W * i W U Dienstag, 5t. Dezember 1935 185. Jahrgang Mr. 304 Erstes Blatt Erscheint täglich, außer Ä MM Annahme von Anzeigen Sonntags und Feiertags JMF ™ ■ ▼ für die Mittagsnummer ZLLZZ zl SS Monats-Bezugspreis: ■■■I Wx ■< ■ ■ ■ ■< ■ Breite 7 Rpf., für Text- Mit 4 Beilagen RM.1.95 O JF bB ■ WE W VA W ■ |K ■ £ ■ H B HL ■ anzeigen von70 mm Breite Ohne Illustrierte ■ HL W ■ W WL' ■ H 50Rps.,Platzvorschrift nach °°r,«-r-inbg.2-°,m-hr. „on einzelnen Nummern UP «rmahigle Erundpreise: infolge höherer G-w-ü Steilen- Vereins-, gemein. MW Seneral-Anzeiger für Sberhessen WM- jrannuÄ'main 11686 Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitätrvuch- und Stdnöruderd «.Lange in Stehen. Schriftleitung und SeschästLftelle: Schulstrahe 1 M-ngenabschiüsieStaffel8 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen 1?.3O- %{• fesl^Au 'lenjt M & 20:^ ^nzenb^ . 5 18: Solle? hC6Mtafe|. btt- ei-y benNiöll Inden. 17Ä1« A r $t‘i ™ 15: Nnp, -'undLe i&er die Rüstun verscheidende? »rbliche LwW ment Feier Nationen gleichen Rechtes wirklich produktiv in Angriff zu nehmen. Deutschland hatte den Weg in eine bessere Zukunft nicht versperrt, sondern weit geöffnet. Daß dieser Weg gangbar war, daß Deutschland ihn zu gehen entschlossen und bereit war, erwies bald darauf das deutsch-englische Flottenabkommen vom 18. Juni. salität erhob, wurde sein praktischer Geltungsbereich immer enger. Amerika, das dem europäischen System schon längst nur mit vielen Vorbehalten zuzurechnen war, zog sich im Zuge seiner neuen Neutralitätspolitik mehr und mehr auf sich selbst zurück. Nichts ober erwies das Fehlen eines die Erde umfassenden, bindenden Ordnungssystems mehr als die Entwicklung in Asien. Der rücksichtslose und zielbewußte japanische Vormarsch in Fernost ging geradezu von der — zutreffenden — Voraussetzung aus, daß der europäische Kontinent nicht mehr in der Lage war, auf Ostasien emzuwir- ken. Die Unabhängigkeitserklärung der fünf nord- chinesischen Provinzen, die Fortführung der mit dem Mandschurei-Unternehmen eingeleiteten Aktion der Aufteilung Chinas, um dann mit den neu- gebildeten Staaten ein unter japanischer Führung stehendes Systems zu schaffen, — das alles stellt sich als die Verwirklichung eines wohlüberlegten Planes dar, dem japanischen Volk neuen Lebensraum zu schaffen und das Schicksal einer ganzen Rasse neu zu gestalten. Ernstlicher Widerstand ist nicht in Erscheinung getreten. Rußland droht, aber handelt nicht. Amerika hat seinen Willen zur Zurückhaltung fungetan, England ist im Mittelmeerbecken gebunden. Ungehemmt baut Japan an einem asiatischen Weltreich, an einem ostasiatischen Staatensystem, das Europas Vorherrschaft nicht mehr lange anerkennen wird. Währenddessen befindet sich Europa in einem Zustand der Gärung und Selbstzerfleischung, — in grellem Licht die Verantwortung jener beleuchtend, die im Weltkrieg, in den Friedensdiktaten, im Völkerbund die Voraussetzungen für diese Entwicklung schufen. Es wird die Aufgabe der jungen und gesunden europäischen Kräfte sein, durch die Entwicklung einer neuen zwischenstaatlichen Ordnung der Anarchie auf dem alten Kontinent und der Entthronung der weißen Rasse in der Welt oorzubeugen und das europäische Schicksal doch noch zum Guten zu wenden. Teilnehmer einer KdF.-Urlaubsfahrt in das Berchtesgadener Land hatten das Glück, auf dem Ober- salzberg vom Führer empfangen zu werden. — (Scherl-Bilderdienst-M.) einigten; der 24. Februar, an dem die feierliche Vereidigung der politischen Leiter der NSDAP, stattfand; der 3. November, an dem mit einer Ansprache des Führers das Richtfest der Bauten der Bewegung am Königsplatz in München gefeiert wurde und schließlich der 12. Jahrestag des Marsches zur Feldherrnhalle am 8. November. An diesem Tage wurden die 16 am 9. November 1923 Gefallenen in der Feldherrnhalle feierlich aufgebahrt und am 9. November in die neuen Ehrentempel am Königsplatz übergeführt, wo sie von diesem Tage an „Ewige Wache" für Deutschland halten. Eine über alle anderen Ereignisse hinausragende Bedeutung gewann im verflossenen Jahr d i e Wehrpölitik des Führers, der mit der Schaf- fung des neuen Volksheeres dem Vaterlands endlich die ersehnte Freiheit und Waffenehre zurück- gab. Schon am 10. März gab Reichsluftfahrt- Minister Göring in einer Unterredung mit dem englischen Journalisten Ward Price die Schaffung einer deutschen Luftwaffe bekannt. Wenige Tage später am 16. März folgte dann die Verkündung der allgemeinen Wehrpflicht, das Gesetz über den Aufbau der Wehrmacht und eine Proklamation der Reichsregierung an das deutsche Volk. Don diesem Datum an wurde unermüdlich und zielbewußt an der deutschen Verteidigungsrüstung weiter gearbeitet. Als Zeichen des Dankes für die Befreiertat Adolf Hitlers übergab die SA. dem Führer an feinem 46. Geburtstag das Jagdgeschwader „Horst Wessel". Arn 21. Mai wurde das deutsche Wehrgesetz verkündet, am 1. Juni erschien die erste Verordnung über Musterung und Aushebung 1935. Am 9. Juli gab die Reichsregierung das deutsche Flotten - bauprogramm 1934/35 bekannt, und am 26. September wurde die erste neugebildete U-Boot- Flottille in Kiel auf den Namen „U-Boot-Flottille Weddigen" getauft. Es folgte schließlich am 15. Okto- ber die Eröffnung der neuen deutschen Kriegsakademie und am 7. November die erste Rekrutcn- oereibigung in der neuen Wehrmacht. Dabei flatterte zum ersten Mal die neue Reichskriegsflagge, die das Sinnbild der deutschen Erneuerung, das Hakenkreuz, mit den alten Farben schwarz-weiß- rot vereinigt, über den Gebäuden und Schiffen der Wehrmacht. So schmiedete der Führer zum Schutze unseres Volkes das starke Schwert, das für immer jede gewaltsame Störung unserer friedlichen Aufbauarbeit verhindern wird. Die Reichsbildung und Reichsreform nahmen zu Beginn des Jahres einen verheißungsvollen Anfang mit der triumphalen Rückkehr des Saarlandes in das Deutsche Reich am 1. März. Nachdem schon am 1. Januar die Vereinigung des Reichs- und Preußischen Landwirtschaftsministe- riums stattgefunden hatte, wurde die Reichsreform fortgeführt mit dem Erlaß des Reichsstatthalterge- setzes und der Gemeindeordnung am 24. Januar, mit der Vereinigung der Forstämter des Reiches und Preußens am 22. März, mit der Uebernahme der gesamten deutschen Rechtspflege durch das Reich am 1. April und mit der Beseitigung aller Grenzpfähle an den deutschen Binnengrenzen im Oktober. Auf dem Gebiete des Erziehungswesens sorgten verschiedene Verordnungen für eine zeitge- ler-M ß. Kleinhi ihofstraße 61. ße Premier liani So tief hat sich ins Bewußtsein des deutschen Volkes die Vorstellung von einer nationalen und zugleich sozialistischen Ordnung des Reiches eingegraben, so sehr hat die Idee Adolf Hitlers des deutschen Menschen Herz und Hirn erfüllt, daß es manchen Volksgenossen fast wie ein Wunder erscheinen mag, wenn jetzt mit dem Klang der Neujahrsglocken erst das vierte Jahr seit der großen Zeitenwende eingeläutet wird. Bis zum Bersten gefüllt mit Arbeit, mit revolutionären Gedanken und neuen Hoffnungen, mit politischer Aktivität und seelischer Spannung war jeder Tag des Dritten Reiches. So sehr war alles edle Sehnen und Streben der Gegenwart zugewandt, daß gerade die jüngste Vergangenheit immer mehr in Vergessenheit geriet und aus dem Gedächtnis des Volkes verschwand. Es geht im Leben der Völker Gott fei Dank ebenso wie im Leben des einzelnen Menschen: man vergißt die schlechten Tage und behält die guten. Trotzdem ist es nützlich, von Zeit zu Zeit die Vergangenheit in der Erinnerung wachzurufen, um am Tiefstand von einst die Höhe von heute zu messen. Dabei wird dann erst das ganze Wunder der deutschen Erhebung sichtbar, und der Gedanke an die Schnelligkeit, mit der sich dieser Aufstieg vollzogen hat, benimmt uns fast den Atem. Unser Blick, meist durch die kleinen Sorgen des Alltages allzu sehr in Anspruch genommen und abgelenkt, öffnet sich frei der großen Linie der Entwicklung, dem einmaligen Geschehen dieses Zeitalters, erkennt klar und scharf die Züge der Wandlung, von der Gehalt und Gestalt unseres Daseins ergriffen wurden. So bildet sich gerade in der Stunde der Besinnung am Altjahresende aus solcher Rückschau ein neuer persönlicher Wille zum tätigen Leben, zum Einsatz für die hohen Ideale der völkischen Gemeinschaft, zur Behauptung unserer Ehre und Wahrheit. Welcher Art aber sind die neugeschaffenen Fundamente, auf denen wir in Zukunft weiterbauen wollen? Uebersieht man den Gang der Ereignisse feit der nationalsozialistischen Machtübernahme und will man das Ergebnis dieser brei Jahre in wenigen Worten zusammenfassen, so kann wohl 1933 als das Jahr der Erhebung, 1934 als das Jahr der inneren Festigung und 1935 als das Jahr der äußeren Befreiung gekennzeichnet werden. Die Entwicklung ging also wie bei jedem gesunden und natürlichen Wachstum von innen nach außen, von der Wurzel ,3um Stamm, vom Samen zur Blüte. Aber so sehr das abgelaufene Jahr im Zeichen der sichtbaren Machtentfaltung, der Wiederherstellung unserer Weltgeltung und der außenpolitischen Erfolge stand, so sehr wuchs auch die innere Kraft des Reiches, die ja erst die Voraussetzung für eine Verbesserung der internationalen Stellung Deutschlands bildet. Von dieser inneren Kräftigung der Nation soll deshalb hier die Rede sein. Da ein Zeitungsaufsatz kein 500-seitiges Geschichtsbuch ersetzen will, sollen nur an den wesentlichsten Begebenheiten des Jahres die Stationen des völkischen Aufbruchs markiert werden. Die in den beiden ersten Jahren des Wiederaufbaues hergestellte Einheit von Partei und Staat war bestimmend für alle Ereignisse und Werke des Jahres 1935. Einen symbolhaften Ab- ,4Tänzemne s-ScWmgei! ren Verzehrte welche zur igen. Ab heu' Lltlich. Waben. 13. 'm § Veltpolitik im Umbruch. Don Or. Hans von Malottti. Die Politik dieser Jahrzehnte kreist um das Ver- [|«i i 11 e r Diktat. Der Kampf für und gegen das ion den damaligen Machtstaaten gesetzte „Recht" libt ihr das Gepräge, und von seinem Ausgang längt das Schicksal dieser und kommender Genera- lonen ab. Wollen wir vom deutschen Standpunkt (iiu5 das Geschehen des sich neigenden Jahres zu er= taffen suchen, so ist deshalb zunächst nach dem Fortschritt zu fragen, den die Auflösung der Versailler Welt gemacht hat. Diesen Maß- fiab anlegen, heißt die besondere Bedeutung des wahres 1935 erkennen. Denn wie kaum zuvor in Lr Nachkriegszeit ist dieser Auflösungsprozeß ge- nbe in dem jetzt ablaufenden Jahr gefördert i n b beschleunigt worden. Daß der eine entscheidende Anstoß von Deutsch- In n b kam, spricht nicht nur für bie Erstarkung ber Rutschen Position, beleuchtet nicht nur die geschichtliche Tatsache, daß Deutschland aufgehört hatte, das r»cl)rlofe Objekt fremder Interessen abzugeben. Jn- leih Deutschland den Kamps für seine Gleichberechti- ( mg nicht unter dem engen Gesichtspunkt egoistischer !»tachtpolitik, sondern unter dem produktiven Aspekt fner allgemeinen Notwendigkeit führte, wurde Le deutsche Politik zugleich zum erfolgreichen Vor- Inmpfer einer neuen, gerechteren Lebensordnung ler Völker. toages bezahlt werden. Weder mit der Rechtslage noch mit den Inter- eifert Deutschlands war eine solche Zielsetzung zu d reinbaren. Der Teil V des Versailler Vertrages hutte seine Rechtsverbindlichkeit infolge der Nichteifüllung durch die anderen Vertragspartner verloren. Die Aufrüstung dieser hochgerüsteten Staaten fingerte sich zudem unaufhaltsam. England kündigte im Frühjahr wesentliche Rüstungsvermehrungen an. Oianfreid) führte mit der Regierungserklärung vom V. März die zweijährige Dienstzeit ein, Sowjet- rt ßland schuf eine Millionenarmee. Die Reichsreaie- r ng zog aus dieser Entwicklung nur die logische Folgerung, als sie am 16. März den Vertrags- d rzug der Gegenseite feftftellte, den Umfang der ; r Verwirklichung der deutschen Gleichberechtigung g troffenen Maßnahmen aufzeigte und die 2V i e - hsreinführung der allgemeinen Wehr- glicht antünbigte. Deutschlanb war militärisch nieber Großmacht geworben. Das Vakuum, bas k2Yfai(le5 burch bie einseitige deutsche Entwaffnung ir der Mitte Europas geschaffen hatte, war beseitigt. (Uropa hatte die Chance, feine natürliche Struktur wiederzugewinnen und politisch zu gesunden. 'Üben diesen Tatsachen waren die Protestnoten ber I estmächte, bie Anrufung des Völkerbundes durch st-ankreich, die „Verurteilung", die der Rat am 17. 