Samstag, 28. September 1935 185. Jahrgang Ur. 221 Erstes Statt Gießener Anzeiger nm. jtfutl Der deutsche Bauer beteiligt sich am 6. Oktober am Srntedanktag auf dem Bückeberg bei Hameln. llfflotu lt. S«*11!* Westgrenze sei normal. In der Grenzkaserne auf dem Berge von Sollums an der Grenze der Cyrenaica, der italienischen Kolonie an der Westgrenze Aegyptens, seien 800 Mann und eine Batterie untergebracht, Panzerwagen seien in den Patrouillendienst an der Grenze eingesetzt. Die Jt a l i e n e r haben an der Grenze der Cyrenaica ein dreifaches Stacheldrahtsystem angelegt, um Grenzüberschreitungen von Beduinen zu verhindern. Am Freitag nahmen drei italienische Schiffe, unter ihnen das große Schiff „Baiamon", das erst kürzlich von Italien gekauft wurde, in Port Said Kohlen ein. Alle drei Schiffe haben 5000 italienische Soldaten an Bord. Nächtlicher Probealarm in Gibraltar. Madrid, 28. Sept. (DNB. Funkspr.) Meldungen aus Cadiz berichten von einem großen Probealarm, der in Gibraltar in der Nacht zum Samstag unter Beteiligung sämtlicher in der englischen Festung zur Zeit liegenden englischen Land-, See- und Luftstreitkräfte stattgefunden Berlin, 28. Sept (DNB. - Funkspruch.) Der Staatsakt aus dem Bückeberg wird sich in diesem Jahre etwa wie folgt abfpielen: Kurz nach dem Eintreffen auf dem Bückeberg schreitet der Führer die Ehrenformationen ab und begibt sich dann durch das Spalier der wartenden Volksgenossen auf die Tribüne, wo er das diplomatische Korps begrüßen wird. Der Abschuß von 3 Knallbomben zeigt sodann den Beginn der Kundgebung an. Die Eröffnungsansprache hält Reichsminister Dr. Goebbels. Ls folgt eine Luftparade, ausgeführt von 100 Kriegsflugzeugen (Aufklärungsflugzeuge, Kampfflugzeuge und Bomber). Jlad) dem Vortrag eines Ehorgefanges „Segnung“ wird dem Führer die Erntekrone überreicht. Line weitere Knallbombe leitet die Großschauübung der Wehrmacht ein. hierbei wird dargestellt, wie ein Infanterie-Bataillon in einem Dorf eine Nachhut-Stellung bezogen hat, verstärkt durch eine Batterie schwerster Artillerie. In der Verfolgung greifen aus östlicher Richtung ein verstärktes Infanterie-Bataillon, zwei Batterien und ein Reiter-Regiment die Nachhut-Stellung an. Energische Abwehr aus der Nachhut-Stellung veranlassen den Angreifer, eine Krafträder-Schützen- Kompanie einzusehen und das Dorf durch Fliegerstaffeln und Bombenflugzeuge anzugreifen. Schließlich wird auch noch eine Abteilung von 150 Tanks eingesetzt, um diese Stellung zu nehmen. Gegen die angreifenden Flugzeuge werden mehrere leichte und schwere Flak-Batterien eingesetzt. Die ganze Hebung wird also ein Schaubild fast aller Waffengattungen der neuen deu t sche n wehr macht sein und — vom Nürnberger Parteitag abgesehen — zum erstenmal den Volksgenossen seit zwanzig Jahren nicht mehr ober Überhauptnochnichtgefehenewaffen- ga 11 u n g e n in ihrer Verwendung zeigen, während auf dem Zeppelinfeld in Nürnberg die einzelnen Waffengattungen wegen der Beschränkung des Geländes nur nacheinander gezeigt werden konnten, wird es hier im weiten Rund des Geländes um den Bückeberg möglich (ein, alle diese modernen Waffen in gemeinsamem Zusammenwirken sehen zu können. Das Schlußzeichen für die Hebung wird wiederum durch eine Knallbombe gegeben. Es folgt die Rede des Reichsbauernführers Darrt. So- dann spricht der Führer. Das Deutschlandlied und das Horft-Wessel-Lied beschließen die eindrucksvolle Kundgebung auf dem Bückeberg. Das genaue Minutenprogramm der Kundgebung wird noch bekanntgegeben. London, 28. Sept (DNB. Funkfpruch.) Das große Lrsahprogramm der englischen Flotten wird, wie der Marinekorrespondent des „Daily Telegraph“ meldet, dem Parlament bei der ersten Gelegenheit vorgelegt werden. Ls wird sich auf mehrere Jahre erstrecken und darauf hinzielen, die britische Flotte auf den „Linmacht-Standard“ zu bringen, der jetzt als unerläßliches Min- deftmah angenommen worden fei. Dieses Programm flehe jedoch in keinem Zusammenhang mit der gegenwärtigen politischen Lage, denn es sei schon vor einigen Monaten versuchsweise aufgestellt worden. Aus Grund des Bauprogramms von 1935 würden Aufträge im Verte von 10 Millionen Pfund erteilt werden, durch die 60000 Menschen Beschäftigung fänden. Von jetzt an bis Februar würden 19 Schiffe, nämlich zwei Kreuzer, ein Flottillen-Führer, acht Zerstörer, zwei Unterfeeboote, ein Depotsch-ff, vier Schaluppen, ein Vermessungsschiff sowie die Maschinerie und Ausrüstung furnier weitere Kriegsschiffe, nämlich einen Kreuzer, ein U-Boot und zwei Schaluppen, in Auftrag gegeben werden. Schließlich würden der große Schlachtkreuzer „R e n o w n“ mit einem Kostenaufwand von 900 000 Pfund sowie der Kreuzer „Süffelt“ für 100 000 Pfund völlig modernisiert werden. Angesichts der dringenden Notwendigkeit einer Ver- Verstärkte Antriebe für eine Ausrüstung zur See. Großes Ersahprogramm für die englische Flotte. — Oie Bereinigten Staaten halten an den Flottenverträgen fest. Das Programm für den Staatsakt am Erntedanktag auf dem Bückeberg. Große Schauübung der Wehrmacht mit Zusammenwirken aller Waffengattungen im Mittelpunkt des Staatsakts. 41.8 0,139 3,047 54,59 46.82 12,225 5>S I«;3’ 167,93 20-30 0,717 5.65J 61,39 48.95 11.0 63,03 10,69 SS 2,488 schiffe vor der Insel. Auf Rhodos erfolgten stündlich Landungen von militärischen Abteilungen. Zahlreiche griechische Einwohner der Insel sind wegen angeblicher Freundschaft für England verhaftet worden. Bei Kalymonos ist eine große Anzahl von Torpedobooten, Unterseebooten und Wasserflugzeugen Weitere starke Truppenabtei- ilf« U.38 5.32? % 51,28 8 iij y ,1 'Jj «s lS> »! IJ.8 ü MastikM Sn der sich , NachHk' em Tau: m iunfts Wch' n Stnbtb^t mbtnotU I he Samsl . h ib der.h mdung. ? terwegs.1:1 eben W 1(9. 20: t 20.15: 3r ichten aus!:' acht. 24 fei iffion. Michkeit fe n tzähnen ji n örtliches Lage üblij » Falle ersh ie, zm vx l Uhr am v- dem Land, liegen- W [o insoweit . vMJ >n ruhesio"» werden. Genf erwägt die Entsendung neutraler Beobachter in das abessinische Grenzgebiet. Oer neue Ratsausschuß an den Kaiser von Abessinien.—England begünstigt den Vorschlag 0' ti lischen Kriegsschiffe versuchten die einen Angriff vortäuschenden Bombenflugzeuge in ihren Lichtkegel zu bekommen und abzuschiehen. Die starken in der Meerenge von Gibraltar in dieser Jahreszeit herrschenden Nebel bereiteten den Flugzeugen große Schwierigkeiten. Italien arbeitet fieberhaft an der Befestigung des Dodekanes. Athen, 27. Sept. (DNB:) Nach Meldungen griechischer Blätter setzen die Italiener die Befestigung des Dodekanes fieberhaft fort. Auf der Insel Astropalos wurden 1500 Soldaten gelandet, die sofort mit Befestigungsbauten begannen. Auf der Insel K a r p a t h o s landeten 25 Wasserflugzeuge und 500 Mann. Ferner ankern zwei Kriegs- K leih?01”' 'S Ai ■ ^ant $ -S; und $rai «futel ij! "4hans 88 ^eichsdch. ttt W*: 3, Kühe l n 3, Bullt? SAaU sm ! 2 üärfen yicht) j, ’ big 65 (« 2 Ms 51 (4 ndrmastW ‘s 41), d) s (37 bis 38 H) 54 (54 d) 54 (54j 82) 54 B rchcrfe mittt «n zugeteil sich auf dr > Fettwarv 155 gani Tchweine. ( üart: Ochst: BullenD )8; c) 521 bis 76; ßammelsl«:: 4; Fettum : 77 bis t Kt Lusnch Memelschicksal. Am Sonntag, dem 29. September, sollen im Memelgebiet, das seit zwölf Jahren unter litauischer Herrschaft steht, Wahlen für den Landtag stattfin- den. Ob man angesichts des ungeheuerlichen Betruges, den Litauen dort mit feinem skrupellosen Bersälschungssystem eingeleitet hat, überhaupt noch von Wahlen sprechen kann, ist mehr als zweifelhaft. Niemand ist sich im unklaren darüber, daß das Memeldeutschtum einen schweren Gang vor ich hat. Wäre es eine Wahl, wie sie das Memel- tatut vorschreibt, würden die Memelländer frei und unbehindert abstimmen können: ein 90prozentiger Sieg der memelländischen Einheitsliste wäre sicher. Aber diesmal gilt es mehr denn je, gegen den litauischen Terror anzukämpfen, gegen die Tausende von „neuen M e m e l l ä n d e n", die aus den entlegensten Gegenden des ehemaligen russischen Riesenreichs stammen und die die einheimische Bevölkerung terrorisieren, gilt es anzukämpfen gegen die Tücken und Schikanen eines mit geradezu teuflischer Bosheit ausgeklügelten Wahlsystems, das nicht nur alle Möglichkeiten zur Erschwerung und Behinderung der Wahl, sondern auch zur Verfälschung und schließlich zur endlosen Hinauszögerung des Wahlergebnisses bietet! II» ffärfung ber britischen Flotte hoffe man auf B e - roilligung eines Zufahhaushaltes zur beschleunigten Durchführung bes Programmes. Die neuen Kreuzer unb Zerstörer würben größer unb leistungsfähiger fein als ihre Vorgänger. Das Echo in Washington. Reu gort, 28. Sept. (DNB.-Funkspruch.) Aus dem Zuge, in dem sich Präsident Roosevelt augenblicklich auf der Fahrt nach der Küste des Stillen Ozeans befindet, wurde bekanntaegeben, daß sich der Präsident nach wie vor, an die F l o t - tenbeschränkungs-Derträge halte. Das amerikanische Bauprogramm sei heute das gleiche wie vor 2Vi Jahren, nämlich Ausbau der Flotte bis auf die durch die Verträge von Washington und London vorgesehene Stärke. Dieses Bauprogramm werde die amerikanische Flotte i m Jahre 1 9 4 2 auf Vertrags stärke bringen. Die Vereinigten Staaten würden die Flottenverträge von Washington und London auch weiterhin befolgen, und nur eine Nichterneuerung oder Aufgabe dieser Verträge könne die amerikanische Poli- tik ändern, und auch dies nur, falls andere Nationen, die durch diese Verträge gezogenen Grenzen überschreiten sollten. Roosevelt werde nach seinem Eintreffen in San Diego (Kalifornien) am Mittwoch eine große F l o t t e n pa r a b e abnehmen. Werden die Beobachter schon zu spät kommen? Genf, 27. Sept. (DNB.) Der am Donnerstag tiorn Völkerbundsrat eingesetzte Dreizehnerausschuh, Ism alle Ratsmitglieder mit Ausschluß der streiten- . >LN Parteien angehören, hat am Freitag seine erste Ik-itzung abgehalten und den spanischen Delegierten ile Madariaga zum Vorsitzenden gewählt. Ma- ’ briaga erörterte den in dem letzten Telegramm | Iss Kaisers von Abessinien an den Rat erneut gelallten Antrag auf Entsendung neutra- Irr Beobachter nach Abessinien. Der Ausschuß beschloß, die Prüfung dieser Frage drei ^sachverständigen, einem Franzosen, einem Engländer und einem Spanier zu Überträgen. Der Aus- Ichuß sandte an den Kaiser von Abessinien folgen» les Telegramm: Der Ratsausschuß hat von dem j Beschluß Ihrer Majestät Kenntnis genommen, die 11 b e s s in i s ch en Truppen 30 Kilometer »sinter die Grenze zurückzuziehen. Er ' piürbigt den Geist, dem diese Entscheidung entsprun- | KN ist. Der Ausschuß, der dem Gesuch um E n t • ,Sendung von unparteiischen Beob- I i chtern die größte Aufmerksamkeit widmet, prüft . mgenblicklich, ob die tatsächlichen Umstände Beob» ichtern die Erfüllung ihrer Aufgabe gestatten Erscheint täglich, außer JMV ft M Annahme von Anzeigen Sonntags' unb Feiertags ▼ ▼ für bie Mittagsnummer Beilagen: Die Illustrierte A A kA ▲ A A. ▲ AÄ AA A ▲ ▲ A. ▲ ÄA bis S'/^rb« Bormittags ssmx |1*| AltAp fllilAtnAr äskä Monatr-vezugrpreis: ■ ■ ■ ■ EZ HL< H R |L< H F ■ R H R R R R Breite 7 Rpf., Text- Mit 4 Beilagen RM. 1.95 IM ■ MI R R H R ^R R R R 70 mm Breite Ohne Illustrierte W H, M R WLz R JHL R R & «Ml bORps.,Platzvorschrift nach Zustellgebühr .. „ -.25 ■ R R ▼ ~ ▼ ■ ▼ ■ ” vorh.Dereinbg.25»/o mehr, von einzelnen Nummern Ermäßigte Grundpreise: infolge höherer (ßeroatt < N* Stellen', Vereins-, gemein- SM- Seneral-Anzeiger sur Vberhessen WM 8tantfu9rt?m 20 bis 23 Nbr Cosi fan tn'.te. Samst., 5. Üft» 20 bis 22.30 Uhr Prinz von Homburg. Sonntag, 6.Lkt., 11 bis 13.30 Ubc Prinz von Homburg. 20 bis 22.15 Ubr Holzavvel. Subdirektion Frankfurt a. Main Öoethestraße 30 Telephon 23847 2355 V . Mitprhmtpr "iherall aesucht -- iK&IESSEN^^BRAND- PLATZ FRÜHER BROCK Gut möbliertes Zimmer mitZentralheiz., sofort z. vermiet. Groh.-Linden, Gartenstr.7[ 04152 Nettes, sauberes Mdchen für vormittags gesucht. [04127 Posener Str. 15. Mdchen für ganz oder tagsüber gesucht. Marktplatz 21, 1. Stock. I 04162 Laden in. ein. Zimmer im Zentrum der Stadt per 1. Oktober evtl, auch später preiswert zu vermieten. Schr. Anfr. unt. 04063 a.d.G.A. mit vorzüglichen BierewPil- sener und Münchener Art suWertreterMGletzeii Offerten unter 1734 an An- zeigen-Jmke, Frankfurt M., Salzbaus 6. 5510V weil Sie plötzlich obgespannt und müde wurden, dann hilft als anerkanntes Kräftigungsmittel Doppelherz. Bei Schlaflosig- keit,Nervenschwäche,Mattigkeit fh _ Erschöpftsein und son- vÄii V stigen Schwächezustän* den als Kräftigungsmit- »el unentbehrlich. - Flaschen zu |,95 RM, 3,70 RM und 4,65 RM, Doppelherz-Dragees 1,50 RM. Zu haben in nachstehenden Drogerien: C. Seibel, Frankfurter Str., 0. Wlnterhoff, Kreuzplatz 9/10. tirünberg: Karl Schott u. sämtl. Filialen. Lanbach: Solms-Lau- bacher Drogerie-Karl Klein. 274V Ehrliches Mädchen gesucht. [5512D Zu ersr. i. d. Ge- schäftsst. d. G.A. Ein in Abrechnungen u.Anfertigen von Abrechnungszeichnungen für Jnstallationsanlagen erfahrener u. bewanderter, an selbständiges Arbeiten gewöhnter 3110*1 «.Müllet per sofort auf 6ie Dauer von 2 bis 3 Monaten gesucht. — Schriftliche Angeb. unt. Beifüg. v. Zeugnissen, Lichtbild und Gehaltsansprüchen erb. unt. 04144 a. d. Gieh. Anz. Geeigneten Raum od. klein. Laden f. Schuhmacherwerkstatt z. miet, gesucht. [04154 H. Blum, Seltersweg 52. W.anoeieWßronlen- oekNeMgs-WmeWeii sucht für sofort tüchtige BezirksVertretung zu vergeben von einer der ältesten XOel-Import-Firmen \Z Hamburgs Außenbeamter gegen Gehalt, Spesen und Provision von bedeutender Versiche- rungsgesellschaft per sofort gesucht. Auch Nichtfachleute, die eingearbeitet werden, finden Berücksichtigung. Eilangebote unter 5530D an den Giesr-»""^ Anze»"«"' erfiptor» Natnr-Hnmnsdünger Biohum Blohnm ist wie alter verrotteter Stalldünger schwarz, krümelig, gut streubar, garantiertsäurefreiund geruchlos. Biohum ist absolut hygienisch, er kann in nächst.Nähe der Häuser, selbst bei ZimmerpflanzenVerwendung find, Biohum ist der naturgegeb. u. einwandfreie ______Humusdünger f. Boden u. Pflanze. Overland- Whippet 9/40 P8, Limousine, steuerfrei, in gut. fahrber. Zustand, billig z. verkaufen. 04145 Bender, Walltorstr. 14. Werbe-Damen mit guter Garderobe, welche ye- wnndt sind im Umgang mit einfacher und vornehmer Kundschaft, für erstklassige Mahkorsetten, Leibbinden usw.von leistungsfäh.Fabrik (fast 100Jahre bestebend)bei hoher Provision sofort gesucht. Einarbeitung erfolgt.Schristl.Angebote unt. 5537D an den Giehener Anzeiger. | Mietgesuche Jg. Arztehepaar sucht 2-33immer Wohnung in Gieren. Schriftl. Angeb. unter 04088 an den Gieh. Anz. |Stellengesuche] Tüchtiges Fräulein in allem perfekt, wünscht Stellg. i. bess. frauenlos. Haushalt. Schr. Ang. unt. 04147 a. 0. Gieh. Anz. Schwefels. Ammoniak der billige Stickstoffdünger ab Gaswerk von 7.50 RM. je Zentner an. Händler- und Mengenrabatte. Winterthur Mitglied der Wirtschaftsgruppe Privatversicherung Unfall-, Haftpflicht-, Auto-, Kautions-, Einbruch-Diebstahl-, Lebens-, Renten-, Kinder-, Aussteuer-, Studiengeld- swe*MWTav Igewebe, I flarltaenvoiU ^Farben I ■ Farben.. • • • le Leiste»« ä Garüne««^enea, Kor»}, ■ Stangen*,8® sebr ■ R^banre1 lbadl 1 G^en'selters«eS2<> ■ Gieben. 3= .u£bängen ■ LS«»» Gut erhaltene Krupn- Registrier-Kasse m.elektr. Antrieb I Schnellwaage (Probat) und 1 Druckbar™ 2räd., z. verkauf. Besichtigung ab Montay. [04166 Wemem, Franks. Str. 36. Hast Du Gas-Geräte im Haus [aus! Dein Heim strahlt Wärme, Licht u. Freude Paul E. Gas-Heizung ist nicht nur gesund und bequem, sondern bei dem heutigen Heizgas-Tarif von 8PL wirtschaftlich 5/25 Wanderer offen, in einwandfreiem Zu- 2-3-31» MNW mögl. mit Bad, gesucht. Schriftl. Ang. unt. 04158 a. d. Gieh. Anz. Für vornehme Werbetätigkeit eines bedeutenden Berliner Grohverla- ges werd, noch einige redegewandte Herren eingestellt. Nichtfachleute werden durch bewährte Kraft eingearbeitet. Hohe Provision, Fahrgelder, tägl. Auszahlung. Borzu- stellen m.AusweispavierenMont., nachm.2-5Uhr,HotelSchütz.Nunne. tasritiito zur selbständigen Führung meines Haushaltes zum 15.10. evtl, früher gesucht. Angenehme Dauerstellung b. gut. Lohn [04117 Frau Mohr, Seltersweg 45. Aelteres, tücht. Ml sofort gesucht. Gasthaus zum Deutschen Hof, K. Faber. 