Der Einsatz der Gemeinden im Vierjahresplan. Oer Leiter der deutschen Kommunalpolitik rüst die Gemeinden zur Mitarbeit auf. München, 4. Dez. (DNB.) Am 3. Dezember begann in München in Anwesenheit des Reichsstatt- Halters Ritter von Epp, eines Vertreters des Stabes des Stellvertreters des Führers und der anderen Reichsämter der NSDA., sowie von Vertretern der staatlichen Aufsichtsbehörden die Reichs- a r b e i t s t a g u n g des Hauptamtes und der Gauämter für Kommunalpolitik. Im Mittelpunkt der Tagung stand eine große Rede des Münchener Oberbürgermeisters, Reichsleiter Fi eh le r, als des Leiters des Hauptamtes für Kommunalpolitik der Reichsleitung der NSDAP, und Vorsitzenden des Deutschen Gemeindetages über den Einsatz der deutschen Gemeinden und Gemeinde- verbände im zweiten Dierjahresplan. Nach einer Begrüßungsansprache des Reichsamtsleiters Schön wies Äeichsletter Fiehler darauf hin, daß auch die Gemeinden mit neuer Tatkraft an die Durchführung des neuen Vierjahresplanes gehen könnten, dessen Ziel die Unabhängigkeit und Freiheit des deutschen Volkes und seiner Arbeit sei. Für die Gemeinden und Gemeindeverbände sei es eine selbstverständliche Pflicht, sich mit allen Mitteln unter vollständiger Hingabe in den Dienst der Sache zu stellen, alle hemmenden Schwierigkeiten zu überwinden und so zum vollen Erfolg des großen Werkes des Führers beizutragen. Die Aufgaben im neuen Vierjahresplan erwüchsen den Gemeinden einmal aus der umfangreichen wirtschaftlichen Betätigung in ihren Betrieben und Anstalten, sowie den von diesen Stellen zu vergebenden Arbeiten und Lieferungen, zum andern aus ihren sonstigen wirtschaftspolitischen Aufgaben mit ihren zahllosen Möglichkeiten zur Mitarbeit im Rahmen des Vierjahresplanes. Hinsichtlich der Energiewirtschaft mühten die Gemeinden ihre Werke auf den höchsten leistungsfähigen Stand bringen und sich mit allen Kräften bemühen, ihre Werktarife weitgehend den Erfordernissen des Vierjahresplanes anzupassen. Beim Betrieb der Gaswerke, bei der Ausnützung der Abwässer, bei der Beteiligung an der landwirtschaftlichen Erzeugung, bei der gemeindlichen Wüllverwertung, bei der Erfassung von Metallabfällen, bei der Aktion „Kamps dem Verderb^ usw. hätten die Gemeinden vielfach praktische Möglichkeiten im Sinne des Vierjahresplanes. Von ganz besonderer Bedeutung seien sie als Großverbraucher von Bau-, Werk- und Treibstoffen, Textilien, Fetten, Oden, Nahrungsmitteln und Rohstoffen aller Art, sowie an Fertigfabrikaten. Es sei ein selbstverständliches Gebot, nur den tatsächlichen Bedarf zu decken und darüber hinaus in jedem Falle zu prüfen, ob der angeforderte Bedarf der Leistungsfähigkeit der deutschen Rohstoffwirtschaft und der Devisenlage ange- paht sei. Vielfach sei es möglich, an Stelle eines früher üblichen Materials, das größtenteils eingeführl werden müsse, ein anderes, noch dazu besseres Material zu verwenden, das unsere heimische Wirtschaft herstelle. Auch in den Gemeindeanstalten könne der Verbrauch weitgehend umgestellt werden. Beim Verbrauch der Gemeinden an Bau- und Werkstoffen sei stets zu überlegen, ob nicht dnheimlsches Material verwendet werden könne. Bei Zusammenarbeit von Wissenschaft, Technik und Wirtschaft fei es heute schon möglich, einen wesentlichen Teil des Vierjahresplanes zu verwirklichen. Sämtliche Betriebe und Dienststellen der Gemeinden müßten gründlich daraufhin überprüft werden, ob sie eine unter dem Gesichtspunkt des Dierjahresplanes richtige Verbrauchs - und Vorratswirtschaft trieben. Hinsichtlich der Preisbildung müßten die Gemeinden die eigenen Arbeits- und Lieferungsvergebungen laufend daraufhin prüfen, ob die geforderten Preise den Bestimmungen entsprechen. Es sei sogar notwendig, die zur Zeit laufenden Aufträge unverzüglich nachzuprüfen. Die Anzeigepflicht für Bauvorhaben lege den Gemeinden die Pflicht auf, zu prüfen, ob ihre Bauvorhaben zur Zeit durchgeführt werden könnten, oder ob ihre Zurückstellung notwendig fei. Auch bei der Sicherung des Arbeitseinsatzes müßten die Gemeinden in ihren eigenen Betrieben und Verwaltungen mitwirken und darüber hinaus die Be- rNfserziehung nach den Volkswirtschaftsbedürfnissen lenken. Ein großes und teilweise völlig neues Arbeitsgebiet sei nunmehr in den Gemeinden zu bewältigen. Dabei sei es selbstverständlich, daß die sonstigen Gemeindeaufgaben nicht vernachlässigt werden dürfen, so die Förderung der Volksgesundheit, die Erziehung unserer Jugend, die weitere Sanierung der Gemeindefinanzen und die weitere Belebung der örtlichen Wirtschaft. Den Gemeinden sei durch den Vierjahresplan eine selten günstige Gelegenheit gegeben, den Beweis für die große Anpassungsfähigkdt einer verantwortungsbewußten Selbstverwaltung zu erbringen. Es sei Ehrenpflicht jedes Bürgermeisters und jedes leitenden Beamten, die ganze Kraft in den Dienst der neuen Aufgaben zu stellen. Zur Sicherung eines raschen und einheitlichen Vollzuges der vielseitigen neuen Aufgaben sei ihre Zusammenfassung in der Hand des Bürgermeisters notwendig. In größeren Gemeinden sei ein besonders geeigneter Beamter zu beauftragen, in Zusammenarbeit mit allen städtischen Betrieben und Aemtern alle Arbeitsmöglichkeiten für den Vierjahresplan wahrzunehmen. Dieser Sonderbeauftragte werde auch für die Zusammenarbeit mit anderen Behörden, sowie mit der Partei, ihren Gliederungen und sonstigen Organisationen zu sorgen haben, soweit der Bürgermeister die einzelnen Aufgaben nicht selbst in die Hand nehmen könne. Der Führer der deutschen Kommunalpolitik gab abschließend der Ueberzeugung Ausdruck, daß, wenn mit nationalsozialistischer Entschlossenheit und Hingebung an die Arbeit gegangen werde, die Gemeinden bald miteinander wetteifern würden zum Wohle der Nation und zur Freude unseres Führers Adolf Hitler. Die zwölfjährige Schulzeit wird durchgeführt. Erlaß des Reichserziehungsministers. Berlin, 4. Dez. (DNB.) Reichserziehungsminister R u st hat vor kurzem angekündigt, daß die Neuordnung des höheren Schulwesens die zwölf- jährige Schulzeit einführen wird. Da aber die Verlängerung der Dienstzeit beim Heer für die jetzigen Jahrgänge eine sofortige Neuregelung der Ausbildungszeit erheischt und der Erfolg der Arbeitsschlacht des nationalsozialistischen Staates sich bereits dahin auswirkt, daß in vielen akademischen Berufen ein erhöhter Nachwuchsbedarf eingetreten ist, hat der Reichserziehungsminister durch Erlaß vom 30. 11. 36 angeordnet, daß die jetzigen Schüler der Unterprima der höheren Schulen für Jungen bereits zum Schluß dieses Schuljahres die Reifeprüfung ablegen, und zwar in der Woche vom 15. bis 20. 3. 1937. Dabei fällt die schriftliche Prüfung fori. In einigen wichtigen Fächern ist mit den Unterprimanern auch der Lehrstoff der Oberprima in den wesentlichsten Grundzügen bis zum Schluß des Schuljahres zu erarbeiten. Die erforderliche Zeit wird durch verschiedene Einzelmaßnahmen gewonnen. Um einer Ueberlastung der Lehrer und Schüler vorzubeugen, hat der Stellvertreter des Führers veranlaßt, daß sie vom Dienst in der' Partei und ihren Gliederungen bis zum Ende des Schuljahres sofort befreit werden. Für die nachrückenden Klassen werden Ueber- gangsmahnahmen getroffen. Die jetzigen Obersekundaner werden bereits Ostern 1938 die Reifeprüfung ablegen. Auch für die Schüler der jetzigen Oberprima, die in der Woche vom 1. bis 6. Februar 1937 die Reifeprüfung ablegen, fällt die schriftliche Prüfung fort. Durch diese Anordnungen, die naturgemäß den Charakter von Uebergangsmaßnahmen tragen müssen, wird die zwölfjährige Schulzeit mit sofortiger Wirkung praktisch durchgeführt. Mit -er Sammelbüchse aus die Straße! Alles Hilst am Tag der nationalen Solidarität. Berlin, 3. Dez. (DNB.) Der Tag der nationalen Solidarität steht vor der Tür. Zum dritten Male gehen Reichsmini st er und R e i ch s l e i t e r und viele führende Persönlichkeiten aus Partei und Staat, Wirtschaft und Wissenschaft und aus allen Gebieten des öffentlichen Lebens mit der Sammelbüchse auf die Straße, um sich aktiv einzureihen in das Winterhilfswerk des deutschen Volkes. Am Samstagnachmittag wird das Berliner Straßenbild völlig von dieser Sammelaktion beherrscht sein, die wie in den Vorjahren, einen einzigartigen Höhepunkt des Winterhilfswerkes bringen wird. Ganz Berlin wird wieder unterwegs sein, um die Führer der Partei und des Staates bei der Sammeltätigkeit zu sehen. Tausende und aber Tausende werden sich auch diesmal wieder um die Sammler drängen, um ihnen ihr Scherflein in die Sammelbüchse zu werfen. Reichsminister Dr. Goebbels sammelt vor dem Hotel „Adlon", während Ministerpräsident Göring in der Passage Unter den Linden die Sammelbüchse schwingen wird. Der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, steht von 16 bis 17 Uhr auf dem Hermannplatz in Neukölln, um anschließend in Moabit weiter zu sammeln. Von den übrigen Reichsministern sammeln Freiherr von Neurath in der Leipziger Straße, Dr. G ü r t n e r vor dem neuen Kriminalgericht, Dr. Frick und Frau am Wittenbergplatz vor dem Kaufhaus des Westens, Dr. Schacht in und vor der Börse, Graf Schwerin von Krosigk in der Tauentzienstraße Ecke Nürnberger Straße und Reichsarbeitsminister S e l d t e auf dem Leipziger Platz Ecke Hermann-Göring-Straße. Frau Goebbels hat ihren Standort vor dem Postamt im Torhäuschen auf dem Leipziger Platz gewählt, Frau Göring wird vor der Berolina auf dem Alexanderplatz die Spenden der Berliner entgegennehmen. Durch die ganze Stadt verteilt werden die Bewohner der Reichshauptstadt die Reichsleiter der NSDAP., die Staatssekretäre, die Männer aus dem Stab des Führers, der SS. und der Polizei und aus den Gliederungen der Bewegung bei ihrem Appell an das goldene Herz des Berliners finden und an diesem Tage besonders gern ihren Teil zum Gelingen des WHW. beitragen. Doch in dem offiziellen Parteiorgan, der „Huma- nite", hatte man diesen mutigen Ausspruch lieber durch eine Reihe von Punkten ersetzt, wodurch die kommunistische Schwäche sehr klar zum Ausdruck kommt. Entsprechend stärker fühlt sich die Radikale Partei, deren Präsident, der Kriegsminister Da lädier, sich nicht gescheut hat, von „asiatischen barbarischen Ländern" in aller Öffentlichkeit zu sprechen, deren Methoden in Frankreich niemals einge- sührt werden würden. Das einzige, was der Kommunist C a ch i n auf diesen scharfen Angriff zu erwidern wußte, war der folgende banale Satz in der „Humanite": „Die Sowjetunion ist so hoch, daß keine Beleidigung sie erreichen kann!" Sturm um das Pressegesetz. Paris, 3. Dez. (DNB.) Die Kammer setzte am Donnerstagvormittag bei ziemlich erregter Stimmung die am Mittwochabend begonnenen Beratungen über das Pressegesetz fort. Wiederholt kam es zu heftigen Zusammen st ößen zwischen Vertretern der Rechten und der Linken. Besonders die Kommunisten versuchten ständig, die rechtsgerichteten Abgeordneten am Reden zu hindern. Als dieser Widerstand immer stärker wurde, erklärte ein rechtsgerichteter Abgeordneter, die S o - zialisten und Kommuni st en seien Feiglinge, wie überhaupt alle Juden. Es entstand ein ungeheurer Lärm auf den Bänken der Linken. Auf beiden Seiten machte man sich zum Kampfe bereit. Ein sozialistischer Abgeordneter verließ seinen Platz, um sich auf seinen Gegner zu stürzen, der ihm auf halbem Wege entgegenkam. Den Dienern gelang es nur mit Mühe, eine Schlägerei zu verhindern. Nach dem Zwischenfall wurde die Aussprache fortgesetzt, in deren Mittelpunkt nach wie vor die Frage steht, ob Presse- vergehen in Zukunft vom Strafgericht abgeurteilt werden sollen oder, wie bisher, vom Schwurgericht. Im weiteren Verlauf der Aussprache forderte ein sozialdemokratischer Redner die vollkommene Aufhebung der Geheimfonds für die Presse. Ein rechtsgerichteter Abgeordneter warf dem Ministerpräsidenten vor, daß er mit dem Gesetz beabsichtige, die Presse in den Dien st der Sozialdemokratischen Partei zu stellen. Nachdem die allgemeine Aussprache damit beendet war, brachte der ehemalige Minister und rechtsstehende Abgeordnete Marin einen Abänderungsantrag ein, der der französischen Presse verbietet, ausländische Gelder einzunehmen. Er forderte ferner die Beibehaltung des Schwurgerichts für die Aburteilung von Vergehen gegen das Pressegesetz. 10 Fahre Japan -Institut. Ein Gruß des Führers. Berlin, 3. Dez. (DNB.) Der Präsident des Japan-Instituts, Vizeadmiral a. D. B e h n ck e, hat von der heutigen Feier des Japan-Instituts an den Führer nachstehendes Telegramm gerichtet: „Gelegentlich der Feier seines zehnjährigen Bestehens senden das Japan-Institut und seine deutschen und japanischen Freunde ehrerbietige Gruße mit dem Gelöbnis, weiter nach Kräften mizuarbeiten an der Stärkung und Vertiefung der kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Japan. Gez. Admiral Behncke, Präsident des Japan- Instituts." Der Führer hat hierauf wie folgt geantwortet: „Dem Japan-Institut und seinen mit ihm zur Feier des zehnjährigen Bestehens vereinten deutschen und japanischen Freunden danke ich herzlichst für die mir aus diesem Anlaß telegraphisch übermittelten Grüße. Ich erwidere sie mit meinen aufrichtiaen Wünschen für erfolgreiches weiteres Wirken tm Dienste deutsch-japanischer kultureller Gemeinschaftsarbeit. Adolf Hitler." !tt. 284 Erstes Blatt 186. Jahrgang Hreiiag, 4. Dezember 1936 krscheiml tLgltch. außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustriert, Siebener Familienblättei tzetma^m Bild • Die Scholl, Monats-Bezugspreis: M 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr.. , -.25 guch bei Nichterscheinen ton einzelnen Nummern aifolge höherer Gewalt Zernfprechanfchlüffe ,nter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: zranlsurt am Main 11686 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Srühl'sche Univerfitätr-Vuch- und Steindruckerei 8. Lange In Sietzen. Schristleitung und SeschSftsftelle: Schulftrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/.UHr des Vormittags Grundpreise fürl mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf.. für Textanzeigen von 70mm Breite ö0Rpf.,PIatzvorschrist nach vorh.Vereinbg.25"/„ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf, Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Dicke Lust" um Blum? Aus Paris wird uns geschrieben: Die letzten Lochen vor dem Jahresende pflegen für die franzö- frchen Regierungen die gefährlichsten zu sein. Man cirb sich erinnern, daß nach den Maiwahlen des Zahres 1932, welche der Partei Herriot^s Sieg inb Regierungsgewalt einbrachten, in den beiden jirauffolgenden Wintern die Kabinette fielen wie tze Fliegen, und einander mit kaum einmonatigen Zwischenräumen ablösten. Nach bgr parlamentari- jihen Spielregel müßte demnach auch jetzt wieder fe Zeit der Kabinettstürze gekommen sein, nur mit j-m Unterschied, daß nunmehr nicht die Radikal- lczialen, wie im Jahre 193£, sondern die Sozia- lsten, die inzwischen zur weitaus stärksten Gruppe in der Kammer angewachsen sind, die vermiedenen, sich gegenseitig ablösenden Ministerpräsi- fcnten zu stellen hätten. Tatsächlich wird schon seit einiger Zeit in den Wandelgängen der Kammer xcht nur einander heimlich zugeraunt, sondern in Ker Öffentlichkeit versichert, daß Leon Blum Imnächst gestürzt, oder doch von sich aus zurücktre- tn werde. Will man sich jedoch nicht durch die Ver- Merungen derjenigen täuschen lassen, bei denen der tzunsch der Vater des Gedankens ist, und die bei |:m „Bäurnchen-wechsel-dich" eines Regierungswech- sts ein Minister- oder Staatssekretär-Portefeuille p ergattern hoffen, so muß man sich die parteipolitische Lage im gegenwärtigen Frankreich etwas fther ansehen. Die Volksfront-Koalition verfügt in der franzö- sjchen Kammer über eine sichere Mehrheit von fast DO von insgesamt 600 Mandaten, die sich bisher i allen kritischen Abstimmungen bewährt hat. Al- rdings sind die einzelnen Verbündeten dieser Front" so verschieden wie nur möglich. Man rnnt allgemein die Partei H e r r i o t s und a l a d i e r s sehr irreführend die „radikalsozia- ftische". Aber diese Partei vertritt die breite Schicht französischen Mittelstandes, d.h. der Bauern, andwerker und kleinen Gewerbetreibenden und ist ienfo konservativ wie national eingestellt. Die cmzösischen Kleinbürger, die in der radikalsozialen artei organisiert sind, haben bestimmt eine grö- >re Abneigung gegen den Kommunismus und den Sowjetstaat, als die französischen Rechtsparteien, eren Vertreter mit Räterußland ähnliche Finanz- machen möchten, wie vor dem Kriege mit !em Zarenreich, und die das Bündnis mit der Roten Armee" zur Fortsetzung ihrer chauvinisti- chen Vorherrschaftspolitik in Europa brauchen. Die -un den Kommunisten bei den Streiks des ver- (angenen Sommers eingeführte Besetzung der Ar- leitsplätze und deren stetiges Drängen, Frankreich in den spanischen Bürgerkrieg hineinHuziehen, haben pn französischen Kleinbürgern die Augen geöffnet id sie die ungeheuren Gefahren des kommunisti- | m Kurses erkennen lassen. Das kam auf dem r kalsozialen Parteikongreß in Biarritz, wo die t> gen Kommunistenfreunde von der empörten Hs. unmlung niedergeschrien wurden, deutlich zum Ausdruck. Trotzdem wurde dort einstimmig befchlos- ln, weiter in der Volksfrontregierung mitzuarbei- im, indessen nur unter der Bedingung, daß der kmmunistische Einfluß vollkommen ausgeschaltet Dürbe und insbesondere die Besetzung der Arbeitsplätze und die weitere Propaganda für eine französische Einmischung in Spanien unterblieben. Die Kommunisten sind seit dem Antritt der Volksfront - Regierung krampfhaft bemüht, ihren kinfluß auf das Ministerium Blum zu erhöhen, in dem sie trotz freundlichster Einladung nicht vertreten sind, da sie die Verantwortung scheuen und cuf ein Anwachsen der kommunistischen Stimmen bei den nächsten Wahlen spekulieren. Zwischen den beiden feindlichen Verbündeten steht die bei den letzten Wahlen durch verschiedene günstige Um- ftönbe unnatürlich aufgeblähte sozialistische Partei, ieren Abgeordnete in der Kammer nur zu einem Drittel Marxisten sind und deswegen zur kommu- ristischen Partei hinneigen, während die anderen zwei Drittel der Abgeordneten nationale, jeden Klassenkampf ablehnende Sozialisten sind, welche Wahlkreise vertreten, deren Wähler sich aus Weinbauern und Kleinbürgern zusammensetzen und vordem zumeist der radikalsozialen Partei ihre Stimme gegeben haben. Daraus ergibt sich, daß der eigentliche Gegensatz innerhalb der Volksfront nicht zwischen der kleinbürgerlichen radikalsozialen Partei nnb den beiden marxistischen Partnern besteht, sondern zwischen den Kommunisten einerseits und ten Sozialisten und Radikalsozialen andererseits, welche beide die klassenkämpferische Besetzung der Arbeitsplätze und eine den Frieden bedrohende Ein- Mischung in Spanien ablehnen. Dieser Gegensatz macht dem Ministerpräsidenten Leon Blum und seinen Mitarbeitern das Leben sauer, dürfte ihm aber eigentlich, wenigstens normalerweise, nicht gefährlich werden. Wie laut das Geschrei der Kommunisten und wie krampfhaft '-eren Geschäftigkeit auch immer sein mögen, so lönnen sie sich doch nicht darüber täuschen, daß ihre machtpolitische Stellung gegenwärtig außerordent- !ich schwach ist. Die letzten Nachwahlen haben gezeigt, daß ihre Wählermassen überall erheblich zu- iommenschrumpfen. Würden vorzeitige Neuwahlen ausgeschrieben werden (was indessen nach der fron» fischen Verfassung praktisch unmöglich ist), so wäre llnzunehmen, daß von den 1,5 Millionen kommunistischen Wählern kaum noch eine Million übrig öliebe. So sind denn auch die zahlreichen Erklärunzen der Kommunisten, daß sie demnächst aus der Volksfront austreten würden, offensichtlich nichts »eiter als leere Drohungen. In Saint-Etienne latte der kommunistische Generalsekretär T h o r e z mit deutlicher Spitze gegen ßdon Blum hochtrabend nusgerufen, daß das Schicksal der Volksfront nicht >n tfie Existenz eines Ministeriums gebunden fei. Das Schuldkonto der Ansgemerzten r:id) gründete er Terrororganisationen, mit bereu Zeitschriften als rabikal kommunistisch eingestellter^ -^e er bie Bestrebungen der kommunistischen Pro- Schriftsteller. Nach der Machtübernahme fluchtete; Uganda auf Zersetzung der Staaten vorwärts zu er in die Tschechoslowakei und wurde Mitarbeiter ’^Uenbe Verwend Aus dem Beiprogramm seien die schönen Auf» nahmen eines Kulturfilms „Mutterliebe beim Tier' Hervorgehoden. Dr. Hans T h y r i o t gangenheit wieder auf, die sie abgestreift zu haben glaubte, und droht sie aus dem neuen wieder in das alte Leben zurück- und hinunterzureißen. Mt einem offenen Geständnis und mit der Entdeckung des wahren Schuldigen löst sich im letzten Augenblick die verhängnisvolle Verstrickung. Der Stoff könnte auch erzählt werden, aber einer Novelle etwa mürbe die unheimliche