ez e n W t >; N bh ? kch lien ms ? IPtM Jj'Mi bbS _.S eiif er t um 1X, d- H «hrj Kr. 282 Erstes Blatt 186. Jahrgang Mittwoch, 2. Dezember <936 Lrjcheim «agltch. autzu Konntags and Feiertags «{(lagen; Vie 3Uu|trwrt» ffiiefiener Familienblätte» Heimat im Bild Die Scholl. Monalr-Vezugrprets: Eine \ frau, l' L M, aus k X): Nv Bolfiii lunftys] ngsmE' i minter* N): IW« )er Zeü- nf)rid)teri. >er S* r ipfann« ichriM -ier iM r =ür ar, ch n )6 1 rt 1j> Berlin, 1. Dez. (DNB.) In der heutigen Kabinettssitzung gab der Führer und Reichskanzler zunächst eine eingehende Dar- : pellung über die außenpolitische Lage. Sodann verabschiedete das Kabinett das Gesetz über die Hitlerjugend, nach welchem die gesamte deutsche Jugend innerhalb des Reichsgebietes in der Hitlerjugend zusammengefaßt wird. Die gesamte deutsche Jugend ist außer in Elternhaus und Schule in der Hitlerjugend körperlich, geistig und sittlich im Geiste des Rationalsozialismus zum Dienst am Volk und zur Volksgemeinschaft zu erziehen. Die Aufgabe der Erziehung der gesamten deutschen Jugend in der Hitlerjugend wird dem ReichsjugendsShrer der NSDAP, übertragen. Der „Jugendführer des Deutschen Reiches" hat die Stellung einer obersten Reichsbehörde und ist dem Führer und Reichskanzler unmittelbar unterstellt. Weiterhin wurde das Gesetz über die Berfas- fun g und Verwaltung der Reichshaupt- stadt Berlin beschlossen, nach welchem eine Einheit der Verwaltung zwischen dem Oberbürgermeister und dem Leiter der Landesbehörde (bisher Staatskommissar) hergestellt wird. Der Leiter der beiden Behörden führt die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister und Stadtpräsident. Der Ober- > bürgermeister ist unmittelbarer Landesbeamter. Der i allgemeine Vertreter des Oberbürgermeisters ist der Erste Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung: Bürgermeister. In seiner Funktion als Stadtpräsident hat der Leiter der Landesbehörde einen besonderen Vertreter, der die Amtsbezeichnung „Vizepräsident" ^ührt. Der Beauftragte der NSDAP, für die Reichshauptstadt ist der Gauleiter des Gaues Berlin. Die vom Reichsminisier für Finanzen vorae- leglen Gesetze für eine reichsrechlliche Regelung der Real steuern wurden ebenfalls verabschiedet. An die Stelle von 16 verschiedenen Landesgesehen und verschiedenen Grundsätzen erfolgt nunmehr eine einheitliche reichsgesehliche Regelung der Realsteuern. Die Grund- und Gebäude steuern sind in Zukunft nur noch Gemeindesteuern, die nach einheitlichem Reichsrecht geregelt werden. Die Aenderung des inneren Finanzausgleichs zwischen Ländern und Gemeinden soll bis zum 1. April 1938 in Form einer neugeflalteten Steuer- und Lastenverteilung erfolgen. Reben dem Einführungsgeseh zu den Realsleuergesehen, wonach die Gemeinden vom 1. April 1937 ab die Gewerbesteuer nur nach dem neuen Gewerbesteuergeseh und vom 1. April 1938 ab die Grundsteuer nur nach dem neuen Grundsteuergefeh erheben dürfen, wurden diese beiden genannten Gesetze beschlossen, ebenso ein Gesetz zur Aenderung der Vorschriften über die Gebäudeentschuldungssteuer. Danach tritt vom 1. April 1937 ab eine grundsätzliche Reuregelung bei der Gebäudeentschuldungs- steuer ein. Zu dem neuen Gewerbesteuergeseh ist noch bemerkenswert, daß die Berufs- steuer überhaupt fallen gelassen worden ist, so daß auch die freien Berufe der Gewerbesteuer nicht mehr unterliegen. Angenommen wurde weiterhin ein Gesetz zur Crschli ßung von Bodenschätzen, wonach eine beschleunigte Erschließung auch dann ermöglicht wird, wenn der Berechtigte dazu nicht gewillt oder nicht in der Lage ist, das Landesbergrecht aber keine Abhilfe bringt. Dieses Gesetz steht im Zusammenhang mit der Durchführung des Dierjahresplanes. Ein Gesetz zur Aenderung des Gesetzes über die Devisenbewirtschaftung schafft neue Möglichkeiten zur wirksamen Bekämpfung von Devisenzuwiderhandlungen und Umgehungen des Devisen- gesetzes. Ein Gesetz zur Milderung der Ruhensvorschriften ,bes Reichsversorgungsgesetzes beseitigt gewisse Härten, die sich aus diesen Dorschristen für die Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen ergeben haben. Das Gesetz über das Winterhilfswerk des deutschen Volkes verleiht dem TVinterhilfswerk die Stellung einer rechtsfähigen Stiftung des bürgerlichen Rechts. Das Winterhilfswerk wird durch den Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda geführt und beaufsichtigt. Ein zweites Gesetz zur Aenderung und Ergänzung des Reichsnaturschutzgesetzes soll verhindern, daß unter Vermeidung des nicht immer I zweckmäßigen und auch nicht immer notwendigen Entrechtungsverfahrens die Ortschaften in ihrer Gelamtentwickelung, oder die Besitzer von bebauten Einzelgrundstücken gegen die Bestimmungen des ^teichsnaturschutzgesetzes verstoßen. Das Gesetz will Daher die Möglichkeit schaffen, auch geschlossenen Ortschaften und sonstigen bebauten Flächen innerhalb eines Reichsnaturschutzgebietes die erforderlichen baulichen und sonstigen Beschränkungen aufzuerlegen. Schließlich verabschiedete das Reichskabinett das von dem Beauftragten für den Vierjahres- plan, Ministerpräsident Generaloberst G ö - ring, vorgelegte Gesetz gegen Wirtschaftssabotage. Danach wird ein deutscher Staatsangehöriger, der wissentlich und ge- B erlitt, 1.Dezember. (DRB.) Von der Jugend hängt die Zukunft des deutschen Volkes ab. Die gesamte deutsche Jugend muß deshalb auf ihre künftigen Pflichten vorbereitet werden. Die Reichsregierung hat daher das folgende Gesetz beschlossen, das hiermit verkündet wird: § 1» Die gesamte deutsche Jugend innerhalb des Reichsgebietes ist in der Hitler-Jugend zufammen- gefaßt. 8 2. Die gesamte deutsche Jugend ist außer im Elternhaus und Schule in der Hitler-Jugend körperlich, geistig und sittlich im Geiste des Rationalsozialismus zum Dienst am Volk und der Volksgemeinschaft zu erziehen. 8 3. Die Aufgabe der Erziehung der gesamten deutschen Jugend in der Hitler-Jugend wird dem Reichsjugendführer der RSDAP. übertragen. Er ist damit „Jugendführer des Deutschen Reiches". Er hat die Stellung einer obersten Reichsbehörde mit dem Sih in Berlin und ist dem Führer und Reichskanzler unmittelbar unterstellt. Berlin, 1. Dez. (DNB.) Das vom Reichskabinett in feiner heutigen Sitzung beschlossene „Gesetz über bas Winterhilfswerk des deutschen Volkes" hat folgenden Wortlaut: § 1- Das Winterhilfswerk des deutschen Volkes ist rechtsfähig. Es finden die Bestimmungen über die rechtsfähigen Stiftungen des bürgerlichen Rechts, sowie die Vorschriften der Paragraphen 26, 27, Absatz 3, 30 und 31 des Bürgerlichen Gesetzbuches sinngemäß Anwendung. Die Verfassung des Winterhilfswerkes wird durch den Reichsminister für Dolksaufklärung und Propaganda bestimmt. § 2. Das Winterhilfswerk des deutschen Volkes hat seinen Sitz in Berlin. § 3. Das Winterhilfswerk des deutschen Volkes wird durch den Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda geführt und beaufsichtigt. Auf seinen Vorschlag ernennt und entläßt der Führer und Reichskanzler den Reichsbeauftragten für das Winterhilfswerk des deutschen Volkes. Der Reichsbeauftragte für das Winterhilfswerk des deutschen Volkes hat die Stellung des Vorstandes. § 4. Die zur Durchführung der Aufgaben des Winterhilfswerkes notwendigen Mittel werden durch öffentliche Sammlungen aufgebracht, für die § 15 Nr. 1 des Sammlungsgesetzes vom 5. November 1934 gilt. Die Begründung des Gesetzes. Das Winterhilfswerk des deutschen Volkes ist im Herbst 1933 dadurch ins Leben gerufen worden, daß der Führer und Reichskanzler den Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda mit der Durchführung einer großangelegten sozialen Hilfsaktion beauftragte. Der Reichsminister für Dolksaufklärung und Propaganda hat die technische Durchführung des Auftrages auf den Hauptamtsleiter der NS.-Volkswohlfahrt übertragen, der sodann das Winterhilfswerk unter Aufsicht des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda durchgeführt hat. Von einer gesetzlichen Regelung wurde zunächst abgesehen, da erst einmal praktische Erfahrungen gesammelt werden sollten. Das Winterhilfswerk des deutschen Volkes ist bisher nicht mit eigener Rechtspersönlichkeit ausgestattet gewesen. Das hat sich insofern ungünstig ausgewirkt, als bei sämtlichen vom Winterhilfswerk abgeschlossenen Geschäften die Frage der Haftung unklar war; insbesondere bei der Erteilung größerer Aufträge hat das oft zu Unzuträglichkeiten geführt. Das Gesetz verleiht daher dem Winterhilfswerk die wissenlos aus grobem Eigennutz, ober aus anderen niederen Beweggründen den gesetzlichen Bestimmungen zuwider Vermögen nach dem Ausland verschiebt, ober im Auslanb stehen läßt unb bamif ber beutschen Wirtschaft schweren Schaben zufügt, mit bem Tobe bestraft. Sein Vermögen wirb eingezogen. Der Täter ist auch strafbar, wenn er bie Tat im Auslanb begangen hat. Für bie Aburteilung ist ber Volksgerichtshof zusiänblg. § 4. Die zur Durchführung unb Ergänzung biefes Gesetzes erforderlichen Rechlsverordnungen unb allgemeinen Verwaltungsvorschriften erläßt ber Führer unb Reichskanzler. Aufruf des Reichsjugeudführers. Berlin, 1. Dez. (DNB.) Der Reichsjugendführer erläßt folgenden Aufruf: Der Führer, dessen Name wir mit Stolz und Ehrfurcht tragen, hat soeben ein Gesetz unterschrieben, das uns für alle Zukunft mit seiner Person und seinem nationalsozialistischen Staat verknüpft. Dankerfüllten Herzens blicken wir auf ihn, der befohlen hat, daß alle deutsche Jugend in dem Geist erzogen werde, der unsere frei» willige Erziehungsgemeinschaft in schweren unb guten Tagen erfüllt hat. Die Sendung unserer 21 gefallenen Kameraden der „Unsterblichen Gefolgschaft" ist erfüllt: d i e ganze deutsche Jugend ist Hitlerjugend! Es lebe der Führer! Baldur von Schirach. Stellung einer rechtsfähigen Stiftung des bürgerlichen Rechts. Da das WHW. größte politische und wirtschaftliche Bedeutung erlangt hat, erscheint die Einrichtung eines besonderen Rechnungsprüfungswesens unerläßlich. Es ist daher in Aussicht genommen, die erforderliche Regelung durch die Satzung zu treffen. Dos Gesetz gegen Mrischastssabotage. Berlin, 1. Dez. (DRV.) Die Reichsregierung Hal folgendes Gefeh beschloßen, bas hiermit ver- kunbet wirb: § 1. Ein deutscher Staatsangehöriger, ber wissentlich unb gewissenlos aus grobem Eigennutz ober aus anderen niederen Beweggründen den gesetzlichen Bestimmungen zuwider Vermögen nach dem Auslande verschiebt, oder im Ausland stehenläßt und damit der deutschen Wirtschaft schweren Schaden zufügt, wird mit dem Tode bestraft. Sein Vermögen wird eingezogen. Der Täter ist auch strafbar, wenn er die Tat im Auslande begangen hat. Für die Aburteilung ist der Volksgerichtshof zuständig. 8 2. Das Gesetz tritt mit dem Tage seiner Verkündung in Kraft. ,MeheiligeVervsMungsürdieSA." Stabschef Lutze überdienationalsozialistifchenKamPfsPiele Berlin, 1. Dez. (DNB.) Stabschef Lutze schreibt zur Verfügung des Führers über die nationalsozialistischen Kampfspiele bei den künftigen R e i ch s p a r t e i t a g e n im Kampfblatt der Obersten SA.-Führung „Der SA.-Mann" u. a. folgendes: Die nationalsozialistischen Kampfspiele werden, so wie die anderen großen Veranstaltungen der Reichsparteitage, der Ausdruck eines im Nationalsozialismus verankerten neuen Lebens- und Gestaltungswillens sein. Während also in den gewaltigen Kongreßhallen die geistige Elite der Nation ihr Olympia feiert, werden künftig in steigendem Maße die kämpferischen Kräfte des Volkes zu Wettkämpfen sportlicher und wehrsportlicher Art antreten. „Die körperliche Ertüchtigung im völkischen Staat Die gesamte deutsche Zagend in der HZ Oer Wortlaut des neuen Gesetzes. Das GM über das Winterhilfswerk ist nicht eine Sache des einzelnen, auch nicht eine Angelegenheit, die in erster Linie die Eltern angeht und erst in zweiter oder dritter die Allgemeinheit interessiert, sondern eine Forderung der Selbsterhaltung des durch den Staat vertretenen und geschützten Volkstums." Mit diesem Satz hat der Führer bereits in seinem grundlegenden Werk „Mein Kampf" der Körpererziehung ein Programm gesetzt, das eine ewige Aufgabe sein wird, wie der Nationalsozialismus selbst. Die geschichtlich bedingte Aufgabenstellung der SA. in der Forderung, neben der geistig beweglichen Auslese auch das körperliche Bollwerk gegen den Ansturm aller Feinde des Nattonalsozialismus zu sein, löste notwendig und folgerichttg eine sportliche Selbsterziehung in den Reihen der SA. aus. Die erste augenscheinliche Offenbarung dieser neuartigen körperlichen Ertüchttgung erfolgte durch die Schaffung des SA.-Sportabzeichens, das nach dem Willen des Führers von allen kämpferischen Deutschen erworben werden soll und zur Durchführung der SA. übertragen wurde. Mit der Lösung der neuen gewaltigen Aufgabe wird die SA. die Richtigkeit des Satzes, den der Reichsleiter Pg. Rosenberg prägte: „Der Kampf der SA. ist die Philosophie der Tat unseres Jahrhunderts" erneut unter Beweis stellen. Der Befehl des Führers wird in der gesamten SA. einen freudigen Widerhall auslösen und wird zur heiligsten Verpflichtung werden für den einzelnen, um an das Werk zu gehen, zum Wohle des Volkes und zur Ehre des Führers. Der Führer empfängt die Mitglieder des Volksgerichtshofes. Berlin, 1. Dez. (DNB.) Der Führer unb Reichskanzler empfing heute den Präsidenten des Volksgerichtshofes Dr. Thierack, sowie die Senatspräsidenten Enger t, Dr. Springmann, Volksgerichtsrat Dr. Köhler und Reichsanwalt I o r n s zur Meldung. Gesandter von Mbowitz be»m Führer. Berlin, 1. Dez. (DNB.) Der Führer unb Reichskanzler empfing heute den neuernannten deutschen Gesandten in Luxemburg, von Radowitz, zur Abmeldung. Ungarns Innenminister betucht Berlin. Budapest, 2. Dez. (DNB.) Don zuständiger Stelle wird mitgeteilt, daß sich der ungarische Innenminister von Kozma als Gast des Reichsinnenministers Dr. Frick am 9. Dezember zu einem Besuch nach Berlin begibt. Die Reise des ungarischen Innenministers geht, wie erklärt wird, auf eine Einladung zurück, die Reichsinnenminister Dr. Frick anläßlich der Olympiade in diesem Sommer dem Innenminister von Kozma übermittelte. Infolge des Ablebens des Mnisterpräsi» benten von Gömbös und des Regierungswechsels wurde die Reife, die ursprünglich Anfang des Herbstes erfolgen sollte, um einige Monate hinaus- gezögert. Innenminister von Kozma wird sich voraussichtlich bis zum 13. Dezember in Berlin aufhalten. Wie wir hierzu erfahren, wird der ungarische Innenminister während seines Berliner Aufenthaltes Gelegenheit nehmen, die Organisation des deutschen Gesundheitswesens, der deutschen Polizei und des Arbeitsdienstes eingehend zu studieren. In seiner Begleitung befinden sich einige Herren seines Ministeriums. Eine kräftige Abkubr. Erklärung der Familie Nobel zum Nobel-Preis-Skandal. Berlin, 1. Dez. (DRV.) Die ältesten Verwandten des Robelpreis-Stifters, Alfred Robel, die diesem auch zu dessen Lebzeiten nahestanden, übermitteln der „Berliner Börfenjeitung“ folgende Erklärung: 5um Zwecke der Bekanntgabe an die deutsche Öffentlichkeit erklären wir hierdurch, daß wir Rachkommen und THitglieber der Familie Robel aus die Zuteilung des von unserem verewigten Onkel Alfred Robel gestifteten Robel-Preises keinen Einfluß besitzen, auch keinen, der für die Zuteilung des Preises gebildeten Komitees angehören. Wir mißbilligen nach unserer Einstellung die Zuteilung des Friedens-Robel-Preises für 1935 an den von den deutschen Gerichten wegen Landesverrats rechtskräftig verurteilten Karl von Ossietzky auf das schärfste und sind der Auffassung, daß diese Zuteilung sich mit den Absichten de» Stifters, einen Preis für Wanner auszusehen, die sich um den Frieden in der Welt verdient gemacht haben, nicht vereinigen läßt. Stockholm, 29. Rovember 1936. Hjalmar Robel. Jngeborg Ridder st olpe. geborene Robel. Ludwig Robel. M >s Ser Reichskommiffar gibt hie Vegrünhuna ge- an Lin Wort an hie Wirtschaft Rach her Verktinhung hes VierjaHresptans Auf der Strecke Berlin—Nürnberg 260 Kilometer, das sind 60 v. H. der Gesamtlänge; auf der Strecke Berlin—Ruhrgebiet 270 Kilometer, das sind 58 o. S). der Gesamtlänge; Wenn schon das Preisproblem als eine für den Laien weithin sichtbare wirtschaftliche Erscheinung in unserer heutigen Zeit besondere Berücksichtigung und Behandlung erfährt, so einzig und allein aus den höheren Gesichtspunkten, die entscheidend gesamtpolitischer Natur und erst in ihrer Einwirkung auf das tägliche Leben materiell-wirtschaftlicher Art sind. Die ersten vier Jahre des nationalsoziattsti- fchen Aufbauwerkes haben Aufgaben gemeistert, die vor aller Wett offenliegen. Die gefamlinnere Leistung ging Hand in Hand mit einer außenpolitischen Veränderung unserer früheren Lage und rückte Deutschland in die Stellung hinein, die ihm gebührt. Die Gröhe dieser Veränderungen ist am deutlichsten erkenntlich an der Gröhe der Gefahrenmomente, die sich aufgetan haben, und zugleich an der Gröhe der Perspektiven. unter denen der Führer die deutsche Außenpolitik steuert. Die Folgerichtigkeit na- tionalsozialistischen Denkens und handelns offenbart sich nun in dem Bemühen, neben diesen unerhörten Aufstieg, der ja einzig und allein in der völligen Neuordnung unserer Gesamtverhältnisse auf Grund nationalsozialistischer Leistung erreicht worden ist. im wirtschaftlichen Leben gleichfalls Fundamente zu errichten, die als genügend stark in der Lage sind, das gewaltige Gebäude des politischen Aufstiegs nicht nur zu tragen, sondern ihm auch die Kraft zu geben, materiell die härtesten Proben zu überdauern. heit der Nation aber unter allen Umständen fordert werden müssen. Mit ganz besonderem Interesse wende ich mich selbstverständlich dem wirtschaftlichen Bereich zu, der aus seiner Gröhenordnung heraus gewaltige Bedeutung für Deutschland besitzt. Es ist das die deutsche Industrie. Ich weih, dah ihre TNänner im Grunde genommen bereit sind, der Volkswirtschaft insgesamt und dem Staate gegenüber ihre Pflicht zu erfüllen. Aber ebenso sehr weih ich, wie diese Männer vielfach von einer gewissen Sorge — wenn ich nicht Angst sagen will — beherrscht sind, die Wirtschaft könnte als solche durch allzu viele gesetzgeberische Maßnahmen und staatliche Eingriffe beengt, oder gar behindert werden und damit in der Leistungskraft abnehmen. Solchen Befürchtungen gegenüber möchte ich doch ganz eindeutig zum Ausdruck bringen, dah sie eigentlich fehl am Platze sind. Wenn die Wirtschasts- kreise auf sich allein gestellt das alles zu entscheiden hätten, so mühte das notwendig zu Folgen führen, die im einzelnen nicht abzusehen sind, deren Gesamtauswirkung aber doch sicher die Widerstandskraft Deutschlands nicht steigern würde. 3n dieser Feststellung liegt nicht etwa ein Vorwurf gegen die Männer der Wirtschaft, sondern einzig und allein das Erkennen einer Tatsache, die niemand bestreiten kann. Die Staatsführung muh Sorge tragen für alle Kreise der Wirtschaft und muß darum die Widerstandskraft der ganzen Nation, die ja auch an die materiellen Dinge als Ergebnis der Wirtschaft gebunden ist, zu sichern und möglichst zu erhöhen versuchen. Sie wird also, wenn sie dieser Aufgabe gerecht werden will, sich immer um all die wirtschaftlichen Dinge in ihrer Ganzheit kümmern müssen und wird darüber hinaus in besonderen Wandlungszeiten in verstärktem Maße die Führung geltend machen, damit aus einem Umbruch nicht etwa ein Niederbruch, oder etwas anderes wird. Daß die wirtschaftspolitische Staatsführung unter weit größeren Gesichtspunkten diese Aufgaben zu erfüllen hat, wie etwa der einzelne Wirtschafter das tut, versteht sich eigentlich Die Wirtschaft ist eben nicht ein Instrument sich, noch kann sie etwa aus ihrer materiellen Bedeutung heraus irgendwelche politischen Machtansprüche stellen, die ja immer nur einseitig sich zum Verderben eines Volkes auswirken mußten. Wirtschaftsgruppen sehen das Volksschicksal, wenn sie aus ihren wirtschaftlichen Gesichtspunkten heraus dieses bestimmen, nie m der ganzen historischen Größe und Weite, sondern stets unter dem weit kleineren Blickfeld ihrer meist sehr einseitig materiell bestimmten Gedanken. Die Staatsführung kann und darf daher niemals diesen Erwägungen den Vorrang einräumen gegenüber den gesamtpolitischen Interessen des Volkes. Gütern und Daren Zeder Art, sowie für sonstige Entgelte verboten. Dieses Verbot gilt rückwirkend vom 16. Oktober 1936 ab. Verträge, die von beiden Vertragspartnern erfüllt sind, bleiben von der Rückwirkung unberührt. Als eine Preiserhöhung ist es auch anzusehen, wenn die Zahlungs- und Lieferungsbedingungen zum Nachteil der Abnehmer verändert werden. Weiter wird verboten. Handlungen vorzunehmen, durch die mittelbar oder unmittelbar diese Vorschriften umgangen werden sollen. Zuwiderhandlungen gegen diese Verordnung werden mit Gefängnis- oder Geldstrafen, letztere in unbegrenzter höhe, oder mit einer dieser Strafen bestraft. Schließlich wird im Reichsgesetzblatt die erste Ausführungsverordnung des Reichskommissars für die Preisbildung zur Verordnung über dos Verbot von Preiserhöhungen veröffentlicht. Die Finanzierung der Reichsautobahnen Dem 2000. Kilometer entgegen. Der Führer hat einen Vierjahresplan verkündet der diesen Aufgaben dienen soll. Seine Durchführung ist nun nicht eine Sache theoretischer Erwägungen und noch viel weniger problematischer Diskussionen, sie ist vielmehr an ganz bestimmte Voraussetzungen geknüpft und nötigt jeden, der wirklich ehrlich um diese Dinge ringt, in der Beachtung dieser tatsächlichen Grundlagen seine Pflicht zu erfüllen. ° Eine erdenferne und wirklichkeitsfremde Schwärmerei wird unsererseits ebenso schroff zurückgewie- sen, wie der Versuch, aus Schwierigkeiten, die selbst- verstandlich vorhanden sind und erwachsen werden, Stimmungen Raum zu geben, die der Bewältigung der Arbeit und ihrem Wachstum entgegenstehen. Für Pessimismus ist ebensowenig Platz, wie für schrankenlose Himmelsstürmerei. Getragen werden ™ir. in dieser Arbeit von einem unerhörten, gesunden Idealismus, der uns in jeder Situation die notwendige Hoffnungsfreudigkeit und Ueber- zeugung verleiht, ohne die geschichtlich große Dinge niemals vollbracht werden können. Die Welt nötigt uns, wirtschaftlich auf eigenen Füßen zu flehen. Sie glaubte uns wirtschaftlich treffen zu können, um uns politisch Handschellen anzulegen. Sie übersieht in ihrer angeblichen Harmlosigkeit, daß ein solcher Versuch von vornherein bei einem Volk mit gutem Gewissen und ungebrochener Lebenskraft auf höchsten Wider- stand stoßen muß, weil nur eine ehrlose Nation sich solchermaßen behandeln läßt. Wenn man auch in der Vergangenheit Deutschland der- artiges antun konnte, so muß die Welt wissen, daß das Deutschland von heute niemals gewillt ist, solchem Ansinnen sich zu beugen. Man mag uns unter Umständen vorübergehend wirt- schaftliche Schwierigkeiten bereiten, wo die innere Gesamtlebenslage nicht aus einer vor- handenen Fülle aller materiellen Dinge bestimmt und befriedigt werden kann. Niemals aber wird es gelingen, Deutschland deswegen in feiner politischen Entwicklung zu hemmen. Unser Vo- den ist bei aller Armut immerhin noch reich genug, zusammen mit der unerhörten Leistungsfähigkeit und schöpferischen Kraft der Nation das abzugeben, was nötig ist, um den Bestand des ganzen Volkes auch materiell zu garantieren. Wo die Natur an und für sich uns die Dinge vorenthält, fetzt die schöpferische Erfindungskraft, gepaart mit einem unbeugsamen Willen ein, um im sicheren Erfolg das auszugleichen, was uns fehlt. Dor Vertretern der Presse sprach heute der Reichskommissar für die Preisbildung Gauleiter Wagner über seine Aufgaben. Er führte u. a. aus: Unter Beachtung aller Grundsätze einer notwendig ehrlich kaufmännischen Berechnung, die sämt» lichen Faktoren des wirtschaftlichen Geschehens Rechnung zu tragen hat, darf nie vergessen werden, daß letzten Endes unser wirtschaftliches Geschehen bestimmt ist vom deutschen politischen Werden, beides aber einzig und allein aufgebaut auf dem Boden der nationalsozialistischen Idee. Mit aller Entschiedenheit muß den Bestrebungen und Anschauungen entgegengewirkt werden, die etwa der Meinung sind, man könne das geistig-politische und- kulturelle Leben nationalsozialistisch bestimmen, das wirtschaftliche Geschehen aber sogenannten Gesetzen überlassen, die nichts anders sind als Ausfluß von Auf- faffungen, die der Vergangenheit in Deutschland anzugehören haben. ----- iracgie _ ___,, inJOjer Gesamtheit für die Ödjaffu vollendeten Straßennetzes beisteuert. Durch Verbot von Preiserhöhungen. Rückwirkend vom 18. Oktober 1936 -Oie Aufgaben des Reichskommissars für Preisbildung Unser wirtschaftliches Leben vollzieht damit, auch wenn äußerlich nicht so deutlich sichtbar, innerlich eine Wandlung, die selbstverständlich nur vom gesamten Volk mit Erfolg getragen werden kann, wenn nicht eine Erschütterung des sozialpolitischen Verhältnisses zu Ungunsten der wirtschaftlich schwachen Schichten der Nation hervorgerufen werden soll. Ein Volk kann grundsätzlich Wandlungen ver- schledenster Art durchführen und mitmachen, wenn diese Wandlungen nicht das Lebensgefüge zerstören, sondern neue Inhalte zum Leben rufen, die über gewisse Schwierigkeiten hinweg letzten Endes eine gewalttge Erhöhung der Lebens- und Widerstandskraft der Natton bedeuten. Diese letzte Tatsache ist das Ausschlaggebende in der praktischen Auswirkung des Vierjahresplanes. Meine Tätigkeit als Reichskommissar ist ohne weiteres erkenntlich in ihrer Tragweite und Bedeutung aus dem, was ich im Dorausgegangenen als letzten Sinn der gewaltigen Maßnahmen des Vierjahresplanes bezeichnet habe. Es wäre falsch, den Preis etwa als das Ergebnis letztlich jeder Ar- vert zum Idol aller wirtschaftlichen Betrachtungen machen zu wollen. Damit würde man nur einer materialistischen Auffassung huldigen, die dem nationalsozialistischen Denken entgegensteht. Die Behandlung des Preisproblems hat nur insofern Bedeutung, weil es als wirtschaftsführend und -sordernd anzusprechen ist und zugleich das Mittel oarstellt, die Beziehung zwischen Gesamtwirtschafts- ergebnis Beteiligung des Einzelnen auf Grund feiner Arbeit und sozialen Stellung an diesem Ergebnis und seinen allgemeinen Lebensbedingungen zu betrachten. Das soziale Problem ist mithin ebenso stark wirksam, wie das wirtschaftlich-kauf- manmsche. Es bedarf keiner Frage, daß dem Reichskommissar für die Preisbildung Aufgaben zugeteilt sind, die weder als einfach, noch oftmals als angenehm zu bezeichnen sind. Es kann sich jedoch bei umfassenden d,e Nation berührenden Problemen nicht um das Angenehme oder Bequeme handeln, sondern einzig und allein um das Notwendige zum Segen des Volkes. glaube nicht zu viel zu sagen, wenn ich er- klare daß meine Tätigkeit als Reichskommissar für die Preisbildung nicht ohne weiteres als ein Nachfolgerschaft früherer Preiskommissare angesprochen werden kann. Durch das zum Dierjahresplan er- lassens Gesetz vom 29. Oktober 1936 kommt der grundlegende Wandel in der Formulierung und in der Erteilung der Vollmachten zum Ausdruck. Das Pr^lsproblem ist praktisch auf eine neue Grundlage Denn ich als Reichskommissar der Aufgabe, die mir gesetzt ist, in dem Umfang, der jetzt Gel- * Berlin, 1. Dez. (DNB.) Im Reichsgesetzblatt vom 1. Dezember wird eine Ueberleitungsverorb- nung zum Gesetz zur Durchführung des Dierjahres- planes vom 29. Oktober 1936 veröffentlicht, in der bestimmt wird, daß die bisher auf dem Gebiet der Preisfestsetzung und Preisüberwachung erlassenen Verordnungen, Anordnungen und allgemeinen Vorschriften in Kraft bleiben, soweit sie nicht durch das Gesetz vom 29. Oktober 1936 über die Einsetzung des Reichskommissars für die Preisbildung aufgehoben worden sind. Weiler veröfientlichl das Reichsgefehblatt eine Verordnung des Ministerpräsidenten Göring über das verbot von Preiserhöhungen. hiernach sind Preiserhöhungen für Güter und Leistungen jeder Art, insbesondere für alle Bedürfnisse des täglichen Lebens, für die gesamte landwirtschaftliche, gewerbliche und industrielle Erzeugung und für den Verkehr mit Salam heeresbi Salamanca W über i tyttesberity M Men i W irisch Mn uni tagen. 