Donnerstag, 5. November Mb 18b. Jahrgang Ur. 260 Erstes Blatt franüfWn Sriegsminifters noch,mitteilt, habe sich °°si°r, die auch für die Srieg5indu■ ■eise 005 ire genaue nicht ant- ?r Rubrik :tion dem 'eit der in es ■fällt- 75 ,95 .95 .25 .90 .95 190 1.75 Es ist in der Geschichte der Vereinigten Staaten das erste Mal, daß ein Präsident mit derartiger Mehrheit gewählt wurde. Selbst Hoover konnte 1932 59 Wahlmännerstimmen für sich buchen, gegenüber 472 für Roosevelt. Sogar der Neu-Ens« land-Staat New Hampshire mit seinen wer Wahtstimmen stimmte für Roosevelt. Auch die Erscheint lügNch. nutzer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Viehener Familienblatter Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8' /,Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe strie arbeitet, sind am Mittwoch 3000 2irb eifer in b e n Streik getreten und haben bieBe - t r i e b e b e s e tz t. Die Ursache des Streiks ist barm zu suchen, baß bie Fabrikleitung wegen Mangels an Aufträgen etwa 700 Arbeiter tünbigen mußte. seht sich nach den letzten Ergebnissen aus 71 Demokraten, davon 24 neugewählte, 17 Republikanern, davon 6 neugewählte, sowie aus 2 Landarbeiter- Vertretern, davon 1 neugewählt, zusammen. Die übrigen sechs Senatssihe sind noch unentschieden. Bei den Gouverneurwahlen in 33 Bundesstaaten wurden bisher 24 Demokraten gewählt. Die Demokraten führen in zwei weiteren Bundesstaaten. Bisher sind nur jroei Republikaner zu Gouverneuren gewählt worden. Der jüdische Gouverneur Lehmann im Staate New Park wurde wiedergewählt. pariser Automobilfabrik von der Belegschaft beseht. P a r i s , 5. Nov. (DNB. Funkspruch.) In der Pariser Automobil- und Motorenfabrik Panharb Le- 'gerbrülk UI auf, Oie nur i)Qtte die "gepE, ?Mer 0 Mark, dem hat harten. Remisch" sich mit auf der 'M sich Mer in Hiffsbe- ähe non sich das lt hatte, ipt wer- kerwasser in dieses r Pumpe i, Bütten Ken Stoss durch die [t von 50 blich sein. Erneuerung des Wehrgedankens inZapan Eine Denkschrift fordert mit Rücksicht auf die revolutionären Rüstungen der Sowjetunion Verstärkung der japanischen Rüstung. düng die Staatsreform durchführen. Die Armee verurteile alle Gewalthandlungen. Die Erneuerung des Volkes müsse geistig vorbereitet werden. Oroher Bestechungsskandal jM japanischen Eisenbahnministerium. T o k i o , 4. Nov. (DNB.) Ein Bestechungsskandal großen Ausmaßes, in den der frühere Eisenbahnminister U ch i b a verwickelt ist, erregt bas Interesse ber Öffentlichkeit. Der Kaiser hat bie Genehmigung zur Verhaftung erteilt. Uchiba führte im früheren Okaba-Kabinett eine grünbliche Säude- rungsaktion gegen Korruptionen im Eisenbahn- ministerium burch. Viel beachtet würbe bamals ein Ausspruch von ihm,, baß er lieber sterben wolle, als Korruption zu bulben! Die Anklage wirft ihm nun vor, mehr als 300 000 Pen von einigen Baufirmen für bie Vermittlung vonAuf - trägen erhalt en zu haben. Als Mittelsmann soll ein früheres Mitglieb bes Oberhauses gewirkt haben, bas bie „Spenben" von ben Baufirmen f ü r bie neugegrünbete Showa-Partei verlangte, bie als Regierungspartei zur Stützung bes Kabinetts, bie bamals führende Seiyukai-Partei sprengen sollte. Bis jetzt sinb etwa 80 Verhaftungen aus ben Kreisen bes Eisenbahnministe- riums unb einiger Baufirmen erfolgt. Die Presse sagt, baß mit bem Fall Uchiba wohl bas letzte Glieb in einer Kette zahlreicher Korruptionsskandale im Eisenbahnministerium geschlossen sei. Der Zwischenfall auf Formosa. T o k i o , 5. Nov. (Ostasienbienst bes DNB.) Ueber ben Zwischenfall in Kilung nahm bie japanische Regierung ber Insel Formosa Stellung. In ber Erklärung heißt es, b r e i britische Seeleute einer U-Bootsflottille hätten bie Bezahlung einer Autofahrt von Taihoku nach Kilung oe r ro e i g e r t. Darauf habe ber Taxichauffeur p o - lizeiliche Hilfe geholt. Die betrunkeyen Seeleute seien auf einer Polizeistation verhört worben. In bas Verhör habe sich später ein betrunkener Obermaat unb ein Offizier eingemischt. NachZah - tung b e 5 Fahrpreises seien bie Matrosen entlassen worben. Sie hätten am nächsten Tage wegen ihres schlechten Betragens eine schriftliche Entschulbiqnnq an bie Polizeistation gesandt. Die Polizei habe sich trotz der schwierigen Lage a u s - gezeichnetbenommen. Es sei bedauerlich, daß bie auslänbische Presse biefen unwichtigen Vorfall so beteibigenb aufgebauscht habe. Anhaltende Preissteigerung in Frankreich. Paris, 5. Nov. (DNB. Funkspruch.) Wie bie „Tournee Industrielle" mitteilt, hat bie Preissteigerung, bie in ganz Frankreich bereits vor ber Ab- wertung eingesetzt hatte, seither aber verstärkt anbauert, auch in ber letzten Oktoberwoche angehalten. Die Jnlandserzeugnisse sinb um weitere 7,76 d. $)., bie eingeführten Auslanbser- zeugnisse sogar um 22,5 v.H. gestiegen. Die Durchschnittserhöhung beläuft sich auf 11,88 v. H. Tokio, 4. Nov. (DNB.) Gewaltiges Aufsehen erregte am Mittwoch die Bekanntgabe einer neuen Denkschrift der Armee über die Vervollkommnung der Rüstungen und Erneuerung des Wehrgedankens in Japan. Die Denkschrift, mit der die Armee nach der Februarerhebung aus ihrer bisherigen Zurückhaltung heraustritt, enthält zunächst eine Begründung des heereshaushaltes, der für die kommenden sechs Jahre 3,3 Milliarden Pen vorsieht. Als Leitgedanke liegt der Denkschrift die Ueber- rüstung der Sowjetunion zugrunde, die, gestützt auf die Verbindung mit Frankreich und der Tschechoslowakei und die Annäherung an England, die Weltrevolution als Endziel weiterverfolge, wenn Moskau auch gegenwärtig durch innere Schwierigkeiten und die in Europa erlittenen Rückschläge eine Friedensbereitschaft vortäufche. Die wahren Ziele der Sowjetpolitik seien auf dem Nürnberger Parteitag durch Reichsminister Goebbels und Reichsleiter Rosenberg unwiderlegbar aufgedeckt worden, ohne daß Moskau hierauf etwas habe erwidern können. Die ganze Sowjetpolitik fei durch die militärischen Rüstungen Sowjetrußlands gegen Japan und Deutschland gekennzeichnet. Demgegenüber sei Japan völlig ungerüstet. Nunmehr müsse das japanische Volk die bisherigen Versäumnisse opferbereit nachholen und in zehn Jahren die erste Hälfte seiner Aufrüstung durchführen. Abschließend fordert die Armee die geistige Erneuerung des gesamten Volkes, ohne die eine materielle Rüstung undenkbar sei. Nur durch planmäßige Verfolgung des Totalitätsgedankens unter tatkräftiger Entwicklung einer durchgreifenden Staats- r e f o r m fei eine Rüstungseinheit von Staat, Volk und Wirtschaft in allen Teilen zu erreichen. Trotzdem bisher nur Auszüge aus der Denkschrift vorliegen, haben bereits heftige Angriffe der Parteien auf die Heeresleitung eingesetzt, der Diktaturpläne vorgeworfen werden. Nach der offiziösen Nachrichtenagentur Domei vertritt die Armee gegenüber diesen Angriffen den Standpunkt, daß die Erweckung des Volksgeistes keine Diktatur bedeute. Die Armee wolle schrittweise ohne Gewallanwen- zeigt, daß ber amerikanische Wähler nicht rechnerisch, sondern sachlich entschieb. Freilich barf man an bie Einzelheiten bes zahlenmäßigen Ergebnisses keinerlei europäische Maßstäbe anlegen. Denn sonderbarerweise existiert in bem nüchternsten Staatswesen ber Welt, in bem auf allen Gebieten nur bie praktischsten unb einfachsten Grundsätze ben Ausschlag gebfcn, noch immer bas komplizierte st e Wahlsystem, bas noch aus ber Zeit ber ersten, immer noch geltenben Verfassung ber Vereinigten Staaten ftanb. Es erfolgt staatenweise Abstimmung. Die Mehrheit in einem Staat führt bie Gesamt stimmenzahl bie- fes Staates ihrem Kanbibaten zu. Das rein zahlenmäßige Abstimmungsergebnis beckt sich also keineswegs mit ber tatsächlichen Haltung ber einzelnen Wähler. Gleichviel, bie Entscheidung ist gefallen, Roosevelt wirb sie zu nutzen wissen, nicht zuletzt im Sinne bes von bem .Gehirntrust" für bie verfassungsänbernbe Politik Roosevelts geprägten Schlagwortes ber „Forward with the Constitution“, b. h. Weiterentwicklung ber Verfassung. D. Hur zwei Dundessiaaten für Landon. Auch im Kongreß starke demokratische Mehrheit. Neuyork, 5. Nov. (DNB.) Bis Mittwoch, 20.40 Ahr MEZ. hat Roosevelt die Wahlmän- nerslimmen von 46 Bundes st aaten erhalten, Heimat im Bild-Die Scholl- M M W M Jk M ■ H ■ V M MH M H JL fl JT M fl M Eä JF ffl für Anzeigen von 22 mm ässsbs. UlIr ht IIIlI ZJLILivItlv 1 KLL" : iS K/ |-V IIVIIV V W111V IHV V ÄBÄÄ Auch ff Gtmäfitgte »runOpretfe: General-Anzeiger für Oberhessen ßZMZ liijten: Anzeiger Glesien w ’ behördlich-Anzeig-nkRps. s,onlf«rtÄin 11688 Druck und Verlag: vrühl'sche UniversttSts-vuch- und Lteindruckerei R. Lange in Gi-Hen. Schriftleitung und G-jchSstsstell-: Schulstrahe r Meng°n°b(ch,üff°Staffels Kriegsminister Daladier gegen kommunistische Zellenbildung im französischen Heer. Schwere Streikverluste der französischen Kriegsindustrie.—Milliardenprosekt zur Befestigung der französisch-belgischen und französisch-schweizerischen Grenze. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen Anschließend habe sich ber Kriegsminister mit ber französischen Kriegsindustrie beschäftigt, bie burch bie letzten Streiks stark gelitten habe. Die Lieferungen für» die nationale Verteidigung seien im allgemeinen um zwei Monate zurückgeblieben. Die Regierung werbe baher in Zukunft keinerlei Streiks mehr b u I b e n unb habe bereits olle Maßnahmen getroffen. Daladier wandle sich dann in sehr scharfer Form gegen die kommunistische Propaganda in den französischen Kasernen. Er habe bereits zwei sog. „republikanische Verteidigungsausschüsse" aufgelöst, die in den Kasernen gebildet worden feien, und die in Wirklichkeit nichts anderes darstellten, als kommuni st ische Zellen. Auf die Frage eines sozialistischen Ausschußmitgliedes, warum er die Lektüre der kommunistischen Zeitung „h u m a n i t e“ in den Kasernen untersagt, und warum er nicht die rechtsstehende Zeitung „Gringoire" verboten habe, erwiderte Daladier, daß „Gringoire" ihn zwar als einen Scharfrichter beschimpfe, er müsse aber objektiv zugeben, daß dieses Blatt noch niemals das Heer angegriffen habe. Von der „humanite" könne er nicht das gleiche sagen. Vor allem habe sich die sog. Militär- Rubrik dieses Blattes als außerordentlich gefährlich für die Moral der französischen Truppen erwiesen. Wie bas „Journal" zu ben Ausführungen bes i'6 »S: ?SCll ?Iun9en, ivrben. ftilipn Meldet 1 Aakob I gelockt "de, ist Nven 'Qtte sich begeben ni5ftrafe kinem Daladier auch mit ber Frage ber französischen Waffenlieferungen an Spanien beschäftigt. Auf eine Fraae eines rechtsgerichteten Abge- orbneten habe ber Kriegsminister geantwortet: „Ich kann Ihnen bie Versicherung abgeben, baß keine Fabrik, bie von einem Ministerium abhängt, Waffen ober anberes Kriegsmaterial an Spanien geliefert hat." Da bie Belieferung ber roten Truppen in Spanien mit Flugzeugen bekanntlich vom Luftfahrtminister abhängt, habe ber Abgeordnete erklärt, er werben an die - f e n bie gleiche Frage richten. Paris, 4. Nov. (DNB.) Im heeresausschuß ber Kammer hat Kriegsminister Dalabier sich über bie Einführung ber zweijährigen Dienstzeit in Deutschland) verbreitet. Des weiteren machte Dalabier Angaben über bie M i l i- tärtrebite, bie sowohl im Staatshaushalt wie in ben Sonderhaushaltsplänen (Nachtragskrebite) erscheinen. Der Kriegsminister künbigte neue Ge- etzesvorlagen an, barunter solche über bie o b - ligatorische vormilitärische Ausbil- b u n g , Aufstellung eines Spezialkorps (corps de maitrise) unb Schaffung eines Instituts f ü r wissenschaftliche Forschung auf bem Gebiet ber nationalen Berteibigung. Die Zahl ber Offiziere unb Unteroffiziere in ber Armee solle erhöht werben. Verzögerungen in ber Durchführung biefes neuen Programms könnten nicht gebulbet werben. Der Kriegsminister kam banach auf bie Grenzbefestigungen zu sprechen unb erklärte, baß diese — entsprechen!) ber Haltung ber Nachbarvölker — ergänzt werben würben. Die Regierung werbe allein für bie Befestigungswerke an ber belgischen Grenze 500 Millionen Franken zur Verfügung stellen. Auch entlang ber Schweizer Grenze sinb Befestigungsanlagen vorgesehen. Das „Echo de Paris" schreibt, daß sich die ganze Aufmerksamkeit Daladiers nach der belgischen Neutralitätserklärung auf den Ausbau der französischen Nordgrenze richte. Die Flüsse und Kanäle dieses Gebietes mühten zu „W a f f e r f a l l e n" ausgebaut werden. Außerdem werde man betonierte Unterstände errichten. Die dafür notwendigen Kredite habe er auf 19,5 Milliarden Francs beziffert, wovon acht Milliarden auf das außerordentliche Rüstungskonto für 1937 geschrieben werden sollen. Im großen und ganzen verteile sich die Summe folgendermaßen: 14 Milliarden für das Landheer, 5 Milliarden für die Kriegsmarine und 500 Millionen für den Ausbau der nordfranzösischen Grenze. Die Ausgaben mühten durch Anleihen gedeckt werden. Roosevelts zweiter „Erdrutsch". Wie beim ersten, so ist Roosevelt auch beim zweiten Mal unter ben äußeren Erscheinungsformen eines ausgesprochenen „Erbrutsches" zum ■ßräfibenten ber Vereinigten Staaten von Amerika gewählt worben, wie man brüben eine zahlen- mäfeig überraschenbe Wahl nennt. Wir wollen .gleich hinzufügen, baß eine dritte Wahl Roosevelts •im Jahre 1940 nach amerikanischer Trabition aus= geflossen ist, seitbem ber große Washington eine »ritte Uebernahme bes Amtes seinerzeit verweigert jat, Gesetzmäßig ist freilich eine breimalige Ueber» mhme bes höchsten Amtes nicht behinbert, so baß immer noch bie Möglichkeit einer Aenderung Der Trabition in ber Zukunft bestehen würbe. Die Stimmungsbarometer in USA. zeigten schon in den letzten Wochen, baß an einer Wieberwahl Roosevelts nicht mehr zu zweifeln war. Die große Äleberraschung biefer Wahlen liegt vielmehr in ber wrbrüdenoen Mehrheit für Roosevelt, bie liefen Wahlvorgang, ganz abgesehen von ber ungewöhnlich hohen Beteiligung, zu einem Rekorb sternhelle, unb zweitens in ben selbst für eingeweihte politische Kreise Amerikas völlig überraschenben Einbrüchen ber Demokraten in bie Hochburgen ber Republikaner wie etwa itt ben Neu-Englanb - Staaten Massachusetts, Neu- :hampshire unb Pennsylvanien sowie Philadelphia. ’3or insgesamt 48 Staaten haben sich nach bem ’ioiläufigen Ergebnis 46 für Roosevelt unb seine Boktif bes New Deal entschieden. Ein in ber amerb loschen Geschichte einzig bastehenber Vorgang, llurch ben roieber einmal sämtliche Voraussagen über ilen Haufen geworfen worben sind. Als vor einigen Monaten ber Wahlorganisator ’ier Republikaner, ber Partei ßanbons, einem Srtffemann gegenüber bemerkte: „Wenn Roosevelt bie Reben unseres Kanbibaten vortragen würbe, Daten wir Sieger, womit er auf die wirkungsvolle jortnre Stimme Roosevelts anspielte, hatte der Pro- noiore ßanbons eigentlich schon eine Parole ber Resignation ausgegeben. Es hat sich herausgestellt, daß Roosevelt trotz allem, was seine politischen -Gegner ihm vorwerfen, ein zu ftarfer „Votecatcher", «Btimmenfänger ist. Es hat auch bem Gouverneur :oon Kansas, ßanbon, nicht bas geringste genützt, "laß man in seiner Partei als Schlagwort für bie Lohlagitation bas hübsche Wortspiel Dom „Lander sli de" nach bem englischen Wort landslide — kckrutsch ober Riesenersolg geprägt hatte. Roosevelt wirb nach einem beispiellosen Wahlerfolg, ber |eiii Ansehen unb seine Popularität nur noch steigern konnte, ber 31. Präsibent ber USA. sein, unb er wirb auch in seiner zweiten Amtsperiobe jenes Wirt Woobrow Wilsons wahrmachen: „Der Präsiden hat nach Recht und Gewissen die Freiheit, e i n o ft a r f e r Mann zu sein, wie er will." ßas wirkte, in groben Zügen gesehen, für und na, gegen Roosevelt? Gegen ihn wirkten vor Mm bie brei großen Rückschläge in seiner Politik: die Beseitigung ber inbuftrieüen Neuorbnung MA.) unb bie Beseitigung ber lanbwirtschaftlichen Reformgesetzgebung (ÄAA.), beibe herbeigeführt durch bie Entscheibungen bes Obersten Bunbes- zerichtes mit einem Stimmenverhältnis von 6:3, drittens bie vom Kongreß erzwungene Auszahlung Der Entschäbigungen an die „Veteranen . Dazu tarnen die Bezahlung der lanbwirtschaftlichen Nicht- probuttion, also eine Politik bes bezahlten Still- 1 taubes; bas Anwachsen ber Staatsschulb auf 3d Mlliarben Dollar; bie ungünstigen Vorwahlen TQbrenb biefes Jahres in ben Staaten Maine, Neuyork (Heimatstaat Roosevelts), Massachusetts, Phlabelphia (bie gerabe jetzt ein starkes Anwachsen ber Rooseveltstimmen zeigen); ber gefährliche Feldzug bes riesigen Hearst-Presse-Konzerns, ber schon »or Monaten mit einem großem Inserat in ben Heorst-Blättern begann: „Woobrow Wilson unb Flonklin D. Roosevelt, so ausgezeichnet sie auch smst sein mögen, teilen sich in bie Ehre, bie größten Verschwender in der Politik Amerikas zu sein ; die Ände Flüsterpropaganba gegen Rooesevelt auf dieses Sommers unb herbstes; bie IlleLerschreitung seiner verfassungsmäßigen Befugnisse schon mit seiner ersten Maßnahme, ber Lankenschließung vom März 1933. Für Roosevelt wirkten u. a folgenbe Mo- mente: bie ungewöhnlich frühe unb ebenso ener- Aislhe Aufnahme bes Wahlkampfes burch Roosevelts hn fast stürmische Eröffnungsrebe mr Kongreß Dom 3. Januar unb seine verlesene Bubget-Rebe Dom 5. Januar, bie ben Präsibenten als einen uitl ebingt entschlossenen Kämpfer zeigte, einen fight er im rein amerikanischen Sinn; die Beherrschung bes Staatsapparates unb bamit uber= witgenb auch bes Wahlmechanismus burch bie re= flieienben Demokraten; ber Ausfall feines aus- lichisreichsten unb gefährlichsten Gegners, des Se- ihrs unb Gouverneurs huey Long burch helfen unorbung im vergangenen Jahr; . führenden Köpfen unb zugkräftigen politischen Le: t- j le MMM iA •-4 ■ H T- IM "L A V v TM r. ? •• # WW WW * । I w ______ delphla, stimmte zum erstenmal seit dem Bürgerkrieg demokratisch. Landon beglückwünscht den Sieger. N e u y o r k, 4. Noo. (DNB.) Der unterlegene Präsidentschaftskandidat Landon hat aus Topeka (Kansas) an Roosevelt folgendes Telegramm gesandt: „Die Nation hat gesprochen. Jeder Amerikaner wird den Urteilsspruch annehmen und zum Wohl unseres Landes mitarbeiten. Das ist der Geist der Demokratie. Nehmen Sie meine aufrichtigen Glückwünsche entgegen." Aeußerst niedergeschlagen über den Wahlausgang zeigte sich der republikanische Wahlleiter Hamilton, der bis zum letzten Augenblick die schwere Niederlage seiner Partei nicht zugeben wollte. Als einige Pressevertreter ihn baten, über den Rundfunk ein paar Glückwunschworte an die Gegenseite zu richten, rief er lediglich die Worte aus: „Im Sterben grüßen wir Euch!" Präsident Roosevelt hat auf das Glückwunschtelegramm Landons ein Antworttelegramm gesandt, in dem er mit den besten Wünschen seinen Dank für den hochherzigen Glückwunsch ausspricht und seiner Ueberzeugung Ausdruck gibt, daß alle Amerikaner jetzt für das Allgemeinwohl Zusammenarbeiten werden. Das außenpolitische Programm. Handelsverträge auf Gegenseitigkeit. Washington, 5. Nov. (DNB. Funkspruch.) Staatssekretär Hüll erklärte, daß der Wahlausgang eine Gutheißung der amerikanischen Außenpolitik seit dem Jahre 19 3 3 darstelle. Der Kernpunkt dieser Politik sei die Politlk des guten Nachbarn, deren hervorstechendstes Ziel die Förderung eines dauernden Friedens sei. Dieses hohe Ziel in Friedenszeiten und strenge Neutralität in Kriegszeiten seien die Grundpfeiler der amerikanischen Außenpolitik. Das Regierungsprogramm, das den Abschluß von Handelsverträgen auf der Grundlage der Gegenseitigkeit vorsehe, habe sich infolge der Belebung des Welthandels in zunehmendem Maße als eine sichere Grundlage des Weltfriedens erwiesen. „Wir werden mit diesem Handelsprogramm in der gleich ernsten, beharrlichen, sorgfältigen und vorsichtigen Weise vorwärts gehen, in der wir bisher dieses große Unternehmen zu fördern strebten." Genugtuung in Paris. Aber keine Hoffnung auf Aenderung der amerikanischen Neutralitätspolitik. Paris, 5. Noo. (DNB. Funkspruch.) Die Neuwahl des Präsidenten Roosevelt, wird von der Pariser Presse mit besonderer Genugtuung ausgenommen, da man in ihm mehr als in allen anderen amerikanischen Staatsmännern einen aufrichtigen Freund Frankreichs erblickt. Die Zeitungen sparen daher auch nicht mit lobenden Anerkennungen über das bisherige Wirken Roosevelts und geben der Hoffnung Ausdruck, daß er sich in Zukunft mehr Europa nähern möge. Allerdings scheim man gerade nach dieser Richtung hin keine allzu großen Illusionen zu haben, denn, abgesehen vom „Echo de Paris", das zwischen den Zeilen sogar die Möglichkeit andeutet, daß die Neutralität Amerikas im Falle eines europäischen Konfliktes kein Evangelium zu sein brauche, warnen die anderen Blätter vor übertriebenen Hoffnungen. Es wäre ein großer Irrtum, so schreibt z. B. der „Jour" zu glauben, daß Roosevelt jemals in europäische Angelegenheiten eingreifen werde. Die a m e- ri konische Neutralität sei sowohl für ihn als auch für seinen Gegner Landon eine Art Glaubensbekenntnis gewesen. Auf wirtschaftlichem Gebiet dürfe man dagegen mit einem Entgegenkommen rechnen. Aber auch hier wäre es falsch, sich zu großen Hoffnungen hinzugeben. Roosevelt bemüht sich um Beilegung des Hafenarbeiterstreiks. Neuyork, 5. Nov. (DNB. Funkspruch.) Der Streik der amerikanischen Hafenarbeiter hat bereits zu schweren Schädigungen der Wirtschaft geführt. Durch den Streik wurden bisher insgesamt 3 2 5 Schiffe, davon allein 49 in Neuyork, st i l l g e l e g t. In Schiffahrtskreisen wird der Verlust auf eine halbe Million Dollar täglich geschätzt. In Philadelphia ist es gelungen, durch Vermittlung des Bürgermeisters, den Streik beizulegen. Aus den Häfen der Pazifikküste werden verschiedentlich Ausschreitungen gemeldet. Roosevelt will versuchen, den Streik beizulegen, bevor er eine zweiwöchige Erholungsfahrt in die Südgewässer antritt. Verbot politischer Uniformen in England London, 5. Noo. (DNB. Funkspruch.) Das englische Kabinett stimmte dem Gesetzentwurf über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung zu. Der Entwurf sieht ein allgemeines Verbot des Tragens politischer Uniformen vor. Ferner enthält er Maßnahmen zur Stärkuntz der Polizeivollmachten im Falle politischer Kundgebungen, die zu Unruhen führen können. Die Gesetzesvorlage wird nach der Dankadresse an den König als erster Punkt vom Unterhaus behandelt werden. In Besprechungen zwischen dem Innenminister Sir John Simon und den Führern der Oppositionsparteien ist die Annahme bereits gesichert worden. Die Opposition hat sich bereit erklärt, die Gesetzesvorlage grundsätzlich zu unterstützen. polnisch-tschechische Reibungen. Kattowitz, 4. Nov. (DNB.) Im polnischen Teil der Stadt Te scheu in Mähren fand eine Gedenkfeier für die Flieger Zwirko und Wi- aura statt, die sich im Zeichen der noch immer anhaltenden polnisch-tschechischen Spannung zu einer aroßen nationalen Kundgebung gestaltete. Die beiden polnischen Flieger, die Sieger des Europarundfluges 1934 waren, .stürzten kurze Zeit später auf tschechoslowakischem Gebiet ab und sanden dabei den Tod. Die im Vorjahre von den Polen geplante Gedenkfeier wurde von den tschechoslowakischen Behörden verboten, was damals stark zur Verschärfung der Beziehungen zwischen Polen Und der Tschechoslowakei beitrug. Der Krakauer „Illustrierte Kurier" schrieb nun eine öffentliche Sammlung aus, aus deren Ertrag eine Glocke, die die Namen der beiden Flieger trägt, angefertigt worden ist. Nun wurde in Polnisch- Teschen im Beisein der Behörden die feierliche Weihe der Glocke vorgenommen. Die Glocke wurde der Stadtverwaltung mit der Weisung übergeben, „sie solange zu bewahren, bis sie über der U n g l ü ck s st e l l e der beiden polnischen Flieger angebracht werde". fiönifl Eduard eröffnet das Parlament nicht gehalten worden seien. Wenn Dawson sich nicht nur für eine historisch richtige und gerechte Beurteilung des deutschen Anspruches einsetzt, sondern auch eine Rückgabe von Kolonien an Deutschland befürwortet, so wiegt das um so schwerer, als er selbst früher Mitarbeiter des F o - Mandat verzichten könnten, so sei darauf zu verweisen, daß Großbritannien das Mandat über den Irak aufgegeben habe, und Frankreich im Begriff stehe, in Syrien ähnliches zu tun. Es fei auch für „undenkbar" erklärt worden, daß Großbritannien irgendwelche seiner Untertanen einer anderen Regierung überlasse. „3 m Jahre 1919“, fährt Dawson wörtlich fort, haben Großbritannien und seine Verbündeten es aber nicht für unvorstellbar gehalten, willkürlich Millionen Deutscher fremden Regierungen zu überantworten. Ist die Ehre eines Landes mehr wert als die eines anderen?" Zum Schluß verweist Dawson schließlich darauf, daß Deutschland gegenüber die Zusicherungen auf kolonialem Gebiet' in den 14 Wilsonschen Punkten Rechte anderer Mächte seien durch koloniale Erwerbungen Deutschlands in keiner Weise verletzt worden; ein Teil seines früheren Kolonialbesitzes sei sogar durch Verträge zustande gekommen, an denen Großbritannien teilgenommen habe. Vor dem Kriege habe das deutsche Kolonialwerk von vielen Seiten Anerkennung gefunden. Richt nur Männer wie Cecil Rhodes, Theodore Roosevelt und andere, sondern auch das Foreign Office gehöre in feinen Berichten zu denjenigen, die diese Leistungen gewürdigt hätten. Verwaltung und Behandlung der Eingeborenen hätten nichts zu wünschen übrig gelassen. Deutschland habe auch niemals im Gegensatz zu Frankreich diese Eingeborenen militarisiert. In seinem Kamps gegen den Republikaner Landon hat Präsident Roosevelt wie er bisher noch kaum verzeichnet wurde. Hier sieht man Roosevelt .