r. 53 Erstes Blatt Dienstag, 3. Marz 1936 186. Jahrgang Giehener Anzeiger 1 5 Der o Cf o 3 % ~ maßnahm-n treffen werde. Dem Vertreter des Daily Telegraph" in Rom fei mm zuständige italienischer Seite mitgeteilt worden, daß.Italien durch den italienischen Vormarsch in Abessinien aeaenwärtiq an neuen Friedensbedingungen nicht interessiert fei, Staden halte den Sieg in der Hand. reich gegenüber getan habe — mir wollen mit euch in Frieden leben! Scharf wendet sich Pfeiffer dann gegen die Auslegung des Hitler-Interviews in Moskau. Was ist denn das für eine Politik, schreibt er, die darauf hinausgeht, unter dem Vorwan de des Friedens nur Mißverständnisse zu schaffen und die europäische Lage noch schwieriger zu gestalten. Kann man sich etwas betrüblicheres vorstellen, als den Kommentar des Moskauer Journalisten Radek zu dem Hitler-Interview. Radek fordere Frankreich auf, Hitler ohne Antwort zu lassen. Damit beweise Radek aber, daß gewisse Sowjetjournalisten sich bereits angewöhnt hätten, sich in die Angelegenheiten Frankreichs einzumischen. Nicht einmal ein geringes Maß von Zurückhaltung legten sie sich auf. „Was wollen denn diese Leute", so schließt dann Pfeiffer, „die gestern versucht haben, uns in einen Krieg gegen Italien hineinzuziehen, und die uns heute an einer Entspannung mit Deutschland zu hindern trachten. Wir haben genug von diesen „Kanonenhändlern", mögen sie nationalistisch oder kommunistisch sein! Wir haben das Recht, zuerst an uns selb st zu denken, außerdem die Pflicht, eine Entspannung zu schaffen, wenn sich uns dafür Gelegenheit bietet. In der Erfüllung dieser Pflicht werden wir nicht wankend werden." Verständigung nicht Allianzen. Die rechte Sicherung des Friedens. Unter der Ueberschrift „Der falsche Weg" kommt die Deutsche Diplomatisch-Politische Korrespondenz darauf zu sprechen, daß der tiefe Eindruck, den die neuen Friedensworte des Führers in der französischen Oeffentlich- k e i t hervorriefen, in gewissen Kreisen offenbar als störend empfunden wurden. „Sonst hätte man sich nicht beeslt, eine Art Störungsfeuer zu geben, dessen gleichmäßige Tendenz in d e n Kommentaren der franz ösischenPresse zu spüren ist. Besonders bezeichnend ist in diesem Zusammenhang eine H a v a s - Meldung über den angeblichen Eindruck der Unterredung in den Pariser „politischen und diplomatischen Kreisen". Dort möchte man den Appell des Führers an die Vernunft, die in einem neuen kriegerischen Zusammenstoß der beiden Völker nur den beiderseitigen Ruin sieht dadurch entwerten, daß man ihn in das Reich wS = =a-35 2. _ D 3 5 0 3 3 Sn •e?? g-an 2 e&o'S 2.XD -t HF Genf. 2. März. (DNB.) Der Achtzehner-Aus- Ichuh der Sanktionskonferenz beschäftigte sich zunächst mit der Durchführung der bestehenden Sank- lionert. Der schwedische Vertreter West man erstattete als Vorsitzender des hierfür geschaffenen Sachverständigen-Ausschusses den Bericht. Dann regte der französische Außenminister Aland in an, bem Krieg in Abessinien möglichst bald durch einen neuen Versöhnungsversuch em Ende zu bereiten. Zu diesem Zweck solle der Drei- ,ehner-Ausfchvß des Völkerbundsrates, d. h. der Rat ohne die streitenden Parteien, «lsbald einberufen werden. Der englische Außenminister Eden stimmte diesem Vorschlag zu: der Zufammentrit des Dreizehner-Ausschusses wurde bereits für Dienstag in Aussicht genommen. Für »en Fall, d♦ 2.H : = ■ Mue Bermiltlungsaktion des Völkerbundes französisch-britische Initiative. - Drohung mit der Oelsperre. Erscheml täglich, autz« Annahme von Anzeigen Sonntags und Feiertags für bie Mittagsnummer Ä’SIÄ: 1IÄ4AUA4AAU 1I4AAA4 AAU VS- iDwcncr 4njewr Zs infolge Iberer (Bemalt V Stellen., Sereins-, gemein- Sw« General-Anzeiger für Oberheffen MW Postscheckkonto: • behördliche Anzeigen 6Rpf. gtanttnrt am Main 11686 vruS und Verlag: vrühl'sche Unio«rfität;.vi»ch- und Steindruckerei R. Lange in Sieben. Schristleitung und SeschSstsftelle: Schulftrahe 7 Mengenabschiüffe Staffel b “ ' »s I sei durchaus negativ, denn es sei nur geringe in“ !Rom fei" oon zuständiger Hoffnung daß JDluffolini den Versöhnung-. *■ r A1*,: * i Vorschlag annehme, dagegen sei die Aussicht viel größer, daß der Achtzehner-Ausschuß nach den Wünschen Englands die Oelmaßnahmen beschließen werde. Der „Excelsior" unterstellt Eden, daß er gleichzeitig mit der Anwendung des Systems der kollektiven Sicherheit die britische Vorherrschaft im Mittelmeer verfolge. Das Blatt fordert im Hinblick auf Locarno und die Rheinlandzone ein enges Zusammengehen Englands und Frankreichs. Es sei notwendig, daß sich Italien dieser Entente anschlösse. Das „Journal" meint, ein Aussöhnungsversuch, der eine Antwort innerhalb von 48 Stunden unter der Androhung neuer Sühnemaßnahmen fordere, ähnele «es« „ 3-3 £ n '' cP § rt 5 r. d 2-p $ 5-« 2 * r/hrtf kehr mit dem Juden Frankfurter und Frau Roosevelts Beziehungen zu schwarzen Frauenvereinen gegen den jetzigen Bewohner des Weißen Hauses ausgenutzt. Angeschlossen sind oder werden die Anhänger des ermordeten, zum Faschismus neigenden Huey Lang, dessen Parteimaschine, wie die kürzlichen Wahlen in Louisiana zeigten, immer noch gut organisiert und mächtig ist. Die Demokraten im industriellen Osten und im agrarischen Süden sind also wenig erbaut von Roosevelt und könnten es unter Umständen verhindern, daß er im Juni in Philadelphia die erforderliche Zweidrittelmehrheit erhält. Störende Faktoren innerhalb der eigenen Partei sind ferner die Phantasten, die dem „T o w n s e n d - plan" anhängen.- jeder Mensch über 60 erhält jeden Monat eine Pension von 200 Dollar, ohne je in eine Kasse eingezahlt zu haben, ohne zu arbeiten; nur muß er das Geld innerhalb des betreffenden Monats restlos ausgeben. Außerdem ist die Stellung jener Demokraten im Mittel- w e st e n unsicher, die sich entweder in der Verteilung von politischen Pfründen benachteiligt glauben, oder denen die Agrarpolitik Roosevelts nicht paßt. Alles in allem also verspricht der Parteitag recht bewegt zu werden! Auf der republikanischen Seite steht es nicht viel besser: auch dort kämpfen individualistische und weltanschauliche Ansichten gegeneinander. Zu den bisher sich als Kandidaten gebärdenden Republikanern gehören: Herbert Hoover, Senator Bande n b e r g , Senator B o r a h, Gouverneur Landon und der Zeitungsbesitzer Knox; weiter genannt werden die Senatoren Rye, Dickinson und andere. Borah und Landon scheinen (mit anderen, deren Aussichten zur Zeit noch zu wenig geklärt sind) in die engere Wahl zu kommen. Landon vertritt die Fortschrittler, er spricht für Unterstützung der Landwirtschaft, Abbau der Bundes- ausgaben und Erhöhung der Schutzzölle. Die Konservativen, die wieder zum Alten Kurs von 1928 zurückkehren wollen, sollten eigentlich der Flagge Hoovers folgen. Sie haben sich aber in den letzten Wochen von ihm abgewandt, weil seine Aussichten nach den schmerzlichen Erfahrungen während seiner früheren Amtsperiode gleich Rull sind; sie sitzen daher im bereits erwähnten „F reihe i t s b u n d" zusammen mit vielen konservativen Demokraten, haben sich aber noch nicht für einen Kandidaten entschieden. Senator Borah, der alte Kämpe für die Verfassung gegen die „Trusts" (Monopole), fühlt sich berufen, der Republikanischen Partei neues Leben einzuflößen. Er agitiert für größeres Interesse der Wähler an Persönlichkeit und Programm des von ihnen in den Wahlkampf zu entsendenden Kandidaten, ein hier recht hoffnungsloses Unterfangen. Er ist gegen so ziemlich alles, was unter dem „Reuen Kurs" getan wurde und hat kaum einen positiven Vorschlag, so daß die armen Wähler es wirklich schwer haben. Der republikanische Parteitag wird daher wohl ebenso stürmisch verlaufen wie der demokratische. Riesige Anleihe in Amerika. Washington, 2. März. (DRV.) Das Schatzamt kündigte die Auflegung einer neuen Anleihe in Höhe von 1809 000 000 Dollar an. Davon sind 800 Millionen Dollar zur Auffüllung der flüssigen Barreserven für die Arbeitslosenunterstützung, die Farmerno t h i l f e und die Veteranenauszahlung vorgesehen. Insgesamt benötigt das Schatzamt 1 250 000 000 Dollar Bargeld. Dies ist d i e größte B a r g e l d f o r d e r u n g seit dem Weltkriege. 450 000 000 Dollar sind für die Abdeckung der am 16. März fälligen kurzfristigen Anleihe bestimmt; außerdem sollen die am 15. April fälligen Schatzamtsnoten im Betrage von 559 000 000 Dollar eingelöst werden. Die neuen Finanzmaßnahmen erhöhen die Staatsschuld um 8 0 0 Mil - Honen auf 31300 000 000 Dollar. Dies ist die h ö ch st e Staatsschuld in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika. Der amerikanische Gewerkschaftsverband veröffentlicht eine Aufstellung über die Arbeitsmarktlage in den Vereinigten Staaten, Die Zahl der Arbeitslosen wird im Januar auf 12 626 000 geschätzt. Gegen den Vormonat ergibt dies eine Zunahme um 12 2 9 000 Arbeitslose. Roosevelt unterzeichnet das Reutralitätsgeseh. Washington, 29. Febr. (DRB.) Präsident Roosevelt hat das neue Neutralitätsgesetz unterzeichnet. Das Gesetz enthält die Zusätze, daß künftig auch Anleihen oder Kriegskredite an kriegführende Staaten verboten sind und eine Waffensperre gegenüber Staaten des amerikanischen Erdteils nicht erklärt werden darf, solange diese Staaten gegen Länder außerhalb Amerikas kämpfen. Letztere Ausnahme von der Waffensperre gilt jedoch nicht, wenn einer dieser amerikanischen Staaten (dies bezieht sich offenbar zunächst auf Kanada) gemeinsam mit einer fremden Macht gegen einen dritten Staat Krieg führt. Sollte also England gegen Italien kämpfen und Kanada sich am Krieg beteiligen, so würde die Ausfuhr nach Kanada unter das Verbot fallen. Nicht verboten bleibt die Ausfuhr von kriegswichtigen Rohstoffen wie Oel, Kupfer, Baumwolle, Schrott. Kleine politische Nachrichten. In Kairo wurden die englisch-ägyptischen Verhandlungen über einen neuen Vertrag eröffnet. Die ägyptische Abordnung, der die Führer aller Parteien angehören, steht unter dem Vorsitz des Führers des Wafd Nahas Pascha. Die englische Abordnung wird von Sir Miles Lampson, dem britischen Oberkommissar in Aegypten, geleitet. Nahas Pascha brachte die Hoffnung Aegyptens zum Ausdruck, diesmal endgültig zu einem Abkommen mit Eigland zu gelangen, das die Beziehungen beider Länder auf der Grundlage der ägyptischen Unabhängigkeit und der Wahrung der Interessen Großbritanniens regeln solle. Sir Miles Lampson versicherte, daß die britische Regierung mit Vergnügen den Augenblick erwarte, in dem Aegypten seine völlige Selbständigkeit erlangt haben werde und Großbritannien und Aegypten sich vor der Welt als gleichberechtigte Verbündete zeigen würden. ♦ Der Standartenführer der ehemaligen Wiener SA., Fitzthum, der sich mit einer kurzen Ausnahme feit der Auflösung der Partei im Jahre 1933 in Haft befindet, ist aus dem Wiener Rainer- Spital, in das er wegen Erkrankung gebracht worden war, entflohen. Er hatte mehrere Bettücher zu einem Strick zusammengebunden und sich daran in der Nacht auf die Gasse geschwungen. Bis jetzt fehlt von ihm jede Spur. Vier Krankenschwestern wurden wegen angeblicher Begünstigung der Flucht in Haft genommen. man heute c < noch gar nicht abschätzen könne. Reichsverkehrsminisier Freiherr EIH von Rübenach '’Wenbt heute 25 bis 32 Stundenkilometer beträgt, werde um etwa 33 v. H. zunehmen, d. h. es können täglich 2 0 0 Kilometer mehr a l s bisher an einem Werktage gefahren werden. Außerdem ergäben sich weitere Aufgaben für den Güterfernverkehr: z. B. der Transporte von Frisch« obst und Gemüse, der heute z. T. schon durch das Flugzeug ausgeführt wird und der Transport von frischen Seefischen. Es sei selbstverständlich, daß die großen Vorzüge der Reichsautobahnen nicht kosten« los zur Verfügung gestellt werden können, aber es fungen entwertet werden. Die Steigerung der wirtschaftlichen Leistung wird die Kaufkraft der Einkünfte langsam aber sicher in aeiünderer Weise heben als noch so raffinierte Währungsexperimente. Freie Wirtschaft ist dadurch nnzcichnet, daß Können und Leistung sich frei entfalten können, während verbre- chensche Neigungen rücksichtslos unterdrückt werden, weil das sittliche Empfinden des Volkes sie verurteilt. Wir find gesonnen, im freien gleichberechtigten Austausch mit allen Völkern der Erde das anzunehmen, was sie uns zu unserem gesonnen, Monopole anzuerkennen, deren Anerkennung Arbeit und Arbeitsertrag unse- . rer Volksgenossen von den Beschlüssen Vaterlands« . loser Börsianer abhängig machen würde. Wenn wir heute nur das beziehen, was wir unbedingt brauchen, so liegt es in der Hand unserer Lie- f e r a n t e n, dafür zu sorgen, daß wir mehr be« ziehen können. malerwüse gerüstet we werde angestrebt, diese Abgabe so zu bemessen, daß sie die Leistungsfähigkeit nicht behindert. Die Leistungsfähigkeit der Reichsautobahnstraßen werde mit rund 3000 Wagen in der Stunde noch nicht erschöpft sein. Der Leiter der Reichsbetriebsgemeinschast „Verkehr und öffentliche Betriebe" in der D A F. Körner sprach über „Erziehungsarbeit im Kraftfahr- ge werbe durch die Deutsche Arbeitsfront". Der Leiter des Reichskraftwagen-Betriebsverbandes Dr. Scholz sprach über das Thema „Der Güterfernverkehr im Kraftwagen nach dem Gesetz vom 26. Juni 1935". Direktor Treibe, der Leiter der Verkehrs- und Tarifabteilung der Reichsbahnhauptverwaltung äußerte sich über die Zusammenarbeit von Schiene und Kraftwagen. Mit einer Schlußansprache von Direktor Benninghoff wurde die erste Reichstagung geschlossen. Leipzig, 2. März. (DNB.) Zum dritten Male veranstaltete die Kommission für Wirtschaftspolitik der NSDAP, aus Anlaß der Leipziger Messe eine große Kundgebung. Wirtschaftsminister Lenk eröffnete die Kundgebung. Das deutsche Volk, so erklärte er, habe sich zu den Quellen seiner arteigenen Schöpferkraft zurückgefunden und sei durch seinen Führer Adolf Hitler zu einer einzigartigen organisch und weltanschaulich gebunbenep Leistungsgemeinschaft zu- sammengeschlosfen. Die Kulturvölker müßten sich aus der Verstrickung internationaler Verschuldung, die eine fast tödliche Lähmung der gesamten zwischenstaatlichen Güterbewegung zur Folge haben müßte, frei machen, um der Weltzivilisation wieder Aufwärtsentwicklungsmöglichkeiten zu geben. Oer Vorsitzende derWirtschastskommission derTlSOAY. Bernhard Köhler führte bann u. a. folgenbes aus: Eine nationale Rüstungsinbustrie kann an sich niemals eine Kriegsgefahr barstellen. Erst wenn internationale Kapitalien ihre Rechnung bahin aufmachen können, baß in jebem Fall ihre Werte unb ihre Interessen gewahrt bleiben, bebeutet Rüstungs- wirtschaft auch Kriegsgefahr. Nicht b i e R ü - ft u n g führt ben Krieg herbei, fonbern i h r Mißbrauch zum Geschäft. Den Grunbfatz, baß wir nicht mehr einführen, als wir durch Ausfuhr bezahlen können, hat Reichsbankpräfibent Dr. Schacht in feinem „Neuen Plan" durchgeführt, er muß boch jebem anftänbigen Kaufmann in ber Welt lieber fein als jenes Verfahren, bei bem wir von Jahr zu Jahr tiefer in Schulden verstrickt wurden. Das feste Verhältnis zwischen Arbeit unb Brot, bas im festen Brotpreis unb in ben stabilen Löhnen zum Ausdruck kommt, ist im Zu- jammenhang mit bem „Neuen Plan" burchaus genügenb zur Sicherung unser Währung unb ist allein schon Gold wert. Auch wenn neue Vereinbarungen über die Goldbewertung an der Zeit sind, wird sich an dem festen Verhältnis von Arbeit und Brot, das heißt also an der inneren Kaufkraft des Geldes nichts ä n b e rm. Wir werben niemals zulassen, baß b ie Ersparnisse, die den Lohn ehrlicher Arbeit darstellen, durch Währungsschwan- Der Ausbau vernünftiger Arbeitsmethoden beruhe auf der Erkenntnis, daß das wertvollste Kapital nicht die Maschine, sondern der Mensch ist. Oberstes Gesetz sei es, den Takt der Maschine mit dem Rhythmus der Rasse in Ein- klang zu bringen Nur bann, nicht aber mit ber Uebernahme einer Rationalisierungsmethode amerikanischer ober russischer Prägung sei bie höchste Leistung zu erzielen. Neben bem Reichsberufswettkampf werbe ber Reichsleistungskampf treten, besten Ziel ber Musterbetrieb fei. Für uns, erklärte Dr. Ley unter lebhaftem Beifall, finb Arbeiter unb Unternehmer Solbaten ber Arbeit, bie alle gemeinsam einer Mission bienen wie ber Solbat, gleichgültig ob General ober Musketier, seinem Vaterland bient. Sie haben eine gemeinsame Ehre. Das schönste Vorrecht besten, ber zu befehlen hat, ist barin zu sehen, baß er für ben, bem er befiehlt, sorgt. In ber Fürsorge liegt bas Prinzip bes Führers. Der Lohn ist nicht mehr gebunben an bie Lohntüte. Freizeit, Feierabenbgestaltung, Kraft burch Freube, Theater, Musik, bas alles ist uns Lohn. Arbeiter unb Unternehmer bilben eine Schicksals- unb Leistungsgemeinschaft. Wir lassen d i e Urzelle ber Gemeinschaft, bie Werk« ftatt, in ber ber Mensch fein Brot verbient,.nicht antasten. Jeber beutsche Mensch soll bas Bewußtsein haben, baß er in Deutschland) nicht allein steht, jonbern in einer Gemeinschaft, bie ihn niemals untergehen läßt, vor allem bann nicht, wenn er fleißig ist unb gewissenhaft seine Arbeit verrichtet. Aktive Konjunkturpolitik. Der Reichsfinanzminister Graf Schwerin von Krosigk zur Wirtschaftslage. Die deutsche Leisiungsgememschast. Arbeiter und Unternehmer als Soldaten der Arbeit in einer Front. Das Krastfahrgewerbe und seine ivirlschastlichen Aufgaben- Erste Veichsiagung der neuen Organisation. 11 L deutle wirtschaftenben Menschen kommt es an! Der Staat soll sich auf möglichst wenige Hoheitsaufgaben beschränken unb bie Reichsverkehrsgruppen sollen sich auf die Verkehrswirtfchaft beschränken. Generalinspektor Dr. Todt sprach bann über bie Bebeutung ber Reichsauto- bahnen für ben Güterfernverkehr. Noch vor Pfingsten würben bie Reichsautobahnstreuen zwischen Braunschweig unb Hannover, zwischen Halle unb Leipzig, zwischen Köln unb Düsseldorf, zwischen Bremen, Hamburg unb Lübeck, zwischen Königsberg unb Elbing, zwischen München unb Rosenheim bem Verkehr übergeben werben. Der Sommer werbe bann bie Verlängerung biefer Teilstrecken unb weitere neue Teilstrecken bringen. Insgesamt würben im Laufe bes Jahres 1936 runb 1000 Kilometer Reichsautobahnstrecken bem Verkehr übergeben. Der Kraftwagen im Dien ft e bes Güter- fernverkehrs erhalte burch bie Reichsautobahnen eine gewaltige Förberung. Zur Zeit würben etwa 250 Fernstrecken mit Entfernungen von burchschnittlich 300 .Kilometer je zehnmal im Monat befahren. Nach ber Fertigstellung ber Reichsautobahnen werbe biefer Verkehr wesentlich erweitert werben können. Runb 90 v. H. biefer regelmäßig befahrenen Strecken werben auch eine wesentliche Verkürzung erfahren. Die Reisegeschwinbigkeit, die ! g5 |ei ««- Ur I«i»J ff®*; ater ertc«lcl fimg in ®o b II bisher bereits (tritt ber $ nru untern# K, Annahme Mage eines inftig gegen' Sie Preß I foniber Der|ta Msch-mglischl \M. nur i liiheDorscl I ienmächter I öe# noch | darüber mitge Seinen zweiseüi die Flottenkon dankt sei nid für ein solche' auch dann n Mn. Sno • London, | arbeitet des 1 noch im ß< nigtr als lische Flotte werden. Da« Flotte werde auch amtlich ber Regien» träge fü für das Fii ben Bau r vorsehen. A Lübeck, 2. März. (DNB.) In Lübeck führte Reichsfinanzminister Graf Schwerin v. Krosigk vor ber Industrie- und Handelskammer u. a. aus: Erst im Frühjahr 1933, als mit der Machtübernahme durch Adolf Hitler die Voraussetzungen für das Vertrauen in eine starke, bleibende und auf lange Sicht disponierende Regierung gegeben gewesen sei, habe der Staat sein jetziges Aktivum, den Kredit, in die Bresche werfen und eine aktive Konjunkturpolitik führen können. Naturgemäß könne diese nicht am laufenden Band fortgesetzt werden, sondern sie habe ihre Grenze an der Tragfähigkeit des Etats für den Schuldenbien st ber angenommenen Krebite unb in ber Leistungsfähigkeit des Kapitalmarktes für die Fundierung ber kurz- fristigenKrebite. Die normalen Ausgaben müßten daher wieder auf den laufenden Etat übernommen werden, und man müsse unter allen Umständen jetzt zu einem ausgeglichenen Haushalt kommen. Auf der anderen Seite müsse der Kapitalmarkt für manchen volkswirtschaftlichen und privatwirtschaftlichen Bedarf ausfallen, bis bie letzten großen Aufgaben burchgeführt feien. Die hierdurch aufgeftaute Reserve würbe uns später sehr zugute kommen. Wir hätten roieber eine gefunbe Lanbwirtschaft. Es sei bem Nationalsozialismus gelungen, ben bisher immer wieberkehrenben Streit zwischen Jnbustrie unb Lanbwirtschaft, ins- befonbere bei Hanbelsverträgen unb begleichen, auszuschatten unb bie Lanbwirtschaft in bie Sage zu versetzen, in fteigenbem Maße zur Belebung ber Gesamtwirtschaft beizutragen. Auch auf bem Gebiete ber Konsumgüterinbustrie, bie im Vergleich zur Jnvestitionsgüterinbustrie zurückgeblieben sei, beftänben vielleicht noch Möglichkeiten in ber Weiterentwickelung ber bereits begonnenen Verbrauchslenkung. Für ben Außenhandel würden zwar die Verhältnisse sicher nicht Freie Arbeit-Freie Wirtschaft die Grundlagen der Weltwirtschaft Oie Leipziger Kundgebung der Wirtschaftskommission der NGOAp. führte bann in längerer Rebe u. a. aus: Ich halte nach wie vor an ber Auffassung fest, baß bie Reichsverkehrsgruppen freie Selbstverwal- tungskörver mit überroiegenb eigenen Aufgaben fein sollen, bie nur sparsam unb nur in wirklich nötigen Angelegenheiten vom Reich sozusagen als Auftragsverwaltungen in Anspruch genommen werben sollen. Die Reichsverkehrsgruppen unb bie beiben großen staatlichen Verkehrsanstalten marschieren nebeneinanber auf ein gemeinsames Ziel los: bie V e r k e h r s e i n h e i t. In ber Reichsverkehrsgruppe Kraftfahrgewerbe finb alle Sparten bes gewerblichen Kraftverkehrs zufammengefaßt. Neben ben öffentlichen Omnibusbetrieben finben wir bie große Fachschaft ber rein privaten Mitglieber, häufig nur eine kleine Linie betreibend Wir sehen auch ben — keineswegs so rosig als es mancher im Zeichen rapiber Motorisierung glauben möchte, in seine wirtschaftliche Zukunft blickenden Stand der Kraftfahr- lehr er, und wir sehen als Hauptpartner im Ausgleichsverfahren zwischen Eisenbahn unb Kraftwagen ben Güterfernverkehr. Die Sonder- glieberung bes Güterfernverkehrs im Reichs-Kraft- wagen-Betriebsverbanb barf nicht zu einer Abtrennung biefes Verkehrszweiges von ber Gemeinschaft bes Kraftverkehrsgewerbes führen! Die Erfahrungen bes Güterfernverkehrs bürfen in ber Verwaltungsarbeit ber Reichsverkehrsgruppe Kraftfahrgewerbe nicht unverwertet bleiben. Der Reichs- Kraftwagen-Betriebsverbanb barf nicht eine Entwicklung nehmen, als ob nur bei ihm Kraftver- kehrsintereffen beheimatet wären, unb er barf bie schwierigen, im Nahverkehr üegenben Fragen niemals aus bem Auge verlieren. Durch bie Zusammenfassung bes Reichs-Kraftwagen-Betriebsverban- bes unb ber Reichsverkehrsgruppe Kraftfahrgewerbe barf keine Erhöhung ber Beiträge für bie Mitglieber entstehen. Ich sehe in kürzester Zeit einem gemeinsamen Vorschläge ber Reichsbahn unb bes Reichs-Kraftwagen-Betriebsverbandes über bie zukünftige Z a r i f g e ft a 11 u n g beim Kraftwagen entgegen. Das bobenftänbige Verkehrsgewerbe leidet nicht unter der zunehmenden Motorisierung, sondern unter ber Preisschleuberei, welche befonbers von ungefeftigten, auf Schulben gegrünbeten Unternehmen betrieben wirb. Alte gute Unternehmungen geraten in Schwierigkeiten, weil Schleuderfirmen ihnen auf anderer Leute Kosten die Aufträge unterbieten. Ich will Hefen Erscheinungen entgegenwirken. Aber