185. Jahrgang Gietzener Anzeiger i»s. zayrgmg KeNag, 2,. November MS L°nn>°ss und Feiertags ASfjBiB ▼ (W W Annahme von Anzeigen veiiagen: Die Illustrierte Ä Ik A A A A A A ▲ A A . , ▼ für di- Mittagsnummer Monats-vezug-preis: M WM W ÄJ HÄ WT ■ ■ IV g 71 M | MV ■ MM jlF Srundpreise für, mmlföhe »“x Vf [vIiIlIIIlI ZI 11 l&llr I V^^^VV MIt IVIHVV iw? von einzelnen Nummern Rf MM LW ~ Dori). Bereinig. 25% mel)r. mfalge höherer Gewalt E Srmöhigte Grundpreise: MM General-Anzeiger für Vberhessen SSW Postscheckkonto: _ 4ft gen, Bäder., Unterrichts- u. zrantfurt am m-in »8ns DruKund Verlag: Srühl'sche Univerfi.St-.8uch- und Steindrvckerei R. Lange in Si-tzen. Schrift,eilung und SeschSftrftelle: Schlllstratze 7 NengenLschl'KLk'L Aachbarliches^erständnis festigt den europäischen Frieden Das Echo der Führer-Llnterredung in Italien. Mitgliedern // In Das alles ist in der zweiten Abschlußtagung der ^T.-Gemeinschaft KdF. klar vor die Augen des 8»lkes gestellt worden. Der Führer und Reichs- Als die ersten Schiffe mit Mitgliedern der Deutschen Arbeitsfront, Männern aus den Industriegebieten, Frauen aus Kontoren und Fabriksälen, nach Madeira fuhren, horchte die Welt auf, und mancher mochte den Kopf schütteln. Bald wurde von einer Flotte gesprochen, um solche Reisen großzügig durchzuführen, die nicht nur nach Helgoland oder Bornholm sondern bis hinauf in die Fjorde von Norwegen gingen. Bei der Feier des Abschlusses des zweiten Geschäftsjahres der NS.- Gemeinfchaft KdF. wurde dieses Programm noch erweitert. Hier wurde die Hoffnung ausgesprochen, daß die Schiffe der Arbeitsfront einmal minderbemittelte Volksgenossen des Auslandsdeutschtums aus Amerika oder von anderen Küsten auf einige Wochen in die Heimat bringen würden, damit diese die Fühlung mit der Heimat nicht verlieren. So werden vom Nationalsozialismus jene Prophezeiungen erfüllt, daß die deutschen Arbeiter einst auf eigenen Schiffen fahren und Reisen in die Welt machen würden... Mailand, 28. Nov. (DNB.) Der offiziöse „Popolv d'Italia" schreibt u. a.: Daß das Deutschland Hitlers antikommunistisch sei, könne man verstehen. Der deutsche Standpunkt betone, daß das offizielle Gesicht der Sowjetunion Uui^e inc Mcrske sei. Sein wahres Gesicht sei die Komintern, die Dritte Internationale mit dem Sitz in Moskau und dem Führer Stalin. Das Blatt erwähnt bolschewistische Terrorakte in aller Herren Länder und bekennt, daß die nationalsozialistischen Behauptungen nicht ohne Grundlage seien. Sowjetrußland könne nicht auf den Gedanken der Weltrevolution verzichten. Rußland sae überall mit vollen Händen und hoffe, daß die Saat aufgehen werde. Man dürfe nicht an den Worten Stalins auf dem 15. Komintern-Kongreß vorübergehen, daß der Erfolg des unvermeidlichen Kampfes gegen die kapitalistische Welt lien gefährde, mit allem Nachdruck mitzuarbeiten. In Rio de Janeiro sind insgesamt etwa 13 0 0 Aufständische gefangengenommen worden. Sie werden nach der Blumen-Jnsel in der Bucht von Rio überführt. Im Heereshospital wur- den 30 tote und etwa 200 verwundete Offiziere und Mannschaften als Opfer des kommunistischen Auf- standsversuches gezählt. Die auf Regierungsseite Gefallenen wurden unter militärischen Ehren bestattet. In Natal ist der Dampfer „Santos", auf dem die Aufständischen des 21. Jägerbataillons die Flucht ergriffen hatten, wieder in den Hafen zur ü ck gekehrt. Die Rebellen haben sich den Behörden ergeben. Eine Abendzeitung berichtet, daß der Bundespräsident beabsichtige, noch in diesem Jahre dem Parlament eine Gesetzesvorlage einzureichen, die die Ausstoßung aller Offiziere des Heeres und der Marine sowie die Absetzung aller Zivil- b e am ten und Lehrer vorsehe, die sich als Anhänger des Kommunismus erwiesen haben. davon abhängen werde, diesen bis zu dem Augen- blick hinauszuschieben, in dem die Kapitalisten wegen der Verteilung der Kolonien sich gegenseitig in einen Krieg verwickeln würden. Ist es nicht dieser Krieg, auf den Sowjetrußland wartet und für den es in Genf arbeitet, fragt das Blatt? Die nationalsozialistische Gegnerlchaft gegen den Bolschewismus leite sich aber nicht aus dieser Entwicklung ab Hitler sei, wie er es schon 1924 in sein Programm geschrieben habe, der Vernich, ter des Marxismus geworden. Der Antimarxismus sei zum Antibolschewismus und zur Sowjetgegnerschaft geworden. Ein mächtiger und unerschütterlicher Nationalsozialismus stelle die einzige Garantie gegen eine Gefahr dar, die niemals ganz gebannt werden könne. geßchts der Bedrohung der verfassungsmäßigen Einrichtungen durch die Freunde der Sowjetunion an den Präsidenten der nationalrevolutionären Regierungspartei die Anfrage gerichtet habe, ob der Kommunismus das höchste Ideal dieser Partei sei. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, stünden angesichts der Gefahr eines kommunistischen Umsturzes am 1. Mai 30 0 0 0 Landleute aus dem Staate Puebla der Regierung zur Verteidigung der Verfassung zur Verfü- gung. Das Blatt bezeichnet diese Anfrage als besten Beweis dafür, daß die breiten Massen des Volkes dem Kommunismus ablehnend gegen- überstehen. „Universal" fragt, ob die in Mexiko um sich greifende kommunistische Wühlarbeit mit derrotenRevolteinBrasilieninVer- blndung stehe. Wohl sei die mexikanische Regie- rung stark genug, die verfassungsmäßigen Einrich- tungen zu verteidigen, sei es aber nicht besser, einem revolutionären Ausbruch rechtzeitig vvrzu- beugen, als ihn abzuwarten. Die umstürzlerische Propaganda und die Aufforderung an die Massen, sich für einen Aufstand zu bewaffnen, müsse ver- hindert werden. EinstalkekAaiioiialsozialismiisdieeinzjseGaranjje gegen die bolschewistische Weligesahr. Auf die Frage des Berichterstatters nach den Zielen des Comite France-Allemagne antwortete Kommandant L'Hopital, daß diese aus den Satzungen klar hervorgingen und fuhr dann fort: „Das Ziel fei die Entwicklung der privaten und öffentlichen Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland zu fördern, und zwar auf allen Gebieten. Ganz besonders in geistiger, wissenschaftlicher, wirtschaftlicher und sportlicher Hinsicht, um durch ein besseres gegenseitiges Verständnis zur Festigung des europäischen Friedens beizutragen. Wir rechnen darauf, und wir wünschen hierfür alle Männer, die guten Willens find, zu gewinnen, gleich welcher Partei sie angehören. Sie wirken damit für Frankreich. Wir betrachten diese Aktion nicht als Versuch einer politischen Annäherung, wohl aber einer Annäherung von Land zu Land. Man kann in jedem Volk durchaus Patriot fein, ohne sich deswegen allem außenpolitischen Verständnis zu verschließen. wenn man wünscht, daß eine starke Kette die Völker verbinde, ist es wichtig, daß dann zuerst jedes Glied selbst stark fei. Die Jungen müssen jede Möglichkeit haben, unter allen Gesichtspunkten die Fragen zu betrachten. die die Beziehungen zu den Nachbar- völkern stellen. Deshalb habe ich", so schloß Kommandant L'Hopital, „den Vorsitz übernommen. Ich habe die Gewißheit, auf diese Weise meinem Lande zu dienen. Wenn alles — worauf ich achten werde — mit Ordnung und maßvoll geschieht, bin ich der Ansicht, daß wir eine nützliche Aufgabe vollbringen werden." Oer Präsident des „Comite France-Allemagne" über die Aufgaben der neugegründeten deutsch-französischen Gesellschaften. P a r l s, 28. Nov. (DNB.) Kommandant L' H o - prtal, der Präsident des kürzlich in Paris gegründeten „Comite France-Allemagne“, äußerte sich in einer Unterredung mit einem Vertreter des „Journal" über die Aufgaben dieser Vereinigung. Kommandant L'Hopital führte u. a. folgendes aus: „Seit zwei Jahren haben verschiedene französische Frontkämpferver- bände mit den entsprechenden deutschen Verbänden Fühlung genommen. Nunmehr haben es die Vertreter dieser Gruppen und eine Anzahl französischer Persönlichkeiten für notwendig erachtet, diese Bemühungen zusammenzufassen, um dadurch ihre Einheitlichkeit zu sichern. Im Anschluß an eine Sitzung wurde vor etwa 14 Tagen ein erster Ausschuß gegründet, dem die Herren Lichtenberger, Henry Pichot, der Vorsitzende der Union Föderale der ehemaligen Frontkämpfer Jean G o y , der stellvertretende Vorsitzende des Nationalverbandes der ehemaligen Frontkämpfer Jean Suarez, de Chappe- delaine, Bertrand de Jouvenel und Fernand de Br i non angehören. Einige Tage später wurde eine Generalversammlung abgehalten, die die vorgeschlagenen Satzungen annahm und einen Verwaltungsrat einsetzte. Dieser bildete seinerseits einen Direktionsausschuß." Der Reichssporifijhrer spricht in Paris. Reichssportführer von Tschammer und Osten spricht am heutigen Freitag in Paris vor dem kürzlich gegründeten C o m i 16 France- Allemagne über die Berliner Olympiade. Der Reichssportführer wird seinen Aufenthalt in Paris gleichfalls dazu benutzen, um mit den französischen Sportführern zusammenzukommen. Wie verlautet, ist u. a. auch ein Besuch bei dem Minister für Gesundheitswesen und Leibesübungen, Ernest La» f o n t, vorgesehen. In Begleitung des Reichssportführers befinden sich fein Adjutant von Alvensleben und der Generalsekretär des Olympia-Organisationskomitees, Dr. Diem. Mit dem Vortrag des Reichssportführer tritt das Comite France-Allemagne zum ersten Mal vor die französische Oeffentlichkeit. Vom Vorstand der in Berlin neu gegründeten Deutsch-Französischen Gesellschaft werden die Herren Professor Dr. Grimm, Professor von Arnim, Reichskriegsopferführer Oberlindober, Staatsrat Dr. von Stauß und S t h a m e r teilnehmen. kanzler war Teilnehmer dieser Stunde, und Reichsminister Dr. Goebbels nannte die vorausgegange- nen Leistungen ein Zeugnis für den Sozialismus in der edelsten Form dieses Wortes. Dir Mchenzerstörung in Sowjettnßland. Ein berühmtes Kloster in Moskau wird niedergerissen. Moskau, 28. Nov. (DNB.) Wie die „Jswestija" ankündigt, soll eines der letzten in Moskau noch übrig gebliebenen Klöster abgerissen werden. Es handelt sich um das mitten in der Stadt gelegene „P a s s i o n s k l o st e r", das seit Jahrhunderten mit seinem hochragenden Glockenturm und seiner schönen Klosterkirche ein Wahrzeichen des ältesten Stadtteiles war. Das Blatt behauptet, das Passionskloster besitze „keinerlei baukünstlerischen und geschichtlichen Wert" und müsse niedergerissen werden, „da es d e n Straßenverkehr hindere und die Aussicht auf den Petrowski-Boulevard verdecke." In der Klosterkirche befand sich seit der Revolution das DerkommnniUcheAnfstandindraWennnierdM Kommunisten sollen aus Heer und Deamlenschast entfernt werden. So mancher hat gefragt, woher die Gelder genommen werden. Die Arbeitsfront will für 14 Millionen Volksgenossen die Möglichkeit der Ferienreise sicherstellen. Sie hat dafür aus ihren eigenen Kassen starke Mittel bereitgestellt. Im ersten Jahre waren es 24 Millionen, im zweiten Jahre trotz gesteigerter Leistungen 17 Millionen RM. Die Menge muß es auch hier bringen. Man hofft im dritten Jahre, daß sich das Unternehmen aus sich selbst heraus tragen wird. Dabei ist es möglich gewesen, die Preise für 1936 um 30 v. H. zu ermäßigen. Eine Reise von Berlin nach Rügen mit Fahrgeld und mit einer Aufenthaltdauer von einer Woche soll für 12 RM. erreichbar sein. Ja noch Hiehr, die Deutsche Arbeitsfront errichtet auf Rügen zwischen Binz und Saßnitz einen eigenen Badeort für 20 000 Besucher. 350 000 Männer unb Frauen sollen im nächsten Jahre einen Urlaub genießen können, der durchschnittlich 12 bis 16 RM. in der Woche einschließlich des Fahrgeldes kosten iarf. Fürwahr, eine grandiose Leistung' Es wäre aber verfehlt, dieses Werk allein am Maßstab der Ferientage zu messen, so wertvoll auch fte Stärkung der Kameradschaft sein muß, di- sich ra solchem Zusammenleben unter den Mitgliedern rind Teilnehmern herausbildet. Nicht minder wich- t.g ist di e Werbung großerVolkskreise für Theater und Konzerte, für den Besuch von Museen und Ausstellungen nobel stets für Vorzugspreise und für sachgemäße Schulung und Anleitung Sorge getragen ist. Damit scll auch für den einfachsten Mann 'im Volke der graue Alltag durch Helle Stunden verschönt werden Ja, das Amt für Schönheit d e r Arbeit innerhalb der gleichen Organisation setzt sich mit Tatkraft dafür ein, daß auch die Fabriksäle Md Werkstätten ein freundliches Bild gewinnen, daß Schmutz und Gerümpel verschwinden, daß di? Kantinen einen würdigen Schmuck erhalten, daß Fabrikhöfe und dunkle Mauern nach Möglichkeit einen besseren Anblick bieten. R i o d e I a n e i r o 28. Nov. (DNB.) Der brasilianische Bundespräsident Getulio Vargas hat den Gouverneuren der Einzelstaaten amtlich das Ende der Auf stände in Recife, Natal und Rio de Janeiro mitgeteilt. Aus Natal hätten sich 500 Aufständische an Bord eines Dampfers mit unbekanntem Ziele geflüchtet. Die Anführer feien nach der Plünderung der Banken in einem Flugzeug geflohen. In Recife sei es gelungen, den Aufstand zu unterdrücken, die Aufständischen hätten hundert Tote. Bei den Aufstandsoeriuchen i n R i o o e 3aneiro seien mehrere Offiziere durch die Aufständischen erschossen worden. Der Präsident hebt das tapfere Verhalten der Regierungstruppen hervor. Es hätten zwar auch an anderen Stellen des Landes Aufstandspläne bestanden, jedoch könne die zweifellos rein kommunistische Bewegung als endgültig unterdrückt angesehen werden. Der Präsident fordert die Gouverneure auf, bei der Säuberung des Landes von allen Elementen, deren antisoziale Tätigkeit Brasi- Sozialdemokratie eine ihrer alten Wahlversprechun- gen oft genug vor Augen gehalten worden: die Arbeiter wurden einstmals in die Alpen reisen oder auf eigenen Schiffen die Meere durchkreuzen. Der bittere Vorwurf, der den Agitatoren für solche nie- mals durchgeführten Versprechungen gemacht wurde, ®?aJ berechtigt. Jene Ankündigungen waren ein Stuck Sehnsucht des arbeitenden Volkes, die niemals erfüllbar