Samstag, bgebruar 1956 186. Jahrgang 27 Erstes Blatt Gießener Anzeiger r. Ö-® Versailles ober der Friede? oder einMilitärgesetzzu verabschieden. Sie I in Glut und Feuer stürzen wollten, hätten gestern sei aber aut, um die Kammer bis zu denNeu- einen schweren Schlag erhalten. Dieser Erfolg Sar- = 3 Liebesgabe für amerikanische„Veteranen" Die amerikanische Begründung für den Eintritt §5 e n Z O 5 s* die Z-- 3 C 2.J? 2 K S lj K g 9 s 9 3 0 L V O S 0 >: o 3 r? •3 2 * n 2.® *„ w 2 ® ® 3 General Kondylis 1*. Oer griechische »Königsmacher" einem Schlaganfall erlegen Völkerbund. „Wir glauben an die 'Notwendigkeit des Völkerbundes, da wir an die Notwendigkeit der kollektiven Sicherheit glauben." Die Abstimmung hat 361 Stimmen für die Regierung und 165 Stimmen gegen die Regierung erbracht. Die Regierung hat also eine Mehrheit von 196 Stimmen bekommen. Die Auszählung dauerte ungewöhnlich lange, weil von ben Abgeordneten etwa 1200 namentliche Stimmzettel abgegeben worden waren, um die Abstimmung zu erschweren Die überraschend starke Mehrheit findet in der Zarifer Moraenpreffe einen großen Wi- erhall. Die Rechtsblätter sind äußerst verbittert und befürchten, daß sich der große Einfluß, ben bie Sozialisten unb barüber hinaus die ganze Volksfront auf die Regierung gewonnen hätten, bei den kommenden Wahlen zuungunsten der Rechten auswirken werde. Diese Be- ürchtung stützt sich in erster Linie auf die Zuge- tänbniffe, die der Ministerpräsident kurz vor der Abstimmung den Sozialisten gemacht hat, er hat sich nicht nur verpflichtet, gegen die sogen. Kampfbünde varzugehen, sondern wird auch einen der hauptsächlichsten Wünsche der Linksgruppen erfüllen, ihnen während des Wahlkampfes den Rundfunk zur Verfügung zu stellen -5° P 5 5 -3- P-0 g 3-2.3 P P 3 8 H 5 cf iS'1 O 3 r* o 2 m ScrA o”i EtV5 n <» SH Paris, 31. Jan. (DNB.) In der Kammer wandte sich Ministerpräsident Sarraut gegen die Behauptung, daß sein Kabinett unter der Einflußnahme der Kommunisten, der Freimaurer oder anderer Gruppen zustandegekommen sei. Er allein trage die Verantwortung für die Zusammensetzung des Kabinetts. Er habe die Mitarbeit hervorragender Persönlichkeiten aus allen Parteien gewollt. Wenn es ihm nicht gelungen sei, diese zu gewinnen, so müsse er wenigstens unrichtige Behauptungen über die angeblichen Hindergründe der Regierungsbildung zuruckzuweisen. Er verfechte den Gedanken der Konzentration. Er gab die Zusicherung, daß sich das Kabinett eine Milderung der Spar- Verordnung angelegen fein lasse. Außerdem werde er sich besonders der Arbeitslosen annehmen. Mit einer Vorbeugung vor Herriot betonte Sarraut die Treue Frankreichs zum Roosevelt klar erkannt und oft genug dargestellt worden; aber die amerikanischen Veteranen haben ihre starke Organisation benutzt, um auf die Abgeordneten einzuwirken, und diese haben jetzt vor der Meinung eines Bruchteils der Bevölkerung kapituliert. Als eigentliche Teilnehmer am Weltkrieg kann Amerika nur etwa eine halbe Million Soldaten aufweisen, die übrigen drei Millionen haben, wie gesagt, die Schlachten im Westen Deutschlands nur aus der Lektüre der amerikanischen Zeitungen erlebt. Aber tatsächlich hatte jedem, der eine Uniform trug, die amerikanische Regierung versprochen, und durch Gesetz des Parlaments bestimmt, daß er eine Altersversorgung erhalten sollte. Dafür haben die „Veteranen" seit Jahren gekämpft. Ihre Hungermärsche nach Washington, ihre Elendslager, die Bekämpfung dieser Veteranen durch Tränengas, waren die dramatischen Episoden dieses Kampfes um ben Bonus. Jetzt wird er ausgezahlt. Ab 15. Juni können die „Veteranen" ihren schwerverdienten Sold in Empfang nehmen. Aber dadurch ist für die USA. die Jnflationsgefahr gewachsen. Die fünf Milliarden Mark sind in keinem Voranschlag enthalten, der Senat sowohl wie der Kongreß hatte zunächst mit Rücksicht auf die Staatsfinanzen immer wieder die Bonusvorlage abgelehnt und alle Präsidenten, sogar Wilson, schlossen sich diesem Vorgehen an, da selbst in den letzten Zeiten der amerikanischen Prosperity kein Cent für diese Zwecke bereitgestellt wurde. Jetzt, da Amerika von der Weltkrise derb geschüttelt wird und keinen Ausweg findet, drückt die Verpflichtung auf den gesamten Staatshaushalt, und man erwartet allgemein, daß nur eine verstärkte Tätigkeit der Notenpresse, also eine Inflation den Ansprüchen der Veteranen Genüge leisten kann. Das Llebergangskabinett Sarraut im Sattel. Vertrauensvotum in der Kammer.—Die preffe stellt starke Abhängigkeit von der Linksfront fest. 3h* LAZ vH 3 3M* VO 6TS 3? 3 2. « Die Bildung eines deutsch-englisch-französischen Ausschusses für Kriegergräberbe- , treuu n g und die Veröffentlichung eines entfpre- . chmden Abkommens zwischen den drei Regierungen Hai die Londoner „Time s" veranlaßt, den idealen Gehalt dieser Vereinbarung zu würdigen. Die Zei- tung schreibt, das gemeinsame Gedenken für die im Krieg Gefallenen ohne Rücksicht darauf, auf welcher Seite sie gekämpft haben, würde die drei Döl- ' ter in einer Weise zusammenbringen, die niemand vergessen könne. Aus diesen Sätzen spricht jene edle ! Gesinnung, von der auch das echte Frontkämpfer- tum im Großen Kriege beseelt war. Zu gleicher \ Zeit hörten wir aus einer anderen europäischen Hauptstadt ebenfalls eine Deutung der Aufgabe, die uns Heutigen das Sterben der Weltkriegskämpfer hinterlaffen hat In Paris gab der neue französische Ministerpräsident Sarraut eine Regierungserklärung ab, in der es heißt, daß die Helden aus dem Kriege in der Annäherung der Völker die höchste Belohnung ihrer Opfer erblickten. Auch in diesen von höchster Stelle gesprochenen Worten offenbart sich ein Geist, der für die künftige Zusammenarbeit der europäischen Staaten nur Gutes erhoffen zu lassen scheint. Denn wirklich haben ja die Toten auf den Schlachtfeldern ihr Leben nicht hingeopfert für die Fortführung des Krieges, sondern für eine schönere Epoche des Friedens, für eine Völkergemeinschaft, in der auch die Lebensrechte der eigenen Nation geachtet und verwirklicht würden Das gilt für den Poilu wie für den Tommy und den „Fritz" Aber was versteht Herr Sarraut unter dieser Annäherung, unter diesem Frieden, den die gefallenen Helden herbeigewünscht haben? In derselben Regierungserklärung führte der französische Ministerpräsident aus, daß alle Anstrengungen seines Kabinetts darauf ausgehen würden, der europäischen Gemeinschaft den Vorteil der französischen Freundschaften und Beistandspakte zu erhalten, die nur den Zweck hatten, den Frieden im Rahmen des Völkerbundes aufrecht zu erhalten und zu organisieren. Das heißt also mit anderen Worten, daß die französische Regierung nach wie vor unter dem Begriff „Friedenserhaltung" den kollektivistischen Schutz des Versailler Diktates versteht. Sind die Helden des Krieges, zu deren Wortführer sich Herr (sarraut gemacht hat, aber wirklich für die Pariser Dorortsverträge mit all ihren Ungerechtigkeiten und Ungereimtheiten, mit all ihren verderblichen Folgen für Europa und die übrige Welt, sind sie für ein solches unter Waffendrohung entstandenes Zwangstatut gefallen? Die Frage stellen heißt sie beantworten. Die Männer unterm Stahlhelm kämpften für d e n Frieden, aber nicht für die Fort- sitzung des Krieges mit diplomatischen Mitteln. Frieden haben, bedeutet für bie Völker nicht, im Zustande der Friedhofsruhe dahin zu vegetieren, sondern im edlen Wettbewerb sich gegenseitig ergänzender Kräfte einem höheren Gemeinschasts- ideal einer anständigen und gerechten Ordnung Der Dinge entgegenzustreben. Von diesem Zustand aber sind Der Versailler Vertrag unD Die Genfer Satzung, Die nur zum Zwecke Des Beuteschutzes ms Leben gerufen rourDe, gleich weit entfernt Es erscheint vom StanDpunkt des augenblicklichen sianzösischen Regierungschefs verständlich, wenn er richt mehr als einen wenig besagenden Satz über das deutsch-französische Verhältnis in diesem Augenblick vor dem Parlament seines Landes aussprechen will. Sarraut weiß, daß seine Regierungsherrlich- teit nach den Wahlen durch den mechanischen Auto- matismus des Parlamentarismus ein jähes Ende finden wird. Er weiß ferner, daß der Mann Der mit aller Wahrscheinlichkeit Die führende Rolle m der nächsten französischen Regierung spielen wird, Herriot, hinsichtlich seiner Stellung gegenüber Deutschland schon allein durch seine hemmungslose politische Begeisterung für das bolschewistische Rußland gekennzeichnet ist, von seiner politischen De^ aangenheit ganz zu schweigen. Er weiß aber auch schließlich, daß für einen weiteren Massenverbrauch non Kabinetten im Durchschnittsturnus von sage und schreibe sieben Monaten in Frankreich vorläufig immer noch alle Vorbedingungen gegeben sind Das aber ist ja gerade einer der entscheidenden Unterschiede in der Verkörperung des Staatswesens nach außen hin zwischen Frankreich und Deutschland: Dort die fortgesetzten Erschütterungen des Landes durch die ewigen Kämpfe um Kabinettsbildungen und die daraus folgenden ständig einander sich widersprechenden Experimente politischer und wirtschaftlicher Art - hier seit nunmehr drei Jahren bus unerschütterliche Gleichmaß politischer Aufbauarbeit eines Volkes, das sich unter einem Einzigartigen Führer nach Ueberwindung jahrhundertealter innerer Zwistigkeiten nicht nur zu einer Nation, sondern auch zu einer Weltanschauung Durch- aerungen hat. Nichts selbstverständlicher als daß die Stabilität der leitenden Staatsgrundsatze und Die Stabilität der inneren Entwicklung in Diesem neuen deutschen Staat schon nach außen hm sich darstellt in der Einheitlichkeit einer in sich stabilen Regie- E-Z SS 3^ Athen, 31. Jan. (DNB.) General Kondy- l i s ist am Freitag einem Schlaganfall erleg e n. Kondylis litt an angina pectoris. Er ist vom Tode hinweggerafft worden, als er mit einem Abgeordneten eine Unterteilung hatte. Jede Hilfe war vergeblich König Georg hat bei Bekanntwerden der Todesnachricht seinem Beileid Ausdruck gegeben. . Das Haus des verstorbenen Generals ist das Ziel des Besuches zahlreicher Persönlichkeiten einschließlich der Mitglieder des Diplomatischen Korps und einer großen Volksmenge. Die Leichenfeier wird am Sonntagnachmittag in der Kathedrale von Athen stattfinden. Da Getüchte im Umlauf sind, die den Tod des Generals auf Gift zurückführen, wurde eine gerichtliche ß e i d) en ö f f n u n g angeordnet. Mit General Kondylis starb der Mann, der Anfang Oktober vergangenen Jahres den entscheidenden Anstoß zur Rückberufung König Seer gs nach Griechenland und zur Wiederherstel- lung der Monarchie gab. In den kritischen Wochen, in denen die royalistischen Elemente des griechischen Heeres auf eine rasche Entscheidung drängten und sogar zu einem Gewaltstreich bereitstanden, um die zögernde Politik des Ministerpräsiendent T s a 1 d a - r i s beiseite zu schieben, riß Kondylis die Führung der Entwicklung an sich. Er, Kriegsminister im Kabinett Tsaldans, trat mit einigen seiner Gesinnungsgenossen zurück, rief dadurch eine Krisis des Gesamtkabinetts hervor und erreichte es, daß ihm ... Bildung der neuen Regierung übertragen wurde. Kaum im Amt, schon am Tage nach seiner Berufung, ließ er die Nationalversammlung den Beschluß fassen, die republikanische Staatsform abzuschaffen, die Verfassung vom Jahre 1911 wiederherzustellen und am 3. November 1935 über die Rückberufung König Georgs und seins Wiederein» 's tio-3 3 Austausch der Flottenbauprogramme angenommen London, 31. Jan. (DNB.) Die Londoner Flottenkonferenz nahm einstimmig den Sachverständigenbericht an, der einen jährlichen Austausch der Flottenbauprogramme der Länder vorsieht. Ein technischer Unterausschuß hat einen Bericht über die Begriffsbestimmung der verschiedenen Schiffsklassen vorzubereiten, so auch hinsichtlich der Wasserverdrängung aller Kampf- schiffe, der Altersgrenzen der Schiffe und der qualitativen Begrenzung, Die in Den Vertrag ausgenommen werden soll. L'* 3 -s» 7^3 5 er 3: er "2.1 2.» 3 to-X-y <73 & Z88. »St? Der „Jour" schreibt, der Erfolg Sarrauts beweise, daß seine Regierung die am stärksten links gerichtete der ganzen Tagungsdauer sei. Das chlimmste sei aber, daß er sein Schicksal den Kommunisten und Sozialisten überliefere, obgleich kein einziger Minister aus diesen beiden Fraktionen in seinem Kabinett sitze. Der „Ma- tin" stellt fest, daß die Mehrheit, die Sarraut gestern erhalten habe, nichts wert sei, wenn es ich darum handeln würde, einen Haushalt MAL Siebener Samenblätter ■ WA W ■ ■ MM jUHT »ninöpretfe 1 mm hohe jeimat tm ®tlb ■ Dte SdjoUe | Hl I iV |Z l> I I l> I f| II Ai/Il 11/ I str Anzeigen °°n 22 mm monaH-Be3ugspreis: ■ ■ ■ ■ MM HZ ■ ■ ■ F ■ ■ ■ ■< B ■ ■ L ' B Breite 7 Rpj., Tert. M 4 Beilagen RM.1.95 WU ■ ■ ■ H H M S VH ■ H ■ von 70 mm Breite ohne Illustrierte 1.80 W M W ■ Lj Mi HW 50Rpf.,Platzvorschrift nach Zustellgebühr .. -.25 M M W W vorh.Dereinbg.25^ mehr. HM VJ V 4rmä§ig«e SrunOpreife: hsolge höherer Gewalt • ä •• < < aa Stellen-, Vereins-, gemein- ■ General-Anzeiger sm Gberheisen WW $ranifurumdmain: 11686 Druck und Verlag: vrühl'sche Unwerfilätt-Vuch- und Steindruckerei «.Lauge In Stehen. Schrjstlettung und Geschäftsstelle: Schulftratze 7 MengenabschWeStaffel» cs*: *? * p © Präsidialkanzlei und Reichskanzlei Es Das Dritte Reich hat fei n JnJ?X1 Ä Dle SA.-MSnner der Gruppe Hochland im Cavit Bekenntnis zur Leistung. Der Reichsberufswetfkampf her deutschen Jugend. aus Gegenden vorwi^ 'innen -sperre VmwJT 'cn bie Absatz/ ilschiedene Au- -zrise stark been 5 Mikanische V A Levölkerun« willen ein Volk zerschellt, daß ohne den Mut zum Opfer jede Gemeinschaft zugrunde gehen mutz." gend landwirtschaftlichem Einschlag besuchten bi, Grüne Woche und 1500 SÄ.-Männer bei Gruppe Westmark hatten Gelegenheit, den Zoo. logischen Garten kennenzulernen. So herzlich wie der Empfang war auch bet Abschied der SA. Um 19.30 Uhr verließ bet erste Zug mit dem Ziel Oppeln unter dröhnenden Heilrufen den Schlesischen Bahnhof. Bom Pots, damer Bahnhof gingen zwischen 19.55 Uht und 21.10 Uhr drei Sonderzüge mit Hessen, Westmärkern und Teilen der Gruppe Mitte ab. Die Gruppe Mitte war in Stärke von 630 Mann mit klingendem Spiel durch die Innenstadt gezogen, von Scharen von Berlinern begleitet. Etwa um die gleiche Zeit setzte auf dem Anhalter Bahnhof der Massenbetrieb ein. Zu jedem abgehenden Zug wartete hier ein Berliner SA.-Kapelle mit einem Abschiedsständchen auf. Gegen Hunger und Kalle. LA., SS., NSKK. und Studenten sammeln morgen für das WHW. Berlin, 1. Februar. (DRV.) Zur 5. Reichs- trahensammlung für das Winlerhilfswerk am 2. Februar haben der Chef des Stabes der SA., Gleichzeitig läßt der Reichsftudentenbundsführer, Pg. Derichsweiler, folgenden Aufruf an die deutschen Studenten veröffentlichen: „3m Kampf um die deutsche Volksgemeinschaft steht der Student im ersten Glied. Wie Arbeiter, Bauern und Beamte, wie alle Stände dem Ruf des Führers zur nationalen Solidarität gefolgt sind, so stellt sich auch der Student bedingungslos in den Dienst des Vinterhilfswerks 1935/36.“ Die Verteilung von Arbeitskräften im Saarland. An der Verordnung des Reichsarbeitsministers zur U e b e r l e 11 u n g der Arbeitslosen- Hilfe t m Saarland vom 16. Februar 1935 war zwar bestimmt, daß die Verordnung über die Verteilung von Arbeitskräften vom 10. August 1934 mit Wirkung vom 1. März 1935 an auch im Saarland gilt. Der Präsident der Reichsanstalt hatte jedoch bisher von der ihm gleich, zeitig erteilten Ermächtigung, seine Anordnung über die Verteilung von Arbeitskräften vom 28. August 1934 sofort mit der Rückgliederung des Saarlandes in Kraft zu setzen, keinen Gebrauch gemacht, da es erst des Aufbaues einer fest gefügten Organisation zur Regelung des Arbeits- emsatzes im Saargebiet bedurfte. Nachdem dies in- erreicht ist, hat der Präsident der Reichsanstalt mit Wirkung vom 1. Februar 1936 feine Anordnung über die Verteilung von Arb'eits- kraften vom 28. August 1934 auch im Saar- land in Kraft gesetzt. Der Durchgangsverkehr nach Ostpreußen. nf Uelschiede >" ^nd . Für Was kosten England die Sanktionen gegen Italien? Eine englische Zeitung, die Gegnerin der Sank- nonspolitik ist — weniger weil sie in dem oft- afrikanischen Krieg für Italien Stellung nimmt, als vielmehr aus wirtschaftlichen Gründen — stellte dieser Tage die Verlust e der britischen Ausfuhr nach Italien in den beiden letzten Monaten des vorigen Jahres zusammen. Danach ist die Ausfuhr von H e r i n a e n von 70 000 Pfund Sterling auf 29 000 gesunken, Rohwolle von 37 000 auf 4000, Koks und anderen Brennstoffen von 49 000 auf 3000, kera- m i f .n, Waren, Glas usw. von 26000 auf 7000, Eisen und Stahl von 29 000 auf 3000, Messern und anderen Schmiedewaren von 18 000 auf 9000, elektrischen Apparaten von 7? am 17 000, Maschinen von 115 000 auf 72 000, Textilwaren von 57000 auf 8000 Chemikalien von 17 000 auf 3000, Kraftwagen von 49 000 auf 6000. (Die größeren Zah- ien beziehen sich auf die letzten beiden Monate des Jahres 1934). Bei allen wichtigen Ausfuhrwaren hat sich der Export nach Italien also um min- ?/ltens 50 o. H verringert, während sich 9 L bn^d>e„2ly5fu^ im übrigen gehoben t)at. 211161« der Verlust der britischen Bergwerke hnuln obigen Ausstellung nur teilweise ent- A'st, belauft sich auf eine Million Pfund. q ?!!' roie panje anberen „antisanktioni- Kn^ltuiTn Ansicht, daß England das den Hauptteil der Sanktions- lasten zu tragen hat. Französisches Geschwader zwischen Korsika und Cannes. 31. San. (531®.) Das erste französische Geschwader wird Dom 4. bis 8. Februar Manöver °uf der Hohe des Golfs Juan (zwilchen 2?"?bes) abhalten. Vom 20. Februar bis 6. Marz wird sich das Geschwader zwischen Wem Unb 6et der P'ro°'?nee Die zum Tode verurteilten Südtiroler begnadigt. . Do z en. 1. Febr. (5NB. Funkspruch.) Der Kassa- tionshof in Rom hatte die gegen die beiden Südtiroler Paul Hofer und Hans G u f l e r wegen d°r Ermordung eines Finanzsoldaten auf der Planhutte verhängten Todesurteile b e - 't^igt, wodurch die Urteile endgültig Rechtskraft erhalten haben. Nun hat d e r K ö n i g v o n I t a - l i e n den eingebrachten Gnadengesuchen stattgegeben und die beiden Todesstrafen in lebens- län gliche Zuchthausstrafen umgewan- beit J ^Berlin, 31. Jan. (DNB.) Für die alte SA- Garde waren die Sehenswürdigkeiten der Innenstadt und die Museen ein starker Anziehunas- punkt. Viele Theater und Lichtspielhäuser hatten Sondervorstellungen angesetzt, in denen auserlesene Werke Erbauung und Erholung verschafften So wurde im Admiralspalast „Die Fledermaus" gegeben, im Theater am Horst-Wessel-Platz Der Sprung aus dem Alltag", im Theater am Nollen- dorfplatz „Herz über Bord". An Filmwerken wurden gezeigt im Ufapalast am Zoo „Traumulus" im „Universum" am Lehniner Platz „Friesennot"' die Manner aus Franken und der Gruppe Hansa ahen im Glonapalast den berühmten Film Der höhere Befehl", das gleiche Stück ging vor ^sen im Primuspalast über die Leinwand, Au dem Film „Die klugen Frauen" vereinigten sich die SA.-Manner der Gruppe Hochland im Capitol g ukh ~ ei jEölanb, in 3t Mien Staate' Wbel fast kle 'M Lame Lere Gmndiaf jSel müssen c ir ein ganzes 'im begnügt t hie bereste *tu unö tue -ehender fa.s faß '^veiterhiN S, hie --° M 1U den 1 ftfir "°'l atze, diese sind aber nur teilweiser Abschluß einer lebendigen Entwicklung. Das Staatsrecht des auto- rltaren Führerstaates ist noch im Werden be- grlffen. Eine besonders wichtige Aufgabe der Reichskanzlei ist es deshalb, dem Führer bei der Formung öes neuen Reiches und seiner Verfassung nach sei- nen Aufträgen zur Hand zu gehen. Die Persönlich- kett des Führers ist dabei Garant, daß nie wieder ein toter Buchstabe das deutsche Staatsleben ein- 3tüangt, sondern daß die Kräfte der Bewegung, des Bahnen puffen naturfemä6en gesunden Sie Reichskanzlei ist aber weiter das eigentliche ?u V “ ugsamt Adolf Hitlers, ein zwar verhält- hpff^n^r rlm^5s ab.er leistungsfähiges Instrument, öe||en er sich bedient, um eine ständige, vielfälttqe Einwirkung auf das Staatsleben des Reiches bei aüer Selbständigkeit der Ministerien ufw. sicherzustellen. Die Reichskanzlei hat dem Führer aber auch n:unV,e -3eit sreizuhalten für große Entscheidungen. Sie ist gewissermaßen ein Sieb und e n Prellbock und hat aus ungezählten Eingaben, Anregungen, Wünschen, Beschwerden usw. das Unwesentliche auszuscheiden und nur das W e s e n t- l l ch e vor den Führer zu bringen. Nicht zuletzt hat sie die m unserem sehr verwickelten, noch in der Bewegung im Aufbau befindlichen Staat begreiflicherweise auftretenden Spannungen und Reibungen z u beseitigen, sie hat auszu- gleichen, sie hat darüber zu wachen, daß die ein* 9 e r tli d) e Linie in den zahlreichen Ministerien uno Obersten Relchsbehörden nicht verloren geht, so- zu^w"^ vorbildliche Dienstgestaltung beispielgebend p ? 6 L? ^an* (DNB.) Das polnische 23er- fe^-5rln,ülflerium 1)01 ^r Deutschen Reichsbahn mit- geteilt daß wegen der noch nicht erfolgten Rege- dem Durchgangsverkehr nach und von n ^ondig aufgelaufenenpol- Hrfiö /r” 0 b»e n am 7- Februar eine erheb- liche Einschränkung dieses Berke hrs eintreten müsse. Die Maßnahme steht im Zusarn- Trnan9r den Schwierigkeiten der rLerunf9 derjenigen Beträge, die die Reichsbahn der polnischen Staatsbahn für den ?ur^ei!9^^kehr durch polnisches Gebiet schuldet. chweben Verhandlungen über Möglichkeiten, durch die die Transferschwierigkeiten behoben werden konnten. Man glaubt daher er- ^orten zu tonnen, daß die von polnischer Seite an- gekündigten Maßnahmen nicht in Kraft ge- e tz t werden. 1 Das fur^e Zwischenspiel Konstantins auf dem Throne zwingt Kondylis zur Flucht nach Konstantinopel. Aber als der König stürzt, ist er wieder bei den Aufständischen. Die gesamte Militärgewalt ruht in seiner Hand. Er stürzt den Diktator Panga- los. Aber noch immer ist er Republikaner. Immerhin lehrt ihn seine politische Praxis das Unmögliche des demokratischen Systems in Griechenland ohne jede Autorität über den Parteien. Als Veni- felosl935 einen Putsch versucht, wendet Kondylis sich endgültig zu den Monarchisten. Er wird einer ihrer Radikalsten und setzt im Oktober 1935 die Wiederaufrichtung des Königtums durch. Es mag eine Enttäuschung für ihn gewesen fein, daß er, der den König „machte", nicht auch fein erster Minister wurde. König Georg, der sich über die labile politische Lage in Griechenland trotz des Ergebnisses der Polksabstimmung klar ist, hielt es vom ersten Tage an für ratsam, einen Versöhnungskurs gegenüber Veniseliften und Republikanern zu steuern. Deshalb sein Entschluß, seine Regierungszeit mit einer 21 m n e ft i e für die aus politischen Gründen Verurteilten, einschließlich der veniselistischen Putschisten, auch unter Einbeziehung des im Exil lebenden Kreters selbst, zu erlassen. Kondylis versagte sich dieser Politik. Er war für em Regiment der starken Hand. Eine Verständigung zwischen dem König und dem General war nicht zu erzielen, Georg II. berief den politisch völlig unbeschriebenen Professor Demerzdzis zum Mi- Eerprasidenten, und für Kondylis wurde so der Mgenblick, in dem er das Ziel feiner leidenschaftlich betriebenen monarchistischen Politik erreichte, gleichzeitig auch das Ende seines politischen Einflusses. fetzung in die Rechte der Krone eine Volks ab- ft i mm u n g statt finden zu lassen. Bis zum Tage der Volksabstimmung wurde Kondylis gleichzeitig mit der Ausübung der Regentschaft betraut. Er legte sie, als König Georg griechischen Boden betrat, in dessen Hände zurück. Der Aufstieg des Generals Kondylis zum Ministerpräsidenten, Regenten und Königsmacher krönte ein abenteuerliches Heben. Einst Anhänger von 23enifelos und Kämpfer für die Republik, war Kondylis feit dem Frühjahrsputsch des Kreters im Jahre 1935 unbedingter Anhänger der Monarchie und sogar einer ihrer besonders energischen Vetreter geworden. Düsseldorf, 31. Jan. (DNB.) In Düsseldorf und Essen sprach vor führenden Köpfen der rheinischen Industrie sowie zahlreichen Vertretern von Partei und Staat Obergebietsführer Ax- mann, Leiter des Reichsberufswettkampfes der deutschen Jugend 1936, über die ideelle wirtschasts- und sozialpolitische Bedeutung dieses Leistungswettstreites Der diesjährige Wettkampf vereinige erst- malig Studenten und Jungarbeiter zu gemeinsamem beruflichen Wettstreit und helfe dadurch mit, die Kluft einer vergangenen Zeit zu überwinden. In diesem Jahre werde zum ersten Male eine Auswertung der einzelnen Ergebnisfe erfolgen. Dabei entstehe für oic Wirtschaft die große Erleichterung, daß sie auf Grund der Ergebnisse einen klaren Heber» blicf über den Nachwuchs in den einzelnen Facharbeitergruppen erhalte. Weiter seien für die kommenden Jahre graphische Heber sichts- kurven vorgesehen, die demselben Zweck dienen sollen. Der Obergebietsführer betonte den Willen öer Jugend, die Harmonie zwischen ihrem Willen zur Leistung und ihrem beruflichen Können herzustellen. Die dadurch erreichte Leistungssteigerung ziehe jedoch für den Jungarbeiter das moralische Recht auf eine Erhöhung der Freizeit nach sich. Die Erfüllung der Pflichten müffe aber der Erfüllung der R e ch t e vorangehen. Jedoch gebe die gut erfüllte Pflicht ein ... Schließlich finden in der Reichskanzlei die Empfange beim Führer, die Ministervorträge, die Kabinettssitzungen und Ministerbesprechungen statt. Aber auch hierbei grundlegende Wandlungen gegenüber der Weimarer Verfassung: Durch die Mit- zeichnung übernimmt der einzelne Minister nicht eine Verantwortung gegenüber dem Reichstag, sondern gegenüber bem Führe r und Re i chs- kanzler für die Richtigkeit und Zweckmäßigkeit seines Vorschlages. Im Kabinett gibt es keine Mehrheitsbeschlüsse mehr, sondern die Auffassung des Führers und des betreffenden Fach- mmifters entscheidet: diese wird dann einstimmig rechtens, so daß man weniger von einem Kabinett im alten Sinne, als vielmehr von einem Führer- rat sprechen kann. Die Reichskanzlei verkörpert demnach ein Stück lebendige deutsche Geschichte, und es ist der Stolz aller ihrer Beamten, Angestellten und Arbeiter, an so hervorragender Stelle am Neubau des Reiches Mitarbeiten zu dürfen." Oie Alle Garde der GA. in der Reichshaupisiadi. Öffentlichkeit unter Beweis zu stellen und um des Wettkampfs erstrebenswertes Ziel zu erreichen, am „lag der Nationalen Arbeit" dem Führer vorgeftellt zu werden. Es ist ein bedeutsames Zeichen für die sozialistische Gemeinschaft der deutschen Jugend, daß die Teilnehmer aus allen Berufen kommen. Da ist der Jungarbeiter angetreten und der Bauernsohn, der Junglandarbeiter und der Student. An die ganze deutsche Jugend hat sich der Aufruf zum friedlichen Wettkampf der Arbeit gerichtet, und da sind sie alle gekommen, aus der Fabrik und vom Bauernhof, aus der Handwerkerstube, aus dem Kontor und aus dem Hörfaal. Die deutsche Jugend tritt an zu einem Wettkampf, wie er in der ganzen Welt nicht seinesgleichen hat. Die Arbeit hat einen neuen Sinn bekommen. Sie ist nicht mehr eine Last, sondern ein Dienst für Volk und Staat. Dieses Bekenntnis unterstreicht die deutsche Jugend aufs eindringliche durch den Reichsberufswettkampf! K. S. Auswertung der Ergebnisse. Obergebietsführer Axmann vor rheinischen Industriellen. Die Präsidialkanzlei bearbeitet unter ihrem Staatssekretär und Chef Dr. Meißner im wesentlichen die Angelegenheiten des früheren Büros des Reichspräsidenten, d. h. alles das, was früher dem Reichspräsidenten in seiner Eigenschaft a