5498D Vertreter— Verteiler bei Selbstverbrauch, eingef.find gut.Verd. d Ham’ig Kaffee-Vertretung. Hartmann & Co.,Hamburg36.r,18*y Brennöol], Sentrlfoge nnö Mmlz gibt ab [04165 Heinrich Arnold Marktplatz 18. | Verkäufe~| Zu verk.:Junge Saaner- Milchziege erstkl., v. allerb. Abftamm.,Jung- hähne, weihe amer. Leghorn, a. Elüe-Stämm. Dr. Rennert, Winnerod- Waldh. [5517P Zu verkaufen: Indische Laufenten Jungtiere,prächtig, stark, aus Elite-*Stamm, Jahresleist. der' Muttertiere 327 Eier i. Jahr. Dr. Rennert. Winnerod- Wald h. [5516 D DKW.Meisterklasse letztes Modell, gegen Kasse zu kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 04149 a.d.G.A. Steuerfr., gebr. Auto 4 20-6/30 PS geg. bar z. kauf, gesucht. Schriftl. Angeb. m. Beschreib. u. 04163 a. d. Gieh. Anz. Gebrauchter Krankenlahrstuhl mögl. Selbstfahrer, gegen bar zu kauf, gesucht. Schr. Ang. unt. 04121 a.d.G.A. Führendes MÖBELHAUS Oberhessens Gelegenheil! DerGroheBrock- haus, 20 Halblederbände, ungebraucht, wird weit unter Neu- preis gegen bar abgegeben. Auskunft und Preisanfrage u.04122 a. d. Gieh. Anz. Gebrauchter Kinderwagen zu verkauf. 04159 Schulstr. 10 II. Schöne 5-ZimmJoliiig. m. Bad, i. Südviertel, p. l.Okt. zu verm. [04139 Näheres Neustadt 5 I. 5-Zimm.-Wohn. in. Zubeh., Pr. 90.U. vm. Näh. Büro Kirchner, Seltersweg 8i (Samft. nachm. geschlvss.). 5554P Schöne, ruh. 4- Z.-W. mit Bad, Balk. u. Zubeh., i. d. N. d. Univ.- Bibl., z. 1.11. zu verm. Schr. Ang. u.04125a.d.G.A. 1—2 leere Zimmer in neuem Einf.- Haus mit Heiz., in schön, ruhig. Lage zu verm. Schr. Ang. unt. 04146 a.d.G.A. zu kaufen oder zu packten (evtl. sof.Auszahlung). Angebote unter Nr. 37 postlagernd Rodheim a. d. B. [04133 Kaufe Mitts auf dem Lande od. solches das sich eignet für Kol.- u. Kurzw. Schr. Ang. unt. 04134 a. d.G.A. Großes Zimmer m. 2 Bett., evtl, m. Wohnzimm., i. d. Franks. Str. sofort zu verm. Schr. Ang. unt. 5533Pa.d.G.A. Garage zu vermiet. 04101 Steinstrahe 71. Gut erhaltener Dauerbrandofen grün emailliert, zu verk. [5535D Anzufehen Marb. Str. 151. Gut erhaltener, runder Ofen preisw. z. verk. Wo? sagt d. Geschäftsstelle des Gieh. Anz. 04116 £onö!)OU5 Mittwoch, den 2. Oktober. Bürgermeister Bö 1H Wieder etwas Neues! Gut durchdachte Berkaufsorganis, biet, grundreelle u.einbringl. Mitarbeit. Wer ein. reell., gt. Erwerb sucht, schreibe sof. eine Poftk. Ausk. gratis. Ang. u. 5558Pa.d.G.A. Vermittler Haupt- u. neben- berufl. f. Aulovers. u. erstkl. Spezialspart. g. angem. Provis. ges. Schr. Ang. u.04077a.d.G.A. Gesucht Maschinen- Schreiber der ciut stenographieren kann, tägl. 4 Stunden. Schr. Meld, mit Lohnanspr. bis 16. Ott. an [04106 Prof. Sommer, Am Steg 12. Grohhandelö- firma sucht sofort einen kaufmännischen Lehrling mit gut. Schulbildung. Interessenten wollen ihren Lebenslauf einreichen unter 5500 D an den Giehen. Anzeig. Kinderlbe., zuvl. Kindergärtnerin d. gute Empfehl, nachw. kann zu einem 114 jähr. Jungen gesucht. Eintr. n. Ueber- eink. Schr. Ang. m.Gehaltsanspr. u.04142a.d.G.A. $amstag,28.$eptember <955 Clr.227 Zweiter Blatt (Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) den Sie warft lgern •bet. 'tertzöth. Der eine Anekdote zuerst erzählt hat, mag dabei gewesen sein; der sie weitererzählt, hat sie gehört. Durch Hörensagen wird sie überliefert; und ihr eigentliches Wesen verlangt nicht, daß sie ausgeschrieben, sondern von Mund zu Ohr weitergesagt wird, wobei ihre Form natürlich nicht feststeht, sondern jedesmal nach den Fähigkeiten des Mundes besser oder geringer herauskommt. Wer so will, mag sie das Unkraut nennen, das unbekümmert, aber auch unausrottbar in den Fruchtfeldern der Geschichte blüht. Aber wenn ich in der Vorrede zu meiner „Halsbandgeschichte" schrieb, daß die Weltgeschichte in den Köpfen als Summe ihrer Sage lebe, so ist es gewiß, daß ihre Helden in der Ueberlieferung der Anekdote lebendiger bleiben als aus Büchern.' Auch durch Bücher, wenn sie danach sind, kann Anschaulichkeit überliefert werden; aber daß diese Anschaulichkeit nicht so überzeugend sein kann wie die aus der Liebe, aus dem Instinkt des Volkes lebendig erhaltene, ist gewiß. Schon deshalb, weil in der tausendfältigen Erprobung ihrer Wirkung im Hörensagen das Wesentliche vom Nebensächlichen geschieden wird. Das scheint ein Widerspruch, indem es sich in der Anekdote doch, wie wir sahen, um das nicht Herausgegebene, also um Nebensächliches handelt. Nebensächlich ist aber das, was sie erzählt, nur für die sachliche Darstellung der Begebenheiten, nicht aber für den persönlichen Reiz, nicht für die Liebe zum Helden, nicht für das Staunen am großen Ereignis. Wer eine Reihe echter Anekdoten prüft, wird bald merken, daß es sich in ihnen immer um etwas Charakteristisches handelt, letzten Endes gar nicht um Besonderes oder gar Absonderliches, sondern um Bezeichnendes, also Allgemeines. Wie in der Sage sind es allgemeine Vorstellungen von Gröhe, Tapferkeit, Schlagfertigkeit usw., die dem Helden liebevoll angehängt werden und für die eine auf den Augenblick zugespitzte Form gefunden wird. Vielleicht kann man sogar sagen, daß sich in der Anekdote eine volkstümliche Kritik an der geschichtlichen Einsicht ausspricht. Ich will das deutlich zu machen versuchen, indem ich eine AnekLote von Napoleon erzähle: Als Napoleon auf seiner Flucht aus Rußland im Schlitten am Ufer des Riemen anlangte und nicht eben kaiserlich aussah, fragte er aus seiner Vermummung den Fährmann, ob schon viele französische Deserteure hinüber wären? Nein, Sire, erwiderte der Fährmann, Ihr seid der erste! Es ist ohne weiteres aus dem geschichtlichen Verlauf erkennbar, daß der Kaiser der Franzosen nach dem Brand von Moskau alles daransetzen mußte, für das in Rußland verlorene Heer ein neues gegen den nun beginnenden Generalangriff seiner Feinde zu raffen. Das einfache Gefühl stellt aber solche Erwägungen nicht an; es sieht den Kaiser auf der Flucht, sein Heer treulos der Vernichtung preisgebend: diese Treulosigkeit-prägt es in seiner Anekdote aus, weil es in seiner Beurteilung — der vox populi, wie das Sprichwort sagt — vox dei, unbeirrbar ist. Im übrigen beweist diese Anekdote das, was ich ihre Volkstümlichkeit nannte, sehr drastisch: Damit der Kaiser mit dem Fährmann dieses kurze Gespräch haben konnte, hätte er russisch oder der Fährmann französisch sprechen müssen. In der Wirklichkeit wäre die Unterredung also durch einen Dolmetscher geführt worden, den der Volksmund am allerwenigsten brauchen kann und in dessen Mund das Gespräch kaum seine Schärfe behalten hätte. Der Volksmund übersetzt gleichsam den Kaiser und den Fährmann in seine Sprache und gewinnt dadurch die von ihm gesuchte Schlagkraft. Die Schlagkraft liegt in der zwar naheliegenden, aber überraschenden Antwort. Sie ist die Pointe, wie man sagt, der Punkt, auf den die Anekdote zielt. Um eine solche Pointe handelt es sich mehr oder weniger in jeder Anekdote; auf ihre Ueberraschung hin wird sie erzählt, also genau so wie beim sogenannten Witz. Die Unterscheidung vom Witz liegt darin, daß die Anekdote historisch verhaftet, an einen volkstümlichen Helden oder an ein volkstümliches Ereignis geknüpft ist und sich mit Liebe oder Bosheit daran versucht. Die Volkstümlichkeit ist ihre unbedingte Voraussetzung; ohne die Beziehung zu einer volkstümlichen, also im Volksmund umgehenden Bedeutung gibt es keine Anekdote. Was ich von Herrn Schulze erzähle, bleibt mit der besten Pointe ein Witz. Aus ihrer Natur ergeben sich für die Form der Anekdote zwei bestimmte Anforderungen: sie muß den Augenblick, in dem es zur Pointe kommt — die Situation, wie wir sagen — so klar wie möglich zeichnen und muß die Pointe selber so über» raschend und so scharf wie möglich herausbringen. Gedrängtheit und Schlagkraft bilden ihren Charakter. Ihr Lebensraum aber ist der Volksmund; wie das Volkslied nur im Sang lebt und nicht in feiner Aufzeichnung, so die Anekdote im Hörensagen: Wer sie niederschreiben will, muß, wie Luther sagt, dem Volk aufs Maul gesehen haben. schichte des Altertums werden uns nahegebracht durch Vergleiche mit Vorgängen, die uns nahestehen, und erläutert aus kultur-, Verkehrs- und handelsgeschichtlichen Gesichtspunkten, die uns manche bessere Erkenntnis geben als die'rein politischen. Von großem Interesse für uns sind die Darstellungen der Entwicklungsgeschichte der Germanen. Hier sehen wir manche neue Karte, die das erste Eindringen der Römer in Germanien, die andererseits das Vordringen der Germanen nach den westlichen, südlichen und östlichen Nachbarländern erkennen lassen. Wir sehen, wie ganz Europa, Klein- Die Vorhalle im„Haus des Deutschentzandwerks" asien selbst und die nordafrikanische Küste in der Völkerwanderungszeit von Germanen beherrscht und durchdrungen wurde. Wir sehen im Kartenbild aus ganz neuen Gesichtspunkten heraus auf Grund der letzten Ausgrabungen in der alten Wikinger-Handelsstadt H a i t h a b u beim heutigen Schleswig, wie weit umfassend, die bedeutendsten europäischen und Mittelmeerhäfen berührend, in ihren letzten Ausläufern bis nach Amerika und Oft- asien reichend, schon damals der Handel und die wirtschaftlichen Beziehungen des Germanentums waren. Und dann sehen wir beiter im Kartenbild das Vordringen der deutschen Kolonisation im O st e n, die Gewinnung Schlesiens, Pommerns, Preußens für das Deutschtum und das Vordringen deutscher Kultur bis tief hinein in den Balkan und Rußland. Wir sehen die Entwicklung des deutschen Seeverkehrs im frühen Mittelalter und sehen dann in den bunten und immer bunter werdenden Kartenbildern des Deutschen Reiches die im Laufe des Mittelalters bis in die neue Zeit immer weiter werdende politische Zersplitterung innerhalb des Deutschen Reiches, und wir sehen andererseits, wie einst in der Blütezeit der Staufer das Herrschaftsgebiet der deutschen Kaiser von der Nordsee bis nach Sizilien, von der baltischen Küste und von der Weichsel bis zur Rhone und zur Maas reichte, und wie im Mittelalter für den Verkehr und den Handel zu Lande und Wasser das Deutsche Reich und deutsche Städte der Mittelpunkt waren. Und dann wird uns im Kartenbild in eindringlicher Deutlichkeit der Niedergang Deutschlands vor Augen gerückt — das systematische Vordringen Frankreichs von Westen her, die zunehmende Zer- Ein seltsamer Vertrag. In einer kleinen Stadt in Wales wurde in diesen Tagen zwischen einem Bardier und einem Totengräber ein recht seltsamer Vertrag geschlossen, der es verdient, daß man feiner Erwähnung tat. Ob die beiden Männer im Verlauf eines scherzhaften Gesprächs auf jene seltsame Abmachung verfallen sind oder ob sie ganz ernsthaft erwogen haben, wie sie sich gegenseitig ohne Uebervorteilung dienlich sein können, wissen wir nicht. Lediglich das Ergebnis ihres Vertragsabschlusses liegt vor. Der Barbier verpflichtete sich, dem Totengräber jederzeit kostenlos die Haare zu schneiden, der Totengräber dagegen erklärte sich bereit, den Barbier ohne Entgelt zu bestatten, wenn er einmal das Zeitliche segnet. In bestem Einvernehmen wollen die beiden diesem Zeitpunkt entgegensehen, und sie sind überzeugt, daß sie sich durch diese Abmachung gegenseitig manche Sorge abgenommen haben. Wie sols es aber nun werden, wenn der Totengräber vor seinem Gläubiger stirbt, ist dann der Barbier nicht um den ganzen Lohn für feine getreuen Barbierdienste gebracht worden? O nein, die beiden 2Rätu ner haben für diesen Fall für eine angemessene Entschädigung des Barbiers Sorge getragen. Aus dem Nachlaß des Verstorbenen wird bann dem Bar- I bier jene Summe ausbezahlt, die später für seine Bestattung ausgegeben werden muh. Das musikalische Duell. In Budapest wird jetzt zwischen zwei Männern eine Auseinandersetzung in einer Weise ausgetragen, die als vorbildlich gelten kann. Die beiden Männer greifen in diesem Fall nicht, wie das sonst gerade in Ungarn sehr schnell zu geschehen pflegt, zum Säbel oder zur Pistole, sondern sie haben sich zu einer Waffe entschlossen, die ihnen wirklich gemäß ist. Die beiden Duellanten sind Louis Halasz, ein berühmter Zigeunergeiger, und Julius Csorba, ein ebenfalls bekannter Violinspieler. Halasz spielte in einem Caf6 der ungarischen Hauptstadt und erfuhr, daß Csorba seine Leistung durch einige Bemerkungen in größerem Kreise herabgesetzt hatte. Darauf näherte sich Halasz seinem Widersacher und forderte ihn zu einem musikalischen Duell auf. Csorba nahm an. Dieser seltsame Zweikampf soll in den Räumen der Budapester Akademie für Musik ausgetragen werden, und zwar vor einem Gericht von musikalischen Sachverständigen, vor denen die beiden Duellanten drei ungarische Zigeunermetodien spielen werden. Das „Haus des Deutschen Handwerks" in Berlin geht seiner Vollendung entgegen. Auf unserem Bilde sieht man einen Teil der künstlerischen Bleiverglasung in der Vorhalle mit einer Führerbüste. (Scherl-Bilderdienst-M.) botlg 210 cm ■ 'lause B ß, 1.26 B 222) cm ■ ewebe, ■ •ansen- ■ .26,1.95 8 .120 cm ■ loderne ■ L80.1.28 1 a.lSOcm ■ Blumen- ■ 2.40, Lto i id ecni, I 2.80,1.16] 12cmbrn ] [ Farben I j, 1.45, I Dcmbr., I schönen I ,1.30,1.10 leisten, n, Kordel, Ur preis». ilbach rswefclO Ufhängen siten alter fachmän' irt ihu"1 »St# IÄJ natürlichen Grundlagen der Weltgeschichte, zeigen ihm das, was ihm früher oorenthalten wurde: Die Ausbreitung und das Alter der germanischen, der nordischen Kultur, die vorgeschichtlichen Wege der indo-germanischen Völker und die Befruchtung der Gebiete, die uns einst als Ur- gebiete der Kultur bezeichnet wurden, durch die arischen Völker. Im Kartenbild sieht man augenfälliger, als es sonst möglich ist, wie stark das nordische Element geistig und kulturell Europa und die Nachbargebiete Asiens durchdrungen hat schon zu Beginn der „historischen Zeit", auch wenn dies politisch nach der bisherigen Geschichtsauffassung nicht so zum Ausdruck gekommen ist. Auch die historischen Karten des Altertums geben dadurch, daß sie im Farbenbild die Verteilung der Rassen erkennen lassen, ein klares Mittel der Erkenntnis der großen Zusammenhänae, und die Vergleiche zwischen frühgeschichtlichen Stadtanlagen und deutschen Burganlagen zeigen uns die inneren Zusammenhänge zwischen dem nordischen Herrenvolk im alten Griechenland und dem Germanentum. Die Darstellungen der politischen Ge- Geschichte im Kartenbild Was wir früher in Deutschlands hohen Schulen tu Geschichte lernten, das endete im allergünstigsten f alle mit den Einigungskriegen 1870/71. Wer nicht in5 Glück hatte, in diesem Fach von besonders veitschauenden Lehrern unterrichtet zu werden, der <7fuhr wohl vielerlei von alten Griechen und Römern, der wußte glänzend Bescheid in den launischen Kriegen, der kannte die Jahreszahlen ier Kaiser des' deutschen Mittelalters, der wußte auch noch die Gefechte und Schlachten Friedrichs 125 Großen, Napoleons und der Befreiungskriege. Ißte folgenden Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts wurden meist aber schon recht stiefmütterlich be- lnnbelt. Es war entweder keine Zeit mehr dafür wrhanden, so daß sie im Eiltempo durchgegangen werden mußten, oder aber — wie es häufig der : f all war — man wagte an diese Dinge nicht mehr 12ranzugehen, weil sie Fragen anrührten, die noch ii die Politik der Gegenwart hineingriffen. Durch den Weltkrieg selbst und noch mehr durch | ine Folgen ist das Bild der Weltkarte von Grund uf umgeändert worden. Die weltanschauliche Umwälzung, zumal in Deutschland, hat auch uns das bild der Geschichte nicht nur unseres eigenen Vol- !ts, sondern auch der ganzen Menschheit von einem canz anderen Gesichtspunkt aus sehen gelehrt als :uns iUr nd SoMem leutigen Glosse Über die Anekdote. Von Wilhelm Schäfer. Von Wilhelm Schäfer erscheint in diesen Tagen bei Albert Langen / Georg Müller, München, eine Volksausgabe seines berühmten Buches „Anekdoten". SSeitdem ich vor achtundzwanzig Jahren das erste Ländchen meiner novellistischen Versuche unter dem Intel „Anekdoten" herausgab, wird mir nachgesagt, dH ich eine vergessene Kunstform wieder lebendig gemacht habe. Darin liegt ein Mißverständnis nicht nur meiner Dinge, sondern auch der Anekdote. Ich ^nühte mich damals — in einer Zeit „natura- Mscher" Verwahrlosung der dichterischen Formen - um die Form der Novelle und nannte mein Hüne5 Buch „Anekdoten", weil unter den achtzehn -Lücken die meisten „historischen" Inhalts waren, bi: Weltgeschichte aber nur anekdotisch, also gleichsam von der Seite hineinleuchtete. Wie ich denn (Md) der Meinung bin, daß Kleist in seiner groß- a-tigen „Anekdote aus dem letzten preußischen Kriege" mehr dieses Verhältnis zur Weltgeschichte lüs eine Kunstform im Titel bezeichnen wollte. iAnekdote heißt bekanntlich das nicht Heraus- jigebene; es ist eine geschichtliche Tatsache damit jimeint, die zu belanglos, zu ungesichert oder zu i) ikel ist, in der geschichtlichen Aufzeichnung eine Es eile zu finden, die aber reizvoll genug bleibt, gelegentlich unter der Hand erzählt zu