Nr. 204 Erster Blatt 186. Jahrgang Dienstag,!. September 1936 Erscheint täglich, nutzer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gietzener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe« Postscheckkonto: ' Zranlfurt am Main 11686 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche UutverfitStr-vuch- und Sleindruckerei R. Lange in Stehen. Schriftleitung und GeschSftrstelle: Schulftrahe r Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text* anzeigen von70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/a mehr. 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Das Blatt äußert seine Bedenken gegenüber derartigen Bemühungen und schreibt, einerseits bestehe die Gefahr, daß die radikalen roten Elemente in Madrid s i ch gegen d i e Regierung selbst wenden, wenn sie den Verdacht faßten, daß diese mit den Nationalisten Frieden schließen wolle. Andererseits sei es aber Sonderberichterstatter des DRV.) Am Dienstag, 7.30 Uhr, hat die Bombardierung der Stadt 3tun durch die Nationalen begonnen. Sechs Flugzeuge überfliegen den Ort in einer höhe von 2000 Meter und bewerfen ihn in Abständen von 5 bis 10 Minuten mit mittleren und schweren Bomben. Riesige Rauchsäulen zeigen die Einschläge an. Das alte Fort San Marcial, hinter dem sich die Marxisten besonders verschanzt haben, wird mit Bomben belegt. Unheimlich schallt das Echo dec Explosionen aus den Bergen zurück. Rach der ersten Ueberraschung griff auch d i e Artillerie der Marxisten ein, die zusammen mit Maschinengewehren das Feuer gegen die Apparate eröffnet hat, ohne allerdings bis jetzt irgendeinen Erfolg erzielt zu haben. Die Artillerie der Rationalisten ist ebenfalls in Tätigkeit getreten. Sie beschießt die Stellungen der Roten vor dem Fort von San Marcial. Die meisten der auf 3run geworfenen Bomben liegen am Westrand der Stadt. Die nationalen Flugzeuge bemühen sich, die Bomben nicht zu nahe an die französische Grenze zu werfen. Bisher find drei Häuser getroffen worden, eines brennt. irb die Vermittlungsaklion den diplomatischen Erfolg haben? unerträglicher. Nach dem Ausbruch des Bürgerkrieges genoß sie zunächst den Schutz regulärer Polizei- truppen, die ihn von der Madrider Regierung zur Verfügung gestellt wurden. Dor mehreren Tagen jedoch wurde diese Truppe zurückgezogen und durch rote Milizen ersetzt, jene mehr bandenmäßig als militärisch organisierten Horden, deren wüstes Treiben in aller Welt Aufsehen und Abscheu erregt hat. Es ist klar, daß diese Milizen wegen ihrer Disziplinlosigkeit, ihrer mangelhaften Berlin, 31. Aug. (DRB.) Nachdem die Angehörigen der deutschen Kolonie in Madrid, deren Sicherheit durch die Entwicklung der dortigen Zustände auf das schwerste bedroht war, während der letzten Wochen nach der Heimat zurückbefördert worden find, ist nunmehr auch die deutsche Botschaft von Madrid verlegt und bis auf weiteres in der Küstenstadt Alicante eingerichtet worden. Diese Maßnahme hat sich als notwendig erwiesen, da die Madrider Regierung trotz wiederholter drin- Flugzeuge hätten die Marxisten ihre motorisierten Einheiten nicht verwenden können, die Stellungen der Roten seien daher nach kurzem Kampf in die Hände der nationalistischen Truppen gefallen. M a - d r i d sei erneut von Flugzeugen der Militargruppe mit Bomben belegt worden. Das Ziel des Bombenangriffs fei vor allem das Kriegsministerium, das Innenministerium und der Nordbahnhof gewesen. Der General hob hervor, daß die systematisch durchgeführten Luftangriff auf die Hauptstadt dort eine große Panik hervorgerufen hätten. Die nationalistische Regierung in Burgos habe die Verwendung von Dumdum-Geschossen durch die rote Miliz festgestellt. Man habe einwandfrei die französische Herkunft dieser Dumdum-Geschosse feststellen können. 8 Kilometer vor San Sebastian. Ein Berg von den Nationalisten erstürmt. London, 1. Sept. (DNB. Funkspruch.) Nach einer Meldung des „Daily Telegraph" besetzten die Nationalisten den Berg Buruntea, das letzte natürliche Hindernis zwischen den Linien der Militärgruppe und San Sebastian. In einem überraschenden Bajonettangriff beim Morgengrauen er stürmten die Nationalisten den Gipfel. Die Gefangenen, darunter eine Anzahl von Franzosen, seien erschossen worden. Die vordersten Stellungen der Nationalisten seien nach diesem Erfolg nur noch acht Kilometer von San Sebastian entfernt. Paris, 1. Sept. (DNB Funkspruch.) Die spanische Kommunistin Jriburi, genannt Pas- sionaria, ist in Begleitung des spanischen Unter- richtsministers Domingo, des ehemaligen Justizministers Antonio Lara und des Unterstaatssekretärs Sich es, -en Paris eingetroffen. Das „Echo de Paris wünscht zu wissen, ob Ministerpräsident Leon Blum zulassen würde, daß die Aktivität dieser Person sich frei auf französischem Boden entwickeln dürfe. Die Achtung vor der „Neutralität", die die ftanzösische Regierung gegenüber Spanien zu handhaben erkläre, verpflichte Leon Blum sicherlich auch, diese „Unerwünschten zu behandeln, wie der Innenminister Salengra mit dem spanischen Militärattache gemacht habe. auch keineswegs sicher, daß die Militär- gruppe auf ein Kompromiß eingehen werde, solange sie Aussicht auf einen oollftän- digen Sieg in absehbarer Zeit habe. Wenn sie jedoch noch sehr lange vor Jrun und San Sebastian aufgehalten werden würde, und wenn es zu ernstlichen Schwierigkeiten in Spanisch-Marokko käme, dann würde die Militärgruppe möglicherweise eher geneigt sein, eine Vermittlung zu erwägen. Reuter meldet aus hendaye, daß in den Vermittlungsverhandlungen gewisse Fortschritte erzielt worden seien. General Mola habe an einer Zusammenkunft, auf der beide Bürgerkriegsparteien vertreten gewesen seien, teilgenommen. Ferner werde behauptet, daß G e - fangenenlisten zwischen Madrid und der nationalistischen Junta in Burgos ausgetauscht worden seien. Jrn Hafen von Alicante liegen schiffe, so daß unsere Botschaft jetzt den Schutz genießt, den sie in Madrid entbehren mußte. Die Uebersiedlung konnte mit gutem Gewissen an geordnet werden, da die Deutschen, die in Madrid ansässig waren, fast vollständig in die he i m a t zurückbefördert worden sind. Es befinden sich nur noch ganz wenige Personen dort, jpimeift junge Leute, die sich erst vor kurzem eine Existenz aufgebaut haben und diese nun nicht wieder opfern wollen. Da diese jungen Deutschen unserer diplomatischen Vertretung schriftlich erklärt haben, daß sie auf eigenes Risiko in Madrid bleiben wollten, bestand für die Botschaft kein Grund mehr, noch länger in dem Hexenkessel Madrid zu verbleiben. Nachdem die Botschaft wochenlang als sicherer Zufluchtsort für die Angehörigen der deutschen Kolonie gedient hatte, wurde die Lage immer Die Nationalisten bombardieren 3run. An der Front von Irnn, 1. Sept. Die wie Schreckensherrschaft in Madrid. Revolutionäre Ausschüsse tyrannisieren die Hauptstadt. — Die Volksfrontregierung ist machtlos —Massenerschießungen und Plünderungen an der Tagesordnung. Englische Flieger in marxistischen Diensten. London, 1. Sept. (DNB. Funkspruch.) Nach britischen Meldungen aus Madrid wurde e t n 21 jähriger Oxforder Student, namens John Wilson, der als Flieger auf feiten der Mar- xiften kämpft, in einem Kampf mit drei nationalistischen Flugzeugen verletzt. Wilsön habe zunächst ein nationalistisches Kriegsflugzeug britischer Herkunft abgeschossen und sei dann zur Notlandung gezwungen worden. Er werde jetzt als ein Held der marxistischen ßuftftreit- macht gefeiert. Wie „Daily Erpreß" meldet, sind am Montag fünf englische Flieger nach Spanien abgereist, um gegen die Nationalisten zu kämpfen. Ihr Führer Charles Kennet!, ein früherer Kriegsflieger, berichtet, daß ein Agent der Madrider Regierung mit 40 000 Pfund nach London gekommen fei, um englische Flieger anzuwerben. In Spanien würden sie 2 0 0 Pfund monatlich erhalten. In Barcelona ist eine Rotkreuz-Kolonne, die von englischen Arbeitern aufgestellt worden ist, angekommen. Sie be- steht aus vier Krankenwagen, einem Personenkraftwagen des englischen Roten Kreuzes in London und einem Krankenwagen des schottischen Roten Kreuzes. Zehn Männer und sieben Frauen gehören zum Personal der Kolonne. Ihr Leiter sei der Engländer Sinclair Loutit. Moskau mischt sich ein. London, 1. Sept. (DNB. Funkspruch.) „Daily Mail" meldet, daß im Moskauer Rundfunk der spanische Sprecher erklärte, daß Sowjetrußland bisher über 500000 Pfund an d i e spanischen Marxisten gesandt habe, und daß es eine Intervention weiter v e r st ä r k e. Er forderte die „Arbeiter" der Welt auf, ihre Sympathie für die Marxisten in aftioe Hilfe um3utnan- dein In Sowjetrußland würden die kollektiven Bemühungen, der Madrider Regierung gegen die ° Daily Expreß" schreibt: Don einer eigentlichen Regierung könne in Madrid überhaupt u^cht mehr die Rede sein, da sie jede Kontrolle u d i e Ereignisse verloren habe Ganz Ma drid sei in'den Händen revolutionärer Ausschüsse. Die Bevölkerung leide unter großer Nahrungsmittelknappheit. A^r rm^ Butter gebe es überhaupt nicht mehr. Nach jebem Luftangriff der Nationalisten, wurden von der roten Miliz als Vergeltung politische Geiseln erschossen und ihre Wohnungen g e - plündert. Das Modell-Gefängnis sei von Anarchisten in Brand gesetzt worden. Sie hatten den Gefängniswärtern die Masten entrissen und die Gefangenen in die Flammen getrieben. Es seien 1200 Menschen in den Flammen umgekommen, erschossen ober mit bem Gewehrkolben niebergeschmettert worden. Rationalistische Erfolge an der Gnadarrama-From. Paris. 1. Sept. (DNB.) Wie der Sander- berichterstatter von Harms aus Burgos meldet, konnte die 7. Division der natwnal.st. ch n Truppen an der Guadarrama-Front m der Provinz Avila ebenfalls entscheidende Erfolge erringen. Die Nationalisten feien im Laufe der letzten 48 stunden über 15 K1 l o m ete r v o r - geruckt und hatten mehrere Dörfer de,etz. Infolge des fchnellen Eingreifens der natwnaliftifchen Bewaffnung und ihrer organisatorischen Unzulänglichkeit nicht als eine wirksame Bürgschaft für den Schutz der deutschen Botschaft angesehen werden konnten. Es mußte auch von vornherein zweifelhaft sein, ob diese bolschewistisch und anarchistisch eingestellte Soldateska überhaupt gewillt war, für das ihrem Schutze anvertraute Leben der deutschen Botschaftsangehörigen einzutreten. Der deutsche Botschafter erhob deshalb dringende V o r st e l l u n g e n bei der Madrider Regierung, um diesem Zustand der Unsicherheit ein Ende zu machen. Er bat darum, an die Stelle der roten Milizen wieder eine geordnete Polizeitruppe treten zu lassen. Aber die Vorstellungen unseres diplomatischen Vertreters hatten keinerlei Erfolg. Dem Botschafter wurde vielmehr geantwortet, daß die Regierung sich nicht in der Lage sähe, andere Polizeitruppen zur Verfügung zu stellen, weil es solche nicht mehr gäbe. Nach diesem aufschlußreichen Eingeständnis, das blitzartig bas Schattendasein ber sogenannten legalen Regierung in Mabrib beleuchtet, blieb ber deutschen Botschaft nichts anberes übrig, als aus dieser Sage die Konsequenzen zu ziehen und ihren Wohnsitz von der spanischen Hauptstadt nach Alicante zu verlegen. Auch die amerikanische Botschaft will Madrid verlassen. Neu York, 31. Aug. (DNB.) Die amerikanische Botschaft in Madrid teilte dem Staatsdepartement in Washington mit, daß sie die Bemühungen fortsetze, um d i e noch in Madrid verbliebenen 164 Amerikaner zu bewegen, sich mtt ber Eisenbahn nach Alicante zu begeben. Dort wartet ber Kreuzer „Quincy", um sie aufzunehmen. Die Botschaft habe ihnen mitgeteilt, baß der Eisenbahnverkehr aus Madrid jederzeit eingestellt werden könne und daß die Möglichkeit bestehe, daß auch die Botschaft gezwungen sein werde die Hauptstadt zu verlassen. Das Marineamt in Washington gab bekannt, daß das Schlachtschiff Oklahoma die spanischen Gewässer verlassen und die Heimreise an getreten habe. In Spanien verblie- Augenzeugen 11 berichten in englischen Zeitungen.; Unvorstellbare Grausamkeiten. ‘ London, 31.Aug. (DNB.) Die „Times" gibt । in einem schon auszugsweise wiedergegebenen Be- ! richt über die Schreckensherrschaft der Marxisten in : Madrid einige Beispiele des roten Terrors: Da war । Don Perez d e Guzman, ein Edelmann von । hohem Ruf. Er war eine gewichtige Persönlichkeit am Gerichtshof und hatte keinen Grund, sich seiner richterlichen Handlungen zu schämen. Deswegen blieb er in Madrid. Als die Gewerkschaften anfingen, die Paläste des Adels zu stürmen und zu plündern, zog er in ein Hotel in der Innenstadt. Von dort wurde ber kranke 8Ojährige von seinem Arzt und seiner Frau fortgerissen. Sein Körper wurde 38 Stunden später im Leichenhaus identifiziert. Dann ist aufzuzählen Don Ramon de Madariaga, ein Ratsherr von Madrid und Mitglied der Koalition der Rechtsparteien, der in feinem Haus am 13. August von Polizei und Miliz verhaftet wurde. Am nächsten Morgen wurden feine Krawatte und feine Manschetten d^m Pförtner seines Hauses zurückgebracht. Daraufhin eilte ein Verwandter zum Leichenhaus und identifizierte die Leiche. Sie war halbnackt und ohne Füße. Straßenkehrer hatten den Körper am frühen Morgen in der Nähe des „Clubs der Schönen Künste" aufgefunden. Dorthin war der Körper geworfen worden, damit alle ihn sehen sollten. An ihm war ein Zettel mit der Inschrift befestigt: „Ramon de Madariaga um 4.30 Uhr vormittags h i n g e r i ch t e t." Am Sonntag, dem 16. August, wurde der General Lopez O ch o a, ein hervorragender Offizier, der sich in Marokko mehrmals ausgezeichnet hatte, vom Militärhospital durch eine Menge von Milizsoldaten und Zivilisten abgeholt und auf einem nahe gelegenen Felde erschossen. Am 16. August wurden zwei Körper mitten auf der Hauptstraße gefunden, der eines 22jährigen Mädchens und eines jungen Mannes, die auf der schwarzen Liste der Roten gestanden hatten. Jeden Tag kommen allerhand Leute in das Leichenschauhaus. Unter ihnen befand sich vor ein paar Tagen eine Greisin, die augenscheinlich unzufrieden war; denn sie sagte: „Es geht schlecht; es sind ja heute weniger als 4 0 hier." . . f. In einer der letzten Nächte begab sich ein seltsamer Zug zur britischen Gesandtschaft. Es waren Republikaner und Sozialisten, die den britischen Botschafter bitten wollten, aus Gründen der Menschlichkeit wegen des hinmordens von Gefangenen zu intervenieren. Die „Morning Post" veröffentlicht- einen Augen- zeugenbericht über die Erschießungen durch die marxistische Miliz in Madrid. Der Augenzeuge war einer von 2000 politischen Gefangenen, die zusammen mit einer großen Zahl von, Verbrechern in das sog. „M u st e r g e f a n g n i s in Madrid gebracht worden waren und dem es spater gelang zu fliehen. Am 22. August wurden sämtliche Ge- fangenen von der roten Miliz in den ho f ö e s Gefängnisses getrieben. Bei Einbruch der Dämmerung besetzte die Miliz die Dächer rings um den Hof und eröffnete von allen Seiten das Feuer auf die unglücklichen Opfer von denen neun sofort getötet und über 20 schwer verletzt wurden. Nach fünf Minuten wurde das Feuer wieder eingestellt. Am nächsten Morgen wurden dann 27 hervoragende politische Gefangene erschossen. Unter ihnen befanden sich der frühere Präsident der Cortes Alvarez, und die früheren Minister W e l a s c o und Rivas ,ferner der Dichter de Hoyos y ®inent, scmne der Sohn des früheren Diktators P r i m o d e Jt i - ben noch der Kreuzer „Quincy" und die Zerstörer „Kane" und „Hatfield", sowie das Küstenwachschiff „Cayuga". Staatssekretär hüll erklärte, er habe seit Wochen die Amerikaner in Spanien gewarnt und darauf hingewiesen, daß eines Tages keine Gelegenheit mehr zur sicheren Abbeförderung vorhanden fein dürfte. Er bitte erneut darum, der amerikanischen Regierung ihre Aufgabe nicht unnötig zu erschweren. Die amerikanische Botschaft in Madrid sei ermächtigt worden, Madrid zu d er* lassen, sobald sie das für erforderlich halte. Wo bleibt Frantteichs Waffen- aussuhrverbot? Alle diejenigen Staaten, die innerhalb der letzten Wochen ein Waffenausfuhroerbot nach Spanien erhielten, sehen sich der merkwürdig anmutenden Tatsache gegenüber, daß das Land, von dem die Anregung für ein allgemeines Waffenembargo ausging, s i ch nicht daran hält. Noch vor einigen Tagen erlebten wir eine Intervention Frankreichs und Englands in Lissabon, um für Portugal den Anschluß an das Waffenausfuhroerbot durchzufetzen. Die französische Regierung elbst aber sieht untätig zu, wie tagtäglich Waffenmaterial und Munition über die ftanzösische Grenze nach Spanien strömt, ja, daß sogar französische Staatsangehörige sich aktiv im spanischen Bürger- krieg betätigen. Obgleich die französische Regierung zuerst Notschreie ausstieß, hat sie selber bis heute noch keine Maßnahmen erlassen, die an Wirksamkeit dem Waffenausfuhroerbot der anderen Staaten gleichkämen. Dabei ist nicht daran zu zweifeln, daß die französische Regierung über genügend Machtmittel verfügt, um ihre Grenzen zu sperren. Oder sollte sie etwa aus Rücksicht auf die kommunistische Partei als Zünglein an der Waage der Parlamentsmehrheit davor zurückscheuen, an der Grenze drastisch durchzugreifen, wo sich augenscheinlich die lokalen Machthaber mit den spanischen Dolksfrontlern verbrüdert haben. Für die anderen Regierungen wird dies von Tag zu Tag peinlicher, die merkwürdige Einstellung Frankreichs beobachten zu müssen, während sie ihrerseits aus ehrlicher Friedensliebe und in der Meinung, einen notwendigen Beitrag zur Begrenzung des Bürgerkrieges in Spanien zu leisten, der französischen Aufforderung folgten. Noch einmal muß jetzt nach- drücklich auf jenen Zusatz des letzten deutschen Kommuniques hingewiesen werden, wonach Deutschland sich nur an sein Ausfuhrverbot halten könne, i wenn auch die indirekte Unterstützung einer Burger- kriegspartei durch andere Staaten unterbliebe. Spanische Marxisten werben in Frankreich. Rumänien zwischen Rechts und Links t 'M 6chl : M »• Dom Mainzer Wein-Fest Bochum, 31. bau-AG. Lothrin Präsident ereign Explosion ii neunten Sohle. 