I s Staatsoberhaupt oblag. Hierzu gehört vor ollem die völkerrechtliche Vertretung des Reiches: Vollmachterteilung für völkerrechtliche Verträge, Ratifikation von Staatsverträgen, (Erteilung des Agrements für fremde Botschafter und Gesandte, deren Empfang zwecks Ueberreichung ihrer Bealaubigungs- ober Abberufungsschreiben, Austausch von Geburtstags- und Neujahrsglückwünschen, Beileids- und anderen Telegrammen mit fremden Staatsoberhäuptern, Neujahrsempfänge der fremden diplomatischen Vertreter zum Austausch der Glückwünsche usw. — Weiter gehören zum Arbeitsgebiet der Präsidialkanzlei folgende Staatsangelegenheiten größtenteils repräsentativen Charakters: Erlaß von sogenannten Organisations-Verordnungen Ausfertigung der (Ernennungen und Entlassungs- Urkunden für höhere Beamte und Offiziere, Entscheidungen über Gnadengesuche in schweren Straf- und Difziplinarsachen, Verleihung des Adlerschildes der Goethe-Medaille, Genehmigung zur Annahme fremder Orden, (Erteilung von Ehrenurkunden, Glückwunschschreiben zu Geburtstagen, Beileidsschreiben beim Ableben hervorragender Persönlichkeiten, Heber- uahme von Ehrenpatenschaften, Schirmherrschaften Protektoraten und ähnliches. Lieaen so die Aufgaben der Präsidialkanzlei auf repräsentativem, allgemein hoheitlichem, völkerrecht- uchem Gebiet, so hat die Reichskanzlei poli- tlsche staatsrechtliche Regierungsaufgaben. Man Pflegt im allgemeinen zu sagen, die Reichskanzlei hearbeitet die Geschäfte der Reichsregierung, ver- mittelt deren Verkehr mit den Reichsministerien, Öen Oberften Reichsbehörden, der Presse, bereitet die Kablnettssitzungen vor, Meinungsverschiedenheiten unter den beteiligten Ressorts nach Möglichkeit schon vorher ausgleichend, und unterrichtet den Führer über die laufenden Fragen der Staatsverwaltung. jedoch di- Aufgaben dieser 'M °°ll, weil di- Bedeutung der chskanzlei im Dritten Reich eine wesentlich e 0 5 unter der Weimarer Verfassung ist. ^e,5la-er Erfassung stellte geschrieben e s aen era™^”/ OON Gesetzen und Verordnun- gen ergänztes Verfassungsrecht mit einem ft"Än be.r ,H-w°-t°nt°ilung bar. kÄ «d SA AS >e9sf> bj Mu, (Er ist fast noch ein Knabe, als die Kreter sich 1896 gegen die Türkenherrschaft erheben. Es hält ihn nicht im Hause seines Vaters. Er reißt heimlich aus und läßt sich in die Freischaren einreihen, die die Truppen des Sultans von der Insel vertreiben. Ein Jahr darauf steht er als gemeiner Soldat im griechischen Heer und zieht legal in den Türkenkrieg. Auf dem Schlachtfelde bringt er es bis zum Unteroffizier. Der Frieden, ehrenvoll für sein Land, löst zwar Genugtuung in ihm aus, aber er läßt ihn der eine Aufgabe braucht, die des Kampfes wert ist, leer. So geht er nach dem Balkan, wo zwischen griechischen und bulgarischen Banden jene berüchtigten Komitadschi-Kcimpfe um Mazedonien stattfinden. Er führt eine der griechischen Freischaren. Wieder hat er damit auf eigene Faust der politischen Entwicklung oorgegriffen. Um was die Komi- tadschi rangen, darum kämpft man im Balkankriege. Kondylis ist einer der Tapfersten und Wagemutigsten. Dann kommt der Weltkrieg. König Konstantin sträubt sich heftig dagegen, in die Hörigkeit der Alliierten gezwungen zu werden. Sein großer und gefährlicher Gegner ersteht ihm in dem franzosenfreundlichen Veniselos. Kondylis, der Vemfelos von den kretischen Kämpfen her noch nahesteht, putscht gegen den König. Als Griechenland dann unter Veniselos auf feiten der Alliierten in den Weltkrieg eintritt, holt sich Kondylis auf Öen Schlachtfeldern Mazedoniens neuen Kriegsruhm, wird zum Obersten befördert, kämpft mit bewundernswürdiger Kühnheit gegen die Bolschewiken in der Ukraine und führt sein Regiment unter Zurückweisung aller Angriffe nach Griechenland zurück. Luhe, der Reichsführer SS., Himmler, und der Korpsführer des RSKK., Hühnlein, folgenden Aufruf erlassen: , v „Große Opfer sind immer nur gebracht worden ^inallgS ür eine Idee und für eine Gemein-1 Daran F schäft, die sich als Trägerin dieser Idee erweist. । g den, EewoY Der Kampf der nationalsozialistischen Bewegung Hal Opfer gefordert. Diese Opfer sind gebracht worden aus der heiligen Aeberzeugung, aus dem festen Glauben an die Richtigkeit der Weltanschauung des Führers. Wie gestern wird auch heule und morgen der Kampf für die nationalsozialistische Idee mit Opfern verbunden fein. „Gegen hunger und Kälte lautet die Parole, die sich die Bewegung in diesem Winterhalbjahr wieder gestellt hat. Am 2. Februar, zu Beginn des 4. Jahres der nationalsozialistischen Erhebung, werden sich die TRänner der SA., SS. und NSKK., jene, in deren Reihen das nationalsozialistische Opferkum geboren wurde, in den Dien st des Kampfes gegen Junger unb Kälte stellen. Die aus ihren ist nicht von wesentlicher Bedeutung, welche Befugnisse der Führer und Reichskanzler in seiner Eigenschaft alsStaatsoberhauptund welche als Reichskanzler besitzt und ausübt. Was früher in der Aufteilung der Befugnisse zwischen den verschiedensten Machtfaktoren des staatlichen Lebens Ausdruck wichtiger staatsrechtlicher Grundsätze war, das kann im heutigen Führerstaat nur noch technisch-praktische Bedeutung besitzen für die Aufteilung der Geschäfte unter den Gehilfen des Führers, z. B. für die Zu- ständigkeitsabgrenzung der Aernter, die dem Führer und Reichskanzler für die Erledigung der Staatsgeschäfte am nächsten stehen, der Präsidialkanzlei und der Reichskanzlei. HW flimmer • iinridjtungen gel ittt Zahlen. 21 wtaedsbetrie AM großer m liefen Mai Hnb sie aui ______ ________ _____ , gemeiner Reihen gebrachten Opfer an Gut und Blut werden fcarkr den Volksgenossen daran erinnern, daß ohne Opfer- a Annahme m —t«— -r- —— ....... - -- r' Hr berechnet, 1 mt Zweizimm Die Verurteilten des Memelländer- Prozesses ersuchen um Straferlaß. 31. Jan. (DNB.) Sämtliche noch in Haft befindlichen Verurteilten des großen Memellän- 11nnhh^0de-^5-?iaben aud 2l"laß des litauischen Hnabhangigkeitstages an den Staatspräsidenten Zauche um Erlaß der Strafe auf dem Gnade nwe g e gerichtet. In den Eingaben wird u,m Abgabe der bürgerlichen Ehrenrechte und Aufhebung der Dermögensbefchlagnahme gebeten. 2r- Neumann, Freiherr v. Saß und die vier zum Tode verurteilten, aber zu lebenslänglichem Zucht- baus begnadigten Memelländer befinden sich im Kownoer Gefängnis. Auch Argentinien beschwert sich über Litwinow. Genf 31.Jan. (53!®.) Nach Brasilien und - ^"un auch der argentinische Vertreter im Volkerbundsrat in einem Schreiben an den Generalsekretär gegen das Verhalten Litwinows bei der Aussprache über den Streit zwi- \d)en der Sowjetunion und Uruguay Einspruch erhoben. Der Vertreter Argentiniens erklärt Lit- wmow habe gegenüber einigen südamerikanischen Ifanöern Ausdrucke gebraucht, die eine Seleibi- a u n g dieser Länder darstellten. Diese Ausdrücke QuU(V1 -’S endgültigen Fassung feiner Rede "Ht «^geschwächt worden. Ein solches Verhalten sei beispiellos für den Völkerbundsrat, dessen Aus- läeHhn?In^rPekr-,JTmer in h°k"ch°r und würdiger vorm abgespielt hatten. Seit nach dem Tode Hindenburgs das Amt des Reichspräsidenten mit dem des Reichskanzlers vereinigt worden ist, ist zuweilen die Frage erörtert worden, ob und wie diese beiden Funktionen, für die die Präsidialkanzlei und die Reichskanzlei als Zentralbehörden des Führers und Reichskanzlers bestehen, aegenfeitig noch abzugrenzen sind. Staatssekretär Dr. Lammers, der Chef der Reichskanzlei, schreibt dazu im „Völkischen Beobachter" u. a.: Heute nehmen die Orts-Ausscheidungskämpfe im Rahmen des Reichsberufswettkampfes der deutschen Jugend ihren Anfang. Damit tritt die Jugend Deutschlands von neuem zu einem großartigen Wettkampf der Arbeit an, der in aller Welt Staunen und Bewunderung erregt hat und von manchen geradezu als ein charakteristischer Ausdruck nationalsozialistischen Denkens bezeichnet wurde. In der Tat ist der Reichsberufswettkampf sinnvoller Ausdruck der fozialistifchen Gebundenheit der deutschen Jugend. Es ist eine Kampfansage gegen alle Oberflächlichkeit, gegen das Nichtkönnen und ein ta 1 frohes Bekenntnis zur Leistung, die nicht aus irgendeiner Rekordsucht entstanden ist, sondern einzig und allein in dem Willen, Dienst zu tun für Volk und Staat. Die von Jahr zu Jahr immer stärkeren Teilnehmerzahlen aus allen Ständen und Berufen beweisen eindeutig, daß die deutsche Jugend sich dieser inneren Bedeutung des Reichsberüfswettkampses bewußt ist, und daß sie gewillt ist, die ihr vom Führer zugeteilten Aufgaben zu bewältigen. Der Führer und Reichskanzler hat mehr als einmal betont, daß die Jugend mehr ist als nur ein biologischer Bestandteil des Volkes, daß gerade die Jugend ganz bestimmte Aufgaben im Dasein des Volkes zu erfüllen habe, durch die sich erst beweise, ob die Jugend fähig sei in Zukunft verantwortlich das Schicksal Deutschlands zu gestalten. So gesehen, gewinnt der Reichsberufswettkampf eine große politische Bedeutung: denn seine Leistungen geben ein Spiegelbild des Könnens der Jugend und der in ihr tätigen und noch schlummernden scköpferischen Kräfte. Cs ist ein bitteres Schicksal, daß infolge der immer größer werdenden Arbeitslosigkeit unter dem früheren System ein Großteil der werktätigen Jugend darauf verzichten mußte, einen Beruf zu erlernen. Heber die aus dieser Entwicklung sich ergebenden Gefahren im Hinblick auf das Fehlen fachlich geschulter Arbeitskräfte braucht an dieser Stelle eine nähere Erläuterung nicht gegeben zu werden. Nicht zuletzt darum haben die verantwortlichen Stellen )er nationalsozialistischen Bewegung den Reichsberufswettkampf organisiert, um auch die letzten Reste dieser vom Schicksal so schwer getroffenen Jugendlichen einer beftimmten Berufsarbeit wieder zuzuführ en. Der Reichsberufswettkampf beweist in Verbindung mit all den anderen Maßnahmen zur Erzielung einer möglichst hohen Berufstüchtigkeit, z. B. der zusätzlichen Berufsausbildung, daß in der Front der deutschen Jugend der herumlungernde Jugendliche eine unmögliche Erscheinung ist. Heber eine Million Jugendliche haben sich zum kommenden Reichsberufswettkampf gemeldet, um, vorangeyen. yeboch gebe die aut erst Hr Können und ihre Leistungsfähigkeit vor aller | Anrecht auf wohlerworbene Rechte. Ihl’er Außei M von 11 IMchajtsmms ch! über den ehunyen Dei ’n Schluß, do unb richtig en Neue Plan v« Formel gebra sinzusühren n lü n. 1934 schic Bon 284 M lanj aufoetfolt M roerben to flau, Unsere § iwr 1934 um ! Pdo in höhe , kder noch nicht o den Außenh Dil des Ueberf lMenschulden i Kirben. — Mit Jwn wir Han rchungsabkomi kch des Reichsn H daß im lM Hert werden I > unseres Hai panischen ■ U eine Stecher Mite um 32 Men Rauche jy inKben w W dann mü Mens fon)e bevorzuqt und Doß '^'Dampfe Jfl9 Wen. 1 ^SMillchne ^vollen 11 ^r°.-Taba «0 s üiftä beitMsten »hkj, >-r 3 toQr M, H b,. äh *4i'< ;5ft»4 Malter *^3 'ö Sott,. s>y" ’***<& 1 Zur 5 *eU S,abc5 der ''mmler.^ ft*1»* 2,®'etnein. i L3b“ «roelfl Bere'S"»l "ö S-Kachi roo,! ’if bMl f* , de. ""d tnotge, fl^6 3öee mi| ’9e*1 Hunger uni ’ Bewegung « hat. itn ^der national. chd'-Nännei ? ^ene' w deren JP|er?um geboren mpfes gege^ Die aus ihren °ud Blut werden • dah ohne Opfer. ne den Bhil jutn gehen muh." mtenbundsfü'hrn, n Aufruf an die en: »3m Kampf l steht der,Sht ilft, Bauern und M des Führen gt find, so stellt los in den Dlensf Wie sieht es in der Wirtschaft aus? Zum letzten Male finden zur Zeit in Deutschland Ino e n t u r" - V e r k ä u f e statt. Nicht etwa, daß tzjese Räumungsoerkäufe, allerdings in der Beschränkung, die bereits im vergangenen Jahre verfügt wor- hen ist, und die den Kreis der in den Ausverkauf rinzubeziehenden Waren in der Hauptsache auf die Sem modischen Wechsel unterliegenden Waren begrenzt, nicht mehr abgehalten werden sollen. Aber man wird nicht mehr von „Jnoentur"-Derkauf sprechen, sondern wird „Winter-Schlußverkauf" bzw. am Ende der Sommerzeit „Sommer - Schlußverkauf" sagen. Im Interesse der Sauberkeit der Werbung und des Schutzes des normalen laufenden Kleinhandelsgeschäfts werden diese Schlußverkäufe aber □u(f) weiterhin sehr strengen Bestimmungen unterstehen, die es verhindern, daß der früher recht großzügig ausgeweitete Rahmen wiederkehrt. Der Andrang zu den augenblicklichen Schlußverkäufen ist wie immer stark. * Auf der „Holztechnischen Tagung" der Abteilung Technik des Württernbergischen Landesgewerbeamtes gab es interessante Aufschlüsse über Unterschiede in der Bedarfsrichtung und Produktionsgestaltung bei Möbel in Deutschland und im Auslande. Für Deutschland ist kennzeichnend die einmalige Anschaffung einer Wohnungseinrichtung. Daran hat sich seit Urväterzeiten kaum etwas in den Gewohnheiten des Volkes geändert. In England, in Italien, zum Teil auch in den Vereinigten Staaten von Amerika, wechselte man bie Möbel fast wie die Kleidungsstücke mehrere Male im Laufe des Lebens Das bedingt ganz cmdere Grundsätze bei der Herstellung. Die deutschen Möbel müssen gut und schwer gearbeitet sein und für ein ganzes Leben vorhalten. In anderen Ländern begnügt man sich mit Rahmenmöbeln, mit dünnen Sperrholzplatten. Natürlich ergibt das auch erhebliche Preisunterschiede. Außerdem aber werden die Absatz- und Umsatzmöglichkeiten durch diese verschiedene Ausrichtung des Bedarfs begreiflicher- iveise stark beeinflußt. Die englische, italienische und amerikanische Möbelindustrie kommt im Verhältnis -ur Bevölkerungszahl auf höhere Umsätze. Jrnrner- ün sind sie auch in Deutschland größer, als man ivohl gemeinhin annimmt. Auf der erwähnten Stuttgarter Tagung wurde unter Zugrundelegung der Annahme von 400 000 Familiengründungen im Jahr berechnet, daß, wenn man durchschnittlich nur eine Zweizimmereinrichtung voraussetzt, jährlich ^00 000 Zimmereinrichtungen und 400 000 Küchen- inrichtungen gebraucht werden. Das sind ganz achtbare Zahlen. Allerdings müssen sich rund 100 000 Handwerksbetriebe und daneben noch eine ganze Unzahl großer und leistungsfähiger Möbelfabriken in diesen Bedarf teilen. ♦ Unser Außenhandel weist einen Ausfuhrüberschuß von 11 Millionen Mark aus. Das Reichs- virtschaftsministerium hat für 1935 eine „Übersicht über den Stand der wirtschaftspolitischen Begehungen Deutschlands" herausgegeben. Es zieht len Schluß, daß der Neue Plan sich als praktisch Md richtig erwiesen hat. Im Herbst 1934 ist dieser Neue Plan verkündet worden, der, auf eine kurze lang des Arbeits- Nachdem dies in- er Präsident der 1. Februar 1936 ing von Arbeits- ich im Saar« Formel gebracht, bezweckte, nur soviel Waren inzuführen wie Devisen aus der Ausfuhr anfal- en. 1934 schloß noch mit einem Einfuhrüberschuß on 284 Mill. Daß dieser Passivsaldo der Handels- elanz aufgeholt und in einen Aktivsaldo umgewandelt werden konnte, verdanken wir dem Neuen !slan, Unsere Einfuhr an Fertigwaren ist gegen- iider 1934 um 22,4 Prozent gesunken. Der Aktiv- sildo in Höhe von 111 Millionen Mark bedeutet aber noch nicht ohne weiteres daß unsere Sorgen um den Außenhandel geringer geworden sind. Ein 2eil des Ueberschusses mußte zur Abdeckung alter ^arbeitsminiffer« rbeitslosen- ). Februar 1935 rbnung über die vom 10. %ugufi\ ärz 1935 an' r Präsident der n der ihm gleich- Anordnung über vom 28. August g des Saarlandes brauch gemacht, en VaVV2» Ser- '!Ä T-. ..... erkehr !N. as polnische Der-! ! Reichsbahn mit« t erfolgten W ehr nach und von aufenenpol' bruar eine erheb' es Verkehrs steht im Zusani- gleiten, de Beträge, die die sbahn für , (fybiet schuldet Klingen u, kerschwierigkeiten aubt daher er- in Kraft ge emellSnder' SfrofeM jnb fiLni Zucht' laisSlAjch im befind^ Es ist merkwürdig, daß gerade die Marxisten licht nur in engster Verbindung mit dem liberalen Höchstkapitalismus arbeiten, sondern sich geradezu krampfhaft mühen, ihn bei guter Laune zu halten. S)jrr Litwinow verhandelt gegenwärtig in England um eine größere Anleihe, nachdem er in Frankreich nach Abschluß des provisorischen Handelsvertrages vom 11.1.1934 eben auf Grund dieses Handelsvertrages Kreditverhandlungen gepflegt hat. Die sowjetrussische Ausfuhr nach Frankreich betrug 1935 nur 360 Millionen Franken gegen 609 im Jahre 1933, die Ausfuhr nach Sowjetrußland betrug 170 Millionen im Jahre 1935, so daß ein Passivsaldo von 180 Millionen Franken für Frankreich vorhanden ist. Der verlängerte provisorische Handelsvertrag sieht nun kein festes Bestellungsprogramm der Sowjets vor, er verspricht nur, daß französische Waren abgenommen werden, wenn Frankreich sie zu Weltmarktpreisen liefern kann. Aber gefordert wurde ein höherer Kredit für Öen sich die französische Elektro- und Montanindustrie auch einsetzte. Anfänglich hieß es, er solle sich au eine Milliarde Franken belaufen, mittlerweile hat aber Herr Litwinow erkannt, daß er höchstens 600 Millionen Franken zu nicht günstigen Bedingungen erhalten könnte. Da aber der Widerstand e ~hcn gegen eine solche Finanzierung der Sowietwirt- " schäft ziemlich stark ist, sieht es mit dem Kredit noch windig aus. Inzwischen hatte 1 n 0 ® sich nach England begeben, um dort ebenfalls Hirn:'»', einen Pumpversuch zu machen. An und für ycy sind die englischen Kapitalistenkreise dem mcht ab- hnmeritanI.'hi1 geneigt, sie fordern aber größere Sicher "ngen' u^!gelel!!.. als sie Herr Litwinow bisher zu geben vermochte, Ä AustU und vor allem die Anerkennung der Vor- ®,!|i(finer !ri ° g s s ch u l d - n . die Litwinow verweigert. iung„> hMn!« übrigens scheint aus dem Kreditbegehren hervor- !)-3 Ä S -ugchen, d-h di- Lage der Sowi-trepublik gar Varenschulden und für den Kapitaldienst verwandt werden. — Mit dem größten Teil der Staaten, mit denen wir Handel treiben, sind bekanntlich 93er- rechnungsabkommen getroffen worden. Der Bericht des Reichswirtschaftsministeriums weist darauf hin, daß im letzten Jahr viele davon wesentlich verbessert werden können. Beachtlich ist die Steigerung unseres Handelsvertreters mit den s ü d a m e - rikanischen Staaten; auf der Ausfuhrseite war eine Steigerung um 46 Prozent, auf der Einfuhrseite um 32 Prozent zu verzeichnen. Wenn die deutschen Raucher in dieser Woche einmal einen Blick in den Handelsteil der Zeitungen geworfen haben, dann müßten sie Grund haben, zu jubeln, wenigstens soweit ihr Geschmack den Sumatra- Tabak bevorzugt. Eine holländische Werft hat bei Bloom und Voß in Hamburg einen 12000Ton° iien-Dampfer für den Ostasien-Dienst in Auftrag gegeben. Der Preis dieses Schiffes beträgt rund 5 Millionen holländische Gulden, und er wird im vollen Umfange in ©e ft alt von S u- matra-Tabak abgedeckt werden. Das Tanze eine interessante Illustration der modernen Methoden des Kompensationsgeschäftes. es Brasilien geboren bin • Verwandtschaft hinüberfuhr. Freitag chungen, weil ich i n ■ und noch viel zu der einen erster Aus aller Wett. Die Zeugenvernehmung im Seefeld-prozeß. in Form, daß ich genau fühlte: heute geht klar!" Gtallbesuch bei Irmgard Georgius. Gespräch mit der Turniersiegerin im Kanonenspringen vor dem Führer. nicht so günstig ist wie die Reklametrompeter des Bolschewismus zu Propagandazwecken verkünden, denn diese Kredite, um die man sich in Paris und London müht, sind doch verhältnismäßig geringfügig, wenn auch für die Sowjetrepublik vielleicht ausschlaggebend. Oer japanische Kultusminister Matsuda gestorben. Tokio, 1. Febr. (DNB. Funkspr.) Kultusmi- nicher Matsuda, einer der bekanntesten Führer der Minseito-Partei, ist im Alter von 62 Jahren plötzlich an Herzschlag gestorben. Ursprünglich Jurist und Anwalt wurde er später Kolonialminister und übernahm 1934 das Amt des Kultusministers. Sein Tod bedeutet angesichts der bevorstehenden Wahlen einen schweren Verlust für die Regierungspartei Minseito. Matsuda war ein eifriger Förderer der deutsch-japanischen „Dann hatten Sie also von Anfang an die Hoffnung auf den Sieg?" „Noch mehr, ich hatte den festen Siegeswillen. Wenn heute nicht, dann nie! sagte ich mir vor dem Losspringen. Meine Stute ist allerdings eine richtige Holsteinerin mit ihrem gelegentlichen Bock, wenn sie vor Oxer oder sehr hohe Hindernisse kommt; aber ich fühle immer schon eine Sekunde vorher, was sie vorhat und dann kriegt sie eins mit der Peitsche, denn mit dem Schenkeldruck allein kann ein Mädchen ein so schweres Pferd natürlich nicht dirigieren. Ich muß m i t dem Kopf reiten, muß das Tier im rechten Augenblick überlisten können, sonst bin ich machtlos." „Was für einen Eindruck machte denn der Sieg auf Sie? „Eigentlich war ich ganz betäubt, als der tosende Jubel und Beifall über mich hinrauschte und fühlte nur ganz unbestimmt, daß er mir gelten mußte. Wie im Traum ritt ich die Ehrenrunde, die gute ,Fürstirst ging von allein, denn ich war ganz gelähmt vor Glück. Nachher stand ich vor dem Führer, er streckte mir beide Hände entgegen und lachte über das ganze Gesicht. Herrgott, was hat er für Augen, wenn er lacht! Ich mußte nur immer in feine Augen sehen, dann faßte ich nach dem Ehrenpreis, den er mir gab, und hielt mich daran fest, weil ich f a ft schwindelig war. Was der Führer sagte und was ich antwortete, weiß ich gar nicht, nur, daß ich nach einer Stunde noch einmal hinaufkommen sollte, verstand ich dann." Die junge Reiterin saß ganz entrückt neben mir. Nach einer kleinen Weile sprach sie weiter: „Nachher hat er mir bann einen großen weißen Blumen st rauß mit roter Schleife und Widmung gegeben und ich durfte in der Ehrenloge fitzen bleiben. General Göring und Reichs- minifter Dr. Goebels haben sich dann auch mit mir unterhalten." „Hat denn Ihre Mutter den Sieg miterlebt?" „Leider nicht, denken Sie sich, gerade diesmal mußte sie zu Hause bleiben, aber ich habe noch gestern abend sofort telegraphiert und heute natürlich ausführlich mit ihr telephoniert. Sie hat meinen schönsten Sieg verpaßt, denn alle meine bisherigen Siege schmeiße ich hin für diesen einen vor dem Führe r!" Unser Gespräch wird vom Stallburschen unterbrochen, der sich Weisungen holt. Ein Reiter, dessen Pferd sich nachts den Knöchel angeschlagen hat, möchte den Rat der erfahrenen Kameradin haben. Sie nimmt mich noch mit hinüber zum Stall, um mir das siegreiche Pferd zu zeigen. Warmer Pferdegeruch schlägt uns aus der sich öffnenden Stalltür entgegen. „Mieke, alte Mieke", lockt zärtlich die Reiterin und klopft einem mächtigen Fuchs freundschaftlich auf den Schenkel. Unwillkürlich ziehe ich einen Vergleich zu der fast schmächtigen Zartheit der Herrin und der gebändigten Kraft der großen Stute. Die Reiterin krabbelt mit den Händen im Futter herum. „Schmeckts nicht, du Schlingel?" fragt sie und hält ihm eine Handvoll unter die Schnauze. Und wie es schmeckt, aus der Hand der Herrin und Kameradin gefressen! Beim Hinausgehen muh ich mir rasch noch den Sattel ansehen, der vier Taschen vollBleigewichte hat: „Die hat die Gute auch noch mit über die Hindernisse schleppen müssen, weil ich zu leicht bin", erklärt mir Fräulein Georgius. „Aber wir sind trotzdem hinübergekommen, nicht wahr, alte Mieke?" Dr. B u r e s ch. Beschreibung des Täters bekannt wurde, war der Zeuge davon überzeugt, daß nur Seefeld der Täter sein könnte. Er teilte dies dem Oberstaatsanwalt in Schwerin mit, der dann durch Funkspruch die Verhaftung Seefelds anordnete. Im Verlaufe der Zeugenvernehmungen wegen der Kindesentführungen verwickelte sich Seefeld mehrfach in Wider spräche, besonders bei der Gegenüberstellung mit dem Schweriner Schüler Günther K. Dieser Schüler ist von Seefeld im Februar 1935 mehrfach angesprochen worden. Während Seefeld früher zugegeben hat, daß er den Schüler Günther K. kenne, bestreitet er jetzt in der Verhandlung plötzlich, den Jungen jemals gesehen zu haben. Anscheinend ist es ihm sehr unangenehm, daß der kleine K. ihn am 23. Februar in Schwerin gesehen hat, während er immer behauptet hat, er sei an diesem Mordtage von Görries über Krebsförden nach Mirow gewandert, ohne dabei die Stadt Schwerin zu berühren. Danach beginnen die Zeugenvernehmungen zu den Sittlichkeitsverbrechen, deren Seefeld angeklagt ist. Für die Dauer dieser Zeugenvernehmungen wurde die Oef- fentlichkeit ausgeschlossen. Der erste Zeuge bekundet, er sei 1931 als 19jähriger arbeitslos gewesen. Seefeld habe ihn eines Tages angesprochen und überredet, mit ihm auf die Wanderschaft zu gehen. Diese Wanderschaft durch Mecklenburg, Pommern und andere Gegenden Norddeutschlands dauerte etwa 2V- Monate. Seefeld hat mehrfach versucht, sich dem Zeugen in unsittlicher Weise zu nähern, was dieser sich aber sehr energisch verbat. Eines Morgens hat Seefeld sogar versucht, mit Gewalt ein Sittlichkeitsverbrechen an dem Zeugen zu begehen. Der Zeuge streckte jedoch den Angeklagten mit einem Fausthieb ins Gesicht nieder. Die Zeugenvernehmungen werden am Samstag fv^a"seb,t werben. Furchtbare Explosion in der Nähe von Peiping. Wie bie Taß auch Schanghai meldet, sollen in die- sen Tagen bie Munitionslager von Nendoukau in her Nahe von Peiping aus bisher unbekannten Grünben in die Luft geflogen sein. Bei ber Explosion finb 50 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 100 Personen würben verletzt. An 250 Häuser wurden zerstört. Das Eisenbahnunglück in Pennsylvanien. Zu dem Eisenbahnunglück bei Sunbury (Pennsyloanien) ist ergänzend zu melden, baß bis jetzt 4 0 Verletzte geborgen worben finb. Die genaue Zahl ber Tobesopfer steht noch mcht fest. Augenzeugen berichten, baß plötzlich eine riesige Stichflamme emporschoß, als ber von Philadelphia nach Neuyork unterwegs befindliche Schnellzug den Brückenkopf bei Sunbury erreichte. Im gleichen Augenblick erfolgte eine starke Explosion. Man schließt daraus, daß der Dampfkessel ber Maschine in bie Luft geflogen ist unb baburch bas Unglück verursachte. Beim Absturz riß bie Lokomotive einen Teil ber Brücke mit unb zog außer bem Gepäckwagen noch zwei Schlafwa- hinzustellen. Sodann würbe ber Grabower Genbarmene- meifter Wagenknecht vernommen, ber als Erster den Verbucht unb bie Aufmerksamkeit ber Behorben auf Seefeld lenkte. Ihm war Seefelb 1930 zum ersten Male begegnet Seefelb hatte bamals in Grabow zwei kleine Knaben an sich gelockt unb aus ber Stabt herausgeführt. Nach einer aufregenben Verfolgung war es bem Zeugen gelungen, Seewald im Wölbe sestzunehmen. Bulb barauf hatte ber Gen- barmeriemeifter erfahren, baß Seefelb in ^"Owigs- lust ebenfalls Knaben an sich gelockt hatte. 