werden und b t überdies eine geschichtliche Persönlichkeit oder m Ereignis in ihre besondere Beleuchtung stellt. Ejenn es in der Geschichte um eine sachliche Darstellung der Begebenheiten geht, so fügt die Anekdote ihr die persönliche Anschauung eines Betrach- ic-s hinzu, der dabei gewesen ist und darum etwas ji erzählen weiß, und was der Geschichtsschreiber ns feinen „Quellen" nicht wissen kann ober will. Es ergänzt oder überwuchert Geschichte durch Geck ichten. Es liegt in der Natur der Anekdote, daß sie sich n überragende oder absonderliche Gestalten oder itih an Ereignisse hängt, wie etwa an den „Alten bife" an den „Papa Wrangel" oder das Erd- iwen' von Lissabon. Die Voraussetzung ihres Tra- k-s ist immer, daß er volkstümlich, daß er eine hblingsfigur des Volkes geworden ist, an der Kirch die Anekdote herumkoloriert wird. Sie ist an hem Teil das Gedächtnis des Volkes aus Liebe, c* die Sage, die Legende auch, und darum em Lück Volkspoesie. t e vorhergehende Generation. Das, was in den Wen Jahren des vergangenen Jahrhunderts und i den ersten Jahrzehnten unseres Jahrhunderts imzelne erkannten und weitschauend formten, ist cft, nachdem die völkische Weltanschauung durch Kn Durchbruch des Nationalsozialismus auch in hr deutschen Wissenschaft zur Anerkennung gekom- r en ist, zur allgemein anerkannten Grundlage mserer Schau auf die deutsche und die Weltgerichte geworden. Der, der mit diesen Dingen sich früher nicht tiefer l-schäftigt hatte, als ihn seine Schulbildung geführt lit, wird heute vieles ihm Neue hinzulernen rüsten. Das, was ihm einst eine trockene Wiffen- foaft schien, zu der er keine engere innere Ver- Imbung fühlte, wirb ihm, wenn er es nach ben rrnen Erforschungen kennen lernt, lebensvoll wer- l n, bie Zusammenhänge ber großen Entwicklun- j-n werben ihm klarer werben; er wirb bie gegenwärtige Weltlage, bie Stellung seines Volkes in nr übersehen unb bamit auch bie eigene persönliche Beziehung zu ben großen Dingen erkennen und f bien. \ Hierzu kann ihm eine nach den neuen Crkennt- lsssen geformte geschichtliche Landkarte ein jites Hilfsmittel ber Unterrichtung unb Erkennt- üs werben, ba sie burch ihr übersichtliches Bilb läenbigere unb stärkere Einbrücke vermitteln kann is manches Buch. Hat schon bie politische Land- l:rte burch bie Veränderungen" ber letzten Jahr- sthnte eine so tiefgehende Umwälzung erfahren, iiß die Atlanten aus der Zeit vor 1914 kein Bild i r heutigen Weltverteilung mehr geben können und durchweg weitgehender Neubearbeitung bedurften, ! f gilt das gleiche in vielleicht noch stärkerer Bell utung für ein yistorisches Kartenwerk. Wir hatten foon früher nicht viel wirklich wertvolle historische Kartenwerke; solche, die uns die Entwicklung der Menschheitsgeschichte nach den Erkenntnissen der htztzeit zeichneten, hatten wir bisher gar keine. Im so begrüßenswerter ist die Neuausgabe von W. Putzgers Historischer Schul- a l a s", die der Verlag von Velhagen und Kla- fig, Bielefeld und Leipzig (271), in diesem Jahr strausgegeben hat. Es ist wohl die 52. Auflage isfes Atlas, aber er hat in ihr eine so weitgehende innere Veränderung erhalten, daß aus ihm in der Snt ein neues Werk geworden ist. Die Bereiter Max P e h l e, Heinz S i l b e r b o r t h nb Martin Jskraut haben ihn zu einem Werk cimacht, besten Wert weit über ben eines Schul- c las hinausreicht. Sein Stubium fesselt eben burch d« Einbruckskrast des Bildes den Beschauer stärker cs bie Darstellung im Wort, unb so wirb bie Durchsicht des Kartenbildwerks auch für den, der sch mit diesen Dingen bisher noch nicht eingehend b'fschäftigt hatte, zu einer überaus lebendigen Dar- ! süllung der Geschichte. ISchon die ersten Seiten machen ihn vertraut mit fpütterung von innen heraus, die im Dreißigjährigen Krieg ihren Höhepunkt erreichte, das ständige Anwachsen Rußlands von Osten her — bis zur stärksten Verengung und Verkleinerung, bis zur tiefsten Schmach zur Zeit Napoleons. Wir sehen aber auch, wie im Laufe der Jahrhunderte der beginnenden Neuzeit Preußen mehr und mehr erstarkt und zur norddeutschen Großmacht wird, und überaus eindrucksvoll zeichnet sich an der Entwicklung der deutschen Post, der deutschen Eisenbahnen und der Zollgrenzen im 19. Jahrhundert die zunehmende wirtschaftliche Einigung Deutschlands ab, der dann unter Bismarck endlich auch wieder die politische Einigung folgen sollte. Die Karten der neuesten Zeit bemühen sich bann mit anerkennenswerter Einbringlichkeit, die großen politischen Entwicklungen klarzumachen, die zum Weltkrieg führten unb die dem Weltkrieg folgten. Wir erkennen im Kartenbild die systematische Einkreisung Deutschlands bis 1914, wir lesen aus ihm, wie groß der Ring war, den im Kriege deutsche Truppen tief in das Land der Gegner hineingezogen hatten. Und dann folgen eine Reihe von Karten, die mit außerordentlicher Eindringlichkeit die Folgen von Versailles zeigen. Eine neue Karte zeigt uns Europa und die Welt nach dem Kriege, und überaus wertvoll sind die Karten, die uns die Entwicklung des Grenz- und Auslandsdeutschtums erkennen lasten. Die großen weit- und kolonialpolitischen Karten begnügen sich nicht damit, die Entwickluna der Grenzen aufzuzeichnen, sondern lassen auch die politischen Zusammenhänge erkennen. Ueberaus aufschlußreich die Kartenbilder von Asien, das Zusammentreffen der Machtströme, die von Amerika ausgehen, die von Rußland ausgehen, die Kraftströme von England und Indien aus und die Stromlinien, die in Japan ihren Ursprung haben, um ganz China Herumreichen bis nach Afghanistan, und um die indischen Inseln Herumreichen bis nach Ostafrika und Abessinien. Im Zusammenhang mit ber Karte über Afrikas Aufteilung kann man aus biefen Kartenbildern bie großen politischen Entscheidungen, die heute in Asien und Afrika bevorstehen, deutlicher verstehen und beurteilen. Etwas ganz Neues sind in diesem Atlas die Darstellungen der großen Weltverkehrslinien, bie Entwicklung bes Flugverkehrs, ferner die Darstellungen der kulturellen unb völkischen Entwicklung unb jetzigen Lage bes Auslanbsbeutschtums unb der deutschen Kultur. Auch die nationalsozialistische Revolution findet in diesem Kartenwerk ihren Niederschlag. Wir sehen Hitlers großen Deutschlandflug im Juli 1932, wir sehen die Darstellung der Wahlergebnisse im Kartenbild; wir finden ferner äußerst aufschlußreiche Kartenbilder über die Ausbreitung der Juden in Europa — unb zum Schluß sei ein von zahlreichen Kreuzen bebecktes Kartenbild erwähnt: „Rotmord 1919 bis 1934", das uns die Blutopfer der NSDAP, und des Stahlhelm im Kampf um Deutschlands Er- Neuerung in grausiger Sachlichkeit deutlich macht. Schon diese Beispiele zeigen, ein wie wertvolles, (unb überbies zu einem — besonbers für bie kleine Ausgabe — erstaunlich geringen Preis zu erroer- benbes) Hilfsmittel zur Schulung in ber geschichtlichen Erkenntnis bieses Kartenwerk ist. Lettland beschlagnahmt deulsche Archive Reval, 26. Sept. (DNB.) Wenige Tage nach ber Beschlagnahme ber Urkunben- unb Hanbschrif- tenfammlung bes Dom-Museums in Riga und des kurländischen Provinz ialmuseums in Mitau ist auch das Urkunden- unb Hanbfchriften- archiv ber Großen Gilbe in Riga beschlagnahmt worben. Auch in biesem Falle würbe bie Maßnahme auf § 20 bes Denkmalschutzgesetzes gestützt, obgleich bas Urkunben- unb Hanbschriftkn- material in ber Großen Gilbe in besonbers geeigneten Räumen in vorbilblicher Weise aufbewahrt war. Das in bem Provinzialmuseum in Mitau unb in ber Großen Gilbe beschlagnahmte Material ist bereits ganz in bas Staatsarchiv übergeführt worben. Aus bem Dom-Museum ist ber Abtransport noch im Gange. Auch zahlreiche private Depots, bie Nachlässe unb bergleichen enthalten, sind dabei nach dem Staatsarchiv übergeführt worden. SW ieb. UnM tilgtgeroifien- t u. oisfrtU M. Garant« Bomber, mmerjägeti eben, ieM sstraße 2t . M iyotxWif Heuchle enheit. WW ,.Art d. Wv iro Kirtm elterswe« Kariertes MM rloren. W gen Belok zugeb. M ibroigMoü ettes Mädel; indelEndA lang./M.etM em., wunitt- ernt kennen^ men zn>. W Heirat l> Beamt, ob' ngei'tellt. bv '■ &. Ang. s WM! tieften., 5- ßröfNlM der Svlel'tk 193a 36. stellst" l‘n<] '0 bis n. 23 u PrM vonSombx 19.30 biy £>(111' ff) 11 PtlNh Inseln des Deutschtums für die geistige Erhaltung dieses interessanten und lebenskräftigen Vorpostens des Auslandsdeutsch» rouröe, ist heute sehr beachtlich. Ein ausgezeichnetes nicht zu überbietender Deutlichkeit vor Augen ge. Schulwesen, mit Arabisch als Unterrichtsfach, sorgt | fuhrt. Barcelona. Unsere Zeit kennt keine Entfernungen mehr. Spanien — das war noch vor wenigen Jahren das unbekannte Land südlich der unwirtlichen Pyrenäen — das kennt man auch heute noch in der falschen Wertung einer längst vergangenen Zeit, als die Brücke nach Afrika, dem unerschlossenen Erdteil. Die Zeit hat das Antlitz dieses Landes von Grund auf verändert. Unsere Epoche kennt keine Entfernungen mehr! Jeden Morgen steht in Berlin-Tempelhof startbereit die prachtvolle dreimotorige „Ju52", die vom Zentrum des europäischen Kontinents in wenigen Stunden bis in die fernsten Ecken des Erdteils vorstöht. Aus der Unbeständigkeit des Berliner Sommers wird man in einem halben Tag in das grelle Licht spanischer Sonne befördert, aus dem Ernst deutscher Landschaft entwickelt sich schon nach Stunhen die bunte Farbenpracht des Südens. Stuttgart, Genf und Marseille sind die Stützpunkte dieser deutschen Fluglinie nach dem Süden. Und mit einer Pünktlichkeit, wie sie nie ein spanischer Expreß erreicht, landet Tag für Tag, Schlag 14.30 Uhr die deutsche Maschine auf dem Militärflughafen Prat bei Barcelona. Wie die modernen Verkehrsmittel von Jahr zu Jahr die weitesten Entfernungen zusammenschmelzen ließen, so haben sich auch im Laufe der Jahre die Gegensätzlichkeiten vermindert, die das Antlitz der großen europäischen Städte prägten. Die neue Zeit hat überall ihren Einzug gehalten. Wie stark die modernen Derkehrsmöglichkeiten das Gesicht einer Stadt zu beeinflussen vermögen, dafür gibt Barcelona ein beredtes Beispiel. Diese Stadt hat allen andern spanischen Städten die Nähe der europäischen Staaten voraus. Sie ist z u - erst von den Tendenzen beeinflußt worden, die aus dem übrigen Europa über die Pyrenäengrenze hinweng südlich gingen. Barcelona wurde so die europäischste Stadt auf der Pyrenäenhalbinsel. Und von hier nehmen viele moderne Anregungen ihren Weg in das Land, auch den Weg nach Madrid, den Weg in die spanische Landeshauptstadt, die von Barcelona erst nach zwölfstün- diger l)-Zug-Reise erreicht werden kann. Don der Natur begünstigt, stieg Barcelona empor. Mit weit über einer Million Einwohner hat es sich zur größten spanischen Stadt entwickelt. Was sich zuerst von Barcelona ankündigt, sind die Schlote der nördlich gelegenen Jndustrieorte. Während der Flug längs der Mittelmeerküste entlangführt, während Himmel und Meer endlos blauen, fallen die Vorgebirge der Pyrenäen langsam ab. Aus fast lieblichen Tälern, die eine fachliche landwirtschaftliche Betreuung verraten, steigen plötzlich, qualmig verhangen, die ersten Häuser und Schornsteine des riesigen Barcelona empor. Ein flimmernder Sonnenglast liegt über der Stadt: aber lehem gegründet wurde. Die Schwaben haben ihre Eigenart nun schon in der dritten Generation rein erhalten, im Aussehen, in der Sprache und im Lebensstil. Zu den ausge- fallendsten Kuriositäten, an denen Palästina so überreich ist, gehören wohl die unverfälscht schwäbelnden Araber, die sich im Dienst und täglichen Umgang an die Templer assimiliert haben. Angesichts der zurückhaltenden Sprödigkeit palästinensischer Landschaft sind diese Kolonien wahre Wun- oerwerke deutscher Dorf-Romantik. Wer S a r o n a, das heute schon von der neuen Großstadt Tel Aviv fast umzingelt ist, oder die beiden Dörfchen Waldheim und Bethlehem sieht, ist schlechthin überwältigt von der deutschen Atmosphäre, die aus jedem Baum, jedem Haus, aus den Menschen und der doch schälen sich die herrlichen Eigentümlichkeiten dieser einzigen Stadtanlage heraus. Barcelona liegt am Meer und in den Bergen. Man sieht von oben auf diese Anlage, diese mit mathema« tischer Genauigkeit angelegten Straßen, man blickt bewundernd auf das Meer, aber auch gleichermaßen bewundernd auf die Berge, die villenbesät zu allen Seiten sanft aufsteigen. Diesen herrlichen Blick au, die Stadt hat nicht nur der Fluggast. Dieser Bli Don Emil Harbich. Man glaube nicht, daß unser Freund Cux, der 1 ein paar Jahre vor dem Kriege eine Wette ein- ' ging, bis zum Kap der Guten Hoffnung zu segeln und bann im Auto von Kapstadt über Kairo nach München zurückfahren zu können, um wenigstens auf längere Zeit mit guten Gründen ber Langeweile zivilisierter Zustände zu entgehen, man glaube nicht, sage ich, daß ein Mann, der später im Kriege einer der berühmtesten Kampfflieger geworden ist, feinen Sinn für das gefährliche Spiel mit dem Ball des Zufalls gehabt ober die möglichen Abenteuer im Innern Afrikas nicht zu würdigen gewußt hätte! Cux war damals noch ein sehr junger Mann, und nur eine gewisse Jugend bringt es fertig, so auf bes Messers Schneide tanzend das Unwahrscheinlichste in Angriff zu nehmen. Es wird sich gleich zeigen, in welchem Maße Cux seinerzeit krasser Jüngling gewesen ist: als er nämlich in Hamburg drei Stunden vor ber Abfahrt feines Dampfers in einer Weinstube an der Alster noch einmal frische holländische Austern essen wollte, mußte er sich in dem Überfüllten Lokal zu einer Dame setzen, beren ungemein anziehendes Aeußeres die Annäherung unvermeidlich machte. Nach den Austern kamen sie ins Gespräch, empfanden sich gegenseitig als ben verkörperten Wunschtraum langer Jahre unb waren eine Stunde lang nur für einander da. Cur hatte von ber jungen Dame schon gehört, sie war über Hamburg hinaus als Turnierreiterin bekannt geworden, — davon abgesehen hätte er auch einen anderen Rus gern in Kauf genommen, denn sie erschien ihm als das herrlichste, schönste und beste Geschöpf ber Erde, und die Wogen der Leidenschaft gingen bereits mit solcher Glut hoch, daß ihm herzleere Zurückhaltung ober gar Mißtrauen ganz unmöglich gewesen waren. Knapp vor dem beiderseitigen wörtlichen Geständnis ber Liebe bemerkte Cux, daß er jetzt mit größter Geschwindigkeit zum Hafen und auf den Dampfer der Ostafrika-Linie mußte. Mit vager Geste unb knapper Entschuldigungsformel verließ er bas Lokal, schrieb im Wagen auf eine Besuchskarte bie nötige Erklärung seines Aufbruchs unb einige Worte des Abschieds, schickte den Kutscher damit zurück, bestieg ben Dampfer unb blieb oben an ber Reling stehen, hingerissen von der Gewalt des ersten Erlebens der Liebe, aufgelöst und todunglücklich ... Kaum begann ber Dampfer langsam feine Fahrt, kam bie über alles Geliebte im Wagen am Ufer an, drängte sich unter bie Abschiedneh- menben, zwängte sich bis ganz nach vorn und winkte winkte... Die ganze Nacht sah er im Geist die Winkende, die jäh* in den Abschied unb die Trennung Gestoßene, Verlassen«..» haben es nach diesem Verfahren wesentlich leichter. Sie füllen jedes leere Glas und brauchen nicht darauf zu achten, wieviel der betreffende Gast getrunken hat. Allerdings haben sie auch jetzt noch viel zu tun, denn die Gläser werden überraschend schnell leer, ja manchmal dauert das Nachfüllen länger als das Austrinken, was von den Trinkern nicht ohne Bedauern vermerkt wird. Auch sonst scheint die neue Berechnungsgrundlage geeignet zu fein, ben Oe» tränkeverbrauch zu steigern. Wahrscheinlich wird in Bälde gegen dieses Verfahren Einspruch erhoben werden; vielleicht wird dann jener Spruch zur Losung, der früher auf so manches Sofakissen gestickt wurde: Nur ein Viertelstündchen! Hochschulnachrichten. Professor Dr. Robert Spindler, Extraordinarius für englische Philologie an ber Universität München, ist zum ordentlichen Professor in Mu» chen ernannt worden. Auf Grund des § 4 des Gesetzes über bie ßjf pflichtung und Versetzung von Hochschullehrern si^ die ordentlichen Professoren Dr. Martin W oln (Bürgerliches und Handels-Recht) an der Univech' tät Berlin und Dr. Walter D i x (Pflanzenbau) an der Universität Kiel von den amtlichen Beo pflichtungen entbunden worden. Auf eigenen Antrag wurde Professor Dr. Walter Kaufsmann, Ordinarius für deutsche Philologie an der Universität Kiel, entpslichtet, ferner wegen Erreichung der Altersgrenze Professor Dr. Georg Ebeling, Ordinarius für romanische Philologie an der Universität Kiel, und Professor Dr. Fran) Eulenburg, Ordinarius für Volkswirtschaft» lehre an ber Handelshochschule Berlin. An der Universität Frankfurt ist Professor Dr. Christian Klumker, Ordinarius für Soziale Fürsorge, wegen Erreichung der Altergrenze von den amtlichen Verpflichtungen entbunden worden. Professor Dr. Wolfgang Kohler, Ordinarius für Psychologie unb Naturphilosophie an ber Um* oerfität Berlin, ist auf seinen Antrag von den amtlichen Verpflichtungen entbunben worden, ^ro» fessor Kohler, der 1887 in Reval (Estland) geboren wurde und früher in Frankfurt und in Göttingen wirkte, ist durch seine bemerkenswerten Intelligenz» Prüfungen an Menschenaffen in weiteren Kreisen bekannt worden. Wegen Erreichung der Altersgrenze wurden von den amtlichen Verpflichtungen entbunden die fol* genben ordentlichen Professoren: an der Universu tät Münster Dr. Wilhelm B e n e ck e (Dotanir), Dr. Alois B o e m e r (angewandte Chemie), Dr.