Nr. 20? Erstes Blatt Aettag, 4. September 1936 groniturtam niainnGss^Pruajiit^Derlag: Srvhl'sche Univerfitätz-Vuch- und Steindruckerei R.Lange in Gießen.Schriftieitung und Geschäftsstelle: Schuistrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8l/,UI)r des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh. Dereinbg.25"/„ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf, Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts-u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Erscheint täglich, autzer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gietzener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mil 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 225] Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: 186. Ww Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Die Schlacht um Jrun. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Oyorzun Enderlazo L^Behobia Marciüi^\^\\ ^rlRUN Renteno kurzem Infanterie- und Maschinengewehrfeuer waren die roten Verteidiger zurückgeworfen, die in wilder Flucht sich über die internationale Brücke bei hendaye auf französisches Gebiet zu retten suchten. * Die Streitkräfte General Molas standen kurz nach 8 Uhr vormittag unmittelbar vor der internationalen Brücke bei Hendaye. Einige Rote versuchen dort noch einen letzten verzweifelten Wider st and zu leisten. Die Brücke liegt im M a - schinengewehrfeuer der Nationalisten, so daß der Zustrom der Flüchtlinge, die in den Morgenstungen des Freitag noch zu vielen Hunderten eintrafen, plötzlich a b q e st 0 p p t ist. Aber nicht nur Frauen, Kinder und Kampfunfähige haben heute morgen das sichere französische Gebiet aufgesucht. Auch Hunderte von Angehörigen der roten Miliz haben sich in wilder Flucht über den Grenzfluß in Sicherheit gebracht, wobei sie zum Teil Lastkraftwagen und Raupenschlepper, die noch die roten Fahnen tragen, benutzen. Die roten Flüchtlinge werden auf der französischen Seite der Brücke von Gendarmerie sorgfältig aufMunition und Waffen untersucht, und dann in Kolonnen zum Abtransport bereitgestellt. Auf den Gesichtern der Roten malt sich Panikund Schrecken. Bon den stolzen Kämpfern Moskaus, die „lieber sterben wollten, als die unbesiegte Stadt Jrun in die Hände der Weißen fallen zu lassen", ist nicht mehr viel übrig geblieben, als ein trauriger Haufen verängstigter Menschen. An der Brücke und vor dem Bahnhof in Hendaye herrscht eine unbeschreibliche Aufregung. Ein starker Regen macht das ganze Bild noch trostloser. Die Flüchtlinge sitzen auf ihren Decken und Kleiderballen im Freien, da in der Gegend am Bahnhof für sie nicht Obdach genug vorhanden ist. Anarchie in Madrid. Die rpte Tscheka an der Arbeit. London, 4. Sept. (DNB. Funkspruch.) Eine hochgestellte spanische Persönlichkeit, die vor wem- gen Tagen aus Madrid e n t k o m m e n is, - richtete der „Daily Mail", die Kommunisten und Anarchisten hätten jetzt eine derartige Macht IN den Händen, daß die Exterritorialität der aus- ländischen Botschaften n i ch t m e h r re sp e ktIert werde. V°- wenigen Tagen fei der r°t° Mob ,n die venezolanische Gesandtfchaf /ingebrochen und habe vier Flüchtlinge mit Sem । ' führt. Rote Tribunale, die sich nach so »I :uffi- \&em Vorbild Tschekas" nennen und 6ie in L wlnigen noch nicht durch Feuer zechor en / ; r ch e n ihre Sitzungen abhielten, hatten eine „eu? Panik unter der Bevölkerung hervorgerufen. Die Männer und Frauen wurden rn der Nacht aus ihren chdufern ge -hleppt und nach einem Scheinverfahren s o ^^^ung ö; ft«. S» * i ««7, h richtet worden, weil er eine Korn Navoleon roten Armee mit b(m Mortem könnte einen solchen Krieg nicht gewinnen avg »"Berichterstatter der »Time^meldet,^d°^die anarchistischen Verbände in ad suchungen Geld und Schm" Ahmten", um lebe Quittung „b e f dj 1 rfShunasaftion „Sofie dar kommunistischen Unterstützung coro Rojo" zuzuleiten. In oer Jrun in den Händen der Rationalisten. Oie roten Verteidiger suchen sich in wilder Flucht auf französisches Gebiet zu retten. welchem Maße Krauß sich nicht nur sein künstlerisches Programm und sein Ensemble zu bilden, sondern auch ein Publikum sich zu schaffen versteht, das mit Begeisterung und persönlicher Zuneigung seinen Intentionen^ folgt. Jronf vor 3run,4. Sept (DRV. Funkfpruch Dom Sonderberichterstatter des DRV.) Am Freitag früh um 7 Uhr ist es den Truppen General Motas gelungen, die heiß umkämpfle Stadt Irun zu erobern. Unter Ausnutzung des unsichtigen Wetters konnten die nationalistischen Streitkräfte überraschend aus den etwa 800 Meter vor der Stadt gelegenen Stellungen vorbrechen. Rach Zweigniederlassung der französischen Bank „C r e d i t Lyonnais" hätten sie Juwelen, Goldbarren, Goldmünzen, Bons und Banknoten im Werte von 300 Millionen Peseten gestohlen. Einem Juwelier seien 100 000 Pe- ten an Geld, Juwelen und wertvolle Uhren abgenommen worden. Italienischer Arbeiter in Barcelona ermordet. Ro m, 3. Sept. (DNB.) „Giornale d'Jtalia" meldet, daß in Barcelona ein italienischer Arbeiter, Vater von sieben Kindern, e r m 0 r - d e t wurde. Er ist der s e ch st e Italiener, der als Opfer der spanischen Marxisten fällt. Weil er in seiner Wohnung religiöse Bilder hatte. Der italienische Generalkonsul in Barcelona hat energisch Verwahrung eingelegt. Der 10 000-Tonnen-Kreuzer „P 0 l a" ist von Gaeta nach Barcelona zur Verstärkung der in den dortigen Gewässern stehenden italienischen Kriegsschiffe in See gegangen. Die italienische Botschaft in Madrid, ist nach Alicante verlegt worden. Begründet wird diese Maßnahme mit dem mangelhaften Schutz durch eine Regierung, die keine Autorität mehr besitzt. Weiter wird erklärt, daß die italienische Regierung trotz des neuen „grausamen Mordes" vörerst keinen Antrag auf Sühnegeld stellen werde, da mit der „aktionsunfähigen" Madrider Regierung Verhandlungen darüber nutz- l 0 s wären. Die MWen bereiten die Räumung Malagas vor Kommunistische Führer suchen sich in Gibraltar in Sicherheit zu bringen. London, 4. Sept. (DNB. Funkspruch.) Wie Reuter aus Gibraltar meldet, stehen die Flugplatzanlagen in Malaga immer noch in Flammen. Kriegsschiffe der marxistischen Regierung sind durch die schweren Bombenangriffe gezwungen worden, den Hafen von Malaga zu verlassen. Zum ersten Male seit Beginn des Bürgerkrieges war kein marxistisches Kriegsschiff in der Meerenge von Gibraltar zu sehen. „Daily Telegraph" meldet, die anhaltenden Bombenangriffe der Nationalisten hätten eine derartige Panik hervorgerufen, daß die freiwilligen Regierungsstreitkräfte den einzigen Wunsch hätten, sich sobald wie möglich aus dem Staube zu machen. Die roten Behörden von Malaga hätten in Gibraltar angefragt, ob die britischen Behörden eine Anzahl Flüchtlinge aufnehmen können, falls die Stadt geräumt werde. Es bestehe jedoch nicht die gering ft e Aussicht, daß man in Gibraltar auf diesen Vorschlag eingehen werde, da es b e- reite von Flüchtlingen überfüllt fei. Es handele sich bei der Anfrage im übrigen weniger um den Wunsch, die Bevölkerung Malagas in Sicherheit zu bringen, als um die Absicht der kommunistischen Regierung in Malaga, sich noch rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Wahrscheinlich seien es Persönlichkeiten, die für die Massenhinrichtungen verantwort- l i ch seien und befürchten, von der Bevölkerung angezeigt zu werden, wenn die Nationalisten die Stadt eroberten. Auch die Ausschüsse auf den Regierungskriegsschiffen hätten den Wunsch, sich m Gibraltar in Sicherheit zu bringen. 1 - Eine seltene Aufnahme nationalistischer Stellungen an der G u a d a r r a m a - F r 0 n t in der Nähe von Madrid. — (Associated-Preß.) berliner Slaalsopemdirektor Siemens Krauß an die Bayerische Siaalsoper berufen. München» 3. Sept (DRV.) Der Leiter der Obersten Theaterbehörde in Bayern gibt bekannt: „Gauleiter Staatsminister Adolf Wagner hat im Einvernehmen mit Ministerpräsident Göring und Reichsminister Dr. Goebbels den Berliner Staatsoperndirektor Clemens Krauß als künstlerischen Leiter der Bayerischen Staatsoper berufen. Der Führer hat Clemens Krauß zum künftigen künstlerischen Leiter des neuen großen Opernhauses in München, dessen Bau beschlossen ist, aus- ersehen. Er erhält den Sonderauftrag, bis zur Fertigstellung des Theaterbaues ein Opernenfemble zu schaffen, das in der Gestaltung der Aufführungen jenen Grad der Vollkommenheit erreichen soll, der der idealen Bestimmung des neuen Hauses gerecht zu werden vermag. Clemens Krauß tritt fein Amt als bayerischer Staatsopern- und Generalmusikdirektor am 1. Januar 1937 an.“ Clemens Krauß wurde 1893 in Wien geboten. Er entstammt einer alten Wiener Familie. Seme Mutter war als dramatische Sängerin in Wien erfolgreich tätig. Krauß kam schon mit neun Jahren als Sängerknabe in die Hofburgkapelle, absowierte das Wiener Konservatorium und hatte als Neunzehnjähriger seine erste Stellung am Brunner Stadttheater. Dann ging er als zweiter Kapellmeister an das Deutsche Theater nach Riga, war 1915/16 Kapellmeister am Nürnberger S adttheater und 1916/21 Opernchef in Stettin 1921/22 wirkte Krauß in Graz als Leiter der Sinfomekonzerte. 1922 wurde er Dirigent an der Wiener Staatsoper. 1924 folgte er einem Rufe nach Frankfurt am Main, wo er durch vier Jahre Intendant des Opernhauses und Leiter der Museumskonzerte war. 1928 wurde er als Operndirektor an die Wiener Staatsoper berufen. 1930 wählten ihn die Wiener Philharmoniker auch zu ihrem ständigen Dirigenten, 1934 nahm Clemens Krauß den Ruf als Operndirektor an die Berliner Staatsoper als Nachfolger Furtwänglers an, wo er bis jetzt wirkte. Der hier in großen Zügen ausgezeichnete bisherige Weg des Generalmusikdirektors Clemens Krauß ist ein Weg stetigen Erfolges und des Aufstiegs zu den bedeutendsten Stellen gewesen, die das deutsche Musikwesen zu vergeben hat. Wenn Krauß jetzt vom Führer zum maßgebenden künstlerischen Leiter der bayerischen Staatsoper in München bestimmt worden ist, so wurde damit ein Musiker aus einen der verantwortungsvollsten, repräsentativsten und einflußreichsten Posten innerhalb des deutschen Musiklebens berufen, ein Mann, den vererbte Begabung und angeborenes Temperament zu einer ausgeprägten Musikerpersönlichkeit stempeln. Seine Initiative und sein künstlerischer Impuls haben bisher — in Frankfurt, wie in feiner Heimatstadt Wien und zuletzt in Berlin — den von ihm geleiteten Instituten ihr eigentümliches Gesicht gegeben: nicht allein durch seine persönliche künstlerische Haltung als Opernchef und Orchesterleiter, sondern auch in der Auswahl und Zusammensetzung seines Ensembles. Clemens Krauß ist zweifelsohne der Mann, der solche Eigenschaften auch auf dem ihm soeben übertragenen neuen Posten eindrucksvoll bewähren wird. — Wer sich seines Abschieds von Frankfurt im Jahre 1928 erinnert, weiß, in Lloyd George. Unter den zeitgenössischen Staatsmännern Englands nimmt Lloyd George, der Feuerkopf von Carnarvon eine besondere Stellung ein. Er war der Staatsmann, der für England den großen Krieg gewonnen hat, denn ohne seine Findigkeit, ohne seine Tatkraft und ohne feine geistige und seelische Energie wäre es für England schwer gewor- Der ehemalige Minsterpräsident Lloyd George, der am Mittwoch seine Deutschlandreise in Begleitung seines Sohnes und seiner Tochter sowie mehrerer Herren aus feiner Umgebung angetreten hat, traf, aus Rotterdam kommend, im Münchener Hauptbahnhof ein. (Presfe-Bild-Zentrale-M.) den, die politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Kräfte auf den Weg zu bringen, ohne deren rücksichtslosen Einsatz kein Sieg möglich war. Dabei war Lloyd George niemals Gesinnungs- oder gar Parteigenosse der Diehards gewesen, sondern hatte seine politische und parlamentarische Laufbahn in der Gefolgschaft von Roseberry und Cambell-Bannermann begonnen, also jener Führer der Whigs, die nicht mehr unbedingt auf die alten Parteitafeln schworen. Lloyd George hatte schon mit 21 Jahren den Beruf des Rechtsanwalts ergriffen, war mit 27 Jahren in Carnarvon zum Mitglied des Unterhauses gewählt worden. Wirtschaftliche und soziale Fragen waren es, die der junge Politiker bearbeitete, vor ollem in dem Sinne, daß er sich gründlich mit den soziologischen Zusammenhängen beschäftigte. Das Ergebnis dieser Untersuchungen hatte Lloyd George in Schriften niedergelegt, die zum Teil auch, wie „Bessere Zeiten", ins Deutsche übersetzt worden sind. Gerade die „Besseren Zeiten" kennzeichnen den Menschen und den Politiker Lloyd George, der nicht nur im Unterbewußtsein ein Verständnis dafür hat, daß der soziale und wirtschaftliche Aufbau der Gesellschaft im Umbruch begriffen war. Lloyd George wurde 1905 Präsident des Handelsamtes, wenige Jahre später Finanzminister, der er auch noch war, als 1914 England in den Großen Krieg „hineinschlidderte". In diesem Großen Kriege war es wieder Lloyd George, der nacheinander schließlich auch gemein - fam die für jede Kriegführung wichtigsten Aemter verwaltete. Er wurde M u n i t i 0 n 5 m i n i ft e r, als es für England eine Frage von Sein oder Nichtsein wurde, das Material für die Kriegführung zu beschaffen: er wurde Ackerbaumini st er, als England 1917 infolge der Mißernten in den Weizenländern dazu übergehen mußte, aus Wiesen und Weiden wieder Aecker zu machen. Lloyd George war es, der das Wort von den silbernen Kugeln erfand, die den Krieg entscheiden würden, wie es auch Lloyd George war, der immer wieder Mittel und Wege fand, um die „Silbernen Kugeln" heranzuschaffen. Wie trotz alledem die Kriegswaage hin und her schwankte, das beweist überzeugend die Tatsache, daß der 9. November 1918 von dem englischen Volke besonders aber von der Bevölkerung Londons mit einem wilden Aufschrei nach langer Erstarrung begrüßt wurde, weil bis zu diesem 9. November 1918 aus das englische Volk mit Zweifel über den Ausgang des Krieges belastet war. Lloyd George war es, der für England d i e Verhandlungen in Versailles führte, der aber gerade bei diesen Verhandlungen sich gegen den verbohrten Haß Clemenceaus sowie gegen die Starrköpfigkeit und den Deutschland-Haß des Präsidenten Wilson nicht durchsetzen konnte. Lloyd George war als Finanz- und Wirtschaftspol'tiker viel zu geschult, um nicht deutlich und rechtzeitig zu erkennen, daß die Versailler Verträge nicht endliche Befriedung, sondern neue Unruhe und neuen Krieg schassen würden. Dabei mag auch Erlangen, 3. Sept. (DNB.) Donnerstag eröffnete Gauleiter Bohle die 4. Reichstagung der Ausländsdeutschen, zu der gegen 5000 Ausländsdeutsche aus aller Welt gekommen find. Oberbürgermeister Groß erinnerte in feiner Begrüßungsansprache an das für Erlangen geschichtliche Ereignis der Hugenotteneinwanderung vor 250 Jahren. Er gab dann bekannt, daß die Stadt zu Ehren des von jüdischer Mörderhand in der Schweiz gefallenen Parteigenossen G u st - loff eine Straße nach diesem Kämpfer der Bewegung benannt habe. Gauleiter Bohle dankte dem Oberbürgermeister. Erlangen sei für die Auslandsorganisation das Tor zur Stadt der Reichsparteitage. In Zukunft werden sich die Ausländsdeutschen und die deutschen Seefahrer alljährlich gelegentlich des Parteitages in Erlangen treffen. Gauleiter Bohle würdigte das leidenschaftliche Bekenntnis des Auslandsdeutschtums zum Nationalsozialismus und zum Dritten Reich. Alle Versuche, das Auslandsdeutschtum von der wiedererstarkten Heimat abzudrängen, hätten keinen Erfolg haben können. Verleumdungen und Hetzereien vermochten nicht, die Deutschen draußen von ihrem Glauben abzubringen. So sei es gekommen, daß man sogar glaubte, im Meuchelmord das letzte Mittel gefunden zu haben. Gauleiter Bohle erinnerte hierbei an den Opfertod des Landesgruppenleiters Wilhelm G u st l o f f und an die Ermordung der sieben Deutschen durch spanische Bolschewisten. Ihnen zu Ehren erklang bann das Lied vom guten Kameraden. Die Arbeit der NSDAP, im Ausland sei nur darauf gerichtet, auch unter den draußen lebenden Deutschen die Volksgemeinschaft aufzurichten, die das deutsche Volk stark und frei gemacht habe. Die neue Zeit erfordere deutsche Menschen, die in ihrer Zugehörigkeit zur Nation den Sinn ihres Lebens sehen und den Willen haben, sich für diese Nation einzusetzen. 4.Neichstagung der Ausländsdeutschen in Erlangen. Gauleiter Bohle hat an den Führer folgendes Telegramm gerichtet: Die in Erlangen zur 4. Reichstagung der Ausländsdeutschen versammelten 5000 Parteigenossen und Parteigenossinnen der Auslandorganisation, Auslanddeutschen und Seefahrer möchten Ihnen in einer machtvollen Kundgebung zeigen, wie sehr die Grnudsätze sozialistischer Volksgemeinschaft und nationaler Ehre über die Grenzen des Reiches hinaus in deutschen Herzen verankert sind. Sie sind mit mir und meinen Mitarbeitern einmütig entschlossen, Ihr Werk, mein Führer, das Dritte Reich, wo es auch sei in der Welt, als treue Deutsche und tapfere Nationalsozialisten zu vertreten. Alle geloben für Sie und Ihr Werk höchsten Einsatz und größte Opfer. Heil, mein Führer. — Auch an den Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, die Gattin des ermordeten Landesgruppenleiters G u st l o f f und an Oberbürgermeister Dr. Strölin (Stuttgart) hat Gauleiter Bohle Telegramme gesandt. Im Redoutensaal waren die Politischen Leiter der Auslandorganisation der NSDAP, versammelt. Gauleiter Bohle wies darauf hin, daß die Auslandorganisation die dynamische Kraft fei, die frische Luft in das Auslanddeutschtum einpumpe. Gekämpft hätten die Auslanddeutschen immer, aber dieses Jahr sei das erste, in dem der Kampf durch die Ermordung von Parteigenossen seinen sichtbaren Ausdruck fand. Gauleiter Bohle wies dann auf den Korpsgeist der Auslandorganisation hin. So wie die Politischen Leiter getreulich zur Auslandorganisation ständen, so sollten sie auch die Treue untereinander bewahren. Wie jedes Jahr eine Reichstagung der Ausländsdeutschen, so solle auch einTagderSeefahrt jährlich stattfinden. Dem Dank der Parteigenossen gaben der Landesgruppenleiter von Großbritannien und Irland, Bene, sowie der Auslandkommissar der Auslandorganisation für die südamerikanischen Staaten, Koehn, Ausdruck, die ihrem Guleiter im Namen der Politischen Leiter der Auslandorganisation treue Gefolgschaft gelobten. Die Landesgruppenleiter berichten. Am Nachmittag sprach Stabsamtsleiter Ruberg zu den politischen Leitern. Er erwähnte, daß das Auslandsdeutschtum im Jahre 1934/35 an Win - terhilfsaeldern rund 1,125 Millionen RM. und im Jayre 1935/36 1,860 Millionen RM. aufgebracht habe. Er gab bann interessante Einblicke in die Kleinarbeit zum Besten der Ausländsdeutschen. Der Schulungsleiter Schlüssel (Hamburg- Seefahrt), sprach über die Arbeit und den Kampf des deutschen Seemanns für sein Volk. Er stellte fest, baß das Verständnis für die schwere und gefahrvolle Arbeit des Seemanns im ganzen Volke gewachsen sei. Der politische Leiter an Bord sei Vertreter der Deutschen Arbeitsfront und habe im besten Sinne die Menschen an Bord zu führen, ihnen die Pflichten der Gemeinschaft klar zu machen, politisch aufklärend zu wirken, einer den Seemann im Ausland anfallenden Hetzpropaganda wirksam zu begegnen, die Aufgaben der „KdF." zu übernehmen usw., aber darüber hinaus dafür zu sorgen, daß der Seemann auch seine kulturelle Mission im Auslande und im Verkehr mit den Ausländsdeutschen erfüllt. K. H u b l, der Stützpunktleiter in Kitale (Afrika) konnte die erfreuliche Feststellung machen, daß die Partei in Kenya steht. Die Schulung sei auch hier außerordentlich schwierig wegen der riesigen Entfernungen. Die Stimme des Blutes in diesen Menschen, die meistens schon Bürger des Gastvolkes geworden find, immer stärker zum Erklingen zu bringen und ihnen wieder klar zu machen, daß sie blutsmäßig zu uns gehören, darin müsse eine der größten Aufgaben erblickt werden. Eine weitere Aufgabe sei Aufklärung unter den Gastvölkern, um zu vermeiden, daß noch einmal eine Psychose entstehe wie jene, die zu der Katastrophe von 1914 führte. Der Landesgruppenleiter von China, Pg. Lahr- mann, gab eine Schilderung des Chinadeutschtums, das sich in zähem Kampf emporgearbeitet und durch kaufmännische Redlichkeit die Hochachtung des chine- schen Volkes errungen hat. Seine Umgebung, die Großzügigkeit der chinesischen Landschaft und seine großen Aufgaben im Dienst des deutschen Handels in einem fremden Land habe den Chinadeutschen zwangsläufig zum ausgeprägt Individualisten werden lassen. Daraus fei erklärlich, daß die Bewegung nur langsam dort Boden fassen konnte. Als jedoch im vergangenen Jahr die Erkenntnis von dem, was in Deutschland vorgegangen war, allgemein geworden sei, habe sich das Chinadeutschtum freudig unter das neue Banner gestellt. Wer einmal die HI. in China habe üben sehen, der begreife, welche große Wandbas Urteil seines Beraters, des Volkswirtes I. M. Keynes mitgewirkt haben, der schon 1919 die unheilvollen Folgen der wirtschaftlichen Bedingungen der Friedensverträge voraussagte. Vergessen wir auch nicht, daß es wieder Lloyd George mar, der sich im Oktober 1921 oergeblid) in Genf dagegen wehrte, als der französische Ministerpräsident Briand darauf bestand, Oberschlesien zu zerreißen. Als Lloyd George 1922 als Ministerpräsident zurücktrat, blieb er zunächst zwar der Führer der Liberalen, aber er gab sich wohl selbst keiner Täuschung darüber hin, daß im englischen Parteiwesen eine Wandlung beoorftünbe. Wieder war es Lloyd George, der aus soziologischen Erkenntnissen heraus den Gestaltwandel voraussah, der sich im nationalen und sozialen Bereich der Völker vollziehen würde. Als das neue Deutschland begann, auf dem Wege zur Nation sich von dem Druck freizumachen, den die Versailler Politik auf Deutschland gelegt hatte, war es wieder Lloyd George, der offen und ehrlich zugab, daß die Politik der Sieger in der Nachkriegszeit gegenüber Deutschland nicht offen und ehrlich gewesen sei. Die schändlichen Manöver, die auf den unterschiedlichen Tagungen getrieben wurden, die der Abrüstung dienen sollten, hat Lloyd George ebenso aufgedeckt wie die Widersprüche, die in und mit dem sogenannten Locarnovertrag verbunden waren und sind. In dieser Entwicklung Lloyd Georges ist für den, der sie aufmerksam verfolgt hat, nichts Sprunghaftes, sondern im Gegenteil, es ist eine Folgerichtigkeit darin, wie sie wirklich nur einem Staatsmann von Rang eigen sein kann. Lloyd George will nun das neue Deutschland sehen und kennenlernen, will vor allem an Ort und Stelle ergründen, wie es der Nationalsozialismus fertiggebracht hat, den Arbeitseinsatz zu auszugestalten, daß es eine Arbeitslosigkeit eigentlich nicht mehr gibt. Seitdem Lloyd George Politiker und Staatsmann ist, hat er sozialen Fragen immer eine Aufmerksamkeit geschenkt, die es erklärt, den Geist zu begreifen, der den Nationalsozialismus beseelt. So sehr wir in Lloyd George heute den Wissenden sehen, so ist es gerade dies Wissen, das er mühsam erkämpft und errungen hat. Und von jener Rede im Sommer 1911 zur Zeit des Panther- Sprunges bis zu jener Rede im Unterhause am 27. Juli 1936, in der Lloyd George erklärte, daß er froh sei, daß die deutschen Truppen wieder im Rheinland stünden, — ist gewiß auch zeitlich ein langer Weg. Aber Lloyd George hat ihn zurückgelegt als ein aufrechter Mann, der der Wahrheit die Ehre gibt. Ausländische Diplomaten in Nürnberg als Gäste des Führers auf dem Parteitag. Berlin, 3. Sept. