186. Jahrgang Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Nr. 231 Erster Blatt 186. Jahrgang Zreitag, 2. Oktober M6 Erlchem, ai^et w t ö 3» V»r Sonmaqs und (feiertags JHSHHj TM MM Annahme von Anzeigen Beilagen: Dte DDuftrierte M A Y A W für die VJlittagsnummer ©ienenet ^amihenblättet M IB a 4b Xk AAk A AA MH W A A Ak A A A AA bis8'/.UhrdesVormmag» 6,,ma"m'Bili’ fi WM U 1> W 7 4>W j>|T W N Th yjlj MM' erunOereifefürlmmtjöhe jMsssstm llllfc711fc71 z111ää Ohne illustrierte 1.80 B wk W Mwk H H Bk BR jH H ■ W> «b ■ iÄ M Wk H von70mm Breite Zustellgebühr . -.25 | H W ■ * W W I A W W W 50Rpf.,Platzvorschrist nach Auch bei Nichterscheinen ▼ ” ■ ■ ▼ ■ ▼ ▼ ■ ▼ ■ ▼ ▼ M vorh Vereinbg.Ä. mehr^ von einzelnen Nummern M. NM Ä Ky infolge höherer Gewalt tV^ V Ermähtgte Grundpreise: >iernsprechanschlüsfe /WM < > * t* /m f <* ** Stellen-, Vereins-, gemein- =™e General-Anzeiger für Oberhesfen ssbb Postscheckkonto: V V ’ 1 H b"hö^b^ck qm niQln 11686 ^ru(ft und Verlag: vrühl'sche UniverfttStr Buch- und Steindruckerei R. Lange in Gießen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7 Mengenabschlüsse Staffel B Alles für das Volk. Von Dr. Paul Harms Alle müssen mithelfen. Der Staat ist ein Organismus, ein Lebewesen Er ist die Lebensform, die eine Volksgemeinschaft umschließt, und zur Einheit zusam- menfaßt Aber der Staat ist kein frei beweglicher Organismus wie Mensch und Tier, er ist an den Boden gebunden, wie Baum und Pflanze. Das ist für seine Lebensbedingungen wesentlich. Der Staat ist, wie jede lebendige Form, Wandlungen unterworfen, aber den Mutterboden worauf er gewachsen ist, strebt die Volksgemeinschaft im Staat festzuhalten, unbeirrt durch alle Wandlungen der Jahrhunderte oder Jahrtausende. Denn dieser Mutterboden gibt ihr die Rohstoffe, deren sie bedarf, um nach eigenen Gesetzen leben Zu können Der Rohstoffe wichtigster aber ist d i e Nahrung, die das Volk zum Leben braucht. Am natürlichsten und gesündesten also ist das Verhältnis eines Staates zu seinem Mutterboden offenbar da wo er dem Staatsvolk alles das zu liefern vermag, was er zum Leben braucht. So einfach aber liegen die Dinge für die Großstaaten von heute schon lange nicht mehr, gleichwohl aber bleibt die Selbstgenügsamkeit ein Ideal, wonach auch die Staaten von heute die Gunst des Schicksals bemessen, die ihnen von Natur zuteil geworden ist. Deutschland gehört nicht zu den Ländern, die sich einer verschwenderischen Begünstigung durch die Natur rühmen dürfen. Auch bei härtester Arbeit ist es kaum möglich, dem Boden restlos all das abzugewinnen was das stetig wachsende Volk zu feiner Ernährung bedarf. Und andere Rohstoffe, die unentbehrlich sind, um den Staat auf der Höhe seiner Kraft zu erhalten und fortzuentwickeln, sind uns in noch knapperem Verhältnis zugemessen. Daraus haben Volkswirtschaftler früherer Tage zuweilen die Lehre ziehen wollen: wir sollten doch auf die Ernährung aus eigenen Mitteln ganz verzichten und uns unseren Unterhalt lieber durch Arbeit für fremde, begünstigtere Völker verdienen. Die Antwort auf diese gefährliche Lehre hat uns dann der Krieg erteilt mit seinen Folgen, die oft schlimmer waren als der Krieg selbst. Ein Volk, das mit w'l-rntlichen Teilen seiner Ernährung von fremden Völkern abhängig ist, steht immer in Gefahr, seine Freiheit zu verlieren. Die 14 Jahre von 1918 bis 1932 haben uns darüber einen Anschauungsunterricht erteilt, der an Eindringlichkeit nichts zu wünschen übria läßt. Uns die Freiheit aus den Versailler Sklavenketten gurücfuiaero'mnen war Adolf Hitlers Lebensziel. Eine der ersten Taten des nationalen Sozialismus, nachdem er zur Macht gekommen war, mutzte es daher fein, öie Ernährung aus eigenen Mitteln so weit sicher zu stellen, wie es irgend erreichbar war. Und zu dem Ende mußte dem Bauernstand die Stellung zurückaegeben werden. die ihm in einem Staate gebührt, der die Freiheit als fein höchstes Gut ichäht Denn der Bauernstand liefert dem Staate die „klammernden Organe" durch bi? er seinem Mutterboden unlösbar verbunden ist Bauern — das wollen wir nie vergessen — waren die ersten, die auf deutschem Boden einen nationalen Sozialismus vertreten haben Nicht nur für Verbesserung der eigenen unerträglichen Lage focht die Bewegung des Bundschuhs, als sie in den Tagen der Reformation ihr Banner erhob, sondern vor allem für ein starkes Reichsregiment. Dafür wurde sie von denen, die die Nutznießer der Ohnmacht des Reiches geworden waren, von weltlichen und geistlichen Fürsten und Herren, erbarmungslos totaefchlaaen . Damit das Elend jener Tage — Ohnmacht des Reiches und viel zu viele Herren und Herrlem, die von dieser Ohnmacht zehren — nie roieöer über uns komme, hat das Dritte Reich es sich angelegen sein lassen, den Bauernstand wieder z u m U r ft a n b b er Volksgemeinschaft zu machen. Es hat feine schützenbe Hanb über ihn gehalten, es bewahrt ihn vor ben Schwankungen einer Marktlage, denen er tn früheren Zeiten wehrlos preisgeqeben war, es sichert feiner harten aber für bie Volksgemeinschaft lebensnotwenbigen Arbeit Preise, bie ihn vor der bedenklichen Frage bewahren: ob das Weiterarbeiten denn überhaupt einen Sinn habe Es fordert dafür von 'hm aber auch daß er bem b e u t f d) e n Blutter hoben die Treue halte, daß er seine ganze Kraft em- fetze um bem Mutterboben abzugewinn^i. was er herzugeben vermag, baß er der Pflichten g^ Staat unb Volksgemeinschaft allzeit bew ßt bleche Die Verhältnis bes Bauernstanbes zum (Staat ist io wesentlich für unsere duku"'t, daß -- ft-stg-r und verständnisvoller Pflege bedarf. Ihr vor allen, ist d e r ti r n - e ° a n k t ° g bestimmt. der am E.ngang des neuen Wntschatissahres steht. An diesem L.ag° sollen sich beide Bauernstanb und BOirsgemein chatt. * Ären Verbundenheit bewußt wer. den. worauf das Gedeihen des Staates beruhtz Der Bauernstand darf sich dankbar ' . t & le'cht gemacht, sich °>s fre' DOn der Natur gleichberechtigt zwischen ander . aber die mehr begünstigten Staaten zu 1 Qn erf|er Ethik dieses Staates fordert e° Selbständig. Stelle die Behauptung °°n,»^Ita'em politischen Argument, daß der Konflikt wohl beigelegt sei, aber ber Faschismus auf ber Lauer liege. Das „Echo be Paris" glaubt bie Einigung im Senat auf außenpolitische Hinter- grsinbe zurücksühren zu sollen. Der Rabikalspzia- list Chautemps habe sich um bie Schlichtung hinter ben Kulissen besonders bemüht. Man betrachte Chautemps als den voraussichtlichen Nachfolger Blums Sein Eifer lasse sich damit erklären, baß er den Augenblick für bie Uebernahme ber Regierung noch nicht für gekommen halte. Wie viele Senatoren unb Abgeorbnete hoffe auch er zweifellos, baß sich bie Volksfront-Regierung a n den Folgen ber Abwertung abnutje. Das Blatt hält für weniger wahrscheinlich bie Lesart, baß ber Senat unter bem Druck ber Straße nachgegeben habe. Angriffe gegen Innenminister Salengro. Paris, 2. Oft. (DNB. Funkspruch.) Das rechts- stehenbe Wochenblatt „G r i n g o i r e" läuft erneut gegen Innenminister Salengro Sturm mit ber Behauptung, Salengro fei im Weltkrieg nach Aussage seiner Frontkameraben wegen Der- lassens seines Postens vor bem Feinde in Abwesenheit von einem Kriegsgericht zum Tobe verurteilt worben. Salengro habe zugegeben, vor einem Kriegsgericht erschienen, jeboch freigesprochen worben zu sein. Die Beweise habe er angeblich in Hänben, „Gringoire" hatte seinerzeit ben Innenminister aufgeforbert, bas Urteil bes Kriegsgerichts in bem Blatt zu veröffentlichen, um bie gegen ihn gerichteten Anklagen zu entkräften. Jetzt erklärt das Blatt, Salengro lehne dies ab, und hülle fick) in Stillschweigen. Die amtliche Presse schweige. „Sind wir also nicht berechtigt zu fragen", schreibt ber „Gringoire", „ob Salengro nicht gelogen hat, ob ber ehemalige Rabfahrer, ber Innenminister geworben ist, glicht befertiert ist unb nicht vom Kriegsgericht zum Tobe verurteilt mürbe? Sämtliche Zeugenaussagen, auf bie wir uns stützen, stammen von ehemaligen Angehörigen des 233. Radfahr-Regiment, dem Salengro angehörte." General Franco verkün-el eine autoritäre Volksregierung. Paris, 2. Oft. (DNB. Funkspruch.) Bei seiner feierlichen Einführung in das Amt eines spanischen Staatsoberhauptes erklärte General Franco in Burgos auf eine Ansprache bes Generals Cabaue l l a s u. a.: Unser „Aufstand" war der eines Volkes, das nicht untergehen will. Gleichzeitig aber haben wir bie gesamte Zivilisation Westeuropas gerettet, bie von ben roten Horben bedroht ist. In einer Ansprache an das ihm zrn- jubelnde Volk führte Franco aus: Die barbarischen Taten, deren Spuren wir in Andalusien und Estremadura vorfanden, sind nicht von Spaniern, sondern von Ausländern im Solde Moskaus begangen worden. Unsere Regierung wird eine autoritäre Regierung sein. Wir werden für das Volk regieren. Wer etwa glauben sollte, wir würden die Vorrechte des Kapitalismus stützen, der täuscht sich. Wir werden für den Mittel st and unb bie unteren Schichten regieren. In Spanien, so schloß Franco, wirb bas Schicksal ber Zivilisation ent» schieben. General Franco, das neue Staatsoberhaupt des nationalen Spanien, wurde 1882 in ber galicischen Hafenstabt Ferrol geboren. Am 29. August 1907 trat er in die Militärakademie Toledo 'ein unb beendete 1900 sein Studium nach glänzendem Examen. Er wurde bann in das in Marokko kämpfende Heer eingereiht. Als Leutnant wurde er später von General B e r e n g u e r für ein neu- gegründetes Regiment farbiger Truppen angefor- bert; burch Tapferkeit unb Umsicht lenkte er bie Aufmerksamkeit auf sich, unb wurde rasch zum Hauptmayn befördert. Bei einem Kampf um Biutz erhielt er einen lebensgefährlichen Bauchschuß. Während seiner Genesung wurde er Major. Der Gründer ber spanischen Frembenlegion, Killan A st r a y, erwählte Franco als Führer eines Bataillons. Bei jeder Kampfaktion fetzte er fein Leben aufs Spiel, wofür er zum Oberst ber Frem - benlegion befördert wurde. Bei ber Ausrufung ber Republik im Jahre 1931 war Franco ber Leiter der Militärakademie in Saragossa, 1934 war er Unterstaatssekretär bei Kriegsminister Gil Nobles. Seit 27. März 1934 ist Franco Dioisionsgeneral. Frasico ist einfach, wortkarg, lebt nur für feinen Dienst und fein Studium. Aus glühender Vaterlandsliebe stellte er sich an die Spitze ber nationalen Truppen, bie er nun bank seiner soliden strategischen Kenntnisse von Sieg zu Sieg führt. parlamentetomöhie in Madrid Caballero fordert Republik des Proletariats. Paris, 1. Oft. (DNB.) Donnerstag spielte sich in Madrid eine parlamentarische Komödie ab, indem sich bie Regierung Caballero bem noch verbliebenen Rest bes spanischen Lanbtags vorstellte. Das Parlamentsgebüude würbe scharf bewacht, man hatte mit Maschinengewehren bewaffnete Posten aufgestellt, über dem Gebäude kreisten ständig Jagdflugzeuge. Kaum hundert Abgeordnete waren zur Sitzung erschienen, die meist der Linksmehrheit angehörten. Alle anderen Abgeordneten fehlten, da sie entweder verhaftet waren ober nicht mehr unter ben Lebenden weilen, soweit sie sich nicht durch die Flucht in Sicherheit bringen konnten. Die Anwesenheit des sowjet- russischen Botschafters wurde von den Abgeordneten durch lebhaftes Händeklatschen begrüßt. Caballero betonte, daß er Wert darauf gelegt habe, bie Vertreter aller in ber Volksfront vereinigten Parteien in feine Regierung aufzunehmen. Alle feien zum Kampf gegen ben Faschismus verbunden. Nachdem Caballero sich bis zu ber Behauptung verstiegen hatte, baß bie Roten in Spanien für bie „Freiheit" Europas kämpften, enthüllte er sein „Regierungsprogramm". Wenn der Sieg errungen sei, müsse Spanien zu einer R e - publik bes Proletariats gemacht werben. Dann wurde durch Handaufheben der Haushalt- voranschlag unb bas baskische Autonomiegesetz angenommen. Weiter erhielt bie Regierung alle Vollmachten zum Kampf gegen ben Faschismus und zur Ergreifung der für die Errichtung der Republik des Proletariats erforderlichen Maßnahmen. Das Martyrium eines Priesters. Sevilla, 1. Okt. (DNB.) Immer neue Greuel- taten der spanischen Marxisten werden nach ber Eroberung Toledos bekannt. So erzähll man sich mit besonderem Grauen das furchtbare Ende des Pfarrers von Torrijos, ber unter ber Leitung einer sogenannten roten „Humanitäts- Gesellschafts z u Tobe gemartert würbe. Das aus Talaoera geflohene Revolutionskornitee hatte sich unter Mitnahme von 5 Millionen Peseten in Sicherheit gebracht. Auf seine Veranlassung würbe ber Pfarrer aus seiner Wohnung gezerrt unb aufgeforbert, Gott zu lästern. Als biefer erklärte, er ziehe vor, für Christus z u leiben, rissen ihm bie roten Banditen bie Kleiber vom Leibe unb wiederholten mit ihrem Opfer in viehischer Roheit die Leidensgeschichte Christi, soweit sie sich ihrer noch entsinnen konnten. Sie oeluben ben Geistlichen mit schweren Holzbalken unb schleppten ihn unter fortgesetzten Stockschlägen unb wüsten Beschimpfungen burch bie Straßen bes Ortes, wobei sie ihm Essig einflößten. Um ihre sadistischen Triebe zu befrebtgen, zogen sie ihm bann bie Kleibungs- tücke eines Angehörigen der roten Miliz an unb etzten ihm eine Dornenkrone aufs Haupt. Dieses urdjtbare Martyrium dauerte drei Tage, während welcher bas unglückliche Opfer immer wieher zu Gotteslästerungen aufgefordert wurde. Nach langen Beratungen, ob der Geistliche gekreuzigt oder erschossen werden solle, entschied sich die „Humanitäts-Gesellschaft" schließlich zur Erschießung, die auf einem Felde vor dem Dorf vollzogen wurde. Oie Blockade Madrids. Lissabon, 2. Okt. (DNB. Funkspruch.) Ueber ben Runbfunksenber Sevilla teilte General Queipo be Llano u. a. mit, bah Mabrib erneut von nationalen Flugzeugen mit Bomben belegt worden fei. 150 000 Mann unb 100 Flugzeuge ber Militärgruvpe sollen für bie Blockabe Mabribs eingesetzt werben. Gin Flugzeug ber Mabriber Regierung hat über Oviebo zwölf kleinkalibrige Born» ben abgeworfen. Neun Personen würben getötet. Am späten Abenb hat ein anberes Mabriber Flugzeug sofort in Flammen ausgehende» Brenn st off ausgeschüttet. Die entftanbeneB Bränbe konnten gelöscht werben. Dank General Francos an Rudolf Heß. Berlin, 1. Oft (DBB.) Auf bae an bie B et> leidiger unb Befreier bes Alkaz ar gfr richtete Glückwunschtelegramm bes S (e (1 o e r (r fr fers bes Führers ging folgenbe Antwort bei Generals Franco ein: Stellvertreter bes Führers Rudolf Hetz. Berlin. 3m Namen ber Verteidiger bes Alkazar von Toledo unb im Namen auch ber mir unterstellten Streitkräfte banke ich tief bewegt für bit zu herzen gehenden Glückwünsche ber NSDAP, unb verbinde mit ben freundlichsten Grüßen an diese den Wunsch für Zukunft und Gröhe des deutschen Volkes. (Gez.) Franco. „Malin" rechnet mit LUwmows Rücktritt. Paris, 2. Okt. (DNB. Funkspruch.) Der „Ma- tin" rechnet mit dem bevorstehenden Rücktritt Litwinows als Außenkommissar der Sowjetunion. Die Absetzung Rajewskys als Direktor des in französischer Sprache erscheinenden „Journal de Ä! o s c o u" sei um so bezeichnender, als Rajewsky auch der Verbindungsmann zwischen dem Außenkommissariat und den ausländischen Diplomaten unb Presseleuten gewesen sei. Da Rajewsky ein Schützling L i t« w i n o w s sei, seien Gerüchte über Litwinows baldigen Rücktritt nicht unbegründet. An.ber Spitze, bie Litwinows Ablösung fordere, stünden ber Kriegskommissar Woroschiloff unb bie Sekretäre bes Polit-Büros ber Partei, I e g o w unb Miko« j a n. Als Nachfolger Litwinows würben genannt Potemkin, ber Schützling Woroschiloffs, ber bisherige erste Mitarbeiter Litwinows, Krestinsky unb Mikojan. Reichsberufswettkampf im Zeichen des Vierjahresplanes. Berlin, 1. DEL (DNB.) Der Reichsausschutz für ben 4. Reichsberufswettkampf ber deutschen Jugenb 1937 trat im Hause ber Deutschen Arbeitsfront zu feiner ersten Sitzung zusammen. Hauptamtsleiter Selzner sprach über ben tieferen Sinn bes Reichsberufswettkampfes, der in der Erhöhung der schöpferischen Schaffenskraft liege. Die Deutsche Arbeitsfront sei glücklich, in Durchführung des vom Führer erteilten Auftrages zur Förderung der Berufserziehung mit ber Hitlerjugenb ebenso wie auch mit ber Reichs- studentenbunb-Führung in inniger unb organischer Verbindung unb Gemeinschaftsarbeit zu stehen. Obergebietsführer A x m a n n hob hervor, baß ber nächstjährige Wettkampf im Zeichen bes vom Führer aufgestellten Vierjahresplanes stehen werbe. Deshalb werde die Jugenb bazu aufgerufen, auch ihrerseits durch gesteigerte Leistung und ver- doppelten Pflichteifer an der Beseitigung aller jener Mängel mitzuhelfen, die durch das Fehlen der notwendigen Rohstoffe bedingt feien. Der Obergebietsführer unterstrich bie Freiwilligkeit bieses Wettkampfes, ber bamit in krassem Gegensatz zu bem antreiberischen Stachanow-System stehe. Der spezifische Charakter des Reichsberufswettkampfes werbe durch die Stellung auch weltanschaulicher und sportlicher Aufgaben keineswegs beeinträchtigt ober geschmälert. Im Gegenteil, die Berufsausbildung müsse auf der Ebene der Weltanschauung durch- geführt werden. Die Werbung für ben Reichsberufswettkampf solle sich vor allem auch auf bas britte unb vierte Lehrjahr erstrecken. Es würden auch im nächsten Jahr zum Reichskampf nicht lediglich alle G a u s i e g e r zusammenberufen werden. Der Redner sprach die Erwartung aus, daß die Betriebsführer nicht ben Lohn bes Lehrlings ober Jungarbeiters für bie Zeit feiner Teilnahme am Berufswettkampf kürzen mürben. Vom 1. Februar bis 1. Mai werben die Orts-, Gau- und Reichswettkämpfe burchgeführt unb vom 1. Mai bis 1. Oktober wirb an ber Aufwertung der Ergebnisse gearbeitet Der Ortswettkampf ist in die Zeit vom 14. bis 28. Februar 1937 gelegt worden; ber Reichsnährstand führt diesen Ortswettbewerb vom 3. bis 4. März durch: die Gauwett- kämpfe finden in der Zeit vom 18. bis 21. März statt, der Reichskampf in den Tagen vom 25. April bis 1. Mai. Die Gauwettkampfleiter werden im Dezember zwecks einheitlicher Schulung nach Berlin berufen, und im Januar werden die Wettkampfleiter der Orte zu einheitlicher Schulung im Reich zusammenkommen. Im Hinblick auf den Vierjahresplan komme dem Berufswettkampf der Studenten besondere Bedeutung zu, könnten doch gerade hier Aufgaben und Themen gestellt werden, bie in engster Beziehung zu bem gewaltigen Aufbauwerk stünden. „Kraft durch Freude" im Gau Heffen-Aaffou. NSG. Die NS. - Gemeinschaft „Kraft durch Freude", Gau Hessen-Nassau, hatte ihre Kreiswarte in Frankfurt a. M. zusammen- gezogen, um Richtlinien für bie Winterarbeit zu geben. Gaukassenwart Schönberger betonte, baß auf vielen Gebieten sich die Besucherzahl bes Jahres 1935 verdoppelt hat unb baß im ganzen Jahr eine minbeftens 40prozentige Zunahme ber „Kraft-durch-Freube"-Besucher zu verzeichnen sei. So führte bas Amt Feierabend im Jahr 1935 3852 Veranstaltungen mit 1399 000 Besuchern durch gegenüber 1936 2283 Veranstaltungen mit schon 1 411000 Besuchern bis zum 31. Juli. Diese Zahlen zeigen ben Weg, weniger Veranstaltungen burchzuführen, bafür aber beren Inhalt zu verbessern. Man rechnet mit einer Gesamtbesucherzahl für bas Jahr 1936 von 2 bis 2,5 Millionen im Gaugebiet Hessen-Nassau. Das Sportamt führte 1935 6344 Kurse mit 114 627 Teilnehmern durch. Bis zum 31. Juli 1936 konnte es schon 8265 Kurse mit rund 128 000 Teilnehmern unter Dach unb Fach bringen. Das Amt Reisen — Wanbern — Urlaub hatte 1935 61 225 Besucher aus srem- ben Gauen zu verzeichnen. Diese Zahlen haben sich mehr als verdreifacht. 206 035 Volksgenossen aus anderen Gauen Deutschlands haben bis zum 31. Juli 1936 Stunden der Erholung und der Freude im Gau Hessen-Nassau gefunden. Der Gau selbst batte 1935 etwa 29 000 Volksgenossen in fremde Gaue geführt. Diesem steht bis zum 31. Juli 1936 eine Ziffer von 32 335 Volksgenossen entgegen, die in fremden Gauen Aufnahme fanden. An den kreiseigenen Fahrten nahmen bis zum 31. Juli 1936 180 231 Volksgenossen teil. Daß diese Parole: „Urlaub im eigenen Gau" 1936 eine größere Beachtung fand als im Vorjahre, ergibt sich aus ber Gegenüberstellung ber Zahlen dieser Jahre innerhalb bes Gaues. 250 Volksgenossen aus bem Jahre 1935 stehen bis zum 31. Juli 1936 1577 Volksgenossen gegenüber, die zum größten Teil in den Kreisen Büdingen, Biedenkopf usw. Unterkunft unb Verpflegung fanben. Die Abheilung Wanbern führte 1935 1051 Wanderungen mit 18 000 Teilnehmern durch, denen für bas Jahr 1936 bis jetzt 1434 Wanderungen mit 35 392 Teilnehmern gegenüberstehen. Seit Bestehen des Amtes „Schönheit ber Arbeit" wurden 7107 000 Mark für zusätzliche Arbeit im Gaugebiet ausgegeben. Den 50 Werkscharen mit 1800 Männern standen bis zum 31. Juli 1936 111 Werk- scharen mit 25 000 Werkscharmänner entgegen. Dann sprachen bie Referenten über ihre speziellen Arbeitsgebiete. So führte ber Referent bes Amtes „Schönheit ber Arbeit", Daoib Müller, aus, daß bie Hotel-Aktion zum größten Teile ein befriedigendes Ergebnis zeitigte. Gleichfalls bie Aktion in ben Schuhfabriken, dagegen läge in den Ziegeleien noch manches im Argen, was aber auch in absehbarer Zeit oeseitigt würde. Die Aktion „Gutes Licht — gute Arbeit" werde nun in die Betriebe gehen unb dort in Zusammenarbeit mit Fachleuten eine entsprechende Prüfung ber Licht- Verhältnisse innerhalb ber Betrieb burchführen. Für bie Abteilung Wandern und Dorfoerschö» nerungsaktion sprach der Gauwanderwart Schwab. Der schaffende Volksgenosse solle in seiner Freizeit noch mehr als bisher mit ben Schönheiten ber Natur bekannt gemacht werden. Es sei ja auch ber Wunsch bes Führers, baß jeder Volksgenosse wandern solle. Am stärksten käme dieses zum Ausdruck durch die bemnächstige Einführung eines Wanderjahres für alle Berufstätigen. Die Dorf Verschönerungsaktion bezwecke nicht nur äußerliche Verschönerung bes Dorfbildes, nein auch in ihrer inneren Einstellung müsse bie Einwohnerschaft eines solchen Musterdorfes umgestellt werden. Als bestes Beispiel eines Musterdorfes im Gau Hessen-Nassau stellte er Holzhausen (Kreis Biedenkopf) heraus. Hier feien alle Dorfbewohner bestrebt, ihr Dörfchen zu einem wirklichen Schmuckkästchen zu machen. In ben kommunal-politischen Kursen würben in Zukunft Vorträge über die Idee und ben Zweck ber Dorfverschönerungsaktion gehalten werben. Der Gedanke der Leibesübungen in ber Deutschen Arbeitsfront wurde durch ben Leiter bes Gausportamtes Jung herausgestellt. Im (Baugebiet führen insgesamt 19 Kreise Sportkurse burch, in denen die verschiedensten Sportarten betrieben wurden. 