Nr. 52 Erstes via« Montag, 2. März 1956 186. Jahrgang Gietzener Anzeiger Lin erster Rundgang durch die Messe zu berücksichtigen: A. Alte Kämpfer der NSDAP. ein» schließt ."iTtgliebsnummer 1 000 0ÖÖ, glauben, sich durch die Ausschaltung eines konkurrenten bereichern zu können. Denn was ist die logische Folge der Erfindung solcher hochwertigen künstlichen Werkstoffe? Doch nur die, daß die entsprechenden natürlichen Rohstoffe überflüssig werden und keinen Absatz mehr finden. Schon heute zeigt sich, dah die mit natürlichen Rohstosfen gesegneten Länder in steigendem Wahe auf ihren Reichtümern sitzen bleiben und nicht mehr die nötigen Absatzmärkte finden. Man kann sich ohne viel Phantasie vorstellen, was es für die Rohstoffländer bedeutet, wenn nun in vermehrtem Umfange ein Unabhängigwerden der Bedarfszentren von natürlichen Rohstoffen hinzutritt. Grauenvoll ansteigende Arbeitslosigkeit, Hunger und soziale Erschütterungen müssen die Folgen sein. Wie gesagt, Deutschland kann dieser Entwicklung immer noch mit Ruhe entgegensehen. Wir werden die Aufgabe zu meistern wissen, unseren Bedarf zu decken. Schon haben wir sie ein gutes Stück ihrer Lösung entgegengeführt. Mag es auch noch Jahre dauern, bis wir diese Gefahr endgültig gebannt haben, gelingen wird es uns. Auch gegen die Bedrohung durch eine internationale Anarchie findet große Beachtung. Das Gleiche gilt von praktischen Musterbauten für Dolkswohnungen Kleinsiedlungen und für die Luftschutzräume Stahl in der Stahlbauhalle. Die Leipziger Frühjahrsmesse weist einen alle Erwartungen übertreffenden starken Besuch auf. Schon in den frühesten Morgenstunden trafen Autokolonnen von auswärts ein. Unzählige Scharen von Eisenbahnreisenden entströmten dem Hauptbahnhof. Die Sonderzüge waren voll besetzt-, dennoch vollzog sich der Verkehr in der Innenstadt ohne Störung. Wohl der weitaus größte Teil der Gäste flutete nach dem Gelände der Technischen Messe, deren Ausstellungen immer wie ein Magnet auf die Fremden wirken. Aber auch in der Innenstadt ebbte der Strom der Besucher nicht ab. Gleich die ersten Vormittagsstunden brachten Massen von Interessenten in die Halle. Natürlich waren unter diesen noch viele „S ch l e u t e", aber wie der Augenschein bewies, wurde auch gekauft. Es ist in der Regel so, daß der Sonntag durchweg zur Orientierung benutzt wird. Diesmal aber befanden sich verhältnismäßig viel ernsthafte Reflektanten unter den Besuchern, die sofort zur Auftragserteilung schritten. Natürlich läßt sich aus dem Verlauf des ersten Tages kein Rückschluß auf den geschäftlichen Gesamterfolg der Messe ziehen. Der außergewöhnlich starke Besuch aber läßt die Erwartung berechtigt erscheinen, daß auch das Verkaufsgeschäft der diesjährigen Frühjahrsmesse die Erwartungen über- steigen wird. Diese Hoffnung ist um so mehr berechtigt, als bereits am Sonntag recht viele Ausländer zu bemerken waren, die sonst immer erst am zweiten oder dritten Messetag zu erscheinen pflegen. Die Zuversicht der Messeaussteller auf einen günstigen Ausgang des Geschäfts ist groß. Bei einem Rundgang fällt auf, daß die Branchenkonzentration auf der Mustermesse eine weitere Förderung erfahren hat. Die Firmeninhaber selbst haben besonderen Wert auf die geschmackvolle Ausstattung ihrer Stände gelegt. Man sieht viele Neuheiten und Verbesserungen. Auf der Textil messe sind es natürlich die deutschen Faserstoffe, die großes Interesse finden. In allen möglichen Mustern treten sie hervor. Auch Kunstseide ist ein großer Artikel auf der Messe. Viel Beachtung finden die Schauen der großen Konzerne und die Kollektivausstellungen von Gera, Greiz, Apolda und des Mühlhäuser Handwerks. In Spielwaren begegnet man sehr reichhaltigen Kollektionen. Es wird mit Nachdruck Wert auf Qualität gelegt. Man erkennt die Tendenz, dem Kinde im Spielzeug die Welt der Großen verständlich zu machen. Das gilt sowohl für technische wie für Unteryaltungsspiele. Reichbaltiges Material bieten Eisenoahnanlagen, der Wehrgedanke kommt in allen Variationen zum Ausdruck. Das Kunstgewerbe, das eine außergewöhnlich hohe Zahl von Ausstellern aufgeboten hat, bemüht sich, an Stelle von Edelmetallen formschöne Zier-und Gebrauchsgeräte aus Messing herauszubringen. Bei den kunstgewerblichen Textilien wird der deutsche Faserstoff viel verwendet" Bewußte Einfachheit und Farbenfreudigkeit wechseln in der Töpferei und Keramik ab. — Sehenswert ist auch die Edelmetall- und Schmuckwarenmesse. Man legt dort Wert auf Formenschönheit unter möglichster Einsparung von Edelmetallen. Dem Silbergerät wird ein großer Platz eingeräumt. Sehr gut vertreten sind Galanteriewaren, die sich überwiegend auf das Ausfuhrgeschäft eingestellt haben. Soweit Metallwaren in Frage kommen, wird für den inländischen Bedarf statt Bronze und Messing viel Stahl und Aluminium benutzt. Eine gute Besetzung weist ferner die Bürobedarfsmesse auf. Groß ist die Zahl der Verbesserungen, die an Geräten und Artikeln getroffen worden sind. Ausländische Hölzer werden weitestgehend durch Zelluloid ersetzt. Bei Büromöbeln überwiegt die Verwendung von Stahl. Der Andrang, der auf der Technischen Mitglieder und des des ehemaligen NS. - Schülerbundes NSDStB., die dem Bund 1931 und getreten sind. Inhaber der Goldenen nadel. dienst. C. Studenten, die bisher zwei oder mehr Seme st er an den Universitäten Königsberg und Breslau, der Handelshochschule Königsberg, den Technischen Hochschulen Breslau und Danzig oder der Medizinischen Akademie Danzig studiert haben. D. Studenten, die den nationalsozialisti- schen Verbänden (SA., SS., NSKK., HI., Die Studentenhöchsiziffem der kontingentierten HoMulen. Berlin, 29. Febr. (DNB.) Der Reichswissen, schaftsminister hat die S t u d e n t e n h ö ch st z i f - fern nachgenannter Hochschulen für das Sommer- semester 1936, wie folgt, festgesetzt: Universitäten: Berlin 6600, Frankfurt 2000, Köln 2500, Leipzig 3200, Hamburg 2000, München 5200, Münster 2800. Technische Hochschulen: Berlin 2000, Dresden 1500, München 2000. Tierärztliche Hochschulen: Hannover 550. Medizinische Akademie: Düsseldorf 650. Beurlaubte Studenten, die zum Hochschulstudium zurückkehren, fallen in die Höchstziffern. Die Antragsteller auf Neuimmatrikulationen sind wie folgt früher bei* HJ.-Ehren- B. Angehörige der Wehrmacht, wenn sie den Nachweis erbringen, daß sie ihr Studium auf Anordnung ihrer militärischen Dienststellen durchführen zur späteren Verwendung im Heeres* Eröffnung der Leipziger Frühjahrsmesse. Reichspropagandaminister Nr. Goebbels weist auf die Zerrüttung der Weltwirtschaft hin die nur durch Zusammenarbeit aller Völker beseitigt werden kann Heim aufgeschlagen haben. Große Anziehungskraft übte auf die Besucher auch die B a u m e s s e aus, die mit 354 Ausste* lern ihre stärkste Beschickung seit Jahren aufweist. Man trifft auf ihr viel Leichtbaustoffe aus einheimischem Material und viel Holz. Auf dem Freigelände interessieren vor allen Dingen B a u m a * s ch i n e n , auch solche für Straßenbau, und Kleinmaschinen für Siedlungsbau, ferner Straßen* Profile für den regulären Verkehr und für Radfahrwege. Auch die Ausstellung in Halle IV „Deutschland braucht Radfahrwege" ....... den und von zelnen Völker nur dadurch lösen konnten, daß sie 1 bie Bezahlung b e r Schulben ein ft eil* t e n, weil sie anberenfalls elenb zugrunbegegangen wären. Diese Entwicklung hat bazu geführt, daß heute der Welthandel Formen angenommen hat, die man vor Beginn dieser allgemeinen Verwirrung sicherlich als grotesk und unerträglich bezeichnet hätte. Am besten läßt sich das aufzeigen an den fortgesetzten Störungen in der Rohstosfwirt- schaft, die ja gekennzeichnet ist dadurch, daß Produktionszentren und Bedarfszentren — von wenigen Ausnahmen abgesehen — sich nicht decken. Die, ungleichmäßige Verteilung der Rohstoffe wäre nun an sich noch kein Problem, wenn ein gesunder Austausch möglich wäre. Das ist aber bei den jetzt geltenden Methoden der Weltwirtschaft und Weltpolitik leider nicht der Fall. Kapitalistische Verblendung, politische Boykottpropaganda und vollkommene Unsicherheit aus dem Gebiete der Währung stehen dem entgegen. Für die rohstoffarmen Länder ist der Import von Rohstoffen untrennbar verknüpft mit dem Export von Fertigerzeugnissen. Sie müssen ihre Waren auf den Weltmärkten absehen, um als Gegenwert Rohstoffe hereinzunehmen. Wie aber kann dieser normale Außenhandel, von dem alle Völker Ruhen haben, gedeihen, wenn zu den sonstigen Handels, und zollpolilischen Schwierigkeiten noch die fortgesetzten Veränderungen 6er Verrechnungsmaßstäbe, der Währungen, hinzutrelen. In fast allen Ländern der Welt ist die Währung in den letzten Jahren einer gewissen Abwertung anheimgefallen, aber überall zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt und in verschiedenen Graden. So ist man denn im Zeitalter des Fernftugverkehrs und des Radios wieder zu den primitiv st en Methoden des Warenaustausches nach der Methode Glasperlen gegen Elefanlen- zähne übergegangen. Wan hilft sich mit Clearings aus; aber diese zweiseitige Wethode tut dem Welthandel, der von Ralur aus vielseitig sein muh. Gewalt an. Es ist das ungefähr so, wie wenn der Inhaber eines Herrenartikel- Geschäftes seinen Tabaklieferanten mit Hosenträgern bezahlen muh. Er kann nur soviel rauchen, wie der Tabaklieferant Hosenträger annehmen will. Wan wird zugeben, dah diese Methode, auf die Weltwirtschaft angewandt, auf die Dauer zum Bankrott führt. And sie wird angewandt! Im Jahre 1935 vollzogen sich notgedrungen 60 v. h. des deutschen Auhenhandels auf dem Wege des Verrechnungsverkehrs, etwa 20 v. h. gingen im Kompensationsverkehr vor sich, und nur 20 v. h. ergaben Bardevisen. Der Währungswirrwarr kommt auch in der Verteilung der monetären Golbvorräte zum Ausdruck. Jebe neue Währungsbiskusiion führt zu wirtschaftlich unfruchtbarem Hin- unb Hertransportieren von Golbbarren unb Golbmünzen. Vergessen wirb babei, baß ber Wohlstanb nicht geförbert werben kann, mbem man tote Golb- klumpen hin- unb herschleppt, sonbern nur burch wirkliche Zusammenarbeit, durch bessere Verteilung der Rohstoffe unb eine Beseitigung ber bis auf ein Höchstmaß gestiegenen Hanbelshemm- nisse In ben Vereinigten Staaten befin- bet sich mit 24,6 Milliarben zur Zeit n a h e z u d i e Hälfte ber monetären Golbvorräte der Welt. Sinb sie barum bie glücklichste Nation ber Erbe? Nein! Die Zahl von runb neun Mil- ’ lionen Arbeitslosen spricht bagegen eine er* : schütternbe Sprache. Ich führe das alles nicht an. weil Deutschland : unter diesen Verhältnissen am schwersten litte. Deutschlands Arbeitslosenzahl. seit der nationalsozialistischen Revolution um fast fünf Millionen ver- ringerk. ist im Verhältnis zu anderen, reicheren Ländern noch als gering zu bezeichnen. Deutscher Erfindergei st und deutsche Willenskraft haben es verstanden, zahlreiche na- türliche Rohstoffe durch gleichwertige oder gar überlegene künstliche zu ersehen. Zur 3eif stehen in Deutschland drei neue Werkstoffe im Vordergrund: 1. Oel aus Kohle, die sogenannte Kohle- Leipzig, 1. Marz. (DNB.) In Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste, an ihrer Spitze Reichs- i Minister Dr. Goebbels unb sächsischer Wirt- i schaftsminister Lenk, fand am Abend des Messe- i sonntags im Großen Saal des Buchhändlerhauses ; eine Begrüßung der Presse statt. Der Präsident des Leipziger Messeamtes, Dr. : Köhler, kennzeichnete die Messe als den g r ö ß - : te n Fertig Warenmarkt der Welt. Je mehr das in einer Ware steckende Rohmaterial durch 1 Arbeit verfeinert sei, in desto mannigfaltigeren 1 Mustern werde die Ware hergestellt. Desto weniger 1 eigne sie sich dann für den Vertrieb durch unsicht- : bare Angebotsmittel, unb befto zweckmäßiger sei 1 es also, sie durch den Augenschein auf ber Mustermesse bem Markt zuzuführen. Die bies- jährige Frühjahrsmesse falle insofern auf einen glücklichen Zeitpunkt, als es im Jahre 1935 gelungen fei, ben Einfuhrüberschuß, ben Deutschland in ben letzten Jahren hatte unb ben wir uns bei unserer Deoisenlage nicht leisten können, in einen Ausfuhrüberschuß zu verwanbeln. So erfreulich bas sei, eines beliebige babei noch nicht. Gerabe bie auf ber Messe ausstellenben arbeitsintensiven Jnbustrien seien an ber Ausfuhrsteigerung verhältnismäßig noch am wenig- ft e n beteiligt. Ihnen falle inbeffen bie Hauptaufgabe ber Exportausweitung zu. Das Auslanb, vor allem bas Rohstoffe erzeugenbe Auslanb, habe selbst bas größte wirtschaftliche Interesse baran, deutsche Fertigwaren aufzunehmen. Denn Deutschland könne nur mit Fertigwarenausfuhr, b. h. burch Ware geworbene deutsche Arbeit, die Rohstoffe bezahlen, die es dringend braucht, die ihm aber das Auslanb ebenso bringenb verkaufen wolle. Die Leipziger Messe sei bas große Schaufenster, in bem das Ausland sich unter den zahllosen Mustern, die die deutsche Industrie zur Ausstellung bringt, das heraussuchen könne, was ihm gefalle und was es brauche. Je mehr auf der Messe Auslandsaufträge erteilt würden, desto mehr könne Deutschland seinerseits Rohstoffe, die ihm fehlen, und Nahrungsmittel zur Vervollständigung seiner Eigenerzeugung vom Ausland kaufen unb bamit ben in ber Weltkrise zusammengebrochenen internationalen Güteraustausch beleben helfen. Das fei die Bedeutung der Leipziger Messe. Mr. E. R? E. Nixon vom „Statesman m Kalkutta, Mitglied des Empire Press Union Council, dankte für die ausländischen Journalisten für den liebenswürdigen Empfang. England unb die ganze Welt wünschten nichts sehnlicher, als mit Deutsch- (anb mieber stärkere Handels beziehun- gen aufzunehmen. Der Journalist vermöge wie kein anderer zu einem besseren wirtschaftlichen Verständnis der Völker untereinander beizutragen. Einrichtungen wie die Leipziger Messe gäben den Journalisten aus aller Herren Lander Gelegenheit zu persönlicher Aussprache. Äeichsminister Dr. Goebbels, der mit stürmischem Beifall begrüßt wurde, führte dann u. a. aus: Nahezu 18 Jahre sind nunmehr vergangen seit Beendigung der furchtbaren Katastrophe des Weltkrieges, der fast alle Völker der Erde an den Rand des Abgrundes brachte und das Räderwerk der Weltwirtschaft fast völlig stillstehen ließ. Ist es nun in diesen 18 fahren gelungen, das Getriebe der internationalen Wirtschaft wieder in einer Weise in Gang zu bringen daß sur Die Völker Glück unb Wohlstanb zurückkehren unb bie zwischenstaatlichen ökonomischen Spannungen ausgeglichen werben konnten? Die Lage ber Weltwirtschaft ist bie, haft bie einen i n ung enutz t e n Reichtümern geradezu ersticke n unb) bie anberen i n A r m u t v e r k o m m e n , 3uftanbef bie auf ber einen Seite zu immer weiter gesteckten imperialistischen Forderungen fuhren und auf der anderen Seite dem Gift der Anarchie in erschreckender Weise willkommenen Nährboden bieten. . . Durch bas Berfaillcr Dikta! wurde -M Grundsatz ,um Muegangepunff einer beabfidjligfen neuen wcllordnung genommen, der wbn Der nunfl und jeder Erfahrung hohn sprich! und deshalb die schlimmsten Folgen haben mutzle ML- «»" L-LLLAL'HSS internationalen Wirts-Hast, nämlich Deutschland, gehl. Die Krönung der wirtschasilichen Unoernunft aber bedeutet es, daß man der Z f @riege verarmten deutschen Wirtschaft aus erworbenen Verdiensten und Kapital I Milliardenbeträge als Anleihen zu unerhört hohen Z i n f ß n ga , , Weise noch ein Geschäft zu , Kapital- anscheinende Wohltat der lnterncit nal einer Mächte mußte naturgemäß eines lag« 3 an Plage werden, und zwar für alle T Ue, diesem wirtschaftlichen .Wahnsinn bett l gt^ * für die Schuldner wie für die Klaub g , n . Welt wurde allmählich in ein ® °) einst e m v e r st r i ck t, aus dem sich schließlich ist bas Deutschlanb Abolf Hitlers immun. Aber wir schauen mit Sorge auf anbere ßänber. Man beseitigt Gefahren nicht, inbem man ben Kopf in ben Sanb steckt. Schon erhebt überall als unausbleibliche Folge bes weltwirtschaftlichen Wahnsinns bie Anarchie brohenb ihr Haupt. Soziale Revolten, brennenbe Kirchen, Sabotageakte in Heer unb Marine, unaufhaltsames Anschwellen ber kommunistischen Wahlstimmen in aller Welt, bas sind warnenbe Zeichen. Wie lange wollen bie Verantwortlichen biesem gefährlichen Spiel mit bem Feuer noch zuschauen? Gewiß hat man vielfach versucht, burch Weltwirtschaftskonferenzen bie Gefahren zu bannen. Aber biefe Konferenzen haben stets wie schlechte Aerzte nur an ben Symptomen ber Krankheit herumkuriert, ohne bie eigentlichen Ursachen zu beseitigen. Notwenbig ist ein Zahlungsverkehr auf stabiler Grunblage, Beseitigung ber unhaltbaren Schulbverstrickungen aus bem Weltkriege unb aus ben unsinnigen Schulbbiktaten unb bie Möglichkeit, gute Waren für gutes Gelb kaufen zu können. Es mehren sich einsichtige Stimmen in ber ganzen Welt, bie bas Hebel beim Namen nennen. Mögen sie gehört werben, ehe es zu spät ist! Denn Europa unb seine Völker wollen ben Frieben unb bie Wohlfahrt aller wenigstens als einzige Kriegsbeute aus bem schweren Weltringen von 1914/1918 enblich nach Hause bringen. Jeber, ber bazu, abseits von Phrase unb Verblenbung, einen Weg zeigt, macht sich um bie Menschheit oerbient. Die alten Methoben haben sich als unbrauchbar erwiesen. Wo sinb bie Verantwortlichen, bie Neues, Besseres nicht nur erkennen, sondern auch zur Anwendung bringen?" Hydrierung; 2. heimische Faserstosse, durch die nach Durchsührung des heimischen Fascrstosspro- aramms eiwa 25 o. h. der bisherigen Einfuhr und dann! etwa 100-150 Millionen RM. Beeilen gesparl werden können: 3, der s y n I h e I i s ch e S a u I j ch u k Es handel! sich dabei um ein ganz neues Produkt Düna genannt oon dem der Führer erst kürzlich fefffteUen fonnfe, dah es dem nalurlichen Saut- chuk in verschiedener Bestehung überlegen ist. So wirk! sich die systemalische Abschliehung einer hochstehenden Nation von den Sutern der Erde gegen diejenigen aus. die in ihrer Verblendung Messe herrschte, ließ deutlich den Auftrieb unserer Wirtschaft erkennen. Die Zahl der Aussteller ist von 2537 um runb 300 gestiegen, unb bie Ausstellungsfläche umfaßt 8000 Rechnungsmeter. Auch bie Qualität ber Ausstellungsfirmen hat sich gehoben, so baß bie Technische Messe in fast vollendeter Weise bie Leistungsfähigkeit ber beutschen Jnbustrien widerspiegelt. Großen Besuch hatten bie Runbfunkgeräte unb kleine elektrische Geräte für ben Haushalt, bie in Halle VI zusammengefaßt sinb, zu verzeichnen. Das gleiche gilt auch für Halle IX, wo Werkzeugmaschinen stehen, unb für bie Messe für Kino, Photo unb Optik, bie um mehr als bie Hälfte erweitert worben ist. HeberaH stößt man auf bie betonte Ver- menbung von einheimischen Roh- unb Werkstoffen. Halle VIII beherbergt eine große Schau oon Textilmaschinen. Hier wie auch in ben anberen Hallen erkennt man die Bemühungen, durch weitgehende Mechanisierung der Arbeitsorgänge die Produktion gleichmäßiger und preiswert zu machen. Dazu gehören auch Fördermittel, die zur Kürzung des Transportweges benutzt werden. Besonders für Handwerkskreise von Interesse sind bis Kühlmaschinen unb Kühlanlagen in Halle VII, wo bie Süßwaren unb Verpackungsmaschinen ihr (Er|d)etni tagltd), außer Annahme oon Anzeigen Sonntags und Feiertags V W für die Mittagsnummer Heimat im Bild Die Scholle fl Qy ■■ VT Grundpreise für I mm hohe UD WI K|< 11PI /■ 114^ 111 I vlvIlvIlvV «IllvlUvl von einzelnen Nummern NM SV Srm-ststgte Grundpreise: infolge höherer Gewalt V Stellen-, Vereins., gemein- OM« General-Anzeiger für Oberhesfen Postscheckkonto: behördliche Anzeigen 6Rps. zranifnri am Main 1168« Druck und Verlag: vrühl'sche UniverfilStsvuch- und Steindruckerei R. Lauge In Gietzen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe r M-ngenabschiüff-Staffel b Line zweite Vernichlnngsschlacht an der abessinischen Mdfront Soldaten eine feierliche Feldmesse zu Ehren s Kriegsministers bis zur weiteren Entscheidung ausgenommen worden. Nachdem sich die Aktivisten geweigert hatten, in ihre Kasernen zurückzukehren, stellte der Militärkommandant von Tokio, Generalleutnant K a s ch i i, fest, daß sie sich eines Verstoßes gegen einen kaiserlichen Befehl schuldig gemacht hätten. Etwa 280 Aktivisten kehrten darauf in ihre Kaserne zurück. Nachdem der Kriegsminister noch einmal die Aktivisten zur Uebergabe aufgefordert hatte, begab sich Generalleutnant K a s ch i i zum Kaiser. Dieser erteilte die Genehmigung, R e - gierungstruppen gegen die Aufstän- d i s ch e n einzusetzen. In einer gegen 14 Uhr Tokioter Zeit erschienenen amtlichen Verlautbarung wurde die Einnahme sämtlicher Stützpunkte der Aufständischen gemeldet und festgestellt, daß die Aktion damit vollkommen beendet fei. Die japanische Hauptstadt bot am Montag e i n militärisch bewegtes Bild. Größere Truppenabteilungen, die im Zusammenhang mit dem Aufstand als Verstärkung in Tokio zusammengezogen worden waren, wurden von den Kasernen wieder zu den Bahnhöfen befördert und Ablösungsmannschaften für Mandschukuo wurden verladen. Einige kleinere Posten blieben an den wichtigsten Punkten der Stadt zurück. MEZ.) sind die Truppen in die Kasernen zu rück gekehrt. Die Offiziere, die an den Vorgängen beteiligt waren, etwa 15 an der Zahl, sind vorläufig in der Dien st wohnung des Tokio, 2. März (Offafienbienff des DAR.) Der I Am 29. Februar um 13 Uhr japanifcherZeit (5 Uhr Führer der aufständischen jungen Offiziere, Haupt- s mann Ronaka, hat, wie erwartet. Selbst- Römische Stimmungen Von unserem römischen E.