Nr. 280 Erstes Blatt 185. Jahrgang Samstag, Sv. November 1935 I Gießener Anzeiger AufM-skausSpuren. $)cr Kührer spricht in Der neuen OeuifchlanDhalle 'ch° Erscheinungen nnerpolitifdjer Garungen in ~ a w - , . , _ ' < V fremden Landern pflegen bei uns nhn? hpfonhor»« irrifA yMrtffotlFttttnnoftM**.* .... . ** ~ __ Erste MaffenkunDgebung DerRSOAP.in Dem neugeschaffenen BerttnerVersammlungsranm ■ §11 i 2 3 I I Hl Professor v Arnim 53 ■3 s? 3 c 3 5 5. Ä SO* SS 5- 5 I I 3 3 n § 3 o 3 |8 3 A> c/ = 3.0 w 3_ O ZA 3 O 3 unb ftänbiger _ .. » _ vtut,u.CH Macht getan. Der wirtschaftliche unb soziale Aufbau des deutschen Volkes vollziehe sich im Schatten des deutschen Schwertes. Eine Armee stehe zu seinem Schutze bereit, um die Grenzen zu sichern unb bie Sicherheit seiner Arbeit immerbar zu gewähr- leisten. Dann gibt Dr. Goebbels b e m F ü h r e r bas Wort, ber mit einem unbeschreiblichen Jubelsturm empfangen wirb unb erst nach geraumer Zeit sprechen kann. eröffnet bte Kunbgebung mit bem alten Kampfgruß auf ben Führer, in ben bie 20 000 jubelnb einstim- men. Für ben Gau Berlin fei es eine besonbere Ehre, ben Führer unb Reichskanzler in seinen Reihen zu sehen, einen ber wenigen Staatsmänner ber Welt, ber mit Stolz bekennen könne, baß er es durch seine weitschauenbe Politik verstanben habe, sein Volk aus den Händeln der Welt herauszuhalten. Er habe bas nicht unter Der- Zicht auf ben beutfchen Ehrenstanbpunkt unb burch unterwürfigen Pazifismus, fonbern unter ständiger Wahrun- *■ *' - ~- Jahrtausende alten Veranstaltung ber olympischen Smele steht Denn wir beabsichtigen, unserer Tätigkeit jene beiben wesentlichen Eigenschaften bes Sports zugrunde zu legen: bie Offenheit unb b fe Lo y alltat. Sie können sicher sein, baß biefe Eigenschaften von unserer Seite uneingeschränkt zur Geltung kommen werben." (Lebhafter Beifall.) 2® 1 fr o H % 8 fr uen Freundschaften, aber biefe Vorsicht ist eine c w n " 9’"eu e. Seine ganze Geschichte ber beutschen Ehre Ehrung ber deutschen Annahme von Anzeigen für bie Mittagsnummer bis 8'/,Uhr bes Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von70mm Breite 50Rpf.,Platzvorschrist nach vorh.Vereinbg.25°/„ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B ® g" cr~ V -83 3 O O 5s iSs V : * O ;a» it ?? IJ Sa M <» ...» c n 3 3 »0 * o 0 » öS ss . Berlin, 29. Nov. (DNB.) Mit einer Kundgebung des Gaues Groß-Berlin ber NSDAP, würbe am Freitaqabenb Europas schönster G r o ß h a l l e n b a u, bie Deutschlanb- Anwesenheit bes Führers unb Reichskanzlers unb ber führenben Männer aus Bewegung unb Staat feierlich feiner B e - stimmung übergeben. Als gewaltiger, leuchtenber Block liegt ber riefen» pafte Bau auf bem weiten Felbe unweit bes Bahnhofs Elchkamp, bas schon zum Olympischen Viertel ber Reichshaupt st abt gehört. Scheinwerfer tauchen bie Stirnfront in gleißendes Licht. Zwischen ben acht hohen Vierkantsaulen hängen in langen Bahnen bie Reichsflaggen, bie auch oon ben Fahnenmasten auf bem Dach wehen. Lorbeergrün ist ber einzige Schmuck ber burch ihre Linienführung einbrucksvoll genug wirkenben Halle. Der breite Wandelgang mit feinen Hellen Farb- tonen, ben geschickt angebrachten Leuchtkörpern, ben 'chmucken Verkaufs,- unb Erfrischungsstänben, bem eigenen Postamt, löst bie erste Bewunberung aus. Des Staunens aber ist kein Ende, als bie Besucher ben inneren Raum betreten. Völlig ohne Säulen bietet ber 25 Meter hohe Raum von allen Platzen eine hervorragenbe Sicht. Die Stirnfront mit bem Aufbau, ber sich über bie ganze ©reite der Halle hinzieht, trägt auf schwarzem Tuch bas silberne Hoheitszeichen, flankiert von ben Freiheitsfahnen ber Bewegung. Der Aufbau selbst ist mit frischem Grün unb leuchtenben Chrysanthemen abgebeckt. Die indirekte Beleuchtung erfüllt den bis auf den letzten Platz besetzten Raum mit schönem unb angenehmem Licht. Das riesige Oval mit bem Kopf an Kopf besetzten Jnnenraum, mit den überfüllten hochansteigenden Rängen bietet ein noch nie gesehenes Bild. Kurz nach 20 Uhr geht ein Raunen durch bas Haus. Alles erhebt sich von ben Plätzen: ber Führer kommt.' Geleitet vom Gauleiter Dr. Goeb - bj l s, bem stellvertretenben Gauleiter Görlitzer Staatskommissar Dr. L i p p e r t unb seiner stimmten Begleitung, schreitet er unter bonnernben Heil- rufen burch ben Mittelgang zum Pobium. Dann ziehen bie St anbarten unb Sturmfahnen des Gaues in bie Halle unb nehmen im Halbrunb auf bem Pobium Aufstellung. Gauletter Dr. Goebbels * o Erscheint täglich, außer Sonntags unb Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild > Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illusttierte „ 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer (Bemalt - Dankte bem Vorrebner unb führte u. a. aus, baß = %e, S Gründung «ber deutsch-französischen i Gesellschaft in Pans unb Berlin zufällig er» - roI?tJe.1- Kein Zufall aber sei bie Tatsache, baß auf beiben Seiten bie Gründung von Kriegs- ; Teilnehmern vorgenommen worden sei, denn sie : kennen bie Verwüstungen unb Leiben bes Krieges bie Iraner ber Frauen unb wüßten, baß ber Krieg' : 0>e Ausrottung ber Jugenb bebeutet unb bamit bas Wohl ber Volker trifft. Deutschlanb habe Achtung vor bem Lebensrecht der anderen Völker. Deutsch- land sei ein Bollwerk gegen ben Bolsche- ro i smus unb bamit ein Schutz für ganz Europa. Die Ausgabe ber beutsch-französischen Gesellschaft Jei, emen bescheidenen Anfang zu machen unb Gleichgesinnte m allen arbeitenden Schichten der Volker zu suchen. Möge, so schloß der Redner unter allgemeinem Beifall, ein günstiger Stern über un» [eren »eftrebungen walten, deren Ziel der Friede der Menschheit ist. Der Aeichssporlführer führte bann in seinem Vortrag aus- .„An dem Beispiel der Antike erkennen wir, daß die Leibesübungen schlechtweg zu ben " Bilbungsfaktoren der Menschheit zahlen unb baß, so wichtig eine Erziehung vom Geiste her fein mag, eine Erziehung vom Leibe her nicht tumber wichtig ist." } ..Der Reichssportführer beschrieb in kurzen Zügen ’TrflUn0 ber deutschen Leibesübungen Dem Zündsätze ber neuen beutschen Volksorbnung ent- Qbe der Staat ebenso wenig ben feport selbst zu machen, wie er etwa selbst Wirtschaft J”? auszuüben ober die Aecker Mbft zu bestellen habe. Er habe lediglich bie hoV Darlegungen bes Gesamt- Zweckes ber Leibesübungen, die jjch aus ben vier Kommandant L'Sovital ^ne herzliche Begrüßungsansprache, in ber er alle Aaste willkommen hieß. Möge man auf beiben Setten ber Grenze bie Pflicht verstehen, bie sich allen |telle: f u r bie fommenbe Generation eine bessere Zeit vorzubereiten, in ber jeber durch seine Arbeit sich einen Platz an ber Sonne Ichaffen könne. „Wenn wir", so fuhr ber Rebner fort, „ein festes Gebäube errichten wollen, müssen wir es vermeiben, unsere Blicke auf den gegenwärtigen Gesichtskreis zu beschränken. Die Vaterlandsliebe, die jeden Staatsbürger beseelen muß, hat nicht ein Mißverstehen der anderen Länder zur Folge. Ein Volk, so schrieb Marschall Fach, lebt von der Arbeit und nicht nur vom Ruhm. Es scheint mir, daß unsere beiden Länder in ihrer Geschichte ausreichend Ruhm finden, um nun jene Stimmung ber Ruhe unb Harmonie zu schaffen, bank ber man in ber Familie unb in ber Werkstatt enblich wirb frei atmen unb ber Zukunft mit mehr Vertrauen entgegensehen können. Man muß hoffen, baß ein Tag kommen wirb, an bem unsere beiben großen Cänber in ber Erkenntnis ber Bebeutung ber Sicherheit unb bes Friebens eine vertrauensvolle Zusammenarbeit auf» Nehmen können. Frankreich ist vorsichtig m fei» -S" pfr *23 3 fl'4’ ft £ französischer Sprache gehaltener Vortrag bes Reichssportführers ftanb. Der Abenb verlief außerorbentlich befriebigenb unb bot den zahlreich erschienenen Franzosen und Deutschen Gelegenheit ml einem angeregten Gedankenaustausch. Unter den Anwesenden sah man neben dem Reichssport- fuhrer und seinen Begleitern unb bem beutschen Botschafter bie leitenben Persönlichkeiten des Comite France-Allemagne unter Führung des Kommandan- danten L'Hopital und der deutsch-französischen Gesellschaft rote Staatsrat von Stauß, Professor von Arnim und Reichskriegsopferführer Ober- linbober. Auch der Präsident des französischen Olympiakomitees, Mass ar d, und mehrere französische Abgeordnete wohnten dem Empfang bei. Nachdem von dem Präsidenten des Comite France-Allemagne ein Hoch a u f den Führer und oon bem beutschen Botschafter ein Hoch auf den Präs ibenten ber französischen Republik ausgebracht worben war, hielt Gerabe weil bies vorn Auslanb fast gar nicht unb mir mit geringen Ausnahmen anerkannt zu roer- i dm pflegt, sinb solche Vorkommnisse wie bie in krasilien als Beweismaterial für bie beutsche Auf- fcFfung ber gemeingefährlichen Wirkung ber bolsche- lr stischen Propaganba von größter Wichtigkeit. Man sollte baher erwarten, baß im Zusammenhang tot ben Ereignissen in Brasilien ber Unterredung, dir der Führer unb Reichskanzler in diesen Tagen mit einem amerikanischen Journalen hatte, im Auslanb eine erhöhte unb befonbers ailuelle Bebeutung beigemessen wirb. Er hat barin 2 utschlanb als bas Bollwerk bes europäischen Westens gegen ben Bolschewismus bezeichnet unb eneut ben schon auf bem Nürnberger Parteitag uirfünbeten Entschluß wieberholt, baß bas national- soiialistische Deutschlanb Propaganba unb Terror dl> Bolschewismus rücksichtslos mit benselben Mitteln auch weiterhin bekämpfen werbe. Der Hinweis bc Führers unb Reichskanzlers bem Amerikaner gegenüber, baß bie Vereinigten Staaten bei ihrer mitten geographischen Entfernung von bem sowjet- ruüischen Branbherbe für biefe Notwenbigkeit wenig Srftänbnis zeigen, wirb burch ben bolschewistischen Anfstanb in Sübamerika gerabezu zu einer ernsten un> bringlichen Warnung, biefer geographischen llnrsernung eine allzu große Bebeutung zuzumessen. 2e«n es zeigt sich, baß ber Bolschewismus, ber ja aug seinem Programm nach eine roeltreoo* llirionäre Bewegung sein will, keine Entfernungen kennt, fonbern seine zerstörenbe Tätigkeit an a l l e n schwachen Punkten ber Welt ansetzt.' So Hut soeben ber Vizekönig von Inbien bie Auf- ireiffamfeit bes Staatssekretärs für Jnbien in Bfiibon auf bie Tätigkeit ber Dritten Jnternatio- «ole gelenkt unb eine Abänberung bes Strafgesetzes iidc7 revolutionäre Bestrebungen oertanat. In 3ug o f [ a ro t e n ist es biefer Tage ber Agramer Bob,5ei gelungen, ben Zentralausfchuß ber illegalen Mmmunistischen Partei mit einem umfangreichen ptpaganbamaterial auszuheben. Aehnliche Mel- simgen unb Erfahrungen wieberholen sich eigent- Ich jeben Tag unb aus allen Länbern ber Welt ®m Ueberblick über ben Riesenraum ber neuen Deutschlanb-Holle. — (Scherl-Bilberbienst-M.) Die völkerverbindende Aufgabe des Sporks. Der Tieichssportführei- spricht in Paris vor dem „Comite France-Allemagne fremben Ländern pflegen bei uns ohne besonderes ■ö fH/je ausgenommen zu werden, besonders wenn es sich um vorübergehende Ausbrüche handelt, die • Aufrechterhaltung der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen gar nicht ober wenig ergibt sich schon aus bem vorn neuen Deutschlanb strenge eingehaltenen unb auch auf bie Sprache ber Presse unb auf bie öffentliche Meinung ubergeganaenen Grunbsatz, sich nicht in bie ?""^r§,o.litischen Antzelegenheiten anberer ßänber unb Volker einzurnischen, wie wir auch eine solche von frember Seite in bie beutschen -Verhältnisse zurückweisen müssen. Wenn die Vorgänge in Brasilien, wo es ber Regierung nur unter Aufbietung ber staatlichen Machtmittel unb unter blutigen Opfern gelungen ist, einen sicht- uch von lanbfremben bolschewistischen Elementen planmäßig inszenierten revolutionären Ausstanb zu unterbrücken, auch in beutschen politischen Kreisen starke Aufmerksamkeit finben, so hängt bies bamit Zusammen, baß biefes Ereignis mit einer ber wich- Aufgaben, bie sich bas nationalsozialistische Deutschlanb gestellt hat, in engstem Zusammenhang Peht. Die Unterbrückung ber bolschewistischen Propaganba unb bie Bewahrung les Staates unb Volkes vor ihren verheerenben politischen unb moralischen Wirkungen ist eine ber trunblegenben unb wichtigsten Verbienste, bie bie putsche Regierung für sich in Anspruch nimmt. Es ft ihr burch ihre Energie nicht nur gelungen, biefes Bift aus bem deutschen Volkskörper zu entfernen, fon- hrn sie fetzt auch ihre ganze Wachsamkeit daran, hn zu verhindern, daß es je wieder in ihn ein- (ringen kann. Wenn sie sich dabei auch in erster «nie von den staatlichen und geographischen Be- lurfnissen Deutschlands selbst leiten ließ, so ist sie sch auf der anderen Seite stets bewußt gewesen, daß f,? mit ihrem Kampfe gegen den Bolschewismus vu ch Europa und ber ganzen Welt einen tienst von bleibenber historischer Bebeutung gelei- pt hat. ni djt s o groß sein kann, als baß sie unser Wille nicht bezwingt, baß ber Nationalsozialismus vor keinem Problem bie Flagge streichen, baß er vielmehr seinen Weg gehen wirb, wie bie eterne ihre Bahn ziehen, ba dankt ihm das Haus mit einer Innigkeit, die ein heiliges Gelöbnis ist. Nun schließt der Führer. Er endet mit dem Wort, das an ber Stirnfront biefer Halle steht, bem Wort, in bem all' unser Hoffen unb Wünschen sich vereint, dem Worte: „Deutschland." Die Hymne der nationalsozialistischen Revolution erklingt. Unter ben Klängen bes neuen beutschen ©olbatenliebes: „Flieg, beutsche Fahne, flieg!" marschieren bie ruhmreichen Stanbarten unb Fahnen, bie zum Die Rebe Des Führers war ein triumphales Ereignis. Satz um Satz hämmerte er m bie Massen, bie ihm willig folgten unb ibm immer unb immer roieber burch zuweilen minutenlangem Jubel unb Beifall bankten. Man spürte roieber ben engen Kontakt zwischen Führer unb Volk. Man würbe so bewußt, wie ehr auf biefer engen Fühlung bas ganze Leben bes Volkes unb Reiches beruht. Und fo war biefe Kundgebung unb biefe Rebe bes Führers, die wieder fo ganz denGeistderKampfjahre atmete, ein ebenes Erlebnis für alle, bie baran teilnehmen konnten I ersten Mal in biefer Halle Zeugen eines großen Ereignisses bes Gaues Berlin waren, aus ber Halle. Reichsminister Dr. Goebbels schließt bie 23er- fammlung mit bem breifachen Sieg-Heil auf ben Führer, überleitenb zum Deutschlanblieb, in bas bie Tausenbe mit Begeisterung einstimmen. Dann schreitet ber Führer, begleitet von Gauleiter Dr. Goebbels und den anderen führenden Männern der nationalsozialistischen Bewegung durch die tosenden Massen zur Halle hinaus. Auf der Abfahrtsstraße hatten vom frühen Abend schon viele Tausende ausgeharrt, die nun noch einmal in später Stunde ben Führer grüßen, ba sie in ber Halle keinen Platz niehr gefunben hatten. o 3» - 8 8=8 3 to 1937, wenn die Kleinwohnungen bis zum 31. Dezember 1936 im Rohbau vollendet werden. Eine nochmalige Verlängerung der Steuer- befreiungsvorschriften für Kleinwohnungen wirb künftig unter keinen Umständen erfolgen. Kleinwohnungen, die nach dem 31. März (oder 31. Mai) 1937 bezugsfertig werden, genießen also keine Steuerbefreiung mehr. Alle Volksgenossen, die den Bau von Kleinwohnungen beabsichtigen, werden darauf nachdrücklichst hingewiesen. Für neu* errichtete Eigenheime bedarf es einer Frist' Verlängerung nicht. Eigenheime genießen bereits nach der gegenwärtigen Rechtslage die vorgefehe* nen Steuerbefreiungen, wenn sie bis zum 31. MarZ 1939 (gegebenenfalls bis zum 31. Mai 1939) bezugs* fertig werden. llAEG Ein? moh derE des] . Nom. 29 Sei Vorbil siwldes, das f fäfinbet, an e IMchen Kirc bMenifrfjen l «nen Barsch! -3n Zweisa ’nung an Jtc Bpradje in ( Mer Schärf Konfliktes n wnd die W Wer in : Mlien Bot P in ben I war. Bieln Sine Meini sprechen Mnahme, i»ud) an d ßh wünscht, Mrsicherung gingen mit rorgfäüipe ! sensanktione itiid) das „0 ihnen di parf)t wurde Fullen, w Mleihe ( M bereits d MNne dieses -Diese oorbi Ren Kirche Wlterung < bem itai prung biene inÄ $ir$e 'n JO man hat 5"1 Staat di S ^alienei jWern würd Eisbank u N müßte, t Wwn Bei. £•« LgliW endgul geplant M ®“ Voraussicht drohun Falle ein werde. lid) befand OelausM Staaten Nährend 5* " CdW» iu ziehen, ® . A * iritnl0”; ben Mel“ |if|W 9« iUlie#" entfernt Rjrteien ani glätter hebe Vussol'N Ines Italien i uf Seiti üirö dabei I jrsuchenl Ghronicle" u Ausmachung' ämng „Herr Hm Deutsche Botschafter in Südamerika jt Tehilsei Hingen m B I d Illi Prüfen Sie Ihn Ungesäumt Bei ihrem Opel-Händler intd«Verbindliche Probefahrten: Motorwagen-Verkaufsgesellschaft m. b. HL Frankfurter Strahe 52 - Telephon Nr. 2847 XWesentlich verringerter Brennstoffverbrauch. • Unvermindert große Allgemeinleistung. • Geringere Moiorbean- spruchung. X Bedeutend erhöhte Wirt* schaftlichkeii. • Ausgezeichnete Straßenlage. • Größere Beschleunigung. X Neuartige Formgebung. 