schienen, und die deshalb eine Anklage jein mußten gegen eine Weltordnung, die es nur den Begüterten möglich machte, in ferne Länder zu Qeljen oder die eigene Heimat besser kennenzulernen. Dabei wäre es auch den marxistischen Organisationen möglich gewesen, wenigstens einen Teil ihrer Versprechungen und der Hoffnungen ihrer Anhän- 9er du erfüllen. Sie brauchten nur eine Anzahl »er Millionen, die sich jährlich aus Arbeitergroschen zusammenfanden, für Reise und Erholungsmöglich- relten ihrer Mitglieder zu verwenden, statt damit den Klassenkampf zu finanzieren und ein unabsehbares Heer von Funktionären zu besolden. Daran aber hatten die Marxisten kein Interesse, weil ihnen an einer zufriedenen, dem Volke und der Heimat sich verbunden fühlenden Arbeiterschaft nichts gelegen sein konnte. Aber selbst, wenn dieser Weg beschritten worden wäre, konnte er sein höchstes Ziel niemals unter der Führung einer international gerichteten Partei erweisen. Nur aus einem neuen Geiste heraus, der sich tief im Boden des Volkstums verwurzelt fühlt, war es möglich, den deutschen Menschen, vor allem den werktätigen Mann und die berufstätige Frau, durch Wandern und Reisen mit echter Freude zu erfüllen, aus der die Kraft entspringt, weiter mutig im Lebenskämpfe zu bestehen. Erst die Deutsche Arbeitsfront als die Zusammenfassung der schaffenden Kräfte im nationalsozialistischen Deutschland hat es vermocht, das große Problem durchzuführen, für die Erholung in den Ferientagen und für die künstlerische Gestaltung der Freizeit des arbeitenden Menschen ein großes unb erfolgreiches Werk zu schaffen. Diese Gemeinschaft hat sich durch ihre Bezeichnung „Kraft durch Freude" die sinngemäße Programmsetzung gegeben. Kein Geringerer als der Führer selbst hat ihr seine stärkste Förderung zu- gewandt. Er hat den Leitern der Bewegung die Weisung erteilt, daß durch Urlaub und Erholung die Nerven der arbeitenden Massen gesund und stark bleiben müssen. Daraus allein schöpft das Volk die Kraft zu gesteigerter Arbeit und zu harten politischen Aufgaben. Diesem Befehl gemäß ist gehandelt worden. Deutsch-französische Gesellschaft und m Paris das Comite France-Allemagne, dessen ®eift iefct der Reichssportführer von Tschammer und Osten ist, gegründet wurden, dann verdanken sie ihre Entstehung nicht irgendwelchen Vereinsmeiereien an der Spree ober Seine, sonbern ber einfachen unb klaren Erkenntnis, baß gerabe die Nachbarstaaten zuerst b i e Pflicht haben, alle Wege zu beschreiten, um sich kennen zu lernen. Diese beiben Gesellschaften finb eines ber Mittel gegenseitigen Verstehens. Sie finb bas Sammelbecken ber Männer, bie berufen sind, im geistigen Leben ihrer Völker eine Rolle zu spielen. Hier, in diesen beiden Kreisen, hat man Gelegenheit, sich m offener Aussprache darüber zu unterhalten, wo jedem ber Schuh brückt, unb Fragen zu klären, bie bei unsachlicher unb leibenschaftlicher Behandlung sehr leicht zu Streitpunkten zwischen beiden Völkern werden können. Wir wissen uns mit den französischen Förderern der direkten Unterhaltung und Aussprache in dem Bestreben eins, bas gegenseitige Verstehen unb bas gegenseitige Verständnis an bie Spitze nachbarlicher Beziehungen zu setzen. Denn nur bann können benachbarte Völker, mögen auch beide in ber Vergangenheit die Waffen gekreuzt haben, ihre nationalen Aufgaben ebenso wie ihre Pflichten in der Völkergemeinschaft erfüllen. „Zentrale antireligiöse Museum", in dem Bilder, symbolische Darstellungen und schlag- wvrtartigeLosungen gezeigt wurden, die „der wissenschaftlichen Aufklärung über die Religion als Helferin der Ausbeuterklasse" dienten. Dieses Museum soll nach dem Abriß des Klosters erheblich erweitert in einer anderen Kirche in der Kalajewski-Straße untergebracht werden und den Namen „Religionsgeschichtliches Museum" bekommen. Im Augenblick wird die ebenfalls in der Stadtmitte gelegene P a - lasewskikirche niedergerissen, teilweise sogar niedergebrannt. Die kommunistischen Umtriebe in Mexiko. Mexiko, 28. Nov. (DNB.) „Universal" weist auf die verstärkte Tätigkeit des Kommunismus in Mexiko hin. Die kommunistischen Führer sprächen bereits ganz offen aus, daß die „soziale Revolution" bald käme, wobei sie ihre Anhänger zur Bewaffnung aufforderten. Die Dinge seien bereits so 1 weit gekommen, daß der Führer der Cardenias- Gruppe im Parlament des Staates Puebla an-L Krieg und Frieden hängen fast immer van dem Grad des Verständnisses ab, mit dem sich die Völker gegenübertreten. Verständnislosigkeit für die Bedürfnisse dieser oder jener Nation müssen unausbleiblich zu Verstimmungen, Spannungen, oft sogar zu einem Appell an die Waffen führen. Beispiele dafür lassen sich aus der Geschichte der letzten Jahrzehnte in Hülle und Fülle anführen. Ja, wenn man dse Gegenwart sachlich und unvoreingenommen betrachtet, dann wird man feststellen dürfen, daß die lebenden Generationen es wesentlich leichter hätten, wenn sie sich besser verstehen und gegenseitig für ihre Interessen mehr Verständnis aufbringen würden. Wenn nun in Berlin d i e in der Hauptstadt ® erlogubi roiebererobert 100000 ter entrücktet Arbeitsentgelt we.- «°Stalverstcherungsverhältnis und die Beurlaubung schließung gefaßt, in der es u. a. heißt, daß D-st° feien n^r ab 300 Kilometer Wer au? Grund der neuen Verordnung zu einer Ser® sSuna^m fianM' ffleS unÄuftrte mahlanb emgedrungen und bis in Uebung der Wehrmacht einberufen wird, erhält nach lung, spätestens mit Ablauf b» M ’Än 1936 In ' Gewerbe und Industrie 35cifl °ud VWfrU ÄMMMNM. deo S-i-b.! über b'ie UU UfasX&ÄM ff ÄÄÄS Ö Andere Redner erklärten, daß das ungarische Judentum nur 5 v. H. der gesamten Bevölkerung des Landes zähle und zwischen dem Ungarntum und dem Judentum ein scharfer Trennungsstrich gezogen werden müsse. Man könne es der ungarischen Jugend nicht Übelnehmen, wenn sie sich jetzt gegen diejenigen wende, die ihr das Brot weg- nehmen. In der Natur des Judentums wurzele Gier, Rücksichtslosigkeit, Unersättlichkeit und Habsucht. Unter stürmischem Beifall wurde eine Ent» Reisegesellschaft besteht aus 23 Kraftwagen und Lastwagen. Auf halber Strecke übernachtete der Kaiser mit seinem Gefolge in einem Feldlager. In Dessie wird er im alten Schloß Wohnung nehmen. Die Stadt ist gegen Fliegerangriffe bestens gesichert. Neben zahlreichen bombensicheren Kel- Addis Abeba, 29. Nov. (DNB. Funkspruch.) Der Kaiser von Abessinien ist am Donnerstag um 8 Uhr nach dem großen Hauptquartier in Dessie abgereist. In seiner Begleitung befanden sich zwölf Männer seiner engsten Umgebung, sein gesamtes Büro, eine Funkstation, ein Feldlazarett, sowie ein Teil der Post- und Telegraphenverwaltung. Der K r o n p r i n z, der den Kaiser ein Die Bestimmungen über die Unterstützung, das Sozialversicherungsverhältnis und die Beurlaubung der Schad- Folge der Um in Jtalienisch-Somaliland eingedrungen und bis in dio Gegend oon P ‘ ' ....... stimmungsgemäß sonst zustehenden Urlaubs zu gewähren. Der Unternehmer kann aber den Erholungsurlaub kürzen, jedoch um nicht mehr als 10 Tage, wenn er während des Uebungsurlaubs das Arbeitsentgelt wei. Ein erster Erfolg Lavals in der Kammer Bei der ersten Abstimmung beträchtliche Mehrheit für die Regierung. Oie Radikalfozialisten gespalten.—Günstige Prognose für Laval. Die Einberufung zu Reserve-Ltebungen der Wehrmacht. Kein Kündigungsrecht. - Unterstützung der Familie. - Zurückstellung möglich daß der jetzige Kaiser nach einem etwaigen verlorenen Kriege seinen Thron verlieren würde, keinen Thronbewerber zu haben. Es wird jedoch von verschiedenen Seiten bestätigt, daß Kaiser Halle Se- lassie niemals seine Hand zum Mord gereicht hätte, denn er verabscheue alle unerlaubten Mittel zur Befestigung seiner Herrschaft, was auch seinem Charakter voll entspreche. Im Gegenteil habe der Kaiser vor kurzer Zeit einen von dritter Seite gedungenen Mörder, der Lidsch Jassu nach dem Leben zu trachten versucht habe, auf Lebenszeit in Ketten legen lassen. —- Die Leiche Lidsck Jassus, die augenblicklich in Garamu- letta einbalsamiert liegt, soll später zur Beisetzung nach Addis Abeba überführt werden. Der Kaiser von Abessinien im Hauptquartier planen die Abessinier einen Gegenangriff? Erschütterndes Kinderelend unter den Sudetendeutschen. Die Folgen der Wirtschaftskatastrophe in Böhmen. Prag, 28. Nov. (DNB.) Im Gesundheitsausschuß des Prager Abgeordnetenhauses erstattete Gesundheitsminister Dr. C z e ch einen Bericht, aus dem hervorgeht, welche erschütternden gesundheitlichen Folgen die Wirtschaftskrise namentlich in den deutschen Gebieten des Staates hat. Der Minister erklärte, das Gesundheitsministerium habe eine neue Statistik über die Gesundheitsverhältnisse angelegt. Die Ergebnisse der Erhebungen seien g e • radezu erschreckend. So habe die Beratungsstelle in Brüx festgestellt, daß die Zahl der tuberkulösen Kinder um 42 o. H. und die Zahl der rachitischen Kinder um lern ist eine große Anzahl der neuesten 7,5-Zenti- meter-Luftabwehrgeschütze vorhanden, die einen dichten Kranz um Dessie schließen. Die Abreise des Kaisers fand unter großer Anteilnahme der Bevölkerung statt. Auf dem Wege nach Dessie standen die Menschen kilometerweise Spalier und brachten dem Kaiser immer wieder begeisterte Huldigungen dar. Man nimmt an, daß der Krieg nach dem Eintreffen des Kaisers im Hauptquartier ein anderes Gesicht bekommen werde, und daß die abessinischen Truppen zu einem planmäßigen Gegenangriff übergehen werden. Der abessinischen Heeresleitung sind, so wird versichert, die Schwächen der italienischen Stellungen genau bekannt, so daß die abessinischen Truppen trotz der Ueberlegenheit der italienischen Kriegsmittel bei größeren Angriffen nicht auf unvermutete Schwierigkeiten zu stoßen hätten. Rom, 28.Nov. (DNB.) Die Agentur Stefan! teilt mit: „Die Agenturen Reuter und Havas sowie andere ausländische Nachrichtenagenturen wetteifern in der Verbreitung von Nachrichten, die, wie sie angeben, aus Addis Abeba stammen sollen, und die über angebliche überwältigende Siege der Abessinier berichten. Man erzählt, die Krieger des Negus hätten Gorrahai und Gerloaubi wiedererobert, 100 000 Mann des Ras Desto feien mehr als 300 Kilometer wirtschaftlichen oder beruflichen Gründen können, ähnlich wie nach den allgemeinen Musterungsbestimmungen, Zurückstel» tun gen auch von Hebungen erfolgen, die der Einberufene, seine Verwandten ersten Grades sowie seine Ehefrau und sein Unternehmer bis spätestens zwei Wochen nach Empfang des Einberufungsbefehls beantragen können. Stück des Weges begleitete, übernimmt während der Abwesenheit feines Vaters ' ' " die Regierunasgefchäfte. Die Reise geht in Kraftwagen über Ankober nach Dessie. Die gesamte Berlin, 28. Nov. (DNB.) Durch gemeinsame Verordnung haben der Reichsinnen - und der R e i ch s k r i e g s m i n i st e r nunmehr auch in Durchführung des Paragraphen 20 des Wehrgesetzes die Einberufung zu Hebungen der Wehrmacht geregelt Danach werden Angehörige der Reserve, der Ersatzreserve, der Landwehr und in Ostpreußen auch des Landsturms in dem vom Reichskriegsminister jährlich bestimmten Umfang durch Einberufungsbefehl z u Hebungen einberuf e n. Die Einberufenen oder die freiwilligen Teilnehmer an solchen Hebungen erhalten während der Dauer der Hebung von'der Wehrmacht Unterkunft, Verpflegung, Bekleidung und Löhnung oder Hebergangsgeld sowie im Falle der Erkrankung freie Heilfürsorge. Bei Schäden an der Gesundheit wird das Wehr- machtsversorgungsgesetz angewendet. Jeder im Reichsgebiet beschäftigte deutsche männliche Angestellte oder Arbeiter, der hiernach einberufen ist, ist vom Unternehmer zur Ableistung der Hebung zu beurlauben. Er hat dem Unternehmer Den Einberufungsbefehl vorzulegen. Die Beurlaubung gibt dem Unternehmer nicht das Recht, das Arbeitsverhältnis zu kündigen. Der Angestellte oder Arbeiter hat gegenüber dem Unternehmer während der Dauer dieses Urlaubs keinen Anspruch auf Zahlung von Arbeitsentgelt und sonstigen Bezügen. Der Urlaub ist außerhalb des be- England läßt den Duce warnen. Französisch-britische Einheitsfront bei militärischem Widerstand Italiens gegen Sanktionen ist politisch nicht so bedeutungsvoll wie sie ziffernmäßig aussieht, da innerhalb der Gruppe der Radikalsozialisten augenscheinlich M e i n u n g s» Verschiedenheit en über die Beurteilung der Regierungspolitik bestehen. Man rechnet damit, daß Laval auch nach Abschluß der finanzpolitischen Aussprache eine Mehrheit erzielen wird. Voraussichtlich wird sie aber geringer sein als die heutige. Die regierungsfreundlich eingestellten Blätter zeigen sich optimistisch, obgleich auch sie zugeben, daß der entscheidende Augenblick noch nicht gekommen sei. So schreibt das „Echo de Pari s", die erste Abstimmung, bei der es sich lediglich um eine Programmfrage handelte, habe dem Kabinett den Weg noch nicht frei gemacht. Die erste Fühlung- nähme der Regierung mit der Kammer habe vielmehr den Eindruck der Ungewißheit und einer peinlichen Beunruhigung zurückgelassen. — ,Lour" schreibt, logischerweise müßte man nach zwei Dertrauenskundgebungen für die Regierung damit rechnen, daß der Rest ihrer Tage gesichert sei. Aber man müsse die Aussprache über d i e Kampfbünde berücksichtigen, die einen Hinterhalt darstelle, an dem Laval von Blum und seinen Anhängern erwartet werde. — Das „Journal" ist zwar ebenfalls der Auffassung, daß die gestrige Mehrheit stark abnehmen werde, glaubt aber nicht daran, daß die Opposition genügend Stimmen aufbringen werde, um das Kabinett zu stürzen. — Auch der halbamtliche „Petit Parisien" ist der Ansicht, daß die Schwierigkeiten, die die Regierung in der Frage der Kampfbünde erwarten, nicht unüberwindlich seien. In parlamentarischen Kreisen rechne man damit, daß Laval a l s Sieger aus dem Kampf hervorgehe. Der Donnerstag sei jedenfalls für den Franken ein sehr günstiger Tag gewesen. Die Vernunft habe die Oberhand behalten, und müsse sie logischerweise auch behalten. 