Nr. 78 Erster Blatt Mittwoch, 1. April 1936 186. Jahrgang Gietzener Anzeiger -Z-W 55555 Heimat im Bild. Die Scholle fl ■ Aw H ▼ BI M Bm Äwk BB A W Grunvpretje mm höhe Monats-Bezugspreis ■ ■ ■ HJr HÄ ■ Jr ■ H WV ■ M H ■ H Bz H für Anzeigen von 22 mm Mit 4 Beilagen RM.1.95 BI ■ ■ ■< ■■ ■< ■ ■ ■< ■ Z WWW WWW Br W Breite 7 Rpf., für Text- Ohne Illustrierte 1.80 ■ W ■ WW M ■ Hl B JMI H B W Wk ■ H W H anzeigen von 70mm Breite Zustellgebühr.. „ -.25 ^^^F BW B I WlBwAL i W WWB V # 50Rpf.,Platzvorschrift nach Auch bei Nichterscheinen ^F ■ ^F ^F ^F vorh.Vereinbg.25°/^ mehr. Kr <7 G.undpreiy: HM General-Anzeiger siir Gberhessen SW Frankfurt am Main 11686 vruck und Verlag: vrühl'sche Univerfitat5 Such- und Steinörudcret R.Lange in Gießen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulftratze 7 Mengenab^chlüsie^staM Bedenkliche Einleitung. Es wurde bereits beim Abschluß der beiden Londoner Konferenzen darauf hingewiesen, daß die englische Regierung die Frage der Generalstabsbesprechungen mit Frankreich sowohl dem Inhalt wie dem Termin des Beginns nach zweifellos mit voller Absicht so unklar wie möglich behandelt hat. Aus der Berliner Wahlrede Adolf Hitlers wußte man in Paris und London, daß am 31. Mörz ein diplomatisches Dokument mit deutschen Vorschlägen in London übergeben werden würde. Die englische und die französische Regierung haben eine höchst sonderbare Art gefunden, die Stimmung für diesen hochbedeutsamen Vorgang vorzubereiten. In London hat man für richtig gehalten, ausgerechnet am Tag vorher einen Regierungsbeschluß herbeizuführen, wonach die Generalstabsbesprechungen unter allen Umständen, und zwar sort einzuleiten seien. Der Beschluß wurde gefaßt ohne Rücksicht auf den Inhalt der deutschen Vorschläge, deren Kenntnisnahme man nicht einmal abgewartet hat. Es wäre schon ein absonderliches Verfahren, wenn die englische Regierung der französischen eine so offenkundige Hilssstellüng für die Aprilwahlen in Frankreich geben würde', für die die französische Regierung selbst gerade die Generalstabsbesprechungen zu Zwecken des Stimmfanges in einer nicht eben günstigen Situation offenbar bemrtzt. Aber die Londoner Maßnahme geht zu einem guten Teil auch darauf zurück, daß man Frankreich dafür zu „entschädigen" wünscht, daß man die Pariser Sanktionsforderung nicht mitgemacht hat. Frankreich seinerseits hat mit der Rede F l a n - d i n s vom Sonntag, die die alte Ueberheblichkeit zeigte und auch nicht mit einer Nuance dem Gedanken der Gleichberechtigung Rechnung trug, einen neuen Propagandafeldzug gegen Deutschland entfesselt. Es hätte nicht erst der Kommentare der französischen Presse bedurft, um zu wissen, daß der französische Außenminister mit voller Ueberlegung so gänzlich abseitige Probleme wie Memel oder Danzig oder Oesterreich u. a. in die Debatte geworfen hat, um einmal die bevorstehenden Verhandlungen von vornherein zu komplizieren und zweitens die Klärung solcher Nebenprobleme als Vorbedingung für den Eintritt in die Hauptdiskussion aufzustellen. Mit anderen Worten, Frankreich will, nachdem es seit 1926 eine Ausgleichskonferenz nach der anderen und jede diplomatische Aktion zur Befriedung Europas zu Fall gebracht hat, auch die neuen Verhandlungen von vornherein unter den Druck französischer Bedingungen stellen! Es ist perfide, wenn ein Blatt wie der „Temps" schreibt: „Für die Berliner Regierung ist die Stunde gekommen, sich ohne Umwege zu erklären und ihre Vorschläge in einer Form zu unterbreiten, die keine Zweideutigkeiten zuläßt". Es ist eine unerträgliche Art der politischen Verhandlung, wenn man die unzähligen praktischen Beweise und Angebote einer fast -dreieinhalbjährigen Friedenspolitik einfach übersieht, also indirekt leugnet, und dann gar noch der vor aller Welt klaren Politik des Führers Tendenzen unterstellt, die auf bewußte Verleumdungen hinauslaufen. Wir bedauern, auch feststellen zu müssen, daß es auf demselben Niveau steht, wenn die Londoner „Times" die nun beginnenden englisch-französischen Generalstabsbesprechungen bezeichnet als „Beitrag zur Verhütung an Frankreich und Belgien für den Verlust an Sicherheit, den diese Länder durch die Wiederbesetzung der Rheinlandzone erlitten haben." Es ist kein gutes Zeichen für die Reinheit des englischen Gewissens, wenn es sich in einem für ganz Europa entscheidenden Augenblick derartig in Widersprüche verstrickt. Die englische Regierung hat wissen lassen, die Generalstabsbesprechungen seien „lediglich eine Vorsichtsmaßnahme, da die deutschen Streitkräfte am Rhein keine Bedrohung" seien. Wenn die paar deutschen Bataillone in den Friedensgarnisonen, also keine Bedrohung gegenüber der riesigen Angriffsfront des französischen Festungssystems und der französischen Stoßarmee sind, wo ist dann der „Verlust an Sicherheit" für Frankreich und Belgien? Und ein weiterer Widerspruch in der Haltung Englands. Die englische Regierung will ihre Verpflichtungen gegenüber Frankreich aufrecht erhalten nur „für den Fall eines unprovozierten Angriffs gegen Frankreich". Dem gleichen Leitgedanken werden auch die neuen Generalstabsbesprechungen genau wie die sechs Wochen langen vom November- Dezember 1935 unterstellt. Wie schon während und nach den beiden Londoner Konferenzen, wird also ständig die Möglichkeit eines deutschen Angriffs erörtert, als wenn es nichts Selbstverständlicheres auf der Welt gäbe! Die englische Regierung kennt sehr genau die Gründe, aus denen jeder deutsche Angriff ausgeschlossen ist sie hat gerade zu dem irrsinnigen Gedanken eines deutschen Angriffs die feierlichsten bindenden Erklärungen und Aufklärungen der Reichsregierung auch während des verflossenen Wahlkampfes wiederum erhalten. , ,, , . Wenn sie diese Möglichkeit gleichwohl auch m diesem Augenblick noch erwägt, dann kann man die wachsende Erregung in England verstehen, die der Möglichkeit einer neuen verhängnisvollen Ver- strtckung der englischen Außenpolitik in die Bestrebungen französischer Herrschsucht entgegensieht. Erst vor 48 Stunden ist die englische Regierung von ihrer eigenen Presse daran erinnert worden, daß die unselige Verquickung Englands mit der H>gemoniepolitik Frankreichs das englische Dmk in den letzten hundert Jahren den grausigen Preis von 3,3 Millionen Toten gekostet hat. Und es entspricht sicher der Denkweise einer erdrückenden Mehrheit des englischen Volkes, wenn jetzt die „Evening News" schrieben: „Warum brüstet man England und die Besprechungen der Generalstäbe. Keine Kabinettskrisis, aber starke Meinungsverschiedenheiten über Methode und Umfang der militärischen Fühlungnahme. London, 1. April. (DNB. Funkspruch.) R e u - t e r schreibt unter der