Ur. 100 Erstes Blatt 185. Jahrgang Dienstag, 50. April 1935 ■ Und so •fl Alle Werkleute feiern Don Karl Bröger P '-i I ■6» tl l < 6 konnte der Nationalsozialismus da einsetzen, wo es > i < 6 * Fabriken und Schachte liegen heute verlassen da, alle Werkleute feiern, sind sich in der Masse nah. 3n die dunkelste Este Schurzfell und Stufe gehängt, hebt sich die Brust der Arbeit, von keiner Mühsal bedrängt. Über dem stillen Hafen träumt der Riesenkran. Tausend Schiffe liefen gestern von fremden Küsten an, ihre pfeifen schrillten, sie wölkten ihn ein in Ruß. Heute schaukeln sie friedlich um seinen stählernen Fuß. Durch die Fenster flirrt Sonne in den Maschinenraum, flicht um jeden Hebel, um jedes Rad einen goldenen Saum. Oie Kessel und Kolben, um die es sonst kreischt und brüllt, sind ganz in Licht und Glorie ekngehüllt. Über die Werke der Arbeit, die wie Tempel verschlossen sind, führt ein tiefes Besinnen der erste Frühlingswind, eine Ahnung kommender Dinge weht durch jede Brust, die im Takt dieses Tages geht. die Welt. Nicht das sittliche Bewußtsein formte nach ihm die Welt und die Menschen, sondern die stoffliche Welt formte das Bewußtsein. Damit waren die Dinge glatt auf den Kopf gestellt: nicht die Arbeit als Ausdruck sittlichen Bewußtseins wurde als Inhalt des sittlichen Lebens dargestellt, sondern eben jenes unsittliche Gewinnstreben, und so wurde der marxistische Sozialismus ein umgekehrter materialistischer Kapitalismus. Die Sehnsucht der schaffenden Deutschen nach Arbeitsehre und nach sittlicher Rechtfertigung eines Lebens schwerer Arbeit wurde enttäuscht. 0 Es war eben doch mehr als „Fron" und „Ausbeutung", es war Lebensinhalt und g e - ftaltende Macht, was ihnen fehlte. ** * ' Jetzt erntete dieses Denken seinen Lohn: der Staat der Weimarer Republik selber wurde zu einer Korruptionsplantage, in dem die Verachtung der ehrlichen Arbeit zum System erhoben wurde. Die private Verachtung der Arbeit und der Arbeiter war ja schon bei Marx uni) Engels sprichwörtlich gewesen, aber das wurde natürlich den unglücklich Verführten und den Opfern ihrer Jrrelehren verborgen gehalten. So erlag der Staat der Deutschen dem materialistischen Denken. . Wo aber konnte also ein wahrhaft revolutionierendes Denken ansetzen, um wirklich einen Staat der Deutschen, das Dritte Reich, zu gestalten? — Nur dort, wo die Sehnsucht nach sittlicher Rechtfertigung der Arbeit noch zu erfüllen war. Denn die schaffenden Stände hatten inzwischen längst den Betrug des Novembersystems und seines Marxismus durchschaut. Sie fühlten sich verraten und betrogen und immer mehr um den Lohn ihrer ehrlichen Arbeit gebracht. Jetzt also galt es, d i e Arbeit als ehrende und damit staatsbildende Macht, a l s Ideal der wirklich geeigneten Nation, in ihre Rechte einzusetzen. Das vollbrachte d i e Revolution des Nationalsozialismus. In Deutschland stand ein ehrlicher Arbeits- mensch^bereit, sich seinen Staat zu schaffen, wenn man ihm nur zum Einsatz verhalf. Das tat Adolf Hitler. Schon im Kriege hatte der heutige Nationalsozialist Ernst Krieck geschrieben: „Je fremder ein neuer, unter Zucht erwachsener Volkstyp seinen Nachbarn erscheint, je härter seine Struktur, desto mehr ruht auf ihm die Verheißung der Zukunft." Nun — der vor allem in der Nachkriegszeit in furchtbarer Zucht der Not gehärtete deutsche Dolks- ’M 'S- d ! SS S «hl ^2 5 5. e = = ? » a e J» >' 01 3 08 t 3 3 21n}'t9‘" ®Ä: SamilkÄ A44 AAA ▲ ÄA /k A HeimatimDild Die Scholle ■ B M BjS / B ■ W Y ■ B W M M W AWk Grundpreise mm höhe Nonats-vezugrpreir: U M M B B B B W WWW WWW Sijr W für Anzeigen von 22 mm Mil 4 Beilagen RM.1.9Ü ■■ l| Bf W W M B / H fll Bll Br B Breite 7 Npf., für Text- Ohne Illustrierte 1.80 gS W W B B B Xflk B B B % B B von70mm Breite Zustellgebühr .. „ W ■ B B W W W W W W 60Rpf.,Plahvorschrist oder Auch bei Nichterscheinen _ W ” ▼ W schwieriger Satz 25"/„ mehr “ÄÄ V talM» ©runöpteife: MM General-Anzeiger für Oberheffen Stontfurt am moin 11686 vru» unb Verlag: Srühl'sche UnivrrfitStr Such- uns Steinörudcrci R.Lange in Stehen. Schristleitung und SeschSftLftelle: Schulftrahe 7 mengenab[d)lüfieSStaffefö Mi Arbeit als Gtaatsidee. Nach der Auffassung des treuen deutschen Mahners Paul de Lagarde fehlt den Deutschen des Bismarckreiches ein allen sichtbares und für alle verbindliches deutsches Ideal, das das ganze Volk einigen und erst zur Nation machen sollte. Die im wahren Sinne staatbildende Kraft der Deutschen sah Lagarde abhängig von dem Dasein dieses Ideals. „Ein Vaterland gehört in die Zahl der ethischen Mächte, und darum können seine Angelegenheiten nicht vom Regierungstische aus, sondern nur durch das ethische Pathos aller seiner Kinder besorgt werden. Deutschland ist die Gesamtheit aller deutsch sprechende, deutsch empfindenden, deutsch denkenden, deutsch wollenden Deutschen. Die ethische Macht des Vaterlandes hat sich nach dem großen Fegefeuer des Krieges und der Revolution durchgesetzt und ist im Nationalsozialismus Gestalt und Ideal geworden. Und damit wurde auch Fichtes Forderung erfüllt, daß der Staat der Deutschen eingesetzt werde „in das Recht, den gesamten Ueberschuß aller Kräfte seiner Staatsbürger ohne Ausnahme für feine Zwecke zu verwenden." Was bedeutet nun die Erfüllung der Forderungen Fichtes und Lagardes im Hinblick auf die alle Deutschen einigende „staatbildende" Kraft des Ideals? — Von was ging das deutsche idealistische Staatsdenken aus? Die revolutionäre Welle, die Europa um 1800 durchflutete, gründete sich auf ein neues Ethos, das aus den arbeitenden Schichten kam. Der Zerfall der feudalen Kultur ließ diese schaffenden Stände als die eigentlichen Träger des Staates erscheinen. Wäre diese Idee nicht in die Köpfe und Hände der französischen Aufklärer und ihrer blutrünstigen Schüler geraten, so hätte sie schon damals Segen stiften können. So aber wurde aus der mißbrauchten Erkenntnis von der sittlichen Macht der Arbeit eine Posse, die in dem Jahrhundert des Kapitalismus genau das Gegenteil hervorbrachte, was etwa Kant in Deutschland und nach ihm Fichte begeistert gefordert hatten. Das Pathos des kategorischen Imperativs: Jeder handle so, daß sein Handeln zum Maßstab der allgemeinen Handlungsweise werden könne — bedeutet, daß jeder unumschränkt seine sittliche Haltung zu bestimmen habe nach dem „gemeinen Nutzen". Das ist eine ethische Idee, die ihren Grund in der altdeutschen Haltung der schaffenden Stände hatte, in dem sittlich gebundenen Leben der mittelalterlichen Menschen, die noch nicht kapitalistisch dachten, die noch nicht das Geld als Reichtum horteten, sondern es als Tauschmittel immer weiter gaben — da es ja auch nicht den starren Münzwert des späteren Geldes hatte. Damals, schon in der Gotik, war die Arbeit das auszeichnende Merkmal des Deutschen, war gute Arbeit Ehrensache aller. „Fahrendes Volk" war mißachtet, weil es keine Stätte ehrbarer Arbeit hatte. Die Aufstellung des Grundsatzes vom kategorischen Imperativ, von der Forderung nach pflichtmäßiger Erfüllung der Aufgabe des Einzelnen in der Gemeinschaft wurde vom 19. Jahrhundert nur ins staatlich-militärische Gebiet übertragen, der Liberalismus ließ dem Bürger im übrigen freie Hand im sogenannten „Wettbewerb". Der Staat sah feine Grenzen da, wo dieser Wettbewerb begann. Das bedeutete die Aufgabe der ethischen For- berung vor dem rücksichtslosen Gewinnstreben, wie jeder einzelne es gerade verstand. Die Arbeit — das war nur noch Mittel zum Zweck, nämlich zum Zweck des Gelderwerbs und der Geldhortung. Die Arbeit wurde erniedrigt, die Arbeitsehre vernichtet. So mußte mit Notwendigkeit eine Gegenbewegung entstehen, die dann zum Klassenkampf führte. Das bedeutet den Zusammenbruch des deutschen Idealismus, eben jener Denkweise, die den kategorischen Imperativ heroorgebracht hatte. Das deutsche Volk schwankte seitdem haltlos im Zeitensturm und verlor sich selber. Seine schwer arbeitenden breiten Schichten wurden vom Marxismus eingefangen und mißleitet. Der Staatsapparat mit feinem Rest von Idealismus in der selbstlos arbeitenden Beamtenschaft löste sich vom lebendigen Volkskörper und mußte so erstarren. Der Zusammenbruch von 1918 ist so die logische Folge dieser geistigen Entwicklung geworden. Es gab — um mit Lagarde zu reden — kein allgemeinverbindliches Ideal mehr. Geblieben aber war in dem deutschen schaffenden Menschen die Sehnsucht nach einer sittlichen Rechtfertigung der Arbeit, als seines Lebensinhalts. Das Jahrhundert der Technik und der Bevölkerungsvermehrung hatte die Idee Kants und Fichtes vollauf gerechtfertigt, daß nämlich nur eine Sittlichkeit dieses Leben ordnen könne, bei der Gemeinnutz vor Eigennutz gehe. Aber diese Idee war verloren gegangen, war versunken in dem rücksichts- lofen materialistischen Gewinnstreben, des sogenannten Wettbewerbskampfes aller gegen alle. Es wurde aber nun immer mehr der Maßstab verschoben: der theoretische Materialismus lehrte, es käme nur auf die Verteilung des Gewinns an, stellte somit nicht die Arbeit als sittlich gestaltende Macht, sondern die Habgier in den Mittelpunkt des Denkens: Hunger und sogenannte Liebe regierten nach Marx =ö:nC3 g 2.« 3 2Sf 5r 2. 2' 3?« '2o » «8 DOP -.Q, 5 O o23-' C 2 8' ® «• er» <» 5 = 2 2 8-32 2 n K 3 n 3 & 2 2.® *» S5-*3 o Cf” « wM » 8 3 p 53 ? ' lULlUliaiCllii «uv ------ , front, Dr. Ley, erläßt folgenden Ausruf: 3. 4. 5. in Hand das Tragen A sein Eigen nennt, eine Venunft und nach S ch l a Dr. Rober und uns und ich vollsten System Arbeits- M.rfin 07 otnril iDNB) Der Reichsorgani- tigt uns, der Knechtseligkeit der Vergangenheit ab- Es ist mein unerschütterlicher Wille weiß, daß ich hier im Auftrage und Vertrauen des Führers handle, das Wir werden nichts tun, was nur einem Teil der wirtschaft nutzt. Was dem Arbeiter nüht, fall gleichermaßen dem Unternehmer dienlich fein und was dem Unternehmer Außen bringt, soll gleichzeitig dem Arbeiter zum Segen ge- Die Vertreter des RheiwMain-SebietS bei den Berliner Feierlichkeiten. zu tragen. Wir freuen uns, den Lebenswillen wiedergewonnen zu haben. Wir wollen leben, wir bejahen das Leben und wir kämpfen mit dem Schicksal um das Leben. Aus alledem ziehen wir eine unerschütterliche Verpflichtung, die m sen zur Linken und zur Rechten Gutes zu tun und ein guter Kamerad zu sein, weil wir wahre und ehrliche Sozialisten sein wollen. Wir wollen nie mehr von der Gemeinschaft fordern, als jeder einzelne von. uns bereit ist, der Gemeinschaft zu geben. Der Kampf soll unseres Lebens Inhalt fein, weil wir wissen, daß der Himmel nur dem die Freiheit schenkt, der bereit ist, sein Letztes dafür einzusehen. Die Arbeit fei unsere Ehre und die Leistung allein unterscheide den einen vom anderen. Sorgen zu meistern. Arbeiter und Arbeiterinnen, Angestellte und Unternehmer, Soldaten der Arbeit! Schaut auf den Führer! Nehmt ihn in allem und jedem zum Vorbild! 3e größer die Not, um so größer der Führer! Tritt gefaßt! vorwärts in ein neues Arbeitsjahr! Wit Adolf Hitler zur Sonne, zur Freiheit! Gez. Dr. Robert Ley. 6. Die Ehre der Nation fei unsere per- sönliche Ehre! Von Glück und Wohlstand der Nation hängen mein persönliches Glück und mein persönlicher Wohlstand ab. 7. Wer etwas l e i st e t, soll fordern. 8. Eine gerechte Interessenvertretung ist notwendig; jedoch haben die persönlichen Interessen dort aufzuhören, wo das Interesse der Gemeinschaft beginnt. 9. man darf sich niemals auseinanderraufen, sondern immer zusammenraufen. 10. Seid untereinander wahrhaftig und ehrlich. Bannt aus euren Reihen Hinterhältigkeit und Verrat! Schaffende Menschen, Arbeitnehmer und Unternehmer! Wir wissen, daß eine Frage uns alle beherrscht und daß ohne ihre Lösung keine gerechte Sozialordnung gebaut werden kann Es ist d i e Frage nach dem gerechten Lohn. Sie ist nicht neu, sondern so alt, wie die Menschheit. Und wenn im vorigen Jahrhundert bis zur Machtergreifung durch Adolf Hitler diese Frage von ihrer Lösung weiter denn je entfernt war, ja, wenn man sagen kann, daß ein sozialpolitisches Chaos, vermischt mit Gemeinheit und Profitgier, herrschte, so darf uns das nicht entmutigen. 1 Jetzt, nachdem die Organisation der Deutschen Arbeitsfront fertiggestellt ist, nachdem sich die NS.- Gemeinschaft „Kraft durch Freude" bewahrt und die letzten Vertrauensratswahlen bewiesen haben, daß unser großes Erziehungswerk von Erfolg gekrönt ist, sind wir uns bewußt, daß wir an die Lösung der Frage: Wie finden wir einen gerechten Lohn? der Enttöhnung, des Akkordes und der Methoden auf eine neue gerechte und allen Teilen nützliche Vasts zu stellen. (em Gebiet 3 u f a m m e n g e r u f e n, damit fie UNS alle wissenschaftlichen Grundlagen aus diesem Gebiet Zusammentragen. Es ist geradezu erschütternd, feststellen zu müssen, daß Deutschland und die Welt für alle Gebiete Lehrstühle, Hochschulen, Universitäten, Laboratorien und wissenschaftliche Institute besitzt, während aus dem sozialpolitischen Gebiet auch nicht dasge- ring st e vorhanden ist. Das wird anders werden. Bereits am 1. Mai 1936 werde ich euch praktische Ergebnisse vorlegen! folgenden 10 punkten für die Arbeiten der kommenden Zeit festgelegt sei: hat. 2. Wir wollen wetteifern, dem Dolfsgenof- 1. Wir grüßen den Führer am Morgen danken ihm am Abend dafür, daß er Lebenswillen und Lebenshoffen neu geschenkt aehen müssen. Arbeiter und Arbeiterinnen, Angestellte und Unternehmer! Ich fühle mich heute verpflichtet, euch das zu fagen. Ich bin aber nicht gewillt, eine oberflächliche oder gar bequeme Losung zu suchen. Ich bin auch nicht gewillt, in den alten ausgefahrenen Gleifen des Kuhhandels um larip vertrüge fortzufahren. Ich bin mir auch bewußt, daß alle Tarifverträge durch ein fchlau ersonnenes Akkordsystem und Rationalisierunasmethoden tausendfach durchlöchert werden und damit wert- und zwecklos sind. Ich bin gewillt, dieses größte Problem jeder Sozialordnung gründlich anzu- fassen, wie es der Nationalsozialismus verlangt. Deshalb habe ich d i e b e st e n M ä n n e r auf die- ... Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei wird dem deutschen Arbeiter seine Achtung und Ehre zurückgewinnen. Nicht allein außenpolitisch hat der Führer die Gleichberechtigung zurückerobert und die Wehrhoheit und damit die Souveränität Deutschlands proklamiert, nein, auch im Innern Deutschlands hat er dem deutschen Arbeiter fein deutsches Vaterland gegeben, den Platz innerhalb der deutschen Nation, der ihm traft seiner Leistungen gebührt. Arbeiter und Arbeiterin! Du wirst mir gestehen, es ist in den Betrieben, Kontoren, Werkstätten und Fabriken anders geworden. Der Gei st ist ein neuer, Anstand und Takt haben die skrupellosen Geschäftsgebaren und das bedenkenlofe Manchestertum der Vergangenheit verjagt. Ihr werdet heute besser behandelt. Das ist eine unumstößliche Tatsache. Und außerhalb des Betriebes sorgt d i e NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude für Kultur, Sport, Reifen. Die Schönheiten des Lebens find nicht mehr das alleinige Vorrecht der Besitzenden, sondern „Kraft durch Freude" sorgt dafür, daß gerade euch Arbeitern und Arbeiterinnen die Schönheit der Berge, Flüsse und Meere, die Kunst der Theater und Konzerte, die Wohltaten des Sportes und der körperlichen Ertüchtigung erschlossen werden. . So feiern wir den 1. Mai 1935 als einen Tag desBesinnens,des Stolzes, der Freude und der Verpflichtung. Wir besinnen uns immer wieder auf das Schreckliche was war, um es nie zu vergessen. Wir sind stolz auf das bisher Erreichte, und der Erfolg dieser zwei Jahre berech- Wir wollen damit nicht einen neuen Parlamen- 1 tarismus aufbauen, in dem abgestimmt wird und 1 in dem Partei gegen Partei steht, sondern mir wollen 1 ein Konklave bilden, in der die Menschen solange bei- । sammen gehalten werden, bis sie sich geeinigt haben. 1 Nicht daß sich die Menschen um ihre Interessen strei- 1 ten, ist das Verderbliche für eine Gemeinschaft. Im Gegenteil. Wir wissen und wollen, daß gesunde Menschen ihre Interessen vertreten mus- en. Und je schärfer sie sie mit sachlichen Gründen vertreten, um so besser. Diese Auseinandersetzung darf aber niemals auseinanderführen und etwa die Menschen auseinander drängen. Wir dürfen es nicht dulden, daß sich die Menschen auseinanderraufen, sondern sie müssen sich zusammenraufen. Das ist der Sinn der neuen Interessenvertretung innerhalb der nationalsozialistischen Gemeinschaft. Wir wollen nicht eine gerechte Jntereffenvertretung abtoten, den Menschen das Rückgrat brechen und sie zu allem und jedem knechtselig willfährig machen, sondern wir wissen, daß, wenn wir in diesen Men- schen den Stolz züchten und sie zu n * menfchen machen, sie auch damit befähigt sind, am besten ihre Interessen zu vertreten. So wird der 1. Mai 1935 dem deutschen schassen- den Menschen die Selbstverwaltung bringen. Der Vertrauensrat, wie er im Gesetz zur Ordnung der Nationalen Arbeit vorgesehen ist, war der erste Ansatz dazu. Weiter wagten wir damals jedoch nicht zu gehen, da wir nicht davon überzeugt waren, daß die Menschen reif für diese Aufgaben seien. Heute jedoch sind wir davon überzeugt, daß der schaffende deutsche Mensch für diese großen Au - gaben reif geworden ist. Der neue Selbstverwal- tunaskörper hat den Vertrauensrat als unterste Stufe. Alsdann kommt derArbeitsaus- f ch u ß in Anlehnung an die Betriebsgemeinfchaften. Darüber steht zusammenfassend die Gau-Ar- beits- und Wirtschaftskammer und als oberste Instanz dieses Selbstverwaltungskorpers die Reichsarbeits- und -w i r t s ch a f t s k a m m e r. So sieht denn die neue Sozialordnung Deutsch- 1 landes, die jetzt allmählich ihrer Vollendung ent- 1 gegengeht, drei tragende Säulen vor: Em- ' mal den Amtwalterapparat der Arbeitsfront . mit den verfchiedensten Untergliederungen als ehr- i liche Makler und Helfer fowohl für den Unternehmer wie für den Arbeitnehmer. Der Selbst 0 er- Mit dieser Umformung und mit diesem Neuwerden der Nation geht Hand in Hand das Tragen von Verantwortung und das Meistern neuer Aufgaben. Der Kaiserstaat vor dem Kriege war em nackter Obrigkeitsstaat, in dem eine kleine ' Schicht regierte und das Volk ein Objekt dieses Regierens war. Das Nachkriegsdeutschland war em Wohlfahrtsstaat, in dem sich der Staat als Amme vorkam, die alles und jedes selbst ordnen wollte. In beiden Fällen meisterte das Volk nicht sein Schicksal selber, es trug keine Verantwortung und war damit überflüssig in seinem eigenen Hause. Die äußere Form war verschieden. Die Stellung des Volkes war in beiden Fällen die gleiche. Wenn man mich fragte, was ist der größte Erfolg eures fozialen Wollens und eurer Arbeit: So ist es jene unumstößliche Tatsache: Aus dem Proleten mit seinen Minderwertigkeitskomplexen ist ein stolzer deutscher Arbeiter geworden. An Stelle des Neides und der Mißgunst tritt d i e Freude und der Lebenswille. An Stelle der Triebhaftigkeit und niedrigen Genußsucht tritt eine erhabene innere Freude. Wer den deutschen Arbeiter in Lissabon und Madeira beobachten konnte, der mußte gestehen: Hier ist ein Herrenvolk im Werden? Das Dorkriegsdeutschland zeichnete sich aus durch falsche Ueberheblichkeit. Das Nachkriegsdeutschland erging sich in einer erbärmlichen und niedrigen Knechtseligkeit. Das neue Deutschland schickt als seinen Vertreter und Repräsentanten den deutschen Arbeiter hinaus in die Welt, der in einer stolzen Vornehmheit und einer selbstbewußten Bescheidenheit das neue Deutschland der Welt präsentiert, als das Deutschland, das leben will und nichts anderes kennt, als durch seine Leistung und durch seine Arbeit sich den Platz an der Sonne zu erobern. Das ist der große Erfolg, den wir zum 1. Mai 1935 buchen können und der uns berechtigt, diesen 1. Mai als einen Tag der Freude und der Wiedergeburt unseres Volkes zu feiern. waltungskörper, in dem die Menfchen aus den Betrieben zusammengeführt werden und in dem in den Kammern auch die Amtswalter der Arbeitsfront teilnehmen, den Apparrat des Staates, die Treuhänder, die als oberste Richter über dem Ganzen wachen und dann, wenn keinerlei Einigung erzielt werden kann, als oberste Richter auftreten. Wir werden dafür sorgen, daß diese vielfältige Arbeit nicht willkürlich und chaotisch auselnander- läuft, sondern nach den Gesetzen, die eine Sozialordnung des Volkes beherrschen, Gesetze der Rasse, der Disziplin, der Leistung, der Arbeitswissenschast usw. erforscht und ergründet werden, und damit das Fundament des sozialen Wollens des neuen Deutschlands bilden. Wir sehen unsere vornehmste Aufgabe darin, dem Ganzen eine klare Zielsetzung und Richtung zu geben und damit ein System zu finden, das neuartig und einzigartig m der gesamten Welt dasteht. Unsere Arbeit ist ungeheuer groß und gewaltig Und es werden Jahre und Jahrzehnte vergehen, ehe dieses neue Gebäude vollendet sein wird. Und auch dann werden wiederum Jahrzehnte vergehen, um den neuen Geist und das neue Wollen endgültig zu be- festiaen. Und alsdann werden die Kommenden immer wieder eifersüchtig darüber wachen müssen, daß sich nicht der Feind des Mißtrauens und der Zwiespältigkeit einschleicht, um das alles zu zersetzen. Jedoch trotz dieser Größe der Arbeit, die vor uns steht können wir heute auf Grund des Erreichten und 'auf Grund der Tatsachen, die das neue Deutschland beherrschen, mit Zuversicht und einem unbändigen Glauben an die Zukunft weiterschaffen. Wir haben den Liberalismus und seinen Wechselbalg, den Marxismus, überwunden. reichen. Wir kennen den Weg und wir haben auch die Mittel, das wissen wir heute und dessen versichere ich euch, schaffende Menfchen, euch einen gerechten Loyn nach eurer Leistung zu geben und zu sichern. Und ebenso werden rotr Arbeitsmethoden schaffen, die das unwur- diae Antreibersystem durch ein System der höchsten Selb st Verantwortung ersetzen. Dieser Aufgabe gehört für die Zukunft all unsere Kraft und unfer Wollen. Soldaten der Arbeit! Am 26. März 1935 ist in Leipzig zwischen dem Reichswirtschaftsmimster Dr. Schacht, dem Reichsarbeitsminister Seldte und mir, unter der Schirmherrschaft des Führers, eine Vereinbarung getroffen worden, die einen Wendepunkt im Aufbau und in der Arbeit der Deutschen Arbeitsfront bedeutet. Nach den unfaßbaren Erfolgen der hinter uns liegenden zwei Jahre unseres sozialpolitischen Wollens hat der Führer euch, Männer und Frauen, der Deutschen Arbeitsfront, für reif und würdig erklärt, euer Schicksal s e l b e r in die Hand zu neh- men und im Rahmen einer sozial- und wirtschaftspolitischen Selbstverwaltung euer Schicksal elber zu formen. Dieser Selbstverwaltungs- körper, Vertrauensrat, Arbeitsausschuß, Gau-Ar- beits- und Wirtschaftsrat, Reichs-Arbeits- und Wirtfchaftsrat wird innerhalb der Deutschen Ar- beitsfront, in Verbindung mit den Amtswaltern der Deutschen Arbeitsfront und den Treuhändern des Staates, all diefe ausgezeichneten Aufgaben zu meistern haben. Der Aufbau dieser sozialpolitischen Selbstverwaltung wird in Kürze vollendet sein. Alsdann werdet ihr auch in der Praxis beweisen müssen, ob ihr das Vertrauen des Führers rechtfertigt. So bitte ich euch dann, zum Schluß meines Aufrufes: < Wetteifert im Geiste der Gemeinschaft und stellt alle kleinlichen persönlichen Dinge im Interesse des Aufbaues der Kation und für die Kraft des Existenzkampfes unseres Volkes zurück. Sorgen werden immer sein. Das Paradies können wir euch nicht bringen. Das ist auch nicht das Entscheidende. Entscheidend ist allein, ob mir uns von der Sorge unterfriegen lassen oder ob wir Mannes genug sind, die Lohnzahlung an die Notstandsarbeiter für den 1. Mai. Berlin, 29. April. (DNB.) Entgegen anderslautenden Gerüchten wird darauf hingewiesen, daß auch den Notstandsarbeitern für den 1. Mai der volle Lohn gezahlt werden muh. Zur Zah- lung verpflichtet sind die Führer der Betriebe, die mit der Durchführung von Notstandsarbeiten betraut sind, oder soweit es sich um R e g i e a r b e i t handelt, d i e T r a- ger der Notstandsarbeiten. Dies gilt ohne Rücksicht- darauf, ob von der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung für den 1. Mai die Grundsörderung gewährt wird. So nahm es kein Wunder, daß sich auch dieses Deutschland das Recht auf Arbeit zuruck- eroberte. In diesem Jahr