optische Eindringlichkeit fehlen, über die der seiner Möglichkeiten bewußte Film verfügt; zumal wenn er, wie hier, nicht an äußeren Effekten haften bleibt, sondern (Regie: Werner Hochbaurn) die Vorgänge gleichsam transparent macht; wenn die beiden Lebenskreise sich nicht plump und hart, sondern gleichsam durchscheinend und reflektiert berühren und überschneiden. Hier kann man, in manchen Szenen, erleben, wessen der Film, technisch und künstlerisch, überhaupt fähig ist, bis in welche seelischen Bezirke und Erlebnissphären er vorzustoßen vermag. Als kleines Bei« spiel: man beobachte, wie durch die Nahaufnahme der Harfensaiten im Orchester eines Tanzlokales die unwillkürliche Vorstellung von Gitterstäben geschaffen wird: im Bruchteil einer Sekunde stellt dis Kamera so die innere Beziehung und Verbindung zwischen beiden Lebenskreisen her, die sich noch nicht geschieden, sondern nur hoffnungsloser ineinander verschlungen haben. Luise Ullrich als Helene, als Betty, als Betty und Helene, zuletzt wieder als Helene ganz allein. Schon im Sprachlichen, in der Spanne zwischen dem weichen Wienerisch und dem schlechten Englisch der beiden Gestalten, ist der ganze Aktionsradius ihrer Darstellung enthalten: sie empfindet bestimmt den großen Reiz doppelter Verwandlung und den verführerischen Zauber der Spiegelung ihrer selbst, aber sie verliert sich nicht im Artistischen, im virtuosen Triumph, beides zu können und zu sein, sondern behält, hüben und drüben, hier und dort, ein menschliches Gesicht, die Züge eines armen, gehetzten Geschöpfes ... in seiner Ängst, in seiner Liebe, im zaghaften Glücksgefühl. Um es eingehend zu beschreiben, brauchte man mehr Raum; der Beschauer mag es selbst bis in Einzelheiten verfolgen, in scheinbar nebensächliche Kleinigkeiten, — wie sie, beispielsweise, in einen Apfel beißt. Aus der alten Welt werden die unheimlichen Gestalten eines verkommenen Klavierspielers und eines brutalen Verbrechers von Oscar Sima und Anton P o i n t n e r zu beklemmender Lebendigkeit erweckt; im neuert Daseinsraum rücken die Figuren des Staatsanwaltes (Gustav D i e ß l) und der Wirtschafterin (Lucis Höflich) schlicht und natürlich ins nahe Blickfeld der Begebenheit. — Das Manuskript schrieben Dr. Georg Klaren, Walter von Hollander und C. Bud a. An der Kamera stand Georg Bruck- bauer. — (Tobis-Europa.) Hier das oben erwähnte weite Ausschwingen in der Arie, anmutige Bewegtheit im Menuett, dessen Triosatz im eigenen tonlichen Lichte vorüberglitt und dem inneren Schwung der Bewegtheit in der Gigue (die Burleske hatte man ausgelassen). Den Gipfel des Abends aber gab unbestreitbar Beethovens Kreutzer-Sonate, die den Musiker wie den Instrumentalisten Wilhelm Stroß in bewußtem, wohlbedachtem Nachschaffen dem Hörer nahebrachte. Klar herausgestellt waren die Ansatzpunkte der musikalischen Entwicklung mit ihrem Einhalten und ihrem expansiven Fortschreiten. Die saubere Doppel-Grifftechnik wie auch die Beherrschung des Griffbrettes bis in die höchsten Lagen (wofür Wilhelm Stroß auch schon in der Franck-Sonate Zeugnis abgelegt hatte) leuchteten in der Variationenfolge hell auf. Bewunderungswürdig in ihrer Ausgeglichenheit war die sorgfältig durchgebildete Bogenfertigkeit. Das Finale wurde mit hinreißendem Tempo durchglüht bei besonderer Beachtung der Adagio - Ruhepunkte vor Eintritt der Coda. Ihm zur Seite waltete am Flügel Otto Maier, der in den Variationen eine entwickelte Technik einsetzte. Mit Rücksicht auf die akustischen Verhältnisse der Aula hätten Plastik und Linie im Klavierpart weniger starke Diskretion vertragen können. War der überaus freundliche Beifall nach der Händel-Sonate schon ermutigend für die Konzertgeber, so wurde ihnen nach der Kreutz"r-Sonate lebhafte Änerkennung zu teil, so daß sie sich zu einer Zugabe entschlossen. Dr. H. Hering. »Schatten der Vergangenheit" Gloria-Palast. Man hat in der letzten Zeit des öfteren berühmte Schauspieler in Doppelrollen herausgestellt. Das ergab, zum mindesten, die Möglichkeit, die verblüffenden Zauberkünste der Filmtechnik spielen zu lassen, einen leibhaftigen Menschen gleichsam zu spalten, zu verdoppeln, mit verschiedenen Stimmen, vertauschten Gesichtern erscheinen, ja sich selber gegenübertreten zu lassen, wie im Traum oder im Märchen. Nicht immer ergab sich, wie in diesem Falle, eine so zugleich verwirrende und erregende Verdoppelung schauspielerischer Intensität und Spannweite. Luise Ullrich spielt hier zwei Zwillingsschwestern: die Geigerin Helene Gall, die unter falschem Verdacht vier Jahre lang unschuldig im Zuchthaus saß, wegen guter Führung vorzeitig ent- lassen wird und zu ihrer Schwester flüchtet, dem Revuestar Betty Gall, die in Wien ein oberfläch- l'ches und sorgloses Leben führt. Die Schwestern stehen sich — wie ein Spiegelbild — gegenüber. Durch einen Unfall kommt Betty ums Leben; Helene wird gerettet und beginnt, halb unter dumpfem Zwang handelnd, halb durch äußere Umstände getrieben, bas Leben der Schwester weiterzuleben. Erst hat sie Glück damit, aber bann taucht die Ver- mäßige Hetze aegen das Reich. Ende 1935 gründete er eine Korrespondenz, deren alleiniges Ziel darin bestand, den ernsten Ausbauwillen des Reiches zu verdächtigen. In unzähligen Aufrufen, Versammlungsreden und Zeitungsartikeln, die von der Emigrantenpresse bereitwillig übernommen wurde, gab er seinem blinden Haß gegen den deutschen Wiederaufstieg Ausdruck. 4. Fritz Erpenbeck, Schauspieler und Redakteur, zeigte sich durch seine Mitarbeit an mehreren Den Höhepunkt klassischer geigerischer Kunst stellt zweifellos Beethovens Kreutzersonate dar. Beethoven hat sie selber als „in einem konzertierenden Stile" geschrieben bezeichnet, „wie ein Konzert". Klavier und Geige stehen sich hier als zwei gleichzeitig bedachte schaffende Werkkräfte gegenüber; in seinen Anforderungen geht hier Beethoven über das rein Kammermusikalische hinaus. Die dem Geiger Rudolf Kreutzer zugeeignete Sonate ist darum von jeher von all den Geigern, die etwas Besonderes als Musiker und Instrumentalist zu geben hatten, bevorzugt worden. Eine eigene Fortbildung fand die Sonatenform durch den Belgier Cösar Franck (1822—1890), der in seiner späteren Pariser Wirksamkeit einen sicheren Hort für klassizistische Formprinzipien bedeutete, denn die gerade 1886 erschienene Sonate steht in strengem Gegensatz zu dem besonders in der französischen Musik sich hervorstellenden formauflösenden Impressionismus. Mag auch beispielsweise im zweiten Satz dieser Sonate sich das Gleitende des Melodischen abzeichnen und auch das ganze Werk sehr stark von Bewegungsimpulsen beeinflußt sein, so sind doch die starken formalen Bindungen an die überkommende Sonatenform dennoch im Uebergewicht. Diesen vielfältigen musikalischen Erscheinungsformen gab Professor Wilhelm Stroß (München) lebensnahe Wirklichkeit. Dazu hat er hoch beachtbare Fähigkeiten, die in Anbetracht seines verhältnismäßig noch jugendlichen Alters um so mehr ins Gewicht fallen und die in zu erwartender stetiger Fortentwicklung zu hohen Hoffnungen berechtigen können. Der instrumentale Ton ist gerade für den Geiger das Erkennungszeichen seiner Qualität, denn alle grundlegenden technischen Bedingungen laufen hier zusammen. Weit ausholend vermag Professor Stroß die Kantilene in groß gespanntem Bogen zu spinnen. Dafür gab die „Aria" aus der Reger- Suite den untrüglichen Beweis. Ebenso bestätigte sich hier die innere Wärme des Tones, der in der Kantilene auf der O-Saite modulationsfähig zu allen dynamischen Graden erklang bis zum letzten Verhauchen. Ebenso gewinnend war der voluminöse Ton in Händels VI. Sonate in E-dur (nicht, wie fälschlich auf dem Programm angegeben war, in E-dur). Das sequen^enhafte Figurenwerk war in den Alle- gro-Sätzen sorgfältig gegliedert und klang so in ursprünglicher Eingängigkeit. Galt es bei Händel mehr den musikalischen Stil zu erfassen, so zeigte sich Wilhelm Stroß in der A-dur - Sonate von Cesar Franck mit trefflich bedachter Differenzierung des Toncharakters und der Farbigkeit des Klanges, wie sie in dem Mittelsatze Zu Tage trat. Ebenso stark aber mar der musikalische Impuls erfaßt mit starkem Drängen und mitreißenden Aufsteigerungen. Die Regerschen Sätze fanden charakterisierende Ausprägung und erblühten zu bildhafter Nähe. treiben suchte. Er stand hierbei in enger Fühlungnahme mit den bolschewistischen Machthabern. 16. Emil K i r s ch m a n n, ehemaliger Redakteur der „Rheinischen Zeitung" und hoher Ministerialbeamter der Republik, war bis zur Machtübernahme führendes Mitglied der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion. Er flüchtete unter Mitnahme eines großen Teiles des ehemaligen SPD.-Ver- möaens ins Ausland. Nach vorübergehendem Aufenthalt im Saargebiet begab er sich nach Frankreich, wo er Leiter eines Emigrantenbüros ist. Gemeinsam mit anderen Emigranten gibt er hier eine Hetzschrift heraus, in der er in gehässiger Weise Propaganda 'gegen das Reich treibt. 17. Wilhelm Koenen, ehemaliger kommunistischer Reichstagsabgeordneter. Nach dem Umschwung flüchtete er nach Paris, wo er im Sinne der form i Mfdjes Bild über . ® Deutschland zu 27. Wilhelm S He des Noveml '■« ehemaligen V ?nd des Kabinett- ^nem. Nach d 'Werft ins Saarg Urabstimmung Mm Journalister wen und z. i Wen Schrift $ ®erta||er zM ■ toifel. Ach S« zu den ta|en. Arthur Th '!^Qr und Rei » zum Pa^ .Prag, der ein E **»■ Wr ^^äeichnun an mehreren Emigrantenblättern Seine Ehefrau, die ebenfalls als aktive Kommunistin hervorgetreten ist, ist ostjüdischer Abstammung. 5. Alfons Goldschmidt, Jude, ehemaliger Dozent in Leipzig, führendes Mitglied zahlreicher internationaler kommunistischer Vereinigungen. Nach seiner Emigration hielt er in zahlreichen Städten Amerikas meist in jüdischen Klubs hetzerische Vorträge, in denen er durch grobe Lügen über die innerdeutschen Verhältnisse Stimmung gegen das Reich zu machen suchte. 6. Karl G r o e h l, aktiver Kommunist, der in der Münchener Rätezeit eine Rolle spielte und die Ueberführung der später erschossenen Geiseln nach dem Luitpold-Gymnasium veranlaßte. Nach vorübergehendem Aufenthalt im Saargebiet flüchtete Berlin, 3. Dez. (DNB.) Auf Grund des § 2 des Gesetzes über den Widerruf von Einbürgerungen und die Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit vom 14. Juli 1933 (RGBl. I S. 480) erkläre ich im Einvernehmen mit dem Herrn Reichsminifter des Auswärtigen folgende Reichsangehörige der deutschen Staatsangehörigkeit für verlustig, weil sie durch ein Verhalten, das gegen die Pflicht zur Treue gegen Reich und Volk verstößt, die deutschen Belange geschädigt haben: 1. Baumann, Alfons, geboren am 1. 1. 1900 In Gissigheirn (Baden); 2. Beyer, Georg, geboren am 2. 10. 1884 in Breslau; 3. Braun, Mathias (Matz), geboren am 13. 8. 1892 in Neuß; 4. Bräuer, Walter, geboren am 5. 10. 1906 in Hanau; 5. Danzebrink, Heinrich Peter, geboren am 2. 1. 1899 in Prüm (Eifel); 6. Erpenbeck, Fritz, geboren am 6. 4. 1897 in Mainz; 7. Goldschmidt, Alfons, geboren am 28. 11. 1879 in Gelsenkirchen; 8. Gröhl, Karl, geboren am 10. 2. 1896 in Schneidemühl; 9. Gundel- finger, Leo, geboren am 22. 5. 1901 in Regensburg; 10. Haas, Kurt, geboren am 1. 2. 1898 in Fürth; 11. Heiden, Konrad, geboren am 7. 8. 1901 in München; 12. H eyman n, Fritz, geboren am 28. 8. 1897 in Bocholt (Westfalen); 13. von Hildebrand, Dietrich, geboren am 12. 10. 1889 in Florenz (Italien); 14. Kiesewetter, Ernst, geboren am 30.11.1897 in Kolberg; 15. Kippenberger, Hans Karl, geboren am 15. 1. 1898 in Leipzig; 16. Kirschmann, Emil, geboren am 13. 11. 1888 in Oberstein (Nahe); 17. Koenen, Wilhelm, geboren am 7. 4. 1886 in Hamburg; 18. K ö ni g, Heinrich, geboren am 13. 4. 1886 in Weitmar; 19. Kow alski, Paul, geboren am 22. 2. 1911 in Potsdam; 20. Künder, Paul Christian, geboren am 17. 10. 1897 in Wandsbek; 21. Lauriolle, August Heinrich, geboren am 6. 8. 1886 in Mainz; 22. Lehnert, Gustav, geboren am 6. 7. 1896 in Gelsenkirchen; 23. Lud - m i g, Adolf, geboren am 27. 6. 1892 in Pirmasens; 24. Machts, Hertwig, geboren am 16. 7. 1895 in Jena; 25. Mann, Thomas, geboren am 6. 6. 1875 in Lübeck; 26. Olden, Rudolph, geboren am 14. 1. 1885 in Stettin; 27. Otten, Karl, geboren am 29. 7. 1889 in Oberkrüchten; 28. Rein- bald, Georg, geboren am 22. 10. 1885 in Triberg (Baden); 29. Ritzel, Heinrich, geboren am 10. 4. 1893 in Offenbach a. M. (früher in Gießen); 30. Schnog, Karl, geboren am 14. 6. 1897 in Köln; 31. Schreiner, Karl, geboren am 8. 11. 1895 in Köln; 32. eollmann, Wilhelm, geboren am 1. 4. 1881 in Oberlind; 33. Sprey, Jakob, geboren am 8. 4. 1904 in Düsseldorf; 34. Steinthal, Hans Gustav, geboren am 16. 9. 1893 in Charlotte (Bayern); 35. Thalheimer, Siegfried, geboren am 10. 1. 1899 in Düsseldorf; 36. Thiele, Artur Otto, geboren am 28. 4. 1896 in Dresden; 37. Dahsen, Arnold, geboren am 10. 1. 1902 in Harf (Kreis Bergheim); 38. W r o n - kow, Ludwig, geboren am 3. 12. 1900 in Berlin; 39. von Z w e h l, Hans, geboren am 17. 3. 1888 in Otterndorf. Das Vermögen der vorstehend bezeichneten Personen wird beschlagnahmt. Der Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit wird erstreckt auf folgende Familienangehörige: Margarete Baumann, geb. Rausch, geboren am 22.8.1908 in Schotten (Hessen); Otto Lud- 11,1 er ins Ausland, wo er zahlreiche Schriften niedrigsten Inhalts veröffentlichte. Er arbeitete in kommunistischen Organisationen und stand hierbei tn enger Verbindung mit oem bereits ausgebürgerten Kommunistenführer Münzenberg. 7. Leo G u n d e l f i n g e r, jüdischer Redakteur, war früher an der marxistischen Zeitung „Rhein!- sche Warte" in Koblenz tätig, die eine gemeine Hetze gegen die nationalsozialistische Bewegung entfaltete. Nach vorübergehendem Aufenthalt im Saargebiet flüchtete er nach Frankreich. In Wort und Schrift richtete er gehässige Angriffe gegen Deutschland. 8. Kurt Haas, jüdischer kommunistischer Schriftsteller, mehrfach wegen Betruges, Urkundenfälschung und Diebstahls vorbestraft. Vor der Machtübernahme war er beim Mitteleuropäischen Pressedienst in Berlin angestellt. Er flüchtete zunächst nach Prag, wo seine niedrigen Anwürfe gegen Deutsch, land in der Emigrantenpresse Aufnahme fanden. 1935 begab er sich nach Schweden und setzte dort seine lügnerische journalistische Tätigkeit fort. Durch bewußt irrefeührende Behauptungen suchte er dem Deutschtum Schwierigkeiten zu bereiten. 9. Konrad Heiden, Jude, früherer Schriftleiter der „Republikanischen Hochschulzeitung" in München. Nach vorübergehender Tätigkeit im Saargebiet begab er sich nach Frankreich und entfaltete dort eine rege publizistische Tätigkeit gegen das Reich, die er mit den gemeinsten persönlichen Verunglimpfungen der früheren Männer Deutschlands verband. Seine Machwerke veröffentlichte er mit Vorliebe in der Emigrantenzeitung des bereits ausgebürgerten Juden Georg Bernhard. Seine pseudo-wissenschaftlichen Geschichtsbetrachtungen dienen allein dem Bestreben, die Ziele der deutschen 'Politik zu entstellen. 10. Fritz Heymann; 11. Jakob Sprey und 12. Siegfried Thalheimer. Drei jüdische Zeitungsunternehmer, die früher den „Düsseldorfer Anzeiger" betrieben. Nach dem Umschwung flüchteten sie ins Ausland, wo sie enge Verbindungen mit jüdischen Emigrantenorganisationen in Paris aufnahmen und sich im staatsfeindlichen Sinne betätigten. Vorübergehend arbeiteten sie gemeinsam an der von Thalheimer in Saarbrücken gegründeten „Westlandzeitung", die sich durch ihre gemeine Hetze gegen das Reich hervortat. 13. Dietrich von Hildebrand, ehemaliger außerordentlicher Professor für Philosophie an der Universität München. Seit 1934 hält er sich in Oesterreich auf und beteiligte sich an der Gründung der katholischen Zeitung „Der christliche Ständestaat", in der er die niedrigsten Anwürfe gegen das Reich und seine Führung veröffentlichte. 14. Ernst Kiesewetter, anarchistisch eingestellter Redakteur, der sich seiner Kriegsdienstpflicht durch Fahnenflucht entzog. Er beteiligte sich aktiv an dem Münchener Räteputsch. Nach der Machtübernahme flüchtete er ins Ausland und arbeitete dort im Sinne der bolschewistischen Umsturzpläne. 15. Hans Karl Kippenberger, ehemaliger kommunistischer Reichstagsabgeordneter. In Frankwig Heinz Baumann, geboren am 5.10.1932 in Butzbach (Hessen); Elly Beyer, geb. Wal- lich, geboren am 3.8.1897 in Köln; Gisela Beyer, geboren am 6. 5. 1919 in Köln; Luise ^Rarie Bayer, geboren am 5.7.1927 in Köln; Angela Braun, geb. Stratmann, geboren am 22. 8. ioM2 in Neuß; Hedwig Erpenbeck, geb. ^inner, geboren am 20.5.1904 in Lemberg (Galizien); Lina Gold schmidt, geb. Jakobi, geboren am 31.3. 1888 in Berlin; Irene Goldschmidt, geboren am 29.8.1913 in Berlin; Veronika Gr ö h l, geb. Gehe, geboren am 14.5.1904 in Trebbin; Laura Margarete von Hildebrand, geb. Denk, geboren am 19. 7. 1885 in Altenfeld; Franz d o n Hildebrand, geboren am 7.12.1912 in Wien; Paula Kiesewetter, geb. Reschke, geboren am 14.6.1901 in Wandsbek; Lieselotte Kiesewetter, geboren am 21. 6.1922 in Berlin; Thea, K i p- penberger, geb. Niemand, geboren am 27.3. 1901 in Leipzig; Margot K i p p e n b e r g e r geboren am 21.1.1924 in Hannover; Jeanette Kippenberger, geboren am 23.7.1928 in Leipzig; Martha Koenen, geb. Friedrich, geboren am 16.7.1883 in Kempen; Heinrich Koenen, geboren am 12.5.1910 in Königsberg; Johanna Koenen, geboren am 23.11.1911 in Halle; Elisabeth König geb. Kampert, geboren am 15.10.1888 in Hamme (Westfalen); Werner König, geboren am 1.5.1912 in Weitmar; Ilse König, geboren am 30. 8. 1921 in Weitmar; Berta Künder, geb. Schaumann, geboren am 14.6.1901 in Wandsbek; Emmi Lehnert, geb. Brosch, geboren am 25.2. 1901 in Osnabrück; Jngeborg Lehnert, geboren am 26.3.1925 in Gelsenkirchen; Kurt Lehnert, geboren am 19. 7. 1927 in Gelsenkirchen; Helene Ludwig, geb. Sprenger, geboren am 14.11.1893 in Pirmasens; Ludwig Ludwig, geboren am 21.3.1912 in Pirmasens; Werner Ludwig, geboren am 27. 8. 1926 in Pirmasens; Katharina Mann, geb. Pringsheim, geboren am 24.7.1883 in Feldafing; Gottfried Angelis Thomas Mann, 26. Karl S ch r Island und ist d Nl'er herausgec ' in Prag. In seine geboren am 27. 3. 1909 in München; Monika Mann, geboren am 7. 6.1910 in München, Elisabeth Veronika Mann, geboren am 21.4 1919 m München; Michael Thomas Mann, geb. am 21.4.1919 in München; Isolde Olden, geb. Bagut, geboren am 20.11.1904 in Hohenstadt; Elise Re mho d, geb. Schröder, geboren am 27. 2. 1885 in Berlin, Elisabeth Eva Ritzel, geb. Lack, geboren am 10.5.1894 in Offenbach am Main; Wolfgang Heinrich Ritzel, geboren am 24.8.1919 in Offenbach; Gerhard Johannes Alfred Ritzel, geboren am 12. 4. 1923 in Michelstadt (Hessen); Gunther Klaus Ritzel, geboren am 11.11.1924 in Frankfurt a. M.; Lucia Schnog, geb. Zengerlmg, geboren am 19. 12. 1895 in Stavenhagen; Hanna Schnog, geboren am 21.6.1930 in Berlin; Katharina Sollmann, geb. Gruemmer, geboren am 27.9.1883 in Lindau; Elfriede Sollmann, geboren am 21.8.1912 in Köln; Meta Steinthal, geb. Ritz, Derrn. Volk, geboren am 4. 4.1884 in Charlottenburg; Gertrud Thalheimer, geb. Stern, geboren am 24.10.1902 in München-Gladbach; Rukh-Eoa Thalheimer, geboren am 16. 6. 1929 in Düsseldorf; Elisabeth Helene V a h s e n, geb. Dahmen, geboren am 19.7.1900 in Königshoven (Kr. Bergheim); Elisabeth Dahsen, geboren am 4.12.1924 in Düsseldorf; Angelika Helene Wilhelmine Dahsen, geboren am 12.1.1926 in Düsseldorf; Arnold Philipp Peter Dahsen, geboren am 26.10.1931 in Düsseldorf; Hilde Wronkow, geb. Rosenberg, geboren am 11. 5.1901 in Czernowitz; Rosa non Zwehl, geb. Spiel, geboren am 1. 7.1904 in Penzberg. Die Entscheidung darüber, inwieweit der Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit sonst noch auf Familienangehörige zu erstrecken ist, bleibt nor- behalten. Berlin, den 2. Dezember 1936. Der Reichs- und Preußische Minister des Innern: In Vertretung: Pfundtner. 1. Georg Beyer (früher Markiwicz), jüdischer Redakteur, war bis zur Machtübernahme an der sozialdemokratischen „Rheinischen Zeitung" in Köln tätig. Er slüchete in das Ausland und nahm dort enge Fühlung mit den führenden marxistischen Emigranten in Prag auf. Mit ihrer geldlichen Unterstützung beteiligte er sich an der Gründung einer deutschfeindlichen Zeitung in Saarbrücken, die systematisch Greuelpropag-anda gegen das Reich und seine Führung betrieb. 2. Walter Bräuer, bereits als Student Mitglied der ehemaligen SPD., trat bald zu der Kommunistischen Partei über, in der er eine rege Tätigkeit auf schriftstellerischem Gebiet entfaltete. Auch nach dem Umschwung setzte er seine staatsfeindliche Tätigkeit fort und flüchtete dann in die Schweiz, wo er sofort Verbindung mit deutschfeindlich eingestellten Kreisen aufnahm. Durch eine kommunistische Propagandatätigkeit trat er wiederholl auch in der Öffentlichkeit heroor. 