisse zwangen die Kreisspielleitung eine ganze Reihe von angesetzten Spielen abzukla- sen. Die Bezirksklasse weilt aber trotzdem eine Reihe von Begegnungen aus, die vielleicht entsckei- dend für die zukünftige Tabellengestaltung sein werden. Bon Interesse ist auch das neue Auftreten des Tv. Wetzlar, der zu Haufe gegen die stark zurückgegangene CT. Kassel diesmal gewinnen sollte. Bezirksklasse. 9m zweiten Spiel der Nachrunde haben die 1900er morgen den Turnverein Lützellinden zu Gast. Die Lützellindener Elf ist eine der Dorfmannschaften, die es verstanden hat, sich schon feit Jahren auf einer hohen Spielstufe zu halten. In fast allen Verbandsserien der letzten Zeit war sie ein ernster Anwärter auf den Titel eines Bezirksklassenmeisters. Auch in dieser Saison ist ihr ernstes Streben dadaruf gerichtet. Die Hauptmaste der Mannschaft ist der flinke und wurfsichere Sturm. Auch die übrigen Mannschaftsteile weisen gutes Können auf. Für die Spieloereinigungsleute wird es von großer Bedeutung sein, wie sie den Gegner zu nehmen wissen. Falls mit der gleich guten Ueber- sicht gespielt wird, wie am vergangenen Sonntag in Heuchelheim, dürften Erfolge nicht ausbleiben. Durch zwei Neueinstellungen hofft man, die Durchschlagskraft der Mannschaft weiter zu heben. Es ist folgende Erstellung vorgesehen: Enders; Birkenstock, Schmitkdiel; Neist, Färber, Richter; Schüler, Winden, Diezemann, Höing, Dock Im Anschluß an das Spiel der ersten Mannschaften (Beginn um 14 Uhr) ist eine Begegnung der zweiten Garnituren vorgesehen. Tuspo. Niedergirmes — WTD. Gießen. Die MTVer sollten aus der vorsonntägigen Begegnung mit Hochelheim die Lehre gezogen haben, daß man seine Kräfte zweckmäßig auf die ganze Spieldauer verteilt. Es wird sich allemal als falsch erweisen, eine Halbzeit lang stark zu drücken, um dann dem Gegner das Kommando zu überlassen, wenn die Spieler ausgepumpt sind. Die Nieder- girmeser sind als außerordentlich eifrig bekannt, die sich mit derartigen Methoden nicht einlassen und die ihrerseits etwaige Schwächen schon auszunutzen wissen. Es wäre zuviel gesagt, den Gießenern jegliche Chancen abzusprechen. Es heißt allerdings ge- kärnvft, wenn etwas erreicht werden soll. Tv. Münchholzhausen — To. Heuchelheim. Die Heuchelheimer haben am letzten Sonntag gründlich versagt. Sie werden auch am Sonntag nicht weiterkommen, wenn sich nicht gleich von vorne herein eine zweckmäßigere Spielweste einstellt. Denn die Platzbesitzer sind dafür bekannt, daß sie sofort auf Tempo und Entscheidung drücken und daß sie alle Kraft zusammenreißen, um die Oberhand zu behalten. Die Aussichten für Heuchelheim sind unter diesen Umständen sehr gering. Tuspo.Marburg — To. Hochelheim. Trotz des Eifers, mit dem Hochelheim zu Werke geht, hat es keine Aussichten, in Marburg zum Siege zu kommen. 1. Preisklasse. Zwei der wichtigsten Spiele mußten abgesagt werden, den drei restlichen kommt unter diesen Umständen keine große Bedeutung zu, zumal sie ohne Einfluß auf die Tabellengestaltung sein werden. Tv. Holzheim — Tuspo. Groß-Rechten- bach. Holzheim wird es diesmal leicht haben, fein Spiel zu gewinnen, zumal die Gäste durch die lange Zwangspause dem Können der Platzbesitzer kaum etwas gleichwertiges entgegenstellen können. To. Garbenheim — Tv. Grüningen. Der letzte Sieg der Garbenheimer hat bewiesen, daß die Mannschaft ihre alte Form wiedergefunden hat. Unter diesen Umständen kann man Grüningen auch diesmal keine großen Gewinnmöglichkeiten einräumen. Es wird sich nur darum drehen können, ein möglichst günstiges Ergebenis herauszuholen. Tv. Herborn — To. Katzenfurt. Obwohl der Ausgang dieses Treffens eigentlich ziemlich sicher ist, wird man der Begegnung sicher an Ort und Stelle großes Jntereffe entgegenbringen. 2. Preisklasse. Auch die Spiele der 2. Kreisklaffe sind bis auf zwei zufammengeschmolzen, denen aber ebenfalls keine große Bedeutung zukommt. Es handelt sich dabei um To. Lich — Tv. Lang-Göns und um das Spiel To. Londorf — To. Wißmar. Lich wird auch zu Haufe gegen Lang-Göns nicht viel ausrichten können. Auch in Londorf werden die Einheimischen Sieger bleiben. Jugendklasse. To. Dutenhofen — Mtv. Gießen I; Tv. Lich — Tv. Holzheim; Tv. Lang-Göns — Tv. Garbenteich; Tv. Hochelheim — To. Lützellinden; To. Groß- Rechtenbach — To. Oberkleen; Tv. Atzbach — To. Münchholzhausen; Tv. Allendorf (Lda.) — To. Beuern. Fußball der heimischen Mnnschasten Spiele der Dezirksklaffe am Sonntag einer ., um von dieses der Mannschaft gelin- II — Sinn II. VfB.-Rercksbahn Gießen. Sinn auf dem TValdsporkplah. In diesem Spiel stehen die Gießener vor Dillenburg II — Burg II (Greeb, Frohnhausen); VfB. II — Sinn II (Buß, Steinberg); Naunheim II — 1900 II (Koob, Garbenheim); Wetzlar II — Frohnhausen II (Spies, Nauborn); Hungen — Leih» gestern (Rinn, Rodheim); Steindorf — Albshausen (Nesseldreher, Heuchelheim); Hermannstein — Spfr. Wetzlar (Hild, Herborn); Ehringshausen — Nau- von ihr, da sie in stärkerer Aufstellung antritt, daß sie einen Sieg herausholen wird. Die Jugendmannschaften sind spielfrei. Die Kre sk-asien am Sonntag. Dillenburg—Burg DsB.