1 der lieber r melde« bii on 16 8t* n o s 10iin UnW- 'm unbV ?r jjänbltt England vor neuen Entschlüssen. Die Frage der Oelsperre. - Oie letzte Warnung an Italien. . - V ------ y_.nunMIUU.VII Ui C fü 5 .ronicle" und „Daily Herold" berichten in großer ifmachung, daß Mussolini auf Grund dieser War- ng „h e r u n t e r g e k l e t t e r t" sei. Ier Heber. ' Satans* wnsverhält, anische Bei. 1 Trausam- >erte fQUm Schilderung zeplakii istau getnt- menlchlichn von Ludji. lörbem uti 15 zur M. Hungertod, vom BW eit und ristliche etrotzt habt (onnc von nationalen und eingeborenen Soldaten im Gebiet von Mai Canetta auf feindliche Gruppen gestoßen, die unter Hinterlassung von Gefangene» in die Flucht geschlagen wurden. Die Luftwaffe hat an der Somalifront die ab es» sknischenStellungen vonDagabur mit Bombenbelegt und damit verschiedene Munitionslager zerstört. An der Eritrea- Front sind weitere Erkundungsflüge im Gebiet des Ashiangi-Sees ausgeführt worden. für für kurze Zeit: einzigartige Preisvor- teile bei Sofortkauf der 1936 er Modelle OPEL »Typ Olympia* und OPEL >6« Wiederholung der Führerrede im Rundfunk. Berlin, 29. Nov. (DNB.) Die Kundgebung anläßlich der Eröffnung der Deulfchlandhalle in Berlin mil der Rede des Führers wird am Samstag von 19 bis 20 Uhr auf alle deutschen Sender übertragen. ^e»tungei| Ermittel» 'Z>d. ^estellun. e;®en. "Bund" 'enthüllt, Ni, ^olke nicht ganz die Bedeutung oer Tatsache, daß die bisherigen Gesandte n Deutschlands bei der argentinischen, der brasilianischen und der chilenischen hinrnrnnHw?9 s zllNi : .... SS -Ä ‘6* enste." rfW Der iialienische Klerus opfert Kirchenschätze. Vorbildliche vaterländische Einstellung der katholischen Kirche in Italien. „Morning Post" meldet, daß der in Paris wei- l.nde Sachverständige des Auswärtigen Amtes ?-eteror!onJ. cine vorläufigenBerichtüber tine Besprechungen über die Möglichkeit einer fried- Wen Regelung nach London gesandt habe. Die in Sussicht genommene Lösung sei jedoch von der italienischen Mindestforderung ziemlich weit entfernt und die Aussichten auf eine für alle zarteien annehmbare Lösung sehr gering. Die Natter heben die Warnung Lavals an Auch von Ado her sollen abessinische Einheiten in Richtung auf Ual-Ual Vorgehen. Am Donnerstag überflogen neun italienische Bomben- Nugzeuge mehrere Stunden lang die an der Sud front gelegene Ortschaft D a g a b u r. Die Flieger belegten den Ort und die Umgebung mit angeblich insgesamt 1500 Bomben, unter denen sich auch Brandbomben befanden. Viele Einwohner sind getötet worden. Die K i r ch e von Dagabur, die beim letzten Bombardement fast zerstört wurde verbrannte vollständig. Während des Bombardements haben sich keine Truppen in Dagabur befunden. n.Der italienische Heeresbericht besagt: Auf der Front des 1. Armeekorps nahmen die Operatwnen der D a n a k i l - K o l o n n e ihren Fortgang. An der Front des Eingeborenen-Armee- hat eine Vorhutabteilung beim Abaro-Paß abessinische Gruppen zerstreut. Auf der Front des II. Armeekorps ist eine gemischte Ko- London, 30. Nov. (DNB.-Funkspruch.) Das englische Kabinett wird, wie „Daily Telegraph" meldet, in einer Sondersitzung am Montag besonders die Frage der Sühnemaßnahmen gegen Italien überprüfen. Voraussichtlich wird die englische Regierung auf dieser Sitzung ihre endgültige Stellungnahme zu dem geplanten Oelausfuhrverbot festlegen. Das Blatt meldet weiter, daß sich das Kabinett voraussichtlich auch mit der italienischen Androhung von Gegenmaßnahmen im Falle einer Verschärfung der Sühnepolitik befassen werde. Bei der Erwägung der Oelsperre sei natür- ich besonders zu berücksichtigen, daß das größte Velausfuhrland, nämlich die Vereinigten Staaten, nicht zum Sanktionsblock angehört. Während man glaube, daß die großen amerika- 'ischen Oelerzeuger den Ansichten der Regierung Folge leisten, sei es vielleicht unmöglich, kleinere sielkonzerne von dem Versuch aus der Lage Nutzen •u ziehen, abzuhalten. s‘er schuld an den bisherigen „Illusionen" Italiens NaUuna Frankreichs beimesse. Um so bedeutsamer erscheint die Vorwegnahme einer völ- ug elmgen" Haltung Englands und Frankreichs im Fall eines italienischen Angriffs auf britische Streitkräfte. Noch bedeutsamer aber ist die Tatsache, daß England sich nicht mit der an beide Adressen gerichteten Warnung begnügte sondern ihre Weiter- 8!7^nJtal en durch eine Nachfrage des englischen Botschafters in Pans am Nachmittag des gleichen Tages geradezu kontrollieren ließ! Es ist nicht Unsere Sorge, ob und was Herr Laval aus dem Wortlaut der enalischen Warnungen tatsächlich an den italienischen Botschafter weitergeleitet hat. Zn ledern Fall bestätigen diese Vorgänge eine neue Verschärfung, entgegen der Pariser Beschwichtigungsmache im Zusammenhang mit der kurzfristigen Der- schiebuna der Genfer Sanktionsdebatte. Auf Grund der englischen Warnungen erscheint auch das Dementi Londons zu dem angeblichen Brief Baldwins an den englischen Botschafter in Rom nur ms .eme weitere Bestätigung, daß vor der Warnung tatsächlich ein letzter Fühler erfolgt gewesen ist. pariser Sorgen. Verkehr durck Deutschland als Großmächte, die durch Botschafter vertreten werden, anerkannt sind, dann entspricht das ihrem politischen und wirtschaft- nchen Aufwartsdringen, das Deutschland voll und ganz anerkennt. Kleine politische Nachrichten. Führer und Reichskanzler hat S.M. dem Kaiser von Japan anläßlich der Geburt seines zweiten Sohnes aufrichtigste Glückwünsche übermittelt. * Um die vorläufige Weiterführung der Geschäfte des verstorbenen Reichs st atthalters in Braunschweig und Anhalt Loeper sicher- zustellen, hat der Führer und Reichskanzler den Reichsstatthalter in Thüringen Fritz Sauckel mit ^.^W^rnehmung der Geschäfte des Reichsstatthalters in Braunschweig und Anhalt be> auftragt. Amtssitz und Büro des Reichsstatthalters m Braunschweig und Anhalt bleiben in Dessau. ♦ Der Reichskriegsminister Generaloberst v. Blomberg beendete seine Lesichtigungsreise durch die Standorte im Bereich des 6. Armeekorps mit einem Besuch der Kaserne der Flakabteilung in Dortmund und den Unterkunftsräumen des motorisierten MG.-Bataillons in Dortmund- Wambel. Der Reichskriegsminister startete dann auf dem Dortmunder Flughafen zur Rückkehr nach Berlin. * Die Verhandlungen über die Regelung des deutsch- e st ländischen Warenaustausch e s im Jahre 1936 haben zu einer Einigung geführt. Das Abkommen sieht die Verlängerung des Vertrages vom 4. Januar 1935 auf ein weiteres Jahr vor und enthält nur einige Veränderungen auf dem Gebiete des Absatzes estländischer land- wirtschaftlicher Erzeugnisse in Deutschland. . Seit dem Aachener Kongreß im Jahre 1818 ist öie Rangordnung innerhalb der Diplomatie genau geregelt An der Spitze stehen die Botschafter, denen die päpstlichen Legaten und Nuntien gleichstehen, dann folgen die Gesandten, unter ihnen stehen die Mlnisterresidenten, und schließlich kommen die Geschäftsträger, die nur beim Minister des Auswärtigen beglaubigt sind. Die Erhebung der deut- chen Gesandtschaften in den ABC-Staaten zu Bot- Kasten ist also eine Anerkennung der Größe und Macht der betreffenden Länder. Der alte Reichstag hatte seinerzeit diese Rangerhöhung abgelehnt, weil er kein Gefühl für die wachsende Bedeutung gerade Mer südamerikanischen Staaten hatte. Aber mit Argentinien, Chile und Brasilien verbinden uns nicht nur enge wirtschaftliche Beziehun- g e n, sondern auch solche kultureller Art ^bentinien, das am 9. Juli 1816 seine Un- abhangldkelt erklärte, ist seitdem einer der reichsten a m e n fa ni f d)e n Staaten geworden und eine Korn- und Fleischkammer der Welt. Dieses spanische Argentinien steht ebenso wie das gleichfalls spanische C h i l e, in dem zahlreiche Deutsche leben und eine angesehene Stellung einnehmen, zu uns in freundschaftlichen Beziehungen, die ständig enger werden. Argentinien hat trotz aller Versuche der Entente, diesen Staat auf seine Seite zu ziehen, ,m Kriege sich gegenüber Deutschland durchaus neutral verhalten. Die wachsende Bedeutung dieser Staaten für die Weltwirtschaft liegt vor allem in dem natürlichen Reichtum ihrer Gebiete, die erst mi Anfang der Entwicklung stehen, aber schon jetzt der nordamerikanischen Agrarwirtschaft und dem Bergbau erheblichen Abbruch getan haben. Br a- 11 . Ln, schließlich, dessen weiße Bevölkerung portugiesischer Herkunft ist, und das vor allem in den Sudstaaten zahlreiche blühende deutsche Ansiedlun- gen aufweist, ist fast so groß wie ganz Europa und viel rohstoffreicher. Im Kampf gegen den Bolsche- wismus und die Zersetzungselemente hat dieser Staat jüngst seine Schlagkraft erwiesen. Alle diese drei Staaten liefern an Deutschland, das zu den größten Kundenländern der Welt zählt, ihre Rohstoffe, wahrend sie aus Deutschland Maschinen, Chemikalien, Textilwaren und andere Fertigwaren beziehen. Dieser Handelsverkehr wird ergänzt durch die lebhafte und gegenseitig befruchtende Tätigkeit eines Deutsch-Iberischen Instituts. Wenn diese aufwärtsstrebenden Länder jetzt auch im diplomatischen >Jn zweifacher Beziehung ist die englische War- ning an Italien höchst ausfallend. Erstens ist ihre 1 rache rn einer Deutlichkeit, um nicht zu sagen in ^er Scharfe gehalten, wie sie während des ganzen Rlnsliktes noch nicht da war. Zweitens hat Eng- l^d die Warnung weder dem italienischen Bot- sarfter in London Übergeben, noch sie durch den eignen Botschafter in Rom aussprechen lassen, der sok m den letzten Wochen sehr oft bei Mussolini 3r- «Vielmehr hat London Wert darauf gelegt, jeste Meinung auf dem Weg über Paris «UFprechen zu lassen. Ganz zweifellos besagt diese Mßnahme, daß England seine Warnung zugleich i i ch a n d i e Adresse F ra n k r e i ch s zu rich- iet wünscht, das bisher bekanntlich allen offiziellen Be sicherungen zum Trotz dauernd Sonderabma- Yligen mit Italien vereinbart hatte, u. a. die oirfaltige Abstimmung von Sanktionen und Ge- zesianktionen aufeinander. Tatsächlich betont denn das „Oeuvre", daß der englische Außenminister Paris, 30. Nov. (DNB. Funkspr.) Die Pa- nser Morgenblätter sehen sorgenvoll der weiteren Entwicklung der Lage entgegen. Es liege klar auf Der Hand so schreibt der „Jour", daß London est entschlossen sei, den Krieg in Abessinien lo rasch wie möglich nicht etwa durch Sieg einer der beiden kriegführenden Mächte zu beenden, sondern du r ch die Erstickung Italiens, wie dies Eden zum Ausdruck gebracht habe. Eine derartige Haltung bedeute aber zweifellos das langsame Abgleiten zu einem allgemeinen Ärieg. Für Frankreich fei die Lage deshalb be- sonders bedauerlich, weil es vollkommen unbeteiligt und weder Interessen im Mittelmeer noch in Aegypten oder auf dem Wege nach Kap- stadt und Indien zu verteidigen habe. Trotzdem fordere man es aber auf, öie Waffen g e g e n 31 a I i e n 3 u e r g r e i f e n , um es schnel- ler auf die Kme zu zwingen. Niemand in Frankreich spreche England das Recht ab so zu handeln, denn jeder wolle seine eigenen Interessen vertreten. Man müsse aber auch zugeben, daß Frank- reich feine eigene Auf assung fjabe und >ewe eigenen Interessen zu verteidigen wünsche. Genf und London müßten Frankreich helfen, den Frieden zu sichern und dürften es nicht auffordern, ihnen zu helfen, K r i e g zu führen. Das „Oeuvre" glaubt zu wissen, daß Baldwin eine Aussprache mit dem Ministerpräsidenten ß a o a 1 noch vor dem Wiederzusammentritt des Achtzehner-Ausschusses für notwendig erachte, um einen Plan des gemeinsamen Vorgehens auszuarbeiten, und sich gleichzeitig auchüberDeutfch- l a n d zu unterhalten. JW5 dein ötrafcburn letruß. Mteruna 5 Publikum in 6,2 '"L l,cr„”or-,?q6 Frankreich im Falle ie n* ehe.9 italienischen Angriffs auf die englische Flotte ber im Seiten Englands ftehen werde. Es inpolM,; if? dabe, betont daß die,- Warnung auf Cin ijjlanbreiln ’ ■ä), c„n ® " 0 • a n b s zuruckzuführen fei. " rt worben ®irontc c unt) Dailn Aornfh" st an Ort lebner hab, Weiterbericht des Relchswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Der bei Island liegende Wirbel hat sich weiter verstärkt. Während er jedoch über Frankreich feucht- mitoe Meeresluft nach Mitteleuropa verfrachtet, dringt gleichzeitig kältere Polarmaritimeluft über England nach Norwegen hin vor und bringt dort bei verhältnismäßig niedrigen Temperaturen vielfach Schnee- und Hagelschauer. Da sich die Zufuhr vom Meer stammender Luftmassen fortsetzt, bleibt der Witterungscharakter bei uns auch weiterhin un- beftanbia und wechselhaft, wird aber nicht durch- weg unfreundlich fein. Aussichten für Sonntag: Veränderlich bewölkt mit wiederholten meist schauerartigen Nie- derschlägen, bei lebhaften, südwestlichen und west- lichen Winden für die Jahreszeit mild. Temperaturen am 29. November: mittags 8 Grad Celsius, abends 5,8 Grad; am 30. November: morgens 3,8 Grad. Maximum 8,4 Grad, Minimum 3,3 Grad. Erdtemperaturen in 10cm Tiefe am 29.Nov.: abends 5,2 Grad; am 30. November: morgens 4,4 Grad Celsius. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. X. 35: 10 000. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch- und Stein- druckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf.. mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. wird ferner darauf hingewiefen, daß die Kirche noch große Auslandsguthaben besitzt, für die der Staat ihr Jndustrieaktien anzubieten vermochte. Das Gefühl der Verbundenheit des Vatikans nut dem Schicksal des italienischen Staates ist heute, schon im Hinblick auf die b o l s ch e w i- stische Gefahr, so stark, daß er gern ma- t e r i e 11 e D e r l u st e tragen wird, wenn Italien damit feine nationalen Ziele zum Siege fuhrt. M Die Kriegslage. Widersprechende Heeresberichte. Sä3rn;fara'J:.9l0D- (DNB. Funkspruch.) Nach zuverlässigen Mitteilungen versucht Ras S e y u m gegenwärtig inDerbindungmitRasKassa zu kommen und so eine starke Verteidigungslinie gegen die italienische Nockfront herzustellen. T e m - dien soll bereits von den Abessiniern so gut wie geräumt sein. Lediglich ein Unterführer soll zurückgelassen worden sein, der nun an einer strategisch wichtigen Stelle eine Verteidigungsanlage zu schaffen versucht. Von der Front südwestlich von Adua werden kleinere Pa- tromllengefechte gemeldet, bei denen die Italiener einige Gefangene gemacht haben. An der S ü b f r o n t sollen die italienischen Truppen unter starkem Druck der abessinischen Kräfte Rückwärtsbewegungen ausführen. Man nimmt an, daß die Einnahme von Gorrahal, Gerlogudi und Wardere durch abessinische Truppen kurz bevorstehe. I OPELP4 J’ÜrRM1650atWerk Einzigartiger Vorteil für Sie: OPEL bietet Ihnen ein 4-sitziges Vollauio- mobil, einen 4 Zylinder 4-Takier, zu einem Preis, für den es bisher ein derartiges Wertobjekt nicht gab. Die zielbewußte Weiterentwicklung des hundertiausendfach bewahrten OPEL 1,2 mit vielen neuen Vorzügen. OPEL P 4 der5ZuverläfJigt, MODELLE 1936 SCHON JETZT! Aom, 29. Nov. (DNB.) Nach Meldungen der n, erstellte -^Nischen Presse steht die Beteiligung der oanMyel- °)i chöfe des italienischen Klerus ander Sank- ze das t!i on s a b w e h r, besonders durch Ablieferung des es, das sich im Besitz der Kirchen und Klöster an Innige Jph-Öet, an erster Stelle. Die Begeisterung der ita- IM chen Kirchenväter für die nationalen Ziele des sinanzinPalie Nischen Volkes ist allgemein und hat durch um „W Eli Vorschlag des Erzbischofs von Monreale FinanzbM c^rdfätzliche Bedeutung erhalten. Die Anregung Mche N J» Erzbischofs geht dahin, daß die Kirchen, Treibenb Alister und Wallfahrtsorte das Gold, einem t "!is ihnen von den Gläubigen zum Geschenk ge= m fieimat ™dt wurde, d e m Staat zur Verfügung llnde fi Wen, wofür sie 5prozentige Kriegs- ’cmüqten f'S * x e elntauschen würden. Der Klerus Waqnah W "erests durch zahlreiche freiwillige Spenden im inen Dor bws dieses Vorschlages gehandelt. ide aber' , '^vorbildliche nationale Einstellung der katho- il-nd M £i”n' Kirche Italiens zum Vaterlande hat in der -r die u» Mill kerung einen tiefen Eindruck hinterlassen. Sie n6enl)o: mTb bcm italienischen Volk als Beispiel zur Nach- iiast dienen. Es ist bekannt, daß die Goldschätze 2er ' in Italien ungeheuer groß sind, •U errechnet, daß, wenn diese Bestände ’Wfnnfhti1. dienstbar gemacht würden und wenn in^nkKliener wenig mehr als 2 Gramm Gold [amt ninj a&[ie|?rn würde, sich der Goldhort der italienischen SMisbank um eine Milliarde vermehrt! n müßte, was Italien in die Lage versetzen wrüdi, seinen Widerstand gegen die Sanktionen """Ein weiteres Jahr fortzusetzen. Es kommt/sagt 6639 V PROGRESS Oie Weihnachisanzeige über11000 ständige Bezieher 6913 A sucht. 06074 in her Heimatzeiiung Gießen 6891 D regale u. dgl. m. Kleiderund Z- erfr.i. d Ge- schrank z. kaufen schaftSst. d. G.A. ges. Schr. Ang. GünslGelegenheitl 050^9 Haus. 05104 Krämpfe-^ Jtescfi len. 05126 stücke etc. 6854 D 6722 V Schenken 500 ]m Gebrauch gegen ZUÜlERKRANIfH.,GICHT, BLASEN-U. NIERENLEIDEN, NERVMAGENLEIDEN. \. Preiswert der Kaufleute und Handwerker Gießens findet ihren Käuferkreis in der engeren Heimat. 