^9hrend der rechts von ihm der Vizepräsident John N. Garner. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Was die Frage der Bedeutung der Kolonien als rer, als er selbst früher Mitarbeiter des Fo- Aufnahmegebiet für Menschenüber-Ireign Office gerade auf dem Gebiet kolonialer ch u h und als Rohstoffquellle anlange, so Fragen war. Deutschlands Kolomalanspruch gerechtfertigt Eine bemerkenswerte Zuschrift an die „Times". London, c _____ v___ , hat sich in einer Zuschrift an die „Time s" für eine historisch richtige Wertung des deut- ----------------•••-- ", ' . & schen Kolonialanspruchs eingesetzt. Daw- behauptet werde, daß nach Uebernahme eines Koon weist nach, daß die deutsche Kolonialbewegung lonialmandats die Machte heute nicht auf diese» aus der Zeit des Großen Kurfürsten ftamme, als' fnnnton fn for daraus au ver- Brandenburg Kolonien in Westafrika erhielt. Preußische Könige und deutsche Forscher hätten diese Bewegung am Leben erhalten. Deutschland habe n i e - mols Kolonien durch Kriege erobert. 4 Nov (DNB.) W. H. Dawson könne die Ableugnung dieser Bedeutung von einem " - r «— • ~ Lande, das ein Viertel der Erde beherrsche, auf tue landarmen Nationen wenig Eindruck machen. Wenn Dr. Wrers, 1 V Irland' Oie Trauerfeier für Sanitätsbrigadeführer Or. Or. Streck. Nürnberg, 4. Nov. (DNB.) Eine nach vielen Tausenden zählende Menge hatte sich auf dein Nürnberger Westfriedhof zur Trauerfeier für Sa« nitätsbrigadeführer Dr. Dr. Streck eingefunden. Die Standarten der fränkischen SA. und Fahnen dec Gliederungen der Bewegung umsäumten den Plag vor dem Krematorium. Neben den Angehörigen des Verstorbenen sah man zahlreiche führende Per« sönlichkeiten von Partei und Staat, unter ihnen Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Reich särztefükl' rer Dr. Wagner, Gauleiter Staatsministee Wagner, das gesamte Führerkorps der Bewc« gung in Franken und Vertreter der Wehrmacht. Gauleiter Julius Streicher legte als Gruß des Führers einen Lorbeerkranz nieder. Nach dein Trauermarsch aus der Eroica legte Reichsärztefiih' Wien, 4. M her er i Regierung nigg erklärte, Wn burd) bi jungen erfühl M bie rö rr Wommen Innenpolitik Iq, ,“.er,. Bundesreg ^biet. Sie £)e; N in erster . gori Rnaijmen ,, ‘••tll.figÄ Kv p man Aen Mi bei ■N V [LsJUrr N .Are Der „Dorfkrach in Schöneberg". Keine Uebergriffe gegen die Rechte der polnischen Minderheit in Danzig. Danzig, 4. Nov. (DNB.) Die P resse stell t des Senats teilt mit: „Die von den lokalen Vorgängen im Dorfe Schöneberg an der Weichsel betroffenen Personen, der Zimmermann Ernst Orlowski, dessen Ehefrau Leokadia Orlowski, dec Maurer Franz Olschewski, dessen Ehefrau Johanna Olschewski und der Bäckermeister Aloys Czapiewsti haben bei ihrer polizeilichen Vernehmung übereinstimmend erklärt, daß sie sich nicht zur polnischen Minderheit bekennen und gegen- teiliae Behauptungen entschieden zurückweisen, da sie sich vollkommen als Deutsche fühlen. Keine der genannten Personen gehört einer volnischen Organisation an. Czapiewsti ist Mitglied Der NS.-Hago bzw. der Danziger Arbeitsfront fett 1932, Olschewski ist Mitglied Der NS.-Hago und der NS.-Kriegsopferversorgung feit 1934. Auf Grund dieser protokollarisch festgelegten und von den genannten Personen unterschriftlich bestätigten Aeußerungen muß festgestellt werden, daß keinerlei Veranlassung besteht, hier von planmäßigen Angriffen auf Danziger Staatsangehörige polnischer Nationalität und von Uebergriffen gegen die Rechte der polnischen Minderheit in Danzig zu sprechen, wie das seitens der polnischen Presse geschehen ist. Bei den Vorgängen handelt es sich, wie nunmehr eindeutig seststeht, um Vorgänge völlig lokalen Charakters." auch von geringstem Sachwert, sowie alle Lebensrnittel nach Madrid geschleppt worden. Auf den Straßen sah man allenthalben Spuren des Artilleriefeuers. Verlassene Schützengräben, Sandsackbarrikaden und Unterstände enthüllten ein be- achtliches Derteidigunassystem, das aber von dem entmutigten roten Gesindel kampflos im Stich gelassen worden ist. Madrid im Zeichen der Kommune Caballero beteiligt die Anarchisten an der „Regierung". Salamanca, 5. Nov. (DNB. Funkspruch.) In der spanischen Hauptstadt haben die Anarchisten nunmehr auch offiziell die Macht in die Hand genommen. Largo Caballero hat den Ausschuß der roten Machthaber, der sich immer noch „spanische Regierung" nennt, einer neuerlichen Umbildung unterzogen. Caballero, so meldet der Sender Valencia, sei der Auffassung, daß unter den augenblicklich herrschenden Umständen auch die Anarcho-Syndi- k a l i st e n in der Verantwortung offiziell beteiligt werden mühten. Dieser Vorschlag sei von Präsident Azana angenommen worden. Unter den neuernannten „Ministern" befinden sich drei Anarchisten, denen das Wirtschaftsministerium, das Jndustrieministerium und das Gesundheitsministerium anoertraut wurde. Del Vayo und Prieto gehören auch dem neuen „Kabinett" Largo Caballeros am Weiter wurde ein sog. Presse- und Propagandaministerium und ein Mobilisierungs- Ministerium gebildet. Moskau überführt. Bolschewistische Flugzeuglieferungen nachgewiesen. London, 4. Nov. (DNB.) Im Foreign Officr fand eine Sitzung des Internationalen Nichteinmischungsausschusses statt. Von englischer Seite wird mitgeteilt, daß sich der Ausschuß fünf Stunden lang ausschließlich mit der Moskauer A n t« wort auf die deutschen Beschuldigungen über sowjetrussische Waffenlieferungen an die spanischen Marxisten beschäftigt habe. Botschaftsrat Fürst Bismarck fei den „Erklärungen" des sowjetTufsifchen Vertreters und einzelnen Anklagepunkten mit großer Zähigkeit entgegengetreten und der italienische Botschafter Gr an di habe ihn dabei nachdrücklich unterstützt. Zu einer besonders lebhaften Auseinandersetzung sei es gekommen, als der sowjetrussische Vertreter bestritten habe, daß am 18. September vier sowjetrussische Gorki-Bomber auf dem Getafe- Flugplatz bei Madrid stationiert gewesen seien. Die Sowjetregierung habe dazu erklärt, daß es Gorki- Bomber in Sowjetrußland nicht gebe. Fürst Bismarck habe auf diese Bemerkung erwidert, daß die Bomber wahrsechinlich aus der Flugzeugfa- b r i k in Gorki stammten. Als der sowjetrussischs Botschafter Maiski behauptet habe, es gebe keine Flugzeugfabrik in Gorki, habe der italienische Botschafter Grandi mit den Worten eingegriffen, daß Maiski anscheinend die industrielle Geographie Sowjetrußlands nicht kenne. Anhand eines englischen statistischen Werkes fei es Grandi gelungen, das tatsächliche Vorhandensein dieser Fabrik zu beweisen. Der Ausschuß beschloß, die Sowjetregierung um weitere Erklarun - gen ju ersuchen. Hinsichtlich einiger Punkte sei der Ausschuß zu der Entscheidung gelangt, daß „nicht genügend Beweise gegen Sowjetrußland" (?!) vor- lägen. Der Ausschuß befaßte sich auch mit dem Vorschlag Lord Plymouths, Beobachtungsauschüsse nach den spanischen Einfuhrstellen zu ent- enden. Sämtliche Mitglieder des Hauptausschusses wurden aufgefordert, die Ansichten ihrer Regierungen zu diesem Plan einzuholen. Eine der strittigen Fragen dreht sich darum, ob die nach Spanien zu entsendenden Beobachter nur gewisse Fälle von Waffenlieferungen auf besondere Anweisungen des Londoner Ausschusses untersuchen sollten, oder ob sie bevollmächtigt werden sollten, auf eigene Initiative über alle verdächtigen Fälle zu berichten. „ 'M I fortw &!’- »te*« % ß Me e;nil M : AM ^.6eTür lein ßvanj 1.! ÄrupP* ßiän^„ I #»’#»• gtiiS! Beo MW" Berlin^' lich- S‘raf mit d-r W zu b-MÄ" Dis W» t „om ff«r-r <” Greißler go über das komm erklärte u.a., habe sich nun träges, das bei Uebereinftimmu gewonnenen G Sie Arbeit der drei Jahre gei eine längere ? bie stürmischer einer Umwälji blicken die Ge Sie Arbeit alle Beteiligter einmal bie fla: Strafrecht, das nur dann geber fragen des C wertung des T im Bolt Tinhr zur Erläuterung möglich sei, ein' ein Teil des Boi treibung nichts fügung über den dere Teil die W tung ein schwe des Mies darf Mit großer Feierlichkeit eröffnete König Eduard VIII. am Dienstag die erste Parlamentstagung unter seiner Regierung. Wegen des regnerischen Wetters fiel der großartig geplante Staatsaufzug aus. Dennoch war die Feierlichkeit mit ihrem überlieferten Zeremoniell außerordentlich eindrucksvoll. Unser Bild zeigt den König vor dem Parlamentsgebäude. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Vor den Toren Madrids. Der Flugplatz der Hauptstadt bereits in den Händen der nationalen Truppen. Mdstoles vor Madrid, 4.Nov. (DNB. Von unserem Sonderberichterstatter.) Die von Oberstleutnant Asensio und Oberstleutnant Castejon befehligten nationalen Truppen sind in dem strategisch außerordentlich wichtigen Ort A l c o r c o n südwestlich von Madrid einmarschiert. Alcorcon liegt nur 5 Kilometer von den Militärkasernen des Madrider Vorortes C a r a b a n - ch e l entfernt. Wie General Queipo del Llano mitteilte, haben die nationalen Truppen am Mittwochabend auch Caradanchel besetzt. Ferner wird die Einnahme von Getafe und die Besetzung des dortigen Flughafens durch die Nationalisten bestätigt. Wie weiter bekannt wird, wurde zwischen Getafe und Alcorcon das Dorf Leganes, in dem sich die bekannte Madrider Irrenanstalt befindet, besetzt. In Mostoles hatten die Roten die gesamte Bevölkerung g e - zw ungen, nach Madrid zu fliehen. Sie hatten das Gerücht verbreitet, daß die „faschistischen" Soldaten die Frauen und Kinder ausnahmslos ermorden würden. In einer Kneipe lagen noch mehrere tausend Exemplare der kommunistischen Madrider Zeitungen „Mundo Dbrero" und „Ju- ventud" vom 3. November. Gefüllte Suppenteller in der Gaststube veranschaulichten die über» stürzte Flucht b e r roten Banditen. In Mdstoles gibt es kein Haus, das nicht von den roten Horden geplündert worden ist. Aus dem ganzen Dorf waren sämtliche Gegenstände, Roosevelts Wahlsieg. >ten « °>L ’WltllflU giften •tfyj Ä M? ,|ei °°» li* . drei ^undheitg. . W und )l* Larg° > Ase- und ^bilisierungz, rer Dr. Wagner den Kranz des Stellvertreters des Führers, der Deutschen Aerzteschaft und der alten Oberland-Kameraden nieder. Reichsorgamsationsleiter Dr. Ley nahm Abschied von dem Freund, der bis in die letzten Stunden hinein für sein Volk gearbeitet habe. Im Namen des Stabschefs Lutze legte Gruppenführer Herzig einen Kranz nieder und im Namen der fränkischen TA.-Gruppenführer von Obernitz. Unter den feierlichen Klängen des Horst-Weffel-Liedes und dem Donner eines Ehrensaluts wurde dann die sterbliche Hülle Dr. Strecks dem Feuer übergeben. Gauleiter Streicher schloß die Trauerfeier mit einem Sieg- Heil auf Führer und Volk. Kleine politische Nachrichten. Wie das Deutsche Nachrichtenbüro mitteilt, empfing der Führer und Reichskanzler auf dem Obersalzberg bei Berchtesgaden Seine Eminenz den Kardinal Faulhaber zu einem Besuch. Der Chef der deutschen Ordnungspolizei General D a l u e g e ehrte unter lebhafter Anteilnahme der Warschauer Bevölkerung die Gefallenen des polnischen Heeres durch Kranzniederlegung am polnischen Ehrenmal. Zu Ehren oer deutschen Polizeiabordnung, die als erste deutsche Abordnung in Polen in Uniform erschien, war eine Ehrenkompanie der polnischen Polizeistoßtrupps am Poniatowsti-Denkmal angetreten. Eine tschechische Wirtschaftsabordnung unter der Leitung des Direktors für Handelsabkommen ist in Paris eingetroffen, um Kontingentsoerhandlungen aufzunehmen. Die Tschechoslowakei wünscht eine Erweiterung ihres französischen Absatzmarktes, da der Warenaustausch mit Frankreich sich stets zuungunsten der Tschechoslowakei ausgewirkt hat. * In Brzezany in Ostgalizen wurde ein Prozeß gegen 22 Ukrainer durchgeführt, die der geheimen ukrainischen Terrororganisation Dun angehörten. Sie waren beschuldigt, bandenmäßig Terrorakte ausgeführt zu haben. Die beiden Hauptangeklagten wurden zum Tode verurteilt, die Strafe wurde jedoch in lebenslängliches Gefängnis umgewandelt. Acht Angeklagte wurden freigesprochen. Das neue deutsche Strafrecht. Oer Entwurf des neuen deutschen Strafgesehbuches derOeffentlichkeit übergeben cmngcn Ugung über den eigenen Körper, während der an i ere Teil die Auffassung vertrete, daß die Abtrei- k-ung ein schweres Verbrechen gegen das Leben tes Volkes darstelle. Die zweite Erkenntnis sei die OllUeit U.r Schusses Ml«' nächtigt * oe über alle ganiiä^' 'icder S# T taats Haus halt gerichteten Finanzpolitik Litt Die Kabinettsumbildung in Wien. Bundeskanzler Schuschnigg über die Aufgaben der neuen Regierung. nicht um Haaresbreite abweichen werde. Die Ausführungen des christlich-sozialen Blattes schließen mit der Feststellung: „Eine Kabinettsumbildung ohne Krise, ohne Lärm und ohne politische Sensationen. Möge dieser Anfang ein gutes Vorzeichen für die weitere Entwickelung bedeuten." >ach Spanm^ wisse Fälll andere än1 hten. mW die Rech« in TaiM gewesen, daß es, wie von den Fundamenten bis zum fertigen Bau eines Hauses, auch von den Grundsätzen bis zur Formung des Gesetzes ein weiter und nicht müheloser Weg sei. Er und alle seine Mitarbeiter, insbesondere der Stellvertreter des Führers mit seinem Amt, hätten sich nicht gescheut, jede Mühe aufzuwenden, um das Werk erfolgreich zu gestalten. Der Reichsjustizminister sprach zum Schluß vor der Oeffentlichkeit allen seinen Mitarbeitern, insbesondere Staatssekretär Dr. F r e i ß l e r und allen denen, die dazu beigetragen hätten, daß nach kurzer Zeit dieser neue Strafrechtsentwurf habe fertiggestellt werden können, seinen besonderen Dank aus. * In einer etwa 200 Seiten umfassenden Broschüre „Das neue Strafrecht, Grundsätzliche Gedanken zum Geleit" führen Reichsjustizminister Dr. G ü rtne r, Staatssekretär Dr. F r e i ß- ler, Graf von der Goltz und der Min-isterial- direktor im Reichsjustizministerium Dr. Wilhelm E r o h n e in dem Entwurf zum neuen deutschen Strafgesetzbuch ein. Der Entwurf beginnt mit folgendem V o r s pru ch : „Ueberzeugt, daß das deutsche Strafrecht von nat ionalsoziali st ischer Grundanschauung durchdrungen sein muß, hat die Reichsregierung dieses Gesetz beschlossen und übergibt es dem deutschen Volte. Das gesunde Empfinden des Volkes für Recht und Unrecht bestimmt ebenfalls die Anwendung des Strafrechts. Sühne für Unrecht, Schutz des Volkes, F e st i - gung des Willens zur Gemeinschaft sind Sinn und Zweck des Strafrechts. Ehre und Treue, Rasse und Erbgut, Wehrhaftigkeit und Arbeitskraft, Zucht und Ordnung zu wahren ist seine Aufgabe. Das Bekenntnis „Gemeinnutz geht vor Eigennutz" gibt ihm die Prägung. In diesem Geist soll Recht gesprochen werden, von berufenen Richtern, die als Wahrer der Gerechtigkeit dem deutschen Volke dienen." ?reign Offa en Nichtei» Mer Seit, 3 fünf Stuin auerAnt, düngen übet Nerunaen 9t habe. Bob en „Erklärim und einzelne» it entgegen^ ter Grands üht. Zu eint! ng sei es ge> reter bestritte, sowjetrust dem Geich esen seien. Ä datz es Goch be. Fürst M vidett, daß bi- lugzeugft r sowjetruW es gebe km italienische B« ngegrissen, das le GeograM ind eines eng- ranbi gelungen, 'nfein die- -schuß beschi'4 Grkläruii- Punkte sei der ft, daß ..nicht nd" (?!) non nxt lzem 'Dor« ftnntzsaus« zcheilen zu ent> hauptausschMs ihrer Dtoiw ne der ftriita Berlin, 5.Nov. (DNB. Funkspruch.) Die amtliche Strafrechtskommission, die sich mit der Neugestaltung des deutschen Strafrechtes ju beschäftigen hatte, hat Ende vergangener Woche ihre Arbeit abgeschlossen, und sich damit des Auftrages entledigt, den sie im Frühjahr 1933 vorn Führer empfangen hat. Reichsminister der Justiz Dr. Gürtner und Staatssekretär Dr. F r e i ß l e r gaben der Presse einen Ueberblick Iber das kommende deutsche Sttafrecht. Reichsjustizminister Dr. Gürtner erklärte u. a., die amtliche Strafrechtskommission labe sich nun ihres vom Führer erhaltenen Auftrages, das deutsche Strafrecht neu aufzubauen, in llebereinstimmung und in Einklang mit den neu gewonnenen Grundauffassungen der Zeit, entledigt. Die Arbeit der Kommission habe etwas mehr als drei Jahre gedauert, sehr kurz für die einen, die tine längere Arbeitszeit erwarteten, sehr lang für die stürmischen, die die Vorstellung hatten, nach : iner Umwälzung könnte man in wenigen Augenblicken die Gesetze fertig auf den Tisch legen. Die Arbeit der Strafrechtskommission habe für lUe Beteiligten zwei große tiefe Erlebnisse gebracht: inmal die klare Erkenntnis, daß sich ein Volk ein Strafrecht, das lebenswahr und lebenswichtig fei, Aur dann geben könne, wenn über d i e Grund- 'ragen des Strafrechts, d. h. über die sittliche Bewertung des Tun und Lassens der Volksgenossen im Volk Einheit bestehe. Der Minister gebrauchte |hur Erläuterung hier das Beispiel, daß es nicht I möglich sei, ein Strafrecht zu schaffen, wenn etwa -in Teil des Volkes der Meinung fei, daß die Ab- ireibung nichts anderes fei, als eine freie Ver- sL» ÄL &aal6lW. W« an »er W-'E mermann W ja Drlorojtr, !° aefrau 3* W «Wj rnehmung ub lichtzur pol „en ,urülkroelsen^o! s® «6t 0 0 st - . an9€ Wien, 4. Nov. (DNB.) Arn Mittwochabend ioanb der erfte TO i n i ft errat der neuen [Regierung statt. Bundeskanzler Dr. Schuschnigg erklärte, die Aufgaben der neuen Regierung lätten durch die Kabinettsumbildung keinerlei Aen- llerungen erfahren. Die außenpolitische Richtung sei iurch die römischen Protokolle und das Abkommen vom 11. Juli gegeben. In der Innenpolitik lägen die vordringlichsten Aufgaben ter Bundesregierung auf wirtschaftlichem Gebiet. Die Oeffentlichkeit erwarte von der Regie- umg in erster Linie die Erzielung weiterer wirtschaftlicher Fortschritte und die Fortsetzung der Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Der neue Kurs in Oesterreich zeigt sich deutlich in der zweiten Kabinettsumbildung Schuschniggs, die ebenso wie die erste vom 14. Mai als eine nächtliche Ueberraschung zustandegekommen ist. Der Bundeskanzler hat sich nunmehr ganz klar von dem Kreis um Starhemberg di st anziert, nachdem dieser selbst bereits im Mai in nachdrücklichster Form ausgebootet worden war, aber den Innenminister Baar Bahrenfels und den Finanzminister Draxler als seine Verbindungsleute ausdrücklich im Kabinett gelassen hatte. Die Vorstufe der jetzigen Kabinettsumbildung war dann der Ministerrat vom 10. Oktober, in dem die Auflösung der Wehrverbände und die Ausgestaltung der uniformierten und militärisch organisierten F r o n t m i l i z innerhalb der Vaterländischen Front als Auffangsorganisation beschlossen wurde. Dieser Ministerrat vom 10. Oktober war insofern von größter Bedeutung für den jetzigen Schritt Schuschniggs, als er damals zwar selbst die Beibehaltung der beiden Heimwehroertreter nach ihrem formellen Rücktritt veranlaßte, gleichzeitig aber mit aller Deutlichkeit erklärte, daß keinerlei a n - d e re Bindung m e h r für die Mitglieder der Negierung maßgebend sein dürfe. Wenn der Bundeskanzler jetzt eine so plötzliche und so weitgehende Umgestaltung seines Kabinetts vorgenommen hat, so läßt das gewisse Rückschlüsse auf die Haltung der Heimwehrvertreter seit dem 10. Oktober zu. Von größter Bedeutung ist natürlich die Tatsache, daß nunmehr zwei nationale Vertreter in der Regierung sind, wovon der eine, Glaise - Horst e n a u , das wichtige Innenministerium übernimmt. Auch der neue Handelsminister, Univer- sitätsprofessor Dr. Taucher aus Graz, ist von den Nationalen freudig begrüßt worden; er wird eine wichtige Rolle in den kommenden Wirtschaftsoerhandlungen mit Deutschland zu spielen haben. Nicht weniger bedeutsam ist die Ernennung des Generalkommandanten der Miliz, Feldmarschall-Leutnants H u l g e r t h , zum Vizekanzler; es ist der „Kärntener Freiheitsgeneral", der 1919 an der Spitze des Selbstbestimmungsrechts-Kampfes stand. Im Zusammenhang mit dem deutsch-österreichischen Abkommen vom 11. Juli, an welchem Datum der Staatssekretär für Aeußeres Guido Schmidt sein Amt antrat, dürfte die Regierungsumbildung in Wien von vorteilhaftem Einfluß auf das Verhältnis der beiden Länder fein. Dr. Schmidt selbst wird bereits in der zweiten Novemberhälfte nach Berlin kommen. Eines der Hauptmerkmale des neuen Kabinetts ift die Uebernahme des Innenministeriums durch ten bisherigen Minister ohne Geschäftsbereich Glaise-Horstenau. Auf diesem Posten wird hm ein Verwaltungsapparat zur Verfügung stehen, ter die Durchführung seiner aus dem Abkommen rom 11. Juli gestellten Aufgaben wesentlich erleich- l?rn dürfte. Wie dies bei früheren Regierungen schon vielfach der Fall war, wurde für das Sicherheitswesen wieder ein eigener Mini- frer bestellt. Der damit betraute bisherige österreichische Gesandte in Budapest, Neustädter- Stürmer, gehörte früher dem Heimatschutz an mb war als Sozialminister früher bereits Mitglied ter Regierung, die er nach einem Konflikt mit Starhemberg jedoch vor Jahresfrist verließ. Der Ttue Vizekanzler Feldmarschalleutnant Hülgerth öirb sich nur dem Aufbau der Frontmiliz »ibmen.Ueber bie weitere Verwenbung der a u s - ceschiedenen Kabinetts-Mitglieder tert man, daß der ehemalige Vizekanzler Baar- 3 a r e n f e I s zum Gesandten in Budapest inb ber frühere Handelsminister Stockinger ium Präsidenten d e r Bundesbahnen caisersehen sind. Der ehemalige Finanzmimster Dr. Kraxler, der übrigens eine der größten Rechts- cnwaltskcmzlrien Wiens besitzt, wird möglicherweise ;M,.