21 ^Abschnitt -Mschewis kr durch Ar! rtiki und r Lurchgeführt «bgewiese Truppen sechs uigrisf wurde schemsten a b Na konnte smgene mach, Bon der § Bolschewisten und blutig zu zahlreiche Was men. Unter len Munition Dum-Dum str die grau darstellen. A nationalen T Lienstag bai öffneten aber E auf die konnten. Eine ander ö*? Säuberur Dorhut Sen Hausei H der no He liegt. Jet Pinto W unter < Flankenai S.S> K- Ä? m °»-° einen S 6ol[i),n J» "’enfQ ’Sjum Ji Ai* vflichtungen, den, Sturm zu laufen, weil Augenblicksvorteile und scheinbare Erfolge dazu verleiten, und weil man über dem Kleineren das Größere vergißt. Wenn ich sage, meinem Denken und handeln liegt das Wolken aus der nationalsozialistischen Idee zugrunde, so spreche ich damit eigentlich nur eine Selbstverständlichkeit aus. Berkin, 1. Dez. (DNB.) In diesen Tagen wurde vom Führer eine wichtige Verordnung in Kraft gesetzt, die für die Finanzierung der R e r ch s a u t o b a h n e n von ausschlaggebender Bedeutung ist. Nach den getroffenen Maßnahmen nt gewährleistet, daß das weitere Dauprogramm der Reichsautobahnen, das bekanntlich im Jahr leweils di- Fertigstellung oon 1000 Kilometer vor- nein, entsprechend der Ankündigung des Führers bei der V°rkehrsüberg-be des 1000. Kilometers in Breslau durchgeführt werden kann. et das Satyre 1937 wiederum vorgesehene Fertigstellung von 1000 Kilometer wird die wich- W Durchganasverbindungen dem deutschen Kraftverkehr bereits auf große Länge zur Ser- l^?"? OrfT’ $3 merl)eTl beispielsweise bis Herbst jl»' wkV 0ÄJ7 Al am Rande. Alle Männer der deutschen Wirtschaft die unter Berücksichtigung aller vernünfttgen wirb schafNich-kaufmännischen Grundsätze, die sie in bezuH auf die von ihnen geleiteten Werke anzuwenden haben, das größere Ziel der deutschen Sicherheit und Freiheit sehen, werden nicht nur frei fein von einer völlig unbegründeten Sorge, sondern gern uni) freudig Mitarbeiten an der Meisterung der Auf. gaben, die in solcher Größe noch keinem Geschlecht äestellt worden sind, und sie werden damit beweisen, daß sie würdig sind unserer Zeit und dieser- Geschlechts. Selbstverständlich erfordert das ein immer stärkeres Freiwerden von dem Gedanken, denen mam bislang mehr oder weniger in bezug auf Wirtschaft und Volkswirtschaft gehuldigt hat. hier liegt der eigentliche und notwendige Bruch mit der Der- gangenheit und hier beginnt das, was man als nationalsozialistische Anschauung über Wirtschaft bezeichnen muh. Ich muß selbstverständlich, um die Wirksamkeit' des Wollens und der erforderlichen Anordnungen, zu sichern, die Kraft irgendwie gewinnen, die mir Gewähr gibt, täalich die Vorgänge im großen unb ganzen zu übersehen und zugleich mir die Möglichkeit verschafft, dort entscheidend nachzuhelfen unb einzugreifen, wo schädliche Wirkungen aus gegenteiliger Handlung eingetreten sind. Um das Preis- bild im gesamten Reich immer wieder übersehen Zu können und unberechtigten Erscheinungen mit Nachdruck rechtzeitig entgegenzutreten, benötige ich die verschiedensten Kräfte, die einerseits organisatorisch, befehlsmäßig, in meiner Hand sind und an- dererseits ideell, sowie organisatorisch mitarbeUenb eingespannt werden. Das eine sind die aus staatlichem Recht gewordenen oder werdenden Stellen, die sich mit all dtesen Dingen zu befassen haben, das andere die ideellen Träger unseres gesamten Gedankengutes, das ist die NSDAP, mit ihren sämtlichen Miede- rungen. Bei allem Glauben an die Gutwilligkeit und den Idealismus der verschiedensten Kräfte muß trotzdem die wirtschaftspolitische Führung des Staa« tes immer wieder als mahnende, treibende, lenkende und — wo es notwendig ist — hart strafende Kraft auftreten und vorhanden fein. nche 250 Kilometer, das sind 58 v. h. der Gesamt« länge; auf der Strecke Berlin—Breslau 192 Kilometer, bas sind 50 v. h. der Gesamtlänge; auf der Strecke Karlsruhe—Stuttgart—München— Reichsgrenze 274 Kilometer, das sind 69 v. h. der Gesamtlänge. Ich bin mir klar darüber, wie stark menschliche Triebe immer wieder aeneigt sind, gegen sittliche Verpflichtungen, die der Allgemeinheit gegenüber bin- Außerdem steht die Verbindung Bremen—Hamburg—Lübeck mit AnjAuß an den Bremer Hafen und mit Anschluß an Travemünde sowie die Der- bindung Berlin—-Stettin mit Anschluß an die Ostseebäderstraße und die Gesamtdurchguerung des Ruhrgebietes von Köln über Oberhausen bis nach Dortmund zur Benutzung zur Verfügung. Bei den Finanzierungsmahnahmen hat man es absichtlich vermieden, Gebühren auf der Autobahn nach dem Muster anderer Staaten zu erheben. Nach Prüfung der verschiedenen Möglichkeiten wurde als gerechteste Maßnahme eine einyeit« liche Zolleryöhung für Kraftstoffe betrachtet, darauf diese Weise die deutsche Kraftfahrt für die ödjaffung eines eisteuert» Durch Me w Dabei kann und muß man sehr wohl Maß- nahmen durchführen, die, lediglich auf den Einzelwirlfchafienden bezogen, unter Umständen verneint werden müßten, im Interesse des gesamten volkswirtschaftlichen Ablaufes aber unter allen Umständen zu tun sind. Selbstverständlich ist, daß in solchen Fällen die etwa dadurch entstehenden Sonderlasten oder Opfer nicht nur auf die Schultern des Staates — richtiger gesagt der Allgemeinheit — abgewälzt werden, sondern daß sehr wohl Einzelpersönlichkeiten oder weite Kreise wirtschaftlich starker Träger dieser Bürde zum Nutzen und Frommen der Ganzheit zu übernehmen und zu tragen haben. Es wird vornehmste Aufgabe meines Amtes sein, in allen Einzelerscheinungen und den sicherlich auftauchenden widerstrebenden Meinungen der Geister stets auf diese Grundprinzipien zu verweisen und von dorther Bereinigungen und letzte Be°! schküsse herbeizuführen, die dem einen oder anderen vielleicht materiell nicht zusagen, von der Gesamt-! schaftlichen Leben darf unter keinen Umstanden das sozialpolitische Gefüge unseres Volkes nach, (eilig beeinflussen, oder gar erschüttern. Demzufolge ist mir als vordringlich die Verpflich. hing auferlegt. Ne Lebensmöglichkeit der weitesten Schichten des deutschen Volkes unter allen Umständen durch die Sicherung vernünftiger Preisrelationen zu garantieren. Die täglichen Bedürfnisse sehen sich aber nicht nur zusammen aus den Dingen, die über Essen und Trinken den Körper erhalten, oder die körperlich ver- brauchte Kraft auffrifchen, sie umschließen zu- gleich auch alle die vielen anderen Dinge, die in ihrer Gesamtsumme bestimmend auf das so- zialpolitische Verhältnis einwirken. Nun braucht kein Mensch zu glauben, bai meinerseits die Auffassung bestünde, die Größe de Arbeitsleistungen meines Amtes wurde etwa h<. fttmmt werden durch die Summe der herausa«. brachten Erlasse und Verordnungen. Vielmehr kommt es darauf an, eine möglichst gesunde einheitlichung herbeizuführen, um sowohl den Mm schen in der Wirtschaft als auch den überwachend^ Stellen einen Ueberblick zu verschaffen, der möc. liehst einfach zu sein hat. Es wird niemandem gelingen, die Bedürfnis^ des Alltags für die weitesten Schichten des Volke; sicherzustellen, wenn nicht gleichzeittg gewerblicht und industrielle Wirtschaft und alle jene Teile der Wirtschaft, die im Zusammenhang als mitbestim- mende und rückwirkende Faktoren angesprochen werden, in den Bereich der Gestaltung eingezoge-r werden. Es wäre aber falsch, der Meinung zu Huldigeri, das alles könne man vom grünen Tisch aus aj Hand von Akten und schriftlich skizzierten Unter, lagen einfach verordnen und garantieren. Immer wieder muß gesagt werden, daß jedes Gesetz uti jede Verordnung lebt aus dem Geist, aus dem e; geboren wird, und feine Erfüllung findet aus deni Geist, aus dem ein ganzes Volt ihm gegenübersteht Gewerbliche und industrielle Wirtschaft muß gentm so, wie etwa das Bauerntum und der Reichsnähr- stand, aus einer bestimmten inneren Einstellung heraus mitwirken unter Führung des nationalsozialistischen Staates, wenn das gesamte Geschehen ohne allzu große Kraft- oder gar Gewaltanstren- gung erfolgreich ablaufen soll. Ich halte es für falsch, hier einen ganzen Blüteir- kränz von Einzelheiten zu präsentieren und zn sagen, was alles beabsichtigt und in Angriff genommen ist. Nach meinem Dafürhalten kommt « bei meiner Arbeit nicht so sehr darauf an, was nun gewollt wird, sondern entscheidend darauf, was als tatsächlicher Erfolg eintritt. Die Arbeit um bie einzelnen Dinge wird sich unter Ausschluß der Oeffentlichkeit abspielen, und ich habe auch nicht die Absicht, reif gewordene Entschlüsse, die nun zur Wirklichkeit werden, jedesmal zum Anlaß großer Proklamationen zu nehmen. ' Der Präsi Husbrutf, das fung gewonnen Hal. gerecht werden will, muß ich in die wirtschaftlichen Vorgänge gestaltend mit eingrifen, um aus organischen Werten ein wirkliches preisbild zu gewinnen. Ich muß mich also mit all den Dingen befassen, die als wichtige Faktoren im Werdegang des wirtschaftlichen Lebens eine Rolle spielen, und demgemäß den Aufgabenkreis in einer Weite und liefe zu meistern versuchen, der gleichbedeutend ist mit dem Versuch, den Dingen und Erscheinungen ein Ende zu bereiten, die aus der Vergangenheit bis in die jüngste Gegenwart hinein lebendig geblieben sind. Dieser Versuch wird nicht erfolgreich fein, wenn ich mit einer starren Patentmethode an die Probleme Herangehen sollte. Vielmehr wird der Erfolg um so größer sein, je nachdrücklicher es mir gelingt, im Zusammenwirken mit allen in Fraae kommenden Kräften die inneren Anschauungen zu behandeln und entsprechend der Vielfältigkeit des Lebens alle Mittel und Methoden zu ermöglichen, mit denen man der Schwierigkeiten Herr werden kann, ohne daß durch die Anwendung hiervon Schaden oder Nachteil für das gesamte Volk und die gesamte Volkswirtschaft eintreten. Es dreht sich also nicht um ein Wirtschaftssystem, sondern um eine Wirtschaftsauffassunb um Wirtschaftsbeeinflussung, Lenkung und Führung, die, aus nationalsozialistischem Geist geboren, bte Fähigkeit in sich birgt, das Leben so zu meistern, wie es sich nun einmal bietet. Allgemeinverständlich gesagt: Ich werde mein Amt als Reichskommissar im nationalsozialistischen Geist ausüben, und demgemäß müssen die Inhalte aller Verordnungen unb Erlasse fein. Es bedarf keiner besonderen Erwähnung, daß ich selbstverständlich die Grundlagen für die Ueberwachung dieser Arbeit schaffe, die ebenfalls eindeutig den Geist unserer Zeit und unserer Idee atmen. Vorübergehend muß ich die bislang geltenden Vorschriften, die in zahlreichen Gesetzen verstreut sind, in Wirkung belassen, bis eine wirklich echte Umbildung und Neufassung erreicht ist. Schon jetzt habe ich durch eine Anweisung, di-e dieser Tage erscheinen wird, für die notwendige Kontinuität der alten Vorschriften gesorgt, um so zum mindesten eine Anwendung in unserem Geiste zu ermöglichen. Die Ueberteitungs« Verordnung bringt vor allen Dingen zum Ausdruck, daß auch bei Verstößen gegen die noch geltenden alten Vorschriften die weitergehenden Maßnahmen des Gesetzes vom 29. Oktober Anwendung finden. Die durch den Vierjahresplan nunmehr weithin sichtbar eingeleitete Wandlung in unserem wirtSÄ siche, e dein onch o Verwüstung Mischen des Krieges sie in den K ten. Lin den oelt weiter Kontinent h sie der wi Nationen i gen auf d oanfls erwähnte, am 1. Dezember in Kraft ge- treten« Verordnung werden die Benzin- und Benzolzölle um 4 Mark und die Mineral- ölausgleichssteuer um 5 Mark je Doppel- Zentner erhöht. Hinzu kommt bei den Zöllen der Tarazuschlag. Die Verordnung wirkt sich dahin aus, der Verbraucherpreis je Liter Benzin und Gemisch sich um 4 Pfennig je Liter erhöht. Unter Berücksichtigung der oorangegangenen, durch Ermäßigung der Spritabgabe eingetretenen Senkung der Treiostofspreise um 1 Pfennig je Liter ergibt sich somit eine Erhöhung der Tankstellen- preise gegenüber früher um nur 3 Pfennig je Liter, also etwa um 9 o. H. Die Maßnahme wird ergänzt werden durch eine entsprechende Anpassung der Gasölzölle. Im Zusammenhang mit den schon früher zugunsten der Reichsautobahnen getroffenen steuerlichen Maßnahmen, und zwar der Erhöhung der Gasölzölle um 4 Mark je Doppelzentner im November 1935 und der Einführung der Defürderungssteuer im Omnibus- und Kraftwaaengüterfernverkehr (Gesetz zur Aenderung des Beförderungssteuergesetzes vom 2. Juli 1936 und vorläufige Durchführungsbestimmungen dazu vom 21. September 1936) ist hiermit eine wesentliche Grundlage für die weitere Finanzierung der Reichsautobaynv geschaffen. Aus der zunehmenden Vollendung des Netzes der Reichsautobahnen sowie aus dem Ausbau des allgemeinen Straßennetzes überhaupt erwachsen der deutschen Kraftfahrt eine Reihe großer Vorteile. Hierunter fällt auch insbesondere eine wesentlick)e Kraftstoffersparnis, die man bei wirtschaftlichen Geschwindigkeiten im Vergleich mit anderen Straßen im Durchschnitt zu etwa 15 v. H. ansetzen kann, so daß die Mehraufwendungen wieder ausgeglichen werden. panammkamsche Friedenskonferenz eröffnet. Oie Ansprache des Präsidenten Roosevelt. Buenos Aires, 1. Dez. (DNB.) Präsident Roosevelt eröffnete am Dienstag die von ihm einberufene interamerikanische Friedenssicherungskonferenz. In seiner Eröffnungsrede betonte er, daß er sich an die „amerikanische Völkerfamilie" wende, die in Frieden miteinander lebe und nicht von Kriegsfurcht geplagt sei. Präsident Roosevelt erinnerte an die Tatsache, daß sein Amtsvorgänger Wilson seinerzeit eine ähnliche weite Reise gemacht habe, die zu dem tragischen Fehlschlag von Versailles geführt habe, und erklärte, daß man in Buenos Aires nicht zusammengekommen sei, um Bündnisse abzuschließen, um eine Kriegsbeute zu verteilen, Länder zu zerstückeln, oder um Menschen zu verschieben, als wenn sie Bauern auf einem Schachbrett wären. „llnfer Ziel ist die Fortsetzung der Segnungen des Friedens". Lin moderner Krieg bedeute nicht nur den Zusammenstoß von Armeen, sondern auch die Zerstörung von Städten und die Verwüstung von Bauernhöfen. Auch die amerikanischen Staaten würden von den Leiden des Krieges selbst dann getroffen werden, wenn sie in den Kampf nicht direkt verwickelt sein sollten. Lin bewaffneter Konflikt würde, wie Roosevelt weiter ausführte, auch den amerikanischen Kontinent in vielfältiger Weise bedrohen, ebenso wie der wirtschatliche Zusammenbruch anderer Rationen notwendigerweise auch Rückwirkungen auf die wirtschaftliche Lage in Amerika haben würde. Der Präsident gab dann seiner Ueberzeugung Ausdruck, daß die Republiken der neuen Welt an der Abwendung einer drohenden Katastrophe Mitwirken könnten. Diese Abwendung der Kriegsgefahr habe durch die Verhinderung kommender Kriege zwischen den amerikanischen Staaten und durch einen engen Zusammenschluß zum Zwecke der Beratung geeigneter Sicherheitsmaßnahmen zur Abwehr von Angriffen zu erfolgen. Aber auch der Aufbau des Welthandels sei ein wichtiger Faktor im Rahmen dieser Bestrebungen. Präsident Roosevelt betonte dann seinen Glauben an die demokratische Regierungsform, wobei er zum Ausdruck brachte, daß dieser Glaube nicht vollkommen wäre, wenn er nicht durch den Glauben an Gott vertieft und ergänzt werden würde. Mit dieser Entwicklung der Menschheit sei das religiöse Empfinden innig verknüpft, und gelegentliche Versuche der Gottesleugnung seien stets vergeblich gewesen. Mit dem Hinweis, daß in diesem Geist die amerikanischen Staaten ihren Kontinent bewachen und beschützen werden, schloß der amerikanische Präsident seine Eröffnungsansprache. Bund der amerikanischen Staaten? Eine Absage an Genf. Buenos Aires, 2. Dez. (DNB. Funkspruch.) Bei einer Unterredung, die Präsident Roosevelt am Dienstagnachmittag Vertretern der argentinischen Presse gewährte, beantwortete Roosevelt die an ihn gerichtete Frage, ob ein Beitritt der Vereinigten Staaten zum Völkerbund möglich sei, mit einem kurzen Nein. Dagegen stellte der ame- rikanische Präsident die Möglichkeit der Bildung eines Bundes der amerikanischen Staaten nicht in Abrede. Oie Kämpfe in Spanien. Oer amtliche Heeresbericht. Salamanca, 2. Dez. (DNB. Funtspruch.) Der Heeresbericht des Obersten Befehlshabers in Salamanca gibt einen zusammenfassenden lieber- blick über die Operationen am Dienstag. Im Heeresbericht heißt es: Die Bolschewisten versuchten im Norden der Provinz A l a v a einen Angriff aus die Ortschaft Villa Real, wurden jedoch zurück- geschlagen und verloren dabei drei gepanzerte Lastkraftwagen. Aus dem Abschnitt der 7. Division im Frontabschnitt von Madrid wird berichtet, daß die Bolschewisten ebenfalls einen Angriff versuchten, der durch Artillerie und Maschinengewehre vorbereitet und mit sowjetrussischen Tanks durchgeführt wurde. Auch dieser Angriff konnte abgewiesen werden, wobei die nattonalen Truppen sechs Tanks erbeuteten. Auch ein Flankenangriff wurde unter großen Verlusten für die Bolschewisten abgeschlagen. In der Ortschaft Villa Harta konnten die nationalen Truppen 40 Gefangene machen. Don der Südarmee wird gemeldet, daß die Bolschewisten die Ortschaft Villa Marta angriffen und blutig zurückgewiesen wurden, wobei sie auch zahlreiche Waffen und viel Ausrüstungsmaterial verloren. Unter der an der Madrider Front erbeuteten Munition befand sich eine große Anzahl von Dum-Dum-Geschossen, die einen Beweis für die grausame Kriegführung der Bolschewisten darstellen. An der Madrider Front standen die nationalen Truppen in der Nacht von Montag auf Dienstag dauernd unter heftigem Feuer. Sie eröffneten aber trotzdem im Morgengrauen den Angriff auf die feindlichen Linien, in die sie einbrechen konnten. Eine andere Heeresgruppe beendete am Montag die Säuberung der eroberten Ortschaft P o z u e l o. Die Vorhut der nationalen Truppen erreichte die ersten Häuser der Ortschaft Aravaca, die in der Nähe der nach El Escorial führenden Landstraße liegt. Bei Pinto und Daldemora, südlich von Madrid, wurde unter großen Verlusten für die Bolschewisten ein Flankenangriff zurückgeschlagen. Es wurde fest- ?efteUt, daß der Anteil der Ausländer an den Ge- allenen 80 v. H. betrug. Nationale Flugzeuge haben am Dienstag an der Südfront die feindlichen Stellungen bei Villa Harta und Efpiol mit Erfolg bombardiert und bei Pozo- blanca einen Eisenbahnzug zerstört. Eine Ansammlung bolschewistischer Abteilungen bei Minojosa wurde ebenfalls unter Feuer genommen. In der Nacht zum Dienstag bombardierten nationale Flugzeuge an der Madrider Front die Station Aravaca, sowie die vor dem Dorf Fuencarral gelegenen bolschewistischen Stellungen. Am Dienstagvormittag belegten zwei bolschewistische Bombenflugzeuge den Flugplatz von Salamanca mit 14 Bomben, ohne jedoch nennenswerten Schaden anzurichten. Ein ganzes sibirisches Regiment für die spanischen Bolschewisten! London, 2. Dez. (DNB. Funkspruch.) Ein Berichterstatter der „Daily Mail" meldet aus Ta- lavera de la Reina, daß die Bolschewisten in Madrid kürzlich durch 15000 Ma nn fremder Truppen verstärkt worden seien. Darunter befindet sich ein sibirisches Regiment von 3000 Mann mit Offizieren. Kriegsmaterial neuesten Typs, Tanks, Maschinengewehre usw. seien von Moskau nach Madrid geschafft worden, um die Stadt verteidigen zu helfen. Völkerbundsrat am 10. Dezember. Genf, 1. Dez. (DNB.) Das Dölkerbundssekre- tariat hat Dienstagmittag die Ratsmitglieder telegraphisch auf den 10. Dezember zur Ratstagung nach Genf eingeladen. In diplomatischen Kreisen ist man überzeugt, daß die Tagung nur von kurzer Dauer sein wird. Jrn Dölkerbundssekre- tariat wird mit drei Tagen gerechnet. Die Moskauer Verfassunaskomödie. Moskau, 1. Dez. (DNB.) Auf dem Moskauer Rätekongreß wurde am Dienstagabend die sogenannte Aussprache über den Verfassungsentwurf für beendet erklärt, nachdem sie sich sechs Tage lang hingeschleppt hatte. Wie nicht anders zu erwarten, brachte diese Aussprache keine sachliche Erörterung oder Gegenvorschläge, sondern erschöpfte sich in den üblichen Verherrlichungen des „Sowjetparadieses", die durch ihre ständige Wiederholung nicht an Ueberzeugungs- traft gewinnen kann. Selbstverständlich fehlte es auch nicht an kriecherischen Ergebenheitsbeteuerungen für den „geliebten Vater" Stalin und an heftigen Ausfällen gegen den „Faschismus". Der Verfassungsentwurf wurde dann vom Rätekongreß einstimmig angenommen. Englisches Waffentransport-Verbot. Annahme im Unterhaus. London, 2. Dez. (DRV. Funkspruch.) Das Unterhaus hat um 2 Uhr früh das Gesetz über das verbot englischer Waffentransporte nach Spanien in dritter Lesung mit 182 gegen 88 Stimmen angenommen. „Times begrüßt das neue Gesetz. Die Zeitung erklärt, die einzige vernünftige Politik, die England treiben könne, sei die, deren Grundsätze Eden in bewundernswerter Form im Unterhaus vertreten habe. Wenn das Richteinmifchungsabkom- men auch unvollkommen fei, fo biete es doch Schuh gegen eine offene Einmischung, die unter Umständen zu einem europäischen Kriege führen könnte. Linstweilen könne die englische Regierung nichts weiter tun, als beispielhafte Neutralität wahren und auf den Augenblick warten, in dem sie sich stärker als nur in rein humanitärer Form in die spanischen Dinge einschalten könne. Selbst spanischem Haß seien Grenzen gezogen. Eines Tages würden die kämpfenden Parteien in Spanien erkennen, daß sie das Land durch eine Fortsetzung des Kampfes zugrunde richten. Wenn es soweit gekommen sei, dann sei für die englische Regierung die Zeit zum Handeln da, um ihren unparteiischen Einfluß dahin geltend zu machen, daß das Blutvergießen abgestoppt werde. Bis jetzt sei aber dieser Zeitpunkt noch nicht gekommen „Daily Telegraph" hebt in seinem Kommentar besonders hervor, daß durch das neue Gesetz der britischen Flotte idas volle Recht gegeben werde, jeder Behelligung britischer Schiffahrt VT« verstand zu leisten. Die englische Politik werde weiter daraus ab- zielen, alles zu tun, um das liebergreifen des inneren spanischen Konfliktes auf Europa zu verhindern. Das Blatt der Labour-Party „Daily Herold" ist mit der Haltung der Regierung natürlich nicht einverstanden und sucht erneut für die Aufhebung der englischen Nichteinmischungspolitik | Stimmung zu machen. Der Weltfeind Bolschewismus. Oie Bo'schew sten Anstifter des , London, 2. Dez. (DNB. Funkspruch.) Zwei englische Morgenblätter, die „Morning Post" und die „Daily Mail", die sonst in ihren politischen Ansichten keineswegs immer übereinstimmen, nehmen die Rede Roosevelts vor der internationalen Friedenskonferenz und die Unterhaus-Ansprache zum Anlaß, um den Bolschewismus und die Sowjetunion scharf anzugreifen. „M o r n i n g P o st" verweist auf die Rede Litwinow-Finkelsteins auf dem Rätekongreß und sagt, seit Bestehen des Bolschewismus in Rußland habe Moskau einen systematischen kommunistischen Feldzug gegen die ganze europäische Welt begonnen. So habe man erst auf dem Kongreß der Komintern im August vorigen Jahres alle möglichen Entschließungen gefaßt, um fremde Ehre zu zersetzen, um illegale Literatur zu verbreiten und gehime Versammlungen abzuhalten. Damals habe man auch die Taktik der „Volksfront" vorgeschlagen, die für Sowjetrußland bereits in diesem Jahre von Erfolg gewesen sei. Die Bolschewisten werden dann in dem Artikel als die eigentlichen Anstifter des „Krieges der Weltanschauungen" gebrandmarkt. „Daily Mail" prangert im Zusammenhang mit der Unterhaus-Aussprache schonungslos die Greueltaten der Kommunisten und und Anarchisten in Spanien an. Franco versuche, fein Land von einer blutdürstigen und brutalen Bande zu befreien, die sich anmaße, Spaniens verfassungsmäßige Regierung zu sein. Die wahre Lage sei aber, so sagt „Daily Mail" weiter, folgende: Bei der letzten allgemeinen Wahl in Spanien im Februar d. 3. habe die Rechte 200 000 Stimmen mehr erhalten, als die Linke. Rur das spanische Wahlsystem habe den Roten im Parlament eine Mehrheit geben können. 