wenn ich das im Personenverkehr und im Güterfernverkehr ein- gefuhrte Konzesfionsverfahren auf den gesamten Nahverkehr ausdehnen sollte, so müßte D0? ..oer unübersehbaren Flut der Konzessionsantrage im Güternahverkehr jede Aussicht auf eine erfolgreiche Handhabung biefer Frage burch bie urgane bes Staates schwinben. Ich glaube nicht an bie Möglichkeit, alles wirtschaftliche Glück von Staats wegen imputieren zu können. A u f ben fobalb leichter werben. Immerhin fei zu hoffen, baß ber Grunbfatz, baß ein Jnbustrielanb Rohstoffe brauche, auch für Deutschland anerkannt werbe. Mahnung an die Vernunft. Die Leipziger Messe wird oft als der Deutschen Reiches Weltschaufenster bezeichnet uni) man glaubt an ihrem Verlauf wie an einem Barometer ablesen zu können, ob sich ber Himmel der Weltwirtschaft oerbüftern ober aufhellen werde. Dieser Vergleich trifft leiber in nur sehr bedingtem Maße zu. Denn der überaus hoffnungsvolle Beginn der Leipziger Messe spiegelt diesmal vor allem den Aufschwung der deutschen Wirtschaft wieder, und die ausländischen Einkäufer, die in Rekordzahl nach der sächsischen Handelsmetropole gekommen sind, haben die Reise vor allem im Vertrauen auf die Reichhaltigkeit und Güte der deutschen Arbeitserzeugnisfe, aber nicht s o sehr im Vertrauen auf die weltwirtschaftlich' Vernunft des internationalen Handels geroagi Reichsminister Dr. Goebbels hat diesen Gegensatz in seiner Rede klar herausaearbeitet und damit den fremden Kaufleuten und Ausstellern aus ber Seele gesprochen. Aber indem er die mangelnde Uebereinftimmung von Bedarfszen:- tren und Erzeugungszentren darlegte, gab er zugleich bie Richtung an, bie ber zwischenstaatliche Handel einschlagen muß, wenn es über- , Haupt zu einer wirklichen Gesundung ber weltwin- schaftlichen Beziehungen zwischen ben Nationen kommen soll. Diesen Weg mit Energie unb Erfolg beschritten zu haben, ist bas unbestrittene Verdien!! der Leipziger Messe. Möge diese Handelswoche auch den verantwortlichen Männern im Ausland die Augen öffnen, damit sie die tieferen Ursachen der Weltkrise erkennen und somit auch die Mitt'! zu ihrer Ueberwindung finden können. ReichsorganisaiionsleiterDr.Ley führte als letzter Redner u. a. aus, daß die Leipziger Messe den Weg zeige, wie das deutsche Volk sich den Platz an der Sonne, auf den es ein Anrecht habe, wieder erobern wolle, nicht mit Waffen, Kanonen und Maschinengewehren, sondern mit seiner Leistung. Wir haben keine Schätze, wie die übrigen Völker. Wir haben aber den schöpferi- scken faustischen Geist, und der ist das einzige, aber auch unerschöpfliche Kapital, das wir einsetzen können. Deshalb wollen wir den deutschen Menschen eine ausgezeichnete Berufserziehung geben, der ungelernte Arbeiter in Deutschland muß verschwinden. Sodann wollen wir vernünftige Arbeitsmethoden schaffen und schließlich ein gesundes Arbeitsverhält- n i s unter den deutschen Menschen herbeiführen. Wirtschaftliche Not dürfe nicht die Menschen dazu zwingen, schon von früher Jugend an als Hilfsarbeiter tätig fein zu müssen, vielmehr solle der jugendliche Mensch eine Lehrlingszeit durchmachen. Der Ausbildung für ein Fach müsse eine gründliche allgemeine Ausbildung vorangehen. Das Spezialistentum könne erst dann einsetzen, wenn der junge Mensch ein Fundament habe. Nach $mei Jahren würde der Lehrling in die Industrie übergehen und in Lehrlingswerkstätten feinem besonderen Fach übergeben werden. Die Lehrzeit solle an keine Zeit, sondern an Leistungen gebunden werden, die in laufenden halbjährigen Prüfungen feftgefteüt werden. Vorteil bieten können, und wir sind bestrebt, ben Erwerb dieser Dinge dadurch zu ermöglichen, daß | den wir den Völkern das bieten, was sie zu ihrem Vor- | verteil von uns nehmen können. Wir sind aber nicht 3U ? tfS ®i*!ei ! - S r i«ä U '"'Ätoe 6 ff, *^ch- ffru6l-nl Berlin, 2. März. (DNB.) Die Reichsverkehrs- 0 nippe Krastfahrgewerbe, die alle gewerblichen Unternehmungen der Fachgruppe Perfonenverkehr, Güterfahrverkehr, privater Kraftfahrlehrer, kommunaler und gemischt-wirtschaftlicher Kraftomnibus- verkehr und Güterfernverkehr umfaßt, trat zu ihrer ersten Reichstagung zusammen. Direktor Benning- h o f f schilderte die organisatorische Entwicklung des Kraftfahrgewerbes. Die Aussichten des Kraftfahrwesens seien in jeder Hinsicht günstig zu beurteilen, besonders da sich für das Verkehrsgewerbe aus dem schnell fortschreitenden Bau der Reichsautobahnen Möglichkeiten ergeben würden, die Regierung t Flottenvertn Kreuzer ?Mtii Ri ‘ * i SlQQ|s I Um den 5 entsprechen, jer Schisse Stelle der ' veraltete Teres-Ktasse A A London, nner Meldun »Daily Telegi «chnen, daß ! Jen eines Be Eichung &e Ohren hat wrde anerka'r ^gefüllt wer hat. Ix fjter Stelle A°gl>chkeit ei «SS Vie @ro ^Montag 1 ihr. ii” g raiWn, ein »Mm mi'M Är rprZ «Id de äSji Chlorodont M/ man getto>t Ikiltaucn hafan / Die neue strategische Lage in Abessinien und Nach Wird Winston Churchill Verteidigungsminister? zu e i n Daher, Ettern und Erzieher, hütet und warnt Eure Kinder und Schuhbe- f o h t e n e n t Unterrichtet sie über Gefahren, die ihnen im Verkehr mit Fremden drohen können. Erzieht sie systematisch, sich nicht mit fremden Personen einzu- lassen, eine Forderung zum Mitkommen in jedem Falle abzulehnen, keine Geschenke, insbesondere keine Süßigkeiten, anzunehmen und keinem Versprechen Unbekannter Glauben zu schenken! Denkt an das Schicksal der von Seefeld ge- schändeten und ermordeten Knaben! Erzieht die Kinder zum Vertrauen zu Euch selbst! Lehrt sie, daß der Polizeibeamte ihr guter Freund ist! haltet sie an. Euch ihre Erlebnisse mit Unbekannten mitzuteilen! Pflicht aller Volksgenossen ist es, in Fallen dringender Gefahr selbst einzugreifen. Zeigt persönlichen Schneid! Zeigt, daß Ihr Euch der Verantwortung für die Volksgemeinschaft bemüht seid! Seefeld hat sein schändliches Treiben nur des- wegen Jahre hindurch fortjetzen können, weil er — Appell der Mitglieder der Reichskulturkammer Sonntag, den 15. März vormittags 11 Uhr findet im Schumanntheater in Frankfurt am Main ein Appell für alle in der Reichskulturkammer Organisierten statt. Es sprechen Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger, Reichskulturwalter Hinkel und Lan- deskulturwalter Müller-Scheld. Mitglieder der Reichskulturkammer wollen sich diesen Tag unbedingt srei- halten. >r beträgt, werte d. h. es tönneit hrals bisher ähren werden. ufgaben für bera wrte von Frisch- schön burd) das- Transport von endlich, dah die nen iW Wv tönnen, aber es yi bemessen, daß, Hindert. Die Lei" ihnjtra&en werde inbe noch nicht er*1 hierdurch außerordentlich erschwert gewesen. Daher, Eltern und Volksgenossen, seid rücksichtslos gegen die Sittlichkeitsverbrecher! Zeigt sie an! Rur durch Strafverfolgung kann ihr schändliches Treiben verhindert werden. Ihr dient damit nicht nur euren Kindern, sondern auch der Volksgemeinschaft. Mancher Mord wäre wahrscheinlich vereitelt worden, wenn die Erwachsenen den Unhold mit seinem kleinen Begleiter, den sie auf dem Wege zur Mordstelle als verdächtig beobachten, nur angesprochen und nach dem Woher und Wohin gefragt hätten. Vermissen Eltern oder Erzieher ein Kind, so ist unverzüglich die zuständige Polizeibehörde zu benach- richtign; sie veranlahl alles Weitere. Die Verteilung und der Anschlag von Handzetteln über das Verschwinden des Kindes, die sofortige Mitarbeit der Presse, die Bekanntgabe durch den Rundfunk, Nachfrage in jeder Schulklasse, planmäßig durchgeführte Suchen von Polizeibeamten, Förstern, Jägern, SA., Arbeitsdienst ufw., sowie sonstige örtlich gebotene Maßnahmen bieten erfolgreiche Fahndungsaussichten. Der Fall Seefeld darf nicht wieder vorkommen. Er ist nur möglich geworden, weil die Weltanschauung des Liberalismus in verantwortungsloser Schwäche und Menschlichkeit Verbrecher wie See- . seid nach Verbüßung einer Strafe ohne jegliche Einschränkung immer wieder freigelassen hat, anstatt sie pflichtgemäß unschädlich zu machen. Wieviel unschuldige deutsche Jungen wären heute noch am Leben, wieviel Sorge, Tränen und Leiden wären erspart geblieben, wieviel deutsche Knaben brauchten nicht unter den Folgen ihrer Schändung zu leiden, wenn eine wirkliche Humanität den Unhold Seefeld bereits zu Beginn des Jahrhunderts entmannt oder in Verwahrung genommen hätte. Die nationalsozialistische Gesetzgebung gibt die gewisse Zuversicht, daß Verbrechen von derartiger Scheußlichkeit und derartigem Umfang in Zukunft unmöglich werden, soweit nicht menschlicher Vorbeugung Grenzen gesetzt sind — wenn jeder einzelne Volksgenosse, wenn vor allem Eltern und Erzieher Mitarbeiten. Die Erkenntnisse aus dem Fall Seefeld müssen jeden Volksgenossen mit aller Leidenschaft die nationalsozialistische Forderung vertreten lassen, die Allgemeinheit mit allen gegebenen Mitteln, wie Vorbeugung, Unfruchtbarmachung, Entmannung, Sicherheitsverwahrung und Bestrafung vor Sittlichkeitsverbrechern jeder Art zu schützen. Oer deutsch-englische Flottenvertrag. Besprechungen über ein Ergänzungs abkonrrnen. London, 2. März. (DNB.) Wie Reuter den deutsch-englischen Besprechungen über l ... zweiseitiges E r g ä n z u n g s a b k o rn m e n zu dem deutsch-englischen Flottenvertrag vom Juni 1935 mitteilt, hat der deutsche Botschaftsrat Fürst Bismarck am Samstag den englischen Außenminister Eden im Foreign Office besucht und ihm die Mitteilung überbracht, daß Deutschland im Prinzip bereit sei, Unterhandlungen über eine solche Ergänzung auf der Grundlage des qualitativen Abkommens zu beginnen, das bei der gegenwärtigen Flot- tenkvnferenz erreicht würde. Es besteht jedoch Einverständnis darüber, daß in diese Besprechung unter der Voraussetzung eingetreten wird, daß ein ähnlicher zweiseitiger qualitativer Ver- trag zwischenGroßbritannienund Sow- uertPnnid)t toir Mt’bb Kunst und Wissenschaft. 3ntenbanf Gcündgens beim Führer. Der Führer empfing dieser Tage i-en tunten Staatsschauspieler Grün ß Theater- lin zu einem Vortrag über Fragen der Th-°ter^ 'unst. Der Führer nahm diesen Anlaß Herrn Gründgens seine aufrichtige hprnorra= und Anerkennung auszusprechen für re , »ende Führung und Leitung der beiden Staats Schauspielhäuser. Eltern, hütet eure Kinder! Eine Lehre ans dem Seefeld-Prozeß. lnhtis, dch J ^I-Ndnnd L s® dn mit ber 7°ch°d- ameri. ,'”.7 höchst- elchsberufswett- 1 u n g s t a m p f etrieb sei. lebhaftem Bei. ^/ernehmer aüe gemeinsam )Qt gleichgültig Vaterland lame Ehre. 4 befehlen hat, Jem er befiehlt, cwzip des Füh. Kunden an die ■Wxxwk KM 'b alles \\{ uns iloen eine Gdjitf.- Wir lassen die t, die Wert, ot verdient, nicht )Il das Bewußt- nicht allein steht, die ihn niemals nicht, wenn er Arbeit verrichtet. Nach oiermonatigem Widerstand an der Nordfront wurde zunächst am Amba Aradam der frühere abessinische Kriegsminister M u l u g e t a geschlagen. Es tauchte damals bereits nach der Schlacht von Enderta, wie die Italiener diesen Sieg nennen, die Frage auf, welche Wirkungen der Erfolg auf die benachbarte Armee des Ras K a s a und die noch weiter westlich stehende des Ras S e y u m haben würde. Verharrten sie in ihren alten Stellungen, dann liefen sie Gefahr, von den über den Aradam-Berg hinausdringenden Italienern von Süden und von Norden her flankiert zu werden. Tatsächlich haben entgegen den Stimmen britischer Militärs, die meinten, der Amba A l a d s ch i werde nicht so leicht bezwungen werden, da die Italiener nicht so schnell ihr schweres Geschütz usw. in (Stellung bringen könnten, die Italiener den Amba Aladschi verhältnismäßig schnell ge- London. 3. März. (DNB. Funkspruch) _ einer Meldung des politischen Berichterstatters des „Daily Telegraph" ist jetzt mit der Möglichkeit zu rechnen, daß Winston Churchill «uf den neuen Posten eines Verteidigungsministers, der die Derem- heitlichunq der drei Hauptwaffengattungen durchzuführen hat, berufen wird. In Regierungskreisen werde anerkannt, daß der Posten von einem Mann ausgefüllt werden müsse der einen Sitz im Unterhaus hat. Der Name Churchills werde letzt an erster Stelle erwähnt. Reuter bestätigt, daß die Möglichkeit einer Ernennung von Churchill. m parlamentarischen Kreisen mit großer Aufmerksamkeit besprochen wird. bin I-i » K Ml-"» ßernutifl wird «! | EbE nur W « ifnimsfj', .1* 1111 f 4 rc jnfäUU- MK-r leit *,,1 ' KM 'S Ä iKL W- w n f.tVl'p LÄ" Die Folgen dieser Kämpfe sind noch nicht abzusehen. Zwei Hauptarmeen der Abessinier, die des Ras Mulugeta und des Ras Kasa sind so gut wie vernichtet. Abgesehen von der moralischen Wirkung dieser Kämpfe, dürfte doch die in den Sanktionsblättern aufgetauchte Hoffnung, daß die Abessinier nun mehr als bisher zu dem ihnen gemäßen Kleinkrieg zurückkehren werden, an der Tatsache nichts ändern, daß die Abessinier schwer aufs Haupt geschlagen wurden. Ueberdies hat sich, wie schon die Einnahme des Aladschiberges zeigte, die Erwartung nicht erfüllt, daß die Nachschubschwierigkeiten der Italiener so groß wären, daß geraume Zeit verfließen würde, ehe sie wieder einen neuen Vorstoß wagen könnten. General Badogli hat schnell und sicher und strategisch wirksam gehandelt. Wieweit diese Kämpfe die garye Nordfront der Abessinier erschüttert haben, bleibt abzuwarten. Jedenfalls ist die einzig intakte Armee, die des Ras I Seyum, nur mit Mühe und Not über den Takazze- ' Hufe entkommen. London, 3. März. (DNB.) Der Marinemitarbeiter des „Daily Telegraph" errechnet, daß noch im Laufe dieses Jahres nicht we- n i g-e r a l s 3 4 neue Zerstörer für die englische Flotte fertiggestellt oder von Stapel laufen werden. Das neue Bauprogramm der englischen Flotte werde beschleunigt durchgeführt. Das werde auch amtlich zugegeben. Das Aufrüstungsprogramm der Regierung s e h e noch weitere Bauaufträge für Zerstörer vor. Der Voranschlag für das Finanzjahr 1936/37 werde wahrscheinlich den Bau von 5 oder 6 neuen Kreuzern vorsehen. Wie „Morning Post" meldet, hat die Regierung den Unterzeichnerstaaten des Londoner Flottenoertrages mitgeteilt, daß sie d i e vier Kreuzer der Hawkins-Klasse, die normalerweise nach dem Londoner Flottenvertrag abgerüstet werden müßten, beibehalten werde. Um den Bestimmungen des Flottenvertrages zu entsprechen, sei beschlossen worden, die 7,5 Zoll dieser Schiffe durch 6-Zoll-Geschütze zu ersetzen An Stelle der Schiffe der Hawkins-Klasse sollen fünf veraltete Kreuzer der Caldon-Klasse uru Ceres-Klasse verschrottet werden. Wenn auch noch genauere Berichte über diese Einkreisungsaktion gegen die Armee des Ras Kasa fehlen, so ist doch der Erfolg unzweifelhaft. Nachdem die Italiener den Baieu- und den Abara-Paß genommen hatten, waren die italienische Nordarmee und die vom Süden her andringenden Truppen des III. Armeekorps gewissermaßen die Zangenbacken, die Ras Kasa quetschten. Da diese Angriffe vor allem auch durch die schwere Artillerie und durch die italienischen Bombengeschwader nachdrücklich unterstützt wurden, befindet sich der Truppenteil Kasas in völliger Zerrüttung. Jetzt hat sich auch Ras Seyum genötigt gesehen, die ganze Takazze- Front zu räumen. Damit ist das ganze Tembien- Gebiet in die Hand der Italiener gefallen. Die Hauptoerteidigungslinie der Abessinier ist am Ta- kazzefluß gebrochen worden. Die Großfürstin Kyrill gestorben. Würzburg. 2. März, IN ber Villa ihres Schwieger ohnes, des Erbpnnzen oon L-iningen. Me fcrofiürfttn Kyrill gestorben Di- Grofetürstin wurde am 25. November 1876 als Tochter des Herzogs Alfred von Sachsen-Coburg und Gotha,Zeines Sohnes der Königin Viktoria von England, auf der Insel Malta geboren. Sie war als Prinzessin Viktoria Melita dem 19. April Sum Kaiser aller Rustem Der he vermählte mit dem Erbprinzen von ^einng ^ßfürstin Großfürstin Maria.ferner me ® m Kyra und der Großfürst W nommen. Es ist dies begreiflich, denn in dem langen Talkessel, der sich von Antalo gegen den Aladschi hinzieht, gab es für die Abessinier keine natürliche Widerstandslinie. Oestlich des Talgrundes zum Aladschi ziehen sich längs des Weges Buia—Mai Mestic—Aladschipaß Höhenkämme, die aber von den Abessiniern überhaupt nicht besetzt waren, weil sie ziemlich ungangbar sind und überdies den italienischen Fliegergeschwadern offen lagen. Nachdem die Italiener den Berg des Mai Me- st i c genommen hatten, der 2800 Meter hoch ist, haben sie schweres Geschütz in Stellung gebracht und den Amba Aladschi, den man mit Recht als bie Schlüssel st ellung der ganzen Takazzefront bezeichnet, ohne sonderliche Schwierigkeiten b e - setzt. Die zurückflutenden Abessinier haben damit den letzten Berg, der den Italienern den Weg nach D e s s i e versperrte, geräumt. Schon melden die italienischen Heeresberichte einen Wettlauf des ersten Armeekorps nach Süden, um schnellstens zum Aschangi-See zu gelangen. Es heißt, daß der Negus eine neue Armee in Defsie aufgestellt habe, die gegen Norden vorstoße, aber man glaubt, daß es den Italienern gelingen wird, schon vorher den Aschangi-See zu erreichen und damit diese vielleicht zu spät kommende abessinische Hilfsaktion zum Stillstand zu bringen. Denn inzwischen wurde auch die Armee des RasKasa geschlagen, die westlich des Kampfgebietes untätig stand. Dadurch wurde auch Ras S e y o u m gezwungen, in heller Flucht über den Takazze-Fluß sich in das Semiengebiet zu flüchten, > fluß entkommen. mit Versprechungen und dem An bieten von Geschenken heraus. Er regte dabei auf jegliche Weise die Begehrlichkeit und Phantasie der Knaben an. Gleichzeitig war er bemüht, das Kind unauffällig durch entlegene Straßen und Anlagen an den Rand der Stadt zu führen. In der Regel spekulierte er auf die Gefälligkeit, Hilfsbereitschaft, Geldgier, Naschhaftigkeit, kindliche Neugierde und auch Eitelkeit der Knaben. In den meisten Fällen hat Seefeld seine Opfer in dichte Schonungen gelockt, wo er seine Verbrechen an vorher ausgesuchten, trockenen, gegen Sicht geschützten Stellen verübte. Mit größter Umsicht führte er seine Verbrechen aus. Den Knaben gab er auf, auf dem Wege zum Tatort vor sich niederzusehen. Auf Bekannte, die ihnen begegneten, mußten die Knaben ihn aufmerksam machen. Befragt, mit wem sie zusammen gegangen seien, mußten sie erklären, es sei der Onkel gewesen ober der Mann habe sie nicht der Uhrzeit gefragt. Bei nassem Boden legte er den Knaben Papier ober Sackleinen unter, damit die Kleidung sauber blieb. Eine Bürste zum Reinigen des Schuhzeugs führte er bei sich. Scharfe Bonbons erhielten die Knaben, um etwaige verdächtige Gerüche $u verdecken. Die geschilderte Art der Verbrechen ist im Laufe von 40 Jahren immer die gleiche geblieben. Wie von den Sachverständigen festgestellt wurde, handelt es sich bei Seefeld nicht um eine erbliche Veranlagung ober die Auswirkung eines kranken ober minderwertigen Geisteszustandes, sondern ausschließlich um die Ausübung eines ihm liebgewordenen Lasters. Welche Schäden Seefeld und Sittlichkeitsverbrecher überhaupt ihren Opfern in seelischer, moralischer und körperlicher Hinsicht zufügten, läßt sich nur schwer übersehen. Bei manchem Knaben bleibt sein erstes Sexualerlebnis richtungweisend für sein ganzes Leben. Der Verführer trägt die Schuld, daß sich in dem verführten jungen Menschen ein anormales Triebleben entwickelt und sie auf die Führte sittlicher Entartung bringt. Er trägt weiter die Schuld daran, daß seine Opfer sich meistens zu moralischer und charakterlicher Minderwertigkeit entwickeln, die ihren Ausdruck in Faulheit, Verlogenheit, Treulosigkeit und Feigheit findet. Hinzu kommt, daß bie einmal oerborbenen jungen Menschen stets eine weitere Gefahrenquelle für Kinber bleiben. Solchen Gefahren für bie Jugend zu begegnen ist der Staat und seine Gesetzgebung allein nicht in der Lage. Es bedarf ber ganzen Mitarbeit ber Eltern unb Erzieher unb j e - b e s einzelnen Volksgenossen. Diese Mitarbeit ist möglich auf bem Wege ber Aufklärung, ber Warnung unb bes persönlichen Einsatzes in Fällen offensichtlicher Gefährbung Jugenblicher, sowie insbesonbere in ber Erstattung von Anzeigen. Gemeinschaft M ber D21 Hör* tot im Ny Arbeitsfront“. ■iebsoerbanMr. , Der @ö* dem Gesetz « )e, ber Leitet . Neichsbahnh-V iätS lOff würbe bie B Das Reichsjustizministerium veröffentlicht, wie uns die Justizpreffeftelle Darmstadt mitteilt, in der „Deutschen Justiz" folgende Warnung. Das Urteil über den vielfachen Knabenmörder Seefeld ist gesprochen. Einer der gefährlichsten und furchtbarsten Sittlichkeitsoerbrecher aller Zeiten jetrußland abgeschlossen werde. Es sei ksar, daß Deutschland sich hinsichtlich der Größe der Schiffe, die es bauen wird, nicht binden könne, wenn die sowjetrus- fische Flotte nicht dengleichen Bindungen unterworfen fei. Bisher habe man nicht versucht, von Sowjetrußland zu erfahren, ob es zum Abschluß eines zweiseitigen Flottenvertrages mit Großbritannien geneigt fei. Allgemein werde aber erwartet, daß eine Anfrage in dieser Richtung in Bälde erfolgen werde. Sowjetrußland fei bisher bereits von Großbritannien über den Fortschritt der Besprechungen auf der Flottenkonferenz unterrichtet worden. Es bestehe kein Grund zu ber Annahme, baß bie Sowjetunion einem Vorschläge eines Abkommens mit Großbritannien ungünstig gegenüberstehen werbe. Wie Preß Association berichtet, habe man sich darüber verstänbigt, baß die Vorschläge, bie in bas deutsch-englische Abkommen ausgenommen werden sollen, nur in Kraft treten, wenn ähnliche Vorschläge von ben übrigen Flotte n m ü ch t e n vereinbart werben. Weder bie deutsche noch die britische Regierung habe etroos darüber mitgeteilt, ob sie bie Verhanblungen für einen zweiseitigen Vertrag fortsetzen werden, falls die Flottenkonferenz zusammenbrechen sollte. Dieser Punkt sei nicht erwogen worden. Die Möglichkeit für ein solches zweiseitiges Abkommen sei indessen auch bann nicht unter allen Umstünden ausgeschlossen. Englands beschleunigte Ausrüstung zur See. von wenigen Ausnahmen abgesehen — weder von Kindern noch Eltern oder anderen Personen zur Anzeige gebracht worden ist. Nur wenige Knaben haben den Eltern von den mit ihnen oorgenom- menen Verbrechen erzählt; sei es, daß kein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Kindern und Eltern bestand, sei es, daß sie aus Scham vor den Eltern nicht darüber sprachen. Auch bei vertrauensvollen Verhältnissen hat häufig die Angst vor Strafe den Kindern den Mund verschlossen, weil die Eltern ihnen verboten hatten, mit Fremden zu gehen und von ihnen. Geschenke anzunehmen. Aber auch nur in einigen ber wenigen Fälle, in benen bie Kinder sich ausgesprochen haben, ist oon den Eltern Anzeige e r ft a 11 e t, weil sie nicht wünschten, daß ihre Kinder in einen Prozeß hineingezogen würden; sie fürchteten häufig, daß der gute Ruf der Familie und der seelische Zustand des Kindes Schaden nehmen würden. Die Ermittlungen gegen Seefeld sind Wetterbericht des Relchswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Noch immer ist die in breitem Zuge in nordsüdlicher Richtung sich erstreckende Tiefdruckrinne für unser Wetter bestimmend. Sie befindet sich zwar in Auffüllung, doch strömen in ihr noch Luftmassen der verschiedensten Herkünste zusammen. Die Folge davon ist, daß heute in großer Ausdehnung über dem Festland dunstiges und bewölktes Wetter herrscht, das vielerorts Anlaß zu leichtem Niederschlag gibt. Die derzeitige Entwicklung der Großwetterlage, die durch allgemeinen und stetigen Druckanstieg gekennzeichnet ist, läßt