10—12 Sportarten wurden in Wiesbaden, Mainz, Darmstadt unb Gießen betrieben. Eine dringliche Aufgabe sei es, Lehrkräfte heranzubilden. Für bas Amt Reisen, Wanbern, Urlaub sprach ber Referent Wichmann. Insgesamt 80 Fahrten sollen 1937 burchgeführt werden. Das Winterprogramm umfaßt mehrere 8- unb 14tägige Fahrten in bas bayrische Alpengebiet und einige 8- und 14tägige Omnibusfahrten in bas Schwarzwaldgebiet (Kniebis); eine Fahrt von 14 Tagen nach R"ith im Winkel. Weiterhin 2 Züge in bie Rhön. Das Sommerprogramm enthält auch 3- unb Stägige Urlaubsreifen. Ueber bie Aufgaben bes beutfchen Volksbilbungswerkes sprach der Referent Handwerk. In allen Kreisen müsse ein Kreisvortragsdienst eingerichtet werben, um bie Dolksbilbung, die bisher sich fast nur auf einen gewissen abgeschlossenen Kreis erstreckt hat, an bie werktätigen Massen heranzubringen. Volks- und °rt bei der Labour-Party zu richten wußte, deren | neuen Aufrüstung zu beginnen. Das Echo der presse Ablehnung Hoares in der Oppositionspreffe. r u - Dom 1. Oktober ab tragen die Richter an ihrer Robe das Hoheitsabzeichen. Aus diesem Anlaß sanden in ent- W ( Spleen-Einte SS k ) RUNDE SORTE iiiiiiiiiiiiiiiiiiiininiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiimiiTniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiT RU N DI 3m des sten können und chren besonderen Kenntnissen sprechen. er sich mit dieser Forderung nicht einverstan- d e n erklären könne. die Orts-, und vom Umwertung mpf ist in elegt wor« ttswettöe- (Baiimtite *1. Tlär$ i5. Avrü tet wer» lunq nach le ® e 11 • cher Lchu- linbfitf aus isroett« Vedeutung ch Themen ju dem ge- Das bedeutet düng'von Qirantitfit mit Qualität: g Thbak und belbnders aus gefachte Keine Aenderung der polnischen Gäbrungspolilik. Warschau, 2. Okt. (DRB. Funkspruch.) Präsidentschaftsgebäude fand unter Vorsitz keichsbe« auf das würben cht ledig, i werden. Z die Be, ngs oder ahme am Der Präsident der Vereinigung, Prof. Dr. Roh n-Zürich, verwies auf die zahlreichen großartigen wissenschaftlichen und technischen Einrichtungen, die den Kongreßteilnehmern zur Verfügung stehen. Mit dem Dank an die Reichsregierung verband er insbesondere den Dank an Dr. Todt, den er als Vorbild des großen Ingenieurs und Brückenbauers bezeichnete. In diesem Zusammenhang wies er auf den nahezu einzigartigen Hochstand der Ingenieur- Wissenschaft, Technik und Brückenbaukunst in Deutschland hin, der sich nicht nur in einer Reihe hervorragender deutscher Ingenieure beweise, sondern sich' gerade heute auf Schritt und Tritt sinnfällig zeige. So sei das gewaltige Unternehmen der Reichsautobahnen eine wundervolle Synthese von zeitgemäßer Verkehrsbelebung und Arbeitsbeschaffung. Die Eröffnungsfeier wurde geschloffen mit her Ouvertüre zu Beethovens „Leonore". Anschließend begannen die Arbeitssitzungen. Zuerst hielt Gene- London, 1. Okt. (DRB.) Auf der Parteitagung der englischen Konservativen in dem süd- englischen Badeort Margate erklärte an Stelle des Ministerpräsidenten und Parteiführers Baldwin, der zum erstenmal nicht an der Konferenz teilnimmt, der Marineminister Sir Samuel Hoare, von sechs Monaten habe bte Regierung ein Bild der gewaltigen Rü st ungen in der Welt entworfen. Seitdem habe sich die Lage beträchtlich verschlechtert. Auf der einen Seite hätten die Großmächte ihre Programme weiter ausgebaut, und auf der anderen Seite seien auch kleine Staaten gezwungen worden, große Aufrüstungsprogramme m Angriff zu nehmen. Die erste Lehre aus diesen Tatsachen sei die Zwecklosigkeit der einseitigen Abrüstung, die zweite die Notwendigkeit eines stark gefestigten britischen Reiches als stabilisierende Kraft für den Frieden. Englands Schwäche habe sich, wie bittere Erfahrungen zeigten, als beunruhigender Faktor In der internationalen Politik erwiesen. Angesichts dieser Lage habe die Regierung keine andere Möglichkeit als die möglichst rasche Durchführung des Aufrüstungsprogramms. Die Verbindungen mit den großen überseeischen Besitzungen Englands müßten sicher sein, was auch immer sich in anderen Ländern der Welt ereigne. Die Ordnung und das Recht müßten in den großen Gebieten, für die England verantwortlich sei, aufrecht erhalten werden. Wenn, wie jedermann hoffe, in der Zukunft eine allgemeine Rüstungsbegrenzung zustandekomme, bann nur unter der Voraussetzung, daß das englische Aufrüstungsprogramm fertig- gestellt worden sei. Der Marineminister richtete dann scharfe A n - erlin. on U ■fttate» lüt sostjj. in dies, 8 öej Wo. vs tenziffer der Armee nicht verfehlt. Die Regierung unternehme Schritte, um die Bedürfnisse der Nation und die Vorteile einer militärischen Laufbahn dem Volk klarer vor Augen zu stellen. Es sei Pflicht eines jeden, die katastrophalen Vorurteile gegen die Rekrutierung zu zerstören und die jungen Leute zu veranlaßen, die anregende und gesunde militärische Laufbahn einzuschlagen. Ein Teil der Gewerkschaftsführer scheine den Ernst der Lage langsam einzusehen. Das englische Aufrüstungsprogramm sei ein nationales Programm, das von allen Parteien unterstützt werden müsse. In einer einstimmig angenommenen Entschließung wurde die Regierung aufgefordert, die „zweite Verteidigungslinie der Nation", die L a n d- wirtschaft, zu stärken, um einen größeren Satz der englischen Nahrungsmittel im Inlande erzeugen zu können. Die englische Bevölkerung sei im Kriegsfälle zu stark auf ausländische Nahrungszufuhren angewiesen. Die Regierung wurde aufgefordert, einen allgemeinen Schutzzoll f ü r sämtliche Landwirtschaftserzeugnisse mit unterschiedlichen Zollsätzen für ausländische Staaten und sämtliche Dominions einzuführen. Landwirtschaftsminister E l l i o t betonte jedoch, daß ani'IU| griffe gegen d i e Marxisten Ein falscher Pazifismus und Sabotage von Parteigängern hätten ohne Zweifel ihre Wirkung auf die R e k tritt üit. 'um. Dir des in nolbe Wewftn "!chen "aus. Leuten 9 Lit. vs bal. Spitze, Krieqs. ekretäre Miko, den ar« chilosis. ftrti ralinfpeftor Dr. Todt einen Lichtbildervortrag über das Thema „Brückenbau im Zuge b 6 r Reichsautobahnen" Ersahwebrpflichi in Polen. Warschau,!. Okt. (DNB.) Eine Verordnung des Staatspräsidenten ergänzt das Reichswehrdienst- Gesetz von 1924 dahin, daß eine sogenannte „E r - satzwehrpflicht" eingeführt wird. Diese besteht in der Einziehung zu einem Arbeits- d i e n st für Zwecke der Landesverteidigung und für dringlichsten Bedarf der Gemeinden. Die Eingezogenen haben sich in ihrer Wohngemeinde selbst zu ernähren, eigenes Werkzeug zu benutzen und erhalten keine Bezahlung. Außerhalb ihrer Wohn- gemeinbe bekommen sie Quartier, Verpflegung und freie Reise. Die Ersatzwehrpflicht umfaßt alle mili - tärdlen st tauglichen, mit Ausnahme der Leute, die mehr als fünf Monate in der Truppe aktiv gedient haben. Die Dienstpflichtigen sollen zu Arbeiten einberufen werden, die sie körperlich leb und es sei nicht Sache Hoares, der das Land durch den Hoare-Laval-Plan so heruntergebracht und in den Augen der Welt herabaewürdigt habe, nun an die Arbeiterpartei einen Appell zur Unterstützung zu richten. Die Arbeiterpartei habe immer ihre Bereitschaft erkennen lassen, Rüstungen zu unterstützen, wie sie für eine Völkerbundspolitik notwendig feien. Aber die Regierung versuche gar nicht, ihre Politik zu begründen, sondern fordere blindes Vertrauen. Der Leitartikel des „Daily Herald" „Bedrohter Frieden" bezeichnet die Politik der Konservativen als höchst primitiv. England müsse bis an die Zähne rüsten. Das alte Schlagwort solle wieder gelten: „Was wir haben, halten wir". Im augenblicklichen Zustand der Welt sei eine solche Politik graueneregenö, aufreizend und angriffsluftig. — „Daily Expreß" befaßt sich mehr mit den Erörterungen über Schutzzoll und Agrarfrage. Auf diesem Gebiete habe die konservative Partei ihren Führern eine vernichtende Absage erteilt. Die Tagung habe sich im Gegensatz zu dem Landwirtschaftsmini st er Elliot für ein lückenloses Schutzzollsystem ausgesprochen. Dies sei ein Sieg der Rebellen in der Partei, unter dessen Eindruck Elliot zunächst entschlossen gewesen sei, zurückzutreten, was aber bald darauf von maßgebender Stelle dementiert worden wäre. das Hoheitsabzeichen. Aus diesem Anlaß fanden in den Gerichtsgebäuden Feiern statt. Hier sieht man den Landgerichtspräsidenten Hoffmann im neuen Kriminalgericht Berlin-Moabit während der Feier. — (Scherl-Bilderdienst-M.) — Auch in dem großen Sitzungssaal des Reichspatentamtes fand eine Feier statt, an der der Reichsjustizminister Dr. Gärtner mit seinem Stabe teilnahm. In einer längeren Ansprache wies der Präsident des Reichspatentamtes K l a u e r auf die große Bedeutung des Tages hin. Sir Samuel Hoare begründet das britische Aufrüstungsprogramm vor dem konservativen Parteikongreß. Internationaler Kongreß für Brückenbau und Hochbau. Der zweite Kongreß der Internationalen Vereinigung für Brückenbau und Hochbau, der rund 1200 hervorragende Fachmänner aus 36 Nationen nach Berlin geführt hat, wurde in dem festlich geschmückten Reichstagssitzungssaal der Krolloper durch den Präsidenten der Tagung, Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen Dr. ing. Todt, eröffnet. Nach der Ouvertüre zu Webers „Euryanthe" und kurzen Eröffnungsworten Dr. Todts hieß Reichsverkehrsminister Freiherr von Eltz-Rübenach den Kongreß willkommen und übermittelte besonders die Grüße des Führers und Reichskanzlers, der den Bestrebungen des Kongresses lebhaftes Interesse entgegenbringe. Der Wiederaufbau Deutschlands während der letzten drei Jahre habe die Bautätigkeit angeregt und dadurch zahlreichen Volksgenossen wieder Arbeit und Brot verschafft. Diele der neuen Bauten fielen in den Arbeitsbereich des Verbandes, fo die bekannten Brücken der Reichsautobahnen, die Rügendamm-Brücke, die neuen Rheinbrücken und die Moselbrücke bei Koblenz. Bei allen diesen Brücken sei auch auf die ästhetische Durchbildung größter Wert gelegt worden. Ferner seien Hochbauten entstanden, so die Deutschlandhalle und das Reichssportfeld in Berlin, die Luftschiff- und Flugzeughallen, die Nürnberger Bauten und zahlreiche Industriebauten sowie das Schiffshebewerk in Nieder - Finow. Der Minister wünschte dem Kongreß reichen wissenschaftlichen Erfolg. Die englische Regierung hat wiederholt und unzweideutig 3um Ausdruck gebracht, daß sie gewillt ist, die Aufrüstung Großbritanniens vorwärts zu treiben. Gegenströmungen im Lande sind jedoch unverkennbar gewesen. Wir brauchen nur an den Mißerfolg der R e t r u t i e r u n g s a f 11 o n zu erinnern. Dadurch hat man sich aber nicht entmutigen lassen, es ist vielmehr jetzt auf dem Umwege über den Parteikongreß der Konservativen ein neuer Anlauf genommen worden, das britische Aufrüstunasprogramm zu einem vollen Erfolg zu machen. Durch die unmittelbare Einschaltung Der Konservativen, die die Regierungsverantwortlichkeit tragen, sind unzweifelhaft bessere Voraussetzungen für die Vollendung der Rüstung geschaffen als das bisher der Fall war. Nachdem sich die Partei dahin ausgesprochen hat, daß im Interesse der britischen Sicherheit eine starke Rüstung unvermeidlich ist, wird der gesamte Parteiapparat verpflichtet, sich in der Kleinarbeit der Partei für das Rüstungsprogramm der Regierung einzusetzen. Bemerkenswert ist es übrigens, daß man auf Dem Kongreß freundliche Worte an die Adresse Präsidenten der Republik eine Besprechung statt, an Der Generalinspekteur Rydz-Smigly, Ministerpräsident Skladkowski und die Mitglieder der Regierung teilnahmen. Nach einer Prüfung der internationalen Währungslage kam man zu dem Schluß, daß kein Grund für eine Aenderung der polnischen Währungspolitik vor» liege. Eine Treueerklärung für Starhemberg Wien, 2. Okt. (DNB.) Die schon seit langem in Aussicht genommene Führertagung des Heimatschutzes fand Donnerstag statt. Nach einer Verlaut- 'N. °' 9» Braud) tum wurden durch den Referenten Ruffer befprochen, der Uber die Oeftallunq von Dorfgem-infchaftsabend-n sprach. Der Referent für Veranstaltungen S ch rn i d t gab die für den Winter jur Verfügung stehenden Programme bekannt Im Rahmen von Veranstaltungen der NS-Gemeinschaft ,Lrast durch Freude" treten in unserem Gaugebiet auf: Das Meister-Sextett, die Donkosaken unter Serge Iaroff, Gustav Jakobi, das Lenzewski- Quartett u. a. m. Weiterhin sind vorgesehen- Mär- chenspiele, Ballettabende, ein Musik- und Tanzabend unter dem Motto: „Rund um die Welt in Tanz und Ton," Vorstellungen der Hessen-Nassauischen Volksbühne und des Rhein-Mainischen Künstlertheaters, Konzertabende mit Musik und Siebern von Schubert, Konzerte der Kuban-Kosaken und Varietöabende. Hoheitszeichen an der Richterrobe. Teile ein Ms die ge in den aber aud) ie Mi°n in die Bearbeit mit der Licht« führen. ^orfverM- iand erwart solle in lei' bin SM. len. Ls ,l-i -btt Volks- dieses zum runfl eines ligen- Die wecke nicht ildes, nein . die Ein' umgestellt rdorses im .hausen alle Dorf- wirklich8" nunal-pml' träge über hönerungS' n in der Leiter des , Kaugeb'tt ; durch. 'N rieben U Mj,-boden. ,.,n §ine äA»* ■tf** LMM- ' . In i" W tun» »et . Ä * t» •’jj die in- Teinen 's;.* Englands Schwäche ein beunruhigender Faktor der Weltpolitik Die „Times" sagt, die Gründe für das Rüstungsprogramm der Regierung seien so durchschlagend, daß das Programm ohne Verzug ausgeführt werden müsse. Es sei auch nicht derart, daß es innerpolitische Gegensätze schaffen müffe. In der ersten Hälfte des jetzigen Haushaltsjahres seien 20 Millionen Pfund mehr für Rüstungszwecke ausgegeben worden, als in der gleichen Zeit des Vorjahres. Das Tempo der Aufrüstung müsse so schnell sein, wie nur irgend zu erreichen fei. — „Daily Telegraph" hebt ^hervor, England müsse haben, was es brauche, um die Heimat, die Sicherheit der Meere und seine Verbindung mit dem Weltreich zu schaffen und zu sichern. Die Kräfte, die hierfür notwendig seien, konnten nicht dadurch begrenzt werden, daß man sie zu der Bewaffnung anderer Länder in Beziehung bringe. Diese klare Formulierung sei notwendig gewesen. — Auch die „Daily fDlatr begrüßt die Rüstungspolitik, wie sie Hoare dargelegt hat. Die Nation fordere schleunigen Ausbau der britischen Verteidigungsmöglichkelten. Im besonderen fei die Schaffung einer ft arten Luftwaffe von vordringlicher Bedeutung. Die Oppositionspreffe lehnt die Rehe Hoares völlig ab. A 11 l e e , der Führer der Fraktion Der Arbeiterpartei im Parlament, erklärt im „Daily Herald", es sei geradezu „unverfroren", der Arbeiterpartei Vertrauen zu Hoare zuzumuten. Rüstungspolitik hänge mit Außenpolitik zusammen, Führer den Ernst der Lage langsam elnzusehen begännen und in Deren Reihen eine patriotische Verantwortlichkeit vorhanden fei. Derartige Redewendungen sind Taktik, sie zwingen die Angeredeten, sich Den Wünschen der Konservativen mehr als bisher anzupassen, falls sie nicht Gefahr laufen wollen, als Feinde des Vaterlandes gelten zu wollen Wenn zu diesem Kongreß und seiner Willensäußerung noch etwas zu sagen wäre, dann ledig- lick) zu her These, daß eine einseitige Abrüstung mehr der Forderung des Krieges als des Friedens biene. Genau dasselbe haben wir in bezug auf Deutschland jahrelang unterstrichen, nur haben wir an der Themse niemals Gehör gefunden. Im Gegenteil, unsere Sicherheitswünsche wurden als Storung des Friedens hin- gestellt, obwohl es auf der Hand lag, daß der Frieden dort nicht zu Haufe ist, wo stark gerüstete Nachbarn geradezu herausgefordert werden, sich auf eine abgerüstete Nation zu stürzen. Wir haben dem Frieden durch unsere Aufrüstung einen echten Dienst erwiesen, weil es nun niemand mehr wagen wird, uns anzutasten. Und in die Lage, in der wir uns befanden, will England erst gar nicht kommen. Darum will es den Vorsprung der Nationen aufholen, die das Kriegsende benutzten, um mit einer M Aus aller Welt I I MKM BeiiöiefliQocüge ©fiff Karten! IhreVerlobung geben bekannt Sonntag: 61860 Erntedankfest 6184V die Ware abgeholt. 6199D [Verschiedenes Für Wehr- und Arbeitsdienst! Heute | Samstag W RM. 0.95 an Socken, gestrickt, reine Wolle Gießen, Schulstraße 4 6193V 6196A Stadttheater1 Unterhosen, woligemischt oder Mako, Gr. 5 RM. 1.35 an Hemden ur d Jacken, wollgemischt, Mako oder Plüsch Schweiß-Socken, gute tragfähige Qualität, RM. 0.45 an Handschuhe, gestrickt, Leder und imitiert Hosenträger - Taschentücher - Nähzeugmappen Modehaus Schneberger Warum ist die Brühe so dick? billig bei [59570 M Liebler Asterweg '6. von und per- 20.00-22.U0 Außer Miete Die XI. 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Mit freundlichen Grüßen von meiner Frau verbleibe ich in alter Kameradschaft mit Heil Hitler Ihr Hermann Göring. —Ebenso sandten herzliche Glückwünsche die Reichsminister Frick, Goebbels, von Blomberg, Darre und Dr. Frank, Reichsführer SS. Himmler, Botschafter von Ribbentrop, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und Generaloberst Freiherr Fritsch. Reichsminister Kerrl, Stabschef Lutze der preußische Finanzminister Popitz sprachen sönlich ihre Glückwünsche aus. Liselotte Roll Georg Beider inden L)ip om-Ingenieur AttSo täglich jede Menge tHUUfV frisch gebrochene Iwettcherr Bei größeren Quantitäten wird Volkstümliche Naturwissenschaft in reichbebilderten, leichtverständlich geschriebenen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verla s- erzeugnisse. 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Weinstube Naafs Häuschen Wa Itorsiraße 32 eissD Telephon 3520 barung der Bundesführung haben die Teilnehmer, darunter alle Landesführer, erklärt, daß sie in uneingeschränktem Vertrauen zum B u n d e s f ü h - rer Starhemberg stehen. Nur er allein spreche und handele für den Heimatschutz. Die Führerschaft habe das Vorgehen des Majors Fey und einiger anderer, die Fey vor einiger Zeit zum Wiener Landesführer gewählt haben, auf das schärfste verurteilt. Die Führerschaft begrüße die rücksichtslose Säuberung des Heimatschutzes von allen zersetzenden Elementen. Keine Abwertung des österreichischen Schillings. Wien, 2. Okt. (DNB.) Bundesminister für die Finanzen Dr. Draxler und der Präsident der Nationalbank Dr. Kienböck veröffentlichen fol- aende Erklärung: „Nach sorgfältiger Prüfung der finanziellen und wirtschaftlichen Lage Oesterreichs und der möglid)cn Rückwirkungen der im Auslande getroffenen währungspolitischen Maßnahmen auf die heimischen Wirtschaftsinteressen sind wir zum Ergebnis gekommen, den Gedanken einer Abwertung des Schilling entschieden a b z u l e h - n e n?" Kleine politische Nachrichten. Im Auftrage des Führers und Reichskanzlers überreichte der Herzog von Koburg Seiner Durchlaucht dem Reichsverweser des Königreichs Ungarn, Admiral Horthy von Nagybanya, das Großkreuz des Ehrenzeichens des Deutschen Roten Kreuzes. Entsprechend der schon seit zehn Jahren bestehenden Hebung schüttet die Hindenburg-Spende am Geburtstage ihres Schöpfers, des verewigten Reichspräsidenten und Generalfeldmarschalls, wiederum einen Betrag von 4 2 5 0 0 0 R M. an bedürftige Kriegsbeschädigte, Krieaer- hinterbliebene und Veteranen aus. Fast 3000 Bedürftige erhalten eine Unterstützung von durchweg je 150 RM. Kunst und Mistenschast. Deutscher Geographenlag in Jena. Der diesjährige Deutsche Geographentag , der in Arbeitsgemeinschaft mit der Fachschaft des Nationalsozialistischen Lehrerbundes vom 10. bis 12. Oktober in Jena stattfindet, steht unter der Schirmherrschaft von Reichserziehungsminister Rust. Die Tagung hat zum Grundthema Fragen der politischen Geographie und der deutschen Landeskunde gewählt und stellt sich in den Dienst des General Sixt von Armin f. General der Infanterie Sixt von Armin ist in Magdeburg g e st o r b e n. — Friedrich Sixt von Armin wurde am 27. November 1851 in Wetzlar geboren. Zu Beginn des Krieges 1870/71 trat er in das Königin-Augusta - Garde - Grenadier - Regiment Nr. 4 ein. Während des Feldzuges, den Sixt von Armin mit Auszeichnung mitmachte, wurde er schwer verwundet. Nach längerer Adjutantentätigkeit wurde Sixt von Armin zum Großen Generalstab kommandiert. 1897 war er Chef des Stabes beim XIII. Korps in Stuttgart. Später führte er das Jnf.- Negiment55. Im Jahre 1903 erfolgte seine Versetzung in das Kriegsministerium. 