1 die Schlagwettei opfer gefordert vermißt. Mit den. 20 Bergler ihnen find im B verschieden, langsam vonslalli trossene Sirecke I Nach Wtterno einigte Präsident borgen waren heil" sei einer d er W^\tx noch M schlossen, t Sie Ausbootung Titulescus. Oer Ausgang der Bukarester Kabinettskrisis Nationalisten beizustehen, fortgesetzt. Moskau stehe in Fühlung mit den internationalen Delegationen, die Madrid besucht hätten, und werde sich a n jeder internationalen Maßnahme zur Vernichtung der Militärgruppe beteiligen. Die Ossoaviachim habe beschlossen, eine zwangsweise Geldsammlung zur Unterstützung der spanischen Marxisten zu veranstalten. Kommunistische Feigheit. Amerikanischer Richter über die Drahtzieher des „Bremen"-Zwischenfalls. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Der Artikel schildert die interessanten Hintergründe der jüngsten Kabinettskrise in Rumänien. Er ist deshalb von besonders aktueller Bedeutung. Die Schriftleitung. Budapest, 27. August 1936. Generalleutnant einer eindrucksvc Men befand st Val nerfinnbilb bei Lambrai all 4 Reich Kassel, 3; am Sonntag t Vereins, der' gr Diaspora diesse Neben den M dem ganzen Re deutscher eoam Polen und bi Tschechoslowakei Siebenbürgen 2 !U5 flottesbienfte in *JR| ein. $1, Äf, In der allerletzten Zeit nun hat sich gezeigt, daß die kommunistische Propaganda besonders die Schuljugend zu erfassen versucht hat. Gymnasiasten und auch Schülerinnen Höherer Schulen, am meisten aber Studenten, nahmen, in Zellen organisiert, an öffentlichen Kundgebungen der Kommunisten, dann aber, was natürlich noch viel gefährlicher ist, an geheimen Besprechungen kommunistischer Funktionäre teil. Diese Beobachtung hat nun den rumänischen Unterrichtsminister Anghe- lesen veranlaßt, eine Verordnung zu erlassen, die allen Schülern und Schülerinnen jede Betätigung für irgendwelche Parteien verbietet. Statt dieses Verbot nur auf diejenige Partei zu beschränken, die allein die Jugend verführte und verhetzte, auf die kommunistische, hat man doch dieses Verbot auch auf die übrigen Parteien, also auch auf die Rechtsgruppen ausgedehnt. Vor lauter Demokratte vergißt man die verhängnisvolle Gefährlichkeit der kommunistischen Propaganda, Von unserem e.-Äerichierstatter. denn eigentlich sollte man ja froh sein, wenn die Jugend in nationalem Geiste zur Bejahung des Staates erzogen wird, so wie dies in den Reihen der Rechtsparteien geschieht. Natürlich empfindet man im kommunistischen Lager solche Maßnahmen ganz richtig als ein Zeichen der Schwäche der Regierung, die eben immer wieder versucht, gegen links und gegen rechts in gleicher Weise zu kämpfen. Indes gewinnt in immer weiteren Kreisen der Bevölkerung die Auffassung Raum, daß diese Schaukelpolitik der Regierung, diese Abwehr gegen Links und gegen Rechts nicht mehr lange wird fortgesetzt werden können. Es scheint vielmehr, als ob sich nun doch allmählich eine Entscheidung vorbereite. Erst in den letzten Tagen wir in Bukarest sowohl in der Presse, als auch in den Kaffeehäusern und auf den Straßen von der Möglichkeit einer kommenden Diktatur die Rede. Nur konnte man sich nirgends dafür einigen, ob es zu einer Linksdiktatur oder zu einer Rechtsdik- Ein neuer Oalai Lama gefunden? L o n d o n, 31. Aug. (DNB.) Aus K a l i m p a n g in Britisch-Jnüien kommt die Nachricht, daß es den tibetanischen Mönchen und Wahrsagern nach zweijähriger Suche gelungen sei, den wieder lebendig gewordenen Dalai Lama zu finden. Gut unterrichtete Reisende berichteten, daß das heilige Kind, in dessen Körper die Seele des sterbenden Dalai Lama überging, in einem zweistöckigen Haus geboren worden sei. Der derzeitige Aufenthaltsort des Kindes werde geheim gehalten; Gerüchte wollten wissen, daß es sich entweder in der Mongolei oder in Süd-Tibet befindet. Reuter hält es für möglich, daß eine Mitteilung an die Welt erst nach der Rückkehr des zur Zeit noch im Exil lebenden Taschai Lama erfolgt, um die sich ein Vertreter der britisch-indischen Regierung im Augenblick in Laasa bemüht. Es werde nicht für ausgeschlossen gehalten, daß der Taschai Lama schon in den nächsten Monaten nach Tibet zurückkehrt. Der 13. D a l a i Lama ist im Dezember 1933 in Laasa tm Alter von 60 Jahren geworben. Nach dem tibetanischen Glauben wandert die Seele eines Dalai Lama beim Eintritt des Todes in den Körper eines im gleichen Augenblick geborenen Kindes. tatur kommen werde. Es ist bei dieser Sach, läge auch gleichgültig, zu welchen Schlüssen das Rätselraten in der öffentlichen Meinung gelangt. Wesentlich ist im Augenblick nur die Tatsache, daß auch das Volk sehr wohl empfindet, daß die Ge- samtentwicklung nicht nur in Rumänien, sondern in Europa überhaupt immer dringender klare Entscheidungen, klare Fronten erfordert, und daß Rumänien trotz den verschiedenen Winkelzügen seiner liberalen Regierung und besonders seines Außenministers nicht mehr lange eine solche klare Entscheidung wird vermeiden können. Für Europa und insbesondere für den Donauraum wird diese Entscheidung von großer Bedeutung sein. Fällt sie für den Kommunismus aus, dann droht hier im Südosten ein zweites Spanien. Fällt sie aber für eine nationale Entwicklung aus, dann kann Rumänien vielleicht einmal eines Tages eine äußerst wichtige Rolle spielen bei den Bemühungen, das abendländische Kulturgut gegen die aus Asien kommenden bolschewistischen Zerstörer zu verteidigen. Neuyork, 31. August. (DNB.) Sie bei den Ruhestörungen bei der Abfahrt der „B r e - m e-n" festgenommenen elf Kommunisten und Kommunistinnen wurden von dem zuständigen Polizeigericht des unordentlichen Bettagens für schuldig befunden. Zwei von ihnen wurden zu 14 Tagen, die übrigen zu sieben Tagen Haft im Arbeitshaus verurteilt. Richter Curran sagte in seiner Urteilsbegründung, es fei sehr bedauerlich, daß die wahrhaft schuldigen kommuni st ischen Anführer, die diese Demonstrationen auf der „Bremen" erdacht hätten, und sich dann hinter Frauenröcke verkrochen hätten, nicht gefaßt seien. Das ganze Vorgehen stelle eine der größten Feigheiten dar, die er je gehört habe. Strenge Isolierung für Trotzki. Oslo, 31. Aug. (DNB.) Auf Grund einer königlichen Entschließung hat das norwegische Justizministerium beschlossen, Leo Trotzki und seine Frau zu i s ol i e r e n und unter Bewachung zu stellen. Nähere Bestimmungen über feine Bewegungsfreiheit und seine Verbindung mit der Außenwelt werden noch erlassen. Besuche darf Trotzki nur empfangen nach Genehmigung des Zentralpaßkontors, ebenso darf er ohne vorherige Genehmigung in keinem einzelnen Falle sein Telephon benutzen. Seine Post, Briefe und Telegramme werden kontrolliert werden. Im allgemeinen verbindet man in Deutschland mit dem Namen des aus dem rumänischen Kabinett ausgebooteten Außenministers Titulescu keine sehr fest umriffene Vorstellung. Man weiß nur, daß er als unentwegter Franzosenfreund und als glühender Antirevisionist stets gegen jede Aenderung der Friedensdiktate und somit auch gegen die Wiedererstarkung Deutschlands mit allen Mitteln seiner staatsmännischen Begabung und seines scharfsinnigen Geistes gearbeitet hat. Aber das ungewöhnlich starke Echo, das der Bukarester Postenwechsel allenthalben in Europa hervorgerufen hat, zeigt an, daß mit Titulescu fein Mann des Hintergrundes die Bühne verlassen hat, wobei es auch noch nicht ausgemacht ist, ob das Verschwinden Tituleskus nur eine vorübergehende oder endgültige Tatsache ist Titulescu war in der Tat eine der markantesten Persönlichkeiten im Kreise der europäischen Nachkriegsdiplo- maten, wenn auch sicher nicht einer der beliebtesten. Sein gelbes, glattes Gesicht mit den klugen Augen, das auf einem unförmigen Körper thronte, von dem die langen Arme schlenkernd herunterhingen, verriet die flinke Geschmeidigkeit, mit der er unversehens überall auftauchte, wo man ihn am allerwenigsten erwartet hatte. Zu diesem Charakterbild paßt auch die instinktsichere Gewandtheit, mit der er sich schnell in die ungewöhnlichsten Situationen einzufühlen vermochte, ebenso wie die fast krankhafte Eitelkeit und der unstillbare Drang, sich wie eine Primadonna der hohen Politik gefeiert zu sehen. Daß ein Mann mit solchen Starallüren auch körperlich krank wurde, als er in der Fremde erfuhr, daß seine Absetzung eine vollendete Tatsache sei, kann niemanden wundern. Aber die Methode, durch die man Titulescu gewissermaßen aus dem Hinterhalt erschossen hat, ist die gleiche, deren sich auch der ehemalige Außenminister bediente, wenn er seinen Einfluß auf die rumänische Innenpolitik geltend machen wollte. Wie oft hat nicht Titulescu mit seinem Rücktritt gedroht, um die Widersacher im eigenen Lande zur Nachgiebigkeit zu zwingen? Es war im Oktober 1934, als in Rumänien wieder einmal eine Regierungskrise ausgebrochen war und Titulescu, der auf Reisen in der Schweiz weilte, seine Demissionsabsicht verkündete, um die Lösung der Schwierigkeiten in seinem Sinne zu entscheiden. In Bukarest aber war man über den unerwarteten Entschluß des Außenministers um so erstaunter, als man ihn nicht von Titulescu direkt erfuhr, sondern auf dem Umwege über Paris. Tatsächlich hatte Titulescu seine Rücktrittsabsichten zunächst seinen französischen Freunden mitgeteilt, so daß der rumänische Regierungschef Tatarescu davon erst durch eine französische Nachrichtenagentur erfuhr. Diese Episode ist kennzeichnend für die politische Haltung und Gesinnung Titulescus. Für ihn, der an der Sorbonne studiert und promoviert hatte, blieb Frankreich feine geistige Heimat, auch wenn er lange Jahre als Botschafter seines Landes in London tätig war, auch wenn er zwischen seinen ewigen Reisen und feinen Aufenthalten in Genf gelegentlich mal einen Abstecher nach Rumänien machte. Er hat als Sachwalter der französischen Hegemonialpolitik in Mittel- und Südosteuropa mehr für Paris getan als die Diplomaten des Quai d'Orsay. So ist es denn nicht weiter auffällig, wenn jetzt die französischen i Es gibt wohl kein Land in Europa, das nicht in : irgendeiner Weise von den Ereignissen in Spanien, sei es mittelbar, sei es unmittelbar, berührt würde. In besonders starkem Maße gilt dies von Rumänien. Schon feit Jahren arbeitete ja hier die kommuni st ische Propaganda im stillen sowohl in den Städten als auch auf dem flachen Lande, wo sie nicht unbeträchtliche (Erfolge aufzuweisen tjatte. Besonders stark machte sich die kommunistische Zersetzungsarbeit in den Reihen der Anhänger der liberalen Nationalzaranistischen Bauernpartei bemerkbar. Viele ihrer kleinbäuerlichen Anhänger erlagen der kommunistischen Propaganda, was um so leichter war, als seit jeher die Führung der Nationalzaranistischen Bauernpartei ihre Anhänger in demagogischer Weise zu einem zügellosen Materialismus und Egoismus erzogen hatte. So begann auch hier in Rumänien d e r Liberalismus sich als der Vater des Marxismus zu erroeifen. Es kam noch hinzu, daß gerade hier der Einfluß des Judentums im öffentlichen Leben von jeher besonders stark war und daß vor allem die liberalistischen Zeitungen der kommunistischen Verhetzung nirgends den Widerstand entgegensetzen, der mit hätte helfen können, die rote Gefahr zu bannen. Außerdem erleichterte die nahe Nachbarschaft des bolschewistischen Rußlands den Moskauer Sendlingen die Arbeit ganz wesentlich, denn seit Jahr und Tag blüht ja der Schmuggel kommunistischer Propagandaliteratur längs der ganzen bessarabischen Grenze. Wenn es trotz alledem dem Kommunismus in Rumänien bis heute noch nicht gelang, sich in den Besitz der Macht zu setzen, so ist dies zweifellos einzig und allein dem Entgegenwirken der freilich noch immer in verschiedenen Lagern gesammelten nationalen Kräfte zu danken, die keinen Zweifel darüber ließen, daß sie einen Putschversuch von links her mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln bekämpfen würden. Trotzdem haben in der letzten Zeit, nicht zuletzt im Zusammenhang mit den Ereignissen in Spanien und vor allem auch im Zusammenhang mit den tschechisch-russischen Bemühungen, einen bolschewistischen Vorstoß nach Mitteleuropa vorzubereiten, die Verhältnisse in Rumänien eine Entwicklung genommen, die zu größter Besorgnis Anlaß geben. Will man die für den Kommunismus arbeitenden oder ihm Vorschub leistenden Kräfte in Rumänien richtig beurteilen, so muß man zwei Gruppen unterscheiden: einmal die ausgesprochen kommun i st i s ch e Gruppe, die besonders stark in den Reihen der Nationalzaranistischen Bauernpartei arbeitet, und die rein innenpolitisch tätig ist mit dem Ziele, eine Linksdiktatur zu errichten, und anderseits die liberale Regierung, die hauptsächlich durch ihren Außenminister Titulescu, sei es unmittelbar, sei es mittelbar auf das engste mit Moskau zusammenarbeitet und so durch außenpolitische Maßnahmen die innerpolitischen kommunistischen Bestrebungen unterstützt oder ihnen Vorschub leistet. Besonders die Außenpolitik Titulescus ist es heute, die eine ständig wachsende Gefahr darstellt. Zwar hat erst kürzlich die Regierung nach einer eingehenden Aussprache, die Titulescu mit dem König hatte, eine Erklärung veröffentlicht, in der hoch und heilig versichert wurde, daß die Bukarester Regierung fein G e - heimabkommen und keinen militärischen Vertrag mit Moskau abgeschlossen habe. Dies mag, wenn man nur Buchstaben berücksichtigt, richtg sein, nicht aber, wenn man den Geist der Außenpolittk Titulescus in Betracht Zieht. , Vor