für die Folge Witterungsbesserung erwarten. Aussichten für Mittwoch: Vielfach dunstig, sonst wolkig bis aufheiternd und nur ganz vereinzelte Niederschläge, tagsüber mild, veränderliche Winde. Aussichten für Donnerstag: Voraus- sichtlich fortschreitende Witterungsbesferung. Lufttemperaturen am 2. März: mittags 6,7 Grad Celsius, abends 3,8 Grad; am 3. März: morgens 1,2 Grad. Maximum 6,4 Grad, Minimum (heute nacht) 0,9 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 2. März: abends 3,7 Grad; am 3. März: morgens 2,9 Grad Celsius. — Sonnenfcheindauer etwa eine Stunde. — Niederschläge 0,3 Millimeter. das sehr bergiger Natur ist. Die Armee des Ras Kasa stand im Tembiengebiet bei Abbi Addi, und ihre rechte Flanke hing schon seit der Eroberung des Amba Aradam, noch mehr seit dem ttalienischen Erfolg am Amba Aladschi, in der Luft, denn das 3. italienische Armeekorps hatte sich mittlerweile südwestlich der Armee des Ras Kasa geschoben, über den Neguida und Gadat hinaus, und gleichzeitig wurde halbkreisförmig der Ring der Italiener durch Truppen vollendet, die in der Gegend des Amba Maur und westlich davon standen. ist unschädlich gemacht. ; Mit der Beseitigung dieses Unholds allein ist es aber nicht getan. Weitere Sittlichkeitsoerbrecher leben als Früchte einer falschen Humanität sowie 1 einer sittlichen und moralischen Verseuchung des Volkes, wie sie durch die Machthaber des Systems betrieben find, im Volke und fetzen ihr schändliches Treiben fort. Sie bilden eine fchwere Gefahr für die Allgemeinheit, insbesondere aber für unser höchstes Gut, die deutsche Jugend. Abgesehen oon den schweren seelischen und körperlichen, oft nicht wiedergutzumachenden Schäden, die Sittlichkeitsverbrecher ihren Opfern zufugen, endiqt ihre entartete Veranlagung in konsequenter Steigerung nicht selten im Mord. Sittlichkeitsverbrechern und Luftmördern muß daher rücksichtslos ihre Betätigung unmöglich gemacht werden. Der Fall Seefeld hat einen eindringlichen Anschauungsunterricht für Kinder Eltern und Er- ueher gegeben. Seefelds Sittlichkeitsoerbrechen fallen wie auch bei vielen anderen Sittlichkeitsver- brechen in das Gebiet der „L i e b e z u I u g e n d - lichen" (Pädophilie). Heber 100 Knaben sind ermittelt, die Seefeld mit sich gelockt oder geschändet hat. Es ist aber als sicher anzunehmen, daß bie Zahl seiner Opfer erheblich großer ist. Die Anzahl der von ihm verübten Morde laßt sich mit Sicherheit nicht mehr feststellen. Ihre Zahl durfte mit 30 nicht zu hoch geschätzt esin. Wie diese Fälle zeigen und bie Erfahrung lehrt, ift bie A r t ber Anlockung von K i über n den Umständen und der Persönlichkeit des Kindes entsprechend verschieden. Allerdings ist sie wohl nur Sten 8u einer olchen Meisterschaft entwickelt, wie Seefeld sie sich auf Grund feiner Erfahrung und ^in r genauen Kenntnis der Knabenpsyche un Lauf eines 40jährigen Verbrecher ebens angeeignet hab Aus sein-Methode sei daher n°h°r -mg-gana-n. Seefeld durchzog als wandernder Hhr a o r hio deutschen Gaue. Sem Auftreten war jturüdbaltenb und bescheiden. Auf sein SS sf-IJSs E sns mtt den einfachsten ^Lebensverhältnissen zufriedene Mann anaes hin, der überall in Anbetracht feines Alters Mitleid und Hilfe für sein schweres Leben sand Zu jedermann war er freundlich, für jeder- ÄS SSÄ SÄ: Heroen die nicht nur die oon ihm entführten, ge Es-w hat die Knaben wahllos, ohne em bestimmtes Alter °der -in-^bestunmt^n Typ^zu^^- DUMBERG Worten -uS°nglich war $»rn* bie @e= @ d ° Lieblingsbeschäftigungen und schwlster, o»e » Familienoerhaltmsse ^7LVLr^IÜng°nforscht, so -am er Rücken- rkt in Tuben kel, Mitessei emplohleo. Ziehung 1935 durch amtliche Ziehungskommissare im Für die N8UWs«ltLm« Caavk Ailnn av- O 1. - - \ nissen, Hausarbeiten er- Limousine) Wenn b< in dem „Iohannessaal" zu Gießen über das Thema: L. Röder, Gießen, Alle Evangelischen werden hierzu eingeladen I347 D [Stellengesuche] [Vermietungen]!??^, grobes l ........ -1 7immop nant i Gewandt., jung. MM Mädchen in, MttPr nnn 17 .!»»« Stellung erfahrenes im Alter von 17 Lehmbecker früher: 1348 A Ruf 3925 bis 18 Jahren, f. leichte gewerbliche Arbeit ges. Näheres mvD Schnlstraße 7. in Windeln, Hemdchen Jäckchen, Strampel- und Spielhöschen,entzückende Kleidchen, Stepp decken, Taufgarnituren und Kinderbettchen in reicher Auswahl bei: KleineAnzeigen im Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und geleien. Warum Evangelische Kirche und nicht Deutsche Glaubensbewegung? Haus der Handarbeit Bitte beachten Sie meine Fenster 24000 km gefauf. zu verkauf. wssD Näher. Wetzlar, Pfannenstielgasse 7. Telefon 2389. allen die größte Aussicht. Wie ist es nun technisch möglich, es so einzurichten, daß das Große Los zwangsläufig immer am letzten Tage gezogen wird? Dieses Verfahren stellt Vom Präsidenten der Preußisch-Süddeutschen Staatslotterie, Berlin, werden uns die folgenden Ausführungen zur Verfügung gestellt, die auf häufig gestellte Publikumsfragen antworten und daher allgemeinem Interesse begegnen werden. Wieseck Möserstr.65.foir>y3 er- er- ist, ge- in gutem Hause mit Küchenben. zum 16.März ob. 1. April zu verrn. Schr.Angeb.unt. 01000 and.G.A. etwas Aehnliches dar, wie das bei anderen Lotterien übliche Ausspielen von Prämien. Der Gewinnplan der Preußisch-Süddeutschen Staatslotterie sieht eine Gesamtzahl von 3 4 3 000 Gewinnen vor, von denen die allergrößte Zahl in der letzten Klasse, der Hauptklasse, gezogen wird. Bei den Gewinneinschüttungen zu Beginn der einzelnen Klassen werden aber im ganzen nur 342 999 Gewinne eingeschüttet, und zwar wird bei der 5. Klasse zunächst kein Röllchen für das Große Los eingeschüttet. Nach den Bestimmungen des Gewinnplanes fällt auf den ersten Gewinn von 300 Mark, der am letzten Tage der Hauptklasse aus der Gewinntrommel gezogen wird, statt dieses Gewinnes das Große Los. Damit nun andererseits nicht ein Gewinn zu 300 Mark fehlt, wird vor Beginn der Ziehung des letzten Tages noch ein weiterer Gewinn zu 300 Mark in das Gewinnrad zugeschüttet, so daß dann im ganzen 343 000 Gewinne dem Gewinnrade entnommen werden können. Dieses Verfahren bietet neben den anderen Vorteilen die Gewähr, daß sich am letzten Ziehungstag bei Ziehungsbeginn unter den Gewinnen auch bestimmt noch ein Gewinnröllchen von 300 Mark im Rade befindet. Die öffentliche Ziehung der Staatslotterie im Lotteriegebäude in Berlin wird von der Bevölkerung stets mit regem Interesse besucht, und der spannende Vormittag, an dem das Große Los gezogen wird — das nächste Mal am 13. März um 9 Uhr —, gilt für viele als sehenswertes Schauspiel. Gesucht von Dauermieter zum 1.Juli schöne 4-5-Zimm.- Wohnung. Schr. Angeb. mit Preisangabe u. 0987 a. den Gieß. Anzeig. erbeten. Schöne, geräum. H-Mnung (Nähe Universität) zum 1. Avril 1936 zu vermiet. Schriftliche Angebote u. 01001 andenGieß.Anz. Krosta wird Außenminister der Tschechoslowakei. Prag, 29. Febr. (DNB.) Der Präsident der Republik hat den bisherigen stellvertretenden Außenminister Dr. Kamol K r o f t a zum Außenminister ernannt. Krofta wurde 1876 in Pilsen geboren. In den Jahren 1896 bis 1899 war er ordentliches Mitglied des Instituts für österreichische Geschichtsforschung in Wien. Nach einem Aufenthalt in Rom Niernenfederung, vor- und rückwärts lehne und Fußbrett verstellbar trat er 1901 in die Dienste des böhmischen Landes- archivs. Er habilitierte sich an der tschechischen Um. ver ität in Prag für österreichische Geschichte. 1920 wurde er Gesandter der tschechoslowakischen Republik beim Vatikan in Rom. Anfang 1922 wurde er in gleicher Eigenschaft bei der österreichischen Regierung akkreditiert und 1924 als Gesandter nach Berlin gesandt, wo er bis 1926 blieb. Aus aller Welt. Zweimal im Jahre spielt die Preußisch- Suddeutsche Staatslotterie das „Große Los" in Höhe von zweimal einer Million Mark aus, jedesmal am letzten Tage der Hauptklasse. Da nur die wenigsten ein Doppellos spielen, die Mehrzahl der Lotteriespieler vielmehr nur Achtelabschnitte kaufen, wird dieser Gewinn meistens auch in Teilbeträgen unter eine Mehrzahl von Glücklichen verteilt, die dann einen Nettobetrag von j e 1 00000 Mark ausgezahlt —- halten. Für alle Spieler ist es interessant zu fahren, warum der Gewinnplan so aufgestellt daß das Große Los immer am letzten Tage zogen wird, und wie dies vor sich geht. Wenn das Große Los sich von vornherein Gewinnrade befände, und schon an einem der ersten Ziehungstage gezogen werden könnte, so hätten alle Spieler, deren Losnummer sich noch im Nummernrade befindet, und auch alle die, die erst später — während der Ziehung — noch ein Los kaufen, keine Aussicht mehr, an der Ausspielung des Großen Loses teilzunehmen. Bei der jetzt üblichen Regelung hat aber jeder Inhaber eines Loses bis zum letzten Tage diese Möglichkeit. Auch diejenigen Spieler, deren Los an einem früheren Ziehungstage bereits mit einem niedrigeren Gewinn gezogen wurde und dadurch ausscheidet, haben die Möglichkeit, an der Ausspielung des Großen Loses teilzunehmen, wenn sie rechtzeitig bei ihrem Lotterieeinnehmer unter Verrechnung des ersten Gewinnes ein Ersatzlos erwerben. Die Ausspielung des Großen Loses am letzten Tage ist mithin für alle Spieler die g e r e ch t e st e Form und bietet staöttoeatei ließen ,273V Mittw., 4. März, 19.30-22 Uhr. 2O.Mittwocb-Ab. 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Besonder wirtscha Siedlungs- denständigl ernsöhnen gewährleis erst in der sondern g Tätigkeit ling in zugehen i Wirtin. 2 rin und Aussichten besondere- klar. daß Landwirts Vtyn uni Land n1 um Auss ländlichem gemacht gehen wc 3m w Berufsmc Handwerk rin. Modi noch Pel Näherin, I den Mädck wieder be Von größerem Fabrikunternehmen in Gießen zum sofortigen Eintritt eine persekie Stenotypistin gesucht. Es wollen sich nur erste Kräfte unter Beifügung von Zeugnissen unter 1349V im Gießener Anzeiger melden. Mittwoch, den 4. März, vormittags 11 Uhr, spricht der Landesbischof Lic. Dr. Dietrich Torfmull. Düngekalk sämtliche Sorten 1229 v Düngemittel empfiehlt frei Verwendungsstelle H. Trechsler Steinstraße 73 Telefon 3581 L ^WHie unschön - werden und sicher über 1 Nacht Ibeseitigt. 1.60, 3.00, 3.50. L W 1 auch B. extra verstärkt in RM 1.95. Gegen Pickel, Venus Stärke A. Ärztlich Drogerie Winterhoff, Kreuzpl. Betrug am neuen Vaterland. Dem „Matin" wird aus Nancy gemeldet, daß ein früherer Saarindustrieller, der seinen Betrieb im September 1934 auf französisches Gebiet verlegt habe, bei einem Zoll betrug betroffen worden sei. Dieser Industrielle mit Namen Anton B u k e r habe zur angegebenen Zeit seine Fabrik für Haushaltsgegenstände aus Blech von Fraulautern im Saargebiet nach Brettnach (Frankreich) verlegt. Diese Fabrik sei von den französischen Behörden trotz Einspruches der in der Gegend ansässigen französischen Industriellen zugelassen worden. Die Zollbeamten hätten einen Eisenbahnwagen, der angeblich Haushaltungsgegenstände enthalten sollte, nachgeprüft und festgestellt, daß er Einzelteile von Maschinen enthielt, die von dem Industriellen ohne Zollerklärung auf französisches Gebiet geschmuggelt worden waren. Gegen Buker, der bereits früher beim Schmuggel betroffen worden sein soll, ist ein Gerichtsverfahren eingeleitet worden. Berlins „Nachlgespenst" erneut unschädlich gemacht. Die Berliner Kriminalpolizei hat dieser Tage erneut den 44jährigen gewerbsmäßigen Wohnungseinbrecher Johann Janoschka hinter Schloß und Riegel gebracht. Janoschka, der vor Jahren in Berlin das gefürchtete „Nachtgespenst war, wurde erst 1935 nach Verbüßung einer sechs- jährigen Zuchthausstrafe aus der Haft entlassen Es konnte ihm damals bei einem Bauunternehmen eine Arbeit zugewiesen werden. Eines Tages verließ er ohne Angabe von Gründen die Arbeit und wurde daraufhin unter kriminalpolizeiliche Aufsicht gestellt. Bald aber entzog er sich seiner Anmeldungsverpflichtung, um in den Nächten sein altes Treiben wieder aufzunehmen. Janoschka hat sich nach Verlassen seiner Arbeitsstelle stets von abends 9eW)r bis morgen 6 Uhr in seiner Wohnung, aufzuhalten. Bei den ersten beiden Kontrollen trafen ihn die Kriminalbeamten auch an; jedoch bereits bei der dritten Kontrolle wurde festgestellt, daß er aus seiner Wohnung verschwunden war. Eine umfassende Fahndung nach ihm konnte jetzt mit seiner Festnahme im Berliner Norden abgeschlossen werden. Dreizehn Tote, acht Schwerverletzte bei einem Befriebsunglück in Brilisch-Kolumbien. Aus Revelstoke in Britisch-Kolumbien wird ein entsetzlicher Arbeitsunfall gemeldet, bei dem den bisherigen Nachrichten zufolge 13 Arbeiter g e - tötet und acht schwer verletzt wurden. Zwei Arbeiter werden noch vermißt. Die Arbeiter halten versucht, einen entgleisten Tender wieder in die Schienen zurückzuheben. Aus bisher unbekannter Ursache kam der Tender auf der abschüssigen Strecke ins Rollen. Ein Teil der Arbeiter wurde überfahren, während mehrere andere gegen die Lokomotive gedrückt wurden und einen entsetzlichen Tod fanden. Aufgaben der Gippenämier. Staatssekretär Pfundtncr vor den Standesbeamten. Berlin, 2. März. (DNB.) Vor Standesbeamten aus ganz Deutschland eröffnete Staatssekretär Pfundtner eine verwaltungswissenschaftliche Woche, die besonders den Nürnberger Gesetzen und der Ehe-Schutzgesetzgebung gewidmet ist. Staatssekretär Pfundtner ging auf das Reichsbürgergesetz und das Blutschutzgesetz ein, um sich dann dem kommenden Reichssippenamtsgesetz zuzuwenden. Erst durch das Blutfchutzgefetz und das Ehegesundheitsgefetz fei die notwendige Klärung über die Aufgaben geschaffen worden, die den Sippenbehörden in Zukunft obliegen. Das Ehegesundheitsgesetz habe die einzig mögliche Lösung gefunden: die Eheberatung in die berufenen Hände des Gesundheitsamtes und nicht in die des Standesbeamten zu legen, der andere wichtige Aufgaben zu erfüllen habe. Eine klare Trennung der Aufgaben zwischen den Ge- sundheitsämtern und den Standesbeamten fei notwendig gewesen. Das Sippenamtsgesetz werde den Sippenbehörden die hohe Aufgabe zuweisen, nicht nur das laufende Bevölkerungsregister zu führen, sondern auch Aufschluß zu geben über d i e früheren Generationen des deutschen Volkes. Im künftigen Reichssippenamt werde die Sippenforschung ihre einheitliche Zusammenfassung finden. Staatssekretär Pfundtner wies auf die durch me nationalsozialistische Bevölkerungsgesetzgebung erheblich erweiterten Aufgaben der Standesbeamten hin und sprach den Standesbeamten für die vorbildliche Erledigung und Bewältigung der ihnen zugewiesenen Mehrarbeit, die dem Wohle des deutschen Volkes diene, im Namen des Reichsinnenministers Dank und Anerkennung aus. Volk und Glaube. Reichsminister Kerrl vor den Studenten. B e r l i n , 2. März. (DNB.) Zu den Wettkampfleitern des Reichsleistungswettkampfes der Studierenden sprach Reichsminister Kerrl über Welt- anschauungs- und religiöse Fragen. Der Universa l i s m u s der vergangenen Epoche ist schrittweise durch den erwachenden Nationalismus in der Gestalt großer deutscher Menschen zurückgedrängt worden. Heute steht der Nationalsozialismus im Begriff, die letzten Reste des Universalismus völlig zu überwinden. Dem Nationalsozialismus blieb es vorbehalten, den einzelnen auf seine Bindung an d i e Gemeinschaft des Volkes hinzuweisen. Volkstum, Blut, Boden und Geschichte sind die natürlichen Ordnungen, die schöpfungsmäßigen Voraussetzungen des Lebens deutscher Menschen. Dieser Gemeinschaft zu dienen, heißt, den Willen des Schöpfers zu erfüllen. Hier geht es nicht um Glaubenssätze, sondern Handeln i st alles, Bedingung und Tat. Wir stehen in einem Umbruch, wo alte Werte fallen, neue Werte aufsteigen. Es ist kein Ringen um Worte und Formeln, es ist ein Ringen um Haltung, um ein nach den natürlichen Ordnungen ausgerichtetes Leben. Es gilt, dieses Ringen als wirklich deutsche Menschen durchzuführen. Der Minister ermahnte eindringlich, über jede Gespaltenheit nach Konfessionen, Klassen und Vermögen in keinem Augenblick die blutsmäßig gegebene Einheit und damit gottgewollte Gemeinschaft aller Deutschen zu verleugnen oder zu • übergehen. „Ich achte den nicht hoch, der den Nächsten in dem beschimpft, was ihm heilig ist. Du hast nicht hineinzugreifen in das Recht des Einzelnen, du hast Ehrfurcht zu haben vor der Würde der autonomen Persönlichkeit. Glaubst du, daß du ein großer Mann bist, wenn du dich hinstellst und den Volksgenossen um seines Glaubens willen lächerlich machst? Wer das tut, ist bestimmt nicht des rechten Glaubens!" d»r-n »>>S sich al *et als eho 9cne Motiv dertrain" L' Mach, M kenn Epoche wil °um hinzu Nute“, da Polinnen c J® ift: es ^ma, zua P 65 ist । M wie ten 'm tot 8lau 15 nur eh * daß ^e der . fi? dem ; War jst nl ’Ätn s to,G,ne M * S" U Nlir qL'Wni, leit,’ i' Snm ten <«ch "nwei , $Q5 . . Fisch auf den Tisch! Mittwoch und Donnerstag frisch von d. See Kabeljau IC o. Kopf tb uva Goldb. qn o. Kopf u UU^ Schein. T) o. Kopf U t wurden. Arbeiter HMn wieder in die her unbekannte: der abschüssig Arbeiter wurde :e andere gegen nd einen entsetz- jilhelm Lange. ür hie Silber, ür Feuilleton: m Zeil: Ernst i. Verantwort« eobor Kümmel toy. MW schließlich 25 Pf. en 15 Pf- * samstags 15 Pi-, If. mehr. .Juni 1935 gulhg. d. ML L7»n im 'n korben ®°rben. Die >. der an. Ku - |ollte. “"Meile non *eUen ohne bt“«s früher 'N Ion, ist ein gematfjf, !'fi« Zage er. B'Sen W,h. N°l.ch!° hin. oschka, der vor .Nachtgespenst- ;9 einer sechs, host entlassen, '“unternehmen ■? Tages Der- >e Arbeit und "ilche Aussicht . Anmeldungsn in altes Trei- i)Qt sich nach von abenbs Wohnung, auf« mtrollen trafen ; jedoch bereits tgestellt, baß er war. Eine um- jetzt mit seiner 1 abgeschlossen del". H.< ,sch®n , sl,pp >idc fte" Uni, N«. Uz, , K°" Sepp. LS er 7'l.chen I '°nd'.r nach rubel erbo£K^Ü -tvasttt ^eitenau* .btett «rüeltt« ,ir.vc> ™ ml* *H „ft«'"' Nr. 53 Zweiter Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Dienstag, 3. Marz (936 Der erste Fernseb-Spreckbetrieb haben Aussicht, als Stenotypistin späterhin Vögel, Die im Winter bei uns bleiben WWWM da- Derhältnis Generation musterhafte Was hier geschUdert ^spitzt in seiner Mo- fall erwiesen und sicher auch' SUg des tivierung, das Schicksal des r . Glauben an Menschen mit dem unerschutte ,jj.en Welten: diese We't als die beste aller moglicyen stofflichen Anklänge an den berühmten „Blauen Engel", sondern wir denken an jene Zusammenbrüche, an jene Schicksalsschläge, unter denen ein einfaches, klares, anständiges menschliches Dasein zusammenbricht und den „Weg alles Fleisches" geht. I a n n i n g s' Niemeyer ist eine wunderbar runde und in sich ruhende Gestalt, eine Persönlichkeit wahrhaftig und ein Mensch, der das Beste und Edelste will, und von dem nichts als Güte und Milde ausgeht. Dabei ist es dem Schauspieler zu danken, daß er nicht eine Spur von falschem Pathos oder Sentimentalität in dieser Gestaltung von hohen wickelt aber nicht nur den Geist und den Charakter, sondern auch den Körper zu der Widerstands- fähigkeit, die im Beruf notwendig ist. Das junge Mädchen tritt also nach dieser Zeit in die Be- rufsarbeit, und dieses Jahr wird bei spaterer Rückschau in seiner weiblichen praktischen Betätigung als Kraftquelle für das ganze Leben empfunden werden. NSG. Ostern steht vor der Türe und damit auch der Zeitpunkt, zu dem alljährlich, eine große Anzahl von Mädels aus der Schule entlassen wird, für die nunmehr die Frage entschieden werden muß, welchem Beruf sie sich widmen wollen. Sicherlich hoffen sie alle einmal auf den schönsten und natürlichsten Beruf der Frau und Mutter Aber zwischen Schulentlassung und Ehe liegt gewöhnlich eme ziemlich große Spanne Zeit, während der sich auch das Mädel in die Gemeinschaft der arbeitenden Volksgenossen einreihen muß und zwar dort, wo die besten Kräfte des Körpers, des Geistes und des Charakters Verwendung finden können Es. ist selbstverständlich, daß unsere Schülerinnen den Wunsch haben, recht bald mit ihrer Hände Arbeit nicht nur für sich, sondern auch für ihre Familie eine Verbesserung der Lebensbedingungen zu erkämpfen und damit den Berufs- und Erwerbswunsch auf das engste verknüpfen. Man darf jedoch niemals vergessen, daß die Höhe des Verdienstes von der Leistung abhängig ist, und daß nicht der Beruf, sondern die Leistung die Sicherheit der Lebensstellung entscheidet. Deshalb sollen die Mädels den Beruf wählen, für den in Wirklichkeit Begabung vorhanden ist, sei es nun auf hauswirtschaftlichem, praktisch - pflegerischem, handwerklich-technischem oder mehr geistigem Gebiet. Die Hauswirtschaft bietet auch heute unseren Mädels eine verhältnismäßig gute Aussicht auf schnellen Verdienst, jedoch nicht für Gelegen- heits-, sondern für ernsthafte Berufsarbeit, die mit der Schulentlassung einsetzt und vom Lehrling über die Gehilfin zur geprüften Wirtschafterin für große Haushalte und wirtschaftliche Großbetriebe ihr Berufsziel suchen und finden wird. Dabei ist niemals zu unterschätzen, daß unser so hochentwickeltes Gaststättengewerbe gute Lohn-, Arbeits- und Aufstiegsmöglichkeiten bietet. Für Schülerinnen mit guter pflegerischer Veranlagung kommt der Kranken- und Säuglingspflegerinnenberuf mit staatlicher Abschlußprüfung aussetzung für den Beruf der Schneiderin, der Modistin, der Wäschenäherin ein feiner Geschmack ist, künstlerische Veranlagung, Farben- und Formensinn verbunden mit gutem Handgeschick. Hier liegt der Begabungsschwerpunkt nicht im Maschinennähen und im technischen Geschick allein. Für wirklich in dieser Richtung begabte Schülerinnen bietet das Handwerk noch immer gute Existenzmöglichkeiten, wobei nicht vergessen werden darf, daß das Handwerk ein Beruf ist, der sowohl für die alleinstehende als auch für die verheiratete Frau immer zu verwenden ist und in jedem Fall eine breite wirtschaftliche Grundlage bietet. Sehr begehrt sind nach wie vor die kaufmännischen Berufe, also Verkäuferin und Kontoristin, nicht zuletzt auf Grund der Tatsache, daß in diesem Beruf eine Lehrentschädigung gezahlt wird. Wenn man jedoch den Vorteil einer vorübergehenden wirtschaftlichen Verbesserung einer langen Arbeitslosigkeit gegenüberstellt, so wird man daraus den Schluß ziehen können und müssen, daß dem kaufmännischen Beruf nur die Mädels zustreben sollen, die alle Voraussetzungen für eine stärkere geistige Einspannung bieten. Das trifft sowohl für den Vekäuferinnenberuf zu, der in ständiger Anforderung an stärkste Aufmerksamkeit, Menschenkenntnis und Ausdrucksform eine hochqualifizierte Arbeit barfteUt, als noch mehr auf den Kontorberuf mit feinen großen Anforderungen an Sicherheit im Rechnen und Deutsch, besonders im deutschen Aufsatz, in der Orthographie und Stilistik. Nur Mädels mit ganz einwandfreien Schulzeugnissen können hier noch ausgenommen werden und dieses alternden Mannes zur jungen noch lebendiger verdeutlicht hätte. Verwendung zu finden. Buchhalterinnen werden heute nur sehr wenig gesucht, weil hier der Mann bevorzugt wird. Neben den vorher genannten Berufen gibt es noch die Fabrikarbeit, die manchem jungen Mädel auf die Dauer ebenfalls eine sichere Erwerbsquelle werden kann, wenn es sich davor hütet, sie etwa in ihren Anforderungen zu unterschätzen. Soweit die jungen Mädchen in der Fabrik Gelegenheit haben, Hantierungen zu verrichten, die besonders weiblicher Art sind, z. B. sich in der Bekleidungsindustrie, Leder- oder Nahrungsmittelindustrie, wird sich auch hier bald