3. Matthias (Matz) Braun, früher Volksschullehrer, Fraktionsführer der SPD. in der Stadtver- ordnetenoerfammlung Neuß und Redakteur der berüchtigten marxistischen Tageszeitung „Der freie Sprecher". Wegen feiner radikalen politischen Einstellung verließ er bald Deutschland und begab sich in das Saargebiet, wo er eine unrühmliche politische Rolle spielte. Nach dem Abstimmungsergebnis flüchtete er nach Frankreich und entfaltete dort eine plan- Gießener Konzertverein. Biolin-Konzert Wilhelm Strotz. Wenn ein konzertierender Künstler sich seinen Hörern oorstellt, so gibt er den ersten, ausschlaggebenden Eindruck durch die Auswahl seiner Vortragsfolge. Sie läßt auf den ersten Blick zweifellos erkennen, welcher Gruppe er sich anschließt; ob den mehr oirtuos eingestellten, die die Pflege der Technik und der rein instrumentalen Wirkungen in den Vordergrund rücken, oder denjenigen, die, oon musikalischer Verantwortlichkeit bewegt, sich bemühen, den Hörer in die geistig musikalische Welt zu führen, wobei das instrumentale Können mehr das Mittel für die seelische Künbung darstellt. Das geistige Wesen der Musik hat sowohl in den verschiedenen geschichtlichen Zeitaltern ein bestimmtes weltanschauliches Gepräge, den Stil, angenommen; ebenso aber tritt die Rasseangehörigkeit beeinflussend für den Stil dazu. Zumal für den Geiger ist die Beherrschung der verschiedenen Zeitstile in ihrer technischen Durchbildung und in der Erfassung der geistigen Eigenheit ganz besonders von Wichtigkeit: denn das ausübende Instrument hat seine Grundform in den letzten 200 Jahren nicht im geringsten geändert; während beispielsweise die Tasteninstrumente ständig eine weitere Entwicklung der technischen Anlage und des damit verbundenen Klangcharakters erfahren haben. Wilhelm Straß berücksichtig! so das Zeitalter der aufblühenden violinistischen Kunst im Hochbarock ebenso wie er der klassischen Periode ihr Teil gibt und über den Nachklassizismus in seiner festlichen Durchbildung hinleitet zum Wendepunkt der Musikentwicklung bis vor dem Weltkriege. H ä n d e l s Diolinsanaten verleugnen ihre formale Beziehung zu der Sonatenform, die Carelli geprägt hat, durchaus nicht. Sie sind getragen van überaus starker musikalischer Lebenskraft; Händel will keine schwerwiegenden Probleme in diese Werke hineintragen und schaltet damit symbolische Hintergründe aus; um so stärker aber erschließt sich die Naturkraft seiner unmittelbaren musikalischen Erfindung in einer ausgeglichenen Durchgestaltung, die Inhalt und festgelegte Form bis zum Letzten aufeinander abgestimmt erweist. Werke, die ebenso durch Schönheit der Klangfügung wie durch die Klarheit in der Formulierung der ausgesprochenen Gedanken sich auswirken. Daß Max Regers Suite a-moll op. 103a, die er 1908 Edgar Wollgandt gewidmet hat, wieder den alten Suitengeist im Bachschen Sinne aufnimmt und sich damit in unmittelbare Nähe der Händel-Sonaten stellt, war für Reger notwendiger Ansatzpunkt für sein Schaffen. Wenn er auch an den Errungenschaften der 200 Jahre Musikentwicklung durchaus nicht vorübergeht, so fühlt er sich oennoch der geistigen Struktur der Barockepoche eng verbunden. M Volks- und Landesverräter kein Platz in Deutschland! Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit. HL >i jitiW1'j. LS SÄ? tis *$. »4 triff illegaler - L beteiligte : i T Qomas ' 9*5 * Milchern Snnt mar. 6« MS \ -iitf) die schEe j^ndspresse ° Sein Bruder gern Ä Tochter Enk st wegen ihres der deutschen Mt morden. 22. Rudolf Dl stakteur am ,,-c . in vorderster -Metzimg des lucht aus Deuts | r Emigranten, Men alles Deuts '23. Karl Ott' Tüljerer Wüarbei mb dem „Berlin I iin verheiratet. !1 wtratifäen [ Mitnahme [ M.-Der- 1 rr gehendem nach Frank« ros \\t ®2> L er hier eine jjiger Wch eist zu ht m wieder! areißen. i r Entdeck^ etzten 2lup . Der6» iner Rovü indringlW iten bewA fier, nicht fl dern lRess ige gleiche ßebensfreiH >jchsam burid übetfdpieM rieben, w^n erhaupt \M mb E kleines $?- Aahausnahint «nilofd-s** tübtn «-M ck- ft»® * d LeckndM di. W."‘„ w*;*! rieb als W e, M.L' Spracht ?n ffliensnlfl >en Sei'tol^ iMngeA groben 2 MS ober sieD Of.nlr* * ßehalt fl“ 'Ä- Jn L inien . verton ÄgS Ä 'S, I 1111,2 I ilb»?* I O> I «'QlH | >, I S* I 1 S Ä, K ;«-3 N. d>, ^fai» .ys '»»m ^9en L ‘lld)en !Q(l, '*4 ft ct niii eJeil5 Qin. ?■ Cei^ tun9en !r °ei% Prey imj Ache M Mr 9 flucht £9tn « Paris aui, nne betätig, neinjam ^rünbttn ’e gerne® Berlin, 3. Dez. (DNB.) Reichsbankpräsident Dr. Schacht erläßt folgenden Aufruf: Dor nicht langer Zeit hat man noch um die Frage „Kausen oder Sparen" gestritten, also darum, ob es für die gesamte Wirtschaft besser sei, wenn der einzelne sein Einkommen restlos verbraucht oder einen Teil davon zurücklegt. Jn letzter Zeit ist es davon recht still aeworden. Und die Erkenntnis ist allgemein geworden, daß ein deutscher Wirtschafts- und Kulturaufstieg nur möglich ist. wenn Verbrauchen und Sparen in einem gesunden Verhältnis zueinander stehen. Unsere Fabriken, Maschinen und alle anderen Wirtschaftsgüter, die uns Arbeitsmöglichkeiten geben und unsere Arbeit erleichtern und sichern, konnten nur entstehen, weil die Generationen vor uns ihr Einkommen nicht restlos verzehrten, sondern Ersparnisse bildeten. Die nach uns Kommenden haben ein Recht darauf, daß auch wir dem Vorhandenen etwas hinzufügen und das, was wir erstellen, auch bezahlen. Wir können heute nicht genug Sparer haben, wenn wir die vor uns liegenden Aufgaben bewältigen wollen. Wir flehen am Anfang des neuen Vierjahresplanes, durch den auch der letzte Arbeitslose in Drot gebracht und der weitere Aufstieg unserer Wirtschaft von der Rohstoffseite her gesichert werden soll, heute gewinnt das weniger Verbrauchen und mehr Sparen auch insofern an nationaler Bedeutung, als es geeignet ist, die auf Verhinderung eines Preisauftriebe gerichtete Politik der Reichsregierung in wirksamer Weise zu unterstützen. Weihnachtspackuagr 3 Stück Palmolive-Seife RM 0.90 Buch beim Weihnachts-Einkauf auf die martc..PAlMOLIVEHachten! /Äerobe bei Weihnachtsgeschenken sollten Sie darauf bedacht sein, Erzeugnisse zu ^2/devorzugen, deren Lerstellerfirma mit ihrem Namen für erlesene Qualität bürgt. Jm Zeichen der Nichteinmischung! In zwei Wochen 12 Sowjetdampfer mit Kriegsmaterial durch die Dardanellen. Alle zeichnen Reichsanleihe! Ein Aufruf des Reichsbankpräsidenten. Palmottve-Erzeogulffe find Qvalttätt-Erzerrgniffe! Wählen Sie eine der hübschen und geschmackvollen Palmolive^Weihnachtspackungenl Sie werde« damit Ihre« Angehörige» oder Freunde» eine festliche Freude bereite«. Palmolive-Seife steht im Dienst der Jugend und Schönheit — dem Lerren aber bringen Palmolive-Rasiererzeugnisse Annehmlichkeit und Zeitersparnis. Darum fmb Palmolive-Geschente eine stets willkommene Gabe auf dem Weihnächtsttsch. Sie verraten den guten Geschmack deS Spenders und bereiten dem Beschenkten noch lange Zeit über das Fest hinaus täglich immer wieder aufS neue Freude! Lersteller: Palmoltve-Binder & Ketel« GmbL., Lamburg feine Tochter Erika Mann find bereits vor längerer Zeit wegen ihres unwürdigen Auftretens im Ausland der deutschen Staatsangehörigkeit für verlustig erklärt worden. 22. Rudolf Olden, früherer Rechtsanwalt und Redakteur am „Berliner Tageblatt". Dort arbeitete er in vorderster Linie an der jüdisch-marxistischen Durchsetzung des deutschen Volkes. Nach seiner Flucht aus Deutschland führt er unter Benutzung -er Emigrantenpresse seinen gehässigen Kampf gegen alles Deutsche fort. 23. Karl Otten, kommunistischer Schriftsteller, früherer Mitarbeiter an der „Frankfurter Zeitung" und dem „Berliner Tageblatt", war mit einer Jüdin verheiratet. Nach der Machtübernahme begab er sich ins Ausland und veröffentlichte dort einen Roman, dessen deutschfeindliche Tendenz in besonders gehässiger Weise zum Ausdruck kommt. 24. Georg R e i n b o l d, ehemaliger Landesvorsitzender der SPD. in Baden, der sich durch Organisierung von Gewalttaten bei politischen Versammlungen hervortat. Nach seiner Flucht arbeitete er vor allem in Frankreich im Sinne der hochverräterischen Ziele der marxistischen Emigrantenorganisationen. 25. Karl S ch n o g, radikaler Schriftsteller, der früher aktiv in der kommunistischen Bewegung stand und für die kommunistische Zeitung „Welt am Abend" arbeitete. Nach seiner Emigration veröffentlichte er in der Pariser und Prager Emigrantenpresse meist in Gedichtsform Angriffe gegen das Reich, die sich durch Gehässigkeit und Niedrigkeit der Gesinnung auszeichneten. 26. Karl Schreiner, Journalist, flüchtete ins Ausland und ist dort Mitarbeiter an den von Otto Straffer herausgegebenen berüchtigten Hetzschriften in Prag. In seinen Artikeln versucht er durch entstellende Verwendung statistischen Materials ein falsches Bild über die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland zu erwecken. 27. Wilhelm Sollmann, marxistische Partei- größe des Novembersystems. Seit 1920 gehörte er der ehemaligen SPD.-Fraktion an und war während des Kabinetts Stresemann Reichsminister des Innern. Nach der Machtübernahme flüchtete er zuerst ins Saargebiet und begab sich nach der Saarabstimmung nach Frankreich. Dort trat er einem Jo ur n alistenv erb and bei, der alle ausgewanderten und z. T. bereits ausgebürgerten deutschfeindlichen Schriftsteller umfaßt und betätigte sich als Verfasser zahlreicher gegen das Reich gerichteter Artikel. Außerdem unterhielt er enge Beziehungen zu den führenden Prager Emigrantenkreisen. er 28. Arthur Thiele, ehemaliger Gewerkschasts- sekretär und Reichsbannerführer in Dresden. Er gehörte zum Parteivorstand der ehemaligen SPD. in Prag, der ein Sammelbecken aller deutschfeindlichen Bestrebungen der Emigranten im Auslande bildet. . m 29. Arnold Vahsen arbeitete im Sinne der Bestrebungen Otto Strassers im Auslande und knüpfte landesverräterische Beziehungen zu ausländischen Staaten an. . 30. Ludwig Wronkow, jüdischer Zeichner der sich in Prag' niedergelassen hat und durch politisch- sachrische Zeichnungen würdeloser Form die politi- Jstanbul, 3. Dez. (DNB.) In der Zeit vom 18. November bis 3. Dezember haben 12 sow - jetrussische Fracht dumpfer die Meerengen in der Richtung nach dem Mittelmeer durchfahren. Den gleichen Weg haben drei spanische Dampfer und ein Dampfer unter merikani - scher Flagge genommen, die ebenfalls aus sowjetrussischen Häfen kamen und für Spanien bestimmt waren. Jm Zeitraum vom 22. November bis zum 3. Dezember sind acht sowjetrusstsche Dampfer leer aus spanischen Häfen nach Sowjetrußland zurückgefahren. Die Uebernahme der für Spanien bestimmten Ladungen erfolgte in den Häfen von Noworossisk, Batum, Odessa und Mariopol. Der Schiffsverkehr zwischen Sowjetrußland und Spanien hält somit in unverminderter Stärke an. Zu den im Ausland verbreiteten Meldungen, wonach s o w j e t r u s s i s ch e K r i e g s- schiffe die Meerengen durchfahren haben sollen, erklären türkische Stellen mit aller Bestimmtheit, daß von Sowjetruhland bisher keinerlei Ankündigung über eine beabsichtigte Durchfährt erfolgt sei. Eine solche Ankündigung ist aber nach dem Wortlaut des Meerengenabkommens erforderlich und muß acht Tage vor der Durchfahrt erfolgen. Unterseeboote der Uferstaaten des Schwarzen Meeres dürfen dieses Meer nur verlassen, wenn sie Werften und Docks in anderen Meeren aufsuchen müssen und müssen die Durchfahrt in aufgetauchtem Zustand bei Tage vornehmen. Kriegszone an der spanischen Küste. London, 3. Dez. (DNB.) Bei der britischen Regierung ist eine Note der spanischen National- regierung eingegangen, in der darauf aufmerksam gemacht wird, daß in der Zeit zwischen dem 30. November und dem 15. Dezember in der Zone von Kap San Anto nio (nördlich von Alicante) und scheu Bestrebungen Deutschlands verächtlich zu machen sucht. 31. Hans von Zwehl, Journalist, früherer Mitarbeiter an der kommunistischen Zeitung „Welt am Abend" und am „Berliner Tageblatt . Nach seiner Emigration arbeitete er ständig für eine berüchtigte Pariser (EmiarantenAeitung. Außerdem veröffentlichte er zahlreiche Broschüren, aus denen die niedrigste Gesinnung gegenüber seinem früheren Heimatlande spricht. 32. Heinrich Ritzel, ehemaliger Oberregierungsrat in Gießen, 33. Hans Gustav Steinthal, ehemaliger ©tu- dienrat, 34. Heinrich Peter Danzebrink, ehemaliger Regierungsrat 35. hertwig Machts, ehemaliger Kriminalkommissar, 36. Gustav Lehnert, ehemaliger Kriminalassistent, 37. Paul Kowalski, ehemaliger Polizeiwacht- meister, 38. Alfons Baumann, ehemaliger Polizeiwachtmeister, 39. August Heinrich Lauriolle, ehemaliger polizei- verwaltungsfekretär in Vuhbuch, tungsmaßnahme für die Bombardierung der Stadt durch nationalistische Flieger verübt worden sein. Der Bürgermeister von Alicante habe angeblich er« klärt, daß er den Forderungen der anarchistischen Elemente nicht mehr länger ljabe Widerstand leisten können. Haussuchungen bei belgischen Helfern der Bolschewisten. Brüssel, 4. Dez. (DNB.) Die planmäßigen Anwerbungen für die rote Armee in Spanien, die kürzlich Gegenstand von Interpellationen in der Kammer und im Senat waren, haben jetzt die Behörden veranlaßt, aus ihrer bisherigen Zurückhaltung herauszutreten. In den Bezirken der Appellhöfe von Brüssel, Lüttich und Gent sind am Mittwoch und am Donnerstag zahlreiche Durchsuchungen durchgeführt worden, so bei dem Generalsekretär der Sozialistischen Partei Jean Delvigne, dessen internationale Tätigkeit für die Roten in Spanien schon vor längerer Zeit aufgedeckt worden ist. Ferner wurden Durchsuchungen vorgenommen bei führenden Persönlichkeiten der Kommunistischen Partei, bet dem belgischen Sekretär der Internationalen Roten Hilfe, bei einer ehemaligen Angestellten der Roten Hilfe, bei einem kommunistischen Provinzialrat und einem Anarchisten, lieber bas Ergebnis der Durchsuchungen wird vorläufig nur mitgeteilt, daß zahlreiche Schriftstücke beschlagnahmt worden seien. Die Haussuchungen sind ziemlich schlagartig in mehreren Orten, u. a. in Brüssel, Antwerpen, Charleroi, Mons, Lüttich, Verviers, Huy, durchgeführt worden. Jüdische Kommunisten in Budapest ausgehoben. B u d a p e st, 3. Dez. (DNB.) Wegen k o m • munistischer Umtriebe wurden am Donnerstag wiederum 12 Personen von der Budapester Polizei in haft genommen. Es handelt sich bei den verhafteten Kommunisten zum arößten Teil um Jugendliche beiderlei Geschlechts, die der berüchtigten jüdisch-zionistischen Vereinigung „Somer hacair" angehören. Die Polizei überraschte die Bande in einer Wohnung inmitten der Stadt, in der sechs jüdische Mädchen und sechs Burschen in gemeinsamem haushalt lebten. Erst vor kurzem waren 15 jugendliche Mitglieder des zionistischen Vereins „Somer hacair", die unter der Anführung einer 16jährigen jüdischen Schülerin standen und kommunistische Propaganda in den Mittelschulen betrieben, von der Polizei verhaftet worden. Zu den vorhandenen Anlagemöglichkeiten für Ersparnisse tritt die bis zum 5. Dezember zur Zeichnung aufliegende neue Folge 4,5 pro - 3 e n ti g e r auslösbarer Reichsschatzanweisungen. Diese Anleihe ist in jeder Beziehung eine gute Anlage ; sie hat eine günstige Verzinsung und ist im Bedarfsfälle leicht verwertbar. Was die Sicherheit anbetrifft, so ist der nationalsozialistische Staat von Anfang an auf den Schutz der Sparer bedacht gewesen. Er hat den Willen und die Macht, diejenigen zu schützen, die ihm ihre Ersparnisse anoertrauen. Allen kommen die Erfolge der nationat- fozialiflischen Aufbaupolitik zugute. Darum ist die Aeichnungsaufforderung auch an alle Berufsstände ergangen. Ls darf nicht fein, daß in Kreisen der gewerblichen Wirtschaft zu hören wäre: Wir haben schon früher Anleihe gezeichnet, jetzt sollen die anderen es tun. 3n der ländlichen Bevölkerung wird man nicht sagen dürfen, die Reichsanleihe geht uns nichts an. Die Lohn- und Gehaltsempfänger schließ- lich dürfen nicht glauben, ihre Spartätigkeit wäre belanglos. Der nationalsozialistische Staat könnte die Mittel, die er zur Finanzierung seiner Aufgaben braucht, auch durch ein Anziehen der Steuerschraube aus. bringen. Er sieht jedoch bewußt davon ab, seine Macht auf diesem Gebiete auszunutzen. Er verteilt vielmehr die Lasten, um sie tragbarer zu machen, auf eine Reihe von Jahren. Eine solche Politik ist aber auf die Dauer nur dann möglich, wenn alle einmütig zusammenstehen, um dem Staat diese notwendigen Anleihemittel zu leihen. Line Feststellung. Ministerialrat Berndt, dessen große kulturpolitische Rede wir am 30. v. M. auszugsweise veröffentlichten, bittet um Aufnahme der Feststellung, daß der in der Rede genannte Kritiker Max Marsch a l k kein Jude ist. Die pariser Weltausstellung soll nicht verschoben werden. Der Generalkommissar für die Pariser Welt- ausstellung von 1 9 3 7, ßabbö, gibt bekannt, daß entgegen anderslautenden Gerüchten die Ausstellung am vorgesehenen Zeitpunkt, d. h. am 1. Mai 1937 eröffnet werden würde. Wetterbericht des Reichsweiterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Unter dem Einfluß des Azorenhochs hält das unbeständige Westwetter nicht nur an, es hat vielmehr mit der neuen Entwicklung eines kräftigen Tiefdruckwirbels wieder eine neue Verstärkung erfahren. Dieser ist mit seinem Zentrum zwar noch ziemlich weit nördlich von uns, hat aber an seiner Südseite das mitteleuropäische Festland bereits mit milden ozeanischen Luftmassen überschwemmt, die in der Nacht zum Freitag zu weiteren Niederschlägen Anlaß gaben. Etwas kältere Luftmassen, die an seiner Rückseite tiefer auf das Festland vordringen, werden die unbeständige Witterung fortsetzen, sie aber zunächst wieder lebhafter gestalten. Aussichten für Samstag: Veränderliches Wetter mit gelegentlicher Aufheiterung, mit einzelnen, meist schauerartigen Niederschlägen, bei lebhafteren, teilweise böigen westlichen bis nordwestlichen Winden, leichte Abkühlung. Sportwetterbericht. Vogelsberg: Nebel, 4- 1 Grad, 32 cm Gesamtschneehöhe, Pappschnee, Ski und Rodel mäßig. Taunus. Kleiner Feldberg: Nebel, + 3 Grad, 25 cm Gesamtschneehöhe, Pappschnee, Ski möglich. Jn den Bergen hat Tauwetter eingesetzt, voraussichtlich zum Wochenende wird wieder Besserung und auch Schneefall eintreten. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertretender Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: i. D. Ernst Blumschein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- (eiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. X. 36: 10 000. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Marbella (westlich von Malaga) auf feindliche Schiffe in spanischen Hoheitsgewässern Luftangriffe durchgeführt und in den Hafenmündungen dieser Zone Minen gelegt werden würden. Dimittoff in Paris? Paris, 4. Dez. (DRV. Funkfpruch.) „Figaro" bringt ohne nähere Quellenangabe und als einzige pariser Worgenzeilung die Nachricht, daß sich der Sekretär der Dritten Internationalen ®imitroff seit Donnerstag in Paris aufhalte. Bolschewistischer Terror in Tarragona Salamanca, 4. Dez. (DNB. Funkspruch.) Dom Sonderberichterstatter des DNB. Den Nachrichten nationaler Rundfunksender zufolge, ist es in den letzten Tagen in der katalanischen Provinzhaupt- stadt Tarragona zu stürmischen Auseinander- setzungen und Streitigkeiten zwischen den republikanischen Separatisten und den Vertretern der l i n k s r a d i k a l e n Parteien gekommen, die dazu führten, daß die letzteren die Gewalt völlig an sich gerissen haben. Jn den wenigen Tagen ihrer Herrschaft sollen bereits eine größere Anzahl rechts st ehender Personen ermordet und mehrere Gebäude ange- zündet worden sein. Role Mörder. 51 nationale Spanier in Alicante erschossen. Paris, 3. Dez. (DNB.) Nach aus Sevilla vorliegenden Meldungen haben die Roten in Alicante trotz der Eingaben der konsularischen Vertreter 51 nationale Spanier, die als Gei- ein festgehalten worden waren, erschossen. Wie es heißt, soll diese furchtbare Bluttat als Dergel- munlftischen Umsturzpläne tätig ist. Er spielt ins- besondere in internationalen Organisationen zur Bekämpfung des Faschismus eine Rolle und ver- jucht in letzter Zeit durch seine publizistische Tätigkeit den politischen Katholizismus für eine „anti- aschistische Volksfront" zu interessieren. An der mißlungenen Boykottbewegung gegen die Abhaltung der Olympischen Spiele in Deutschland hat er sich on maßgebender Stelle beteiligt. 18. Heinrich König, marxistischer Funktionär, der sich aktiv an Gewalttätigkeiten im politischen Kampf beteiligte. Nach vorübergehendem Aufenthalt im Saargebiet flüchtete er nach Frankreich and setzfe dort seine deutschfeindliche Tätigkeit fort. 19. Paul Christian Künder, marxistischer Funktionär und Vorstandsmitglied des ehemaligen Reichsbanners „Schwarz-Rot-Gold". Nach dem Umschwung versuchte er illegal für die marxistischen Ziele zu arbeiten und flüchtete bann ins Ausland. Er beteiligte sich in Kopenhagen an führender Stelle in den marxistischen Emigrantenorganisationen. 