Ueberschrift „Keine Kabinettskrise": Gerüchte über bevorstehende Rücktritte von Kabinettsmitgliedern seien völlig unbegründet. Das Weißbuch über die Locarno- Vorschläge sei ein Dokument des Kabinetts gewesen, für das das Gesamtkabinett die Verantwortung trage. Bei sämtlichen Ministern herrsche Uebereinstimmung, daß England in bezug auf Locarno gewisse Verpflichtungen habe. Meinungsverschiedenheiten bestünden in Zusammenhang mit den G e n e r a l st a b s b e - sprechungen, insbesondere hinsichtlich des Zeitpunktes, der Methode, des Verfahrens und des Umfanges dieser Besprechungen. Einmütigkeit herrsche darüber, daß das Kabinett eine genaue p o - litische Kontrolle über die Stabsbesprechungen ausüben, und daß der Umfang dieser Besprechungen streng umgrenzt sein müsse. Trotz der beträchtlichen Meinungsverschiedenheiten unter den Anhängern der Regierung herrsche Entrüstung über die Rücktrittsgerüchte, da sie im Auslande eine für England nachteilige Wirkung hätten. Der der Regierung nahestehende „Daily Telegraph" bestätigt, daß im Kabinett Meinungsverschiedenheiten im Zusammenhang mit den geplanten Generalstabsbesprechungen bestehen. Diese Meinungsverschiedenheiten bezögen sich nicht auf die Vorschläge der Locarno-Mächte als solche, sondern auf die Methode, den Locarno-Verpflichtungen angesichts der gegenwärtigen europäischen Lage nachzukommen. Die verschiedenen Gesichtspunkte würden in der Mittwoch-Sitzung des Kabinetts besprochen werden. Die vom englischen Volk und von den Abgeordneten aller Parteien ausgedrückte Besorgnis über das mögliche Ergebnis militärischer Besprechungen mit den Generalstäben Frankreichs und Belgiens werde vom Kabinett vollauf gewürdigt. Angesichts aller Umstände sei "s klar,, daß das Kabinett Entscheidungen über die Zeit, die Methode und den Umfang der Stabsbesprechungen treffen müsse. Die Regierung werde strenge Grenzen für das Ausmaß und das Ziel der Besprechungen niederlegen. Sie werde ferner darauf bestehen, jederzeit die genaue st e Kontrolle ausüben zu können. Das Blatt betont im übrigen, daß von einer K a - binettskrise oder von einem Rücktritt irgend einesMinistersim Zusammenhang mit der internationalen Lage keine R e d e sein könne. Die übrigen Morgenblätter bleiben jedoch weiter dabei, daß die Meinungsverschiedenheiten im Kabinett ernster Natur seien. So meldet „Daily Mail", das Kabinett werde heute entscheiden, ob es dem Parlament eine umfassende Erklärung über die Stabsbesprechungen vor deren Beginn abgeben solle oder nicht. Ein großer Teil der Blätter weist erneut darauf hin, daß die öffentliche Meinung Englands gegen militärische Verhand- lungen mit Frankreich und Belgien sei. Diese Stellungnahme wird durch zahlreiche Z u - sChristen aus der Leserschaft unterstrichen. So protestieren führende Persönlichkeiten der sich eigentlich mit diesen Generalstabsbesprechungen? Warum fuchtelt man damit Herrn Hitler vor der Nase herum? Was die öffentliche Meinung Englands beunruhigt ist dies, und nicht etwa die Tatsache, daß ein paar alte Generäle miteinander verhandeln." Wird man in England nicht endlich einmal einsehen, daß die ganze herausfordernde Beistandspolitik solange eine ständige Frredens- bedrohung ist, als niemand angegriffen werden soll? Und da jedermann in England weiß, daß ein Angriff gegen Frankreich vom Osten her niemals von Deutschland, sondern nur vom bolschewistischen Moskau kommen kann, dessen Vortrupps ja bereits in oller Offenheit in Frankreich arbeiten, wozu braucht man dann neue Vereinbarungen zwischen den englischen und französischen Generalstäben? Weder in London noch in Paris hat man es verstanden, die Ueberreichung der deutschen Vorschläge in dem Verantwortungsbewußtsein vorzubereiten, das man von jedem Staatsmann in der heutigen von Frankreich heraufbeschworenen Lage Europas verlangen muß. Es ist die Frage, ob man überhaupt den Millen gehabt hat, neue Verhandlungen unter das Zeichen des Friedens zu stellen. Ribbentrop wieder in London. London, 31. März. (DNB.) Botschafter von Ribbentrop und die übrigen Mitglieder der deutschen Abordnung sind am Dienstag um 21.35 Uhr MEZ. auf dem Flugplatz Croydon eingetroffen. Sie begaben sich sofort im Kraftwagen nach London. Die deutsche Antwortnote auf die Vorschläge der Restlocarnomächte wird Mittwoch- vormittag dem englischen Außenminister Eden durch Botschafter von Ribbentrop überreicht werden. Rücktritt Lord Percys London, 31. März. (DNB.) Der Minister ohne Geschäftsbereich Lord Eustace Percy ist zurück getreten. Er erklärt, bei seiner Berufung im Sommer habe man sicherlich aus dem neu geschaffenen Posten keine Dauerstellung machen wollen. Deshalb könne man auch nur schwer die Stadt Birmingham energisch gegen gewisse Punkte der Vorschläge der Rest-Locarno-Mächte, die nicht ganz frei von dem Gei st von Versailles seien. Insbesondere verurteilen sie den Plan einer neutralen Zone im Rheinland, der das Gewissen vieler Engländer verletze und die Gefühle der Deutschen beleidige. Sie bringen ferner ihre tiefe Besorgnis über die geplanten General st absbesprechungen zum Ausdruck. Dor dem Kriege hätten ähnliche Besprechungen ernsteDerwicklungen und Beibehaltung seines Amtes in einem weiteren Finanzjahr rechtfertigen. Folglich bitte er um Annahme des Rücktrittsgesuches. Er möchte aber deutlich zum Ausdruck bringen, daß er mit der Außenpolitik der Regierung völlig ü b e r e i n st i m m e. Oer Reichshaushaltsvoranschlag verabschiedet. Sitzung des Reichskabinetts. Berlin, 31. März. (DNB.) Das Reichskabinett beschäftigte sich in seiner heutigen Sitzung mit dem Reichshaushalt für 1 9 3 6. Vorbehaltlich einiger noch nicht definitiv feststehender Positionen wurden die Vorschläge des Relchsfinanzministers, wie sie sich auf Grund der Verhandlungen mit den einzelnen Ressorts ergeben haben, angenommen, gleichzeitig wurde der Rachtragshaushalt für 1935 genehmigt. 