-R. Gießen—Sinn Naunheim—1900 Gießen Wetzlar—Frohnhausen. Die Dillenburger werden alles versuchen, dem Tabellenende wegzukommen. Das gleiche gilt auch für die VfB -R. Die 1900er dürften in Naunheim keine Chancen auf Spielgewinn haben. Wetzlar wird gegen Frohnhausen ein großes Spiel liefern müssen, wenn es weiterhin seine führende Position behalten will. Spielvereinigung 1900 Gießen. Naunheim — 1900 Liga. Die Blauweißen müssen am Sonntag nach Naunheim zum fälligen Verbandsspiel. Genau wie im vergangenen Jahr sind es Erkrankungen, die eine abermalige Umstellung der Mannschaft erforderlich machen. Wenn damals trotzdem ein Unentschieden gelang, so liegen diesmal die Verhältnisse anders. Naunheim oerlucht es mit aller Macht, den führenden Sportverein Wetzlar noch zu erreichen und damit vielleicht seinen vorjährigen Meisterschaftssieg zu wiederholen. Aus diesem Grunde werden die Blau- weißen diesmal einen Gegner vorfinden, der mit aller Energie auf einen Erfolg drängen wird. Da die Reihen der 1900.er zur Zeit nicht die nötige Geschlossenheit aufweisen, werden sie an einer Niederlage nicht vorbeikommen. Die Aufstellung, die den Kampf bestreitet, ist folgende: Rahn, Zeiler, Lippert, Erhard, Langsdorf, Herf, Ranft, Schellhaas, Heilmann, Lehrmund, Hain. Naunheim II — 1900 II. schweren Aufgabe. Sie haben einen Gegner vor sich, der erst kürzlich gegen 1900 bewiesen hat, daß er bis zur letzten Minute kämpft. Die körperliche Verfassung der ©inner Mannschaft ist die Erklärung ihrer Spielweise. Hierdurch sind sie imstande, ein Kampfspiel zu liefern, das sich in erster Linie auf die Schnelligkeit und die Wucht der einzelnen Spieler aufbaut. Diesem Gegner gegenüber gehen die Gießener durch ihren Tabellenstand belastet in den Kampf. Es ist klar, daß die Gießener Mannschaft auch in diesem Spiele alles daranfetzen wird, um endlich einmal einen Sieg herauszuholen. Gemessen an der Spielstärke des Gegners erscheint es jedoch fraglich, ob " ' ' . , . von Sinn ist ebenfalls als eine Kampfmannschaft bekannt. Die Gießener Mannschaft läßt leider in ihrer Form starke Schwankungen erkennen. Trotzdem erwartet man Hier ist ebenfalls ein Sieg der Platzbesitzer am , wahrscheinlichsten.. Die Naunheimer besitzen die , born (Sammler, Herborn); Oberbiel — Aßlar (Krä- größere Wucht, was bei den derzeitigen Platzver- mer, Rodheim); Philippstein — Holzhauscn Haltnissen von ausschlaggebender Bedeutung sein (Schmidt, Leun); Ulm — Leun (R. Würz, Holz- roir®- I Hausen); Burgsolms — Niedergirmes (Decker, Gargen wird. VfB.'R. Die 2. Mannschaft benteich); Turnv. 1846 II — Bieber (Hofmann, Wie» seck); Muschenheim — Heuchelheim II (Happel, Steinberg); Wißmar — Flensungen (Weil, Vetzberg); Londorf — Staufenberg (Grote, Mainzlar); Büblingshausen — Schwalbach (Niersbach, Wetzlar); Sportverein III — Münchholzhausen (Bill, Naunheim); Aßlar II — Sportfreunde III (Knapp, Werdors). Werbe-Turnstunde für Frauenturnen in Wieseck. Am Donnerstag führte der Turnverein Wieseck eine öffentliche Turnstunde für das Frauenturnen durch. Hieran waren alle Schülerinnen- und Turne- rinnen-Abteilungen des Vereins beteiligt. Die Eltern der Kinder und Freunde der edlen Turnsache waren eingeladen. Zuerst begannen die Kleinsten im Alter bis zu 10 Jahren unter Leitung ihrer Vorturnerin Tilli S ch r e i n e r. In dem sehr abwechslungsreichen Turnbetrieb wurden gezeigt: Körperschule, das Turnen an Geräten, Spiele und Singspiele. Es entwickelte sich ein munteres turnerisches Seben, an dem die Zuschauer ihre helle Freude hatten. Dann folgten die Schülerinnen bis zu 14 Jahren, die mit dem Lied „Getreu allezeit" ihre Uebungsstunde begannen. Nach Schritt- und Laufübungen sowie einer den ganzen Körper umfassenden Körperschule begann in den einzelnen Riegen ein munterer Betrieb am Pferd und an der Langbank, dem noch Turnspiele (Ball- und Laufspiele) folgten. Den Abschluß des Abends bildete eine Turnstunde der Turnerinnen. Diese zeigten nach der Körperschule verschiedene Tänze, um dann beim Kürturnen am Barren und Pferd mit sehr beachtlichen Leistungen aufzuwarten. Verschiedene Spiele gaben noch Gelegenheit zu freudvoller Körperschulung. Die De» sucher der Werbeturnstunde dürften den Eindruck gewonnen haben, daß der Turnverein Wieseck auch im Frauen- und Kinderturnen mit gutem Erfolg arbeitet Schluß-Schießen im Schühenverein Langsdorf. Der neue Schießstand. Dieser Tage hielt der Schützenverein Langsdorf in der neuerrichteten Schützenhalle sein Schluß- Schießen ab. Als Sieger bei dem Wanderpreisschießen ging Ernst Rühl hervor, der den Preis nun drei Jahre hintereinander geschossen hat, und und der nuiz fein Eigentum ist. Die Dereinsehren- scheibe schoß Fritz I a k o b y. Durch den Bau der sehr schönen wohlgelungenen Schützenhalle ist einem langgehegten Wunsch und Bedürfnis entsprochen worden. Mußte doch seither immer im Freien geschossen werden, was bet schlechtem Wetter fast immer unmöglich war. Dank der entgegenkommenden Mithilfe der Gemeinde war es möglich, trotz einiger Schwierigkeiten, den Bau noch vor Winter fertig zu stellen, so daß nun der Schießbetrieb, besonders die Ausbildung der Jungschützen, zu jeder Zeit vor sich gehen kann. Der Beitritt einer ganzen Anzahl neuer Mitglieder beweist, wie notwendig es war, für bessere Schieß- gelegenheit zu sorgen. Wirtschaft. OieGparfaffeneinlagen im Oktober. Fwd. Die Spareinlagen bei den deutschen Sparkassen sind im Oktober um 17,3 Millionen Mark auf 14184 Millionen Mark gestiegen. Von dem Einlagenzuwachs entfielen 12,5 Millionen Mark auf den Einzahlungsüberschuß, 0,6 Millionen Mark auf Zinsgutschriften und 4,2 Millionen Mark auf sonstige Buchungsvorgänge. Rhein-Mainische Börse. TUiHagsbörfe freundlich. Frankfurt a. M., 4. Dez. Die Börse eröffnete am Aktienmarkt in recht freundlicher Haltung. Es lagen kleine Kaufaufträge der Kundschaft vor, auch der berufsmäßige Börsenhandel zeigte Neigung zu kleinen Anschaffungen. Indessen war das Geschäft noch ziemlich klein und auch die Kursentwicklung war uneinheitlich. Im allgemeinen wichen die Kurse nach beiden Seiten kaum mehr als 0,50 bis 1 v. H. ab. Ziemlich fest lagen Reichsbankanteile mit 189,75 bis 189 (186,75), andererseits waren Siemens 2,75 v. H. schwächer. Von Montanwerten zogen Buderus 0,75 v. H. an, Verein. Stahl, Mannesmann und Klöckner lagen behauptet, schwächer waren Harpener mit 149,25 (150,25) und Ilse Genuß mit 144,50 (145,65). Für chemische Werte bestand Nachfrage, besonders IG.