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Der wird fein meine Scküme «ft ganz voll Mehl, und Muiti ist bald ärgerlich, weil ich immer mit dem b V*? ic zum Teil an die Stelle der Motorräder getreten sind, außerordentlich g e st i e g e n. Aber nicht "lur hierin, sondern auch in der veränderten Zu- 'ammensetzung nach G r ö ß entlassen inner» Auch die Engländer werden wohl demnächst an- fangen, ihren Walfang in der Antarktis und in der Nähe Südwestaustraliens mit größerer Energie zu betreiben, denn lediglich um der Wissenschaft willen haben sie wahrscheinlich nicht mehrere Forschungsschiffe auf Staatskosten in die Antarktis geschickt. Diese Schiffe hatten die Aufgabe, Feststellungen über die Menge der Wale, über die Nah- rungsbedinaungen, über die Walzüge in den verschiedenen Jahreszeiten usw. zu machen. Das Ergebnis war außerordentlich günstig. In der Südsee und in der Antarktis gibt es vorläufig noch so- viele Walfische, daß man ein Aussterben des Tieres wie im Norden einstweilen nicht zu befürchten braucht. Immerhin — die Norweger bauen vor. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Zwillinge auf hoher See. (k. m.) Manila. Weiblicher Passagier mitten auf dem Ozean er- krankt... SOS für ärztliche Hilfe... angstvolle Stunden... und dann: Zwillinge auf der Passagierliste! Auf der Fahrt des Schiffes „Silverbeech" von Vancouver nach Manila ereignete sich folgendes: Als eine Dame plötzlich erkrankte, war Kapitän Irvine in größter Verlegenheit. Er hatte weder einen Arzt noch eine Stewardeß an Bord. Deshalb verlangte er drahtlos sofort einen Arzt. Aber kein Schiff war nahe genug, um Hilfe au schicken. Nun setzte sich der Kapitän mit einem Küstenkrankenhaus in drahtlose Verbindung. Dort erkannte man an öen Symptomen, daß es sich um eine bevorstehende Geburt handelte. Alle Schiffe im Umkreis wurden „3U schweigen" ersucht, um die Übertragung nicht zu stören. Während 24 Stunden versahen der Kapitän und sein erster Steward nach den drahtlosen Ratschlägen die Funktionen eines Arztes und einer Wärterin. Als dann endlich ein Kind geboren war, atmeten die beiden Männer erleichtert auf. Aber ihre Freude war verfrüht, denn sie hatten beide nicht oorausgesehen und infolgedessen die drahtlose Anweisung ebenfalls nicht, daß noch ein Zweiter Erdenbürger ans Sonnenlicht wollte. Noch einmal wurde die dringliche Anfrage ausgesandt, neue Anweisungen folgten und es erschien alsbald ein Zwilling. Vier Tage später dampfte die „Silverbeech" in den Hafen von Manila ein. Der D/mpfer wurde mit Begeisterung empfangen. Alle anderen Schiffe ließen ihre Sirenen heulen, die Mannschaften auf Deck riefen „Hurra", und der brave Kapitän und sein Steward wurden überschwänglich gefeiert Kapitän Irvine ist übrigens Junggeselle! Was es alles gibt. D. P. Winnipeg. Bon einer kanadischen Zeitung ist eine nicht nur höfliche, sondern auch menschliche Geste zu berichten, die eine ihrer langjährigen Kundinnen erfahren hat. Frau O'Donnel hatte eben einem Kinde das Leben gegeben und lag sehr krank in der Klinik. In diesem Zustande mußte alles vermieden werden, was die junge Mutter erregen konnte, und so kann man sich den Schreck der Aerzte vorstellen, als sie erfuhren, daß der Mann der schwerkranken Frau, Herr Harry O'Donnel, verhaftet worden war, weil er ein Fräulein Taylor ermordet haben sollte. Schon in der nächsten Ausgabe würden die Zeitungen mit großer Aufmachung über diesen Fall berichten. Frau O'Donnel las aber, auch in den aefährlichen Tagen, ständig ihr Blatt und würde bestimmt unruhig werden, würde man ihr diesen Abend ihre Ausgabe vorenthalten. Die Leitung des Krankenhauses wandte sich daher an die Schriftleitung der betreffenden Zeitung mit der Bitte, doch eine besondere Ausgabe für Frau O'Donnel drucken zu lassen, worin die Verhaftung ihres Mannes nicht erwähnt würde. Tatsächlich erklärte sich der Verlag bereit, ein Exemplar anders aufzuziehen und es ins Krankenhaus zu schicken. Am nächsten Tag hatte sich die Unschuld von Herrn O'Donnel heraüsgestellt, so daß die kranke Frau zum Glück vor einem furchtbaren Schreck und grundloser Aufregung bewahrt worden war. Walfang-Konkurrenten. N.Z. Oslo. — Walther Fr anke-Ruta: An allen v l e r Z i p f e l n. Roman. 226 Setten. Kart. 3 RM. Ganzleinen 4 RM. Verlag Ullstein, Berlin. — (417) — In diesem Roman wird ein Stück sehr modernen Lebens von einem Mann, der aus vielen Wendungen seines Schicksals manche Einsicht und fast heitere Weisheit gewann, mit realistischem Zugriff packend gestaltet. Der Roman eines Mannes, der glaubt auf der Höhe feiner Erfolge alle vier Zipfel feines Lebens zu halten: Glück, Gesundheit, Geschäft und Giulia, seine schöne Frau. Aber am Schluß des Buches steht der Satz: „Man kann alles von unten anfangen, und man kann alles wegwerfen, außer dem Leben. Es gibt nur Leben und Arbeit, und außerdem Vertrauen und Liebe. Andere vier Zipfel gibt es nicht." Der Roman spielt in Genua und an der italienischen Riviera. Das Verhältnis des Deutschen zum Süden, seine Sehnsucht dorthin und die Schwierigkeit, den Süden wirklich zu begreifen, die Krise des heutigen Menschen in wirtschaftlicher und seelischer Beziehung — das sind die Probleme, die in diesem schönen, sonnigen Buch angerührt werden. diesen gehört der mit der gegenwärtigen Wirtschaftsblute der Kraftfahrzeugindustrie Hand in Hand gehende, rasche Fortschritt der Mo- rorlslerung Deutschlands. Aus Gründen, die mit der schwierigen und unerfreulichen Kriegs- und Nachknegsentwicklung in Zusammenhang stehen, ist Deutschland, das zweitgrößte Industrieland der Welt, in seiner Ausstattung mit Automobilen nicht nur wett hinter sehr viel unbedeutenderen Industrieländern, sondern auch hinter einer Reihe von Agrarländern weit zurückgeblieben. Noch heute weisen folgende Lander — nach der Kopfzahl der Bevölkerung gerechnet und der Reihenfolge nach geordnet — höhere Krastwagenbe stände auf als Deutschland: Vereinigte Staaten, Neu-Seeland, Kanada, Australien, Frankreich, Großbritannien, Dänemark, Schweiz, Belgien, Argentinien, Schweden, Südafrika, Norwegen, Irischer Freistaat und die Niederlande. Unter diesen Ländern entfallen in den Vereinigten Staaten, als dem Lande mit dem höchsten Automobilbestand, auf jeden fünften, in den Niederlanden auf jeden 5 81 e n Einwohner ein Kraftwagen. Erst nach den oben aufgezählten Ländern kommt das Deutsche Reich mit einer Rate von 65 Einwohnern je Kraftwagen Noch vor drei Jahren belief sich die' Rate auf 100 Einwohner je Kraftwagen. Die beträchtliche Verringerung der Kopfquote läßt bereits erkennen, wie stark sich in Deutschland im Verlauf der letzten Jahre der Automobilbestand erhöht hat. Von 694 989 Kraftwagen Mitte 1932 ist bis Mitte 1935 der Automobilbestand (ohne Saarland) auf 1041828 Kraftwagen gestiegen. Allein im Laufe eines Jahres — vom Juli 1934 bis Juli 1935 hat sich der Gesamtbestand um mehr als eine Viertelmillion, nämlich 252 805 Fahrzeuge erhöht. Da- mit hat Deutschland nun die Zweimillionengrenze in seinem Kraftfahrzeugbestand überschritten. Von den insgesamt 2157 811 Kraftfahrzeugen, die im 8uli dieses Jahres gezählt wurden, entfielen über eine Million (1053 556) auf Motorräder, 809 727 mrf Personenkraftwagen und 244 258 auf Lastkraftwagen. Seit der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus ist die deutsche Kraftfahrzeugindustrie, die seit dem Kriege — überflügelt oon einer übermächtigen Auslandkonkurrenz — wirtschaftlich schwer um ihr Dasein zu ringen hatte, wieder zur Gesundung und darüber hinaus zu ausgesprochener Blüte gebracht worden. Gehört doch heute der Automobilbau zu den spitzenführenden Industriezweigen der Konjunktur. Da die Herstellung von Kraftfahrzeugen einen großen und sehr verzweigten Bedarf verschiedenster Erzeugnisse bis wett in den Verbrauchsgüterbezirk hinein (Leder, Textilien, Glas) mit sich bringt, so gehen von dem Austrieb dieses Industriezweiges belebende und anregende Einflüsse auch auf solche Erzeugungszweige aus, die an sich zur Zeit von der Konjunktur weniger begünstigt sind. Das wirtschaftliche Wieder- ?a'aaa bu?fes großen, heute bereits mehr als 100 000 Volksgenossen beschäftigenden Jndustrie- bildet jedoch nur einen Teilausschnitt der vielfältigen Wandlungen, die sich seit Anfang 1933 im Krastfahrwesen vollziehen. — Curt Reinhard Dietz: Heimkehr ins Leben. Ein Roman. 238 Seiten. Kart. 2,50, Leinen 3,70 Mark. Schildhorn Verlag, Berlin. — (497) — Der aus Gießen stammende Verfasser dieses Romans, der sich bereits als Lyriker, Novellist und Romancier einen Namen gemacht hat, ist gegenwärtig Leiter der Reichsschrifttumsstelle im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda und zählt in dieser Eigenschaft zu den führenden Perfönlichkeiten des deutschen Schrifttums. Der spannende und problemschwere Roman „Heimkehr ins Leben", der übrigens bereits im Jahre 1931 geschrieben wurde, behandelt die Schicksale zweier Menschen, die mehr als Romanschicksale im üblichen Sinne sind und übrigens eindringlich zur Beschäftigung mit dem heute erst recht aktuell und populär gewordenen Problem des erb- gesunden Nachwuchses anregt. — Ein vermögender Arzt verbüßt eine jahrelange Zuchthausstrafe — für ein Verbrechen, das er nicht begangen hat; nachdem diese schwere Zeit abgelaufen ist, kehrt er heim ins Leben, um von neuem zu beginnen und sich eine Existenz aufzubauen. Aber die Vergangenheit, die er schon begraben glaubte, erhebt sich an» klägerisch aufs neue in einem geistig verkrüppelten Kinde und mahnt den Heimkehrer daran, daß er einst feine Liebe einer Unwürdigen geschenkt hat. Den wahren und endgültigen Heimweg findet der Held dieses Romans, der ganz aus dem Denken und Empfinden unserer Zeit heraus geschrieben ist, befohlene mit 2 090 947 Pflegetagen, das sind 5730 Pflegebefohlene im Tagesdurchschnitt. Hinzu kommen noch die Hoffnunastaler A n ft a 11 e n rund um Berlin mit den fünf Arbeitslosenheimen Hoffnungstal, Lobetal, Gnadental, Drei» brück, Reichenwalde und das Mädchenheim Gottesschutz in Erkner mit 1350 Plätzen. Das Diakonissen-Mutterhaus Sarepta in Bethel zählte am 31. Dezember 1934: 1948 Schwestern, davon sind 1614 eingesegnete Schwestern, 241 Hilfsschwestern, 90 Probeschwestern, hinzu kommt noch eine große Anzahl von Helferinnen (etwa 300). Von ihnen stehen in der Arbeit: 440 in Bethel, 1088 in Westfalen, 38 im übrigen Deutschland und 52 im Ausland (vor allen Dingen im deutschen Krankenhaus in London und im Rahmen der Bethel-Mission in Ostafrika). Das Brüderhaus Nazareth in Bethel zählte am 31. Dezember 1934: 689 Brüder, davon sind 423 eingesegnete Brüder, 159 Hilfsbrüder, 79 Probebrüder, 20 freie Helfer und Pfleger. Von ihnen stehen in der Arbeit: 294 in Bethel und Eckardtsheim, 73 in Westfalen, 181 im übrigen Deutschland und 15 im Ausland (im Syrischen Waisenhaus, in Palästina und in der Bethel-Mission in Ostafrika). Bethel selbst zählt etwa 6500 Einwohner die Der norwegische Walfang, der bereits einen großen Teil der Antarktis beherrscht, versucht, sich immer weiter auszudehnen. Sein neuestes Fanggebiet ist die westaustralische Küste, an der es ziemlich viel Wale gibt. Trotz der Nähe des Landes haben die Norweger schwimmende Fabriken in die Südsee geschickt, also Schiffe, auf denen der Walfisch gleich vollständig verarbeitet wird. Die Australier betrachten den norwegischen Walfang mit sehr scheelen Augen. Sie fangen selbst an ihrer Küste Walfische, wenn auch längst nicht so intensiv wie die Norweger, und haben keine Lust, sich „ihre" Walfische von Ausländern wegnehmen zu lassen. Möglicherweise wird es daher zu einem diplomatischen Walfischkrieg zwischen Australien und Norwegen kommen. Die Norweger hatten schon einmal, und zwar während des Krieges, in der Nähe australischer Gewässer auf Wale gejagt und damals sogar eine Landstatton angelegt, ohne daß die Australier dagegen protestiert hätten. Man hofft daher auch jetzt auf eine Beilegung des Walkonsliktes. I — Paul Ouenfet: Am Tage Margaret a e. Roman. 267 Seiten. Geb. 4,40 Mark. C. Bertelsmann, Verlag, Gütersloh. — (500) — Diese Erzählung spielt zur Barockzeit an einem kleinen Fürstenhof. Arnold Fehr, ein innerlich haltloser Mensch, hat das unverdiente Glück, von der Herberge weg zum Schloßzimmermann ernannt zu werden. Er phantasiert sich in die Rolle des verkannten Fürstensprößlings hinein, ohne außer feiner dunklen Geburt Beweise beizubringen. Auch Leistungen in seinem Handwerk rechtfertigen durchaus nicht feine Prahlereien. So nimmt ihn denn bald das Leben in feine rauhe Schule. Endlich am Margaretentag, schon unterm Galgen, reißt ihn das Schicksal noch einmal vom Abgrund. Er darf sein verwirktes, armseliges Leben durch schaffende Arbeit retten. Heiße Arbeitsjahre am Bau einer Wendeltreppe haben ihn auch innerlich zum brauchbaren Menschen gewandelt, und wieder an einem Margaretentag wird Arnold Fehr Meister. — Brandenburg: Die Versorgung und Fürsorge der Hinterbliebenen der Offiziere des Friedens- und Beurlaubten ft andes, der Deckoffiziere und Beamten der alten Wehrmacht. Dargeftellt von Oberstleutnant a. D. F. Brandenburg. Im Selbstverlag des Verfassers. Wernigerode a. H. Preis 1,50 Mark. — (461) — Die kleine Schrift will den versorgungs- berechtigten Offiziers- und Beamtenhinterbliebenen der alten Wehrmacht ein zuverlässiger Berater m allen Versorgungs- und Fürsorgeangelegenhelten fein. — Helene Haluschka: Das Liebeslied der Frau Marquise. Roman. 340 Seiten. Leinen 5,80 RM. Verlag Josef Kösel & Friedrich Pustet, München. — (512.) — „Das Liebeslied der Frau Marquise" ist das Lied ihrer Leidenschaft und Sehnsucht, das sie wie einen Fluch an ihre Nachkommen vererbt, denen es zum Schicksal wird. Cs ist jenes Schicksal, das nicht in den Sternen geschrieben steht, sondern in unserem Blut. Mignon erlebt wie ihre Urahne, die Frau Marquise, das ewige Frauenschicksal der Liebe, aber während die Urahne an ihrem Schicksal zerbricht, weil das so übergroße Leid um den verlorenen Geliebten ihr den Glauben an Gott nimmt, wandelt Mignon im Erlebnis der Liebe die Straße zu Gott — Margot Boger: Der große Vagant. Vier Jahre aus dem Leben Walthers von der Dogel- weide, 1208 bis 1212. Roman. 267 Seiten Geb. 4 40 Mark. C. Bertelsmann Verlag, Gütersloh. — (498) — Herr Walther von der Vogelweide ist der machtvolle Mann, dessen Sprüche das Volk begeistern, dessen Fiedel drohend, warnend, lockend und verheißend bei Fürsten und Fahrenden wirbt für des alten Reiches Einheit und Herrlichkeit. Wie tief muß dabei Herr Walther das eigene Herzeleid ver- chließen: wie oft liebedienern bei schmaler Kost und scheelen Blicken, ein alternder Mann, der ewige Vagant! So geistern in diesem Buche deutsches Lied und Leid, deutsche Unrast und deutsche Sehnsucht durch die Jahrhunderte. Der ging mit Wilhelm dem Eroberer nach England? Eine Frage, die die Historiker seit langem beschäftigt, wird in einem kürzlich erschienenen französischen Buch so erschöpfend behandelt, nämlich: Wer ging mit Wilhelm dem Eroberer nach England? Das Buch heißt „Falaise Roll" (Falaise ist die Burg, in der Wilhelm der Eroberer in der Normandie geboren wurde). Nur 315 Name n wissen die Historiker von den Begleitern Wilhelms aufzuzählen, und von diesen Namen existieren heute nur noch sehr wenige in England, Frankreich und Amerika. Die Sammlung der Namen begann bereits 1927, als in England und Frankreich der 900. Geburtstag Wilhelms gefeiert wurde. Das umfangreichste Material boten die Berichte über die Schlacht bei Hastings, deren vornehmste Teilnehmer auf alten Gobelins und in alten Dokumenten erwähnt wurden (wie z. B. Guy de Poitiers, William d'Amiens Orderic Vital usw.). Der „normannische Gotha" soll fortgesetzt werden; man hofft im Lauf der Zeit die Namen sämtlicher Barone zusammenzubekommen, die Wilhelm vor beinahe einem Jahrtausend auf seiner historischen Fahrt nach England begleiteten. Wird Rijinsky geheilt? Jahrelang lebt der einst weltberühmte T ä n z e r Nijinsky schon in einem Sanatorium in der Nähe von Zürich — wie es scheint, in hoffnungslosem Wahnsinn befangen. Seine Frau besucht ihn jeden Tag, und auch die zahllosen Anhänger seiner Kunst können ihn nicht vergesien. Jetzt wollen ein paar bekannte Psychiater noch einmal einen Ver- furh xur Teilung des früheren Ballettänzers machen. Nijinfty war Mitglied d., k°i,°rlich-ru,silch°n Bal- letts In Paris errang er seine ersten internationalen Erfolge. Der große Ballettkönig D l a g hi• leff ebnete ihm den Weg zum Ruhm. Man wußte in allen großen Städten der Welt nicht, wo man ihn mehr bewundern sollte, im Solotanz oder a l s Partner der Anna Pawlowa. Wenn er sich über die Bühne bewegte, dann schienen die Gesetze der Körperschwere aufgehoben zu sein, er schwebte förmlich. Wie er das mache? wurde er gefragt. Ganz einfach, sagte Nijinsky, man macht, wenn man oben ist, eine kleine Pause rm Sprung. Er selbst war oft hingerissen von feiner Kunst, er wollte immer mehr, immer Ungewöhnlicheres erreichen, noch niemals Dargestelltes darstellen, so übersteigerte er seine Ansprüche an seinen Körper, bis er eines Tages, bei einem religiösen Tanz m einer russischen Kirche, zusammenbrach und wahnsinnig wurde. Seine Partnerin, die Pawlowa, machte einen rührenden Versuch, ihn zu retten. Sie ließ ihn ins Theater bringen, wo sie tanzte, aber alle bekannten Weisen, nach denen sie mit ihm früher über die Bühne geschwebt war, machten keinen Eindruck auf ihn, der stumm und nichterkennend in seiner Loge saß. Die Medizin hat sich seit diesem Tage dauernd um den Zustand Nijinskys bemüht. Man ist auf der Suche nach dem Schreckmoment, das damals den Wahnsinn ausgelöst hat. Vielleicht wird die Behandlung diesmal von Erfolg begleitet sein. Aus aller Welt Dank. Familie Heinrich Hofmann, Zugführer 68560 Gießen, den 30. November 1935. Bürgermeisterei Gießen: Ritter, Oberbürgermeister» 05083 6911 D 6880 A 6861D Klein-Linden, den 30. November 1935. 