20. Adolf Ludwig, ehemaliger Gewerkschaftssekretär und dritter Bürgermeister in Pirmasens. Als fanatischer Marxist zeichnete er sich durch besondere gehässige Bekämpfung der NSDAP, aus. Wegen illegaler Betätigung flüchtete er ins Ausland und beteiligte sich führend an hochverräterischen Unternehmungen. Nach vorübergehendem Aufenthalt im Saargebiet setzte er sein staatsfeindliches treiben in Frankreich fort. 21. Thomas Mann, Schriftsteller, früher in München wohnhaft. Nach dem Umschwung kehrte er nicht wieder nach Deutschland zurück und gründete mit seiner Ehefrau Katharina, geb. Prings- heim, die einer jüdischen Familie entstammt, einen Wohnsitz in der Schweiz. Wiederholt beteiligte er sich an Kundgebungen internationaler, meist unter jüdischem Einfluß stehender Verbände, deren feindselige Einstellung gegenüber Deutschland allgemein bekannt war. Seine Kundgebungen hat er in letzter Zeit wiederholt offen mit staatsfeindlichen Angriffen gegen das Reich verbunden. Anläßlich einer Diskussion in einer bekannten Züricher Zeitung über die Bewertung der Emigrantenliteratur stellte er sich eindeutig auf die Seite des staatsfeindlichen (Emigrantentums und richtete öffentlich gegen das Reich die schwersten Beleidigungen, die auch in der Auslandspresse auf starken Widerspruch stießen. Sein Bruder Heinrich Mann, sein Sohn Klaus und ehemalige deutsche Beamte, die nach der Machtüber- nähme wegen iyrer bisherigen politischen Tätigkeit aus dem Staatsdienst entlassen wurden. Sie begaben sich vorübergehend ins Saargebiet, wo es ihnen gs» lang, eine Anstellung durch die Regierungskommis, sion des Saarlandes zu erhalten. Nachdem die Abstimmung nicht das von ihnen erstrebte Ergebnis hatte, flüchteten sie in das Ausland und setzten dort in offener und versteckter Form ihr taubes- und hochverräterisches Treiben gegen Deutschland fort. Die meisten von ihnen beteiligten sich in Frankreich an internationalen marxistischen Kampforganisationen, deren Bestrebungen gegen den Bestand des Reiches und feiner Regierunasform gerichtet waren. Hierbei zeichnete sich besonders Lehnert aus, der eine führende Stelle innerhalb dieser Organisation einnahm. Die Ausbürgerung der Saaremigranten ist wegen ihrer deutschfeindlichen Betätigung nach Beendigung der Verwaltung des Saarlandes durch den Völkerbund erfolgt, im übrigen handelt es sich um Personen, die weder abstimmungsberechtigt waren, noch unter den Schutz des sogenannten Römischen Abkommens vom 2.13. Dezember 1934 fallen. Ruhe gebettet. Gießen, den 4. Dezember 1936. 05569 Der Vorstand. TßonD Marie Nachtigall und Kinder 1871 — 1921 Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres lieben Alterskollegen Georg Kraus in Kenntnis zu setzen. Gießen, den 3. Dez. 1936. Die Trauerfeier findet Samstag, den 5. Dez., um U Uhr statt. Zahlreiche Beteiligung erwünscht. Kleinigkeit! Mit Janssens Tee! Allen, die uns beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen Fritz Nachtigall Schlossermeister durch ihre Anteilnahme Trost gaben, herzlichen Dank. Seinem Wunsche entsprechend haben wir ihn in der Stille zur letzten Qf; Werner Janssens Frühstückskräutertee Preis 50 Pfg.und 2,-MarK scltiSS-* Erhältlich in den Drog.: Seibel, Frankfurter Str.; Kilbinger Nacht, gegenüber dem Gloria-Palast Friedrich Wilhelm Weimar Gießen (Hitlerwall 51II), Hünfeld, Schlitz, am 3. Dezember 1936. 05566 Gott der Herr nahm am Montagabend meinen guten Sohn, unseren lieben Bruder nach kurzer Krankheit im Alter von 36 Jahren zu sich in sein himmlisches Reich. Die Beisetzung fand in der Stille statt Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Anna Weimar, geb. Koch MÄNTEL / stehen im //ordergrund Damen-Sport-Mäntel jugendliche Formen.. 18.75 22.- 24.- Damen-Sport-Mäntel in aparter Verarbeitung 26.- 29.- 32.- Damen-Mäntel ohne Pelz in besonders schönen Stoffen 36 - 39 - 42.- und höher Frauen-Mäntel ohne Pelz... 29 - 32 - 36.- und höher Jugendliche Mäntel mit Pelz.... 26.- 29 - 32.- und höher Damen-Mäntel mit Pelz in modisch schönen Formen 33.- 39.- 43.- Kamelhaar-Flausch-Mäntel in mode und marine... 29 - 32.- 36 - Kinder-Mäntel in allen Größen und Preislagen in reichhaltigster Auswahl. Große Auswahl u. niedrigste Preise sind die Zeichen unserer Leistungsfähigkeit. Ein zwangloser Besuch wird Sie hiervon überzeugen. Fernsprecher 2096 und 4276 'Qualitäten HAU5DERGUTEN Zu haben in Apotheken, Drogerien und wo Plakate sichtbar. 6878 v Jutta ist zwar nicht sonderlich hübsch — aber man hört oft gern auf ihren Rat. Gegen alle kleinen Krankheiten, wie Husten, Katarrhe. 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Sie soll’s leichterhaben Jede Hausfrau, die Tag für Tag in der Küche steht, hat es verdient. — Als Weihnachtsgabe bekommt sie arbeitsparende Maschinen: Brotschneidemaschine . 5,4g Wringmaschine.....10.50 Fleischhacker...... 3.80 Kaffeemühle, Reibemaschine. Davon hat die Hausfrau immer etwas. Groß ist die Auswahl bei J. B. Häuser Gießen 7626 a am Oswaldsgarten Fernruf Nr. 2145/46 Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Millimeterzeile veröffentlicht Nächster Kameradschaftsabend nicht am 5., sondern erst Samstag, d. 12. d.M., im Gastb. „Zum Andres . 768gD Mmreln vanim «Sieben Sonntag, 6. Dexbr. von 16 Uhr ab FamilieD-Uog n. Nikolausfeier imSchiiüenbaus Grünberg.Str. Die Mitglieder mit ihren Angehörigen sind hierzu herzlichst eingeladen. 76840 DerverelnsfWec. BetMotOunnij für öle W- MMWülilM öet Stoöt Wen. Auf Grund des § 3 der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 (RGBl. 1935 S. 49) und des § 7 der Verordnung zur Durchführung des Feuerbestattungswesens vom 26. Juni 1934 (RGBl. 1934 S. 519) wird nach Beratung mit den Ratsherren und mit Genehmigung des Herrn Reichsstatthalters in Hessen — Landesregierung — folgende Betriebsordnung erlassen: §1. Für den Betrieb der Feuerbestattungsanlage ist der Betriebsleiter (Friedhofsverwalter) verantwortlich. . . §2. (1) Dre Leichen dürfen nur angenommen werden, wenn der Einlieferer die Leiche und fich selbst zweifelsfrei ausweist. Die Leichen müssen in Holz- oder Zinksärge gebettet sein. Die Särge müssen möglichst frei von unverbrennbaren Metallverzierungen (Beschläge, Griffe) und von einer Größe und Beschaffenheit sein, die einmal bei der Einführung in die Einäscherungskammer keine Schwierigkeiten bereitet und sodann eine rauch- und geruchfreie Verbrennung gewährleistet. (2) Folgende Maße der Särge sollen nicht überschritten werden: Länge: 2,15 m Breite: 0,76 m Höhe: 0,80 m. (3) Am Kopfende jedes Sarges soll sich ein Firmenschild des Emlreferers befinden, auf welchem Vor- und Zuname, das Geburts- und Sterbedatum des Verstorbenen sowie Tag und Stunde der Trauerfeier deutlich vermerkt ist. (4) Befinden sich Wertgegenstände an der Leiche, so hat der Ernlreferer darauf hinzuweisen und der Abnehmende sich von dem Vorhandensein derselben zu überzeugen. (?) Die Einlieferung einer Leiche ist in ein Buch (Ernlreferungsbuch) mit folgenden Angaben zu vermerken: a) Vor- und Zuname der eingelieferten Leiche, b) Namen (Firma) des Einlieferers, c) Tag der Einlieferung, d) ob und welche Wertsachen sich an der Leiche befinden. Der Abnehmende und der Einlieferer haben die Nichtigkeit dieser Angaben im Buche durch Unterschrift zu bescheinigen. §3. (1) Den Zeitpunkt der Einäscherung bestimmt der Betriebsleiter. (2) Die Einäscherung darf nicht vor Ablauf von 24 Stunden nach Stellung des Antrages bei der Polizeibehörde des Einäschcrungsortes erfolgen. Sie darf erst vorgenommen werden, wenn die schriftliche Genehmigung der Polizeibehörde des Einäscherungsortes (§ 3 des Gesetzes) vorgelegt ist. Sie muß jedoch innerhalb dreimal 24 Stunden nach erfolgter polizeilicher Genehmigung vorgenommen werden. Kann diese Frist nicht eingehalten werden, so hat der Betriebsleiter unter Angabe des Grundes der Verzögerung bei der Polizeibehörde eine Verlängerung der Frist zu beantragen. §4.' (1) Die Trauerhalle des Friedhofs steht für die Trauerfeierlichkeiten zur Verfügung. Die Leichen werden in die Leichenhalle ausgenommen. Leichen mit Wertgegenständen sind in besondere Obhut zu nehmen. Bei der Aufnahme sind die Verschraubungen des Sarges zu lösen. Spätestens eine halbe Stunde vor der Einäscherungsfeier werden die Särge geschlossen. Soweit es der Betrieb erlaubt, kann den Angehörigen bis zum Beginn der Bestattungsfeier gestattet werden, die Leiche zu sehen. Das öffentliche Ausstellen von Leichen und die Oeffnung des Sarges bei den Bestattungsfeiern ist verboten, sofern nicht die Polizeibehörde eine Ausnahme gestattet hat. (2) Für die Behandlung der Leichen von Personen, welche an einer ansteckenden Krankheit gestorben sind, gelten die vom Reich und von den Ländern hierzu erlassenen Bestimmungen. Das Oeffnen der Särge ist in diesen Fällen nicht zulässig. 8 5. (1) Die Leichen sind in den Särgen oder Einsatzsärgen einzuäschern, in denen sie eingeliefert worden sind. In einer Einäscherungskammer darf jeweilig nur eine Leiche eingeäschert werden. (2) Die Leiche eines totgeborenen oder in der Geburt verstorbenen Kindes kann zusammen mit der Leiche der Mutter eingeäschert werden. (3) Es ist darauf zu halten, daß sich die Einäscherung würdig gestaltet. (4) Der Einäscherungsofen ist vor der Einführung der Leiche bis zur Durchglühung der Kammerwände aufzuheizen, damit sich der Einäscherungsprozeß ohne Nach- oder Zusahheizung vollziehen kann. Nur in Ausnahmefällen darf während des Einäscherungs- prozesfes eine Zusatzbeheizung vorgenommen werden. (5) Vor der Einführung des Sarges in den Ofen ist an dem Sarg ein unzerstörbares Schild anzubringen, auf welchem die Nummer, unter der die Eintragung in das Einäscherungsregister erfolgt ist, und der Name der Feuerbestattungsanlage deutlich eingeschlagen sein muß. (6) Während des Einäscherungsvorganges ist darauf zu halten, daß dem Schornstein möglichst kein Rauch entströmt. Eingriffe jeder Art zur Beschleunigung des Vorganges sind streng verboten. (7) Bei der Einbringung des Sarges in den Verbrennungsofen ist zwei Angehörigen des Verstorbenen oder zwei von ihnen bezeichneten Vertrauenspersonen die Anwesenheit zu gestatten. Die Beobachtung der Einäscherung selbst ist weder den Angehörigen des Verstorbenen noch dritten Personen, sondern nur den Angestellten der Anstalt gestattet. Der Leiter der Gemeinde oder das städtische Begräbnisamt können einzelnen Personen die Erlaubnis zur Beobachtung erteilen, wenn diese ein wissenschaftliches Interesse nachweisen. 8«. Behandlung der Aschenreste. (1) Nach Beendigung der Einäscherung ist die Emascherungskammer sorgfältig zu reinigen. Die ver- blrebenen Aschenreste sind dem Ofen zu entnehmen, abzukühlen, von Metallteilen durch Magneten zu befreien und fodann mit dem Erkennungsschild in einem widerstandsfähigen, dauerhaften, 'lüft- und wasserdichten Metallbehältnis zu sammeln und amtlich zu verschließen. Der Deckel des Behältnisses hat aus dauerhaftem Metall (z. B. Kupfer) zu bestehen. In deutlich geprägter, möglichst erhabener Schrift hat er oder ein auf ihm festsitzendes, dauerhaftes Metallschild folgende Angaben zu enthalten: 1. Die mit dem Einäscherungsverzeichnis und dem Nummernschild in der Asche übereinsümmende Einäscherungsnummer, 2. Zu- und Vorname sowie Stand des Verstorbenen, 3. Ort, Tag und Jahr seiner Geburt, 4. Ort, Tag und Jahr seines Todes, 5. Ort und Tag der Einäscherung. (2) Die Behältnisse sollen der vom Deutschen Normenausschuß Berlin aufgestellten Norm — Formblatt DIN 3198 „Aschenkapseln für Urnen" — entsprechen. 8 7. Einäscherungsverzeichnis. Ueber die vorgenommenen Einäscherungen ist ein Verzeichnis nach Anlage 2 zu § 11 der Verordnung v. 26. 6. 1934 zur Durchführung des F-.uerbestattungs- gesetzes (RGBl. I S. 519) zu führen, am Ende des Kalenderjahres abzuschließen und mit dem von der Polizeibehörde geführten zu vergleichen. 8 8. Beisetzung der Aschenreste. (1) Die Aschenreste jeder Leiche sind in einer Urnenhalle, einem Urnenhain, einer Urnengrabstelle oder in einem Grabe beizusetzen, sofern nicht durch die Polizeibehörde gemäß § 9 Abs. 3 des Reichsgesetzes über die Feuerbestattung eine Ausnahme zugelassen worden ist. (2) Die Aschenreste dürfen auch nicht vorübergehend in den Besitz der Angehörigen gelangen. Deshalb ist die Aushändigung des Aschenbehältnisses an sie oder ihre Beauftragten nicht, auch nicht zwecks Beisetzung an einem anderen Orte, zulässig. 8 9. Gebühren. f Herren-Hemden \ in bester Bielefelder Ausführung \ sind nicht teurer, aber wertvoller. \ Hauptpreislagen für farbige Hemden 1 mit festem oder losem Kragen RM. 8.6V, 7.40, 6.30 Hauptpreislagen für weiße Hemden. I durch gemustert, RM. 9.80, 8.80, 7.50 I Sie finden eine selten gebotene Auswahl j Friedrich Levermann / k Selterswes 71 Spezialgeschäft f. Bielefelder Herren-Wäsche 76950 Lichtspielhaus A 42,- 15- B. C. D. E. 7683C Stadttheater Morgen Samstag, 20.30 Uhr: Kameradschaft» abend imHcssisch.Hof. Für die im Vollzüge des Gesetzes entstehenden oder besonders gewünschten Leistungen werden folgende Gebühren erhoben, die im voraus an die Kasse der Verwaltung zu entrichten sind: .Für die Einäscherung einschl. Benutzung der Friedhofskapelle für eine halbe Stunde und Lieferung des Aschenbehältnisses: 1. Erwachsener und Kinder über 12 Jahre 52,- JMt 2. Kinder bis zu 12 Jahren...... 3. Auf Kosten der öffentlichen Fürsorge erfolgende Einäscherung und der Anatomieleichen ........... Gießen, den 1. Dezember 1936. Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Hamm. § 10. Die vorstehende Betriebs- und Gebührenordnung tritt am Tage der Veröffentlichung in Kraft. Zu gleicher Zeit treten außer Kraft der Teil III (§§ 74-80) der Friedhofs-, Begräbnis- und Feuerbestattungsordnung der Stadt Gießen vom 20. Oktober 1928 sowie die Ord. Nr. II 8a u. b, 9, 16 11 und Satz 2 der Bemerkung der Gebührenordnung zur Friedhofs-, Begräbnis- und Feuerbestattungsordnung für die Stadt Gießen vom 20. Oktober 1928 mit Aenderung vom 23. November 1929. Achtung ■ u. morgen Samstag, 5. Dez. 10*45 2 Nacht-Vorstellungen Bengali Ein abenteuerlicher Film aus einer fremden Welt 7698A Kleine Preise: RM. 0.70 bis 1.50 Für Beisetzungen, Aufbewahrung von Leichen und Aschen, Versendung der Aschen: 1. Für das Eingraben einer Aschenurne. 5,- 5LAC 2. Aufbewahrung der Aschenreste bis 3 Wochen gebührenfrei, über 3 Wochen für jeden angefangenen Monat ... 2,- „ 3. Versendung der Aschenreste nach einem anderen Friedhof.........3,- „ Einlieferung und Aufbewahrung von Leichen: 1. Die Einlieferung der Leiche in der Arbeitszeit ist gebührenfrei, außerhalb dieser Zeit und an Sonntagen werden erhoben.........4,- JUL 2. Für Aufbewahrung einer Leiche werden erhoben: a) wenn diese in einer anderen Feuerbestattungsanlage eingeäschert oder die Einäscherung in schuldhafter Weise verzögert wird, für jeden Tag 5,- „ Sonstige Gebühren: Für Benutzung des Sezierraumes . . . 10,- 5UC Allgemeines: Die Leistungen erfolgen nur dann, wenn vorher dre Gebühren gezahlt worden sind. Mit Feuerbestattungsvereinen oder größeren Bestattungs- rnstrtuten können besondere Zahlungstermine vereinbart werden. Jüngere Schiile* für erstklassige Arbeit sofort gesucht. Zumel- : den bei [06564 Magnus & Co., Giesten Diezstratze 6. Ww(iM) ifür umwälzende Erfindung gesucht. Sof. Geld. Groß. Verdienst. Schriftliche Angebote u. 05561 an den Gießener Anzeiger erbet. | Vereine | 20.00-22.00 Der Kamp! sil des Talzel- ifirm Preise von 0.60—3.00 RM. 7627 D 11.30-12.30 Musik um Weihnachten. Musik.Leitung Emst Bräuer. Für Platzmieter ist der Eintritt frei. Preise: 0.20. 0.30, 0.50 RM. 15.00-17.15 Außer Miete! Prinzessin Allerliebst oder: Der wundersame Regenschirm. Märchenspiel v. Fr. Forster. Preise von 0.30-1.50 RM. 19.00-21.45 Außer Miete! Ein idealer Galle. Schauspiel v. Oscar Wüde Preise von 0.80-2.50 RM. Nr. 284 Zweites Blatt Freitag. 4. Dezember 1956 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheßen) Die Reform der Realsteuern. Wichtige Erläuterungen des Staatssekretärs Reinhardt. DNB. Nor Pressevertretern sprach am Donnerstag in Berlin der Staatssekretär im Reichsfinanz- ministerium Reinhardt. Nach Darlegungen über bie Verschiedenheit der Steuern und Besteuerungs- qrundlagen fuhr der Redner fort: Es gab überall im Reichsgebiet eine Grundsteuer und eine Gewerbesteuer, es gab aber keine einheitliche reichsgesetzliche Grundlage. Aus der Verschiedenheit ergab sich eine Verschiedenheit in der Art und in der Höhe der Belastung. Vereinheitlichung der Realsteuern und Vereinfachung des Steuerwesens. Durch die Realsteuerreform vom 1. Dezember 1936 sind die 16 Landesgesetze abgelöst worden durch ein Reichsgesetz. Die 16 Grundsteuergesetze, die im Deutschen Reich vorhanden gewesen sind, werden abgelöst durch ein Grundsteuergesetz, und die 16 Gewerbesteuergesetze durch ein Gewerbesteuergesetz. An die Stelle von 32 Realsteuergesetzen treten zwei Realsteuergesetze. Diese Vereinheitlichung ist zugleich eine sehr bedeutende Vereinfachung des deutschen Steuerwesens. Eine weitere sehr bedeutsame Vereinfachung ist die folgende: Bisher wurde in den meisten Ländern jede der beiden Realsteuern erhoben durch das Land und in Form von Zuschlägen durch die Gemeinden, in einigen Ländern außerdem in Form von Zuschlägen durch die Gemeindeverbände. Den Reichsgesetzen vom 1. Dezember 1936 gemäß sind zur Erhebung der Grundsteuer und der Gewerbesteuer im gesamten Reichsgebiet — so wie bei der Gewerbesteuer bisher bereits in Preußen — nur noch die Gemeinden berechtigt, an die Stelle von bisher zwei oder drei oder vier Steuerberechtigten tritt ein Steuerberechtigter. Es ist nach Inkrafttreten der Realsteuerreformgesetze nicht mehr zweimal oder dreimal oder viermal Grundsteuer und Gewerb^ steuer zu entrichten, sondern in jedem Fall nur noch einmal, und zwar an die Gemeinde. Irgendwelche Zuschläge dazu werden nicht mehr erhoben. Neugestaltung der Lastenverteiiung. Die Erklärung der Grundsteuer und der Gewerbesteuer zu reinen Gemeindesteuern bedeutet eine Abdrängung der Länder und der Gemeindeverbände von den Realsteuern und demgemäß eine Verlagerung der unmittelbaren Steuerquellen zugunsten der Gemeinden. Das Ergebnis besteht darin, daß in den Haushalten der Gemeinden die Realsteuereinnahmen um die Posten steigen, die in den Haushalten der Länder und der Gemeindeverbände an Realsteuereinnahmen verschwinden und daß demgemäß die Gesamteinnhmen der Gemeinden steigen und die Gesamteinnahmen der Länder, und in ernt’ oen Ländern auch der Gemeindeverbände, sinken. c Die Umlagerung von Einnahmequellen aus dem Verfügungsbereich der Länder und der Gemeindeverbände 'in den Verfügungsbereich der Gemeinden bedingt eine entsprechende Neugestaltung der Lasten- verteilung und Aufgabenverteilung zwischen Ländern Gemeindeverbänden und Gemeinden. Es müssen Lasten und Aufgaben von den Ländern auf die Gemeinden übertragen werden. Die Maßnahmen, die durch die einzelnen Länder zu treffen fein werden, werden verschieden sein. Bei der Wahl der Maßnahmen muß jedoch Richtlinie ein einheitliches Ziel sein. Der Reichsminister der Finanzen und der Reichsminister des Inneren werden Grundsätze aufstellen, nach denen die Neugestaltung vorzunehmen sein wird. Diese Grundsätze werden darauf em- gestellt sein, den Gemeinden einheitlich für das ganze Reich diejenigen Aufgaben zuzuteilen, die sie nach ihrem neuen erhöhten Steueraufkommen tragen können und die auch ihrer Art gemäß in den Aufgabenbereich der Gemeinden gehören. Außerdem ist eine Neugestaltung des Finanzausgleichs zwischen Ländern, Gemeinden und Gemeindeverbänden erforderlich und zwar in der Weise, daß die Anteile der Gemeinden an den Reichssteuerüberweisungen neu geregelt werden. Die Neugestaltung muß bis zum 1. April 1938 durchgeführt sein. Realsteuerreform als Vorausjehung für weitere Neugestaltung des Reiches. Die Länder und Gemeindeverbände werden nach Inkrafttreten der Gesetze vom 1. Dezember 1936 über eigene Realsteuerquellen nicht mehr verfügen. Das Ziel für die Zukunft ist, daß es nur noch Reichssteuern und Gemeindesteuern gibt. Die Einnahmen der Länder werden im wesentlichen nur noch in Anteilen an den Reichssteuern und dem- bleibenden Lasten zu tragen. Die Gewerbesteuer gibt ihnen die Mittel, die besonderen Aufwendungen zu leisten, die Industrie, Gewerbe und Handwerk in ihren Lebenserfordernissen bedingen. Sobald die Vereinheitlichungen und Vereinfachungen und Neugestaltungen, die durch die Steuerreformgesetze vom 1. Dezember 1936 vorgeschrieben