3m Anschluß an diese Beratung gab der Führer und Reichskanzler eine kurze Darstellung der außenpolitischen Lage und gedachte ferner mit Dorten tiefgefühlten Dankes des überwältigenden Bekenntnisses des deutschen Volkes zur politischen Führung in Staat und Partei. Der Führer und Reichskanzler würdigte hierbei die einzigartige organisatorische Leistung des Parteiapparates und die unübertreffliche Arbeit der Reichswahlkampfleitung. Die nächste Kabinettssihung findet nach den Oster- feiertagen statt. Dank an die Wahlhelfer. Berlin, 31. März. (DNB.) Reichsinnenminister Dr. Frick veröffentlicht folgenden Erlaß: Die Reichstagswahl hat 45 Millionen deutscher Männer und Frauen an die Stimmurne geführt. Die Vorbereitung und Durchführung der Wahl sowie die Feststellung ihres Endergebnisses haben an D e r p f l i ch tu n g en für England mit sich gebracht, eine gefährliche Parallele, die Gedanken der Trauer und sogar des Schreckens erwecken müsse. Schließlich erklären die Verfasser der Zuschrift, daß sie sich nach einem Friedensbeitrag von Deutschland sehnen. Die Zuschrift ist vom Bischof von Birmingham, Dr. Barnes, dem Unioersitätsprofessor Raymond B e a z l e y , dem Historiker Harbutt D a w s o n , dem Oberpfarrer von Birmingham Rogers, und dem früheren Oberbürgermeister C.adbury unterzeichnet. das Organisationsqeschick und die Arbeitskraft der Bebörden in Stadt und Land sowie an die Arbeitsfreudigkeit der Wahlvorstände, denen die Entgegennahme dieses geschichtlich einzigartigen Volksbekenntnisses oblag, besonders hohe Anforderungen gestellt. Die glatte und einwandfreie Durchführung der Reichstagswahl muß umso höher bewertet werden, als zwischen der Anordnung der Wahl und dem Wahltage eine außerordentlich kurze Zeitspanne lag. Den zahlreichen Volksgenossen und Volksgenossinnen, die in den Wahlvorständen und sonst bei Durchführung der Reichstagswahl ehrenamtlich tätig gewesen sind, spreche ich Dank und Anerkennung aus. In diesen Dank schließe ich neben sämtlichen beteiligten Reichs-, Landes- und Gemeindebehörden die Deutsche Reichspost, die Deutsche Reichsbahngesellschast, die deutschen Schiff- fahrtsgesellsaften wie alle übrigen Verkehrsunternehmungen ein, die zur Erleichterung der Stimmabgabe wesentlich beigetragen haben. Tagesbefehl an das RGKK. Berlin, 31. März. (DNB.) Korpsführer Hühnlein hat nachstehenden Tagesbefehl an das NSKK. erlassen: „NSKK.-Männer! Ein Wunder ist geschehen. Uralter Vätertraum hat Erfüllung gefunden. Was in der tausendjährigen Geschichte der Deutschen keiner vollbracht, dem Führer ist es gelungen: im Schmelztiegel der nationalsozialistischen Bewegung schuf er die Volkwerdung der deutschen Nation. Nie fanden Opfergang und Mühen einer Bewegung einen stolzeren Lohn: Ihr Führer ward Deutschlands Befreier. In rastlosem Einsatz hat die motorisierte Gliederung der Partei, das NSKK., bei der Vorbereitung zur Wahl seinen Mann gestanden und seine Schlagkraft als politisches Kampfinstrument voll bewiesen. Fast durchweg im Berufe stehend, waren seine Führer und Männer, wo immer sie gerufen wurden, bei Tag oder bei Nacht, jederzeit zur Stelle. In die Millionen geht die Zahl der Fahrkilometer, die von den Motorgruppen und -brigaden Oie französische Frankenkrise. Die französische Währungsbank hat sich genötigt gesehen, den Diskontsatz v o n 3,5 a u f 5 v. H. h e r - aufzusetzen. Sie hat damit zu dem klassischen Mittel der Diskonterhöhung gegriffen, um die Hydra der Spekulation zu bekämpfen, aber die Ursachen für den neueren Rückgang des Franken an den internationalen Börsen liegen tiefer. Der französische Franken ist an und für sich über das gesetzliche Mindestmaß hinaus mit Goto gedeckt. Der letzte Ausweis der Bank von Frankreich ist zwar vor der Frankenkrise ausgegeben worden, immerhin wies er am 20. März 1936 einen Goldbestand von 65,7 Milliarden Fr a n k e n auf gegenüber 82,5 Milliarden am 22. März 1935. Demgegenüber waren am 20. März 1936 82,68 Milliarden Banknoten im Umlauf gegen 81,490 Milliarden am 22. März 1935. Das Verhältnis der Goldreserven zur Währung ist zwar von 80,8 auf 70,2 v. H. gesunken, immerhin noch ganz außerordentlich hoch. Frankreich hat nach wie vor neben den USA. d i e stärkste Golddecke für seine Währung. Der Grund, weshalb trotzdem der Franken immer wieder von Krisen befallen wird, liegt i m mangelnden Vertrauen zur französischen Politik. Einmal ruhen von den 82 Milliarden Franken, dem französischen Zahlungsmittel, zwischen 35 und 55 Milliarden im französischen Strumpf. Der kleine Sparer, der in Frankreich sehr verbreitet ist, mißtraut den Banken und den übrigen staatlichen Spareinrichtungen und läßt lieber das Geld zinslos auf der hohen Kante liegen. Werden im Zeichen politischer Spannung wie den jetzigen diese Sparer beunruhigt, dann werfen sie ihr Geld nicht auf den Pariser Markt, sondern auf den des Auslandes, und so kommt es, daß diese Frankenwanderung vor allem nach London derartige Formen annahm, daß nicht nur der englische Währungsausgleichsfonds intervenierte, sondern auch die Bank von Frankreich den Diskontsatz erhöhte. Sie ist geneigt, und vor allem benutzt der französische Finanzminister JRegnier dieses Stimmungsmoment, lediglich die Spekulation für die neue Krise verantwortlich zu machen; aber die rein börsenmäßige Spekulation ist unterstützt worden durch die Gerüchte, die von einer Abwertung des Franken wissen wollen, weiter durch die politischen Verhältnisse und ferner durch die Masse der kleinen Sparer, die ihr Geld lieber in Währungen anlegen wollen, die eine größere Sicherheit als die einheimische gewähren. Das sind Momente, die mit den üblichen Mitteln der französischen Währungsbank- und Finanzpolitik doch nicht auf die Dauer bekämpft werden können. Die Wirkung der dauernden inneren Anleihen auf die Börse in Paris ist geradezu katastrophal gewesen. Die Rentenkurse sind gefallen und die von der Regierung geplante Konversion der Staatsrenten, die zur Herstellung des Gleichgewichts im Staatshaushalt unbedingt erforderlich ist, ist praktisch dadurch unmöglich geworden. Wenn Frankreich seine Notenmenge um vielleicht fünf Milliarden Franken erhöhen würde, wie es von verschiedenen französischen Finanzautoritäten vorgeschlagen wird, wäre praktisch die Inflation da, von allen europäischen Ländern ist Frankreich am wenigsten in der Lage gewesen, sich aus dem Elend der Wirtschaftskrise herauszuarbeiten. Im Gegenteil: Als einziges europäisches Wirtschaftsgebiet von beträchtlichem Umfang hat es eine Zusammenschrumpfung der Wirtschaft erlebt, die in der letzten Zeit sogar noch Fortschritte machte. Die Beschneidung der Einkommen geht Hand in Hand mit einem Rückgang der Steuereinnahmen, der sogar die Vorschätzung überschreitet. In einer derart geschrumpften Wirtschaft würde eine Notenvermehrung zu einer Preissteigerung von 20 Prozent und mehr führen, wodurch eine Abwertung des Franken nach der Inflation unausbleiblich wäre, zumal die Preiserhöhungen z. B. für die landwirtschaftliche Produktion schon seit einigen Monaten im Gange find, womit die ländliche Bevölkerung allerdings eine gewisse Entlastung erfuhr, die städtische jedoch, deren Einkommen nicht zuletzt durch staatliche Eingriffe rückgängig waren, erneut belastet wurde. Das Parlament hat in diesem Durcheinander vollkommen versagt, und so kommt es, daß der einzelne Franzose, obwohl Frankreich über den größten europäischen Goldbestand verfügt, den Schmachtriemen enger schnallen muß und daß der französische Franken stets neuen Erschütterungen ausgesetzt wird, nachdem aus den gleichen Ursachen wie heute der französische Goldbestand allein im Jahre 1935 schon um 17 Milliarden abgenommen hatte. Deutsche Brücken über Länder und Meere dem Nach >er- 30 Lahre Großfunkstelle Nauen Biskaya. Es stand Mittwoch früh um 8.