Donnerstag, 2. Juli 1936 Ur. 152 Erstes Blatt 186. Jahrgang Erscheint täglich, nutzer JBJB0F ® Ä Annahme von Anzeigen B.™.“’.’A A A AB X A 4 A /fc> AM NLssL äii|AirAiiAr nnzAiAAr Monats-Bezugspreis: M W W W B B Br fl K wB IV W 50Rpf.,Platzoorschrift nach Zustellgebühr .. „ -25 ■ B B V B B vorh.Derembg.25°/„ mehr. *‘\“ä!S KT tf '**' infolge höherer Gewalt _ _ __ M Stellen- D-r-ms. gemein. -ML General-Anzeiger sm Gberhe en ßMM richten: Anzeiger Stehen U Ay ! e 1 1 behördliche Anzeigen 6Rpf. zranttun ?m^Main 11686 Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitatrvuch- und Steindruckerei «.Lange in Gießen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7 Mengenabschlüsse Staffel 8 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger sür Oberhessen Michsparieiiag Weimar 1926 Der Tod am Kreuzweg. Die meisten Verkehrsunfälle spielen sich an den Straßenkreuzungen ab. Hier werden auch vorsorglich die Warnungszeichen errichtet, die leider nur zu oft die gewünschte Wirkung nicht ausüben. Wollte man allerdings jeden Verkehrsunfall voller Voreingenommenheit behandeln, wollte I man unbesehen dem Kraftfahrer die Schuld beimessen oder die Radfahrer für schuldig erklären, dann würden sich alsbald Gegensätze herausbildcn, die es von vornherein unmöglich machen, das Ziel einer Verringerung der Zahl der Verkehrsunfälle zu erreichen. Gerechtigkeit eines jeden Straßenbenutzers ist die erste Vorbedingung für eine wirkungsvolle Bekämpfung des übexall am Wegrand und an den Kreuzwegen hockenden Todes, der täglich reiche Ernte halten kann. Wiederum find innerhalb einer Woche im Reich 149 Personen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen, 4434 Personen haben mehr oder minder schwer verletzt ins Krankenhaus geschafft werden müssen. In der Vorwoche waren es 131 Tote und 4522 Verletzte, weiter vorauf 110 Tote und 4118 Verunglückte, wieder eine Woche früher 134 Tote und 4064 Personen, die mit Schädelbrüchen, Arrn- und Beinbrüchen, inneren Verletzungen, Schnittwunden und Hautabschürfungen davongetragen werden mußten. Das sind Ziffern, die aufs Tiefste erschüttern. Mehr als zwanzig Todesopfer hat bei uns jeder Tag der letzten Woche allein der Straßenverkehr gefordert. Wir wissen, daß in anderen Ländern mit einer wesentlich größeren Motorisierung die Unglücksfälle aus den Straßen noch zahlreicher sind. Man braucht sich doch angesichts der deutschen Verluste nur einmal vor Augen zu halten, daß bei uns aus 63 Einwohner ein Kraftwagen kommt, in den Vereinigten Staaten von Nordamerika jedoch schon auf fünf Einwohner, um sofort zu wissen, daß dort die Verkehrsoerluste ungleich höher sein müssen. Für Deutschland ist aber die Bekämpfung des Verkehrstodes und des Unfallteufels von unerhörter Wichtigkeit. Dank der durch - den Führer in Gang gebrachten Motorisierung konnten Tausende und aber Tausende erwerbsloser Volksgenossen wieder einer geregelten Beschäftigung der Standarte „Thüringen", die a m S o n n t a g , 4 Juli 1926, während eines General-Appells im Deutschen Nationaltheater in Weimar mit den Standarten „München", „Württemberg", „Franken", „Augsburg", „Sachsen", „Baden' und „Berlin" zusammen vom Führer feierlich geweiht wurde. Die Standarte, das Wahr- und Feldzeichen des naiionasozialistischen Kampfes, wurde vom Führer selbst entworfen. „Der Adler, der einzige Vogel, dessen Blick und Flug der Sonne, dem Licht zustrebt, er allein darf das Sinnbild unserer Bewegung sein" — so wollte es der Führer. Und der „Völkische Beobachter" schreibt hierzu 1934 in der Reichsparteitag-Sondernummer: „Noch sind des Adlers Schwingen nicht gebreitet; er setzte erst zum Flug an: aber das Himmelanstrebende, das Losgelöste von der Schmach und Niedrigkeit einer untergehenden Zeit, ist die tragende Linie der nationalsozialistischen Symbole. Pyramidenförmig ist die Linienführung der ganzen Standarte. Sie verjüngt sich nach oben, ein aufwärtsweisendes Zeichen für die Kämpfer, denen sie vorangetragen wird, für die Abseitsstehenden, die sie mitreißt". Hakenkreuzstandarten anvertraute. Hier deutete er noch einmal den Sinn des Zeichens: „Rot — Symbol der sozialen Gesinnung, Weiß — unser Nationalsozialismus der Tat nicht der Phrase, Schwarz — der Geist der Arbeit, der immer juden-1 gegnerisch, rasseschützend sein wird. Das Eichen-1 laub, der Adler versinnbilden den kommenden Sie-! geszug". — Und dann sprach er von der Standarte: „Sie predigt den Geist des Freiheitskampfes: den unversöhnlichen Haß gegen alle Feinde des Vaterlandes, die uns wehr- und ehrlos erhalten wollen, und die beispielloseste, innigste Liebe zu Volk und Vaterland". — Mit Adolf Hitler schwuren Tausende: „Wir können diese Fahne nie lassen, man müßte uns denn die Herzen (mit dem felsenfesten Glauben an die deutsche Auferstehung) aus den Leibern reißen". Das war der 4. Juli 19 26 in Weimar. Hunderttausende werden in diesem Juli das Zeichen der zehnjährigen Wiederkehr des Reichsparteitages Weimar voller Stolz tragen und dabei geloben, der alten Kämpfer, die die Weihe dieses Wahrzeichens miterlebten, sich würdig und dankbar zu erweisen. Gautag Hessen-Nassau 8 —'12.Iuli in der Gauhauptstadt Frankfurt a. Main. Vor zehn Jahren. Am 27. Februar 1925 trat die bis dahin verbotene Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei wieder voll in die Erscheinung. Ein Jahr und einige Monate später war sie bereits soweit, um ihren ersten großen Parteitag abhalten zu können. In Weimar trafen sich damals viele tausend Träger des Hakenkreuzes, um dem Führer zu huldigen und der Bewegung, deren Banner sie auch während der Verbotszeit nicht verlassen hatten, erneut die Treue zu schwören. So sehr sich auch die marxistischen Kräfte alsbald zur Wehr setzten, so sehr alles getan wurde, um die Bedeutung dieses Treffens zu verkleinern und den Worten des Führers nach Möglichkeit kein Echo zu geben, so stark wirkte dennoch die nationalsozialistische Idee. Es dauerte nicht lange und sechs Millionen Wähler standen an der Seite Adolf Hitlers. An die ersten Grundsteine des nationalsozialistischen Baus waren weitere gefügt worden, das Gebäude wuchs und wuchs und wurde von Jahr zu Jahr machtvoller, bis es schließlich das ganze deutsche Volk und das ganze Deutsche Reich überdachte. m . Zehn Jahre sind seit dem Tag von Weimar vergangen, eine Zeitspanne, die in ihrem ersten Abschnitt unserem Volke nur Unerfreuliches brachte, aber gerade deswegen auch den Glauben an die nationalsozialistische Idee immer festere Wurzeln schlagen ließ, bis dann der Tag der Machtübernahme durch den Führer kam und nun auch die Letzten, die noch beiseite standen, angesichts der zielbewußten und erfolgreichen Aufbauarbeit Adolf Hitlers ebenfalls zu ihm stießen. Wieder dürfen wir feststellen, daß die Idee, wenn sie gut und klar und gesund ist, immer und alle Zeit siegreich bleiben wird. Gewiß, es war für den einzelnen nicht leicht, sich von Anschauungen frei zu machen, die sich schon tief verankert hatten, aber Mut gehörte schon dazu, nun für das, was als richtig erkannt war, auch offen einzutreten. Die da zu Adolf Hitler in den Jahren schwersten Kampfes gingen, fetzten nicht nur fast durchweg ihre Existenz aufs Spiel, die sie sehr oft opfern mußten, sie warfen auch ihr Leben in die Waagschale. Denn damals mußten die Prediger der nationalsozialistischen Weltanschauung, die Verfechter der bedingungslosen nationalen Idee denen entgegentreten, die entweder mit brutaler Gewalt, mit Dolch und Revolver der deutschen Innenpolitik ihre besonderen Merkmale verliehen oder aber durch polizeiliche Maßnahmen und Notverordnungen dem Nationalsozialismus jede Wirkungs- und Ausdehnungsmög lichkeit zu nehmen suchten. Die Idee blieb siegreich, der Glaube des Führers und feiner Getreuen, die sich zum ersten großen Aufmarsch nach dem Parteiverbot in Weimar vor zehn Jahren um ihn versammelten, erfüllte sich, eben weil dieser Glaube Berge zu versetzen ermochte, weil er niemals wankend wurde und weil die nationalsozialistische Bewegung kompromißlos ihre Ziele anstrebte. Zehn Jahre sind seit diesem Parteitag vergangen: Jahre des deutschen Niederganges, aber auch Jahre des deutschen Aufstiegs und des erfolgreichen nationalsozialistischen Wiederaufbaues. Eine Lehre hat sich m dieser so kurzen Zeitspanne erfüllt, die, und das müssen wir an diesem Tage eindeutig zum Ausdruck bringen, unserem gesamten Volke ohne Unterschied das Beste gebracht'hat und auch weiter bringen wird und die durch ihre Lauterkeit und Unverfälschtheit, durch ihre echt deutsche Gesinnung zum Ewigkeitswert geworden ist. Die Standarte. Gefahrenstelle! An (fieser Kreuzung ereigneten sich im Jahre 1935 75 Unfälle und zwar £> ■ - Todesfälle Ä X J Körperschäden X x . J?.. Sachschaden x Vom 3. bis S. Juli begeht die NSDAP, die Z e h nj a h r e s s - i - r des ersten Reichspartei, tages nach der Neubildung der Partei. Dies ist ein Bild aus jenen historischen Tagen: Am Natwnal- theater begrüßten die Getreuen mit stürmischer Begeisterung den Führer. ImAuto erkennt man Rudolf Heß, den Stellvertreter des Führers — (Presse-Jllustratlon-Hoffmann-M.) In Hamburg stellte man an 20 verkehrsreichen Plätzen Schilder auf, die die Unfälle des vergangenenJahresandenbetreffen- den Gefahrenstellen verzeichnen. Diese eindringliche Mahnung wird sicherlich ihre Wirkung nicht verfehlen. — (Scherl-Bilderdienst-M.) zugeführt werden. Wie stark die Motorisierung an- gewachsen ist, ergibt sich am besten daraus, daß im Jahre 1933 auf 95 Personen ein Auto kam, im Jahre 1935 jedoch schon auf 63 Einwohner. Nimmt man noch die Krafträder hinzu, dann entfällt auf 33 Einwohner ein Motorfahrzeug. Gehen wir einen Schritt weiter und sehen wir zum Fahrrad hinüber, das man als das Auto des kleinen Mannes anzusprechen hat, das aber im Straßenverkehr eine große Rolle spielt, dann haben wir festzustellen, daß durch die Arbeitsbeschaffung des Führers die Zahl der Fahrradbesitzer erheblich angewachsen ist. Heute gibt es 15 Millionen Radfahrer, das heißt auf jeden Einwohner kommen vier Fahrradbesitzer. Die meisten Radfahrer setzen sich aus Arbeitern und Angestellten zusammen, die mit dem Zweirad des Morgens zum Arbeitsplatz fahren und abends mit ihm nach Hause zurückkehren. Auf diesen Kreis unserer Volksgenossen entfällt nicht nur ein hoher Prozentsatz der Verkehrstoten und Verkehrsverletzten, sondern auch der Schuldigen. Bei allem Verständnis für die Eile, die auch der Mann auf dem Fahrrad hat, scheint es höchste Zeit zu sein, daß der Radfahrer, der bei jedem Zusammenprall doch immer den Kürzeren zieht — noch niemals ist ein Auto durch ein Fahrrad überfahren worden! —, erst an die Verkehrsvorschriften und dann an das Tempo denkt. Die gleiche Mahnung ist an alle Kra ft- mag en fairer zu richten. Sie können natürlich nichts dafür, wenn sie auch bei vorsichtigem Fahren auf einer glatten Stelle ins Rutschen kommen unS gegen einen Baum prallen. Aber das Hinüber» jagen über Kreuzungen, das Ueberholen bei höchster Geschwindigkeit, das rücksichtslose Durchquet- und neuartige Verkehrswege sich berühren wie dies bei dem neuen Flug- und Luftschiffhafen der Fall ist, an dem bekanntlich die Straße des Führers, die Reichsautobahn, dicht vorbeiführt. Zum Tag der Weihe werden zum letzten Mal in diesem Jahre beide Luftschiffe in Frankfurt a. M. weilen. Die gesamte Jugend Frankfurts und wohl Teile aller Bevölkerungsschichten werden an der ersten Großveranstaltung des Gautages, der Weihe des Weltluftschiffhafens Rhein-Main teilnehmen. Am Mittwoch, 8. Juli, wird der Weiheakt um 15 Uhr mit dem Legen einer Baugedenkplatte an der Stelle, an der Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger den ersten Axthieb bei der Errichtung des Luftschiffhafens geführt hat, beginnen; dann wird nach einer Ansprache des Generals der Flieger und Staatssekretärs Milch Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger den Flug- und Luftschiffhafen an Kreisleiter Dr. Krebs, den Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Südwestdeutschen Flugbetriebs AG. Rhein-Main, übergeben. Zwischen 17 und 18 Uhr siedeln dann die Lufthansamaschinen vom alten Flughafen auf den neuen über und eine Reihe englischer Pool-Flugzeuge wird bereits am ersten Tage dem Hafen einen Besuch abstatten. Zwischen 17 und 18 Uhr wird LZ. 129 .Hindenburg" eintreffen und im Hafen landen. Etwa gegen 20 Uhr startet LZ. 12 7 „Graf Zeppelin" zu einer Fahrt nach Südamerika, dieser gewaltige, für unser ©augebiet, für Deutschland, ja sogar für die ganze Welt so ungeheuer wichtige Weiheakt wird die erste Groh- veranstaltung des Gautages der NSDAP. 1936 in der Gauhauptstadt Frankfurt am Main sein. Zehnjährige Vieöerkehr des keilhsparteitages, Weimar ™ NSG. Das Zeichen der Feier der 1 Oj a b t i 8 ‘ " Wiederkehr des Reichs parteN a g e sm Weimar 1926 trägt wuchtig und schlicht das -öii NSG. Anläßlich derWeihedesFlug-und Luftschiffhafens Rhein-Main wird der General der Flieger und Staatssekretär Milch vom Reichsluftfahrtministerium das Wort ergreifen. Dieser neue Flug- und Luftschlsfhafen hat für unseren Gau Hessen-Nassau zweierlei Bedeutung, einmal kommt hier der starke Wille der Partei zur Neugestaltung der gesamten Berke h r s v e r h ä l t n i s s e zum Ausdruck. 3ft ee doch Gauleiter Sprenger dessen klarem Blick und unbeirrbarem Willen diese gewaltige Anlage ihre Entstehung verdankt. Zum zweiten aber be- deutet die Schaffung dieser bis ,-tzt beispiellosen Einrichtung nicht weniger als die Entwicklung des Rhein - Maingebietes z um T o r d er ganzen Welt. Die Größe und Welterentwlck- lunasmöglichkeit in dieser Hinsicht ist >heute noch nicht annähernd zu überblicken. Allein die Tatsache daß dadurch zukünftig in jedem Jahr Tausende prominenter Persönlichkeiten der verschiedensten Lebensgebiete aus fast aller Herren Lander unseren Gau berühren, läßt jetzt schon ooraussehen daß Frankfurt a. M. zum Beispiel auch als Huterm und Pflegerin des neuen kulturellen Lebens im Dritten Reich eine ganz besondere und wichtige Stellung einnehmen wird. Welche Amöben Frankfurt als der Gauhauptstadt m be uq °us die Ausgestaltung seiner kultur- len Stötten erwachsen, liegt dadurch heute ^°n kar Wo vor zwei Jahren noch dichter Wald stand, hoiwt fkh heute eine Fläche von 278 Hektar aus, die beispiellos rasch geschaffen wurde. Um einen Begriff von der Größe dieses gewaltigen Platzes macken zu können, vergegenwärtige man sich, daß man 6 ^Kilometer beim Umschreiten des Flug- und LuftfchiffhgfE cn mu6 Es gibt woh in der ganzen Welt keine Stelle, an der so gewaltige Ein Jubelsturm erhob sich, als Adolf Hitler im Deutschen Nationaltheater seinen Kämpfern bie* A .L. scheu bei starkem Verkehr, das falsche Einbiegen in Seitenstraßen, das Mchtbeachten der Wege- und Verkehrszeichen — das alles sind Erscheinungen, die Menschenleben gefährden und dem Verkehrstod dauernd neue Opfer zuführen. Auch hier ist es nur eine Frage der Disziplin. Fahrer, die alle Sorgfalt im Verkehr walten lassen und die auch an sich selbst ein wenig denken, werden mit nahezu hundertprozentiger Sicherheit von Unfällen verschont bleiben. Ueberhaupt scheint es, als ob die rasenden Fahrer, die es so eilig haben, daß sie mit Sekunden geizen und die dann nachher Monate im Krankenhaus zubringen müssen, immer wieder übersehen, daß der Verkehrsunfall durchaus keine einseitige Angelegenheit ist. Wie oft müssen die Schuldigen gleich an Ort und Stelle mit ihrem Leben büßen oder sie erleiden derart schwere Verletzungen, daß sie für immer zum Krüppel werden. Das mögen die Kilometerfresser endlich einmal beben- fen? wenn sie ungeduldig am Steuer sitzen und am liebsten einem von einem vorsichtigen Fahrer gelenkten und vor ihnen in normalem Tempo dahin» fahrenden Wagen einen Stoß geben möchten, um ihn zu größerer Geschwindigkeit anzutreiben. Schnelligkeit ist ganz gewiß eine schöne Angelegenheit, sie findet aber an den Gesetzen der Sicherheit und der Verkehrsordnung ihre Grenzen. So bleibt denn schließlich noch der Fußgänger, dessen Sündenregister ebenfalls lang ist. Ist weder dem Kraftwagen noch dem Fahrrad das Recht der alleinigen Beherrschung der Straße in« und außerhalb der Stadt zuzusprechen, so ist auch der Fußgänger deswegen noch längst nicht der alleinige Herr der Verkehrswege. Einer hat auf den andern Rücksicht zu nehmen, der Mann am Steuerrad hat sich ebenso vorzusehen wie der Fußgänger beim Ueberschreiten der Straßen. Ja, dem Fußgänger fällt auch noch die Pflicht zu, besonders auf spielende Kinder zu achten, die sich mit Vorliebe Fahrwege aussuchen, so daß immer wieder Kinder in größerer Zahl unter den Verkehrsopfern zu finden sind. Ziehen wir eine Bilanz der Verkehrsunfälle und ihrer Verhütung, dann können wir nur von neuem die Forderung nach stärkster Strahendiszi- p l i n erheben. Ohne Disziplin kann weder eine Arbeit zum guten Ende geführt werden noch ein Volk sein Dasein behaupten, noch ein so komplizierter Verkehr wie der Straßenverkehr in voller Ordnung abgewickelt werden. Vergessen wir aber nicht, daß vom Kraftwagen Hunderttausende deutscher Volksgenossen leben, daß jeder Unfall die unmittelbaren Zeugen derart erschüttert, daß sie, sofern sie sich bis dahin mit der Absicht trugen, einen Kraftwagen zu erreichen, wahrscheinlich von diesem Plan wieder abkommen werden. Den Rückschlag erleidet dann der deutsche Arbeiter der Automobil- und der Zubehörindustrie. Wer die Motorisierung Deutschlands anstrebt und selbst dazu beiträgt, der hat dann die unabweisliche Pflicht, sich so auf der Straße zu verhalten, daß die Zahl der vermeidbaren Unfälle aus der Unfallstatistik verschwindet. Schwerer Unfall des Musikzuges der GG.