6867 D| Hohensolms Königsberg Krumbach. fängnts geahndet werden. Gießen, den 27. November 1935. Niederbiel Niedergirmes Oberbiel * Oberndorf Steindorf Tiefenbach Waldgirmes Wetzlar mit Büblingshausen. Erda Frankenbach Groß-Altenstädten' Gießen (Horst-Wessel-Wall 17), Berlin, Kiel, Lollar, z den 29. November 1935. Familiendrucksachen Verlobungsanzelgen Vermählungsanzeigen Geburtsanzeigen bei Brühl, Schulstr. 7 Auf dem Wege zum Lustschiff-Weltverkehr 3n Friedrichshafen wird der Bau eines neuen Lustschiffes LZ. 130 vorbereitet. Sie wartet auf Dich: Die Klein- Torpedo zu 8.30 Mk. monatlich. 6785 A Lebensmittel-Verdingung. Arn 11. Dezember 1935, 10 Uhr, werden die küchenbedürfnisie des Ergänzungs-Bataillons 53, Gießen (Gdilsche Fabrik) für die Zeit vorn 1. Januar 1936 bis 30. Juni 1936 einschließlich zu festen Preisen Advent- Kerzen garantiert nicht tropknd,Lieder Stärke n. Farbe Drogerie Elges Seltersweg 66. Albshausen Aßlar Braunfels Burgsolms Dorlar Garbenheim Hermannstein Klein-Altenstädten Nauborn Naunheim Die Beerdigung findet Dienstag, den 3. Dezember, nachmittags 2 Uhr auf dem Alten Friedhof statt. Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen, besonders Herrn Pfarrer Weisel für die trostreichen Worte am Grabe, dem Turnverein für den ehrenvollen Nachruf, der Freiw. Feuerwehr, dem Gesangverein .Teutonia“ für den schönen Grabgesang, für die Kranzspenden, sowie allen denen, die dem Entschlafenen das letzte Geleit gaben, auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank Für die trauernden Hinterbliebenen: Theodor Kreiling, Schmiedemeister Heuchelheim, den 28. November 1935. Veritas - Nähmaschinen (Weltmarke) v. Mk. 115.— an in bar, Wochenraten ä Mk. 1.50 mit entsvr.Ausschl. 1. Rate Januar 1936. Anzahl.-Maschinen werd, bis Weibn. zurückgestellt. o5iio A. Döll, Seltersweg 55 (Seitenbau). Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Richard Wagner Heute entschlief sanft in dem Herrn unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Schwester Frau Elisabethe Wagner Wwe. geb. Moos Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Sohnes Fritz Hofmann sagen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichsten I. Kolonialwaren. II. Bohnenkaffee. III. Frischgemüse. IV. Obst- und Gemüsekonserven. V. Küchenabfälle. verdungen. Los Los Los Los Los Anordnung bekr. die Regelung des Wilcheinzuges der Iflotferel- genofsenschafl Lahn-Ulmtal e. G. m. b. h. in Löhn» berg/Oberlahnkreis und der IMlchzenlrale Gießen, Gebr. Grieb in Gießen, vom 22. November 1935. Klaviere neue u. gebr.,; zu verkauf, u.: zu vermieten.: Reparaturen n. Stimmungen fachgemäß u. preisrv. 453D G.EbeCX Gießen. LudwiOstrahe 5d. Teleph. 2403. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unseres heben Entschlafenen, für die vielen Kranz- und Blumenspenden unseren herzl. Dank. Ganz besonders danken wir der Postbehörde, sowie Herrn Pfarrer Döll für die wohltuend en Worte am Grabe, ebenfalls dem Radfahrverein, dem Schützen verein und dem Sportverein, sowie der Kapelle Schleuse für das letzte Geleit. Im Namen aller trauernden Hinterbliebenen: Frau Ph. Gerhardt Wwe. Steinbach, im November 1935. ostiD § 3. Meine Anordnung, betr. die Regelung des Milch' einzuges der Milchzentrale Gießen (Anordnung über die Regelung des Milcheinzuges der Molke' reien in den Kreisen Büdingen, Friedberg, Gießen), vom 15. November 1934 wird für die Gemeinden Dorlar Waldgirmes. mit Wirkung vom 1. Dezember 1935 außer Krast gesetzt. Frankfurt a. M., den 22. November 1935. Wilchverforgungsverband RHein-Waln. Der Vorsitzende: i.23.: gez. Dr. Bojunga. Die 5>y am „Tag der Rationalen Solidarität". Am 7. Dezember, dem "Tag der Nationalen Solidarität", werden sich auf Befehl des Reichsjugendführers sämtliche Hitler-Jugend-Fuhrer vom Unterbannführer aufwärts und alle Jungvolk- führer vom Stammführer aufwärts an den an diesem Tage durchgeführten Sammlungen beteiligen. Die Hitler-Jugend ist beauftragt, sämtliche Kapellen und Spielsmannszüge sowie Spielscharen der HI. und des Jungvolks zur Propaganda am „Tag der Nationalen Solidarität" zur Verfügung zu stellen. Begnadigung durch den Führer. Der Führer und Reichskanzler hat den durch das Schwurgericht in Breslau wegen Ermordung des Bergassessors a. D. F r i t s ch zum Tode verurteilten Berthold P o l o tz e k zu einer 15jahn- gen Zuchthaus st rafe b e g n a d l g t. Der Gnadenerweis ist ergangen, weil der noch junge und unbestrafte Verurteilte den Entschluß zur Tat in einer durch den Ermordeten herbeigefuhrten 23er« zweiflungsstimmung gefaßt hat, in der er einen anderen Ausweg als die Tat nicht mehr finden zu können meinte. Ehrung einer hundertjährigen. Der Führer und Reichskanzler hat der Frau Elisabeth Leopold in Erfurt aus Anlaß der Vollendung ihres 10 0. Lebensjahres em persönliches Glückwunschschreiben und eine Ehrengabe zugehen lassen. Die Pläne für ein neues deutsches Ozeanluftschiff. Die Pläne für ein neues deutfches Oze« anluftfchiff sind fertiggeftelü. Die Deutsche Zeppelin-Reederei hat daher den Bau des neuen Luftschiffes, das in der Reihe der bisher gebauten Auf Grund des § 8 der Satzung für Milchner« sorgungsverbände, Reichsgesetzblatt 1/1934, erlasse ich zur Regelung des Milcheinzuges der Molkereigenossenschaft Lahn-Ulmtal e. G. m. b. H. in Löhnberg und der Milchzentrale Gießen, Gebr. Grieb in Gießen, folgende Lrgänzungsanordnung: § 1. Meine Anordnung, betr. die Regelung des Milch» einzuges der Molkereigenossenschaft Lahn-Ulmtal in Löhnberg, vom 13. Mai 1935 wird mit Wirkung vom 1. Dezember 1935 für folgende Gemeinden aus dem Kreise Wetzlar in Kraft gesetzt: Ehe noch das zweite deutsche Ozeanverkehrsluft- schiff „LZ 129", das einen neuen Abschnitt in der Entwicklung des Weltluftverkehrs von Frankfurt a. M. aus einzuleiten berufen ist, seine Geburtsstätte verlassen kann, sind auf der Zeppelinwerft in Friedrichshafen bereits die ersten Vorbereitungen für den Bau eines weiteren Großluftschiffes in Gang gekommem Sobald Anfang nächsten Jahres der Z 12 9" nach den ersten Probefahrten von der < aßen Bauhalle auf dem Werftgelände in die auf Lern nahen Flugplatz Löwental stehende F a h r h a l l e übergesiedelt ist, wird die Montage des von der Deutschen Zeppelinreederei in Auftrag gegebenen „LZ 13 0" in Angriff genommen werden. Es ist klar, daß mit dem einen wenn auch noch so leistungsfähigen Luftschiff kein Weltverkehr eröffnet werden konnte. Daher ist man nicht besonders erstaunt, zu vernehmen, daß bereits alle Einzelheiten vorbereitet sind, um nach der Fertigstellung des zur Zeit noch im Bau befindlichen Luftkreuzers LZ 129 sofort ein neues Schiff gleicher Bauart auf Stapel zu legen. Mit der Großzügigkeit, die alle wirtschaftlichen Planungen des Dritten Reiches auszeichnet, wurde das Projekt des Großluftschiffverkehrs auf eine breite und ganz neue Basis gestellt, die zugleich einen neuen Aufschwung für Friedrichshafen als Luftschiffswerft vorbereitet. Es ist natürlich undenkbar und auch praktisch nicht möglich, Luftschiffe dieser Größe und mit so vielen technischen Feinheiten am laufenden Band zu fabrizieren wie etwa Segelflugzeuge oder SportBekanntmachung. Am 3. Dezember 1935 findet, wie alljährlich, die Viehzählung in den Gemarkungen Gießen und Schiffenberg statt. Die Viehbesitzer haben den Zählern die notwendigen Angaben bezüglich ihrer Viehbestände bereitwilligst zu erteilen. Wir weisen nochmals besonders darauf hin, daß unrichtige oder unvollständige Angaben mit Geldstrafe oder Ge- einsitzer. Immerhin ist in Friedrichshafen Vorsorge getroffen, daß in Zukunft der Luftschiffbau mit zunehmender Geschwindigkeit vor sich gehen kann, und daß später, wenn L Z 129 in Frankfurt fein ständiges Quartier bezogen hat, zwei Neubauten gleichzeitig fertiggestellt werden können. Man ist dabei, die Luftschiffwerft durch Errichtung einer neuen R in gbau^ Halle zu erweitern, in der etwa ein Fünftel der notwendigen Haupt- und Nebengerippe des Aluminiumgerüstes gleichzeitig montiert werden können. Beim Neubau hat Knud Eckener, Dr. Hugo Eckeners Sohn, die Montageleitung inne. Da ist ferner der berühmte Erbauer so vieler Zeppeline, Dr. Dürr, der bereits die Pläne für LZ 130 in der Tasche hat. Wenn man recht gehört hat, wurden sogar schon Einzelteile des neuen Luftschiffes in Dur- aluminium hergestellt. Selbstverständlich, daß auch Dr. Eckener senior mit von der Partie ist, der seine Aufgabe darin sieht, die Pläne des Graf Zeppelin lückenlos in die Tat umzusetzen. Und was wird später aus unserem prachtvollen „Graf Zeppelin"? Nach zehnjähriger Dienstzeit will man ihn, dem Vernehmen nach, als Schulschiff in den Dienst unseres Luftschiffernachwuchses stellen. Wenn die Transozean- luftschiffahrt erst in vollem Gange ist, werden sich auf ihm die kommenden Kapitäne, Piloten und Mechaniker ausbilden, damit zum Beispiel eine Generation heranwachsen kann, für die eine Luftschifffahrt nach Tokio etwas so Selbstverständliches sein wird wie uns heute eine sommerliche Badereise. Die Bedingungen liegen bei der Küchenverwaltung des Bataillons, Kaserne Gailsche Fabrik, Zimmer 13, aus. Sie sind daselbst gegen Zahlung einer Gebühr von RM. —,50 erhältlich. Angebote mit der Aufschrift „Angebot auf Lebensrnittel (Küchenabfälle) für 1. Januar bis 30. Juni 1936" sind bis zum 11. Dezember 1935, 10 Uhr, der Küchenverwaltung nur durch die Post einzusenden. Angebote mittels Bietungsscheins, den die Küchenverwaltung unentgeltlich verabfolgt, können nur auf ganze Lose gemacht werden. Bieter sind nach der Verdingungsordnung bei der Deffnung der Angebote nicht zugelassen. Wenn Bewerber bis zum 23. Dezember 1935 nicht benachrichtigt worden sind, muhte das Angebot unberücksichtigt bleiben. küchenverwattung Erg.-Batt. 53. Gießen. Gestern nachmittag verschied unerwartet unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter Elisabeth Reuschling W we. geb. Seibert im Alter von 90 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen : Familie Heinrich Reuschling. Die Beerdigung findet am Montag, dem 2 Dezember, nachmittags 2 Uhr vom Trauerhause, Wetzlarer Straße 71, aus statt __6900D deutschen Luftschiffe die Nummer 130 trägt, in Auftrag gegeben. Das neue deutsche Ozeanluftschiff wird die gleichen Abmessungen wie sein Vorgänger aufweisen: eine Länge von 246 Meter und einen Nenngasinhalt von etwa 190 000 Kubikmeter. Bei der Anlage der Passagierräume sind einige Ergänzungen in Aussicht genommen. Reun fpanische Fischer ertrunken. Aus Gijon, in der spanischen Provinz Oviedo, wird gemeldet, daß ein Fischdampfer mit sechs Mann Besatzung seit zwei Tagen überfällig ist. Da bisher alle Nachforschungen nach dem Verbleib des Schiffes vergeblich gewesen sind, nimmt man an, daß es in einen Sturm geraten und u n - tergegangen ist. Das gleiche Schicksal ereilte ein Fischerboot aus Vigo, das von der stürmischen See zerschlagen wurde. Die drei Insassen ertranken. Kampf der Ratte! Berlin geht in der nächsten Woche in den Kampf gegen die Ratten, die in der Hauptstadt allein jährlich für mehrere Millionen Schaden anrichten. Natürlich soll dieses Beispiel von Schädlingsbekämpfung nicht einzig dastehen, sondern auch im Reich Nachahmung finden. Jedermann soll sich an der Aktion beteiligen. Auch dort, wo noch nie Ratten aufgetreten sind, ist peinlichste Sauberkeit, Forträumung aller Küchenabfälle und allen Gerümpels vonnöten. Außerdem werden in der Woche vom 30. November bis zum 3. Dezember täglich ausreichend Meerzwiebelpräparate ausgelegt, die sich bisher als die wirksamsten Bekämpfungsmittel erwiesen haben. Wer sich dieser Verantwortung entzieht, kann sogar mit Geldstrafen bestraft werden. § 2. Meine Anordnung, betr. Regelung des Milch- einzugs der Milchzentrale Gießen (Anordnung über die Regelung des Milcheinzuges der Molkereien in den Kreisen Büdingen, Friedberg, Gießen), vom 15. November 1934, wird mit Wirkung vom 1. Dezember 1935 für folgende Gemeinden aus dein Kreise Wetzlar in Kraft gesetzt: 69140 ltr.280Dritte$ Blatt Lietzener Anzeiger (General-Anzetaer für Gberheffen) Samstag, 50. November 1955 Handwerker und Beamte im Dienste des MW .Der B« Krim,Handwerksmeister: z. 15 Uhr zum ersten Mal das Weihnachtsmärchen ..Der kleine Muck" von W. Burggraf. Die Spielleitung liegt in Händen von Karl Volck. Musika- Usche Leitung: Ernst Bräuer. Tänze: Thery Schultheis. Außer Abonnement. Ende: 17.45 Ufjr. 19 Uhr „Der Waffenschmied", komische Oper von Lortzing. Musikalische Leitung: Paul Walter. Spielleitung: Heinz Weiser. Außer Abonnement. Ende: gegen 22 Uhr. — Am Dienstag, 3. Dezember, von 20 bis 22.15 Uhr, das Gesellschaftslustspiel „Der Mann mit den grauen Schläfen" von Leo Lenz. Spielleitung: Hanz von Spallart. — Am Mitwochs 4. Dez., von 19.30 bis 21.45 Uhr das Volksstuck mit Gesang „Straßenmusik" von Paul Schurek, Musik von Will Meisel. Die Vorstellung gilt zugleich als 10. Vorstellung im Mittwoch-Abonnement. — Am Freitag, 6. Dezember, von 20 bis 22.30 Uhr, anläßlich des 300. Todesjahres Lope de Vegas findet die alleinige Uraufführung des „Stern von Sevilla" in der freien Bearbeitung von Hans Schlegel statt. Die Spielleitung liegt in den Händen des Intendanten. Die Vorstellung gilt zugleich als 10. Vorstellung im Freitag-Abonnement. — Am Samstag, 7. und Montag, 9. Dezember, als Vorstellungen der NS.-Kulturgemeinde Ring Deutsche Buhne, von 20 bis gegen 23 Uhr „Der Vogelhändler' von Karl Zeller in der völlig neuen Münche- ner Fassung. Freier Kartenverkauf an der Abend- Jch ging schnell nach der Tür zurück, aus der ich herausgetreten war. Beinahe wäre ich in Tränen ausgebrochen wie ein hysterisches Frauenzimmer. Aber das kam wohl nur daher, weil ich, seit ich in Amerika herumreiste, so wenig geschlafen hatte, und weil ich nichts mehr wußte, wie es ist, wenn ein Cello und eine Flöte sich zusammentun. Es war herrlich in Amerika, sagt nichts gegen dies herrliche Land, aber man muß dort geboren sein, um es er- kasse. — Am Sonntag, 8. Dezember, von 19 bis gegen 22 Uhr, außer Abonnement „Der Vogelhänd- ler , Operette von Karl Zeller. Spielleitung: Paul Wrede. Musikalische Leitung: Paul Walter. Tänze: Thery Schultheis. Neben mir ragte eine Ecke des Hotels noch zwei Stockwerke höher auf. Der Wind pfiff am Tank vorbei. Ich fror trotz des dicken Mantels. Alle Fenster des Aufbaus waren dunkel bis auf eins. Da ereignete fich iolaendes: 'Rmpi Annho teils UJenn die Handwerker und Beamten sich am 1. Dezember 1935 stolz als Helfer in den Dienst des Winterhilfswerks stellen, so wirst du, deutscher Volksgenosse, des sind wir gewiß, gern und freudig für deine in Not befindlichen Volksgenossen opfern. Zeige durch die Tat deine Verbundenheit mit dem Führer, seiner Bewegung und der Gemeinschaft. Sei eingedenk des deutschen Spruchs der Novemberplakette des Winterhilfswerks: kostbarste Edelstein — das opferbereite deutsche Herz". handle danach und opfere! tragen zu können. Pavane heißt die Musik, die das Radio eben auf dem Hoteldach spielte, Pavane pour une infante defunte ... für eine tote Prinzessin. Leb wohl, Neuyork! 'Es ist geplant, einige zusätzliche Berufslehrgänge für den Unterrichtsbezirk Gießen einzurichten. Die Durchführung der Lehrgänge wird durch Fachleute bewerkstelligt. Interessierte Arbeitskameraden bitten wir ihre Anschrift zu geben an die Abteilung für Arbeitsführung und Berufserziehung in der Kreiswaltung Gießen, Schanzenstraße 18. Ortsgruppe Gießen-Wille. Unsere Diensträume befinden sich jetzt Schanzen- straße 18, 2. Stock, Zimmer 5 (im Hause der DAF.). Kassestunden: nur noch Montags von 20 bis 22 Uhr. Sprechstunden: Donnerstags von 20 bis 22 Uhr. Sportamt „Kraft durch Ireude". Ausfallende Kurse: Einer Veranstaltung wegen müssen die Kurse für H a l l e n t e n n i s am heutigen Samstag und morgigen Sonntag wieder ausfallen. Sportkursus am Samstag: Körper- schule, Spiele und Waldlauf für Frauen und Männer von 16 bis 17.30 Uhr Universitätssportplatz, Am Sport tu rsus am Montag: Fröhliche Gymnastik und Spiele (nur für Frauen) von 19.45 bis 21 Uhr, Großen-Buseck, Neue Schule. Winterfahrten! Das Programm für die Winterfahrten ist auf der Kreisdienststelle, Schanzenstraße 18, erhältlich. NSV., Ortsgruppe Sießen-Ost. Pfundsammlung für WhW. in der Ortsgruppe Giehen-Osi. Die Pfundsammlung wird Montag, 2., und Dienstag, 3. Dezember, von der NS.-Frauenschaft durch- geführt.- Die Mitglieder wollen die Pfundpäckchen bereithalten und die Mitgliedskarten zur Eintragung vorlegen. Der Inhalt der Päckchen ist außen ichtbar anzugeben. AS.