— Präsident der Oesterreichischen Kre- , AffLll» iitanftalt werden. !,ll Die „Reichspost" schreibt u. a., der Kanzler habe sch für die Neubildung des Kabinetts einen Zeit- funft gewählt, der nicht im Zeichen außergewohn- lcher politischer Vorgänge stehe und keinen Anlaß flje Vornahme einer Richtungsänderung auf irgenb» enem Gebiet ber Politik ober der staatlichen Verwaltung biete. Er habe damit von vornherein die ! ombinationen, die sich an jede Regierungsumbil- ;?n9 knüpfen, ausgeschaltet. Das gelte besonders ter die Finanzpolitik. Die Ernennung des bewährten Flnanzreferenten der Stadt Wien zum r inanzminister biete besser als jede Erklärung voll- bmmene Gewähr, daß man von den Grundsätzen gesunden, auf die Beständigkeit der Währung und des Gleichgewichtes im Das Buch vom deutschen Volkstum. Eine Buchbesprechung. — Paul Gauß: Das Buch vorn deutschen Volkstum. Wesen — Lebensraum — Schicksal mit 136 bunten Karten, 1065 Abbildungen und 17 Übersichten. Preis in Ganzleinen 20 Mark. Verlag F. A. Brockhaus in Leipzig. — (343) — Das Buch bricht mit der ebenso falschen wie für unser vo litt sch es Denken verhängnisvoll gewordenen Gleichsetzung von Volk und Reich. Es will einen Ueberblick geben über Lebensraum und Geschichte des Gesamtvolks der Deutschen, der großen deutschen Bluts-, Sprach- und Kulturaemeinschaft, zu der die Bewohner des geschlossenen deutschen Sprachgebiets in Mitteleuropa nicht minder gehören wie das Grenz- und Auslandsdeutschtum. Das Buch ist, soweit wir wissen, der erste, alle Lebensbezirke umfassende Versuch einer gesamtdeutschen Volkstumskunde und Volksraumkunde. In mustergültiger Ausstattung und sorgfältiger Auswahl enthält es ein Bild- und Kartenmaterial, das in feiner Vielseitigkeit und handlichen Anordnung im Anschluß an die zugehörigen Aufsätze ohne Beispiel ist. Gerade diese nirgends durchbrochene Einheit von Text, Bild und Karte macht das stattliche Buch nicht nur zu einer Fundgrube volksdeutschem Wissens für die Fachwelt, sondern vor allem auch zu einem wahren Lese- und Hausbuch der deutschen Familie. Besonders auch unserer Jugend und unseren Brüdern im Ausland wird es ein Quell freudigen Stolzes auf die Gesamtleistung deutschen Volkstums und ein Erzieher zu volksdeutschem Denken werden. Das Buch gibt in feinem ersten Teil einen Ueberblick über das deutsche Volk als Ganzes und die fein Leben formenden Kräfte. Hier wie für die weiteren Abschnitte des Buches sind bekannte Fachleute für die Behandlung der einzelnen Teilgebiete gewonnen worden. Don der Verbreitung des deutschen Volkes über die Erde mit einer Übersicht über die Auswanderungsbewegung und den Stand des Deutschtums in den einzelnen Ländern wird der Leser über eine geographische Betrachtung der Oberflächengestaltung in Mitteleuropa zu der sehr wichtigen Frage des Verhältnisses von Sprachen-, Volks- und Staatengrenze geführt, die eine instruktive Karte erläutert. Die ersten schönen Bildtafeln ergänzen dann den folgenden Aufsatz über die deutschen Stämme, der auch auf ber ihm bei- gegebenen Karte wie auch die späteren zum geschichtlichen Teil gehörigen die außerordentliche Verflechtung der Hauptstämme zeigt. Von besonders gegenwärtiger Bedeutung ist der Aufsatz Burgdörfer s über Wachstum und Lebensbilanz unseres Volkes. Das hier sehr eindrucksvoll in Karten und Diagrammen ausgebreitete Material zeigt deutlich die Gefahren unseres Bevölkerungsaufbaus. Die von Reche (Leipzig) bearbeitete Rasfen-Karte zeigt die große Schwierigkeit, die in den Mischgebieten, dem weitaus größten Teil des deutschen Volksbodens, enthaltenen einzelnen rassischen Bestandteile richtig zu bewerten. Interessant ist auch eine von Reche zusammengestellte Uebersicht der Hauptmerkmale der in unserem Volk vertretenen Rassen, wobei die Rubriken „Seelische Haltung" und „Kulturschöpferische Leistungsfähigkeit", die durch das Fluktuieren der Grundrassen hervorgerufene Pro- blematik einer gültigen Beurteilung deutlich macht. Mundarten, Dorf- und Hausformen, Städtebau werden in charakteristischen Bildern und zum Teil neuartig angelegten Karten in ihrer Bedeutung für die Erkenntnis der deutschen Siedlungsgeschichte verständlich gemacht. Aufsätze über die Bedeutung der Konfessionen gerade für das deutsche Volkstum jen- sents der Reichsgrenzen leiten über zu dem von Richard Benz betreuten Abriß einer geschichtlichen Entwicklung deutscher Kunst und Kultur. Neu erscheinen uns auch die Versuche, die Verbreitung deutscher Bildungsstätten und der wichtigsten deutschen Stadtrechte in Mitteleuropa kartographisch festzuhalten. Auch Wirtschaft und Verkehr finden Beachtung. Von politischem Interesse ist dann die an Hand guter Einzelkarten folgende Darlegung der Nationalitätenfrage überhaupt wie der kulturellen- und sprachlichen Rechtslage der deutschen Minderheiten. Der umfangreiche, ebenfalls mit Bildern und Karten reich ausgestattete zweite Teil bringt eine großartige Schau der deutschen Landschaf- t e n im Einzelnen. Das Hessenland , worunter im wesentlichen das alte Kurhessen und unser Oberhessen verstanden wird, hat der Würzburger Privatdozent Adolf Welte mit großem Verständnis für das Herauswachsen von Volkstum, Siedelung und politischem Schicksal aus den Eigentümlichkeiten der Landschaft bearbeitet. Im Bilderteil wird unsere engere Heimat durch den Alsfelder Marktplatz würdig vertreten. Starkenburg und Rheinhessen sind ebenso wie Frankfurt im Zusammenhang mit Südwestdeutschland voy Professor Metz (Erlangen) behandelt worden. Hier sehen wir schöne Bilder von Oppenheim, Mainz, Frankfurt und Michelstadt. Dabei sei bemerkt, daß es hier weniger auf das einzelne Bild als solches ankommt, sondern auf das Nebeneinander, das erst die überaus instruktive Zusammenschau ausmacht, die ja der Sinn des ganzen Buches ist. Deshalb ist das an sich kleine Format der Bilder hier durchaus zweckentsprechend. Besonders berücksichtigt sind in diesem Teil auch die volksdeutschen Gebiete außerhalb der Reichsgrenzen, wie die deutsche Schweiz, Oesterreich, Südtirol, Liechtenstein, Luxemburg, das Deutschtum in den Niederlanden und Belgien, aber auch die deutschen Volkstumsinseln, die sich in fremdes Volkstum eingesprengt finden, von den fast vier Millionen Sudetendeutschen in der Tschechoslowakei, über die großen deutschen Minderheiten in Ungarn, Südslawien, Rumänien und Polen, in ben baltischen Staaten und in der Sowjetunion bis 3u den deutschen Siedelungen in Ueberfee und dem starken deutschen Volkstumseinschlag in den Vereinigten Staaten. Ueberaü geben sorgfältig durchgearbeitete Karten einen ausgezeichneten Ueberblick über die Lage der deutschen Siedelung. Das beigefügte Bildmaterial ist hier besonders reich und anschaulich. Von der furchtbaren Not des Wolgadeutschtums und der deutschen Volksgenossen im übrigen Sowjetrußland sprechen die Bilder eine beredte Sprache. Wie stechen sie ab von dem behäbigen Wohlstand deutscher Siedelungen in den Vereinigten Staaten und Kanada, den bescheidenen, aber von Dorwärtskommen zeugenden Siedelungen rußlanddeutscher Mennoniten in Argentinien und Paraguay, oder den großen deutschen Kolonien in Chile und Brasilien. Der Teil schließt mit einem Ueberblick des Gouverneurs Dr. Schnee über das ehemalige deutsche Kolonialreich, in dem bas Deutschtum, das ja noch heute dort in starken Siedelungen vertreten ist, unvergängliche Pionierarbeit geleistet hat. Der dritte Teil betrachtet die Entwicklung des deutschen Volkstums aus der geschichtlichen Schau. Besonders interessant sind hier die ersten Karten zur Vorgeschichte, die die einzelnen Kulturen deutlich machen. Auch die Entstehung des Deutschen Reichs aus dem deutschen Raum, die Professor K e y s e r (Danzig) behandelt, gewinnt in den beigegebenen Karten außerordentlich an Klarheit. Für die Geschichte des volksdeutschen Gedankens besonders wichtig ist die Karte über die Ausbreitung der Hanse und die Züge des deutschen Volkstums gen Osten. Weitere Karten erläutern die Entwicklung der kirchlichen Verhältnisse vom Mittelalter bis zur Neuzeit. Mitteleuropa, wie es bas Versailler Diktat geschaffen hat, zeigt bie letzte Karte, umrahmt von ben Siegen beutschen Volkstums in ben Abstimmungen. Das Buch schließt mit einem Ausblick von Hans Steinacher, bem Bundesleiter des VDA., über die Aufgaben deutscher Kulturpolitik als Funktion ber Gemeinschaft beutschen Volkstums. Wir hoffen, in unserer Besprechung einen Einblick gegeben zu haben in ben Reichtum an Wissen, Gedanken und Anregungen, ben dieses Buch in seiner großartigen Schau aller Erscheinungsformen und Lebensäußerungen des deutschen Volkes allen denen vermitteln kann, die es mit offenen Augen in die Hand nehmen. —e. Aus aller Welt. Jüdischer Betrüger und Volksschädling entlarvt. Dem Steuerfahndungsdienst des Landesfinanzamtes Hamburg ist es gelungen, ben Juben Max Carl Nathan in Hamburg als Betrüger und Schädling schlimmster Sorte zu entlarven und festzunehmen. — Nathan hat sich in zahlreichen Fällen auf unglaubliche Weise des Deoisenbetruges, der Steuerhinterziehung, der schweren Urkundenfälschung und anderer Delikte ähnlicher Art schuldig gemacht und auch das Ansehen Deutschlands im Auslande schwer geschädigt. Die Geschäfte, die Nathan in Hamburg tätigte, waren echt jüdischer Art. Er gab zahlreichen Pfandleihern Kredite zu Wucherzinsen und kaufte ihnen, wenn sie bie Zinsen nicht zahlen ober bie Leihkapitalien nicht zurückgeben konnten, verfallene Pfandwerte, und zwar ausschließlich Gold- und Schmucksachen, zu lächerlich geringen Preisen ab. Auf diese anrüchige Weise schacherte er sich ein großes Vermögen zusammen, versteuerte aber nur einen verhältnismäßig geringen Betrag. Beim Zugriff des Steuerfahndungsdienstes wurden in der Villa des Juden an der Alster große Mengen von Vruchgold, Juwelen, Brillanten und Schmuckgegen- stände aller Art, ferner große Summen in ausländischen Banknoten und Papier- und Golddevisen im Gesamtbeträge von rund 700 000 Mark gefunden. Nathan war auch im Auslande umhergereist und hatte sich auf Grund gefälschter Ausweispapiere als „Beauftragter für die Pflege ber guten Beziehungen mit Deutschland" ober als „deutscher Vertreter zur Pflege des Reiseverkehrs nach Deutschland" ausgegeben. Er hatte sich dabei bie oerschiebensten Namen Angelegt und sich überall ber schweren Urkundenfälschung und anderer Betrügereien schuldig' gemacht. Nathan hat sich der Zuchthausstrafe, die er allein schon wegen Verbrechens gegen das Volksverratsgesetz zu erwarten hatte, durch Selb st mord entzogen. Sein Sohn Wilhelm Nathan sieht der Bestrafung wegen Verbrechens gegen das Volksverratsgesetz, wegen Steuerhinterziehung und ähnlicher Delikte entgegen. Jüdische Pahfalscherzenlrale in Danzig ausgehoben. Die Danziger Kriminalpolizei hat in den letzten Tagen neun Juden aus Polen festgenommen, die in Danzig eine Paßfälscherzentrale ringe- richtet hatten und mit gefälschten Pässen polnische Deserteure und Verbrecher ausrüsteten. Das Haupt der Bande, der 28 Jahre alte Jude Neuchim Link, der sich in Danzig ohne festen Wohnsitz herumtrieb, nahm selbst die Fälschung vor. während die übrigen ad)t Juden den Vertrieb bewert- stelligten. In bem Koffer von Link wurden verschiedene zum Teil gefälschte schwedische, norwegische, dänische, tschechoslowakische und polnische Pässe gefunden. Auf die Paßfälscherbande wurde man aufmerksam, nachdem man in Deutschland, Frankreich, Belgien und Holland viele Juden mit gefälschten Ausweispapieren festgenommen hatte. Auch in Warschau konnte bereits eine Paßfälscherzentrale ausgehoben werden. Aufklärung eines Kapitalverbrechens. Mit ber Verhandlung vor bem Schwurgericht Zweibrücken gegen bie 1906 geborene Anna Biß- b o r t, geb. Veith, unb ben 1890 geborenen Christian Riechmann aus Contwig wird ein Kapitalverbrechen feine Aburteilung und das rätselhafte Verschwinden des 1902 in Windsberg geborenen Metzgers Adam Bißbort, des Ehemannes der Angeklagten Bißbort, feine Aufklärung finden. Die Untersuchung hat einwandfrei ergeben, daß bie beiden Angeklagten den Ehemann Bißbort am Abend des 17. Oktober 1935 im Bett ermordet und die Leiche im Backofen verbrannt haben. Die treibende Kraft bei diesem scheußlichen Verbrechen, war die Ehefrau Bißbort, die mit ihrem Schwager^ Riechmann seit Jahren ein ehebrecherisches Verhältnis unterhielt. Verhängnisvolles Solbatenfpiel. In Nierstein huldigte eine Anzahl Buben bem Solbatenfpiel, nachdem sie eine Höhle zum Unterschlupf gegraben hatten. Zwei Jungens, ber sechsjährige Sohn des Winzers Franz S ch n e i b e r und der 13jährige Sohn des Eisenbahners Ludwig Naab, begaben sich in die Höhle, als plötzlich die lehmigen Massen einstürzten und bie beiden Knaben begruben. Auf die Hilferufe der Spielkameraden eilten in der Nähe weilende Personen herbei und machten sich sofort an das Rettungswerk. Leider konnte der sechsjährige Junge nur noch als Leiche hervorgeholt werden, während der ältere Junge noch Lebenszeichen von sich gab. Sofort an« gestellte Wiederbelebungsversuche hatten bei ihm Erfolg. Kraftwagen fährt in eine Marschkolonne. Als die Werkschar der Gueldener Motorenwerke dieser Tage in Richtung Aschaffenburg marschierte, fuhr an der Mainbrücke ein in gleicher Richtung fahrender Aschaffenburger Personenkraftwagen mit großer Geschwindigkeit in die Marschkolonne hinein. Der 17jährige Edwin Rosenheimer wurde auf ber Stelle getötet. Sech» weitere Scharangehörige wurden teils schwer, teils leichter verletzt. Die Schulbfrage ist noch nicht geklärt. Der Führer wurde in Haft genommen, o> Lugend Hilst aus -em Lande n;nD|nU I Vereine I SMgtVKrkillWÜg DlBl lUKdl V----------1 „SchiMerg" Verschiedenes ^löffel 7032 D Mäntelchen für die kleinen Damen Hugo Bermühler Verlag lurtg i. Hess. Hof fällt ou§. 7022D । Berlin-Lichterfelde Herrn Joh.Rinn 7020 D Hamburger Mantel, vor* «in aa bildliche AusfM Gr,0 IU.UU Wohnung GIG bohneriwunderbarmühelos,spiegelklar! Schulstr. 6 Gießen I Brühl'sche Druckerei, Schulstraße 7, Anruf 2251 Der Kaufmännische Verein erfüllt die traurige Pflicht, seine Mitglieder von dem Hinscheiden seines lieben Hausverwalters Katharine Rinn, geb. Frank Marie Klingelhöffer, geb. Rinn Heinrich Rinn und Frau Sofie Klitsch, geb Rinn Dr. Clemens Klitsch und 6 Enkelkinder in Kenntnis zu setzen. — Nahezu 40 Jahre ist uns der Entschlafene ein treuer Mitarbeiter und umsichtiger Hausverwalter gewesen, so dats er sich das Vertrauen und die Wertschätzung der Mitglieder erworben hat Sein Andenken bleibt uns in Ehren. wie z.B. Lammfellmäntel, Kamelhaarmäntel und passende Kopfbedeckungen dazu, finden Sie bei uns in ganz entzückenden Ausführungen und zu Preisen, die Sie für das Gebotene gern anlegen werdenl Rechts über dem Orion bemerken wir den Stier, in dem der rote Riesenstern Aldebaran scheinbar von den Hyaden umgeben ist. In Wirklichkeit steht uns Aldebaran mit 57 Lichtjahren Entfernung doppelt so nah, wie der Sternhaufen der Hyaden. Näher dem Zenit strahlt die hellgelbe Kapella irn Fuhrmann, ein Doppelstern, dessen beide Riesensonnen 17 bzw. lOmal so groß sind wie unser Tagesgestirn und sich in 104 Tagen um den gemeinsamen Schwerpunkt bewegen. Nur das Interferometer der Mount Wilson-Sternwarte vermag die Komponenten der Kapella zu trennen. Ähr gegenseitiger Abstand ist mit 130 Millionen Kilometer etwas geringer als die Entfernung Erde—Sonne. ZdR. Im vorigen Jahr find mit finanzieller Unterstützung der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung die Umschulungslager des BDM. geschaffen worden. Diese haben in der Erkenntnis, daß der Arbeitseinsatz auf dem Lande von der deutschen Jugend tatkräftig ange- packt werden müßte, bereits 10 000 junger Mädel für die Arbeit auf dem Land geschult. Seit dem vergangenen Jahr wurden arbeitslose und auch andere Mädel in Gemeinschaften zusammengefaßt, die ausschließlich für die ländliche Arbeit unter der verantwortlichen Führung einer BDM. - Führerin ausgebildet wurden. Ein direkter Uebergang von der Stadt zum Land würde für das Mädel und den Bauern zu große Schwierigkeiten bringen. Hier hat das Umschulungslager durch die Ausbildung in achtwöchigen Kursen für alle Teile wertvolle Dienste geleistet. Das Soziale Amt der Reichsjugendfuhrung baut nun auf Grund dieser guten Erfahrungen entsprechend dem Landdienst der HI. den Mädellanddienst auf. Eine Schule für Lagerführerinnen ist gegründet worden, in der die Führerinnen für ihre besonderen Ausgaben ausgebildet werden. Der Einsatz des Mädellanddienstes ist in diesem Sommer in größerem Umfange erstmalig erfolgt. Mädel, die das 17. Lebensjahr noch nicht erreicht hatten, wurden in allen Landesbauernschaften mit Mietpreis 55 M.) zum l.Dezernb. gegen entsprech. Vergütung vermitteln? Schr. Ang. unt. 05129 an d. Gieß. Anz. Der moder Ergebnisse in vielen Schreü ten — aber die Frage, w sie zustande fi daß der Wis dieses Prob/e Immerhin ha der letzten Zeil eigentliche Sih Kaufmännischer Verein von 1873 a. V- Gießen Mädchen-Mantel, reine q ra Wolle,Pelzbes.,Gr.45 U.UU Samst. 20 ° Uhr kWeraMaslS' Menü der Arbeitsgemeinschaft Gie- ßenerSoldaten- kameradschaft. im Caf€ Leib. Mon.'Versamm- von seinem langen und schweren Leiden. In tiefer Trauer: " um t 'Äel recht gutem Erfolg eingesetzt. Auf vielen Höfe fanden diese Mädel eine Heimat und werden von Bauer und Bäuerin als wertvoller Arbeitskamerad noch für lange Zeit behalten. Aber auch da, wo die Mädel durch den Landdienft nur diesen Sommer und Herbst gegangen sind, haben sie sich für ihre spätere Berufsarbeit, wie wir den Berichten des Sozialen Amtes der Reichsjugendführung entnehmen eine gute Grundlage verschafft. Die Landarbeit ist für die verschiedenen reinen Frauenberufe die beste Vorbereitung für die Praxis, schadet es doch keiner späteren Kindergärtnerin oder Volkspflegerin, wenn sie das Bauerntum in seiner Arbeit und Bodenverbundenheit in ihren Jungmädeljahren kennengelernt hat. Für die Gemeindeschwester ist das Leben im Hause des Bauern und die Kenntnis praktischer ländlicher Hausarbeit eine unbedingte Voraussetzung. Auch für die spätere Krankenschwester bedeutet der Landdienft eine glückliche Lösung, beginnt doch die Berufsausbildung der Säuglingsschwester mit dem vollendeten 18., der Krankenschwester mit dem 19. Lebensjahr. Die Zwischenjahre können also durch den Mädellanddienst eine geeignete und verdienstvolle Ausfüllung finden. Auf Grund einer Verfügung des Reichsinnenministers und des Reichsarbeitsführers werden für die Ableistung der kommenden weiblichen Dienst- Lonntag,8.Nov nachrn.3''2 Uhr auf d. Schisten- berg,Heimatsaal FamilieD- Ziisammenkönll. Musikalische und gesangliche Darbietungen, ge- schichtl. Vortrag (Rektor i. R. V. Müller). 7021V für sofort ober später zu mieten gesucht. Schriftliche Angebote unter 05107 an den Gießen. Anzeiger erbeten. Nur die beste Drucksache neben der Zeitungsanzeige kann Ihre Werbung wirksam unterstützen. Geringwertige Drucksachen schaden mehr als sie nützen. Deshalb sparen Sie bei Herausgabe der besten Drucksache: sie Gießen, Wernerwall 15. den 5. November 1936 Die Trauerfeier findet auf Wunsch des Verstorbenen in aller Stille statt. Venus und Abendstern Der Sternenhimmel im November. Von Dr. Erwin Kossinna. Äon meinen keine Schot $r' Mein Kof IWer, wenn ^brachten l- R »11(05 f)g S* denn S1 li-zl uni Mehrere 7026A Aminum in erstklassiger Ausführung preiswert abzugeben. MMusS.km ^Jm^ Westen nähert sich das von Wega Deneb und Ata-ir gebildete Sommerdreieck allmählich dem Horizont. Wenden wir den Blick nach Norden, so steht groß vor uns das prächtige Bild des Him- inelswagens im Großen Bären, während der Drache sich um den Kleinen Wagen schlingt und fern durch ein Sternviereck bezeichneter Kopf auf^diehell funkelnde Wega, den hellsten Stern des Nordhimmeis, gerichtet ist. Um die Mitte des Monats ist eine Häufung von Sternschnuppen zu erwarten, die von dem Bild des Löwen auszustrahlen jchemen und daher Leoniden genannt werden. Sie treten vorzugsweise nach Mitternacht auf. Der Mond Zeigt am 6. November letztes Viertel, aiti 14. Neumond, am 22. erstes Viertel und 28. Vollmond. 7. u. 8. November 30.