bereits können wir lagen, daß keiner mehr, der arbeitswillig ist, arbeitslos sein wird. Vor kaum 2 Jahren noch Vk Millionen Erwerbslose — und heute bereits in vielen Zweigen der Industrie und des Handwerks eine große Nachfrage na ch Arbeitskräften. Und morgen, im nächsten Jahr, wird es heißen: Deutschland hat mehr Arbeit als feine Hände und feine Köpfe zu leisten vermögen. Wir haben uns die Arbeit aus dem Himmel geholt und halten sie fest, weil wir von der Lebensverneinung eines vergangenen hoffnungslosen Systems 1 zur Lebensfreude und Lebensbejahung eines neuen Deutschlands gekommen sind. Diese Wandlung war nicht möglich durch organisatorische Veränderungen und durch Schaffung neuer । Gesetze. Sondern hierzu war schon notwendig, daß der Mensch neu geboren wurde. Und wer den Erfolg des neuen Deutschlands kennenlernen will, darf sich nicht begnügen, Äußerlichkeiten allein zu sehen und die Disziplin dem Chaos der Vergangenheit gegenüberzustellen und die Arbeitsfreude der Erwerbslosigkeit entgegenzusetzen und der Streiks und Aussperrungen zu gedenken und heute die Gemeinschaft zu sehen, nein, das größte Wunder nationalsozialistischer Wiedergeburt liegt im deutschen Menschen selber. Ein kleiner Schreiberling der sozialdemokratischen Partei verfaßte im Jahre 1904 ein ebenso phantasievolles wie verlogenes Flugblatt. Dort heißt es: „Arbeiter und Arbeiterinnen, Ihr werdet einmal die Schönheiten der Berge sehen, auf den Schiffen die Meere durchkreuzen, mit dem Flugzeug die Lüfte durchfahren. Nichts wird Euch verborgen fein, Ihr werdet alles genieße n." Wie oft wird der deutsche Arbeiter darüber gelacht und gehöhnt haben. Und wenn man ihn, als Mitglied der Sozialdemokratischen Partei oder der Freien Gewerkschaften, in den Jahren nach dem Kriege an diefe Versprechungen erinnerte, so schämte sich der Arbeiter derselben. Und heute? Heute ist das, was damals ein kleiner Schreiberling verlogen in marxistischen Versprechungen von sich gab, Tatsache geworden. Nichts gibt es in Deutschland mehr, was dem deutschen Arbeiter vorenthalten würde. Kultur ist heute nicht mehr das Vorreckt einiger weniger Besitzender, sondern der deutsche Arbeiter und die deutsche Arbeiterin füllen die Theater und die Konzertsäle der Städte Deutschlands. Deutschland ist heute dem Arbeiter nicht mehr ein schemenhafter Begriff, sondern der deutsche Arbeiter kennt sein Vaterland und die Schönheit desselben. Er fährt hinaus in die Berge, an den Rhein, an die See, von Ost nach West und von Nord nach Süd. Und das, was niemals einer je zu träumen wagte, ist Tatsache geworden. Der deutsche Arbeiter fährt heute als Einzigster der gesamten Welt auf den schön st en Schiffen zur See und über die Meere der Ozeane. Aber selbst all die Erfolge der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", auch sie geben uns noch nicht den Schlüssel zu jedem Geheimnis der Wiedergeburt unseres Volkes. Man muß hineinhorchen in dieses Volk, um dieses Wunder zu erkennen. Das Gelöbnis des schaffenden Volkes am Nationalfeiertag. Mit dem Führer als Vorbild vorwärts in ein neues Arbeitsjahr! Dem hat das neue Deutschland abgeholfen, und es wird in Zukunft noch mehr tun. Wir sehen nicht den Staat, auch nicht die Partei und sonstige Organisationen und Verbände als Selbstzwecke an, sondern alles dient allein dem einen, dem Volke. Je mehr Aufgaben wir dem Volke überantworten können und je mehr wir das Volk zur Mitarbeit heranziehen können, um so besser für fein eigenes Schicksal und um so besser für den Staat, die Partei und alle Verbände. Wir glauben nicht daran, daß wir alles für das Volk tun muffen, sondern wir sind davon überzeugt, wie es einmal der große Kanzler im ersten Peiche sagte: „Setzt Deutschland in den Sattel, reiten wird es schon können". Wir glauben daran, daß, wenn wir dem Volke die Ziele zeigen, die Wege frei zu machen, sich dieses Volk sein Schicksal und sein Haus selber bauen wird. Nachdem uns dieser Glaube in den zwei Jahren nicht getäuscht hat, sondern im Gegenteil nachdem dieser Glaube hundertprozentig durch die'Anständigkeit und Ehrenhaftigkeit diefer Nation bewahrheitet wurde, sind wir der Meinung, dem Volke jetzt und für die Zukunft die größtmöglichste Selbstverwaltung auf dem Gebiete der Sozialordnung zu geben. Die Vereinbarung zwischen dem Herrn Reichsbankprasidenten Dr. Schacht, dem Reichsarbeitsminister Seldte und mir als dem verantwortlichen Führer der Arbeitsfront hat keinen anderen Sinn und Zweck, als nun die Arbeitsfront und bu gewerbliche Wirtschaft zu verbinden, um eine größtmöglichste Selbstverwaltung aufzubauen. Unternehmer und Arbeitnehmer muffen zusammengebracht werden. Und sie dürfen nicht losgelasfen werden, bis daß fie ihr Schicksal selber gemeistert haben. Deutschland das erste Land der Welt, das eine neue Sozialordnung sein Eigen nennt, eine Ordnung, die nach der Venunft und nach nach der Gesetzmäßigkeit der Natur angeordnet ist. Und alles das danken wir Adols Hitler, der uns zurückführte zu dem Quell unseres Seins, unserer Rasse und unserer göttlichen Bestimmung, nicht mehr das Schicksal allein in unserem kleinen Amt zu sehen, sondern immer vor Augen zu halten: das ewige Deutschland! Oie Teilnahme der Frone« an den Kundgebungen. DNB. Zur Klarstellung der Frage des Mit- marschierens der Frauen am 1. Mai 1 9 35 teilt das Frauenamt der Deutschen Arbeitsfront folgendes mit: Die Teilnahme der Frauen am Umzuge ist freiwillig. Don der Teilnahme auszuschließen sind kranke Frauen, Frauen über 40 Jahre und werdende Mütter. Die Durchführung der örtlichen Feier ist so ein- zurichten, daß die Teilnahme für die Frauen keine Ueberanstrengung mit sich bringt. Die blaue Jacke kann, soweit bereits vorhanden, getragen werden. Soldaten der Arbeit, Männer und Frauen der Deutschen Arbeitsfront! । Ihr habt durch die V e r t r a u e n s r a t s w a h - 1 len 1935 der Welt ein überwältigendes Bekenntnis zu Adolf Hitler, unserem Führer, und zum neuen Deutschland gegeben. 85 Prozent aller Stimmen haben sich zur Betriebsgemeinschaft und darüber hinaus zur Volks- und Leiftungsgemeinschaft bekannt. Wer bedenkt, daß diese Wahl von unendlich vielen kleinen Stimmungsmomenten des Alltags, von den Sorgen, Mühen und Lasten der Arbeit, von Mißmut und Laune abhängt, wer weiß, daß ihr Arbeiter und Arbeiterinnen dadurch eurem B e t r i e b s f ü h r e r für ein weite- r e s Jahr eine Blankovollmacht des Vertrauens a u s st e l l t, wer sich bewußt ist, daß die Vorurteile des Dünkels, des Klassenhasses auch heute aus unseren Reihen noch nicht gebannt ind und wer zurückdenkt an die Wahlen des Vor- ahres, wo sich — aus Unkenntnis oder Mißtrauen — kaum 40 v. H. an der Wahl beteiligten, der allein kann ermessen, wie ungeheuerlich dieser Erfolg unseres sozialen Wollens ist. Arbeiter und Arbeiterinnen, Angestellte und Unternehmer, ich danke euch von Herzen, ihr habt nicht allein bewiesen, daß unser Er^iehungs- werk zur Kameradschaft und zur Gemeinschaft Erfolg hat, ihr habt darüber hinaus gezeigt, daß ihr bereit und fähig seid, euch über den Alltag mit seinen Kleinheiten zu erheben und daß ihr meinem Aufruf, der Welt ein leuchtendes Vertrauens- betenntnis zum Führer und zum Nationalsozialismus zu geben, gefolgt seid. Ich danke euch. Gewiß, das Lohnniveau ist noch das alte, viel Not und Elend sind noch in unseren Reihen und doch beseelt uns alle die Hoffnung des Frühlings unseres Volkes. Es geht aufwärts! In diesem Jahre wird auch der letzte Arbeitswillige Arbeit bekommen, und damit hat der Führer bereits im dritten Jahre seiner Regierung sein Versprechen, die Arbeitslosigkeit zu bannen, eingelöst. Ebenso hat der Führer ein anderes Wort wahrgemacht: LPD. Frankfurt a. M., 29. April. Aus dem Wirtschaftsgebiet Rhein-Main werden folgende brtt Volksgenossen zu den Feierlichkeiten anläßlich des Nationalfeiertages nach Berlin fahren: Metzger Karl Hertlein, Frankfurt a. M., 40 Jahre; Schlachthofarbeiter Viktor Musaarv, Wiesbaden, 56 Jahre; Johann Schilling, ,UV Notstandsarbeiter, Offenbach, 62 Jahre «ie t Ley. werden morgen um 0.05 Uhr vom Frankfurter Hauptbahnhof die Reife nach Berlin antreten. .bertüey. dfdff unö Dinge im nb K dir Dottes W* Vas potfl» u Vas ist cheidend ist interfriegen g sind, die 1935 ist in ninister Dr. te und mir, ■ers, eine die einen der Arbeit hinter uns tischen Wo!- mb Frauen, und würdig' and zu netz- wirtschasts« Schicksal aerwaltungs« iß, Tau-Ar- lrbeits- und eutschen Ar- Amtswaltern Treuhändern Aufgaben zu Apolitischen vollendet ?r Praxis tertrauen des ) bann, zum >nd ich vollsten Sofern Hrbeits- alten len. [ere oben auch ver- ü) «inen l\u M zn werben wir os unwür- gellte und Zchaul auf und jedem im jo gröber Srts in ein Hitler zur -em Teil K nutzt, dienlich bringt, gen ge- S,fe b',e|em >-!W. L und ch-w-hi f’Jiai. Qnberg ! ich euch iW‘ dB && r.'Ä M' fframl «ü» i ?: cer DOn ÄS ?S«:!" Zrauen mgen. w"', eits »ort“*’’ wurden d i e n a u t i - 8. 13. 16. jüngsten welchem nur eine fahren!" uns mit 3. 4. 9. 10. 11. 5. 6. 7. die Tischzeiten zu verlegen auf die Decks zu sagen. wörtlich gewesen wäre. Selbstverständlich wurden alle Vorgänge auch im Bilde fe st gehalten und die Kammer des Bordphotographen am Oberdeck war vom Morgen bis zum späten Abend umlagert. Ob es der stolze Flug der Möwen oder Seeschwalben, das muntere Spiel der Delphine, das Auf und Ab der Wogen, der kreißende Strudel der Schiffsschrauben, die hohe Bugwelle oder was immer war, alles wurde in Schnappschüssen festgehalten, vom eigentlichen Leben an Bord selbst ganz abgesehen. Das schlechte Wetter der ersten Tage hatte jedenfalls das eine Gute, daß, von einem ganz verschwindenden Pro^ zentsatz abgesehen, die 640 Urlauber diese Fahrt in einer bemerkenswert guten Haltung, ja in er< staunlichem Wohlbefinden überstanden. Auf der Heimreise wurde die Ankündigung, daß Hauptes und mit tränenfeuchten Augen anhörten, und als sie endlich in Horta in der Kolonie der deutschen Kabelstation, in den sauberen gepflegten Gärten und Häusern dieser deutschen Landsleute erlebten, mit welch e'r unbeschreiblichen Freude sie hier empfangen, ausgenommen und beherbergt wurden, da ward ihnen allen eindringlich das große Erlebnis der Volksgemeinschaft noch einmal geschenkt, das sich nicht auf die deutschen Grenzpfähle beschränkt. Hier, inmitten des gewaltigen Ozeans, auf einer nur ein paar hundert Quadratkilometer großen Insel empfanden sie das Erlebnis in einer Tiefe und Stärke, die alle Unbilden der Reise mehr als wettmachte. Wenn sie bis dahin die Madeirafahrer um das bessere Wetter und den Besuch der portugiesischen Hauptstadt beneidet haben mochten, nach dem Wiedersehen auf den Azoren gab es vom Iudec, Berlin, Vermessungstechniker. Friedrich, Wolfhagen (Kurhessen), Apotheker, Angehöriger der SA. Kosan, Berlin-Spandau, Kürschner. Sauer, Augsburg, Laborateur. Schirmbeck, Magdeburg, Kaufmannsgehilfe (Banken). Sall-Frank, Rehau (Bayer. Ostmark), Porzellanmaler. ler (HI.). Jaeckel, Soppöhnen (Ostpreußen), Nährstand; Fischerei (HI.). Landeck, Essen, Bergbau (HI.). Karst, Bauschlott (Baden), Eisen- und Metallfräser (HI.). Meine!, Lichtentanne (Sachsen), Lederschuhmacher (HI.). bis zum ältesten Passagier, einerlei aus deutschen Gau er auch kommen mochte, Meinung: „Hier mußten wir einmal hin- Die Deutschen auf den Azoren aber, die 14. 15. Die Verkündung der Sieger im Reichsberufswettkampf. Auch französische Zugendführer sind bei der Feier in Saarbrücken anwesend. i. Mit gewaltigem Brummerton kündet die große Dampfsirene des Doppelschraubendampfers „O z e - a n a" der Hamburg-Amerika-Linie an, daß die dreiwöchige Hochseefahrt der „RS.-Gemeinschaft Kraft durch Freude" ihr Ende erreicht hat. Langsam zieht das stolze weiße Schiff elbaufwärts, das drei Wochen lang 6 4 0 deutschen Arbeiterinnen und Arbeitern eine Heimat war, die nun braungebrannt an der Reling stehen und nicht müde werden, zu den Menschen und Häusern an den Elbufern zu winken. Bald, bald sind sie wieder daheim, bald können sie ihren Lieben von der Hochseefahrt berichten, die eine wirkliche Hochseefahrt mit all ihren Schönheiten, aber auch dem ganzen aufregenden Reiz ihrer Gefahren war. Rund 4000 Seemeilen haben sie auf der „Ozeana" zurückgelegt, das sind weit über 7000 Kilometer; von den drei Wochen waren sie insgesamt nur 61 Stunden auf dem festen Boden des Landes, der ganze Rest sah sie auf dem unabsehbaren Meere über Tiefen von wenigen hundert bis zu vielen tausend Metern. Und um das gleich vorweg zu nehmen, das Wetter hat es nicht allzu gut mit ihnen gemeint. Ruhig, richtig ruhig und spiegelglatt war die See nicht einen Tag, so wie es auf der Madeirafahrt die ganzen drei Wochen lang war. Sie wechselte von Windstärke 3 und nur mäßig bewegter See bis zu Windstärke 9 und einem richtigen Sturm, der selbst diesen gewaltigen Kasten von fast 9000 Tonnen mächtig hin- und herwarf. Es fing schon gleich hinter dem Elbe-Feuerschiff I mit ziemlich grober See an und die kurze Dünung tat ein übriges, die ersten Opfer der Seekrankheit zu fordern. Dafür war der Kanal verhältnismäßig friedlich und völlig nebelfrei, so daß der Kapitän die englische Küste ansteuern und den Azorenfahrern die Kreidefelsen von Beachy Head und die Insel Wight in einem Abstande von nur 1 Seemeile zeigen konnte. Als am vierten Tage der Fahrt der Atlantische Ozean erreicht, der „preußische Grenadier", wie die Seeleute den schwarz-weiß gestrichenen Leuchtturm von L'Oues- sant zu nennen pflegen, passiert war, da konnte die durcheinanderlaufende lange Dünung und die grobe See den Urlaubern nichts mehr anhaben, sie hatten die Schrecken überwunden und gaben sich in vollen Zügen den vielfältigen Freuden dieser Hochseereise hin. Das einzige, was wirklich vermißt wurde, war der Sonnenschein, der sich allzu spärlich hervorwagte, aber der von Tag zu Tag wärmer werdende 'Wind bemühte sich seinerseits, zur heiß ersehnten Bräunung der Azorenfahrer beizutragen. Selbst vorübergehende Regenschauer konnten die Teilnehmer nicht vom Deck verjagen und wenn nicht um 12 Uhr nachts „Ruhe im Schiff" befohlen gewesen wäre, hätten sie überhaupt nicht in die Kabinen gefunden. Solange die „Ozeana" noch in der Rordatlantik-Route blieb, solange ihr noch Back, Essen, Maurer. Nagler, Berlin, Rechtsanwalts-und Notarbüro. Rehfisch, Koblenz, Druckerei (Aetzer). 12. Bockelt, Eckartshausen (Mainfranken), Holztisch- Mit besonderer Freude schen Erklärungen der Hapag-Reiseleitung ausgenommen, und alle Schiffsoffiziere waren, sobald sie sich sehen ließen, von Neugierigen umlagert, die tausend Fragen beantwortet haben wollten und sich für alle, aber auch alle seemännischen Vorgänge vom Flaggenhissen bis zum Ankerwerfen brennend interessierten. Je mehr sie durch den verhältnismäßig starken Seegang persönlich an allen diesen Manövern beteiligt waren, um so lebhafter wurde ihre Anteilnahme, und es war ein wirkliches Vergnügen zu sehen, wie lebhaft die zahlreichen Feldstecher in Tätigkeit gesetzt und über alle Vorgänge Notizen gemacht wurden, so als ob jeder der Azorenfahrer persönlich für die korrekte Führung des Schiffstagebuches verant- Schiffe begegneten, fandenalleBemühungenderRei- Schiffe begegneten, fanden alle Bemühungen der Reiseleitung, die Azorenfahrer zu gemeinsamem Spiel zu bewegen, wenig Gegenliebe und sie mußte sich schon darauf beschränken, ihre Mitteilungen auf oder durch Lautsprecher Don unserem Sonderberichterstatter. starker Wind aufkommen werde, mit Beifall begrüßt, und als bei Windstärke 9 die Wellen das Vor- und Achterschiff mit ihren Spritzern überdeckten und selbst die dem Winde abgekehrte Seite des Promenadendecks fast bis aufs Wasser gedrückt zu werden schien, als das Schiff geradezu bedrohlich rollte, da lagen die Azorenfahrer nicht etwa ängstlich in den Kabinen, sondern sie drängten sich alle auf das noch freigegebene Deck, um dem herrlichen Spiele zuzusehen. Erfreulicherweise kam gerade bei dem ärgsten Winde und dem höchsten Seegange auch die Sonne heraus und nun konnten weder Wind noch Wellen die KdF.-Urlauber abhalten, die so sehnlichst entbehrten Sonnenbäder nachzuholen. Außerhalb der herrlichen Fahrt aber war das schönste Erlebnis das Wiedersehen mit den deutschen Brüdern, die auf dem vorgeschobenen Posten der Azoren, in der Einsamkeit des Atlantischen Ozeans, Jahr um Jahr ihre schwere Pflicht erfüllen. Als im Hafen von Ponta Del- gado auf San Miguel, der ersten Landungsstelle, die Boote mit den dort lebenden acht deutschen Familien sich der Ozeana näherten, die Boote, die über und über mit den farbenprächtigen Blumen dieser subtropischen Inseln beladen waren, als ganze Körbe herrlichster, dort wildwachsender Kallas an Bord gebracht und in riesigen Büscheln an die Azorenfahrer verteilt wurden, als ihnen deutsche Lieder aus der Heimat entgegenschallten, die sie in den schwankenden Booten stehend, entblößten Deutsche Arbeiter auf hoher See! Das Erlebnis der KdK.-Atlantikfahrt.—Schlechtes Wetter und gute Stimmung Volksgemeinschaft auf den Azoren. ein schöneres Aussehen zu geben, und daß sie auf Ordnung und Sauberkeit achtet. Eine gewerbliche Arbeitsstätte kann nicht wohnlich und behaglich eingerichtet sein, aber sie kann in ihrem individuellen Charakter ein Heim der Arbeit sein, keine „Bude", wie es leider allzu oft noch heißt. Wo immer die Möglichkeit gegeben ist, sollte ein Betrieb auch vor größeren Ausgaben für diese Zwecke nicht zurückschrecken, denn auch der Ertrag der deutschen Volkswirtschaft wird dadurch zweifellos in vielfältiger Form verbessert. Daß ein schönes Heim der Arbeit die Arbeitsfreude hebt, läßt sich wohl nicht bestreiten. Damit steigt aber auch die Anhänglichkeit an den Betrieb, die gepflegt werden sollte, da sie im Charakter des deutschen Arbeitsmenschen eine gute Stütze findet. Das wird niemals zum Schaden des Unternehmens ausfchlaoen. Die deutsche Produktion, die Qualitätswaren yerstellt, hat einen so großen Aufschwung gebe es für Millionen deutscher arbeitender Menschen, als im Frieden mit den Nachbarn zu sein. Er sei überzeugt, daß auch jenseits der Grenze das Volk ebenso den Frieden wolle. Wenn sich die Jugend kennenlernen würde, würde sofort der Gleichklang vorhanden sein. Das könne aber nur auf der Grundlage von Achtung und Ehre geschehen. Dr. Ley kam dann auf die Lohnfrage zu sprechen und gab dabei der Hoffnung Ausdruck, bereits zum nächsten Mai in der Gruppe Textil einen gerechten Lohn durchsetzen zu können. Gerade die Textilindustrie sei am schwersten getroffen. Ebenso werde dem Bergmann ein Vertrag gebracht werden. „Wir können in dem gegebenen Augenblick des Aufbaues keinen höheren Lohn zahlen, aber wir können etwas anderes tun. Ich habe bereits die Zustimmung meines Führers, der mir erklärte, das gesamte deutsche Volk müsse für seinen Bergmann eintreten, den Bergmann, der unter ungeheurer Gefahr seine Arbeit leistet. So werden wir in diesem Jahr denEhren- tag der Bergleute schaffen und die ganze Nation wird sich daran beteiligen. Wir werden ihm die Sorge wenig st ens für das Alter abnehmen können. Wir werden ihm einen guten Urlaub geben können. Ich bin überzeugt, daß wir ein gutes Werk tun werden bis zu dem Augenblick, wo wir auch hier das Lohnproblem in Angriff nehmen können, wie es der Nationalsozialismus verlangt." Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den deutschen Arbeiter und den Führer Deutschlands schloß die Verkündigung der Sieger im Reichsberufswettkampf. Die 38 Reichsfieger. Reichssieger im Reichsberufswettkampf wurden: 1. Ernst, Breslau, Bäcker. 2. Witt, Stettin, Kellner. Saarbrücken, 29. April. (DNB.) Zu einem Überaus festlichen Akt gestaltete sich am Montagabend die Verkündung der Sieger im Reichsberufswettkampf im historischen Wartburg-Saal zu Saarbrücken. Die 38 besten deutschen Berufslehrlinae, 26 Jungen und 12 Mädel, hatten in der vordersten Reihe Platz genommen. Auf der Bühne hatten die weniger glücklichen Wettbewerber ihren Platz. Nach Einzug der Fahnen unter den Klängen des Spielmannszuges Kaiserslautern, dem Vorspruch eines Jungarbeiters aus dem Buch des Führers „Mein Kampf" sprach Gauleiter B ü r ck e l kurze Worte der Begrüßung. Darauf verkündete Reichsjugendführer Baldur von S ch i r a ch die Namen der Sieger und Siegerinnen. Im Reichsberufswettkampf der deutschen Jugend, so sagte der Reichsjugendführer, sehen wir eine Demonstration der jungen Generation für die deutsche Arbeiterschaft, wir sehen in ihm eine Demonstration für die Idee der Arbeit, für den Adel der Leistung gegen den Gei st der Gewinnsucht. Er wandte sich dann an die drei anwesenden französischen Jugendführer: „Sie dürfen überzeugt sein, daß die herzliche Aufnahme, die Sie in diesen Tagen hier gefunden haben, nicht nur Ihnen allein, als Person, gilt, sondern daß Sie das ausdehnen mögen auf die gesamte junge Generation Frankreichs, die uns auf deutschem Boden als unsere Gäste stets willkommen sein würde." Reichsleiter Or. Ley überbrachte den Glückwunsch der Arbeitsfront. Er freue sich darüber, daß unter den Siegern das Ehrenkleid der Bewegung unserer Jugend weitaus überwiege. Auf Antrag des Reichs- jugendführers werde die Arbeitsfront die Träger des Preises weiter betreuen. Zur weiteren Ausbildung dieser jungen Menschen sei ein Stipendium gestiftet worden. Diese Menschen, die aus Millionen als Sieger hervorgegangen seien, sollten das werden, was sie wünschten. Sozialpolitik heiße ja nichts anderes als, wie es Adolf Hitler sage, jeden Menschen auf den Platz zu bringen, den er a u s f ü l l e n könne und mit dessen Aufgaben er nicht überlastet werde. Zu den ausländischen Gästen gewandt, betonte Dr. Ley, das deutsche Volk sei ein armes Volk. Es sei nicht so gesegnet mit Gütern wie andere Völker der Erde, aber eins habe es, das sei sein Stolz. Dieses Volk wolle nicht allein für sich, sondern zum Segen der Gesamtheit arbeiten. Der Deutsche achte die großen Fähigkeiten anderer Völker und freue sich an ihrer Kultur. Er sei nicht neidisch, aber er verlange, daß er anerkannt werde. Deutschland habe so viele Wunden zu heilen. Bis diese geheilt seien, würden noch Jahrzehnte vergehen. Keine größere Sehnsucht I genommen und sich Weltruf erworben nicht zuletzt dadurch, daß die früheren Wirtschaftsführer größten Wert auf einen alten Stamm von Facharbeitern legten, der jahre- und jahrzehntelang dem Betrieb treu blieb. Arbeitsfreude steigert die geistige Spannkraft und erhöht die Aufmerksamkeit, die im Kontor wie in der Werkstätte die Qualität der Arbeit und den Arbeitsablauf günstig beeinflussen sowie die Zahl der Betriebsunfälle vermindern. In den Betrieben, die auf die beste Ausgestaltung des Arbeitsplatzes, auf Ordnung und Sauberkeit achten, wird auch die Sparsamkeit im Rohstoffverbrauch herrschen und damit höchste Wirtschaftlichkeit. Die deutsche Wirtschaft kann es sich nicht leisten, vorzeitigen Verschleiß von Maschinen und Werkzeugen, Verschwendung von Rohmaterialien, achtlose Behandlung von Abfällen leicht zu nehmen. Fremde Rohstoffe werden knapp, und ihren kleinen Booten bis fast auf die offene See begleiteten und von den Wellen bis auf die Haut durchnäßt wurden, sahen uns gewiß mit Wehmut scheiden. Ihre Wehmut aber wurde versüßt durch den Gedanken, dem sie immer und immer wieder Ausdruck gaben: „Wir sind doch nicht vergessen, wir gehören doch mit zu dem Herr- lichen deutschen Vaterlande, das unser Führer uns wiedergeschenkt hat." Heim der Arbeit. Don Arthur Dofrei. Der Gedanke, den schaffenden Menschen in Industrie, Handel und Gewerbe in eine dem hohen Ethos der Arbeit angemessene Umgebung zu stellen, ist schon lange in der Wirtschaft lebendig und in zahlreichen Fällen auch vorbildlich verwirklicht worden. Was in neuerer Zeit große und auch mittlere Betriebe geschaffen haben, um der Gefolgschaft Arbeitsplätze und Auf- enth altsräume für die Freizeit zu verbessern und zu verschönern, verdient volle Anerkennung. Diesem Gedanken nach Maßgabe der Verhältnisse in allen Betrieben zur Verwirklichung zu verhelfen, bildet heute eine hohe kulturelle, soziale und wirtschaftliche Aufgabe. Auf die tätige Mithilfe der Gefolgschaften kann dabei nicht verzichtet werden. Der Wunsch nach Verschönerung