-Farben waren gefragt und zogen auf 167,25 bis 168,25 (167) an. Am Elektromarkt lagen Betula fest mit 173,25 (171,65), sonst wichen die Kurse nur geringfügig ab. Zellstoffpapiere gaben 0,50 v. H. nach, ferner verloren Deutsche Linoleum 1,65 v. H., Daimler 0,50 v. H., Deutsch-Atlanten-Telegraf 0,75 v. H. Höher waren Westdeutsche Kaufhof, Deutscher Eisenhandel, Rhein- metall und AG. für Verkehrswesen. Am Rentenmarkt bleiben Altbesitzanleihe wegen der Ziehung heute und morgen gestrichen. Kommunal-Umschuldung 89,60. Zertifizierte Dollar- Bonds lagen teilweise 0,25 bis 0,50 o. H. höher, im übrigen gut behauptet. Zwar erfuhr das Geschäft auch in der zweiten Börsenstunde keine Ausweitung, die Stimmung war aber freundlich. Einzelne Spezialwerte, besonders am Montanmarkt, konnten sich noch weiter erhöhen, das Gros der Papiere blieb mangels Umsatzes unverändert. IG.-Farben 168 50 nach 167.75, Deutsche Erdöl 141,25 nach 140,75, Buderus 121 nach 119,75, Harpener 150 nach 149,25, Mannesmann 117,50 nach 116 50, Verein. Stahl 121.25 nach 120,50, Westdeutsche Kaufhof 60 nach 59,65. Von später notierten Werten gewannen Süddeutsche Zucker 1,25 v. H. auf 204,25. Variable Renten lagen weiter ruhig, 5proz. Ver- einiate Stadl 99 (98,75), Reichsbahn-VA. 125,50 (125,25). Goldpfandbriefe blieben unverändert, Stadtanleihen waren etwas ungleichmäßig, während Liquidationspfandbriefe überwiegend 0.13 bis 0,40 v. H. nachließen. JG.-Farbenbonds 135 (134,25). Im Freiverkehr nannte man Adlerwerke mit 103 bis 105, Pokorny mit 126 bis 128, Wayß & Frey- tag mit 126 bis 128 und Growag mit 92 bis 94. lagesgelb unverändert 2,75 v. H. Abendbörse ruhig. Mangels jeher Anregung nahm die Abendbörse einen sehr rufitgen Verlauf. Die wenigen zur Notiz gekommenen Papiere wiesen gegen den Berliner Schluß nur Veränderungen um Bruchteile eines Prozentes auf. Montanwerte lagen widerstandsfähig. IG. Farven bröckelten leicht auf 167,75 (168,13) ab, auch Th. Goldschmidt lagen mit 127 1 o. H. niedriger. Etwas fester notierten Gement Heidelberg mit 166 (164 bis 165), auch Reichsbaukanteile waren um 1 v. H. auf den Berliner Schlußstand von 190 erhöht. Am Kassamarkt notierten Sitlinger Spinnerei mit 100,75 nach 100, ferner Schantung mit 147. Die Rentenmärkte lagen sehr ruhig, es kamen lediglich einige Auslandswerte zu kaum veränderten Kursen zur Notiz. U. a. notierten: 4Vt v. H. Stadt Mannheim von 1927 95,65, 5Vs v. H. Nass. Landesbank Liquid. 100,75, 4 v. H. llnif. Aegypter 93, 3V< v. H. priv. do. 89, 4 v. H. Ungarn Gold 7,40, 1883er Staatsbahn Prior 17, BMW. 138,50, Bemberg 107, Buderus 120,50, Cement Heidelberg 166, Deutsche Erdöl 141,50, Scheideanstalt 263,50, IG. Farben 167,75, Gesfürel 143,25, Goldschmidt 127, Harpener 149,50, Hoesch 116, Holzmann 131,50, Junghans 111,40, Mannesmann 117,25, Muag 130,50, Metallgesellschaft 152, Rheinstahl 148,25, Schuckert 158,25, Südd. Zucker 204, Verein. Stahl 120,90, Westdeutsche Kaufhof 60, Commerzbank 108,25, Frankfurter Bank 103,50, Reichsbank E 190, AG. für Verkehr 122, Schantung 147, Ett- linger Spinnerei 100,75, Schristg. Stempel 84. Stanffurter Obst- und Gemüsemackt. Frankfurt a.M., 4. Dez. Am Gemüse- mar k t hielten die sehr guten Zufuhren von Kohlgemüsen und Wurzelgewächsen an, die Nachfrage war etwas besser. Für Feldsalat zogen die Preise etwas an, für Rosenkohl leicht gefallen. U. a. notierten: Blumenkohl (Steige 12 Stück) 4,75 bis 5,50 holl., Eskarol 3 bis 15, Feldsalat groß 35 bis 45, do. klein 50 bis 60, Gelberüben 3 bis 4, Karotten 4 bis 5, Gewürze! gr. Bdl. 25 bis 40, gelbe Kartoffeln 50 kg 3,00 bis 3,15, Kohlrabi (Ober) 4 bis 5, do. Unter 3 bis 4, Kopfsalat unter Glas 4 bis 10, Meerrettich 30 bis 40, Rosenkohl 14 bis 16, Rote Rüben 3 bis 6, Rotkraut 2V’ bis 5, Sellerie je nach Gr. 8 bis 30, Spinat 11 bis 20, Schwarzwurzel 16 bis 25, Tomaten 40 bis 60, Weißkraut 2 bis 3, Wirsing 3 bis 5, Zwiebel 5Vs bis 6. Obst und Südfrüchte. Aepfel- und Birnenangebot ausreichend. Nachfrage rege, Preise fest. Ausländische Aepfel sowie Apfelsinen gering angeboten, Nüsse genügende Zufuhren. Geschäft lebhaft. U. a. notierten: Aepfel I 30 bis 35, II 20 bis 28, Goldparmänen I 32 bis 35, Boskop I 30 bis 35, Renetten 24 bis 32, Scbafsnafe 16 bis 22, Birnen I 24 bis 30, II 16 bis 20, Gräfin von Paris 22 bis 30, Mollebufch I 18 bis 20, II 12 bis 16, Bananen (Kiste 12V- kg) 5,00 bis 6,00 Kam., 5,50 bis 6,00 Westind., 4,50 Braf., Kranz-Feigen 25.kg 11,50 bis 12,00, Haselnüsse 33 bis 40 itaL, Walnüsse 36 bis 48 rumän., 30 bis 35 itaL, 28 bis 35 bulgar. Rotviehversteigerung in Wetzlar. Der Reichsverband der Rinderzüchter Deutschlands hält am Freitag, 11. Dezember, in Wetzlar in der Versteigerungshalle an der Gardenheimer Sttaße eine Rotviehversteigerung ab. Mit der Veranstaltung ist eine Sonderkörung verbunden. Zur Versteigerung kommen nur gekörte Jungbullen. Aus die heutige Anzeige sei besonders hingewiesen. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. Datum 101,25 10b«? 117,4 117,4 99,75 99,75 9,8 99,8 98,75 98,75 98,5 97 97 97 97 167 168,13 100,9 100,95 93 93 130.5 130,5 122,4 122,9 122,9 97,25 97,25 97.25 67.25 100.65 100,5 99 Banknoten. 0 101 100,65 100,75 101 Berlin,4-Dezember 97,5 97,5 97,5 97,5 7,6 7,4 164 164 163,75 162,5 6,5 34,9 204 Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H. 119 161 107 159 137 118,5 162,25 127 136,5 152 9 5 6 107,5 160 137,5 167 263 127 137 152 167,75 263,5 127 136,4 152 128 136,4 152,5 95 109,9 95 109,8 101,2 98 102,5 95 109,8 95 109,9 59 239,5 107 160,75 139 109 118 162 89 59,13 240 99,25 57 107 158,75 138 109,25 118,9 161,13 89,25 60 240 6% . 6 12 101,25 98 102,4 Manöselder Bergbau . Koksworke........... Rheinische Braunkohlen tRbelnftabl ........... Bereinigte Stahlwerke. Ctaöi Minen ........ Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke SaUdetiurth 98 102,65 ■ sy, ... o ... 6 ... 5 7% Grttzner Mainkraftwerke Höchst 4 Süddeutscher Zucker 10 22,5 2 7,55 6,25 6,5 9,4 I. G. Farben-Inbustrte Scheideanstalt OolDidimiDt Rürgerswerle Merallgeiellikboft 4% Oesterretchtsche Goldrente... 4,20% Oesterreichische Silberreute 4% Ungarische Goldrente ....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 P/2% oesgl. von 1913......... 5% obgest. Goldmextkaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie l......... .......... 