sind, durchgeführt sein werden, wird die Voraussetzung für die abschließende Neugestaltung und Vereinfachung des Reiches gegeben fein. Verwaltungsverfahren undAbgrenzung der Verwaltungszuständigkeiten. Das Verfahren bis einschließlich der Festsetzung der Steuermeßbeträge obliegt den Finanzämtern. Diese sind Behörden des Reiches. Sie teilen die festgesetzten Steuermeßbeträge der steuerberechtigten Gemeinde mit. Gegen die Festsetzung des Finanz- Sobald die Gemeinde den Hebesatz beschlossen und die Steuermußbeträge durch das Finanzamt mitgeteilt hat, setzt sie die Steuer fest. Die Einkassierung dieser Steuer und die Bearbeitung von Anträgen auf Erlaß, Stundung und Niederschlagung ist Sache der Gemeinde. Diese Teilung der bei den Realsteuern anfallenden Aufgabengebiete zwischen Finanzämtern einerseits und Gemeinden anderseits in der bezeichneten Weise muß bis 1. April 1940 in dem gesamten Reichsgebiet einheitlich durchgeführt sein. Höhe der Grundsteuer- und der Gewerbesteuerbelastungsverschiebungen Die einzelne Gemeinde darf die Realsteuerreform nicht zum Anlaß nehmen, eine Erhöhung ihrer Realsteuern durchzuführen. Die neue Gewerbesteuer wird mit Wirkung ab 1. April 1937, die neue Grundsteuer mit Wirkung ab 1. April 1938 erhoben. Den Gemeinden ist durch § 7 des Einführungsgesetzes hinsichtlich der Gewerbesteuer für die Rechnungsjahre 1937 und 1938 und durch § 8 hinsichtlich der Grundsteuer für das Rechnungsjahr 1938 oorgeschrieben, die Hebesätze so zu bemessen, daß sich kein höheres Aufkommen ergibt, als sich bei Aufrechterhaltung des bisherigen Rechtes und der bisherigen Hebesatze ergeben würde. Sollte sich im Laufe des Rechnungsjahres ergeben, daß das Aufkommen höher oder niedriger ausfällt, als bei der Festsetzung des Hebesatzes angenommen, so kann der Hebelatz für die einzelne Steuer im Laufe des Rechnungsjahres einmal geändert werden. Die Vereinheitlichung des Realsteuerrechtes führt zu Belastungsoerschiebungen innerhalb der einzelnen Gemeinde. Diese Belastungsoerschiebungen stellen weder eine allgemeine Steuererhöhung, noch eine allgemeine Steuersenkung, sondern nichts anderes als im einzelnen Fall die Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichmäßigkeit der Besteuerung dar, die Anpassung an die veränderten Werte, an die veränderten Ertragsverhältnisse und an die für das gefamte Reichsgebiet ungeschriebene Einheitlichkeit in den Besteuerungsgrundlagen. Die Hebesätze, die nach neuem Recht festgesetzt werden, lassen einen Vergleich mit den Hebesätzen, die nach altem Recht festgesetzt waren, nicht zu, weil die Bemessung der Hebesätze auf einer durchaus anderen Grundlage geschieht als nach altem Recht. Es wird sich bei der Grundsteuer innerhalb der einzelnen Gemeinde das folgende Bild ergeben: Ein Teil der Steuerschuldner wird nicht wesentlich mehr oder weniger zu entrichten haben als bisher. Ein Teil dagegen wird wesentlich mehr, ein anderer Teil wesentlich weniger zu entrichten haben. In den Fällen wesentlicher Veränderung der Belastung nach oben oder nach unten handelt es sich um die Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichmäßigkeit der Besteuerung. Die Grundsteuer ist bisher auf Grundlagen, die bereits längst veraltet sind, erhoben worden, zum größten Teil nach Vorkriegswerten. Obwohl sich die Wert- und Ertragsverhältnisse in den letzten Jahren oder Jahrzehnten erheblich gebessert oder verschlechtert hatten, ließen die landesrechtlichen Vorschriften eine Anpassung der Grundsteuer an die eingetretene Entwicklung nicht zu. Die erheb- Am 7. Dezember beginnen wir in den Kamilien- blättem mit dem Abdruck eines neuen Romane; er heißt „Klick aus dem Spielzeugladen" von Friedrich Schnack und ist eine fröhliche und weihnachtliche Erzählung für das große und das kleine Volk. Oie Geschichte vom armen Klick, der eigentlich Nikolaus hieß, von feinen Sorgen und Abenteuem, vom verlorenen Lotterielos und vom Hustenonkel, vom Papagei Ricka und vom Kapitän Saffafraß ist das lebenbejahende Werk eines echten Dichters, von alten und jungen Leuten mit Freude und herzlicher Anteilnahme zu lesen. Keichs- uni» Preußischer Minister des Innern ZricK >um MinierhilfswerK: gemäß in Reichsüberweisungen bestehen, die Gemeindeoerbände können ihren Finanzbedarf auch durch Umlagen auf die ihnen zugehörigen Gemeinden und Gemeindeverbände decken. Die Haupt- einnahmequellen der Gemeinden werden die Grundsteuer und die Gewerbesteuer sein. Bei diesen beiden Steuern (den Realsteuern) steht der Gegenstand der Besteuerung der Gemeindeverwaltung und der Gemeindewirtschaft besonders nahe. Die natürlichen Träger der Lasten, die durch die Gemeindeverwaltung entstehen, sind neben den Bürgern, von denen eine Bürgersteuer erhoben wird, der im Gememde- gebiet vorhandene Grund und Boden und die im Gemeindegebiet vorhandenen Gewerbebetriebe. Die Gemeinden erhalten durch die Erklärung der Grundsteuer und her Gewerbesteuer zu ausschließlichen Gemeindesteuern die wirtschaftliche Grundlage, deren sie für Erfüllung der ihnen gestellten und noch zu stellenden bedeutungsvollen Aufgaben bedürf-n. Die Grundsteuer als krisenfeste, gleichmäßig fließende Quelle macht sie fähig, die gleich- amtes steht der Rechtsmittelweg an die Fmanz- gerichte und an den Reichsfinanzhof offen. Nach Mitteilung der Steuermeßbeträge an Die steuerberechtigte Gemeinde ist alles weitere im wesentlichen Sache der Gemeinde. Die Steuer wird nach einem Hundertsatz des Steuermeßbetrages bemessen. Dieser Hundertsatz heißt Hebesatz. Em solcher Hebesatz ist nicht in den Gesetzen vom 1. Dezember 1936 vorgeschrieben, sondern die Höhe des Hebesatzes für die Grundsteuer und für die Gewerbesteuer ist durch die einzelne Gemeinde zu bestimmen. Er kann für die Grundsteuer und für die Gewerbesteuer verschieden hoch sein. Paragraph 6 des Einführungsgesetzes gemäß wird jedoch der Reichsminister des Inneren im Einvernehmen mit dem Reichsfinanzminister Bestimmungen darüber treffen, in welchem Verhältnis die Hebesätze für die Grundsteuer, die Gewerbesteuer und die Bürgersteuer zueinander stehen müssen und inwieweit die Hebesätze für diese Steuern der Genehmigung der Gemeindeaufsichtsbehörden bedürfen. Wechnachtsausstellung -er oberhefsischen Künstler. In den Räumen des Oberhefsischen Kunstvereins am Brandplatz wurde gestern nachmittag die Weihnachtsausstellung Der oberhessischen Künstler eröffnet; sie soll, wie in jedem Jahre, eine gedrängte Ueberstcht über Das Kunstschaffen in unserem engeren Heimatbezirk darstellen, eine Leistungsschau also, und soll überdies nicht nur der betrachtenden und aufnehmenden, sondern auch der tätigen Teilnahme der Besucher empfohlen sein: es handelt sich um eine Verkaufsausstellung, und wir möchten zu Beginn Dem Wunsche AusDruck geben, Daß die ideellen und materiellen Anregungen, die sich hier in reichem Maße bieten, recht verstanden werden und ihre Erfüllung finden. * Aus einem betrachtenden Rundgang wäre im einzelnen etwa Folgendes festzuhalten. Heinrich Will zeigt neben einem Stilleben zwei Bildnisse, an ihnen läßt sich beobachten, wie sich Anschauung (Der äußeren Erscheinung) und Durchdringung Der Oberfläche (Vorstoß ins Persönlich-Wesenhafte) zu jener Einheit verbinden, Deren das ernsthafte Porträt nicht ermangeln darf, Die ihm Charakter und Haltung verleiht. Elisabeth Schneider gibt im „Stilleben mit Zylinder" einer heute schon vielfach in Konstruktion und blassem Schema erstarrten Bildgattung neue Belebung und Belichtung; man sieht hier an einem Beispiel, wieviel Reiz von einer bestimmten Motivwahl und Zusammenstellung ausgehen kann, und wie man Den von Den Fran- zosen geprägten, in Den meisten Fällen sehr kenn- zeichnenden Begriff der „nature morte“ widerlegen kann. In Den Blättern von Heinz Geilfus spiegelt sich — bis zu karikaturistischen Wirkungen hin — Die FreuDe am grotesken und witzigen Einfall, Die Motive sind übrigens durchaus nicht überall weit herqehvlt, sondern oft aus der nächsten Nahe Der UNS umgebenden Alltäglichkeit. Auch das alle und beliebte "(Spiel Der Verwandlung in Tier gestalten hat, wie man sieht, noch nichts von semer Anziehungskraft verloren. Wenn man eine Landschaft von Carl Fries betraget, aus der etwa Die Fachwerkhäuser einer Ortschaft, eng um "ie Kirche gerückt, hervorwachsen, Dann scheint die Architektur Der LanDschaft so zugehörig wie Baum und Berg Wiese und Wald; man empfindet sogleich: hier ist hessische Heimat. Von Margret Kranz haben wir das Blumenstück „Zum deutschen Erntedanktag" vor nicht langer Zeit in der „Heimat im Bild" veröffentlicht: hier findet man es in der ganzen farbigen Fülle, der Naturtreue und dekorativen Klarheit wieder, welche die oft von uns besprochenen Blumenbilder Der Künstlerin kennzeichnen. Die Landschaften von Barthel gehen verschiedenartigen Naturstimmun- qen nach und suchen mit malerischen Mitteln deren Eindruck auf den wandernden Beschauer festzuhalten. Stephans Federzeichnungen lassen sofort Die eigentümliche Handschrift Des Künstlers erkennen; in Den Blättern „Ronneburg" und „Runkel sammelt sich der Blick des Betrachters unabgelenkt an den geschloffenen Farmen der großzügigen, alten Architektur. Rohrbachs „Totenfchadel - Blatt will, wie Die beigegebene Inschrift andeutetz mehr sein als etwa eine anatomisch-naturalistische Studie; es sucht auf seine Weise Dem alten Geheimnis sinnfällige Gestalt zu geben. Neben Gün geri chs schon bekanntem Hinden- burg-Kopf, Dessen körnige, gedrungene Masse einen unmittelbar lebendigen und plastischen Eindruck vermittelt, vertreten einige figürliche Gruppen von Ködding die Bildhauerei und bezeugen den Willen ihres Schöpfers zu einer äußersten Vereinfachung und Konzentration Der plastischen Formen auf das Wesentliche des Motivs. Ferner finden wir von Bourcarde neben der Modell- Figur des Gießereiarbeiters, die wir kürzlich in Frankfurt kennen lernten, einen Schreitenden Mann" und eine Bildnisbüste, auf die besonders hinqewiesen sei: hier verbinden sich Beherrschung des Materials und Der Technik und der gesammelte Ernst in den Zügen des klarumrisienen Gesichts zum bestimmenden Eindruck. Hagenauer, Der unter anDerm, auf Sachlichkeit und Leuchtkraft Der Farbe bedacht, das Bildnis eines oberhessischen Bauernmädchens vorfuhrt, zeigt sich Diesmal auch als Landschafter. (Motiv bei Garbenteich.) Viehmann gibt in seinem Bilde „Landhilfe 1936" ein Beispiel Dafür, wie aus Der Zeit geborene Themen mit malerischen Mitteln lebenDig umgeformt werden können. Von B e nder sieht man neben Landschaften das Blldms eines Handwerkers („Spengler"). Man muß sich gerade hier in der Betrachtuna Zeit lassen und durch die auf den ersten Blick vielleicht überraschende Realistik in das Wesenhafte des Porträts hineinsehen, das sich dann sehr eindringlich erschließen wird. Von K l i n q e l h ö f e r findet man eine Frau in Abendmahlstracht, ein schlichtes, heimatliches Motiv, das immer wieder neue malerisch-volkstümliche Anregungen vermittelt. Lotte D r 0 e f e gibt jedem ihrer Bilder, ob es sich um Landschaften, Figuren oder Bildnisse handelt, einen besonders farblich ausgeprägten, eigenen Stil, Der sich auch (hier etwa in Dem Kopf Der „alten Frau") Dem Modell mitteilt; aus der wechselseitigen Durchdringung Der Wesenselemente Des Dargestellten und des Darstellenden erhält das Porträt sein eigentümliches und unverwechselbares Gesicht. Küchel zeigt in einer Vitrine wieder eine Auswahl seines handgearbeiteten Silberschmucks; man sieht hier Die mancherlei Möglichkeiten, Die Der edle Werkstoff zu ornamentalen oder Gebrauchszwecken anbietet. Von Großhaus findet man ein „Altes Bauernpaar", ein Bild, Das Dem aufmerksamen und empfindenden Beschauer Den Eindruck von Bodenständigkeit, Tradition und Verbundenheit mit der heimatlichen Landschaft vermittelt. Von Sigurd Lange, Den wir bisher vorwiegend als Landschafter kennen lernten, findet man Diesmal auch ein frisches Kinderporträt; das große Bodensee-Bild zeigt unter anDerm sehr einleuchtend, welche Möglichkeiten und Probleme der Raumgestaltung und der farblichen Komposition aus einer reich geformten Landschaft dem künstlerisch empfindenden Blick entgegenwachsen. Walter Kröll sucht im „Trüben Tag" Die optischen und gefühlsmäßigen Eindrücke einer Naturstimmung zur Einheit zu verschmelzen und sammelt im „Herbstlichen Sttlleben" charakteristische Merkmale des sinkenden Jahres; dem Betrachter wird es nicht entgehen, wie sich das an sich einfache Motto malerisch durch die Spiegelung im Fenster erhöht. Dr. Hans Thyriot. * Die Ausstellung wurde gestern nachmittag eröffnet. Maler Carl Fries hieß namens der Reichskulturkammer und der oberhessischen Künstler die Erschienenen willkommen. Der Kunsthistoriker der Landesuniversität, Professor Dr. Rauch, erinnerte in seiner Eröffnungsansprache daran, daß sich das kulturelle Wollen des Führers soeben erst wieder in autoritärer Form geäußert habe. Der Nationalsozialismus sehe den Sinn jedes Kunstwerkes darin, das Volk durch die Steigerung seines Lebensgefühls zu erheben; das gelte für jedes Kunstwerk, in der Baukunst, wo die Festbauten des Führers vornehmlich Zeichen solcher Kunstgesinnung seien, in der Malerei, in der Plastik, in der Schmuckkunst im weitesten Sinne. Vermitteln dürfe den künstlerischen Eindruck nur, wer imstande sei, den Schöpfung^ prozeß selbst nachzuempfinden und selbst künstlerisch lzu schaffen. Was im Besondern die oberhessischen Künstler angehe, so haben sie es nicht so leicht wie in anderen Landschaften; aber sie würden getragen von eigentümlichen Landschafts- und Stammes- charakter — wie auch die von auswärts nach Hessen kommenden Künstler von dieser Stammes- und LanDschaftsart angeregt und geformt würden. (Der Vortragende wies besonders auf Beispiele starker, formender Kraft aus bäuerlichem Umkreis hin.) So fei auch in der gegenwärtigen Ausstellung dieser Geist zu spüren. Professor Rauch schloß mit einem Wort des Führers über die Notwendigkeit der - Kunst im autoritären Staate und mit einem Appell an die Besucher, Die oberhessischen Künstler tatkräftig zu unterstützen. — Maler Fries Dankte Dem Vortragenden für feine Worte und erklärte die Ausstellung für eröffnet. Ein Farbenfilm vom Mount Everest. Auf Der diesjährigen Mount-Eoerest-Expedition wurde von Frank E. S rn y t h e ein Film ausgenommen, der jetzt in London einer geladenen Gesellschaft vorgeführt wurde. Die Vorführung dauerte 73 Minuten und umfaßte hauptsächlich Farbenaufnahmen von überraschender Wirkung. Es wurde unter anderem ein Sonnenaufgang gezeigt, bei dem sich das Licht auf Dem höchsten Gipfel entzündet und mit erstaunlicher Schnelligkeit den Berg hinunter verbreitet, während der Photograph mit seiner Kamerad noch in vollkommenem Dunkel steht und in Gefahr war, zu erfrieren. Man sieht den Garten der englischen Regierung in Sikkim, voll von orientalischer Blumenpracht; "die ersten Innenaufnahmen des Klosters Shekar Dzong, das auf einem kahlen 400 Meter hohen Felsen aufragt. Ein ganzer Tag wurde, wie der Vorführende berichtete, damit verbracht, die wilden Schafe von Tibet zu beschleichen, um eine Reihe Aufnahmen von ihnen zu machen, während sie in einer Höhe von 5000 Meter gemsen- gleich auf den Berghängen herumkletterten. Andere Bilder zeigten die Monsunwolken, deren Ankunft die Hoffnungen der Expedition zerstörten, wie sie über dem Nordpaß heroorbrachen und sich wirbelnd in alle Richtungen ausbreiteten. Die schrecklichen Schneestürme sind ausgenommen worden und der sanfte, weickie, trügerische Schnee, mit dem sie endeten; die Kletterer und eingeborenen Träger, wie sie vergeblich versuchten, sich durch den tiefen Schnee den Uebergang zum Nordpaß zu erkämpfen. Der Film ist ein neuer Beweis dafür, wie die Wetterverhältnisse alle Bemühungen der Expedition vergeblich machten. C. K. kichen Beträge, die infolgedessen für den einen Besitz bisher zu wenig entrichtet worden sind, muhten für den anderen Grundbesitz mehr aufgebracht werden. Das war eine Beoorteilung der leistungs- Härter gewordenen Steuerpflichtigen auf Kosten der leistungsschwacher gewordenen. Diese Ungleich- mahiakeit der Besteuerung wird durch das neue Grundsteueraesetz beseitigt, und zwar dadurch, daß einheitliche Besteuerungsgrundlage für das gesamte Reichsgebiet der nach dem Reichsbewertungsgesetz zuletzt festgestellte Einheitswert ist. Diese Verknüpfung der Grundsteuer mit der Einheitsbewertung ist das Kernstück der Vereinheitlichung des Grundsteuerrechtes; sie ist die Voraussetzung für die Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichmäßigkeit der Beteuerung. Im Zuge der Vereinheitlichung des Realsteuerrechtes und der Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichmäßigkeit der Besteuerung haben auch die Befreiungsoorschriften vereinheitlicht und dabei dem Grundsatz der Gleichmäßigkeit der Besteuerung an- aepaßt Werden müssen. Die Erfahrung lehrt, daß für die Gewerbesteuer eine einzige Besteuerungsgrundlage nicht ausreicht. Würde die Gewerbesteuer nur auf den Gewerbe- ertrag abgestellt, so würde die Steuer so fonjunh tur- und krisenempfindlich werden, daß in die Gemeindefinanzen eine gewisse Ungleichmäßigkeit und Unsicherheit hineingetragen würde..Auch das Gewerbekapital kann nicht allein als Besteuerungsgrundlage genügen, weil — ohne gleichzeitige Heranziehung des Gewerbeertrags — die Gewerbe- treibenden, die kein oder ein nur kleines Gewerbekapital haben, keine oder eine nur unverhältnismäßig niedrige Gewerbesteuer zu zahlen haben würden. Auch eine Abstellung der Gewerbesteuer allein auf die Lohnsumme kommt nicht in Betracht, weil dann die lohnintensiven Betriebe einseitig betroffen würden. Die Steuerreform sieht mehrere Besteuerungsgrundlagen vor. Dadurch tritt für den Steuerpflichtigen bis zu einem gewissen Grade em innerer Ausgleich ein. Für die Gemeinden als Steuergläubiger wirkt die Anwendung verschiedener Besteuerungsgrundlagen ebenfalls ausgleichend. Sie bietet einen gewissen Schutz gegen Konjunkturschwankungen. Es sind als Besteuerungsgrundlagen nebeneinander Gewerbeertrag, Gewerbekapital und Lohnsumme vorgesehen. Es wird unter Verwendung von Meßzahlen je ein Steuermeßbetrag für den Gewerbeertrag und für das Gewerbekapital ermittelt. Aus diesen beiden Steuermeßbeträgen wird durch Zusammenrechnung ein einheitlicher Meßbetrag gebildet. Auf diesen einheitlichen Meßbetrag wird der durch die Gemeinde zu bestimmende Hebesatz angewendet. Die Festsetzung des einheitlichen Steuermeß- betrages ist Sache des Finanzamtes, die Festsetzung des Hebesatzes und alles daran sich Anschließende ist Sache der Gemeinden. Neben Gewerbeertrag und Gewerbekapital kann die Lohnsumme als Besteuerungsgrundlage gewählt werden. Eine Verkoppelung der Lohnsumme mit dem Gewerbeertrag und dem Gewerbekapital ist nicht vorgesehen. Die Lohnsummensteuer soll aber im Hinblick auf ihre arbeitsmarktpolitische Bedeutung nur mit Zustimmung der obersten Gemeindeaufsichtsbehörde erhoben werden können. § 6 des Einführungsgesetzes gemäß wird der Reichsminister des Innern im Einvernehmen mit dem Reichsminister der Finanzen Bestimmungen darüber erlassen, in welchem Verhältnis die 'Hebesätze für die Grundsteuer, die Gewerbesteuer und die Bürgersteuer zu einander stehen müssen und inwieweit die Hebesätze für diese Steuern der Genehmigung der Gemeindeaufsichtsbehörde bedürfen. Besteuerungsgrundlagen und Gteuerbeträge. Die Besteuerungsgrundlage ist bei der Grundsteuer der Einheitswert (§ 10 des Grundfteuerge- fetzes). Die allgemeine Steuermehzahl beträgt 10 vom Tausend (§12 Abs. 1 GrStG.). Der Reichsminister der Finanzen kann im Einvernehmen mit den beteiligten Reichsministern für einzelne Gruppen von Steuergegenständen niedrigere Meßzahlen bestimmen (§ 12 Abs. 2 GrStG.). Bei der Festsetzung niedrigerer Meßzahlen ist insbesondere an die kleinen Landwirte und an den Neuhausbesitz gedacht. Aus der Anwendung der Steuermehzahl auf die Besteuerungsgrundlage (auf den Einheitswert) ergibt sich der Steuermeßbetrag (§ 11 GrStB.) er- diesem Steuermeßbetrag, den das Finanzamt festsetzt und der Gemeinde mitteilt, ist der durch die Gemeinde zu beschließende Hebesatz anzuwenden. Das Ergebnis davon ist der Jahresbetrag der Grundsteuer. Besteuerungsgrundlage find bei der Gewerbesteuer in jedem Fall der Gewerbeertrag und das Gewerbekapital. Die Steuermeßzahl für den Gewerbeertrag ist bei natürlichen Personen und bei Personengemeinschaften gestaffelt bis zu 5 v. H. Wirtschaft der soll ♦ der bis Oberhessen. Landkreis Gießen. W i e s e ck , 4. Dez. Infolge des Umsichgreifens Grippe wurde unsere Volksschule heute einschließlich Mittwoch, 9. Dezember, g e • esse, so daß gegen die niedrigsten Kurse des Tages überwiegend kleine Erholungen zu verzeichnen waren. Das Geschäft bewegte sich jedoch in engen Grenzen. Nachfrage fanden am Montanmarkt Verein. Stahl zu 120 bis 120,50 (119,90), Buderus, Klöckner, Mannesmann und Rheinstahl waren auf Berliner Schlußbasis gesucht. IG.