der Arbeitsplätze und ihrer Umgebung wächst mit logischer Schärfe aus der Auffassung empor, daß in der Arbeit volkliche Würde und Verpflich- tuna sich vereinen und ihre Krönung in der wah- ren deutschen Volksgemeinschaft finden. Wo könnte der Gefolgschaftsangehörige auch besser die Ueber- zeugung vom Adel der Arbeit gewinnen, als an der A r b e i t s st ä t t e, die ihn ebenso fest mit seinem Volke verbindet wie die Familie! Die Voraussetzungen der nationalsozialistischen Wirtschaftsordnung haben sich gegen früher nicht geändert: Sie baut auf dem Privateigentum und der Privatinitiative auf. Der grundlegende Unterschied liegt aber in dem G e i st, der die Wirtschaft beseelt, in der Wirtschaftsgesinnung. Es gibt kein gesundes Wirtschaftsleben ohne Ertrag, d. h. ohne Rente, aber an dem Ertrag sind alle Mitarbeiter zu beteiligen. Das soll nicht zuletzt auch in der Verbesserung und Verschönerung der Arbeitsstätte zum Ausdruck kommen. Gerade hier läßt sich in der Tat beweisen, daß die neue Wirtschaftsgesinnung von Betriebsführung und Gefolgschaft begriffen worden ist. Ist es auch nur ein kleiner Ausschnitt der vielfältigen Ausdrucksformen dieser Gesinnung, so erfaßt er doch einen überaus wichtigen Raum. Denn von der Arbeitsstätte aus erhält das Volksdenken starke Impulse; hier liegt der Nährboden für die Keime sozialer Kampfgesinnung, aber auch f ü r die einer sozialen Verständigung, die keineswegs zu verwechseln ist mit der oberflächlichen Verwischung vorhandener Gegensätze, die ja auch sonst im Leben auftreten. In den stürmischen Entwicklungsjahrzehnten der neuzeitlichen Wirtschaftsweise und Wirtschaftsform hatte man wenig Verständnis für die Forderung, sich mit diesen Dingen zu beschäftigen und ihre Auswirkungen auf das soziale Leben der Nation zu beachten. Bei einem Vergleich neuer und alter Betriebsanlagen wird man besser verstehen können, daß der Arbeiter einst leicht sein Ohr dem Agitator öffnete, der ihn als Proletarier ansprach und das Proletarierdasein im Sinne des Marxismus als eine notwendige Folge der privatkapitalistischen Wirtschaftsform bar» stellte. Die Erfahrungen und Eindrücke, die der Werktätige von seiner Arbeitsstätte mit nach Hause nimmt, bleiben nicht ohne Einfluß auf sein ganzes Leben. Arbeit erzieht den Menschen, leitet sein Denken und Tun. Liegt heute im Wort Adel der Begriff höchsten Kulturempfindens, so im Ausspruch vom Adel der Arbeit das Verlangen nach Arbeitskultur, die mitbestimmend ist für den Grad der Lebenskultur des schaffenden deutschen Menschen. Es gibt heute schon eine ganze Anzahl vorbildlich eingerichteter Betriebe; große und auch kleinere Werke zeichnen sich durch hohe Kultur der Arbeitsstätten aus. Bei Neubauten sorgt schon der Architekt für neuzeitliche Arbeitsraumgestaltung, oder er sollte es wenigstens tun und sein Wissen um die Kultur der Arbeitsstätte seinem Auftraggeber übermitteln. Zahlreiche Betriebsführer haben es aber auch verstanden, alte Werkräume zweckmäßig umzubauen und der Gefolgschaft ein freundliches Heim der Arbeit zu schaffen, das Licht, Lust und Sonne hereinläßt, daneben Räume für die Freizeit, in denen peinlichste Ordnung und Sauberkeit herrschen. Bei der Vielzahl deutscher Fabriken und gewerblicher Räume bilden diese Betriebe freilich noch einen bescheidenen Hundertsatz. Die deutsche Wirtschaft ist in den letzten zehn Jahren nach der Stabilisierung der Währung aus der Krisis eigentlich nicht so recht herausgekommen. Die hohen Konjunkturwellen waren zu kurz, die tiefen zu lang. Viele Pläne zur Ausgestaltung der Arbeitsräume mögen wohl auf bessere Zeiten hinausgeschoben worden sein. Es gibt ja auch heute noch Wirtschaftszweige, die sich nur sehr langsam erholen. Im allgemeinen hat sich aber der Betriebsertrag merklich gebessert, und wenn viele Betriebe auch noch nicht an die Durchführung großer Pläne denken können, — kleinere lassen sich verwirklichen. Dazu gehört auch die Verbesserung und Verschönerung der Arbeitsplätze. Viel Aufklärungsarbeit ist auf diesem Gebiet noch zu leisten. Verständnislosigkeit zu überwinden und vor allem der Einwand zu entkräften, daß nur solche Betriebe diese Aufgabe erfüllen können, denen es wirtschaftlich gut geht. Die Verhältnisse liegen bei allen Betrieben, auch innerhalb desselben Gewerbezweiges, verschieden. Nicht nur das wirtschaftliche Vermögen weist starke Unterschiede auf, sondern auch der Zustand der Baulichkeiten und die Art der Arbeit. Daß ein Betrieb größere Umbauten nicht vornehmen kann, wenn er finanziell dazu nicht in der Lage ist, erscheint selbstverständlich. Aber in vielen Fallen sind größere Umbauten gar nicht notwendig. Es genügt oft eme mit verhältnismäßig wenig Kosten verknüpfte Ver- breiterung der Fenster, um mehr Licht hereinzulassen, ein hellfarbiger Anstrich der Wände und Decken und feine rechtzeitige Erneuerung. Grünflächen auf den Höfen erfreuen und stärken das von der Arbeit angestrengte Auge; selbst auf Plätzen, die als Materiallager dienen, läßt sich Naum für Blumenanlagen gewinnen, lassen sich Bänke für die Arbeitspause aufstellen. Ein nach Beendigung der Arbeit gut aufgeräumter und gesäuberter Arbeitsplatz laßt _öen neuen Arbeitstag freudiger beginnen. Cs gibt Beispiele dafür, daß die Gefolgschaft, sobald sie Verständnis findet, in ihrer freien Zeit selbst Hand anlegt, den Werkstätten, Freizeiträumen und Hofen auch mit heimischen muß selbst in der kleinsten Werkstätte wirtschaftlich gearbeitet werden. Die erste Voraussetzung hierfür ist die Erziehung der Gefolgschaft, indem man sie an ebenso zweckmäßigen wie freundlichen Arbeitsplatz stellt. Mit der Steigerung der Arbeitsfreude, die aus einer chönen Arbeitsstätte unleugbar erwächst, steigert ich auch das Verantwortungsgefühl der Gefolg- chaft. Von diesen großen Gesichtspunkten aus muh die Werbung zur Verbesserung und Verschönerung der Arbeitsstätten betrachtet werden. Sie ist nicht Selbstzweck, sondern kulturell, sozial und wirtschaftlich begründet. Deshalb sind die erwachsenden Kosten wirtschaftlicher Art. Wo sie beim besten Willen nicht aufzubringen sind oder nicht in voller Höhe, wird der Aufruf zur Mitarbeit an die Gefolgschaft, mag sie groß ober klein sein, wohl immer ein williges Ohr finben. ftrafifuppt Kochwürstchen | '/8 Liter Wasser. Zwei Dürfe! Maggi's Kraftsuppe mit l Tasse kaltem 2 Dürfet MaggiS Kaf suppe, P-ma(Ter Netzen flUf durchrübren und in 20 Minuten garkochen. - Oie Würstchen in Esse^tauchen, damit sie sich leicht mthauten^asse^, in Dünne Scheiden schneiden und in der Suppe heiß werden lassen. •*” MAGGIS SUPPEN — -frvib Bes. jnöuitrie- onö Oonöelsfomniet Gfetze« 257*D 2573A Worauf ich Laubach, den 30. April 1935. 2593 L' Transporte [Verschiedenes] Einfach mobl. I- „ . I Zimmer m. sev. IStellenangebotel (Ling. u. el. Lickt I I sof. zuverm. IMME Ganzleinenband RM.4.80. EUR DEM BODEN ob. 2 Zimmer v. Ana. unt. 01853 Sckr.Ängeb.unt. anbenGieß.Anz. 01857 and. G.A. z clttl 6x?clyx.6 17. 18. 22. 23. 24. 25. 26. 19. 20. 21. 8. 9. 10. 11. 12. Photo - Kino Kreuzplatz 9 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. Gut möbl. Schlaf- und Wohnzimmer auck geteilt, evtl, m.Bad, Kockgel. u.Telefonbenutz. in gutem Hause, alleinsteh. »Vrau mit Kind sof. ges. Geschäftsstunden ab l.Mai 1935: Von 7 bis 15 Uhr Samstags von 7 bis 12 Uhr. mit Vta To. Lastwagen führt aus Benn. Behm Krofdorf. Str. 28 1^. rür jeden Geldbeutel Das Haus für neuzeitliche Raumgestaltung! 2568 A Keine Ursprungszeugnisse, lonbern nur ZeugniS- abfchriften dem SBe- werbungsjchreiben beilegen 1 — LichtbUder undBewerbungsunter« lagen müssen »ur Ver- Meldung von Verlusten auf der Rückseite Na- men und Anschrift des Bewerbers tragen! Umgang mit Mutter Grün. Sünden- und Sittenbach von W. Schoenichen. Brosch. RM. 3.—, gebunden RM. 4.—. Die deutsche Landschaft Von E. L. Schellenberg. Br. RM. 2 -, geb. RM. 3 -. Zu beziehen durch jede Buchhandlung! Hugo BermUhler Verlag Beriln-Llchterfelde Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 2 Mai, nachmittags X!-A Uhr statt. zeitgemäß zu vermieten. Schrift!. DieBestenaus demGauHessen-Nassau. Aus den Saarbrücker Endkämpfen im Reichsberufswettkampf ist aus dem Gau Hessen-Nassau als Reichssieger hervorgegangen der Papier- wacher lehr ling Pete rD eng ler in Ben s- h e i m. Die übrigen 15 Teilnehmer aus dem Gau Hessen-Nassau haben in Saarbrücken ebenfalls sehr gut abgeschnitten und sind teilweise auf den ersten Plätzen gelandet. Diese 15 Gaubesten werden am 1. Mai bei der Kundgebung in D a r rn- stad t Ehrenplätze angewiesen bekommen und vom Gauleiter begrüßt werden. JtofraJfartwadis-Beize die Wafferechte ZEPPELIN-Zc6a besonders stolz bin: Ich unterziehe jeder neuerscheinenden Kamera einer sorgfältigen, fachmännischen Kritik. Nur d. wirklich Brauchbare wird würdig befunden und deshalb findet der Amateur bei mir auch - angefangen bei der Box zu 4 - Mk. bis zur Reporter- und Schmalfilm - Kamera - nur jeweils die ausgesuchten Marken. Auch bin ich beim Kauf einer neuen Kamera bereit, Ihre alte Kamera - die Ihnen viele Jahre Freude gemacht hat - zum angemessenen Preis in Zahlung zu nehmen. Auf diese kulante Bedienung mein. Kunden bin ich mit Recht stolz! Gastwirt Wwr., 49 Jahre, 2 Kinder, 13 u. 9 Jahre, Univer- sttätsstadt, sucht eine tücht. Frau, ohneAnhang,m. etwas Vermög, kennenzulernen zwecks Heirat. Kieper, Berlin, Metalldreher (HI). Host, Königsberg (Ostpr.), Lehranstalt Tiefbau, Deutsche Fachschulschaft (HI.). Falke, Magdeburg, Friseure (HI.). Sterner, Effelder (Thüringen), Tabakgewerbe. Kraemer, Mellingen (Württemberg), Reichsbahn). Adler, Nürnberg, Dentist. Haette, Bielefeld, Weber. Dengler, Bensheim, Papiererzeugung. Spaete, Kayna (Halle-Merseburg), Steinmetz. Ecke, Hamburg, Straßenbau. Mädchen: Rother, Breslau, Kindergärtnerin (BdM.). Krüger, Hamburg, Süßwarenhilfskraft (BdM.). Benkendorf, Berlin, kalte Mamsell (BdM.). Empfing, Bielefeld, Friseuse. Kiewe, Duisburg, Papier- u. Druckhilfsarbeiterin. Arnold, Fürth, Stenotypistin. Froehlich, Winningen (Mosel), im elterlichen Haus (BdM.). Hermes, Düsseldorf, Alleinmädchen. Kuneld, Danzig - Langfuhr, Bernsteinarbeiterin. Doerfler, Söllingen in Baden, Hilfsarbeiterin (BdM.). _ Adelhardt, Bayreuth, Schneiderin (BdM.). Frahm, Groß-Groenau (Meckl.) Weberin (BdM.). Die 38 Reichssieger treffen am Dienstag um 7.55 Uhr in Berlin auf dem Potsdamer Bahnhof ein und werden während ihres Berliner Aufenthalts in den Hotels „Bristol", „Fürstenhof" und „Deutscher Kaiser" untergebracht. ZuiBekäniM von Ungeziefer und Pilz an Obstbäumen und Sträuchern empfiehlt: Schwefelkalkbrühe Kupferkalk-W acker Bleiarsenat Borchers Zabulon. J. B. Häuser Am Oswaldsgarten 2294 a Gießen - Ruf Nr. 2145/2146 Scherl-Bildma terndienrf Die deutsche Schäferhündin Stella vom Hause Schülting, der beste deutsche Hund der Ausstellung. Bücher für Naturfreunde und Wanderer Belauschtes Leben. Kleine Kreatur in Wasser, Busch und Halm von K. O. Bartels. 164 Naturaufnahmen aus dem Leben der niederen Tierwelt mit erläuternden Bildunterschriften, Namensangaben u. ausführlichem Text. Mit einem Geleitwort von Prof. Dr. P. Deegener, Universität Berlin. Preis kartoniert RM.3.90, geb. RM. 4.80. Waldweben. Die Lebensgemeinschaft des deutschen Waldes in Bildern. 150 eigene Naturaufnahmen aus dem Tier- und Pflanzenleben des heimatl. Waldes auf 128 Kupfertiefdrucktafeln,mit lebendigem u.aufschlußreichem Einführungstext von K. Gerhard und G.Wolff. tiefer Bef. Cafabella (Mailand)-, 6. Preis: Schnauzer, Bef. Dr. Kuhn (Berlin): 7. Preis: Deutscher Drahthaar, Bef. Sommer (San- aenthal, Schweiz), Silberner Pokal der Stabt Frankfurt; 8. Preis: Barsois, Bes. Kerler (Memmingen), Silberner Pokal der Stadt Frankfurt; 9. Preis: Bernhardiner, Bes. Steiner (Goldau, Schweiz); 10. Preis: Rottweil e r, Bef. Oßwald (Kirchheim-Teck), Silberner Pokal der Stadt Frankfurt); 11. Preis: F o x t e r r l e r , Bef. Gürth (Weißenfels a. d. S.), Silberner Pokal der Stadt Frankfurt; 12. Preis: Z w e r g s ch n a u z e r, Bes. Gräfin Kanitz (Podangen, Ostpreußen), Silberner Pokal der Stadt Frankfurt. Die Ergebnisse des Deutschen Äuchtgrup- penwettstreits sind: Preis des Herrn Reichsminister Dr. Frick: Deutsche Doggen: Bef. Narbe (Hanau). Preis des Reichswehrministers von Blomberg: Deutsche Schäferhunde, Bes. Breitbach (Oberlahnstein); Preis des Reichsstatthalters in Hessen: Vorstehhunde: Bes. Förster Schmidt (Bisten, Saar); Foxhunde: Kavallerie- schule (Hannover); Jagende, Schweiß- und S t ö b e r h u n d e : Bes. Ilse Glück (Lütjensee, Holstein); Dachshunde: Bes. Fuchs (Stuttgart); E r d h u n d e : Bes. Gürth (Weißenfels) a. d. S ): Hetzhunde: Bes. Kerler (Memmingen); Dienst- hunde: Bes. Schmidt (Köln); Rottweiler: Bes. Weber (Hochdorf, Württemberg). Neue Tapeten werden auch Ihr Heim verschönern und Ihnen neue Freude an Ihren Räumen geben paffende Gardinen bilden die stilvolle Umrahmung für das Fenster und geben dem 2Raum die persönliche Rote Ein neuer Teppich gibt Ihrem Heim so viel Schönheit und Wärme und macht es erst wirklich gemütlich Alle Artikel, die Ihr Heim verschönern, führe ich in größter Auswahl Ich berate Sie gerne und fachgemäß Der beste Hund der Weit. Die Prämiierungen auf der Welt-Hundeausstellung in Frankfurt. | Vermietungen"] Gut möbliertes Wohn-«.Schlafzimmer evtl, mit Bad und voller Pension abzugeben. 01841 Hitlerwall 47 p. Am Sonntag, dem 28. April, wurde unser lieber Vater, Großvater und Urgroßvater Dr. Karl Wetzell Gymnasial-Professor 1. R. in seinem 82. Lebensjahre durch einen sanften Tod von langem Siechtum erlöst. Die in schmerzlicher Trauer hinterbliebenen Kinder: Anna Gies. geb. Wetzell, und Richard Gies Ida Wetzell Amalie Wetzell Dr. med. Friedrich Wetzell u. Frau Hilde, geb. Buchka Dr. med. Walter Wetzell und Frau Käte, geb. Teichert Luise Weismantel, geb. Wetzell, und Dr. Leo Weismantel Dr. vet. med. Richard Wetzell und Frau Klara, geb. Pollock 9 Enkelkinder und 1 Urenkel. Scherl-Bildmaterndienst Der „beste Hund der Welt", der englische Cocker Spaniel. der Aufschrift: „Für den besten Hund der Ausstellung". Ferner entfiel aus ihn der vom Führer und Reichskanzler gestiftete Ehrenpreis. Als zweitbester Hund der Weltausstellung ging der Barsoi „Raßwett Mirschewo" aus dem Wettbewerb hervor. Besitzer G ü n k e l (Aschaffenburg). Bei den Länderausscheidungskämp- fen erhielt den Ehrenpreis des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler für den besten deutschen Hund der Ausstellung die deutsche Schäferhündin „Stella vom Hause Schülting", Besitzer Dr. Funk (Hannover). Den Ehrenpreis des Reichssportführers von Tschammer und Osten erhielt als zweitbester deutscher Hund die Riesenschnauzer-Hündin „Laura vom Neuhof", Besitzer KM in der Georg- Phil.-Gail-Str. zu verpackten. Näheres oisea Ludwigstr. 8 L Benedikt Schuhmeier (München). Den Ehrenpreis des Präsidenten der französischen Republik erhielt die französische Bulldogge „Mirko von Patzig", Besitzer Frau Muller (Kriens, Schweiz). Der Groenandaler Schäferhund „Grand Vizit du Mont Sara", Besitzer Vicomte Jean d'Applaincourt (Paris), erhielt den Ehrenpreis des belgischen Gesandten. Den Ehrenpreis des ungarischen A ck e r b a u m i nist e r i u m s erhielt der ungarische Puli „Rüschi vom Lechgau", Besitzerin Frau Böhme (Bad Oybin). Ferner wurde der Barsoi „Internationaler Lampion Raßwets Hochmut", Besitzer Kerl e r (Memmingen), mit dem Ehrenpreis des Präsidenten der Republik Finnland ausgezeichnet. Die Ergebnisse des Internationalen Zuchtgruppenwettstreits sind: 1. Preis, Ehrenpreis des Königs von Belgien und Hans-Glockner- Preis: Deutsche Dogge, Besitzer Frau von Rohden (Fulda). 2. Preis: Cocker-Spaniels, Zwinger Wagteil, Bes. Herwaarden (Holland); 3. Preis: Irish-Setter, Bes. Schubert (Frankfurt a. M.); 4. Preis: Rauhaar-Dachshund, ~ ' Herr Fuchs (Stuttgart); 5. Preis: Bolog- Aus den Wettbewerben der Welthundeausstellung ist als be ft er Hund der Cocker-Spaniel „Wood- cock Memory" heroorgegangen. Züchter dieses Hun- des ist Mrs. Mc. Jntrije (England), Besitzer van Heerwaarden (Mijdrecht, Holland). Auf diesen besten Hund entfiel der Ehrenpreis des Königs von Schweden und eine Schleife mit gesucht. Schriftl. Ang. unt. 01867 an d. Gieß. Anz lioifabcltt (Schüler) gesucht. Krevert, Plockstraße7.s°^° Suche per sofort zu 2 Jungen von 4 und 6 Jahren liebevolle Kindergärtnerin Schr. Angebote mit Gehallsansprüchen erbeten unter 2575D an den Gieß. Anz. Tonnerstag, den 2. Mai 1935, nachm. 2 Uhr, versteigere ich an Ort und Stelle, Bekanntmachung erfolgt im Versteigerungslokal im „Löwen", Neuenweg 28 dahier, zwangsweise gegen Baarzahlung: 3 Schreibmasch., 6 Schreibtische, 2 Personenwagen, 4 Chaiselongues, 1 Kautsch, 2 Kühlschränke, 2 Klaviere, 1 Teppich, 3 Grammophone, 2 Bettstell., 2 Waschtische, 2 Nachtschränkch., 1 Tru- meauspieg., 1 Vertiko, 4 Büfetts, 1 Kopiermasch., 1 Korbgarnitur, 3 Sofas, 1 Näht., 2 Warenschr., 1 Lüster, 1 Auszieht., 1 Wasch- komm., 1 Waschsckr., 1 Schreck- tischsess., 1 Nähmasch., 1 Ladentheke, 1 Bückerschr., 1 Standuhr, 2 Mantelkessel, 40 kg Kaltleim, 10Kart.Bestecke,150Tub.Herdp. Ferner bestimmt: 1 Schreckt., 1 kl. Sckreibm., verschied. Zinkwaren, 1 Ofen und Emailleschüss. 25950 M Gerichtsvollzieh. in Gießen, Ludwigstr. 33. — Tel. 3239. obiejfötoteuefc für ' die Hammstr. 171. | Mietgesuche | 3-4-Zimm.-Woting. p. sof. ob. später von ruh. Mieter 3/20BMW.- Limousine steuerfrei, neuwertig, zu verk. Wilb. Schmidt, Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. III. 35: 11229. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig. BoltslmWtlelteo 15 Äfft llllllllllllllllllllllllllllll einfomllienöaus m.Heiz.,Neubau, steuerfr.,freie Lage, beziehbar, b. 8000 m Anz.brll. z.verk. Ang. unt. 2582V a.d.G.A. llllllllllllllllllllllllllllll Billig zu verkaufen 1 komvlett.Bett, 1 Federbett. 1 Holzbettstelle, 1 Sekretär, oisee alles sehr gut erhalten. Näheres Hitler-Wall 431 | Kaufgesuche"] Hausgehilfin für alle Arbeiten, außer Kochen, zu einzelner Dame für halbe bis dreiviertel Tage gesucht. (25390 Babühofstr.511. Allein- madchen zuverl., in Küche und Haushalt erfahren, zum 15. Mai gesucht. 01354 Ludwigsvlatz 1. Ehrliches, fleißig. Mdchen das kochen kann, für bald gesucht. L. Pfann,01863 Stephanstr. 42. Ehrliches,fleißig. Mädchen (vom Lande) sofort gesucht. 2579D Bleichstraße 21. Putzfrau für Mittwoch u Samstag vorm. gesucht. Zu erfragen in d. Geschäftsstelle des Gieß. Anz. o^si । | Verkäufe"| | Abzugeben 3 bis 5 Wocken alte MW für Mastzwecke, : 20—50 Pfennig. ' Gießen 25900 ' ObererHardtbof Zum Veredeln: la kaltflüssiges 2529A Baumwachs Edel-Raffiabast V eredelungsmesser Baumsägen Samenhaus Hch. Hahn Bahnhofstraße Telephon 3403 Wegen Aufgabe der Landwirtschaft verkaufe Samstag, 4. Mai, nachm. 3^/2 Uhr, öffentl. geg. Barz. 1 neuen Wagen, Pflug und sonst.landw. Geräte, sowie ca.15-20 Zentner Heu. 01858 Atzbach, Haus Nr. 131. TORPEDO nur RM. 188.-* schon für 489A 7 «SO monntlich Alleinverkauf Niederhausen & Co. Bahnhofstraße Qeüenflb.Hotel Schütz GiückLand _ ... - Schr.Ang.unter z. verpacht. Näh. 2583D an den Walltorstr.63.ol85ll®iefe. Anzeiger. KolMse ----- --------- zu kaufen gesucht. Wetzlar, Sckr.Ängeb.unt. Turmstt. 32.85870101855 a.o. G. A. an 0. beitskreis des Chirurgenkongresfes. Man sieht, oatz die vorgetrogenen Ansichten und Meinungen — me allerdings nicht immer als Glaubenssatz aller Aerzte und Chirurgen angesehen werden dürfen, fanden die zum Teil erst von wenigen Pionieren erprobt wurden — geeignet sind, die Kenntnisse über den eigenen Körper zu bereichern und uns anzuregen, dementsprechend zu leben oder gegebenen» falls rechtzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch zu neh- men. Doppelt hilft, wer schnell hilft! Das ist: em Grundsatz, der gerade in der Chirurgie oft von hoch» l fter Bedeutung sein kann. Die Abessinier würden dem italienischen Einmarsch heftigen Widerstand entge- g e n s e tz e n. Zu den soldatischen Eigenschaften des Abessiniers und seiner Bedürfnislosigkeit komme noch das Bewußtsein, eine lange Reihe von Siegen über Italiener, Aegypter und Perser errungen zu haben. Aber Flugzeuge, Tanks und Artillerie von großer Reichweite hätten die Lage gegenüber 1896 s e h r v e r ä n d e r t. Der Kaiser könne solche Waffen nur ü b e r D s ch i b u t i in Französisch-Somali- land oder durch einsame Bezirke von Britisch- Somaliland einschmuggeln. Vielfach seien Gerüchte im Umlauf, wonach Japan dem Kaiser m dieser Beziehung zu Hilfe komme. Ein kürzlich aus Addis Abeba zuruckkehrender Engländer, der meh- rere Unterredungen mit dem Kaiser hatte, habe mitgeteilt, daß die Vertreter von nicht weniger al, neun Rüstungsfirmen in der letzten Zeit die abessinische Hauptstadt besucht hätten. Wahrscheinlich seien mit Rücksicht auf die Geldknappheit Abschlagszahlungen angeboten wor» den. Der Berichterstatter kommt zu dem Schluß, daß Mussolini die Trümpfe in der Hand habe, daß es aber ein Irrtum sem würde zu glauben, daß es sich für Italien um nichts weiter als einen militärischen Spa» z i e r g a n g handeln werde. Italien« Kriegsvorbereitungen in Ostafrika. Maffana Stapelplatz fürKriegsmaterial.