-v». Wilhelm Engelkemper (alttestamentliche Theologie, kath.); an ber Universität Bonn Dr. LM von Franqu6 (Geburtshilfe unb Gynäkologie» unb Dr. Heinrich ©Deppert (Industrie- uno Handelsrecht). mußte es sich gefallen laßen, daß ihn ein Honveb aus bem Wasser zog. Obgleich er fieberte, brauste Cux in einer gemieteten, alten Limousine über Wien nach München unb kam dort nach dreijähriger Abwesenheit in ziemlich abgerissenem und verwahrlostem Zustand, doch als Gewinner der Wette an. Natürlich lag in München schon die Antwort auf sein Telegramm nach Hamburg, glühend hingeschriebene Liebesworte, die ihn veranlaßten, nach Hamburg auszureißen. In derselben Weinstube sahen sie sich wieder, nahmen am selben Tisch Platz — und doch war alles unheimlich verändert. Er begriff nicht, daß jedes Wort, jeder Blick leer blieben, nachdem sie drei Jahre lang ihr Herz mit ein und demselben Traum genährt hatten, er verstand nicht, daß er einer solchen tollen Verliebtheit wegen dieser zwar hübschen, doch keineswegs tiefer bewegenden unb verpflichtenden^ jungen Dame verfallen war, er konnte vor Verlegenheit kein Wort mehr sagen, obgleich er sich mit Engelzungen hätte unterhalten mögen unb Liebe sprühen wollte wie die kreisenden Wasserspeier auf den Rasenplätzen, sausendes, prickelndes, stäubendes Feuerwerk der Sinne — ach, es ging nicht! In den Pausen des Gesprächs erkannte sie ihn, bie enblich in diese Liebe sich mit einem Kopfsprung zu werfen gewillt gewesen war, sah ihn, unb von Stunbe zu Stunbe wurde ihr der Freund noch fremder. Ratlos blickte sie auf den während der drei Jahre gründlich Veränderten, fand sich nicht zurück zu ihrem Gefühl und gestand in einer Aufwallung von Stolz und Scham die furchtbare Enttäuschung. Daraufhin nahm Cux, in Herzenssachen völlig unerfahren, am selben Abend Abschied und reiste nach München zurück. Acht Tage später traf aus Serajewo bie Nachricht ein, daß ber österreichische Thronfolger ermorbet worben mar, und ein anbres Stück Geschichte nahm seinen Anfang. »Herr Ober, eine Stunde Bier.- Die Bewohner von Dallas im Staate Texas haben anscheinend einen besonders großen Durst. Sie haben sich nämlich ein neues Verfahren für die Bezahlung der Getränke in ihren Gaststätten ausgedacht, das ebenso einfach wie ungewöhnlich ist. Wer sich dort ein Getränk bestellt, bekommt nicht etwa einen Strich auf ben Bierfilz gemacht unb braucht nicht nach der Zahl der Striche zu bezahlen, son- bem er entrichtet einfach eine Durchschmttssumme. Jeder zahlt bie gleiche Summe unb trinkt, sovkel er will! Allerdings hat man auf eine Einschränkung nicht ganz verzichten können, aber auch hierbei ein neues Mittel gefunden. Man trinkt nicht mehr nach Hohlmaßen, sondern nach Stunden. Wer ein Gast- 1 haus betritt, lost sich eine Karte, für die er eine ganze Stunde lang soviel trinken darf, wie er Lust hat. Ist er auch dann noch durstig, so zahlt er : wiederum einen entsprechenden Betrag. Die Kellner Geschichten aus aller Welt Kirchliche Nachrichten SUPERHET ZWEIKREISER RM 317.25 mit Röhren m. R. RM 230.50 o. Sperrkreis tgmon» EINKREISER und durch bisherigen verbinden, wendigkeit einander. Alle Empfänger auch für Allstrom sowie auch als Musiktruhen (Noracords) erhältlich / Moderne Batterie-Zweikreiser trMHIIth Iw »4mtL fochgewhäffen I Der Dudelsack gilt heute als gälisches Musikinstrument schlechthin, ist eigentlich aber nur bei den Schotten wirklich zu fiaufe. Wie die Schotten zu dein Instrument gekommen sind, weiß man nicht ganz genau; daß sie cs von den Griechen, die den Dudelsack ebenfalls kannten, übernommen haben, 1 wohl kaum anzunehmen. Die Musik der Dudel- ackpfeise klingt nicht allen Ohren angenehm, sie hat aber in Britannien viele Anhänger, und der Major MacDonald, der beste Dudelsackpfeifer der Welt, ist in England kaum weniger bekannt als andere Virtuosen. große Mühe, in die Nähe der Klippe zu kommen, bevor er ein Boot aussetzen kann. WaswirdausdemMeridianvonGreenwich? (—) Greenwich. Wohl überall in der Welt ist Greenwich bekannt und aus leichtverständlichen Gründen berühmt. Denn mitten durch Grennwich verläuft der berühmte Zeitmeridian, der die absolute Zeit für Mitteleuropa Das Einrichten eines der riesigen Scheinwerfer während eines nächtlichen Luftangriffs bei den Manövern der Luftwaffe in Mecklenburg. — (Weltbild°M.) Die Liebe und der Tod. (—) Portsmouth. Dor ein paar Tagen rourtie hier ein junger Inder in einem Armengrab beigesetzt. Er weilte vor fünf Jahren zu Studienzwecken in England, verliebte sich in eine Schwedin und fand auch keine Ruhe mehr, als er nach Indien zurückgekehrt war. Sein Vater verweigerte ihm jede Unterstüßung. Da ging er mit seinen letzten Ersparnissen nach England zurück, um das Mädchen seiner Liebe zu finden. Aber die Schwedin war längst in ihre Heimat zurückgekehrt, hungernd und ohne eine Unterkunft blieb der Inder so lange im Garten des Hauses, wo einst die Schwedin lebte, bis er zusammenbrach und kurz nach der Einlieferung in ein Hospital verstarb. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Wer tanzt — hilft der Luftfahrt (h. k.) Schanghai. Hier weist seit einiger Zeit die sonst so gestrenge chinesische Moral eine kleine Lücke auf: Man darf in ein paar großen Tanzsälen von Schanghai moderne Tänze tanzen! Diese Konzession an den Westen hat allerdings einen guten Grund. Denn jeder, der hier sein Tanzbein schwingt, muß eine Gebühr bezahlen. Sie fällt zum größten Teil der chinesischen Luftfahrt zu. Die chinesische Luftfahrt steckt nämlich noch in den Anfängen ihrer Entwicklung. Deshalb braucht sie besonders viel Geld. So hat es denn die „Liga für chinesische Luftfahrt" durchsetzen können, daß von den Vergnügungssüchtigen und Tanzwütigen Tanz ür Tanz etwas für die Luftfahrt getan wird, damit ich eines Tages Jung-China ebenso leicht und elegant in der Luft bewege, wie es die Tänzer jetzt auf dem Parkett tun. Riesenprozetz um 25000 Luftpostbriefe. (h. k.) Melbourne. In Kürze wird vor dem Staatsgericht in Melbourne ein interessanter Massenprozeh ausgetragen werden. Als nämlich der Flieger Kingsford Smith vor einigen Monaten, wie wohl noch allseits erinnerlich, mit seinem berühmten „Kreuz des Südens" von Sidney nach Neuseeland startete, hatte er 30 000 Briefe in 21 Säcken verpackt an Bord. Zwar kam Smith an seinem Bestimmungsort an — aber drei Tage zu spät und erst nach Ueberroinbung großer Lebensgefahren. Er hatte eine schwere Havarie hinter sich und entging nur durch einen Zufall dem Tode. Um fein Flugzeug zu entlasten, hatte er viele der Postsäcke einfach über Bord geworfen. Die Zahl der oerlorengegangenen Briefschaften betrug 25 000 Einzelsendungen. Aber nicht nur die Philatelisten waren tiefbetrübt, weil ihnen die seltenen Marken dieses einzigartigen Fluges verlorengegangen waren, sondern es ergab sich auch, daß unter den 25 000 Briefen ein paar tausend Wertbriefe waren. Diese Wertbriefe muhten restlos ersetzt werden. Nun aber beginnen die Briefmarkensammler gleichfalls auf Schadensersatz zu klagen. Die bisher angemeldeten Ansprüche belaufen sich auf rund 100 000 Mark. Da lohnt es sich also schon für die australische Post- verwaltung, einen Prozeß vor dem Staatsgericht durchzupauken. Die selbstlose Witwe. (k. m.) Tehera n. Es ist noch gar nicht lange her, daß ein hier an» Ser Kaufmann in einen heftigen Streit mit dem elsvertreter einer großen amerikanischen Firma in Teheran geriet und in der Hitze der Auseinandersetzung seinen Widersacher erstach. Als diese Bluttat nun kürzlich vor Gericht gesühnt werden sollte, wurde der Messerheld nur zu einer geringen Strafe verurteilt. Aber die Witwe des Amerikaners erhob Einspruch und verlangte außerdem Schadensersatz. Man verhandelte hin und her, und schließlich erklärte sich die Regierung in Teheran bereit, 50 000 Dollar zu zahlen. Zum größten Erstaunen aller Beteiligten widersprach die Witwe des Getöteten: „Das ist zuviel", erklärte sie, „mein Mann war keine 50 000 Dollar wert. 30 000 genügen vollkommen." Die Regierung nahm diese „Wertschätzung" nicht ungern zur Kenntnis. Sie stellte sich auf den Standpunkt, die Witwe müsse es ja am besten wissen ... Blutübertragung bei Elefanten. (th) Philadelphia. Vor kurzer Zeit wurde zum erstenmal ernstlich die Frage aufgeworfen, ob unter allen Umständen die Blutgruppengesetze, die beim Menschen gelten, auch bei Tieren maßgebend seien. Die Praxis scheint hier der Theorie vorgegriffen zu haben: im Staate Georgia wurde zum ersten Mal eine Bluttransfusion zwischen Elefanten vorgenommen. Eines der Tiere war bei einer Tigerdressur schwer verletzt worden. Ein Tierarzt wagte eine Transfusion, die auch erstaunlich gut gelang. Beide Elefanten verhielten sich sehr ruhig, gerade als wenn sie erkannt hätten, um was es hier ging. Das „Klavier für Kleinstwohnungen". (rt) Kiew. Zweifellos ist die trotz aller Beschänigungsver- suche nicht zu leugnende russische Wohnungsnot daran schuld, daß ein russischer Techniker jetzt eine ©itprre mit 23 Seiten erfand und ausbaute. Er versichert, dieses Instrument weise die gleiche Klangfülle wie ein Klavier auf. In Kürze soll bereits das erste öffentliche Konzert auf diesem „Klavier für Kleinstwohnungen" veranstaltet werden. Die einsamsten Arbeiter Englands. (—) London. Soeben hat der Frachtdampfer „Hesperus" den schottischen Hafen Oban verlassen, beladen mit Lebensrnitteln, Kleidung, Post und Paketen für die fünf einsamsten Arbeiter Englands. Sein Ziel ist nämlich die weltverlassene Siol-Garm-Klippe, zwei Seemeilen nördlich der Insel Coll an der Nordwestküste Schottlands, wo seit einigen Wochen fünf Arbeiter damit beschäftigt sind, einen neuen Leuchtturm mit Nebelsirenen für die in den dortigen Gewässern sehr mühsame und gefährliche Schiffahrt zu errichten. Diese fünf Arbeiter wohnen auf der Spitze der genannten Klippe in einer Betonhütte, um die Tag und Nacht die Sturmfurien des Ozeans rafen, und sie sind Tag und Nacht, wie Bergsteiger durch lange und haltbare Seile miteinander verbunden, damit sie nicht von der Klipve geweht werden. Man hatte für diese gefährliche Arbeit fünf unverheiratete kräftige Männer ausgesucht, die an diesem „jvb" mindestens ein halbes Jahr mitten in der Einsamkeit des Ozeans zu tun haben werden. Jeden Monat, einmal versorgt sie der Dampfer „Hesperus" mit dem notwendigen Lebensbedarf, hat aber jedesmal Der Königspfeifer. E. Z. Glasgow. Der König von England empfing dieser Tage den Major John MacDonald und ernannte ihn zum Ehrendudelsackpfeifer. MacDonald hat auch den Prinzen von Wales vor einiger Zeit in der edlen Kunst des Dudelfackpfeifens unterrichtet, und der Prinz hat es auch in kurzer Zeit so weit gebracht, zum 70. Geburtstage seines Vaters einen Marsch für das sonderbare schottische Instrument tamponieren zu können. beftimnü. Jetzt aber, genau 50 Jahre, nachdem Greenwich als internationaler Meridian-Schnittpunkt angenommen wurde, werden in wissenschaftlichen Kreisen Stimmen laut, die eine Verlegung des Obscr- vatoriums von Greenwich verlangen. Greenwich liege zu nahe bei der Hauptstadt London. Der Rauch und der über jeder Stadt lastende Dunst sei so dicht, daß es immer schwieriger werde, einwandfreie astronomische Beobachtungen zu machen. Man müsse zu diesem Zweck einige Dutzend Kilometer weiter ins Land hineinziehen. Dort mag vielleicht die Sicht besser sein, der internationale Meridian aber läßt sich beim besten Willen nicht dorthin verlegen. Man spricht nun davon, ein Observatorium an anderer Stelle zu bauen besondere Signaleinrichtungen mit den Beobachtungsanlagen von Greenwich zu Doch stoßen hier wissenschaftliche Not- und der Hang zur Tradition hart auf- Die „lebende Tote". B. Kopenhagen. Hier ereignete sich der seltene Fall, daß eine achtzigjährige Frau starb, die bereits im Alter von vierzehn Jahren als verstorben ins Standesamts- regifter eingetragen worden war und es nur einem Zufall zu verdanken hatte, daß man sie nicht vop 66 Jahren bereits begrub. Frau Petrini Hansen war mit vierzehn Jahren schwer erkrankt, und eines Tages war sie tot, wenigstens nach Ansicht der Aerztc, die einen Totenschein ausstellten. Einen Tag vor der Beerdigung kam die Mutter des Mädchens auf den Gedanken, sich eine Locke vom Haar des Mädchens abzufchneioen und als Erinnerung aufzubewahren. Sie ließ den Sara öffnen und begann, mit der Schere zu hantieren. Dabei hatte sie wahrscheinlich die vermeintlich Leiche verletzt, die plötzlich die Augen aufschlug und sich aufrichtete. Das Mädchen war scheintot gewesen. Dem Arzt, der seinerzeit den Totenschein ausgestellt hatte, konnten keine Vorwürfe gemacht werden, denn eine genaue Prüfung des Sachverhalts ergab, daß er durchaus pflichtgemäß gehandelt und fick keine Fahrlässigkeit zu Schulden hatte kommen lassen. Petrini Hansen lebte nach diesem furchtbaren Schock noch 66 Jahre. In ganz Dänemark war sie als „lebende lote" bekannt. Im Gegensatz zu den meisten Geschichten von Scheintoten ist das Erleb- nis der Frau Hansen verbürgt. Die dänischen Zeitungen haben dieser Tage an den merkwürdigen Fall erinnert. Frankreichsältester „Fährmann"-cineFran (Z.) Varis. Unmittelbar neben dem Kanal von Saint-Urbain hat man jetzt eine Frau begraben, die das Alter von genau 100 Jahren erreichte. Sie brachte ihr ganzes Dasein auf Fähren und Barken zu und ist tatsächlich der älteste Fährmann Frankreichs ge- wesen. Als sie Ihr Ende herannahen fühlte, äußerte sie als letzten Wunsch, noch einmal auf jene alte Fähre zu dürfen, die sie zuletzt geführt hatte. Kaum war sie hier angelangt, als der Tod ihrem Leben sein Ziel setzte. Sie war nie in ihrem Leben krank und hatte auch in den gefährlichsten Sturmzeiten, als die Männer keinen Mut mehr hatten, die Fähre zu führen, die Transporte übernommen. Somit galt sie nicht nur als die älteste, sondern auch als die mutigste Frau „Fährmann". Evangelische Gemeinden. Sonntag, 29. Sept. 15. Sonntag nach Trinitatis. Gießen. Stadtkirche. 8 Uhr: Propst Knodt; 9.30: Konsistorialrat v. Fischer (Berlin); 11: Kinderkirche für die Markusgemeindc; Konsistorialrat v. Fischer (Berlin). — Iohanneskirche. 8: Pfr. Ausfeld; zugleich Schluß-Christenlehre für die Neukonfirmierten der Johannesgemeinde; 9.30: Pfarrafsiftent Achau; 11: Kinderkirche für die Lukasgemeinde; Pfarrafsiftent Z schau; 20: Bibelbefprechung im Johannesfaal; Pfr. Ausfeld. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfr. Anthes; 10.45: Kinderkirche für die Luthergemeindc; Pfr. Anthes. — petruskapelle. 9.30: Missionar Walther. — Saal der Heuen Krippe. 11: Kinderkirche für die Johannesgemeinde; Pfr. Ausfeld. — DJieferf. 9.30: Gottesdienst; 15: Bibelstunde; Missionar Wal- ther.— Alten-vuseck. 9.30: Beichte; 10: Gottesdienst; Feier des hl. Abendmahls; 13: Christenlehre. — Großen-vuseck. 10.30: Gottesdienst, 11.30: Beichte; hl. Abendmahl. Oppenrod. 8.15: Beichte; 8.30: Gottesdienst mit hl. Abendmahl. Steinbach. 9.30: Beichte; 10: Gottesdienst; Kollekte; anschließend hl. Abendmahl. — Albach. 12'30: Gottesdienst; Kollekte. — Annerod. 9.30: Gottesdienst. — Rödgen. 10: Got- tesdienst. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst; 11: letzte Christenlehre. — Kirchberg. 10: Gottesdienst; 11: letzte Christenlehre für die weibliche Jugend. — Collar. 13.30: Gottesdienst. — Treis a. d. Lda. 9.30: Beichte; 10: Hauptgottesdienst mit Feier des hl. Abendmahls: Kollekte für die Innere Mission; 13: Missionsstunde. — ftlein-Cinöen. 9: Gottesdienst mit Feier des hl. Abendmahls für die im mittleren Alter stehenden Gemeindemitglieder; anschließend Kindergottesdienst. — Watzenborn-Steinberg. 10.30: Kindergottesdienst; 13: Hauptgottesdienst. — Garbenteich. 10: Gottesdienst; anschließend Abendmahl. — hausen. 13: Gottesdienst; anschließend Abendmahl. — Cich. 10: Stiftsdechant Kahn; 11.15: Kindergottes- dienst. — Hieber-Beffingen. 