3n der Zeit der sog. „Volksfront-Regierung" seien täglich im ganzen Lande Anhänger der nationalen Parteien ermordet worden, und nicht weniger als 60 Kirchen seien in Flammen aufgegangen. Die Ermordung des nationalen Führers So- t e l o fei für Franco das Zeichen gewesen, zu den Waffen zu greifen. Seitdem habe Moskau, das zu den Unruhen schon vorher angestiftet und sie gefördert habe, den Bolschewisten in Spanien jede nur denkbare Unterstützung gewährt. Diese hätten dann jede Spur von Menschlichkeit fahren lassen. Der Pöbel und die Verbrecher seien bewaffnet worden. Nonnen habe man bei lebendigem Leibe geröstet, Priester seien gemartert und ermordet, Spaniens historische Kirchen zerstört worden. Die gemeinsten und scheußlichsten Verbrechen habe man begangen. Mindestens 16 000 Priester, Mönche und Nonnen seien ermordet und etwa 20 000 Kirchen, Klöster und religiöse Schulen zerstört. Dazu komme, daß die Bolschewisten Spaniens nationalen Wohlstand vernichtet haben. Als die nationalen Truppen auf Madrid vorrückten, hatten die Bolschewisten die gesamte Goldreserve der Bank von Spanien in Höhe von 60 Millionen Pfund nach Frankreich verschoben. Sogar Privatbanken in Madrid seien von den Roten, diesen skrupellosen Mördern und Dieben, geplündert worden. Die höhe sei, daß fehl diese Mörder, Religionsschänder und Räuber von den Marxisten und anderen im Unterhaus noch als „verfassungsmäßige Regierung Spaniens" bezeichnet würden, der, wie sie sagten, England seinen Segen und seine Unterstützung geben müsse. Geheimpapiere in London gestohlen. London, 2. Dez. (DNB. Funkspruch.) G e - Heimpapiere über das Luftfahrtministerium und ein Flugzeugwerk in Bristol find in London aus einem Privatwagen g e st o h - l e n worden. Die Polizei hat sofort die Suche nach den Tätern und Papieren ausgenommen. Bisher hat sie jedoch keinen Erfolg gehabt. Krieges der Weltanschauungen". Deutliche Antwort aus Lettland. Riga, 1. Dez. (DNB.) Als erste lettische Zeitung antwortet das Militärblatt „Latvijas Karei- vis" auf die auf dem Moskauer Rätekongreß gegen die baltischen Staaten gerichteten Drohungen und erteilt Schdanow die verdiente Abfuhr. Das Blatt schreibt u. a.: Die Kommunistische Par- tei ist das Otterngezücht, das unsere Länder zur Operationsbasis gegen unser Volk und unseren Staat machen möchte. Gleichzeitig mit der Wiedergeburt der alten militärischen Rangstufen ist bei einer Reihe bolschewistischer Machthaber der „Drang der Gendarmen" wieder aufgelebt, in den Revieren fremder Völker herumzustöbern. Es ist nicht das erste Mal, daß sich von Osten her ein Fenster öffnet, durch das sich Bajonette drängen, um Verderben zu bringen; aber die Zeit ist noch gar nicht fern, wo wir unser Land von allen Freibeutern säuberten. Das wird auch ferner mit all denen geschehen, die „ungebeten nachsehen wollen, was los ist". Ein Holländer in Moskau verhastet. Amsterdam, 1. Dez. (DNB.) Wie erst jetzt bekannt wird, wurde Anfang November in Moskau der holländische Ingenieur de Wit von der GPU. verhaftet. Die Verhaftung erfolgte kurz nach der Rückkehr de Wits und feiner Frau aus einem in Holland verlebten Urlaub. De Wit war seit vielen Jahren als Spezialist in Sowjetrußland tätig. Ueber die Gründe der Verhaftung ist bisher nichts bekannt geworden. Die holländische Regierung ist bemüht, durch Vermittlung der amerikanischen Gesandtschaft in Moskau nähere Einzelheiten über die Verhaftung de Wits zu erfahren. Die Verhaftung de Wits erregt um so größeres Aufsehen, als er bereits sieben Jahre einen leitenden Posten in einem sowjetrusfifchen Trust für die Herstellung von Heizanlagen innehatte. De Wit sympathisierte bereits seit seiner Studienzeit mit dem Kommunismus und verweigerte aus diesem Grunde seinerzeit auch die Dienstpflicht im holländischen Heer, weswegen er von einem holländischen Kriegsgericht zu einer längeren Freiheitsstrafe verurteilt worden war. Schlichtungsverfahren bei Arbeitskonflikten in Frankreich Annahme in der Kammer. Paris, 2. Dez. (DNB. Funkspr.) Die Kammer hat in einer Nachtsitzung, die bis 2.45 Uhr dauerte, den Gesetzentwurf über die pflichtgemäße Anwendung des Vergleichs- und Schlichtungsverfahrens bei Arbeitskonflikten mit 4 3 8 gegen 13 0 Stimmen angenommen. Jrn Verlaufe der Aussprache über die einzelnen Artikel fanden zahlreiche Dorabstimmungen statt, bei denen sich die Regierungsmehrheit als ein Block von 340 bis 368 Stimmen zusammenfand, während die Stärke der Opposition zwischen 230 und 190 wechselte. Milchpreis in Paris steigt. Paris, 2. Dez. (DNB. Funkspr.) Der Milch- preis wird in Paris vom 5. Dezember ab von 1,40 Frank für den Liter auf 1,50 Frank für den Liter erhoyt werden. Hauptfchriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertretender Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: i. V. Ernst Blumschein; für Feuilleton: vr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. X. 36: 10 000. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. «Oll iii iii iii »i iii ■i' iiiir iiii iii Jiiä !■' 1 !!■!•!■- iieiei» iiiiiie .wen 'Mir ilw- !W>S«»W!W»i»«'SiSISi'SiiiUi»KSr-! 'S!?!l‘"?S!"!"!l!gig!i!"i"!S5!e'""?.- i iiiiiÄiiiiiiiiiBjÄiBÄrv,-/ä '; Uv Aii ".‘V- liieiiiiiiiiir// ' SV iiii !!■!■!■•»!■!■ iieieiemtne !!■!■'■!■!■!■ iiiiiiSieiiie iiiiiiaiiiia i!S!S!i*2Ä!S!SS!S!S!B!«!’E:_:i 1J.___....... WWW ■!■!■!! ■!■!■!! M Aus aller Welt. Oie Räuberbande Schüller vor dem Sondergericht. Vor dem Sondergericht in Breslau begann der Prozeß gegen die Gebrüder Schüller, die berüchtigte Räuberbande. Angeklagt sind der 27jähLige Fritz Schüller, der 29 Jahre alte Erich Schüller, beide verheiratet, und der 21jährige Walter Schüller: alle sind vorbestraft. Schon 1931 verübten die Gebrüder Schüller, die stark kommunistisch eingestellt waren, zahlreiche Einbrüche. Sie führten ständig Schußwaffen bei sich, von denen sie auch Gebrauch machten. Nach einem mißglückten Raubüberfall auf einen Postwagen wurde der Ueberfall auf den Kaufmann Ludwig verabredet. Nach der Ermordung Ludwigs haben sich die Angeklagten und ihre damals noch lebenden Brüder in allen möglichen Verstecken aufgehalten. Im Frühjahr 1935 merkten sie, daß man ihnen auf die Spur kam. Deshalb wollten sie ihren Wohnsitz verlegen. Um sich die Mittel hierzu zu verschaffen, sollte der Raubüberfall auf den Bahnpostwagen des Schnellzugs Kohlfurt — Görlitz ausgeführt werden. Die Angeklagten wurden sämtlich gefesselt vorgeführt. Zunächst stand der Raubmord an Ludwig zur .Erörterung. Der Angeklagte Walter Schüller bestreitet, einen Schuß abgegeben zu haben, und erklärt, daß Willi, der tot ist, geschossen habe. Der als Zeuge vernommene Kriminalbeamte bekundet, daß der von ihm festgenommene Fritz Schüller ihm gestanden habe, daß er und seine Brüder gemeinschaftlich den Mord begangen hätten. Das Sondergericht behandelte dann den Raubüberfall auf den Schnellzug Kohlfurt—Görlitz. In der Nacht zum 12. Mai wurde der Blockwärter überfallen und gefesselt. Darauf wurden Schwellen über die Schienen gelegt. Als der Zug stand, schossen die Räuber auf tan Postwagen und auf die Lokomotive. In der allgemeinen Verwirrung konnten sie acht Geldkisten mit zusammen etwa 51 000 Mark aus dem Bahnpostwagen rauben. Die Angeklagten Fritz und Erich Schüller geben an, daß der später erschossene Hermann Schüller der Anführer gewesen sei. Oer Brand im Londoner Kristallpalast. Auf den Ruinen des Londoner Kristall- P a l a st e s war im Laufe des Dienstags die Feuerwehr noch emsig mit den Löscharbeiten beschäftigt. Der Generaldirektor des Kristall - Palastes, Sir Henry Buckland, erklärte, daß der Palast und sein Inhalt auch nicht annähernd in der Höhe des eigentlichen Wertes versichert sei. Der Bau eines neuen Kristall - Palastes würde zwischen 4 und 5 Millionen Pfund kosten. Sir Henry Buckland vertritt die Theorie, daß das Feuer durch eine Gasexplosion entstanden ist. Drei Brandherde hätten gleichzeitig bekämpft werden müssen. Das Theater des Kristall-Palastes, die Konzerthalle, die Büroräume und die gewaltige Orgel sind völlig z e r st ö r t. Das Kreuzschiff im Süden und Zentrum des Palastes ist dem Erdboden gleichgemacht. Von dem nördlichen Kreuzschiff steht lediglich noch die Fassade. Nur ein am Südturm gelegener Teil des Gebäudes blieb erhalten. Besonders schwer in Mitleidenschaft gezogen wurden die Laboratorien der Baird-Fernsehgesellschaft. An der Bekämpfung des Brandes beteiligten sich 381 Feuerwehrmänner, von denen 4 leichtere Verletzungen davongetragen haben. LZ „Hindenburg" über den deutschen Ansiedlungen in Südbrasilien. Auf seiner Rundfahrt über Südbrasilien fuhr das Luftschiff „Hindenburg" nach dem Besuch von Sao Paulo die Küste entlang und traf am Dienstag um 2 Uhr nachts in der Hauptstadt des Staates Santa Catarina, Florianopolis, ein, wo es von der Bevölkerung durch Feuerwerk und Raketen begrüßt wurde. Das Luftschiff setzte dann seine Reise nach Jtajahy fort. Mit der Morgendämmerung erreichte es die deutschen Siedlungen im Staate Santa Catarina. Die Fabriksirenen von Blumenau grüßten den deutschen Luftriesen. Bei der Rückkehr an die Küste wurde Joinoille überflogen, wo ebenfalls Straßen und Hausdächer von der jubelnden Bevölkerung dicht besetzt waren. Das Luftschiff setzte seine Fahrt nach Paranagua fort, von wo aus die Stadt Curityba besucht wurde. Nach längerem Flug über die Landschaft Paranas erreichte das Luftschiff erneut die Küste. Auf der Heimreise wurde nochmals Sao Paulo besucht. Von dort ging es über Santos zurück nach Rio de Janeiro. Slurm über der Nordsee. Der erste Dezembertag brachte neue schwere Sturm- und Hochwasserschäden an der Nordsee. In der Nacht zum Dienstag wurde die zweithöchste Flut des Herbstes gemessen. Der Wind frischte von Windstärke 7 auf 9, später auf 10 auf. In den Böen wurde vereinzelt Windstärke 12 erreicht. In den frühen Morgenstunden des Dienstag lief das Norderneyer Rettungsboot „Bremen" aus, um einem kleinen holländischen Schiff, das draußen mit schwerer See kämpfte, zu helfen. Das Rettungsboot konnte die vierköpfige Besatzung des Holländers bergen. Das Fahrzeug, dessen Name noch unbekannt ist, wurde im Osten der Insel Norderney auf den Strand geworfen. Auf Norderney selbst überflutete das Wasser die Standpromenade und ging über die Schutzhalle hinweg. Am Dienstagvormittag meldeten die Nordsee-Stationen von Cuxhaven bis Borkum Windstärke 7 bis 9. Die kleineren Fahrzeuge haben Schutzhäfen aufgesucht. Die Großschiffahrt ist noch nicht behindert. Große Was- sermassen sind erneut in die Elbe gepeitscht worden, so daß in Hamburg ein Wasserstand von arwerthalv Meter über mittlerem Hochwasser zu verzeichnen ist. Trotz Unwetter planmäßiger Flugverkehr der Lufthansa. Während des stürmischen Wetters, das in der Nacht zum Dienstag und am Dienstag selbst uoer West- und Mitteleuropa herrschte, wurde der Verkehr der Lufthansa in vollem Umfange auf» rechterhalten. Auch die Verbindungen über den Kanal hinweg nach England wurden am Tage und in der Nacht planmäßig von den Lufthansa- Flugzeugen beflogen. Polnisches Verkehrsflugzeug bei Athen abgestürzL Ein polnisches Flugzeug der Lot-Gesellschaft, das den Dienst Warschau—Athen v versieht, verunglückte kurz vor der Landung im Athener Flughafen Tatoi. Infolge ungünstiger Sicht geriet die Maschine gegen einen Berg und stürzte ab. Bon den fünf Fluggästen und den vier Mann der Besatzung wurden zwei getötet. Sieben Personen erlitten schwere Verletzungen. Ostpreußens Heldenfriedhöfe werden verschönert. Im Rahmen der großzügigen Umgestaltung am Reichsehrenmal Tannenberg sollen nunmehr auch die vielen anderen ost preußischen Heldenfriedhöfe zum Teil neugestaltet und dadurch jedem dieser Friedhöfe ein geschlossenes Gesamtbild gegeben werden. Die Umgestaltungen, bei denen Umbettungen grundsätzlich vermieden werden, beginnen an den Friedhöfen in nächster Nähe des Ehrenmals, den Erinnerungsstätten Mühlen, Wap- litz, Dröbnitz und Stsdtwald Hohenstein. Die landschaftlichen Besonderheiten dieser Plätze und ihre in Schützengrabenanlagen usw. noch vorhandenen unmittelbaren Spuren jener großen Tage sollen so mit den Ruheplätzen der Kämpfer verbunden werden, daß die Gesamtanlage sich zu einem starken, eindrucksvollen Bild für die Besucher vereinigt. Eingeschlossen in diese Neugestaltungen sind selbstverständlich auch jene Einzel- und Massengräber, die unmittelbar an den Straßen oder auf freiem Feld gerade dort angelegt wurden, wo die Kämpfer ihren Heldentod fanden. Anschließend werden auch die übrigen rund 300 Heldenfriedhöfe Ostpreußens verschönert. Ein Brautpaar mit dem Motorrad tödlich oerungtücft In einer der letzten Nächte ereignete sich auf der Reichsautobahn zwischen Heidelberg und Bruchsal ein Unglück. Dort mußte ein Fernlastzug, der nach Köln fuhr, wegen Kupplungsbruches halten. Der Wagen war mit Schlußlicht versehen, das vorschriftsmäßig brannte und hatte außerdem zwei Rückstrahler. Trotzdem fuhr ein aus der Dunkelheit herankommendes Motorrad mit voller Geschwindigkeit auf den Fernlastzug auf. Die beiden auf dem Motorrad sitzenden Personen erlitten so schwere Schädelbrüche, daß sie sofort t o t waren. Es handelt sich um den 32jährigen Obermüller Jakob Meindl aus Oberfranken, der in Schriesheim a. d. Berg, straße beschäftigt war, und um seine Braut, die aus Bad Tölz stammende 26 Jahre alte Therese Dan- z e r. Das Unglück dürfte so zu erklären sein, daß Meindl bei dem unsichtigen und regnerischen Wetter den haltenden Fernlastzug nicht bemerkt hat. Den Führer des Fernlastzuges trifft keine Schuld. „Emste Bibelforscher" vor dem Sondergericht. Lpd. Darmstadt, 1. Dez. Das Sondergericht verurteilte am Montag nach nahezu zehnstündiger nichtöffentlicher Verhandlung 14 „Ernste Bibelforscher" von der Bergstraße, darunter vier Frauen, die trotz Verbotes immer noch dieser Sekte anhingen und für sie warben, zu Gefängnis st ra- fen von vier Wochen bis zu zweiein- halb Jahren. Drei weitere Angeklagte wurden mangels Beweises fteigesprochen. ÖDd)fchumacbrid)ten. Dr. Oskar Ritter v. Niedermayer ist zum ordentlichen Professor für Wehrgeographie an der Universität Berlin ernannt worden. Oberstleutnant (E) Ritter v. Niedermayer war im Weltkrieg Leiter der Expeditionen in Iran und Afghanistan. Sein Werk „Ärn Weltkrieg vor Indiens Toren" hält die Erinnerung an sie fest. Professor Dr. Wolfgang Kunkel, Ordinarius für Römisches und Bürgerliches Recht an der Universität Göttingen, ist in gleicher Diensteigenschaft an die Universität Bonn berufen wotden. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Die unter heftigen Böen erfolgte Abfuhr tatter Meeresluft brachte auch unserem Gebiete am Dienstag verbreitete Niederschlagsschauer, die vielfach bis in die Niederungen herunter Schnee und in den oberen Lagen unserer Nachbargebirge Schneedecken, teilweise sogar Sportmöglichkeiten, brachte. Vom Atlantik her dringt zunächst wieder mildere Lust nach, die z. T. auch im Gebirge Regen bringen wird. Die Gesamllage bleibt auch weiterhin sehr unbeständig. Aussichten für Donnerstag: Wollig bis bedeckt und zeitweise Niederschläge bei lebhaften westlichen Winden, zunächst wieder milder. Aussichten für Freitag: Bei Luftzufuhr aus West bis Nord unruhiges und unbeständiges Wetter. Lufttemperaturen am 1. Dezember: mittags 3,9 Grad Celsius, abends 0,7 ©rat); am 2. Dezember: morgens 1,1 Grad. Maximum 7,6 Grad, Minimum, heute nacht, 0,7 Grad. Unser einziges, sonniges Kind, unser aller herzliebes Mariechen ist uns nach zweitägiger schwerer Krankheit im Alter von 18 Jahren durch den Tod genommen worden. In tiefer Trauer: Georg Wahl und Frau Dina, geb. Hexamer Gießen (Gr Steinweg 13), den 30. November 1936. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 3. Dezember, nach* mittags 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. __________________________________________________________ 05540 denken bewahren. 05538 Photo Krenzplatz 9 .wenn es (chwer fällt- .dann unbedingt eine Brille von ein notwendiges Geschenk- " dem Empfänger eine Freude! Beachten Sie die Schaufenster 13il14 BORRMANNg Neustadt 5 GIESSEN Ruf 4165 Mir Kd. per 15. Dezemb. zu vermiet. «553s Kaiserallee 19. Die Beerdigung hat bereits stattge- iunden. 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Oder N\ Leitende mjrügleichj imui Fahrz WÄß. Das b j eigentlicher \ N spezial! ckchrr Geschwindi! sie in den Schütze flflöe und Schützer hanzerdioisio ttiehr ist, sondern Mständigen Gefech «n andere Waffen. selbstverständlich eigene Artille Selbstfahrlafette bei Lehen des Verband! Die „Mutter der Kompanie". Äon Hauptmann a. O. Or. Gerhard Scholh So weit die deutsche Heeresgeschichte zurückreicht, ist der Dienstgrad einer der bekanntesten, den der Volks- und Soldatenmund treffend als „Mutter" ier Kompanie, Batterie oder Schwadron bezeichnet hat: der dienstälteste Unteroffizier der kleinsten: in sch geschlossenen Einheit bei der Wehrmacht. Er ist ter nächste Gehilfe des „Chefs", des Hauptmanns oder Rittmeisters und zugleich der unmittelbare Vorgesetzte aller Unteroffiziere beim Verband. Einst hieß dieser Dienstgrad einfach „Wachtmeister" (bei ien berittenen Truppen) und „Feldwebel" (bei den ssußtruppen); die Bezeichnung Oberfeldwebel ist aus der Zeit der deutschen Reichswehr hervor- xegangen. Der Oberfeldwebel (bzw. Oberwachtmeister) trägt bie Uniform des Truppenteils oder der Kommandolehörde, der er zugehört, mit den allgemeinen Abzeichen der Unteroffiziere, den Tressenbesatz rund cm Kragen und auf den Achselklappen, und für seinen Dienstgrad zwei Silbersterne auf jedem Schulterstück. Während des Dienstes ist außerdem los im ganzen Volk bekannte, quer vorn auf der Bruft, unter dem zweiten Knopfloch getragene Merkbuch ein Kennzeichen des Oberfeldwebels; es «nthält vor allem das namentliche Verzeichnis aller Angehörigen der Einheit und ihre innere Eintei- lung. Bei der leitenden Dienststellung, die der Ober- Isldwebel innehat, wird dieses Merkbuch dem jun- sen Soldaten vom ersten Tage auf dem Hofe der Taserne an bekannt und das darf man hier hinzu- *2t>en, schnell respektiert. Neben dem Führer der Truppe hat der Ober- seldwebel (Obw.) eine eigentümliche hervorgehobene Stellung, die sich im Verlaufe der Heeresgeschichte entwickelt hat. Das besondere Verhältnis des Oberfeldwebels zum Chef tritt hervor: Der Führer befiehlt den gesamten Dienst der Einheit; den inneren Dien st leitet der Oberfeldwebel. Unter dem „inneren" Dienst versteht man dabei die ganze Fülle der Dienstzweige, die zur Schlagfertigkeit der Truppe das notwendige Mittel sind. Die Aufsicht über die Unterbringung und Verpflegung, über die Unterhaltung der Bekleidung, Ausrüstung und Bewaffnung, über die regelmäßige Nachschau durch Apelle, die der jeweilige Chef mit seinen Offizieren vornimmt, über die gesamte Vorbereitung der Truppe zum Dienst, die Regelung bzw. Vermittlung aller persönlichen Angelegenheiten einzelner Mannschaften, die Pflege der Manneszucht und die umfassende Fürsorge sind seine Hauptaufgaben, die ihm den Namen einer „Mutter der Kompanie" eingetragen haben. Der Oberfeldwebel ist derjenige Führergehilfe, der die Mannschaft antreten läßt und sie durch die „Meldung" an den Führer, mündlich und vor der Front der Kompanie „zum Dienst" an den Offizier gleichsam übergibt; die unmittelbare Ausbildung und Schulung der Truppe zum Gefecht und die Leitung der dazu veranstalteten Uebungen ist die Sache des Offiziers; die Ausbildung der Mannschaft in der Vorbereitung für den D i e n st ist die Aufgabe des Oberfeldwebels; dabei ist er der Mittler zwischen der Mannschaft und dem Führer. Während des Aufenthaltes der Truppe in der Kaserne bezeichnet die Schreib st ube den Dienstbereich des Oberfeldwebels: er muß dafür sorgen, daß der gesamte Dienst sich pünktlich und reibungslos abwickelt. Er vollzieht die Anordnungen des Chef- für den allgemeinen und inneren Dienst; er ist zwar jedem anderen Offizier untergeordnet, aber nur dem Chef urtb dessen höheren Vorgesetzten ilr.282 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhejsen) Mittwoch, 2. Dezember 1936 Wehr und Waffen. daß der Gegner aber auch nicht das geringste merkt. so kann mit der Aussicht gerechnet werden, daß der Angriff durchdringt und die Abwehr ausschal- Einsatz der Wagen unter Brigadestärke kann im Ausnahmefall in Frage kommen. Die An- Rittel, das darüber hinaus eine Stei- von der organisatorischen Leistung, die griff tet. nur geht hervor, daß der Panzertruppe wohl in Zukunft eine große und ausschlaggebende Rolle zufallen wird, daß sie aber nicht in der Lage sein wird, die anderen Waffen zu ersetzen oder gar überhaupt an ihre Stelle zu treten. Ferner legt auch ihre Abhängigkeit von der Nachschubbasis ihrem „Aktionsradius" Beschränkungen auf. Trotzdem besteht heute kein Zweifel mehr, daß die Panzerwaffe, mag man ihre Wirkung über- oder unterschätzen, bereits durch ihr Vorhandensein und die Notwendigkeit, stets und ständig mit ihrem Einsatz zu rechnen, dem Gefecht der Zukunft das Gepräge geben wird. griffsbreite einer Brigade kann mit etwa vier Kilometer, die Tiefe mit vier bis fünf Kilometer angenommen werden. Falsch ist die Auffassung, der Wagen kämpfe gewissermaßen durch sein Gewicht, er walze den Gegner nieder. Der Wagen kämpft in erster Linie mit seiner Waffe. Beim Einsatz der Panzertruppe wird das Ge- Die Artillerie geht in Lauerstellung. Wenn einer einem anderen auflauert, so muß er selbst bereit sein, sofort zuzuhauen, der andere darf aber nichts davon merken. Gerade so ist es bei der Artillerie. Lauerstellung heißt also Feuerstellung, alles fix und fertig zur Schußabgabe, aber verdeckt und versteckt. Die Protzen nicht zu weit abgesetzt (es geht vielleicht sehr bald weiter vorwärts). Batterien, die den Angriff begleiten oder Sturmabwehr schießen sollen, dürfen erst dann schießen, wenn es wirklich nötig ist, sonst hat die ganze Lauerstellung keinen Wert, da der Gegner solche Batterien mit allen Mitteln niederzukämpfen sucht. Wechsel st ellungen sucht man stets aus, da es einem immer passieren kann, daß die Feuerstellung vom Gegner erkannt und mit Feuer gefaßt wird. Dann kann man, wenn es das feindliche Feuer erlaubt, umziehen, ohne durch die neue Erkundung Zeit zu verlieren. Solche Wechselstellungen müssen stets behelfsmäßig vermessen sein; denn sonst kann man aus solchen Stellungen nicht sofort schießen, weil die Verbindungen zu den Beobachtungsstellen zunächst fehlen. So kann man wenigstens nach der Karte schießen. Die Artillerie erkundet Verstärkungsstel- l e n. Das ist eine Fürsorge für andere Batterien, die noch zugeführt