Ö8 Uhr bei Cap Vilano an der Küste Nordwest- fpaniens. zwi- den der sonders eingehend wird der Flug über das holländische Gebiet geschildert. In Rotterdam und im Haag sahen Zehntausende das Luftschiff, dessen Erscheinen unter der Bevölkerung größten Jubel auslöste. Das Luftschiff kam, nachdem es kurz nach 15 Uhr die englische Hafenstadt Folkestone überflogen hatte, um 16.15 Uhr auf der Höhe von Eastbourne in Sicht. Große Anerkennung zollt die Die erste Südamerika-Fahrt des LZ^mbenburg" deutschen Luftschiffbau. Nach 12stündiger Fahrt hat das Luftschiff scheu der Insel Wight und Bournemouth K d F. - D a m p f e r „O c e a n a" getroffen. Hamburg, 1. April (DNB. Funkspr.) Mitteilung der deutschen Seewarte überquerte das Luftschiff „Hindenburg" in der letzten Nackt h i e Durchbruch zur Nation. Von Dr. Wilhelm Krick, Reichs- und preußischem Minister des Innern. „Birmingham Post" am Dienstag anläßlich der ersten Ätlantikreise des „LZ Hindenburg" daher an, daß bis zum 15. April 1936 der allgemeine Dienst des K o t

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April 1956 Spanische Sorgen. Don unserem v. Gff.-Serichterstaiier. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Madrid, März 1936. Südlich der Pyrenäen haben sich wieder einmal Wetterwolken zusammengeballt, die gefahrdrohend über dem rnnerpolitischen Kampfplatz Spaniens stehen. Seit dem 16. Februar dieses Jahres scheint s ? Aus bedrucktem, reinseidenem Chinakrepp in braun-gelben Tönungen ist das elegante Frühjahrskleid. Aus dem gleichen Material ist auch die leichtglockige, ärmellose Jacke (rechts), während die lose Jacke (links) aus gelbem, grobem Seinen ist. Neu ist am Kleide der angeschnittene und angelesene Keulenärmel, dessen eingelesene Schulterteile sich als Taillenbetonungen wiederholen. Die lange Jacke aus dem Material des Kleides ist leichtglockig, in der Taille enganliegend geschnitten. Sie wird, am Halse anschließend, durch fünf Kugelknöpfe aus braunem Glas geschlossen Der kleine Hut mit dem rundum aufgeschlagenen Rand ist aus enggesteppter brauner Seide. Die Leinenjacke hat einen besonders weiten Rücken, ihre großen Taschen sind wie die Aermelklappen aufgesetzt. Die Schusterteile des weiten Raglanärmels bilden zwei Schlaufen, durch die das seidene Halstuch geschlungen wird. Der große Hut aus braunem Perkalstroh hat eine Garnitur aus braunem Samtband H. Eine grundlegende Umwälzung hat die Ausbildung der Sehrerin der landwirtschaftlichen Haushaltungskunde erfahren. Bis zum Abschluß der Oberklasse der bäuerlichen Frauenschule mit Staatsprüfung geht sie den gleichen Weg wie die ländliche Haushaltpflegerin. Die ministeriellen Bestimmungen über die nun anschließende pädagogische Ausbildung der künftigen Sehrerin der landwirtschaftlichen Haus- haltungskunde werden soeben veröffentlicht und sollen schon für diese Ostern in Kraft treten Diese pa- bafloflildje Ausbildung findet nicht mehr m den Gierschalen und Ostereier. Bon Frieda Aisch, Äad-Nauheim. Wenn der Frühling ins Sand zieht, sitzen Gänse, Enten, Hühnern die Eier ein bißchen loser, und manch lieblicher Eierkuchen duftet auf dem Tisch, Jung und Alt erfreuend. Wer Zeit und Suft hak, kann allerhand mit den Schalen anfangen. Ich hatte gerade die Masern und war fünf Jahre alt als wir umziehen mußten. Mauz durfte selbst ihren Puppenwagen fahren, ich dagegen mußte dick in Betten gehüllt, auf Vaters Armen meinen Einzug halten. Natürlich furchtbar neugierig, lupschte ich unter der Umhüllung hervor. Vaters drohendes „Wirst Du wohl!" duckte mich erschreckt. Ich hatte aber doch etwas Reizendes in der neuen Wohnung gesehen! Hinter der Eßzimmertür hing vergessen eine kleine, goldige Ampel! Eine loses aus goldenem Faden gehäkeltes Netzchen umschloß eine Hühnereierschale, die an drei goldenen Schnürchen ausgehängt war, und aus der Schale, die voll Erde gefüllt war, wuchs ein kleines Rankelpflänzchen. Die Eierschale hatte unten ein winziges Soch, wie ein richtiger Blumentopf. Das Netz war ganz einfach aus Suftmafdjenbogen und festen Maschen wie ein altmodisches Zwiebelnetz gehäkelt. Dies reizende Spielzeug hält sich sehr lange. Am besten hängt es an der Seitenwand des Fensters. Wie wäre es damit als Ostergruß? Oeffnen wir das Ei nur etwas an der Spitze, stellen die Schale auf die hohe Kante und kleben drei bronzierte Erbschen als Füßchen an, haben wir das niedliche Blumenväschen. Für jedes Gedeck eins, zieren sie mit Veilchen, grünen Frühlingsspitz- chen oder Petersilie und Gänseblümchen den Tisch. Kleine Zeichnungen oder „Frohe Ostern" müssen auf das noch volle Ei gemalt werden, und erst trocken fein, ehe weiter gearbeitet wird. Ostereier. Im Konditorladen steht ein ganzer Berg der hübschesten gebackenen Ostereier. Wir mochten sie wohl gern auch selbst machen, aber womit?! Woher denn passende Backformen? Na, ganz einfach Wir nehmen Eierschalen, am besten die großen Gänseeierschalen. Vorsichtig, Stellchen für Stellchen schlagen wir das Ei in der Mitte den langen Weg durch. Die Schalen werden sorgfältig gewaschen und gut ausgetrocknet. Dann streicht man sie mit Butter aus und streut Semmelkrümel hinein. Diese Form wird gut halb voll Teigmasse gefüllt und so dicht eine neben die andere auf das Backblech gesetzt, daß sie nicht Umfallen können. Bei mäßiger Hitze backen. Sauwarm abgekühlt entfernt man die Schalen und läßt die Kuchchen kalt werden. Sind obenauf „Mützchen" gebacken, müssen wir sie abschneiden. Wir verwenden sie später für eine Obstspeise. Jetzt sucht man die passenden Teile zusammen und überzieht die runde Seite mit verschiedenem Zuckerguß. Ist der Guß trocken, bestreichen wir ganz dünn die eine Hälfte mit Honig, die andere mit Himbeer-, Johannisbeer-, Aprikosen-- oder Quittengelee und klappen beide Hälften zusammen. Die Füllung darf nicht vorquellen. Aus buntem Seidenbändchen haben wir Henkel gefaltet und sie dazwischen gefegt, recht tief, damit sie nicht ausreißen. Man muß darauf achten, daß jeder Teil eine andere Farbe Guß hat. Die Naht verdecken wir mit einer Krause von Eiweißguß, der durch eine spitze Tüte gespritzt wird. Auf die Schauseite der Eier kommt' die Verzierung: Hier kann die Phantasie walten. Der Grundguß muß ganz trocken sein, ehe man mit Ausputz anfängt. Ein paar Striche grün auf