2bril, unmittelbar nach ber Strefaer Konferenz, in aLer Form aussprach, leere Formalien. Denn bie Srotzmachtstellung Deutschlanbs war eine täglich ii rksame Tatsache; bie Noten unb Proteste blieben a rkungslos — vor allem, weil sie ber rechtlichen mb' moralischen Funbierung entbehrten. Sie be- j.ugten nur bas mangelnbe Verstänbnis für bie unsren Aufgaben der Zeit. Daß die Wiederherstellung ber Deutschlanb ge- hrenden Position bei aller unbeugsamen Ent- ici(Offenheit ein Akt bes Friedenswillens irnr, weil sie auf der Grundlage ber Gleichberechti- g ng Verstänbigung forberte unb mit einem konstruk- tiien Friebensprogramm verbunden war, bewies U große Rede Adolf Hitlers vom 21. Mai. Ihre r-qmeifenbe Bebeutung lag in ber Beweisführung, kfa bie Großmachtstellung Deutschlands fein Eie- rmt ber Beunruhigung darstellt, sondern einem faktischen Bedürfnis ber internationalen Politik ^spricht; lag in ber Klarstellung, daß nun erst d • Möglichkeit geschaffen war, alle drängenden ßdtfragen in einer klaren Atmosphäre zwischen auch mit England zu handeln. Geheime Abreden lagen vor; aber sie waren zu allgemein, schlossen Mißverständnisse nicht aus. Der Widerstand des Ne- gus kam hinzu. Anders als die drei Mächte zu Beginn des Jahres gedacht hatten, nahmen die Dinge ihren Lauf. Zwischen Völkerbundstreue und Rücksichtnahme auf den Partner von Strefa schwankend, waren Frankreich und England in vieler Hinsicht die Gefangenen des von ihnen — für ganz andere Zwecke geschaffenen — Systems. Dazu kam die deprimierende Erkenntnis, daß die Genfer Methodik der Krieasabkürzung und Friedensstiftung nur die Gefayr eines noch größeren Kriegsbrandes heraufbeschwor. Aus dieser Erkenntnis erwuchsen im Dezember die Friedensvorschläge Lavals und Sir Samuel Hoares. Naturgemäß nicht in der Lage, den Kolonialimperialismus des Duce mit den Genfer Grundsätzen gebietlicher und politischer Unantastbarkeit zu vereinen, waren sie doch symptomatisch unb grunbsätzlich bebeutfam: sie bergen in sich bas Eingestänbnis, baß mit ber Genfer Methobik bie europäischen Probleme nicht schöpferisch unb nach ben Grunbsätzen eines natürlichen Rechtes zu lösen waren. Gleichviel, welchen Notbehelf eine vielgewanbte Diplomatie auch ersinnen mag, — bie Tatsache, baß bie Versailler unb Genfer „Ordnung" von ihren Urhebern selbst erschüttert und in Frage gestellt wird, ist nicht zu leugnen und wird in jedem Falle ihre Wirkung haben. Welche Folgerungen England und Frankreich aus dieser Entwicklung ziehen, ob sie sie als notwendigen Grsundungsprozeß begreifen ober ob ein noch tieferer Absturz in bie nackte Bünbnis- unb Allianzpolitik zur Erhaltung ber Machtlage von 1919 bie Folge fein wirb, — biefe Frage wirb in bas neue Jahr hinübergenommen. Weltpolitisch gesehen, ift (Europa im Jahre 1935 in einen Zustanb zunehmenber Zersplitterung unb Ohnmacht gesunken. Der Führungsanspruch des alten Kontinents ging über bie Unfähigkeit, ein fo- libes und tragfähiges europäisches Gemeingefühl als Waffe im interkontinentalen Lebenskampf em- zufetzen, mehr und mehr verloren. Während der Völkerbund den theoretischen Anspruch auf Univer- DasZahr der Befreiung. Deutschlands innere Entwicklung am Tag der Jahreswende 4935/36 schluß fand biefe der völligen Verschmelzung von Reichsführung und Volksführung nahegebrachte Entwicklung mit dem Reichsgesetz vom 5. November, durch das die Hoheitszeichen der NSDAP, zu Hoheitszeichen des Reiches erklärt wurden. Alles, was geplant, geschaffen und erreicht wurde, war das Werk der nationalsozialistischen Bewegung und ihres Führers. So wurden die besonderen Veranstaltungen und Feiern der NSDAP, zu glanzvollen Höhepunkten des Jahres. Der vollendetste Ausdruck der Einheit von Partei und Staat war der „Parteitag der Freiheit", der nicht nur eine Heerschau der politischen Bewegung, sondern auch, wie die Teilnahme des Reichsarbeitsdienstes und des neuen Reichsheeres sowie die historische Reichstagssitzung in Nürnberg zeigte, ein kraftvoller und bedeutender Ausdruck der Staatshoheit war. Feslliche Tage, die von der Partei gestaltet wurden, waren auch ber Jahrestag der nationalsozialistischen Erhebung, an dem 50 000 Betriebsappelle die ganze arbeitende Nation ver- Jnzwischen hatte das europäische System Versailler und Genfer Herkunft auch von einer anderen Seite her eine Erschütterung erfahren, die nach Ursprung und Verlaus absolut neuartig war: der Abessinienkonflikt, noch zu Beginn des Jahres in ber Form lokaler Grenzzwischenfälle weniger beachtet, entwickelte sich nach vergeblichen Schlichtungsversuchen zu einem überaus belifaten Problem, bas an bie Grunbfesten bes aeltenben Rechtes rührte. Neuartig war, baß eine Der Versailler Siegermächte, von ihrem kolonialen Aus- dehnungsbrang her, biefe Erschütterung verursachte, baß bie eben noch in Strefa bekräftigte Solibantät ber Westmächte ins Wanken geriet; neuartig war schließlich bie zwar späte, aber boch ernsthafte M o - bilifierung des Völkerbundes gegen ein<^ feiner Gründungsmitglieder, gegen die Großmacht Italien. Zwar berief sich auch Italien auf das geltende Recht, bemühte es sich, seinem Vorgehen jeden revisionistischen Anschein zu nehmen. Aber praktisch lag doch ein Akt des Revisionismus vor, der vor allem britische Weltreichsinteressen berührte. England reagierte in seiner Eigenschaft als Völkerbundsmitglied — und mit ungeahnter Ener- gie schritt die Genfer Instanz zur Verurteilung Italiens als Angreifer, wurde unter englischer Führung die Sanktionsmaschine zum ersten Male in Bewegung gesetzt. Damit wurde die weltpolitische Bedeutung sichtbar, die der schlichte Platzwechsel zwischen Macdonald und Baldwin im Juni gehabt ^Solche Folgen hatte Laval nicht bedacht, als er am 7. Januar in Rom mit Mussolini jene (Einigung in der Kolonial- unb Flottenfrage erzielte, die bie Quelle aller späteren Uneinigkeiten werben sollte. Mussolini selbst glaubte, im Einverständnis & ifgt ■den , . A» ;|tr a g e unter dem _ , , , toonalen wie ber allgemeinen Interessen war 1 eutschlanb nach wie vor bereit. Während die englische Politik, von zunehmenden Zweifeln an der D ichtigkeit des Versailler Werkes geplagt, sich all- k ählich anschickte, ben Tatsachen ins Gesicht zu Den, reagierte Frankreich gänzlich negativ, 'jiaris sah keine andere Aufgabe, als eine Einheits- fiont gegen das erstarkende und fein Recht ver- 1 ngenbe Deutschland aufzurichten. In den Fuß- fipfen seines Vorgängers Barthou fetzte Laval zu beginn des Jahres das Spiel der diplomatischen Einkreisung Deutschlands in Rom, Icondon und Moskau fort. Die Binduntz Englands H Londoner Februarprotokoll, bie Einbeziehung fallens in biefe antibeutsche Front in Strefa, das des ist noch in frischer (Erinnerung, zumal bie mropäische Politik am Schluß dieses Jahres wieder z« diesem Punkt zurückzustreben scheint. Der wich- tZste Trumpf in diesem Spiel der französischen iiolitiE aber war die politische und militärische Annäherung an Rußland, die ihren Ausdruck i den im Mai paraphierten Militärbündnissen Zwisten Moskau, Paris unb Prag fanb. Der Sinn all tiefer in ihrer Wirkung bie europäische Sicherheit LTiterminierenben Vorkehrungen war klar: die h utsche Gleichberechtigung sollte vom Zustandekom- nen eines Ostpaktes, eines Donaupaktes und eines ^cftluftpattes abhängig gemacht, ein unbestreitbares Recht also mit neuen Garantien für he territorialen Bestimmungen des Versailler 23er- Bald nach der am 13. Januar erfolgten Rück - lehr des Saargebietes zum Reich hatte 1 eutfchland aus der politischen und rechtlichen Jtaige bie entsprechenben Folgerungen gezogen. Die Jiortbauer einseitiger Entwaffnung war eine fla- irante Rechtswidrigkeit und politische Unmöglichkeit, i er Versailler Rusturmsstand kam unter keinen bmftänöen mehr in Betracht. Zu Verhandlungen as- und Sicherheits- Gesichtspunkt ber eigenen na- eiten begnade länder Sc ah 'den Carola M htiEfirblgat RnfloU Platte mäßere Unterrichtsgestaltung auf den höheren Schulen, für eine Besserung des Studien- und Prüfungswesens auf den Universitäten und Hochschulen. Das wichtigste politische und charakterliche Erziehunasinstrument aber schuf sich der neue Staat am 26. Juni mit der Einführung der Arbeitsdienst pflicht. Am 1. Oktober rückte der erste Pflichtfahrgang der Spatenträger in die Lager des Reichsarbeitsdienstes ein. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Rassenforschung und politische Notwendigkeiten veranlahten die Staatsführung zum Erlah der Nürnberger Rassenaesetze zum Schutze des deutschen Blutes und oer deutschen Ehre. Neben dieser Abwehrmaßnahme verfolgten andere Gesetze und Verordnungen die aktive Förderung des Wachstums und der Erbgesundheit des deutschen Volkes. Der Pflege der deutschen Kulturgüter diente u. a. die Einrichtung eines Reichsfilmarchios im Februar, die große Berliner Rundfunkausstellung im August und die Eröffnung des neuen R e i ch s s e n - dersSaarbrücken, die Berufung des Reichskultursenats durch Reichsminister Dr. Goebbels am 15. November und die Abhaltung des Reichspresseiages in Köln. Ueberall im Reiche der Kunst machten sich unter der zweckoollen Förderung des Staates neue Gestaltungskräfte bemerkbar, um dem großen Erleben unserer Zeit einen künstlerisch gleichwertigen Ausdruck zu geben. Zu gleicher Zeit wurde die st ä n d i s ch e Gliederung unseres Volkes befestigt durch die Einrichtung der Handwerkskammern, der Handwerkerrolle und der Handwerkskarte am 18. Januar, sowie durch die Gesetze über die Reichsärzteordnung und die Rechtsanwaltsordnung vom 12. Dezember. Die damit verbundene soziale Neuordnung und Hilfe für die verschiedenen Berufsgruppen und Arbeitskategorien war überhaupt eines der hervorragendsten Merkmale des vergangenen Jahres. Den größten Erfolg auf dem Gebiete der Sozialpolitik stellte die sogenannte Leipziger Vereinbarung vom 26. März dar, durch die die gewerbliche Wirtschaft in die Deutsche Arbeitsfront eingegliedert und die soziale Selbstverwaltung begründet wurde. Großtaten der sozialpolitischen Führung waren auch der Reichsberufswettkampf, die Eröffnung des Neichsehrengerichtshofes, der Beschluß einer neuen Dergleichsordnung, die Einführung des Arbeitsbuches, die Durchführung der Dertrauens- ratswahlen, die Wiederaufnahme des Gesellenwanderns, die Einsetzung und der Aufbau des Reichs- arbeits- und Wirtschaftsrates, die Eingliederung des Reichsnährstandes in die Deutsche Arbeitsfront und schließlich jene einzigartigen Werke der deutschen Volksgemeinschaft: das Winterhilfswerk und „Kraft durch Freude". Das Rechtsleben unseres Volkes wurde gesichert und erneuert durch die Berufung der beiden Großen Senate beim Reichsgericht, aber auch durch die stetige Reformarbeit an einer neuen Strafrechtsordnung, die in verschiedenen Einzelheiten bereits der Oeffentlichkeit bekannt wurde. Die kirchlichen Angelegenheiten wurden durch Reichsgesetz am 16. Juli dem Minister ohne Gcsckäftsbereich Kerrl übertragen, der damit Reichs- und Preußischer Minister für die kirchlichen Angelegenheiten wurde. Seine Bemühungen zur Beilegung des unseligen Kirchenstreits fanden ihren Niederschlag in der Einsetzung der Kirchen- a u s s ch ü s s e, denen nunmehr die Verwaltung der innerkirchlichen Angelegenheiten obliegt, ohne daß dadurch die Frage des Bekenntnisses irgendwo berührt wird. Zu den bedeutendsten Aufbauwerken des Jahres, die in aller Welt Aufsehen erregt haben, gehören nicht zuletzt die mit der deutschen Der- kehrspolitik zusammenhängenden Maßnahmen: die Errichtung des ersten Fernsehbetriebes, die Gründung der deutschen Zeppelin-Reederei, die Einweihung der ersten drei Reichsautobahnstrecken, der Tag der deutschen Seefahrt am 26. Mai, die Inbetriebnahme der „fliegenden" D-Züge und die Hundertjahrfeier der deutschen Reichsbahn am 8. Dezember. Die Automobilausstelluna war wiederum der großartigste Ausdruck des Willens zur Motorisierung, zur modernen Verkehrstechnik. Man kann die Betrachtung über ein Jahr nicht schließen, ohne der Opfer zu gedenken, die das Jahr forderte. Vier Katastrophen, die das ganze deutsche Volk berührten, waren im Jahre 1935 zu verzeichnen. Am 13. Juni kamen bei einer Riesenexplosion im Sprengstoffwerk Reinsdorf über hundert Personen ums Leben. Der Führer gab ihnen am 18. Juni das letzte Geleit. Am 19. August brach auf der 12. Deutschen Rundfunk- ausstellung in Berlin ein Brand aus, der eine Halle in Asche legte. Bei dem Brande kamen mehrere Menfchen ums Leben und eine Reihe von auf dem Funkturm Weilenden befand sich längere Zeit in größter Lebensgefahr. Am Tage darauf durcheilte aufs neue eine Schreckenskunde Deutschlano. Am BrGidenburger Tor in Berlin war ein Teil der Untergrundoahnbaugrube eingestürzt und hatte neunzehn Arbeiter verschüttet, lieber eine Woche arbeiteten unter ständiger Lebensgefahr Pioniere des Reichsheeres, Technische Nothilfe und Bauarbeiter, zuerst immer noch in der leisen Hoffnung, einige der Arbeitskameraden lebend beraen zu können. Auch hier bewies sich die sozialistische Gemeinschaft des Volkes durch die Tat. Am Heiligabend durcheilte eine neue Schreckenskunde die deutschen Gaue. Während überall an den Lichterbäumen die Kerzen flackerten, Kinderjubel die Häuser füllte und Weihnachtslieder zum Himmel stiegen, stießen auf der Sralebrücke bei Groß- Her i n g e n zwei I^ge zusammen. 32 Menschen verloren auf einen Schlag das Leben. Wohl die meisten mögen sich voll Freude und Hoffnung auf der Fahrt zu ihren Familien befunden haben. Das ganze deutsche Volk war erschüttert über das Unglück und vielfältig äußerte sich das tiefste Mitgefühl mit den Opfern und den Hinterbliebenen. Der Rückblick auf den verflossenen Zeitabschnitt zeigt, daß Schwierigkeiten den Wiederaufstieg Deutschlands nicht hindern können. Sie werden überwunden werden, weil der Führergedanke in Deutschland keine Redensart, sondern eine lebensvolle Tatsache 'st, weil der Wille zur Gemeinschaft aller Deutschen so mächtig wurde, wie er es in tausend Jahren unserer Geschichte niemals gewesen ist. So dürfen wir das Jayr 1936 mit Hoffnung und Vertrauen begrüßen! Was mahnen uns die Silvesterglocken, was fordert von uns der erste Klang im neuen Jahr?: Dank und Verpflichtung? Wir Deutschen durften ein Jahr von geschichtlicher Bedeutung erleben. Es war gewiß keine Zeit des Ausruhens ober sorglosen Genießens, denn dieses Jahr war durchbebt von Spannung und erfüllt von heißem Willen und angestrengter Arbeit. Aber die Herzen durften froh und stolz schlagen, denn unser Kampf war ein friedliches Ringen um deutsche Gleichberechtigung nach außen, ein Feldzug gegen Arbeitslosigkeit und Not im Innern. Rastlose Arbeit im Dienst der Freiheit und des Friedens war dieses dritte Jahr unter der Führung Adolf Hitlers. Fürwahr: wir haben allen Grund, dankbar zu sein. Aber noch stehen uns große Aufgaben bevor. Wir wissen, daß keinem Volk die Güter des Glücks und der Größe in den Schoß geworfen werden. „Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, der täglich sie erobern muß." Solcher Kampf erfordert die Treue eines ganzen Volkes, die Kraft und Hingabe jedes Mannes, das Mit- fchaffen der deutschen Frauen und Mütter. Es gibt kein Verharren bei halben Zielen, der Weg, so steil er scheinen mag, soll ehrenvoll zum Ziele führen, hinein in das Licht einer hellen Zukunft. Deutschland steht geschlossen und einig um die Symbole Der Reichsbauernsührer an das deutsche Landvolk. Der Reichsbauernführer R. Walther Darre veröffentlicht folgenden Neujahrsaufruf an das deutsche Landvolk: Wiederum liegt ein Jahr harter Arbeit hinter uns. In einem großen Rechenschaftsbericht konnte der Reichsnährstand und damit auch das ganze deutsche Landvolk auf dem 3. Reichsbauern, tag in Goslar unter Beweis stellen, daß sie das Äeußerste an Fleiß, Energie und Einsatzbereitschaft aufgebracht haben, um ihre Aufgabe zu bewältigen, die Ernährung des deutschen Volkes sicherzustellen. Man kann ruhig sagen, daß ohne diese aufopferungsfreudige Arbeit des Reichsnährstandes und des gesamten deutschen Landvolkes, wir heute, drei Jahre nach der nationalen Erhebung des Jahres 1933, in demselben „Steckrübenwinter von 1916/17" stehen würden, wie damals zwei Jahre nach der nationalen Erhebung von 1914. Unsere Gegner haben mit dieser Hoffnung auch gerechnet. Und unsere Gegner konnten auch mit vollem Recht sich dieser Hoffnung hingeben, da 1914 noch weite Lande dem deutschen oder österreichischen Staatsoerbande angehörten, die inzwischen selbstän- big geworben sinb und