1908 folgte die Ernennung zum Divisionskommandeur in Münster. Am 7. April 1911 wurde Sixt von Armin als Nachfolger Hindenburgs zum Kommandierenden General des IV. Armeekorps in Magdeburg ernannt. An der Spitze dieses Korps zog er 1914 ins Feld und führte feine Truppen von Sieg zu Sieg. Nach der Somme-Schlacht wurde der General an die Spitze der IV. Armee in Flandern berufen. Sixt von Armin war Ritter des Pour le nririte und des Schwarzen Adlerordens. Nach dem Zusammenbruch im November 1918 war es seine einzige Sorge, seine Truppen wohlbehalten in die Heimat zuruckzuführen. Anfang Januar 1919 nahm Sixt von Armin seinen Abschied. Im Juli vorigen Jahres konnte der verdiente General sein 65jähriges Militärjubiläum feiern. Sechzig Jahre „Deutsche Rundschau in polen“. Am 30. September feierte die „Deutsche Rundschau in Polen" den Tag ihres 60jäh- rigen Bestehens. Dieses angesehene deutsche Blatt wurde 1876 als „Bromberger Tageblatt" begründet und erscheint seit dem Jahre 1920 als „Deutsche Rundschau in Polen, früher Ostdeutsche Rundschau, Bromberger Tageblatt". — Als einzige deutsche Tageszeitung in Bromberg ist sie 'heute eine der führenden deutschen Tageszeitungen in Polen und vertritt die Interessen des Deutschtums nach innen und außen. Ein Maurer gewinnt ein Siedlungshaus. Das Preisausschreiben für Unfallverhütung im Baugewerbe, das im Rahmen der Aktion für Unfallverhütung der „Reichsbe- triebsgemeinschast Bau" abgehalten wurde, hat seinen Abschluß gefunden. Die ersten fünf Preise wurden folgendermaßen verteilt: 1. Preis: ein Siedlerhaus nach Wahl im Werte von 8000 Mark erhielt der Maurer Heinrich V ö l p e l, Mainz-Weisenau. 2. Preis: ein Sparkassenbuch im Werte von 5000 Mark erhielt der ZimmerlehrlingBietz Borges, Freiburg t. Sa. 3. Preis: ein Sparkassenbuch im Werte von 3000 Mark erhielt der städtische Baukontrolleur Ignaz Lippe, Miesbach-Neumühle, Gießen Rüdesheim a. M./Trier 2. Oktober 1936 KIA große, starke, zu verkaufen. 04492 Goethestraste 22 HüthläffC von Z bis 20 v. H. erhalten Sie bei wiederholten Aufnahmen einer Anzeige gesucht. 04490 J. Gombert Wolfshausen Tüchtiger SMIM derfelbständig arbeitet, sofort gesucht. 0197V Aibertin filier Alten-Buseck Oberbayern. 4. Preis: ein Motorrad mit Beiwagen nach Wahl im Werte von 1600 Mark erhielt der Unterfeldmeister im Arbeitsdienst Sepp Jrmhof, Trupp 300, Gauting. 5. Preis: ein Motorrad nach Wahl im Werte von 1000 Mark erhielt der Reichsautobahnarbeiter Adolf Bayer, Ronneburg, Thüringen. Starke Schneefälle in den österreichischen Alpen und an der Adria. Die letzten Tage haben in den österreichischen Alpen große Schneefälle gebracht. Die Schneegrenze ist unter 1000 Meter heruntergerückt. Die Alpenpässe, so z. B. der nur 1200 Meter hoch gelegene Präbichl-Paß in Steiermark, sind fast alle unbenutzbar geworden. Die Meteorologen versichern, daß seit dem Beginn der regelmäßigen Temperaturaufzeichnungen in der Meteorologischen Zentralanstalt noch keine so niedrigen Temperaturen um diese Jahreszeit festgestellt werden konnten. * Wie aus Split (Spalato) gemeldet wird, ist ein Zug auf der Strecke nach Agram im Schnee stecken geblieben. Der ganze Zugverkehr in den adriatischen Küstenländern ist durch Schneeverwehungen schwer behindert. Sämtliche Züge verkehren nur mit großen Verspätungen. Auf der Adria herrscht so starker Sturm, daß in den letzten Tagen ein Schiffsverkehr zwischen Split und den vorgelagerten Inseln unmöglich war. Fünf Tote bei einem Autounglück in den Pyrenäen. In der Nähe von Oloron in den französischen Pyrenäen ereignete sich auf dem sogenannten Col d'Aubisque ein schwerer Autounfall, der fünf Menschen das Leben ko st et e. Ein Lastkraftwagen, der fünf Arbeiter zum Arbeitsplatz beförderte, wurde von einem herabrollenden Felsblock in einen mehrere hundert Meter tiefen Abgrund gestürzt, wo er völlig zerschmettert liegen blieb. Drei Todesopfer eines Verkehrsunglücks. Auf der Landstraße Torgau—Wittenberg hat sich ein schweres Verkehrsunglück ereignet. Als die Fahrer eines nach Coswig in Anhalt bestimmten Dresdener Lastzuges die Plätze wechselten und aus diesem Grunde ihren Zug zum Stehen gebracht hatten, fuhr von hinten eine mit drei Personen besetzte schwere Beiwagenmaschine mit großer Geschwindigkeit auf den Anhänger des Lastzuges. Die Folgen des Anpralles waren furchtbar. Die drei Motorradfahrer waren auf der Stelle tot; ihre Leichen verbrannten infolge der Explosion des Benzintanks. Das Feuer griff auch auf den Lastwagenanhänger und seine Ladung über, die bald in Hellen Flammen stand. Die Feuerwehr eines nahegelegenen Ortes mußte den Brand löschen. Kleiner ^Raum f.jeglicke Zwecke zu vermiet. 04499 Alicenstraste 29 I Mietgesuchej Mehrere 23-ZlMM.- Wohnungen gesucht. Angebote an Siückralh&Bender Walltorstraße 53 Tel. 3519. [71900 2-3-ZM-Wohn. zuml.November von berufstätig, alleinstehender Dame gesucht. Schr. Ang. unt. 6191Oa.d.G.A. Empfehlungen ,hut l^aistkonlan^t sagen alle Baden ist gesund — und jeder kann sich'* leisten. 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Der Käufer ging hinterher, blieb aber auf Bitten von Heinz zurück, da das Tier unruhig wurde. Plötzlich wurde der Stier wild und warf den alten Mann zu Boden. Als der Metzger zu Hilfe eilte, wurde auch er von dem wütenden Bullen angegriffen und mußte flüchten. Er holte vom Feld Hilfe herbei; als man zu der Unglücksstelle kam, war der alte Mann bereits t 0 t. Nur unter Schwierigkeiten gelang es, die Leiche aus der Nähe des Stieres zu schaffen. Vor der Auslösung der berüchtigten Sträflingskolonie Cayenne. Aus „wirtschaftlichen" und „moralischen" Gründen wird wahrscheinlich demnächst die berüchtigte französische Sträflingskolonie Cayenne aufgelöst werden. In Paris war eine zwifchenministe- rielle Sitzung unter dem Vorsitz des Justizministers angesetzt, an der auch der Kolonialminister teilnahm. Nach der Sitzung erklärte der Justizminister, daß er in kürzester Zeit in der Kammer eine Gesetzesvorlage zur Aufhebung der Sträflingskolonie unterbreiten zu können hoffe. Wetterbericht des Veichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Nach der unter Regenfällen erfolgten Verdrän* gung feuchter Meeresluft setzte bereits am Donnerstag von Norden her Auflockerung der Bewölkung ein, so daß die vergangene Nacht wieder stärkere Abkühlung brachte. Die mit dieser Entwicklung eingeleitete Witterungsbesserung wird zunächst weitere Fortschritte machen. Ein über Skandinavien südwärts wandernder neuer Wirbel läßt jedoch beständiges Wetter über mehrere Tage hinweg nicht aufkommen. Aussichten für Samstag: Morgens dunstig oder neblig, häufig aufheiternd und im allgemeinen trocken, nachts kalt, Winde um Nord, später wieder Bewölkungszunahme. Aussichten für Sonntag: Bei nach West drehenden Winden milder und wieder unbeständiger. Lufttemperaturen am 1. Oktober: mittags 12,9 Grad Celsius, abends 4,9 Grad; am 2. Oktober: morgens 5,6 Grad. Maximum 12,9 Grad, Minimum heute nacht 4,4 Grad. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- (eiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VIII. 36: 93'0. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. HLeupin-Creme u. Seife vorzügl. Hautpflegemittel, seit über I 20 Jahren bestens bewährt bei autjuGken-Flechte Ausschlag. Wundsein usw. Löwen-Drog.W.KilbiugerNachf., Seltersweg 69: Drog. Mintcr- hon.Kreuzvlatz IllrDrog.Borne- mrttm, Bahnhofstraße 17: Med.- Drog. H. Elges, Scltersweg 66; Germania-Drogerie <£. 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Keine Zeugnisse in Urschrift onvern nur Beupnte« Unch ritten vem Be- werbungsichr»iven bette pen — Lichtbilder uno®eroerbunisuntei> lagen mühen tut Ber- metbung oon Verluden auf oer Würflette Warnen unD Anichriu oti Bewerbers tragen I Mehrere Rt. 251 Zweite; Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Kberheffen)zreltag, 2. (Oktober 1956 Besuch an der katalanischen Front. XSon unterem Troe-Sonderderichterstatter. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Saragossa, 24. Sept 1936. 2hr Sonderberichterstatter ist von San Sebastian zu einem Besuch der Kampffront qeqen bas rote Katalonien über Saragossa nach Huesca gefahren. Diese Front, die m den ersten acht Wochen des Krieges die Aufgabe der strategischen Derteidlgung hatte, um eine Bedrohung Madrids von Osten her durch die zahlenmäßig starken und gut bewaffneten Milizen Kataloniens abzuwehren, wird sich in eine große Angriffslinie verwandeln, sobald die spanische Hauptstadt in den Händen der nationalen Truppen sein wird. Wir verlassen San Sebastian beim Morgengrauen. Auf der Landstraße begegnen uns marschierende Kolonnen und lange Züge von Lastkraftwagen, Verstärkung und Nachschub ;ür die gegen Bilbao vordringenden nationalen Truppen. Aus der Straße zwischen San Sebastian und Jrun hat man die letzten von den Roten errichteten Barrikaden beseitigt. Die schöne baskische Landschaft beginnt ihr alt gewohntes Gesicht wieder zu gewmn- nen. Aber als fürchterliches Mahnmal kommunistischer Zerstörungswut und anarchistischer Barbarei grüßen uns die Brandruinen der Stadt I r u n. Wir fahren durch lange Straßenteile, deren Häuser links und rechts völlig ausgebrannt find. Bei Enderlaza, 10 Kilometer südlich von Jrun, benutzen wir die frühere Eisenbahnlinie als Not- straße. Die nationalen Truppen haben sich als tüchtige Pioniere erwiesen, indem sie in wenigen Tagen Schienen und Schwellen abgebaut und eine neue Straße gebaut haben,' die es ermöglichte, Truppen und Material zum Angriff auf Jrun-San Sebastian heranzubringen. Durch eine wundervolle Pyrenäen-Landschaft, in der nur von Zeit zu Zeit zivile Brückenposten mit umgehängtem Gewehr an den Krieg erinnern, geht die Fahrt über Pamplona durch die reiche Provinz Navarra, die Kornkammer Spaniens. Endlose Getreidefelder erstrecken sich links und rechts der Straße. Die Bodenausnutzung berührt eigenartig, denn nur ein um das andere Fahr wird Getreide angebaut, im Zwischenjahr bleibt das Land zur Erholung brach liegen. In weiten G"bieten sind die Riesenackerflächen gemeinsamer Besitz der Dorfbewohner. Bestellung und Ernte erfolgen in Arbeitsgemeinschaft, und das Korn wird nach einem bestimmten Schlüssel aufgeteilt. Daher findet sich in Navarra — im Gegensatz zu dem übrigen Spanien — ein gesunder Bauern- st a n d, der wiederum die Hauptkräfte für die car- listische Bewegung liefert, die heute trotz ihrer monarchistischen Sonderbestrebungen Seite an Seite mit den faschistischen Verbänden und Truppen und dem übrigen nationalen Spanien gegen die zersetzenden roten Elemente kämpft. Südlich von Navarra ändert sich das Bild. Die Hügelketten sind trostlos kahl, weil es im Gegensatz zu Navarra an systematischer Aufforstung dieses wasserarmen Gebietes fehlt. Noch begleiten uns kilometerlange Getreidefelder. Aber hier sind sie im Besitz von Magnaten und Granden. Die Dörfer machen tum Teil einen trostlosen Eindruck In manchen Siedlungen wohnen die Landarbeiter in rohen Erdhöhlen, die oft in mehreren G'schossen an den Steilhängen der wenigen Hügelketten liegen und an seltsame Mönchssiedlungen in Asien erinnern. Die Einrichtung dieser Elendswoh- nunaen besteht gewöhnlich aus einer dürftigen Lagerstätte, einem rohen Tisch, einiqen Hockern und einer Truhe. Schweine und Geflügel sind in benachbarten Erdlöchern untergebracht. Hier wohnen, wie ein faschistischer Führer dem Berichterstatter erzählte, zumeist Landarbeiter, deren Tageslohn zwei, höchstens fünf Peseten beträgt, das heißt 0,60 bis 1,65 RM. für Arbeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang Von diesem Lohn müssen sie ihre im allgemeinen sehr kinderreichen Familien ernähren und kleiden. Die Landarbeiter selbst erhalten freie Verpflegung, die aber für gewöhnlich nur aus Brot, Zwiebeln und Land- wein besteht. „Bei diesen Zuständen", so sagte mir ein faschistischer Gewährsmann, „sind manche Spannungen im sozialen Aufbau und politischen Leben Spaniens verständlich. Den Landarbeitern i n Anda l u s i e n geht es noch schlechter, und auch bei den Minenarbeitern von A st u r i e n herrscht zum Teil größtes Elend. Aber das soll im neuen Spanien, um das wir jetzt kämpfen, besser werden. Italien und vor allem Deutschland sollen uns in der sozialen Besserstellung des arbeitenden Volkes ein Vorbild sein". Bei dieser Gelegenheit darf oorweg- genommen werden, daß auch der Generalstabschef der Saragossa-Front, Oberstleutnant Dario G a - z a p o , Ihrem Berichterstatter gegenüber besonders die sozialen Gesetze und den sozialen Geist Deutschlands pries, ein Zeichen dafür, daß die neuen Männer Spaniens dieses so ernste Problem erkannt haben und versuchen werden, es zu meistern. Auf der 300 Kilometer langen Fahrt von der Biscaya-Küste nach Saragossa grüßen uns die Zeugen einer großen Vergangenheit, südlich von Pamplona kilometerweise die Ueberreste einer alten römischen Wasserleitung, die noch bis vor wenigen Jahrzehnten in Betrieb war und die das Wasser von Pamplona über kühne Brückenbögen aus den Pyrenäen heranführte. Noch weiter südlich treffen wir den Wasserkanal, den Karl der Große angelegt hat und der noch heute das Ebro-Wasser vom oberen Lauf nach Saragossa bringt. Das rotbraune Wasser wird bei Saragossa in riesigen Querbecken gereinigt. Am frühen Nachmittag erreichen wir Saragossa, die Stadt, die heute noch in ihrem Namen die Erinnerung an Cäsar Augustus trägt. Diese Stadt, die in wechselnden Jahrhunderten phönizische, römische und maurische Heerscharen in ihren Mauern gesehen hat, ist heute Sitz des Oberkommandos und Heerlager der nationalen Verteidigungskräfte im Kamvf gegen das rote Katalonien. Saragossa hat das Gesicht eines großen Etappenorts. Uniformen beherrschen das Straßenbild: olivgrüne Waffenröcke der Truppen, braungrüne Khakis der afrikanischen Legionäre, blaue Overalls der faschistischen Freiwilligen in ihren blauen Käppis, graublaue Overalls der Carlisten mit ihren roten Baskenmützen, dazwischen die älteren Männer in Saragossa mit rot-gelb-roten Armbinden, eine fünftausend Mann starke Hilfspolizei, die den Sicherungsdienst in den Straßen und den öffentlichen Gebäuden übernommen hat, um alle waffenfähigen jungen Männer für den Dienst an der Front freizumachen. Lastkraftwagen mit Truppen, Munition und Proviant verlassen ununterbrochen die Stadt, um die Front zu erreichen, die sich in einem großen Bogen in einer Entfernung von etwa 60 bis 120 Kilometer nördlich, östlich und südlich um Saragossa erstreckt Der Oberkommandierende der gesamten Saragossafront, General Ponte Manso de Innig a, der Ihren Sonderberichterstatter zu einer längeren Unterredung empfängt, um ihm Aufgaben und militärische Lage seines Kampfabschnittes zu erklären, ist von einer unerschütterlichen S-e- gesgewihheit erfüllt. Bereits zweimal in den Kämpfen an der Guadarrama-Front verwundet, wartet er auf den Tag, da Burgos den Befehl zur Offensive gegen Katalonien und dessen rote Hauptstadt Barcelona geben wird, die die letzte und entscheidende Etavve dieses Krieges sein wird. Generalstabschef Oberstleutnant Dario G a z a p o wie sein G"neral, ein alter Marokkokämpfer, der vor acht Wochen in Melilla den Befehl zum Losschlaaen gegeben hatte, und der mich zu einer Fahrt an die Front nach Huesca einlädt, sagte zuversichtlich lächelnd: „In einigen Wochen werde ich Ihnen einen M M :w-.. W M kW 11 / 1 □ c ! r" »L Fl >< ____I VZ üc. ...... Auszeichnung für verdiente Bauern. Besonders verdiente Bauern roerben am Erntedanktag während der Feier in der Kaiserpfalz zu Goslar dem Führer vorgestellt. Bei dieser Gelegenheit wird den Bauern ein Holzteller der Staatlichen Bernstein-Manufaktur überreicht. Die Mitte des Tellers ist durch eine Aehre aus Bernstein geschmückt. Die Umschrift lautet: „Für Leistungen in der Erzeugungsschlacht — Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft". Ein silbernes Schild auf der Rückseite trägt den Namen des Bauern und den Tag der Widmung. (Scherl-Bilderdienst-M.) Wagen bis Barcelona zur Verfügung stellen können." Einstweilen kann unsere Fahrt aber nur b i s Huesca gehen, Hauptpunkt der Abwehrfront gegen zahlenmäßig stark überlegene rote Kräfte, etwa siebzig Kilometer nordöstlich von Saragossa. Ein Major des Generalstabes führte. Ein Wagen mit einer bewaffneten Eskorte von sechs Mann fährt uns voraus, weil kurz vor Huesca die Lage nicht ganz unbedenklich ist. Stündlich können Patrouillen der Roten sich bis an die einzige Straße durcharbeiten, die die fast völlig umstellte Stadt mit Saragossa verbindet. In der Tat hält uns etwa fünf Kilometer vor Huesca, das wir auf einem riesigen Umweg nach Norden aus der Richtung von Jaca her erreichen wollen, ein Poften an und meldet, daß die nächsten zwei Kilometer der Straße ständig von den Roten beschossen werden, die fünfhundert Meter abseits der Straße einen Eisendahn- bamm besetzt haben. Er empfiehlt höchste Geschwindigkeit. Wir kauern uns so flach in den Wagen wie möglich, und mit 130 Kilometer Stundengeschwindigkeit fegte der Wagen über die gefährdete Strecke. Wir hören einige Gewehrschüsse, erreichen aber ohne einen Treffer den Eingang von Huesca, der gegen alle > Überraschungen durch starke Barrikaden gesichert ist. Eine Stunde vor unserem Eintreffen ist Huesca von F l u g z e u g b o m b e n der Roten belegt worden. Die Opfer liegen bereits im Hospital, dessen Dach ist zerstört und dessen Fensterscheiben sind geborsten, denn das Zeichen des roten Kreuzes ist für die roten Bomber keine Hemmung. In Huesca, das starke Spuren einer wochenlangen Artilleriebeschießung und Flugzeugbombardierung zeigt, dessen etwa 13 000 Mann starke Bevölkerung aber trotzdem nicht geflohen ist, herrscht ungewöhnliches Treiben, denn es ist dieser Tage eine starke Offensiobewegung der nationalen Streitkräfte im Gange, um die Klammer um Huesca, die vor einigen Tagen zum Teil bis auf ein Kilometer an die Stadt heranreichte, zu lockern. Der erste Ausfall in nordwestlicher Richtung, bei dem Tanks einae- fetzt wurden, war von vollem Erfolg gekrönt. Bei Einbruch der Dämmerung verlassen wir die Stadt, um nach Saragossa zurückzukehren. Dort legt das abendliche Leben in der inneren Stadt auf den Kaffeehausterrassen und auf den Kasinos Zeugnis ab von der Ruhe und Zuversicht der Bevölkerung in die Waffen der nationalen Truppen. Das Jahr der Blumen. Die Pflanzenwelt im Oktober. Die Sonne weckt und erhält jegliches Leben auf unserer Erde, sie spendet das Licht und die Wärme, und von ihrem Gang am Himmelsgewölbe hängt das Dasein aller lebenden Wesen ab, zwar nicht jedes so unmittelbar, aber doch alle... Pflanzen, Tiere und Menschen. Diese Gedanken liegen uns jetzt besonders nahe, denn es ist Herbst geworden. Bei ihrem scheinbaren Kreislauf im Wechsel des Jahres schafft die Sonne die Jahreszeiten, mit ihr keimen, blühen und fruchten und verwelken schließlich die Pflanzen, und so teilt sie das Leben des Menschen, des Bauern ein. Am 23. September war der Tag der Herdft-Pag- und Nachtgleiche. Ein hochbedeutsamer Tag im Jahre. Von nun an nimmt die Länge des Tages ab, die Nächte werden länger und mit der kürzeren Einstrahlungsdauer sinkt auch die wärmende Kraft der immer schräger einfallenden Sonnenstrahlen. Im Oktober wandert die Sonne vom Zeichen der Waage im Tierkreis in das des Skorpiones — und die Welt verändert ihr Aussehen. Wir spüren und sehen es deutlich, daß eine Wandlung vor sich geht. Es ist jetzt eine ereignisreichere Zeit als irgendeine beliebige im Jahre, als etwa der Uebergang vom Juli zum August. Kalt ist es geworden und wechselvoll ist das Wetter; doch es ist eine schöne Zeit, trotz kalter Nächte und nebliger Morgen. Wunderbar ist es, wenn dunkle Wolkenfetzen vor dem frostigen Mond vorbeieilen, wenn dichte, graue Nebel zwischen den nassen Stämmen des Waldes hängen, wenn allmählich eine fahle Sonne sich durchsetzt. Oder wenn bei klarer, wärmender Sonne prachtvolle Wolkenbilder im kalten Wind über dunkle, braune Aecker und bunte Wälder ziehen. Das sind herrliche Landschaftsbilder. Abwechslungsvoll, urwüchsig und reich ist der Oktober, dem März und April vergleichbar. Mit dem Wetter ändert sich auch das Aussehen Der alle Fester Eine Erinnerung von Hermann Claudius Wer hat ihn noch gekannt, den alten lieben dicken Fester, den Schuldiener an der Hafenschule in Sankt Pauli zwischen der Aktien-Bierbrauerei und der Elbe — die Dampfer und Schlepper tuteten in jede Unterrichtsstunde mit lebensgegenwärtiger Kraft hinein —, wer hat ihn noch gekannt? Man sieht sich um: Keiner. Sie sind alle hinab, die mit ihm waren; die einen hier, die andern in Frankreich und Flandern. Mir 'aber steht er noch leibhaftig vor meinen Augen. Wie ein Gardeposten stand er hoch und aufrecht an der Tür seiner Schule und alles mußte an ihm vorbei: Lehrer und Schuler. Und mit feinem Takte wußte er überall den rechten Gruß und das richtige Wort. Und es war meistens ein fröhliches, manchmal ein derbes. Dazu in feinem urtümlichen Hamburger Platt oder in einem Hochdeutsch Hamster Grammatik: „Kuddel Mau! Jung! Mit die Nase kommst du in Schule? Schaamst du dir garnix?" — Und mit plötzlicher Energie: „Wisch di bin Näs aff! Gau!" - Oder: „Peter Bostelmann! — Vater Fester kannte jedes Kind seiner Schule bei Namen Die Väter waren schon bei ihm in die Schule gegangen. — „Was jaulst du denn, Junge? Hast wieder den Schwamm vergessen, was? Laßj bi« «nen. u Se. burtstag schenken, der von selber ach^rkomm,, verstehst? Aber töw man — Unb damit eilt der alte Herr nach seiner Schrankkammer und kommt bald mit einem halben Lächeln m der. runden Backen zurück und drückt dem P^er em