-Bund deutscher Techniker Reichsgemeinschaft der lechn. Wissenschaft!. Arbeit. (NSBDT. — RTA.) Dienstag, 3. November, 20.15 Uhr, pünktlich, im großen Hörsaal des Chem. Instituts, Gießen Lud- wigstraße 21, Vortrag von Geh. Reg.-Rat Pro- fessor Dr. med. S ch enk-Marburg über „Versuche Der Wille des Führers ist es, für die ewige Gemeinschaft, aus der sich immer wieder die Ration erneuert, einzutreten, indem das ganze deutsche Volk für sie sorgt. Handwerker und Beamte! Am 1. Dezember 1935 kämpft ihr in gemeinsamer Einsatzbereitschaft für den Sozialismus der Tat. Ihr seid des Führers treue Gefolgsleute, wenn ihr im Feldzug gegen hunger und Kälte mit der Sammelbüchse in der Hand in vorderster Front steht. Dem Gedanken der Volksgemeinschaft verleiht ihr lebendigen Ausdruck, wenn ihr mikhelft, den letzten deutschen Volksgenossen zu erobern. der Weltumsegler und Forschungsreisende Kapitän Kircheiß über das Thema: „Polarkreis Süd — Polarkreis Nord" (Die Polargebiete und ihre Bs- deutung für die deutsche Fettversorguna). Der Vortrag findet im Studentenheim (Leihgesterner Weg) statt. Auf die heutige Anzeige sei besonders aufmerksam gemacht. Oberhessischer Geschichtsvereln. Der Oberhessische Geschichts-Verein veranstaltet am kommenden Donnerstag, 5. Dezember, im Hör- saal 44 der Universität einen Vortragsabend. Pro- seyor Dr T a e g e r, Marburg, spricht zur Geschichte der Freiheitsidee bei den Griechen. (Siehe heutige Anzeige.) Vortragsabend der Evangelischen Frauenhilfe Gießen. Am kommenden Dienstag findet im Cafs Leib eine Versammlung der oberhessischen Frauenhilfen statt. Pfarrer Weinberger- Darmstadt wird über das Thema „Luther — was er war und was er wollte" sprechen. (Siehe heutige Anzeige.) Deutsche Arbeitsfront. Abteilung für Arbeitsführung und Berufserziehung in der kreiswaltung Gießen. Gruppe Dentisten. Und so soll uns auch der Adventskranz wieder ein Wegweiser sein. Er soll uns lehren, daß die trüben Tage bald oorübergehen, daß der Helle Lichterbaum erstrahlen wird, der nicht nur den Kindern, sondern auch uns Erwachsenen gar viel zu sagen hat. Sein Licht leud)tet uns hinüber ins neue Jahr, zu einem neuen Frühling, zu einem reichen Sommer. Und deshalb grüßen wir den Adventskranz mit frohen Augen! Hochschulnachnchten. Professor Dr. Karl Zeiger von der Universität Frankfurt ist beauftragt worden, in der Medizinischen Fakultät der Marburger Universität vom Wintersemester 1935/36 ab die Vertretung der durch das Ausscheiden des Professors Nau d frei- gewordenen Professur für Anatomie wlchrzunehmen. Examensangst und ihre Heilung. Zu einem Nervenarzt kam ein Theologiestudent. ct9tre über feine tiefe Niedergeschlagenheit, über Schlastosigkeit, über Magen- und Darmstörungen. Natürlich hatte er eine heimliche Braut, Grund zu doppelter Verzweiflung. Denn nie würde er sein Examen bestehen und das liebe Mädchen heirn- suhren können. Der seelenkundige Arzt — Dr. Johannes Neumann berichtet im Dezemberheft von Velhagen & Klasings Monatsheften über diesen.Fall und ähnliche aus feiner Praxis — geilte den Kranken, indem er feinem Leben nach- glng. Der Student war auf der Schule immer der Erste gewesen und nahm auf der Universität auch wieder den Wettlauf auf, der Erste zu sein, gönnte sich — wörtlich — keine Zeit zum Essen und Ausruhen. Dieses Strebertum verärgerte seine Kameraden, so daß er immer einsamer wurde. Je näher das Examen kam, um so stärker wurde sein Arbeitsdrang, um so mehr stieg seine Unruhe. In dieser Unruhe aber zitterte er um seine Geltung. Diese Gedankengänge — so schreibt Neumann — sind von einer bloßen Bewußtseinspsychologie her nicht zu erfassen. Wenn wir aber den Menschen als Ganzheit nehmen und ihn in steter Bewegung sehen auf sein oft unbewußtes Ziel hin, so ist alles Denken und Handeln zu verstehen von diesem Ziel her. Die Unruhe, die Hast des Arbeitens, die Verzweiflung und schließlich die Depression sind auch von diesem Ziel her zu begreifen. Das Ziel der Ueberlegenheit wird starr aufrechterhalten, aber auf der Universität im freien Wettkampf erweist es sich als unbrauchbar. Die Aufdeckung einer so unverständigen Lebensweise ermöglichte allmählich die Aenderung der Gesamteinstellung. Der Student genas, machte ein gutes Examen, gewann Freunde, ist verlobt und in der nunmehr praktischen Berufsausbildung begriffen. Wir haben noch vor kurzem bei der Totenfeier cuf dem Gottesacker gestanden, wir haben die Gräber unserer Lieben besucht und sind stumm nach Hause gekommen ... Wieder ist bald ein Jahr zu Cnöc, wieder floß ein reicher Sommer dahin. Zu frmerc, empfinden wir so die Vergänglichkeit alles Irdischen, wie in diesen nebelschweren Wochen, in denen die Nacht in den Tag hängt. Die Bäume stehen kahl und verlassen, auf den Wegen raschelt das burre Laub. Kein Vogel singt mehr, und die paar Blumen, die noch blühen, sind' ohne Duft, und kein Bienlein erscheint, um Honig zu holen ... Darnrnrung liegt fast den ganzen Tag über Stadt unb Land. Die Natur ist zur Ruhe gegangen. netnl Es gibt auch in der Natur keinen Stillstand. Aeußerlich mag es Jo scheinen, als ob alles in tiefem Schlafe läge, im Innern der Erde aber, unter der Rinde der Bäume treibt und schafft es Tag und Nacht. Da werden neue Kräfte gefanv rnejt da ist ein unaufhörliches Wachsen und Weiterleben. — Und nun kommt der Adventskranz und erinnert uns daran, daß wir noch mitten drin im Leben stehen, daß wir weiterwirken und schaffen müssen. Das erste Lichtlein mag uns noch traurig stimmen, t.?5 '° ^lein dasteht. Aber schon in einer Woche strahlen zwei Lichter auf dem Kranze, und dann werden es drei fein, schließlich vier. Das ist ein gutes Vorzeichen. So soll es auch bei uns sein. Wir stehen ja nicht allein in der Welt. Wir finden immer wieder Freunde und verständnisvolle Volksgenossen, die mit uns gehen, die Anteil nehmen an un^erm Schicksal, am Wohlergehen des ganzen Volkes. Dornotizen. Tageskalender für Samstag. NSDAP., Ortsgruppe Gießen-Nord: 20.30 Uhr im Cafe Leib heiterer Kameradschaftsabend in Verbindung mit NS.-G. „Kraft durch Freude". — NSG. „Kraft durch Freude": 16 bis 17.30 Uhr Waldlauf. — NSLB., Kreis Gießen, Fachgruppe „Berufsschule": 15.30 Uhr im Hotel Hopseld Arbeits- sitzung. NSLB., Gießen, Mädchenerziehung, techn. Facher: 15 Uhr Vorträge in der Mädchenberufsschule ■n Gießen. — Stadttheater (Ring Deutsche Bühne): L0 bis 22.15 Uhr „Der Mann mit den grauen Uniformen K Wehrmacht in feinster Maßarbeit Erste Spezialkräfte, Garantie f. tadellosen Sitz — Reparaturen — Effekten Sladtlheater-Spielplan vom 1. bis 8. Dezember. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben- Am Sonntag 1. Dezember, 11.30 Uhr, findet im »oyer des Stadttheaters erstmalig eine Morgenver- anftaltung anläßlich der Uraufführung „Der Stern von Sevilla" statt, in der Intendant Schultze- Gr l e s h e i m und Dramaturg Paul Nieren über Aus der Provinzialhaupistadt. Advent. Wir haben heute den Adventskranz aufgehängt. An ihm wird am Sonntag eine Kerze brennen, und jeden Sonntag wird eine neue hinzukommen, bis dann am Weihnachtsabend der Kranz abgelöst wird vom großen Lichterbaum ... Ja, es find nur noch ein paar Wochen, bis der Weihnachtsmann kommt. Entzückt schauen die Kinder nach dem mit bunten Bändern geschmückten grünen Kranze. Sie wissen: das ist der Anfang einer seligen Zeit. Bald werden die Tage kommen an denen einzelne Zimmer verschlossen sind an denen es hier und da geheimnisvoll rauscht und oft nur noch geflüstert wird. Das sind die Tage der Erwartung, der Vorfreude. , fid) Lev nicht aus feiner Jugend- ; ®lc Hot man sich da vorgenommen, nur ja recht brav und folgsam zu sein, damit das Christkind etwas Schones bringen sollte. Freilich, es qe= lang nicht immer. Aber unsere Eltern sahen ja auch führungU 9Uten 3BiIIen' als auf die Aus- 2115 äußeres Zeichen dieser schönen Zeit galt der Adventskranz. Und so ist es auch geblieben. Der ganze Zauber unsrer Jugendtage umfängt uns wie- Gießener hochfchulgesellschaft. In einer Vortragsveranstaltung der Gießener Hochschulgesellschaft spricht am kommenden Mittwoch I Schläfen" — Gloria-Palast, Seltersweg: „Die ganze Welt dreht sich um Liebe". — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Alles weg'n dem Hund" __ Ge- angoerein „Heiterkeit", Gießen, 20 Uhr Konzert m der Aula des Gymnasiums. Tageskalender für Sonnlag. Stadttheater: 15 bis 17.45 Uhr „Der kleine «uU • 'm*? 2? Uhr „Der Waffenschmied". — Gloria-Palast,Seltersweg: „Die ganze Welt dreht sich um Liebe — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Alles weg n dem Hund". — Obst- und Garten- bauverein Gießen: 15.30 Uhr Mitgliederversammlung im Kaufmännischen Vereinshaus. — Turm- hnus, am Brandplatz: 11 bis 13 Uhr Weihnachts- Ausstellung der oberhessischen Künstler. Karten vom 11. November haben Gültigkeit für diese Vorstellung. Kartenausgabe für Deezmber: Montag' 2. Dezember, von 4 bis 7 Uhr, an der Theaterkasse. Sängerkranz Gießen. 3um Gedenken an Georg Friedrich Händel wird der Sangerkranz Gießen am Donnerstag, 5 De3ember, in der Neuen Aula fein diesjähriges Chorkonzert mit einem der schönsten Werke dieses großen Meisters „21 c i 5 und Galatea" abhal- ten. Schon seit Jahrzehnten hat sich der Sängerkranz ?le gestellt, die Chorwerke unserer beut- schen Meister der Öffentlichkeit Zu vermitteln, so zuletzt Haydns „Schöpfung" als Jubiläumskonzert, dessen Aufführung noch in bester Erinnerung stehen durfte^ Namhafte Solisten und das Gießener städtische Orchester wirken bei der kommenden Aufführung mit. (Siehe heutige Anzeige.) Weihnachts-Ausstellung der oberheffifchen Künstler. Im Turmhaus am Brandplatz findet vom 1. bis 23. Seaember die Weihnachts-Ausstellung der ober- hefstschen Künstler statt. Auf die Anzeige in unserem heutigen Blatte sei besonders hingewiesen. Da ereignete sich folgendes: Zwei Hände teil- — — gelben Vorhänge, mit denen das eine erleuchtete Fenster verhängt war, ich erblickte einen Mann tn Hemdsärmeln mit Seifenschaum im Gesicht. Er schab die untere Fensterhälfte ein bißchen in die Hohe und ließ die Vorhänge wieder zusammenfallen. Wetter nichts. Aber aus dem geöffneten Fenster trällerte nun, gedämpft durch die Gardinen, eine lerche Radiomusik heraus. Erst etwas Tangoartiges mit hohem Refraingesang, dann einige gutturale engllsche Worte und bann nach einer kurzen Pause... was war das noch ...? Eine behutsame Zögernd einsetzende Melodie, assez doux, mais d’une sonoritä large. Ich hob unwillkürlich die Hand vor den Mund. Es war die Pavane von Maurice Ravel, dies feierlichste und traurigste Stückchen, das in den letzten Jahrzehnten in Europa ersonnen wurde, durchschwebt zuweilen von zerbrechlichen Klavierharpeggien, von gläsernen Tri- olen. Die Pavane. Ein kleines Orchester spielte sie. Nun nahm die Flöte das Anfangsthema auf und behielt es, das Cello mischte sich ein, un peu retenu, und dann kamen die beiden Geigen aus der Tiefe empor und schmolzen ziehend und wehmütig mit der Melodie zusammen. Das Ganze ging dahin, klagte und tanzte mit schleppenden Schritten auf der Stelle. Ein Reigen, krank vom Nachsinnen über versunkene Zeiten, ein Gesang, überschattet vom Ende, eine todestraurig lächelnde Musik in 0-Dur, oft hinüberklingend nach E-Moll, tres doux et tres lie, Schritt für Schritt. Ich hatte immer noch die Hand vor dem Mund. Meine Augen blickten über die flammende Stadt hin. Aber ich wußte nichts davon, ich hörte nur der Musik zu, ganz innen. Noch einmal nahm sich das Cello der schmerzlichen Bewegung an, noch einmal war es wie Gesang, langsam ... langsam ... Europa ... Heimat ... gläserner Klang ... zartes Atmen ... Stille von Jahrtausenden ... Andacht, Melodie und Untergang ... geliebte Krankheit... Es riefelte unaufhörlich über meinen Rücken. Dann war es vorbei. Ich war das einzige fühlende Wesen weit und breit. All das andere dampfte, leuchtete, heulte und brauste aleichfam aus sich selbst. Es war Neuyork, es war Amerika! Grenzenlos, unfaßbar, wild, ohne Barmherzigkeit, überroanbert von eiskalten Winben unb schweren Wolkenzügen, bie von ben verschneiten Urwälbern Kanabas herüberkamen. Ich ftanb ba unb fühlte mich so hilflos unb verloren in biefer Nacht. Der gasige Rauch aus ben Kaminen, ber um mich herumflog, trieb mich zur Seite. Ich bückte mich hinter einen Wassertank. Abschied von Neuyork. Von Manfred Hausmann. Als ich in ber letzten Nacht, bie ich vor meiner Rückreise nach Deutschlanb in Neuyork verbrachte, auf bas Dach meines Hotels gehen wollte, bürste >ch es nicht. Wir schrieben Dezember, unb im Dezember war, wie mir ber Liftmann auseinanber- >Eßte, bas Betreten bes Daches eben nicht erlaubt, 3d) würbe nach all bem Voraussetzungslosen unb llngebunbenen, bas ich in ben letzten Wochen er- !ebt hatte, zum ersten Male roieber ein wenig an Europa erinnert, wo einem ja burch Sitte unb Ge- sttz, zählt man’s einmal zusammen, mehr verboten cis freigestellt ist. Europa... ach ja, Europa... S-rgenb etwas rührte mich an. Kein Unbehagen, nie man meinen sollte, eher eine zärtliche unb mit- Irtbsvolle Empfinbung. Europa... Wahrscheinlich Mte ich ganz einfach Heimweh. Aber es bauerte r ur einen Augenblick, es kam unb verging wie ein ^auch, bann war ich roieber bort, wo ich war, unb tzrfuqjte, ba sich bie Liftmänner auf ber rechten Gieite ber Halle als unzulänglich erwiesen, mein wud bei benen zur Linken. Gleich ber erste machte e:nen aufgeroedten Einbrud. Mein klägliches Eng- lissch klang, zumal wenn ich höflich sein wollte, noch mmer nicht viel besser als vor sechs Wochen: Ich trürbe es lieben, zu fein gehenb empor auf bas 21 ad) von bem Gebäube. Äst nicht erlaubt in winter time, Sir! All right, sagte ich unb stieg ein, come on, old Icuap! Ich wollte so gern noch einen Abschiebs- bid über bas nächtliche Neuyork werfen. Aber er schüttelte mit freunblicher Bestimmtheit |( n Haupt. Bis zum sechsunbbreißigsten Stock, y her nicht. Auch bas Transferieren einiger De- v 'en von Mensch zu Mensch vermochte ihn nicht anzustimmen. Beim nächsten erging es mir genau so unb beim butten nicht besser. Schließlich gab ich nach unb W mich von bem letzten, einem grauhaarigen Ne- 8er, zum Sechsunbbreißigsten hinaufsahren. Ts erwies sich, baß bie Sache an Ort unb Stelle ®i I einfacher war, als sie sich von unten angesehen harte. Ich brauche bloß mein Hütchen in ben Nacken |u schieben unb bas erste befte Zimmermäbchen, 005 mir in ben Weg lief, im Tonfall eines Men- Ich'n, ber weiß, was er will, zu fragen, wo es hier ienn, zum Satan auch, aufs Dach hinausginge, ba : öffnete bie Gute mir auch schon eine eisenbeschla- i |ete Tür am Enbe bes Ganges. Das war alles, f salutierte ihr, ben Nagel bes Mittelfingers an 1 leine linke Augenbraue legend, wie ich es im Kino i WM Herren-Bekleidungshaus m)..,- , MÄÜHH Gießen G.m.b.H. Marktplatz Mittwoch I V ertragslieferant der Heereskieiderkasse von Rob la Roque gelernt hatte, unb stieg bie Bodentreppe hinan, bie hinter ber Tür, vorbei an Rohrleitungen von gewaltigen Ausmaßen, fchwitzen- ben Wassertanks unb burcheinanbergeschlungenen Bunbeln elektrischer Kabel, nach oben führte. Wieder eine eiserne Tür. Sie war nicht verschlossen, Siuuh... heulte der Wind, der sich plötzlich hereindrängte. Er riß mir die Klinke aus der Hand und schmetterte die Tür krachend gegen einen Kamin. Äch faßte nach meinem Hütchen und trat hinaus. Das Hotel lag in der-Nähe von Times Square an ber Achten Avenue. Wie ich auf bem Dach ftanb, i)atte ich, nach Sübosten blickenb, das ganze Wcl- kenkratzergebirge des nächtlichen Manhattan vor mir. Die tollste Landschaft der Welt. Keine Stadt mehr, eine Landschaft, windüberweht. Da waren Schluchten, unten weiß von Licht, mit dunklen Wänden, an denen rote, blaue und violette Blitze emporzuckten und, nachdem sie geborsten waren, als glitzernder Staub absanken... da dampften Lichtnebel hoch, ba ragten bleiche Felsen mit großen, einsamen Augen auf ber Spitze bis unter bie Wolken, Felsen mit langsam sich brehenben Scheinwerferarmen, Felsen mit golbenen Kuppeln, rosa glühenbe Felsen unb Felsen, bie aus nichts als vertikalen Lichterzeilen bestauben, unwirkliche Felsen. Anberswv stuften sich gigantische Pyramiben em- wor mit Lichtfvntänen, illuminierten Weltkugeln ober Flackerfeuern zuoberst. Dazwischen loberten Flammenschriften, hängenb im leeren Raum, Bilder aus Perlen, jetzt hier, jetzt bort, jetzt verlöschenb, jetzt ruckweise ausstrahlenb, burcheinanberkreisenb unb mit einem Male georbnet verweilenb, um gleich barauf abermals zu zerfallen unb zu wirbeln. Eine hinter ber anbern. Immer ferner unb ferner, zuweilen von weiß schimmernbem Dunst verschlungen, unb schließlich sich oerüerenb im Lichterozean gegen bie Horizonte hin. Es war ein wirklicher Ozean von Licht mit Unenblichkeit unb ziehenben Wellen, mit Branbung unb ununterbrochenem Gebrause. Erleuchtete Schiffe bewegten sich kreuz unb quer barüber hin: bie Züge ber Hochbahnen. Nirgenbs gab* es Menschen. Der Spielplan ber RS.-kulturgemeinbe Gießen für rNonal Dezember. Arn Samstag, 7. unb am Montag, 9. Dezember kommen jeweils von 20 bis 23 Uhr als Vorstellungen ber NS.