22 2 7,4 6,05 6,45 9,1 Amerttannche Hioien.............. Belgische Noten.................. Dänische Noten Englische Noten Hranzöiische Noten Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling Rumänische Noten.............. Schwedische Noten Schweizer Noten................. Spanische Noten ........ Ungarische Note» 60 239,5 Schultheis Patzenhofer ilhi «Allgemeine Kunstseide) .. Bemberg Zellstoff Waldbof .... Zellstoff Aschaffenburg Deslauer Gas Daimler Mororen... Deutsche Linoleum .. Lrenstein & Koppel . Westdeutsche Naufhof Cbade.............. Accu mularoren-^abrik Eonti-Gummi Philipp Holz mann .... Zemeniwerk Heidelberg lLemenlwert Karlstadt.. 98 102,65 131,5 1 131,751 131,5 'ü| — | - 5% Teunche Reichsanlethe o. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 5yz% Young-Anleihe von 1930 . Deutsche Anl.-Abloj.-Schuld mit Auslos.-Rechten ............ 4 $4% Deutsche ReichSpostschatzan Weisungen von 1934, l 4ehem. 8% Hessischer Volks float 1929 «rückzahlb. 102%) .. 4V.% ehem. 8% Hessische Landes »anl Darmstadt Gold 81. 12... 6¥i% ?hem. 4y,% Hess. Landes Hlspothekenbank DarmstudlLiau. 4p,% ehem. 8% Darmst. Komm Handesb.Goldichuldoerichr R.e Oberhesjen Provinz-Anleihe mt Ausloi.-Rechten ............ Deutsche Komm. Caw-nelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten *Vi% ehem.8% Franks. Hyp.-Ban! Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6H% ehem. 4y,% Franks. Hyp. Bank-Ligu.-Psandbriese...... by,% ehem. 4*4% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfc. ... 4 yf°'o ehem. 8% Pr. Landespfanb oriefanstalt, Pfandbriefe R. 19 4Vi% ehem. 7% Pr. Landespfand vriefanst., Gold Komm. €61.20 Steuergutlch.Berrechnungsk. 34-38 34,5 1 34,91 95 — 204 I 203,25 | 41131,75 1 «1 -I n| 5 6 O I 8 O O 9 IS 11 'Lranttun ü. M. üerun Schluß- lurs Scknußl. Abendbörse Schluß- für« Schlußl. Mittag» börfc Datum 3.12. 4-12- 3.12. | 4.12. Frankfurt a.M. Serlln Schluß» lurü Schmu.. Abend- böri- Schluß- iure todHugr. Millaq- bör c Datum 3.12- 4-12. 3.12. 4-12. 4% oesgl. Serie n......... _ _ _ — 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 _ -___ 6,75 7 4i4A>Rumän.vereinh.Rentev.l91S 4% Rumänische oercinh. Rente . 5,8 10,1 5,525 10,25 5,8 10,2 5,6 -74% Ulnatoher........... 29 29,65 29 Hamburg-Amerika-Pake» ..... 0 14,25 14,25 14,25 14,25 üamburg-eüöan. Dampfschiff . Norddeutscher Llono ......... 0 — 39 0 14,5 14,5 14,25 14,4 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 122 122 121 122 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 123,5 123,5 Commerz, und Prival-Bank ... 4 108,25 108,25 108,25 108,25 Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft................ 4 109 108,5 109 108,5 Dresdner Bank.............. 4 105,5 105,25 105,5 105,25 lleichsbank ................ k 186,75 190 187 190 A.E.G...................... O — _ _ Bekula............... 8 — 173,25 173 173,25 Aektr. Lieferungsgesellichafi... 6 133 132,25 132,25 133,5 Luht uns Kraft .......... 7 155 155,25 154,5 156 -reiten & Guilleaume..... 4 136,25 136,4 137 136 sleseUsch.f.Eiektr.Unternehmuna. 6 142,25 143,25 142,13 142,9 Rheinische Elektrizität ........ 6 — — 130.25 »hem. Wests Elekrr.......... S 137 138,5 137,25 138,9 Lchuckert LCo............ Ö 157,75 158,5 158,25 158,75 Siemens S Halske............ '3ahmeyer LEo............. 8 7 198,5 196 197,5 135 197,5 135 Buderus .................... 119 120,5 119 120,5 Deutsche Erdöl .............. 4 140 141,5 140,5 141,5 Haroener................. W, .149,5 149,5 150 Hoe,ch Eisen—Köln-Neuessen .. 3 116 116 115,65 116,5 | Alse Bergbau .............. 6 186 190 187,5 Ilse Bergbau Genüsse........ 6 145,65 146,25 144,5 144,5 Klöcknerwerke ............... 3 122,5 123,25 122,5 124 Mannesmann-Röhren........ 8 116,4' 117,25 116,4 117,13 Framtun a. M. Zkrlm Schluß- lurs SchtUv>. Abend- böri- Schluv- iurs Schluß!. Mittag- dürfe 3-12. 4-12- 3-12- 4.12. — — 152 152 — — 136 136,75 221 220,5 220,25 222 148 148,25 148,25 148,65 120,5 120,9 119,9 120,9 24,3 23,75 24,5 23,75 — 135 134,5 135 133,5 132 133 131,5 — — 188 187.5 3-Dezcm er 4.Dezember Am.liche Notierung Amtliche Notierung Geld | Brief Geld Brie Buenos Äil 0,708 0,712 0,713 0,717 Brüssel ... 42,12 42,20 42,10 42,18 Rio de Jan. 0,147 0,149 0,147 0,149 Sofia ..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen 54,48 54,58 54,48 54,58 Danzig .... 47,04 47,14 47,04 47,14 London.... 12,20 12,23 12,20 12,23 HeisingforS. 5,39 5,40 5,39 5,40 Baris ..... 11,605 11,625 11,605 11,625 Holland ... 135,31 135,59 135,39 135,67 Italien .... 13,09 13,11 13.09 13,11 ,>aoan..... 0,711 0,713 0,709 0,711 Jugoslawien 5,654 5,666 t 654 5,666 Cdlo..... 61,32 61,44 61,32 61,44 Wien...... 48,95 49,05 •4,95 49,05 t'iiiabon ... 11,08 11,10 H,08 11,10 Stockholm.. 62,90 63,02 62,90 63,02 Lchweiz ... 57,18 57,30 57,18 57,30 Lpanien... 20,98 21,02 20,98 21,02 Prag...... Budapest .. 8,766 8,784 8,766 8,784 lleuyork .. 2,488 2,492 2,488 2,492 m____(„:___9 QA STOP ___ erfüllung und Mut vor zweihundertfünszig Jahren den Türken besiegt hat. Wieder war der Türke aufgebrochen, nach Westen, wollte Wien erobern, wollte das Reich zur türkischen Provinz machen, wollte über jeder Stadt die grüne Fahne des Propheten statt des Reichsadlers haben. Wie schwer es war, den Türken zu zwingen, und was auf dem Spiele stand, davon mag auch hier zu lesen sein. Richt ein erfundenes Einzelschicksal wird geschildert, der Leser wird vielmehr hineingeführt in die Armee und in die Kämpfe um Ungarn im Jahre 1685. Die vielen Bilder im Text hat der Verfasser selbst gezeichnet, um ein genaues Bild zu geben von den Soldaten und der Ausrüstung, wie sie Türken und Deutsche damals hatten, und davon, wie die Festungen jener Zeit ausaesehen haben, die sie angegriffen und verteidigt haben. — Rudolf van Wehrt: DerKönigvon Kakikakai. Eine abenteuerliche Erzählung. Mit bunten und schwarzen Bildern. Broschiert 3 Mark, Ganzleinen 4 Mark. Verlag Ullstein, Berlin. — (546) — Die Insel Kakikakai und ihr König sind eine Schöpfung