1933 horte er auch noch von Sittlichkeitsverbrechen, bie Seefelb auf seinen Wanderungen in anberen (Begenben Mecklenburgs begangen hatte. Als bann im Marz 1935 der Knabenmord in Wittenberg geschah unb eine Im Seefelb-Prozeß würben am „ bie Zeugenvernehmungen fortgesetzt. Die Zeugenaussagen beziehen sich vor allem auf Fälle, in benen Seefelb Knaben sich gelockt unb entführt hat. Im Laufe ber Ermittlungen sind etwa 40 solcher Fälle festgestellt worben. Wenn biese Fälle auch nicht immer ben Tatbestanb ber Kindesentführung ober bes Sittlichkeitsverbrechens erfüllen, so bilden sie boch einen wichtigen Bestanbteil bes Indizien!) e- weises hinsichtlich ber Erwerbung ber zwölf Knaben. Seefelb bestreitet bie meisten Fälle nicht, wenn er auch immer bemüht ist, alles als harmlos Erst seit 1930 habe ich systematisch mit bem Training f ü r Turniere angefangen, hatte auch ein Jahr einen Trainer, aber feitbem trainiere ich allein." „Haben Sie denn Ihre Stute ,Fürstin' ganz allein zugeritten?" „Natürlich, ganz allein!" Sie roenbet mir ihr Gesicht zu, ein paar große blaue Augen sehen mich ernst an. „Das ist oft viel Plackerei; so rosig, wie ich ber Zuschauer bas beim Turnier benft, ist ja )ie Reiterlaufbahn nicht gerade, wie oft habe ich gebucht, wenn Rückschläge turnen, ich sollte ben Kram lieber hinschmeißen unb ft a 11 b e f f e n Mutters Aeppel verkaufen, aber es läßt einen ja boch nicht los." „Unb wer finanziert Ihnen bas alles?" „Gott, finanziert, bas klingt so großartig! Ich selbst muß mir bie Geschichte zusammenreiten, aus Turnierpreisen unb aus gelegentlichen Pferbeverkäufen muß bie Reiterei sich schon bezahlt machen. Meine Mutter gibt mir kein Gelb buzu, ich würbe es auch gar nicht nehmen, bas ist schon mein Ehrgeiz, es aus eigener Kraft durch- zuführen. Im großen unb ganzen gelingt es auch, manchmal weiß ich aüerbings nach einem Turnier nicht, wovon ich noch bie Hotelrechnung bezahlen soll. Diesmal gab es einen Ehrenpreis von 7 5 0 Mark, baoon kann ich gerabezu in Saus unb Braus leben." Das hübsche Mäbchengesicht lacht jetzt fröhlich. Ich sehe sie von ber Seite an: Russe ist in ihr unb Sportgeist unb viel Mäbchenhaftigkeit — gar f e i n e vermännlichte Amazone, wie so mancher Zuschauer sich bas vielleicht schaudernd vorstellt. „Unb wie war Ihnen zumute, als Sie zu bem Springen in bie Arena ritten unb wußten: Der Führer sieht zu?" „Innerlich war ich natürlich ein bißchen erregt, aber äußerlich eisern ruhig. Das muß so sein, bes Pferbes wegen. Meine Stute unb ich, wir finb fo eins, baß eins vom anbern ganz genau fühlt, wie ihm zumute ist. Die geringste Nervosität überträgt sich sofort unb stellt alles in Fruge. Aber gerube vor liefern Siegesritt wur „F ürfti n" f o herrlich gen in bas 10 Meter tiefe Flußbett. Die Hinteren Wagen bes Zuges, bie auf bie Landstraße fielen, rissen alle Telephonleitungen mit. Bevor bie Feuer- wehr an bie Bergung ber Verunglückten gehen konnte, mußte erst bas Feuer auf ber Brücke gelöscht werben, ba bie Gefahr bestaub, daß bie bren» nenbe Brücke auf bie Zugtrümmer fallen würbe. Don einem Baumstamm getroffen und tödlich verletzt. In Aßmannshuusen verunglückte ein Weinbergarbeiter während einer Vesperpause. Der Mann hatte sich unter eine Weinbergsmauer gesetzt und wurde dort von einem schweren Stamm, der von Schuljungen beim Holzholen bergab gerollt worden war, im Rücken unb am Kopf getroffen. Mit schweren Verletzungen würbe ber Verunglückte ins Krankenhaus geschafft, wo er bald barauf ft a r b. Ein Unglück kommt selten allein. Dieser Tage fuhr ber bei ber Traun-Kraftwerke AG. beschäftigte Maschinenführer S t e f a l u 11 i mit seinem Leichtmotorrab ben schmalen Weg am Oberwasserkanal bes Kraftwerkes Mühltal bei Traunstein in Oberbayern entlang. Auf bem stellenweise vereisten Weg rutschte bie Maschine ab unb fiel in ben Kanal, so baß Stefalutti ertrank. Während man ben Toten barg, würbe ber bei ben geichen Kraftwerken beschäftigte unb bei ben Bergungsarbeiten beteiligte 60 Jahre alte verheiratete Maschinenführer Bringer infolge Aufregung über bas Unglück vom Herzschlaa getroffen. Stefalutti hinterläßt eine Frau unb zwei unmünbige Kinber. Flugzeuge retten ein Fischerboot. Ein Fischerboot aus Tawe am Kurischen Haff würbe seit mehreren Tagen vermißt. Die Wasser- baubirefion Königsberg erbat baher zwei Flugzeuge bes Luftkreiskvmmanbos unb ein Großflugzeug ber Lufthansa, um nach bem im Eise ftetfenben Fahrzeug zu suchen. In kurzer Zeit hatten bie Flugzeude bas Fischerboot gefunben, besten Besatzung sich in hilfloser Lage befand. Der Eisbrecher bes Wasserbauamtes ßabiau erreichte, von Flugzeugen geführt, bas Fischerboot, bas vollkommen vom Eis eingeschlossen war, unb es gelang ihm, bas Boot freizumachen unb mit ber Besatzung wohlbehalten nach bem Hafen Nemonien zu schleppen. Frühling in Bulgarien. Kulturbeziehungen unb eine Stütze ber japanischen Kulturbestrebungen. Gelegentlich ber Eröffnung bes beutschen Forschungsinstituts in Kyoto hatte er eine viel beachtete Ansprache gehalten. Deutschlanb verliert mit bem Toten guten Freunb, ber auch bas Ehrenzeichen Klasse bes Roten Kreuzes erhalten hat. Berlin, Ende Januar. In einer Seitenstraße ber großen Stabt Berlin sitze ich neben Jrmgarb Georgius, ber siegreichen Amazone im Kanonenspringen vor bem Führer, im Wagen. Fast ben ganzen Vormittag bin ich vergeblich auf ber Suche nach ihr gewesen, niemanb wußte, wo sie abgestiegen ist. Aber wo finbet man eine Reiterin, wenn nicht bei ihren Pferben! Also fuhr ich in bie kleine Seitenstraße neben ber Deutschlandhalle zu zu ben Ställen ber Turnierpferbe und ba sprang auch sie gerabe aus ihrem Wagen. Natürlich wollte sie zuerst nichts von „großem Aufheben um bie Sache" wissen. Aber ich machte ihr klar, baß sie bie Sache ber reitenben beutschen Frauen so fabelhaft vor bem Führer vertreten habe, daß nun auch alle Frauen ein gewisses Anrecht barauf hätten, etwas von ihrer Arbeit unb ihrem Weg zu biefem Erfolg zu erfahren. Das stimmte sie um. Unb schon saßen wir beibe in ihrem Wagen unb hatten halb über bem Gespräch bie eigenartige äußere Situation vergessen. „Ich bin nämlich gar nicht Hamburgerin, wie bie Zeitungen alle geschrieben haben", fängt ie kurzerhanb an, „meine Mutter unb ich leben auf einem Gut in Holstein, ich habe bie ganze Pferbegeschichte unter mir, nicht nur bie Turnierpferbe, sonbern wir züchten auch. Seit 1927 reite ich schon, aüerbings immer mit großen Unterbre- Die Wetterstelle von Sofia bezeichnet bk hohe Temperatur, bie ben ganzen Januar hinburch in Bulgarien angehalten hat, als eine so außerorbent- liche Erscheinung, wie sie noch nie in ben 50 Jahren bes Bestehens meteorologischer Untersuchungen beobachtet worben sei. Allein bie durchschnittlichen Temperaturen stellen einen Rekorb bar. Es sind Höchsttemperaturen von 20 bis 21 Grad Wärme gemessen worden. In diesem Wintermonat bietet bie bulgarische Landschaft einen frühlingha ften Anblick. Das warme Wetter hat die Ob st bäume zum Blühen gebracht. Selbst in ben weniger warmen Gegenden blühen Pflaumenbäume und Manbelbäume. In Mittelbulgarien stehen bie Rosengärten in voller Blüte. Geschloffener Theaterbesuch der Belegschaft von Aänninger. Die Inhaber ber Fittingsfabrik Bänninger in Gießen haben aus ihren Mitteln bie sämtlichen Plätze im Gießener Stabttheater für bie Aufführung ber Operette „Die Flebermaus" am heutigen Sams- tagabenb aufaefauft unb werben mit ihrer Belegschaft gemeinsam biese Theatervorstellung besuchen. Der Fall, baß Betriebsführer gemeinsam mit ihrer Gefolgschaft bas Theater besuchen unb biese geistige Erholung aller Mitarbeiter aus ben persönlichen Mitteln ber Firmeninhaber bezahlen, ist bis jetzt in unserer engeren Heimat noch nicht zu verzeichnen gewesen unb barum als eine einzigartige unb vor- bilbliche Bekunbung bes Gemeinschaftsgeistes im Sinne bes Führers als beifpielgebenb besonbers her- vorzuheben. Auch vom Stanbpunkt bes Theaterinteresses aus ist biese Tat besonbers zu begrüßen, ba hierburch bem Theater eine gute Einnahmemöglichkeit geboten würbe. Wetterbericht des Reichswelierdiensies. Ausgabeort Frankfurt. Das milde Südwest-Wetter setzt sich in verstärktem Maße fort. Nach dem Durchzug einer leib ftörung mit sehr ergiebigen Regenfällen am Freitag folgt am Samstag schon die nächste. Sie wird uns aber meist Regenfälle und in der Nacht voraussichtlich wieder gewitterhafte Böen bringen. Danach ist zunächst eine Abkühlung mit zeitweiser Aufheiterung unb nur noch kürzeren Schauern zu erwarten. In höheren Lagen wird es zu Schnee- unb Graupelfällen kommen. Aussichten für Sonntag: Nach neuerlichen Nieberschlägen, bie teilweise bei sehr milben sübwestlichen Winben roieber gewitterhaft auftreten, mehr wechselnb bewölktes Wetter mit einzelnen Schauern, aber auch kurzer Aufheiterung. Anfangs noch sehr milb; bann fortschreitenbe Abkühlung. Lufttemperaturen am 31. Januar: mittags 4,6 Grab Celsius, abenbs 7,9 Grab; am 1. Februar: morgens 6,1 Grab. Maximum 7,9 Grab, Minimum 3,4 Grab. — Erbtemperaturen in 10 cm Tiefe am 31. Januar: abenbs 4,2 Grab; am 1. Februar: morgens 4,7 Grab Celsius. — Nieberschläge 17,7 mm. Hauptschriftleiter: Dr. Friebrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friebrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel 2). 21. XII. 35: 11300. Druck unb Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- unb Stein- bruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Gesunde Kinder sind die Freude der Elfern. Schon in den ersten Lebensmonaten wird der Grund für eine gesunde Entwicklung gelegt, besonders durch eine richtige und zweckentsprechende Ernährung. NESTLE KINDERNAHRUNG das älteste, bekannteste und verbreitetste Erzeugnis seiner Art ist ein vollkommenes Kindernährmittel und entspricht allen Anforderungen der heutigen Ernährungslehre. 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Zu Tausenden lagen die schönsten Ausbläser überall im Gelände umher, ober niemand kümmerte sich darum. Und auf dem Boden und hielt den Holzpflock mit beiden Händen fest, der andere aber hatte den Blindgänger wie einen Hammer in beiden Händen und schlug damit den Pflock in den Boden, daß es nur so zuckte. Mit offenem Munde stand der Herr Major da. Jede Sekunde erwartete er die Katastrophe, aber nichts dergleichen geschah. Seelenruhig miteinander plauschend, klopften die beiden Getreuen ihre Pfosten in die Erde, dann banden sie eine Gerte an den vier Ecken fest und stellten zum Schlüsse mit einer höchst feierlichen Geste und den Worten „Ruhe sanft" den bisher als Hammer benutzten Blindgänger in die Mitte des kleinen Gärtchens. Dem Herrn Major kroch eine Gänsehaut über den Rücken, als er sich vorstellte, daß diese beiden „Helden" vielleicht schon ein Dutzend Blindgänger auf die gleiche Weise eingefriedigt haben mochten. Erst als die beiden sich anschickten, nach einem neuen Opfer Umschau zu halten, gewann der Herr Major die Sprache wieder. Was er sprach, ist nicht ausgezeichnet worden. Daß es aber eine Rede war, die Zähne und Hörner hatte, davon dürfen wir überzeugt sein. Mit den Händen an der Hosennaht ließen die beiden Sünder gottergeben die furchtbare Strafrede über sich ergehen. Als sich dann das Unwetter gelegt hatte und als der Herr Major nichts mehr zu sagen wußte, richtete er die Frage an die beiden Getreuen, ob sie denn nicht wüßten, in welcher Gefahr sie bisher geschwebt hätten, vor allem aber, wie sie auf den verrückten Einfall gekommen wären, den Blindgänger als Hammer zu benutzen. Darauf antwortete ein biederer Oberhesse im Brusttöne der Ueberzeugung: „Herr Major, met bene Beilbicke kann mer ka Poste enn die Erde kloppe. Mir hu goar ka Angst, däi französische Blindgänger gi'Jhne ims Verecke näit lus." Auf diese Einwände wußte der Herr Major nichts besseres zu erwidern, als die beiden sofort heimzuschicken. Die Blindgängerkommandos mußten fortan unter der Aufsicht eines bewährten Unteroffiziers arbeiten und an die Stelle kommt ein Patrouillenlauf über 25 Kilometer für die Patrouillen der Gebirgs-Brigade und über 18 Kilometer für die Patrouille der Jäger-Bataillone, sowie ein 10-Kilometer-Stasfellauf Ueberschattet werden die Heeres-Skimeisterschaf- ten durch den Militär-Ski-Patrouillen- lauf bei den Olympischen Spielen, der vom Reichskriegsministerium vorbereitet und durchgeführt wird. Jede Ration, die eine Nennung abgegeben hat, stellt eine Patrouille, bestehend aus einem Offizier als Patrouillenführer, einem Unteroffizier und zwei Mann, für die als Ersatzleute ein Offizier und ein Mann zur Verfügung zu halten sind. Die Luftstrecke beträgt 25 Kilometer mit Höhenunterschieden von etwa 600 Meter im abwechselnd offenen und bewaldeten Gelände. Sie ist vorgespurt und ausgeflaggt, wird aber erst am Abend vor dem Lauf bekanntgegeben. Mit dem Patrouillenlauf ist eine Scharfschießübung verbunden, die auf der zweiten Hälfte der Laufstrecke zu erledigen ist. Es sind in einer Entfernung von etwa 150 Meter drei Luftballone abzuschießen. Die Patrouille muß geschlossen — innerhalb 30 Sekunden — mit sämtlichen Teilnehmern das Ziel durchlaufen. Gewertet wird die Zeit desjenigen Läufers, der zuletzt das Ziel durchläuft. Für jeden nicht abgeschossenen Ballon wird eine allen Truppen, die in der Nähe ihres Standortes über annehmbares Skigelände verfügen, gern gepflegt. Eine Reihe von Truppenteilen hat sich in der näheren und weiteren Umgebung Hütten erworben oder gepachtet, auf denen Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften ihren Urlauf verbringen. Und was könnte auch belebender und erfrischender wirken in dem anstrengenden Dienst des neuen Heeres, als ein paar Tage Ausspannung in Gottes freier Natur, in der winterlichen Pracht unserer heimischen Bergwelt! von Lehrern und Schülern. Sie alle sind sich wußt, daß im Gebirgskampf der Schneeschuh entbehrlich ist, daß „je tiefer der Schnee liegt, so größer fein Wert wird". Außerdienstlich wird der Schneeschuhlauf Stunde erreicht werden kann, so spinne man diesen Gedanken fort, und man kommt zu dem Ergebnis, in der Stratosphäre bie Strecke Eu- — Amerika in höchstens sechs die geheimnisvollen Versuche an der „Farman F. 1000" beschleunigt fortgesetzt. Die „F. 1000" ist das französische Stratosphärenflugzeug. Die mit der neuen F. 1000 erreichte Höhe beträgt 13 661 Meter. Die Führerkabine für den Piloten und den Bordmonteur ist luftdicht abgeschlossen und doppelwandig gebaut. Sauerstoffgeräte sorgen für bie Atmung. Ein Kompressor regelt ben gleichbleibenben Luftdruck. Alle Kabel und Gestänge, die zum Motor oder zu den Steuerungen führen, laufen in luftdichten Rohren von der Kabine nach außen. Das Flugzeug hat eine elektrische Heizanlage. Angespornt wurden die Franzosen eigentlich durch die Erfolge der Italiener. Die italienische Militärluftfahrt bildet in der Schule für Höhenflüge in Guidonia Spezialisten für die Stratosphärenfliegerei aus. Welcher Wert der Eroberung der Stratosphäre für militärische Zwecke auch von anderen Staaten beigelegt wird, beweisen die Versuche der amerikanischen Luftstreitkräfte, die gleich in einer geschloffenen Formation in die Höhen über 8000 Meter vorzudringen versuchten. Der verstorbene amerikanische Flugpionier Wiley P o st erreichte auf seinem Flug von Los Angeles nach Neuyork in einer Durchschnittshöhe von 12 000 Metern eine mittlere Geschwindigkeit von 640 Kilometern. Diese Geschwindigkeitssteigerung ist einer der Hauptgründe, die Flugzeugführer und Ingenieure der ausländischen Militärfliegerei veranlassen, ihr Leben, ihre Energien und ihre Erfindungen bei den Versuchen zu opfern, um den Flug in die Stratosphäre zu erzwingen. Beücksichtigt man, daß in einer Höhe von ungefähr 15 000 Metern mit den heutigen Flugzeugen eine Geschwindigkeit von etwa 800 Kilometern in der den Mauern von Villacoublay — dem französischen Militärfliegerei — werden Besatzung. Als Bewaffnung tragen sie ein starres und ein bewegliches Maschinengewehr. Die Erfahrungen, die die Amerikaner mit ihren Versuchen der Staffelflüge in der Stratosphäre gemacht haben, sind sehr günstig. Der Bombenabwurf aus Höhen von etwa 8- bis 9000 Metern soll ihnen gelungen sein. Allerdings hatten nur Massenabwürfe, die das Hiel planmäßig überschütteten, Erfolg. Die Treffsicherheit der einzelnen Bymbe ist gering. Auch gelangen Fotografien mit besonders konstruierten Apparaten und Platten aus dieser Höhe. Tatsächlich scheinen die größten Schwierigkeiten, die in der Anpassung von Mensch und Motor an die Luft» unb Druckverhältnisse in ber Stratosphäre zu sehen find, überrounben zu sein. Die intensiven Versuche ber Franzosen, Italiener, Amerikaner unb — neuerbings — ber Sowjets, burch Schulung ihre fliegenben Besatzungen an bie größeren Höhen zu gewöhnen, scheinen in Kürze bie Frage aufzurollen, ob bie Stratosphäre ber zukünftige Aufmarsch- ober gar Kampfraum bes Luftkrieges werben kann. Ein Luftkampf in biefen Höhen würbe eine gänzlich neue Taktik bebingen. Bebenkt man, baß bie Flugzeuge bort oben mit einer Geschwinbigkeit von etwa 8- bis 900 Kilometerstunben aneinanber vorbeirasen werden, so würden der angreifenden Jagdstaffel Bedingungen gestellt, die mit den bisher üblichen Kampfarten nicht zu erfüllen sind. Hinzu käme noch der an sich schon große Energieverbrauch zur Erreichung und Innehaltung dieser Höhen, der den Luftkämpfen von vornherein ein anderes Gesicht geben dürfte. Auch wird das schnelle Auftreten und Verschwinden der Flugzeuge, die schwere Entdeckung von der Erde aus und das schwierige Erkennen der Absichten den abwehrenden Jagdstaffeln besondere Schwierigkeiten auferlegen. Warum ist Generalleutnant mehr als Generalmajor? KWK Diese Frage beantwortet der „Kyffhäuser", das Reichsblatt des Reichskriegerbundes, wie folgt: Ort, Platz, Stelle, heißt im Lateinischen „locus" und im Französischen „lieu". „Halten" im Lateinischen „tenire" und im Französischen „tenir". Das deutsche Wort „L e u t n a n t" ist verstümmelt aus dem französischen Wort „Lieutenant" entstanden. Daß Lieutenant wörtlich übersetzt Platzhalter heißt und von den Franzosen in dieser Bedeutung und übertragen als Stellvertreter angewandt wurde, steht in jedem Falle fest. Das geht auch schon daraus hervor, daß der König von Frankreich, wenn er bei einer Armee nicht persönlich anwesend war, den obersten Führer zum Lieutenant du Roi (gleich Königsleutnant, Stellvertreter des Königs) ernannte. (Vgl. Goethes „Wahrheit und Dichtung" und Gutzkows Schauspiel „Der Königs» leutnant". Der oberste Befehlshaber der damals zur Zeit des jungen Goethe in Frankfurt weilenden Truppe war der „Königsleutnant" (Graf Thoranc.) Aus all diesem geht hervor, daß die Erklärung durch wortgetreue Uebersetzung des Wortes Leutnant nicht bezweifelt werden kann. In einem Jnstruk- tionsbuch, das unter dem Titel „Heerwesen unb Jn- fanteriebienft ber Kgl. Preußischen Armee" im Jahre 1857 erschienen war, finbet sich im Anschluß an bie vorstehend Erklärung folgenbe Anmerkung, bie wörtlich lautet: „In früherer Zeit gab es b r e i» mal brei Chargen, von benen bas unterste Kleeblatt aus bem Hauptmann, Lieutenant und Wachtmeister bestand, bann folgte ber Oberst, ber Oberstlieutenant unb Oberstwachtmeister unb enblich ber General, ber Generallieutenant unb Generalwachtmeister, welche Benennung als später Oberstwachtmeister mit Major vertauscht würbe, mit Hintansetzung ber Folgerichtigkeit in ,General- major‘ verwanbelt würbe." Auf biefe Weise ist es erklärbar, baß ber Rangtitel Generalmajor eine nie» bere Charge als bie bes Generallieutenants bezeichnet. Oie Stratosphäre — Kampfraum künftiger Lustkriege? Don <$. K. Belhig. Bilder aus dem Argonner Wald. II Das Blindgängerkommando Jrn Winter bes Jahres 1915 waren die Truppenverbände in den Stellungen des Argonner Waldes von einem sogenannten Anbenkenslinrnel befallen worden. Mit „Ärgonner-Wald-Stecken fing es an. Jeder wollte den schönsten Stock haben. Tausende von jungen Vogelkirschenstämmchen mußten daran glauben, in Tausenden von Stollen und Unter5 ständen wurde das Holz gekocht, gebogen, geschnitzt, gebrannt usw. Und in ber Tat, es entstanden zu Teil ganz prachtvolle Stücke mit feinster Brandmalerei und recht finnigen Sprüchen; em oturr Volkskunst von ganz seltenem Reiz. Diese „Argonnen-Stockzeit" dauerte indessen nicht lange. Nachdem alle Mann mit Stöcken versehen waren, kam die nicht minder interessante Aschen- becherzeit. Jetzt mußten auf einmal viele Tausende von französischen unb beutschen Geschutzkartuschen daran glauben. Man sägte, feilte, hämmerte, klopfte, formte, grübelte und probierte tage- unb wachem lang an ber Messingkartusche herum, bis enblich bas9 Wunberwerk auf bem Tisch des Unterstanbes vranate unb von allen Seiten bestaunt unb be- munbert würbe. In ber Regel schnitt man bie Kartusche auf 5 bis 6 Zentimeter Hohe ab brachte 2 ober 4 bis 6 Zigarren-Ruheplätze an, Jätete eine französische Infanterie-Patrone als ÄrMer inmitten des „Bechers" fest. Rund- um mürben bann nach fran3äfifef>e Supfer«W fle, mit Vorliebe sogenannten Querschläger, befertigt immCenr»innÜinen3™n,men künstlerischen en Baumswmmen herausschlug, aber auch aus alten Alurnm uw' geschirren wurden sie fabriziert. i , Kugel mit einem Hammer L ber hinein unb trieb bann das weiche Metall zu de Rohform eines Ringes auseinander. Dann wuroe bas Werk" gefeilt, mit Platte uub Monogramm versehen unb poliert. Ein schwunghafter Honbe legte ein. Salb mürbe bie Sache m ber bekannt unb eine große Nachfrage ft ben schönen Kriegsringen. Den Nachteil, tz schöne Glanz recht balb erlosch, unb baß sich ber Ringfinger in kürzester Zeit pechschwarz färbte, nahm man als untrügliches Zeichen ber Echtheit gerne in Kauf. Nach ben Ringen kamen Brieföffner unb Arm- bänber aus original französischen Schrapnell-Aus- bläser-Kupfer-Führungsringen in Mobe. Kaum waren bie neuen Möglichkeiten bekannt geworden, da setzte ein Run auf Granatringe ein. Zeitweilig wurde es so schlimm, daß man dem Franzmann dankbar war, wenn er recht viele Schrapnells herüberschickte, denn der Bedarf an Führungsringen war kaum noch zu decken. Die Waffenmeister oer einzelnen Kompanien arbeiteten mit Ueberftunben unb in Hunderten unb Tausenben von Paketchen gingen bie Original - Granatring - Schmuckstücke in alle Teile bes beutschen Vaterlandes. Nun war diese Mobe zwar recht schön, leiber aber nicht ganz ungefährlich. Als nämlich ber Bedarf an Führungsringen immer größer würbe, begnügte man sich nicht mehr damit, die ungefährlichen SchrapnelPAusbläser zu sammeln, sondern man griff auf bie Blinbgänger zurück, die in rauhen Mengen in ben Unterholzdickichten des Argonner Waldes herumlagen. Nachdem es zwei ober mehreren ganz Verwegenen gelungen war, bie Kupferringe ohne Unfall von vergebenen Blinbgängern abzustemmen, legte man bie anfängliche Scheu ab unb griff herzhaft zu. In diesen Tagen konnte man in allen Ecken und Winkeln bes Argonner Walbes bie Ringsammler eifrig klopfen unb hämmern hören unb nach ben zufriebenen Gesichtern zu urteilen schien bie Ausbeute über alle Maßen ergiebig zu sein. . . . . . Da trat eines Tages em Ereignis em, das eigentlich mit Sicherheit vorauszusehen war, nun aber, nachbem es geschehen, viel Staub aufwirbelte. Em älterer Lanbwehrmann, zu allem Unglück auch noch Familienvater, war bei bem Versuch, einen Blind- qängerring abzustemmen, von bem krepierenden Geschoß schwer verwundet worden. Da wurden enblich bie höheren Kvmmanbvstellen auf das gefährliche Gewerbe der Ringsammler aufmerksam. Ein scharfes Verbot ging an alle Truppenteile heraus und jede Uebertretung wurde mit schwersten Strafen bedroht. Der Kommandeur des I. Bataillons eines Infanterie-Regiments, der als äußerst gewissenhafter und ordnungsliebender Offizier bekannt war, erweiterte diesen Befehl m dem Gefechtsbereich seines Bataillons und ordnete an daß jede Kompanie sofort Zwei zuverlässige Leute als Blinbgängerkommanbo zu bestimmen habe. Dieses Soldat und Schneeschuh. Don Oberstleutnant a. D. Benary. Wir rüsten zu einem schweren Gang. Erfahrene kampferprobte Gegner warten unser bei der Winter- Olympiade. Finnen, Franzosen, Italiener, Oester- reicher, Polen, Schweden, Schweizer, Tschechen und Ungarn haben für den Militär-Ski-Patrouil- lenlauf genannt. Althergebracht ist der Skilauf in den meisten ihrer Heere. Jung ist er in ber beutschen Wehrmacht. Keinem Geringeren als bem Generalfeldmarschall v. Hindenburg ist seine Einführung zu danken. Wenige Jahre vor dem Weltkrieg, als er noch Kommandierender General des IV. Armeekorps in Magdeburg war ließ er bem Infanterie-Regiment 165 in Queblinburg Schneeschuhe aus Norwegen überweisen. Sein Beispiel fanb bald Nachahmung. Im Harz und im Schwarzwald, m Thüringen, in Schlesien, in Oberbayern sah man in den nächsten Wintern Soldaten aller Dienstgrade dem weißen Sport huldigen Im Wettkampf maßen sie zum erstenmal die Kräfte als 1912 der schwedische Ski-Verband zur Hebung' des schwedischen Nationalsports in Deutschland einen Goldenen Pokal als Wanderpreis für die beste Militärmannschaft im Langstreckenlauf stiftete. Die Goslarer Jäger brachten die Trophäe heim. Aber schon im folgenden Jahre auf den klassischen Gefilden der kommenden Olympiade bei Garmisch- Partenkirchen wurde sie ihnen von den 9 5 e r n aus Koburg entrissen. Der Krieg stellt noch weit höhere Anforderungen als der schwerste Langstrecken- oder Patrouillenlauf. Es ist ein ander Ding, im leichten Sportkostüm auf wohlbekannten Touristenpfaden wie mit schwerbepacktem Rucksack, Seitengewehr und Schußwaffe, wenige Meter vom Feinde durch unbekannte unb unwegsame Gebirgsöben über ben Schnee zu gleiten. Dazu gehören nicht nur gut burchtrainierte, fonbern auch militärisch völlig burchgebilbete Läufer. Erst als man baran festhielt, keine Schneeschuhläufer mehr ins Felb zu fenben, bie nicht in der Heimat gründlich vorgebildet waren, hat man in den Karpathen und in den Vogesen, in den Dolomiten und in Albanien von Schneeschuhläufern Nutzen gehabt. Das Reichsheer hat dafür Sorge getragen, daß die Kriegserfahrungen im Schneeschuhlauf dem neuen Heere übermittelt wurden. Es hat ben Schneeschuhsport bei bem Gebirgs- unb Jäger-Bataillon in Lindau (Kempten) und bei den Mittel- gebirgs-Jäger-Bataillonen in Hirschberg, Gos- I a r und Freiberg sorgsam gepflegt. Seit 1921 kam auch ber Schweben-Pokal mieber zum Austrag, der dreimal den Goslarer Jägern und dreimal den Kemptener Jägern zufiel und damit endgültig in den Besitz der betreffenden Truppenteile gelangte. Aus dem Lauf um den Schweden-Pokal entwickelten sich mit der Zeit bie Heeres-Ski-Mei- fterfchaften, die alle ein bis zwei Jahre im Rahmen der Deutschen Skimeisterschaften stattfanden und an denen in der Regel sowohl Hochgebirgs-, Stunden zu erfliegen! Diese Geschwindigkeiten werden zum Teil durch die Stetigkeit der Luft in diesen Höhen ermöglicht. Aber noch andere, gerade für die Militärluftfahrt günstige Bedingungen bietet der Stratosphärenflug. Ueber 12 000 Meter Höhe gibt es keine Wolken mehr. Es gibt keine Böen und keine Stürme. Der Himmel leuchtet immer klar. Tag und Nacht sind in dieser Höhe die meisten Gestirne sichtbar und gewähren die sicherste Orientierung. Die Fliegerei ist von der Wetterlage unabhängig, das heißt, wenn das Flugzeug erst die tiefer hängende Wolkendecke durchstoßen hat. Der Militärflieger kann feinen Auftrag, zum Beispiel das gegnerische Hinterland mit Bomben zu belegen, auf ber Anflugstrecke in biefen Höhen sicherer durchführen. Die Flugabwehr stört ihn nicht mehr in der Stratosphäre. Allerdings bieten bie er = schwerten A t e m v e r h ä l t n i s s e bem Menschen unb bem Motor noch große Schwierigkeiten. Um bie Besatzung vor bem Luftbruckunterschied zu schützen unb eine bessere Sauerstoffatmung zu ermöglichen, versuchte Farman es mit ber luft- bicht geschlossenen Höhenkammer. Alle Bebienungs- geräte unb Waffen finb sehr einfach zu handhaben. Der Flug in diesen Höhen kostet die Besatzung schon so viel Kraft, daß ein Kampf, ber befonbere Konzentration und bie Bebienung von Waffen be- bingt, in ber Stratosphäre sehr erschwert wirb. Die amerikanische Militärflegerei hat bereits einen Höhenflugmotor ausprobiert unb mit ihm eine ganze Staffel ausgerüstet. Diese Höhenmotore finb mit einer Abgas-Turbine versehen. Die Abgase bes Motors treiben biefe Turbine unb setzen daburch roieber ein Gebläse in Betrieb, bas bie angesaugte Lust verdichtet. Erst durch diese verdichtete Luft wird das rachtige Gemisch für den Brennstoff hergestellt. Die Motorleistung