-Kulturgemeinbe bie Operette „Der Vogelhänbler" von Karl Zeller zur Aufführung. Die Operette wirb in ber völlig neuen Münchener Fassung gespielt. Die musikalische Leitung liegt in Hanben von Kapellmeister Paul Walter Die Spielleitung hat Paul Wre5e. Freier Kartenverkauf zu Tagespreisen an ber Abenbkasse. — Die 2. Dezembervorstellung für bie Deutsche Bühne wirb im Januar nachgehvlt. 211X1 Montag, 30. Dezember, kommt als Ersatz für bie ausgefallene Vorstellung „Cosi fan tutte" vom 11. November bie Oper „Maskenball" von Verbi zur Aufführung. Musikalische Leitung: Paul u„, sinsrsrsssnHiÄ-äS. $;«». 1 St,ÄV&'»»■; heil Hitler! Btr fdtttöK flovrtanrts ftlr Btomt» ötrWsItlftrag tat DSSflU uu6 ficldismolttr der ReidjsDunöes der Deutfflen Beomwo: V zur Aufklärung des Wesens der chemischen Katalyse"'. Der Bezirksoerein Oberhessen des Vereins deut. scher Chemiker lädt alle Mitglieder und Mitarbeitet des NSBDT. (früher KDAJ.) zu diesem Vortrag ein. Oer Reichsführer der Deutschen Studentenschaft spricht in Gießen. Die Pressestelle der Studentenschaft teilt mit: Der Reichsführer der Deutschen Studentenschaft Pg. Andreas F e i ck e r t wird am kommenden Mittwoch, 4. Dezember, abends 8 Uhr, hier in Gießen über das Thema: „Wille und Tat der Deutschen Studentenschaft" sprechen. Der Pressewart. Oie Regelung der Kartoffelpreise. Das Kreisamt Gießen gibt über die Regelung der Kartoffelpreise folgendes bekannt: Durch Anordnung des Herrn Reichsstatthalters in Hessen — Landesregierung — vom 20. September 1935, die seinerzeit in der Presse veröffentlicht worden ist, sind folgende Höchstpreise bei dem unmittelbaren Bezug von dem Erzeuger frei Keller festgesetzt worden: ' a) in den Städten Darmstadt, Offenbach, Mainz, Gießen und Bingen: weiß, rot blau 2,70 bis 2,90 RM. pro Zentner, gelbfleischige 3,00 bis 3,20 RM. pro Zentner. b) in den übrigen Gemeinden: weiß, rot, blau 2,50 bis 2,70 RM. pro Zentner, gelbfleischige 2,80 bis 3,00 RM. pro Zentner. Der oberste Preis kommt nur für erstklassige ausgelesene Ware in Frage — alle in der Qualität abfallenden Sorten müssen entsprechend niedrigere Preise innerhalb der obigen Spanne aufwersen. Die Zuschläge für die Abfuhr und Abtragung seitens des Erzeugers zum Verbraucher sind in den vor- stehenden Preisen enthalten. Eine Sondervergütung kann dafür nicht mehr gefordert werden. Es ist nun beobachtet worden, daß Erzeuger bei der Lieferung von Speisekartoffeln für den Winterbedarf an den Verbraucher in die Stadt nicht die vorgeschriebenen Höchstpreise eingehalten haben. Zum Teil haben die Erzeuger auch versucht, der Lieferung zwar den zulässigen Höchstpreis zugrunde zu legen, aber für die Anfuhr und für die Abtragung in den Keller einen besonderen Zuschlag zu nehmen. Wir sehen uns daher veranlaßt, darauf hinzuweisen, daß Zuschläge zu diesen Preisen, z. B. für die Anfuhr und die Abtragung der Kartoffeln nicht genommen werden dürfen. Tischler-, Boots- und Modellbauer- Innung. Man berichtet uns: Dor einigen Tagen fand im Caf6 Leib zu Gießen die diesjährige Hauptversammlung der Tischler-, Boots- und Modellbauer- Innung für den Kreis Gießen statt. Obermeister Rinn begrüßte den Kreishandwerksmeister Pg. S t ü h l e r , Kreisbetriebsgemeinschaftswalter Handwerk, Pg. S t e i n , den Bezirksinnungsmeister A r - n o l d , ebenso die Junggesellen und die Mitglieder. Er richtete herzliche Worte an die Junggesellen und ermahnte sie, sich der Bedeutung der Stunde bewußt zu sein. Nachdem Altgeselle I o ch u m zu den Junggesellen gesprochen und sie zur bestandenen Gesellenprüfung beglückwünscht hatte, fand die feierliche Ueberreichung der Gesellenbriefe statt. Der Obermeister, sowie die Prüfungsmeister und der Altgeselle verpflichteten die Prüflinge durch Handschlag, womit diese nunmehr in den Gesellenstand ausgenommen sind. Für die Handwerkskammer und die Kreishandwerkerschaft überbrachte Pg. S t ü h - l e r, für die Deutsche Arbeitsfront Pg. Stein und für den Bezirksinnungsverband Herr Arnold die herzlichsten Glückwünsche. Am Schluß der Feier überreichte Obermeister Rinn dem Altgesellen Joch um, entsprechend den Anordnungen des Gießen in -er Vereinheitlichung -er Gemeindepolizei. Regelung -es Stärkeverhältnisses E. C. Die Pläne zur Schaffung einer einheitlichen deutschen Gemeindepolizei sind nicht erst von heute. Seit der Machtergreifung arbeitet die nationalsozialistische Regierung an einer Vereinheitlichung und strafferen Erfassung der Gemeindepolizei im gesamten Reichsgebiet. Der Reichs- und Preußische Minister des Innern ver- öffentlichte am 25. Oktober dieses Jahres den „Or- ganisationserlaß Nr. 1". In diesem Organisations- erlaß Nr. 1 wird das Stärkeverhältnis, das Stellen- oerhältnis, das Karteikartenwesen, die Dienstaufsicht über die Gemeindepolizei, die Amtsbezeichnungen, die Aus- und Fortbildung, die Bewaffnung und vieles mehr eingehend behandelt. Für die einzelnen Gemeinden von besonderer Bedeutung ist naturgemäß das Stärkeverhältnis der Gemeindepolizei. Zur Erzielung einer gewissen Gleichmäßigkeit soll die Stellenzahl der Gemeindevollzugspolizei in ein festes Verhältnis zur Einwohnerzahl gebracht werden. Der Reichsminister des Innern hat in seinem Erlaß eine als Richtlinie dienende Tabelle aufgestellt. Diese Tabelle umfaßt zehn verschiedene Einteilungs- stufen. Die Gemeinden mit weniger als zweitausend Einwohner werden hier nicht berücksichtigt, weil diese Gemeinden in Zukunft keinen Polizeivollzugsbeamten mehr haben werden. Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel, soweit dringende Gründe für die Stellung eines Polizeivollzugsbeamten vorhanden sind. Wie viel P o l i z e i v o l l z u g s b e a m t e stehen Gießen zu? Diese Frage ist leicht aus der vom Reichsminister des Innern aufgestellten Tabelle zu errechnen. Es muß jedoch nochmals wiederholt werden, daß es sich bei der vom Reichsminister aufgestellten Tabelle immer um die Höchststärken der Polizeivollzugsbeamten handelt. im Verhältnis zur Einwohnerzahl. Auf Grund der letzten Einwohnerzählung gehört die Stadt Gießen nach der Errechnungstabelle zur 8. Gruppe, nach der auf jeweils 750 Einwohner unserer Stadt ein Polizeivollzugsbeamter kommt. Das heißt, daß im Höchstfall 48 Polizeivollzugsbeamte in Gießen vorhanden sein können. Diese Zahl umfaßt die Gesamtheit der Polizeivollzugsbeamten aller Dienstgrade, einschließlich Kriminalpolizei, soweit sie in der Gemeindepolizei vorhanden sind. In allen Gemeinden mit weniger als 10 000 Einwohnern ist zwar eine Kriminalpolizei nicht vorgesehen. Da der Reichsminister des Innern auch die Stellenzahl der Kriminalpolizei regelt und hier drei Größenklassen aufgestellt hat, so können sieben krimlnalassistenten oder -anwärter in Gießen ihren Dienst versehen. Nach dem Organisationserlaß Nr. 1 vom 25. Oktober 1935 ist der Dienstvorgesetzte der Gemeindepolizeibeamten der Bürgermeister als Ortspolizeibehörde. Die Amtsbezeichnungen der Gemeindepolizeivollzugsbeamten werden ab 1. Januar 1936 folgende Stufenleiter aufweisen, die für das ganze Reichsgebiet Geltung haben: Revierpolizei-Oberwachtmeister, Polizei-Hauptwachtmei- ster, Polizei-Meister, Polizei-Obermeister, Polizei- Kommissar, Polizei-Oberinspektor, Stadtpolizei-Direktor. Die drei letzten im Offiziersrang. Für die Kriminalpolizei gelten folgende Amtsbezeichnungen: Kriminal-Assistent, Kriminal-Sekretär, Kriminal-De- zirkssekretär, Kriminal-Kommissar und Kriminal- Oberinspektor. Die Aus- und Fortbildung der Polizeivollzugsbeamten soll so durchgeführt werden, daß der Beamte stets leistungsfähig bleibt. Das Publikum hat bald heraus, ob der Beamte sich Autorität verschaffen kann oder nicht. Der Polizeibeamte soll den Volksgenossen ein Berater und Helfer, sowie guter Kamerad sein. Reichsstandes des deutschen Handwerks, das Hand- werkerabzeichen. Zur Hauptversammlung übergehend, ehrte die Versammlung dprch Erheben von ihren Sitzen den verstorbenen Kollegen Georg H a u b a ch , Gießen. Der Obermeister erstattete Bericht über die Arbeitstagung der Obermeister des Bezirks Hessen. Weiterhin sprach der Beauftragte des Bezirksinnungsmeisters, Herr Arnold, und behandelte in seinen Ausführungen Berufs- und Tagesfragen im Schreinerhandwerk. Der Obermeister dankte dem Redner für seine Ausführungen. Anschließend berichtete Kollege Hainer über die Liefergenossenschaft. Zum Schluß wurden noch allgemeine Fragen zur Lehrlingsausbildung behandelt. Insbesondere wies der Obermeister auf die Reichsstraßensammlung am 1. Dezember hin, ging noch kurz auf die Spende jedes einzelnen Handwerks für das Winterhilfswerk ein und bat die Mitglieder, sich rege zu beteiligen im Interesse der notleidenden Volksgenossen. Mit dreimaligem Sieg-Heil auf unseren Führer und Dolkskanzler Adolf Hitler wurde die Versammlung geschlossen. Tanzbelustigungen geschloffener Gesellschaften in Hessen stempelfrei. Die Justizpressestelle Darmstadt teilt mit: Eine geschlossene Gesellschaft hatte im Februar dieses Jahres in konzessionierten Räumen eines Gastwirts ein Tanzvergnügen bei bezahlter Musik abgehalten. Der Charakter als geschlossene Gesellschaft blieb während der Veranstaltung gewahrt. Das Oberlandesgericht Darmstadt hatte sich in der Revisionsinstanz mit der Frage zu befassen, ob ein solches Tanzvergnügen nach dem hessischen Urkundenstempelgesetz in der Fassung vom 1. April 1910 einer Stempelabgabe unterliegt. Das Gericht hat die Frage verneint, da die maßgebliche, zuletzt durch Gesetz vom 20. April 1924 abgeänderte Stempeltarifnummer 35 Ziffer 6 nur von Tänzen bei öffentlichen Veranstaltungen spricht und eine frühere Bestimmung, welche Tanzbelustigungen geschlossener Gesellschaften bei bezahlter Musik Den öffentlichen Tänzen gleichsetzt, bei der letzten Gesetzesänderung in Wegfall gekommen ist. Der angeklagte Gastwirt, welcher um die Tanzerlaubnis nicht nachgekommen war und den Urkundenstempel nicht bezahlt hat, wurde dementsprechend von Strafe und Kosten freigesprochen. Gießener Dochenmarktpreife. * Gießen, 30. Noo. Aus dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, bas Pfund 1,55 Mk., Landbutter 1,42 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, bas Stück 4 bis 10, Eier, bulgarische Kühlhauseier, Kl. B 11, deutsche vollfrische Kl. S 13'/-, A 12’/«, B 12, C 11, D 10, jugoslawische frische Kl. A 12’A, e 30Pfg. Ihre Haut Handwerker und Beamte sammeln für das WHW. Zeder Volksgenosse in Stadl und kreis Gießen hilft auch bei dieser Gelegenheit durch feine Spende, daß der Kampf gegen hunger und Kälte mit aller Kraft geführt werden kann! Wrsinq, bas Pfund 8 bis 10 Pf., bet Zentner 8 Mk., Weißkraut, das Pfund 5 bis 8 Pf., der Zentner 5 Mk., Rotkraut, das Pfund 8 bis 12 Pf., der Zentner 8 bis 10 Mk., Gelbe Ruben, bas Pfund 8 bis 10 Pf., Rote Rüben 8 lns 10, Spinat 12 bis 15, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15 lns 20, Rosenkohl 20 bis 30, Feldsalat 80, Tomaten 30 bis 50, Zwiebeln 8 bis 10, Merretttch 30 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kürbis 5 bis 7, Rar. tofteln/das Pfund 4 Pf., der Zentner 3£0 bis 3,40 Mk., Aepfel, bas Pfund 12 bis 30 Pf., der Zentner 12 bis 25 Mk., Birnen, das Pfund 15 bis 25 Pf., Nüsse 50 bis 60, Zwetschenhomg 40 bis 45, junge Hähne 90 Pf. bis 1 Mk., Suppenhühner 75 bis 80, Gänse 90 Pf. bis 1 Mk., Enten 90 Pf. bis 1 Mk., Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blu- menkohl 10 bis 60, Salat 8 bis 10, Endimen 8 bis 10, Oberkohlrabi 8 bis 10, Lauch 5 bis 12, Rettich 5 bis 10, Sellerie 5 bis 25, Radieschen, das Bund 15 Pf. *♦ Sprech st unden i n Gesundheit s- fragen des BDM. Jeden ersten Montag im Monat von 11 bis 12 Uhr Goethestraße 63: die Aerztin des BDM.-Untergaues Gießen Dr. Frieda Reuigen; für die Jungmädel jeden ersten Mittwoch im Monat, abends von 18 bis 19 Uhr, in der Universitäts-Kinderklinik: die Aerztin des IM.- Untergaues Gießen Ruth Heid. ** Eine Lebensmittel-Verdingung für die Küchenbedürfnisse des Eraänzungs-Bataillons 53, Gießen, (Gailsche Fabrik) ist durch die Kuchen- Verwaltung des Ergänzungsbataillons in einer Bekanntmachung im heutigen Inseratenteil angezeigt. Interessenten werden besonders darauf aufmerksam gemacht. , ♦* Viehzählung am 3. Dezember. Die Bürgermeisterei Gießen macht im heutigen Anzeigenteil darauf aufmerksam, daß am 3. Dezember, wie alljährlich, eine Viehzählung in den Gemar- kungen Gießen und Schiffenberg stattfindet. Die Diehbesitzer sind angehalten, den Zählern die notwendigen Angaben hinsichtlich ihres Viehbestandes bereitwilligst zu erteilen. Aus die Bekanntmachung sei besonders hingewiesen. **KeineNachnahme-Postpaketenach italienischen Kolonien. Die italienische Postverwaltung läßt von sogleich an Nachnahmen auf Postpaketen aus dem Ausland, mithin auch aus Deutschland, nach den italienischen Kolonien bis auf weiteres nicht mehr zu. ** Fernsprechverkehr mit Danzig. Vorn 1. Dezember 1935 an werden im Fernsprech- verkehr zwischen Deutschland und Danzig die Gebühren für alle Gespräche auf eine Entfernung von über 600 Kilometer einyeitlich auf den Betrag fest- gesetzt, der bisher für die Entfernung von 600 bis 700 Kilometer berechnet wurde. Durch diese Neufestsetzung werden die Gebühren für Gespräche auf eine Entfernung von über 700 Kilometer um 0,35 bis 1,40 RM. je Einheit herabgesetzt. lieber die neuen Gebühren geben die Fernämter Auskunft. swtnWtwnitit Vornan von Frank F. Braun. 23 Fortsetzung Nachdruck verboten! Oberinspektor Reußing richtete sich auf. Er griff sich an den schmerzenden Kopf. Dann strich er seinen Arm, auf den er schmerzhaft gestürzt war. „Basilius ist fort", sagte er. „Wir haben einen Augenblick Zeit, uns zu erholen. Wer sind Sie?" fragte ar abermals. Sie sah ihm staunend auf den Mund. „Ein .Todfeind des Mannes, der Sie niederschoß; auf jeden Fall also auf Ihrer Seite. Wer aber sind Sie?" „Kriminaloberinspektor Reußing." „Ah... das ist gut. Sie leben. Nun werden wir ihn zur Strecke bringen!" Sie standen nebeneinander. Er bettachtete sie eindringlich. „Sie müssen mir erzählen, weshalo Sie Basilius verfolgen; Sie müssen mir vor allen Dingen nun sagen, wer Sie sind!" „Natürlich." Ilia nickte. „Alles sollen Sie wissen. Kommen Sie. Aber sagen Sie mir, sind Sie nicht verwundet? Wie ist es möglich, daß Basilius Sie zweimal fehlte?" „Er fehlte mich nicht", sagte Oberinspektor Reußing. „Er schoß mich nieder. Nur — Basilius wußte nicht, daß sein Freund Jabusch ein vorsichtiger Mann war und einen scharf geladenen Revolver nicht bei sich zu tragen liebte. Er nahm Jaduschs Revolver, der mit Platzpatronen geladen war, er überzeugte sich nicht von der Qualität der Patronen und schoß mich — ahnungslos mit Platzpatronen nieder." „Ah ... Sie aber wußten, daß Jabuschs Revolver nicht scharf geladen war und markierten den Getroffenen." Reußing schüttelte den Kopf. „Ich wußte nichts", gestand er, „ick spürte in jener Sekunde vorhin nur: getroffen oist du nicht, bleibst du aber stehen, wird er nochmals schießen. Also warf ich mich hin. Trotzdem hätte er mir bei näherem Zusehen noch den Garaus gemacht, wenn Sie nicht polternd in Erscheinung getreten wären und ihn verjagt hätten." Ilia meinte sich entschuldigen zu sollen. „Als ich die Schüsse vernahm, als ich ahnte, daß ich wieder zu spät kommen würde, verließ mich alle Beherrschung. Ich stürzte vor, stteh unglücklicherweise eine Leiter an, ein Brett fiel um..." „Alles glücklicherweise", verbesserte Reußing. „Sie „retteten mich. Aber nun sprechen Sie, wer sind Sie? Lassen Sie mir Ihren Revolver noch eine Weile, bis zur nächsten Wache." „Ja gerne", sagte sie, und dann begann sie dem Oberinspektor ihre Geschichte zu berichten. Nebeneinander liefen sie durch die Sttahen, bis sie ein Auto fanden. Der Oberinspektor drückte die Hand des Mädchens. „Armes tapferes Kind", sagte er. Dann war er wieder der Beamte. „Ick weiß, wo wir ihn finden werden", sprach er. „Sie und ich. Diesmal darf er uns nicht entkommen." Während so Oberinspektor Reußing und Ilia ein Bündnis gegen Basilius eingingen, waren am Mittelweg zwei andere Menschen bereit, sich gegen den Gefürchteten einzusetzen. — Lena Bassenberg hatte tatsächlich die große Summe Geldes beschafft und -bei Franz Farren- körn bereitgestellt, denn sie hatte mit dem Anruf des Unbekannten gerechnet. Als das Telephongespräch an diesem Abend stattgefunden hatte, empfand sie eine wahrhafte Erlösung. Die Spannung war unerträglich gewesen. Wer würde eher zum Zugriff ansetzen? Basilius oder sein Gegenspieler, der ihn an sie verraten wollte? Nun war die Entscheidung gefallen und, wie es schien, zu ihren Gunsten. Sie verließ noch einmal das Haus, nachdem sie sich telephonisch bei ihrem alten Freund angemeldet hatte. Es lag insofern alles besonders günstig für sie, als ihr Mann, der Konsul, an diesem Tage nach Berlin gefahren war und erst morgen mittag zurück sein würde. Franz Farrenkorn war ihr hundert Meter ent« gegengegangen. Sie trafen sich halben Weges auf der