200 v. H. zugenommen hat. In Asch ist gegenüber dem Vorjahr ein ungeheuerer Anstieg der Blutarmut und Zunahme ' ~ Hastigkeit des Gebisses als buna für Zwecke der Leibeserziehung Unter- stützung. Das bedeutet, daß die Miete bis zu 200 Reichsmark monatlich erstattet wird, sobald der Einberufene mit einer Ehefrau oder anderen Hnterhaltsberechtigten einen gemeinsamen Haushalt führt. Für die Ehefrau und für über 21 Jahre alte Hnterhaltsberechtiate werden j e T a g 1,50 Mark, für unter 21.Jahre alte berechtigte 0,50 Mark Unterstützung bezahlt. Auch hinsichtlich des Sozialversicherungsverhältnisses gelten die Bestimmungen des Gesetzes für Leibeserziehung. D. h., daß zwar während der Hebung die Versicherungspflicht nicht berührt wird, daß jedoch die Beitrags- pflicht ruht. Bei Beamten von Behörden und Dienststellen des Reiches, der Länder und Gemeinden, der Gemeindeoerbände und sonstigen Körperschaften des öffentlichen Rechts und der öffentlichen Betriebe sind während des Urlaubs bis zu einer Dauer der Uebung von vier Monaten, bei der Luftwaffe von sechs Monaten, die Dienstbezüge fortzuzahlen. Diese Bestimmung findet auf Ange- ftellte und Arbeiter der öffentlichen Verwaltungen und Betriebe im Sinne öes Paragraphen 1 des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit in öffentlichen Verwaltungen ufro. sinngemäß Anwendung. Der Reichsinnenmi- Nister bestimmt im Einvernehmen mit dem Reichsfinanzminister, wie weit die durch Ableistung von Hebungen in der Wehrmacht verbrachte Zeit auf Die Ausbildung- und Probedienstzeit anzurech- nen ist. Paris, 28. Nov. (DNB.) In der Kammer muröe um 15 Uhr programmäßia die erste Sitzung vor dichtgefüllten Tribünen eröffnet. Ministerpräsident Laval beantragte die sofortige Behandlung der auf die Finanzpolitik der Regierung bezüglichen vier Anfragen und forderte die Zurückstellung der übrigen Anfragen, indem er gleichzeitig d i e Vertrauensfrage stellte. Für den Antrag der Regierung wurden von 570 Stimmen 345 abgegeben, 225 Stimmen sprachen sich gegen die Regierung aus. Außer den 95 Marxisten, den gemäßigten Sozialisten und den zehn Kommunisten dürften etwa 50 radikalsozialistische Abgeordnete von insgesamt 160 gegen die Regierung gestimmt und 20 Radikalsozialisten si ch der Stimme enthalten haben. Vor dem Zusammentritt der Kammer hatte in einer Sitzung der radikalsozialistischen Gruppe Staatsminister H e r r i o t die Abgeordneten gewarnt, gegen die Regierung zu stimmen. Er sagte: Sollte das Kabinet g e st ü r z t werden, sind nach meiner Ansicht nur drei Lösungen möglich: 1. Bildung einer Regierung der Volksfront, was die Auflösung der Kammer bedeuten würde; 2. ein rein raditalsozialistisches Kabinett. Ich wüßte aber niemanden unter uns, der unter den gegenwärtigen Umftänben e s wagen würde, allein Die Verantwortung dafür zu übernehmen. Es bleibt Dann 3. nur Die Bildung einer Regierung, die Der jetzigen Regierung gleicht, Die Sie stürzen roürDen. Ich frage mich also, warum soll man Die Regierung wechseln. Die finanzpolitische Aussprache in der Kammer wurde gegen 20 Hhr MEZ. unterbrochen. Nach Möglichkeit soll sie bis Freitag abend abgeschlossen werden. Der erste Tag hat keine Klärung der parlamentarischen Lage gebracht. Die Mehrheit von 120 Stimmen, die die Regierung bei der Abstimmung über Die Geschäftsordnung erhalten hat, lich hätten die italienischen Truppen Makalle aufgegeben und zögen sich auf Adigrat zurück. Die plumpe Anhäufung derartiger falscher Nachrichten bedarf keines Dementis. Die wirkliche Lage ist Die, daß die italienischen Truppen alle eroberten Stellungen feft in Der HanD haben." ©er Tod Lids- 3,*■<• Ihlltpp HoUmann .... semcntwerk Heidelberg ementtoed Karlstadt.. Hamburg-Amerika-Paket 0 Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0 Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. für BerkebrSwesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Prlvat-Bank ... 0 Deutsche Bank und DiSconlo» Gesestschaft................0 Dresdner Bank 0 Reichsbank ................12 »rinnet ol —1 26,13 Mainkraftwerke Höchst 4 87.75 87,75 Süddeutscher Zucker io| 200 I 200 Abendbürse sehr still. An der Abendbörse herrschte fast allgemein Ge- lchäftsstille. Die Aktienmärkte lagen im De^ gleich zum Berliner Schluß etwa behauptet. Etwas Angebot bestand nod) in einigen ^0^0110^ ferner bröckelten IG. Farben auf 149,40—149,25 (149,50) und Kunstseide Aku auf 51,13 (51,50) ab. Am Rentenmarkt hatten zertif. Dollar-Bonds etwas größeres Geschäft und weiter befestigte Kurse, so 6proz. Preußen mit 63,25—63,50, 7proz. Spargiro mit 63,75—64, dto. 6proz. mit 62,75 bis 63, 6,5proz. Bayern mit 62,65 und zertif. Frankfur- ter mit 60,25. Etwas gefragt waren ferner Altbesitz zu 112,75 (112,40), Zinsvergütungsschelne, Kommu- nal-Umschuldung und späte Schuldbuchforderungen waren ohne Umsatz. , „ . U. a. notierten: Altbesitz 112,75, 4,5proz. Mainz v. 26 92,25, Schutzgebietsanleihen 10,25, Reichs- bahn-Dorzugsaktien 123, 4proz. Rumänen 4,75, 5proz. innere Mexikaner 5,25, Commerzbank 84,25, DD.-Bank 83,75, Dresdner Bank 84, Harpener 103,25, Rheinstahl 101,75, Laurahütte 20,25, Stahl- verein 75, Aku 51,13, Bekula 134,75, Bemberg 101,75, IG. Chemie volle 162,75, dto. leere 142 50, Conti Gummi 156,25, Scheideanstalt 214, Deutsche Linoleum 136, Licht & Kraft 132,25—132, Eßlingen Maschinen 75,75, IG. Farben 149,40—149,25, Ges- fürel 121,25, Goldschmidt 102, Junghans 76, Muag 69, Metallgesellschaft 108,50, RWE. 126,25, Schuckert 117, Schöfferhof 161,25. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 28. Rov. Auftrieb: Rinder 91 (gegen 75 am letzten Donnerstagsmarkt), darunter 17 Ochsen, 1 Bulle, 70 Kühe, 3 Färsen. Käl- ber 1012 (531), Schafe 304 (239), Schweine 464 (206). Rotiert wurden pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Kälber andere a) 70 bis 74 (am 21. Rov. 76 bis 78), b) 63 bis 69 (71 bis 75), c) 55 bis 62 (65 bis 70), d) 45 bis 54 (58 bis 64). Lämmer und Hämmel b2) 47 bis 48 (48), c) 45 bis 46 (46 bis 47), d) 42 bis 44 (44 bis 45). Schafe e) 40 bis 41 (41 bis 43), f) 34 bis 39 (35 bis 40). Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), b) 55 (55) c) 53 (53), d) 51 (51), e) — (51). Sauen gl) 57 (57), g2) 57 (57). Marktverlauf: Kälber schleppend, ausverkauft, Hämmel und Schafe mittelmäßig, ausvertauft. Schweine wurden zugeteilt. Ueberftand: 9 Ochsen, 1 Bulle, 2 Kühe. Großhandelspreise für Fleisch und F e t t w a r e n. Beschickung: 690 Viertel Rindfleisch, 150 ganze Kälber, 27 ganze Hämmel, 43 halbe Schweine, 8 Kleinvieh. Rotiert wurden pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch b) 76 bis 80, c) 68 bis 76. Bullenflersch b) 74 bis 78. Kuhfleifch b) 68 bis 74, c) 58 bis 68. Färsenfleisch b) 76 bis 80, c) 68 bis 76. Kalbfleisch b) 84 bis 94, c) 74 bis 84. Hammelfleisch b) 90 bis 95. Schweinefleisch und Fettwaren wurden nicht notiert. Marktverlauf: ruhig, geringe Qualitäten langsam. Schweinemarkl in Homberg. -- Homberg, 28. Rov. Der gestrige Sch w eine m a r k t war mit 132 Ferkeln beschickt. Es wurden für 6—8 Wochen alte Ferkel 16—20 RM., für 8—10 Wochen alte 18—23 RM. und für 10 bis 12 Wochen alte 20—26 RM. gezahlt. Der Handel verlief schleppend; jedoch blieb nur ein geringer Ueberftand. KdF.-Festakt des Gaues Hessen-Nassau 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche RetchSanl. von 1934 5Vi% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit AuSlos.-Rechten ............. 4*/,% Deutsche ReichSpostschatzan. Weisungen von 1934. I....... 6% ehcm.8% Hess. BolkSstaat 1929 trückzahlb. 102%)............ 4H% ehern. 8% Hessische Lande«, van! Darmstadt Gold R. 12.... 5H% ehern. 4^,% Hess. Lande». Hypothekenbank DarmstabtLioui 4%% ehern. 8% Darmst. Komm. LandcSb.Goldschuldvcrlchr. R-0 Oberhessen Provinz-Anleihe mit AuSlos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mit Auölos.-Rechten 4h% chem.8% yranks.Hyp.-Bank Soldpse. 15 unkünbbar bis 1935 6H% ehern. 4H% yrankf. Hyp.- Bank-Ltqu.-Psanddriesc....... «hem. 4ft% Rheinische Hhp.-Bank.Liqu.-Golbpse 4U% ehern. 8% Pr. Landespfand btiefanfiolt, Pfandbriefe R. 19 4H% ehern. 7% Pr.LandeSpiand briefanfl., Gold Komm. Cbl.VI Cteuergutsch.BerrechnungSk. 34-38 Oie Parole von Goslar. In feiner Rede, der Befehlsausgabe für das kommende Jahr, sprach der Reichsbauernführer von der zweiten Phase der Er^eugungsfchlacht und wies darauf hin, daß es ihm nicht darum zu tun fei, die bereits gut geleiteten Betriebe zu einer weiteren äußersten Kraftanstrengung und Spitzenleistung anzuregen. Ihm komme es vielmehr darauf an, alle jene unter dem Normaldurchschnitt liegenden Betriebe auf ein Normalmaß der Erzeugung zu bringen, um damit jene zahlreichen und unbekannten Kräfte zu mobilisieren, die die notwendige gewaltige Krastreserve bilden, um die deutsche Ernährungsfreiheit in die Tat umzusetzen. Wenn nunmehr unter dem 22. November 1935 die Verordnung über die Milchleistungsprüfung erlassen wurde, so hat der Reichsbauernführer den Auftakt zur Erfassung einer dieser unbekannten Größen gegeben, die in der Milchleistung unserer Kühe liegt. Nach dem neuesten Stand der Dinge kann man die ganze Angelegenheit folgendermaßen darstellen. Am 1. Januar 1935 standen von den 10 Millionen Kühen Deutschlands 1,45 Millionen unter Leistungskontrolle, das sind 14,2 v. H. Die Leistung dieser kontrollierten Kühe wurde errechnet aus je 3678 Kilogramm Milch mit 122 Kilogramm Milchfett. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das eine Steigerung von 313 000 Tieren oder einer Zunahme der Kontrollen von 24 v. H. Die bisherigen Schätzungen der Leistungen der übrigen Kühe darf man auf Grund unserer Derbraucherzahlen im Durchschnitt mit 2300 Liter annehmen. Die Einfuhrzahlen, also zusätzlichen Verbrauchszahlen auf diesem Gebiete, geben uns Aufschluß darüber, daß unsere derzeitige Erzeugung ohne fremde Hilfe nicht reicht. Daraus ergibt sich eindeutig, daß jener Unterschied zwischen der Leistung der kontrollierten und der nicht kontrollierten Kühe verringert werden muß, weil es dem Reichsbauernführer nach seinen Worten nicht darum zu tun ist, jene bereits zu besten Leistungen gelangten Betriebe in ihrer Erzeugung noch weiter zu steigern, daß er es vielmehr auf jene unbekannten, in ihrer Erzeugung noch nicht voll erfaßten Leistungen abgesehen hat. So gewinnt man Einblick in die Bedeutung dieser Verordnung. Es ist selbstverständlich, daß man nicht die letzte jener 10 Millionen Kühe zur Höchstleistung bringen kann; aber zwischen jenen 14,2 v. H. bis 100 v. H. liegen noch so viele Zwischenstationen, die, wenn nur teilweise erfaßt, uns eine Erzeugung in Aussicht stellen, die die Durchführung dieser Verordnung weitestgehend berechtigt. Man wird die Frage aufwerfen, welche Leistung als Ziel erachtet werden muß, um die Aufgabe der Ernährungssicherheit zu lösen. Das läßt sich mit der Zahl von ungefähr 2800 bis 2900 Kilogramm Leistung pro , Tier ziemlich genau ausdrücken. Damit haben wir auch die Richtung, die lautet: Steigerung der bis- • herigen Durchschmttserträge um ungefähr 600 Kilo- Ein aus Heidelberg kommender Lastkraftwagen mit einem langen Anhänger konnte gestern abend kurz vor 19 Uhr die fast rechtwinklige Kurve nicht weil genug nehmen und rannte mit voller Wucht, verstärkt durch den nachdrückenden Anhangerwagen, gegen die Brücke. Der Fahrer wurde dabei schwer imb der Mitfahrer leicht verletzt. Beide waren auf dem Führersitz eingeklemmt und konnten erst durch einen Trupp NSKK.-Männer aus ihrer kritischen Lage befreit werden. Die Ladung der beiden Wagen bestand aus einer Käsemasse, die auf die Straße geschleudert wurde und dort im Regen längere Zeit liegen blieb, so daß sie verdorben sein dürste. Die NSKK.-Männer und HI. sorgten für die Ueberführung der beiden Verletzten nach dem Städtischen Krankenhaus und auch für bie Absperrung, bis die Feuerwehr das schwere Der- kehrshindernis beseitigt hatte. Die jetzt in Angriff genommenen Erweiterungsbauten, vor allem die Beseitigung der scharfen Kurve, haben sich wieder einmal als äußerst notwendig erwiesen, damit dieses Verkehrshindernis, das sich in den letzten Wochen zu einem Schrecken der Kraftwagenfahrer ausgewachsen hat, endlich verschwindet. Verordnung, wie alle Arbeit in der Tierzucht, nicht von heute auf morgen zeigen werden. Nachdem aber solche Beispiele vorliegen, durste und mußte er auch diese Konsequenz aus seinem Programm von Goslar ziehen. Wenn Deutschland einmal im Durchschnitt seines Gesamtbestandes 25 v. H. erreicht hat, dann werden sich auch die nächsten 25 v. H. erreichen lassen. Mit einer Leistungskontrolle von 50 0. H. seiner 10 Millionen Kühe steht auch in diesem Falle Deutschland dann Spitze der gesamten Tierzucht der Welt. 27.11 100,5 97,5 102,25 112,65 100,5 97,4 erreicht. Nach geschäftlichen Erledigungen schloß Kreisschulrat Dr. M e u e r den amtlichen Teil der Tagung. Nach dem gemeinsamen Mittagessen fand eine Tagung im Rahmen des Bezirks Gedern d e s N S L B. statt, die in Vertretung des Bezirks- obmanns Lehrer O b e r h e i m (Ober-Lais) leitete. Rektor Riedel behandelte das alte und das neue Volkslied in Schule und Leben und hielt eine kurze Uebung im Offenen Singen ab. Abends fand unter dem gleichen Leiter im Anschluß an die Zweijahresfeier der NSG. „Kraft durch Freude" eine O f ■ jene Singstunde im ganz großen Kreise statt. Schwerer Autounfall bei Frankfurt. LPD. F r a n f f u r t a. 2R., 28. Nov. Wieder einmal hat die berüchtigte Teufelskurve auf der Alten Mainzer Straße kurz vor der Station Goldstein ein schweres Derkehrsun - glück hervorgerufen, das in allen seinen Einzelheiten sich vollkommen gleich in die Reihe der zahlreichen Derkehrsunglücke einfügt, die diese Kurve in ber letzten Zeit in steigendem Maße gefordert hat. ± Butzbach, 28. Nov. Der Bezirk Butzbach des NSLB. hielt hier heute eine Kaufe- renz ab, die in der Hauptsache einer Besichtigung der Sellen ft rafan ft alt gewidmet war. Unter Führung des Reallehrers D e g g a u von der Strafanstalt wurden die Gebäude und Einrichtungen des Gefängnisses eingehend besichtigt, gleichzeitig wurden die Besucher über das Leben und die Arbeit der Strafgefangenen unterrichtet. Im Anschluß an den Rundgang durch die Anstalt hielt Reallehrer Deggau einen fesselnden Dortrag über das Thema „Schule und Strafvollzug . Den Dank der Besucher an die Strafanstaltsleitung und an Reallehrer Degaau brachte der Bezirks- [eiter Lehrer Breidenbach zum Ausdruck. Der Kreisgeschäftsführer des NSLB. regte an, auch den übrigen Bezirken des Kreises die Besichtigung der Anstalt zu ermöglichen. Danach wurde die Tagung in der üblichen Weise geschlossen. Kreis Schotten. Landkreis Gießen. £ SB i e f e cf, 29. Nov. Die Sänger vereini- gung veranstaltet am Sonntag ein Ko n z e r t zugunsten des Kriegerehrenmals. Der SA.