$liiloogsiesl im Bootshaus Wir laden unsere Mitglieder nebst Angehörigen u. Bekannt.freund- lichst ein. 7025V Ruderklub „Hassia“ 1 1306 e. V. Sonnenaufgang betrachtet. . Der abendliche Fixsternhimmel, wie er sich dem Beschauer gegen 22 Uhr darbietet, zeigt tm Osten bereits die glanzvollen Winteisternbilder. Geführt von den Plejaden erscheinen nacheinander der Stier, die Zwillinge Kastor und Pollux, der Orion und schließlich noch der Kleine Hund und Prokyon. Kem Sternbild hat die Phantasie der Menfchen m so hohem Maße beschäftigt wie der Orion. der durch die Leuchtkraft feiner Sterne und die Schönheit seiner Form alle anderen Sternbilder übertrifft. Die Griechen des Altertums erkannten in ihm ben großen Jäger Orion. Die drei in einer geraden Lime stehenden Sterne bilden den Gürtel des Orion. Darunter sieht man, von einem leuchtenden Nebel umgeben, einige schwache Sterne: das Schwertgebonae des wilden Jägers. Die nordischen Völker betrachteten die drei Gürtelsferne als Friggas Spinnrocken, während man sie im Mittelalter als die drei Marien bezeichnete. Wir sind heute sachlicher geworden und untersuchen mit unseren optischen Mitteln nicht nur die hellen Sterne, die durch ihre zufällige Stellung die Gestalt der Sternbilder bestimmen, sondern auch die schwachen Sterne hinsichtlich ihrer Bewegung im Raum und ihres physikalischen Zustandes. Da zeigt sich, daß die Orionsterne einen großen Schwarm von blauweißen Heliumsternen bilden, die physisch Während der Spätsommer- und Herbstmonate ist Jupiter, der größte aller Planeten, Abendstern. Wir sehen ihn auch noch im November kurz nach Beginn der Dunkelheit tief im Südwesten leuchten. Aber Ende dieses Monats verschwindet Jupiter endgültig in der Dämmerung und tritt seine Rolle als Abendstern an die hellere Venus ab. In den Sommermonaten war Venus unsichtbar, weil sie hinter der Sonne stand. Ganz allmählich hat Venus die Sonne auf ihrer scheinbaren, nach Osten gerichteten Bewegung am Himmel überholt und vergrößert nun ihren Winkelabstand von der Sonne beträchtlich, so daß sie Ende des Monats bereits zwei Stunden nach der Sonne untergeht. Al-, heu- sten Stern, der alle anderen weit überstrahlt, fm- ben wir Venus um die Mitte des Monats dicht bei Jupiter tief am Südwefthimmel. Eine besonders schöne Konstellation ergibt sich am Abend des 17. November, wenn sich zu Venus und Jupiter noch die schmale Sichel des zunehmenden Mondes gesellt. Mit wachsendem Glanze wird Venus den Abendhimmel während der Wintermonate schmucken Saturn leuchtet in der ersten Halste der Nacht am Südhimmel, und zwar in dem nur aus schwachen Sternen bestehenden Bild der ^0 er ein auffälliges Gestirn ist. Bald nach Mitternacht geht er unter. Uranus, nn Sternbild des W d- ders, steht in Opposition zur Sonne, geh daher um Mitternacht durch den Meridian und ist wahrend der ganzen Nacht zu beobachten. Als Stern 6. Große unterscheidet er sich allerdings kaum von- einem schwachen Fixstern. Am Morgenhimmel finden w.r den rötlichen Mars im Löwen der gegen.2: Uhr aufgeht. Mit der Sichel des abnehmenden Mondes und dem Hellen Fixstern Denebola bildet Mars am 9 und 10. November eine reizvolle Konstellation, die man am besten ein bis zwei Stunden vor zusammengehören, da sie sich ^icht nur in dem gleichen Entwicklungszuftand befinden, sofern auch eine gleichgerichtete Bewegung tm Raum besitzen. Nur Beteigeuze, der rote Riesenstern links oben tm Orion, steht bei äußerst geringer sehr großer Ausdehnung und der niedrigen OberfHchentempe- ratur von 3200 Grad auf emer beträchtlich frühe- ren Entwicklungsstufe, als die sehr heißen Helium sterne mit 15 000 bis 25 000 Grad. Vergleichsweise besitzt die Sonne eine Strahlungstemperatur von 5900 Grad über dem absoluten Nullpunkt, oder 5600 Grad Celsius. Die Entfernung ^s zerstreuten Sternhaufens der Orionsterne betragt 300 bis 600 Lichtjahre, woraus folgt, daß alle mit freiem Auge sichtbaren Orionsterne Lichtriesen im Vergleich zur Sonne sind. So hat der lebhaft funkelnde R t g e I als hellster aller Orionfterne bei 540 Lichtjahren Abstand die 18 000fache Leuchtkraft der Sonne. Stil 1v \ geschüttelt WM 8li* "8"* iitrf L Lebens ein Angst baoong Wir brauchen es bedeutet, t>aö weder vor der - sonst einer Seui kn braucht -7 kennt, weiß, wil 6er Arbeit der, Mindestens e von uns ist 0 Angst", den die Wir meinen oe früher ein unu heit war und trennbar verbu dem Schmerz, her Operation worden, denn zur schweren moderne Med Schmerz ausy Ms man al noch nicht kan eisen, die Br Fo/terinstrumi gischen Werkz eines unertrdi Mittel, als öe schlimmere Wi zur „Ablenkun; das herauszieh Pfeile und ähn Bewußlsein de- chirurgischen Sc hundert Jal Schlage ein ir eines der ruhi Medizin. Neuert Mivrn-- und? MH dn Schr weis für die Gebiet. Am Vormittag des 3. November erlöste Gott meinen lieben Mann, unseren guten Vater, Großvater und Schwiegervater Herrn Johannes Rinn Dos® w A0 n ’le immer Di w 4i wptl » ®ri kW telm-er ? fi! ’iS-iel ? ^.8 'foh®1* >i>i 2^ « ’O । k Gnfen k Mur sieben Minuten benötigt der Lichtstrahl für 130 Millionen Kilometer, während) er von der ncr- pella bis zur Erbe 48 Jahre unterwegs ist! Zwischen Orion und den Zwillingen steigt Die Milchstraße empor und zieht als reich gegliedertes Lichtbanb über Fuhrmann, Perseus, Kasilopeia^ Kepheus unb Schwan zum Adler am Westen. Im Perseus hat der veränderliche Stern Algol günstig zu beobachtende Lichtminima am 10. November um 24 Uhr, am 13. um 21 Uhr, am 16. um 18 Uhr Algol steht ungefähr in der Verlängerung ber Sternreihe ber Andromeda, an welche sich regte• bte aus einem Quadrat und einem Sechseck bestehende Pegasusfigur anschließt. Unter der Andromeda sehen wir das Dreieck und den durch zwei Helle Sterne gekennzeichneten Widder. Den südlichen Teil des Himmels nehmen die Sternbilder Eridanos, Walfisch, Fische und Wassermann ein. Anfang November erreicht der rote Riesenstern M l r a der alle elf Monate aufflammt, den Höhepunkt seiner Leuchtkraft und wird dann für einige Wochen Dem freien Auge sichtbar. Kurz nach Beginn der Dunkelheit ist im Süden auch noch Fomalhaut zu sehen, der südlichste in Deutschland sichtbare Fixstern erster pflicht die Mädels, die bis Zum 17. Lebensjahr 9 Monate auf dem Lande gearbeitet haben nicht mehr herangezogen werden. Lanchahr, Landdienst und Arbeitsdienst geben unseren deutschen Jungen und Mädel die Möglichkeit des dringend notwendigen Arbeitseinsatzes für das Land, das heute Die entscheidende Verantwortung für bie Ernährung des gesamten deutschen Volkes trägt. „Kampf dem Verderb" in jedem kleinsten Haushalt, "Kamps dem Verderb" aber auch bei der Einbringung aller Erträgnisse unseres Bodens. Hier ist Dem Cinsatz entscheidend, deutsche Jugend! Preußen. Kreis Wetzlar. ch Wißmar, 4. Nov. Bei dem Plaketten- verkauf für das Winterhilfswerk wurden :n unserer Gemeinde 200 Abzeichen verkauft, die den Betrag von 48,96 RM. einbrachten. — Der Landwirt H. Klar, der vier Wagenladungen mit Stroh im Feld lagern hatte, wurde in Der Nacht zum Montag von ruchloser Hand schwer geschädigt. Das Stroh war angezündet worden und fiel restlos den Flammen zum Opfer. — Die -t 0 d)* ter des hiesigen Schreiners Weber zog sich beim Hantieren mit kochendem Wasser erhebliche Lammfell-Mantel, sehr n qa preiswert, Größe 42 u«uU Lammfell-Mantel, erst- a qa klass. Verarb., Gr. 42 (LuU ■Ham alle lä'iia.Haare, Lebenlecken Pickel, Sommer- ivrofi. usw. entf. u. Gar. L immer Frau *B. Gulden inh.8.1935Fr.W.Henkel SprechsüFreitag Gießen, Alicen- Straße 40 p. 9—7 Uhr durchgehend. 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Sein Leben lang hat er dieses urwüchsig« Tier der heimischen Landschaft auf der Ku- rischen Nehrung beobachtet und bietet nun aus seiner umfangreichen Lichtbildsammluug die schönsten Ergebnisse seiner jahrzehnte- langen Kamerajagd in einer überraschenden Fülle und Vielseitigkeit. Martin Kakies hat wirklich das Intimste aus dem Leben der Elche zu allen Jahreszeiten mit seinem Zau- berkasten belauscht und kann uns nun so ziemlich alle Geschehnisse aus dem Elchgebiet zwischen Meer und Memel in ganz ausge« zeichneten Lichtbildreihen vor Augen führen. Dah er aber nicht nur einer unserer besten Naturlichtbildner, sondern auch ein außer« gewöhnlich begabter Schriftsteller ist, der seine Erlebnisie spannend und unterhaltsam zu berichten weiß, wird die Freude am Besitz dieser schönen Buches verdoppeln. Alle Jager und Freunde der Natur müssen dieses schöne LIchduch besitzen. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen und der Verlag entgegen. ■ Zuverl Person ^i Ur dort.Vertretung alsBezirksleiter gesucht. Hoh. Dauerverdienst. Beruf gleich (Kostenfrei. Einführung. 7030d Gehring & Co. 6. m. b. H., Unkel Rhein /410. j Tüchtige, junge Schreibkraft aushilfsweise für sofort gesucht. Schriftliche Angebote u.7024D an den Gießener I Anzeiger erbeten mit Bad, Heizg. und allem Zubehör, per sofort oder später zu vermieten. Näheres [7035D Crednerstr. 38. Schöne 7014D Z-M.-Mn. m.Zentralheizg. und Badezimni. preiswert z. vermieten. Näheres Stadthaus Bergstraße. Zimmer 12. Brandwunden zu. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeorl Frankfurt. Unser Wetter wird auch weiterhin von flachen Tiefdruckstorungen bestimmt, bie sich vom Atlantik her auf bas Festlanb verlagern unb bei bem hohen Feuchtigkeitsgehalt ber Luftmassen zu anhaltender Eintrübung unb zeitweiligen Niederschlägen Anlaß geben. Eine solche Storung machte sich bereits am Donnerstag auf bie Wetterverschlechterung bemerkbar, bie Witterung wirb aber bamit gleichzeitig einen etwas lebhafteren Charakter annehmen, so daß späterhin bei weiterer Unbeftänbigfeit zeitweilig auch mit Aufheiterung gerechnet werben kann. 1W. ,r , . Aussichten für Freitag: Vielfach bum stiges unb meist bewölktes Wetter, zeitweise auch Nieberschläge, bei meist westlichen Winden Temperaturen wenig geändert. . Aussichten für Samstag: Bei westlicher Luftzufuhr weiterhin unbeständiges und zeitweise zu Niederschlägen geneigtes Wetter, Temperaturen ber Jahreszeit entsprechenb. v Lufttemperaturen am 4. November: mittags 7,1 Grab Celsius, abenbs 6,7 Grab; am 5. November: morgens 5,6 Grab. Maximum 7,1 Grab, Minimum heute nacht 5,5 Grab. — Erbtemperaturen in 10cm Tiefe am 4. November: abenbs 7,1 Grab; am 5. November: morgens 6,5 Grab Celsius. — Nieberschläge 0,5 mm. _______________ _ Hauptschriftleiter Dr. Friebrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik unb für bie Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thynot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen« leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt ber Anzeigen: Theobor Kümmel. D. A. X. 36: 10 000. Druck unb Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- . unb Steinbruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich m : Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit ber Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. unb Samstags 15 Pf., mit ber Illustrierten 5 Pf. mehr. - Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Stellengesuche Junger Menn 30 Jahre, von BerufSchreiner. sucht Beschäftig, als^agerarbeit. o.Hilfsarbeiter. Uebernehme alle vorkomnienden Reparatur, selbst Schr. Ang. unter 05085 a.d.G.A. Wir beraten Sie Wir entwerfen Wir drucken gut Ist die billigste: | Vermietungen | I Mietgesuche I Wer kann jung. 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Anzeigen. ien Anhalt der (. 36: 10000. lersitäts-Buch- , sämtlich in i einschließlich ierten 15 Pf. id Samstags f. mehk7 i 1935 gültig. mmerbuch (Erlebte undMemrl i AaKies mit 82 hrrvsr. nahmen des Der- drucktaseln. btn !RTt 3,60. nrade im Frühling - Leben-Im Sommer- Mir Dom Meer - ^itMaufler °°n arhe und der Dolch „e-lklche im Schnee, jriftkiter der .Me- , in seiner r dieses unuüchfig ndschosi aut der Nu und bittet nun ncichtbildsammluug e feinet WM* dnKÜbena^^ -M S'Z >rrn °n-r ist"der seine 5?#** T»**n lag entgegn hier Verl»« chl-rs-l°- >1 ob6* 1 0>"e 1 t 0' »°e> x Nr. 260 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Donnerstag, 5. November (956 "■ M un- vor vor ge- bis die Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Bombay, Ende Oktober 1936. Ein unscheinbarer kleiner Hindutempel im Stadtteile Byculla im nördlichen Bombay, der Maruti-Tempel, steht seit einigen Tagen im Mittelpunkt der Tumulte und schrecklichen Bluttaten zwischen den Hindus und Mohammedanern der Stadt. Neun Jahre hat dieser kleine Tempel sozusagen in engster Tuchfühlung mit einer ebenso unscheinbaren Moschee gestanden, ohne daß sich die Bekenner des einen oder des anderen Glaubens irgendetwas zuleide getan hätten. Bor einiger Zeit einen wesentlichen Bestandteil des Hindugottesdienstes darstellt, ihre Andacht in der Moschee gestört würde. Das englische Mitglied der Regierung von Bombay, Sir Robert Bell, an den sich beide Parteien gewandt hatten, erklärte, daß die Errichtung der Versammlungshalle in erster Linie eine Angelegenhatte der Vorsitzende der Hindugemeinde dieses Tempels bei der Stadtverwaltung den Antrag gestellt, eine sogenannte „Sabha Mandap", 23 e r f a m m = lungshalle, am Tempel errichten zu lassen, da die alte vor einigen Jahren wegen einer Straßenerweiterung abgerissen werden mußte, der Neubau aber von der Stadtgemeinde vertraglich zugesichert wor-en war. Die Verhandlungen zwischen den Führern der Hindu- und Muslimgemeinde laufen schon seit Wochen, ohne daß ein Ergebnis erzielt werden konnte, das beide Teile befriedigte. Die Hindus bestehen auf der Ausführung der vertrag- Manche Menschen sprechen so gern von der „guten alten Zeit", in der es unsere Vorfahren angeblich so viel besser gehabt haben sollen als der Gegenwartsmensch. In Wirklichkeit aber ist das Gegenteil der Fall — das ganze Mittelalter hindurch bis weit in die Neuzeit hinein wurde die Menschheit von einer Angst- und Schreckenspsychose in die andere geworfen. Furchtbare Seuchen — denken wir nur an die P e st — bedrohten die Menschen der damaligen Zeit, die noch dazu in abergläubischen, aber trotzdem bitter ernst genommenen Aengsten vor allen möglichen Teufeln und Hexen lebten und bei jedem harmlosen Kometen von einer wahren Panik der Weltuntergangsfurcht geschüttelt wurden. So hatte der mittelalterliche Mensch eigentlich dauernd vor irgend etwas quälende Angst, und das blieb so — wenn auch in ständig verringertem Matze — bis in die Gegenwart hinein. Und heute? Es ist keine Uebertreibung, wenn man der modernen Forschung das Zeugnis ausstellt, daß sie auf sehr, sehr vielen Gebieten unseres Lebens einen entscheidenden Sieg über die Angst davongetragen hat. * Wir brauchen wohl nicht näher auszuführen, was es bedeutet, daß sich die kultivierte Menschheit heute weder vor der P e st noch vor der Cholera oder sonst einer Seuche früherer Zeiten mehr zu fürchten braucht — wer die Geschichte der Seuchen kennt, weiß, wieviel sorgenloser unser Dasein dank der Arbeit der „M ikrobenjäger" geworden ist. Mindestens ebenso wichtig für jeden einzelnen von uns ist aber ein^ anderer „Sieg über die Unser Bild zeigt Eingeborene bei der Plünderung eines Ladens in Kalbadevi bei Bombay. (Presse-Bild-Zentrale-M.) Angst", den" die moderne Forschung errungen hat: Wir meinen den Sieg über den Schmerz, der früher ein unumgänglicher Bestandteil der Krankheit war und mit jedem ärztlichen Eingriff trennbar verbunden zu sein schien. Die Angst dem Schmerz, zum mindesten aber die Angst der Operation ist heute geradezu „unmodern" worden, denn vom schmerzlosen Zahnziehen zur schweren Operation in Narkose weiß moderne Medizin genügend Mittel, um jeden der Angelegenheit vornehmen, wenn sich irgendwas ereignen sollte, was die Ruhe der Einwohner der Umgegend stören könnte. Obwohl die Mohammedaner noch um einige Tage Aufschub gegeben hatten, um durch Verhandlungen mit der Hindugemeinde zu einem befriedigenden Abschluß zu gelangen, obwohl seit vielen Tagen sich immer stärkere Ansammlungen von Mohammedanern und Hindus am Tempel und an der Moschee zeigten, begann der Bauunternehme r am 15. Oktober die ersten Erdarbeiten sür die Fundamente der Halle. Das war nun das erste Signal für den blutigen Aufruhr, der schon drei Tage in der Stadt wütet. Die Arbeiter wurden von den Mohammedanern mit Steinen beworfen, es entwickelte sich die erste Straßenschlacht zwischen den Hindus und den Mohammedanern. Polizei wurde in Ueberfallwagen herangebracht, aber es genügte diesmal nicht der Gebrauch der in solchen Fällen üblichen Lathis, lange Bambusstäbe und Schilde gegen die Steinwürfe, es mußte bewaffnete Polizei zuhilfe gerufen werden, die von der Schußwaffe Gebrauch machte. Erst dann verlief sich die Menge für kurze Zeit. Schon am Vormittag des 15. Oktober ging kein Autobus und keine Straßenbahn mehr in das Aufruhrgebiet. Sechs Autochauffeure versuchte ich vergeblich zu bewegen, mich trotz erheblichen schischangebots nach Byculla zu fahren. Schließ^ch sand ich aber doch einen mutigen Taxifahrer, mit dem ich handelseinig wurde. Ich mußte ihm jedoch versprechen, nicht auszusteigen und Aufnahmen nur aus dem Wagen heraus zu machen. So schoben wir uns langsam nach Byculla vor. Unterivegs begegneten wir zahlreichen Verwundeten, die von Polizisten abgeführt wurden, Krankenwagen fuhren dauernd hin und her, um die Opfer in die Krankenhäuser zu bringen, Tote wurden fortgeschafft, dann und wann kamen wir an einem Demonstrationszug aufgeregter Mohammedaner vorüber. Wutverzerrte Gesichter sahen uns an, daß mein Driver angsterfüllt Gas gab, um möglichst schnell an diesen drohenden Gestalten vorüberzukommen, denn keine Versicherung würde ihm, wie er mir sagte, eine Anna geben, wenn die Aufrührer seinen Wagen demolieren. Und ich hätte es auch nicht können! Endlich erreichten wir den Tempel. Weiße Offiziere standen dort mit einem mächtigen Aufgebot bewaffneter Polizisten. Steine lagen überall herum. Auf einer Seite der Straße hockten die Hindus, auf der anderen die Mohammedaner. Nie habe ich eine solche fanatische Wut in den Gesichtern sonst ganz friedlicher Menschen gesehen. Sie würden sich zerfleischen, wenn nicht die starke Hand der Briten immer wieder eingriffe. In der nächsten Zeit finden die Wahlen statt. Der Führer des Kongresses, Jawaharlat Nehru, reist im Lande herum und predigt die „Befreiung" von der englischen Herrschaft. Hier ist heute ein kleiner Ausschnitt von dieser „Freiheit" augenfällig demonstriert morgen:ebereite am ersten Tage 14 Menschen sinnlos hingemordet, 170 verletzt, davon 50 schwer! Ist dieses Volk wirklich reif für eine Selbstregierunq? Am 16. Oktober fuhr ich mit einem befreundeten Deutschen durch die Aufstandsviertel. Es schien alles ruhiger zu werden. Alle Läden waren geschlossen. Manche Straßen waren wie ausgestorben, nur Wie entsteht die Angst? Oie »gute alte 3ext" fiel von einem Schrecken in den andern. Moderne Wiffenschast besiegte die Furcht. Von £>r.K Holders Religionskampfe in Indien Bon unserem G.L.L.-Berichterstatter. Ängst vor engen Straßen und Zimmern, eine Eisenbahn- oder Schiffsangst usw. — und stets stellt das, wovor der Patient sich zu fürchten scheint, nur ein „Symbol" für etwas ganz anderes dar, irgendeinen Schreck, eine Enttäuschung oder sonst ein seelisches Erlebnis, das die ins Unterbewußte gesunkene eigentliche Angst Ursache gewesen ist. Die Seelenheilkunoe ist heute glücklicherweise in sehr vielen Fällen in der Lage, derartige Angstvorstellungen durch entsprechende psychische Behandlung zu bekämpfen und schließlich zum Verschwinden zu bringen. weise waren die Veränderungen bei den Examens-1 lichen Verpflichtung, während die Muslims den kandidaten noch stärker als selbst bei Kranken, die Einwurf machen, daß durch die rituelle Musik, die auf eine schwere Operation warteten. Es ist eine bekannte Tatsache, daß manche bedauernswerte Menschen an einer sehr seltsamen Angstvorstellung leiden: sie können nicht allein über einen freien Platz gehen, sie haben die „Platzangst". Diese Krankheit — denn das ist die Platzangst — hat ihre Ursache in seelischen Bezirken und ist meist auch nur durch psychologische Maßnahmen heilbar. Die moderne Seelenkunde hat festgestellt, daß die Platzangst in den meisten Fällen eine sogenannte „Angstneurose" ist. Der eigentliche Kern der Platzangst liegt in den dunklen Bezirken des Unterbewußten und ist durch den Patienten meist gar nicht mehr bewußte seelische Vorgänge, bei denen vielleicht eine große Enttäuschung oder ein Schrecken im Spiele waren, ausgelöst worden. Derartige Angstneurosen sind verhältnismäßig häufig — neben der Platzangst gibt es auch eine Tatsächlich gibt es bestimmte Herzleiden, die mH einem sehr starken Angstgefühl einhergehen. Bei diesen Krankheiten kommt es zu plötzlichen anfallsweisen Störungen am Herzen, deren Folge stets eine starke Beklemmung und eine nicht zu beruhigende Todesangst ist. Ob man nun von einem besonderen „Angstsinn", ähnlich wie von Gehör, Geruch usw., sprechen kann, wissen wir heute noch nicht genau. Andere Forscher haben die körperlichen Erscheinungen untersucht, die sich an Menschen, die vor irgend etwas Angst haben, beobachten lassen. Die Untersuchungen wurden an besonders ängstlichen Menschen durchgeführt, die vor einer — an sich vollkommen harmlosen — Operation standen, namentlich aber an Examenskandidaten. Dabei stellte es sich heraus, daß die starke seelische Aufregung bei den untersuchten Menschen nicht bloß schneller schlagenden Puls und Erhöhung des Blutdrucks verursachte, sondern daß sich die Rückwirkungen sogar auf die Zusammensetzung des Blutes erstreckten. Die Forscher fanden regelmäßig einen erhöhten Blutzuckergehalt und eine Vermehrung der weißen Blutkörperchen vor. Jnteressanter- heit zwischen der Stadt- und der Tempelverwaltung sei und daß erstere auf Grund des gesetzlichen Vertrages mit dem Tempelvorstand zur Äusführung der Versammlungshalle verpflichtet sei. Vom Stand- vunkt der Regierung aus habe er kein Recht, sich in diese Vertragsangelegenheit einzumischen, wie auch die Regierung sich nicht darum kümmere, was beide Parteien innerhalb der Mauern ihrer Gotteshäuser tun und lassen, sie würde erst dann eine Kontrolle Schmerz auszuschalten. Äls man aber Narkose und örtliche Betäubung noch nicht kannte, gehörten das fürchterliche Brenneisen, die Bein- und Knochensäge und ähnliche Folterinstrumente zum allgemein üblichen chirurgischen Werkzeug! Man wußte zur „Betäubung" eines unerträglichen Schmerzgefühls kein besseres Mittel, als dem armen Patienten eine fast noch schlimmere Wunde an einer anderen Körperstelle zur „Ablenkung" beizubringen. Die Amputationen, das Herausziehen der mit Widerhaken versehenen Pfeile und ähnliche Eingriffe geschahen bei vollem Bewußtsein des Patienten! Die Einführung der chirurgischen Schmerzbetäubung, die noch nicht hundert Jahre alt ist, verwandelte mit einem Schlage ein mittelalterliches Folterhandwerk in eines ’ der ruhmreichsten Betätigungsgebiete der Medizin. Neuerdings führt man sogar komplizierte Nerven- und Rückenmarkoperationen zur Beseitigung der Schmerzen aus: ein interessanter Nachweis für die Wandlung der Begriffe auf diesem Gebiet. * Der moderne Mensch braucht sich also dank der Ergebnisse unserer modernen Wifsenschaft vor sehr vielen Schrecken früherer Zeit nicht mehr zu fürchten — aber trotzdem interessiert uns nach wie vor die Frage, was eigentlich „Angst" ist und wodurch sie zustande kommt. Wir müssen allerdings zugeben, daß der Wissenschaft bisher eine völlige Losung dieses Problems noch nicht gelungen ist. Immerhin haben es ausgedehnte Untersuchungen der letzten Zeit sehr wahrscheinlich gemacht, daß der eigentliche Sih der Angstempfindung das Herz ist. Schlüssel zu vergangenen Tagen. Von Walter Bauer. Von meinen Reisen und Wanderungen brachte ich keine Schätze mit, weder einem anderen noch mir Mein Koffer und mein Rucksack war niemals schwerer, wenn ich heimkam, Zoll für irgendwelche mitgebrachten Sachen brauchte ich nicht zu bezahlen,' ohne Zögern zeigte ich an jeder Grenze meine Besitztümer. Was ich habe, wird ein anderer für ganz wertlos halten; er würde nur spöttisch lächeln, wollte ich ihm etwas davon anbieten— ich will auch nicht, denn alles, was auf dem Fuße meiner Lampe liegt und den nächtlichen Hauch vieler Arbeitsstunden schon eingesogen hat —• diese Dinge sind mir zu teuer, als daß ich fie einem Spötter schenke, und mir nur sprechen die Steine, mir schenken sie immer von neuem das Vergangene. Wer würde glauben, daß dieses Steinchen hier, von grünlicher Farbe, mit einem leichten (Übrigen Schimmer, zweitausendfünfhundert Jahre alt ist tr Da waren wir noch nicht im Sinn der Zeit. Ich hob es auf, als ich eine hohe Stunde verbrachte vor dem Tempel in Päftum, als ich im wehenden Kraut mein Griechenland erfuhr. In diesem Stein, der im Augenblick silbern glänzt, als wollte er sein Alter auf menschliche Weise bezeugen, ruhenl Jahrtausende. Er ist mir der Tempel, in ihm duftet der Rauch der Götterfeuer, ich höre den Ruf der Menge zu Poseidon, ich höre das Meer des Gottes ewige Antwort: ich will euren Schiffen günstig fein. Dieses Steinchen empfing Stürme vom Mit- telm"er, das grenzenlose Blau, es empfing den milden Wind, — es ist mir Pästum ganz und gar. Das wird vielleicht auch ein anderer darin ahnen, ab jie Sonne meines Reisetages, den ^staub des W die Wildnis, die ich durchschritt, das Wiede en mit einem alten Mann im Gasthaus, den ich 'chon in Amalfi und Ravello getroffen hatte, und der jetzt, als er mich sah, vom Tische ausstand und mich begrüßte, als sei er der Hausherr und nicht auch zahlender Gast — das alles kann nur ich darw sehen, und ich sehe es gern. Dieser kleine Stein ist mir die Welt; ein anderes Reiseandenken könnte mir nicht mehr sagen. Dnneven liegt ein Stück schwarzer Marmor, den ich benutze, um