kurzem erst brachte ein Budapester Blatt die aufsehenerregende Meldung — von rumänischer Seite ist sie bis heute noch nicht dementiert worden — daß Titulescu nicht mit der Moskauer, sondern mit der Prager Regierung ein llebereinfommen getroffen habe und zwar des Inhaltes, daß Rumänien sich einem Ueberfliegen rumänischen Gebietes durch sowjetrussische Flieger, die der Tschechoslowakei zu Hilfe kommen wollen, nicht widersetzen würde. Darüber hinaus aber habe sich Titulescu der tschechoslowakischen Regierung gegenüber verpflichtet, auch die Anwesenheit von drei sowjetrussisch en Divisionen im Buchenlande (Bukowina) zu dulden, wenn im Falle eines Krieges der Tschechoslowakei die Sowjetunion auf Grund ihres Hilfspaktes mit Prag diesem militärische Hilfe zukommen lassen wollte. Praktisch würde durch ein solches Abkommen zwischen Bukarest und Prag also das gleiche erreicht, wie durch ein rumänisch-russisches Militärabkommen. Läuft es doch darauf hinaus, daß Rumänien das Vordringen des Bolschewismus nach Mitteleuropa stillschweigend unterstützen würde. Es ist selbstverständlich, daß eine solche Haltung der rumänischen Regierung einer Unterstützung der kommunistischen Bestrebungen im Inneren Rumäniens gleichkommt. So kann es nicht wundernehmen, wenn immer wieder kommunistische Zellen ausfindig gemacht und kommunistische Verschwörungen entdeckt werden, denn die das Land überschwemmenden Agitatoren, die ihre Weisungen von Moskau erhalten, müssen ja glauben, daß ihre Tätigkeit im Auftrage Moskaus der auf Moskau ausgerichteten Außenpolitik der Regierung entspricht. Japan fordert Erhöhung seiner Lt-Bootskonnage. Tokio, 31. Aug. (Dftafienbienft des DNB.) Wie die Zeitung „Tokio Asahi Schimbun" mitteilt, ist Zwischen der Marine und dem Außenamt über die japanische Forderung auf Erhöhung der Zerstörer- bzw. U-Bootstonnage um 2 8 0 0 0 Tonnen während der vertragslofen Zeit entsprechend der Gleitklausel des Londoner Flottenvertrages volle Einigung erzielt worden. Diese Forderung sei wegen Englands und Amerik-s 4 0 0 0 0 Tonnen Uebertonnage berechtigt. Englands Vorschlag, die Kreuzer der „Hawkins"-Klasse in solche der 8-Klasse umzubauen, sei vertragswidrig. Da Japan eine Uebertonnage bei den Zerstörern nicht besitze, wolle es zur Vermeidung einer sinnlosen Abwrackung die erlaubte Uebertonnage auf feine U-Boote übertragen. Unter Hinweis auf die Bedrohung durch den verstärkten Bau der sowjetrussischen U-Boote im Fernen Osten erkläre die japanische Regierung, daß sie das baldige Einverständnis der Regierungen von Washington und London nachsuchen werde General Rydz-Gmiqly in Paris. Paris, 31. August. (DNB.) General Rydz- S m i g l y , der Generalinspekteur des polnischen Heeres, war Gast des französischen Kriegsministers D a l a d i e r. An dem Essen nahmen der Ministerpräsident, der Außenminister und der Luftfahrtmini- fter teil. Daladier bezeichnete in einer kurzen Ansprache General Rydz-Smigly als den g e i ft i g e n ErbenPilsudskis. Das französische Heer werde stolz sein, ihm in dem bevorstehenden Manöver zu beweisen, daß Frankreich sich auf dieses Heer stützen könne, um seine Unabhängigkeit und Freiheit sicherzustellen. Der Wert der französischen Befehlshaber, die Ausbildung der einzelnen Waffengattungen und die methodische Verstärkung der Schlagkraft machten aus diesem starken Heer einen soliden Panzer des Vaterlandes. Ganz Frankreich lege in den Empfang des polnischen Generals die Herzlichkeit feiner Gefühle, die es für bas große polnische Land, seinen Freund und Verbündeten, und für die Aufrechterhaltung des Friedens hege. Nach dem Essen trat General Rydz-Smigly die Fahrt nach Reims an, wo er den Manövern beiwohnen wird. Kleine politische Nachrichten. Die Reichssendeleitung teilt mit: Das Nürnberg-Echo des Reichsparteitages 1936 wird in der Zeit vorn 1. bis 7. September täglich von 19.45 bis 20 Uhr aus Nürnberg über alle deutschen Sender übertragen.* Nach dem Abschluß der italienischen Sommer- manöoer ist Mussolini in Begleitung des Parteisekretärs Starace, des Staatssekretärs im Luftfahrtministerium General Valle und des un- aarischen Generalstäbschefs General Somkuthy tm Flugzeug nach Rom zurückge?ehrt. Der ungarische Reichsverweser von Horthy ist am Montag von seinem österreichischen Jagdaufenthalt nach Ungarn zurückgekehrt und hat im Schloß Göoöllö Wohnung genommen. Zeitungen dem gefallenen Außenminister heiße Tränen nachweinen, wenn sie Zweifel an der Treue des rumänischen Verbündeten zu äußern beginnen und mit drohend erhobenem Zeigefinger die Bukarester Regierung auf das Verwerfliche ihres Tuns Hinweisen. Freilich, diese Aufregung macht einen etwas gekünstelten Eindruck, und der Zweck der vorsorglich geäußerten Befürchtungen tritt allzu deutlich hervor. Denn in Wirklichkeit ist der Nachfolger Titulescus im rumänischen Außenamt ebenso auf oie französische Linie eingeschworen wie sein Vorgänger. Die Kabinettsumbildung in Rumänien geschah, wie aus dem Bericht unseres Bukarester Korrespondenten hervorgeht, vor allem aus innerpolitis ch e n Gründen, sie bedeutet eine Ablehnung des Vorhabens von Titulescu, der durch die starke Unterstützung der linksstehenden Nationalen Kleinbauern-Partei ein Volksfront-Experiment vorbereitete, wie es das französische Muster zeigte. König Carol und der Ministerpräsident Tatarescu wollten die Gefahr eines Bürgerkrieges abwenden. Ihre Absicht geht dahin die Spannungen zwischen der rechten und linken Opposition dadurch zu mildern, daß die Regierung nach beiden Seiten ihre Fühler ausftreert. Wenn der Rücktritt Titulescus auch außenpolitische Rückwirkungen haben sollte, so könnten sie höchstens darin gesehen werden, daß der scharf sowjetrussische Kurs um einige Grade gemildert wird. Bei dem Presse-Empfang, den Tatarescu unmittelbar nach der Kabinettsumbildung veranstaltete, nannte er unter den Staaten, mit denen er eine immer enger werdende Beziehung herbeizuführen wünsche, wohl die Staaten der Kleinen Entente und der Balkan-Entente, Polen, England und Frankreich, aber nichtdie Sowjetunion, die sich neben allen übrigen Staaten mit der summarischen Erwähnung begnügen mußte. Eine wesentliche Aenderung Der rumänischen Außenpolitik ist nach der Ausbootung Titulescus demnach nicht zu erwarten. Man darf aber gespannt sein, ob die innerrumänischen Schwierigkeiten soweit beseitigt werden, daß eines Tages der unruhige und ehrgeizige Titulescu ein „come back"in der rumänischen Politik feiern kann. Solidaritätsaktion rumänischer Diplomaten? Paris, 1. Sept. (DNB. Funkspruch.) Der Vertreter des „Petit Parisien" in Bukarest meldet, daß als Folge der Ausbootung Titulescus die Mehrzahl der von diesem ernannten diplomatischen Auslandsvertreter Rumäniens ihre Posten zur Verfügung gestellt hätten, um damit ihre Solidarität mit Titulescu zu bekunden. Dies seien die rumänischen Gesandten in Warschau, Haag, Moskau, Stockholm, Riga, Reval, Washington und Ankara. Diese Rücktritte würden die Aufgabe des neuen rumänischen Außenministers erschweren. Es gehe bereits ein Gerücht um, daß Außenminister An- tunescu im Begriff fei, fein Amt wieder zur Verfügung zu stellen. Der Führer der nationalen Bauernpartei, Dr. Lupu, der sich zur Zeit in Prag befindet, werde nach einer längeren telephonischen Unterredung' mit Titulescu mit diesem am Kap Martin zusammentreffen. In Mainz wurde ein großer Festzug des Rhein-Mainischen Weingebietes veranstaltet, bei dem die einzelnen Weinbaugegenden durch verschiedene originelle Wagen vertreten waren. Hier steht man den Mäuseturm im Festzug, das Wahrzeichen Bingens. (Scherl-Bilderdienst-M.) W — Das Reichsehrenmal der deutschen ZeldaMerie ) I ' 1 Die Aliveteranen in Bad Em« Dr. Robert Ley. Zieichstagung des Gustav-Adolf-Vereins w ( Spleen-Ernte 53 I ) RUNDE SORTE Das bedeutet för den ALVA-Rancher die Veroin düng’von Quantität mit Qualität: grösste Mengte an Thbak und befonders ausgefuchte Provenienzen: wi v V/ V V v s« richtet: „Tief erschüttert über das mir soeben gemeldete schwere Unglück auf Ihrer Schachtanlage bitte ich Sie, den Hinterbliebenen und Verletzten meine auf» richtige Teilnahme zum Ausdruck zu bringen. Ich habe die zuständigen Dienststellen der DAF. angewiesen, sofort Hilfsmaßnahmen durchzuführen und l e r-Barcelona. Im Schloßhof Wilhelmshöhe veranstaltete der Oberbürgermeister einen Empfang. Oberbürgermeister Lahmeyer erinnerte an die Bedeutung, die Hessen in der Reformationszeit für die Sache des deutschen Protestantismus gewonnen habe, und würdigte den Gustav-Adolf-Verein als den Helfer und Förderer deutschen evangelischen Lebens außerhalb der Reichsgrenzen. Im Namen des Gustav-Adolf-Vereins dankte sein Präsident, Professor 2)r. Gerbe r-Leipzig, dem Oberbürgermeister für die Gastfreundschaft der Stadt Kassel. Zu einer eindrucksvollen Kundgebung für das Werk des Guftav-Adolf-Dereins gestaltete sich der Fe st abend in der Stadthalle, auf dem Vertreter der evangelischen Auslandsdiaspora in Jugoslawien, Brasilien, Sowjetrußland und Oester- 'reich sprachen. Prof. Dr. Gerber (Leipzig) gab lußenpoli- nnten sie er scharf 9roie ge> ien Tata- Bildung , mit de> ung der- Meinen Xnglanb nion, r furn• le we» ipoüiit i) xW iwi, ob WN- unb ehr» nimäni« Die diesjährige Leipziger Baumesse ist ganz auf den Wohnungsbau abgestellt. Wenn auch im letzten Jahr über 200 000 neue Wohnungen bereit- gestellt werden konnten, so beläuft sich gegenwärtig der Bedarf an Wohnungen doch noch auf mehr als eine Million. Hieraus erkennt man mit aller Deutlichkeit, wie hoch auch künftig noch die Beschäftigung auf dem Baumarkt sein wird. Der Wohnungsbau ist aber in dem erforderlichen Umfang nur zu bewältigen, wenn Baustoffe und Zubehör sorgfältig ausgewählt und sparsam verwendet werden. Auf der gutbeschickten Baumesse tritt diesmal stärker als in früheren Jahren die b a u kulturelle Seite in den Vordergrund Der Besucher wird sich dessen bewußt, daß ein Haus nicht nur ein zweckmäßig gestaltetes Gebäude sein soll, sondern das es auch der Landschaft, in die es gestellt wird, angepaßt werden muß, daß es von dem Wesen seines Besitzers und Bewohners geprägt sein kann und daß es dem handwerklichen Können Ge- legenheit zur künstlerischen Ausgestaltung von DICK VOLLh i geschah, ■orrefpon« erpoli. lblehnung die starke lationalen /Expe. ische Mu- rpräfibent gerkriegu epannun- »sition bald) bei« ch- Irä. treue des inen und Bukarester -uns hinten etwas 'ochrglich ch hervor. Cihilescus anzösische Generalleutnant a. D. FreiherrvonWatter enthüllte am Niederländer User in K o l n im Rahmen einer eindrucksvollen Feier das Reichsehrenmal der deutschen Feldartillerie. Unter den zahlreichen ^gren« gasten befand sich auch der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst F r e i h e r r v o n F r i t f ch. Das Mal versinnbildlicht die Heldentat des Unteroffiziers Krüger, der bei dem Tanfangriff der Engländer bei Cambrai allein am Geschütz ausharrte und viele Tanks zusammenschoß, bis er tot zusammenvracy. (Presse-Bild-Zentrale-M.) außen und von innen bieten sollte. Wie diese Ziele im Wohnungsbau verwirklicht werden können, zeigt die von der Reichskammer für bildende Künste und dem Deutschen Werkbund geschaffene Ausstellung „Kunst und Kunsthandwerk am Bau . Bei der Ausgestaltung von Wohn- oder Arbeitsraum, von ländlicher Gaststube oder Treppenfluren in Volksschulen, von einem Trauzimmer im Stan- besamt oder dem Versammlungsraum der Hitlerjugend finden immer deutsche Werkstoffe Verwendung, die durch handwerkliche K u n st eine arteigene bodenständige Form erhielten und jeden Stuhl, jeden Türgriff, jeden Ofen zum Kun st Handwerk werden ließen. Die Entwürfe für die gesamte Raumgestaltung sowie für jedes einzelne Stück der Wohnemrichtung stammen von unseren namhaften Architekten und Baumeistern. Hier finden sich Namen wie die von Professor Frick, Architekt S ch i e m i ch e n, Ar- chitekt Bäumer und ßangmaat, Professor Norkauer und Opgen Ooorth. Dieser Teil der Baumesse zeigt edle Kunst und steht in einem Bochum. 31. Aug. (DNV.) Auf der zur Berg- bau-AG. Lothringen gehörenden Zeche Vereinigte Präsident ereignete sich am Montagmittag eine Explosion im Flöz ..Dicke Baut“ auf der neunten Sohle. Der amtliche Bericht teilt mit, daß die Schlagwetterexplosion bisher 2 0 Todesopfer gefordert hat. Drei Mann werden noch vermißt. Mit ihrem Tode muh gerechnet werden. 20 Bergleute wurden verletzt; drei von ihnen sind im Bergmannsheim in Bochum bereits verschieden. Die Bergungsarbeiten gehen nur langsam vonstatten, da die von der Explosion betroffene Strecke teilweise zu Bruch gegangen ist. Nach Mitternacht wurde von der Zeche „Vereinigte Präsident- mitgeteilt, daß 21 Tote ge- ? Der Der- leidet, daß MehrB itische" >re Posten um damit iben. Dies jau, Haag, ngton und ifgabe des Deren. Es imsterAn. der zur nationalen >it in Prag mhonischen am ffap Schweres Grubenunglück in Bochum Bisher 22 Tote, 20 Verletzte. der engen Verbundenheit des deutschen Protestantismus mit dem Schicksal des deutschen Volkes Ausdruck. Es ist dem Gustav-Adolf-Derein innerstes Anliegen, zu Beginn seiner Tagung des Mannes zu gedenken, dem wir die große Wendung verdanken. Wir grüßen Adolf Hitler als den von der Liebe, Treue und opferbereiten Hingabe unseres ganzen Volkes getragenen Führer. Wir nahmen das werdende Deutschland und den Führer in unsere Fürbitte auf: Gott segne sein Werk und seine Person, die er uns in schwerer Zeit geschenkt hat. Professor Dr. Gerber gab dann einen eingehenden Rechenschaftsbericht über das Gustav-Adolf- Werk. Wenn der Gustav-Adolf-Derein den Gemeinden der Diaspora helfe, sich ein Gotteshäus zu errichten, wenn er sie in ihrem Ringen um Glauben und Volkstum innerlich stärke und die Gemeinschaft der auslandsdeutschen Gemeinden mit der Heimatkirche herstelle, dann führe er ein Werk glaubensbrüderlicher Hilfe, das nicht zuletzt auch für die Stärkung und Erhaltung deutschen Volkstums jenseits der Reichsgrenzen von großer Bedeutung sei. Ein brüderliches Zusammen st ehen tm deutschen Protestantismus sei heute notiger denn je. Gerade die Gemeinde dort draußen könnte für sich ein besonderes Recht in Anspruch nehmen, die Kirche der Heimat zur Eintracht zu rufen; denn ihr Schicksal hänge von dieser Einheit ab. Die ständig angespannten Kräfte der Diaspora-Gemeinden vermöchten nur dann durchzuhalten, wenn sie von dem Bewußtsein getragen würden, nicht auf verlassenem Posten zu stehen, sondern einer großen Gemeinschaft anzugehören, die Die Not der Einsamen mitempfinde und mittrage. Um so größer sei die Verantwortung des in« landdeutschen Protestantismus, für Eintracht und Frieden im eigenen House zu sorgen. Die Gemeinden der Diaspora sähen diese Einheit vor allem durch das Gustav- Adolf-Werk repräsentiert. Durch mehr als ein Jahr- hundert hätten sich die deutschen evangelischen Christen trotz der Verschiedenheit der Bekenntnisse und der Vielzahl der Landeskirchen zu einem Werk glaubensbrüderlicher Hilfe zusammengefunden. Im Gustav-Adolf-Derein sei eine einheitliche deutsche evangelische Kirche Wirklichkeit geworden, längst ehe an eine verfassungsmäßige Bildung unter den Landeskirchen gedacht werden konnte. Der Gustav- Adolf-Derein habe auch in Zeiten schwerer Auseinandersetzung innerhalb des deutschen Protestantismus seine Einheit zu wahren gesucht. Niemand habe ihm das mehr gedankt als die Diaspora jenseits der Reichsgrenzen. Um so ernster müsse die Evangelische Kirche den Ruf der Diaspora zur kirchlichen Einheit auf ihr Gewissen nehmen. Professor Gerber schloß seine Rede mit dem ©elobms, alle Kräfte dafür einzufetzen, daß der Name des Gustav- Adolf-Derems seinen guten Klang nicht nur im Reiche, sondern auch unter den evangelischen Kirchen der Welt behalte. „Bleibt uns Der Glaube an Christus und die ewige Wahrheit seines Wortes, dann wird es uns an Beistand göttlicher Kraft nicht fehlen." ______ Kassel, 31. Aug. (DNB.) In Kassel begann am Sonntag die Reichstagung des Gustav-Adolf - Dereins, der großen Hilssaktion für die evangelische Diaspora diesseits und jenseits der Reichsgrenzen. Neben den Führern des Gustav-Adols-Werkes aus dem ganzen Reich hatten sich zahlreiche Pfarrer deutscher evangelischer Auslandsgememden aus Polen und den baltischen Staaten, aus der Tschechoslowakei und Jugoslawien, aus Ungarn und Siebenbürgen, aus Oesterreich, Italien, Spanien und aus Brasilien in Kassel versammelt. Festgottesdienste in allen Kirchen der Stadt leiteten ö,e Tagung ein. Die Predigten hielten bekannte Führer der evangelischen Auslandsdiaspora, u. a. Generalsuperintendent Blau- Posen, Bischof P o e l d) a u-Riga, Kirchenpräsident D o h-Katto- witz, Probst Funke-Brasilien, Pfarrer Grund- zu können, fei sehr gering. 