-DieHüstuns«inbustrie antichambriert in Addi« Abeba. Schulmedizin und biologische Richtung. Man muß selbst schon einmal durch das Messer des Chirurgen vom sicheren Tode errettet worden , sein, um die ganze Bedeutung ermessen zu können, der einer Tagung der bekanntesten Spezialisten und Forscher auf dem Gebiete der Chirurgie zukommt. Dom rein menschlichen wie vom wsisen- . schaftlichen Standpunkte aus bietet sich eine tfuUe von Anregungen und Erkenntnissen, die jeden einzelnen unter uns angehen. Denn wer wollte dafür einstehen, daß er nicht auch eines Tages die ärztliche Kunst als letzte Hilfe in Anspruch nehmen muß? Der Chirurgenkongreß, der in diesen Tagen in der Reichshauptstadt seine Veranstaltungen durchgeführt hat, hatte verschiedene wichtige Aufgaben zu erfüllen, die außerhalb seines eigenen Spezialpro- orammes lagen. Es war einmal die Betonung des festen Willens, auch in Zukunft die Reinheit der Wissenschaft und ein humanes Arzttum als Grundlagen des Schaffens im nationalsozialistischen Staat weiter zu pflegen. Es war zum anderen die Auseinandersetzung mit dem viel mißbrauchten Schlagwort, die Chirurgie befinde sich in einer Krise. Und schließlich galt es, bie Erkenntnisse der Schulmedizin mit ben Erfahrungen der sog. biologischen Richtung in Einklang zu bringen bzw. bei oller notwcnbigen Kritik im einzelnen boch festzustellen, baß zwischen beiben eine Brücke geschlagen werben muß zum Besten ber neuen beutschen Heilkunbe. Soweit bas Grunbsätzliche. Die fachlichen Er- örterungen selbst, bie Vorträge, Vorlesungen, Dis- kussionen unb Debatten ließen einmal mehr tiefen Einblick nehmen in bie Werkstatt bes Arztes, ber bei aller Beherrschung ber Technik, bei aller Nutzbarmachung neuzeitlicher Forschungserfolge, bei ollen erforberlichen Wagemut immer geleitet sein muß von ber „Ehrfurcht vor bem menschlichen Körpe r", wie einer ber zahlreichen prominenten Kongreßteilnehmer sagte. Eine Fülle von Problemen würbe besprochen unb burchgearbeitet, die gerade jetzt im Mittelpunkt des Interesses stehen. Dct Internationale Filmkongreß in Berlin Die Teilnehmer am Internationalen F i l m k o n g r e ß Berlin 1935 versammelten sich zu einem Bankett in den Festräumen von Kroll. Der Präsident des Kongresses und der Reichsfilmkammer Dr. Scheuermann yob hervor, daß die Arbeit in der Generalkommission und in den übrigen Kommissionen zu einem großen Erfolg geführt habe. Unter starkem Beifall gab er das Telegramm des Führers und Reichskanzlers bekannt, das dem Kongreß als Ge- gengruß übermittelt worden war. Ein Mitglied der italienischen Delegatton teilte mit, daß er von seinen ausländischen Freunden beauftragt worden sei, ein Telegramm an den Rchiesminister Dr. G o e b- Ibels bekanntzugeben, in dem die zum Kongreß versammelten Delegationen des Auslandes dem Minister den herzlichsten Dank für die Gastfreundschaft unb für bie Organisation des Kongresses aussprechen. w Der Ausschuß für internationale Filmpresse- und Kritikstagen des Internationalen Filmkongresses hat eine Entschließung gefaßt, in der es u. a. heißt: Der Filmkongreß fordert die Presse aller Länder auf, im Interesse ber internationalen Der- stänbigung durch eine möglichst eingehende Behandlung von Filmfragen das Verständnis für die nationale Eigenart ber Völker über alle Grenzen hinaus zu verbreiten und keine Filme zu unter- stützen, die geeignet find, Mißverständnisse zwischen den Völkern hervorzurufen und den Frieden der Wett zu gefährden. Dieder Winter in Sowjetrußlaad. auch mit der Erkenntnis zu Leibe, daß W afljm Dingen Kreislaufstörungen der verschiedensten Art Ursache einer Emoolie oder einer Trombose werden können. Blutstauungen zu verhindern, dem Kotper Bewegung zu verschaffen, den Säuregehalt des Blu- Les herabzusetzen und die Klebrigkeit der Bluttröpfchen zu verringern sind Mittel, die nach den bis» herigen Erfahrungen außerordentlich wirksam sind. Eine genaue Erforschung des Blutpfropfenproblems wird allerdings der Zukunft noch vorbehalten blei- Oer Ttatne sudetendeutsche Heimat- front* verboten. Prag, 29. April. (DNB.) Nach Zeitungsberichten hat die t f ch e ch o s l o w a k i s ch eR e g i e r u n g den Namen „Sudetendeutsche Heimatstont verboten, desgleichen ist die Verwendung des Schildes mit dem Namenszug „SHF." untersagt worden. Wie wir er- fahren, wird bie Heimatstont unter dem Namen „Sudetendeutsche Partei, Vorsitzen- der Konrad Henlein" in die Wahlen gehen. nach schweren Bauchoperattonen gleich vom Ope- rattonsttsch aufgestanden sind. Die belebende Wirkung dieser Methode war nach den eindeutigen Krankheitskurven unverkennbar. Heue Sperationslechnik. Bei vielen Operationen ist die (Bertnnungs- zeit des Blutes von besonderer Bedeutuna. Es gibt Kranke, die man als „Blute r* zu bezeich- pflegt. Sie sind insofern krankhaft veranlagt, hr Blut nicht oder erst spät gerinnen will. Es Professor Bornkamm Präsident des Evangelischen Bundes. An Stelle des verstorbenen Präsidenten des Evangelischen Bundes, Dr. Hermann Cremers, wurde der ordentliche Professor für Kirchengeschichte an der Universität Leipzig D. Heinrich Som- kämm zum Präsidenten gewählt. Professor Bornkamm hatte bis zum April d. I. den Lehrstuhl für Kirchengeschichte an der Universität Gießen inne, an der er auch das Rektoramt bekleidet hat. Erste Danderversammlung des Reichsverbandes deutscher Funkhändler. In Saarbrücken hielt der Reichsverband deutscher Funkhändler feine erste Wander- versammlung ab. Im Mittelpunkt der Tagung stand eine öffentliche Kundgebung im Gustav-Ddolf-Haus. Der Dorfitzende des Reichsoerbandes deutscher Funk- Händler, Landesgruppe Pfalz-Saar, Müller, zeichnete die wirkungsvolle Arbeit des Verbandes, dem es gelungen fei, bie ausländischen Erzeugnisse zugunsten ber beutschen zurückzubrängen. Eine lebersetzuno bes Berufsstanbes mit_ untauglichen Elementen habe unterbunben werben können. Hauptgeschäftsführer Dr. G r a w i n k e l - Berlin stellte in den Mittelpunkt seiner Ausführungen bie politischen Aufgaben, bie bem Funkhanbel burch ben Wunsch bes Reichspropaganbaministers Dr. Goebbels übertragen worben seien, wonach ber Rundfunk bas Derkünbigungs- unb Erziehungsmittel für bie Nation werben solle. Die Aufgabe bes FunkhändlerS erschöpfe sich baher nicht mit bem Abschluß bes Geschäfts, er müsse propaganbistisch wirken. Der Reb» ner skizzierte bie Ausgaben, bie sich hieraus ergäben: die Entfernung Unberufener unb vor allem bie Neuregelung bes Vertragswertes mit ber Inbustrie. Die Zahl von 32 000 oorhanbenen Funkhänblern fei um etwa 12 000 übersetzt. Der Rebner wandte sich auch gegen bie Übersättigung bes Marktes mit Empfängertypen. Wetterbericht als ihr Blut nicht ober erst spat gerinnen mm. Cs entsteht baburch oft ein übermäßiger Blutverlust, der löblich wirken kann. Es ist soeben ein neuer Stofs aus ber Apfelsinenschale destilliert worden, der — eine Bestätigung ber Apfelsinenschale als blutstillenbes Hausmittel! — bie Ge- rinnungszeit bes Blutes in allen Fallen auf ben normalen Wert zurückführt. — Man bat aud) ein neues Betäubungsmittel entberft, bas be« lonbers bei schwachen und alten Leuten und Kindern । angewendet werden kann. — Sehr günstigen Einfluß auf den O p e r a t i o n s s ch m e r z nimmt ber Chirurg heute mit Wärmestrahlen. — Der Em - Im ganzen Gebiet der Sowjetunion ist ein er- hedlicher Temperatursturz eingetreten. Im Uralgebiet trat ein heftiger Zyklon auf, ber von ungewöhnlich umfangreichen Schneefällen begleitet war, wie sie nach Meldungen aus Swerd- lowsk während des ganzen Winters nicht zu »er- zeichnen gewesen sind. Durch die Schnseverweh- Hungen sind zahlreiche Industriewerke im Ural lahm- gelegt. Der überall meterhoch liegende Schnee hat nicht nur den ganzen Verkehr unterbrochen und die betroffenen Gebiete Son der Zufuhr abgeschnit- ten, sondern auch Hochöfen zum Verlöschen gebracht. Der Schneefall dauert noch immer an. Die Wetterstellen rechnen mit einer baldigen Wiedererwär- mung. Die bann zu erwartende rasche Schnee- schmelze läßt mit einem ungewöhnlichen Hochwasser rechnen. Schon jetzt sind bei verschiedenen Wasser- kunsttmuten Dammbrüche eingetreten. — Auch in Moskau ist wieder viel Schnee gefallen. Eine Greisin ermordet aufgefynden. Die Äönigsberaer Feuerwehr wurde dieser Tage nach bem Unterhaberberg gerufen, da dort dichte Rauchschwaden aus einer verschlossenen Wohnung drangen. Man fteßte fest, daß die 64 Jahre alte Witwe Fink tot in ihrem Bette lag. Das Pett war anscheinend angesteckt worden. Man verhörte die 19 Jahre alte Hausangestellte Ehgrlotte Klein, die erzählte, daß sie ber Frau noch das Frühstück gebracht habe. Dann fei sie mit dem Rade zu ihren Oberpräsident Terboven dankte dem Ministerpräsidenten für das Vertrauen, das er ihm entgegenbringe. „Ich bin mir beraubt , so sagte er u. a., „daß ich in mein neues Amt berufen worden bin als alter nationalsozial i st i s ch e r Kämpfer, daß ich darum vor allem die Verpflichtung habe, auch in meiner neuen Stellung der alte Kämpfer für Bewegung unb Führer zu bleiben. Damit ist auch für meine Mitarbeiter ber Weg klar vorgezeichnet. Es gut, bie Einheit von Partei unb Staat auch hier burchzuführen unb zu bokumentieren. Diese Einheit besteht barin, baß bie Behörben in der Provinz vom ersten bis zum letzten Mann mit nationalsozialistischem Kampfgei st erfüllt werden. Ich glaube, tn engster Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Ho-1 heitsträgern der Bewegung, Ihnen, Herr Minister- Präsident, dies versprechen zu können, Ich werde meine Aufgabe darin sehen, daß die alten na- tionalsozialistischen Kämpfer auch in diese Behörden einziehen werden. Ich versichere Ihnen als dem treuesten Paladin bes Führers, daß Sie in mir einen Mitarbeiter finden werden, der sich Ihres Vertrauens wur- d i g erweist." Nachdem Gauleiter Simon noch ein ©tegbetl | auf den Führer ausgebracht hatte, fand die Kund- gebung mit dem Deutschland- und dem Horst- Wessel-Lied ihren Abschluß. Ministerpräsident Göring begab sich dann mit Gefolge zum Schloßrondell, wo er den Vorbeimarsch der Ehren- formatierten der Landeckholizei, der SA. und des Luftsportverbandes abnahm. Die Bevölkerung jubelte dem Ministerpräsidenten bei seiner Abfahrt begeistert zu. Von geradezu brennendem Interesse für die Allgemeinheit war der Austausch ber Gebauten über I bie Entstehung unb Behandlung des K r e b s e s. Man war sich im allgemeinen klar darüber, daß stets drei grundlegende Tatsachen bei der Krebsbildung festzustellen sind: 1. Das rein örtliche Geschehen, das zur Bildung einer Geschwulst führt; 2. die Empfänglichkeit bzw. Bereitschaft des Körpers zur Geschwulstbildung, und 3. die Abwehrmaß. nahmen des Körpers gegen den Krebs. Es kommt also immer daraus an, den Krebs als eine all -1 gemeine Erkrankung des Körpers anzusehen l und zu behandeln. Frühdiagnose und F r ü h-1 Operation sind außerordentlich wesentliche Heilfaktoren. Nur in wenigen Fällen kann die Bestrahlung als alleiniges Heilmittel Anwendung finden. So z. B. bei Geschwülsten der Schilddrüse, des Kehlkopfes und der Mundhöhle. Als außerordentlich wesentlich erscheint die Förderung der kör- pereigenen Abwehrkräfte. Neben die bisherigen Erkenntnisse konnte aus der Versammlung heraus als überaus wichtiges neues Forschungsergebnis der Befund gestellt werden, daß zweifellos noch irgendein Wirkstoff — ein „zellfreies Agens" — frei im Körper vorhanden fein muß, der erst das akute Stadium einer Krebs- erkrankung herbeiführt; nicht so, als ob nun im Laufe der angestellten 17 000 Untersuchungen em neuer „Krebserreger" gefunden worden sei, sondern in ber Richtung, baß bie Möglichkeit zu bestehen scheint, in Zukunft burch einfache Bluturtter- suchung Krebsbereitschaft bzw. Krebserkrankung einroanbfrei unb sehr früh festzustellen unb auf diesem Wege weiterschreitenb neue Erfahrungen zur Krebsbekämpfung zu sammeln. K o b l e n z, 29. April (DNB.) Montagnachmittag erfolgte in ber Koblenzer Stadthalle bie feierliche Amtseinführung bes neuen Oberpräfibenten ber Rheinprovinz, Gauleiter Staatsrat Terboven, durch Ministerpräfibent Göring. Nach ber Ouvertüre zu Richarb Wagners „MeisterfinZer" hieß der Gauleiter des Gaues Koblenz-Trier, Simon, den Ministerpräsidenten mit herzlichen Worten will- kommen. Ministerpräsident Göring dankte dem Gauleiter. „Ich gebe heute", so sagte der Ministerpräsident u. a., „einer der hervorragend- fiert Provinzen Preußens einen Mann an bie Spitze, den ich viele Jahre hindurch tennengelernt habe. Die Einheit des Staates kann nur dadurch geschaffen werden, daß an den verantwortlichsten Stellen im politischen Leben Männer gestellt wer- den, bie burch unb burch Nationalsozialisten sind, bie in ben langen Kampfjahren bie Weltanschauung Aböls Hitlers nicht nur übernommen haben, sondern auch im Herzen Träger bieser wunderbaren Ibee unb Weltanschauung finb. Der Nationalsozialist gewinnt nicht Ansehen burch Stellung, Amt und Titel, sondern fein Ansehen muß ruhen in den Herzen der ihm anoertrauten Menschen. Zwei Dinge sind es immer wieder, die den nationalsozialistischen Führer allein befähigen, das Aeußerste zu leisten: Das restlose Vertrauen unseres Führers Adolf Hitler als die höchste Auszeichnung, die wir überhaupt erhalten können, und zum zweiten das blinde Vertrauen unb bie Liebe unseres Volkes unb unserer Volksgenossen. Gerabe bie Rheinprovinz hat Furchtbares erdulden unb erleiben müssen. Nur wenige Jahre trennen uns von jener Zeit tiefster Schmach und tiefster Erniedrigung der deutschen Nation. Noch zittert in der Geschichte eine furchtbare Erinnerung an jene Zett, in der das rheinische Volk nicht nur Fremde, sondern auch Fremdrassige erdulden mußte. Der Führer Hal dem deutschen Volk die Einheit unb den Frieden wiedergegeben. Er wirb auch stark genug sein, den Frieden nach außen zu wahren. Wir haben den Völkern erklärt, bah wir ihnen offen bie Hand ausstrecken. Als Grenzprovinz hat die Rheinprovinz mehr als jede andere die Verpflichtung, das Verständnis bei den Nachbarvölkern für das neue Deutschland zu wecken. Dir haben nicht das Schwert geschmiedet, um unser Volk erneut einem Vlut- rausch entgegenzuführen, sondern einzig und allein, damit wir unserem Volke den Frieden erhalten und das Furchtbare, das wir erlebten, für alle Zukunft ersparen. Das deutsche Volk weih, dah es fein Leben nicht nur dem Aufbau des Vaterlandes und der Kation widmen muh, sondern dah es verpflichtet Ist, mit den anderen Völkern mit- Eltern gefahren. Die von ber Mordkommission an- gestellten Ermittlungen ergaben jedoch, daß diese Angaben nicht stimmen konnten. Die alte Frau hatte nicht nur kein Frühstück zu sich genommen, sondern mußte auch bereits, bevor die Hausgehilfin die Wohnung verlassen hatte, ermordet worden sein. Als man der Klein diese Feststellungen vorhiett, erklärte sie schließlich, dah sie die Frau auf Verlangen getötet habe. Diese Angabe dürfte jedoch kaum zutreffen. London, 30. April (DNB. Funkspruch). Der Sonderberichterstatter, ben bie „Daily Mail ben italienischen Truppen in Erythräa Zugeteill hat, sanbte seinem Blatt einen Bericht aus Ma s • \ a u a, in bem es heißt, die Kais, Wersten, Piers unb sogar die kleine Piazza und die engen Straßen der Stadt seien überfüllt mit Kriegsmaterial jeder Art. Man brauche kein militärischer Sachverständiger zu fein, um zu sehen, baß dieses Material ebenso für offensive wie für defensive Zwecke bestimmt [ei. Das einzige Hotel der kleinen Hafenstadt fei uberfüCt, । unb zu ben Fremden, die gezwungen seien, an Bord von Dampfern im Hafen zu schlafen, gehörten auch der vormalige König Aman Ulla von Afghanistan unb bie Königinmutter. Man erwarte, baß bie Feindseligkeiten nach Ende der Regenzeit im September ober Oktober beginnen würden. Italien werde dann gut vorbereitet sein. Es werde keine Wiederholung der Katastrophe von Adua tm Jahre 1896 geben. Die Vorbereitungen seien viel zu umfangreich, um als „Vorsichtsmaßnahmen" bezeichnet werden xu können. Wahrscheinlich fei Mussolini zu dem Schluß gekommen, daß in Abessinien die Lösung des Problems ber lieber- völkerung Italiens liege. des Relchswetlerdlenstes. Ausgabeort Frankfurt. Mit der Entwicklung eines Tiefdruckwirbels über ber deutschen Ostsee Hut sich eine Zufuhr frischer polarer Luft nach Deutschland eingestellt. Dabei hat Frost unb Schneefall bereits auf bas Ostseegebiet und unsere Mittelgebirge übergegriffen. Die Witterung wird in ben nächsten Tagen größere Lebhai» tigkeit mit Schauerneigung zeigen. Die Temperatu- ren bleiben aber für bie Jahreszeit zu niedrig, und es besteht für nachts Frostgefahr. Aussichten für Mittwoch: Weiterhin Bewölkung mit Aufheiterung, aber auch einzelnen Schautrn, bei nördlichen bis östlichen Winden tagsüber kühl, nachts Frostgefahr. Aussichten für Donnerstag: Nach anfänglicher Aufheiterung unb kalter Nacht neue Bewölkungszunahme. Lufttemperaturen am 29. April: mittags 8,9 Grao Celsius, abends 7,6 Grad; am 30. April: morgens 8 Grad. Maximum 9,3 Grad, Minimum 6,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 an Tiefe am 29. Apritt abends 10,2 Grad; am 30. April: morgens 8,1 Grao Celsius. zuarbeiten und mitzu st reden nach dem allgemeinen Fortschritt der Menschheit. Vir müssen es zurückweisen, daß andere Völker sich über Deutschland zu Richtern sehen, die niemals Richter sein können und Richter sein dürfen. Deutschland richtet sich durch seinen Führer. Deutschland wünscht sich den Frieden und dient ihm mehr als jene, die immer neue Machtgruppierungen zusammenballen, um das friedliebendste Volk im Herzen Europas wieder in die Tiefe zu stoßen. Ebenso wie nach außen muß auch ber Frieben im Innern gesichert bleiben; benn im Zusammenwirken aller Kräfte ergibt sich für uns bie größte Kraft. Niemanb soll es wagen, biesen Frieden an zu tast en, von welcher Sette er auch kommen mag! Wer bie Einheit bes deutschen Volkes, bie wir mit unserem Herzblut erkämpft haben, unb um bie wir so furchtbar haben ringen müssen, stört, wer es wagt, offen ober versteckt biese Einheit anzugreifen, ber wirb z u Bob en ge f d) m e t • tert, weil er Hanb anlegt an Volk unb Reich, bas Höchste, was wir errungen haben. Wäsche vorzüglich bewährt. 5ettiiber503ol)ren im Dienste der deutschen Hausfrau -(t^e l K II Arabit ÜBERALL ERHÄLTLICH DR. ALBERSHEIM - FRANKFURT A.M.GEGR. 1892 L--------------------- Sauers w6riert ’N'o» 'it 1“ " . # S%S< keit komm D0h Tiegen errungen zu iHUene von 'nüber M solche Was. slsch-TomüIi« on Lritisch. >ch seien Ge. 'M Kaiser in kürzlich aus er, der meh. hatte, habe von nicht firmen in stabt besucht sicht aus die [eboten wor» dem Schluß, rrtum sein Italien um chen Spa» Lunds. rösidenten der i Tremers, kirchengeschichte mich Iorn- srosessor Born, a Lehrstuhl sur Ziehen nme, idet hat- mg ... unkhandler. chrverband ümmffwn an« ich, dah diese te alte Frau i) genommen, HallsgeWn aorbtn fein, gen vorhielt, i aus Der» n^de dürste Mlu. "uttröps. bi5, °m sinb, «oblenS lten blei. ! deutscher Fun', ar, Muller, des Derbanbs, chen Srzeugn s> Drängen. W -if untoualichen । können- W Berlin stellte hje politischen ich beit ®“"W @ o < b b * kSZ SfiSS t - jie er um w «rfJ’Ä M ö Atm. ;yi< > St. W, bat f-S ? aller ^s°n! "'eren er. Mft ib„ lns Q1UU. ^ebenen, y zu neb. 36 ist ein 00N Höch. Oer Festplan für den -1. Mai. Oie Anordnungen für Stadt und Kreis Gießen. Regt. Das Programm in Gießen Kreiswalter der Gewerbe, Leitung stellv. Kreiramts- Der l.Mi im Kreis Gießen 16.00 llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Auch zum Einweichen der illllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllHlllllllilllllllllllllllllllllllllllllllllllll 7.00 8.30 Der deutsche Arbeiter wird von allen Bevölke- rungskreisen am besten dadurch geehrt, daß morgen die Häuser mit dem Symbol geschmückt werden, unter dem er seine Freiheit erhielt: Mit der Hakenkreuzfahne! 2. 3. 4. S. 6. Verlobungs-Anzeigen üefert Brühl'sche Druckerei SA.-Sturmfahnen Gießen. Arbeitsdienst, Abteilung Gießen. SS.-Fahnen der Gießener Stürme. Arbeitsfront. HI., Jungvolk, BdM., IM. Gießen. la Wits L.Mbsamen"°Ä'S 1. Gruppe Betriebe, Leitung DÄF., Pg. Wagner. Gruppe handel, Handwerk, Pg. Schimmel. 3. Gruppe Behörden, Leitung llllllllllllllllllllllllllllll Erbsenreiser Bohnenstangen Tomatenplähle Rosenpfähle J 8. tettr Steinstr. 73, Tel. 3581 iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Kapelle des Inf. Reg. 10.45 Uhr am Ludwigs- Platz mit Ehrenabtellung (120). Es folgen die übrigen Teilnehmer des Regiments in 8er-Reihen. Aufstellung K a i f e r a l l e e. Gruppe 2: handel, Handwerk und Gewerbe. Aufstellung in der L ö b e r st r a h e, Spitze £ub- wigsplatz. Am 10.45 Ahr angetreten. Anmarsch nur durch die Bleichstraße in die Löber- straße. Dazu gehören sämtliche Geschäfte Gießens, sämtliche Innungen, das ganze Kraftfahrzeuggewerbe. Wagen können mitgeführt werden. Kapelle der HI. mit Spielmannszug, Ehrenabtei- lung der HI. mit Fahnen, Iungbannfonfarenzug, Iungvolkfahnen, 120 Mann ID., 60 BdM. mit Fahnen, 60 IM. mit Fahnen, angetreten um 10.45 Uhr Ludwigsplatz. Gruppe 3: Behörden: angetrelen um 11 Ahr in dec Ludwigstrahe. Dazu gehört die ganze Universität mit Kliniken. Dor der Universität marschiert die Fahnengruppe der Universität auf. Reihenfolge innerhalb der Gruppe Universität bestimmt der Kanzler. Aufstellung in der Ludwig st raße, Anmarsch nut aus der Richtung Liebigstraße in die Ludwig- wigstraße. Spitze Ludwigsplatz. Es gehören ferner dazu: Polizei, Arbeitsamt, alle Gerichtsbehörden, Biebertalbahn, Provinz, Kreis, Zoll, Finanz, Reichsbank, Forst, Dermessungsämter, Post, Krankenkassen, Schulen, auch Privatschulen, geistliche Behörden, Feuerwehr, Technische Nothilfe, Klein-Linden, Allendorf. . Kapelle des NSFB., Fahnen, Ehrenabteilung des NSFB. (120, nicht mehr). Fahnen der Regimentsvereine (drei Mann je Fahne); angetreten 11 Uhr Ludwigsplatz. Gruppe 4: Freie Berufe, Angestellte, Landstand: angetreten um 11 Ahr: gezählt wurden, alle Dereinsfahnen. Jede Fahne hat einen Träger und zwei Begleiter. Antreten in der Bergstraße, Spitze an der Gartenstraße. Dereinsfahnen gehören zur Gruppe 4. Antreten in der Bergstraße. Die S^nitätskolonnen versehen im Zuge und auf dem Oswaldsgarten den Hilfsdienst. Ebenso die Sa- nitäts-SA. Aufmarsch, Umzug und Kundgebung dauern zusammen etwa 2Vt Stunden. Anfragen an die Kreisleitung täglich zwischen 16 und 17 Uhr. Schmelz, Kreispropagandaleiter. M 1 I ■ weeMpef at tw vBUlgen BeeelU- ■ runt-RMS - .3 SO. Probelut* I hO. Picket Mitesser Venus StAftos A — Ar st lieh empfohlen. DrogerieWinterhoff, Kreuzpl. 9/10 leiter des Amtes für Beamte, Pg. Ulrich. 4. Gruppe Freie Berufe, Angestellte, Landstand, Fahnen der Dereine und Uebrige. Leitung: Pg. Schwarz. Stande für Erfrischungen usw. werden vom Pg. Schimmel, Goethestraße, vergeben. Fe st wagen können mitgeführt werden, doch dürfen sie in keiner Weise zur Reklame ausgenutzt werden. Verstöße haben Ausschluß zur Folge. Aufstellung der Marschgruppen. Bei der Aufstellung ist die rechte Straßenseite einzuhalten. Eine bestimmte Reihenfolge der Betriebe gibt es nicht. Die Aufstellung erfolgt in der Reihenfolge des Eintreffens in 8er-Reihen. Den Anordnungen des Ordnungsdienstes ist unbedingt Folge zu leisten. Rauchen ist im Zuge und während der Kundgebung verboten. Sämtliche Kapellen, Fahnengruppen, Ehrenabtei- hingen treten auf dem Ludwigsplatz an. Spitze des Auges; 10.30 Ahr augetreten an der Alien Bürgermeisterei. PO.-Fahnen, PO.-Ehrenabteilung. SA.-Kapelle, SA.-Fahnengruppe, SA.-Ehrenabteilung (120). SS.- Fahnen der Gießener Stürme, SS.-Ehrensturm (120). Arbeitsdienst Gießen mit Fahne (120). Fahnen der Arbeitsfront, Ehrenabteilung der Arbeits- front (120). Gruppe 1: Betriebe; 1030 Ahr angetreten. Aufstellung Im hitlerwall. Spitze SS.-Standarte. Anmarsch aller Betriebe durch die Walltorstraße in den Hitlerwall. Es nehmen teil: Reichsbahn, Nattmann, Bän- ninger, Gaswerk, Elektrizitätswerk, Sparkasse, Poppe, Schaffstaedt, Regimentsverwaltung, Heil- und Pflegeanstalt, alle Banken, Denninghoff, Oberhessische Tageszeitung, Gießener Anzeiger, Stem- pelkreuter, alle übrigen städtischen Betriebe, Grieb, Gallsche Werke, Tabak- und Zigarrenfabriken. Es folgen sämtliche kleinere Betriebe, die nicht auf- gezählt. _________________________________ Dienstag, 30. April. Uhr: Hissen der Fahnen. Mittwoch, 1. Mai. Uhr morgens: Wecken durch die HI. und ID. bis 9.30 Uhr morgens: Iuyendkundgebungen mit Uebertragung aus Berlin. An diesen Kundgebungen nimmt die ganze deutsche Jugend teil. Aufstellung in der G a r t e n st r a ß e vom Ludwigsplatz an, Nahrungsberg nach der Kaiserallee hin. Spitze Ludwigsplatz. Anmarsch Nahrungsberg in die Gartenstraße. Aerzte, Zahnärzte, Dentisten, Rechtsanwälte, Architekten und alle sonstigen freien Berufe, Angestellte, soweit sie nicht bereits erfaßt sind, Arbeitslose, Hausangestellte, landwirtschaftliche Betriebe soweit sie nicht zur Universität gehören, Annerod, soweit es in Gießen teilnimmt. Den Abschluß dieser Gruppe bildet eine Fahnengruppe, die aus allen Fahnen besteht, die nicht auf- Folgendes Programm ist für den Kreis Gießen gemeinschaftlich festgelegt: 7. NSFB. Gießen mit den Fahnen aller mentsvereine. Ehrenabteilungen: 1. PO. Gießen, 60 Mann. 2. SA., 120 Mann. 3. SS-, 120 Mann. Wasser enthärten! Verrühre vor Streifung -er Waschlauge ftets einige Landvoll Henko Vlelch-Soda im Wasser und lasse Lento eine Mertel' stunde wirken! Waschkraft und Schaum, bildung werden dadurch wesenilich «rhdhl! Mercedes Mk. 182.- schonf.montl.M.7.90 FranzVoOtiCo., Gießen Seltersweg 44 .^a Leitung: Unterbannführer Schneider, Großen- Buseck, und die Ortsgruppe Großen-Buseck. In Lollar mit den Ortsgruppen Lollar und Mainzlar. Leitung: Stammführer Schmulbach, Lollar, und die Ortsgruppe Lollar.' In Londorf mit den Ortsgruppen Londorf, Allendorf, Geilshausen, Weitershain. Leitung: Gefolgschaftsführer Kraus, Londorf, und die Ortsgruppe Londorf. 12.00 bis 13.30 Uhr: Kundgebungen mit der Uebertragung der Führerrede aus Berlin. An der Kundgebung in Gießen nehmen teil: Klein-Linden, Allendorf a.d.Lahn, Annerod. Im übrigen führt jede Ortsgruppe eine zentrale Kundgebung durch. Während dieser , Kundgebung findet die Vereidigung aller Betriebsvertrauensleute und deren Stellvertreter durch den Reichsorganisationsleiter statt. In Gießen treten alle Betriebsvertrauensleute und deren Stellvertreter an der Spitze des Zuges an der SS.- Standarte an. Im Kreise findet diese Vereidigung bei der Kundgebung der zuständigen Ortsgruppe, zu der der Betrieb gehört, statt. Auch qiet macichiecen oie Verlrauensleule, Oie zu vereidigen firn, an der Spitze der Marschteilnehmer und bleiben während der Uebertragung zusammen Abends: Volksfest. Die Organisation des Abends liegt in der Stadt Gießen bei den einzelnen Betrieben. Kleinere Betriebe schließen sich zusammen. Im Kreis setzen sich die größeren Betriebe mit den zuständigen OG. in Verbindung. In allen übrigen Fällen sind die OG. allein zuständig. Schmelz, Kreispropagandaleiter. Kleidung am 1. Mai. Am 1. 