die Blätter nicht verwehen zu lassen 3d) hob ihn im Gebirge von Carrara auf, dort, wo Michelangelo den Marmor brechen ließ für {ein Gest Iten damit er in ihnen die Größe und ü^u ibar!' üt des Leidens bezeuge. Eben, da ich diesem Stein, in dem die Nacht der Erde verdichtet und zu Kristallen zusammengepreßt zu leben scheint, betrachte, sehe ich mich in der Kapelle der Medicäer stehen vor der Gestalt des sitzenden Julianus, dessen schattenvolles Gesicht die Trauer der Verse ausströmt ... „Feigheit ist's nicht und stammt von Feigheit nicht, wenn einer seinem Erdenlos mißtraut ..." Dieser dunkle Stein ist jetzt zehn Jahre in meinem Besitz; als wir damals auf der Straße zu den Marmorbrücken gingen und überall am Wege glänzende Stücke liegen sahen, sammelten wir so viel, daß unsere Rucksäcke zu schwer wurden. Nachher blieb dieses Stück übrig, und es spricht mir wunderbar den Tag aus, den wir dort oben verbrachten, inmitten des kostbaren Stoffes, bestimmt für die Unsterblichkeit würdiger Menjchen. Wird man es mir so leicht glauben, wenn ich sage, daß ich in der kleinen blaugrauen Muschel, aufgehoben am Strande von Banassola an der ligurischen Küste, den Gesang des alterslosen Meeres vernehme? In ihrer Kühle ruht das Grau vieler Jahre, ich umschließe sie mit meiner Hand, ich möchte sagen: in meiner Hand liegt die Schale des Mittelmeers, liegen Sturm und Schiffbruch und Sternennacht, der Ruf der Fischer, wenn das volle Netz sich hebt. Die Muschel und die Steine vertragen sich gut mit der winzigen Gestalt eines Buddha in der vertrauten Haltung des Sitzenden. Die habe ich nicht mitgebracht, der Traum von Indien hat sich mir noch nicht erfüllt; ich habe sie geschenkt bekommen von einem mir lieben Menschen, dem ein anderer, der dort war, den schweigenden Gott gab. Bei mir hat er einen guten Platz. Er schweigt. Er hat gesehen, wie ich den Slppf in die Hände stützte und seufzte: es geht nichi mehr weiter, es geht nicht mehr — er schweigt. Oder wäre dies schon eine Antwort des freien Geistes, der den Blick über die Welt erhebt? Gleichviel, was auch das Schweigen, aus dem fernen Osten in dieser Gestalt herübertönend, bedeuten mag — ich möchte den goldfarbenen Heiligen nicht vermissen. Das sind einige meiner Besitztümer, Schlüssel zu vergangenen Tagen. Sie sprechen mir die Grenzenlosigkeit des Lebens aus, sie bedeuten mir auf ihre stille, jedoch unüberhörbare Weise, daß ich ein flüchtiger Gast hier bin und daß sie länger dauern als mein Herz. Sie haben ihre eigene Schönheit, die auch ein anderer Betrachter einsehen kann. Was nun ist an dem Stückchen mürben bräunlichen Holzes, das neben ihnen liegt? Mir hat es einen dunklen Glanz, der den Schimmer des Alters der anderen Gegenstände tief überstrahlt, sie werden wesenlos vor dem, roas in ihm ruht, wovon es durchtränkt ist in jeder Faser. Der Tag, an dem ich es mitnahm, ist mir in einer besonderen Weise unvergeßlich; ich könnte wohl Pästum, Florenz und jede schöne Stadt in meinem Gedächtnis entbehren — diesen Ort nicht. Ich hob es auf, als ich am Hartmannsweilerkopf war und in die Unterstände hinunterkroch wie zu den Höhlen der Heiligen. Was in dem Stein von Pästum ruht, ist wohl auszusprechen. Was in diesem Stück Holz lebt, das geht über jede Kraft. Das Schweigen über den Hügeln ist die einzige mögliche Dichtung, das Wehen des Windes in den Gräsern ein Gesang von homerischer Größe. Dieses bräunliche Holz spricht von einer ungeheuren Grablegung, deren dunkler Schein aus unserem Leben niemals verschwinden darf. Wann werde ich wieder im Schatten des Götterhauses gehen? Sehe ich das Holz, das unter dem Einschlag eines Geschosses zersplitterte, frage ich mich aufblickend von meiner Arbeit, die mir plötzlich leer und ausdruckslos erscheint: Wer bist du, was tust du, um vor jenen Gräbern zu bestehen? „Einmal reiten 20 Pfennige!" Das Pony als Winterheiser. Die Gebefreudigkeit des deutschen Volkes bedarf zwar kaum der Aufmunterung. Und doch ist sicher jeder dankbar dafür, wenn Sammler auf einen neuen Einfall kommen, der einen den Griff nach der Geldbörse noch williger und lieber tun läßt. Einen solchen neuen, ganz besonders hübschen Einfall hat die Berliner SS. gehabt. Auf einem Platz in einem der Vororte Berlins stand an einem der letzten Sammeltage SS. mit ihren Büchsen und mit — einem Pony. In unserem motorisierten Jahrhundert ist ein lebendiges Pferd in den Straßen der Hauptstadt ja schon etwas, wonach jeder Tierfreund sich umsieht. Und es war ein so hübsches Pony, pechschwarz, so schwarz wie die Uniformen der Männer, die es hielten. Die Büchsen rasselten: „Einmal um den Platz, 20 Pfennig!" Viele Kinder kommen an der Hand ihrer ahnungslosen Eltern über den Platz spaziert. Die Kinder erblicken das Pony schon von weitem, haben seinen Sinn sofort erfaßt, lange bevor die Erwachsenen überhaupt etwas gesehen haben. „Ach, Vati, einmal reiten, bitte, bitte!" Gibt es ein Elternherz, das da widerstehen könnte? Selbst wenn es nicht für den guten Zweck wäre! Schon sitzt der Junge oben, die kleinen Hände greifen in den Voltigiergurt, Zügel gibt es natürlich nicht, so wenig wie Sattel und Bügel. Nur Decke und Gurt. Es ist ganz wie bei den Rekruten. Ein SS.-Mann faßt das Pferdchen am Zaum und beginnt es um den Platz zu führen. „Trab!" fleht der Reiter. Das schwarze Pferd und der Mann im schwarzen Rock setzen sich in Trab. Ja, aber mit dem Deutschtraben ist es eine eigene Sache. Der Junge macht einen Buckel, so krumm wie ein Fiedelbogen, ein bißchen auf die Seite rutscht er auch. Der Führer sieht lachend zu ihm hin, sagt ihm leis? ein Wort. Schon reckt sich die kleine Gestalt kerzengrade empor, die Knie haben ganz netten Schluß, dafür daß er zum erstenmal auf einem Pferde sitzt. Am Startplatz haben sich inzwischen schon eine ganze Menge neue Kinder angesammelt, die auch daran kommen möchten. Der Reiter mustert sie hoch vom Roß herab mit einem stolzen Blick, hebt feierlich den Arm gegen sie zum Gruß. Er fühlt sich wie ein Feldherr. Bis er im nächsten Augenblick wieder mit beiden Füßen auf der Erde steht, ein ganz gewöhnlicher kleiner Junge, während ein anderer in Herrlichkeit auf dem Pferderücken thront. Das „Geschäft" geht flott. Buben und Mädel lösen einander ab, manche mit mehr, manche mit weniger Schneid. Eigentlich weiß man von so einem Kinde eine ganze Menge, wenn man es einmal hat um den Platz reiten sehen, und wenn man ein bißchen liebevoll neugierig geschaut bat. Die SS. ist unermüdlich. Sie macht sich ihr Sammeln wirklich nicht leicht. Aber es lohnt sich. Leider ist das Wetter nicht gerade schön, sonst würde es sich noch viel mehr lohnen. Eine Zeit lang wird es ein wenig still. Kinder sind schon noch da, sie waren von Anfang an da, ein wenig im Hintergrund und mit sehnsüchtigen Augen. Es sind Kinder ohne Eltern und ohne Groschen. Aber wozu stehen auf der anderen Seite des Platzes noch müßige Erwachsene als Zuschauer? Die Büchsen rasseln: „Hierher zur Kasse bitte! Einmal um den Platz 20 Pfennige". Es gibt genug große Leute, um auch alle Kinder ohne Groschen reiten zu lassen. Und man weiß nicht, wem es mehr Freude macht, den Kindern, den Erwachsenen, die für sie zahlen „dürfen" ober den tapferen Sammlern. lieber all der Freude ist man wirklich fast in Gefahr, den guten Zweck zu vergessen. Denn dies ist wirklich kein „Opfer", das ist ein Vergnügen. Aber es wird ja auch niemand verwehrt, es so a n zu- sehn und dem nächsten Sammler, der einem begegnet, erst fein Opfer zu spenden. A. v. P. werben, datz der SottesNmft der Moh-nnmedaner Arbeitstagung der Hauptabteilung Wirifchast einverstanden erklärt haben, nur soll die Abhaltung m a r k t gering. Montanwerte notie der religiösen Veranstaltungen zeitlich so geregelt 1 ersten Kurs überwiegend schwacher, Devisenmarkt Berlin — Frankfurt O.2IL Berlin Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a.M. Berlin Frankfurt a. M. ®j* A!L Tu™ börse mr" börse Schlußk, 3.11. | 4.11. 4-11. 411. 3-11. 4.11. 311. 101,4 I 98,25 103,7 130,5 130,75 136,5 123 Eleltr. LieferungSgesellschast ... 6 Licht und Kraft 7 Banknoten. .. 01 30,65 | :'1O| 205,5 i 62,81 57,23 100,25 98,75 97 123 97 82,25 113 122 97 100,65 100,75 97,5 95 109,8 101,5 98,25 103 98,75 97 100,4 93 100,9 97,5 95 109,9 30,25 3,13 12,5 9,75 9,75 14,4 100,9 97,5 95 109,9 0 6 0 8 160,5 235,5 157,5 126,25 43 147 141 195 178,75 277 133,5 141,5 158,25 86,75 113,5 169,5 146 125 168,25 62,75 400 173,13 159 233 154,5 122,75 40,65 147,5 138,75 177,5 273 133 141 155 123 168 60,25 385 172 30,4 99,9 205 178,75 134 142,5 156,25 178 131 142 155,5 101,5 82,9 113 164 144 111,5 124 167,5 92,75 60,9 385 207,5 62,55 57,01 122,75 97 100,5 100,65 97,5 95 109,8 6 € 6 8 7 6 6 0 7 0 8 0 0 9 12 11 157 140 231 156 123,5 40,75 143,5 136,5 197 125 145 158,5 120,75 152,25 126,75 i 117,65 A.E.G. Bckula Rheinische Elektrizität Rhein. Wests. Elektr. Schuckert & Eo...... SiemensL Halske... Lahmeyer LTo..... Schultheis Patzenhoser 4 Alu (Allgemeine Kunstseide) .. 0 41,88 54,16 12,14 11,525 134,15 60,97 7,4 11,13 6,5 36,75 3 11,9 9,4 9 05 3,13 12,6 9,8 10 14,5 die Vorsitzenden bzw. die Geschäftsführer der Wirtschaftsverbände Aufklärung über Fragen in der Versorgungslage. 3m allgemeinen könne gesagt werden, datz die Versorgung mit Großvieh als gebessert angesehen werden kann. Die Qualität der auf den Märkten angelieferten Tiere sei gut. Bei Schweinen ist die Versor- Felten & Guilleaume 4 Gcselljch.f.Elektr.Unternehmung. 6 11,5 9,4 13,75 III und der Wirtschastsverbände. gungslage verschieden. Die Antriebshöhe an den Märkten sei noch nicht ganz erreicht, aber bei näherer Beobachtung der Entwicklung könne ein langsames Ansteigen feslgeslellt werden. Bei der Versorgung mit Fett ist eine Erleichterung eingetreten. Zufriedenstellend wurde ebenfalls die Lage am Getreidemarkt geschildert. Die Kartoffelernte ist gut gewesen, was sich in weiterem Verlauf durch die Verwendung von Kartoffeln zur Viehmästung, insbesondere bei Schweinen, auch günstig auf den Schlachtviehmärkten auswirken wird. Bei den Eiern reichen unter normalen Verhältnissen unsere Vorräte aus, den Bedarf zu decken. Als sehr gut kann die Gemüseernte bezeichnet werden. Die bis vor kurzem noch schwierigen Verhältnisse beim Absatz von Wein sind behoben. Die alten Bestände 1934er und 1935er sind so gut wie geräumt. Was die Ernte 1936 anbelangt, so betragt sie etwa 60 bis 65 v. 5). der guten Ernte des Vorjahres. Bei der Beseitigung der Absatzschwierigkelten hat sich die Neugründung von 18 Winzergenossenschaften hn Gebiet der Landesbauernschaft Hessen-Nassau als günstig herausgestellt und dazu beigetragen, daß die Bestände abgesetzt werden konnten. Pause 36,60—36,50 (38,50). Im Verlaufe blieb das Geschäft am Aktienmarkt gering. Montanwerte notierten nach dem Italienische Noten................ Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten....... ....... Schwedische Noten . Schweizer Noten........... Spanische Noten ........... Ungarische Noten 138,5 1 164 30,25 I 30,13 207 ! 202,5 101,5 | 98,3 103 119,5 I 15,5 39 ! 15,5 ; 124,75 1 127,25 I 109,5 110 107,5 I 192,75 ♦ Paketverkehr mit Spanien. Dom 5. November an werden nach Spanien, soweit Beförderungsmöglichkeiten bestehen, gewöhnliche Pakete wieder zugelassen. Für die rechtzeitige und richtige Aushändigung der Pakete kann eine Gewähr nicht übernommen werden, die Annahme der Pakete geschieht daher auf Gefahr des Absenders. In der Aufschrift des Pakets und der Paketkarte ist auch die Provinz anzugeben, in der der Bestimmungsort liegt. Weitere Auskunft erteilen die Postanstalten. Mein-Mainische Börse. Millagsbörse schwächer. 136 1 1391 163,51 — i 165,75 136 ! 160,5 : 139,5 j 142,5 135 139,5 163 208 I 151,5 Amerlkanyche Noten, Belgische Noten...., Dänische Noten .... Englische Noten ... Französische Noten . Holländische Noten . Schlußk. Mittag- börle 98,75 97 100,4 93,13 I An der Abendbörse lag einiges Angebot der Kundschaft vor, während die Aufnahme gering war. Bei kleinem Geschäft schwächten sich die Aktienkurse gegen den Berliner Schluß um 0,50 bis 1 v. H. ab. Rheinstahl verloren 1,50 v. H. auf 154,50. Je 1 v. H. verloren Bemberg mit 112, Harpener mit 157,50, Daimler mit 123, Verein. Stahlwerke minus 0,75 o. H. auf 122,75. Westdeutsche Kaufhof ermäßigten sich auf 60 bis 60,25 (60,90). Am Einheitsmarkt lagen Filial-Großbanken etwas schwächer, Commerzbank 109,25 (109,50), DD.-Bank 109,50 (110), Dresdner Bank 107 (107,50). Deutsche Renten lagen bei behaupteten Kursen fast geschäftslos. Auslandswerte gingen weiter zurück, große Chade auf den Berliner Stand von 385 (392), IG. Chemie Basel oollein- bez. auf 195,50 (199,50), AKU auf 82,40 bis 82,25 (82,90), 4 v. H. Schweiz. Bundesbahn auf 170 (172); ferner bröckelten Ungarn Gold auf 11,60 bis 11,50 (11,90). 5prozentige Mexikaner äußere auf 13,75 (14), 4,50 v. Sj. Irrigation auf 9,25 (9,50) ab. U a. notierten: 1951er Verein. Stahl 95,25, 6 v. H. IG. Farben 135,75, Reichsbahn-Dorzugsaktien 126, 1914er Ungarn 9,50, 4 o. H. Ungarn Gold 11,60 bis 11,50, 4,50 v. H. Rumänen 11,20, 4 d, S). Rumänen 6,50 bis 6,45, 4 v. H. Schweizer Bundesbahn 170, 5 u.5}. äußere Mexikaner 13,75, 4,50 v.H. Irrigation 9,25, Commerzbank 109,25, DD.-Bank 109,50, Deutsche Ueberseebank 155, Dresdner Bank 107, Meininger Hyp. Bank 102,50, Reichsbank 193, Harpener 157,50, Klöckner 126,75, । Mannesmann 117,50, Rheinstahl 154,50, Verein. : Stahl 122,75, Otavi E 40,65, AKU. 82,40 bis 82,25, ■ AEG. 40,75, BMW. 140,75, Bemberg 112, Chade A—C 385, Gement Heidelberg 163,50, IG. Chemie . volle 195,50, Daimler 123, Deutsche Erdöl 144, 208 . 173 I 172,65 Samstag, 7. November. 6 Uhr: Choral, Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Fröhlich klingt's zur Morgenstunde. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Zum Staatsjugendtag. „Wir schwimmen." 10: Schulfunk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 11.45: Sozialdienst. 12: Buntes Wochenende. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Buntes Wochenende. 14: Nachrichten. 14.10: Startbereit! Neue Schallplattenernte. 15.15: Volk und Wirtschaft. Allerlei Neuigkeiten. 15.30: HJ.-Funk. Mustzier- stunde der Hitler-Jugend. Mödlinger Tanze von Ludwig van Beethoven. 16: Froher Funk für alt und jung. 18: Blasmusik. Märsche nach Opern- Motioen. 18.45: Meister Paul Lincke zu feinem 70. Geburtstag. Schallplattenplauderei von I. Bruno Dittrich. 19.30: Der Zeitfunk bringt die Wochenschau. 19.55: Ruf der Jugend. 20: Nachrichten. 20.10: „Marjellche" im Land der Seen und Elche. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) N. 1000. Solange das Verfahren vor dem Miet« einigungsamt noch nicht abgeschlossen ist, ist auch die Friedensmiete noch nicht endgültig festgesetzt. Teilen Sie dem Mieteinigungsamt mit, daß Sie auch mit einer Festsetzung der Friedensmiete unter Zugrundelegung, der Berechnung des zweiten Sachverständigen nicht einverstanden sein können, da auch dieser verschiedene für die Berechnung der Friedensmiete we- sentliche Posten unberücksichtigt gelassen habe. Gemäß § 3 Reichsmietengesetz ist die Friedensmiete so festzusetzen, daß sie zur Deckung der Betriebs- und Instandsetzungskosten ausreicht und eine angemessene Verzinsung des Fremd- und Eigenkapitals ermöglicht. Polizeipatrouillen streiften ununterbrochen durch die Gegend. Trotzdem ist es verschiedentlich zu Ladeneinbrüchen und Plünderungen gekommen. In einem Stadtviertel hatten die Mohammedaner versucht, einen Hindutempel in Brand zu stecken, aus Rache machten Hindus einen gleichen Versuch bei einer Moschee, jedoch beide Verbrechen konnten durch das rechtzeitige und energische Eingreifen der Polizei verhindert werden. Dauernd werden Hindu- familien und Hindufrauen unter polizeilicher Bedeckung aus bedrohten Vierteln entfernt, auch bedrohte mohammedanische Familien bringt man aus den Hinduoierteln heraus. Obwohl die Führer der mohammedanischen und hinduistischen Gemeinden in Aufrufen dringend ihre Anhänger ermahnen, von verbrecherischen Taten Abstand zu nehmen und zur Vernunft zu kommen, scheinen alle Versuche m dieser Richtung wenig Erfolg zu haben. Obwohl m den bedrohten Gebieten um zehn Uhr abends niemand mehr auf der Straße fein darf, geht Mord Bemberg.................. Zellstoff Waldhof Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Gas .............. Daimler Motoren Deutsche Linoleum Oren stein & Koppel Westdeutsche Kaufhof Chade..................... Accumulaioren-Fabrtk Conti-Gummi.............. Grttzner . Mainkraftwerke Höchst a.M.. Süddeutscher Zucker ....... gar nichts getan, um eine freundschaftliche Beilegung des Konfliktes zwischen den beiden Gemeinden zu bewirken. Die einzige Geste guten Wil lens und unparteiischer Bemühung ging von „satanischen" Regierung aus. Ich „ermarte, daß Mr. Gandhi ein „Fasten bis zum Tode veranstaltet, wie er es ja in so manchen anderen fallen 9 hat, bis die beiden Gemeinden 3" einer wirkliche Verständigung kommen, und die Dottrm von d „Nicht-Gewalt" (non-violence) m ihrem wahren Sinne gehandhabt wird." 273 (277). Im Freiverkehr war die Haltung ebenfalls schwächer, matt waren Ufa mit 60 (63,50). Sonst nannte man: Wayß & Freytag 128 und Dries,, Adlerwerke 105,25, Pokorny 123,25, Growag 91, VDM. 156, Kali Wintershall 145. Tagesgeld leicht und auf 2,50 (2,75) v. H. ermäßigt. Abendbörse weiter schwächer. 102,5 87 114 168,4 145 112 124,9 168,5 96,5 62,75 403 . ...6. ötniuöi, «tb-nd- 6 Uhr: Da unten im Tale. — Morgenspruch. — Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7.55: Umschaltpause. 8: Reichsbetriebsappell der Reichsbetriebsgemein- chatt Verkehr und öffentliche Betriebe. 8.30: Musik am Morgen. 9.45: Nur Freiburg: Nachrichten und Sportoorschau. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Landfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Frohe Klänge aus Koblenz, der Stadt am Deutschen Eck! 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk. 13J.a: Frohe Klänge aus Koblenz, der Stadt am Deutschen Eck> 14: Nachrichten. 14.10: Dem Opern freund (XXIII). 15: Volk und Wirtschaft. WeAEÜer des Reiseverkehrs. 15.15: Das aktuell- Buch 15.30: „Leberecht Hühnchen tritt auf". Eine Texftoig- anläßlich des 30. Todestages von Heinrich Seidel 16: Unterhaltungsmusik. 17.30: Neue Sterne am Hm,, mel! Ein abendlicher Besuch auf der Frankfurter Sternwarte. 17.45: Der Witz mit dem längsten Bart! Allerlei Wissenswertes von Knigge und seinem Umgang mit Menschen. 18: Musik aus Dresden. 19: Virtuose Solo- und Orchestermusik. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nach- richten. 20.10: Ringsendung Trier, Konstanz, Koblenz, Gießen. Eine musikalische Ringsendung durch vier Theater. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.30: Unterhaltungskonzert. Frankfurt a. M., 4. Nov. Die Börse lag am Aktienmarkt bei kleinen Umsätzen schwächer; die durchschnittlichen Rückgänge betrugen 0,50—1 v.H. Das Fehlen jeglicher Kaufauftrage aus dem Publikum löste weitere kleine Abgaben aus, auch von der Kundschaft erfolgten kleine Verkäufe. Die weitere Schwäche der Auslandswerte wirkte auch abschwächend auf die inländischen Papiere. 2Inge= bot bestand vornehmlich in Montanwerten, Hoesch 121,75 (123), Klöckner 128,25 (129,75), Verein. Stahl 124,50 (126,25), Mannesmann 119 (120), Buderus 127,13 (128); später ergaben sich hier weitere Abschwächungen von 0,50—1 v. H. Am Elektromarkt ließen Schuckert 1,40, Bekula 0,90 o. H., Siemens 0,65 v. H., Licht & Kraft und Elektrische Lieferungen je 0,25 v. H. nad). AEG. notierten mit 41,25—41 (41,13). Maschinenaktien konnten sich '.voll behaupten, Rhem- metall noch 0,75 v. H. fester. Motorenwerte bröckelten 0,25—0,50 v.H. ab. Von Zellstossaktien ermäßigten sich Feldmühle auf 147 (148,50), Aschaffenburger ca. 145 (146). Im einzelnen gaben Westdeutsche Kaufhof, Deutsche Linoleum, Reichsbank und Bemberg bis 0,50 v. H. nach, IG. Farben verloren 0,75 v. H. auf 178. Von Auslandsaktien Chade A—C ca. 392 (400), Aku 85,13 (86,75), Otavi Minen 41,75 (43). Der Rentenmarkt blieb dageaen gut behauptet, das Geschäft war allerdings still. Altbesitz 119,50, Kommunal-Umschuldung 90,25, 'Z'nsver- : gütungsscheine etwas gefragt mit 94 (93,90). Zertif. , Dollar-Bonds blieben knapp gehalten. Auslands- i renten lagen durchweg schwächer. Ungarn Gold • 12—11,55 (12,60), 5proz. äußere Mexikaner 14,25 i (14,50), 4,5proz. Irrigation 9,50 (9,75), 4proz. Ru- - mänen 6,50 (6,60), Anatolier I nach eintägiger NSG. In der Landesbauernschaf t H e f - sen - Nassau fand am Dienstag eine Sitzuna statt, in der allgemeine Fragen der Marktlage und der Marktordnung behandelt wurden. In Dertre- tuna des Landesbauernführers führte Hauptstabsleiter Dr. Menzel den Vorsitz dieser Sitzung. Der Stabsleiter der Hauptabteilung 111 sprach über Organisationsfragen bei der Marktkontrolle, wobei er besonders betonte, daß in der nächsten Seit eine eingehende Schulung der der Hauptabteilung III unterstellten Marktprüfer einsetzen wurde Denn es ist wichtig, daß die Landesbauernschaft stets von dem Verlauf der Durchführung der Maßnahmen des Reichsnährstandes auf dem Lande auch von diesen Stellen unterrichtet wird und eventuelle Mängel in der Durchführung der Marktordnung sofort gemeldet bekommt. 3tn weiteren Verlause der Sitzung bekamen ^einmech Setter 99, Felten E-139 ©effürel 142,50, lanfmerte Füssen 93, Holzmann fe 136, Junghans 113 Muag 131, Metallgesellschaft 155, Moenus 99 50, Schuckert 162,50, Westdeuftche Kaufhof 60 bis 60,25, AG. für Verkehr 124,50, Hapag 15,50, Knorr Heilbronn 230. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 4. Nov. Gegenüber dem Montagsmarkt ergab sich keine Veränderung. Die Zufuhren von Brot- und Futtergetreid- b leben Hein. Es notierten (Getreide je Tonne, alles ubnge je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W13 2 , W16 206, w 19 210, W 20 212; Roggen R 12 166, R15 169, R18 173, R19 175, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgelnete. FUtt ' gerfte —, Braugerste 232, Futterhafer —. meljl Type 790 W 13 28,10, W16 28,20 W19 28,20, W 20 28,55; Rvggenmehl Typ- 987 K 22,45, R 15 22,80, R18 23,30, R19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10/75, W16 10,90, W19 11,10, W 20 11,20; Roggenkleie R12 9,95, R15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50, Mühlenfestpreise ab Mühlen ftation. Sojaschrot -, Palmkuchen —, ^rdnutz- kuchen Treber 16,75, Trockenschmtzel 5,00 bis 5,50, Weizen- und Roggenstroh (drahtge preßt) 2,60, do. (gebunden) 2,40. Tendenz: ruhig. frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a.M., 5. Nov. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: (Dorauftneb. 26 Rinder (6 Ochsen 1 Bulle, 10 Kühe, 9 Färsen) 532 Kälber, 562 Schafe, 764 Schweine Es kosteten. Kälber 40 bis 65 Mark, Hümmel 30 bis 50, Schafe 20 bis 40, Schweine 51 bis 57 Mark. Marktverkauf: Rinder, Kälber und Schweme zugetellt, Hämmel und Schafe langsam. Rundfunkprogramm Freitag, 6. November. 3.11. 