-Leibstandarie. Der im ganzen Reich durch seine Konzerte beliebte Musikzug der SS. -Leibstandarte wurde von einem schweren Unfall betroffen. Der Musikzug befand sich in zwei Autobussen auf der Heimkehr von einer Konzertreise im Westen des Reiches. Zwischen Burg (bei Magdeburg) und Genthin durchfuhren die Wagen im langsamen Tempo eine stark ansteigende Strecke. Aus der entgegengesetzten Richtung kam von Genthin her ein Lastwagen mit Anhänger, der auf der durch einen niedergegangenen Wolkenbruch schlüpfrig gewordenen Asphaltdecke ins Schleudern geriet. Der Fahrer konnte den schweren Zug nicht mehr zum Halten bringen und fuhr gegen einen Baum. Hierbei rutschte der Anhänger so unglücklich über die Straße, daß er mit voller Wucht die Seitenwand des zweiten Autobusses der SS.-Leibstan- barte in ihrer ganzen Länge aufriß. Zwei Männer des Musikzuges waren sofort tot, zwei Mann starben kurz nach ihrer Einlieferung im Kreiskrankenhaus. Außerdem befinden sich im Krankenhaus zur Zeit noch sechs Schwerverletzte und eine Anzahl von Leichtverletzten. Der erste Autobus, der die Höhe bereits überwunden hatte, bemerkte von dem Unfall nichts; erst in Berlin erfuhren die Männer von dem furchtbaren Unglück, das ihre Kameraden betroffen hat. Als die Meldung von dem Unfall in Lichterfelde bekannt wurde, eilte Obergruppenführer Sepp Dietrich sofort zur Unfallstelle und zu den verletzten Kameraden. ♦ Die Nachricht von dem schweren Schicksalsschlage, der den im ganzen Reiche außerordentlich beliebten Musikzug der SS.-Leibstandarte betroffen hat, wird in der gesamten deutschen Bevölkerung mit Erschütterung und innigem Mitgefühl ausgenommen werden. Die Nation senkt ihre Fahnen in tiefer Trauer um die in Ausübung ihres Dienstes so jäh aus dem Leben gerissenen SS.-Männer. DieFiuanzlaoe derReichsbahn Essen, 1. Juli. (DNB.) Der Verwaltungsrat der Reichsbahn beschäftigt sich mit Finanzfragen. Ein Ueberblick der Einnahmeentwicklung des ersten Halbjahres 1936 zeigt einen Zuwachs von 9,2 v. H. gegenüber dem Vorjahre; dabei entfällt auf den Personen- und Gepäckverkehr eine Mehreinnahme von 5,5 v. H., auf den Güterverkehr eine solche von 12,3 v. H. Den erhöhten Einnahmen aus verstärkten Verkehrsleistungen stehen erheblich vermehrte Betriebsausgaben gegenüber. Der Verwaltungsrat gab seine Zustimmung zu einem Fahrzeugbeschaffungsprogramm von 80 Millionen RM. Beim Mitteleuropäischen Reisebüro hat die Umsatzsteigerung auch im Jahre 1935 angehalten. Die Steigerung beträgt gegenüber 1934 rund 9 v. H. Das MER. unterhielt am Jahresschluß 269 Inlands- und 844 Auslandsvertretungen, insgesamt also 1113 Vertretungen. Die Reichsbahnzentrale für den deutschen Reiseverkehr (RDV.) konnte in dem starken Besuch der 4. Olympischen Winterspiele einen guten Erfolg ihrer intensiven Werbearbeit verzeichnen. Die Werbung für die 11. Olympischen Spiele in Berlin und für die Segel-Olympia in Kiel wurde von Monat zu Monat weiter gesteigert. Das Netz der Auslandswerbestellen der RDV. beträgt 28 RDV.-Stützpunkte und Vertretungen, zu denen 5 nur für die Olympiawerbung eingerichtete Auskunftsstellen treten. Auch die Mitropa hat im Jahre 1935 einen weiteren Aufschwung erzielt, der in einer Umsatzsteigerung von ungefähr 8 v. H. seinen Ausdruck fand. Die Mitropa hatte im Sommerverkehr täglich 190 Schlafwagen, 228 Speisewagen und 41 Küchenpackwagen. Genfs Antwort an den Negns. Blum und Eden begründen das Versagen des Völkerbundes. Genf, 1. Juli. (DNB.) Die Vormittagssitzung der Völkerbundsoersammlung begann mit der Warnung des Vorsitzenden van Zeeland, keine Ruhestörungen mehr zu unternehmen, andernfalls ftrenaere Maßnahmen ergriffen werden müßten. Der Vertreter Kolumbiens erklärte, da sich gezeigt habe, daß der Völkerbund nicht funktioniere, müsse man wenig st ens die Grundsätze retten. Es sei besser, daß sich der Völkerbund in Zukunft auf das beschränke, was er wirklich durchzuführen fähig sei, als ihn weiter mit überspannten Ausgaben und Idealen fortbestehen zu lassen, die er nie erfüllen könne. Der Plan der Gründung eines lateinamerikanischen Völkerbundes werde im Herbst vor dem Panamerikanischen Kongreß zur Behandlung kommen. Die- ser Bund solle im Rahmen des Völkerbundes bestehen, der regionale Bünde ja befürworte. Oer französische Ministerpräsident Leon Slum sagte u. a.: Die Ereignisse nach dem 7. März lege man so aus, als begründeten sie in der französischen Außenpolitik eine Periode der passiven Resignation, in der sich Frankreich alles gefallen lasse und erst recht hinsichtlich der anderen alles hinnehme. Beides sei ein schwerer Irrtum. Gewiß hat Europa erwartet, daß die militärische Besetzung der Rheinlandzone ebenfalls eine militärische Antwort Hervorrufen werde. Frankreich hat sie nicht gegeben. Es hat die Lösung einer so gefährlichen Krise nur im internationalen Verfahren gesucht. Anstatt zu mobilisieren, hat es die Garantiemächte des Locarnovertrages angerufen. War das eine Schwäche? Sind 'wir so weit gekommen, daß Europa heute meint, ein Volk schwäche und deklassiere sich, wenn es sich auf die Waffen des Rechtes beschränkt? Frankreich sei in einem großen Umbruch begriffen, der sich ohne Gewalt vollziehe. Wohl ist unser inneres Leben sehr bewegt, aber ein Volk schwächt sich nicht, sondern wird stärker, wenn seine innere Energie zunimmt. Ein Volk hängt um so mehr an seiner Unabhängigkeit, je freier es in einer gerechten Gesellschaftsordnung lebt. So steht es heute mit Frankreich. Die Ursache für das Versagen des Völkerbundes liege nicht im Pakt, sondern in seiner verspäteten, unbestimmten und zweideutigen A n w e n d u n g. Die Paktver- pflichtungen müssen deshalb verstärkt werden. Der gleiche Selbsterhaltungstrieb, der die Völker ihre Rüstungen verstärken lasse, müsse sie dazu bringen, s i ch enger zusammenzuschließen. Die Rüstungen dienten zur Aufrecht- erhaltung des Friedens, aber die auf eine Koalition der Rüstungen gegründete kollektive Sicherheit könne kein dauerhaftes Friede nsin st rument fein. Aus der abessinischen Erfahrung müsse die Lehre gezogen werden, daß die kollektive Sicherheit in einer überrüsteten Welt die Starken vor eine zu grausame Wahl stelle. Wenn man in der Erfüllung seiner Verpflichtungen bis zum äußersten gehen wolle, so muß man die Gefahr eines Krieges auf sich nehmen. Die französischen Reformpläne beschränkten den Beistand auf die geographisch und politisch dem angegriffenen Staat am nächsten stehenden Ländern, aber auch so bleibe das Risiko eines Krieges bestehen und müsse mutig getragen werden, obwohl dieser Gedanke heute beinahe als eine lächerliche .Utopie erscheine. Aber ohne Abrüstung könnten die internationalen Schiedssprüche keine Wirkung haben und die friedlichen Sanktionen nicht abschrecken. Kollektive Sicherheit und Abrüstung bedingten sich gegenseitig. 3n diesem Sinne werde Frankreich seinen Einfluß geltend machen und vor keiner Initiative zurückfchrecken. Der Völkerbund müsse an die Länder, die Rechtsbrüche begangen hätten, die wesentliche Frage stellen, ob sie entschlossen seien, an dem Werk des entwaffneten Friedens im Rahmen des neuerstandenen Völkerbundes mitzuarbeiten. Sie müßten gefragt werden, welche Abrichten sie hegten und welche Garantien sie vorschlagen wollen. Die italienische Denkschrift stelle einen wertvollen Beitrag in diesem Sinne dar. Es sei zu wünschen, daß die deutsche Antwort auf den englischen Fragebogen ihrerseits den Ausgangspunkt für einen politischen Wiederaufbau Europas bilden könne. Keine Macht könne ihre Mitarbeit verweigern, wenn sie sich einem gemeinsamen Willen aller gegenübersehe. Wenn sie sich außerhalb der Gemeinschaft halte, so zwinge sie alle anderen Völker zu immer schärferer Aufrüstung, während doch die Welt Ruhe haben wolle. Der Vertreter der Südafrikanischen Union forderte den Völkerbund auf, in elfter Stunde d i e Kollektivaktion gegen Italien, die im Oktober 1935 von 50 Nationen in seltener Einmütigkeit beschlossen worden sei, fort« zusetzen. Der Verzicht auf eine entschlossene Kollektivaktion unter Verletzung von feierlich übernommenen Verpflichtungen sei ein Verrat am Weltfrieden und am Völkerbund. Die Mitarbeit der Südafrikanischen Union werde in Frage gestellt, wenn der Völkerbund seinen Verpflichtungen nicht nachkomme. England beantragt Aushebung der Sanktionen. Oer englische Außenminister <§den führte bann u. a. aus: Wir haben gestern einen Aufruf des Kaisers von Abessinien gehört, der mit einer Würde vorgetragen wurde, die die Sympathie eines jeden von uns erweckt hat. Die Anwendung der Sanktionen haben nicht den Zweck erfüllt, dem sie dienen sollten. Nach unserer Meinung könnte nur eine militärische Aktion heute ein Ergebnis erzielen. Ich kann, nicht glauben, daß in der heutigen Weltlage eine solche militärische Aktion für möglich gehalten werden könnte. Unter den bestehenden Umständen kann die Fortführung der Sanktionen keinen nützlichen Zweck verfolgen. Die britische Regierung ist aber der Meinung, daß die Versammlung i n keiner Weise die italienische Eroberung Abessiniens anerkennen sollte. Zu L6on Blums heuttgenAusführungen erklärte Eden, daß feine Regierung an der Aufgabe, die Autorität des Völkerbundes wiederherzustellen, mitarbeiten werde. Das ideale System der kollektiven Sicherheit fei fo geartet, daß in ihm alle Völker bereit wären, militärisch gegen je» den Angreifer vorzugehen. Wenn dieses Ideal augenblicklich nicht erreicht werden könne, und er fei mit L6on Blum der Meinung, daß eine schwer gerüstete Welt die Erreichung erschwere, so müßte nicht notwendigerweise die Satzung abgeändert werden, sondern die Methode, um ihr Nachdruck zu verschaffen. Es fei wesentlich, daß allen Ländern genügend Zeit gegeben werde, diese Frage zu prüfen. Deshalb schlage er vor, daß die Septemberversammlung das Problem in Angriff nehmen solle. In den letzten Tagen habe er als Ratspräsident Gelegenheit gehabt, mit verschiedenen Abordnungen in Fühlung zu treten. Er habe dabei ein Übereinstimmung der Ansichten über viele Fragen angetroffen und insbesondere darüber, daß der Völkerbund fortfahren müsse zu versuchen, seine Mission zu erfüllen. Oer Eowjetkommissar Litwinow hielt darauf eine wie üblich mit versteckten Ausfällen gegen Deutschland gespickte Rede, in der er die Verstärkung des Völker- bundspaktes forderte. Aus den Ursachen des abessinischen Mißerfolges müsse man Lehren für die Verhütung ähnlicher Vorkommnisse in der Zukunft ziehen. Artikel 16 berge starke Möglichkeiten in sich, die beim abessinischen Krieg aus vielfachen Gründen, z. B. auch wegen der „anderweitig in viel stärkerem Mahstabe betriebenen Kriegsvorbereitungen", bei weitem nicht ausges chöpft worden seien. Die Unvollkommenheit des Paktes beruhe auf feinen Lücken und Unklarheiten. Er enthalte keine klare Definition des An- griff es und sehe fein Organ für dessen Feststellung vor. Die Durchführung wirtschaftlicher Sanktionen müsse für alle Staaten obligatorisch werden, und diese in Ausnahmefällen Hand in Hand mit militärischen Maßnahmen gehen. Bis man aber soweit sei, müsse Europa mit einem Netzwerk von Regionalpakten überzogen werden. Als stärkste (Garantie für den Frieden betrachte die Sowjetunion nach wie vor die totale Abrüstung. Solange diese radikale Maßnahme nicht getroffen werde, bleibe nichts anderes übrig, als den Völkerbund, d. h. die kollektive Sicherheit und den Grundsatz der Unteilbarkeit des Friedens, zu verstärken. Die italienischen Völkerbunds-Ioumalisten aus dem Kanton Genf ausgewiesen. Genf, 2. Juli. (DNB.) Die während der Sitzung der Dvlkerbundsversammlung vorn Dienstag verhafteten italienischen Journalisten wurden am Mittwoch aus dem St. Antonien-Ge- fängnis entlassen. Sie begaben sich zu Fuß und unter Bewachung von Polizisten in Ziviel ins nahegelegene Polizeigebäude, wo der italienische Gesandte der Schweiz, T a m a r o , und der italienische Generalkonsul in Genf, Speiser, anwesend waren. Den Jouralisten wurde zur Kenntnis gebracht, daß gegen sie ein A u s w e i s u n g s b e - fehl vom Kanton Genf erlassen worden sei. Der Vorsteher des Justiz- und Polizeidepartements des Kantons Genf, Staatspräsident N i k o l e, teilte den Journalisten mit, daß sie den Kanton b i s Mitternacht zu verlassen hätten. Da die Bekanntgabe erst um 22.30 Uhr »erfolgte, der letzte Zug nach Italien aber bereits um 22.52 Uhr ab- geht, bestand für die Journalisten keine Möglichkeit mehr, in ihre Hotels zurückzukehren und ihr Gepäck zu holen. Sie beschlossen daher, in Kraftwagen nach dem waadtländischen Ort Moppet zu fahren. Um 23.50 Uhr setzte sich die Wagenkolonne nach (Toppet in Bewegung. * Das Verhalten der italienischen Journalisten wird i n R o m von maßgebender italienischer Seite als eine spontane und in keiner Weise an» geordnete Kundgebung gekennzeichnet. Die anwesenden Italiener konnten nicht umhin, gegen den früheren Herrscher eines Landes zu protestieren. in dem die abscheulichsten Greueltaten begangen wurden. Kundgebungen des Mißfallens sollten ebenso zugelassen sein wie solche des Beifalles und der Zusttmmung. Auch hätten die italienischen Journalisten niemanden beschimpft oder persönlich belästigt, während eine dem Völkerbundssekretariat nahestehende Zeitung fast täglich Angriffe gegen Italien erhebe. — Die norditalienischen Blätter geben der stärksten Entrüstung und Empörung über die Behandlung der italienischen Journalisten in Genf Ausdruck und nehmen das Ereignis zum Anlaß, noch einmal mit aller Deutlichkeit den italienischen Standpunkt vorzubringen. Die Turiner „Gazzetta del Popolo" schreibt, mit einer solchen Handlungsweise, wie sie die Behandlung der italienischen Journalisten darstelle, dürfe der Völkerbund nicht hoffen, den eigenen Ruf zu heben und die Wiederaufnahme der europäischen Zusammenarbeit fördern zu können. Die Episode sei ein neuer Beweis dafür, daß der Völkerbund, wenn er leben wolle, eine dringende Reform nötig habe. Der Mailänder „Sortiere della Sera" betont, Italien habe die Angelegenheit mit Abessinien nach 40 Jahre geregeltund zwar a u f endgültige Weise. Das hätten auch die offenen und versteckten Feinde