baburch für bie unmittelbare Nahrungsmittelversorgung bes Deutschen Reiches ausfallen. Wenn trotz dieser Sachlage der „Steckrübenwinter 1916/17" d e r m i e b en werden konnte, so nur dank des opferfreudigen Einsatzes aller Bauernführer und Beamten des Reichsnährstandes und des deutschen Landvolkes überhaupt. Gleichzeitig ist diese Tatsache aber auch ein Beweis f ü r die Richtigkeit unseres Weges. Das Bewußtsein hierüber wird uns den Mut und die Kraft geben, im kommenden Jahre in alter Frische und Tatkraft weiterhin an die Meisterung der vor uns liegenden Ausgaben heranzugehen. Wir zweifeln nicht an dem Erfolg. Der Lanoesbauemführer Dr. Wagner: Ein neues Jahr in der Kette ewigen Bauerntums! Der Zauber der Weihnachtstage ist vorbei. Aber noch ist es nicht wieder Alltag in uns ge- worden. Die Jahreswende strahlt ihre Nähe aus. Des Jahres letzte Stunde naht. Freudig grüßen wir das neue Jahr. Was alt uno verbraucht ist, lassen wir hinter uns, denn in allem Werden ist Vergehen beschlossen. Nur der Funke des göttlichen Lebens erlifdjt nie. Der Sonne gleich erhebt er sich immer wieder, alles Tote im Sturme mit sich führend, um es im Brausen des Alls dem neuen Leben wieder zu geben. Man kann Silvester auf vielerlei Weise feiern. Wir Bauern kennen nicht die rauschenden Feste und strahlenden und lichterfüllten Säle inmitten von Reichtum und Glanz. Wir feiern die heilige Jahreswende im Geiste unserer Ahnen zu Hause in unseren stillen Dörfern, umgeben von dem Schneeparadies unserer Felder und Wälder, inmitten unserer Familie, wo nur wenige Lichter brennen, wo wir dafür aber unserer Art gemäß den tiefen und warmen Klang der Siloesterglocken viel besser und schöner verstehen. Jede Bauernfamilie ist Glied einer ewigen Ge- schlechterkette. Sie kommt aus fernster Vergangenheit und geht weiter in fernste Ewigkeit, solange jedes Geschlecht seine Pflicht tut und aus seiner Bodenverwurzelung neue Lebenskraft zieht. Alles Leben ist Kampf und Sieg, Sieg aber ist die Verpflichtung zu immer neuem Kampf. Das ist, in unsere Sprache übersetzt, das heldische Bekenntnis unserer Vorfahren, und darin liegen auch heute noch die Wurzeln unserer Kraft, unseres Geistes und unserer gesamten Kultur. Freuen wir uns also an der heiligen Jahreswende des Ergebnisses dieses Kampfes und gehen wir mit dem Führer und seinem Reichsbauernführer mit treuem und heißem Herzen und mit freudigem Mut in den neuen Kampf des neuen Jahres. An die deutsche Erzieherschaft. „Deutsche Erzieher und Erzieherinnen! Das Jahr 1935 geht zu Ende. Es ist für den Nationalsozialistischen Lehrerbund von tiefer Tragik erfüllt. Nicht im Sinne unseres großen Toten aber wäre es gehandelt, wollten wir uns durch Trauer um ihn lähmen lassen. „Am Grabe eines jeden Nationalsozialisten steht das Leben!" so sprach Hans Schern m. Wir sind Zeugen eines weltanschaulichen Umformungsoorganges von außerordentlicher und weltgeschichtlicher Bedeutung. Die nationalsozialistische deutsche Erzieherschaft muß in solchen Zeiten Stoßtrupp sein und immer mehr werden, die neuen Ziele der Erziehung müssen immer klarer erkannt und die Wege zu ihrer Erreichung festgelegt werden. So stellt uns auch das Jahr 193o vor unerhört große und schwere und doch so glückhafte Aufgaben. Mögen an den hohen Zielen unsere Kräfte wachsen! Das sei mein Neujahrswunsch für 1936! Heil Hitler! Gez. Fritz W a e ch t l e r. Der Deutsche Reichskriegerbund Der Bundesführer des Deutschen Reichskrieger, bundes (Kyffhäuserbund), SS.-Oberführer, Oberst a. D. Reinhard, hat eine Kundgebung erlassen, in der es u. a. heißt: Bei Abschluß des alten Jahres drängt es mich, allen Kameraden für ihre dem Bunde und mir geleistete Gefolgschaft und Mitarbeit meinen kameradschaftlichen Dank auszusprechen. Aus der Schwelle zum neuen Jahre gedenken wir vor allem in tiefer Dankbarkeit unseres Front- kameraden und Führers mannhafter Tat, die dem deutschen Volk die Wehrfreiheit und uns alten Waffenträgern der Nation die Soldatenehre wieder gegeben hat. Wir danken dem Führer zugleich für die unserem des nationalsozialistischen Staates geschart. Unser Volk will nur noch felsenfeste Gemeinschaft sein. Unser Wille soll sich nicht zerstoßen an den Alltäglichkeiten des Lebens, sondern stets frische Kraft finden an den ewigen Quellen deutscher Geschichte, deutschen Geistes und deutscher Religiosität. Diesem Lebensgesetz der Nation ordnen wir uns freudig ein und unter, weil der einzelne nichts ist ohne das Vaterland. Das ist unsere Verpflichtung für das neue Jahr: Deutschland muß leben, in Ehren und Freiheit! Reichskriegerbunde mit der Einfügung des H a k e n k r e uz fy m b o l s in unsere Bundes- sahne gewordene Auszeichnung und das hierdurch erneut bewiesene Vertrauen. Wir sehen in unserem neuen Bundeszeichen ein Unterpfand für unlösbare Verbundenheit unseres Soldatentums mit siegreichem Kampfgeiste der nationalsozialistischen Bewegung. Das vor uns liegendeJahr ist das 150., seit im Todesjahre Friedrichs des Großen in Wangerin in Pommern als Urzelle unserer großen Soldatenorganisation die erste Kriegerkameradschaft gegründet wurde. Wir beginnen somit ein Jubiläumsjahr von ganz besonderer Bedeutung für Geschichte und Tradition unseres Bundes. Unsere Parole für 1936 lautet: Führer, Volk und Vaterland über alles. Heil Hitler! Stabschef Luhe an die SA. Mit Stolz blickt die SA. auf ein Jahr der Arbeit und Pflichterfüllung zurück. Mit ihren alten Standarten und Sturmfahnen marschiert sie ins neue Jahr und führt in ihnen die ewig gleichbleibende Parole mit: Wo der Führer steht, steht seine SA.! Lutze. Der Reichsttiegsopferführer Oberlindober: „Wenn wir deutschen Frontsoldaten zurückblicken auf das hinter uns liegende Jahr, das uns als größtes Geschenk die wiedergewonnene Wehr- freiheit gebracht hat, so soll das für uns alle ein Ansporn sein, auch im kommenden Jahre vorbildlich — wie bisher — dem Führer und dem deutschen Volke weiterzudienen; denn die Achtung, die das deutsche Volk seinen im Kriege und im Frieden erprobten Kämpfern nunmehr wieder entgegenbringt, verpflichtet jeden einzelnen von uns. So sei das Jahr 1936 für die deutschen Frontsoldaten wiederum gewidmet der Arbeit für den Führer und das deutsche Volk und insbesondere dem Wirken und Streben für die Teile der deutschen Nation, denen der Weg zu einem besseren Schicksal durch uns geebnet werden muß. Deshalb wollen wir schon in den e r ft e n T a- gen des Monats Januar auf allen Straßen und Plätzen vor unsere deutschen Brüder und Schwestern hintreten, um mit dem stummen Hinweis auf die soldatische Pflichterfüllung und das Frauenopfer, das gern und willig gebracht worden ist, aufzurufen zu dem großen Werk des Führers, dem Winterhilfswerk. Jeder von uns ist stolz daraus, seinem Volk das au sagen, was das deutsche Heer zu seinen unerhörten Leistungen im großen Kriege befähigt hat, nämlich den Geist der Opferbereitschaft und der echten und wahren Kameradschaft. Zum neuen Jahr sei die Parole der deutschen Frontsoldaten und ihrer Hinterbliebenen: Treu zum Führer, einsatzbereit für das deutsche Volk und einig in wahrer Kameradschaft. Die Neujahrsempfänge des Führers. Berlin, 30. Dez. (DNB.) Auf Anordnung des Führers und Reichskanzlers sind die feierlichen Neujahrsempfänge, die sonst am 1. Januar stattfanden, im kommenden Jahre erstmalig auf Freitag, 10. Januar 193 6, fe st gesetzt worden. An diesem Tage wird der Führer und Reichskanzler um 12 Uhr mittags im „Hause des Reichspräsidenten", Wilhelmstraße 83, in der üblichen Form zur Entgegennahme und Erwiderung ihrer Glückwünsche die hier beglaubigten fremden Botschafter, Gesandten und Geschäftsträger in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen, Freiherrn von Neurath, empfangen. Vorher wird der Führer und Reichskanzler die Glückwünsche der deutschen Wehrmacht entgegennehmen, als deren Vertreter der Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Generaloberst von Blomberg, der Oberbefehlshaber des Heeres, General der Artillerie Freiherr von Fritsch, der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Admiral Dr. h. c. Raeder, und der Oberbefehlshaber der Luftwaffe, General der Flieger Göring, beim Führer erscheinen werden. Deutschland, ein Herd des Friedens. Ausländische Journalisten an den Führer. Berlin, 31. Dez. (DNB.) Der Verband ausländischer Pressevertreter inBer- lin, einer der beiden Verbände, in denen bie ausländische Presse in Deutschland zusammengeschlossen ist, hat zum Jahreswechsel folgendes Schreiben an den Führerund Reichs- kanzler Adolf Hitler gerichtet: Der Verband ausländischer Pressevertreter spricht Ihnen zum Jahreswechsel seine aufrichtigsten Glückwünsche aus. An der Spitze Ihres in Arbeit emporstrebenden Volkes waren Sie im abgeschlossenen Jahre ein Herd des Friedens. Sie erreichten, ohne daß. Gefahren entstanden, Großes für die Machterstarkung des Deutschen Reiches mit dem wohltuenden Ergebnis wachsender Beruhigung Europas. Mögen im kommenden Jahre Der mit fester Hand geschützte Klassenfrieden, die schonende Anerkennung fremden Volkstums und die würdevolle Achtung der Rechte und Pflichten der anderen Allgemeingut werden in den Beziehungen zwischen den Staaten und innerhalb ihrer Grenzen — in dem Geiste, den wir als Vertreter der ausländischen Presse wirksam gesehen haben. Wir sind dankbar, daß wir i m Dienste der Wahrheit Zeugen sein durften des großen Geschehens im Deutschen Reich und wünschen, daß die edlen Ideen Ihrer Politik, hochverehrter Herr Reichskanzler, über alle Hindernisse hinweg zum Siege gelangen. Propaganda 1935. Von Wilhelm Müller-Scheid. Der neugegründete Nationalsozia, listische Gaudienst Hessen-Nassau bringt in feiner Eröffnungsausgabe an erster Stelle folgenden Aussatz des Gaupropaganda« leiters und Leiters der Landesstelle Hessen. Nassau des Reichsministeriums für Volksaufklärung lind Propaganda. Das dritte Jahr der Führung des deutschen Volkes durch Adolf Hitler ist vergangen und jeher, der aktiv in diesen 12 Monaten an dem Bau des Dritten Reiches mitarbeiten konnte ober doch durch seinen Glauben und durch seine Opfer diese Arbeit vorwärts treiben half, darf mit stolzer Genugtuung an die inhaltsschweren Monate zurückdenken. Zwei Ereignisse von wahrhaft welthistorischer und schicksalhafter Bedeutung seien hier noch einmal kurz erwähnt: Die Saar-Abstimmung am 13. Januar und die Proklamation über die Einführung der allgemeinen Wehr- pflicht und die Errichtung einer Armee von 12 Armeekorps mit 36 Divisionen am 16. März. Wenn, wie eine gewisse ausländische Journaille und wie gesinnungs- und verstandesmäßig ebenso geartete Personen in Deutschland behaupteten, das deutsche Volk nur durch Anwendung rohester Gewalt Diszi- plin halte, so war bei der Saar-Abstimmung Ge. legenheit gegeben, den Anschluß an das große deutsche Vaterland mißtrauisch hinauszuzögern, aber über 90 v. H. Stimmen für Deutschland bedeuteten die seither gewaltigste Vertrauenskundgebung im Angesicht der ganzen Welt für Adolf Hitler und seine Politik. Und daß nach dem denkwürdigen 16. März nicht alle Vertragspartner von Versailles zu Land, zu Luft und zu Wasser über uns her- fielen, war der klarste Beweis, daß die Zeit einer landesoerräterischen Demütigungspolitik endgültig vorbei ist, und daß noch immer der Satz Gültigkeit hat: Dem Mutigen hilft Gott: aber nie« male einem Schlappschwanz. Vier Jahre hat sich der Führer Anfang 1933 ausbedungen zur Lösung der vordringlichsten Aufgaben für die Wiederaufrichtung Deutschlands aus Erniedrigung, grauenhafter Not und Hoffnungslosigkeit. Zu Beginn des letzten Jahres dieser ersten (Etappe im Dritten Reich mag es erlaubt sein, wieder einmal auf die Bedeutung der Propaganda innerhalb der von Adolf Hitler entfachten nationalsozialistischen Bewegung hinzuweisen. Propaganda wird oft mit Reklame Der« wechselt. Reklame macht man für Nahrungsmittel, Hosenknöpfe, Kleidungsstücke, für Aspirin, Automobile, Vergnügungsfahrten, für Bier- und Weinsorten, für preiswerten Mittagstisch usw. usw. Propaganda macht man f ü r eine Weltanschauung, für eine Staatsaktion, für die Hu- kunftsgestaltung eines Volkes. Es sollen hier Feine wissenschaftlichen Worterklärungen gegeben werden. Seit dem Auftreten Adolf Hitlers in der Geschichte umfaßt für uns der Begriff Propaganda alles, was notwendig ist, um das deutsche Volk innerlich vor- zubereiten für ein neues, vernünftigeres Leben, für eine wahrhaft bessere Zukunft, und alles was notwendig ist, um bas von Abolf Hitler in der Seele der Deutschen entzündete Feuer immer und immer wieder von neuem zu schüren. Propaganda umfaßt alle die Künste, die dazu dienen können, die ur- ewige Zweifelsucht der Deutschen zu überwinden, den Herzen immer neue Hoffnung einzuflößen und immer wieder an das Gewissen und den Verstand zu appellieren und klar zu machen, daß wir immer groß und stark und unüberwindbar waren in der Einigkeit und daß wir immer bann niedergerungen wurden, wenn diese Tugenden in uns erloschen und wenn wir anstatt uns auf unsere eigene Kraft zu besinnen, voll Hoffnung über die Grenzen irgendwohin starrten. Deshalb und nur deshalb bekämpfen wir so rücksichtslos die Miesmacher und Nörgler und Zweifelsüchtigen, weil mir klar erkannt haben, daß sie die Eigenschaften verkörpern und die Zersetzungsbazillen in sich tragen, die allein Deutschland gefährlich werden können. Zuerst war Adolf Hitler Propagandist seiner Idee und dann erst organisierte er die für seine Idee gewonnenen Menschen. Durch seine gewaltigen Propagandaaktionen riß er Millionen mit. Wenn er, um nur ein kleines Beispiel herauszugreifen, lange vor der Machtübernahme in einer Zeit, in der unsere innerpolitischen Gegner und die Gegner jenseits der Grenzen vermöge ihrer zahlenmäßigen Uebermacht ihn und seine Bewegung mit Leichtigkeit hätten über den Hausen rennen können, öffentlich ausrief: „Ich werde alle Halbheiten in Deutschland zerstören und ich werde aufrichten ein Reich der Kraft und der Herrlichkeit!" so wirkten solche kühnen Worte wie Wetterleuchten einer neuen Zeit. Die nationalsozialistische Bewegung ist durch die Kunst und die seelische Gewalt der Prpoaganda ihrer Führer zum Sieg gekommen, und ihre geistig seelisch eroberte Macht wird solange dauern wie die Kraft ihrer propagandistischen Kunst. Mit militärisch aufgebauten Organisationen allein kann man eine so totale Macht weder erobern noch erhalten, sonst hätten ja auch