Interesse und Freude an der Arbeit einstellen und ein befriedigendes Erwerbsleben möglich fein. Da nicht alle Mädchen in Berufen mit längerer Lehrzeit Unterkommen können, so liegt es durchaus im Rahmen der Anforderungen? das unser Wirtschaftsleben an unsere Volksgenossen stellt, daß tüchtige und gewissenhafte Fabrikarbeiterinnen herangebildet werden, für die ein Aufstieg als Facharbeiterin und Vorarbeiterin möglich ist. Weiter gibt es natürlich noch eine Anzahl von Nebenberufen, auf die hier nicht in allen Einzelheiten eingegangen werden kann, über die aber die Jugendlichen, wie über alles andere, in der Berufsberatung ausführlich Auskunft erhalten. Der Weq in das Berufsleben ftihrt aber nach der Schulentlassung erst einmal in eine hauswirtschaftliche oder landwirtschaftliche Betätigung, sei es im Landjahr, hauswirtschaftlichen Jahr oder auch in hauswirtschaftlicher Tätigkeit im Elternhaus. In jedem Fall sollen unsere Mädels nicht direkt in das Erwerbsleben eingespannt werden, sondern sie sollen als Auftakt die Pflichten der Hausfrau und Mutter aus eigener Anfch au« u n g kennen lernen, um so mehr als vielfach im Erwerbsleben keine Möglichkeit mehr besteht, Kenntnisse auf diesem Gebiet zu erwerben. Das eine Jahr Betätigung in frischfroher praktischer Arbeit ent- Eine Fülle von Gestalten übrigens, und fast alle ausgezeichnet besetzt. Man bestaunt da z. B. wiederum (in der Rolle des jungen Niemeyer) die Vielseitigkeit und darstellerische Wendigkeit eines Mannes wie Paulsen, der ursprünglich bei der Operette war und sich immer mehr zu einem Charakterspieler von unheimlicher Treffsicherheit entwickelt. Hilde von Stolz als Lydia: ungemein geschickt; eine raffinierte, wenn auch harmlosere Spielart des Weibsteufels im „Blauen Engel". Sehr glaubhaft auch Hannes Stelzer als der junge Zedlitz, ebenso Hilde Meißner als Jadwiga, sie vielleicht um einen Ton zu kultiviert, aber sonst durchaus überzeugend als her Frauentyp, der hier gemeint war. Herrliche Figuren sitzen am Kleinstadt-Stammtisch, von wo aus die eigentliche Katastrophe ins Rollen kommt: Herbert Hübner als Landrat, Ernst W a l d o w als Assessor und Walter Steinbeck als Major vor allem. In Chargenrollen fallen Braufewetter und Legal sehr angenehm auf. — * Der Film (Syndikat) läuft seit gestern im Gloria- Palast. Das Beiprogramm bringt neben der Fox- Wochenschau einen interessanten und zeitgerechten Bildbericht „Die (Olympia-)Glocke ruft", —r— Der ödeste Fleck auf Gerben. Die großen Salzwüsten von Oklahoma sind heute noch eine der wenig bekannten Naturmerkwürdigkeiten im amerikanischen Südwesten. Diese eigenartig schöne Landschaft erstreckt sich über ein Gebiet von fast 100 Quadratkilometer, sie ist fast von jedem Leben entblößt und erinnert in der Stimmung mancher Tageszeiten an wildestes Polarland. Da die Tiefe der Salzablagerung sich zwischen einer dünnen Schicht und einer Dicke von 15 Zentimeter bewegt, ist es nur ganz ausgesprochenen Salzpflanzen möglich, sich hier auf die Dauer zu halten. Die Edith Plain im nordwestlichen Oklahoma dürfte mit ihren 20 Quadratkilometer Fläche sogar der ödeste Flecken auf Erden überhaupt fein, denn hier ist nicht die gerinste Spur von einem Lebewesen zu finden. Oeftlich davon ist ein Gebiet, das immerhin schon zwei Tiergattungen und zwei Pflanzenarten Le- bensmöglichkeiten bietet. Unter den Insekten tjaben einige Käufer den Kampf mit diesen kärglichen Le- bensoerhältnissen ausgenommen. Aber selbst hier wieder einer von dem andern. Die Augen sind das Futter für die eine Käferart, die wiederum von der andern gefressen wird. Von den Außenrändern der Salzwüste erfolgt ein ununterbrochener Ansturm der Vegetation, ohne daß es durch die Jahrhunderte hindurch bisher zu einer Entscheidung gekommen wäre. Wohl schiebt sich die Trennungslinie hin und her, aber nur wenigen Eindringlingen gelingt es, in der Einöde wirklich Fuß zu fassen. Bei günstigem Wind verirrt sich vielleicht ein Same hierher, der in dem spärlichen Humus seine Keimfähigkeit entwickelt. Das ist dann der Beginn. Auf der ebenen Fläche, für die jedes Hindernis eine Ablagerungsmöglichkeit bietet, sammeln sich Staub und kleine Erdteilchen. In ihnen wachsen die Pflanzen so gut es geht, wenn der Frühling genügend Regen mit sich bringt. Aber in den trockenen Wochen des Sommers, die das letzte aus der kleinen Kolonie inmitten dieser Salzwüste herausholen, fängt der Kampf von neuem an. Grashüpfer lassen sich durch das bescheidene Grün anlocken und fressen alles bis 3ii den Wurzeln herunter ab. Damit ist auch das Schicksal der Pflanzengemeinschaft besiegelt. Selbst die Wurzeln, die sich noch erfolgreich gegen den Zerstörungskampf des Windes gewehrt haben, werden immer mehr vom Sand entblößt, und eines Tages zerstreut der Sturm sie in alle Himmelsrichtungen. Dann liegt wieder unendliches Schweigen über der riesigen Fläche, die das Grab mancher Tiere geworden ist, die das Gleißen des Salzes in der Sonne reizte und die dann später nicht mehr den Weg zurück fanden. Reichsverkehrsminister Freiherr von Eltz- R ü b e n a ch eröffnete am Sonntag den ersten Fernseh-Sprechbetrieb zwischen Berlin und Leipzig. Die sensationelle Neuerung fand gleich regen Zuspruch, und selbst dieser kleine „Kiek-in-die-Welt" wollte mit unter den Ersten sein. Oie Adolf-Hitler-Bauschule nach Mainz verlegt. LPD. D a r m st a d t, 2. Mürz. Bei der Abschlußfeier des Wintersemesters der Adolf-Hitler- Bauschule zu Darmstadt teilte der Vertreter der Landesregierung Dr. Z e h mit, daß nach dem Weg- fall der Schwesteranstalt in Bingen die Adolf-Hitler- Bauschule ab 1. April d. I. ihre Arbeiten nach Mainz verlegt. Som eigenenWagen zu Tode gequetscht. LPD. Wetzlar, 2. März. In der Nacht zum Montag kam der etwa 40jährige Bauunternehmer Adolf Weber aus Stockhausen auf der Heimfahrt mit feinem Personenkraftwagen zwischen Ober- und Niederbiel von der Straße ab. Zwischen zwei Bäumen hindurch fuhr der Wagen die Böschung hinunter. Der Fahrer versuchte, das Auto wieder auf die Straße zu lenken, das Fahrzeug kippte aber um und begrub den Mann, der im letzten Augenblick noch abzuspringen versuchte, unter sich. Ein Teinehmer an der NSKK.-Nachtsuch- Fahrt bemerkte zuerst das Unglück und veranlaßte die Ueberführung des Schwerverletzten ins Wetzlarer Krankenhaus. Noch auf dem Transport starb der Mann. ______-_______________ as wollen wir werden? Zur Berufswahl unserer schulentlaffenen Mädels. Carl Froelichs Regie ist eine , . Leistung: er hat sich mit feinem Gefühl und spürfinnigem Instinkt in diese wilhelminische Welt hineinversetzt und sie in überaus charakteristischen Zügen lebendig gemacht; doch hat er noch in den scharf satirischen Szenen überall die letzte Grenze gewahrt, hinter der die typischen Gestalten zu entfesselten Karikctturen entartet sein würden Oben auf dem Dach des Futterhäuschens sitzen Haus - und Feldsperling und daneben em heimgebliebener Star. Unten am Futterhäuschen sieht man links am „Fenster" die Schwanzmeise und die Haubenmeise. Rechts davon die K o h l m e i s e und neben ihr die hübsche Blaumeise. Die zwei Vögel rechts vorn vor der Blaumeise sind die Goldammer und der B u ch f i n k. Hinten sitzen lrnks der Stieglitz und rechts ein Z e i s i g. Am rechten „Fenster" sieht man zwei seltenere Gäste: hinten den Gimpel und vorn das Rotkehlchen. Unten am Stamm hängt ein Kleiber. — (Zeichnung Hyan. — Scherl-M0____________________2__________ Wenn wir diesen Handlungsumriß betrachten, so beSn wir, daß ein solcher Zu ommenbruch und menfehenuntergang über die Jährlichen Clemente ® hinausreicht. Daß das Schicksal Nie- mene« ün innersten Grunde an ein Problem rührt, teün^eute brennend beschäftigt, an die Frage des Verhältnisses der Generationen nämlich und d e staatsethische Forderung der „jungen Führung' wovon h er in anderem Zusammenhang schon die Rede war, läßt den Film ebenso aktuell erscheinen wie er in seinen Voraussetzungen und dichterischen Grundlagen historisch wirkt. Wir begreifen auch, daß gerade ein Schauspieler und Gestalter wie Janmngs die zentrale Rolle Sfi an; mir meinen nicht so sehr die erwähnten Graden aufkommen läßt. Was man vermißt haben könnte, liegt nicht an ihm, sondern in der Rolle, die ihm breitere Entfaltung hätte geben dürfen, wie er sie in früheren großen Rollen gehabt hat, und welche die positiven Kräfte im es kann nicht ausbleiben, daß solcher Kinder- oder Köhlerglaube über kurz oder lang auf das Schändlichste getäuscht und enttäuscht wird: das kanm literarisch gesprochen, im günstigsten Falle eine Komödie werden, aber schon mit diesem Begriff ist angedeutet, wie ganz nahe ein solches Drama an die Bezirke des Tragischen heranreicht. (Dabei ist es unerheblich, was wiederholt mit Nachdruck betont werden soll, ob „es" tödlich „ausgeht wie hier, oder nicht. Denn das Wesen der Tragödie kann nicht nach der Menge des vergossenen Blutes bestimmt oder gemessen werden.! Der Gymnasialprofessor Niemeyer muß es erleben, wie der Primus und Lieblmgsschu er unter feinen Jnternatszöglingen eine Dummheit begeht einen Streich, ein nächtliches Abenteuer, und daß er im Grund ein sauberer und anständiger,unger Mensch, den väterlichen Lehrer was schlimmer ist und schwerer wiegt, belügt und tauscht. Daß der Junge dann wieder gut machen woltte begreift der Professor erst, als es zu spat ist. Mittlerweile hat die Verwirrung und Verstrickung des Falles in der kleinen Stadt, noch dazu einen Tag vor der Denkmalsweihe mit allerhöchstem Besuch, solche Ausmaße angenommen, daß Niemeyer, der erst schon fast zur Verzeihung undi jedenfalls zu aller Milde und Güte bereit war, sich zum zweiten Male und nun freilich für immer belogen, getauscht und enttäuscht glaubt. Da bricht ihm eme ganze Welt zu ammen, denn er verliert, wie er den Lieblings- Sr verlor/innerlich zugleich auch den Sohn und seine viel zu junge Frau „TraumuluS " Gloria-Palast. Wenn der Titel dieses Films, von einem Jugendstil-Ornament umrahmt, auf der Leinwand erscheint, so ist schon mit dieser an sich unschem. baren Aeußerlichkeit die Welt, in der die Handlung sich abspielt, nicht minder sinnfällig angedeu- tet als etwa durch einige charakteristisch angeschlagene Motive der Bühnenmusik: „Hell Dir tm Sie- getlranj", „Behüt Dich Gott" und „Ich bete an die Macht der Liebe" aus dem großen Zapfenstreich kennzeichnen schon klanglich Dorknegs- epoche wilhelminischer Prägung; man braucht kaum hinzuzufügen, daß das Theaterstück „Trau- mulus" das Arno Holz mit Oskar I e r f cyr e zusammen geschrieben hat, im Jahre 1904 erschienen ist: es war übrigens zwar sein erfolgreichste Drama, zugleich aber auch — für Holz — das am mindesten charakteristische unter semen Stucke ur-d es ist merkwürdig genug, daß es, feit langem so gut wke vergessen, nach mehr als drei Jahrzehnten im Tonfilm wieder aufersteht. Zwar ist nicht zu bestreitenl, daß d F nebetv mulus" in keineswegs belangio en oo ^wa sächlichen Szenen Elemente f « & dem als eine Mischung auf-S/'SS ^ber damit „Blauen Engel kennzeichn Stemmte würde man den Bearbeitern - ■ Drehbuch beit, Ueberheblichkeit und U AN g Nachbelächeln mögen (wenn auch ^zeigt werdend - ein menschlichesSchicksal^geze g^ * den sollte, das über die Z^ll h aflßn Zei- unter etwas veränderten ^^f unb wohl ten möglich und vorhanden gewesen ist auch immer wieder erlebt werd für spätere Zeit in Frage, jedoch immer erst nach einer gründlichen hauswirtschaftlichen Ausbildung und Bewährung. Auch auf den Beruf der Kinderpflegerin fei in diesem Zusammenhang noch hingewiesen. Besondere Bedeutung dürste auch der landwirtschaftliche B.eruf haben, um so mehr als Siedlungs- und Heuerlingswesen Aussicht auf Bodenständigkeit für die Nicht-Anerben unter den Bauernsöhnen und damit verstärkte Heiratsmöglichkeiten gewährleisten. Es ist jedoch immer zu raten, nicht erst in den städtischen Berufen heimisch zu werden, sondern gleich nach der Schulentlassung über die Tätigkeit' in der Bauernwirtschaft zum Lehrling in der Bauern- und Gutswirtschaft überzugehen und damit zur geprüften Jungwirtin und Wirtin. Auch der Beruf der Geflügelzüchterin und der Molkereigehilfin dürfte wieder gute Aussichten für Mädchen, die an dieser Spezialarbeit besonderes Interesse haben, bieten. Es ist wohl auch klar daß die wesentlich bessere Fundierung unserer Landwirtschaft eine starke Entwicklung der pflegerischen und fürsorgerischen Aufgaben auf dem Land mit sich bringt und damit auch wieder: um Aufstiegsmöglichkeiten für solche, die sich mit ländlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen vertraut gemacht haben und in eine derartige Arbeit übergehen wollen. „ _ r, . Im weiblichen Handwerk ist die Zahl der Berufsmöglichkeiten im Vergleich zum männlichen Handwerk verhältnismäßig eng begrenzt. Schneiderin. Modistin, Weißzeugnäherin, Friseuse, daneben noch Pelznäherin, Konfektionsnäherin, Schirmnäherin, Büglerin, Blumenbinderin sind Berufe, die den Mädchen offen stehen. Es jei jedoch immer wieder betont, daß eine ganz wesentliche Vor- Wirtschaft Oberhessen steif. Abendbörse ruhig. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H. 23enin Fran,lull a. 2)L Schluß. börsc 2.3. 7% 114,75 114,75 37.75 38,5 Banknoten. 129 Die hinter den 4 113,75 111 100 98,25 96,4 100 7 6| 97,5 129 129 51,5 91 120 90 198 114,75 96,5 101,25 101,5 97 97 108,8 0 0 0 0 6 0 0 0 12 , 0 10 6 /r% desgl. von 1918.......... 5% abgest. Goldmerikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe Serie ..................... Zellstoff Waldhof Zellstoss Aschaffenburg Dessauer Gas ............... Daimler Motoren Deutsche Linoleum .......... Lrenstetn & Koppel ....... Westdeutsche Kaufhof Chade................. ' Accumulatoren-Fabrik Conti-Gummt............... Gritzner ........ Mainkraftwerke Höchst a.M... * Süddeutscher Zucker ........ Philipp Holz mann .... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt.. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. n angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 0. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. 177 , 176,75 127,651 •" Wertpapiere stehen mit 74 790 RM. zu Buch. Die Gesamtausleihungen im Konto-Korrent-Wechfel- gefchäft betrugen 582 319,36 RM., die ausstehenden Kredite in laufender Rechnung betrugen 515 040,11 RM. Die Forderungen auf Hypothekenkonto betrugen 47 039, auf Vorschußkonto 14 435,40 RM. An der Starkstromleitung tödlich verunglückt. LPD. Schlitz, 2. März. Bei den Bauarbeiten am Kraftwerk „Schlitzerland" in Rimbach, die in einigen Tagen beendet sein werden, kam der 33 8ahre alte Maurer Johann Lünzer aus Schlitz einer Starkstromleitung zu nahe und wurde auf der Stelle getötet. Der pflichttreue Arbeiter hinterläßt eine Frau und drei unmündige Kinder. Kreis Alsfeld. )( Alsfeld, 2. März. Der Führerrat des hiesigen Verkehrs- und Verschönerungsoereins beschäftigte sich in seiner letzten Sitzung mit einer Reihe wichtiger Angelegenheiten. Es ist beabsichtigt, anläßlich der infolge der Durchführung der Reichsautobahn durch die Gemarkung Alsfeld stattfindenden Fekdbereinigung die Anlage in den „Erlen" zu einem kleinen Stadtpark zu erweitern, unter Mitwirkung des Landschaftsarchitekten der Reichsautobahn. Es wurde deshalb dankbar anerkannt, daß die Stadt Alsfeld zu diesem Zwecke auch die Gundrumsche Wiese entlang der Krebsbach käuflich erworben hat. Der Fenster- blumenschmuck-Wettbewerb in der Stadt Alsfeld soll nach Beschluß des Führerrats in diesem Jahre wieder ausgenommen werden. Die hiesigen Gärtnereien haben ihre Unterstützung für diese Veranstaltung in Aussicht gestellt. Es wurde ferner der Schutz der alten interessanten Grabdenkmäler auf dem Friedhof angeregt, worauf kürzlich Geh. Rat Professor Sommer (Gießen) bei seiner Anwesenheit in Alsfeld hingewiesen hat. Man denkt daran, die Grabdenkmäler in der geräumigen Dreifaltigkeitskirche zur Aufstellung zu bringen. Dabei wurde auch der Plan erwogen, die Ilse Bergbau ....... Ilse Bergbau Genüsse Klöcknerwerke....... Mannesmann-Röhren 140,5 141,13 119,75 120 134,75 134 114,25 ' 114,13 128,75 i 128,75 — 125,25 127,65 127,65 132,9 1 132,5 m. M. 16,80, Erdnußkuchen m. M. 18,30, Treber 18,50 bis 18,75, Trockenschnitzel 9,16 Großhandelspreise ab Fabrikstation, Heu 7,90 bis 8, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt 3,50 bis 3,70, gebündelt 3,30 bis 3,60. Kartoffeln: Industrie hiesiger Gegend 3,40, gelbfleischige hiesiger Gegend 3,30, weiß-, rot- und blauschalige hiesiger Gegend 3,05 Mark per 50 Kilogramm bei Waggonbezug. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 2. März. Auftrieb: Rinder 722 (gegen 688 am letzten Montagsmarkt), darunter 138 Öchsen, 75 Bullen, 408 Kühe, 101 Färsen; zum Schlachthof direkt: 1 Bulle, 2 Kühe. Kälber 469 (367), Schafe 155 (44), Schweine 3420 3147). Notiert wurden pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 42 bis 45 (am 24. Febr. 43), b) 37 bis 41 (43), c) 34 bis 36 (43), d) 29 (43). Bullen a) 40 bis 43 (43), b)35 bis 39 (43), c) 34 (43), d) 27 (43). Kühe a) 39 bis 42 (43), b) 34 bis 38 (41 bis 43), c)28 bis 33 (34 bis 40), d) 20 bis 25 (26 bis 33). Färsen a) 41 bis 44 (43), b) 36 bis 40 (43), c) 33 bis 35 (43), d) — (43). Kälber andere a) 66 bis 70 (63 bis 68), b) 59 bis 65 (57 bis 62), c) 51 bis 58 (47 bis 56), d) 40 bis 50 (40 bis 46). Lämmer und Hämmel b2) 48 bis 49 (49), c) 45 bis 47 (—), d) 43 bis 44 (—). Schafe e) 42 bis 45 (—), f) 34 bis 41 (—). Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51), e) 51 (51). Sauen gl) 57 (57), g2)_57 (57). Marktoerlauf: Rinder wurden zugeteilt. Kälber, Hämmel und Schafe rege, ausverkauft. Schweine wurden zugeteilt. Großhandelspreise für Fleisch und für Fettwaren. Beschickung: 606 Viertel Rindfleisch, 61 ganze Kälber, 3 Hämmel, 354 halbe Schweine. Preise pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch b) 75 bis 77, c) 72 bis 75. Bullenfleisch b) 74 bis 77. Kuhfleisch b) 68 bis 74, c) 58 bis 68. Färsenfleisch b) 75 bis 77, c) 72 bis 75. Kalbfleisch b) 74 bis 80, c) 66 bis 74. Hammelfleisch b) 90 bis 95. Schweinefleisch b) höchster Preis 74. Fettwaren: Roher Speck unter 7 Zentimeter höchster Preis 80, Flomen höchster Preis 80. Marktoerlauf lebhaft. Schweinemarkt in Alsfeld. > Alsfeld, 2. März. Auf dem heute hier abgehaltenen Schweinemarkt waren 298 Ferkel aufgetrieben, darunter 159 Händlerschweine. Es kosteten sechs bis acht Wochen alte Tiere 20 bis 25 Mark, acht bis zehn Wochen alte 25 bis 30 Mark. Der Handel war flott, es verblieb ein Ueberstand von etwa 30 Stück. Elektr. Lieferungsgesellschaft... 5 Licht und Kraft ........... 6yt Felten & Guilleaume 4 Gesellsch.s.Elektr. Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ 6 Rhein. Wests. Elektr 6 Schuckert L Co...............4 Siemens L Halske 7 LahmeyerLEo ... 7 Oie Industrie- und Handelskammer Gießen । gibt Auskunft: ; 186: Lockerung der Devisenbewirtschaftung in Lett- । land. 187: Begleichung von auf der Leipziger Messe zur Einfuhr in die Schweiz gekauften Waren mit deutschen Sperrguthaben verboten. Nhein-Mainische Börse. Gut behauptet. Frankfurt a. M., 2. März. Zum Monatsanfang wurden von der Kundschaft Limiterneuerungen kaum vorgenommen, dazu lagen Aufträge auch nur in kleinem Umfange vor. Infolgedessen bewegte sich die Umsatztätigkeit auf allen Marktgebieten in bescheidenen Grenzen. Die feste Grundstimmung konnte sich aber erhalten und am Aktienmarkt lagen die ersten Kurse meist gut behauptet oder mäßig höher. Am Montanmarkt setzten die ersten Kurse meist unverändert ein, im Verlause waren Verein. Stahlwerke mit 84,90 bis 85,13 eher etwas fester. JG.-Farben hielten sich mit 151,25 (151,40) behauptet. Don Elektropapieren ließen AEG., Schuckert und Siemens je 0,25 v. H. nach. Etwas lebhafter lagen AG. für Verkehrswesen mit 110 bis 110,50 (109,75), ferner gewannen Hapag 0,50 v.H. Maschinen- und Motorenwerte notierten 0,25 bis 0,50 v.H. freundlicher. Zement Heidelberg erhöhen sich auf 129,75 bis 129,65 (129), Zellstoff Waldhof waren nach dem Rückgang vom Samstag gut erholt mit 121,25 (120). Deutsche Linoleum lagen mit 162 gut behauptet, Kunstseide Aku bröckelten 0,25 v.H. ab auf 51,25. Am Rentenmarkt bestand wertere Nachfrage zu meist gut behaupteten Kursen. Altbesitz unv. 111, Kommunal-Umschuldung unv. 87,25, späte Schuldbuchforderungen 97,25 Geld, Zinsvergütungsscheine 93,25 Geld, 6proz. Verein. Stahlwerke unv. 103,50. Von fremden Werten 4proz. Rumänen 5,30 (5,20); 6proz. Dollar-Preußen 61,50 (61,25). Im weiteren Verlaufe vermochte sich das Geschäft nicht zu beleben. Bei freundlicher Grundstimmung blieben die Kurse auf dem Anfangsstand etwa behauptet. Verein. Stahlwerke gaben aber auf 84,50 nach 85 nach, AEG. und einige andere Papiere waren nur knapp gehalten. Farben-Jndu- strie mäßig höher mit 151,50 nach 151,25. Fester lagen außerdem Buderus Eisen mit 95,65 (94,75), Metallgesellschaft mit 115 nach 113,75 und Betula mit 140,75 (140,25). Am Kassamarkt waren Bad Salzschlirf anqe6oten, Taxe 10 (L K. 12). Renten wiesen auch später keine Aenderung auf, die Umsätze blieben gering. Höher waren Städte- Altbesitzanleihen mit 108,13 (107,50). Goldpfandbriefe, Kommunal-Obligattonen und Stadtanleihen zeigten zumeist die Samstagskurse, niedriger waren 4% Heidelberg mit 90,13 (90,50). Liquidattons- pfandbriefe lagen uneinheitlich, aber überwiegend 0,13 v. H. höher. Nass. Landesbank 101,65 (101,25), dagegen die beiden Frankfurter je minus 0,13 v. H. Auslandsrenten lagen geschäftslos. Im Freiverkehr galten u. a.: Adlerwerke 99 (99,50), Growag 79,50 (79,25), Ufa unv. 55, NSU 110 (110,50, Pokorny unv. 103,50, Franks. Handelsbank 32.50 (32) und Wayß & Freytag unv. 93. Tagesgeld war mit 4 v.H. unverändert, aber noch 3m Betrieb tödlich verunglückt. LPD. Friedberg, 2. März. Im Schwel- kraftwerk Wölfersheim wurde am Samstagmittag der 24jährige Schlosser Hermann Töt bei ' einer Reparaturarbeit von einem G e - triebe erfaßt und schwer verletzt. Der Verunglückte wurde in bewußtlosem Zustand in das Friedberger Bürgerhospital eingeliefert, wo er bald nach feiner Einlieferung st ar b. Gewerbe- und Landwirtschastsbank Butzbach. pb. Butzbach, 1. März. Die hiesige Gewerbe- und Landwirtschaftsbank hielt heute nachmittag im Saale des Hotels „Deutsches Haus" ihre 73. ordentliche Generalversammlung ab. Aus dem Geschäftsbericht ist zu entnehmen, daß im verflossenen Jahre hier eine lebhafte Bautätigkeit eingesetzt hat, die für Handel und Gewerbe eine größere Nachfrage nach Krediten bewirkte, die durchschnittlich alle bewilligt werden konnten. Infolgedessen war der Geschäftsgang im vergangenen Jahr sehr rege, so daß der Gesamtumsatz von 18,1 Millionen auf 20,3 Millionen stieg. Die Spareinlagen stiegen von 577 000 auf 598 000 RM., der Kassenbestand betrug am 31. 12. 1935 = 23266,85 RM., das Bankguthaben = 109 221,54 RM. Die Bilanzsumme beläuft sich auf 852 000 gegen 825 000 RM. im Vorjahre. Die Geschäftsunkosten betrugen 28 032 gegen 29100 RM. Die Gesamthaftsumme der Mitglieder beträgt 534 000 RM., die offenen Reserven stellen sich nach Zuteilung aus dem Reingewinn auf 59 020 RM. Die ©efamtgarantiefumme beträgt 704 000 RM. Der Reingewinn beträgt 5106,63 RM. und gestattet, wie im Vorjahre, die Ausschüttung einer Dividende von 4,5 v. H. Der Bestand an Wechseln betrug am 31. 12. 