-Farben zunächst 166,90, dann wieder 167. Etwas schwächer lagen Reichsbank mit 187 bis 186,75 (188,75), ferner bröckelten Scheideanstalt und Schuckert je 0,50, v. H., Muag 0,25 und Deutsche Erdöl 0,50 v. H. ab. Am Rentenmarkt wurden Altbesitz letztmals vor der Ziehung mit 117,40 notiert. Im Freiverkehr lagen zertifiz. Dollar-Bonds bei kleinem Angebot 0,50 bis 0,75 v. H. schwächer. Von Auslandrenten notierten 4proz. Rumänen mit 5,80 und 4proz. Ungarn Gold mit 7,60. $ranffurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 3. Dez. Auftrieb: Rinder 69 (gegen 79 am letzten Donnerstagsmarkt), darunter 5 (1) Ochsen, 9 (4) Bullen, 40 (56) Kühe, 15 (18) Färsen. Kälber 600 (634), Hämmel und Schafe 158 (197), Schweine 1121 (973). Notiert wurden pro 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mk.: Ochsen a) 45 (am 26. Nov. —), b) 41 (—). Bullen a) 43 (—). Kühe a) 41 bis 43 (41 bis 43), b) 35 bis 39 (35 bis 39), c) 27 bis 33 (2/ bis 33), d) 20 bis 25 (—). Färsen a) 41 bis 44 (42 bis 44), b) 40 (38 bis 40). Kälber a) 56 bis 65 (56 bis 65), b) 41 bis 55 (41 bis 55), c) 35 bis 40 (36 bis 40), d) 28 bis 34 (26 bis 35). Hämmel b2) 43 bis 45 (41 bis 44), c) 28 bis 42 (35 bis 40). Schafe f) 24 bis 30 (24 bis 32). Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51). Sauen gl) 56 (56). Marktverlauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt. Kälber langsam, ausverkauft. Hämmel und Schafe mittelmäßig. Ueber- ftanb: 4 Kühe, 17 Schafe. Großmarkt für Fleisch und für Fett- waren. Angeboten waren: 780 Viertel Rindfleisch, 462 halbe Schweine, 112 ganze Kälber, 10 Hämmel, 7 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilogramm in Mark: Ochfenfleisch a) 80, b) 69. Bullenfleisch a) 76, b) 66. Kuhfleisch a) 77, b) 65, c) 54. Färsenfleisch a) 80. Kalbfleisch a) 70 bis 105 (am 30. November 107), b) 58 bis 80 (96), c) 50 bis 65 (82). Hammelfleisch b) 90 bis 100. Schweinefleisch b) 74. Fettwaren: Roher Speck unter 7 Zentimeter 78, Flomen 80. Marktverlauf: langsam. Schweinemarkt in Butzbach. * Butzbach, 3. Dez. Der heutige Schweinern a r k t war mit 389 Ferkeln beschickt Bei mäßigem Handel verblieb geringer Ueberstand. Es wurden bezahlt: für 4 bis 6 Wochen alte Tiere 10 bis 14 Mark, für 6 bis 8 Wochen alte 14 bis 16 Mark, für ältere bis 20 Mark pro Stück. Die Paragraphen 28 und 29 des Grundsteuergesetzes regeln die Besteuerung des Neuhausbesitzes. Der sogenannte „mittlere Neuhausbesitz" ist nach reichsrechtlicher Regelung in vollem Umfange von Grundsteuer bis 31. März 1939 befreit. Dabei es verbleiben (§ 28 Absatz 1). mit der Maßgabe, daß die ersten 1200 Mark des Gewerbeertrages frei bleiben. Sie beträgt bei anderen Unternehmen, z. B. bei Kapitalgesellschaften, einheitlich 5 v. H. (§ 11 Abs. 2 des Gewerbesteuer- g Dbe Steuermeßzahl für Gewerbekapital beträgt einheitlich 2 v. T. (§ 13 GewStG.). Für Gewerbebetriebe, deren Gewerbekapital weniger als 3(äaj Mark beträgt, wird ein Steuermeßbetrag nach dem Gewerbekapital nicht festgesetzt (§ 13 Abs. 3 Gewerbesteuergesetzes). Aus der Anwendung der Steuermeßzahl 2 v. T. auf das Gewerbeekapital ergibt sich der Steuermeßbetrag für die Besteuerung nach dem Gewerbekapital (§ 13 Abs. 1 GewSt.G.). Wird als Besteuerungsgrundlage auch die Lohnsumme herangezogen, so beträgt die Steuermehzahl 2 o. T. (§25 Abs. 2 GewStG.). Diese Meßzahl auf die Lohnsumme angewendet, ergibt den Steuermeßbetrag (§25 Abs. 1 GewStG.). Auf Grund dieses Steuermeßbetrages muß der Unternehmer die Steuer nach der Lohnsumme selbst errechnen. Bei der Lohnsummensteuer ist Besteuerungsgrundlage die Lohnsumme, die in jedem Monat an die Arbeitnehmer der in der Gemeinde gelegenen Betriebsstätte gezahlt worden ist. (§23 Abs. 1 GewStG.). Uebersteigt die Lohnsumme des Gewerbebetriebes im laufenden Jahr nicht 24 000 Mark, so werden von ihr 7200 Mark abgezogen. (§2 Abs. 2 GewStG.) Diese letztere Maßnahme dient der Schonung der kleinen Betriebe. Steuerbefreiung des Neuhausbesitzes, insbesondere der Arbeiterwohnstätten. Für den sogenannten „neuesten Neuhausbesitz ist die Befreiung von der Landesgrundsteuer und vcr halben Gemeindegrundsteuer vorgeschrieben, und zwar für Kleinwohnungen bis zum 31. März 1J39, für Eigenheime bis zum 31. März 1944. 2Iud;) Befreiungen werden nach dem Gesetz (§28 Abs. 2) aufrecht erhalten. Die Regelung ist, um Verschiebungen für diese Gruppe von Grundstücken zu vermeiden, so vorgesehen, bis die Grundsteuer in ihrem bisherigen Betrag erstarrt. Nach der bestehenden Regelung wurden noch diejenigen Eigenheime Steuerbefreiung genießen, die bis zum 31. März (bzw. 31. Mai) 1939 bezugsfertig werden. Nach der Regelung des Gesetzes (§ 28 Abs. 2, Ziff. 1) wird diese Frist auf den 30 Sept. 1937 gekürzt. §27 des Grundsteuergesetzes gemäß wird die Grundsteuer für Arbeiterwohnstatten auf die Dauer von 20 Jahren durch das Reich übernommen. Diese Regelung gilt für die Arbeiterwohn- statten, die in der Zeit vom 1. April 1937 bis 31. März 1940 bezugsfertig werden. Ausnahme der freien Berufe aus der Gewerbesteuer. Gewerbesteuerpflichtig ist jeder stehende Gewerbebetrieb, soweit er im Inland betrieben wird. Darunter ist jedes gewerbliche Unternehmen im Sinne des Einkommensteuergesetzes zu verstehen. Für Personengesellschaften, Kapitalgesellschaften, die sonstigen juristischen Personen des privaten Rechtes und die nicht rechtsfähigen Vereine ist eine besondere Regelung in der Weise getroffen, daß diese Unternehmen stets in vollem Umfange gewerbesteuerpflichtig sind. Bisher waren in Preußen und in den meisten anderen Ländern auch die freien Berufe gewerbesteuerpflichtig. Im neuen Gewerbesteuergesetz, das einheitliches Recht für das gesamte Reichsgebiet schafft, ist eine Realbesteuerung der freien Berufe nicht vorgesehen. schlossen. 00 Klein-Linden, 3. Dez. Im Saal der Kleinkinderschule hielt am Dienstagabend die Evangelische Frauenhilfe ihre Adoents- feier ab. Der Vorsitzende, Pfarrer König, sprach über die Adventshoffnung der Christen, und Kinder von Mitgliedern erfreuten mit dem Vortrag passender Gedichte. Die Besucher des Abends erlebten eine schöne Feierstunde. T Großen-Linden, 3. Dez. Im Lückenbachtal stehen gegenwärtig große Wiesenflächen unter Wasser. Seit dem Jahre 1928, nachdem die Feldbereinigung durchgeführt worden war, trat diese Erscheinung nicht mehr auf. Der Lückenbach ist stark verschilft, so daß der Wasserabfluß gehemmt ist. — Die hiesige Bezugs- und Absatzgenossenschaft hat in diesem Jahre insgesamt 700 Zentner Zwetschen verladen. )( Lich, 2. Dez. Der erste Advent war in unserer evangelischen Gemeinde der Mission gewidmet. Im Gottesdienst, der durch zwei mehrstimmige Adoentslieüer der Chorschule besonders feierlich gestaltet wurde, predigte Missionar Blümer von der Leipziger Mission über das Wort des Herrn aus der Bergpredigt „Ihr seid das Salz der Erde und ihr seid das Licht der Welt". Er verstand es, der christlichen Gemeinde ihre Mif- sionsverpftichtung nachdrücklich ans Herz zu legen. Im Kindergottesdienst führte er die große Kinber- schar im Geist in die Missionsschulen Ostafrikas und wußte viel Interessantes zu erzählen. Am Nachmittag sprach er im Gottesdienst der Gemeinde Nie- der-Bessingen. Am Abend fand im vollbesetzten Gemeindesaal ein Missionsvortrag statt, in dem prachtvolle Lichtbilder aus der früheren deutschen Kolonie Ostafrika gezeigt wurden. Die Missionskollekte entsprach dem guten Besuch der Veranstaltungen. — Am Montag- und am Dienstagabend hielten die beiden evangelischen grauen» yilfen im Gemeindesaal, der mit vielen Lichtern und Fichtengrün geschmückt und wieder voll besetzt war, schöne Adventsfeiern ab. Adoentslieder, Adventsgedichte und Adventsansprachen wechselten miteinander ab und bereiteten die Mitglieder auf das kommende Weihnachtsfest vor. Mit Gebet und Segen fanden die Abende ihren Abschluß. Kreis Alsfeld. <£ Nieder-Ohmen, 2. Dez. Am Sonntag fand hier in dem Saale Döll ein Militärkon - 3ert, ausaeführt von der Regimentskapelle Gießen unter Leitung von Musikmeister Wohlfahrt, statt. Der Reinertrag wurde dem Winterhilfswerk überwiesen. Eingangs hieß Ortsgruppenleiter Erb die Teilnehmer herzlich willkommen und forderte auf, das Winterhilfswerk des Führers tüchtig zu unterstützen. Die von der Musik dargebrachten Weisen wurden mit großem Beifall aufgenommen. <£ Kirtorf, 1. Dez. Aus Anlaß der dritten Jahrestagung der NS. - Gemeinschaft „Kraft durch Freude" fand auch in unserem Orte eine Kundgebung statt. Die hessen-nassauische Volksbühne Wiesbaden brachte an diesem Abend das Lustspiel „Holzappel" zur Aufführung. Der Besuch der Veranstaltung war gut. — Die Arbeiten an der Regulierung des Gleenbaches geben ihrem Ende entgegen. Das Bachgelände wuroe von der Kirchbrücke in der Nähe des Ortes Nieder-Gleen bis kurz vor Ober-Gleen gründlich bereinigt. Diese Maßnahme wird sich in wirtschaftlicher Hinsicht durch die Trockenlegung der Wiesen und die Beseitigung der Ueberschwemmungsgefahr günstig auswirken. An der Durchführung der Arbeiten waren zahlreiche Volksgenossen beschäftigt. Auch die Arbeiten am Omenabächlein werden, nachdem in diesem Sommer in der Nähe der Försterwohnung eine Brücke errichtet wurde, im nächsten Jahr fortgesetzt. Ilundsunkprogramm. Samsfag, 5. Dezember. 6 Uhr: Choral, Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Fröhlich klingt's zur Morgenstunde. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Auf zum Staatsjugendtag: BDM.-Sport! Achtung, Jungmädel, herhören! 10: Schulfunk. „Der Fahnenjunker". Ein Spiel zum Tag der Schlacht bei Leu- then. Von Herbert Arnold. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 11.40: Landfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Buntes Wochenende. 13: Nachrichten. Anfchl.: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Buntes Wochenende. 14: Nachrichten. 14.10: Frisch garnierte „Platte". 15.15: Volk und Wirtschaft. Allerlei Neuigkeiten. 15.30: Ein Tunnel wird freigelegt. Hörspiel. 16: Froher Funk für alt und jung. 18: Militärkonzert. 19.30: Der Zeitfunk bringt die Wochenschau. 19.55: Ruf der Jugend. 20: Nachrichten. 20.10: „Fahrt in die Freude". Ein heiterer Abend mit der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" aus der Tonhalle in Trier. Rhein-Mainische Börse. Miltagsbörfe schwächer. Frankfurt a. M., 3. Dez. Bei anhaltender Geschäftsstille war die Börse am Aktienmarkt vorwiegend weiter etwas schwächer. Kaufaufträge lagen kaum vor, dagegen erfolgten kleine Abgaben, die bei der herrschenden Zurückhaltung auf nur mangelhafte Aufnahme stießen, so daß durchschnittliche Rückgänge von 1 v. H. eintraten. Von Montan- werten gingen Klöckner und Ilse Genuß je 1,25 v. H., Hoesch und Buderus je 1 v. H. zurück, während Mannesmann und Vereinigte Stahl besser behauptet blieben. Von chemischen Aktien ermäßigten sich IG. Farben auf 168 bis 167,75 (168,40), Deutsche Erdöl auf 141,50 (142,50). Am Elektromarkt ließen Siemens 1,25 v. H., Felten 1,50 v. H. und Lichtkraft 1 v. H. nach, AEG. und Gesfürel lagen unverändert. Maschinenaktien bröckelten trotz des günstigen Lageberichtes leicht ab. Don Motorenwerten schwächten sich Daimler auf 118,50 (119,65) ab. Im einzelnen verloren Deutsche Linoleum 2,50 v. H., Feldmühle Papier 1,75 v. H., Deutscher Eisenhandel 1 v. H., Hanfwerke Füssen 1 v. H., Westdeutsche Kaufhof, Reichsbank und AG. für Verkehr bis 0,50 v. H. Deutsch-Atlanten-Telegraph tarnen nach längerer Pause mit 117,25 (122,50) wieder zur Notiz. Auch der R e n t e n m a r 11 war sehr ruhig, konnte sich aber verhältnismäßig gut behaupten. Altbesitz, die heute vor der Ziehung letztmals notiert werden, blieben mit 117,13 unverändert. Im Freiverkehr galten Kommunal-Umschuldung 89,55 bis 89,65, Zinsoergütungsscheine 94,05, späte Schuldbuchforderungen 98,13. Zertifizierte Dollar-Bonds lagen bei kleinen Umsätzen gut behauptet. Im Verlaufe blieb das Geschäft auf allen Märkten gering. Vereinzelt bröckelten am Aktienmarkt die Kurse noch leicht ab, größtenteils blieben sie jedoch infolge der Umsatzlosigkeit unverändert. Von später zur Notiz gekommenen Papieren verloren RWE. 1,65 auf 137, ferner nannte man Metall- gesellschaft etwa 2 o. H. niedriger. Am variablen Rentenmarkt waren Altbesitz etwas gefragt und auf 117,25 nach 117,13 erholt, zum Kassakurs notierten sie 117,50. Schwächer lagen Reichsbahn-Dorzugsaktien mit 125,25 (125,75). Goldpfandbriefe, Kommunal-Obligationen und Stadtanleihen notierten unverändert, Liquidativnspfand- briefe gaben teilweise 0,13 v. H. nach, höher waren Rheinische mit 101 (100,65). Don Auslandsrenten kamen Mexikaner etwas schwächer zur Notiz, 5 v. H. innere 5,75 (6), 3 v. H. do. 5,25 (5,50). Der Freioerkehr lag umsatzlos. — Tagesgeld unverändert 2,75 v. H. Abendbörfe behauptet. Die Abendbörse begann in lustloser Haltung, war aber im Verlaufe eher etwas freundlicher. Auf dem ermäßigten Kursstand zeigte sich etwas Kaufinter- Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Frankfurt a. M. ZJerun Schluß« turS Schluß!. Abend« börie Schluß» kurS Schluß!. Mittag« böri'e •«Dalum 2.12. 3.12. 2-12- 3.12. 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 101,25 101,25 101,25 101,25 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 98,25 98 98 98 k>44% Doung-Anleihe von 1930 .. 102,4 102,4 102,65 102,65 Deutsche Anl.-Ablös.Schuld mti Auslos.-Rechten ............ 117,13 117,4 117,25 117,4 *Vi% Deutsche ReichSpostschatzan Weisungen von 1934, 1. ..... 99,9 99,75 99,8 99,8 *y>% ehem. 8% Hessischer Boll«. staal 1929 srückzahlb. 102%) .. 98,75 98,75 — «y,% ehem. 8% Hessische Landes bank Darmstadt Gold R. 12... 97 97 — 97 ehem. 4^4% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstadtLiau. 100,65 100,9 - - 4*4% ehem. 8% Darmst. Komm Landesb.Goldschuldverschr R.l- 93 93 e—e _ Oberhessen Provinz-Anleihe mti Auslos.-Rechten ............ 130,5 130,5 — - - Deutsche Komm. Sammelobl. An leihe Serie 1 mit AuSloj.-Rechten 121,75 122,4 122,5 122,9 ♦ V.% Franks. Hyv.-Banl Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 97,25 97,25 97,25 97,25 6'4% ehem. 4«4% Franks. Hyp. Bank-Ligu.-Pfandbriefe...... 100,75 100,65 6*4% ehem. 4'/,% Rheinisch, Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse. ... 100,65 101 101 101 4yt% ehem. 8% Pr. Landespfank briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 )7,5 97,5 97,5 97,5 4*4% ehem. 7% Pr. Landespfanb vriefanst., Gold Komm. £61.20 95 95 95 95 Eteuergutlch.Berrechnungsk. 34-38 109,8 109,8 109,9 109,9 4% Oesterreichstche Goldrente... _ 23,5 22,5 4,20% Oesterreichische SUbcrrente 1,75 2 2 4% Ungarische Goldrenle....... 7,8 7,6 7,75 7,55 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 6,45 6,25 4V,% des-gl. von 1913.......... _ 6,5 6,7 6,5 6% flöfifl. Goldmexikaner von 99 10 10 9,4 4% Türnjche Bagdadbahn-Anleihe Serie l................... — — — — Frankfurt a.M. Berlin Schlußkurs Schluß,. Abend« börs- Schluß« kurv Schluß!. Miliag- börle Dalum 2-12. 3.12. 2-12. 3.12. 7 30,5 14,75 14,25 122,5 108,75 109,5 106,25 188,75 5,8 14,25 14,5 122 108,25 109 105,5 186,75 7,1 10 7,75 30,75 14,4 39,25 14,4 122,5 123,5 108,75 109,75 106,25 188,25 6,75 10,25 5,8 29,65 14,25 14,25 121 123,5 108,25 109 105,5 187 6% Rumän. veretnh. Rente v. 1903 414°/<,Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente . 2’4% Anatolier............ Hamburg-Amerika-Paket .....0 Hamburg-SÜdam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz, und Privat°Bank ... 4 Deutsche Banl und Disconto» Kesellschaft................ 4 Dresdner Bank..............4 Reichsbaat ...... it A.E.G...................... o Bekula..................... g Eleltr. Lteseningsgelellichast ... 6 Licht und Kraft ............. 7 gelten & Guilleaume......... 4 Gesellsch.f.Eleklr.Uniernehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ 6 Rhein. Wests. Elektt..........6 Schulten L Co............... 6 Siemens L Halske............ 8 LahmeyerLCo............. 7 Buderus ................... Deutsche Erdöl .............. 4 Haroener................. 2/t Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 3 Ilse Bergbau ............... f Ilie Bergbau Genüsse........ 6 Klöcknerwerke ...............3 Mannesmann-Röhren........3 — —— — _ 171,5 — 172 "5 173 133,65 133 133 132,25 155,5 155 155 154,5 137,75 136,25 137,75 137 143 142,25 143,75 142,13 131 131,25 130,25 138,65 137 138 137,25 158 157,75 158,75 158,25 199,75 198,5 198,75 197,5 136,75 — 136,5 135 12! 119 123 119 142,5 140 142,5 140,5 150,25 —— 152,5 149,5 117,25 117,13 115,65 — 189 190 146 145,65 146,5 144,5 123,75 122,5 124 122,5 117,25 116,4 117,65 116,4 Frankfurt a. M. Berlin Schluß« kurS Schlug!. Abendbörse Schlußkurs Schluß!. Miiiag- vörse Datum 2-12- 3-12- 2.12- 3.12. ManSseiver Bergbau....... 6% — — 153 152 Koksw rke ................ .. 6 —— — 137 136 Rheinische Braunkohlen .... 12 220,5 221 221,25 220,25 Nheinstahl ................ .. 4 148,25 148 148,75 143,25 Vereinigte Stahlwerke...... sy, 120,65 120,5 121,13 119,9 Otavi Minen ............. .. 0 25,1 24,3 24,9 24,5 Kaliwerke Aschersleben...... .. 5 137,75 135,9 134,5 Kaliwerke Westeregeln...... .. 6 133,5 133,5 131,75 133 Kaliwerke Salzdetfurth..... iy. 187,5 — 188,75 188 3. G. Farben-Jnoustrie..... .. ? 168,4 167 168,5 167 Scheideanstalt............. .. v 264,5 263 Goldschmidt .............. .. 6 127,4 127 127,25 127 Rütgerswerke ............. .. 6 137,75 137 137 136,5 Metallgesellschaft........... .. 6 155 152 155 152 Philipp Holz mann......... .. 4 133 131,75 133,5 131,75 Zementwerk Heidelberg .... .. 7 166,25 166 Cementwerk Karlstadt....... .. 6 - Schultheis Patzenhoser ..... .. 4 _ _ 99,75 99 Atu (Allgemeine Kunstseide) .. 0 — — Bemberg................. .. 6 109,5 107,5 109 107 Zellstoff Waldhos .......... .. 6 163 160 161 160,75 Zellstoff Aschaffenburg ..... .. 0 141,5 137,5 140 139 Dessauer Gas ............. .. 7 — —— 109,75 109 Daimler Motoren.......... .. 0 119,65 118,5 119 118 Deutsche Linoleum......... .. 8 164 162,25 164 162 Orenstein & Koppel ........ .. 0 — 90 89 Westdeutsche Kaufhof....... .. 0 60 59 60,75 59,13 Cbade .................... .. £ 239,5 —fr 240 Accumulatoren-Fabrü...... . 12 197,5 198 Conti.Gummi............. . 11 164 164 163,9 163,75 Gritzner.................. .. 0 35 34,65 35,25 34,9 Mainlrastwerke Höchst a.M.. .. 4 95 95 Süddeutscher Zucker ....... . 10 204,5 203 205 203,25 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. BL Banknoten. 2. Dezember 3.Dezember Amlliche Jlolierung Amlliche Notierung Geld Brief Geld Srief ouenu» Au, 0,694 0,698 0,708 0,712 Brüssel .... 42,08 42,16 42,12 42,20 Rio de Ian. 0,147 0,149 0,147 0,149 Sofia..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen 54,50 54,60 54,48 54,58 Danzig .... 47,04 47,14 47,04 47,14 London.... 12,205 12,235 12,20 12,23 Heliingsors. 5,39 5,40 5,39 5,40 Paris ..... 11,61 11,63 11,605 11,625 Holland ... 135,26 135,54 135,31 135,59 Z kalten.... 13,09 13,11 13,09 13,11 Japan ..... 0,712 0,714 0,711 0,713 Jugoslawien 5,654 5,666 5,654 5,666 OSlo..... : 61,35 61,47 61,32 61,44 Wien...... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon... 11,085 11,105 11,08 11,10 Stockholm.. 62,93 63,05 62,90 63,02 Schweiz ... 57,18 57,30 57,18 57,30 Spanien... 20,98 21,02 20,98 21,02 Prag...... 8,766 8,784 8,766 8,784 Budapest .. — —— Reu York .. 2,488 2,492 2,488 2,492 Äerim,3-Dezember »rief _ Amerikanische Roten.............. 2,45 2,47 Belgische Noten.................. 42,00 42,16 Dänische Noten ................. 54,32 54,54 Englische Noten ................. 12,175 12,215 Französische Noten............... 11,555 11 «535 Holländische Noten............... 134,98 135,52 Italienische Noten................ — Norwegische Noten .............. 61,16 61,40 Deutsch Oesterreich, 4 1OO Schilling —— — Rumänische Noten............... — — Schwedische Noten............... 62,73 62,99 Schweizer Noten................. 57,03 57,25 Spanische Noten................. Ungarische Noten................ — — Mrgen. Tag der nationalen Solidarität! An diesem Tage helfen alle Volksgenossen beim Spenden für das WHW! Oie Gießener Bevölkerung hat bei -en bisherigen Tagen der nationalen Solidarität ihre Opferfreudigkeit stets vorbildlich bewiesen. Männer aller Schichten und Berufe gingen mit der Sammelbüchse auf die Straße. Zn den Gaststatten erbaten sie sich von -en Gästen eine Spenve für -ie Hilfsbe-ürftigen. Lleberall fan-en sie freu-ige Herzen un- offene Hän-e. So war es bisher - so muß un- wird es auch morgen wieder sein! Deshalb, deuifche Männer und Krauen: Auf zur helfenden Tat im Dienste des Winterhilfswerkes! Geiger, Geißler, Neuhaus, Nieren. Rosenthal, der 1936 Schorn, Seitz, Volck. Bühnenbild: Karl Löffler, teil mehr. erfüllen. NG.