8.30: Stiftsbechant Kahn. — Bettenhausen. 9.30: Hauptgottesbienst; Eröffnung ber Konfirmanbenzeit. — Langsdorf. 11: Michaelis-Abendmahl für die Alten; 14: Kindergottesdienst; 20.15: Prebigtgottesbienst zur Eröffnung ber Konfirmanbenzeit. — IHünjenberg. 10.30: Got- tesbienft (bie Feier bes hl. Abendmcchls ist auf ben 6. Oktober verschoben); 11.30: Christenlehre; nachmittags Teilnahme am Gustav-Abolf-Fest in Nieder- Weisel; 20.30: Mäbchenabenb; Frl. .Lindeholz. — Trais-Münzen berg. 8.30: Gottesbienst mit Christenlehre. — Hungen. 9.45: Gottesbienst; 14.30: Fest- gottesbienst bes Kreisverbanbcs ber Frauenhilfe. -- Langd. 10: Gottesbienst; anschließenb Kindergottes- dienst. — Wirberg. 10: Festgottesbienst. — Kirtorf. Ober-Gleen. 10: Festgottesbienst mit Feier bes hl. Abenbmahls anläßlich ber 2. Hauptversammlung bes Ev. Bunbes in Alsfelb; anschließend Kinbergottes- bienst. ___________________________ und doch wieder in einer aufdringlichen Art. Der Süden mit feiner Buntheit und harten Gegensätzlichkeit mag hierfür eine Erklärung geben. Die ganze Spannung südlichen Lebens liegt über dieser Straße. Und mancher Blick, der hier zwischen glühenden Augen gewechselt wird, wird zum Vorspiel eines ganzen Lebensromans. Denn es ist wahr, daß hier vielfach die ersten freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Geschlechtern geknüpft werden, die über kurz ober lang schon in sehr jungen Jahren ben Weg in bie Ehe vorbereiten. Man läßt sich mit dem Strom der Menschen weitertreiben. Am Ende der Ramdla weitet sich der Hafen. Wie ein Sinnbild spanischer Lebens- beftimmung steigt hier bie Kolumbussäule empor, und der Entdecker, den Spanien als einen ber Größten feiert, weist richtunggebend über das Meer, dem Spanien einst feine Weltmachtstellung verdankte. Die spanische Schlüsselstellung als Brücke nach dem sübamerikanischen Kontinent kommt auch heute noch in hohem Maße seinem Handel und Wandel zugute! Barcelona ist ein Beispiel dafür. Der Hafen, durch bie kilometerlange Mole gegen das Meer geschützt, ist eine moberne Anlage. Schiffe aller Nationen beleben bas Hafenbilb, und wer je den endlosen Zug der Lastwagen über ben Paseo b e Colon, die Hafenstraße, das Bollwerk gleichsam von Barcelona, sah, kann ermessen, was Barcelona als Hafen- und Hanbelsstobt bebeutet. Die Entwicklung zur Hafen- unb Hanbelsstabt schuf in Barcelona eine Schicht bes sehr wohlhabenden, ja, bes reichen Bürgertums. Aber bas gleichzeitige Anwachsen Barcelonas zur Jnbustriestabt schuf gleichmäßig bie große Masse bes Proletariats, bas, wzial unvollkommen betreut, vielfach in die offenen Arme ber anarchistischen unb separatistischen Provokateure lief. An sich hat Barcelona bie höchsten Löhne in ganz Spanien, es hat aber auch, was zur selben Zeit festgestellt werden muß, den hoch» st en Lebens st andard im ganzen Lande. Das Leben in Barcelona ist etwa doppelt so teuer wie in einer kleineren Stadt des Südens, und die Exi- stenzarenze liegt um fast 25 v. H. höher als in Oer Landeshauptstadt Madrid. So bleiben bie höheren Löhne angesichts ber teuren Lebenshaltung im allgemeinen illusorisch. Cs ist interessant, baß bie separatistischen Strömungen in Barcelona nicht nur von ber Arbeiterschaft getragen werben, bie vielfach in ber Einbilbung lebt, baß sie mehr zu arbeiten habe als die Arbeiter sonstwo in Spanien, bie sich vielfach diesen gegenüber völlig überlegen fühlt und ihren Kampf für ein autonomes Katalonien — Barcelona ist bie Hauptstabt bieses Kataloniens — meist aus rein wirtschaftlich bebingten Erwägungen fuhrt. Auf ber anbern Seite beruft sich bas alteingesessene und wohlhabend gewordene katalanische Bürgertum auf die kulturellen Sonderheiten dieses Gebietes, die unverkennbar sind, aber im wesentlichen in der Gesetzgebung schon ihre Verankerung unb Anerkennung gefunben haben. Wieber einmal ist über Barcelona ber Knegs- zustanb verhängt worben, unb bie Militärstreifen, die regelmäßig hoch zu Roß mit schußbereitem Karabiner bie Straßen burchziehen, geben dieser sommerlich bunten und sommerlich heiteren Stadt ein merkwürdiges Gepräge. Während oer moderne Betrieb unaufhörlich wogt, während bie Großstadt Barcelona das Lied der Arbeit und der Geschaf» tigfeit intoniert, klingt es fast unglaublich, daß Barcelona nicht nur in politischer, sondern auch tn krimineller Hinsicht d i e u n r u bi g ft e St ad t Spaniens ist. Die Unzufriedenheit der breiten Massen ist gegen Madrid gerichtet, und es ist schon so, daß die Rivalität beider Städte — Barcelona hat heute mehr Einwohner als die Metropole Madrid — gerade in Barcelona einen tiefen MM- klang ausgelöst hat: nach der Niederwerfung des separatistischen Oktoberaufstandes wird bie politische Macht über Katalonien wieber von ber Zentral- regierung in Mabrid ausgeübt, eine Mahnayme, bie sich als bittere Notwendigkeit erwiesen bah Einstweilen bat sich allerdings Barcelona noch nicht in dieses Geschick fügen können. katholische Gemeinden. Samstag, den 28. September. Gießen. 16.30 und 19: Beichte. Sonntag, 29. Sept. 16. Sonntag nach Pfingsten. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Meise; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 17.30: Andacht. — Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. — Lich. 10: Hochamt mit Predigt. — Hlbba. 8.15: Hochamt mit Predigt. — Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt. Montag, den 30. September. Laubach. 7.30 Uhr: Messe. Dienstag, den 1. .Oktober. Gießen. 18 Uhr: Rosenkranzandacht. Mittwoch, den 2. Oktober. Gießen. 20 Uhr: Rosenkranzanbacht. — Hungen. 6.15 Uhr: Messe. Baptistengemeinde (Gartenstraße 13). Sonntag, ben 29. September. 11 Uhr: Kinbergottesbienst; 20.30: Prediger Falk. Donnerstag, den 3. Oktober. 20.30 Uhr: Bibelbesprechung; Prediger Lotz. Heuapostolische Gemeinden. händelstraße 1 — Ederstrahe 13. Sonntag, den 29. September. 9.30 Uhr: Gottesdienste; 16: Gottesdienste. Mittwoch, ben 2. Oktober. 20.30 Uhr: Gottesbienste. Christliche Gemeinde (Zu den Mühten 2). Sonntag, ben 29. September. 10 Uhr: Erbauungsstunde; 15) Erntedankfeier; 20.30: Evangelisation. Dienstag, ben 1. Oktober. 20.30 Uhn Bibel- unb Gebetstunde. Evangelische Stadtmission (Läberstraße 14). Sonntag, 29. September. 8.30 Uhr: Morgen-Andacht; 9.45: Sonntagsschule; 20.30: Evangelisationsvortrag Mittwoch, 2. Oktober. 20.30 Uhr: Bibelstunde. Vessentlicher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur In dringenden Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf leit* fon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefov 2500. Aerzte: Frl. Dr. Gürtler, Dr. Ge^er. Zahnarzt: Dr. Breuning. Apotheke: Hirsch-Apotheke._______________ Oie76.Reserve-Division im" XX eltkrieg. Zur Wiedersehensfeier am 28. und 29. September 4935 in Gießen. Zu den ersten Reserve-Divisionen, die nach Abschluß des Bewegungskrieges Ende 1914 aufgestellt wurden, gehört die 76. Reserve-Division. Hervorgegangen aus den aktiven Regimentern des 18. und 11. Armeekorps, wurde die Division im Dezember 1914 auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf in Thüringen zusammengestellt. Die Division setzt sich zusammen aus den Infanterie-Regimentern RJR. 252, 253, 254; den Feldartillerie-Regimentern RFA. 56 und 58, der Res.-Pionier-Kompanie 76 und 77, der Res.-Radfahrer-Komp. 76, der Res.-Kav.-Abteilung 76, der Fernsprech-Abteilung 76, dem Res.-Divisions- Brückentrain 76, dem Res.-Scheinwerferzug 38 und der Res.-Sanitäts-Kompanie 56. Außerdem gehörte zur Division noch ein Feld- und ein Pferde-Lazarett. Schwere Artillerie wurde der Division für die jeweiligen Kampfhandlungen aus den verschiedenen bestehenden Formationen zugeteilt. In den Reihen dieser Regimenter haben in erster Linie die Söhne des Hessen- und Nassauer-Landes, von Thüringen und Westfalen gestanden. Mit lebhafter Freude dürften deshalb die Angehörigen dieser Division in Gießen begrüßt werden, der Stadt, die viele nach Kriegsende zum ersten Male wiedersehen. Der noch lebende erste Divisionskommandeur, Generalleutnant Elfte rmann von Elster, hat im Jahre 1914 die aus dem Füsilier-Regiment 80 und dem Jnf.-Regt. 81 bestehende 42. Jnf.-Brigade der 21. Jnf.-Division geführt. Ihm folgte als zweiter Führer Generalleutnant Freiherr von Quadt, der 1930 der Kameradschaftlichen Vereinigung der Division durch den Tod entrissen wurde. Das Schicksal hat es gefügt, daß die Division auf fast allen Kriegsschauplätzen des Weltkrieges gekämpft hat. Im Winter des Jahres 1914/15 nahm sie im Verbände der 10. Armee an entscheidender Stelle an der Winterschlacht in Masuren teil, die Ostpreußen endgültig vom russischen Joch befreite. Auf der Verfolgung über Suwalki—Augustow schloß sie zuletzt in der Schlacht am Wolkusch den eisernen Ring um die 10. russische Armee. Sie hatte das Glück, die Stäbe des Generalissimus und mehrere Korps- und Divisionsführer gefangen zu nehmen, sowie über 10 000 Russen mit zahlreicher Artillerie zu Gefangenen zu machen. Nach den schweren Kämpfen am Bobr, bei Praßnysz, Krasnopol und den Stellungskämpfen bei Suwalki stand die Division anfangs August 1915 in erster Reihe bei der Erstürmung der Festung Kowno und nahm teil an der stürmischen Verfolgung, die die Russen über Wilna bis nach Smorgon zurückwarf. Die Kampfe um Kowno, August 1915, werden in einem Vortrag des damaligen Führers der Division, Generalleutnant Elstermann von Elster, Sonntag, 29. September, in der Aula der Landesuniversität eingehend behandelt werden. Im November des Jahres 1915 wurde die Division in Kurland eingesetzt und stand in dem weiten Abschnitt der Düna-Front südlich Riga in schweren Abwehrkämpfen an der Aa, bei Kekkau, am Brückenkopf von Uexküll und bei Lenne- waden. Nach langwierigen Stellungskämpfen im Frühjahr und Sommer des Jahres 1916 in diesem Abschnitt erfolgte im August 1916 der Abtransport nach Siebenbürgen, wo die Division mit nur wenig deutschen Divisionen die Offensive der an Zahl weit überlegenen rumänischen Kräfte auffing und nach den Schlachten bei Hermannstadt, am Geisterwald und bei Kronstadt den Feind ins Gebirge zurück warf. Die Gebirgskämpfe am Törzburger Paß gehören zu den glorreichsten Erinnerungen ihrer Re- aimenter. Nach dem großen Durchbruch der Gruppe Kühne am Szurduk-Paß brach die Division neben dem Alpenkorps bei Campolung über das Gebirge in die Ebene der Walachei vor und bereitete Teilen der rumänischen 2. Armee in dem Erdölgebiet von Ploesii—Campina eine vernichtende Niederlage. Nach lebhaften Verfolgungskämpfen ging die Division im Januar 1917 an Putna und Sereth zwischen Foc- sani und Odobesti zum Stellungskrieg über. Bei der Sommeroffensive 1917 gehörte fie 3U^ ftauptan« griffstruppe der 9. Armee in der erbitterten Schlacht bei Marasesti. ro Nach Abschluß des WaffenMstandes mit Rumänien wurde die Division nach Frankreich berufen, wo sie in der „Großen Schlacht in Frankreich im alten Kampfgebiet der 21. Infanterie-Division bei Roye eingesetzt wurde. Unter großen Opfern hielt die Division an der Avre, bei Grivesnes und Mo- reuil den starken Gegenangriffen der Franzosen stand. Nach kurzem Einsatz bei Verdun hatte sie die schweren französischen Angriffe südlich und westlich von Soissons auszuhalten um dann zuletzt bei Grandpre gegen die große Offensive der Amerikaner eingesetzt zu werden. Nach Abschluß des Waffenstillstandes zog sie durch Belgien, die Eifel unb, das Moselgebiet zurück nach Koblenz, wo sie auf besonderen Befehl der Obersten Heeresleitung als Sicherheitstruppe zurückgehalten wurde. Als letzte Division hat sie an dieser Stelle im Dezember 1918 den Rhein überschritten. Treue Kameradschaft und die Erinnerung an die große Zeit hat die Ueberlebenden bisher zusammengehalten und eine Gemeinschaft erstehen lassen, die sämtliche Rgimentsvereinigungen der Division erfaßt. Wenn heute nach Wiedererlangung der Wehrhoheit, die Division zum 7. Male nach dem Weltkrieg eine Wiedersehensfeier veranstaltet, und diese gerade nach der Garnisonstodt Gießen verlegt, so gibt sie damit kund, daß es ihr darauf ankommt, den Zusammenhalt der alten Armee mit der neuen, des Dritten Reiches, Wehrmacht zu pflegen. Die Veranstaltung des Divisionstages sieht für den heutigen Samstag Sitzungen der einzelnen Vereinigungen und der vereinigten Vorstände vor, ferner eine Besprechung der Offiziere. Der Abend vereinigt die Kameraden zur Begrüßung. Für Sonntagvormittag (9 Uhr) ist eine Ge- fallenen-Ehrung am Ehrenmal der 116er vorgesehen. (Siehe heutige Anzeige.) Von 10 bis 11.45 Uhr wird Generalleutnant Elstermann von E l st e r in der Aula der Universität einen Vortrag über „Kowno" halten. Um 15 Uhr findet die Wiedersehensfeier der Divisionskameraden mit Vorführungen der Reichswehr statt. Kreis Schotten. 0 Laubach, 26. Sept. Heute um 13.54 Uhr verließen uns unsere Danziger Gälte wieder, nachdem sie drei Wochen zur Erholung bet uns ge* weilt hatten. Am letzten Abend hatte die N«D. die Scheidenden zu einer Abschiedsfeier in die „Traube geladen, bei der mancherlei Unterhaltung geboten wurde. Das Jungmädellager fang einige Lieder, die Schülerinnen der Steinerfchen Schule boten ernste und heitere Gedicht- und Gesangvorträge ferner Volkstänze mit Ziehharmonikabegleitung. Bürgermeister Högy rief den Gästen einen dichterischen Gruß zu, und Pg. Post brachte em Potpourri Zum Schluß hielt Ortsgruppenamtsleiter Pg. Mönnig eine Ansprache über das segensreiche Wirken der NSV. mit besonderer Würdigung der Wirken der NSV. Ein dreifaches Sieg-eHil auf den Führer, sowie der Gesang des Deutschland- und des Harst-Wessel-Liedes beendeten die Feier. und Wissenschaft. Die Neuordnung in der Reichsfchrlfllumskammer. Den Mitgliedern des Reichsverbandes Deutscher Schriftsteller wurden, nach einem Bericht der DAZ., dieser Tage in Berlin die Gründe bekanntgegeben, die, wie gemeldet, ^zur Ueberführung des Verbann des in die Reichsschrifttumskammer unter Auf- löfung der bisherigen Organisation geführt haben. Keinesfalls ist — wie von einigen voreiligen Gerüchtemachern bereits geraunt wurde — die Auflösung wegen „politischer Unzuverlässigkeit" erfolgt. Sowohl der bisherige Verbandsleiter, Intendant Götz Otto Stoffregen, wie der Geschäftsführer der Reichskulturkammer Hans H i n k e l stellten dies mit aller Betonung fest. Diesen Gerüchten wird im übrigen durch die Berufung Stoffregens in den Präsidialrat der Reichsschrifttumskammer durch Reichsminister Dr. Goebbels am nachdrücklich- ften begegnet. Die Neuordnung erwies sich vielmehr im Zuge der mit dieser Maßregel abgeschlossenen, von langer Hand vorbereiteten Aktion zur Siebung und Sichtung des Bestandes der Reichskulturkammer als notwendig und erfolgte im vollen Einvernehmen mit allen betroffenen Stellen planmäßig nach den Weisungen des Präsidenten. Brasilien-Afrika- Reise mit M.S. »Monte Rosa« Fahrpreis OAE an einschl. voller von RM. Verpflegung 29. Oktober ab —16. Dezember in Hamburg über Ponta Delgada/ Azoren. Pernambuco. Rio de Janeiro. Säo Francisco do Sui (deute sehe Siedlungen). Santos (Säo Paulo). Bahia. Dakac/Scnegal. Casa< blanca (Rabat). Weihnachten im sonnigen Süden 21. Dezember ab — 9. Januar in Hamburg über Casablanca (Rabat). Tenerife. Madeira. Lissabon. Fahrpreis von RM. 170«* an. 2 Reisen nach den Atlantischen Inseln ün Februar und März nächsten Jahres. Kostenlose Au s k uo ft - and Drucksachen durch die ■ * ee ■ amerikanische Dampf« i 14 fl m n U ra ■Sud »chlfffahrt«-Geseil»chaft nUHlUUry V M Hamburg 8 • Holzbrücke 8 Vertretung: Reisebüro Kreger, Seltersweg 89. ab 1. Oktober 54&7D MdemSWmsmIi Itainina im Boifsnao Dienstags von I8V2 bis 20 Uhr Samstags von 19 bis 20l/2 Uhr Der Vorstand. 3hr neuer 3ßppitht)on rfdntich I I Hochstatter > V . IIam brand Helga Schuchhardt erteilt Unterricht in Klavier, Gesang, Ensemble und übernimmt Begleitungen. Diplom des Basler Konservatoriums. 5536 D Mitglied der Reichsmusikkammer Wilhelmstraße41 part. WIESECK Sonntag, den 29. September TAMZ 5533 0 bei Gastwirt Wilhelm Dorfeld Klein-Linden Gasthaus zurDeutschen Eiche I § Wer klug ist und den Pfennig zählt, Persil für weiße Wäsche wählt Brillen liefert für alle Krankenkassen Optiker Biedenkopf Schulstraße 5. 04137 __ — Anzeigen-Aktiengesellschaft Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen u. Zemckintten Gießen / Gchulsiraße 7 WilöetBorttögl am Donnerstag, dem 3. Oktober 1935, abends 8.15 Uhr im Hotel Schütz Bauwirtring AG., Bremen Eigenheim-Schau, Gießen Marktplatz 8 5529 V Volkshalle Gießen Sonntag,den 29. September 1935 TANZ Samstag, den 19. Oktober 1935, abends 8 Uhr Erna Sack die deutsche Nachtigall Herbert Ernst Groh der große Tenor singen ihre Glanzrollen Es spielt das verstärkte Städtische Orchester Gießen Leitung: Kapellmeister Paul Walter Eintrittskarten zu -.60,11.30 und 1.60 Mk. im Vorverkauf: Kreisrundfunkstelle, Seltersweg 77; Radio-Ruhl, Seltersweg 67; Radio-Mecke, Schulstr.5; Rundfunkhaus Aßmann, Ludwigstr.; Radiohaus Kuntzemüller, Seltersw. 