andere die denkbar besten Aussichten gehabt, aus dem politischen Ringen der letzten Jahre siegreich hervorzugehen. Es ist eine grobe Gedankenlosigkeit, wenn hier und da behauptet wird, die Propaganda sei nun, da wir die Macht haben, überflüssig geworden. Mit Exerzieren und Sportübungen, Vergnügung^' abenben, Konzerten unb billigen Reisen (so wichtig dies alles ist) würbe weder bie politische Macht erobert, noch ist mit solchen Unternehmungen der Schwung ber Bewegung zu erhalten. Die best- geführteste Kasse, bie biszipliniertesten Formationen innerhalb ber NSDAP, vermögen bei all ihrer Bebeutung nicht bie Propaganda zu ersetzen. Die Propaganba ist ber Gefühls- unb Willens ström ber nationalfozialisti' f cf> e n Bewegung. Auch burch ben Gau Hessen drang 1935 machtvoll dieser Strom unserer Propaganda bis in das kleinste Dorf und den letzten Betrieb. Es ist unmöglich, im Rahmen eines Artikels auch nur eine einigermaßen erschöpfende Darstellung des Arbeitsprogramms zu geben, aber auch schon einige Angaben zeugen von der großen Arbeit. Im Gau Hessen-Nassau sprachen außer einigen Reichsrednern 96 Gauredner und 98 Kreisredner in ettva 9500 öffentlichen Kundgebungen sowie in etwa 26 500 Mitgliederversammlungen ber NSDAP, unb ihrer Gliederungen. In biesen 36 000 Veranstaltungen wurden viele Millionen Volksgenossen erfaßt. An der Spitze st and der Gauleiter selbst mit fast 100 Großkundgebungen; von allen Rednern wurde er aus dem ganzen Gaugebiet am meisten angefordert. Außer dieser Riesenzahl von Versammlungen und Kundgebungen fanden noch etwa 13 900 verschiedenartige Veranstaltungen statt, an denen Propaganda direkt ober indirekt Anteil hatte. Besondere Höhepunkte waren die Kundgebungen an- Kundgebungen zum Jahreswechsel. Glaube an Adolf Hitler und seine große ergibt sich nie- man solch er- 24,1 dauern, bis der Kalender geändert wird. ver- d i e Zu- 45,6 v. H. 30,3 „ ein gleichbleibendes Kalendarium, so daß mals umrechnen und nachschlagen muß. Was wären nun die Vorteile eines wohnlichen Sterblichen hat denn ein dringendes Bedürfnis danach? Wir lassen uns lieber alle Jahre überraschen. Es ist auch mal ganz schön, wenn Weihnachten auf einen Montag fällt, so daß auch der Heilige Abend schon frei ist und wir drei Tage Urlaub haben. Solche Ueberraschungen lassen wir uns, so selten sie kommen, nur zu gern gefallen. Und darum wird es wohl noch eine ganze Weile rung zu tun? Der V ö l k e r b u n d befaßt sich mit dem Problem der Kalenderreform seit einer geraumen Zeit, ohne allerdings zu einem Ergebnis gekommen zu sein. Was für Vorschläge sind nun zur Diskussion gestellt? Da ist einmal der Plan des Amerikaners C o t s w o r t h , der das Jahr in 13 Monate teilen will. Jeder Monat hat 28 Tage, also genau vier Wochen. Jeder Monat beginnt mit dem gleichen Wo ch e n t a g, und jeder Tag hat auch immer die gleiche Datumszahl. Dreizehn- mal 28 Tage sind aber erst 364, also muß der übrig- bleibende 365. Tag als sogenannter Jahrestag ohne Datum an das Ende des Jahres gesetzt werden. Der neugeschaffene 13. Monat soll unter dem Namen „<5or zwischen Juni und Juli eingeschoben werden. Neben dem Vor- teil dieses Planes, die Gleichheit aller Monate zu errreichen, besteht aber auch ein großer Nachteil: Man kann bei 13 Monaten das Jahr n i ch t m e h r in Viertel- und Halbjahr einteilen. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D.A. XI. 35: 11030. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. eben. Nach der Anzahl der Betriebe auf die Betriebe bis 20 Hektar Größe Auch der Weltverkehr würde eine Kalenderreform begrüßen, weil sie viele Unsicherheiten beseitigen würde. Aber vorläufig scheint sie noch weit ganze Jahr gerechnet, Differenzen von 3 o. H., bei den Wechseln sogar von 10 v. H. Darüber hinaus verschafft die ungleichmäßige Jahreseinteilung, wie wir sie heute haben, dem Geschäftsleben eine Fülle von Unzuträglichkeiten und Unbequemlichkeiten. Von besonderer Bedeutung ist, speziell für die sogenannten Saisongeschäfte das Schwanken des Ostertermins. besserten Kalenders? Zunächst auf alle Fälle Sicherheit des gleichen Datums „ jammen mit dem gleichen Wochentag. Wer also beispielsweise an einem Sonntag geboren ist, wird immer wieder am Sonntag Geburtstag feiern, und Weihnachten würde immer wieder auf den gleichen Wochentag fallen. Ostern liegt fest und damit auch Pfingsten. Nun kommt man bei der Betrachtung der Vorteile schon in das kaufmännische Gebiet, wie je überhaupt die Handeltreibenden die ersten Propagandisten eines reformierten Kalenders find. Bei der Zinsberechnung beispielsweise rechnet man aus Not nur jeden Monat zu 30 Tagen, weil man nicht immer für jeden Monat die genaue Tageszahl ausrechnen und entsprechende Zinsenbruchteile in Anrechnung bringen will. Aber bei Zinsen entstehen dadurch, auf das 95,0 v. H. 4,6 „ 0,3 „ 1,1 „ Die Aufgaben des Dauern im zweiten Jahr der Erzeugungsschlacht. Eine Betrachtung zur Jahreswende. 3on Professor Or. G Seffous, Direktor des Instituts für Pflanzenbau und pflanzenzuchtung an der Landes-Universität Gießen. Diese Nachteile sucht der Plan des Deut- schen Dr. Blochmann zu umgehen. Hier bleibt es bei zwölf Monaten. Der erste Monat des Vierteljahres hat 31, die beiden anderen je 30 Tage. I e - des Qaurtal hat damit genau 13 Wochen und begint jedesmal mit einem Sonntag. Der 365. Tag liegt zwischen dem 30. Juni und dem 1. Juli und hat den Namen Mittjahrstag, natürlich ohne Datum. Der Schalttag fällt als ebenfalls datumsloser Tag an das Ende der Schaltjahre. Der O ft e r t a g soll, was sehr wichtig ist, alle Jahre auf den 8. April gelegt werden. Da alle Daten des Jahres auf den gleichen Tag fallen, Lahr mit 13 Monaten? Bestrebungen zur Kalenderreform, Vorschläge zur Neugestaltung des Lahres und was bisher dabei herauskam. sindern sämtliche landwirtschaftliche Produkte müssen ene Steigerung erfahren. Denn wenn durch irgend- ll lche Umstände eine Frucht ausfallen sollte, müs- s<« andere an ihre Stelle treten können. Zu be- bmten ist dabei auch, daß mit zu erwartender hcherer Lebenshaltung durch völlige Aufnahme der nach arbeitslosen Volksgenossen in den Arbeitsoor- Mg der Verbrauch an Lebensmitteln ft>t i g e n wird. Daß ein Ueberfluß an einem Nah- nmgsmittel wie in früheren Zeiten sich zum Scha- bin für den Bauer auswirken würde, ist dank der Loahnahmen unserer heutigen Regierung nicht mhr zu befürchten. Dieser Widersinn, daß Lebens- mlltelreichtum Unglück für ein Volk bedeutet, gehört urtter Adolf Hitler der Vergangenheit an. Die Mittel und Wege, welche sich auf den ver- idi ebensten Gebieten zur Erzielung höherer Lei- ttmgen im Landwirtschaftsbetrieb bewäihrt haben, v rden in Spitzenbetrieben schon angewandt, sie idben ihnen den Vorrang gegeben. Jetzt gilt es, )isse Erfahrungen in die breite Masse der iuerlidjen Wirte hineinzutragen. Was hier jeder § rtschritt bedeuten würde, ist aus der folgenden SUiederung der Betriebsgrößen zu - " ‘ - ' entfallen: von 20 „ 100 „ „ ,, 100 „ 500 „ über 500 „ „ Nach der Fläche entfallen: auf die Betriebe bis 20 Hektar Größe von 20 „ 100 „ „ aus über taufend Ortsgrupppen und aus vielen hundert Betrieben ein geradezu lückenloses Bild von den Stimmungen, den Sorgen und Hoffnungen aller Schichten der Bevölkerung, aber auch von der Torheit und Verblendung mancher Zeitgenossen. Jede abfällige und anmaßende Bemerkung, mag sie auch noch so sehr „im Vertrauen" im kleinsten Kreise gemacht werden, dringt in das Büro der Propagandaleitung. All den Volksgenossen, die noch arbeitslos oder mit kargem Lohn ein allerbescheidenstes Dasein fristen müssen, sei zum Schluß gesagt: Adolf Hitler, der die Parteien zerschlug, ein wahnsinniges politisches System vernichtete, ein innerlich zerrüttetes Volk emporriß, eine starke Armee und eine Luftflotte sozusagen aus dem Nichts schuf, an der Saar einen beispiellosen außenpolitischen Sieg errang, unzählige große Aufgaben mit Erfolg anpackte, das ohnmächtige Deutsche Reich wieder zu einer Weltmacht gestaltete — er wird auch alle noch verbliebenen Nöte überwinden, ro ■? n n d i e Zeit dafür reif ift. Und alle Schwätzer und Gerüchtemacher und Nörgler und Verleumder sollen wissen: Es wird der Tag kommen, da das Unkraut aus der deutschen Volksgemeinschaft samt den Wurzeln ausgerissen wird. Auch 1936 kann nur eins uns vorwärtsbringen, kann nur eine Kraft alle Hindernisse und Schwierigkeiten überwinden: Der bedingungslose, heilige Et M bentU)ürbiqen , "btt uns hu, Lb'e. Seit eine, s l X,nbflü[t'S abernik. I :r. Anfang 1933 ^nglichsten U Deut(d)lanbs qu$ "nd Hoffnung )r,es dieser erste, Glaubt sein, wit, derPropge .fytler entfacht« inzuweisen. eklame Den für Nahrung ke, für AspL für, Bier- ur.' Hstisch usw. ch ine Welten )n, für bie J sollen hier le gegeben wer- in ber GeschL ganba alles, m )lk innerlich wi> geres Lebe/i, fit ) alles M nob tler in kr Seele imer uni immer »pagaM umscht können, bie un zu überroinben, etnzrMen unb b ben ßerfta nb daß wir x&oxw. \x\ tt tx tann mek> ugenben in ie uns auf unfffi offnung über h leshalb unb nu htslos bie ichtigen, weil Eigenschaften w m in sich W- icrben können, ropaganbift seine er bie für fei« । seine gewaltizn onen mit. ®efi herauszugreif-n in einer Zeit,15 f unb bie Segne er zahlenmäßige' m« EL» en können, M beiten in Deu frichten em M so wirkten W einer neuen 3» jung ist durch « I ber P-P°°S° , unb ihr- R anae b»“ern ® , allein tann * em not «* jSÄj il'9 ’w* ÄS lern-hM" n b-l KS'..... le« Srlit«15 auch «°°> n ■ „ 100 Hektar aufwärts 24,1 „ Man kann annehmen, daß rund 70 v. H der land- vrtschaftlich bewirtschafteten Fläche weit davon entlehnt sind, Spitzenleistungen hervorzubringen, ein :raßer Teil aber sogar n o ch u n t e r d e m R e i ch s- >. rchschni11 erzeugt. Diese Betriebe müssen in aller Linie dem allgemeinen Durchschnitt nahe- dueller Beziehung und aus wirtschaftspolitischen Gründen zu wandeln haben. Keineswegs ist dabei etwa an einen Uebergang zur rein vegetarischen Ernährung gedacht, sondern nur an eine unserem Körper auf die Dauer mehr zuträgliche Ernährung, die pflanzliche Zukost stärker berücksichtigt. Dem hinter uns liegenden ersten Kampfabschnitt in der Erzeugungsschlacht, der ein allgemeines Vorrücken auf allen Gebieten der Ertragssteigerung zum Ziele hatte, folgt nun im zweiten Jahr ein Eingehen auf Einzelgebiet e. Die Grundlage eines jeden Betriebes bildet das Futter. Es gibt eine alte Bauernregel, die sagt: Viel Futter, viel Milch, viel Dünger, viel Getreide, viel Geld. Diese Wahrheit muß auch dem Nichtlandwirt einleuchten. Das in eigener Wirtschaft erzeugte Futter in guter und ausreichender Menge ist Die Kraft, welche jeden Betrieb im Gange und gesund erhält. Wiesen- und Weidenpflege neben ausreichendem FelbfulOrbau sowie Zwischenfruchtbau, d. h. sofortige Einsaat von Futter in die Stoppelfelder, um dadurch in zwei Jahren drei Ernten zu erzielen, ist die Parole. Mit großer Genugtuung kann gerade hier aus unserem Hessenlande gemeldet werden, daß unsere Bauern dieser Anweisung mit bestem Erfolg nachgekommen sind. Man sah im Herbst kaum ein Stoppelfeld, nur Futterflächen. Ohne Befolgung dieses Zwischenfruchtbaues hätte sich die letztjährige Futterknappheit bei uns katastrophal auswirken können. Wir haben nicht unbeträchtliche Mengen an Devisen gespart, für die sonst Kraftfutterstoffe aus dem Ausland hätten eingekauft werden müssen oder hätten unseren Viehbestand zu verringern notwendig gehabt. Als zweiten Hauptpunkt stellte der Reichsbauern- führer diesmal in Goslar Die anzustrebende L e i - stungssteigerung in d e r Viehzucht hin, namentlich des Milchviehes, und zwar betont a u f wirtschaftseigener Futtergrund la g e. Es bedeutet dies Ausmerzung nicht leistungsfähiger Tiere. Solch minderwertiges Vieh kostet ebensoviel Erhaltungsfutter wie milchreiches, das neben einem gesunden Kalbe noch 4000 bis 5000 Kilogramm Milch liefert. Es kommt nicht auf eine zahlenmäßige Vermehrung unseres Viehbestandes an, sondern vor allem auf seine qualitative Verbesserung. Dies bezieht sich aus alle Nutztierarten, ganz gleich, ob es sich um Rinder oder Geflügel, Schafe oder Ziegen usw. handelt. Es gilt die Beseitigung unnützer Fresser und die Heranzucht leistungsfähiger Tiere, die kaum mehr Aufwand und Wartung beanspruchen als jene. Wenn in der Forderung des Reichsbauernführers besonderer Wert bei Schaffung leistungsfähiger Tiere auf die wirtschaftseigene Futtergrundlage gelegt wird, so bedeutet dies vor allem bei der Verknappung eiweißreicher Futtermittel sachgemäße Organisation der Futterbasis. Es heißt dies gleichmäßige Futterversorgung in den verschiedenen Zeitabschnitten des Jahres, also Ausgleich zwischen Winter- und Sommerfutter und gleichmäßige Gestaltung des Sommerfutters. Hier spielen die in den Gärfutterbehältern anzulegenden Reserven, deren Anlage mit allen Mitteln für jeden Betrieb angestrebt wird, eine bedeutende Rolle. Die jetzige zweite Etappe der Erzeugungsschlacht wird nun, um an die noch besonders zu fördernden Wirtschaften heranzukommen, in Form der Wirtschaftsberatungen und -Begehungen durchgeführt Bei diesen wird von fortgeschrittenen Bauern Rat in allen Fragen erteilt,, die im vorstehenden angedeutet wurden. Während so an der Front die Schlacht an Boden gewinnt, und die Praxis in wissenschaftlichen Arbeiten erprobte Methoden zur Anwendung bringt, werden im F o r s ch u n g s d i e n st der Landwirtschaftswissenschaft neue Fragen, welche in der Kampfzone auftreten, bearbeitet. Auch hier hat das erste Jahr einen Erfolg versprechenden Anfang in der Gemeinschaftsarbeit aller Disziplinen gezeigt. Aus dem Forschungsdienst ist ein Forschungsrat mit je einem Vertreter der verschiedenen Arbeitsgebiete gebildet worden, ein wissenschaftlicher Generalstab für die Landwirtschaft, der ein Teil des großen Stabes darftellt, den sich der Führer aus allen Zweigen der Wirtschaft formt. Die Landwirtschaft und die sie betreuende Wissenschaft find am weitesten durch- organisiert, mit ihr ist der Anfang gemacht worden. Der Forschungsrat der Landwirtschaftswissenschaft ist zum erstenmal im November gelegentlich des Reichsbauerntages in Goslar zusammengetreten und hat vor dem Staatsbeauftragten, dem Staatssekretär Backe, Rechenschaft über die in Angriff genommenen Arbeiten erstattet. Wir sehen, daß der Aufruf zum Kampf um bie Nahrungsfreiheit kein leeres Schlagwort geblieben ist, daß der Bauer voll seine Aufgaben erkannt hat, Aufgaben, wie sie zuvor noch keinem Volke gestellt worden sind. Mit Stolz können wir feststellen, daß an ihre Lösung mit Erfolg herangegangen worden ist. Wenn der Himmel unserer Arbeit seinen Segen nicht versagt, werden wir zur errungenen Wehrfreiheit auch die Nahrungsfreiheit gewinnen. 