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat auch in diesem Jahre d i e Chefs der ausländischen Missionen in Berlin als seine persönlichen Gäste zur Teilnahme am Reichsparteitag in Nürn- berg ein gelob en. Ihr Erscheinen haben z u - gesagt: die Botschafter der Türkei, von Polen, Japan, Italien, Chile, China und Brasilien; die Gesandten von Schweden, Bolivien, Aegypten, Peru, Rumänien, Argentinien, Griechenland, des Irischen Freistaats, von Finnland, Portugal, Kolumbien, Uruguay, der Union von Südafrika, Kuba, Iran, Irak, Lettland, Afghanistan, Jugoslawien, Ungarn, Nikaragua, der Dominikanischen Republik, sowie die Geschäftsträger von Guatemala, Panama, Ekuador, Bulgarien, Estland, Venezuela, Litauen, Dänemark, der Tschechoslowakei, Mexikos, der Schweiz und von Oesterreich. Den Diplomaten wird ein Schlafwagen- sonderzug zur Verfügung gestellt. In Nürnberg sind verschiedene Ausflüge vorgesehen, u. a. nach Oberbayern. Auf der Reise werden die Diplomaten von dem Chef des Protokolls, Gesandten von Bülow - Schwante, und Legationssekretär von Reichert sowie von einer aus sprachkundigen SS.-Männem bestehenden Mannschaft begleitet werden. Zum Kommandanten des Sonderzuges ist SS.-Brigadeführer Generalmajor a. D. von Massow bestimmt worden, dem Reichshauptstellenleiter von Ihne aus der Privatkanzlei des Führers zugeteilt worden ist. Lahrestagung der katholischen auslandsdeutschen Mission. Frankfurt a. M., 3. Sept. (DNB.) In Frankfurt a. M. fand dieser Tage die Jahres - tagung der katholischen auslandsdeutschen Mission statt, in der unter der Leitung des Reichsverban- des für die katholischen Ausländsdeutschen die aus- landsdeutsche Seelsoraearbeit aller auf diesem Gebiete tätigen katholischen Verbände zusammengefaßt ist. Die Tagung begann mit einer liturgischen Feierstunde im Frankfurter Dom, bei der Staatsrat Bischof Berning, Osnabrück, auf die Grundlagen und Ziele auslandsdeutscher seelsorglicher Arbeit hinwies. Auf dem Begrüßungsabend hieß der Bischof von Limburg, Dr. Hilfnch, die Gäste aus aller Welt herzlich willkommen, vor allem die anwesenden Kirchenfürsten Erzbischof Rodic aus Belgrad, Bischof Dr. Hudal aus Rom, Bischof Taver Geyer, den Leiter der auslandsdeutschen Priesteranstalt in Kloster Banz und den Abt Simon Landesdorfer aus Scheyern. Der Leiter des Reichsverbandes, Konfistorialrat Dr. Scherer begrüßte die Vertreter der Reichsregierung, der Partei, der Stadt Frankfurt und die vielen Mitarbeiter aus dem In- und Ausland. — Geheimrat Dr. Langmann vom Auswärtigen Amt führte aus, daß deutsches Wesen und religiöses Erleben immer in enger Verbindung gestanden haben, und dankte den Trägern der katholischen auslandsdeutschen Mission, die ihre Arbeit im Bewußtsein des Zusammenklangs von Schöpfung und Glauben leisteten, für ihr opfervolles Wirken am deutschen Volkstum. Lebhafter Beifall erhob sich, als der Belgrader Erzbischof Raphael Rodic versprach, den 150 000 katholischen und deutschen Volksgenossen seiner Erzdiözese die muttersprachliche Seelsorge zu gewährleisten. Die Haupttagung wurde eröffnet mit einem Referat des Leiters des Reichsverbandes, Dr. Scherer. Ausschnitte aus der auslandsdeutschen Arbeit gaben der Rektor der Bonifatiusgemeinde in Paris, Franz Stock, und der Direktor der katholischen deutschen Lehreranstalt „Banatia" und Vorsitzende des Banater Bonifatiuswerkes in Te- mesoar, Chrendomherr Josef Ni sch b ach. — Professor Dr. Grentrup, Berlin, gab einen Ueber- blick über den Einsatz der deutschen Orden in der auslandsdeutschen Missionsarbeit. — Der deutsche Seelsorger in Madrid, Msgr. Birkenfeld, der Wochen hindurch Augenzeuge der spanischen Greuel war, berichtete von seinen aufrüttelnden Erlebnissen und fand Worte dankbarer Anerkennung für das Hilfswerk der deutschen Behörden und der Madrider deutschen Botschaft, denen sich Bischof Berning mit warmen Worten anschloß, daß der Nationalsozialismus Deutschland vor diesen bolschewistischen Greueln bewahrt habe. — Anschließend überbrachte der Leiter der römischen Anima, Bischof Dr. Hudal, die Grüße der deutschen Kolonie in Nom. Die Mitgliederversammlung beriet sodann über die Forderung der praktischen Arbeit. (5me deutsche Stadt wird vern'chtet! Die Ueberschrist trifft nicht das Richtige. I m sudetendeutschen Teil der Tschechoslowakei wird nicht eine, hier werden alle deutschen Städte, Dörfer und Siedlungen systematisch vernichtet, wird der deutschstämmige Bürger bis auf den letzten Pfennig ausgeplündert und die Volksgesundheit mit der Absicht untergraben, das Deutschtum zum Aussterben zu bringen. Hier sei aber aus der Summe des Elends im sudetendeutschen Teil nur das Schicksal der Gemeinde Nixdorf herausgegriffen. In dieser Stadt gibt es hauptsächlich Stahlwarenfabriken, daneben ist die B a n d w a r e n i n d u st r i e vertreten. Mühsam kann von den deutschen Unternehmern nur ein kümmerlicher Bruchteil der einstigen Belegschaften durchgeschleppt werden, die übrigen Arbeiter müssen mit ihren Familien hungern und darben. Nichts geschieht, um die deutsche Industrie genau so wie die tschechische in die Lage zu versetzen, exportieren zu können, nichts geschieht, um Staatsau f^räge hierher zu verlegen, um Gelder für den Ausbau des Straßennetzes auszuwerfen, damit die Arbeitslosen Beschäftigung finden können. Man hat nicht einmal Geld, um das Krankenhaus ausbauen zu können. Nixdorf ist wie alle anderen sudetendeutschen Orte und Dörfer dazu verurteilt, langsam einzugehen. Kein Wunder, wenn der Geburtenrückgang auch in dieser Stadt einen katastrophalen Umfang angenommen hat. Gegenüber der Vorkriegszeit zählt Nixdorf heute 1000 Menschen weniger. Und das trotz der tschechischen Einwanderung! Das Weniger geht also zu La st en des Deutschtums! Man braucht sich nur die unterernährten Kinder anzusehen, die blaß und hohlwangig herumlaufen und namentlich in der kühleren Jahreszeit von allen möglichen Krankheiten befallen werden, weil auch noch die wärmende Kleidung fehlt. Wir lesen täglich, wie vertierte Marxisten ihre Volksgenossen bei lebendigem Leibe abschlachten. Hier wird nicht abgeschlachtet, hier wird langsam, ganz langsam dem Deutschtum die Lebenskraft entzogen, damit es sich hinlegt und stirbt. „Tag der 63* in Darmstadt. Mit dem Gebietssportfest der Hitler- Jugend des Gebietes Hessen-Nassau in Darm- stad t am 5. und 6. September wird ein „Ta g b e r Hitler-Jugend" mit einem großen Aufmarsch der HI. und des Jungvolks verbunden. Beim Gebietssportfest stehen sich die Siegerkameradschaften und -Jungenschaften aus den Bannwettkämpfen gegenüber, die in Einzel- und Mannschaftswett- kämpfen um die Bestleistungen im Gebiet kämpfen. Schauvorführungen des Jungvolks umrahmen die Veranstaltung, die eingeleitet wird durch eine große Jugendkundgebung, auf der Stabsführer Lauterbacher spricht. Ein Vorbeimarsch und die Auffüh- führung des „I a h r e s z e i t e n s p i e l s" beschließen den Tag der HI., der einen Einblick in die Jugendarbeit auf sportlichem und kulturellem Gebiet geben soll. Llngarns Nationalfest. 250. Jahrestag der Befreiung von der Türkenherrschaft. Budapest, 2. Sept. (DNB.) Der 250. Jahrestag der Befreiung Ungarns von der Türkenherrschaft wurde in der ungarischen Hauptstadt feierlich Paris, 4. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die Morgenblätter beschäftigen sich mit der Frage, welche Entschlüsse die französische Regierung über die Dienstzeit fassen wird. Dazu schreibt der „Petit Parisien", daß der Kriegsminister seinen Ministerkollegen ganz genau ausgearbeitete Vorschläge unterbreiten werde. Der Kriegsminister fei der Ansicht, wenigstens im Augenblick eine Erhöhung der Ist-Stärke der französischen Armee nicht vorzunehmen, denn das würde eine Verlängerung der Dienstzeit bedeuten. Die Vorschläge Da- ladiers, die in voller Uebereinftimmung mit denen des Ministerpräsidenten, des Marineministers und des Luftfahrtministers stehen, würden also eine Verstärkung der Verteidigungskräfte der französischen Armee bedeuten. Mit Zustimmung des Kriegsministers sei ein neues R ü st u n g s - Programm vom Generalstab aufgestellt rooroen. Danach werde d i e Bewaffnung der Armee modernisiert, und vor allem auf dem Gebiet der Motorisierung eine ganz besondere Anstrengung gemacht werden. Das „Petit Journal" schreibt: Die Regierung werde außerdem die Befestigungsanlagen an der Ost grenze unter Zuhilfenahme der modernsten Technik weiter ausbauen. Die Luftstreitkräfte sollen in einem sehr großen Maßstab verstärkt werden. Bei der Auswahl der einzelnen Flugzeuggattungen werde man sich von den interessanten Ergebnissen leiten lassen, die die letzten Luftmanöver gezeitigt hätten. Auf diplomatischem Gebiet werde die Regierung ebenfalls alles unternehmen, um die Freundschaften und Bündnisse enger zu gestalten. lung der Nationalsozialismus unter den Deutschen Chinas gebracht habe. ... Der Beauftragte der Auslandsorganisation für Fragen der Reichsdeutschen in Oesterreich, H. Ber- nard, führte aus: In Oesterreich lebten heute nahezu 44 000 Reichsdeutsche, von denen ca. 25 000 vom Bund der Reichsdeutschen betreut werden. Durch die Arbeit, die jetzt geleistet wird, wird auch einst der Tag kommen, an dem die Wellen der Bewegung, die sich heute noch an den Staatengrenzen brechen, um dann schwächer zu werden und zu verebben, in gleicher Kraft und in gleichem Rhythmus das ganze oeutsche Volk durchströmen. Der Ortsgruppenleiter von Kalkutta, Pg. Dr. H a e r m s , erläuterte, wie durch unermüdliche Schulung und Aufklärung die deutschen Volksgenossen in Britisch-Jndien für den nationalsozialistischen Gedanken gewonnen werden. Die Beziehungen innerhalb der deutschen Gemeinde seien im neuen Geiste aufgebaut worden, wobei die auf nationalistische Basis umgestellten deutschen Klubs eine bedeutende Rolle spielten. Ferner seien Sportabteilungen eingerichtet worden, um die tropische Klimaeinwirkung wettzumachen. In dem Referat des infolge Erkrankung am Erscheinen verhinderten Ortsgruppenleiters von Davos Pg. Jansen heißt es: Der oberste Grundsatz der Schweizer Parteigenossen, sich nie in die Angelegenheiten des Gast- landes zu mischen, werde auch in Zukunft heilig gehalten. Das Recht aber, die deutschen Volksgenossen über das neue Deutschland aufzuklären, und es mit dem Ideengut des Nationalsozialismus vertraut zu machen, könne uns niemand nehmen. Die ehemalige Landesgruppe Schweiz habe auch Rück- wandererfonds geschaffen zur Hilfeleistung an die Volksgenossen, die durch die schlechte wirtschaftliche Entwicklung gezwungen seien, nach Deutschland zurückzukehren. Besonders begrüßt werde die Verschickung deutscher Kinder zu einem Aufenthalt in Deutschland. Alljährlich holen die Schweizer auch Kinder aus Deutschland nach der Schweiz. Schließlich sprach noch der Landesgruppenleiter Brasiliens Pg. von (Soffet Im Gesamtgebiet der Vereinigten Staaten von Brasilien gibt es etwa eine Million Deutschstämmige, von denen vielleicht 100 000 Reichsdeutsche sind.-Als eine der vordringlichsten Aufgaben wird die Förderung des deutschen Schulwesens und der deutschen Arbeit angesehen. Dabei sei zu bedenken, daß die deutschen Gemeinschaftseinrichtungen keine Hilfe vom Staat bekommen, sondern allein durch die Opferfreudigkeit des Deutschtums aufgebaut und erhalten werden müssen. Es gehe deshalb darum, die Lasten für das kulturelle und soziale Leben auf die Schultern möglichst breiter Massen umzulegen. Das sei mit steigendem Erfolg geschehen. Gerade auf dem Gebiete der sozialen Hilfe sei durch die Partei neues Leben hineingekommen. Der praktische Nationalsozialismus im Reich habe auch draußen verschüttete Quellen wieder geweckt. Anschließend waren die Pressevertreter Gäste des Gauleiters Dohle im Onoldiahaus. Der Gauleiter kündigte seinen Plan eines Austausches junger In - und Ausländsdeutschen an, mit dem schon in den nächsten Monaten begonnen werden soll. Die Schwierigkeiten dieses Austausches lägen besonders darin, daß im Reich nicht genug Verständnis für die Notwendigkeit dieses Werkes vorhanden fei, er bat daher die Presse, ihn bei dieser Arbeit zu unterstützen und darüber hinaus das Verständnis für das Auslandsdeutschtum und dessen politische und wirtschaftliche Bedeutung zu vertiefen. Die Deutschen im Reich müßten begreifen, daß sie im A-uslandsdeutschtum etwas besitzen, um das sie die ganze Welt beneiden kann. begangen. An den Feiern nahmen Vertreter Deutschlands, Italiens, Oesterreichs, Polens, Belgiens, Frankreichs und anderer Länder teil. Die Reichsregierung war durch den Budapester Gesandten von Mackensen an der Spitze einer aus Vertretern des Heeres und der Zivilbehörden zusammengesetzten Abordnung vertreten. Die Feier begann mit einer Messe in der Krönungskathedrale, die vom Kardinalfürstprimas S e r e d y zelebriert wurde und an der das gesamte diplomatische Korps, die Regierung, die Generalität, die Spitzen der Zivilbehörden, die Erbherzöge sowie die ausländischen Abordnungen teilnahmen. Im Anschluß an die große Feier fand an dem Wiener Tor der Hauptstadt die feierliche Enthüllung eines Befreiungsdenkmals durch den Reichsverweser Admiral von Horthy statt. Zu Ehren der zahlreichen ausländischen Gäste veranstaltete die Hauptstadt ein Abendkonzert mit anschließendem diplomatischem Empfang. Manöver im Zeichen der Motorisierung. Paris, 3. Sept. (DNB.) Die französischen Blätter veröffentlichen umfangreiche Berichte über den Abschnitt der französischen Manöver, denen u. a. der Präsident der Republik, der Kriegsminister D a l a d i e r, der polnische General R y d z-S m i g l y und der französische Generalissimus G a m e l i n beiwohnten. Die Ehrengäste beobachteten von einem fünf Kilometer nordöstlich von Suippes gelegenen Aussichtspunkt die Kampfhandlungen. Die einzelnen Operationen waren sehr schwierig zu verfolgen. Die bis zum äußersten getriebene Tarnung und andererseits die Schnelligkeit der Kampfhandlungen machten eine eingehende Erläuterung der Gefechtslage durch den Manöverleiter General G i r a u d notwendig. Die Abschüsse der Artillerie und das heftige Gewehrfeuer sowie die zahlreichen Flugzeugstaffeln, die das Feld überflogen, gaben ein eindrucksvolles Kampfbild. Don Chälons her treffen Teile der Nordarmee auf die im Rückzug befindliche heftigen Widerstand leistende Südarmee. Besondere Beachtung fanden die Bewegungen der motorisierten Einheiten, darunter die motorisierten Beobachtungsbataillone und vor allem die schweren 70 Tonne n-A ngriffstanks, die sowohl an Bestückung wie an Besatzung kleinen Festungen gleichkommen. 14 Mann bilden die Besatzung eines solchen Tanks, der mit Zwillingsmaschinengewehren und starken Geschützen bestückt ist. Aehnlich den Französisches Rüstungsprogramm sieht technische Verstärkung -er Armee vor. ö“ Panzerkreuzern führen auch dies- Tanks Namen, wie Strasbour-,, Verdun, Metz u|ro. Ihre $anh?rUih9 ' ^,art' 6qB Geschosse von 10,5 cm h i7"f”<“nf|llb,n' Daneben fielen auch die sehr schnellen ch o t ch k i s-T a n k s von nur 30 Tonnen auf. 00n Ausschreitung französischer Rekruten. Paris, 3. bept. (DNB.) Das „Echo de Paris" meldet aus Bar-le-Duc: Ein Zug mit jungen Re- ” Z".s nach der Ostgrenze unterwegs war, mußte in Bar-le-Duc einen kurzen Aufenthalt nehmen. Die Rekruten hätten sofort ihre Abteile ver- lassen und auf dem Bahnsteig die Inter, nationale an gestimmt. Als der Bahnhofs- Vorsteher versuchte, sie zum Verlassen des Bahnsteias zu bewegen, wurde er in gröbster Weise be- schimpft. Eine Abteilung eines Kolonialinfanterre- regiments, die die Rekruten begleitete, hätte mit diesen gemeinsame Sache gemacht und ebenfalls die Internationale angestimmt. Erst als Truppen aus der Garnison von Bar-le-Duc herbeibeordert wurden, gelang es, die Ruhe wiederherzustellen. VorTaschenoiebenwird gewarnt! Buschklepperei auf der Sowjeteisenbahn. Gleich Wegelagerern haben die Sowjetrussen, wie wir gestern schon meldeten, den in ihre Heimat zurückreisenden japanischen Olympiasiegers die Geschenke abgenommen, die sie aus Berlin mitbrachten. Voller Staunen werden gerade diejenigen Angehörigen der westlichen Demokratien, die dauernd von der „Verbürgerlichung der Sowjet- Union" sprechen und im Rätereich bereits eine Ordnungszelle sehen, von diesem frechen Raub Kenntnis nehmen. Eigentlich sollten sie nicht verwundert sein. Denn wenn sie sich in der Vergangenheit der Mühe unterzogen hätten, die Bolschewisten und den Bolschewismus zu studieren, dann müßten sie wissen, daß Rauben und Plündern hervorstechende Merkmale des bolschewistischen Systems sind. Mit Mord, Totschlag und Ausplünderung begann das Räteparadies sein Dasein, gemordet und geplündert ist seither ununterbrochen. Haben sich auch die For- men geändert — ursprünglich raubte man den Besitzenden die Schmuckgegenstände und schlug sie darnach tot, heute stiehlt man im großen den Bauern das Vieh und Getreide und läßt die GPU. aufmarschieren, wenn es ans Totschlägen geht — so ist doch im Grunde alles beim Alten geblieben. Die Japaner werden einen schönen Begriff von der bolschewistischen „Zivilisation" mit nach Hause nehmen, die Beamte des Staates anhält, wehrlose fremdländische Fahrgäste auf der Durchreise im Stil von Buschklepperei zu berauben. Das bolschewistische Eisenbahnwesen ist in der ganzen Welt verrufen genug. Dieser neueste Zwischenfall zeigt, daß die Sowjetleute ausländische Reisende nicht als Gäste, sondern als Ausplünderungsobjekte ansehen. Das dürfte in Zukunft dem roten Reklamebüro „Intourist" die Geschäfte stark beeinträchtigen, und die Reisenden, die 1940 zur Olympia nach Tokio fahren, werden zweifellos die längere, aber sichere und bequeme Reise über See vorziehen. Nie Bauernunruhen m Güdrußland. Zwangsarbeit in der Eismeerzone. Leningrad, 3. Sept. (DRB.) Die Bauern- Unruhen in den südrussischen Sowjetrepubliken haben ein derartiges Ausmaß erreicht, daß die Sowjets nunmehr nach einem Schuldigen suchen. Der bisherige stellvertretende Volkskommissar für die Landwirtschaft M u r a l o w ist sei- nes Amtes enthoben und Demtschenko zu seinem Nachfolger ernannt worden. Demtschenko wird nachgesagt, daß er von rücksichtsloser Brutalität und besonders geeignet sei, den Unruhen ein Ende zu machen. Inzwischen sind sowjetrussische Trup- pen aus Weißrußland nach der Ukraine transportiert worden, um dort gegen die aufständischen Bauern eingesetzt zu werden. Weitere Truppentransporte sind nach Georgien und Aserbeidschan unterwegs. Die Verhaftungen sollen bereits mehrere Tausend betragen. In den letzten Wochen haben große Bauerntrans- porte aus Südrußland Leningrad passiert. Die Bauern sind zur Zwangsarbeit in die nordrussischen Gebiete geschickt worden und werden insbesondere als Arbeiter für Bahnbauten in dem mörderischen Klima der russischen Eismeerzone verwendet werden. Am Trotzki. Norwegen weist die sowjetrussischen Anschnldignngen zurück. O s l o , 3. Sept. (DNB.) Das norwegische Außenministerium beantwortete die Demarche des sowjetrussischen Gesandten in der Trotzki-Angelegenheit durch eine Denkschrift. Die norwegische Regierung müsse jeden Vorwurf, sich eines völkerrechtlichen Bersäummsses schuldig gemacht zu haben, auf das Bestimmteste zurückweisen. Bereits vor dem russischen Schritt habe sie Trotzki unter eine so scharfe Kontrolle gestellt, daß es in Zukunft als ausgeschlossen gelten könne, daß er die sowjetrussischen Staatsinteressen zu bedrohen imstande sei. Er sei interniert worden, weil er sich geweigert habe, eine neuerliche Erklärung zu unterschreiben, sich jeder politischen Tätigkeit zu enthalten. Was ledoch das Asylrecht betreffe, müsse die norwegische Regierung darauf Hinweisen, daß auch die sowjetrussische Verfassung