wird dadurch auch in den größeren Höhen gleichbleibend. Die mit diesem Höhenmotor ausgerüsteten amerikanischen Flugzeuge sind die Fernaufklärer der Type Consolidated P 30. Sie haben zwei Mann Blinbgängerkommanbo sollte alle Blindgänger im Gefechtsabschnitt aufsuchen und durch ein kleines Geländer, bestehend aus drei ober vier Pfosten mit einer darangebundenen Gerte, einfriebigen, ba= mit niemanb unversehens mit den gefährlichen Geschossen in Berührung kommen konnte. Der Befehl ging hinaus und wurde ausgeführt. Der Herr Major aber war gewohnt, sich mit eigenen Augen zu überzeugen, daß feine Befehle auch richtig ausgeführt wurden. Von einem Melder begleitet, begab er sich überraschend aus inen Jnspek- tionsgang. Anfänglich ging alles nach Wunsch. Wo der Major auch hinschaute, überall lagen bie Blinbgänger in einem kleinen Gärtchen unb ließen ihre kupfernen Ringe unb bie blanken Messingteile ber Zünber in ber Wintersonne blitzen. Plötzlich aber machte ber Herr Major eine fürchterliche Entbeckung, Die Sache, bie sich hier vor ben erstaunten Augen bes Offiziers eröffnete, war so merfmürbig, baß er wie angewurzelt stehen blieb unb verstänbnislos in eins ber nächsten Blinbgängergärtchen schaute. Dort lag nämlich kein Blinbgänger, wie es bei bem ordnungsmäßigen Verlauf ber Sicherungsarbeit fein mußte, fonbern eine stattliche 12-Zentimeter-Granate ftanb hier wie ein kleiner Zuckerhut inmitten ihres Gärtchens. Das war benn boch für ben Herrn Major zu viel. Hier hatte er ja ein untrügliches Zeichen bafür, baß seine Kerls vom Blinbgängerkommanbo nicht nur nicht bie nötige Vorsicht beim Umgänge mit ben Blinbgängern walten ließen, fonbern baß sie biefe sogar mit ben Hänben anfaßten unb aufrecht in bie Mitte bes Gärtchens stellten. Diese Erkenntnis verschlug dem Herrn Major fast bie Stimme. Dann machte er seinem gerechten Zorne in einer finsteren Drohung Luft unb begab sich in höchst eigener Person auf bie Suche nach ben Missetätern. Stunbenlang turnte er im Walbe umher, lauschte unb suchte, aber von bem leichtsinnigen Blinbgängerkommanbo war nichts zu sehen. Ueberall lagen noch bie gefürchteten Dinger herum unb nichts geschah, um bie Gefahr für Ahnungslose unb Versprengte zu bannen. Gerabe als er sich mißmutig auf ben Heimweg zu Sollten unsere Solbaten aus bem sportlichen Kampf nicht siegreich heimkehren, so werben wir barum nicht ben Kopf hängen lassen. Wir wissen: Sportliche Spitzenleistungen besonbers veranlagter Solbaten finb gut, um der Allgemeinheit den Ansporn zu zielbewußter, eigener Arbeit zu geben. Wichtiger aber als sie ist bie gute sportliche Durchbilbung der Gesamtheit, und daß sie im Schneeschuhlauf bei den Gebirgs- und Mittel- gebirgstruppen erreicht wird, dafür bürgen die trefflichen Ausbildungsarundsätze, das hervorragende Ausbildungspersonal, das eifrige Heben feinem Unterstand begeben wollte, hörte er in nächster Nähe Stimmen unb Klopfgeräusche. Auf leisen Sohlen schlich er näher. Aber als ber Herr Major enblich bie langgesuchten Felbgrauen erblickte, blieb er wie angewurzelt stehen. Was er hier sah, war______ , so ungeheuerlich, baß er feinen Augen nicht trauen wenn aus ber Heimat bie leiseste Anbeutung eines wollte. Die zwei Infanteristen waren gerabe bamit Herzenswunsches nach einem Granatring-Armband beschäftigt, bas vorgeschriebene Gärtchen um einen einlief, ba würbe biefes Ansinnen mit einem mit» Blinbgänger zu bauen. Der eine von ihnen hockte leibigen Lächeln quittiert. Es war einmal! P. N. sowie auch Mittelgebirgs- unb Flachlanbtruppen teilnahmen. Sie bestanben im Vorjahre aus Mannschaftskämpfen (einem 25-Kilometer-Patrouillenlauf unb einem 18-Kilometer-Langlauf) unb aus Einzelkämpfen (einer Vereinigung aus 18-Kilometer-Lang- lauf- unb Sprunglauf, einer Vereinigung aus Abfahrtslauf unb Slalom, sowie einem 18-Kilometer- Langlauf). Bayerische, sächsische unb schlesische Schützen, Jäger, Pioniere unb Funker teilten sich mit guten Zeiten in bie Siegerehren. Flachlanbtruppen nahmen an ben Meisterschaften bes Vorjahres zum ersten Male nicht teil. In biesem Jahre werben die Heeres-Skimeisterschaften im Anschluß an die olympischen Winterkämpfe in Mittenwald stattfinden. Sie werden sich auf Mannschaftskämpfe von Patrouillen der Truppenteile der Gebirgsbrigade unb ber Jäger-Bataillone mit Skiausstattung _ (Mittelqebirqstruppen) erstrecken. Zum Austtag I r o p a A. Für d i e Fliegertruppe: b 1 Bewerber jedoch nur mandobehörde leutnant oder Generalstabes einer größeren Korn- ist für die Regel ein Major, Oberst- Oberst, im Kriege ein General — e ■ n. in Der V (Nachdi Freiwillige für die Lustwaffe. Meldeschluß für die FrühjahrSeinstellung am 15. März. die deutschen Jäger jetzt festgefügt und einig sind. In den Hegeringen wurden die Beutestücke des Jahres zum ersten Mal zusammengestellt und verglichen. In den Kreisen führte der Kreisjägermeister diesen Winter die Pflichtjagdausstellung durch, bei der alle im Jagdjahr erbeuteten Gehörne und Geweihe ausgestellt wurden, der Kreisjägermeister den Abschluß vergleichen und beurteilen und den einzelnen Jäger über die Richtigkeit oder Fehler seines Abschusses belehren konnte. Die Gaujägermeister trugen dann auf Anraten ihrer Kreisjägermeister zusammen, was ausstellungswert und hege- rifch wichtig war. So ist die Reichsjagdausstellung aus Kleinstem entstanden. Du, der du nicht Jäger bist, magst freilich nicht beurteilen können, warum um dieses Geweih, das so häßlich in seiner Symmetrie ist, die Jäger soviel Wesens machen, warum sie um dieser Hegesammlung willen, bei der Schädel ohne Gehörne zu sehen sind, sich so erregt unterhalten. Aber das eine wird dir klar: Hinter diesem machtvollen Aufbau von rund 6000 Beutestücken, die nach einheitlichen Gesichtspunkten zusammengestellt wurden, steht ein krastvoller Wille, stehen Gesetze, sind Gedanken, die alle Jäger Deutschlands zusammenschweißen. Bald nach der Machtübernahme durch Adolf Hitler gingen Männer der grünen Farbe unter der Leitung des Reichsjägermeisters Hermann Göring ans Werk, Jagdgesetze zu schaffen, die einen neuartigen Aufbau von Jagdbehörden schufen, die dem deutschen Jäger die so notwendige Einigung in der Deutschen Jägerschaft gaben und die durch klare Bestimmungen die Möglichkeiten schufen, Wild zu hegen, zu pflegen und so zu jagen, daß die Natur reich bleibt in der Vielgestaltigkeit ihrer Tierwelt. Heute weiß jeder Jäger, was er als Hüter des Wildes dem Volke schuldig ist, daß er mitarbeiten muß an dem Winterhilfswerk durch Hergabe von Wild. Heute nehmen alle Jäger Anteil an der Neugestaltung des Reiches, erfüllen ihre Pflichten gegenüber den Interessen der Landeskultur, der Land- und Forstwirtschaft und sind ein Glied in der deutschen Gesamtwirtschaft. Dafür mußt aber auch du, Nichtjäger, wissen, was du dem Gedanken des Jagens und dem edlen Werdwerk schuldig bist: Ueberall auf den Wanderungen über Feld und Wiese, durch Wald und Moor mußt du Verständnis haben für das Wirken und Schaffen des Jägers, mußt du mithelfen und dafür Sorge tragen, daß durch deinen Tritt, durch deme Hand kein Tier Schaden nimmt, die Natur nicht verschandelt wird. Wie erschreckend solche Taten sein können, zeigen deutlich genug die Aufnahmen und Modelle der Gewerbepolizei der Stadt Berlin. Früher waren Jäger und Nichtjäger Devon 18 bis 23 Jahren; mit 23 Jahren in Ausnahmefällen, wenn sie für die der Chef des Generalstabes des Heeres ist ein General der Infanterie (Artillerie, Kavallerie, entsprechend der Luftwaffe oder Admiral der Kriegsmarine). Der General als Chef des Generalstabes ist der Gehilfe und Vertreter des Oberbefehlshabers der Wehrmacht — für seinen jeweiligen Bereich (Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine). Vor dem Kriege hieß die Sammelbehörde Großer General st ab der Armee; sein Sitz war das heutige Reichsinnenministerium am Königsplatz in Berlin. Der neuzeitliche Generalstab hat seinen Sitz im Reichskriegsministerium am Tirpitzufer in Berlin; hier hat im früheren Staatssekretariat der Kriegsmarine einst Tirpitz gewohnt. Die Formen haben sich gewandelt; geblieben ist der Lebensgrundsatz des Generalstabsoffiziers: „Mehr fein — a l s scheine n". Eine „stille" Behörde ist der Generalstab; er hütet die militärische Landesverteidigung. So arbeitet nächst dem Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht „der Chef des Generalstabes" für die Sicherheit des Reiches. nels zu jagen und Entgleisungskatastrophen fürch. terlkchster Art zu inszenieren. Guido war froh, einen Assistenten gefunden zu haben, der auf sein Kommando die Weichen zu stellen hatte und das ab- gelaufene Federwerk der Lokomotive wieder aufzog. Eines Tages kam unser Vater von einer langen Auslandsreise zurück. Und es geschah etwas Merkwürdiges. Die neue Eisenbahn gefiel ihm so außerordentlich, daß er, mit seinen 35 Jahren noch ein Junge, sich nicht enthalten konnte, Guido gute Ratschläge in bezug auf die Oberleitung der Eisenbahn zu erteilen. Au fein, Poppi spielt mit" hieß es zu Anfang. Aber bald war Guido nur noch ein kleiner Beamter der Eisenbahn und mußte sich mit mir in Weichen- stellen. Schienenschleppen und Federaufziehen teilen. Und „Pappi" lag platt auf dem Bauch und verfolgte kritischen Blicks den Lauf der rasselnden Züge durch Tunnels. Kreuzungspunkte und Drehscheiben. Mutter lachte ihn aus. Aber einmal überraschten wir sie doch dabei, wie sie Papa unter heftigem Kopfschütteln klarzumachen versuchte, daß der kleine Blechbahnhof nicht vor dem Tunnel stehen dürfe. — Die Direktion der Eisenbahn war um eine Generation verschoben? — Seitdem sind nun lange Jahre vergangen. Guido ist wohlbestallter Familienvater und hat einen kleinen Buben, der genau so aussieht wie mein ehemaliger Kollege im Weichenstellen. — Eines Tages sage ich: „Hör mal. dein Bub ist jetzt acht Jahre alt. wie wär's, wenn wir ihm endlich einmal die Spielzeug- kiste verehrten, die bei Mutter in Freiburg auf der Mansarde steht. Sie hat alles sorgsam aufgehoben, hat es mir kürzlich noch geschrieben." „Ach. das alte Zeug?" sagt Guido gedehnt und meint, es sei ni^ts mehr ganz daran. „Na, weißt du, Papa hat doch damals immer so schön aufqepaßt, daß wir nichts entzwei machten..." Da lacht Guido: „Weißt du noch, — die Eisenbahn!" sagt er plötzlich. Und er verspricht, sie bei seiner nächsten Reise nach Frei- bürg mitzubringen. Gestern ist die Eisenbahn angekommen. Es war ja nicht mehr allzu viel Brauchbares darunter, auch passen die neuen Ersatzschienen nicht ganz zu ihren ehrwürdigen Vorgängern, aber immerhin, es ist wieder eine ganz prächtige Eisenbahn! Der kleine Klaus hat auch gleich die Augen aufgerissen. Aber „Pappi" hat ihm die Bahn gleich mit leisem Vorwurf aus der Hand genommen. Dann hat er dem enttäuschten Klaus einen Vortrag gehalten, dessen Motto lautete: „Nur wenn Pappi mitmacht, darfst du Eisenbahn spielen...? Dann legte er sich platt auf den Bauch und sah gespannten Auges den Liliput-Zug durch den langen Tunnel sausen — wohner zweier verschiedener Welten! Heute sind sie in der Gemeinsamkeit des Erlebens der Reichsjagdausstellung Nachbarn, die sich helfen wollen zum Wohle des deutschen Volkes. B. Für die Flakartillerie, Luftnachrichtentruppe und Regiment General Göring: Bewerber von 18 bis 25 Jahren. Bewerber aus den Geburtsjahrgängen 1915 bis 1918 müssen vor der Einstellung in die Luftwaffe ihrer Arbeitsdienstpflicht genügt haben. Ausnahmsweise hat der Reichsarbeitsführer für die Frühjahrseinstellung 1936 diejenigen Freiwilligen der Luftwaffe, die sich auf 4Vr Jahre verpflichten und auch tatsächlich eingestellt werden, vom Arbeitsdienst befreit. Die Freiwilligen für die Flieger- und Luftnachrichtentruppe müssen sich auf eine Dienstzeit von 4'/- Jahren verpflichten. Bei Verwendung als fliegendes Personal (Flugzeugführer und Fliegerschützen, Bordfunker und Bordmechaniker) wird vor Beginn der Sonderausbildung eine Z u - s a tz v e r p f l i ch t u n g auf insgesamt 12 Jahre gefordert. Die Freiwilligen für die Flakartillerie verpflichten sich auf ein Jahr, zweijährige Verpflichtung erwünscht. Die Freiwilligen des Re- Als M erstens Musitz Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Schluß. II. Buenos Aires, Januar 1936. (Durch Luftpost.) Die Gegensätze klaffen, man findet keine Brücke. Disharmonie überall; die Folge: eine oft unverständlich erscheinende Planlosigkeit, ein Mangel an Organisation und vor allem das Fehlen gro- ßer politischer Ziele. In ganz Südamerika ist die Innenpolitik ein Ringen um die politische Macht, d. h. ausschließlich um die „Futterkrippe". Bei genauer, sorgsamer Untersuchung wird man nicht eine einzige Partei in irgendeinem der südamerikanischen Länder finden, die ein erhabenes Ziel hätte, um das es sich lohnen würde, Gut und Blut einzusetzen. Oie Eisenbahn. Von Marion Mein Bruder Guido und ich, wir besaßen einmal eine herrliche Kindereisenbahn. Die Lokomotive, eine wunderschöne, äußerst stabile kleine Maschine, hatte Guido derart ins Herz geschlossen, daß er sich selbst abends beim Schlafengehen nicht von ihr trennen konnte. Er versteckte sie in irgend einem Winkel seines Bettchens und deckte sie ordnungsgemäß zu. Nur der Schornstein durfte heraussehen — „zum Atemholen". Nun sollte man meinen, ein kleines Mädel könnte sich nur für Puppen und Puppenwagen begeistern. Freilich hatte ich meine kleine Mizzi, die mit den Augendeckeln klappern konnte und dabei im tiefen Daß „Ma—ah" brumrpen konnte, sehr, sehr lieb. Aber eines Tages hatte Guido einen Schraubenzieher genommen, der Mizzi ein dickes Loch in den Hinterkopf gebohrt und dann eifrig das Innere „untersucht". Bei dieser ohne alle Narkose vorgenommenen Operation war Mizzi vor Schreck die'brummige Sprache weggeblieben und auch die Augen die kugelrunden himmelblauen, blieben für immer geschlossen. Es war der bitterste Tag meines Lebens. Der Missetäter lachte mich erst schallend aus, so gefühllos wie eben nur ein kleiner, von seinen Fähigkeiten schon außerordentlich eingenommener Junge lachen kann. Als ich aber gar nicht aufhören wollte zu meinen wurde es ihm doch peinlich zumute, denn mit Mama war nach solchen Kapitalverbrechen nicht gut Kirschen essen. In seiner Angst schleppte er seinen größten Stolz, die blitzblanke Eisenbahn, die er gerade zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte, herbei, breitete die Schätze vor meinen Augen aus, und bot mir gnädig zwei ausrangierte Personenwagen und ein lädiertes Bremserhäuschen als Ersatz für die ermordete Mizzi an. Aber ich muß dieses Angebot mit einem wahren Verzweiflungsausbruch beantwortet haben, denn Guido bot mir gleich darauf einen Kohlenwagen ohne Räder an und setzte mich schließlich schweren Herzens als gleichberechtigte Teilhaberin seiner gesamten Eisenbahnlinien ein. Und so wurde ich in kürzester Frist Eisenbahningenieur, eiferte mit Guido um die Wette, die ellenlangen Züge durch gespenstisch beleuchtete Tun- Das Wirtschaftsleben in Südamerika weist ebenso wie das politische Leben Gegensätze auf, die sich absolut nicht vereinigen lassen wollen. Südamerika ist wohl derjenige Kontinent, der die größten Reichtümer sein eigen nennen kann. Mit Ausnahme von Uruguay und Paraguay verfügen alle Länder über Bodenschätze irgendwelcher Art und in großem Maße, die einen unermeßlichen Besitz darstellen. Argentinien, Peru, Venezuela haben Petroleum, Chile Salpeter und Kupfer, Peru, Bolivien, Ecuador und Columbien Edel- e r z e, Brasilien Kohle, Erze und Edel- st e i n e; dazu kommt die ungeheure Fruchtbar- k e i t des Bodens, die bei guten klimatischen Verhältnissen vielfach zwei Ernten im Jahre gestattet; sie ist allen Ländern, auch Uruguay und Paraguay, gemeinsam und steigert den an Bodenschätzen vorhandenen Reichtum noch ganz erheblich. So sind und Divisionen) im Reichsgebiet, teils bei der Zentralbehörde, dem Reichskriegsmini st erium in Berlin. Je nach dem Umfang des Dienstbereiches des einzelnen Befehlshabers ist die Anzahl der zugeteilten Generalstabsoffiziere bemessen; bei den höheren Behörden ist ein „Chef des Gene- r a l st a b e s" der nächste Gehilfe des Befehlsoder Oberbefehlshabers; er leitet den Dienst des gesamten großen Stabes und ist die Mittelsperson zwischen diesem und dem General, der an der Spitze steht. Die übrigen Generalstabsoffiziere beim Stabe, die Adjutantur, die Intendantur, die Kriegsgerichtsbarkeit, der Sanitäts- und Veterinärbienst und die Seelsorge sind ihm unterstellt. Alle Generalstabsoffiziere sind einerseits ihrem nächsten vorgesetzten Befehlshaber, dessen unmittel- biI. Dc bi £ \ B.''' V < i? B fr i: d c. 12 V- Sc» bei he M Ai- . hau 3,2' .. <5 1, Wc. . So , geb S t .. ■' sti Man renb sie klinische, mit dies sind Ge Lassen, i Daß Sittenb ganz a Wen oud) erl fjanblun und Pl nimmt, eine ger feit. We der brafi ziehen n terung z fort und seines $ unterneh nen Spc Straßen gewiß s gegen d gen nim ren! Dir man im noch die sind. Nöliger Pyj Ueberf) lich es kl Devölkeri gewand. es Mei besuch d wird. Dc die Morc die Poliz und eigei renser, ei an Bord Dadesträr hielten. 1 stück, selb, gesagt pi bare Gehilfen sie sind, andererseits dem Chef des General stades des Heeres untergeordnet. Der Chef des ~ giments General Göring müssen sich bei der Frühjahrseinstellung (16. April 1936) auf 2'/r Jahre, bei der Herbsteinstellung (1. Oktober 1936) auf 2 Jahre verpflichten. Die Einstellung soll in der Regel nur bei Truppenteilen erfolgen, deren Standort i n d e r Nähe des Wohnsitzes des Bewerbers liegt. Die Wahl der Waffengattung (Fliegertruppe, Luftnachrichtentruppe, Flakartillerie und Regiment General Göring) ist dem Bewerber freigestellt. Bevorzugt eingestellt werden Angehörige des DLV.; Personal der Luftverkehrsgesellschaften; Personal der Luftfahrtindustrie; Bewerber, die bereits an einem Lehrgang einer Motorsportschule des NSKK. teilgenommen haben oder sich zur Ableistung eines derartigen Lehrganges vor Diensteintritt verpflichten; Angehörige der HI; Inhaber von Sportabzeichen. Bewerber, die noch nicht gemustert sind, melden sich persönlich bei der zuständigen polizeilichen Meldebehörde zum Eintrag in die Wehrstammrolle und beantragen dort die Ausstellung eines Freiwilligenscheins. Personalpapiere und von Minderjährigen die schriftliche, amtlich beglaubigte Erlaubnis des gesetzlichen Vertreters, sind mitzubringen. Angehörige der bereits gemusterten Jahrgänge melden sich möglichst schriftlich bei dem Truppenteil, bei dem sie dienen wollen. Jedem Einstellungsgesuch ist beizufügen: Der Musterungs- ausweis und der Lustwaffenersatzreferve-I-Schein. Die Dienstzeit der Freiwilligen der Luftwaffe be- trägt: Bei der Fliegertruppe 4V2 Jahre bzw. 12 Jahre; bei der Luftnachrichtentruppe 4V- Jahre; bei der Flakartillerie 1 bzw. 2 Jahre; bei Regiment General Göring 2 bzw. 2V- (bei Eintritt im Frühjahr) Jahre. Weitere Auskünfte über Eintritt als Freiwilliger in die Luftwaffe erteilt das zuständige Wehrbezirkskommando. , . ....... Luftwaffe besonders geeignet sind (den Flugzeugführerschein der Klasse A 2 besitzen oder nachweisbar mindestens ein Jahr als Monteur in einer Flugzeugfabrik oder bei einem Luftfahrtunternehmen beschäftigt gewesen sind). Berlin, 30. Jan. (DNB.) Das Reichsluftfahrtministerium gibt bekannt: Die nächsten Ein- stellungen von Freiwilligen in die Luftwaffe erfolgen im Frühjahr (16. April) und im Herbst (1. Oktober) 1936. Meldeschluß für die Frühjahrseinstellung am 15. März 1936, für die Herbsteinstellung am 30. April 1936. Für die Einstellung kommen in Frage: Argentinien und Uruguay bedeutende Viehzucht- und Weizenländer, Brasilien hat Kakao, Kokos- und Paranüsse; weniger bekannt ist, daß es in seinen riesigen Wäldern einen Reichtum an Edelholz besitzt, der sich ziffernmäßig gar nicht erfassen läßt. Paraguay hat sein Que- brachoholz, wie Nordbrasilien seinen Gummi. In den Wassermassen der Flüsse fast aller südamerikanischen Länder sind zudem Energien aufgespeichert, die gleichfalls große Reichtümer darstellen, sobald sie industrielle ausgebeutet werden. Aber trotz all dieses Segens der Natur sind die südamerikanischen Staaten fast ausnahmslos vollkommen verschuldet. Lediglich Venezuela hat bisher dank der zielsicheren Staatsführung des kürzlich verstorbenen Präsidenten General Gomez keine äußeren Schulden. Bei einigen Staaten aber ist die Verschuldung so gewaltig, daß der Zinsendienst kaum noch bestritten werden kann. Vielfach würde ein geringer Bruchteil der im Boden ruhenden, ungehobenen Schätze genügen, um die Schulden restlos abzudecken. Aber die Schätze bleiben ungehoben. Unlösbarer Widerspruch! „Raum ohne Volk!" Das kennzeichnet den gesamten Kontinent. Die Regierungen aller südameri- kanischen Staaten sind sich zu allen Zeiten darüber klar gewesen, daß das Bevölkerungsproblem das bedeutendste aller Probleme war und ist. Daher begegnet man auch immer wieder großzügigen Ansätzen zur Lösung dieser- Frage, aber ebenso oft findet man geradezu unverständlich wirkende Beschränkungen der Einwanderung. Der Kolonisationspolitik aller südamerikanischen Länder ist das Eine gemeinsam, daß ihr jegliche gerade Linie abgeht. Es ist ein ewiges Hin- und Hergezerre; das „rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln?" ist gerade für die Kolonisationspolitik typisch, ohne daß man einen wirklich logischen Grund dafür sehen könnte. Es spielen eben auch in dieser wichtigen Frage all die tausend Widersprüche, die das ganze Leben Südamerikas durchfluten, eine Rolle. Geradezu grotesk wirken die Gegensätze häufig auf kulturellem Gebiet. So steht beispielsweise die Zahl der Hochschulen in einem ausgesprochenen Mißverhältnis zur Zahl der Einwohner. Dieses Mißverhältnis aber wird noch krasser, wenn man sich vergegenwärtigt, wie hoch der Prozentsatz der Analphabeten ist. Gibt es doch in Südamerika Länder, in denen über 75 v. H. der Bevölkerung weder lesen noch schreiben kann? Zu welch geringen Bruchteilen schmelzen da die Bevölkerungsschichten zusammen, für die eine Hochschule überhaupt in Frage kommt? Daß aus diesen Hochschulen sehr bedeutende Männer hervorgegangen sind, muß allerdings uneingeschränkt anerkannt werden, und es soll gleichfalls hervorgehoben werden, daß die studentische Juaend die wissenschaftliche Arbeit sehr ernst und gewissenhaft nimmt ; Unter studentischer Jugend ist allerdings nur männliche studentische Jugend zu verstehen. Die weibliche Jugend wagt sich noch nicht recht ans Studium, sondern sieht ihre Lebensaufgabe mehr ober weniger darin, „auf den Mann zu warten", d. h. zu heiraten, um versorgt zu sein. Berufstätige Frauen sind im allgemeinen noch sehr selten, Ausnahmen kommen allerdings heute bereits häufiger vor als vor zehn oder gar zwanzig Iah- * ren. In Argentinien beispielsweise widmen sich schon manche Frauen und Mädchen dem Lehrerinnenberuf oder suchen in der öffentlichen Verwaltung (Post) ober im Geschäftsleben ihren Unterhalt perbienen. Aber bas eigentliche Gebiet ber Frau ist in ganz Sübamerika ausgesprochenermaßen d"s Heim unb bie Familie, unb bas ist gewiß äubarst begrüßenswert. Im großen unb ganzen barf gesagt werden daß das Familienleben in Südamerika überall harmonisch und glücklich ist. Vielleicht liegt das iu einem Teil daran, daß nach allgemeiner Sitt" b"m Mann alles erlaubt ist und daß die Frauen sich dieser Sitte durchaus fügen. Die meisten Männer, die daheim ein recht glückliches Familienleben füh= ren und durchaus häuslich find, haben nebenbei Beziehungen zu anderen Frauen der ganzen ober weist ber halben Welt, unb bie eigene Gattin finbet sich nicht nur bamit ab, fonbern empfinbet bas fo= gar als selbstverständliches Recht bes Mannes. Es gibt wohl nicht allzu viele Frauen, bie von ihren Männern bie Pflicht ber ehelichen Treue unein- Du und die Zagdausstellung. Von H.-O. von Bonin-ponih Täglich nehmen bie Tore ber Berliner Messehalle Tausenbe von Besuchern ber Grünen Woche auf. Bauer unb Büroangestellte, Direktor unb Berufsjäger, Forstmeister unb Inspektor, bie Hausbau ber Stabt unb bes Landes — tausendfältig find die Berufe der Menschen, die die Ausstellung besuchen. Unb biefe alle betrachten und bewundern die erste Reichsjagdausstellung, die auf der Grundlage der nationalsozialistischen Jagdge- fetze so wundervoll und würdig werden konnte. Reichsjägermeister Göring hat bei der Eröffnung dieser Jagdausstellung gesagt, baß bie Jagb Angelegenheit aller deutschen Menschen sei, nicht nur eines bevorzugten Stanbes, betn bas Weibwerk im 58Iut liegt unb ber sich dem ganzen Volke für das ihm anvertraute Gut voll verantwortlich weiß. Darum mußt du, Gärtner, und du, Techniker, und du, Schriftleiter, und du, S.oldat, — ihr alle, die ihr durch die Ausstellungsräume wandert, mit offenen Augen die Geweihe und Gehörne betrachten, müßt euch zu erkennen bemühen, welche Fülle von Gedanken, welche Unsumme von Arbeit, welche Tatkraft seitens der führenden Männer des neuen Deutschland notwendig waren, um dem Neuen, was das Dritte Reich auch auf dem Gebiete des Jagdwesens geschaffen hat, sichtbaren Ausdruck zu geben. . ..Gewiß ist es schön, die starken Geweihe unb Gehörne zu betrachten, gewiß macht es Freude, bie Gemälde zu sehen, die die Jagdmaler ausgestellt haben. Gewiß ist es interessant, die Elchgeweihe und Bisonköpfe zu bestaunen, die Lutz H e'ck, der Direktor des Berliner Zoologischen Gartens, auf einer Expedition nach Kanada im Auftrage des Reichsjägermeisters mitgebracht hat. Aber das Wichtigste, Neue, find dach die Geweihe, die Gehörne, die deutsche Jäger in ihrer Heimat erbeutet haben unb sie gebietsweise, entsprechend der neuen Einteilung nach Jagdgauen, zusammenstellten. Hier kann der Bayer und der Hesse, der Ostpreuße und der Badenser, ber Rheinlänber unb ber Schlesier, Säger unb Nichtiger betrachten, was in seinem Kreis unb seinem Jagbgau an Interessantem unb hegerisch Wertvollem 1934 und 1935 erjagt worden ist. Jagdausstellungen hat es in Deutschland schon oft gegeben. Aber stets waren die Einsendungen uneinheittich, stellte aus, wer wollte, hatte der Besucher keinen Zusammenhang zu den Ausstellungsstücken. Heute ist das anders? Die Reichsjagdausstellung ist organische geworden und gewachsen, da Der Kontinent -er Gegensätze Von unserem Or. M. F.-Äenchierstatter. Die in wend in Sewaltiq, 'n 6i manifejt ünruhe Andje K-Wch Das W Sfreofs neuem ( Motorisch fernen j wird seh j^laiischc als solche s N in 3 A 3UDI äSi 8fr •Ä !