935. Held il»t. SÄ' fr tz Alljährlich, wenn mir zum Weihnachtsfest oder der Jahreswende uns einen neuen Kalender zulegen, werfen wir einen Blick hinein, blättern ein wenig herum unb bemerken bei dieser geruhsamen Beschäftigung, baß das Jahr doch recht merkwürdig eingestellt ist. Zunächst sucht man, wenn man den neuen Kalender besitzt, einmal festzustellen, wann denn eigentlich im neuen Jahr Ostern gefeiert wird. Unb damit sind wir schon mitten in dem Problem der Kalenderreform drinnen. Denn das wissen vielleicht noch bisher die wenigsten Menschen, daß man sich vielerorts damit beschäftigt, den unvollkommenen Gregorianischen Kalender, der unsere heutige Zeitrechnung bestimmt, zu verbessern. Der Kalender hat Mängel genug, die sich besonders jetzt in der Zeit der Technik und des Schnellverkehrs störend bemerkbar machen. Da ist einmal bie ungleichmäßige Längeder Monate in ungleichmäßiger Folge, dann der Schalttag alle vier Jahre im Februar. Weiter wirken auch die Nichtübereinstimmung von Datum und Wochentagen in den aufeinanderfolgenden Jahren sowie vor allen Dingen das in den weiten Grenzen von 35 Tagen mögliche Schwanken des Ostertermins sehr störend. Außerdem muß man darauf Hinweisen, daß von diesem schwankenden Oster- termin noch die Bestimmung zweier weiterer Feiertage, nämlich des Himmelfahrtstages und des Pfingstfestes abhängen. 2. Flachs: Steigerung ber Anbaufläche von 8800 Hektar (1934) um 11 900 Hektar auf 20 700 Hektar (1935), also 136 v. H., womit etwa 50 v. H. unseres heutigen Bebarfes gebeckt werben. 3. Hanf: Steigerung ber Anbaufläche von 366 Hektar (1934) um 2319 Hektar auf 2685 Hektar (1935) also 630 v. H. 4. Raps unb Rübsen: Steigerung ber Anbaufläche von 26 700 Hektar (1934) um 18 300 Hektar auf 45 000 Hektar (1935), also 67 v. H. Besonbers zeigt auch ber Verbrauch an Kunstdüngern, daß sich der Bauer seiner Aufgaben bewußt war, wie nachstehende Zahlen beweisen: 5. Stickstoffdünger (Reingehalt): Steigerung des Verbrauches von 382 000Tonnen (1933/34) um 43 000 Tonnen auf 425 000 Tonnen (1934/35), also 11 v. H. 6. Phosphorsäuredünger (Reingehalt): Steigerung des Verbrauches von 461 000 Tonnen (1933/34) um 80 500 Tonnen auf 542 000 Tonnen (1934/35), also 18 v. H. 7. Kalidünger (Reingehalt): Steigerung des Verbrauches von 713 500 Tonnen (1933/34) um 103100 Tonnen auf 816 600 Tonnen (1934/35), also 14,4 v. H. Dieses Ergebnis ist über Erwarten günstig, denn auch trotz wesentlicher Steigerung ber Anbauflächen bei ben Oel- unb Faserpflanzen ist fein Nachlassen ber (Betreibeerntemengen zu verzeichnen, was im wesentlichen ber verstärkten Anwenbung von Mineralbüngern zu banken ist. Aber auch bem bringenb angeratenen Saatgut« wechsel, d. h. ber Verwenbung hochwertigen Zuchtgutes, ist es zuzuschreiben, wenn bie Erträge, ungeachtet ber weniger günstigen Ernte bes verflossenen Jahres, auf ber Höhe blieben. Die Nachfrage nach Hochzuchtsaatgut konnte bei keiner Frucht voll befriebigt werben. Ein besserer Beweis für den Erfolg der Unterweisung ist kaum zu erbringen. Die mit der Ansaat von hochgezüchtetem Saatgut in diesem Jahr gemachten Erfahrungen werden weiterer Nachfrage Raum geben, die zu befriedigen ben bis vor kurzem noch schwer ringenben Saatzuchtwirtschaften mieberum neuen Auftrieb geben werben. Auch indirekte Wirkungen der Maßnahmen, welche die Erzeugungsschlacht forderte, haben zur Belebung der Wirtschaft beigetragen und verdienen hier ebenfalls Erwähnung. Die Ausgaben der deutschen Landwirtschaft fliegen von 1932/33 bis 1934/35: Für Neubauten und Gebäudeunterhaltung um 71 Millionen Mark; für Ersatz und Unterhaltung von Maschinen und Geräten um 94 Millionen Mark; für künstlichen Dünger um 130 Millionen Mark. Wenn die jetzige vorübergehende Butter- knappheit als ein Mißerfolg dem gar nicht fortzuleugnenden Erreichten gegenübergestellt und immer wieder nach Gründen gesucht wird, so seien diese noch einmal klargelegt: 1. Obwohl wir ein schlechtes Futterjahr hinter uns haben, hat sich tatsächlich die Milch- und Fettmenge keineswegs verringert, im Gegenteil, sie hat zugenommen. Aber auch ber Verbrauch ist gestiegen, währenb bie Einfuhr verringert werben mußte, benn 2. brauchten wir unsere Devisen für solche inbu- ftriellen Rohstoffe notroenbiger, bie entroeber gar nicht ober nur zum Teil burch beutsche Erzeugnisse ersetzt werden können und zum Schmieden der Waffen unserer Wehrmacht erforderlich waren, weswegen eine gewisse Butter- bzw. Futtermittelknappheit also in Kauf genommen werben mußte. 3. Die neu erstandene Wehrmacht sowie bie in den Arbeitsgang wieder zurückaeführten Millionen von arbeitslosen Volksgenossen haben an sich einen verstärkten B u 11 e r v e r b r a u ch bedingt, der sich jetzt fühlbar macht. Die Butterknappheit ist jedoch nicht derart, daß wir notleiden müssen. Wir müssen uns eben höherer Ziele wegen einschränken und gewisse Opfer bringen, die aber im Interesse des Ganzen willig zu tragen sind und getragen werden können. Denn man kann offen zugeben, wir haben fast alle Fett- unb auch Eiweißoerschwenbung in unserer Ernährung getrieben unb können ohne Schaben, im Gegenteil zu unserem Besten, mit weniger auskommen. Unsere gesamte Ernährung wird überhaupt im Laufe der Zeit eine Umstellung erfahren müssen unb — es mag wieberholt werden — auch ohne Gefahr sich ändern können. Das Verhältnis zwischen tierischen und pflanzlichen Stoffen in unseren Mahlzeiten wird sich allmählich in indwi- äßlich der Saarabstimmung und der Uebernahme cs Saargebietes, die Protestkundgebungen gegen tos Kownoer Bluturteil, die Großkundgebung mit Ew Reichspropagandaleiter der NSDAP. Dr. 3 o e b b e l s am 11. April in der Festhalle in Frankfurt a. M., die vom Reichssender Frankfurt übernommen wurde, die Vorbereitungen für die Hertrauensratswahlen am 12. April, Die umfang« isichen Vorarbeiten für den Nationalen Feiertag !«s Deutschen Volkes am 1. Mai, die Eröffnung !rr ersten Reichsautobahnstrecke (Frankfurt—Darm- j adt) durch den Führer am 19. Mai, der Qautag Hessen-Nassau in Darmstadt am 1. und 2. o.uni, die DAF.-Kundgebung am 29. 9. in Limburg nit Staatsrat Börger, der Erntedanktag, ber ,yJ.-Aufmarsch in Limburg am 13. Oktober mit Zalbur v. Schirach, der große SA.-Aufmarsch i Limburg am 20. Oktober mit Stabschef Lutze, »er Groß-Appell dreier Kreise am 27. Oktober in Himburg mit bem Gauleiter und bem Reichs- Minister Kerrl, am 9. Oktober bie Eröffnung ber Sinterpropaganba unter ber Parole „Der Führer ,3 die Patei — bie Partei ist Deutschlanb", ber To- Imgebenftag am 9. November, der Tag ber nationalen Solibarität am 7. Dezember, bie 1100 Weih- «achtsseiern unter ber Leitung ber örtlichen Pro- .cganbaleiter für etwa 86 000 vom WHW. be= reute Kinder. Dazu kommen zahlreiche Besprechun- <*n, Arbeitstagungen, Besichtigungen usw. usw. ‘ Dr. Goebbels sagte einmal, der Propagandist ? i des Volkes! Mission. In der Tat enthalten die Monatsberichte I * A 1 bem sb l(" di°|?AÄ Zer OenUftf 1!|) ÄW em. ^°n > S.h l&US beuK lb'ltmmunü X 'Or. Goevveis jagre einmal, an das nr2 nüffe das Ohr am Herzen "Wgern ? toben. In der Tat enthalten t WQnb bedeutet!! ’lunbnpki.«- Ent recht an Festtagen Bullr ich-Salz zeoracht werden. Was ist nun im ersten Jahre der Erzeu- Mgsschlacht bereits erreicht und inwieweit :it die ausgegebene Parole befolgt worden? Auch ir mögen einige Zahlen sprechen, was wir im !e?üen Jahre erzeugt haben? . Schafhaltung: Steigerung der Tierzahl Mi 3,48 Millionen (Dezember 1934) um rund eine Million auf 4,50 Millionen (Juni 1935) also 30 v. H. An. dieser Zahl sind auch die zum Nahrungsver- tr.iud) gehaltenen eingeschlossen, so daß mit einer tftibenben Zunahme von wolleliefernben Schafen x)in rund 600 000 ----- 17 v. H. gerechnet werden !a:in. 1 Aus bem 1. Heft: Die deutsche Erzeugungs- h » ch t 1936. Das zweite Jahr der Erzeugungsschlacht hat be- i 5 pnnen, es ist bei der ungeheuren Bedeutung, welche ihrem Ausgang beizumessen ist, am Jahres- tzluß wohl angebracht, einige Betrachtungen über In bisherigen Verlauf, die jetzige Kampfstellung nb bas nächste Kampfziel anzustellen. Dabei sei rinnert, baß, als vor einem Jahr vom Reichs- iiuernführer bazu aufgerufen wurde, es sich nicht (toa um einen „Sommerfeldzug" handelte, sondern im ein zähes, gewaltiges Ringen, dessen endgültiger Sieg erst am Ende eines langen f e l b 3 u g e s winken kann. Der Kampf gehl heute e rstärkt weiter, um so mehr als die jetzt vom Füh- nr dem Volke geschenkte Wehrfreiheit erst iire wahre Bedeutung durch gleichzeitige N a h - rungsfreiheit erhalten kann. Denn so wie $ ehrfreiheit ohne Nahrungfreiheit undenkbar ist, Inn umgekehrt ohne den Schutz des Schwertes me friedliche Arbeit des Bauern auf die Dauer r»cht gewährleistet werden. Vor einem Jahr galt es zunächst, in breitester itont die Truppen mit dem nötigen Kampfgeist zu mrsehen. In einer Reihe von Vortragswellen, die Mematisch bis in die kleinsten, entferntesten bäuerlichen Gemeinden getragen wurden, geschah d i e allgemeine Mobilmachung der Geisig r. Das, woran, wir Mangel leiden, Eiweiß, i>»ctt und Faserrohstoffe und die Möglich- ki ten dafür durch Anbau entsprechender Pflanzen oter durch das Tier Quellen zu erschließen, wur- bim gezeigt unb auf bie benötigten Flächen hingell esen. Dabei barf nicht etwa ber Fehler begangen a^rben, burch Verringerung der Anbaufläche lwenswichtiger Kulturen, die bei diesen schon er- r.mgene Unabhängigkeit von der Einfuhr zu erst üttern, sondern es ist durch allgemeine Steigerung der Erträge künftig auf verminderter Päche Gleiches zu ernten. Nicht einseitig dürfen ewa die knappen Erzeugnisse nur Beachtung finden, Der erste Kalender überhaupt war wohl der ägyptische K a I e n be r. Er hatte als Grunb- lage seiner Berechnungen bas Sonnenjahr, bas, genau, wie bei uns, in 365 Tagen eingeteilt war. Bemerkenswert ist, baß bieser Kalender wahrscheinlich im Jahre 4241 v. Ehr. geschaffen worben ist. Julius Caesar hat auf biefes ägyptische System zurückgegriffen, als er im Jahre 45 v. Ehr. ben nach ihm benannten Julianischen Kalenber einführte. Lange Zeit war bieser Kalenber, ber im wesentlichen auch unserem heutigen System ber Zeitrechnung entspricht, in ber ganzen Damaligen Kulturwelt anerkannt. Bis man gegen Enbe bes 16. Jahrhunberts .einen kleinen Rechenfehler bes Julianischen Kalenbers bemerkte. Nach besten System nämlich trat alle 129 Jahre eine Verschiebung um einen Tag ein. Schließlich kam es soweit, baß bie Frühlings-Tag- unb Nachtgleiche, bie auf ben 21. März fallen sollte, bereits auf ben 11. März fiel! Das war ein grober Fehler, ben zu beseitigen sich ber bamalige Papst Gregor XIII. in ben Kopf setzte. Er rief eine Kommission von gelehrten Männern ein, unb bas Ergebnis ber Beratungen war, baß burch eine päpstliche Bulle vom —... ..... 24 Februar 1582 einmal bestimmt würbe, daß zum' ab 'zu"sem, denn, ehrlich gesagt, wer von uns gS- Ausgleich ber fehlenben Tage auf ben 4. Oktober ----- x 1582 gleich ber 15. Oktober folgen sollte, unb zum anberen anorbnete, baß außer bei ben gewöhnlichen Schaltjahren nur in ben burch 4 teilbaren Säkularjahren ein Schalttag gezählt werben burfe Praktisch bebeutet bas, baß z. B. bie Jahre 1800 unb 1900 keine Schaltjahre waren, baß aber bas Jahr 2000 einen Schalttag haben wirb, ebenso das Jahr 2400. Nach diesem Gregorianischen Kalender rechnen wir heute. Seine Mängel wurden bereits oben geschildert. Was ist nun zur Derbeste- Ihre Verlobung geben bekannt Maria Enders WalterZuilmann Gießen, Silvester 1935 05551 7756Ö 3 6 17 8 6*19 Beginn: 20.30 Uhr. 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An Bord der Dampfer, denen die Gefahr droht, vom Eis zerdrückt zu werden, befinden sich etwa 100 Menschen. Die Lebensmittelvorräte sind ausgegangen. — Ein ähnliches Schicksal ereilte einen Dampfer im Ochotskischen Meer, der seit über 4 Wochen im Eis festliegt. Der zu seiner Hilfe entsandte Eisbrecher ^Krassin" ist gleichfalls eingefroren. Drei Feuersbrünste in England. Bei einem Brand im Hotel New Waverley in der schottischen Hauptstadt Edinburgh erlitten drei Frauen bcn Feuertod. Sieben Personen trugen z. T. schwere Brandwunden davon. Als das Feuer ausbrach, befanden sich in dem vierstöckigen Gebäude 15 Personen, darunter 10 Angestellte. Bei Ankunft der Feuerwehr stand das Haus bereits in Hellen Flammen, und es dauerte geraume Zeit, ehe man an den Brandherd herankommen konnte. Mehreren Gästen und Angestellten gelang es, sich mit zusammengeknüpften Bettlaken von einem Fenster aus auf das Dach eines Nachbarhauses herunterzulassen. Bei den drei Frauen handelt sich um hotelangestellte. Unter den Verletzten befindet sich ein Hochzeitspaar. — Etwa zur gleichen Stunde brach im Theater Royal in der Industriestadt Sheffield ein Brand aus, der das Gebäude bis auf die Grundmauern vernichtete. Das Theater, das drei Straßenfronten hat, liegt in einem winkligen Stadtviertel. Zum Teil sehr wertvolle Kostüme und Kulissen wurden mit zerstört. Das Theater Royal, eine der ältesten Vergnügungsstätten Sheffields, war erst im Oktober erneuert worden. — Ein großes Schadenfeuer entstand in der englischen Garnison Aldershot. Dort wurde die Wagenfabrik E. D. Abbot Ltd. durch einen Brand in Asche gelegt. Während der Löscharbeiten explodierten unter gewaltigem Getöse mehrere Sauerstoff- und Aze- thylenflaschen, wodurch das Innere der Werkstätte in einen wüsten Trümmerhaufen verwandelt wurde. Ueber 20 (nach anderen Meldungen 50) Kraftwagen wurden völlig zerstört. Hunderte von Arbeitern haben durch die Vernichtung der Anlage vorübergehend ihre Beschäftigung verloren. 