52. Ermäß. Karten für RdR.-Mitglieder nur in der Kreisrundfunkstelle. 5513D Kupferkessel fabrizieren als Spezialität mmd Wilhelm Zimmer ß.m.b.H. Abteilung Kupferschmiede Bahnhofstraße 12 - Gießen - Telefon 2072 ■■■" Für Wiederverkauf er besondere Preise! Uniformen für die Wehrmacht JfrCVert nebenSU-C* 5550d Anfang 4 Uhr. Es ladet ein: Franz Rathenow. Drehen Sie von Ihren Kindern einmal einen Schmalfilm 8 oder 16 mm. Den Apparat stelle ich Ihnen kostenlos zur Verfügung, damit Sie mal die herrliche Wirkung des beweglichen Bildes aut der Leinwand sehen können. Auskunft erteilt gerne Ihr Kino- Spezialist 5491 a Photo - Kino Kreuzplatz Vogtsche Privat- | Handelsschule Gießen Aufnahme für das 1 Winterhalbjahr ' in die 1- und ^jährigen i Handelslehrgänge 1 Beginn: 21. Oktober 1 Anmeldungen und Aus- 1 klinkte Goethestraße 32 1 5198 A Jetzt ist es Zeit, sich die prachtvollen neuen Stoffe anzusehen und zu überlegen, welche Neuanschaffung als zweckdienlich und preiswert erscheint Wir bieten an: Einfarbige reinwollene Stoffe in modernen Farben 65/68 cm breit per Meter RM. 1 60,1.40 95/96 cm br., p Mtr. RM. 3.80, 3.25, 3.-, 2.65, 2.50 130 cm breit CloquS (der neue Modestoff) per Meter RM. 7.90. 7.20, 5.85 95 cm breit per Meter RM. 4.50 Schotten 68/70 cm breit... per Meter RM. 2.80, 2.10, 1.85, 1.70, 1.50, 1.45, 1 30 Seidenstoffe in modischen Geweben und Farben Hauptpreislagen: 4.40, 3.85, 3.10, 2.65, 2.40, 2.30,1.95 Mantelstoffe 130 und 140 cm breit RM. 8.40, 6 80, 6 -, 5.-, 4.50, 4.10 Krimmer u. Pelzimitationen in jeder Preislage Hauskleiderstoffe 68 70 cm breit Kleiderkaros ........................... RM. 1.10, 0.90, 0.75, 0.60 68 70 „ „ Kleiderstoff Rhenania (feste haltbare Qualität) RM. 1.10, 1.00 68/70 „ „ Kleider-Veloure (samtweiche mollige Ware) RM. 1.10, 0.96, 0.92, 0.85 68/70 „ „ Waschsamte RM. 1.75, 1 60, 1.40, 1.15 Waschsamte, Lindner Qualitäten RM. 2 80, 2 60 85/90 cm breit Zwirnkleiderstoffe RM. 1.30, 1 25, 1.10, 1 00 80 „ Druckstoffe RM. 0.95, 0 90, 0 80. 0.75 80/85 „ „ Kleider-Lama .......*....... RM. 2.10, 1.90, 1.60, 1.40 HJfaessMaM .INH: WILHClMj HORN UND SOHN Kreuzplatz 15 Fernsprecher 2773 Kreuzplatz 15 -- '■ 5511 A nt.227 Drittes vlati slegener Anzelger (ebenerai=2injeiger sui Vveryessen) Samstag, 28. September 1935 Aus der Provinzialhauptstadt Die Die (Ein* i Fortsetzung Nachdruck verboten! Ausdruck auf M W^npfeCremö 30Pfg. Jfek J.,.*1-11'111-1 Schützt Ihre Haut alle vor- so wundervoll Da quälte sie 9:00,00 9:00,48 9:07,48 9:09,24 9:13,24 9:24,24 9:32,16 9:34,08 9:42,08 9:44,48 10:04,48 nach Gießen. Stafette nimmt folgenden Weg: Mitte Trais-Münzenberg ab bis Ausgang Trais-Münzenberg bis Mufchenheim durch Mufchenheim bis Kloster Arnsburg bis Dori-Gill So ein Hütchen. Kauft sich der Mann einen Hut, so ist das zuerst nur einmal eine Kopfbedeckung, schlecht und recht etwas, womit er den etwa vorhandenen Geist, den wuchernden Haarschopf, die Scheitellinie seiner Erscheinung oder den zunehmenden Mond behütet: ein Hut mit Charakter und Eigenwert wird dieses Ding erst, wenn es öfter im Regen gewaschen, vom Sturm zerzaust, in der Sonne gebleicht und zwischen den Händen zerdrückt und geknüllt wurde. Dann hat es allmählich die „Fasson" erhalten, nach der es „selig" werden kann und die den Wünschen seines Besitzers entspricht. Zu kaufen gibt es so etwas nicht. Es war Gretel Syden, als drehe sich ihr das Herz im Leibe um. Ihr Bruder, ihr geliebter einziger Bruder litt schwer, und er trug sein Leid verschwiegen, dachte nicht daran, sich ihr anzuver* trauen, damit sie ihm tragen helfen konnte. Und sie hätte es doch so gern, jo Übergern getan. Leise suchte sie ihr Zimmer auf, ihr Atem ging gar so bang und schwer. Was für ein Erleben hatte der Bruder draußen in seiner Welt gehabt, daß er so heimgekommen?" Sie trat an eins der breiten Fenster und schaute hinaus in den Park, der sich jetzt ' frühlingsgrün schmückte. Großmama Jutta rief nach ihr. ihrem Gesicht einen gleichmütigen und folgte dem Rufe. daran zu setzen, zu gewinnen oder —" Er brach wieder ab und sie meinte: „Du gewannst letzthin ja oft, es wäre nicht schlimm, wenn du einmal nicht Erster würdest." Er stieß rauh hervor: „Lieber das Genick brechen!" Sie hob entsetzt die Arme. „Pfui, Hans, dergleichen darfst du nicht sagen. Das ist Sünde." Er nahm ihren schmalen Kopf in seine beiden Hände und sein kräftig geschnittenes Gesicht mit dem energischen eckigen Kinn schien weicher zu werden im Ausdruck. „Kleine Gretel, Schwesterchen dummes, was weißt denn du von Sünde! Und nun geh, Gretel, ich möchte mich ein bißchen waschen, die Fahrt hierher war staubig." Sie blickte befremdet. „Aber du hast dich doch schon gewaschen, dein Gesicht ist ja noch ganz kühl und feucht und staubig war's wohl kaum, es hat doch zwei Nächte hindurch tüchtig geregnet/ Sie ging zögernd zur Tür, sie merkte nur zu deutlich, der Bruder, der sich sonst immer über jede Minute des Zusammenseins mit ihr gefreut, wollte sie gern los sein. (9/116) 11.39 Queckborn, 11.50 Grünbery, 11.52 Feier der Gefolgschaft 9 und des Fähnleins 13. Stafette 5 (M. HI. 116) ab Gießen 10.30 Uhr Bannheim—Lud- wigstrahe—Bismarckstraße—Schiffenberger Weg, (13/116) 10.52 Uhr Hausen, 10.56 Uhr Garbenteich, (16/116) 11.15 Uhr Lich, Feier der Gefolgschaft 16 und Fähnlein 8 11.29 Uhr Langsdorf, Feier Fähnlein 15 (11/116) 11.41 Uhr Hungen, Feier Gefolgschaft 11/116 (12/116) 11.49 Uhr, Inheiden, Feier Gefolgschaft 12 und Fähnlein 11 11.57 Uhr Utphe, 12.10 Uhr Unterwiddersheim, Feier Fähnlein 14. Stafette 6 ab Gießen 10.30 Uhr Bannheim — Friedrichstraße — Frankfurter Straße 10.36 Uhr Klein-Linden, Feier der Gefolgschaft 5 und Fähnlein 9 10.47 Uhr Grohen-Linden, Feier der Gefolgschaft 15 10.54 Uhr Leihgestern 11.11 Uhr Lang-Göns, Feier der Gefolgschaft 14 und Fähnlein 6. Stafette 7 ab 10.30 Bannheim, mit Kraftrad 10.45 Watzenborn, Feier der Gefolgschaft 13 und Fähnlein 7. Die Teilnehmer. An den Stafetten sind aktiv beteiligt: 8 Kvaftrad- fahrer, 12 Radfahrer, 1624 Läufer. Es werden 44 Ortschaften durchlaufen und 161 Kilometer zurückgelegt, von je einem Läufer der HI. und des Jungvolks. Es nehmen daran teil: 16 Gefolgschaften und 20 Fähnlein. Außer diesen Stafetten findet am gleichen Tag das Gebietssportfest in Mainz statt, an dem 33 Junggenossen des Bannes 116 teilnehmen. HZ. an die Front. ßine große Werbeaktion.—Ab 13. Oktober Aufnahmesperre. 7. Kapitel. Im Haus am Ritterplatz. Den Ritterplatz umgeben kleine Häuser, die schon dagestanden, als Napoleons Scharen hier ... beigezogen. Auch das Rathaus im Spätbarockstil sah die welschen Soldaten, doch länger, viel länger schon wacht hier das Standbild des riesigen Ritters, nach dem der Platz feinen Namen trage. Es ist eine überlebensgroße, hünenhafte Gestalt, die sehr steif und gerade aufgerichtet vor dem Rathaus steht. Das eckige, unter dem Helmschutz plump vorsprin* gende Gesicht, ist einem Haus gegenüber zugewandt, das die Inschrift trägt: „Goldschmiedemeister Jo- Hannes Hochwald stellt Haus und ehrsam Handwerk unter des Herren Schutz. 1730." Die Ladenklingel zeterte, als Gretel Syden eintrat. Im Verkaufsraum befand sich Bettina Hoch-. wald, sie bediente eben eine Kundin. Sie erwiderte erfreut den Gruß der Freundin und wies nach der Tür, die in ein Zimmer hinter dem Laden führte. Gretel nickte. Sie wußte hier gut Bescheid. Ein paar Minuten später war die Kundin gegangen und Bettina trat in das Zimmer, in dem Gretel auf sie wartete. Ein fester Händedruck wurde gewechselt und dann saßen sich die Freundinnen gegenüber. Bettina war schlank und groß, ihre Züge ein wenig streng, das Haar von silberner Helle, die Augen hellbraun, doch dunkler wirkend in der Um* rahmung langer brauner Wimpern und den Halb- bögen der Brauen. Es war am frühen Nachmittag und Frühlings- sonne lag wie eine goldene Dunstwolke über dem Rltterplatz des alten Rheinstädtchens. „Hans ist gestern angekommen," begann Gretel, und Bettinas immer etwas blasse Züge färbten sich, roeil ihr eine Blutwelle vom Herzen emporjagte bei dem Gebankerf, er war ihr nahe, den sie liebte, der schon der Held ihrer kindlichen Träume gewesen. Aber davon ahnte Gretel Syden nichts — nicht entfernt streifte sie die Idee, Bettina Hochwald könne in Hans etwas anderes sehen als den Bruder der Freundin. Sie bat: „Willst du uns nicht besuchen, Bettina? Du weißt, Hans hört dich so gern fingen und ich glaube, diesmal sollten wir alles tun, es ihm im Schlößchen angenehm zu machen. Er ist nämlich sehr traurig diesmal, wenn er es auch zu Derbergen sucht." Um Bettinas Lippen zog ein kleines Lächeln. „Brauchst doch kein so besorgtes Gesicht zu ma- chen, Gretel, Leute wie dein Bruder haben wohl manchmal im Beruf Merger und damit wird einer wie er bestimmt allein fertig. Aber wenn du glaubst, es freut ihn, will ich gern zu euch kommen." Bettina war nichts erwünschter, als der (Einladung gleich zu folgen. Sie suchte den Vater auf. Er befand sich in der Werkstatt. Er war schmal und grauhaarig, kurzsichtig und von sehr stillem Wesen. Er nickte: „No. türlich, fahr nur gleich mit!" Die Mutter, frisch und derb, hantierte in der Küche. Sie nickte auch- „Natürlich, fahre nur gleich mit!" (Eine halbe Stunde später saß Bettina schon neben der zierlichen Freundin auf dem Jagdwagen, den Gretel selbst lenkte und den ein gut gepflegter Schimmel zog. Erst fuhr man durch Gassen und Gäßchen, dann blinkte der Rhein auf. Schifte schoben sich langsam vorüber, Dampfer hatten es eiliger, und der Früh* lmgshimmel spannte sich droben in so wundervoller Blaue, daß er zu einer Domkuppel wurde In der tiefblauen Kuppel aber strahlte die Sonne wie ein Goldtopas auf das gesegnete rheinische Land nieder. (Fortsetzung folgt!) Der Stasettenlaus durch das Vanngebiet 116. Heute abend um 8.30 Uhr beginnt im ganzen (Baugebiet die große Aktion der Hitler-Jugend, die unter der Parole „HI. an die Front!" steht. 10 000 Signalfeuer flammen auf im weiten Canb, auf die Minute kündet der lohende Brand von Berg zu Berg, von Tal zu Tal, überall, im ganzen Gebiet: HI. steht bereit, H I. an d i e Front! Don Stunde an soll 14 Tage lang die gesamte Oeffentlichkeit im Zeichen der Hitler-Jugend stehen. Die deutsche Jugend wirbt, sie stellt sich der Kritik der Oeffentlichkeit und sie verlangt diese Kritik. Diese deutsche Jugend will zeigen, was sie ist, was sie will und was sie kann. Die Häuser und Heime der HI. stehen offen für jedermann. Besorgte (Elfern, Erzieher der Jugend, die noch Vorurteile in sich Herumtragen, weil sie diese Jugend nicht verstehen können oder — so hoffen wir nach der großen Aktion der Hitler-Iugend — nicht verstehen konnten, sie alle sollen einmal selbst kommen und selbst sehen und sich überzeugen. Da wächst eine Jugend heran, die ernst genommen werden muß, die arbeitet und nicht Organisation „spielt". Eine Jugend, die unvergleichlich da* steht in dem gewaltigen Erneuerungskampf unseres Volkes, dereinst bereit, das zu verteidigen, was mit Blut und Leben errungen wurde. ,^)J. an die Front!" Oer Giafettenlauf am Sonntag. Vom „Großen Feldberg" aus starten die Fahrer der einzelnen Banne mit Motorrad um Punkt 8 Uhr. Der Weg der Fahrer des Bannes 116 führt vom Feldberg über Nieder-Reifenberg, Schmitten, Dorfweil, Brombach, Merzhausen, Ufingen, Ober-Mörlen, Nieder-Mörlen, Steinsurt, Opper- hofen, Rockenberg, Münzenberg, Trais-Münzenberg (Banngrenze^ Von der Banngrenze, wo die Fahrer um 9 Uhr eintreffen, bringen Läufer die Stafette mit der Parole zum Bannheim MeinlooMel Roman von Anny von panhuys I Urheberrechtsschutz Aufwärts-Verlag G. m. b. H., Berlin SW 68. An alle Eltern! An alle Jungen im Gebiet Hessen-Nassau! Vom 29. September bis 13. Oktober führt die Hitler-Jugend Hessen-Nassaus eine große Werbe- und Propagandaaktion durch, in der sie schlicht und phrasenlos der Oeffentlichkeit von dem Umfang und der Größe ihrer Arbeit Rechenschaft ablegen will. Nur die Tat gilt, nur die Tat soll sprechen! Jeder Junge, der auf Grund irgendeiner dunklen Beeinflussung unseren Reihen bisher ferngeblieben ist, soll hier prüfen und verstehen lernen, was das hfiht: HI.! Die anderen aber, denen diese Erkennt- ms zu spät kommt, sollen später nicht unsere Arbeit stören. Die Hitlerjugend verfällt nicht der Anbetung von Zahlen, sondern schätzt nur die ß e i ft u n g und iben charakterlichen Wert des Jungen. Vis zum 13. Oktober kann sich jeder bei uns einreihen. Vom 13. Oktober ab ist die Aufnahme in die HI. des Gebietes Hessen-Nassau auf lange Zeit gesperrt. Heil Hitler! Der kommiss. Führer des Gebietes 13 Hessen-Nafsau. Potthoff, Oberbannführer. Höhenfeuer und Gtafettenläufe. Arn Samstag, 28. September, beginnt innerhalb unferes Gebietsbereiches Hessen-Nassau der große sPropagandaseldzug der Hitler-Jugend. „HI. an die Front!" Eingeleitet wird diese Aktion durch Tausende von Feuern, die von den Bergen, Höhen, auf Plätzen und in Tälern als Fanal der Jugend weithin sichtbar sind! Punkt 20.30 Uhr werden die Feuer zur gleichen Zeit angezündet. Am Sonntagfrüh 8 Uhr wird auf dem Großen Feldderg der Start zu dem großen Stafettenlauf i rfolgen. 51 Motorräder werden den Befehl des Ge* «ietsführers entgegennehmen und bis zu ihrer Banngrenze bringen. Von hier aus wird die Stafette von Läufern zum Bannsitz gebracht und in iiner Kundgebung von dem Bannführer verlesen. Damit ist dann die Werbeaktion in den jeweiligen Bannbereichen eröffnet! Von den Bannsitzen werden dann Radstafetten »en Befehl des Gebietsführers in alle Gefolgfchafts* lereiche bringen. Auch hier wird in feierlicher Weise der Befehl verlesen. Dieser Stafettenlauf stellt Gleichzeitig unsere bisher durchgeführte Ertüchtigung der Jugend unter Beweis 520Q Stafettenläufer werden eine Strecke von 2000 Kilometer zurücklegenk Die Stafette wird unterwegs von Motorrad- und Radfahrern abgelöst, die insgesamt 3200 Kilometer rirückzulegen haben. Diese Stafetten führen durch '•000 Orte unseres Gebietsbereiches, '^rch den hohen Westerwald, Vogelsberg, Kaunus, Spessart, Odenwald und am Rhein entlang mn Worms a. Rh. bis nach Niederlahnftein. Die Krönung dieses Tages ist dann das Gebietssportfest in Mainz, Mo die HI. zeigen wird, wie weit es ihr gelungen ttt, den Jugendtyp zu formen, den der Führer wünscht: wo strahlender Geist sich in herrlichen Kör-1 sern findet. Ansprache des Bannführers. Ausgabe des Befehls an die sieben Stafetten durch den Bannführer und Jungbannführer. Feierliche Flaggenhisjung. Lied: „Vorwärts, vorwärts..." Nach dieser kurzen Feier wird der Befehl durch sieben Stafetten weitergetragen. Stafette 1 (1/116) ab 10.30 Uhr Gießen, Bannheim, Wartweg 19 durch Ludwigstraße— Ludwigsplatz — Gartenstraße—Hitlerwall—Marburger Straße. (10/116) 10.56 Lollar, Feier des Fähnleins 17. 