Italiens zur Kenntnis zu nehmen. Noch einmal sei zu wiederholen, daß Genf Italien weit nötiger habe, als Italien Genf. Die Vergangenheit habe den Beweis dafür geliefert, die Zukunft werde dies bestätigen. Die Pariser Presse zur Rede Leon Blums. Paris, 2. Juli. (DNB. Funkspruch.) Zu Löon Blums Rede in Genf gibt „Matin" zu verstehen, man hätte er gern gesehen, wenn Blum nachdrücklicher auf die Angriffe geantwortet hätte, die d e r N e g u s am Tage zuvor gegen Frankreich gerichtet hatte, wenn er auch zugibt, daß durch die geschickte Zurückhaltung vielleicht eine fruchtlose Polemik vermieden worden sei. Die Rede Blums in ihrer Gesamt- heit sei namentlich bei den Russen und bei der Kleinen Entente mit großer Befriedigung ausgenommen worden. Der Berichterstatter des „Journal" in Genf hebt hervor, daß die Stelle der Blum- Rede über die Sicherheit großen, die Stelle über die Abrüstung jedoch wenig Beifall gefunden habe. Selbst innerhalb des Völkerbundes glaube man also nicht mehr an die Abrüstung. Das „Petit Journal" findet die Rede würdig und gehaltvoll. Löon Blum müsse Europa den französischen Frieden geben, heißt es in dem Blatt. „Echo de Paris" schreibt, Blum hahe seiner mit kriegerischem Alarm angestimmten Rede als Hinterarund gewisse Abrüstungsandeutungen geben wollen, so wie die italienischen Maler ihre dunklen Gemäldemotive durch eine herrliche Landschaft als Hintergrund heller machen. Aber Europa sei für den Augenblick diesesgelobteLandversagt. — „Oeuvre" behauptet, die Worte Blums hätten den Völkerbund für den Augenblick gerettet. — „Le Jour" schreibt, Blum fordert Europa zum Wettrüsten auf. — Der „Quotibien" dagegen erklärt, Blum erlasse an die Regierungen Europas einen Aufruf zum ab- gerüfteteten Frieden. — Im „Figaro" heißt es u. a., die Rede fei ein politifcher Irrtum, denn die Ausführungen hätten keine Beziehungen z u r W i r k l i ch k e i t. Immer noch Andauer der Gireiks in Frankreich. Paris, 2. Juli. (DNB. Funkspruch.) Die Zahl der Streikenden in ganz Frankreich wird mit 154 302 angegeben. Nach längeren Verhandlungen ist in der Präfektur in Metz eine Einigung zustande gekommen. Es wurde beschlossen, daß Die Räumung der Fabriken am Donnerstag um 6 Uhr beginnen und die Arbeit möglichst bald wieder aufgenommen wird. Neue Streiks und Werkbesetzungen werden aus folgenden Ortschaften Lothringens gemeldet: Bürbach, Angevillers, Hayangen, Fontoy und Roncourt. In Lille ist der Z e i t u n g s st r e i k durch einen Schiedsspruch des Präfekten beendet worden. In Nizza wurde in der vergangenen Nacht eine vorläufige Einigung im Gaststättengewerb-e erzielt. Die Hotels an der französischen Riviera werden am Donnerstag wieder geöffnet. Die Verhandlungen über den Einheitsrahmentarif dauern noch an. Im Pariser Zeitungsgewerbe wurde von Verlegern und Setzern der Schiedsspruch des Arbeitsministers gefordert, über dessen Annahme oder Ablehnung beide Verbände zu entscheiden haben werden. Gerüchte um Baldwin. L o n b o n , 2. Juli. (DNB. Funkspruch.) „Times" erklärt die in Umlauf befinblichen Gerüchte über einen Rücktritt Balbwins als p h a n t a st i s ch , hält es aber für möglich, daß der wachsenden Aufgaben des Kabinetts wegen der Ministerpräsident nur an zwei Tagen in der Woche auf Fragen im Unterhaus antworten werde, die direkt an ihn gerichtet feien. Auch „Daily Telegraph" erklärt alle Gerüchte, daß sich Baldwin mit Rücktrittsgedanken trage, als jeder Unterlage entbehrend. „News Chronicle" gibt der Meinung Ausdruck, baß nur eine rasche Wieberherstel- lung seiner Gesundheit und persönliches Bemühen, sein Ansehen wieder herzustellen, den Ministerpräsidenten halten könne. „Daily Expreß" hält es für möglich, daß Baldwin das Amt des Ministerpräsidenten gegen das des Lordsiegelbewahrers, des Lordpräsidenten ober eines Ministers ohne Geschäftsbereich austauschen werde. Reichsminister Rust im Gan Heffen-Aassau. NSG. Von der Feier des 550jähtigen Bestehens der Universität Heidelberg kommend, traf am Mittwochmittag Reichsminister Rust in Weilburg ein und übergab das neu hergerichtete Mann- schaftshaus „Wind Hof" der Hochschule für Lehrerbildung in Weilburg in einem feierlichen Akt feiner Bestimmung. Zu der Feier waren der Oberpräsibent der Provinz Hessen- Nassau, Prinz Philipp von Hessen, (Bau« amtsleiter Lange, als Vertreter des Gauleiters, und zahlreiche andere führende Persönlichkeiten von Partei und Staat erschienen. Die Schulen der näheren Umgebung und die Landjahrheime des Kreises Oberlahn waren gekommen, um den Minister zu begrüßen. Am Nachmittag wohnte der Minister einem K i n d e r f e st anläßlich der Weil- burger Kirmes bei, das von der Weilburger Volksschule und den Studenten der Lehrerhochschule gestaltet wurde. Weibliche Hilfe in der Landwirtschaft. Berlin, l.Juli. (DNB.) Amtlich. Die Aufgaben der Landwirtschaft fordern den Einsatz aller verfügbaren Arbeitskräfte, Staat und Partei sind bemüht, in verschiedensten Formen auch die deutschen Mädchen zur Hilfe in der Landwirtschaft heranzuziehen. Wenn die gesetzlich bereits festgelegte Arbeitsdienst- pflicht für die weibliche Jugend eingeführt ist, bann wirb hier eine Hilfsquelle erschlossen sein. Der Reichsminister bes Innern und der Reichsarbeitsführer haben sich auch damit einverstanden erklärt, daß Diejenigen Mädchen über 17 Jahren nicht mehr zur Ableistung der künftigen Arbeitsdienstpflicht der weiblichen Jugend herangezogen werden, die nachweislich vor dem 1. Oktober 19 37 freiwillig wenigstens neun Monate Landarbeit geleistet haben. Dabei ist es gleichgültig, ob diese Arbeit a) im freien landwirtschaftlichen Arbeitsverhältnis ober b) in der Landhilfe ober c) in einem BDM.-Umschulungslager verrichtet worden ist. Als Nachweis gilt außer Dem Land- ti* ter - l^arktM an - '»“An? •’ giS-i • öt- MN Mit Idn, Ml [räfle. die St besteht innerha! tperöen können. M «« ■#! Dreiecks liegen Zladten Spokone Im Staate 0rego Utah gebildet nx der erste dieser t deren Bau der f Zuwendungen b Alaska gebaui wahrscheinlich ti Ilorökvesllüsl gen sollen. Die 1 langem das Sor gewesen. Vor roei vor dem Untersuck 250 ans Stahl g- Ueseroeoffiz mit einem Aktion derkü^te von Mgekistai London, IT berichtet, baß im park eine 3e gegenüber d Sa«: Ähabtt Deiningen geridjtsN der 1 Prozetz gegen bei Sinison-We Simfon, Fak Max Guthke, Werkmeister Ec nunasbeschluß D Tuthke Betru Ichen Reiche «netz unb Gull ÖQbrif angefer Mnung nefteü Nerun9 tolle B--4 M W». M füi »«rw'nöef „ juriitf( urtö ; W« uni S « Mif ’JMt. S*n« betoul i !*• Ä Sei at' GkL 1 n feeren $ Nein No ottl1 { aus S das Mit. i fi»86 -2'"° ptritt i„ l1 'n Di?1 °Qnn Me ftr.-fMen, fei11? und Anstiftung und der Mittäter- Münch der Beihilfe an diesen Be- wird der 21 nftif tun schäft. Mau. Der Sittlichkeitspwzeß gegen Franziskanerbrüder Franziskanerbruder löauer ankreich, RiesigeLustaufrüstungSowjetrußlands London, 17. Juli. (DNB.) „Daily Telegraph" berichtet, daß im Juni der sowjetrussische Flugzeugpark eine Vergrößerung um 72 v. H. gegenüber dem Jahresbeginn aufweise. ms sollenden Ort« irbad), Angevillers, irt. Sn Lille isl inen 6chiedsspruch Jn 91 i y o wurde oorläufige Eini« erbe nM. Die )iera werden am et Die Lerhand- tarif bauern noch lewerbe wurde Schiedsspruch des dessen Annahme e zu entscheiden Verfolgungswahn erlitten hat und in die Landesheilanstalt eingeliefert werden muhte- gegen ihn wurde die Verhandlung abgetrennt. Den früheren Simson-Werken, einem der wich- Sanftes getreten. Schließlich sei es dem M. selbst zu viel geworden, und er habe den General- oberer um Versetzung in eine andere Niederlassung gebeten, was dieser aber mit dem Hinweis b l e h n t e , M. möge sich besser zusammennehmen. Stabten Spofane im Staate Washington, Portland im Staate Oregon und Satt Lake City im Staate Utah gebildet werden. Es ist bemerkenswert, dah der erste dieser kostspieligen riesigen Flughäfen, für deren Bau der Kongreß vor einem Jahr besondere Zuwendungen bewilligte, in der TNitte von Alaska gebaut werden soll und daß die nächsten wahrscheinlich ebenfalls in der Rahe der Rordwestküste des Stillen Ozeans liegen sollen. Die Verteidigung Alaskas ist schon seit langem das Sorgenkind von Armee und Marine gewesen. Vor wenigen Monaten erklärte ein Zeuge vor dem Untersuchungsausschuß des Kongresses, dah 250 aus Stahl gebaute und von japanischen Reserveoffizieren bemannte Boote Washington, 2. Juli. (DRB. Funkspruch.) Das Kriegsministerium hat mehrere Offiziere beauftragt, in der Nähe der Fairbanks eine Stelle für die Anlage eines großen Flugplatzes ausfindig zu machen. Dieser Flugplatz soll so groß sein, daß die gesamten Cuftftreit- fräfte, die gegenwärtig aus 1000 Flugzeugen bestehen, innerhalb von 24 Stunden untergebracht Das Reich hintergangen und betrogen Inhaber und Angestellte der ehemaligen Simson-Werke vor Gericht. trügereien beschuldigt. Baetz ist weiter des Betruges zum Schaden seiner Firma angeklagt, der er private Ausgaben in erheblicher Höhe in Rechnung gestellt haben soll. Der Jude Arthur Simson ist im Februar dieses Jahres ins Ausland geflohen und trotz ordnungsgemäßer Ladung zur Verhandlung nicht erschienen. Ebenfalls nicht erschienen ist der Angeklagte Münch, der yeute früh einen schweren Anfall von ttet. - „Le Wettrüstens Blum erlasse an N,ruf zum ab. r° he'ßt es u.a., Irrtum, denn tbezrehuntzen Amerikanische Lustrüstungen an den Ufern des Pazifik. Oie Verteidigung Alaskas und der Aordwestküste. A- feiner mit »niet' «'den wollen J" M'" ^ndschnft als '“?w fri für [>etI aldwin. nkspruch.) „Times* ien Gerüchte über phantastisch, r wachsenden Auf- MMerpräsident der Dache aus )rten werde, die Auch,N9 Tele- si sich Baldwin mit 'Str Unterlage ent« her Meinung Aus- Nederherste - und persönliches herzustellen, den . ..Daily Expreß Win das Amt des LordsiegFewah' T eines Winslers n werde. Bst _11|U werden können. Vorerst find 7 Flughäfen ge- Slums hätten ben plant, die wahrscheinlich innerhalb eines großen ttot n * Dreiecks liegen werden, dessen Spitze von den kesse iffe „"14). am Taa/^t. wenn SS «SSfl Stzs' ^e der An" x Äum. ÄÄ :»Ä!' ,[i61 in L helferbrief eine Bescheinigung des für die landwirtschaftliche Arbeitsstelle zuständigen G e - meindevorstehers. Quedlinburg am Vorabend der König-Heinrich-Feier. Quedlinburg, 1. Juli. (DNB.) Die Feier der tausendsten Wiederkehr des Todestages Heinrich I. nahm am Mittwoch mit der V er gatte - rungder SS. - Verfügungstruppe auf dem Marktplatz und dem Aufziehen der Ehrenwachen an der Heinrich-Krypta des Domes und an der alten Kapelle des Königshofes ihren Anfang. Ganz Quedlinburg erglänzte im Lichte vieler tausend weißer und farbiger Kerzen, die hinter den Fenstern der Häuser aufgestellt sind. Die Front des Rathauses, vor der 2000 Pylonen mit Feuerschalen stehen, ist ganz mit Blumen und nicht mehr als sechs Monate betragen hätte, wurde das Verfahren auf Grund der Amnestie eingestellt. Wesentlich anders lag der Fall des 26jährigen Walther Spilzberg genannt Bruder A r n o , der im Februar 1936 im St. Antonius-Stift zu Linz wegen schwerer sittlicher Verfehlungen verhaftet wurde. Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, mit mehreren Brüdern widernatürliche Unzucht getrieben und sich als Erzieher an minder jährigen geistesschwachen Zöglingen vergan- gen zu haben. Die Vernehmung des Angeklagten entrollte ein erschütterndes Bild eines Verführten. Nach seinen Aussagen war Spilzberg schon, als er noch Messediener war, entschlossen, ins Kloster zu gehen. Nach anfänglicher Weigerung seiner Eltern kam er in das Franziskanerkloster in Waldbreitbach. Dort hatte eralsKrankenpfleger eine Station mit 35 bis 40 geistesschwachen Jungen unter sich. 1934 kam er in das Kloster Waldniel, wo er in seinem Handwerk beschäftigt wurde. Kurze Zeit spater wurde er nach Linz versetzt, wo ihm wiederum ju- gendliche Kranke anoertraut wurden. Auf die Frage des Vorsitzenden, wie er denn zu den außerordentlich schweren Verfehlungen gekommen sei, erwiderte der Angeklagte, daß er in Waldbreitbach den Bruder G u a l b e r t kennengelernt habe. Gualbert sei eines Tages zu ihm in die Zelle gekommen und habe ihn verführt. Bruder Gualbert ist, als er merkte, daß man ihm auf der Spur war, nach Afrika ge» Der Leiter der sowjetrussischen Flugzeugindustrie K a g a n o v i t s ch soll bei Bekanntgabe dieser Zahlen gesagt haben: „Wir haben stets genug Flugzeuge für die Verteidigung unseres Vaterlandes. Unsere Flugzeuge werden immer höher und immer weiter fliegen und unsere Feinde notwendigenfalls vernichten. Unsere Flugzeugwerke sind jetzt größer als irgendwelche in Europa und Amerika. Wir haben gar nicht notwendig, nach dem Westen zu blicken." polillk und Heer in Japan. Oberstleutnant Aizawa soll hingerichtet werden. Tokio, 1. Juli. (DNB.) Das Kriegsministerium teilte mit, daß das Todesurteil gegen Oberstleutnant Aizawa rechtskräftig wurde, weil seine am 8. Mai eingelegte Berufung abgelehnt worden ist. Aizawa wurde wegen Ermordung des Generalmajors Nagata am 7. Mai zum Tode verurteilt. Das Kriegsministerium teilte ferner mit, daß auch die Entfernung Aizawas ans dem Heere erfolgt fei. Das Todesurteil würde bald vollstreckt werden. Die Vollstreckung wird in der Hauptstadt dahin kommentiert, daß die Armee fest entschlossen sei, mit allen Mitteln die Disziplin wiederherzustellen. Die Ablehnung einer Begnadigung wird als Zeichen dafür gedeutet, daß auch die für den Februar- a u f st a n d verantwortlichen Offiziere mit äußer- ster Strenge zu rechnen haben werden. Trotzdem wurde in Tokio die Aufhebung des Ausnahmezustandes eingeleitet. Auch die Marinetruppen wurden nach Nokusuka zurückgezogen. Die Gewährleistung der Ordnung wird wiederum von der Polizei übernommen. Meiningen, 1. Juli. (DNB.) Im Schwur- aerichtssaal des Meininger Landgerichts wurde der Prozeß gegen den früheren Inhaber der ehemaligen Simson-Werke Suhl, den Juden Artur Simson, Fabrikdirektor Baetz, Oberingenieur Max Guthke, Betriebsleiter Richard Klett und Werkmeister Ernst Münch eröffnet. Der Eröff- nungsbeschluß wirft den Angeklagten Baetz und Guthke Betrug zum Nachteil des Deutschen Reiches vor, der darin erblickt wird, daß Baetz und Guthke eine große Anzahl von in der Fabrik angefertigten Werkstücken dem Reich in Rechnung gestellt und dabei oorgetäuscht haben, die Lieferung solle für das Reichswehrministerium erfolgen. Baetz und Guthke sollen weiter angeordnet haben, daß für Heereslieferungen Material verwendet wurde, das von der Abnahmekommission zurückgewiesen war und das durch Schweißen und andere unzulässige Mittel wieder zurechtgemacht und dem Reich als vollwertig in Rechnung gestellt wurde. Simson selbst tigsten und größten Unternehmen dieser Art, wurde durch die Entente als einzigem Werk das Monopol für Waffenlieferungen für die Reichswehr verliehen. In der Systemzeit war es der zur internationalen jüdischen Hochfinanz gehörigen Familie Simson möglich, unfaßbare Gewinne auf Kosten der Steuerzahler zu erlangen. Der nationalsozialistische Staat hat nach langwierigen Ermittelungen damit Schluß gemacht. Am 22. Dezember v. I. hat Reichsstatthalter Gauleiter Sauckel das Werk durch notariellen Vertrag übernommen. Der Betrieb, der von diesem Tage an den Namen „Berlin-Suhler Waffen- und Fahrzeug-Werke" trägt, wird jetzt als gemeinnützige Stiftung fortgeführt. Reichsstatthalter Sauckel konnte in jenen Tagen an die im Werk versammelte Gefolgschaft unter dem brennenden Weihnachtsbaum die Worte richten: „In der Zeit, in der eure Wünsche enttäuscht wurden und eure Hoffnungen auf die Gerechtigkeit in dieser Welt zerbrachen und die meisten von euch außerhalb des Betriebes arbeitslos waren, damals erwarb sich diese jüdische Familie nicht nur ein gewaltiges Vermögen, sondern erzielte ■ : ebergewinne, die sich mit dem Handeln eines echten Kaufmannes, so wie wir in Deutschland es verstehen, nichts mehr zu tun hatten". Der Prozeß wird in eingehender Beweisaufnahme feststellen müssen, wie mit Wissen und unter Beihilfe des Juden Simson das Deutsche Reich hintergangen und betrogen worden ist. Auf Antrag des Oberstaatsanwaltes wurde vor Eintritt in die Verhandlung wegen Gefährdung der Staatssicherheit die Öffentlichkeit für die aesamte Dauer des Prozesses ausgeschlossen. Grün verdeckt. Aus dem Blumenmeer leuchten die Jahreszahlen 936—1936 hervor, dazwischen die stolze Zahl: 1000. Mit der Front zum Rathaus war ein Sturm der SS.