-Korrespondenten. w Berlin Seebad Freude", da wird, sind o nod) in diesi Borentmürfe jationsleiter arbeit berui des Auvot bades sei o Weiter sich ständig mol seebad m Diese 2Inla( man sich de des Baukür Grenzen ge Drganifatio noch im al dehnt werd sioiert i jam zu sei Erholung, Je besser gehe, um Gesichtspui der heute vor 40 Jahren bei Adua gefallenen italienischen Krieger abgehalten. Zu der Veranstaltung waren sämtliche Truppen der Garnison Rom einschließlich der faschistischen Miliz sowie die militärisch organisierten Parteioerbände aufgeboten. Die Zugangsstraßen waren von einer nach Zehn- tausenden zählenden Menge besetzt, die stürmisch Mussolini zu sehen verlangte. Nur mit Mühe legte sich der Sturm der Ovationen, als Mussolini auf dem Balkon des Palazzo Venezia erschien und Ruhe gebot. Er wolle, so klang dann seine Stimme über den stillgewordenen Platz, in dem Gefühl, das an diesem großen Tag der Sühne und des Sieges, wie er von der Revolution der Schwarzhemden gewollt sei, alle italienischen Herzen erfüllt, ihnen zurufen: „Unsere heldischen Soldaten rücken vor, die Tatsachen sprechen und werden noch mehr sprechen". Beifallsstürme begleiteten die Worte Mussolinis, der noch sechsmal auf den Balkon zurückkehren mußte, bevor sich die Menge zu verlaufen begann. Oerksoldater S.T- S* L Weit weiteren besonders o Führer den suchte. Dr. beitsfro denheit unt Arbeit" sted Das Ende -es Militäraufsiandes in Japan Oie Führer -erAufstän-ischen haben Selbstmord begangen. -Erst nach Eintreffen-es Fürsten Saionji Neubildung des Kabinetts. sie über 3000 Tote zurückließen. Die italienischen Verluste des Tages werden mit etwa 500 Toten angegeben. Nach dem vergeblichen Versuch einer Zurückeroberung des Work Ambas zog sich die abessinische Armee, die nur 15 000 Mann stark war, auf Abbi Addi zurück, wo sie von dem von Süden herankommenden 3. Korps gepackt und mit Hilfe der von Norden nachrückenden Eingeborenenkorps eingeschlossen wurde. In der Nackt vom 28. auf den 29. Februar gelang es Ras Kassa, mit einem Rest seiner Truppen den Kreiszudurch- brechen und südwestlich in der Richtung nach dem Takazze zu entfliehen. Seine Verfolgung wurde von italienischen Bombenflugzeugen, die unter den Flüchtenden starke Verheerungen anrichteten, sofort ausgenommen. Am Sonntag wurde der Kreis um die bei Abbi Addi eingeschlossene Armee, die sich verzweifelt wehrte, immer enger gezogen. Soweit sie nicht gefangen waren, werden die abessinischen Soldaten in blutigen Einzel- kämpfen niedergemacht. Die Zahl der abessinischen Toten beträgt viele Tausende, die Zahl der Verwundeten ist ungeheuer. Genaue Ziffern lassen sich im Augenblick jedoch noch nicht angeben. Die italienischen Verluste sind verhältnismäßig gering. Ob Ras Kassa mit heiler Haut ins Innere Abessiniens entkommen kann, ist noch nicht abzusehen. Die abessinische Nordfront ist jedenfalls bis auf den äußersten linken Flügel z u - sammengebrochen. Dieser von etwa 30000 Mann gehaltene Flügel ist aber derart exponiert, daß seine Lage als völlig hilflos anzusehen ist. Viele flüchtende Soldaten der Tembien-Armee haben ihre Waffen fortgeworfen, um als friedliche Bewohner gelten zu können. Die italienische Beute an Waffen und Munition ist sehr groß. Die Tembien-Schlacht ist der zweite Akt des groß angelegten Manövers, das Marschall Bado- glio vorbereitete. Der erste Akt war die Vernichtung der Armee des Ras Mulugeta am A r a d a m - Berg mit der Möglichkeit des Vormarsches gegen Öen Amba Alatfchi und dessen Besetzung. Der dritte Akt dürfte sich in Kürze a u f dem äußer st e n rechten italienischen Flügel abspielen und das militärische Schicksal des Negus 'Ä irbettsf^" BSj d-»E rigen ren Mützenteils getragen. Die Anbringung sonstiger Abzeichen und Kokarden, insbesondere am unteren Mützenteil (Kopsband mit schwarzer Eichenlaubverzierung) ist untersagt. Die DAF.-Mütze wird mit Lacklederriemen getragen. Zur NSBO. -Uniform wird die DAF.-Mütze mit Hoheitszeichen, wie vorstehend ausgeführt, getragen. Ministerpräsident Osaka gerettet. Die Opfer des Attentats vom Kaiser besonders geehrt. Tokio, 29. Febr. (DNB.) Ministerpräsident O k a ö a ist bei dem Militärputsch nicht getötet worden. Die Putschisten haben den Schwager des Ministerpräsidenten, den im Ruhestand lebenden Obersten Matsui, der dem Ministerpräsidenten ähnlich sah, mit dem Ministerpräsidenten verwechselt und deshalb ermordet. Okada befand sich bei Ausbruch des Aufstandes, wie es scheint, tatsächlich in seiner Amtswohnung, war jedoch rechtzeitig gewarnt worden. Während des ganzen Mittwoch hielt er sich in dem von den Aufständischen besetzten Gebäude verborgen und am Donnerstag gelang es ihm zu entkommen. Am Freitagnachmittag reichte er dem Kaiser durch Vermittlung des geschäftsführenden Ministerpräsidenten Goto den Rücktritt ein. Der Kaiser lehnte jedoch die Annahme des Rücktrittsgesuches ab, so daß Okada japanischer Ministerpräsident bleibt. Die Leiche des von den Aufständischen getöteten Finanzministers Takahashi wurde am Montag- vormittag nach einer großen Feier im Sterbehaus nach dem Krematorium gebracht. Der Kaiser hat die Opfer des Aufstandes, Takahashi, Watanabe und Saito, durch nachträgliche Rangerhöhung und Ordensauszeichnungen geehrt. Der Zustand des Hofmarschalls Suzuki, der schwer verletzt worden war, hat sich nach einer Blutübertragung gebessert. Der frühere Siegelbewahrer M a k i n o entkam unverletzt, man sagt, daß er und der Fürst Saionji durch einen Gendarm gewarnt worden seien, der bei dem Ueberfall auf Saito mit dem Leben davonkam. des Palazzo Venezia, das Giornale d'Jtalia. Durch die britische Flottendemonstration im Mittelmeer habe der Krieg mit Abessinien ein europäisches Gesicht bekommen; die Absicht Englands, sich im Mittelmeer festzusetzen und mit Hilfe der anderen Mittelmeerstaaten Italien in die Enge zu treiben, erschüttere ganz Europa und gefährde den Frieden. Was fei diese Politik Englands anders als willkürlich, der Völkerbundsidee entgegengesetzt, antieuropäisch und italienfeindlich, mit einem'Wort offensiv? Sie fei um so verwerflicher, als Italien nicht die leiseste Absicht habe, irgendwo und irgendwie die englischen Interessen zu schädigen, ja, nur ZU stören. Wozu also die Verstärkung aller Flotten- stützpunkte, das unerhörte Aufgebot von Kriegsschiffen und Landungstruppen, die Ausschließung Italiens aus den Abkommen mit Spanien, Griechenland und der Türkei, die schroffe Haltung des Statthalters von Malta, um das bereits ein Sperrgebiet gezogen wurde? Das alles könne feinen anderen Zweck haben als die Verlegung der englischen Herrschaft von der Nordsee ins Mittelmeer, um „die mediterranste Macht", Italien niederzuhalten. In allen Abstufungen begegnet man diesem Vorwurf, Tag für Tag wird eine andere Seite beleuchtet, doch wäre das im Grunde nichts Neues. Der Kampf ums Mittelmeer hat feit dem afrikanischen Feldzug feine britisch-italienischen Pole. Nun aber soll auch Frankreich Farbe bekennen, die lateinische Schwester, die bisher in Rom offenkundig geschont wurde, weil man sie mehr als ein Opfer des englischen Imperialismus ansehen wollte. Wird Italien jetzt zu einer schärferen Tonart übergehen? Es hat ganz den Anschein, als ob es unter dem mitleidlosen Tageslicht wieder die alte Gegnerin erkenne, die nur in der künstlichen Beleuchtung jener Dreikönigsnacht im Palazzo Far- riefe eine bündniswürdige Freundin schien. Schwerlich würden die römischen Studenten heute wieder Hochrufe auf sie ausbringen. Sichtlich gewinnen jene Politiker an Boden, die sich von Frankreich nie etwas Gutes erwarten und nüchtern feststellen, ohne daß man sie deswegen einer Vorliebe für Deutschland bezichtigen könnte, die Zukunft Italiens liege auf dem Wege nach Norden. Auch im Volk ist eine solche Ueberlegung nicht zu vermeiden, dafür sorgen schon die Sanktionenkarten, auf denen Italien ringsum von schwarzen Gebieten umgeben ist; nur über Deutschland geht die freie weiße Bahn, und sie führt zu einem offenen Meer! Das aber ist der Traum eines jeden Italieners: ein offenes Meer. Man darf solche Gefühle in der großen Politik gewiß nicht überschätzen, doch gibt es Zeiten, wo sie zu jenen Unwägbarkeiten rechnen, die ebenso wenig übersehen werden dürfen. Seit der Zusammenkunft in Venedig hat Hitler nicht mehr so viel Verständnis gefunden, wie in diesen Tagen, die italienischen Zei- hingen beschäftigen sich wieder eingehend mit dem Dritten Reich und sind mit Sicherheit zur Stelle, wenn sich die Gelegenheit ergibt, gemeinschaftliche Interessen zu betonen. b o l 3 (Hannover), Senatspräsident Redepen - n i g (Celle) und Superintendent Rose (Lüneburg). Die Tätigkeit des Kirchensenates und der vorläufigen hannoverschen Kirchenregierung ist damit beendet. Die Befugnisse der im April 1935 bei den Landeskirchenämtern in Hannover und Kiel gebildeten Finanzabteilungen bleiben unberührt. ASDAP.-Hoheitszeichen für die Mühe der OAI.-Walter und KdI.-Warte. 8er (i waren du der @ro Motorrad S)u, 5)änbl< besucht u kamen n Reichshm ihre Gest heil zu g andere K Der Sc das erf motor. ( den Qaff, wagen z vorherrschte ergehens kc {JE 9 9 e f o i Mitteln) Klassen Hali as Geschä, /"stellend. J.r ie kann Erwägen Hungen e «uslanbes I« werden frnbau in f , Dos Tesch l°nd lag ’Z LeW< im ?en Karo ?enn schon äs» S* olle Ausj M der S. Die K heb. ? dc ■ «ll?1" i(hOn leine Ä -' b< P jhH bet Vnt^ed zs Snbi a,! 0 «U1 endgültig besiegeln. Heute treffen bereits zuverlässige Nachrichten über Aufstandsbewegungen im Reich des Negus ein, und zwar von Völkerschaften, die sich stets nur unwillig dem Joch von Addis Abeba gebeugt haben und die Vernichtung des abessinischen Nordheeres als willkommenen Anlaß zur Kühlung ihrer Rachegelüste nehmen. Selbst wenn sich der Negus mit seiner Leibgarde in einem letzten Verzweiflungsakt der unaufhörlich zufchlagenden italienischen Armee entgegen werfen wollte, wird er vielleicht durch Unruhen in Abessinien in Anspruch genommen werden. Sühne für Adua. „Die Tatsachen werden noch mehr sprechen." Rom, 1. März. (DNB.) In Anwesenheit des Königs und Mussolinis wurde am Sonntagvormittag am Grabe des Unbekannten Rom, Anfang März. Zum Zerreißen gespannt sind gegenwärtig die bekannten verbindenden Bande, die auf den Banketten der Diplomaten immer enger und enger geknüpft werden. Der Trinkspruchphrase steht eine Nüchternheit in den Beziehungen der Völker gegenüber, wie sie wohl noch nie in so grenzenlosem Umfang zu verzeichnen war. Grenzenlos: Welches Land wäre sicher, nicht in den drohenden Strudel hineingerissen zu werden? Drei Weltmächte: Ja- pan, England und die Vereinigten Staaten, die beiden größten Kontinentalmächte: China und Rußland, stehen der Entwicklung der Dinge im Fernen Osten, wo nach allgemeinem Gefühl der nächste Weltkrieg ausbrechen wird, nahe; die anderen Großmächte in Europa sind im Begriff, Stellung zu beziehen; und was noch übrig ist, sieht sich durch den Völkerbund in den scheinbar so fernen afrikanischen Feldzug verwickelt. Wie dort der Vormarsch Japans, so hat hier der Vormarsch Italiens den Stein ins Rollen gebracht. Nach menschlichem Ermessen ist er nicht mehr aufzuhalten. Besser wäre ein natürliches Gleichnis: Wie die Saat, so die Ernte. Die Drachensaat von Versailles, sie schießt auf. Durch den Beitritt Rußlands zum englisch-französischen Bündnis ist der Völkerbund, wenn man ihn seiner Flitter entblößt, zu dem heruntergesunken, was seine Betreiber im Stillen von ihm erhofften, zur alten Tripelentente. Jeder Tag kann den Austritt Italiens, das ihm ja ohnehin nur noch formell angehört, und damit feine völlige Demaskierung bringen. Damit wäre das Vvrkriegsbild wieder hergestellt und es fragt sich nur, ob zu seiner Vervollständigung Italien tatsächlich eine Annäherung an Deutschland anstrebt, womit — Oesterreich und Ungarn stehen ja schon an seiner Seite — wenigstens äußerlich auch der Dreibund wieder auferftanben wäre. Es wird in Rom jetzt viel darüber geredet, doch wäre es gut, einstweilen noch den Ton auf „ä u ß e r 1 i ch" zu legen. Anderseits steht Italien heute innerlich in weit schärferem Gegensatz zu England und vielleicht auch zu Frankreich, als zur Zeit, wo es tatsächlich dem Dreibund angehörte. Nach römischer Auffassung hat d i e englisch. französische Sanktionspolitik das bisherige Gleichgewicht in Europa umgestoßen und Italien zu einer Neuorientierung gezwungen. Die in London und Paris überreichte Note der italienischen Regierung müsse, fo heißt es, so verstanden werden, daß Italien nun seine Handlungsfreiheit zurücknehme, auch in bezug auf das französisch-italienische Abkommen vom Januar vorigen Jahres. Das ist bedeutsam, denn damit wird Frankreich in aller Form vor eine Entscheidung gestellt. Völkerbundspakt, Locarnovertrag, Flottenabkommen — alles sei nun wieder in Fluß. Italien nimmt also ganz deutlich für sich die Initiative in Anspruch. Verantwortlich für die Schwenkung der italienischen Politik, wenn es dazu komme, sei in erster Linie England, so erläutert es der Lautsprecher BDM.) angehören und nachweisen, daß sie dort zur Zeit diesen Dienst leisten. E. Doktoranden, wenn sie den Nachweis erbringen, daß sie zur Promotion angenommen sind. . i F. Studenten, die zwei Seme st er an einer , nichtkontingentierten Hochschule st u - d i e r t haben und an ihre Stammhoch - schule zurückkehren wollen. Ausländer sind, wie bisher, in den Höchstziffern nicht mit einbegriffen. Die Rekto- ren haben die Ermächtigung erhalten, die Studen- < ten zu überprüfen, die länger als drei Semester an i den kontingentierten Hochschulen studieren. Die i Herabsetzung der Kontingente ist mit Rück- ‘ sicht auf den zu erwartenden weiteren Rück- $ gang der Studentenzahlen erfolgt. Oie neue Rechtsordnung I in der evangelischen Kirche. Der vom Reichsminister Dr. Kerrl eingesetzte Reichskirchenausschuß hat drei wichtige Derordnun- ! gen erlassen, um die Rechtsentwicklung der Deutschen Evangelischen Kirche wieder in geordnete Bahnen zu lenken. Sie bringen eine Vereinheit- i lichung des kirchlichen Disziplinarrechts, eine Neuregelung des kirchlichen Beamt en rech- , t e s und schließlich einheitliche Richtlinien für die Herstellung arbeitsfähiger ©emeinbeorgane. Die damit vollzogenen Maßnahmen werden in kirchlichen Kreisen als Stücke eines weitsichtigen Programms bezeichnet, das eine Ordnung schaffen soll, die es der Kirche ermöglicht, in voller Einheit und Ruhe ihre Glaubens- und Bekenntnisfragen zu regeln. Eine gemeinsame Grundlinie ist in allen drei Verordnungen sichtbar: die Tendenz zur Vereinheitlichung des kirchlichen Rechtes. Damit erfüllt der Reichskirchenausschuß eine Aufgabe, die ihm die Verfassung der deutschen Evangelischen Kirche als Pflicht auferlegt. Manche An- sätze hierzu sind im Laufe der letzten Jahre gemacht worden, aber die Versuche scheitern größtenteils an dem überstürzten Gang der kirchlichpolitischen Ereignisse. Die Verordnung über das Disziplinarrecht läßt das landeskirchliche Recht bestehen, zugleich aber wird durch die Schaffung einer für alle Landeskirchen zuständigen B e r u f s i n ft a n 3 die einheitliche Linie der Rechtsprechung gewährleistet. Auch die Verordnung über die kirchlichen G e - meindekörperschaften überläßt den Landeskirchen die Initiative in der Herstellung arbeitsfähiger Gemeindeorgane, sie bindet aber ihre Maßnahmen an einheitliche Grundsätze. So wird hier eine mittlere Linie sichtbar, die einen Bruch mit der bisherigen Entwicklung vermeidet und auf eine organische Fortbildung des kirchlichen Rechtes hinausläuft. Auf dem Gebiete des kirchlichen Beamtenrechts wird diese Entwicklung besonders deutlich. Die Verwirrung der letzten Jahre hatte hier eine kaum mehr zu überbietende Rechtsunsicherheit erzeugt. Der bereits im Jahre 1933 unternommene Versuch, das Beamtenrecht reichs- kirchlich zu regeln, scheiterte; die damals erlassenen Gesetze wurden wieder aufgehoben. Es blieb aber zweifelhaft, ob damit die landeskirchlichen Verordnungen wiederhergestellt waren. Zahlreiche Einzelmaßnahmen, insbesondere Ernennungen und Entlassungen von Beamten wurden dadurch in Frage gestellt. Die neue Verordnung gibt nun den Beamten die Rechtssicherheit wieder und fördert damit die Stetigkeit der Verwaltung. Im einzelnen bringt sie eine Angleichung des kirchlichen Beamtenrechts an das der Reichsbeamten; so in der Festsetzung einer Altersgrenze von 65 Jahren und in der Frage der Versetzung in ein anderes Amt. Drei neue Kirchenregierungen. Berlin, 29. Febr. (DNB.) Das Befriedungs- werk innerhalb der deutschen evangelischen Kirche ist durch drei neue Verordnungen des Reichs- und Preußischen Ministers für die kirchlichen Angelegenheiten Kerrl weiter gefördert worden. Eine Verordnung bestimmt die Bildung einer Kirchenregierung für die braunschweigische Landeskirche. Zu ihren Mitgliedern hat Reichsminister Kerrl außer dem Landesbischof Dr. Johnsen (Wolfenbüttel) Staatsrat und Staatsbankvizepräsident Bertram (Braunschweig), Landgerichtsdirektor Gerhard (Braunschweig) Oberkirchenrat Dr. Lambrecht (Wolfenbüttel) und Pfarrer Rauls (Braunschweig) ernannt. Gleichzeitig wurde eine' Finanzabteilung bei dem braunschweigischen Kirchenamt unter dem Vorsitz von Oberkirchenrat Dr. Lambrecht in Wolfenbüttel gebildet. Im Einvernehmen mit dem Reichskirchenausschuß hat Reichsminister Kerrl einen Landeskirchenausschuß für Schleswig - Holstein eingesetzt. Als Mitglieder gehören ihm neben dem Landesbischof Paulsen (Kiel) an: Pastor Adolph- s e n (Itzehoe), Pastor Dr. Mohr (Flensburg), Probst S ch e t e l i g (Blankenese), Senatspräsident Stutzer (Kiel). Im Einvernehmen mit Landesbischof D. M a - r a f) r e n 5 ist für Hannover eine Kirchenregierung gebildet worden, in der der Landesbischof den Vorsitz führt. Außerdem sind in die Kirchenregierung im Einvernehmen mit dem Landesbischof D. Nkarahrens berufen: Pfarrer Bosse (Radestorfs, Oberlandeskirchenrat Dr. Mahren- Die ttaliemsche Siegesmeldung. Rom, 1.März. (DRV.) Die „Agenzia Sfefani“ meldek amtlich aus Asmara: Die am 27. Februar in Tembien begonnene Schlacht kann als gewonnen betrachtet werden. Der Feind schlug sich erbittert, um sich der Einschließung zu entziehen. Die Armee Ras kasas ist vernichtet. Die Verluste des Feindes sind sehr schwer. Es wurden riesige Mengen Waffen, Tiere und Material erbeutet. Das Schicksal Ras Kajas ist das gleiche wie das des Ras Mulugheta. Die Flugwaffe ist daran, den Sieg auszuwerten. Der Verlauf der Kämpfe. Durch einen Funkspruch des Kriegsberichterstatters des DNB. werden über den Verlauf der letzten Kämpfe in Tembien folgende Einzelheiten bekannt: Gleichzeitig mit dem Vormarsch des I. Korps, der zur Besetzung des Amba Alatschi führte, hat das Eingeborenenkorps, unterstützt vom III. Korps, im Tembie n°P l a t e a u eine großzügige Aktion gegen Ras Kassa und Ras Seyum eingeleitet, die fortwährend Durchbruchsversuche in Richtung Hauten unternahmen. Während das III. Korps sich südwestlich vom Ghewa-Fluß vorfühlte, trat das Ein- geborenen-Korps zum Vormarsch nördlich von Abbi Abbi in südlicher Richtung an und konnte am 28. Februar früh die stark befestigte abessinische Stellung auf dem BergWork Amba, was Goldberg bedeutet, durch überraschenden Sturmangriff nehmen. Alpenjäger und Schwarzhemden erstiegen, vom Gegner unbemerkt, den fast 2000 Meter hohen Berg und warf en den völlig überraschten Feind in blutigem Bajonett- kämpf hinunter. Trotz stärksten Artillerie- und Flugzeugbombardements, unter dem die Abessinier reihenweise fielen, versuchten sie, die Stellung den ganzen Tag hindurch wieder zu stürmen, mußten aber abends das Feld räumen, auf dem mord begangen. Gleichzeitig hat der Oberleutnant Kojima, der dem gegen die Aufständischen eingesetzten Leibregiment angehörte, gemeinsam mit einer Fran Harakiri verübt. 3n einem hinterlassenen Schreiben teilte er mit, daß er es nicht ertragen könne, daß kaiserlich japanische Truppen gegeneinander gekämpft hätten. Die Tat des jungen Offiziers hat hier ungeheures Aufsehen erregt. Da das einzige noch lebende Mitglied des Rats der älteren Staatsmänner, Fürst Saionji, erst am Dienstag nach Tokio zurückkehrt, wird bis dahin noch keine Entscheidung über die Regierungsneubildung fallen. In einer Erklärung der Regierung wird jedoch schon jetzt mitgeteilt, daß neben dem Kabinett auch alle anderen wichtigen Posten neu beseht werden würden. Die neue Regierung werde eine starke Regierung sein, die sich nicht, wie bisher, nur auf das Militär stütze. Das Kabinett hat beschlossen, drei Hauptleute, sieben Leutnants und fünf Unteroffiziere wegen Meuterei aus der Armee aus- zust 0 ßen. Das Kriegsministerium hat die Zensur aufgehoben. Wie der Aufstand niedergeschlagen wurde. Eine Mitteilung der japanischen Botschaft. Berlin, 29. Febr. (DNB.) Die japanische Botschaft in Berlin teilt mit: die jüngsten Ereignisse in Tokio siend endgültig zu Ende gekommen. Berlin, 29. Febr. (DNB.) Der Stellvertreter des Führers hat den DAF.-Waltern und „KdF." Warten in Anerkennung ihrer Verdienste d a Recht zum Tragen des Hoheitszei chens der NSDAP, an der DAF. - Mütz. verliehen. Das Hoheitszeichen darf nur von den DAF.-Waltern und „KdF."-Warten an der DAF.- Mütze getragen werden, die sich im Besitze eines vorschriftsmäßigen Personalausweises befinden. Das silberne Hoheitsabzeichen (Flügelspannweite 49 Millimeter, Höhe 33 Millimeter) wird in der Mitte des obe- Aus aller Welt Oel aus Steinkohle. Oie Gchwelgemeinschast des Ruhrbergbaus Klotz (Köln a. Rh.), Architekt zu Puttlitz (Hamburg), Baurat Schulte - Frohlinbe (Berlin, Bauabteilung der Deutschen beitsfront), Das Seebad der ASG.