Stuck ab gerissenen Schulschwamms in öie fianbe• Aach ihn naß! He is banmg brog! Und daß mich das nid) wieder vor kommt! &nUDt, Karn der kleine Herr Hansen, der Herr Haupt lehrer mit der goldenen Brille, angeschritten,.so nahm sein alter Schuldiener eine gravstatstHe HaU Ä m Ordnung" Damit "^t- °r ,m Wmter SchuNl7b-Ä Steckenpferde des kleinen Herrn Hansen waren. Und Herr Hansen, der, em Mm, Schwunges «Älfer Wein Herr Hansen 30fl ledesmal fernen “n£ciK. fS-Bs ä irgendeiner wirklichen oder gemachten Gelegenheit schob er sich in seine Klasse und flüsterte ihm zu: „Was ich sagen wollte, wenn Sie mal in der Pause runterkucken wollten, ich habe da einen Kaffee gekauft! Bei Tomforten, Sie kennen die Firma ja, süperb, sag' ich Sie, Sie versteh'n doch was von Kaffee, Herr Schmidt." Und Herr Schmidt richtet sich hinter seinem Pult auf unb sagte laut, wenn auch etwas heiser: „Wenn ich Zeit finben werbe, Herr Fester, gern." Unb er fanb Zeit. Der Alte wußte es. Schmunzelnb ging er hinaus unb gab seiner Frau einen Wink. Frau Alma Feiser war Mutter Feiser. In ber zweiten Pause wimmelte es in ihrer Kellerküche von lauter Kinbern, großen unb kleinen, bie ihr Glas Milch bort tranken. Mutter Feiser sorgte ba- für, baß bie Milch im Herbst unb Winter unb auch noch an kalten Apriltagen warm war, genau trinkwarm. Ä)r Milchmann Gerckens wußte Bescheib, baß bie Milch christlich war, wie sie von ber Kuh kam, unb baß er sie nicht erst zu taufen brauchte. Einen Topf setzte Mutter Feiser für ihren Nachmittag-Kaffee beiseite, ba sah sie es benn. Unb wehe, wenn ber Rahm sich nicht genügenb abgesetzt hatte! Warb es im Keller an Regentagen gar zu laut unb lärmig, so brauchte Vater Feiser nur selber in ben Keller $u kommen. Alsobalb warb es ruhig, benn bie unnützen Schreier brachte er mit heiterster Konsequenz an bie frische Luft. Vater Feisers große Liebe aber gehörte ber Oper. Ihr opferte er seit Jahren im bamaligen Stabt- theater ein Abonnement im Parkett I. Er zog seinen guten schwarzen Anzug an unb schob ben Ehering unb einen bieffteinigen Erbring über bie Finger seiner trotz aller Besenarbeit immer noch weichen unb vornehmen Hanb. Unb seine Alma mußte sich frisieren lassen. Danach brach es am anbern Morgen in ihm los: „Hören Sie bloß! Wir haben Carmen gehabt, Carmen! Diese Musik. Das schauert einen orbentlich! Wenn sie sich so hinschmeißt — länge- lang! Oh!" Unb er machte bie Augen halb zu unb legte ben Graukopf schwärmerisch in ben Nacken. Das Schicksal traf ihn, als ber „feine Mann", Herr Hansen, versetzt warb unb ein übereifriger Drbnungsmann, nennen mir ihn Herrn Grotjahn, an besten Stelle trat. Es wehte vom selben Tage an eine anbere Luft in ber Hafenschule. Es war auf einmal überall Zugluft. Man getraute sich nirgenbs mehr. Die Spürnase Grotjahns war überall, sein krähenber Tabel allerorten. Die Kinber bürsten nicht mehr im Feiserschen Keller ihre Milch trinken, sonbern auf dem staubig-zugigen Korridor. Er, Herr Grotjahn, habe in der Schuldienerwohnung kein Aufsichtsrecht über die Kinder Das könne er nicht verantworten. Der alte Feiser kannte sich nicht mehr in seiner Schule aus. In wenigen Wochen schlotterte ihm bie Weste. Die runben Wangen falteten sich. Immer noch stand er morgens feinen Posten, aber stumm und bekümmert und mit gesenktem Kopfe. Es war alles sonst durch ihn gegangen. Und wenn es auch nur seine Einbildung gewesen war, daß alles durch ihn gegangen wäre: Niemand hatte ihn in dieser Einbildung, die keinen behinderte und allen zugute kam, gestört. Jetzt ward er gescholten. Zitternd sagte er mir eines solchen Tages: „Er meint es am Ende gar nicht bös, aber er bat feine Art. Er sagt nicht: Herr Feiser zu mir. Er sagt: Herr Schuldiener! Unb er ist gerabe ein knappes halbes Jahr hier, unb ich gute breifeig. Is bas gar nix — sag' ich?" Nach einem Jahr bat er um seinen Abschieb, erhielt ihn, zog nach braufeen in bie Vorstadt, saß auf seinem Balkon und sehnte sich nach seinem lärmenden Sankt Pauli und dem Tuten der Elb- dampfer — und starb rasch und ward auf dem kleinen Totenhof bei ber St.-Paulikirche begraben. In meiner Erinnerung aber lebt er noch als ein schlichter Mensch voll Lustigkeit unb lauterer Güte unb als ein Beispiel, bafe bloße „Dilbung" ein schartig Ding sei. Wie man vor Zeiten IZebbiihner jagte. Die Feinschmecker, bie ber leckeren Gabe ber kulinarischen Saison, bem Rebhuhn, anoächtig Gerechtigkeit widerfahren lassen, und auch die Anhänger des Jagdsportes, die mit der Büchse im Arm dafür sorgen, daß auf der Speisekarte die Rebhühner nicht gestrichen werden, werden mit Vergnügen — wenn auch freilich ohne praktischen Nutzen — erfahren, wie man in der guten alten Zeit Rebhühner jagte. In einem alten italienischen Jagdhand- buch wird dem Rebhuhnjäger folgendes empfohlen: Beobachte den Ort. wo die Rebhühner trinken, jedoch hinterlasse keine Spuren. Ehe Du jedoch Deine Netze aufstellst, beachte lieber zwei oder drei Tage, ob die Rebhühner auch wiederkommen. Dann richte die Netze auf, nach der Seite des Waldes zu. Um nun die Rebhühner in die Netze zu treiben, stülpst Du eine große Maske über den Kopf, die das Hauvt eines Odilen darftellt Den aanzen Körper bekleide mit Fell ober fellähnlichem Leder. Ein Jagdgefährte, ebenfalls in Fell gehüllt, muß Dich dann von rückwärts umarmen, so daß von weitem der Umriß der beiden Jäger wie ein einziger Ochse aussieht. In dem Fell muß eine kleine Deffnung sein, ein Fenfterchen, durch bas man hinausschaut, um bie Rebhühner zu beobachten unb sie richtig 3um Netz zu bringen. So nähert man sich ihnen, währenb man Glocken tönen läßt, Kuhglocken Hat man keine Masken unb keine Felle, so kann man auch einen großen Busch ver- roenben, hinter ben man sich versteckt ober den man vor sich herträgt. Um ben Laut der Rebhühner nachzuahmen, nimmt man einen Rebhuhnknochen zwischen die Zähne; er ist durchlöchert; und bei einiger Geschicklichkeit wird man es vermögen, ihm einen Laut zu entlocken, der dem der Rebhühner so ähnlich ist, daß die Tiere selbst ihn nicht unterscheiden können." Gloria-paiost: „llngeküht so» man nicht schlafen ae*en* Unter dieser beherzigenswerten Devise entrollt sich na.'j tausendmal erprobten unb immer roieber unfehlbaren Methoben bes Situationsschwankes eine mirbelnbe Hanblung, bie sich schlechterbings nicht erzählen läßt: was sich ba um eine Kußverfteigerung herum entfaltet mit verwechselten Türen, verwechselten Fräcken unb verwechselten Personen, bas kann man nur mit Staunen unb entroaffnenber Heiterkeit über sich ergehen lassen: es geschieht unter ber Regie von E. W. Emo in einem aufgepuloer- ten Lustspieltempo, unb Robert Stolz hat eine hübsche unb angenehm sangbare Musik bazu geschrieben. Im Mittelpunkt ber turbulenten Ereignisse: bas Komikerterzett Theo Lingen, Hans Moser unb Heinz Rühmann, von benen jeher reichlich Gelegenheit finbet, feine persönliche Note zur Geltung zu brinaen Besonbers Rühmann in seiner maulfaulen Muffligkeit unb Moser mit seinem aufgeregten Wortschwall bilben einen ergötzlichen Kontrast. Daneben tun sich Liane H a i b, Susi Lanner unb Ivan Petrvvich hervor. (Siegel Monopolfilm GmbH.) — Im Beiprogramm: bie schon bekannte Wochenschau unb zwei Kurzfilme. Alles in allem zwei Stunben unbeschwerter Unterhaltung. hth. Zeitschriften — Unter bem Titel „Le Journal fran^ais Langenscheidt“ gibt ber Sprachenverlag Langenscheibt (Berlin - Schöneberg) nun neben „Langenscheidt’s English Monthly Magazine“ auch eine Monatsschrift zur Pflege unb Förderung französischer Sprachkenntnisse heraus (Preis 0.50 Mark). An interessanten Artikeln bringt das 1. Heft u. a. einen Ueberblick über die politische Entwicklung Frankreichs, eine Novelle von Paul Morand, eine humorvolle Abhandlung über die sensationelle Entdeckung des Bordbuches Noahs aus der Arche und eine amüsante Pariser Gerichtsverhandlung, ferner Witze und Kreuzworträtsel. Alle weniger bekannten Wörter sind in einer Spalte neben dem Text übersetzt und mit Toussaint-Langenscheidt-Aus- sprache versehen. Das Heft wird mit seinem reich bebilderten Inhalt Freunden ber französischen Sprache willkommen sein. !“ ‘WÄÄ5i: s »ssaffi £ WFs®‘3 um Juli der weiße Froschlöffel (Alisma plantago), (6,95), ferner 4proz Rumänen W (C5U) uns Wirtschaft Es ist insgesamt also doch eine überraschend aroße Zahl von Blumen, die immer noch ihre Blüten tragen oder immer wieder neue entwickelt haben: und das ist bei weitem noch keine vollständige Liste. Man könnte glauben, die Pflanzen hätten im Laufe des Frühlings und Sommers Zeit genug gehabt, für ihre Vermehrung zu sorgen, und doch verschwendet die Natur immer noch Kraft in der Entwicklung und Erhaltung so vieler Blüten — sicher nicht nur, damit die Bienen und andere Insekten noch Nahrung finden. Kraftquelle zum Neuaufbau dienen. Stellenweise sieht man es im Walde jetzt schon, wie einzelne Bäume gelb werden ... und bis Ende des Monats wird der Laubwald kahl und leer da- stehen. Nicht alle unsere Bäume beginnen damit $u gleicher Zeit, und auch die Art des Vorganges lst verschieden. Teils geht es schnell, plötzlich werden die Blätter lederbraun, sind tot und fallen ab, andere bilden noch die wunderbarsten Farbenfpiele vom tiefsten Rot über Braun aller Tönungen bis zum Hellgelb, ehe die Blätter w°lken und vertrocknen. Verschieden fest haften selbst die vertrockneten Blätter noch an den Zweigen, leicht läßt sie zum Beispiel die Kastanie fallen, die Erle wirft sogar die noch grünen Blätter ab, und bei der Eiche ist die Korkschicht so kräftig, daß die braunen Blatter trotz Wind und Wetter oftmals bis zum Frühjahr haften bleiben. Wer wird nach diesen Ueberlegungen über den Kreislauf des Pflanzenlebens und bei der lockenden Schönheit des farbigen Herbstwaldes jetzt noch draußen Blumen erwarten? Nun, nach neuerblühten Blumen brauchen wir jetzt nicht zu suchen, die Herbstzeitlose war bis auf weiteres die letzte, aber zu Anfang Oktober blüht sie noch weiter und sie nicht allein. Dahlien, Astern und H erbst aste rn leuchten nach wie vor mit ihren großen farbenkräftigen Blüten in den Gärten. Haben wir von Beginn des Jahres an nur Aus- schau gehallen nach den frischentfalteten Bluten, so wollen wir jetzt unsere Betrachtungsweise umstellen und nachsehen, was trotz der vorgerückten Jahreszeit noch blüht. Dabei ist natürlich all das zu beachten, was früher schon über den Standort, über Bodenart, allgemeine Höben- unb Breitenlage, Himmelsrichtung und ähnliche Um- weltsein'lüsfe gesagt rnurb<\ D"nn wenn schon für manche der Zeitpunkt des Aufblühens schwankt, um so schwerer läßt sich allgemein sagen, wann die letzte Blüte dieser und jener Pflanze endgültig erloschen ist. Im Wald und in seiner Nähe und an Wegrändern hält die große Familie der Habichtskräuter aus, so das schon oft genannte Gemeine Habichtskraut (Hieracium pilosella), das schon seit Mai blüht, und seit Juli die Mauer-Nelkenwurz (Geum urbanum). Seit Juni steht das gelbe Sonnenröschen (HeUanthemum cba- maecistus) an Waldrändern, auf Hügeln und trockenen Wiesen. Die Goldrute (Solidago virga aurea) trägt schon von Juli an ihre leuchtendgelben Blüten, und die rote Gefleckte Taubnessel (Lamium maculatum) schon seit März die ihren. Die stattliche weiße Umbellifere Bärenklau (Heracleum sphondylium) gedeiht außer an Wald- und Wegerändern noch in Gebüschen und auf Miefen. Dort, auf Wiesen, Weiden, trockenen Grasnlätzen und an Wegerändern ist noch mehr zu findet. Vor allem das unentwegte Gänseblümchen (Belhs perennis). Don März bis weit in den Winter hinein ist es ein wahrer Dauerblüher. Weiter die unscheinbare Grasmiere (Stellaria graminea) und Wasserehrenpreis (Veronica anagallis) und die violette Wasserminze (Mentha aquatica). off ) zu nennen. r f Reiches Leben blüht auch noch auf Aeckern, Feldern und sandigen Plätzen, wo ja auch ein großer Teil der eben Genannten auch Lebensbedingungen findet So etwa die Vogelmiere-, dann seit März das Hirtentäschel (Capsella bursa pastoris), das Acker-Pfennigkraut (Thlaspi arvense), die Hundskamille (Anthemis arvensis), die Hundspetersilie (Aethusa cynapium), die Möhre (Daucus carota) und die Ackerwinde (Convolvulus arvensis), auch der Ga r t e n l a t t i ch oder Salat (Lactuca sativa) trägt noch seine gelben Doldenrispen. Schon seit März treiben die pur- Kartoffelpreis-Festsehungen. Nach der Anordnung der Hauptvereinigung der deutschen Kartoffelwirtschaft wird der Erzeugerpreis für S p e i s e k a r t o f f e l n , der weder über- noch unterschritten werden darf, als Festpreis in RM. je 50 Kilogramm, frachtfrei Empfangsstation, für die einzelnen Gebiete festgesetzt. Er betragt m den Gebieten der Kartoffelwirtschaftsverbände Baden, Bayern, Hessen-Nassau, Kurhessen, Thüringen und Württemberg im Oktober 1936 für weiße, rote und blaue Sorten 2,35 RM., für gelbe Sorten 2,65 RM. (im Vormonat ebenfalls 2,65 RM. und nicht, wie irrtümlich gemeldet, 2,45 RM.), für die Gebiete der Kartoffelwirtschaftsverbände Rheinland, Westfalen und Saarpfalz 2,40 bzw. 2,70 Reichsmark. Der Erzeugerpreis für Futterkartoffeln wird in RM. je 50 Kilogramm frachtfrei Empfangsstation wie folgt festgesetzt: In den Gebieten der Kartoffelwirtschaftsverbände Baden, Bayern, Hessen-Nassau, Kurhessen, Thüringen und Württemberg im Oktober 1936 für weihe, rote und blaue Sorten 1,85, für gelbe Sorten 2,00 RM., in den Gebieten Rheinland, Westfalen und Saarpfalz 1,90 bzw. 2,05 RM. Für Fabrikkartoffeln wird ein Erzeugerfestpreis von 17 Pf. je Kilogramm Stärke frachtfrei Empfangsstation einschl. einer Höchstfracht von 14 Pf. je 50 Kilogramm Kartofelbruttogewicht festgesetzt. Kauft der Verarbeiter Fabrikkartoffeln aus Gebieten, die bei der Lieferung eine höhere Fracht als 14 Pf. je 50 Kilogramm Bruttogewicht entstehen lassen, so hat der Verarbeiter die über 14 Pf. je 5Q Kilogramm hinausgehende Mehrfracht zu tragen. Aufbautätigkeit der städtischen Kredit- genostenschasten im 1 Halbjahr 1936. Vom Deutschen Genossenschaftsverband e. V., Berlin, wird uns geschrieben: Die soeben veröffentlichten Ziffern für den 30. Juni 1936 von den rd. 1319 berichtenden städtischen Kreditgenossenschaften lassen interessante Rückschlüsse zu. Ganz allgemein kann man für das Halbjahr 1936 die Beobachtung machen, daß das Wachstum des Einlagen-, des Kredit-, sowie des übrigen Aktivgeschäfts der Genossenschaften stärker als im Vorjahre gewesen ist. So haben die Einlagen sich im ersten Halbjahr 1936 um 86 auf 1539 Mill. Mark erhöht. Die Steigerung im zweiten Halbjahr 1935 betrug 51 Mill. Mar?, die Steigerung im ersten Halbjahr 1935 66 Mill. Mark. Seit Anfang 1933 sind die Einlagen um rund 380 Mill. Mark angestiegen. Damit konnten die Abzüge aus den Krisenjahren 1931 und 1932 voll gedeckt werden. Eine ganz erhebliche Zunahme hat das Kredit- plantago), majus), das Echte Labkraut (Galium verum),I foer gelbe G i f t h a h n e n f u ß und der ebenfalls die verschiedenen Raukenarten (Sisymbrium giftige Brennende Hahnenfuß (Ranunculus sophia und S. officinale) und die Wolfsmilch- sceleratus) und R. flammula), weiter das blaue g e w ä ch s e (Euphorbia cyparissias) und vor allem ™ ------: " zv-—,mh das widerstandsfähige Gemeine Kreuzkraut (Senecio vulgaris), das von Februar an bis in den November hinein mll seinen gelben Korbblüten allen Wettern trotzt. Schließlich wäre hier wenigstens noch d'e blaublühende Acker-Ochsenzunge (Anchusa Es lohnt sich schon, im Oktober mit suchendem Auge hinauszuwandern, trotz kalter Winde und Regenschauer, hinaus in kahle Felder und farbenprächtige Wälder. Walther Neurath. 5proz. dieselben 8,50 (8,40). Im Verlaufe war der Aktienmarkt bei lebhaften Umsätzen wieder überwiegend fest. Hoesch 114,75 nach 114, Klöckner 123,50 nach 122, Verein. Stahl 112,50 nach 111,50, ferner JG.-Farben 171.25 nach 170,50, AEG. 37 nach 36.50, Schuckert 156 nach 154,50, AG. für Verkehr 117,50 nach 116,75, Kaufhof 54,25 nach 54. Von später notierten Werten erhöhten sich Siemens auf 195 (192), Aku schließlich 123, VDM. 136. Tagesgeld wieder leichter mit 3 (3,5) v. H. Abendbörfe gut behauptet. Wenn auch die Kaufaufträge nicht das Ausmaß der Mittagsbörse erreichten, so zeigte sich doch auch heute abend eher weitere Nachfrage am Aktien- markt, der jedoch auch einige Verkäufe entgegen- gestellt wurden, so daß das Geschäft verhältnismäßig lebhaft war. Im Mittelpunkt standen AKU. auf holländische Käufe mit 89,75 (88,90), dann 92. Von deutschen Aktien zogen JG.-Farben auf 170,50 bis 171 (170,65), Verein. Stahlwerke auf 111,90 bis 112,50 (112,75), Mannesmann auf 111,50 bis 111,75 (110,75) Hoesch auf 114,50 (113) und RWE. auf 135,25 (134,25) an. Im übrigen ergaben sich gegen die Berliner Schlußnotierungen meist Besserungen von 0,25 bis 0,75 v. H. Am Kassamarkt wurden Verein. Glanzstoff mit 180 (am 30. 9. 162), Deutsch- Asiatenbank mit 850 (840) und Deutsche Uebersee- bank mit 150 (145) notiert. Deutsche An- leihen lagen still und behauptet. Auslandrenten waren nicht mehr so lebhaft, Ungarn Gold unv. 13,60, 1914er Ungarn 11,90 (11,75), 4proz. Steg weiter fest mit 29 (27,25). Im Freiverkehr hallen besonders Wiener Verkehrsanleihe mit 3,13 bis 3,20 (3) lebhafte Umsätze. U. a. notierten: Altbesitz 115,50, Mannheimer Altbesitz 117, 4^proz. Mainz v. 26 und 28 93,25, 5^proz. Rhein. Hyp. Liquid. 101, 6proz. JG.- Farben 130,25, 1914er Ungarn 11,90, do. Goldrente 13,60, do. Kronen 2,75, 5proz. Rumänen 8,80, Frankfurter Schlacbtviehmarkt. Frankfurt a. M., 1. Okt. Auftrieb: Rin- der 54 (gegen 59 am letzten Donnerstaqsmarkt), darunter — (7) Ochsen, 3 (13) Bullen, 38 (20) Kühe, 13 (19) Färsen. Kälber 623 (921), Hämmel und Schafe 260 (476), Schweine 311 (387). Rollert wurden pro 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Bullen a) 43. Kühe a) 41 bis 43, b) 35 bis 39, c) 30 bis 33, d) 25. Färsen a) 44, b) 40. Kälber a) 68 bis 75 (am 24. September 77 bis 85), b) 59 bis 67 (70 bis 76), c) 50 bis 58 (60 dis 69), d) 40 bis 49 (55 bis 59). Hämmel b2) 53 bis 60 (60 bis 63), c) 45 bis 52 (56 bis 59), d) 38 bis 44 (50 bis 55). Schafe e) 40 bis 50 (56 bis 60), f) 30 bis 39 (48 bis 55). Schweine al), 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51). Sauen gl) 56 (56). Marktverlauf: Kälber fchlep- pend, ausverkauft. Hämmel und Schafe schleppend, Ueberstand (88 Stück). Rinder und Schweine mürben zugeteilt. Fleischgroßmarkt. Beschickung: 653 Viertel , Rindfleisch, 476 halbe Schweine, 178 ganze Kälber, , 62 ganze Hämmel, 77 Kleinvieh. Rollert wurden i pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch a) 80. t Bullenfleisch a) 76. Kuh fleisch a) 77, b) 65. Färsen- > fleisch a) 80 (alles Höchstpreise). Kalbfleisch b) 95 t bis 110 (am 28. September 105 bis 115), c) 85 bis 95 (95 bis 105). Hammelfleisch b) 105 bis 115 I (105 bis 120). Schweinefleisch b) höchster Preis 74. Fettwaren. Roher Speck unter 7 Zentimeter i höchster Preis 88, Flomen höchster Preis 90. Markt- > verlauf: lebhaft. ge sch ast im ersten Halbjahr 1936 zu verzeich- : nen. Es haben die kurzfristigen Kredlle um 62 Millionen Mark, die Hypothekkredite um 18 Mill. Mark und die Kredite aus weiterbegebenen Wechseln um 7 Mill. Mark zugenommen. Im ganzen Jahr 1935 betrug die Zunahme bei den kurzfristigen Krediten 27 Mill. Mark und bei den Hypothekenforderungen 16 Mill. Mark. Die Giroverbindlichkeiten hallen sogar einen Rückgang von 35 Millionen Mark in 1935. Insgesamt beträgt das Kreditvolumen der städtischen Kreditgenossen- schäften Anfang Juli 1936 1,57 Milliarden Mark. In der gleichen Linie liegt die Entwicklung der Verbindlichkeiten der Genossenschaften bei den zen- traten Kreditinstituten. Im Gegensatz zu der Entwicklung in 1935 zeigt sich hier wieder ein wenn auch geringes Ansteigen. Ganz besonderes Interesse gewinnt die Geschäftsentwicklung auf dem Gebiete der Wertpapieranlage. Die Wertpapiere der städtischen Kreditgenossenschaft sind (wie im zweiten Halbjahr 1935) wieder um 14 auf 126 Mill. Mark gestiegen. Die Zunahme zeigt das Be- mühen der Kreditgenossenschaften, zur Stärkung des Kapitalmarktes beizutragen, ebenso ihre Aufnahmetätigkeit bei den Anleihen und Schatzanwei- sungen des Reiches. Insgesamt weisen die städtischen Kreditgenossenschaften Betriebsmittel von 2 Milliarden Mark auf. ♦ * Konkurse und Dergleichsverfah- r e n. Rach Mitteilung des Statistischen Reichsamtes wurden im September durch den Reichsanzeiger 178 neue Konkurse — ohne die wegen Masse- mangels abgelehnten Anträge auf Konkurseröffnung — und 38 eröffnete Vergleichsverfahren bekanntgegeben. Die entsprechnden Zahlen für den Vormonat stellen sich auf 193 bzw. 43. Rbein-Mainistbe Börse. TNikkagsbörse uneinheitlich. Frankfurt a. M., 1. Okt. Die Börse war am Aktienmarkt zu den ersten Notierungen mcht ganz einheitlich, aber noch überwiegend fest, da einigen Abgaben der Kulisse weitere Käufe des Publikums gegenüberftanben. Später war die Haltung ziemlich nervös, auch die Kurse unterlagen stärkeren Schwankungen. Das Geschäft war im ganzen ziemlich lebhaft. Schwächer lagen die an der gestrigen Abendbörse stark gesteigerten Montanpapiere bei Rückgängen von 1 bis 1,5 v. H. Vereinigte Stahl stärker schwankend mit 112 bis 111,75 bis 112 bis 111,50 (113,50). Fester waren dagegen Braunkohlenwerte, Rheinbraun 230 (226,50), Ilse Genuß 141 (140). Von chemischen Werten gingen Farbenindustrie auf 169,75 bis 170,50 (172) zurück, dagegen zogen Scheideanstalt 