Straße. Die Begrüßung war ein kurzer herzhafter Händedruck. „Er hat angerufen", sagte sie, „ich habe chn in einer halben Stunde zu vir bestellt." Sie war doch nicht so ruhig, wie sie es gewünscht hätte, ihre Worte hatten nervös überhastet geklungen. Franz Farrenkorn nahm ihren Arm. „Verlaß dich auf mich", sprach er. „Ich komme nachher noch einmal zu dir herum und erzähle dir alles. Warte auf mich." „Aber ich will dabei sein, wenn du mit dem Mann verhandelst. Ich bin nicht feige, Franz!" „Es geht hier nicht so sehr um Kühnheit, Lena, als um Klugheit. Bei dir würde ein Gefühl entscheiden. Das wäre falsch. Glaube mir, diese Angelegenheit wird besser unter Männern allein erledigt." Da sie den Kopf schüttelte redete er dringlicher und lenkte dabei schon die Schritte zum Bassenberg- schen Hause zurück. Er überwand ihren an sich schwachen Protest leicht mit logischen Einwänden, die ihm zur Verfügung standen; am Ende sah sie ein, daß sie nur stören mußte. Da sie ihrem Freund vertraute, da er alle Einzelheiten kannte und wußte, um was es ging, gab sie nach; im innersten Herzen froh, daß Farrenkorn ihr die Begegnung abnahm. Farrenkorn verabschiedete sich an der Gartentür von ihr. „Ich komme nachher", verhieß er. Dann ging er den Weg zurück. Er sah auf seine Uhr. Fast war die Zeit heran, da der Fremde zu erwarten war. Er sah zum ersten Stock seines Hauses hinauf. Die Fenster waren dunkel. Es ist gut, dachte er, Johann hat sich schon zur Ruhe begeben, ich werde ihn nicht noch einmal wecken. Diese Geschichte will ich mit meinem Besucher Auge in Auge allein abmachen. Er schloß seine Haustür auf, ging durch Die Halle und betrat fein Arbeitszimmer, in Dem er auch Besuche empfing. Es lag linker Hand zur ebenen Erde. Er drehte das Licht an — da erreichte ihn noch einmal vom Garten herein Lenas Ruf. Sie war ihm nachgelaufen. „Franz", sagte sie atemlos, „wenn der Mann kommt, du bist allein, es sind Verbrecher, mit denen du zu tun hast — besitzest du eine Waffe?" „Ich werde keine Waffe benötigen", beruhigte er sie, obgleich er selber schon daran gedacht hatte. Aber Lena Bassenberg war eigens deswegen zurückgekommen. „Doch", sagte sie, „du mußt dich sichern, Franz. Ich habe dir Bernhards Revolver mitgebracht. Er ist geladen. Sieh dich vor." Der Rechtsanwalt nahm die Waffe. „Danke", sagte er. „Würdest du wünschen, daß es Derart zum Aeußersten kommt?" Sie waren im Garten, er brachte sie auf die Straße. „Wie meinst du das? An was denkst du, Franz?" Bedächtig, wie feine Schritte gefetzt waren, im Takt, rote fein Stock aufftieß, fagte er: „Wenn ich einen nächtlichen Einbrecher niederfchieße, habe ich das mit mir selber abzumachen." Lena hielt ihn auf, hing an seinem Arm. „Nein!" rief sie, „um Himmelswillen, nein, Franz! Das Geld ist da. Gib es ihm. Schick ihn weg, verpflichte ihn, niemals wiederzukommen. Aber begib dich nickt in Gefahr. Bedenke auch immer, es ist ja nicht Basilius, der zu dir kommt, sondern ein kleiner Verräter nur aus feinem Freundeskreis." „Richtig", fagte Farrenkorn. Sie standen wieder vor der Baffenbergfchen Villa. „Aber ich muh nun zurück, Lena. Der Mann steht womöglich schon vor dem Eingang." „Du hast Die Tür auf gelassen!" „Dann mag er vor meinem Schreibtisch stehen; auch dort werde ich ihn ja entdecken." Farrenkorns erzwungene Heiterkeit brachte nur ein mattes Lächeln hervor. „Sorge dich nicht , bat er. Aber er war selber besorgt, denn nun er die Schußwaffe in der Tasche hatte, war eine sonderbare Unruhe über ihn gekommen. War eine geladene Pistole nicht das allerstärkste Argument, wenn man mit Leuten, die Basilius' Kumpane hießen, verhandeln wollte? Er stampfte seinem Haus zu; der Stock wanderte tönend im Takt neben ihm her. Ilia Filimon war zwei Minuten vor ihm an gelangt. Sie hatte unschwer das Haus gefunden, das ihr der Oberinspektor genannt hatte. Sie wunderte sich, daß er noch nicht hier war. Aber vielleicht lag er mit seinen Beamten schon versteckt auf der Lauer? Sie fand die Tür geöffnet und betrat das Haus, ging in das Arbeitszimmer des Rechtsanwalts, denn auch diese Tür war nur angelehnt.* Nun stand sie vor dem Schreibtisch Farrenkorns, stand dort, wo er den fremden Besucher zu finden rechnete. Als sie die Schritte hörte — wer kam, Farrenkorn oder Basilius? — sah sie sich ratlos um. Basilius durfte sie hier nicht überraschen. Sie wollte ja ihn überraschen! Gedankenschnell fand sie die einzige Derstecksmoglichkeit, die dieses Zimmer bot, und huschte hinter den dünnen grünen Vorhang, der die Regale und Barde an den Wänden gegen Staub und Sicht decken sollte. Der Stoff reichte hinunter bis zur Erde. Zwischen zwei Schränken fand sie Zwischenraum genug, sich zu verbergen, ohne Daß Der Vorhang sie durch eine Bauschung verraten hätte. Als Farrenkorn im Hausflur anlangte, erkannte sie am Geräusch, das der Stock machte, daß es nicht Basilius sein konnte, der gekommen war. Da sie im Dunkeln stand, verdeckte der Vorhang sie vollkommen, ließ jedoch jenseits im Hellen alles für sie erkennbar. Sie sah Den Rechtsanwalt Farrenkorn eintreten und nachdenklich vor feinem Schreibtisch stehen bleiben. Es war die Minute, da sie hervortreten wollte; sie überlegte gerade, wie das am besten geschehen könne, ohne den alten Herrn übermäßig zu erschrecken — da tarnen durch den Garten Schritte heran, zögerten vor der offenen Haustür uno traten Dann doch ein. In der Zimmertür stand Basilius. Er kannte Farrenkorn von der Gesellschaft beim Konsul Bas- senberg. Farrenkorn erkannte auch Basilius sofort. Aber nur Farrenkorn war der Ueberraschte. „Sie sind es ...", sagte er verdutzt. Basilius nickte nicht ohne Freundlichkeit. „Ich überlasse meine Geschäfte nicht gern anderen", sagte er und sah sich im Zimmer um. „Frau Bassenberg ist nicht hergekommen?" „Nein. Auf mein Anraten blieb sie fort. Ich dachte, es sei besser, wir verhandeln allein. Ich muß gestehen, ich bin ein wenig überrascht, daß Sie kommen. Aber — wir werden ja sehen. Sie sind bereit, mir die gewissen Papiere zu verkaufen, haben Sie sie bei sich?" „Natürlich nicht. Ich werde Ihnen auch keine Papiere verkaufen, bester Doktor. Lena irrt sich. Ich möchte lediglich hier von Ihnen eine gewisse Summe Geldes in Empfang nehmen. Dafür verpflichte ich mich, für eine Weile zu verschwinden." „Um bei passender Geleaenheit mit neuen Forderungen wieder aufzutauchen!" Farrenkorn spürte, wie sein Her^ schlug. Es würde ihm doch keinen Strich durch Die Rechnung machen? „So geht das nicht", sagte er und schwenkte innerlich um. ,Lu verschenken habe ich nichts." In diesem Augenblick schlug im Flur polternd Die Haustür zu. Wer kam da noch? Sie horchten alle in Die Halle hinaus. Aber es blieb still. Es war nur Die Tür zugeschlagen. Aber der Windzug ward zum Verhängnis. Oder Basilius hatte schärfere Augen, als der alte Herr Farrenkorn. Seine Wimpern berührten sich fast, er blinzelte aus dem Spalt. „Komm heraus, Lena", sagte er. „Ich habe dich hinter Deinem grünen Vorhang entdeckt. Komm nur." Farrenkorn faßte in feine Tasche. Sein erster Plan fiel ihm ein. Dieser Mensch Dort war Basilius. Er war gekommen, nachts, allein. Er führte irre Reden. — Wenn ich den Mut hätte und... nur Die Hand heben und abdrücken... Aber er spürte, er hatte eben diesen Mut nicht. Es gina nicht; nie würde er es vermögen. Die mutlose Ueberlegung riß ab. Farrenkorn prallte zurück. Was ging hier vor? (Schluß folgt) Als Htfler-Llrlauver in Stuttgart Groß-Gilovau in Oberhessen. : I 3 1 I Oberheffen RADIO I Kinder-Atelier. 674uch aus bis auf anzig. msprech« die Ge> ung doh rag fest- 600 fe se Wen- iche auf m 0,35 neuen W)3CithM tilk üartvmleklnlktveep kreis Friedberg. LPD. Friedberg, 29. Nov. In den Nachbar, orten Echzell und Bingenheim ereigneten sich zwei Unglücksfälle, bei denen zwei Personen den Tod im Wasser fanden. Der Schweinehändler Adolf F e u e r m a n n aus Echzell geriet abends auf der Heimfahrt mit feinem Fuhrwerk in die Horloff. Das Fuhrwerk begrub Feuermann unter sich und nahm ihm die Möglich, keit der Rettung. Am nächsten Morgen fanden Pas. santen den 38 Jahre alten Mann als Leiche auf. In Bingenheim wurde die Leiche eines 75 Jahre alten Mannes im Master gefunden. Es handelt sich um den Landwirt Kaspar B r a u n, der zu geschäft- lichen Erledigungen nach Echzell gekommen war. Die Ermittlungen über den Hergang des Unfalls find im Gange. - Butzbach, 29. Nov. Der Vogelsberger Hohen-Club, Ortsverein Butzbach, hielt gestern abend im Gasthaus „Gambrinus" eine Mitglieder- Versammlung ab, die recht gut besucht war. Nach kurzer Eröffnung durch den Vereinsführer Apotheker Matthaus sprach Prof. Dr. Weide über seine Eindrücke bei der diesjährigen VDA. - Fahrt nach Königsberg. Die Ausführungen, die ein anschauliches Bild von der Not des Deutschtums gaben, fanden dankbare Zuhörer. Im weiteren Verlauf wurde über die Ausgestaltung des Auszeichnungsfestes, die Niko- lauswanderung nach Rockenberg und die voraus- ichtlichen Wanderungen im kommenden Jahre Vor- chlage gemacht. Gemeinsam gesungene Lieder und unterhaltende Vorträge einzelner Mitglieder füllten den übrigen Teil des Abends aus, der'wiederum im Zeichen der stets geübten Volksgemeinschaft stand. In der üblichen Weise wurde die Versammlung ge. schlossen. durch Zentral-Rundfunk Ruf 3085 6894d Bahnhofstraße 58 'itg, 'S int MU jr'uba Mitt» Mercedes Mk. 186.- sohonf.montl.M.BJO FranzVoßliCo.. Gießen Seltersweg 44 ,H1 a der K s Ptnat *20, Obi9 '70, Kar. ) bis ' der 'd 15 0 bis Kner Älu» 8 bis Rettich $unb Hartbrennholz, ä Wagen 5 Mk., Anmachholz ä Wagen 6 Mk., 1 Sack Anmachholz 1 Mk. frei Keller. awD J. Wellhöfer, Telephon 2313, Marb. Str. 24. ,7-> i h-»-14 sich ft- run^ . .M A । M ’ ' Mittag ging es auf eine Schwarzwald-Fahrt, bei , ?„LTam"nS Wildbad (hier waren die Besucher Gaste der Badeverwaltung beim Mittaa- ' konnten sie das Bad besichtigen), L°?E°l, den Flughafen Böblingen (wo man zum Kaffeetrmken zu Gast war) und viele andere Herrlichkeiten der schönen Gegend kennenlernte. Außerordentlich erfreut von den vielen Eindrücken kehrte man am Abend nach Stuttgart zurück Der auch in Gießen bestens bekannte schwäbische Au» monst Willi Reichertlud die Urlauber als Gäste m sein Friedrtchsbautheater ein, wo sie bei den Vorstellungen, aber auch bei Kaffee und Kuchen chone Stunden verlebten. Im Staatstheater waren sie an einem anderen Tage bei der Aufführung von Lohengrin" zu Gast. Ferner hatten sie Gelegenheit, die herrlichen Sportplatzanlagen der etabt Stuttgart kennenzulernen. Eine weitere Besichtigungsfahrt führte nach dem Stausee Hofen der neckarabwärts von Stuttgart geschaffen wurde.' Die Fahrt mit den Kraftomnibussen durch die herrliche Neckarlandschaft mit ihren Weinbergen und freundlichen Dörfern war für die Urlauber ebenfalls ein kostbares Erlebnis. Bei einem Abschiedsabend am 19. November im Kurhaus auf der Heid erlebte man noch einmal die wunderbare Gastfreundschaft und Herzlichkeit, mit der die Hitler-Urlauber von allen Teilen der Stuttgarter Bevölkerung erfreut wurden, zugleich hatten sie hier auch Gelegenheit, allen Gastgebern und allen Stellen der Partei und der Stadt, die den Urlaub verschönern halfen, von ganzem Herzen Dank zu sagen. Ueberreich an herrlichem Erleben, an Freude über die großartige Gastlichkeit und über die vielen landschaftlichen und städtebaulichen Schönheiten dieses herrlichen Stückes deutscher Erde kehrten die Hitler-Urlauber im Laufe des 20. November in ihre Heimat zurück. Mit dem herzlichen Dank an die gasttiche Stadt Stuttgart und ihre Bewohner verbinden die Urlauber aber auch den tiefen Dank an den Mann, durch dessen Wirken und Fürsorge ur die alten Kämpfer es erst ermöglicht wurde, daß den Urlaubern diese schönen Tage der Freude geschenkt waren: der Dank wird unserem Führer Adolf Hitler durch weiteren treuen und allezeit opferbereiten Dienst für sein großes Werk zum i Segen unseres deutschen Volkes von den Hitler- i Urlaubern abgestattet werden. „OoS Hohe Lied der Arbeit. * Ein Tonfilm aus den Vuderusschen Eisenwerken. ch Lollar, 30. Nov. Zur Zeit lassen hier die Buder us scheu EisenwerkeWetzlar einen in ihren sämtlichen Betriebsstätten aufgenommenen Tonfilm vorführen, der eine außerordentliche Anziehungskraft auf die Oeffentlichkeit ausübt. An beiden Abenden, Donnerstag und Freitag dieser Woche, an denen der Film dargeboten wurde, war der Saal „Zur Linde" bis auf den letzten Platz besetzt. So wird es auch sein, wenn die weiteren Vorführungen im Laufe der kommenden Woche vor sich gehen. Im Tonfilm selbst sprach Generaldirektor Kommerzienrat Dr. Koehler zu Anfang einführende Worte an die Arbeitskameraden und erläuterte kurz das wirkende Leben in den Betriebsstätten der Vuderusschen Eisenwerke Wetzlar. Ganz besonders solle dieser Tonfilm, so sagte er, nicht allein der Unterhaltung dienen, sondern auch für deutsche Wertarbeit werbend benutzt werden. Auf der Leinwand erschienen Bilder des schaffenden Alltags, zum Teil unterbrochen von schematischen Darstellungen über die einzelnen Erzeugnisse der Vuderusschen Eisenwerke. Begonnen wurde mit der Erzgewinnung unter Tage in eigenem Bergbau, bei denen die Kumpels in schwerer Arbeit der Erde ihre Schätze abringen. Die gewaltigen Anlagen der Hochöfen, deren äußeres Bild fast jedem Volksgenossen bekannt sein dürste, gaben dem Zuschauer erst einen Einblick in das innere Getriebe eines Unternehmens, Las sich seit seiner Gründung im Jahre 1731 zu solchem Umfang entwickeln konnte. Bei diesem Hochofenbetrieb wurde besonders die Sorgfalt hervor- zgehoben, mit der man darauf bedacht ist, nichts von Len Schätzen der Erde umkommen zu lassen. Die sfrüher anscheinend wertlose Hochofenschlacke ergibt Leute durch verschiedene Zusätze und Bearbeitungsoerfahren einen hochwertigen Eisen-Portlandzement. |öon der Roheisenherstellung ging es dann zu den Werkstätten der Fertigproduktion. Die Darstellungen Der Arbeit in Lollar interessierte die Besucher Der Veranstaltung besonders. Die Bilder auf der Leinwand, welche die Erstehung der Heizkessel, der Heizkörper, Oesen und anderes mehr, zeigten, riefen ein ganz außerordentliches Interesse hervor. Ausführungen. Mit dreifachem „Sieg-Heil" und dem Horst-Wessel-Lied fand die Kundgebung ihren Abschluß. — L i ch, 29. Nov. Da ein erhebliches Nachlassen der D i p h t herieerkrankungen unter den Schulkindern unserer Stadt zu verzeichnen ist, hat das Kreisschulamt nach Anhörung des Kreisgesundheitsamtes verfügt, daß der Unterricht an Der hiesigen Volksschule wie auch an Der hiesigen Berufs- und Mädchenfortbildungsschule am kommenden Donnerstag, 5. Dezember, wieder beginnen soll. $ ! —............... Das Modell des gewaltigen Groß-Silos. (DNB.