-Lehrerbund, Gießen. Saal Abl. Feierabend. landwirt Fürst wird an Hand von Lichtbildern TOarL Kartenoorbestellungen -nullen Einreichung aller Vor- (Nachdruck verboten.) 24. Fortsetzung. Gute Möbel bei Koos Giessen Schulstn6 NSV., Ortsgruppe Mitte. Vetr. Kohlen-Abrechnung am 5. Dezember. Walter Brand selbst aber erschrak fast über den Ausdruck von Gehetztheit in dem Gesicht seines Gegenübers, gegen den er sofort eine instinktive Abneigung hatte. Trotzdem zwang er sich zu einem ruhigen, unbefangenen Ton: „Mein Name ist Brand, Generaldirektor Walter Brand, von der Brand A.-G. Ausgezeichnet, daß ich Sie hier antreffe, Herr Doktor! Uebrigens sehr erfreut, Ihre persönliche Bekanntschaft gu madjen. Ich habe schon des öfteren die Gelegenheit gehabt, über Sie..." Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend findet die Aufführung des Lustspiels „Der Kampf mit dem Tatzelwurm" statt Eine heitere Angelegenheit von Leo Lenz und Ralph Arthur Roberts. Die Spielleitung führt Wolfgang K u h n e. Mitwirkende: Damen: Gerhardt, Krause; Herren: Eine Vorfreude auf Weihnachten. Als sechste Sondervorstellung bringen wir im Stadttheater am 12. Dezember, 20 Uhr, die Märchenoper „Hansel und Gretel". Preise der Plätze sind 0,80 und 1,— Mark. Kartenoorbestellungen müssen umgehend aus 1 -' " ~ ' r‘ 18, eingereicht Die Vorstellung findet als 12. Vorstellung der Freitag-Miete statt. Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr. Gastspiel von Ivo Puhonnys rNanonetten-Theaier. Der Goethe-Bund und Kaufmännische Verein teilen uns mit: Am kommenden Sonntag findet ein Gastspiel des berühmten Ivo Puhonnys Mano- netten-Theaters in der Neuen Aula statt. Das Spiel der Marionetten wird jung und alt zwei Stunden der Freude und Verwunderung bereiten. Der Spielplan für die Jugendvorstellung am Nachmittag, sowie für die Abendveranstaltung ist aus dem heutigen Anzeigenteil ersichtlich. In über viertausend Vorstellungen sind Puhonnys Puppen bereits aufgetreten und haben der Marionettenkunst immer neue begeisterte Freunde gewonnen. Vortrag des Obst- und Gartenbauvereins Gießen. Der hiesige Obst- und Gartenbauverein veranstaltet am kommenden Sonntag, 6. Dezember, 15.30 Uhr, im Gasthaus Faulstich einen Vortrag. Diplom- Vortrag des Herrn Priv.-Doz. Dr. Wulf A n k e l über „Die biologischen Grundlagen der Rassenpflege". Gäste willkommen. chend den Stoß Rammelts zurück, wartete dann auf einen neuen Angriff des Gegners, den er im Dunkel kaum zu sehen vermochte. „Bestechen! Bestechen sagten Sie doch, nicht wahr?!" knirschte er dabei, während ihm das Blut von neuem heiß zu Kopfe schoß. „Aber lassen Sie sich das gesagt sein, Herr Dr. Rammelt! Ich bin nicht der Mann, der sich dergleichen gefallen läßt! Ich werde Sie verklagen! Hören Sie, verklagen werde ich Sie!" ... Er hielt plötzlich inne, wartete ab. Daß Rammelt immer noch nicht antwortete, machte ihn doch stutzig. Unwillkürlich rief er den andern bei seinem Namen an, aber keine Antwort kani zurück. Toten- still blieb alles. Unheimlich gurgelte nur das Wasser. Ein entsetzlicher Gedanke schoß Walter durchs Hirn. Sollte Rammelt von seinem Stoß ...? Oie Sonntagsarbeit in Bäckereien und Konditoreien. LPD. In einer Bekanntmachung des Reichsstatt- Halters in Hessen — Landesregierung — wird über die Arbeitszeit in Bäckereien und Konditoreien bis auf weiteres angeordnet, daß an Sonntagen leicht verderbliche Konditoreiwaren während der Zeit von 10 bis 12 Uhr hergestellt und während der Zeit von 10 bis 14 Uhr ausgetragen, oder ausgefahren werden dürfen. Als Herstellung leicht verderblicher Konditorwaren gilt nur die Zubereitung von Creme-, Obst- und Eisspeisen und von Schlagsahne, sowie das Füllen von Backwaren mit diesen Speisen. Die Herstellung von Backwaren durch Backvorgänge irgendwelcher Art ist nicht erlaubt. Jugendliche Arbeiter unter 18 Jahren dürfen mit diesen Arbeiten nicht beschäftigt werden. Die Sonntagsarbeit ist auf die Wochenarbeitszeit anzurechnen und jedem an einem Sonntag beschäftigten Arbeiter ist an einem der nächsten sechs Werktage Freizeit von 13 Uhr ab zu gewähren. Die eingangs erwähnte Ausnahme für Sonntagsarbeit findet keine Anwendung auf den Ostersonntag oder Pfingstsonntag, sowie auf den Neujahrstag, den Nationalen Feiertag des deutschen Volkes (1. Mai), den ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag, wenn diese Feiertage auf einen Sonntag fallen. Die Anordnungen vom 29. Mai 1933 werden aufgehoben. Hausschlachtungen versteuern! Die Polizeidirektion Gießen teilt uns folgendes mit: Im Gegensatz zu dem seitherigen hessischen Recht unterliegen die Hausschlachtungen nach § 5 der Verordnung zur Durchführung des Schlachtsteuergesetzes vom 24. März 1934 der Schlachtsteuer. M Die deutsche Arbeitsfront n.s.-Gemeinschaft„Kraft durch kreude" Dornotizen. Tageskalender für Freitag. Kundgebung der NSDAP.: 20.30 Uhr spricht skar Wendnagel über „Unser Kampf, emst und etzt" im Cafö Leib. — Stadttheater: 20 bis 22 Mit zitternden Fingern suchte er in der Tasche, fand schließlich das Feuerzeug, brannte es an. Da,--eine dunkle Gestalt lag quer über dem Weg, dicht an der Hafenmauer! Mit einem Satz war Walter an der Seite des Gestürzten, versuchte ihn aufzurichten. Vergeblich! Rammelt war bewußtlos, wenn nicht... Wieder brannte er das Feuerzeug an, bückte sich, leuchtete in Rammelts Gesicht. Es war totenbleich. Und da,--an der Schläfe, da war ja Blut! Blut! In jähem Entsetzen sprang Walter auf. Wie im Fieber klopften seine Pulse. Was hatte er getan? Was hatte er nun getan? Noch einmal beugte er sich über die regungslose Gestalt, legte sein Ohr aus das Herz Rammelts. Aber das rasende Klopfen seines eigenen Herzens übertönte alles. Ein Arzt mußte kommen! Hilfe! Aber wenn er nun Hilfe herbeirief? Mußte dann nicht der Verdacht auf ihn, Walter Brand, zuerst fallen? Würde man das aller Wahrscheinlichkeit ungünstig ausgefallene Gutachten nicht als belastendes Motiv gegen ihn auslegen? Unwillkürlich blickte Walter sich um, lauschte ins Dunkel. Aber überall herrschte Totenstille. Niemand hatte etwas von dem Vorfall gehört. Einen Augenblick ergriff ihn die Versuchung, die Flucht zu er» greifen, Rammelt in Stich zu lassen, zu fliehen, soweit es ging. (Fortsetzung folgt!) Aus der Provinzialhauptstadt. Oer alte Laden. Jedes Jahr um die Weihnachtszeit kommt er vieder, der kleine Laden. Großmutter und Mutter laben schon damit gespielt und dann war er für uns Geschwister eine alljährlich wiederkehrende große Freude. Nun spielt das Kind damit. Braun angestrichen ist er, wie damals die Spiel- üchen waren, und wie man sie aus der Goethezeit im Museum sieht. Vorne hat er zu beiden Seiten dreistöckige Glasschaufenster und drüber ist ein jchräges 'Dach. In der Mitte steht die Theke, nachlässig lehnt iine blonde schnürleibige Verkäuferin daran, in schwarzen Lackschühchen, kokett ein rosa Röschen om Ausschnitt. Die Kohlenhändler werden ersucht, die Kohlenscheine der Serie B am Samstag, 5. Dezem - ber, 20.30 Uhr, auf unserer neuen Geschäftsstelle, (Zigarrenhaus Moese r) EingangLöwengasse, einzureichen. Es wird hiermit darauf hingewiesen, daß die Rückseite der Kohlenscheine außer der Unterschrift des Händlers auch die Unterschrift des Empfängers und die genaue Kohlensorte tragen muß. Nach dem 5. Dezember 1936 eingereichte Scheine haben keine Gulttg- zunehmen, da der Gedanke an seinen Besuch in der Klinik mit jedem Augenblick stärkere Gewalt in ihm annahm. ... . Unwillkürlich blieb Walter Brand stehen. Was bildete dieser Mensch sich eigentlich ein?! „Sie scheinen immerhin noch nicht allzuviel von dem Gutachten zu verstehen, Herr Dr. Rammelt, onst würden Sie wissen, daß ich hier nicht zu meinem Vergnügen bin, sondern weil es um die Existenz eines großen Unternehmens und einer alten Familie und um das Wohl und Wehe unzähliger Arbeiter geht, die arbeitslos werden, wenn das Werk zusammenbricht! Aber so sind natürlich diese Herren,---das Honorar streicht man gern ein, das übrige interessiert sie nicht! Wahrscheinlich hätte man es bei Ihnen ganz anders anfangen müssen..." Walter Brand unterbrach sich. Er fühlte es selbst, sein Jähzorn riß ihn hin, hatte ihn fast zu weit gehen lassen... . Und in der Tat, Rammelt W empört auf: „Herr, was erlauben Sie sich?!" Es kochte in ihm. Ungeduld, Erregung, Wut über die versteckten Aeußerungen des Generaldirektors verleiteten ihn zu einer Antwort, die er vielleicht bei näherer Ueberlegung vermieden hätte: „Sie haben es allerdings nötig, Herr Direktor Brand", erwiderte er dem andern mit eiskaltem Hohn, unter dem wieder der Haß aufbrach, „Sie haben es allerdings nötig, gegen mich Anschuldigungen aufzustellen! Zuerst schicken Sie mir die Tochter Ihres eigenen Rechtsanwalts ms Haus, das Gutachten widerrechtlich von mir herauszulocken, und dann schrecken Sie nicht einmal davor zurück, selbst an mich heranzutteten, um mich zu bestechen!" Das war zuviel für Walter Brand. Außer sich, fast besinnungslos vor Zorn und Empörung, fuhr er plötzlich seinem Gegner an die Kehle, schrie ihn an: „ „Sie nehmen das sofort zurück! Sofort, oder... Fachschaft 2. Montag, 7. Dezember, 18 Uhr findet im des Zoologischen Instituts, Bahnhofstraße 84, (Anatomie) eine Gesamtsitzung der Fachschaft 2 (Höhere heil Hitler! Schmelz, Kreispropagandaleiter. Wege im Rebel. Vornan von Käthe Meßner. (Copyright by Aufwärts-Verlag, Berlin SW 68.) noch vorlegen möchte." Rammelt ließ sekundenlang seinen Blick auf den Zügen des andern ruhen, entgegnete dann saft I scharf: „Tut mir leid, aber das Gutachten ist bereits ousgefertiat. Außerdem habe ich mich genügend mit Material versehen! Im übrigen aber werden Sn» Tag der nationalen Solidarität in Gießen. Am 5. Dezember 1936 stehen das Iiihrerkorps der natianalfoziaUstischen Bewegung, die führenden Männer des Staates und der freien Berufe wieder im Kampf gegen die Tlot des Winters. ~ f Keinem deutschen Volksgenossen darf an diesem Tage das Opfer für tue Not des deutschen Boltes zu grofe sein. Es gilt andrem Tage erneut zu bewe.sen dak allen Drohungen gegen das nationalsozialistische Deutschland zum Trotz das deutsche Bolk zu einer feffen Opsergemeinschasl zusammengewachsen ist. Nationale Solidarität gegen internationalen Bolschewismus. Diese Parole ist zu einem Lebensgrundsah des deutschen Boltes geworden. Der 5. Dezember 1936 wird es erneut zeigen. Alle Bolfsgenoffen und alle Sammler werden an diesem Tage ihre Pflicht restlos mich jetzt entschuldigen müssen, da ich etwas Wichtiges vorhabe! Ich glaube in der Tat auch nicht, daß eine Unterredung über den fraglichen Punkt noch irgendeinen Zweck hat!" „Aber ich glaube das!" rief der Generaldirektor erregt. „Und ich glaube es nicht nur, sondern ich weiß es sogar! Und ich denke auch nicht daran, mich von Ihnen wie einen Schuljungen fortschicken zu lassen!" „Nun gut!" lenkte Rammelt endlich ein, dem alles daran lag, sobald als möglich fortzukommen, um wieder nach der Weststadtklinik fahren zu können, wie ihn die Oberschwester während des vorhin geführten Ferngesprächs gebeten hatte. „Nun gut also, wenn Sie wollen, können wir ja noch ein Stück Weg Zusammengehen! Hierzubleiben, erlaubt in der Tat meine Zeit nicht!" Noch während Rammelt sprach, hatte er sich den Mantel übergezogen und stand bereits wartend ander Tür, so daß dem Generaldirektor nichts weiter übrigblieb, als sich ihm anzuschließen. Wenigen Minuten später gingen beide den gleichen Weg am Hafen, den Rammelt vor einer halben Stunde in so großer Erregung entlanggehastet war. Es war noch kälter geworden, und der Nebel war so dicht, daß kaum das Licht der Laternen ihn durchdringen konnte, da aber, wo keine Laterne stand, fast undurchdringliches Dunkel herrschte. Aergerlich biß Walter sich auf die Lippen. Welch ein Wahnsinn war es, hier eine Besprechung em- leiten zu wollen, hier in diesem Nebel und dieser Dunkelheit, in der jedes Wort erstickte! „Ich muß wirklich sagen, daß ich Ihren Vorschlag recht wenig angebracht finde, hier auf dem Wege die Unterredung zu beginnen, Herr Doktor! sagte er schließlich aus seinen Gedanken heraus. „Das beste wäre doch vielleicht, wenn wir auf einige Augenblicke in ein Lokal gingen! Gleich am Ende dieser Hafengassen, am Anfang der Stadt, habe ich vorhin ein kleines Cafe gesehen, das diesem Zweck entspricht. Ich werde Sie keinen Augenblick langer als nötig aufhalten!" „Ich sagte Ihnen doch schon, daß ich keine Zett ■ habe!" bemerkte Rammelt ungeduldig. Er gab sich t üubt dte aeringste Mühe mehr, sich zusammen- Doch schon im gleichen Augenblick traf ihn ein furchtbarer Stoß Rammelts, so daß er weit zuruck- taumelte. Aber trotz seiner äußeren Schwerfälligkeit hatte Walter Brand doch sportgeübte Glieder, die den Angriff gut aushielten. Fast noch im Fallen fing er sich, stürzte wieder nach vorn, gab keu-l Uhr „Der Kampf mit dem Tatzelwurm'. — Gloria- Palast, Seltersweg: „Schatten der Deraangenhei — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Stabt Anatol. . — Weihnachtsausstellunq der oberhessischen Künstler: ab 17 Uhr im Turmhaus am Brand. Sladlthealer Gießen. bestell-Liften aus den größeren Betrieben ist der 7. Dezember. Einzelmitglieder der Deutschen Arbeitsfront können Karten zu obigen Preisen im Vorverkauf auf der Kreisdienststelle, Schanzenstraße 18, Zimmer 7, erhalten. Karten können ab Montag, 7. Dezember, abgeholt werden. Aufgehobene Gebühren. Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — teilt in einer Bekanntmachung folgendes mit: _ , Die Vorschriften des § 14 der Dritten Hessischen Durchführungsverordnung zur Sicherung der Haushalte von Ländern und Gemeinden vom 3. November 1931, daß für jede bei einer staatlichen Behörde oder vor einer staatlichen Prüfungskommission mit Erfolg abgelegte Prüfung ein Ausweis auszustellen ist, für den eine Abgabe zur Staatskasse zu ergeben ist, wird mit Zustimmung des Herrn Reichsministers der Finanzen dahin geändert, daß für die Ausweise über die an der Universität Gießen und an der Technischen Hochschule Darmstadt mit Erfolg abgelegten Doktorprüfungen eine Abgabe zur Staatskasse nicht mehr zu erheben ist. Die Rückseite des Ladens besteht aus lauter offenen Gefächern, die mit papierener Goldborte einge- iaßt sind. Bildchen von sagenhaften Landschaften schmücken die Wände. Und was ist darin, in diesem kleinen Laden? da stehen auf den Regalen die kleinsten Täßchen, ^ellerchen und Kännchen. Buntbeblümte Väschen und Schalen locken den Käufer und bauchige, grüne und weiße Karaffen warten auf ihre Bestimmung. Zesonders reichhaltig ist die Glaswaren-Abteilung: Da sind Wein- und Wassergläser, Gelee- und Honiggläser. Auch Einmachgläser in allen Größen oarten der Hausfrau, die sie mit guten Dingen Wen wird. Aber auch Zinngeschirr gibt es: kleine Tablette, Tellerchen und zierliche Leuchter. Besonders niedlich sind die kleinen Fayenzen: winzige Zierbecher und höhe Weinkrüge! Im Schaufenster aber stehen die Prunkstücke dieser Handlung: Da ist eine junge Dame in geblum- letn und gebauschtem Kleidchen, die die Hände zuch- tiq über dem Busen faltet. Da ist auch ein schöner lmngling, der, in einem lila Gewand mit Pelzbe- atz ein Goldschnittbuch vor sich hält, aus dem er niner Angebeteten sicher Verse oorliest. Diese sitzt Uneben auf einem Baumstumpf und hört andächtig ;u, die Hand entzückt erhoben. Eine hochbusige Dame mit langen schwarzen Locken und sehr aus- I drucksvollem Gesichtchen hält ihr rosa Ueberkleid geschürzt, in dem sie einen Armvoll blauer Blumen zierlich darbietet. Wieviel Kinderherzen haben bei dem Anblick des Lädchens rascher geklopft, wieviel Kinderhände ha- ben schon all diese Sächelchen behutsam angefaßt und aufgestellt! Selbst Erwachsene bekommen unbändige Lust, in diesem Laden zu verkaufen, m hem das Geschäft immer gut geht. Freilich wandern die schön eingepackten Gegenstände wieder zurück auf ihre Plätze, um nach einiger Zett erneut auf die Reise zu gehen. Und so ist dieser kleine Laden ein Sinnbild unseres Lebens, dessen Strom auch nie versiegt und n Kindern und Enkeln weiterfließt. E. L. St. „Darf ich Sie bitten, zur Sache zu kommen Herr Generaldirektor!?" unterbrach Rammelt schroff. „Sie haben es ja nicht für nötig gehalten, sich an- jumelden, sonst hätte ich Ihnen bereits sagen lassen, daß meine Zeit sehr knapp bemessen ist! Im Augenblick verschwand das verbindliche Lächeln Brands; eiskalt wurde seine Miene: „Ich fürchte, ich werde Ihre Zeit doch eine gute halbe Stunde lang in Anspruch nehmen müssen, Herr Doktor!" sagte er förmlich. „Natürlich kann es auch morgen zu einer verabredeten Zeit sein, jedenfalls muß ich Sie jetzt doch darüber aufklaren, worum es sich handelt. Wie sie sich denken werden, möchte ich mit Ihnen über das Gutachten verhandeln, das Sie über den Stand der Grube „Margret" übernommen haben. Ich habe hier noch einiges sehr wichttges Material nach dem Stand unserer letzten Untersuchungen und nach meiner eigenen Kenntnis als Mitinhaber der Grube, das ich Ihnen Die Regelung des Kettbezugs. Nationalsozialismus verpflichtet! Aufruf des Gauobmannes der DAF. Willi Becker an die Betriebsführer. NSG. Das vierte Jahr nationalsozialistischer Regierung neigt sich seinem Ende zu. Nationalsozialistisches Schaffen und nationalsozialistische Tatkraft haben in wenigen Jahren dem Volk neuen Lebensmut gegeben, Millionen in Arbeit und Verdienst gebracht und eine schwer darniederliegende Wirtschaft wieder in Gang gesetzt. So erlebte im Rahmen des ersten Dierjahres- planes die deutsche Industrie einen Aufschwung, der alle Erwartungen übertraf. Eine neue Wirtschaftsepoche begann. Viele Betriebe, deren Liquidation nur noch eine Frage der Zeit zu sein schien, gelangten nun auf einmal zu neuem Aufschwung. Die Verwirklichung des Arbeitsbeschaffungsprogramms der Reichsregierung versah die Wirtschaft mit zahlreichen Aufträgen. Dieser wirtschaftliche Aufschwung war nur möglich durch die gemeinsamen Anstrengungen von Betriebsführer und Gefolgschaft, durch den restlosen Einsatz des letzten Angestellten und Arbeiters. Gemeinsame Arbeit aber verdient auch gemeinsamen Erfolg! , , r.,f Ich erwarte deshalb von allen Betriebsfuhrern, daß sie sich anläßlich des bevorstehenden Weihnachtsfestes der ihnen anoertrauten Menschen erinnern, die durch treue Mitarbeit zur Verwirklichung des erzielten Erfolges beitrugen. Ich erwarte, daß, wie in vergangenen Jahren, auch in diesem Jahr den Arbeitern und Angestellten im Rahmen des Möglichen eine zusätzliche Vergütung zuteil wird. Heil Hitler! Willi Becker, Gauobmann der DAF. Nach den vom Herrn Präsidenten des Landesfinanzamts Darmstadt gemachten Beobachtungen sind Anzeichen dafür vorhanden, daß zahlreiche Hausschlachtungen nicht zur Versteuerung angemeldet werden. Die steuerliche Erfassung sämtlicher Hausschlachtungen ist aber im staatswirtschaftlichen Interesse dringendes Erfordernis. Es wird daher allen Personen, die Hausschlachtungen vornehmen, in ihrem eigenen Interesse dringend empfohlen, in jedem einzelnen Falle die Haus- schlachtungen zur Versteuerung anzumelden. Neben den Steueraufsichtsbeamten sind auch die Polizeibeamten angewiesen, auf die Hausschlachtungen ein besonders scharfes Augenmerk zu richten und darüber hinaus festzustellen, ob sie steuerlich angemeldet worden sind. Wo nicht, werden unnach- sichtlich Strafanzeigen erhoben. Vorsicht beim Baumfällen! Vom Po st amt Gießen wird uns mitgeteilt: In der Zeit des Baumfällens werden an den Straßen und in den Ortschaften die Reichs-Telegraphen- und Fernsprechleitungen durch umstürzende Bäume oder durch herabfallende Aeste häufig beschädigt, weil die Personen, denen das Baumfällen obliegt, in der Regel die zur Sicherung der Telegraphenanlagen gegen Beschädigungen erforderlichen Vorkehrungen überhaupt nicht, oder in ungenügendem Maße treffen und es unterlassen, von den bevorstehenden Arbeiten der nächsten Postanstalt rechtzeitig Mitteilung zu machen. Da auch fahrlässige Beschädigungen der Telegraphenanlagen im §318 des Reichsstrafgesetzbuches mit Strafe be- DNB. lieber die Regelung des Fettbezugs wird von zuständiger Stelle folgendes mitgeteilt: Der Fettoerbrauch des deutschen Volkes liegt zur Zeit erheblich über dem Verbrauch der Vorkriegszeit. Mit Rücksicht hierauf und im Hinblick auf die Sicherung der vordringlichen Erfordernisse für die Durchführung des im Vierjahresplan zu verwirklichenden großen Aufbauprogramms muß eine Regelung des Fetoerbrauchs erfolgen. Hierbei ist es notwendig, in erster Linie dafür zu sorgen, daß die schwer arbeitende, im Dierjahresplan in vorderster Front wirkende deutsche