101,5 98,3 103,4 119,4 100,2 und Plünderung weiter. j Die Allgemeinheit fordert das Eingreifen von ; Militär, was man bisher noch vermieden hat. Da- , gegen hat man noch 500 Polizisten aus verschiede- , nen Außenbezirken, z. B. aus Puna nach Bombay beordert. Einer der gefährdetsten Bezirke ist der Stadtteil von Karnaiipura, wo Hindus und Mohammedaner eng beisammen und durcheinander woy- nen. Nachts wurden Polizeipatrouillen mit totem« würfen von den Dächern und aus der Dunkelheit heraus empfangen, ohne daß es ihnen möglich war die Angreifer zu entdecken. Em Laden wurde n Brand gesteckt, den Besitzer fand man erstochen auf feinen Waren liegend. Ich bin soeben von einer mehrstündigen Streife durch die Aufruhrdistrikte zurückgekehrt^ Am Marutt- Tempel erzählte mir ein englischer Polizeiofstzier, wie schwierig die Bekämpfung des Mobs m der Nacht sei. Mord und Brandstiftunaen dauerten auch während des heutigen Tages an. An mehr als zehn Stellen wurden Laden und Hütten mebergebrannt, darunter befanden sich auch mehrere Herne Tempel der Hindus und Andachtsstätten der Mohammedaner. Fünf weitere Tote und viele Verwundete brachte auch der heutige Tag. Diele Postämter m den bedrohten Vierteln mußten geschlossen werden. Tag und Nacht sind die Polizeiformationen aus ihrem Posten und müssen dauernd eingreifen. Heute hat man auch die Truppenkontingente alarmier^ Sie liegen in Colaba in Alarmbereitschaft, doch hofft man immer noch, sie nicht einsetzen zu müßen. Die Zahl der Verhafteten geht m die Hunderte, und dennoch ist kein Ende des Terrors abzusehen. Heute fanden auch die ersten Beerdigungen respektive Verbrennungen der Opfer statt. Da die Hmdu- verbrennungsstätte in engster Nachbarschaft des mohammedanischen Friedhofes liegt, hat der Polizeipräsident für Hindus und Mohammedaner besondere Zugangsstraßen zugewiesen. Seit gestern ist in Bombay kein Fleisch mehr zu bekommen, da die mohammedanischen Schlachthäuser ihre Pforten bis auf weiteres geschlossen haben. Der Verkehr einer Millionenstadt ist terrorisiert durch die Minderheit eines fanatisierten Mobs. Bus und Elektrische sind verwaist, weil niemand sich getraut, sie zu benutzen, die meisten Markte sind geschlossen, da sie im gefährdeten Gebiet liegen und die Schulen sind geschlossen, da die Sicherheit für die Kinder nicht gewährleistet werden kann. < Niemand glaubt hier mehr daran, daß der Bau der Versammlungshalle am Maruti-Tempel die Ursache dieses unerträglichen Terrors ist, er war lediglich ein Vorwand für das Unterweltsgesindel, das sich in allen Weltstädten findet, um plündern, morden und brennen zu können. Erst wenn man sich entschließen wird, ein drakonisches Beispiel zu statuieren, wird der Pöbel beider Lager wieder m seine Schranken zurückgewiesen werden. Die Stadt macht teilweise einen trostlosen Eindruck. Ganze Straßenzüge sind verlassen, die Laden geschlossen, tote Katzen und Hunde verpesten die Luft, die Straßen liegen voller Unrat, Scherben, Steinen Stöcken und verstreuten Waren aus erbrochenen Läden. Sonntag ist der Gouverneur von Bombay aus Puna hier einaetroffen, -um die Stadt zu besichtigen. Er hatte Zusammenkünfte mit dem Bürgermeister und dem Oberkommandierenden der in Bombay ftationierten Truppen. Das Ergebnis dieser Besprechungen war, daß man Truppenkontingente durch die gefährdeten Stadtteile in Lastwagen fahren lassen will, um die verängstigte Einwohnerschaft zu beruhigen und ihr „Vertrauen' em* zuflößen. Dann empfing der Gouverneur noch gesondert die Vertreter der mohammedanischen und hmduistischen Gemeinde. Es scheint aber nicht viel bei diesen Besprechungen herausgekommen zu sein, denn das wichtigste Ergebnis war, daß der Bau der Versammlungshalle, der infolge der Unruhen verschoben worden war, stattfinden soll. Die Arbeiten wurden bereits heute unter starkem polizeilichen Schutz ausgenommen. Die Mo- hamm.'daner sollen sich grundsätzlich mit dem Bau Buberu3 < Deutsche Erdöl * Harpener................. 2% Hoesch Esten—Köln-Neuesten .. 3 Ilse Bergbau ............... k Ilse Bergbau Genüsse 6 Klöcknerwerke ...............8 Mannesmann-Röhren 8 3-11. 161,5 142,25 234 157,5 126,4 43,5 147,5 139 195,5 später auf dem ermäßigten Stand behauptet. Westdeutsche Kaufhof aingen auf 61,50 nach 62,50 zurück, auch sonst ergaben sich Abschwächungen von 0,50—1 v. H. Aku ermäßigten sich bis auf 81,75 nach 85,13, dann auf 82,50 erholt. Die später zur Notiz gekommenen Papiere lagen durchweg schwächer, Harpener 157,75 (160), Hanfwerke Füssen 93 (94,75), Scheideanstalt nach Minus-Ankündigung Brief 2,471 42,04 54,38 12,18 11,565 134,69 61,21 Datum Mansfewer Bergbau 6 V, Kokswerke .................. 6 Rheinische Braunkohlen 12 Rheinsiahl .................. 4 Vereinigte Stahlwerke bV, Otavi Minen ...............O Kaliwerke Aschersleben 6 Kaliwerke Westeregeln b Kaliwerke Salzdetfurth 7% Hamburg-Nmertka-Pakel O Hamburg-Südam. Dampfschiff. O Norddeutscher Lloyd .........O •21.®. für Verkehrswesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz- und Privat-Bank ... Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft................ Dresdner Bank 4 Retchsbank Ix börse 4.11. I. ®. Farben-Jndustrte 7 Scheideanstalt...............9 Goldschmidt ..... 6 Rütgerswerke 6 Metallgesellschaft ............ 5 Datum 4% vesgl. Serie h ............ 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4>/r"X»Numän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente . 2 *4% Anatolier .............. .. _____ Scheideanstalt 273, Deutscher Eisenhandel 145,25, •, waren aber Elektr. Lieferungen 135,75, IG. Farben 177,50, Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Dt° hinter den Papieren angesührten Ziftern geben die Höhe der zuletzt b-lchlvsienen Dividende an. - Reich-bankdi-kvnt 4 V.H, Lvmbardzln-fusi 5 V.H. Datum 5% Deutsche Relchsanlethe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 5yt°/o Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit AuSlos..Rechten ............ r Tänze von Funk für alt e nach Opern» icke zu seinem n von I. Bruno |t die Wochen- 0: Nachrichten. >een und Elche. schwer mir die Einsamkeit oft da draußen in den Siedlungen fällt, wie sehr ich mich nach einem Menschen sehne, mit dem ich mich einmal aussprechen kann!" „Lebst du denn nicht mehr* mit deiner Tante, Frau von Bergmann, zusammen?" „Gewiß, Tante Amalie! Aber eben mit ihr kann ist über die Dinge, die mir das Herz schwer machen, nicht reden! Seit Vaters Tode ist sie ganz schweigsam, beinahe schwermütig geworden. Dazu kränkelt sie auch, oft sehe ich sie ganze Tage nicht!" „Aber ich verstehe dich nicht, Janna! Du hast doch Ralf Rammelt, deinen Verlobten, hast alles, was dein Herz begehrt! Wirklich, ich verstehe offen gestanden nicht, wie ..." „Kannst du ja auch gar nicht verstehen, Olga! Du kennst Ralf ja schließlich nur als Außenstehende, kennst nicht seine wahre Natur! In anderthalb Jahren kann sich viel ändern, glaub mir, Olga!" Sie schwieg. Gab dann dem Gespräch eine belanglosere Wendung. Der Wagen durchquerte jetzt breite Straßen. Buntes Licht von Reklametransparenten huschte durchs Fenster. Der in den Nachmittagsstunden erhöhte Verkehr zwang den Chauffeur zu langsamem Fahren. Erst nach und nach wurden die Straßen stiller und dunkler. Ohne weitere Hindernisse näherte sich der Wagen in schneller Fahrt der Vorstadt. Eine halbe Stunde später saßen die beiden Freundinnen in Jannas gemütlich eingerichtetem Zimmer beisammen. Olga erzählte. Sprach von dem bunten, abwechslungsreichen Leben, das sie in Hamburg geführt, von den Festen, Bällen, Vergnügungen, an denen sie teilgenommen hatte. Sehnsüchtig hörte Janna zu. Ein Verlangen nach der Ferne überkam sie. Wenn sie sich auch nicht nach Ball und Tanzvergnügungen sehnte, was hätte sie nicht darum gegeben, einmal wieder unter fröhlichen, heiteren Menschen zu sein, einmal alle trüben Gedanken vergessen zu können! Unwillkürlich glitten ihre Gedanken die Monate der letzten Zeit zurück. Was gab es für sie zu erzählen? Was hätte sie aus den anderthalb Jahren ihrer Verlobungszeit zu berichten? Gar nichts! Dornoiizen. Tageskalender für Donnerstag. zu 15 und 20 Pf. werden nur von den Rauchern verlangt, die auf beffere Qualität Wert legen und die einen höheren Preis anlegen können. Allerdings gibt es auch Raucher, die lieber weniger, aber eine bessere Zigarre rauchen und sich deshalb den Genuß an manchen Tagen versagen, um dann eine teuere Zigarre rauchen zu können. Im Reichs- durchschnitt entfallen 25,5 v. H. des gesamten Zi- ^arrenverbrauchs auf Zigarillos zu 5 Pf., 33,2 v. H. kommen im Durchschnitt auf die Zehner-Zigarren, 11,5 v. H. auf Zigarren zu 15 Pf., 3,3 v. H. auf Zigarren zu 16 bis 22 Pf. und nur 1 v. H. der deutschen Zigarrenraucher leisten sich Glimmstengel in der Preislage von 25 Pf. und höher. Einbruchsdiebstahl. Die Kriminalpolizeistelle Gießen teilt mit: In der Nacht zum 2. November wurde in einen Lagerraum im Neuenweg eingebrochen und nachstehende Gegenstände gestohlen: i Radio-Dreiröhrenapparat ohne Lautsprecher, Fabrikat Telesunken, 1 Tischgrammophon (schwarz gebeizter Holzkasten), 1 Cutaway ohne Weste mit gestreifter Hose, 1 Hofe und Weste, graugrünlich mit feinen großen Karos zwei helle Anzüge, Pfeffer- und salzfarbig, 1 Herrenulster, marengofarbig, 2 Herrenarbeitshofen, 1 bläulicher Herrengummimantel und 1 Sommerhose, beigefarbig mit bräunlichen Streifen. Weiter wurde aus einem optischen Geschäft 1 Photoapparat, Marke „Leica", Modell III, Nr. 123535 mit Objektiv „Elmar" 1:3,5 Nr. 183320 gestohlen. Personen, die sachdienliche Angaben zur Täterermittelung Harmonika-Spielabend. Wenn irgend etwas, so ist eigenes Musizieren geeignet, musikalische Erlebnisse zu vermitteln. Dazu dient vor allem die Hausmusik, insbesondere die Volksmusik. Um auf ihren Wert hinzuweifen, haben sich die Harmonika-Spielgruppen Gießen und Marburg unter Leitung des Musiklehrers Nurtsch zusammengetan. um für die Volksmusik mit ihrem Harmonikaspiel durch einen Volksmusikabend zu werben. Alle Volksmusikfreunde werden zu dem am Sonntag, 8. November, um 20.30 Uhr, im Cafä Leib stattfindenden Harmonika-Spielabend eingeladen. (Siehe heutige Anzeige.) Ortsgruppe Geßen-Mitte. Bett, kohlen - Abrechnung am 5. November. Die Kohlenhändler werden ersucht, die Kohlenscheine Serie A am Donnerstag, 5. N o v., Spruch. — schaltpause. ebsgemein. WO: Musik richten und usftau, hör • 12: Frohe utschen Eck! tyrt. 13.15: m Deutschen Dpemfreunb Aus Oer Provinzialhauptstadl. Vom Abend zum Morgen ... „Wer niemals einen Rausch gehabt, der ist kein braver Mann", heißt es in dem Singspiel „Das neue Sonntagskind" von Wenzel Müller. Das Singspiel selbst ist heute vergessen, aber das Sprüchlein hat sich gehalten, und wird von seinen Verfechtern allen Anhängern der Trockenlegung nicht allzu selten vor Augen geführt. Nicht immer glücklicher bringt es der Freund eines guten Tropfens freilich bis zum Rausch, häufig begnügt er sich damit, etwas „zu tief in's Gläslein zu schauen", „eins über den Durst zu trinken", „einen zu viel hinter die Binde zu gießen", sich ein wenig zu „beduseln" oder zu „benebeln", sich einen niedlichen „Schwips" oder einen kleinen „Spitz" anzutrinken, der Wein „steigt ihm in den Kopf" und er verläßt fein Stammlokal ein bißchen „angesäuselt", „angeheitert", „angeseidelt", „be- timpelt", „betubelt", „illuminiert", „bekneipt" oder „bezecht", er hat „einen sitzen", er hat „sich die Nase begossen", er hat „einen Hieb", „einen Strich" oder, wenn er ein Schwabe ist, „einen Fahnen" oder „einen Glanz", der Steiermärker hat ein „Wixerl" (Räuschchen), (im 18. Jahrhundert hatte man einen „Jesuiter"); er „hat hoch", wenn er ein Bayer oder ein Schwabe ist, der Siebenbürger Sachse aber ist „betakelt", „bekneifelt", „bezwilcht" (mit Zwilch bekleidet), er ist „äm Frack", „es hat ihn", wohingegen der Hesse „oogeraacht" (angeraucht), „be- schassert", „beschnirwelt", „belzig" ober „beschekert" ist, auch kann er „en Schieber", „en Stambes", „en Käwwer" (Käfer) oder „Schlag" haben; der plattdeutsch redende hat sich „begigelt" oder „todecket", er ist „bemüseglt" oder gar „duhn"; man merkt es seinen schwankenden Schritten an, daß er „schief" oder „schwer geloben", unb seinen Reden, daß er „etwas im Dach" hat ober „im Timpen". Hat dieser nur ein wenig „des Guten zu viel getan", so hat sein Freund offenbar beträchtlich mehr Alkohol zu sich genommen, denn er hat einen ordentlichen „Haarbeutel", ist sozusagen „blau", in Hessen wohl auch „schwarz", richtig „betrunken" oder „voll", „sternhagel-" oder „sterngranatenvoll", voll wie „e Strandkanon", „himmelhageldick", um nicht in roher Weise zu sagen „stockbesoffen". Der „Affe", den er sich „gekauft hat", wird sich bis zum nächsten Morgen in einen kräftigen „Kater" verwandelt haben, der auch durch einen „sauren Hering" nicht zu versöhnen sein wird. Geschieht ihm schon recht, warum trinkt er sich solchen „Mordsrausch" an, warum hat er einen „Suff" oder „einen Walgier", wie der Bayer sagt. Da ist's kein Wunder, wenn er „Das heulende' Elend" kriegt und sich erft allmählich beruhigt, so daß sich nunmehr der Zustand der „Bierleiche" entwickelt, den so wirkungsvoll die schö- Janna mußte daran denken, wie lange es her war, daß sie selbst eine solche Reise gemacht hatte. Damals als sie noch zusammen fuhren, sie und Gerhard Brand... Mehr als drei Jahre war das her... Aber warum jetzt die trüben Gedanken? Jetzt erwartete sie Olga Willnoffs Besuch, das war einmal eine Abwechslung und würde gewiß em paar schöne Tage bedeuten. Olga war so ganz anders als sie, sie verstand das Leben zu genießen und interessant davon zu plaudern! Da--war sie das nicht schon? Janna hob sich auf die Zehenspitzen, um besser sehen zu können. Richtig, das war Olga! Em wenig verändert freilich, noch eleganter als früher, noch mondäner mit dem auffällig tarierten Cape und dem kokett aufgeschlagenen Hütchen, unter dem das kupferrote Haar leuchtete und gleißte! Nun kamen sie schon durch die Sperre. Freudig reichte ihr Olga die Hand. „Olga! Das ist aber wirklich nett, daß du noch meiner Einladung gefolgt bist! Ich fürchtete schon, du wärest schließlich doch nicht gekommen! Herzlich willkommen!" „Danke, danke, Janna! Wirklich, beinahe wäre aus meinem Besuch auch nichts geworden. Nur weil ich hier in der Stadt noch etwas Dringendes zu erledigen habe..." „Nur deshalb, Olga? Und um meinetwillen hattest du gar keine Lust, zu bleiben?" Vorwurfsvoll sah Janna die Freundin an. „Doch, doch, natürlich, Janna! Ich bleibe ja auch bis morgen. Es ist nur — — meine Eltern erwarten mich dringend zu Hause!" Eifrig sprechend begaben sich die beiden Damen in den Jnnenraum der Halle. Olga war größer als Janna, aber beide wetteiferten an Schlankheit und Biegsamkeit der Figur. Mancher Blick streifte sie wohlgefällig. Vor ihnen trug der Chauffeur Olgas Handkoffer ins Innere des Wagens, hielt dann den Schlag, um die Damen einsteigen zu lassen. „Wirklich zu schade, daß du nicht länger bleiben kannst", nahm Janna das Gespräch wieder auf, „ich hatte mich so sehr auf einen längeren Besuch von dir gefreut! Du weiht ja gar nicht, wie ltion. idlichkeit der vor dem M' : ist, ist auch die estgesetzt- Seilen k Sie auch M inter Zugrunde- -achoerstandlgen auch dieser oer- iedensmiete we- »miete fo M „mb «nW* ! 142-50, TMs >.50 piUs $ 13.60. R 11.10. 15 10,15, b Mühlen : Erdnuß. T- fyu I Mtge. :n5: ruhig. "icht.) Um ustrieb: 26 msen), 532 § kosteten: 50, Schafe - Markt, e zugeteilt, Verdunkelung am 5 November weg, Blumenschmuck-Wettbewerb 1936 in Gießen fruttocRat fiüi’s Backen Gustav Hen- Kreiling, Gie> Kriek, Leih- Sieben Sie stets das Lack» pulver mit -em Mebl (vüer Mehl un- „Gustin") -urch. Sie erreichen üamit außer guter Auflockerung -eG Mehl »„Lackio"»Ge» mische» un- taöellofer Rein» heil -es Mehle» -le fo wichtigG gleichmäßig« Verteilung -er Triebkraft im Teig. Oao Triebmtttel ftlrOhrGebäck ist das altbewähr» dr. Getker - Backpulver -Backla"k Der süd- und südwestliche Stadtteil wird im Osten und Nordosten wie folgt begrenzt: Mühlstraße, Löwengasse, Goethestraße bis zur Wieseck, Bleichstraße, von Wieseck bis Gnauth- straße und Gnauthstraße bis Bahnübergang. Don den genannten Straßen fallen folgende Teile in das Verdunkelungsgebiet: L. _ Löwengasse von Teufelslustgartchen bis Selters- weq, Goethestraße von Seltersweg bis zur Wieseck und Bleichstraße von Hindenburgwall einem an der Hinterfront des Hauses gelegenen Zimmer zusammendrängen, und wenn in den vorderen Zimmern keine Abblendung der Fenster durchgeführt ist. Lin Beweis aber für mangelndes Gemeinschaftsgefühl ist es, wenn man „rechtzeitig" aus dem Haus verschwindet und spazieren geht. 3n allen diesen und ähnlichen Fällen ist der Sinn und Zweck der Hebungen noch nicht verstanden worden. Wie ist denn im Ernstfall die Lage? Mit Fliegerangriffen muß doch ständig gerechnet werden! Stundenweises, d. h. vorübergehendes Abblenden — wie es in den Friedenszeiten durchgeführt wird — kann also gar nicht in Betracht kommen! Es muß vielmehr erkannt werden, daß die Abblendung der Fenster, Glasdächer, Oberlichter usw. ein Dauerzustand sein wird. Da aber natürlich das normale Leben weitergehen muß, kann sich niemand mit dem einfachen Ausschalten des Lichtes in der Wohnung begnügen und sich ins Bett legen, sondern muß Vorsorge treffen, daß kein Lichtstrahl nach außen fällt. Alle diese Abblendungsmaßnahmen sind in den meisten Fällen ohne besondere Schwierigkeiten durchzuführen. Bei einigem Nachdenken braucht auch kein Geld ausgegeben zu werden. Jeder Luftschutzhauswart und jeder Blockwart kann raten. Keiner versäume seine Pflicht! Jeder sei sich bewußt, daß er mit allen seinen Vorbereitungen der Landesverteidigung dient. Widdersheim, einen 3. Preis. Deutsche Riesen-Schecke: ninger, Nidda, einen 3. Preis. Englische Schecken: Ludwig NSG. Alle Volksgenossen müssen heute mithelfen, damit im Ernstfall angreifenden Flugzeugen das Auffinden einer Stadt und gezielte Bombenabwürfe erschwert, oder ganz unmöglich gemacht werden. Jeder kann an diesem Selbstschutz leilnehmen; an niemanden werden unbillige Forderungen gestellt. In ganz Deutschland finden heute Verdunkelungs- Übungen statt. Bald werden zahlreiche Städte und Dörfer verdunkelt — wie es gelegentlich der letzten großen Manöver in Kurhessen und Oberhessen der Fall war —, bald werden nur einzelne Orte und Stadtteile aufgerufen, zu üben. Allen diesen Veranstaltungen liegt der Gedanke zugrunde, daß die gesamte Bevölkerung schon im Frieden wissen muß, was sie im Kriege zum Schutze von Haus und Familie tun kann und muß. Erfreulich ist das Ver- tändnis und die Bereitwilligkeit, denen man bei den Volksgenossen begegnet. Männer, Frauen und Jugendliche bemühen sich eifrig und der Verantwortung bewußt um alle erforderlichen Vorbereitungen. Aber leider gibt es auch Volksgenossen, die aus Unkenntnis oder Gleichgültigkeit schwere Fehler machen, die ihnen selbst und anderen in der Stunde der Gefahr veHängnisvoll werden können. Ulan genügt seinen Pflichten als Staatsbürger nicht, wenn man in allen Räumen gewissenhaft bas Licht ausschaltet und sich vor Beginn der Hebung ins Bett legt. 2Han macht es falsch, wenn sich alle Familienmitglieder in feier singt der Kirchenchor der Gesamtgemeinde -V-capella-Chöre von Hch. Schütz und B. Ducis. Otto Baumann spielt Diolinsonaten von Ko- relli und Tartini. Weiterhin sieht die Vortragsfolge die Solokantate „Singet dem Herrn" ein neues Lied von D. Buxtehude, Orgelwerke von I. S. Bach und G. Muffat vor. EPNH. In diefemJahr fällt der kupferne Sonntag aus. Die Zahl der verkaufsfreien Sonntage ist in diesem Jahr auf zwei beschränkt worden. Die Läden dürfen also nur am Silbernen und Goldenen Sonntag, d. h. am 13. und am 20. Dezember, offengehalten werden. Der kupferne Sonntag kommt diesmal in Wegfall. Schöffengericht Gießen. Der 24 Jahre alte h. M. aus Gießen wurde wegen fahrlässiger Eisenbahn- und Transportgefährdung anstatt zu einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von sechs Wochen zu einer Geldstrafe von 210 Mark und zu den Kosten des Verfahrens verurteilt. Der 53 Jahre alte h. K. aus Gießen hatte in einem Lehrvertrag, der von sämtlichen Vertragsschließenden unterzeichnet war und der Handelskammer zur Genehmigung Vorgelegen hatte, nach Wiedererlangung der Lehrverträge diese insofern eigenmächtig abgeändert, daß er den Passus über die vereinbarte Probezeit strich. Er war somit wegen Verbrechens der schweren Urkundenfälschung zu bestrafen. Das Schöffengericht verurteilte ihn zu einer Gefängnis st rase von einem Monat und belegte ihn mit den Kosten des Verfahrens. Da der Angeklagte zwar, aber nicht einschlägig, vorbestraft ist, wurden ihm nochmals mildernde Umstände zugebilligt. Das Gießener Etadttheater wieder in Alsfeld? GießenerJungvolk vor neuen Aufgaben Kundgebung zur Siegerehrung für Zähnlein 21. Verdunkelungsiibungen - eine Notwendigkeit Fehler, die immer noch gemacht werden. I Alsfeld, 4. Nov Gestern weilten Bürgermeister Professor Dr. Hamm und Intendant Schultze-Griesheim in Alsfeld, um durch Verhandlungen mit der Alsfelder Stadtverwaltung die Wiederaufnahme der Gastspiele des Stadttheaters Gießen in Alsfeld zu ermöglichen. Es besteht Aussicht, daß unter Mitwirkung verschiedener Organisationen die Gastspiele noch im kommenden Winter wieder ausgenommen werden. Sowohl von der hiesigen Stadtverwaltung, als auch von der politischen Leitung wurde tatkräftige Unterstützung zugesichert wirken, so sei hier der Wunsch ausgesprochen, daß nicht allein die mit Preisen bedachten, sondern auch alle anderen Volksgenossen in ihren Kreisen dahin wirken möchten, daß in Zukunft kein Haus nach der Straßenseite zu ohne Blumenschmuck bleibt. Bereits jetzt haben viele Einwohner, die sich zur Preisbewerbung nicht meldeten, ihre Wohnungen in vor- bildlicher Weise geschmückt und es auch an der Pflege der Vorgärten nicht fehlen lassen. Sehr schön war wiederum die Kaserne der Maschinengewehr-Abteilung mit Blumen geschmückt. Ganz besondere Anerkennung verdient die Stadtverwaltung für die Bereitstellung der erforderlichen Mittel zur Pflege und weiteren Ausgestaltung der Anlagen. Ein farbenprächtiges Bild gewährte vom Frühjahr bis zum Herbst der horst - Wessel - Wall längs der Bahn, hervorragend ist jetzt der neu hergerichtete Ludwigsplatz, entzückend der kleine Platz vor dem Stadttheater, wie auch der Fensterschmuck städtischer Gebäude, und wenn auch nicht vergessen werden darf, daß dies alles durch gemeinsames Zusammenwirken aller Beteiligten erst möglich wurde, so verdient doch Stadtgärtner L a n g v als ausführendes Organ lobende Erwähnung unö uen Dank der Bürgerschaft. bis zur Wieseck. Der Hindenburgwall von Goethestraße bis zum hettlereck fällt ebenfalls in die Verdunkelung. . Alle restlichen Teile der genannten Straßen, sowie die Alicenstraße von der Frankfurter Straße bis zur Ludwigstraße können aus technischen (yrunoen nicht in die Verdunkelung miteinbegriffen meröen. Ls besteht somit gar kein Zweifel, daß alle in dem süd- und südwestlichen Stadtteil bis zur Stadtgrenze, sowie jenseits der Lahn gelegenen Gebäude der Verdunkelungspflicht unterliegen. Es wird erwartet, daß die gesamte Bevölkerung ihre Luftschutzpflichten restlos erfüllt. Die Anordnungen sind wiederholt in der Presse veröffentlicht worden, und es ist anzunehmen, daß nunmehr jedermann die Möglichkeit hatte, sich davon in Kenntnis zu setzen, sofern er nicht mit Absicht dem Lustschutzgedanken fernsteht Gegen alle Personen, die den Anordnungen feine Folge leisten, wird mit den strengsten Mitteln vor- I gegangen. Oberhessen. Schenkung für das Friedberger Heimatmuseum. LPD. Friedberg, 4. Nov. Die städtischen Sammlungen, die bereits einen derartigen Umfang angenommen haben, daß in dem bisherigen Unterkunftsgebäude große Raumnot herrscht, haben eine weitere bedeutsame Schenkung erhalten. Der Sohn des in Bad-Nauheim verstorbenen Oberstabsarztes der ehemaligen Schutztruppe in Deutsch-Ostafrika, Dr. G r o t h u s e n, hat die wertvolle Kolonialsammlung seines Vaters dem Friedberger Heimatmuseum überwiesen. Die Sammlung, deren Gegenstände meistens aus dem Kitt» mandjaro-Gebiet stammen, wird den Namen „Dr. Grothusen-Sammlung" führen. Kaninchenschau in Hungen. # Hungen, 3. Nov. Anläßlich des „Allerheiligen-Marktes" führte der hiesige Kaninchen» zuchtoerein in der Turnhalle eine Kaninchenschau mit Prämiierung durch. Die Schau war mit insgesamt 140 Tieren beschickt. Die durch den Preisrichter Gg. Rohrmann (Bad Homburg) durchgeführte Auszeichnung der besten Exemplare brachte nachstehende Bewertung: Angora-Kaninchen: Willi Falk, Hungen, je einen 1., 2. und 3. Preis (eigener Zuchtstamm des RDK.). Deutsche Riesen: Wilhelm Bender, Gießen, einen 2. und zwei 3. Preise; Richard Eifer, Ober- Widdersheim, einen 3. Preis; Fritz Grün, Ober- Klein-Silber-Kaninchen: Karl Schneider IV., Steinbach, einen Ehrenpreis und einen 3. Preis; Fritz Groz II., Nidda, einen 1 und einen 3. Preis; Wilhelm Hofmann, Saubringen, einen 2. Preis; Rich. Rösch, Ober-Mockstadt, einen 3. Pr. Marburg er Feh-Kaninchen: Wilhelm Opper, Daubringen, einen 2. Preis. Klein-Chinchilla: Fritz Haas, Hungen, einen 1. Preis, Otto Koch, Södel, einen 2. Preis. Groß-Chinchilla: Karl Pfaff, Nidda, einen 2. und einen 3. Preis; Ludwig Kreiling, Gießen, einen 2. Preis. Hafen-Kaninchen: Fritz Groz II., Nidda, einen 1. und einen 2. und drei 3. Preise; Willi Opper, Daubringen, einen 2. Preis; Otto Bonder» heit, Büdingen, einen 3. Preis. Hermelin-Kaninchen: Heinrich Someier, Hungen, einen Ehrenpreis und einen 3. Preis; Hugo Weber, Inheiden, einen 1. Preis; Karl Renkel, Nidda, einen 1. und zwei 3. Preise; Wilh. Schäfer, Steinbach, einen 2. Preis; Georg Buxbaum, Altenstadt, einen 3. Preis; Fritz Grün, Ober-Widdersheim, einen 3. Preis. Franz. Silberkaninchen: Otto Koch, Södel, einen 2. Preis; Willi Wefche, Wölfersheim, zwei 3. Preise; Gustav Wagner, Dauernheim, einen 3. Preis; h. Reifschneider, Altenstadt, einen 3. Preis. Russen-Kaninchen: Fritz Günther, Büdingen, einen 3. Preis. Holländer-Kaninchen: heinr. Bomeier, Hungen, einen 2. Preis. L o hkaninchen: Heinrich Keßler, Steinbach, zwei 3. Preise; hch. Hermann, Steinbach, einen 3. Preis; Heinrich Sommer, Steinbach, einen 3. Pr. Landkreis Gießen. 