der Phantasie. Rudolf van Wehrt hat die Atmosphäre der Südsee in diesem Buch der verbündeten Heere an allen Fronten und dann an das Kriegsende im Osten erinnert werden. Der fünfte Teil (1918) bringt uns ebenfalls das deutsche Heldentum an den Fronten und bei den anständigen und sauberen Teilen der Heimatfront in Erinnerung, ruft aber auch all das Trübe wieder wach, das den furchtbaren Niederbruch Deutschlands verur- ■ sachte und begleitete; wir erleben hier rückschauend das Auf und Nieder q.n den europäischen Kampffronten, sehen das Unheil vom Balkan her und das Ende der Habsburger, werden an den Dolchstoß von hinten erinnert und an den schmählichen Betrug am deutsche Volke, der mit den vierzehn Punkten Wilsons für alle Zeiten in der Weltgeschichte unvergeßlich bleibt und sein unwürdiges Gegenstück in dem Schandfrieden von Versailles findet. Straß und Metzsch geben in dem Buche nicht etwa eine Schilderung der Ereignisse in dem aus anderen Kriegsbüchern bekannten Erzählerstil, sie reihen auch nicht schematisch ein Geschehen an das andere, sondern sie haben den Stoff sorgsam aesichtet, die Spreu vom Weizen gesondert und das Ganze zu einem geschichtlichen Tatsachenbericht gestaltet, bei dem es auch an mancherlei kritischen Anmerkungen nicht fehlt, die durchaus mit dem Empfinden 'des deutschen Volkes in jenen Jahren in Einklang stehen. Die Kartenskizzen und die Portrats werden dem Leser eine willkommene Beigabe zu diesem Buche sein. Ernst Biumschein — Ein anderes Kriegsbuch, das die Erlebnisse eines jungen Frontkämpfers schildert, haben wir in dem Buche „Unter Stahlhelm und Fliege r h a u b e" von Gustav P r a c l i k, Verlag I. G. Oncken Nachf., Kassel, geb. 3,60 Mark, vor uns. — (528) — Praclik erzählt sein Lebensschicksal von 1914 ws 1918. Den Kriegsausbruch erlebt er als junger deutscher Kaufmann in Südfrankreich. Unter mancherlei Gefahren und Schwierigkeiten fährt er mitten durch die bereits zur Grenze rollenden französischen Truppentransporte in der Richtung nach der Schweiz. Der Zug gebt aber nicht zur Grenzstation, so daß die jungen Deutschen, die der Heimat zustreben, noch einen Gewaltmarsch zu leisten haben, bis sie im allerletzten Auaenblick auf Schweizer Boden gelangen können. Nun geht's beim nach Deutschland. In der Erzählung des Verfassers erleben wir die große Begeisterung der jungen Menschen, die damals als Kriegsfreiwillige zu den Fahnen eilten und von Kaserne zu Kaserne pilgerten, bis sie schließlich bei einem Regiment angenommen wurden. Praclik erzählt sein kurzes Erleben in der Garnison, dem bald darauf die Feuertaufe an der Westfront folgte, die Heimkehr als Verwundeter sich anschloß und nach der Wiederherstellung die Fahrt nach Osten zum Kampf gegen die Russen folgte. Dann berichtet er von seinen Kampferlebnissen in Polen in 1915 und 1916, bis schließlich in ihm der Drang zur Fliegerei erwacht und immer unbändiger wird, so daß er bei der Infanterie nicht mehr zu halten ist und fortan dem deutschen Vaterlande als Frontflieger dient. Aus diesen Erlebnissen gibt er Schilderungen der großen und vielseitigen Aufgaben des Feld- i fliegers und des Luftkämpfers, hierbei ebenso wie : bei seinen Berichten über den Jnfanteriekampf I immer betonend, welchen starken Halt er in sei- । nem tiefen Gottesglauben inmitten all der Schreck- , niss« des Krieges gefunden hat. , > Ernst Blumschein. — Ein deutsches Volksbuch von dem Weltgeschehen \ 1914 bis 1918" — so ist das Buch „Der Welt- । krieg" benannt, das von Rudolph Str atz un- I ter Mitwirkung von Generalleutnant a. D. von . Metzsch im Verlag Scherl in Berlin im 71. bis i 80. Tausend erschienen ist. — (513) — Das Buch i ist mit 108 Porträts in Kupfertiefdruck und mit । 33 Kartenskizzen zur Bereicherung des über 400 Seiten laufenden Textes ausgesiattet. Vor dem geistigen Auge der Aelteren von uns, die den Ausbruch und Verlauf des Krieges als handelnde Generation unseres Volkes erlebt haben, werden beim Lesen dieses Buches jene Jahre einer großen Zeck des Heldentums an der Front und der ehrlichen und wackeren Mitstreiter daheim, aber auch der Not und der Tränen in vollem Umfange wieder lebendig. Der jungen Nachkriegsgeneration, die sich nunmehr anschickt, allmählich von den Weltkriegskämpfern die Verantwortung für die Geschicke unserer deutschen Nation zu übernehmen, wird dieses Buch Gelegenheit geben, sich in jene gewaltigen Jahre der Weltgeschichte und insbesondere des deutschen Erlebens hineinzuoersetzen und damit em Stück deutscher Geschichte geistig zu erleben das für alle Zeiten zum Gewaltigsten und Erhabensten gehört, was deutsche Menschen jemals im Leben der Nation vollbracht haben. Beim Lesen dieses Buches erlebt man zunächst Flamme der Begeisterung wieder im Herzen, die beim Ausbruch des Krieges in unserem Volke so mächtig emporschlug; wir sehen im Geiste das deutsche Heer und unsere alte Kriegsmarine vor uns; wir erleben den Ablauf und die einander überstürzenden Vorgänge bei der Arbeit der Kabinette in der Zeit zwischen den Schüssen von Seraiewo am 28. Juli 1914 unö den Tagen der Kriegserklärungen; die Mobilmachung mit ihrem erhebenden Erleben wird in unserem geistigen Blickfeld wieder lebendig, und zugleich formt sich auch wieder das Bild der Front und der Heimat in seinen mannigfachen Erscheinungsformen. Nach dieser Einleitung schildert Straß in fünf Teilen den Verlauf der Kriegsjahre. Der erite Teck ist den Ereignissen von 1914 gewidmet; wir erleben im Westen den Einmarsch in Belgien und Frankreich: Tannenberg strahlt in unsere heutige Zeit herüber, aber auch das Unglück ^on der Marne und der Tod vor Ypern treten m unser Blickfeld; die schwarzen Tage um Lemberg und der große Schlag bei Lodz rücken in den Vordergrund; die Seekriegsfront schließt sich an, auch das Wachsen der Zahl unserer Gegner und damit die Ausdehnung der Fronten. Im zweiten Teil erleben mir das ereignisreiche Jahr 1915. Das großejmjenitm Westen und Osten, zu Wasser und -n der Luft au dem Balkan und in Afrika, aber auch der Kampf der Heimatfront, alles das wird zu einem anschaulichen Bild vereinigt vor das Auge gestellt. Beim Lesen dieser Kapitel strahlt der Glanz jener ruhmvollen Waffentaten wunderbar vor uns auf und er bleibt auch bestehen bei der rückschauenden Betrachtung von 1916 an Hand des dritten Teiles^ wobei nur erinnert sei an Verdun, Skaaerrak, die Somme, die vergeblichen Russenstürme, Rumänien und die Uebernahme der Führung des minaen Hindenburg und Ludendorff: . gewaltig, schwingen nnlere Herren mit, wenn wir im vierten Teil (1917) an den Kohlrübenwinter, den U-Bootkneg auf Tod und Leben, die Kriegserklärung Amerikas die ruhmvollen Waffentaten unserer deutschen und — Wilhelm Schmidtbonn: H ü Lü. Roman. 