**sl >ng. Ä hat, Zusc . m a klär , alle sei. , rech nüg fern ohm " gum nach, t e n Zusc als fumi. Stel tcn hönx , Bezc der < die ' 1 meP beteil, sagen über} d 0 n hördc angel. Da New Gnad Handl. Tod.1 Handl ’ des 1 Mitte nie 1 . .. das si'.' . geforr' gefud) Wege )urch nal 3 ) e 5 , veisn „Der Chef des Generalstabes." Von Dr. Gerhard Gcholh Hauptmann a D. Ein hervorragender deutscher Soldat, dessen Name heute vom hellsten Klang ist, der Generalfeldmarschall von S ch l i e f f e n, hat das Wort geprägt, baß Graf von Moltke, ber Sieger von Kö- niggrätz unb Seban, bie Stellung bes Chefs bes Generalstabes ber Armee zur geachtet st en in der Welt gemacht habe. Gegenwärtig ist der General der Artillerie Beck der Chef des Generalstabes des Heeres. Er ist dem Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, dem Generalobersten von Blomberg und dem Oberbefehlshaber des Heeres, dem General der Arttllerie, Freiherrn von Fritsch, unterstellt. Nach dem Aufbau der deutschen Kriegsmarine durch den Großadmiral von Tirpitz seit den 90er Jahren hatte die Flotte durch die Aufstellung eines Admiralstabes eine dem Generalstab des Heeres entsprechende Einrichtung erhalten. Seit dem Neuaufbau der Luftstreitkräfte durch den Oberbefehlshaber der Luftwaffe, General der Flieger Göring, werden Einsatzfragen der Luftwaffe entsprechend durch Generalstaboffiziere der Luftwaffe bearbeitet. Während der Zeit der deutschen Wehrohnmacht von 1919 bis 1933 fjat bie Reichswehr keinen namentlichen Chef bes Generalstabes besessen, seine Geschäfte versah ber jeweilige Chef der Heeresleitung. „Chef des Generalstabes des Feldheeres" war Generalfeldmarschall von Hindenburg seit der Uebernahme der Obersten Heeresleitung im August des Jahres 1916; General Ludendorff war „Erster Generalquartiermeister" — eine selbst- gewählte Titelbezeichnung aus dem geschichtlichen Sprachgut, nachdem der Begriff eines Zweiten Chefs des Generalstabes verworfen worden war. Dor dem Führerpaar Hindenburg-Ludendorff liegen die Namen Falkenhayns, Moltkes des Jüngeren (des Neffen des Feldmarschalls), Schliessens, Wal- dersees, der zum Nachfolger des Siegers von Sedan berufen worden war. In der Tat ist der ältere Moltke derjenige gewesen, der den Begriff des Chefs des Generalstabes der weiteren Oeffenttichkeit erst bekannt gemacht hat. Der Stab des Generals (Admirals) umfaßt eine Gruppe von Offizieren, die ihn bei der Vorbereitung und Durchführung feiner Entschlüsse unterstützen. Bei der Vielfalt der Aufgaben sind die Dienstgeschäfte geteilt: sie umfassen einerseits Einsatz- und Führungsfragen, andererseits eine Fülle von Nebengeschäften. Der Führerstab zerfällt daher in General st absoffi- ziere und Adjutanten. Außerdem können für Sonderausgaben und zeitweilig unterstellte Waffen Spezial-Offiziere zugeteilt werden. Ein „Stab" ist ein Räderwerk, dessen sorgsame und sichere Arbeit vom genauesten Zusammenwirken aller Teile abhängt; bei der Verantwortungsschwere der Truppenführung im Kriege und entsprechend der Leitung der Truppenschulung und der Mobilmachungsarbeiten im Frieden verlangt die 23er» sehung dieses militärischen Dienstbereiches eine hervorragende Begabung aller einzelnen und eine gehobene Berufsausbildung. Die hier tätigen Offiziere sind Führergehil- f e n, mit ihrem jeweiligen Dienstgrade (vom Hauptmann bis zum General) „im Generalstab". Von den Frontoffizieren sind sie durch den „kar- moisin"-(himbeer-)roten Besatz der Uniform, deren Beinkleider mit breiten roten Streifen versehen sind — von den Offizieren des Reichskriegsministeriums durch die Silberstickerei am Kragen (gegenüber dem Gold dieser Spitzenbehörde) unterschieden. Diese Abzeichen sind die Merkmale einer Gruppe von Offizieren, die eine Führerauslese darstellt, und aus der — für die Regel — der Ersatz der Führer für die höheren Befehl sh aderst e l l e n entnommen wird. „Generalstabsoffiziere" bearbeiten die Vorbereitungen für die Kriegsbereitschaft des Heeres, die Truppenführung im Frieden und im Kriege, die Fragen der Verwendung der großen Armeen im Krieges die gesamte Landesverteidigung einschließlich des Kriegsgebrauchs aller Transportmittel und des Kriegsdienstes der Wirtschaft, ferner Kartenwesen und die Ausbildung der Führer aller Dienstgrade. Sie befinden sich teils bei den Kommando-Behörden (Gruppen-, Wehrkreiskommandos, Generalkommandos 1WW MM । V * ’* W $v* < <• . . i , ... •x EL • X<- fÄ*, iZ Y -/<:*• l.| r fMH E • W Das indische Kaiserreich des Empire ist dann zum ersten Male vom Osten her bedroht. Denn japanische Kriegsschiffe hätten ungehinderten Zugang zum Indischen Ozean. Wer sich diese Zusammenhänge einmal klarmacht, wird verstehen, daß die britischen Kolonialbehörden und Kaufleute hier in Singapore lebhafte Sorge um die Entwicklung der nächsten Jahre empfinden. Und man ist hier fest davon überzeugt, dah die englische Außenpolitik der letzten sechs Wochen stark von Erwägungen beeinflußt worden ist, in deren Mittelpunkt der Isthmus von Kra und seine Bedeutung stehen. Es geht hier, wie ein Kolonial-Engländer kürzlich sagte, um den vor ge schoben st en Po st en europäischer Wirtschaft, europäischer Kultur, europäischen Einflusses. Dabei ist man sich nicht völlig über die Tendenzen der französischen Kolonialpolitik im klaren, die insofern von sehr großen Bedeutung sind, als Französisch-Jndochina der Malaiischen Halbinsel im Osten vorgelagert ist und von hier aus sehr wohl | einen erheblichen Einfluß auf die Weiterentwicklung der Dinge ausüben kann. Englische Gorgen im Pazifik geschränkt fordern oder auch nur erwarten, während sie selbst es, das muß zur Ehre der südamerikanischen Frauen gesagt werden, im allgemeinen mit dieser Pflicht durchaus ernst nehmen. Auch das sind Gegensätze, die sich eben nur dadurch erklären Lassen, daß von Südamerika die Rede ist. Daß bei solchen Anschauungen die Moral- und Sittenbeariffe anders sind als in anderen Ländern, ganz wesentlich anders vor allem als in den nordischen Ländern, liegt auf der Hand. So ist es wohl auch erklärlich, daß gerade Südamerika in den Verhandlungen des Völkerbundes über Mädchenhandel und Prostitution einen bedeutenden Raum ein- uimmt. Auf der anderen Seite findet man häufig eine geradezu ins Lächerliche gehende Zimperlichkeit. Wer etwa in den sonnendurchglühten Wagen der brasilianischen Eisenbahnen sich den Rock ausziehen wollte, um in Hemdsärmeln etwas Erleichterung zu verspüren, der wird vom Schaffner sofort und höchst eindringlich auf das Unschickliche seines Benehmens hingewiesen; wer es aber gar unternehmen sollte, zur heißen Sommerzeit im seidenen Sporthemd mit weißer Hose durch die größeren Straßen von Buenos Aires zu flanieren; der kann gewiß fein, daß die Polizei ihn wegen „Verstoßes gegen die Moral und die guten Sitten" beim Kragen nimmt. Denn wie kann man ohne Rock spazieren! Dieselbe Polizei hat aber nichts dagegen, wenn man im dreckigen Pyjama herumspazierte, auf dem noch die Spuren der Nachtruhe deutlich sichtbar sind. Rock ist Rock, auch wenn es nur ein schmuddliger Pyjama ist! Ueberhaupt der Pyjama! Gilt er doch, so lächerlich es klingt, vielfach, namentlich bei der ländlichen Bevölkerung, durchaus als angemessenes Festgewand. Aber selbst in großen Städten kann man es zuweilen erleben, daß man etwa beim Antrittsbesuch vom Hausherrn im Pyjama empfangen wird. Darin sieht niemand einen „Verstoß gegen die Moral oder die guten Sitten". Wohl aber fand die Polizeibehörde des Tigre-Deltas, des beliebten und eigentlich einzigen Ausflugszieles der Buena- renfer, einen solchen darin, wenn die Männer sich an Bord von Booten oder Jachten oder an den Badestränden mit unbekleidetem Oberkörper aufhielten. Die Badehose ist ein verpöntes Kleidungsstück, selbst bei 35 bis 40 Grad Hitze. Die gelmde gesagt prüde Auffassung der Polizeibehörde des Als Abschluß des großen Fackelzuges vor der Reichskanzlei am Jahrestage der Erhebung wurde zum erstenmal der „SA.-Ruf" vor dem Führer aufgeführt. Auf unserem Bilde sieht man die angetretenen Musikzüge vor dem Balkon der Reichskanzlei, auf dem der Führer mit Männern der Partei und des Staates steht. — (Scherl-Bilderdienst-M.) losigkeit herab. Die geographische Lage ist verhältnismäßig einfach. Nördlich der Malaiischen Halbinsel, die die Brücke zu Niederländisch-Jndien bildet, stoßen Birma, Französisch-Jndochina und Siam zusammen. Wenn auch der englische Einfluß in der siamesischen Hauptstadt Bangkok nicht zu unterschätzen ist, so ist es Siam doch — vorwiegend wegen der englisch-französischen Rivalität in Hinterindien — bisher erfolgreich gelungen, sich seine politische Selbständigkeit zu wahren. Auf siamesischem Gebiet aber liegt der Isthmus von Kra, der mit einer Breite von kaum elf Kilometer die schmälste Stelle der Malaiischen Halbinsel darstellt. Technische Schwierigkeiten würde die Anlegung eines Großschiffahrtskanals an dieser Stelle kaum bereiten. In den Indischen Ozean und ins Chinesische Meer münden an dieser Stelle Flüsse, deren Mündungsbuchten tief ins Land eingeschnitten sind und ohne größere Mühe auf die erforderliche Tiefe für Seeschiffe zu bringen wären. Die Landenge selbst ragt noch nicht einmal 200 Meter über den Meeresspiegel hinaus. Ihr Dure stich ist mit den heutigen technischen Mitteln al ganz sicher einfach, unvergleichlich einfacher jedenfalls als die Arbeiten am Suez- oder Panama- Kanal. Für den Verkehr zwischen Europa oder Indien mit dem Fernen Osten wäre der Durchstich wirtschaftlich insofern von Bedeutung, als er d e n Schiffahrtsweg um mehr a l s 1000 Kilometer verkürzen würde. Das treibende Moment für die Kanalisierung des Isthmus von Kra ist aber weit weniger wirtschaftlicher als vielmehr politischer Natur. Und da ist es wichttg zu wissen, daß trotz des englischen Einflusses in Bangkok seit Wochen eine immer enger werdende Fühlungnahme zwischen Siam und Japan im Gange ist. Gelegentlich des Aufenthalts des siamesischen Innenministers in Tokio hieß es hier unwidersprochen, daß über ein japamsch- siamesisches Militärabkommen verhandelt werde und daß man die Absicht habe, sobald wie möglich auch ein Handelsabk o m m e n zwischen beiden Staaten unter Dach und Fach zu bringen. Im Rahmen dieses Handelsabkommens durfte der Isthmus von Kra vermutlich eine hervorragende Rolle spielen. Es ist heute schon so, .daß auf der östlichen Seite der Landenge japanische Vag- q er den dort mündenden Fluß auf Seegangttefe Oer Isthmus von Kra. Von unserem ma.-Äerichterstatier (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Singapore, Januar 1936. Die indische und fernöstliche Welt gerät zunehmend in Bewegung. Darauf deuten nicht nur die gewaltigen neuen Rüstungsrnaßn ahme n desbritischenJmperiums hin, die sich hier in Singapore außerordentlich eindrucksvoll manifestieren, und nicht nur die spürbar fteigenoe Unruhe der Öffentlichkeit Niederländisch- Indiens, die um ihren politischen und wirt- schaftlichen Einfluß in SnMmbe besorgt ist. Das Wort vom erwachenden Asten wird in den Streats Settlements sozusagen jeden Tag oon neuem erhärtet. Auch hier ist es die unheimlich motorische Kraft Japans. die dl- Nationen des fernen Ostens in Bewegung bringt. Europa aber wird sehr unmittelbar oon den Vorgängen im malaiischen Archipel berührt, sicher mel unmittelbarer als oon den Er-lgniften in Nordchina. Der britische Besitz Ostindiens und der sranzosische Em- slüß in Indochina stehen heute - damit sag man chcht zuviel - ebenso aus dem Spiele wie der ? s -mL 6-nMnialbesitz der den Reichtum der Niederlage Ä Malaiischen Mbinftl, an deren Südende Singapore liegt, schürzt sich der ^Politisch, wirtschaftlich und mMärisch war die dominierende Stellung der englischen Herrsche SÄ!»""KL » r^-WLN äs östlichen Besitz von neuem zu festigen, x)! der hier Je? diskutierte 2fl mus °on^Kr^a durchstochen, dann ift tue sL Verkehr Sinqapores als Umschlaghafen sur den Berk yr zwischen Ostasien und Indien bzw Europa eneoign Militärisch und poetisch °ber stnk-n dw k-treats Settlements dann ebenfalls nahezu zur -o g Geschichten aus aller Welt war der entfernt, es, was ertragen. Der Preis der abessinischen Löwen hat sich nämlich im Verlauf des Krieges außerordentlich erhöht. Ein Löwenjunges, das bisher mit etwa 65 Mark gehandelt wurde, kostet feit einiger Zeit das Vierfache. Der Preis für ausgewachsene Löwen hat sich verdoppelt und beträgt jetzt rund 2000 Mark. Die Ursache dieser Preissteigerung auf dem Tiermarkt ist darin zu suchen, daß Abessinien das Hauptausfuhrland für Löwen ist. In den übrigen afrikanischen Territorien werden so gut wie gar keine Löwen lebend gefangen, da die Tiere fast überall unter Naturschutz stehen. Seit dem Ausbruch des Krieges haben die Untertanen des abessinischen Kaisers anderes zu tun, als Löwen zu fangen. Die großen europäischen Tiergärten führen übrigens nicht mehr sehr viele Löwen ein. Die Löwen vermehren sich in der Gefangenschaft ausreichend, um jeden Bedarf zu decken. Manche zoologische Gärten leiden sogar an einem Ueberfluß von Löwen. In Abessinien werden aber auch viele andere Wildarten gefangen, deren Preis unter dem Einfluß des Krieges vermutlich ebenfalls erheblich gestiegen fein wird. Eine Biertelmilliarde für Schönheitspflege. A. Z. Neuyork. Die Schönheitspflege ist in den Vereinigten Staaten zu einem wichtigen Teil der Volkswirtschaft geworden. Die amerikanischen Frauen geben im Jahr nämlich nicht weniger als 250 000 000 Dollar für sie aus. In den Zeiten der „Prosperity" war diese Summe natürlich noch wesentlich höher. Welche Stellung sich die Schönheitspflege in den letzten Jahrzehnten erobert hat, ersieht man daraus, daß es heute rund 30 000 Schönheitsinstitute gibt, während es im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts Deltas hat unlängst einigen hundert Ausflüalern die Sonntagsfreude gründlich verdorben. Die Wasserpolizei veranstaltete nämlich plötzlich eine groß- angelegte Razzia auf all die „unsittlichen" Leutchen, die nur mit einer Badehose bekleidet waren oder sonst in ihren Kostümen die Moral gefährden konnten. Man nahm an die zweihundert Personen fest, sperrte sie ein paar Stunden ein und brummte ihnen je 50 Peso Geldstrafe bzw. 21 (!) Tage Haft auf. Auch im Sittlichkeitsempfinden klaffen offenbar Gegensätze. Es ist eben Südamerika, der Kontinent der Gegensätze. Das allein besagt alles, erklärt alles. Wo aber ist des Rätsels Lösung? Wie sind diese Kontraste zu erklären? Ganz einfach daraus, daß Südamerika zwar schon vor 435 Jahren entdeckt worden ist, aber erst seit wenig mehr denn hundert Jahren überhaupt erst ein politisches, wirtschaftliches und kulturelles Eigenleben führt, feit es die Herrschaft der spanischen, bzw. der portugiesischen Krone abgeschüttelt hat. Hundertfünfundzwanzig Jahre sind im Leben eines Kontinents aber eine gar winzig kleine Spanne Zeit! Zu einer soliden schrittweisen Entwicklung fehlte jede Möglichkeit. Es ging immer im Sturmschritt. In einem sich ständig überschlagenden Tempo wollten die jungen Völker Südamerikas sich aneignen, wozu die alten Kulturnationen Jahrtausende gebraucht hatten. Das mußte notwendigerweise Zerrbilder geben, mußte Widerspräche zwischen dem großen Wollen und dem nur möglichen bescheidenen Vollbringen auslösen. Ohne im geringsten verkennen zu wollen, daß die jungen südamerikanischen Völker mit beachtlichem Elan in dieser relativ recht kurzen Zeit Leistungen vollbracht haben, denen die Mitwelt Bewunderung und höchste Anerkennung zollen muß, lassen sich Jahrtausende eben nun einmal nicht in 125 Jahren einholen. Das wolle man stets bedenken, um nicht ein ungerechtes Urteil über Südamerika zu fällen. Gewiß ist, daß Südomerika noch eine große Zukunft vor sich hat. Die Kontraste, die heute noch so kraß in die Augen springen, werden im Laufe der Jahrzehnte mehr und mehr abgeschliffen werden. Allmählich werden sie ganz verschwinden, und bann wird Südamerika auch nicht mehr der Kontinent der Gegensätze fein. irtschast und Weltanschauung Von Or. Paul Harms. Dietrich in seiner Essener Rede so stark heraus- gearbeitet hat, weil es ihm darauf ankam, die Einheit der Weltanschauung des nationalen Sozialismus auch an der Wirtschaft darzutun. Der Nationalsozialismus unterscheidet sich sowohl vom Kapitalismus wie vom Marxismus dadurch, daß er nicht vom Einzelwesen ausgeht, sondern oon der Volksgemeinschaft. Man kann den Unterschied auch so ausdrücken; Ziel des Kapitalismus wie des Marxismus war, das Einzelwesen auf die denkbar höchste Stufe der Vollkommenheit zu erheben, während es das Ziel des Nattonalsozialismus ist, die Äolksgemein- schäft auf die denkbar höchste Stufe der Vollkommenheit zu bringen. Die Wege zu beiden Zielen laufen in der Theorie eine Strecke weit parallel, weil die Volksgemeinschaft alle Einzelwesen umschließt; sie biegen aber nach sehr verschiedenen Richtungen ab, sobald sich die praktische Frage erhebt: was ist denn nun für den Wert einer Leistung entscheidend? Hier antworten Kapital und Marxismus: das Wohlbefinden des Einzelmenschen. Oder allenfalls: möglichst vieler Einzelmenschen. Der nationale Sozialismus dagegen antwortet eindeutig bestimmt: das Wohlbefinden der Volksgemeinschaft. Das bedeutet aber nun keineswegs eine Unterbewertung der Leistung des Einzelmenschen. Der Nationalsozialismus erkennt bereitwillig an, daß in der starken Persönlichkeit die Anttiebs auch zum wirtschaftlichen Fortschritt wirksam zusammengefaßt sind. Er denkt also nicht daran, das persönliche Erfolgstreben unterbinden und, wie Dr. Dietrich sagt, „damit den starken Motor der menschlichen Wirtschaft abdrosssseln" zu wollen. Was er aber fordert, ist dies: daß die Persönlichkeit sich von vornherein einstelle nicht auf den größtmöglichen persönlichen Nutzen, ohne Rücksicht auf die Volksgemeinschaft, sondern auf den größtmöglichen Nutzen für die Volksgemeinschaft. Wer von Nattonalsozialismus auch nur einen Hauch verspürt hat, der wird begreifen, daß diese Weltanschauung alles ausschließt, was vom Klassenkampf und vom übersteigerten Klassenkampf, von Kampf aller gegen alle, das Heil der Menschheit erwartet. Ist das persönliche Streben einheitlich ausgerichtet auf die Volksgemeinschaft, so kann es keinen kämpferischen, keinen unversöhnlichen Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit mehr geben. Was vordem zu einem gemeinschädlichen, ja oft genug selbstmörderischen Sichabringen ganzer Volksschichten führte, das kann auf dem Boden dieser Weltanschauung schied- lich-friedlich gelöst werden durch abgeklärte Einsicht in die Bedürfnisse der Volksgemeinschaft, die für das Handeln des einzelnen Volksmitgliedes wie einzelner Volksschichten richtunggebend sein muß. Das meint der Grundsatz: Gemeinnutz geht vor Eigennutz. Niemand kann sich also zur Weltanschauung des nationalen Sozialismus bekennen und zugleich fordern, daß diese Weltanschauung vor den Pfor- ten der Wirtschaft Halt mache. Im Gegenteil, je tiefer jemand von dieser Weltanschauung durchdrungen ist, um so nachdrücklicher wird er fordern, daß auch die deutsche Wirtschaft sich in allen ihren ; Schichtungen, oben wie unten, ganz und gar von ihr durchdringen lasse. Denn im lichten Umkreis i dieser Weltanschauung ist die Arbeit kein Fluch mehr wie im Zeichen des Klassenkampfes, sondern ein Segen. Und sie wird zum Segen auch für Kinder und Kindeskinder, der ihnen Häuser baut, im schützenden Ring der wehrhaften Volksgemeinschaft. r i a 15 als die Staatsform der Zukunft anpries. Die beste Propaganda für diefen radikalen Marxismus machte ein radikaler Kapitalismus, für den das „Herr-im-Haufe-fein" wichtiger war, als die bescheidenste Rücksicht auf das Wohl und Wehe der Volksgemeinschaft. Dieses kapitalistische Herrentum betrachtete das Kapital als sein privates Eigentum, womit es machen könne, was es wolle, und die Arbeit als Ware, die man nach ihrem jeweiligen Marktwert kauft, ohne weitere Verpflichtungen gegen den Arbeiter zu haben. Wer den Roman „Harte Zeiten" von Charles Dickens kennt, der weiß, wo dieser Kapitalismus in Reinkultur zu Hause war. In Deutschland haben wir kapitalisti- ches Herrentum in dieser seiner radikalsten, man ’ann schon sagen gemeingefährlichen Form kaum kennengelernt. Es ist kein Zufall, daß Karl Marx, der Prophet des internationalen Sozialismus, feine Lehre an Beispielen entwickelt hat, die ihm die Beobachtung der englischen Industrie darbot. Dem deutschen Kapitalismus lag von Anfang an mehr ein patriarchalisches Verhältnis zur Arbeit, womit aber nicht gesagt sein soll, daß die Neigung zum radikalen Herrentum nicht auch in ihm gelegen hätte. Nur ist sie, bevor der deutsche Kapitalismus einen ersten Stand der Hochblüte erreicht hatte, durch Bismarcks Staatssozialismus mit starker Hand unterbunden worden. Und nicht nur die ftaatsfozialisttsche Leistung des deutschen Kapitalismus, auch das, was er freiwillig an gemeinnützigen Unternehmungen geschaffen hat, kann den Vergleich mit jedem Kulturlande der Welt aushalten. Bismarcks Staatssozialismus hatte in so hohem Maß erzieherisch gewirkt, daß auch der freiwillige Sozialismus des deutschen Kapitals vielfach vorbildlich wurde. Grundsätzlich bewertet, hieß das aber immer noch: durch Eigennutz zum Gemeinnutz. Der Kapitalismus übernahm gewisse soziale Pflichten, weil er erkannt hatte, daß er sich dabei, einer stetig wachsenden, marxistischen Opposition gegenüber besser stand, als wenn er sich unzugänglich auf einen schroffen Herrenstandpunkt zurückgezogen hätte. Von einem vorbehaltlosen Bekenntnis zu dem Grundsatz „Gemeinnutz geht vor Eigennutz Kapitalismus jener Zeit genau so weit wie es die Staatsführung war. Das ist der Reichspressechef der NSDAP. Dr. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) 500 Ziegen retten Verdurstende. (zi) Sidney. Ebenso wie in anderen Gebieten der Erde, z. B. in Südafrika, herrscht auch in Westaustrallen seit fast zwei Jahren eine anhaltende und folgenschwere Dürre, die von keinem noch so geringfügigen Regenfall unterbrochen worden ist. Sämtliche Flußläufe sind versiegt, und es gibt Strecken im Lande, wo keim Halm mehr wächst. Besonders übel daran waren die Einwohner der seinerzeit von Goldgräbern gegründeten Siedlung Tenants Creek in Westaustralien, wo schon vor einem halben Jahre die Arbeitslöhne in — Wasser ausgezahlt wurden, das unter den größten Schwierigkeiten und Kosten von weit herbeigeschafft werden mußte. Aber auch jene Wasferguellen waren letzthin erschöpft, so daß die Regierung sich auf die dringenden Hilferufe aus Tenants Creek hin, wo die Menschen tatsächlich vom Tode des Verdurstens bedroht wurden, zu einer außerordentlichen Hilfsmaßnahme entschließen mußte: sie entsandte eine Herde von 500 Milchziegen und eine ganze Wagenkarawane von Futter für die Tiere nach dem bedrohten Orte. Vor kurzem sind die 500 Tiere mit ihrem Proviantzug nach einer beschwerlichen Wanderung über fast 800 Kilometer Wüstenwegs in Tenants Creek wohlbehalten eingetroffen, von der verzweifelnden Bevölkerung freudig begrüßt! Die Löwen und der abessinische Krieg. B/Li. Addis Abeba. Weit erstrecken sich die Auswirkungen des italienisch-abessinischen Krieges. Immerhin ift die, von der hier die Rede sein soll, noch am leichtesten zu Jede Weltanschauung hat ihre Zeit, und jede Zeit hat ihre Weltanschauung. Weltanschauung ist ein unteilbares Ganzes, das will sagen, sie kann nicht maßgeblich sein für bestimmte Gebiete des Lebens und unmaßgeblich für andere. Die Weltanschauung der deutschen Gegenwart ist der nationale Sozialismus, und sie bestimmt nicht nur das politische und das geselliae Leben, sie bestimmt ebenso sehr auch das wirtschaftliche Leben. Das wirtschaftliche Leben der oornattonalsozia- listtschen Zeit war bestimmt vom Gegensatz von Kapital und Arbeit. Das Kapital be- aß die Arbeitsmittel, die Arbeit war daher von hm abhängig. Sie mußte sich dem Kapital verdingen zu Lohnsätzen, die durch das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bestimmt wurden. Das war die Anschauung nicht nur der besitzenden Oberschicht, die besitzlose Unterschicht bekannte sich, wenig- tens soweit sie dem Marxismus anhing, im Grunde zur gleichen Anschauung. Der Marxismus wollte nicht eigentlich die kapitalistische Welt aus ihren Angeln heben, er wollte sie nur glatt und reinlich u m k e h r e n : die Besitzlosen von heute sollten die Besitzenden der Zukunft werden. Das war der praktische Sinn einer Lehre, die mit viel gedanklichem Brimborium die Diktatur des Proleta- Der erste E>A -Rus vor dem Führer. bringen. Und nach zuverlässigen Informationen legt bereits ein japanisches Ingenieur- ko r p s mit siamesischen Arbeitern die künftige Kanalstrahe fest. Wegen der billigen Arbeitskräfte Ostasiens werden die Gesamtkosten des Durchstichs auch sehr niedrig sein; man spricht von 1,5 bis 2 Millionen Pfund Sterling. Und weiter heißt es, daß fpäteftens im Jahre 1940 der K a - n a l gebaut sein soll, woraus zu schließen ist, daß zwischen Japan und Siam über alle wesentlichen Einzelheiten des Bauprojektes bereits volles Einvernehmen herrscht. Der wirtschaftliche Nutzen für Siam liegt auf der Hand. Der politische Nutzen freilich dürfte nahezu ungeteilt auf das Konto Japans gehen. Es ist zwar richtig, daß der Südzipfel der englifch-osttndischen Provinz Birma bis dicht an den Isthmus oon Kra heranreicht. Und es ist ferner nicht zu bestreiten, daß die der Landenge im Indischen Ozean vorgelagerten Inseln englischer Besitz sind und in der letzten Zeit st a r k befestigt wurden. Die souveräne Schlüsselstellung Singapores aber wird nach dem Durchstich trotzdem erledigt sein. m< e n- 1 hat, , Zusc: .1 m a klär , alle sei- , 6': fn dl Sl. be: he H 211» ha - 3,2' . S i. / Wc. . So geb St . st i ‘ biA i)c Pf ' w bc B. ' V!r L B ; friy DC 0 n ge! Da l 3 5 0 d i indl 5 1 title ' s ly g fi Eros DieZagV im Februar Katzen Jungwild und Vogelwelt zehnten. Auch 30V v-3Cäaxe-; Bronzestandbild von Hermes, ein anderes des und endlich um eine Büste der Aphrodite. Die Stadt Freiburg verlieh dem Dichter das Ehrenbürgerrecht. Bei dem Festakt im Freiburger Stadttheater, zu dem auch der Reichsstatthalter von Baden, Robert Wagner, und der badische Kul- tusminister Dr. Wacker erschienen waren, gedachte der stellvertretende Präsident der Reichsschrifttumskammer Dr. W i s m a n n der großen menschlichen Eigenschaften des Dichters Der Präsident der Reichstheaterkammer, Ministerialrat Dr. Rainer Schlösser würdigte in einer Festansprache die Bedeutung, die Strauß für Volk und Bewegung hat und feierte ihn als einen der wenigen Dichter, die den Glauben an die Sendung 2tdolf Hitlers schon früh gehabt und nie verloren haben. Gegen #räue hier hilft die baldrianduftende Kastenfalle am besten. lieber die Gefahr der wildernden Hunde noch Worte zu verlieren, erübrigt sich. Hier kann nur das rücksichtslose Durchgreifen mit Strafanzeige und Abschuß zu einer Besserung führen. Nicht das Tier trägt die Schuld, das feinem Naturtriebe folgt, sondern der Besitzer, der es nicht beaufsichtigt. Neben dieser aktiven Abwehr der Gefahren, die seiner Wildbahn drohen, sollte der Weidmann aber darauf sinnen, ob er in den kommenden Wochen nicht andere Schritte tun kann, um seinem Wild zu helfen. Glücklich derjenige, der noch Hecken in seinem Revier hat. Wir haben große Reviere genug, in denen man die letzte Hecke bald unter Naturschutz stellen könnte. Sieh Dich um in Deinem Feldreoier, ob nicht irgendwo eine ganz ungenutzte Fläche, eine alte Sandgrube, ein verlassener Steinbruch liegen? Es ist wirklich keine große Aufgabe, sie in eine schützende Insel für Deine Hasen, Hühner und Fasanm zu verwandeln! In wenigen Jahren schon ist ein voller Erfolg gegeben. Wie ein Magnet zieht sie alles Niederwild an. Mancher Rain, mancher Grabenrand könnte Brombeeren tragen, die vorzügliche Deckung bieten und im Winter Aesung zugleich. Es ist wirklich keine Kunst, durch solche Maßnahmen seinen Wildbestand und seine Strecken zu heben. Mancher klagt und klagt über die immer schlechter werdenden Hasen- und Hühnerstrecken und sieht scheel auf den Nachbar, dem mehr Weidmannsheil beschieden zu sein scheint. Er vergißt darüber aber ganz, daß er meist das Hauptmaß an Schuld trägt, weil er nur ernten, aber nicht säen will. Erst wenn zum jagdlichen Erfolg der Hegerstolz hinzukommt, ist der wahre Weidmann fertig. . Die