-Verfügunastruppe III/2 angetreten. Als der Reichsführer SS Himmler in Begleitung der SS.-Obergruppenführer Daluege,Darr6 B u ch sowie der SS.-Gruppenführer I e ck e l n Heiß meyer eintraf, spielte der Musikzug den Prasentiermarsch. Reichsführer SS Himmler schritt die Front des Ehrensturmes ab und nahm darauf- hl". die Vergatterung mit dem Losungswot „König Heinrich — Deutschland" vor. Trommelwirbel beendete das kurze militärische Schauspiel, das viele tausend Gäste und Quedlinburger angelockt hatte. Reichsführer SS. Himmler begab sich darauf mit seinem Stab zum Dom und zur Heinrich-Krypta, wo in seiner Anwesenheit die Ehrenwachen aufzogen. •Äit- Lpfe Mann« Ä^iä ber F-i-j M- Hu fa[ eiv W- ßanbiaHelinW Koblenz, 1. Juli (DNB.) In der 6. Verhand- nen, urn oe" Mi« lungswoche im Prozeß gegen die Franziskaner- na söhnte oel drüder wurde am Mittwoch gegen den 26 Jahre „Mich der . ilten W. M., genannt Bruder Genefius, aus . MilbE bem Kreise Ottweiler, und den 26jährigen Walter a-firerhoM^ Spilzberg aus Westfalen, genannt Bruder L 1 Arno verhandelt. Der Angeklagte M. gab an, 1927 • in das Mutterhaus der Franziskanerbrüder nach Landw^'' Waldbreitbach gekommen zu fein. Der erste, der . , Ije Mw.1 ich M. genähert habe, lei der Franziskanerbruder Ansgar gewesen. Ansgar f:i schon vor seinem Dern de" träft ei Eintritt in das Kloster der Polizei in Hamburg Ärde' kz,jedenste" als Homosexueller bekannt gewesen. An die Stelle i (fien Jul Ansgars fei dann Bruder 21 r c ab ins und, als in in die Koblenzer Niederlassung versetzt worden »ran.^'.Tfihie" jl |ei, die Brüder Nikodemus, Angelikus und r............- *- - ,m 1PM) Sie Ich Eich wird mit n Verhandlungen ine Einigung zu. schlossen, daß die am Donnerstag imi< einem Aktionsradius von 8000 weilen vor >eü möglichst bald d e r k ü"st e v o n Alaska ständig k r e u z k e n. e Streiks und » her ei'* . J geueitn, uiejer uuei niu «n» »inoerKjn iE «blehnte, M. möge sich besser zusammennehmen, ' ii -.hbienst' dann würde es schon gehen. Der Staatsanwalt be- (tiacn W cntragte eine mildere Beurteilung des Falles M., 1 19 i. der in vollem Umfange geständig war. Das Gericht . Oktob^noU verkündete die Einstellung des Versöhne lens auf Grund des /Straffreiheitsgesetzes vom ^abei ‘ÖrtM l; August 1934, da bis auf einen einzigen Falle Vien |onbßanM ! Sj übrigen ihm zur Last gelegten Falle verjährt, t in flerri*tCl 'elen- Da die Strafe für ben restlichen einen Fall 1 flohen. Spilzberg aber sank Immer tiefer und verging sich an den ihm anvertrauten Zöglingen. Der Angeklagte ist in vollem Umfange geständig. Der Staatsanwalt beantragte drei Jahre Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von drei Jahren. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen fortgesetzten Verbrechens gegen § 174 Z. 1 und § 175 StGB, z u vier Jahren Gefängnis. In der Urteilsbegründung wird festgestellt, daß sich der Angeklagte an mehreren Ordensbrüdern vergangen und in vier Fällen mit Zöglingen widernatürliche Unzucht getrieben habe. Da jeder Ordensbruder, der im Kloster in einer Krankenstation beschäftigt sei, traft seines Ordenskleides als Autoritätsperson angesehen werden müsse, habe in diesem Falle d i e Erzieherschaft bejaht werden müssen. Die Strafkammer habe dem Angeklagten mildernde U m st ä n d e zugebilligt. Es handele sich dabei aber um einen Ausnahme fall, weil der Angeklagte sehr jung in das Kloster gekommen und dort in der widerlichsten Weise verführt worden sei. Weil er ein umfassendes Geständnis abgelegt und ehrliche Reue gezeigt habe, billige die Strafkammer die mildernden Umstände trotz schwerster Bedenken, um dem Angeklagten nicht den Wiedereintritt in ein ordentliches Leben für alle Zeit unmöglich zu machen. Infolge des Geständnisses seien fünf Monate der Untersuchungshaft auf die Strafe angerechnet worden. Oer Clever Gchmuggelprozeß. Cleve, 1. Juli. (DNB.) Die Verhandlung gegen die fünf Franziskanerbrüder und 14 weitere Angeklagte zeigte die Skrupellosigkeit, mit der im niederrheinischen Grenzgebiet von den Angeklagten gegen die Schmuggel- und Devisenverordnungen gesündigt wurde. Der Angeklagte Mathias Koch, der bei den Schmuggeltransporten nachts Schmiere gestanden hat, gab u. a. an, daß im Petrus« heim in wenigen Monaten 140 fette, aus Holland eingeschmuggelte Schweine geschlachtet und weiterverkauft worden sind. Als Kraftwagenführer der Franziskanerkolonie führte Heinrich Dimmer monatelang Getreidetransporte in wöchtlichen Mengen von 500 Zentnern aus. Die Begleitpapiere waren oft in Zeit und Mengenangaben von Büroangestellten gefälscht. Des Devisenvergehens hat sich der jetzt 70jähr. Bruder Liborius schuldig gemacht, der allein und mehrfach unter dem schützenden Ordenskleid Geldbeträge nach Holland geschmuggelt hat. Der Vorsteher der Kolonie Petrusheim, Bruder Valentin, hat vor einer Kontrolle durch Zollbeamten angeordnet, die G e. schäftsbücher zu ver st ecken. Der Angeklagte Horstmann, der dabei behilflich war, erhielt später von Bruder Valentin 500 Mark. Aus aller Welt. Auftakt zum Reichskriegertag in Kassel. Die Stadt der Reichs-Kriegertage hat ihr schönstes Kleid angelegt. Die Häuser der Stadt tragen reichen Flaggenschmuck. Die Hauptstraßen sind von mächtigen Fahnenmasten flankiert. Zum Empfang des Bundesführers hatte sich eine große Menschenmenge auf dem mit Ehrenpforten und Girlanden geschmückten Hauptbahnhof eingefunden. Eine Ehrenkompanie des Reichskriegerbundes hatte Aufstellung genommen, als gegen 19 Uhr der Bundesführer SS.-Oberführer Oberst a. D. Reinhard in Begleitung des Stellvertreters General a. D. von Kuhlwein und des Generals a. D. von Enckevort eintraf. Nach der Begrüßung durch den Landesführer Generalleutnant a. D. Fett und den Oberbürgermeister Dr. Lahmeyer schritt der Bundesführer die Front der Ehrenkompanie ab. Er gab feiner großen Freude darüber Ausdruck, daß er in der Ehrenkompanie zwei alte Veteranen gefunden habe, die dem Deutschen Reichskriegerbund schon über 60 Jahre angehören. Den Auftakt des Reichskriegertages bildete am Abend ein großes Militärkonzert im Volkspark Schönfeld, an das sich ein Riesenfeuerwerk anschloß. Oie Wehrmacht übergibt das Olympische Dorf. Mit einer kurzen Feier übergab die Wehrmacht das von ihr errichtete Olympische Dorf dem Organisationskomitee für die XI. Olympischen Spiele Berlin 1936. Ein Fahnenmarsch, gespielt von dem Musikkorps ^des Jnf.-Lehr-Batls. leitete den kurzen Festakt ein. Dann übergab der Kommandant des Olympischen Dorfes, Oberstleutnant Freiherr von und zu Gilsa, dem Organisationskomitee das Olympische Dorf mit einer tunen Ansprache, in der er ausführte, daß das vor mehr als zwei Jahren durch den Reichskriegsminister Generalfeldmarschall von Blomberg versprochene, im Auftrage der Wehrmacht von dem Architekten Werner March erbaute Olympische Dorf fertig dastehe und bereit fei, die olympischen Kämpfer aus 53 Nationen aufzunehmen. Im Namen des Organisationskomitees dankte Präsident Staatssekretär a. D. Lewald dem Kommandanten. Wenn jetzt das Dorf 5000 Olympia-Kämpfer aufnehmen könne, so sei diese Zahl noch nicht ausreichend. Dank des Entgegenkommens des Reichsluftfahrtministers, Generaloberst Göring, aber hoffe das Organisationskomitee, alle Olympiakämpfer, wenn nicht im Olympischen Dorf, so doch in den umliegenden Baulichkeiten ber Luftwaffe unterzubringen. Präsident Lewald dankte dann noch einmal jedem einzelnen, der am Entstehen und der Gestaltung dieses paradiesischen Plätzchens teilgehabt habe, beflügelt von dem Kraftstrom, der uns alle von unserem Führer und Kanzler zuströme. Langsam stieg dann unter den Klängen der nationalen Lieder die olympische Flagge am Mast empor. Das Olympische Dorf war vom Organisationskomitee übernommen. Oie Reichshauptstadt ehrt Max Schmeling. Max S ch m e 1 i n g hat sich im Berliner Rathaus in das Goldene Buch der Stadt Berlin eingetragen. Staatskommissar Lippert empfing den deutschen Meisterboxer in seinen Amtsräumen. Die Reichshauptstadt sei stolz darauf, den größten Könner des deutschen Boxsports, der Deutschlands Farben so eindrucksvoll im Auslande vertreten habe, zu ihren Bürgern zu zählen. Er sei daher auch der erste Berufssportler, dessen Unterschrift in dem Goldenen Ehrenbuch der Stadt Berlin stehen werde. Nach der Eintragung wurde Max Schmeling von Dr. Lippert noch die Olympia- Bronzeplakette der Reichshauptstadt überreicht, die sonst nur die Mannschaftsführer der Olympiakämpfer aus den verschiedenen Ländern erhalten. Nach Dankesworten erklärte Schmeling, daß leider fein erst unlängst vollständig eingerichtetes Landhaus, das während eines schweren Gewitters vom Blitz getroffen wurde, niedergebrannt fei. Er habe nicht einmal die notwendigsten Anzüge retten können. Der Nervenzusammenbruch seiner Gattin, Anny O n d r a, habe sich als so schwer- wiegend erwiesen, daß sie die in den nächsten Tagen angesetzten Filmaufnahmen um etwa vier Wochen verschieben mußte. Er werde mit seiner "Frau voraussichtlich bis auf weiteres in seinem kleinen Jagdhaus Quartier beziehen, um dort endlich die schon lange ersehnte Ruhe und Ausspannung zu finden. Oer Mainzer Gistmordprozeß. Im Giftmordprozeß Vogler wurden die Aerzte vernommen, welche die Opfer der Angeklagten be» handelt hatten. Dr. D r e s s e l, der 24 Stunden nach dem Tode des Gastwirts. Vogler um Mitternacht an dessen Leiche gerufen wurde, fand im Zimmer etwa acht Personen, die sich in lebhafter Unterhaltung befanden. Während die Anwesenden alle zur Sektion geraten hätten, habe Frau Vogler dies abgelehnt. Die Untersuchungen der Aerzte hatten bei allen Kranken durchweg Nervenentzündungen angenommen. In vielen Fällen glaubten einzelne Aerzte wohl an eine Vergiftung, hatten aber eine Alkohol- oder Nikotinvergiftung im Auge. Als erster Arzt hatte Dr. Kino-Frankfurt am Main den Verdacht auf Thallium-Vergiftung geäußert, diese Ansicht aber wieder fallen gelassen. Dr. Burgmann erklärte über die Krankheits- erscheinnungen des ermordeten Friseurs Seitz, daß S. sehr oft irre gewesen sei und ihn als „Bürgermeister Ehrhard" angeredet habe. Die Erwähnung dieses Namens war deshalb besonders überraschend, weil am ersten Verhandlungstag mehrfach von dem mysteriösen „Onkel Ehrhard" die Rede war, der seinerzeit an der Beschaffung der Gifttabletten beteiligt gewesen sein soll, den aber Frau Vogler niemals, gekannt haben will. Zwei Augenärzte, Dr. H e i tz und Professor Dr. Göring, erklärten, bei Keim habe die Sehkraft teilweise nur Vto der Normalsehkraft betragen, sie sei dann aber wieder auf etwa Vis angestiegen. Georg Vogler sei zeitweise vollkommen blind gewesen. Er müsse auch noch als praktisch blind gelten. Eine wesentliche Besserung sei wohl nicht zu erwarten. Oas Berliner Baugrubenunglück vor Gericht. Die Beweisaufnahme im Berliner Bau- Unglücksprozeß erreichte einen neuen Höhepunkt mit der Vernehmung des Regierungs- und Baurates S ch u p p a n vom Berliner Polizeipräsidium. Dieser Zeuge äußerte sich über die Entwicklungsgeschichte des Baues der Nord-Süd-8-Bahn sowie über die nach dem Einsturz auf wissenschaftlicher Grundlage durchgeführten Vermessungsarbeiten zur Ermittlung der E i n st u r z u r s a ch e. Er führte u. a. folgendes aus: Der erste Entwurf für das Teilstück Brandenburger Tor-Potsdamer Platz ging beim Polizeipräsidium am 19. 6. 1934 ein. Beschwerden der Stadt führten zum Bericht an das Reichsverkehrsministerium, das die Einsprüche ablehnte. Es kam am 7.12.1934 zur landespolizeilichen Begutachtung des ersten Entwurfes, und am 12. Dezember fand bann die Vergebung der Arbeiten für die Strecke statt. Der zweite Entwurf (Verbreiterung der Baugrube) ging am 16. März 1935 ein und wurde landespolizeilich begutachtet am 9. Mai 1935. Auch gegen ihn legte die Stadt Beschwerde ein, so daß die Sache wiederum an das Ministerium gehen mußte. Erst am 25.6. wurde mitgeteilt, daß der Oberbürgermeister seine Beschwerde zurückgezogen habe, so daß der Entwurf, wie er nachher zur Ausführung gelangte, am 28.6. endgültig begutachtet werden konnte und somit zur Ausführung reif wurde. Also haben die landespolizeilichen Verhandlungen über den letzten Entwurf vom 16.3. bis zum 28.6. gedauert. Ein zweites Verfahren wurde dann anhängig, und zwar das landespolizeiliche Genehmigungsverfahren über die Verlegung der Straßenbahn auf den Teil zwischen den beiden Fahrdämmen auf dem Reitweg. Der Antrag wurde von der Straßenbahn am 8.10.1934 gestellt und am 13.10. genehmigt. Am 19. Januar konnte die BVG. melden, daß die Gleisverlegung genehmigungsgemäß ausgeführt war. Im Anschluß daran äußerte sich Baurat S ch u p - p a n über seine Eindrücke an der Unglücksstelle und erklärte, daß sich ein klares Bild erst dann gewinnen ließ, als der östliche Rettungsstollen bis zur Sohle heruntergetrieben war und die Träger 239 bis 248 freigelegt und vermessen werden konnten. Der Zeuge ging anschließend zur Erörterung der Vermessungspläne und Zeichnungen über. Eine polnische Gesellschaft zur Bekämpfung des Kommunismus. Warschau, 2.3uli. (DNB, Funkspruch,) Unter Führung der Verbände der polnischen Frontkämpfer wurde in Warschau eine Gesellschaft zur Bekämpfung des Kommunismus in allen feinen Erscheinungsformen gegründet. Sie erhielt den Namen „Selbstschutz der Bevölkerun g". Aufgabe der neuen Gesellschaft ist esr dem Einfluß des Kommunismus durch wissenschaftliche und populäre Veröffentlichungen, durch Vorträge, Versammlungen und Bildungskurse entgegenzutreten und insbesondere die Behörden im Kampf gegen die Anarchie, die pornographische Literatur, umstürzlerische, zersetzende und religions- feindliche Elemente zu unterstützen. Gleichzeitig soll durch die Wirksamkeit der Gesellschaft der Wehr- gebaute in Polen gefördert werben. Schwere Gewitter über Berlin. Die Reichshauptstadt und ihre Vororte wurden erneut von einer Reihe von Gewittern heim- gesucht, die zum Teil außerordentlich schwer waren. Zahlreiche Blitzschläge und Wolkenbrüche richteten in verschiedenen Stadtteilen verheerenden Schaden an. Sämtliche Wachen der Berliner Feuerwehr hatten Ausnahmezustand. Weite Strecken des Straßenbahnnetzes konnten wegen Ueberschwem- mungen nicht befahren werden, und einzelne U.- Bahn-Abschnitte mußten ebenfalls zeitweise wegen Ueberflutung außer Betrieb gesetzt werden. Die Feuerwehr hatte lange zu tun, um die Schäden zu beseitigen. In tiefer Trauer: Karl Tränkner. 4228 Gießen, den 1. Juli 1936. tm 4217 D mit in Kenntnis zu setzen. Die trauernden Hinterbliebenen Heinrich Klinkei und Frau, geb. AbeL 4222L> Eduard Abel Wwe. Familie Wenzel Plafi Familie Ernst Wagner Hermann Abel Auf Wunsch der Verstorbenen fand die Trauerfeier und Beisetzung in aller Stille statt. Hiermit erfüllen wir die traurige Pflicht, alle Verwandten und Bekannten von dem am 30. Juni 1936,18% Uhr, plötzlich im 49.Lebensjahr erfolgten Ableben unseres lieben Sohnes, Bruders, Schwagers und Onkels Herrn Eduard Abel Nachruf. Am Sonnabend, dem 27. Juni 1936, verstarb hochbetagt in Darmstadt Dr. Ludwig Dieffenbach Fürstlicher Forstrat t R. Viele Jahrzehnte hat er die Waldungen des Fürsten zü Solms-Hohem solmS'Lich betreut Ein vorbildlicher Beamter, ein kerndeutscher Mann ist aus dem Leben geschieden. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Fürst zu Solms-Lich’sche Rentkammer. 17 r h r Löw Krofdorf, Hamburg, den 2. Juli 1936. Die Beerdigung findet am 2. Juli um 14 Uhr statt. 