272 Seiten. Leinen 4,80 Mk. Rücken und Loening, Verlag, Potsdam, 1937. — (485) — HüLü ist ein kleines Mädchen der chinesischen Steppe. Im Zeltlager eines Nomadenstammes ist sie aufgewachsen. Was sie von andern Kindern unterscheidet, ist ihre natürliche tänzerische und schauspielerische Begabung. Hubert Cool, ein flämischer Grammophonhändler, der mit seinem verwitterten Ford durch die Steppe rattert, überrascht das Mädchen bei einer seiner Tanzoorführungen. Er kauft Hü Lü dem Vater ab und nimmt sie mit auf seinen Geschäftsfahrten, lieber Amerika folgt sie Hubert nach Europa. Ja er fährt eigens in seine Heimat, um HüLü ausbilden zu lassen und sie zu einer großen Tänzerin zu machen. Wenn sie reich geworden ist, will er mit ihr in die Steppe zurück und sie einem Manne ihres Stammes vermählen. Das Naturkind wird in europäische 23er- hältnisse versetzt und wird eine große Tänzerin, wie Hubert es sich gewünscht hat. Aber sie geht an dem europäischen Erlebnis zugrunde. — „Um M a n n e s e h r e". Roman von Gustav S ch r ö e r. Verlag C. Bertelsmann, Gütersloh, geb. 2,85 Mark. — (526) — Der Autor führt die Leser dieses Romans in ein schönes Stück des Thüringer Landes, in die Gegend der Thüringer Saale. Er stellt in den Mittelpunkt seiner Erzählung ein kernhaftes Bauerngeschlecht, insbesondere den aufrechten, seine Mannes- und Familienehre peinlich wahrenden Bauern; auf der anderen Seite sieht man eine Gutsverwaltung, die ihren Eigentümer in einem Industriellen und ihren örtlichen Exponenten in einem aus Ostpreußen nach dieser Thüringer Gegend verschlagenen Förster hat. Zwischen diesen beiden Personengruppen geht der schwere Kampf um ein kärgliches Stückchen steinigen Landes, der mit Stolz und mit Zähigkeit geführt wird und einen Widerstreit der Meinungen auslöst, bei dem die Menschen hart aufeinander prallen. In dem Roman läßt der Dichter tiefe Blicke in die vorbildliche Ehrauffassung in unserem guten deutschen Bauerntum tun, ebenso macht er die strenge Pflichtauffassung deutlich, die in dem gesunden und verantwortungsbewußten Teile des deutschen Beamtentums lebendig ist. Daneben läßt er sympathische menschliche Empfindungen auf beiden Selten zutage treten. Unser kernhaftes Bauerntum und unsere vorbildliche Beamtenschaft finden in den beiden Hauptpersonen dieses Romans zwei ausgezeichnete Vertreter, die alle guten Qualitäten des deutschen Menschen in sich vereinigen. Ernst Blumschein. Kinderbücher mdZugmdMfien — Weihnachtsstollen von Eduard Rothe- m u n d. Mit Bildern von Willibald K r a i n Neun Bl- in Leporello. 0,50 Mark. Jos. Scholz, Verlag Mainz. (381) — Ein Spi'elbilderbuch möchten wir es nennen, dieses schmale Ausziehbilderbuch, das das Werden des Weihnachtsstollen zum Gegenstand hat. Alle, die zu seinem Gelingen beigetragen baden, stellen sich in kindertümlich gestalteten Versen von Ed. Rothemund, vor. Willibald Kram zeich. und malt sie sicher und humorvoll. Das neuartige Faltbilderbuch wird am Kindertisch wie in der Schule viel Spaß machen. — Das Wettermännlein. Erzählt von Jpf, mit Bildern von H. Blömer. 28 Seiten, mit neun farbigen Vollbildern und vielen Textzeichnungen. 1,25 Mark. Verlag Jos. Scholz, Mainz 1936. — 379. — Eine lustige Geschichte, die sich sofort alle Kinderherzen erobert. Dem Herrn im Wetterhäuschen wird es zu langweilig, er verläßt seine Frau, hat allerhand Abenteuer, gefährliche und lustige, zu bestehen und macht zuletzt die Er- fahrung, daß allen Leuten recht getan, eine Kunst ist, die niemand kann. Der Maler, der sich des Wettermännleins angenommen hat, zeichnete und malte fein empfundene Bilder dazu. — Schwesterchen. Eine Erzählung für die ganze Familie. Von Aagot G j e m s - S e l m e r. Mit Bildern von Heinrich Ilgen fr itz. Leinen 2,80 Mark. Franckh'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart. — (459) — Hier wird in natürlicher Art das Leben und das Wachsen des jüngsten Schwesterchens in einem großen Familienkreis erzählt. Und all die alltäglichen Mühen und täglichen Freuden, die Fürsorge und die Streiche der Geschwister, das Sorgen und das Glück der Eltern spiegelt sich wider in dieser Erzählung. — Fingerhütchen. Von Konrad Ferdinand Meyer. Bilder von Else Wenz-Vietor. 28 S. mit neun farbigen Vollbildern und vielen Textzeichnungen. 1,25 Mark. Verlag Jos. Scholz, Mainz. — (377) — Konrad Ferdinand Meyer schenkte der Jugend die feine gereimte Mär, wie das bucklige „Fingerhütchen" seinen Höcker verlor, Mörike steuerte das „Elfenlied" bet, Kopisch, für alle Zeiten ein fröhlicher Freund der Jugend, gab „des kleinen Volkes Ueberfahrt", und Albert Sergel schickte seine „Elfenhochzeit" zu einem Buche in der Jos. Scholz Bilder- lesebuch-Reihe. Else Wenz-Vietor hat es mit köstlichen farbigen Bildern und Zeichnungen versehen. Man spürt, daß sich die Künstlerin der dankbaren Aufgabe mit Lust und Liebe unterzog. — So wird dein Brot. Von Reinhold Paul Mettke, Bilder von Prof. A. Eckener. 