2Nai trägt jeder Volksgenosse, auch die Parteigenossen, soweit sie nicht in den uniformierten Ehrenformationen der einzelnen Gliederungen mitmarschieren oder zu besonderen Zwecken herangezogen sind, Festanzug der Deutschen Arbeitsfront oder Zivil. Jeder marschiert bei seinem Betriebe mit. Ausnahmen bilden nur die Ehrenabteilungen und die Vekriebsvertrauensleule und deren Stellvertreter, die von allen Betrieben zusammen direkt hinter den Ehrenabteilungen marschieren. Schmelz, Kreispropagandaleiter. Di'eTmppendesSlandottsGießen am 1. Mi. Die Truppenteile des Standortes Gießen nehmen am nationalen Feiertag (1. Mai) geschlossen an der Uebertragung der Kundgebung auf dem Oswaldsgarten teil. Die Truppe marschiert um 11.15 Uhr von der Hauptwache ob und rückt über Licher Straße, Moltkestraße, Hitlerwall, Wernerwall nach dem Oswaldsgarten und nimmt dort am rechten Flügel der aufmarschierenden Verbände Aufstellung. An der Spitze der Kolonne marschiert eine Ehrenkompanie. Nach der Feier marschiert die Truppe geschlossen in die Unterkünfte zurück. Die Abteilung Wehrmacht der Deut- schen Arbeitsfront nimmt am Festzuge teil und trifft sich abends um 19.30 Uhr zu einer Festveranstaltung im Cafä Leib. Oie Polizeistunde aufgehoben. Anläßlich des nationalen Feiertages des deutschen Volkes am l.Mai wird, wie die Polizeidirektion Gießen uns mitteilt, die P o l i z e i st u n d e für die Gast- und Schankwirtschaften (einschl. Trinkhallen und Getränkewagen) sowie Eisdielen für die Tlad)t vom 1. zum 2. 2Nai aufgehoben. Oie Aufstellung der Lehrerschast. Wie aus einer parteiamtlichen Bekanntmachung heroorgeht, treten die Mitglieder des N S L B., Bezirk Gießen-Stadt,am morgigen Mittwoch, 1. Mai, im Hofe des Realgymnasiums in der Reihenfolge: Berufsschulen, Höhere Schulen, Privatschulen, Volksschulen an. Innerhalb der Schulgruppen wird die Reihenfolge auch nach dem Alphabet geregelt. Die Schulgruppenleiter stellen fest, daß alle marschfähigen Amtsgenossen angetreten sind. Aufruf an die Hausbesitzer. Jeder deutsche Hausbesitzer muß als Betreuer der Hausgemeinschaft zusammen mit seinen Mietern dafür Sorge tragen, daß sein Haus am 1. M a i mit den Fahnen der nationalen Erhebung und, wenn möglich, auch mit frischem Grün geschmückt ist. 4. NSKK. Gießen, 120 Mann mit Fahnen. 5. Arbeitsdienst Gießen, 120 Mann mit Spaten. 6. Arbeitsfront, 120 Mann. 7. Inf.-Reg., 120 Mann. Die übrigen Teilnehmer des Regiments marschieren in 8er-Reihen. 8. HI., 120 Mann. 9. ID., 120 Mann. 10. BdM. 60, IM. 60, zusammen 120. 11. NSFB., 120 Mann. Marschiert wirb bis auf die Chrenabteilungen in Ser-Reihen. Aufmarsch, Umzug, Kundgebung auf dem Oswaldsgarten. Aufmarsch und Aufltellung des Festzuges am Ludwigsplatz und in den dort endenden Straßen. Leitung des Abmarsches vom Ludwigsplatz Pg. Hopfenmüller und die O. G. Gießen-Ost (10 Mann). Marschweg: Gartenstraße, Hindenburgwall, Bahnhofstraße, Neustadt, Oswaldsgarten. Leitung des Aufmarsches auf dem Oswaldsgarten Pg. Horst und die O. G. Mitte. Marschgruppen des Festzuges. 12.10 Uhr: Beginn der Kundgebung. Bis zu Beginn 2Nilitärkonzert des Musikkorps Gießen. Vereidigung der Vetriebsvertrauensleute. Führerrede. Alle Belriebsverlrauensleule und deren Stellvertreter treten an der S5.-$tan- darte an. Abends: Volksfest. Alle Betriebe sollen an diesem Gemeinschaftsabende abhalten. Die Organisation des Abends liegt in den Händen der Betriebe. Sie sorgen beizeiten für Musik und ein Lokal. Kleinere Betriebe schließen sich zweckmäßig zusammen. Die Kapellen stehen zur Verfügung. Schmelz, Kreispropagandaleiter. _ Sitzplätze. Sitzplätze für die Kriegsopfer und Opfer der Arbeit werden zu beiden Seiten der Tribüne auf Oswaldsgarten freigehalten. Schmelz, Kreispropagandaleiter. Mit den Führern der HI. sind folgende zentralen Kundgebungen im Kreise Gießen festgelegt worden: In Gießen auf Oswaldsgarten mit Wieseck, Heuchelheim, Klein-Linden, Allendorf a. d. Lahn. Leitung: HJ.-Iungbannführer Täsler und die Ortsgruppe Gießen-Nord. In G r o ß e n - L i n d e n mit Leihgestern und Lang-Göns. Leitung: Unterbannführer Textor und die Ortsgruppe Großen-Linden. In Watzenborn-Steinberg mit Garben- teich und Hausen. Leitung: Kameradschaftsführer Jung und die Ortsgruppe Watzenborn-Steinberg. In Grüningen mit Holzheim, Dorf-Gill, Eberstadt, Ober-Hörgern. Leitung: Stammfuhrer We- Der Naturforscher vereint mit Natur und Technik Bebilderte Monatsschrift für das gesamte Gebiet der Naturwissenschaften und ihre Anwendung in Naturschutz, Unterricht, Wirtschaft und Technik. Herausgeber: Dr. Richard Rein ,,Der Naturforscher“ ist die allgemeinverständliche, hochwertige naturwissenschaftliche Monatszeitschrift für geistig Anspruchsvolle, die bei hervorragender Ausstattung nicht auf oberflächlichen Aufputz, sondern auf Gehalt eingestellt ist. „Der Naturforscher“ bietet Beiträge in Bild und Wort von angesehenen u.bedeutenden Mitarbeitern aus allenGebietend.Naturwissenschaften. Preis: vierteljährlich nur RM. 2.50. — Probehefte und Werbeblätter kostenlos. Zu beziehen durch jede Buchhandlung Hugo BermühlerVerlag • Berlin-Lichterfelde lannea- r MWWY abAugeb. Bestell, erb. mir o Voll!. DamplsägewerkLollar B.Nuhn A.G.,Lollar. Kleine Anieigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in die Hei- matzeitung, den Gießener Anseiger ber, Großen-Linden, und die Ortsgruppe Grü- ningen. In Lich mit Steinbach und Albach. Leitung: Kameradschaftsführer Lerch, Lich, und die Ortsgruppe Lich. In M u s ch e n h e i m mit Bettenhausen, Birklar, Bellersheim, Obbornhofen. Leitung: Fähnleinführer Krämer, Bellersheim, und die Ortsgruppe Bettenhausen. In Hungen mit Langsdorf, Dillingen, Langd, Trais-Horloff, Inheiden, Utphe, Rodheim, Steinheim, Rabertshausen. Leitung: Gefolgschajtsführer Schmidt, Steinheim, und die Ortsgruppe Hungen. In Ettingshausen mit Ober-Bessingen, Nieder-Bessingen, Nonnenroth, Harbach, Hattenrod. Leitung: Fähnleinführer Fuchs, Ettingshausen, und die Ortsgruppe Ettingshausen. In Grünberg mit Oueckborn, Weickartshain, Lauter, Saasen, Göbelnrod, Beltershain, Rein- hardshain, Stangenrod. Leitung: Gefolgschaftsführer Bopp, Grünberg, und die Ortsgruppe Grünberg. In Großen-Buseck mit den Ortsgruppen Großen-Buseck, Alten-Buseck, Bersrod, Annerod. Folgende Kapellen stellen sich an diesem Tage für den Umzug zur Verfügung: 1. SA.-Kapelle mit Spielmannszug. 2. Musikkorps des Regiments mit Spielmannszug. 3. Stahlhelmkapelle mit Spielmannszug. 4. HI.-Kapelle mit Spielmannszug. 5. Spielmannszug des Jungvolks. Zahnengruppen: 1. PO. Dienstag, 30. April. 16.00 Uhr: hissen aller Fahnen. Jede deutsche Familie zeigt mindestens eine Hakenkreuzfahne. 20.00 Uhr: 3n der Volkshalle zu Gießen NSG. „Kraft durch Freude": Die 9. Symphonie von L. van Beethoven. Eintrittskarten im Vorverkauf 70 Pf., am Abend 1,— 2t2H. Mittwoch, 1. Mai. 7.00 Uhr: Decken in den Straßen der Stadt durch HI. und Iv. S.30 Uhr: Iugendkundgebung auf dem Oswaldsgarten mit Uebertragung aus Berlin, HI„ IV.. BdM„ 321t marschieren geschlossen an. Die übrige Jugend wird von den Schulen erfaßt. 10.30 Uhr: Antreten der Augteilnehmer. Siehe Auf- stellungsplan der einzelnen TNarschgruppen. 11.00 Uhr: Abmarsch: Zug Gartensirahe. hinden- burgwall. Bahnhofstraße. Neustadl. Oswaldsgarten. IlenkoheM's vasch und Reich So GIESSEN P LOCK STR. 7 Preußen. Kreis Wetzlar. (t) Krofdorf-Gleiberg, 29. April. Nach einem Geländemarsch traf am Sonntagoormittag die zweite Kameradschaft der Orts« aruppe Gießen des NSDFB. (Stahl« Helm) zum Besuche der Ortsgruppe Krofdorf ein. Unter Dorantritt des Spielmannszuges der Ortsgruppe Gießen marschierten die beiden Kameradschaften durch Krofdorf auf den Gleiberg. In den Begrüßungsansprachen des Gruppenführers der Ortsgruppe Krofdorf, Kamerad Bindewald, und des Kameradschaftsführers Zimmer (Gießen) wurde in Dankbarkeit des Oberbefehlshabers unserer neuerstandenen Wehrmacht, unseres Führers Adolf Hitler, gedacht und ihm mit dreifachem Sieg- und Frontheil unverbrüchliche Treue gelobt. Kamerad Dr. Kiefer (Gießen) brachte in einem Vortrag interessante Ausführungen über die wech- seloolle Geschichte der Burg Gleiberg, bei der trotz fleißigen Forschens noch sehr vieles in Dunkel gehüllt ist. Einigen Stunden frohen kameradschaftlichen Beisammenseins folgte eine Besichtigung der Burgruine und der Gleibergfunde. Gegen 12 Uhr traten die. Gießener Kameraden den Rückmarsch über den Hardthof an. (D Kinzenbach, 29. April. Einen schönen, großen Spaziergang machten die Konfirmandinnen von hier mit denen von Atzbach und Dorlar zusammen unter Leitung von Vikar Hack (Dorlar). Die Wanderung ging von Lollar durch das entzückende L u m d a t a l über Trais und Allendorf zu der alten Burg N o r d e ck, in der ein Landjahr-- heim ist. Der weitere Weg führte über die Höhe des Gebirges nach Burg Staufenberg und von da über Lollar mit der Bahn in die Heimat. — Die bei der Renovierung unserer Kirche im Vorjahre wegen der Kosten unterbliebene Anschaffung eines elektrischen Gebläses für die Orgel ist nunmehr nachgeholt worden. Damit kommt die Klangfülle des kleinen alten Orgelwerkes in ungeahnter Weise zur vollen Wirkung. < Hochelheim, 29. April. Die hiesige G e» meindejagd wurde freihändig auf die Dauer von 9 Jahren an den Käesereibesitzer Fritz Birke n st o ck und den Bahnbeamten a. D. Friedrich Bach von hier neu verpachtet. Die jährliche Pacht- summe beträgt 575 Mark, die bisherige Pacht betrug 525 Mark. 3 Dornholzhausen, 29. April. Das Fest der goldenen Hochzeit feierten die Eheleute Peter Z ö r b I. und Anna Elisabeth, geb. Braun. Den Jubilaren wurde durch Bürgermeister Jacobi ein Geschenk der Staatsregierung überreicht. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Dienstag, den 30. April. Kirchberg. 19.30 Uhr: Gottesdienst am Vorabend des nationalen Feiertags. — Wahenborn-Sleinberg. 19: Gottesdienst anläßlich des Tages der nationalen Arbeit. Mittwoch, den 1. Mai. Wiefeck. 9.30 Uhr: Gottesdienst. — Steinbach. 10: Festgottesdienst. — Albach. 9: Festgottesdienst. — Heuchelheim. 9.30: Festgottesdienst. — Treis an der Lumda. 9.30: Festgottesdienst (Posaunenchor). — Wünzenberg. 9.30: Gottesdienst. — Trais-Wünzen- berg. 8.30: Gottesdienst. veffentlicher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Telefon 02. Hauptpost amt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. Aerzte : Frau Dr. Marx, Dr. Wolf. Zahnarzt: Dr. Schüttler. Apotheke: Hirsch-Apotheke. Jeder Hausbesitzer muß auch gemeinsam mit den übrigen Mietern seines Hauses bemüht sein, daß denjenigen Mietern, die wirtschaftlich nicht in der Lage sind, ihren Fassadenteil auszuschmücken, dabei geholfen wird. Hausbesitzer und Mieter, legt den Häusern am 1. M a i ein Festkleid an und zeigt auch äußerlich die Freude über das Erwachen der Nation! Landesverband der Haus- und Grundbesitzeroereine des Rhein-Maingebietes. Sonderzug im Lumdatal. Aus Anlaß des morgigen nationalen Feiertages verkehrt im Lumdatal ein Sonderzug der Reichsbahn, der in G r ü n b e r g um 8.37 Uhr obfährt und in Lollar um 9.37 Uhr ankommt. Der Zug hält unterwegs auf ollen Stationen. ' Dieses Festabzeichen zum 1. Mai trägt jeder V deutsche Mann und jede deutsche Frau! Feierliches Gelöbnis der Mitglieder des Dertrauensrates am 1. Mai. Lpd. Der Treuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen, Schwarz, teilt mit: Gemäß § 10 Absatz 1 des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit legen die Mitglieder des Vertrauensrates vor der Gefolgschaft am Tage der nationalen Arbeit das feierliche Gelöbnis ab, „in ihrer Amtsführung nur dem Wohle des Betriebes und der Gemeinschaft aller Volksgenossen unter Zurückstellung eigennütziger Interessen zu dienen und in ihrer Lebensfüh- < rung und Diensterfüllung den Betriebsangehörigen Vorbild zu sein." Zweckmäßig wird der Betriebsführer zuerst seine eigene Verpflichtung vor der Gefolgschaft ablegen und dann die der Vertrauensmänner folgen lassen. Es ist zu beachten, daß auch diejenigen Vertrauensmänner zu verpflichten sind, die schon dem vorhergehenden Vertrauensrat angehört haben und wiedergewählt worden sind. Die Vornahme der Verpflichtung richtet sich nach den betrieblichen Eigenarten. Wenn infolge der räumlichen Entfernung des Betriebes von dem Ort der allgemeinen Feier des 1. Mai durch eine Betriebsversammlung die Teilnahme der Betriebsangehörigen an der gemeinsamen Feier der Bevölkerung wesentlich erschwert würde, so konnte bisher das Gelöbnis mit Zustimmung des Treuhänders der Arbeit an dem auf den 1. Mai folgenden Werktag abgelegt werden. Die Dreizehnte Verordnung zur Durchführung des Ge- Der neue Führer Logelsberg-1 rung des Führers Sturmhauptfuhrer Wessi Fluglinie vermittelt nicht nur der Wirtschaft ausgezeichnete Schnell- Knotenpunkt besitzt. Die neue heimischen Entgeltausfall erleiden. Im Interesse einheitlicher Behandlung soll jeder Heimarbeiter 4 v. H. der im Monat verdienten Entgelte erhalten. In Betrieben, in denen vor dem Osterfeste eine saisonmäßige Belebung des Geschäftes zu besonders hohen Entgelten im April geführt hat, kann ausnahmsweise auf Verbindungen nach Italien und den Niederlanden, sie öffnet umgekehrt auch dem internatio- nalen Fremdenverkehr neue Wege nach der Wainstadt und ihrem Däderkranz. In zweieinhalb Flugstunden, die dem Reisenden das Schönste offenbaren, was ein Flug über Europa überhaupt zu bieten vermag, trägt dos Großflugzeug den Fluggast vom Main zur Hauptstadt der Lombardei. Noch Amsterdam dauert die Luftreise sogar nur anderthalb Stunden. Die außergewöhnlich kurzen Flugzeiten lassen den Fortschritt erkennen, den der deutsche Luftverkehr mit dem Einsatz der Großverkehrsflugzeuge Ju 52 heute erreicht hat. Noch vor wenigen Jahren dauerte ein Flug von Frankfurt bis an den Nordrand der 3 v. H. der im April verdienten Entgelte herabgegangen werden. Da es für manchen Zwischenmeister und die Hausgewerbetreibenden wirtschaftlich nicht erträglich ist, wenn ihnen der Arbeitsausfall zur Last fällt, ist es Pflicht aller Auftraggeber, diesen Zwischenmeistern und Hausgewerbetreibenden die von ihnen gezahlten Entgcltsummen zu ersetzen." Ich fordere alle Auftraggeber, Zwischenmeister und Hausgewerbetreibenden des Wirtschaftsgebietes Hessen zur genauesten Befolgung dieser Anordnung auf, durch welche nunmehr auch den Heimarbeitern die Entgeltzahlung am 1. Mai gesichert wird, so wie dies für alle übrigen Arbeiter bereits durch das Gesetz über die Lohnzahlung am 1. Mai geschehen ist. Frankfurt a. M., 27. April. (LPD.) Der 1. M a i leitet einen neuen Abschnitt in der Entwicklung des Flugverkehrs nach dem Rhein-Main- Gebiet ein. An diesem Tage wird e der neue Großlufkweg Amsterdam—Frankfurt—Wailand eröffnet. Diese Linie, die an Verkehrsbedeutung den ande- deren großen europäischen Luftrouten gleichkommt, stellt die kürzeste Verbindung zwischen den Niederlanden und Italien her. In der außergewöhnlich kurzen Flugzeit von nur 4,5 Stunden verbindet sie die Wirtschaftsmittelpunkte der beiden Länder. Zum ersten Mal seit Bestehen des Frankfurter Flughafens wird am 1. Mai ein niederländisches Verkehrsflugzeug planmäßig den Frankfurter Lufthafen ansteuern und um 15.05 Uhr auf dem Fluge von Amsterdam nach Mailand zwischenlanden. Die Tatsache, daß als einziger Zwischenhafen gerade Frankfurt zum Pfeiler der neuen Luftbrücke auserwählt wurde, kennzeichnet die überragende Bedeutung, die der Rhein-Main-Großflughafen als Deutsche Geschäfte schmücken am 1. Wal ihre Schaufenster mit dem Wal-Plakat, das das Festabzeichen zeigt! des internationalen Flugverkehrs Der neue Flugplan Bedeutende Verbesserungen. Alpen, z. B. nach Zürich, ebenso lange wie heute eine Luftreise, die über die Zentralolpen hinweg nach der oberitalienischen Tiefebene führt. Gleichzeitig mit der Eröffnung der Linie Amsterdam—Frankfurt—Mailand wird auch der Flugdienst zwischen Frankfurt und Berlin wesentlich verbessert. Schon seit acht Jahren gehören die Fluglinien nach der Reichshauptstadt zu den meist benutzten Strecken des deutschen Luftverkehrsnetzes. Frankfurt erhielt daher als eine der ersten deutschen Städte im vergangenen Jahre die Blitzverbindung nach Berlin. Do auch diese Linie der Verkehrs- Nachfrage noch nicht voll entsprach, hat die Deutsche Lufthansa in diesem Jahr zwei Expreßlinien nach Berlin geschaffen. Ab 1. Mai werden an Werktagen drei Flugschnellverbindungen nach Berlin bestehen, und zwar ab Frankfurt um 7.10, 11,30 und 16.10 Uhr. Die beiden letzteren Kurse dienen gleichzeitig auch dem Verkehr nach Halle-Leipzig, Dresden und Breslau. Mit der Einlegung des Frühflugzeuges, das bereits um 8.50 Uhr in Berlin eintrifft, geht ein von heimischen Wirtschaftskreisen immer wieder geäußerter Wunsch in Erfüllung. Die Linie Berlin—Halle-Leipzig—Frankfurt wird vom 1. Mai ab auch an Sonntagen zu folgenden Zeiten beflogen: ab Berlin 7.05 Uhr, ab Halle- Leipzig 7.55 ^Uhr, an Frankfurt 9.20 Uhr; Rückflug ab Frankfurt 16.10 Uhr, an Halle-Leipzig 17.30 Uhr, an Berlin 18.20 Uhr. Als weitere Neuerung sei erwähnt, daß vom 1. Mai ab eine zwette Flugverbindung von Frankfurt nach Wannheim und Karlsruhe besteht (ab Frankfurt 17.30 Uhr, an Mannheim 17.50 Uhr, an Karlsruhe 18.10 Uhr). 46 Flugzeuge werden künftig täglich im Frankfurter Flughafen ankommen und abfliegen. Damit erreicht Frankfurt die zweite Stelle im deutschen Luftverkehr. An Zahl der Fluglinien wird es künftig nur noch von Berlin übertroffen. setzes zur Ordnung der nationalen Arbeit vom 13. April 1935 bringt nunmehr eine weitere Erleichterung. Danach kann das Gelöbnis an dem letzten vor dem 1. Mai liegenden Werktag oder an einem der beiden auf den 1. Moi folgenden Werktage abgelegt werden, wenn aus betrieblichen Gründen der übliche, auf den 1. Mai festgesetzte Zeitpunkt nicht eingehalten werden kann. Der Führer des Betriebes setzt dann den Zeitpunkt des Gelöbnisses im Rahmen der vorgenannten Tage fest. Einer Genehmigung von feiten des Treuhänders der Arbeit bedarf es nicht. Oie Lohnzahlung am nationalen Feiertag des deutschen Dolles. LPD. Der Treuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen, Schwarz, teilt mit: Soeben hat der Reichs- und Preußische Minister im Einvernehmen mit dem Reichs- und Preußischen Wirtschaftsminister folgende Anordnung betr. Entgeltzahlung an Heimarbeiter am 1. Mai erlassen: „Der nationale Feiertag des deutschen Volkes soll dem deutschen Arbeiter nach dem Willen der Reichsregierung keinen Lohnausfall bringen. Das Gesetz über die Lohnzahlung am nationalen Feiertag des deutschen Volkes vom 26. April 1934 schreibt daher vor, daß dem Arbeiter der regelmäßige Arbeitsverdienst auch für den 1. Mai zu zahlen ist. Auch der deutsche Heimarbeiter soll den nationa- len Feiertag feiern können, ohne daß seine Festesfreude durch Entgeltausfall getrübt wird. Es wird daher erwartet, daß alle Auftraggeber, Zwischenmeister und Hausgewerbetreibenden die von ihnen beschäftigten Heimarbeiter so stellen, daß sie keinen nach der gleichnamigen r O G A V i" ) P be öerWCr H un Jnb J toigen, SÄ' kitt”», C m ■ bA s rW)en i.? U) r h ?& Sun9 Gefol ®»«enS'eÄ' ZÄ der 2? 51m Sonntag fc Brandplak die BMundSungn I5JJ Musik und Werten. Die 14 und Mädel sol ?on Jungvolk uni lugend bzw. t M« lieber ei>ung »erl Hegen 16 Uhr marckturm und ouf. Die Feier1 ne» Lied,,Wjr Laichte Do Sä ”•»’ Wer von schönen, preiswerten Polstermöbeln, Matratzen, Aufarbeitung spricht, denkt an die Polsterwerkstatte A. Wehrheim, Löberstraße 17, daS HauS der guten Qualitäten ___________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ 2571 A Günther Wilfried Oie glückliche Geburt eines kräftigen Hitlerjungen zeigen in dankbarer Freude an Carl Äurhenne Martha Surhenne,geb.pflüger Gießen, Gnauthstr. 5, z. Z. Ev. Schwesternhaus 580 d Hotel Prinz Carl Mittwoch, 1. Mai, 20 Uhr „Maifeier"'Tanz Befnden Sie den Bertil® gelegenen slMentrerg Im ®tfln unö In verWMMMl Heute abend LNainachisfeievr Der Omnibus verkehrt täglich ab Bahnhof Gießen 15.25; ab Gasthaus Lamm, Horst-Wessel-Wall 7, 15.27; ab Ludwigsplatz 15.30; Rückfahrt 6 Uhr. - Heute abend fahrt der Omnibus 20.30 ab Lud- wigsplatz, Rückfahrt während der Nacht nach Bedarf. 2666d Achtung! 2592 D Am 1. Mai, ab 15 Uhr, große öffentliche TANZ auf zwei Tanzböden Eintritt frei! Wissenschafti. Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei Maifeier m Waldeslust am Flughafen Die Musik wird ausgeführt vom gesamten Musikzug der Standarte 116. Ltg. Musik zugführer Bruno Hermann. Abends Illumination und Leuchtfeuer Bretter Sperrholz Latten 1675o Dachpappe Carbolineum Happel&Co. Mühlstr.18,Ruf3925 Lichtspielhaus / Gießen Heute Dienstag zum letzten Male: MARTHA EGGERTH in Ihr größter Erfolg MIMM Someraotn Mag, 3. MM, MM 8.30 W, im „AagnMer" WelSUtz Am 1. Mai, ab abends 8 Uhr: ünterhaltoiWimsik mit Tanz! Meingold Mittwoch, l.Mai, ab 8 Uhr abends llMjOltllllMttf Kabelte Ludwig Bauer Kein Konzert-Aufschlag! 25ssD BMI Hammsivatze Z “d Ml. MW! Annerod Heute TA hlT 2567D abend | MIiin im Saalbau Engelhardt Ab Mittwoch, den 1. Mai, 3.00, 5.30, 8.30 Uhr der allergrößte Operetten-Grofcfilm-Erfolg: Hansi Knoteck Fritz Kämpers Gina FalhentierO Adolf Wohl» M Operette von Job, Straub Ferner gutes Beiprogramm, Ufa-Tonwoche Werktags 4 Uhr. 6 Uhr, 8.30 Uhr, Sonntags 3 Uhr, 5.30 Uhr, 8.30 Uhr Paulus Rorth, pfarrassisient Hannchen Rorth, geb. Gottschalk Vermahlte Darmstadt 30. April 1935 Äuhbach Oamaschkeplatz 1 Cleeberger Str. 21 25'9 v Vermeiden Sie den „Waschtag“ Mangelwäsche Pfd. 25,-} Naßwäsche... Pfd.18^ (Trockengewicht) Großwäscherei Edelweiß Gießen Ruf 3487 KleineAnreigen im Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und gelesen. Nr.M Dritter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)Dienstag, 30. April M5 Dogelsbergsahrt des ASM. Am Samstag, 27. April, trafen sich auf dem Trieb eine Anzahl NSKK.-Männer der Motor- st a n d a r t e 14 7 mit ihren Krafträdern zu einer Eine Gruppe während der Fahrt. Vogelsberg-Uebungsfahrt. Unter Führung des Führers« der Motorstandarte 147 Gießen, Sturmhauptführer Nagel, begann die Fahrt in Marschordnung durch die Stadt Gießen mit dem Ziel Groß-Felda. Unterwegs wurden verschiedene Anforderungen an die Aufmerksamkeit und Geschicklichkeit der Fahrer gestellt, die bei den gewöhnlichen Uebungen in dieser Form nicht durchgeführt werden. In Groß-Felda und dem benachbarten K e st r i cb konnten durch die liebenswürdige Unterstützung der Einwohner sämtliche NSKK.-Männer in Privatquartiere untergebracht werden, wo sie eine überaus freundliche Aufnahme fanden. Gegen 20.30 Uhr versammelten sich die NSKK.-Männer und die Bevölkerung im Saale der Wirtschaft „Zur Traube" zu einem Kameradschaftsabend. Die Kapelle der Motorstandarte 147 sorgte für die nötige Unterhaltung, die von den Besuchern dankbar durch Beifallskundgebunaen ausgenommen wurde. Im Laufe des Abends fand der Führer der Motor st andarte 14 7 nach einer kurzen Begrüßung herzliche Worte der Dankbarkeit an die Einwohnerschaft für die tadellose Aufnahme in den Orten Groß-Felda und Kestrich. Zur weiteren Unterhaltung hielten zwei NSKK.