16 Todesopfer eines Schneesturmes in Amerika. Der seit mehreren Tagen in den Atlantikstaaten von Georgia bis Maine wütende Schneesturm hat bis jetzt wenigstens 16 Todesopfer gefordert und einen Sachschaden von mehreren Millionen Dollars angerichtet. Riesige Schneewehen legten in den Großstädten jeden Verkehr lahm. Zwei ünaben im Eis eingebrochen und ertrunken. Auf dem Gabower Haus-See in Königsberg (Neumark) vergnügte sich die Dorfjugend mit Schlittschuhlaufen. Plötzlich brach die Eisdecke ein. Nicht weniger als elf Knaben fielen ins Wasser. Während es neun von ihnen gelang, sich in Sicherheit zu bringen, fanden zwei Knaben den Tod. Vier Kraftwagen verunglückten nacheinander. Dieser Tage geriet auf der Staatsstraße zwischen Murnau und Waltersberg ein mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Garmisch fahrender Münchener Personenkraftwagen auf der vereisten Straße ins Rutschen und wurde an einen Baum geschleudert. Dabei wurde einer der Insassen auf die Straße geworfen, wo er tot liegen blieb. Die beiden anderen Insassen fielen mit dem Kraftwagen die Böschung hinunter, erlitten aber nur leichte Verletzungen. Der Kraftwagen wurde vollständig „Ein selig neues Lahr geh dich an!" Alte deutsche Neujahrslieder.... zertrümmert. Ein im gleichen Augenblick aus der entgegengesetzten Richtung kommender Kraftwagen fuhr in den Straßengraben, da die am Steuer sitzende Dame beim Anblick der Unglücksstätte unsicher wurde. Sie kam aber noch glimpflich davon. Ein Kölner Personenauto, das des Weges kam und bcn Verunglückten Hilfe leisten wollte, würbe von einem schwer belabenen Lastwagen bes Eschenlohrer Sägewerks angefahren unb schwer beschäbigt, so baß ber Personenwagen abgeschleppt werben muhte. Einer ber Verletzten bes ersten Wagens, ber im gleichen Augenblick auf bie Straße springen wollte, geriet unter ben Lastkraftwagen, ber aber wunber- barerweise über ihn hinwegfuhr, ohne ihn zu verletzen. Die Straße mußte oorüdergehenb gesperrt roerbm. Die Lee-Elefanten „Roland" und „Goliath" sind eingegangen. Der allen Besuchern des Berliner Zoologischen Gartens bekannte große See-Elefant ist dieser Tage tot aufgefunden worden. Damit hat die Tiersammlung des Zoos einen schweren aber nicht unersetzlichen Verlust erlitten. Der See-Elefant hatte einen Wert von etwa 15 000 Mark und gehörte seit rund 14 Jahren dem Tierbestand des Zoos an. Solche phantastischen Wünsche mehren sich in den Neujahrsliedern, und der Liebende wünscht sich, Macht zu haben über Sonne und Mond, über die Erde und die Meere, über Geister und Pflanzen, um sie in den Dienst der Liebsten zu stellen. Diesen unbefangenen fröhlichen Bitten und Wünschen setzte der Humanismus das steife, in prunkvoll antikem Gewände und mit gelehrten Anspielungen einherschreitende Gratulationsgedichte entgegen. Pathetischer Schwulst und hochtönende Wortornamentik entfalten sich in diesen erst lateinisch und dann auch deutsch vorgetragenen Deklamationen und Oden, die „eine Freuden- und Friedenspforte vor dem sich wieder neu eröffnenden Tempel des Kronos" errichten. Wärmere herzlichere Bekenntnisse werden erst in der Zeit der Not des Dreißigjährigen Krieges wieder laut. Paul Fleming wünscht, daß im Helm von nun ab bie Schwalben nisten mögen unb aus Spieß unb Schwert Pflug, unb Spaten werben sollen, unb Paul Gerharbt bittet in seinem wür- big einbringlichen Neujahrsgesang „Nun laßt uns gehn unb treten", ebenfalls statt bes Blutvergießens um Friebensftröme, um hulb unb Gnabenfonne. Aber nach bem Friebensfchluß fchwinben bie echten Töne roieber, man glaubt, in ben gewechselten Alexanbrinern, in bie etwa ber hofbichter Johann Ulrich v. König seine Neujahrswünsche faßt, bie fteifgalanten Komplimente ber gravitätischen Herren in ber Puberperücke wieberzufinben, bie sie am 1. Januar ben hohen „Stanbespersonen" roibmen. In bie fromm betrachtenbe Art bes Gerharbt- schen Kirchenliebes lenkt roieber Gellert ein, wenn er zum neuen Jahre bem Gott Ruhm, Preis An ber Schwelle des neuen Jahres werfen wir einen Blick in die Vergangenheit zurück, um uns über unser Tun und Lassen Rechenschaft zu geben. Was nicht vollendet und was unterlassen wurde, das soll in Zukunft in Erfüllung gehen, und so verbindet sich mit der Rückschau eine Reihe von Wünschen, die in der zuversichtlichen Stimmung am Jahreswechsel nach Reimen und Musik verlangen. Damit ist das N e u j a h r s l i e d geschaffen, bas sich schon von früh in ber beutschen Dichtung finbet. Der fromme Bruber Heinrich Suso erzählt, baß bie Jünglinge in Schwaben in ber Nacht bes Jahresanfangs vor ben Türen ihrer Liebsten Lieber fingen unb schöne Gebichte sprechen, bamit sie von ihnen Kränzlein erhalten. Mit bem Befragen ber Zukunft nnb bem Kranzsingen verbinbet sich alsbann noch ber Brauch bes förmlichen Wunfchfprechens. In ber Neujahrsnacht gehen verkleibete Leute in ben Gaffen umher und klopfen an den Türen, wobei sie Wunschsprüche hersagen, und dann aus einem Fenster aus- munternbe oder scherzhaft abwehrende Antwort entgegennehmen. So sind denn auch die ältesten Neujahrslieder, die wir besitzen, „Wunschlieder". Ein Bursche wünscht sich etwa, die Liebste möge ihm ein Kränzlein schenken, ober er führt sich als einen Narren ein, ber ganz tolle Wünsche äußern barf. Ein Pferblein möchte er sein, um fröhlich in bie Welt zu traben; ein hünblein klein, um mit ber Liebsten zu spielen; ein Kätzlein, um von ihr geliebkost zu werden; ein Vöglein, um in ihr Herz zu fliegen. Für das nächtliche Anklopfen zu Neujahr wurden späterhin ganze Spruchgedichte geschaffen, wie sie uns aus Nürnberg von ben Verfassern zahlreicher Fastnachtsspiele aus bem 15. Jahrhunbert, Hans Rosenblüt unb Hans Folz, erhalten sinb. Formelhaft unb feierlich, wie erste Gelübbe unb Segnungen, klingen die Sprüche von Rosendlüt: „Klopf an! Klopf an! Ein selig neues Jahr geh bich an! Alles, was bein Herz begehrt. Das wirst bu zu biesem Jahr gewährt, Klopf bannod) mehr! Daß bir wiberfahr alle Ehr, Und alle Glückseligkeit, Das Helf uns Maria, die reine Maid!" St. Sebold fei ihm hold, St. Moritz gebe ihm Sinn und Witz, St. Veit behüte ihn zu aller Zeit, St. Mar- tein soll sein Gefährte sein und elftausend Jungfrauen schützen ihn vor allem Herzeleid, St. Niklas, der heilige Himmelsfürst, beschere Wein, wenn ihn dürst! Noch acht weitere „Klopf-an" - Sprüche Rosen- blüts rufen alle nur erdenklichen Vorzüge und Herrlichkeiten auf den zu Neujahr Beglückwünschten herab. In den alten Gebets- und Segensformeln, die trotz mancher launigen Wendung darin anklingen, ist die festliche Bedeutung des Brauches zu erkennen. Aus dieser frommen Sitte wird allmählich ein geselliges Spiel, bei dem auch mancher Spaß mit unterläuft. „Ein selig neu's Jahr geh dich an", bildet sich nach dem „Klopf an!" als stehender Glückwunsch aus, an den sich komische und groteske Wünsche anreihen unb ein Mummenschanz begleitet bas Neujahrssingen. Hans Folz schlägt in feinen Sprüchen schon biese lustig frohe Seite ber Feier an. Scherz- unb Spottreben wechseln in Rebe unb Gegenrebe. Liebeslieber ertönen, unb an sie schließt sich etwa folgenber Wunsch: „So wünsch' ich bich so lange gesunb, Bis eine Linse wiegt hunbert Pfunb, Und bis ein Mühlstein in Lüften fleugt Und ein Floh ein Fuder Weines zeucht Und bis ein Krebs Baumwolle spinnt Und man mit Schnee ein Feuer anzündt; hiemit ein- gut's seliges neus Jahr Und hau hin, daß dich Gott bewahr! und Dank erschallen läßt. Lessing weiht König Friedrich eine begeisterte Neujahrsode, die das Jahr 1754 mit vollen Akorden einleitet. Den leicht tändelnden Rokoko-Scherz vertritt bas Neujahrslieb bes jungen Goethe, bas 1768 für Käthchen Schoenkopf gebichtet, feine erste gebrückte Ge- bichtfammlung „Neue Lieber" einleitet: Wer kommt! Wer kauft von meiner War'! Devisen auf bas neue Jahr, Für alle Stänbe. Und, fehlt auch einer hie und da, Ein einiger Handschuh paßt sich ja An zwanzig Hände." (Scherl-Bilderdienst-M.) Aerzte der Tierärztlichen Hochschule wollen nun versuchen, die Todesursache festzustellen. Der eingegangene See-Elefant war ein ungewöhnlich großes Stück dieser Tierart. Als der Wärter seinen „Roland" betreuen wollte, fand er ihn in seinem Wasserbecken verendet auf. Vor einigen Tagen ist auch der See-Elefant „G o l i a t h" des Zoos in Hannover e i n g e g a n • gen. Das Tier hatte ein Gewicht von 60 Zentnern. Die Untersuchung hat ergeben, daß „Goliath" infolge Platzens eines Blutgefäßes in der Nierengegend an innerer Verblutung verendet ist. Er dürfte etwa 14 Jahre alt geworden fein. Blinder Alarm im Bankgebäude. Während sich Angestellte unb Arbeiter zu den Arbeitsstätten bewegten, erscholl dieser Tage frühmorgens plötzlich aus der Filiale ber Deutschen Bank unb Dikontogesellschaft in Kassel lautes Sirenengeheul unb am Fenster erschien bas rote Leuchtbilb „hilf e, U e b e r f a 11". In ber sich rasch anfammelnben Menge fanb sich schließlich ein Mutiger, ber sich mit einer Taschenlaterne auf bie Suche nach ben vermeintlichen Bankräubern machte. Auf sein energisches Pochen an ber Eingangstür öffnet ihm in höchster Erregung bie Putzfrau; von ihr erhält ber Mann bie Aufklärung bes Alarms: Beim Staub wischen hat sie unvorsichtigerweise ben Alarmhebel gebrückt. Die Spannung ber roartenben Menge löste sich in einem großen Gelächter auf. Seine kecken unb leicht frivolen Ratschläge unb Wünsche atmen bie Anmut ber lebensfreubigen Anakreontik. Die schwermütige Melancholie ber sentimental-weltschmerzlichen Empfinbsamkeit spricht sich bagegen in ben „Neujahrsgebanken" bes Frei- Herrn von C r e u z aus, ber sich in ber Silvesternacht eine welthistorisch phantastische Vision vor bie Seele ruft, wie sie bann in Prosawerken Jean Paul, E. T. A. Hoffmann, Jeremias Gott- Helf ausgestalten. Aus bem Jahre 1784 stammt bas „Neujahrslieb" von Johann Heinrich Voß: „Des Jahres letzte Stunbe ertönt mit ernstem Schlag", bas im ernsten Rückblick unb hoffnungsfrohen Aufblick allgemein menschliche Empfinbun- gen ausspricht, bie ber Chor aufnimmt. Stimmungsvoll ....... ~' Zwölf Raben in der Neujahrsnacht. Von Geora Briitinq Die Straße war hart gefroren. Am Nachmittag, so um fünf herum, war es kalt geworben, ein scharfer Winb war gegangen, ber hatte sich jetzt roieber gelegt, es war ganz ruhig, aber bie Kälte war geblieben. Die Rabspuren ber Wagen, ber Ochsen- roagen natürlich, es gab im ganzen Dorf keine Pferde, glaube ich, nur Ochsen und Kühe und Ziegen, die Radspuren der Ochsenwagen also waren kantig gekerbt und wie hartgeschnittene, länglichrunde Muscheln waren die erstarrten Fußspuren ber Zugochsen. Der Bach neben der Straße war gefroren, auch erst seit ein paar Stunden. Mittags und Nachmittags noch war es tauig gewesen, und da war der Bach noch langweilig geflossen, grüngrauschillernd. Aber jetzt war er wahrhaftig zugefroren, eine grauweiße, blasige Eisdecke trug er, darunter floß er wahrscheinlich noch, aber das sah man nicht. Wasserpflanzen, die am Rand wuchsen, und Schilfstengel und so grünes Zeug, das aus dem Wasser emporgetaucht war, zahlreich, das erhob sich nun aus der Eisdecke, komisch genug: bas Eis war fruchtbar unb grünte. Die meisten Fenster in ben meisten ber Häuser waren schon bunkel, in einigen aber sah man noch Licht. Ich ging schnell unb war am Dorfranb. Die beschneiten Talwiesen lagen vor mir, auch ber Schnee auf ihnen war frofterftärrt, unb, rechts ber Straße, ber Walb stieg blaugrün unb weißbebuscht herab unb hauchte kühl her. Was jetzt ber Bock wohl trieb, ben wir gestern Hinterm Haus, bicht an ber Stallwanb, belauscht unb belauert hatten? Er lag wohl unter einer alten Schirmfichte, unb sein Atem wölkte grau vor bem feuchtschwarzen Maul, unb bie Augen sahen ruhig vor sich hin. Wer weiß es? Ober es scharrte bie leichte Schneebecke weg, um bas braune Gras zu fressen, wer weiß es? hinter mir lag bas Dorf, ber spitze Kirchturm gmg hoch in ben monblofen Himmel hinaus. Auf der Wiese, zehn Meter von der Straße, stand eine zaundürre Baumgruppe. Es waren drei Bäume mit dünnen Stämmen und mit verzweifelt gespreizten nackten Aesten. Die Bäume froren, das war ersichtlich. Ja, ja, im Frühling trugen sie Blüten und im Sommer Laub und im Herbst Früchte, aber jetzt war Winter, es war der einunddreißigste Dezember, und kurz vor Mitternacht, unb ba trugen sie Schwarzes, Lebendiges: Raben, die Glanzfräcke waren spitz, man scch es deutlich im Schneelicht. Morgen war der erste Januar und ein neues Jahr I würde da sein, schon in fünf Minuten ein neues | Jahr da fein, die Sterne wußten nichts davon und flimmerten gleichmütig, der Wind hatte es vielleicht gewußt und war kalt und schneidend gekommen am Nachmittag (jetzt hatte er sich schon längst wieder gelegt) und hatte den sauberen und klaren Frost gebracht, daß das Jahr gut begänne, nicht in Dreck unb Morast, obwohl bas vielleicht auch richtig unb richtiger gewesen wäre, benn Sumpf unb Morast unb Feuchte ist geburtsgut. Der Winb war gekommen unb bie Kälte, und der Wind war gegangen, und die Kälte war geblieben, unb jetzt mußte halb bas neue Jahr sich erheben. Die schwarzen Burschen auf ben bürren Aesten rührten sich nicht, unb ich rührte mich nicht, sie nicht zu verscheuchen, benn sie sind scheu, die Dunkelvögel, ich hatte es oft erfahren. Da, lief nicht ein Zittern über den Himmel, flimmerten nicht die vollzähligen Sterne stärker, glänzte der Spitzturm nicht klarer und eisgrüner? Das war wohl Täuschung, aber das war keine Täuschung, daß jetzt die Kirchenuhr anschlug, klingend. Der erste Schlag, und schon flog auch der erste Rabe auf, unb ber zweite Schlag unb ber zweite rauschte auf, unb so bei jebem Schlag ein Vogel, unb es waren zwölf Schläge, unb es waren genau zwölf Vögel, unb beim zwölften Schlag war ber zwölfte unb letzte Vogel auf- unb fortgeflogen, unb ber Kirchturm war roieber stumm, unb bie brei bürren Bäume waren leer, unb bie zwölf Raben hockten tiefer in ber Wiese, stumm, schwarz verstreut, bie Vvgelschar, bie scheue, unb jetzt roieber regungslos. Das neue Jahr war ba, unb bie Raben sollen weise sein, unb ich bin nicht weise, unb bie Raben sinb leicht klüger als ich. Dort hockte sie, bie schwarze Gemeinschaft, unb ich ftanb allein hier, unb mir gegenüber bas neue Jahr, bas brängte heran, mächtig mit erschreckenden Kaltglanzaugen, einem unmäßigen Leib unb mit vielen Spinnfüßen, mit einem Dritteltausenb Zappelbeinen, abscheulichen, und ich allein, unb bie klugen Raben immerhin zu zwölfen. Unb unterm gleichmütigen Himmel unb unter ben flimmernden Sternen ging ich ins Dorf zurück und zum Wirtshaus zurück und in die warme Wirtsftube hinein und trank und fang mit den andern, mit den Männern unb ben Frauen. Ich zählte, es waren elf, fünf Männer unb sechs Frauen, unb ich war ber zwölfte, unb nun waren wir auch ein Dutzenb unb sprachen rabenklug unb vogelweise. Unb bie hölzernen Bänke, auf benen wir vor ben hölzernen Tischen saßen, waren unsere Bäume, unsere rointerbürren Bäume. Deutlich sah