weißem Ei geben ein Nestchen, das mit silbernen Siebesperkn gefüllt wird. Die Form eines Häschens ober Kükens oder eine Inschrift zeichnen wir mit einer Nadel vor und spritzen sie dann mit Guß aus. Teigmasse zu den Ostereiern: 6 ganze Eier werden mit 250 Gramm Zucker schaumig geschlagen, nach und nach 500 Gramm Weizenmehl mit 30 Gramm Kartoffelmehl und 2 Messerspitzen Backpulver gut vermischt durchs Sieb daruntergegeben. Mit Vanille abschmecken. Vom tüchtigen Schlagen hängt es ab, daß der Teig feine Poren erhält. Weißer Guß zum Decken: 200 Gramm Puderzucker mit 3 Eßlöffeln heißem Wasser zu dicker Salbe rühren. Geschmack: Vanille, Rum ober Tropfen von Zitronensaft. Rosa Guß: In ben weißen Guß etwas weni- ger Wasser geben, bafür etwas aufgelöste rote Gelatine, bis der Farbton entsteht, ben man wünscht. Grüner Guß: Ein paar Tropfen Speisefarbe ober ein paar rohe Kaffeebohnen barin ziehen lassen. Marmorguß: Wenn ber Deckguß noch weich ist, taucht man ein Hölzchen in eine anbere Farbe unb zieht beliebig Sinien barauf, bie, noch nicht voll erkaltet, zerlaufen unb bas Marmormuster bilben. Brauner Guß zum Decken: Saumarm langsam Deckschokolabe auflösen mit wenig Tropfen Wasser. Jeber Deckguß muß gcrabe so dick sein, daß er langsam von selbst breit läuft. Glänzenb wird ber Guß burch Zusatz eines erbsengroßen Stückes Palmfett auf 250 Gramm Puberzucker. Eiweißguß zur Krause: Ein Eiweiß wird mit 10 Tropfen Rosenwasser verrührt und soviel Puderzucker darunter geschlagen, als er aufnehmen kann, bis er dick und leicht schaumig wird. Brauner Guß für Häschen: Etwas Kakao in den Eiweißguß. Gelber Guß für Küken: Eine winzige Prise Safran zum Eiweißguß. Verwendung der „Mütz-chen" (Drangen- speise): 4 Drangen werden abgeschält, schräg von oben nach unten in Scheiben geschnitten, eingezuckert. Sie müssen eine halbe Stunde stehen. Dann wird der Saft abgegoffen. Die Früchte legt man in eine Glasschüssel und tröpfelt 2 Eßlöffel milden Honig darüber. Dann kommt eine Sage Mützchen, bie man noch vermehren kann burch Zwiebackstückchen. — Ein halber Siter Milch wirb zum Kochen gebracht. In ben abgegossenen Saft ber Früchte gibt man ben Saft einer Zitrone, bie abgeriebene Schale von 2 Apfelsinen unb einer Zitrone, 1 gehäuften Eßlöffel Monbamin unb 4 Eigelb. Gut verrührt kommt alles in bie heiße Milch unb wird mit Zusatz einer Prise Salz unb etwas Zucker bis vor's Kochen gebracht. Ist alles eine bicke Creme, gibt man 2 Eßlöffel hellen Honig darunter. Mit dem Honig darf die Creme nicht mehr kochen. Alle« warm über die Speise gießen und kaltstellen. Dor dem Gebrauch wird der geschlagene Schnee mit Vanille und Zucker abgeschmeckt und mit frischen OnnAenjHnitM verMt» im Kranz um hie Speife garniert Muß die Speise länger stehen, ersetzt man den Eierschnee durch Schlagsahne. Ö st e r e i e r aus Gelee: Zuerst sammeln wir eine Anzahl passender Eierschalen an. Die Eier müssen so geöffnet sein, daß nur die Spitze fehlt. Die Schalen werden ausgewaschen und dür en nicht mehr kleben. Mit kaltem Wasser ausge chwenkt, [üUt man sie mit verschiedenfarbigen Gelees. Diesen teilen wir her aus Weißwein, Apfelwein, Der» chiedenen Fruchtsäften. Auf 1 Liter Flüssigkeit geben wir einen Eßlöffel Bienenhonig, Zucker nach Geschmack und 21 Blatt in kaltem Wasser aufgeweichte, ausaedrückte Gelatine, die in lauwarmem Saft aufgelöst wird. Zusatz von Apfelsinensaft färbt gelblich, Apfelwein und Rheinwein werden durch Zusatz von einigen Blatt roter Gelatine klar rötlich. Grüne Eier geben fertige Geleepulver. Die Eierschalen werden gefüllt und, ist der Inhalt ganz erstarrt, entfernt. In einem Nest von Schlagsahne oder einem See von Vanillentunke anrichten. Wirtschaft. Das Ergebnis der Schweinezählung vom 3. März. Fwd. Nach der Zwischenzählung vom 3. März 1936 betrug der Gesamtschweinebestand 21,4 Millionen Stück. Er überstieg damit den Bestand vom März 1935 um 920 000 Stück = 4,5 v. H. Abschluß derIrankfurterIrühjahrsmeffe LPD. Am gestrigen Dienstag fand die Frankfurter Frühjahrsmesse ihren Abschluß. Da es sich bei den Besuchern fast ausschließlich um Wiederverkäufer handelte, kann die Besucherzahl von annähernd 14 000 als befriedigend angesehen werden. Das geschäftliche Ergebnis der Frühjahrsmesse war nicht ganz einheitlich. Die stark ausgebaute Abteilung Möbel hat in ihrer Gesamtheit am besten abgeschnitten, und die Aussteller sind mit dem Gesamtergebnis zufrieden. Die Frankfurter Möbelmesse hat damit erneut ihre Lebensfähigkeit und ihre Anziehungskraft bewiesen. Auch in den Abteilungen Haus- und Küchengeräte ist das Gesamtergebnis nicht ungünstig gewesen. Der Besucherkreis der Messe umfaßte neben dem südwestdeutschen und westdeutschen Gebiet in besonders starkem Umfange auch die Pfalz und die Saar. Daneben waren zahlreiche Einkäufer auch aus den anderen Wirtschaftsgebieten auf der Messe, um ihre Einkäufe zu tätigen. Von fremden Ländern sind Holland, Luxemburg, Frankreich und die Schweiz zu nennen. Hauptversammlung der AEG. Fwd. Die gestrige außerordentliche Hauptversammlung der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft (AEG.) in Berlin stand auch in diesem Jahre wieder im Zeichen einer angeregten Aussprache über die Lage des Unternehmens und die Frage eines Kapitalschnitts, zu der von feiten einzelner Aktionäre unter verschiedenen Gesichtspunkten Stellung genommen wurde. In längeren Ausführungen ging der Vorsitzende des Vorstandes, Geheimrat Dr. Bücher, auf die von Aktionärseite gemachten Ausführungen ein. Er stellte dabei gegenüber den Beschäftigungserörterungen fest, daß der Auftragseingang im Kabelwerk sich nicht verdoppelt habe, vielmehr nur eine Steigerung um 20 v. H. verzeichne, auch bezüglich des Auftragsbestandes sei eine Zunahme nicht in diesem Ausmaß eingetreten, er belaufe sich heute auf 15 (i. V. 10) Mill. RM. Bei den Ausführungen des Geschäftsberichts sei zu berücksichtigen, daß man bei den Einzelheiten einige Abteilungen herausgegriffen habe, die gut oder sogar überbeschäftigt seien. Im ganzen sei man durchaus nicht voll beschäftigt. Verdient sei im verflossenen Jahre etwas worden, während vor 2 oder 3 Jahren noch Betriebsverluste entstanden seien. Es seien auch innerliche Verbesserungen außerordentlicher Art erzielt worden. Zur Frage eines Kapitalschnitts übergehend bemerkte Dr. B ü ch e r, daß eine Zusammenlegung gar keinen Sinn hätte, wenn nicht dem Unternehmen gleichzeitig neue Mittel zu- geführt würden, denn bei steigendem Umsatz sei auch eine erhöhte Liquidität erforderlich. Die Verwaltung bemühe sich dauernd ernsthaft. Das Ausmaß eines Kapitalabschnitts hänge auch von den Bedingungen der evtl, neuen Geldgeber