werden. Auch diese Stellungen müssen vermessen sein. Wenn man Zeit und Kraft hat, kann man auch noch Munition darin niederlegen. Damit werden die Vorbereitungen für die Feuereröffnung dieser Batterien ganz wesentlich abgekürzt. Die Artillerie baut Schein st ellungen. lieber solche Befehle ist im Kriege viel geflucht worden. Denn sie bedeuten für die Truppe viel Kraftaufwand und Erfindungsgabe. Die Truppe hält sie für unnötig, und Unnötiges tut die Truppe nicht gern. Immerhin haben im Stellungskriege Scheinstellungen manchen feindlichen Schuß abgefangen. Ihr Bau ist schwierig. Sind sie zu auffällig, fällt der Gegner nicht darauf herein. Sind sie zu unauffällig, schießt der Gegner nicht darauf. Wie man's macht, ist's falsch. Aus einer kleinen Schrift, die in knappem und klarem Soldatendeutsch wertvolle Aufschlüsse gibt. Die Artilleristen haben so einige Ausdrücke und Eigenheiten am Leibe, sie haben einige Begriffe im Gebrauch. Vielfach handelt es sich um Kleinigkeiten, die man kennen und auch verstehen muß, wenn man die Waffe der Artillerie verstehen und kennenlerpen will, wenn man sie führen will und wenn man schließlich in die begnadete Stellung kommt, wo man sie auch kritisieren oder deutsch besprechen darf oder muß. So z. B. unterscheidet man fahrende und reitende Artillerie. Man sollte aber nicht sagen, die Artillerie fährt, sondern sie marschiert. Die Eisenbahn fährt. Andere Waften marschieren auch. Man unterscheidet den Fahrer und den K a - nonier. Erstere haben die Pferde, letztere die Kanone oder besser das Geschütz zu bedienen. Wenn man Geschütz sagt, meidet man die Schwierigkeit, zwischen Kanone, Haubitze, Mörser usw. unterscheiden zu müssen. Bezeichnungen wie Pumper, Kümmich, Pulverkopp und was sonst so nette Bezeichnungen sind, meidet man besser. Es gibt sonst leicht Sticheleien wie Stoppelhopser, Backzähne, Kosaken, Schlammlatten, Benzinfritzen usw. Zwischen Kanonen und Haubitzen (der 21-Zentimeter-Mörser ist im Grunde auch eine Haubitze) ist der Unterschied, daß die Kanonen weiter schießen als die Haubitzen. Bei ersteren packt man mehr Pulver hinter das Geschoß, dadurch wird die Anfangsgeschwindigkeit (Vo) größer, die Rohrerhöhung kann kleiner sein, die Flugbahn wird gestreckter (rasanter), der Einfallwinkel des Geschosses bleibt klein, man schießt weit, kann damit aber nicht gut hinter Deckungen schießen. Aeußeres Kennzeichen der Kanonen ist ein langes Rohr. Bei den Haubitzen nimmt man weniger Pulver, die Vo wird kleiner, die Rohrerhöhung größer, der Cmfallwinkel des Geschosses wird größer. Man schießt nicht so weit, man kann aber besser hinter Deckungen langen und Deckungen durchschlagen. Aeußeres Kennzeichen der Haubitzen ist ein kürzeres Rohr. Vorderlader gibt es bei der Artillerie nicht mehr. Die sieht man sich am besten in Waffensammlungen an. Die Artillerie führt nur noch Hinterlader. Das Rohr ist am hinteren Ende verschlossen, daher der Name Verschluß. ArlillensWes für Äichtartillmsten Von Generalmajor Haase. Abgelöst. Von Otto Müller. Das Bataillon wird abgelöst. — — Ungläubig und doch mit stiller Hoffnung wird diese Botschaft von Mund zu Mund weitergegeben. Keiner weiß woher sie kommt, aber sie ist da und erweckt Gedanken an eine traumhaft glückliche Zukunft. Don Trichter zu Trichter hüpft sie und schließlich ist sie zur Gewißheit geworden. Aus den grauen, zerwühlten Frontgesichtern sprüht ein Funke neuer Lebenshoffnung. Zn langen, schweren Wochen ist das Bataillon im Brennpunkt der Front zur Schlacke zerglüht und nun soll es herausgehen aus dieser Wüste, aus diesen entsetzlichen Nächten, in denen das Grauen durch die zerstampften Gräben und Trichter schleicht. Und heute nacht schon soll es zurückgehen. Weit zurück in Ruhequartiere. So verlockend diese Gewißheit, so beklemmend ist der Gedanke an diesen Weg, gegen den die Schrecken des Inferno wie farblose Träumereien eines unbegabten Menschen erscheinen. Vorsichtig schiebt der Maschinengewehrposten seinen Kopf über den Rand des Trichters, der ihm tagelang Horizont gewesen ist, um hinunter zu schauen nach den Trümmern von Fleury. Aber ... -da kommt sie schon wieder die Feuerwalze, Schritt für Schritt schiebt sie sich vor, um plötzlich in rasendem Feuerwirbel mit zermalmender Wucht über die gequälte Landschaft hinwegzubrausen. Don der „Kalten Erde" beginnen einige Maschinengewehre zu stottern. Ihre Garben kämmen die Ränder der Stellungen ab, alles Leben vernichtend, was in ihrem Bereiche ist. Im Geflacker aber des Mündungsfeuers der Geschütze spritzen turmhohe Erdbrunnen auf und zerfließen die Rauchballen zu einem dichten Nebel, dem Auge die furchtbarsten Geheimnisse der Front mit einem dichten Schleier verhüllend. Fester drücken sich die Kämpfer in den brodelnden Schlamm ihrer Trichter; denn vor ihnen steht der Tod im flatternden Rauchmantel der Granate und über sie hinweg geht das Walzwerk der Front. Langsam ebbt das Feuer wieder ab, es ist inzwischen 3 Uhr morgens geworden. Zn den zurückliegenden Trichtern beginnt es zu rumoren, leist unterdrückte Kommandos erklingen, Klappern von , ber Gegner sehen kann, bezieht man nur im Falle Ärgert, schnellt vor/entzündet ein Zündhütchen am äußerster Not und nur auf kurze Zeit. Jedes un- Boden der Kartusche, dieses das Pulver in der nötige Verweilen in offener Feuerstellung zieht Kartusche, und der Schuß geht los. Man sagt dazu sofortiges starkes Feuer und damit Verluste auf aber nicht „bie Karthaune geht los" ober „man bie Geschütze. nötig ist, auf nachrichtentechnischem Gebiet nur bie Voraussetzungen für bie Führung zu schaffen. Die Taktik ber Kampfwagen, insbesonbere ihre Verwenbung in großen Verbänben, ist in allen Ländern noch durchaus in der Entwicklung. Der Weltkrieg konnte bei ber Rückständigkeit des damaligen Materials wenig Anhaltspunkte bieten. Es fehlen auch die Erfahrungen im Kampf mit einem Gegner, der selbst über die gleichen Mittel verfügt, vor allem über neuzeitliche Panzerabwehrwaffen. Der Erfolg der Panzerwagen im italienischabessinischen Feldzug ist mehr ein Triumph der Marschleistung und des Straßenbaus als ein Kampferfolg. Charakteristische für die heutige Auffassung über den Einsatz der Panzertruppe ist neben ihrer Verwendung als selbständiger Verband der Einsatz zahlenmäßig starker Truppen, das Vermeiden jeder Zersplitterung, das Zusammenhalten der Kräfte. Wenn dazu noch das Moment der U e b e r rasch u n g tritt, das immer angestrebt werden wird. Das Pulver wird nicht mehr in das Rohr hineingeschüttet und durch das Zündloch mit der Lunte zur Entzündung gebracht, sondern das Pulver ist in einer Mefsrngkartusche in mehreren Teilladungen zusammengefaßt. Diese wird hinter das Geschoß eingesetzt, dann der Verschluß zugemacht, ber sich dabei selbsttätig spannt. Dann wird abgezogen. Ein Schlagbolzen, der im Derschlußstück lagert, jerung der Beweglichkeit zuließ. Der erste Kampf- vagen fuhr Schritt. Die Infanterie hatte keine nennenswerten Schwierigkeiten, ihm auch im zerschos- l’nen Kampfgelände zu folgen. Als der Wagen cllmählich an Geschwindigkeit gewann, lief er dem .Fußvolk" weg. Mit seinem „Tempo" also trat las große Problem in Erscheinung, das heute noch nicht resllos überzeugend gelost ist. Entweder man rerlangsamte die Fahrt der Wagen, damit die Jn- fmterie mitkam. Das verbot sich allein bereits durch las Aufkommen panzerbrechender Abwehrwaffen, lenen der langsame Wagen eine willkommene Beute -□erben mußte. Oder aber man beschleunigte die den Lamps begleitende Infanterie, das heißt, man machte sie gleichfalls beweglicher, indem nan sie auf Fahrzeuge setzte und so dem Angriff folgen ließ. Das bedeutete also neben der Schaffung eigentlicher Panzerverbände die Aufstellung iiner Spezialtruppe auf Fahrzeugen gleicher Geschwindigkeit und Gängigkeit, wie wir kc in den Schützenoerbänden kennen. Panzerbri- cade und Schützenbrigade bilden zusammen die Vanzerdioision, die nun keine Hilfswaffe mehr ist, sondern ein eigener Verband, der zum selbständigen Gefecht befähigt ist ohne Anlehnung en andere Waffen. Selbstverständlich verfügt die Panzerdivision über eigene Artillerie, die mit Kraftzug oder auf Selbstfahrlafette bewegt in der Lage ist, dem Vorgehen des Verbandes im gleichen Tempo zu folgen Md in feinem Rahmen alle artilleristischen Sonder- oufgaben zu übernehmen. Pionierformationen haben ihre besondere Bedeutung in diesem Rahmen, wenn (5 sich darum handelt, Gelänbeschwierigkeiten zu iberroinben unb in ber Derteibigung für sich aus- Mutzen. Die Führunaber Wagen im Gefecht ist bei lern Tempo ber Fahrt, bem Lärm, der geringen llebersicht aus dem Wagen heraus sehr schwierig unb wirb damit ein technisches Problem. Im all- semeinen verfügen alle Wagen über eine Empfangsanlage, die auch während der Fahrt in Betrieb ist, alle Führerwagen bis hinunter zum Zugführer daneben über eine Sendevorrichtung. Bei der großen Zahl von Einzelfahrzeugen allein eines Panzerverbandes kann man sich einen Be- reißt Funken" oder „man macht Bumbum", sondern das Geschütz wird abgefeuert. Die Artillerie fährt auch nicht mehr auf. Es ist schon lange her, daß diese Artilleristen mit ihren Batterien auf bie Hohen hinauffuhren unb offen unb weithin sichtbar schossen. Man ist bei ber Artillerie schon lange vor bem Kriege bahinter gekommen, baß Arttllerie in offener Stellung gegen feinbliche Schnellfeuerwaffen (Geschütze, MG. unb dergleichen) nichts zu bestellen hat unb in kürzester Zeit zusammengeschossen wirb. Zu Anfang bes Krieges in Flanbern, auf ber Verfolgung in Ruß- lanb ist es wohl vereinzelt noch vorgekommen. Man hat biefe Forschheit mit schweren Verlusten bezahlt. Es ist interessant, bie Kämpfe zu beachten, bie sich jetzt bei ber Infanterie unb Kavallerie abspielen, hie offene, hie verbeckte Stellung ber MG., Begleitgeschütze, Kampfwagenabwehrgeschütze. Wir Arttlle- riften können nur warnen, mir haben uns, der Not gehorchend, durchgerungen zum Grundsatz, nur nach aus verdeckter Stellung zu schießen. Und hierzu geht bie Artillerie in Stellung, sie bezieht Stellung ober wirb in Stellung gebracht. Unb nun gibt es über „Stellung" so einiges zu sagen: Bereitstellung kennt man bei Der Arttllerie nur bespannt (ober verlostet), b. h. bie Geschütze hängen noch an ber Protze mit ber Bespannung, sie sinb nicht feuerbereit. Aus ber Bereitstellung geht es in bie Feuer st ellung, b. h. hier sinb bie Geschütze von den Protzen abgehängt, abgeprotzt lautet es technisch, sie sinb ober werben eingerichtet unb sinb bann feuer- ober schußbereit. Wenn also bie Infanterie sich zum Angriff bereitstellt, so muß bie Arttllerie schon einen Schritt weiter sein unb in (Feuer-)Stellung stehen. Wir schießen grundsätzlich aus verdeckter Stellung, b. h. bie Feuerstellung darf vom Gegner feinenfalls erkannt werben. Das ist leicht, wenn der Gegner auch auf der Erde steht; schwieriger wird es, wenn der Gegner im Fesselballon ober im Flugzeug sitzt. Dann werben nämlich auch bie verbeckten Feuerstellungen zu offenen, unb bann muß man bie verbeckte Feuerstellung auch noch ver st ecken, im Gelände, im Walde, im Korn, im Heu. Da kommen die Tarnkünste des einzelnen zu Ehren. In einem künftigen Kriege werden die Flieger sehr reichlich auftreten. Alsa wird Tarnung eine ßebcnsnotroenbigteit. Haubitzen können aus jeder Stellung schießen, weil sie eine gekrümmte Flugbahn haben. Kanonenstellungen müssen sorgsamer ausgesucht werden, weil bie Kanonen mit ihrer rasanten Flugbahn nicht über jebe Deckung hinwe^kommen. Doch sinb Mittel gefunden, daß man auch auf kurze Entfernungen große Rohrerhohungen gebrauchen und jo über die Deckung hinüberkommen kann. Man macht bas mit Teilladungen. Eine offene Feuer st ellung, also eine, die SoniKanips derpanmverbande. I KWK. Als sich 1916 die ersten „Tanks" aus |en englischen Gräben vorwärts wälzten und sich pren Weg bahnten durch die deutschen Hindernisse, tngfam und schwerfällig, waren sie zuerst nichts oberes als Schrittmacher der Infante- tie, bie zusammen mit ihnen vorging, beweglicher seuerschutz beim Kamps burch bie Tlesenzone ber Ziderstandsnester, in ber bisher noch jeber An- riff, zeitiger ober später, steckengeblieben war. Entsenden aus bem Bebürsnis bes Grabenkämpfers, die Hauptlast des Kampfes trug, geschaffen als jjlfswaffe der Infanterie, so trat der erste Kampfragen seinen Weg an. Die technische Entwicklung ifte ihn wie andere Kampfmittel sehr bald heraus us dem Umkreis, für den er ursprünglich geschaf- jin war. Mit seiner Vervollkommnung wuchs seine Verwendungsmöglichkeit. Der erste Zweck trat gegenüber den neuen Aufgaben zurück. Die „Hilfswaffe" rurde zur selbständigen neuen Waffengattung, mit dem Anspruch, in nicht allzu ferner Zukunft selbst die Hauptwaffe zu wer- ten. Noch aber ist die Entwicklung im Anfangs- fabium. Ihre Ansätze zeichnen sich in allen neu- -ütlichen Heeren deutlich ab. Auch in Deutschland puröe nach der Wiedererringung der Wehrfreiheit iine Panzerwaffe in selbständigen Verbänden auf- gebaut. ' Was ist nun eigentlich das Wesentliche an diesem neuzeitlichen Kampfmittel, worin liegt die Berech- tgung für die hohen Erwartungen seiner Vorkämp- jtr, die von ihm eine Umwälzung aller Voraussetzungen des Erdkampfes erwarten? Diese inter- fifanten Fragen beantwortet Oberstleutnant im Seneralstav Röhricht eingehend in seiner Ar- tkelserie „Wie kämpft das Heer?" in der Soldaten- jeitung „Kyffhäuser" wie folgt: 3m Kampfwagen vereinigen sich Feuer und Sem e g u n g hinter Panzerschutz zu größtmäg- tchster Wirkung. Verschwand einst der Panzer des Sitters mit dem Aufkommen ber ersten Feuer- oaffe vom Gefechtsfelbe, weil es nun nicht mehr möglich war, einen gegen bas Geschoß wirksamen öchutz im Gefecht zu tragen unb gleichzeitig be- oegungs- und kampffähig zu bleiben, so fano sich irft wieder in der Motorkraft das geeignete lände trotz der gesteigerten Geländegängigkeit der Fahrzeuge auch in Zukunft eine große Rolle spielen, was sich besonders bei der Auswahl von Ver-1 Mit dem Augenblick, wo die Artillerie schießt, ist die teibigungsftelhmgen auswirken wird. Schon daraus | Lauerstelsung verraten. Also weit vorgeschobene verantwortlich. Krankheitsfälle, Beurlaubungen, Auszeichnungen, Beförderungen, Strafsachen, Gesuche, Abänderungen in der Einteilung ber Truppe, Versetzungen, Kommandos sind Beispielsfälle für die Vielseitigkeit der Ausgaben, die dem Feldwebel übertragen sind. Nach dem Unteroffizier ist der Oberfeldwebel derjenige Mann in der Kompanie, dem der einzelne sein Anliegen vorbringt, bevor die Entscheidung des Führers gefällt wird; er braucht ein doppelseitiges Vertrauen: einerseits muß der Oberfeldwebel von der gesamten Mannschaft unb vom ganzen „Unteroffizierkorps" ber Kompanie unbebingt geachtet werben unb alle müssen von seiner Überra- genben Dienstbekenntnis, von seiner Strenge, von seiner Gerechtigkeit unb von seinem Wohlwollen für jeben einzelnen und für den ganzen Truppenteil wissen und ihm darum vertrauen; auf der anderen Seite ist er mit dem Chef durch enges Vertrauen verbunden. Dem Oberfeldwebel sind alle übrigen Unteroffiziere untergeordnet; er soll ihr nächster Kamerad, ihr Vorbild fein unb zu ihrer Erziehung mitwirken. Frühestens nach fünf Dienstjahren kann bie Beförderung zum Oberfeldwebel erfolgen; bie Eignung bazu muß durch eine Prüfung nachgewiefen werden. Die Beförderung erfolgt — woraus man die hohe Bedeutung des Dienstgrades erkennen mag — burch ben Regimentskommanbeur bzw. ben Kommandeur eines anderen, selbständigen Verbandes. Der Oberfeldwebel, ber vor ber Beforberung min- beftens brei Jahre als Unteroffizier gebient haben muß, erhält eine Bestallung, bie ihn im neuen Dienstgrabe bestätigt. Der Ersatz für abgehenbe Oberfeldwebel kommt aus ben Reihen ber Berufs- fofbaten, b. h. berjenigen, bie nach Ableistung ber gesetzlichen Dienstzeit „kapituliert", sich zum Weiterbienen bereit erklärt haben unb als Unteroffizier bewährt sinb. Für bie Beforberung zum Dberfelb- wedel ist nicht bas Lebensalter, fonbern einzig und allein bie hervorragenbe Eignung neben ber früheren Dienstzeit entscheibenb. Am Ausbilbungsbienst in ber Kaserne nimmt ber Oderselbwebel für bie Regel nicht teil; gewöhnlich kehrt er nach ber Uebergabe ber Kompanie an den biensthabenben Offizier auf fein Geschäftszimmer zurück. Beim Ausrücken ber Truppe befindet sich Der Führer vor dieser, der Oberfeldwebel „schließt" an deren Ende; er steht auch bei ber geschlossen angetretenen Truppe für sich. Während mehrtägiger Uebungen sinb die Aufgaben bes Ober» felbwebels nicht verändert; ihre Besorgung vollzieht sich nur unter den anderen Verhältnissen. Während die Führer sich inmitten der Truppe im Gerecht befinden, führt der Oberfeldwebel die stets rückwärts verbleibenden Teile (Geschäftsstelle, Troß, Bespannungen, Küche usw.) nach; dabei muß er zum selbständigen Handeln befähigt sein, für den Fall, daß der Führer ihm keine Befehle geben kann. Für bie Regel ist bie Quartierbesorgung unb -einrichtunq bie Aufgabe bes Oberfelbwebels; wenn andere Quartiermacher vorausgegangen sind, obliegt ihm die sofortige Uebernahme der Leitung bes inneren Dienstes in ber Marsch- oder Ruheunterkunft und die Herstellung bes Dienstverkehrs mit ber vorgesetzten Dienststelle (Bataillon, Abteilung, Regiment). Die Aufgaben bes Oberfeldwebels sind im Frieden und im Kriege dieselben. Sie umfaßen stets die Fürsorge für die Truppe, für ihre Schlagfertigkeit und Mannschaft, sie sind stets Unterstützung des verantwortlichen Führers. Darum ist die Stellung des Oberfeldwebels mit allem Recht angesehen bei ber Wehrmacht; bie Oberfeldwebel sind eine Auslese ber Besten, Säulen im ganzen. aus* Kinderbücher und Zugendfchristen Wirtschaft hatte tofflius 21 ßäni I Mrungsprinzip Irankiutt a. M. Berlin Sranrfurt a. M. Berlin Devisenmarkt Vertin — Frankfurt a.M. furd bgrfe 30 1L | 1.12. 1-12. I| 132,75 1 134 1 1 167,25 166,65 134,5 134 Vanknoten. I Ml I 203,5 I 62,81 57,02 100,8 97,5 95 109,9 4 1 34,75 204 35 203 101,25 98,1^ 102,9 117,65 122 97,25 100,8 97,5 95 109,9 122,1 97,25 171 134 155 137 143,25 138,5 156,75 197,5 137 14,25 14,5 123 108,5 109,25 106,25 186 172 133 137,75 145,5 138,75 159,5 197 14,4 14,4 123,25 124 108,5 109,25 106,25 186,65 122,75 144,75 150 118,75 190 146,5 124,25 119,25 172 134 155,75 138 145 130,5 138,65 159,75 198,5 137,5 14,5 38,25 14,5 123,75 124 108,75 109,5 106,5 187 7 9 5 6 5 111,25 160 139,5 121 165 61 239 162,5 167,5 263,5 127,75 138 152,5 110,65 161 140 119,65 164,5 62 239,5 164 154,5 220,75 150.5 122,9 25,2 137,5 133,65 168,5 265 127,75 137,5 154,5 99,75 111,5 160 139 109,75 121,5 164,5 91 60,9 239 162,5 167,75 127,65 137,25 153 168,65 127,25 137,5 154,5 2,45 41,92 54,39 12,19 11,57 134JJ6 61,24 63,07 57,24 101,2 98 102,75 117,25 99,8 98,75 97 o 8 6 7 123 143,75 150 118 144,25 124,13 119 14,25 14,25 124 108,75 109,75 106,75 186,75 123 144,5 118,5 144,5 124,5 119,4 123 143,75 150 118 145 123,75 118,9 170,75 132,5 155,4 137 143,13 138,9 157 198,25 137,5 100 110 162,5 140 110 119,13 164,25 90,9 61,75 240 198 163,5 154,5 138 221 150,65 122,75 137,5 134,13 184 101,2 98 102,75 117,5 99,9 98,5 97 100,65 93 130,5 121,75 97,25 100,75 100,65 97,5 95 109,8 153 137,5 222,5 149,9 121,75 25 135,13 7,8 6,3 9,25 7,8 6,65 8,75 34,4 95 203 Scheideanstalt 265, JG.-Farben 168,50, ©e-ffüreL 145,50, Goldschmidt 127,75, Holzmann 134, Muagi 134,50, Metallgesellschaft 154,50, Rheinmetall 151.1 bis 151,25, Schuckert 159,50, Westdeutsche Kaufhofsl 62, AG. für Verkehr 124. 4% Oesterretchische Goldrente... 4,20% £eftcnehtii|tf)e Silberrente 4% Ungarische Goldrente ....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4*2% Ocvfll. von 1913......... 5% abgefl. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbayn-Anleihe Serie I.................... Grttzner Mainkraftwerke Höchst a.9)L Süddeutscher Zuck« ...... Nhein-Mainifche Börse. TNittagsbörse freundlich. Frankfurt a. M., 1. Dez. Die Börse A.S.G. Bekula 98,5 97 100,6 93 130,5 121,75 97,25 100,75 100,65 37,5 95 109,8 I. ®. Farben-Jndustrte Scheideanstall........ Goldschmidt Rütgerswerke Metallgelellschast Wckrt) Don Görg Schluß!. Mittag- bgrfe 112. 22,75 1,95 7,7 6,4 6,7 9,1 Kochgeschirren und Schanzzeug, Knirschen von Riemen tönt durch die Nacht. Wie Schemen tauchen verschwommene Gestalten im Trichtergelände aus, ... die Ablösung ist da. Schnell ist die Stellung übergeben und noch schneller aeht es heraus, die Feuerpause ausnutzend, aus den schwarzen, gespenstischen Kratern, in denen das Unheimliche der Landschaft auf der Lauer zu liegen scheint, zurück nach dem einen Ziel, um das alle Gedanken kreisen, der ersehnten Ruhe zu. Aber noch liegt ein weiter, gefahrvoller Weg dazwischen, der manchem noch zum Verhängnis werden kann. In den zerrissenen Stacheldrähten klirrt und ächzt ein kalter Wind, vom Himmel durchzogen von jagenden, schwarzen Wolkenfetzen, ertönt das surrende Singen der Bombenflugzeuge, die der Etappe einen Abendborse freundlich. An der Abendbörse war das Geschäft recht klein. Die Kursveränderungen hielten sich gleichfalls in engen Grenzen, doch überwogen bei durchaus fefter Grundstimmung leichte Erhöhungen. Für einige Spezialwerte erhielt sich erhöhte Nachfrage, so ge> wannen Gesfürel 2 v. H. auf 145,50 (Berlin b* reits 145), auch Westdeutsche Kaufhof auf 62 (61,75) anziehend. Montanaktien lagen durchweg 0,25 v.H. fester. Die Farben-Aktie blieb mit 168,50 (168,65) ziemlich behauptet. Etwas schwächer lagen Auto- werte, BMW. 139 (139,50), Daimler nannte man mit 119 Brief (119,65). An den Rentenmärkten bewegte sich das Geschäft in ruhigen Bahnen. Zettif. Dollar-Bonds waren gefragt und zogen 0,25 bis 0,50 v. H. an; 6proz. Preußen 771,50, g^proz. do. 72, 6proz. Spargiro 70, 7proz. Spargiro 72,75. Kommunal-Umschuldung nannte man mit 78,65. U. a. notierten: 6proz. Verein. Stahl 102,13, 6proz. IG.-Farben 134,65, 4proz. Schweiz. Bundesbahn 114, Commerzbank 108,75, DD-Bank 109,75, Dresdner Bank 106,75, Reichsbank 186,75, Buderus 123, Hoesch 118,50, Mannesmann 119,40, Rhemstahl 150,50, Verein. Stahl 122,90, AEG. 39,40, BMW. 139, Bemberg 110,65, JG.-Chemie Basel volle l1 145,25, Conti Gummi 164, Deutsche Erdöl 144,50, | Besuch abstatten. Im Aufblitzen aber krepierender Granaten reckt drohend wie eine Vision des Todes der Douaumont sein massiges Haupt, durchruttett vom Einschlag schwerer Flachbahngeschosse. Durch den Caillettewald rauschen Lagen von Granaten, aber springend von Deckung zu Deckung, von Trichter zu Trichter, ohne weitere Verluste, in blutigen Zeltbahnen, wimmernde und stöhnende Bündel mit sich führend, kommt das Bataillon aus dem Kampfgelände heraus. Doch rastlos geht es weiter auf zermahlenen, zerfressenen Straßen, zwischen Kreuzen und Ruinen, hinter sich den brandigen Horizont, das Aufbrüllen der Front, nur von dem einen Gedanken beherrscht nach Schlaf und Ruhe, aus* zuruhen für den nächsten Großkampf. 22 I 7,75 i 6,55 6,8 8,6 Amertkamiche No reu.............. Belgische Noten.................. Dänische Noten Englische Noten ........ Französische Noten Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten Schweizer Noten................. Noten Ungarische Noten Rindermarkt in Gießen. Auf dem gestrigen Rinder-Nutzoiehmarkt in Gießen standen 185 Stück Großvieh, 80 Fresser und 59 Kälber zum Verkauf. Auswärtige Käufer waren wenig vertreten. Es kosteten: Milchkühe oder hoch- traaende Kühe 1. Qualität 430 bis 520 Mark, 2. Qualität 280 bis 360, 3. Qualität 180 bis 260; Rinder V2- bis Vijährig 90 bis 140, 3/a= bis 2jährig 130 bis 200, tragend 250 bis 430 Mark; Kälber, das Pfund Lebendgewicht, bis 2 Wochen 18 bis 25 Pfennig, bis 4 Wochen 30 bis 45, bis 6 Wochen 50 bis 55 Pfennig. Ausgesuchte Tiere über Notiz. Marktverlauf: sehr schleppend, Ueberstand. Nächster Markt: 15. Dezember. Sonachtet,un ^»sdru-k em«: KiN-nlir 11 < Eie BelH“6 Kolkes. Bauei Für die Klemen. — Hagdis Hollriede: W i e die Igel Stacheln kriegten. Märchen. Mit vier farbigen Bildern von Else Wenz-Vietor. Halbleinen 3,20 Mark. K. Thienemanns Verlag, Stuttgart. — (499) — Haadis Hollriede kennt die Kindesseele. Dieser Erzählerin wird alles Leben der Tiere und Menschen voll Wunder, und ihr stellt sich das Märchen als die schönste Blume des Kinderlandes wie von selber ein. Die natürliche Anmut der Märchen, die so vielerlei zum Fröhlichsein und zum Nachdenken bieten, liegt auch in den farbigfrohen Bildern von Else Wenz-Vietor. — Die Heinzelmännchen. Bilder von Beatrice Braun-Fock. Verse von August Ko- p i s ch. Ausgestanzt, kart. 1,50 Mark. Josef Scholz Verlag, Mainz 1936. — (382) — „Wie war zu Köln es doch vordem mit Heinzelmännchen so bequem ..Wer erinnert sich nicht an diese fröhlichen Kopischoersel Wenn Braun-Fock ein flottes Bilderbuch daraus macht, dann greifen bestimmt alle Kinderhände danach. Schon der ausgestanzte Vorhang über dem lustigen Titelbild lockt und wirbt. Das Buch wird kleinen Leuten viel Freude machen. — Schnick, Schnack, Dudelsack. Reime für lustige Leserlein, mit Bildern von Lia Doering. 