4214V Am Sonntagmittag entschlief sanft meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Anna Tränkner Wir hieben für unser Sto tt - svezialbauet per sof. od. auch für später tüchtige, branchekundlge verkäuSerin die an flottes Arbeiten gewöhnt ist.Schriftl.Angeb. oder persönliches Lorstellen zwischen ,'/,9 u.ll Ubr oormittags erwünscht. Stofssvezialhaus 42270 Bevuavd & Sohn Gießen, Plockstraße 14 bis 16. Kräftigen, anständigen Jungen als tiiteinme^Ieibeline sucht 03033 gatl mogenöadi, Stein- u. Bildhauerei. Collar GeschütztvorFliegen Das sollten Sie mit Ihren Speisen auch machen. Denn Fliegen übertragen Krankheitskeime. Verwenden Sie ebenfalls Speiseschrank, Fliegenglocke, Fliegenklatsche, Fänger und Drahtgaze für die Fenster. Diese Helfer gibt es billig bei Von der Arbeit und vom Geld die 1. - wie unschön - werden schnell . Stock mit Für die Emma 112847/W Ad.GerlachWw. Spedition 4221D Groß-Gerau. erscheinen Samstag, 4.3uli 1936, abends ü Uhr im Gasthaus -um „Kühlen Grund" zum mm.-Wohnung Bad Nähe idtmitte sof. rp. 1. August Perm. Sehr, i. unter 4223 ö. Gieß. Anz. Wohn. mit Bad n l.Okt. evtl, her gesucht. Ikon, Heizung d Garage er= nscht-Schriftl. geb. u. 03039 d. Gieß. Anz. Sinnlose Delle fordert zwei Todesopfer. Aus dem Rhein wurde bei Stockstadt die Leiche eines jungen Mannes gelandet. Wie nunmehr fest- gestellt werden konnte, handelt es sich bei dem Toten um den 26 Jahre alten Schlosser Willi Scheuermann aus Ludwigshafen. Scheuermann hatte nut drei anderen jungen Männern aus Ludwigshafen eine Wette abgeschlossen, in der Nacht den Rhein durchschwimmen zu können. Dabei fint) sroei der wagehalsigen Burschen ertrunken. Die Zweite Leiche wurde bei Oppau gelandet. Eisenbahnunglück in polen. In der Nähe von Wreschen (Wojewodschaft Posen) ist ein Personenzug entgleist. Dabei wurden der Lokomotivführer, der Hetzer und ein Postbeamter getötet, während ein Eisenbahnbeamtcr und vier Fahrgäste verletzt wurden. Hauer Schmidt aus dem Krankenhaus entlassen. Der eine Woche lang im Schacht eingeschlossen gewesene Hauer Schmidt wurde jetzt aus dem deutung. VI. Die Sank muß flüssig sein. Einkoch-Appa- rate and -G äser Passi ermasehinen "Sx üö Fruchtpressen * Bohnenschneider usw. in großer Auswahl bet 4226A Borrmann Gießen Neustadt 6 Telefon 4165 J. B. Häuser Gießen 3870* Am Oswaldsgarten Fernruf Nr. 2145/46 Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung uer engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den GleßenerAnxeiger fammen mit seiner Frau und seinen beiden Kindern wird er nun zunächst auf Veranlassung und auf Kosten der Bergwerksgesellschaft „Hibernia" einen vierwöchigen Erholungsurlaub in einer Sommerfrische verbringen. Alsdann wird er mit seiner Familie die ihm von der Deutschen Arbeitsfront zugedachte „K d F." -Fahrt antreten. aller Kameraden ist pflicht. Euler ehern. Ortsgruppenfahrer. IV. Einlagen und Anlagen. An den Schaltern der Bank herrscht ein reger Verkehr. Dank der Arbeitsbeschaffungspolitik der Reichsregierung und der dadurch erhöhten Kaufkraft sind alle wirtschaftlichen Umsätze gestiegen. Die Geschäftswelt zahlt häufiger und größere Summen auf ihre Bankkonten ein. Sie hebt aber auch öfter und mehr ab, oder verfugt über die Guthaben "burch Ueberweisungen. Werden Ueber- weisungen an Empfänger aufgegeben. Die selbst ein Konto bei der Bank haben, dann ist die Ausführung nur ein Umbuchen in den Konten. Sollen aber die Ueberweisungen an andere Geldinstitute erfolgen, dann muß die Bank Geld bewegen. So kann es kommen, daß am Abend eines Tages mit stärkstem Zahlungsverkehr die Summe aller Gut haben bei der Bank die gleiche geblieben ist wie vorher. Im Gegensatz zur Bedeutung des Umsatzes im Warenverkehr ist den Banken an derartigen Umsätzen nicht viel gelegen. Sie führen Zwar den Zahlungsverkehr auftragsgemäß durch, weil diese Dienstleistungsaufgabe erfüllt werden muß Ihr Nutzen für den Betrieb, fei es durch eine berechnete Umsatzprovision, sei es aus den sonstigen Bedingungen der Kontenführung, reicht bei kleineren Konten mit großem Umsatz nicht an die Kosten des Arbeitsaufwandes heran. Für die eigentliche Aufgabe der Banken, die der Kreditversorgung und Verteilung, sind nicht die Umsätze, sondern ihre Einlagen entscheidend. . Nur mit dem, was der Bank unabhängig von Ebbe und Flut des laufenden Zahlungsverkehrs gewissermaßen für dauernd bleibt, kann fie wirklich arbeiten. Das sind die sogenannten fremden Gelder, die sie anlegen kann und muß. Sie soll ja ihren Kunden Zinsen vergüten und muß auch den Arbeitsaufwand im Zahlungsverkehr aus ihren Einnahmen decken. Die Bank kann aber auch nicht alles zu aünftigen Zinsen ausleihen, denn sie mutz Kassenbestände und (ebenfalls zinslos) Guthaben bei der Reichsbank halten, um jederzeit allen möglichen Rückiorderungswünfchen entsprechen zu können Der Bankmann sagt, sie muß Jiquibe' fein. Daher gehört es zu den Aufgaben der Anlage- politit einer Bank, zwischen den verschiedensten An- lagemöglichkeiten zweckmäßig zu wählen und zu mischen, damit drei Ziele erreicht werden: fremden Gelder so flüssig wie notwendig, 2 sie o ertragreich wie möglich, und 3. so sicher wie nur irgend angängig anzulegen. Im nationalsozialistischen Denken kommt als weiteres Erfordernis hinzu, daß die Anlagen gleichzeitig so erfolgen, daß der größte Volkswirt- chaftliche Nutzen im Sinne der nationalfo» zialiftifchen Wirtschaftspolitik erreicht wird. Xbomas s sie lag P® i'e l’tünö man sie Mte am % ttn wenig ö- Weg jur 5r Mimen |ani W Die ein aus 6er $ifi . Hornos h vor der unter ?enn bQ5 8SÄ und der e IS ^S1 h.'U,0m”5 o i- nötig, so helfen sie sich untereinander aus. Fast jede Bank hat Geld kurzfristig anderen Geldinstituten ausgeliehen, wie fie umgekehrt sich kurzfristig zu bestimmten Terminen Geld, notfalls nur für einen Tag, von anderen Geldinstituten leiht. Diese, ent- weder nur für einen Tag oder für einen Monat, erfolgenden Geldausleihungen der Banken untereinander werden a n b e n Börsenplätzen wahrend der amtlichen Börsenstunden abgewickelt. Dann wird in den Börsenberichten vom „G e l d m a r k t gesprochen, und es werden dabei z. B. die derzeit Üblichen Zinssätze für „T a g e s g e l d" angegeben. Die größten Möglichkeiten — der Bankmann spricht von „Liquiditätsreserven" — zur Erhöhung des Kasfenbeftanbes liegen in dem großen W e ch - selbeftand und dem eigenen Wertpapierbesitz der Bank. Für eine Zahlungsanspannung von wenigen Tagen kommt eine Beleihung der eigenen Wertpapiere bei der Reichsbank in Frage, sofern auch diese den dazu erlassenen Vorschriften entsprechen. Dann aber kann die Bank die von ihr angekauften Wechsel, so, wie wir es bei dem Wechsel der Möbelhandlung Otto Krause zugunsten der Firma Schulz & Lehmann sahen, an b i e Reichsbank verkaufen, wenn biese Wechsel den Erfordernissen eines „reichsbankdiskontfähigen" Wechsels entsprechen. So trägt eine gute Bankleitung allen Möglichkeiten Rechnung, arbeitet ertragreich und volkswirtschaftlich nützlich und ist bestrebt, st e 1 s flüssig zu ein und jederzeit allen Zahlungsanforderungen zu entsprechen. (Fortsetzung folgt.) beseitigt. 1.60, 3.00, 3.50. Jetzt jauch B. exlra verstärkt in Tuben J RM 1.95. Gegen Pickel, Mitesser Venus Stärke A. Ärztlich empfohlen. Drogerie Winterhoff,Kreuzpl.'J/tO anba/Bad u. prech. Zube- ab l.Oktob. lleicht früher) rermiet. osoao artenstr. 14. ürdort.Rez.° ^il.als Gen.- Vertr.gesucht doh.Dauern. iBeruf gleich. Kostfr.Eini.) Gehrmg&CoGmbh Unkel Rhein 410 e Weiterbericht des Relchswellerdiensles. Ausgabeorl Frankfurt. Ein von breiter Front erfolgter Einbruch frischer Meeresluft braute auch unserem Gebiet am Mittwochnachmittag unter kräftigen Böen und starkem Temperaturrückgang verbreitete gewittrige und teilweise auch recht ergiebige Regenfälle. Am Donners« tagsrüh hat die Regen- und Gewitterfront bereits das Odergebiet erreicht. Da sich die Zufuhr feuchter Meeresluft fortsetzt, kann für die Folge mit wechselhafter und zu wiederholten meist schauerartigen Niederschlägen geneigten Witterung gerechnet werden. Aussichten für Freitag. Veränderlich mit Aufheiterung, aber auch wiederholten, meist schauerartigen Niederschlägen, mäßig warm, südwestliche bis westliche Winde. . Aussichten für Samstag: Fortdauer der wechselhaften und zu Niederschlägen geneigten Witterung, westliche Winde. Lufttemperaturen am 1. Juli: mittags 26,7 Grad Celsius, abends 16,6 Grad; am 2. Juli: morgens 16 8 Grad. Maximum 26,7 Grad, Minimum heute nacht 14,7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 1. Juli: abends 24,3 Grad; am 2. Juli: morgens 21 Grad. — Niederschläge 0,4 mm. — Sonnenscheindauer 8,2 Stunden. Wir hatten bisher den Lehrling der Möbelfabrik Schulz & Lehmann zur Bank begleitet und berichtet, daß er von der Bank die Lohngelder für seine Ar- beitstameraben abholte. Der Lehrling, der oft zur Bank kommt, hat babei mit verwunderter Wiß- begierbe beobachtet, baß ber Kunbschaft j e b e r v e r- langte Betrag aus den Guthaben zurück- gezahlt wirb. Diese stete Zahlungsbereitschaft interessiert ihn. Wie stellt die Bank es an, baß sie stets nicht viel mehr Bargeld im Kassenschrank zur Verfügung hat, als gebraucht wird? Die Leitung der Bank weiß aus einer langjährigen Erfahrung heraus und aus ber genauen Kenntnis ber örtlichen Verhältnisse und ber Bebürfnisse ihrer Kunbschaft, mit welchem Zahlungsverkehr sie zu ben einzelnen Zeiten zu rechnen hat. Für fie kommt es babei weniger auf ben einzelnen Kunden an, als auf das Verhalten ber Kunbschaft in der Gesamtheit. Je größer ihr Kundenkreis ist, desto mehr gleichen sich Zufälligkeiten aus. Darum weiß sie ungefähr im voraus, wann sie mit Ueberfchüssen aus dem täglichen Zahlungsverkehr rechnen fann, und wann die Zahlungsanforderungen die Eingänge überfteigen. PZährend sie sich auf die Anlage ber Ueberfdjüße einstellt, muß sie zu ben Tagen mit stärkeren Gelbanforderungen Bargeld beschaffen. Jede Bank hat bei anderen Geldinstituten selbst Guthaben. Neben anderen „Banken der Banken" (wie es die Girozentralen und die genossenschaftlichen Zentralkassen sind) ist vor allem bie beut- s ch e Reichsbank das zentrale Kreditinstitut. Alle Banken haben bei ihr Guthaben. Unser Lehrling beobachtet auch des öfteren, wie die Kassenboten ber Bank zur Reichsbank gehen, Gelb holen ober bringen. Nun verzinst aber bie Reichsbank bie Girokonten ihrer Bankenkunbschaft nicht. Darum pflegen bie Banken ihre Guthaben bei ber Reichsbank nicht höher zu halten, als es ihnen Zweckmäßig und notwendig erscheint. Haben fie nur für kurze Zeit größere Summen zur Verfügung oder ein komplettes Schlafzimmer, fabrikn.z. Preise von RM. 300.— zu verkaufen. Schriftl. Angeb. unt.4225D an d. Gieß. Anzeiger. Reinrassiger Settei-Rüde zu verk. Treuer und anhänglicher Hund. Verk. nur, da auf Raubzeug nickt scharf. 03040 Kaiserallee 37. 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Zur Zelt ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. lieber die Bergung des Hauers Schmidt gibt bie Zechenverwaltung einen Bericht heraus, ber einen Einblick gibt in bie Schwierigkeiten, nut denen die Rettungsmannschaften bis zur glücklichen Bergung des Verschütteten zu kämpfen hatten. An ben Rettungsarbeiten haben sich dauernd 40 Arbe/tskame- raben, darunter die drei Brüder des Verschütteten, unb zwar in jeder Schicht einer seiner Brüder, beteiligt. Ferner nahm an den Bergungsarbeiten der im Januar d. I. selbst für acht Stunden einge- schlossen gewesene Hauer Lösche teil. WAmüMWWMM l ,erl,iule J IMiieM. üb- »• ■:?.! käinpf. djest Hann Trubel?" 1,1,1 mit ih111 § "r 1,1 M °d° Sk-: HM» th«r ' InM i Wdels on. » Wen her £ splendid coun fomml etwas ni es, das ° Bus hinaus c iU überzeugen fit nicht nur g von her F°n Das ist nur gibt bann m Verzögerung, nMch ein was nun ton halb herousg fjaltenb unter gebrauter inr ihren Aeußer heißt: bas l Wir spreche gelegentlich ei ihren Zeimng Srititfähjgkeit Mähernb ber zubringen. Wi gehöriaen soll nungsvildung bloßen Dill Begreislicherr jungen Spor 6er anberen. Da gibt Schattierung^ Ueberraschun ftenntnisnab i jieben - m - hörbare a dem blähen l ländischer Pr Spielarten üi heilen mehr mancher aus lichkeit hier, rechten Mei beitsintensiti liebe. Sie öffentlichen doch leichten Sie finden imperiatiftv die nichts ( ausländisch Dlympifif)er Reifen im deutliche W. s WW L-wohn. kx Krankenhaus entlassen Seine Gesundheit hat glück-1 So, wie die Bank die Einlagen ihrer Kundschaft halten, kommt das auch in der Buchhaltung zum Ausdruck. Die „Debitoren" aller Art müssen sich unter Berücksichtigung des eigenen Kapitals mit den „Kreditoren" ausgleichen, also einander bie „Balance" halten. Darum wird ja bie buchungsmäßige, aus ben Summen aller Konten entstehende Vermögensausstellung bie Bilanz genannt. Währenb viele Jnbustrie- und Handelsbetriebe nur in größeren Zeiträumen Bilanz ziehen, schon weil sie ihre Warenbestände durch eine „Jnven- tur" aufnehmen müssen, ziehen moderne Geldinstitute täglich Bilanz. Die Reichsbank z. B. ver- Öffentlich! viermal im Monat den Stand ihrer Bilanz mit den wichtigsten Ziffern in dem sog. Ausweis ber Reichsbank. Für bie Kreditinstitute sind die Monatsbilanzen von großer Bedeutung, deren Aufstellung allen Banken mit mehr als 1 Million Mark Bilanzsumme durch das neue Reichsgesetz über das Kreditwesen gesetzlich vorgeschrieben ist. Sie werden im „Reichsanzeiger" veröffentlicht, damit die Staatsführung und die Allgemeinheit einen Einblick erhält in die jeweilige Lage ber beutschen Krebitinstitute. Nicht so sehr zur Unterrichtung über die betreffenden Institute an sich, sondern wegen der durch sie sichtbar werdenden Entwicklung der deutschen Geld- und Kapitalswirtschaft haben die Bilanzen der Kreditinstitute für bie Allgemeinheit große Be- V. Die Bankbilanzen. In ber Hauptbuchhaltung der Industrie- und Handelsbank läuft das ganze Rechnungswert ber Bank zusammen. Hier steht im Hauptbuch das eigene Vermögen der Bank auf dem „Kapi- tal-Konto" eingetragen, und zwar — getreu dem Grundsatz der doppelten Buchführung — auf d e r rechten Seite des Kontos. Sie trägt bie Bezeichnung „Habe n", wogegen auf ber linken Seite aller Konten das Wort „S o 11" vermerkt ist. Da aber zuerst bie doppelte Buchführung im heu- tigen Norbitalien aufkam, find in der Kaufmannssprache vjele Worte aus jener Zeit beibehalten worden und so schreiben die meisten Bankbuchhalter über die linke Seite „Debet" unb über die rechte Seite „Kredit". Wenn Kunden am Kassenschalter Einzahlungen leisten, trägt bie Kassenbuchhindlung das auf die linke Seite, die Eingangsseite, ein, also unter „Debet". Nun ist es aber bas Wesen der doppelten Buchführung, jeden Geschäftsvorgang doppelt zu buchen, wobei sich die beiden Buchungen die „Balance" halten, so daß, wenn ein Posten unter „Debet" eingetragen wird, der Gegenposten unter „Kredit" erscheinen muß.. Weil die Kasseneingänge wie alle sonstigen Gutschriften der Kunden auf der Debetseite der Ein- qanqskonten erscheinen, werden sie bei den K o n- t e n ber Kunbschaft auf der Kreditseite übertragen. Somit stehen alle Guthaben der Kundschaft bei der Bank unter „Kredit", man bezeichnet sie daher oft als bie „Kreditoren der Bank. Ebenso stehen alle Forderungen ber Bank an ihre Schulbner unter „Debet". Sie werden im kaufmännischen Sprachgebrauch als „Debitoren" bezeichnet.____________ Zirka 14 Zentn. MtnM zu verkauf. 03037 Peter Brück Crumbach Nr.52 | Kaufgesuche | 2 PS (MO’Mt | Wechselstrom 220—380 Bolt, zu kaufengesucht. | Schriftl. Angeb. mit Preisangabe - unt. 03032 a. den Gießen. Anzeig. Gebraucht., eins. Kinder-Sportwagen bill z.kauf.gesucht Sehr Angeb.unt. 03034 an d.G.A. | Verschiedenes] •►Warzen alle lämg.Haare, Lebenlecken Pickel,Sommer- ipross. usw. entf. u. Gar. k. immer ArauB. Gulden Sprechst. Freitag Gießen, Alicen- Straße 40 p. 9—7 Uhr dnrehnehend. 