11.05 Staufenberg, 11.07 Ruine Staufenberg, Feier der Gefolgschaft 10/116. Stafette 2 (2/116) ab 10.30 Gießen, Bannheim, Wartweg 19, durch Ludwigstraße—Ludwigsplatz—Gartenstraße Hitlerwall—Marburger Straße—Wiesecker Weg. 10.42 Wieseck, Feier des Fähnleins 5. (6/116) 10.57 Alten-Buseck. (10/116) 11.10 Daubr'mgen, 11.14 Mainzlar. (7/116) 11.29 Treis, Feier des Fähnleins 16; 11.44 Allendorf, 11.51 Londorf, 11.52 Feier der Gefolgschaft 7/116. Stafette 3 (3/116) ab 10.30 Gießen, Bannheim, Wartweg 19 durch Ludwigstraße — Kaiserallee — Dolksyalle (10.38). (6/116) 10.51 Rödgen, 10.59 Großen-Buseck, Feier des Fähnleins 10; 11.12 Beuern. (8/116) Geilshausen, 11.40 Odenhausen, 11.53 Rüd- dingshausen, 11.54 Feier der Gefolgschaft 8/116. Stafette 4 (4/116) ab 10.30 Gießen, Bannheim, Wartweg 19 durch Ludwigstraße—Kaiserallee—Dolkshalle— Grünberger Straße, 10.52 Annerod. (6/116) 11.04 Oppenrod, 11.08 Burkhardsfelden, 11.18 Hattenrod, Feier des Fähnleins 12; 11.28 Harbach. feen schlägt zu hohe Wogen, die rütteln und schütteln die armen Menschlein ordentlich durcheinander, es wird einem davon übel!" 6. Kapitel. Die Schwester möchte helfen. Gretel klopfte an die Tür des Zimmers, das ihr Bruder bewohnte, wenn er gelegentlich heimkehrte zu kurzer Rast. Er mußte ihr Anklopfen überhört haben, ebenso das Oeffnen der Tür. Er saß auf dem Sofa, die Ellbogen stützten sich auf die Knie, während seine Hände zu Fäusten geballt, an den Schläfen lagen. Wie in verkrampftem Zorn starrten seine Augen auf die gegenüberliegende Wand, um seinen Mund aber zuckte es unaufhörlich. Aus tiefem Sinnen emporgerissen, schaute Hans Syden die Schwester fast verständnislos an. Doch im nächsten Augenblick zeigte er völlig beherrschte Züge, die Fäuste hatten sich gelöst. „Wie nett, Gretel, daß du mich gleich besuchst. Setz dich doch zu mir, bitte, und erzähl mir ein bifechen von dir. Wie es dir ergangen seither, ob die brave braune Liesel noch immer so viel Milch gibt und wo sich Tyras versteckt hat, der mir doch sonst immer entgegengesprungen ist..." Das blonde Mädchen setzte sich an des Bruders Seite, erwiderte hastig: „Die braune Liesel gibt noch immer so viel Milch und Tyras ist vor zwei Wochen gestorben. Ganz plötzlich. Er war schon alt, der liebe treue Kerl. Ich habe dir es doch geschrieben. Daß du das nicht einmal weifet!" „Ja, daß ich das nicht einmal weife!" wiederholte er mit sonderbarer Betonung. Wie hätte er an Tyras denken können, wie hätte er überhaupt an etwas denken können, seit Wally Walb gestorben. Die Schwester legte die Arme um seinen Hals. „Großchen Jutta meinte, dich bedrücke etwas und deine Augen sähen aus, als ob sie gemeint hätten." Die Frage war beschwingt von Angst. Er zuckte leicht zusammen, lächelte dann: „Grofe- chen Jutta muß sehr schlecht sehen. Nebenbei bemerkt, würde ich nicht meinen, menn mir roer meife mas geschehen märe." „Aehnliches sagte Grofechen Leonore auch", bestätigte Gretel. Ihr Blick senkte sich in den feinen. „Aber meifet du, Hanslbruder, irgend etroas quält dich doch, es schimmert mas in deinen Augen, das hab ich noch nie darin gesehen und es fällt mir jetzt auf." Er löste ihre Arme sanft von seinem Hals. „Kleines Mädel, du redest Unsinn." Er erhob sich. „Ich merbe acht Tage hier bleiben, solange habe ich Urlaub. Ich bin zur Zeit in unserer Frankfurter Fabrik. Im Sommer gibts längeren Urlaub, dann mill ich nach —" Er schüttelte den Kops „Ich meife noch nicht, mohin ich dann mill. Na, mird sich finden! Im Herbst märten dann Rennen auf mich, große Rennen. Das ist das Schönste, alles • (Ein Mädel mit dickem Zopfkran^ um das paus* hitfige Gesicht brachte gerade den Kaffee, als brau* fei n der langgebefjnte Hupenruf eines Autos er« !:ang, der sich mehrmals rniederholte. .„Das ist der Hans!" rief die Komteß laut und fuok sie freute sich, daß der Bruder wieder einmal h:irnkehrte. Er wußte immer so hübsch und anre- gmb zu erzählen von allem (Erlebten. "Großmama Jutta lächelte: „Unser lieber Junge! t:as ist eine prachtvolle Ueberraschung!" Unb um 6ro6mama Leonores mübe Lippen zuckte es wie tiii Lächeln, als sie leise nachsprach: „Unser lieber 3inge!" IMit bem mehrmals wieberholten Hupenruf p'segte sich Hans von Syben immer anzumelden, mmn er einmal unerwartet hier hereinschneite. Bretel eilte hinaus unb trat bald barauf mit bem Gruber Arm in Arm ein, ber es feinem Mechaniker itib Chauffeur überließ, den Wagen unterzubrin* gm unb fein Gepäck ins Haus zu besorgen. Die Großmamas bekamen je einen Hanbkuß unb büs pausbäckige Möbel, bas nicht baran zu benfen laien, bas Zimmer zu verlassen, erhielt einen festen Etyulterflaps unb trollte sich zufrieben. Für ben l)irrn Grafen wäre sie durchs Feuer gegangen. Ts würbe eine gemütliche Frühstücksstunbe, Hans ; Zahlte kleine Erlebnisse unb bie Zeit verging an* , Siehrn. Hans Syben spielte ben Frohen unb Sorglosen, WO ihm war boch entsetzlich zumute. Nach bem Frühstück wollte er ein wenig ruhen. Großchen Jutta schüttelte ben Kopf. -Du siehst eigentlich gar nicht aus, als ob bu KHebebürfnis hättest, Hans. Eher siehst bu aus, 1 ili ob bu Unruhe unb Zerstreuung herbeisehntest." ’Öans Syben stutzte flüchtig, bann lächelte er. ^Jch habe sogar großes Ruhebebürfnis, Großen Jutta, beshalb kam ich ja außer ber Zeit hier- I r ins Waldschlößchen." Sr verließ bas Zimmer unb leise sagte Jutta von h:ben hinter ihm her: „Es ist mir erst zuletzt auf» fallen, unseren Hans bedrückt etwas. Seine ^erze haben keine Frische unb wenn ihr vielleicht Ml) barüber lacht, seine Augen sahen beinahe i i, als ob sie geweint hätten. ^rofemama Leonore, die Baronin von Rottfeld, ^Ä)te ein überlegenes Gesicht ^und brachte bie von niet gebrauchte Weisheit vor: „Das Leben brau* nicht lange zu wirken. (Er muß sich vor Sonne, Winb unb Regen hüten, benn sie Derberben ihn, sie untergraben sein An-, sie oerpsuschen sein Aussehen. Sein Nachfolger wartet schon, um ihn zu verhöhnen unb „alt" zu nennen, wo er boch kaum ein paar Wochen ober Monate hinter sich gebracht unb als das „Neueste" gelebt hat. Er steht im Dienste ber herrischsten Frau, bie sich von heute auf morgen eines anberen besinnen kann. Und die bas auch tut, wie jenem „Fischer syne Fru" in bem Märchen. Unb jetzt ist ber Damenhut „so ein Hütchen"; keck, verbogen unb zerknüllt, man könnte ihn für bas Traumbild des Ideals von einem zünftigen Männerhut halten. Er hat gar eine Gamsfeber oder einen Adlerbart, hat einen kühn geschwungenen Rand (oder vielmehr ein Rändchen) als Ablauf für den Regen und eine Kerbe von solchem Schwung und solch vorgeschrittener Zerknüllung, daß ein jeder Männerhut ihn darum beneiden könnte. Und das alles hat er ohne Regen, ohne Sonne, ohne Wind, ohne zerknäulende Faust, hat er von Geburt und Anfang an aus den kunstvollen Händen der Putzmacherinnen, denen die formenden Kräfte aller Naturelemente wohl von einem gütigen, voraus» schauenden Schicksal um deswillen gegeben sind, damit unsere liebwerten Frauen von Anbeginn an genießen können, was wir Männer uns nur mit großer Geduld, nach längerer Zeit unb unter Mithilfe formenber Naturereignisse erwerben können. Es lebe bas Hütchen! (Bis auf weiteres). Wir bis Grüningen durch Grüningen bis Steinberg durch Steinberg Ankunft Bannheim Gießen _________ —- Stafette endigt vor dem Bannheim in Gießen (Wartweg). Der Bannführkr und Jungbannführer entnehmen aus den Händen der Läufer den Befehl des Gebietsführers, der vorgelesen wird. Es folgt die feierliche Flagaenhissung. Der Feier Lohnen Vertreter der Partei, SA., SS., der staatlichen unb stäbtischen Behörden bei. (Eingelaben sind die Eltern unb Freunde ber Jugend unb die gesamte ~ wohnerschaft. Programm für die Zeier vor dem Bannheim 116. Lied: „Ein junges Volk steht auf." Verlesung des Befehls des Gebietsführers. Doch zu solchem Prozeß gehören Geduld und Zeit; die Entwicklung von der Kopfbedeckung zum Hut geht stetig und langsam und erstreckt sich auf Monate, manchmal gar auf Jahre. Es gehört schon etwas dazu, ein richtiger, selbstsicherer Männerhut zu werden. Man wird nicht einfach dazu geboren; selbst in der besten Presserei nicht; man muß sich auf dem Kopf und in der Hand eines daran interessierten Mannes erst dazu entwickeln. Aber wie anders ist bas Schicksal eines F rauen h u t e s ! Er wirb schon beim ersten Probuk* tionsgang zu seiner wahren Bestimmung geboren; denn er hat ja keine Zeit, er spürt, wie es hinter ihm nadjbrängt, um ihn zu Derbrängen, er ist wie ein Käfer, ber nur einen Frühling, wie ein Schmetterling, ber nur einen Sommer, wie eine Blume, die nur einen Herbst, wie ber Schnee, ber nur einen Winter lebt. (Er muß kommen unb fertig I fein. Er muß auf bem Kops sitzen unb seine Wir- kung non ber ersten Sefunbe an tun, benn er hat | Die des dem wurden dem Angeklagten sämtliche Kosten Landkreis Gießen. als Sohn des damaligen fürstlichen Gutsverwalters Hr. Christian Erb und seiner Ehefrau Anna Elise geb. Horn, geboren. Nach Besuch der hiesigen Präparandenanstalt und des Lehrerseminars in Friedberg fand er nach bestandenem Examen seine erste Verwendung an der Volksschule in Ilbeshausen, kam dann als Lehrer nach Ober-Bessingen und schließlich, wie bereits erwähnt, am 2. Oktober 1905 nach Lich. Don brr Buhbach—Licher-Eisenbahn. damalige evangelische Kirchengemeindevertretung, im Jahr 1919 in den Kirchenvorstand gewählt, dessen ausführendes weltliches Mitglied er seit 1930 ist und den er seit 1919 auch in der Dekanatssynode des evangelischen Dekanats Hungen als Abgeordneter vertreten hat. Im Vorstand des Verkehrs- und Derschönerungsvereins arbeitet er a der Förderung der Verkehrsinteressen von Lich ei rig mit, die Pflege des Heimatsinns läßt er sich als Ortsringführer von „Volkstum und Heimat" und als Mitglied des Vorstands des DHC. besonders angelegen sein. So werden weite Kreise unserer Bevölkerung und besonders viele seiner ehemaligen und jetzigen Schüler und Schülerinnen, die mit großer Verehrung an dem beliebten Erzieher unserer Jugend hängen, freudig Anteil an seinem Dienstjubiläum nehmen und ihm herzliche Wünsche für sein ferneres Wohlergehen überbringen. Rektor Erb wurde am 9. August 1870 in Lich Während der Winterfahrplan der Reichseisenbahn große Verkehrsverbesserungen und günstige Reise- möglichkeiten bringt, ist der Zugverkehr auf der Strecke Li ch—G rünberg für die reisende Bevölkerung fast wertlos geworden. Das zeigt sich auch darin, daß die Züge kaum b e - f e tzt sind. Neben den Kraftwagen, die die Streckengemeinde M ü n st e r überhaupt nicht berücksichtigen, * hnhun mir nur einen Hua von Lick nack Grün» Gießener Tvochenmarktprelse. * G i e ß e n, 28. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,50 bis 1,55 Mark, Landbutter (deutsche) 1,42, Kochbutter 1,25 bis 1,30 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (bulgarische) 11, (inländische) Klasse B 12, C 11, ungezeichnete 10 bis 11, Wirsing, das Pfund 8 bis 10, Weißkraut 6 bis 10, Rotkraut 8 bis 12, Gelbe Rüben 7 bis 10, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 6 bis 10, Bohnen (grün) 18 bis 25, (gelb) 20 bis 25, Unterkohlrabi 5 bis 6, Erbsen 25 bis 30, Feldsalat 90 Pf. bis 1 Mark, Tomaten 10 bis 20 Pf., Zwiebeln 10, Meerrettich 35 bis 80, Kürbis 5 bis 6, Pilze 30 bis 40, Kartoffeln 4 Pf., der Zentner 3,20 bis 3,40 Mark, Frühäpfel, das Pfund 10 bis 20 Pf., Falläpfel 5 bis 6, Pfirsiche (deutsche) 38, (italienische) 50, Brombeeren 40 bis 45, Preisei- adio • Photo 463'0 ——1®! Seltersweg «’ |UHI Telephon 3lN Sportamt „Kraft durch Freude". heute folgende Kurse: Leichtathletik: Von 17 bis 19 Uhr, für Frauen und Männer, Universitätssportplatz. Tennis am Sonntag: Von 8 bis 9 und 9 bis 10 Uhr, städtische Tennisplätze am Schützenhaus. Gesangskonzert in der Volkshalle. Für Samstag, 19. Oktober, steht der Bevölkerung unserer Stadt und des Kreises ein bedeutsames künstlerisches Erlebnis bevor. Die Koloratursängerin Frau Erna Sack von der Dresdener Staatsoper und der Tenor Herbert Groh, der vielen Hörern des Rundfunks gut bekannt ist, geben in der Volks- halle ein Gastspiel. Die Künstler werden die Zuhörer mit Interpretationen ihrer Glanzrollen erfreuen. Die musikalische Umrahmung des Abends hat das verstärkte städtische Orchester Gießen unter Leitung von Kapellmeister Paul Walter übernommen. Durch die Benutzung der neuen Verstärkeranlage und durch Anbringung einer guten Bühnenbeleuchtung wird von allen Plätzen aus alles gut zu hören sein. Veranstalter des Abends ist der Reichsverband Deutscher Rundfunkteilnehmer, Kreisgruppe Gießen. Auf die heutige Anzeige fei besonders aufmerksam gemacht. Verfahrens auferlegt. _ ,,. In der Urteilsbegründung führte das Gericht aus, daß mit aller Schärfe gegen derartige Kraftfahrer, die im Bewußtsein ihrer überragenden Kraft durch den Verkehr rasen, vorgegangen werden muß. Oberhessen. 30 Jahre im Licher Schuldienst. beeren 40 bis 45, Birnen 10 bis 25 Zw-t,ch-n 10 bis 12, Nüsse 35 bis 45, lunge Hahne 80 bis 90, Suppenhühner 70, Gänse 80 bis 85, Enten 80, Tauben das Stück 50 bis 55, Blumenkohl 10 bis 50, Salat 5 bis 12, Salatgurken 5 bis 20 E-nrnach- wollen uns dieses Modell (ehe es wieder verfchwin- det) recht gut ansehen und wollen unsere Manner- hüte sich daran ein vollendetes Vorbild nehmen lassen. Aus parteiamtlichenBekanntmachungen Ortsgruppe Gießen-Nord des Dolkswohlfahrt gibt bekannt, _I'aaeskalender f ü r Samstag: NSG. Kraft durch Freude" 17 bis 19 Uhr Leichtathletik auf dem Universitätssportplatz am Kugelberg. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: "Aniphitryon . — Taqeskalender für Sonntag: NSG. Kraft durch Freude": 8 bis 9 Uhr und 9 bis 10 Uhr Tennis auf den Städtischen Tennisplätzen am Schützenhaus. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße. „Amphitryon". - Schulerkreis von Clare Schlesier-Altmann: 10.30 Uhr Bach-Handel-Feier, Goethestraße 63. — 76. Reserve-Division: 7. Dwi- sionstaa. 9 Uhr am Denkmal (Landgraf-Philipp- Platz) Gedenkfeier für die Gefallenen. Amtes für V o l k s w o hl f ahr t gibt oeranni, daß diejenigen Volksgenossen, die das Winterhilfswerk in Anspruch nehmen müssen, ihren entsprechen- den Antrag in letzter Frist heute abend m der Zeit von 19 bis 22 Uhr tn der Geschäftsstelle einzureichen haben. Später eingehende Anträge kon- nen nicht mehr berücksichtigt werden. Auch die Ortsgruppe Gl eß en-Ost der NSV. macht darauf aufmerksam, daß notleidende Volksgenossen, die durch das Winterhilfswerk 1935/36 unterstützt zu werden wünschen und einen dement- sprechenden Antrag noch nicht gestellt haben, bis zum 1. Oktober in der Geschäftsstelle, Kal erallee 52, werktags von 17 bis 19 Uhr, vorsprechen sollen. Belege über Arbeitsverdienst, Unterstützungen, Menten und Mieten sind mitzubrignen. * * Silberne Hochzeit. Am morgigen Sonntag, 29. September, können der Postsekretär Karl Rau und Frau Anna, geborene Speyer, Liebig- straße 105 wohnhaft, das Fest der Silbernen Hochzeit begehen. * * Rindviehmarkt in Gießen. Am nächsten Dienstag findet in Gießen Rindoieh-(Nutzvieh-) Markt statt. (Siehe heutige Bekanntmachung.) * * Lieferungsvergebung. Das städtische Hoch- und Tiefbauamt schreibt in unserem heutigen Anzeigenteil di? Lieferung von einem Waggon Ka- nalgußmaterial für den städtischen Kanalbetrieb aus. Interessenten seien besonders darauf hingewiesen. * * Der Wochenmarkt beginnt vom nächsten Dienstag ab um 8 Uhr und endet um 14 Uhr. ** Straßensperre. Wegen Ausführung von Kanalbauarbeiten wird der Feldweg unterhalb des Philosophenwaldes vom nächsten Querweg südlich des Philosophenwaldes bis zum Philosophenweg vom 27. September ab auf die Dauer von drei Wochen für den gesamten Fahrzeugverkehr polizeilich gesperrt. Die aufgestellten Sperr- und Umlei- tungsschilder sind zu beachten. Amtsgericht Gießen. z A l t e n - B u ( e ck , 27. Sept. Bei der gestrigen Obstversteigerung der Gemeinde und der Freiherri. v. Räbenauschen Gärten wurden verhäü- nisrnäßig hohe Preise erzielt. Obwohl m Anbetracht des knappen Behanges die Zahl der auswärtigen Käufer in diesem Jahr l-hr gering war, stellte der Preis der Tafeläpfel auf 8 bis 10 Mark, Wirt chaftsäpfel 6 bis 8 Mark, Zwetfchen 5 bis 6 Mark pro Zentner. Die zur Zeit in vollem Gonge befindliche Kartoffelernte verspricht em gutes Durchschnittsergebnis. . . . yÖd II ar, 27. Sept. Dieser Tage fand tn Der „Bergschenke" eine Versammlung des Bezirks Lollar und der Arbeitsgemeinschaft „Volksschule des NSLB. statt. Der Bezirksvorsitzende Lehrer Emmel (Staufenberg), gab zunächst verschiedene Mitteilungen bekannt. Anschließend wurde tue Arbeitsgemeinschaft „Volksschule" von ihrem Setter, Lehrer Eberle (Lollar), eröffnet. Im Mittelpunkt stand ein Vortrag von Lehrer Henkel (Daubrm- gen), über „Ortsgeschichte", der sehr interessant wat und beifällig ausgenommen wurde. — Am 26. W tember vollendete Frau Margarethe Fuchs Wwc., geb. Schlapp, ihr 7 0. Lebensjahr. * Hattenrod, 27. Sept. Alter Sitte folgend wurde um Michaelis (29. September) in unserer Gemeinde stets das K i r ch w e i h f e st gefeiert In Diesem Jahre fällt diese F e i e r w e g. Der Grund । folgender: In unserem kleinen Dorfe hat im Lauft der jetzt zu Ende gehenden neun Monate des Jaym 1935 der Tod eine große Ernte gehalten. Elf ®er ft o r b e n e mußten begraben werden in einer meinbe von etwas über 400 Seelen. Da sind (w den Häusern, aus denen die Dahingeschiedenen M Friedhof getragen werden mußten, noch viele po milien aus dem Verwandtenkreis in Trauer verles'- worden, so daß erklärlicherweise keine Lust zur RH" mesfeier vorhanden ist. * Ettingshausen, 27. Sept. Die otta ßenherstellungsarbeiten in unserer naye- ren Umgegend (Grünberg—Mücke und ®rünberg-~ Londorf) haben für unsere Steinbrüche v i eu Arbeit geschaffen. Vom frühen Morgen bis jujj späten Abend holen Kraftlastwagen die Steine Y" ab und fahren sie zu den Baustellen. Daß boDura auch eine größere Anzahl Volksgenossen lohnet Arbeit fand, ist besonders erfreulich. D Grüningen, 27.Sevt. Die NS.