1 v. H., Deutsche Erdöl und Metallgesellschaft je 2 v. H. an. Sehr fest lagen Kunstseide Bemberg mit 99 (94). Aku etwas leichter mit etwa 88,50 bis 89 (90). Am Elektro- 89.50 (90). Am Rentenmarkt galten Altbesitz 115,75 nach 115,50. Ungarn Gold bei weiter lebhaften Umsätzen bis 13,65 nach 13,25, auch Stücke-Ungarn etwa 0,50 v. H. höher. Mexikaner blieben still. Goldpfandbriefe waren etwas gefragt und blieben unverändert, Li- quidtionspfandoriefe zogen teilweise 0,25 bis 0,50 an, Rh/n. Hyp. 101 (1Ö0 50). Kommunal-Obligatio- nen lagen unverändert, Stadtanleihen uneinheitlich, Mainzer nach Pause etwa 0,50 bis 0,75 v. H. schwächer, ferner 4,5proz. Hanau 91,75 (92,25). Im Freiverkehr nannte man Adlerwerke 101,50, Pokorny 110, Wayß & Freytag 121,50 bis marrt uoerwvgen Befestigungen von 0,90 t)ts 1 v. H., RWE. plus 1,75 v. H., dagegen Schuckert 1,25 dJ)., Lahrneyer und AEG. je 0,50 v. H. schwacher Ma- schinenaktien meist fester, Moenus 96,50 (95), Jung» Hans 102,50 (101), andererseits Daimler-Motoren 116 bis 115 (116,75). Zellstoffaktien blieben behauptet. Im einzelnen eröffneten Holzmann 2 v. H., AG. für Verkehr, Westdeutsche Kaufhof, Reichsbank und Deutsch-Atlanten-Telegraf je 0,50 v. H. hoher, Cement Heidelberg unverändert 150. Der Rentenmarkt war fester. Altbesitz 115,o0 (114,90), Kommunal-Umschuldung 88,40 bis 88 50 (88,40), Zinsvergütungsscheine 93,45 (93,40). Don der Natur. Schon im vorigen Monat haben wir es, da die Wandlung um die Mitte des September schon beginnt, geschildert. Es war die Zeit der Ernte enO Fruchtreife. Das dauert noch an; die Arbeit des Landmannes geht noch bis in den Oktober hinein so weiter, Kartoffeln und Dickwurz werden geerntet und das Obst gepflückt. Dann geht die mühevolle Erntezell zu Ende, und das Erntedankfest fetzt gleichsam den Sästußstrich unter diese Arbeits- Seriode. Doch es gibt keinen Stillstand in der Natur. eher die abgeernteten Felder geht der Pflua und mit der Aussaat von Korn und Weizen schließt sich der Kreis von Keimen und Reifen. — Hier in der Landwirtschaft und im Gartenbau sehen wir es unmittelbar, aoer auch in der freien Natur beendet die Pflanzenwelt jetzt ihre Sommerarbeit. Knallend fallen die Kastanien vom Baum unö springen aus ihrer grünen, stachligen Hülle. Diele andere Früchte, Beeren in allen Farben leuchten in Busch und Hecke. Im Vormonat haben mir uns schon ausführlicher damit beschäftigt. Ebenso erheben noch viele Pilze ihre Fruchtkörper und neue sprießen hervor. Aber die Zeit des Wachsens und Reifens geht zu Ende. Die Temperatur nimmt ab und roirb ungünstig für weitere Bildungen. Die ersten Nacht- ftöste kommen und vernichten mit einem Schlage unzählige Blüten. Blüten und Blätter welken, Kräuter und Stauden werden schlaff, vergilben und sterben ab. Die Bäume und Sträucher, deren Stämme und Aeste durch Rinde oder Borke vor der Winterkälte, vor zu großer Verdunstung geschützt sind, bilden eine Kortschicht vor der Anheftungsstelle der Blätter. Das Blattwerk verfärbt sich, das grüne Chlorophyll zersetzt sich, andere Farbstoffe werden bei manchen frei ober hüben sich neu. Die Arbeit ber grünen Teile ist getan, die Pflanze führt bie Nährstoffe ab unb speichert sie, je nach ihrer Art, im Stamm, im Wurzelstock, in Knollen ober Zwiebeln, wo sie bie Ruhepause des Winters überdauern und im Frühjahr als erste bie Dogelmiere (St.media), die ebenfalls fast purne laubneijel uno Die pengeiumfanenoe bas ganze Jahr hinburch blühen. Gelbe Blüten Taubnessel (Lamium purpureum unb L amplexi- JSqt 9iwd) der W i e s e n - L o w e n z a h n (Leon- caule) Blüte auf Blute. Von April an ber R e t h e r- todon hispidus), die Wegerauke (Sisymbrium schnabel (Erodium cicutarium) ber Feld- off.), bie Habichtskräuter, bie auch hier zu Äauje finb, Ehrenpre! s (Veronica hedenfo ha) unbonbere unb ber grünliche Frauenmantel (Alchemilla Vertreter bieser hübschen Familie, seit Mitte Ma, ber vulgaris). Van Juni an stehen nach bie, rote Erbrauck (Fumana off.), feit 3unt ber Schafgarbe (Achillea millefolium), bie rate Acker-Gauchheil ober bas B utstropschen Flockenblume (Cenlaurea jacea) unb etwas , (Anagallis arvensis) unb ber R o t e W i e I e n k 1 e e später bie violette T a u b e n s k a b 1 ° s e (Scabiosa (Trifolium pratense) unb bie Ack e r -So n s - - columbaria), bann noch ber W i e s e n - S t o r ch . b i ft e 1 (Sonchus arvensis), (eit August bas Idina bei (Geranium pratense) unb seine Ber- JJl a u e r • ® i p 3 t r a u t (Gypsophila muralis) unb manbten schließlich feit September bie Herbstzeitlose Aus bem Wege unb anberen trockenen Stanborten (Colchicum autumnale). werben wir als Ruberalpslanren bie weiße Schn 11 • treffe (Lepidum ruderale) finden, daneben die . .... Zaunwinde (Convolvulus sepium), als Vertreter, Schar an und im Wasser. Dor blü: der gelben Farbe das Schöllkraut (Chelidonium. Juli der weiße Froschlöffel (. majus), das Echte Labkraut (Galium verum),! der gelbe G i f t h a h n e n f u ß i Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. M. JJerhn Srantfun a. JJl. Äerllri $ranfturt a.M. toChlUBL Schluß, 6Auß- Abend. 7 Mlttag- böri" lur8 böi-se hird böri' 30 9 L10. Datum 30-9. 101,4 ! 101,65 115,6 114,9 115,5 114,9 100 100 99,9 99,9 136,59 99 98,75 99 98,75 97 97 97 97 100,5 100,65 4 93,5 93,5 128 121,65 121,4 121,65 121,13 2,497 2,495 2,493 2,491 97 97 Banknoten. 100,65 100,5 101 100,75 101 100,5 97,5 97,5 97,5 97,5 34,5 211 101,4 97,75 102,5 33 3,65 12,8 10,9 11,13 15,75 o 8 6 7 Schluß» hir» 0,697 42,10 0,144 3,047 55,12 47,04 12,345 5,445 0,701 42-18 0,146 3,053 55,24 47,14 12,375 5,455 136,31 , 0,719 5,654 61,92 48,95 11,20 63,53 57,31 27,47 10,26 0,698 42,09 0,145 3,047 55,01 47,04 12,32 5,435 0,702 42,17 0,147 3,053 55,13 47,14 12,35 5,445 3,75 13,6 11,75 11,9 15,75 o 0 0 0 6 0,722 5,666 62,16 49,05 11,23 63-77 57,51 27,53 10,27 0,721 5,666 62,04 49,05 11,22 63,65 57,43 27.53 10,28 95 109,8 95 109,8 35,25 3,65 13,6 11,75 12 15,75 4% oesqi. Serie h 5% Olumän. vereinh. Rente v. 1903 4Vr"/r>Ruman.vereinh.Rentev.lS13 4% Rumänische vercinh. Rente . iy*% Anatolier ............. 101,4 97,73 102,5 A.E.G...................... 'Betula ... Elektr. Lieserungsgelelllchaft... Licht unv Kraft ............. (gelten & Guilleaume Gesellsch.s.Elektr. Unternehmung. Rheinische Elektrizität ........ Rhein. Wests. Elettr.......... Schuckert & (jo............... Siemens & Halske lahrneyer & Co .... 95 109,75 95 109,75 98 102,65 jueiü)» Uliu Brüssel ... Rio de Jan. Sofia ..... Kopenhagen Danzig .... London.... Heliingf orS. LariS ..... Holland ... Stallen .... ,1aoan..... Jugoslawien Calo..... Wien i'thabon ... Stockholm.. Schweiz ... Spanien... Prag...... Budapest .. Reuyork .. 0,720 5,654 62,04 48,95 11,21 63,65 57,39 27,47 10,25 3,9 13 11,13 11,4 15,9 97,75 l 102,25 Buderus ................... Deutsche Erdöl .............. - Haroener................. 8H Hoelcti Eilen—Köln-Neuessen .. 3 Ilse Bergbau ...............k Ilie Bergbau Genüsse 6 klöcknerwerke ..........8 ManneSmann-Röhren 8 tamburg-Amerika-Paket amburg-Südam. Dampfschiff. Rorddeulscher Lloyd ......... A.G. für Verkehrswesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz- und Prioat-Bank ... Deutsche Bant und Tisconto. Gesellschaft................ Dresdner Bant Reichsbank ................ 1. 6 . 6 . 6 . 6 *% Oesterreichtsche Golvrenre... 4,20% L österreichische SUberrente 4% Ungarische Goldrente ....... 4% Ungarische Staaierente v. 1910 4*/2% oesfli. von 1913 5% abgest. Goldinerikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie l................... 5% Deupche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 5%% Doltng-Anleihe von 1930 . Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mt> Auslos.-Rechten ............ *y8% Deutsche Reichspostichatzan Weisungen von 1934, l 4%% ehem. 8% Hessischer Boltt float 1929 «rückzahch. 102%) .. <«/,% ehem. 8% Hessische Lande- Hanl Darmstadt Gold R. 12... b'/r% ehem. 4yr% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstavtLiou 4%% ehem. 8% Tarmst. Komm Landesb.Goldichuldverschr R.t Oberheiien Provinz-Anleihe mt Auslos.-Rechten ............ Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten */t% ehem.8% Franks. Hyp.-Ban! Goldvfe. 15 unkündbar bis 1935 6y,% ehem. 4'/,% Franks. Hyp. Bant-Ligu.-Psandbriese...... 6%% ehem. 4Vt% Rheinische Hyp.-Bank-Liou.-Goldpse. ... 4*4% ehem. 8% Pr. LandeSpfanb briefanjealt, Pfandbriefe 8L 19 4yt% ehem. 7% Pr. Landespfano briesanst., Gold Komm. Lbl.20 Lteuergutich.Berrechnungst. 84-35 Kurszettel der Berliner und frankfurter Börse. angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befch losienen Dividende am — Retchsbankdlskont 4 v.H.. Lombardzinsfuß 5 v. H. Sch'uß- Abend- Gritzner O| 35 1 - I 34,75 I Maintrastwerle Höchst a M . .. 4| 87 96,5 I — Süddeutscher Zucker ........ 1O| 211 I 212 I 210,5 I nchluyl. mittag» bör>e 1-10- Die hinter den Papieren ■Jranfturt a. UL 3enin Gchluß- kurs Gchlußi Abendbörse Schluß» für« Schluß!. Mittag» bgrfe Datum 30 9 1-10. 30 9- 1 .10. 30 September 1 .Oktober Am liche Rotierun Geld | Ärlr Amtliche Notierung Geld s Srle Datum 30-9. 1 10. 30 9- 1-10- ^Ranssetder Bergbau....... 6’/, — — 158 160 Kokswrrte ................ .. 6 — 133 134,75 Rheinische Braunkohlen .... 12 226,5 230 226,5 229 Rheinstahl ................ .. 4 147 145,5 144,75 145,25 Bereinigte Stahlwerke...... 8 V, 113,5 112,5 110,75 112 .. 0 37,5 37,13 36,9 Kaliwerke Aschersleben...... .. b 127 127,25 127 126,5 Kaliwerke Westeregeln...... .. b 127 126,5 125,5 125 Kaliwerke Salzdetfurth..... 7% — 178 177,25 178.5 ®. Farben-Jndustrie..... .. 7 172 171 170,13 170,65 ScheideanstaU............. .. 9 276 277 — —— .. 6 115 117 115 117,4 Rükgerswerte ............. .. 6 135,5 135 135 134,75 Retallgesellschaft........... .. 5 136,25 138,5 136 137,75 PHUivp Holz mann ......... .. 4 128,5 129 129,5 129,5 Zementwerk Heidelberg .... .. 7 150 150 - Zementwerk Karlstadt...... .. 6 156,5 156,5 - Schultbeis Patzenhoser ..... .. 4 — — 106 106 Atu tAllgemeine Kunstseide) Bemberg................. Zellstoff Waldhof .......... .. O .. 6 .. 6 90 158,5 92 99 159 88,5 94,25 157,25 88,9 99 157,75 Zellstofs Aschaffenburg .... .. O 134 133,5 132,13 135 Deliauer Ga4 ............ .. 7 —- — 106,5 107,25 .. 0 116,75 114,75 114,9 114,25 Deutsche Linoleum........ .. 8 164,75 166 165,25 165,5 Lrenstem & Koppel ....... .. 0 — 84,75 85,5 Westdeutsche Kaufhof...... .. 0 54 54,25 53,4 54,13 .. 1 430 428 431 430 : Äccumu1atoren-?sabrit..... . 12 199 — Lonti-Gummi........... . 11 173,5 172,25 171 172,75 8,4 8,8 8,4 8,7 13 — 12,5 — 7,5 7,55 7,45 7,6 43 45,75 43,5 45,5 14,5 14,5 14,65 14,75 — — 39,5 39 14,75 14,5 14,65 14,65 116,25 118 116 117,75 — 120,5 121 99,75 99,75 99,75 99,75 98 98,75 98 98,75 98,75 98,75 98,75 98,75 184,25 184,75 183 184,5 37 37 36,4 36,9 157 158 156,25 158 127,9 128,25 126,25 128,25 155,5 156 155 156 136 136,5 135,75 136 139,5 139,75 138 138,25 124,5 126 124,75 126 132,25 135,25 132,75 134,25 155,75 156 154 156 192 195 193 195,5 150 149,5 149,25 150 117 116 115,13 116 137,5 139,5 137,75 139,4 141,5 141 140 142 114,5 114,5 112,25 113 173 —- 174 178,5 140 141,5 140 142 123 122,5 120,5 122,75 113 111,75 109,65 110,75 Berlin, 1 .Otiobir G'ld Brief Amentanyche Roten.............. 2,445 2,465 Belgische Noten.................. 41,96 42,12 Dänische Noten ................. 54,81 55,03 Englische Noten ................. 12,285 12,325 s>ranzö>ische Noten............... — — 135,93 136,47 Italienische Noten................ —— — Norwegische Noten .............. 61,71 61,95 Deutsch Lösterretch, ä 1OO Schilling —- —- Rumänische Noten.............. — —* Schwedische Noten............... 63,31 63,51 Schweizer Noten................. 57,16 57,38 26,45 26,55 — rung über Kreisleitung Wetterau der NSDAP. des Arbeitsbeschaffungsprogramms des Führers. überipielleiter Th silöer hat Karl L Damen: Gerhardt Wenn die leichten, klingenden Melodien 1 Fortsetzung. Nachdruck verboten! den Die Auch -er letzte Arbeitslose mutz unterqebracht werden. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13 14. 15. 16. 17. 18. 19. barsten Erfolge ist auf dem Gebiet der Arbeitsbeschaffung erzielt worden. Nur noch ein verhältnismäßig kleiner Teil Erwerbsloser ist vorhanden. Auch für diese Arbeit schaffen zu helfen, hat der Reichsschatzmeister die 8. Reichslotterie für Arbeitsbeschaffung angeordnet. Durch die Mitarbeit und Unterstützung aller muß es gelingen, auch dieser Lotterie wieder zum Erfolg zu ver- Zungmäde veipflich una im ganzen OSergau H'ssen-TIasiau. Das Kreisamt Gießen kündigt in einer Bekanntmachung an, daß der Bau der Reichsautobahn im Kreis Gießen durch die Gemarkungen der Gemeinden Steinbach, Oppenrod, Reiskirchen, Beuern, Winnerod, Bersrod, Saasen, Reinhardshain, Beltershain und Lumda führen wird. Der Bauplan mit Beschreibung liegt bis zum 10. Oktober auf dem Kreisamt Gießen während der Dienststunden zur Einsicht offen. Einwendungen sind bei Meldung des Ausschlusses bis zrsin 10. Oktober schriftlich in doppelter Ausfertigung bei dem Kreisamt Gießen „ Heuchelheim „ Annerod „ Watzenborn-Steinberg „ Klein-Linden „ Münzenberg „ Rockenberg „ Großen-Linden „ Großen-Bufeck „ Melbach „ Weckesheim „ Wisselsheim „ Assenheim „ Ober-Erlenbach „ Massenheim „ Steinfurt „ Harheim. für die „Csardasfürstin" begeistert sein. Pußtaluft und ungarische Liebseligkeit sind der spannenden Handlung angepaßt. Vorverkauf der Eintrittskarten findet jeweils durch die Ortsgruppe statt. E; Die öeutfthe flrbeitefront ” > / n. s.- 6 em elnsckaft,,Kraft durch fmiöc" gemerkt. Ich kann dir flüstern, daß ich stolz auf die Leistung bin." Fortsetzung folgt. Erläßt. Sie überquert die Straße, geht um eine jiuferetfe und steht nach wenigen Schritten vor ir Leihbücherei. Die Tür steht offen, der Laden ist aber von nebenan kommen die Klänge eines Zu der am Samstag, 3. Oktober, 20 Uhr, statt« findenden Veranstaltung im Stadttheater Gießen „Die Olympischen Spiele" in Bild und Ton. Spre« cher: Rolf Wernicke, Sportreferent vom Deutschlandsender, sind Karten im Vorverkauf auf der Kreisdienststelle Gießen, Schanzenstr. 18, Zimmer 8, zum Preise von 0,60 und 1,00 RM. erhältlich. Schöne (frinneninq an die Manöverzeit Dank des Pionier-Bataillons 9 hann.-Münden an die Gießener Bevölkerung. Die Pressestelle der Stadtverwaltung teilt uns mit: Der stellvertretende Kommandeur des Pionier- Bataillons 9 Hann.-Münden Oberstleutnant Rothe hat folgendes Schreiben an den Herrn Oberbürger, meister gesandt: „Nach Rückkehr des Bataillons aus den Herbstübungen ist es mir ein Bedürfnis, nochmals für die herzliche Aufnahme zu danken, die das Bataillon - Herbing. Hinter ihm kommt noch einer. Aber der > ist in Uniform und heißt Herdegen. Ludwig l Herdegen. 7. Kapitel. „Bei dir drängeln sie sich, Leonhardt. Demnach biste über den Hund gekommen, da brauchste vor dem Schwanz keene Angst mehr zu haben. Wo ist die Karre?" „Gleich, ich muß warten bis Fritz kommt, der vaßt m'r auf die Bücher auf. Manchmal habe ich Angst, sie schmeißen ihn noch samt seiner Knips- zange raus, er schmökert mir hier den ganzen Laden durch, seine Mutter schimpft über die Licht- rechnungen, weil er die halbe Nacht im Bett lieft. Alles durcheinander. Liebe und Kriminal, Abenteuer und nochmal Liebe, viel Liebe." „Wenn er pch den Magen dran verdorben hat, wird er aufhören," meint Herdegen gelassen. „Dort kommt er ja schon angebüchst. Heil dir, Fritze, laß die Fensterscheiben ganz und setz dich gleich auf diesen komischen Stuhl, wir hauen ab." „Natürlich, ihr haut ab! Du, Leonhardt, wart doch, Mensch —" Aber im Wolde hat schon den Kopf unter der Wasserleitung und ist für Bücher und Fritze nicht mehr zu sprechen. Er sagt ihm bloß noch, daß das Milchmädchen krank sei, daß Major von Franke noch käme und nach dem Brandis-Buch fragte, es läge unter dem Ladentisch. „Wenn ich bis sieben Uhr nicht hier bin, gib den Schlüssel drüben im Lokal ab." Raus ist er. Fritzes Wut rührt ihn nicht. „Setz dich, Herdegen, wir fahren bißchen raus, damit ich dir alles in Ruhe zeigen kann." Sie flihen nach Wannsee zu und halten dann in einer stillen Seitenstraße: sie steigen aus und hocken sich vor den Motor. Die Sonne brennt ihnen auf die Köpfe, aber sie merken es nicht, Leonhardt vom Wolde spricht wie ein Buch. „Ich habe es geschafft, Herdegen, ich habe das Tempo heraufgeschraubt, die Motorenleistung steht jetzt im richtigen Verhältnis zum Verbrauch. Das Anzugsmoment ist wesentlich besser, und die Endgeschwindigkeit ist auch höher. Daß der Brennstoff« verbrauch im richtigen Verhältnis zur Motorlei« stung steht, hast du ja unterwegs beim „auslitem" sagen... in einem Buchladen. Unmögliche Vorstellung eigentlich. Wenn schon ein Mann mit Büchern umgeht, denkt man ihn sich ein wenig anders — nicht ganz so forsch — „Fräulein Gottschalk liest gern Reifebeschreibungen oder —" „Romane, die auf dem Lande spielen," hilft Hanna. Aber das hätte sie gar nicht nötig gehabt. Leonhardt im Wolde ist in den wenigen Wochen sehr aufmerksam gewesen, er weiß, was = Hause. Liegt das nun am großen Können der Au- : torin oder an dem geheimnisvollen Etwas, das alle Menschen gemeinsam haben und womit sie sich alle verstehen —? „Haben Sie etwas für mich?", sagt Hanna Brandes auf einmal. „Wenn Sie mir sagen, welche Art Schriftsteller sie bevorzugen, werde ich mich bemühen —" „Keinen. Ich kümmere mich meist erst bann um den Autoren, wenn ich das Buch gelesen habe. Oft wundert man sich bann. Ich lese viel unb gründlich, pur keine ausgesprochenen Liebesgeschichten Also bitte, Herr Bibliothekar!" Leonhardt im Wolde ist das sehr unangenehm. Was da in weißem Sportanzug auf seinem Sessel sitzt, ist ihm überhaupt unbehaglich, er versteht auch noch nicht, wie gerade das Milchmädchen Liefe! zu dieser Freundin kommt, man könnte natürlich auch sagen: umgekehrt. Aber Hauptsache, sie bekommt ein Buch. Sein Blick sucht, und Hanna hat Spaß daran. Sie ist sehr gespannt, und als sie endlich den schmalen Buchrücken in der Hand hat, wundert sie sich. „Agnes und Florian? Was ist tienn das?" „Ein Liebesroman, gnädige Frau," sagte Leonhardt im Wolde gelassen. Hanna Brande» hat Lust, das Buch zurückzugeben, aber da trifft sie ein Blick des Mannes. Konzentriert, unter sehr geraden, dichten Brauen, blau, fast hart. „Gut. Ich bringe den Roman selbst zurück. Mit Urteil." „Ich bitte darum." Als sich Hanna Brandes mit kurzem Gruß umwendet, knallen hinter ihr Hacken zusammen. Sie fährt herum. „Also doch." „Ihre Bücherkarte. Was meinten Sie mit „Also doch?" „Ich finde, daß Sie besser in eine Kaserne passen, als hierher. Das meinte ich." Leonhardt im Wolde lacht. „Sie wissen nicht, wie recht Sie haben. Hoffent- ! lich tref'e ich es mit ..Agnes unb Florian" genau j so gut. Ich bitte, Fräulein Gottschalk einen Gruß zu i bestellen." f Dornoiizen. Tageskalender für Freitag. NS.-Frauenbund, Abt. Höhere Schule, Fachschaft Deutschkunde, 16 Uhr Vortrag „Stefan Georges Werke im Deutschunterricht" in der Oberrealschüle. — Stadttheater: 20 bis 22 Uhr „Reims". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Ungeküßt soll man nicht schlafen gehn." — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „90 Minuten Aufenthalt". Stadttheater Gießen. gewesen. „Ich will reisen durch die ganze Welt. Und zwischendurch in einem Kuhstall sitzen oder über die Felder spazieren" Das hatte ihn mächtig gefreut, wie er überhaupt das „kleine Milchmädchen", wie Fritze sie getautt hat, sehr gern mag. „Ich habe hier etwas ganz Neues, das wird ihr gefallen." Er greift unter den Ladentisch unb holt ein sauberes, neues Buch hervor. „Das ist ein reserviertes Plätzchen für befonbere Kunden. Fräulein Gottschalk gehört bazu. Bitte, gnädige Frau." „Gewitter über Hellig-Lund", von Lotte Holdmann, ist ein sehr tiefes Buch, hat allerhand Philosophie. Haben Sie nichts Leichteres?" „Doch, aber ich weiß, daß es Fräulein Gottschalk nicht nur. gern lesen wird, sie wird es auch verstehen. Sie braucht noch nicht einmal so sehr den Verstand dazu, es gibt Bücher, die man nur mit dem Herzen lesen sollte, dies gehört dazu." Hanna Brandes fetzt sich, sie hat auf einmal Zeit. Sie hat das letzte Buch von der Holdmann auch gelesen, es hat oft Längen für sie gehabt, die sie schwer ertrug, aber als dieser blonde Riese mit der Kommandosttlnme das vom Herzen sagt, begreift sie auf einmal, daß er recht hat. Gerade mit'dem Buch vom Gewitter über Hellig-Lund. Ihre Gedanken arbeiten — , „Auf dem Lande?", fragt Liefe! interessiert und s muten in einer angeregten Urter.T.liuni üoer Von der Universität. Von der Pressestelle der Universität Gießen wird uns mitgeteilt: Der 2. Direktor der Römisch-Germanischen Kommission des Archäologischen Instituts des Deutschen Reiches, Dr. Kurt Stade in Frankfurt a. M. ist mit der Vertretung des Lehrstuhls für Alte Geschichte an der Universität Gießen beauftragt worden. Oer Reichsautobahnbau im Kreis Gießen. Aus Oer provinzjalhauptstadl Wie gestalten wir unser Erntefest? .J1?®- Wenn noch in allen Dörfern das Crnte- , 1°. S°f°ler wurde wie es bestimmt früher ein- *™! der Fall war, bann brauchten diese teilen mcf)t beschrieben zu werden. Denn niemals kann es eine belfere Form des Erntefestes geben, als die im deutschen Volksbrauch aus den frühesten Zeiten überlieferte. Es ist wirklich noch vieles lebendig und sehr vieles ist erst in den letzten Jahren ve?