man bie Maserung der blankgehobelten Tischplatten, bläulichrote Linie im Weißgelben, bas war wie eingetrocknetes Blut, unb mit unseren gekrümmten Zeigefingern hackten wir auf bie Adern, wie mit Schnäbeln, und tranken doch nur roten Wein. Um drei rief einer: „Ein Komet!" Wir praffelten durch den Hausgang ins Freie, lärmend, wie ein Dogelgeschwader, und staunten ben Himmel am Es war kein Komet, aber ein großer Stern glänzte nah unb stark wie nie, unb ihn staunten wir an. Noch später, beim Morgengrauen, ba waren wir Furchtsamen schon längst nicht mehr zu zwölfen, trauten wir uns hinaus in bie junge Frische, unb uns geschah nichts. Silvester in England. Von unserem Londoner Serichierstaiier. L o n b o n , Silvester 1935. Wenn ber Englänber Silvester feiern will, bleibt er nicht in Lonbvn. Er fährt mit bem Morgen- zug nach Paris ober benutzt eines ber schnellen beutschen Junkersflugzeuge, bas ihn in viereinhalb Stunben nach Deutschlanb bringt zu Stätten, an denen man weiß, wie Silvester gefeiert werden muß — wenn auch die Herren Stabtdoktoren mit gemischten Gefühlen der nahen Hochflut von verstopften Mägen und rauhen Gurgeln entgegensehen mögen. Vielleicht liegt die Tatsache, daß in England kein Silvester gefeiert wird, — an der Regierung (gute, schöne, alte Entschuldigung!) und ihren humorlosen Steuerbeamten, die wahrend bes Krieges bie englische Reichssteuer auf alle Arten Spirituosen u m bas Vierfache erhöhte unb bie Gasthäuser u m 2 2 Uhr schließen ließ. Schmunzelnb betrachten sie nun bas Ergebnis ihrer moralischen unb geschäftlichen Tüchtigkeit unb zucken mit ben Achseln, wenn — gerabe vor Silvester — einer ber „freiesten Bürger ber Welt" zu bemerken wagt, baß es boch neben hohen Steuern noch anbere Mittel gäbe, ben ver- stänblichen Durst bes braven Mannes zu löschen. Wenn Silvester in Englanb überhaupt ein Fest ist, bann ist es vielleicht — ein F e st ber B e - sinnlichkeit. Nach ben Jahren ber gefährlichen wirtschaftlichen Krisen, ben Bankrotten unb Lohnkürzungen geht es auch für ben „kleinen Mann" roieber aufwärts. Die Regierung hatte vier Jahre hinburch ihr Bestes versucht, einen Ausweg aus all ber Misere zu finben, unb wenn es ihr auch nicht vollständig gelang, so hatte der Bürger boch Vertrauen unb Hoffnung unb gab ihr bie Möglichkeit, es für weitere vier Jahre zu versuchen. Ehemänner unb Ehefrauen — unb sinb sie nicht überall auf ber Erbe gleich — nehmen sich insgeheim ihre Versprechen ab, bie alle mit den gleichen Worten beginnen: „Aber im n ä ch st e n Jahr...", und wenn sie es aussprechen: „But during the next year ..." — welchen Unterschied macht es aus? * Silvester 1935 in England aber gibt es eine Anzahl Menschen, die besonders froh sind: die Junggesellinnen (und der Leser wird gebeten, den Schreiber nicht für einen Zyniker zu nehmen). Nächstes Jahr ist Schaltjahr, und laut alter englischer Sitte dürfen alle unverheirateten Frauen am 29. Februar 1936 ihrem Auserwälten felbft h i e heirat antragen. Vielleich ist das jener denkwürdige Geburtstag der „Pantöffelchen", die es in England scheinbar in weit größerer Anzahl als anderswo gibt? Doch jedes Unglück hat Glück im Gefolge. Wo bleiben die vielen hundert englischen Karikaturzeichner, bie aus ber Pantoffelehe immer roieber Material schöpfen, es ber schwächeren Hälfte gehörig einzuverleiben unb mit jenen bissigen Zeichnungen ganze hefte zu füllen, bie ber eingefleischte Junggeselle schmunzelnb nach Nummern in feinem Bücherschrank orbnet unb ber verheiratete Gatte, ber sich vielleicht getroffen fühlt, mit befrie» bigtem Kopfnicken im Büro ftubiert. * Silvester in Schv111anb aüerbings ist eine andere Sache, hier hat man sich neben dem Kilt und Dudelsack auch noch andere Sitten aus romantischen Zeiten ins Zeitalter des Gummis und Stahls herübergerettet und jauchzt und jubelt in der Silvesternacht in alten Worten, die gesprochen wurden, als die Bewohner der nördlichen halbkugel nichts von Schotten, Engländern, Franzosen unb Deutschen wußten, sondern von Galliern unb Germanen sprachen. Silvester in Schottlanb beginnt nach Tagesenbe mit Schmausen, wirb mit Ringel- unb Schwerttänzen fortgesetzt unb enbet — wie so manche Herrlichkeit — mit verbotenen Mägen unb müben Augen. Im Lanbe, bas bie Distel im Wappen führt, weiß man aber vielleicht, baß es keine Rose ohne Dornen gibt unb kümmert sich wenig barum, wie bas Leibesinnere bie Atzung verträgt, fonbern feiert Silvester, wie man eben ein Fest ber Hoffnung unb Freube feiert. — Nur in Englanb weiß man nicht, was tun. Unb — o Schreck — meist verlöschen bie Lichter in hüt- ten, Häusern unb Palästen lange bevor bie zwölfte Stunbe schlägt, jene seltsame, ergreife nbe Stunde, in der sich Rückblick und Hoffnung zu wundersamer Empfindung paaren ... Chr. H. Bauer. Wirtschaft Aus den preußischen Nachbargebieten genossenschaftliche Viehverwertung und Händlern) die Verträge ab. Die Viehverteiler werden dann ihrerseits mit den Bauern im Auftrage der Reichsftelle für Tiere und tierische Erzeugnisse die Linzelverträge abfchliehen. den Marktfettpreisen Schlachtwertklasse. Na, Vertrages werden 15 a) 43 (41 bis 43), b)37 bis 42 (34 bis 40), c) 30 bis 36 (28 bis 33), d) 24 bis 29 (21 bis 27). Färsen a) 43 (43), b) 43 (43), c) 43 (41 bis 43), d) 40 bis 43 (37 bis 40). Kälber andere a) 71 bis 76 (72 bis 76), b) 65 bis 70 (65 bis 70), c) 59 bis 64 (57 bis 64) d) 50 bis 58 (48 bis 56). Lämmer und Häm- mel b2) 48 (-), c) 47 (-), d) 45 bis 46 (-). Schafe nicht notiert. Schweme al) 57 (57), a2) 57 (57), b) 55 (55) c) 53 (53), d) 51 (51), e) 51 (51 . Bauen gl) 57 (57), g2) 57 (57) ÜJlarftoerlauf: Rinder sehr lebhaft, ausverkauft. Kalber sehr lebhaft, ausoerkauft. Hammel und Schafe sehr lebhaft, ausoerkauft. Schweine wurden zugeteilt. Großhandelspreise für Fleisch und für Fettwaren Beschickung des Fleischgroßmarktes: 878 Viertel Rindfleisch, 109 ganze Kälber, 11 Hammel, 334 halbe Schweine. Notiert wurden pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch b) 75 bis 77, c) 67 bis 75. Bullenfleisch b) 74 bis 77. Kuhfleisch b) 68 bis 74, c) 58 bis 68. Färsenfleisch b) 75 bis 77, c) 67 bis 75. Kalbfleisch b) 84 bis 94, c) 74 bis 84. Hammel- fleisch b) 90 bis 95. Schweinefleisch b) höchster Preis 74. Fettwaren. Speck aus hiesieger Schlach- tunq, roh unter 7 Zentimeter höchster Preis 80, Flomen höchster Preis 80. Marktverlauf: lebhaft. Der nächste Schlachtviehmarkt findet am Freitag, 3. Januar 1936 statt. Frankfurter Kartoffetgrotzhandelspreise. F r a n k f u r t a. M , 30. Dez. Amtliche Notierungen für Speisekartoffeln (Großhandelspreise per Futtergetreide gegen Abschluß von Schweinelieserungsverlragen Eine Maßnahme zue Regelung des Schweinemarttes. 50 kg bei Waggonbezug, Frachtverrechnung Frank- furt a. M.): Industrie hiesiger Gegend 3,10 RM., gelbslesichige hiesiger Gegend 2,90 b'S 2 95 weiß-, rot« und blauschange hiesiger Gegend 2 70 RM. Tendenz: ruhig. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 30. Dez. Der letzte Getreidegroßmarkt im Jahre 1935 hatte nur noch schwachen Besuch und demzufolge kaum Geschäft. Soweit Abschlüsse zustande kamen, betrafen sie Lieferungen zum neuen Jahre. Brotgetreide war zu den höheren Festpreisen für Januar angeboten. Sonst blieb die Marktlage unverändert. Am Rauy- futtermarkt zogen die Strohpreise weiter an. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W *3 205, 16 208, W 19 212, W 20 214, Roggen R 12 168, R 15 171 R 18 175, R 19 177 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futteraerste —, Sommergerste für Brauzwecke 225—230, Hafer . Weizenmehl W 13 28,05, W 16 2830, W 19 28,30, W 20 28,65, Roggenmehl R 12 22,45, ^15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizennachmehl 17,00, Weizenfuttermehl 13,50. Weizenkleie W 13 10,65, W 16 !0,80, W 19 11,00, W 20 11,10, Roggenkleie R 12 9 95, R 15 10,15, R18 10,40, R 19 10,50, Mühlenfestprefte ab Mühlenstation. Soyaschrot m M. 16,20^ Palm- tuchen m. M. 1630, Erdnußkuchen m. M. 18,30 Treber —, Trockenschnitzel 830 Großhandelspreis ab Fabrik-Station, Heu 8,70-9,00, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt 3,80-4,00, dto. gebündelt 330—3,80. Ruhig. Gefängnis für verbotene Glücksspiele. Spielhöllen im kleinen. LPD. Frankfurt a. M., 27. Dez. Immer wieder lassen sich leichtsinnige Menschen trotz der hohen Strafandrohungen zu verbotenen Glücksspielen verleiten. Nicht nur" in den Großstädten finden sich Spielergesellschaften zusammen, auch an kleineren Plätzen spielt das Glücksspiel im Verborgenen eine Rolle, wie aus der Feststellung von 21 Glücksspielern in Limburg hervorgeht, die dieser Tage der Polizei ins Garn gegangen sind. Es ist nicht immer leicht, Glücksspieler auf frischer Tat zu ertappen, denn sie treffen sich nicht nur in verschwiegenen hinterzimmern größerer und kleinerer Lokale, sondern öfter in Wohnungen, Mansarden usw., wo sich diese Spielhöllen im Kleinen auftun. Die Einsätze sind selten gering und auch in Limburg wurden beträchtliche Summen umgesetzt. Jeder Wirt in einem öffentlichen Lokal ist verpflichtet, den Gästen Glücksspiele zu untersagen. Verbotene Spiele sind: „Meine Tante, deine Tante", Pokern, Mauscheln, „17 und 4", Ecarts und Lotterie. Ein ange- klagter Wirt, der sich vor Gericht entschuldigte: „Ich kenne überhaupt kein Kartenspiel", bekam vom Richter die Antwort: „Dann ist es höchste Zeit, daß Sie es lernen!" Unkenntnis schützt bekanntlich nicht vor Strafe. Wer ohne behördliche Erlaubnis öffentlich ein Glücksspiel veranstaltet, oder die Einrichtungen zur Verfügung stellt, wer sich an Glücksspielen beteiligt, wird mit Gefängnis und mit Geldstrafen bestraft. Als öffentlich gelten auch Glücksspiele in Der- einen oder geschlossenen Gesellschaften, in denen Glücksspiele gewohnheitsmäßig veranstaltet werden. In allen Fällen der Bestrafung ist es auch mögttch, auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte zu erkennen. Gewerbsmäßige Glücksspieler werden besonders scharf angefaht, ihnen droht Polizeiaufsicht und Ueberweisung an die Landespolizeibehörde. Es ist der Polizei zu danken, trotzdem die Glücksspieler unter sich „dicht halten", daß immer wieder Spielernester ausgehoben werden, denn viele dieser vom Spielteufel Besessenen vernachlässigen Frau und Kind. Nicht selten sind sogar Unterstützungsempfänger am „grünen Tisch" festgestellt worden. Und oft genug bilden diese Spielhöllen den kleinen Anlaß zu menschlichen Tragödien. Kreis Wetzlar OOKinzenbach,27. Dez. Am zweiten Weihnachtsfeiertag hielt der Turnverein fein Wm- tervergnügen, verbunden mit einer schlichten Weihnachtsfeier, im Saalbau Peusch ab. Bei recht gutem Besuch nahm der Abend durch die zahlreichen und gut gelungenen Darbietungen einen anregenden Verlauf. Mit flotten Weisen der Musik und einem Prolog, gesprochen von einem Jugendturner inmitten eines lebenden Bühnenbildes, wurde der Abend eröffnet. Das folgende kleine Theaterstückchen löste wahre Lachsalven aus und wurde mit leb* anschloß. _ , > Hochelheim, 27. Dez. Bei einer Treibjagd in unserer Gemarkung wurden 33 Hasen und ein Fuchs zur Strecke gebracht. 2m Verhältnis zu den Ergebnissen früherer Jahre ist ine Strecke als gering zu bezeichnen. Dornholzhausen, 27. Dez. Im Distnkt „Brand" unseres Gemeindewaldes waren dieser Tage nach Schneefall Sauen e i n g e k r e i st wor- den. Da nur wenige Schützen zur Verfügung standen konnten die Sauen aus dem Treiben unbeschossen entkommen. — In die hiesige Jagd. Hütte wurde ein Einbruch verübt, wobei Ferngläser Wäsche- und Bekleidungsstücke, Rauchwaren usw entwendet wurden. Die Diebe hatten das Dach der Jagdhütte an einer Stelle zertrümmert und waren auf diese Weise in die Hütte emge- drungen. Trotz der von der Gendarmerie sofort an- gestellten Ermittelungen fehlt von den Dieben bis jetzt jede Spur. D Niederkleen, 27. Dez. Dieser Tage fand in unserer Feldmark ein Kesseltreiben statt. Es wurden nur 11 Hasen und em Fuchs erlegt. Im Vergleich zu früheren Jahren ist die Strecke als sehr gering anzusehen, besonders, wenn man be- denkt, daß im vorigen Jahre eine solche Treibjagd nicht veranstaltet wurde. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Dienstag, den 31. Dezember. Silvester. GrohenBufeck. 20 Uhr: Gottesdienst; Posaunenchor — Oppenrod. 18.30: Gottesdienst; Posaunenchor. — Watzenborn-Steinberg. 20: Gottesdienst. — Hungen. 19.30: Jahresbeschlußfeier. Mittwoch, den 1. Januar. Neujahr. Gießen. Stadtkirche 9.30 Uhr: Propst Knodt; 17: Pfr. Becker. — Iohanneskirche. 9.30: Pfarrassistent Weber- 17: Pfr. Bechtolsheimer. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfr. Janusch. — Petruskapelle. 9.30: Pfr. Trapp. — Wiefeck. 9.45: Hauptgottesdienst ; Kollekte für das Winterhilfswerk des deutschen Volkes; 11: Kinderkirche. — Alten-Bufeck. 10: Gottesdienst; Kollekte. — Steinbach. 10: Gottesdienst; Kollekte. — Albach. 12.30: Gottesdienst; Kollekte. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst: Kollekte für das Winterhilfs- werk. — Rödgen. 10: Gottesdienst; Kollekte. — Annerod. 13: Gottesdienst; Kollekte. — Kirchberg. 10: Gottesdienst; Kollekte für das Winterhilfswerk. — Mainzlar. 13.30: Gottesdienst; Kollekte. — Treis an der Lumda. 10: Hauptgottesdienst; Kollekte; 11: Katechismuslehre. — Klein-Linden. 13.30: Gottesdienst; Kollekte. Garbenleich. 13: Gottesdienst. — Hausen. 10: Gottesdienst. — Langsdorf. 11: Gottesdienst; Kollekte. — Bettenhausen. 13.30: Gottesdienst; Kollekte. — TNünzenberq. 11: Gottesdienst; Kollekte. — Hungen. 10: Gottesdienst; 13.30: Kindergottes, dienst. — Trais-TNunzenberg. 13.30: Gottesdienst; Kollekte. — Langd. 13: Gottesdienst. — Kirtorf. 13: Hauptgottesdienst. — Ober-Gleen. 10: Hauptgottes, dienst. — Veitsberg. 10: Gottesdienst; Kollekte. — Beltershain. 12.30: Gottesdienst; Kollekte. — Barbach. 14: Gottesdienst; Kollekte. — Großen-Vuseck. 10.30: Gottesdienst; Kollekte für das Winterhilfs- roerf. — Oppenrod. 13: Gottesdienst: Kollekte für das Winterhilfswerk. — Watzenborn-Steinberg. 13: Gottesdienst. Evangelische Stadlmission (Löberstraße 14). Mittwoch, den 1. Januar. Neujahr. 20.15 Uhr: Evangelisationsvortrag. Christliche Gemeinde (Zu den Mühlen 2). Mittwoch, den 1. Januar. Neujahr. 20.30 Uhr: Predigt. Reuapostolische Gemeinden, handelstrahe 1 — Lderstraße 13. 9.30 Uhr: Gottesdienst; 16: Gottesdienst, katholische Gemeinden. Dienstag, den 31. Dezember. Silvester. Gießen. Predigt und Andacht nicht 17.30, sondern 20 Uhr. Mittwoch, den 1. Januar. Neujahr. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 17.30: Vesper. — Grimberg. 9.45: Hochamt mit ' Predigt. — Hungen. 7.45: Hochamt mit Predigt. — Cid). 10: Hochamt mit Predigt; 14: Andacht. — । Nidda. 8.15: Hochamt mit Predigt. — Scholten. ‘ 10.30: Hochamt mit Predigt. Freitag, den 3. Januar. Gießen. 6.30 Uhr: Segensmesse. — Dich. 7.15: 1 1 Segensmesse. Die Lieferung muß im Juni und Juli 1936 im Mindestgewicht von 120 Kilogramm Lebendgewlch erfolgen. Die Abnahme nach dem Verkaussgewicht geschieht auf bestimmten Schlachtviehmärkten. Nach dem Verkaufsgewicht geschieht die Abrechnung zu den Marktfestpreisen der^n ^ra^ kommenden Rentner Futtergetreide je Schwem, und zwar 14 Zentner Futterroggen und 1 Zentner Mais zum Roggenfestpreis im Liefer- monat frei Empfangsstation geliefert. Der Preis für das Futtergetreide wird bis zur Lieferung der Schweine gestundet und bei der Ablieferung vom Verkaufserlös abgezogen. baffem Beifall ausgenommen. Ferner fanden starken Beifall die folgenden turnerischen Darbietungen, an denen Jugendturner, Turnerinnen und akttve Turner gleich beteiligt waren. Wahrend akttve und Juqendturner mit Vorführungen am Pferd, Barren und Reck aufwarteten, holten sich die Turnerinnen mit gymnastischen Hebungen und Stabubungen Beifall. Nach dem turnerischen Programm fand noch eine kleine Verlosung statt, an die sich Tanz Ahein-Mainische Börse. Mittagsbörse weiter befestigt. Frankfurt a. M., 30. Dez. Die Börse er- öffnete mit stillem Geschäft, war aber auf allen Marktgebieten an die Samstagsbörse weiter befestigt. Es lagen einige Kaufaufträge aus dem Publikum vor, während die Kulisse keine besondere Tätigkeit entfaltete. Am Aktienmarkt ergaben sich zumeist durchschnittliche Erhöhungen von 0,25 bis 0,50 v. h. Bevorzugt wurden Montanpapiere, da man mit ziemlicher Sicherheit auf eine Wiederaufnahme der Dividendenzahlung mit 2 v. h. beim Stahlverein rechnen zu können glaubt. Die Umsätze waren jedoch sehr klein. Stahlverein 73,75 bis 74 (73,50), Rhem- stahl 103 (102,25), hoesch 85 (84,25), die übrigen Werte zogen etwa 0,25 v. h. an. Von chemischen Werten eröffneten IG.-Farben mit 148,50 (148,75), dann anziehend auf 149, Scheideanstalt mit 219,50 (219). Elektroaktien lagen ruhig, aber bis 1 o. h. höher, so Siemens, RWE., Elektr. Lieferungen, Felten und Bekula, dagegen gaben Schuckert auf 118 (119) und Licht und Kraft etwa 1,50 v. h. nach. Maschinen- und Motorenwerte notierten überwiegend 0,50 bis 1 v. h. fester. Sonst setzten noch u. a. em: Kunstseide AKU. 51,50 (51), Holzmann 86,75 (86,50), Reichsbank 180 (170,50), Gement Heidelberg mit unv. 117,75 und Zellstoff Aschaffenburg mit unv. 79,75. Schiffahrtsaktien bröckelten ab. Der Rentenmarkt fand etwas größeres Interesse, die Umsätze waren bei höheren Kursen lebhafter. Altbesitz 110,65 bis 111 (110,25), Kommunal- Umschuldung zunächst unv. 87,60, dann auf 88 ansteigend, Zlnsvergütungsscheine 91,80 (91,60) und späte Reichsschuldbuchforderungen 97 (96,90). Im Verlaufe blieb das Geschäft allgemein sehr klein, die Grundstimmung war freundlich. Nennenswerte Kursveränderungen ergaben sich kaum mehr. Sehr fest notierten indes Deutsche Linoleum mit 141,90 bis 142,50 (139), anderseits gaben Bernberg auf 100 (101) und Südd. Zucker auf 197,50 (199,50) nach. Auch am Rentenmarkt war die Umsatztätigkeit im weiteren Verlaufe klein bei gut gehaltenen Kursen, etwas höher nochmals späte Reichsschuldbuchforderungen mit 97,13 nach 97. Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen lagen unverändert, dagegen zogen Liquidations-Pfandbriefe und Stadtanleihen zumeist etwas an. Der Auslandrenten- markt war geschäftslos. Tagesgeld war zum Jahres-Ultimo etwas gefragt und erhöhte sich auf 3 (2,75) v. h., war aber verhältnismäßig sehr leicht. Abendbörse ruhig. An der Abendbörse blieb die Haltung am Aktien- und Rentenmarkt freundlich, bei wenig veränderten Kursen nahm das Geschäft aber einen sehr ruhigen Verlauf. Gegen den Berliner Schluß war die Kursgestaltung etwas ungleichmäßig, wogegen gegen den Frankfurter Schluß meist leichte Befestigungen zu verzeichnen waren, höher waren u. a. einige Montanpapiere ebenso eine Anzahl von Elektro- attien. Etwas niedriger notierten Scheideanstalt mit 219 (219,50). Am Rentenmarkt waren Altbesitz mäßig leichter mit 110,75 (111), während die im Freiverkehr gehandelten Werte gut behauptet blie- den, Kommunal-Umschuldung 88, Zinsvergütung 91,85, späte Reichsschuldbuchforderungen 97,13 und Wiederaufbauzuschläge 67 Geld. U. a. notierten: Altbesitz 110,75, IG. Farben- Bonds 123, Dekosama I 112,75, 4,50 v. h. Baden- Baden Gold 90, 6 o. h. Krupp 105,50, 4,50 o. h. Nassauische Landesbank KO 6, 7, 8 93,50, 5,50 o. h. Frankfurter Hypothekenbank Liquid. 100,95, 4,50 v. h. Rheinische Hypothekenbank Gold R. 18 bis 25 96,50, 4,50 v. h. hessische Landesbank Gold R. 1 bis 9 96,25, Adca 67,25, Commerzbank 84, DD.- Bank 83,75, Dresdner Bank 83,75, Pfälzische hypo- thekenbank 82, Reichsbank 180,50, harpener 109,50, Rheinstahl 103,40, hoesch 85,25, Mannesmann 79,25, Stahlverein 74,25, AKU. 51,25, AEG. 35, Bekula 135,50, Bemberg 100, Conti Gummi 159, Daimler 91,25, Scheideanstalt 219, Deutsche Linoleum 143, Licht & Kraft 126,75, IG. Farben 149, Feinmechanik Setter 78, Gesfürel 125,25, Goldschmidt 106,25, Holzmann 87, Junghans 82,25, Schuckert 119,50, Siemens 165, Süddeutsche Zucker 197,50, Schöferhof 166,50, Reichsbahn - Vorzugsaktien 123,50, Allgemeine Lokal & Kraft 118, hapag 14,65. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 30. Dez. Auftrieb: Rinder 457 (gegen 463 am letzten Montagsmarkt) darunter 75 Ochsen, 34 Bullen, 240 Kühe, 108 Färsen. Zum Schlachthof direkt: 1 Kuh. Kälber 755 (641), Schafe 98 (12), Schweine 1628 (2779). Notiert wurden pro ein Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 43 (am 23. Dezember 43), b) 43 (43), c) 43 (40 bis 43), d) 40 bis 43 (35 bis 38). Bullen a) 43 (43), b) 43 (43), c) 43 (43), d) 43 (—). Kühe Heber den Abschluß von Schweinelieferungsverträgen erteilen die Fachschaftsleiter der Viehvertei- ler bei den Schlachtoieyverwertungsverbänden und die Zentralorganisationen für genossenschaftliche Viehverwertung weitere Auskunft. Fwd. Bekanntlich pflegen vom Monat Mai ab in jedem Jahr die Auftriebe an Schweinen auf den Schlachtviehmärkten mehr_ ober weniger stark rückzugehen, weil dann der größte Teil der Futtermittel aus eigener Ernte verbraucht ich. Das Ziel, das der Reichsnährstand mit der Marktordnung verfolgt, besteht aber gerade darin, eine dem Bedarf entsprechende möglichst gleichmäßige Verteilung während des ganzen Jahres ficherzusiellen. Auf Grund gemeinsamer Beratungen des Reichs- und Preußischen Ministeriums für Ernäh- rung und Landwirtschaft und des Reichsnährstandes hat sich das Reichs- und Preußische Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen der auf dieses Ziel gerichteten Maßnahmen entschlossen, mehrere hunderttausend Tonnen Futtergetreide aus den Beständen der Reichsstelle für Getreide, Futtermittel und sonstige landwirtschaftliche Erzeugnisse zur Verfügung zu stellen. Das (Betreibe wird gegen Abschluß von Schweinelieferungsverträgen für etwa 350 000 Schweine ausgegeben. Die Reichsstelle für Tiere und tierische Erzeugnisse schließt in diesen Tagen mit Viehverteilern (Zentralorganisationen für Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die höhe der zuletzt beschlossenen $ranffurf a.2Jl. | Berlin Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. h., Sranffurt a. M. Aranklun a. 211. Berlin Schluß- fürs Schlußl. Abend- bSrse Schluß- furt Schlußk. Mittag- börfe_ Datum 28-12. 30-12 2812- 30 12. 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 100,4 100,4 100,5 100,5 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 97 97,13 97 97,13 5'/,% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-MIös.-Schuld mit 102,5 । 102,5 103,4 103,5 110,25 110,75 110,4 111 <*/,% Deutsche ReichSpostschatzan- 99,9 Weisungen von 1934, 1....... 6% ehern.8% Hess. Volksstaat 1929 100,2 100 99,9 /rürtyahlb 102%)............ 97 97 97 v/t% ehern. 8°/o Hessische Landes' banl Darmstadt Gold R. 12.... 96,25 96,25 96,25 96,25 5*4% ehern. 4*/,% Hess. Landes. Hypothekenbank DarmstabtLioui 41/.% ehern. 8% Dar inst. Komm. LandcSb.Goldschuldverschr. R.6 100,75 100,75 — — 92,25 92,5 — Oberhessen Provinz-Anleih« mit 117,75 Deutsche ftomm. Eammelabl. An- leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4N°/o'ehem.8°/o Franks. Hyp.-Bank 112 112,4 112,65 113 Goldpse. 16 unkündbar bis 1935 96,4 96,4 — 6%% ehern. 4Yt% Franks. Hyp.- 100,8 100,95 6Yi% ehern. Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse..... 100,1 101 100,9 100,9 4>/,% ehern. 8% Pr. Landesptand- büesanstalt, Psandbriese R. 19 4y,% ehern. 7% Pr. Landerpfand. vriesanst., Gold komm. Obl.VI 97 97 97 97 97 97 97 97 Hteuergutsch.VerrechnungSk. 34-38 107,9 1 107,9 107,9 107,9 4% Oesterrelchlsche Goldrente.... 4,20% Österreichische Stlberrente 1.2 1,2 28,9 29,5 1,25 8,95 9 9,05 8,95 4% Ungarische Staatsrent« v. 1910 8,65 8,75 8,8 8,75 412 0/ bgÄrtj. non 1913 .......... 8,9 8,85 9 9 6% abgest. Goldmerikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Gate 1..............—. 12,4 । 12,13 i Svv 12,5 12,3 — M Gchluß- hir< Schlußk. Abmd- bSrse Schluß« fürs Schlußk. Miltag. bSrse Datum 28 12 30.12 28-12- 30-12- 4% veSal. Gerte II ........... 9,5 9,5 — 5% RumSn. vereinh. Rente v. 1903 5,7 5,7 5,5 5,5 4>/,Ä,Rumän.vereinh.Rentev.ldlS 8,65 — 8.6 4% Rumänische vereinh. Rente 4,8 4.9 4,85 4.85 Anatolier ......... .. 38,75 38,65 39 38,9 Hamburg-Amerila-Pakel ..... Hamburg-Südam. Darnpfschifs . 0 0 14,5 14,65 14,5 14,9 26 Norddeutscher Lloyd ......... 0 16,5 16,25 16,25 16,75 A.G. sür Verkehrswesen Akt. .. 0 85,25 85.5 85,4 86 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 — 113,5 113,9 114 Commerz, und Privat-Bank ... 0 83,75 84 83,75 83,75 Deutsche Bank und Disconto. Gesellschaft................ 0 83 83,75 83 83,75 Dresdner Bank.............. 0 83,75 83,75 83,75 83.75 Reichsbank ................ 12 179,5 180,5 180 180,5 A.E.G...................... U 34,4 35 34,65 34,75 Bekula.................... 10 134 135,5 134,65 135,75 Elektr. LteferungSgefellschaft .. 6 112,25 112,5 112,5 113 Licht und Kraft ........... 6% 127,5 126,75 127 126,5 Reiten & Guilleaume......... 4 109,5 111,25 110,25 112 Gesellsch.s.Elektr.Unternehmung. 6 124,25 125,25 124,75 125.4 Rheinische Elektrizität ........ 6 129 —— 129 132 Rhein. Wests. Elektr.......... 8 130,5 131,4 130,25 131,13 Schuckert LEo............... 4 119 119,5 119,25 119,4 Siemens L Halske............ 7 163,5 165 163,5 164,5 Lahmeyer LTo.............. 7 119,75 121 119,65 121 Buderus .................. 93 94 92,9 93,75 Deutsche Erdöl ............. 4 105,5 106,5 105,25 106,5 ( 108 109.5 108,75 109,5 Hoesch Eisen—«öln^reuessen . | 84,25 85,25 84,5 1 85,4 Ilse Bergbau .............. 6 - 153,25 Ilse Bergbau Genüsse....... 125,5 125,9 125,75 125,25 Klöcknerwrrke .............. 81 81,65 81,13 81,5 Mannesmann-Röhren,,,,,,, . a to,66 i 78.25 M.65 1 TW Schluß, kurs Schlußk. Abend, börse Schluß- hird Schlußk. mittag* börse Datum | 28 12. 30 12 28 12. 30-12- ManSfelder Bergbau....... 117,25 117,75 117,25 KokSwerke ................ .. 6 — 115 116,25 Rheinische Braunkohlen .... . 12 — — 209,25 210 Rheinsiahl ................ .. 4 102,25 103,4 101,9 102,75 Bereinigte Stahlwerke...... .. 0 73,5 74,25 73,4 74,13 Ltavi Minen ............. .. 0 17,65 17,65 17,5 17,65 Kaliwerke Aschersleben...... .. 6 120 120,5 119,25 Kaliwerke Westeregeln...... .. 6 114,5 114 114,25 114,25 Kaliwerke Salzdetfurth..... 7y, 173 173 173,5 173,4 I- (9. Farben-IndusMe..... .. 7 148,75 149 148,65 148,9 Scheldeanstalt............. .. 9 219 219 —— — Goldschmidt .............. .. 6 105,5 106,25 106 105,9 Rütgerswerke ............. .. 6 112 — 112,25 113,25 Metallgelellschast........... .. 4 110 110,65 — — Philipp Hohmann ......... .. 4 86.5 87 86,5 86,65 Zementwerk Heidelberg .... Eemenlwerk Karlstadt....... .. 7 .. 6 117,75 128 118 128 — • Schultheis Patzenhofer ..... .. 4 — — 100,65 100,5 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 51 51,25 51,25 51,13 Bemherg................. .. 6 101 100 99 99,75 Zellstoff Waldhof .......... .. IS 116 115,5 115,75 115,75 Zellstoff Aschaffenburg ..... .. 0 79,65 79,75 79,5 79,75 Dessauer Gas............. .. 7 — —— 119,75 120,25 Daimler Motoren.......... .. 0 90,5 91,25 90,65 90,9 Deutsche Linoleum......... .. 8 139 143 139,25 143,25 Crenftetn & Koppel....... .. 0 — 74 74,5 Westdeutsche Kaufhof...... .. 0 25 24,75 24,75 24,9 Ehade................... TU 284 284,5 284,25 284,5 Accumulatorev-Fabrik..... . 13 — 168,13 168.13 167,25 Lnnti-Gummt........ .. 8 159 159 159 159 Gritzner................. .. 0 I 24,25 I - | 24,4 1 25,75 Mainkraftwerke Höchtz a.M. .. 4 87 87 — - Süddeutscher Zuck« 10 159,5 i 1 188,5 1 198,5 Lombardzinsfuß 5 v. h. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. ZIL 28-Dezember 30.Dezember Amtliche Notierung Geld I Ärief Amtliche Notierung Geld | Brief Buenos 8Ure Brüssel..... Rio de Ian. Sofia ...... Kopenhagen. Danzig..... London ..... Helsingfor».. Paris ...... Holland ... Italien..... Japan ...... Jugoslawien Oslo'..... : 0,673 41,90 0,137 3,047 54,82 46,80 12,275 5.405 16,375 168,83 19,98 0,717 5,654 61,64 48,95 11,13 63,29 80,82 34,00 10,28 2.486 0,677 41,98 0,139 3,053 54,92 46,90 12,305 5,415 16,415 169,17 20,02 0,719 5,666 61,76 49,05 11,15 63,41 80,98 34,06 10,30 2,490 Banknoten 0,671 41,88 0,137 3,047 54,68 46,80 12,245 5,395 16,42 168,83 19,98 0,715 5,654 61,49 48,95 11,11 63,14 80,82 34,02 10,315 2,486 0,675 41,96 0,139 3,053 54,78 46.90 12,275 5,405 16,46 169,17 20,02 0,717 5,666 61,61 49,05 11,13 63,26 80,98 34,08 10,335 2,490 Lissabon.... Stockholm... Schmelz .... Spanien.... Budapest ... Reuyork ... Berlin, 30 .£>ejem6er Welt» Sriei _ Amerikanische Roten.............. Belgische Roten.................. Dänische Roten ................. Englische Roten ................. Französische Roten............... Holländische Roten............... Italienische Roten................ Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten............... Schweizer Noten................. Spanische Noten................. Ungarische Note» 2,438 41,76 54,47 12,21 16,37 168,41 61,33 62,97 80,64 33,66 2,458 41,92 54,69 12,25 16,43 169,09 61,57 63,23 80,96 33^0