- Musikzug der Standarte 116 Gießen unter Leitung des Musikzugführers Herrmann wirkt mit. Reiskirchen, 29. Nov. Am Mittwochabend fand in der Gastwirtschaft ,Lum Hirsch" eine Filmvorführung über die Verarbeitung und Zubereitung der Fische statt. — Ocftern^aben die Holzhauerarbeiten in unserer Gemarkung begonnen. Es wurden etwa 600 Festmeter Holz geschlagen. Hierdurch kommen einige Erwerbslose für einige Zeit in Arbeit. — Die Sammlung für das Winterhilfswerk erbrachte am Sonntag einen Betrag von 50 Mark. = Steinbach, 29. Nov. Am aeftriaen Don- nerstagabenö fand im Saale des Gasthauses „3um Ritter" ein VDA. - Abend statt. Lehrer K l ü ck e r eröffnete den Abend mit einer kurzen Ansprache, in der er die großen Aufgaben des VDA. im neuen Deutschland hervorhob. Nach dem Vor- trag eines Gedichtes durch ein BDM.-Madel hielt der Redner des Abends, Pg. Schrick er, einen fesselnden Vortrag über die Not und den Kampf der Volksdeutschen seiner Heimat, des Sudetenlandes in der Ecke von Brünn. Die ungeheueren Note und der Kampf, der dort unter schwierigsten wirt- schriftlichen Verhältnissen geführt wird für die Er- Haltung des Deutschtums, das verstand der Redner in erschütternden Beispielen seinen Zuhörern aus- zumalen. Nach reichem Beifall folgte noch em Ge- dichtvortrag durch ein BDM.-Mädel, dann dankte Lehrer Klücker dem Vortragenden. Die NS.° F r a u e n s ch a f t, die ebenso wie der BDM. geschlossen an dem Abend teilnahm, sang anschließend einen Chor. Die Aufforderung zum Anschluß an den VDA. fand bei der Frauenschaft em offenes Ohr, sie trat geschlossen ein. In üblicher Weise schloß Lehrer Klücker den Abend. < Holzheim, 29. Nov. Bei der Wgen Reichsgeldsammlung konnten dem W i n - terhilf swerk 84,85 Mark zugeführt werden. Die Pjundsammlung ergab 107 Pakete. Durch das Jungvolk wurden hier 145 Laib Brot gesammelt. m . ♦ Lang-Göns, 29.Nov. Die NS.-G. „Kraft durch Freude" veranstaltet am nächsten Sonntagabend in der hiesigen Turnhalle ein Mili t ä r - konzert, das von zwei Kapellen ausgefuhrt wird. Kreis Friedberg. ♦ Wetterfeld, 29. Nov. Wegen Erkrankung des Lonbesbauernführers Dr. Wagner ist die Einweihung unserer neuen Molkerei, bei der der Landesbauernführer sprechen wird, vom 1. auf den 8. Dezember verschoben worden. rl. Gedern, 27. Nov. Heute tagte im hiesigen Schulhaus die amtliche Versammlung der Lehrer des Bezirks Gedern. Kreisschulrat Dr. M e u c r eröffnete und leitete sie. Lehrer Kuster (Steinberg) sprach über den im Lehrplan vom 18. Mai angeordneten Unterricht in Erdkunde, Rassenlehre und Erbgesund- h e i t s p f l e g e in der Volksschule. Der übrige Teil der Tagung stand unter dem Leitwort „Grund- schul e\ Lehrer Becker (Gedern) hielt eine Lehrprobe im zweiten Schuljahr in Rechnen und Lesen, Lehrer Eitel (Gedern) eine ebensolche im ersten Schuljahr. Zum Schluß berichtete Lehrer Ko Im ar (Kaulstoß) über die Behandlung ber Grundschuljahre in seiner einklassigen Schule, wies dabei auf die Abstriche hin, die man in dieser Schule an der idealen Form machen müsse und zeigte an seinen eigenartigen Lehrwegen, Lehr- und Lernmitteln, wie man trotzdem in der kleinen Landschule, die ja mehr eine Familie als eine Schule im gewöhnlichen Sinne ist und sein muß, die Ziele ber neuen „Volks"-Schule Rhein-Mainische Börse. IHittagsbörfe still und schwächer. Frankfurt a. M., 28. Nov. Die Geschäftsstille ber letzten Tage hielt auch an ber heutigen Börse an. Die Kunbschaft übt weiterhin Zurückhaltung, so daß Aufträge kaum vorlagen. Auch ber berufsmäßige Borsenhanbel zeigt infolgebeffen keine Unternehmungslust. Am Aktienmarkt war bie Haltung eher etwas schwächer, wenngleich sich bie Veränberungen wieberum in engen Grenzen hielten. Einzelne Spezialwerte fanben etwas Nachfrage zu höheren Kursen. So waren AG. für Verkehrswesen weiter gesucht unb auf 86,90 (85,25) erhöht, ferner gewannen Zellstoff Walbhof auf bie Mitteilung über ben Geschäftsverlauf und bie gebesserte Liquidität 1 v. H. auf 110,50. Etwas fester notierten Scheideanstalt mit 214,50 (212,50), Hanfwerke Füssen mit 84 (83), Muag mit 69,6-5 (68,50) unb Cement Heidelberg mit 115,65 (114,75). Weiter schwächer waren Montanwerke bei Rückgängen von 0,50 bis 1 v. H., Buberus verloren 1,25 v. H., nur Ilse Genuß zogen 0,50 v. H. an. Elektrowerte lagen ruhig unb ziemlich unoeränbert. IG. - Farben unterlagen kleinen Schwankungen mit 150 bis 149,50 (149,65). Sonst eröffneten Reichsbank 0,25 v. H., Daimler 0,13 v. H., Deutscher Eisenhanbel 0,25 0. H. unb Aschaffenburger Zellstoff 1,25 v. H. niebriger. Kunstseibe Aku unb Schiffahrtswerte lagen behauptet. Nach den ersten Notierungen bröckelten bie Kurse, insdesonbere am Montanmarkt, etwas ab. 113,25 96,25 100,75 100,9 97 97 107,65 I 28 1,13 9 8,75 8,9 12 LPD. Darmstadt, 28. Nov. Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" des Gaues Hessen-Nassau beging ben zweiten Jahrestag ber NSG. „Kraft durch Freude" am Mittwochabend durch einen weihevollen Festakt im Großen Haus des Hessischen Landestheaters. Das Theater war festlich geschmückt. Auf der Bühne hatten'die Abordnungen der Gliederungen der Par- tei Aufstellung genommen. Der Gaureferent für Reisen, Wandern und Urlaub, Pg. Wambach (Frankfurt a. M.), richtete in Vertretung des dienst- lief) verhinderten Gauleiters und des Gauwarts ber NSG. „Kraft durch Freude" von Rekowski Worte der Begrüßung an das bis auf den letzten Platz besetzte Haus. Sein besonderer Gruß galt dem Vertreter des Gauleiters Pg. Lange unb ben Vertretern der Parteiglieberungen, der Lanbes- polizei, der Verwaltung, Wirtschaft und Kunst. Er dankte allen Mitarbeitern der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" unb bat sie, in der Arbeit für bas große Werk nicht nachzulassen unb bei den weiteren großen Plänen mit vollem Einsatz mit» zuwirken. Nach dem Lied „Volk ans Gewehr" lauschten die Versammelten ber Übertragung der Jahresfeier der NSG. „Kraft durch Freude" in Berlin. Im zweiten Teil des Abends kam ber zweite Akt bes „Fliegenden Holländers" und als glänzender Abschluß ber Triumphakt aus „Aida" zur Aufführung. Rheinische ülettrljität Rdein. Wests. Siek». Schuckert & l£o...... Siemens & HalSke... LahmeyerLito. .... •jj* SSS- Datum 4% desgl. Serie II ............ 6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4^%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische verctnh. Rente .. 2*4% Anatolier .............. Schlüße. Datum ManSselder Bergbau 6 KokSwerke .................. 6 Rheinische Braunkohlen 12 Rbeinstahl..................4 Bereinigte Stahlwerke O Olavi Minen ...............O Kaliwerke Aschersleben 5 Kaliwerke Westeregeln 6 Kaliwerke Salzdetfurth 7% börse 28.11. Schluß- fürs 27.11. Schlußk. Ml'tag« böric 28.11- 9,6 8,3 4,8 38,75 101,25 I 51.75 102,9 ! 109,5 I 76 126,5 i 90,13 136,5 76,65 25,9 291 156,25 I 26,9 I I 200 I Schluß!. ®Ä6’ mittag. tu" | börse Gchlußk. Mitiag- börse 28.11. 118,13 112,75 208 101,75 75,25 18,13 126 120,25 188 28.11. 100,5 97,5 102,13 112,4 100,1 27.11 118,5 113,65 209 103,25 76,25 18,4 127 120,25 börsc 28.11 27.November 28-November Amtliche Dotierung Amtliche Geld Notierung Bries Gelb | Brief Buenos Bltcx 0,683 0,687 0.683 0,687 Brüssel..... 42,00 42,08 42,04 42,12 Rio de Jan. . 0.139 0,141 0,139 0.141 Sofia ...... 3,047 3,053 3,047 3.053 Kopenhagen. 54,77 54,87 54,82 54,92 Danzig..... 46,80 46,90 46.80 46,90 London ..... 12,265 12,295 12,275 12,305 HelsingforS.. 5,405 5,415 5,41 5,42 Paris ...... 16,36 16,40 16,36 16,40 Holland .... 168,03 168,37 168,18 168,52 Italien..... 20,13 20,17 20,13 , 20,17 Japan ...... 0,715 0,717 0,715 0,717 Iugoilawien 5,634 5,646 5,634 5,646 OSlo..... : 61,59 61,71 61,64 48,95 61,76 Wen....... 48,95 49,05 49,05 Lissabon.... 11,13 11,15 11,13 11,15 Stockholm... 63,24 63,36 63,29 63,41 Schwei, .... 80,28 80,44 80,30 80,46 Spanien.... 33,92 33,98 33,90 33,96 Prag....... 10,265 10,285 10,265 10,285 Budapest ... — — — —— Reuyod ... 2,486 2,490 2,486 2,490 5,75 5,75 5,8 8,4 8,25 8,35 4,75 4,75 4.8 38,9 39 39 15,25 15,25 15 —— — 25,25 16,65 16,65 16,65 85,25 85,75 85,4 110,5 110,9 112 5 84,25 84,25 84,25 84 83,75 84 84 84 84 179 — 179,5 35,75 35,25 35,9 135,5 134,75 135,5 111 110,75 111,25 133,25 132 132,9 102,9 102,5 103 121,25 121,25 121,25 — 129.5 126,4 126,25 126,13 117,75 117 118 167.4 167 166,75 121,5 121,5 121,5 94,75 93 94,75 103 102,5 103,5 106 103,25 106 83 82 83 160 160 161,25 126 126 126,25 81,4 79,75 81,5 79,25 78 79 Berlin,28.November Geld Bries' Amerikanische Noten.............. 2,438 2,458 Belgische Noten.................. 41,90 42,06 Dänische Noten ................. 54,61 54,83 Englische Noten ................. 12,24 12,28 Französische Noten............... 16,31 16,37 Holländische Noten............... 167,76 168,44 Italienische Noten................ 19,46 19,54 Norwegische Noten .............. Deutsch Lesterreich, & 1OO Schilling 61,48 61,72 — —• Rumänische Note«......... ..... — Schwedische Noten............... 63,12 63,38 Schweizer Noten................. 80,12 80,44 Spanische Noten................. Ungarische Noten ••#••••••••••<•» 33,54 33^8 lir.279Drittes Blatt Lietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Zreitag, 29. November 1935 Deutsches Handwerk an die Front! du Mäd- KriimefO*? 22 Fortsetzung. Nachdruck verboten! Volksverbundenheit zeigen und beweisen, daß bereit bist zum Sozialismus der Tat! INeifter, Gesellen und Lehrlinge: Alles für den Führer und für Deutschland! Am 1. Dezember 1935 tritt das deutsche Handwerk gemeinsam mit den Beamten als Sammler für das Winterhilfswerk 1 9 35/36 an. Den Feldzug gegen hunger und Kälte und für Eroberung des deutschen Volkes führt Adolf Hitler. Handwerker, du bist des Führers Soldat, wenn du in vorderster Front mitkämpfst. An deinem Sammeltag für das Winterhilfswerk wirft du deine Ritt diesem Aufruf wendet sich der Reichshandwerksmeister und Reichsbetriebsgemeinfchaftsleiter Schmidt an das Handwerk. Die Eröffnung der Reichsstrahenfammlung für den Stadtbezirk Gießen findet am Samstag. nachmittags um 4 Uhr. im Lafe Leib statt. Es sammeln jeweils gemeinsam ein Handwerksmeister. ein Beamter, ein Geselle oder Lehrling. Bei günstiger Witterung erscheint das Handwerk in Verufskracht. Handwerker mit Ladengeschäften — Bäcker. Metzger. Friseure usw. — erscheinen zur Basilius gewünscht hatte. Mit einer blitzschnellen Bewegung hob er den Revolver, setzte ihn dem Oberinspektor an die Schläfe und drückte ab. Die Schüsse krachten unmittelbar hintereinander. Die Gebäude hallten wider. Dann war es lautlos still. Einen Augenblick lang stand der Oberinspektor, als überlege er, was zu tun sei. Er sah seinen Feind groß an. Dann brach der Blick. Reußing fiel um, sank in sich zusammen und schlug zuletzt noch mit schwerem Fall hin. Basilius beugte sich zu ihm herab; er nahm ihm die Handfesseln ab und steckte sie ein. Er wollte des Toten rechte Hand aufnehmen und ihm Jabuschs Waffe in die Finger drücken, aber er warf den Revolver nur bei der Leiche hin. Aus dem Flur des Vorderhauses, das sie eben verlassen hatten, kamen Geräusche. Jemand stieß an ein Gerüst, laut polterte ein Brett. Basilius ließ sich keine Zeit. Er sprang auf und verschwand durch den Torbogen. Die Nacht und die Dunkelheit schluckten ihn augenblicks. Er wünschte nicht zu erfahren, wen die beiden Schüsse geweckt und gerufen hatten. Er tauchte unter. Sein Werk war getan. Mochte der Obdachlose, der da im Hausflur genächtigt hatte oder der Bauwärter auf der Streife den Beamten finden, der sich soeben erschossen hatte. Basilius ging das nichts mehr an. Ilia Filimon fand unschwer den Mann, der da am Boden lag. Sie steckte den Revolver ein, als sie den Toten sah. Eine nutzlos gewordene Waffe. Ihr Gesicht verzog sich schmerzlich. Sie kannte den Mann nicht, aber ihre Augen füllten sich mit heißen Tränen. Die Nerven versagten. Sie ballte die Fäuste. „Wieder zu spät!" stieß sie heraus. „Ich ahnte es — hätte ich ihn doch abgeschossen wie einen tollen Hund!" Sie beugte sich nieder, hockte sich hin. Wer war der Tote? Er lag aufd em Rücken. Sein Gesicht — da prallte sie zurück. Der Schreck überfiel sie so stark, daß sie einen Schrei ausstieß. Sie war vollends in die Knie gesunken, sie wollte aufstehen, in erster Regung wohl fliehen, aber sie vermochte es nicht. Dieser Mann am Boden, dessen Erschießung Ilia mit angehört hatte, sah sie mit offenen lebendigen Augen an. „Seien Sie still", flüsterte sein Mund. „Wie kann man vor dem Leben erschrecken!" (Fortsetzung folgt!) heiterer Kameradschaftsabend am 30. November im Lass Leib. Am Samstag, 30. November, um 20.30 Uhr, veranstalten wir in Verbindung mit der Ortsgruppe Gießen-Nord der NSDAP, einen heiteren Kameradschaftsabend im Cafe Leib, zu dem alle Volksgenossen herzlichst eingeladen sind. Das Programm wird von erstklassigen Frankfurter Künstlern bestritten; u. a. wirken mit: der Ansager Rudi Morgani, der Zauberer Orizaba, der Kunstpfeifer Eddi Marlo, die Humsti-Bumsti-Num- mer Pepi & Emilio und die vom Rundfunk bestens bekannten fröhlichen Fünf. Anschließend spielt die Kapelle Krengel zum Tanz. Eintritt 50 Pf. Karten sind im Vorverkauf zu haben bei: Geschäftsstelle der Ortsgruppe Gießen-Nord der NSDAP., Walltorstraße 16, sämtlichen Politischen Leitern und den Amtswaltern der DAF, der Ortsgruppe Gießen- Nord. Fortsetzung der Reichsstrahenfammlung am Sonn- tagvormitkag um 9 Uhr im Lafe Leib. Die Kapelle der SA.