-Männer Vorträge in oberhessischer Mundart, die allgemein Anklang fanden. Am nächsten Morgen traten die Fahrtteilnehmer zur U e b u n g s f a h r t in die nähere Umgebung von Groß-Felda an. Gegen 11.30 Uhr war wieder Einrücken, und jeder fand sich bei dem Quartierwirt zum Mittagessen ein. Nach einer kurzen Mittagspause ging es in gemeinsamer Fahrt über Ruppertenrod bis vor Grünberg, von wo aus die einzelnen Stürme die Heimfahrt antraten. Lleberfühnmg in die HZ. und den BdM. Der neue Führer des Bannes 116 Erich Schreib er bei der Vereidigung. — (Aufnahme: Riedel.) M W 1 U Ui Am Sonntag sammelten sich nachmittags auf dem Brandplatz die Gießener Einheiten von' HI., JV., BdM. und Iungmädel, von wo sie kurz nach 15 Uhr mit Musik und Gesang zum Bismarckturm marschierten. Die 14 Jahre alt gewordenen Jungen und Mädel sollten in schlichter, feierlicher Weise von Jungvolk und Jungmädelschaft in die Hitlerjugend bzw. den BdM. übernommen werden. Mit dieser Uebernahyre war gleichzeitig ihre Vereidigung verbunden. Gegen 16 Uhr gelangten die Einheiten zum Bismarckturm und stellten sich dort in großem Viereck auf. Die Feier begann mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Wir ziehen auf stillen Wegen." Verschiedene Gedichte von Hitlerjungen und Mädeln vom BdM. zum Vortrage gebracht, leiteten über zu der Lesung, die Gefolgschastsführer hielt. Diese Lesung war ein Abschnitt aus dem Buch des Reichsjugendführers Baldur v. Schirach „Die Hitlerjugend" und beginnt mit folgenden Worten: „Mit seinem 15. Geburtstage tritt der Junge vom Jungvolk zur HI. über. Im gleichen Augenblick beginnt für ihn eine ernstere Zeit des Dienstes. Die Ansprüche der Führung an ihn wachsen und mit ihnen seine eigenen Leistungen." Hierauf wurde der Toten der Bewegung gedacht, die Namen der 21 gefallenen Hitlerjungen wurden verlesen. Der Führer Des Lungbannes 116/ E g rrd Taesler/ ergriff sodann das Wort zu folgenden Ausführungen: Während einer sehr langen Epoche seiner Geschichte erlebte das deutsche Volk zu ost den Wechsel zwischen Größe und Schwäche, Zeiten der Macht wurden abgelöst von Zeiten der Schmach, des Niederganges und der Uneinigkeit. Der deutsche Ordensstaat zum Beispiel, dieser große sozialistische Staat des Mittelalters, ging nach langem, segensreichen Wirken zur Größe und Macht eines Deutschen Reiches unter; auf die Siege Friedrichs des Großen folgten die Niederlagen von Jena und Auerftädt, und nach den Befreiungskriegen begann die Zeit des Biedermeiertums. Warum, so muß man sich fragen, gab es immer wieder dieses Auf und Ab deutscher Geschichte, warum folgten auf die Zeiten der Stärke und Siege die der politischen Schwäche? Die Jugend, die zu den damaligen Zeiten aufgewachsen war, glaubte nach den Siegen und den Erfolgen ihrer Väter ausharren zu können. Wir aber, die wir am Beginn eines neuen Abschnittes der Zeit und der Geschichte stehen, überblicken heute all die Zeiten der Größe sowohl wie die eines Niederganges in der Geschichte, um hieraus vor allen Dingen zu lernen und auch zu folgern, daß wir nach Errungenem nicht rasten und ruhen dürfen, sondern daß wir arbeiten müssen, und das große Werk des Aufbaues am Vaterlande vollends zu sichern und zu Ende zu führen. In Oer Hitlerjugend erhält der deutsche Mensch von morgen Prägung, er wird in dem Geist erzogen. der damals fern im Osten in der Marienburg ausschlaggebend war, der zur größten Blüte im preußischen Sozialismus und im Preußentum des großen Preußenkönigs Friedrich Wilhelm I gelangte und der dann wiedererwachte in den Schützengräben des Weltkrieges. Oie Führerin des llntergaueö 116 im BdM., Elise Oaab/ sprach dann folgendes: Heute wird, wie in vielen Standorten des Untergaues, auch hier eine größere Anzahl aus der Jungmädelschaft in den BdM. übergeführt. Eine Zeit in der Jungmädelschaft, die weniger ernster oder fast spielerischer Tätigkeit gewidmet mar, wird abgelöst durch die Aufgaben, die im BdM. harren. Der Reichsjugendführer hat einmal das Wort geprägt: „Im BdM. sollen die Mädel zu Trägerinnen einer nationalsozialistischen Weltanschauung, geformt werden". Aus diesem Grunde heißt unsere Aufgabe immerwährendes Arbeiten an uns selber, um das Ziel erreichen zu lassen, das Bild des deutschen Mädels im neuen Staat zu schaffen und zu formen. Wir wollen zusammenstehen in treuer Kameradschaft, schaffen für unser Volk im Sinne des Führers, der einmal folgende Worte sagte: „Nichts für uns, alles für Deutschland". Oer neue Führer Des Bannes 116Z Erich Schreiber, übernahm hierauf die Vereidigung der neu überwiesenen Jungen und Mädels. Von ihnen wurde die von dem Bannführer vorgesagte Eidesformel nachgesprochen. Nach dem „Lied der Jugend" erfolgte der Rückmarsch ^ur Stadt. Oie Feier in Klein-Linden. 00 Klein-Linden, 29. April. Am gestrigen Sonntagnachmittag fand im Saale des Gasthauses „Zur deutschen Eiche" die U e b e r f ü h - rung der aus der Schule entlassenen I u n g - Volkmitglieder in die Hitlerjugend bzw. der Jungmädel in den BDM statt. Nach abwechselnden Lieder- und Sprechchorvorträgen ergriff Unterbannführer Hans £ e r t o r lGroßen-Um- den) das Wort zu einer kurzen Ansprache. Sodann gedachte der zuständige HJ.-Führer der für das neue Deutschland gefallenen Kameraden. Anschließend nahmen Gefolgschaftsführer Karl Haas und die stellvertretende Gruppenführerin Erna Mähler die Verpflichtung der Jungen und Mädchen vor. Mit dem Sieg-Heil auf Führer, Volk und Vaterland und dem gemeinsam gesungenen Lied der HI. „Vorwärts, vorwärts..." fand die Feier ihr Ende. Oie Feier in Reiskirchen. * Reiskirchen, 28. April. Heute (Sonntag) traten hier um 15 Uhr die Hitlerjugend-, Jungvolk- und BdM. - Einheiten der Orte Reiskirchen, Lindenstruth, Saasen, Winnerod, Bersroth, Oppenrod, Burkhardsfelden, Hattenrod und Harbach zu der feierlichen Ueberführung der 14jährigen Jungvolkjungen m die HI. und der I u n g m ä d e l s in den BdM. an. Fast 300 Hitlerjungen und Mädels marschierten in einer großen Marschsäule durch das Dorf zum Adolf- Hitler-Platz, wo mit dem Präsentiermarsch durch den Spielmannszug 6/116 die schlichte Feier begann. HJ.-Lieder, Sprechchöre und Gedichte bildeten den Anfang, während im Mittelpunkt der Ueberführung die feierliche Verlesung der Namen unserer 21 toten Kameraden vorgenommen wurde. Der Führer der Gefolgschaft 6/116 machte den angetretenen Jungen und Mädels die hohen Aufgaben unserer Jugendbewegung klar, und auch den zahlreich erschienenen Volksgenossen gab er über die Arbeiten in unseren Reihen Aufschluß. Im Anschluß daran nahm er die Vereidigung der gesamten angetretenen Hitlerjugend vor und schloß die eindri^svolle Feier mit dem Treueschwur zum Führer imb mit dem Lied ter HI. „Vorwärts, vorwärts..." 34 HL.-Zeltlager in Hessen-Nassau LPD. Frankfurt a. M., 29. April. An den schönsten Plätzen des D o g e l s b e r g e s , des Odenwaldes, des Spessarts, des Taunus und des Westerwaldes erstehen auch in diesem Jahre rok’ter die schönsten Zeltlager der Hitlerjugend und des Jungvolks. Tausende Jungarbeiter aller Berufe freuen sich schon jetzt auf die Lager, die am 19. Mai im Rahmen eindrucksvoller Feiern und im Beisein führender Persönlichkeiten des Staates und der Partei eröffnet werden. Alle 8 bis 10 Tage wechselt die Lagerbesatzung, die jeweils aus 200 Jungen besteht. So werden im Lause des Sommers über 80 000 Jungen durch die Lager geführt und Erholung finden. Die Schulung in der nationalsozialistischen Weltanschauung und die körperliche Ertüchtigung, Spiel und Sport und Landschaftskunde, in der Kameradschaft der HI. machen unter Führung geschulter Lagerleiter Kerls aus ihnen, die gesund an Leib und Seele zu ihrem Beruf zurückkehren. Brezeln lür Die Schulanfänger. ch Groß-Eichen, 29. April. Heute wurden 14 Abc-Schützen in die Schule aufgenommen, 7 Knaben und 7 Mädchen. Stolz zogen die Kleinen •Ä nach der Aufnahme mit ihren von der Gemeinde gestifteten Brezeln nach Hause. Gestern nachmittag hatte bereits in der Kirche eine Schulanfängerandacht stattgefunden, bei der jedes Kind einen Gedenkschein und ein Bildchen bekam. Aus der Vrovinzralhauptsiadt. Die Walpurgisnacht. Kaum ein Monat des Jahres ist so oft und reich besungen worden, als der Mai. Der Wonnemonat ist aber auch der schönste im ganzen Jahreslauf. Alles steht im schönsten Blütenschmuck. Der Wald hat sein grünes Kleid wiederbekommen. Tausende von Frühlingsblumen duften auf den Wiesen, überwölbt vom tiefblauen Frühlingshimmel. Die Sonne spendet ihm jetzt ihre volle Kraft,»segnend die Arbeit der Bauern. Schon stehen die Halme kraftstrotzend auf den Aeckern, bald werden sie reif sein, zur Ernte. Die Nacht vom 30. April auf 1. Mai heißt im Volksmunde die Walpurgisnacht. Sie wird so genannt nach Walpurgis, der Schwester des heiligen Wilibald, die 779 als Aebtisfin des Klosters Heidenheim bei Eichstädt verstarb. Sie wird als Beschützerin vor Zauberkünsten verehrt, und da der Tag ihrer Heiligsprechung (1. Mai) zufällig mit einem der wichtigsten Feste des Heidentums, der mit Tänzen verbundenen Frühlingsfeier, zusammenfiel, erlangte mit Ueberhandnahme des Hexenglaubens die Walpurgisnacht Bedeutung. In ihr kommen die Hexen mit dem Teufel auf dem Blocksberg zusammen. Sie ist erfüllt von dem geheimnisvollen Treiben all jener dunklen Mächte, die als Gefolge des Winters Unheil anrichten und Schaden bringen können. Um sich ihrer zu erwehren, brennen in vielen Gegenden Mitteldeutschlands die Walpurgis- oder Maifeuer. Noch viele Bräuche gibt es, diese bösen Mächte und Dämonen zu bannen. Mit diesem Kampf gegen das Dunkle mischt sich die Freude über den Sieg des Lichtes. Schießen und Peitschenknallen, Hörnerblasen und Gebimmel der Viehglocken erfüllen die Walpurgisnacht. Auch allerlei Schabernack kann man erleben. Fenster und Türen werden verrammelt. Mancherlei Gegenstände werden verschleppt in der Nacht, und am nächsten Morgen nach langem Suchen zur größten Schadenfreude der lieben Dorfgenossen wiedergefunden. Wie zu Weihnachten, so wird auch zum Mai ein Baum aus dem Walde geholt. Meist eine Birke oder eine Tanne wird als Maibaum in der Walpurgisnacht auf dem Marktplatz oder vor den Häusern aufgestellt. Mancher findet aber auch einen dürren Baum, einen Strohwickel, oder einen Besen vor seiner Tür, den sogenannten „Schandmaien". Unbeliebte und schlechte Menschen werden dadurch bezeichnet. Eine peinliche Angelegenheit für den Betroffenen. Aber in diesem Brauch zeigt sich der gesunde Rechtssinn des Bauern, der durch diese sinnbildliche Handlung dem Betreffenden kundtut, daß er sich durch seine Lebensführung und Handlungsweise aus der Dorfgemeinschaft ausgeschlossen und kein Teil mehr an ihr hat. Vielleicht vermißt du in dieser Schilderung noch manchen schönen Brauch der Walpurgisnacht, den du aus deinem Heimatdorf kennst. Schreibe ihn auf und sende, was du erlebt und erschaut hast, an den Landschaftsbund Volkstum und Heimat, Landschaft Rheinfranken-Nasfau-Hessen, Darmstadt, Neckarstr. 3, der in seinem Fachamt „Volkstum" die Zentralstelle für das Brauchtum unserer Landschaft ist. ,,DerO1aubeDerAhneninutUererZeii." Herr Professor H a e n ch e n richtet die nachstehende Zuschrift an uns, die an unseren Bericht über seinen Vortrag am vorigen Donnerstag im Großen Hörsaal der Universität anschließt und eine Ergänzung seiner Darlegungen an jenem Abend bringt: „In den Bericht des G. A. über meinen Vortrag am Freitag haben sich Mißverständnisse eingeschlichen, die noch weitere erzeugen könnten. Da gilt es für den Redner wie die berichtende Zeitung, rechtzeitig alles Mißverständliche aufzuklären. Ich habe nicht, wie es den Anschein haben könnte, die für den christlichen Glauben wie für die nationalsozialistische Weltanschauung anstößige Behauptung ausgestellt, als sei der Nationalsozialismus eine neue, aus dem germanischen Glauben erwachsende Religion. Den Alten war Thor, der Bauer, ein göttliches Du, das ihnen gegenüberstand und Opfer und Gebet empfing, nicht anders als Odhin der Krieger. Wir heutigen Menschen sehen in den Gestalten des „Arbeiters", des „Bauern" und „Kämpfers" aber nicht Personen, an die wir unsere Gebete richten könnten, göttliche Du's sondern tragende Ordnungen unseres irdischen Daseins. Zugleich aber hat sich ein anderes geändert: Wir wissen aus der christlichen Offenbarung, für deren Wahrheit das eigne Herz Zeugnis ablegt, daß wir nicht von uns aus schon im Bunde mit Gott kämpfen. Der Widerstreit, den auch unser bestes Wollen, ja gerade das, in uns selber findet, zeigt uns, daß wir uns nicht vorbehaltlos, nicht rückhaltlos für den Nächsten einsetzen. sondern uns immer wieder vom lieben Ich einfangen lassen, daß wir uns nie restlos preisgeben, wie es doch Gott fordert. Von da aus lernt der Christ dankbar fein für die Vergebung, die ihn zu neuem Dienst beruft und ihn wieder in die verwirkte Gemeinschaft hineinstellt. Dieses Leben in der Gemeinschaft aber führen wir in den Ordnungen, die durch die Gestalten des Arbeiters, Soldaten und Bauern ein Bild gewonnen haben. Dafür, daß der Führer den Arbeiter aus einer isolierten Klasse zu einer Lebensordnung des Volkes machte, daß er den schollenverbundenen rassischen Wurzeln des Volkes im Bauerntum neues Leben geschenkt, daß er den soldatischen Geist der Wehrhaftigkeit dem ganzen Volk wieder- gibt, dafür danken wir ihm!" Oaö Maienblasen Auch in diesem Jahre soll wieder das vor mehreren Jahren von Amtsgerichtsrat Gros nach dem Alsfelder Vorbild ins Leben gerufene Maien- bla s e n vom Turm der Johanneskirche aus statt- finben, ba bie Wieberbelebung biefer alten Sitte hier vielen Anklang gefunben hat. Es kommen außer bekannten Volksliebern Choräle aus einem alten Choralbuch, bas einst in bem Besitz eines Turmwächters unb Stabtmusikanten war, zur Darbietung. Das Maienblasen beginnt am heutigen 3 0. April unb wirb bann an jebem Mittwoch unb Samstag von 19 bis 20 Uhr ausgeführt. D i e n s t-a g, 3 0. April, kommt zum Vortrag: 1. „Lode ben Herren, ben mächtigen König ber Ehren", Stralfunb 1645; 2. „Schäfers Sonntagslieb" (Das ist ber Tag bes Herrn) von Konrabin Kreutzer; 3. „Der Mai ist gekommen". Volkslieb von I. Lyra 1843. Samstag, 4. Mai, werben gespielt: 1. „Eine feste Burg ist unser Gott"; 2. Abenbchor aus „Das Nachtlager von Granaba" von Äonrabin Kreutzer; 3. Mailieb: „Drauß ist alles so prächtig" von A. Jürgens. Urlaub zur BOA -pfinastiaounq Der Herr Reichs- unb preußische Minister für Wissenschaft, Erziehung unb Volksbilbung gibt in einer Verfügung bekannt, baß Lehrkräften unb Schülern ber erforberliche Urlaub zur Teilnahme an ber Pfingsttagung bes VDA. in Königsberg erteilt werben kann. Der Reichsstatthalter in Hessen — ßanbesregierung Abteilung II — weist bie Schulleitungen an, im gegebenen Falle entsprechet zu verfahren. Vergebung öffentlicher Aufträge und Sicherung der Steuereingänae. Selbstoerstänbliche Pflicht jebes Volksgenossen im nationalsozialistischen Staat ist es, seine Steuererklärungen gewissenhaft abzugeben unb seine Steuern pünktlich zu entrichten. Volksgenossen, bie gegen biefe Grunbscitze verstoßen, können nicht erwarten, bei ber Zuteilung öffentlicher Aufträge berücksichtigt zu werben. Es wirb beshalb in Zukunft bei ber Vergebung von Aufträgen geprüft werben, ob ber Bieter, ber für ben Zuschlag in Frage kommt, ein orbentlicher Steuerzahler ist, b. h. ob er feine steuerlichen Verpflichtungen pünktlich unb gewissenhaft erfüllt. Künftighin werben beshalb Aufträge von 5000 RM aufwärts nur an solche Bieter erteilt, bie eine Bescheinigung ihres zustänbigen Finanzamtes barüber vorlegen, baß aus steuerlichen (Hrünben keine Bebenken bestehen, ihnen öffentliche Aufträge zu erteilen. Die Finanzämter finb angewiesen, bie Bescheinigung kostenlos unb beschleunigt auszustellen, bamit bie Zuschlagserteilung nicht verzögert wirb. Daten für den 1. Mai 1218: Rubolf von Habsburg auf Schloß Limburg geboren (gestorben 1291); — 1873: ber englische Missionar unb Forschungsreisenbe Livingstone in Afrika gestorben (geboren 1813); — 1915: Beginn ber großen Durchbruchsschlacht bei Gorlice zur Befreiung Galiziens; — 1927: Hitler spricht erstmalig in geschlossener Versammlung in Berlin. vocnotizen — Tageskalenber für Dienstag: NS.-Gemeinschaft „Kraft burch Freube", 20 Uhr, Volkshalle: Neunte Symphonie von L. van Beethoven. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ihr größter Erfolg". — Deutsche Stenographenschaft, Oes- fentliche Hanbelslehranstalt: Beginn ber Schreibmaschinenkurse. — Schiffenberg-Gießen: Mainachtsfeier. — Tageskalenber für Mittwoch: Feiertag ber nationalen Arbeit: Näheres in ben Bekanntmachungen bes Kreispropaganbaleiters. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Zigeunerbaron." NIVEA, 10. Fortsetzung Nachdruck verboten! ** Goldene Hochzeit. Die Eheleute Alois K u b e und Frau Maria, geb. Zieaan, Aulweg 100, können am Freitag, 3. Mai, in geistiger und körperlicher Frische ihre goldene Hochzeit feiern. Der Jubilar war bis zu seiner Pensionierung Aufseher beim Hessischen Kulturbauamt. Seit 33 Jahren ist er treuer Leser des Gießener Anzeigers. ** Personalien. Ernannt wurden der Finanzpraktikant Robert Reichel bei der Universitätsbibliothek in Gießen unter Berufung in das Beamtenverhältnis zum Derwaltungsinspektor bei der Universität Gießen mit Wirkung vom 1. Februar 1935 an: der Kanzlist Johannes List bei dem Forstamt Grünberg zum Kanzleiassistenten mit Wirkung vom 1. April 1935. — Uebertragen wurden: dem Lehrer Ernst Ludwig Hörr zu Gießen eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Glauberg, Liane blieb stehen, ihre Augen senkten sich vor seinem ernst-forschenden Blick; wieder kam tiefe Verlegenheit über sie. Zu ihrer Erregung kam nun noch der Aerger, daß sie seinem Blick nicht standhalten konnte. Ohne zu überlegen, stieß sie trotzig hervor: „Es ift wirklich sehr gütig von Ihnen, daß Sie mich endlich empfangen. Ich werde hier behandelt wie eine Fremde, als ob ich kein Recht in diesem Haus hätte." Freds Blick überflog erstaunt ihre Gestalt, dann lachte er: „Sich dieses Recht zu verschaffen, steht bei Ihnen. Aber wollen Sie mir nicht sagen, worum es sich handelt?" Sinnes Augen funkelten ihn an. „Ich will wissen, ob es wahr Ist, daß Sie gesagt haben, Sie hätten mir das Auto geschenkt", sprudelte sie hervor. „Wie? Was?" fragte er, als ob er nicht recht gehört hätte. „Ich muß wohl bitten, sich deutlicher zu erklären." „Es ist mir zu Ohren gekommen", sprach Liane mit fliegendem Atem weiter, „daß Sie gesagt haben sollen, die Firma meines Vaters kann sich einen solchen Wagen nicht erlauben, wohl aber die Ihre." „Das ist allerdings richtig, wenn ich mich auch nicht erinnern kann, solches gesagt zu haben/' Sein Spott brachte sie ganz und gar außer Fcrssung. „Wie kommen Sie dazu, mir solche Geschenke zu machen?" Nun lachte Fred so ungeniert und belustigt wie selten. Die Kleine war einfach köstlich; es war schon das beste, man nahm sie von der humoristischen Seite. „Ich wüßte nicht, daß ich Ihnen ein Geschenk gemacht hätte. Sie kauften den Wagen, sandten mir die Rechnung und erwarteten wohl, daß ich sie beglich." „Nicht Sie, sondern die Firma Franz Scholz." „Nach einer früheren Unterredung konnten Sie wissen, daß diese Firma den Kauf schwer vertragen würde. Ich habe das Auto bezahlt, um Ihnen einen Ersatz für den Wagen Ihres Vaters zu geben, den ich jetzt benutze. Ich glaubte, Sie würden mir eher danken, als mir Vorschriften machen." „Aber ich habe die Folgen zu tragen! — über mich spricht man!" Ihm wurde langsam ihre Erregung klar. Natürlich, hinter feinem Eintritt in die Firma Scholz vermutete man allerlei Gründe! Er lachte noch einmal, wurde aber dann emst: „Wenn die schmutzige Phantasie einiger Leute Sie so erregt. Mi kiiit, ihm. ... Vornan von Charlotte prenzel. Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Derlag, Halle (S.). — S tadtth eater Gießen. Anläßlich der großen Aufführung von Beethovens unsterblicher 9. Symphonie in der Volkshalle bleibt das Theater heute geschlossen; ebenso am morgigen Feiertag der nationalen Arbeit. Reichsbankdirektor Klipstein. Am 1. Mai scheidet der erste Vorstandsbeamte der hiesigen Reichsbank, Herr Reichsbankdirektor K l i p st e i n, infolge Erreichung der Altersgrenze aus dem Dienst. Reichsbankdirektor Klip stein hat die Reichsbankstelle Gießen, zu deren Bezirk auch die Reichsbanknebenstellen Friedberg, Marburg und Wetzlar gehören, seit dem 1. August 1921 geleitet. Sein Weg hat ihn über die Reichsbankstellen Mainz, Stuttgart, Frankfurt a. M., Aschaffenburg und Würzburg geführt. Bereits in jungen Jahren wurde ihm die Reichsbanknebenstelle Aschaffenburg übertragen. Im Anschluß daran war er zweiter Dorstandsbeamter der Reichsbankstelle Würzburg und der Reichsbankhauptstelle Frankfurt a. M. 3n den 14 Jahren feiner Gießener Tätigkeit ist Reichsbankdirektor Klipstein der oberhessischen Wirtschaft und insbesondere der Gießener Industrie kein Unbekannter geblieben. Während dieser langen Zeit, in der besonders die Inflation und die auch unseren Bezirk nicht verschonende Wirtschaftskrise höchste Anforderungen an das Noteninstitut stellten, hat er sich durch feinen gesunden Blick für das wirtschaftlich Notwendige und Vertretbare allgemein Ansehen und Hochschätzung erworben. Als gebürtiger Hesse — er stammt aus einer Dberförftersfamiüe in der Nähe von Darmstadt — war er auf das engste mit feinem Heimatland verbunden, dessen Belange er im Rahmen der ihm gegebenen Möglichkeiten nach besten Kräften gefördert hat. Im Dienst der Reichsbank ist Herr Klipstein nahezu 40 Jahre gewesen. In wenigen Monaten hätte er sein 40jähriges Dienstjubiläum feiern können. Nicht unerwähnt soll bleiben, daß Herr Bankdirektor Klipstein auch bei seiner Beamtenschaft, für deren Anliegen und Sorgen er stets ein offenes Ohr und tiefes Verständnis hatte, sich außerordentlicher Beliebtheit erfreut. Wir wünschen ihm noch viele Jahre bester Gesundheit, und freuen uns, daß er feine Ruhezeit in Gießen zu verleben gedenkt und damit ein Bürger unserer Stadt bleibt. Gießener Dochenmarktpreife. * Gießen, 30. April. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,50 bis 1,55 Mark, Landbutter 1,42, Matte 25, Käse, das Stück 5 bis 10, Eier (inländische) 9, Wirsing (gelb), das Pfund 15 bis 20, neuer 30 bis 35, Weißkraut 12 bis 15, Rotkraut 28 bis 35, Gelbe Rüben 10 bis 15, Rote Rüben 10 bis 15, Spinat 15 bis 20, Unterkohlrabi 8 bis 10, Mischgemüse 15 bis 20, Feldsalat 90 Ps. bis 1 Mark, Tomaten 40 bis 50 Pf., Zwiebeln 25, Meerrettich 50 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Rhabarber 20 bis 25, Kartoffeln 4 Pf., der Zentner 3,40 bis 3,50 Mark, Aepfel, das Pfund 35 bis 40 Pf., Honig 40 bis 45, junge Hähne 70 bis 80, Tauben, das Stück 60, Blumenkohl 35 bis 80, Salat 25 bis 35, Salatgurken 50 bis 80, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 40, Rettich, Bündel 15 bis 45, Radieschen 10 bis 15 Pf. | « Verfügung )ta § die zum W Lute, unter der L Trainers Kurt Br M feftijalten. Seit Anfang M Zießener Rudergesel Ob Regen, Schneeg Mich st-ht *" b. Wasser im oorbereii Aufgaben der ko Je es den Ansche gassiger Achter zu ' ^züglichen, vorjay Iuib gut entipickelt, Miche Kraft des Art, so daß nu hnb. Der erste Ac schon ins Rennboot fine sehr starke W< Kämpfen zu geber Mannschaft dieses $ 80 Kilogramm, da Damit dürste der 2 tigsten im- Deutsch .. dem übt zurzeit nc leichteren Leuten I versprechend entwic ist allabendlich auf sprechendes Rüden wieder im Einer f 3t»ei Schw Der Schwimmlän land und Frank ‘ 'n Paris zum S.M btefem Jahre eine 1 bestand das Proarl jus einer 4 mal 20(1 Wasserballspiel, in | 'ungen in allen olyl und Frauen statt. 1 Wstampfen ein! . 