Wintersaaten stehen sehr gut, Winterverluste sind bis jetzt nicht eingetreten. Bald wird das Rehwild wieder mit Gier die Grünäsung aufnehmen, und dann kommt die Zeit, die der Jäger fürchtet. Es kommen die Verdauungsstörungen und die — Eingänge. Wenn es zu spat ist, wird dann Salz hinausgetan, das vom Wild nicht so rasch gefunden und angenommen wird, kurz seinen Erfolg verfehlt. Salzlecken müssen das ganze Jahr hindurch beschickt sein, jetzt aber besonders gut. Wenn der Weidmann solche Hegergänge macht, dann hat er die beste Gelegenheit, seinen Wildstand kennen zu lernen. Dos Rehwild steht in Sprüngen zusammen, viele Böcke haben schon gut geschoben und können sicher angesprochen werden. Es ist die beste Zeit, um „Inventur" zu machen. Aber nur eine richtige Bestandsaufnahme hat Sinn. Gar mancher hat in diesem Winter Schmerzen gehabt. weil er seinen Wildstand zu hoch angegeben hatte und nun auf einmal einen Abschuß erfüllen sollte, den er „mangels Masse" nicht erfüllen konnte, ober der seinen Wildstand entschieden in Gefahr brachte, was er mit Schrecken bemerkte. Nur gewissenhafte Bestandsaufnahme und wahrheitsgemäße 2Ingaben, keine Gebilde einer blühenden Phantasie, können die Grundlage eines Abschußplanes sein, mit dem den Interessen des Jagers, wie des Wildes gedient ist. Da vermutlich neue Zählungen ungeordnet werden, scheint der Hinweis angebracht. Während in fast allen Revieren der Hühnerbesatz zurückging, breitet sich der Fasan mehr und mehr aus. Es wäre wünschenswert, wenn auch in anderen Revieren als seither das Fasanenaussetzen betrieben würde. Die Zeit dazu ist da. Es empfiehlt sich nicht, länger zu warten, da das Wild vor der Balz erst eingewöhnt sein soll in das neue Revier. Hubertus. Kunst und Wissenschaft. Zahlreiche Ehrungen zum 70. Geburtstage des Dichters Em.l Strauß. Der Führer und Reichskanzler hat mit Urkunde vom 31. Januar 1936 dem Dichter und Schriftsteller Dr. Emil Strauß in Freiburg i. Br. in Anerkennung seiner Verdienste um das deutsche Schrifttum die Goethe-Medaille für Wissenschaft und Kunst verliehen. ♦ Reichsminister Dr. Goebbels hat an den Dichter Dr. Emil Strauß anläßlich seines 70. Geburtstages das folgende Schreiben gerichtet: Sehr verehrter Pa. Strauß! Zu Ihrem 70. Geburtstage freche ich Ihnen, dem Meister deutscher Erzählkunst, meine aufrichtigsten und herzlichsten Glückwünsche aus. Sie haben mit Ihrem Werk unserem deutschen Volke in Jahrzehnten wechselvollen und schweren Schicksals ein reines Bild seines Wesens gezeichnet, und ihm damit die Kraft zu feiner Selbstbehauptung erhalten helfen Ihnen dafür zu danken und Ihnen noch viele Jahre ungebrochener Schaffenskraft zu wünschen, ist mir daher ein Herzensbedürfnis. ♦ Reichserziehungsminister R u st hat dem Dichter Emil Strauß folgendes Glückwunschtelegramm gesandt: Zum 70. Geburtstag sende ich Ihnen meine herzlichsten Glückwünsche. Ich gedenke dabei Ihrer großen Verdienste um das deutsche Schrifttum und wünsche Ihnen noch viele Jahre erfolgreichen Wirkens. Hans Hinkel spricht in Frankfurt a. 21Z. Im Rahmen einer Kulturveranstaltung wird Reichskulturwalter Hans Hinkel am 4. Februar um 20 Uhr im großen Saal des Saalbau über ''D re i Jahre nationalsozialistische Kulturpolitik" sprechen. Reichskulturwalter Hmkel wird in seiner Rede einen Ueberblick geben über die Entwicklung der deutschen Kultur seit der Machtübernahme und wird gleichzeitig die M"ge aufzeigen, die der Nationalsozialismus beschritten hat, um das kulturelle Leben in Deutschland zu neuer Blüte zu führen. Jagd im Februar? Wohin das Auge im Jagdschein auch schaut, nur schwarze Felder — Schonzeit! Und dazu noch dieser sogenannte Winter, in dem Mitte Januar der Haselstrauch blüht, das Weidenkätzchen silbrig leuchtet wie sonst, wenn im März die Schnepfe streicht, das Gänseblümchen überall aus dem Rasen blickt und die Primel aufzublühen beginnt. Saujagd ohne Schnee, Fuchsreizen, wenn der rote Schelm überall gedeckten Tisch hat? Hat sich was mit dem Jagen im Februar! Eine langweilige Zeit für den, der nur zum Schießen hinauszog zur Jagd." Und wie wichtig ist es doch, wenn gerade jetzt der Jäger recht oft fein Jagdrevier aufsucht. Die kommenden Monate werden von ausschlaggebender Bedeutung fein für den Ertrag des kommenden Jagdjahres. Es ist nicht allein damit getan, daß man fein Wild schonend besagt und das zum Brüten und Setzen nötige Wild übrig gelassen hat. Wenn die Henne nicht weiß, wo sie vor Mensch und Tier geschützt ihr Gelege machen soll, wenn die Häsin auf offenem, deckungslosem Felde setzen muß, denn hat alles Schonen keinen Sinn. Krähen, Eltern, Wiesel, Katzen und Hunde höchstens sind dankbar dafür. Drum muß der erste Gedanke des Jägers jetzt die Wildhege sein. Er kann dazu den Feinen seines Wildes selbst Abbruch tun. Krähen z. B. treiben sich jetzt in Massen auf unseren Feldern herum. Sind es auch Saatkrähen, die uns bis zur Hauptbrut- und Saatzeit verlassen haben, so endet doch gar mancher der durch den milden Winter frühen Hasensätze unter ihren Schnäbeln. Wer drum die Patrone spart, übt Sparsamkeit am falschen Platz. Zur wirksamen Bekämpfung der später kommenden Brutkrähen werden durch die gesamte Jägerschaft geeignete Maßnahmen getroffen werden. Vor allem aber muß der Kampf dem Wiesel gelten, von dessen Zahl meist vollkommen falsche Porstellungen bestehen. Seine Lebensweise entzieht es zu sehr der Beobachtung. Wer erst einmal mit kleinen Wieselfallen sachgemäß den Wieselfang eine Zeitlang betrieben hat, der kann die Gefahr ermessen, welche von diesem blutdürstigen, unerschrockenen Räuber der Niederjagd und der Vogelwelt droht. Die Frühjahrsfangzest ist die beste. 2luch das Wiesel liebt die Deckung und wird zu ihr hingetrieben. Drum sind jetzt in Hecken, Steinhaufen, unter Reisig und Holz die Fangaussichten am besten, besser als später, wenn alles bewachsen ist und der gewandte Schlüpfer überall Schutz vor dem Gesehenwerden findet. Wer in den wenigen Schneetagen draußen war, konnte immer und immer wieder Katzen spüren, die dem Menschen Lebewohl gesagt haben und nun als verwilderte Eine Firma hat jetzt eine größere Zahl von diesen Flugzeugen hergestellt, die von angehenden Fliegern gemietet oder auf Raten gekauft werden können. Allerdings hat man den Zwergtyp verlassen und dafür größere Tragflächen und stärkere Motoren verwandt. Glänzend sind die Erfolge gerade nicht, die man in England bisher mit den selbstgebauten „fliegenden Flöhen" gemacht hat. Fast jedes Flugzeug stürzte beim ersten Flug ab, glücklicherweise immer schon in einer so geringen Höhe, daß ernstliche Unfälle vermieden werden konnten. Es scheint danach mehr als zweifelhaft zu sein, ob diese billigen Flugzeuge, die in anderen Ländern kaum die Starterlaubnis bekommen würden, viel zur Förderung der Fliegerei beitragen werden. Das „Seeungeheuer" von Tunis. (ns) Tunis. Dor sechs Jahren suchte man an der tunesischen Küste nach irgendeinem alten Wrack. Plötzlich zog einer der Taucher das Notsignal. Als man ihn heraufholte und aus feinem Panzer befreite, starrte den Helfern ein geisterbleiches, erschrockenes Gesicht nur 262 waren, und doch hatten die Frauen wahrscheinlich auch damals schon genau so wie heute das Bestreben, so schön zu sein ober zu scheinen wie nur möglich. Geht man weitere dreißig Jahre zurück, so gelangt man zu einer Zeit, in der überhaupt der erste „Schönheitssalon" in Amerika aufgemacht wurde. Merkwürdigerweise geschah das nicht in Neuyork, sondern in Philadelphia. Zugegebenermaßen hat sich heute Amerika so an die mit den modernsten Mitteln, Schminken und Farben zurechtgemachte Frau gewöhnt, daß man einer Frau mangelndes „Make-up“ als Ungepflegtheit anrechnet. Schon allein um eine Stellung zu halten ober eine neue zu finben, finb viele Frauen zu hohen Ausgaben für Kosmetik gezwungen, obwohl sie bas Gelb sicher besser verwenben könnten. Die „weinende" Prinzessin auf der Briefmarke. Bro. Montreal. In Deutschlanb werben wenige Briefmarkensammler etwas von ber „roeinenben Prinzessin" wissen. Unter amerikanischen Sammlern spielt sie eine große Rolle. Es hanbelt sich babei um eine grüne kanabische Ein-Cent-Marke mit bem Bilb ber britischen Prinzessin Elisabeth. Briefmarken werben nicht mit einem einzigen Druckstock gebrückt, fonbern mit ganzen Platten, auf bie eine bestimmte Zahl von Briefmarkenbilbern eingraviert ist. Bei einem Bilb ist bem Graveur nun ein kleines Mißgeschick unterlaufen. Der Fehler in der Gravur wird nachher auf der Briefmarke als „Träne" sichtbar. Daher ber erwähnte Sammlername ber Marke. Da nur jebe 800. Marke biefen Fehler aufweist, hat bie kanabische Postoerwaltung barauf verzichtet, die ganze Platte neu gravieren zu lassen. Die Sammler aber, denen so leicht nichts entgeht, haben sich neuerdings auf die „weinende Prinzessin" gestürzt und zunächst, solange der Vorrat reichte, ganze Bogen der Marke aufgekauft in der Hoffnung, die „weinende Prinzessin" darunter zu finden. Das ist ein ziemlich kostspieliges Geschäft; infolgedessen steht die Marke bei den Sammlern schon recht hoch im Kurs. Neuerdings fahren die Händler sogar weit über Land, um noch Bogen der Marke aufzutreiben. Die letzten Käufer sind allerdings schwer enttäuscht worden, denn es hat sich herausgestellt, daß sich bereits Briefmarkenfälscher der neuesten Schwäche der Sammler angenommen und in völlig intakte Marken nachträglich die „Träne" hineingezeichnet haben. Zum Nachtisch — Sessel nebenan. (—) London. Wenn es erst einmal entdeckt ist, dann wundert man sich, daß niemand schon vorher auf die Idee kam. Ein englisches Speiselokal hat jetzt folgende interessante Neuerung eingeführt, die vermutlich in der ganzen Welt bald Nachahmung finden wird. Nach der Mahlzeit pflegt sich des Menschen eine gewisse Müdigkeit zu bemächtigen. Um nun den Gästen eine kleine Siesta zu ermöglichen, sind in einem Nebenraum jenes Speisesaals sehr bequeme Sessel ausgestellt. Ein Aufseher auf Filzpantoffeln hat die Aufsicht. Ihm gibt man an, in welchem Sessel man sich zur Ruhe oder zum Mittagsschläfchen niedersetzt. Zur gewünschten Zeit wird man dann in die harte Wirklichkeit zurückgerufen. Bedingung für das Betreten dieses Raumes und die Benullung seines Mobiliars für das Mittagsschläf- dien ist lediglich die vorher erfolgte Einnahme einer Mahl-eit. „Fliegende Flöhe" zu vermieten... (B.) Liverpool. Im vorigen Jahr wurden in England nach französischem Rezept zahlreiche Kleinflugzeuge von Amateuren gebaut, deren Kosten sich auf durchschnittlich 1200 Mark belaufen sollten. Unter dem Namen „fliegende Flöhe" (in Frankreich „fliegende Läuse") sind diese Zwergflugzeuge ziemlich bekannt geworden. entgegen. Er versicherte, daß er auf dem Meeresgrund einem riesenhaften Mann begegnet sei und daß ein überaus häßliches Gesicht ihn angestiert habe. Die Erzählung von diesem „Seeungeheuer" machte alsbald die Runde. Die Behörden waren nicht abergläubisch und glaubten auch nicht an Seegespenster. Also machte man sich daran, die Angelegenheit sorgsam zu untersuchen. Heute hat man das Rätsel nun gelöst: Einer französischen Bergungsgesellschaft ist es gelungen, sechs mächtige Statuen an das Tageslicht, zu befördern, die hier einst durch eine Schiffskatastrophe versunken sein müssen. , Im Museum von Bardo studierte man die Sta- Tuen und bie daran befindlichen Aufzeichnungen gewissenhaft und stellte fest, daß wirklich ein römisches Handelsschiff mit diesen Statuen an Bord vor 2000 Jahren an der nordafrikanischen Küste in der Tiefe verschwand. Ursprünglich freilich stammten die Statuen aus Athen, von wo aus sie von den Römern im Jahre 87 vor unserer Zeitrechnung übergeführt worden waren. Es handelt sich u. a. um ein großes 0D me„r -*±e9- I Zusammenkunft: 10 Uhr am Meilbachpflanzgarten. 1 Nächste Versteigerungen: 10. 2.: Hard; 11. 2.: Pfafsenhöhler. Die Samstags zuvor erscheinende Zeitung beachten! Aus den Waldungen der Stadt Gießen sollen ver- z bis9 Uhr nXiHnJ steigert werden: 640Ci r x vormittags. Sämtliches Vieh wird gegen A. Montag, den 3. Februar 1936, 9% Uhr be- Klauenseuche schutzgeirnpft. 639C ginnend, aus der Abt. 53 des Stadtwaldes^ Försterei! bruar^l936 THiftroocb, den 19. Fe- Rödgen: I ro- r : , Buchenscheiter 1. Kl. Gießen, den 1. Februar 1936. Eichen-, Eschen-, Erlen- und Fichten- Bürgermeisterei Gießen: Ritter, Oberbürgermeister, scheiter ------- ür.2- WS । , 3n unfei bereits, daß kaizlers de aint Alsfeld zuständiger *ft Kreisdio des Kre Ni ber Fjj «on Dberhe Äreisbire Regier, « na* bei Stau Wi der ? *«gt« " als Re QUen LQn Den R rS« Has v” l Me /h Dielen M v» < nen 3^, •*$rl den oeranl tanzen Spruche ai da st^t Z Fenster. ® Sitten uni an dem 9( spräche Glauben o wird öemj der tüchtig verspeist-1 der ziehen um ihr W Dadurch I Wuse um der Proom und erhalt denen Orte boten und Weihnacht« meß ihre des Lohne dieser Gele gen sie ent licher Gese! Für den meß beson schon das Unter i ^ssen ein erlassen. Q °rdnung h »er‘ M°oemb L^rbind fcng bh . fÄk* Lde „ nesjahren. Munter schnurrt dabei die Spindel, klappern die Stricknadeln, knarrt die Garnwinde. Mitunter trifft man sogar Ehemänner am Spinnrad, die sich mit Recht ihrer Arbeit nicht schämen. In unserem Dorfe gibt es nicht weniger als 3 6 Spinner und Spinnerinnen, die zum Teil feit Jahrzehnten das Spinnrad bedienen. Erfreulicherweise findet man unter den Spinnerinnen auch zahlreiche Mädchen und junge Frauen, die in den letzten Jahren das Spinnen von ihren Eltern oder Großeltern lernten. Da sich eine Sammerei im Orte befindet, brauchen die Bauersleute ihre Wolle nicht nach auswärts zu bringen, bevor sie gesponnen wird. Dafür kommen an schönen Wintertagen Frauen aus der näheren und der wei- teren Umgebung in die hiesige Kammerei. Wird die gereinigte Wolle nicht gekämmt, dann läßt sie sich nicht gut verarbeiten. Einen regelmäßigen. Überall gleich dicken Faden zu spinnen, ist in diesem Falle nur schwer möglich. Aus der selbstgesponnenen Wolle werden in unferm Dorfe Strümpfe, Socken, Unterröcke, Pulswärmer, Mützen und Wämse gestrickt. Landkreis Gießen. s. Lang-Göns, 30. Jan. Bei der heutigen Sammlung von Pfundpaketen, die die Schulkinder im Auftrage des NSLB. für das Winterhilfswerk ausführten, kamen über 15 0 Pfund von wertvollen Lebensrnitteln zusammen. (D Grüningen, 31. Jan. Bei einem Gang durch die Obstbaumstücke der Gemarkung kann man erkennen, daß das Anbringen von Leimringen gegen die Frostspanner im vergangenen Herbst sich gelohnt hat. Man kann nämlich fast an jedem Leimring eine große Anzahl der kleinen Frostspannerweibchen feststellen. Z Steinbach, 31. Jan. Seinen 70. G e - b u r t s t a g feierte am heutigen Tage Jakob Haas III. in bester Gesundheit und Rüstigkeit. Er ist als Glöckner und Kirchendiener feit dem Tode seines Vaters im September 1904 tätig, also im 32. Jahre. Sein Vater Karl Haas III. wär sein Vorgänger im Kirchendieneramte, das er feit dem 1. Januar 1877 bis zu feinem Tode innehatte. Somit ist das Kirchendieneramt nun im 60. Jahre in der Familie Haas. Da der heute 70jährige selbst aus einer kinderreichen Familie stammt — er ist der älteste von 8 heute alle noch lebenden Geschwistern und hatte selbst 6 Söhne und 2 Töchter, von denen 5 Söhne und 1 Tochter noch leben und alle in Steinbach verheiratet sind — so konnte der Geburtstag in einem großen Familienkreise gefeiert werden. Wie schon die Länge der Dienstzeit zeigt, ist die Amtsführung des Kirchendieners Haas, der unter vier Pfarrern Dienst getan hat, und fein Verhältnis zu den Pfarrern immer gut gewesen, so fehlte auch bei den Glückwünschenden nicht der Pfarrer, und wünschte seinem Kirchendiener noch für eine lange Reihe von Jahren Kraft zum Amte. t Treis a. d. Ld a., 30. Jan. Die gestrige letzte Brennholzversteigerung aus dem Staatswald, Distrikt Heege, brachte keine besondere Ver- Nach jeder Hausarbeit IMIMMklMlk». Vornan von H. von Hellermann. Copyright 1936 by Auswärts-Verlag G. m. b. H., Berlin SW 68. Nachdruck verboten! 10. Fortsetzung. Unwillkürlich wich die Frau einen Schritt zurück „Herrje, wegen dem dämlichen Strich, meinte sie gekränkt, „ich hab es doch nicht tun wollen. Den können Sie doch leicht wieder wegmachen, regen Sie sich nur nich auf, ich geh schon, mein Kohl riecht ohnehin schon." Sie wandte sich zum Gehen — blieb stehen: „Also vergessen Sie mch: um sieben müssen wir fort!" Drau der mit zitternden Händen schon den Fleck mit Terpentinöl vorsichtig zu entfernen suchte und sich seiner unbeherrschten Zornesaufwallung schämte, inne und ,°h fie verständnislos an. „Um sie- den fort — wohin denn? „Nee, fo ein Mann — natürlich ms Theater! "Jch°hab^och"die Billets von meinem Bruder getriegt uni) Eie sagten doch vorhin Ja. ^aacfnm Drau legte einen Moment die ftanö über die Augen, versuchte, seine Gedanken zu [am- mein Da hatte er ja etwas Schones anger.ch- tef 5"a ich eie wohl nicht richtig verstanden, ^e? ch^di? Frau^gespann^b/obachtete.' ''„Ich bitte sichtlich mit hilfloser Gebärde übers chaar. „Ganz unmöglich," wiederholte er leise bltteno. Das gutmütig fpottenbe Staunen 11ntenSSettaugen tt^-°" Fraü" Alma' stemmte die Arme in die Hüften. „Was Sie nich sagen! Wohl wei^Sie s oft ins Theater eingeladen sind, was? AZeu Menschen sich so um Sie reißen?! Ich bin Ihnen nich fein genug zum Ausgehen? Aber fein genug, Sie durchzufüttern. Ihre Wäsche umsonst zu waschen, Ihnen von einem Monat zum anderen die Miete zu stunden, das bin ich, nich wahr? Und aus meiner eigenen Wohnung 'rausweisen laß' ich mich schon gar nid), das wäre ja noch schöner!!" Schrill gelte das Gekeife des wütenden Weibes durch den mit weicher Dämmerung erfüllten Raum. Der Tag ging zu Ende. Drau hatte eine Bewegung gemacht, als wolle er die Sturzflut unterbrechen. Seine Worte gingen unter, ertranken ungehört. Da wandte er sich ab, krampfte die Hände um das harte Holz der Tischkante, schloß die Augen und wartete — duldete — litt--Hatte die Frau nicht recht? So furchtbar war.das alles — Die gelle Stimme fchwieg. Schwere Schritte dröhnten. Dann schlug die Tür krachend zu. Reglos stand der Mann über den Tisch gebeugt, mit immer tiefer sich neigendem Haupt. Nebenan begann ein Kind zu meinen. Geheimnisvoll lebendig leuchtete das Bild der holden Frau in die graue Dämmerung hinein, bis fein Glanz im sinkenden Dunkel erlosch. 12. Kapitel. die lange Tafel. „Zufrieden?" Theodor Stalling, der soeben an der Schwelle erschienen, überflog wohlgefällig die lange Tafel. Feierlich funkelten die silbernen Armleuchter, die Elfriede kürzlich aus einer Auktion erstanden hatte. Reizend — wie du selber!" Der Blick des Mannes glitt von der glitzernden Festtafel über die chlanke Gestalt der goldhaarigen Frau im fließenden weißen Seidenkleid, dessen raffinierte Einfachheit einzig und allein von einem Veilchentuff auf der linken Schulter gebrochen wurde. „Reizend", wiederholte er, „aber warum haft du denn die simple Perlenkette und nicht den Bnllantanhanger um den Hals?" , Weil er zu prächtig und dadurch stillos gewesen wäre", gab Elfriede Stalling freundlich zuruck „Nichts ist prächtig genug für meine Frau. Mit zufriedener Miene steckte er die Hande in Die Hosentaschen und ging langsam um Öen IifÄ, öte Platzkarten lesend „Nur keine falsche Bescheidenheit, Schatz! Damit ködert man heutzutage keine Maus. Wen hast du denn neben die alte Exzellenz gesetzt? „Frau Meta Bruck." „Großartig, so ein Titeichen ist Festfutter für fie. Und auf der anderen Seite — ich. Gut, sehr gut!" Er schmunzelte mit zusammengekniffenen Lidern hinüber zu seiner Frau, die das Lächeln ein wenig spottend erwiderte. „Frau Seltne Gerling! Du, die versteht es, einem die Hölle heiß zu machen!" „Ja, ich merkte, daß ihr aneinander Gefallen findet." Das feine spottende Lächeln vertiefte sich. „Du sollst dich doch an deinem Geburtstag gut amüsieren!" Ein bißchen unsicher sah Stalling auf. Aber das schöne Gesicht seiner Frau war ganz heiter und arglos. Doch gut, daß Elfi nicht die Spur eifersüchtig veranlagt war, es erleichterte des Lebens kleine Annehmlichkeiten ungemein. „Wen hast du dir denn auserkoren — Dr. Goebel? Das geht nicht, Kind, Bruck langweilt — — ach so, er sitzt auf deiner anderen Seite. Und an seiner Linken — Baronin Vesczy. Ausgezeichnet. Sie will nämlich einen Teil ihres Geldes durch ihn anlegen lassen. Das weißt du von ihr? Aha, deswegen — bist ein fixes Kerlchen! Die Mama führt der Geheimrat, die Grete der junge Toller — nee", zwei Tischkarten auswechselnd, „der mag die kleine Milly Stephanus anöden, Grete kriegt den Bob Senfmann, der Sohn vom Pelz-Senfmann, der hat ein Auge auf sie. Wir wollen die Sache ein bissel protegieren. Ein wohlhabender Mann übrigens." „Aber eitel und aufgeblasen und dumm dazu", wandte die junge Frau stirnrunzelnd ein. Ihr Mann hob bedeutungsvoll den Zeigefinger. „Du, zu einer Ehe gehört allerlei heutzutage. Rede Grete nur gut zu!" „Ich werde mich hüten", dachte Elftiede Stalling. Aber sie widersprach nicht, nach erprobter Gewohnheit. Und im nächsten Augenblick klingelte es, die ersten Gäste kamen. Schnell füllten sich die eleganten Räume mit Menschen und heiterem Stimmengewirr. Mit besonderer Herzlichkeit begrüßte Stalling seine Schwiegermutter. Da diverse Spekulationen geglückt, die Geldknappheit sich behoben und er erfahren, daß Dr. Goebel eine Berühmtheit war, hatte er seine Heftigkeit bedauert und gutzumachen versucht. Sv hatte er darauf bestanden, daß der Kunstgelehrte, den er nur zweimal getroffen, auch sein Haus mit feinem Besuch beehre. Der erfaßte mit einem Blick die protzige Zur- schaustellung der unpersönlichen Dekorateurpracht, die gut zum jovialen Geldmenschentyp des Hausherrn paßte und freute sich der Anmut der jungen Frau, die so lieblich und frühlingshaft in dem weißen Kleid wirkte. „Aber ihre Feinheit paßt schlecht hierher", dachte er bei sich, die Schleie auf seinem Teller kunstgerecht zerlegend, „der Rahmen erdrückt das Bild. Wie kam sie wohl zu diesem Mann — war es sein Geld?" Kaum. Das schätzte eine Tochter von Frau Margret Mervius gewiß nicht allzuhoch ein, jener Frau Margret Mervius, in deren klaren braunen Augen sich das Kerzenlicht leuchtend widerspiegelte, da sie angeregt mit ihrem Nachbar sprach. Elfriede, die Brucks gemurmelten Huldigungen innerlich gelangweilt lauschte und sich jedes leichte Scherzwort abzwingen mußte, wandte sich nun mit irgendeiner Bemerkung zum Tischherrn zu und fing gerade noch den ganz versunkenen Blick auf, mit dem der jemand gegenüber betrachtete. Wer saß denn dort — die Mama?! Nanu-- „Ja", sagte da Goebel offen, und eine flüchtige Röte stieg in seine Stirn, „ich habe eben Ihre Frau Mutter betrachtet — und sehr bewundert, Frau Stalling, ein Empfinden, das täglich wächst, seit ich den Vorzug habe, bei ihr zu wohnen. Noch nie habe ich eine ähnliche Frau kennengelernt: so ruhevoll und doch so lebendig, so gesund und doch voll zartester Rücksicht für alle Menschen, fo klug und aufgeweckt, und doch fo echt weiblich bescheiden. Manchem Menschen merkt man es eben an, daß der Herrgott ihn in einer Festlaune geschaffen hat." Die junge Frau hatte mit wachsendem Staunen zugehört. Mit welcher Wärme sprach dieser Fremde, wie treffend kennzeichnete er in wenigen Worten der Mutter Wesen! Ein weiches Lächeln überflog das schöne Gesicht. „Ihr Lob macht mich sehr stolz, lieber Doktor", — die Stimme klang herzlich wie selten, „denn unsere kleine Mama verdient es. Soviel Liebe und Wärme geht von ihr aus —" „Und eine Harmonie sondergleichen", vollendete der Mann an ihrer Seite — sah dann feine Tischdame freundlich an: „die fie ihren Kindern gewiß vererbt hat!" (Fortsetzung folgt!) Goldene Hochzeit in Krumbach be- wenn auch Jahren er« seit einigen (Aufnahme: Kienholz, Fellingshausen.) Zeigers". kreis Büdingen. schäft. Sangesbruder Müller dankte im Namen Mein Inventur-Verkauf geht weiter bei den bekannt billigen Preisen Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Mariechen Hels Gießen, Schillerstraße 26 Dortmund/Gießen im nahezu vollendeten 23. Lebensjahre. den 2. Februar 1936 Statt Karten! Aliendorf a. d. Lahn, den 1. Februar 1936. Wahenborn-Sieinberg Lang-Göns 686 D 673 D Für Gießen 6891 d Eine Gießen, Glaubrechtstraße 1 0436 TEXTILHAUS HAUS DER GUTEN; DUALITA’TE Geschäftskarten bei Brühl,Gießen Minna Müller Eduard Nolte Vornehm pers6nllch b d p di Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß verschied heute vormittag um 5 Uhr nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine liebe einzige Tochter, unsere herzensgute Schwester, Schwägerin, Tante und Nichte In tiefer Trauer: Friedrich Hels Friedrich Hels und Frau Leonhard Hels und Familie Frau Anna Jäger Wwe. nachmittags 2 Uhr, vom Ehernhause aus statt. an®0 Ich bitte um Beachtung meiner Schaufensterauslagen Zentralheizungsanlagen APPEL & CO. Die Beerdigung findet Montag, 3. Februar, Untergasse 44 Für 68 Pfennig fühlt er sich wie ein König, I denn „Lebewohl *. das gute Pflaster vertrieb sein 635 v Hühneraugenlaster In Bl. . Am 30. Januar wurde uns ein kräftiger Stammhalter geschenkt Vereinsmitglieder einen aufschlußreichen Vortrag über „Düngung, besonders Humusdüngung". Im Anschluß an die einleitenden Worte des Vorsitzenden, Lehrer i. R. Bopp, hielt Diplomlandwirt Fürst den Vortrag, der den Zuhörern zahlreiche wertvolle Winke für die praktische Gartenarbeit brachte. Eine Anzahl Lichtbilder ergänzte die Darlegungen des Redners in guter Weise. Nach der Beantwortung einiger Anfragen und nach geschäftlichen Mitteilungen wurde die Versammlung in üblicher Weise geschlossen. 69 Nidda, 31. Jan. Infolge allzu häufiger Blechdose (8 Pflast.) 68 Pf. in Apotheken und Drogerien. Sicher zu haben: Med.'Drog.Hans Hindenburg H.Elges, Seltersweg 68a: Löwen-Drog. W. KLbinger Nach!., Seltersw. 69: Germania-Drog. C.Seibel, Frankf.Str.39 Üllentliche Handelslehranstalt der Industrie- und Handelskammer Gießen. Gießen, Liebigstraßel6 (Liebigbau), Fernr. 2480, Höhere Handelsschule: Abschluß-Prüfung entspricht der Prüfung für praktische Kaufleute u. gilt als Prima-Reife. Schulgeld RM. 19.-. Zweijährige Handelsschule: Abschluß mit der Mittleren Reife. Schulgeld RM. 17.-. Gründliche fachlicheSchu» lung und Erweiterung der Allgemeinbildungundna tionalpolitisch.Erziehung. Keinerlei Kursbetrieb und keine Nebengebühren. Schulbeginn nur a. Ostern. Anmeldung und Auskunft täglich von 8 bis 12.30 Uhr. Prospekte kostenlos. 426D blindet ist. Herr Kuhl steht im 73., seine Gattin im 72. Lebensjahre. Das Jubelpaar zählt seit 50 Jahren zur treuen Leserschaft des Gießener Anzeigers. der großen Auswahl der zuvorkommendsten Bedienung Ludwig Nickel undFrauZrene,geb.Hofmann Von den ( in die Welt Aber hoh scheidung sac holz ist abe erstens trem Kiefer, Eicf Forstmann, wann, nach *Krumbach,1. Febr. Am morgigen Sonntag, 2. Febr., können Jakob Kuhl und Frau Elisa» bethe, geb. Mühlig, im Kreise ihrer sieben lebenden Kinder und elf Enkel das Fest der Goldenen Hochzeit feiern. Einen Sohn verlor das Ehepaar während des Krieges in Rußland, ein andererSohn verstarb vor etwa vier Jahren in der Heimat. Das Jubelpaar erfreut sich noch guter körperlicher und geistiger (D Nidda, 31. Jan. Der hiesige Obst- und Gartenbauverein bot in seiner jüngsten Mitgliederversammlung den zahlreich erschienenen Zhre Verlobung geben bekannt Karoline Hirz Start Römer änderung m den Preisen; für 2 Raummeter Du- chenscheit wurden 18 Mark, Buchenknüppel 12 bis 13 Mark, 5 Raummeter Buchenreiser 8 bis 9 Mk., 2 Raummeter Eichenknüppel 6 bis 7 Mark, Eichenstücke 3 Raummeter 4 bis 5 Mark, Buchenstöcke 6 vis 7 Mark bezahlt. 