35 = 67 279,25 RM., woran 50 Genossen beteiligt sind. Die Geschäftsguthaben der Mitglieder betrugen 111 643,64 RM. gegen 118179 RM. im Vorjahre. Die Zahl der Genossen betrug am Jahresende 447 gegen 455 im Vorjahre. Es traten neu ein 19 Mitglieder, durch Aufkündigung traten aus 20, durch Tod 2, durch Ausschluß 5. Die eigenen 29 2- 100,5 97,25 kurs 29.2 100,75 97,3 103,5 111,13 100,2 98,25 Ötblufi- ^ch'ußl. Mittag- ♦ Grebenhain, 2.März. In unserem Orte hat ein Landwirt ein sehr produktives Mutterschwein in seinem Stalle. Das Tier warf nämlich erst im Herbst vorigen Jahres 1-6 lebende Junge und brachte jetzt schon wieder einen Wurf von 17 Stück Ferkeln zur Wett. Fürwahr ein seltenes Schweineglück. Preußen. Ein Tieridyll. LPD. Limburg, 2. März. Eine merkwürdige Freundscha^ haben der Jagdhund und der Hahn ei >s Gastwirts in Elz geschlossen. Schon als klein > Kücken entdeckte das Federvieh seine Liebe zu dem großen Vierbeiner und suchte ihn oft in seiner Hütte auf. Jetzt ist die Freundschaft beiderseitig, und der Hahn schläft auch nachts, auf seinem Freund sitzend, in der Hundehütte. Kreis Wetzlar. O Wißmar, 2. März. Die hiesige Milch- absatzgenossenschaft hielt bei Gastwirt Leib ihre Jahresversammlung ab. DerRechner K. Stroh erstattete den Jahresbericht und die Bilanz. Die Genossenschaft hat eine günstige Entwicklung zu verzeichnen. Zu Beginn des Jahres 1935 betrug die Zahl der eingetragenen Mitglieder 26, am Ende des Jahres 52. An die Molkerei in Gießen wurden 196 148 Liter Milch abgeliefert, an Trinkmilch mürben im Orte 47 315 Liter verkauft. 151560 Liter Magermilch wurden aus der Molkerei zurückgenommen. Im Verlaufe der Versammlung wurde beschlossen, die Zahl der Mitglieder des Aufsichtsrates von drei auf fünf zu erhöhen. Die Vorstandsmitglieder blieben in ihren Aemtern. Die Genossenschaft konnte im vergangenen Jahre allen ihren Verpflichtungen restlos nachkommen. Ein Teil des Gewinns wurde dem Winterhilfswerk überwiesen. Nach einer Aussprache über verschiedene genossenschaftliche Fragen wurde die Versammlung geschlossen. — Der Haushaltsplan unserer Gemeinde für das Rechnungsjahr 1936 liegt gegenwärtig zur Einsichtnahme offen. Der Voranschlag schließt in Einnahme und Ausgabe mit 132 411,91 Mark ab. Der außerordentliche Etat verzeichnet 26 950 Mark. Die Steuersätze haben gegenüber dem Vorjahre keine Aenderung erfahren. — Beim Verkauf der ©in» börsc 2.3. 100,75 97,4 102,9 111 100,4 ganze Ruine des ehemaligen Augustine r k l o st e r s neben dieser Kirche mit Hilfe einer hierfür zu veranstaltenden Lotterie wieder instand- setzen zu lassen. In Gemeinschaft mit den hiesigen Wandervereinen soll bei der Reichsbahndirektion Frankfurt die früher abgelehnte Errichtung einer Warteh ütte an der neuen Haltestelle Auerberg an der Strecke Alsfeld—Hersfeld nochmals angeregt werden, unter Beteiligung des Verkehrs- Vereins mit einem Kostenzuschuß. Im weiteren Berlauf der Sitzung wurden noch Verkehrswerbemaßnahmen besprochen. R u p p e r t e n r o d , 2. Marz. Seit vor Weihnachten ist unser Dors das Tätigkeitsfeld für eine Gruppe Gießener Studenten der Medizin. Unter Leitung des Direktors des Gießener Anato- mischen Instituts, Professor Becher, vollbringen die Studenten hier eine Arbeit innerhalb des Lei- stungswettkampfes der Deutschen Studentenschaft. Das Thema ist „Der deutsche Bauer nach feiner rassischen und entwicklungsgefchichtlichen Eigenart'. Zunächst gingen die Studenten an die genaue Aus- arbeitung der Sippfchafts- und Ahnentafeln einiger alteingesessenen Ruppertenröder Familien, z. B. der Kratz und der Burg. Weiter wurde eine genaue Ortsliste, die sämtliche Bewohner namentlich und unter Angabe des Geburtsdatums aufführt, fertig- gestellt. Es wurden ferner Ermittlungen über Geographie, Lokalgeschichte, Berufe, Art und Größe der Bauerngüter, Sitte und Brauch, Mundart, Häuserbau und dergleichen angestellt. Seit einer Woche sind wieder sechs Studenten unter Leitung ihres Chefs im Dorfe anwesend, um die anatomischen Merkmale der Bewohner sowie deren Haar- und Augenfarbe genauestens zu ermitteln. Dazu stehen ihnen Präzisionsinstrumente sowie eine ganze Anzahl von Haar- und Augenmustern zur Verfügung. Am vergangenen Freitagabend lud Professor Becher eine Anzahl Einwohner zu einem Kameradschaftsabend in das „Deutsche Haus" ein. In einer Ansprache hob er hervor, wie seine Arbeit in unserem Dorfe ihm und seinen Mitarbeitern eine Fülle inneren Gewinnes, Verbundenheit, Entgegenkommen und Gastfreundschaft bringe. Lehrer Strack versicherte die Herren der besten Aufmerksamkeit und Mitarbeit aller Ruppertenröder und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die während der Arbeitszeit geknüpften Bande darüber hinaus dauern möchten zum Segen der Volksgemeinschaft. Pfarrer G u ß m a n n brachte interessante Ereignisse aus dem Dreißigjährigen Kriege zu Gehör. In den nächsten Tagen findet im Saale des I. Schmidt ein Abend mit Lichtbildern für das ganze Dorf statt, bei dem Professor Becher allen Einwohnern Sinn und Ziel feiner Arbeit barlegen wird. Kreis Lauterbach. Datum «% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 " 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 6Vi% Doung-Anlethe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechten ............. 4*/,% Deutsche Reichspostschahan- weisungen von 1934, I 6% ehem.8% Hess. Bollsstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............ 4¥t% ehem.8%Hessische Landes- baut Darmstadt Gold R. 12.... bVi% ehem. 4tz% Hess. Lande«. Hypothekenbank DarmstadtLiaut 4%% ehem. 8% Darmst. Komm. Landcsb.Goldschuldverschr. R.6 Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten *y2% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6%% ehem. 4yt% Franks. Hyp. Bank-Ltqu.-Psandbriese....... 5/2% ehem. 4y2% Rheinische Hyp.-Bank-Ltgu.-Goldpfe 4yt% ehem. 8% Pr. Landespfandbriefanstalt, Pfandbriefe R. 19 4%% ehem. 7% Pr. Landespsand- briesanst., Gold Komm. Obl.Vl tzteuergutsch.VerrechnungSk. 34-38 Frankfurt a. M. Berlin Schlußkurs Schluß!. Abend- börsc Schluß» kurü Schluß!. Mittag- börse | 29-2- 2.3. 29.2- 2.3. Frankfurt a.M. Berlin Schlußkurs Schluß!. Abend- börsc Schlußkurs Schluß!. Mittag- bör>e Datum 29-2- 2.3. 29-2. 2.3. 4% deegi. Serie ll............ — ■ — — 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 6,25 6,25 6,25 n'n ! 4s4%Rumän.vereinh.Rentev.l913 9,05 9 — 9,2 4% Rumänische vereinh. Rente .. 5,2 5,25 5,25 5,3 2y.% Anatolier .............. 37,75 37,65 37,65 37,5 29-Februar 2-Mörz Amtliche Notierung Geld | Brief Amtliche Notierung Geld | Brief Buenos Atre 0,678 0,682 0,67.8 0,682 Brüssel .... 41,92 42,00 41,92 42,00 Rio de Jan. 0,140 0,142 0,140 0,142 Sofia ...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 54,77 54,87 54,77 54,87 Danzig..... 46,80 46,90 46,80 46,90 London ..... 12,265 12,295 12,265 12,295 HelsingsorS.. 5,405 5,415 5,405 5,415 Paris ...... 16,415 16,455 16,415 16,455 Holland .. 168,86 169,20 168,86 169,20 Italien .... 19,76 19,80 19,76 19,80 3apan ...... 0,711 0,713 0,713 0,715 Jugoslawien ■ 5,654 5,666 5,654 5.666 Oslo..... : 61,64 61,76 61,64 61,76 Wien....... 48,95 11,13 49,05 48,95 49,05 Lissabon ... 11,15 11,13 11,15 Stockholm... 63,24 63 ,'36 63,24 63,36 Schweiz ... 81,24 81,40 81,22 81,38 Spanien..... 34,02 34,08 34,02 34,08 Prag....... 10,295 10,315 10,295 10,315 Budapest .. — — — — Reuyork ... 2,458 2,462 2,458 2,462 — 132 132 — 120 121 — — 218 116,5 116,75 116,65 84,5 84,9 84,5 18,5 18,75 18,4 — 121 122 151,65 151,5 151,75 211,5 — — 107 106,25 106 — 121 121,25 115 114,25 115,5 97,5 97,75 98 130 —— 129 — — 99,5 99,5 50,5 51,25 50,65 92,5 91,75 93,75 121,25 120,75 121,5 86 — 86 — 126 126,5 99,65 99,25 99,75 161,25 162 161,5 — 78,5 78,5 31,5 31,5 31,5 299 298,25 — — 174 — 185 181,5 185 I 29,13 | - I 29,4 90,5 - —— 1 198 - Berlm,2-März । Geld Brie, Amerikanische Noten.............. 2,41 2,43 Belgische Noten.................. 41,76 41,92 Dänische Noten ................. 54,51 54,73 Englische Noten ................. 12,23 12,27 Französische Noten............... 16,365 16,425 Holländische Noten............... 168,44 169,12 Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. 61,43 61,67 Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling — — Rumänische Noten............... — — Schwedische Noten............... 63,02 63,28 Schweizer Noten................. 81,04 81,36 Spanische Noten................. Ungarische Noten................ 33,68 33,82 — —— Nr. 53 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Dienstag, 3. Marz 1936 Aus der Provinzialhauptstadt. Eintopf-Erlebnisse. Es regnete wie Bindfaden. Das war aber kein Grund sur uns, nicht w>- in all den varangeaaw g-nen Monaten auch an diesem Sonntag mit Sammelbüchse und Liste in unserem Block die Eintovi- spende zu erheben. Eine ganze Reihe von Häusern hatten wir bereits abgegangen. Ueberall schien man lch°n aus uns zu warten. Flott und reibungslos wickelten sich unsere „Geschäfte" ab. 9 Nun fehlen nur noch einige große Mietshäuser In einem klmgeln mir im Erdgeschoß. Mühselig Waddle Tur aufgeklinkt, und oor uns steht'ein Bürschchen von 4 Jahren Er guckt uns mit großen Augen an. Als er die Sammelbüchse sieht drebt er sich um, läuft in die Wohnung und ' kräht: die Eln.topfmanner sind da!" D.e Mutter tritt aus der Küche und kommt zu uns. Da schießt der kleine Kerl wie ein Pfeil aus dem Dunkel der Wohnung nach vorne, drängelt sich vor seine Mutter und hält mit beiden Händen fest an seine Brust gedrückt, eine Zigarettenschachtel' „Ich will auch Eintopf geben," strahlt er uns an, und während die Mutter mit freudig-stolzem Blick auf ihren Buben schaut, öffnet er sein Zigarettenschächtelchen und nimmt aus ihm ein Kupferstück nach dem anderen. Auf unseren Blick gibt uns die junge Frau Auskunft. Als er gehört habe, daß heute wieder Eintopfsonntag sei, habe er sich aufgemacht und in diesem großen Mietshause, dessen erklärter Liebling er sei, eine Privatsammlung für das WHW. veranstaltet. Die Ausbeute sei reichhaltig gewesen, und mit Spannung habe er auf unser Erscheinen gewartet, um sein „vieles" Geld in unsere Sammelbüchse werfen zu können. Nun ist der Kleine fertig. Die Zigarettenschachtel verschwindet in die unergründlichen Hosentaschen, die Hände legt er auf den Rücken und guckt uns erwartungsvoll an. Wir loben den braven kleinen Kerl und streicheln ihm sein blondes Haar. Plötzlich dreht er sich um und ist mit einem Juchzer wieder im Dunkel der Wohnung verschwunden. * Durch dieses kleine Erlebnis erfreut und erfrischt, eilen wir weiter von Tür zu Tür, bis wir dicht unter dem Dach an eine Mansardenwohnung klopfen. Ein altes Mütterchen öffnet, erhitzt und rot vom Schaffen am Herd und in der Küche. Die Aeuglein blitzen lustig und schalkhaft aus den vielen Runzeln. Wir werden in die Küche gebeten, und während sie im Küchenschrank in allen Tassen nach ihren Barbeständen sucht, schweift unser Blick durch den Raum. Nanu ..., was sehen wir? ... Eintopfsonntag ... und 4 Töpfe auf dem Feuer?? Unser Blick trifft sich und geht wieder auf den Herd zurück. Da dreht die Frau sich um und sieht, daß wir „was gemerkt" haben. Ein furchtbarer Schreck erfaßt sie, ihre Augen werden ganz groß, die Hand greift zum Herzen: „O Gott, o Gott, ... ja, das ... ist heute ... kein Eintopf ... bei mir." Und während sie weiter nach Worten sucht, wird sie ruhiger. Der alte Schalk lacht ihr wieder aus den Augen, sie kommt auf uns zu, legt ihre fünfzig Pfennig auf den Tisch, blinzelt uns dabei an und meint dann: „Ja, bis jetzt habe ich den Eintopfsonntag immer eingehalten, ... aber heute geht es nicht, denn wissen Sie ... heute kommt mein Enkel zum ersten Mal als Soldat zu seiner Großmutter zu Besuch ... und da kann ich ihm doch nicht gut Eintopfessen vorsetzen ... wo sie doch in der Kaserne so häufig Eintopf haben, gell?" Noch haben wir gar nichts gesagt. Wir blinzeln uns zu, und dann sage ich zu meinem Kameraden: „Hast du was gesehen?" „Nö, wir haben nichts gesehen!" Das sind zwei von vielen Erlebnissen. Sie zeigen, wie durchdrungen von der Idee der helfenden Volksgemeinschaft alle Kreise unseres Volkes sind! ____________________________ Bornotizen. Tageskalender für Dienstag. NS.-G. „Kraft durch Freude": 20.30 bis 21.45 Uhr fröhliche Gymnastik (nur für Frauen) im Lyzeum: 20 bis 21 Uhr und 21 bis 22 Uhr (nur für Frauen) Schwimmen im Volksbad: 21 bis 22 Uhr Reiten, Reitschule Schömbs. — Stadttheater: 20 Die Feier des Heldengedenkiages in Gießen. Don dem Standortältesten der Garnison Gießen wird uns folgendes mitgeteilt: „Am Heldengedenktag, 8. März, findet auf dem Oswaldsgarten um 9.30 Uhr ein F e 1k- gottesdienft statt. Die Bevölkerung wird hierzu eingeladen. Für die Kriegsopfer und Hinterbliebenen ist ein besonderer Platz bereit gehalten. Anschließend marschiert eine Ehrenkompanie vor dem Gefallenendenkmal auf dem Landgraf-Philipp- Platz auf. Der Standortältefte legt dort einen Kranz nieder. Die Bevölkerung wird aufgefordert, den Anweisungen der Absperrposten, die durch eine weiße Armbinde kenntlich gemacht sind, Folge zu leisten." lieber den geplanten Verlauf der Gedenkfeier sei noch folgendes mitgeteilt: Auf Oswaldsgarten vor der Feuerwache werden, mit der Front nach der Neustadt zu, die Fahnen stehen. Links davon nach der Kirchstraße zu nehmen die Offiziere und Militärbeamten Aufstellung, rechts von der Fahnengruppe nach dem Wernerwall zu werden die Vertreter der Behörden usw. stehen. Die Ehrenkompanie mit Musik wird vom Wernerwall her unmittelbar oor der Feuerwache zum Oswaldsgarten einmarschieren. Die Mitte des Platzes bis zur Neustadt roerben die Truppen des Standortes Gießen einnehmen, und zwar der Feuerwache zunächst das Jnf.-Reg. 36, anschließend das E-Batl. 53, sodann die Pz.-Abw. Abt., am Schluß an der Neustadt die Artillerie. Die Strecke Oswaldsgarten- Kirchstraße, von der Feuerwache bis zur Neustadt, werden die Musik und Spielleute, anschließend die Politischen Leiter der Partei, SA., SS., NSKK., Jungvolk, BDM., HI. und NS.-Marinebund einnehmen. Die gegenüberliegende Strecke Oswalds- garten-Wernerwall, von der Feuerwache -bis ^ur Neustadt, ist für die Kriegsopfer und die Hinterbliebenen der Gefallenen, die Mitglieder der NSKOV., die Abteilung Wehrmacht in der DAF., den Reichstreubund, die NSV., die Arbeitsgemeinschaft der Gießener Soldatenkameradschaften, den Arbeitsdienst und den Reichsluftschutzbund Vorbehalten. Um 9.10 Uhr erfolgt der Einmarsch der Fahnen- aborbnmvqen, um 9.15 Uhr muß die Aufstellung beendet sein. Um 9.20 Uhr wird die Meldung aller Truppenteile durch Oberst G u l l m a n n an den Kommandeur Jns.-Rgts. 36 erfolgen, der sv- bann bie Front Ehrenkompanie abschreitet unb die Aborbnungen b^üßt. Um 9.30 Uhr wirb Cho- ralmustk bes Musikk^z bes Jnf.-Rgts. 36 ben Felbgottesblenst einleiten, sodann wirb ber evangelische Stanbortpfarrer spachen. Nach einem meieren Musikstück folgt bie Sprache bes katholischen Stanbortpfarrers. Wieber^ ein Musikstück folgen, bann spricht ber Regin^tskommandeur Anf.-Rgt- 36, besten Ansprache mit dem Gebächt- nis an bie Gefallenen unb bem &piei des Liebes vom guten Kameraben abschließt. Sokanv. werben bie Truppenteile, bis auf bie Ehrenkompan«, entlasten. Die Ehrenkompanie rückt von Oswalbsgarten aus burch bie Kirchstraße über ben Kirchplatz, bie W^ll- torstraße unb Braugasse zum Lanbgraf-Philipp Platz vor bas Gefallenen-Denkmal, wo ber Führer ber Ehrenkompanie Melbung an ben Kommanbeur bes Jnf.-Rgts. 36 erstattet. Bei präsentiertem Gewehr ber Ehrenkompanie unb ber Weise bes Liebes vom guten Kameraben erfolgt bie Kranznieber- legung. Zum Schluß finbet ein Vorbeimarsch vor bem Kommanbeur bes Jnf.-Rgts. 36 statt. Leitung: Paul Walter. Spielleitung: Paul W r e b e. 20. Dienstag-Abonnement. Oie Eintopfgerichte am 8. Marz. Der Leiter ber Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe teilt seinen Mitgliedern mit, daß für den sechsten und letzten Eintopfsonntag, am 8 März 1936, folgende drei Eintopfgerichte für die Gaststätten vorgeschrieben sind: 1. Suppentopf mit Gemüseeinlage, 2. Fisch-Eintopfgericht nach freier Wahl, 3. Pichelsteiner Fleisch. Die Festlegung dieser Eintopfgerichte gilt nur für Gast stätten. Den Hausfrauen bleibt die Wahl der Eintopfgerichte selbst überlassen. Es hat sich hier unb ba bie Auffassung heraus- gebilbet, baß bas Eintopfgericht in Gaststätten bem Gast nur einmal verabfolgt werben barf. Diese Ansicht beruht auf einen Irrtum. Der Eintopf soll nicht eine unzulängliche Mahlzeit fein, bie ben Hunger notbürftig ober nur zum Teil stillt. Der Sinn bes Eintopfsonntags ist vielmehr ber, baß an einem Tage im Monat vom ganzen beutschen Volk ein im Eintopf einfach bereitetes Mahl gegessen unb bas badurch ersparte Gelb bem Winterhilfswerk zugeführt wirb. Damit soll jeher Deutsche seine Verbunbenheit mit ben notleibenben Volksgenossen befunben. In ben Gaststätten kann baher an den Eintopfsonntagen basselbe Gericht selbstver- stänbtvch auf Wunsch gegen entsprechend Bezahlung mehrfach gereicht werben. NSDAP. Ortsgruppe Gießen-Süd. Bekr. Zahlung der hilfskafsenbeiträge für April, 2Hai und Juni 1936. Alle Angehörigen ber SA., Marine-SA., Reiter- SA., NSKK. usw. im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Süd roirben ersucht, ihre Beiträge zur Hilfskaste an folgenden Tagen zu entrichten: Gießener Jungvolk weiß sich zu helfen! s >“***** i s T Junges Volk — Jungvolk — weiß sich zu helfen! Da die Eltern nicht immer Geld geben können für diesen und jenen Zweck des Jungvolkdienstes, ist die Jugend dazu übergegangen, sich auf kluge Weise selbst Geld zu verschaffen. In den letzten Tagen konnte man die Jungens überall mit kleinen Handwagen auftauchen sehen, auf die sie allerlei aufgeladen hatten, das sich bei näherem Zusehen als wertvolles Altmaterial erwies, das die Jungens zu Geld machen. Sie wissen, wie sie es an den Mann zu bringen haben, und bie Groschen, bie sie ba» für erhalten, fließen in bie Kasse ihres Fähnleins. Daburch wirb ein Teil besten beschafft, was bas Jungvolk braucht. Ganz manche Hausfrau herzlich Flaschen, Altmetall, Papic Weise los wirb unb babei abgesehen davon, baß froh ist, wenn sie alte : usw. auf diese rasche noch einer guten Sache bient. Unser Bild zeigt einige Jungens, die schon einen ganzen Wagen voll Flaschen geladen haben und nun noch einiges dazupacken. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) bis 23 Uhr „Undine". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Traumulus". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der ahnungslose Engel". — Oberhessischer Kunstverein (Turmhaus am Brandplatz): 15 bis 17 Uhr Gedächtnis-Ausstellung Hans-Ewald Kleine. Dienstag, 3. März, Mittwoch, 4. März, Donnerstag, 5. März, jeweils von 20.30 bis 22 Uhr im Lokal Tannhäuser, Frankfurter Straße 83. Wer bis zum 13. März seine Hilfskafsenbeiträge nicht bei der Ortsgruppe bezahlt hat, wirb bei ber Hilfskasse in München abgemelbet; baraus ent» stehenbe Folgen hat er sich selbst zuzuschreiben. Winterhilfswerk 1935/36 Ortsgruppe Gießen-Süd. Kohlenscheinabrechnung. Die Kohlenhändler werden aufgefordert, die in Zahlung genommenen Kohlengutscheine Serie „E" und Serie „S" am Mittwoch, 4. März, von 19 bis 20 Uhr auf unserer Geschäftsstelle, Crednerstraße 24, einzureichen. Später eingereichte Gutscheine werden nicht mehr angenommen. pfunbfammhing. Am Dienstag, 3., Mittwoch, 4., und Donnerstag, 5. März, findet im Bereich der Ortsgruppe Gießen- Süd durch die NS.-Frauenfchaft die Pfundsamm- lung für den Monat März 1986 statt. Es wird gebeten, die Lebensmittelpakete zur Abholung bereitzuhalten. Amt für Bolkswohlfahrt. Ortsgruppe Gießen-Ost. Befr.: Lebensmittel-Opferring der Ortsgruppe Gießen-Ost. Die Sammlung wird am Dienstag, 3., und Mittwoch, 4. März von der NS.-Frauenschaft durchgeführt. Die Mitglieder wollen bie Pfunbpäckchen bereithalten, unb bie Mitgliebskarten zur Eintragung vorlegen. Der Inhalt ber Päckchen ist außen sichtbar anzugeben. Befr. Kohlenversorgung. Stabtthealer Gießen. Heute von 20 bis 23 Uhr „Unbine", romantische Zauberoper in vier Akten von Lortzing. Musikalische Die Kohlenhänbler wollen bie Kohlengutscheine bis zum 5. März täglich in ber Zeit von 15—19 Uhr auf ber Geschäftsstelle Kaiserallee 52 gegen Goeihe-Bund. Eine frohe Stunde mit Hermann Löns. In ber Reihe ber vorn Goethe-Bunb gemeinsam mit bem Kaufmännischen Verein veranstalteten Dortragsabenbe erlebten wir gestern in ber Neuen Aula „Eine frohe Stunbe mit Hermann Löns". Der Jäger, Jagb- unb Tierschriftsteller unb Dortragsmeister Wilhelm H och g r e v e sprach ein- leitenb über ben niebersächsischen Volkscharakter, in bem sich schwerblütiger Ernst mit herzhafter Heiterkeit unb ber Lust zum Fabulieren mischen. Auch Hermann Löns, als echter Niebersachse, weist in seinem Werk, wie bie ftamnwerroanbten Wilhelm Raabe unb Wilhelm Busch, solche Züge nebenem- anber auf. Er hat nicht nur ben „Wehrwolf unb „Das zweite Gesicht" geschrieben, sonbern baneben auch eine Älenge kleiner heiterer Geschichten. Bon diesen «ab Hochgreve etliche Proben, nachdem er zuvor einige ber markantesten Gestalten aus bem Freunbeskreise von Löns charakterisiert unb auch bie vorübergehenbe journalistische Tätigkeit des Dichters in Hannover gestreift hatte, bie ihm, wie manche Anekboten aus dieser Zett berichten reichlich Gelegenheit boten, (einem Witz, feiner Schlagfertigkeit unb feiner fafirifdjen Aber freien Laus zu lassen. Aus bem „Mümmelmann horten wir bann nach ber Einführung zunächst bie erhebenbe unb erheiternbe Geschichte vorn Krahen-Klatsch m ber Eilenriebe bei Hannover, ubrtgens eine d^ad) ms- mäßig unb vortragstechnisch beachttiche Leistung, blng^ bekanntere Hunbegeschichte vom %^rrt „9 J (aus „ffiibu"), einem feingebdbeten, fojufo0en oW tifchen Hunde, ber, während (eme T,m°rame™t Herrin verreist ist, mit erfnfd)enbem Temperament zu feiner wahren Natur zurucksmbet. Z ~ . des ersten Teiles: bie Satire M ®r0™5 bahn", währenb eine Harzaufenthalt , t nebenbei entstanden, (lieber bie damals geplante Schaffung eines Naturschutzparkes, gtad)= Kriegsausbruch vereitelt würbe laßdcmbe „Für Sippe unb Sitte 5SAnrKDnntflqg» lesen.) In ber Schilderung e»nes Phngstsonnt^ ausfluges auf ben Brocken fanb Lon ...sammen- kommenen Anlaß, an einem erstaunlich z.u gewürfelten Menschenarsenal seinen derben 3 6 üben unb eine Reihe bemerkenswerter Zeitgenossen auf seine spitze Feber zu spießen. Nach ber Pause hörten wir bie Abhanblung „Wissenswertes vom Hasen" aus bem „Zweckmäßigen Meyer", einen Scherz, ber nicht nur ganz beiläufig in bie Jägersprache einführt, sonbern auch, im Hinblick auf folgenschwere Fehler in ber Zubereitung, burchaus auf weibliche Leser ober Hörer berechnet ist. Als eine echte, mit kräftigem Weibmannshumor gebeizte Jagbfchilberung erwies sich ferner bas ,Hahnenfieber" aus „Kraut unb Lot", worin eine Birkhahnbalz in ber Lüneburger Heibe mit Diel Ironie unb plastischer Anschaulichkeit geschilbert wirb. Hier war Hochgreve als weibgerechter Jäger besonbers in seinem Element, unb bie Hörer hatten an bem morgenfrischen Abenteuer ihre rechte Freube. Wieber aus bem „Zweckmäßigen Meyer" stammte bie letzte Geschichte bieses fröhlichen Abenbs, bie einen „billigen Sonntag im 3oo aus ber Tierperspektive beschreibt; hier waren bem erzählerischen Talent H o ch g reo es, auch seinen tierstimmenimitatorischen unb mimischen