3m Krankenhaus „Verg- niannsheil" befinden sich noch 20 Verletzte. Sofort nach Bekanntwerden des Unglücks fanden sich die Vertreter der Deutschen Arbeitsfront, der Bergbehörde und der Polizeipräsident von Bochum auf der Schachtanlage ein. Zur Untersuchung des Unglücks und zu den Bergungsarbeiten fuhren die Betriebsführung der Zeche Vereinigte Präsident, weiterhin Berghauptmann P o l st e r , Dbergbergrat Keiser und ein Vertreter der Deutschen Arbeitsfront in die Grube ein. * Der Reichsleiter der Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley hat aus Anlaß des schweren Unglücks an die Detriebsführung das nachstehende Telegramm ge- ih b«; •h Äft .Suropg 8«It fi, Yer im °°er füt °nn 9tu, e äußerst M das "en tom. ^tilgen. In Bad Ems a. d. Lahn hielten Veteranen aus den Kriegen von 1866 und 1870/71 eine Tagung ab, Kunst und Werkstoff im ausbau. Sonderderichi von der Leipziger Äaumeffe. borgen waren. 3m Krankenhaus „Bergmanns- Heil- fei einer der Verunglückten feinen Verletzungen erlegen, wodurch sich die Zahl der * .......... . Todesopfer auf 22 erhöhe. Außerdem feien auch roerbe 'am Dienstag selbst bei den Opfern und deren noch vier Bergknappen in der Grube e i n g e - Hinterbliebenen sein, schloffen. Die Hoffnung, sie noch lebend bergen | Aus aller Wett. erfreulichen Gegensatz zu jenen Schöpfungen der Außen- und Innenarchitekten, die unter dem Vorwand, an den Werkstoff gebunden zu sein uns die „Sachlichkeit" bescherten. Er zeigt weiter, daß bei der Gestaltung eines Wohnhauses jedes Handwerk mitzuhelfen hat, sei es der Schmied bei der Schaffung kunstvoller Beschläge oder der Weber bei der Wohngestaltung durch Teppiche, Gardinen und Wandbehänge. Das Ziel der praktischen Aufklärung wird aucb durch die Ausstellung „Deutsche Werkstoffe^ des Reichsausschusses für Volkswirtschaftliche Aufklärung erstrebt. Stein, Stahl und Leichtmetall begegnen uns ebenso wie Glas, Porzellan und Kunstharz überall in unserem Heim. Und doch wissen wir von den Werkstoffen und ihrer vielseitigen Verwendbarkeit oft nicht genug, um bei der Beschaffung von Gebrauchsgegenständen oder beim Hausabbau die Eigenarten der Werkstoffe richtig nutzbar zu machen. Hierüber will die Lehrschau des Reichsausschusses weite Volkskreise aufklären, indem sie auf großen Tafeln veranschaulicht, aus welchen Rohstoffen die Werkstoffe gewonnen werden, wie sie verarbeitet und wo sie verwendet werden. Die jedem Besucher der Schau überreichte Broschüre will zur Vertiefung des Verständnisses der Werkstofffragen beitragen. Die Ausstellung der Baustoffe in den angrenzenden weiten Hallen ist das Gegenstück zu den lehrmäßig durchgebildeten Sonderschauen. Hier sehen wir gefärbte Klinker für Außenwände und Leichtziegel in mannigfachen Formen. Unter den Natursteinen fallen neben dem Marmor die Rochlitzer Porphyre durch ihre Farbenpracht auf. Für Dachdeckungen werden außer den Ziegeln auch Schiefer, Eternit und durch Glaswolle wärmefest gemachte Dachpappen gezeigt. Besondere Beachtung verdienen die Baubeschläge, nicht nur wegen ihrer neuartigen Formen, sondern mehr noch vom Gesichtspunkt der Werkstoffe. Messing, Bronze, Nickel usw. finden heute für Bauteile an Wohnhäusern nur noch beschränkte Verwendung, denn es handelt sich um devisenpflichtige Sparmetalle. An ihre Stelle sind Eisen, Leichtmetalle oder Preßstoffe getreten, die für ihre neuen Verwendungszwecke auch neue Formen erhielten. Dos wichtige Gebiet der Heizung und Warmwasserbereitung wird auf der Baumesse ebenfalls ausführlich behandelt. Defen und Herde arbeiten heute mit allen Brennstoffen wirtschaftlich. Besonders aufschlußreich ist die Durchbildung von Dauerbrandöfen für Holzfeuerung, die für Siedlungen und ländliche Wohnbezirke große wirtschaftliche Bedeutung haben. Ihr Erscheinen soll nicht etwa den schon sehr hohen Verbrauch an Brennholz steigern, sondern die vorhandenen Brennholzmengen richtig ousnut- z e n und dadurch zu Ersparnissen verhelfen. Auch große Zentralheizungskessel verbrennen Holzabfälle, Sägemehl und Schnittholz, so daß einschlägige gewerbliche Betriebe wie Tischlereien, Sägemühlen usw. in den sonst schwer verwertbaren Abfällen eine wichtige Heizquelle haben. Der Werkstoff spielt schließlich im Luftschutz ieine große Rolle. Mit Genehmigung des Reichsluftfahrtministeriums hat die Beratungsstelle für Stahlverwendung eine Sonderschau „Luftschutz durch Stahl" durchgeführt, die einen Ueberblick über die für Wohnbauten geeigneten Schutzraumbauarbeiten gibt. Ein 16 Meter langer Schutzum aus Stahllamellen mit zugehöriger Gasschleuse ist mit allem Zubehör eingerichtet und findet viel Interesse. Beachtlich sind auch die Stahlzellen für Einzelpersonen, die dem Schutz der in öffentlichen Werken und Kraftzentralen Tätigen dienen sollen, die beim Luftangriff ihren Posten nicht verlassen können. J. B. General von Waller. : | General Oskar Freiherr von Matter begeht am 2. September seinen 75. Geburtstag. Er wurde 1861 in Ludwigsburg geboren, es folgten lange Jahre als Lehrer an der Feldartillerieschule Jüterbog, als Adjutant des 13. Armeekorps, als Abteilungskommandeur in Königsberg, als Regimentskommandeur in Metz und als Brigadekommandeur in Posen. Ueberall galt sein Wirken in erster Linie der Weiterentwicklung der Feldartillerie, der Vertiefung ihrer Taktik und Schießlehre und ihrer Einfügung in den Gesamtorganismus des Heeres. Als Führer der gesamten Artillerie bei Combres im Winter 1914/15 im östlichen Frontabschnitt von Verdun und darauf drei Jahre hindurch an der Spitze der 54. Infanteriedivision fjat er Hervorragendes geleistet. Er war einer der ersten, der seine Truppen planmäßig in der Tankabwehr schulte. Mit welchen Erfolgen, geht am besten daraus hervor, daß ein britisches Tankkorps im Frühjahr 1917 unweit Carnbrai bei einem Vorstoß von 372 Tanks 120 verlor. Für seine Waffentaten mit dem Orden Pour le M6rite mit Eichenlaub ausgezeichnet, übernahm er nach dem Kriege als Kommandierender Geperal des 9. Armeekorps den Schutz der Westgrenze zwischen Nordsee und Lahn. Mit fester Hand schlug er in den Jahren 1919 und 1920 die kommunistischen Aufruhrwellen im Rheinland und in Westfalen nieder und verschaffte der Statsgewalt in seinem Wehrkreis wieder Geltung. Am 12. Juli 1920 schied er aus dem aktiven Dienst aus und übernahm dann die Führung des Waffenringes der ehemaligen deutschen Feldartillerie. Riefenbrand in einem mecklenburgischen Dorf. Ein schweres Brandunglück suchte das bei Ludwigslust nahe der Berlin-Hamburger Chaussee gelegene Bauerndorf Warlow heim. Aus bisher noch ungeklärter Ursache, brach in einem strohgedeckten Wohnhaus ein Feuer aus, das sich im Nu über das ganze Gebäude verbreitete. Der starke Nordweststurm trug die Flammen, ehe Hilfe möglich war, auf die benachbarten Strohdächer und setzte nacheinander fast sämtliche Gehöfte in Brand. Insgesamt 21 Wohn- und Wirtschaftsgebäude sind ein Raub der Flammen geworden. Die gesamte Ernte, die eben erst eingebracht war, ist vernichtet. Zahlreiches Groß- und Kleinvieh ist in den Flammen umgefommen oder mußte notgeschlachtet werden. Ebenso wurden bei den meisten Bauern zahlreiche landwirtschaftliche Maschinen und Geräte vernichtet. Die Feuerwehren aus Schwerin, Ludwigslust, sowie aus den umliegenden Landgemeinden waren aufgeboten. Leider waren die Löscharbeiten durch Wassermangel erschwert. Daher versuchte man schließlich, durch Legen einer 1500 Meter langen Schlauchleitung zum Flußlauf der Räcknitz Hilfe für die noch brennenden Gebäude zu schassen. An der Brandstelle sind ferner der Arbeitsdienst und die gesamte Motor-SA. der umliegenden Orte eingesetzt. Oer Tod in den Bergen. Der Oberjäger des Gebirgs-Jäger-Regiments 100 Wilh. Franke aus Düsseldorf ist auf dem Wege von der Watzmann-Mittelspitze zur Südspitze infolge eines Fehltrittes vor den Augen seiner Kameraden 100 Meter tief gegen die Ostwand abgestürzt. Franke wurde von seinen Kameraden, die gerade die Ostwand erkletterten, geborgen. Er ist kurz darauf an den schweren inneren Verletzungen gestor - b e n. Die Leiche wurde nach Bad Reichenhall über- gesührt. * Bei Freiburg i. B. ereignete sich an einer steilen Felswand am Feldsee ein schweres Unglück. Der Freiburger Student Berndt H i l d e n st a b unternahm mit seiner Schwester und einem Freund aus Heidelberg eine Kletterpartie durch die Wand. Die Teilnehmer, die erst vor kurzem von einer hochalpinen Klettersahrt zurückgekehrt waren, waren sehr gut ausgerüstet und auch alpinistisch erfahren. An einer schwierigen Stelle wurde die Begleiterin abgefeilt, und die beiden Freunde versuchten allein, am Seil weiterzukommen. Plötzlich verlor der Freund Hildenstabs den Stand und stürzte etwa 60 bis 70 Meter ab. Dabei riß er Hildenstab mit sich, der sofort t o t war, während der Heidelberger Student schwere Kopf- und Körperverletzungen erlitt. * An der Probstenwand kurz unterhalb des Gipfels stürzten die beiden jungen Münchener Bergsteiger Johann Lickleder und Josef Niggl infolge Loslösens des Griffes etwa 240 Meter tief ab. Sie blieben mit zerschmetterten Gliedern am Fuß der Wand in einer Geröllhalde liegen. Bei der acht Stunden dauernden mühseligen Bergungsaktion betätigten sich auch zwei Angehörige eines Münchener Regiments, darunter der Unteroffizier Kurz, ein Bruder des in der Eiger-Nordwand abgestürzten Bergsteigers Kurz. * Der 26jährige Maschinenschlosser Franz Hirsch l a g aus München ist an der Benediktenwand tödlich a b g e st ü r z t., Seine Leiche wurde von der Rettungsstelle Benediktbeuern zu Tal gebracht. Am Wörner, in der nördlichen Karwendelkette, verunglückte ein Münchener Justizbeamter. Er wurde durch die Rettungsstelle Mittenwald geborgen und ins dortige Krankenhaus gebracht. * In den französischen Alpen, unweit von Chamo- nix, fanden drei Genfer Ausflügler den Tod. Bei der Besteigung der sogenannten „Nadel von Rochefort" riß die Seine, urtb alle drei stürzten in den Abgrund. Ihre Leichen konnten noch nicht geborgen werden. Verheerendes Großfeuer in der bayerischen Ostmark. Das Pfarrdorf Mockersdorf am rauhen Kulm in der bayerischen Ostmark wurde von einem großen Schadenfeuer heimgesucht. Sechs landwirtschaftliche Anwesen wurden von den Flammen in Mitleidenschaft gezogen. Vier Wohnhäuser, sechs Scheunen, in die in den letzten Tagen die Ernte eingebracht worden war, drei Stallungen und viele Nebengebäude mit landwirtschaftlichen Geräten und Fahrzeugen wurden von den Flammen vernichtet. Auch ist eine große Anzahl Kleinvieh umgekommen. Die Ursache des Brandes ist völlig ungewiß. Durch einen Sturm angefacht griffen die Faimmen sehr schnell auf die umliegenden Gebäulichkeiten über. Der starke Wind erschwerte die Bekämpfung des Feuers sehr, ebenso die gewaltige Rauchentwicklung. Zwei Familien konnten nur das nackte Leben retten, ihr gesamtes Hab und Gut wurde ein Raub der Flammen. Durch den Brand wurden 30 Personen obdachlos. Die NS- Volkswohlfahrt hat sofort Hilfsmaßnahmen eingeleitet. Die Fluggäste der „horfa" auf den Bahrein-Inseln eingekrossen. Die Fluggäste und zwei Mitglieder der Besatzung des in der arabischen Wüste notgelandeten britischen Verkehrsflugzeugs „H o r s a" sind am Montag wohlbehalten auf den Bahrein-Inseln im Persischen Meerbusen eingetroffen. Der Rest der Besatzung und die Post wird von britischen Militärflugzeugen in Sicherheit gebracht werden. Wetterbericht des Reichswelterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Der in das Ostseegebiet vorgestoßene kräftige Atlantikwirbel liegt heute früh über Finnland. Er verfrachtet in lebhaftester, in den Küstengebieten sogar stürmischer Weise kühlere, aus subpolaren Gebieten stammende Meeresluft nach Deutschland. Sie bedingt bis nach West- und Mitteldeutschland hin leichte Unbeständigkeit,, im Norden und Osten des Reiches ausgesprochenes Schauerwetter. Zunächst kommen mir wieder stärker in den Bereich des westlichen Hochdruckgebietes, doch ist das Aufkommen von Schönwetter für längere Zeit nicht zu erwarten. Aussichten für Mittwoch: Morgens stellenweise dunstig oder neblig, sonst häufig auf» heiternd und tagsüber wieder etwas wärmer, im allgemeinen trocken, späterhin Niederschläge. Aussichten für Donnerstag: Voraussichtlich wieder unbeständiges, zu Niederschlägen geneigtes Wetter. Lufttemperaturen am 31. August: mittags 20,7 Grad Celsius, abends 15,2 Grad; am 1. September: morgens 13,9 Grad. Maximum 20,8 Grad, Minimum heute nacht 13,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 31. August: abends 19,5 Grad; am 1. September: morgens 17,1 Grad. — Sonnenscheindauer 3,9 Stunden. — Niederschläge 0,6 mm. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VII. 36: 9350. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. ' PQLRST i Giessen j Zur festlichen Heute Dienstag Premiere! Eröffnung unserer Spielzeit 1936/1937 RENATE MULLER Georg Alexander — Grete Weiser - Walter Franck - Harald Paulsen Regie: Erich Waschneck 5385 a Eine neue Rolle für Renate Müller. Der Kaltblütigkeit und Kühnheit einer schönen Frau ist das Leben dreier poln. Freiheitskämpfer an vertraut. Sie muß die uninteressierte kapriziöse Dame der Gesellschaft spielen, sie darf sich mit keiner Geste verraten, wenn sie den zaristischen Gouverneur Polens selbst für ihr gewagtes Unternehmen einsetzt Beiprogramm und Ufa-Ton-Woche! Täglich 4, 6 und 8.30 Uhr - Sonntag 3, 5.30 und 8.30 Uhr Sichern Sie sich Karten Im Vorverkauf! Schuhreparatur gut, schnell und preiswert Schuhmacherei W. 