ähnliche Bestimmungen enthalte. Die Ermordung Kirows könne Trotzki weder mittelbar noch unmittelbar auf norwegischem Gebiet vorbereitet haben, weil er erst im Juni 1935 nach Norwegen gekommen sei, während Kirow bereits im Dezember 1934 getötet worden war. Kommunistisches Waffenlager bei Sofia aufgedeckt. Sofia, 2. Sept. (DNB.) Die Polizei hat in einem Hause am Rande der Hauptstadt ein kommunistisches Waffenlager aufgedeckt, das 23 Maschinengewehre, 23 automatische Gewehre, sieben Handgranaten, eine Bombe, mehrere Revolver und Mauserpistolen mit mehreren tausend Patronen enthielt. Das Waffenlager war in der Decke eines Dachbodens eingemauert. Die Waffen waren in ein Tuch eingewickelt, das m i t einer Aufschrift in russischer Sprache versehen war. In dem Versteck wurden außerdem eine Zeitung und eine rote Fahne vorgefunden. Mehrere Personen sind festgenommen worden, darunter der Besitzer des Hauses. polnischer Protest in Prag. Prag, 4. Sept. (DNB.) Der polnische Geschäftsträger in Prag überreichte im tschechoslowakischen Außenministerium folgende Protestnote: Vor dem Bezirksgericht in Mährisch-Ost rau begann am 2. September ein Prozeß gegen Johann Locek und andere, die angeklagt sind, Anschläge gegen die tschechoslowakische Republik unternommen zu haben. Wie sich aus der von dem Staatsanwalt von Mährisch-Ostrau verfaßten Anklageschrift ergibt, wird darin versucht, das polnische Konsulat in Mährisch-Ostrau sowie die ehemaligen Konsuln Malhomme und Klotz in den erwähnten Prozeß hineinzuziehen. Die polnische Regierung protestiert auf das nachdrücklichste gegen die unbegründeten, beleidigenden Verdächtigungen, die sich aus der Anklageschrift ergeben und stellt fest, daß sie in dem obenerwähnten Prozeß einen neuen Beweis für das Bestreben auf tschechoslowakischer Seite erblickt, die polnisch-tschechoslowakischen Beziehungen zu vergiften. Bergarbeiterstreik in Wales. London, 4. Sept. (DNB. Funkspruch.) Der Vollzugsausschuß des Bergarbeiterverbandes von Südwales teilte mit, daß nach dem Fehlschlage der Vermittlungsversuche die gesamte Bergarbeiterschaft von Südwales insgesamt von 100 000 Mann am Montag in den Streik treten wird. Inzwischen sind 62 Untertagearbeiter in der Fernhill-Grube in Glamorgan im Begriff, einen neuen „Rekord" aufzustellen, da sie bereits seit sieben Tagen nicht mehr an die Oberfläche gekommen sind. 180 Bergleute, die die Nachtschicht in der Bute-Zeche in Rhondda versahen, beschlossen, in einen Sympathiestreik mit den Arbeitern der Berdwas- und Fernhill-Zeche einzutreten und unter Tage zu bleiben. Auch in der Cwaparc-Zeche haben 38 Bergarbeiter beschlossen, in einen Untertagestreik zu treten. In Begleitung des französischen Generalstabs- chefs General G a m e l i n und des Generals G i - raub stattete der polnische Generalstabschef Rydz-Smigly Metz einen Besuch ab, wo ihm zu Ehren eine Parade des 13. marokkanischen Schützen-Regiments stattfand. Anschließend besichtigten die französischen und polnischen Generale die Maginot-Linie. Wie sieht es in der: irischast aus? Das Geschäft auf der Leipziger Herbstmesse ist sowohl, was den Inland- sowie den Auslandabsatz angeht, im allgemeinen günstig gewesen. Das will angesichts der Unruhe, die ringsum in Europa, aber auch anderswo herrscht, sehr viel heißen, zumal es zeigt, daß die internationale Wirtschaft gerade zur Festigkeit der deutschen Wirtschaft unbegrenztes Vertrauen besitzt. Diesmal sind auf der Leipziger Messe vornehmlich Gebrauchsgüter gefragt und verkauft worden im Gegensatz zur Frühjahrsmesse, wo Waren und Gegenstände bevorzugt wurden, die der Erzeugung dienen. Nicht ohne Reiz ist es festzustellen, daß die Nachfrage nach Musikinstrumenten beträchtlich gestiegen ist, wobei das Klavier, dem vielfach schon der Untergang angekündigt war, an erster Stelle steht. Tatsächlich wird aus der Klavier-Industrie gemeldet, daß es gelungen ist, wieder Anschluß an eine Käuferschicht zu finden, die zahlenmäßig erheblich ist. Auch in ausländischen Berichten ist zu lesen, daß in Leipzig die Textil - und Bekleidungsmesse so ungewöhnlich reich ausgestattet war, wie das früher kaum der Fall gewesen ist. Es wurden auch Neuerungen gezeigt, die die Textilrohstoffe angehen, so daß auch die Besucher auf ihre Kosten gekommen sind, die den wirtschaftlichen Aufstieg Deutschlands scharf beobachten. * Wieweit die Unruhen in Spanien dazu beitragen werden, das internationale Weingeschäst zu beeinflussen, läßt sich noch nicht übersehen. Der deutsche Weinbau hat seit 1933 unverhältnismäßig gute Ernten zu verzeichnen, wobei es sicher ist, daß auch die Ernte von 1936 keine Ausnahme bedeutet. Es ist nicht immer leicht gewesen, diese Ernten abzusetzen und unterzubringen, obschon Deutschland als Weinland weit hinter Frankreich, Spanien und Italien steht. Wenn die Winzer mit dem Erlös der Ernten einigermaßen zufrieden sind, so ist das vornehmlich dem Reichsnährstand zu danken, der auch Mittel und Wege gefunden Hat, um durch Richtpreise den Winzern einen angemessenen Erlös zu sichern. Auf dem Winzertag in Mainz ist dieser Tage ausdrücklich anerkannt worden, daß es für die deutsche Weinbauwirtschaft von Vorteil gewesen ist, das Fe st der deutschen Traube einzuführen. Es sei gelungen, mit Hilfe dieser Einrichtung Jahr für Jahr etwa 15 Millionen Liter Wein zusätzlich unterzubringen, also Mengen, die bei dem Umfang der deutschen Weinbauwirtschaft nicht unerheblich ins Gewicht fallen. Der deutsche Weinbau sieht der weiteren Entwicklung zuversichtlich entgegen, zumal die deutschen Weine im Auslande ihren Rang als Edelweine behauptet haben. * Einen weiteren Schritt auf dem Wege zu einer allmählichen Bereinigung von betriebsfremden Beteiligungen hat der S ch u l t h e i ß-K o n z e r n durch den Verkauf seines Minderheitspakets an Aktien der AG. für Glasindustrie vorm. Friedr. Siemens an die AG. der Gerresheimer Glashüttenwerke vorm. Ferd. Heye vollzogen. Unter der früheren Leitung hatte sich dieser Brauereikonzern mit einer großen Zahl von Beteiligungen an Unternehmungen belastet, die mit der Bierherstellung wenig oder nichts zu tun hatten und jedenfalls die klare Uebersicht erschwerten. Uebrigens ist der Verkauf zu einem über dem Buchwert liegenden Kurse erfolgt, so daß die Schultheiß-Patzenhofer AG. einen Buchgewinn erzielt haben dürfte, den die Börse sofort nach Bekanntwerden der Transaktion mit einer nicht unbeträchtlichen Kurssteigerung der Schul- theiß-Aktien beantwortete. Einen Gradmesser für die Umlagerung des Geschäftes auf den internationalen Märkten bietet noch immer der Kraftwagen. Da läßt sich zunächst einmal feststellen, daß trotz der etwas gewaltsamen Ankurbelung der Kraftwagen-Industrie in den Vereinigten Staaten das Geschäft mit Europa rückläufig geworden ist. Während im Jahre 1934 der Kraftwagen, der von General-Motors oder Ford geliefert ober hergestellt worden ist, in fast allen europäischen Ländern weitaus am häufigsten gefragt und gekauft wurde, hat sich für 1935 ein Rückschlag ergeben, der sich auch 1936 fortgesetzt hat. Dabei ist zu beachten, daß es die Kraftwagen- Industrie der Vereinigten Staaten durch äußerste Ausnützung der Technik und der Rohstoffmärkte fertig gebracht hat, sowohl Personenwagen wie Lastkraftwagen zu Preisen zu liefern, die gehn« §er sind als die der großen europäischen Länder, ebenfalls muß bie englische Kraftwagen- Inbustrie beibe Wagenarten noch immer für einen Preis verkaufen, ber weit höher ist als der, den die Industrie der Vereinigten Staaten fordert. Deutschland ist es gelungen, Jahr für Jahr seinen Anteil an der Versorgung der europäischen Märkte zu steigern, was bei einzelnen Ländern schon dazu geführt hat, daß der deutsche Absatz an Kraftwagen nahe an den Absatz ber Kraftwagen aus den Vereinigten Staaten heranreicht. Das gilt vor allem für die Schweiz und Ungarn, das gilt aber auch für so umstrittene Märkte wie die des Baltikums. Die deutsche Industrie hat es fertig gebracht, zum Teil auch die englische und französische Kraftwagen-Industrie zu überflügeln, während es noch vor der Machtergreifung so war, daß es in Deutschland mineftens ebenso viel ausländische Wagen gab als wie inländische Kraftwagen. * Einen erfreulichen Schritt vorwärts auf dem Wege ber Motorisierung bedeutet bie für ben 1. September bekanntgewordene 12prozentige Preissenkung für den kleinsten Opel, den P 4, um 200 Mark auf 1450 Mark. Man kann diesen Vorgang nicht würdigen, ohne auf bie Preislage auf dem deutschen Automobilmarkt einzugehen, wie sie im Jahre 1925, also vor gut zehn Jahren, vorhanden war. Damals kostete der kleinste Opel, jener bekannte grüne „Laubfrosch", 5250 Mark. Bereits im Jahre 1929 wurde dieser Preis auf 3500 Mark gesenkt. Wenige Jahre später, im Jahre 1934, dem Jahre, in dem sich die durch die Initiative des Führers angeregte Motorisierung des deutschen Volkes erstmals voll entwickeln konnte, kostete derselbe Wagen nur noch 1850 Mark. Wenn nun heute dieser Wagen einen Preis erhalten hat, ben man immer noch für ein starkes Motorrab aufwenden muß, und wenn trotzdem dem Käufer ein vollwertiges Automobil angeboten wird, so darf dieser Vorgang im Interesse Der weiteren Motorisierung des deutschen Volkes stärkste Beachtung finden. * Auf dem internationalen Metallmarkt sind gewisse Umschichtungen eingetreten, wobei aber die Länder, die wie Deutschland durch Arbeitsbeschaffung und andere Maßnahmen den Arbeitseinsatz gesteigert haben, verhältnismäßig günstig abschnei- den. Aus ber Statistik läßt sich feststellen, daß es burchaus nicht Deutschland ist, bas bie Metalle in großen Mengen bezieht, die sich für die Kriegs- ausrüstung eignen. Im Gegenteil, an Der Spitze Der Länder, die einen wachsenden Bedarf an Kupfer und Blei aufzeigen, steht England, ohne daß sich behaupten läßt, daß dieser Mehrbedarf durchweg der Kriegsausrüstung gedient hat. Bei Deutschland ist zwar auch eine Steigerung des Verbrauchs aller fünf Metalle festzustellen, aber auch hier überwiegt Die Verwendung für rein wirtschaftliche Zwecke, insbesondere in der Bauindustrie sowie in der elektrotechnischen Industrie. Wesentlich gestiegen ist der Verbrauch und Bedarf an Aluminium und Zink, was aber Metalle sind, die sich in absehbarer Zeit in solchen Mengen in Deutschland selbst erzeugen lassen, daß auf die Einfuhr nicht mehr zurückgegriffen zu werden braucht. Deutschland verbrauchte 1929 etwa 39 000 Tonnen Aluminium, eine Menge, bie bis 1935 auf 87 000 Tonnen stieg. Aber in dieser Menge sind auch Gegenwerte enthalten, die dazu dienen, um bei der Ausfuhr gegen Kupfer eingetauscht zu werden. Sehr stark hat auch in Italien der Bedarf an allen fünf Metallen zugenommen, besonders 1935, was sich wohl durch die Vorbereitungen des Feldzuges in Ostafrika erklären läßt. * Der Zollkrieg zwischen Japan und Australien, der im Juni dieses Jahres ausgebrochen war und bereits zu aktuellen Kampfmaßnahmen von beiden Seiten geführt hatte, soll nach den neuesten Meldungen aus Sidney nunmehr nach längeren Verhandlungen b e i g e I e g t worden sein, lieber den Inhalt der neuen Uebereinfunft verlautet bisher noch nichts, man will der Tokioer Regierung Zeit zu einer Stellungnahme lassen, ehe die Oeffentlichkeit über die Einzelheiten unterrichtet wird. Daß die beiden großen Handelspartner am Stillen Ozean auf irgend eine Weise zu einer Einigung kommen mußten, schien unausweichlich, denn trotz aller Rassengegensätze und trotz der Zugehörigkeit Australiens zum britischen Weltreich, dessen gefährlicher Konkurrent die japanische Wirtschaftsausdehnung ist, sind die Interessen beider Partner so weitgehend miteinander verknüpft, daß eine tragbare Lösung auf die Dauer wohl nur mit Hilfe einer Einigung in der Zollfrage gefunden werden konnte. EB — ei sALVÄ'enthält nicht nur die zulässige Höchft- menge an Tabak.fondem-nach dem ‘ÄLVA-Prin zip-hochwertigle macedonifche Provenienzen: KuÄ. mA ( Spüren-Ernte 33 !) Kunst und Wissenschaft. Deutsche Demawend-Lxpedilion aus dem Iran heimgekehrt. Die Teilnehmer der deutschenDemawend- Expedition des Filmingenieurs Lust (Berlin) sind wohlbehalten vom Iran in die Heimat zurückgekehrt. Neunzehn Wissenschaftler und Bergsteiger nahmen an der Expedition teil. Besonders war die von Ludwig Steinauer geführte Bergsteigergruppe erfolgreich. Mehrere Mitglieder haben den höchsten Berg des Iran, den 5670 Meter hohen De- mawend, einen erloschenen Bulkankegel, bewältigt. Sechs Gipfel, in einem Europäern teilweise völlig unbekannten Gebiet, die noch keine Namen führen, wurden erstmals erstiegen. Vor der deutschen Kolonie in Teheran hielt Steinauer einen viel beachteten Dortrag über die bergsteigerischen Leistungen der Expedition. Dom Internationalen Kongreß für Lichtforschung. Während seiner bisherigen Sitzungen hat der 3. Internationale Kongreß für Lichtforschung in Wiesbaden in über 50 Vorträgen eine Anzahl Fragen behandelt, die für die Volksgesundheit aller Nationen von Bedeutung sind. Zunächst befaßte sich eine Reihe Vorträge mit den Erfahrungen, die mit den verschiedenen Arten künstlicher Lichtquellen und Lichtheilapparate gemacht worden sind. In einem öffentlichen Vortrag betonte Professor Dr. P. H a e r t l (Bad Kissingcn) die Notwendigkeit der Forderung „Gesundheit durch Sonne für jedermann und zu jeder Zeit". —"Einen breiten Raum umfaßten die Vorträge und Aussprachen über Lichtmessung, Photobiologie und Photochemie, über die Lichtwirkung auf Nutztiere und über die Fragen von Licht und Vererbung. Als Forschungsobjekt hat die Lichtbiologie in den Niederlanden, wie aus einem weiteren Vortrag vernehmbar war, Glanzleistungen aufzuweisen. — Professor Dr. Hoede (Würzburg) wies darauf hin, daß die Wechselwirkung zwischen Erblichkeit und Umwelt insbesondere bei den Lichtkrankheiten deutlich sei. — Interessant auch für den Laien waren die Vorträge über die Beziehungen zwischen Licht und Auge, über" die Lichtkrankheiten und über Strahlenbehandlung der Tuberkulose. — Professor Dr. Rollier - Leysin wies nach, daß der Erfolg der Heliotherapie unstreitbar von ihrer Technik und ihrer Dosierung abhängt. Die individuell angewandte, nach Möglichkeit in frischer Luft durchgeführte Heliotherapie werde nicht nur die Heilung der Krankheitsherde selbst, sondern auch die völlige Erneuerung des gesamten Organismus herbeiführen. 4. Internationaler Anatomiekongreß in TNailand. In Mailand wurde der 4.Internationale Anatomiekongreß in Anwesenheit des Herzogs von Bergamo feierlich eröffnet. An der Tagung nahmen zahlreiche Wissenschaftler aus Europa und Uebersee teil. Deutschland ist durch die Mitglieder der Deutschen Anatomischen Gesellschaft, die Professoren Stieoe, Huzella und von E g g e l i n g vertreten. U. a. haben auch das Carnegie-Institut in Washington, die Universitäten von Louisiana und New Orleans und japanische wissenschaftliche Institute Vertreter entsandt. Der Präsiden des Komitees, Fernando L i v i n i, wies in seiner Begrüßungsansprache nach einem Rückblick auf die Geschichte der Anatomie auf die großartigen Leistungen hin, die auf diesem Gebiete in der letzten Zeit vollbracht wurden. Anschließend richtete der Bürgermeister von Mailand herzliche Begrüßungsworte an die Kongreßteilnehmer. Der Rektor der Mailänder Universität, Professor P e p e r e , behandelte in einer Ansprache die Mailänder wissenschaftlichen Institute, die die Kongreßteilnehmer in den nächsten Tagen besuchen werden. Im Namen des Königs von Italien erklärte fobanp, der Vertreter der Regierung, Exz. Bianchini, den Kongreß für eröffnet. Aus aller Welt. Beisetzung der Opfer des Bochumer Bergwerksunglücks. In Bochum wurden die 28 Knappen, die bei dem E x p l o s i o n s u n g l ü ck auf der Zeche „Vereinigte Präsident" den Tod fanden, zur letzten Ruhe gebettet. Vor der großen, mit dem Hakenkreuz und den Symbolen des Bergbaues, Schlägel und Eisen, geschmückten Maschinenhalle hatte man den Verunglückten eine würdige Aufbahrungsstätte geschaffen. Die Angehörigen, Vertreter von Partei und Staat, der Bergwerke, der Arbeitskameraden und ein Wald von trauerumflorten Fahnen füllten den Zechenplatz. Zu der Feier waren auch Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und Gauleiter Wagner erschienen. Nachdem Betriebsführer und Betriebszellenobmann von den toten Arbeitskameraden Abschied genommen hatten, sprach Gauleiter Wagner. Im Namen des Führers, im Namen der Bewegung und im Namen des ganzen deut - schen Volkes spreche er den Hinterbliebenen sein tiefstes Mitempfinden aus. Der große Trauerzug fetzte sich dann zum Friedhof in Bochum-Hamme in Bewegung. Taufende umsäumten die Straßen. Schlicht und würdig war die Trauerfeier auf dem Hammer Friedhof, wo die Verunglückten eine schöne Ruhestätte gefunden haben. Das Oberbergamt Dortmund teilt mit: Der Unfallausschuß des Oberbergamtes Dortmund trat aus Anlaß der Schlagwetterexplosion auf der Schachtanlage „Vereinigte Präsident" zusammen. Der Sachverständige der berggewerkschaftlichen Versuchsstrecke, die Werksleitung, der Vertrauensrat und Vertreter der Reichsbetriebsgemeinschaft Bergbau wurden hinzugezogen. Nach Darlegung der örtlichen Verhältnisse an Hand der Grubenbilder und Erörterung der möglichen Ursache des Unglücks fand eine Befahrung der Unglücksstätte statt. Der Ausschuß kam zu der Auffassung, daß durch ein plötzliches Setzen des Gebirges im Flöz „Dicke Bank" und das dadurch verursachte Hereinbrechen größerer Kohlenmassen auf der Ortsstrecke 5 erhebliche Mengen Grubengas freigeworden sind. Die Explosion hat höchstwahrscheinlich in der Ortsstrecke 5 des Flözes „Dicke Bank" ihren Ausgang genommen. Die Flamme ist dann in die Streben geschlagen und hat dann nur noch die untere Ortsstrecke 4 des Flözes „Dicke Bank" durchlaufen. Die Zündungsursache konnte noch nicht festgestellt werden. Die bergbehördliche Untersuchung bleibt abzuwarten. Kindesentführer im Elsaß verhaftet. In Hadtheim im Elsaß bemerkte ein Landwirt ein Kind, das in verwahrlostem Zustande aus dem Walde kam. Der Mann stellte fest, daß es sich um die kleine Jaqueline G i r a r d o t handelte, die am vergangenen Montag aus Riedisheim entführt worden war. Kurz darauf konnte auch der Täter verhaftet werden, der nach anfänglich hartnäckigem Leugnen ein Geständnis ablegte, sowohl dieses Kind, als auch die neunjährige Jecmnine T o i l l o n aus Mülhausen mitgenommen zu haben. Er habe das Kind mißbraucht und es dann ins Wasser geworfen. Die Leiche konnte noch nicht gefunden werden. Der Täter ist wegen Sittlichkeitsverbrechens vorbestraft. Deutscher Buchhändler in Buenos Aires ermordet. In Buenos Aires wurde im Stadtteil Belgrano der deutsche Buchhändler Gustav Krause in seinem Geschäft ermordet aufgefunden. Die Leiche wies elf Messerstiche auf. Da der Geldschrank aufgebrochen war, vermutet die Polizei einen Raubmord, lieber die Persönlichkeiten der Mörder ist noch keine Klarheit vorhanden. Krause war ein sehr bekanntes und geachtetes Mitglied der deutschen Kolonie. Zwei Bergleute tödlich verunglückt. In der Ludwig-Glück-Grube in Hindenburg (Oberschlesien) hat sich ein schwerer Unfall ereignet. Ein Pfeilerabschnitt brach zusammen und verschüttete den Hauer M u s ch a l l e k und den Fördermann Alfred Frey. Die beiden konnten nur noch als Leichen geborgen werden. Der Hauer W a l c z u s ch erlitt schwere Verletzungen und wurde ins Krankenhaus gebracht. Amerikanischer Ozeanflug von Tleuyork nach England. Die beiden amerikanischen Flieger Merrill und Rich mann, die eine Ozeanüberquerung von Neuyork nach London unternahmen, sind am Donnerstagnachmittag wohlbehalten in Llandilo in der Grafschaft Carmarthenshire (Wales) gelandet. Ihre ursprüngliche Absicht, dis zum Londoner Flugplatz Croydon durchzufliegen, konnten sie infolge Benzinmangels nicht durchführen. Nach der Landung, die auf freiem Felde erfolgte und die durch schlechte Sicht und durch Viehherden behindert wurde, erklärten die Flieger ihr langes Stillschweigen damit, daß der Funkapparat in den letzten Stunden versagt habe. Die Ueberquerung des Atlantischen Ozeans hat etwa 15 Stunden gedauert. Bei der Suche nach einem geeigneten Landungsplatz verloren die Flieger etwa IV2 Stunden. Die durchschnittliche Stundengeschwindigkeit wird mit 250 Meilen angegeben, obwohl die Wetterverhältnisse auf dem letzten Teil sich beträchtlich verschlechterten. , General Schmidt von Knobelsdorf t* In Glücksburg ist der ehemalige Generalstabschef der Kronprinzen-Armee während der Kämpfe bei Verdun, General der Infanterie Konstantin Schmidt vonKnobelsdorfim Alter von 75 Jahren g e - ft 0 r b e n. Hoch immer lebhafter Reiseverkehr. Im allgemeinen pflegt die Reisezeit mit Ende August, spätestens ansanas September, vorbei zu sein. In diesem Jahre ist nun offensichtlich eine Verschiebung in den September eingetreten, denn man hört aus fast allen Sommerfrischen, daß die Besetzung der Hotels und Gasthöfe noch recht gut ist und daß zahlreiche An-, fragen von Gästen vorliegen, die ihren Urlaub im September nehmen wollen. Das schlechte Wetter, das die Hochsommermonate beeinträchtigte, wirkt sich dabei wohl auch etwas aus, ebenso mancherorts die Olympiade, die zahlreiche Reisende abge- halten hat, in den Sommermonaten wegzufahren. Diese Erholungsreisen werden jetzt nachgeholt. Un- gemein lebhaft ist der Verkehr auch noch auf der Reichsbahn. Die eintreffenden und abfahrenden Schnellzüge sind in der Regel bis auf den letzten Platz besetzt, manche Züge müssen sogar mit Verstärkung ober doppelt gefahren werden. „Thron des Zupiler." Der griechische Unterrichtsminister hat dem Plan zugestimmt, auf dem höchsten Gipfel des Olymp (2917 m) einen Jupiterkopfim Felsen auszuhauen. Dieser Gipfel wird in Zukunft den Namen „Thron des Jupiter" erhalten. Kleine politische Nachrichten. Wie Lidove Noviny meldet, wird König Carol von Rumänien als Gast von Präsident Benesch den Festlichkeiten anläßlich des tschechoslowakischen Staatsfeiertages beiwohnen. Der König wird mit Kronprinz Michael und dem Außenminister A n 10 n e s c u am 27. Oktober in Prag eintreffen. Der ungarische Ministerpräsident G ö m b ö s, der auf ärztliches Anraten einen längeren Kuraufenthalt in Deutschland nehmen wird, ist in München eingetroffen. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Durch das Eintreffen kühler Luftmassen in der Höhe hatte sich eine sehr instabile Vertikaltemperaturschichtung eingestellt, die heftiges Aufziehen der feuchten Warmluft im Gefolge hatte. Vor allem in der Nackt zum Freitag nahm diese Bewegung bei uns starkes Ausmaß an, so daß ausgedehnte heftige Gewittertätigkeit mit sehr ergiebigen Regenfällen, vereinzelt auch Hagelschauer folgten. Inzwischen hat sich wieder Beruhigung durchgesetzt, doch bleibt auch für die Folge unbeständige, wenn auch keineswegs durchweg unfreundliche Witterung erhalten. Aussichten für Samstag: Veränderlich mit häufiger Aufheiterung, aber auch einzelnen, meist schauerartigen Niederschlägen, bei westlichen Winden mäßig warm, doch noch etwas schwül. Lufttemperaturen am 3. September: mittags 25,9 Grad Celsius, abends 18,8 Grad; am 4. September: morgens 18 Grad. Maximum 26,5 Grad, Minimum heute nacht 12,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 3. September: abends 21,3 Grad; am 4. September: morgens 18,7 Grad. — Niederschläge 7,2 mm. — Sonnenscheindauer 5,1 Stunden. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange., Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VIII. 36: 9350. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. SEIFE Mit ^^8 FLAMMER Ihre Wäsche mit wenig Strichen gut eingeseift Große Auswahl in polierten und Eiche- Schlafzimmer von Mk.375.-an mit Kapok - Matratzen sofort lieferbar. s^eA Möbelhaus 6g. Koos Gießen, Schulstraße 6. I Vermietungen I NfifllläDWOllDDBJ I I 3 Zimm., Kucke Weg. Versetz, d. H.Stabsmustkm. Krautze ist die Wohnung 04011 Gartenslr. 19 zu verm. 4 oder 5 Zimmer/ Bad, Warmw., grotz. Gart./sonn.Lag. und Bad m der Nähe Gietzens (Bahnstation) z. 1. 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Verlag »esGtebeuerAnzeiaer« llllllllllllllllllllllllllllll Morgen abend 8llt Uhr 5451V Kameradschaft«- Abend im Hessisch. Hof. llr. 207 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) ßreitag, 4. September 1936 Jahrgang 1914 im Manöver lich selbst von Aussatz befallen wurde und mitten unter seinen Leidensgenossen starb. Am 9. Juni 1934 spritzte sich der griechische Arzt drei Gramm Blut eines Leprakranken in die eigenen Adern ein und wiederholte diese „Impfung" noch zweimal im Laufe der folgenden Woche. Er wollte hierdurch, was bisher noch nie der Fall gewesen war, sich selbst und seinen Fachkollegen das wissenschaftliche Studium der Lepra in ihrem Anfangsstadium ermöglichen. Dies war um so wichtiger, als der Erreger des Aussatzes wohl bereits 1879/80 durch Hansen und Neisser entdeckt und beschrieben worden war, jedoch bis zum Jahre 1934 noch niemals künstlich weiterverbreitet werden konnte. Erst dem griechischen Arzt Dr. S t a ma- top u l o s in Alexandria gelang es zu diesem Zeitpunkt, den Leprabazillus zu züchten und im Tierversuch zu übertragen. Dr. Lagoudaki blieb es Vorbehalten, die wissenschaftlich weit bedeutsameren Einwirkungen des Lepraerregers auf den menschlichen Körper am eigenen Leibe zu studieren. Nicht zuletzt seinem Opfermut ist es zu verdanken, wenn die Zahl der Aussätzigen in der ganzen Welt in letzter Zeit außerordentlich zurückgegangen ist und gegenwärtig nur mehr etwa zwei Millionen beträgt. Wie der greise amerikanische Arzt Dr. Coate, der im vergangenen Jahr von einer fast noch unerforschten, unheilbaren schweren Hautkrankheit befallen wurde, und darüber bis ins Kleinste gehende wissenschaftliche Aufzeichnungen hinterließ, hat auch Dr. Lagoudaki vom ersten Augenblick an ein pein- Ein Marathonläufer der Wissenschaft. Griechischer Olympiakämpfer als freiwilliger Leprakranker. — Er wollte seine Sehnerven zerstören lasten. vieler Truppen und Kraftfahrzeuge auf engem Raum macht besondere Maßnahmen erforderlich, soll ein reibuntzsloser Ablauf der Uebung ohne Unfälle gewährleistet werden. Aus Hebungsgründen müssen die gesetzlichen Berkehrsbe st immun gen seitens der Truppe in weitgehendem Maße außerachtgelassen werden. Motorisierte Verbände fahren je nach taktischer Lage und Witterung (Lustgefahr) des Nachts meist ohne Licht. Alle im Uebungsgebiet zugelassenen Fahrzeuge jeder Art haben sich in ihrer Beleuchtung genauestens nach den Fahrzeugen der Wehrmacht zu richten. Wird ohne Licht oder abgeblendet gefahren, müssen auch alle Zivil-Fahrzeuge ohne Licht fahren oder abblenden. In der Nähe übender Truppen ist Benutzung stark blendender Scheinwerfer überhaupt grundsätzlich untersagt. Mit Beginn der Versammlung der Truppen (18.9.) wird ein erhöhter Fernsprechverkehr im gesamten Uebungsraum einsetzen. Für die Bedürfnisse des militärischen Nachrichtendienstes wird das Netz der Reichspost weitgehend heran- gezogen. Starke Einschränkung des zivilen Fernsprechverkehrs und erhöhter Zeitbedarf für die Herstellung von Ferngesprächen aus dem Uebungsgebiet nach außerhalb und umgekehrt ist die Folge. Die jetzt bereits und während der Uebung seitens der Nachrichtentruppe hergestellten Fernsprechanlagen (Blank- und Kabelleitungen) werden dem Schutze der Bevölkerung besonders empfohlen. Das Gruppenkommando ist sich bewußt, daß Vorbereitung und Durchführung der Großen Herbstübungen von der Bevölkerung manche Opfer erfordert, ist aber davon überzeugt, daß sie im Hinblick auf den vaterländischen Zweck der Landesverteidigung und die Erhaltung von Leben und Gesundheit der im Uebungsgebiet anwesenden Volksgenossen gern ertragen werden. Gute militärische Leistung und Haltung wird der Ehrgeiz der Soldaten, reibungsloser Verlaus der Hebungen, ohne Unfall, das erstrebenswerte Ziel der Disziplin- Bereitschaft aller sein. In diesen Tagen haben überall die Herbst- khniflhHh "-s? "Heeres begonnen. Das Land- chaftsbkld i|t auf neue Art belebt worden. Nock ift der Bauer damit beschäftigt, seine Ernte au bergen und schon tritt auf den Feldern neben dem Bauern auch der Soldat in Erscheinung. «Diesmal der J a h r g a n g 1 9 1 4 , der zeigen soll was er gelernt hat. Der Jahrgang, der zum erstenmal emgezogen ist und dessen bleibendes Verdien t 7m mer sein wird der erste gewesen zu sein, der die Gedanken und Befehle des Führers und Reichskanzlers, des Obersten Befehlshabers der Wehrmacht in die Ta umgesetzt hat. Für viele der jungen Soldaten ist das Jahr nicht leicht gewesen denn sie haben das Wichtigste bereits in einem W lernen müssen. Nun wollen sie zeigen, was ste gelernt haben. Aus all den jungen Deutschen mußten Soldaten gemacht werden. Nur genaueste Dienst- einteilung und äußerste Hingabe der Offiziere und Unteroffiziere konnten das möglich macken Der Dienst war oft hart und streng, aber es ist mit Bewußtsein jeder Ueberlastung und jede Ueberanstrengung vermieden worden; denn jeder einzelne soll, so wie es früher der Fall war gern u n d f r e u d i g an seine Dienstzeit zurück- denken. Die Monate im Arbeitsdienst sind für eine Reihe der jungen Rekruten schon eine gute Vorschulung für die Ausbildung gewesen. Sie haben dort gelernt, sich leicht in die Gemeinschaft einzu- gliedern und auch der Begriff des Soldaten ist ihnen dort schon geläufig geworden. Im Heer kam es vor allem nun darauf an, die jungen Rekruten mit der Waffe auszubilden. Der Sommer brachte die ersten größeren Hebungen, denen Hebungen auf den Truppenübungsplätzen folgten, und den Abschluß dieses Jahres bilden nun die Herbstübungen des Heeres Diese Tage stellen an die Führer und Mannschaften gewiß oft harte Ansprüche, aber der Geist der Truppe ist so, daß man diesen Ansprüchen gern gerecht wird, auch wenn es große Willenskraft und nicht wenig Schweißtropfen kostet. Auch in diesem Jahr sind die Herbstübungen des Heeres nicht ufte in einigen anderen Ländern, und wie vor allem in Sowjetrußland. Hebungen größten Stils, sondern sie entsprechen dem Stand der Ausbildung. Diese Hebungen verschmähen große Wirkungen nach außen und innen. Sie tragen ihren Wert in sich selbst. Der Soldat soll wissen, daß die Begeisterung unumgänglich notwendig ist, aber die Begeisterung allein genügt auch nicht. Nicht die Begeisterung kann das technische Material ersetzen, es gehört besonders die Beherrschung dieses Materials dazu. Generalleutnant a. D. Kabisch hat das früher einmal ähnlich ausgesprochen, als er sagte: „Was wir in den Kämpfen von 1914 an bestem deutschen Blut verloren haben, weil die Kampftechnik durch Begeisterung ersetzt werden mußte, hat unserem Heer in der Folgezeit furchtbar gefehlt. Die zukünftigen Führer lagen im Schlamm Flanderns begraben." Das neue Heer verzichtet auf militärische Theatervorführungen. Die Wehrmacht weiß, daß solche Hebungen Geld kosten. Das Notwendigste dazu muß bereitgestellt werden, was aber nicht notwendig ist, darauf wird schon aus Gründen der im Heer heimischen selbstverständlichen Sparsamkeit verzichtet. Die Tage der Herbstübungen sind nicht nur Tage des Ernstes, sondern zugleich Tage der Freude. Unb mit ganz besonderer Freude sind die jungen Angehörigen der Wehrmacht gerade in diesem Jahr Überall in den Quartieren von allen Volksgenossen ausgenommen worden. Unb wie es schon jetzt am Anfang war, so wirb es auch bleiben. Wie fest unb tief Volk unb Heev. miteinanber oerbunben finb, das zeigt sich gerat» in ben Herbstübungen bieses Jahres. In ben fommenben Jahren wirb es wieber so fein, baß ein großer Teil ber ausgebilbeten Solbaten nach ben He'rbstübungen bie Fahne verläßt, um wieber ins bürgerliche Leben zurückzukehren. Das ist diesmal ber Fall bei den Jahrgängen vor 1914, aber öer Jahrgang 1914 wird aus den Gründen heute jedem Deutschen geläufig sind, noch ein 'W unter den Fahnen bleiben. Gewiß, es kann wohl Damit gerechnet werden, daß die Kommando- behorden nach dem guten Ablauf der Manöver auch einen verdienten Urlaub bewilligen werden aber der Jahrgang 1914, als der Kriegsjahrgang, ho/ als erster feine besonderen Aufgaben noch zu erfüllen. Auch nach dem einen Jahr bleibt für den Soldaten noch viel zu lernen. Das wird gerade Dieser Jahrgang jetzt zum erstenmal einsehen. Wer sich aber bewährt hat, der wird die Möglichkeit haben, im kommenden Jahr selbst an ber Aus- bilbung ber jüngeren Kameraben mitzuwirken, bie nun im Herbst eingezogen werben. Die Hebungen dieses Jahres finden nicht mehr wie früher mit Attrappen von Geschützen statt. Statt Panzerwagen aus Pappe und Blech verfügen wir über wirkliche Waffen, und das Hebungsbild wird dem Ernstfall so sehr wie möglich angeglichen. Wir dürfen die feste Hoffnung unb Zuversicht haben, baß die Herbstübungen dieses Jahres mit dazu beitragen, unser Heer zu einem verteidigungsstarken Instrument des Friedens weiter auszubauen. „Große Herbstübung 1936/' Das Gruppenkommando 2, Kassel, gibt bekannt: Im Anschluß an die Herbstübungen des V. und IX. Armeekorps, die in der allgemeinen Zeit vom 10. bis 18. 9. 1936 um Würzburg bzw. südostwärts Fritzlar abgehalten werden, findet bie diesjährige „Große Herbftübung" unter Leitung des Oberbefehlshabers der Gruppe 2, General der Artillerie RittervonLeeb.im allgemeinen Raum Aschaffenburg — Meiningen — Treysa — Bab-Nau- heim in der allgemeinen Zeit vom 18. bis 25.9.36 statt. Die bereits am 18. 9. einsetzende Versammlung Der griechische Arzt Dr. Sokrates Lagoudaki gilt als Mitschöpfer der modernen Olympischen Spiele. Er war es, der Baron Pierre de Coubertin in seinen Plänen unterstützte und den Multimillionär Aoeroff für die Finanzierung ber crften Olympischen Spiele gewann. Dr. Lagou- baki nahm, obwohl bamals bereits 34 Jahre alt, selbst als Marathonläufer an ihnen teil unb zählt somit zu ben ersten Olympiakämpfern ber Welt. Er war in ben neunziger Jahren bes vorigen Jahr- hunberts ein bekannter Langstreckenläufer unb bezwang unter bem Decknamen „Leichter Fuß" bie Strecke Paris—Belfort, für bie ben Teilnehmern zehn Tage Frist gegeben war, bereits in sechs Tagen. Dank seiner spartanisch einfachen Lebensweise unb seines harten sportlichen Trainings bis ins hohe Alter hinein hat sich Dr. Lagoubaki bis zum heutigen Tage eine ungewöhnliche Rüstigkeit bewahrt. Er glaubte baher im Jahre 1934 als Siebziger noch jenes grauenvolle mebizinische Experiment wagen zu bürfen, bas ihm ben Beinamen eines „Marathonläufers ber Wissenschaft" eingetragen hat. Dem Versuch Dr. Lagoubakis kann an Selbst- überroinbung unb Helbenmut höchstens vielleicht noch bas Opferleben bes belgischen Paters Damian D e d e u ft e r , bes „Apostels ber Aussätzigen", an bie Seite gestellt werben, ber volle 47 Jahre in freiwilliger Verbannung unter ben bamals noch gänzlich verlassenen unb auf sich selbst angewiesenen Leprakranken auf ber Insel Molokai lebte, schließ- l l ßW 1 1 Ml I Die Fahne für ben NSD.-Stubentenbunb führt dicht an der Fahnenstange einen Fahnenspiegel, der ben Namen bes Gaues trägt. — (Presse-Bilb-Zentrale-M.) lich genaues Tagebuch über ben Krankheitsverlauf geführt. „Etwas Fieber in ber ersten Nacht, bie der Impfung folgte", lautet z. B. eine seiner ersten Eintragungen. Am 20. Juli, wenige Wochen nach ber selbstgewollten Ansteckung, schrieb ber Helb ber Wissenschaft in sein Tagebuch: „Ich fühle einen Schmerz in ber kleinen Zehe bes rechten Fußes". Obwohl nun bie Krankheit täglich weitere Fortschritte machte, unternahm Dr. Lagoubaki boch nichts, um ihr Einhalt zu gebieten. Ja — er freute sich gerabezu, wenn er wieber neue, ber Wissenschaft noch unbekannte Krankheitssymptome feststellen konnte. Unb bas mit ber sicheren Aussicht, einem qualvollen Ende entgegenzugehen und die eigenen Gliedmaßen nacheinander langsam absterben zu sehen. Der 6. August ist folgendermaßen im „Tagebuch des Todes" vermerkt: „Fleck auf dem rechten Schenkel, Gefühllosigkeit des linken Fußes. Temperatursteigerung. Das Fieber zeigt, wie bie Natur gegen bie Phogycyten unb Mikroben ankämpft." In biefer Tonart ging es seitenlang weiter. Enbe Oktober konnte ber Arzt bereits zwei Eiterherbe am rechten Fuß feststellen. Balb mußte fein ganzer Körper mit entftellenben, efelerregenben Geschwüren unb Hautausschlägen über unb über be- beckt sein. Dr. Lagoubakis Versuch war allmählich in ber ganzen mebizinischen Fachwelt bekannt geworben. Kollegen aus allen Teilen ber Welt bestürmten ben heroischen Forscher, bas qualvolle Experiment abzubrechen unb enblich mit einer Heilbehanblung zu beginnen. Hmsonst — Dr. Lagoubaki wollte zuerst noch bie Zerstörung ber Sehnerven burch bie Leprabazillen am eigenen Leibe beobachten können. Professor I e a n s e l m e gelang es enblich, ben Pionier ber Wissenschaft von seinem Vorhaben abzubringen. Er schrieb ihm, baß er seiner Ansicht nach ber Wissenschaft einen weit größeren Dienst erweise, wenn er sich jetzt ber Beobachtung zahlreicher Leprakranker roibme, statt selbst an Aussatz zugrunbe zu gehen. Diesem Argument konnte sich Dr. Lagoubaki nicht verschließen. Er ergriff endlich Gegenmaßnahmen, wurde nahezu geheilt und leitet heute selbst ein großes Lepraheim in Alexandria. Nur ein paar Verfärbungen an der Hand erinnern noch an den heroischen Selbstversuch des Arztes und Olympiakämpfers. „Die Stunde der Versuchung" Lichtspielhaus. Dieser Film zeichnet sich — man darf es wohl ausdrücklich vermerken — zunächst dadurch aus, baß er meber ,nach" einem Roman noch einem Bühnenstück noch sonst irgenbeiner literarischen unb also nichtfilmischen Vorlage gemacht worben ist: bas Programm verzeichnet lediglich, baß bas Drehbuch von Erich Ebermayer stammt. Es hanbelt sich also offenbar um einen Stoff, ber ausbrücklich für ben Film geformt würbe; bami ist zwar noch nicht gesagt, daß ber gleiche Stoff nicht auch mit anbern, außerftlmlschen Mitteln zur gleichen künstlerischen Wirkung hätte geführt werben können — ber Fall wäre beispielsweise in Form einer Novelle burchaus benkbar — aber uns scheint, daß hier einmal die Möglichkeiten gerade ber tonenden Kamera auf eine sehr feine ""b /indringliche Wr\e ausqeschöpft worden fmb_ Unbestreitbar, baß bie leichte, sichere und behutsame Hand des Spielleiters Paul Wegener ganz wesentlich an dem starken Eindruck Anteil hat. Wir haben es h.er mit einem Fall zu tun, der dem täglichen Leben entnommen sein könnte, wobei zu bemer^n f, daß das Leben manchmal unwahrscheinlich gute Stoffe liefert, selbst dann, wenn niemand Lust hat oder Zeit findet, an ihre fünftlerif^e SormuMfl 3» denken; und daß ferner der l°genannt° Zufall mcht künstlerischen Gewissen-, des Taktes, d-s berühmten Fingerspitzengefühls Der Kanil tt gf 4) ohne Zwang aus dem Tatv I ano 21nro'(t6, ber erfolgreichen und enorm befchas g junae über feinem Beruf fast vergißt, Öa& er eme junge, schöne und lebenshungrige Frau z . ’einer eine solche Frau leichter als « ^at anderen Ehe Versuchungen ^leuchtende Art nahe und wird hier auf eine» fl3 bem plausibel gemacht Bemerken wert Tatbestand Meinen uns freilich nM _ I” Folgeerscheinun- an sich und die daraus ^^nd, die gen zu fein, nicht so | 0 einen Kriminal- Ehegeschichte sich un°e-1ehen ^eren, seelischen fall verwickelt, und daß dam sensationell Spannungen der Vorgang erfahren; wirkende Ueberbetonung d ber persön- sondern vielmehr, daß der eig ; f Frau, sich l'cke Fall dieses Anwal schließlich einmündet wiederholt, sich spiegelt uno v auf zunächst höchst verhängnisvoll anmutende Weise in einem zweiten Fall, den der Anwalt in seiner Praxis bearbeitet, und der ihn außerhalb seines Büros, wie er annehmen muß, gar nichts angeht. In ber Art, wie bie beiben anfangs parallel lau- fenben Hanblungsgruppen, bie sich später unheimlich kreuzen, miteinanber in Beziehung gesetzt finb, liegen bie bebeutenben Qualitäten von Wegeners Inszenierung; er weiß ben verhaltenen unb nach innen getriebenen Kammerspielton eines Ehe- und Liebesbramas mit ber barten unb folgerichtig entwickelten Realistik bes Kriminalstücks bestechenb zu oerbinben; er bringt auch, roieberum bemerkenswert, im ganzen Spielverlauf nichts, was nicht fachlich ober innerlich begrünbet bazu gehört, was also, wie so oft, nur unverbinbliches, mehr ober minber „schmückenbes" Beiwerk, gern gesehene Episobe ober wirksames Zugestänbnis an ben Durchschnittsgeschmack wäre. Im Gegenteil: man beachte beispielsweise, wie die „Rigoletto"-Aufführung in der Oper nicht etwa nur mit zur Aufmachung gehört, sondern sowohl inhaltlich wie zeitlich einbezogen ist in ben Fall unb mitspielt; ober wie selbst bas kurze Pausenzeichen im Rabio im kritischsten Augenblick einen schwerwiegenben, psychologisch einwirkenden Nachdruck erhalt, weil der Hörer der winzigen Melodie instinktiv den zugehörigen Text unterlegt — ob er will oder nicht. Die Feinfühligkeit der Regieführung im Szenischen hat sich auch auf die Besetzung übertragen. Jedenfalls haben wir die B a a r o o a — in der weiblichen Hauptrolle — bisher noch nicht so gelöst und so von innen her spielen sehen wie hier; sie wirkte früher immer ein wenig starr unb ungelockert, fühlte sich wohl auch sprachlich anfangs etwas gehemmt. Gustav Fröh- l i ch kann — gut, baß man wieber baran erinnert wirb — nicht nur bie unbekümmerten, sympathischheiteren jungen Männer, bie sich fast von selber spielen, sonbern er kann sich auch wohltuenb einfach unb glaubhaft in bie Lage eines Mannes versetzen, bem innerlich sozusagen unversehens ber Boben entzogen wird. Haralb Paulsen als ber Versucher, Mephisto im Frack, von beflemmenber Selbstverstänblichkeit. Unb vor allem Theobor Loos: wunbervoll klar unb geschlossen im Charakterumriß einer nicht einmal großen Rolle. Enblich Elisabeth Wenbt, wie aus einem Stuck von Strinbberg, in ihrer stummen Getriebenheit nicht minber einbringlich als in ihren verzweifelten Dialogen. — (Ufa.) * Der Film sollte nicht übersehen werden und verdient ein aufmerksames Publikum. Im Beiprogramm bringt die Fox-Wochenschau sehr fesselnde Bildberichte von der Olympiade; außerdem ein heiterer Musikfilm aus der Mozartzeit und ein Kulturfilm von bäuerlichen Festen in Polen. —r— V«erbe«nige„Wasierpo1izisten" Wer jemals einen Neufundländer besessen oder längere Zeit in einem Hause gelebt hat, zu dem ein Neufundländer gehörte, der weiß, daß es keinen besseren Freund der Menschen gibt als ihn. Das große, kräftig gedrungene Tier, das sich mit solcher Würde und zugleich unbewußter Anmut bewegt, mit seinem dichten, langhaarigen, glänzend schwarzen Fell und buschiger Rute, mit dem herrlich schönen Kopf, aus dem die klugen, traurigen Augen blicken, ist schon für das Auge eine reine Freude. Je näher man aber mit bem Tier umgeht, um so mehr erkennt man seine einzigartige Klugheit, Umsicht, Zuverlässigkeit, Treue unb Gutartigkeit, von benen er oft bie erstaunlichsten Beweise liefert. Der heutige Neufunbländer ist der edle Sproß einer langen Kette von Ahnen, bie in jahrhunbertelanger Kamerabschaft mit ihrem menschlichen Herrn an ben von ewiger Branbung umtosten zerklüften felsigen Steilküsten ihrer neufunblänbischen Jnselheimat jene