28 Seiten mit 9 farbigen Vollbildern und vielen Textzeichnungen. 1,25 Mark. Jos. Scholz Verlag, Mainz. — (376) — Wieviel Humor und Lebenslust ist in unseren deutschen Kinder- und Spielliedern lebendig! Ob wir sie auch schon hundertmal gehört haben, sie verlieren nichts von ihrer Anziehungskraft. Neben Altbekannten stoßen wir in diesem Buche auf bisher Unbekanntes, das nicht weniger Freude machen wird. Die Bebilderung ist sehr reichhaltig. — W i e fahren und wir fliegen. Ein Eisenbahn- und Verkehrsbilderbuch von Willibald Krain, mit Versen von Adolf Holst. In Leporello, auf Pappe 2,50 Mark. Jos. Scholz Verlag, Mainz. — (380) — Das bunte Leben, das sich auf dem Bahnsteig abspielt, ist in diesem Ausziehbilderbuch eingefangen. Betrachten wir das aufgestellte Buch von der anderen Seite, so sausen dort die übrigen neuzeitlichen Verkehrsmittel an unseren Augen vorüber. eine überwiegend festere Tendenz, dagegen war das Geschäft zum Monatsbeginn denkbar klein. Aufträge der Kundschaft lagen nur spärlich vor, auch die Erneuerung der Limite war gering. Am Aktienmarkt ergaben sich meist Erhöhungen von 0,50 bis 1 v. H. Etwas lebhafteres Geschäft hatten IG. Farben mit 167,75 bis 168 (167,50) und Westdeutsche Kaufhof mit 61,50 (61). Von Elektrowerten waren Schuckert 2 v. H. höher gefragt, Bekula gewannen 1 v. H., Felten 0,75 v. H. und AEG. 0,25 v. H., dagegen ließen Siemens 1 v. H. nach. Montanwerte lagen sehr still und gut behauptet, Verein. Stahl plus 0,90 o. H. Im einzelnen gewannen Metallgesellschaft 1,50 v. H., AG. für Verkehr 0,50 v. H., andererseits verloren Kali Westeregeln 1,40 v. H., Daimler und Norddeutscher Lloyd je 0,25 v. H. Am Rentenmarkt lagen Altbesitz mit 117,50 (117,65) nur knapp gehalten. Kommunal-Umschuldung lagen bei 89,60 bis 89,65, späte Schuldbuchforderungen bei 98,13, Zinsvergütungsscheine bei 94 bis 94,10. Zertif. Dollar-Bonds zogen bei kleinen Umsätzen 0,25 v. H. an, 6 v. H. Preußen 71,25, 6,50 do. 71,50. Auch in der zweiten Börsenstunde konnte sich das Geschäft am Aktienmarkt nicht beleben. Die Kurse erfuhren größtenteils kein Veränderungen. Weitere Nachfrage erhielt sich für IG. Farben, die auf 169 nach 168 anzogen, auch einzelne Montanwerte erhöhten sich um 0,25 bis 0,50 v. H., ferner Metallgesellschaft auf 154,50 nach 154. Die später zur Notiz gekommenen Papiere lagen zumeist 0,50 bis 1 v. H. fester, Muag gewannen 1,65 v. H., Holzmann 1,25 v. H., Conti Gummi 1,50 v. H., Scheideanstalt 1,50 v. H., während BMW. 1 v. H., Cement Heidelberg 0,65 v. H. und Deutsche Linoleum 0,50 v. H. nachgaben. Renten lagen später weiter ruhig, etwas fester Reichsbahn-Vorzugsaktien mit 125,75 (125,50). Gold- und Liquidationspfandbriefe lagen nahezu unverändert. Don Stadtanleihen gingen 4,50 v. H. Heidelberg weiter zurück auf 91 (91,40), 4,50 v. H. Darmstadt von 1926 lagen 0,25 v. H. höher mit 92. Der Freiverkehr lag wiederum sehr ruhig. — Tagesgeld etwas leichter mit 3 (3,25) v. H. **■ US bhf, die Siellungnah [Hkjiilegen und sich s.dauprinzip uni igu bekennen, M El Sie und zum Gottes Ei Volkes. cAbwehrkampf qeq for Bekenntnis 'aus Für Suben. — Joseph M. Velter: Ueberfall auf die Goldwasserfarm. Erlebnisse zweier Wolga-Deutscher in Mandschukuo. 164 Seiten. Volker-Verlag, Köln und Leipzig. — (388.) — Ein deutscher Flüchtling aus Sowjetrußland hat sich mit seinem Jungen in Mandschukuo niedergelassen, in jenem Unruheherd im Fernen Osten. Seine Erfolge in der Pferdezucht lassen einen geheimnisvollen und gewalttätigen chinesischen Banditen nicht ruhen. Eines Tages knallen Schüsse vom Waldsaum in den nebligen Morgen: die Bande des „Schwarzen" belagert die Goldwasserfarm. Wir erleben die bitteren, sorgenvollen Stunden der Farmer, aber auch ihre unerschütterliche Tapferkeit mit. Jeder neue Tag vergrößert die Not, nirgends zeigt sich Rettung. Und doch ist noch ein Ausweg. — Kaum einer weih die seltsame Stimmung der grenzenlosen Oede Asiens besser zu bannen als Joseph M. Velter, der das Land und seine Menschen genau kennt. — Martin Dey: „Goar und die Gild e". Eine Erzählung vom Rhein. Ganzleinen 3,80 Mark. Einband und mehrfarbiger Schutzumschlag von Gg. Baus, Leipzig. Mit vielen Photos. Volker-Verlag, Leipzig, Köln. —(387) — Das Buck schildert die Fahrtenerlebnisse einer auslandsdeutschen Jungengruppe aus Schweden, die in St. Goar mit einer Gruppe von Jungen aus diesem schönen Rheinstädtchen allerlei ereignisreiche Tage verbringt. In die Handlung geschickt verwoben ist die Schilderung der großartigen Geschichte der gewaltigen Festung Rheinfels über St. Goar. Der Held der Erzählung, der junge Goar Goedert, ist der Sohn eines Rheinlotsen und will selbst diesen Berus ergreifen. Auch Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuleM beidilofienen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H. 30 11 101,2 98,1 102,65 117,65 99,9 »M Miete Lanka! mW in diesen Tac | Atn und Bösen, “W 2,47 42,08 54,61 12,23 11,61 135,50 61,48 keine menschlichen Züge. Lange Jahre hat Satten das wilde Volk beobachtet, manche Nacht hat er ai, den Wachtfeuern gälischer Hirten und in den Block. Häusern kanadischer Pelzjäger gesessen und ihren Erzählungen gelauscht. So ist er oen Tieren so nahe gekommen, wie nur ein Mensch es vermag. £ °n der rechten ! Mer stehen, und Aer erhob: ,Hc Mßvater, ohne Ier' Heime ließ t •ßnn ist es doch w, ytV5""d) ni, ! 9! sagte er, nn in diesem ; . ®enn einmal W- ß“,0. «in an» „ ■ I* bet @ Ä.Wau am , * aber nie W Bet Gro tfc™ nut NA «ÄS 8; 3n'. Spinat S sLÄ .(s | 1*7 einmal i-?J aug. nns. j varum > lvjA Mt i] ,toQ , erkun M klein 1 'er i t n' W KV' s? 3 bis 7, do. Unter 3 bis 4, Kopfsalat 4 bis 10, Meerrettich 40 bis 45, Rosenkohl 14 bis 18, Rote Rüben 3 bis 6, Rotkraut 2'/e bis 5, Sellerie je nach Größe 8 bis 30, Spinat 12 bis 18, Schwarzwurzel 16 bis 25, Tomaten 40 bis 60, Weißkraut 2 bis 3, do. Filter 3 bis 3Vz, Wirsing 3 bis 5, Winterkohl 8 bis 10, Zwiebeln 5V2 bis 6. O bst und Südfrüchte: Gutes Angebot von Aepfeln und Birnen. Ausgelesene Früchte gefragt, Nachfrage im übrigen weniger lebhaft. Preise unverändert. Ausländische Aepfel und Apfelsinen knapp, Nüsse gut angeboten. U. a. notierten: Aepfel I 30 bis 35, II 20 bis 28, Goldparmänen I 32 bis 35, Boskop l 30 bis 35, Renette 24 bis 32, Schafsnase 16 bis 22, Birnen I 24 bis 30, II 16 bis 20, Mollebusch I 18 bis 20, II 12 bis 16, Pastoren 10 bis 16, Haselnüsse 34 bis 38 itaL, Feigen 25 kg 11,50 bis 12, Walnüsse 36 bis 48 rumän., 30 bis 35 itaL, 28 bis 38 bulg., Apfelsinen 19 bis 24 itaL, Bananen Kiste 12V2 kg 5,00 bis 6,00 Kam., Westind. 6,00 bis 6,50. »offene Zeit und ein verflossenes Problem aus der heutigen Fragestellung heraus. Es spricht ein junger Mensch zu uns, der unseres Glaubens und unseres Willens ist und der die Aufgabe begriffen hat, die unserer Jugend heute gestellt." Aus Hatur und Technik. — „D urch d i e weite Welt", Bd. 14. Das Jungenbuch von Natur, Sport, Technik. Mit rund 400 Bildern und einer großen mehrfarbigen Son- derbeilaqe. Seinen 5,60 Mark. Frankhsche Verlags- Handlung, Stuttgart. — (464) — Alle düngen» wünsche und Jungenträume werden hier erfüllt: „Durch die weite Welt" bringt fesselnde Erzählungen, das Neueste aus der Technik, das Interessanteste vom Sport, von Flugzeugen und Rennautos, vom mo rnen Heerwesen, von Jungen in Heim und auf Fahrt, von Briefmarken und Fernsehen wird hier erzählt, und alles so, daß jeder Junge es verstehen und miterleben kann. 41 z. T. ganz- und doppelseitig» Bilder und mehrere Aufsätze sind dem neuen Zeppelin gewidmet. Von den olympischen Spielen in Garmisch, Berlin und Kiel bringt der neue Band viele Bilder und die Siegerliste mit allen Ergebnissen. Das Buch enthält rund 400 Bilder und die große, farbige Sonderbeilage „Schnitt durch ein modernes U-Boot" und in Vierfarbendruck auf dem Vorsatzpapier die Flaggen aller Länder der Erde. — Technik voran! 1937. Jahrbuch mit Kalender für die Jugend. Herausgegeben vom Deutschen Ausschuß für Technisches Schulwesen E. V. Mit 36 Photos, 35 Zeichnungen, 19 Skizzen, 9 ganzseitigen und 8Kunstdrucktafeln sowie 1 Kartenbeilage.232 Seiten. Kart. 0,95 Mk. Verlag von G. B. Teubner ip)i(d)en her Sa, _wn fjänbiertum K Frankfurter Obst- und Gemüsemackt. jfekW * unö m Raum zr Frankfurt a.M., 1. Dez. Gemüse: Zufuh- MMo:Schlußde< ren von Kohlgemüsen und Wurzelgewächsen immer o.Wfläften onm noch stark, von inländischem Blumenkohl nachlas- ' "" ' send. Nachfrage nicht voll befriedigend, Preise unverändert. Aus dem Ausland keine Zufuhren. U. a. notierten: Blumenkohl Steige 12 St. 5 bis 5,50, Eskarol 5 bis 15, Feldsalat 30 bis 50, Karotten 4 bis 5, gelbe Kartoffeln 3 bis 3,15, Kohlrabi (Ober) aus der Tätigkeit dieser nur wenig bekannten Berufsgruppe werden interessante Einzelheiten erzählt. — Manövertag. Ein Soldaten-Bilderbuch für Kinder. Text von Erich Rohden mit Bildern von Fritz Koch-Gotha. 11 Bl. mit 10 farbigen Offsetbildern und 12 zweifarbigen Textzeichnungen. 2,75 Mark. Jos. Scholz Verlag, Mainz 1936. — (383) — In einfacher und klarer, auch dem frühen Lesealter verständlichen Soldatensprache erzählt Erich Rohden, wie Peter einen Manövertag erlebt. Die zehn ganzseitigen farbigen Bilder und eine Reihe zweifarbiger Textbilder sprühen von Leben. Fritz Koch-Gotha hat in diesem Bilderbuch wieder eine tüchtige Arbeit geleistet. Das neuerwachte deutsche Soldatenleben, sachlich einwandfrei vom Sattelknopf bis zum Tankantrieb, ist mit den Augen gesehen, wie sie jeder rechte deutsche Junge im Kopfe hat. Auch die Erwachsenen, vor allem die ehemaligen Soldaten, werden mit Vergnügen das in seiner vorzüglichen Ausstattung billige Buch betrachten. — Josef Grabbler: Die Kette. Ein Fliegerbuch. Mit Bildern von Werner Chornton. Halbleinen 3,20 Mark. K. Thienemanns Verlag, Stuttgart. (502) — Am Deutschlandflug teilnehmen, ist das schönste Ziel des Jungfliegers Walter Sahling, der mit feinen 21 Jahren der fähigste Pilot der Luftsportlandesgruppe ist, in deren frischen Betrieb wir durch dieses lebenerfüllte Buch mitten hineingestellt werden. 114 Flugzeuge fliegen in vier lagen 4700 Kilometer über ganz Deutschland. Mut, Umsicht, Entschlossenheit und Disziplin gehören zu der Fliegerei, die uns hier in spannungsreichem Erleben einprägsam vor Augen geführt wird. — Hans Oäfgen: 2) e r f f I i n g e r. Mit Bildern von Fritz Kredel. Halbleinen 1,60 RM. K. Thienemanns Verlag, Stuttgart. — (503.) — Der Bauernsohn Georg Derfflinger hat als Generalwachtmeister des Großen Kurfürsten die erste brandenburgische Armee aufgestellt und für Preußen Sieg auf Sieg erfochten. Er war der eigentliche Lehrmeister der Dragoner. Ihm gehört der Lorbeer für die Schlacht bei Fehrbellin am 18. Juni 1675. Hans Gäfgen, der seit Jahren sich mit dem Leben großer deutscher Männer befaßt, stellt uns hier mitten in das Soldatenleben Derfflingers, zeigt uns dessen Lebensweg vom Schneidergesellen bis zum Generalfeldmarschall in so fesselnder Weise, daß uns das Buch nicht nur einen interessanten geschichtlichen Ueberblid gibt, sondern vor allem Derfflinger als das Vorbild eines wahren Soldaten unvergeßlich vor Augen stellt. Die Anschaulichkeit der Schilderung wird durch die künstlerischen Zeichnungen von Fritz Kredel wirkungsvoll unterstützt. — Erich Wustmann: In Lappzelt und Renntierpulk. Mit 30 Photographien. Halbleinen 2,40 RM. K. Thienemanns Verlag, Stuttgart. — (501.) — Dieses interessante Buch vom Leben des letzten Nomadenvolkes Europas entstand nicht am Schreibtisch, sondern während der Frühjahrswanderung der norwegischen Berglappen im raucherfüllten Lappzelt zwischen Lappen, Hunden und Fellen. Der 14jährige Matts und sein jüngerer Bruder Mikkel, deren Vater 300 Renntiere besitzt, müssen während des Winters in Karasjok die Schule besuchen. Hart ist das Leben in der Wildmark unter freiem Himmel, und doch gefällt es Matis und Mikkel dort am besten. Erich Wustmann hat drei Jahre als Lappe unter Lappen gelebt und vermag deshalb in einzigartiger Weise der Jugend einen Einblick in das Nomadenleben der Lappen zu geben, das uns auch durch viele Original-Photographien vor Augen geführt wird. — Schneller Fuß und Pfeilmädchen. Eine Erzählung aus der Zeit, als Tecumseh zwölf Jahre alt war. Vo7l Fritz S t e u b e n. Bilder von Willy Goertzen. Halbleinen 2,80 Mark. Franckhsche Derlagshandlung, Stuttgart. — (465) — Bannführer Fritz Helke, der Hauptreferent für Schrifttumsfragen in der Reichsjugendführung, urteilt über die Bücher von Fritz Steuben: „Steubens Jndianer- bücher verdienen unsere uneingeschränkte Empfehlung und Förderung. Das Geheimnis liegt einfach darin: In Steuben begreift ein Heutiger eine Der» Schultheis Patzenhofer 4 Atu (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg................... 5 Zellstoff Waldhos e Zellstoff Aschaffenburg o Dessauer Gas ............... 7 Daimler Motoren o Deutsche Linoleum g Orenstcin L Koppel 0 Westdeutsche Kaufhof 0 Chade.................... tz Accumulatoren-gabrü 12 Tonti-Bummi.............. u in Leipzig und Berlin. 1936. — (409) — Auch hen Jahrgang 1937 stellt wieder einen zuverlässigem Führer dar, in dem in kurzen Aufsätzen über Svori Verkehr, Luftfahrt, Wehrtechnik, Roh- und Wer » stoffe, Kulturtechnik und Arbeitsdienst, Bau-, Hg,^ werk und Werkstatt usw. durch Wort, Skizze unhi Bild das Wesentliche herausgestellt ist. Möchte nichts jeder deutsche Junge darüber Bescheid wissen, tnis er Segelflieger werden kann, aus welchen Teilem ein Gewehr besteht, welche Dienstgradzeichen dos Heer, welche Rangabzeichen der Arbeitsdienst bat worauf der Farbfilm beruht, wie eine Druckluft- bremse oder ein« Fahrtreppe gebaut ist? All bie(e Aufsätze werden auch jedem werdenden Techniken und Ingenieur, jedem Lehrer und Erzieher untö den sonstigen Freunden der Technik wertvolle Anregungen geben. Spuren in der Wildnis. Tiergeschichte, aus Urwald und Prärie. Von H. Mortimer Bg», ten. Leinen 3,80 RM. Franckhsche Verlaashnn!!- lung, Stuttgart. — (457.) — Batten erzählt vo, Wildkatzen, Ottern, Füchsen und Pferden, von Baren, Schakalen, Sperbern und Moorhühnern. den rauhen Bergen Schottlands und in den ein., samen Wäldern Kanadas hat er ihr Leben unbi & Mel Sterben belauscht. Mit einfachen Worten und stiller: ' , R Hingabe hat Batten die Geschichten, die uns dis 1 Mttif Natur erzählt, ausgeschrieben. Er gibt feinen Tieren ' MlS DeLuöei feine menschlichen Züge. Lange Jahre hat Battem , M^^ersi ildiemi»"1 Schluß- kurs 30.11 153,75 222,5 150 122 25,13 135 Datum Mcmsseiver Bergbau 6% Kokswerke .................. 6 Rheinische Braunkohlen 12 Rhetnstahi.................. 4 Bereinigte Stahlwerke 8Ü Otavt Minen ...............o Kaliwerke Aschersleben 5 Kaliwerke Westeregeln 5 Kaliwerke Salzdetfurth 7% Gesellschaft.. Dresdner Bank Reichsbank ... Hamburg-Amertka-Paket o Vamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd .........o A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz, und Privat-Bank ... 4 Deutsche Bank und Disconto. Philipp Holz mann 4I Zementwerk Heidelberg 7 Cementwerk Karlstadt.........e| < und! Schluß« kurü 30-11- Datum 6% Deutsche Reichsanleche v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 bVrA. Doung-Anlethe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mil Auslos.-Rechten ............ *Yi% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1934, I * Vi% ehem. 8% Hessischer Volks, staat 1929 (rückzahlb. 102%) ... * ¥1% ehem. 8% Hessische Landes banl Darmstadt Gold R. 12... 6J/t% ehem. 4N°/° Hess. Landes Hypothekenbank DarwstadtLiau. * y*% ehem. 8% Darmsl. Komm Landesb.GoldschuIdverschr 01.6 Oberhellen Provinz-Anleihe mit AuSloi.-Rechten ............ Deutsche Komm. Eammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten S'/r% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6%% ehem. 4>/2% Franks. Hyp. Bank-Liqu.-Pfandbriese...... 554% ehem. 4/j% Rheinische Hyp."Bank-Ligll.-Goldpfe. ... 454% ehem. 8% Pr. Landespfandbriefanstall, Pfandbriefe R. 19 *Vi% ebem. 7% Pr. LandcSpfanv vriefanst., Gold Komm. Lbl. 20 Steuergutsch.Berrechnungsk. 34-38 Schlußk. Abend« bgrfe 1-12. Frankfurt a.M. Äerlin Schlußkurs Schlußl. Abend« bärfc Schlußkurs Schlußk. Mittag« bgrfe Datum 30 11. 1.12. 30-11 112. 4% vesgt. Serie 11 ............ 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 S^,%Rumän.ver.,nh.Rentev.l918 4% Rumänische vereinh. Rente . 2^% Anatolier ............. 9,7 5,525 30,45 9,65 5,525 30,4 6,5 9,75 5,6 30,25 6,6 9,75 5,65 30,65 30Movember 1 .Dezember Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Brief Geld Brief _ Buenos Vlite 0,692 0,696 0,694 0,698 Brüssel .... 42,05 42,13 42,05 42,13 Rio de Jan. 0,147 0,149 0,1 0,1 Sofia..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen 54,44 54,54 54,55 54,65 Danzig .... 47,04 47,14 47,04 47,14 London.... 12,19 12,22 12,215 12,245 HelstngsorS. 5,38 5,39 5,395 5,405 Paris ..... 11,595 11,615 11,52 IP, 64 Holland ... 135,21 135,49 135,29 135,57 Italien .... 13,09 13,11 13,09 13,11 Japan ..... 0,711 0,713 0,712 0,714 Jugoslawien 5,654 5,666 5,654 5,666 Oslo..... : 61,27 61,39 61,40 61,52 Men....... 48,95 49,05 48,34 48,44 Lissabon... 11,07 11,09 11,095 11,115 Stockholm... 62,85 62,97 .-62,98 63,10 Schweiz ... 57,16 57,28 57,17 57,29 spanten.... 21,48 21,52 20,98 21,02 Prag....... Budapest .. 8,766 8,784 8,766 8,784 Reuyork ... 2,488 2,492 2,488 2,492 Berlln,1 .Dezember Geld Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) li 282 Dritte? Blatt Aus der Provinzialhaupistadt er» an raactl bqinrt, die Stellungnahme der Bauernschaft Euro- für mich Didel geworden. .Vater kann über- 4 Was fehlt dir nur? .Du tust, als ob du es ,3a", sagte die Frau, Gewitter gegeben? egen l zur nicht wüßtest", gab der Mann zur Antwort. „Hat es", fragte er plötzlich, „im September nicht nach hui! miß achtet, und weil er der geistige und püktiche Ausdruck eines Volkes ist, das Gott dazu dsdanmt hat, nur Unheil und Unfrieden Wet die Welt zu bringen, nämlich des jüdi- j, er Volkes. Bauerntum und Judentum fchei- fofl fif) aber wie Wasser und Feuer. Wenn Rußland |( dauern verhungern läßt, um durchaus logischer- nifebie jüdischen Herren in Rußland, die Rüstungs- V jufrie, die Armee und die GPU. zu ernähren, so i bc5 vom jüdischen Standpunkt aus genau so s igeichtig, wie in Deutschland die Nürnberger Ge- \ ze.nd das Reichserbhofgesetz den Schutz des beut» , MÄlutes gewährleisten. In Rußland führt der _> Mioismus die restlose und totale Vernichtung t r ’atfraft und Verantwortlichkeit des einzelnen würde sich dabei nicht an ihr eigenes Erlebnis Innern? „Ja, aber in ein par Wochen ist Weihnachten. Ich kann es nicht ändern", brummte der Großvater. — „Du nicht, aber Vater." — „Vater?" Der alte Mann lachte. Sein Sohn sollte das ändern können? „Vater kann alles", sagte Suseken. „Er wußte genau, daß wir Geschwister kriegen würden, und weil Heinie ein Brüderchen und ich ein Schwesterchen haben wollte, ist es für Heinie Dudel und stlat 4 bi*: | 4 bis 18,: l Sellerie ju j ■ EchmrMt ißtraut 2hk s 5, MM st unbEi'i 'pfeln Nächste -I oeräiwertk-l apv, [ I 30 feil iis 3-5, falls in der Richtung, die der Wagen eingeschlagen hat. Es folgt noch ein kurzer Schwatz an den Fenstern und dann verschwinden auch die Gesichter der Frauen. Die Straße hat wieder ihr gewohntes Aussehen, aber das Erlebnis schwingt irgendwie nach. Es war ein miterlebtes junges Glück, ein Ereignis, das der Straße für eine Weile eine festliche Note verlieh und den Frauen am Fenster mit frohen Erinnerungen den Alltag verschönte. H. W. Sch. „Jedem soll der Weihnachtsbaum brennen.z/ NSG. Dieser Satz steht über der gesamten Arbeit des Winterhilfswerkes des Deutschen Volkes 1936/37 im Monat Dezember. Es klingt vielleicht vermessen und doch ist es der Wille der Volksge- Bauern an die Front? Ein Nachwort zum 4. Reichsbauerntag. Don Dr. Hermann Reischle, Stadsamisführer des Reichsnährstandes Aber jetzt geht die Haustüre drüben auf und .... den Fenstern werden noch mehr Köpfe sichtbar. Nein, die Braut zeigt sich noch nicht, es sind erst die Trauzeugen im festlichen Gewand. Das Gespräch der Zuschauer ist verstummt, sie sind ganz Spannung geworden und nicken sich nur noch gegenseitig zu. Und jetzt ist auch das Brautpaar aus der Türe getreten. Die Braut im Schleier und ganz in Weiß gehüllt, der Bräutigam im schwarzen Anzug. Beide scheinen einigermaßen aufgeregt, aber aus ihren Gesichtern strahlt das Glück des Augenblicks. Und bann sitzen sie bereits im Wagen. Die Türen klappen zu unb bas Auto fährt furrenb an. Die Gesichter an ben Fenstern blicken wie ausgerichtet hinterher unb die Kinber winken unb lärmen eben» snase 16 fe» x MM! 0 bis iwl Mr zaubert WeihnaOlswetter Don Görge Gpervogel. heinie ging voran, unb Suseken kam mit ben Höflingen hinterher, Dibel an ber linken unb Dibel an ber rechten Hand. Sie blieben vor dem Sf $ (if b Haupt alles machen. Früher war der Bach krumm, er hat ihn gerade gemacht. Er hat ein Korn hingelegt, unb es wurde eine Sonnenblume. Aus Weibenstöcken macht er Flöten. Und jetzt soll er Winter machen. Willst du es ihm wohl sagen?" — „Ist es nicht besser, wenn ihr es selber sagt?" — „Nein, nein. Er ist in ber letzten Zeit so..." Heinie fand bas Wort nicht gleich. „So, baß man es ihm nicht sagen kann", half Suseken bem Bruber. „Du kannst es vielleicht tun, wenn wir schon schlafen." — „Ich will es versuchen", versprach ber Großvater. „Vielleicht läßt er es wirklich Winter werben." — „Er kann es bestimmt", versicherten bie Kinber. Aber bie Tage vergingen, ohne baß es zu schneien begann. Der Vater ging auf bem Hofe umher, grub im Garten unb gab ben Obstbäumen Kompost an die Wurzeln, er lieh ein Pferd unb pflügte ein Feld, aber er tat seine Arbeit anders als sonst, es war, als ob ihn eine Sorge drückte. „Du haft deine Grübelfalten auf ber Stirne", sagte die Mutter, „immerzu bist du in Gedanken. ti-i oJ I £ ILj f 12.2« f lltf US»? „warum?" Er: „Septemberdonner prophezeit — Vielen Schnee zur Weihnachtszeit." Der Großvater rührte sich in seiner Ofenecke. „Das Jahr hat mit einem Mittwoch angefangen. Dann wird der Winter warm, sagt ber Ewigwährende Kalenber." — „Ich fjabe ben Kindern erklärt", murmelte ber Mann nach einer Stille, „baß ich noch warmes Wetter brauche. Aber nun ist ber Garten gegraben unb alle Felbarbeit fertig. Heute habe ich ihnen gesagt, ich müßte für Sonntag erst einen großen Fisch fangen. Aber bann muß Frost kommen. Muß!" rief er unb schlug mit ber Hand auf den Tisch. Am nächsten Morgen ging er zum Fluß, und am Vormittag kam er bereits mit einem guten Hecht zurück. „Läßt du es nun schneien", fragten bie Kinber, „bamit es Weihnachten wirb?" — „Erst muß ich noch in bie Stabt fahren." — „Wann fährst du in die Stabt?" -- „Morgen." Staatswesen auf ber ehrlichen unb fleißigen Arbeit, sowie auf bem Gebauten bes Dienstes beruht. Dies umschließt bas Bewußtsein: indem ich dem Ganzen, der Gemeinschaft unb bem Staate biene, biene ich auch meinen Nachbarn unb mir selbst, ba ja alle von bem Gebauten bes Dieustes au ber Gemeinschaft erfüllt sinb. Genau wie bie Arbeit am Bobeu eine Bin- bung an ben Boden voraussetzt unb zur Folge hat, so hat ber Gebaute bes Dienstes au ber Gemeinschaft etwas ungemein Verpflichtetes für jeben Einzelnen. Jeber einzelne unb jebe Zelle bes Staates, bie Lebensgemeinschaft bes Hofes ober bes Betriebes muß sich in ihrer Betätigung in bas fügen, was ber Gesamtheit nützlich ist, auch wenn es dem einzelnen manchmal unbequem ist. Auf das Beispiel der Bauernwirtschaft angewandt, heißt das: Sicher ist unbequem unb stellt auch einen Eingriff in bie Wirtschaft dar, wenn bie Gemeinschaft bem Bauern vorschreibt, wieviel (betreibe er abzulieferu hat unb wohin bie Milch zu liefern ist. Der beutsche Bauer weiß aber, baß diese Bindungen und Verpflichtungen nicht nur die Ernährung unseres ganzen Volkes ficherstelleu, sondern auch ihn, den einzelnen Bauern, vor Ausbeutung unb Vernichtung schützen. Solche gegenseitigen Verpflichtungen bestehen aber im nationalsozialistischen Staat in irgenbwelcher Form für alle Teile unseres Volkes. Sie wachsen als natürliche Lebensform gerabe aus bem norbischen Bauerntum heraus unb sichern die Gemeinschaftsformen bieses Bauerntums, Volk und Staat. In solcher Gemeinschaftsform, in der die Wirtschaft nach einer lebensgesetzlichen Ordnung ausgerichtet sein muß, ist der Reichsnährstand heute eine ber umfassenbsten Lebensgemeinschaften, in besten Aufbau bie beutsch-rechtlichen Grunbgebanken ihre Verwirklichung gefunben haben. Die Stanbes- orbnung bes Reichsnährstanbes ist nach bem 5.6g 61. iq St 86nber". Heinie ließ ben Finger sinken. „Dann ist es