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Trubel der mancherlei Begrüßungen und nach der : vorläufigen Einquartierung in Berlin in eine gemütliche Ecke setzt und ihn nicht etwa ausfragt, sondern mit ihm gemächlich plaudert, dann macht man immer wieder die gleiche Erfahrung. Es beginnt fast immer mit begeisterten kurzen Ausrufen über das, was sie auf der Fahrt von Hamburg oder von Köln oder sonstwoher durch Deutschland am rein äußerlichen Bilde unseres Vaterlandes gesehen haben. Der zweite Abschnitt ihrer Bewunderung gilt dann ebenso regelmäßig dem schlechthin großartigen Eindruck der diesjährigen olympischen Kampfstätte, die Deutschland in dem R e i ch s s p o r t f e l d draußen vor der westlichen Vorstadt geschaffen hat. Kleines Beispiel dafür: Die australischen Schwimmerinnen haben auf der Reise über Marseille und Paris mit einem Tag Aufenthalt in der französischen Hauptstadt zwei Nächte hindurch so gut wie gar nicht geschlafen, das merkt man sogar diesen drahtigen, durchtrainierten Mädels an. Aber sie explodieren immerzu in Ausdrücken der Begeisterung: „0, what a beautiful, splendid country!“ ist noch das mindeste. Und dann kommt etwas sehr Nettes. Trotz ihres Schlafbedürfnisses, das wir schleunigst respektieren werden, möchten sie am liebsten gleich noch einmal mit dem Bus hinaus auf das Reichssportfeld, nur um sich zu überzeugen, daß es — wirklich da ist und daß sie nicht nur geträumt haben, so hingerissen sind sie von der Formschönheit der deutschen Kampfstätte. Das ist nur eine kleine Episode unter vielen. Es gibt dann meistens in dem Gespräch eine kleine Verzögerung, die ausländischen Sportler werden ersichtlich ein wenig nachdenklich, man weiß schon, was nun kommt. Und richtig, je nach Temperament bald herausgesprudelt, bald bedächtig, bald zurückhaltend unter deutlicher Ueberwindung kleiner mitgebrachter innerer Widerstände, formt sich dann in ihren Aeußerungen der stärkste Eindruck, und der heißt: das neue Deutschland. Wir sprechen hier nicht so sehr von denen, die gelegentlich eine halbwegs sachliche Schilderung in ihren Zeitungen gelesen oder sich genügend eigene Kritikfähigkeit bewahrt haben, um ein wenigstens annähernd der Wirklichkeit entsprechendes Bild mitzubringen. Wir sprechen hier vielmehr von den Angehörigen solcher Länder, deren öffentliche Meinungsbildung teilweise noch weit entfernt von dem bloßen Willen zur Unvoreingenommenheit ist. Begreiflicherweise sind die Bekundungen dieser jungen Sportsleute ungleich wertvoller noch als die der anderen. Insel so heiße, und das Mädchen fand den Namen recht. Als die Sonne langsam zu Tal ging, waren Thomas und das Mädchen schon sehr gute Freunde geworden: Sie tollten im Wasser herum, spürten der kleinen Rohrdommel nach, bauten einen Landungssteg und waren glücklich. Aber als sie am späten Abend die Zelte zusammenpackten, sagte das Mädchen, er möge sie ein wenig vorausfahren lassen, sie würde ihn drüben erwarten. Dann küßte sie ihn ganz leicht, leichter hätte sie es nicht tun können, und stieg in ihr kleines Boot. Als Thomas an das Ufer kam, fand er das Mädchen nicht mehr, er suchte lange nach ihm und tröstete sich auf den folgenden Tag. Aber nie mehr kam das Mädchen nach der glückhaften Insel, und schließlich schien es Thomas, als hätte er alles nur geträumt, und er sah wieder den Wolkenschiffen und der kleinen Rohrdommel haben doch mehr als einmal die freundlichsten Einladungen gerade an die maßgeblichen Politiker Wirtschaftler und Kulturrepräsentanten des Aus- landes ergehen lassen, dieses Deutschland, das sie überwiegend nur auf dem Papier kennen, s e l b st zu studieren und dadurch den europäischen Wirk- lichkeiten um ein Erhebliches näher zu kommen. Wir hoffen, daß die vielseitigen Erfahrungen unserer ausländischen Sportgäste mit dazu- beitragen werden, daß man von jenen Einladungen in noch weit größerem Maße als bisher Gebrauch macht. Europa, die ganze Welt wird greifbaren Nutzen davon haben. Wilhelm Lange. für die Bilder: für Feuilleton: m Teil i. V.: S). L. eck. Äerantwortlich tyeobor Kümmel, ierlag: Brühl'sche :eiN. Lange, K.-G., schließlich 25 Pf. en 15 Pf. mehr, ramstags 15 Pf., f. mehr. Juni 1935 gültig. (der früher in Gießen die Olympia-Achterzelle trainierte) vorbereitet. Auch die, Geher werden nach einem letzten Ausscheidungs-Wettbewerb in Huskvarna namhaft gemacht. Durch die große Hitze wurden acht der elf Teilnehmer zum Ausscheiden gezwungen. Den Sieg und damit einen Platz in der Olympiamannschaft erkämpfte sich Evald Segerstroem in 4:54,22 Std. Als seine Kameraden wurden Dick Loef und der Straßengeher Ion Mikaelsson bestimmt. Oesterreichs Olympia-Wasserballer. Nach der Deutschlandreise und dem Länderkampf gegen Frankreich hat der österreichische Schwimm- Verband die endgültige Olympia-Wasserball-Mann- schaft aufgestellt. Die Oesterreicher kommen mit elf Mann: Wenninder (Tor): Seitz, Steinbach, Hawlik, Blasl (Verteidiger): Müller, Kloner (Verbinder); Kunz, Lergetpohrer, Riedl und Schönfels (Stürmer). Wohl verstanden, es handelt sich hier um Ausländer, die nur gerade eben einen ganz flüchtigen ersten Eindruck bekommen haben. Nach alledem kann man sich vorstellen, wie stark sich das Bild des neuen Deutschland und der praktischen Leistung des Nationalsozialismus in einem bei vielen fast zwei Monate währenden Aufenthalt verbreitern und vertiefen werden. Nicht nur das Wort vom völkerverbindenden Sport wird 3m Zeichen der fünf Aime Deutsch-Amerikaner als Olympiakämpfer. Unter dem stattlichen Aufgebot der O8^..-Olym- piateilnehmer befinden sich auch zahlreiche Deutsch- Amerikaner, die in Berlin die Streifen und Sterne tragen. Am stärksten ist das deutsch-amerikanische Element beim Handball mit ungefähr 70 v. H. Deutsche Namen weist auch die Liste der Leichtathleten und Schwerathleten auf. Für die Fußballelf stellt der deutsch-amerikanische Fußballbund neben Torwart und rechtem Verteidiger wahrscheinlich noch weitere Spieler. Argentiniens Olympiasegler in kiel. In Kiel sind mit der Vorhut der argentinischen Seglermannschaft die ersten ausländischen Teilnehmer der olympischen Wettbewerbe eingetroffen. schmiedearbeiten legen. Hans R e i n e r t h , der Leiter des Reichsbundes für deutsche Vorgeschichte, bringt die Ergebnisse seiner Arbeit und der Forschungen seiner Mitarbeiter in der von ihm herausgegebenen wissenschaftlichen Zeitschrift „Mannus" sowie in der volkstümlichen Monatsschrift „Germanen - Erbe" zur Darstelluna. Er hat die Fluren Entscheidunaen. die auch für uns maßgebend sind, als Beauftragter des Reichsleiters Rosenberg für die vorgeschichtlichen Fragen getroffen. In seinen Büchern „Das Federseemoor als Siedlungsland des Vorzeitmenschen", ferner „Das Pfahldorf Sipplingen am Bo- ivnfee" und „Chronologie der jüngeren Steinzeit Süddeutschlands" hat er grundlegend wichtige Beiträge zur Forschung selbst geleistet. Unter seiner Führung wird die Erkenntnis richtiger Haltung heraus wachsen und sich weiter durchsetzen, bis es schließlich keinen Deutschen mehr gibt, der sich seiner Vor- fahren schämt undiee geradezu als Zeichen von Bil- 1 1 , .. /, >.... r.r.i________X Jn-nfuHrj Qßf ggfe "°Wer könnte auf der glückhaften Insel auch glücklich sein! Deutsche Vorgeschichte im (Schrifttum. Bon Helmut Merzdorf °ri fcanffutt Irisch,r am Mitt- 5, unb starkem ?ltiy und teil« .; Donners« Mrfront bereits Zufuhr seuchter mit wechsel« auerartigen Nie« echnet werden, veränderlich mit eu, meist schauer» a. südwestliche bis I Fortdauer der geneigten Witte- ittags 26,7 Grad 2.9uli: morgens Minimum heute turen in 10 cm rab; am 2. Juli: äge 0,4 mm. - I. 1.60,3.00, 3 50. |eld adra verstärk! in Tuben Gegen Pickel, Mitesser MaÜich empfohlen. Oie glückhaste Insel. Bon Ernst Heyda Thomas Frank hatte die glückhafte Insel entdeckt: sie lag in dem toten Arm eines Flusses und um sie stand so viel Schilf und mannshohes Rohr, daß man sie kaum erkennen konnte: auch Thomas hatte am Anfang vermutet, das Schilf stände nur ein wenig dicht, und es dauerte lange, bis er einen Weg zur Insel fand. Eine kleine Weide hing ihre dünnen langen Aeste nach der Flußseite, und es war wie ein Vorhang, der die Landschaft dahinter aus der Sicht hob. Thomas hatte fein kleines Zelt auf dem Rasenfleck vor der Weide aufgestellt, und wenn er dann auf dem Rücken lag und zum blauen Himmel hinaufsah, unter dem die Wolken ihre Bahnen zogen, wenn das Wasser zu ihm herüberroch und die Rohrdommel flötete, dann kam er sich wie ein Seemann vor, den ein unsichtbares Boot glückhaft in ferne Länder trug. Jeden Tag, wenn feine Arbeit getan war, fuhr Thomas mit feinem kleinen Boot zu seiner Insel, und der Sommer hatte den Frühling verdrängt und stand nun in seiner vollen Blüte. Aber eines Tages war etwas geschehen. Als Thomas zur glückhaften Insel kam, stand ein anderes, fremdes Zelt auf dem Rasenstück, und ein Mädchen in hellem Badeanzug lag auf der kleinen Wiese und sah in den Himmel. Leise fuhr Thomas einige Male um die kleine Insel, und als er schließlich sein Boot festmachte, sprang das Mädchen auf und kam auf ihn zu. Sie hatte herrliche dunkle Augen und helles flatterndes Haar, mit dem die Sonnenstrahlen spielten. Thomas wußte im Augenblick nicht, was er ihr sagen sollte, aber das Mädchen fragte ihn, ob er schon öfters hier gewesen sei, denn der Feuerplatz sei noch nicht alt. „Ich bin jeden Tag hier", sagte Thomas, „schon fast ein halbes Jahr lang!" „Oh, dann will ich wieder fahren", sagte das Mädchen, „ich will Sie nicht vertreiben!" | Einige weitere Angehörige und ihre Boote folgen nach. Die Argentinier haben sich sofort in das olympische Heim am Hindenburg-Ufer begeben. Zu Ehren der Gäste wurde noch am Mittwochnachmittag die argentinische Flagge vor dem olympischen Heim gehißt. Weitere schwedische Olympiateilnehmer. Schweden hat bei den olympischen Ruder-Wettkämpfen nur den Vierer mit Steuermann belegt und jetzt unter den zur Verfügung stehenden Ruderern die Auswahl getroffen. Der RV. Vaxholms vertritt das Land mit der berühmten „Skoeld- Mannschaft", die sich aus Erik Jphansson, Karl Sjoeblom, Lars Larsson, Harry Skoeld und dem Steuermann Sven Tisall zusammensetzt. Ebenso wie Polens Olympiaboote wurde auch der schwedische Vierer in Deutschland gebaut und die Mannschaft von dem deutschen Trainer B r a h m SsS&S. n > tiw hat in»11' Bcob> lang'" Äerbtvl .hur* l;.htrtl. deutsche Gegenwart", Johannes Hoffmann, „Deutsche Vorgeschichte", Gibbon, „Die Germanen im römischen Weltreich", Kreuzberg, „Deutsche Vor- und Frühgeschichte", Dannenbauer, Vom Werden des deutschen Volkes", El em en, „Altgermanische Religionsgeschichte", Endres, „Das Erbe unserer Ahnen", R e i n , „Rasse und Kultur unserer Ahnen". Eine umfassende Antwort auf die Jahrhunderte alte Herabsetzung des Germanentums hatte der Schöpfer der deutschen Vorgeschichtswissenschaft, Gustaf K o s s i n n a , bereits vor 30 Jahren gegeben. Sein berühmtes Werk „Die deutsche Vorgeschichte, eine hervorragend nationale Wissenschaft" stellt die Leistungen der Bronze- und Eisenzeit dar, die ausgezeichneten Bilder zeigen Kunstwerke, die von dem ausgesprochenen Hochstand der germanischen Kultur sprechen. So ist dieses Werk für die gesamte Vorgeschichtswissenschaft richtungsweisend geworden, Kossinna verdanken wir außerdem drei weitere Werke, die „Altgermanische Kulturhöhe" und „Germanische Kultur im ersten Jahrtausend nach Christus" und „Ursprung der Verbreitung der Germanen in ur- und frühgeschichtlicher Zeit." Da gibt es in ihren Aeußerungen sämtliche Schattierungen von der völligen, ja fast verwirrten Ueberraschung bis zur ruhigen, bereitwilligen Kenntnisnahme augenfälliger Tatsachen. Und sie ziehen — man merkt es an Wort und Mienenspiel — hörbare oder verschwiegene Vergleiche zwischen dem blöden und böswilligen Tratsch gewisser ausländischer Pressekreise über alle nur erdenklichen Spielarten von „Terror" und dergleichen Albernheiten mehr auf dem mißbrauchten Zeitungspapier mancher ausländischer Kreise und dann der Wirklichkeit hier, die ein freies, frohes Land mit aufrechten Menschen von einer unvergleichlichen Arbeitsintensität und einer unbewußt starken Friedensliebe. Sie sehen eine Disziplin und Ordnung im öffentlichen Leben, die sie in dieser straffen und doch leichten Form anderswo kaum gefunden haben. Sie finden Menschen vor, denen die verrücktesten imperialistischen Neigungen angehängt werden und die nichts anderes wollen als den vielen Tausenden ausländischer Sportsfreunde nicht nur während der Olympischen Spiele, sondern auch danach bei ihren Reisen im schönen Deutschland auf jede nur erdenkliche Weise behilflich sein. umspannt 500 OOO Jahre Menschheitsentwicklung, es bringt keine allgemeine Thesen, sondern genaue Einzeltatsachen von der Speisekarte vor 3000 Jahren bis zur Konstruktion des Wikingerschiffes, vom germanischen Glauben und den einzelnen Festen bis zur Geschichte der germanischen Gerichtsordnung. Ein großes Sachverzeichnis macht das Buch zum Nachschlagewerk besonders geeignet. Darüber hinaus kommt auch die Entwicklung der politischen Geschichte zur Darstellung, eine beachtliche Leistung! Eine klare Forschung der germanischen Erziehung finden wir in dem Buch von Dr. Fritz Wüllenweber, „Altgermanische Erziehung". In seinem Buch weist er nach, daß nicht nur im Waffenhandwerk eine vielseitige Ausbildung erfolgte, sondern daß sogar hauptsächlich gesinnungsmäßige Ziele im Vordergründe der Erziehung standen. Das Buch, das von dieser entscheidenden Seite her mit dem Vorurteil der Kulturlosigkeit aufräumt, ist sehr zu empfohlen. Noch unmittelbarer und schöner als die sachlichen Ausführungen in diesen Werken sind die Bilder, die den Text ergänzen. Sie stehen im Vorder- nrunöe des Buches von Jörg L e cb l e r, „5000 Jahre Deutschland". Lechler hat hier 620 Bilder der Schwerter und Fibeln, der Hausgeräte und des Schmuckes zusammengestellt. Er zieht dabei überaus aufschlußreiche Vergleiche. Staunenerregende Beispiele zeigen die innere Einheit des nordischen Schönheitsempfindens über Jahrtausende hinweg. Bei einzelnen Abbildungen des Halsschmuckes könnten mir glauben, Erzeugnisse vor uns zu sehen, die Prachtstücke eines jener Läden sind, die jetzt Wert auf gediegene Gold- k&M! SS1'? Pläner. EU 'er Seben. U" N. .^Papier . oie non ihr Hw Tech, Thomas überlegte nicht lange. „Wenn wir etwas -zusammenrücken, werden sicherlich zwei Zelte Platz haben", sagte er und stellte sich vor. Sie heiße Marianne Ebeneiner, sagte das Mädchen, und sie würde sich freuen, wenn sie hierbleiben könne, denn sie hätte nur ein paar Tage Ferien. „Ich habe sie die glückhafte Insel genannt", sagte Thomas, als sein Zelt neben dem anderen stand. Und dann mußte er ihr erklären, warum die (Presse-Jllustration-Hoffmann-M. — Freigegeben durch RLM.3O. 6. 36, Nr. 21377.) Die „Altgermanische Kulturhöhe" faßt die Ergebnisse des Hauptwerkes in einer Form zusammen, die besonders leicht verständlich ist. Aus diesem Grunde eignet sich diese Schrift besonders zur Einführung. Nicht trockene wissenschaftliche Sprache, sondern begeisterte, lebendige Ausdrucksweise macht das Lesen dieses Buches zur Freude. In einer kleinen Lebensbeschreibung zeigt Rudolf Stampfuß Kossinna nicht nur als Forscher, sondern vor allen Dingen als Kämpfer gegen eine öffentliche Meinung, die ihn nur zu gern lächerlich machte und gegen eine ganze herrschende Wissenschaft, die klassische Archäologie. Die Entwicklung der germanischen Kultur wird von Wol gang Schulz in „Altgermanische Kultur in Wort und Bild" dargestellt. Hier wird uns klar, daß es sich bei den Germanen um lebendige geschichtliche Entfaltung, um kulturelle Krisen und Höhepunkte in stetem Wechsel, um einen inneren Werdegang handelt und nicht um em paar Brauche, die seit langen Zeiten feststanden und die auf ein paar Seiten des Tacitus oder anderer römischer Schriftsteller uns überliefert worden sind. Immer wieder beweisen die Funde, daß die Germanen nicht eine rauflustige Räuberbande, sondern etn Volk des Friedens, des Glaubens, und natürlich, wenn es notwendig war, ein Volk war, das seine Ideen auch mit dem Schwert verteidigte. Aul alle einzelnen Gebiete des germanischen Le-mayrgn lajanu uumt» bens geht ein soeben erschienenes Buch von P a st e - düng hält, Herabsetzung und Beschimpfung .Deutlche Vorzeit, nur i^.,D°lk-s°Ichicht° der Oermanen", ein. E- ! manischen Kultur zu ertragen. Wilde Nomaden, die auf dem Bärenfell und Met trinken, die die Frauen arbeiten und selbst faulenzen, das ist die Vorstellung von den Germanen, die auch heute noch weithin m den Köpfen herumspukt. Die Sucht nach Liebesabenteuern die Freude an Kriegszügen und Raufereien sind „ach dieser Meinung die letzten Ziele- um derentwillen die Germanen kämpften und lebten. Könige die „sich lustwiehernd auf die Kme schlagen", ',starkbeinige und lustfrohe Wunschmaiden Berserkergemüter, wenn der Met in der Kehle gluckst", das sind solche Gestalten von denen bei- wielsweise Ludwig Huna m „Helgi spricht. 