-' geffen worden Es ist sehr bedauerlich, wenn man sieht wie es heute in vielen Dörfern ein wirkliches Erntefest gar nicht mehr gibt. 1 Seit einigen Jahren feiert nun mit dem Bauern bas ganze Volk den Erntedank, der Führer bat diesem Tag wieder seinen tiefen Sinn gegeben. Da muß aber auch in jedem Dorf ein richtiges Erntefest gefeiert werden. Die Ucbertragung der Führer- rebe oom Bückeberg soll keineswegs das einzige fein. Selbstverständlich steht sie im Mittelpunkt der feiern an diesem Tag, aber bann beginnt erst die eigene Gestaltung im Dorf. Nicht als Programm sondern als helfende Anregungen seien hier einige H'Nweise gegeben. Die Gestaltung selbst richtet sich ganz nach den örtlichen Verhältnissen, und sie soll auch immer Angelegenheit der Dorfgemeinschaft sein V .flQr' baß alles, jung und alt, an diesem pest teilnimmt, aber gestalten müssen es hauptsächlich die Jungen. Auf einer Wiese ober, wenn einer vorhanden ist, auf dem Dorfanger wird das Fest stattfinden. Nach dem Festzug "durchs Dorf überreicht der Jugendwart oder ein Mädchen den Erntekranz an den Bürgermeister oder an den Orts- bauernfubrer, der bann in einer kurzen Ansprache auf ben Sinn biefes Tages hinweist. Nun beginnt em luftiges Treiben: Die Jungen messen ihre Kräfte in sportlichen Wettkämpfen, führen Reiterspiele auf und zeigen den Aelteren die Leibesübungen, die sie Wochen vorher übten. Auch die Mädchen beteiligen sich, on diesen Kämpfen. Außerdem gibt es viele Spiele, die bei dieser Gelegenheit geübt werden fonnen: Wettläufe, Sacklaufen, Klettern, Vogelschießen oder -Werfen, Eierlaufen usw. Fast jede Landschaft hat hier ihre besonderen Formen, unb aerobe die gilt es zu erhalten und zu pflegen. Die Kinder können einen Reigen vortanzen, und vor allem dürfen fröhliche Lieder bei dem Fest nicht fehlen. Der Abend bleibt vor allem dem Tanz Vorbehalten: er beginnt mit der Preisverteilung. Dann tanzen alle Sieger ihren Ehrentanz. Vielleicht übt eine Gruppe ein Laienspiel oder Lieder für diesen Abend em. Die Hauptsache aber bleibt: Tanzen, Singen, Fröhlichkeit. ordentliche Jungmädel leicht beantworten kann.' Am Abend findet dann überall in den Einheiten die endgültige Verpflichtung der neuen Jungmädel statt. Erntedankiag in Gießen. 13 Uhr: Gememschasksempfang ber Führerrebe vom Staatsakt aus bem Buckebecg 1. im Taguugszelt ber Braunen Messe für bte Ortsgruppen Gießen-Norb unb Gießen-Mkle; 2. im Schü^enhaus für bie Ortsgruppe Gießen-Süb; 3. in ber „Germania" für bie Ortsgruppe Gießen-Ost. Die Gliederungen beteiligen sich bei ber Ortsgruppe, zu ber sie gehören. SA., SS NSKK. werden oen ihren Dienststellen emgeleilt. Nach bem Gemeinschaftsempfang: Konzert unb Tanz im Zelt ber Braunen Messe. Es spielt ber Mufikzua ber SA.-Standarte 116. Abends (gegen 20 Uhr): Gartenbeleuchtung in ber Sonberschau. Der Ein ritt zu bem Eemeinschaftsempfang, bem anschließenben Konzert unb Tanz ist frei. - - - Wenn die leichten, klingenden Melodien das gen, Ballweitwurf und ein paar Fragen, die jedes 1 Spiel dieses Films begleiten, werden alle Besucher NSG. Zu Beginn des Jahres gab der Reichsjugendführer der gesamten HI. als Arbeitsprogramm: die restlose Erfassung aller im Jungmädeloder Pimpsenaltor stehenden Mädel und Jungen. Viele, viele Mädel, fast alle 12 und 13jährigen, folgten am Geburtstag des Führers dem Ruf unb reihten sich freiwillig in bie Reihen ber Jungmäbel ein. Jungmädel aber kann man nicht von heute auf morgen werden. Darum mußten sie alle eine Probezeit von sechs Monaten durchlaufen. Diese Probezeit ist nun für alle Mädel, die am 20. April kamen, um. Im ganzen Obergau 13 Hessen-Nassau werden am kommendm Samstagvormittag alle zu verpflichtenden Mädel in ihren Gruppen antreten zur Ablegung der Jungmädelprobe: Laufen, Sprin- aen. Ball mpitmurf nnh pin nnnr £trnnpn hip iphpc * iammophons. Nur ein paar Tone hört Hanna, Mn w"iß sie. daß es das Adagio aus der Mond- Uinfonate ist. Beethoven am Mittag, auch kein t es Programm, denkt sie und lächelt. Aber da wird ii Tür aufgemacht, und ein junger, blonder Mensch (lt vor ihr, er sieht fast aus, als habe sie ihn WIS einem behaglichen Mittagsschläfchen geholt, wieder lächelt sie. Mondscheinsonate als Be- W'itmusik — I Guten Tag! Die Tür stand offen, sonst wäre F) nicht so lautlos hereingeschlichen," sagt sie vnhardt im Wolde in bas etwas verschlafene >ncht. Die Tür steht im Sommer immer offen — 'G °e gedöst," stottert Leonhardt erschrocken. ,Ka- kbeschimpft er sich bann in Gedanken. ,Men !t das schon etwas an! Wenn ich „Guten Tag hätte, wäre es gescheiter gewesen! Dann !r mt er Hanna Brandes die Bücherund L s - 11 e ab. Liefe! Gottschalk? Aber das ist doch gar — Verwundert sieht er auf. h Fräulein Gottschalk ist krank geworden und Mt mich, ich hätte gern ein neues Buch für sie. Krank? Das tut mir aber leid. Drum kam wohl L e früh auch bie Milch so spät, ich — das soll n Vorwurf ein — was barf ich 3bnen ^cu?h- .fonna Branbes sieht ben Mann aus ber U J *««i etwas näher an. Gute Raffe, sehr gute fo- \ Und eine schöne Stimme hat er, sehr f, sh ’timmt. Eine Kommanbostlmme, konnte man Gute Möbel bei Koos Giessen SchulstnG • TLer tpar ? Die starke Zunahme ber Beschäftigung zog eine beträchtliche Steigerung der Spareinlagen nach sich. Nit Recht erhebt sich die Frage, welche Gruppen on Volksgenossen in besonderem Maße an diesem Aufschwung beteiligt sind und dazu beigetragen oben, daß heute allein bei ben Sparkassen mehr ls 33 Millionen Sparkonten geführt werben. Voll- ’ornmen zuverlässige Feststellungen lassen sich bei ier Schwierigkeit, zutreffende Berufsbezeichnungen iu finben unb mancherlei Fehlerquellen auszuetwaige Ginroenbungen ist auf Freitag, 16. Oktober, 10.30 Uhr, im Sitzungssaal bes Regierungsgebäubes in Gießen anberaumt worden. Kreisfilmsielle Von ber Gaufilmstelle Hessen-Nassau wirb ber große Tonfilm „Die Csarbasfürstin" im Kreise Gießen-Friedberg an folgenden Terminen vorgeführt: Der möblierte Herr „Dr. Klaue! Ich komme wegen des möblierten Zimmers" - so stellte sich ein netter Herr mit Ledcrkoffer vor, und Hase'n wär e sehr angenehm. Der nette Herr sand'S äußerst wohnlich, er blieb gleich da und zahlte 10 Mark an- Was Hases anbetrifft, die gingen hocherfreut ins Kino ... Zwei Stunden später fanden sie die Wohnung leer und Schränke und Behälter burchgewühlt, und Doktor Klaue war längst über alle Berge. „Was woll'n Sie", sagt man auf ber Polizei, „vor diesem sogenannten ,Doktor' war doch längst gewarnt, er stand doch überall genau beschrieben." Nur Hase weiß von nichts . . . Tja — hätte er Zeitung gelesen! Die warnt beizeiten: Sieh dich vor — > sonst bau'« dich Gauner übers Ohr! Heute abend findet die Erstaufsührunq des Dramas ,Reims" von Friedrich Bethge statt. Friedrich ........ -..... 2.'thqe, stellvertretender Intendant ber Stäbtischen j helfen unb bamit beizutragen zur Verwirklichung . Buynen Zu Frankfurt a. M., hat ben Krieg mit- v r r< rr \ zemacht tmb hat sein seelisches Erlebnis bes Krieges |t«uf bas Theater übertragen. Die Spielleitung führt j Oberspielleiter Theodor H a e r t e n. Die Bühnen- p'.lber hat Karl Löffler geschaffen. Mitwirkende: Damen: Gerhardt und Stirl: von den Herren ist bas gesamte Personal beschäftigt. Anfang 20 Uhr, Enbe 22 Uhr. Die Vorstellung finbet als 3. Vor- \ tellung ber Freitag-Miete statt. schalten, naturgemäß nicht machen. Immerhin aber kann man soviel sagen, baß gerabe auch bie min- berbemittelten Schichten besonders beharrliche Sparer abgeben. Einzeluntersuchunaen haben erwiesen, in wie starkem Maße insbefonbere auch ber burch bie planmäßige Wirtschaftssteuerung roieber in Arbeit und Brot gelangte Arbeiter sich Sparkassenbücher einrichten läßt und stetig spart. Gewiß sind Volksgenossen mit vergleichsweise niedrigem Einkommen nicht in der Lage, allmonatlich große Beträge zurückzulegen unb überhaupt sehr hohe Spareinlagen zusammenzutragen. Aber auch hier zeigt es sich, baß beachtliche Höhe ber Spareinlagen burch- aus nicht immer mit hohem Einkommen Hanb in Hanb zu gehen braucht. Wichtig an ben Einlagen ber beutschen Sparkassen ist, baß sie im Durchschnitt niebrig liegen, nämlich bei etwa 400 Mark. Zwei Drittel aller Sparkassenbücher weisen weniger als 100 Mark auf, fast neun Zehntel liegen unter 1000 Mark. Das Sparkassenbuch ist also im besten Sinne bes Wortes in allen Schichten ber Bevölke- heimisch. 2. Oktober in Allenborf (Lumba) 3. ..... Major von Franke gern lieft, was Stubienrat .......... Hein vorgelegt haben will, unb worüber sich Flei- sihalt 'und Ausbehnung eines länblichen Kram- sche-meitter Wetzel am liebsten totlacht. Er faßt oens als Hanna Branües bas Z.miner beruhigt auch sofort ins richtige Regal, wenn bie Steno- iirläfet. Sie überquert die Straße, geht um eine typistin Lotto kommt ober Frau Dr. Hellbach. Unb bei Liefet Gottschalk war es am allereinfachsten NMA« «Ml! jHoman von Ilse Schuster. Copyright 1936 by Aufwärts - Verlag G. m. b. H., . Berlin SW 68 NSG. Noch steht ganz Deutschland unter gewaltigen Eindrücken des Reichsparteitages. _ Partei Deutschlands legte vor dem deutschen Volk und ber Wett Rechenschaft ab über bie in ben ver- __rr..... a_„d wv„l v gangenen Jahren geleistete Arbeit. Einer ber sicht- einzureichen. Der Termin zur Erörterung Liesel Gottschalk mit ber Molkerei — Hanna Branbes aus ber Villa in ber Binger Straße unb wohl auch — John Herbing mit bem geschliffenen Geist bes welterfahrenen Vagabunben, bieser junge Büchermann mit ber Solbatenstimme — sie lesen Hanna Branbes lacht zurück unb rennt bann in alle ein Buch unb finb alle irgenbmie barin zu! ber Tür mit einem Manne zusammen. Es ist John 9 Art I e>, *♦ Bataillons-Tag des Land sturm - Inf. • Batls. vom Führer und Reichskanzler ge- Sonntag, 18. Oktober, werden sich die Kameraden ounschschreiben überreicht und ihm des ehem. mob. Landsturm - Inf. -Batts. (Siegen Amtsleiter ein daß die botenen Ergänzungs-Vataillon 53 feiert Abschied der Dr. Wagner Landesbauernsührer. Keine „Zahlungsbefehle als Mahnschreiben. in der 116 ge- Der Wehrstand sei wichtiger Bestandteil Grundlage eines gesunden Volkes. Spendet Kartoffeln und Getreide! Aufruf des Landesbauernführers und des Saubeauftragten desWHW. „Mutter und Kind" aufgesucht wurden, abfällige Aeußerungen über politische Leiter der NSDAP, gemacht zu haben. Der Angeklagte, der hartnäckig leugnete, wurde durch die Beweisaufnahme einwandfrei überführt und mußte deshalb bestraft werden. Gegen den Angeklagten wurde weiterhin in der Sitzung Haftbefehl erlassen, weil er am Verhandlungstage drei von ihm zur Entlastung mitgebrachte Jeugen veranlassen wollte, der Wahrheit zuwider Zeugnis dahin abzulegen, daß die Zeugen von seinen beleidigenden Aeußerungen nichts gehört hätten. Erst auf eindringliche Verwarnungen des Vorsitzenden des Schöffengerichts, Amtsgerichtsrat H o f m e y e r, gaben diese Zeugen im letzten Augenblick der Wahrheit die Ehre. Der Angeklagte, der noch zur Mitternachtsstunde in das Landgerichtsgefängnis eingeliefert wurde, wird sich demnächst wegen Verleitung zum Meineid vor dem Schwurgericht in Gießen zu verant- ‘ warten haben. Gießen ausgesprochen. **SilberneHochzeit. Am 4. Oktober feiern die Eheleute August Löbermann, Landmannstraße 41 wohnhaft, das Fest der Silberhochzeit. Gleichzeitig sind es 25 Jahre, daß Herr Löbermann eine Schokoladen, und Zuckerwarengroßhandlung betreibt. Während dieser langen Zeit gelang es Herrn Löbermann, sein Geschäft auf den heutigen Höhepunkt zu bringen. ** Die Hindenburg-Stiftung. Wie er- innerlich, hat der Stadtrat der Stadt Gießen durch Beschluß vom 30. September 1927 aus Anlaß des 80. Geburtstages des Herrn Reichspräsidenten von Hindenburg eine Stiftung von jährlich 500 Mark errichtet. Die Vergebung dieser Stiftung für das Jahr 1936 ist jetzt wieder an die durch den Beirat für Kriegerfürsorge vorgeschlagenen Personen erfolgt. Es wurden zehn Kriegsbeschädigte und Kriegerhinterbliebene mit je einer Gabe von 50 Mark (XVIII/9) ' zu einer Wiedersehensfeier in Gießen treffen. Sammelpunkt ist bei Kamerad Kobel in der Liebigstraße. Am Vormittag wird auf dem Neuen Friedhof eine Gefallenen- und Toten- Gedächtnisfeier stattfinden, sodann folgt ein käme- radschaftliches Beisammensein in der „Stadt Mainz . Am Nachmittag werden sich die Kameraden im Caf6 Leib zu einer gemeinsamen Feier mit Musik und Vorträgen vereinigen. Anfragen und Mitteilungen sind an Dr. Töpelmann, Gießen, Hin- denburgwall 5, zu richten. bedacht. r ** D i e Arbeitsschule der Deutschen Arbeitsfront hat den Winterarbeitsplan für das Winterhalbjahr 1936/37 in vielen tausend Exemplaren an die schaffenden Menschen des Kreises Wetterau zur Kenntnis gegeben. Es ist nun nicht damit getan, daß von dieser Tatsache lediglich Kenntnis genommen wird, sondern wesentlich ist, durch die Berufserziehungsmaßnahmen ge- Fortbildungsmöglichkeiten wahxgenommen Jeder einzelne ist sich selbst, in erster Haug Gaubeaustragter des WHW. General a. ö. Graup t e Man schreibt uns: Dieser Tage starb Bremen ein Mann, der in den Kreisen sorgungsamt Gießen. Aus Anlaß dieses Tages wurde dem Jubilar in würdiger Weise von dem über Mainzlar. ** Auf gehobene Straßensperre. Die Straßensperre auf der Landstraßenstrecke Gießen— Dau bringen — Allendorf — Londorf zwischen Saubringen und Mainzlar wird ab 5. Oktober aufgehoben. Für viele Kameraden, insbesondere für jene aus d-em Saargebiet und den Städten an Rhein und Ruhr, sei der Wehrdienst etwas Neues. Er freue sich deshalb besonders, mitteilen zu können, daß auch diese Kameraden alle frisch und freudig im Dienst waren und durchweg gute Leistungen erzielten. Die Leistungen seien sogar überraschend gut gewesen. Weiterbildung sei notwendig, das Gelernte müsse ausgebaut werden. Zu allem soldatischen Wissen und Können müsse der göttliche Funke der Begeisterung zum Waffenhandwerk hinzukommen, der aus der Seele heraus Soldat sein lasse. Der göttliche Funke müsse im Solbafen lebendig sein, solange unser Lid währe. Der Soldat müsse eine lebendige Umwallung unsres Vaterlandes sein, stets gewärtig des Einsatzes auf den Ruf des Führers und Obersten Befehlshabers hin. Die Kameraden vom Rhein und vom Saar- gebiet bat der Redner, mit vorwärts und aufwärts gerichteten Gedanken und Blicken von unserem Vaterlande zu sprechen und nicht zu vergessen, was wir alle dem Führer an Dank schuldig seien. Er forderte zum Schluß alle Kameraden auf, ihre Arbeit immer ausgerichtet auf das Dolksganze zu leisten und im Pflichtgefühl Vorbild zu fein. Dem Führer hinreichend für all das zu danken, was er für uns tat, fei nicht möglich. Wir könnten nur versuchen, den Dank für feine Arbeit für uns durch die Tat abzutragen. Mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht schloß Hauptmann Stein seine Ansprache. Gemeinsam wurden dann die ersten Verse der beiden Nationallieder gesungen. Kreisleiter Dr. Hildebrandt hielt im Namen der versammelten Gäste eine kurze Ansprache. Er betonte, daß die Stärke unseres Volkes immer in der Geschlossenheit liege. Unser Volk könne mit aller Ruhe in die Zukunft blicken, wenn wir alle dazu beitragen, ' diese Geschlossenheit mehr und mehr zu ver- > tiefen, wenn wir uns stets als deutsche Volksgenossen fühlen, nur eine Weltanschauung kennen und unwandelbar seien in Treue und im Glauben an den Führer. wenn Deutschland sich die Nahrungsfreiheit erkämpfen will, gilt es in Zukunft nicht nur die Erzeugung zu steigern, sondern auch das Erzeugte sparsam zu verwenden. Darum der Appell: Kampf dem Verderb! Bauern des Gaues Kesten-Nassau! Zum viertenmal wird das Winterhilfswerk des deutfchen Volkes durch den Führer eröffnet. In jedem Winterhilfswerk hat das Bauerntum unseres Gaues vorbildliche Gebebereitschaft bewiesen. Auch dieses Fahr benötigt das Winterhilfswerk zur Steuerung der Rot der hilfsbedürftigen die Kartoffel- und Getreidespenden der Bauernschaft. Deutsche Bauern, helft dem Werk des Führers, spendet nach Eurem Können im Rahmen der aufgestellten Richtlinien. Der Dank des freien Bauern im nationalsozialistischen Reiche Adolf Hitlers sei sein erneutes Bekenntnis zur Volks- und Schicksalsgemeinschaft der ganzen Ration. heil Hitler! em. mob. III/9. Am werden. -x,—......v....... Linie jedoch der Gemeinschaft zur Steigerung feiner beruflichen Leistungsfähigkeit verpflichtet. Es be» stehen Fortbildungsmöglichkeiten für alle Berufe. Man zögere deshalb nicht und melde sich sofort für den in Frage kommenden Lehrgang bei der Arbeitsschule der DAF. in Gießen, Schanzenstraße, an. ** Straßensperrung. Wegen Ausführung von Brückenbauarbeiten wird die Landstraße D a u- bringen — Staufenberg zwischen Daubrin- gen und Abzweig nach Lollar vom 5. Oktober ab für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt als Ganzes und jeder Angehörige des Bataillons bei feinen Quartiergebern dort gefunden hat. Die Fürsorge der Quartiergeber für ihre Gäste, die Ausschmückung des Ortes mit den Fahnen des neuen Deutschlands und die überall angebrachten Vegrüßungsworte bewiesen uns, daß wir trotz der von uns verursachten und uns bewußten Lasten, die wir der Bevölkerung bringen mußten, gern gesehene Gaste waren und die Bevölkerung sich mit ihren Soldaten ebenso verbunden fühlt, wie wir uns mit ihr verbunden fühlen. Die Angehörigen des Bataillons werden stets mit herzlichem Dank an die Stadt Gießen und ihre Quartiergeber zurückdenken. Heil Hitler! Rothe, Oberstleutnant und stellv. Kommandeur. Anlegung des Hoheitszeichens bei der Justiz. Der Presiedezernent beim Landgericht Gießen teilt uns mit: Bekanntlich hat der Führer und Reichskanzler durch Erlasse vom 19. Juni d. I. den Richtern, Staatsanwälten und sonstigen zum Tragen einer Amtstracht verpflichteten Beamten der Reichsjuftiz- verwaltung das Hoheitszeichen, das auf der rechten Brustfelle der Robe anzubringen ist, verliehen. Der Reichsjustizminister hatte angeordnet, daß diese Auszeichnung allgemein am 1. Oktober angelegt Frontkämpfer, die im Landwehr-Inf.-Rgt. am Kriege teilnahmen, überaus beliebt und „ schätzt war: General a. D. Graup. lieber ein Jahr lang hat er das Landwehr-Jnf.-Regt. 116 in den verlustreichen Kämpfen der Winterschlacht in der Champagne und der Herbstschlacht in den Argonnen geführt. Durch sein gerades, aufrechtes Wesen, durch altpreußische Sttammhell, verbunden mit unermüdlicher Fürsorge für die seiner Führung anvertraute Landwehr, hat er sich in den Herzen seiner Wehrleute ein dauerndes Andenken gesichert. Er starb im Alter von fast 77 Jahren. Seine Hoffnung war es bis zuletzt, noch einmal bei Gelegenheit des nächsten 116er-Tages mit seiner Landwehr zusammen sein zu können. H. Führer schloß die eindrucksvolle Feier. Oienstjubiläum in der Neichsjustizverwaltung. Zu dem gestern schon von uns berichteten Dienst- iubiläum des Gefängnisverwalters Guyotin Gießen teilt uns der Pressedezernent beim Landgericht Gießen noch folgendes mit: Der Jubilar trat am 1. Oktober 1896 als Kanzlei- aehilfe beim Landeszuchthaus Marienfchloß em. Nach 27jähriger Tätigkeit an dieser Anstalt, seit 1914 als Werkmeister, wurde er am 1. Oktober 1923 zum Verwalter des Gerichtsgefängnisses m Gießen ernannt, welche Dienststellung er noch heute bekleidet. Aus Anlaß seines Dienstjubiläums versammelten sich am Donnerstagnachmittag die Beamten und Angestellten der Staatsanwaltschaft und des Gerichtsgefängnisses zu einer schlichten Ehrung des Jubilars, bei der der Herr Oberstaatsanwalt m einer Ansprache die Persönlichkeit und die Verdienste des Jubilars würdigte und ihm das Glückwunschschreiben des Führers überreichte. Jubilar eine herzliche Ehrung zuteil. Sein Platz im Kreise der Kameraden war aus diesem Anlaß be- anders geschmückt. Hauptmann Stein dankte für die Aufmerksamkeit mit einem kurzen Rückblick auf die Wehrmacht und ihre Wandlungen innerhalb der vergangenen 25 Jahre. Mit einer Fülle weiterer unterhaltender Darbietungen der Kameraden des E-Bataillons (teils im Sprechchor, im Lied, in der Rezitation und im gemeinsamen Gesang), sowie mit einigen weiteren launigen Ansprachen fand der Abschiedsabend seinen Ausklang. Die Kameraden des E-Bataillon^, die nun ausfcheiden, werden diesen angeregten Abend noch lange in der Erinnerung behalten. Oberhessen. rsMriges Oienstjubiläum beimUeber« landwerk Oberheffen in Friedberg. fertigtes Glückwunschschreiben überreicht und ihm dabei der Dank für seine dem Reiche treu geteilte- ten Dienste und die besten Wünsche des Herrn Reichs- und Preuß. Arbellsministers und der vorgesetzten Dienststellen, sowie sämtlicher Beamten, Angestellten und Arbeiter des Dersorgungsamts Schöffengericht Gießen. Der 32 Jahre alte H. L. aus Frankfurt hat, wie die Anklage ihm zur Last legte, zur Gewinnung von Abonnenten für Zeitschriften zwei Auftrage, ohne daß die Unterschriften der Besteller aus dem Bestellschein vorhanden waren, nach Berlin eingesandt, auch ohne Einverständnis der Besteller. Der Angeklagte führte in der Hauptverhandlung aus, daß die Einsendung dieser Bestellscheine auf ein Versehen zurückzuführen sei. Da ihm eine Betrugsabsicht nicht nachgewiesen werden konnte, wurde er von Strafe und Kosten freigesprochen. Wegen Beleidigung hatte sich der Karl W i ck aus Köppern, mehrfach vorbestraft, auch einschlägig, zu verantworten. Ihm war zur Last gelegt, im April 1936 in Rodheim v. d. H. in der Wohnung von Gesinnungsgenossen, als diese von einem SA- Führer zwecks einer Spende