20 S. mit acht vielfarbigen Offsetbildern und vielen Textzeichnungen. Hlw. 1,85 Mk. Jos. Scholz Verlag, Mainz. — (378) — Wenn wir unsere Jugend zu den echten und gesunden Quellen des Lebens zurückführen wollen, können wir ihr nicht oft genug den Gedanken „So wird dein Brot" lebendig machen. Am täglichen Brot erleben wir das ewige Wunder des Keimens und Wachsens, die Sorgen, Mühen und Freuden sinnvoller menschlicher Betätigung. Im vorliegenden Buche werden wir in einfacher und doch lebendiger Sprache hinter dem Pfluge her, in die Scheune, in die Mühle, in die Backstube usw. geführt. Die Bilder, vor allem die acht farbigen, die Prof. Eckener dazu schuf, gehen weit über das ergänzende Anschau- Weise die Geschichte einer Jugend erzählt, eines jungen Menschen, den das Schicksal um seine Jugend . betrogen hat, dem durch den Tod der geliebten Mutter der eigene Lebenswille im innersten Kern ^lähmt wird bis zur Selbstaufgabe und versuchten Selbstvermchtung; er wird aber, da er die Schwelle, die in das andere Reich hinüberführt, schon fast überschritten hat, durch ärztliche Kunst in die Welt seiner Bestimmung Rurüdgerufen. Damit beginnt nun der zweite, wesentliche Teil der Erzählung: die Geschichte vom neuen Beginn und von der wunderbaren Heilung. Es ist hier nicht allein die kunstvolle Technik zu würdigen, die in einer fugenlosen Komposition-die Elemente der Erzählung zum Ganzen ineinanderfügt — dies wird dem Leser vielleicht gar nicht völlig bewußt —, sondern die Schilderung, wie ein erfahrenes, menschen- und seelenkundiges Arzttum einem „Pattenten" (im landläufigen Wortgebrauch) wieder Boden unter die Füße gibt, ihm zu neuem Beginn, neuem Leben und Sinn des Lebens verhilft. Behutsam werden die Schleier gehoben, die das Seelische dem nüchternen Blick und Zugriff entziehen. Und aus chaotischer Verwirrung des Gefühls führt die innere Entwicklung im Leben des jungen Mannes zu einer stillen und in sich ruhenden Harmonie: in einer mit menschlichem Feingefühl getilgten frühen Schuld und im beglückenden Erlebnis einer starken, vertrauenden Liebe findet Florian die Beftättgung und Gewißheit, daß der zum zweiten Male begonnene Weg fortan gesegnet sein werde. Dr. Hans Thyriot. — Fünfhundert Selb st porträts. Von der Antike bis zur Gegenwart. (Plastik, Malerei, Graphik.) Farbtafeln und Kupfertiefdrücke. Mit illustrierter Einleitung. 526 Seiten. Ganzleinen 6 Mk. Im Phaidon-Derlag, Wien, 1936. — (549) — In einem Werke wie diesem wird der aufmerksame, schauende und genießende Bettachter weit mehr finoen als etwa nur eine an sich gewiß schon dankenswerte Materialsammlung, mehr als die weitausholende, zusammenfassende Darstellung eines so reizvollen wie wesentlichen künstlerischen Mottos. Der Band vereinigt in sich fünfhundert Selbstbild- niffe im weitesten Sinne, Selbstdarstellungen also nicht nur malerischer Art (obwohl diese naturgemäß überwiegen), sondern auch in Plastiken, Zeichnun- aen und Radierungen. Auf der solchermaßen verbreiterten Grundlage führt das Werk den Beschauer von den Anfängen der Entwicklung im Altertum bis in die Gegenwart hinein, durch alle Zeiten und auch, wie man hinzufügen muß, durch die in der Kunst bestimmenden Nationen; man findet hier ägyptische und griechische, italienische und niederländische, französische und spanische, deutsche und englische Selbstdarstellungen nebeneinander. So läßt sich nicht nur an Hand des reichen Bildmaterials die kunstgeschichtliche Gesamtentwicklung im Spiegel eines Motivs verfolgen, sondern es ergeben sich auch Überall höchst aufschlußreiche Möglichkeiten einer Stiloeraleickung nach nationalen Gesichtspunkten. Damit soll nicht gesagt sein, daß das Werk sich etwa ausschließlich an Kunsthistoriker oder zum mindesten nur an kunstverständige Laien wende; auch wer gewissermaßen voraussetzungslos an das Werk herantritt, wird sich sofort gefesselt und vielfach angeregt fühlen. Es liegt ja im be- sondern Thema begründet, daß es nicht nur kunstfestgehalten. Charly, der König von Kakikakai, ift ein Hamburger Junge. Abenteuerlust treibt ihn auf eine kleine Südsee-Jnsel und hier bleibt er. Der Aberglaube der Eingeborenen macht den weißen Mann zum König der Insel, geschäftliche Findigkeit erhält ihm die seltsame Stellung. Eines Tages werden ein schiffbrüchiger Chinese und ein weißer Mrnn — Chin Moh und Peter Norden — an seinen Strand geworfen. Der dritte Mann, Lukas Koralle, den die beiden auf ihrem kleinen Schiff mitgenommen, hatte Chin Moh eine Million Hongkong-Dollar gestohlen und sich beim Schiffbruch davongemacht. Der König von Kakikakai mobilisiert die Wehrmacht seiner Insel, und sie verfolgen auf abenteuerlicher Fahrt den Räuber. Der ist auf Neu-Guinea gelandet und nach den Goldfeldern ins Innere weiter« geflohen. Eine wilde Jagd durch die Dschungel fetzt ein. Es gelingt, Lukas Koralle, der sich mit den Eingeborenen verbündet hat, zu stellen. Koralle wird getötet. So kommt Chin-Moh wieder zu feinem Geld, und zufrieden zieht der König von Kakikakai auf feine Insel zurück. Peter Norden fährt von neuem in die Welt hinaus. — Ein Jungensbuch, das viele begeisterte Leser finden wird. den Gaffen. Roman. Verlag Ullstein, Berlin. Preis drosch. 2,50 Mk., Ganzleinen 3,80 Mk» — (494) — Zu den Sternen schweift sehnsüchtig und hoffnungsvoll der Blick des jungen Anselm Wanderer, der das Studium an der Technischen Hochschule aufgeben mußte und in schwerer Arbeit ein karges Dasein fristet. Hungernd und frierend steht der junge Anselm in kalter Nacht vor dem Haus im vornehmen Villenviertel, zu dem ihn eine kleine Anzeige trieb: „Gehilfe für Sternwarte gesucht. Die erträumte Möglichkeit wird zur Wirklichkeit. Anselm Wanderer ist so mancher gespensterischen Gestalt begegnet, als er in seiner Dachstube hauste, dem Himmel nahe und irdischer Not preisgegeben. Verschroben sind sie alle und irgendeiner abgründigen Idee verhaftet, jener Zararias Dünfe, ein Bettelphilosoph, dem die Weisheit des klassischen Altertums aus dem zahnlosen Munde fließt und der als Tribut die Brosamen fordert, die von der Reichen Tische fallen, und jener Abel Lichtwallner, der der ganzen Welt helfen möchte und sich selber nicht helfen kann. Rätselhaft und unheimlich vollends der italienische