„Krasi durch Freude" MarxistischerRadikalismus in Spanien. Madrid, 2. Febr. (DRB.) Am Sonntag fanden in allen größeren Städten Spaniens Kundgebungen der Marxisten statt. Sozialdemokraten, Kommuni st en und Syndika- l i st e n marschierten in Madrid mit Frauen und Kindern durch die Hauptstraßen. Rote Fahnen, von denen die meisten das Sowjetsymbol zeigten, erhobene Fäuste, rote Blusen und Krawatten, die unaufhörlich gespielte Internationale sowie Hoch- und Niederrufe aller Art charakterisierten die Kundgebung. Vor dem Sitz des Ministerpräsidenten übergab eine Abordnung der Arbeiterschaft A z a n a ihre Forderungen auf möglichst «schnelle Durchführung des marxisti- Ischen Minde st Programms. Zemsehsprechdienst Berlin-Leipzig eröffnet. 3u Beginn der Leipziger Messe. — Jernsehunterhaltung über 200 Kilometer. Die Reichsleitung des Reichsarbeitsdienstes >m eigenen Haus Gute Abschlußbilanz -er Berliner Automobilausstellung König an seinen Hof gezogen hat. Der Veranstaltung wohnten auch Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger und Staatsrat Oberbürgermeister Dr. Krebs bei. Ein Skiläufer bei Innsbruck verunglückt und vermißt. Bei Axams westlich von Innsbruck riß ein Schneebrett von 300 Meter Breite, das sich plötzlich ablöste, zwei Skiläufer aus Innsbruck mit sich in die Tiefe. Der eine Skiläufer konnte sogleich unversehrt geborgen werden, der andere ist noch nicht gefunden worden. Schweres Strahenbahnungtück in Prag. Vor dem Museum am Wenzelplatz in Prag ereignete sich ein schweres Straßenbahnunglück. Ein Wagen der Linie 11 entgleiste und fuhr in einen entgegenkommenden Straßenbahnwagen hinein. Ein Personenkraftwagen geriet dabei zwischen die beiden Straßenbahnwagen und fing Feuer, da der Brennstoff explodierte. Der Dozent Dr. Joseph R e j s e k, Chefarzt an einem städtischekr Krankenhaus in Prag, der sich in dem Kraftwagen befand, wurde auf der Stelle getötet. Außerdem warfen werden. Der Arbeiter wird bei uns für zwei Mark alles erhalten, sogar die Bademäntel und seinen Strandkorb. Er braucht nichts mitzubringen als seine Leibwäsche. Dies sei nur der erste Schritt zur Verwirklichung eines Riesenprogrammes, das sich über Jahrzehnte erstrecken und eine ungeheure Ausweitung der Erholungsmöglichkeiten im Festlande, an der Küste und auf den Schiffen bringen werde. Die Auswahl der Architekten wurde vom Leiter des Amtes „Schönheit der Arbeit" Architekt Pg. Speer oorgenommen. Der Kreis setzt sich aus bewährten Kräften der älteren Generation wie aus jüngeren Baukünstlern zusammen. Er werden von folgenden elf Herren Entwürfe aufgestellt: Professor Bestelmeyer (München), Professor Fahrenkamp (Düsseldorf), Regierungs-Baurat G i e ß l e r (Sonthofen/Allgäu), Regierungs-Baumeister G o n s e r (Stuttgart), Architekt G u t - s ch o w (Hamburg), Architekt Holzbauer (München), Professor Jäger (München), Architekt In der Ehrenhalle der Auiomobll-Ausst-llung stunden vor den fünf Wagen des Fuh -und-rttaus-nd- immer wieder in b-stnn schweigen und begreifen das Wort des bas über dieser Ehrenhalle steht. ^J-h durchgeführt, die die regelmäßige Lieferung von flüssigen und verdichteten Treibgasen übernommen hat, wie sie vor vor allem unter den Namen Ruhrga so l und Metha schnell bekannt geworden sind und insbesondere von Lastkraftwagen und Omnibussen bevorzugt werden. In einer neuen Gemeinschaftsaründung ist nun der Ruhrbergbau noch einen Schritt roeitergegangen. Es handelt sich um die beabsichtigte Aufnahme der Steinkohlenverschwelung im Großen, um die Gewinnung von inländischem Heiz- und Dieselöl zu fördern. Der grundlegende Beschluß des Rheinisch-Westfälischen Kohlensyndikats ist in diesen Tagen gefaßt worden. In diesem Zusammenhang verdient Erwähnung, daß das Steinkohlenbergwerk Barsinghausen schon im vergangenen Jahre mit dem Bau einer Schwelanlage nach dem Carbolux-Verfahren begonnen hat und Deisterkohle verschwelen wird. Auch im Saargebiet soll eine Anlage erstellt werden. Neben diesem Gemeinschaftsunternehmen des Ruhrbergbaues treten noch einige Gesellschaften mit eigenen Anlagen hervor. Durch die Gemeinschaftsarbeit in diesem Neuland für Großversuche wird eine Zersplitterung der Kräfte und eine Minderung des Effekts von vornherein vermieden. Der Führer hat in seiner Rede bei der Eröffnung der Internationalen Automobilausstellung in Berlin erklärt, daß er auf den Plan und die Vorteile der weiteren Mobilisierung im Interesse des deutschen Fortschritts nicht verzichten wolle. Die deutsche Automobilindustrie unterstützt dieses Wollen durch Verbesserungen im Wagen- und Motorenbau, angefangen beim Kohlenstaubmotor bis zum Diesel- Kleinwagen, der vor allem das Staunen des Auslandes erregt hat. Der Ruhrbergbau entfaltet eine nicht minder nachdrückliche und erfolgreiche Initiative auf dem Gebiete der inländischen Treibstoffversorgung, eine Initiative, die keine Kosten scheuen darf, wenn es um die Verwirklichung eines nationalen Programms geht. H. BeHin, 1 März. (DNB.) Zur Einweihung des neuen Dienstgebaudes der Reichsleitung des Ar- beltsdlenstes m Berlin-Grunewald hatte der Reicks- arbettsfuhrer, Staatssekretär Hier!, zu einem Kameradschaftsabend eingeladen. Der Neubau ist ein hufeisenförmiger einziger Block in der Schinkel- straße m dem m rund 300 Zimmern die gesamte Reichsleltung des Reichsarbeitsdienstes unterae- bracht 'st. Line kurze Ansprache von Generator- beitsfuhrer Dr. D e ck e r schilderte den langen schwierigen Weg, den Staatssekretär Hierl und seine Mitarbeiter bis zur Gestaltung des heutigen Ar- nvit^bienstes gehen mußten. Er erinnerte an das Werkfoldatenlied „Es tont auf grüner Heide" das 1932 zum erstenmal gesungen wurde und' den Willen ßum NS.-Arbeitsdienst verkörpere. Damals saßen Hier! und die Seinen noch in einer Dachstube im Münchener Braunen Haus an der vorbereiten, den Arbeit, die heute ihre Früchte trägt. Von den weiteren Kämpfen und Erfolgen hob Dr Decker besonders den 29. Juni 1934 hervor, an dem der Führer den Arbeitsdienst in Westdeutschland besuchte. Dr. Decker dankte der Deutschen Arbeitsfront, die im Zeichen innerster Verbundenheit unter dem gleichen Gesetz der „Ehre der Arbeit" stehend zu dem Bau verhalf. Er schloß mit den drei Grundbegriffen des Arbeitsdienstes »Treue, Gehorsam, Kameradschaft . An diese Ansprache waren die Vorträge eines Sprechchors und einzelner Sprecher eingefügt, die in Dersform, teils ernst, teils heiter, von der Arbeit und den Aufgaben der einzelnen Aemter der Reicksleitung berichteten. Dazwischen wurde die Hörfolge durch Lieder belebt, Die jeweils die stimmungsmäßige Zusammenfassung des Vorgetragenen gaben. Die anschließende Führung durch die hellen Gänge und die freundlichen, einfachen Arbeitszimmer zeigte, daß die Reichsleitung ein Gebäude erhalten hat, das dem Geiste des Arbeitsdienstes entspricht. Die Gäste blieben noch lange mit dem Reichsarbeitsführer und sämtlichen Amtsleitern der Reichsleitung zusammen. Partei, Staat, Wehrmacht und Presse waren durch führende Persönlichkeiten vertreten. Um Mitternacht spielten bei Fackelschein der Reichsmusikzug, der Reichsspielmannszug, die Arbeitsdienstabteilung „Wilhelm Ehrlich", Buch, und die Arbeitsdienstabteilung „Friedrich der Große", Potsdam, den Großen Zapfenstreich des Reichsarbeitsdienstes, der an den alten bayerischen großen Zapfenstreich erinnert. Der Frankfurter Opernball. LPD. Frankfurt a. M., 1. März. Der Frankfurter Opernball, der am Samstagabend in den festlich geschmückten Räumen des Frankfurter Opernhauses vor sich ging, stand unter dem Motto: „Nacht ohne Sorgen — Sanssouci". Und wenn man in den frühen Morgenstunden des Sonntags die fröhlichen Gesichter der über Erwarten zahlreichen Besucher sah, war der Schluß ohne weiteres berechtigt, daß diese Nacht in der Tat ohne Sorgen verbracht worden war. Am zwanglosesten ging es in der Schalterhalle zu, wo die hervorragendsten Künstler der Oper und des Schauspielhau es in Darbietungen der heiteren Kunst sich gegen eitig zu übertreffen suchten. Eine etwas ernstere Note hatten die Vorführungen, die auf der großen Bühne des Opernhauses den Abend eröffnet hatten. Es gab zunächst ein prächtiges Bühnenbild mit dem Schloß Sanssouci im Hintergründe. Die Hofgesellschaft sammelt sich, und bann erscheint, begleitet von seiner Schwester, der Markgräfin von Bayreuth, der Alte Fritz, in Aussehen und Spiel trefflich verkörvert durch Robert Taube. In buntem Wechsel folgten dann Vorführungen der Künstler, die der große gehabt hat. Er hatte bereits längere Zeit vor der .tot einen Plan zum Ueberfall auf das Sturm- lokal der SA. entworfen und ihn der Bezirksleitung vorgetragen. Als diese den Plan zunächst ablehnte, bezeichnete er das als eine „Schweinerei". Unter Beteiligung mehrerer kommunistischer Funktionäre, unter denen sich auch einige der Angeklagten be° anben, würben noch mehrere Sitzungen veranstaltet, in benen sich Jahnke ausbrücklich barauf berief, bah ein Parteibefehl vorliege. Bei bem eigen Feuerüberfall würbe ber Inhaber bes Sturmlokals, ber Gastwirt Heinrich Böhse getötet unb brei SA. -Männer schwer verletzt. Die fünf zum Tobe Verurteilten hatten mit voller Ueberlegung gehanbelt unb waren beshalb bes gemeinschaftlich versuchten unb vollenbeten Morbes schulbig zu sprechen. Berlin, 29. Febr. (DNB.) »Für das große Seebad der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", das auf der Insel Rügen entstehen wird, sind die Vorarbeiten im vollen Gange, so daß noch in diesem Frühjahr mit der Fertigstellung der Vorentwürfe gerechnet werden kann. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley führte vor den zur Mitarbeit berufenen Architekten über die Bedeutung des Bauvorhabens u. a. aus: Die Idee dieses Seebades fei vom Führer selbst. Da der deutsche Arbeiter sich in den vorhandenen Bädern nicht vollständig wohlfühle, solle ein neues Riesenseebad mit 20000 Betten errichtet werden. Diese Anlage müsse das Schön st e werden, was man sich denken könne, der schöpferischen Phantasie des Baukünstlers würden bei dieser Aufgabe keine Grenzen gesetzt. Da ber Urlaubsaufenthalt, ben bie Organisation „Kraft burch Freude" vermittelt, heute noch im allgemeinen nicht über zehn Tage ausgedehnt werden kann, so müsse der Urlaub intensiviert werden, um bei der kurzen Zeit wirksam zu sein. Für ben gesunden Menschen bedeute daß für diesen Wagen vor dem Finanzamt in München am 14. September 1923 für ein Jahr eine Steuer von 16 800 000 Mark gezahlt wurde. Am 8. Januar 1924 wurde dieser Wagen wie „alle Fahrzeuge, Fahrräder und sonstigen Beförderungsmittel, die den Zwecken der aufgelösten nationalsozialistischen Bewegung gedient hoben", als „dem Staate verfallen" erklärt. Der Wagen wurde bann von ber Bayerischen Polizei benutzt unb erst nach zehn Jahren ganz zufällig roieber aufgefunben. Dasselbe Schicksal erlebte auch ber nächste Wagen, ein 16/50 PS Benz. Von biefem Wagen ist noch ein Kaufvertrag zu sehen, ber auf bie gerabezu astronomische Summe von 19 296 120 000 000 Mark (neunzehn Billionen!) lautet. Dann sinb noch zwei 15/70/1 0-(& PS-Mercedes - Kompressor - Wage.« ausgestellt, bie in ben letzten Jahren des Kampfes um die Macht den Führer durch ganz Deutschland getragen Haden. Einer vgn ihnen weist sogar die stolze Zahl von 370 00 zurückgelegten Fahrkilometer au . Erholung, andere Eindrücke in sich aufzunehmen. Je besser und schneller diese Umschaltung vor sich , gehe, um so besser sei die Erholung. Unter diesem I Professor Tessenow (Berlin). Gesichtspunkt müsse die Anlage des Seebades ent-' -------- Zum ersten Male auf der Welt ist durch die Deutsche Reichspost ein Fernsehsprechoer- kehr eingerichtet worden. Die erste Uebertragung von Fernsehbildern in Verbindung mit einem Ferngespräch auf große Entfernungen wurde am Sonntag zu Beginn der Leipziger Messe mit einer gleichzeitigen Feier in Berlin unb Leipzig burch ben Reichsverkehrsminister, Freiherrn von Eltz - Rü - d e n a ch, vollzogen. Freiherr von E l tz - R ü - denach führte u. a. aus: Vor zwei Jahren habe man mit der Einrichtung bes Fernfehrunb- u n k s bereits einen Markstein auf bem Wege ber Fernsehentwicklung passiert. Nach biefem ersten Schritt, fuhr der Minister fort, arbeiteten wir auf zwei Ziele hin, ben Aufbau eines über ganz Deutschlanb sich erstreckenben Fernsehsenber- n e tzes, wie es für ben Runbfunk bereits burchge- ührt ist, unb bie Einrichtung ber Fernseh - Unterhaltung, bie an eine Kabelverdindung zwischen ben Fernsprechstellen geknüpft ist. Die Stunbe, die wir jetzt erleben, ist von einschneidender Bedeutung für die Gesckichte des Nachrichtenwesens. Die Fernsehunterhaltung erfüllt einen weiteren Traum der Menschheit. Der Minister gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß die erste Verbindung gerade mit Leipzig hergestellt sei und so den zahlreichen Messebesuchern des Auslandes ein neues Werk deutscher Technik vor Augen geführt werde, das einen Teil der grölen deutschen Aufbauarbeit darstelle. Der Minister schloß mit dem Gruß an den Führer. Der Leipziger Oberbürgermeister Dr. Gördeler, dessen Ansprache durch Lautsprecher in die Berliner Fern- ehsprechzelle übertragen wurde, sprach seine Freude darüber aus, daß die Stadt Leipzig als Endpunkt der ersten Fernsehsprechlinie der Welt gewählt worden sei. Als erster sprach der Reichsverkehrsminister mit Oberbürgermeister Dr. Gördeler. Reichsleiter Rosenberg hatte Dr. B a n n e i tz , der sich seit mehr als acht Jahren mit dem Fernsehproblem besaßt hat, zum Gesprächspartner. Weiter führten Gere r s H> lichem S> liebe den Kraftwaaen, denn hat " fünf“ mögen" gl-ichzettig° der zw-ll- Wagen Führers überhaupt, ist ein 8 / 32 P ensjahren eine nette Geschichte non dem e i ft e n 9 Führers, ebenfalls einem Seine, Zu "zahlen, fer wat. den Verhältnissen der erster, N-chkneg-, zeit entsprechend, mit Seegras , - einer Tages, als der Wagen gerade unke.. ? @au[ Straße hielt, machte sich em Tb an bie Polsterung des „Konkurrenten h ritz die Se-gra-süllung auf. Em« raschung, als man den angefresienen 6 bC6e?bdritte Wagen »ar dann ein 10/3OJPS Benz. Auf einer Originalsteuerkarte lies Aus bem Ruhrgebiet wirb uns geschrieben: Das Deutsche Reich ist ein erbölarmes L a n b. Diese Tatsache ist im Hinblick auf bie zu- nehrnenbe Motorisierung auf allen Gebieten von entscheidenber Bedeutung. Jrn Jahre 1935 betrug bie Einfuhr an Benzin mehr als eine Million Tonnen bei einer Gigeneneugung von 365 000 Tonnen. Bei Dieselöl ist bas Verhältnis noch ungünstiger. Bei einem Gesamtverbrauch von etwa 830 000 Tonnen errechnete man für bas Jahr 1935 eine Eigenerzeugung von 80 000 Tonnen unb eine Einfuhr in Höhe von 750 000 Tonnen. Diese hohe Einfuhr belastet bie beutsche Devisenbilanz unb macht bas Tempo ber wirtschafts- und wehrpolitischen Motorisierung teilweise vom Auslände abhängig. Es liegt also im Rahmen eines gesunden nationalen Wirtfchaftsprogramms, dieses Mißverhältnis zu unseren Gunsten zu ändern ober zum minbeften infolge ber Zunahme ber Motorisierung nicht noch ungünstiger werben zu lassen. Hier setzt bie große Ausgabe bes beutschen Bergbaues und der Kahlenchemie ein. Auch in der Treibstofffrage wandelt sich die Kohle immer mehr vom „rohen" Brennstoff zum Rohstoff in veredelter Form. Das Problem der Kohleverflüssigung — und zwar der Braun- und der Steinkohle — ist seit Jahren in den Laboratorien gelöst, jedoch ist man infolge des Preisoerfalls auf dem Weltmarkt nur zögernd an bie technische Auswertung im großen herangegangen. Immerhin konnte bie beutsche Benzinerzeugung im vergangenen Jahre um etwa 115000 Tonnen gesteigert werben, was einem Plus von 46 Prozent entspricht unb ben beutschen Mehrverbrauch ziemlich ausgeglichen hat. Außerdem hat der Ruhrbergbau im Herbst 1935 die R u h r - B e n z i n - A. - G. als Gemeinschaftsunternehmen zur Herstellung von Benzin aus Steinkohle gegründet. Die Ergebnisse dieses Versuchs werden von diesem Jahre ab in die Erscheinung treten. Die Arbeiten werden in Tuchfühlung mit der Ruhrchemie-A. -G. spräche Staatskommissar Dr. Lippert, Oberst F e 11 g i e b e l als Vertreter des Reichskriegsministeriums, der Leiter des Reichsverbandes der Deutschen Presse und Hautschriftleiter des „Völkischen Beobachters", Hauptmann Weiß u. a. Am Nachmittag wurden die Fernsehgespräche für die deutsche und ausländische Presse sowie die Arbeiter fortgesetzt, die an der Schaffung der Anlage Tag unb Nacht gearbeitet haben, um sie pünktlich betriebsfertig zu übergeben. Währenb ber ersten Fernsehgespräche erläuterte Oberpostrat Flanze bie technischen Einrichtungen. Der Fernsehsprech- bienft beruht auf ben gleichen technischen Grunb- gebanten wie bas auf ber letzten Funkausstellung vorgeführte „G e g e n s e h e n". An ben Enbstellen befinben sich bie Sprechzellen. Außer bem eigentlichen Fernsprechapparat enthält bie Sprechzelle ein Bilbfenster, in bem ber Teilnehmer seinen Gesprächspartner sieht, unb weiterhin eine Photo- zellen-Anorbnung, bie sein eigenes Bilb über bas Kabel fenbet. Das fernempfangene Bilb erscheint auf bem Fluoreszenzschirm ber Röhre, ber von bem zeilenweise über biese Bilbfläche bewegten Katho» benstrahl, bem sogenannten Lichtspiel, zum Aufleuchten gebracht wirb. Kaum hat man in ber schall- unb lichtbichten Zelle Platz genommen, leuchtet auch schon bas Bilbfenster in grünlich-gelbem Lichte auf. Wenige Augenblicke muß man sich an bas zuckenbe Licht bes Kathobenstrahls gewöhnen, ben Lichtpinsel, ber bas Bilb bes Sprechers abtastet unb nach Leipzig überträgt. Aber schon nach wenigen Sekunben erkennt man im Lichtfenster ben Sessel unb ben Tisch ber Leipziger Zelle, auf bem ein Telefonapparat steht. Dann hat man seinen Partner im Bilbfenster erkannt, unb es hat seinen befonberen Reiz, bas zunächst erstaunte, bann strahlenbe Mienenspiel zu beobachten, bas in allen Einzelheiten genau zu erkennen ist. U e b e r etwa 200 Kilometer Entfernung hat man sich unterhalten unb gesehen, als ob man im gleichen Raum miteinanber wäre OroßerGammelerfolg der Arbeitsfront Berlin, 1. März. (DNB.) Am Sonntag fand im ganzen Reich eine Sammelaktion ber Deutschen Arbeitsfront für bas Winterhilfswerk, bie s e ch st e Reichs st raßensammlung statt. Propagandaumzüge ganzer Betriebe und ber in den 'Werkscharen zusammengefahten arbeitenden Jugend, Korsofahrten mit Pferdefuhrwerken unb Autos, von ben verschiebensten Organisationen ausgefuhrte Platzkonzerte unb schmetternde Trompetensignale gaben den Sammlungen den wünschenswerten äußeren und inneren Schwung unb unterstützten bie aut zwei Millionen Sammler. Der Reichsorganlsa- tionsleiter Dr. Ley ging als Führer seiner Organisation mit bestem Beispiel voran unb ließ sich auf einer mittags unb obenbs burchgefuhrten Sammlung bie großen Sammelbüchsen füllen. Am sväten Abenb melbeten bie nieisten Bezirke »restlosen Ausverkauf" ber Abzeichen Wieber war eine Schlacht gegen bie Not erfolgreich geschlagen. 5 Todesurteile im Neuköllner Kommunistenprozeß. Berlin, 29. Febr. (DNB.) Ini bem TOort- unb Lanbfriebensbruchprozeß gegen 25 Kommunisten wegen Beteiligung an bem feigen F e u e r u ber - fall auf das SA. - Verkehrs lokal in Neukölln am 15. Oktober 1931 verkündete das Berliner Schwurgericht das Urteil. Die Angeklagten Zim- mermann, Schröter, Schweers Blank und Schulz wurden wegen gemeinschaftli ch e n v e r - suchten und voUenbetenMorbes in Tateinheit mit schwerem Landfriedensbruch zu m T n hVunb -mm Verlust ber bürgerlichen Ehren- Mte auf^urteilt. W-g-n Beihlls- würben 5 weitere Angeklagte zu l e 1 4 Ja h r e n Zuchthaus unb 10 Jahren Ehrverlust, je 1 An- acflaater zu 12 Jahren, 10 Jahren unb 7 Jahren Zuchthaus unb 10 Jahren bzw. 5 Dohren Ehrverlust brei Angeklagte zu 6, 5 unb 3 Jahren Zuchthaus verurteilt. Bei sieben Angeklagten würbe bas ^Da°-"s-rich?°h°tt- die U-b-rz-ugung gewonnen, daß der ins Ausland geftürfjtete tommun,iftifdje Parteisekretär Jahnke ber 21« ft if t er 3 u dieser Gewalttat gewesen ist unb daß er hierbei im weitesten Umfange d 1 e U n t e r- stützung höherer Stellen der KPD. Berlin, 1. März. (DNB.) Zwei Wochen lang waren die Ausstellungshallen am Kaiserdamm mit ber Großen Internationalen Automobil- unb Motorrabausfteüung Berlin 1936 Anziehungspunkt für Hunberttausenbe. 2 5 0 0 ausländische Händler und Vertreter haben die Ausstellung besucht und viele Abschlüsse getätigt. Aus dem Reich kamen nicht weniger als 265 Sonderzüge nach der Reichshauptstadt. Alle Automobilfabriken brachten ihre Gefolgschaften nach Berlin, um ihnen Gelegenheit zu geben, an Ort und Stelle ihre eigenen und andere Jnbustrieerzeugnisse zu studieren. Der Schlager bei den Personenkraftwagen war das erste Fahrzeug mit dem Dieselmotor. Eine besondere Industrie scheint sich für den Lastanhänger an Personenkraftwagen zu entwickeln, da hier große Nachfrage vorherrschte. Als Ausfluß wirtschaftlichen Wohl- ergehens kann man die gleichmäßige Nachfrage sowohl nach kleinen als auchnach M i 11 e l ro a g e n bewerten. Die Käufe in diesen Klassen halten sich beinahe die Waage. Aber auch das Geschäft in schweren Wagen ist zufriedenstellend. Auch die Lastkraf twagenindu- ftrie kann sich nicht beklagen, zumal bie kleinen Lieferwagen unb bie bis zu 3,5 Tonnen starke Bestellungen erhielten. Dabei war bas Interesse des Auslandes für Einbau-Dieselmotoren sehr groß. Sie werden in den Heimatländern benutzt zum Einbau in fertige Karosserien, da die Zollschranken für Fertigwaren sehr hoch sind. Das Geschäft mit O m n i b u s s e n nach dem Ausland lag weit höher als im Vorjahr, da der Deutsche im Bau von guten und dabei gefällig wir- kenden Karosserien vielen Ländern voraus ist. Wenn schon im letzten Jahr das Ausländsgeschäft einen starken Auftrieb erhalten hat dann muß nach den bisher vorliegenden Ergebnissen mit Genug- tuung feftgefteUt werden, daß die ansteigende Kurve anhalten wird. Es wäre müßig, die Derkaufszahlen der einzelnen Firmen anzu,uhren. Sie alle haben in dem nächsten halben Jahr fleifcig zu schäften, um alle Aufträge zu erfüllen. Bei em,?cn..5abr'te" wird d-r Produkiionsstand sogar weit Uber dem bes Vorjahres liegen. Die Wagen des Mm«. tpurbe eine Frau schwer verletzt. 