ab. Im ganzen gesehen könne man sich heute also über diese Frage noch keineswegs äußern. Dr. Bücher betonte, er habe sich bemüht, keinen übertriebenen Opttmis- mus aufkommen zu lassen. — Anschließend wurde der Abschluß einstimmig genehmigt. Oie Zndustrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 306: Billige Ostergruß - Telegramme nach Uebersee. — 307: Aenderung der Postprotestgebühren. — 3 08: Unbeftiedigender Verlauf der Javatabakversteigerung. — 3 0 9: Regelung der Wollwirtschaft ab 1.4.1936. — 310: Wesentliche Gebührenermäßigung im Fernsprechverkehr mit Großbritannien, Nordirland und dem Irischen Freistaat. — 311: Neue Vorschriften zur Wareneinfuhr in Italien. * ♦ Deutsche Erdölgewinnung im Januar und Februar. Die deutsche Erdölgewinnung betrug in den Monaten Januar und Februar nach den vorläufigen Ergebnissen der amtlichen Statistik 36 356 bzw. 32 492 Tonnen. Der Monatsdurchschnitt im Jahre 1935 hatte 35 807 Tonnen betragen. Rhein-Mainische Börse. Mttagsbörse fester. Frankfurt a. M., 31. März. Bei nicht sehr lebhaften Umsätzen verkehrte die Mittagsbörse meist in fester Haltung. Den weiteren Publikumskäufen stand vielfach kaum Angebot gegenüber, zumal auch die Kulisse nach den gestrigen Glattstellungen etwas kaufte. Die feste Haltung wurde durch eine ganze Reihe von günstigen Wirtschaftsnachrichten unterstützt. Am Aktienmarkt setzten die ersten Kurse durchschnittlich 0,50 bis 1 v. H. höher ein. Größeres Geschäft hatten IG. Farben mit 162 bis 162,50 (161,25). Stärkere Erhöhungen hatten außerdem Reichsbank mit 181,25 bis 182 (180,50), Siemens mit 182 (179,50) und Buderus mit 97,13 (95,75), sowie Licht & Kraft mit 140,25 (139). Die übrigen Montan-, Elektro- und Chemiewerte eröffneten meist 0,25 bis 0,75 v. H. höher, RWE. gewannen 1 v. H. Etwas schwächer lagen Scheideanstalt mit 225 (226), Cement Heidelberg mit 135,25 (137,25) und von Schiffahrtswerten Nordd. Lloyd mit 15,50 (15,90). Maschinenaktien blieben unverändert. AG. für Verkehr, Kunstseide AKU., Westdeutsche Kaufhof. Zellstoff Waldhof und Metallgesellschuft kamen 0,25 bis 0,50 fester zur Notiz. Der Rentenmarkt laa überwiegend fester, das Geschäft hatte aber ebenfalls nur kleinen Umfang. Altbesitz 111,13 (111), späte Schuldbuchforderungen 98 (97,75), späte Wiederaufbau 70 (69,65), Zinsvergütungsscheine unv. 94, dagegen Kommunal- Umschuldung zunächst unv. 87,05, bann 86,95. Im Verlaufe herrschte am Aktienmarkt auf fast allen Gebieten nahezu Geschäftsstille. Die Kursbildung war uneinheitlich, wobei aber leichte Rückgänge überwogen. IG.-Farben 162 bis 162,25 nach 162,50, Metallgesellschaft 113,50 nach 113,75, Verein. Stahlwerke 86 nach 86,25, Westdeutsche Kaufhof 35 nach 35,25 und AEG. 36,75 bis 36,50 (37). Etwas höher lagen noch Hoefch mit 92,25 nach 91,75, Mannesmann mit 84,75 nach 84,25 und Muag mit 85,25 nach 84,65. Von später zur Notiz gekommenen Werten ermäßigten sich Eßlingen Maschinen auf 90 (91,75), während Montecatini auf 57,50 (56,50) an« stiegen. Don Renten gingen Altbesitz auf 111 nach 111,13 zurück. Goldpfandbriefe, Kommunal-Obliga- tionen und Stadtanleihen lagen meist unverändert, Liquidationspfandbriefe notierten bei Abweichungen von 0,13 bis 0,25 v. H. uneinheitlich. Von Auslandanleihen gaben Mexikaner überwiegend 0,25 bis 0,50 v. H. nach, nur 4,5proz. Irrigation 8 (7,90). Tagesgeld war zum Ultimo gesucht und stieg auf 3,25 (2,75) v. H. Abendbörse ruhig und behauptet. Die Abendbörse entbehrte jeder Anreaung, vor allem mangelte es an Aufträgen. Die Ausführungen auf der Hauptversammlung der AEG. blieben nicht ohne Einfluß auf die schwache Unternehmungslust der Kulisse. Bei freundlicher Grundstimmung kamen die Kurse zumeist auf Basis des Berliner Schluffes zur Notiz. IG. Farben lagen mäßig fester mit 162,75 (162,65), Scheideanstalt gewannen 1 v. H. auf 226. Soweit sonst Abweichungen ein- traten, hielten sie sich im Rahmen von 0,25 bis 0,50 v. H. Renten lagen ebenfalls sehr ruhig und unverändert. Von Stadtanleihen erhöhten sich 4,50 d. H. Darmstadt von 1928 auf 93,65 (93), 4,50 v. H. Mainz von 1928 auf 93,65 (93,50), während von Goldpfandbriefen 4,50 v. H. Rhein. Hyp. Gold R. 12 bis 13 0,13 v. H. verloren auf 96,40. Don Ausländern blieben 4 v. H. Schweizer Bundesbahn mit 196,50 unverändert. U. a. notierten: Altbesitz 111,13, 4,50 v. H. Darmstadt von 1928 93,65, 4,50 v. H. Mainz von 1928 93,65, 6 v. H. Vereinigte Stahlwerke 103,25, 6 v. H. Krupp 103,90, 4,50 v. H. Rhein. Hyp. Gold R. 12 bis 13 96,40, alle übrigen Serien 96,50, 4 v. H. SBB. 196,50, Adca 73,50, Commerzbank 91, DD.- Bank 91,25, Dresdner Bank 91,75, Reichsbank 181, Harpener 122, Mannesmann 84,75, Hoefch 92,50, Vereinigte Stahl E 85,75, AKU. 49,13, AEG. 36,25 Br., BMW. 123, IG. Chemie volle 191,50, leere 154,50, Conti Gummi 181,50, Scheideanstalt E 226, IG. Farben 162,75, Felten 119,50, Geffürel 134, Holzmann 105,50, Muag 85,25, Moenus 87,75, Schuckert 138, Südd. Zucker 198,50, AG. für Verkehr 109, Hapag 15. Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt. Frankfurt a. M., 31. März. Am Gemüse- mar k t blieb das Angebot im ganzen gut, Spinat und Feldsalat wurden stark angeboten, auch Treibhauserzeugnisse waren reichlich vertreten. Nachfrage nach letzteren zufriedenstellend, im übrigen langsam, Feldsalat fast unverkäuflich. Preise für Salat und Spinat nachgebend, sonst unverändert. U. a. notierten: Blumenkohl, Steige 12 und 18 Stück 3,75 bis 4,50 ital, Feldsalat gr. 25—40, klein 50—60, Gewürze! gr. Bdl. 30—40, Salat-Gurken (Treibh.) St. je n. Gr. 50—80, Karotten 4—6, Kohlrabi (Treibh.) St. 15—25, Kopfsalat (Treibh.) St. 20—28, Steige 12—30 St. 4,50—5,50 ital., 5,50—6,50 holl., Schlüpfer 50—60, Lattich 50—70, Meerrettich 30 bis 40, Römischkohl 25, Rotkraut 9—14, 13—15 holl., Sellerie je nach Gr. 7—25, Spinat 4—8, Schnittlauch Bdl. 20—25, Weißkraut 10—12, 10 bis 12 holl., Wirsing 14—16, 14—15 holl., Zwiebeln 7V2—10. Obst und Südfrüchte: Markt- und Dreis- läge gegen die Vorwoche fast unverändert. Apfelsinengeschäft lebhaft. U. a. notierten: Aepfel l 28 bis 38, II 20—26, III 15—18, Boskoop I 32—38, Champagner Renette 20—28, amerif. Aepfel, Kiste 40 Pfd. rote 15,00—18,50, Apfelsinen blond 12V8 bis 18 span., Blut 13—18 span., 22—24 ital., Kiste 100 und 150 Stück 16,00—18,00 Jaffa, Bananen, Kiste 12V2 Kilogramm 6—7 Kamerun, Smyrna- Feigen 25 Kilogramm 10,00, Zitronen, Kiste 300 und 360 Stück 6,50—8,00. Gommerstern Arktnr. Oer Sternenhimmel im April. Von Dr. Erwin Kossinna. Der Monat April bringt eine rasche Veränderung des abendlichen Fixsternhimmels. Wir müssen Abschied nehmen von den prächtigen Wintersternbil- oern Stier, Orion und Gr. Hund, die nun