Gaben bantbare Möglichkeiten zu vielseitiger Entfaltung gegeben. — Die Hörer folgten angenehm erheitert unb fpenbeten oerbienten Beifall. y Ein Löwe in meinem Garten Don Nikolaus Schwarzkopf Keine Angst: er war aus Gips! Ein befreunbeter Bilbhauer schenkte ihn meinen fimbern bie stellten bas überlebensgroße Tier mitten ms ©taubenbeet auf einen von ihnen errichteten Sockel, bestrichen es baß es ber Witterung trotzte mit Zementmilch unb bann mit sanbstemroter Oelfarbe^ Sie freuten sich seiner, unb mit ihnen freuten sich alle, bie ba tQSL" Stobt. °° dies g-fcha-b ,h°t d-n,Läw°n !m Wappen, und das Lanb, m dessen Hauptstadt wir lebten hat ben Löwen auch im Wappen. So warb man bes gipsernen Löwen gewohnt unb f? grimmig wie bie Wappentiere sah unser Lowe nicht aus. Keine gespaltene Zunge streckte sich uber chweng- lich aus einem furchtbar bewehrten Maul, fein Schwest peitschte auf, keine Pranke schlug die unheimlichen Krallen aus. Unser Lowe war nicht ganz Pranke Zahn unb Schweif wie bas Wappentier seinen vier Beinen unb sah m oie -useir, vie igm ni$p£ÄÄ bie weiften Wappenläwen- es gab freilich auch solche in Stein, in Messing, in Silber unb Golb, in Samt unb Seibe, unb auf ber lanbwirtschaftlichen Ausstellung sah man ben stäbti- schen wie auch ben länbischen hübsch zusammengesetzt aus festen Weiß- unb Rotkrautköpfen. Hübsch sag' ich, aber grimmig war bas Getier bennoch, unb Furcht flößte es ein nach allen Seiten, insbefonberc ben Leutchen vom Lcmb unb Hinterland. Ich habe mir schon oft Gedanken gemacht: wie nur solche furchterregenden Tiere aus ben Wüsten bes Aequa- tors in unser friebliches Länbchen gekommen sein mögen! Unb wenn man burch bie beutschen Lanbe geht, begegnen einem immer wieber biefe grimmigen Tiere: Löwe, Abler, Bär unb Panther. An- gefprungen fühlt man sich bisweilen, Abler haben zwei Köpfe, Löwen tragen kostbare Kronen, Bären gähnen, unb Panther wüten umher ... Der Gipslöwe freute mich mehr als ber Löwe in bem Wappenfchilb meiner Stabt, weil bie Stabt in dem Wappen nur Platz hat für einen halben Löwen, weil sie von bem Löwen bes Laubes nur ben oberen Teil aufgenommen hat — merkwürbiger- meife, benn was ist mir ein halber Löwe? Lieber ein ganzes Geißböcklein als einen halben Löwen! Der aufgereckte Löwenkörper ist unterhalb ber vor- angeschleuberten Vorberbeine abgeschnitten. Unter ber Schnittfläche entfaltet sich eine Lilie ... ich aber besaß einen ganzen Löwen. Er war mein Trost, unb bas will ich so verstauben haben: in ber Stabt bes halben Löwen — bas beweisen etliche huubert Jahre ber Stabt- ! geschichte — ist mancher Mensch geboren, ber schon I in ber Wiege bie Krallen bes Löwen zeigte. Der sich wuuberooll entwickelte, umhegt, betreut, sorgsam erzogen. So sah man junge Gelehrte unb Künstler heranwachsen — von anberen Berufszweigen zu schweigen — bie zu ben besten Hoffnungen berechtigten. Sie wuchsen prachtvoll in bie sogenannten Entwicklungsjahre, sie zeitigten bezau- bernbe Leistungen ... boch eines Tages, ba man sich ihrer schon rühmen bürste, verließen sie plötzlich bie heimische Stabt, um in anberen, größeren, lauteren, vorlauteren Orten aufzutaucheu unb ihren Glanz bort zu entfalten. Diejenigen aber, bie ba verweilten — welch ein tragisches Geschick! —, blieben plötzlich auf ber erreichten Höhe stehen, wuchsen nicht weiter, gingen sogar zurück in ihren Leistungen, bie Krallen schrumpften ihnen ein, wenn auch bie Mähnen weiterwuchsen. Ich kenne bas Geheimnis bieses Elenbes: Das Stabtwappen! Der halbe Löwe! Das große Muster, sagt Goethe, weckt Nacheiferung. Unb ber halbe Löwe ist ein kleines Muster, ein Unmuster, unb hat gleich ber Lüge kurze Beine, ist nichts Halbes und nichts Ganzes! „In dieser Stadt", sagte mir neulich ein kluger Mann, „kannst du dich nicht recht entfalten ... ich will die Gründe nicht barlegen, es hat ja keinen Wert. Aber ich rate bir: Verlaß biefe Stabt!" Ich beutete auf meinen Löwen unb erroiberte: „Mein Dorbilb ist bieses gewaltige Tier ba, nicht etwa ber aufgebauschte Löwe bes Lanbeswappens, erst recht nicht ber gehälftete Löwe bes Stabtwappens. Die Stabt muß buch enblich einmal einen ganzen Löwen hervorbringen können, einen ganzen Löwen! — „Ich würbe ben Versuch nicht an mir selber zulassen", entgegnete ber Mann. „Du hast wie anbere Leute auch nur ein einziges Leben zu gestalten, unb beine Kinber, benk an beine Kinber..." So wirb mir benn schließlich nichts anberes übrig bleiben, unb auch ich werbe biefe schöne Stabt verlassen müssen. Ich bin ja nicht hier geboren, bin nicht als Löwenkinb aufgewachsen, vielleicht könnte ich boch getrost hier bleiben, benn ich liebe biefe Stabt sehr. ♦ Mein Entschluß, trotz eines weisen Rates hier zu bleiben, ward durch ein gütiges Geschick umgestoßen: mein Löwe starb. Schon im letzten Herbst Zeigten sich an ben Flanken rounbe Stellen; an ben Pranken brachen weiße Flecken burch, als wollten Krallen hervorwachsen, aber ber Gips war es, ber sein Recht begehrte, ber weiße Gips. Was im Lauf bes nassen Winters sich ba unb bort hervorwagte, beachtete ich kaum, weil ich immer meinte, es sei Schnee, was ba schimmerte. Aber boch war auch bas stets ber Gips. Unb als bie Frühlingssonne aufstieg, bie so viele Leben, auch unb vorab Menschenleben, mit sich empornimmt, ba blätterte mein Löwe überall ab. Was tun? Meine Frau trauerte, meine Kinber ließen bie Köpfe hängen, bie ganze Nachbarschaft fing an zu meinen. Der Bilbhauer zuckte bie Achseln, sein Löwe stanb in Stein irgenbroo in einer Stabt auf hohem Sockel, anbere Bilbwerke waren seinem Geist entsprungen unb entsprangen feinem Geist, unseren ßöroen schätzte er kaum noch. Mittel anzugeben, wie man ihn retten könnte, vermochte er nicht. So schlugen meine Buben mit ber Axt bas gipserne Tier völlig tot unb verscharrten es. Ich aber werbe bemnächst in eine anbere Stabt verziehen ... rtf ge- der Alte Spieioe frei Die In des t l Nach und DI lauf eines die Me ringen. Am । 214,7 S ch r mit 9 in E I Winke 1936 ir der Pr-e obgefchll t- t 1 T')• , : l I' irh*.: 1 Winterhilfswerk 1935/36 Ortsgruppe Giehen-Nord. Betr.: Kohlenscheinabrechnung. Nach sehen h Die K in Pai Mazie zuW drei ! /ermei den. l lassen bekam, sprung Südwe Betr.: Pfundsammtung. Am Dienstag, dem 3. und Mittwoch, dem 4. März 1936 findet die Pfundsammlung für den Monat März 1936 statt. Die Hausfrauen werden gebeten, die Lebensmittel zur Abholung bereitzuhalten. Amt für Volkswohlfahrt. Ortsgruppe Gießen-Mitte. Betr.: Lebensmittel-Pfundspende. Am Mittwoch, 4. März, findet im Bereich . Ortsgruppe Gießen-Mitte die Lebensmittel-Pfundspende für den Monat März statt. Die Hausfrauen Die Kohlenhändler werden aufgefordert, die Zahlung genommenen Kohlengutscheine Serie und Serie S bis zum Donnerstag, den 5. März 1936 auf der Geschäftsstelle Walltorftraße 16 ab- zuliefern. Später eingereichte Gutscheine können nicht mehr angenommen werden. Wertquittungen Umtauschen. Später eingehende Kohlengutscheine können nicht mehr angenommen werden. Für die Kohlengutscheine der Serie E und der Sonderausgabe am 30. 1. 36 sind trennte Rechnungen auszustellen. 2- Fort Aber Jes ben Er rvar Jahr konnten weitere 2 Mitglieder für ihre 25jäh- rige Zugehörigkeit ausgezeichnet werden. Die Zahl der ordentlichen Mitglieder ist von 255 auf 320, die der außerordentlichen Mitglieder von 51 auf 59 gestiegen, der Gesamtbestand aller Versicherten (Mitglieder und Familienmitglieder) ist um 163 auf 678 angewachsen. Zu Ehren der Verstorbenen erhoben sich unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden die Mitglieder von ihren Sitzen. Die Leistungen des Vereins für Arztkosten, Krankenhausbehandlung, Bäder, Bestrahlungen, Medikamente sind gestiegen. Das seit 10 Jabren bestehende Abkommen mit dem Verein Gießener Zahnärzte mußte wegen der Auflösung des Vereins anderweitig erneuert werden. Für das WHW. 1934/35 stiftete der Verein 50 Mark. An Begräbnisbeihilfen konnten in 10 Fällen insgesamt 500 Mark ausgezahlt werden. Anschließend an die Berichterstattung wurde in üblicher Weise des Führers gedacht. Nachdem der stellvertretende Vorsitzende Bender den Bericht der Revisoren durch Mitglied Ziegler entgegengenommen hatte, sprach er dem Vereinsleiter Simon im Auftrage der Versammlung Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit und das Vertrauen aus. Die bisherigen Revisoren wurden auch für das neue Jahr bestätigt. Durch die Aufnahme neuer Mitglieder in Wiefeck, Heuchelheim, Frobnbaufen, Darmstadt und Mainz war eine entsprechende Satzungsänderung notwendig, die einstimmig gebilligt wurde. Der Vorfibende konnte noch mitteilen, daß außer den 67 aus Wiefeck zum Verein uberqetretenen 24 weitere Mitglieder in den lebten zwei Monaten ausgenommen wirrb-n. Der Mitgliederbestand wird dadurch um 145 Familienmitglieder vergrößert. Ein" Sammlung für das WHW. eraab den stattlichen Betrag von 25 Mark. N"ch Erledigung weiterer Formalien und zweier Anträge wurde die Versammlung geschlossen. VH(5 Man berichtet uns: Ein lieblicher Vorfn'jhlinqs- ! tag brachte am vergangenen Sonntag 55 Mitglieder des Zweiqvereins Gießen vom VHC. zur gemeinsamen Märzwanderung auf die Beine. Galt es doch, diesmal den Grenzgebieten des hohen Vogelsberges einen Besuch abzullatten. Bis Lich wurde die Bahn benutzt. Undurchdringlicher Nebel entzog zunächst die Landschaft unseren Blicken. Sollte die so hoffnungsvoll begonnene Wanderung eine Enttäuschung für die Teilnehmer werden? Auf manchmal nicht einwandfreien Wegen, den blauen Ringen folgend, nahm uns nach einiger Zeit Tannen- und später herrlicher Buchen- und Eichenhochwald in seinen Bann. Ueber- rascht durch die sonntäglichen Störenfriede zogen fluchtartig einige Rehe an uns vorüber. Ab und zu lugte verschmitzt Frau Sonne durch die bereits zerrissene Nebeldecke. Beim Verlassen des Waldes hatte sie bereits die Herrschaft über die Naturgewalten gewonnen. Vor uns lag die breite Ebene der Wetterau. In Nonnenroth hielten wir nach zweistündiger Wanderung wohlverdiente Frühstücksrast. Ein kräftiger Kaffee gab uns die nötige Stärkung. Unser Weg ging weiter. Auf einer Buche am Dorfesrand hatten sich Anmeldungen und Auskunft: Deutsche Arbeitsfront, Abteilung für Arbeitsführung und Berufserziehung, Schanzenstraße 18, Telephon Nr. 3275. Anmeldeschluß 15. März 1936. Grün und Blumen in den Betrieben. Von der Deutschen Arbeitsfront, Kreiswaltung Gießen, wird uns mitgeteilt: Zur Verwirklichung der Forderung „Sonne und Grün allen Schaffenden" hat die Deutsche Gesellschaft für Gartenkultur mit dem Amt „Schönheit der Arbeit" in der DAF. ein Abkommen getroffen, das eine kameradschaftliche Zusammenarbeit sicherstellt. Ziel dieser Zusammenarbeit ist eine schönheitliche Gestaltung aller Betriebe durch Grünanlagen, Blumen- und Pflanzenschmuck, nicht zuletzte auch durch eine sinnvolle Landschaftsgestaltung und durch Landschaftsschutz. Diese Grünanlagen sollen die Betriebe nicht nur verschönern, sie sollen vor allem für die Belegschaft auch praktischen Wert haben, indem sie ihnen Freude und Erholung bieten. Die Erstellung von Liegewiesen, Bädern im Freien, Sitzplätzen in der Sonne und im Schatten, Spiel- und Sportplätzen, Kleingärten, Hausgärten usw. sind die Aufgaben, die in dieser Zusammenarbeit gelöst werden sollen. Selbstverständlich muß sich die Beratung der Betriebe und die Werbung in den Betrieben nach der Leistungsmöglichkeit und Eigenart des einzelnen Betriebes richten. Auch mit wenigen Mitteln läßt sich oft eine belebende Grünfläche erstellen oder einige schattenspendende Bäume pflanzen, die der Arbeitsstätte ein neues und freundlicheres Bild geben. Zum Kreisbeauftragten für den Kreis Gießen wurde durch die Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst Gartenbauarchitekt Eberhard Schwarz, Gießen, ernannt. Im Rahmen von durchzuführenden Besichtigungen der im Kreise Gießen gelegenen Betriebe werden die Betriebsleitungen kostenlos über eine schönheitliche Gestaltung ihrer Betriebsanlagen beraten werden. Ganitätsverein Gießen. Die vorgestrige 52. ordentliche Mitgliederversammlung des Sanitätsoereins (Arztkasse) Gießen im „Thüringer Hof" unter der Leitung des Vorsitzen- deq Emil Simon war gut besucht. Einleitend gab der Vereinsleiter bekannt, daß die FrSie ärztliche Hilfskasse Wiefeck mit 67 Stammitgliedern geschlossen dem Sanitätsverein beigetreten ist. Kassenwart Hch. Stimmer gab eine lieber« sicht über Einnahmen und Ausgaben im Jahre 1935. Den Einnahmen in Höhe von 13 362,32 Mk., die sich fast ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen ergeben, stehen 13 399,47 Mark Ausgaben gegenüber, so daß ein Mehrverbrauch von 37,15 Mark entstand. Die Ausgaben setzen sich aus Arztkosten, Vegräbnisbeihilfen, Ausgaben für Medikamenten Usw. zusammen, während nur ein geringer Betrag für Verwaltungskosten aufgewendet wurde. Das Gesamtvermögen hat sich um 152,96 Mark auf 9695,48 Mark erhöht. Aus dem vom Vorsitzenden Emil Simon vor- getragenen Geschäftsbericht war u. a. ein ständiger Mitgliederzuwachs zu entnehmen. Im abgelaufenen ** Arbeitsjubiläum. Am heutigen Dienstag, 3. März, kann der Feinmechaniker Franz R e i n s ch m i d t, Alicenstraße 26 wohnhaft, auf eine 40jährige Arbeitstätigkeit in den Optischen Werken der Firma Hensolt & Söhne in Wetzlar zurückblicken. ** Stadt the ate r-St amm-A bo n ne- ment. Die Einlösung der 4. Rate des Stadttheater- Stamm-Abonnements betrifft eine Bekanntmachung der Bürgermeisterei in unserem heutigen Anzeigenteil. Interessenten seien besonders darauf hingewiesen. ** A u f dem Wege der Besserung. Der am vorigen Freitag in der Rodheimer Straße durch ein Personenauto verunglückte Schüler Grämlich, der nach der Chirurgischen Klinik verbracht werden mußte, befindet sich erfreulicherweise auf dein Wege der Besserung. Zum Glück waren die Verletzungen des Jungen nicht so schwer, wie man anfangs angenommen hatte. ** Oes fentliche Bücherhalle. In Februar wurden 2225 Bände ausgeliehen. Davon kam"n auf: Literaturgeschichte 4, Zeitschriften 21, Gedichte und Dramen 17, Erzählende Literatur 1324, Jugendschriften 315, Länder und Völkerkunde 124, Kulturgeschichte 6, Geschichte und Biographien 260, Kunstgeschichte 3, Naturwissenschaft und Technologie 81, Heer- und Seewesen 26, Haus- und Landwirtschaft 1, Gesundheitslehre 1, Religion und Philosophie 8, Staatswissenschaft 29, Sprachwissenschaft 3, Sport 2 Bände. Nach auswärts kamen 7 Bände. Gondergericht in Gießen. Wegen böswilliger Kritik an den Aufbaumaßnahmen der Reichsregierung wurde der Karl Ude aus Gießen zu vier Wochen Gefängnis verurteilt. Der Adam Koch, zur Zeit in Untersuchungshaft, erhielt eine Gefängnisstrafe von Zwei Monaten wegen Verächtlichmachung des heutigen Staates. Drei weitere Angeklagte wurden freigesprochen. Xunöfunfproarnmm. Donnerstag, 5. März. 6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause (7) Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 9.30: Ein Morgenbummel durch das Reich der Töne. 10.15: Schulfunk. 11: Gaunachrichten. 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei von zwei bis drei. 15: Wirtschaftsbericht. 15.15: Kinderfunk. 16: Unterhaltungskonzert. 17.30: Aus der Werkstatt deutscher Geaenwartsdich» tung ,Ln der Landschaft des Femhofs . Besuch bei Josefa Berens-Totenohl. 17.45: Das aktuelle Buch. 18: Nachmittagskonzert. 19.45: Tagesspiegel des Reichssenders Frankfurt. 20: Nachrichten. 20.10: Mozart-Zyklus (17). 21: Deutsche Meistererzähler unserer Zeit. Wilhelm Schäfer liest eine Anekdote „Die Meerschaumpfeife". 21.15: Für jeden etwas. * Ichi Mte ( teil ber Und bo. ‘leinen Als i n«d) bat te'ienbei »ar es ASnh°, seines k 'S [to «me g< ( x-hen. "er l s r and) A?n> ^i!f Die Ortsgruppe Gießen-Süd der NSDAP, hielt am gestrigen Montagabend eine Mitgliederversammlung im Studentenheim ab. Nach dem Einmarsch der Fahne eröffnete Propagandawart Pg. B l i n d i n g die Versammlung. Der gemeinsam gesungene erste Vers des Liedes „Volk ans Gewehr leitete über zu dem Vortrag des Kreiswalters der DAI. pg. Wagne»- über: „ÜBefen und Ziele der Beut Arbeitsfront". Ausgehend von den y-'daDen- die der Portei als Führerorden geftelbt l, - um alle Funktionen des menschlichen ßeb 15 3" , umfassen und zu formen, wies der 9?.*7'cr Bedeutung sicher Arbeit in der TV*" Arbeitsfront hin In der DAF. schuf dH Wer n.djt nur die größte Organisation der ^lt, sondern auch einen wesentlichen Grunds Jur Schaffung der Volksgemeinschaft. >f‘ begründet mit dem ausdrücklichen Willen ® °1'5 = und Le,. ftungsgemeinH“ 1 3« „Darum sind tn ihr mcht nur aU' Volksgenossen, fon- dem alle deuten Menschen überhaupt vereinigt. Reichsnährst^o. Kulturkammer, alle Berufsstande sind ihr e'-gegttedert. $0 fklll Ole DAF. die Betreuung aller Schaf- fenöen dar und sieht ihre vornehmste Aufgabe darin, alle deutschen Menschen zu Nationalsozialisten zu erziehen. Es gibt kein Gesetz, das zu solcher Erziehung anhält, aber es ist ein natürliches Erfordernis, daß jeder einzelne sich mit den Gedanken vertraut macht, die den Staat aufbauen. Darum muß der Parteigenosse zuerst sein materialistisches Denken überwinden, bevor er andere Menschen von der Falschheit ihres Denkens überzeuaen soll. Er muß wissen, daß diesem von Frankreich herübergekommenen Materialismus der Marxismus und der Liberalismus entsprungen sind, die im Grunde das gleiche Ziel haben, alle kulturellen Dinge und menschlichen Kräfte nach materialistischen Gedanken zu beurteilen. Solches Denken verneint sogar Werte, die der Seele zugesprochen werden, wie Treue, Ehre, Freiheit, Vaterland. Aber wenn das freie Spiel der Kräfte sich hemmungslos und beutegierig der Wirtschaft bemächtigt, dann geschieht es nur, um persönlichen Nutzen zu erreichen, dann werden auf der einen Seite hohe Dividenden gezahlt, aber die Zufriedenstellung des Arbeiters auf der anderen Seite nicht beachtet. Wir haben gespürt, daß solche Auswirkungen nicht erträglich waren, und sind zu der Erkenntnis gekommen, daß die Wirtschaft nicht unser Schicksal, sondern nur ein Lebensgebiet ist, das die Aufgabe hat, dem Volke zu dienen. Damm bestimmt das Gesetz zur Regelung der nationalen Arbeit, daß im Betrieb Betriebsführer und Gefolgschaft Zusammenarbeiten zum gemeinsamen Nutzen für Volk und Staat. Die Wirtschaft ist wegen der lebendigen Menschen da und hat ihnen zu dienen. Würdigt der Materialismus die menschliche Arbeitskraft zur Ware herab, fo erhob der Nationalsozialismus die menschliche Kraft zum Volksgut und lehrt deren Erhaltung und Pflege. Damit entzog er auch allen klassenkämpferischen Jnteressenverbänden den Boden und tötete den Keim aller Zersplitterungen, der verhinderte, daß wir Volksgemeinschaft wurden. Unser Führer Hal die Jahrhunderte alte Sehnsucht nach dem Reich erfüllt, indem er das Betr.: Heldengedenktag. Um genügend Sitzplätze 3ur Verfügung stellen zu können, bitten wir alle Kameraden und Hinterbliebenen, die einen Sitzplatz benötigen, um sofortige Meldung auf der Geschäftsstelle. Termin spätestens bis zum Donnerstag, 6. März, auf der Geschäftsstelle, Bahnhofstraße 38. ^portamt „Kraft durch Freude". Heute folgende Kurse: Fröhliche Gymnastik und Spiele (Frauen). Von 20.30 bis 21.45 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26. Schwimmen. Von 20 bis 21 Uhr (Frauen und Männer) Volksbad. Don 21 bis 22 Uhr (nur für Frauen) Volksbad. Reiten. Von 21 bis 22 Uhr Unioersitäts-Reit- institut, Brandplatz. * Frauen und Luftschutz. Um die Frauen mit der Notwendigkeit des zivilen Luftschutzes vertraut zu machen, veranstaltet die NS.-Frauenschaft des Kreises Gießen am morgigen Mittwoch. 20.15 Uhr, im Cafe Leib eine Versammlung, in der Frau Elisabeth Seidel (Darmstadt), die Frauenreferenttn der Landesgruppe des Reichsluftschutzbundes und Gauluftschutzreferentin der NS.-Frauenschaft, sprechen wird. Im Anschluß an den Vortrag wird ein Mim vorgeführt. Landesbischof Dietrich spricht in Gießen Diele Volksgenossen werden — so schreibt man uns — von der Frage bewegt, wie das Deutschtum und das Christentum sich zueinander stellen. Prof. Hauer in Tübingen, der Führer der „Deutschen ©taubensberoegung , hat neue Gesichtspunkte in den Vordergrund gestellt. Daher wird der Landesbischof Lic. Dr. Dietrich am morgigen Mittwoch, 4. März, 11 Uhr, im Johannessaal in Gießen über das Thema sprechen: „Warum Evangelische Kirche und nicht Deutsche Glaubensbewegung?" Zu dem Vortrag sind alle Evangelischen eingeladen. (Siehe heutige Anzeige.) Der Brandpersicherungsbeitrag 1935 in Hessen. Zur Deckung der Ausgaben der Brandversicherungskasse für das Jahr 1935 ist mit Genehmigung des Herrn Reichsstatthalters in Hessen ein Beitrag von 4 Rpf. auf je 100 Mark Umlagekapital auszuschlagen und in einem Ziel bis zum 15. März 1936 zu erheben. Als Mindestbeitrag für eine Hofreite sind 1,50 Mark zu zahlen. Bessere Schaufensterdekoration. Im Einzelhandel besteht ein empfindlicher Mangel an dekvrativnsgewandtem Derkaufspersonal, besonders in mittleren und kleineren Geschäften, die sich nicht ständig einen Berufsdekorateur leisten können. Der Wille, sich die erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten anzueignen, ist überall in hohem Maße vorhanden. In vielen Städten des Reiches wurden bereits mit großem Erfolg Dekorationskurse durchgeführt. Der Deutschen Arbeitsfront, Abteilung für Arbeitsführung und Beruss- erziehung, und der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel ist es gelungen, hervorragende Fachkräfte, die bereits mit größtem Erfolg in den verschiedensten Städten des Reiches Dekorationskurse durchgeführt haben, zu gewinnen. In Gießen werden zwei Dekorattonslehrgänge durchgeführt werden: ein Tageslehrgang, der sich über die Zeit von 8 bis 13 Uhr erstreckt, und ein Abendlehrgang, der in der Zeit von 20 bis 23 Uhr stattfindet. Die Lehrgänge erstrecken sich über drei Wochen. Der Unterricht findet täglich statt. Das Lehrprogramm umfaßt folgende Gebiete: praktisches Dekorieren, Preisschilderschreiben (Pinsel), Plakatmalen (Spritz- und Tupftechnik), Farbenlehre und künstlerisches Kleiderstecken. Eigenes reichhalttges Dekorationsmaterial aller Branchen erlaubt die Aufstellung von 15 Schaufensterkojen, in denen täglich praktisch gearbeitet wird. Es wird auch gezeigt, wie man mit einfachen und billigen Mitteln ein geschmackvolles und zugkräftiges Schaufenster gestalten kann. Sowohl den Betriebsführern, als auch den Gefolgschaftsmitgliedern ist in diesen Lehrgängen die Möglichkeit geboten, sich die notwendigen Fertigkeiten anzueignen, um geschmackvolle und zugkräftige Schaufenster erstellen zu können. s«. ^.sammengehörigkeit in das Volk ^suhl der ’et DAF eine Volks- und Lei- ttunasaeO^"lchaft schuf, die zur Schicksals- 8 9 gemeinfchaft wurde. - Einzelne erkennt jetzt, daß er nur in der "neinschaft des Volkes leben kann.Seine jxitarbeit im Betrieb oder in der Gemeinschaft ist auf der Grundlage gegenseitiger Achtung, gegenseitigen Vertrauens aufgebaut. Der Betriebssichrer ist verantwortlich für Gefolgschaft und Betrieb, wie es auch umgekehrt der Fall ist. Wie der Betriebsführer im besten nordischen Sinne Führer sein soll, so muß der Einzelne um das Vertrauen ringen. Am 1. Mai jeden Jahres gelobt der Betriebsführer vor dem Vertrauensrat treufor« gende Kameradschaft zum Wohle des Ganzen. Der Vertrauensrat ist nicht die Fortsetzung des Betriebsrates. Er hat die -Interessen des Betriebes und