verständige unb fast überlegene Hilfsbereitschaft erworben haben, bie ihre europäischen Nachkommen noch heute auszeichnet. Das neueste Heft von „Reclams Universum" roibmet bem Neufunblänber einen ausführlichen Aufsatz aus ber Feber bes Reichsvbmcmns der Fachschaft für Neufunbländer, Karl-Joh. von Schoenebeck, der einiges über bie Helbentaten ber Neufunblänber unb ihre Verwenbbarkeit im Dienste ber Allgemeinheit berichtet. Im Jahre 1919 ftranbete ber englische Passagierbampfer „Jockey" mit mehr als 200 Personen an Borb an ber Küste Neufunblanbs. Der Versuch, mit einem Rettungsboot wenigstens eine Leine an Lanb zu bringen, um biese als Seilbahn zu benutzen unb mit Hilfe bes sogenannten „Bootsmannsstuhles" bie Passagiere zu retten, mißglückte in ber mörbe- rischen Branbung. Es gelang zwar ber Mannschaft bes Rettungsbootes, an Lanb zu kommen, aber bas Boot unb mit ihr bie Rettungsleine S verloren. Da schickte ber Kapitän seinen nblänber „Cäsar" vor. Ein Tauenbe an seinem Halsbanb befestigt, sprang der Hund in das tosende Meer. Nach einer langen Stunde des Kampfes mit Wogen und Brandung gelang es dem Hunde tatsächlich, bas Land zu gewinnen unb die Leine in die Hände der dort bereits be-- sindlichen Matrosen zu liefern, und so wurden die 200 Menschen, die sonst dem sicheren Tode geweiht gewesen wären, gerettet. In England, Neufundland und an der Qsttüste Kanadas stehen zahlreiche Neufundländerhunde im Dienste der Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger aus Seenot. Sie sind abgerichtet, von sich aus von der Küste her zu versuchen, an Bord eines gestrandeten Schiffes zu gelangen. Dabei haben sie um den Hals gewickelt eine Leine, wo- mit sie in die See und auf bas geftranbete Schiff geschickt werben. Sv kann bie Mannschaft auch bann mit bem Bootsmannsstuhl gerettet werben, wenn aus irgenbwelchen Grünben ber Raketenapparat nicht verwendbar ist. 1919 stellte ein Neufundländer in stundenlangem Kampf mit der See eine Leinenverbindung mit dem in der Bonne-Bai gestrandeten Dampfer „Ethie" her, wodurch 93 Menschen gerettet wurden. Für Deutschland ist neuerdings beabsichtigt, den Neufundländer in Badeanstalten als „Wasser- Polizisten" zu verwenden. Sein Platz wäre in solchem Fall ein Floß an ber äußersten Schwimmgrenze, DO.i wo ber Hunb barüber zu wachen hätte, baß kein Schwimmer über die von der Badeanstalt markierten Grenzen hinausschwimmt. Im übrigen würde er hier aber auch als Net- tungshund in Kraft treten und Schwimmern, die von ihren Kräften verlassen werden, rechtzeitig beispringen. Bei seiner großen Klugheit kann der Neufundländer von sich aus erkennen, wo Gefahr ist, und eilt ohne Befehl zu Hilfe. Beim Retten steckt er gern bem Ertrinkenden den Kopf unter die Achsel unb hält ihn so über Wasser ober packt ihn am Armgelenk. Dabei haben manche Hunbe einen so weichen Griff als hätten sie Watte statt ber scharfen Zähne im Maul Er läßt sich aber auch am Haar ober an der Rute packen und schleppt so den Menschen ans Ufer. Diese Eigenschaften machen ihn auch als Schiffshund für kleinere Fischerfahrzeuge besonders geeignet. Die 3abl der jährlich auf diesen kleineren Booten über Sorb Gespülten ist heute noch erschreckenb hoch, unb diese Unglücklichen finb in ber Regel fast immer verloren, weil bei schwerem Seegang das Schiff nicht rasch genug manöoerieren kann, um dem Kameraden zu Hilfe zu kommen der meistens selber in schwerem Oelzeug steckt und sich nicht lange über Wasser halten kann. Der Neufundländer aber springt aus eigenem Instinkt dem Verunglückten sofort nach, schwimmt an ihn heran und läßt sich von ihm um den Hals ober am Schwanz anpacken, wodurch der Mann sich solange über Wasser halten kann, bis Hilfe kommt. Ein großer Teil der bretonischen Fischer hat noch heute Neufundländer als Schiffshunde. $.201 Erziehungsschule der jungen Mannschaft Wirtschaft Rhein-mainifche Diehmärkte. 464 Infolge ber Diphtherieerkrankungen bei ist. Minuten 9ie all ten. Weitere Abschwächungen traten kaum mehr Sranffurt a.M. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a.21L Berlin 3-9. 1*4 Elektr. Lieferungsgeselljchaft... 6 Licht und Kraft 7 108,4 107,75 2’/« 106 104,5 0 8 36,65 152 125 146,5 128,5 132 125 130,25 149 184,25 139,13 13,25 13,65 114 122 100 98,75 98,75 182 122,5 128 106,5 134 109 104,5 109,5 124,13 128,25 107 165,5 133,5 109,5 108,75 122,5 128 106 165,5 134,5 109 13,5 13,75 113,5 122 100 98,75 98,75 182 124 128,5 107,25 133,5 110 105,75 13,75 14 114 99,75 99 99 183 36,9 152,5 125,4 146 126,25 132,25 * 126 130,25 148,75 184,25 138,65 36,13 152,25 125,25 145 128,5 133,5 126 129,75 149 185,25 138,5 «Schluß. Abend. börle 36 152 124,75 145,25 128 132 126 129,5 149 185 139 8,95 7 10,13 6 44,75 13,75 14 113,75 122 99,75 98,75 99 183,5 BuderuS Deutsche Erdöl Harpener 7 10,25 44,75 über- heute und Schweine wurden zugeteilt. Großmarkt für Fleisck 4% Oesterretchtsche Goldrente... 4,20% Oesterreichische Stlberrente 4% Ungarische Goldrente 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4Y,% desgl. von 1913 6% abgest. Gvldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdabbahn-Anleihe Serie l Voesch Eisen—Köln-Neuessen .. 3 Ilse Bergbau Ilse Bergbau Genüsse Klöcknerwrrke ManneSmann-Röhren 30,5 3,2 9,25 8,7 8,65 14 3,4 9,3 8,8 8,85 14 7 10,4 5,9 44,9 verlauf: flott. Die Industrie, und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 721: Umsatzsteuerumrechnungssätze im Monat August 1936. — 722: Zuteilung der dänischen Deoisenbewilligungen für die 3. Periode 1936. — 723: Einfuhrzolltarifänderung für hüte seitens Großbritannien. noch heraus 30 3,2 9,1 8,4 8,5 13,9 Tagesgeld 2,75 nach 2,50 v. 5). Abendbörse still und behauptet. An der Abendbörse herrschte nach dem Gin Gan tief in bie meinbebactf) würzigen Ki Kaffeetisch. Und so n)i Der Zwetsch. °er nun mit i Früchte 30,5 3,2 9,2 8,4 8,55 14 A.E.G. Bckula Buenos Anr Brüssel .... Rio de Jan. Sofia Kopenhagen Danzig .... London.... HelsingforS.. Paris Holland ... Italien .... Japan Jugoslawien Oslo : Wien Lissabon... Stockholm... Schweiz ... Spanien... Prag Budapest .. Neuyock ... Diphtherie in Dieburg. Zwei Todesfälle. — Die Wallfahrt fällt aus. Lpd. Darmstadt, 3. Sept. Wie die Abteilung III (Innere Verwaltung — Öffentliches Gesundheitswesen) bei der hessischen Landesregierung mitteilt, kann die Wallfahrt am 7., 8. u. 13. September 1936 nach Dieburg nicht stattfinden, da augenblicklich in Dieburg Fälle von schwerer Diphtherie aufgetreten sind und daher die Gefahr der Ansteckung für die Wallfahrer sehr groß Wiesbaden 50 (50). Die Qualitäten waren mittel bis gut, in Mainz allerdings mußte die Qualität als gering bezeichnet werden. Das Großvieh wurde den Metzgern zugeteilt. Es wurden wiederum zusätzliche Mengen Frisch- und Gefrierfleisch verausgabt. Schweine: Gesamtauftrieb: 2127 (2569). Frankfurt 1113 (1285), Mainz 334 (451), Wiesbaden 358 (504), Darmstadt 322 (329). Die angelieferten Tiere hatten durchweg gute Qualität und wurden den Metzgern zugeteilt. Nach Frankfurt wurden zusätzlich geschlachtete Schweine geliefert. Kälber: Gesamtzufuhr: 1914 (1993). Frankfurt 1254 (1281), Mainz 258 (232), Wiesbaden 286 (340), Darmstadt 116 (140). Bei mittleren bis guten Qualitäten zogen die Preise in Frankfurt und Mainz etwas an, während sie in Wiesbaden und Mainz gleich der Vorwoche blieben. Die Märkte nahmen durchweg einen flotten Verlauf. Schafe: Gesamtbeschickung: 303 (389). Frankfurt 276 (338), Mainz 3 (2), Wiesbaden 28 (29), Darmstadt — (20). Der Markt in Frankfurt nahm bei geringerer Beschickung lebhaften Verlauf, die Qualität war mittel, die Preise haben sich um 3—4 RM. per 50 Kilogramm erhöht. Auf den übrigen Märkten erfolgten keine Notierungen. Die Fleis chgroßmärkte wiesen eine sehr knappe Beschickung auf und waren sofort geräumt. Lediglich in Wiesbaden und Darmstadt genügten die Zufuhren an Kalbfleisch der Nachfrage. In Frankfurt gaben die Kalbfleischpreise um 5 RM. per 50 Kilogramm nach. Die Bautätigkeit im Juli. Fwd. Die in den Vormonaten beobachtete lebhafte Bautätigkeit in den Groß- und Mittelstädten hat nach „Wirtschaft und Statistik" auch im Berichtsmonat angehalten. Die Vorjahrsergebnisse wurden in allen drei von der Statistik erfaßten Baustadien bei weitem übertroffen. Bei den Bauanträgen für Wohnungen (10 246) betrug die Zunahme 26,5 v. S)., bei den lundsürFett- warem Beschickung des Fleischgroßmarktes: 129 Viertel Rindfleisch, 155 ganze Kälber, 11 ganze Hümmel, 768 halbe Schweine, 69 Kleinvieh. Notiert wurden per 50 Kilogramm in Mark: Kuhfleisch a) 77, b) 65, c) 54. Färsenfleisch a) 80 (alles Höchstpreise). Kalbfleisch b) 105 bis 120, b) 90 bis 105. Hammelfleisch b) 100 bis 105. Schweinefleisch b) höchster Preis 74. Fettwaren. Roher Speck unter 7 Zentimeter 85 bis 88, Flomen 85 bis 88. Markt- Schulkindern in Dieburg — ein 7jähriger Junge und ein 9jähriges Mädchen sind der tückischen Krankheit bereits erlegen — hat die Bürgermeisterei in Dieburg angeordnet, daß die große Wallfahrt am 7. und 8. September und die Stadtwallfahrt am 13. September ausfallen. Zwei Knabenschulklassen sollen auf acht Tage geschlossen werden. Die Mutter aus dem Rhein gerettet. Darmstadt, 3.Sept. (LPD.) Wie erst jetzt bekannt wird, vollbrachte die 1 5^j ä h r i g e Hilde Stein aus Darmstadt am Sonntag eine mutige Tat, durch die sie das Leben ihrer Mutter rettete. Frau Stein, eine gute Schwimmerin, war mit ihrer Tochter in die Mitte des Rheins geschwommen, geriet in die Wellen eines Dampfers, ermattete und drohte unterzugehen. Unter Einsatz des eigenen Lebens gelang es dem Mädchen, feine Mutter aus dem Wellengang herauszuholen und die völlig Erschöpfte ans Ufer zu bringen. Der älteste Mainzer Buchdrucker 80 Jahre. Mainz, 3. Sept. (LPD.) Am 5. September 1936 begeht, der älteste Buchdrucker der Gutenbergftadt Mainz, Josef Falk, Seniorchef der Firma Johann Falk III. Söhne G.m.b.H., Buchdruckerei und Verlag in Mainz, seinen 8 0. Geburtstag. Der Jubilar war über 60 Jahre lang im Buchdruck und Verlagswesen tätig und ist eines der ältesten Mitglieder des DBV. Er lebt seit einigen Jahren im Ruhestand. Der zwischen Asphalt und Mietkasernen aufge- wachsene junge Mensch erfährt das große Gesetz des natürlichen Tagesablaufes, der Jahreszeiten, und steht staunend vor dem Erkennen überirdischer Gewalten. Nicht durch Hineinunterrichten, sondern in der täglichen Erfahrung harter Arbeit, im Dienen und mühsamen Ringen um das tägliche Brot, wenn die Landjahrjungen und -Mädel Seite an Seite mit dem Bauer bei der Erntearbeit stehen, in der durch Zucht und Opfer und Einordnung in diesen acht Monaten geformten Kameradschaft erwächst in diesen Grotzstadtkindern ein neues unaustilgbares Heimatgefühl. Denn diese Kameradschaft ist den Jungen und Mädel Abbild und Erlebnis der größeren Gemeinschaft des Volkes. Eine lebendige, weltanschaulich gefestigte und in allem zu letztem Einsatz bereite junge Volkserzieherschaft, die ihre Befähigung und Bewährung in harter Auslese zu beweisen hatte, lebt in engfter Verbundenheit mit der ihr anoertrauten jungen Mannschaft, um durch Vorbild und mitreißendes Beispiel das Gesetz des nationalen Sozialismus zu verlebendigen und es ihrer Gefolgschaft als klare und feste Richtschnur mit in das Leben zu geben. Heute schon ist das Landjahr, ähnlich dem Arbeitsdienst, eine wesentliche und durch nichts zu ersetzende Stufe nationalsozialistischer Mannschaftserziehung und ein lebendiges Zeugnis unseres neuen Volkes und Staates. Führer und Gefolgschaft tragen Uniform und Abzeichen der HI. und des BDM., und in allen deutschen Landschaften weht über den Lagern die Fahne der Hitler-Jugend. Im Dezember kehren die Landjahrjungen und -Mädel in ihre Heimat zurück. Ein Jahr lang haben sie gelernt, Tag für Tag mit Begeisterung, Liebe und Hingabe in stetiger Bewährung durch Leistung nur dem Volke zu leben. Unerschütterlich lebt in ihnen das Ahnen der großen Zusammenhänge, geführt von der Sicherheit und Unbeirrbarkeit des wiedererwachten Instinktes, der ihnen die Kraft des Widerstandes gibt gegen die mannigfachen zersetzenden Einflüsse der Großstadt. Das Landjahr als ein Stück jungmannschaftlicher Erziehung gibt diesen Jungen und Mädels einen neuen Lebensstil. Und es darf erwartet werden, daß das geschärfte Ehrgefühl, die tapfere Lebensführung des Landjahres, die Arbeit und das Opfer im Dienst am Volk sich auch im Alltag weiter behaupten und daß diese Landjahrjungen und -Mädel in der Hitler-Jugend eine ausgewählte Schicht wertvollen Führernachwuchses darstellen. Der Gesamtauftrieb an Rindern betrug (543) Stück. Frankfurt: 325 (411), Mainz 88 (82), wiegend etwas schwächeren Verlauf von , mittag starke Geschäftsstille, zumal Aufträge fehl- Rhein-mainischer Getreidemarkt. Das Angebot an Brotgetreide war in den letzten Tagen recht schwach und zeigte erst im neuen Monat eine kleine Zunahme. Aber der Bedarf der Mühlen ist immer noch aroß, so daß der Markt völlig geräumt ist. Die Abzüge wegen Mindergewicht und besonders Feuchtigkeitsgehalt dauern an. Da die Mühlen größere Verkäufe in Mehl getätigt haben, wird die Nachfrage andauern. In Roggen bleibt die Versorgung der Land- mühlen befriedigend, aber am Oberrhein bewegen sich die Umsätze nur in sehr engen Grenzen. Die Anlieferung von Braugerste ist besser geworden: trotzdem konnte bei dem großen Bedarf der Mälzereien und Brauereien, die vorläufig besonders auf den Bezug von besten Qualitäten Wert legen, der Preis leicht anziehen, so daß die Erzeugerpreise sich zwischen 20,50 bis 22 Mark bewegen. Das Angebot in I n d u st r i e g e r st e ist nicht nennenswert, aber auch der Verkauf an die Industrie geht langsam, sei es, daß genügend Vorräte vorhanden sind, oder aber die Bezugsscheine nicht immer vorliegen. Aus Rheinhessen wird auch Futter gerste in kleinem Umfange angeboten, die aber nicht zur Deckung des überaus großen Bedarfs genügt. Hafer ist erst in einigen Mustern, die bisher wenig befriedigten, vorgelegt worden, so daß die Versorgung dos Konsums weiterhin mit dem von der RfG. zur Verfügung gestellten Hafer erfolgen muß. Das M e h l g e s ch ä f t bleibt sehr lebhaft, so daß die Mühlen laufend Abzug, besonders in Weizenmehl, haben. Auch Roggenmehl ist gut gefragt, kommt jetzt aber sowohl von unseren Landmühlen, wie auch aus dem Osten besser heran. Am Futtermittelmarkt haben sich die Kaufwünsche allgemein vermehrt, da besonders der Handel sich für die kommenden Monate einzudecken versucht. Das Angebot von Futtergetreide, Kleie und besonders Futtermehlen ist nicht weitreichend. Kartoffelflocken wurden im September wieder gehandelt. Heu und Stroh haben sehr kleines Geschäft. zsiiS £06 *.ah« 5, Vfit mir. KÄ pflücken, ®as nicht werden, r.c sollen ihrer t ein 6t« > wir wo Meine Frau Zwischen n Zwelschenkuch immer noch Der Nacht" wandert zürn eifrig pflückt- Also wird! «wetschenkuch so »oll Frucht ten, und sie I von dem Sem lange nachgesc blau färben, reisen gekostet (5 1# Seit I M leuchte I Zwetschenkuch' I scheuen Andc 1 Mögen auch sauer sein, bi tuchen! Das erhellt. Die ! daß es zum tuchen gibt. Wohl sind fahren, aber Wiesen, bie ! 65 wird noch Hin treuer h 'fein. Mag dii Körbchen voll gepflückt, dami und klein, alt in der Stadt: Zwetschenkuche schmeckt er im Weidenbaume- sacken sitzen ir Zeigt sich i fliegen die Kö groß und kle aus, damit no gefüllt werden haben die. iinirb immer 1 Bauerlaubnissen (14 250) betrug sie 44 v. H. und bei den Baubeginnen (13 219) 39 v. H. Am größten war sie mit 53,4 v. H. bei den Bauvollendungen (12 233). Gegenüber dem Vormonat ist mit Ausnahme der Bauanträge, die um 5,7 v. H. zurückgingen, noch eine weitere Belebung eingetreten. Die Zahl der Bauerlaubnisse und Baubeginne stieg um 4,1 und 4,4 v.H. Bei den Bauvollendungen, die erfahrungsgemäß erst zum Jahresende eine stärkere Zunahme aufweisen, betrug die Steigerung 1,8 v. H. Die Krostfahrzeuginöustrie im Juli. Fwd. Produktion und Absatz fabrikneuer Kraftfahrzeuge lagen laut „Wirtschaft und Statistik" im Juli sowohl der Stückzahl als dem Werte nach höher als im Vormonat. Im Berichtsmonat wurde mit insgesamt 45 650 neu hergestellten Kraftfahrzeugen (Vormonat 42 470) eine neue Höchstzahl erzielt, wertmäßig wurde jedoch mit 105,7 Mill. RM. der bisher höchste Gesamtabsatz im Mai d. I. (109,5 Mill. RM.) nicht ganz erreicht. Im Jnlande betrug der Absatz 96,0 Mill. RM. (Vormonat 93,5 Mill. RM.), im Auslande 9,6 Mill. RM. (Vormonat 10,1 Mill. RM.). Der Anteil des Auslandabsatzes am Gesamtabsatzwert belief sich auf 9,1 v. H. Während Produktion und Absatz von Personenwagen im Berichtsmonat stiegen, ist bei Lastwagen die Produktion etwa gleich geblieben, der Absatz dagegen etwas zurückgegangen. An Zugmaschinen und Sattelschleppern wurden beachtlich mehr als im Vormonat hergestellt und abgesetzt, auch die Herstellung und der Absatz an dreirädrigen Kraftfahrzeugen war im Juli größer als im Vormonat. Hhein-Mainische Börse. Mtlagsbörse still. Frankfurt a. M., 3. Sept. Die Börse blieb weiter sehr still. Der Drbereingang war wieder gering. Am Aktienmarkt lagen die ersten Notierungen uneinheitlich, überwiegend aber um Bruchteile vom Hundert schwächer. Vorbörslich wurden Montanwerte auf die guten Berichte vom Eisenmarkt bis zu 1 v. H. höher umgesetzt, während sie zur amtlichen Notiz zumeist nur knapp behauptet blieben. Buderus 108,25 (108,40), Mannesmann 105,65 (106) nach vorbörslich 107, Verein, ©taljl 106 (106,25) nach vorbörslich 106,75. Hoesch und Rheinstahl lagen unverändert. Von chemischen Werten ließen Deutsche Erdöl 1,50 v. H., JG.- Farden 0,25 v. H. nach. Elektroaktien lagen uneinheitlich, vorwiegend aber um 0,25 bis 0,50 v. H. niedriger, höher Gesfürel mit 133 (132) und Siemens mit 184,50 (184,25). Maschinenaktien bröckelten 0,50 bis 1 d. H. ab, auch Muag ausschließlich 4,5 v. H. Netto-Dividende 116,25 (121,65). Schiffahrtsaktien gingen weiter etwas zurück, Hapag 13,40 (13,75), Nordd. Lloyd 13,90 (14). Im einzelnen tarnen Reichsbank 1 v. H. und Westdeutsche Kaufhof 0,50 v. H. niedriger zur Notiz. Etwas fester blieben Kunstseide Aku mit 64,25 (64), auch die im Freiverkehr gehandelten Kunstseiden-Shares zogen auf die Sonderausschüttung bei der American Enka weiter an. Ferner waren Oberbedarf trotz des Dementis der Verwaltung mit 51 (gestern abend 50 Brief) etwas fester. Der Rentenmarkt lag zwar still, aber freundlich. Altbefitz 113,90 (113,75), späte Schuldbuchforderungen 98 (97,75), 6proz. zertif. Dollar- Preußen 68,50 (68,25), 7proz. Spargiro 68,75 (68,50). Kommunal-Umschuldung unverändert 88, ebenso Zinsvergütungsscheine mit 93. Von Auslandrenten zogen Ungarn Gold auf 9,30 (9,10), 5proz. innere Mexikaner auf 6,25 (6,20), 4prozent. Gold von 1904 auf 10 (9,90) an, rumänische Anleihen blieben behauptet, nur 4,5proz. Gold etwas ermäßigt auf 10,15 (10,40). Im Verlaufe hielt die Geschäftsstille an. Am Aktienmarkt war die Haltung schwächer, die Kurse gingen gegen den Anfang etwa 1 v. H. zurück. JG.-Farben 159 nach 159,75, Verein. Stahl 105 nach 106. Von den später notierten Werten zogen Scheideanstalt 1 v. H. an auf 273, Zellstoffaktien lagen gut behauptet, Cement Heidelberg 1 v. H. höher mit 144. Am Kassamarkt war Eisenbahn-Rentenbank stark gefragt, Taxe 80 (gestern abend 76 und gestern mittag 72). Am Rentenmarkt gingen Kommunal - Umschuldung auf 87,95 nach 88 zurück. Goldpfandbriefe lagen unverändert, Liquidationspfandbriefe teilweise 0,13 v. H. niedriger, auch Stadtanleihen bröckelten zumeist 0,25 v. H. ab. Von Provinzialanleihen Oberhessen 126.50 (126,25). Don Auslandrenten zogen 4,5 v. H. Goldrumänen auf 10,25 nach 10,15 an. Quoten und Reste lagen im Freiverkehr geschäftslos. Der Freiverkehr lag still. Kali Wintershall 119,50 bis 120,50, Fleschwerke AG. 13, Wayß & Freytag 118, Dyckerhoff Gement 138,50 und Oberbedarf weiter erholt auf 52 nach 51. Felten & Guilleaume 4 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität 6 Rhein. Wests. Elektr 6 Schuckert L Co 6 Siemens L HalSke 8 SahmeyerSCo 7 i einem Goldes, der S! fe einfQn 1 Hütte der I 6n^r. Es i und Sä' y auch d > hab « Un 8,-iS1 8Ä: «Xr «Vu IM« b'i frer dc Sie 6'POrent | A be, S er Jungte r-5ttfe ?'e M ? Kll nV> seicht Aej ^koch/'cht Nie J bes ? b n I ?ie k haL i Je V ubet - i Samburg-Amerika-Paket 0 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd 0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz, und Privat-Bank ... 4 Deutsche Bank und DiSconto- Gesellschaft Dresdner Bank Retchsbank Schlußkurs 2.9. NSG. Das durch Gesetz im April 1934 in Preußen in» Leben gerufene Landjahr stellt in Idee und Gestalt einen der kühnsten und großzügigsten Ansätze nationalsozialistischer Erziehungsreform dar. Bereits das Probejahr 1934 hat die Erwartungen, die man an diese Neuschöpfung des nationalsozialistischen Staaten knüpfte, bei weitem übertroffen, und die vorliegenden Erfahrungen werden wegweisend fein für Die Erziehung einer neuen deutschen Staatsjugend aus dem Geiste unserer Weltanschauung. Und die in bisher unbekanntem Maße erfolgte Verwirklichung gesamtmenschlicher Um- und Neuformung, die mit der Erziehung des neuen deutschen Menschen radikal Ernst machte, ist nur die tausendfache Bestätigung für die Richtigkeit des genialen Gedankens. 