30 Fahrgäste der Straßenbahn erlitten leichtere Verletzungen. Die Feuerwehr konnte den Brand, der bereits auf die Straßenbahn übergegriffen hatte, bald löschen. Seltenes Naturereignis: (Selber Schnee in der Steiermark. Heber ein seltenes Naturereignis berichtet die Wiener Meteorologische Zentralanstalt. Danach fiel im Gebiet des Erzberges in Steiermark gelber Schnee, hervorgerufen durch ein aus der Sahara gekommenes Tief, das in großen Höhen Wüstensand mitführte. Dieser Wüstensand mengte sich dem Schnee bei, als der Zusammenprall kälterer und wärmerer Luftmassen über den Südalpen zu Niederschlägen führte. Seefeld legt Revision ein. Der Knabenmörder Seefeld hat gegen das Todesurteil, das am 22. d. M. vom Schweriner Schwurgericht verhängt worden ist, durch seinen Verteidiger Revision einlegen lassen. Ein Batet tötet im Rausch feine drei Kinder. Der 34 Jahre alte Wilhelm Melcher in dem Vorort Haslach bei Freiburg i. Bl. schnitt seinen schlafenden drei Kindern — zwei Mädchen und einem Knaben — im Alter von sechs, fünf und zwei Jahren mit einem Messer den Hals durch. Melcher befand sich durch übermäßigen Alkohol- g e n u ß in einem äußerst gereizten Zustand. Der Täter wurde verhaftet. Beweggründe für seine entsetzliche Tat konnte er nicht angeben, er erklärte vielmehr, er wisse selbst nicht, wie er dazu gekommen sei. Das Urteil im Berliner Abtreibungsprozeß. In dem Abtreibungsprozeß gegen den 42jährigen staatenlosen russischen Juden Dr. med. Motel, genannt Max Kleinmann, und andere wurde der Hauptangeklagte, der bereits vorbestraft ist, wegen gemeinschaftlicher gewerbsmäßiger Abtreibung in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung unter Verletzung der Berufspflicht zu zehn Jahren Zuchthaus, 30000 Mark Geldstrafe und zehn Jahren Ehrverlust, der 41jährige Arzt Dr. med. Waldemar Hoefel wegen gewerbsmäßiger Abtreibung in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung zu sechs Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust, der 39 Jahre alte Arzt Dr. med. Erwin Stankow zu vier Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt. Die Ausübung des B e r u f s als Arzt wurde Kleinmann auf fünf Jahre, Höfel und Stankow auf je drei Jahre untersagt. Die 53jährige Erna Schmitz erhielt wegen gewerbsmäßiger Beihilfe zu gewerbsmäßiger Abtreibung zwei Jahre Zuchthaus und drei Jahre Ehrverlust, die 63- jährige Margarethe Kanzler ein Jahr Zuchthaus und drei Jahre Ehrverlust und die 70jährige Elisabeth L e i ft i k o w zwei Jahre Zuchthaus und drei Jahre Ehrverlust. Die Ausübung des Berufs und Gewerbes als Hebamme, Masseuse und Heilkundige wurde den Verurteilten auf je drei Jahre untersagt. Kleinr«mn unterhielt ein regelrechtes Abtreibungsinstitut. Er würde bei seinen „Operationen" von Höfel und Stankow unterstützt. Den Angeklagten find insgesamt 59 Fälle des Verbrechens gegen den § 218 nachgewiesen worden. Es ist aber wahrscheinlich, daß sie sich noch in weitaus größerem Maße schuldig gemacht haben. Die mitangeklagten Hebankmen haben den gewissenlosen Aerzten die Frauen zugeführt. Es wurden im Durchschnitt Honorare von 70 bis 300 Mark im Einzekfalle gezahlt. rvohnhausbrand in London fordert fünf Tote. In einem Wohnhaus des Londoner Stadtteils Soho brach in der Nacht ein Feuer aus, dem fünf Menschenleben zum Opfer fielen. Als Die Feuerwehr eintraf, stand bereits der ganze Häuserblock, in dem sich zahlreiche Läden befanden, m Hellen Flammen. Da die Straßen sehr eng sind, hatten die Feuerwehrleute — insgesamt 200 Mann — die größte Mühe, den Brand zu bekämpfen. Es gelang ihnen zwar, einen Bewohner noch lebend aus dem brennenden Haufe herauszuholen, doch kamen fünf in den Flammen um oder zogen sich beim Springen aus dem Fenster schwere Verletzungen zu, denen sie erlagen. Drei Feuerwehrleute wurden verletzt. Todesurteil. Der 59jährige verheiratete Christian Hammer aus Stillau, der mit seiner 26jährigen Tochter Frieda wegen Blutschande und Mordes an ihren zwei Kindern angeklagt war, wurde vom Schwurgericht Ellwangen wegen des Mordes an den Kindern zum Tode und zu dauerndem Ehrverlust verurteilt, ferner wegen dreier Verbrechen der Blutschande und Verleitung zum Meineid zu 15 Iahen Zuchthaus, 10 Jahren Ehrverlust und Sicherungsverwahrung. Am gestrigen Sonntag fand im Studenten-Kame- radschaftshaus in Gießen die Jahrestagung des Landesverbands Hessen der Deutschen Lebensrettungs - Gesellschaft (DLR G.) statt. In Verbindung mit dieser Tagung wurde eine Ausstellung der DLRG. und des Roten Kreuzes Gießen über das Wasserrettungswesen gezeigt, die mit regem Interesse in Augenschein genommen wurde. Der Bezirksleiter des Bezirks Oberhessen, Baukat Mangold, leitete die Tagung mit kurzen Grußworten ein. Anschließend sprach der Landesver- bandsführer, Turnoberlehrer Roth (Darmstadt). Er gab zunächst einen kurzen Heberblick über die Tätigkeit des Landesverbandes im verflossenen Jahre, wobei er hervorhob, daß die Mitglieder der DLRG. in der Hauptsache in den Kreisen der sogenannten mittleren und kleinen Bevölkerung zu suchen sind, die Sympathie für die Arbeit der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschast zwar auch in den übrigen Dolkskreisen groß ist, von dort her aber die praktische Hnterstützung noch fehlt. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß künftig die Tätigkeit der Lebensrettungs-Gesellschast allgemein stärkste Förderung erfahre, denn diese Organisation sehe den höchsten Gewinn darin, immer mehr Rettungsschwimmer auszubilden, damit Menschen bei Lebensgefahr im Wasser Hilfe gebracht werden kann. Er appellierte in diesem Zusammenhang auch an die tatkräftige Hilfe der Gemeinden und betonte, daß die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschast, die in dankenswerter Weise immer die rege Hnterstützung des Roten Kreuzes gefunden habe, jetzt schon einen großen Stab von Lehrscheininhabern besitze, durch die die Ausbildung von Schwimmern als Rettungsschwimmer erfolge. Bei dieser Aus- Kunst und. Wissenschaft. Große Auslandserfolge der Frankfurter Sopranistin Ria Ginster. Die in allen Kulturländern gefeierte Frankfurter Sopranistin R i a Ginster ist jetzt von ihrer ersten mehrmonatigen Amerika- To ur n e e, die durch die Vereinigten Staaten und Kanada sowie auf der Rückreise durch England führte und der Künstlerin durchschlagende Erfolge brachte, wieder in Frankfurt eingetroffen. Auf dieser Tournee veranstaltete die Künstlerin unter ihrem Manager Hearst, dem Bruder des bekannten amerikanischen Zeitungsmannes, deutsche Liederabende, an denen auch die deutschen diplomatischen Vertretungen warmen Anteil nahmen. Für die nächste Saison ist Ria Ginster wiederum für Amerika verpflichtet, während für 1937/38 bereits ein Vorvertrag mit USA., Kanada, Neuseeland und Australien mit der Frankfurter Sopranistin abgeschlossen worden ist. Furtwängler dirigiert wieder an der Berliner Staalsoper. Wie von der Generalintendanz der Preußischen Staatstheater in Berlin mitgeteilt wird, sind mit Staatsrat Dr. Furtwängler vertragliche Abmachungen getroffen worden, wonach Dr. Furtwängler feine Dirigententätigkeit an der Berliner Staatsoper gaftweife wieder aufnehmen wird. bildung werde der strengste Maßstab angelegt, da nur auf diese Weise Menschen zu höchster Einsatzbereitschaft, zu Mut und Selbstvertrauen für das Rettungswerk im Wasser erzogen werden konnten. Weiterhin erhob der Redner die Forderung, die Ausbildung im Rettungsschwimmen auch für die Lehrerausbildung vorzusehen, denn in Zukunft müsse es dahinkommen, daß kein Lehrer hinausgehen dürfe, der nicht ein Rettungsschwimmer sei. Jeder Mensch, dem Jugend zur Betreuung anvertraut werde, müsse auch in der Lage sein, Jugend retten zu können. Anschließend an diese Mitteilungen berichtender und empfehlender Art hielt der Redner einen Vortrag über das Thema „Erziehung zum deutschen Menschen durch Rettungsschwimmen". Er schilderte erfolgversprechende Wege zu dem Ziel der DLRG., das darin besteht, starke, entschlossene und tatfrohe Menschen zu erziehen, die sich ohne Ängstliche und schwächliche Bangigkeit und RücksichtffRhme auf das eigene Leben zu helfender Tat in die Flut stürzen, wenn sie barm einen Menschen in Lebensgefahr sehen. Auf dem Wege über die körperliche Ertüchtigung durch das Schwimmen, thü die DLRG. durch andauernde schwimmspohNche Schulung und Uebermittlung der erforderlichen technischen Fertigkeiten die Schwimmer und Schwimmerinnen zur höchsten Vollendung im Rettungsschwimmen führen, um damit kostbare Menschenleben erhalten zu helfen und einen wertvollen Beitrag zum Aufbauwerk des Führers zu schaffen. Im Anschluß an den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag wurde ein dreiteiliger Film über das Rettungsschwimmen vorgeführt, der bei entsprechenden Hebungen und Vorführungen in der -Elbe in und bei Hamburg geschaffen wurde. Der Film zeigte in fehr aufschlußreicher Weise die verschiedensten Schwimmarten, die zahlreichen Techniken beim Rettungsschwimmen und schließlich die verschiedensten Methoden der Wiederbelebung von Verunglückten, die bewußtlos aus dem Wasser gezogen werden. Der Film schließt mit den eindrucksvollen Worten: „5000 Menschen ertrinken jährlich in Deutschland, darum lernt schwimmen und retten!", eine Mahnung, deren stärkste Beherzigung man jedem Deutschen nur nachdrücklich empfehlen kann. Nach der Filmvorführung wurde die Tagung von Turnoberlehrer Roth mit freudig aufgenommenem Sieg-Heil-Gruß an den Führer geschlossen. Erwähnenswert ist aus den Aufzeichnungen des Landesverbandes, daß ihm Ende 1935 insgesamt 797 Mitglieder angehörten, wovon 49 Vereine und Behörden sind. Insgesamt wurden 664 Grundscheine ausgestellt, davon 548 für Männer und 116 für Frauen; ferner wurden 49 Leistungsscheine (47 an Männer und 2 an Frauen, 14 Lehrscheine (12 für Männer und 2 für Frauen) ausgegeben. Im Jahre 1935 wurden 48 Kurse mit zusammen 838 Teil- nehmern abgehalten, 4 Ehrenzeichen an Männer verliehen und Rettungswachen mit insgesamt 1028 Stunden gestellt. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeork Frankfurt. Europa ist von einer ausgedehnten Tiefdruckzous überlagert, die sich von Spitzbergen bis zum Mittelmeer erstreckt und verschiedene Aktionszentren besitzt. Der Witterungscharakter ist dementsprechend bei uns sehr wechselhaft, aber nicht durchweg unfreundlich. Zur Zeit fing sich die Störung über dem Festland auf, während die Wirbeltätigkeit im Süden und Norden zunahm. Der Witterungscharakter wird sich daher in der nächsten Zeit wenig ändern, und cs kann überwiegend mit der Zufuhr kälterer Luft gerechnet werden. Aussichten für Dienstag: Veränderlich mit zeitweiliger Aufheiterung aber auch einzelnen Niederschlägen (im Gebirge meist Schnee), Temperaturen wenig geändert, Windrichtung veränderlich. Aussichten für Mittwoch: Voraussichtlich Fortdauer des unbeständigen, aber nicht durchweg unfreundlichen Wetters. Lufttemperaturen am 1. März: mittags 7,8 Grad Celsius, abends 3,1 Grad -, am 2. März: morgens 1,8 Grad. Maximum 8,2 Grad, Minimum heute nacht 1,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 1. März: abends 4 Grad; am 2. März: morgens 2,9 Grad Celsius. — Sonnenfcheindauer 7,5 Stunden. — Niederschläge 1,1 mm. Hauptschristleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bildert Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumfchem. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. 1.36: 11000. Druck und Verlag: Brühl'schs Hniversitäts-Buch-und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Tagung der Lebensrettungs-Gesellschast. Daubringen, Aachen und Mainzlar, den 2, März 1936, Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 4. März, nachm. 4 Uhr statt 1340 D i* Amenfl. 0974 Grofien-Linden, Gedern, den 1. März 1936. brauchen, erhalten Sie bei 0979 Borrmann ■ IUI WERBESÄ.^.a II ■ K G Die Beerdigung findet Dienstag, den 3. März, nachmittags 3.15 Uhr statt Waschtag — Freudentag. Sie brauch.nur geg. eine einmalige Pfand- (jebührv.2 Mk. den groß.Haushaltsack von d. Wäscherei Edelweiß anzu. fordern u. ihn mit Ihrer Wäsche vollzustopfen. Ganz gleich, wieviel hereingeht, es kostet nur 3Mk.a.Feucht- wäsche. Gießen, Neustadt 5 13“a Ruf 4165 4-3imm.-lBo6n. m. Küche u. an- schliest. Werkstatt i. Haus z. Allein- bewohn. mit gr. Hof, gute Lage d. Innenstadt, per 15. März zu vermieten. Räume sind f.Handwerk, bestens geeignet. Schr.Ansr. unter 1341Da.d.G.A. Todes-Anzeige. Nach schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden ist mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel | Mietgesuche | Gesucht f. sofort 1 ob. 2 gutmöbl. Zimmer mit Küchenben. f. Ehepaar. 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März entschlief sanft nach langem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Luise Hofmann, geb. Hankel im 69. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen : Otto Hofmann | Vermietungen"] Schöne 5-6V.6-Zim.-Mn. mit Zubehör und Gartenanteil preiswert zum 1. April ob. später zu vermiet. 0076 Bleichstr. 36 III. Herr Heinrich Vogel im Alter von 67 Jahren sanft entschlafen, In tiefer Trauer: Elisabethe Vogel, geb. Stein, und Kinder. i roaßht persil s daWelt H gut. ‘_______ Gewinnauszug 5. Klasse 46. Preußisch-Süddeutsche (272. Preuß.) Klassen-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abtettungen I und H 19. Ziehungstag 29. Februar 1936 3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 4 Gewinne xu 1OOOO M. 220678 226892 4 Gewinne zu 6000 M. 226711 321169 6 Gewinne zu 3000 M. 75319 85162 300467 4 Gewinne zu 2000 M. 62165 70820 66 Gewinne zu 1000 M. 1876 40094 48404 48668 99871 113378 117944 120346 129698 167408 167843 203948 209582 215202 234530 253604 255936 279559 301743 307504 315953 316826 323596 331815 345704 350297 350463 378369 112 Gewinne zu 500 M. 5849 14030 15358 17198 30807 34204 51464 54891 55496 66928 61557 67930 69253 74083 76085 83284 84776 89094 91713 98766 116601 126203 142435 148580 155947 178657 184213 191063 196423 201544 214505 220391 231988 234733 242490 252275 257883 262732 267193 272762 278498 296454 300993 307034 327896 344018 353863 357037 360460 377603 385761 386800 388520 389205 392605 394063 402 Gewinne zu 300 M. 2323 4897 5277 7542 11563 14432 18749 21214 26602 28509 29693 30926 30927 30958 36283 36381 36507 36576 41797 42386 43043 46244 47961 49922 61926 60574 61920 66076 66594 68221 69691 74703 76662 77988 85929 87339 88867 91266 91654 93196 94601 94763 96208 98640 98983 99322 99497 100070 103242 103322 106579 109129 110116 112576 113883 114890 118153 118403 118860 120666 126004 127352 131716 134298 135869 139346 142920 143657 146275 147169 147182 148219 150286 150552 152918 154359 154878 158373 158554 160295 166292 167800 169012 173572 178406 181885 186004 194006 194085 195053 197625 203025 204062 205568 207543 207627 207754 208925 212335 213077 213673 213743 216507 216709 217160 218902 219468 220430 220760 220836 222005 230697 230997 231657 232710 233227 236807 238183 238185 245299 245622 249226 250929 251469 252128 257012 265025 265868 269230 270671 272044 275447 278099 278425 280935 281126 284918 284989 285795 286709 288053 288734 292563 293291 294144 296786 301057 301452 303924 308098 309865 310975 311539 314279 316507 317594 319622 321352 321609 324523 329826 330544 334487 337252 340669 340794 340928 343637 346219 347315 348358 349217 351738 352345 354014 354928 355277 355349 355499 355809 357412 357699 358456 359476 363066 363954 364583 365768 366901 369002 372089 374152 379268 379578 384056 386637, 388763 389904 392476 395673 395920 2bis3-Zim.-Woho. von kleiner Familie gesucht. 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Spielleitung: Paul Wrede. 3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 12 Gewinne zu 5000 M. 28701 110865 262807 301650 371330 388918 10 Gewinne zu 3000 M. 145524 191992 317626 360246 378350 10 Gewinne zu 2000 M. 73893 113897 .138564 198054 239854 48 Gewinne zu 1000 M. 17049 18155 19047 20337 22314 27478 43396 54443 55517 58624 129790 144776 150177 194453 199322 202795 216461 245044 253830 304398 312391 319178 331238 351272 74 Gewinne zu 500 M. 25864 29725 32908 53946 76189 102708 119694 123516 127129 129192 135766 139192 151402 160533 172986 184122 186045 193559 198887 199350 200782 262928 291934 298770 307853 312864 315585 322284 333715 352511 361726 374094 379187 386712 392175 396066 396398 274 Gewinne zu 300 M. 3628 9638 10975 11255 11317 13182 13562 14191 17170 17288 17548 19814 21783 24632 27368 28088 33527 33919 34347 37766 43277 49175 49676 50801 58711 63430 65859 73722 74108 78203 78560 81571 84785 88514 90014 93227 93343 94856 95504 98247 98942 118310 119537 126262 127189 128717 129515 133400 138707 144560 150307 152806 154606 158280 161378 163154 165255 166417 172440 180212 180807 181646 184919 189797 193302 199960 200732 213861 214161 214571 214619 217279 218396 221570 224061 224581 230353 231826 235703 236378 240631 241638 242447 251349 254011 255654 257322 257912 258008 259882 261387 263088 272927 273926 276238 284765 295410 298328 299881 300616 301630 304812 312779 315226 324294 326237 328488 330903 337249 338942 342352 344860 346169 348675 349585 357847 359589 362435 363926 364305 368137 368553 368623 369879 372825 378123 378164 379193 379271 380035 387223 389394 391150 397076 397371 397489 397931 Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu \t 1000000, 2 zu je 50000, 2 zu je 30000, 6 zu je 20000, 42 zu je 10000, 84 zu je 5000, 144 zu je 3000, 362 zu je 2000, 1038 zu je 1000, 1792 zu je 500, 6734 zu je 300 Mk. N> 0! Klavi Die un Backha (sine entgege Wcht Größe, bekanie Sonne, koMw heiM Sögel i len. Gs am 2t die dieser 2 doch f“ könnten In d randes bescheid wir voi die gell ten übi schon r viele 01 lich M Die da und anmuti; Bollsm nen S und de vernum Narzi pseudo- ten die liche L feinen ( erwähnt „den Er Aber eben boi So darf früheste! Pause wird. E viele Bl Wiede der ha kirsch aufbrech noch un tendolde Salix c schon l leuchten Winter früher, ling Ql erfreue gestreif Crocus Woche komme Frühlii erwart p r e i « Früh mit se Mit Neues, ort di man ir und La llmgebu ausgespi Wir wvi die einz, gungen c onstellen, b'Meil S »er (i Aanqj, S-Huy N & «$ erahnen, °ls Musi j?n8 möi lur glau ^anistaa endete fc ..Was ei Mt, wen alleinjqe- ^usdruck schärfste c Mnierunj » M 'ken 8a mit b(t f „[an9Umf P'meinfiit fa da, »"te,9 Nene h" ben tzs sft* geistige Sphäre zwingen, und nur von dem Gesichtspunkt aus will er verstanden sein. Alles das, was bei den meisten Pianisten die vornehmliche Grundlage ihres Publikumserfolges bedeutet, die Beherrschung der instrumentalen Seite, ordnet sich bei Backhaus völlig dem musikalischgeistigen Nachschaffungsprozeß unter. Sei es der einzelne Ton, sei es eine Passage, sei es eine gesangliche Linie, immer wieder ist es ein Neuerstehen und Einfügen aus dem Geiste des ganzen Werkes heraus. Stets in unbedingter Eindeutigkeit und individueller Ausgeprägtheit erschließt sich die in erstaunlicher Differenziertheit der Nuancierungen reiche Skala in Anschlagsmodulation und Tonstärke. Die Klänge, die er dem Instrument entlockt, sind farbig, aber nie ist es ein Glänzen und Schillern als Selbstzweck. Wohl selten wird man auf dem Klavier so innerlich ausgeglichene Zusammenklänge hören können wie bei ihm: zum andern aber weiß er die verdeckt in den Mittelstimmen ruhende Thematik zu heben und ganz besonders im Polyphonen zu eindringlicher Deutlichkeit zu führen. Seme Passagen sind bei ihm zu letzter Wesensform durchgebildet als Schwung- und Affektkurven. Die einzelnen Vortragsarten sind ihm in höchster Meisterschaft als jederzeit geläufige Ausdrucksmittel bis zum Letzten gefügig. • Einer so tiefen Einfühlungsgabe erschließen sich die historisch bedingten Stilformen tn ihrem innersten Wesen, und so wurde Joh. Seb. Bachs „Chromatische Fantasie und Fuge" zum Eingangstor des an Innerlichkeit so reichen Abends. Dieses von starkem Drängen erfüllte Werk aus Bachs Leipziger Zeit erfaßte Wilhelm Backhaus mit höchster Gespanntheit der Passagen: die Rezitativszene erschloß sich in Unmittelbarkeit durch die Echtheit des Mitgehens. Die Fuge aber bedeutet gegenüber dem, was wir in Gießen im letzten Jahrzehnt zu hören bekamen, zweifellos den Höhepunkt. Wie klar er das Thema im plastischen Kontrast zu den Gegenstimmen heraustreten ließ, wie er in fast unglaublicher Kraft der Steigerung die Fuge über dem letzten Themeneinsatz im Baß gipfeln ließ, das schien überwältigend in der Einmaligkeit. Die weiteren Teile der Vortragsfolge waren romantischer Klaviermusik gewidmet, und da war es um so interessanter, Wilhelm Backhaus von dieser Seite kennen zu lernen, da bei seinen früheren Klavierabenden die Klassik stark im Vordergründe gestanden hatte. Vielleicht ist es gerade der Durchgang durch die Klassik, der ihn um die Romantik in so impulsiver, ja, ans Dämonische streifender Art bei gezügelter Beherrschtheit erleben läßt. Wenn Schumann selbst über die Fantasie op. 17 (Franz Liszt