boch wahr", flüsterte Suseken. Aber £mie gab es noch nicht auf. „Ich habe im März Wultstag", sagte er, „voriges Jahr genau zu Dirn. Un in diesem Jahre war Ostern im April! Hab wenn einmal Weihnachten im Dezember ist, frtän kann es ein anderes Mal —" Jein", sagte der Großvater, „es ist immer im Tumber, genau am vierundzwanzigsten." — „In b efem Jahre aber nicht", erklärte Suseken. „Be- fttrnnt nicht." Der Großvater wollte es nicht glau- b 'n „Komm nur mal mit in ben Garten!" riefen M Kinber. .Hier", sagten sie, „was ist bas? Unb bas? Und d!is^ Blühende Aurikeln unb Stiefmütterchen, vchiit Rosen unb Rosenknospen, Astern in voller Krocht, strahlenbe Ringelblumen, auf ben Beeten Aschen, Spinat und Kopfsalat, am Stachel- b leibusch ein Zweig in Blüte. Der Eichenwalb am Sfigel war herbstlich rot unb braun, bie Sträucher 1 8üfd)e um ben kleinen Hof unb am Bach ent- 1 aber sahen aus, als ob ber Frühling käme. fonie: „Nicht einmal, wenn ich Geburtstag habe, I $ es so aus. Unb bann soll bald Weihnachten f 6n? Das glaube bu man. Ich nicht!" — „Ich auch \ W*, sagte Suseken. „Auch nid)", Didel. „Au ni", -Jubel. Iber warum wollt ihr denn nicht, baß es Weih- [Wen wirb?" ertunbigte sich der Großvater f ’wmenb. „Was haben wir uns darauf gefreut, als 1 i) rod) klein war!" — „Du?" fragte Heinie, 'M?" Auch Suseken schüttelte ben Kopf. „Wenn -Hnadjten ist, müssen wir Geschenke fertig haben Ui Lieder können, aber dazu muß doch, damit es 6 lliz richtig ist, so wie im Bilderbuch, ich meine —" -- .Zerheddere dich nicht", jagte Heinie. „Zu Weih- liegt Schnee. Immer! Es schneit und ist Jetzt soll der Dezember kommen, und es ist ]Dflrn. Es wird kein richtiges Weihnachten, unb ; }?rn hat ja alles keinen Zweck. Nicht einmal bie Mr können wir fingen. Mach mir auf bie Türe, ,5 'fl so kalt, ich friere — geht ja gar nicht. Oder: M rieselt der Schnee. Öder: Mitten im kalten Mr, wohl zu ber halben Nacht. Das kann man W alles nicht singen." itoL,W , Stfnno. V po barzulegen unb sich ganz klar unb offen zum Sliitauprinpip unb zu ben Bauernibea- linju bekennen, >zur Ehre unb zum Vaterlanb, zur Fnilie unb zum Gottesglauben, unb zur Raste bes ebenen Volkes. Dir Abwehrkampf gegen ben Bolschewismus muß nnlcr Bekenntnis ausgehen, baß bas bäuerliche - zweier karbinaler Wesensunterschiebe inner- )cr Menschheit auseinanberprallen. Dabei wirb Kommunismus weber ben Kapitalismus über» UjnN'i, noch ben Sozialismus verwirklichen. Der Als er zur Bahn ging, begleitete ihn bie Frau bis an bie Straße. „Sicher hast bu bir etwas aus- gedacht", sagte sie, „bas du mir schenken willst. Aber ich bitte dich nun um eines: bring es auf irgendeine Weise dazu, daß bie Kinber sich roieber aus Weihnachten freuen. Wenn bir bas doch gelingen würbe!" — Der Mann kaufte für bas Fest, was feine Frau ihm aufgeschrieben hatte, unb bann begann er, Schaufenster nach Schaufenster zu betrachten. In ihnen war es wirklich Weihnachten. Wenn ich ben Kinbern boch nur ein einziges von biefen Fenstern zeigen könnte, dachte der Mann. Wenn ich ihnen den Schneemann da oder nur eine von diesen bereisten Tannen mitbringen könnte, so würde alles gut fein. Er ging weiter. Ein Junge, der ihn überholte, trug Schlittschuhe in ber Hand. Obwohl es schon dämmerte, folgte er diesem Jungen. So kam er zu einem Park, wo unter Musik eine Eisbahn in Betrieb war. Der Mann sah eine Weile zu, dann löste er eine Eintrittskarte und stellte sich an den Rand der Lauffläche. Nach einer Weile kniete er nieder und schabte ein wenig von dem losen, grauen Eispulver zusammen, das die scharfen Kufen der Schlittschuhe abgeschliffen hatten. Am Ende begann er sogar etwas, das ihn an den Aufsichtsbeamten geraten ließ: aber als er ihm ein wenig von seiner Not und dem Auftrage der Frau, von den Kindern und ihrem großen Zweifel erzählte, ließ der Aufseher ihn gewähren und vermachte ihm obendrein einen Rat — welch einen Rat! Es war dunkel, als ber Mann heimkam, schwer beloben, eine Handkarre hatte er sich sogar leihen müssen, unb barauf lag ein eisernes Ungetüm, lang unb schlank. Er stellte es auf bie Diele, brehte ihm mit einem Hirrenben Instrument ben Helm ab unb setzte an besten Stelle ein blankes Instrument mit Schraubrab unb Druckmesser. Die Kinber stürzten herbei. Der Vater stellte ben Rucksack auf ben Tisch unb nahm etwas heraus, bick in viele Papierschichten gewickelt. „In ber Stabt laufen sie schon Schlittschuh", sagte er, „hier, auf so bicfem Eis." Heinie nahm es in feine Hänbe, eine richtige kleine Eisscholle, an ber noch Erbe unb kleine Steine hafteten, richtiges Wintereis. Der Vater: „Schnee haben sie auch schon." Wahrhaftig, Schnee, etwas grau unb pulverig, aber Schnee. „Unb wenn ihr für euch Schnee haben wollt, braucht ihr es nur zu sagen." „Ja, mach Schnee, Vater", murmelte Heinie mit leuchtenben Augen. „Ein Tuch voll genügt wohl erst, sonst wirb es zu kalt unb alle Leute müssen frieren. Mutter, gib uns ein Tuch." Der Vater hielt es an den Köpf ?!ii Wühlereien ber Komintern zeigen uns heute . Lßland unb Spanien unb überall in ber Welt, • 'r nicht von der Staatsgewalt unterbunden wer- ! J, iin Bild jüdisch-bolschewistischer Auflösung und ' Mie. Demgegenüber sorgt bei uns die in Blut L ftoben verwurzelte Ordnung des Nationalsozia- in der die Wirtschaft dem Volk dient, für 3 »rganifdje Aufwärtsentwickelung. Dies zeigte ‘•£)t der Vierte Reichsbauerntag, ber jetzt eine tyh lang bas Führerkorps bes Reichsnährstanbes ^liölungweisender Arbeit in ber Reichsbauernstabt öf(ir vereinigte unb burch bie in biefem Jahre । icn'crs zahlreiche Anteilnahme von Staat unb $ iofjung eine über bas sonst übliche Maß hinaus- Me Bedeutung erlangte. Den Höhepunkt bes ^ichibauerntages bildeten bie großen Reben bes s^bauernführers R. Walther Darre, des tzM?rtreters bes Führers Rubolf Heß unb des 2^mäd)tigten für ben Dierjahresplan, Minister» [ Ment Generaloberst Göring. Aus ben Arbei- fu les Reichsbauerntages sollen hier nur zwei jjupyehanfen herausgestellt werben, nämlich bie Grundsatz von Führung unb Gefolgschaft aufgebaut. Nach deutscher Auffassung aber ist Führung nicht Diktatur, sondern Erziehung zur Höch st lei st u n g unb zu wahrer Gemeinschaftsbildung. Die allgemeine {Durchsetzung dieser Gedanken bedingt aber einen neuen Geist und eine neue Haltung des gesamten Volkes gegenüber der Wirtschaft. Diese gibt bann die Gewähr, daß der zweite Vier- jahresplan des Führers genau so erfüllt wird, wie der erste. Staatssekretär Backe verlangte deshalb am Schluß seiner großen Rede über den Vierjahresplan, daß die Erziehung zu der neuen Haltung gegenüber ber Wirtschaft, wenn sie im gesamten Volke siegen soll, genau so zuerst beim Bauerntum beginnen muß, wie bieses burch bie schon vor zwei Jahren begonnene Erzeugungsschlacht zu einem Vorkämpfer ber nationalsozialistischen Wirtschaftsgestaltung geworben ist. Die Teilnehmer an ben zahlreichen Sonber- togungen, in benen währenb bes 4. Reichsbauerntages sämtliche Einzelgebiete unserer Ernährungswirtschaft burchgearbeitt würben, konnten feststellen, baß hier immer roieber im kleinen an für bie Praxis brauchbaren Einzelbeispielen bie Wege für bie Leistungssteigerung aufgezeigt würben. Dabei wurde kein Zweifel darüber gelassen, daß jeder einzelne an dieser Leistungssteigerung teilnehmen muß. Die jubelnde Zustimmung, die ber Ministerpräsibent Generaloberst Göring gerabe bei seinem Appell zur allgemeinen Leistungssteigerung fanb, zeigte, baß seine Forberung verstanben wirb und bie Kommanbosprache bes Reichsnährstanbes in ber Erzeugungsschlacht richtig ist Die Anerkennung bes Generalobersten für ben Reichsncihrstanb, ben er als eine ber festesten Grunblagen unserer Wirtschaft bezeichnete, an besten Gefüge nicht bas Geringste geänbert werben bürfe, wirb sicher bie Einsatzbereitschaft bes beutfdjen Bauerntums unb aller übrigen Teile bes Reichsnährstanbes noch verstärken unb bazu beitragen, baß seine Arbeit zu einem immer stärkeren Bollwerk gegen ben Bolschewismus wirb Miterlebtes Glück. Die Straße unterscheibet sich keineswegs von ben vielen Wohnstraßen der Stadt. Haus reiht sich an Haus, eins ist so einförmig wie bas anbere, unb selbst bie Fassaden weisen keine großen Verschiedenheiten auf. Für gewöhnlich geht hier auch das Leben seinen gleichmäßig stillen Gang. Am Morgen kommen die Milchfuhrwerke und die Bäckerjungens durch, später rattern einzelne Lieferautos vorüber, unb in ben Mittagsstunden zeigt sich meist der Grünkramhändler mit klingender Schelle. Aber am Nachmittag wird es schon ruhiger, bis bann zum Abenb roieber völlige Frieblichkeit einkehrt. Heute ist indessen in der Straße irgend etwas Besonderes los, das ist ganz offenbar. Die Kinder haben sich allesamt vor einem Hause versammelt, vor dem ein Auto steht. Aus den Häusern schauen die Gesichter der Nachbarn, zumeist sind es Frauen, unb aus ihren Zurufen ist zu merken, baß es etwas Erfreuliches fein muß, auf bas alle warten. Es ist in ber Tat etwas Erfreuliches, was sich hier begibt, unb es läßt die Anteilnahme der Straßenbewohner begreiflich erscheinen. Denn es passiert in der Straße nicht alle Tage, daß eine Hochzeit gefeiert wird. Darum handelt es sich nämlich, und bas Auto vor bem Hause steht bereit, um das Brautpaar samt Trauzeugen nach dem Standesamt zu bringen. Die Geduld der harrenden Zuschauer wird ziemlich ausgiebig erprobt, denn es zeigt sich lange Zeit niemand aus dem hochzeitlichen Haus. Um so eifriger geht das Gespräch der Nachbarinnen an den Fenstern. Welche Frau nähme an einer Hochzeit auch keinen Anteil? Und welche Frau u qu ö,rr E Mater stehen, unb Heinie fragte, inbem er ben 11,51 feZ Wager erhob: „Was kommt nach November?" jisJJiliM Tr Großvater, ohne überlegen zu müssen: „De- gjfvjen bes Bauerntums beim Kamps a d!li Bolschewismus unb ber Appel hjchten Leistungssteigerung. Dn Reichsbauernführer zeigte, wie heute bie Ge- Ctahl M hweiz.?, MBaitf : । Lbgtiörigen im Lanbvolk herbei. Demgegenüber er» 86,75. I irigljht bie Erzeugungsschlacht bes Dritten Reiches >,40, Rhtz । d> i planmäßig georbneten Einsatz ber Tatkraft unb 39'40, 2? Dcmwortlichkeit bes letzten Angehörigen bes beut» 8afd r MnKanbvolkes. Mit biefem Einsatz will unb wirb (Erböf IN M drch Adolf Hitler erweckte deutsche Bauerntum 8,50, W dk- plschewismus mit aller Tatkraft und mit eifer» n 134 i NM Willen von Haus und Hof fernhalten. Das einmeiall 1- Süueintum Europas muß sich klar darüber werden, l/'che jfäufh dah fi vor einem Kampf steht, wie er ausgefochten öirbi zwischen der Bauernrepublik Rom und dem uriifmen Händlertum Karthagos. Diese Erkenntnis iw jetzt mehr und mehr auch jenseits ber beut» ,Äen «Grenzen Raum zu gewinnen. Jebenfalls be» ÜU . W tcnleeine am Schluß bes vierten Reichsbauerntages laufen imi vun len als Gästen anwesenben auslänbischen Bau- Ml na: erniin rern aus 21 Lönbern an ben Reichsbauern- nb, ^reiii? । gerichtete Dankabresse ausbrücklich bie Nvt- ZMreuIi tDtnbqfeit, in biefen Tagen, wo ber Kampf zwischen 5 bi- befai Guten unb Bösen, zwischen bem Aufbau unb 5 50, beün Zerstorungsprinzip sich heftiger zu gestalten Rof)lrabir ■ *• ~ ~ äst rchMmirunismus wirb aber auch weber geistig, noch Pu - nifiid) an feiner Jbeologie scheitern, wie man in bur^^Va&ifm intellektuellen Kreisen annimmt. Der Kom- fjiir ;; n-miiinus kann nur an ber einzigen Tatsache schei- chfragt ' 1,51, laß er bie L e b e n s g e s e tz e b e r M e n s ch - 0 (NÜI ............. auf 62 d - v s? N 1 N Ä Ä Sm! reJti ö "ul V «1» c )®eg 0,25,11 168,50 (d r lagen 3 -T nannte ’tenmärttejl Bahnen. zogen 03d 71,50, sy Spargiro ii; 1 mit 7^ Mittwoch, 2.vezemder 1936 Pros. Wilhelm S t r 0 ß, ber beim Gießener Konzertverein ein Violinkonzert gibt. X rneinschaft, baß jedem, auch dem Aermsten in unserem Volke, eine Weihnachtsfreude bereitet wirb und nicht, wie es vielleicht in früheren Zeiten war, daß die eine ober anbere politische Partei sich für eine Weihnachtsbeihilfe ber Erwerbslosen im Parlament herumschlägt. Mögen bis jetzt schon viele Aktionen im Winterhilfswerk 1936/37 deine Spende in Anspruch genommen haben, mögen auch weiterhin in den kommenden Monaten Eintopfsonntage, Straßensammlungen usw. durchgeführt werden, so wirst du sicherlich nicht zurückstehen wollen mit deiner Spende im Weihnachtshilfswerk. Jeder vom Winterhilfswerk Betreute soll das Opfer der Gemeinschaft durch die Weihnachtspaketaktion, nach Prüfung des WHW.-Helfers, eine Spende in Form von Lebensrnitteln, Schuhen ober einer fehlenden Jacke usw. bekommen. Das kann nur erreicht werben, wenn ber letzte Volksgenosse in unserem Gau sich voll mit einsetzt und die Arbeit der tausenden ehrenamtlichen WHW.-Helfer durch seine Weihnachtsspende unterstützt Wieviel Freude wird so ein mit Liebe gespendetes Weihnachtspaket einer kinderreichen Familie bringen. Du Volksgenosse, wirst innerlich davon überzeugt sein, daß durch deine Mithilfe im Auftrage des Führers wieder Not und Mängel gelindert wurden. Freuen wirst bu bich, wenn ber Empfänger bes Paketes bir ben Dank feiner Familie überfenben wird und wenn er in diesen Zeilen dir all das schildert, was durch deine Spende in feiner Familie an Not gelindert wurde. Deutscher Volksgenosse! Wir richten die Bitte an dich, hilf mit, dieses große Weihnachtshilfswerk zu unterstützen, mach auch du ein Paket für die Bedürftigen unseres Gaues zurecht, wende dich an deine zuständige WHW.-Dienftftelle, sie gibt dir Rat unb Auskunft. Du weißt, diese unermüdlichen Helfer sind zur Stelle, wo es gilt, der Gemeinschaft zu dienen, ihr zu helfen und jedem einzelnen unter bie Arme zu n Hl I raiserplatz aiserstr. 19 Indanthren - Ba F rankfuilG_jruK-fcX- bes Ungetümes und drehte an dem Rade. Es zischte, er drehte bas Rab zurück und legte bas Tuch auf ben Tisch, voll weißen, flockigen Schnees, eisig kalt. „Was ist bas?"'flüsterte bie Frau. „Wo hast bu bas nur her?" „Flüssige Kohlensäure. Der Wirt lieh mir die Stahlflasche. Jemand, ber für bie Stabt eine Eisbahn gemacht hat, gab mir ben Rat." „Schnee!" rief Heinie, „Schnee!" jubelte Suseken, „Snee", Dibel unb „Nee", Dübel. Heinie: „Unb Großvater wollte nicht glauben, daß Vater Winter machen kann!" — „Vater kann alles", sagte Suseken. Ihre Augen sahen ben Vater voll Stolz und Bewunderung an. „Unb wann ist nun Weihnachten?" fragte Heinie ungeduldig. Museum in Rothenburg. Um eine neue Sehenswürdigkeit ist die alte Stadt Rothenburg 0. d. T. durchdie Einrichtung eines Museums bereichert worden, das durch die Unterbringung der bisher an verschiedenen Stellen unzulänglich untergebrachten Sammlungen im ehemaligen Dominikanerinnenkloster geschaffen wurde. Es sind, wie die Zeitschrift „Deutsche Kunst unb Denkmalpflege" berichtet, drei Flügel des Kreuzganges mit ben daran und darüber liegenden Räumen erhalten, bie feit ihrer Erbauung im 15 Jahrhundert vielfach geändert wurden, jetzt aber zum Teil in ihren alten klösterlichen Zustand zurückgeführt sind, während andere ihre Ausstattung aus späteren Jahrhunderten behielten. Die große Klosterküche ist wieder so bestellt, wie sie einst war. Im Konventsaal und Refektorium, schönen gotischen Räumen, und im anschließenben Garten stehen kirchliche Bildwerke. Ein Saal mit Holztonnengewölbs ist als Zunftstube, ein Raum mit Renaissance-Ornamentik als Gelehrtenstube eingerichtet. Zeitschriften. — Von großen Bergfahrten in Europa, Asien unb Afrika berichtet das Novemberheft ber A.-V.- Zeitschrift „Der Bergsteige r". Verlag F. Bruckmann AG. München. Außer Fahrtenberichten von der deutschen Jran-Expedition und der österreichischen Kaukasus-Expeditivn, von Touren in Norwegen, Bergbesteigungen in England und einer interessanten Afrikareise mit Besteigung des Kilimandscharos enthält biese Nummer eine crfdjüte ternde Schilderung des Weltkrieges in ben Ortiejta bergen unb eine Erzählung von Gustav Renken Oer Tag -er „Nationalen Solidarität" greifen. Deshalb nochmals die Bitte: gibt die Parole des Winterhilfswerks im Monat Dezember 1936 „Jedem soll der Weihnachtsbaum brennen" auch in deinem Freundeskreis bekannt und gehe mit gutem Beispiel voran. Dornotizen. Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater: 19.30 bis 22.15 Uhr „Der Zarewitsch." — Gloriapalast, Seltersweg: „Zwischen Abend und Morgen." — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Arme kleine Inge." — Bekenntnisgemeinde: 20.15 Uhr Dortrag von Pfarrer W. Gaul (Dillenburg) über „Volksreligion und Gottes Offenbarung im Alten Testament" im Johannessaal. Stadttheater Gießen. Heute abend Wiederholung des großen Erfolges „Der Zarewitsch", Operette von Franz Lehär. Musikalische Leitung: Hans H. Hampel. Spielleitung: Paul W r e d e. Tänze: Irmgard Zenner. Mittwoch - Miete. 11. Vorstellung. Anfang 19.30 Uhr, Ende 22.15 Uhr. Weihnachlsausslellung oberhessischer Künstler. Im Turmhaus am Brandplatz wird auch in diesem Jahre wieder eine Weihnachtsausstellung oberhessischer Künstler gezeigt. Die Ausstellung wird am morgigen Donnerstag, 17 Uhr, eröffnet. Auf die heutige Anzeige, in der auch die Zeiten angegeben sind, au denen die Ausstellung zu besichtigen ist, sei besonders hingewiesen. Gastspiel von Ivo Puhonnys Alarionetten-Thealer. Der Nationalsozialistische Gaudienst Hessen-Nassau schreibt- Der „Tag der Nationalen Solidarität" ist nach des Führers Willen der sichtbare Ausdruck der inneren Geschlossenheit und der starken dre dem zerschundenen und zerschlagenen Deutschland des Jahres 1918 wieder Freiheit und Ehre gab Führende Männer aus Partei, Staat, Kunst und Wissenschaft sammeln am 5. Dezember für das Winterhilfswerk. Die „gute Gesellschaft von damals mit ihren Wohltätigkeitsoeranstaltungen, deren Ertrag häufig genug im umgekehrten Verhältnis zu der aufgewandten Mühe und der nicht lmmer selbstlosen Geschäftigkeit stand, ist abaelost durch die Gemeinschaft der sozial Bewußten, die Tag für Tag im Kampfe und in der Tätigkeit stehen für das vom Führer befohlene Werk. Der Tag dieser großen Sammeltätigkeit, der die Männer aus Partei, Staat, Kunst und Willenschaft in die Oeffentlichkei der Straße führt, ist zweck- voll gewählt. Er bildet den sinnvollen Auftakt zum deutschen Fest der Weihnacht, in dem Glaube, Liebe und Hoffnung das Herz zum Wohltun stimmen. Das Opfer für den hilfsbedürftigen Deutschen, das am 5. Dezember gesammelt wird, ist die Weihnachtsspende der Nation, die im Sozialismus der Tat ihr höchstes und vornehmstes Ethos hat. Sammler, Spender und Betreute stehen am 5. Dezember wiederum und ausdrücklich in einem inneren Verhältnis, das gegeben ist von der Auffassung des sozialen Gedankens im Dritten Reich: Der Sammler nimmt die selbstverständliche Pflicht auf sich, weil er die harten Notwendigkeiten erkennt, die der Wiederaufbau mit sich gebracht hat, der Spender opfert, weil er sich als einen mitverantwortlichen Teil jener größten aller Erneuerungsarbeiten erkannt hat. Und der hilfsbedürftige Deutsche empfängt als ein Mitglied jener großen und schönen Volksfamilie, wo des einen Leid die Tatbereitschaft des anderen weckt. Wer heute empfängt, will morgen geben, wenn er im großen Gesundungsprozeß der Nation selbst wieder gesund geworden ist. Der Tag der Nationalen Solidarität ist ein heiliges und. schönes Symbol im neuen Brauchtum des deutschen Volkes geworden. Die Weihnachtsfreude in der Familie erhält ihre Weihe durch das Opfer für das Volk, dessen Kraft und Sicherheit das Wohlergehen jedes einzelnen über alles Trennende hinaus fördert und sicherstellt. Wenn in anderen Ländern Zweifel, Haß und Neid sich austoben, ist uns der Tag der „Nationalen Solidarität" das schönste Zeichen des sozialen Friedens, der getragen ist vom Geist der Gerechtigkeit und des Opferwillens. An diesem Ehrentag des deutschen Volkes wird der Glaube an das ewige Deutschland sich auswirken im selbsllosen Willen, all den deutschen Brüdern zu helfen, die Hilfe nötig haben. Auf Einladung des Goethe-Bundes und des Kaufmännischen Vereins wird, wie uns mitgeteilt wird, das Ivo Puhonnys Marionetten-Theater am kommenden Sonntagnachmittag und -abend in der Neuen Aula ein Gastspiel geben. Ivo Puhonny und sein Mitarbeiter Ernst Ehlert, der Puhonnys Puppen durch die halbe Welt geführt hat, haben die große Vielseitigkeit der Puppe gezeigt. Gesunden Humor pflegen Puhonnys Marionetten in allererster Linie. Das Spiel der Puppen zieht die Zuschauer, gleich welchen Alters, in den Bann seiner Zauberwelt. Der Spielplan bringt in der Jugendvorstellung am Nachmittag „Der gestiefelte Kater", ein Marionetten-Märchenspiel von E. Ehlert und E. Meißner, dazu: Solo-Marionetten. In der Abendvorstellung: „König Violon und Prinzessin Clarinette". Eine Rokoko-Komödie von Ä. Mahlmann; dazu: Kabarett der Solo-Marionetten. (Siehe heutige Anzeige.) NSA., Ortsgruppe Sießen-Ost. Delr. Lebensmlttel-Opferring. Die Sammlung wird Dienstag, 1., und Mittwoch, 2. Dezember, von der NS -Frauenschaft durchge- fübrt. Die Mitglieder wollen die Pfundpäckchen bereithalten und die Mitgliedskarte zur Eintragung vorlegen. Der Inhalt der Päckchen ist außen sichtbar anzugeben. Es wird gebeten, daß sich außer den Mitgliedern auch diejenigen Volksgenossen beteiligen, die in der Lage sind, das WHW. zu fördern. Belr. Kohlenversorgung. Die Kohlenhändler werden aufgefordert, die in Zahlung genommenen Kohlengutscheine bis zum 5. Dezember, täglich in der Zeit von 17 bis 19 Uhr, auf der Geschäftsstelle, Kaiserallee 52, gegen evrte Wertquittung umzutauschen. Später eingereichte Kohlengutscheine können nicht mehr in Zahlung genommen werden. Ottsgruppe Giehen-Nord. Dinkerhilfswerk 1936/37. Die Kohlenhändler werden aufgefordert, die in Zahlung genommenen Kohlengutscheine (Serie B) bis spätestens am Freitag, 4. Dez., 20 Uhr, auf der Geschäftsstelle, Wolltorstraße 38, einzureichen. Später eingehende Gutscheine können nicht mehr angenommen werden Ortsgruppe Gießen-Süd. Am Dienstag, 1., Mittwoch, 2. und Donnerstag, 3. Dezember 1936, findet in der Ortsgruppe Gießen- Süd durch die NS.-Frauenschaft die WHW.-Pfundsammlung statt. Es wird gebeten, die Lebensmittel- fpenden (Pfundpakete) zur Abholung bereitzuhalten. NSDAP. Ortsgruppe Gießen-Süd. Hilfskasse. Alle Angehörigen der SA., SS., Marine-SA Reiter-SA. und des NSKK., die im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Süd wohnen, zahlen ihren Hilfskassenbeitrag für die Monate Januar, Februar und März 1937 am Dienstag, 1. Dezember, Mittwoch, 2. Dezember und Donnerstag, 3. Dezember jeweils in der Zeit von 20 bis 22 Uhr auf der Geschäftsstelle der Ortsgruppe, Frankfurter Straße 29H. Bei Nichtbezahlung der Beiträge erfolgt Abmeldung bei der Hilfskasse in München. W nterhilföwerk 1936/37. Ortsgruppe Gießen-Süd. Kohlenscheinrechnung. Die Kohlenhändler werden aufgefordert, die in Zahlung genommenen Kohlengutscheine „Serie A" am Freitag, 4. Dezember, von 19.30 Uhr bis 20.30 Uhr auf unserer Geschäftsstelle, Credner- traße 24, einzureichen. Später eingereichte Gutcheine werden nicht mehr angenommen. Kreisfiimstelle. Der Groß-Tonfilm „Friesennot" wird von der Gaufilmstelle Hessen-Nassau an folgenden Terminen vorgeführt: Mittwoch, 2. Dezember, in Allendorf a. d. Lda., Donnerstag, 3. Dezember, in Londorf; Freitag, 4. Dezember, in Geilshausen; Samstag, 5. Dezember, in Großen-Bufeck; Sonntag, 6. Dezember, in Heuchelheim; Montag, 7. Dezember, in Reiskirchen; Dienstag, 8. Dezember, in Beltershain; Mittwoch, 9. Dezember, in Etttngshausen; Donnerstag, 10. Dezember, in Steinbach; Freitag, 11. Dezember, in Annerod; Samstag, 12. Dezember, in Watzenborn-Steinberg; Sonntag, 13. Dezember, in Großen-Linden; Montag, 14. Dezember, in Klein-Linden; Dienstag, 15. Dezember, in Kirch-Göns; Mittwoch, 16. Dezember, in Gambach; Donnerstag, 17. Dezember, in Nieder-Florstadt; Freitag, 18. Dezember, in Assenheim; Samstag, 19. Dezember, in Kaichen; Sonntag, 20. Dezember, in Nieüer-Mörlen; Montag, 21. Dezember, in Nieder-Wöllstadt; Dienstag, 22. Dezember, in Ober-Eschbach; Mittwoch, 23. Dezember, in Nieder-Erlenbach. Dieser Film schildert in spannender Handlung das Schicksal deutschen Kolonisten in Rußland und die rassischen Gegensätze zwischen Deutschtum und Bolschewismus. Niemand sollte den Besuch dieses außergewöhnlichen Spielfilms versäumen. Eintrittskarten im Vorverkauf durch die Ortsgruppen. Wehrdienst und Beitragspflicht zur Deutschen Arbeitsfront. Die Beitragspflicht zur DAF. ruht unter bestimmten Voraussetzungen. Einzelheiten enthält die Bekanntmachung des Leiters des Schatzamtes Brinck- mann. Danach ruht die Beitragspflicht u. a. während einer Dienstleistung von über acht Wochen bei der Wehrmacht und während der Dienstleistung beim Arbeitsdienst, falls das Mitglied in dieser Zeit tn keinem Arbeitsverhältnis steht. Diese Mitglieder können nur dann in ihr früheres Verhältnis zur Deutschen Arbeitsfront wieder eintreten, wenn sie sich ordnungsmäßig abgemelüet und den Beitrag bis zum Abmeldetag bezahlt haben. Innerhalb von vier Wochen nach der Entlassung aus der Wehrmacht hat sich das Mitglied unter Vorlegung einer Bescheinigung über die Dauer der Dienstleistung bei seiner zuständigen Ortsverwaltung der DAF. wieder anzumelden. Dabei ist es unwesentlich, ob das Mitglied bereits wieder ein Arbeitseinkommen hat. Neue Zugverbindung in das Lumdatal. Dom Bahnhof Gießen wird mitgeteilt: Um den Bewohnern des Lumdatales die Teilnahme an Partei- und Kulturveranstaltungen in Gießen zu ermöglichen, wird ab Samstag, 5. Dez., versuchsweise nachstehender Personenzug eingelegt: Gießen ab 23.15 Uhr, Lollar an 23.23 Uhr, ab 23.24 Uhr, Daubringen an 23,29 Uhr, ab 23,30 Uhr, Mainzlar an 23.31 Uhr, ab 23,32 Uhr, Treis an 23.38 Uhr, ab 23.39 Uhr, Allendorf an 23.43 Uhr, ab 23.44 Uhr, Londorf an 23,50 Uhr, ab 23.51 Uhr, Kesselbach an 23.54 Uhr, ab 23,55 Uhr, Odenhausen an 23.57 Uhr, ab 23.58 Uhr, Geilshausen an 0.01 Uhr, ab 0.02 Uhr, Lumda an 0.06 Uhr, ab 0.07 Uhr. Beltershain an 0.09 Uhr, ab 0.10 Uhr, Grünberg an 0.16 Uhr. Der Zug verkehrt nur Samstags und an Werktagen vor Sonn- und Feiertagen. Die Wagen dieses neuen Zuges werden in der gleichen Nacht von Grünberg über Großen-Bufeck nach Gießen zurückgeleitet. Dieser Zug ist widerruflich für die Personenbeförderung freigegeben. Grünberg ab 0.20 Uhr, Göbelnrod an 0.23 Uhr, ab 0.24 Uhr, Saasen an 0.27 Uhr, ab 0.28 Uhr, Reiskirchen an 0.32 Uhr, ab 0.33 Uhr, Großen-Buseck an 0.36 Uhr, ab 0.37 Uhr, Rödgen an 0.40 Uhr, ab 0.41 Uhr, Gießen an 0.49 Uhr. Die Durchführung der Altmaterialverwertung. DNB. Nachdem unter der Parole „Kampf dem Verderb" der Verschleuderung wertvoller Lebensmittel mit Erfolg entgegengewirkt werden konnte, sollen nun im Rahmen des Vierjahresplanes auch alle erforderlichen Maßnahmen zur Erfassung der in den Haushalten anfallenden und in der Wirt- Wege im Nebel. Vornan von Käthe Mehner. (Copyright by Aufwarts-Derlag, Berlin SW 68.) 22. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Warum sagst du denn gar nichts, Gerhard?" weckte Walter Brand den Bruder aus seinem Sinnen. „Gefällt dir meine Wahl nicht?" Langsam schüttelte Gerhard den Kopf: Walter! Offengestanden nein! Ich kenne Olga Willnoff zu gut, keime sie nur als ein eitles und mcht immer ganz ehrliches Geschöpf! Wenn du meinem Rat folgen würdest..." „Danke!" unterbrach Walter Brand seinen Bruder in fast verletzend schroffem Ton. „Deinen Rat in solchen Dingen brauche ich wirk- uch nicht! Ich hätte es mir ja übrigens auch denken sollen, daß du wieder einmal Einwände machen wurdest! In bezug auf Frauen hatten wir ja schon früher niemals die gleiche Meinung! Also lassen ?ir ^?5r Thema lieber fallen, und kommen wir auf das Geschältliche zurück!" Gerhard kannte seinen Bruder nur zu gut, um mcht zu wissen, daß jedes weitere Ueberreben bei ihm fruchtlos sein würde. So zuckte er schweigend die Achseln und bat um einen Ueberblick der Ge- schäftslage. Die Enchüllungen, die Walter ihm zu machen hatte, waren freilich wenig geeignet, ihn zu beruhige». Immer ernster wurde sein Gesicht. „Daß es so schlimm war, habe ich allerdings nicht gewußt, habe es auch nach unserer letzten Unterredung in Hamburg nicht annehmen können!" agte er in tieffter Besorgnis. Walter nickte. „Neulich sah es auch noch nicht so gefährlich aus. Erst in den letzten Tagen hat sich die Lage so zugespitzt. Verstehst du es nun, Gerhard, daß ich dich doch noch einmal dringend bitten muß, mit dem Bevollmächtigten Rammelt zu verhandeln? Von Olga Willnoff habe ich bis jetzt keine Nachrichten, und sie allein kann uns trotz ihres guten Willens auch nicht helfen,--das muß ich leider jetzt selbst einsehen. Das einzige, was wenigstens diesen Prozeß noch retten kann, ist: daß du Rammelt an Hand des gesammelten Materials beweist, daß das Gelände um die Grube „Margret" zwar schlecht, aber keineswegs so schlecht ist, daß dadurch die Schnitzelspeicher der „Vereinigten Zuckerwerke" bedroht sind! Daß wir also zu den geforderten Scha- denersatzzahlungen an die „Vereinigten Zuckerwerke" auch nicht verpflichtet sein können! Aus eigener Anschauung kann so ein Bevollmächtigter, der das Gelände nur ein einzigesmal zu sehen bekommt, das alles doch gar nicht beurteilen!" „2lber ich denke, Rammelt ist nicht hier in der Stadt, sondern in Oberhof oder sonstwo?" gab Gerhard ausweichend zurück. „Gewiß! Das festzustellen muß unsere erste Aufgabe sein! Gegebenenfalls müßtest du eben nach Oberhof zurückfahren!" „Aber warum hast du denn nicht selber schon mit Rammelt verhandelt, wenn das alles so wichtig ist?" erwiderte Gerhard erregt. Walter blickte auf. „Wenn ich ehrlich sein soll, deshalb, weil ich von vornherein davon überzeugt war, daß es mir, mei- ner Art, einfach nicht gelingen würde, mit einem Mann wie Rammelt zu verhandeln! Weil ich außer- dem auf deine Rückkehr rechnete, weil ich es nicht gja.irben konnte, daß du mich und uns alle im Siich ließest! Du weißt es doch, und ich habe es dir auch geschrieben, daß ich mich nun einmal für derartige Sachen nicht eigne! Du bist ruhiger, beson- neuer, findest die schwachen Punkte in der Beweis- fuhrung des Gegners bester heraus als ich! Ich bttte dich, Gerhard, nimm du die Sache jetzt in die Hand, verhandele du mit Rammelt, glaube mir es ift der einzige Weg, für das Gutachten, und damit 'Ur den Prozeß, noch etwas zu erreichen! Alles steht setzt auf dem Spiel! Alles!" Erschüttert hatte Gerhard den Ausführungen sei- nes Bruders zugehört. Jetzt sah er langsam auf: „Unb es muß trotzdem noch einen anderen Weg geben, Walter!" sagte er leise. „Wenn ich auch wollte, von ganzem Herzen wollte, ich kann, kann nicht nut Rammelt verhandeln! Ich liebe Sanna Heller, Dr. Rammelts Braut!" Lange sah Walter Brand den Bruder an Verstehen dämmerte in ihm auf. „Dann muß ich also doch selbst mit ihm sprechen", sagte er müde. Schon kurze Zeit darauf fuhr der Wagen des Generaldirektors Brand in die Stadt ein, wühlte sich durch den Verkehr der Ausfallstraßen langsam nach der Innenstadt, der Gebend des Flusses zu. Die unmittelbar nach der Unterredung Walter Brands mit feinem Bruder eingeleiteten Ferngespräche hatten ergeben, daß wohl Fräulein Heller, nicht aber Dr. Rammelt in Oberhof Aufenthalt genommen hatte. Es war anzunehmen, daß Rammelt überhaupt keine Reise unternommen hatte, sondern sich, wie Gerhard vermutete, wie immer tagsüber in feinem Institut befand. So hatte Walter beschlossen, sich einfach, ohne vorherige Anmeldung dorthin zu begeben. Während der Wagen, sicher von der Hand des zuverlässigen Chauffeurs gesteuert, durch die engen Straßen fuhr, grübelte Walter finster vor sich hin. Warum hatte Olga ihn belogen? ging es ihm unaufhörlich durch den Sinn. Sollte Gerhard mit feinem harten Urteil über sie doch recht gehabt haben? Hatte sie nicht aus ehrlichen Motiven gehandelt? .... a Der Chauffeur hielt. Hier in der Nähe des Hafens sollte das Institut liegen, m dem der Bevollmächtigte tätig mar; allerdings hatte der Chauffeur gemeint, daß es der Enge öer Straße wegen mit dem Wagen nicht zu erreichen sei. o So stieg Walter aus, nahm die Aktentasche mit Den in den letzten Tagen noch neu erarbeiteten Unterlagen unter den Arm und ging mit schnellen 6fcltlenJn ben neb-lig-n Abend hinein. Aber schon bald merkte er, daß es nicht ganz Acht war, sich in dem Gewirr von Gäßchen und Winkeln zurechtzufinden. Immer wieder mußte er ?-°rc?e^e,Lbe "ach dem Weg fragen, deren Aus- fünfte sich oft genug untereinander widersprachen. Dabei wurde der Nebel immer dichter. Kaum wurde die Dunkelheit vom Lichte der wenigen Laternen erhellt. Nur selten standen einige' Häuser an dem schmalen Weg entlang, den Walter jetzt Ungeschlagen hatte. Ein weißes Licht, mit dem Roten Kreuz gekennzeichnet, verriet, daß eins davon eine Samtatswache beherbergte. „Mag wohl auch oft genug etwas passieren in solch einer Gegend!" murmelte Walter vor sich hin, als er es bemerkte. Unentschlossen stand er schließlich vor einer Wegkreuzung. Zwei Wege führten hier ab, aber fein gültig Einzug gehalten zu haben. Herr Bendo- und die Sportmöglichkeit gut sei. Die Temperas '^5^die W liegt bei 2 Krad unter Null Di- Km.™ finh h»“.®,51 J leslügelzuch M uns: Dom 27. gänzlich dem Blick entzogen. XIII. Gute Möbel bei Koos Giessen Schulstr.6 gestellt. Skiläufer, die iz. Ir______......... beim Dienst in der Wehrmacht verwerten wollen; können sich als Freiwillige beim Infanterie-Re^' ment 75 in Freiburg i. Br. melden, das Skiläufen bevorzugt einstellt. Alles Nähere über Freiwilligenn- meldung, notwendige Papiere usw. ist bei dm Wehrmeldeämtern zu erfragen. ** Der Ariernachweis für Beamte Zum Nachweis der Abstammung der Beayiten uni) ihrer Ehefrauen hat der Reichsfinanzminister iib einem Erlaß Stellung genommen. Darin bestimm! er, daß alle Beamten unverzüglich — spätestem liegt bei 2 Grad unter Null. Die Bäume sind rauh bereist. unsere telephonische Anfrage mit, daß auf dem Hoherodskopf 25 Zentimeter Pulverschnee liex ^gemessenen Ra! iine Sammlung i Schließlich entschied sich Walter für den nach links verlaufenden Pfad, in dessen Richtung er dsn Fluß vermutete. Kundgebung her ASDAp. in Gießen. Jreifag, 4. Dezember, im Cafe Leib um 2O.3o M? Es spricht: pg. Oskar Wendnagel über „Unser Kampf, einst und jetzt." Jedem, der in der Kampfzeit die verfammluiM in Gießen besucht hat, ist Oskar Dendnagel h. kannt. Eintritt 30 Pfennig. Kartenvorverkauf bei den Gießener Ortsgruppe Kreisleitung Wetterau der NSDAP. 'M*, stütz vermutete. Mte » 9 Schon nach wenigen Minuten hatte ihn der Neb,-! i io0ie\eir.rannt,1 i i ,We alte ifes? Richtlinien dafür sorgen, daß die seither nicht faßten Millionenwerte der deutschen Volkswirts «i zugutekommen. Sonderaktionen sind nicht geftatti [ft u>c Den Einsatz aller Organisationen, der NSDD sejn ■ und darüber hinaus aller übrigen Vereine und ; W O.UL Es i bände, regelt allein der zuständige Gauleiter od-r । °er'X; Einst fein Beauftragter. , IJ MV? Mtsc Der Sinn der Altmaterialfammlung besteht niqj rt. M A darin, in einer Riefenaktion im Augenblick arow ^ar rÜ Mengen von Altmaterialien zu erfassen, sondern $ ‘ 650 soll in zäher, stetiger Arbeit die dauernde Gri.q. mit zwei schwarze r.^is und zweimal F, Welander, zwe hobel er, reb: NMal gut, zwei Kl :W-M Fr. Thür ^chen Tage erfolgt • M in Kassel mit j ’ |Eng er zweimal Nlassenpreir. - L W für rotbunte Ort Hm gleichen Tage Wer, Allendorf, P brachten ihm zu ß nach Hause. f R für den Gießen hlWer erneut zu fv S Wcht anfpornen .Erfolgreich ul uns mit: An Jw veranstaltete T^nzucht- und '«dem 1. Sieoerfti Auch Dr. Ralf Rammelt ging um die gleiß* Stunde den einsamen Weg zu seinem Institut enrt> Jang. Er hatte den schmalen Pfad am Fluß enm lang gewählt, wo der Nebel noch undurchdringliche war als in der Nähe der Häuser. Dichte NebL« schwaden strömten aus dem Fluß, so daß kann noch die Krane und Massen sichtbar waren, die du Hafenanlagen kennzeichneten. Fröstelnd schlug Rammelt den Mantelkragen HE, beschleunigte dann seinen Schritt. Wie geiftesabnw fenb fuhr er sich mehrmals mit dem Taschentuch über die Stirn, als müßte er dort eine schwer unsichtbare Last abwischen. . IfW hittxLer Unaufhörlich kreisten seine Gedanken um die Gw s Die le- eigntffe der Vortage, vergegenwärtigte sich xöW und wieder die furchtbare Szene mit Olga Willnois Roch lebte sie ja, noch war Hoffnung, daß &•'- Aerzte sie retten konnten. Wie aber, wenn sie den Folgen des Schusses starb?! Konnte es nM sogar sein, daß sie in diesem Augenblick... wagte den Gedanken nicht auszudenken. War «r nicht ein Mörder, wenn Olga Willnoff den Tcv) fand? Und dann? Was geschah dann? Wie von unsichtbaren Verfolgern gehetzt, eilfii* Rammelt weiter, beschleunigte seinen Schritt nM mehr, beachtete es kaum, wie ihm die dicken NebM schwaden ins Gesicht stießen. Immer mehr ergnr die Angst Besitz von ihm. Vielleicht war es ND noch eine Frage von Stunden, und er mußte fliehe oder sich dem Gericht ausliefern. Dann aber kam auch alles andere heraus,---all das anders!, was er die Jahre hindurch verborgen gehalten hatm, die Sache mtt seinem Freunde Bernard Hel^r Jannas Vater... (Fortsetzung KW schäft verwertbaren Altstoffe (Altpapier, Rohps- dukte) in die Wege geleitet werden. Die Aktion wird im Auftrag von MinisterprL. bent General (Boring durch den Leiter der & schäftsgruppe Rohstoffverteilung Ministerin > Kohler durchgeführt. Die Nationalsozialisti!it ,-EDriel' Partei wird auch hier wieder in vorderster greif üfji®'* her stehen. Die Gauleiter und ihre Beauftragten der den gemäß den von zentraler Stelle gegeben . ain ' ............... ........... " jRtej Schild verriet, in welcher Richtung der Hafen $1 suchen war, in dessen Nähe sich das Jnstttut bw finden sollte. Lauschend blieb er einen Augenblick stehen, horchst auf Schritte von einem Passanten, den er noch einmal nach dem Wege fragen könnte. Aber alles btieri still. Niemand kam vorbei, den er hätte anhaltm können. v\ (Jlif Uj tzs- tes MLletzungen MS Deut Lu* vom ... B v' („ Aülache l |uu ui quijcl, jiciiyci laiutu uie uuuemue i j' W (.'ildn (ung aller anfallenden verwertbaren Stoffe gefidiri ‘ am und vm ', werden. Tin und g>E Es ist ganz selbstverständlich, daß das nichW. $ ßaufü^ i£6 sche Rohproduktengewerbe bei dieser Arbeit ni-d W8' ■ entbehrt werden kann. Die sachgemäße Lageru:a < / und die für die spätere industrielle Verwettu ra i i;L Dießen notwendige fachmännische Sortierung kann o! ,'aq. Dank des g durch dieses Gewerbe erfolgen. Alle Stellen hab« Ä Schar daher Anweisung, dieses Gewerbe bei der Dürr- a frohgemut die v fuhrung der Sammelaktion führend zu beteilige .^ch Klein-L>noe Von der gesamten Bevölkerung wird erwartet, d«zM M ein üeU) sie entsprechend dem durch Ministerpräsident (Sorin van desfen an sie ergangenen Appell durch Unterstützung h? solle Fernsicht t eingeleiteten Maßnahmen mithilft, die seither niett ih stark beeintre verwerteten Abfallstoffe der deutschen Wirtschrt Tjorf Allendorf wieder zuzuführen. quer, auf n ... ?Wnchhalzhaust Doheroosirops JL nDutenhc meldet 25 Zentimeter Pulverschnee. s^tzchen noch me> Der Winter scheint im hohen Vogelsberg en» !Vn Se her l vulttg ein3ug gehalten zu haben. Herr Benöo: Person vom Klubhaus auf dem Hoherodskopf teilt uns if Een feine G untere televbomfcbe Slnfraae mit hnfe nnf l'P.. L Dienstjubiläum. Am gestrigen Dienst:; . Mit de konnte Herr Ferdinand von Hanneken, BeaÄD^A'^Lnf ter der hiesigen Reichsbankstelle, auf eine MjährüMU^ ü Berufstättgkeit im Dienst des Staates durüdblirf.iV'Ä 'mit Stus Nefent Anlaß Hal ihm der Führer und ftS kanzler in einer Urkunde seinen Dank und Anerkennung für die dem Reiche geleisteten trem Dienste ausgesprochen. Auch der ReichsbankpM öent hat Herrn von Hanneken in einem besonder !l ft. \ schreiben seine und des Reichsbankdirektoriun?- aufrichtigen Glückwünsche übermittelt. 8 ** Skiläufer werden b e d o r 3 u gt eim- ffi.'ÄrfÄ9? ‘ ...... ' ihr sportliches Können Lecker, l * • • 1 Mnte iechsmal sehr H. i Kassenpreise. ( s Stabschef Oer Sft Lutze mm MnleMitzwerk: ationalen Solida- „ ( cm läge der Nationalen Solida- * ijj: Anläßlich der Sonderstempelung der m M-Vriefmarken am Tage der Nationalen So- « M im Grenzgau Baden sind WHW.-Brief- r>. I jj DI! y?uu|uyiuHy uc= ir istki'traße 8, einzureichen. »-8 H C. Gießen. Am Stellen J le Dorf Allendorf durchschritten war, ging es noch so viele Beispiele und Brauchtumsreste vor- *m' j ujp i ops teili. i Icjs i das MW r mr riobiloel Jetzt ist Einfüllzeit für Arcticl deutsche Volk eine im Winterhilfswerk Arctic, immer schon als einzigartiges Spezial- oel für das Winter- Halbjahr anerkannt, wurde jetzt durch das neue Verfahren noch besser Arctic startet sofort und schmiert immer wichtigen Aufgaben der Gegenwart. Beteiligung am Vier- Nationalsozialist sein heißt: OpfernI SA -Mann sein heißt: Vorbild im Opfern seinI Sozialismus ist für uns Tat I iber sw. ist Ki l Wenn heute das ganze große Opfergerneinschaft lauf seiner Ansprache die Darstellung der unerhört der Landwirtschaft in Der Ruf des Führers zur rt a. M. die zweite Landesfachgruppen-Ge- au statt. Mit der Durchführung war der Ge- chtverein Frankfurt a. M. beauftragt, der uigabe in mustergültiger Weise erledigt hat. Ausstellung war mit über 3000 Tieren beschickt. dessen Schuld einwandfrei festgestellt ist, zurückgewiesen. Der 38jährige $). D. aus Birklar, Kreis Gießen, hatte in den Jahren 1934 bis 1936 feine im gleichen Haushalt lebende Schwägerin wiederholt beleidigt, mit Totschlägen bedroht und sie körperlich mißhandelt. Nach dem Gutachten des ärztlichen Sachverständigen kann der Angeklagte wegen Geisteskrankheit für seine Taten nicht verantwortlich gemacht werden. Das Gericht ordnete daher auf Antrag der Staatsanwaltschaft die Unterbringung des Angeklagten in eine Heil- und Pflegeanstalt an. Unter Ausschluß der Öffentlichkeit fanden die fol- eirarEen aus dem Reiche mit dem Sonder- npti zu versehen. Es ist lediglich noch die Mög- ieii geboten, bei Einsendung des Betrages von e M. auf das Postscheckkonto der Gauführung ! Karlsruhe, Konto°Nr. 360, einen Mar- die ei Mj! Unser Gedanke von Blut und Boden. Landesbauernführer Or. Wagner eröffnet die Vogelsberger Heimatschau und die landwirtschaftliche Ausstellung in Schotten. keine Lehre, sondern t eine R für L-ch Der Seerf finlm.MM« Dam itil ich - M Ifrigen Dinj neten, f eine 40/äb 5 jurikfblit kommt, ist nichts anderes als jene germanische Lebensanschauung, die für uns Deutsche das kostbarste Erbgut für alle Zeiten bedeutet. Wenn in diesem Fahre zum erstenmal in unserer Heimat Kreisbauerntage veranstaltet werden, so sollen diese nicht nur der Unterrichtung in der landwirtschaftlichen Praxis und in der Erziehung zu einer disziplinvvllen Wirtschaftsform bestehen, sondern der Bauer soll in diesen Fahren allerstraffester Anspannung der Kräfte das Bewußtsein pflegen, daß er in rassischer und also in kultureller Hinsicht die Grundlage seines Volkes war, ist und bleibt. In diesem Zusammenhang wies der Landesbauernführer daraufhin, daß die artbewußte deutsche Wissenschaft endlich erkannt und nachgewiesen hat, daß das kulturelle Alter unseres Volkes bis in vorgeschichtliche Zeiten hineinreicht. Wir wissen heute, daß der nordische Mensch der Begründer unserer Kultur ist; so lange die Geschichte zurückreicht, war er sshhaft, lebte als Bauer und Krieger und entwickelte als seßhafter Mensch eine Kultur, deren bildet, dann kann es sich die SA mit Stolz zurechnen, Wegbereiter zu dieser Volkskameradschaft zu sein. Der Ortsring Gießen im Landschaftsbund „Volkstum und Heimat" eröffnete am gestrigen Abend in der Neuen Aula des Gymnasiums für diesen Winter seine Vortragsabende, die alle unter dem Leitgedanken „Heimisches Brauchtum" stehen. Nach zwei Volksliedern, die der Mädchenchor der Schil- lerschule unter Leitung von Rektor Stroh vortrug, begrüßte Ortsringleiter Or. Michel die zahlreiche Zuhörerschaft. Sein besonderer Gruß galt dem Redner des Abends und den Heimatfreunden aus der Nachbarschaft. Die Volkstumsarbeit werde auch in diesem Winter in Gießen wieder fortgesetzt und berufene Männer würden über die verschiedenen Ausdrucksformen der deutschen Volksseele sprechen. Nachdem der Ortsringleiter noch kurz das Zeichen des Landschaftsbundes und seinen Sinn erklärt hatte, begann der interessante Vortrag von Or. Winter, Heppenheim. An Hand einer Unzahl von guten und seltenen Lichtbildern verstand es der Vortragende, den Zuhörern die Augen für manches zu öffnen, an dem man sonst achtlos vorübergeht. Ein Ausdruck der deutschen Volksseele waren die Zeichen, die in mannigfacher Art, aber doch immer wieder auf ein und denselben Ursprung zurückführend, vorkommen. Ganz gleich, ob es sich um einen Brauch, Schmuck oder um den Ausdruck eines Handwerks handelt — immer kann man diese alten Dinge auf ursprüngliche Zeichen zurückführen. Eine große Rolle spielt dabei ein Zeichen in Form von zwei Spiralen. Diese Form, die sowohl beim Mähen eines Erntefeldes, als auch bei Hausoerzierungen, ferner bei Spielen der Fugend heute noch zum Ausdruck kommt, ist am gebräuchlichsten und man findet sie überall in der verschiedensten Abart wieder. Für die einzelnen Entwicklungen brachten die Lichtbilder einen schlagkräftigen Beweis. Gerade in unserem Gau auf den Dörfern sind Heimisches Brauchtum Vortragsabend des Landschastsbundes „Volkstum und Heimat"". Händen, man muß nur gewöhnt fein, richtig sehend die verschiedensten Dinge beurteilen zu können. Diele Motive kehrten immer wieder: Sonnenräder, das Motiv des Lebensbaums und damit zusammenhängend die Rute und der Kranz. Aus den alten 8-Linien entwickelte sich der Kielbogen und weitere arteigene Heilszeichen. Selbstverständlich fehlt auch nicht das Kreuz als Ausdruck des Glaubens. Immer kehren an Türoerzierungen im Kratzputz und an den geschnitzten Eckbalken die alten Motive wieder. Auch hat man die Beobachtung gemacht, daß sich aus einem alten Brauch später eine Kunst und dann ein Spiel entfaltete. Ferner lassen sich manche heute noch gebräuchliche Redewendungen auf einen Ursprung zurückführen, der wieder der Art unseres Volkes entspricht. Wohl mancher der Anwesenden wird erstaunt gewesen sein, welche Fülle von diesen gestaltenden Kräften sich bis in unsere Zeit in mannigfaltigster Art gerettet hat. Auch unsere Gegend, selbst bis kurz vor den Toren von Gießen, ist reich an einem lebendigen Brauchtum, ganz gleich in welcher Form es sich uns heute darbietet. Mitunter sehen wir germanisches Kulturgut, das auf einen starken Glauben unserer Vorfahren schließen läßt, selbst wenn dies oder jenes Zeichen zuerst in der Form eines Schutzzeichens aufgetreten ist. Am Schlüsse seines Vortrages führte Dr. Winter einen selbstaufgenommenen Film vor, der das Abbrennen eines Feuerrades an Fastnacht in einem Dorf des Odenwaldes zeigte. Waren schon die vorher gezeigten Bilder sehr eindrucksvoll, so überzeugt gerade dieser Film restlos davon, daß altes Brauchtum heute noch in unserem Volke lebt. Dr. Michel dankte dem Redner für seine vortrefflichen Ausführungen, die bei allen Anwesenden einen starken Eindruck hinterlassen haben. Zum Schlüsse dieses ersten Vortragsabends brachte der Mädchenchor der Schillerschule noch zwei Volkslieder zu Gehör. !fam und bitten, rechtzeitig den Betrag zu „..ijen und gleichzeitig die schriftliche Bestellung \\> Gauführung des WHW., Karlsruhe, Bau- »ff onnte/ f Ä ulen- ; 'J jtfff •»" . k u; und quer, auf manchmal recht schlüpfrigen Münchholzhausen links liegen lassend, zur u|n.j/ GStraft nach Dutenhofen, wo sich inzwischen im U 5 Schlößchen noch mehrere Nachzügler eingefun- tobten. Nach eingenommenem Kaffee erschien Herr 3 r pßen Freude der zahlreichen Kinder St. Niko- opf feiltl l ki= 1 eigener Person mit Gefolge, um den üben , daß ! n Hin Kleinen feine Gaben zu überreichen. Nach \r 1 ki >r ingemessenen Rast, bei der man u. a. auch Die lerne dich eine Sammlung des WHW. gedachte, wurde laurne finh g^n^benö die Heimfahrt angetreten. *9eflügelzuchtverein Gießen. Man iii uns: Vom 27. bis 29. November fand in lick sM° „ den er M« M MI r hättet jahresplan sei an das deutsche Bauerntum gelangt, als dieses bereits zwei Fahre im Kampf der Erzeugungsschlacht gelernt hatte, den Boden des eigenen Vaterlandes so zu nutzen, wie es zum Wohl der Volksgemeinschaft notwendig ist. Erst der Nationalsozialismus, der dem Bauerntum das Bewußtsein seiner Verpflichtung gegen Volk und Scholle wiedergab, konnte der stetige innere Antrieb zu jener Steigerung aller Kräfte sein, die die Erzeugungsschlacht und der Vierjahresplan erfordern. Der Landesbauernführer sprach die Erwartung aus, daß jeder einzelne Bauer und Landwirt feinen Acker und Hof so sorgfältig bestellt und verwaltet, wie es ihm nur irgend möglich ist, denn der Gedanke der Leistung ist Voraussetzung für bäuerliches Denken und Handeln. Das Bewußtsein der Sicherheit, das unser wiedererstarktes Reich jedem Volksgenossen gegeben hat, ist für den Bauern der beste Ansporn zur Leistungssteigerung, zumal er gewiß sein kann, daß eine umsichtige Ordnung der Wirtschaft für seine Erzeugnisse den angemessenen und verdienten Preis sichert und zugleich dem Volksgenossen in der Stadt unerträgliche Preissteigerungen erspart. Der Landesbauernsübrer schloß seine Ansprache mit der bedeutsamen Festellung, daß es ein ererbtes Gesetz unseres Blutes sei, unser ganzes Leben in eine natürliche und feste Ordnung' zu bringen und wie alle Kultur nur denkbar ist in zuchtvoller Form, so kann auch ein Volk politisch nur stark sein, wenn die Vielfalt seiner Arbeit auf einen Grundgedanken ausgerichtet ist. Oberhessen. Kreisfacharuppenschau der Kaninchenzüchter in Homberg. —.