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Die estnischen Gelehrten wollten auch das Zahlengedächtnis des Knaben bei flüchtiger Kenntnisnahme untersuchen und führten ihn zum Bahnhof, an dem ein Güterzug vorüberfuhr. Roch nach einer halben Stunde konnte der Knabe die vier Zahlen der zwölf Wagen, die da schnell an seinem Auge vorübergeglitten waren, ohne jede Stockung wiederholen. Stimmung versetzte. Zu Ehren von Reichsminister Dr. Goebbels und seiner Frau veranstaltete anschließend der Herzog von Genua, der Kommandant der oberadriatischen Flottenstation, einen Empfang im Arsenal. Auf der Heimfahrt zum Hotel wurden dem Reichsminister von der begeisterten Bevölkerung herzliche Ovationen bereitet. zntz Walter Ich bin in Mannheim geboren und dort am Nationaltheater aufgewachsen. Schauspielunterncht erhielt ich von Willy Birgel. Sehr bestimmend als Kapellmeister an das Reußische Theater in Gera. Es folgte im März 1936 nach Gastspiel das Engagement in Gießen, wo mich die reizvolle Aufgabe erwartet, die musikalische Führung der Operette zu übernehmen. Maria Gerhardt: „In Mainz, am schönen Rhein, da hab' ich meine Jugend verbracht!" Mein erstes Theatererlebnis in einem kleinen rheinhessischen Dorf war bestimmend ürs ganze Leben. Ein Jahr vor dem Maturum »in ich den engen Schulbänken ausgekniffen, nach Frankfurt, auf die Schauspielschule. Am Frank- urter Schauspielhaus wurde ich eingeweiht in das große Geheimnis des Theaters, um dann, nach zwei Jahren, erfüllt von alledem, was ich gelernt hatte, auf das deutsche Theater losgelassen zu werden. Am Stadttheater München-Gladbach verbrachte ich mein Anfängerjahr. Am Landestheater für Pfalz- und Saargebiet, Kaiserslautern und am Schlesischen Landestheater lernte ich Licht- und Schattenseiten eines Wandertheaters kennen. Nach zwei Jahren Memel kamen dann drei Jahre Hanau- Aschaffenburg. Mit der kommenden Spielzeit gehöre ich dem Ensemble des Gießener Stadttheaters an. Erfüllt von froher Arbeits- und Spiellaune hoffe ich, mich in einigen Wochen — als Chargenspielerin verpflichtet — persönlich vorstellen zu können. für meine (Entwicklung war Richard D o r n s e i f f (jetzt Oberspielleiter am Landestheater in Stuttgart). Ich liebe das Theater und alles, was dazu gehört. Jetzt freue ich mich sehr auf die Arbeit in Gießen. (Verpflichtet als Naturbursche und jugendlicher Liebhaber.) Krnst August Waltz An der „Waterkant" in der Nähe von Hamburg wurde ich geboren. Schon während meiner Schulzeit verspürte ich den Drang zum Singen und Neue Mitglieder des Gießener Stadttheaters stellen sich vor gen auf die Ofizierslaufbahn zunichte. Ich wandte mich, da ich schon in manchen theatralischen Veranstaltungen der Theresianischen Akademie Bühnenbegabung hatte erkennen lassen, nun den Brettern, die die Welt bedeuten, zu. Mein Vater ließ mich in Wien ausbilden, und ich erhielt mein erstes Engagement 1924 in Troppau, dann folgte Teplitz- Schönau, Linz, Sommer 1935: Theater in der Josefsstadt Wien, Aussig. Ich darf sagen, daß ich in allen diesen Städten mit großem Erfolg tätig war. Es würde mich freuen, wenn es mir jetzt vergönnt fein sollte, in dem Lande, das besonders berufen und ausersehen ist, Heimstatt der deutschen Schauspielkunst zu sein, (als Charakterbonvivant) auch so erfolgreich zu wirken, wie es mir bisher gelungen ist, und wie ich es für die Zukunft erhoffe. Hans H. Hampel: Geboren am 2. Juni 1911 in Neumünster in Holstein. Erster Klavierunterricht mit vier Jahren. Nach Ablegung der Reifeprüfung mit 16 Jahren Hilfsorganist an der Apostel-Kirche Hamburg. 1928 Aufgabe des Orgelspiels und Eintritt in die Meister- klasse für Klavier (Professor Violin) und für Harmonielehre. Kontrapunkt und Partituren (Professor H. Schenker) von der Hochschule Wien und später bei Hans F. Schaub, Hamburg. 1932 Spanien» und Südamerika-Reise und anschließend erstes Engagement, und zwar unter Dr. Carl Böhm als Solorepetitor an der Hamburgischen Staatsoper. 1934 die erste leitende Position, die eines Kapellmeisters und Chordirektors an der Schiller-Oper Hamburg-Altona. Hier die ersten Theater-Erfolge: neben sämtlichen Operettenpremieren Uebernahme des „Tannhäuser" mit Fritz Soot als Gast und zur Reichstheaterwoche Paul Graeners Oper Han- neles Himmelfahrt" mit Margarete Arndt-Ober a G und in Anwesenheit des Komponisten. 1935 Zeitschriften. — E i n Brief von Hans Grimm an die Herausgeber des „Inneren Reiches" eröffnet bas Septemberheft dieser Zeitschrift (Verlag Albert Langen/Georg Müller, München, Preis pro Heft 1,80 RM., verteljährlich 4,80 RM). Er legt dar, warum ein Aufsatz von so allgemein weltpolitischer Bedeutung, wie der des Reeders Kurt Moermann über „Europäer und Asiaten in Afrika" gerade in den Rahmen dieser Zeitschrift gehört. Es wird mit diesem Aufsatz und dem ihn einführenden Brief gerade den Menschen, die um der Werte der Innerlichkeit willen meinen, sich von den großen politischen Entscheidungen fernhalten zu können, gezeigt, daß zur Lösung der „imperialen Aufgabe der Seele" auch der Blick auf die weltpolitischen Entscheidungen gehört. Unter den dichterischen Beiträgen steht, neben dem Schluß der Erzählung von Friedrich Griese „Das Kind des Torfmachers", eine An,zahl von Taqebuchblättern Hans Carosfas, Gedanken und Aufzeichnungen eines weisen und gütigen Menschen und Dichters. — Zwei Aufsätze Über das Schaffen des Epikers Friedrich Griefe (von H. W. Keim) und über die Lyrik von Hermann Claudius (von Kurt Mattbies) deuten die Besonderheit niederdeutschen Menschen- und Dichtertums an zwei großen beispielhaften Vertretern. Von stärkster aktueller Bedeutung ist der Beitrag von Rudolf Fahrner über Ernst Moritz Arndt, der in seiner Gegenwärtigkeit gezeigt wird, indem die ungeheure Spannung, die sein Leben durchzieht und bezeichnet, von unseren heutigen weltanschaulichen Fragen her in ihrer tiefsten völkischen Bedeutsamkeit erkannt wird. Victor von Gschmeidler: 1902 geboren, Sohn eines österreichischen Staatsbeamten, war ich ursprünglich für die Offizierslaufbahn ausersehen und von 1913—1920 Zögling der Theresianischen Akademie in Wien, besuchte das dortige Gymnasium und machte 1920 mein Matur. Der Zusammenbruch 1918 machte meine Hoffnun- Deutschland schützt seine Volksgenossen im Ausland. Neichsminister Dr. Goebbels vor der deutschen Kolonie in Venedig. Straßenpolizei im Kampf gegen die Verkehrsunfälle. Berlin, 31. Aug. (DNB.) Der Chef der Ord- nungspolizei, General Daluege, eröffnete in der Jrnrnrnelmann-Kaferne in Schöneberg den ersten Straßenpolizeilehrgang für motorisierte Gendarmeriebereitschaften. Die 450 Lehrgangsteilnehmer sind ehemalige Feldjäger, die bisher in der Schutzpolizei Dienst taten und jetzt aus ganz Preußen für diesen Lehrgang zusammen- gezogen worden sind, um nach Ablauf eines Vierteljahres als geschulte motorisierte Gendarmeriebereitschaften im Straßendienst auf d e m flachen Lande eingesetzt zu werden, ähnlich den motorisierten Schutzpolizeibereitschaften, die in den Großstädten Dienst tun. Rein kraftfahrtechnisch sind diese Lehrgangsteilnehmer bereits in Suhl ausgebildet worden. General Daluege erklärte: Die Belehrung über die Verkehrsvorschriften müsse noch stärker als bis- Von Paul Eipper. Still und geruhsam zieht bas Paddelboot seine Bahn. Wer paddeln will, muß Zeit haben, dafür bieten sich ihm immerzu neue Möglichkeiten schönsten Naturgenusses. Im Verweilen findet der paddelnde Tierfreund den innigen Anschluß an die belebte Welt des Wassers, der Rohrschungeln, des durch die Luft, gleiten gekurvt auf ben Seespiegel schnappen ihre Beute im Voruberhuschen Es g bt zierlich feine Libellen mit ganz dünn m Nadelle b sepiabraune, schwarze, zinnoberrote. Alle haben s gläsern durchsichtige Flügel, auch die schweren, dick köpfigen Räuberlibellen, deren dicker Leib blau schwarz gestreift ist, zuweilen smaragdgrün glanzt. Smaragdgrün! Dort auf dem Schilfrohr sitzt em Laubfrosch, smaragdgrün mit gUtzernden Goldpunkten. Säße der muntere Bursche auf gelbem oder braunem Grund, wurde seine Hautfarbeganz anders sein; er ist ein fast ebenso guter Derwand- lunqskünstler wie das Chamäleon. immer» Solche Beobachtungen kann der ^abbler immer zu anstellen; er wird aus dem friedlichen Sonnenschlaf kurz vor der Dämmerung geweckt well Die Wasserfrösche ihr vielstimmiges Abendkonzert beginnen; es ist sehr wechselvoll denn neben dem Diskant singen auch sehr gewichtige! Basse mit. Salamander im Sumpf, 3/erliche Fische dicht ne den dem treibenden Kanu! welche Bielfalt der Farben Formen und Bewegungen tierischen Lebens! Aber am unterhaltsamsten, am ften bleibt doch die Vogelwelt, das gestederte,. beschwingte, schmatzende, schilpende sch"°"ernd^, jubl lierende Reich der großen und kleinen Flieger. Wildenten in der Liebeszelt, das überlang auf ragende Schreckgespenst der Rohrdommel; die Brutpflege beim Fischreiher, beim Sumpfhuhnchen, beim Rohrsänger; der herrlich kreisende Flug des Raubvogels; all dies erschließt sich dem beschau- lich-n Paddler, wenn er mit S«MnbJ:u»'n zu- aleich das Dasein rings um sich u„rächtet. 0 e? wird schier Unglaubliches plötzlich erleben, wird entdecken! daß ein struPP-k' «M» chen dicht neben ihm am dünnen Schilfrohr m «fft imei Tage alte Kmd jenes ^-i^Nobrsänaers das sich gleich dem Wasser- und SS"».« der schönen ^Andeutungen'sind^g-g-ben, wenige Beispiele nur; big Wirklichkeit ist viel reicher und blühend bunt. Spielzeit 1931/32 am Neuen Schauspielhaus in Wilhelmshaven die Sporen verdienen konnte. Es folgte 1932/33 Stadttheater Greifswald, 1933/35 Stadttheater Kottbus, 1935/36 Staatstheater Danzig. Darauf nahm ich ein (Engagement am ßanbes- theater Rudolstadt an. — Uno nun freue ich mich auf Gießen, das mir so oft in so reizenden Urteilen geschildert worden ist. Ich komme gern und hoffe zuversichtlich, daß ich (als erster Tenor) den Gießener Theaterfreunden gut gefallen möchte. Venedig, 31. Aug. (DNB.) Am Morgen vor seiner Abreise aus Venedig hatte Reichsminister Dr. Goebbels im Hotel Excelsior eine Abordnung der deutschen Kolonie empfangen. Dr, Goebbels erklärte in einer kurzen Ansprache u. a.: Der Auslanddeutsche müsse sich auf vorgeschobenem Posten als Pionier seines Volkstumes bewähren. Die Geschichte habe bewiesen, daß die Weltvölker nicht zuletzt dadurch groß und stark geworden seien, weil sie jeden einzelnen ihrer Angehörigen, ob hoch oder niedrig, arm oder reich, als zum Volkstum gehörig und daher äußerst wertvoll für ihr Volk betrachteten. Dieses Gefühl habe früher in Deutschland sowohl in der Heimat wie auch bei den Deutschen im Ausland gefehlt. Dr. Goebbels wies die Auslanddeutschen daraus hin, daß gerade in diesen Tagen durch Entsendung deutscher Kriegsschiffe nach Spanien zum° Schutze der Reichsangehörigen dieser gewaltige Wandel aller Welt sichtbar zum Ausdruck gekommen sei. Was wäre wohl aus unseren braven Landsleuten geworden", so rief Dr. Goebbels aus, „wenn wir sie dem roten Mob schutzlos preisgegeben und nicht einen Teil der deutschen Kriegsflotte an die spanische Küste geworfen hätten, mit dem für alle Welt deutlichen Befehl, Leben, Ehre und Eigentum der Deut chen zu schützen? Diese Sprache hat die ganze Welt verstanden. Auch für Sie ist das Bewußtsein der Rückendeckung in der Heimat ein erhebendes Gefühl, wenn Sie auch das Glück haben, in einem mit uns freundschaftlich verbundenen Lande zu leben Mit ihren auslanddeutschen Kameraden in aller Welt können Sie jetzt die stolze Ueberzeugung haben, daß Sie nicht mehr allein auf vorgeschobenem Posten stehen, sondern daß Sie die Glieder eines großen und st arten Volkes sind. kostbarer? Fridericus in der Dorfschule. Von O. G. Foerster. Um 1780 unternahm Friedrich der Große eine Inspektionsreise durch Pommern. Ein Stettiner Regierungsrat begleitete den König und fuhr mit ihm ifi der Kutsche durch die Dörfer. „Ich höre, Ihr seid mit den Schulmeistern in den Dörfern unzufrieden", wandte sich der König an den Rat. Was habt Ihr an ihnen auszusetzen?" Der Regierungsrat erstattete sofort einen ausführlichen Bericht. Von den ehemaligen Soldaten und Unteroffizieren erzählte er, die gerade lesen, schreiben und rechnen könnten, sonst aber auch nichts von der großen Welt wüßten und darum an der Unwissenheit der Dorfleute schuld wären. „Alle diese Leute", so schloß der Rat seinen Bericht, „so durch die Gnade Eurer Majestät Schulmeister in unseren Dörfern wurden, sind selbst ungelehrte Menschen, und sie vermögen es vor allem nicht, den Kindern die notwendigen ethischen, religiösen und philosophischen Belehrungen zu erteilen, die der Mensch für sein Leben braucht." Der König hörte die Beschwerde schweigend an. Im nächsten Dorf ließ er den Reisewagen halten. Friedrich stieg aus und sagte: „Kommt, Herr Rat, wir wollen hier einmal in die Schule gehen und selbst zusehen, was der Schulmeister treibt. Als der König und der Rat in die Sckulstube traten, fanden sie darin fünfzig KUiber und einen graubärtigen Stelzfuß vor. Der Schulmeister erkannte den König und fragte nach seinen Befehlen. „Wie heißt Er?", fragte Friedrich barsch. „Johann Mietenstock, Eure Majestät. „Was war Er, ehe Er Schulmeister wurde? „Korporal in Eurer Majestät Armee! „Er hat nur ein Bein. Wo verlor Er das andere? „Bei Leuthen, Majestät." _ . Der König nickte und sah nach dem Stundenplan. „Stell' Er ein paar Fragen aus der Weltkunde! Ich will sehen, was Er den Kindern beigebracht hat Der Schulmeister richtete sich zu soldatischer Straffheit auf und lächelte ermunternd den verwunderten Reichsimnister Dr. Goebbels stattete Montag vor- mfttag dem Sitz der Bezirksleitung Venedig der Faschistischen Partei gemeinsam mit Propagandaminister Alfieri einen Besuch ab. Dor dem Parteihaus waren Ehrenabordnungen der faschisti- chen Organisation angetreten. Helle Trompetenklänge empfingen die beiden Minister. Nach einem kurzen stillen Gedenken am „Sacrario", dem mit den Fahnen der alten faschistischen Sturm- bataillone geschmückten Ehrenraum für die Blutopfer des Faschismus, besichtigte Dr. Goebbels die Tagunas- und Geschäftsräume des Hauses. Er ließ sich besonders über das System des Karteiwesens unterrichten und fand Worte ehrlicher Anerkennung für die praktische Organisation. Dann fuhr er mit seinem italienischen Kollegen Alfieri im Motorboot Flughafen. Hier verabschiedeten sich Reichs- er Dr. Goebbels und seine Frau mit Herzminister Dr. Goebbels und seine Frau nut herzlichen Dankesworten für die herrlichen Tage in Venedig von dem italienischen Propagandaminister Alfieri und anderen italienischen Persönlichkeiten, die zu dem vollen Gelingen dieser Tage beigetragen haben. Beim Passieren der italienischen Grenze sandte Reichsminister Dr. Goebbels vom Flugzeug aus folgendes Funktelegramm an M u f f o l i n i: „Ich bin von dem fo herzlichen Empfang in Venedig durch Behörden und Bevölkerung tief gerührt und spreche mit meiner Frau dafür Ew. Exzellenz meine herzlichste Dankbarkeit aus. Ich fühle mich glücklich, mit meinem Kollegen Alfieri die so wohltuende Uebereinftimmung unserer Gedanken und Ziele festgestellt zu haben. Ich bitte Ew. Exzellenz, meine und meiner Frau ergebenste Grüße entgegennehmen zu wollen. Dr. Goebbels." wollte „Opernsänger" werden. Doch den lieben Eltern schien „der Sänger" kein Beruf und ich mußte Handlungsgehilfe werden. Als eines Tages Kapellmeister Scheyder vom Staatstheater Hamburg einige Vorträge von mir hörte und mir zusicherte, daß ich mit meiner Stimme einen Weg machen würde, war es aus mit dem Handlungsgehilfen. Seitdem habe ich mich mit dem Gesangs» ftubium befaßt, so daß ich mir nach drei Jahren des Studiums bei Kapellmeister Scheyder in der Als außergewöhnliche Ehrung für den deutschen Gast war für Sonntagabend das zweimal jährlich stattfindende traditionelle große Kanal-Fest am gesetzt worden. Reichsminister Dr. Goebbels war mit seiner Begleitung im Hause des Grafen Dolpi, des Präsidenten der Biennale Zeuge dieses echt venetianischen Festes. Dicht gedrängt lagen die venetianischen Gondeln auf dem Eanal Grande nebeneinander. Im Wasstr mischte sich der Wiber- chein der festlichen Illumination der Palaste und der Lichterketten, die sich von Haus zu Haus zogen mit dem Glanz der in allen Farben leuchtenden Lampions auf den Gondeln. In der Mitte dieses einzigartigen Lichter- und Farbenrausches schwamm, aus allen Seiten von den venetianischen Gondeln einqeschlossen, der „Bucintoro", das große Floß, auf dem ein Orchester mit Sängern und Chor musizierend durch Venedig fuhr. Unübersehbar war die Zahl der Gondeln, die den ganzen Kanal Grande bis zur Rialto-Brücke und auf der anderen Seite bis zur Kirche Santa Maria della Salute füllten. In der Ferne waren sie nur noch als leuchtende Pünktchen zu erkennen. Die klangvollen Arien der klassischen italienischen Opern