13- und 11 fr Sänietfi frpch. der in 1 ®lrä, jo daß also W den ff yWrüfnnJ 93 (| beim eng hl Am 6 Äj den auch in diesem bei den ihnen gef. | Siele itjren Mann reid)en Zrabition l 6ttww Sw" Sy?,$ 1101 nur unntfl NrL-g-7 SyrS sL- ' bung,b iffl.: Ss K? •Ä&S •,«8 MMt", 1 Weier) 87,3 W® Steter (B«fer)3 in 6er Olymp HW TWöfr'en / 4nlel Ktzrj Wz Er sprach weiter, knapp spöttisch, immer hervorhebend, daß Der Leute wegen dieser Schritt unternommen wurde. Er fühlte selbst, daß er schroff war, und dachte flüchtig, mit geringschätzigem Lächeln: Wenn diese junge Dame jetzt aufspringt und mir die Augen auskratzt, brauche ich mich nicht zu wundern. Aber nichts dergleichen geschah, Liane rührte sich nicht. So tief, so furchtbar traf sie feine Verachtung, daß ihr war, als ob er sie mit Füßen trat. Aber verdiente sie es denn besser? Als Fred sich erhob, stand auch sie auf, hob langsam den Blick, und er sah in zwei scheue, tief- traurige Augen. Sie ist doch noch ein Kind, das nicht weiß, was es tut!, dachte er. Und die letzten Worte, die er an sie richtete, waren sanfter, als er gewollt: „Ich möchte Ihnen das Du anbieten Auch damit werden Sie sich abfinden müssen, wenn Sie meinen Namen annehmen wollen." Sie nickte stumm, ihre Augen senkten sich wieder Wenige Minuten später war sie allein. — Was nun? Was nun? Das war die Frage, um die sich Lianes Gedanken in den nächsten Tagen unablässig drehten. Immer unwahrscheinlicher erschien ihr der Vorfall mit ihm, immer unmöglicher, daß weitere Schritte unternommen werden konnten Doch pünktlich in denkbar kürzester Frist traf ein I wundervoller Blumenkorb ein, zusammen mit den | gedruckten Verlobungsanzeigen. „Was ist denn, Fräulein Liane? Was hat (ich | denn ereignet? Darf ich gratulieren?" sprach I Frau Keppler sie an, als sie fassungslos auf dir I Blumen starrte. „Haben Sie sich wirklich mit 1 Herrn Morland verlobt? Welches Glück für Sie, II welche Freude!" Nicht mitanzuhören waren die Worte der Fran, I aber sie mußte die Glückwünsche über sich ergeben I lassen. Und es wurde noch schlimmer. Schon am nächsten Tage kam der Verlobungs- I ring und ein feiner, schmaler Anhänger — das I Derlodungsgeschenk. Sonst kein Wort, keine Zeile I von ihm. Der erste Gratulant, der auf die Karten hin er- schien, war Frau Widemann. Sie war nicht einmal sehr überrascht, eher ge- I kränkt. Sie umarmte und küßte die Nichte in ihrer impulsiven Art und sprudelte lebhaft hervor: „Da? I du mir fein Wort verraten hast! Ich sollte bei) | meinen, ich wäre die Nächste, der du dein Geheim I nis hättest anvertrauen können. Hab' ich denn nicht 1 immer Mutterstelle an dir vertreten? Und nu? ] flattert da ein Kärtchen ins Haus, und ich mu? R mich setzen vor Ueberraschung. Uebrigens sehr i>w I nünftig — diese Verlobung. Man muß Achtung rot 11 Herrn Morland haben, er macht nichts halb um k weiß, was er will. Nur habt ihr die Karten seht ungeschickt versandt. Morgen ist nun schon Empfa^ ihr hättet es ruhig dazudrucken können". (Fortsetzung folgt!) tut es mir leid. Im übrigen wissen leider die meisten, daß es allerdings schlecht um die Firma Scholz bestellt war." „Das ist doch nicht möglich! Dann sind es ja Almosen, die ich empfange!" „Almosen ist ein wenig zu stark ausgedrückt. Sie dürfen nicht vergessen, daß ich mit den Hinterlassenschaften Ihres Herrn Vaters, wie Lagerbeständen, Kunden und Anwesen arbeite. Die damalige Geldnot, in der sich Ihr Herr Vater befand, zwang ihn, sich an mich zu wenden. Mein Ehrgeiz, das alte Haus nicht eingehen zu sehen, meine Freude an der Aufgabe, es wieder in die Höhe zu bringen, und auch die Freundschaft, die ich für Ihren Herrn Vater empfand, ließen mich meine Kräfte in den Dienst der Sache stellen. Kurz vor seinem Tode versprach ich ihm auch noch, Sie vor Not zu schützen. Mein Versprechen werde ich halten, gegen das Gerede der Leute bin ich machtlos." Vor Lianes Augen wurde es dunkel; sie fühlte eine Schwäche in ihren Knien, daß sie sich setzen mußte. „Was soll ich tun?" stammelte sie hilflos. „Sie haben mich schon einmal als Mitarbeiterin abgelehnt." „Gewiß, und ich werde es auch heute tun." „Dann — dann weiß ich nicht, was werden soll", brachte sie mühsam hervor. „Ich habe nichts gelernt." Er unterdrückte nur schwer einen Seufzer. Er hätte sie rütteln und schütteln mögen. Herrgott noch einmal, war das eine Energielosigkeit! Fange doch an zu arbeiten, zeige, daß du was kannst, und komm dann wieder!, hätte er ihr zurufen mögen. Laut sagte er hart: „kümmern Sie sich nicht um das Gerede der Leute!" „Das kann ich nicht!" Ihm riß die Geduld. Wie lange wollte sie ihn noch aufhalten? „Nun, so nehmen Sie meinen Namen an!" entfuhr es ihm spöttisch, voller Ungeduld. Seine Frau! Vor Lianes Augen begann das Zimmer zu kreisen, und wie aus weiter Ferne hörte sie plötzlich Irenes Stimme: „Ob er allerdings ein so kleines Mädchen wie dich heiraten würde — das bezweifle ich sehr." Plötzlich wußte sie, wie sehr sie die Worte der Freundin damals getroffen, wie im Unterbewußtsein ihres aanzen Seins die Liebe zu ihm immer geschlummert hatte, daß ein Wort von ihm genügte, diese Liebe zu wecken. Und in ihrer Stimme klang ein ihr selbst unbekannter Jubelton mit, als sie laut und fest sagte: „Ja!" Er fuhr von ihrem hellen „Ja" fast zusammen, glaubte, nicht recht gehört zu haben. Sein Blick sprühte sie an, sein Antlitz aber wurde kühl, eisig, und seine Stimme klang drohend, als er die Frage wiederholte: „Sie wollen meinen Namen annehmen?" „Ja", erwiderte Liane noch einmal, und ihr Herz begann rasend zu klopfen. Er wandte sich ab; ein geringschätzig-verächtliches Lächeln zuckte um seinen Mund, dann neigte er den Kopf: „Gut, Sie können mich heute abend erwarten." Liane fühlte, sie war entlassen. Sie stand auf, verließ mit unsicheren Schritten das Zimmer, wankte durch die anschließenden Räume, die Treppe hinunter und bestieg ihren Wagen. Als sie ihn wie mechanisch in Bewegung setzte, überkam sie ein furchtbares Gefühl der Angst. Was habe ich getan?, dachte sie nun immer wieder. Ich habe mich verkauft. Wie sie nach Hause kam, wußte sie nicht. Vor ihren Augen flimmerte es, ihre Hände zitterten, kalte Schauer durchrannen ihren Körper. — Am Abend pünktlich zur festgesetzten Zeit tönte die Klingel durch das Haus. Liane fuhr zusammen, ihr Herz klopfte zum Zerspringen. Sie sah mit angstvollen Augen nach der Tür, durch die das Mädchen kommen würde, sie zu rufen. Da klopfte es schon. „Ich komme", sagte Liane mit fliegendem Atem, und dann lief sie fast in das Herrenzimmer. Fred kam ihr entgegen. Er gab ihr flüchtig die Hand, sie nahmen Platz. Ein schleppendes, sich mühsam aufrechthaltendes Gespräch kam zustande. Nie hatte die Gegenwart Frau Kepplers mehr geniert als jetzt. Oder war es nur ihrer Gegenwart zu verdanken, daß ein Gespräch entstand? Wenn sie nur bleiben wollte!, dachte Liane. Dann kann er nicht sprechen, wird er nicht sprechen. Aber Frau Keppler hielt es sehr bald für besser, einen Vorwand zu finden und das Zimmer zu verlassen. Was ging hier vor? Jetzt, jetzt muß ich sprechen!, dachte Liane. Aber da klang auch schon seine kühle, spottende Stimme: „Fräulein Scholz, ich bin nicht hierhergekommen, um Konversation zu treiben. Ihr Entschluß von heute nachmittag zieht Taten nach sich. Da Sie es wünschen und um der Leute willen, deren Urteil Sie scheuen, betrachte ich Sie als meine Braut. Der Leute wegen ist es wohl gut, die Verlobung sobald wie möglich bekanntzugeben. Ich werde das Nötige einleiten. Den Termin zur Hochzeit können Sie bestimmen. Da Sie noch immer um Ihren Vater trauern, können diese beiden Tage so unfestlich wie nur möglich vorübergehen. Wir brauchen uns ja nicht zu belügen, unsere Verbindung wird nur zum Schein sein. Solange Sie aber meinen Namen tragen, bin ich verantwortlich für Ihr Tun und Treiben. Es steht mir nicht zu, Ihnen die Freiheit zu beschneiden, aber mit kindischen Launen bitte ich Sie, mir nicht zu kommen." Lane schwieg; sie saß, den Kopf tief gesenkt, zu- sammengesunken in ihrem Sessel uno verstand nicht, woher sie die Kraft nahm, diese Worte zu ertragen. an die Tage tiefster Erniedrigung des Vaterlandes oder des Militärpasses. bis zum 6. Mai 24 Uhr und sind erhältlich bei Vorzeigen einer Festeinladung, des Festabzeichens Die Freiwillige SanMskoloime im Jahre 1934 Jahreshauptversammlung - Jahresbericht. Seinen Zügen wurden 32 Hebungen abgehalten. Die Kolonne wurde im Berichtsjahre dreimal alarmiert, davon einmal durch die Reichsbahn und einmal durch den Landeskolonnenführer. Bei der Begleitung geschloffener Formationen auf Fahrten mit der Bahn und im Kraftwagen war die Kolonne in 12 Fällen beteiligt. Selbstverständlich stellten sich die Mannschaften bei großen Volkskundgebungen („Tag der nationalen Arbeit", Erntedankfest, Heldengedenkfeier usw.) zur Verfügung. In Gemeinschaft mit der Feuerwehr, der Technischen Nothilfe und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft wurden Uebungen und Werbeveranstaltungen durchgeführt. Die Kolonne wurde durch die Samariterinnen des Alicefrauenvereins wirksam unterstützt. Im Geschäftsjahr 1934 wurden zwei Mitgliederversammlungen und fünf Führerbesprechungen abgehalten. In regelmäßigen Abständen fand man sich zu belehrenden und unterhaltenden Vorträgen im Depot ein. Im Laufe des Jahres wurden an Sonn- und Feiertagen 62 Wachen im Depot bereitgehalten, von denen nicht weniger denn 188 Hilfeleistungen aus- gefüh'rt wurden. Auf der ständigen Rettungswache wurden außer den Transporten noch 422 sonstige Hilfeleistungen, sowie zehn Umbettungen, ausaefuhrt. Bei größeren Unfällen traten die Mannschaften im Straßenhilfsdienst viermal in Tätigkeit. Bei sonstigen Veranstaltungen wurden 7 4 Wachen gestellt und dabei in 5 6 4 Fällen erste Hilfe geleistet. In zwei Fällen von Großfeueralarm wurde auch die Kolonne alarmiert und eingesetzt. Im Geschäftsjahr wurden unter der Leitung der Kolonnenärzte drei Ausbildungskurse in der Ersten Hilfeleistung abgehalten. An Hilfeleistungen sind insgesamt 6209 (5807) zu verzeichnen. Darunter befanden sich 1698 (1454) Krankentransporte. Mit den vier Kraftwagen der Kolonne wurden 1570 Transporte bewältigt und dabei insgesamt 28 892 km gefahren. . Erwähnenswert ist, daß sich unter den Kranken- transporten 50 Fälle befanden, in denen Nerven- und Geisteskranke befördert werden mußten. Don den Hilfsdesinfektoren der Kolonne wurden 139 Desinfektionen ausgeführt. Beim Umbetten und Baden von Schwerkranken wurde die Hilfe der Kolonne in 126 Fällen in Anspruch genommen. 133 Tag- und Nachtwachen am Krankenbett wurden ausgeführt. An Krankenpflegegeräten wurden insgesamt 469 ausgeliehen. Mit herzlichen Worten' des Dankes an die Stadtverwaltung Gießen, an die Verwaltung des Krei- erinnern, in denen die Abstimmungsberechtiaten, allen Gewalten zum Trotz, ihrer vaterländischen Pflicht eingedenk, ihre Stimme für Deutschland abgaben. Die Ausgabe der Ehrenzeichen erfolgt nur durch die Ortsgruppenleiter, bei denen auch Nichtmitglieder des Bundes ihre Anträge einreichen können. Die Ueberreichung für das nördliche Oberhessen erfolgt nach den Sommerferien in feierlicher Form in Gießen. Anträge sind einzureichen an den Bund heimattreuer Schlesier (Deutscher Ostbund), Ortsgruppe Gießen und Oberhessen, Gießen, Postfach 4Q. ** Sonntagsfahrkarten zur Wieder- fehensfeier et) em. 87er in Mainz. Von der Fahrkartenausgabe des Bahnhofs Gießen wird uns mitgeteilt, daß anläßlich der Wiedersehensfeier ehem. 87er, die vom 4. bis 6. Mai in Mainz stattfindet, Sonntagsfahrkarten ausgegeben werden. Die Karten haben Gültigkeit vom 4. Mai 0 Uhr Kreis Büdingen; dem Lehrer Friedrich Wagner zu Glauberg, Kreis Büdingen, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Daubringen, Kreis Gießen; dem Lehrer Georg Gönner zu Dortelweil, Kreis Friedberg, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Sandbach, Kreis Erbach; dem Lehrer Paul Stock- lein zu Engelrod, Kreis Lauterbach, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Eschollbrücken, Kreis Darmstadt, sämtlich mit Wirkung vom 29. April 1935 an. *'* Die Geschäfts st unden der Indüst r i e - und Handelskammer Gießen betrifft eine Anzeige in unserem heutigen Anzeigenteil, auf die wir besonders Hinweisen. ** Ehemalige o st deutsche Abstim- mungsberechtigte! Für die ehemaligen ostdeutschen Abstimmungsberechtigten in West- und Ostpreußen und in Oberschlesien wurde von der Reichsleitung ein Abstimmungs-Erinnerungszeichen geschaffen. Das Abstimmungs-Erinnerungszeichen soll den Träger und die kommenden Geschlechter Am vergangenen Samstag fand im „Pvstkeller" die diesjährige Jahres-Hauptversammlung der Freiwilligen Sanitätsko- lonne vom Roten Kreuz in Gießen statt. Als Vertreter des Kreismännervereins Gießen vom Deutschen Roten Kreuz wohnte Reaierungsrat Grein der Versammlung bei. Außer der Kolonnenführung, den Kolonnenärzten und mehreren inaktiven Mitglieder waren die aktiven Kameraden der Kolonne fast vollzählig erschienen. Des verstorbenen Reichspräsidenten von Hindenburg, der äls Schirmherr dem Deutschen Roten Kreuz Vorstand, wurde durch einen ehrenden Nachruf des Kolonnenführers gedacht. Dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler wurde vor dem Eintritt in den geschäftlichen Teil der Versammlung ein dreifaches „Sieg-Heil!" ausgebracht. Der Führer und Reichskanzler habe durch die Ilebernahme der Schirmherrschaft über das Deutsche Rote kreuz einen Beweis feiner Anerkennung der Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes gegeben. Der Kolonnenführer L. Kratz erstattete sodann den Jahresbericht, dem folgendes entnommen fei: Der Neuaufbau unseres Vaterlandes gab auch der Sanitätskolonne Gießen Gelegenheit zur Mitarbeit. Erwähnenswert ist hier vor allen die Begleitung des Abstimmungszuges 15 in das Saargebiet. Der Katastrophendienst wurde ausgebaut. Verschiedene Veranstaltungen gaben Gelegenheit, in treuer Kameradschaft mit Organisationen der NSDAP., der Polizei, der Feuerwehr, Teno und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft zu arbeiten. Die Durchführung des allgemeinen Rettungsdienstes stellte wieder erhöhte Anforderungen -an die Sanitätskolonnen und deren Mitglieder. Im Laufe des Jahres wurde eine stattliche Anzahl von Kursen zur Ausbildung in Erster Hilfe, bei Unfällen und Erkrankungen abgehalten. Der Rotkreuz-Tag wurde mit gutem Erfolg durchgeführt. Der Mitglieder st and betrug zu Beginn des Geschäftsjahres 1934 163 Mitglieder, 7 traten aus, 4 wurden gestrichen und 21 neu ausgenommen, so daß der Mitglieder st and am Ende des Geschäftsjahres 17 3 betrug. 140 Mitglieder sind aktiv und 33 inaktiv. Eine besondere Auszeichnung wurde dem Kolonnenarzt Dr. med. Gros zuteil. Er erhielt das Ehrenzeichen 2. Klasse des Deutschen Roten Kreuzes verliehen. Die Tätigkeit der Kolonne war außerordentlich vielseitig. Es wurden 16 Uebungen der Gesamtkolonne abge- halten, davon zwei als Nachtübungen. In den etn- fes Gießen, dem Zweigverein vom Roten Kreuz und an die unterstützenden Mitglieder und Gönner der Kolonne schloß der Kolönnenführer feinen B Gicht. ytegterungsraf Grein, als stellvertretender Vorsitzender des Kreismännervereins Gießen, sprach der Kolonne seinen Dank für die im Berichtsjahr von der Sanitätskolonne geleistete Arbeit aus. Er gab der Hofnung Ausdruck, daß die Kolonne Gießen auch weiterhin voll ihren Aufgaben gewachsen sein möge. Rundfunkprogramm Donnerstag, 2. Mai: 6 Uhr: Bauernfunk. 6.15, 6.30: Gymnastik. 6.55: Morgenspruch — Choral. 7: Frühkonzert. 8.10: Gymnastik. 10: Nachrichten: 10.15: Schulfunk, Volksliedsingen. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten; anschließend: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirtschaftsberichj. 15: Nachrichten der Gauleitung. 15.15: Kinderfunk. Der Mai ist gekommen. 16: Kleines Konzert. 16.30: Was bringen die Zeitschriften des Monats? 16.40: Der nordische Mensch: Wltebild und Lebensraum (V): Das germanische Heldenlied. Von Univ.- Prof. Konstantin Reichardt. 17: Nachmittagskonzert. 18.30: Kunstbericht der Woche. 18.35: Bücherfunk. 19: Unterhaltungskonzert. 20: Nachrichten. Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20.15: Klaviermusik von Franz Liszt. 21: Von Bad Salzhausen: Schlafender Quell. 21.20: Unterhaltungskonzert. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk und Sportbericht. 22.30: Aus Washington: Worüber man in Amerika spricht. Von Kurt G. Sell. 22.30: Volksmusik. 23: Aus dem Kurhaus Wiesbaden: Uebertragung auf den Deutschlandfender: Nordische Musiktage' in Wiesbaden. Ausschnitte aus einem Orchesterkonzert. 24—2: Nachtkonzert. Freilag, 3. Mai. 6 Uhr: Bauernfunk. 6.15, 6.30: Gymnastik. 6.55: Morgenspruch — Choral. 7: Frühkonzert. 8.15 bis 8.35: Gymnastik. 9: Werbekonzert und Nachrichten. 10: Nachrichten. 10.15: Schulfunk. 10.50: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten; Nachrichten Millionen Jungen freuen sich auf die Zeltlager der Hiller-Jugend. aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirtschaftsbericht. '15: Nachrichten. 15.15: Für die Frau. 16: Kleines Konzert. 16.30: Aus dem Leben der Lowendompteufe Margaret. 16.45: Der Himmel im Mai. Was geht auf der Sonne vor? Von Prof. E. Sittig, Frankfurt a. M. 17: Nachmittagskonzert. 18.30: Jugendfunk. Vom Leistungsabzeichen der HI. Es spricht der Sportleiter des Gebietes 13, Rudolf Buß. 18.40: Das Leben spricht! 19: Unterhaltungskonzert. 20: Nachrichten. Anschließend: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20.15: Stunde der Nation. E. N. von Reznicek anläßlich seines 75. Geburtstages. 21.10: Der Graue. Schicksal bei Nacht gesehen. Hörspiel von Werner Brink. 22.10: Nachrichten. 22.15: Nachrich- ten aus dem Sendebezirk. 22.30: Die Sportschau der Woche. 23: Rückblick auf die musikalischen Veranstaltungen. 24: Nachtkonzert. 1 bis 2: Nachtmusik. ,oo • 55 P1.-RM 1-20 CM Son»« SJtXfpOTt Wirtschaft auf die !üftsbericht. '15: ihrerseits mit 2:1 in Devisenmarkt Berlin — Frankfurt O.2IL Jranffurt a. M. Serfln »erlin Frankfurt a.M. Schlußk. börse 29.4. 29.4. 104,25 89,8 | 89,5 I 90,25 I 121 120,75 I — 89,5 115,75 115,75 Elektr. Lieferungsgesellschaft... b Ltchl und Kraft Banknoten. 145,65 147,25 Die der 101 96,25 96,25 105,9 101 96,25 96,25 105,9 147,25 36,65 167 115,5 96 100,8 100,75 96,5 96,25 105.9 103,5 148,5 121.13 96,4 105,25 103,5 37,4 134,25 104,75 121 89,75 120,5 37,5 136 104,25 121 89,5 121,5 37,5 135 104,5 121 89,75 121,25 123 104 148,75 121,5 37,65 136,25 104,5 121 89,25 121,9 122,75 103,5 149,9 121,5 95,75 105,65 103,4 91,25 148,5 118,65 88,5 76,9 144,75 212,5 103 110,5 97 52,75 112,5 79,5 91,5 153,25 35,25 144,9 212,25 99,65 97 105 110,65 213,75 105,4 77,9 17,25 113,5 113,25 159,75 144,75 103,75 110,75 97,25 104,75 111,13 210,75 104,13 77,65 17,13 113,25 112,5 160 106 53,13 114 112,5 80,5 123,65 91,65 152,25 86,5 112,5 61,78 80.56 33,59 100.13 97,4 102,5 113,4 100,4 98 96,25 100,5 92 106,5 53,25 113,5 112,65 80 123,75 91,75 153,25 87 35,5 144,4 99,9 110,75 97 103 149 121.25 96 105,25 103 211 104,25 77,75 17 113,13 112,75 160 Schluß,, mittag» börse A.E.G. Vekula den all- die- ein 119,25 89 76*75 96,4 105,13 103,25 92 145,65 119 89,13 76,9 213,75 105,5 77,9 16,85 113,25 113 159 26,75 1,15 7,6 7 7,25 13,65 8,5 26,65 1,13 7,7 7,3 7,55 13,8 je Sportschau bei fischen Deranstal. 9latf)tniu/iL Gymnastik. 6.55: mzert. 8.15 bis >nb Nachrichten. 0.50: Praktische L5: Sozialdienst, en; Nachrichten 27 1,2 7,6 7 7,3 13,8 HandballimKreisLahri-Dill( 4,20% Oesterreichische Stlberrente • 4% Ungarische Goldrente....... •4% Ungarische Staatsrente v. 1910 -V/i% deSgl. von 1913.......... 15% abgest. Goldmerikaner von 99 -4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie l Schlußkurs 27 4 100,25 97,13 102,5 113,13 100,5 98 96,25 27.4. 100,13 97,13 102,9 113,35 100,3 98 96,25 100,5 92 117,5 115,4 96,25 100,75 101,13 96,25 96,25 105,9 Albion. Der Kamps stand kurz vor Schluß noch 2:2. Der Kampfwar einer der schönsten der letzten Jahre, Sheffield Wednesday kam nach 28 Jahern wieder in den Besitz des Pokals und zum ersten Male seit 32 Jahren wurden im Cup-Endspiel wieder einmal sechs Tore geschossen. Gpielvereinigung 1900 Gießen. 1900 II — Tv. 1846 Gießen komb. 2:0 (1:0). Diese erste Begegnung zwischen beiden Lokal- oereinen verlies recht anregend. Das Treffen wurde kameradschaftlich ausgetragen. Die Soldatenelf der Turner bestand aus lauter großen Gestalten. Sie zeigte auch ein ansprechendes Feldspiel, versagte aber in Tornähe. Die Blauweißen waren in ihren Spielhandlungen immer etwas schneller und hatten obendrein das Glück, zwei von den vielen beiderseits sich bietenden Chancen zu Treffern auszuwerten. Schon bald nach Beginn hob Schmitz (1900) den Ball über den herauslaufenden Torwart ins feindliche Gehäuse. Die Erhöhung des Ergebnisses gelang Gath Mitte der zweiten Halbzeit nach Durchbruch mit nachfolgendem schönen Schuß. Hanau 93 Jungliga — 1900 1. Jugend 3:2 (2:0). Den Hanauern ist die Revanche gegen die Gießener zwar geglückt, wenn sie dies auch nicht spielerisch dokumentieren konnten. Die erste Halbzeit wurde auf einem schlecht bespielbaren Reservefeld ausgetragen. Die Gastgeber hatten auch noch Den starken Wind zum Bundesgenossen und führten bald 2:0. Die zweite Halbzeit fand dann unter den Augen der 8000 Zuschauer, die zum Spiel um die Deutsche Meisterschaft Hanau 93 — 1. Sp.-D. Jena erschienen waren, auf dem Hauptfeld statt. Es kam zu einem herrlichen Spiel, aus dem 1900 nur unverdient als zweiter Sieger hervorging, denn dem dritten Treffer der Gaftaeber setzten jetzt die Gießener zwei entgegen, während der sichere Ausgleich und mögliche Sieg von Val. Koch durch zweimaliges Treffen des Torpfostens bei verlassenem Tor vergeben wurde. Heuchelheim Schüler — 1900 Schüler 0:4. Die Kleinsten siegten bei ihren Kameraden in Heuchelheim leichter, als gedacht und in dieser Höhe auch verdient. Zußballabteilung des Tv. Kinzenbach. Tv. Kinzenbach I — Allendorf (Lahn) 1 4:5 (2:4). immer hervor Schritt unternonv i schroff war, und Mein LaM ulipringt und LnichUuMN. Mar traf'ft ieinl jnn besser? »ch ein Kind, d°- ,hmen wo»«"- Le-tüd)®* Scblußk. mittag- bSrse 29.4 100,25 97,13 102 113,3 100,5 98,25 Das Spiel endete, wie vorausgesagt, mit einem knappen Ergebnis, und zwar gewann der Gast dank der entschlossenen Spielweise seines Sturmes nicht unverdient. Beide Mannschaften spielten mit Ersatz und zeigten nicht die gewohnten Leistungen. Der Verlauf war trotzdem interessant. Die Platzbesitzer gingen zunächst durch ihren Rechtsaußen in Führung, konnten sich dieser jedoch nur kurze Zeit erfreuen. Die Gäste glichen bald aus und gingen recht flott und jederzeit fair, so daß der Schiedsrichter ein leichtes Amt hatte. Polizei Wetzlar I — Tv. Wetzlar I 6:15 (2:7). Trotzdem der Turnverein Wetzlar mtt Ersatz antrat, konnte er das Treffen hoch für sich entscheiden. Polizei Wetzlar II — Tv. Wetzlar II 11:2 (6:1). Umgekehrt ging die Partie der beiderseitigen zweiten Mannschaften aus. Hier siegte die Polizei gegen die ersatzgeschwächten Turner vollauf verdient. To. Dutenhofen — Tv. Dornholzhausen 1:6 (0:3). Man hatte erwartet, daß die Einheimischen die Niederlage im Vorspiel auf eigenem Platze umdrehen würden. Es kam aber anders. Während sich die beiderseitigen Stürmerreihen ziemlich gleichwertig waren, hatten die Gäste eine weit bessere Hintermannschaft (Tormann) zur Stelle, die die bestgemeintesten Angriffe der Platzbesitzer abschlug. Die Jugendmannfchaften lieferten sich ein schönes und gleichwertiges Spiel, das Dutenhofen knapp mit 7:6 (3:4) gewann. Die Schüler spielten aegen Niedergirmes und konnten ebenfalls 3:2 (1:1) gewinnen. Tv. Hörnsheim komb. — Tv. ©rüningen I 7:5 (3:1). Der größte Teil der Hörnsheimer Mannschaft bestand aus Spielern der zweiten Mannfchaft, nur die Hintermannschaft war der ersten entnommen. Trotzdem zeigte die Kombination ein sehr schönes Spiel und gewann auch verdient. Die Gäste Schlußkurs 27 4 7Nlv. Gießen Jgd. — Io. Wetzlar-Niedergirmes Jgd. 4:11 (2:6). Die Gießener Jungens hatten das Pech, daß sie nur mit 10 Mann antreten konnten und dann noch zahlreichen Ersatz in ihren Reihen hatten. Außerdem war ihr Gegner in einer ausgzeichneten Form, so daß auch eine komplette Gießener Mannschaft alle Mühe gehabt hätte, ehrenvoll abzufchnei- den. Trotzdem muß man den Eifer der Gießener loben, die, obwohl nach verschiedener Richtung hin geschwächt, doch noch bis zum Schluß standhielten und ihrem Gegner einen vollkommen gleichwertigen Kampf lieferten. Sie hatten außerdem auch noch das Pech, schlecht zu schießen, so daß die Niederlage auch in dieser Höhe nicht abzuwenden war. Das Spiel selbst, das sehr gut besucht war, nahm einen schönen Verlauf, da beide Mannschaften äußerst anständig spielten. Freundschaftsspiele: Oie Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 692: Das neue Zahlungsabkommen zwischen der deutschen und portugiesischen Regierung. 693: Beginn der Sommerreisen der Hapag nach Nordamerika. 694: Aufhebung der Zollbefreiung für Tabak-Erzeugnisse in Briessendungen. 695: Schweizer Gebührentarif für die Erteilung von Einfuhrbewilligungen. 696: Bezugsquellennachweis der Eifen- und Stahl- waren-Jndustrie des Saargebiets. 697: Deutsche Geschäftsstelle der deutsch-belgischen Handelskammer Brüssel in Berlin w 30, Nol- lendorfplatz 3. 699: Erleichterte Bestimmungen für Postsperrgut. 700: Aufdrucken von Poftwertstempeln auf Postkarten, Briefumschläge usw. durch die Reichsdruckerei. 701: Weitere entscheidende Lockerung der Devisenzwangswirtschaft in Belgien. 702: Zahlungsverkehr mit Portugal. Die Deutsche Derrech'nungskasse hat von der Reichsbank die Führung des Reichsmarksonderkontos der Bank von Portugal übernommen. 703: Richtpreisanordnung XVII für unedle Metalle vom 26. 4.1935. 