8 Annerod, 4. Nov. Vom 1. November ab hat Walter Hotz (Annerod) die Führung des Fähnleins 25/116 „Lützow" übernommen. Arn letzten Mittwoch, am Führerarbeitsabend, wies der seitherige Führer Erich B r ü ck auf die Leistungen und Erfolge des Fähnleins hin und übergab es bann Walter Hotz. 8 Alten-Buseck, 4. Nov. Mit Wirkung vom 1. November wurde dem Forstgehilfen Kröll die Försterei Alten-Buseck als Prüfungsrevier übertragen. — Dem Junglehrer Alfred Müller, der seither an der hiesigen Volksschule tätig war, wurde mit Wirkung vorn 1. November die Schulstelle zu L i ß b e r g (Kreis Büdingen) übertragen. wg. Großen-Buseck, 4. Nov. Der Reichs- bahnassistent Heinrich Pfeiffer, Adolf-Hitler» Straße, konnte in diesen Tagen auf seine 2 5 j 8 h » Wiederum stand am gestrigen Mittwochabend das Jungvolk unserer Stadt zu einer Kundgebung auf dem 'Brandplatz. Diesmal galt es der Siegerehrung für das Fähnlein 21 aus dem Gebiets-Jungvolk-Wettbewerb. Die Jungen waren im geschlossenen Viereck angetreten, die Fahnengruppen standen dekorativ inmitten des Platzes, die Spielmannszüge hatten Aufstellung genommen, und Fackeln erleuchteten den Platz, warfen warmes Licht über die erwartungsvollen Gesichter der Jungen. Pünktlich zur vorgesehenen Zeit begann die Kundgebung mit Rufen der Fanfaren und Trommlermärschen. Alle Augen waren auf den Gebiets- jungvolkführer gerichtet, der die Fronten abschritt. Zahlreiche Einwohner hatten sich eingefunden. Die Partei, Behörden und der Arbeitsdienst hatten Vertreter entsandt und damit ihrer Verbundenheit mit der Jugend Ausdruck gegeben. In raschem Wechsel brachten der Sprechchor, der Singchor und Einzelsprecher ernste Worte, Gedichte und Sinnsprüche zum Vortrag, aus denen klar und einfach das Wollen der deutschen Jugend sprach. Dann sprach der Gebietsjungvolkführer Paul Wagner. Wir sind, so sagte er u. a., eine Jugend der Tat, wir wollen schaffen und arbeiten, mehr als reden. Wir sagen nicht, daß am Anfang das Wort war, vielmehr: am Anfang war die Tat! In uns allen ist der Wille, etwas zu leisten. Die Jugend des Führers fordert nicht Rechte. Sie sagt auch nicht: Baut uns Heime! Schenkt uns Fuß- bälle! Wir wollen vielmehr Kämpfer sein, Soldaten des Führer, wir wollen Pflichten übernehmen und nichts geschenkt haben. Das Jungvolk bekennt sich zur Leistung. Auch der heutige Tag führt uns zusammen in einem Bekenntnis zu Leistung, und die Kundgebung hier ist der Beweis, daß etwas geleistet worden ist. Alles, was getan wird, geschieht nicht für den einzelnen, sondern um der Gemeinschaft und um Deutschlands willen. Wir führten im Gebiet eine Von der Polizeibirettion Gießen wird uns mitgeteilt: . . m rr. Trotz wiederholter Veröffentlichung in der Prep über das Verdunkelungsgebiet bestehen bei der Bevölkerung immer noch Zweifel über die zu verdunkelnden Straßen. Wir geben hier nochmals Die Grenzen bekannt. Zur Verdunkelung gelangt das sämtliche Staöt- gebiet, das am 9. 9. und 16. 10. nicht verdunkelt war. Ls handelt sich hier um den süd- und sud- westtichen Stadtteil, sowie das Stadtgebiet ,en- seits der Lahn. Bewertung durch, um das beste Fähnlein zu ermitteln. Die Sieger sollten einen Preis bekommen. Alle haben ihr Aeußerstes getan. Aber es kann nicht jedem Fähnlein vergönnt sein, Sieger zu werden. 9 0 0 0 0 Pimpfe in 57 7 Fähnlein standen im Wettbewerb. Es war ein schwerer Wettkampf um diesen Sieg! Alle haben ihr möglichstes getan; alle wollten zu den Besten gehören. In Stadt und Land strengten sie sich gleichermaßen an, um eine solche Stunde der Sieaerverkündung zu erleben, wie sie heute das Gießener Jungvolk erleben kann. Wir alle dürfen stolz sein auf die gezeigten Leistungen. 3 6 Siegerfähnlein aus 18 Jung- bannen im Gebiet standen im engsten Wettbewerb. Hnd in diesem Wettbewerb konnte der Standort Gießen durch fein Fähnlein 21 „Gorch Fock" den 3. Platz erringen, während das F ä h n - leinl den 9. Platz gewann. Das darf alle Gießener Pimpfe mit Stolz erfüllen. Aber keiner soll glauben, daß es nun gut und alles geschafft sei. Jetzt erst sollt ihr zeigen, daß es keine besseren und treueren Soldaten des Führers gibt, als feine Jüngsten. Mit dieser Stunde wollen wir gleichzeitig einen neuen Abschnitt unserer Arbeit proklamieren. Die Winterarbeit 1936/37 beginnt! Für uns soll sie viel Neues bringen. Die Heimabende sollen eine weitere Ausgestaltung erfahren. Ein neuer Dienstzweig soll erstmalig eingeführt werden: die W e r f a r b e i t! Der Dienst am Staatsjugend- tag soll anders und intensiver gestaltet werden. Auf sportlichem Gebiet werden planmäßige Handballrunden eingeführt. Die Sportarbeit soll weiter vor- märtsgetrieben und mustergültig im ganzen Reich ausgebaut werden. Die Führerschaft soll eine weitere planmäßige Schulung erfahren. Ein Führerkorps soll herangebildet werden, das nicht nur jedem Jungen, sondern auch jedem Volksgenossen vorbildlich sein kann. Auch soll es für die kommende Arbeit wieder einen Leistungswettbewerb geben. Wir wollen, so schloß der Gebietsiungvolkfuhrer, keine Rechte fordern, sondern Pflichten auf uns nehmen und mithelfen am Aufbau unseres Vaterlandes in der Gemeinsamkeit mit allen, die mitzu- helfen bereit sind. Im Anschluß an seine Ansprache wandte sich der Gebiets-Jungvolk-Führer Paul Wagner an den Führer des Fähnleins 21 und erklärte das Fähnlein „Gorch Fock" zum 3. Fähnlein des Gebiets und übermittelte dem Führer der ausgezeichneten Mannschaft den Ehrenpreis für die ®emet^d>a't.5s leiftung: eine Heimatbücherei im Werte von 100 Mark! Zähnleinführer Moos dankte und erklärte, daß sich das Fähnlein der Auszeichnung würdig erweisen und die Ehrung als Ansporn für weitere Arbeit betrachten werde. Nachdem das Lied „Vorwärts, vorwärts" die Kundgebung beendet hatte, unternahm das Gießener Jungvolk einen Marsch durch die Stadt. besonderen Behandlung unterzogen wird, in deren Mittelpunkt eine etwa 4- bis 6wöchige Aufbewahrung in dem sog. Faulturm steht, wo der Schlamm verrottet, die wachstumsfördernden Bodenbakterien aber erhalten bleiben und für Düngungszwecke nutzbar gemacht werden können. Durch Beheizung wird 1 der in dem Faulturm liegende Schlamm der ersten Behandlung unterzogen, gleichzeitig wird die 1 Schlammaffe entgast unö dabei das sog. Methan- ! gas mit einem Heizwert von 7000 Wärmeeinheiten ‘ gewonnen, das gegenwärtig noch für die Beheizung des Faulturms und für den Motorenantrieb zur Herstellung des Biohums, wie auch für die Kraftanlagen der Klärbetriebe Verwendung findet, für später aber die Möglichkeit bestehen läßt, durch Einführung in die Üeuchtgasleitung eine Verstärkung unserer Leuchtgasversorgung zu bringen. Nach dem Abschluß der Schlammbehandlung in dem Faulturm (der 1600 cbm Schlamm faßt) wird das Produkt bis zur absoluten Trockenheit auf Trockenfeldern weiterbehandelt, alsdann in einem Mischwerk mit Torf, Kalk und Knochenmehl gut vermischt, womit dann der Biohum-Dünger fertig- gestellt ist. .. Die Einrichtung in der Gießener Klaranlage ermöglicht die Herstellung von 250 bis 300 Zentner Biohum pro Tag, rund gerechnet 100 000 Zentner im Jahr, also eine ganz ansehnliche Leistung, die für den Feldbau und die Gartenwirtschaft in unserer engeren Heimat schon allerlei Bedeutung besitzt. Ein weiterer, vom Standpunkt der Allgemeinheit aus sehr beachtenswerter Vorteil ist aber der, daß seit der Verwendung der Klärschlammassen für diesen neuen Zweck die früheren, veralteten Trockenfelder in Wegfall gekommen sind, von denen an manchen Tagen ein übler, ja bei ungünstigem Wind unerträglicher Geruch auf die unmittelbare Nachbarschaft und auf die weiter angrenzenden Stadtteile hinzog, bekanntlich eine Erscheinung, die in früheren Jahren wiederholt zu Klagen Anlaß gegeben hat. Bei der gestrigen Führung wurde den Besuchern u. a. auch mitgeteilt, daß der Biohum- dünger sich bisher in der Praxis bewährt habe und fachmännische Gutachten sich lobend über ihn aussprächen, unsere Stadt damit also der Kläranlage einen Betriebszweig angegliedert fyabe, der für die Feld- und Gartenwirtschaft und zur guten Mithilfe bei der Erzeugungsschlacht von Bedeutung sei. Nach etwa einstündigem Rundgang, bei dem die Besucher alle Einrichtungen des Gesamtbetriebes mit lebhaftem Interesse in Augenschein nahmen, dankte Kreishandwerksmeister S t ü h l e r im Namen der Besucher den beiden Führenden für ihre lehrreichen Aufklärungen. Gießener Docheninarktpreise ♦ Gießen, 5. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: D. f. Molkereibutter, kg 1,57 Mk., s Molkereibutter 1,52, Landbutter 1,42, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Wirsing, % kg 6 bis 7 Pf., 50 kg 4,50 bis 5 Mk., Weißkraut, kg 4 bis 5 Pf., 50 kg 3 bis 3,50 Mk., Rotkraut, % kg 6 bis 7 Pf., 50 kg 5,50 bis 6 Mk., gelbe Rüben, % kg 8 bis 10 Pf., rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20, Römischkohl 6 bis 8, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 80 bis 90, Tomaten 25 bis 45, Zwiebeln 7 bis 8, Meerrettich 30 bis 70, Kürbis 5 bis 6, Schwarzwurzeln 20 bis 30, Kartoffeln, % kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 3 bis 3,50 Mk., Aepfel, kg 15 bis 25 Pf., 50 kg 15 bis 25 Mk., Tafeläpfel, kg 25 bis 30 Pf., 50 kg 25 bis 30 Mk., Birnen, kg 10 bis 20 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mk., Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Tauben, das Stück 50, Blumenkohl 35 bis 55, Salat 8 bis 10, Endivien 5 bis 10, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15, Radieschen, basJBunb 10 Pf. ** Arbeitsjubiläum. Am heutigen Tage kann Herr Carl Büscher, Lohnbuchhalter, Gießen, Aulweg 32, bei der Firma Gießener Gummiwarenfabrik Poppe & Co., Gießen, auf eine 25- jährige Tätigkeit zurückblicken. Der Jubilar hat sich bei seinen Vorgesetzten, wie bei allen Arbeitskameraden volles Vertrauen und Wertschätzung erworben. Seitens der Arbeitskameraden wird er anläßlich eines Betriebsappells durch eine Ehrengabe geehrt. Von der Firma wurde dem Jubilar schon bei der kürzlichen Jubiläumsfeier des 25jäh- rigen Bestehens der Firma Poppe & Co. eine Ehrengabe überreicht. ** 15. Musikalische Abendfeier inder I o h a n n e s k i r ch e. Bei der am Sonntag, 8. Nov., 17 Uhr stattfindenden musikalischen Abend- ßen, einen 3. Preis. Wiener Kaninchen: Otto gestern, einen Ehrenpreis, einen 2. und vier 3. Pr.; Walter Schmidt, Gießen, 1 Ehrenpreis; Hch. Junker, Nidda, einen Ehren- und einen 2. Preis; Herrn. Roos, Ober-Mockstadt, einen Ehrenpreis und zwei 2. Preise; Fritz Lebermann, Hungen, einen 1. und brei 3. Preise; Heinr. Böhr, Stockheim, einen 2. Pr. Am gestrigen Nachmittag fand in ber Alten Bürgermeisterei bie Verteilung ber Preise statt, bie der Verkehrs- und Verschönerungsverein in bem von ihm auch in biefem Jahre veranstalteten Blumen- chmuck-Wettbewerb vergeben konnte. Ihre Zahl betrug 26 erste, 33 zweite unb 8 britte, zusammen 6 7 Preise. Diese bestauben in ber Hauptsache aus blühenden Pflanzen und Blattpflanzen. Durch pas- enbe Auswahl unb Lieferung burchweg hervorragend schöner Exemplare hat auch die hiesige Gärtnerschaft zum guten Gelingen des gemeinnützigen Werkes das Ihre beigetragen. So sahen wir stattliche Gummibäume, herrlich blühende Alpenveilchen unb Primel, Blattbegonien, Dracaenen, Wachsblumen, frischgrüne Zierspargel und Zimmertannen, alles Sachen, die ein kleines Stückchen Sommerzeit unb Freude an ber Natur währenb ber sonnenarmen Jahreszeit in bie Wohnräume bringen. Auch wertvolle Kristall- und Keramik-Gegenstände, bie leicht in Zusammenhang mit Blumen gebracht werben können, winkten den mit Preisen bedachten glücklichen Empfängern. Wenn also ber Verein keinerlei Opfer scheute, um auf bem Gebiete bes öffentlichen Blumenschmuckes zur Verschönerung bes Straßenbilbes anregend zu rige Tätigteit bei der Reichsbahn zurückblicken. — Der im Laufe dieses Herbstes von der Landesbauernschaft hier durchgeführte M e l k - kursus ging zu Ende. Außer der Lehre des Melkens fanden noch wichtige Besprechungen über Diehbehandlung und Kälberaufzucht statt. Dem Kursus wurde so großes Interesse entgegengebracht, daß für Februar nächsten Jahres ein zweiter Lehrgang vorgesehen wurde. § Großen-Linden, 4. Nov. Heute vor 30 Jahren hat Polizeidiener Weinandt seinen Dienst angetreten. Als junger Mann wurde ihm damals diese Stelle übertragen. Er hat es verstanden, sich das Vertrauen der Bürger zu erwerben. Weinandt ist ein zuverlässiger Mann und versah seinen Dienst mit großer Gewissenhaftigkeit, bis ihn eine Krankheit an das Bett fesselte. Die Gemeinde wünscht ihm baldiae Genesung, damit er seinen Dienst wieder aufnehmen kann. # Leihgestern, 5. Nov. Am kommenden Samstag kann der Landwirt und Wagnermeister Johannes Pauli V. bei leidlich guter Gesundheit seinen 8 0. Geburtstag feiern. (t) Grüningen, 4. Nov. Gewerbelehrerin Fräulein B e ch t o l s h e i m e r aus Gießen hielt vor der Frauen schäft einen Vortrag über die Aufgaben der deutschen Frau. Die Referentin verstand es, in anschaulicher Weise den Frauen Aufschluß darüber zu geben, wie alle mithelfen können, die Nahrungsmitteleinfuhr aus dem Ausland auf ein Mindestmaß zu beschränken. An Hand von praktischen Beispielen wurde die Verwendung von einheimischen Lebensmittelprodukten zu Speisen und Gebäck gezeigt, wobei festgestellt werden konnte, daß bei sachgemäßer Anwendung eine Abwechselungsreiche, schmackhafte Kost bereitet werden kann. In weiteren Ausführungen betonte Fräulein Bechtols Heimer die Pflicht jeder Hausfrau, im „Kampf dem Verderb" die Lebensmittel vor Schädlingen jeder Art zu schützen. Die Ausführungen der Rednerin wurden mit großem Interesse ausgenommen. * Hungen, 5. Nov. Am heutigen 5. November begeht in befriedigendem körperlichen Wohlbefinden und großer geistiger Frische unser Mitbürger I. B e r l e t t seinen 8 0. G e b u r t s t a g. Der Jubilar, der in unserem Städtchen und seiner Umgebung sich allgemeiner Wertschätzung erfreut, hat nach jahr- zehntelanger kaufmännischer Tätigkeit sich lange Zeit bis zu seinem 77. Lebensjahre als ehrenamt- licher Beigeordneter um unsere Stadt verdient ge- ,Macht. Wir wünschen dem alten Herrn, der fett über 50 Jahren ein treuer Leser unseres Heimatblattes, des Gießener Anzeigers, ist, einen gesegneten Lebensabend. Kreis Friedberg. -Butzbach, 4. Nov. Die hiesige Ortsgruppe des Dolksbundes für das Deutschtum im u V a ” & beging im großen Saale des „Hessischen Hofs" einen Festabend des Deutschen Volkstums, der durch einen Eingangsmarsch der Bataillonsmusik eingeleitet wurde. Nachdem einige Gedichte und Chöre vorgetragen waren, sprach Professor Dr. Schmied-Kowarzik über das Deutschtum im Ausland unter besonderer Berücksichtigung der Blutsverbundenheit des deutschen Volkstums, die am Tage des deutschen Volkstums recht zum Ausdruck kommen soll. Die Vortragsfolge des Abends brachte Volkstänze aller Art, turnerische Darbietungen, Schülerchöre, die von den Schulgruppen der Volksschule, als auch der Oberrealschule dargebracht wurden. Im zweiten Teil des Abends bildete das mimische Tanzmärchen „Schneewittchen" den Höhepunkt. Starker Beifall belohnte alle Mitwirkenden. Kreis Schotten. —/— Ruppertsburg, 4. Nov. Nachdem im vergangenen Sommer die im 91. Lebensjahre stehende Witwe des Bauinspektors H ö g y verstorben ist, verkaufte nun ihr Sohn ihr reizend gelegenes, schönes Landhaus an die Gemeinde Ruppertsburg, die es als F ö r st e r h a u s verwenden will. Damit dürfte unsere Gemeinde eines der schönsten Försterhäuser in der Umgegend haben. Kreis Alsfeld. > Alsfeld, 4. Nov. Ein großes Trauergefolge gab am Montag dem im 74. Lebensjahr verstorbenen Kommerzienrat Gustav Ramspeck das letzte Geleit. Der Verstorbene bekleidete bis zu seiner Erkrankung das Amt des Direktors der Alsfelder Möbelfabrik, um welches Unternehmen er sich in jahrzehntelanger Arbeit große Verdienste erworben hatte. Er gehörte eine längere Reihe von Jahren dem früheren Stadtrat an und war der Mitbegründer des Alsfelder Geschichts- und Altertumsvereins und des im Jahre 1897 ins Leben gerufenen Alsfelder Heimatmuseums, um dessen Ausbau er sich außerordentlich verdient machte. Auf genossenschaftlichem Gebiete betätigte er sich sehr rege als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Alsfelder Volksbank. Das verdienstvolle Wirken für seine Vaterstadt kam bei den zahlreichen Kranzniederlegungen an seiner letzten Ruhestätte zum Ausdruck. Die Gefolgschaft der Alsfelder Möbelfabrik nahm an der Trauerfeier geschlossen teil. Oer Friseur im Ausbauwerk. Znnungsversammlung Die Innung der Friseure für den Kreis Gießen hielt am Montagabend ein gut besuchte Jnnungsoersammlung ab. Obermeister Götz hieß Betriebsführer und Gefolgschaftsmitglieder, sowie die Gäste willkommen. Der Obermeister der Wetzlarer Innung, Maxheim, gedachte des 50jährigen Bestehens der Gießener Innung und übermittelte nachträglich eine mit einer entsprechenden Widrttung versehene Schelle. Obermeister Götz dankte für das praktische Geschenk. Hierauf kam der Bezirksinnungsmeiste«- Weidner, Frankfurt a. M., zu Wort, der feiner Freude darüber Ausdruck gab, daß Obermeister Götz, der zugleich Kreisfachfchafts- walter der Friseure ist, in so einträchtiger Weise Betriebsführer und Gefolgschaftsmitglieder versammelt habe. Der Bezirksinnungsmeister unterstrich die Bedeutung der harmonischen Zusammenarbeit. Weiterhin verwies er auf den Aufstieg des Wirtschaftslebens, von dem der Friseur aber noch nicht den gewünschten Erfolg verspüre. Um auch dieses Erfolges teilhaftig zu werden, müsse der Friseur von sich aus mithelfen, einen Aufschwung seines Berufes herbeizuführen. Es könne gesagt werden, daß die Leistungen des Handwerks sich sehr gehoben haben. Gerade die Reichstagung in Weimar tjabe bewiesen, daß nicht nur Spitzenkönner im Handwerk vorhanden sind, sondern, daß ganz beachtliche Breitenarbeit geleistet worden sei. Hier erweise es sich, daß die Berufserziehungsmaßnahmen des Reichsinnungsmeisters Renz die richtigen gewesen sind. Mit großer Freude haben die deutschen Friseure auch die Erfolge auf internationalen Wettbewerben erfüllt. Die Freude über solche Erfolge sollte auch den letzten Friseur anspornen, diesen, Berufskollegen nachzueifern. Immer werde es die | der Gießener Friseure. fachliche Leistung sein, die dazu beitrage, die finan- zielle Lage des Handwerks zu bessern. Daran mitzuarbeiten sei Aufgabe der Betriebsführer und der Gefolgschaftsmitglieder. Das Handwerk komme diesen Bestrebungen entgegen durch die jetzt eingeführte Vollprüfung. Dadurch soll das Spezialistentum überwunden und jeder einzelne zu einem in jeder Lage brauchbaren Handwerker erzogen werden. Bis 1939 müßten alle diejenigen den Nachweis der großen Dolleignung erbringen, die nicht im Besitze der Meisterprüfung sind. Unter dem Gesichtspunkt der Volleignung werde jetzt auch die Meisterprüfung abgenommen. Der Redner setzte ferner auseinander, wie wichtig neben der fachlichen Fortbildung auch die weltanschauliche Schulung sei. In seinen weiteren Ausführungen gab er die Anregungen weiter, die Reichsinnungsmeister Renz gab, und die neben der fachlichen Einzelausbildung sich ganz besonders darauf beziehen, daß der Friseur, als Pfleger des Haares seiner Kunden, auch 3um Berater seiner Pfleglinge werden müsse. Dazu sei nötig, sich auch einige chemische und biologische Kenntnisse anzueignen. Zum Schluß ermunterte Bezirksinnungsmeister Weidner alle Berufskameraden zur Teilnahme an den Jnungsmeisterschaften, damit sie durch gemeinsames Arbeiten Erfahrungen und Kenntnisse austauschen und einer vom anderen lerne. Obermeister Götz dankte dem Redner für seine lehrreichen Ausführungen. Nach der Besprechung einiger organisatorischer Fragen wurde die Jnnungsoersammlung mit dem Treugruß an den Führer geschlossen. Drei Mitglieder, die ihre Meisterprüfung bestanden haben, führten noch praktische Modelle vor, die lebhaftes Interesse fanden. SLU.