immer weiter nach Westen wandern und Ende des Monats in der Abenddämmerung verschwinden. Nur Pro- kyon, die Zwillinge, Kastor und Pollux und Ka- pella im Fuhrmann stehen Ende April noch ziemlich hoch am Westhimmel und zeigen uns den Verlauf der Milchstraße, die jetzt in einem ganz flachen Bogen von Südwesten durch die Sternbilder Fuhrmann, Perseus, Kassiopeia und Cepheus zum Schwan im Nordosten zieht, der gegen 22 Uhr eben über dem Horizont erscheint. Inzwischen sind im Osten die Sommersternbilder Jungfrau, Bootes, Herkules und Leyer aufgestiegen. Im Bootes, dem Bärenführer, der in der Richtung der Schwanzsterne des Großen Bären steht, leuchtet Arkturus als auftallend heller Stern von goldgelber Farbe, Arktur ist der typische Sommerstern, der den ganzen Sommer hindurch hoch am abendlichen Fixsternhimmel steht und der alle anderen Sterne dieser Himmelsgegend bei weitem an Helligkeit übertrifft. Seit den ältesten Zeiten wurde Arktur eifrig beobachtet und ob seines Glanzes bewundert. Schon der um 800 v. Ehr. lebende griechische Dichter Hesiod erwähnt chn in feinem Epos „Werke und Tage" wie folgt: „Wenn Orion nunmehr und Sirius mitten zum Himmel aufsteigen und den Arktur anschaut Die rosige Eos, jetzt dir, Perses, gepflückt die sämtlichen Trauben und heimwärts!" Hesiod beschreibt hier die Stellung der Sternbilder Anfang Oktober bei Beginn der Morgendämmerung. Es ist dieselbe Stellung wie Anfang April bei Beginn der abendlichen Dunkelheit, wenn Arktur am Osthimmel erscheint. Arktur gehört zu den gelben Riesensternen, die sich noch in aufsteigender Entwicklung befinden. Seine Oberflächentemperatur liegt bei 4000 Grad (Sonne 5900 Grad); sie wird mit weiterer Zusammenziehung des Sterns noch stark steigen. Die Dichte ist mit Vergleich zur Sonne sehr gering. Dagegen übertrifft Arkturus die Sonne sehr erheblich an Größe und Leuchtkraft. Durch Jnter- ferometermeffungen hat man den Winkeldurchmesser der Scheibe von Arktur bestimmen können. Er beträgt zwei Hundertstel Bogensekunden, das heißt: Arktur erscheint so groß mte ein Fünfpfennigstück, welches man aus 190 Kilometer Entfernung betrachtet! Es ist eine bewundernswerte Leistung der Astronomie, einen derartig kleinen Winkel zu messen. Bei einem Abstand von 41 Lichtjahren oder 390 Billionen Kilometer bedeutet dies aber, daß Arktur ein Riese vom 26fachen Sonnendurchmesser ist und 110 mal so viel Licht ausstrahlt wie unsere Sonne. In seiner Entfernung, die 2 600 000 mal so groß ist als die der Sonne von der Erde, würde unsere Sonne gerade noch als Sternchen fünfter bis sechster Größe mit bloßem Auge erkennbar sein. In der Ekliptik finden wir links von den Zwillingen den Krebs mit dem schönen Sternhaufen der Krippe, der mit dem Fernglas betrachtet, ein dankbares Objekt bildet. 600 Lichtjahre trennen uns von diesem Sternhaufen. Es folgen weiter links das große Sternbild des Löwen mit dem Königsstern Regulus; die Jungfrau, in welcher der Hauptstern Spica in reinstem Weiß erstrahlt, schließlich die Waage. Nahe dem südlichen Horizont bemerken wir das Viereck des Raben, den Becher und die lange Sternreihe der Wasserschlange oder Hydra. Zwischen Bootes und dem Löwen bilden einige schwache Sterne das zierliche Bild „Haar der Berenice". Dieses und die halbkreisförmige Nördliche Krone wird man mit Vorteil im Opernglas betrachten. Wer über ein kleines Fernrohr verfügt, kann im Herkules den neuen Stern, die „Nova Prentice" vom Dezember 1934, aufsuchen. Sie steht als Stern siebenter Größe zwischen Wega und dem Drachenkopf und fällt durch ihre grüne Farbe auf. Der Große Bär oder Himmelswagen befindet sich gegen 22 Uhr nahe dem Zenit. Um das Bild des Kleinen Bären mit dem Polarstern und den beiden Polwächtern im Viereck windet sich der Drache, dessen Kopf gegen den Herkules gerichtet ist. Der Abendhimmel im April ist fast frei von Planeten. Nur der schwierig zu beobachtende Merkur wird im letzten Monatsdrittel links von der untergegangenen Sonne tief am Westhorizont sichtbar. Man muß ihn suchen, ehe die Dämmerung vorüber Du schuldest dem Führer Dank! Danke ihm durch die Tat, wenn am 4. und 5. April die NSV. sammelt. ist, da er schon zu tief steht. Jupiter leuchtetwährend der zweiten Hälfte der Nacht im Sternbild des Schützen und geht Mitte des Monats um Mitternacht auf. Die Sonne schraubt sich im April weiter rasch empor; ihre Mittagshöhe nimmt um mehr als 10 Grad ober 19 Sonnendurchmesser zu. Die Tageslänge wächst von 13 auf fast 15 Stunden. Die Lichtgestalten des Mondes fallen auf folgende Tage: Vollmond 6., letztes Viertel 14., Neumond 21., erstes Viertel 28. April. Zwischen dem 10. und 13. April zieht der Mond an Antares und Jupiter vorüber. Diese schöne Konstellation ist morgens vor Sonnenaufgang zu beobachten. Vom Lastzug überfahren und gestorben. Der Fahrer unerkannt entkommen. LPD. Offenbach, 31. März. Arn Montag gegen 8,10 Uhr fuhr ein Lastzug mit Anhänger durch die Mainstraße. Der 45jährige Otto S ch ä - d e l aus Eichelsdorf bei Nidda fuhr mit seinem Fahrrad in gleicher Richtung, wurde beim lieber» holen Ecke Main- und Karlstraße von dem Lastzug gestreift und kam zu Fall. Er erlitt schwere innere Verletzungen, Denen er im Offenbacher Stadtkrankenhaus erlegen ist. Der Fahrer Des Lastautos ist noch nicht bekannt. Der Lastzug und der Anhänger hatten grauen Anstrich. Beide Fahrzeuge waren mit grauen Planen überdeckt. Der Anhänger trug die Aufschrift in roter Schrift „Hofsäß". Das polizeiliche Kennzeichen trug die Buchstaben IT. Die Nummer ist nicht begannt. Personen, die über den Inhaber des Lastzuges oder dessen Fahrer Mitteilung machen können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei der Polizeidirektion Offenbach oder der nächsten Polizeistelle zu melden. Wegen Raffenschändung ins Gefängnis LPD. Frankfurt a. M., 31. März. Die Große Strafkammer verurteilte wegen Rassenschändung den 39jährigen Willi Heimann, einen Nichtarier, zu zwei Jahren Gefängnis. Der Angeklagte verkehrte nach Erlaß des Rassegesetzes mit einer arischen Dirne. Das Gericht, das auch auf drei Jahre Ehrverlust erkannte, betonte, daß auch ein solcher Verkehr unstatthaft sei und Das Gesetz keine Ausnahme kenne. Vom umfallenden Traktor erschlagen. LPD. Frankfurt a. M., 31. Mär§. Bei Der Abfuhr von Materialien von Der Reichsauto- bahn-Baustelle beim StaDtteil Rödelheim kippte ein Traktor um. Der Das Fahrzeug be- Pienenbe Fritz Kuhn aus Eschhorn geriet unter Die schwere Maschine und wurde auf Der Stelle getötet. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben Die Höhe Der zuletzt beschlossenen DiviDenDe an. — ReichsbankDiskont 4 v. H., LornbarDzinsfuß 5 v. H._____________________________ Frankfurt a. M. Äerlin Frankfurt a.M. | Berlin Frankfurt a. M. Berlin Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 21L Schlußkurs Schlußk. Abend« börse Schlußkurs Schlußk. Mittagbörse Schluß- kurS Schlußk. Abendbörse Schluß- kurS Schlußk. Mittag- börse Schluß- kurS Schlußk. Abendbörse Schluß- kurS Schlußk. Mittag« börse 30-März 31 -März Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld | Brief Datum 30-3. 31-3. 30 3. 31-3. Datum 30-3. 31.3 30.3. 31.3- Datum 30.3. 31.3. 30-3. 31.3. Geld Brief 6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 5Yi% Doung-Anlethe von 1930 .. Deutsche Ant.-Ablös.»Schuld mtt Auslol -Reckten 100,5 97,5 111 100,1 98 96,4 101 92,13 119,5 114,75 96,5 101,13 101,4 97 97 108,9 8,5 8,5 13,9 100,5 97 111,13 100,05 98 96,4 101 92,13 119,65 114,5 96,5 101 101 97 97 108,85 8,25 8,25 8,4 13,65 100,65 97,5 102,9 111,18 100,25 98,25 114,5 100,9 97 97 108,9 28 1,55 8,4 8,5 8,5 13,7 *4 100,65 97,5 102,9 111,13 100,25 98,25 114,5 100,9 97 97 108,9 27,65 1,5 8,35 8,25 8,4 13,65 • 4% deSgl. Serie 11 ............ 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4y2%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2 %% Anatolier .............. 9,13 7,25 9,65 5,55 40 15 15,9 109 91,5 91,5 91,5 180,5 37 143,5 125,25 139 120 134 127,65 137,5 179,5 130 95,75 117 122,5 91,5 132,75 86 84«26 9,13 7,05 9,65 5,55 39,5 15 15,4 109 91 91,25 91,75 181 36,25 143,5 125 140 119,5 134 128,65 138 182 130 97,13 117 122 92,5 133,5 86,75 9,05 7,25 9,7 5,8 40,5 15 25,25 16 109,25 112 91,5 91,5 91,5 180 36,5 144 125,5 139,5 119,25 134,25 126,75 127,65 138,25 179,9 130,5 96,65 116,9 123 91,5 163,5 132,5 86,13 LLM 7,05 9,65 5,5 40,5 15 25 15,4 109 112 91 91,25 91,5 181,5 36,13 144,13 125 139,5 119,75 134,5 129,25 128,13 138,25 182 129,9 96,65 117,25 122 92,5 164 133,25 86,5 8Ö5 ManSselder Bergbau.........6 Kokswcrke..................6 Rheinische Braunkohlen ..... 12 Rheinstahl..................4 Vereinigte Stahlwerke........0 Otavi Minen ...............0 Kaliwerke Aschersleben........5 Kaliwerke Westeregeln........5 Kaliwerke Salzdetfurth..... 7 ya I. G. Farben-Jndustrte.......7 Scheideanstalt...............S Goldschmidt ................6 RütgerSwerke...............6 Metallgesellschaft.............4 135,5 226,5 117 85,75 19,25 127 126 161,25 226 108,5 124 113.95 135,5 117,5 85,75 19,25 127 126 162,75 226 108,75 124 113.75 136 125,4 226,5 117 85,65 19,13 126,25 126 182 161,5 108,5 124,25 113.9 136 126 227,25 118 85,9 19,13 125,75 125,25 176 162,65 109 124,5 113 R Buenos Atre-. Brüssel..... Rio de Jan. . Sofia ...... Kopenhagen. Danzig..... London ..... HelsingsorS.. Paris ...... Holland .... Italien..... Japan ...... Jugoslawien Oslo..... : Wien....... 0,684 42,10 0,139 3,047 54,98 46,80 12,315 5,425 16,395 168,50 19,68 0,713 5,654 61,88 48,95 11,17 63,48 81,01 33,87 10,28 2,489 0,688 42,18 0,141 3,053 55,10 46,90 12,345 5,435 16,435 168,84 19,72 0,720 5,666 62,00 49,05 11,19 63,60 81,17 33,93 10,30 2,493 U,bö4 42,13 0,139 3,047 , 55,00 46,80 12,32 5,43 16,405 168,68 19,68 0,718 5,654 61,91 48,95 11,18 63,51 80,99 34,01 10,29 2,489 U,btiö 42,21 0,141 3,053 55,12 46,90 12,35 5,44 16,445 169,02 19,72 0,720 5,666 62,03 49,05 11,20 63,63 81,15 34,07 10,31 2,493 *xli% Deutsche Retchspostschatzaw Weisungen von 1934, I....... 6% ehemL% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............ Hamburg-Amertka-Paket .....0 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz, und Prlvat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Dtsconw- Gesellschaft................0 Dresdner Bank..............0 Reichsbank ................12 A.E.G......................0 Bekula.................... 10 Elektr.Lieferungsgesellschaft... 5 Licht und Kraft ........... 6y, Felten & Guilleaume......... 4 «ä°/o ehem. 8% Hessische Landes- bank Darmstadt Gold 3L 12.... 5y2% ehem. 4y,% Hess. Landes- Hypothekenbank DarmstadtLigui 4%% ehem. 8% Darmst. Komm. Landesb.GoldschuIdverschr. R.6 Oberhessen Provinz-Anleihe mit Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag....... Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mtt Auslos.-Rechten iVi% ehem.8% Franks. Hhp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6%% ehem. 4%% Franks. Hyp.. Philipp Holzmann...........4 Zementwerk Heidelberg ...... 7 Cementwerk Karlstadt.........6 Schultheis Patzenhofer .......4 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg...................6 Zellstoff Waldhof ............5 Zellstoff Aschaffenburg .......0 Dessauer Gas ............... 7 Daimler Motoren............0 Deutsche Linoleum........... 8 Lrenstein & Koppel ..........0 Westdeutsche Kaufhof.........0 Chade....................71/» Accumulatoren-Fabril.......12 Conti-Gummi...............8 Gritzner....................0 Mainkrastwerke Höchst 4 Süddeutscher Zucker 10 104,75 137,25 131 49 82,5 124,5 87,5 98 167 34,9 341 179 182,5 105,5 135,5 131 49,13 81,5 124,75 86,5 97,75 167 34,75 178 181,5 1 27,5 90,5 M-V- 104,5 101,75 49,4 82 124 88 132,25 98 167 77,5 34,75 338 178,5 183 I 27J5 I W 105,65 102,5 49,4 82,5 124,75 87 132,75 97,75 167 78,4 34,5 339,5 178,5 182 V'l Budapest ... Neuyork... 6y2% ehem. 4y2% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse..... 4%% ehem. 8% Pr. Landespfand. briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 4y,% ehem. 7% Pr. LandeSpfand- briesanst., Gold Komm. C61.VI Eteuergutsch.VerrechnungSk. 34-38 4% Orsterretchische Goldrente.... 4,20% Oesterretchische Stlberrenie Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ 6 Rhein. Wests. Elektr..........6 Schuckert L Co...............4 Siemens L Halske............7 Lahmeyer L Co.............. 7 Buderus ................... 4 Deutsche Erdöl..............4 Harpener.................. 0 __________Ö. tflmprifrtnflrfie erlin, 31 .März Geld Zkiei Noten.............. 2,441 42,00 54,75 12,285 16,355 168,26 61,70 63,29 80,81 33^7 2,461 42,16 54,97 12,325 16,415 168,94 614)4 63,55 81,13 33 Jp Belgische Noten.................. Dänische Noten ................. Englische Noten ................. Französische Noten............... Holländische Noten............... Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten............... Schweizer Noten................. Spanische Noten................. Ungarischs Boten 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 414% desgl. von 1913.......... Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 8 Ilse Bergbau ...............6 Ilse Bergbau Genüsse........6 Klöcknerwerle ............ 8 MarmeSmmm-Rl.Hr«» uutm 0 6% abgest. Goldmerikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahw-Anleihe Serie i