704: Luft- und Seepostbeförderung nach und von Amerika, Dorausflüge und Nachbringeflüge. Sf. - börse 29 4 glichen bald aus und gingen Front. Noch einmal kam Der Gastgeber zum Gleichstand und mußte dann den Gästen du'ch ihr besseres Spiel bis zum Wechsel eine 4:2-Führung überlassen. Nach der Pause arbeitete Kinzenbach eine Reihe guter Torgelegenheiten heraus, aus denen vorerst aber nur das dritte Tor erzielt wurde. Die Gäste tarnen dann zu ihrem fünften Erfolg, dem später das vierte Tor für Die Platzmannschaft folgte. Trotzdem die zweite Hälfte stark im Zeichen der Platzbesitzer stand, vermochten diese den guten Gästetorhüter nur zweimal zu überwinden. Turner zu Gast. Sofort nach Anpfiff gingen die Gießener mächtig aus sich heraus und konnten in schönem Zusammenspiel schon bis zur Halbzeit den Sieg sicherstellen. Aber die Herborner ließen sich durch dieses Ergebnis nicht entmutigen. Sie kämpften unentwegt weiter und leisteten Männerturnern, die sich anscheinend nicht mehr zusehr anstrengten, mächtig Widerstand. Mit fern Spiel hat nun die zweite Mannschaft Punktverhältnis von 6:2. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuh 5 v. H. den ersten Kursen, die uneinheitlich lagen, wurde die Haltung eher etwas schwächer. Der Rückgang der Farbenaktie von zunächst unverändert 144,75 auf 144 Brief färbte auch auf andere Marktgebiete etwas ab. Die starke Geschäfts- stille tat ihr übriges. Am Elektromarkt waren Ta- rifwerte im Anschluß an die Befestigung vom Samstag noch beachtet, so gewannen Gesfürel 1,25 v. H. und Bekula 1 v. H., Licht 8- Kraft und Elek- trische Lieferungen blieben behauptpet, dagegen gingen Schuckert um 0,50 v. H. zurück. Andere Elektro- werte lagen unverändert. Von Montanaktien büßten Klöcknerwerke 1 v. H., Rheinstahl 0,75 v.H., Bude- rus 0,40 o. H. ein, Mannesmann mit 77 und Stahl- oerein mit 77,90 sowie Harpener mit 103,50 konnten sich voll behaupten. Mansfelder Bergbau gaben 0,25 v. H. nach. Von sonstigen Werten lagen Conti Gummi mit plus 2 o. H. und AG. für Verkehrs- roefen mit plus 1,50 v.H. fest. Höher eröffneten außerdem noch Bank für Brauindustrie mit 114,75 (114), Kunstseide AKU. mit 53 (52,75). Schiff- fahrtswerte notierten uneinheitlich, Hapag minus 0,40 v. H., Nordd. Lloyd lagen unverändert. Sonst eröffneten: Reichsbank, Scheideanstalt und Deutsche Erdöl gut gehalten, Dagegen Gement Heidelberg 0,40 v. H. leichter. Am Rentenmarkt waren Altbesitzanleihe beachtet und 0,13 v. H. höher, Zinsvergütungsscheine mit 89,50 und 6 v. H. Stahlverein mit 101,13 lagen behauptet, dagegen büßten Kvmmunal-Umschuldung und Späte Reichsschuldbuchfvrderungen bis 0,13 d. H. ein. Am Auslandsrentenmarkt ist das Geschäft in mexikanischen Anleihen erheblich kleiner geworden, und die Kurse gingen bis zu 0,40 v. H. zurück, so für 4 v. H. Gold mit 8,90 (9,20), 4V- v. H. Jrri- gation mit 8,75 (9,25), 5 v. H. Silber 5,75 (6), 5 v. H. äußere Gold ca. 13,50 (14). Im Verlaufe vermochte sich das Geschäft nicht zu beleben, und die Kurse bröckelten unter dem Eindruck der starken Geschäftsstille weiter bis 0,25 v. H. ab, insbesondere am Montanmarkt, ferner nochmals IG. Farben auf 143,75. Dagegen blieben Bekula und Gesfürel gefragt bei bis 0,50 v. H. erhöhten Kursen. Für mittlere Aktienwerte bestand einige Kundennachfrage, so gewannen Feinmech. Setter 0,50 v. H., Hanfwerke Füssen 0,65 v. H., Aschaffenburger Zellstoff 1 v. H., Moenus Maschinen 0,25 v. H. Sehr fest notierten auf Dividendenhoffnungen AG. für Verkehrswesen mit 81,50 bis 84 (80), dagegen büßten Rhein. Braunkohlen 2,75 v. H., Allg. Lokal und Kraft 1 v. H. ein. Am Kassamarkt zogen Seilindustrie Wolff, Mannheim, auf den guten Abschluß mit 3 (i. 23. 0) v. H. Dividende auf 73- (68) an. Renten lagen auch später sehr ruhig, aber behauptet. Pfandbriefe zeigten nur minimale Veränderungen, Stadtanleihen tendierten bis 0,25 v. H. hoher. Mexikanische Anleihen gingen bei weiterer Geschäftsschrumpfung erneut um 0,25 Di H. zurück. — Mbenbbörfe: ruhig. Frankfurt a. M., 29. April. Zum Wochenbeginn lag die Börse wieder sehr still, die Kurse wiesen im Vergleich zur Samstagsbörse nur geringe Veränderungen auf. Die Kundschaftsbeteiligung ist noch sehr schwach, wodurch auch die Kulisse in ihrer Zurückhaltung verblieb, zumal auch größere An-, Die unaewöhnliche Geschäftsstille beherrschte auch regungen aus der Wirtschaft nicht Vorlagen. Nach | den Abendbörfenverkehr, immerhin war die Grund- Datum Mansfelder Bergbau.........8 Kokswerke.......... 5, Phönix Bergbau O Rheinische Braunkohle« .....12 Rheinstahl................SN Bereinigte Stahlwerke O Otavt Minen ............ O Kaliwerke Aschersleben........ 5 Kaliwerke Westeregeln........5 Kaliwerke Salzdetfurth 7V» -s war?' jogeI nÄer rden konntel ien werden zusanune ane? »? € MliE 0U| !> «ft l • 5?* 5 l^erl-6* "W ■ Sb---K>«4j U-rK ~3r£F 2,45 41,98 53,48 11,98 16,38 167,94 20,79 60,22 Datum «% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 i% Deutsche Reichsanl. von 1984 6%% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechten 4x/t% Deutsche Reichspostschatzan- Weisungen von 1934, I 6% ehem.8% Hess. BolkSstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............ *¥i% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........ 6%% ehern. Hess. Landes-Hypo° lhekenbank Darmstadt Liaut ... 414% ehem. 8% Darmst. Komm. Landesb.Goldschuldverschr. R.g Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Sammelabl. An. leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4ya°/o ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 ■6%% ehem. 4y2% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Pfandbriese....... 16%% ehem. 4yt% Rheinische Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpse 14%% ehem. 8% Pr. Landespfand- büefanstalt, Pfandbrlese R. 19 4y,% ehem. 7% Pr. Landespfand- brtefanst., Gold Komm. Obl.Vl ^Steuergutsch.verrechnungSk 35-89 ;hUipp Holz mann O sementwerk Heidelberg ......6 Zementwerk Karlstadt.........4} (Schlußkurs 27-4 I. G. Farben-Jndustrt« 7 Scheideanstalt.......... 9 Goldschmidt O Rülgerswerke ....... 4 Metallgesellschaft 4 Frankfurt a. Ul Serlln Schluß- kurs Gchlußk. Abend« börse Schlußkurs Schlußk. Mittag- börse Datum 27.4 29-4 27.4 29-4. 8,5 8,5 — — 5% RumSn. vereinh. Rente v. 1903 4,3 4,4 4,4 4,55 4i4%Rumän.vereinh.Rentev.l913 6,25 6,25 6,5 6,35 4% Rumänische vereinh. Rente 4,1 4,13 4,15 4,13 34 — — 34,4 34,13 Hamburg-Amerika-Paket ..... 0 32,5 32,25 32,25 32,25 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 — — 26,75 27 Norddeutscher Lloyd ......... 0 34 34 34,4 33,75 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 80 84 80,5 84,25 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 111 109,5 110,65 110,25 Commerz- und Prtvat-Bank ... O 92 92,25 92,25 92,25 Deutsche Bank und D'.sconto- Gesellschaft................ 0 94,5 94,25 94,5 94,25 0 94,5 94,25 94,5 94,25 ReichSbank ................ 12 158,5 158,5 158,5 27.April 29-April Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld »rief Geld Dries Buenos Atrn 0,658 0,662 0,658 0,662 Brüssel..... 41,98 42,06 41,98 42,06 Rio de Jan. . 0,201 0,203 0,201 0,203 Sofia ...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 53,30 53,40 53,47 53,57 Danzig..... 81,10 81,26 81,10 81,26 London ..... 11,935 11,965 11,975 12,005 Helstngfor».. 5,275 5,285 5,285 5,295 Paris ...... 16,38 16,42 16,38 16,42 Holland .... 167,68 168,02 167,68 168,02 Italien..... 20,68 20,72 20,68 20,72 Cy tn/rvi 0.702 0,704 0,704 0,706 Jugostawten. 5,649 5,661 5,649 5,661 Osio..... : 59,99 60,11 60,19 60,31 Wien....... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon.... 10,84 10,86 10^87 10,89 Stockholm... 61,55 61,67 61,75 61,87 Schweiz .... 80,72 80,88 80,72 80,88 Spanien.... 33,89 33,95 33,92 33,98 Prag....... 10 35 1(1 37 Budapest ... _ _ Neuyork... 2,478 2,482 2,478 2,482 Berlin, 28 ^April Geld Amerikanische Noten.............. 2,43 Belgische Noten.................. 41,82 53,26 Englische Roten ................. 11,94 16,32 Hulkünkisch. ............... 167,26 20,71 Rnrm.gtsche fRotyn .............. 59,98 Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling ■■ 61,54 Schweizer {Jlotcn.•••••••••••••••• 8g,24 Spanische Noten................. Ungarische Note» 33^45 Oberheffen ^g^^MBugtÄngdrote 01 790 CARLNqWAcK FERTIG UND O O)NACH MASS Telefon 3565 GIESSEN SELTERSWEG 81 2552 A Sin neues Festzuges bei ?52SA ffefdjenköudj für Fachgeschäft für ff Optik und Photo Naturfreunde JNHABER: CARL HEINZ SCHLÜTER I; f Selters rweg 33 Bahnhofstraße 31 Teppiche Gardinen Bettumrandungen Steppdecken finden Sie in größter Auswahl im bekannten Spezialgeschäft PREtS'F: 1 ..80X Besichtigen Sie bitte meine 5 Schaufensterl ____________2577 A Der Rollfilm-Automat gibt Ilm en auch Sonntags und am 1. Mal den richtigen Film für Ihre Aufnahmen des Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei Landkreis Gießen. * Klein-Linden, 29. April. Am Samstagabend hielt Missionar Ruff, der 16 Jahre im Dienste der Basler Mission in China gearbeitet hat, in unserer Kirche einen aufschlußreichen Vortrag über die Sitten und Gebräuche des chinesischen Volkes. Er erzählte von dem Leid, das infolge des Heidentums über viele Mütter und Mädchen in China kommt. Demgegenüber zeigte er eine klare und tapfere Lebensauffassung, wo die Ostersonne scheint. Am Sonntagvormittag hielt er den Gottesdienst. Im Kindergottesdienst erzählte er von den Namen der d)inesischen Kinder und deren Bedeutung. Die Kollekte von 19 Mark kommt der Basler Mission zugute. 76, c) 62 bis 70. Kalbfleisch b) 74 bis 82, c) 68 bis 72. Hammelfleisch b) 75 bis 78. Schweinefleisch b) 70 bis 75. Fettwaren: roher Speck unter 7 cm 60 bis 65, Flomen 80 bis 85. Marktverlauf: lebhaft. Der nächste Schlachtviehmarkt findet am Freitag, 3. Mai, statt. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 29. April. Das Geschäft war weiterhin sehr klein. Brotgetreide, insbesondere Roggen, war ausreichend angeboten, während die Mühlen nur schwache Aufnahmeneigung bekunden, zumal das Mehlgeschäft nach wie vor schleppend liegt. Futtergetreide blieb knapp offeriert, auch ölhaltige Futtermittel und Kleie waren noch nicht in größerem Umfange erhältlich. Indessen ist die Nachfrage der Landwirtschaft nicht mehr so dringend, da man starke Hoffnungen auf baldige Grün- sütterung und Weidegang hegt. Zu beziehen durch jede Buchhandlung Hugo Bermühler Verlag • Berlin-Lichterfelde hocherfreut zurück. * Daubringen, 29. April. Das ober- bayerische Bauerntheater „M ü n ch n e r H e i m a t s p i e l e" gab im Saale von Ludwig Fürden neuen Frühjahrs-Anzug sollten Sie jetzt langsam an die Wahl des Stoffes gehen. Besichtigen Sie doch einmal unverbindlich das große Lager moderner und gediegener Herren-Stoffe, das wir führen. Sie finden bestimmt das Richtige, hochwertig in Qualität und angemessen im Preis. Unsere Maß-Abteilung steht unter Leitung erstklassig. Fachleute, deren jahrzehntelange Erfahrung die sicherste Gewähr für beste Verarbeitung u. einwandfreie Paßform ist Machen Sie uns bitte die Freude Ihres Besuches und Sie werden bestimmt zufrieden sein. Spezial -Abteüung für Reichswehr-Uniformen Vertrags-Lieferant der Heeres - Kleiderkasse. 2564 A G. m. b. H. Gießen, Marktplatz ©escftäftsüBemaftme Am 1. Mai übernehme ich das Jaba^iDarenSescftäft des Herrn WILHELM WEBER, Gieben, Neuen Baue 22 (neben der Stadtpost) und bitte um geneigten Zuspruch. 2574 D Ich werde mich bemühen, allen Kunden das Beste und Preiswerteste zu bieten, was nach dem heutigen Stand der Fabrikation möglich ist OTTO BERGEN & **£ LUS AneMsttiert« äSy. Das von mememver-MF acker storbenen Manne WW seit 40 Jahren betriebene elektrotechnische Geschäft führe ich unter dem fachkundigen Beistand seines langjährigen Mitarbeiters weiter. — Es soll mein Bestreben sein, das meinem Manne entgegengebrachte Vertrauen durch Qualitätsarbeit bei billigster Preisberechnung ebenfalls zu erwerben. Max Weißbäcker Wwe. ^S^^SEBÄLDS MAARTINKTURz'^^r gleitet, kostbare Perlen aus der deutschen Musikliteratur. Auch die Lieder aus der Oper „Das Glöckchen des Eremiten" und aus dem „Zigeunerbaron" wurden prächtig und bei starkem Beifall den Zuhörern dargeboten. Besonders dankbare Aufnahme fanden auch seine Rezitationen heiterer Art. Eine flotte Musikkapelle sorgte für rechte Stimmung und spielte zum Schluß noch zum Tanz auf. ♦ Klein-Linden, 29. April. Am gestrigen Sonntag unternahm der T u r n v e r e i n Klein- Linden bei verhältnismäßig guter Beteiligung fei- nen zweiten Turngang. Der Nachmittagsspaziergang führte durch den Bergwerkswald, über die „TheodörsrUh" zur Nikolausquelle. Nach der Rückkehr fand man sich noch einige Zeit im Turnerheim ein. Der Wanderwart, Ernst Weigel, hat für Sonntag, 12. Mai, eine Tageswanderung (Stoppelberg—Kirschenwäldchen—Wetzlar) für die Turnerjugend angesetzt. § Alten-Buseck, 29. April. Gestern konnte die älteste Einwohnerin unserer Gemeinde, Frau Susanne Schreiner, geb. Müller, in verhältnismäßig geistiger und körperlicher Frische ihr 91. Lebensjahr vollenden. Eine stattliche Zahl von Kindern, Enkeln und Urenkeln begingen mit der Jubilarin den festlichen Tag. ex) Beuern, 29. April. In unserer Kirche fand am gestrigen Sonntag die Konfirmation statt. 10 Knaben und 12 Mädchen wurden eingesegnet. Der Kirchenchor verschönte die Feier. Der Gottesdienst war sehr gut besucht. — In diesem Jahre wird in unserem Orte eine stattliche Anzahl von A B C. - S ch ü tz e n, 15 Knaben und 14 Mädchen, in die Schule ausgenommen. Vom ersten Sckulgang kehrten sie, je mit einer großen Brezel beglückt, W Noch einmal sch den einzuziehen- stände ergab stcy Bild deutschen Le schen Gemernscha nicht weniger do! herrlichste Somm kaum ein mumji lachendem Mund' rung ertragen, ot und freudiger ai Hebung. Wenn ei folgen, wenn es o Fest der deutsche die Einigkeit und vor aller Welt zu kleinen persönlich auch keine äußer- hindern könnten, Das vieltaust trauensmänner, Volk das Verspr nale und soziale ist gleichsam dk Bekenntnis zum schasfenen Volks dieser Stunde i wartet die Friel Führer, der da tion, als der fi Volk der Erde, Versammlung r des Unwetters die tätigen 2er zur gemeinfame willens jufamme len her politifäe des deutschen Li zu erfüllen. Wie mögen, die eine auftürmt. Wenn Güter ihr eige Völker mehr Üa fehlt ihnen doch gende Glaube o deutsche Volk he überwältigende über das ganze spuren ließ, als st e, was ihm iches Volk Glaube und sei nen Satz prägt könne, und er Staates bleiben . So fühll sich ringen materiel politischen Lage gebracht haben, Ln diesem Glai Freiheit und Q rÄ^nschafte, M'gler Partr L ’°,n eines qjq f *9 mit d A?^egnen, ist "ot'g, die Völk Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen WIX 209, W XIII 213, W XVI 217, Roggen RIX 169, R XIII 173, R XV 177, Großhandelspreise der Mühlen des genannten Preisgebiets. Futtergerste GIX171, G XI 174, G XII 176, Hafer HXIII 169, HXIV 171, Großhandelspreise ab Station. Bei Wasserverladung über 100 Tonnen 3 Mark mehr. Sommergerste für Brauzwecke 200, Weizenmehl W XIII 27,60, W XVI 28,05, Roggenmehl R XIII 23,70, R XV 24,10, alles plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizennachmehl 17,50, Weizenfuttermehl 13,75; Weizenkleie W XIII 10,87, WXVI 11,08, Roggenkleie R XIII 10,14, R XV 10,38, Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Soyaschrot 13, Palmkuchen 13,30, Erdnußkuchen 14,50, Fabrikpreise ab südd. Fabrikstation; Trockenschnitzel 9,65, Heu 10,50, Weizen- und Roggenstroh 5 bis 5,40; Kartoffeln: Industrie hiesiger Gegend 3, gelbfleischige hiesiger Gegend 2,90 per 50 Kilogramm CO Klein-Linden, 29. April. Mit einem Abend voller Humor erfreute die Ortsgruppe Klein-Linden der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" ihre Mitglieder und viele Volksgenossen. Die Veranstaltung fand im Saale des Gasthauses. „Zur deutschen Eiche" am Samstagabend statt und war namentlich von der Jugend gut besucht. Einige Mitglieder des Gießener Stadttheaters hatten ihre Kräfte in den Dienst des Abends gestellt und damit schon die Gewähr für einen schönen Abend übernommen. Herr Paul N i e- r en mit seinem unerschöpflichen Humor hatte die Ansage und brachte die heiterste Stimmung unter die Zuhörer, die ihm mit kaum endenwollendem Beifall dankten. Auch als Rezitator humorvoller Darbietungen erntete er brausenden Beifall. Fräulein Hilde Plank erfreute mit einem Schmetterlingstanz und einer Gavotte die Besucher, die die schönen Vorführungen beifällig aufnahmen. In größtes Erstaunen versetzte aber die Zuhörer der Zauberer Orizaba, der mit seinen Zauberkünsten geradezu unmögliche Sachen fertigbrachte und großen Erfolg mit seinen Meisterstücken erzielte. Auch der Sologesang kam zu seinem Reckst und stimmung nach der weiteren Abschwächung an der ' Mittagsbörse nicht unfreundlich. Der Ultimo scheint ' überwunden zu sein, doch zeigte die Kulisse mangels 1 Anregungen noch keine Unternehmungslust, zumal i auch die Kundschaft in ihrer abwartenden Haltung verharrte. Im Vergleich zum Berliner Schluß ver- ' mochte sich das Kursniveau zu behaupten, die Farbenaktie war weiter erholt, und zwar auf 144,65 bis 144,90 (144,40). Andererseits waren Th. Goldschmidt mit 99,65 (99,90) angeboten. Tarifwerte sowie AG. für Verkehrswesen konnten sich voll behaupten. Grohbankaktien lagen unverändert. Der deutsche Rentenmarkt lag sehr still bei unveränderten Kursen, nur Kommunal-Umschuldung waren weiterhin angeboten und gingen erneut um 0,10 v. H. zurück. Mexikanische Anleihen konnten ihre leicht erholten Mittagsschlußkurse behaupten, hatten aber nur sehr geringe Umsätze zu verzeichnen. 5 v. H. Silber-Mexikaner allerdings um 10 Pfennig auf 5,80 nachgebend. U. a. notierten: Altbesitzanleihe 113,40, 6 v. H. Stahlverein 101,13, 4 o. H. Rumänen 4,13, Commerzbank 92,25, DD-Bank 94,25, Dresdner Bank 94,25, Harpener 103, Rheinstahl 104,25, Stahlverem 77,75. AKU. 52,90, AEG. 37,50, Betula 136, Zement Heidelberg 120,75, IG. Chemie Basel volle 172,50, Scheideanstalt 212,25, Licht und Kraft 121, IG. Farben 144,65 bis 144,90, Gesfürel 121,50, Holzmann 89,50, Metallgesellschaft 97, Schuckert 103, Süddeutscher Zucker 167, Schöfferhos-Binding 160, AG. für Verkehrswesen 84, Hapag 32,25, Norddeutscher Lloyd 34. Aranksurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 29. April. Auftrieb: Rinder 748 (gegen 524 am letzten Hauptmarkt am 23. April) darunter 190 Ochsen, 62 Bullen, 307 Kühe, 189 Färsen. Zum Viehhof direkt zugefuhrt wurden: 2 Ochsen, 1 Bulle, 1 Kuh, 1 Färse. Kalber 664 (458), Schede 19 (6), Schweine 4410 (2585). Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht m Mark: Ochsen a) 42 (42), b) 41 bis 42 (40 bis 41), c) 38 bis 40 (38 bis 39), d) 35 bis 37 (34 bis 36) Bullen a) 42 (42), b) 41 bis 42 (39 bis 41), c) 38 bis 40 (37 bis 38), d) 33 bis 37 (35 bis 36). Kühe a) 40 bis 42 (40 bis 42), b) 34 bis 39 (35 bis 39), c) 28 bis 33 (29 bis 34), d) 20 bis 27 (20 bis 28). Färsen a) 42 (42), b) 41 bis 42 (40 bis 41), c) 38 Lis 40 (37 bis 39), d) - (35 bis 36). Kälber a) 59 bis 60 (60), b) 52 bis 58 (53 bis 59), c) 40 bis 51 (45 bis 52), d) 30 bis 39 (36 bis 44). Hammel b) Weidemasthämmel 38 bis 39 (—). Schafe nicht notiert. Schweine al) — (49 bis 52), a2) 49 bis 52 (49 bis 52), b) 46 bis 51 (48 bis 52), c) 44 bis 51 (47 bis 52), d) 42 bis 49 (45 bis 50), e) 35 bis 44 (42 bis 48), gl) 43 bis 48 (44 bis 48), g2) 38 bis 42 (40 bis 43). Marktverkauf: Rinder lebhaft, ausverkauft. Ausstich-Tiere über Notiz. Kälber Hammel und Schafe mittelmäßig, ausverkauft. Schweine schleppend, großer Ueberstand (429). Großhandelspreise für Fleisch und für Fettwaren. Beschickung des Flelschgrotz- marktes: 1645 Viertel Rindfleisch, 77 ganze Kalber, 16 ganze Hämmel, 268 halbe Schweine Preise pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfletsch b) 70 bis 76, c) 62 bis 70. Vullenfleisch b) 66 bis 70. Kuhfleisch b) 54 bis 60, c) 40 bis 52. Färsenfleisch b) 70 bis urwüchsiges Volksleben wiederspiegelte, wurde mft lebhaftem Beifall ausgenommen. Im Laufe der nächsten Tage sollen Gastspiele in Londorf, Wieseck, Lollar usw. stattfinden. * Lollar, 29. April Heute abend ereignete sich in unserem Dorfe ein Unfall. Die etwa 65jährige Ehefrau des Landwirts Heinrich Gaul wurde von einem Schwein umgerannt und kam dabei so unglücklich zu Fall, daß sie mit einem Bruch des rechten Oberschenkels durch die Freiwillige Sanitätskolonne Gießen in die Klinik nach Gießen gebracht werden mußte. § Mainzlar, 29. April. Am Samstagabend hielten die SA. - L. und der Krieger- und Schützenverein (Kyffhäuserbund) bei Gastwirt Vogel einen gut besuchten Kameradschaftsappell ab. — Gegenüber 18 Schulentlassenen beträgt die diesjährige Zahl der Schulrekruten nur 8 und zwar zwei Knaben und sechs Mädchen. — Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" veranstaltete am Samstaamittag im Saale des hiesigen Gastwirts Wilh. Müller die Tonfilmvorführung „Der Schützenkönig". Heber 300 Arbeitskameraden (Belegschaft Didier-Werke) besuchten die Vorstellung. Am Abend erfolgte eine Vorführung des Stückes für die Arbeitskameraden von Rinn & Cloos, Daubringen. + Treis a. d. Lda., 28. April. Witwe Helene Fischer, geb. Göbel, dahier, beging heute in körperlicher und geistiger Frische ihren 84. Geburtstag. T Garbenteich, 29.April. Die hiesige Spar- und Darlehenskasse hielt im Gasthaus „Zum kühlen Grund" ihre Generalversammlung ab. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats Ludwig Keßler hieß die Mitglieder willkommen. Direktor Friedrich Kissel gedachte sodann der im vergangenen Jahre verstorbenen Mitglieder, deren Andenken in der üblichen Weise geehrt wurde. Anschließend gab er den Geschäftsbericht bekannt. Erwähnenswert ist besonders die im Laufe des Jahres vorgenommene Senkung des Zinssatzes, ferner die endgültige Zahlungsfestsetzung der noch rückständigen Aufwertungen (bis zum 1. Juni d. I.). Die vom Rechner Lang gegebenen Erläuterungen zur Jahresbilanz ließen erkennen, daß im vergangenen Jahr eine Steigerung des Umsatzes und eine Erhöhung der Spareinlagen zu verzeichnen war. Der Warenumsatz erhöhte sich um annähernd 1000 Mark. Die Bankschulden konnten beträchtlich gesenkt werden. Die Mitgliederzahl betrug am Anfang des Geschäftsjahres 231; 18 Mitglieder traten ein, 8 Mit- glieder schieden aus. Das satzungsgemäß ausscheidende Aufsichtsratsmitglied Ludwig Keßler und das Vorstandsmitglied Heinrich W a l l b o t t X. wurden einstimmig wiedergewählt. Die in zwei Punkten notwendig gewordene Aenderung der Statuten wurde entsprechend dem Vorschlag des Vorstandes einstimmig genehmigt. Kontrolleur Stumpf : dankte den Mitgliedern für das im vergangenen • Jahre erwiesene Vertrauen. Er erläuterte die Zweck । und Ziele der Kasse und ermahnte zum Schluß, der ! Spar- und Darlehenskasse die Treue zu halten. Mit ' dreifachem Sieg-Heil! auf den Führer Adolf Hit- > ler wurde die Versammlung geschlossen. AM«sMKS LKvSN Kleine Kreatur in Wasser, Busch und Halm Don Karl Otto Bartels 164 Naturaufnahmen aus dem Leben der niederen Tierwelt mit erläuternden Bildunterschriften, Namensangaben und ausführlichem Text. Mit einem Geleitwort von Prof. Or. Oeegener, Nnverfltät Berlin. Preis: karton. Reichsmark 3.90, gebund. Reichsmark 4.80. 3n meisterhaften Lichtbildern hat hier einer der feinsinnigsten Beobachter die wunderbarsten Miururkunden jener »einen T.erwelt zufammengetragen, deren Lrben^gcwohnheiten »m allgemeinen sehr wenig bekannt sind. Auch in den kleinsten Dingen offenbart die Hatur ihre Schönheiten, die und Menschen tief beglücken können, wenn wir sie zu sehen verstehen. Verlangen Sie kostenlos das bebilderte Werbeblatt und zum Bauen „ übermann VSekLvmEeL mit gutgeh. Geschäft im eigen, großen Haus, in Stadt Nähe Gießen, 29 Jahre, ev., 1,75 m groß, sucht Lebensgefährtin tm Alter b. 27 Jahre von gut. Aeußeren, gut. Allgemeinbildung u. gut. Herkomm. Dunkel bevorz. (Ltrv. 93ernt, erw., ieb. nicht Bedg. Schr. Angeb.,unt. 01859 an den Gieß. Anzeiger. hatte in Herrn Kurt Richter vom Stadtheater Schäfer em Gastspiel bei dem Die dreiakhge Gießen einen hervorragenden Vertreter. Herr R i ch- Bauernkomodte „Das Schützenfest von Garrmsch ter sang von Meisterhand auf dem Klavier be- zur Aufführung gelangte. Das Theaterstück, das 35 .40