— Homberg, 1. Dez. Fn diesen Tagen fand in Homberg a. d. Ohm eine Kreisfachgruppenschau der Kaninchenzüchter der Kreisfachgruppe Alsfeld- Lauterbach statt. Am Freitag nahm Preisrichter Streb (Offenbach) die Bewertung der ausgestellten Tiere vor. Bei dem guten Material war es keine leichte Arbeit, die besten Tiere für die Prämiierung auszuwählen. Die Eröffnung der Schau erfolgte am Samstagnachmittag durch den Kreis- fachgruppen-Vorsitzenden Schmidt (Lauterbach), in Gegenwart von Vertretern der Partei und der Behörden. In dem abends abgehaltenen Kommers hielt Kreisfachgruppen - Vorsitzender Schmidt einen Vortrag über die hohe volkswirtschaftliche Bedeutung der Kaninchenzucht. Zu der am Sonntagnachmittag im „Frankfurter Hof" stattgefundenen Kreisversammlung erschienen viele Züchter von Alsfeld und Lauterbach in Omnibussen. In dieser Versammlung fand eingangs eine Aussprache über die diesjährige Kaninchenschau statt, auch wurde als Ort für die nächste Ausstellung Alsfeld bestimmt. Die Schau endete mit einem für alle Teile befriedigenden Ergebnis. Die Ortsgruppe Homberg errang den ausgesetzten Wanderpokal. Landkreis Gießen = Heuchelheim, 1. Dez. Die NS.-Gemein- schaft „Kraft d u r ch F r e u d e" veranstaltete am Sonntag einen heiteren Abend, der einen unterhaltsamen Verlauf nahm. Die Künstter verstanden es gut, die Besucher in heitere Stimmung zu versetzen. Eine Elfjährige spiele Geige, Klavier, Akkordion, tanzte und rezitierte. Die Geschwister Milton zeigten Tänze; der Ansager Bruno Christoph unterhielt die Gäste mit seinen Scherzen. Auch mit Zauberkunststücken wartete er auf. Musik und Gesang der zwei Avantis vervollständigten das Programm. Die Darbietungen fanden starken Beifall. (D Großen-Linden, 1. Dez. Dieser Tage fand im Caf6 Dern die erste Winterversammlung des Ob st- und Gartenbauvereins unter Leitung des Vorsitzenden Lang statt. Als Redner war Obstbauminspektor Bentsch anwesend; er sprach über die Vorteile der Sommerspritzungen bei den Obstbäumen, da man sich mit dem Gedanken trägt, eine Motorspritze anzuschaffen. Der Redner berichtete noch über die Schulungsfahrt nach Ortenberg und Konradsdorf und schilderte die dortige Baumpflege, die auch in unserer Gemarkung zur Anwendung kommen muß. Im Februar 1937 wird eine weitere Versammlung abgehalten werden, möbel eine Verlosung von Gartenbaugeräten usw. stattfindet und voraussichtlich ein Vortrag über Gartenbau gehalten wird. △ Leihgestren, 1. Dez. Gestern wurde im Gemeindewald mit den Holzhauerarbeiten begonnen. Es sollen im Laufe des Winters 1400 Festmeter Nutz- und Brennholz gefällt werden. Zu diesen Arbeiten haben sich nur wenige Leute von hier gemeldet, so daß auswärtige Kräfte herangezogen werden müssen. Ein Zeichen, daß die Ar- deitslosigkeit in unserer Gemeinde behoben ist. co Eberstadt, 1. Dez. Der diesige Turnverein „Gut-Heil" hielt im Gasthaus „Zum Schwanen" einen Dietabend ab. Mit einem Turnerlied und der Begrüßung durch den Vereins- führer wurde der Abend eingeleitet. Der Dietwart des Vereins, Reitschrnid't hielt sodann einen Vortrag über das Thema „Jahns Volkstum im Vergleich zur jetzigen Zeit". Der Vereinsführer dankte dem Redner für feine mit großer Aufrnerk- genden Verhandlungen statt. Der 71jährige H. H. aus Kirtorf konnte des ihm zur Last gelegten Verbrechens, sich an einem 10jährigen Mädchen unsittlich vergangen zu haben, nicht überführt werden und wurde daher freigesprochen. Der O. K. aus Wächtersbach und der A. W. aus Saarbrücken wurden wegen Vergehens gegen § 175 StGB, verurteilt. Der Angeklagte K. erhielt eine Gefängnisstrafe von 6 Monaten unter unter Anrechnung von 3 Monaten 10 Tagen der Untersuchungshaft, der Angeklagte W. eine solche von 6 Wochen. Außerdem wurden die Angeklagten in die Kosten des Verfahrens verurteilt. Umfang und Tiefe in früherer Zeit nie erkannt wurde. Auch die Zeugnisse hessischer Bauernkultur, die nun in der Vogelsberger Heimatschau zusammengetragen sind, beweisen den ununterbrochenen Strom einer blutgebundenen, bodenständigen Bauernkultur, die zu allen Zeiten der Ursprung für jede politische und künstlerische Leistung war. Mit dieser (Erinnerung an die Geschichte unseres Volkes verband der Lanoesdauernführer im weiteren Der- der Geflügelzuchtoerein Gießen 33 Tiere zur Müen fr Btartunq stellte. Es war allerbestes Material dort Roi^nJ'BeEtroen. Der Vereinsvorsitzende Fr.Bauer zeigte bei in m Rodeländern den besten Hahn, sowie die beste 3antbirette$‘Snn brachte ferner sechs Ehren-, drei Zusatz- unb [eben Klassenpreise auf sich und erhielt oier» ........ , lzeMal die Note sehr gut und einmal gut. Der Or- W-er H- Becker, Allendorf, errang auf seine JL-.Muite sechsmal sehr gut, erhielt einen Ehren- e. : ur ) trei Klassenpreise. Gg. Heimborn erwarb d fit: mit zwei schwarzen Jtalienerhennen einen L-' * E imreis und zweimal sehr gut. W. Hofmann Her Rhodeländer, zweimal sehr gut und dreimal 0ii. fj. Röbeler, rebh. Italiener zweimal sehr gt t, einmal gut, zwei Klassen- und ein Zusatzpreis. - Ntglied Fr. Thünken vertrat den Verein ainlichen Tage erfolgreich bei der Kreisfachgrup- P-Wu in Kassel mit seinen Zwerg-Rhodeländer. T ri errang er zweimal sehr gut und erzielte den erjen Klassenpreis. — Auch auf der großen Son- U für rotbunte Orloffs in Dresden, die eben» am gleichen Tage abgehalten wurde, zeigte I e cf e r, Allendorf, erfolgreich. Zwei Orloff- 1 brachten ihm zweimal sehr gut und einen preis nach Hause. — Es waren Tage großer |e für den Gießener Verein, die sicher seine leb er erneut zu Höchstleistungen in der Rasse- Arn heutigen Mittwochvormittag wurde die „Vogelsberger Heimatschau Blut und Boden" durch den Landesbauernführer Dr. Wagner eröffnet. Wie groß die Bedeutung ist, die unsere politischen Führerpersönlichkeiten der lebendigen Verbindung des Bauerntums mit seiner eigenen Geschichte zumessen, ging aus der Ansprache des Landesbauernführers an die versammelten Vogelsberger hervor. Dr. Wagner erinnerte daran, daß der Führer selbst in einer engen Verbindung der lebenden Generation zur Geschichte des eigenen Volkes eine der stärksten seelischen und geistigen Grundlagen für ein gesundes Staatsleben sieht. Das Bauerntum, führte Dr. Wagner weiter aus, fei in feiner Grundhaltung und in feinem Anteil am gesamtdeutschen Schicksal selbst so geschichtsverbunden, daß alle Lebenden als Nachfahren früherer Jahrhunderte selbstverständlich die Kenntnis ihrer eigenen Volksnatur besitzen müssen, die aus der Blutsverbundenheit entspringt. was in den schlichten und ehrwürdigen Zeugnissen deutscher Vauernkultur zum Ausdruck 'wi/tihiitö $' ", Neapel) unö Nuyar 0 (üranrfun a. At.) öiö Taupunkte zuerkannt und damit der Stadtehren- u iim M p"i-, sowie die große goldene Medaille. Paul 11 Gießen, errang 297 Punkte, Aug. Hatz (€ liqtn) 264 Pkte. und die kleine silberne Medaille. E ti, Große Strafkammer Gießen, em 37 Jahre alte K. O. S. aus Ruhlkirchen, 1 am ® 'ei- Alsfeld, war am 14. Oktober vorn Schöffen- nburiN'-'l Gießen wegen schweren Forstwidersta^des Dichte'^ uiH Beleidigung zu 4 Monaten Gefängnis worden. Gegen dieses Urteil hatte er ! mären, ■ • ? mfung eingelegt. Die Anklage legte ihm zur Ml im Juli einem Forstbeamten auf dessen Auf- Wing, einen in seinem Revier zu Unrecht auf- | Serien Buchenstamm abzuladen, beleidigt und j; m Beamten, als er den Angeklagten an der ««erfahrt hinderte, körperlich mißhandelt zu vviil. Die Berufung des Angeklagten wurde, da feit^S ° c W1 im Grenzgau Baden find WHW.-Brief- ' der so zahlreich bei der Gauführung eingegangen, » unmöglich ist, weitere eingesandte WHW.- 0c ltzlzucht anspornen werden. 11 Erfolgreiche Kanarienzüchter. 9Tir teilt uns mit: Anläßlich der am 28. und 29. N Mff ber veranstalteten Jubiläums - Ausstellung de; kcnarienzucht- und Vogelschutzvereins Marburg to-vfreri dem 1. Siegerstamm des Züchters Heinrich .. v. 6cfjm i d t (Gießen) durch die Preisrichter W a g - Nir (Kassel) und Ruh ar d (Frankfurt a. M.) 318 »1 oML । H Ä . ,Lng der Frageboaen sind die Beamten be- ü *>-je Tie bereits früher ausgefüllt haben oder r urkundlichen Nachweis der arischen Ab- ' Jinfl für sich und ihre Ehefrau bis zu den Äern auf Grund der Durchführungsbestim- ' aii ZU § la des Reichsbeamtengesetzes sowie r her Erlasse erbracht haben. Dem Fragebogen ' ’jrfünften oder beglaubigte Abschriften über 1 w'tammung des Beamten und seiner Ehefrau, d v Beamte im Besitz hat oder ohne Jnan- ’LuDme der Registerbehörden, z. B. von Ver- [1 \n/ beschaffen kann, beizufügen. I i i'g e n a r t i g e r Unfall. Gestern ereignete . . ^1 . iflier Frankfurter Straße ein nicht alltäglicher Plet, Jk I f Vq Bon einem Kraftwagen löste sich ein Rad, IJLi'. Stück weiterlief und dabei einer Frau gegen ftge geriet. Die Frau erlitt einige, glücklicher- K leichte Verletzungen an den Beinen. Die Sa- IG jislDlonne vom Deutschen Roten Kreuz ver- die Verunglückte in ihre Wohnung in der 3 Aechtstraße. 'Wagtfr, * LHW. - Briefmarkensonderstem- .e o?t< . i em Tage der Nationalen Solida- ich mit dem Sonderstempel versehen, zu erhal- 1 Stosse E । V\ diese Tatsache machen wir alle Sammler g ^ksam und bitten, rechtzeitig den Betrag zu bas jj [vwiijen und gleichzeitig die schriftliche Bestellung !|er fl bi: Gauführung des WHW., Karlsruhe, Bau- emäßs E istxi'traße 8, einzureichen. eile » 8 HC. Gießen. Am Sonntag veranstaltete rung fgJw: HL. Gießen feine letzte diesjährige Verems- ü Stelleri^rung. Dank des günstigen Wetters hatte sich bei bi- ''lei e ttttliche Schar Wanderer am Start eingefun« nb zu jJä |, fe frohgemut die Frankfurter Straße entlang, rb enntSl hi ioiii durch Klein-Linden marschierte. Kurz hinter präsib^^M!l [rt führt ein Feldweg aufwärts über einen Jnterfe''.'jb heil'Ücken, von dessen Kamm sich bei klarer Lust bie §Mi t iiizoolle Fernsicht bietet, die leider durch Ne- mg stark beeinträchtigt war. Nachdem das Heizkraft ^jst bares Geld MW s»? < ; /-f fe /.V^. /'W' ; . - &',#& ./. - x ' ' '- J ** "‘<1 L \- ~ -z- X-. X Xs. v»»y>.A' ' Die Eröffnung der Weihnachtsausstellung der oberhessischen Künstler findet am Donnerstag, dem 3. Dezember 1936, um 17 Uhr, im Oberhessischen Kunstverein am Brandplatz statt Die Ausstellung ist geöffnet; Täglich von 17 bis 19 Uhr. Sonntags von 11 bis 13 Uhr, 17 bis 18.30 Uhr. 7620 D Der Nicolaus kommt mal wieder nach Gießen, um die lieben Kinder im Cafe UC.zu begrüßen Universitäts-CafS lip Plockstr. 5 / Tel. 2398 UUa Freitag, 4. Dez., nachm. 37- Uhr Kinder-Nicolaus-Feier Überraschnngen - Kindertänze NB. Empfehle meine Säle zu Weihnachts Veranstaltungen 7641 D pischen Spiele zu veranstalten. Eine der Schwierig-, fassen, u. a. auch darüber, zu welchem Zeitp^ feiten, die diese Riesenveranstaltung dem Lande der! die Spiele durchgeführt werden. Im ganzen Hause KOHLER froher Weihnachtsgeisti 7623A Verlobungsanzeigen I Klavierunterricht Natalie Hoos, staatl. geprüft her Dazu. Kabarett der Solo-Marionetten imigiieaer aes uoetne-Bundes und des nannnw1 i n,» ,,e°crr Vereins erhalten gegen Rückgabe des Gutschein^ >st niI Nr. 1 und 2 (rosa für G.B.) bzw. Nr.5 und 6 (für KM , jjLR uber[Qi| bis zu 2 Plätzen zn Jeder Vorstellung freien Eintritt im Mitglieder der NSDAP., derNS.-Franenschaft, desLawi' r ötr ^0(? schaf tsbnndes Volkstum und Heimat erhalten ermäßig ; «hnbPr o, ^hiei te Eintrittskarten nachmittags zum Preise von bürn. ' &jhUh und abends von 75 Pf. gegen Vorzeigen ihres N^u Daher für Ihren Ofen und Herd stets STEINKOHLEN |l-d)lcr dnem Sta wrf) ■’ > n StaatsDolf Mit jeder Schaufel heilkräftiger Steinkohle fällt unsichtbar eine Kleinigkeit in die Spar, büchse. Viele Schaufeln Kohle im Winter- ebenso viele kleine Ersparnisse - im ganzen gesehen ein schönes Stück Geld. Mit Steinkohlen heizen, heißt sparen und trotzdem behaglich wohnen. i in m Mr-Juaeni if'ii »5 etwas Bes 8c- Velen des Mr ßiftr^uqenb fid lün Kami' stählen pfte 3uoenbqrupp n di-ler Kamplkraf Mur? Berhekrast, bii '«t mit Ä. P.irfii* Ulster- Paletots schmissige u. gedieg.Verarbeitung 28.- 33.- 39.- 47.- 56.- Herren - Ulster schwere, reinwollene Qualitäten 33.- 39.- 47.- 56.- 68.- Wetter- Mäntel Gabard. u. Loden, Slipons o. Ragl. 22.- 29.- 35.- 42.- 49.- Als Regenschutz prakt. Lederol-und Gummimäntel 9.5010.50 12.5015.-18.50 Mit der ihnen eigenen Zähigkeit und Verbissenheit machen sich die Japaner schon jetzt an die große Aufgabe, 1940 in Tokio die Feier der XII. Olym- Hatfiläfie von r dis 20 v. s. erhallen Hie bei wiederholten Auf, nahmen einer Anzetg, «uu »ucuua vuu <0 ri. gegen v urzeigen ‘ rfi ghedsausweises, Nichtmitglieder nachmittags 80 nr undabendsl.^RM.Schttler.Stndenteuu.Militärnacü1 m.4OPf.tabends5OPf.,beiChaliieru.anderSaalkas6ea Vermählungsanzeigen Geburtsanzeigen im direkten Verkauf des Erzeugers an den Verbraucher schätzungsweise 300 Zentner, also insgesamt 1000 Zentner Obst abgesetzt werden konnten. Im nächsten Frühjahr sollen Umpfropfungen vorgenommen werden, und zwar im Umfange von etwa 990 Pfropfköpfen. Eine Freiverlosung von 22 schönen Obstbäumchen bildete den Schluß der Versammlung. RDV. Die Wettkämpfe um die Deutschen Meisterschaften bilden alljährlich Höhepunkte der Wintersportveranstaltungen, bei denen die Besten aus allen Gauen des Reiches zum friedlichen Wettstreit um die höchste Würde zusammenkommen. Den Auftakt der Meisterschaften des kommenden Winters bilden die Deutschen Meisterschaften im Eiskunstlauf und im E i s s ch i e ß e n , die am 15. und 16. Januar auf der neuen Kunsteisbahn in Hamburg ausgetragen werden. Die Eisschnelläufer treffen sich etwas später, am 28. und 29. Januar, in Garmisch-Partenkirchen, wo sie ihre Meisterschaften im Rahmen der „Internationalen Wintersportwoche 1937" austragen werden. In die beiden weiteren Eismeisterschaften, im Eishockey und Eissegeln, teilen sich der Westen und der Osten des Reiches: Auf den neuen rheinischwestfälischen Kunsteisbahnen in Dortmund, Düsseldorf, Köln und Krefeld werden Anfang Februar, voraussichtlich vom 3. bis 7. Februar, die Deutschen Eishockeymei st er schäften in Gruppen ausgetragen, während die Deutschen Eissegelmeisterschaften wie in den Vorjahren auf dem Schwenzaitfee bei Angerburg in Ostpreußen vom 28. Februar bis 7. März im Rahmen der IX. Deutschen Eissegelwoche mit internationaler Beteiligung durchgeführt werden. Die Skiläufer haben in diesem Winter ihre Briefkasten Der Redaktion. lRechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) W.R. in G Sowohl der Mieter, als auch der Möbeltransporteur haften für den bei dem Transport der Möbel entstandenen Schaden. Die Haftung des Möbeltransporteurs entfällt jedoch dann, wenn er nachweist, daß er bei der Auswahl der von ihm mit dem Transport beauftragten Personen die erforderliche Sorgfalt beobachtet hat. Eintrittskarten: 1-, 1.50, 2.25und 3.-RM. bei Ermst Chamer und abends an der Kasse. Studenten Jamfeit verfolgten Darlegungen und gab dann einen Bericht über die Vereinsführertagung in Gießen. 8 Nieder-Bessingen, 1. Dez. Die am Sonntag durchgeführte Reichsgeldsammlung erbrachte den Betrag von 19.— Mark. An Kartoffeln für das Winterhilfswerk konnten rund 45 Zentner abgeliefert werden. * Oueckborn, 1 Dez. Die jüngste Reichsgeldsammlung erbrachte in unserem Orte den Betrag von 20,50 Mark. Der hiesige Radfahrerverein spendete dem Winterhilfswerk aus Anlaß des Radsportopfertages den Betrag von 4,10 Pelzjacken u.-mäntel auf echt Hamster mit Opossumkragen, Kamelhaarmäntel, Lodenmäntel (Loden- Frelj, München), Windjacken, Sportstutzer, Motorfahrerjacken und-hosen, Lederjacken, Ledermäntel, Hauben und Handschuhe, Knickerbocker, Breecheshosen, Skiblusen und Pullover, Sportstrümpfe^ Krawatten, Kleidung für alle Berufe G. A-Sporl. Tußball-Länderkampf Deutschlan>- Norwegen abgechloffen. Deutschland und Norwegen werden ihren nächsten Länderkampf am 24. Oktober 1937 auf deutschem Boden austragen. Als Austragungsorte stehen Nürnberg, Köln und Berlin zur Wahl. Man erinnert sich dessen, daß die deutsche Nationalmannschaft auf dem Olympischen Fußballturnier in Berlin von Norwegen geschlagen wurde. Fußball der Gauliga Hessen. Im Gau Hessen stehen am Sonntag nur zwei Spiele auf dem Programm. Der führende Spielverein Kassel hat sich im Lokalkampf auf dem Platz des Gegners mit dem Sportklub 03 auseinanderzusetzen, der aber eine Niederlage des Spielvereins kaum verhindern können wird. Der 1. FC. Hanau 93 trifft mit Niederzwehren zusammen und steht hier vor einem sicheren Sieg, so daß der Titelverteidiger nach wie vor der ernsthafteste Rivale des SpV. Kassel bleibt. Spielabteilung $».1889 Klein-Linden Klein-Linden I — Rodheim I 9:2 (3:2). Am Sonntag war Rodheim mit seiner ersten Mannschaft zum Freundschaftsspiel in Klein-Linden zu Gast. Beide Mannschaften traten mit Ersatz an. Rodheim hatte Anstoß, kam vor das Tor des Gegners und schon hieß es 0:1. In der Folge war Rodheim etwas überlegen, erst als sich die Einheimischen auf elf Spieler ergänzten, kam die Wen- Seltersweg 17 GIESSEN Seltersweg II ' les Ereignis ____________________ , < 1 Im um zu ve zum Weihnachtsfest hat Ihr Fachdrogist diese Zutaten bereitgestellt: Drowe-Backpulver, 1 Stück 9 Pf., . 3 Stück 25 Pf. 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Nuhn A.G., Lollar Donnerstag, den 3. Dezember, 20 Uhr, Universitätsaiili DRITTES KONZERT Prof. Wilhelm Strolß aus München (Violine) — Am Klavier: Otto Malier Werke von Händel, Franck, Reger u. Beethoviri Der Konzertflügel ist vom Pianohaus Schönau Bahnhofstraße 76. Noch nicht entschieden ist die Frage, welche sU( maße das Olympiastadion von 1940 erhalten tS Alle diejenigen Japaner, die Zeugen der Welti in Berlin waren, vertreten die Ansicht, das f) pische Stadion in Tokio müsse gleichfalls gigan2 Ausmaße erhalten; andere hingegen sind' der ’S nung, das Stadion müsse in „japanischem" erbaut werden, und der sei für Riesenstadien Ä geeignet. Dieser Ansicht steht wieder die Frage d-- Unterbringung der Zuschauer gegenüber, die 1940 in Tokio erwartet. Erst wenn Graf Scie n, und S. Kano von ihrer Amerikareise zurück wird man die ersten diesbezüglichen EntschG. tnffpn 11 n nitrh hAriifwr 21t w O«:l Geschenke aus dem fortschrittlichem Fachgeschäft für Herren- und Knaben- Kleidung wirken wertvoll! --- Mercedes Mk. 186.- schonf.montl.M.8.30 FranzNMo., Gießen Seltersweg 44 4M1A aufgehenden Sonne bereitet, ist — abgesehen ™ der Frage der Bereitstellung einer genügendem u zahl von Quartieren — die Sorge, es den von 1940 so angenehm wie möglich zu Dazu gehört die Bedienung und Verpfleauo. ! den Hotels. Um diese „europäisch" zu geftifP? wollen sich die japanischen Hoteliers fünf §acd aus Europa kommen lassen. H bekam Zeit u einzugiiebern. I jNugenb ihren ' FM von Mr Hellen zu müssen I" en F a h n e r nut eilte. Die ; pie ganz anders, c- Mh sich jeder W Bischen 1914 Jyn sind, die n Drogerie Kreuzplatz 10 Die Deutschen Mntersporl-Msterschasten 193?, Wann und wo sie ausgetragen werden. ran TW bei Brühl, Schulstr.? Danziger Straße 5. Telefon 38ff Goethe-Bund u. Kaufm. Verein Sonntag, den 6. Dezember 1936, nachmittags 4.15 Hbf und abends 8.15 Uhr in der Universitäts-Aul^ Gastspiel des berühmten 76to° Jvo Puhonny's Marionetien-Theaiers Nachmittags 4.15 Uhr Jugendvorstellung: Der gestiefelte Kater ein Marionetten-Märchenspiel von E.Ehlert undC.Meißner.Dazu: Solo-Marionetten Abends 8.15 Uhr große Abendvorstellung: düng. Klein-Linden konnte ausgleichen und auch bald die Führung übernehmen. Doch konnte Rodheim einen Fehler der einheimischen Hintermannschaft ausnutzen und noch einmal ausgleichen. Kurz vor Halbzeit riß jedoch Klein-Linden die Führung wieder an sich. Nach Halbzeit waren die Einheimischen wie umaewandelt, während Rodheim merklich nachließ. Angriff auf Angriff rollte auf das gegnerische Tor, und noch sechsmal konnten die Gastgeber zum Erfolg kommen, während die Gäste leer ausgingen. Der Sieg der Platzbesitzer war verdient. Klein-Linden II — Rodheim II 1:1. Die zweiten Mannschaften beider Vereine trennten sich mit einem gerechten Unentschieden. Tokio rüstet für 1940. Kreis Ariedberg. + Butzbach, 1. Dez. Gestern abend veranstaltete die Ortsgruppe der Partei im großen Saale des „Hessischen Hofes" eine Kundgebung, die von allen Gliederungen der Partei gut besucht war. Ortsgruppenleiter Dr. Mörsch e l eröffnete nach dem Fahneneinmarsch den Abend. Der Redner des Abends, Pg. Göbel (Frankfurt), sprach über die deutsche Jnn^i- und Außenpolitik. An alle Volksgenossen richtete er die Mahnung, an dem begonnenen Werke des Führers mitzuhelfen. Der Redner erntete reichen Beifall. — Nachdem der größte Teil der Lehrer und Schüler der hiesigen Oberrealschule an Grippe erkrankt ist, wurde der Unterricht ab heute für die laufende Woche geschlossen. Auch in der Stadtschule ist die Zahl der erkrankten Kinder beträchtlich. — Auf der Reichsstraße zwischen hier und dem Nachbarorte Nieder-Weisel ereignete sich gestern ein Autounglück, das noch einen glimpflichen Ausgang nahm. Zwischen einem Auto und einem Pferdefuhrwerk, die auf gleicher Höhe fuhren, wollte noch ein anderes Auto durchfahren. Dabei kam es zu einem Zusammenstoß. Die Pferde gingen durch und rannten gegen ein Haus. Die beiden Kraftwagen wurden derart beschädigt, daß sie abgeschleppt werden mußten. Zwei Insassen eines der beiden beteiligten Autos mußten ins Krankenhaus gebracht werden, da sie starke Schnittwunden erlitten hatten. Kreis Schotten „!" Ruppertsburg, 1. Dez. Der hiesiae Ob st - und Gartenbauverein hielt bei Gastwirt Stecker seine Herbstoersammlung ab, die stark besucht war. Der Leiter der Versammlung sprach zunächst in längeren Ausführungen über die Aufgaben des deutschen Obstbaues im Rahmen der Erzeugungsschlacht und über die Pflege und Düngung unserer Obstbäume. Verschiedene Beobachtungen gaben Veranlassung, immer wieder eindringlich auf eine planmäßige Auslichtung der Bäume hinzuweisen. Gelegentlich der Aussprache über den Obstabsatz in diesem Herbst konnte der Vorsitzende mitteilen, daß allein durch unsere Ortssammelstelle 700 Zentner und karten 80 Pf bei Herrn Sekretär Ritter und in hie Ümmä'hunn ^Studentenheim.J |»e beroi &««• Ssmeinji *®e|l -- die 3 ? ' Nnb wn * * ur jy?n und a Ä*? sinb ba UUÄ wie die hjt te’» pH»« i-f naii°nol,£ tlf f*r5< Meisterschaften geteilt. Altenberg im Osterzge»^-1 ist vom 9. bis 14. Februar Schauplatz der De:?.' M ® scheu Heeres- und S k i m e i st e r s ch a s...! Lrm8 fid) ? im 50-Kilometer-Langlauf, im 18-Kilometer-LcM.: 'Verfölge on ® lauf, im 4X10 - Kilometer - Staffellauf und mMM W e®lJe.u Sprunglauf und Kombination. Die A-fahr:x,i i/ von und Torläufe dagegen, für die es im Cr\.I gebirge keine zweckmäßigen Bahnen gibt, bettet, our kurz zuvor, am 6. und 7. Februar, in Rottach-Eo!yi8^e gerecht in Oberbayern ausgetragen. ' ■ beÄ sich d'e Die Bobfahrer haben noch die Deutf^iLMe es am Bobmeisterschaften von 1936 nachzuholen. Sie inJf ;!>r Nation, ö>e den am 25. und 26. Dezember in Oberschreibei-^i i muß, im Riesengebirge statt. Schon wenige Wochen in.I'?,. Mal nach ae auf, vom 17. bis 24. Januar, müssen die ne-.^ T'Ja nach den t Meister ihre junge Würde wieder in Oberhof j»war es in der Thüringen verteidigen, wo die Meisterschaften im ’ murbe von kon Zweier- und Viererbob für 1937 zusammen nilManien ein ande den Thüringer Bobmeisterschaften ausgetra$nlBaenen Jugend werden. ’ sich in In einer ähnlichen Lage befinden sich auch ft Mnderoöge Rodler, deren Meisterschaften im Vorjahre Umeinander n Opfer des außergewöhnlich schneearmen öintrs Li es ffla1 wurden. Sie tragen die Deutschen Rodelmeiiür-' Die Jug' schäften 1936/37 am 30. und 31. Januar zufammm ! förmlich ' mit dem Internationalen Rodelrennen um die Ei,, i'1 ! ./Ln nnnem Plakette des Deutschen Schlittensportverbandes ' -^aräben l Oybin im Zittauer Gebirge aus. nicht nur 1 i^ur Regel gen , .mb Jugendgr hÄen ober in der Lüge Keilerei die — 1 Entartung ' :: mzeit war 1-ben, baß es > betenntntsgemelnöe Gießen. 7625D Mittwoch, den 2.Dezember, abends 8.15 Uhr im Johannessaal, spricht derr vfr. w. Gaul, Dillenüurg, über: „Boitetciigionen und Gattes Offenbiiruns im Mit. leftament“ Nachlässe von 3 bis 20 v. H. erhalten Sie bei wiederholten Veröffentlichungen einer Anzeige1 solche ^enisienhe J M neben mirb. ~------------------------73 gab nach ber Gießener Konzertverein rej ä r II xtugennbunben la. gelbfleischige gesunde 7649D Gpeise- karioffeln stets auf Lager s. Trechsler Ltsinstr. 73 Ist. 3581 WWKW nur an Wiederverkäufer. 05534 C.A. Fürst »yranfrurt a. M. Unnger Str. 12. W W W jm einander zu \ ■ ■ WWW gn fcfn. Welche % WM W W Hl H niuiivina WM W W M-W W W I Kommunismi AUnLtn I L wilungen h KöniO Violon und Prinzessin Clariaelte ön0“!? Eine Rokoko - Komödie von A. Mahlmann , lich Dazu. Kabarett der Solo-Marionetten Zeilen Die Mitglieder des Goethe-Bundes und des KauhnUfl- p j|( r wberr Vereins prhfllton rmPiinlrrraho r)nc , .. a. Evtl. 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