33 000 deutsche Jungen und Mädel, erbbiologisch, charakterlich und geistig wertvollstes deutsches Menschentum, vordem bedroht durch die weltanschaulichen und sittlichen Gefahren der Großstadt, fremd geblieben den wahren Quellen deutschen Volkstums, gehen in diesem Jahr durch diese Schule junger deutscher Nation. In der straffen Zucht und Zielsetzung des Lagers, das mitten hineingestellt ist in den Lebensraum des Dorfes und im Wechsel der Tages- und Jahreszeiten, in Arbeit, Fest und Feier mit diesem seine Erziehungsaufgabe täglich neu erfüllt, wird diesen Jungen und Mädels in der neuen landgebundenen Umgebung das Erlebnis völkischer Schicksalsgemeinschaft vermittelt. Bei gleicher Kost und Kleidung, Arbeit, Sport, Spiel und Fahrt, bei soldatisch einfachen Formen, in Kameradschaft und Disziplin, in frischem, zuchtvollem, jugendhaftem Leben, in hartem Dienst an deutscher Erde erleben Jungen und Mädel nationalen Sozialismus der Tat. Die Erziehungsaufgabe verlangt von Körper und Geist eine tägliche erneute Verpflichtung vor dem Volke, und in einer lebensnahen und immer die Gesamtheit des Lebens und seiner Zusammenhänge erfassenden Schulung wird der weltanschaulich klare und gefestigte kämpferische Junge geformt. An Stelle einer intellektualistischen und materialistischen Pädagogik ist die aus der Ganzheitsauffassung des Lebens geborene Erziehung in der jungen Mannschaft getreten, die ihr Gesetz einzig erhält von der Kameradschaft, von der Verantwortung der Gesamtheit. An Stelle verstandesmäßiger Belehrung ist die vielfältige Kraft großer Erlebnisse getreten, die in Arbeit, Fahrt und Schauen hinführen zum Erleben und Erfassen von Heimat und Volk. das Wen b tat Tüa, Mt', Ww ■ ein, anderseits ergaben Fff) auch keine Erholungen. Die Kurse hatten zumeist nominellen Charakter und blieben im Vergleich zum Berliner Schluß behauptet. Etwas schwächer lagen Gesfürel mit 132 (133,50), ferner bröckelten Zellstoff Waldhof auf 143 bis 143,50 (144) und Zement Heidelberg auf 143 (143,75) ab. In der AEG.-Aktie hielt der Druck an, es kam nur ein Einheitskurs mit 36 bez. und Brief zustande (36,25). Der Einheitsmarkt lag ruhia, Großbanken unverändert. Am Rentenmarkt herrschte sowohl in deutschen wie in ausländischen Papieren Geschäftsstille. Im Freiverkehr lagen amerifan. Kunstseiden-Shares auf Grund höherer Meldungen aus Holland noch etwas fester, Umsätze fanden nicht statt: U. a. notierten: 6proz. Verein. Stahl 102,50, 6proz. JG.-Farben 124, Schutzgebietsanleihen 10,70, 4proz. Ungarn Gold E 9,25, Comerzbank 100, DD-Bank 98,75, Dresdner Bank 98,75, Reichsbank 182, Harpener 128, Ilse Genuß 134, Mannesmann 104,50, Rheinstahl 132,50, Laurahütte 19, Verein. Stahlwerke 104,65, Aku 63,25, AEG. E 36, BMW. 133,25, Bekula 152, Bemberg 87, Zement Heidelberg 143, JG.-Chemie volle 216, leere 153,50, Daimler E 119, Deutsche Erdöl 122,50. Frankfurter Schtachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 3. Sept. Auftrieb: Rinder 39 (gegen 38 am letzten Donnerstagsmarkt), darunter 4 (2) Ochsen, 4 (6) Bullen, 24 (25) Kühe, 7 (5) Färsen. Kälber 835 (708), Hämmel und Schafe 206 (218), Schweine 245 (277). Notiert wurden pro 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Kälber a) 89 bis 94 (am 27. August 85 bis 91), b) 80 bis 88 (78 bis 84), c) 72 bis 79 (68 bis 77), d) 60 bis 71 (58 bis 67). Hümmel b2) 56 bis 60 (55 bis 57). Schafe e) 56 bis 58 (50 bis 54), f) 52 bis 54 (42 bis 48), g) 48 bis 50 (38 bis 40). Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), dl) 51 (51). Marktverlauf: Kälber, Hämmel und Schafe lebhaft, ausverkauft. Rinder Dalum 4% oesgl. Sene u 6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4%%Rumän.verelnh.Rentev.l91S 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2N% Anatolier Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Schluß- kurs 2-9 Schlußk. Mittag. börle 3.9. 9T 7,1 10,4 6 I 6 3 3 Frankfurt a. M. Berlin Schluß, kurs Schlußk. Abendbörse Schluß, kurs Schlußk. Mittag, börse Datum 2.9. 39. 2.9. 3.9. Mansfetver Bergbau....... 6¥t — — 149 149 Kotswcrte ................ .. 6 — — 130 128 Rheinische Braunkohlen .... . 12 — 220 220 Rheinstahl................ .. 4 133,75 132,5 133,5 133 Bereinigte Stahlwerke...... «y. 106,25 104,65 106 104,65 Otavt Minen ............. .. 0 32,75 32,5 32,75 32,5 Kaliwerke Aschersleben...... .. b —— -—- 118,25 Kaliwerke Westeregeln...... .. 5 117 117 117,25 117 Kaliwerke Salzdetfurth..... 7% 174 174 174 173,5 I. G. Farben-Jndustrie..... .. 7 160 158,9 160 158,9 Scheideanstalt............. .. 9 272 273 — Goldschmidt .............. .. 5 112,5 111,25 — 111,25 Rütgerswerke ............. .. 6 129 129 128,5 128 Metallgeiellschaft........... .. 6 131,65 130,25 132 130,75 Philipp Holzmann ......... .. 4 124 123,25 123,75 123,25 Zementwerk Heidelberg .... .. 7 143 143 - Cementwerk Karlstadt....... .. 6 156 156 - - Schultheis Patzenhofer ..... .. 4 — — 106,75 105,5 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 64 63,25 64,13 63,25 Bemberg................. .. 6 88 87 87,5 87,5 Zellstoff Waldhof .......... .. 6 143,5 143,5 143,9 144 Zellstoff Aschaffenburg ..... .. 0 118 — 117,4 117,5 Dessauer Gas ............. .. 7 — — 106,5 106 Daimler Motoren.......... .. 0 120 119 120,25 118,65 Deutsche Linoleum......... .. 8 169 169 169 169 Crenitent & Koppel........ .. 0 —— — 84,9 83,75 Westdeutsche Kaufhof....... .. 0 53,5 52,5 53,65 52,25 Chade.................... .. 9 398 395 398 — Accumulatoren-Fabrik...... . 12 — 199 200 — Conti-Gummi............. . 11 171,25 170 171,75 170 Grttzner.................. .. 0 33,5 33 33,25 32,65 Mainkraftwerke Höchst a.M.. .. 4 93,5 93,25 - — Süddeutscher Zucker ....... . 10 208 207 208 207,5 Frankfurt a. M. Berttn Schluß, kurs Schlußk. Abend, börle Schluß, kurs Schlußk. Mittag« b6rfe_ Dalum 29. 3.9. 29. 3.9. 5% Deutsche Retchsanteihe v. 1927 101,25 101,25 101,25 101,25 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 98 98 98 98 6%% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mst — 102,4 102,5 102,5 Auslos.-Rechten ............ *Yi*/o Deutsche Reichspostschatz an 113,75 114 113,9 114,2 Weisungen von 1934, 1....... *y>% ehem. 8% Hessischer Volks- 100 100 99,9 ftaat 1929 (rückzahlb. 102%) ... *Yi% ehem. 8% Hessische Landes bank Darmstadt Gold R. 12... 6Vi% ehem. 4H% Hess. Landes 98,9 98,9 98,9 98,75 97 97 97 — Hypothekenbank DarmstadtLiou. 4%% ehem. 8% Darmst. Komm Landesb.Goldschuldverschr. R.6 Oberhessen Provinz-Anleihe mti 101 100,9 — — 93,4 93,4 — Auslos.-Rechten ............ Deutsche Komm. Sammelabl. An 126,25 126,5 — — leiye Serie 1 mit Auslos.-Rechten *Vi% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6%% ehem. 4’/i% Franks. Hyp. Bank-Ltqu.-Pfandbrtese...... 6Vi% ehem. 4*/t% Rheinische 119,5 119,5 119,5 119,5 97 97 — — 100,75 100,75 — — Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. ... 4%% ehem. 8% Pr. Landespfand- briefanltalt, Pfandbriefe R. 19 4V9% ehem. 7% Pr. Landespsand briefanst., Gold Komm. Obl. 20 101 100,9 101 101 97,5 97,5 97,5 97,5 95 95 95 95 Steuerguttch. BerrechnungSk. 34-38 109,6 109,6 106,65 109,65 2. September 3-September Amtliche Notierung Geld | Brief Amtliche Notierung Geld | Briet 0,703 0,707 0,702 0,706 42,01 ■ 42,09 42,02 42,10 0,147 0,149 0,146 0,148 3,047 3,053 3,047 3,053 55,90 56,02 55,90 56,02 46,80 46,90 46,80 46,90 12,52 12,55 12,52 12,55 5,524 5,536 5,524 5,536 16,375 16,415 16,375 16,415 168,96 169,30 168,97 169,31 19,57 19,61 19,57 19,61 0,732 0,734 0,732 0,734 5,654 5,666 5,654 5,666 62,92 63,04 62,92 63,04 48,95 49,05 48,95 49,05 11,375 11,395 11,375 11,395 64,55 64,67 64,55 64,67 81,08 81,24 81,07 81,23 30,37 30,43 30,22 30,28 10,27 10,29 10,27 10,29 — — —! ■ 2,488 2,492 Banknolev 2,488 L 2,492 Berlin, 3.September ch der schwarzen Magie, so mach - i*r aus chren ererbten Künsten eine ieoe cm werbe und sie teilten sich redlich in ihr Erbe. Denn die eine wählte den Tod und die andere das Leben. Die ältere, welche den Tischler Wol - lenroeber heiratete, wurde die Zuflucht der Verfeindeten, der Mißgünstigen, die danach lechzten, einander Schaden zu bereiten durch böse Tränke unb Besprechungen. Die jüngere, bie Frau unb frühe Witwe des Maurers Riemenfchneider, half denen, die im Vertrauen auf die heilenden und versöhnenden Kräfte ihrer Tränke und Salben, ihres wohlverwahrten Karfreitagswassers, ihrer ererbten Sprüche kamen. Unb es kamen viele zu ihr, in nie enttäuschtem Vertrauen auf eine Güte, bie freilich von ber launenhaften Natur in bas Gewanb einer erfchreckenben Häßlichkeit gehüllt war....... Maria Riemenschneider war nach dem Tode ihres Mannes aus Wenthusen in ihr Vaterhaus zurückgekehrt, das der Wald schon wieder in Besitz genommen hatte. Das geduldige Moos hatte sich schon bis über die Schwelle getastet, aus dem halbeingestürzten Dache hatte sich durch die morschen Sparren eine Eberesche herausgezwängt und die Vögel, die in den Zimmern ihre Nester gebaut, hatten auch den Samen von mancherlei Kräutern ins Haus getragen — so waren sie aufgeschossen in den Fensterbänken unb hatten bie Fenster ganz geschlossen mit ihren bunten, wuchernden Wänden. Denn da waren die zitternden Gräser und die Farren und zwischen dem feindselig dichten Blattwerk der Nesseln drängten sich die Dolden der Schafgarbe und der wilden Mohrrübe. Die Vögel hatten sich nicht beirren lassen durch das Lager eines alten einsiedlerischen Dachses, der sich den Keller wohnlich eingerichtet hatte. Und der Garten war überwuchert von den riesigen Blättern des Huflattichs, die alles Wachstum erstickt hatten — sie bargen in den sumpfigen Niederungen ihrer Schatten die Frösche, die mit ihrem eintönigen Geguarr die Erbin dieses Hauses begrüßten, als die nach zehnjähriger Abwesenheit heimkehrte. Maria Riemenschneider brachte es nicht übers Herz, das vertrauensvolle Wuchern dieser Wildnis mehr zurückzudämmen als es die notwendigste Ausbesserung des Daches und die Instandsetzung eines Zimmerchens erforderte. Bei der Küche schon machten ihre Bemühungen um eine menschliche Bequemlichkeit halt: Das erfüllte sie immer wieder mit tiefer Genugtuung, daß die Bachstelze, die sich ihr Nest auf einem Wandbrett gebaut hatte, nicht für einen Tag verscheucht worden war, daß der Igel sein Lager nicht verlegt aus der Holzbiste im' Winkel. Ja, die Jgelmutter warf bald nach Marias Rückkehr sogar acht rosige Junge, die sie unschwer an die regelmäßig bargereichte Milch ihrer Ziege gewöhnte. So würbe ihr dieser Einzug im Frühling zu einem Empfang durch die dunkel sprießende Güte jener Kräfte, die den Wald durchweben von Ewigkeit..... Hier also hauste sie wieder feit fünfundzwanzig Jahren und hier hatte sie immer tiefer hineingefunden in ihren Beruf, ben einzigen, ber ihrer in solches Dunkel heimgekehrten Seele gemäß war. Von hier aus unternahm sie ihre Streifzüge in ben Walb unb in bie Dörfer, allabenblich wieber einmünbenb in ihre gesegnete Einsamkeit unb unerreicht von ber Unraft ber Menschen. Auf ben Wanberungen durch die Unendlichkeit des Waldes nahm sie dankbar alles hin, was er ihr fo freigebig bot. Da waren außer ben Kräutern vor allem bie Pilze, bie sie fo liebte. Sie brach den jungen Steinpilz, wenn er im ersten helleren Schwellen durch die Feuchtigkeit der Buchenblätter hervordrängte, sie sammelte das weiche Gold des Hahnenkamms und der Eierfchwämme, sie ging dem erdig-fetten Braun der Morcheln nach und sie fand unter ihren hochgewölbten Erdbuckeln das unterirdische Sprießen der Trüffeln. Sie wußte den bleichgrünen, giftigen Schimmer bes Knollen- wustlings vom satten Gelbweiß bes köstlichen Wald- champignons zu unterscheiben. Den Eichhasen fanb sie in biefem .uferlosen Walbe, biefe launige Verästelung von Pilzen auf einem bicken tragenben Mutterstamm. Sie fanb bie Totentrompete, bereu büfteres Grau aus morastigen Abhängen gespenstisch aufftanb unb ben würzigen Reizker, schillernb in ben gelbbraunen Ringen seines Hutes, sammelte sie mit ber großen Familie ber Täublinge in Körben zu Zentnern... Sie sammelte biefe Pilze, zog sie an Fäben auf unb ließ sie trocknen in ber Sonne unb in bem Winbe, ber sich bis in biefes Tal verirrte ... Kunst und Wissenschaft. 3000-MarkErzähler-Preis der „neuen linie“ 1937. 15 000 Mark hat die Monatszeitschrift „die neue Knie" (Verlag Otto Beyer, Leipzig) in den vergangenen fünf Jahren als Preise für die besten deutschen Erzählungen gestiftet und verteilt. Für 1937 ist dieser Erzähler-Preis in geänderter Form erneuert. Wiederum sind Preise in der Gesamthöhe von 3000 Mark ausgesetzt, durch die diesmal sowohl die besten Erzählungen als auch die besten Kurzgeschichten ausgezeichnet werden sollen. Dem Preisgericht gehören an: Werner Beu m e l- bürg, Dr. Paul Fechter, Helene v. N o st i tz , Dr. Wilhelm v. Scholz, Dr. Bruno E. Werner. Die Bedingungen sind im September-Heft der „neuen linie" veröffentlicht. Der erste Erna-Sack-Film. Die berühmte Sängerin Erna Sack spielt ihre erste große Filmrolle in dem Gloria-Film der Tobis Rota „B l u m e n a u s N i z z a", dessen Aufnahmen soeben in Wien unter der Regie von Augusto G e - nina begonnen haben. Die weiteren Hauptrollen in dem von Dr. Max W a l l n e r geschriebenen Film sind mit Friedl Czepa, Paul Kemp», Karl S ch o n b ö ck und Jane Tilden besetzt. Musik: Willi Schmidt-Gentner. TUufiffage 1936 in Kassel. Die Musiktage 1 936 in Kassel, die im Oktober vom Arbeitskreis für Hausmusik veranstaltet werden, bringen in einer dreitägigen Folge von neun Hauptoeranstaltungen eine Fülle von alter und neuer Musik, die für das Selbstmusizieren Anregung geben soll. In einer Musizierstunde unter dem Titel „Neue Hausmusik" wird der Versuch gemacht, zeitgenössische echte Hausmusik von zukunftsweisender Haltung und wirkliche Qualität zu bringen; Werke von Cesar Br es gen, Hugo D i st l e r, Walter Kraft, Karl Marx und Fritz Neumeyer kommen dabei zu Gehör. Aus bem sonstigen Programm ist besonbers bemerkenswert bie originalgetreue Aufführung mehrerer Werke der Bachzeit, u. a. des 4. Brandenburgischen Konzertes. In einer zeitgenössischen Kammermusik wird Das Cembalokonzert von Hugo Distler vom Komponisten selbst gespielt. Eine Geistliche Abendmusik bestreitet der Lübecker Sing- unb Spielkreis. Auch bie Instrumentenbauer sinb wieber mit mehreren Musikstunben beteiligt. Hauptträger bes instrumentalen Teiles ist ber Kammermusikkreis Wenginge r - S ch e ck. Zeitschriften. — Währenb in Spanien seit Wochen ber blu- llgste Bürgerkrieg tobt, bereiten sich in China Dinge vor, die eine militärische Auseinandersetzung zwischen der Zentralregierung und den Provinzregierungen erwarten lasten. Im neuesten Heft der „I l l u st r i r t e n Zeitung Leipzig" (Verlag I. I. Weber in Leipzig) berichtet W. K. von Nohara, ein zuverlässiger Kenner der innerpolitischen Verhältnisse in China, in einem vielseitig illustrierten Beitrag über die gegenwärtigen Ereignisse im „Reich der Mitte", das bald wieder in den Brennpunkt des weltpolitischen Interesses rücken wird. Die herrlichste Waffensammlung ber Welt befinbet sich in ber Neuen Hofburg in Wien. Auf zwei Bilbseiten werben bie kostbaren Prunkstücke deutscher, italienischer und spanischer Waffenschmiede, fo z. B. der Harnisch des Herzogs von Parma (1570), der Roßharnisch Kaiser Maximilians I. und der Prunkhelm Kaiser Karls V., gezeigt. 2SZahre Poppe & Co. in Gießen Fabrik technischer Summiwaren. Auf Einladung der Deutschen Arbeitsfront. 32 Fortsetzung. Nachdruck verboten! gana offen gelassen. .Wenn man überall gut Herr Tsai Ta Wang Planke, die zum Boot stand auf der schwebenden führte, und sah sie korn- (abends). September, die Volksfeste. September, den Appell der SA. und Leiter Am 12. Am 13. SS. Hans Lorenzen lachte ihn an. , Geld hat, mein Lieber, kann man leben." ,Zch meinte, man könnte sich hier „Bei dem Futter!" stieß John verächtlich aus und mischte sich durchaus", sagte er, „ich habe den Zeitpunkt der Abrechnung auch noch wohlfühlen." Schnakenbeck ein. „Reis, kleinen Zuwendungen bedacht worden, um den Aufenthalt in Nürnberg so angenehm wie möglich zu machen. Die Teilnahme an folgenden Veranstaltungen ist vorgesehen: Am 10. September, den Appell des Reichsarbeitsdienstes, Am 11. September, den Appell der Politischen lieber die Sven Kings Road kamen drei Männer, die in dem Gewimmel von Menschen auffallen konnten. Sie waren Europäer und seemännisch gekleidet. Aber ihr Anzug war anderseits wieder nicht so, daß man annehmen konnte, sie kämen von Bord eines der vielen im Hafen liegenden Schiffe. Sie trugen weiße Tropenhelme, jedenfalls ehemals weiße Korkhelme. Vielleicht hatten sie in ihrem Seemannszeug Landarbeit verrichtet, gegraben, Kanäle umgeleitet ober etwas Aehnliches? Rudolf Terbrügge sagte: „Ich glaube, wenn man Geld hat, kann man in Victoria gut leben." Am morgigen Samstag kann die Fabrik technischer Gummiwaren PoppeLl Co. in Gießen, die weit über den Kreis unserer Heimat hinaus bekannt ist, das Jubiläum ihres 25jährigen Bestehens feiern. Aus diesem Anlaß werden Betriebsführung und Gefolgschaft gemeinsam einige festliche Stunden begehen. Der Entwicklungsgang des Unternehmens ist interessant, und zwar um so mehr, als es in einer verhältnismäßig kurzen Zeit eine beachtliche Höhe erreichte. Ursprünglich bestand die Firma Poppe als Handelsfirma in Frankfurt a. M. und hatte damit bei der Aufnahme der Fabrikation den Vorzug, bereits einen Kundenkreis an der Hand zu haben, durch den der Absatz im Wesentlichen gesichert war. In den Räumen einer in Konkurs gegangenen Firma, die Autobereifungen herstellte, wurde die Fabrikation ausgenommen, zunächst in beschränkten räumlichen Verhältnissen und mit einer Belegschaft von etwa 30 Mann. Aber noch im ersten Jahre wuchs die Belegschaft auf nahezu 200 Personen an. Die Produktion stieg entsprechend. Die Firma beschäftigte sich in erster Linie mit der Herstellung von Gummiwaren für technischen Bedarf, fertigte Einkochringe, Dichtungsringe, Schläuche, Bezüge für Gummiwalzen, Decken für Gerbereimaschinen und viele andere Artikel. Ein großer Teil der Erzeugnisse, nahezu 60 v. H., ging in das Ausland. Durch die gegenwärtige handelspolitische Lage hat der Export allerdings auch Einbuße erlitten, immerhin gehen auch heute noch 5 v. H. der gesamten deutschen technischen Gummiwaren-Ausfuhr aus dem Werk Poppe über die Grenzen. Der hessische Staat brachte dem Werk seinerseits alles Vertrauen entgegen und autorisierte die Gießener Firma für den Bedarf der Reichsbahn. Bald konnten die Fabrikationsräume erweitert werden. Moderne Anbauten wurden errichtet, für die Herstellung von Luftdruckbremsschläuchen für die Reichsbahn wurde ein langer Schlauchsaal geschaffen, und in der Folge konnte die Belegschaft auf nahezu 300 Personen erhöht werden. Interessant ist in diesem Zusammenhang, daß unmittelbar nach dem Kriege die Firma Poppe zur Verarbeitung synthetischen Gummis überging und sich dazu die notwendigen technischen Einrichtungen „Ich bin kein Kind. Ich verliere kein Geld. Gestern abend hatte ich noch zehn Silberdollar in der Tasche. Heute morgen fehlen mir fünf. Das ist chinesischer Spuk, für den ich bei passender Gelegenheit unfern verehrten Wirt Tsai Ta Wang beim Kragen nehmen werde." Hans Lorenzen sah ihn an. Er wußte nicht genau, wie weit der andere im Ernst sprach. „Zunächst brauchen wir den Chinesen, John", äußerte er betont. John Schnakenbeck hob den Kopf. „Verstehe 500 Arbeitskameraden des Gaues Heffen-Aaffau fahren nach Nürnberg NSG. Zum diesjährigen Reichsparteitaa hat es die Seutfcfje'Arbeitsfront 10000 Arbeitskameraden ermöglicht, an den Nürnberger Ereignissen teilzunehmen. Ans dem Gau Hessen-Nassau fahren 500 Mann. Dss Ami „Reisen, Wandern, Urlaub" in der NS.-Gemsinschaft „Kraft durch Freude" organisiert die Fahrten und übernimmt die Betreuung der Volksgenossen. Der Aufenthalt in Nürnberg dauert eine volle Woche: vom Mittwoch, 9. September, bis Mittwoch, 16. September. Die Teilnehmer der Kreise Worms, Alzey und Oppenheim treffen sich am 9. September um 9 Uhr vormittags am Eingang des Hauptbahnhofes in Worms, da die Abfahrt für 9.20 Uhr vorgesehen ist. Die Teilnehmer der Kreise Bensheim, Erbachs Dillenburg, Groß-Frankfurt, Main-Taunus, Unterlahn, Bingen, Gießen, Friedberg, Mainz, Ufingen, Limburg, Untertaunus, Darmstadt, Wetzlar, Lauterbach, Groß-Gerau, Rheingau, Oberwesterwald, Dieburg, Biedenkopf, Schotten, Obertaunus, St. Goarshausen und Unterwester- wald treffen sich um 9.45 Uhr am Eingang des Hauptbahnhofes in Darmftadt. Der Zug läuft bereits um 10.12 Uhr ein. Die übrigen Teilnehmer, also die Kreise Offenbach, B ü b i n ge n , Gelnhausen, Hanau und Schlüchtern besteigen den Zug in Aschaffenburg um 11 Uhr. Das Quartier der Hessen-Nassauer DAF.-Männer ist in der Schwabacher Schule in der Schwabachstraße 86/88 in Fürth. Alle Betriebsführer haben gerne einer Beurlaubung zugestimmt. Einzelne Teilnehmer sind von ihrem Betriebsführer und Arbeitskameraden mit Am 14. September, die Vorführungen der Wehrmacht. Der Eindruck der Kraft, der Friedensliebe, aber auch der unbedingten Entschlossenheit des nationalsozialistischen Deutschland wird allen Teilnehmern des Reichsparteitages in eindrucksvoller Weise vermittelt werden. Sie werden die Formationen unserer SA. und SS. aufmarschieren, den Arbeitsdienst und die Wehrmacht bei Uebungen und Ma- növern sehen, den Jubel erleben, aber auch die große Liebe und Verehrung mitfühlen, die dem Führer überall von allen Deutschen entgegengebracht wird. Das Ausgebot der Motorgruppe Hessen für Nürnberg. NSG. Am Reichsparteitag werden aus den Gauen Hessen-Nassau und Kurhessen 500NSKK.-Männer der Motorgruppe Hessen teilnehmen. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, so daß diese men. Sein feistes Gesicht strahlte. „Sie haben Glück gehabt, ich sehe es Ihnen an", sagte er englisch. Hans Lorenzen schüttelte den Kopf. John Schnakenbeck sagte trübe: „Sie sind kein Menschenkenner, Mr. Tsai Ta Wang." Der Chinese lächelte, trat zurück und ließ sie ein. „Sie sind mir von meinen Freunden so warm empfohlen worden", sagte er und bot Platz an, „daß ich Ihnen in jeder Hinsicht zur Verfügung stehe. Mer sich für unsere Freiheit eingesetzt hat ..." „Pscht....", machte Hans Lorenzen, „nicht so große Worte. Sagen Sie uns lieber, was wir tun können, um zu Geld zu gelangen, damit wir hier wegkommen. Tsai Ta Wang wiegte den Kopf. „Sie brauchen keine Angst zu haben. Hier hört uns niemand. Aber Sie haben recht. Worte sind die Feinde der Wirklichkeit und der Taten. Es muß etwas für Sie geschehen." Er behielt sein Lächeln bei; seine Augen zwinkerten. „Sie sind verläßlich", meinte er und wurde doch leiser. „Sie sind zu dritt. Starke Männer; Europäer noch dazu, die man nicht gern behelligen wird. Ich hätte etwas für Sie. Eine Reise, eine kleine Fahrt nach Kanton. Mit dem Flußdampfer stromaufwärts, nicht weit." „Was sollen wir dort, Mr. Tsai Ta Wang? Briefe besorgen nach Kanton? Wollen Sie Ihren Freund im Süden an die Kantonregierung verraten?" Er traute dem gewitzten Chinesen das durchaus zu. Bvhnenkäse, Nudeln. Dazu Tee. Morgens, mittags, nachmittags, abends. Geh mir ab!" „Du tust Herrn Tsai Ta Wang Unrecht. Gestern gab es Rindfleisch. Er hatte das Fleisch nur für uns holen lassen; er selber aß es nicht." „Dann war es wahrscheinlich kein Rindfleisch, sondern er hat uns einen alten toten Hund vorgesetzt!" „Unsinn. Tsai Ta Wang ist Buddhist. Das Rind ist den Leuten heilig. Jedenfalls essen sie es nicht." „Wann gibt es nun wohl mal Goldfische? Oder faule Eier? Ich will chinesische Spezialitäten! Reissuppe mit Rindfleisch kocht meine Frau auf den Vorsetzen in Hamburg genau so gut." John Schnakenbeck war heute nun einmal streitbar; aber er reagierte feine üble Laune mit Späßen ab, eine sehr schöne Art der Selbstbeherrschung. „Aergere dich doch nicht mehr, John." Sie duzten sich längst alle drei. „Du wirst das Geld verloren haben." zum Teil in eigener konstruktiver Arbeit entwickelte. Die Verarbeitung synthetischen Kautschuks hat naturgemäß in der Gegenwart erhöhte Bedeutung erlangt, und in angestrengter fiaboratoriumsarbeit wird am Ausbau der Verarbeitungsmethoden gearbeitet. Das von einem großen deutschen Werk bezogene Rohmaterial wird so verarbeitet, daß es zum Teil Eigenschaften erhält, die die des natürlichen Gummis übertreffen. In ständigem Austausch praktischer Erfahrungen in der Verarbeitungstechnik gibt die Firma der Wissenschaft manche wertvolle neue Anregung. Der Betrieb selbst ist für die Verarbeitung synthetischen Materials höchsten Anforderungen gewachsen. In zäher Arbeit wurden viele Schwierigkeiten überwunden. Die Einkochringe für den Bedarf der Hausfrau, die jährlich in vielen Millionen Exemplaren die Fabrik verlassen, werden allerdings nach wie vor aus Naturgummi hergestellt. Die Firma verfügt über einen Stamm vieler und langjähriger treuer Mitarbeiter. Sechs Mitarbeiter können mit der Firma das Jubiläum der 25jährigen Zugehörigkeit zum Betrieb begehen. Es sind dies der Prokurist Dahmer als Handelsvertreter in Frankfurt a. M., die Oberwerkmeister Wilhelm und Heinrich Ley- Gießen, der Lohnbuchhalter Karl Bücher- Gießen, der Pförtner H. Metzler- Gießen und der Heizer W. Schmidt von Rödgen. Die Firma hat es sich sehr angelegen sein lassen, den Werkluftschutz in erheblichem Maße auszubauen. Eine vorzüglich ausgebildete Werkfeuerwehr und eine Sanitätskolonne, beide glänzend ausgerüstet, stehen zum Einsatz bereit. In den Kellern sind sichere Luftschutzräume für die ganze Belegschaft geschaffen. In der jüngsten Zeit und im Hinblick auf das Jubiläum wurde aus der Belegschaft heraus auf Anregung des Betriebsführers ein Chor gegründet, der schon zu einer beachtlichen Leistung geschult werden konnte, und zwar um so mehr, als viele Arbeitskameraden hiesigen Gesangvereinen angehören. Am morgigen Samstag wird der Chor zum erstenmal vor der Gefolgschaft auftreten. Die Leitung des Betriebs liegt in den Händen von Wilhelm P o p p e , dem Sohne des im Jahre 1918 verstorbenen Gründers Konrad Wilhelm Poppe. Unbelannte Fracht Roman von Zranr z.vrann. des Oberheffen * im Mer Geröll. Die Pakete verschwinden durch- den gefaßt gefaßt Lands- □ ßaubi :üion de Saubach w Mmenen m Feinen ei Krieg, nbe landes bas schaffen ist?" „Steine und nicht." „Dann wäre seine Freunde Ein schwerer Zunge verhaftet. Butzbach, 4. Sept. Der hiesigen Gendarmerie ja alles klar." Hans Lorenzen sah an. Sie hatten verstanden. „Uns •jmmen wur Mrs, Bür< 'ihrer der s fopp einstir in übrigen, hmimenen S Jie folgt zus Öatti)ia5 Br 3on = 6if f, ichDiehlI Heinrich Mo MySilß. Tsai Ta Wang blieb freundlich. „Man kann nichts verraten. Nur sich selber. Hier!" Er pochte gegen seine Brust, wo das Herz saß. „General Wei ist mein Freund und ich bin der seine. Darum geht es nicht. Aber unser Schicksal ist im Fluß. Es gibt überall Patrioten; auch in Kanton. Sie würden besser für uns arbeiten und anders für uns tätig fein können, hätten sie Geld. Wir haben Geld genug. General Wei hat die beste Provinz in feiner Hand. Was ist klarer, als daß man versuchen sollte, den Freunden in Kanton von diesem Geld abzugeben." „Richtig", stimmte Hans Lorenzen zu. „Und da führen sollten?" „So ist es." „Und das Risiko? Wenn wir dabei werden, hängt man uns vermutlich auf?' „Sie sehen schwarz. Sie dürfen nicht werden. Deshalb wollen wir gerade keine gelang es durch entschlossenes Zugreifen, in dem Nachbarorte Hoch-Weisel einen schweren Jungen dingfest zu machen. Es handelt sich um den anfangs der zwanziger Jahre stehenden Heinrich Michel aus Hoch-Weisel, der trotz seiner Jugend schon wiederholt mit den Strafgesetzen in Konflikt gekommen ist und zuletzt bis zum 16. August d. I. erst wieder eine zweijährige Gefängnis st rafe verbüßt hatte. Michel befand sich bis zum Januar d. I. in der Zellenstrafanstalt in Butzbach zur Verbüßung seiner Gefängnisstrafe und wurde dann, da die Butzbacher Strafanstalt zu einem Zuchthaus umgewandelt wurde, nach dem Gefängnis in Zweibrücken überführt. Dort wurde er am 16. August nach Der- büßung feiner zweijährigen Freiheitsstrafe entlassen. Am 18. August kam er in Gießen an und meldete sich hier beim Arbeitsamt als Arbeitssuchender. Er wurde vom Gießener Arbeitsamt dem Landwirt Pfeiffer in Queckbvrn zur Erntearbeit zugewiesen und trat dort auch zur Arbeit an. Er erhielt nun vorgestern von seinem Arbeitgeber den Auftrag, auf die Wiese zur Arbeit zu kommen, wozu er ein Fahrrad benutzen sollte. Er setzte sich zwar auf das Rad und fuhr los, kehrte aber bald wieder zu dem Gehöft zurück und öffnete dort mit dem „gelegten Schlüssel" (ein leider noch immer bei der Landbevölkerung vielfach geübter Brauch, den Hausschlüssel nicht mitzunehmen, sondern an einer bestimmten Stelle des Grundstücks niederzulegen) das Haus, so daß er überall Zutritt hatte. Hier begann er nun sein Diebes- Handwerk von neuem. Einem Arbeitskameraden stahl er ein paar braune Schuhe, der Tochter der Familie Pfeiffer entwendete er aus dem Waschtisch die silberne Damenuhr, ferner durchsuchte er alle Behälter und brach schließlich mit einem Beil einen Schrank auf, wobei er 3 Mark erbeutete. Hierauf machte er sich mit dem Fahrrad davon. Er fuhr aber nicht auf der Landstraße, sondern schlug Feldwege in Richtung Hu"ngen ein, um seine Spur zu verwischen und die Verfolgung zu erschweren. Sein Ziel war Hoch-Weisel, wo er an der Poststelle einen Betrag von etwa 10 RM. abheben wollte, der ihm von der Gefängnisverwal- „Das würde auffallen", unterbrach Tsai Ta Wang. „Es wartet kein Boot. Diese Pakete fallen einfach in den Fluß. Er ist dort nicht allzu tief. Wenn der Dampfer wieder weg ist — er fährt nach zwei Stunden hierher zurück —, kommt ein Fischerboot. Ein junger Bengel fällt genau an der Stelle über Bord. Andere springen sofort nach, ihn zu retten; es sind geschickte Taucher... Sie verstehen?" „Vollkommen, Mr. Tsai Ta Wang. Weiß man genau, wie der Flußboden an jener Stelle be* Nach Eröffnung der Tagung sprach zunächst Professor Burn, London, über die Anordnung biologischer Auswertungsmethoden. Er wies auf die Bedeutung von Standardpräparaten hin, die als ein allgemein anerkanntes Maß für die Testierung von Arzneimitteln, die nur auf biologischem Wege auswertbar sind, dienen können. Dr. Rothlin, Basel, berichtete über die Standardisierung von Mutterkorn und über die chemischen und pharma- haben Sie nun gedacht, daß wir drei eine Art Geldtransport für Sie und Ihre Freunde L konnte er «ehen, wobt 4 ein Glu B »eilet am 22. »ff Verstärke, D" Kr'ey ^ors-t > ft in de ,Mnfall * Zwei Mnibnis de In Motorr vchen, sie k ;’mn kaum legen ein Mine ffai chrn kamen tuna in Zweibrücken für Arbeitsleistungen dorthin geschickt worden war. Das Verhalten des jungen Mannes erregte jedoch in Hoch-Weisel Verdacht, so daß der anwesende Gendarmeriebeamte aus Butzbach kurz entschlossen zugriff und den Jüngling in Haft nahm. Wie recht der Beamte gehandelt hatte, ergab sich schon bald darauf, als die telephonische Meldung von dem Einbruchsdiebstahl Michels bei seinem Arbeitgeber in Quetfborn einlief. Nunmehr wurde der Verhaftete ins Verhör genommen, er leugnete jedoch zunächst, mußte aber dann doch ein Geständnis ablegen, nachdem man bei seiner Untersuchung im Futter des oberen Hosenbundes versteckt die gestohlene silberne Uhr vorgefunden hatte. Der wiederholt rückfällige Dieb wurde dann nach Gießen in das Gerichtsgefängnis eingeliefert. Früher hatte er u. a. schon einen anderen Gaunerstreich dadurch begangen, daß er in Nieder-Wöll- stadt am Schalter der Bahnstation erschien und dort angab, er habe den Auftrag, aus einem Schuppen am Bahnhof das Fahrrad eines Bekannten von Ilbenstadt abzuholen, der aber von diesem „Auftrag" natürlich nichts wußte. Damals erhielt der Spitzbube den Schlüssel zu dem Schuppen ausgehändigt. Er holte daraufhin das beste Rad aus dem Schuppen heraus und verschwand damit nach Frankfurt, wo er das Rad für 8 RM. verkaufte und dann flüchtig ging. Auch diesmal wieder wollte er nach dem Einbruch in Quetfborn und nach dem Geldempfang in Hochweisel die Fahrt nach Frankfurt unternehmen, allerdings endete diese Tour im Gerichtsgesängnis in Gießen. Landkreis Gießen * Lollar, 4. Sept. Am nächsten Sonntag, 6. September, und an den folgenden zwei Sonntagen nachmittags wird das Scheibenschießen der Kriegerkameradschaft Lollar fortgesetzt. An jedem Sonntag werden einige Ehrenscheiben geschossen. <£ Reiskirchen, 4. Sept. Nachdem am Sonntag die diesjährigen Konfirmanden in der hiesigen Kirche der Gemeinde vorgestellt worden waren, begann jetzt der Konfirmandenun- terricht. An Ostern werden in Reiskirchen aus der Schule entlassen: 7 Mädchen und 6 Jungen, in den zur Pfarrei Reiskirchen gehörenden Ge- i Franks pillatioi Ne in der plädiert, ^uplsächlich Bau befc Me Brandw Jw Brandv, Meuerweh rate ein. (= Brandes ; nicht gern 3m Mi liche NSKK.-Männer sind auch dort in Massenguar, tieren untergebracht. Am ©amstagoormittag 5 Uhr, wenn der Frankfurter das Wort „Aufstehen" noch nicht hören will, wird von der Festhalle zum Sud- bahnhof marschiert. Den Sonderzug nach Nürnberg teilen die NSKK.- Männer aus Hessen-Nassau und Kurhessen mit ihren Kamerade vom Niederrhein. Frohen Herzens geht es zur Stadt der Reichsparteitage, um am nächsten Tag vor dem Führer beim großen Appell dieser Gliederung der Partei zu stehen. feiim in* tün gihiifkb. RÄ1 tfranffurf t^erbft die ma; -?°len Reg ü ° rasch t le zur 9 Shros, , LMe I ■Ätf '-i 4, ?n9en t öta °? >m jÄ'; f ei er °°» .61 W» kologischen Unterschiede der vor kurzem in dieser Droge gefundenen neuen Alkaloide gegenüber den bisher schon bekannten Substanzen, lieber die biologische Auswertung antianämisch wirkender fieber- extrakte sprach Professor Zipf, Königsberg. Er zeigte Wege, auf denen es gelingt, eine der menschlichen Perniciosa ähnliche Erkrankung im Versuch zu erzeugen und auf diese Weise die für die Behandlung des Kranken wichtigen Präparate auszuwerten. Dr. Holtz, Greifswald, berichtete über Versuche zum Nachweis und zur quantitativen Bestimmung des Corpus-luteum-Hormons, sowie über die hormonale Beeinflussung der Adrenalinreaktion Meerschweinchenuterus. Dr. Rietschel, Kö- jsS fsiegsdelikm" MenkES- * ,äh9o5 «en am « 90 2°hl leute schicken." „Aber es gibt doch Kontrollstellen, nicht wahr? Die Engländer? Auf dem Dampfer?" „Die Engländer fragen nichts. Auf dem Dampfer geschieht Ihnen auch nichts. Erst in Kanton, wenn Sie ankommen, wird es gefährlich. Und da haben wir gesorgt, daß Sie keine Schwierigkeiten haben würden. Es könnte sich um den Transport von drei kleinen Paketen handeln. Mäßig große Pakete, so vielleicht wie eine Zigarrenkiste. Sie werden allerdings schwer fein, denn wir müssen Silber-Taels schicken." Er machte eine Pause. Da er keinen Widerspruch zu hören bekam, fuhr er fort: „Der Dampfer hat in der Kajüte sieben Luken mit runden Scheiben..." „Bullaugen, sagen wir." „Schön. Jrn Augenblick, wo der Dampfer in Kanton festmacht — er legt immer an derselben Stelle an —, werden Sie in der Kajüte fein. Ob allein oder mit anderen Reisenden ist gleichgültig. Sie öffnen das siebente, letzte Fenster nach der offenen Wasserseite. Es wird ganz leicht gehen, es ist Sorge getragen, daß alles rasch geschehen kann. Sie werfen die drei Pakete durch das Fenster hinaus; über Bord. Haben Sie verstanden?" „Gewiß. Unten wartet ein kleines Fahrzeug und..." nigsberg, behandelte verschiedene Verfahren Zur Sterilisierung von Arzneimittellösungen und den Wirkungsverlust, der dabei auftreten kann. Professor Haffner, Tübingen, erläuterte die Beziehungen, die zwischen Reizung und Lähmung bestehen. Am Nachmittag sprach Dr. Oettel, Berlin, über Hautreizung durch organische Flüssigkeiten, Dr. S ch w e d t k e, Berlin, über Versuche zur Theorie der Methämoglobinbildung durch Anilin. Dr. Herre, Gießen, berichtete über die diuretische Wirkung der in der Naturheilkunde und Volksmedizin angewandten harntreibenden Mittel. Einen Cardiazollehrfilm, der für den Unterricht an den Universitäten bestimmt ist, zeigte Dr. Oettel, Berlin. Professor H e u b n e r , Berlin, wies in seinem Vortrag zu dem Thema „Arzneinamen und Wissenschaft" auf die Notwendigkeit hin, die Bezeichnung neuer Arzneimittel international zu regeln, um zu einer wissenschaftlich einwandfreien und klaren Nomenklatur zu gelangen. Im Anschluß an die Vorträge fand noch eine Sitzung der Fachgemeinschaft statt. Abordnung des nationalsozialistischen Kraftfahrkorps marschbereit steht. Kommenden Sonntag wird der Marschblock vormittags in Marburg und nachmittags in F r a n k- f u r t a. M. noch einmal besichtigt werden, damit die Gewähr gegeben ist, daß die NSKK.-Männer in Nürnberg, wie immer, den denkbar besten Eindruck machen. Am Freitag, 11. September, werden sämtliche Marschteilnehmer in der Gauhauptstadt Frankfurt a. M. zusammengezogen. Nach kurzem Marsch zwischen 17 und 18 Uhr durch die Stadt werden sie auf dem Festhallengelände verpflegt werden. Särnt- geht -die Geschichte ja im Grunde gar nichts an", sagte er auf deutsch. „Wir verraten niemanden. Ob General Weil ober die Bonzen in Kanton, wir nehmen an beiden keine Anteilnahme. Für uns würde es sich lediglich darum handeln, (Selb tu verdienen. Es ist gewiß nicht schön, was uns Tsai Ta Wang Vorschläge, aber schließlich können wir ja seine Aufrichtigkeit vergessen. Wir wissen einfach nicht, was in den Päckchen ist. Wir werden für eine Besorgung bezahlt, mehr geht uns nicht an/ Er sah Rudolf'Terbrügge an; der sagte entschlossen: „Frage ihn, was für uns dabei herausspringt. Wenn es sich lohnt, bin ich dafür. Wir müssen mit den Wölfen heulen, sonst kommen wir hier nie heraus." „Ich mache es auf jeden sagte John Schna- fenbetf. „Wenn ihr vielleicht Bedenken habh nehme ich die drei Pakete allein mit auf die Reise/ Tsai Ta Wang nickte zuftieden. Verstand er etwa Deutsch? Oder erriet er aus den Gesichtern ihre Bereitwilligkeit? „Sie werden gut dabei verdienen", sagte er. „General Wei läßt sich von Fremden nichts schenken. Wir allerdings —" er lächelte ergeben — „arbeiten ohne Entgelt. Für die Idee. Welche Idee eigentlich? wollte Rudolf Terbrügge fragen, aber er unterließ es. Gerade jetzt, wo es sich um die Festsetzung der Geldentlohnung handelte, durfte man Tsai Ta Wang nicht vor den Kopf stoßen. (Fortsetzung folgt!) Die ersten Fachvortrage auf der Deutschen Pharmakologentagung in (Sieben. M LS 1 Stück 324 3 Stück 904 )atte, ergab sich nische Meldung bei seinem Ar> nehr wurde der er leugnete je- h ein Gestärld- »r Untersuch^ es versteh iie hatte. Ser wie« nach Gießen in ^gen dorthin en des jungen iel Verdacht, (o mte aus Lutz« en Jüngling in mderen Gauner- in Nieder-Wöll- rschien und dort inem Schuppen Befanden von biejem „Aus- Zs erhielt her uppen ausge• Rab aus bem damit nach flL meder tbotn und nach ne nach s endete W eben. Kreis Deklar. Lützellinden, 3. Sept. Unser Mitbürger Georg Allendärfer, Drechsler, konnte gestern m körperlicher und geistiger Frische seinen 8 0. G e - den vor Schluß nur darauf beschränkte, sich in der Spitzengruppe zu halten und dann zum Angriff auf seine durch dauernde Kämpfe erschöpften Vorderleute überging und sich einen nach dem andern von ihnen holte, um sich mit dem Titel eines Weltmeisters zu schmücken. Das Endergebnis: 1. und Weltmeister: Andrö Raynaud (Frankreich) 1:32:29,4 Std.; 2. Charles Lacquehay (Frankreich) 10 Meter zurück; 3. Gustave Ronsse (Belgien) 90 Meter zurück; 4. Erich Metze (Deutschland) 280 Meter zurück; 5. Severgnini (Italien) 960 Meter zurück; 6. Walter Lohmann (Deutschland) 4660 Meter zurück (Defekte). Im Scheinwerferlicht wurden in Zürich-Oerlikon die Vorläufe für die Steherweltmeisterschaft erledigt, die am Donnerstagabend entschieden wurde. Im ersten Vorlauf (100 km) war der Franzose Lacquehay (rechts) siegreich vor dem Deutschen Lohmann (Mitte), Dritter war der Italiener S e v e r g i n i (links). — (Scherl-Bilderdienst-M.) Von den Dorlänken zur Sleherwellmeiüerschast Handball im Sporlkreis Gießen Oie Staffelentscheidungen. Ll!Ä^???hardsfelden und Lindenstruth sind es insgßfamt 24 Schuler bzw. Schülerinnen. k^??^o rn, 3. Sept. Hier ereignete sich ein Unfall ander Dreschmaschine, der glück- llcherwelse noch verhältnismäßig glimpflich verlief. J5 e U1 Lipp aus Babenhausen II Es dürfte im Interesse aller beteiligten Vereine bzw. Mannschaften liegen, kurz vor Beginn der neuen Runde einmal zusammenfassend die eingegangenen Meldungen zu besprechen und sie darüber hinaus schon heute mit den Staffeleinteilungen bekanntzumachen. Für die zuständigen Stellen ist die alljährliche Neueinteilung zu den Pflichtspielen immer eine recht schwierige und zeitweilig auch undankbare Aufgabe, für die oft nicht das richtige Verständnis aufgebracht wird. Denn was gerade dabei alles beachtet werden muß, davon können ich weder die beteiligten Mannschaften noch das interessierte Publikum eine Vorstellung machen. Zweckmäßige Einstaffelung der Vereine — um hohe Kosten zu sparen — Berücksichtigung der geäußerten Wünsche in bezug auf die spielfreien Sonntage usw., das alles sind Tatsachen, die sich nicht so leicht erledigen lassen. Es ist deshalb ein schönes Stück Arbeit geschafft, wenn alle Terminlisten, die ür den umfangreichen Spielbetrieb erforderlich ind, zur Veröffentlichung fertiggestellt sind. Das die Zahl der neuen Meldungen zu der kommenden Spielzeit angeht, so können wir im heimi- chen Kreis mehr als zufrieden sein. Denn entgegen aller Erwartungen ist die Beteiligung rein zahlenmäßig gesehen beträchtlich gestiegen, obwohl eine ganze Reihe von Vereinen mit Rücksicht auf Mangel an Spielern keine Meldung abgeben konnten. Das b u r t s t a g feiern. Der hiesige Posaunenchor und der Gesangverein brachten dem Jubilar ein wohlgelungenes Ständchen. I Waldgirmes, 3. Sept. Bei der Gemeindegrummetgrasoersteigerung kam die Parzelle, etwa 12 Ar groß, 3 bis 5 Mark. Anschließend fand die Versteigerung des Gemeinde- frühobstes statt. Aepsel, Jakob Lebel, stellten sich je Zentner am Baum 9 bis 10 Mark, Birnen 5 bis 6 Mark, Zwetschen 4 bis 5 Mark. Der Raiff- eisenoerein versendet heute einen Waggon Obst in Körben au 7 und 7,50 Mark pro Zentner, Durch die Winrerspritzung sind die Zwetschen durchweg schöne Ware. I Hörnsheim, 4. Sept. Die Wasser- knappheit in den Sommermonaten dürfte in unserer Gemeinde als behoben gelten. Zur Zeit wird eine zweite Pumpstation auf der sog. Gänsweide am Ortsausgang nach Lang-Göns gebaut. Der neue Brunnen liefert drei Sekundenliter. Das Wasser ist nach der chemischen Untersuchung für gut befunden worden. Der Brunnen arbeitet parallel mit dem Brunnen von Niederkleen. Das Wasser wird mittels einer Pumpe, die ein Elektromotor treibt, in den Behälter nach Hochelheim gepumpt. I Aus dem Hüttenberg, 4. Sept. Die diesjährige Grummeternte war eine Rekordernte, die hauptsächlich den wiesenarmen Gemeinden des Hüttenbergs besonders zugute kam. Bei der Grummetgrasoersteigerung in Gießen, die ihre Abnehmer hauptsächlich aus Hochelheim und Hörnsheim haben, waren daher die Preise weit unter denen des vorigen Jahres, so daß für das Winterfutter für dieses Jahr die kleineren Landwirte unserer Gemeinden keine allzu hohen Preise zu bezahlen brauchen. „keinen einzigen Deutschen für einen neuen krieg, aber für die Verteidigung des Vaterlandes das ganze Volk." (Adolf Hitler.) "Nren und btn p jungen, 1 bestehen." ' 'Jtolin, über Ihgfeiten, $r h-°rie /nrhn. $r ble ijuretifiie 'und JJolts. W Nn°n 'Acht an den $r- Zettel, mn, wies in Beinamen und hm, die Be- crnational zu einwandfreien :n. Qn& noch eine Eine raffinierte Ladendiebin festgenommen. ,„8r°nksurt a.m„ 3. Sept. Die Polizei teilt nut: Gestern nachmittag kam eine aus Cambera t. T. zugereiste 62jährige Jüdin in Begleitung zweier Verwandter aus Kaiserslautern in ein Diqiges Kaufhaus, um dort ein Kleid zu kaufen. ^ie fand auch etwas Passendes und probierte das Kleid m einer Umkleidekabine an. Als die Verkäuferin die Kabine für kurze Zeit verließ, benützte oie Diebin diese Gelegenheit, um ein weiteres dort zur Auswahl hängendes Kleid zu stehlen. Sie versteckte ihre Beute im Strumpf (!), kam auch un- gehmdert aus der Kabine und wollte dann das Kaufhaus verlassen. Inzwischen hatte aber die Verkäuferin den Verlust des Kleides entdeckt, und es gelang, die Diebin noch vor dem Verlassen des Kaufhauses festzuhalten; bei ihrer näheren Unter» ^ch"ng stellte sich heraus, daß die Frau unter dem Äleiö versteckt noch zwei neue Hüte bei sich hatte, die sie kurze Zeit vorher in einem Hutgeschäft auf der Zeil gestohlen hatte. Die Nachforschungen der Polizei ergaben, daß die beiden Begleiterinnen o?r Diebin sich Hüte gekauft hatten, sie selbst aber Acht- Juufjer den gestohlenen Hüten fand man bei chr einen Bargeldbetrag von 4542,13 ™a r t in der Handtasche. Das Geld wurde zunächst beschlagnahmt. Die Diebin wurde dem Amtsgericht vorgeführt. Ihren beiden Begleiterinnen war keine Beteiligung an den Diebstählen nach- 10 000 Zuschauer wohnten am Donnerstagabend auf der Radrennbahn in Zürich-Oerlikon dem Endlauf der Steher - Weltmeisterschaft bei. Herrliches Wetter, das am Samstag und Sonntag die Flieger und am Dienstag die Steher bei ihren Vorläufen hatten, war der Veranstaltung auch am Donnerstag treu geblieben. Ungeheure Spannung bemächtigte sich der Zuschauer, als die schweren Schrittmachermaschinen auf die Bahn gerollt wurden. Die Besucher sollten einen Kampf erleben, wie er spannender und dramatischer noch bei keiner der bisherigen Weltmeisterschaften gesehen wurde. Sieger wurde keiner der großen Favoriten, # sondern der äußerst klug und vorsichtig und kühl 'berechnend fahrende junge Franzose Andrö Raynaud, der sich bis 25 Run- Großteil der Mannschaften stellt diesmal unsere Jugend, die mit über 36 Mannschaften vertreten ist. Dann folgt die I I. Kreis- klasse, die besonders unter dem Spielerabgang zu leiden hat, mit 16, die I. Kreisklasse mit 9 und die Klasse der unteren Mannschaf - t e n mit 4. Und nun zur Einteilung der Mannschaften. Es werden spielen: 1. Kreisklasse: To. Hörnsheim, Tv. Groß-Rechtenbach, Tv. Atz- bach, To. Dorlar, Tv. Garbenheim, To. Holzheim, Tv. Dutenhofen, Tv. Grüningen und To. Alsfeld. Die Mannschaften spielen in einer Staffel. 