4- Grünbera, 1. Febr. In dieser Woche tagte wiederum unter Vorsitz von Bürgermeister Wagner der Hauptausschuß für die 750-Jahr- feier der Burgerbauung. Als Platz für die am 27. und 28. Juni stattfindende Jubiläumsfeier wurde der bei der Turnhalle liegende Turnplatz vorgesehen, der durch Hinzunahme des dahinter liegenden Gartengeländes einiger Privatbesitzer vergrößert werden soll. Weiterhin beschäftigte man sich eingehend mit dem vom Finanzausschuß aufgestellten Finanzierungsplan, der mit geringen Aenderun- gen sutgeheißen wurde. ch -«luter, 1. Febr. Am morgigen Sonntag, 2. Februar, kann der Landwirt Karl Rinker bei bester Gesundheit seinen 8 0. Geburtstag begehen. Der Jubilar war lange Jahre als Eisen- gleßer bei der Firma Römheld in Ruppertsburg tätig und hat den weiten Weg von hier nach seiner damaligen Arbeitsstätte täglich bei Wind und Wet- Die saub stamme, du an den Sch objekte. Si Menschen c ten hegt ul holungsaus Wirtschasls Staat, für Dorf ist n ter zurückgelegt. * Nieoer-Bessingen, 31. Jan. Die Eheleute Johannes Walther VII. und Frau Gertrude, geb. Nickel, konnten am gestrigen Donnerstag des Fest ihrer goldenen Hochzeit feiern. Dem Jubelpaar wurden aus diesem Anlaß außerordentlich zahlreiche Ehrungen und Glückwünsche zuteil. Der Führer und Reichskanzler entbot in einem persönlichen Schreiben seine Glückwünsche, verbunden mit den besten Wünschen für einen schönen Lebensabend. Bürgermeister Maul überreichte dem Paar je ein Glückwunschschreiben des Reichsstatthalters und Gauleiters Sprenger und des Oberregierungsrats S ch ö n h a l s als Vertreter des Kreisamtes Gießen. Ein persönliches Glückwunschschreiben sandte ferner Propst T r o m - mershausen im Auftrag der Evangelischen Landeskirche Hessen. Im Namen der Gemeinde Nieder-Bessingen, bei der der Jubilar seit 23 Jahren ununterbrochen als Polizeidiener tätig ist, übergab Bürgermeister Maul dem Jubelpaar einen Sessel. Dom hiesigen Kriegerverein und der freiwilligen Feuerwehr, denen Polizeidiener Walther in diesem Jahre 50 bzw. 40 Jahre angehört, wurde dem nach Sche Kassen ei flamme c H« beai ?e>! es do b,"t«nn. . E-Idstve, < W-' ■ So -. , geb St In tiefer Trauer: Frau Wagner nebst Angehörigen. Bieber, den 1. Februar 1936. Die Beerdigung findet Montag, den 3. Februar, nachmittags 37z Uhr vom Trauerhause aus statt Weinet nicht an meinem Grabe gönnt mir doch die ewige Ruh’, denkt, was ich gelitten habe eh’ ich schloß die Augen zu. Der allmächtige Gott hat meinen lieben Mann, unseren guten Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Johann Georg Wagner Rechner des Raiffeisen Vereins heute morgen */25 Uhr im Alter von 66 Jahren von seinem schweren Leiden erlöst. 1 r., hat, 4usc • m a klär alle sei. ■ red) "üg fern „ ahm, Hum nach! ten'1 3usi als [umi Stel ten hänx; Lezi )er > )ie । mer , jetei | Qßer - ibeq ) o n )ördc ingei 0'® A Ov®xr führungeerten schnell und xu müßigen Preisen Brühl'sche Druckerei. Schulstraße 7. Anruf 2251 Rüstigkeit, Frau Kuhl leider schon vo , 6? fahr 12'. Sc' . dei he Ai' Hai Da. New Anal )anbl lob \ landl | ' Jes 11 . D7itte ns 1; »• )as s, ;ekon Gesuch Dege rurch nal 2 । e 5 - oeisn Luft-Schmiedehämmer 1 St. 50 kg Bärgew.. „Eumuco" mit Ekektromotor 220/380 Volt (noch im eig. Betrieb zu beliebt.) 1 St. 70 kg Bärgew. „Aervener" mit Fest- und Los-Riemsckeibe billig abzugeben weD Karl Haardt,Dillenburg Wertzeuge, Geräte und 'JJtmcbmen Schwerhörige! 4” Die Breslauer Hörkapse! hat sich seit 9 Jahren in zahlreichen Fällen gut bewährt. Kein Hörrohr, kein elektrischer Apparat, Bequem im Ohr bei jeder Tätigkeit zu tragen. Die Erfindung eines Ingenieurs, der seit seiner Kindheit sehr schwerhörig war Notariell beglaubigte Dankschreiben mit voller Adressenangabe Unser Vertreter ist am hiontag, dem 3. Februar, in Gießen Bahnhof-Hotel „Lenz“, von 10 bis 18 Uhr und steht jedem Interessenten zur Verfügung, Hörkapsel-Gesellschaft, Breslau 16. Winterkuren für Nervös-Erschöpfte Spexlalkuranitalt Hofhelm Im Taunus 8 bei Frankf. a.M., Tel. 214. Mäß. Pr.- Prosp.d. I Dr. M. Schulze-Kahleyss, Nervenarzt germelsterei an die Oeffentlichkeit zwecks Abstellung dieser unhaltbaren Zustände. Hundebesitzern wird mit hoher Strafe gedroht, wenn sie die Anordnung, die Hunde zu überwachen, nicht befolgen. Kreis Schotten. rl. Schotten, 31.Jan. Die Werbearbeit des VDA. im Kreise Schotten hatte schöne Erfolge in einer Vortragswoche des Bezirkswartes Schnierle (Gedern) vom 19. bis 25. Januar. Er Öin Ober-Seemen, Glashütten, Ober-Lais, tofc, Gedern und Ulrichstein in abendlichen Kundgebungen und auch vor einigen Schulen über das Erwachen des volksdeutschen Gedankens, die Ursachen der Auswanderungen und die vielseitige Bedeutung des Auslandsdeutschtums und führte neben dem Schmalfilm vom Deutschtum in der Hohen Tatra einen VDA.-Werbefilm vor. Mehrere Schulgemeinschaften und Erwachsenengruppen konnten neu gebildet werden. x. Schotten, 31. Jan. Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" veranstaltete in der hiesigen Turnhalle ein Militärkonzert, das sehr stark besucht war. Die Kapelle des MG.-Batl. 3 Büdingen unter Leitung von Feldwebel G o l d t brachte eine Reihe auserlesener Musikstücke mit gutem Können zu Gehör und erfreute besonders durch zahlreiche Zugaben alter schöner Militär- Märsche. Die zahlreichen Zuhörer dankten begeistert für die Darbietungen. Kreisschulungsleiter Pg. D e n z e r begrüßte die Erschienenen, Kreisleiter K r o m m brachte ein begeistert aufgenommenes Sieg-Heil auf den Führer aus. * Glashütten, 31. Jan. Der Gesangverein „Sängerlu st - Eintracht" hielt seine diesjährige Hauptversammlung im Lokal von Gußmann ab. Der Vereinsführer Rudolf G u ß m a n n begrüßte die Mitglieder und ermahnte sie, weiterhin so treu wie seither zur Sängersache, zum deutschen Liede zu halten. Der Dirigent Lehrer Blei gab einen kurzen Rückblick über das vergangene Jahr. Am Schluß ehrte der Verein vier Sangesbrüder, Karl Müller, Otto Dinges, Ludwig O t t und Karl Friedrich F ö l l e r, durch Heber- reichung der Sängernadel für 25jährige Mitglied- Paar je ein wertvolles Geschenk zuteil, ebenso vom evangelischen Kirchenvorstand und der Evangelischen Frauenhilfe. Der Jubilar steht im 76., die Jubilarin im 71. Lebensjahr. Beide sind noch außerordentlich rüstig und erfreuen sich einer ausgezeichneten Gesundheit und geistigen Frische. Das Jubelpaar hatte 7 Kinder, von denen noch 3 leben, und 5 Enkelkinder. Polizeidiener Walther ist seit mehreren Jahrzehnten Leser und seit über zwölf Jahren Vertriebsstelleninhaber des „Gießener An- , Doppelten: nidjt fehlen!" Doppelherz ist d. bewahrte Ner venkräftigungsmittel. Für Wöchnerinnen, Schwache, Nervöse, Erschöpfte und alle, die K» sich mott u. elend fühlen, gibt es kein besseres Werl Stärkungsmittel. Flaschen zu 1,95 RM, 3,70 RM, 4,65 RM, Doppelherz - Dragees 1,50 RM. Zu haben in nachstehenden Drogerien : C. 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Die Festmeter liest der Langholzfahrer ebenso wie der Förster an Hand der in die untere Schnittfläche eingebrannten Ziffern aus einem Heftchen ab. Zur genauen Uebersicht schreibt er sich die Kubikinhalte der einzelnen Stämme auf die Wagendeichsel und verschafft sich so den Ueberblick. Auf einen normalen Holzabfuhrwagen können bis zu 95 Zentner ster Kraftleistung herausgefordert werden müssen. So rauh die Schale manches Fuhrmannes zu sein scheint, so sehr lieben sie alle auch ihre Pferde, denen sie den Dienst so leicht machen, wie es möglich ist. ,, Wenn man die Langholzfahrer mit ihren Fuhrwerken durch die Stadt fahren sieht, dann fragt sich unwillkürlich mancher: wie schaffen die Manner die langen und doch sehr schweren Stämme auf ihren Die sauber ausgeasteten und geschälten Baumstämme, die wir auf sonntäglichen Spaziergängen an den Schneisen liegen sehen, sind wichtige Wertobjekte. Sie sind der Zins, den der Wald dem Menschen gibt, dafür, daß er ihn seit Jahrhunderten hegt und pflegt. Der Wald ist ja nicht nur Erholungsaufenthalt für den Städter, sondern ein Wirtschaftsfaktor, eine Einkommensquelle für den Staat, für Gemeinden und Private. So manches Dorf ist nur durch seinen Waldbesitz reich. vielen Zentimetern Dicke sich allerdings nicht mit (r2 • k • h usw.) herum. Bon den Schneisen aus geht der Weg des Holzes in die Welt. ,, Aber Holz ist nicht gleich Holz. In grober Unterscheidung sagt man: Nutzholz bzw. Brennholz. Nutzholz ist aber auch nur ein Sammelbegriff! Denn erstens trennt man die Hölzer nach Arten (Fichte, Kiefer, Eiche usw.), zweitens unterscheidet der Forstmann, wie auch der holzverarbeitende Fachmann, nach Stammholz, nach Stangenholz und geladen werden. Es gibt aber auch schon ballonbereifte Spezialwagen, die mit 135 Zentnern belastet werden können. Die Langholzfahrer sind meist den ganzen Tag unterwegs. Oft haben sie lange Anfahrten. Mittagsrast halten sie in irgendeiner Gastwirtschaft im Dorfe oder in der Stadt. Die Langholzfahrer, die nach oder durch Gießen kommen, kehren gern in den Gaststätten an der Kaiserallee oder in den Wirtschaften an der Licher Straße ein. Fast jeden Tag kann man die schwerbeladenen Fuhrwerke dort stehen sehen. Aber kein Fuhrmann setzt sich an den Mittagstisch, bevor nicht das Pferd versorgt ist. Es wird an kalten Tagen sorglich zugedeckt und erhält außerdem eine tüchtige Portion Haferschrot mit Häcksel. Die Fuhrleute, die seit Jahren in den Wäldern um Gießen, im Krofdorfer Forst, im Schiffenberger Wald ihrer Arbeit nachgehen, kennen die Forste sozusagen wie ihre Tasche. Sie kennen meist die Forstdistrikte nicht nur nach ihrer Numerierung, wie sie die Forstbehörden eingeführt haben, sondern meist auch nach den alten, im Volksmund sondern er nimmt ein Heftchen zur Hand, aus dem er einfach ablesen kann: bei dieser Länge und jener Dicke (gemessen in der Mittedes Stammes) hat der Stamm x Festmeter Holz. Den Durchmesser des Stammes stellt er mit einer „Kluppe" (Gabelmaß) fest. Die Festmeter brauchtet nur abzulesen. Der Verkauf des Holzes geschieht auf verschiedene Art. Durch freihändigen Verkauf, durch Versteigerung an Ort und Stelle oder durch schriftliches Angebot. Vom Handwer- ker kann ein einzelner Stamm ebenso gut erworben werden, wie vielleicht von einem Sägewerk ein ganzer Kahlschlag. Wenn der Kauf abgeschlos- sen ist, dann pflegt sich der Käufer mit einem Langholzfuhrmann in Verbindung zu setzen, der Fuhrmann wird den Preis nennen, den er für den Transport pro Festmeter haben muß und schließlich wird man handelseinig. Der Käufer kann sich beruhigt nach Hause begeben, denn der Fuhrmann besorgt alles weitere, auch die eventuelle Verladung auf dem Güterbahnhof. Größere Sägewerke halten sich für ihre Holzabfuhr aus unseren heimischen Wäldern häufig ihre eigenen Fuhrleute, die oft das ganze Jahr hindurch Tag für Tag unterwegs sind... Langholzfahren ist fast ein Beruf und keine Arbeit nur so nebenbei. Es will gut verstanden sein. Der erfahrene Lcmgholz- suhrmann ist gesucht. Es gibt manchen ergrauten Mann in dieser Gilde, die, wie der alte Leinweber von Annerod, schon seit 30 Jahren ihr Brot damit verdienen. Also in vollkommenem Sinne „alte Fuhrleute", Männervon echtem Schrot und Korn, denen es einmal auf einen kernigen Fluch nicht ankommt, wenn die Waldschneisen zu weich sind, die Wagen bis an die Achsen einsinken und die Pferde zu äußer- nach Scheitnutzholz. Und drittens ist das Holz in Klassen einqeteilt, die sich aus den Starken der Stämme abUiten. Meist lassen die Förstereien das sertia bearbeitete Holz an die Schneisen schleifen, w-i?°s d°rt am besten fartlaufend numeriert wer- Selbstverständlich werden die Stamme nicht nach Ü” <■«Ä» -• soldaten, die im Kriege in den russischen Wäldern, in den rumänischen Forsten, in den Karpathen oder in den Vogesen Holz zu schlagen und zu verladen hatten, ist mit dieser Schilderung kaum etwas Neues gesagt, viele Volksgenossen haben aber sicherlich noch keine Gelegenheit gehabt, die Langholzfahrer bei dieser Arbeit zu beobachten. Der treueste Helfer des Fuhrmanns ist das Pferd. Zwischen beiden besteht immer ein herzliches Verhältnis. Fuhrmann und Pferd arbeiten meist reibungslos zusammen. Es ist oft erstaunlich, zu sehen, mit welcher Geschicklichkeit das Pferd den Anregungen seines Herrn folgt. Das gilt insbesondere beim Schleifen des Holzes an den Wagen. Es muß mit viel Gefühl geschehen. Für den Laien würde vielleicht jeder Stamm, der irgendwo quer zwischen vielen Bäumen im Wald liegt und nun an die Schneise geholt werden soll, ein Problem bedeuten. Der erfahrene Fuhrmann aber orientiert sich mit raschem Blick darüber, wie er den Stamm packen und bewegen muß. So mancher schwere Stamm ist mit einem einzigen Pferd nicht zu rücken. Hauptsächlich dann nicht, wenn er an einem steilen Hang empor zur Schneise geschleift werden soll. Da kommt es nicht selten vor, daß vier Pferde angespannt werden müssen. . g, -ri .. . Ein Stamm nach dem anderen wird aufgeladen. I Forst sind überlieferten originellen Flurnamen. Meist sind sie , schon zu früher Morgenstunde unterwegs. Auf ihren Fahrten begegnet ihnen viel Wild. Im Krofdorfer I Forst sind es immer wieder die Hirsche, die ihren Zu unseren Bildern: Oben links: Schwere Fuhren werden mit vier Pferden aus dem Wald gefahren. Oben rechts: Der Fuhrmann rechnet Festmeter und Gewicht auf der Wagendeichsel zusammen. Darunter: Die Stämme werden geknebelt. Mitte links: Das „Schleifen" oder „Rücken" der Stämme. Darunter: Der Stamm wird auf den Wagen gezogen. Mitte rechts: Mittagspause! Erst wird das Pferd versorgt! Daneben rechts: Das wichtige Schlußzeichen interessiert die Jungens besonders. Links: Ein Spezialwagen für besonders schwere Fuhren. Rechts: Mittagspause in der Stadt. (Aufnahmen [9J: Neuner, Gießener Anzeiger.) Wagen? Tatsächlich ist ja auch das Fahren selbst die weniger schwere Arbeit. Die Geschicklichkeit des einzelnen muß beim „Schleifen" oder „Rücken" und beim Ausladen einsetzen. Die Langholzfahrer haben dabei verschiedene Techniken. Die einen helfen sich mit einer für diesen Zweck besonders konstruierten Winde, die auf drei Beinen steht und durch einen langen Hebelarm betätigt wird. Der Stamm wird dabei so hoch gehoben (zuerst am einen Ende, dann am anderen), daß der Wagen darunter gefahren werden kann. Wenn der Stamm hoch genug aufgebracht ist, wird die Winde langsam gelöst und der Stamm senkt sich auf das Traggestell über der Achse. Diese Arbeitsmethode, die besonders für das Laden von kurzen schweren Stammabschnitten geeignet erscheint, ist etwas zeitraubend und anstrengend, denn der Stamm muß ja durch Menschenkraft — wenn auch durch Hebel günstig übersetzt — gehoben werden. Immerhin ist der einzelne Fahrer in der Lage, seinen Wagen allein zu laden. Wenn zwei Mann Hand in Hand arbeiten können, geht es rascher. Die andere Technik, ebenfalls häufig geübt, erscheint einfacher und ermöglicht ein rascheres und leichteres Arbeiten. Bei dieser Technik, die wir hier insbesondere im Bilde zeigen, wird das Pferd zu Hilfe genommen. Die Raopaare werden von Anfang an auf die zweckmäßige Entfernung hintereinander gestellt. An jedem der beiden Teile des Wagens wird auf einer Seite je ein Balken schräg angestellt, über die dann der aufzuladende Stamm auf den Wagen rollt. Der Transport des Stammes auf den Wagen vollzieht sich überraschend schnell und sicher — und zwar mit Hilfe eines Drahtseiles, das an einem Ende um einen zunächst stehenden Baum geschlungen, dann über den Wagen hinweggeführt und unter dem aufzuladenden Stamm hindurchgezogen wird. Das freie Ende wird auch über den Wagen gelegt und im rechten Winkel zu Stamm und Wagen am Zugscheit des Pferdes befestigt. Der Stamm selbst, vom Seil halb umschlungen, liegt unmittelbar vor den beiden schräggestellten Balken. Auf einen Zuruf zieht das Pferd kräftig an, macht einige Schritte vorwärts (immer im rechten Winkel zum Wagen) und rollt damit den Stamm auf den schrägen Balken auf den Wagen. Das alles vollzieht sich schneller, als es beschrieben werden kann. Innerhalb von 15 Sekunden ist mit dieser Methode ein Baumstamm jeder Länge und Schwere aufgeladen. Den alten Front- jeden Stammes festgestellt und in Festmetern ausgedrückt. Zu diesem Zweck macht sich ein Förster auf den Weg, nimmt einen Gehilfen mit und mißt die Stämme aus. Wer in der Schule aufgepaßt hat (oder nicht gerade fehlte) kann ohne große Mühe auch ausrechnen, wie viel Festmeter Holz ein Stamm von soundso vielen Metern Länge und so- Wirtschaft Kirchliche Nachrichten einen i lichen Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 21L Serlin Schl"»- ?jiJ* n Oatum | 30 1 | 31 -1 30.1- I 31 1 193 96,5 97,5 128 । 6| Banknoten. Dänische Noten ner nen, von 127 219,5 113 82,25 18,25 128 194 126,75 219,5 113,5 81,25 18,13 53,25 93 120,5 85 101,75 147,75 33,25 291,5 174,75 166,5 127 120,25 219,75 113,25 81,75 18,25 128 121,75 194 153 112 121 118 127 120,9 219,5 113,25 81,4 18,13 128,9 122 193 153,25 114 121 118,65 98 53,13 93 120 85,5 125,5 Der $ wieder Die trag t 97,75 53,5 93 120,75 84 124 100,5 : 145,5 j 79,25 33 290,75 165,5 I I -I I 1981 53,25 121 84 101 146 33,25 290 165,5 79 33,25 291 174 166,25 27 198, 5 buntes Turner mit an 153,25 213 113,75 120,25 I 117,75 Weiß nanbl 3n lc Vereine DT. u des Die V .Getreu iah eine Ei am schen betüe; Süde 4| 97 ! 7 123,75 Ve Freito Oie 3c um bi ersten Asa. Chrftf sich t 97,25 I 124,5 128 | Brunnen auf dem Lande. In einem zukünftigen Kriege ist das Dorf genau so bedroht, wie die Stadt. Die Landbevölkerung muß deshalb beizeiten die Vorbereitungen treffen, die zur Vermeidung von Brandkatastrophen notig sind Eine wichtige Maßnahme ist die Wiederherstellung unbenutzter und die Schaffung neuer Brunnen. Es kann für den Ernstfall gar nicht genug Wasser verfügbar sein. Die Aufklärungsarbeit des Reichsluftschutzbundes hat schon in vielen Orten des Reiches gute Früchte getragen. Auch in Oberhessen muß jetzt ans Werk gegangen werden! Der variable Rentenmarkt brachte keine Veränderungen, etwas fester 6 v. S). Hoefch Obligationen mit 103,75 (103,50). Goldpfandbriefe und Kornrnu- nal-Obligationen lagen unverändert, Liquidationspfandbriefe zumeist 0,13 bis 0,25 v. S). höher. Stadtanleihen wenig verändert, fester jedoch 4,50 Darmstadt von 1926 mit 90,75 (1. K. 89,50), 4,50 Heidelberg 88,90 (88,50). Don fremden Werten stiegen 5 v. H. äußere Goldmexikaner auf 13,65 (13,50). Im Freiverkehr wurden bewertet: Ufa-Aktien 54, Growaq 80, Adlerwerke Kleyer 101 (100,50), Wayß & Freytag 96 (95,50), Karstadt 49,50 (49), Barnag- Meguin 66 (64), Pokorny 103. — Tagesgeld unverändert 3 v. 5). Abendbörse freundlich. Die Abendbörse hatte nur wenig Geschäft, war aber im Grunde weiter fest. Die Kurse zeigten zumeist die höchsten Mittagsnotierungen, teilweise zogen sie noch mäßig an, und nur ganz vereinzelt ergaben sich geringfügige Abbröckelungen. Von Montanen Mannesmann 85 (81,75), Rheinstahl 113,50 (113,133, aber Stahlverein mit 81,25 (81,50), nur knapp mhalten. Von Elektrowerten wurden AEG. mit 38,75 (39), Gesfürel mit 130,50 (130,65) und RWE. mit 129 (129,25) etwas lebhafter urn- gesetzt. Daimler Motoren lagen etwas rückläufig mit 101,75 (102,25), dagegen stiegen Deutscher Eisenhandel auf 118 (117,25), Moenus Maschinen auf 84 (83). IG. Farben blieben mit 153,25 unverändert, Scheideanstalt zogen leicht an auf 213 (212,50), auch Goldschmidt weiter erhöht mit 113,75 (113,50). Am Kassamarkt stiegen Großbankaktien um 0.50 bis 1 v.H., lebhaft waren DD-Bank mit 87 (86), auch Commerzbank bei größeren Umsätzen 88,50 (88), dagegen Dresdner Bank wohl 88,50 (87,50), aber bei kleinem Umsatz. Am Rentenmarkt war die Haltung ebenfalls fester, besonders Kom- munal-Umschuldung mit 87,20 bis 87,30 (87,05), 1 ferner Altbesitz 110,25 (110,20) und späte Schuld- : buchforderungen mit 96,65 (96,50). U. a. notierten: Altbesitz 110,25, 6 v. H. Farben- Bonds 127,40, 6 v. H. RSS. 102, 6 v. H. Krupp 104,90, 6 v. H. Mittelstahl 103,13, Adca 72, Commerzbank 88,50, DD.-Bank 87, Dresdner Bank 88,50, Harpener 113, Mannesmann 85, Rheinstahl 113,50, Stahlverein 81,25, AKU. 53,25, AEG. 38,75 Andreae-Roris Zahn 132,90, Bekula 139, Bemberg 93, Conti Gummi 166,50, Daimler 101,75, Deutscher Eisenhandel 118, Deutsche Erdöl 110,25, Scheideanstalt 213, Deutsche Linoleum 147,75, Licht & Kraft 134,50, IG. Farben 153.25, Frankfurter Haf 47,50, Gesfürel 130,50, Goldschmidt 113,75, Holzmann 97,25, Mainkraft 91, Moenus 84, RWE. 129, Rückforth 76,13, Schuckert 132,50, Siemens 176,25, Gebr. Stollwerk 93,13, Westdeutsche Kaufhof 33,25, Südd. Zucker 198, AG. für Verkehr 105,75. 2 jat, - . iusc!. i n a Wär ille ei. . ech lüg em chnft " ;un wchj e n- Zusc ils umi stel en )än(- , 8ezi . )er ' >ie ‘ n e tj jetei. ager iberj ) o n )ördc ingel Da New Inad landl. t o b \ . ;andl । )es 11 Dlitte iis 1.« . )as f" ‘ }eforr1 Gesuch Wege urch nal 3 »es . oeisn Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt.. Rumänische Noten Schwedische Noten Schweizer Noten.. Spanische Noten.. Ungarische Noten . Montag, den 3. Februar. Gießen. Luthergemeinde. 20 Uhr: Frauenhilfe. Mittwoch, den 5. Februar. Gießen. Stadtkirche. 20 Uhr: Abendandacht. Donnerstag, den 6. Februar. Gießen. Zohanneskirche. 20 Uhr: Bibelstunde. — Daubringen. 20: Bibelstunde. Gemeinschaft innerhalb der Kirche (Canbesfird)- tiche Gemeinschaft), Gutenbergstraße 9. Sonntag, 2. Februar. 15 Uhr: Männerstunde; 20.30- Evangeli- sationsstunde. — Mittwoch, 5. Februar. 20.30: Bibelstunde. — Donnerstag, 6. Februar. 20.30: Jugendbundstunde. Christliche Gemeinde Gießen, Zu den Mühlen 2. Sonntag, 2. Februar. 10 Uhr: Erbauungsstunde. — Dienstag, 4. Februar. 20.30: Bibel- und Gebetstunde. Vaptisten-Gemeinde Gießen, Gartenstraße 13. Sonntag, 2. Februar. 11 Uhr: Kindergottesdienst; NM )c ■ü v ö ö\ C/- 8 T(| ■ "M - Ti- 12 Sc - • )e: he M Uv )a:< - 1,2.' . , 51.’ ' Ißt, 20 . , ;eb. 2 t - gefördert wird und weite Teile des Reiches ihren Bedarf bereits aus eigener Erzeugung decken und drüber hinaus noch andere Gebiete beliefern können, so machte sich auch diese Woche in den großen Städten noch keine Erleichterung bemerkbar. Re- den den nur kleinen Anlieferungen deutscher Eier fehlten vor allem die Zufuhren aus dem Aus ande. Die kleinen Mengen aus Osteuropa waren schnell vergriffen. Man rechnet im Großhandel aber nunmehr bestimmt mit stärkeren Zuteilungen anfangs nächsten Monats. Das Geschäft war naturgemäß sehr lebhaft, die Preise blieben unverändert. Es kotierten in Pf. pro Stück stei Frank,urt a M. (Grobhandelsverkaufspreise an den Kleinhandel). Deutsche und ausländische Handelsklasseneier: S 121/4-12'/-, A 1V/2—ll3/4, B 103/4—11, C 93/4 bis 10, D 9V4—93/4. Frankfurter Vuttermarkt. Frankfurt a. M., 31. Jan. Die Zufuhren von deutscher Butter zeigen keine weitere Zunahme, vielmehr zeigt der Markt in der Versorgung seit wenigen Tagen eine gewisse Versteifung, was man auf die Einschränkung in der Margarine-Zuteilung zurückführt. Da aber die Nachfrage nicht wesentlich zugenommen hat, blieben die Anlieferungen ausreichend. Es notierten in Mark per 50 Kilogramm frei Frankfurt a. M. (Großhandelsverkaufspreife an den Kleinhandel): Deutsche Markenbutter 145 bis 148, feine deutsche Molkereibutter 143 bis 145, deutsche Molkereibutter 142, Landbutt^r 125. Holländische Butter 145 bis 148. Oie Zndustrie- und Handeiskammer Gießen gibt Auskunft: 87: Bekanntmachung KP 97 der Ueberwachungs. stelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise. [ 88: Postanweisungen nach Finnland. W' jst chen WeiD k nen, i) vestertt z-oel JJ Unter bekannt Dom w inann I solms ©eutf Geri Die meift«!] bcm »1 keine bes M len doch Klasse 1 Miinche' Tiibinge' hatte. f, Zum f vereinig Nöthen» vermocht zu bchal schon fas' Neuling jeboch di> burch ih' zum Au; einer re, baß ern| [mb, ba menben Seinen! wig hos aus, ber benes B Die ri nem Pl bekannte einem ( Weg kreuzen. Die Fuhrleute wissen mancherlei von1 ihnen zu erzählen. Viel äsendes Rehwild steht m Schneisen und Lichtungen oder am Waldrand. Fasane und Feldhühner fliegen vor dem Lärm der ratternden Räder auf, Füchse und Dachse kreuzen den Weg im Morgengrauen. Die Fuhrleute wissen, wo Wildtauben, Bussarde ober aar Fischreiher nisten. Sie beobachten auf ihren Fahrten, wie sonst nur noch der Bauer oder der Förster die ytatur in ihrem Wandel der Jahreszeiten und so bringt ihnen ihr gewiß nicht leichter Beruf immer wieder auch jene schöne und stille Freude, die die 9tatur allen jenen zu schenken weiß, die Auge und Ohr dafür haben. Frankfurter Obff- und Geniüsemarkl. s Frankfurt a. M., 31.Jan. Am Gemüse- ; markt war das Gesamtangebot stark, besonders in Feldsalat, Rosenkohl, Spinat und Wirsing. Ge- , schäft etwas lebhafter, aber nicht ganz befriedigend. Gegen die letzten Notierungen blieben die Preise nahezu unverändert. Ausländischer Blumenkohl und Salat genügend angeboten, Absatz gnt, U- a. no- Herten: Blumenkohl Steige 12 und 18 Stuck 2,75 bis 3,50 ital., Eskarol Steige 24 und 32 Stuck 2,30 bis 2,80 ital., Feldsalat groß 20 b-s 30, klein «Mistbeets 40 bis 70, Gelb- Ruben 2% bis 3, Gewurzel großes Bündel 30 bis 40, Karotten 4 b's S Kopfsalat Steige 24 Stück 5,50 bis 6 fpan Meerrettich 35 bis 45, Rettich 5 bis 12, Rosenkohl 15 bis 18 Rotkraut 7 bis 10, Sellerie I- nach Große 10 bis 30, Spinat (Gärtner) 10 bis 12, do. Pf^er 7 bis 8, Tomaten ca. 10-Pfd.-Kästchen 2,25 bis 2,50 Ca- nar., Weißkraut 4 bis 6, Wirsing 5 bis 8, Winterkohl 6 bis 8, Zwiebeln 9 bis 10. Obst und Südfrüchte: A-pf-lang-bot gut, Birnen nur noch vereinzelt angeboten. Preise unverändert, Geschäft unbefriedigend. Zufuhren von Apfelsinen und Mandarinen stark. U.. a. notierten. Aepfel I 24 bis 30, II 18 bis 22, Goldparmänen 25 bis 30, Roter Eiser 18 bis 20 Schafsnase 12 bis 18, amerifan. Aepfel: Kiste ca. 40 $fb. rote 14 bis 17, gelbe 16,50 bis 18, Faß ca 120 Pft>. 18 bis 20. Apfelsinen: blond 13 bis 20 span, 16 6ns» 20 ital., Blut 18 bis 20 span., 20 bis 24 ital., Naval 26 bis 28 span., Bananen Kiste 25 Psd. 6.50 bis 7 Bras., Ehbirnen 25 bis 30, Kochbirnen 15 bis 20 Kranz-Feigen 25 kg Sack 8 bis 9, Mandarinen 14 bis 20, Faß-Trauben 45 bis 50'Almena, Walnüsse 45 franz., Zitronen, Kiste 300, 360 Stuck, 5,50 bis 6,50 Mark. Frankfurter Elermarkt. Frankfurt a. M., 31. Jan. Wenn auch die Erzeugung durch die herrschende milde Witterung Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. i anaeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H^ Frankfurt a. M., 31. Jan. Die Börse zeigte nach den Steigerungen der letzten Tage em wesentlich ruhigeres Aussehen und am Aktienmarkt keine einheitliche Tendenz. Seitens der Kulisse erfolgten in den Hauptwerten einige Abgaben, die nur durch kleine Publikumsaufträge teilweise ausgeglichen wurden. Etwas Kursdruck bestand am Montanmarkt, insbesondere für Verein. Stahlwerke, die auf Einwände hinsichtlich der Dividendenzahlung auf 80,75 (82,25) nachgaben-, Rheinstahl verloren 0,90, Mannesmann 0,50, Buderus 0,65 v. H., wahrend Hoefch und Klöckner sowie Rheinbraun behauptet blieben. Etwas schwächer lagen auch chemische Werte, IG. Farben 152,50 (153,25), Scheideanstalt 212,50 (213), Deutsche Erdöl 108,75 (109,25), etwas höher aber Th. Goldschmidt mit etwa 112,75 (112). Elektroaktien lagen sehr ruhig uni) meist leicht nachgebend, AEG. 38,65 (39), Bekula 138,75 (139), Gesfürel 130,50 bis 130,25 (131), etwas höher waren Siemens mit 176,40 (176). Weiter befestigt waren Daimler Motoren mit 101,50 (101), ferner erholten sich Eßlinger Maschinen auf 88,75 (88), Muag und Moenus Maschinen bröckelten je 0,25 v. H. ab. Don Metallwerten Deutscher Eisenhandel unverändert 117,25, Metallgesellschaft 117,75 (118). Etwas fester lagen ferner Zement Heidelberg mit 124 bis 124,50 (123,75), Jul. Berger mit 126,50 (125,50), Holz- mann blieben mit 96,75 (97) etwa behauptet. Don Zellstoffwerten Aschaffenburger 85 (84), dagegen Waldhof 119,90 (121). Bankaktien mäßig hoher, Braubank 117,50 (117), Reichsbank 185,75 (185,50). Evangelische Gemeinden. Sonntag, 2. Februar. 