gewidmet) sich Clara gegen» lieh erscheinen ließen, sondern gerade durch ihre feine musikalische Artikulierung wahren Jubel der Begeisterung im vollbesetzten Hause weckten. Und als sich nach einem so vielseitigen und umfangreichen Programm der Konzertgeber dennoch zu mehreren Zugaben bereitfand, wuchs der Beifallssturm zu höchstem Ausmaß an. Dr. H. über äußert: Der erste Satz ist wohl mein Passioniertestes, was ich je gemacht habe — eine tiefe Klage um Dich — Jo ist damit der geistige Untergrund für dieses stürmende und erregte Werk gekennzeichnet. Ebenso aber wird man die Tiefe, mit der Wilhelm Backhaus hier nachschuf, ermessen. Wie hoch er hier die Akzente in Eindringlichkeit türmte, wie er den Kantilenenbogen in männlicher Herbheit und Wärme spannte; wie er den zweiten Satz in seinem Marschrhythmus in ungeahnter Steigerungskraft zu höchstem triumphalen Klang führte, und wie er im Finale den Abklang der Erregungen der beiden ersten Sätze erleben ließ, das prägte sich jedem tief nachhallend ein. Daß der Solist Brahms in so mannigfacher Weise Raum gewährte, sei ihm besonders gedankt. Die nach der schottischen Ballade „Edward" in Herders „Stimmen der Völker" angeregte d-moll = Ballade (op. 10) ließ das Geschehen der Handlung durch Wilhelm Backhaus wach werden und hier Brahms als den Tragiker im nordischen Sinne erfühlen. Dazu wurde die gegensätzliche Welt der zweiten Ball ad» in D-dur mit ihrem schwebenden Hauptthema offenbar, gespiegelt in den Kontrasten der Mittelsätze; der Schlußteil war besonders reizvoll mit seinen weichen Klängen und den betonten Mittelstimmen. Beim Anhören der Rhapsodie (op. 119, Nr. 4; Es-dur) wird wohl keinem zum Bewußtsein gekommen sein, daß es sich hier um ein Spätwerk des Meisters handelt; so jugendfrisch wurde es lebendig mit seinem Tatendrang und seiner sieghaften Eneraiefülle und dem romantischen Einschlag des Mittelsatzes. Etwas ganz Besonderes aber gab es mit den Walzern op. 3 9. Die unmittelbare Auswirkung der Wiener Sphäre auf den jungen Brahms erschloß sich hier in den 16 einzelnen Sätzen mit Lebensfülle, Innigkeit, Weichheit, Humor und Feinsein; unerschöpflich in seiner Gestaltungsfähigkeit ließ hier Wilhelm Backhaus jeden einzelnen Walzer in der ihm spezifisch zukommenden Eigenart erklingen in treffender Pointierung, als ein neuer Beweis für die umfassende Vielseitigkeit des Wiedergebenden. Wenn Wilhelm Backhaus im letzten Dortragsteil nun gar Chopin erklingen ließ, so gab es des Bewunderns kein Ende über die klar geschliffene Art seines Spiels (doch nie kalt!), ins Feinste gegliedert, nachgebend und wieder voll starkem, leidenschaftlichem Impuls des Aufwallens in der B a r - Carole op. 60, über den warmen Gefühlston und das Perlen im cis-moll-Walzer (op. 64; 2) und die beiden Etüden (op. 10, Nr. 2; op. 25, Nr. 11), die nicht nur in der Durchbildung des technischen Ausgleichs das Unglaublichste mög- Man kneife die Gäste nicht in die Ohren! Die Japaner sind in aller Welt als ein Volk von ausgesuchter Höflichkeit bekannt, und besonders Fremden gegenüber sollen sich die Töchter und Söhne des Inselreiches im Fernen Osten durch außergewöhnlich gesittetes Betragen auszeichnen. Es ist deshalb von Interesse zu erfahren, welche Regeln die japanische Behörde für die nationale Fremdenindustrie den unter chrer Oberaufsicht zu erziehenden Frauen und Mädchen für ihre Laufbahn in Hotels, Restaurants und anderen Unternehmungen, die erfahrungsgemäß von Fremden häufig aufgesucht werden, • mit auf den Weg gibt. Diese Anstandsvorschriften tragen die Ueberschrift „Wie man sich fremden Gästen gegenüber zu benehmen hat". Der Leser erfährt dort, daß man in Gegenwart der Besucher nicht wispern oder kichern darf, daß es sich nicht gehört, Bananen zu essen, bevor man sie entschält hat, daß man nicht an dem Finger lutschen darf und daß es als höchst unfein gilt, mit Hilfe von Daumen und Zeigefin- ger eine kreisrunde Oeffnung zu bilden. Auch soll man sich hüten, die übertriebenen Gesten nachzuahmen, die man bei den Filmschauspielern auf der Leinwand sieht und die auf die japanische Jugend anscheinend einen großen Reiz ausüben. Leichte Scherze, die zur Erheiterung der Stimmung beitragen, sind im Sinne dieses Hotel-Knigges ourch- aus angebracht, es wird aber allen Ernstes davon abgeraten, die Gäste etwa in die Ohren zu kneifen. Zwei Regeln verdienen vollste Aufmerksamkeit: „Betritt niemals einen Baderaum, während er vom Gast benutzt wird, um dich womöglich nach der Temperatur des Badewassers zu erkundigen. Auch soll man dem Besucher unter den gleichen Umständen nicht seine Hilfe beim Abseifen anbieten. Die Fremden pflegen das im allgemeinen selbst zu tun. Den ausländischen Damen sind Servietten anzubieten, unter denen sie beim Sitzen ihre Knie verbergen können." Man sieht, der japanische Hotel-Knigge ist voller Eigentümlichkeiten, und der Besucher im Land der Kirschenblüte kann sich getrost darauf verlassen, daß er von den Einheimischen in der zuvorkommendsten und angenehmsten Weise behandelt wird. Boden, auf sonnigen Hügeln blühen schon neben dem Hungerblümchen, das wir auch an Wegrändern fanden, ein ähnliches, kleines, dürres Pflänzchen mit kleinen, weißen Blüten, die D o l d i g e Spurre (Holosteum umbellatum), bann die gelbe Gamsblume oder Aurikel und die große blauviolette Glocke der Kuhschelle (Anemone Pulsatilla oder Pulsatilla vulgaris). In Bergwäldern sieht man an manchen Orten die seltenen Verwandten der Christrose, die ja schon im Dezember aufblühte, die Helleborus viridis und Helleborus foetidus, die grüne und die stinkende Nieswurz. Wenig gibt es noch im sumpfigen Gelände und an den Ufern, nur die kaum auffallenden, grünlich- gelben, kleinen Blüten des Milzkrautes (Chry- soplenium alternifolium) und die eigenartige rötliche Pestwurz (Petasites off.). Diele dieser Blumen, die wir so auf unserem flüchtigen Streifzug durch die verschiedenen Standortgruppen gesehen haben, können wir müheloser in unseren Gärten und Vorgärten finden. Dort blüht vielleicht auch schon manches eher, was in Freiheit erst später erscheint. — Ueberhaupt wollen wir uns ja von Anfang an klar darüber sein, daß die Natur ihre Blüten nicht so pünktlich wie nach einem Fahrplan erblühen läßt, und manches wird man schon sehen können, was wir nicht vermuten, weil feine eigentliche Zeit erst im nächsten Monat ist, und sicherlich werden wir einige diesmal im März noch vergeblich suchen. Ganz abgesehen davon, daß alles sowieso nach Gunst oder Ungunst der geographischen Lage, im großen wie im kleinen Raum, wechselt und von der Norm der phänologischen Tabelle abweichen kann. Eine eingehendere Beschreibung der einzelnen Pflanzen ginge ebenso über diesen Rahmen hinaus, wie eine vollständige Auszählung. Wir wollen einen Gang durch die märzliche Landschaft tun und mit Freude sehen, wie viel doch schon blüht, sogar an den verschiedenartigsten Orten. Fanden wir im Februar als einzige wirkliche Februarblume nur den Winterling, so sind es diesmal, wenn auch erst gegen Ende des Monats, schon eine ganze Reihe, allen voran das Schneeglöckchen, die Blume im März. Walther Neurath. Oberheffen. Oie rSO-Zahrfeier in Grünberg. * ©rünberg, 1. März. Die Vorbereitungen zu der 750-Jahrfeier der Burgerbauung in Gründern am 27., 28. und 29. Juni sind rege im Gange. In der nächsten Zeit werden zur Werbung für dieses Heimatfest von den Grün- berger Geschäftsleuten und den übrigen Volksgenossen rund 25 000 Siegelmarken auf den Postsachen als Werbemittel hinausgeschickt werden, um dadurch die Aufmerksamkeit der Volksgenossen auf dieses Fest zu lenken. Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger hat die Einladung zu der Feier angenommen, ferner wird auch Ministerialrat Rings- Hausen bei dem Festakt zugegen sein. Der Haupttag des Festes soll eine große Kundgebung und anschließend einen historischen Festzug bringen. Sturz in einen Brunnenschacht. * Alsfeld, 1. März. Ein eigenartiger U n - g l ü ck s f a l l ereignete sich in dem Hofe eines Grundstücks in dem Kreisort Ermenrod. Dort wollte die Frau des Grundstücksbesitzers über den Hof gehen, wobei sie einen sogenannten Deckel- ft e i n betrat der über einen Brunnenschacht gelegt war. Als die Frau auf den Stein trat, zerbrach dieser und die Frau stürzte in den etwa 12 Meter tiefen Schacht. Zum Glück stand das Wasser in dem Brunnenschacht nur etwa ein Meter hoch, ferner konnte sich die Frau durch den geringen Durchmesser des Schachtes nicht überschlagen, so daß sie nur mit einigen leichteren Verletzungen am Kopf davönkam. Um die Verunglückte jedoch aus dem Brunnenschacht herauszuholen, bedurfte es außerordentlich großer Mühe. Ihr Mann mußte von hilfsbereiten Männern an einem Seil in den Schacht herunter- gelassen werden, wo er erst nach vieler Mühe die Frau an einem zweiten Seil festmachen konnte, so daß dann die Helfer das Ehepaar aus dem Schacht herausziehen konnten. Landkreis Gießen. = Steinbach, 1. März. Am Samstag wäre es beinahe zu einem gefährlichen Unglück gekommen. Es steht noch in aller Gedächtnis, wie vor drei Jahren ein Kind tödlich verunglückte, das direkt ins Postauto hineinlief. So hätte es wieder gehen können, als in der Adolf-Hitler-Straße ein Kind unmittelbar vor einem Personenauto über hie Straße laufen wollte. Nur der Geistesgegenwart des Autofahrers, der feinen Wagen jäh bremste, so daß sich der Wagen querstellte, ist es zu danken, daß das Kind wohl hinfiel, aber mit dem Schrecken davonkam. Dieser Vorfall sollte den Eltern zur Warnung dienen. aber auch alle Wagenführer zur Vorsicht bei Durchfahrt unseres Dorfes mahnen. Bei dem starken Gefälle und den unübersichtlichen Kurven, an denen neuerdings Warnungszeichen angebracht wurden, ist die Durchfahrt durch Steinbach trotz der breiten Straße gefährlich. 8 L i ch, 29. Febr. Der Volksbildungsverein L i ch hielt gestern abend in der Gastwirtschaft Ludwig Heller feine diesjährige ordentliche Hauptversammlung ab. Der Vereinsführer, Lehrer H i l d, erstattete zunächst einen ausführlichen Jahresbericht, der von reger Vereinstätigkeit Zeugnis gab. Auch im vergangenen Jahre habe der Verein wiederum einen erfreulichen Mitgliederzuwachs zu verzeichnen. Insbesondere habe der an die Jugend gerichtete Appell zum Beitritt in den Verein und somit zur Unterstützung der hohen erzieherischen und volksbildenden Arbeit des Vereins einen guten Erfolg gezeitigt, so daß nunmehr die Mitgliederzahl 142 betrage. Eine der wichtigsten Arbeiten im verflossenen Jahre sei die Sichtung der reichhaltigen Bücherei gewesen, die in Verbindung mit der Landesstelle für das Büchereiwesen durchgeführt worden fei. Der Vereinsführer gab hierbei bekannt, daß die Bücherei wiederum eine bedeutende Erweiterung durch Anschaffung einer großen Anzahl neuer Schriften erfahren habe. Gleichzeitig habe auch ein langgehegter Wunsch der Leser seine Verwirklichung gefunden, da nunmehr ein vollständiges Verzeichnis aller Bücher in Druck vorliege, das zum Preis von 10 Pfennig, auch im Buchhandel in Lich, zu erhalten fei. Den Bücher- roarten, insbesondere Lehrer Schön, den Helferinnen Frl. A l b o h n, Frl. Freitag und Frl. Zimmer sprach der Vereinsführer Dank für die eifrige Mitarbeit aus. Nach der Rechnungsablage, Entlastung des Vorstandes und Erledigung einiger weiterer geschäftlicher Angelegenheiten hielt Lehrer H i l d einen Lichtbildervortrag über „Das deutsche Volkslied", der durch gemeinsam gesungene Volkslieder, von Lehrer Stein auf dem Klavier begleitet, seine schöne Untermalung erhielt. Mit dem Treuebekenntnis 3um Führer wurde die Versammlung geschlossen. Kreis Friedberg. pb. Butzbach, 1. März. An der hiesigen Weidig - Werner - Oberrealschule fand unter Vorsitz des Ministerialrats G l ü ck e r t die Reifeprüfung statt, der sich acht Prüflinge unterzogen, die alle bestanden. Aus Grund der guten Jahresdurchschnittsleistung konnten drei Abiturienten von der mündlichen Prüfung befreit werden. Gestern Abend veranstaltete die Weidig- Werner-Oberrealschule im großen Saale des „Hessischen Hofes" zum Besten des Winter- Nr. 52 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Montag, 2. März 1956 Das Jahr der Blumen. Die Pflanzenwelt im März. Einer herrlichen, ausrüttelnden Zeit neben wir entgegen, voll von Leben und Kampf. Des Winters Macht sinkt zu Ende, die Zeit feiner Pracht und ©röfee, von der mir dieses Jahr nicht viel zu sehen bekamen, ist vorüber, und das Licht, die auffteiaenbe Sonne, bricht durch und siegt. Der Frühlina kommt! Ueberall spürt und sieht man es ver? helhungsvoll, die Tage werden merklich länger die Vogel werden munter und lebhaft, Knospen schwellen. Es will grünen und blühen. — Wenn auch erst am 21. März, also im letzten Drittel des Monats die Tag- und Nacht gleiche erreicht ist und dieser Tag als Frühlingsanfang gilt, so will es mir doch scheinen, als ob mir Heuer schon bald rufen konnten: „Der Lenz ist da!" In den Vorgarten und im Gebüsch des Waldrandes grüßen uns die ersten Frühjahrsboten in bescheidenem, aber freudigem Weiß und Gelb Was mir vor vier Wochen voraussagten, ist eingetroffen- die gelben Blütensterne des W i n t e r I i n q 5 leuchten über dem dunklen, feuchten Boden, und sogar schon voreilige Schneeglöckchen. Waren auch viele von ihnen so ungeduldig, so zählen sie eigentlich zu den Blumen dieses Monats. Die ganze Familie der Amaryllidaceen ist jetzt da und sie läuten mit ihren meißen Glöckchen am anmutig geneigten Stiel den Frühling ein, mie der Volksmund schön und sinnig kündet. Zu dem klei - neu Schneeglöckchen, dem Galanthus nivalis und dem großen, milden, dem Leucoium vernum gesellt sich jetzt auch das größte, die gelbe Narzisse ober ber Märzbecher, Narcissus pseudo-narcissus. Als nächsten Frühblüher erwar- ten bie Phänologen unb Botaniker bas kleine, zierliche Leberblümchen, Hepatica triloba, mit feinen sechsblättrigen, meist blauen Blüten. Wir ermähnten es schon im Februar, meil es auch oft „den Ersten" nicht abmarten kann. Aber trotz aller Frühlingssehnsucht ist ber März eben boch noch zu Anfang ein minterlicher Monat. So barf es uns nicht rounbern, menn nach biefen frühesten Frühblühern noch einmal eine Pause im Erblühen ber Pflanzenmelt eingehalten wirb. Es fehlen ja auch noch bie Insekten, bie so viele Blüten zu ihrer Befruchtung brauchen. Wieber einmal füllt ein Strauch bie Lücke aus, ber Hartriegel, Cornus mas, auch Kornelkirsche genannt, läßt jetzt schon seine Knospen aufbrechen unb in ber Mitte bes Monats wirb ber noch unbelaubte Strauch im Schmucke gelber Blü- tenbolben bastehen. Jetzt fangen auch bie Weiben, Salix caprea, unb anbere Arten, bereu Kätzchen schon lange silbergrau aus bem kahlen Gezweig leuchten, an zu stäuben, zur Freube ber erwachten Winterbienen. Mit ihnen zusammen, oft schon früher, setzt sich ein mutiger, gerngesehener Fremb- ling aus Sübeuropa burch; überall in ben Gärten erfreuen uns bie violetten, lila unb weißen unb gestreiften Blüten bes F r ü h l i n g s - S a s r a n s, Crocus vernus. — Unb wenn bann bie zweite Woche im März vorbei ist, bann fängt es an, bann kommen sie, bie vielen bekannten unb beliebten Frühlingsblumen! Um ben 23. unb 24. März herum erwartet ber Fachmann bas blaue Efeu-Ehre n- preis, Veronica hederifolia, und das zierliche Fr ü h l i n gs-Hu ngerblü mch e n, Draba verna, mit feinen kleinen weißen Blütchen. Mit ihrem Erscheinen werden wir auf etwas Neues, sehr Wichtiges aufmerksam, auf den Stand- ortderPflanzen. Alle bisher genannten findet man in freier Natur nur im Schutz von Gebüsch und Laubwald. Diese beiden leben in gan$ anderer Umgebung, an Wegrändern, auf Siedern, sogar auf ausgesprochen magerem Boden und grasigen Hügeln. Wir wollen hier keine großen Untersuchungen über die einzelnen Arten von Standorten, ihre Bedingungen an die Pflanze und deren Anpassung baran, anstellen, sonbern wollen lieber suchenb unb schau- enb burch bie Lanbschaft streifen und die kennzeichnenden Blumen kennenlernen. Da finden wir an Wegrändern, auf Siedern, auf Schutt und auch in Gärten das allbekannte H i r - tentäschelkraut (Capsella bursa pastoris) und die Vogelmiere (Stellaria media) mit ihren weißen Blüten, dann die goldgelben des Huflattichs (Tussilago farfara) auf ihren rötlich beschuppten Stengeln, die meist vor den Laubblättern da sind. Weiterhin kommen die gelben Blumen des Acker-Goldsterns (Gagea arvensis) und des Kreuz- oder Greiskrautes (Senecio vulgaris), schließlich die rote Taubnessel (Lamium purpureum). Alles bekannte Pflanzen und nun schon eine ganze Reihe. Wir können aber nicht alles nen- Wald-Windröschen (Anemone silvestris). (Zeichnung: Schäfer, Gießen.) nen unb so gebrängt wirb man sie auch erst gegen Enbe bes Monats, vor allem aber im April, finben. Eine anbere Gruppe von Bekannten wächst auf Wiesen unb Weiben, also auch auf offenem, wenig geschütztem Gelänbe. So etwa bas Gänseblümchen, bie beliebten gelben Schlüsselblumen (Primula) unb bas wohlriechenbe Veilchen (Viola odorata). Am buntesten wirb es an geschützten Orten, an Walbränbern, im Gebüsch unb im Walb. Außer ben zu Anfang genannten blühen bort jetzt bie Hohe Primel (Primula elatior), bas anmutige weiße Bufch-Winbröschen (Anemone nemorosa), auch Osterblume geheißen, bas ebenfalls weiße Erbbeerfingerkraut (Potentilla sterilis) unb befonbers gern an schattigen Abhängen ber eigenartige, vielfarbige Lerchensporn. Wo er vor- tommt, bietet er einen prächtigen Anblid. In großen Scharen stehen ba bie loderen Trauben ber weißen, gelblichen, rosa unb roten gespornten Blüten bes Corydalis cava unb bes Corydalis solida, bie im Hirzstein z. B. noch in großen Mengen Vorkommen. Ebenso gesellig, aber nicht unter Naturschutz gestellt wie die vorigen, finden wir das Lungenkraut (Pulmonaria offic.), dessen trichterförmige Blüten rot erblühen und dann allmählich blauviolett werden. Bekannt aus ben Gärten finb auch bie hübschen blauen Blütensterne ber Scilla bifolia, ber Sternhyazinthe. Sogar in völlig anderer, ungastlichen Umwelt bringt ber Frühling vor. Auf felsigem, trodenen Gießener Konzeriverein. Klavierkonzert von Wilhelm Backhaus. Die ungewöhnlich starken Erfolge, die Wilhelm Backhaus in früheren Jahren hier in Gießen berechtigterweise feiern konnte, ließen wohl kaum erahnen, daß über ein solches enormes Können als Musiker und Pianist hinaus noch eine Steigerung möglich wäre. Und dennoch, was man kaum für glaublich gehalten hätte, das Konzert am Samstag überzeugte jeden davon durch die vollendete Tatsache. Was einem jeden bei Wilhelm B a ck h a u s auffällt, wenn er auf dem Podium schafft, das ist fein alleiniges Dasein nur für das Werk, em sichtbarer Ausdruck für die Kraftquelle, aus der er schöpf - schärfste geistige Konzentration und äußerste plinierung der ausübenden Faktoren. Seme Macht der Darstellungsgabe zwingt leben unbedingt m ihren Bann durch die Ursprünglichkeit und Tiefe mit der sie den Werken das Leben gibt. Nicht bie Klangumsetzung bes Notenbilbes, nicht bas, was wir gemeinhin instrumentale Technik nennen, ist bei ihm bas Enbziel; er schürft mit tiefgründiger (Stm dr7ngungs7raf bis zum letzten Wesenselement des Werkes?unb so eröffnen sich ihm jene meist verschlossenen Hintergrünbe, bie einst bem Schaff ben ben Anstoß gaben und zu dieser einmaligen £“e9 Ö:?ernnmit, ES hätten seines Lebens. Darum erscheint oie -wreoer «MVVFMN« Problematik ist hier gelost und 9 Qpbtcn Das Element des Werke; bis zum Beziehung zum Ganzen ersaßt, die in reftlal-r -u- tielung und Versenkung gewannen wurde wßt Werk in ursprünglicher Wesenheit crstrahlerr Diese musikalisch geistige Straffung erwachst aus höchstem Verantwortungsbewußt em s wob Werk wie auch den Hörern gegenüber. Wer sich am Klang unb an instrumentaler Virtuosiiaie^ götzen will, wirb zwar auch bei]) $mßfen ber Dar- Rechnung kommen; aber das letzte Wes oe stellungsfähigkeit bei Wilhelm B a h 1 mehr vom Publikum; der tiefe Ernst, der^oen jj siker Backhaus bewegt, will auch ben Hörer m ferne hilfswerks einen Deutschen Abend, der sehr gut besucht war. Oberstudiendirektor Dr. Gans hielt eine kurze Begrüßungsansprache, worauf sich die Darbietungen, die aus Gedichtvorträaen, einem Sprechchor, einem sehr gut gegebenen Fliegerspiel und einem ebensogut gegebenen Spiel „Der Eremit von Tirol" und dem vaterländischen Spiel „Ger- manias Auferstehung", in flotter Vortragsfolge abwickelten. Der Abend wurde umrahmt von Musikvorträgen des Schulorchesters. Preußen. Ein Geschenk des Führers. LPD. M a r b u r a, 29. Febr. Zur Beschaffung der Kirchenglocken für die neue Kirche in S i m t s h a u s e n hat der Führer u nd Reichskanzler einen namhaften Betrag gestiftet. Die Arbeiten an dem Kirchenneubau schreiten rüstig oorc^i; vor kurzem konnte das Richtfest gefeiert werden. Bei der Arbeit schwer verunglückt. * Wetzlar, 1. März. Am Freitag ereianete sich in den Buderusschen Werken ein Unfall. Auf den Arbeiter Anton E s p a n i o l stürzte plötzlich ein F l a s ch e n z u g herab, der den bedauernswerten Mann zu Boden schlug. Der Verunglückte mußte mit einer schweren Gehirnerschütterung in das hiesige Krankenhaus gebracht werden. Sein Befinden ist den Umständen entsprechend gut. Vorsicht: Scharfschießen bei Erda. Am 3. und 4. März von 8 bis 17 Uhr finden aus der Schußbahn bei Erda Schießübungen mit scharfer Munition statt. Gefährdet ist das Gelände südlich der Straße Erda—Frankenbach, westlich der Straße Krumbach—Fellingshausen, nördlich der Straße Fellingshausen—Bieber—Königsberg—Hohensolms und ostwärts der Straße Hohensolms— Erda. Das