für die Sammlung Kompaniechef Hauptmann Stein eine Reihe von Auszeichnungen bekannt. Kameraden, die sich im Dienst, besonders auch im Schießen hervorgetan hatten, wurden mit Ehrenpreisen, Diplomen Ehrenscheiben und mit herzlichen Glückwünschen bedacht. Ferner gab der Kompaniechef eine Anzahl Beförderungen bekannt und stellte als besonders erfreulich heraus, daß sämtliche Unterführer-Anwärter des Kurses zu ^Gefreiten befördert werden konnten. Für die beförderten Kameraden sei dies um so ehrenvoller, als sie diese Beförderung schon nach acht Wochen erreichen konnten, die im aktiven Heer vielleicht erst nach einem Jahre erreicht werden könne. In seinen weiteren Ausführungen sprach der Kompanieführer in anregender Weise über den «Sinn der Ausbildung und über die besonderen Ausgaben der Soldaten im E-Bataillon. Er wies dabei einleitend darauf hin, daß es vor allem gelte, die Lücken zu schließen, die in unserer Wehrmacht durch den Ausfall verschiedener Generationen und Jahrgänge aus dem Wehrdienst zu verzeichnen sind. Die Aufgabe unserer Wehrmacht sei es immer, das Vaterland nach außen hin zu schützen und der arbeitenden Volksgemeinschaft den Schutz zu gewährleisten, dessen sie für ihre friedliche Ent- Wicklung bedürfe. Der Soldat arbeite so für das Gemeinwohl. Dem Wehrstand anzugehören, müsse sich jeder wehrfähige Deutsche als Ehre anrechnen. Direktor von Stadler vom Ueberlandwerk Oberhessen in Friedberg beging gestern sein 25jahn- ges Dienstjubiläum. Aus diesem Anlaß waren die Betriebsangehörigen vormittags 8 Uhr zu einer Feierstunde zusammengekommen. Im Namen der gesamten Belegschaft des Werkes richtete Buchhalter Eisenhauer als Sprecher des Vertrauensrats herzliche Worte an den Jubilar, wies auf die tiefere Bedeutung des Ehrentags des Jubilars und einen Zusammenhang mit der Entwicklung des Ueberlandwerks hin, kennzeichnete das gute Ein- vernehmen mit dem Betriebsführer und der Ge- folgschaft und überreichte ein Ehrengeschenk. Ober- Ingenieur K a l l w e i t von der technischen Abteilung beglückwünschte den Jubilar mit ehrenden Worten, kaufmännischer Leiter Bergmann schloß sich namens der kaufmännischen Abteilung an. Direttor Dickler als Ortsgruppenführer der Technischen Nothilfe hatte es sich nicht nehmen lassen, zu der Feierstunde zu erscheinen. Er beglückwünschte den Jubilar aufs herzlichste, würdigte seine Verdienste für die Entwicklung der Technischen Nothilfe und überreichte eine Ehrenurkunde mit Blumen. Der von der sinnvoll ausgestalteten Feierstunde, die auch von Liedvorträgen des Doppelquartetts umrahmt war, sichtlich beeindruckte Jubilar dankte in bewegter Weise, schloß in diesen Dank auch die Technische Nothilfe ein, gelobte, nach wie vor seine ganze Kraft in den Dienst des Werkes, das er feit 25 Jahren betreue, zu stellen, das gute Emoerneh- men mit allen feinen Mitarbeitern zu pflegen und das Vertrauen zu fördern. Später erschien der gesamte Provinzialausschuß der Provinz Oberhessen mit Kreisdirektor Dr. Lotz an der Spitze, und sprach dem Jubilar ebenfalls herzliche Glückwünsche aus. Der Abend, so schloß er, möge dazu beitragen, die Verbundenheit zwischen Wehrmacht und Partei erneut zu stärken. Nachdem tm weiteren Verlaufe des Abends der Kompaniechef noch besonders auf das ausgezeichnete Verhältnis zwischen Partei und Wehrmacht hingewiesen hatte, einige Lieder gemeinsam gesungen und verschiedene soli- tische Darbietungen der Kameraden aus dem Kreise jer Motorstandarte mit Begeisterung ausgenommen worden waren, wurde Hauptmann Stein eine besondere Ehrung zuteil. Der Chef der 2. Kompanie des Ergänzungsbataillons, Hauptmann Dr. flouilte erinnerte in einer kurzen kameradschaftlichen Ansprache an das Jubiläum der 25jährigen D i e n st z e i t in der Wehrmacht, das an diesem Tage Hauptmann Stein feiern konnte. Auch aus dem Kreise der Mannschaft wurde dem Am morgigen Samstag verläßt der jüngste Lehrgang des Ergänzungs-Bataillons Nr. 53 (der 9. Lehrgang feit dem Bestehen des Bataillons in unserer Stadt) nach vollendeter Dienstzeit die Unterkunft in der Gail'schen Fabrik. Daher sand am gestrigen Donnerstagabend eine Abschiedsfeier statt, zu der die 3. (MG)-Kompanie eingeladen hatte. Mit den Kameraden der Wehrmacht vereinigten sich zahlreiche Gäste und das Offizierskorps zu einigen unterhaltsamen Stunden. Der Kreisleiter Dr. Hildebrandt war mit dem Stabe der Kreisleitung der NSDAP, erschienen, Kreisdirektor Dr. Lotz'folgte der Einladung, so daß sich gestern schon rein äußerlich durch die Uniformen das Bild der engen Verbundenheit zwischen Partei und Wehrmacht darbot. Standartenführer Nagel (er gehörte ehemals dem E-Battaillon an) war eben» aUs mit Kameraden seines Stabes erschienen. Nach ausgezeichneten Darbietungen der Kapelle der Motorstandarte 147, die schon öfters für die Kameraden des Ergänzungsbataillons musizierte, sowie nach einem ernsten Vorspruch gab zunächst der wird. Zu diesem Zwecke hatten gestern die Gießener Justizbehörden ihre Berufsarbeit durch eine schlichte Feier unterbrochen, die im großen Sitzungssaale des neuen Gerichtsgebäudes stattfand. Der schöne Raum war mit dem Bild des Führers und mit Hakenkreuzfahnen und Blattgrün ausgefchmuckt, und die zahlreichen schwarzen Roben, braunen und grauen Uniformen boten ein festliches Bild. Nach einleitenden Worten verkündete Landgerichtspräsident Thüre die Erlasse des Führers und des Reichsjustizministers, daran erinnernd, daß zur gleichen Stunde Tausende von Derufskamera- den im geeinten Deutschen Reich zur gleichen Feier versammelt seien. Dann legten die Richter, Staatsanwälte und Urkundsbeamten gemeinsam das Hoheitszeichen an. In seiner Ansprache rotes der Landgerichtspräsident auf den Wandel der Zeiten hin: Noch vor wenigen Jahren in den Zeiten der sogenannten Vertrauenskrise tagtäglich Beschimpfungen der Rechtspflege in Presse und Parlamentsreden, auch von damals regierenden Stellen — heute nichts mehr von alledem, dagegen Dank und Auszeichnung durch den Führer. Die Anerkennung enthalte aber auch eine Verpflichtung, daß nämlich jeder einzelne, an welcher Stelle er in der Rechtspflege auch mitwirke, fein Btzstes und Letztes eur- zufetzen habe. Das sieg- und glückbringende Symbol auf der Robe werde etwas von dem unbändigen Glauben des Führers und von feiner gewaltigen Tatkraft und Zähigkeit auf jeden Trager dieses Zeichens überfließen lassen, damit die Rechtspflege nach dem Willen des Führers die schwere Aufgabe lösen könne, das deutsche volksnahe Recht zu schaffen und zu verwirklichen. Mit einem erneuten Gelöbnis der Treue zum FWD. Um geschäftlichen Mahnungen mehr Nachdruck zu verleihen, pflegen verschiedene Firmen ihren Schuldnern als sogenannte „letzte außergerichtliche Mahnung" das Formular eines Zahlungsbefehles zu übersenden, in dem Text und Kosten bereits ausgefüllt sind. Wenn die Formulare auch den aufgedruckten Vermerk tragen: „Acht Tage zurückgestellt" und auch nicht auf Täuschung des Empfängers angelegt fein mögen, so können die Mahnschreiben doch sehr leicht, namentlich bei geschäftsungewandten Personen, zu einer irrigen Auffassung über den Charakter und die Tragweite der Zahlungsaufforderung und der mit ihr verbundenen Androhungen führen. Das wirkt sich besonders nachteilig aus, wenn die Kostenberechnung, wie es vermutlich oft vorkommt, stark übersetzt ist. Der Reichsjustizminister hält ebenso wie das Reichsrechtsamt der NSDAP, die Ausnutzung des üblichen Vordrucks für den Erlaß eines Zahlungsbefehls im privaten Mahnschreiben und die Form dieser Verwendung für durchaus unerwünscht. Auch die Wirtschaftsgruppe Einzelhandel gibt der Erwartung Ausdruck, daß Einzelhandelskaufleute derartig unerwünschte Formen des geschäftlichen Schriftverkehrs in Mahnangelegenheiten fünf tu; vermeiden, falls sie bisher überhaupt angewendet wurden. ♦ •» Dienstjubiläum. Am 1. Oktober 1936 beging der Verwaltungs-Amtmann Albert I b e aus Gießen sein 40jähriges Dienstjubiläum beim Ver- Canöfreis Gießen = Staufenberg, 2. Oft. Am morgigen ; Samstag kann der Polizeidiener i. R. Louis Ze- eher mit feiner Ehefrau Rosine, geb. Dittmann, das Fest der goldenen Hochzeit feiern. Das s Jubelpaar erfreut sich der besten Gesundheit. Beide s können noch in der Landwirtschaft mithelfen. T Tro h e, 1. Okt. Zu der gestrigen Obstver- - st e i g e r u n g auf der Provinzialstraße Trohe— Wieseck hatten sich viele Kaufliebhaber aus den umliegenden Ortschaften eingefunden. Tro^dem waren die Preise normal. Es stellte sich der Zentner Wirtschaftsbirnen der Sorte Pastorenbirne auf 1 bis 2.50 RM. Gute Luise wurde etwas besser bezahlt. Haltbare Wirtschaftsäpfel, wie ; Rheinischer Bohnapfel, Trierischer Weinapfel unb ähnliche Sorten, kamen im Zentner auf 3 bis 4 RM. Sie wurden hauptsächlich von den Süßmostereien erworben, während für edlere Aepfel die Obsthändler Steigerer waren. Harberts Renette, Landsberger und Schöner von Boskop erzielten angemessene Preise. Der Korb stellte sich auf 2 bis 4 RM. wg. Großen-Buseck, 1. Okt. Di«* Bautätigkeit in unserem Orte war in diesem Jahre sehr rege. Außer mehreren Um- und Anbaulen an Wohnhäuser und landwirtschaftlichen Gebäuden wurden noch drei Wohnhäuser in der Wilhelm- ftrafje ein Wohnhaus in der (Brünberger Straße und eins in der Weidengasse errichtet. Ferner wurden in der Grünberger Straße, sowie in der Adolf Hitler-Straße noch je eine geräumige Scheune gebaut. Durch Maßnahmen der Feldbereinigung wurden die beiden Ecken an der Einfriedigungsmauer des Schloßgartens an der Beuerner Straße unb i Hinter dem Burghof zu stumpfen Winkeln ge-; ändert, um fo eine bessere Uebersicht in den Straßen gewinnen zu können. Innerhalb des Drtsbe-; rings konnte noch durch Feldbereinigungsbeschlug die Verlängerung der Weidengasse bis zur Weiß' mühle aus geb aut und chaussiert werden. Im Tiefbau wurden außer dem Bau des Schwimmbades noch Kanalisations- und Wasserleitungsanlagen in der Wilhelmstraße, sowie die Kanalisation in der (Brünberger Straße geschaffen. Beide Straßen werden gegenwärtig neu eingedeckt unb gewalzt sowie zu beiden Seiten mit Bürgersteigen versehen. Die Ablaufrinnen der Dächer und Höfe sind durch Sinkkasten der Entwässerung direkt angeschlossen, wodurch Ueberschwemmungen der Straßen bei schweren Regenfällen vermieden werden. Mit der Fertigstellung dieser beiden Straßen geht ein lang gehegter Wunsch vieler Volksgenossen in Erfüllung Die Arbeiten an dem Bau der Turnhalle schreite« rüstig vorwärts. Schwurgericht in Gießen SJ.-fpor/ welch kleine wieder laut: 1142,410 8. 1120,080 9. 10. WH i nicht zuletzt gehört, ein 915,810 801,040 1493,990 1453,360 1428,640 einer solchen Hebung bewußt. Die des Reichsluftschutzbundes konnten die Hebung zur vollsten Zufrieden- 5. 6. 7. Notwendigkeit Beauftragten feststellen, daß heit verlief. 1715,800 km 1534,280 „ 1580,400 „ kündigte ein Trompetensignal den Beginn der Hebung an, und schnell lag das ganze Dorf in tiefem Dunkel. Die Einwohnerschaft war sich der Deutschland) „Warszawa II" (Hynek, Polen) „Polonia IP (Burczynski, Polen) „Sachsen" (Bertram, Deutschland) „Maurice Mailet" (Dolfus, Frankreich) „Augsburg" (Frank, Deutschland) „Bruxelles" (Quersin, Belgien) Der Führer jagte: Die 136 Menschen auf einem Quadratkilometer in Deutschland können — selbst bei den größten Anstrengungen und genialster Ausnutzung des vorhandenen Lebensraumes — ihre vollkommene Ernährung aus dem Eigenen nicht finden. Um wieviel mehr ist es daher Pflicht eines jeden, diese vom deutschen Bauern mühselig dem Boden abgerungenen Erntevorräte vor dem Verderb zu schützen. Feinheiten, welche Schnelligkeit und welche körperliche Anstrengung dazu lässiges Faustballspiel zu zeigen. Ein weiterer Vorwurf wird immer Am kommenden Sonntag findet ein Marathonlauf in Weilburg statt, zu dem bis jetzt 55 Läufer gemeldet haben. Diese Zahl bedeutet für diese lange Strecke über 42,2 Kilometer eine Rekordzahl. Auch ist der Lauf deshalb von besonderer Bedeutung, da fast alle Läufer alte „Marathonhasen" sind und in der Sportwelt guten Ruf haben Sind doch 5 Läufer aus der Olympiakernmannschaft dabei, die diesjährigen Gaumeister ebenfalls und ferner Läufer, die bereits ihr Können mehrfach unter Beweis gestellt haben. Durch diese gute Besetzung ist mit einem scharfen Rennen zu rechnen. Dafür bürgen die Namen wie Gerhardt (Pol.-Sportverein Berlin), Bertsch (VfB Stuttgart), Böder (BSC. Comet, Berlin): Orbanz (Post-Sport Dresden). Kreglinger /Marinesportverein Wilhelmshaven), Röffke (Essen). Aber auch der Gaumeister des Gaues XII, Bernd (VfB. Diez), wird in der Spitzenaruppe ein ernstes Wort mitreden. Wer deshalb als Sieger aus diesem 3. „Zürich III" (lilgenfamp, Schweiz) 4. „Deutschland" (Götze jun., schossen hatte. Der Ehrenpreis des Reichsverbandes, ein großer Bronzekranz mit Silberschleife, eine Mauserbüchse und der wertvolle Wanderpokal des Gaues wurden ihr zuteil. Es folgten dann die Mannschaften von Marburg „Reichsbahnsportverein" mit 688, Bebra „Treff" 687, Hörnsheim 674, Viermünden 669 und Hersfeld mit 644 Ringen. Landesmeister der Altschützen wurde Wilhelm S a l z m a n n , Bebra „Treff", mit dem vortrefflichen Ergebnis von 157 Ringen. Die Nächstbesten waren Lehnert, Frankfurt „Allianz" 154, Schneider, Niederwalgern 154, Thiele, Viermünden 154, Schmidt, Krofdorf 152, Bingel, Bortshausen 151, Wagner, Altenhaßlau 151, Leicht, Krofdorf 150, Ries, Oberursel 150, Horn, Bebra „Treff" 150, Kuba und Hagemann, Alten- haßlau, mit je 149 Ringen. Unter den Jungschützen erschoß die Mann- schäft des Vereins Harleshausen bei Kassel mit 607 Ringen die Gaumeisterwürde. Sie erhielt neben einer Mauserbüchse ein schönes Bild des Führers als Ehrenpreis. Ihr folgten Frankfurt „Allianz" mit 600 Ringen. Limburg mit 596, Korbach „Horrido" mit 587, Flechtdorf mit 571, Marburg „Reichsbahnsportoerein" mit 536, Blitzenrod Der Gau Hessen des Reichsverbandes Deutscher K l e i n k a l i b e r s ch ü tz e n - Verbände, Fachgruppe 2 des Deutschen Schützenver- bandes im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen, hielt in Hersfeld sein diesjähriges Gauschießen ab. Aus den 14 000 Mitgliedern, dieser größten Schützenorganisation im Gau, die am 31. 12 36 im Deutschen Schützenoerband im DRL. aufgeht, waren die 130 Besten dazu zusarnrnengezogen Sie hatten sich vorher in drei Ausscheidungskämpfen im Laufe des Sommers als Sieger bewähren müssen. Die Stadt des heiligen Lullus bot gastliche Aufnahme. Der Wettkampf bestand in 15 Schuß in den drei Körperlagen auf 50 Meter gegen die Zwölferscheibe. Entsprechend der wehrsportlichen Einstellung des Verbandes war nur einfache, offene Visierung gestattet und alle den strengen Hebungsbedingungen nicht entsprechenden Anschlagserleichterungen ausgeschlossen Das Wetter war gut. In der Altschützenklasse errang die Mannschaft (5 Schützen) bes Vereins Altenhaßlau mit der hervorragenden Ringzahl von 740 die Gaumeisterschaft, die der vorzügliche altbewährte Verein bereits im Jahre 1934 schon einmal er* lipp und Wilhelm Loh werden in der Erinnerung an die damaligen Anfänge wach. Diele blieben über ein Jahrzehnt in der ersten Mannschaft, viele wurden berufshalber daran gehindert. Aber ihr Geist blieb immer in den Faustballern wach und mit Stolz dürfen sich die 1846er neben den ewigen Gegner Tgm. Friedberg den Faustballpionier des Hessengaues nennen. Der Erfolg für die treue Anhänglichkeit zu diesem Spiel zeigte sich bei den alljährlichen Gaumeisterschaften, die unsere Faustballer mit einigen Unterbrechungen im alten Gau Hessen errangen, zeigte sich bei den vielen Turnieren des I. G. Sportvereins Ffm., wo sowohl die erste wie die zweite gegen deutsche Meistermannschaften große Erfolge erfochten, zeigte sich nach der Neuordnung der Gaue bei den Faustballmeisterschaften des Gaues XII im R. f. L., wo die Faustballmannschaft sich nun seit 3 Jahren ununterbrochen in harten Kämpfen gegen Mannschaften aus Kassel, Hanau und dem Lahn-Dillkreis siegreich behaupten konnte. In diesem Jahre gewann sie wiederum nach 7 harten Spielen in der Aufstellung: Rudi Riexinger, Karl Pfeffer, Karl G r ü n i g, Hans Königer und Walter Loh die Gaumeisterschaft und damit die Berechtigung zur Teilnahme an den Vorspielen zur deut- scheu Meisterschaft in Koblenz. Auch entbehrt die erste Mannschaft mit ihrem „Langen" (Rudi Riexinger) weit über die engere Heimat hinaus einer gewissen Berühmtheit nicht. So freuen sich allemal die Frankfurter, an ihrer Spitze der langjährige deutsche Meister Licht-Luftbad Ffm., gegen die Gießener antreten zu können. Ein von weither besuchtes Faustballtumier ist daher auch die Faustballrunde des Tv. 1846 Gießen, die in diesem Jahre zum 12. Male ausgetragen wurde Auch hier sehen wir immer wieder die Vereine unserer nächsten Umgebung und die Mannschaften aus Frankfurt und weiter her. In über 50 Spielen kämpfen in vier Klassen die Turner und Turnerinnen um schöne Wanderpreise der Stadt Gießen, des Ehrenmitglieds Schneider in Butzbach und des Vereins selbst. Mögen diese Zeilen einen kleinen Einblick in den erlebnis- und erfolgreichen Faustballbetrieb geben und unter allen Mitgliedern, jungen sowie alten, werben. W. L. ieimileber» ne-bertz. Heberlanböert w fein 25/ähri* >loß waren die Ityr zu einer m Namen der liefe Buchhalter Lertrauensrats es auf die tie* Jubilars und ntwicklung des das gute Ein* ' und der Ge* igeschenk. Ober* ifchm Abteilung renben Worten, nn schloß sich ng an. Direktor der Technischen i lassen, zu der ückwünschte den ieine Derö/ensk n HvWe und A Blumen. Der Feierstunde, die »pelquartetts um« Jubilar dankte m Dank auch die ach wie vor seine erles, das er seit gute Einvernch i zu pflegen und ■ erschien der gt- :oDinj Oberhesie» der Spitze, und [ify Glückwünsche über einem Jahrzehnt dieses Spiel betreiben und ragt sich, ob der Faustball denn eigentlich einen olchen Reiz ausübt und lächelt vielleicht auch über die großen „Kinder", die unablässig diesem „Altherrenspiel" huldigen. Alle diese Zweifler laden wir herzlich zu einer Uebungsstunde ein, sie werden dann merken, welch große Hebung, welch kleine FriedrichSchaumburg unternahm im Kölner Stadion einen offiziellen Rekordversuch über 2000 m, der ihm mit einer Zeit von 5:27,4 Minuten gelang. (Schirner-M.) Das amtliche Ergebnis der Gordon- Bennett-Freiballon-Wetlfahrt. Weiljeii nl(N nur '°uch das der Nn tim die Gaumeisserschafi im Mraihonlaus 55 Läufer starten - Leichtathletikkampf Gießen—Weilburg. <£ 21 u s dem Horlofftal, 1. Okt. Dank dem guten Beispiel der Provinzialstraßenverwaltung, die den Obstbehang erst Ende September oerstel- gerte, haben auch die Privatbaumbesitzer das Ernten des Winterobstes bis zur Baumreife hinausgeschoben Jetzt erst ist man dabei, die Spätäpfel und -birnen zu pflücken. Gerade in letzter Zeit sind die Früchte noch zur Dollentwicklung gekommen. Der Handel mit Winterware hat eingesetzt. Wirtschaftsobst kostet 8—10 RM„ während die edlen Tafelobstsorten wie Blenheim, Boskop. Gelber Edelapfel und Renetten mit 15—18 RM je 50 Kilogramm bezahlt werden. Gut sortierte Ware erzielt noch einen höheren Preis. — Der Winterraps ist schon aufgelaufen, die Vorbereitungen für die Winxersoat sind getroffen. Schon wurde auch der erste Roggen ausgestellt Wegen der stark auf- tretenden Schnecken hält man mit der Allgemeinbestellung bis nach Eintritt der ersten Fröste zurück. Trotz der nassen Herbstwitterung wird mancherorts auch über eine Vermehrung der Feldmäuse geklagt, besonders auf den angrenzenden Grundstücken von Rainen und Wüstungen — Auf den Feldern sieht man in diesem Jahre erstmalig Aecker mit Saubohnen (Pferdebohnen) und Sonnenblumen bestellt, ein Zeichen, daß den im Rahmen der Erzeugungsschlacht gestellten Forderungen über Zwischen- und Zweitfruchtbau entsprochen worden ist Kreis Alsfeld # Oder-Ohmen, 1. Okt Gestern wurde das Obst an der Provinzial st raße Rupper- tenrod—Ober-Ohmen—Unterseibertenrod versteigert. Die Preise lagen für Tafelobst, wie Goldparmäne, Kardinal usw in angemessener Höhe, abnefphr,n von direkten Liebhabergeboten, die wesentlich darüber hinausgingen Im Durchschnitt stellte sich der Korb auf 3—4 Mark. Tafelbirnen kosteten chensoviel, Honigbirnen waren billiger; für 1 Mark war schon ein Kord zu haben. .— Homberg, 1 Okt Die D b ft d e r ft eine r u n g an den Provinzialstraßen fand in diesen Tagen statt Es wurden im allgemeinen hohe Preise erzielt Der Steigpreis mußte sofort nach dem Gebot an Ort und Stelle entrichtet werden. Preußen. Kreis EDehlat o,tin y* & s »iliM : gl»* ,Kut« S' äurnlfle,jJln0 eu‘r,n Winkes, in den % ders'-h g Ort# nnet^a i tri . -Jfl Richard Hofmann darf sofort spielen. Mit besonderer Freude begrüßten die Dresdener Fuhballfreunde die Amnestie des Reichssportführers, die nach einer Mitteilung der Pressestelle des Gau* fachamtes Sachsen bewirkt, daß der vielfache deutsche Nationalspieler Richard Hofmann nicht erst den 25. Dezember abwarten muß, sondern sofort spiel- berechtigt ist. Wie der Dresdener SC. aber erklärte, wird Richard Hofmann am kommenden Sonntag im Punktekampf gegen Wacker Leipzig noch nicht Mitwirken. Gporkamt »Krast durch Freude^. Heute folgende Kurfe: Allgemeine Körperschule, Frauen und Männer: Don 20.30 bis 21.45 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26. Schwimmen, Frauen und Männer (Anfänger und Fortgeschrittene): Don 20.30 bis 21.30 Uhr und 21.30 bis 22.30 Uhr im Dolksbad. Neue „KdF."