-tfport Oer Reichsbund für Leibesübungen vor großen Aufgaben. Die besten Soldaten können nicht Tag für Tag dauernd und gleichmäßig 50 Kilometer marschieren. Es ist schon eine sehr weise Einrichtung der Natur, daß sie zu Ruhepausen zwingt, die man einhalten muß, ob man will oder nicht. Auch der deutsche Sport kann sich den ehernen Gesetzen der Natur nicht entziehen. Nach dem zusammengeballten Kräfte- einsatz aller, nach den planvollen und angespannten Vorbereitungen zu den Olympischen Spielen, nach dem großartigen Gelingen dieser Spiele und nach dem einzigartigen Sieg der deutschen Mannschaft mußten Ruhetage eingelegt werden. In den Kreisen des Reichssportführers sprach man von diesen Ruhetagen als einer Kampfpause, in der die Mannschaften neu ausgerichtet, die Stellungen weiter ausgebaut würden, um nun im November mit einem erfrischenden Winterfeldzug zu beginnen. Schon in den ersten Tagen dieses Monats werden im ganzen Reich Abendveranstaltungen des D R L. und der Deutschen Sporthilfe durchgeführt. Unter dieser schlichten Bezeichnung laufen Werbeveranstaltungen, in denen man den Volksgenossen Einblick nicht nur in das Schaffen der bisher so segensreich wirkenden Sporthilfe, sondern überhaupt des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen gibt. Den Auftakt einer großzügigen Propagandaaktion für die deutschen Leibesübungen bildet dann die Sitzung des deutschen Olympisch en A u s s ch u s s e s am 11. November, in der der Reichssportführer nicht nur den Schluß- bericht über d i e Olympischen Spiele geben, sondern mit diesem Bericht zugleich die Wege aufweisen wird, nach denen der deutsche Sport in den kommenden Monaten zu marschieren hat. Es ist verständlich, daß ein Zusammenziehen der Presse- und Propagandawarte nach Berlin in diesen Tagen in der Vorbereitung der kommenden Werbeaktion von besonderer Bedeutung ist. Der Länder -Fußballkampf zwischen Deutschland und Italien in Berlin am 15. November wird den Blick der gesamten deutschen Oeffent- lichkeit wiederum auf die Stätte der Olympischen Spiele richten und muß als ein großes Ereignis dieses Jahres gewertet werden. Am Vortage des Fußballspieles wird der Reichssportführer die zum Länderspiel eingeladenen Sieger des Gepäckmarsches der SA. in Berlin begrüßen.' Für den 27. und 28. November hat dann der Reichssportführer die D R L. - Gauführer und Fachamtsleiter nach Berlin geladen, um auf dieser Tagung die Werbemaßnahmen der Reichssportführung für den Winter 1936/37 im einzelnen zu besprechen. OieOurchsührunqderWinterhilssspiele Das Fachamt Handball im Sportkreis Gießen gibt bekannt: Das Fachamt Handball (Kreis Gießen) erläßt zu den am kommenden Sonntag (18. November) stattfindenden Spielen zu Gunsten der Winterhilfe für die beteiligten Vereine folgende Richtlinien: 1. Die Werbung für die angesetzten Spiele hat, soweit das noch nicht geschehen ist, sofort ein- Zusetzen. 2. Alle örtlichen Dienststellen der Partei und ihrer Gliederungen sind in der richtigen Weise auf die Aktion aufmerksam zu machen. 3. Alle örtlichen Vereine müssen Einladungen erhalten. 4. Daneben muß,' soweit das möglich ist, vor allem auf den Ortschaften durch die Ortsschellen den Volksgenossen die Wichtigkeit der Aktion vor Augen geführt werden, die durch die Or- . ganisation nicht erfaßt werden. 5. Die reisenden Mannschaften können keinerlei Ansprüche auf Fahrtvergütung stellen, ebenso auch nicht die amtierenden Schiris, es sei denn, daß bei letzteren die Fahrt begründet wird. Es wird erwartet, daß die Platzvereine ihre Gäste in anderer Weise entschädigen. 6. Die vereinnahmten Gelder fließen restlos den örtlichen Stellen des WHW. zu. 7. Die von diesen ausgestellte Quittung ist sofort mit einem kurzen Situationsbericht an die Kreisfpielleitung zu senden. Aeußerster Termin 12. November. 8. Das Ergebnis der Spiele und der abgeführte Reinertrag find in der üblichen Weife an Bez.- Spielwart Seibert, Wetzlar (Telefon 2435), zu melden. Es wird die Mitarbeit aller Handballkameraden erwartet, da nur so der erwartete Erfolg sichergestellt werden kann. An alle Volksgenossen aber geht die Bitte, die Aktion der Handballer in der richtigen Weise zu unterstützen, damit ein ansehnlicher Betrag dem WHW. zugeführt werden kann. A. L u h , Kreisfachamtsleiter, Die für den 8. November angesetzten Pflichtspiele fallen, soweit sie nicht ausdrücklich angesetzt worden sind, ohne Ausnahme aus und werden demnächst neu festgesetzt. Deutschlands Fußballmannschaft gegen Italien. Das F a ch a m t Fußball hat für den Länderkampf Deutschland — Italien am 15. November im Olympischen Stadion in Berlin folgende Mannschaft aufgestellt: Jakob (Jahn Regensburg) Münzenberg Munkert (Alemannia Aachen) (1. FC. Nürnberg) Janes Goldbrunner Kitzinger (Fort. Düsseld.) (Bayern München) (1. FC. Schweins.) Elbern Gellesch Siffling Szepan Urban (FV. Beuel) (Schalke) (SV. Waldhof) (beide Schalke). Der Deutsche Fußball-Bund hat also auf die gleiche Mannschaft zurückgegriffen, die am 14. Oktober in Glasgow das große Spiel gegen Schottland lieferte. Als Ersatz steht in Berlin Buchloh (Speldorf) zur Verfügung. Fußballklub 1926 Großen-Buseck. Großen-Buseck I — Rodheim I 1:0. Rodheim war am Sonntag Gegner der 1. Elf und mußte eine knappe aber verdiente Niederlage hinnehmen. Die Einheimischen hatten aus der Niederlage in Heuchelheim gelernt und wußten, um mas es ging. Vor allen Dingen verstanden sie diesmal auch zu kämpfen. Großen-Buseck hatte von Anfang an etwas mehr vom Spiel, der Sturm ließ aber wiederum den abschließenden Torschuß vermissen. Allerdings ließ auch der glatte Boden keine einheitlichen Aktionen zu und Rodheim hatte in seiner Hintermannschaft eine sichere Deckungsreihe, so daß die Einheimischen nur schwer zum Zuge kamen. Trotz überlegenen Feldspiels konnte erst m der 32. Minute der Halblinke durch entschlossenes Handeln das einzige Tor erzielen. Wenn es bei dem Spiel sonst zu keinem weiteren zählbaren Erfolg reichte, so lag das auch diesmal wiederum daran, daß die Außenstürmer der Einheimischen viel zu wenig und meistens zu spät eingesetzt wurden. Erst am Ende der zweiten Halbzeit bemühte man sich, diesen Mangel abzustellen und dann waren die Angriffe stets gefährlich. Mit viel Glück konnte sich Rodheim einer höheren Niederlage erwehren. Vor diesem Spiel stand die Jugend der gleichen des SV. Saasen gegenüber und konnte mit 2:0 Sieger bleiben. Iugendfußball im DfB.-R. DfB.-R. 1. Jugend — Klein-Linden 1. Jugend 5:1 (1:0). Die Klein-Lindener 1. Jugend hatte insofern Glück, daß der Sieg der VfBer so niedrig ausgefallen ist. Wenn auch nicht verkannt werden soll, daß die Gäste mit ungeheurem Eifer spielten und auch besonders in der ersten Halbzeit erfolgreich Widerstand leisteten, so war doch die technische Ueberleaenheit der Platzbesitzer sehr groß. DfB.-R. 2. Jugend — Lich 1. Jugend 8:1 (3:0). Die 2. Mannschaft war in Lich in großer Fahrt. Sie spielte ihr bestes Spiel der Serie. Das Resultat entspricht in vollem Umfange dem Spielgeschehen. DfB.-R. 4. Jugend — Wieseck 1. Jugend 1:14. Es war von vornherein klar, daß die 4. Jugend gegen die körperlich weit überlegene 1. Jugend Wiesecks sich nicht erfolgreich durchsetzen konnte. Trotzdem muß die Höhe der Niederlage befremden. VfB.-R. 1. Schüler — Alten-Buseck Schüler 1:3. Als die mit fünf Mann Ersatz antretende Gießener Schülermannschaft nach Alten-Buseck kam, sah sie sich einer durch Jugendspieler verstärkten Schüler- mannschast der Platzbesitzer gegenüber. Bei dieser Tatsache war es keine Ueoerraschung, daß die Schülermannschaft trotz ihres guten Spieles sich beugen mußte. VfB.-R. 2. Scküler — Klein-Linden 1. Schüler 3:2. Die durch Abgabe an die 1. Schülermannschaft geschwächte 2. Schülermannschaft gewann in Klein- Linden nach einem schönen Spiele verdient. Abturnen im Männerturnveren Oaubringen. Am Sonntag veranstaltete der Männerturnoerein Daubringen sein Abturnen. Die Aktiven und Jugendlichen beteiligten sich im Laufe des Sommers rege an den Üebungsstunden, so daß die abschließenden Wettkämpfe sehr gute Ergebnisse zeitigten. Am Vormittag wurden die volkstümlichen Wettkämpfe, am Nachmittag die Gerätewettkämpfe ausgetragen. Es wurde in drei Stufen geturnt. Die Bekanntgabe der Sieger erfolgt am nächsten Samstag aus Anlaß des 30jährigen Bestehens bei Vereins. Gportamt „Kraft durch Freude-". Heute folgende Kurse: Fröhliche Gymnastik: Lyzeum, Dammstraße 26, 20 bis 21 Uhr und 21 bis 22 Uhr. Boxen: Die KdF.-Boxkurse führen in die Kunst des Faustkampfes ein. Neben dem Training an den Geräten — Sandsack, Doppelendball, Punktball, Springseil — steht der Kampf Mann gegen Mann. Handschuhe werden zur Verfügung gestellt. Dauer der Kurse sechs Wochen (wöchentlich eine Stunde). Zur Teilnahme an den Boxkursen ist schriftliche Voranmeldung auf dem Sportamt der NSG. „Kraft durch Freude", Schanzenstraße 18, Bedingung. S k i - Trockenkurse erleichtern dem, der das erste Mal draußen im Schnee auf den Brettern steht, das Lernen ganz wesentlich. Die Schneeschuhe werden gestellt. Dauer der Kurse fünf Wochen (wöchentlich eine Stunde). Zur Teilnahme an den Ski- Trockenkursen ist schriftliche Voranmeldung an das Sportamt der NSG. „Kraft durch Freude", Schanzenstraße 18, Bedingung. Kurze Sportnotizen. Franz Eggert, der verdienstvolle Förderer des deutschen Radsports und Sportleiter des DRV. ist im Alter von 61 Jahren in Berlin gestorben. Die Deutschlandriege wird anläßlich der Feier des 75jährigen Bestehens der Aachener Turngemeinde am 15. November in Aachen ein Schauturnen vorführen. Alle Volksmusik-Freunde sind herzlichst eingeladen zu dem am Sonntag, 8. November, abends 8.30 Uhr im Cate Leib stattfindenden Harmonika-Spielabend der Spielgruppe Giefien und Marburg unter Leitung von Musiklehrer Nurtsch ca. 40 Spieler Unkostenbeitrag und Programm 50 Pf. Vorverkauf bei Musik-Challier Neuenweg 10, und abends an der Kasse Nach dem Konzert geselliges Beisammensein bei musikalischer Unterhaltung 7019 D Geschmackvoll °'eee 9 Elfl.n.Oh.rt.n der guten Vornehm Familien-Drucksache Persönlich Bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Aue- führungeerten eohnell und zu mMBIgen Preleen Brührsche Druckerei, Schulstraße 7, Anruf 2251 llllllllllllllllllllllllllllll 3rflr den Naturfreund! WiMben Die Lebensgemeinschaft des deutschen Waldes in Bildern 150 Naturaufnahmen aus dem Tier- und Pflanzenleben des heimatlichen Waldes auf 188 Kupfertiefdruck, tafeln, mit lebendigem und aufschlußreichem Linführungstext von K.Gerhard u.tö.Wolff. Preis RM. 4,80. „(Eß lebt und webt in dem Buche, und wer es versteht, mit empfänglichen Sinnen die bildgeword. Naturschönheiten in fick aufzunehmen, dem singen u. klingen die Tafeln tausend (Erinnerungen wach an einstmals leibhaft Erschautes." Reclams Universum Verlangen Sie kostenlos unsere bebilderten Werbeblätter 3u beziehen durch jede Buchhandlung l Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde llllllllllllllllllllllllllllll 3hre Vermählung beehren sich anzuzeigen Walter Noll, Studienassessor Anni Noll, geb. Wagner Erfurt (Magdeburger Str. 51 a) Betzdorf (Hellerstr. 7) den 6. November 1936 7029 D Marktstr. 23 Telefon 2417 TsC-WUs1 lux-have Feinste Mittels 500 g von 55 H an [7033A Nachlässe von 3 bis 20 v. H. erhalten Sie bei wiederholten Veröffentlichungen einer Anzeige I Wichtig für Jagdscheininhaber! Wichtige Neuerscheinung! 5Won Manien Tieren nach der Naturschuhverordnung vom 18. Mürz 1936 (RGBl. I Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, aus- führlich erläutert von Professor Dr. W. Weber, o. ö. Prof, der Rechte und Referent im Reichs- und Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Waltber Schoenichen, Leiter der Reichsstelle für Naturschutz. Gebunden RM. 3,60. Bestellungen durch alle Buchhandlungen OiigoBermWc Beriag. Berlin £idjtetf. Gleichstrom- Motor (2 PS) gut erhalten, gesucht. Schrift!. Angebote unter 05125 and.Giek. Anzeiger erbet. IDeinflflftOen kauft 7oivD Burhcnne Gnautbstrake 5, Ruf Nr. 3169. L O o s» TCleuie. Jem TCücAettlleid! Flecken von übergekochter Wäfche lauge gehen leicht weg durch putzt Herdplatten,Meffer,Aluminium im Gießener Anzeiger I Anmeldung zur Meisterprüfung 1932 ttrefTnbqeieren" Die Anmeldung zu den bevorstehenden Meisterprüfungen ~— sind spätestens bis zum | Kaufgesuche | 30. November 1936 bei den nachstehenden Meisterprüfungskommisstonen eln« zurelchen. — Anmeldeformulare werden den Prüflingen nach Einzahlung der Meisterprüfungsgebühr in Höhe von RM. 25.- an die Hess. Handwerkskammer Darmstadt (Postscheckkonto Nr. 15106 in Frankfurt a. M.) zugestellk. Zuständig sind - auch für das Ääcker» u. Mehgerhandwerk, für das besondere Prüfungsausschüsse errichtet sind — für die Provinz Starkenburg: Meisterprüfungskommlsstoll Starkenburg, Darmstadt, Hügelstraße 15J für die Provinz Oberhessen: Meisterprüf«naskommisfloa Oberhessen, Gießen, Goethestraße 7 für die Provinz Nheinhessen: Meisterprüfungskommlsstay Rheinhessen, Worms, Kämmererstraße 40 7034 D Hessische Handwerkskammer Darmstadt Der für den Montag, 9. November d. I-, festgesetzte LKavtSnZmartt wird am Siensiag.öemio.llooetnBetöJ. abgebalten. es7«v Münzenberg, den 30. Oktober 1936 Ter Bürgermeister: Dletr. Wf JOCHHEIM ir.n GLORIh Schuhhaus gewiD - sich um groß, daß Si wählen >ie Ausbesonders wenn es Schuhe handelt! Bei soviel Si wähl ist uns können immer das Richtige finden werden •V sä' - 'vf • T /, UW PQLQST /: Giessen l \ \. / r-k ■ die nm ;[:intopffonntQg»«8.11 Gießen Im Beiprogramm: Das Gesicht Schanghais, Kulturfilm und Fox • Ton - Woche 7011A Täglich 4, 6 und 8.30 Uhr; Sonntags 3, 5.30 und 8.30 Uhr Wo dieser Film bisher anlief, ist er mit einer beispiellosen Begeisterung aufgenommen worden. | Verkäufe \ (Gebrauchte SNHMAl- MWasVive (Singer-Langarm) billigabzugeben. Liebigstr. 37, III. Schulstr. 6 __________7027 A llllllllllllllllllllllllllllli ZweSSBelümpmngoer Schwarzarbeit können Arbeits Ange boie von Handwerkern nur mit Namensnen- nuna v unter Vorlage desE benachweijee ouiflciimimen werben Verlag »e»GtebeuerAmetaert> Jahresversammlung des Oberhessischen Vereins für Znnere Mission. 1935er Edenkobener, Pfalz Ltr.-Fi.o.Gi. 65 1935er St. Martiner Berg, Pfalz. .Ltr.-Fi.o.Gi. 75 1935er Dürkheimer, rot, Pfalz... .Ltr.-Fi.o.Gi. 65 1935er Ingelheimer, Rheinhessen, Ltr.-Fl.o.Gl. 1.- 7023 A Heute Donnerstag PREMIERE! Der große Kriminal-Film auch in Gießen mit großer Spannung erwartet PAUL HARTMANN • MANJA BEHRENS ARIB. WÄSCHER, HILDE V. STOLZ, KARL HELLMER mtntlntldM bestell, aus Büfett 1,60 m, mit Kühlschrank und eingebauten Tonnen, Tisch und = MS" int 135 M. «WM SMS Heizen ist leichter mit praktischen Geräten. Die Arbeit geht schneller und macht weniger Schmutz. 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Etwa 8 0 Schafe wurden daoei getötet. Der Lokomotivführer hat die Herde anscheinend infolge der Dunkelheit nicht bemerkt. Kreis Detzlar Stadt Gießen noch allein verbliebene Herberge zur Heimat in Friedberg täglich von 30 Wanderern besucht wurde, gegen 40 im Vorjahre. Bei enger Verbundenheit mit dem Landesverein, dessen Leistungen auf volksmissionarischem Gebiet auch m Oberhessen dankbar erwähnt wurden, wird der Oberhessische Verein selbständig bleiben. Sas (£11= sabethhous und das Eleonorenhospiz in Bad-Rauheim haben sich weiter gut entwickelt. Die von Kaufmann Horst, Gießen, vorgetragene Rechnung ist geprüft und wurde gutgeheißen. Aus dem Vorstand schieden aus: Pfarrer l. R. Mahr, Gießen, durch Wegzug und Graf Wilhelm von Laubach durch Tot); die Versammlung ehrte sein Andenken durch Erheben von den Sitzen. An ihre Stelle wurden gewählt Pfarrer Becker, Gießen, und Freiherr Volprecht von Riede sel zu Eisen bach. Hauptgegenstand der Verhandlungen war der Vortrag von Pfarrer Hanke vom Diakonissenhaus zu Kreuznach über „EvangelischeDiak o n i e ein ft und jetzt aus der Schau eines M u 11 e r h a u s e s". Die Aufgabe, an den Elenden zu dienen, und das Ziel, Menschen für den Himmel zu gewinnen, sind auch im Umbruch der letzten Jahre geblieben. Die national,ozialistische Revolution schlug auch in unser Herz. Das Leben der über 400 Angehörigen des Mutterhauses zeigte Dankbarkeit für das Reue. Sozialismus und Nationalismus hatten schon längst hier ihre • An Stelle des Wachstums trat aber .Stillstand (Schwesternmangel). Der Zuwachs genügt nicht. Es sind die „dünnen Jahrgänge (1915!) fetzt an der Reihe. Reue Gemeinschaftsformen für die Schwesternschaft waren selbstverständlich. Die innerste Entscheidung liegt heute mehr vor als hinter der Tür des Mutterhauses. Der Traum von einem Q Groß-Rechtenbach, 4. Nov. Die N S« Frauenschaft bereitete am vergangenen Sonntag den ältesten Einwohnern unserer Gemeinde einige unterhaltsame Stunden. Die Frauenschaftsleiterin Frau Knoche begrüßte Die Gäste und wies darauf hin, daß man mit Der Feierstunde die Alten ehren und ihnen eine FreuDe machen wolle. Mitglieder der Frauenschaft brachten Gedichte zum Vortrag, die auf den ethischen Werk der Veranstaltung hinwiesen. Eine Schar Jung- mädel erfreute mit zwei Vorführungen. Ehordar- bietungen unter der Stabführung von Lehrer Knoche verschönten die Feier mit Liedern Der deutschen Treue und der deutschen Heimat. Der Ortsqeistliche, Pfarrer Hardt, hielt eine kurze Ansprache über das Walten Gottes auf unserem Lebensweg. Herzliche Dankesworte fanden Friedrich Hofmann und Friedrich Ludwig an Die Frauenschaft für die Ausrichtung der Feier. Bur- germeifter Langsdorf gab dem Wunsche Ausdruck, daß diese Sitte der Altenehrung für die Zukunft beibehalten werden möge. _ Sieben Jahre Zuchthaus wegen Totschlagsversuchs. LPD. Frankfurt a. M., 4. Nov. Das Son- derqericht verurteilte den 33jährigen Andreas Göbel wegen vollendeten schweren Diebstahls im Rückfall und versuchten Totschlags sowie wegen Vergehens gegen das Schußwaffengesetz zu Beben Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust. Die Zuständigkeit des Sondergerichts ergab sich daraus, daß der Angeklagte in der Nacht -um 28. Juli, als er nach einem Einbruch verfolgt wurde aus einem Trommelrevolver Schüsse auf die ihm nachsetzenden Polizeibeamten abgab Der Angeklagte behauptete vor Gericht, daß sich Die Schüsse beim Herausnehmen des Revolvers aus der Tasche von selbst gelöst hätten. Das Gericht Beerenobsthochstämme, Beeren- obststräucher, Brombeersträucher, Himbeersträucher, Hecken- und Schlingpflanzen, edler Flieder empfiehlt preiswert [05120 toinettl Dinges Gießen, Marburger Straße 67. Liner hilft dem anderen! Das ist der Sinn des Eintopfsonntags am 8. November wer am Eintopfsonntag opfert, zeigt den Willen zur sozialen Tat! überkonfessionellen Christentum schafft Hemmungen. • Kirche und Innere Mission streben heute starker . zusammen, und eine Verstaatlichung der Dwkome in unmöglich. Die Zukunft der Diakonie steht in Gottes Hand. Diakonie war immer Bahnbrecherin - der staatlichen Wohlfahrtspflege Der Diakonie kann ein Wetteifer mit allen aufbrechenden Kräften der Zeit nur gesund sein. Die Gefahr liegt in der Wa. id- lung der Bewertung der Taten des Christentums. Die Innere Mission lebt nicht von Kalkulation, sondern von dem Glauben. Ihre Ersparnisse fm) immer zweckgebunden. Auch in der Tat der Sarnrnlungs- beschränkunq liegt ein Segen. Die Diakonie hat nur zwei Quellen: die Treue Gottes und den Gehorsam der Menschen, auch im Beginn ihres Zweiten Jahrhunderts. Hoffnunglose Fälle kennt sie nicht, solange es Elend gibt, solange gibt es Barmherzigkeit. Sündenelend ist die Not jedes Menschen. Diakonie bleibt Dienst am ganzen Volk. Der packende Vortrag wurde mit herzlichem Dank entgegengenommen, und unter seinem (Binbrud auf eine Aussprache verzichtet. Mit dem Lied „Ach bleib bei uns Herr Jesu Christ" schloß die Versammlung. Den Tag beschloß ein durch Chor- und Emzel- qelang schon ausgeschmückter Gottesdienst m der Friedhofskapelle, in dem der frühere Pfarrer der Lutherqemeinde Lenz am Diakonissenhaus Elisa- bethenstist zu Darmstadt, über „Diakonie als Tat Jesu" predigte. Kirche und Schule. = .= Homberg, 4. Nov. Am Neformations- fefte wurden in unserer Stadtkirche drei junge Pfarramtskandidaten Biehert, Bopp und Petri ordiniert. Propst Knodt (Gießen) nahm die feierliche Einsegnung unter Assistenz des früheren Dekans Dr. U n 0 e r 3 a g t in Alsfeld und unseres seitherigen Pfarrers Praetorius im Gotteshaus vor. Während des Eingangsliedes begaben sich die sechs Geistlichen vor den Altar. Seiner Ansprache legte der Propst die Textes- worte Lukas 12, 32, zugrunde: „Fürchte dich nicht, du kleine Herde; denn es ist eures Vaters Wohlgefallen, euch das Reich zu geben''. Mit diesen Worten machte er den Kandidaten Mut für ihr Am gestrigen Mittwoch tagte die Mitgliederversammlung des Oberhesjischen Vereins für Innere Mission im Johannessaal zu Gießen. Sie wurde nach gemeinsamem Lied „Herz und Herz vereint zusammen" vom Vorsitzenden, Oberkirchenrrt i. R. D. Wagner, Gießen, mit Losung und Lehrtext des Tages eröffnet. Der von ihm vorgetragene Jahresbericht zeigte, daß >ch Verkauf der Gießener Herberge an Die Gießen noch allein verbliebene Herberge ZUk Heute DonnerstagI Ein Ereignis für Gießen! MA\R11A\ CEBOTAR1 die Kammersängerin der Dresdener Staatsoper, hat zum erstenmal in einem Großfilm Gelegenheit, Millionen von Menschen mit ihrer herrlichen Stimme zu erfreuen und zu beglücken: Mädchen in WEISS MARIA CEBOTARS ■ IVAN PETROVICH HILDE V. STOLZ • GEORG ALEXANDER Regie: VIKTOR JANSON neues Amt. Auf Grund ihres Studiums, ihrer Herzensbildung, ihres Glaubens und Gottoertrauens fühlten sie sich wohl in der Lage, ihrem Amt vor- stehen zu können. Danach verlas er die Amtsformel, worauf einer der Kandidaten das Gelübde sprach. Nun wurden die Drei Pfarramtsanwarter einge- feqnet. Die drei älteren Pfarrer nahmen mit einem Bibelwort die Einsegnung vor. Der Gesang des Hauptliedes „Eine feste Burg folgte. In ferner Antrittspredigt sprach Pfarrverwaltei' B e f) tr t über das Wort Lukas 4, 14 dis 19, unö den Reformationstag. Pfarramtsanwarter P e t r 1 verlas anschließend das allgemeine Kirchengebet und sprach das Vaterunser. Propst Knodt entließ daraus die Gemeinde mit dem Segen des Herrn. Eisenbahn überrennt einen Lastzug. Die Schranke war nicht geschlossen. LPD Marburg, 4.Nov. Als in der vergangenen Nacht ein Lastzug, bestehend aus einem Traktor und zwei mit Backsteinen beladenen Anhängern, die Gleise der Bahnstrecke Mar bürg —Kassel am Nordausgang der Stadt überqueren wollte, wurde er von der Lokomotive des um 1.30 Uhr aus Richtung Kreuzthal kommenden Zuges erfaßt. Die Lokomotive schleifte den Traktor eine Strecke mit und schleuderte ihn zur Seite. Wie durch ein Wunder wurden der Fahrer und der Beifahrer nur leicht verletzt. Die Schuld trägt der Schrankenwärter, der aus noch nicht ermittelten Gründen die Schranken l ch t geschlossen und sich unmittelbar nach Dem Unfall nach Hause begeben hat. W Ein neuartiger, spannender Krimi- M nal-Film, der unter M Mitwirkung der Justiz- W Pressestelle gedreht Wj wurde und in dem zum erstenmal authentische M Bilder vom Arbeiten der Mord-Kommission g® und eines Schwurgerichtes gezeigt werden. Beiprogramm und Ufa-Ton-Woche [LICHTSPIELHAUS | WMliiijM MMMel in größer. Orte (Bahnst.) zwisch. Gießen u. 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VlF 1.2.65 1/2fi.1.45 S&F-Edelbrand 38Voi.% ViFi.4— v2fl2.20