der Gefolgschaft zugleich und gewissenhaft zu vertreten. Die Gefolgschaft sind die Menschen, die bewußt am Betriebe arbeiten zum Wohle des Volkes und als Dienst am Volke; die wissen, daß, wenn sie nicht arbeiten und nichts leisten, der Betrieb feine Aufgaben in der Gemeinschaft nicht erfüllen kann. Aus solcher Einheit des Betriebes erwächst dann die Leistungsgemeinschaft, wie wir sie nötig haben, um wieder mitbestimmend auf dem Weltmarkt einwirken zu können. Von dem Grundsatz des Leistungsprinzips ausgehend, sorgt die DAF. schon durch die Berussauswahl für eine vernünftige Verwertung der Kräfte. In der Metallverarbeitung schafft sie Grundlehr- Werkstätten, wie eine solche auch in Gießen errichtet werden soll, um dem Lehrling die ersten handwerklichen Fertigkeiten beizubringen. Erst dann kommt er in die Spezialberufe. Der Reichsberufswettkampf ist ein gutes Mittel, um festzustellen, ob der junge Mensch am richtigen Platz ist. Der Ausbildung des Facharbeiters, der uns den Weltmarkt erobert hat, wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Die soziale Versicherung soll umgeformt 'werden in eine große soziale Verpflichtung, in die jeder einzelne seinen Beitrag zahlen muß, um aus den Leistungen der Gemeinschaft wirkungsvoll jedem einzelnen helfen zu können, wie im Winterhilfswerk aus kleinen Beiträgen umfassende Hilfemaßnahmen ermöglicht werden. Durch die NLG. „Kraft durch Freude" sieht auch der kleinste Mann seine Heimat und sein Vaterland, für die er arbeitet. Durch die Initiative des Führers werden eigene Seebäder erbaut, die dem Bedürftigen zur Verfügung stehen werden, der treu und ehrlich an der Gemeinschaft arbeitet. Und so entsteht ein großartiges Werk des Führers, durch das der schaffende Mensch hineingestellt ist in das Volk, dem er zugehört. Mit dem Vorangehen der Arbeitsbeschaffung und des Aufbauwerkes wird bann auch die Frage der Lebenshaltung in steigendem Maße gelöst werden. An dem ehrlichen Wollen und dem Elan, mit denen die Aufgaben ausgeführt werden, werden die Besten erkannt fein, die mithelfen am großen Werk des Führers. Den mit starkem Beifall aufgenommenen Ausführungen des Kreiswalters folgte die Verpflichtung einiger Parteigenossen durch Ortsgruppenleiter Pg. Schwarz. Die Versammlung schloß dann in üblicher Weise. Die Volks- und Leistungsgemeinschae Oer DAI Vortrag in der Mitgliederversammlung der 716^^ Gießen-Süd. zum Ergötzen der Jugend wie versteinert zwei große Eulen niedergelassen, ohne unserer Anwesenheit irgendwie Beachtuna zu schenken. Schneebedeckt grüßten in majestätischer Größe Hoherodskops und Herchenhainer Höhe und im Süden die fonnüber- flutete Ebene der Wetterau mit ihrem Schwelwerk Wölfersheim. Erneut treten wir in schönen Buchenwald ein. Kein Laut stört die Stille der Waldeinsamkeit. Ein Amsellied erfreut unser Ohr, und verheißungsvoll stimmten, wenn auch noch zaghaft, andere gefieberte Waldfreunde ein. Am Walbesranb, wo bie Sonne unb ber milbe Frühlingsföhn fein Vernichtungswerk noch nicht beginnen konnte, behüten sich langgestreckte Schneebänke aus, was für bie Jugend eine geeignete Gelegenheit zur Schneeballschlacht gab. Wie ein verlorenes Stückchen Erbe hob sich, walbumsäumt, vor unseren Augen bas Dorf Röthges. Nach Ueberfchreiten ber Bahnlinie Mücke— Laubach konnten wir am Walbausgang bie landschaftlich reizvolle Lage des urkundlich bereits im 8. Jahrhundert erwähnten Städtchens Laubach bewundern. Im Kranz fchatttger Laubwälder gelegen, finden hier im Sommer viele Volksgenossen die nötige Stärkung. Nach entsprechender Mittagsrast unb musikalischen Vorträgen unb nachbem bem gräflichen Schloß und Park mit gutgepflegten Wegen ein kurzer Besuch abgestattet war, erreichten wir nach zweistünbiger Wanberung mit herrlichen Ausblicken über Lauter bas Endziel der Wanderung Grünberg, dem es in diesem Jahre vergönnt fein wird, fein 750jähriges Burgbestehen zu feiern. Enge winkelige Gäßchen und Häuser mittelalterlicher Bauart erfreuten unser Auge und legten Zeugnis ab von den Notwendigkeiten früherer Jahrhunderte. Bei fröhlicher Stimmung und guter Verpflegung wurde dort Schlußraft gehalten. Als wir ben Heimweg angetreten, hatte ber Himmel fein Antlitz oeränbert, und feiner Regen riefelte hernieder. Landwehrvereinigung 116. Man berichtet uns: Am vorigen Samstagabend fand bie Hauptversammlung ber Vereinigung bei bem Lanbwehrkameraben Schraber („Seewiefe") statt. Der Landwehrführer W. B o p f eröffnete die Versammlung, begrüßte bie zahlreich Erschienenen und gedachte des im Laufe des Jahres verstorbenen Kameraden Horst unb bes 70. Geburtstages unseres Seniors Albert Scheel. Chr. S t u b t, der langjährige Schriftführer, erstattete Bericht über den Verlauf des Jahres. Die vom Rechner Fr. Schneider vorgetragene Rechnungsablage ergab ein befriedigendes Bild über Einnahmen und Ausgaben, so daß ihm nach Prüfung der Rechnung Entlastung erteilt werden konnte. Zum Führer ber Vereinigung würbe auf einftim» migen Wunsch wieder Wilhelm B o p f bestimmt, der ben bisherigen Führerrat bestätigte. Es erfolgte bann eine eingehenbe Besprechung der für Ende Juni geplanten Fahrt in bie Front-» abschnitte bes LJR. 116 im Weltkriege. Es wird eine Liste ber Teilnehmer aufgestellt; jeber, ber sich einschreibt, muß an ber Fahrt teilnehmen, bamit ein klares Bild über die Teilnehmerzahl vorliegt und ein entsprechend großer Wagen zur Fahrt bestellt wird. Die Kosten einschließlich Verpflegung und Uebernachtung, betragen ungefähr 40 Mark. Wenn noch Plätze frei bleiben, können auch auswärts wohnende Landwehrkameraden mitfahren. Anmeldung ist aber bis 30. April erforderlich. Zum Schluß wurde noch beschlossen, vorläufig keinem Verband beizutteten. Mit Sieg-Heil auf Volk und Führer schloß Kam. B o p f die Beratungen, gab aber dann einen fesselnden Bericht über seine kürzliche Teilnahme an einem Schulungslehrgang der NSV., der allen ein klares Bild über Organisation, Wesen und Ziele der nationalsozialistischen Volkswohlfahrt vermittelte. werden gebeten, die Pfundpakete bereitzuhalten. Gez.: S ch e 11 h o r n. Deutsche Arbeitsfront. Achtung Hausgehilfen! Am Mittwoch, 4. März, 20.30 Uhr finM im Haus der Deutschen Arbeitsfront, Schanzeckstr. 18 (großer Saal) cjn rassenpolitischer 23 o rfr a g statt. E5 spricht: Gauamtsleiter des Rafsenpall^fchen Amtes Pg. Dr. Kranz Gießen- Wir bitten alle Hausgehilfinnen, sswie Hausfrauen zu diesem wichtigen Vortrag ZU erscheinen. Nationalsozialistische Knegsopferversorgung e. V. Ortssruppe Gießen. — 1 'M 9JL-4port Serber«Daier die Weltmeister. Das Sportprogramm der Radfahrer für 1936 Ski-RrelfferschastenderASDAP.mSchreiberhau Nachdruck verboten! 2. Fortsetzung. jetzt lebhaftes Anwalts zeigten fügung. (Fortsetzung folgt!) wurde. Und dann in mein Leben — dann trat — er brachte wo ich erzogen wieder Giovanni mir sein Kind." Die Züge des Interesse. tige Sportprogramm bekannt: 15.3.: Bezirksmeisterschaften Anspach i. T. 22.3.: Querfeldeinrennen in „Sein Kind, die kleine Mariella?" Annina nickte. Mit unterdrückter Erregung warf jetzt Doktor Heßling ein: „Gnädige Frau, Ihre Erzählung bewegt und fesselt mich aufs tiefste. Würden Sie mich wenige Minuten entschuldigen? Ich habe einen kurzen Schriftsatz zu diktieren, der heute noch hinaus muß. Dann stehe ich, solange Sie wollen, zu Ihrer Ver« im Saalfahren in aber mochte Mariella in das Haus dieser Pflegemutter gekommen sein? Nun, er würde das sicherlich auch noch aus Anninas Erzählung erfahren. Schon sprach sie weiter: „Giovanni war mündig, als er diese Marianne kennenlernte. Wohl verboten die Hausgesetze der Bonaglia eine Ehe mit dieser unebenbürtigen Baronesse, aber Giovanni setzte sich einfach darüber hinweg. Er verzichtete sogar auf die Erbfolge. Besaß er doch Geld und Gut genug. Und das höchste Gut erschien ihm diese fade blonde Person. Er verschwand bald aus Italien. Sein unbezähmbarer Forschungstrieb führte ihn sofort nach der Hochzeit wieder in die Fremde. Seine Frau begleitete ihn überallhin. Ein Jahr später wurde Mariella mitten in Afrika geboren. Ich bin lange, lange Zeit nicht über diese unglückliche Liebe zu meinem Iu- gendgespielen hinweggekommen. Ich wies die reichsten Bewerber ab. Schließlich aber sah ich ein: ich konnte Giovanni nicht ewig nachtrauern. Ich heiratete Kurt von Gellern, den ich beim Rennen in Baden-Baden kennenlernte. Wir lebten in einer harmonischen Ehe. Mein Mann war einer unserer berühmtesten Rennreiter. Unsere Verhältnisse waren behaglich und reich. Aber mein Mann stürzte bei einem Rennen so unglücklich, daß er kurz darauf starb. Ich blieb allein zurück. Die Inflation nahm mir fast alles. Außer meiner Villa blieb mir nichts. Mein Gott, was habe ich damals alles versucht, um leben zu können! Zimmervermieten, italienischen Sprachunterricht geben, feinste Handarbeiten, wie man sie nur in den Klöstern meiner Heimat lernt. Oie Tippgräfin. Vornan von Klothilde v Stegmann Urheberrechtsschutz: Aufwärts-Verlag, Berlin, SW 68. Die Ski - Meisterschaften der Gliederungen der NSDAP, in Schreiberhau hatten zahlreiche Zuschauer angelockt, besonders natürlich der Sprunglauf auf der Himmelsgrundschanze, die sich trotz eines leichten Schneeregens in gutem Zustande befand. Unter den Ehrengästen sah man zahlreiche Vertreter von Partei, Staat und Wehrmacht. In der allgemeinen Klasse siegte Oskar Weisheit von der SA.-Gruppe Thüringen mit Note 214,7 und Sprüngen von 49,5 und 53 Meter vor Schneidenbach von der SA.-Gruppe Sachsen mit Note 213,0' (47, 54,5 Meter). Von der HI. sind besonders die Schlesier Kohl und Adolf zu erwähnen, die in ausgezeichneter Haltung über die Schanze gingen. Den Mannschafts-Langlauf über 18 Kilometer gewann die SA.-Gruppe Hochland in 1:36:06 Minuten und erhielt dafür den Wanderpreis des Führers und Reichskanzlers. Jede Mannschaft bestand aus fünf Mann, von denen drei Mann und der Führer gewertet wurden. Unterwegs mußte eine Schießprüfung erledigt werden. Obwohl die Gruppe Hochland für das Auslassen eines Ballons eine Strafminute zudiktiert bekam, siegte sie noch mit über drei Minuten Vorsprung vor dem NSKK. I und SS.-Oberabschnitt Südwest. Feierlicher Abschluß. Nachdem der Reichssportführer sich veranlaßt gesehen hatte, den ursprünglich auf Montag verlegten Abfahrtstorlauf ganz zu streichen, konnten die I. Wintersportkämpfe der Gliederungen der NSDAP. 1936 in Oberschreiberhau am Sonntagabend mit der Preisverteilung und dem Kameradschaftsabend ab geschlossen werden. Bezirksführer Bittendorf gab dann das reichhal- ~ für das Jahr 1936 Gießen. 29.3.: Gaumeisterschaften im Saalfahren in Gießen. 5.4.: 50-Kilometer-Bezirksrennen in Niedergirmes. 30-Kilometer-Jugendrennen in Niedergirmes. Hoher HandbaWeg der Spielvereimgungl9üv 1900 Gauliga-Tspo. 86/09 Kassel Gauliga 17:5 (4:1). Immer gut, wenn ich Sie sehe, Frau Annina!" gab Heßling liebenswürdig zurück und beugte sich seicht über Anninas Hand. Ein triumphierendes Leuchten blitzte in Anninas Augen auf. Endlich wieder einmal eine wirkliche Schmeichelei aus dem Munde Heßlings! Sicher liebte er sie immer noch und hatte nur nicht erneut den Mut gesunden, sich auszusprechen. Sie hatte ihn ja srüher ziemlich unnerblumt °bgew,esen. Aber nun wollte sie ihm doch bald einen Wink geben Ws berühmter Mann mit einem bedeutenden Einkommen konnte er um sie werben Sie wurde es dann sogar übersehen, daß er „aus kleinen Verhältnissen stammte. Freilich, sie hätte einen Mann mit einem Grasen- oder Fürstentitel bei weitern oorgezogen. Wäre Erhard von Hagen vermögend gewesenic hätte nicht geruht, bis sie ihn bekommen hatte. So aber war gar nicht daran zu denken Sie hatte im Innern längst beschlossen, Frau Doktor Heßling zu werden. Sie streifte Heßling mit einem zärtlich- koketten Blick. Das Vann ja^q^merben! Was wird sie heute wohl norschützen, um den Besuch be. mir möglichst lange auszudehnen? . . Gott sei Dank! Er hatte seine Mitarbeiterin un Nebenzimmer an den Mithorapparat postiert. o° konnte sie jedes Wort mit stenographieren das in einem Zimmer gesprochen wurde, eine Borstchts- Ä* ™ seinen SOS-Fällen, nue er sagte Annina hatte sich inzwischen recht vorteilhaft in den großen grünen Sessel placiert. Sie hatte ihn so ge°ückt, daß das Sonnenlicht nur verhalten auf ihr Antlitz fiel, gerade genug, um die bchonheit des blonden Haares zu unterstreichen und doch die ersten leisen Fältchen um Augen U"d Mmid Nicht hervoi^ zuheben Sie begann allerlei gesellschattstchen Klatsch tu mähten und Heßling mit der Schilderung ihre- Triumphe bei den letzten Gesellschaften eiserfuch- fta zu machen. Wenigstens glaubte ,e diesen Zweck bei ihn7 zu erreichen In Wahrheit langweilte ste ibn außerordentlich. Dennoch horte er gespannt zu mar irgend etwas in ihrem Ton, was ihn zur Vorsicht mahnte. Sicherlich hatte s.e etwas aus dem Herzen — und nichts Gutes. Plötzlich kam ihm der Gedanke, daß es sich um Mariella handeln könnte. Beinahe hatte er gezielte schon bald den fünften Treffer. Die Gäste verlegten sich auf Durchbrüche und hatten mehr Erfolg damit, als eigentlich notwendig gewesen wäre. Sie erzielten auf diese Art vier Gegentore, denen die 1900er einen Treffer durch Schüler und zwei Strafwurftore Krügers entgegensetzen konnten. Dann war es allerdings mit der Kunst der Tuspoleute aus. Sie versuchten, mangelndes Können durch unsaubere Spielweise zu ersetzen, schadeten sich aber selbst damit, denn mit der Verwertung der verhängten Strafwürfe ließen die 1900er (Krüger und Schüler) nicht lange auf sich warten. Zwischendurch sah man in der Gießener Stürmerreihe auch wunderschöne Kombinationszüge, für deren erfolgreichen Abschluß meist Hammann und Höing verantwortlich zeichneten. Beim Schlußpfiff des korrekt amtierenden Schiedsrichters Althoff (VfB.-K. Marburg) hatten die Spielvereinigungsleute ihren Gegner mit 17:5 Toren niedergekantert. Zur Mannschaftskritik ist kurz zu sagen, daß die Gäste wohl einige guten Ansätze zeigten, im übrigen aber nicht mehr an die Spielstärke des Vorjahres heranreichen. Bei 1900 ist bemerkenswert, daß sich neben den bewährten Könnern die Ersatz- bzw. neueingestellten Spieler, insbesondere der Läufer Wagner und der Halbrechte Höing, als recht brauchbar erwiesen und einen nicht unwesentlichen Anteil an dem Siege hatten. Im Freundschaftstreffen standen sich zwei gleichwertige Mannschaften gegenüber. Sofort nach Anstoß gingen beiden Mannschaften mächtig aus sich heraus, ohne daß es zu zählbaren Erfolgen gereicht hätte. In der 25. Minute war es der Halbrechte von Lich, der auf eine schöne Vorlage des Linksaußen das erste Tor schoß. Kurze Zeit darauf wehrte der Gästetormann einen Weitschuß etwas zu kurz ab, so daß der Ball vom Mittelstürmer leicht eingeschoben werden konnte. Lich glaubte nun schon genug erreicht zu haben. Das hatte zur Folge, daß Klein-Linden ein Tor aufholen konnte. In der zweiten Spielhälfte versiebte der Licher Jnnen- sturm eine Menge Torgelegenheiten. Dagegen war es den Gästen vergönnt, ein weiteres Tor zu erzielen und den Ausgleich herzustellen. Ein schönes Spiel lieferten sich die beiden Iu- Aber nun war er schon lange erwacht. Er hatte dies berechnende Spiel Anninas langst durchschaut. Er war nicht mehr der unerfahrene, glaubensselige Tor, als der er hierher gekommen. Annina wa? schön, hinreißend schön. Aber was war die größte Schönheit, wenn ihr nicht auch die Schon- beit der Seele entsprach? Er war glücklich, daß er noch zur rechten Zeit sehend geworden war. Und das dankte er mit Anninas Pflegetochter, der kleinen Principeffä Mariella bi Bonaglia. Al- er in die Stadt gekommen, war Mariella Ohnehin ging es Man««“ »« *feiner Siebe nicht allzu rosig. Erfuhr A 'in Mädchen zu Mariella jo wurde ste es das bitter entgelten lassen, yc mr:nf;Deffa es noch Grund sein, daß die^kleine f/mcipessa^es schwerer im Gellernschen H s h Ännina als sich Heßling bewußt nach e5 würde Oer immer ergebene Freund- C YvU rie[[a ihm auf biefe Seife ^Ärater Sita, war, 3u schützen. Da er der Recht erat^ ^iirbe ihm S;^'W.’,5S S „Guten Tag, Doktor Aßling! stebens- Ihnen?" fragte bie schone Frau mit einem würdigen Lächeln. 13.4.: Bahnrennen in Gießen. 19.4.: Bezirkswanderfahrt nach Kloster Arnsburg. Kreiswanderfahrt (Lahn—Westerwald) nach Schmalbach. 26.4.: Bezirksmeisterschaften im 6er Rasenradball in Aßlar. 3.5.: Gaumeisterschaften im 6er Rasenradball in Niedergirmes. 10.5.: Rund um Frankfurt. 17.5.: „Erster Schritt" und „Unbekannter Sportsmann" in Gießen. 21.5.: Kreisfahrt (Vogelsberg) nach dem Herzberg. 24.5.: Bezirksfahrt ins Blaue. 7.6.: 100-Kilometer-Bezirksrennen in Wiefeck. Bezirksjugendfest in Wieseck. 14.6.: Bezirksfahrt nach Schotten. Kreisfahrt (Lahn—Westerwald) nach Bad Ems. 21.6.: Reichstreffen mit deutschen Meisterschaften im Saalfahren in Bonn. 4.7.: Sommernachtsfest mit Saalsportwettbewerben in Gießen. 5.7.: Bezirksmeisterschaft über 100 Kilometer in Gießen. 30-Kilometer-Jugendrennen in Gießen._____ schaftsspiel nach Watzenborn-Steinberg gekommen, um ihre Kräfte mit der dortigen ersten Jugend zu messen. Leider waren die Platzverhältnisse trostlos. Trotzdem konnte man ein abwechselungsreiches schönes Spiel sehen. Bis zur Halbzeit führten die Einheimischen verdient mit 1:0. Nach der Halbzeit hieß es bald 2:0 und schließlich gelang es dem Mittelstürmer der Gießener, durch seinen schnellen Lauf auf 2:1 zu erhöhen. Bis zum Schluß erhöhten die Platzbesitzer noch auf 3:1. Der Sieg war verdient. Schiri Happel leitete korrekt. Die zweite Schülermannschaft verlor gegen die gleiche von 1900 Gießen äußerst hoch mit 0:7! Zurückzuführen war dies auf die körperliche lieber« legenheit der Gäste. Die Kleinsten der Teutonen nahmen diese Niederlage unverdrossen hin. Lugend-Iußball der Spielvgg. 1900. Auch die 2. Jugend mußte eine (0:3)-Niederlage hinnehmen. Es war jedoch von vorneherein klar, daß ein Sieg gegen die Wiesecker nicht zu holen war. Jedoch taten die Blauweißen ihr Bestes und lieferten dem Gegner eine gute Partie. Einen schweren Gang hatte die erste Schülermannschaft vor. Sie trat im Pflichtspiel in Garbenteich an. Die Gäste spielten dauernd überlegen, ohne jedoch zum Siege zu kommen. Ergebnis 0:0. S. s. K. Lich. Lich I — Klein-Linden I 2:2. Lich 1. Jugend — Klein-Linden 1. Jugend 3:2. Tausend Männer bildeten Fackelspalier, als die 500 Teilnehmer in der achten Abendstunde quer durch Schreiberhau zum Lindenhof marschierten. Die Straßen waren dicht umsäumt von der Bevölkerung. Am Lindenhof fand im Lichte der Scheinwerfer und Fackeln die Siegesfeier und Preisverteilung statt. Reichssportführer von Tscharn« mer und Osten leitete die Siegerehrung durch eine Ansprache ein, in der er auf den Wert der Leibesübungen in den Gliederungen der NSDAP, hinwies. Die Führer der Formationen beglückwünschten ihre siegreichen Männer, und einen Sonderbeifall erhielten die Hitlerjungen Kohl und Pfeffer. Reichsjugendführer von Schirach hob diese beiden Leistungen, die auch nach der DSV.- Wertung zu den Spitzenleistungen gezählt hätten, mit Recht hervor. Unter dem sternenübersäten Himmel sprach Stabschef Lutze die Abschiedsworte. Das Deutschland- und Horst-Wessel-Lied beschlossen die Feier. * Für Sonja Henie, die infolge Erkrankung alle Startverpflichtungen für den Rest des Winters löste, wurden für die Berliner Eissporttage vom Samstag bis Montag die Engländerinnen Cecilia C o l l e d g e, die Zweite aus dem Olympischen Kunstlaufwettbewerb, und Megan Taylor, die Zweite aus der Weltmeisterschaft, verpflichtet. Die Schweizer Ski-Meisterschaften in Davos wurden am Freitag mit den Abfahrtsläufen der Männer und Frauen eingeleitet. Bei den Männern siegte HaNs Schlunegger in 4:45,5 vor dem FJS-Sieger Rornrninqer, der 4:46,3 benötigte. Bei den Frauen war Nini Arx-Zogg mit 5:19,4 nicht zu schlagen.________________________________ Mit einem für Gauligaverhältnisse reichlich hohen Torunterschied konnten die Spielvereinigungsleute gestern den Tuspo. 86/09 Kassel abfertigen. Als die Einheimischen den Platz betraten, sah es allerdings nach einem derartig eindeutigen Sieg nicht aus. Da vier etatsmäßige Leute ersetzt werden mußten, vertraten die blauweißen Farben folgende Spieler: Enders; Funke, Birkenstock; Koch I, Cremers, Wagner; Gurt, Höing, Hammann, Krüger, Schüler. Kassel trat ebenfalls ersatzgeschwächt, und zwar mit einer stark verjüngten Mannschaft an. In den ersten Spielminuten fanden sich beide Parteien nicht recht. Die 1900er hatten Gelegenheit, in Führung zu gehen, ein Wurf Krügers ging jedoch an die Latte. Kurz darauf erzielte Tuspo. durch Verwandlung eines Freiwurfes das erste Tor. Die Platzbesitzer kamen nun besser ins Spiel und konnten durch Krüger den Ausgleich erzielen. Nachdem auf beiden Seiten verschiedentlich Latte und Pfosten gerettet hatten, brachte Hammann seine Mannschaft mit 2:1 in Front. Die Tuspoleute versuchten nun wiederholt, eine Wendung herbeizuführen, 1900s Hintermannschaft war jedoch auf dem Posten. In der 20. Minute erhöhte Schüler auf 3:1, und fünf Minuten später ließ Hammann durch abgegebenen Strafwurf ein viertes Tor folgen. Bis Halbzeit ereignete sich dann nichts Besonderes mehr. Nach dem Wechsel beherrschten die Blauweißen die Lage vollkommen. Höing auf Halbrechts er- Am Sonntag fand in Gießen im Hotel Schütz der Frühjahrs-Bezirks- und Fahrwartetag des Bezirks Gießen im Deutschen Radfahrer-Verband statt. Vormittags hatten sich bereits die Mitglieder des Bezirksführerringes eingefunden, um das Sportprogramm festzulegen und sonstige wichtige Fragen zu klären. Am Nachmittag begann die Tagung, zu der- die einzelnen Bezirksvereine ihre Vertreter entsandt hatten. Bezirksführer B i 11 e n ö o r f (Freiendiez) begrüßte zunächst die Teilnehmer. Hinsichtlich der Mitgliedschaft im RfL. verwies Bezirksführer Bittendorf auf fein Rundschreiben, wonach sämtliche Vereine die Einheitssatzung des RfL. annehmen müssen und richtete an die Vereinsführer die dringende Bitte, das Versäumte nachzuholen. Sodann sprach der Bezirksbeauftragte des Reichssportführers, Reinhardt, über diesen Punkt. Die Opferwoche der Radfahrer für das WHW. findet in der Zeit vom 2 9. März bis 4. April statt. 12.7.: 4er Mannschaftsfahren. Bezirksfahrt nach Hochweisel. 19.7.: Gaumeisterschaften über 100 km in Gießen. 30-Kilometer-Jugendrennen in Gießen. Kreisfahrt (Vogelsberg) nach Ziegenhain. 2.8.: Rund um Cransberg. 16.8.: Austragung des Waldeslustpokal im 2er Radball. 23.8.: Bezirksfahrt nach Laubach. Kreisfahrt (Westerwald—Lahn) nach Dornbusch. 30.8.: Großer Straßenpreis von Gießen. Bahnrennen in Gießen. 13.9.: Bezirksfahrt nach Braunfels. Kreisfahrt (Vogelsberg) nach Schloß Eisenbach. 20.9.: Bergmeisterschaft in Wetzlar. Straßenfachwart Deibel (Gießen) und Wander- fachwart Bucher (Friedberg) erläuterten nochmals das Sportprogramm und forderten die Vereinsführer und Fahrwarte auf, durch gute Beteiligung an den Veranstaltungen auch die Mühe und Arbeit des Bezirksführerringes zu lohnen. Bezirksführer Bittendorf verwies noch auf die bevorstehenden Bezirks- und Gaumeisterschaften im Saalfahren, die am 15. 3. in Anspach und am 29. 