gefährdete Gelände wird durch Posten abgesperrt und muß eine Stunde vor Beginn bis eine Stunde nach Beendigung des Schießens von jedem Verkehr freibleiben. Die Bevölkerung wird darauf hingewiesen, daß sie den Weisungen der Absperrposten, die die Rechte und Pflichten eines Wachtpostens haben, unbedingt Folge zu leisten hat. Die Straße Fellingshausen—Frankenbach wird an den genannten Tagen während den obengenannten Stunden für jeden Verkehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Krumbach. Leichenfund in der Lahn. □ Wetzlar, 1. März. Samstag vormittag fand man in der Lahn in der Nähe des Landratsgebäudes die Leiche einer Frau im Alter von etwa 50 Jahren. Wer die Tote ist und ob Selbstmord oder eine andere Todesursache in Betracht kommt, ist bis jetzt noch nicht bekannt. Die Ermittlungen sind im Gange. Jugendherbergen als Tagungsstätten. LPD. Frankfurt a. M., 28. Febr. Die Ju- fendherbergen im Gau Hessen-Nas- a u haben auch im Jahre 1935 einen erfreulichen Aufschwung genommen. Nach den jetzt vorliegenden endgültigen Ziffern betrug die Zahl der Uebernachtungen im Jahre 1935 rund 370 000. Ein großer Teil der Uebernachtungen entfällt auf Ausländer. Die am meisten aufgesuchte Jugendherberge ist das „Haus der Jugend" in Frankfurt a. M., die rund 40000 Uebernachtungen zu verzeichnen hat. An zweiter Stelle folgt die Jugendherberge Rüdesheim mit rund39000 Uebernachtungen. Erhöhte Bedeutung haben die rhein - mainischen Jugendherbergen als S ch u - lungsstätten gewonnen. Keine Einrichtung dürfte für die Schulungszwecke besser geeignet sein, als gerade die Jugendherberge. Mit ihren sanitären Einrichtungen und ihren abgeschlossenen Tagesräumen werden die Jugendherbergen allen Anforderungen gerecht, die an ein Schulungsheim gestellt werden müssen. Insbesondere machten im vergangenen Jahr die Gliederungen der Partei und die Schulen von den Jugendherbergen als Schulungsstätten weitgehend Gebrauch. Auf Schullandheimaufenthalte entfallen allein rund 45 000 Uebernachtungen. Für dieses Jahr liegen bereits zahlreiche Anmeldungen vor, so daß wieder mit einer starken Besuchssteigerung zu rechnen ist. Zu Beginn der Wanderzeit werden die Jugendherbergen in Wiesbaden, Neckar st einach und Oppenheim, die insbesondere für Schulungszwecke geeignet sein werden, neu in den Dienst des Jugendherbergswerks gestellt. Die Jugendherberge in Wiesbaden, die noch im Laufe des Monats März eingeweiht werden wird, erhält allein 400 Betten und wird über vier abgeschlossene Tagesräume verfügen. Sie wird eine der schönsten und am zweckmäßigsten eingerichteten Jugendherbergen in Deutschland werden. Ein Heiratsschwindler und Erpresser vor dem Sondergericht. LPD. Frankfurt a. M., 29. Febr. Mit einer empfindlichen Strafe belegte das Sondergericht den 26jährigen Willi Böhmländer, gegen den noch mehrere Strafverfahren schweben. Der verheiratete Angeklagte, der wegen Betrugs, Erpressung und Vergehens gegen § 4 des Heimtückengesetzes zu drei Jahren Gefängnis und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt wurde, beschwindelte in gemeiner Weise eine Hausangestellte und ein Servier- räulein, denen er sich als geschieden oder als Witwer ausgab. Dem Seroierfräulein gegenüber behauptete er, er suche eine gute Mutter für sein Kind. Dann erzählte er, er habe seine Stelle aus Gutmütigkeit verlassen, weil man ihn „verzinkt" habe, aber er habe eine bessere Stelle in Aussicht. Die Leichtgläubige gab ihm innerhalb der ersten acht Tage ihrer Bekanntschaft mit ihm 250 Mark. Die andere Zeugin wurde um 180 Mark, eine Uhr und einen Mantel geprellt, dann drohte er ihr noch, ihrer Herrschaft mitzuteilen, daß sie ein uneheliches Kind habe. Die Zuständigkeit des Sondergerichts zur Aburteilung des Angeklagten war dadurch gegeben, daß er sich fälschlicher Weise als Partelangehöriger aufspielte. Ein der Begünstigung mitangeklagter Freund des Angeklagten kam mit fünf Monaten Gefängnis davon. Dieser Angeklagte wohnte mit Böhmländer zusammen und wollte ihn vor Strafe schützen. Verstärkter Einsatz des „Fliegenden Frankfurters" zur Leipziger Messe. LPD. Frankfurt a. M., 1. März. Aus An- laß der Leipziger Messe wird der „Fliegende Frankfurter", der täglich zwischen Frankfurt und Berlin über Leipzig verkehrt, in der Zeit vom 29. Februar bis 8. März doppelt gefahren. Für die Leipziger Messebesucher steht der zweite Wagen voll zur Verfügung. Da die Anzahl der zu befördernden Personen auf 84 beschränkt ist, ist eine vorherige Belegung ratsam. Der Platzkartenverkauf erfolgt durch das Reisebüro des Leipziger Messeamts und durch den Hauptbahnhof. Telephonische Platzbelegungen können nicht durchgeführt werden. Tierschutz im März. Mit letztem ohnmächtigem Heulen des Nordwindes verläßt uns der Winter, nicht ohne gelegentlichste heimtückische Rückfälle, die mit Schnee und Eis unseren stummen Freunden in Haus, Feld, Wald und Flur großen Schaden bringen können. Entfernt nicht zu früh die Vorrichtung, die ihr zum Schuhe euerer Haustiere gegen Wind und Kälte getroffen habt. Wenn aber jetzt unter den wärmenden Strahlen der höher steigenden Frühlingssonne überall neues Leben erwacht, gibt es für den Naturfreund und -schützer viel Arbeit. Verhindert, daß die jetzt aus ihren Verstecken kommenden Winterschläfer, die Eidechsen, Blindschleichen, Ringelnattern, Kröten und Frösche einer unsinnigen Verfolgung ausgesetzt sind. Noch immer gibt es Gegenden, in denen die sogenannten Froschjäger ihr scheußliches Unwesen treiben. Diese Unmenschen schneiden und reißen den lebenden Tieren die beiden Hinterschenkel ab und lassen die verstümmelten Tiere auf der Wiese oder im Sumpf liegen, wo sie sich noch stunden- und tagelang mit blutendem Körper dahinschleppen. Zeigt diese Rohlinge an, denn nach dem neuen Reichstierschutzgesetz wird dieses ruchlose Treiben streng bestraft. Eine ähnliche Unsitte ist das Aufblasen der Frösche. Meist sind es Kinder, die vielleicht weniger aus Bosheit, als aus Spielerei und Mangel an Ueberlegung dieses scheußliche Handwerk treiben. Unsere Mahnung geht daher an Eltern und Erzieher: Klärt die Jugendlichen über die Roheit einer solchen Handlungsweise auf und belehrt sie über den großen Nutzen der Frösche als Vertilger vieler schädlichen Insekten. Ueberhaupt: Wehrt dem gedankenlosen Quälen und sinnlosen Sammeln von kleinlierenl Käfer, Frösche und Eidechsen sind keine Spielzeuge! Verschont die an den ersten sonnigen Lenztagen heroorkommenden Schmetterlinge, die schönen Zitronenfalter, Fuchsarten und Pfauenaugen! Zum Teil find es Weibchen, die in einem schützenden Winkel überwintert haben und jetzt m taumelndem Flug über die Auen eilen auf der Suche nach den ersten Blumen. Eine Frostnacht und sie sind dahin. Sie haben dann aber meist ihre einzige Aufgabe, nämlich die Eier abzulegen, vollbracht. Schon die Kröten! Sie gehören zu den nützlichsten Tieren, denn bei ihren nächtlichen Spazjiergän- gen vertilgen sie in großen Mengen die gefräßigen Schnecken. Jeder Gartenbesitzer sollte sich freuen, wenn eine Kröte seinen Garten bewohnt und ihm im Kampf gegen die Schnecken hilft. Unsere gefiederten Freunde kommen jetzt täglich in großen Scharen zurück aus dem warmen Süden. Gerade für diese bieten Witterungsumschläge Gefahr und machen eine Fütterung noch unbedingt notwendig. Laßt euch daher nicht durch warme Märztag veranlassen, mit der Winterfütterung gänzlich aufzuhören. Wirtschaft. Oie Zndustrie- uttb Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 176: Ausgabe verzinslicher Schuldverschreibungen der Konversionskasse für deutsche Auslandsschulden. 177: Stand des Verrechnungsverkehrs Frankreichs mit Deutschland. 178: Bekanntmachung KP 111 der Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise. 179: Frankfurter Möbelmesse nur für Fachleute zugänglich. 180: Anordnung 13 der Ueberwachungsstelle für industrielle Fettoersorgung. 181: Dänemark. — Die nachträglichen Valutazuteilungen für deutsche Waren. 182: Schuldverschreibungen der Konoersionskasse gelten nicht als deutsche Auslandbonds. 183: Beknntmachung KP 112 der Ueberwachungsstelle für unedle Metalle betr. Kurspreise. 184: Zolländerungen. 185 Wirtschaftswerbung auf der Posener Messe 1936. * * Siemens-Hauptversammlungen. In den ordentlichen Hauptversammlungen der Siemens-8r-Halske-AG. und der Siemens-Schuckert- werke-AG. wurden die bekannten Abschlüsse für 1934/35 genehmigt und die Vorschläge zur Gewinnverteilung zum Beschluß erhaben. — Ueber den Geschäftsgang während der ersten vier Monate des laufenden Jahres wurde mitaeteilt, daß sowohl bei Siemens & Halske als auch bei den Siemens- Schuckertwerken im Umsatz und in den Bestellungen ein zum Teil nicht unerhebliches Mehr zu verzeichnen sei. Besonders erfreulich sei es, daß die Bestellungen aus dem Auslande mit der Inlands- Steigerung Schritt gehalten haben. * Phönix - AG. für Braunkohlenverwertung, Berlin. Der Hauptversammlung am 26. März wird vorgeschlagen, den nach Vornahme von 825 475 (755 036) Mark Abschreibungen verbleibenden Gewinn von 376 645 (372123) Mark zur Ausschüttung einer Dividende von wieder 4 o. H. zu verwenden. * Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk A G., Essen. Der Hauptversammlung am 20. März wird für das am 30. Juni abgelaufene Geschäftsjahr 1934/35 eine Dividende von 6 v. H. wie im Vorjahr vorgeschlagen. Rhein-Mainische Börse. Freundlich. Frankfurt a. M., 29. Febr. Nach den gestrigen Abschwächungen zeigte die Börse heute eine wieder freundliche Haltung. Indes bewegte sich das Geschäft angesichts des Wochen- und zugleich Monatsschlusses und aus technisch bedingten Gründen in sehr engen Grenzen. Am Aktienmarkt überwoaen meist Besserungen von 0,50 bis 1 v. H., Abgaben wurden kaum mehr vorgenommen. Montanaktien waren z. T. etwas belebter, insbesondere Vereinigte Stahlwerke in Erwartung der Bilanzziffern mit 85 (84,50), auch Mannesmann etwas erholt mit 85 (84,75), fester Harpener mit 111,50 (110,50), dagegen Hoesch etwas leichter mit 90,75 (91,13). Otavi Minen notierten unverändert 18,65. Brauntohlen- und Kaliwerte waren vorerst ohne Geschäft. Chemische Werte lagen ebenfalls höher, Farben-Jndu- strie bei kleinen Umsätzen 151,40 (151,13), Deutsche Erdöl 110,25 (109,50), Riitgerswerke unverändert 120,75. Das Ergebnis der AEG.-Auffichtsratsfitzung brachte keine Neuigkeiten, die Aktie lag mH 37,50 (37) mäßig höher, Schuckert 133 (132,50), Siemens unverändert 176. RWE. blieben von der wieder sechsprozentigen Dividende unberührt und lagen mit 127,40 (127,75) foaar nur knapp gehalten. Weiter fest waren Deutsche Linoleum mit 162,13 (160), während Conti Linoleum Zürich bei 156,50 (158,50) angeboten waren. Sonst eröffneten u. a. Reichsbank 188 (187), Zement Heidelberg 12b (128,50), AG. für Verkehrswesen 108,50 (108), Daimler un- oerändert 99,25, Montecatini unverändert 45,50, Rheinmetall unverändert 127,75, Metallgesellschaft 113,75 (113), Süddeutsche Zucker unverändert 198 und Bank für Brauindustrie 120 (120,50). Am Rentenmarkt bewegte sich das Geschäft auch in engen Bahnen, die Haltung blieb weiter fest. Altbesitz bröckelten allerdings auf 111 (111,13) und Kommunal-Umschuldung auf 87,25 (87,30) ab. Späte Schuldbuchforderungen 97,13 Geld, 1943 bis 1944er Schuldbuchforderungen 97,50 Geld, Zinsvergütungsscheine 93,30, 6 v. H. Dollar-Preußen 61 bis 61,50. Im Verlaufe blieb das Geschäft klein und im großen und ganzen hielten sich die Kurse auf dem Anfangsstand. Montanaktien unterlagen kleinen Schwankungen, waren aber noch um etwa 0,25 bis 0,50 v. H. fester. Rheinstahl 116,65, 116,40 bis 117 (116). Etwas schwächer lagen Deutsche Linoleum mit 161,50 nach 162,13. Die erst später zur Notiz gekommenen Papiere wiesen meist leichte Erhöhungen auf, Scheideanstalt gewannen 1 v. H. auf 212,50. Licht 8- Kraft, Bemberg, Muag und BMW. ließen bis 0,50 v. H. nach. Am Kassamarkt hatten Großbankaktien nach den z. T. etwas höheren Kursen lebhaftere Nachfrage, DD.-Bank 92,75 (92,25). Am variablen Rentenmarkt blieb die Haltung unverändert. Auch der Pfandbriefmarkt hatte bet kleiner Nachfrage meist unveränderte Kurse, nur Liquidationswerte bröckelten verschiedentlich geringfügig ab. Stadtanleihen blieben zumeist unver- änbert. Von Industrie-Obligationen IG. Farben- Bonds 127,13 (126,65). Auslandsrenten lagen still. Im Freiverkehr chinesische Bahnanleihen uneinheitlich: unverloste Hukuang 49 bis 51 (unverändert), alterloste Tientsin-Pukow 38 bis 40 (36), neuverloste 42 (39), ungelöste unverändert 46 bis 48. Tagesgeld war weiter gesucht und stieg auf 4 (3,50) v. H. Der Schluß der Börse war teilweise fest, insbesondere für AEG. mit 38,50 nach 37,50, Siemens mit 177 nach 176, AG. für Verkehr mit 109,75 nach 108,50. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. TI., 2. März. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 722 Rinder (138 Ochsen, 75 Bullen, 408 Kühe, 101 Färsen), 469 Kälber, 155 Schafe, 3420 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 29 bis 45 Mk., Bullen 27 bis 43, Kühe 25 bis 42, Färsen (Kalbinnen) 28 bis 44, Kälber 40 bis 68, Hämmel 40 bis 50, Schafe 36 bis 45, Scbweine 51 bis 57 Mk. — Marktverlauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt, Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig. Rundfunkprogramm Mittwoch, 4. März. 6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause (7) Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 10.15: Schulfunk. 10.45: Nachrichten. 11: Hausfrau, hör zu! 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei von zwei bis drei. 15: Wirtschaftsbericht. 15.15: Meerschweinchen und Wellensittiche, Funkbericht aus einer zoologischen Handlung. 15.30: Bücherfunk. 15.45: „Theater im Aufbruch", Querschnitt durch die Winterspielzeit 1935/36 von H. Ch. Mettin. 16: Unterhaltungsmusik. 17.30: Aus Zeit und Leben: „Spitz die Schar!" Der Bauer geht an die Arbeit. 18: Singendes, klingendes, tanzendes Frankfurt! Unser bunter Frankfurter Nachmittag. 19.45: Erzeugungsschlacht. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der jungen Nation: Lieder, die in der HI. entstanden. 20.45: Bunter Abend mit NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude". 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.30: Nachtmusik und Tanz. 24 bis 2: Nachtmusik. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Mittwoch, den 4. März. Gießen. Stadtkirche. 20 Uhr: 2. Passionsandacht, Pfarrer Becker. — Klein-Llnden. 20: Passions-Andacht. — Langsdorf. 20: Passions-Andacht. Donnerstag, den 5. März. Gießen. Johanneskirche. 20 Uhr: Bibelstunde. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach- mittag geschloffen. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beichlosfenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. $rantfurt a. M. Lenin Schluß- kurs Schlußk. Abend« börse Schluß, kurs Schlußk. Mittag börse '-Datum 28 2- 29-2. 28.2 29.2. «% Deutsche ReichSanleihe v. 1927 100,5 I 100,5 100,65 100,75 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 97,25 97,25 97,25 97,3 t>Vi% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablöf.-Schuld mit 103,25 103,5 Auslos.-Rechten ............. 4llt% Deutsche ReichSpostschatzan 111,13 111 111,1 111,13 Weisungen von 1934. I....... 6% ehem.8% Hess. Bollöstaal 1929 100 100 100 100,2 (rückzahlb. 102%)............ 4/,% ehem.8% Hessische Lande«' baut Darmstadt Gold 91.12.... 5K% ehem. 4y,% Hess. Landes 98,25 98,25 98,25 98,25 96,4 96,4 — — Hypothekenbank DarmstadtLiqui 4%% ehem. 8% Darmst. Komm. 101,05 100 — — LandcSb.Goldschuldverschr. R.k Oberhessen Provinz-Anlethe mti — — — — Auslos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Sammelabl. An- — — — — leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten iVi% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank 114,75 115 114,75 114,75 Goldpfe. 15 unkündbar bis 1985 5%% ehem. 4yz% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Psandbriese....... 5yz% ehem. 4ys% Rheinische 96,5 96,5 — — 101,4 101,4 — — Hyp.-Banl-Liqu.-Goldpse..... 101,4 101,4 101,5 101,65 4U% ehem. 8% Pr. LandeSpsand- oriefanstall, Pfandbriese R. 19 4y,% ehem. 7% Pr. Landespfand- 97 97 97 97 briesanst., Gold Komm. Obl.Vl 97 97 97 97 Lteuergutsch.BerrechnungSk. 34-88 108,7 108,75 108,7 108,75 4% Orsterretchifche Goldrente.... — — 29,5 — 4,20% Oesterretchische Silberrente 1,2 1,2 1,25 1,3 4% Ungarische Goldrente....... 8,65 8,5 8,75 8,65 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 8,6 8,5 —— 8,65 8,55 4Vi% desgl. von 1913.......... 8,6 8,75 8,55 5% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahm-Anleihe 13,6 13,5 13,4 13,4 Serie 1..................... 9 — — — Frankfurt a.M. Berlin Schluß« kurs Gchlußk. Abend« börse Schluß« kurs Schlußk. Mittag« böne 'Datum 28-2- 29 2. 28-2. 29-2. 4% deSgl. Serie il ............ _ _ 9,5 6,3 9,13 5,25 37,8 16 17,75 108,4 117,75 92,9 92,25 92,75 188 37,25 140,65 119,5 134,5 114,13 128,75 125,5 127,5 132,75 176,25 127,9 94,5 110 110,75 90,5 160 128,13 86 85 — 6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 sy,%Rumän.vereinh.Rentev.l918 4% Rumänische vercinh. Rente .. 2%% Anatolier .............. 6,2 9,05 5,25 37,75 16,25 18,13 108 117,75 92,75 92,25 92,75 187 37 140,4 120 134,5 114,25 128,5 125,5 127,75 132,5 176 128 94,5 109,5 110,5 90,75 127,75 86,25 84,75 6,25 9,05 5,2 37,75 16 17,65 109,75 117,5 92,75 92,5 92,5 188 38,5 140,25 120,25 134,5 114,75 129 125,25 127,75 133 177 127,75 94,75 110,25 111,5 91 128 86,25 85,13 6,25 5,25 37,65 16,13 25,5 17,5 109,9 117,25 92,75 92,5 92,5 188,13 38,5 140,5 119,75 134,75 114,25 128,75 127,65 132,9 177 127,65 95,25 110,75 111,4 90,75 128 86 85 Hamburg-Amertka-Paket .....0 Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0 Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz, und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und DiSconto- Gesellschaft................0 Dresdner Bank..............o ReichSbank ................12 «EG......................0 Bekula.................... 10 Clektr. Lieferungsgesellschaft... 6 Licht und Kraft ........... gy. Felten & Guilleaume......... 4 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ r Rhein. Wests. Elektr..........g Schuckert & Co................ Siemens S Halske............. Lahmeyer L Co............... BuderuS ................... 4 Deutsche Erdöl.......... 4 Harpener.................... Hoesch Eisen-Köln-Neuessen .. 8 Ilse Bergbau ............... e Ulfe Bergbau Genüsse........e Klbcknerwerke ............... Mannesman n-Rührea........0 Frankfurt a. M. Berlin Schluß« kurs Gchlußk. Abend« börse Schluß« kurs Schlußk. Mittag« börse Datum 28.2- 29.2- 28.2- 29-2. ManSfelder Bergbau....... .. 6 132 — 132 132 Kokswerke ................ .. 6 — — 118,65 120 Rheinische Braunkohlen .... . 12 — — 218,75 Rheinstahl................ .. 4 116 117 116,25 116,75 Bereinigte Stahlwerke...... .. 0 84,5 85,13 84,4 84,9 Otavi 'Dänen ............. .. 0 18,65 18,65 18,75 18,75 Kaliwerke Aschersleben...... .. 5 128,25 128 128,25 Kaliwerke Westeregeln...... .. 5 121,5 120 122 121 Kaliwerke Salzdetfurth..... iy. 183,5 $. G. Farben-Jndustrte..... .. ? 151,13 151,4 151,25 151,5 Scheideanstalt............. .. 9 211,5 212,5 Goldschmidt .............. .. 6 106,4 106,75 106,25 106,25 RütgerSwerke ............. .. 6 120,5 120,75 120,75 121 Metallgeiellschaft........... .. 4 — 113,75 113,25 114,25 Philipp Holzmann......... 97,25 97.5 97 75 Hementwers Heidelberg .... .. 7 128,5 129 Eementwerk Karlstadt....... .. 6 129 129 Schultheis Pahenhofer ..... .. 4 — — 99,25 99,5 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 51 51,5 51 51,25 Bemberg................. .. 5 91,5 91 90,25 91,75 Zellstoff Waldhof .......... .. 5 121,4 120 120,9 120,75 Zellstoff Aschaffenburg ..... .. 0 85 — 86,4 — Dessauer Gas ............. .. 7 — — 125,25 126 Daimler Motoren.......... .. 0 99,25 99,65 99,4 99,25 Deutsche Linoleum......... .. 8 160 162,13 159,5 162 Orenstein & Koppel ........ .. 0 —• —— 77,5 78,5 Westdeutsche Kaufhof....... .. 0 31,75 31,65 31,65 31,5 Chade.................... TI. 297 298,5 298 298,25 Accumulatoren-FabrU...... . 12 — —— 174 174 Conti-Gummi............. .. 8 181,5 180,75 181 181,5 Gritzner.................. I — 1 — I 29 I _ Matnkraftwerke Höchst a.M.. .. 4 90 90 - Süddeutscher Zucker....... . 10 1 198 I 198 1 198 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2TL 28. Februar 29-Februar Amtliche Geld Notierung Brief Amtliche Notierung Geld | Brief Buenos Aire Brüssel..... Rio de Jan. Sofia ...... Kopenhagen. Danzig..... London ..... HelsingforS.. Paris ...... Holland .... Italien..... Japan ...... Jugoslawien OSlo..... : Wien....... Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag....... Budapest ... Reuyork ... 0,678 41,90 0,139 3,047 54,79 46,80 12,27 5,41 16,415 168,83 19,76 0,711 5,654 61,66 48,95 11,135 63,27 81,23 34,00 10,295 2,460 0,682 41,98 0,141 3,053 54,89 46,90 12,30 5,42 16,455 169,17 19,80 0,713 5,666 61,78 49,05 11,155 63,39 81,39 34,06 10,315 2,464 Banknoten 0,678 41,92 0,140 3,047 54,77 46,80 12,265 5,405 16,415 168,86 19,76 0,711 5,654 61,64 48,95 11,13 63,24 81,24 34,02 10,295 2,458 0,682 42,00 0,142 3,053 54,87 46,90 12,295 5,415 16,455 169,20 19,80 0,713 5,666 61,76 49,05 11,15 63,36 81,40 34,08 10,315 2,462 Berlin, 29.Februar Geld Briet Amerikanische Roten.............. Belgische Noten.................. Dänische Noten ................. Englische Noten ................. Französische Noten............... Holländische Noten............... Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, * 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten............... Schweizer Noten................. Ungarische Noten ................ 2,41 41,76 54,51 12,23 16,365 168,44 61,43 63,02 81,06 33,68 2,43 41,92 54,73 12,27 16,425 169,12 61,67 63,28 81,38 33,82 Nr. 52 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Montag, 2. Marz 1956 Aus der Provinzialhaupistadt. Ehrlich und mutig sein! Vor allem sind wir schreibfaul. Das Erleben rings um uns ist zu gewaltig und zu wechselooll so daß wir an unsere Briefschulden immer nur zuletzt denken können. Und nun kommen die Ausflüchte, wenn wir endlich Zeit gewinnen, den längst fälligen Brief zu beantworten. Da gibt es nun die verschiedenen kleinen Lügen des Alltags, die der Erfahrene längst kennt. Manchmal sind Dramen und Romane verwoben. Die am meisten angewandten sind bald aufgezählt: Der Märchenerzähler: „Du wirst es nicht glauben, aber ich hatte Dir vor Wochen schon einen langen Brief geschrieben Da ich damals keine Briefmarke zur Hand hatte blieb er auf dem Schreibtisch liegen und auf einmal war er verschwunden! Wahrscheinlich hatte ihn das Mädchen beim Aufräumen in den Papierkorb wandern lassen. Ich war jedenfalls tagelang empört" Der Schlaue: „Ich kann mir nicht denken, daß mein letztes Schreiben nicht angekommen fein soll. Allerdings hätte ich den Brief, wie ich mich jetzt genau erinnere, einem leider inzwischen verstorbenen Bekannten zum Aufgeben mitgegeben." Der Harmlose: „Ich wollte tatsächlich warten, bis ich Dir etwas Neues berichten konnte. Ich weiß, wie gerne Du Neues erfährst, und da wäre es doch völlig zwecklos gewesen, Dir einen inhaltlosen Brief zu schreiben." Der Freche: „Du irrst Dich in der Annahme, daß ich Dir einen Brief schuldig bin. Das Gegenteil ist der Fall!" Der umständliche Lügner: „Ich honnte Dir leider keine Zeile zukommen lassen, da ich Deine neue Adresse verlegt hatte. Nun sehe ich zu meinem Erstaunen, daß Ihr gar nicht umgezogen seid! Ich muß mich also geirrt haben. Ich glaube doch, daß Du einmal von einem Umzug sprachst. Oder sollte das am Ende doch jemand anders gewesen sein?" ' Der Unverschämte: „Ich kann mir nicht denken, daß Du meinen Brief nicht erhalten Haden willst. Ohne Deine Worte bezweifeln zu wollen, mußt Du mir aber doch zugeben, daß auf der Post selten ein Brief verloren geht. Das Märchen von den Brieffallen glaube ich so recht nicht. Jedenfalls schrieb ich Dir noch am gleichen Tage, an dem ich Deinen Brief erhalten hatte. Ich war wirklich ärgerlich auf Dich, daß Du mich so lange ohne Antwort ließest!" Keiner aber h a t den Mut zu schreiben: „Was soll ich mich entschuldigen? Du weißt, daß ich ein unzuverlässiger, schreibfauler Mensch bin, der ab und zu vielleicht an Dich gedacht haben mag, dem es aber gar nicht einfiel, Dir zu schreiben. da er den Kopf mit Dingen voll hatte, die ihm wahrscheinlich wichtiger waren, als Du!" M. A. Vornotizen. Tageskalender für Montag. NSDAP., Ortsgruppe Gießen-Süd: 20.30 Uhr Versammlung im Studentenhaus, es spricht der Kreiswalter der Deutschen Arbeitsfront Pg. Wagner. — NSG. „Kraft durch Freude": 21—22 Uhr Reiten, Reitschule Schömbs. — Stadttheater (Ring Deutsche Bühne): 20—22 Uhr „Krach im Hinterhaus". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Traumulus". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der ahnungslose Engel". — Goethe-Bund, Gießen: 20 Uhr m der Neuen Aula eine frohe Stunde mit Hermann Löns. — Oberhessischer Kunstverein (Turmhaus am Brandplatz): 15—17 Uhr Gedächtnis-Ausstellung Hans-Ewald Kleine. Stadttheater Gießen. Heute von 20—22.30 Uhr als Vorstellung der Deutschen Bühne der Lustspielerfolg „Krach im Hinterhaus" von M. Böttcher. Spielleitung: Heinrich Hub. Freier Kartenverkauf zu Tagespreisen an der Abendkasse. Sven hedin in Gießen. Auf Einladung des Gießener Goethe-Bundes wird, wie man uns schreibt, am Freitag, 6. März, in der Neuen Aula der große schwedische Forscher Sven Hedin einen interessanten Vortrag über seine achtjährige Forschungsreise nach Jnnerafien und China in bisher unerforschte Gebiete halten. Diese Tat Hedins, des bekannten Deutschenfreundes, war eine wissenschaftliche Großtat, die — was uns Deutsche in Europa besonders interessieren wird — tiefe kulturelle Zusammenhänge schon in grauer Vorzeit zwischen dem weiten Asten und Europa aufgezeigt hat. Zahlreiche Originallichtbilder werden den spannenden Vortrag illustrieren. Von der Größe der Expedition und der organisatorischen Arbeit kann man sich einen Begriff machen, wenn man erfährt, daß Gelehrte fast aller Wissenschaften daran teilgenommen haben: Geographen, Meteorologen, Geologen, Zoologen, Botaniker, Mediziner, Ethnologen usw. neben einem großen Stäb von Piloten. Allein elf Deutsche neben vielen Schweden und Chinesen waren an den wissenschaftlichen Arbeiten beteiligt. Die Abenteuer der einzelnen Gruppen der Expedition in dem durch Kriege und Revolutionen zerrissenen Lande waren oft geradezu unglaublich. Es ist zu empfehlen, sich im Vorverkauf rechtzeitig mit Eintrittskarten zu versehen, da starker Andrang zu diesem einzigartigen Dortragserlebnis zu erwarten ist. (Siehe heutige Anzeige.) Hans-Schemm-Sedenkfeier. Die Landesregierung — Abteilung II — hat allen unterstellten Schulen folgendes mitgeteilt: 21m 5. März 1936, dem Todestag des Gauleiters und Staatsminifters Hans Sch e mm, findet im Haus der Deutschen Erzieher in Bayreuth eine Gedenkfeier für den verstorbenen Gauleiter statt. Die Feier wird am 6. März 1936 in der Zeit von 11 bis 11.50 Uhr auf alle Reichsfender und den Deutschlandsender, mit Ausnahme des Senders Berlin, übertragen. Im Rahmen einer kurzen würdigen Gedenkfeier ist nach Möglichkeit allen Lehrern und Schülern Gelegenheit zu geben, die Übertragung zu hören. Beförderungen in der Gießener Hitlerjugend. Der Reichsjugendführer beförderte mit Wirkung vom 30. Januar 1936 den Führer des Unterbannes II Gefolgschaftsführer Wilhelm Schneider zum Unterbannführer, Bannadjutanten Scharführer Fritz V ö l z i n g zum Gefolgschaftsführer, Führer des Unterbannes I Scharführer Albert Bötz zum Gefolgschaftsführer, Kreisleiteradjutanten Scharführer Karl Räppele zum Gefolgschaftsführer, Führer der Gefolgschaft 6/116 Scharführer Karl Heintz zum Gefolgfchaftsführer. Deutsche Arbeitsfront. Achtung Hausgehilfen! Am Mittwoch, 4. März, 20.30 Uhr findet im Haus der Deutschen Arbeitsfront, Schanzenstr. 18 (großer Saal) ein rassenpolitischer Vortrag statt. Es spricht: Gauamtsleiter des Rassenpolitischen Amtes Pg. Dr. Kranz Gießen. Wir bitten alle Hausgehilfinnen, sowie Hausfrauen zu diesem wichtigen Vortrag zu erscheinen. NSDAP. Ortsgruppe Gießen-Süd. Betr. Zahlung der hilfskassenbeiträge für April, Mai und Juni 1936. Alle Angehörigen der SA., Marine-SA., Reiter- SA., NSKK. usw. im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Süd werden ersucht, ihre Beiträge zur Hilfskasse an folgenden Tagen zu entrichten: Dienstag, 3. März, Mittwoch, 4. März, Donnerstag, 5. März, jeweils von 20.30 bis 22 Uhr im Lokal Tannhäuser, Frankfurter Straße 83. Wer bis zum 13. März feine Hilfskassenbeiträge nicht bei der Ortsgruppe bezahlt hat, wird bei der Hilfskasse in München abgemeldet; daraus entstehende Folgen hat er sich selbst zuzuschreiben. Winierhilfswerk 1935/36 Ortsgruppe Gießen-Süd. kohleuscheinabrechnung. Die Kohlenhändler werden aufgefordert, die in Zahlung genommenen Kohlengutscheine Serie „E" und Serie „S" am Mittwoch, 4. März, von 19 bis 20 Uhr auf unserer Geschäftsstelle, Crednerstraße 24, einzureichen. Später eingereichte Gutscheine werden nicht mehr angenommen. Pfundsammlung. Arn Dienstag, 3., Mittwoch, 4., und Donnerstag, 5. März, findet im Bereich der Ortsgruppe Gießen- Süd durch die NS.-Frauenfchaft die Pfundsarnrn- lung für den Monat März 1936 statt. Es wird gebeten, die Lebensmittelpakete zur Abholung bereitzuhalten. OAK. sammelt für das Winterhilfswerk. 2 *. f sm . tMty* Links: Oberbürgermeister Ritter (Mitte) und Bürgermeister Dr. Hamm (rechts) beim Sammeln. — Rechts: Betriebswalter der DAF. beim Verkauf der Narzisse. — (Aufnahmen [2]: Photo-Pfaff, Gießen.) Am Samstag und am gestrigen Sonntag stand die Deutsche Arbeitsfront im Dienste des Winterhilfswerks. Bereits am Samstagvormittag begann das gute Sammelwerk in den Betrieben mit Betriebsappellen, bei denen die Betriebsführer und die Betriebsgefvlgschaftswalter durch kurze Ansprachen und durch die Sammlung von Spenden sich für die Unterstützung der vorbildlichen Arbeit des Winterhilfswerks einsetzten. Im Laufe des Samstagnachmittags wurde dann von den Amtswaltern der Deutschen Arbeitsfront und der NS.- Gemeinschaft „Kraft durch Freude", von -Betriebs- führern und Gefolgschaftswaltern die Sammlung in den Straßen fortgesetzt, wobei man überall die Feststellung machen konnte, daß das zum Verkauf angebotene Spendezeichen, die künstliche Narzisse, regen Absatz fand. Die Sammlung währte auch am gestrigen Sonntag an und fand in den Mittagsstunden eine besonders wirkungsvolle Unterstützung durch Platzkonzerte, die am Selterstor von der Regimentskapelle unseres Infanterie-Regiments 36 und in der Plockstraße von dem Mufikzug der Standarte 116 geboten wurden. Beide Konzerte waren außerordentlich stark besucht, so daß auch bei dieser Gelegenheit die Sammler eine sehr eifrige und erfolgreiche Tätigkeit zum Besten des Winterhilfswerks entfalten konnten. Erfreulicherweise trat auch bei dieser Sammlung eine rege Opferfreudigkeit zutage, die unter Beweis stellte, daß man sich allenthalben in bester Weife der außerordentlichen Wichtigkeit des Winterhilfswerks bewußt ist und den starken Willen hat, diesem edlen Werk mit allen Kräften förderlich zu sein. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, daß am gestrigen Sonntag um die Mittagsstunde bereits sämtliche Abzeichen, und zwar die Narzissen und auch die Ersatz-Abzeichen, vollständig ausverkauft waren. auch als Bühnenbildner. So unterschiedlich diese Bilder sein mögen nach Motiven, Techniken und Stilweisen, — es fügt sich doch in dieser schönen und würdigen Ueberschau 'selbstverständlich und zwanglos Bild neben Bild, Figur zu Figur, und alles zusammen betrachtet zum runden Eindruck einer in sich ruhenden, geschlossenen und ihrer selbst bewußten Persönlichkeit, wie sie sich ausgeprägt hat in der vom Bildhauer Carl Bau rc ar de abgenommenen, überaus schönen Totenmaske, welche auch die Ausstellung schmückt (wir haben sie vor einiaer Zeit an dieser Stelle abgebildet) und zusammen mit einer Zeichnung von Heinrich Will das lebte Antlitz des Verewigten aus eine noble und künstlerisch vollkommene Weise überliefert. Die Figuren und Köpfe, die Tiere und Landschaften die wir hier sehen, sind alle aus einem sehr bewußten und beherrschten Formgefuhl hervorgegangen, mit einem empfindlich reagierenden Sinn fü? Linienführung und Farbwirkung gestaltet, ür jene zarten Uebergänge, Halb- und Zwischen- öne vor allem, deren Gewinnung wohl als eine Frucht des erwähnten Aufenthaltes in Paris gewertet werden darf. Die mannigfachen T.erf udlen und Zirkusszenen, die wir vereinzelt schon früher hier gesehen haben, zeigen als einen der ausgeprägtesten Wesenszüge in Kleines Schaffen die Freude am bewegten und m öer Bewegung beherrschten Körper im Raum; ein Raumgefühl überhaupt das sich in den Bühnenbild-Entwurfen noch plastischer und sinnfälliger auspragt. Bemerkenswert scheint uns ferner — dles gilt auch etwa für die benachbarte Gruppe von , ei.ne sympathische Sparsamkeit der Mittel, die sich im sinnvollen Aussparen und Weglassen äußert. Negatives derart ins Positive wendet und im Gesamteindruck wirksam werden läßt. Als ein Beispiel für d ese Sehwei e, die ganz auf den Wesens ern geltet ist, mag etwa die Tiger-Gruppe gelten, die aus Kleines letzten Krankheitstagen stammt und gleichsam geladen ist mit gesammelter, federnder ünb sprungbereiter Bewegung. Kleines Neigung zum Porträt - aud) auf bUfem Lieblmqsgebiet konnte eine vielverhechende Entwicklung nicht mehr oerfolgt und ausgebau werden - chegelt sich in einer Anzahl non Bildnissen, bie wiederum ganz auf bas Wesentliche bas mnerbch B zeichnende eines Kops» ober Gesichtes ger.chkt sind Me in einer oft bezaubernd leichten und fluch- gen «ontur ben Umriffen nachgehen und bade, mmer in bie Wefensmitte des Dargestellten zu westen feinen. Als Gegenstück konnte hier nue- Oberhefsischer Kunstverein. Gedächtnis-Ausstellung Hans Ewald Kleine. Die gestern eröffnete Ausstellung ist dem An- denken des im Alter von erst 28 Jahren verstorbenen, hochbegabten Gießener Malers Hans Ewald Kleine gewidmet. Kleine war im Kunftverem nicht unbekannt, er war des öfteren in den Aufstellungen der Einheimischen vertreten, freilich immer nur mit sparsamer Auswahl, mit wenigen, wiewohl stets charakteristischen Arbeiten. Nun i ihm der ganze Raum vorbehalten, und man erhalt 3um ersten Male ein repräsentatives Bild seines Schaffens, einen eindrucksvollen Ueberblick über das gesamte Werk dieses früh vollendeten und vielseitig begabten Künstlers.* WÄLSLMM srsrtäf. ‘ *; feine 3been auf eigenen Wegen aus sch h ö verwirklichen. Stubienresten nach Holland UN° nun, Paris haben ihn, wie °u- manchen ber^h^er^^^ gestellten Arbeiten zu o^kenn f, . d-rt unb wohl entfchechenben Elementen lem^^ l-rtfchen Form zum Durchb ch ° ' gearbeitet, dann längere Zeit in ®l^n ' schon nach zuletzt auch in München, ."ber ^an^eit seiner 86B» SÄ e*ä VÄrs»»« -™"4 ”• ehrgeizig am Werk. * Die Arbeiten, die man hier ^psihri'schen^V?el- hat, zeigen Kleine in ferner. A .* a[5 Ma- 1Ä SW," tis Ä« unb nicht zuletzt berum von den Tierfiguren die Radierung mit der ruhenden Antilope angezogen werden, die auf ein äußerstes Maß linearer Begrenzung zurückgeführt ist und doch das Charakteristische der Gattung wie des Zustandes hingegebener Ruhe festhält. Ebenso mühelos ergibt sich die Verbindung auch zu den Phantasie-Landschaften, die aus der gleichen Anschauung der Dinge, aus dem nämlichen Stilgefühl hervorgegangen sind; ein Blatt wie die „Gefilde der Seligen" (Gluck, „Orpheus") läßt unwillkürlich an verwandte Szenerien bei Slevvgt denken. ♦ Mit welcher Delikatesse H. E. K l e i n e auf Farbeneindrücke reagierte, erweisen die Malereien: Taube, Spargelbund, Früchte-Stilleben, lauter ausgesprochen impressionistische Lieblingsmotive. Es ist von hohem Reiz, diese empfindlich zusammengestellten Valeurs auf das Auge wirken zu lassen, zu beobachten, wie der zarte flaumige Schmelz einer Fruchkschale, die samtige Pfirsichhaut z. B., behandelt und von der blanken Tischplatte widergespiegelt wird; von bezwingender Feinheit auch der Zusammenklang von grauen, zartblauen und lichtgelben Tönen im Stilleben mit den Pflaumen. Verhältnismäßig den breitesten Raum beanspruchen die Bühnenbild-Entwürfe und Figurinen, die übrigens alle improvisiert und nicht in der Theaterwerkstatt und im Bühnenraum verwirklicht worden sind: hier läßt sich noch einmal zusammenfassen, was bisher als charakteristisch für Kleines Arbeit bezeichnet wurde: Farbensinn, Phantasie, Beherrschung der Linie, räumliches Sehen und Freude am bewegten Körper im Raum. Diese Entwürfe wirken um so stärker, wenn man bedenkt, daß sie nur im freien Spiel der Gestaltung, eben nur als Entwurf, nicht als Dorstadium einer praktischen Ausführung geschaffen find. Mit welcher Einfühlungskraft sich der Künstler in Geist und Wesen einer Dichtung hineinzuversetzen vermochte, bezeugen etwa die ausgezeichneten Szenenbilder zum „Woyzeck" von Büchner, in welchen die düstere Tragik, die lastende Hoffnungslosigkeit dieses Soldaten- und Männerschicksals überzeugend eingefangen ist; oder der revolutionäre Schwung des „Danton", die aufbegehrende Gebärde in Schillers bürgerlichem Trauerspiel, der schwere Prunk der „Egmont"-Bilder, die verschneite „Hamlet"-Terrasse, die graziöse Heiterkeit des modernen englischen Gefellschaftsstückes. Es können hier nur ein paar Stichworte gegeben werden, die den Weg in die färben- und figurenreiche Fülle dieser Theaterszenerien weisen mögen. —y— Am Sonntagvormittag wurde die Gedächtnis- Ausstellung bei erfreulich gutem Besuch eröffnet. Nach einem stimmungsvollen Streich-Trio ergriff Maler Will das Wort zu einer kurzen Ansprache, in der er des allzu früh dahingegangenen Kollegen und feines Schaffens gedachte; er sprach vom inneren Reichtum dieses Werkes, das mit lauterem Herzen und in unermüdlichem Fleiß geschaffen fei; er erinnerte an eine letzte Begegnung mit dem Verschiedenen, an seine Hoffnung auf eine Weiterführung des Studiums, auch an [eine strenge und unbestechliche Selbstkritik. So biete das hinterlassene Werk, das sich hier vor uns ausbreitet, em Bild voller Harmonie. Zeitschriften — Die neue von dem Sprachenverlag Langenscheidt herausgegebene Monatsschrift „Langen- scheidt's English Monthly Magazine" bringt in ihrer Märznummer u. a. einen Artikel über Lindbergh, einen interessanten Aufsatz, in dem die Ansichten eines Amerikaners über die wirtschaftlichen Aussichten in Afrika (Abessinien) geschildert werden, einen Aufsatz über den neuen König Edward VIII., dazu eine Short-Story und vor allen Dingen viel Humor in Form von Witzen, Anekdoten und kurzen humoristischen Texten. Das Wertvolle für den Leser hegt darin, daß alle weniger bekannten Vokabeln übersetzt und erläutert sind. Sochschulnachrichten. Wegen Erreichung der gesetzlichen Altersgrenze sind von den amtlichen Verpflichtungen entbunden worden: an der Universität Berlin der Ordinarius für Frauenheilkunde und Direktor der Universitäts-Frauenklinik, Professor Dr. Walter Stöckel, und der Ordinarius für alttestamentliche Theologie Geheimer Konfistorialrat Professor D. Dr. Alfred Bertholet; an der Universität Bonn der Ordinarius für praktische Theologie und Apologetik, Konfistorialrat Professor D. Emil Pfennigs» darf; an der Technischen Hochschule München der planmäßige ao. Professor für Physik Dr.-Jng. Habil. Karl Tobias Fischer und an der Universität Erlangen der Ordinarius für organische und anorganische Chemie, Prof. Dr. phil. Ferdinand Henrich. Professor D. M e n s ch i n g, der kürzlich als Nachfolger des emeritierten Professors Mulert vertretungsweise nach Kiel berufen worden war, ist jetzt mit der Wahrnehmung der Aufgaben der vergleichenden Religionswissenschaft an der Universität Bonn beauftragt worden. Amt für Volkswohlfahrt. Ortsgruppe Giehen-Ost. Vetr.: Lebensmittel-Opferring der Ortsgruppe Giehen-Ost. Die Sammlung wird am Dienstag, 3., und Mittwoch, 4. März von der NS.-Frauenfchaft durchae- führt. Die Mitglieder wollen die Pfundpäckchen oe- reithalten, und die Mitgliedskarten zur Eintragung oorlegen. Der Inhalt der Päckchen ist außen sichtbar anzugeben. Betr. Kohlenversorgung. Die Kohlenhändler wollen die Kohlengutscheine bis zum 5. März täglich in der Zeit von 15—19 Uhr auf der Geschäftsstelle Kaiserallee 52 gegen Wertquittungen umtauschen. Später eingehende Kohlengutscheine können nicht mehr angenommen werden. Für die Kohlengutscheine der Serie E und der Sonderausgabe am 30. 1. 36 sind getrennte Rechnungen auszustellen. Winterhilfswerk 1935/36 Ortsgruppe Giehen-Vord. Vetr.: Kohlenscheinabrechnung. Die Kohlenhändler werden aufgefordert, die in Zahlung genommenen Kohlengutscheine Serie E und Serie S bis zum Donnerstag, den 5. März 1936 auf der Geschäftsstelle Walltorstraße 16 abzuliefern. Später eingereichte Gutscheine können nicht mehr angenommen werden. Vetr.: Pfundsammlung. Am Dienstag, dem 3. und Mittwoch, dem 4. März 1936 findet die Pfundsammlung für den Monat März 1936 statt. Die Hausfrauen werden gebeten, die Lebensmittel zur Abholung bereitzuhalten. Amt für Volkswohlfahrt. Ortsgruppe Giehen-TNitte. Vetr.: Lebensmittet-pfundfpende. Am Mittwoch, 4. März, findet im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Mitte die Lebensmittel-Pfundspende für den Monat März statt. Die Hausfrauen werden gebeten, die Pfundpakete bereitzuhalten. Gez.: S ch e l l h o r n. NS.-Lehrerbund, Gießen. Fachschaft Volksschule. Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Deutsch am Mittwoch, 4. März, 15 Uhr, im Lehrerzimmer der Schillerschule. Landschastsbund Volkstum und Heimat. Ortsring Giehen. Der in unserem Rundschreiben angekündigte Löns-Abend des Goethe-Bundes findet bereits heute abend statt. Eintritt für unsere Mitglieder 60 Pf. Oie Bismarckfeier des VHE Die diesjährige Bismarckfeier des Gefamt-DHC. (Vogelsberger Höhen-Club) findet am Samstag, dem 4 April, auf dem Hoherodskopf statt. Zu dieser Feier werden alle Mitglieder des VHC. erwartet. Die Gedenkansprache hält Dr. F ü ß l e r vom Zweigoerein Grünberg des VHC. Innungsverfammlung der Klempner und Installateure. Am gestrigen Sonntaa wurde im Saale F a u l - st i ch eine Jnnunasversammlung der Klempner-, Installateur- und Kupferschmiedeinnung für Stadt und Kreis Gießen abgehalten. Es wurde einleitend darauf hingewiesen, daß der scheidenden Jn- nungsführung ein ehrenvoller Abschied bereitet und die neue Jnnungsführung eingeführt werden soll. Dann sprach zunächst Kreishandwerksmeister Stüh- l e r über Wesen der Innungen und des Jnnungs- lebens und ermahnte die Meister, immer treu zu ihrer Innung zu stehen. Abschließend verpflichtete Kreishandwerksmeister S t ü h l e r den Klempnermeister L i ch jun. (Gießen) als neuen Obermeister der Innung und führte ihn in sein Amt ein. Rach seiner Verpflichtung nahm Obermeister L i ch das Wort und führte u. a. aus, daß er sich verpflichtet fühle zu seinem Teil mit dazu beizutragen, daß seine berufständige Vertretung, d. h. die Innung, den Inhalt erlange, den der Führer fordere und den die Meister erstrebten. Er sei sich dessen bewußt, daß das nur gelingen könne, wenn jeder der Jnnungsmeister auch an seinem Platz ftine Pflicht tue. Grundlage für ein gutes Innungsleben sei der Gemeinschaftsgedanke. Er erinnerte daran, wie früher in der Systemzeit durch den fehlenden Gemeinschaftsgedanken sogar die Zusammenarbeit zwischen Meister und Gesellen zerstört worden sei. An die anwesenden Gehilfen richtete er die Mahnung, treu zu ihren Meistern zu stehen, wie diese selbstverständlich immer zu ihren Gehilfen stehen würden. Er bat sie, sich auch immer ihrer Pflicht bewußt zu sein, gemeinsam mit dem Meister den Lehrlingen, die ja einst Gesellen und dann Meister werden sollen, all das zu übermitteln, was diese zu ihrem Berufsleben brauchen. Sodann wurde die neue Jnnungsführung berufen, die sich wie folgt zusammensetzt: Gg. D a h - mer, L. Mootz, L. Jrle, W. Dörr, Hch. Luch (Gießen), Rob Drücke! (Lang-Göns), Hch. Wagner (Wieseck).