2ln- [P tnnifche Beispiele des Germanenkitsches, z. T. Pnh Vorgeschichte unseres Vaterlandes , Jan d e m e g Die Welt der Germanen", und noch viele ändere ä-hör-n in biete W Sachlich mch «»-- reichend' sind vor allem folgende: H- S ch i l i ng, SanW BaMlchichis. L°utho , D btaen und das Planetensystem.Arno t „Ger manische Kunst", Bi ging, r . Darüber hinaus aber finden sie ausgerechnet in diesem Hitler-Deutschland, das man ihnen auch heute noch nach immerhin dreieinhalbjähriger „Praxis" schwarz in schwarz zu malen beliebt hat, offizielle Vertretungen, Behörden, Partei-Organisationen, die es gar nicht nötig haben, unseren ausländischen Gästen die Errungenschaften und be- onderen Vorzüge des Dritten Reiches fortgesetzt zu demonstrieren, sondern die in der beneidens-, . ------------ werten Lage sind, die für alle Welt sichtbaren Tat- hier seine vieltausendfache Bestätigung erhalten, achen s e l b st wirken zu lassen und im übrigen sondern auch der unersetzliche Wert d e s p e r -- n der umsichtigsten Weise für Deutschlands Be- sonlichen Augenscheins. ucher zu sorgen. ...... 1- .. ." . AV^ä^ ztvorFliegen sss* ,nk Fllegeng,ock®; '. Fänger und 5 r di- fens‘.er: „gibt es billig bel B. Häuser 6ie° aan >°«s Wirtschaft v. Cramm und Perry im Wimbledon-Finale Tramm schlügt Austin.-Dor dem größten Ereignis im Tennis-Sport. 33er I in Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a. Ul. 1«' «jy A!L kur< börfe börse 1.7. 1.7. 30.6- 101,65 101,65 98 98,25 101,75 101,75 122 I 123,75 I.25I 141 150| 123 119,5 119,5 Elektr. LieferungSgesellschast... 6 Banknoten. Licht und Kraft 7 Felten & Guilleaume 4 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 2'/- f 32,75 I 33 32,5 98,75 95,25 - > — 228 1 —I 13,9 Die hinter den 101,5 97,5 95 109,5 31,5 2,65 9,13 8,65 9 14,4 o 8 6 6 6 8 7 104,75 126,75 112,4 134,5 108 102,9 14,5 16,25 123,5 117 92,25 93,25 93,5 195 34,65 153 132,5 159,25 132,5 139,5 131 136,25 156,25 208,75 141,75 14,9 39,5 16,65 123 117,25 92,25 93 93,5 195 105 128,13 127 112,5 134,5 108 102,9 105,25 129 126 113 168 134 108,4 103,25 169,25 270 114,5 130 137,5 54 86 142 108,4 122,25 190,25 44,75 434 204 193 169,75 270 114,25 129,75 138 53 86,25 144 107 123,13 44 434 207 193,25 169,25 114,65 129,75 136,5 169,65 113,65 129,75 138 112,9 53,25 86 146,5 106,25 121,23 123 191,25 81,75 43,9 434 205 194,5 32,75 228 101,65 98 101,5 112,5 100,2 98,75 35,13 153 134 158,5 132 139,75 130,5 136 156 207,75 14,5 16,65 117,25 118 93 93,75 94,25 195,75 105 128,5 126 113 134,5 108,25 103,13 35,13 153,4 132 158 131,75 139,75 131 136 155,5 205,25 141 14,9 43 16,25 117,4 118,5 92,5 93,5 94 195,75 34,65 153,4 132 159,25 132,9 139 131 136,5 156,5 207,5 141,5 141 130,65 240 141,5 98,13 26,75 128,5 125,25 112,35 100,2 98,75 97 101 93,5 123,5 119,75 97 101,4 101,5 97,5 95 109,5 Ä.E.G. Bekula Rheinische Elektrizität Rhein. Wests. Elektr. Schuckert &(£o...... Siemens L Halske... Lahmeyer &£o..... Buderus Deutsche Erdöl 112,65 100,2 98,75 97 101 93,5 123,5 119,25 97 101,13 101,4 97,5 95 109,5 112,5 54,25 86,13 142,5 107,5 120 124 190,25 79,5 44,5 434 204 193,25 2,55 9 9,1 14,25 leicht befestigt. Deutsche Anleihen ließen ebenfalls wieder etwas Nachfrage mit festerer Grundhaltung erkennen. Alt- besitz 112,65 (112,65), auch Kommunal-Umschuldung und späte Schuldbücher recht gut behauptet, dagegen Dollar-Bonds bis 0,50 abgeschwächt. So ßproz. Preußen 69,75 (7tf,25). Don Auslandrenten lagen Anatolier um 0,75 v. Sy niedriger. Der Verlauf lag ziemlich ruhig. Einige Spezialwerte zogen noch mäßig an, so IG.-Farben um 0,25 v. Sy, Rheinstahl auf den AR.-Beschluß hin weitere 0,75 v. Sy AG. Verkehrswesen ausschließlich Dividende zunächst 0,65 v. Sy höher, davon später wieder 0,40 v. Sy leichter. Kaufhof bröckelten um 0,25 v. Sy ab, Daimler um 0,50 v. Sy Von den später notierten Werten Muag 2,75, Holzmann 1,75 vom Hundert fester. Der Pfandbriefmarkt lag wieder bei normalem Geschäft ziemlich unverändert, allerdings zogen Liquidations-Pfandbriefe verschiedener Institute um 0,10 bis 0,25 v. H. an. Tagesgeld erwartungsge- mäß leichter und 3 (3,50) v. Sy Abendbörse ruhig. Die Abendbörse lag recht still und im allgemeinen zu den Berliner Schlußkursen wenig ver- ändert. Beachtet Aschaffenburger Zellstoff, die mit 107 gehandelt wurden. Ebenfalls 0,50 v. Sy höher Die herrliche Tennis-Anlage von Wimbledon war am Mittwoch, dem Tage der Dorschlußrundenspiele im Männereinzel, von der Masse der Tennisbegei- sterten überlaufen. Schon lange vor Beginn des ersten Kampfes im Halbfinale zwischen Gottfried von Cramm und Bunny Austin waren die Tribünen des Meisterschafts-Platzes restlos ausver- kauft. Besonders war es die Fachwelt, die sich das Spiel unseres Meisters gegen den zweitbesten Engländer nicht entgehen lassen wollte. v. Cramm begeistert die Engländer. Die Zuschauer wurden von den Leistungen von Cramms auch in keiner Weise enttäuscht, im Gegenteil! Als v. Cramm seinen Gegner verhältnismäßig leicht mit 8:6, 6:3, 2:6, 6:3 bezwungen hatte, druck- ten die Engländer ihre Begeisterung durch stürmischen Beifall für unseren Meister aus. Die Art, wie v. Cramm den gefährlichen Austin erledigte, war die eines Meisters und sie beeindruckte viele englische Zuschauer so, daß sie mit ihrer Meinung nicht zurückhielten und v. Cramm für das Endspiel zum Favoriten erklärten. Daran änderte sich auch nichts, als später Fred I. Perry den jungen Amerikaner Donald B u d g e nach einem schweren Kampfe nicht weniger eindrucksvoll mit 5:7, 6:4, 6:3, 6:4 aus» geschaltet hatte. Gottfried v. Cramm und Fred I. Perry stehen also wieder im großen Wimbledon-Finale. Die beiden Meister haben sich diese größte Ehre, die im Reichsinnenmini st er Dr. Frick hat für die Weltmeisterschafts-Schießwoche vom 23. bis 28. Juli in Berlin-Wannsee die Schirmherrschaft übernommen. 130 Schützen aus der ganzen Welt werden zu diesem Wurftaubenschießen in der Reichshauptstadt erwartet. Schwimm-Rekorde gab es in Italien. Li- sardi erzielte über 100 Meter Freistil mit 1:00,6 Minuten Landesrekord, Bertetti schwamm 100 Me- ter Brust in 1:15,8 Minuten in Rekordzeit. Sportamt „Kraft durch Freude". Heute folgende Kurse: Leichtathletik, Frauen und Männer: Don 19.15 bis 20.30 Uhr, Universitätssportplatz am Kugelberg. Fröhliche Gymnastik und Spiele, F r a u e n : Don 20 bis 21 Uhr, Lyzeum, Damm- strahe 26. Don 21 bis 22 Uhr, Lyzeum, Damm- straße 26. Neue KdF.-Sportkur l^e! lieber die neuen ab 1. Juli beginnenden KdF.-Sportkurse gibt das neue Vierteljahres-Sportprogramm Auskunft. Dasselbe ist in allen Betrieben und auf der Kreisdienst' stelle, Schanzenstrahe 18, kostenlos erhältlich. 2,5 9,25 Allison-van Ryn den Platz betraten, um den fünften Satz ihres am Vortage abgebrochenen Kampfes nachzuholen. Es ging dabei um den Eintritt ms ksicucllinale. Wieder war es der junge Henkel, der durch sein beherztes Netzspiel und die Bomben- ausschläge, die auf dem Rasenplatz besonders gut zur Geltung gelangten, den Amerikanern schwer zu schaffen machte, zumal Allison verhältnismäßig schwach war. Unser Davispokal-Doppel wollte aber nicht gewinnen! Beim Stande 6:4, 8:10, 4:6, 6:3, 5:4 und 4:0 für die Deutschen verzichteten von Cramm-Henkel! Cramm will sich für das Endspiel gegen Perry am Freitagnachmittag schonen, Henkel wird zusammen mit Kai Lund noch am heutigen Donnerstagmorgen London verlassen, um sich in aller Ruhe auf den Davis- pokalkampf gegen Jugoslawien in Agram vorbereiten zu können. Cramm reist nach dem Endspiel noch in der Nacht zum Samstag nach Deutschland zurück. Unsere Davispokalmannschaft wird sich dann am Sonntag oder spätestens Montag nächster Woche geschlossen nach Agram begeben. internationalen Tennissport veraeben werden kann, in einem wahrhaft imponierenden .Stil errungen. Alle Gegner, die Cramm und Perry auf dem Weg ins Endspiel zu überwinden hatten, waren Meisterspieler, die ihr Möglichstes hergaben, um gut ob- zuschneiden oder ... eine Sensation zu schaffen. Es glückte keinem! Cramm und Perry nahmen jedes Hindernis, so sicher, wie fast in keinem Jahre noch zuvor. Der Deutsche und der Engländer werden sich am Freitag ein Endspiel liefern, das nicht nur von den beiden beteiligten Nationen mit der größten Spannung erwartet wird. Die ganze Tenniswelt blickt am Freitag nach Wimbledon und wartet auf das Ergebnis des Kamvfes der beiden genialen Spitzenspieler. Wird unser Meister Gottfried von Cramm seinem Pariser Meisterschafts- sieg über Perry die Krone aufsetzen können und auch Wimbledon-Sieger werden? Ganz Sport- Deutschland hofft es ... Interessant ist noch die Tatsache, daß v Cramm und Perry im Vorjahre ebenfalls über Austin und Budge ins Endspiel kamen. Nur kämpfte v. Cramm damals gegen Budge und Perry trat gegen Austin an. 3m ersten Sah entschieden. Die Entscheidung im Kampfe zwischen v. Cramm und Austin fiel eigentlich schon im ersten Satz, in dem jedes Spiel hart umkämpft wurde. Nach endlosem Hin und Her holte sich v. Cramm den Satz mit 8:6, nachdem er vorher mit 2:1, 5:4 und 6:5 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. nnaeführten Ziffern aeben die Höbe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v.H. Harpener------- Hoesch Esten—Köln-Neuesten .. 3 Ilse Bergbau ...............« Ilse Bergbau Genüsse 6 Klöckneriorrke ............... 8 Mannes mann-Rühreu 8 Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Eementwerk Karlstadt.. Frankfurter Getreidebörse. granf furt a. M., 1. Juli. Am Getreidegroßmarkt liegt die Umfatztätigkeit vollkommen still, da kein Angebot vorhanden ist. Es wird in Kurze neue Wintergerste erwartet. Futtermittel im allgemeinen ruhig. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W13 217, W16 220, W 19 224, W 20 226; Roggen R 12 180, R15 183, R18 187, R19 189, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futter- aerfte und Hafer nicht notiert. Weizenmehl W13 28 75 W 16 29,00, W 19 29,00, W 20 29,35; Rog- genm'chl R12 22,45, R15 22,80, R18 23,30, R19 23 50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Werzen- futtermehl W13 13,15, W16 13,30, W19 13.50, W 20 13,60. Weizenkleie W13 10,65, W16 10,80, W19 11,00, W 20 11,10; Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R19 10,50, Mühlen-Fest- preis ab Mühlenstation. Sojaschrot mit Monopol- zuschlag 16,20, Palmkuchen m. M. 16,30, Erdnußkuchen m. M. 17,85 ab südd. Fabrikstation. Treber 15,25; Trockenschnitzel 9,64 ab südd. Fabrikation. Heu 5,00, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt 2,25 bis 2,40, do. gebündelt 2,00 bis 2,15. Frankfurter Schlackrtviebmarkt. Frankfurt a. M., 2. Juli. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 39 Rinder (7 Ochsen, 2 Bullen, 25 Kühe, 5 Färsen), 581 Kälber, 53 Schafe, 777 Schweine. Es kosteten: Kälber 40 bis 68 Mark, Hümmel 46 bis 48, Schafe 40, Schweine 51 bis 57 Mark. — Marktverlauf: Kälber mäßig, Hämmel und Schafe sehr schleppend, Schweine zugeteilt. Schweinemackl In Mendorf a. d. Lda. y Allendorf a. d. Lumda, 1. Juli. Der heute hier abgehaltene Schweinemarkt war verhält- nismäßig schwach besucht. Es waren im ganzen 90 Stück Ferkel aufgetrieben. Die Preise waren etwas zurückgegangen. Es kosteten bis 6 Wochen alte Ferkel 17 bis 17,50 Mark, über 6 Wochen alte 18 bis 23,50 Mark pro Stück. Da auch nur wenige Käufer sich eingefunden hatten, ging der Handel schleppend. Es verblieb Ueberstand. Rest vorgetragen. Rbein-Mainische Börse. IMttagsbörse weiter fest. Frankfurt a. M., 1. Juli. Die anhaltende Festigkeit einiger Spezialwerte des Montan- und Motorenmarktes hielt die freundlich- Grundstim- mung der Gesamtbörse aufrecht. Der als recht gut bezeichnete Zeichnungsverlanf auf öto neue Reichsanleihe, wozu schon Dispositionen von den Zeichnern bisher getroffen waren, regte an, daneben find die Wirtschaftsberichte weiter zu beachten. JG.- Farben etwas lebhafter und auf 170 (169,25) erhöht, Erdöl um 1,25 v. H. fester, Metallgesellschaft 0,50 auf 138 erhöht. Arn Montanmarkt führten Rheinstahl in den Umsätzen, sie zogen auf 143 (142,25) an. Bemerkenswert fest waren Laura mit 23,75 (21,50) v. Sy Verein. Stahlwerke um 0,25, Klöckner 0,50, Hoesch 0,90 v. H. freundlicher. Auto- mobilaktien stärker gefragt, Daimler bei 123,75 (122,25), BMW. 144 (144), im Freiverkehr Adler- Kleyer 108,50 (108), Auto-Union 127 (126,50). Zellstoffwerte auf die Besserung des internationalen Zellstoffmarktes weiterhin beachtet, Aschaffenburger und Waldhof je 1,13 v. Sy höher. Aschaffenburger ausschließlich Dividende. Am Elektromarkte setzten Siemens ihre Steigerung um 1 v. H. fort, daneben auf AEG. 0,13, Schuckert 0,50. RWE. 0,25 v. Sy freundlicher. Jrn einzelnen waren Braubank in Verbindung mit den höheren Brauerei-Aktien um 1,75 v. Sy höher, Reichsbank gewannen 0,75, Nordd. Lloyd 0,25 v. Sy Gut gehalten Reichsbahn-VA., Weftd. Kaufhof, Jetter & Scherer. Südd. Zucker geführt hatte. Erst nach zehnmaligem Einstand im 14.Spiel gelang dem Deutschen der Satzball. Im zweiten Satz war v. Cramm dann schon der souveräne Herrscher auf dem Spielfeld. Er diktierte den Kampf und gewann den Satz nach 3:2 und 5:3 mit 6:3 sicher. Um ganz sicher zu gehen, schonte sich von Cramm im dritten Satz. Er ließ den Englän- der angreifen, ohne großen Widerstand zu leisten. Mit 6:2 fiel der Satz verhältnismäßig schnell dem Briten zu. Im vierten und entscheidenden Gang spielte aber der deutsche Meister wieder mit voll- ter Konzentration. Er begeisterte die Zu- schauer durch sein unerreichtes Schlagrepertoire, nutzte aber auch die Schwächen des Engländers bei Ueberkopf-Bällen geschickt aus. Selbst verschiedene Fehlentscheidungen der Linienrichter konnten Cramm nicht aus der Fassung bringen. Er gewann sicher mit 6:3 Satz und Match. Deutscher Verzicht Im Doppel. Kaum hatten Perry und der Amerikaner Budge den Centre Court verlassen, als Cramm-Henkel und 30.6 101,65 98,25 101,5 112,65 100,3 98,75 97 Schulthei» Patzenhofer .......4 A!u (Allgemeine Kunstseide) .. O Bemberg...................6 Zellstoff Waldhos 6 Zellstoff Aschaffenburg .......O Dessauer Gas ............... 7 Daimler Motoren O Deutsche Linoleum 8 Orenstetn & Koppel O Westdeutsche Kaufhof O Chade......................8 Accumulatoren-Fabrü 12 Eonti-Gummt.............. 