-Standarte 116 unter Leitung des Wufikzugführers Bruno Herrmann hat sich in kameradschaftlicher Weise zur Verfügung gestellt und veranstaltet von 11 bis 12 Uhr am Selterstor und von 2 bis 3 Uhr auf dem Lindenplah je ein S t a n d k o n z e r t. Am Sonntagabend ab 8 Uhr findet im Lafe Leib ein Kameradschaftsabend sämtlicher Sammler statt. 3n allen anderen Orten des Kreises Gießen stellen sich sämtliche Handwerker, Beamte, Gesellen und Lehrlinge den von der Kreishandwerkerschaft bestimmten Vertrauensleuten restlos zur Verfügung. Feder beteiligt sich bei dieser Sammelaktion in seinem Wohnort. Kameraden, wir betrachten es als eine Ehrenpflicht, dem Ruf des Führers zu folgen. Feder hilft mit, keiner darf fehlen! Der Kreisbetriebsgemeinfchaftswaller Handwerk. Der Kreishandwerksmeisler. Der Kreisamlsleiter des Amtes für Beamte des Reichsbundes der deutschen Beamten. Samstag, 30. November, 15 Uhr, in der chenberufsschule in Gießen.. 1. Frl. Wolf: Einführung in das Stricken. 2. Frl. Rusag : Das Backen in der Berufsschule. A? Pie deutsche Rrbeitdfront N.9.-6emeinschätt „firäft durch kreüde" „Ich möchte Frau Bassenberg sprechen", sagte Basilius. „Es ist dringend." Und wahrhaftig sonderbar, er gebrauchte wie Jolly die Ausrede: „hier spricht die Kriminalpolizei". Er hielt den Sprechtrichter mit der Hand zu. „Wenn Sie wieder dazwischenschreien wollen, Reu- ßing, will ich Ihnen lieber gleich den Knebel in den Mund stecken", sagte er mit einem fragenden Tonfall in der Stimme. Reußing schüttelte matt den Kopf. Inzwischen bekam Basilius gewünschte Verbindung. „Frau Konsul", hob er an, denn er wußte nicht, wer möglicherweise dies Gespräch dort mit anhörte, „ich muß Sie noch heute abend sprechen." Er vergaß seinen Namen zu nennen und fuhr eilig fort: „Ich verlasse noch heute Hamburg und benötige dringend einiges Geld. Ich will es billig machen. Kann ich auf zwanzigtausend Mark rechnen? Der Rest hätte Zeit. Sie könnten ihn mir gelegentlich an eine Deckadresse schicken." „(Es ist gut", sagte Lena Bassenberg. „Kommen Sie in einer halben Stunde zu Herrn Doktor Farrenkorn. Bringen Sie die Papiere mit. Es ist bei meinem Notar alles vorbereitet." Basilius war aufs höchste verdutzt. „Welche Papiere meinen Sie?" fragte er. Es konnte sich doch nicht mehr um die Ziegelei handeln! Lena Bassenberg antwortete unwillig, wie hätte sie ahnen können, daß es nicht Jolly war, der jetzk anrief: „Die Papiere, die Sie mir verkaufen wollen, meine ich natürlich." Er stieß begriffsstutzig heraus: „Soll das eine plumpe Falle fein?" „Nein", sagte die Frau. „Sie können ganz beruhigt sein. Sind die Papiere so, daß sie mich von Basilius befreien, wird Ihnen das Geld, wie wir es besprochen haben, ausgezahlt. Ich erwartete Ihren Anruf schon eher; es ist bei meinem Notar längst alles vorbereitet." Da verstand er. Jolly, der tückische Verräter! Ein Lachen lief über sein Gesicht, hat schon die Quittung! Wunderbarer Zufall. Schwierigkeiten machen. Bei einem vorzeitigen Fluchtversuch, bei einem Angriff schieße ich selbstverständlich. Aber Sie werden ja nicht so irrsinnig sein." Reußing bewegte seine Beine. Langsam begann das Blut wieder richtig zuk reifen. Er vermochte aufzustehen. „Gehen Sie vorweg", befahl Basilius nochmals, „die Treppe hinunter, dann links über den Hof, durch das Hinterhaus; drüben auf der anderen Straße lasse ich Sie dann allein. Sie werden schon eine Wache finden, wo man Ihnen die Fesseln abnimmt. Inzwischen bin ich über alle Berge." Der Oberinspektor sah Basilius an; dann schaute er in die runde Mündung der kleinen Waffe. Er zuckte die Achseln. Er ahnte, er war so und so verloren, aber vielleicht bot sich unterwegs doch noch eine Fluchtmöglichkeit. Laufen lassen würde ihn dieser Mann bestimmt nicht. Dazu hatte er zu offen vorhin am Telepbon seine Pläne für die nächste Stunde vor dem Beamten aufgedeckt. Er stieg die Stufen hinab. Basilius folgte ihm in einem Abstand, der einen überraschenden Angriff ausschloß. Er hielt den Revolver in der ausqestreck- ten Hand. Das Haus lag dunkel und leer wie vorher. Eine Stufe ächzte, sonst war es still. Ihre Schritte pochten einen gleichmäßigen Takt. Sie erreichten den Flur. „Links nun", wies Basilius an, „über den Hof". Der Oberinspektor gehorchte. „Wieviel Minuten noch, odern ur Sekunden? Er blickte sich um und sah in den Revolverlauf, den ein unerbittlicher eFind gereckt hielt. Sein Blut sang im Kopfe; ein hoher schmerzlicher Summerton war das. „Basilius...", sagte er und brach ab. Das war ja alles gcmz sinnlos. Sie langten im Hinterhaus an. Es war noch weniger weit fertiggestellt als der Hauptblock. Der Flur war ohne Tore. Man sah drüben auf die Straße. Wenn ich jetzt vorwärts laufe, zwei, drei Sprünge genügen vielleicht. Die Kugel würde schneller fein. „Reußing", sagte Basilius, er war ein wenig dichter herangekommen, „hören Sie..." Der Oberinspektor drehte den Kopf. Er wollte Basilius ansehen. Es war genau die Stellung, die bereithalten und die Mitgliedskarten zur Eintragung oorlegen. Der Inhalt der Päckchen ist außen sichtbar anzugeben. AG.-LehrerSund, Gießen. Wädchenerziehung, technische Fächer. Motorradfahrer Achtung! Probeweise Freigabe einer Autostraße. Ab 1. Dezember 1935 ist die Autostraße Köln- Bonn erneut probeweise auf drei Monate für den Verkehr mit Krafträdern freigegeben. Besondere Kontrollorgane werden während dieser Zeit den Verkehr überwachen. Auf Grund der von ihnen gesammelten Beobachtungen fällt die endgültige Entscheidung. Die Dienststellen des NSKK. sind seit langem bemüht, eine dauernde Freigabe der Straße für Krafträder zu erreichen. Darum Motorradfahrer: Zeigt strengste Verkehrs- disziplin! Nehmt Rücksicht auf die übrigen Kraftfahrzeuge! Beachtet die besonderen Verhaltungsvorschriften der Autostraße! haltet stets die rechte Fahrbahn ein! Die mittlere Fahrbahn ist nur zum Ueberholen da! Beweist, daß durch euch der übrige Verkehr nicht beeinträchtigt oder gefährdet wird! Gez. S e y d e l. Gruppenführer und Kraftfahrinspekteur. Aus Der Provinzialhauptstadt. Oer ergötzliche Regenschirm. Zwischen Herbst und Winter werden die Regenschirme sehr aktuell. Leider, muß man schon sagen, denn das naßkalte Geriesel macht niemanden Spaß, und so hübsch manch moderner Regenschirm auch immer aussehen mag — man hätte statt seiner lieber Sonnenschein und blauen Himmel. Regenschirme gelten nun einmal als Symbol schlechten Wetters und sind als solche bei uns nicht sehr beliebt. Dies ist vielleicht auch der Grund, warum wir sie gern in Kaffees oder bei Bekannten stehen lassen eine undankbare, wennschon verständliche Handlungsweise. . Die Relativität aller Erscheinungen ist indes seit jeher eine der reizvollsten Beobachtungen des Le- b-ns gew-ftn und es füllte sich zeigen, daß diefe Relatwitat auch auf den Regenschirm und fein er- wahntes Ansehen zutreffen kann. Es erwies (ich na milch daß ein Regenschirm nicht notwendig ein freuölöfer Gegenstand, ein Zurückgesetzter unter den Gebrauchsgegenständen sein muß, sondern daß er durchaus zum Spender reiner Ergötzlichkeiten ge= eignet ist Es bedarf wohl kaum noch der Feststellung, daß dieses Wunder einer Verwandlung rourbe"66^™^611 $inbed>änöen bewerkstelligt Schulung für Voklsbildung. Die für Samstag, 30. November, angefetzte Kul« turtagung in Gießen fällt aus. Sportamt »Kraft durch Freude". heute folgende Kurse: Allgemeine Körperschule, Frauen 1 und Männer. Von 20.30 bis 21.30 Uhr, Lyzeum, I Dammstraße 26. 1 Fröhliche GymnastikundSpiele nur I für Frauen. Von 20.30 bis 21.30 Uhr, Lollarer Kantine der Fa. Buderus. > Schwimmen. Von 20.30 bis 21.30 Uhr, , Frauen und Männer, Volksbad; von 21.30 bis 22.15 Uhr nur für Frauen. Reiten. Von 20 bis 21 Uhr, Reitschule Schömbs. Ski-Trocken. Von 21 bis 22 Uhr, Reitschule Schömbs. Neuanmeldungen werden dort vom Sportlehrer entgegengenommen. Skier und Stöcke werden gestellt. Feste Stiefel find mitzubringen. Kurzschulungslager des RG.-Studentenbundeö. In diesem Wintersemester kommen — wie man uns berichtet — erstmalig Kurzschulungslager des NS.-Studentenbundes der hochschulgruppe Gießen auf Burg Gleiberg zur Durchführung, die auf den Wochenschluß gelegt werden und nacheinander alle Mitglieder des NSDStB. sowie ehemalige Korporationsstudenten erfassen sollen. Die Lager dienen der Auslese nach charakterlichen, politischen und weltanschaulichen Gesichtspunkten. Aus den aktivsten Kräften sollen dann auch in Gießen Kameradschaften erstehen. Diese Lager stellen große Anforderungen an Einsatzbereitschaft und Mitarbeit, soll doch einst aus diesen Gemeinschaften das Erleben nationalsozialistischer Weltanschauung, politischer Aufgabensetzung und völkischen Kulturgutes bis zur reinsten Erfüllung in der Tat vorwärts getragen werden. Der deutsche Student ahnt seine Verpflich- lung, auf die Barrikaden des Geistes zu steigen, die völkische Idee der Volksgemeinschaft ihrer letzten Konsequenz zuzutreiben! Diese Idee prägt einen neuen Menschen und macht aus dem Akademiker einen Aktivisten, aus der Wissenschaft aber ein Schwert im Ringen der Völker um Macht und Freiheit ihres eigenen Wesens. Vei dem ersten Kurzschulungslager am vergangenen Wochenende hielt der Dekan der juristischen Fakultät an der Landesunioersität Gießen Professor Dr. Bley einen Vortrag über das Thema „Staat, Volk und Bewegung". Kameradschastsabend der poUzeibeamten. Man berichtet uns: Der Kameradschaftsbund Deutscher Polizeibeamten, Ortsgruppe Gießen, hielt am 23. November im Saale der Gastwirtschaft „Frankfurter Hof" einen gut besuchten Kamerad- schaftsqbend ab. Im Mittelpunkt des Abends stand ein Vortrag des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen Pg. Ritter. Nach Eröffnung des Abends durch den Ortsgrup- penwart Pg. Lösch gedachte man zuerst der verstorbenen Kameraden der Ortsgruppe und darüber hinaus der Toten des Weltkrieges und der Bewegung. Während ihnen eine stille Minute geweiht wurde, spielte die Kapelle das Lied vom guten Kameraden. Es folgte nunmehr die Begrüßung der Anwesenden, insbesondere der Herren Oberbürgermeister Pg. R i 11 e r, Polizeidirektor Pg. Meusel und Vertreter der Partei. Nach dem gemeinschaftlich gelungenen Lied „Volk ans Gewehr!" ergriff Oberbürgermeister Pg. Ritte r das Wort. Nach einem Hinweis auf die gute Zusammenarbeit der gesamten Beamtenschaft der Stadt Gießen, die ihm als Oberhaupt der Stadt besonders am Herzen liege, streifte er die Tätigkeit der Polizei, die richtunggebend sein müsse für die übrigen Volksgenossen. Er bezeichnete den Polizei- beamten als den vornehmsten Vertreter des Staates, da nach ihm, der in vorderster Linie steht, das An- sehen und die Ordnung des Staates beurteilt würde. Er kam sodann auf das frühere Rollsystem in der Gehaltszahlung, auf die Eingliederung der 5 000 000 „An sich ist nichts weder gut noch böse, das Denken macht es erst dazu", so dachten mit Hamlet vier muntre Knirpse, die auf den Steinstufen eines Hauseinganges hockten, und betrachteten mit Liebe einen mächtigen, tiefschwarzen Regenschirm in ihrer Rsstte. Weiß der liebe Himmel, wo sie die ge= raumige „Mußspritze" — dies ein ureigener Aus- oruck der kleinen Besitzer — aufgetrieben hatten! -Doa) sei dem wie auch immer, so verblüffend er- 9?tzlich wurde wohl noch kein Schirm benutzt wie hier von jenem winzigen Quartett. Zunächst wurde cm lebendes Bild gestellt: „Vier Würmchen unter einem Schirmchen?" Tatsächlich, das weitgespannte, behäbige Dach verbarg die ganze Gesellschaft vollständig vor den Blicken neugierig spähender Passanten. Dann: „Auf Wanderschaft mit Musik!" Das schwarze Gestell als seltsame Trophäe voran, die Kolonne im Gänsemarsch hinterdrein, dazu ein gellender Gesang: „Das Wandern ist des Müllers Lust". Die Beziehungen zwischen Regenschirm und Müllerhandwerk mögen Erwachsenen verborgen bleiben, der schmalen Kolonne brachten sie jedenfalls erheblichen Zuwachs in Gestalt von Nachbarskindern. Minutenlang wanderte man, ständig an Umfang schwellend, als Müller mit gehöriger Lust im Kreise. Dann kam jemand auf die Idee „Rollrad" *u spielen. Sie wissen doch, was das ist? Nun, ein Rad, das mit einem Stock getrudelt wird. Ein Schirm vereinigt aber Rad und Stock in sich, und so rollte dieser hier, auf die Kante gestellt, treulich sowie seitlich geführt dahin. Von dort bis zum Kreisel war es nur noch ein Schritt. Auf die Spitze gestellt, blitzschnell am Griff gedreht — Kinder, so ein Vergnügen! Allseitiges Bedauern, statt eines einzigen nicht einen ganzen Garderobenständer voller Schirme zu besitzen. Der Witz eines Regenschirmes beruht bekanntlich im Auf- und Zuklappen. Man darf überzeugt sein, daß dieser Witz bis zur Neige ausgekostet wurde. Auf, zu! — Auf, zu! — man wähnte sich in den unbeständigsten aller Aprils versetzt. Die Möglichkeit des Entfaltens brachte schließlich den entscheidenden Gedanken: Fallschirm! Die Windverhältnisse waren günstig, und so wurde denn die rabenschwarze Mußspritze kraftvoll in die höhe geschleudert, von wo sie, ein schwankendes Spiel der Lüfte, schräg zur Erde herabschwebte. Doch auf das Hebet der ganzen Veranstaltung wurde bereits hingewiesen: es waren viele Kinder, aber nur ein Schirm da. Von diesem Mißverhältnis aus nahm denn auch das Unheil feinen Lauf, der Regenschirm war wohl einem Wolkenbruch, nicht aber kindlicher Beaeisterung gewachsen. Das ewige „Auf, zu" zerstörte den Klappmechanismus — und damit den Witz! Plötzlich fiel also das Stichwort „Haschen!", blitzschnell stob die Schar auseinander und jagte fort. Einsam vor der Haustür lag nun der wracke Schirm, und der Beobachter der Szene wurde abschließend mit Genugtuung erfüllt. Denn so relativ der Begriff des Regen- schirmes sich soeben auch erwiesen hatte — er erlitt zum Schluß doch das Schicksal aller Regenschirme: er wurde vergessen! H. B. v. M. Dornotizen. Tageskalender für Freitag. NSG. „Kraft durch Freude": 20.30 bis 21.30 Uhr allgemeine Körperschule im Lyzeum; 20.30 bis 21.30 Uhr und 21.30 bis 22.15 Uhr, nur für Frauen, Schwimmen im Volksbad; 20 bis 21 Uhr Reiten, 21 bis 22 Uhr Ski-Trocken-Kurfus, Reitschule Schömbs. — NSLB. Abt. höhere Schule, Fachschaft „Neuere Sprachen": 16 Uhr Sitzung in der Oberrealschule. — Stadttheater: 20 bis 23 Uhr „Peer Gynt". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Die ganze Welt dreht sich um Liebe". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Alles weg'n dem Hund!" Stadttheater Gießen. heute von 20 bis 23 Uhr „Peer Gynt", dramatisches Gedicht von Ibsen, mit der Musik von Edward Grieg. Spielleitung: Hans v. Spa Hart. Musikalische Leitung: Ernst Bräuer. 9. Freitag- Abonnement. Aenderung des Stadttheater-Spielplans. Aus dem Stadtcheaterbüro wird uns geschrieben: Wegen Erkrankung im Personal findet eine Spielplanänderung statt. Am Samstag, 30. November, kommt nicht die angezeigte „Komödie der Irrungen" zur Aufführung, sondern statt dessen das Gesellschaftslustspiel: „Der Mann mit den grauen Schläfen" von Leo Lenz; Spielleitung Hans von Spall art. Die Aufführung des 'Shakespeare-Lustspiels „Komödie der Irrungen" wird im Januar nachgeholt. Dauer von 20 bis gegen 22.15 Uhr. b Die Intendanz macht nochmals auf die Neuerung des freien Kartenverkaufs bei Vorstellungen der NS.-Kulturgemeinde aufmerksam, nach der Karten im freien Verkauf, auch ohne Mitglied der NS.- Kulturgemeinde zu sein, an der Abendkasse, eine halbe Stunde vor Beginn der Vorstellung, zu haben Obst- und Gartenbauverein Gießen. Am kommenden Sonntagnachmittag Mitgliederversammlung im Kaufmännischen Vereinshaus. Im Rahmen der Versammlung hält Garteninspektor i. R. Rehnelt einen Vortrag über „Bodenmüdigkeit unserer Gärten". (Siehe heutige Anzeige.) sind. NGD., Ortsgruppe Gießen-Ost. Pfundsammlung für 7vhW. in der Ortsgruppe Gießen-Ost. Die Pfundsammlung wird Montag, 2., und Dienstag, 3. Dezember, von der NS.-Frauenschaft durchgeführt. Die Mitglieder wollen die Pfundpäckchen SWtoMWit Roman von Frank $. Braun. Laut sprach er: „Doktor Farrenkorn, sagten Sie, wo wohnt der Mann? So, danke. Ich bin in einer halben Stunde dort. Sorgen Sie für Bargeld." Er hängte ab. Noch einmal durchfuhr es ihn: wunderbarer Zufall. Lena hat alles vorbereitet, dem Jolly einen Verrat zu bezahlen. Jolly kommt nicht, aber ich werde für ihn einkassieren. Ich fürchtete Schwierigkeiten. Es lassen sich nur schwer abends um 10 Uhr einige zigtausend Mark beschaffen. Nun hat mir Jolly doch noch einen hervorragenden Dienst geleistet. Er rieb sich die Hände. Reußing sah ihn an. Plötzlich spürte Basilius diesen Blick. „Ach so", sagte er und erinnerte sich des Gegners. Er sah sich im Zimmer um. hier blieb nichts mehr zu tun. Was er hier stehen und liegen ließ, verriet nichts über die Leute, die hier gehaust hatten. Im Nebenzimmer an einem haken hing noch Alwin Jabuschs Mantel. Jabusch war nachmittags fortgegangen, als es draußen warm war — und nicht zurückgekommen. Ilia... Er verzog den Mund, als habe er Saures auf der Zunge. War etwas in den Taschen oder konnte auch dieser Mantel hier hängen bleiben? Erstaunt zog er den Revolver aus Jabuschs Tasche. Er zog das Magazin heraus. Geladen. Natürlich. Basilius schüttelte den Kopf. Dieser Alwin Jabusch war ein notorischer Feigling, was Schußwaffen anbelangte. Jabusch besaß diesen Revolver, aber er vermied es, ihn bei sich zu führen. Er war ein kleiner Gauner, tüchtig, verschmitzt, in vielen Dingen äußerst brauchbar. Ein Kerl war Jabusch nie gewesen. Sonst noch etwas in den Taschen? Nichts. Basilius hielt Jabuschs Waffe in der Hand. Ganz plötzlich fiel die Idee in ihn hinein. Mit dieser Pistole, natürlich, das war besser, als mit der seinen! Diese Pistole mochte dann bei Reußing bleiben. Vielleicht glaubte man doch noch den Freitod. Er behielt seines Freundes Waste lost, entsichert in der Tasche und trat in das andere Zimmer. „So", sagte er zufrieden, „hier bliebe nun nichts weiter zu tun." Er beugte sich herab und nahm Reußing die Fußfesseln ab. Dann zog er Jabuschs Revolver. „Sie gehen vorweg, Reußing", befahl er. „Es ist in Ihrem eigenen Interesse, wenn Sie mir keine Volksgenossen in den Arbeitsprozeß, die Wiederbelebung der Wirtschaft und den Aufbau der Wehr- macht zu sprechen, wodurch der Führer die gewaltigste Aufgabe aller Zeiten gelöst und ein neues Deutschland geschaffen hat: ein Deutschland einig und stark, wie wohl keine Nation auf dieser Erde. Diese Ausführungen über die Beamten und insbesondere die Polizeibeamten sollten das Vorwort bedeuten zu dem nun folgenden, etwa ^/-stündigen Vortrag über den Nationalsozialismus im allgemeinen und den Führer insbesondere. Angesangen von dem Marsch zur Feldherrnhalle im Jahre 1923 über die Parteitage bis 1935 schilderte Pg. Ritter das gewaltige Erleben anläßlich der Ueberfübrung der am 9. November 1923 gefallenen 16 Vorkämpfer des Dritten Reiches in ihre letzte Ruhestätte. Keine Rede, keine Feder, keine Uebertragung könne das Erleben, so führte Pg. Ritter aus, der selbst dieser erhebenden Feier beiwohnen durfte, auch nur annähernd wiedergeben, wie es auf die Teilnehmer gewirkt habe. Ein grauer, nebliger Novembertag, an dem die Wolken keinen Sonnenstrahl durchlassen, ist der 9. November 1935, ebenso wie sein Vorgänger vor zwölf Jahren. Die Fahnen hängen schlaff Die Zusammenarbeit der Handwerker und Beamten zeigt, daß im deutschen Volk keine Standesunterschiede bestehen. Volksgenosse, beweise den Dank hierfür durch dein Opfert im Wind. Nur beim Aufruf der 16 Vorkämpfer zum letzten Appell bricht die Sonne durch, da erhebt sich ein Wind, der unzählige Fahnen flattern läßt. Es ist, als sei eine höhere Macht im Spiel. Nach dem Appell wieder der graue und stille November- tag, wie zuvor. Ein erhebendes und mahnendes Erleben, das den Teilnehmern zeit ihres Lebens im Herzen und vor Augen stehen wird. Pg. Ritter legte dann das Wesen und Ziel der nationalsozialisti- schen Weltanschauung dar und schilderte den Führer als Staatsmann und Mensch. Ergriffen lauschte die Versammlung dem einzigartigen, von innerem Erleben durchdrungenen Dor- trag. Spontaner Beifall durchbrach die lautlose Stille, die während der zweistündigen Rede geherrscht hat. Mit dem Bekenntnis zum Führer und Vaterland und nach dem Gesang des ersten Verses des Horst- Wessel-Liedes und des Deutschlandliedes fand der erste Teil des Abends seinen Abschluß. Der anschließende kameradschaftliche Teil wurde von der Kapelle, die sich aus Berufskameraden und arbeitslosen SA.-Männern zusammensetzte, würdig umrahmt. Gchlachtgeflügel und Honig in der Eierwirtschast. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat eine Verordnung erlassen, die im Zuge der Vereinheitlichung der landwirtschaftlichen Marktordnung nun- mehr auch Sch lacht geflügel und Honig in den Bereich der Hauptvereinigung der deutschen Eierwirtschaft einbezieht. Die auf den einzelnen Gebieten tätigen Betriebe werden eingeteilt in die Erzeuger-, Bearbeiter- und Verteilergruppe und in den Eierwirtschaftsverbänden (Wirtschaftsverbänden) zusammengeschlossen, die ihrerseits wieder in der Hauptoereinigung der deutschen Verwirtschaft vereinigt werden. Werbeabend der Elektrofront Gießen. Die Elektrofront Gießen veranstaltete gestern im Cas4 Leib einen gutbesuchten Werbeabend. Jnnungs- obermeister Schmidt stellte dem Abend ein Gruß- wort voraus, dankte der AEG. für die Unterstützung für diesen Abend und hob die mancherlei Vorzüge der elektrischen Küche hervor. Im Hinblick auf die Winterarbeitsschlacht bat er darum, die Weihnachtsbestellungen rechtzeitig aufzugeben. Sodann sprach Frau Kaufmann (Nürnberg) über die Vorzüge und Bequemlichkeiten, die die elektrische Küche zu bieten vermag, unterstützte ihre Ausführungen mit praktischen Koch- und Backvorführungen und war bemüht, die Wirtschaftlichkeit der elektrischen Küche nachzuweisen. In grundsätzlichen Ausführungen sprach die Rednerin ferner über Erkenntnisse der neuesten Forschung hinsichtlich der Speisenzubereitung, gab Winke der Fett- und Butterersparnis, sie empfahl eine gesteigerte Verwendung von Aepfeln und einen stärkeren Verzehr der Salzgurke anstelle des vielen Salzgebrauches. Sie forderte ferner auf, die Hochwertigkeit der Speisen zu steigern durch sparsame Verwendung von Gewürzen und Verarbeitung der Speisen im eigenen Saft. Man hörte weiter von den vielfachen Anwendungs- Möglichkeiten des elektrischen Herdes. Eine Verteilung von Kostproben vorzüglich geratener Speisen und Backwaren unterstrich die Darlegungen der Rednerin. Eine Verlosung brachte den Teilnehmerinnen des Abends noch einige angenehme Ueberraschunaen. Musik unterhielt die Gäste. Obermeister Schmidt schloß den Abend mit dem Hinweis auf elektrische Geräte als Weihnachtsgeschenkartikel. ** In den hessischen Denkmalrat berufen. Die Denkmalpfleger für die Baudenkmäler in Hessen, Professor Mindner, Professor Dr.-Jng. Gruber und Privatdozent Dr.-Jna. Lieser, sind nach Artikel 32 des hessischen Denkmalschutzes zu Mitgliedern des Denkmalrates berufen worden. ** Die Baugenossenschaft städtischer Beamter, eine Schöpfung aus der Inflationszeit, ist gemäß Beschluß von Vorstand und Aufsichtsrat am 25. November 1935 aufgelöst worden. Das vor- handene Vermögen, bestehend aus einer Spareinlage in höhe von 150,14 Mark, wurde dem Winterhilfswerk 1935/36 zugeführt. ** Autounfall bei der Wellersburg. In der Nacht zum Donnerstag gegen 23 Uhr kam ein Personenauto aus Gütersloh, Das sich auf der Fahrt nach Gießen befand, auf der Landstraße in der Nähe der Wellersburg ins Schleudern, rannte aegen einen Baum, der umgerissen wurde, und sauste noch auf den benachbarten Acker, wo der Wagen in schwerbeschädigtem Zustand liegen blieb. Der einzige Insasse des Autos, ein Kaufmann aus Gütersloh, kam bei dem schweren Unfall verhältnismäßig glimpflich davon: er erlitt einige Derletzun- aen an der Brust und im Gesicht. Ein vorüberfahrender Kraftwagen nahm den Mann mit nach Gießen, wo ihm in der Chirurgischen Klinik ärztliche Hilfe zuteil wurde. Gestern vormittag veranlaßte der Verunglückte das Abschleppen seines schwerbeschädigten Wagens und dessen Bahntransport nach Gütersloh. Siebenbürgen. Ein Vortrag in der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde. In der Neuen Aula der Universität fanden sich am gestrigen Donnerstagabend die Mitglieder und Freunde der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde ein, um Privatdozent Dr. Jürgen Siebert (Frankfurt a. M.) über das Thema „Landeskunde von Siebenbürgen und For- chungen im Bihargebirge" zu hören. Der Redner gab in klarer Zusammenfassung ein Bild vom Charakter des Landes. Siebenbürgen ist rumänisch, so führte der Redner u. a. aus, und es wäre ein Irrtum, zu glauben, daß es ein rein deutsches Land ist. Die Bevölkerung des Landes etzt sich zu sechs Zehntel aus Rumänen, zu drei Zehntel aus Ungarn und zu nur einem Zehntel aus Deutschen zusammen. Bevölkerungspolitisch teilen also die Deutschen eine Minderheit dar, ihre kulturelle Bedeutung ist aber in anderen Verhältnissen einzuschätzen. In eingehenden Erläuterungen schilderte der Redner sodann die geographische Lage des Landes, er prach von den Pützen als den Zugängen zu der Hochebene und von der Verkehrslage der wichtigsten Städte des Landes, Kronstadt und Hermannstadt. Interessant waren ferner die Ausführungen über den geographischen Aufbau des Landes (der jüngeren Datums ist) und über die Bedeutung Siebenbürgens als Kulturland in landwirtschaftlicher hin- icht. Fruchtbare Heide und reiche Waldbestände charakterisieren das Gebiet. Salzvorkommen, ferner wichtige Erdgasvorkommen (Kohlenwasserstoff und Methanaas) werden industriell ausgenützt. Im Zu- ammenyang damit wies der Redner auf morpho- logische Besonderheiten hin. Dann beschäftigte sich der Redner mit der Ge- chichte der Besiedlung. Die Siebenbürger Sachsen ind, so sagte er u. a., nicht etwa Sachsen, sondern Rheinfranken, Moselfranken und Luxemburger, jedenfalls Menschen aus dem westlichen Deutschland. Der Weg ihrer Herkunft ist an der Sprache zu erkennen, die sich nahezu unverfälscht erhalten hat. Diese Siebenbürger Sachsen, heute noch etwa 230 000 Menschen, wohnen in 7 Städten und 240 Dörfern. Ihr Einfluß innerhalb des Landes ist insofern zurückgeaangen, als die Nachkommenschaft der Rumänen überwiegt. Die Sachsen pflegen das Zweikindersystem, mit dem der völkische Stand auf die Dauer nicht zu halten ist. Ein starkes Akti- vum hatten die Deutschen aber immer wieder in ihrer gefestigten unverbrüchlichen Dorfgemeinschaft, die sie viele Stürme im Laufe der Jahrhunderte überstehen ließ. Oft mußten sie sich der Mongolen, der Türken und der Ungarn erwehren, immer aber konnten sie sich behaupten. Das „Andreanurn", ein Freibrief des Königs Andreas II., der die Siebenbürger Sachsen — ursprünglich gegen die Deutschherren — ins Land gerufen hatte, war ihnen stets eine Stütze im Kampf insofern, als sie durch diesen Freibrief