- Obermeister L i ch richtete Worte des Dankes an die ausscheidenden Mitglieder der früheren Jnnungsführung und bat Altmeister Rudolf R ö d i - g e r (Gießen) an den Tisch. Obermeister L i ch erklärte, daß es ihn freue, als erste offizielle Amtshandlung dem um das Jnnungswesen sehr verdienten Altmeister Rüdiger den Dank für seine Tätigkeit aussprechen zu können, und ernannte Altmeister Rudolf Rüdiger zum Ehrenobermeister der Klempner- und Installateur-Innung und übergab ihm eine entsprechende Urkunde. Ehrenobermeister Rüdiger dankte bewegt und streifte kurz den Kampf, den er seit früher Jugend für die Innung geführt habe, bis heute, da er nun alt geworden sei. Auch er richtete an die Meister die Bitte, immer treu zur Innung und zu ihrem neuen Obermeister zu stehen. Es sprach dann noch kurz der Bezirksinnungs- meifter Leonhard (Frankfurt). Rach kurzen geschäftlichen Mitteilungen schloß Obermeister Lich die Versammlung mit treuem Gedenken und Gruß an den Führer. Die Feierstunde wurde umrahmt durch Musikvorträge. Don einem Anko umaeranni. Auf der Landstraße Gießen—Reiskirchen wurde am Freitagabend in der Nähe des Wasserbehälters inmitten des Waldes ein Kraftdreirad von einem Personenkraftwagen beim Ueberholen angefahren und über den Straßengraben hinweg in den Wald geschleudert, wo es umstürzte. Dabei wurde das Kraftdreirad erheblich beschädigt, zum Glück kamen aber Menschen nicht zu Schaden. Der Führer des Autos ergriff, als er das angerichtete Unglück sah, mit seinem Auto die Flucht und konnte sich unerkannt seiner Verantwortung entziehen. ♦* Straßensperre. Wegen Kanalisierungsund Wasserleitungsbauarbeiten wird die Straße Kinzenbach — Krofdorf, vom Straßenkreuz bei der Kirche in Kinzenbach bis zur Einmündung in die Landstraße Rodheim—Gießen, vom 4. März ab auf die Dauer von drei Wochen für den Fuhrwerks- und Kraftfahrzeugverkehr polizeilich gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Heuchelheim. ♦* E i n Naturkuriosum meldet uns der Dienstmann Wilhelm Gelzenleuchter (Dammstraße 42). Der alte Herr, der seit Jahrzehnten Blumen züchtet, fand an seinen Geranien ein aus dem Stengel heraus vollkommen geschlossenes Blatt, das die Form eines Trichters hat. Es handelt sich um ein größeres Blatt, das unbeschadet dieses seltsamen Wuchses sich lebensfähig entwickelt hat. In den langen Jahren seiner Praxis ist Herrn Gelzenleuchter, der in Feld und Wald und Garten manches Kuriosum der Natur aufgespürt hat, wie er selbst erzählt, ein ähnlicher Fall noch nicht begegnet. ** Seinen Verletzung en erlegen. Mitte voriger Woche wurde der 72 Jahre alte Invalide Johannes Meuser aus Wald-Dernbach (Kreis Wetzlar) in die hiesige Chirurgische Klinik eingeliefert, da er durch einen unglücklichen Sturz Rippenbrüche und innere Verletzungen erlitten hatte. Der bedauernswerte Mann erlag am Samstag den Folgen des Unfall. Wir find des Führers Zöllnerschar! Fachschastsabend der Fachschaft „Reichszollverwaltung", Kreis Gießen. Die in der Fachschaft „Reichszollverwaltung", Kreis Gießen, vereinigten Zollbeamten Oberhessens hielten am Samstag im „Bayerischen Hof" einen Fachschafts- und Kameradschaftsabend ab, der mit einer Abschiedsfeier für einen aus dem Dienst scheidenden Berufskameraden verbunden war. Fachschaftsleiter Zollsekretär Pg. M a n i k o w - s k i eröffnete die Tagung und gab der Freude der Berufskameraden über das Erscheinen des Vertreters des Landesfinanzamtspräsidenten, Ober-Reg.- Rat Roos, und des Hauptzollamtsvorstehers Zollrat Jensen (Gießen) Ausdruck. Dem nach Gießen versetzten Zollsekretär B a a s n e r (früher Grünberg) hieß er im Kreise der Gießener Berufs- kameraden willkommen und begrüßte besonders ntfü) den scheidenden Berufskameraden Reinhard (Friedberg). Hierauf hielt der Kreis-Hauptstellenleiter Zollinspektor pg. G. Ulrich einen Vortrag über das Thema „V o m Wesen des deutschen Idealismus", wobei er u. a. sagte: Der Nationalsozialismus formt mit umfassendem Anspruch das deutsche Leben. Unsere Staatsmänner haben mit gesundem Instinkt und im Gegensatz zur Revolte von 1918 wieder an die große deutsche Vergangenheit angeknüpft. Es gilt, die große Blütezeit des deutschen Geistes und ihre wesentlichen Ideen lebendig zu machen, die höchsten Gedanken in unser Erlebnis hineinfließen zu lassen und sie aus eigenem Schöpferwillen umzuformen. Wie jedes Lebewesen die Anlagen einer langen Ahnenkette in sich trägt und doch ein neues, eigenes Leben führt, fo birgt auch das nationalsozialistische Gedankengut den Reichtum einer langen völkischen Entwicklung in sich und lebt in ihm fort mit eigener, frischer Kraft. Der Redner faßte dann alle großen Leistungen der deutschen Geistesgeschichte zusammen in dem Wort „Deutscher Idealismus", weil sie getragen waren von einem gewaltigen Ringen um höchste Werte und vorgestotzen waren in den Bereich letzter geistiger und religiöser Fragen. Zunächst beschäftigte sich der Redner mit einer Deutung des Wesens der Religion, für das er nach wissenschaftlichen Erläuterungen den Ausdruck des Laien nach dem „Gefühl", das nach Goethe alles ist, anführte, und den er fo formte: Religion ist höchste Ehrfurcht, die es gibt, Ehrfurcht vor dem Urgrund alles Seins. „Was den deutschen Idealismus kennzeichnet, ist der nie ermüdende Drang, die Religion zu durchgeistigen, sich nicht mit überlieferten Vorstellungen zu begnügen, nicht an starren Dogmen festzuhalten, sondern immer reinere religiöse Gedanken zu formen, Hand in Hand mit den Erkenntnissen wissenschaftlicher Forschung." Ausgehend von der Frühzeit, in die uns die alt- isländischen Sagas einen Einblick in die Religion der nordischen Germanen ermöglichen, über die Anfänge des Christentums in Deutschland um die Wende des 7. und 8. Jahrhunderts und die deutsche Mystik des Meisters Eckehart und Angelus Silesius (schlesischer Gottesbote) hinweg zu Martin Luthers Befreiungstat, die geistig und politisch die Bahn öffnete und hinüberleitete zu der Gedankenwelt unserer aroßen Denker und Dichter des 18. und 19. Jahrhunderts, der Zeit des deutschen Idealismus im engeren Sinne, zeigte der Redner das gewaltige Ringen um das Wesen der menschlichen Freiheit, die auch eine religiöse Freiheit ist. Die.Gestalt dieser religiösen Freiheit kennzeichnete er an Aussprüchen Immanuel Kants, der die Freiheit als sittliche Freiheit bestimmte und dem Menschen den Weg zu ihr in der Erfüllung der Pflichten im Zusammenleben mit den anderen, also in der Volksgemeinschaft, wies. Am klarsten bezeichnete den Weg verantwortlichen Suchens nach der Wahrheit Schopenhauer mit den Worten: „Das Beste, was der Mensch erreichen kann, ist ein heroischer Lebenslauf!" Fichte, der Prediger der deutschen Erneuerung in den Freiheitskriegen, sucht seine Deutschen dazu immer wieder anzutreiben, indem er ihnen zuruft: „Handeln! Das ist es, wozu wir da sind. Vollkommenheit ist das unerreichbare Ziel des Menschen, Vervollkommnung ins Unendliche aber ist seine Bestimmung". Stark berühren sich mit solchen Gedankengängen Adolf Hitlers Worte, der 1934 einmal sagte: „Wir haben hinter uns eine Zeit, die mit zu den schwersten der deutschen Geschichte gehört. Ich sehe als das Schlimmste dieser Zeit an die planmäßige Zerstörung jedes Vertrauens unseres Volkes auf feine eigene Kraft und damit auf die wichtigste Voraussetzung zu jeder Daseinserhaltung. Gleichgültigkeit und Verzagtheit verbreiten sich immer mehr. Wenn ein einzelner Mann in Oie Tippgräfin. Roman von Klothilde v Gtegmann Urheberrechtsschutz: Aufwärts-Derlag, Berlin, SW 68. 1. Fortsetzung. Nachdruckverboten! Aber Erhard von Hagens Gesicht hellte sich nicht auf: „Mariella, ich muß dir beinah undankbar erscheinen, daß ich deine Hoffnungen immer wieder zerstöre. Aber sieh, eine Frau kann vielleicht nicht verstehen, was es für einen Mann bedeutet, deklassiert zu sein. Ich wünschte, ich wäre damals draußen im Felde geblieben. Mein alter Freund Verdingen hätte mich lieber liegen lassen sollen, anstatt mir das Leben zu retten. Was ist mein Leben schon wert?" Die blauen Mädchenaugen füllten sich mit Tränen: „Und daß du für mich alles bist — gilt das nichts, Erhard? Ich möchte Verdingen Tag für Tag auf den Knien danken. Ohne feine Tapferkeit, die dich gerettet hat, wäre auch mein Leben nichts mehr wert. Du weißt ja, ohne dich wäre ich mutterseelenallein auf der Welt. Vom Vater habe ich nie mehr ein Lebenszeichen erhalten. Er ist ja auf der letzten Forschungsreise im Innern Afrikas verschollen. Ich habe Jahre um Jahre gehofft, und seine Freunde mit mir. Dor einem Jahre aber schrieb mit einer seiner Freunde, daß keine Hoffnung mehr wäre. Und Tante Annina? — du weißt ja, was zwischen ihr und mir steht; sie wird mir nie verzeihen, daß du mich liebst, und nicht sie." Und nun stürzten doch die Tränen aus den blauen Augen. Erhard von Hagen deckte seine schlanke, gepflegte Hand über die Augensterne des Mädchens. Mariella schauerte unter dieser zarten Liebkosung zusammen. Poll tiefen Glücks hielt sie ganz still. So entging ihr auch bas Gespannte in Erhards Ausdruck. Plötzlich fragte er: „Und du hast von dem Freund deines Vaters, dem Herzog, nichts weiter gehört, Liebling?" Mariella schüttelte den Kopf. Aber sie bemühte sich, ihr Gesicht unter der sanften Berührung zu lassen. „Hat denn dein Vater kein Testament gemacht, Kind? Vor solchen gefahrvollen Forschungsreisen pflegt doch jeder Mensch sein Haus zu bestellen. Dein Vater hat dich ja so zärtlich geliebt. Aus deinen Erzählungen habe ich es immer wieder herausgehört. Sollte er nicht irgendwie für dich gesorgt haben? Ob deine Tante nichts Näheres darüber weiß?" Es klang ganz unverfänglich und wie aus der Sorge um Mariella gesprochen. Und doch, mit dem Feingefühl der reinen Seele hörte das junge Mädchen einen fremden Ton heraus. Sofort schalt sie sich. Wie kam sie auf diesen Gedanken? Es war doch ungeheuer wichtig, ob sie nicht doch vom Vater hier einige Mittel zu erwarten hatte. Oder ob sie ausschließlich von der Gnade Tante Anninas leben mußte. Ach, wäre sie doch reich! Sie dachte nicht an sich. Aber bann hätte sie doch ihrem heimlich Verlobten helfen können. Denn auch Erhard besaß nichts weiter als seinen Namen. Gerade wollte Mariella antworten, da klopfte es hart an die Tür. Schnell löste sich Mariella von Erhard. Gleich war sie an dem kleinen Tisch mit der Schreibmaschine. Erst als sie sich gesetzt hatte, rief der Mann: „Herein!" Vor der Tür stand ein sommersprossiger, schlack- siger Junge von etwa fünfzehn Jahren mit einem unverschämten Lächeln: „Herr Jraf, Mutta läßt Ihnen sagen, sie schickt das letztemal mit der Rechnung! Sie hat nicht Lust, länger zu warten. Wenn Sie nicht bezahlen können, dann können Sie uns ja was als Pfand geben. Wie roär's denn mit der da?" Er wies auf die Schreibmaschine, an der Mariella saß. Mit verängstigten Augen, ganz blaß geworden, starrte Mariella auf den Burschen. Der fuhr fort: »Soll ich das Ding jleich mitnehmen, oder wollen Sie zahlen? Fünfzig Mark macht die Rechnung." „Das gibt's nicht!" Frau Wodny war aus der Küche herbeigestürzt und schob den Jungen unsanft beiseite: „Aus meinem Hause wird nichts mitgenommen, junger Mann! Der Herr Graf ist mit der Schreibmaschine hier eingezogen. Die bleibt mir als Sicherheit für meine Miete. Und damit Schluß! Ich will Sie nicht wieder hier sehen. Das ist meine Wohnung — verstehen Sie? Und wer ohne meine Erlaubnis die Räume betritt, begeht Hausfriedensbruch." Der Junge war erschreckt zurückgewichen und verschwand schimpfend mit feiner Rechnung. „Danke schön, Frau Wodny!" sagte Erhard mit gepreßter Stimme zu seiner Wirtin. Die sah ihn mit einem eigentümlichen Blick an. Ein zweiter, sehr unfreundlicher Blick traf Mariella. „Danke schön kann jeder sagen", kam es dann spitz, „aber sich dankbar zeigen, das scheint schwerer!" Mit diesen rätselhaften Worten verschwand sie wieder im Hintergründe des Korridors. Noch ganz weiß im Gesicht, sah Mariella ihr nach: „Ich habe immer solche Angst vor Frau Wodny, Liebster!" klagte sie. „Mir ist immer, als hasse sie mich und möchte mir am liebsten etwas antun, weil ich zu dir komme. Sie weiß doch nicht, daß wir verlobt sind? Sie soll mich für nichts anderes halten als deine Sekretärin." „Mit den Wirtinnen vom Schlage der Wodny ist das so eine eigene Sache, Liebling — die hören das Gras wachsen! Die Wodny ist eben eifersüchtig, weil du jung und schön bist, und sie nicht. Außerdem neidet sie dir deinen Prinzessinnentitel. Ach, ich wollte, ich könnte dich vor derartigen Begegnungen schützen. Siehst du es nun, daß es für mich keinen Ausweg aus diesem Elend gibt? Gib mich auf, Kind! Ueberlaß mich meinem Schicksal! Am besten: eine Kugel durch den Kopf. Dann hat alles ein Ende." Mariella schrie aus. Sie warf sich in Erhards Arme. „Niemals gebe ich dich auf!" Unendliche Liebe lag in dem Aufschrei. „Sag nie mehr etwas fo Schreckliches. Es muß sich ein Ausweg finden." 2. Kapitel. D i e Liede eines Fürsten. „Herr Rechtsanwalt Heßling läßt bitten, gnädige Frau!" Bewundernd sah der kleine Büroschreiber Annina von Gellern nach. Was der Ches jetzt für feine Kundschaft hatte! Wunderbar schön war diese Frau, die jetzt den Korridor entlang zum Zimmer des Rechtsanwalts ging. Ein feiner Duft von Flie- so schwächlicher Art an seiner Zukunft verzweifel»» die Hände in den Schoß legt und den lieben Gott allein sorgen läßt, bau weiß man, was ihm passte« ren wird: sein Geschäft geht zugrunde, fein Hof verödet, feine Existenz bricht zusammen. Glaubt man aber, daß es etwa besser ist, wenn 30 oder 40 Millionen Menschen das gleiche tun? Man muß einem Volke bann mieber Die harte Lehre beibringen, baß bas Schlimmste, was geschehen kann, ist, wenn gar nichts geschieht. Nein! Man muß sich mieber zu Entschlüssen burchringen, muß bett Kampf um bas Leben aufnehmen!" Dem „Jmmer-strebenb-sich-Bemühen" des deutschen, faustischen Menschen gibt Goethe Ausdruck: „In unseres Busens Reine wogt ein Streben, sich einem höheren. Reineren, Unbekannten aus Dankbarkeit freiwillig hinzugeben, enträfelnb sich dem ewig Ungenannten: Wir heißen's fromm sein!..." Mit Friedrich Nietzsche schließt sich der Ring einer heroisch-diesseitigen Welt des gemeinsamen Kampfes, wie sie zukunftswollend und schöpferisch gestaltend im Nationalsozialismus, vertieft durch das Fronterlebnis durch den Weltkrieg, neu zum Ausbruch kommt. Wir haben die Wehrfreiheit wie- der, aber die beste militärische Ausrüstung ist toter Mechanismus, wenn nicht die Kraft der geeinten Volksseele dahinter steht! Unser Glaube ist Deutschland! In der Volksgemeinschaft entscheidet sich Deutschlands Zukunft!" Starker Beifall dankte dem Vortragenden für seine tiefgründigen Ausführungen. Noch einer musikalischen Ueberleitung gab Kreis-Amtsleiter Oberzollinspektor pg. Heß persönliche Eindrücke von der sachwissenschaflichen Tagung für Reichszollbeamte in Eisenach wieder. In fesselnder Weise erzählte er von seiner Reisebekanntschaft, die sich aus einem Kriegskameraden aus Ostafrika und einem zur Zeit noch in Deutsch- Südwestafrika tätigen Lehrer zusammensetzte. Interessant' war die Meinung des Südwestafrikaners, daß es nicht mehr lange dauern würde, bis wir diese Kolonie wieder bekämen. Ebenso interessant war die Begegnung mit Oberregierungsrat Kapitän Schmehl, dem Ehrenbürger Gießens. Pg. Heß schilderte dann die historische Bedeutung der Wartburg und einen Rundgang durch die an Sehenswürdigkeiten reiche Stadt Eisenach. Aus dem Bericht über die Tagung ist das Zusammensein der Hessen mit den Vertretern Danzigs bemerkenswert, ebenso die Schilderung der eindrucksvollen Gefallenenehrung. Mit einer Schlußansprache des Fachschaftsleiters schloß der Fachschaftsabend mit dem Gelöbnis zum Führer und dem Horft-Wessel-Lied. Die Abschiedsseier für den aus dem Berufe scheidenden Zollsekretär Reinhard aus Friedberg fand ihre feierliche Einleitung durch das Largo von Händel. Als Vertreter des Landesfinanzamtspräsidenten übermittelte Oberregierungsrat Roos dem Scheidenden den Dank und die Grüße der Verwaltung, mit denen er die herzlichsten Wünsche für seinen ferneren Lebensabend verband. Hauptzollamtsvorsteher Zollrat Jensen (Gießen) würdigte die Verdienste des Berufskameraden Reinhard während seiner langen Dienstzeit, die 1905 bei der Zollverwaltung begonnen hatte und ihn über Mainz nach Friedberg führte. Seine Pflicht erfüllte er selbstlos und treu. Mit dem Dank für seine Verdienste seien die persönlichen Wünsche für einen geruhsamen Lebensabend verbunden. Im gleichen Sinne sprach der Vorsteher des Zollamtes Friedberg, Zollinspektor Jansen, zugleich für die Friedberger Fachschaftsangehörigen. Die herzlichsten Wünsche begleiten den Scheidenden. Zum Andenken an die Verdienste und zur Erinnerung an die Dienstzeit, überreichte Zollinspektor Jansen ihm ein großes Bild des Führers. Zollsekretär Reinhard sprach seinen Dank für die Beweise kameradschaftlicher Verbundenheit aus und versprach, auch weiterhin seine Pflicht zu tun gegenüber Volk und Führer. Nach der eindrucksvollen Abschiedsfeier nahm unter gesanglicher und deklamatorischer Mitwirkung der Berufskameraden der Kameradschastsabend seinen Fortgana. Fachschaftsleiter Pg. Manito w s k i gab seiner Freude Ausdruck über die kameradschaftliche Verbundenheit des Vertreters des der entstieg wie eine zarte Wolke dem blonden Pelzmantel mit dem hochgestellten Kragen. Das schöne, stolze Gesicht sah wie eine kostbare Blüte aus der weichen Umrahmung des Pelzes hervor. Vor der Tür von Heßlings Zimmer stand Annina von Gellern still. Sie zog Spiegel, Puder und Schminke heraus, um sich Lippen und Wangen nochmals sorgfältig zurechtzumachen. Walter Heßling hatte die Anmeldung von Annina von Gellerns Besuch mit wenig Freude aufgenommen. Aergerlich klappte er das Aktenstück, an dem er arbeitete, zusammen und ging in seinem Arbeitsraume auf und ab. Es war ein kostbar aus» gestatteter Raum, so recht die Umgebung für einen Geistesarbeiter und schönheitsdurstigen Menschen wie Heßling. Die Wände des sehr großen Raums mit seinen drei breiten Fenstern waren mit silbergrauen Tapeten bekleidet. Große Bücherregale in grau Ahorn mit schwarzen Intarsien waren in die Wände eingelassen und vollgefüllt mit Büchern und Zeitschriften. Vor der einen Fensterwand stand ein großer Schreibtisch. Bequeme Sessel warteten auf die Besucher. Ein großer, handgeknüpfter Teppich in grünen und grauen Tönen bedeckte fast das ganze Parkett. Es war ein heller Frühlingstag. Der ganze Raum lag im vollen Glanz der Mittagssonne. Aber Walter Heßling hatte heute keinen Sinn für die Harmonie und Schönheit der Umgebung, die er sich selbst geschaffen. Dieser Besuch Anninas ließ vieles in ihm wach werden. Vor Jahren freilich war das anders gewesen. Als er zu Beginn feiner Anwalttätigkeit hierher kam, hatte er sich Hals über Kopf in Annina verliebt. Ihre sieghafte Schönheit berauschte ihn, den jungen, unerfahrenen Menschen, völlig. Aber nach kurzer Zeit hatte er sehr bald die innere Leere, die berechnende Kälte der schonen Frau erkannt. Solange er vermögenslos gewesen, hatte Annina ihn kaum beachtet. Sie gab ihm sehr deutlich zu verstehen, ein Mann ohne Stellung und Praxis komme für sie nicht in Betracht. Dann kam er durch ein paar glücklich geführte große Prozesse schnell zu Ruhm und Geld. Sofort änderte sich Anninas Wesen. Sie zeigte ihm deutlich, wie sie ihn jetzt vor anderen Bewerbern bevorzugte. Sie schien nur darauf zu warten, daß er sich erklärte. (Fortsetzung folgt!) g-I. mer, bei In mirä einer und vi Das Das Sauen stand nättft gluaiiu Die fen ab In sehr 8' 2:1 er ihrem knapp Das Die unserer des Lo men a nicht I des den des zend und ü geanui gab. ? lierer, auch aus. ms l Spiel VfB.-! 6; ™ (ö W Wenn Stadt ei die schm in der 3 sKah es Schatten erdheLi chen öq blander wie eine vchneela lautlos n und Klin ö 'n der y Zuvor, h J° viel M man dubte, d- "'S iroD m 5 Se bbrach w " ■ heu letzten (Fr » 4 . "en mi leums, h. SMurüfti Ausbeute wunben ^chselha &■ Lq k.. -WM •#*"> s - < Olympiadefilm u. die neueste Fox-Ton-Woche Täglich 4, 6 und 8.30 Uhr. - Sonntag 3, 5.30 und 8.30 Uhr ____1335 A| Meisterwerk Hilde Weißner - H. Stelzer - Hilde von Stolz Harald Paulsen - Herbert Hübner - O. Stöckel Die neueste Filmschöpfung des Altmeisters CARL FROEHLICH n. d. gleichnamigen Drama von Arno Holz EMIL JANNINGS spielt den „Traumulus“, den weltfremden Professor, über den die Wellen des Schicksals zusammenschlagen Ein Film, der kein Blatt vor den Mund nimmt! Im Beiprogramm: „Die Glocke ruft“, ein