-HeimatbildeMenst, Photo: Eberle.) LPD. Friedberg, 29. Nov. Die Walzen- mühle Afsenheim AG. wird gegenwärtig durch den Bau eines Groß-Silos erweitert. Mit einer Höhe von 45 Meter wird diese Anlage die zweitgrößte ihrer Art in Europa sein. Die zylindrischen Zellen haben einen Durchmesser von 3,70 Meter. Der Silo wird nach seiner Fertigstellung 2500 Tonnen Getreide fassen können und in einigen Monaten fertiggestellt sein. + Grünberg, 30. Nov. Vor vier Jahren wurden von hier aus zwei Landpostkraft- linien eingerichtet. Dadurch fiel für die meisten umliegenden Orte die vorher übliche Postzustellung durch Landbriefträger weg. Eine Ausnahme machten nur die vier Orte: Beltershain, Lumda, Rein- hardshain und Göbelnrod, die aus betriebstechnischen Gründen nicht in die beiden Linien eingegliedert werden konnten und deshalb weiter ihre Post einmal am Tage durch einen Landbriefträger vom Postamt Grünberg erhielten. Mit dem heutigen Tage verschwindet nun der Landbriefträger, da mit dem 1. Dezember diese vier Orte eigene Poststellen erhalten, Die dem Postamt Gießen unterstellt werden. Ihre Post erhalten diese Orte nun durch eine Landpostkraftlinie, die von Gießen aus über die Orte der Rabenau führt. Da die Linie täglich zweimal verkehrt, bedeutet dies für die Orte eine Verbesserung ihrer Postzustellung. Was bringt uns nun alles Buderus? Diese Frage, die man sich stellte, beantwortete ein ausgezeichne- tes Schema. Eine Straße, hergestellt von Buderus- Portlandzement führte im Bild zu einem Haus aus dem gleichen Material. Es folgten in dem Gebäude vom Keller bis zum Speicher Kestelan- lage zum Heizen, Heizkörper, Oefen, Herde, Badewannen, Spülsteine, ja sogar die Rohrleitung für Die Wasserzufuhr. Es ist in diesem Rahmen natur- Zernaß nicht möglich, die gigantischen Ausmaße der Anlagen und Erzeugungen in den einzelnen Betriebsstätten zu vermitteln. Ein Bild von der Größe und der Bedeutung der hier gezeigten heimischen Industrie ergibt sich daraus, daß die Vuderusschen Eisenwerke rund 8000 Mann, davon allein in Lollar 1800, beschäftigen. Die Direktion der Bude- russchen Eisenwerke hat mit der Herstellung und den Vorführungen dieses Tonfilms das Richtige getroffen, denn der Bildstreifen ist ein Dokument, das den Titel „Das Hohelied der Arbeit" vollauf verdient. Verschönt wurde der Abend der Filmvorführungen durch die Werkskapelle, ein 20 Mann starkes Orchester, das die Zuhörer mit Werken überraschte, die man von einem solchen Orchester nicht erwartet hätte. So wurden u. a. die Ouvertüre zur Oper „Peter Schmoll" von C. M. v o n W e b e r und der Walzer „Mi netto" aus der Operette „Berliner ßuft' von P. Lincke formvollendet wiedergegeben. Der Leiter der Kapelle, Musikmeister a.D. Hermann Topp, durfte mit seiner „Belegschaft" den sehr starken Beifall für die Leistungen als Dank buchen. Landkreis Gießen OO Klein-Linden, 29. Nov. Am Donnerstagvormittag wurde die durch die vielen Unglücksfälle berüchtigte Strahengabelung Wetzlarer Straße-Frankfurter Straße, die f»genannte Todesfälle, einer eingehenden Besichtigung durch Vertreter der Behörden und sonstiger Verbände unterzogen. An der Besichtigung nahmen teil die Vertretung der Gemeinde Klein-Linden, des Kreisamts Gießen, des Prooin- ' zialbauamts der Provinz Oberhessen, ein Vertreter । des Deutschen Automobilklubs sowie zwei Vertreter ' Der Deutsch-Amerikanischen Petroleumsgesellschaft, i sich zu ird) eine erkannte j es nicht Da sie int oollkom' ür sie er« eintreten ch stehen roortreten ;m besten lbermäßig । Garten Haustür kannte rnfitl 8il' US Wr cht«. „ö! feit »5$ in'. f* «sienbrrg [ort. U Ich IM dah Z, Sie sin> verkaufen i irrt s'- ne Dafür r, chuunde"' ieuen tP* Seit der Neuherstellung der Straßendecke der Frankfurter und Wetzlarer Straße und Einteilung der Fahrbahnen durch weihe Steine in zwei Felder, Die im vorigen Jahr vorgenommen wurde, haben sich Ung lücks fälle nichtmehr ereignet. Wesentlich zur Verminderung der Gefahrenmomente trugen auch Die in den beiden Straßen ausgestellten nachts weithin leuchtenden Schilder mit der Aufschrift „Todesfälle" bei, die sich etwa 100 Meter oor der gefährdeten Stelle befinden. Auch Die in etwa 150 Meter Entfernung angebrachten, ebenfalls nachts leuchtenDen Totenköpfe haben ihren Zweck nicht verfehlt. Wenn auch für Die Zukunft von Den Kraftzeugfahrern mit ermäßigter Ge- fchwindigkeit Die Gefahrenstelle befahren wird, so dürsten sich Unglücksfälle vermeiden lassen. So sahen sich Denn auch Die Vertreter Der Behörden nur veranlaßt, Die Entfernung Der in unmittelbarer Nahe Der Gefahrenecke sich befindlichen Benzintanks anzuordnen. Diese werden jetzt vom Fuß- gangersteig abmontiert und sollen Aufstellung auf Dem Eigentum Des Inhabers Der Tankstelle finden. * Allertshausen, 29. Nov. Dieser Tage wurde ein hiesiger Bauer wirtschaftlich schwer heimgesucht. Er mußte eine Kuh abschaffen, die Lust gefangen hatte. Für eine zweite Kuh besteht inso- sern Gefahr, als sie zwei Kälber nicht zur Welt bringen konnte und viel Hilfe geholt werden mußte. Es ist für den Bauern zu befürchten, daß er auch dieses Tieres verlustig geht. — In unserer Gemeinde wurde dieser Tage mit Der Holzhauerarbeit begonnen. Es wirb aber nur eine Rotte von vier Mann eingesetzt, Da nicht viel zu schlagen ist. Die GemeinDe muhte durch Sturmschaden bereits viele Hunderte Festmeter aufarbeiten lassen. + ©rünberg, 29. Nov. Dieser Tage wurde die älteste Einwohnerin unserer Stadt, Frau Else Köhler, zu Grabe getragen. Am 29. 3uü d. I. war sie 90 Jahre alt geworden. — Die am Bahnyof gelegene Gastwirtschaft, die im Wege Der Zwangsvollstreckung zur Versteigerung gelangte, ging für Den Preis von 14 700 Mark in Den Besitz Des hiesigen Bierverlegers Peppler über. Fertigmäntel aus Qualitätsstoffen 80.—, 90.— und höher Jfrever t neben U-C. ..... __ - verzettelt. Die von Herrn Haas geleistete Arbeit geschah für die Staatliche Stelle für Die Verzettelung Der Kirchenbücher in Hessen mit Genehmi- , gung Der kirchlichen Organe. Herr Haas beabsichtigt . nun ein Familienregister, Das Die vorge- , nannte Zeit umfaßt, aufzustellen. Eine Familien- , chronik kann unD will er natürlich nicht anfertigen, i das ist Sache Der einzelnen Familie, Die wichtige Ereignisse in Der Familie für Die fommenDen Geschlechter aufschreiben muß. Dazu will Die in Der Traubibel, Die jedes Paar bei seiner Trauung von unserer Kirche erhält, eingebundene Familienchronik anregen. In diese werden Nachrichten über die Vorfahren von dem Pfarrer oor der Ueberreichung eingeschrieben, und das junge Paar muß nun die Chronik weiterführen. So wird ein kommendes Geschecht besser über seine Familiengeschichte Bescheid wissen, als das gegenwärtige. Auch oie Kirchenbücher von Alb ach wurden von Herrn Haas bearbeitet. Die Kirchenbücher von Steinbach beginnen mit dem Anfang des Dreißigjährigen Krieges, die ersten Einträge stammen aus 1620. Die beiden ersten Bücher bis 1743 wurden schon in früheren Jahren sachgemäß neugebunden und restauriert. Leider sind sie nicht geeignet, verzettelt zu werden, außer von einem Fachmaün, da sie Lateinkenntnisse ooraussetzen und eine gewisse Fähigkeit, alte Urkunden zu lesen. Der Pfarrer beabsichtigt, selbst diese Arbeit zu leisten nach Maßgabe seiner Zeit, die immer noch, wie bei allen Pfarrern, durch den Nachweis der arischen Abstammung (in der Zeit vom 1. 4. d. I. bis heute ca. 200 Anfragen) stark in Anspruch genommen ist. * Hausen, 30. Nov. Von unserer Gemeinde werden in Zukunft Aufträae nur noch an die- < jenigen Betriebe vergeben, Deren Betriebsführer und Gefolgschaft geschlossen in der Deutschen Arbeitsfront stehen. i Y Watzenborn-Steinberg, 29. Nov. 1 Am gestrigen Abend fand im Saale „Zum goldnen ' Stern" eine Kundgebung d e r Deutschen 1 Arbeitsfront statt. Nach Einbringung der NSBO.-Fahne eröffnete Ortsgruppenwalter Pg. i Gottfried Brücke! die Versammlung und übergab Dem Redner Des AbenDs Kreiswalter Der DAF. 1 Pg- Wagner (Gießen) Das Wort. In seiner ein- emhalbstünDigen ReDe befaßte er sich mit Dem < Thema „Zweck unD Ziel Der DAF.". Zum Schluß Dankte Pg. Brücke! Dem Kreiswalter für feine Der Gießener SA.-Sturmbannführer unD Ratsherr Walther weilte vom 1. bis 20. November als Hitler - Urlauder im Rahmen Der Hitler- FreiplatzspenDe für Die alten Kämpfer Der Berne- gung in Stuttgart, lieber seine Beobachtungen unD Eindrücke bei diesem Urlaubsaufenthalt erzählte er uns folgendes: Auf Veranlassung der SA.-Brigade 55 in Stuttgart wurden insgesamt 56 Hitler-Urlauber aus allen Gegenden Des Reiches in Der mürttembergifdjen HauptstaDt Stuttgart für Die Zeit vom 1. bis 20. November untergebracht. In dankenswerter Weise hatten Die Reichsbahn durch Fahrpreisoerbilligung und die NSV. durch einen Zuschuß zu Den Reisekosten Den Urlaubern, Die alle- samt nicht mit Glücksgütern gesegnet finD, Die Kosten für Die Hin- unD Rückreise annehmbar gemacht. Da traf man KameraDen aus Ostdeutsch- lanD, aus Schlesien, Berlin, BranDenburg, Thüringen, von Der Ruhr, aus Dem RheinlanD, aus MitteldeutschlanD usw., Die sich sämtlich in herzlicher KameraDschast vereinigten unD sich gut kennenlernten. Die Urlauber waren in Hotels unD in Privatquartieren untergebracht, überall rourDen lhnen gute Zimmer unD beste Verpflegung geboten Ich wohnte im Hotel „Graf Zeppelin". Im Laufe Des Freitag, 1. November, trafen Die Hitler-Urlauber ein. Am folgenDen Samstagvor- mittag rourDen sie von BrigaDesührer Wagen- ba uer von Der SA.-BrigaDe 55 in herzlicher Weise begrüßt. Er konnte Dabei Den Urlaubern mitteilen, daß Die NSV. in Stuttgart jeDem Urlauber für Die Zeit feines Aufenthaltes ein Ta chen- ae(b non 10 Mark zur Verfügung stellte, ferner die (Stuttgarter Stadtverwaltung 1000 Mark zur Deckung der Unkosten für die kostenfreie Benutzung Der Straßenbahn, für Den freien Eintritt zu Den Sehenswürdigkeiten der Stadt und zu Den Ausgaben für eine Schwarzwald-Fahrt bewilligt hatte. Daneben von den Verwaltungen der Theater und Den Besitzern der Lichtspielhäuser Freiplätze für die Urlauber gewährt worden feien. Mit dankbarer Freude wurden diese Bekundungen der gastfreund- . Iidjen Gesinnung von den Urlaubern entgegen- । genommen. , Ein gutes Bild als Weihnachts-Geschenk macht immer Freude Kommen Sie schon jetzt w Photo M! Schon für RM. 1.50 erhalten Sie 4 verschiedene Aufnahmen. Neu eröffnet im 1. Stock (Löwengasse 6): Atelier n und r ’S 1 Verl. Sie die illustrierte Drucksache 843 mit Preisen Komplette Apparate von RM 98.- bli Ksrl Bgner - Gießen, Frank). Str. 9 DU 241 20 frei Haue In Deutschland Medizinisches Fachgeschäft, Telefon 41913 2__ Unverb. Vorführung aller Orlgtnalfabrikate der Quarzlampen-Gesellschaft m. b H.. Hanau. W ...ein glänzender Gedanke -- ZU Weihnachten eine „Hanauer Höhen- sonne" zu schenken. Worum? Gerade im Winter ist die „Höhensonne" - Ort- ginal Hanau — ein Segen für die ganze Familie, sie ersetzt die fehlende Sonnenkraft. Gibt es also ein besseres Familiengeschenk als diese „Höhen- sonne", die zu jeder Jahres- zeit die heilkräftigen ultra- © violetten Strahlen spendet? HÖHENSONNE Mj - Original Hanau — F 1 *»,vv y Sei mV Zuzug nach Frankfurt a. M. muß nach- drücklichst gewarnt werden, wenn die wirtschaftlichen Grundlagen und die Wohnungsverhältnisse nicht im voraus gesichert sind. Durch Erlaß des Herrn Reichs- und Preußischen Ministers des Innern vom 2. April 1935 ist Frankfurt a. M. gemäß § 32 der Reichsarundsätze über Voraussetzung, Art und Maß der öffentlichen Fürsorge in der Fassung vom 1. Aug. 1931 als „R o t sta n d s g e m e i n d e erklärt worden, wodurch ihr die Möglichkeit gegeben ist. die Fürsorge für Neuzugezogene auf das zur Fristung des Lebens Unerläßliche zu beschränken. Für planlos Zugezogene kommt lediglich die Wanderarbeitsstätte Roter Hamm, Schwanheimer Straße und, insofern es sich um Familien handelt, mangels Vorhandenseins einer Familienunterkunft für Frauen und Kinder, nur die Unterkunft für Wohnungslose, Scheidswaldstraße 32/36, in Frage. Barunterstützung wird in keinem Falle gewährt. Oberhessisches Schwurgericht. Am gestrigen Sitzungstage hatte sich der K. Sch. aus Bad-Nauheim wegen Meineids zu verantworten. Während der Beweisaufnahme stellte sich heraus, daß das Gericht auf die Aussage eines Zeugen nicht verzichten kann. Die Verhandlung wuroe daher auf Donnerstag, 5. Dezember, vertagt. Bis dahin soll der Zeuge geladen werden. Amtsgericht Gießen. Der Willi Launsbach aus Gießen wurde durch Strafbefehl mit 5 Mark Geldstrafe belegt, da er am 4. Oktober durch Streitigkeiten mit anderen abends groben Unfug verübte. Gegen diesen Strafbefehl verfolgte der Angeklagte Einspruch. In der gestrigen Hauptoerhandlung stellte sich heraus, daß der Angeklagte als Täter nicht in Frage kommt. Die öffentliche Klage wurde daher gegen ihn eingestellt. Eine andere Sache wegen Körperverletzung wurde zwecks Vernehmung weiterer Zeugen vertagt. Dienstag, den 3. Dez., 20.15 Uhr: Vortrag des Herrn Walther Benser von der Fa. Emst Leitz, Wetzlar, in der Neuen Aula der Universität -Vortrag: Die Leica erlebt den Alltag ca. 100 neue Bilder: Nahaufnahmen, herrliche Diapositive von Amateuren und Lichtbildnern, Leica-Tips und -Tricks, neue Zusatzgeräte Sonderbildschau von 40 Leica-Vergrößerungen verschiedener Autoren! D Eintritt frei! D 6864 V Neubautätigkeit über her Lahn. Gegenwärtig ziehen zwei Neubauten — wir berichteten bereits kurz darüber — jenseits der Lahn die Aufmerksamkeit vieler Vorübergehender auf sich. Vor allem ist es der Neubau des stattlichen Schlachthofverwaltungsgebäudes, der bereits im Rohbau nahezu fertiggestellt ist. Einen weiteren Neubau stellt die Schaffung des Klubheims des Gießener Ruderklubs Hasfia dar, der auch schon so weit gediehen ist, daß nut dem Innenausbau begonnen werden kann. Wir zeigen beide Neubauten im Bild. Links: das Schlachthofoerwaltungsgebäude; rechts: das Klubheim der Ruderer. (Aufnahmen [2J: Neuner, Gießener Anzeiger.) Schwerer UnglücksfaU auf der Reichsautobahn. LPD. D a r m ft a d t, 29. Nov. Auf der Reichsautobahn ereignete sich heute gegen 17 Uhr etwa 4 Kilometer südlich vom Zubringer Darmstadt ein schwerer Derkehrsunfall. Ein Personenauto wollte einen Motorradfahrer überholen und gab zu diesem Zweck Signale. In diesem Augenblick wendete der Motorradfahrer in unerklärlicher Weise nach links, so daß er unmittelbar vor das Auto kam. Der Autofahrer versuchte den Zusammenstoß durch Bremsen zu vermeiden, was ihm aber nicht gelang. Der Motorradfahrer wurde von dem Auto erfaßt und schwer verletzt. Er kam in bedenklichem Zustand in das Städtische Krankenhaus Darmstadt. Das Motorrad wurde vollständig zertrümmert, während das Personenauto nur leicht beschädigt wurde und die Insassen unverletzt blieben. Warnung vor Zuzug nach Frankfurt. LPD. Frankfurt a. M., 29. Nov. Die Pressestelle der Stadt Frankfurt teilt mit: Vor dem Statt Karten! Ihre Verlobung geben bekannt Dirgime Hüttenberger Wilhelm Schatz, Pfarramtskandidat Gießen Limburg /Lahn Schühenstraße 24 Herborn 1. Advent 1935 05086 Statt Karten! Ihre Vermählung zeigen an, Karl Lipp und Frau Maria Käthe, geb. Heilmann Gießen Mebigstraße 62), den 30. November 1935 05094 Walter Mootz Elly Mootz, geb. Rieß geben ihre Vermählung bekannt Gießen, den 30. November 1935 Goethestraße 35 Asterweg 48 05091 Ihre Vermählung geben bekannt Karl Sommer Magda Sommer, geb. Körner Marburger Straße 32 plockstraße 16 Gießen, den 1. Dezember 1935 6887 D Hanns L. Thein und Frau Helene, geb. Flick Vermählte Gießen Mühlheim a.M. am 30. November 1935 6899 D Statt Karten! Für die uns anläßlich unserer Silber- h o ch z e i t in so reichem Maße erwiesene Aufmerksamkeit danken wir recht herzlich Fr. Stephan Szczepaniak und Frau Karoline, geb. pukallus Gießen (Äückingstr. 3), den 29. November 1935 05117 Für die erwiesenen Aufmerksamkeiten zu unserer goldenen Hochzeit danken wir herzlichst Johannes Weller Susanne Weller, geb. Faber Leihgestern, den 30. November 1935 05092 EWMeÄiWWW Dienstag, den 3. Dezember, nachmittags V23 Uhr, im Cafs Leib: Bettomiung her MheMen NMOllsen 6873 D Vortrag von Pfarrer Weinberger-Darmstadt MM-WselMMWsermM DIE WEIHNAC HTS AU S STELLUNG DER OBERHESS. KÜNSTLER IM TURMHAUS AM BRAND ZU GIESSEN IST GEÖFFNET VOM 1. BIS 23 DEZEMBER SONNTAGS 11-13, WOCHENTAGS 17-19 UHR I 6.<52 D MWM SkWUs-MÄ im Deutschen Volksbildungswerk Donnerstag, den 5 Dezember, 20% Uhr, Hör'aal 44 der Universität W. Sk. zr. !ttM, MMg spricht zur Geschichte der SteiOeitsibee bei den Wen ___________Gäste willkommen.______ 6g93 D SlMWWW Kostenlose Beratung und Begutachtung m allen /tragen der Erbgesundheitsvflege, ärztliche Unter» mchung auf Ebetauglichkeitl Ehetauglichkeitszeugnisse) uiw., entsprechend d. reichsgesedlichen Bestimmungen, bei der 6603V Abteilung für Erb- und Rassenpflege des Staatl. Gesundheitsamtes Gießen, Friedrichstraße 18(neben der Augenklinik). Sprechstunden für Eheberatung: Dienstags von 16 bis 18 Uhr. Dringende Fälle auch zu anderer Zeit, nach vorheriger Anmeldung (Telephon 3173). Mündlich können (Sie e§ nur wenig en sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen (Sie e§ allen Das schönste Weihnachts- Geschenk Darüber freut sich Mutter am meisten, denn eine Naumann hilft schaffen, sparen! Fahrrad haus Gießener Hochschulgesellschaft Kapitän Kirdieife der bekannte Weltumsegler und Forschungsreisende spricht am Mittwoch, dem 4. Dezember, 20 Uhr im Saale des Studentenwerks, Leihgestern. Weg 16, über: Polarkreis Süd — Polarkreis Nord: ( Die Polargebiete und ihre Bedeutung für die deutsche Fettversorgung. (Lichtbilder und Filmvorführung) Gäste willkommen. Eintritt frei! 68 5D Der Vorstand. Sängerkranz / Gießen Donnerstag, den 5. Dezember 1935, abends 8 Uhr, in der Neuen Universitäts-Aula Zum Gedenken an Georg Friedrich Händel (geboren 1685) »Acis und Galatea« Pastoral für Soli, Chor und Orchester in der Neugestaltung von Dr. Fr. Chrysander. 6857d Leitung: Albert Kasten. Solisten: Helga Schuchhardt (Sopran), Rudolf Hille (Tenor), Wilhelm Greif (Baß). Chor: Gemischter Chor des „Sängerkranz“, Gießen. Orchester: Städtisches Orchester, Gießen. Aßmann Gießen, Neustadt 20 Der Konzertflügel ist aus dem Pianohaus Schönau. Eintrittskarten: 60 Pfennig, RM. 1.20 und 2- in der Musikalienhandlung E. Cha liier und an der Abendkasse. Cafe Amend W IW-LMIM Freitag, den 6. Dezember, nachm. 4 Uhr, kommt der NIKOLAUS (Gartenstrafee 30) Samstag, 7., und Sonntag, 8. Dezember, von 15 bis 19 Uhr 68882 für die Kleinen! 6907d SasWml....! Ein Abend in den Bahnhofgaststätten Gießen ist die Vollkommenheit aller Wünsche gemütli- cheWinkel, echte.rechte Leibgerichte, süffiges Bier, gepflegte Weine, schöne Frauen! Hier— am Pulsschlag der großen Welt, bei einem guten Tropfen, reifte schon mancher erfolgreiche Plan! Kommen auch Sie einmal in die WMs-SiiMllen ©legen 6876 D ZUM AVOUIER Marktplatz 05130 Am Samstag und Sonntag KONZERT Bis 4 Uhr nachts geöffnet! Verlobungs-Anzeigen liefert Brühl’sche Druckerei Geschäfts -Uebernahme. Ab 1. Dezember 1935 übernehme ich die Bäckerei und Konditorei Neustadt 14 (früher S. Katz) Durch langjähr. Erfahrung in der Bäckerei u. Konditorei bin ich in der Lage, meiner Kundschaft stets das Beste zu bieten. HermannTraxel, Bäckermstr. 6851 D____________________________________ »«werbindl.frdnkogegfranko. Günstige Zahlungsbedingungen. 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