freie Herren auf eigenem Grunde wurden und dadurch der verschiedentlich oorgehal- tenen Behauptung, „sie seien nur Gäste im Lande" entgegentreten konnten. Im 18. Jahrhundert erhielten die Siebenbürger Sachsen Zuzug aus Oesterreich, der völkisch jedoch nicht stark in Erscheinung trat. Im Jahre 1919 kam Siebenbürgen an Rumänien auf Grund der Karlsburger Beschlüsse aus dem Jahre 1918, in denen den Siebenbürgern von Rumänien der Schutz der Minderheiten zugesagt worden war. Allerdings hielten die Rumänen nicht das, was sie versprachen. So führten sie zum Beispiel eine „Agrarreform" ein, die nichts anderes darstellte als ein Enteignungsverfahren und einen verschleierten Romanisierungs-Prozeß. Die Deutschen sind in Siebenbürgen über das ganze Land verteilt, nur im Süden gibt es ein einziges größeres rein deutsches Dorf: Michelsberg, mit 1100 Einwohnern. In 13 Dörfern sind die Deutschen mit 80 v. h. der Bevölkerung vertreten. In Kronstadt, dem bedeutendsten wirtschaftlichen Zentrum des Landes, sind von 58 000 Einwohnern 12 000 Deutsche, in Hermannstadt, dem kulturellen Zentrum des Landes, leben unter 50 000 Einwohnern 20 000 Deutsche. Nachdem der Redner noch fur$ über die charakteristischen deutschen Bauformen in Den Städten und Dörfern gesprochen, außerdem das völkische Leben in Sitte und Tracht gestreift hatte, wandte er sich in speziellen Ausführungen seinen Forschungen im Bihargebirge zu, insbesondere den geologischen Merkwürdigkeiten dieses Gebirgszuges, ferner den verschiedenartigen Landschaftsformen und ihrer unterschiedlichen Vegetation. Von großem Interesse waren dabei auch die Darlegungen über die Industrie in diesem Gebirge, in dem neben vielen kleinen primitiven Betrieben auch ein moderner Industriebetrieb für die Goldgewinnung besteht, der im Jahre etwa 2800 Kilogramm Gold zu fördern vermag. Das Bihargebirge stellt neben dem Ural das reichste Goldvorkommen auf dem europäischen Festland dar. Bereits die Römer bauten hier das goldhaltige Erz ab. Schließlich hörte man nod) von der robusten Waldwirtschaft, wie sie im Bihargebirge betrieben wird. Mit dem Hinweis darauf, daß es dem Geologen nicht lediglich darauf ankomme, die geologischen Formationen in den einzelnen Ländern zu erfassen, sondern auch das völkische Leben kennenzulernen und dadurch einen Gesamteindruck zu gewinnen, schloß der Redner. Zahlreiche, zum Teil sehr gute Lichtbilder veranschaulichten und ergänzten das gesprochene Wort. Dankbarer Beifall wurde dem Redner zuteil. §JL-'$vort DerMball-LänderkampsEngland-DeuWand Oie deutsche Mannschaft. Die in aanz Deutschland mit größter Spannung erwartete Aufstellung der deutschen Fußball - Mannschaft, die am 4. Dezember auf dem Platz der Totten- iam Hotspurs in dem Londoner Vorort White hart Lane gegen England den sechsten Länderkampf austrägt, wurde von Fachamtsleiter Linnemann am Donnerstagabend über den Reichssender Berlin bekanntgegeben. Deutschland wird in folgender Be° etzung gegen England spielen: Jakob (Jahn, Re- aensbura); harinaer (Wacker-München), Münzen- bera (Alemannia Aachen): Janes (Fortuna Düsseldorf), Goldbrunner (Bayern München), Grämlich (Eintracht Frankfurt): Lehner (Schwaben Augsburg), Szepan (Schalke 04), Hohmann, Rasselnberg (beide VfL. Benrath), Fath (Wormatia Worms). Als Ersatzspieler machen die Reise nach England mit: Buchloh, VfB. Speldorf (Torwart), Zielinski, Union Hamborn (Läufer) und Siffling, Spv. Waldhof-Mannheim (Stürmer). Die Ersatzspieler fahren nur mit, um dann einwfpringen, wenn einer der aufgestellten Spieler auf der Reise ober vor dem Spiel ausfällt. Während des Kampfes darf kein Mann — auch der Torwart nicht — ausgewechselt werden. Die Aufstellung der deutschen Mannschaft bringt keinerlei Überraschungen, sie ist so — wie sie steht — von jedem Fachmann erwartet worden. Man kann diese Mannschaft eine „Elf des Vertrauens" nennen, denn jeder der aufgestellten Spieler hat sich in internationalen Begegnungen schon dutzendfach bewährt. Das Hintertrio konnte nicht besser gewählt werden. Jakob ist gegen England der Torhüter, der neben einer unbedingt sicheren Fangkunst auch die gerade gegen die englischen Stürmer so ungemein wichtige Standfestigkeit besitzt. Münzen- berg ist für den besten deutschen Verteidiger h a - ringer dank seiner Schlagsicherheit und Einsatz- Härte die gegebene Ergänzung. In der Läuferreihe mußte Grämlich nach links wechseln, um 3a« n e s auf dem rechten Läuferposten Gelegenheit zu geben, sich ungehemmt entfalten zu können. Goldbrunner hat als Mittelläufer in der deutschen Reicksmannschaft noch nie versagt. Der Sturm hat in Lehner und Fath zwei Flügelstürmer von großer Durchschlagskraft, Schnelligkeit und sicherem Schuhvermögen. Das „westdeutsche" Jnnentrio Szepan-hohmann-Rasselnberg blieb nach dem Ausfall (Tonens und der Indisposition Sisflings die einzige Lösung. Es wird sich jedoch zeigen müssen, ob der Saarbrücker wirklich so unersetzlich ist. tim die Deutsche GerÄemeisterschast. -140 Turner im edlen Wettstreit. Olympiaklasse - Meisterklasse. In der großen Frankfurter Festhalle werden sich am Samstag und Sonntag rund 140 Turner aus allen deutschen Gauen im friedlichen Wettkampf messen. Siebenundvierzig von ihnen turnen in der sogenannten „Olympia-Klasse" um den Titel eines deutschen Meisters im Geräteturnen, den Unteroffizier Alfred Schwarzmann (Fürth) zu verteidigen hat. Sorgsam haben alle 16 deutschen (Baue ihre Auswahl getroffen. Die Teilnehmer der Olympiaklasse sind vom Männerturnwart der Deutschen Turnerschaft berufen worden; aus ihnen wird auch die künftige deutsche Olympia-Kernmannschaft gebildet, aus deren Reihen sich wiederum die Mannschaft herausschälen wird, die berufen fein wird, bei den olympischen Turnwettkämpfen des nächsten Jahres die deutschen Farben zu vertreten. 91 weitere Turner bilden die M e i st e r k l a s s e. Sie wurden in Ausscheidungsturnen der einzelnen Gaue ermittelt, wobei die von jedem Gau zu meldenden Teilnehmer von der DT. zahlenmäßig fest- gelegt wurden. Während die Olympiaklasse vollkommen das olympische Programm, also den olympischen Zwölfkampf turnen wird, haben die Teil- nehmer Der Meisterklasse nicht den gleichen, aber einen an die olympischen Hebungen stark angelegten Zwölfkampf zu bestreiten. Oie Abwicklung der Wettkämpfe wird so erfolgen, daß am Samstagnachmittag sämtliche 138 Teilnehmer ihre Pflichtübungen turnen. Geturnt wird je eine Uebung an Reck, Barren, Querpferd, ßängspferb, an den Ringen und eine Freiübung. Die fünfzehn besten Turner der Olym- piaklasse werden dann am ©onntagoormittag kampf- frei bleiben. Die übrigen Turner, also sämtliche Teilnehmer der Meisterklasse und die 32 übrigen Turner der Olympiaklasse haben am Sonntagvor- mittag ihn Kürübungen zu turnen, während die 15 Besten am Sonntagnachmittag ihre Kürübungen in einer besonderen Veranstaltung turnen. Für diese Veranstaltungen sind alle Karten ausverkauft. Die 12 000 Plätze der großen Frankfurter Halle sind schon feit Wochen restlos vergriffen, und diese Schau der Besten wird einen Markstein in der Geschichte des deutschen Geräteturnens bilden. Die Krage nach dem Sieger ist nickt so einfach zu beantworten, wie dies manchem scheinen mag. Betrachten wir die Reihe der 47 Turner, die Martin Schneider in die Olympiaklasse eingereiht hat, so finden wir doch so manchen Turner, der durchaus in der Lage wäre, das Erbe Alfred Schwarzmanns anzutreten. In erster Linie gilt natürlich unser Meister Schwarz- mann selbst als aussichtsreichster Bewerber. Der Bayer hat im letzten Jahre nur noch dazugelernt und befindet sich im Augenblick auf der Höhe seines Könnens. Da ist aber auch wieder Konrad Frey, der Kreuznacher, aufgetaucht. Der Meister von 1932 hat sich in eine ausgezeichnete Form hineingeturnt. Ernst Winter, der Weltmeister der Reckturner und „ewiger Zweiter" in den deutschen Meisterschaften, ist auch noch da. Da ist auch noch Jnno- cenz Stangl (München), mit seinen 23 Jahren einer der jüngsten Turner des Wettbewerbs. Er hat sich ebenfalls in letzter Zeit wesentlich verbesiert. Die umfangreiche Liste enthält auch noch den Na- men Heinz Sandrock, den Weltmeister der Studenten. Auch er gehört mit zu den beften Deut» chen und hat einen erfolgreichen Aufstieg hinter ich. Wer Deutscher Meister wird, ist schwer zu ogen. Unter den vorgenannten fünf Bewerbern ollte sich der Deutsche Meister 1935 befinden. Oder ollte einem der hier Ungenannten, zum großen Teil auch bekannte Mitglieder der Deutschland- Riege wie Beckert (Neustadt), Bezler (Göggingen), Domks UJorW» Limkmrg (Richlch» Müll« Ealke» stein), Steffens (Bremen), Volz (Schwabach) u. L, der große Wurf gelingen? Auch das ist möglich! Fest 'steht auch, daß zwischen den einzelnen Placierten in der Spitzengruppe keine großen Punktabstände bestehen werden. Schon so oft ist die Ent- cheidung im Kampf um die deutsche Meisterschaft mit einem Abstand von einem, manchmal schon mit einem halben Punkt gefallen. Das Können unserer deutschen Spitzenturner ist heute so ausgeglichen, daß kein Meister mehr im Handumdrehen ermittelt wird. Spielen auch Glück und Pech gerade beim Geräteturnen, abgesehen von der ewig unzulänglichen Punktwertung, eine gewisse Rolle und wur- den auch oft durch solche Umstände Entscheidungen erzielt, so wird man doch ohne Einschränkung dem neuen deutschen Meister, der am Sonntagabend feststehen wird, bescheinigen dürfen, der beste deutsche Turner zu fein. Hoffen wir, daß der Verlauf der Kämpfe durch keinerlei Unfall und Zufall beeinträchtigt wird und daß der neue Meister auch selbst seines Sieges froh werden möge. SchSffmann-Wieseck turnt mit. Drei Turner aus dem Gau 12. Außer dem Marburger Adolf Fink, der in der Olympiaklasse turnt, stellt der Gau Hessen noch zwei Vertreter in der Meisterklasse: Ernst Schöffmann (Tv. Wieseck): er gehört dem jungen Nachwuchs an (22 Jahre alt), verfügt über viel Kraft und Mut: er ist noch sehr verbesserungsfähig und hat noch eine Zukunft: Otto (Bergs von der ACT. Kassel ist ein wagehalsiger Turner (25 Jahre alt), der schon in Essen und in Dortmund Sieger bei deutschen Meisterschaften war. W. Winkler fährt wieder Weltrekord. Die Weltrekordversuche der Auto-Union rourbert auf ber Reichsautobahn zwischen Frankfurt und Darmstadt am Donnerstagmorgen fortgesetzt, nachdem sie am Mittwochmittag infolge des schlechten Wetters abgebrochen werden mußten. Der Wettergott war den DKW.-Leuten jedoch auch am Donnerstag nicht besonders günstig gesinnt. Zunächst ließ sich die Witterung ganz gut an, es war vor allem wärmer als am Mittwoch, auch herrschte eine ziemliche Windstille. In den späteren Vormittagsstunden kam aber wieder ein starker Wind auf und schließlich fing es auch zu regnen an. Die Bahn wurde naß und glitschig, so daß sich Rennleiter Prüssing von der Auto-Union im Interesse der Sicherheit der Fahrer Geiß, Winkler und Müritz entschließen mußte, die Rekordversuche erneut zu unterbrechen. Am Freitagmorgen sollen die Fahrten — regenfreies Wetter vorausgesetzt — nochmals fortgesetzt werden. Wenn auch am Freitag die Verhältnisse ungünstig liegen, bann werden die Rekordversuche ganz abgebrochen und auf einen späteren Termin verschoben. Der Tag ließ sich für die Auto-Union sehr gut an. Gleich die erste Fahrt, die Walfried Winkler auf der 175-ccm-DKW. unternahm, gestaltete sich zu einem großen Erfolg. W. Winkler griff dis „stehende" Meile an und verbesserte seinen eigenen Weltrekord von 121,371 Stundenkilometer auf 126,001 Stundenkilometer. Für Hin- und Rückfahrt, die bekanntlich innerhalb von zehn Minuten absolviert werden müssen, benötigte Winkler eine Durchschnittszeit von 45,98 Sekunden. Gleich im Anschluß an diese geglückte Rekordfahrt machte Winkler einen Angriff auf den von dem Italiener Bonazzi auf MM. gehaltenen Weltrekord über den „fliegenden" Kilometer ber 175-ccm-Klasse. Der DKW.-Fahrer erreichte jeboch trotz verschiebener Versuche bie 161,54 Stunbenkilometer bes Italieners nicht. Besonderes Pech hatte ber Münchener Moritz, ber mit seinem Spezial-Klein-Rennwagen mit eingebautem DKW.-500-ccm-Motor über die „stehende" Meile ging und dabei dem bestehenden internationalen Klassenrekord bis auf 3/io Sekunden nahe kam. Arthur Geiß wollte mit der stromlinienförmig verkleideten 250-ccm-DKW.-Maschine den Kilometer mit fliegendem Start feiner Klasse angreifen, doch blieb es auch hier beim Versuch. 11 neue Schwimm-Höchstleistungen anerkannt. Deutsche Schwimm-Rekordliste stark verbessert. Nachdem vom Fachamt Schwimmen die zehn in Norderney aufgestellten neuen Höchstleistungen und der Brustrekord des Dortmunders Balke von Magdeburg amtlich anerkannt worden ist, hat die Liste der deutschen Schwimmrekorde ein erheblich verändertes und verbessertes Aussehen erhalten. Von den insgesamt dreißig Höchstleistungen (je 15 für Männer und Frauen) stammen 20 aus dem Jahre 1935. Besser können die Fortschritte im deutschen Schwimmsport wohl kaum veranschaulicht werden. Handball-Länderspiel Deutschland-Luxemburg. Schon eine Woche nach dem siegreich bestandenen Ländertreffen mit Ungarn in Budapest steht die deutsche Handball - Nationalelf vor einer neuen, allerdings leichten Aufgabe. Als siebter Länderspiel- gegener hat sich zu Oesterreich, Schweden, Dänemark, Ungarn, ber Schweiz unb Hollanb nun Luxemburg gesellt. Der Luxemburger Handball ist wie in ben meisten unserer Nachbarländer noch recht jung unb bas spielerische Können ist noch nicht so ausgefeilt, baß eine starke Luxemburger Auswahl einer beutschen Nationalmannschaft gefährlich werben konnte. Das gilt auch dann, wenn, wie am Sonntag, die deutsche Mannschaft nicht gerade das Stärkste darstellt, was der deutsche Handballsport zu bieten vermag. Die deutsche Elf wird ausnahmslos aus dem Gau Südwest gestellt und besteht aus sieben saarländischen Spielern, drei Darmstädtern und einem Frankfurter. Unter den drei Darmstädtern befindet sich auch der Polizist Rothermel, ber im Männer- turnoerein Gießen heranwuchs unb schon vor Jahren als sehr befähigter Spieler erkannt würbe. Kurze Gportnotizen. Das Endspiel um den Vereinspokal zwischen dem Deutschen Meister FC. Schalke 04 und dem 1. FC. Nürnberg bleibt am 8. Dezember, wie angesetzt, bestehen. Das Treffen wird in Düsseldorf Bei Erkältungsgefahr, Halsentzündung und Grippe schützt vor Ansteckung Förmamint In a>l*n Apotheken end Drogen*«. fanö schon seit längerer Ze hältnis, das zum großen T< Preiswürdigkeit und zuvorkommendste Bedienung erleichtern Ihnen Ihren Einkauf in meinem Hause. Ich erbitte Ihren vollkommen zwanglosen Besuch. 