11 Gritzner °| Matnkraftwerke Höchst a-M.... 4 Süddeutscher Zucker ........l°l Gausugend-Leichtathletikmeisterschasten ■ in Gießen. Die ersten Gaujugendleichtathletikmeisterschaften - des Gaues XII werden in festlicher Ausgestaltung und mit einer Lagerkameradschaft am ' Samstag und Sonntag, 4. und 5. Juli in Gießen ausgetragen. Zu diesem Wettkampf in Gießen ha- , den sich 300 der Besten des Nachwuchses gemeldet, die hier in Gießen zwei Tage kraftvoller Kämpfe und hsrrlicher Kameradschaft verleben werden. Ein Gemeinschaftslager am Samstag vereint diese 300 Teilnehmer und am Sonntag werden diese Jungens und Mädels die Kämpfe abwickeln. Die Gießener Gaujugendmeisterschaften sind die größte Leichtathletikjugendveranstaltung.die innerhalb unseres Gaues je stattgefunden hat. Das erste Kreisturnfest unter der Reichsbundflagge. Das große turnerische Ereignis, welches Höhepunkt werden soll im turnerischen Leben des Kreises 8, steht unmittelbar bevor. Am kommenden Samstag und Sonntag werden in Wieseck die Festtage gefeiert, auf die die Turner schon lange warten. Daß man sich von dem Turnfest in Wieseck etwas Besonderes verspricht, dafür zeugt schon allein die überaus starke Teilnahme der aktiven Wettkämpfer. Rund 650 Turner sind es, die sich zum Wettkampf stellen, sei es im Dreikampf, im volks- tiimlichen Zehnkampf ober im Zwölfkampf. Eifrig und zäh haben sie sich in langen Monaten vorbereitet und ihre Leistungen verbessert. Nun sollen sie ihr Können unter Beweis stellen und als Sieger Dom Kreisfest heimkehren. Die Alten, die Turner, die früher, vor langen Jahren schon, im Wettkampf standen, kommen auch. Es ist selbstverständlich für sie, sie wollen sehen, was die Jugend heute im Wettkampf leistet, sie wollen dabei sein, wenn das erste Kreisfest unter der Flagge des Reichsbundes seinen Verlauf nimmt. Ziu-Zitiu bei „Kraft durch Freude". NSG Man ist oft erstaunt, bei vielen Mitmen- schon feststellen zu müssen, daß dieselben überhaupt nicht wissen, was Jiu-Jitsu ist. Bei Jiu-Jitsu besiegt der Schwächere den Stärkeren! Geschicklichkeit gegen rohe Kraft — so läßt sich wohl am besten das Wesen dieses Sportes charakterisieren. Nicht hart gegen hart, sondern man wird gegebenenfalls zunächst nachgeben, um die Angriffskraft des Geg- ners zum eigenen Vorteil auszunutzen, um zu sie- gen. Die meisten Menschen verlieren in diesem Augenblick Kopf und Nerven. Schon die Beherrschung von wenigen Befreiungsgriffen läßt die Beobachtung machen, daß der Betreffende an Selbstvertrauen gewinnt. Jiu-Jitsu ist daher auch für die Frau geeignet. Kommen Sie zu den Jiu- Jitsu-Kursen bei „Kraft durch Freude". Anmeldun- gen nehmen entgegen: Stützpunkt Gießen, Schan- zenstraße 18. Wiederum Reit- und Fahrturnier in Bad-Nauheim. Nach langjähriger Pause wurde im vergangenen Jahr Bad-Nauheim wieder zur Turnierstadt. Glän- lagen Deutscher Eisenhandel und Eßlinger Maschi- nen. Rheinstahl 0,25 d. Sy befestigt. AEG. zu dem gedrückten Schluhkurs mit 34,65 gehalten. IG. Farben 169,75, also 0,13 d. Sy freundlicher. Bekula 0,65 v.H. leichter mit 153. Nachfrage bestand nach Großbankaktien. Der Rentenmarkt lag so gut wie umsatzlos. Kurse wurden nicht genannt. Von Auslandsrenten 4 /, v. Sy Mexikaner Irrigation 9,10 (9,20). Der Verlauf blieb bei kleinsten Umsätzen gehalten. Daimler mit 123,13 (123) notiert, BMW mit 142,25 (142,50). Von Großbankaktien Dresdner und DD.-Bank je 0,25 v. Sy freundlicher, Commerz- bank 0,50 v.H. fester. IG. Farben waren zum Schluß mit 169,50 bis 169,75 v. H. zu Horen. Es notierten: Farbenbonds 130,25, 4 v. Sy Ungarn Gold 9, 4 v. H. do. Kronen 2,75, 4 v. H. Rumänen 5,65, Lissabon Stadt 75,40, 5 v. H. äußere Mexikaner 13,25, 4 v. Sy do. Gold 9, 4Vr do. Irrigation 9,10, Adca. 74,75, Commerzbank 93, DD.- Bank 93,75, Dresdner Bank 94,25, Pfälz. Hyp. Bank 83,50, Buderus 105, Harpener 126, Klöckner E 108,25, Mannesmann 103,13, Rheinstahl 143,50, Verein Stahlwerke 98, Aku. 53, AEG. 34,65, BMW 142,25, Bekula 153, IG. Chemie volle 229, do. 50proz. 165, Conti Gummi 193,25, Daimler 123,13, Eisenhandel 140, Deutsche Erdöl 128,50, Scheideanstalt 270, Eßlinger Maschinen 86, IG. Farben 169,75, Gesfürel 139,50, Goldschmidt 114,25, Holzmann 123,25, Junghans 99, Metallgesellschaft E 138, Schuckert 156,25, Westd. Kaufhof 44, Aschas- fertburger Zellstoff 107, Südd. Zucker 228, Deutsche Reichsbahn-Vorzugsaktien 121,50. ♦ Hessische L a n d e s - H y P o t h e k e n b a n k A G., Darmstadt. Das im Mehrheitsbesitz des hessischen Staates befindliche Institut vereinnahmte 1935 aus der Zinsspanne 0,23 (0,21), sonstige Zins- einnahmen 0,18 (0,20), außerordentliche Erträge 0,26 (0,14) und sonstige Erträge 0,11 (0,10). Per- onalauswendungen erforderten 0,17 (0,16) und onftige Aufwendungen 0,12 (0,06). Die Abschreibungen wurden auf 263 000 Mark (224 000) erhöht. Davon wieder 0,115 auf Hypothekenzinsen, 0,1 (0,0) auf Hypothekenkapital und nur 6500 (55 400) auf Kommunaldarlehenszinsen. Einschließlich Vortrag verbleibt ein erhöhter Reingewinn von 228 200 Mark (184 600). Daraus werden lt. Gene- ralversammlungsbeschluß wieder 5 v. H. Dividende verteilt, 50 000 Mark der ordentlichen Reserve, 50 000 Mark den Sozialkassen überwiesen und der Schlüße. Mittag- börse 1.7. 140 130,25 143,25 98 26,65 128,75 125,25 zend besetzte Wettbewerbe und eindrucksvolle Schaunummern brachten Gäste und Bewohner des Welt- bades und der nahen Wetterau in großer Zahl zum Turnierplatz. Der Erfolg, den Nauheims Der- kehr^amt und der Frankfurter Reit- und Fahrklub als Veranstalter hatten, gibt den Mut, in einigen Wochen ein neues und größeres Turnier auszuschreiben. Am 18. und 19. Juli werden wieder edle Reit-, Spring- und Wagenpferde in Bad-Nauheim im Wettbewerb fein. Eine Anzahl Wettbewerbe wird neben den erfolgreichen Reitern und Pferden auch dem Nachwuchs Aussichten bieten. Dazu kommen Wettbewerbe für Wehrmacht-Angehörige und für Reiter der SA., SS. und HI. Damit ist jeder Kategorie von Teilnehmern des Turniersportes Betätigung gegeben. Die offenen Wettbewerbe sind gekrönt in der Dressur M für Amateure und Be- rufsreiter, im Jagdspringen M und dem zum gleichen Schwierigkeitsgrad zählenden Glücks-Jagdspringen. Gespanne werden alle Arten geprüft, bis zu den Vier- und Mehrspännern. Sehr ansehnliche Geld- und bekannt wertvolle Ehrenpreise gibt es in Bad-Nauheim zu gewinnen. Kurze Sportnotizen. Zur Olympiaprüfung der Turner, die am 4. und 5. Juli in Hamburg stattfindet, mur- den folgende zwölf Turner zugelassen: Beckert, Frey, Friedrich, Kleine, Sandrock, Schmelcher, Schwarzmann, Stadel, Stangl, Steffens, Volz und Winter. * Ei n neuer lurntampf Deutschland- Finnland wurde für das Frühjahr 1937 ab- geschlossen. Der Kampf, bei dem die deutschen Turner für die im November in Helsingfors erlittene Niederlage Revanche nehmen wollen, wird wahrscheinlich in Hamburg stattfinden. Schlußk. Abend- börse 1.7. 140,75 243 143,5 98 26,6 125 101,5 97,5 95 109,5 I 31,25 2,55 9,3 8,75 9,13 13,9 4| 121,75 141,4 150 I I. G. Farben-Jndusttte 7 Scheideanstalt.......... 9 Goldschmidt 6 Rütgerswerke 6 Metallgesellschaft 6 Hamburg-Amertka-Pakei ü Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. O Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Bank ... 4 Deutsche Bank und Diskonts- Gesellschaft................4 Dresdner Bank 4 RetchSbank ................1* Datnm 6% Deutsche Reuhsanlethe v. 1927 1 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 6Yt% Young-Anleihe von 1930 .. 1 Deutsche Anl.-Ablös^Schuld mii Auslos.-Rechlen ............ 4%% Deutsche Reichspostschatz an Weisungen von 1934, I r flaeb^f * Wer kennt unsere oberhessische Heimat? Schöffengericht Gießen. Der H. D. aus Altenburg wurde wegen Untreue zu 3 Monaten Gefängnis und 50 RM. Geldstrafe verurteilt. Der Angeklagte unterhielt ein Kommissionslager in Bindfäden. Daraus verkaufte er auf eigene Rechnung Waren, ohne den Erlös ab« zuführen. Wegen Betrugs im Rückfall und Urkundenfälschung erkannte das Gericht gegen dett Ludwig Schmidt aus Utphe auf eine Z u ch t h a u s» strafe von 1 Jahr und 20 RM. Geld- {träfe. Der Angeklagte sprach bei einer Anzahl Bekannter vor und gab an, von seinem Arbeitgeber beauftragt zu sein. Er habe Waren einzukaufen, jedoch reiche ihm das Geld nicht aus. Zur „Glaubhaftmachung" legte der Angeklagte einen ge- fälschten Brief seines Arbeitgebers' vor. 9 Uhr la : 20 „ Montag. 6. Juli 11 Uhr: Fahrt mit Reisekraftwagen nach Schloß Braunfels mit Fahrtunterbrechung in Wetzlar und Besichtigung der dortigen Sehenswürdigkeiten. Der Gaugebietsführer: Der Ortsgruppenführer: Werner Graf ________________________________________________4213 D Für die Reife DaAMWKliev! Oer neueste und vollkommenste Apparat steht zu Ihrer Verfügung. — Erstklassige und fachmannnische Ausführung sichert Ihnen zu MchtlM MOch Damen - und Herrenfriseurmeister 8 & F-Spez’,a*"Kaftee von Kennern hochgeschätzt....... s & F-Rekord der feine Qualitätskaffee......... S & F-Hausmarke edetenes Aroma, große Ergiebrgkeit Wer errät, wohin es geht? Für 5 Teilnehmer, die uns auf einer Postkarte bis zum lO.Juliabds. die richtige Lösung zugehen lassen, stellen wir 5 Freifahrten zurVerfügung! Teilnehmerpreis:Fahrt hin u. zurück.gutes,reichl.Mittag- /I O/j essen u.freier Eintritt zum Seestranabad mit Konzert, Mk. * »Ul/ (Kinder von 4—10 Jahren...............Mk. 2.80) Hapag-Reisebüro, Gießen, Selterstor, Telephon 2396 Verdingung. Die Erd-, Vorprofilierungs- und Pflasterarbeiten (ausschließlich Lieferung der Pflaster- und Randsteine) für die Kleinpflasterherstellung auf Reichsstraße 276, Abt.: Laubach—Schotten, km 19,6—21,4, 21,8—22,6 und 23,0—26,84, umfassend etwa 9200 cbm Erdbewegung, 9500 qm Verbreiterungs- und Auf- gestück, 40 000 qm Vorprofilierung und Kleinpflaster einschließlich Schotter- und Sandlieferung, Versetzen von 12 850 lfd. m Basaltrandsteinen usw. sind sofort — in je 3 Losen getrennt — zu vergeben. 4210D Angebotsvordrucke werden — solange der Vorrat reicht — von unserem Amt, Gießen, Hitlerwall 371, abgegeben, wo die Pläne und Bedingungen zur Einst "t offenliegen und auf Wunsch ein 2. Angebotsformular gegen eine Gebühr von 1,00 RM. für die Erd- und Vorprofilierungsarbeiten und 0,50 RM. für die Pflasterarbeiten erhältlich ist. Angebote sind, für jedes Los getrennt, in einem verschlossenen, mit entsprechender Aufschrift versehe- nen Umschlag bis Freilag, den 10. Juli 1936, vormittags 10 Uhr, an uns abzugeben, wo anschließend die Oefsnung der Angebote erfolgt. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 30. Juni 1936. Provinzialdirektion Oberhessen. Tiefbau. 15 Uhr: Empfang der Pressevertreter Sitzung des Gauführerrats und der Kreisgebietsführer NS. Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ Sonnabend, den 4. Juli 1936, 20.00 Uhr, singt im großen Hörsaal der Universität Gustav Bley Bariton „Die schöne Müllerin“ Liederzyklus von Franz Schubert Am Flügel: Cläre Schlesier-Altmann Preise der Plätze sind 0,80 und 1,20 RM. Vorverkaufsstellen: Schokoladen haus Huntemann, Musikhaus Challier, Oberhess. Tageszeitung, Kreisdienststelle K. d. F. 4218D l Ein Film dessen Humor Herz und Seele hat mit Weiß Ferdi Hilde Sessak - Trude Hesterberg-Friedl Sandner Hubert von Meyerinck-Oskar Sima Kulturfilm: Bezwungene Fluten - Ton-Woche | Spiel7.: tägl. 4 6,8.30, Sonnt. 3 5.30,8.30 Uhr Ws n Ain 8. Juli d. iafl, an S der nahen arbeit»' ur in -essen M arbeit verdefs« Etirn und der Heimat und Hand Neu „Pontinlsch entwässert chastung in J und Dieser Zahle 1932 do Erbhosdors Jahre 1935 M Grundlegend ttn die Unters Jeoölkerung und «bieten. 3n er sessenen Vo terschast du gen. Allein bl im 1. Arbeitsg gebildet. Darü von Siedlunys dauern ah mit hem Ziel erften Smte in Arbeit nerjithte schlechten Lr! sreimachen. Änt lungslanb an und Arbeit verbessert und Das in hes liegt an der 5 meter östlich 1 28 Bauer von 30 Morg Land stehen bereit. Me Die Bert des Neubauei nen erfolgt. auf ein oon Spargelse 39 Zwetschent Nefolge - b von 1340 Qik Östlich genuh Morgen ist aus y fyttar Der NMelemin Bobena Kher Lauer ü: hohen unb ta. Aftj B** JöeifeÄJ S5 K ernel St: LZ LZ: BÄ W ‘"für '"PI jwed^öelouwrungoei Schwarzarbeit können Arbeits Ange bote von tzonbwerkeni nur mit Aomensnen» nung u. unter Vortage desScwerbenochweiies auigenommen werden Verlag *e«(9lebcner9inuiaer-= Mündlich können Sie es nur wenig en sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es allen । wurde ein Raub der Flammen. Bei Feststellung der Brandursache kam der 24jährige Friedrich Schmidt aus Neukirchen in Brandstiftungsverdacht und gab bei seiner Vernehmung auch zu, den Brand infolge Anzündens einer Zigarette in der Scheune verursacht zu haben. Der junge Mann zeigte Anzeichen einer Geistesstörung und wurde sofort in die Marburger Heilanstalt verbracht, wo man ihn bereits vorher schon einmal behandelt hatte. Vor dem Schöffengericht gab Schmidt an, daß er infolge krankhafter Störungen seiner Gei- stestütigkeit am Brandtage die Absicht hatte, seinem Leben durch den Feuertod ein Ende zu bereiten. Er habe sich zu diesem Zwecke die Scheune ausgesucht und diese nad) vorheriger Feststellung, ob sie auch gut versichert sei, angezündet. Als die Flammen um fid) griffen, wurde es ihm aber zu heiß. Er bekam es mit der Angst zu tun und machte Löschversuche, wobei er sich Brandwunden zuzog. Professor Jahrmärker bezeichnete den Angeklagten in seinem ärztlichen Gutachten als unzurechnungsfähig und für feine Tat unverantwortlich. Wegen 'Gefährdung der öffentlicher Sicherheit fei die Unterbringung des Angeklagten in einer Heilanstalt erforderlich. Das Ge- richt beschloß demgemäß. ßm Einbrecher beim braunen Glücksmann. Seine Großzügigkeit wurde zum Verräter. LPD. Frankfurt a. M., 1. Juli. Am Abend des 30. Juni machte ein Landwirt in Kriftel, als er mit seinen Angehörigen vom Felde nach Haus kam, die schmerzliche Entdeckung, daß in seiner Abwesenheit ein Einbrecher in feinem Hause gewesen war. Dem Dieb fielen dabei rund 1700 Mark, die den Erlös aus dem Verkauf oon Erdbeeren dar- stellten, in die Hände. Etwa zur selben Zeit, als der Einbruch in Kriftel bemerkt wurde, erregte es am Frankfurter Hauptbahnhof beträchtliches Aufsehen, daß ein junger Mann einem braunen Glücksmann ein Los nach dem anderen abkaufte und sich sogar bereit erklärte, einen ganzen Kasten mit Losen zu kaufen. Der großzügige Loskäufer erregte nun das Interesse der Polizei, die feststellte, daß der Bursche etwa 1600 Mark in gebündelten neuen 20-Mark- scheinen, 191 Prämienscheine der Arbeitsbeschaffungslotterie und noch ansehnliches „Kleingeld" bei sich'hatte. Außerdem stellte "die Kriminalpolizei fest, daß es sich hier um einen erst vor wenigen Wochen aus de m Gefängnis entlaf- Blitzschläge, die Menschenleben vernichteten. Auch heute müssen leider weitere derartige Unglücksfälle gemeldet werden. So wurde in Reber au die auf dem Felde arbeitende Frau Marie S ch ü ß l Blitz erschlagen. Die Frau stand im 38. Leb In Ar Heilgen schlug der Blitz in eine Gruppe von acht Arbeitern, die mit Heuladen beschäftigt waren. Zwei Arbeiter wurden verletzt. Ebenfalls beim Heuladen wurde in dem Westerwaldort H u m- m e r i ch der 27jährige Karl B l e y e r vom Blitz getroffen und getötet. In L e e h e i m wurden zwei junge Leute und eine Frau beim Heumachen vom Gewitter überrascht. In unmittelbarer Nähe schlug der Blitz in die Erde. Alle drei waren längere Zeit bewußtlos. Die Reichspost hat, um eine einwandfreie Übertragung der Vorgänge bei den Olympischen Spielen zu gewährleisten, in Zeesen bei Berlin einen starken Kurzwellensender errichtet der 40 KW Telephonieleistung aufweist. — (Reichspostministerium-Bildstelle. — Scherl-Bilderdienst-M.) 3. Kreishirnfest in Wieseth des Kreises Gieben (Lahn-Dill) s & F-Haushalt-Mischung ket ein kräftiger und ausgiebiger Kaffee...... ,125-g-Paket 55 Wem MMNe-Meili Jahresversammlung am 6. Juli 193 6, 18 Uhr in der Universitätsbibliothek Tagesordnung: 1. Nechnungsablage 2. Bericht 3. Berichiedenes aaieD Vornehm I Geschmackvoll i Persönlich I Diese wesentlichen Eigenschaften der guten Familien- Drucksache bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Ausführungsarten und Papieren zu mäßigen Preisen Brühl’sche Druckerei. Schulstr. 7. Ruf 2251 Das ist das Ziel unserer ,125-g-Paket 65 ,.125-g-Paket IU stets guten Kaffee auf den Tisch zu bringen, wenn Sie sich entschließen, den wirklich guten und gehaltvollen S&F-Kaffee verwenden. Wer ihn einmal ver- ZU --- sucht, bleibt sein Freund. 1212A M 1 M 4211A