Arbeiterschaft die Fettmengen erhält, die sie braucht. Der nationalsozialistische Grundsatz des Staates erfordert hier eine ausgleichende und gerechte Verteilung der in Deutschland hergestellten und weiterhin einzuführenden Fettmengen. Es muß ferner verhindert werden, daß die sozial bessergestellten Schichten beliebig viel Fettmengen kaufen können und die minderbemittelte Bevölkerung nicht in der Lage ist, ihren unbedingt notwendigen Bedarf zu decken. Die seit drei Jahren von der Reichsregierung durchgeführte Fettoerbilligung für Minderbemittelte wird daher im Jahre 1937 nicht nur unverändert durchgeführt, sondern darüber hinaus dahin erweitert, daß ab Januar 1937 diesem Volksteil das Be- zuqsrecht von Konsummargarine (0,63 Mark abzüglich 0,25 Mark Verbilligung, also 0,38 Mk. zu ein halbes Kilo) in Höhe von bisher 6 Kilogramm auf 10 Kilogramm jährlich erhöht wird. Ferner wird ab Januar 1937 einem weiteren Kreis von Volksgenossen, die keine Fettverbilligungsscheine erhalten, deren Einkommen aber nur wenig über dem der bisher in die Fettoerbilligung öinbezogenen Personen liegt, ein Bezugsrecht für 7 Kilogramm Kon- summargarine im Jahre ohne Verbilligung durch Ausgabe von Bezugsscheinen gesichert. Dabei kommen in der Regel Personen in Betracht, deren Einkommen sich in der Nähe des doppelten Richtsatzes der öffentlichen Fürsorge hält. Diese Margarinebezugsscheine werden auf Antrag von den Fürsorgeverbänden (Wohlfahrtsämtern) ausgegeben. Um eine gleichmäßige Verteilung der vorhandenen Speisefette auf alle Reichsteile vom Erzeuger bis zum Einzelhändler sicherzustellen, hat der Reichsnährstand mit Zustimmung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft die Molkereien und Butterverteiler angewiesen, ihre Abnehmeer im glei- droht sind, wird den Baumbesitzern empfohlen, die nächste Postanstalt von der bevorstehenden Baurn- fällunq so zeitig zu benachrichtigen, daß erforderlichenfalls die Entsendung eines Beamten zur Sicherung der Leitungen veranlaßt werden kann. Betriebsordnung für die Feuerbestattungsanlage. Der Oberbürgermeister veröffentlicht in unserem heutigen Anzeigenteil eine Bekanntmachung über die Betriebsordnung für die Feuerbestattungsanlage der Stadt Gießen. In dieser Betriebsordnung werden alle Bestimmungen über unsere Gießener Feuerbestattungsanlage einheitlich zusammengefaßt, auch die Gebührensätze zur öffentlichen Kenntnis gebracht und die früheren Bestimmungen mit dem heutigen Inkrafttreten der neuen Vorschriften aufgehoben. Auf die Bekanntmachung sei besonders yingewiesen. ** Weihnachtsausstellung oberhes- sischer Künstler. Die Weihnachtsausstellung chen Verhältnis zu beliefern, wie im Oktober 1936, jedoch bis auf weiteres noch Abzug von ZU vom Hundert, die durch dies Reichsstelle für Milch- erzeugnisfe, Oele und Fette einbehalten und m den Hauptverbrauchergebieten dem Bedarf entsprechend verteilt werden. Aehnliche Anordnungen sind für die übrigen Fette ergangen. Um dem Kleinhändler und Fleischer eine gerechte Verteilung der Fette an den Verbraucher zu ermöglichen, werden der Einzelhändler und das Fleischer- Handwerk, das bereits im letzten Winter auf privater Grundlage angewandte Verfahren der Kundenliste in erweitertem Umfange und auf zuverlässigen Unterlagen ab Januar 1937 wieder aufnehmen Um bei der Kundenliste die Personenzahl des einzelnen Haushalts zu berücksichtigen, werden die Eintragungen in die Kundenliste nur auf Grund von Haushaltsnachweisen durchgeführt werden. Noch im Dezember wird den Haushaltungen em Haushaltsnachweis zugehen, der als Unterlage für die Eintragung in die Kundenliste bei dem vom Verbraucher selbst gewählten Geschäft dient. Die Aufgabe der Haushaltsnachweise wird in gleicher Weise durchgeführt, wie die Personenstandsaufnahme vom "10. Oktober jeden Jahres. In ähnlicher Weise wird die Versorgung der gewerblichen Betriebe, Gastwirtschaften, Bäckereien und Konditoreien, soweit sie vom Einzelhandel bisher bezogen haben, geregelt. Als Unterlage für die Eintragung dieser Betriebe in die Kundenliste dient ein Betriebsnachweis, über dessen Aufstellung die zuständigen Wirtschaftsoerbände das nähere mitteilen werden. Durch diese Maßnahmen wird durch einen gerechten Ausgleich dafür gesorgt, daß jeder Volksgenosse die notwendige Fettmenge erhält, daß Hamsterern, die zum Schaden der Allgemeinheit immer wieder versuchen, ihr Unwesen zu treiben, das Handwerk gelegt wird. Wenn jeder einzelne den Fettverbrauch nur einigermaßen einschränkt, ist die reibungslose Versorgung sichergestellt; auch dann liegt der Fettverbrauch immer noch über dem Verbrauch der Vorkriegszeit. Es wird erwartet, daß jeder einzelne die Bedeutung dieser Maßnahmen für den nationalen Ausbau erkennt und verantwortungsbewußt sich immer den Grundsatz vor Augen hält: Gemeinnutz geht vor Eigennutz. der oberhessischen Künstler, die in diesen Tagen im Turmhaus am Brand zu sehen ist, ist täglich in der Zeit von 17 bis 18.30 Uhr geöffnet. ** Goldene Hochzeit. Kommenden Sonntag, 6. Dezember, begehen die Eheleute Philipp Wißner und Ehefrau Marie, geborene Belloff, wohnhaft Ludwigsplatz 3, goldene Hochzeit. Herr Wißner steht im 87., seine Frau im 84. Lebensjahre. Beide erfreuen sich noch guter Gesundheit und geistiger Frische. EPNH. Keine Doppelmitgliedschaft im NS.-Lehrerbund und konfessionellen Lehrervereinen. Der Reichswalter des NSLB. hat darauf hingewiesen, daß seine Mitglieder nicht gleichzeitig Mitglieder von konfessionellen Vereinigungen fein können. Angehörige des NSLB., die jetzt noch einer konfessionellen Vereinigung angehören, müssen sich entscheiden, zu welcher Organisation sie gehören wollen. Die Leiter des Amtes für Erzieher in den Kreis- und Gauleitungen sind für die Durchführungen dieser Anordnung persönlich verantwortlich . Kundgebung der ASDAp. in Gießen. Freitag, 4. Dezember, im Cafs Leib um 20.30 Uhr. Es spricht: pg. Oskar Wendnagel über „Unser Kampf, einst und jetzt". Jedem, der in der Kampfzeit die Versammlungen in Gießen besucht hat, ist Oskar Wendnagel bekannt. Eintritt 30 Pfennig. Kartenvorverkauf bei den Gießener Ortsgruppen. Kreisleitung Wetterau der NSDAP. Trocken-SkikmsuS und Skifilmvortrag beim Skiklub Gießen. Die vom Skiklub Gießen in den letzten Wochen in der Reithalle am Brandplatz durchgeführten Trockenskikurse erfreuen sich sehr starker Beteiligung. Das traditionell, am Ende jeden Kursabends gesprochene Skigebet hat bereits den Erfolg, daß im Vogelsberg 25 Zentimeter Neuschnee gefallen find. Falls die Witterung anhält, werden am kommenden Sonntag die Skiautobuffe des Skiklub Gießen zum Hoherodskopf fahren. Arn kommenden Montag wird im Kunstwifjenschaftlichen Institut ein Skifilm vorgeführt, der in einer großen Ueberschau die Skisport-Ereignisse des Jahres 1936, Fiskämpfe, Deutsche Meisterschaften und Olympische Spiele wiedergeben wied. (Man beachte die heutige Anzeige.) Fußball: Universität Marburg gegen Universität Gießen 10:0. In einem weiteren Gruppenspiel um die Deutsche Hochschul-Meisterschaft im Fußball standen sich in Marburg die Mannschaften der Universität Gießen und der Universität Marburg gegenüber. Die Mannschaft der Universität Gießen verlor über Erwarten eindeutig mit 10:0 Toren. In der ersten Halbzeit leistete die Elf noch einigermaßen Widerstand und hielt das Halbzeit-Ergebnis bei 3:0 Toren. Kleine Strafkammer Gießen. Die 27jährige Ehefrau Th. K. war wegen Betrugs vorn Amtsgericht Büdingen zu sechs Wochen Gefängnis verurteilt worden. Sie war zusammen mit ihrem Ehemann von Ort zu Ort gezogen und lebte von dem Verkauf selbstoerfer- tigter Postkarten. Sie hatten sich bei verschiedenen Leuten eingemietet, waren aber dann, nachdem sie gewöhnlich für die ersten Tage die Miete befahlt hatten, plötzlich spurlos verschwunden, um die Miete und auch kleinere Darlehen schuldig zu bleiben. Während der Mann das Urteil angenommen hatte, legte die Frau Berufung ein. Sie behauptete, von der ganzen Sache nichts gewußt zu haben. Das Gericht konnte ihr jedoch keinen Glauben schenken und verwarf ihre Berufung. Außerdem wurde sie jo- fort in Haft genommen, da sie ohne festen Wohnsitz ist. Der Karl Mann II. aus Lißberg und der Karl Ruhl aus Schwickartshausen waren wegen Beleidigung vom Amtsgericht Ortenberg zu Gefängnisstrafen von einem Monat bzw. zwei Wochen verurteilt worden. Mann hatte eine Amtsperson wider besseres Wissen verleumderisch beleidigt und Ruhl hatte die gleiche Beleidigung in einem Brief an den betreffenden Beamten ausgesprochen. Beide hatten gegen das Urteil Be- Was fttü das Dvaatpaav wSafchl [] Möbel das Heim © von Möbelfabrik Karl Hahn Löberstr. 17 Couches Sessel von Matratzen polsterwerkstaiie AWehrheim Löberstraßei? Für die Reife den praktifchen Koffer le; für„sie“: die schöne Handtasche, Einkaufstasche oder Basttasche, für „ihn“: die praktische Berufstasche, Aktentasche, Brieftasche, oder Geldbörse. Alle Lederwaren wählen Sie günstig vom Fachmann Leder-Röhrig, Gießen Neustadt 43 Das Bett Zhr bester Freund in gesunden und kranken Tagen Modems Bettstellen Matratzen Federbetten Steppdecken und Kolter kaufen Sie immer gut imFachgeschäst GEBR. 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Weitere Maßnahmen zur Regelung des Arbeitseinsatzes HZ. sammelt Slicheckem! Hitler-Jugend Bann 116 Gießen. Die Hiller-Jugend hat bereits mit großem Erfolg bie Altmaterialsammlungen durchgeführt. 3m Bestreben, weiterhin ihren Teil am Bierjahres- elan beizutragen, finden nunmehr Bucheckern- uommlungen statt. Aus diesem Grunde haben sämtliche Gefolgschaften tcs Bannes 116 am Sonntag, 6. Dezember, Dienst, um die Bucheckern z u sammeln und einzu- bringen. Ort uhd Zeit sehen die Gefolgschaftsführer nach Stelen. ‘ wegen & sechs De, Sie ae selbstvch, verschiede^ nachdem Hiete bech um die ZU bleibe Minen har lauptete, u )en. Das s schenken i mrbe fiei festen Wohs> dun gntan^' MitlhreD enSie^ stellung der Arbeitskräfte und des Bedarfs an Bau» stoffen für staats-und wirtschaftspolitisch bedeutsame Bauvorhaben vom 7. November 1936 viel weitgehendere und umfassendere Vorschriften enthalt. Infolgedessen ist die Anordnung vom 26. Juni 1936 aufgehoben worden. 5. Der Austaus ch jüngerer gegen ältere Arbeitskräfte auf Grund der Anordnung über die Verteisirng von Arbeitskräften vom 28. August 1934 sollte dem Zweck dieser Vorschrift entsprechend nicht zur Dauereinrichtung werden, um eine unnötige Beunruhigung der Betriebsgefolgschaften zu vermeiden. Infolgedessen ist von der Möglichkeit eines zwangsweisen Arbeitsplatzaus- tauschs schon seit langem praktisch kein Gebrauch mehr gemacht worden. Der Präsident der Reichs- anstatt hat sich nunmehr entschlossen, die diesbezüglichen Vorschriften der Anordnung über die Verteilung von Arbeitskräften vom 28. August 1934 mit Wirkung vom 1. Dezember 1936 außer Kraft zu setzen. M iruf®87 [oiier ndtascbe, asttascbe, ie Berufs- ieftascbe, e. rählen Sie in W «5; Straßenseite geschleudert und war auf der Stelle t o t. Sein Pferd wurde ebenfalls getötet und das Fuhrwerk gänzlich zertrümmert. Der Kraftwagen blieb unverletzt. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. Das Fuhrwerk war beleuchtet, der Kraftwagen uhr mit avgeblendetem Licht. Dezember-Gewitter im Westerwald. Blitz tötet zwei Kühe im Stall. LPD. Limburg, (Lahn), 3. Dez. Während eines heftigen Gewitters schlug in Meudt der Blitz in eine Wirtschaft ein und zündete. Er richtete allerlei Zerstörungen im Haus an, nahm Die vor kurzem erlassenen sechs Anordnungen des Ministerpräsidenten Generaloberst Göring zur Regelung des Arbeitseinsatzes im Rahmen des Vierjahresplans haben dem Präsidenten der Reichsanstalt Anlaß zur Prüfung gegeben, ob und inwieweit ein sachliches Bedürfnis zu Aenderungen der bereits früher erlassenen Vorschriften auf diesem Gebiet gegeben ist. Diese Prüfung t)at dazu geführt, daß der Präsident der Reichsanstalt unter dem 27. November 1936 eine Reihe von Aende- rungs - bzw. Aufhebungsanordnungen älterer Vorschriften erlassen hat. Sie sind in Nr. 278 des Reichsanzeigers und Preußischen Staatsanzeigers vom 28. November 1936 verkündet worden und treten sämtlich am 1. Dezember 1936 in Kraft. Die fünf Anordnungen befassen sich mit folgenden Sachgebieten: 1. Mit Rücksicht auf die zweite Anordnung zur Durchführung des Vierjahresplans über die Sicherstellung des Bedarfs an Metallarbeitern für staats- und wirtschaftspolitisch bedeutsame Aufträge der Eisen- und Metallwirtschaft vom 7. November 1936 erschien es dringend erforderlich, den Personenkreis der früheren Anordnung über den Arbeitseinsatz von gelernten Metallarbeitern vom 29. Dezember 1934 dem Personenkreis der neuen Anordnung anzugleichen. Dies ist geschehen. Infolgedessen unterliegen künftig der Anordnung über den Arbeitseinsatz von Metallarbeitern vom 29. Dezember 1934 nicht nur die Facharbeiter, die eine ordnungsmäßige Ausbildung als Fachkräfte des Eisen- und Metallgewerbes abgeschlossen haben, sondern auch sonstige Personen, die nach den Eintragungen im Arbeitsbuch als gelernte oder angelernte Berufsangehörige des Eifen- unb Metallgewerbes anzusehen sind. 2. Die Sicher stellung des Kräftebedarfs der Landwirtschaft hatte Anlaß gegeben, mit Hilfe von Sondervorschriften eine Beschränkung des Einsatzes landwirtschaftlicher Arbeitskräfte in nichtlandwirtschaftlichen Betrieben und Berufen vorzunehmen. So notwendig seinerzeit diese Vorschriften waren, so haben sich doch im Laufe der Zeit ungünstige Nebenwirkungen dieser Vorschriften nach der Richtung hin bemerkbar gemacht, daß die Neigung zur Aufnahme einer landwirtschaftlichen Beschäftigung beeinträchtigt wird. Aus diesem Grunde sind sowohl die Anordnung über die Beschränkung des Einsatzes landwirtschaftlicher Arbeitskräfte in nichtlandwirtschaftlichen Betrieben und Berufen vom 17. Mai 1934 als auch die Anordnung zum Gesetz zur Befriedigung des Bedarfs der Landwirtschaft an Arbeitskräften vom 'N 5U «liAt m e6t" k fe°! N di, 5 «W) i’burg 10:0. di° Nil "dm ti|, enuber. jj *or über k M-> 8k, 'ms bei rufung eingelegt, die gestern vor der Strafkammer verhandelt wurde. Das Gericht kam hinsichtlich der Schuld der Angeklagten zu der gleichen Ueberzeu- qung, wie der Vorderrichter. Es erhöhte indessen die Strafe gegen Mann auf vier Monate (Gefängnis, da, wie der Vorsitzende in der Urteils- Begründung ausführte, die Ehre jedes Dolksgenof- en nach dem neuen Strafrecht ganz besonders ge- chützt werden muß, anderseits der Angeklagte bereits erheblich, auch einschlägig, vorbestraft ist. Der Angeklagte Ruhl kam dagegen, da es sich bei ihm im eine einfache Beleidigung handelte, mit einer Selbftrafe von 40 RM. davon. Schöffengericht Gießen. Der Fahrer eines Lastkraftwagens, Schr. aus Lügde, der in der jüngsten Schöffengerichtsverhand- ung (Gießener Anzeiger vom 3. Dezember) wegen ahrlüssiger Tötung verurteilt worden war, erhielt, tute uns berichtigend mitgeteilt wird, nicht drei, andern fünf Monate Gefängnis. feinen Weg durch den Hof, wo er das Pflaster aufriß und erschlug im Stall des Anwesens eine Kuh und ein Rind, die gegen einen Eisenständer gelagert waren. Der Brand konnte schnell gelöscht werden. Im Gefolge des Unwetters fielen auf dem Westerwald bis zu 40 Zentimeter Schnee, der den Autoverkehr stellenweise für Stunden hemmte. Auch zahlreiche Licht- und Fernsprechleitungen wurden zerstört und im Baumbestand Schaden angerichtet. Durch den fast unaufhörlichen Regen führen die Bäche bereits Hochwasser,, so daß die Lahn eben- falls in starkem Steigen begriffen und die Schifffahrt in Frage gestellt ist. 3. Mit Rücksicht auf die günstige Entwicklung des Arbeitseinsatzes im bisherigen Sperrgebiet Bremen und Umgebung ist die Anordnung über die Regelung des Arbeitseinsatzes im bremischen Staatsgebiet, in den Städten Delmenhorst, Nordenham (Oldenburg) und Wesermünde und in den umliegenden Gemeinden vom 30. August 1934 mit Wirkung vom 1. Dezember 1936 außer Kraft ge- setzt. Es bestehen demnach künftig nur noch zwei Sperrgebiete, nämlich Groß-Berlin und Hamburg. 4. Die frühere Anordnung über die Anzeige des Bedarfs an Arbeitskräften bei Durchführung öffentlicher Bauarbeiten vom 26. Juni 1936 ist entbehrlich geworden, weil die vierte Anordnung zur Durchführung des Dierjahresplanes über die bcher- Laßt die Anwartschaft in der Angestelltenversicherung nicht verfallen! Wer den Anspruch auf spätere Leistungen der Angestelltenversicherung nicht gefährden oder verlieren will, muß die Anwartschaftsbestimmungen beachten. Die Anwartschaft ist für die Zeit vom 1. Januar 1934 an erhalten, wenn nach dem Schlüsse des Kalenderjahres, in dem der erste Beitrag entrichtet worden ist, bis zum Beginn des Kalenderjahres, in dem der Versicherungsfall eintritt, jährlich mindestens 6 Beitragsmonate zurückgelegt worden sind. Als Beitragsmonate für die Erhaltung der Anwartschaft gelten auch sogenannte Ersatzzeiten. Solche sind z. B. Zeiten feit dem 1. April 1933, für die der Versicherte als Arbeitsloser versicherungs- mäßige Arbeitslosenunterstützung ober Krisenunterstützung erhalten hat, oder aus der öffentlichen Fürsorge unterstützt worden ist, oder Zeiten seit dem 1. April 1933, für die für den arbeitslosen Versicherten- der selbst keine Unterstützung erhält, ein Zuschlag zur Unterstützung eines anderen Arbeitslosen ober Hilfsbedürftigen gewährt worden ist. Der Versicherte tut gut daran, wenn er bis zum Schlüsse jeden Jahres dafür sorgt, daß den Anwartschaftsbestimmungen Rechnung getragen ist; denn die Anwartschaft erlischt zunächst, wenn die erforderlichen Anwartschaftsmonate nicht vorhanden sind. Die erloschene Anwartschaft lebt allerdings wieder auf, wenn der Versicherte die zur Eichattung der Anwartschaft noch erforderlichen freiwilligen Beiträge innerhalb der zwei Kalenderjahre nachentrichtet, die dem Kalenderjahre der Fälligkeit der Beitrage folgen. Für ein Jahr zurück können freiwillige Beiträge für jeden Monat entrichtet werben. Der Versicherte kann also bis zum 31. Dezember 1936 a) für jeden Monat des Jahres 1936 freiwillige Beiträge entrichten; b) etwa noch fehlende Anwartschaftsbeiträge für 1934 nachentrichten. Die Nachentrichtung fehlender Anwartschaftsbeiträge für 1935 ist noch bis zum 31. Dezember 1937, für 1936 noch bis zum 31. Dezember 1938 zulässig. Es ist indes nicht ratsam, die Entrichtung freiwilliger Beiträge bis zum letzten zulässigen Zeitpunkt hinauszuschieben, da nach Eintritt des Dersicherungs- falles freiwillige Beiträge nicht mehr entrichtet weihen dürfen. Freiwillige Beiträge zur Angestelltenversicherung sind in der dem jeweiligen Einkommen entsprechenden Gehaltsklasse zu entrichten. Wer kein Einkommen hat oder derjenige, dessen Monatseinkommen 50.— RM. nicht Übersteigt, muß die freiwilligen Beiträge mindestens in der Gehaltsklasse B (4.— RM.) zahlen. Unter Einkommen ist das tatsächliche Gesamteinkommen zu verstehen. Weitere Auskünfte können, wie bisher, bei dem in Sachen der Angestelltenversicherung für Hessen zuständigen Dersicherungsamt beim Kreisamt Darmstadt eingeholt werden. Ein zweifelhafierWeg desGichfindens. LPD. Dillenburg, 3. Dez. Dieser Tage gab ein Herr in einer hiesigen Zeitung eine Anzeige auf, in der zu lesen stand, daß er jeden gerichtlich belangen würde, der über Fräulein X. aus Dillen- ourg und über ihn üble Nachreden führen würde. Nie sich nachträglich herausstellte, wollte der Inserent auf Grund der Auseinandersetzungen, die durch diese Anzeige unausbleiblich hervorgerufen werden mußten, mit der betreffenden Dame, die ihn nicht kannte und die auch er nicht kannte, persönliche Beziehungen anknüpfen, um ihr später einen Heiratsantraa zu machen. Die Dame fühlte sich jedoch durch dieses Manöver des ihr unbekannten Heiratskandidaten kompromittiert und machte die Polizei auf den Inserenten aufmerksam. Zweifellos hätte sich der Heiratslustige den Korb einfacher und billiger holen können. Zusammenstoß zwischen Fuhrwerk und Kraftwagen. Der Fuhrmann und fein Pferd gelötet. LPD. Groß-Gerau, 3. Dez. Donnerstag abend ereignete sich auf der Landstraße Nauheim— Sroß-Gerau ein schweres Verkehrsunglück. Der 34 Jahre alte Händler Philipp Schmuck aus Groß- 3erau war mit seinem Fuhrwerk auf der Heimfahrt begriffen, als er von einem holländischen Personenkraftwagen von hintenangefahren avurde. Schmuck, der auf der rechten Straßenseite fuhr, wurde durch den Zusammenprall auf die linke 29. März 1935 auf geh oben worden. Dienststellen der Reichsanstall sind gleichzeitig gewiesen worden, ihre Bemühungen, der Landwirt- chaft Arbeitskräfte in ausreichender Zahl zuzuführen, soweit wie möglich zu verstärken. willkommene Geschenke für Beruf u. Haus Kittel, neue mod. Formen, sehr elegant 6.50 Spezialfenster, Markt 16 Frdr. 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