und die stimmungsvollen Weisen der alten venezianischen Volkslieder wurden abgelöst durch ein Singen und Klingen, das von Boot zu Boot weitergetragen wurde und ganz Venedig in eine fröhlich beschwingte Kindern zu. Dann begann er, seine Fragen zu stellen, die von den Kindern beantwortet wurden. „Wo sind wir hier?", fragte der alte Schulmeister. „In Niederwitz!", antwortete ein Kind. „Wo liegt Niederwitz?" „Niederwitz liegt in Pommern." „Und wo liegt Pommern?" „Im Königreich Preußen." „Und das Königreich Preußen?" „In Deutschland." Hier begann der Rat, ärgerlich den Kopf zu schütteln Der König aber, der diesem Frage- und Antwortspiel aufmerksam zuhörte, wies ihn durch einen r+renqen Blick zur Ruhe. Gont Deutschland?", fragte der Stelzfuß roeiu. „Deutschland liegt in Europa." „Und wo liegt Europa?" „Europa liegt auf der Erde." „Und die Erde?" „Die Erde liegt in der Welt." Hier schien es auch dem König zuviel zu werden, aber als er sich nun räusperte und gerade einen Einwurf machen wollte, stellte der Schulmeister noch eine Frage. ,,Unb wo liegt bie Welt?" Wieber schüttelte ber Rat ben Kopf, unb auch der König runzelte die Brauen über so eine unsinnige Frage. _ , . Aber siehe da! Wieder gingen em paar Dutzend Finger in Höhe, und ein kleines Mädchen stand auf, sah die beiden Gäste ernst an und erwiderte: „Die Welt liegt in Gottes Hand." Da wurden die Züge des Fridericus milde, er ging auf bas kleine Ding zu unb strich ihm mit ber Hanb über ben Blonbkopf. Dann trat er zu bem alten Korporal. , ,ri Ich bin mit Ihm zufneben, Schulmeister! , sagte er. „Fahre Er nur weiter so fort. Ich will Ihm sein Gehalt um einen Dukaten erhöhen." Da konnte ber alte Solbat nicht anbers: bie ruhmreichen Tage von Roßbach unb Leuthen stauben leuch- tenb vor seiner Seele auf, er hob bie Hanb unb schrie in bröhnenbem Korporalsbaß: „Vivat Fribericus!" Unb bie Kinber schrien aus aller Kraft mit unb umringten ben König mit stolzen unb lachenben Gesichtern. Als ber König wieber in feiner Kutsche saß unb über bie Dorfstraße in bas weite Laub hinausfuhr, roanbte er sich an ben Rat: „Nun, Herr Rat, mir scheint, auch Ihr habt in biefer Schule noch zuge- ! lernt! Ober wußtet Ihr, wo bie Welt liegt? — Laßt mir diesen alten Schulmeister in Ruhe, er bringt ber ■ Kinbern eine bessere Philosophie bei als alle Eure i gelehrten Bücherschreiber!" t Der Mensch fühlt, baß er nicht allein lebt auf “ A biefer (Erbe, fonbern baß in Luft unb Strauch, im Wasser, auf ben Bäumen, im Sumpf unb überall auch anbere Geschöpfe sich bes Daseins freuen, ihre großen unb kleinen Sorgen erleben unb ihre „Seligkeit" Wirb baburch nicht auch seine Welt weiter unb her schon In der frühesten Jugend ein» setzen. Vorbedingung für den Erfolg überhaupt seien klare Gebote und Verbote. Die Polizei werde im Laufe der Zeit dazu übergehen, die gebührenpflichtigen Verwarnungen zu erhöhen, damit jeder lerne, sich dem Gemeinwohl ünterzuordnen. Die Justiz werde scharf durch- a r e i f e n müssen, wenn die Strafe von erzieherischer Wirkung sein solle. Für eine gerechte, dem Dolksempfinden entsprechende Strafe seien die Vorermittlungen der Straßenpolizei von wesentlicher Bedeutung. Oer Wachtmeister-Ersatz der Schutzpolizei. Berlin, 31. Aug. (DNB.) Der Reichsführer SS. und Chef der deutschen Polizei macht in einem Runderlaß den Polzeibehörden und Landesregierungen Mitteilung von einer Vereinbarung mit dem Reichskriegsminister, wonach der Ersatz der Wachtmeister fürdie Schutzpolizei aus den im Herbst 1936 aus der Wehrmacht ausscheidenden zwei- bis fünfjährig gedienten Soldaten zu entnehmen ist. Rach einer Anweisung des Reichskriegsministers legen die für die Wachtmeisterlaufbahn der Schutzpolizei in Frage kommenden Wehrmachtsangehörigen ihre Anträge auf Einstellung in die Schutzpolizei auf dem Dienstwege vor. Außer einer vorwurfsfrei abgeleisteten Dienst- z e i t bei der Wehrmacht von mindestens zwei, höchstens fünf Jahren, sind die üblichen für die Einstellung in den Polizeidienst geltenden Bedingungen zu erfüllen, vor allem müssen die Bewerber vor ihrem Eintritt in die Wehrmacht der NSDAP, oder ihren Gliederungen a n g e h ö r t haben. Aus aller Wett. Münchener Schach-Olympia 1936. In der am Montag gespielten Runde der Münchener Schach-Olympiade traf Deutschland mit Dänemark zusammen. Andersen spielte gegen Richter. Richter machte in der Eröffnung einen etwas tollkühnen Versuch, zu gewinnen, scheiterte aber an der Verteidigung seines Gegners. Die Partie wurde in ein Endspiel übergelenkt. In der Abbruchstellung hat Andersen einen Bauern mehr in etwas besserer Stellung. Ein Damenbauernspiel Norman Hansen gegen A h u e s wurde von Ahnes ziemlich rasch gewonnen. Er öffnete in geschickten Angriffen mit drei Figuren auf den König und fetzte seinen Gegner matt. Engels wollte gegen B. Nielsen sehr rasch die Entscheidung herbeiführen, übersah eine Gegendrohung und verlor die Qualität. In der Abbruchstellung hat Engels nur geringe Aussichten auf ein Unentschieden. In der Partie Hage— Carls spielte der Bremer Meister wieder seine c-4-Partie und vollbrachte eine gute Leistung. Damit hat Carls Aussichten auf Gewinn. I. Nielsen ließ sich von R e l l st a b in einem angenommenen Damengambit mattsetzen. Sörensen eröffnete gegen Dr. R ö d l in offener spanischer Verteidigung; oie Partie endete unentschieden. Christiansen remitierte gegen Hei - necke in einer holländischen Partie. Der Montagnachmittag war der Erledigung der zahlreichen noch schwebenden Partien gewidmet. Es wurden alle Partien beendet. In der Gesamt- wertung führt nunmehr Ungarn mit 106 Punkten vor Polen mit 102 und Deutschland mit 101 Punkten. Es folgen dann Jugoslawien 100^, Tschechoslowakei 99, Oesterreich 92%, Lettland 91%, Dänemark 88^, Schweden 87^, Estland 86, Litauen 73, Finnland 71, Holland 69%, Rumänien 66%, Brasilien 63 (Endergebnis, da in der letzten Runde spielfrei), Norwegen 61, Schweiz 56%, Island 54, Italien 53%, Frankreich 40%, Bulgarien 36. Von der 14. Runde endete der einzige noch ausstehende Wettkampf Holland — Brasilien mit 4% ju 3% zugunsten der Holländer. Don der 15. Runde wurden folgende Treffen beendet: Estland — Jugoslawien 4:4, Rumänien — Litauen 4:4, von der 16. Runde Litauen — Tschechoslowakei 4:4, Dänemark — Rumänien 4%:3%, Jugoslawien — Brasilien 6:2, von der 17. Runde Italien — Holland 3% zu 4%, Tschechoslowakei — Dänemark 5:3, Schweiz gegen Litauen 5:3, Polen — Island 6%:1%, Deutschland — Lettland 6%:1%, von der 18. Runde Island — Deutschland 2%:5%, Litauen — Polen 1:7, Jugoslawien — Ungarn 3:5, Bulgarien — Brasilien 4:4; von der 19. Runde Brasilien — Norwegen 4^:3%, Finnland — Bulgarien 5%'.2%, Ungarn — Schweden 2%:3%, Italien — Jugoslawien 3:5, Polen — Dänemark 5:3, von der 20. Runde Litauen — Lettland 4:4, Dänemark — Deutschland 3:5, Oesterreich ge- gegen Polen 4:4, Holland — Schweiz 5:3, Frankreich — Tschechoslowakei 1%:6%, Jugoslawien gegen Rumänien 6%:1%, Schweden — Italien 6% zu 1%, Bulgarien — Ungarn %*.!%, Norwegen gegen Finnland 4:4 und Estland — Brasilien 6%\3%. Wirtschaft Neuregelung der Oettuchenpreise. Fwd. Der Vorsitzende des Verwaltungsrats der Reichsstelle für Getreide, Futtermittel und sonstige landwirtschaftliche Erzeugnisse hat nach Anhörung des Verwaltungsrats durch eine im „Deutschen Reichsanzeiger" erscheinende Anordnung die lieber» nähme- und Verkaufspreise der dem Maismonopol unterliegenden Waren, für die die bisherige Preisregelung am 31. Aug. 1936 abläuft, für die Zelt vom 1. September bis zum 31. Dezember 1936, bei Fisch- und Fleischmehlen u. a. bis zum 31. Oktober 1936, im allgemeinen in der bisherigen Höhe festgesetzt. Bei Oelkuchen ist eine Aenderung der Monopoloerkaufspreise vorgenommen worden. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß die Preise für die einzelnen Oelkuchenarten bisher nicht in bem Verhältnis zueinander standen, wie es ihrem Fütterungswert nach Protein- und Fettgehalt entspricht. Diesem Umstand wird jetzt dadurch Rechnung getragen, daß der bisherige Preis für Soiaextraktions- schrot beibehalten wird und nach ihm die Preise für die anderen Oelkuchenarten ausgerichtet werden. Das hat zum Teil erhebliche Senkungen der Preise für Oelkuchen zur Folge. Die bisherigen Frachtzuschüsse für Oelkuchen, die die Landwirtschaft in einzelnen Gebieten des Reiches über weite Entfernungen beziehen muß, können vom 1. September 1936 ab nur noch für Sojaextraktionsschrot gewährt werden. Eine nicht unbeträchtliche allgemeine Verbilligung auch für Oelkuchen wird für die verbrauchende Landwirtschaft durch eine Neuregelung der ortsüblichen Zuschläge im Handel mit Futtermitteln herbeigeführt werden. Mein-Mainische Börse. Mtlagsbörse uneinheitlich. Frankfurt a. M., 31. Aug. Auch zu Beginn der neuen Woche verkehrte die Börse in sehr stiller Haltung. Am Aktienmarkt war die Kursentwicklung nach dem schwachen Verlauf vom Samstag uneinheitlich, da noch kleine Abgaben vorlagen, andererseits auch auf dem ermäßigten Kursstand kleine Nachfrage bestand. Die Veränderungen bewegten sich zumeist innerhalb eines Prozentes, wobei zu den ersten Kursen Abschwächungen überwogen haben. Später zeigte sich verschiedentlich Nachfrage. Montanaktien lagen überwiegend 0,13 vis 0,25 v. H. leichter, mäßig höher Klöckner, Buderus und Rheinstahl, Harpener unverändert. Am Chemiemarkt eröffneten IG.-Farben mit 158,25 (158), Scheideanstalt mit unverändert 271,50, Deutsche Erdöl gaben etwa 0,75 v. H. nach. Don Elektroaktien waren Licht & Kraft noch 2 v. H. und Schuckert noch 1 v. H. niedriger, AEG., Gesfürel und Mainkraft bröckelten bis 0,50 v. H. ab, während Bekula und Siemens je 0,50 v. H. anzogen. Von Maschinenwerten fetzten Muag 0,25 v. H. höher und Eßlinger unverändert ein, Moenus verloren 0,50 v. H., Gedr. Junghans 1,50, ferner Daimler 0,40 und BMW. 0,90 v. H. schwächer. Zellstoffaktien ließen bis 0,65 v. H., Reichsbank und Rheinmetall-Borsig je 1,50 v. H., AG. für Verkehr 1 und Cement Heidelberg 0,75 v. H. nach. Westdeutsche Kaufhof und Holzmann erhöhten sich bis 0,50 o. H., Kunstseide Aku unverändert 60 v. H. Der Rentenmarkt war weiter etwas befestigt, aber still. Altbesitz 114,25 (113,75), Städte- Altbesitz im Freioerkehr 114 bis 114,25, dagegen gingen Kommunal-Umschuldung auf 88,05 bis 88,10 (88,25) zurück. Späte Schuldbuchforderungen und Zinsvergütungsfcheine blieben behauptet. Von Auslandrenten lagen Steg-Prior, im Freiverkehr etwas fester. 3proz. von 1895 4,40 bis 4,50 (4,30), 4proz. von 1883 etwa 11,50 bis 11,75 (11). Im Verlaufe war die Haltung am Aktienmarkt fester. Besonders in Montanwerten ergaben sich auf Rückkäufe und Deckungen Erhöhungen von 1 bis 2 v. H. Auch JG.-Farben 1,25 v. H. höher mit 159,50, ferner Westdeutsche Kaufhof 52,25 nach 51,25, Zellstoff Waldhof 143 nach 141. Auf den übrigen Marktgebieten betrugen die Besserungen zumeist bis 1 v. H. Die erst später notierten Werte lagen noch etwas niedriger. Am Rentenmarkt blieben die Anfangskurse gut behauptet, Kommunal-Umschuldung 88,15 nach 88,10. Variable Industrie-Obligationen lagen etwas uneinheitlich. Am Pfandbriefmarkt bestand etwas Nachfrage, es ergaben sich aber feine Veränderungen. Stadtanleihen notierten zumeist 0,25 bis 0,40 d. H. fester, nur Wiesbaden von 1928 92,65 (93) und Heidelberg mit 91,75 (92). Jrn Freiverkehr erhöhten sich 3proz. Seg-Prior. auf 4,60 nach 4,45. Jrn Freiverkehr galten: Adlerwerke 110,50, Auto-Union 121,50 Brief, Wayß & Freytag 116, DDM. 133, Kali Wintershall 118 und Dyckerhoff Cement 138. Tagesgeld unverändert 3 v. H. Abendbörse welker befestigt. Bei allerdings nicht sehr lebhaften Umsätzen erfuhren die Aktienkurse an der Abendbörse weitere Aufbesserungen von etwa 0,50 bis 1 o. H. gegen den Berliner Schluß. Die Kulisse schritt zu weiteren Deckungen, doch erfolgten auch Käufe des Publikums. Besonders am Montanmarkt wollte man solche Erwerbungen beobachtet haben. Verein. Stahlwerke etwas lebhafter mit 105 bis 105,65 (104), ferner Mannesmann 105 (103,90), Rheinstahl 133,50 (132,50). JG.-Farben erhöhten sich auf 159,90 (158,90), Daimler Motoren auf 121 (119,50), Aschaffenburger Zellstoff auf 116,50 bis 117(115,75) und Gebr. Junghans nur zum Einheitskurs auf 97 (95,50) bei 50 v. H. Zuteilung. Auf den übrigen Marktgebieten war das Geschäft ziemlich gering. Südd. Zucker kamen 1,50 v. H. niedriger zur Notiz mit 208, waren aber so gefragt. Im Freiverkehr erhöhten sich Adlerwerke Kleyer auf 111,50 (110,50). Deutsche Renten lagen still und unverändert. Von Stadtanleihen befestigten sich 4)^proz. Hanauer auf 93,50 (93). Am Auslandsrentenmarkt hatten österr.-ungar. Vorkriegsanleihen weiter feste Haltung und lebhaftes Geschäft, 3proz. Steg-Prior, von 1895 4,85 bis 4,95 (4,70), ferner Oesterr. Silber- Rente 3,25 (3,10), 4proz. Oesterr. Einheits- (Juli) Rente 2,05 (1,85). 11. a. notierten: 4Xproz. (1947er) Verein. Stahlwerke 95,50, 6proz. JG.-Farben-Bonds 124,75, Reichsbahn-VA. 122,75, 4^proz. Oesterr. Silber- Rente 3,25, 4proz. Einheits-Rente 2,05, 4proz. Ungar Gold 8,95, 4proz. Ungarn Kronen 2,30, 4>4proz. Goldrumänen 9,75, Adca 83,75, Commerzbank 99,25, DD-Bank 98,50, Dresdner Bank 98,50, Buderus 109,50, Harpener 129,25, Mannesmann 105, Hoesch 106,50, Nheinstahl 133,50, Verein. Stahl 105 bis 105,65, Aku 61, AEG. 37, Daimler 121, Deutsche Erdöl 125, Scheideanstalt 272, Eßlinger Maschinen 98,50, JG.-Farben 159,90, Felten 127,75, Gesfürel 132,50, Goldschmidt 112, Holzmann 123,50, Junghans E 97, Muag 118,50 Moe- nus 93, Schuckert 149,25, Westdeutsche Kaufhof 53, Zellstoff Aschaffenburg 116,50 bis 117, Südd. Zucker 208, AG. für Verkehr 114. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 31. Aug. Auftrieb: Rinder 266 (gegen 373 am letzten Montagsmarkt), darunter 31 (22) Ochsen, 55 (99) Bullen, 144 (211) Kühe, 36 (41) Färsen. Zum Schlachthof direkt: 13 Ochsen, 1 Bulle, 2 Kühe, 4 Färsen. Kälber 419 (573), Hümmel und Schafe 66 (157), Schweine 1068 (1038). Notiert wurden pro 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 42 bis 45 (am 24. Aug. 43 bis 45). Bullen a) 40 bis 43 (41 bis 43), b) 39 (39). Kühe a) 40 bis 43 (40 bis 43), b) 34 bis 39 (35 bis 39), c) 33 (28 bis 33), d) 25 (25). Färsen a) 41 bis 44 (41 bis 44). Kälber andere a) 89 bis 93 (88 bis 92), b) 80 bis 88 (81 bis 87), c) 71 bis 79 (72 bis 80), a) 60 bis 70 (60 bis 71). Hämmel b2) 55 bis 58 (55 bis 57). Schafe e) 50 bis 55 (49 bis 50), f) 48 (42 bis 48). Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51). Sauen gl) 56 (56). Marktverlauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt. Kälber, Hämmel und Schafe lebhaft, ausverkauft. Großmarkt für Fleisch und für Fettwaren. Beschickung: 939 Viertel Rindfleisch, 516 halbe Schweine, 100 ganze Kälber, 39 Hämmel, 28 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilogramm in Mark: Kuhfleisch a) 77, b) 65, c) 54. Farsenfleisch a) 80 (alles Höchstpreise). Kalbfleisch b) 105 bis 120, c) 90 dis 105. Hammelfleisch b) 100 bis 105. Schweinefleisch b) höchster Preis 74. Fettwaren. Roher Speck unter 7 Zentimeter 85 bis 88, Flomen 85 bis 88. Marktoerlauf: flott. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 31. Aug. Das Weizenangebot sowohl aus der Provinz, wie aus Nord- und Mitteldeutschland hält sich vor dem Monatswechsel wieder in sehr engen Grenzen, so daß die Nachfrage der Mühlen, die auch auf den Bezug der Pflichtlagerbestände bedacht sind, nicht ausreichend gedeckt werden kann. Roggen ist auch nur in kleinerem Umfange erhältlich, wenn auch die Versorgung der Landmühlen laufend vor sich. geht. Die Beanstandungen von Feuchtigkeitsgehalt und Hektoliter-Gewichten werden glatt geregelt. Die Umsätze- für Gerste für die verschiedenen Zwecke bleiben noch unbedeutend. Hafer fehlt am Markt. Weizenmehl wird lebhaft gefragt, während die Anlieferungen von Roggenmehl günstiger geworden ist. Außer Kleie und Weizen-Futtermehl bleibt es bei den übrigen Futtermitteln noch ruhig. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W13 197, W 16 200, W 19 204, W 20 206, Raaaen R 12 160. R15 163, R18 167, R19 169. Futtergerste und -bafer —. Weizenmehl Tnpe 790 W 13 28.75, W 16 29, W19 29, W 20 29,35, Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R15 22,80, R18 23,30, R 19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizen-Futtermehl 13,50. Weizenkleie W13 10,65, W16 10,80, W19 11, W 20 11,10, Roggenkleie R12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreise ab Müh. lenstation. Soyaschrot —, Palmkuchen —, Erdnußkuchen —, Treber 16, Trockenschnitzel —, Heu 4,60 bis 5, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt oder gebündelt 2. Kartoffeln: gelbfleischige hiesiger Gegend 2,80, weißschalige hiesiger Gegend 2,50 Mark per 50 Kilogramm bei Waggonbezug, Frachtparität Frankfurt a. M. Tendenz: ruhig. Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 708: Bekanntmachung KP 186 der Ueberwachnngsstelle für unedle Metalle betr. Kurs» preise. — 709: Zusatzkontingente für die Leipziger und Wiener Messe. — 710: Verordnung über die vorläufige Anwendung eines deutsch-österreichischen Verrecynungsabkommens. — 711: Abkommen über die Zahlungen im Warenverkehr zwischen dem Deutschen Reich und dem Bundesstaat Oesterreich (Deutsch - Oesterreichisches Derrechnungsabkommen). — 712: Verordnung über die vorläufiae Anwen- düng einer Vereinbarung über die Aenderung der 8. Zusatzoereinbarung zu dem vorläufigen Handels- abkommen zwischen Deutschland und Der Belgisch- Luxemburgischen Wirtschaftsunion. — 713: Unbefristete Beibehaltung der Reisefreigrenze im Verkehr von Danzig nach Polen und Deutschland. — 714: Umrechnungskurse in den Güter- und Tierverkehren mit dem Auslande. Bettelbriefschreiber treiben ihrUnwesen. LPD. F r a n f f u r t a. M., 31. Aug. In letzter Zeit häufen sich die Beschwerden über die sog. Bettelvriefschreiber. Es handelt sich hier meistens um vielfach vorbestrafte Personen, die ihr unsauberes Handwerk zu verschleiern suchen. Sie suchen aus dem Adreßbuch Adressen heraus und schreiben an bestimmte Personen Bettelbriefe. In dem Schreiben schildern sie ihre Notlage, obwohl sie Unterstützung oeziehen, und bieten sich an, evtl. Hausarbeiten zu verrichten. Dabei ist es ihnen mit der 5) aus arbeit nicht ernst, sondern sie gehen vielmehr daraus aus, Geldgeschenke oder andere Sachen zu bekommen. Sie begnügen sich auch mit abgelegten Kleidern und Wäsche. Diese Sachen werden aber sofort in der Herberge verkauft. Das ganze Verhalten dieser Personen ist nur als verschleiertes Betteln anzusehen. Die Polizei warnt daher das Publikum, diesen Personen etwas zu geben ober im Haushalt zu beschäftigen. Die Beschäftigung dieser Personen im Haushalt wird meistens zur Ausspionierung der Wohnräume ausgenutzt, um später einmal die Gelegenheit wahrzunehmen, in dem Hause einen Einbruch oder Diebstahl auszuführen. Rundfunkprogramm. Mklwoch. 2. September. 6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Musik in der Frühe. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Gaunachrichten. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nackrichten. 14.10: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 14.20: Länder und Lieder (III). 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Was bringen die Zeitschriften des Monats? 15.30: Nun raten mir einmal, Kurzszene. 16: Unterhaltungskonzert. 17.30: Der Kampf mit dem Sprudel. Funkbericht von einer Sehenswürdigkeit der Stadt Andernach. 18: Singendes, klingendes Frankfurt. 19.45: Nürnberg-Echo des Reichsparteitages 1936. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der jungen Nation. 20.45: Großes Blaskonzert. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.30: Nachtmusik und Tanz. 24 bis 2: Nachtmusik. Donnerstag, 3. September. 6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.30: Musik am Morgen. 10: Schulfunk. Volksliedsingen. 11: Nachrichten. 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Die Luftwaffe musiziert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Die Luftwaffe musiziert. 14: Nachrichten. 14.10: Nach Tisch gönnt euch ein wenig Rast, seid bei Frau Musika zu Gast! Französische Musik. 15: Volk und Wirtschaft. Ein Backstein für drei Pfennig. 15.15: Kinderfunk. 16: Unterhaltungskonzert. 17.30: Bilder aus dem alten Heere (I). Erinnerungen eines Militärs. 17.45: Das aktuelle Buch. 18: Konzert. 19: Die Krähe als Hellseher. Eine Bauernschnurre von Goswin P. Gath. 19.45: Nürnberg-Echo des Reichsparteitages 1936. 20: Nachrichten. 20.10: Großer Tanz- unb Unterhaltungsabenb. 22: Nachrichten (auch aus bem Senbebezirk). Nachrichten ber DAF. 22.30: Jetzt wirb getanzt. 24 bis 2: Nachtkonzert. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter ben Papieren angeführten Ziffern geben bie Hohe der zuletzt beschlossenen Dividenbe an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Jranfnirt a. Dl. | Berlin Schluß. kurS Schluß!. Abend- börse Schluß, furd Schluß!. Mittag« börse Dalum 29.8 31.8 29.8 31 8 6% Deutsche Reichsanlethe o. 1927 101,25 10.1,25 101,25 101,25 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 97,9 98 97,9 98 6%% Doung-Anlelhe von 1930 .. 102,5 102,65 —— — Deutsche Aul.-Ablos.-Schuld mit Ausloj.-Rechten ............ 113,75 114,25 114 114,25 47i% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1934, l...... 100,05 100 100 100 4Vi% ehern. 8% Hessischer Bolk^ staat 1929 (rückzahlb. 102%) .. 98,75 98,75 — 47i% ehern. 8% Hessische Landes baut Darmstadt Gold R. 12... 97 97 _ 97 67i% ehern. 4'/,% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstadtLiau. 101 101 _ 41A% ehern. 8% Darmst. Komm Landesb.Goldichuldverlchr R.t 93,13 93,4 _ _ Cbeihelien Provinz-Anleihe mii Auslos.-Rechten ............ 126 126 _ 126 Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 120,4 120 120 119,75 47i% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 97 97 6’/»% ehern. 4*/2% Franks. Hyp. Bank-Liqu.-Pfandbriese...... 100,75 100,75 _ 67i% ehern. 4 7i% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. ... 101 100,75 101,13 100,9 47i% ehern. 8% Pr. Landespfank briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 97,5 97,5 97,5 97,5 47i% ehern. 7% Pr.Landespsano vriesanst., Gold Komm. £61.20 95 95 95 95 Lteuergutsch.Berrechnungsk. 84-38 109,6 109,6 109,65 109,65 4% Oesterretchische Goldrente... 29 29,5 29,3 _ 4,20% Oesterretchische Silberrente 3 3,25 2,95 3,1 4% Ungarische Goldrente....... 8,8 8,95 8,9 8,9 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 47i% desgl. von 1913......... 8,1 8,13 8,3 8,25 8,5 8,4 8,5 — 5% abgest. Goldmsxikaner von 99 13,5 13,65 i 3,5 13,75 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie 1..................... _ _ _ _ Jranffurt a.M. Berlin Schlußkurs Schluß«. Abend« börse Schluß« furd Schlußk. Mittag« börte Datum 29 8- 31 8. 29.8 31-8- 4% oesgt. Serie h ............ 5% Diu man. vereinh. Rente v. 1903 4’/r%Rumän.vereinh.Rentev.lS13 4% Rumänische vereinh. Rente . 4 7*% Anatolier .............. Hamburg-Amerika-Paket .....0 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Prlvat-Bank ... 4 Deutsche Bank und Diskonto- Gesellschaft................ 4 Dresdner Bank.............. 4 A.E.G...................... o Bekula.....................g Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6 Licht und Kraft ............. 7 Felten & Guilleaume......... 4 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ 6 Rhein. Wests. Elektr.......... 6 Schuckert L Co............... 6 Siemens S Halske............ 8 Lahmeyer L Co.............. 7 Buderus ....... - Deutsche Erdöl .............. 4 Harpener................. 27i Hoesch Eisen—Küln-Neuessen .. 3 Ilse Bergbau ...............6 Ilse Bergbau Genüsse........6 Klöcknerwerke ...............8 Mannes mann-Röhren........8 9,8 5,4 43 13,9 14,25 113 123,5 99 99 99 182,5 36,75 150,5 123,5 145,5 126,75 132 128,75 148,5 181,75 139 107 122,75 128 104,9 133 107,5 103 6,4 9,75 43,5 13,75 14,25 114 99,25 98,5 98,5 182 37 151 124 144 127,75 132,5 125,25 130 149,25 183 138,25 109,5 125 129,25 106,5 133 109,75 105 6,5 9,55 5,4 43,5 14 40 14,25 112,13 124 99 99 99 182,25 36,75 151,25 124 145 126,25 132 124 129 147,13 181,5 138,75 107,5 121,65 128 104 161 133,5 108 103 6,5 9,9 5,4 43,25 13,9 39,5 14,13 113,9 123,25 99,25 98,25 98,25 181 36,75 151,5 125 143,4 127 132 125 131 148,5 183 139 109 124,5 128 105,75 162 133,5 110 103,9 Jranrfurt a. Dl. Berlin Schluß« furd Schluß!. Abend- börs? Schluß« lurd Schlußk. Mittagbörse Datum 29-8 31-8 29-8 31.8 Mansselver Bergbau...... 6 7i 147 146,5 147 146,5 Kolswerke ............... ... 6 — — 126,25 126,75 Rheinische Braunkohlen ... .. 12 — 224 218,5 224 Rheinstahl ............... ... 4 132 133,5 131,5 132,5 Bereinigte Stahlwerke..... i »'/, 103 105 103 104 Otavi Minen ............ ... 0 30,5 31 30,13 31,9 Kaliwerke Aschersleben..... ... 5 —- 117,25 116 117,5 Kaliwerke Westeregeln..... ... 6 — 116 117 116,5 Kaliwerke Salzdetfurth .... 771 — 175 I. G. Farben-Jndustrie .... ... 7 158 159,9 158,13 158,9 Scheideanstalt............ ... 9 271,5 272 —— Goldschmidt ............. ... 6 — 112 111,75 112 Rütgerswerke............ ... 6 129 127,75 128 128,5 Metallgeieilschaft.......... ... b 131,25 130,25 131,5 131 Philipp Holzmann........ ... 4 121,25 123,5 121 122,75 Zementwerk Heidelberg ... Lementwerk Karlstadt...... ... 7 ... 6 142,5 156 141,75 156 Schultheis Patzeuhofer .... ... 4 — — 102,75 104 Aku (Allgemeine Kunstseide^ .. 0 60 61 60 60,65 Bemberg................ ... 6 83,25 82,5 82,4 83,4 Zellstoff Waldhof ......... ... 6 141,5 143 141,5 143 Zellstoff Aschaffenburg .... ... 0 115,65 117 115,75 115,75 Dessauer Gas ............ ... 7 — —— 105,5 105,9 Daimler Motoren......... ... 0 118,75 121 118 119,5 Deutsche Linoleum........ ... 8 166,65 166,5 166,5 166,13 Orenstein & Koppel ....... ... 0 81,5 83 Westdeutsche Kaufhof...... ... 0 51 53 51 52,75 Chade ................... ... 9 386 — — Accumularoren-Fabrik..... .. 12 199,5 200 — Conti-Gummi............ .. 11 171 170,75 169,13 170,75 Gritzner................. ... 0 33,75 34 33,5 33,75 Matnkrastwerke Höchst a.M ... 4 93,5 93 Süddeutscher Zucker...... .. 10 209,25 208 209,5 Lombarbzinsfuß 5 v. H. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. BL Banknoten. 29-August 31 August Ärmliche Dotierung Amtliche Dotierung Geld Brief Geld | Arie' juenue Am 0,696 0,700 0,697 0,701 Brüssel .... 42,03 42,11 42,03 42,11 Rio de Ian. 0,146 0,148 0,147 0,149 Sofia..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen 55,88 56,00 55,88 56,00 Danzig .... 46,80 46,90 46,80 46.90 London.... 12,515 12,545 12,515 12,545 Heliingfors. 5,519 5,531 5,519 5,531 Paris ..... 16,38 16,42 16,38 16,42 Holland ... 168,93 169,27 168,95 169,29 Italien .... 19,57 19,61 19,57 19,61 Japan ..... 0,732 0,734 0,732 0,734 Jugoslawien 5,654 5,666 5,654 5,666 Oslo..... . 62,90 63,02 62,90 63,02 Wien...... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon... 11,37 11,39 11,37 11,39 Stockholm.. 64,53 64,65 64,53 64,65 -Lchwetz ... 81,10 81,26 81,10 81,26 Spanien... 30,87 30,93 30,72 30,78 Prag...... 10,26 10,28 10,26 10,28 Budapest .. — — — Reuyork ... 2,488 2,492 2,488 2,492 Berlin, 31 August ' »rief ' Amerikanische 'Roten.............. 2,44 2,46 Belgische Roten.................. 41,88 42,04 Dänische Roten ................. 55,68 55,90 Englische Roten ................. 12,48 12,52 Französische Roten............... 16,33 16,39 Holländische Roten............... 168,53 169,21 Italienische Roten................ Norwegische Noten .............. 62,68 62,94 Deutsch Lesterreich, ä 1OO Schilling Rumänische Noten............... — Schwedische Noten............... 64,31 64,57 Schweizer Noten................. 80,92 81,24 Spanische Noten................. 30,39 30,51 Ungarische Note«................ A WWMWMW« ■' J »Z Hungen, 30. Aug. Am Samstagnachmütag verließen uns die Arbeitsdien st männer wieder, um in ihr Lager nach Wetter bei Marburg zurückzukehren. In den drei Wochen ihres Hierseins haben sie tatkräftige Hilfe bei den Erntearbeiten geleistet und waren mit ihren Betriebsführern und deren Familien, ja mit der ganzen Bevölkerung zu einer Gemeinschaft verwachsen, fo daß das Abschiednehmen schwer fiel. § Bellersheim, 31. Aug. Dieser Tage wurde auf unserer Station Obbornhofen-Bellersheim der hier angebaute Verkaufsflachs durch die Bäuerliche Hauptgenossenschaft Rhein-Main verladen und nach der Großrösterei in Stockheim verfrachtet. Den Wertklassen entsprechend, wurden für 50 Kilogramm 4,50 bis 5,50 Mark an die Erzeuger vergütet. Die hiesige Ernte ift zum Versand gekommen, da der anfallende Lein als Hochzuchtsaatgut gewonnen und aufbereitet werden soll. Der Flachs aus der näheren Umgebung wird in der Lagerhalle der hiesigen Genossenschaft aufgeftapelt und auch in den Wiesengründen im Ried im Tau geröstet. Auch die Sauerwiesen der benachbarten Gemarkung Obbornhofen sollen mitbenutzt werden. ter, Komponisten und Diplomaten zusammentrafen- Als Tochter des Arztes Lambert geboren, war sie in ihrer Jugend eine leidenschaftliche Verehrerin des griechischen Altertums, dessen Kunst einen tiefen Einfluß auf sie ausübte. Mit zwanzig Jahren veröffentlichte sie ihre ersten Werke unter dem Namen ihres ersten Gatten, des jungen Rechtsanwalts La Meffine, darunter die „Gedanken gegen Proudhon über die Liebe, die Frau und die Ehe", die durch ihre Kühnheit auffielen. Die junge schöne Frau war in allen Pariser Salons gefeiert, und die Werke, die schnell aufeinander folgten, wurden begeistert ausgenommen. Aber erst nach dem Kriege von 1870 spielte Juliette Adam ihre wichtigste Rolle im gesellschaftlichen und literarischen Leben der Dritten Republik. Sie war nach einer wenig glücklichen Ehe Witwe geworden und hatte dann Ed- mond Adam geheiratet, der Polizeipräfekt, Abgeordneter und Senator wurde. Jetzt war ihr Salon zu einem Mittelpunkt des Pariser Lebens geworden, in dem ® a m b e 11 a ein ständiger Gast war und die Politiker der Zeit mit den Künstlern und Schriftstellern zusammentrafen. Im Jahre 1877 verlor sie auch ihren zweiten Mann. Zwei Jahre später gründete sie die „N o u v e 11 e R e v u e", die sie lange Jahre geleitet hat und in der sie sich nur noch mit der äußeren Politik beschäftigte. Durch diese Monatsschrift übte sie um die Wende des Jahrhunderts einen tiefgehenden Einfluß auf die französische Literatur aus. Sie verstand es, begabte Dichter zu entdecken ober zu ermutigen, und viele später berühmt gewordene Dichter wurden durch sie eingeführt: Guy de Maupassant, L6on Daudet und Paul M a r g u e r i 11 e. In der „Nouvelle Revue" wurden die „psychologischen Versuche" von Paul B o u r g e t, der damals noch völlig unbekannt war, veröffentlicht, und hier erschien auch der erste Roman eines jungen Seeoffiziers, den bis dahin noch niemand kannte: Pierre Loti. Sie selbst schrieb außerordentlich viel, in ihrer schriftstellerischen Tätigkeit, die sich über eine Zeit von 80 Jahren erstreckte, wechselten Romane, Schauspiele, politische Werke und Erinnerungen miteinander ab. In ihren letzten Jahren hatte sie sich von Paris auf ihre Besitzung in dem Departement Seine et Oise zurückgezogen, stand aber noch immer in regem Verkehr mit den literarischen Persönlichkeiten der Zeit. Hochschulnachrichten. Dr. rer. pol. habil. Erich Schneider, Dozent in