3. in Gießen stattfinden. Bei den Gaumeisterschaften in Gießen wird der Deutsche Meister im 6er Kunstreigen „Flottweg" Kassel am Start sein. Nachdem Bezirksgeschäftsführer Hauck (Gießen) verschiedene Auszeichnungen verteilt hatte, schloß Bezirksführer B i 11 e n d o r f die in kameradschaftlichem Geist gehaltene Tagung in der üblichen Weise. polnischer Sludenlen-Sieg. In Zakopane trugen die deutschen und polnischen Studenten einen Mannschafts-Ski-Länder- kampf aus. Die Polen zeigten sich dabei überlegen, sie gewannen drei von vier Wettbewerben und damit den Kampf. Lediglich im Torlauf gab es durch Geri L a n t f ch n e r einen ersten Platz für Deutschland. Im Abfahrtslauf siegte B. C z e ch, der auch der beste Springer war und hier mit Note 154 und Sprüngen von 45,5 und 46 Meter siegte. Auch in der Alpinen Kombination war der polnische Olympia-Kämpfer B. C z e ch nicht zu schlagen. Einen Zwischenfall gab es um den Deutschen Start, der beim Abfahrtslauf ordnungsgemäß gestartet, aber nicht am Ziel eingekommen war. Die sofort ausgesandten Rettungsmannschaften— man vermutete einen Unfall — fanden den Deutschen aber nicht. Stark hatte sich, wie nach Stunden ermittel wurde, verlaufen und war auf tschechisches Gebiet abgekommen. Die Kämpfe um die Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft in Paris endeten mit einem herrlichen Triumph für Maxie Herberund Ernst B a i e r, die einstimmig zu Weltmeistern erklärt wurden. — (Schirner-M.) Winterkampfspiele der Schulen. Alte Peslalozzischule Gießen Ztaffelsieger der Unterstufe im Fußball. Nach Siegen über Alten-Buseck, Wieseck, Lollar und Oberrealschule Gießen konnte die alte Pesta- lozzischule mit dem schönen Torverhältnis von 16:1 die Meisterschaft ihrer Staffel in der Unterstufe erringen. Am heutigen Dienstag um 14.45 Uhr treten die Gießener gegen Leihgestern auf dem Platz der Spieloereinigung 1900 an. Das Spiel dient zur Ermittlung des Gruppensiegers der Gruppe Gießen. r ZC.Teutonia" Watzenborn-Steinberg 1. Jugend — 1900 komb. 3:1 (1:0). fragt: Handelt es sich um Ihre Pflegetochter, die Principessa, gnädige Frau? — Aber Gott sei Dank sprach er es nicht aus. Annina brauchte nicht zu wissen, wie der Gedanke an Mariella ihn dauernd beschäftigte. „Also meine verehrte gnädige Frau, was für eine Sorge führt Sie zu mir?4 Er zwang sich zu einem Lächeln. Mochte Annina nur ruhig glauben, daß er sich nach wie vor für sie begeisterte. Man mußte klug sein. Solch intrigante und eitle Frau stieß man am besten nicht vor den Kops. Sie fühlen richtig, lieber Doktor Heßling. Es führt mich eine schwierige Angelegenheit zu Ihnen. Haben Sie Zeit?" „Für Sie immer!" Heßling sagte es mit einem tiefen Blick in Anninas Augen. Innerlich aber dachte er: Ich wollte, sie wäre schon fort! Annina zögerte einen Augenblick: „Ich muß weit zurückgehen in die Vergangenheit, Doktor Heßling, damit Sie das alles begreifen. Und zwar muß ich Ihnen von dem Vater meiner Pflegetochter Mariella erzählen. Ihr Vater, Prinz Giovanni di Bonaglia, und ich waren Nachbarskinder. Wir lebten in unserem Palazzo in Verona und waren von unseren Eltern von jung an für die Ehe miteinander bestimmt. Ich liebte Giovanni zärllich und dachte nicht anders, als daß er sich dem Wunsche unserer Eltern nach einer Ehe zwischen uns fügen würde. Sie. wissen, daß in Italien Wünsche der Eltern für ihre Kinder auch heute noch ausschlaggebend sind. Leider ging Giovanni als junger Mann für ein paar Semester nach Deutschland, und zwar nach Heidelberg. Dort lernte er Marianne von Ahlfried kennen. Er verliebte sich Hals über Kopf in das blonde Haar und die blauen Augen dieses Mädchens. Marianne von Ahlfried nahm mir den Mann, an dem deine ganze, heiße Jugendliebe hing." Anninas Augen loderten. In ihnen stand noch heute, nach fo vielen Jahren, unversöhnlicher Haß. Schaudernd mußte Heßling denken, daß er nun den tiefsten Grund für Anninas Feindschaft gegen Mariella gefunden haben könnte. Sie haßte offenbar in der Tochter noch immer die Mutter. Wie Während die beiden aktiven Mannschaften spiel- _ frei waren, traten die erste Jugend und die zweite gendmannschaften. In diesem Treffen zeigten die Schülermannschaft auf den Plan. Eine komb. Ju- körperlich schwachen Licher ein schönes Spiel und gendmannschaft von 1900 war zu einem Gesell-1 gewannen verdient mit 3:2 Toren. - y f < < '<•> ->?•' 4 tMW t ' \« :■ 'S,. P, h ^qatjre h bes ''n nie I.' ? her ou| a.U\i «8 i'ite* ßoni Regierui wurde ihm heik wir kein bereitzus als oud internatii Vorgehen daher eir Standes flotte doi macht, ft« gegemvär werden n Obwoh Italien fchaffener kehrungei sie durch ihrer Ri Luft i n lich, die Meer d biete BrJ lkrfche' Sonnte Vetlag Giehen Heimat Aon 5JHt4 OhneO gustellg Auch 1 von e*’ infoigk Zern anterSc Anschrif richten^ po Zkanttu Jn 9Qt Sc !öe-g°°rha es weiter' D'eitalien -rüstet ur >li)en gegeben Das 5ße Ä weite y./ornn ??|iungen^ "ritenn" d-n. ba6 । finb Wichti sonderen send e n unsere S Wiede Jahres sich gefi wird ni ten best nen Mc und eir Division deutsche Deutsch!! dritann^ voraus« scheu L len no beutet fäen L flierung tomni als es i ftimmtes tenftreitf neue bei grenzung der nicht . Es wi >m oerqt R 'M ; wuausrü der Nordo weitert w tements g J1 cn ent! 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Brührsche Druckerei, SchulstraBe 7, Anruf 2251 190309 310255 23071 166787 68608 135859 189738 272997 328509 171387 242884 303226 375796 133094 178768 223008 271385 353482 30744 35596 53348 64876 74469 84642 150599 187950 225753 273765 385819 157934 198751 225973 280670 393243 103108 177230 216326 265356 340537 24006 40572 57395 75245 84880 143385 191196 301814 165139 205944 226152 325174 398695 21071 32585 43320 60882 70536 78234 94318 166258 212859 244172 329499 135946 210138 270638 341593 384764 110726 180814 223215 307136 390295 318408 200328 103668 125134 137651 149173 152823 163072 180496 194942 205774 217363 240495 248602 268660 284201 294083 297384 312887 323767 333354 339915 350897 359278 365655 387943 398785 105335 125670 138370 149221 154603 163076 182433 196017 207675 220601 241375 248617 269077 284310 294861 298924 316019 324136 334130 340900 353275 359295 368356 393357 109219 128173 140605 149798 154800 164962 182498 196593 209075 221996 243231 253802 278811 290604 296231 299507 316492 326409 334429 347390 353610 360093 374153 393918 22661 32733 44426 61326 72478 78381 94535 166903 190897 275968 332442 168640 196731 290606 339652 107273 177736 221850 305019 363123 127571 181816 272520 311143 392612 6132 36202 45116 64801 81567 99370 124281 161226 225666 289859 374576 30796 37487 54946 65395 74687 89842 31184 37748 59236 69750 78158 92180 130577 173426 269909 338810 383673 140285 218285 272809 357174 394771 35415 42262 63903 79270 98388 108137 116066 135848 141935 156204 172116 187958 198676 216047 229935 241132 264513 274279 296103 318814 337529 350682 360040 366642 385946 156224 221127 288377 369959 15485 25669 33214 45474 63007 73489 79027 94876 118479 132541 147673 152232 158582 176501 184655 199931 210114 231728 245811 264823 279706 291009 297161 302471 317801 327173 338473 347831 357778 361462 381105 395929 110654 129142 144521 150274 157179 174148 183681 196847 210102 228945 244923 262911 279650 290785 296367 300424 317672 327065 337333 347691 354583 361114 376004 395544 25980 33761 53241 64197 ( 74003 83730 98144 121608 136700 148089 152778 162297 177425 187449 202892 215266 236398 246625 265666 283976 291598 297311 308524 319306 327935 339267 349795 358923 361878 382273 396935 38706 54269 72937 84392 101647 109724 122573 139533 145555 166314 174754 192455 204291 222886 232364 259155 267201 280999 300301 323914 338899 357483 361372 370578 394175 27930 40703 61052 76721 86534 33048 41575 63817 77965 93952 13728 36289 53490 68454 84075 101586 109040 118295 136918 142170 165099 173590 191600 203893 220371 230175 255468 265562 278724 298995 323205 338530 356969 360279 370114 386466 82938 117306 146958 153873 219752 254758 312330 332423 24113 24515 27865 42235 120539 128824 143324 156326 157261 189395 257250 272003 279670 354063 355676 392493 10942 21471 35030 40196 398 Gewinne zu 300 M. 16486 16558 16936 21035 56 Gewinne zu 1000 M. 64978 ---- ------ 4 Gewinne zu 5000 M. 10 Gewinne zu 3000 M. 384449 394181 80 Gewinne zu 1000 M. 993 1 0240 1 3692 16312 18054 24166 26564 27926 38763 65453 ----- 73658 102393 ------ ------ ------ 78 Gewinne zu 500 M. 2460 10691 10699 18756 29044 54737 62825 80891 103063 108575 ------ 126263 ------ ------ ------ ------ 322 Gewinne zu 300 M. 18489 ----- ----- ' 5. Klasse 46. Preußisch-Süddeutsche (272. Preuß.) Klaffen-Lotterie 78 Gewinne zu 500 M. . _ . .. _____ 52573 66867 69324 76300 87717 88692 Nur die beste Drucksache neben der Zeitungsanzeige kann Ihre Werbung wirksam unterstützen. Geringwertige Drucksachen eohaden mehr als Wir beraten Sie Wir entwerfen Wir drucken gut 1000000, 2 zu je 50000, 2 zu je 30000, "6 zu ie 20000, 42 zu je 10000, 76 zu je 5000, 130 zu je 3000, 324 zu je 2000, 902 zu je 1000, 1636 zu je 600, 6014 zu je 300 Mk. 4 Gewinne zu 5000 M. 22953 102286 4 Gewinne zu 3000 M. 259600 330721 18 Gewinne zu 2000 M. 62689 64090 212932 280918 289337 298353 314251 346319 353614 20 Gewinne zu 2000 M. 153996 163324 213950 221103 227381 253636 264891 384874 Ön der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen sendung der Abonnementskarten. Gießen, den 2. März 1936. Samstag, dem 7. März, von 10 bis die Mittwoch-Abonnenten. Die VI. Rate beträgt: Familienlogen mit 4 Plätzen Sperrsitz Reihe 1 bis 7, 1. Rang Reihe 1 und 2 und Logenoorderplätze Sperrsitz Reihe 8 bis 11, 1. Rang Reihe 3 bis 6 und Logenrückplätze Donnerstag, dem 5. März, von 10 bis 13 Ahr, für die Freitag-Abonnenten, Freitag, dem 6. März, von 10 bis 13 Uhr und von 17 bis 18 Uhr, für die Dienstag-Abonnenten, Für die Befestigung der Bürgersteige in der Liebigstraße zwischen Ebelstraße und Aulweg sollen die Maurerarbeiten öffentlich vergeben werden. Angebotsvordrucke sind beim Städtischen Hoch- und Tiefbauamt, Asterweg Rr. 9, zu haben. Eröffnungstermin daselbst am 1354D Montag, dem 9. März 1936, vormittags 10 Uhr. Gießen, den 2. März 1936. Sperrsitz Reihe 12 bis Reihe 1 Sperrsitz Reihe 16 bis Reihe 2 und 3 2. Rang Reihe 4 und 5 Seitenreihe 118 fm Eichenstämme 2. bis 6. Klasse 44 fm Buchenstämme 3. bis 5. Klasse 24 fm Nadelstämme 2b- bis 4a-Klasse. Zusammenkunft morgens 10 Uhr bei den Hainbuchen. Bedingungen werden im Termin bekanntgegeben. Städtisches Hoch- und Tiefbauamt. G r a v e r t. Fronhausen (Lahn). Es kommen zum Verkauf: 102361 105615 107696 111511 111959 115969 122944 124992 132711 140567 140634 141284 145782 146399 150014 166843 167695 169214 181185 185439 186919 193499 194291 197089 205865 206025 212672 223334 224051 226121 240208 240807 241013 259221 260073 262923 269851 272733 273631 284718 289336 290532 311814 316903 317060 325468 326463 329082 338938 342564 342776 357517 358145 359428 363120 363315 363940 375048 375512 379847 394729 Oberheffen 91 Jahre alt. Spinat 18 bis 20, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15 und Werkzeuge im Werte von dort Glühbirnen Wenn wir am 8. März wieder unser Eintopfgericht essen, werden viele mitessen, die früher vielleicht abseits standen und mit knurrendem Magen ihr Dasein verwünschten. Denkt am nächsten Sonntag daran! bis 20, Rosenkohl 25 bis 40, Feldsalat 80 Pf. bis 1 Mk., Tomaten 35 bis 40, Zwiebeln 10 bis 18, Meerrettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 40, Kartoffeln, das Pfund 4 bis 4V-2, 10 Pfund 43 Pf., der Zentner 3,50 bis 3,70 Mk., Aepfel, das Pfund 18 bis 35 Pf., Zwetschenhonig 45, junge Hähne 90, Suppenhühner 85, Blumenkohl, das Stück 25 bis 50, Salat 25 bis 30, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 50, Rettich 5 bis 25, Radieschen, das Bund 15 Pf. Schluß des Geschäftsjahres 121 Mitglieder. Im vergangenen Jahre wurden für 10 550 Mark Düngemittel, für 9860 Mark Futtermittel, für 6900 Mark Sämereien und sonstige Waren bezogen. Die Mitglieder lieferten der Genossenschaft für 33 115 Mark Weizen. Der Kassenbericht schloß mit einem Gesamtumsatz von 43 759 Mark. Der Warenverkaufswert des angeschlossenen Konsumvereins betrug 20 383 Mark. Die Verwaltungskosten beliefen sich auf 3070 Mark. Der Kassenbericht ergab keinerlei Beanstandungen. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Der Reingewinn wurde zum Teil dem Reservefonds, zum Teil der Betriebsrücklage zugeschrieben. Der satzungsgemäß ausscheidende Vorsitzende Koch wurde wiedergewählt, ebenso der Aussichtsratsvorsitzende E. v. Diemar. Für das Mitglied August Schneider wurde August G ö r l a ch in den Aufsichtsrat berufen. Nach der Bekanntgabe des Revisionsberichtes wurde die Versammlung in der üblichen Weise geschlossen. _L Dorf-Gill, 2. März. Dieser Tage hielt die hiesige Kriegerkameradschaft ihre Generalversammlung im Gemeindesaal ab. Der 1. Vereinsführer W. Knopper begrüßte die Erschienenen. Dann erstattete der Rechner, Förster Schäfer, den Rechenschaftsbericht, der einen günstigen fiehlt sich als wertvolle, eiweißhaltige Nahrung geronnene Milch. Ortsbauernführer Karl Stumpf dankte der Rednerin für ihren interessanten Vor- tratg und schloß nach dem Sieg-Heil auf den Führer die Versammlung. Frl. Lanz hat, da es ihr so gut in Harbach gefällt, einen erneuten Besuch in Aussicht gestellt. Bis dahin gilt es für unsere Hühnerzüchter, das Gehörte und Gesehene praktisch zu verwerten. Erbhofbauer Heinrich Stark I., der über große moderne Stallungen verfügt und als Züchter des weißen Leghorns in der Umgegend bekannt ist, kann ihnen dabei mit Rat und Tat Abschluß aufwies. Kamerad G o r r gab die Rechenablage der Schützenabteilung. Der 2. Führer, Lehrer Jung, erstattete den Jahresbericht. Er gedachte der im letzten Jahr verstorbenen Kameraden, der im Weltkriege Gefallenen und der Kämpfer, die für das nationalsozialistische Deutschland ihr Leben geopfert haben. Die Gefallenen wurden in üblicher Weise geehrt. Kamerad Jung sprach dann in der Hauptsache über die politischen Ereignisse des vergangenen Jahres. Im Laufe des Abends traf der Kreisverbandsschießleiter Klein von Gießen ein, der an hiesige Kameraden 1 silberne und 5 bronzene Ehrennadeln überreichte. In einer packenden Ansprache ermahnte er zu weiterer Treue gegenüber Volk und Führer. Unter dem Gesang alter Soldatenlieder blieb man noch lange in froher Kameradschaft beisammen. A Obbornhofen, 2. März. Im Gemeindehause fand eine Versammlung der O r t s b a u e rusch a f t statt, zu der sich auch eine größere Anzahl ♦ Hausfrauen eingefunden hatte. Hauswirtschaftslehrerin Frl. Lanz von der Bäuerlichen Werkschule in Gießen sprach über „Die Bedeutung der Geflügelhaltung für den Bauern und die Gesamtheit!" Die Ausführungen wurden durch eine Anzahl guter Lichtbilder aufs beste ergänzt. Die Versammlung dankte mit reichem Beifall. Eine rege Aussprache schloß sich an. Der stellvertretende Orts- bauernführer Hermann Sauber sprach der Vortragenden den Dank der Teilnehmer aus. zehn Mark. Die Ermittlungen der Gendarmerie sind im Gange. ch Lauter, 2. März. Die gestrige Reichs- straßensammlung ergab in unserem Dorfe 18,40 RM. In den Betrieben wurden bei Schlörb 6,60 RM. und bei Godosar 6,20 RM. gesammelt. Insgesamt konnten also 31,20 RM. abgeführt (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger) 8 Alten-Buf eck, 3. März. Am morgigen Mittwoch vollendet der ä l t e ft e männliche Einwohner unserer Gemeinde, Altbürgermeifter Wilhelm Körber, fein 91. Lebensjahr. Der Jubilar erfreut sich noch guter körperlicher und geistiger Frische. Außer 3 noch lebenden Kindern nebst 14 Enkeln und 8 Urenkeln nimmt die ganze Gemeinde an dem Freudenfest herzlichsten Anteil. 40 Jahre alt - 9. Geburtstag. s. Lang-Göns (Kreis Gießen), 2. März. In unserem etwa 2000 Seelen zählenden Dorfe gibt es nur einen Volksgenoffen, der am 29. F e - b r u a r geboren wurde. Es ist dies der Jnstalla- tionsmeifter Karl Velten, Hundftaatenstraße. Er konnte am gestrigen Tage feinen neunten Geburtstag feiern. In Wirklichkeit ist er 40 Jahre alt. Geboren wurde er im Jahre 1896. Da 1900 fein Schaltjahr war, so konnte K. Velten erst 1904 also im 8. Lebensjahr, seinen ersten Geburtstag begehen. An der gestrigen Feier nahmen alle Anwohner der Hundstaatenstraße lebhaften Anteil und brachten dies durch entsprechende Geschenke, Lieder und Scherze zum Ausdruck. Im Jahre 1935 wurden in unserer Gemeinde nur 24 Kinder geboren. Wir standen also mit einem Geburtenüberschuß von nur 3 (2000 Einwohner: 18 Sterbefälle) Kindern auf 1000 Einwohner weit unter dem Reichsdurchschnitt, sogar noch unter dem der Stadt Berlin. In diesem Jahre scheint hier nun eine Aenderung eintreten zu wollen, denn an einem Tage — ausgerechnet am 2 8. Februar! — wurden drei Mädchen geboren und am 1. März ein Junge. Den 2 9. Februar hat sich also keiner der kleinen Erdenbürger als Geburtstag ausgesucht. Die Hoffnungen von Karl Velten, daß er in diesem Jahre Mitgenossen fände, sind also zu Wasser geworden. Er muß nun mit seinem nächsten Geburtstag allein warten bis zum Jahre 1940. Landkreis Gießen. £ Wieseck, 2. März. Die hiesige Ortsbauernschaft unternahm dieser Tage einen Hof- und Stallrundgang. Der Leiter der Veranstaltung, Landwirtschaftsrat Nau von der Bäuerlichen Werkschule und Beratungsstelle Gießen sprach über die Bedeutung der Viehzucht in der Erzeugungsschlacht, zeigte die Mängel und Vorzüge der aufgesuchten Stallungen und wies auf die eindeutige Rassehaltung des Zuchtviehes hin. Auch dem Gemeindefaselftall wurde ein Besuch abgeftattet. Vielfach gaben auch die Miststätten und Jauchegruben Anlaß zu belehrenden Ausführungen des Rundgangführers. Der landwirtschaftliche Ortsfachberater H. Rodenhaufen sprach am Schluffe den Dank der Teilnehmer aus. 3 Lollar, 2. März. Am Samstagabend hielt der hiesige Radfahrerverein 18 9 5 in feinem Vereinslokal „Zur Germania" feine dies- Giehener Wochenmarkkpreife * Gießen, 3. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,55 Mk., Landbutter 1,42, Markenbutter 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, deutsche Handelsklassen-Eier, Gütegruppe Kl S 11, Kl. A IOV2, Kl. B 10, Kl. C 9V2, Kl. D 9, ungezeichnete 8, Enteneier 9, Wirsing (gelb), das Pfund 12 bis 15, (grün) 20 bis 25, Weißkraut 8 bis 15, Rotkraut 15 bis 18, Gelbe Rüben 10 bis 15, Rote Rüben 10, zur Seite stehen. * Hattenrod, 2. März. Im Saale des Gastwirts Dörr fand ein Kameradschafts- und Familienabend der K ri e g e r k a m e r a d f ch a f t und des Gesangvereins „Eintracht" statt. Der Führer der Kriegerkameradschaft Walter eröffnete die Veranstaltung, sodann folgte eine Totengedächtnisfeier. Hierauf sprach der Zellenamtswalter der NS.-Volkswohlfahrt und Führer des Gesangvereins Hahn kemhafte Worte über Volksgemeinschaft, das neue Deutschland und unseren Führer, über Kameradschaft und Sänger und das deutsche Lied; feine Worte wurden mit Beifall aufgenommen. Dann sprach ein Vertreter des Sängerkreises Gießen. Er überreichte dem Altveteran des deutschen Liedes und Ehrenvorsitzenden N e e b den deutschen Sänger-Ehrenbrief und richtete Worte des Dankes und der Treue an den Jubilar, ferner forderte er die Anwesenden auf, das deutsche Lied und die Gesangvereine zu unterstützen. Es folgten nunmehr Chöre, Musikstücke und humoristische Vorträge. Erst in später Stunde fand der genußreiche Abend feinen Abschluß. e Steinbach, 2. März. Am gestrigen Sonntag fand in unserem Gotteshause eine Kirchen- musikalisch - liturgische Morgenfeier statt. Der Orgelkünstler Peter v. d. Au (Mainz) veranstaltete dieselbe, während Pfarrer D ö l l den liturgischen Teil und die erklärenden Worte sprach. Was unsere vor einigen Jahren von der Firma Nicolaus (Lich) erneuerte Orgel leisten kann, das zeigte die Kunst des Orgelmeisters. Die zahlreiche Gemeinde erlebte eine wirkliche Feierstunde. Der Künstler brachte unter dem Leitgedanken „Sonntagsfeier" eine Spielfolge, die von den altdeutschen Meistern Pachelbel und Buxtehude ausgehend, die Meister Bach und Händel brachte, dann über Schumann und Liszt mit den moderneren Meistern Rheinberger und Reger endete. OO Klein-Linden, 2. März. Am Sonntagabend sprach in der hiesigen Kirche Pfarrer Trapp- Gießen über das Thema „Deutschglaube ober Christusglaube?". Der Redner legte dar, daß Deutschtum und Christusglaube absolut keine Gegensätze seien, und daß der Christusglaube dem Deutschen nicht artfremd sei. Der Vortrag war von Gemeindegesang und Vorträgen des Posaunenchors umrahmt und schloß mit Gebet. * Lanq-Göns, 2. März. Die NS. - Gern e in s ch a f t „Kraft durch Freude" veranstaltete am Samstag in der Turnhalle einen Unterhaltungsabend, an dem sich die HI., Gesangvereine und Turnverein beteiligten. Das Programm war äußerst vielseitig. Es wechselten Vorträge, Chorgesang und turnerische Darbietungen miteinander ab. Anschließend folgte Tanz. Der Reinertrag des Abends kommt dem WHW. zugute. cxd Eberstadt, 2. März. Die hiesige Bezugs- und Absatzgenossenschaft hielt im Gasthaus „Zur Post" unter Leitung des Aufsichtsratsjährige Hauptversammlung ab. Nach der Begrüßung durch den Vereinsführer Theodor B e ck e l erstattete dieser den Jahresbericht. Daraus geht hervor, daß im vergangenen Jahr der Sportbetrieb fast ganz geruht hat. Diese Tatsache sei dadurch bedingt, daß fast alle Jugendlichen, die besonders für den Radsport in Frage kommen, zum Arbeitsdienst oder ähnlichem herangezogen wurden. Doch bestände die berechtigte Hoffnung, daß der Sportbetrieb im laufenden Jahr neuen Auftrieb erhalte und am nächsten Jahresabschluß zufriedener zurückgeblickt werden könne. Der vom Kassenwart Fritz Scherb gegebene Kassenbericht zeigte em klares Bild der gegenwärtigen Kassenlage, so daß dem Redner für seine einwandfreie Arbeit Anerkennung und Entlastung erteilt wurde. Für 25jährige Mitgliedschaft wurden die Mitglieder Wagner I. und Hofmann II. besonders geehrt und der Rad- sportjugend zur Nacheiferung empfohlen. Die Zusammensetzung des Vorstandes zeigte folgendes Bild: Vereinsführer Theodor B e ck e l, dessen Stellvertreter Ludwig Hofmann VI., Kassenwart Fritz Scherb, Schriftführer Rudi Scherb, Fahrwart Karl Niederhöfer, Zeugwart Otto Schultheis. Mit der Aufforderung des Vereinsführers, sich in Zukunft tatkräftiger für den Radsport einzusetzen und gerade diesem Sport feine frühere Beliebtheit wieder zurückzugeben, wurde in der üblichen Weife die Hauptversammlung beendet. * L 0 l l a r , 3. März. Am vorigen Sonntag gegen 14 Uhr ereignete sich auf der Landstraße Lollar— Sichertshausen ein Verkehrsunfall. Dort fuhr ein Personenauto gegen einen Baum, wobei ein Insasse einen Armbruch erlitt, die übrigen Mitfahrer zum Glück unverletzt blieben. Der Kraftwagen wurde schwer beschädigt und mußte abgeschleppt werden. + Treis a. d. Lda., 2. März. Einen schönen Abend veranstaltete gestern die NS.-Frauen- schäft dahier in Wills Saal. Nach einer Begrüßungsrede der Vorsitzenden, Frau Bing, wurden durch die Mitglieder der Ortsgruppe mehrere mit viel Geschick gespielte, besonders für Hausfrauen und Mütter lehrreiche Theaterstücke gespielt, die den ungeteilten Beifall der zahlreichen Zuhörer fanden. Ein für diesen Zweck eigens gebildeter Frauenchor, den der Musiker Fritz Schick mit großem Verständnis leitete, brachte mehrere Gesangsstücke zu Gehör. Den Hauptvortrag hielt Schulrat N e b e l i n g - Gießen, der in einstündiger Ausführung die gegenwärtige innen- und außenpolitische Lage in treffenden Worten schilderte. Die musikalische Begleitung der Veranstaltung hatte der hiesige Mandolinenklub übernommen.