4. Sonntag nach Epiphanias. Gießen. Stadlkirche. 9.30 Uhr: Propst Knodt; 11: Kinderkirche für die Matthäusgememde; Propst Knodt; 17: Pfr. Becker; Musikalische Abenbfeier - Zohanneskirche. 9.30: Pfr. Bechtolsheimer; 11: Jhn- derkirche für die Lukasgememde; Pfr. Bechtols- heimer 17: Pfr. Ausfeld; 20: Bibelbesprechung im Johannessaal; Pfr. Trapps- Kapelle des Alen Friedhofs. 9.30: Professor Dr. Rudolph; 10.45 Km- derkirche für die Lutheraemembe; Pfarrastiftent Weckerling. — Pekruskapelle. 9.30: Propst Trorn- mershausen. - Saal der Reuen K^ppe. 11: Kinderkirche für die Johannesgememde; Pst. Ausfeld^ — Wie eck. 10: Gottesdienst. — Atten-Buseck. 10: Gottesdienst; 13: Kindergottesdienst. — Steinbach. 10: Gottesdienst. — Aldach. 12.30: Gottesdienst und Christenlehre. — Rödgen. 10: Gottesdienst- Annerod. 13: Gottesdienst; 20: Evangelischer Bund. Vortrag von Pfarrverwalter Gontrum aus Watzenborn: „Deutschglaube oder Christusglaube?". Alle.Evangelischen sind herzlich eingeladen. — heuchelhenn. 10: HauptgottesÄienst; Kollekte; 11: Kindergottesdienst (2 Abt.). — Kirchberg. 10: Gottesdienst. — Lollar. 13.30: Gottesdienst. — Treis a. d. Lda. 10: Hauptgottesdienst; 11: Katechismuslehre. — Watzenborn- Steinberg. 13: Hauptgottesdienst. — Garbenteich. 10: Gottesdienst. — Hansen. 13: Gottesdienst. — Lich. 9.45: Beichte; 10: Stiftspfarrer Naumann; Kollekte; hl. Abendmahl; 12.45: Kindergottesdienst: 14: Stiftsdechant Kahn. — Rieder-Bessingen. 13.30. Stiftspfarrer Naumann. — Bettenhausen. 9.30: Hauptgottesdienst. — Langsdorf. 11: Hauptgottesdienst. — Münzenberg. 11: Gottesdienst. — Xraiis- Münzenberg. 9: Gottesdienst. — Hungen 10: Gottesdienst; 13.30: Kindergottesdienst. — Langd. 13: Gottesdienst; anschließend Kindergottesdienst. Französische Noten............... Holländische Noten............... Italienische Noten................ Norwegische Noten ............ • • Deutsch Lesterrerch, ä 100 Schwing Berlin, 31 Januar Amertkantsche Noten....... Belgische Noten........... Jrn einzelnen eröffneten Südd. Zucker mit 198 (197), Westdeutsche Kaufhof mit 33 (33,25), AG. für Verkehr mit unverändert 106, Kunstseide AKU. nut unverändert 53,25. Von Schiffahrtswerten bröckelten Nordd. Lloyd auf 16,75 (17) ab. Hapag lagen mit 16 behauptet, Reichsbahn-Vorzugsaktien 122 (121,90). Am Rentenmarkt fanden Altbesttzanleihe zu 110,15 (HO) Nachfrage, die übrigen Werte lagen still. Kommunal-Umfchulbuna 87,15, Zmsvergu- tungsfcheine etwa 92,90 bis 93, späte Reichsfchulb- buchforberungen etwa 96,50 (96,65). Fremde Werte lagen ruhig. Im Verlaufe war die Haltung bei zunehmender Geschäftstätigkeit fest. Insbesondere am Montan- markt traten Erholungen von 0,50 bis I d. H. em so bei Hoefch, Verein. Stahlwerke und Rheinstahl. Lebhaft waren außerdem IG. Farben mit 153,50 nach 152,50 und Daimler Motoren mit 102 nach 101,50. Höher lagen außerdem Licht 8t Kraft mit 134,25 nach 133,50, Muag mit 80,40 nach 80 und Kaufhof mit 33,50 nach 33. Stärker erhöht waren Deutsche Linoleum mit 148 (146), Gesfürel ließen noch etwas nach auf 130 nach 130,25. Abschluß der Berliner Handels- 11 gesellschast für 1935. Wieder 6 v. H. Dividende aus erhöhtem Reingewinn. Fwd. Der Verwaltungsrat der Berliner Handels- , gefellfchaft hat auf Antrag der Geschäftsinhaber beschlossen, vorbehaltlich der Genehmigung durch die HV. die Dividende auf das Kommandtt-Kapttal von 28 Mill. RM. auf unverändert 6 v^) festzu- setzen und die verbleibenden 1,45 (1,27) Mill. RM. vorzutragen. Nach der Erfolgsrechnung erhöhten sich die Einnahmen aus Zinsen und Wechseldiskont auf 4,93 (4,80) Mill. RM.; Devisen und Sorten sowie Wertpapiere- und Konsortialgewinne erbrachten 0,75 (0,50) Mill. RM., dagegen gingen Provisionen leicht zurück auf 3,51 (3,54) Mill. RM. Anderseits beanspruchten Personalaufwendungen 3,85, soziale Ausgaben 1,26, sonstige Handlungsunkosten 0,89, Steuern und ähnliche Abgaben 1,32 Mill. RM. (i V. Verwaltungskosten 5,00, Pensionsleistungen 0,91 und Steuern 1,11). Der Reingewinn einschließlich Vortrag erhöhte sich auf 3 128 236 RM. gegen 2 945 586 RM. in 1934. * ♦ Kopplungsverbot im Verkehr mit Kartoffeln. Der Vorsitzende der HV. der deutschen Kartoffelwirtschaft hat in einer Anordnung Nr 42 ein Kopplungsverbot im Verkehr mit Kartoffeln verfügt. Im Verkehr mit Kartoffeln darf die Abgabe von Speise-, Früh-Pflanz-, Fabrik- und Futterkartoffeln weder von der gleichzeitigen Abnahme anderer Kartoffelarten oder bestimmter Kartoffel orten, anderer landwirtschaftlicher Erzeua- niffe und Bedarfsstoffe oder sonstiger Waren abhängig gemacht werden, noch darf die Gegenlieferung anderer Waren verlangt werden. Die Anordnung Nr. 41 vom 6. 1. betr. Kopplungsgeschäfte im Saatkartoffelhandel wird mit dem Inkrafttreten dieser Anordnung (1. 2. 1936) aufgehoben. * Regelung bes Wettbewerbs der Brauereien und Biergroßverteiler. Der Vorsitzende der HV. der deutschen Brauwirtschaft veröffentlicht im Verkündungsblatt des Reichsnährstandes eine Anordnung Nr. 9, in der bestimmt wird daß es den Brauereien und Biergroßverteilern verboten ist, zu Zwecken des Wettbewerbs die Preise zu unterbieten ober eine Unterbietung in Aussicht zu stellen. Mein-Mainische Börse. Mittagsbörse uneinheitlich. . 6 . 0 . 7 . 0 . 8 . 0 . 0 71/, 12 .. 81 20.30: Missionsabend. — Donnerstag, 6. Februar. 20.30: Bibelstunde. Reuapostolische Gemeinden Gießen, Händelstraße 1 und Ederstraße 13. Sonntag, 2. Februar. 9 30 Uhr: Gottesdienst, 16: Gottesdienst. — Mittwoch, 5. Februar. 20.30: Gottesdienst. katholische Gemeinden. Samstag, den 1. Februar. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, 2. Februar. 4. Sonntag nach Epiphanie. Mariae Lichtmeß. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Männer; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; vorher Wachsweihe: 11: Messe mit Predigt; 17.30: Christenlehre und Andacht. — Grimberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 17.30: Vor- trag und Andacht. — Laubach. 10: Hochamt mit Predigt- 14.30: Christenlehre und Andacht. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt; 20: Vortrag und Andacht. — Lollar. 8.45: Hochamt mit Predigt. — Ridda. 8.15: Hochamt mit Predigt. — Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt. Mittwoch, den 5. Februar. Hungen. 7.30 Uhr: Messe. Donnerstag, den 6. Februar. Gießen. 17.30 Uhr: Beichte. veffentlicher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01. , , Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Tele- fon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. Aerzte : Dr. Mehl, Frl. Dr. Gürtler. Zahnarzt: Dr. Schüttler. Apotheke: Engel-Apotheke. Amtsgericht Gießen. Der W. H. aus Großen-Buseck wurde durch Strafbefehl mit einer Geldstrafe von 25 Mark belegt, da er in der Gemarkung Gießen Bauarbeiten ausführte ohne feinen Arbeitern gesetzlicher Bestim- mung gemäß eine Unterkunftshütte aufzuschlagen. Der gegen den vorstehenden Strafbefehl verfolgte Einspruch des Angeklagten blieb ohne Erfolg. Der Jude Siegfried Isenberg aus Gießen verursachte durch verkehrswidriges Fahren im August vorigen Jahres einen Verkehrsunfall, bei dem nicht unerheblicher Sachschaden entstand. Durch Strafbefehl erhielt er 120 Mark Geldstrafe, die in der gestrigen Hauptverhandlung durch Urteil bestätigt wurden. Mansselder Bergbau.........6j Kolswerke ..................6, Rheinische Braunkohlen .....12 Rheinstahl .................. * Vereinigte Stahlwerke........0 Otavt Minen ............... 0 Kaliwerke Aschersleben........6 Kaliwerke Westeregeln........5 Kaliwerke Salzdetfurth..... 1¥i Schultheis Pahenhofer .......4 Aku Niederkleen, 31. Jan. Der von hier nach Lang-Göns führende Verbindungsweg, der sog. O st e r w e g , wird zur Zeit verbreitert. Das erforderliche Gelände wurde im Hmlegungsoerfahren ausgewiesen. Die Straße soll auch eine neue Decke erhalten. Die Lieferung des Steinmaterials ist dem Hnternehmer R ü s p e l e r von hier übertragen worden. — Der frühere Turnverein hat schon vor einigen Jahren mit dem Bau einer Turn- Halle begonnen. Infolge Auflösung des Turnvereins wurde damals die Halle, zu deren Errichtung die Gemeinde ein Grundstück von einem hiesigen Landwirt im Tauschwege erwarb und dem Turnverein zur Verfügung stellte, nur im Rohbau fertiggestellt. Um die Halle vor dem Verfall zu bewahren, will sie nunmehr die Gemeinde fertig- stellen. Zunächst sollen Türen und Fenster ange- Rundfunkproaramm. Sonntag, 2. Februar: 1900 — Artillerie-Sportverein. Am Sonntag tragen die Blauweißen einen Freundschaftskampf gegen die Fußballelf der Artilleristen aus. Der Artillerie-Sportverein, der damit zum ersten Mal in Gießen an die Oeffentlichkeit tritt, ist schon lange in sportlicher Hinsicht tätig. In der seitherigen Garnisonstadt Fulda bestanden Abteilungsmannschaften, die mit den einzelnen Vereinen von Fulda und Umgebung regen Spielbetrieb unterhielten. Durch die Verlegung nach Gießen trat vorerst eine Unterbrechung der sportlichen Tätigkeit ein. Nun aber kommt auch der Sport zur Geltung. Die Mannschaft des Artillerie-Sportvereins, die in der Aufstellung: Landsrath; Kucharzak, Reith; Waldmann, Stingel, (Speiet; Schwärze!, Brückner, Naumann, Schneider, Mesierschmidt antritt, besteht aus Spielern, die zum größten Teil mehr oder weniger in Vereinsmannschaften tätig waren. Der Tormann Landsrath kommt aus dem Niederrheinbezirk und hat schon repräsentativ gewirkt. Kucharzak und Reith entstammen Bezirksklassenvereinen aus Bochum und Gersfeld. Waldmann (Salzschlirf), Stingel (Holzhausen bei Marburg) und Speier (Wirges) sind Spieler aus der näheren Umgebung. Auch die Mannschaft von Schwärze! (Lauterbach) steht im Kreis Fulda mit an der Spitze. Brückner ist Mitglied von Hanau 93 und Naumann und Schneider sind in Saarbrücken bzw. Aschaffenburg beheimatet. Der Linksaußen Messer- schmidt ist durch seine Tätigkeit bei der Reserve der Eintracht Frankfurt a. M. bekannt. Die Blauweißen haben daher auch den größten Teil der Ligamannschaft herangezogen. Lediglich verschiedene Nachwuchsspieler werden zur Sichtung eingestellt. Di? Aufstellung lautet: Fischer; Schombert, Lippert; Mank, Kleinbell, Heilmann; Erhard, Clement, Schmelz, Hain, Henkelmann. Oie Bezirksklaffe am Sonntag. Naunheim — Dillenburg. SV. 05 Wetzlar — VfB -Reichsbahn Gießen. Watzenborn-Steinberg — Niedergirmes. Die Dillenburger werden in Naunheim um eine Niederlage nicht herumkommen. Sollten die Naunheimer überraschender Weise einen Punkt abgeben, so würde erneut die Meisterschaftsfrage aufgeworfen. Die Wetzlarer müssen unbedingt, wenn sie die Chance weiterhin in dem Meisterschaftswettbewerb eine Rolle zu spielen, nicht aufgeben wollen, gewinnen. In Watzenborn treffen die beiden Tabellenletzten aufeinander. Die Gastgeber sollten gewinnen. LfB.-^eichsbschn Gießen. Die 1. Mannschaft in Wetzlar. Das Vorspiel haben die Wetzlarer in Gießen überraschender Weise gewonnen. Dabei zeigten die Wetzlarer unbedingt die bessere Taktik. Ihre Gefährlichkeit haben die Wetzlarer eindeutig gegen 1900 Gießen bewiesen. Sie verfügen über eine gute Hintermannschaft. Die Läuferreihe besitzt in Zielberg einen guten Abwehr- und Aufbauspieler. Ihr Sturm wird von dem bekannten repräsentativen Wohlgemuth geführt. Man sieht im Gießener Lager dem Spiele mit Besorgnis entgegen, denn Lehrmund ist nicht dabei. Aber trotzdem können sich die Gäste auch in Wetzlar gut schlagen. Der Sturm scheint in Fahrt kommen zu wollen. Die gesamte Mannschaft wird den Wetzlarern einen schweren Gegner stellen. Die Gießener fahren mit Helcher; Leutheuser I, Leutheuser II; Mund, Knauß, Hauptfeld; Fehling, L. Schmidt, Schorge, Heß, Szponick. Leiter des Spieles ist Horn (Bad-Nauheim). Die 2. Mannschaft fährt nach Leihgestern und will den Sieg erringen. Da die Gastgeber in ihren Leistungen zurückgegangen sind und ihre Mannschaft stark verjüngen mußten, besteht durchaus die Möglichkeit, daß den spielerfahrenen Gießenern ihr Vorhaben gelingt. Die 3. Mannschaft muß nach Watzenborn-Steinberg. Es ist fraglich, ob sie auf dortigem Gelände zu einem Erfolge kommt. Die 3. Jugend spielt auf eigenem Platze gegen Uhr: Bremer Hafenkonzert. 8.05: Gymnastik. 8.45: Orgelchoräle. 9: Katholische Morgenfeier. 9.45: Bekenntnisse zur Zeit. 10: Chorgesang. 10.45: Pack an Kamerad ...! Wir schmieden das Werk. Feierliche Eröffnung des 3. Reichsberufswettkampfes. 11.30: Olympische Feierstunde. 12: Musik am Mittag. 14: Kinderfunk. 14.45: Das Volk erzählt. 15: Deutsche Scholle. 16: Nette Sachen aus Köln. 16: „Die Eule aus Athen". Eine historische Komödie aus dem klassischen Altertum. 19.10: Anekdoten in beiführenden Hmgehungsstraße, der auch einmal ' Auge gefaßt war, fällt durch die Beseitigung Kurve fort. Worten und Noten. Musiker-Anekdoten in Dialogform gebracht von Irmgard Zehner. 19.50: Sportberichte. 20.05: 5. Sonntags-Konzert der Museumsgesellschaft. 22: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 22.20: Sportspiegel des Sonntags. 22.45: Nachtmusik. 24 bis 2: Nachkonzert. Montag, 3. Februar. 6 Hhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause (7) Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 9.30: Alemannische Hnterhaltungsstunde. 10.15: Schulfunk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei von zwei bis drei. 15: Wirtschaftsbericht. 15.15: Kinderfunk. 15.45: Konzert. 17.30: HJ.-Funk. 18: Fröhlicher Alltag! Ein buntes Konzert. 19.45: Tagesspiegel des Reichssenders Frankfurt. 20: Nachrichten. 20.10: „Ei, ei, wer kommt denn da?" Ein heiteres Funkspiel um Dunkelmänner, Meckerer und Hamsterer. 21: Ja, das sind Sächelchen. 22: Nachrichten. 22.20: Kraftfahrzeugprüfung 1936. Bericht vom Ziel der ersten Etappe in Bayreuth. 22.25: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.30: Musik zur „Guten Nacht". 24 bis 2: Nachtmusik. bracht, später soll sie gedielt und mit der nötige» Inneneinrichtung versehen werden. Die Halle soll nach ihrer Fertigstellung als Versammlungsraum dienen. — Die gefährliche Kurve am „Schneider berg" im Zuge der Reichsstraße Wetzlar- Butzbach wird wesentlich verbessert werden.. Zur Verbreiterung der Straße und Abschwächung der Kurve hat der Bezirksverband Nassau das Anwesen des Landwirtes Heinrich Eckhardt käuflich erworben, das nach und nach abgebrochen wird. Das Stallgebäude ist bereits abgebrochen. Der Abbruch der übrigen Gebäude wird erfolgen, sobald der Schwiegersohn des bisherigen Besitzers, Bürgermeister Ohly, seine am Dorfausgang nach Dornholzhausen errichtete neue Hofreite, die bereits im Rohbau fertiggestellt ist, bezogen hat. Die Be- seitigung der gefürchteten Kurve wird in den Kreisen der Kraftfahrer lebhaft begrüßt, haben sich doch in ihr in den letzten Jahren mehrere Kraftfahrzeugunfälle ereignet. Der Bau einer am Orte vor- bayern II (1729V»), Mittelfranken I, Schwaben I, Hnterfranken I, Niederbayern I, Mittelfranken II und Pfalz-Saar I. * Avory Brundage, der Präsident des Amerikanischen Olympischen Komitees, ist am Freitag an Bord der „Bremen" in Begleitung seines Schatzmeisters K i r b y und des Sprechers Der deutschen Sportler in Amerika, Dietrich Wortmann, in Bremerhaven eingetroffen. Nach einer kurzen Begrüßung in den Räumen des Norddeutschen Lloyd folgte am Mittag ein offizieller Empfang im Bremer Rathaus. Heuchelheim 2. Zwei gleichwertige Gegner ringen um den Sieg. Die 1. Schülerelf spielt gegen die gleiche des Lokalgegners. „ FC.Teutonia^ Watzenborn-Steinberg Am Sonntag empfängt die 1. Mannschaft der Teutonen die gleiche von Wetzlar-Niedergirmes 3um fälligen Verbandsrückspiel. Im Vergleich zu dem Vorspiel, das Wetzlar-Niedergirmes 3:2 gewann, dürften die Steinberger im Vorteil fein, allein schon durch die Chance des eigenen Platzes. Niedergirmes stellt eine körperlich starke Mannschaft ins Feld. Die Steinberger müssen alles daransetzen, um in diesem Spiele zwei wertvolle Punkte zu holen. Man erwartet einen spannenden Kampf. Vorher wird wahrscheinlich die 2. Mannschaft gegen die 3. von VfB. ebenfalls ein Verbandsrückspiel Fußball der Kreisklassen. Verbandsspiele: Rodheim — Lollar (Keller, Naunheim); Leihgestern — VfB.-R. II (Rüspe- ler, Gleiberg); Burgsolms — Bissenberg II (Volkmar, Wetzlar); Albshausen — Spfr. Wetzlar (Grote, Mainzlar); Wetzlar II — Hermannstein (Kleemann, Bissenberg); Werdorf — Ehringshausen (Deibel, Gießen); Lich — Lich II (Hillebrecht, Großen- Buseck); Steinberg II — VfB.-R. III (Gerhardt, Steinbach); Grüningen — Steinbach (Holzapfel, Lich); Krofdorf — Alten-Buseck (Offenbacher, Gießen); Tv. 1846 — Wißmar (Decker, Garbenteich); Rodheim II — Launsbach (Seitz, Heuchelheim); Flensungen — Rüddingshausen (Pieh, Londorf); Waldgirmes — Spfr. Wetzlar II (Wenzel, Schmalbach); Aßlar II — Spfr. Wetzlar III (Koob, Garbenheim); Wetzlar III — Naunheim II (Bernhardt, Philipvstein). Gesellschaftsspiele: Garbenteich — Klein- Linden (Kreiling, Gießen); Großen-Linden — Fellingshausen (Hofmann, Wieseck). Steinbach hat in Grüningen einen Gegner vor sich, der zu kämpfen versteht und den Gästen das Leben sauer machen wird; die Platzbefitzer haben die meisten Chancen. Alten-Buseck geht einen schweren Weg, denn in Krofdorf ist sehr schwer zu gewinnen. Ein knapper Sieg des Gastgebers wird erwartet. Wißmar fährt nach Gießen zu den Turnern. Diese haben inzwischen ihre Mannschaft vorteilhaft verändert, so daß die Punkte in Gießen bleiben dürften. Rodheims Zweite sollte gegen die Launsbacher Elf keine Aussichten auf Sieg haben. Rüddingshausen fährt siegesgewiß nach Flensungen und sollte auch dort zu einem Siege kommen. Garbenteich hat Klein-Linden zum Rückspiel verpflichtet und sollte die Scharte des Vorspieles auswetzen können. Großen-Linden spielt erstmalig gegen Fellingshausen. Hier sind zwei gleichwertige Mannschaften zur Stelle. Fußballabteilung des Tv.1846 Gießen. Erbprinz zu Solms-Hohensolms-Lich beteiligt sich am Olympia-Sternflug. Für den großen Olympia-Sternflug nach München und Garmisch-Partenkirchen liegen die Melde- Us.ten vor, bie insgesamt 69 Namen umfassen Am stärksten vertreten ist Deutschland mit 48 Maschinen Frankreich schickt sieben, Ungarn sechs Polen 06^6^1^ unö Sie Tschechoslowakei meldeten je jroei Maschinen Finnland und Dänemark je eine Unter den deutschen Teilnehmern befinden sich der bekannte Afrikaflieger Karl Schwaben und die vom Europaflug bekannten Hauptmann Seide- mann (Berttn) und Erbprinz Solms-Hohen- solms-Lich. 1 * Deutsche Hochschul - Skimeiflerschasten. Geri Lanlschner sieg, sicher Im Abfahr,slaus. ®.‘e . unb Münchener Hochschul-Ski- rne'’ter 1 cl;cxften begannen in Oberammergau mit 6em A b s a h r t sia u s. Die Strecke bot technisch !ClnU>0^en^en Schwierigkeiten, war aber infolqc bes Wechsesichnees und der zahlreichen Bodenwei. J®" ,?od| T** ^n,arf’ 3U nef)nwn. Sieger wurde in «taffe I her Favorit Geri Lantschner (IS). München) der aber m Theo Stark (Unioerfität hatte"^" emC" uberaschend starken Widersacher 19006 Handballer in Kassel. Zum fälligen Gauliga-Verbandsspiel hat die Spiel- Vereinigung 1900 morgen dem Spielverein Kassel- Rothenditmold gegenüberzutreten. Beim Vorspiel vermochten die 1900er mit 11:7 Toren die Oberhand zu behalten. Die Rothenditmolder lieferten damals schon fast eine gleichwertige Partie, waren aber als Neuling noch nicht erfahren genug. Inzwischen hat ledoch die Mannschaft eine Menge hinzugelernt, was durch ihren günstigen vierten Rang in der Tabelle zum Ausdruck kommt. Die Gießener stehen also vor einer recht schweren Aufgabe. Hinzu kommt noch, daß erneute Umbesetzungen notwendig geworden sind, da auch Knop infolge Versetzung 'in den kommenden Monaten nicht mehr zur Verfügung steht. Seinen Platz wird der seitherige Außenläufer Ludwig Hofmann einnehmen. Im Sturm fällt Steines aus, der durch Höing, ein allerdings noch unbeschriebenes Blatt, ersetzt wird. Die rührige Jugend der 1900er empfängt auf eigenem Platz (nach dem Fußballspiel) den rühmlichst bekannten Nachwuchs von Wetzlar-Niedergirmes zu einem Gesellschaftsspiel. Mitgliederversammlung des Turnvereins Großen-Linden. Die Versammlung wurde eröffnet durch das Lied „Getreu allezeit". Der Vereinsführer Dr. Römer gab einen allgemeinen Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr und gedachte mit ehrenden Worten des verstorbenen Mitgliedes Wilh. Magnus. Die Mitgliederzahl des Vereins hat sich trotz einiger Austritte um 30 vermehrt, lieber die Arbeit der einzelnen Abteilungen berichteten eingehend die Fachwarte. Die zahlreichen guten Erfolge der Turner und Turnerinnen, der Schüler und Schülerinnen, sowie der Fußballabteilung gaben ein Bild von der fleißigen Arbeit der Fachwarte. Die Mitgliederversammlung dankte Oberturnwart W. Weiß und seinen Mitarbeitern K. Seipp, O. Weiß, K. Seth, Ida Rett und A. Weinandt für ihre uneigennützige Arbeit. In längeren Ausführungen begründete dann der Vereinsführer Dr. Römer die Selbstauflösung der DT. und ihr vollständiges Hebergehen in den Reichsbund für Leibesübungen. In feinen Ausführungen kam der Redner auf die Geschichte der Deutschen Turnerschaft zu sprechen und gab hier einen interessanten Ueberblick der Entwicklung und geistigen Haltung bis auf den heutigen Tag. Mit Hinweisen auf die großen Aufgaben des Reichsbundes für Leibesübungen und die Aufgaben der Turner in diesem Bunde schloß der Redner seinen mit großer Aufmerksamkeit verfolgten Vortrag. Im weiteren Verlauf der Versammlung erstattete der Kassenwart L. Lang den Kassenbericht. Für seine uneigennützige Arbeit wurde ihm herzlich gedankt. Der Vereinsführer Dr. Römer wurde einstimmig wiedergewählt. Die Sammlung für das WHW. ergab den Betrag von 10 Mark. Es wurde dann noch bekannt- gegeben, daß am 22. Februar das Wintervergnügen ftattfinbet. — Die Versammlung wurde in der üblichen Weise geschlossen. Kurze Sportnotizen. Beim Berliner Reitturnier stand der Freitagnachmittag im Zeichen der Reiterinnen, die die Jagdspringen um das „Goldene Armband und um die „Goldene Peitsche" zu bestreiten hatten. Den ersten Wettbewerb gewann Frau Franke auf Elsa, im Damensattel holte sich Frau M a r ck s aus Christel die „Goldene Peitsche" Frau Franke holte sich dann in einer Materialprüfung mit Trojaner einen zweiten Sieg. 5000r - * Von der Schönheit der deutschen Heimat und von ihrer Erhaltung und Pflege berichten in Bild und Wort die folgenden reich bebilderten Bücher: Waldweben. Die Lebensgemeinschaft des deutschen Waldes in Bildern. 150 eigene Naturaufnahmen aus dem Tiei- und Pflanzenleben des heimatlichen Waldes mit Einführungstext von K. Gerhard und G. Wolff.....Leinen RM. 4.80 Belauschtes Leben. Kleine Kreatur in Wasser, Busch und Halm von K. O. Bartels. 164 Naturaufnahmen aus dem Leben der niederen Tierwelt mit erläuternden Bildunterschriften, Namensangaben und ausführlichem Text. Mit einem Geleitwort von Prof. Dr. P. Deegener, Universität Berlin. Kartoniert RM. 3.90, gebunden RM. 4.80 Heimatschutz undHeimatpflege.VonRektor Hermann Wille. Brosch. RM. 1.80, geb. RM. 2.95 Naturschutz und Ingenieurwerk. Von Dr.W. Lindner. Brosen. RM. 2. —, geb. RM. 3. Vom deutschen Weidwerk. Von Prof. Dr. Koepert. Broschiert RM. 2.50, gebunden RM. 3.50 Heimatschutz.V.E.Rudorff.Br.RM.2.-,gb.RM.3.- Naturdenkmaler aus der Vogelwelt Von v. Lucanus. Brosch. RM. 2.—, gebunden RM. 3.— Die deutsche Landschaft Von E. L. Schellenberg. Broschiert RM. 2.—, gebunden RM. 3.- NaturschutzundForstwirtschaftVon Forstmeister Feucht. Brosch. RM. 2.—, geb. RM. S.- Natu rschutz und Arbeitsschule. Von W Schoenichen .. Brosch. RM. 2.50, geb. RM. 3.50 Die Kamera im Dienste der Natur. Von Dr. Effenberger. . Brosch. RM. 2.50, geb. RM. 3.50 Umgang mit Mutter Grün. Ein Sünden- und SittenbucK von W. Schoenichen............ Broschiert RM. 2.85, gebunden RM. 3.60 Heimatmuseen. Wesen und Gestaltung. Von Dr. W. Schoenichen........Gebunden RM.9.— Diese Bücher können von jeder Buchhandlung bezogen werden Hugo Bermühler Verlag - Berlin-Lichterfelde VerL Sie die illustr. Drudu. 843 m Preisen Karl Egner • Gießen, Frankl. Str. 9 Medizinisches Fachgeschäft, Telefon 4191. Unverb. Vorführung aller Originalfabrikate der Quarzlampen-Gesellschan m. b H„ Hanau. 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Für die Aufnahme m dre Sexta ist der vierrädrige erfolgreiche Besuch der Grundschule erforderlich, doch können besonders leistungsfähige Schulkinder nach Anhören des Grundschullehrers mit Genehmigung der Schulaufsichtsbehörde auch schon nach dreijährigem Schulbesuch ausgenommen werden. Gasthaus Stadt Berlin Jeden Samstag 544 D Unterhaltenes-Aöend bis 4 Uhr nachts geöffnet WIESECK Sonntag, den 2. Februar 1936: TANZ Friedberger 0 rühjahrspferdemarki mit Prämiierung am Dienstag, dem 25. Februar 1936 3n folgenden Klaffen können von Landwirten, Gewerbetreibenden und Händlern Pferde des Kalt» und Warmblutes zur Prämiierung vorgeführt werden: a) Dreijährige Fohlen b) Zweijährige Fohlen c) Jährlingsfohlen d) Familien: Stuten mit zwei und mehreren Nachkommen. Die Pferdeprämiierung erfolgt unter Mitwirkung der Landesbauern- ichaft Heffen-Aaffau, Hauptabteilung II, Bauernkammer und des Landespferdezuchtvereins. Anmeldungen zur Prämiierung werden bis zum 24. Februar 1936 entgegengenvmmen. Prämiierungsplan und Anmeldeformulare sind auf der Bürgermeisterei erhältlich. Friedberg, den 29. Januar 1936. Blu5enFor»e° e«eS . _ o OcU® stoffeO US xraeT\Nes'en puUover »:. >°seb -enrb*e » Lum Viebmavkt an den Bahnhöfen Gietzen Dienstag, 4. Feb. 1936, kommt ein gröberer Transport hochtragende und frischmelkende Rinder und Kühe durch die Gfenoff ettfabofit f iw Vievverwevtung e. G. m. b. H. Gieben, zum Verkauf. - Wir kommen diesmal mit einem wirklich grö- _____Heren Transport ausgesuchter Tiere, sssv Die neue Mtlene 9miizts(i|e über hochgezüchtete Blumen-, Gemüse- und landwirtschaftliche Sämereien, sowie Bedarfsartikel aller Art steht kostenlos und portofrei zu Diensten' WW& öeiirit w, Sieben Balmbofstraffe Telefon 3403 Ecke Wolkengasse ■MH *95’‘; X vto«s’€ u Kleide-»'0 Am 22. Februar 1936 Mnlso Samstag vor Fastnacht: askenball des Bauerschen Gesangvereins in sämtlichen Räumen dee Gesellschaftsvereins. 6mV ■ÖÄÄ-- aus g = ®uS mit scb°n n Mäntel frouert^gute® mottKrePP Ffttbeo 95cfflbnu^l-45 RevearÄ®^te° 95 cmtor-» \.w» nur °’s* nur Heute Stadtkaffee Kappenabend Konzert - Humorist. Darbietungen von Hans Dietrich, bekannt durch den westdeutschen Rundfunk. bgsD Thüringer Hof Heute und morgen: eesU = TANZ!== „Zur Lahnlust" Am Güterbahnhof 0433 Samstag, den 1 Februar: VoMievfeft H nmor! Stimmnngskavelle! „Lauferit" 68 A aus oder Weid6* „ ften W o uteu aus 6 .oderuen/^e etc. ,eC'° uni^4kU'4e' Mad,arUO gto“eu bei