6818 A Mündlich können llilllllllllllilllllllllllllll vomdeutschenWald« Der erste Blick 1.95 1.45 0.85 1.50 1.25 TEXTILHAUS mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es all«» Hosen oder Jacken wollgemischt....... Unterzieh-Schlüpfer weih und farbig............ Hemdhosen weiß Mako, m. 5 Knöpfen 1.95 Schlüpfer, m. Kunstseidendecke mollig warm, gerauht........ Schlüpfer, reine Wolle, Der brave Maa« teakiaasichzuleizt llllnterstilfswerk fällt auf die Stärkewäsche. 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Beide Mannschaften standen sich bereits am vergangenen Sonntag in Fulda gegenüber. Fulda konnte diesen Kampf knapp für sich entscheiden. Bei diesem Kampf war der Gießener Mannschaft das Glück nicht besonders EUörner Schützenstr. 12, Tel. 3487 Annahmestellen: Greb, Seltersweg 47 Müller, Bahnhofstraße 51 Thöt, Friedrichstraße 7 Kuhl, Kirchenplatz 10 wwa Balser, Kaiserallee 20 Kockerbeck, Ebelstraße 16 Funk, Frankfurter Straße 91 noch ca. 60 Paar Ld.F.-Skier Marke Hammer vorrätig komplett mit Bind, u. Stöcke nur 17.- K.d.F.-Ski-Stiefel nur 18.- nur bis 10. Dezemb. Entzückende Kinder-Aufnahmen macht PhotosPfaff Löwengasse 6 4 verschiedene Aufnahmen schon für Mk. 1.50. - Mein neues Kinder- Atelier ist nur werktags von 10 bis 3 Uhr geöffnet. 6768a Meint Läger sind für das Minattgeschäli gerüstet lieber zeugen Sie sich bitte von meiner reichhaltigen Auswahl in denn Walthers Niederlage im Bantamgewicht brauchte nicht zu sein. Der Ausgang des bevorstehenden Kampfes ist völlig offen. Die Mannschaften treten vom Bantam- bis zum Schwergewicht in folgender Ausstellung an: Fulda: Kollmann, Ruhbach, Artmann, Waq- tier, Gutberlet, Schüssele, Spindler. Gießen: Walther I, Götz, Funk, Klotz, Walther II., Scheererod, Wagenpfeil, Emmerich. Nachrunde der Fußball-Zugendgruppe Gießen. Nach etwa einhalbstündiger Beratung wurde der Angeklagte freigesprochen unter Belastung der Staatskasse mit den Kosten des Verfahrens. In der Begründung führte der Vorsitzende aus, daß ein Beweis, daß der Angeklagte nicht in Notwehr gehandelt hat, nicht erbracht sei. Preußen. kreis Biedenkopf. LPD. Biedenkopf, 28. Nov. Der Landrat des Kreises Biedenkopf hat angeordnet, daß kinderreiche Mütter und Mütter mit kleinen SeitiiberWahken haben sich Leuvin-Creme u. Seife bestens bewährt bei Hautjucken Flechte, Ausschlag, Wundsein usw. Drogerie Winternoff, Kreuzvl.lv ; Löwen-DrogLV.KilbingerNachf., SelterSweg 69; Med.-Drogerie H. Elges, Seltersweg 66; Drog. Bornemann, Bahnhofstr. 17. 4793V । Marktstraße 25. 6825D Wetterbericht des Reichswetlerdiensles. Ausgabeork Frankfurt. In Begleitung eines raschen, von England nach Südskandinavien vorstoßenden Teilwirbels überfluten feucht-warme Luftmassen Deutschland und brachten in großer Ausdehnung landregenartige Niederschläge. Sie lieferten besonders unserem Gebiet ganz erhebliche Mengen, im Gebirge nur ganz vereinzelt auch Schnee. Mit sich fortsetzender Wirbeltätigkeit bleibt die Witterung auch weiterhin wechselhaft und zu Niederschlägen geneigt, aber nicht ganz unbeständig. Aussichten für Samstag: Wolkig bis bedeckt und wieder verstärkte Niederschlagstätigkeit, bei lebhasten südwestlichen und westlichen Winden für die Jahreszeit mild. Aussichten für Sonntag: Veränderliches, aber im ganzen noch unbeständiges und zu Niederschlägen geneigtes Wetter. Lufttemperaturen am 28. November: mittags 4,2 Grad Celsius, am 28. November: abends 8,1 Grad, am 29. November: morgens 7,7 Grad: Maximum 9 Grad, Minimum 1,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 28. November: abends 4 Grad Celsius, am 29. November: morgens 5 Grad, Sonnenscheindauer 0,5 Stunden, Niederschläge 7,9 Millimeter. CafS Dlan? fn Friedberg. PlMch wüM Nr Verstorbene von dem Zeugen V l a n k in die Backstube gerufen. Dort machte Blank dem Roland Vorhalt wegen einer herabwüvdigenden Aeußerung die Roland in bezug auf die Tochter Blanks gemacht hatte. Während dieser Unterredung kam der Angeklagte hinzu. Es entspann sich ein Wortwechsel und ein Streit, in dessen Verlauf der Angeklagte dem Verstorbenen mit seinem Schlüsselbund mehrmals auf den Kopf schlug. Bei der Körperverletzung war niemand zugegen. Blank war hin- ausaeeilt, um den Zeugen Oppermann zur Schlichtung des Streites zu rufen. Als beide kamen, saß Roland bereits in der Küche und wischte Walö- weben Die Lebensgemein, schäft des deutschen Waldes in Bildern 150 eigene Naturaufnahmen aus demTier- undPflanzenleben de» heimatlichenWaldes in herrlichem Kupfertiefdruck mit einem aufschlußreichen Tinfüh- runastext v. Ä. Ger« Hard und G. Wolff Diese» Buch führt uns mitten hinein in den Wald mit seinen großen und kleinen Geschöp. fen und zeigt, wie wir beobachten und mit offenenAuaen durch die Natur gehen sollen. Die Tier- u. Pflanzenwelt in Ihrer naturwahren Vielgestaltigkeit tritt demDeschouer in bildhafterSckönheit vor Augen und wird »umlkrlebnis.Preis in Leinen geb.RM.4,80 Ditte verlangen Sie kostenlos unsere debil- deftenWerbeblätter I— DasBuch ist durch jede Buchhandlung z. bez. tzugoDermühler Verlag Verlill-Lichterfelöe llilllllllllllilllllllllllllll ihe Schußhütte bietet dem Wintersportler 3u» flucht v. Sicherheit. Vergessen Sie aber beim Spott nicht die echten „Kaiser's Brust-Earamellen" in der Tasche mitzuführen. Sie schützen damit die Schleimhäute Ihrer Atmungsor» gane vor Erkältungen. RairerL Vruft Commcllcn mit den 5 Tannen Lu haben in Apotheken, Drogerien und wo Plakate sichtbar. 5970A Sie es nur wenig «ll Dastzeimatbuch sagen, schriftlich ' ' gestrickt, mit doppeltem Zwickel, 2.50 2.25 Nachthemden, warm, Flanell, 120 lang, in schönen Farben... 3.90 sich mit einem Handtuch das Blut von der Stirn. Die Verletzungen waren schwerer, als Roland sich dachte. Der Verletzte hatte etwa 12 Platzquetschwunden und ferner zwei Bißwunden am linken Zeigefinger. Durch die Verletzungen kamen Krank- heitserreger ins Gewebe und es trat Wundfieber auf, sowie eine sich allmählich weiter ausbreitende Wundrose. Dieser, verbunden mit einer Allgemeininfektion des Körpers und dadurch hervoraerufener Herzschwäche erlag Roland am 7. Mai im Bürgerhospital in Friedberg. Der Angeklagte berief sich in seiner Verteidigung darauf, in Notwehr gehandelt zu haben. Nach Auffassung des Vertreters der Anklage müsse jedoch eine Notwehr des Angeklagten insofern verneint werden, da der Angeklagte dem Verstorbenen körperlich weit überlegen gewesen wäre. Vielmehr sei es der Angeklagte gewesen, der aggressiv geworden sei. Bei der Beurteilung des Strafmaßes ging der Anklagevertreter davon aus, daß für den Angeklagten in Anbetracht der Moral des Verstorbenen mildernde Umstände am Platze seien, zumal dem Angeklagten die Schwere des Erfolges nicht unmittelbar zur Last zu legen sei. Der Antrag des Staatsanwalts ging daher auf eine Gefängnisstrafe von einem Jahr, sowie Einziehung der bei der Tat benutzten Schlüssel. Klnderck Mm pöMMW Veckyk fttf gdithräfs- amt bevorzugt abgefertigt werden und daß bei der Vergebung von Lieferungen und Aufträgen an Gewerbetreibende, Handwerker usw. bei Gleichwertig« keit der Angebote der Kinderreiche zu bevorzugen ist. JtunDfunfproflramm. Samstag, 30. November. 6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: „Fröhlich klingt's zur Morgenstunde". Bunte Morgenmusik. In der Pause (7) Zeitangabe, Nachrich. tcn. 8.15: Gymnastik. 8.45: Bauernfunk. 9: Nachrichten. 10: Nachrichten. 10.15: Schulfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: „Buntes Wochenende". 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: „Buntes Wochenende". Märsche und Tanze. Ein Melodien- retgen durch vier Jahrhunderte. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei zwischen zwei und drei. 15: Wirtschaftsbericht: Quer durch die Woche. Zeitangabe, Wirtschaftsmeldungen. 15.15: HJ.-Funk. Funkbericht von der Einweihung des ersten HJ.-Sendesaales. Eine Feierstunde mit Oberaebietsführer Karl Cerff. 16: Ultimo und Wochenend. Ein fröhlicher Nachmittag aus Hamburg. 18: „Der goldene Marti". Sage und Erzählung vom Schwarzwälder Erz. 18.20: Stegreissendung. 18.30: Wir schalten ein! Das Mikrophon unterwegs. 18.40: Die Wochenschau des Zeitfunks. 19: Die Landschaft spricht: Die Rhön. Funkbogen aus einem mitteldeutschen Bergland. 19.55: Ruf der Jugend. 20: Nachrichten. 20.10: Zu guter Letzt. Heute großes Panoptikum. Ein fröhlicher Streifzug durchs bunte Leben. 22: Nach- richten (auch aus dem Sendebezirk). 22.15: Zwischen- bericht von den Gerätemeisterschaften der DT. 22.30: Musik am Wochenende. 24 bis 2: „Die Geisha". Eine japanische Teehausgeschichte. Gr u ppe A:8. 12. 35: VfB.-R. I — Leihgestern; 1900 I — Steinberg; Heuchelheim I — Lollar. — 29.12. 35: VfB.-R. I — Heuchelheim I; Leihgestern I gegen 1900 I; Steinberg — Lollar. — 5. 1. 36: 1900 I — VfB.-R. I; Steinberg — Heuchelheim I; Leihgestern — Lollar. — 12.1. 36: Lollar — VfB.- R. I; Leihgestern — Steinberg; Heuchelheim I gegen 1900 I. 19.1.36: VfB.-R. I - Steinberg; 1900 I gegen Lollar; Heuchelheim I — Leihgestern. Gruppe B: 8.12.35: Daubringen — Großen- Buseck; Alten-Buseck — Garbenteich; VfB.-R. III gegen Wieseck. — 29.12.35: Garbenteich — VfB.- R. III; Großen-Buseck — Alten-Buseck; Wieseck gegen Daubringen. — 5.1.36: Großen-Buseck gegen Garbenteich; VfB.-R. III — Daubringen; Alten- Buseck — Wieieck. — 12.1. 36: Daubringen — Garbenteich; Wieseck — Großen-Buseck; Alten-Buseck gegen VfB.-R. III. — 19.1.36: Garbenteich gegen Wieseck; Großen-Buseck — VfB.-R. III; Alten- Buseck — Daubringen. ®r”PP« 8.12.35: Kinzenbach - WHniar; Launsbach — Radhenn; Fellingshausen — Heuchel- &J1. - 29.12.35: Radheim 1 Kinzenbach: Heuchelheim II — Launsbach: Wißmar — gellinas- hausen. — 5.1.38: Kinzenbach — Launsbach: Fel» ilngshaufen — Rodheim; Heuchelheim II — Wik- »Km. — 121 Launsback - Fellingshausen; Kmzenbach - Heuchelheim II. 19.1.36: Wißmar — Launsbach; Fellingshausen gegen Kmzenbach; Heuchelheim II — Rodheim Gruppe D: 22.12.35: Klein-Linden — VfB - R. II; StMbach — Lich; Krofdorf — Großen-Lin- den. - 29.12.35: VfB.-R. II - Steinbach; Lich gegen Großen-Linden; Krofdorf — Klein-Linden — 5.1.36: Großen-Linden — VfB.-R. II; Steinbach gegen Klein-Linden; Krofdorf — Lich. — 12 1 Aß- Klein-Linden — Lich; Großen-Linden — Steinbach' VfB.-R. II — Krofdorf. — 19.1.36: VfB.-R. H gegen Lich; Großen-Linden — Klein-Linden; Krofdorf — Lich. Gruppe E: 8.12.35: Rüddingshausen — Nie- der-Ohmen; Flensungen — Londorf. — 29.12 35- Nieder-Ohmen — Flensungen; Londorf — Rüddinas- hausen. — 12.1.36: Londorf — Nieder-Ohmen- Flensungen — Rüddingshausen. V. f. 3t Lich. Am Sonntaa muß die 1. Mannschaft von Lich zur gleichen nach Allendorf (Lahn). Wenn Lich sich so gut zusammenfindet wre beim Spiel gegen Steinbachs und Garbenteichs kombinierte Elf, dann dürften Sieg und Punkte nicht zu nehmen sein. Die 2. Mannschaft empfängt die 1. Mannschaft Steinbachs zum fälligen Pflichtspiel. Bei diesem Kampf sollte Steinbach als hoher Sieger heimkehren. VfB. Krofdorf-Gleiberg. Krofdorf-Gleiberg — Allen-Vuseck. Am kommenden Sonntag empfängt die erste Mannschaft die gleiche von Alten-Buseck zum Verbandsspiel. Beide Mannschaften stehen zur Zeit mit je zwei Verlustpunkten an der Spitze der Tabelle. Es dürfte nicht zuletzt deshalb ein spannendes Treffen zu erwarten sein. Sicherlich möchte jede Mannschaft durch einen Sieg die alleinige Führung der Tabelle an sich reißen. Oberhessisches Schwurgericht. Am gestrigen vierten Sitzungstage des Ober- hessischen Schwurgerichts war ein Fall der Körperverletzung mit Todesfolge Gegenstand der Verhandlung. Aus der Anklagebank saß der 27jährige Philipp I a s p e r t aus Ober-Wöllstadt. Zwischen dem mittlerweile verstorbenen Max Roland aus Friedberg und dem Angeklagten befand schon seit längerer Zeit ein gespanntes Verhältnis, das zum großen Teil von dem Verstorbenen verschuldet war, der ständig bei anderen jungen Leuten gegen den Angeklagten hetzte. Die Span- nuna zwischen beiden spitzte sich mehr und mehr zu. Am Vormittaa des 25. April saßen der Zeuge Oppermann, der seit dem Jahre 1926 gemeinsten- sam mit dem Angeklagten ein Krastfahrunterneh- ______i wen betrieben hat, und Roland zusammen im HAUS DER GUTEN. Qualitäten Bier ist die Kunst des Schenkens leicht gemacht! Ihre Weihnachtssorgen i1. Stoff für ein Kleid? Gießen, Kreuzplatz 6 Tafel-Bestecke! © * C\GA.Q\\lßS Crno Kaufleuten Das Geschenk von Lebensdauer 3a - weil das auch Manner kaufen können. Sie werden bei mir mit reicher Erfahrung beraten, so daß Sie sicher sein können, ,sie" damit wirklich glücklich zu machen. Kommen Sie ganz unverbindlich zu mir. Praktische Geschenke von bleibendem Wert. Denkbar größte Auswahl in allen Preislagen und Ausführungen. wird Ihnen Modestube Körner abnehmen. Dort finden Sie Wiener Moden, Noeckl- Handschuhe, Kayser-Wäsche, modische Kleinigkeiten, Goldpfeil-Taschen. Freude festhalien! Herrlich, solch ein Photo, mit dem man gleich am Be- scherungsabend die schönsten Momente abblihen kann. — Zu teuer? Nein! 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