Artist, den ein unglücklicher Sturz aus seinem Dasein im Scheinwerferglanz warf, und der, nun au einem formlosen Wanst verfettet, nur noch von Dem manischen Verlangen aufrecht erhalten wird, sich zu rächen an dem Weib, das ihn verließ. Und auch der reiche Doktor Lucius, der Besitzer der Sternwarte, lebt in einer Traumwelt. Jyn erfüllt der rastlose Ehrgeiz, jenen zweiten Mond zu entdecken, der wie er glaubt, unsere Erde umkreist. Immer tiefer verstrickt er sich in seine Idee und vergißt darüber die schöne junge Frau, die er an sich gefesselt hat und in ihrem Luxus einsam und unglücklich wird. Der junge Anselm Wanderer soll bald erfahren, daß die Nöte des Daseins noch nicht behoben sind, wenn man genug im Magen und einen anständigen Anzug auf dem Leibe hat. Ein Zwiespalt der Sinne und des Herzens stellt ihn zwischen die schöne Frau Helena und das Mädchen Maria. Wie er wieder zu sich selbst findet, erzählt Bruno Bürgel mit jener leidenschaftlichen Anteilnahme, die aus dem Herzen quillt. Dieser Anselm Wanderer ist, wie Bürgel selbst, ein ganzer Kerl, den Kopf nach oben gerichtet, die Füße fest auf dem Boden und das Herz von fröhlichem Mut ge- lerisch und kunstgeschichtlich auf den Beschauer wirkt, sondern auch ganz einfach uni) allgemein menschlich; denn ein Selbstbildnis ist als menschliches Dokument, als Seelenspiegel persönlichster Prägung in den meisten Fällen ebenso interessant, inhaltreich und anziehend wie als künstlerische Leistung an sich. Dieser Eindruck wird durch die Auswahl und Anordnung des Stoffes noch vertieft: das Motto ist wiederum im wettesten Sinne, in allen möglichen Spielarten, Abwandlungen und Einkleidungen auf gefaßt und dargestellt — bis zur Steigerung in die Selbstkarikatur oder die Maske. Bei einem hasben Tausend Abbildungen ist es in der Form einer Besprechung kaum möglich, auf Einzelheiten einzugehen, ohne den Gesamteindruck zu beeinttächttgen. Man vergegenwärtige sich etwa die Rolle, die das Selbstbildnis im Lebenswerke Dürers oder Rembrandts spielt: das sind verhältnismäßig geläufige Dinge; sie mögen den rein stofflichen Umfang der Darstellung andeuten. Das Werk hat aber auch den Ehrgeiz, außer den national und international in mehr oder weniger guten Wiedergaben bekannten, sogenannten Standardwerken aus dem behandelten Teilgebiet auch wenig bekannte, schwer zugängliche, an entlegenen Standorten aufbewahrte Originale heranzuziehen, was wiederum dem Kunsthistoriker besonders willkommen sein wird. Der Textteil beschränkt sich auf eine unerläßlich scheinende Einführung in den Stoffkreis. Ein ebenfalls sparsamer Auszug aus der kaum übersehbaren, einschlägigen Literatur, Verzeichnisse der Standorte und der Künstler werden jebem Leser und Betrachter willkommene Anregungen und Hilfen geben. Dr. Hans Thyriot. ungsbild hinaus. — Yella Erdmann: Fünf auf einem A st. Eine Jungmädchenerzählung. Mit vielen Bildern von Martha Welsch. Halbleinen 3,20 Mark. K. Thienemanns Verlag, Stuttgart. — (498). —- Ein fröhlicher Gefchwisterkreis nimmt uns auf. Die dunkelblonde Isa ist mit ihren zwölf Jahren wohl die Aelteste, aber auch die Anführerin bet all den Ferientteuden und Kinderftteichen, Unarten und Abenteuern mit ihrer Schwester Anni und den Brudern Günther und Erhard, wobei „Dachs', der siebenjährige Alfred, gern überall mittut. Die natürliche Ungezwungenheit, mit der uns Isa und ihre Geschwister entgegentreten, läßt uns tue Ebeling- Kinder bald lieb gewinnen. Wohl selten schlagt das jugendliche Herz mit seinen Erwartungen und Beklemmungen, seiner heiteren Sorglosigkeit und seinem tapferen Durchhalten so wie in diesem Buch, das trotz aller Fröhlichkeit Lebensernst m sich birgt. — Das große Spielzeug-Bastelbuch. Von Oskar G r i s s e m a n n. Mtt 450 Zeichnungen und Plänen. Seinen 7.80 Mark. FrancMche Verlagshandlung Stuttgart. — (463) — Sprelzeug- basteln bedeutet dem Jungen, im kleinen das zu scha,- fen, was er einst als Großer bauen mochte. Basteln überhaupt ist eine gute Schule für Kopf und Hand. Tausenderlei Dinge gibt es die da durchdacht, erwogen und geschickt ausgefuhrt werden müssen Be dett Lösung all dieser Ausgaben w.rd der Geist zum praktischen Denken, die Hand zum praktstchen Zugreifen erzogen, und beides hat immer auch im praktischen Leben Wert und Bedeutung. Das große Spielzeug-Bastelbuch umfaßt alles was man an Spielzeug für Kinder selbst basteln kann, vorn kleinsten Spielpüppchen bis zur Puppenstube, Eisen- bahnen mtt allem Zubehör Roller W6"* Oskar Grissemann, der Bastelonkel am Wl.ner j Rundfunk hat aus der Fülle seiner originellen Einfälle in diesem Buch das Schönste vereinigt, und er gibt hier auch ganz genaue Plane, deutliche Zeichnungen klare Arbeitsanwei ungen und dazwr. schen viele wertvolle Basteltips - So ist sein Buch das Rechte für jeden Later und für alle, tue Km- Höhl°nkind°r tm Pfahlbau, m ar q-L Sonnleitner. Bilder und Tafeln t>on Professor grife 3 ä g c r. Seinen 4,S0_ SRart. un?We?k dab httr die jungen Le er mi erleben m'e Awei Kinder ganz aus sich selbst heraus an N fieuqe SBaffen, Hausgeräte erfinden und W Ä“ und Erleben. Finden und Erfinden g bt der Ler fai'ser ein Bild vom Werden unserer Kultur.. «Dieies Werden und Wachsen des Erlebens und Schaffens dkn WLef-Bü^ wird, hinausgeschritten -„ihren inneren Wert ver- ma2 l“ bTaTÄ utschenBrü- herein* Erzächlung au- den Mrkenreg-n nach alten Quellen. Von Asired Z a ch ar t a 5. ®ht 5 Federzeichnungen des Verfassers, -rranck'sche 4 einfarbigen Tafeln. Seinen 4,80 Mk. Franck l^e Verlagsbuchhandlung, Stuttgart. — (466) 3 diesem Buche wird erzählt, wie der. S - ,. Feldmarschall bis zum Grenadier durch Pflicht A. v. Soosten G. m. b. H. Telefon 2OB7 SelfersweefiP CARLJ\1qWäcK Einfarbige Kleiderstoffe 1.15 p. m Stichelhaar, 140 cm breit, schwere Winterware für warme Hauskleider p. m Cloqn6-Streifen,92 cm br.,apait.,wollenes Q 7R Gewebe in großer Farbenauswahl. ... p. m Z. 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