-Sportkurse ab 1. Oktober. Außer den bereits bestehenden Sportkursen wer* den auf der Geschäftsstelle, Schanzenstraße 18, Neu- anmelöungen für folgende Sportkurse angenommen. Das kostenlose Sportprogramm, das über alles Wissenswerte unterrichtet, ist auf der Geschäftsstelle und in sämtlichen Ortsgruppen und Betrieben erhältlich. Allgemeine Körperschule: Mittwochs von 20.30 bis 21.40 Uhr, Lyzeum, erstmalig am 7. Oktober. Kleinkindergymnastik (für Kinder von 3 bis 10 Jahren): Dienstags von 15 bis 16 Uhr, erstmalig am 6. Oktober; Freitags von 15 bis 16 Uhr, erstmalig am 1. Oktober. Hebungsstätte: Frankfurter Straße 60, Gartenhaus. Schwimmen (für Männer und Frauen gemeinsam): Dienstags von 20 bis 21 Uhr, erstmalig am 6. Oktober; Freitags von 20.30 bis 21.30 Uhr, erstmalig am 2. Oktober; Freitags von 21.30 bis 22.30 Uhr, erstmalig am 2. Oktober. Schwimmen (nur für Frauen): Dienstags von 21 bis 22 Uhr, erstmalig am 6. Oktober. Uebungsftatte: Dolksbad, Seltersweg. Reiten (für Männer und Frauen): Montags von 21 bis 22 Uhr (5. Oktober); Dienstags von 21 bis 22 Uhr (6. Oktober); Donnerstags von 21 bis 22 Uhr (1. Oktober); Freitags von 20 bis 21 Uhr (2. Oktober); Freitags von 21 bis 22 Uhr (2. Oktober). Anmeldungen für Reitkurse werden auf der Kreisdienststelle, Gießen, Schanzenstraße 18, ent* gegengenommen, für alle übrigen Kurse bei Dem Uebungsleiter. SchMchießen der MinkMelschiitzen im Gau Hessen Auch heimische Schützen erfolgreich h •• bau, *'urde dein Rennen hervorgehen wird, läßt sich schwer sagen. Die Weilburger und mit ihnen die Gießener, würden es sicherlich gerne sehen, wenn Gerhardt den Sieg erringen würde. Gerhardt stammt aus Weilburgs Mauern und stand lanae Zeit in den Reihen der Spielvereinigung 1900 Gießen. Mit Rücksicht auf die Uebertragung der Führerrede vom Erntedankfest auf dem Bückeberg wurde der Start auf 14.30 Uhr angesetzt. Die Strecke führt vom Marktplatz Weilburg ins Weiltal über Weilmünster bis Kilometerstein 20,4 vor Emmershausen und wieder zurück zum Ziel, das auf dem Sportplatz an der alten Kaserne liegt. Damit den Sportanhängern die Wartezeit verkürzt wird, findet auf dem Sportplatz ein leichtathletischer Klubkampf zwischen Gießen und Weilburg statt. Während dieses Kampfes wird der jeroeilige Stand des Rennens bekannt gegeben. das Faustballspiel fei kein Kampfspiel. Der Kampf „Mann gegen Mann" fällt zwar weg, da die Mannschaften durch die Leine getrennt sind und in ihrer Spielhälfte bleiben. Doch wer als Zuschauer den Kampf um die Entscheidung bei Punktgleichheit „miterlebt" hat, den Kampf der Hinterleute, den Kampf der Schnurspieler mit den Bällen der Gegner, der ist noch jedesmal mit der Heberzeugung vom Platze gegangen, ein spannendes, vielleicht sogar ein aufregendes Kampfspiel gesehen zu haben. Als in den Jahren 1921/22 der Faustballspielbetrieb in den Hebungsplan bes Turnvereins auf- aenommen wurde, konnte niemand ahnen, daß dieses Spiel sich als einziges ununterbrochen durch die Reihe der Jahre hindurch behaupten würde und sich soaar zu einer ganz beachtlichen Höhe entwickelte Selbst noch Jugendturner, geroann die damalige erste Mannschaft gegen alte kamvferprobte Faustballmannschaften die Gaumeisterschaft des alten Hessengaues. Altbekannte Namen wie: Ernst Freitag, Hans Heismar, Heinr. Phi- 45 Jahre FaustbaN-pflegestätie. — Zum 90. Jubiläum des Tv 1846. Seit über 15 Jahren sind unsere Turner in eifrigen Uebungs» und Wettspielen auf dem Os- waldsgarten vor der Turnhalle des Turnvereins 1846 in Gießen zu sehen. Bei gutem und schlechtem Wetter bis spät in die Dunkelheit hinein, halten die Spieler im Spiel aus. Mit fröhlichem, aber auch ernstem Kampfeifer suchen sie hier Erholung von der Tagesarbeit, bereiten sich auf die alljährlichen Verbandsspiele und freundschaftlichen Begegnungen mit den benachbarten Vereinen vor. f)er Laie ist vielleicht erstaunt über den Eifer und die Ausdauer, mit der einige Turner schon seit wie mit Rücksicht daraus, daß er wegen des gleichen Delikts vorbestraft ist, mildernde Umftänbe nicht in Frage. Bei der Angeklagten A l t m ü 11 e r wurde bei der Strafzumessung weitgehend berücksichtigt, daß sie von Anfang an ein reumütiges Geständnis abgelegt hat. Ireigesprochen Unter dem Vorsitz des Landgerichtsdirektors Dr. Speckhardt — Anklagevertreter Gerichtsassessor Dr. Bechtold, Verteidiger Rechtsanwalt Schneider in Gießen — verkündete das Schwurgericht gestern folgendes Urteil: Der Angeklagte Karl Hamel aus Frankfurt a. M. — wir haben über den Sachverhalt bereits berichtet. D. Schriftltg.. — wurde von der Anklage des Meineids f r e i g e s p r o ch e n. Die Kosten des Verfahrens fallen der Staatskasse zur Last. In der Urteilsbegründung führte der Vorsitzende aus, daß zwar eine Anzahl Zeugen ungünstig, anderseits aber andere Zeugen günstig für den Angeklagten ausgesagt haben. Da der Hauptbelastungs- zeuge nur zögernde und unbestimmte Angaben machte, konnte das Schwurgericht allein auf Grund der Sachverständigengutachten nicht zu einer Verurteilung des Angeklagten kommen, zumal ein großer Teil der Zeugen dem Angeklagten das denkbar günstigste Leumundszeugnis ausgestellt hatte. Ö Allertshausen, 1. Okt. Der Krieger- verein veranstaltete ein Preisschießen bei dem mit Kleinkaliber auf 50 Meter Entfernung zu schießen war. Die Kameraden zeichneten sich in die Ergebnisliste in folgender Reihenfolge ein: 1. Joh. Heinrich Nachtigall, 2 Bürgermeister Schubach, 3. Karl Hofmann, 4. Karl Börbächer, 5 Philipp Schnecker, 6 Wilhelm Schneider, 7 Adam Pfeif (Londorf), 8. Joh Scheid (Allendorf a. d. Lda.), 9. Heinrich Schuch (Treis a. d. Lda.), 10. Heinrich Delloff, 11. Joh Nachtigall jr., 12. Moritz Cosse- ment (Climbach), 13. Kurt Grube, 14. Heinrich Hill- Järtner, 15. Heinrich Römmer (Treis a d. Lda.), 6. Georg Waldschmied. Die Reihenfolge der vorgenannten Sieger mußte durch Stechen entschieden werden. Drei Schützen erzielten je 36 Ringe, zwei Schützen schossen je 35 Ringe. oo E b e r st a d t, 1 Okt. Am vergangenen Sonntag hielt die hiesige Ortspolizeibehörde in Verbindung mit dem Reichsluftschutzbund eine Verdunkelungsübung ab Pünktlich um 20 Uhr mit 517 Ringen. Don den Einzeljungschützen konnte das anmutige Fräulein Emmi Schlitzberaer, Harleshausen, das 109 Ringe in tadellosem Anschlaa erschossen hatte, mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet werden. Die Gaumeisterschaft erschoß Ludwig Pa- lovich, Frankfurt „Allianz", mit 144 Ringen Danach erreichten: Karl Schmitt, Oberwallmenach 141, Karl Schreiber, Adorf 139, Hch. Pohlmann, Flechtdorf 138, Ernst Rockel, Blitzenrod 137, August Schmitt, Limbura, Walter Schade, Homberg (Bez. Kassel) und Ludwig Hack, Fronhausen, je 136, Karl Aschenbrenner, Harleshausen 135, Albert Brühmann, Korbach „Horrido", und Albert Mehlhaus, Limburg, je 134 Ringe. Zahlreiche wertvolle Ehrenpreise, teilweise Stiftungen von Firmen und von Freunden unseres Sportes, unter denen die Stadt Hersfeld mit einem schönen Bilde der Stadt besonders genannt fei, konnten verteilt werden. Beim Schießen der Kreis svortleiter (3 Schuß stehend freihändig) erschoß Adam H a gern a n n , Gelnhausen, den ersten Preis mit 32 Ringen. Ihm folgten Lotz, Freiendiez, mit 31 und Köhler, Wildungen, mit 30 Ringen b-wPl-tz int JIC Wehrmacht vergangenen »Itenher Dn, i°'llons (teils ation und im J8en weiteren redsabend fei. E-Bataillons, lnt angeregten I behalten. * Launsbach 1. Okt. Die anläßlich bes 10- jahrigen Bestehens des Obst- und Ga r te n = bau Vereins 2a u.n sbach im Saale der Gastwirtschaft Rinn veranstaltete Ob st- und Gartenbauschau war sehr gut beschickt. Die zur Schau gebrachten Früchte, Gemüse, Konserven und Blumen und alles dem Obst- und Gartenbau dienende Material war erstklassig. Die ganze Schau bot ein herrliches Bild für die Besucher Auch die bei der (Eröffnungsfeier anwesenden Fachleute Kreisobstbauinspektor K i l p, der Direktor der Landwirtschaftsschule Wetzlar, Dr T r a u t man n, und der Leiter der Hessischen Hauptstelle für Pflanzenschutz Dr. Tempel-Gießen waren des Lobes voll von dem, was zu sehen war. Sie hielten sehr interessante Vorträge, die mit großer Aufmerksamkeit ausgenommen wurden. Trotz der ungünstigen Witterung am Sonntag war der Besuch auch aus den Nachbarorten gut. Ein Vortrag über .'Obsternte und Sortierung", sowie ein Filmvortrag -Deutsches Obst" ergänzten die Veranstaltung. Die Muhe, die sich der Obst- und Gartenbauverein mit dieser Schau gemacht hat, hat ihren Zweck erfüllt. Erne schone Nachfeier belohnte die Mitglieder und deren Angehörige für ihre große anstrengende Arbeit. Rodheim a d. Bieber, 1 Okt Gestern verließen die letzten fünf der diesjährigen Jce-u - Kinder nach vierwöchigem Aufenthalt unseren Ort, um die Heimreise nach Solingen-Wold anzutreten Wer Gelegenheit hatte, die Abschiedsumarmungen zu beobachten, der kann sich ein Vi d davon machen welch herzliche Aufnahme die kleinen Gäste bei ihren Pflegeeltern fanden, und hatte die Gewißheit, daß der Wille des Führers, erholungsbedürftige Stadtkinder in gesunder Land lüft liebevolle Pflege angedeihen zu lassen, in Rodheim vollinhaltlich in die Tat umgesetzt worden ist Hoffentlich gehen die beim Abschied von allen Beteiligten geäußerten Wünsche auf ein frohes Wiedersehen im nächsten Jahre in Erfüllung. Briefkasten der Redaktion. Rundfunkübertragung der Proklamation des Aüh- rers. Bei der Wiedergabe der Proklamation des Führers vom Reichsparteitag der Ehre am vorigen Montag im Rundfunk handelte es. sich um eine Uebertragung von der Wachsplatte, die bei ber 23er» lesung der Führer-Proklamation durch den Gauleiter W aJj n e r hergestellt worden war Die Stimme, die von den Rundfunkhörern bei ber Uebertragung am Montag gehört würbe, war also biß Des Gauleiters Wagner. n Am morgigen i % Louis Ze> , ^b. Dittmani ; ",eit feiern. Das Gesundheit. Deck । 'i mithelfen, miaen Obst°er- Ntrafoe T* Wtt g* ÄÄ 1 .rftotsaM * lsienelt-l Karbens j „ , stellt- st» Arn gestrigen Donnerstag oerhanbelte bas Schwurgericht unter Ausschluß ber Oeffentlichkeit gegen ben 61 Jahre alten Heinrich Kraut, wohn- jaft in Robheirn o. b. H., unb gegen bie 40 Jahre alte Luise A l t m ü 11 e r , in Bao Hornburg. Die Angeklagten würben beschulbigt: Kraut einer voll- enbeten Abtreibung, eines Abtreibungsoersuchs unb einer Beihilfe zu einem Abtreibungsversuch, bie Altrnüller eines versuchten Abtreibungsversuchs, beide gewerbsmäßig hanbelnd Das Schwurgericht verkünbete, nachbem bie Oeffentlichkeit wieberhergestellt war, folgenbes Urteil: Der Angeklagte Kraut wirb wegen gewerbsmäßiger Abtreibung zu einer Zuchthausstrafe von a ro e i Jahren unb sechs Monaten, abzüglich zwei Monate Untersuchungshaft, bie A l t- müllet wegen bes Versuchs ber Abtreibung zu einer Gefängnisstrafe von zehn Monaten, abzüglich vier Monate Untersuchungshaft, verurteilt. Beiben Angeklagten würben bie Kosten bes Verfahrens auferlegt. In ber Urteilsbegrünbung mürbe ausgeführt, baß bei bem Angeklagten Kraut Gewerbsmäßigkeit als erwiesen angesehen würbe, während das Schwurgericht bei ber Angeklagten AltmÜller bies nicht als erwiesen ansah. Bei bem Angeklagten Kraut kamen wegen seines verbrecherischen Willens unb seiner leichtfertigen Hanblungsweise, so- Der Polnische Aero-Club hat soeben bie amtlichen Ergebnisse ber Gorbon-Bennett-Freiballon-Wettfahrt festgestellt, bie am 30. August b. I. von Warschau aus stattfanb. Den ersten Platz hat ber belgische Ballon „Belaica" mit 1715,800 km errungen. Das amtliche Ergebnis: 1. „Belgica" (Demuyter, Belgien) 2. „Lopp" (Janusz, Polen) Ehrentafeln für alteingesessene Vauerngeschlechler Zwei bis dreihundert Lahre nachweisbar auf dem gleichen Bauernhof. Zum Erntedankfest fin- det im Bereich der Landesbauernschaft Hessen- Nassau die Ueberreichung einer Ehrentafel mit Besitzurkunde an über 6 0 Bauern- und Landwirtsgeschlechter statt, die über 200 Jahrenachweisbar a u f ihrem Hofe erb- eingesessen sind. Diese Ehrenliste erhebt durchaus keinen Anspruch darauf, alle jene Geschlechter zu verzeichnen, die mindestens 200 Jahre auf dem gleichen Hofe als erbeingesessen nachweisbar sind. Gewiß gibt es im Bereich der Landesbauernschaft weit mehr solcher alteingesessener Bauerngeschlechter. Es ist nur nicht immer so leicht, den urkundlichen Nachweis dafür beizubringen, sei es aus Grundbüchern, Morgenbüchern, Stockbüchern, Losbriefen und Uebergabeprotokollen, Lehen-, Sal- oder Steuerbüchern. Die Reihe der vom Landesbauernführer durch Ueberreichung der Ehrentafel mit Besitzurkunde ausgezeichneten fast siebzig Bauern- und Landwirtsgeschlechter ist nur ein Anfang. Wenn die gemeindlichen Archive weiter durchforscht werden, die Sippengeschichte weiter aufgehellt wird, reihen sich ihnen gewiß noch weitere altersstolze bäuerliche Geschlechter an. Ihre Ehrung wird Jahr für Jahr zum Erntedankfest erfolgen. Sie tragen alle den gleichen bäuerlichen Adel, ob es nun der Landwirt mit kleinerem Grundbesitz, oder der Bauer vom Erbhof ist. Und in Oberhessen, im Westerwald, wie in Rheinhessen, im Ried, im Taunus, wie im Odenwald — überall leben und arbeiten gewiß noch Bauern und Landwirte, die ihre Scholle schon seit Jahrhunderten beackern und hüten und denen der Nachweis des mindestens 200- jährigen Erbgutes gewiß noch gelingen wird. Wenn nicht zu diesem Erntedankfest, dann zum nächsten oder übernächsten! Der Nachweis, bisher die ältesten erb eingesessenen Bauerngeschlechter zu sein, ist in zwei Fällen besonders weit zurück geglückt: Erbprinz zu Erbach-Schönberg in Schänder g (KreisbauernschaftHeppenheim a.d.B.) kann ihn bis zum Jahre 1422 führen, Heinrich Stallmann in Uelversheim (Alzey) bis 1588. Aus Oberhessen kommen bei der diesjährigen Erntedankfest-Ehrung folgende alte Familien in Betracht: Kreisbauernschaft Oberhessen-West in Friedberg: Rob. Laubach, Ober-Mockstadt (1675), Hermann Eckert, Diebach a Haag (1719), Friedr. Steul, Bettenhausen (1640), Otto Zöckler, Grünberg (1733), Will). Seum I., Fauerbach über Nidda (1736), Ferd. Hch. Christ, Fauerbach, Okarben (1652). Kreisbauernschaft Oberhessen-Ost in Alsfeld: Otto Usinger, Ilbeshausen (1720), Gg. Stein, Grebenau 1731), Konrad Linker, Haarhausen (1729). Beisetzung des Universitätsrektors proieftor Baur. Marburg, 1. Okt. (LPD.) Am Mittwochnachmittag wurde die sterbliche Hülle des am Samstag in Travemünde verunglückten Rektors der Philipps-Universität, Professor Dr. Max Baur, zu Grabe getragen. Die Universitätsaula, wo der Sarg aufgebahrt war, vermochte die große Traueroersammlung nicht völlig aufzunehmen, so daß die Ansprachen durch Lautsprecher auf den Hof der Universität und die angrenzenden Straßen übertragen werden mußten. SA.-Männer und Studenten hielten zu beiden Seiten des Sarges die Totenwache. Nach einleitender Trauerweise und nach der eindrucksvollen Traueransprache des Geistlichen legten Gauleiter Staatsrat W e i n r i ch, Oberpräsident Prinz Philipp von Hessen, Prorektor Professor G i e s e ck e, Universitätskurator Geh. Oberegierungsrat v. Hülsen, Kreisleiter und Landrat Krawielitzki, Oberbürgermeister Dr. Scheller, Gaustudentenbundsführer Toden- höfer, sowie Vertreter des Kultusministeriums, der kurhessischen Aerzteschaft, des Landeshauptmanns, der Deutschen Pharmakologischen Gesellschaft, des Pharmakologischen Instituts der Universität Marburg usw. in Verbindung mit Ansprachen Kränze am Sarge nieder. Aus allen Ansprachen klang der Dank für die unauslöschlichen Verdienste, die sich der Verstorbene als erster natio- nalsozialistlscher Rektor der Philipps-Universität erworben hat. Nach einer weiteren Trauerweise gab ein Trauerzug, wie ihn Marburg wohl selten gesehen, dem Verblichenen das letzte Geleit auf die Höhe des Marburger Bergfriedhofs. Dem Sarge folgten die Hinterbliebenen, der Gauleiter, der Oberpräfident, Senat, Dozentenschaft, das übrige Trauergefolge und zuletzt die Abordnungen der Universitätsbetriebe, sowie SA. mit ihren Fahnen. Wehmütig erklang das Lied vom guten Kameraden, als man auf der Bergeshöhe den Sarg der Erde übergab. Siebenhundert Reichsbahnsänger werben im Sängergau Frankfurt. Lpd. Frankfurt a. M., 1. Oktober. In der Woche vom 3. bis 11. Oktober rufen die Reichsbahn-Gesangvereine den deutschen Eisenbahner zur Pflege des deutschen Lieds im Männerchor auf. Der stellv. Generaldirektor der Deutschen Reichsbahn, K l e i n m a n n, wünscht den Reichs- bahngesangvereinen und den Gesangsabteilungen der Eisenbahnvereine „zu diesem von regem Aufbauwillen zeugenden Schritt vollen Erfolg und erwartet, daß ihre Ermahnung auch in den Kreisen der Bediensteten Widerhall findet, die das deutsche Lied in seiner Bedeutung für die deutsche Kultur bisher unterschätzt haben". Auch die Jugend möchte er in den Reihen der Reichsbahnsänger sehen, die schöne, über siebzigjährige Tradition fortzufetzen. Die siebenhundert Reichsbahnsänger des Sängergaues Frankfurt a. M. dürfen von dieser Werbewoche einen besonderen Erfolg erwarten. Ist doch Frankfurt einer der Hauptgründer des 20 000 Berufskameraden umfassenden deutschen Reichsbahnsängerbundes und steht doch der erste Bundestag in Frankfurt der Oeffentlichkeit noch in allerbester Erinnerung. Das verpflichtet auch für die bevorstehende Werbewoche. Dreizehn Vereine umfaßt der heutige Reichsbahnsängergau Frankfurt: Das ..Flüaelrad" und die G"langsabteilung der Lokführer Frankfurt, den Eisenbahnverein Höchst- Werkstätte Nied, das „Flügelrad" Offenbach, die Gesangsabteilungen Hanau a. M., Bad-Homburg, Gießen, Kleinostheim, Limburg, Herborn, Dillenburg und Betzdorf. (2). Der Oeffentlichkeit sind die Reichsbahnsänger gerade im Bereich des Sängergaues Frankfurt nicht unbekannt. Im Rahmen der Konzertgemeinschaft des Reichsbahnsängergaues haben sie sich schon wiederholt öffentliche Anerkennung verdient. Diese Konzertgemeinschaft umfaßt das Flügelrad Frankfurt, die Werkftätte Nied, das Flügelrad Offenbach und die Gesangsabteilung Hanau. Ab 1. Oktober motorisierte Straßen- vosizel auf der Reicbeiautobabn. LPD. F r a n k f u r t a. M., 30. Sept. Ab 1. Oktober 1936 übernimmt auf den fertiggestellten Strecken der Reichsautobahn die motorisierte S tr a ß e n p o l i z e i die V e r k e h r s ü b e r w a - chung, die bisher durch die Reichsautobahn-Poli- zei ausgeübt wurde. Die Reichsautobahnstrecken werden von der Polizei Tag und Nacht m Streifendienst befahren, so daß bei jedem Verstoß gegen die oerkehrspolizeilichen Vorschriften bestimmt mit Bestrafung gerechnet werden muß. Neben dem Polizeidienst bleibt ein Unfallmeldedienst der Reichs- autobahnen in den Stützpunkten der Anschluß- Stellen bestehen. Oie „Wildscheuer" bei Steeden unter Naturschutz. LPD. Limburg, 1. Okt. Die in der Gemarkung der Landgemeinde Steeden gelegene Höhle „Wildscheuer" ist jetzt unter Naturschutz gestellt worden. Die Steedener Höhlen „Wildhaus" und „Wildscheuer", von denen die letztere der Kalksteinindustrie zum Opfer gefallen ist, und die dort früher gemachten Funde aus prähistorischer Zeit, wie z. B. zerschlagene Knochen ausgestorbener und ausgewanderter Tiere (Mammut, Nashorn, Höhlenbär, Höhlenhyäne und Renntier), sind untrügliche Naturdokumente für die menschliche Besiedlung des Limburger Beckens in der Eiszeit. Es ist daher zu begrüßen, daß der Standort dieses einzigartigen Naturdenkmals jetzt in vollem Umfange pflegerischen Schutz genießt. Kraftfahrzeuge gegen Eisenbahnschranken. Eine Mahnung der Reichsbahndirektion Kassel, die überall beherzigt werden sollte! LPD. Die Pressestelle der Reichsbahndirektion Kassel teilt mit: Im Bezirk der Reichsbahndirektion Kassel fuhren durch Verschulden der Fahrzeugführer gegen geschlossene Eisenbahnschranken: Im Jahre 1933 = 47 Kraftfahrzeuge, im Jahre 1934 = 49 Kraftfahrzeuge und im Jahre 1935 = 58 Kraftfahrzeuge. In der ersten Hälfte des Jahres 1936 (Januar bis Juni) stieg die Zahl bereits auf 41 Kraftfahrzeuge. In den meisten Fällen wurden Personen verletzt und die Fahrzeuge mehr oder minder stark beschädigt. Auf alle Straßenkreuumaen mit der Eisenbahn wird durch Warnkreuze, Kraftwagenwarntafeln, neuerdings auch durch Baken frühzeitig aufmerksam gemacht. Kraftfahrer! Fahrt in der Nähe von Eifenbahnübergängen so vorsichtig, wie es schon euere eigene Sicherheit verlangt! Beachtet unter allen Umständen die Warnkreuze, Warntafeln und Baken. Wer versucht, unter sich schließenden Schranken noch schnell hindurchzufahren, fährt leicht in den Tod! alle Hausfrauen, die uns besucht haben. 6183 d Sarge vor! Wm Reichs- und Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Sd>oenid>en, Leiter der Reichsstelle für Naturschutz. Gebunden RM. 3,60. Bestellungen durch alle Buchhandlungen f)u otiermüh er erlnq.Betin »erf. Speisezimmer neues Modell, Büfett (1.80 m) mit geschweiften Türen. Aufsatz mit Glas Schiebetüren, Kiedenz. Aus ug Tisch und 6 Stühle, mit eingebauten Federn und echtem Le er nur 490.—Mk. jiefätuni»! die fieTsil-1l)äsx'7Tu^ dem neuen Familien-Gasherd Husten dann Tee Kräuterhans Innfi. GieBen in d. Mänsbnrg. Hustenkur mitSpitzwege richsatt. eivoD MeineAnreigen im Gießener Anzeiger werben von Tauienben beachler und geleieu. Carl Sommer, Gießen “ Das Haus der zufriedenen Kunden Meine Anzüge sind zum größtenTed aus eigen en Stoffen an gefertigt! Obstversteigerung. Aus dem staatlichen Garten in Alten-Buseck werden 61890 Montag, den 5. 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