der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bonn, hat einen Ruf auf den Lehrstuhl für Wirtschaftslehre an der Universität Aarhus (Dänemark) erhalten und angenommen- 75Mre Real- und Oberrealschule Alsfeld. Alsfelder Real- und Oberrealschüler einen Ueber- blick über die Tätigkeit des Vereins, der sich zur Aufgabe gestellt habe, ein festes Band zwischen der Schule und den ehemaligen Schülern herzustellen. Er dankte der Schule und der Stadt Alsfeld für ihre wertvolle Unterstützung hierbei. In seiner Schlußansprache dankte Oberstudiendirektor Dr. Hainer in herzlichen Worten allen Gratulanten. Der würdige und stimmungsvoll verlaufene Festakt endigte mit dem Treugelöbnis zum Füyrer und mit dem Gesang der beiden Nationalhymnen. Die Feier wurde umrahmt durch Musikvorträge des Schülerorchesters der Oberrealschule und des Schülerchors, beide unter Leitung von Oberreallehrer Dotter. An die Feierstunde schloß sich ein gemeinsames Mittagessen im „Deutschen Haus" an. Die Jubiläumsfeier fand ihren Abschluß mit einem Festabend im großen Saale des „Deutschen Hauses", der sich eines so starken Besuches erfreute, daß der letzte verfügbare Platz in Anspruch genommen wurde. Volkstänze und turnerische Darbietungen, ausgeführt von Schülern der Anstalt, belebten den Abend. Den Höhepunkt bildete die Aufführung des sechsten Teiles (Schwerttanz) des Alsfelder Festspiels von Oberreallehrer Dotter, die große Begeisterung und stürmischen Beifall fand. Das Schülerorchester der.Alsfelder Oberrealschule unter Leitung von Oberreallehrer Dotter umrahmte den musikalischen Teil des Abends in stimmungsvoller Weise. Die Alsfelder Ober-Realschule darf auf eine würdige, wohlgelungene Jubiläumsfeier zurückblicken. großen Dank schuldig. Die Geschichte der Alsfelder Realschule beweise, daß auch in einem kleinen Gemeinwesen große Kulturarbeit geleistet werden könne bei Gemeinsinn und Opferbereitschaft der Bürger. Er könne mit Genuatuung feststellen, daß die besonderen Belange der Alsfelder Oberrealschule jederzeit volles Verständnis sowohl bei der Regierung als auch bei der Stadt gefunden haben. Die Oberrealschule könne heute im Aufbau der Stadt nicht mehr hinweggedacht werden. Die Stadtverwaltung sei sich dieser Aufgabe vollauf bewußt und werde auch in Zukunft die Belange ihrer höheren Lehranstalt nach Kräften fördern und unterstützen, die diese in ihrer Stellung als Kulturzentrum für den nördlichen Teil unserer oberhessischen Heimat habe. Er wünschte zum Schluß seiner Ausführungen der Anstalt weiteres Wachsen, Blühen und Gedeihen. Lehrer Jäkel (Alsfeld) als Vertreter des verhinderten Kreisschulrats beglückwünschte die Oberrealschule zu ihrem bedeutsamen Jubiläum. Rektor U sing er (Alsfeld) betonte in seiner Glückwunschansprache die guten Beziehungen zwischen der Stadtschule und der Oberrealschule. Rektor Rohrbach als Leiter der Gewerbeschule Alsfeld sprach deren Glückwünsche aus. Studienrat Dr. Gerhard (Gießen) übermittelte die Grüße und Glückwünsche der benachbarten oberhessischen höheren Lehranstalten. Am Schlüße der Glückwunschansprachen gab Bürgermeister a. D. Frank (Alsfeld) in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Vereins ehemaliger OJL-^fpotl Oie Gaumeisterschasten der Iugendschwimmer in Gießen. Die letzte schwimmsportliche Veranstaltung der Freiwasserschwimmzeit 1936 im Gau XII (Nord- hessen) sind am nächsten Sonntag die Gaujugendmeisterschaften. Den Bemühungen des Gießener Schwimmvereins ist es zu verdanken, daß als Austragungsort für diese Wettkämpfe Gießen gewählt worden ist. Die Veranstaltung, die in der Müller- schen Badeanstalt stattfinden wird, verspricht ein sportliches Ereignis für Gießen zu werden. Die Olympischen Spiele in Berlin haben es wieder gezeigt, daß besonders im Schwimmsport die großen Leistungen immer mehr von jugendlichen Schwimmern gezeigt werden. Aehnlich ist es auch in unserem Heimatgau Nordhessen. Man wird daher am nächsten Sonntag in der Müllerschen Badeanstalt guten Schwimmsport sehen können. Die Gießener Schwimmer werden dazu für ein schönes Rahmenprogramm Sorge tragen. Männerturnverein Gießen Faustball-Staffelsieger! Am Sonntag wurden in allen Kreisen die Staffelmeister in Vor- und Rückspielen ermittelt. Auf dem Platz des Männerturnoereins wurden die Spiele der Staffel 2 abgewickelt. Alsfeld war ausgeblieben, also waren nur noch drei Mannschaften anwesend: Allendorf, Tv. 1846 Gießen und Mtv. Den Titel eines Staffelmeisters konnte die Mannschaft des Mtv. erringen, indem sie in einem infolge Punktgleichheit notwendig gewordenen Ent- Fußball der heimischen Mannschasten. scheidungsspiel den Tv. 1846 überlegen schlug. Es ist dies der Lohn für intensives Training, dem sich die Mannschaft während der letzten Wochen unterzogen hat. Mit noch etwas mehr Spielerfahrung sollten größere Erfolge nicht ausbleiben. Die Mannschaft spielte in folgender Aufstellung: Strack, Barth, Strack, Kurt, Schmidt und Froneberg. In der ersten Runde verlor Mtv. sein Spiel gegen 1846 ziemlich klar, um dann in der Rückrunde mit einem Punkt Dorsprung zu gewinnen. Dadurch wurde ein Entscheidungsspiel zwischen diesen beiden Mannschaften nötig. Die Mtv.er hatten sicb zum Schluß in eine beachtliche Form gespielt und konnten die etwas müde wirkenden 1846er eindeutig mit 39:24 (16:12) schlagen. Gaumeisterschasten im Kleinkaliberschießen. In Frankfurt a. M.-Eschersheim wurden an den letzten beiden Sonntagen die Gaumeisterschaften im Kleinkaliberschießen des Gaues Hessen ausgetragen. In allen drei Klassen sielen die Siege nach Frankfurt a. M. In der Klasse A holte sich der Post- sportverein Frankfurt mit 618 Ringen den Sieg vor dem Polizeisportverein Wiesbaden, der 608 Ringe erreichte. Doppelsieger wurde der Schützenverein Frankfurt-Eschersheim, der sich in der Klasse B mit 601 Ringen gegen „Gut Ziel" Wiesbaden durchsetzte und die Meisterschaft der Klasse C mit 576 Ringen ebenfalls gegen die Wiesbadener, die hier auf 551 Ringe tarnen, gewann. 2) Alsfeld, 31. Aug. Die hiesige Oberreal- schule feierte am Samstag und Sonntag ihr 7 5-jähriges Bestehen. Zu der Feier hatten sich eine große Anzahl ehemaliger Schüler der alten Realschule sowie der heutigen Oberrealschule eingefunden. Die Jubiläumsfeier wurde am Samstag mit einem Kameradschastsabend im großen Saal des „Deutschen Hauses" eröffnet, der von Oberstudiendirektor Dr. Hainer (Alsfeld) geleitet wurde. Dieser begrüßte in der Eröffnungsansprache die zahlreichen Gäste und wies darauf hin, daß sich seit der Feier des 50jährigen Bestehens ein gewaltiger Umschwung in Deutschland vollzogen habe, und daß die Schule heute vor neue Aufgaben gestellt sei. Die Ansprache klang aus mit einem Treuegelöbnis zum deutschen Volk und zu dessen Führer. Der Abend verlief in schönster kameradschaftlicher Harmonie; die Wiedersehensfreude der ehemaligen Schulkameraden ließ bald eine gehobene Stimmung auskommen beim Gesang gemeinsamer Lieder. Der oberhessische Heimatdichter Georg Heß erntete mit seinen 'bekannten volkstümlichen Heimatgedichten in oberhessischer Mundart großen Beifall. Bei den flotten Weisen der Musikkapelle blieben die Teilnehmer noch lange zusammen. Am Sonntag um 11 Uhr fand am Ehrenmal im Hof der Oberrealschule eine Ehrung f ü r die im Weltkrieg gefallenen Lehrer und Schüler der Anstalt statt, bei welcher Oberstudiendirektor Dr. Hainer die Weiherede hielt. In tiefempfundenen Worten gedachte er der hohen Bedeutung des Heldentodes der für ihr Vaterland gefallenen Angehörigen der Schule, die er den Schülern als mahnendes Beispiel bezeichnete. Anschließend folgte die Kranzniederlegung. Um 13 Uhr sand im großen Saal des „Deutschen Hauses" der Festakt der Jubiläumsfeier unter starker Anteilnahme der ehemaligen Schüler und der Bevölkerung der Stadt Alsfeld statt. Die Landesregierung war durch Oberschulrat Dr. Leib vertreten. Die Festrede hielt Oberstudiendirektor Dr. Haine r, der in längeren Ausführungen auf die große Bedeutung der Schule am Erziehungswerk des deutschen Volkes hinwies, an welchem der Schule ein besonderer Anteil zukomme. Aufgabe der Schule sei es vor allem, den neuen völkischen Menschen im Geiste der Gemeinschaft zu erziehen und die Fehler des früheren Systems bei der Erziehung, welche die körperliche Ertüchtigung des jungen Menschen vernachlässigt habe, wieder gut zu machen. Im zweiten Teil seiner Rede gab der Anstaltsleiter einen interessanten Rückblick auf die Geschichte der Anstalt während der 75 Jahre ihres Bestehens. Er dankte der Hessischen Landesregierung und der Stadt Alsfeld für die Förderung, die man allezeit der Schule habe zuteil werden lassen, sowie dem Verein ehemaliger Alsfelder Real- und Oberrealschüler für seine Jubiläumsftiftung und für die Schaffung des Ehrenmals für die gefallenen Lehrer und Schüler der Anstalt. Zum Schlüsse legte er ein Gelöbnis zur Mitarbeit an den neuen Aufgaben der höheren Schulen zur Erziehung des neuen deutschen Menschen ab. Oberschulrat Dr. Leib überbrachte die Glückwünsche der Hessischen Landesregierung, die es als ihre Pflicht betrachte, nicht nur an den Sorgen und Nöten der höheren Schulen teilzunehmen, sondern auch an deren Jubiläumsfeiern. In bedeutsamen Ausführungen umrih der Redner alsdann die Erziehungsaufgaben der deutschen Schule im neuen Staate und wies insbesondere auf das Ziel hin, den Leistungsmenschen schon von der Schulbank an für das Leben zu erziehen, wobei das Ausleseprinzip an erster Stelle stehen müsse. Hierdurch und durch eine entsprechende Neugestaltung des Lehrstoffes werde es möglich fein, die starke Inanspruchnahme der Jugend mit den anderen Erfordernissen der Partei und des Staates in der Jugendbewegung in Einklang zu bringen. Die Erfordernisse der neuen Zeit verlangen eine Steigerung der Leistungen der Schule. Bürgermeister Dr. Völsing als Vertreter der Stadt Alsfeld überbrachte die Glückwünsche der Stadtverwaltung zu dem denkwürdigen Jubiläum. Die Stadt Alsfeld fei den Männern, die im Jahre 1861 in bescheidenen Verhältnissen die Grundlage für die heutige Oberrealschule geschaffen hatten, Sf8e be m ^nlreich . ta”1 in r ""t an . 11d aus z, ein6' b“m°ls 6 5 «berat Ntomifj Ä 5$: ,N IN de London, 2. „Eoening W- über die sogena jetregierung. Dc rnüWn öer svwMuMn rial gegen den nikow sowie Soner Botschas Roisenm' sondere Rolle sein. Rachden die in den letzt, botschaft durchg ben hätten, ha seinen Agenten zu verlassen, a weisniateri Ozerski, de delsabteilung in um das zwisä abgeschlossene h Erledigung die Moskau zur ihn als Z e u g e benötigt. A1 s Ozerskis in Lon Verwandte von den sowjetr in London erpr fängnisse in gao gen einen besser deren Berw nommen wo dn wMchrn \ jrJ5' i5»S i S*“* i SÄ - JÄj Gardinenstoffe führen wir in großer Auswahl I Sie finden: Landhausgardinen, Schwedenstreifen, Gardinenvoiles, bedruckte Voiles in sehr aparter Ausmusterung, Ruloköper weiß und creme, Stores am Stück, Spannstoffe in allen Preislagen, sehr schöne, neue Kettdrucks u. a. m. Die Preise sind sehr niedrig I BemanhMn Stoffspezialhaus Gießen ■ Plockstraße 14-16 ______________________________5387A aufwärts ziehen ließ, befestigten die beiden Hanauer ihr Boot an dem Offenbacher Paddelboot. Plötzlich schlugen jedoch beide Boote um und ihre Insassen fielen ins Wasser. Während die beiden Offenbacher schwimmend das Ufer erreichen konnten, gingen Bartel und Kirchner unter und ertranken. Bisher konnte nur die Leiche von Bartel gefunden werden. Die besten Polizeihunde Hessen-Nassaus. Zwei deutsche Schäferhunde und ein Dobermannpinscher. Frankfurt a. M., 30. Aug. (LPD) Am Samstag und Sonntag wurden auf der Niederräder Rennbahn die besten Polizeihunde des Gaues Hesse n-W e st m a r k ermittelt. Zu der Prüfung, die von der Fachschaft für das Schutz- und Dienstgebrauchshundewesen, Gau Westmark-Hessen, durchgeführt wurde, waren 25 Hunde gemeldet. Sie hatten Arbeiten auf der Spur und im Finden von versteckten Gegenständen, ferner Arbeiten „am Mann", sowie schwierige Gehorsams- und Gewandtheitsübungen zu leisten. Die Richter der sehr scharfen ®ertnng, insgesamt sieben, wurden aus fünf verschiedenen Ortschaften des Gaugebietes zusammengezogen, um ein möglichst objektives Ergebnis zu erzielen, Die Leistungen der Hunde konnten im allge. meinen als sehr gut bezeichnet werden. Sieger des Wettbewerbs wurden mit der Note „Vorzug, lich" als erster der deutsche Schäferhund „Arno v. d. Dahlmannshöhe" (255 Punkte, Besitzer Eugen Bug, Frankfurt a. M.), als zweiter di- deutsche Schäferhündin „Anni" aus der Wächters« klause mit 250 Punkten (Besitzer Polizeihaupt« Wachtmeister Diefenbach, Offenbach). Dies- beiden Hunde werden sich an der am 12. und 13. September in Marburg stattfindenden Prüfung der besten Polizeihunde des ganzen Deutschen Reiches bewerben. Als dritter Hund des Gau« Wettbewerbes wurde der Dobermannpinscher (Thomas), der 245 Punkte erhielt, mit „Vorzüglich" bewertet (Besitzer Heinrich H i l d , Darmstadt). Im Anschluß an die Prüfung am Sonntag wurde ein SA-Meldehund - Staffellauf über 30X400 Meter hin und zurück veranstaltet, aus dem die Staffel des Nachrichtensturms der SA.« Brigade 49 hervorging. Umleitung des Verkehrs anläßlich der Zcldparade des IX. AK. am 18. September 1936. Bei der Feldparade des IX. AK. am 18.9.1936 bei Großenenglis südlich Fritzlar werden auf engem Raum eine große Anzahl von Truppen, insbesondere auch motorisierte Einheiten, versammelt. Die Anmärsche zu dieser Versammlung bedingen, daß am 18. 9. von 6—18 Uhr sämtliche Straßen in dem in nebenstehender Skizze gekennzeichneten Raume durch Truppen belegt sind; diese Straßen fallen für den Durchgangsverkehr aus. Von der Umleitung wird vor allen Dingen d i e Reichs st raße Nr. 3 Kassel — Marburg — Frankfurt a. M. betroffen. Von Holzhausen (12 Kilometer südwestlich Kassel) bis Gilserberg (28 Kilometer nordostwärts Marburg) fällt diese Reichsstraße am 18. 9. 1936 von 6—18 Uhr für jeglichen Verkehr aus. Für den Durchgangsfernverkehr von Nord-Süd oder umgekehrt stehen in der Sperrzeit die Straßen: Kassel—Wolfhagen—Sachsenhausen—Frankenberg—Cölbe—Marburg oder Kassel— Melsungen—Hersfeld—Alsfeld—Kirchhain — Gießen zur Verfügung. Der Durchgangsfernverkehr Ost — West und umgekehrt muß ebenfalls den Sperrraum umgehen. Er wird hierzu etwa von der Linie: Kassel—Frankenberg—Cölbe — Alsfeld — Hersfeld— Kassel an auf die für den Nord-Süd-Fernverkeht vorgesehenen Straßen umgeleitet. Der Zuschauer-Kraftverkehr zum Paradefeld aus Richtung Kassel kommend wird übet Kassel-Holzhausen (Wegekreuz 1 Kilometer südlich Holzhausen) — Deute — Niedervorschütz—Niedermöllrich—Wabern zu den nördlich und ostwärts des Paradefeldes gelegenen Parkplätzen geleitet. Aus Richtung Frankfurt a. M. — Koblenz geht der Verkehr über Marburg—Gilserberg- Treysa—Ziegenhain—Homberg — Hebel—Uttershausen zu den südlich des Paradefeldes gelegene» Parkplätzen. Zuschauer, die aus allgemein westlicher oder östlicher Richtung das Paradefeld erreichen wollen, werden daher gebeten, ihre Fahrt so einzurichten, daß sie die o. a. Straßen entweder über Holzhausen oder Gilserberg oder Homberg erreichen (sieht Skizze). Es wird hierbei darauf hingewiesen, daß diest Straßen voraussichtlich stark belastet sein werdens frühzeitige Anfahrt ist daher zu empfehlen. Nach der Parade wird mit Rücksicht auf bt< Truppen, die sich zu weiteren Hebungen versammeln, der gesamte Zuschauerverkehr nach Westen absließen. Das Generalkommando bittet schon jetzt, den Weisungen aller im Absperrdienst stehenden Kräfte (Gendarmeriebeamte, Angehörige der SS., SA. und des NSKK.) Folge zu leisten, um eins reibungslose Abwicklung des zu erwartenden starken Verkehrs' zu ermöglichen. Skizze I 0, Arolsen Karbach