2. Kreisklasse: Staffel 1: Tv. Allendorf (Lahn), Tv. Lang- Göns, To. Wetzlar II und Sp.-V. 1900 Gießen II. Staffel 2: To. Wißmar, Tv. Londorf, Tv. Beuern und To. Romrod. Staffel 3: To. Hausen, Tv. Lich, Tv. Garbenheim und Mtv. Gießen II. Staffel 4: Tv. Herbornseelbach, Tv. Straßebersbach, Tv. Herborn und Tv. Katzenfurt. Klasse der unteren Mannschaften: Tv. Dutenhofen II, Tv. Heuchelheim II, Tv. W- Niedergirmes II und Tv. Münchholzhausen II. ft’*-1 tag? > chsten Sonntai )en zwei Sm benschieße' t Lollar fori' n einige EhM chdem am Sonn' anhen in » rqeftetlt o* rmanbenun' Weiskirchen und 6 Junge - ^ehörenden^ ist dort eder weg.'st *.5\« *5 Öl titt ins “'Tn* ’ni in crjjr W5 M n htl E' 5XÄ»?' * K'K t dabel - , dieJ . II u tßa... bßÖem 9roben Sieb de7 Dresch! maschine beschäftig war, hatte offenbar den Warnruf bei dem Anlassen des Motors nicht gehört io bafj er von dem in Bewegung kommenden Sieb gefaß und zwischen Dreschwagen und P^resse gedruckt wurde. Der bedauernswerte Mann erlitt dabei einen Unterkieferbruch und fon» i st-ge Verletzungen im Gesicht. Er mußte nach Gie- ; ßen in die Klinik überführt werden I Grünberg, 3.Sept. Am Mittwoch verstarb hier der letzte Altveteran, Weichen- Harter i. R. Johannes Görnert. Er machte den Feldzug 1870/71 beim hessischen Gardedragoner- regiment (Chevaulegers) mit und war Inhaber der Kriegsdenkmunze von 1870/71 und des Hassia- ? Ehrenkreuzes. Von 1872 bis 1903 war er an der Bahn tätig, fast ausschließlich in Grünberg. Geboren am 25. Dezember 1845, hat er ein Alter von über 90 Jahren erreicht. Am 16. Mai vorigen Jahres konnte er das Fest der diamantenen Hochzeit begehen, wobei ihm unter den vielen Ehrungen auch ein Glückwunschschreiben des Führers über- reicht wurde. Seine ihn überlebende Gattin vollendet am 22. dieses Monats ihr 88. Lebensjahr. Der Verstorbene war stets ein treues Mitglied des hiesigen Kriegervereins. ch Dorf-Gill, 2. Sept. Gestern abend ereignete sich in der Nähe unseres Dorfes ein Motorradunfall, der glücklicherweise noch glimpflich verlies. Zwei hiesige junge Burschen wollten ohne Erlaubnis des Vaters eine Vergnügungsfahrt mit dem Motorrad nach einem benachbarten Dorf machen, sie konnten jedoch ihr Ziel nicht erreichen. Denn kaum hatten sie das Dorf verlassen, als sie gegen einen Baum fuhren, so daß die Maschine stark beschädigt wurde. Die beiden Burschen kamen mit leichten Verletzungen davon. Kreis Schotten. □ Laubach, 3. Sept. Eine Neuorganisation der Freiwilligen Feuerwehr L a u b a ch wurde auf Grund der von ihr angenommenen neuen Satzung notwendig, die in der Mitgliederverfammlung im „Solmser Hof" vorgenommen wurde. Auf Vorschlag des Ortspolizeiverwalters, Bürgermeister H ö g y, wurde zum Wehr- führer der seitherige Hauptbrandmeister Heinrich Kopp einstimmig gewählt. Der Führerrat setzt sich im übrigen, nach den ebenfalls einstimmig angenommenen Vorschlägen des Hauptbrandmeisters, wie folgt zusammen: Stellvertretender Wehrführer Oberbrandmeister Adolf S i l ß, Brandmeister Matthias Brand, Ludwig S ch u d t und August Lon - Eiff, Löschmeister Wilhelm D e s ch, Heinrich Diehl II., Georg Franz, Franz Kraftll., Heinrich Momberger, Karl Naumann und Willy S i l ß. Preußen. Explosion im Werk Griesheim der ZG.-Farben. 5rod Verletzte. Frankfurt a. M., 4. Sept. (DNB.) Ein D e • tillationsapparat ist ohne besondere Ur» ache in der Nacht zum Freitag gegen 1 Uhr explodiert. Dabei wurde ein Teil des Gebäudes, »auptsächlich das Dachgeschoß, weggerissen. Von den im Bau beschäftigten Arbeitern erlitt einer erhebliche Brandwunden, während ein zweiter nur leich- lere Brandverletzungen davontrug. Die eigene Werkfeuerwehr war sofort zur Stelle und griff tatkräftig ein. Sie konnte eine weitere Ausdehnung des Brandes verhindern. Der Sachschaden läßt sich noch nicht genau übersehen. 3um zweiten Male Erdbeeren-Ernte. Frankfurt a.M., 3.Sept. (LPD.) Erdbeeren i m Herbst gehören immerhin zu den Seltenheiten, die man nicht alle Jahre hat. Aber durch !ie vielen Regenfälle im Sommer haben sich die Lrdbeerpflanzen und insbesondere die jungen Ableger so rasch entwickelt, daß sie zum zweiten Male zur Blüte gekommen sind und r un Früchte tragen. Diese sind zwar nicht canz so groß, wie die Erdbeeren im Frühsommer, mb die Stöcke bringen nur vereinzelt Beeren, aber ihr Geschmack läßt nichts zu wünschen übrig. Allerdings werden diese Spätlinge nicht auf jedermanns tifd) prangen können, denn sie kosteten z. B. am Donnerstag im Kleinverkauf in den Frankfurter frbftläben das halbe Kilo 1,20 Mark. Bei schönem Vetter wird es auch in den nächsten Tagen noch Weitere Zufuhren geben, da noch unausgereifte rrächte an den Stöcken hängen. 13 Autodiebe und 2 Hehler in Frankfurt festgenommen. 82 Autoberaubungen aufgeklärt. Lpd. Frankfurt a. M, 3. Sept In verschiedenen Stadtteilen in Frankfurt a. M. sind seit Mute p-mi aus parkenden und unbeaufsichtigt Ahengelas- stnen Personenkraftwagen fortgesetzt Wertsachen, Kleidungsstücke und andere Gegenstände gestohlen ®orben. Nach den umfangreichen Ermittlungen ge- Iflng es der Kriminalpolizei, 13 21 u tobte b e und Zwei Hehler f e st z u n e h m e n. Es wurden hierdurch 82 Autoberaubungen aufge- I ärt. Die Täter wurden dem Amtsgericht zuge- pM das gegen sämtliche Diebe Haftbefehl erlassen htt. Von den gestohlenen Sachen wurde em grosier -kil wieder herbeigeschafft und den Geschädigten °' sgehändigt. Außer diesen Sachen Jmb bd ö*r 'minalpolizei noch zahlreiche Gegenstände sicher- «'stellt, die gleichfalls, aus Autodiebftahlen herruh- t(n und noch nicht unterqebracht werdet^onntem^ Jugendklasse: Staffel 1: Tv. Gießen 1846, Mtv. Gießen 1. und 2. Jugend, Sp.-V. 1900, Tv. Krofdorf und Tv. Dutenhofen. Staffel 2: Tv. Garbenteich, Tv. Lich, Tv. Lang-Göns, Tv. Holzheim und Tv. Grüningen. Staffel 3: Tv. Hochelheim, Tv. Lützellinden, Tv. Groß-Rechtenbach, Tv. Ebersgöns, Tv. Oberkleen und Tv. Cleeberg. Staffel 4: Tv. Münchholzhausen, Tv. W.» Niedergirmes, Tv. Atzbach, Tv. Wetzlar, Tv. Garbenheim, Tv. Nauborn und Tv. Burgsolms. Staffel 5: Tv. Lollar, Tv. Londorf, Tv. Beuern, Tv. Allendorf (Lumda) und Tv. Romrod. Staffel 6: Tv. Herborn, Tv. Straßebersbach, Tv. Herbornseelbach, Tv. Oberscheld, Tv. Katzenfurt 1. und 2. Jugend und Tv. Dillenburg. Wenn bei dieser Einteilung durch die Kreisspielleitung alles nur Denkbare getan worden ist, von den Vereinen aber noch die eine oder andere Härte vermutet wird, so muß darüber im Interesse der Sache hinweggegangen werden. Für alle Beteiligten aber gilt es, sich mit ganzer Kraft einzusetzen für den Sport, damit bas Ziel, das wir erstreben, in vollem Umfange erreicht wird. Fachamt Fußbail im DAfL. Vereinsführertagung des Sportkreises Gießen. Am nächsten Sonntag findet in Gießen im Hotel Hopfelb die diesjährige von dem Kreisfachamtsleiter Henkel einberufene Vereinsführertagung statt. Durch die Neueinteilung des Sportkreises Gießen umfaßt dieser noch den früheren Kreis Dill und den politischen Kreis Alsfeld. Durch diesen großen Zuwachs ist eine Neueinteilung der einzelnen Gruppen und Klassen notwendig geworden. Wenn auch die Bezirksklasse keine Aenderung in ihrem Bestand hierdurch erfährt, so müssen doch die Kreisklassen eine vollkommene Umgestaltung erfahren. Da bei solchen Vergrößerungen berechtigte Wünsche einzelner Vereine berücksichtigt werden müssen, so werden die Vereinsführer Gelegenheit haben, ihre Wünsche vorzutragen. Darüber hinaus wird nach einem Vortrag des Kreisfachamtsleiters den einzelnen Mitarbeitern Gelegenheit geboten, in engster Fühlungnahme mit den ihnen anoertrauten Vereinen schwebende Fragen zu losen; denn gerade vor den Derbandsspielen ist es unbedingt notwendig, daß nochmals eine eingehende Erörterung über die Durchführung der Spiele stattfindet. Diese Tagung gibt auch den einzelnen Vereinsführern die Möglichkeit, die führenden Männer der anderen Vereine kennenzulernen und damit für das Verständnis untereinander zu sorgen. Sportverein 1920 Heuchelheim. Am vergangenen Sonntag konnte Heuchelheims erste Elf auf eigenem Platz gegen Daubringen mit 7:0 Toren gewinnen. Saubringen versuchte die technische Ueberlegenheit der Gastgeber durch erhöhten Eifer auszugleichen und hielt auch die erste Halbzeit völlig offen. Heuchelheim konnte in dieser Zeit nur einen einzigen Treffer erzielen. Nach der Pause machte sich die Ueberlegenheit der Platzbesitzer deutlicher bemerkbar. Daubringen wurde fast völlig in seine Spielhälfte zurückgsdrängt. Heuchelheim erhöhte trotz heftiger Abwehr der Gäste auf 7:0 Tore. Vorher konnte die zweite Mannschaft ein Spiel Sbie erste Fußballelf bes Turnvereins 1846 n mit 5:1 Toren für sich entscheiden. Am kommenden Sonntag hat Heuchelheims Erste die Erste von Burgsolms zu Gast. BurAolms stellt eine äußerst eifrige und technisch gut entwickelte Mannschaft in das Feld. Heuchelheim tritt mit einer jüngeren Mannschaft an, die sich erst noch einspielen muß. Es sind also für Heuchelheim kaum Aussichten auf Sieg vorhanden. Die erste Jugend trägt das erste Verbandsspiel gegen die Jugend von Krofdorf aus, die zweite Jugend hat die zweite Jugend von Klein-Linden zu Gast. DfB.-7leichsbahn Gießen. Stark der Jugend in Kassel — Luh in Erfurt. Am kommenden Sonntag veranstaltet der Gau XII in Kassel ein Nationales Jugendsportfest. Der VfB.-Reichsbahn startet dort mit verschiedenen Jugendlichen. In der Klasse A werden E. Kley und H. Moll mit großen Aussichten an den Start gehen. Kley bestreitet den 100-Meter-Lauf und den Weitsprung. Möll läuft 200 Meter und startet im Dreisprung. Beide sind in den vier genannten Uebungen Gaumeister. In der Klasse B steht noch nicht fest, wer die Fahrt mitmacht. Die C-Klasse nertreten H. Mootz und H. Dietrich. Beide laufen 100 Meter. Mootz stößt noch Kugel, Diettich springt weit. Während Kreismeister Mootz einige Sieaesaus- sichten t)at, da er auf den Gau-Jugenbrneisterschaften nur Handbreite hinter dem Sieger Zweiter wurde, ist das Abfchneiben Dietrichs abzuwarten. Otto Luh ist vom Gau für Kugel und Diskus im Kampf gegen den Gau Mitte in Erfurt gemeldet. Auch er ist zur Zeit gut in Form und hofft man besonders im Diskus diesmal auf eine gute Leistung. Segelflug Waflerkuppe — Berlin. Riedel und Schmidt gestartet. Am Donnerstagnachmittag sind die beiden Segelflieger Peter Riedel und Kurt Schmidt im Segelflugzeug von der Wasserkuppe zum Ziel- ftrecfenflug nach Berlin gestartet. Wie erinnerlich, hat die „BZ. am Mittag" einen Preis von 3000 Mark für diesen Segelflug ausgesetzt. von ßromtn und Henkel in Meran. Deutschlands beste Tennisspieler von Cramm und Henner Henkel werden sich auch in diesem Jahre am internationalen Turnier in Meran, bas am 28. September bie europäische Tennis - Saison beenbet, beteiligen. Die Deutschen oerteibigten im wertvollsten Wettbewerb bes Turniers, bem Män- nerboppel, ihren im Vorjahr errungenen Sieg im Mussolini - Pokal. Auch Dr. Kleinschrot h, ber im oergngenen Jahr bas Senioren- Einzel um ben Fürst Petenyi-Pokal gewann, steht bereits als Teilnehmer fest. Kurze Gporlnokizen. Mit bem „Großen Straßenpreis von Frankfurt" kommt am Sonntag eines ber be- beutfamften Frankfurter Straßenrabrennen über 200 Kilometer, wobei bie Fahrer teilweise auch xopf. x IM/l i mzzsszeze mit 1 FL 1.45 Alpenkräuter.- Franzbranntwein K B ei den am 22. September beginnenden Internationalen Tennislehrer-Meisterschaften von Deutschland in Berlin wird neuen Hans Nüßlein auch der Franzose Henri Lochet um die Titel im Einzel und Doppel kämpfen. nen Fernrohren als Stern achter Größe leicht zu beobachten. Den Südhimmel schmückt Jupiter, zur Zeit der hellste sichtbare Stern. Er steht in den frühen Abendstunden schon ziemlich tief und geht zu Beginn des Monats um 22 Uhr, Ende September bereits kurz nach 20 Uhr unter. Am 22. September sehen wir den halben Mond nahe bei Jupiter. Mars ist jetzt Morgenstern; er steht über Regulus im Löwen und geht um 3 Uhr auf. Eine schöne Konstellation ergibt sich am Morgen des 13. September, wenn die feine Sichel des jungen Mondes neben dem rötlichen Planeten sich befindet. Uranus finden wir mit Hilfe eines kleinen Fernrohrs im Widder. Er geht um die Mitte des Monats gegen 19 Uhr auf. Merkur, Venus und Neptun bleiben unsichtbar. Der September mit feinen oft so klaren und stillen Nächten ist der geeignetste Monat zur Beobachtung der Milchstraße. Man wähle dazu die Zeit vom 6. bis 23. September, etwa um 21 bis 22 Uhr, während welcher kein Mondschein stört und vermeide die Nähe künstlicher Lichtquellen. Das Auge muß wenigstens eine Viertelstunde an die Dunkelheit gewöhnt sein, erst dann kann es die feinen Helligkeitsabstufungen der Milchstraße wahrnehmen. Nimmt man ein Fernglas zu Hilfe, so ist man immer wieder überrascht über den unfaßbaren Sternreichtum des silbern schimmernden Lichtbandes, das steil im Südsüdwesten aufsteigt und sich vom Schützen über Adler, Schwan, Ce- pheus, Perseus, Kassiopeia bis zum Fuhrmann im Nordosten verfolgen läßt. Im Zenit steht das große Kreuz des Schwans, am Westrand der Milchstraße funkelt die blauweiße Wega, die mit Daneb im Schwan und Atair im Adler das bekannte Sommerdreieck bildet. Den Raum westlich der Milchstraße erfüllen die Sommersternbilder Herkules, Nördliche Krone und Bootes mit dem hellen gelben Riefenstern Arkturus, der sich mehr und mehr dem Horizont nähert. Im Südwesten bemerken wir die Sternbilder Schlange und Schlangenträger (Ophi- -ichus) unter dem Herkules. An mondlosen klaren Abenden suchen wir uns in dem oberen Sternviereck des Herkules auf dessen westlicher Seite den großen Kugelsternhaufen auf. Ein Feldglas erleichDer Fußball-Nachwuchs der Gaue Süd- west und Mitte lieferte sich am Mittwoch in Wiesbaden vor 1500 Zuschauern ein schönes Spiel, das die Mitteldeutschen verdient mit 3:0 (2:0) gewannen. Saturn in Erdnähe Oer Sternhimmel im September. Von Or. Erwin Kossinna. Wenn wir gegen 21 Uhr den südöstlichen Teil des Himmels mustern, bemerken wir einen hellen, gelblich-weißen Stern, dessen gleichmäßig ruhiges Licht sich auffallend von den funkelnden Fixsternen unterscheidet. Es ist Saturn, der ringgeschmückte Planet und zweitgrößte aller Wandelsterne. Er bewegt sich sehr langsam im Sternbild der Fische und geht zu Anfang des Monats gegen 19 Uhr auf, so daß er während der ganzen Nacht beobachtet werden kann. Am 12. September gelangt Saturn in den Gegenschein zur Sonne (Oppositions- stellung) und damit zugleich in Erdnähe. Sein Abstand von der Erde beträgt dann 1318 Millionen Kilometer, die der Lichtstrahl in knapp 72 Minuten zurücklegt. Die Helligkeit des Saturn erreicht ihren tert das Auffinden, aber erst im Fernrohr erken» nen wir die starke Verdichtung der Sterne nach Mitte zu. Man schätzt die Zahl der in diesem äii< gelhaufen vereinigten Sonnen auf über 100 00). Unter ihnen befinden sich auffallend viele Blin!» fterne, die ihre Helligkeit periodisch ändern und o ermöglichen, die Entfernung des Kugelsternhausti-z zu bestimmen. Der Abstand ergibt sich zu 350(0 Lichtjahren. So lange muß das Licht, bas von der Sonne zur Erde nur ad)t Minuten benötigt, won. dem, um von diesen fernen Welten zu uns zu ge» langen. Im Osten der Milchstraße sind die Herbststerilbilder erschienen. Vom Schützen, der dicht über dein Horizont in der Milchstraße steht, sehen wir längs der Ekliptik die Tierkreisbilder Steinbock, Wasser, mann, Fische und Widder in geringer Höhe übet dem Horizont, während Pegasus und Andromeda schon bedeutend höher gestiegen sind. Das Pega. , susquadrat, auch großer Tisch genannt, mit dem rechts angehängten Sechseck erleichtern hier das Zurechtfinden. Heber der Sternreihe der Andromeda leuchtet wie ein milchiger Fleck der berühmte Andromedanebel, ein Milchstraßensystem im Abstand von 900 000 Lichtjahren. Der Andromeda- nebel ist das fernste, mit freiem Auge erkennbare Himmelsobjekt. Zwei bis drei Milliarden Sonnen sind in diesem Spiralnebel zu einer Weltinsel von 50 000 Lichtjahren Durchmesser vereinigt. Am Nord- . Himmel nähert sich der Große Bär seiner tiefsten \ Stellung und erscheint viel größer als im April, t wenn er abends im Zenit steht. Die Sonne überschreitet auf ihrer südwärts? gerichteten Bahn am 23. September um 6.26 Uhr den Himmelsäquator, womit astronomisch der Herbst beginnt. Die Mittagshöhe der Sonne nimmt im Laufe des Monats um fast 11 Grad ober 20 Son-1 nendurchmeffer ab; die Tageslänge verkürzt sich in[ Mitteldeutschen von 133/4 auf ll3/4 Stunden. Der September dieses Jahres hat die seltene | Eigentümlichkeit, zweimal Vollmond aufzuweisen. | Die Lichtgestalten des Mondes fallen auf folgende: Tage: 1. September Vollmond; 8. letztes Viertel;, 15. Neumond; 23. erstes Viertel; 30. Vollmond. über die Berge des Odenwaldes zu klettern haben, zum Austrag. Martha Genenaer und Gerhard Nüske, zwei Mitglieder der deutschen Olympia-Schwimm-Mannschaft, werden an einem Schwimmfest in Kopenhagen (6. bis 8. September) teilnehmen. Höhepunkt und übertrifft diejenige von Atair, des Hauptsterns im Adler. Im Fernrohr erkennen wir erst die wahre Gestalt des Saturn, vor allem auch die starke Abplattung der Saturnkugel, die durch die schnelle Drehung des Planeten um seine Achse bedingt ist. Die Rotationszeit beträgt nämlich nur IOV4 Stunden, so daß ein Fleck in fünf Stunden vom östlichen zum westlichen Rand der Saturnscheibe wandert. Das Ringsystem erscheint im Fernrohr gegenwärtig nur als heller Strich, da die Erde fast genau in der Ringebene steht und wir deshalb auf die schmale Kante der Ringe blicken. Von den zehn Monden des Saturn ist Titan, der mit einem Durchmesser von 4200 Kilometer den Erdmond an Größe erheblich übertrifft, auch in kleiDer Finne Isoh 0 ll 0 schlug bei einem Sportfest in Tammersfors den Olympiasieger Höckert in einem 3000-Meter-Laufen. Jsohollo gewann in 8:44,6 vor Höckert mit 8:45. ©portamf „Kraft durch Freude". Heute folgende Kurse: Allgemeine Körperschule Frauen und Männer: Von 20.30 bis 21.45 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26. Fröhliche Gymnastik und Spiele, Frauen: Von 20.30 bis 21.45 Uhr, Lollar, Kantine der Fa. Buderus. Schwimmen, Frauen und Männer: Von 20.30 bis 21.30 und 21.30 bis 22.30 Uhr, Anfänger und Fortgeschrittene, Volksbad. Reiten: Von 20 bis 21 Uhr, Unioersitäts- Reitinstitut, Brandplatz. Weintrauben 500 Gramm 34 301 PaLaH ausgenommen IO rxalJCl LL einige Artikel. 5452A «WIM.KWU aller Körnungen liefert zu günstigen Preisen aus Werk Beilstein (Kreis Dillenburg) WMAAMll-GkMlUt m. b. H. 5438V Wiesbaden Tel. Nr. 21793. Kaiser-Friedrich-Ring 77. 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