-Fraue m schäft kochte im Laufe dieser Woche z w e i K e> sei Honig für das W i n t e r h i l f s w el , Die Gemeinde stellte die Birnen ünd Zvrelscy. zur Verfügung. Eine beträchtliche Menge> Ho l konnte der Kreisführung des WHW. zum «bno • bereitgestellt werden. — Unser Turnverein v*' am Sonntag Jein diesjähriges A b turnen Nachmittags bewegte sich ein stattlicher FostZ"^ ter Vorantritt einer Musikkapelle durch die v straßen. In der Turnhalle folgte dann das Tur,- wobei beachtenswerte Leistungen gezeigt wUA\ Am Abend versammelten sich die Turner fcor« itnh zurück Dieser wartet ht Grünberg d°?4g a^Mch-n °b und erreicht nicht mehr den Ansthluß an den 14.26 non L i ch nach Grehen aebenden Zug der Strecke G-lnhaus-n-Gi-ben, jo UwMen °n.standensmd,^i° wnntedch guten Willen zeigte. Das Tempo des Zuges brauchte ^Ür etwas b-fchieunigt zu werden,. »nb ber tangere Lakvmatwe Waste" nimmt mü&te ®“ N'.S»L -*£ “KÄ» halt ben die Lokomotive von 1^0 ^hr ab wieder dort hat, ehe der Zug nach Butzbach, vei» teriäbrt könnte der Wasseroorrat ergänzt werten. Dann müßte das notwendige Rangieren auf dm Bahnhöfen bei der Hinfahrt nach Grunberg so vor- bereitet sein bah es bei der Rückfahrt mcht tang. aufhält Das ist möglich, da der Zug eben m Ortu b°/g über eineinhalb Stunden Aufenthalt hat. Wo ein Wille ist, da ist auch ein ffieg. . Das gilt auch von der Herabsetzung oer Preise. Es war bei der letzten Hauptversammlung in Buüback zugesagt worden, eine Prüfung der Prelle zu veranstalten. Für e l f K i l o m e t e r wer- den hier noch 7 0 Pfennig bezahlt, für k na pp neun Kilometer 60 P f.e n n i g ! Ganz besonders warten aber die Schuler unb A r ü “'S -»ä ^Lg7ben^w°'r?en/"da ‘ L ArbLlr,"'^°taPüber In be/w W t acken und warm zur Arbeitsstätte kommt. Den Rückweg kann er schon eher zu Fuß machen, weil er ja dann nach Hause und an den warmen Ofen kommt. Es ist auch g°r nicht °mzufehen, Eun^bie oben angeregte Einrichtung — auch dieser -öor fditaa war auf der Hauptversammlung gemacht Len und sollte geprüft werden - nicht verwirklicht werden konnte. Eisenbahn; u g und Kr ast wagen laufen fast unbesetzt von Lich bis Grünberg. Da müßte man doch dankbar sein, wenn man wenigstens -ine - »en« auch kleiner« — Einnahme täglich hatte, statt eines Leerlaufs IN mehr als einer Beziehung. Zwei Autounfälle bei Schotten. » S ch ° t t e n, 27. Sept. Gestern ereignete sich auf der Straße nach Götzen ein schwerer V er- f e b r s u n f a 11. Ein Lastkraftwagen, der für den Bau der Oberwaldstrahe schwer mit Steinen beladen war kam plötzlich von der Betondecke auf das weiche Bankett. Der Wagen, den der Chauffeur nicht mehr nnhnlten konnte stürzte die fünf Meter hohe Böschung hinab, wobei er sich überschlug. Während es dem ^Beifahrer Reinhard gelange aus dem Wagen zu springen ohne erhebliche Verletzungen zu erleiden o mutzte der Kraftwagenfuhrer Heinrich Kirchner, ebenfalls von hier, mit schweren mne- ren Verletzungen in das hiesige Krankenhaus gebracht werden. — Ein weiterer Auto Unfall er. eignete sich heute auf der Straße na ch R e b geshain. Ein Personenkraftwagen, ber mit Drei Personen besetzt war unb sich auf ber oon Dortmund nach Leipzig befand, genet plötzlich an einen Baum. Der Kraftwagenfuhrer hatte auf Den Zuruf seines Vaters plötzlich halten wollen wobei aber der Wagen ins Schleudern geriet. wurden sämtlich verletzt. Der Wagen mußte, /chwer- beschädigt, abgeschleppt werden. Mittelrheinische Chirurgentagung in Gießen. Die Mittelrheinische Chirurgen-DereiniNng halt unter dem Vorsitz von Prof. Dr. A. W. (Gießen) in der Zeit vom 27. bis 29. September in Gießen eine Tagung ab, auf deren Tagesordnung etwa 40 Vorträge über Fachthemen stehen. Das Hauptreferat über „Die diagnostische Bewertung der Rückenschmerzen" wird von dem Chirurgen Pros Dr. Ni essen (Frankfurt a. M^) und dem Gynäkologen Prof. Dr. v. I a f At e (Qiefeen) ge- halten. Im Anschluß an die offizielle Tagung findet ein Besuch Bad-Nauheims statt. Vorhang aus! Lrtte Spielwoche der Mnlerspielzett 1935/36 ' F im Sladtlhealer. Aus dem Büro des Gießener Stadttheaters wird uns geschrieben: Die Winterspielzeit 1935/36 beginnt am Dienstag, 1. Oktober, 20 Uhr mit einer Neuinszenierung des Schauspiels „Der Prinz von Homburg' von Heinrich von Kleist; die Spielleitung führt der Intendant. Den weihevollen Auftakt des Abends bringt die Ouvertüre zu „(Soriolan" von Beethoven, gespielt vom Städtischen Orchester unter Leitung von Kapellmeister Paul Walter. Dann wird Jrcken- bant Hermann S ch u l tz e - G r i e s h e i m das Wort ergreifen zu einer kurzen Ansprache. Anschließend als Festoorstellung Kleists „Prinz von Homburg Ende nach 23 Uhr. Der Eröffnungsabend ist zugleich die 1. Vorstellung im Dienstagsabonnement. Am Mittwoch, 2. Oktober, bringt der Spielplan die Erstausführung des köstlichen Lustspiels: „Hau — ruck" von Paul Vulpius und Ralph Arthur Roberts. Der fröhliche Arbeitsruf „Hau — ruck wird zum Motiv einer heiteren und draufgangen- schen Zeitkomödie. Spielleitung hat Kurt Lupke. Die Vorstellung beginnt 19.30 Uhr und ist die 1. Vorstellung im Mittwochabonnement. EUde 21.45 ^Mit Spannung wird in Gießen am Freitag, '4. Oktober, die erste Opernaufführung des neugegründeten eigenen Opernensembles erwartet. Die Sängerinnen und Sänger stellen sich in Mozarts komischer Oper: „Cosi fan tutte" erstmalig dem Gießener Publikum vor. Die musikalische Leitung hat Kapellmeister Paul Walter, während die Spielleitung bei Paul Wrede liegt. Der Opern- abend dauert von 20 bis 22.30 Uhr und eröffnet als 1. Vorstellung im Freitagsabonnement die Dor- -/. Lich, 27.Sept. Am nächsten Dienstag, 2. Ok- tober, sind es dreißig Jahre her, daß der von dem damaligen Patron, Fürst Karl zu Solms-Hohen- solms-Lich, präsentierte und von ber Regierung bestätigte Lehrer Ludwig Erb im Dienst der Licher Volksschule steht. Durch sein hervorragendes pädagogisches Talent, sein gründliches Wissen, seine Verbundenheit mit seiner Vaterstadt und seinen Mitarbeitern hat er sich in diesen drei Jahrzehnten um die Förderung des hiesigen Schul- wesens große Verdienste erworben. Nach Der Pensionierung des im Jahr 1926 verstorbenen Rektors Christian Roth wurde Lehrer E r b in demselben Jahre zum Rektor an der Licher Schule ernannt und steht diesem Amt in vorbildlicher Treue und unermüdlichem Wirken vor. In vielen Ehrenämtern, in die er durch das Vertrauen seiner Behörde und seiner Mitbürger berufen wurde, hat er seine Zeit, Kraft und Gaben in den Dienst der Allgemeinheit gestellt. So gehört er seit 1919 dem Stadtvorstand an und hat in manchem Ausstoß zum Wohl der Gemeinde selbstlos mitgearbeitet. Im Jahr 1913 wurde er in die Das Theater rüst! Aufruf des Oberbürgermeisters an die Bürgerschaft! Gießener Bürger! wer vor dem schönen Bau des Stadttheaters sieht, kann die mahnende lleber- Lin Denkmal bürgerlichen Gemeinsinns" hüten Mehr und mehr hebt sich schars umrissen die besondere Ausgabe ab, die in einer 5eif des Wiederaufbaus deutscher Kulturpolitik besonders dem Theater zusallt: Mittler und Träger unseres Kulturlebens zu se.n Das neue Deutschland verlangt von jedem Theater, das (Bebantenguf national- ioiiatisiischcr Weltanschauung in den unvergänglichen Werken unserer Dichter und Komvonisien zu pflegen, aber auch in enger Anlehnung an die Gegenwart neuen unb iunaen Dichtern ben weg zum Volke zu bereiten. Das Stabttheater Giehen wenbet K9in bÄa.tuug seines Spielp.ans getreu ber Parole: „Lin Denkmal bürger- liehen Gemeinsinns- an alle deutschen Volksgenossen. cebenbiaes Theater aus beutschem Geist können wir aber nur sein.wenn die Grundlage solch verantwortungsbewuhter Pflicht durch einen grohen fixeis i f Theaterbesucher geschaffen wird. Viele gehören bereits zu uns, aber nod) mancher sieht fern. Wenn das Theater Pflichten hat gegenüber Volk und Staat, dann hat es auch das Recht, von jedem Bürger die Unterstühung zu fordern, der es zur Durch- führung seines Kulturprogramms unbedingt bedarf. Möge die Giehener Bevölkerung ihrer Pf licht nachkommen durch einmütiges Bekenntnis zu ihrem Theater, zum Theater ihrer Vater -und Heimatstadt Gießen. richte daber an alle Gießener Einwohner den mahnenden Rus und die heriliche Bitt°: Z e der Volksgenosse beweise durch seine Anteilnahme am Theatcrleben s r o h e B e j a h u n g und den willen zum endgültigen Wiederaufbau deutscher Kultur, werdet regelmäßige Theaterbesucher durch Lr- Werbung eines festen Abonnements oder eines Wahlabonnements bzw. durch die Mitgliedjchast der RS.-Kulturgemeinde (Ring „Deutsche Buhne )! Gießen muh der kulturelle Mittelpunkt der Provinz Oberhessen bleiben, weit über unsere Stadt hinaus muh die Kunde bringen vom Sladtlhealer Giehen. Alle müssen mithelsen! Dir brauchen jeden! Zeder Gießener Bürger für sein Theater! Dann wird das Stadttheater Gießen wieder wie vor mehr als einem Viertel- i h h „Ein Denkmal bürgerlichen Gemeinsinns! Ritter, Oberbürgermeister. Der Angeklagte A. E. D. in Gießen fuhr am 13. April mit einem Lastkraftwagen Die Marburger Straße in Richtung Stadt in übermäßiger Geschwin» digkeit unb ohne die rechte Straßenseite einzuhalten, so daß ber Wagen schleuderte und ein ihm entgegenkommender Personenkraftwagen, ber die rechte Straßenseite in seiner Fahrtrichtung befuhr, noch weiter nach rechts gedrängt wurde und dadurch auf einen auf dieser Seite stehenden Holzwagen auffuhr. Durch Strafbefehl des Amtsgerichts Gießen erhielt der Angeklagte eine Geldstrafe von 25Mark, Hilfsweise 5 Tage Hast, auferlegt. Zn der auf seinen Einspruch gestern geführten Hauptverhandlung gab der Angeklagte zu, ca. 50 Kilometer Fahrtgeschwindigkeit gehabt zu haben. Das Gericht verurteilte den Angeklagten an Stelle der im Strafbefehl ausgesprochenen Strafe zu vierzig Mark Geldstrafe, die im Nichtzahlungs- igememve jji uh |ic l uueiyuuyi ihwi;u«uu|iuhIMu1( falle mit acht Tagen Haft zu verbüßen ist. Außer-'haben wir nur einen Zug von Lich nach Gruw stellungen des Freitags. . Samstag, 5. Oktober, unb Montag, Oktober, finden jeweils von 20 bis 22.30 Uhr die ersten , hj ... toaiaraurien o ui» w, ^uunuur Wieberholungen des Schauspiels: -'^er Prinz von I . .. n Endivien 5 bis 10, Oberkohlrabi Homburg" statt als geschlossene Borstellungen fu g • Sellerie 10 bis 40, Rettich SSBÄÄtt -sttt*«*.**•*•* langen findet kein Kartenverkauf statt. vornollzen. Sonntag, 6. Oktober, kommt vormittags 11 Uhr als 1. geschlossene Vorstellung für die HI. und BDM. eine Wiederholung des „Prinzen von Homburg" zur Aufführung. Abends findet in Anwesenheit des Dichters die erste Uraufführung dieser Spielzeit statt. Im Hinblick auf die Feier des Tages als Erntedankfest kommt unter ber Spielleitung von Intendant Schultze-Griesheim das lustige Volksstück „Holzappel" des hessischen Dichters H. A. Weber zur Uraufführung. Ein lebendiges Stück,' voll herzlichen Humors unb kräftiger Urwüchsigkeit, eine Handlung voll saftiger Lebensfülle und landschaftlicher Verbundenheit. Der schönste Dank der Stadt an bas Lanb zu Ehren bes Erntebank, festes. Spieldauer von 20 bis 22.15 Uhr. <0 5 ♦. s in Ll1 ab bei. W tDerb>n. n °us biR erg jo ü0!, langt J tn (Brün. llt hat. 5ö0 jun0 her ersammluno rufung bei ter wer. [Ur tnapp 'T°uz be- ld 21 rbei. Hen- unb d.,und dotz Zufahrt irtmöglichkeil wichtig, daf jabrit steh« kommt. Den machen, toeü Mimen Oft- h warum di! dieser Don ung gemacht nicht verwirf 9 und Kraft on Lich bii dankbar (eil auch klein«! Leerlauft h choiten. lignete sich ot* erer Bei- 1, der für te feinen belobe auf das mich! eur nicht mch eter hohe S z. Während ß ng, aus d«s Verletzungen zu ■ ihrer fjeinnj schweren» ankenhaus zr- . : 0 u n | a U ec > nach 1, her mit drei )er Fahi! M et plötzlich c batte aus k vollen, öl .c ÜlflhmflfrflilW RM. 115,— gegen Barzahlung. lllUIJlUUlUJlUl Weltmarke, fabrikneu, volle Gar. -auch auf Tcilxalil., wöchentl. Mk. 1.50 mit enttvr. Aufschlag. l.Rate November, Lieferung sofort frei iHaus ohne Anzahlung. Altmaschine in Zahlung. io4i:8 A. DöU Seltersweg 55, Seitenbau lHof). Fußball-Ergebnisse der Bezirksklasse. Sinn—Watzenborn-Steinberg; loanen- MlNülWlj abAugeb, Bestell, erb. wir v Bostk. DampfsägewerkLollar B.Nuhnfi.G.,Lollar. Wirklich I03552 geschmackvolle Malerarbeit Ludwig Teeg, Asterweg 68. sei der leinbe unb ln \ wurden W- hl in W der auswärtig war, | 10 >n 5 bis 65^ m Oanae bir- ächt em p I des Sei1;, |°ftE ! d «uid-1»; on H«“ ?' gm entel* gr interefla« “ _ Am » h-Fuchs- af)^ Iter Säte 1er) in * ■ st gefeiert v Aer @r< orfe h°t'^ vtonatede^ halten. E •rbenin^ len Da F je und M einbr^l n « Ä ftW Ne V; BÄLe'Ji 00 Gambach, 27. Sept. Die Gesamtbau. summe für unsere im vergangenen Jahr im Innern wiederhergestellte Kirche betrug 8900 Mark. An freiwilligen Spenden sind innerhalb Jahres- frist fast 8000 Mark aufgebracht worden. Eine Kollekte am diesjährigen Kirchweih-Sonntag, die für diesen Zweck bestimmt war, ergab den Betrag von 114,50 Mark. Es verbleibt nun noch ein Rest von 800 Mark zu decken. Unsere etwas über 1400 Seelen zählende evangelische Gemeinde hat hiermit ihre Opferbereitschaft und ihre Liebe zu ihrer Heimat- kirche in reichem Maße bewiesen. — Seit kurzer Zeit haben wir in unserer Gemeinde eine K l e i n - Kinde r s ch u l e, die im evangelischen Vereinshaus untergebracht werden konnte. Fräulein Hiller ist die Leiterin des Kindergartens. Sie erfreut sich bei ihren Schützlingen und deren Eltern großer Beliebtheit. Am nächsten Sonntag wird im evangelischen Vereinshaus eine Eröffnungsfeier stattfinden. — Die seit einiger Zeit verwaiste ^oliaeibie- nerstelle ist dem Schreiner Heinrich Hoff- mann übertragen worden. Die beiden hiesigen Jakob Wächter und Tobias nerinnen mit vielen Gästen und verbrachten bei $ Tanz und weiteren turnerischen Vorführungen ! einige frohe Stunden. + Grünberg, 27. Sept. In dieser Woche 1 fanden hier Ob st ver st eigerungen statt. Bei 1 der Versteigerung des städtischen Obstes am Mitt- < woch wurden im allgemeinen gute Preise erzielt. 1 Rein zahlenmäßig zeigte dies schon der Gesamt- : erlös, der 931 Mark betrug, gegenüber 1120 Mark in 1934, trotzdem die diesjährige Ernte weit geringer war, als die vorjährige. Weit höher lagen dagegen die Preise bei den am Donnerstag und Frei- tag abgehaltenen Versteigerungen an den vier von hier ausgehenden Provinzialstraßen. Freilich kam auch hier mehr Tafelobst zur Versteigerung. So wurden Sorten wie Boskop, Landsberger, gelber Edelapfel u. a. mit 10 bis 12 Mark pro Zentner am Baum bezahlt. Größere Bäume edler Sorten erbrachten in mehreren Fällen 30 Mark, einmal sogar 40 Mark. Auch das Kelterobst, das meist von Händlern und Wirten aufgekauft wurde, brachte gute Preise. Ebenso wurden auch Birnen, besonders Neue von Poiteau, sehr gut bezahlt. Zwetschen wurden in dieser Woche noch jeden Tag verladen und mit 9 Mark pro Zentner bezahlt. * Lich, 27. Sept. Heute ereignete sich hier ein schwerer Unfall. Die Hausangestellte Ottilie B e u l e r kam unglücklich zu Fall und erlitt dabei schwere ihnere Verletzungen, die ihre sofortige Ueberführung in die Chirurgische Klinik zu Gießen notwendig machten. — Aus der mittleren Wetterau, 27. Sept. Um auch im Samenbau unabhängig vom Ausland zu werden und zur Ersparung von Devisen hat die Reichsregierung im Vorjahre zur ver - stärkten Saatzucht aufgerufen. In größerem Maße als früher hat man sich Heuer vor allem dem Klee- und Luzernesamenbau zugewandt. Die trockene Witterung war sehr günstig für die Befruchtung, so daß die Samenernte sehr gut ausfällt. Auf einem Viertelmorgen werden 40 bis 50 Pfund ausgedroschen, vereinzelt noch darüber. Die erstmalig durchgeführten Zuchtversuche mit ewigem Klee (Luzerne) hatten besonders gute Ergebnisse, so daß im kommenden Jahre mit einer Vermehrung der Samengewinnung aus eigener Scholle zu rechnen ist. Das Ausdreschen wird von den Dreschmaschinenbesitzern vorgenom- men, die zu diesem Zwecke besondere Anlagen geschaffen haben. Die Drefchgebühr ist einheitlich auf 10 Mark je Zentner geputzten Kleefarnen festgesetzt. Während das Kleestroh dem Besitzer zurückgeliefert wird, fallen Spreu und Kaff dem Ausdrescher zu. In Bahnwagenladungen werden diese Rückstände an die Zuckerfabriken geliefert, wo sie zur Melasfe- futterbereitung Verwendung finden. )—( Bellersheim, 27. Sept. Welch große Erfolge durch planmäßige Schädlingsbe- kämpfungsmaßnahmen im Obstbau erzielt werden können, konnte man in diesem Jahre in der hiesigen Gemarkung feststellen. Die Baumbestände zwischen der Straße nach Obbornhofen und der Arais-Münzenberger Straße waren im Dor- srühjahr mit 8proz. DbftbaumfarboHneum behandelt worden und erhielten auch eine Sommerspritzung mit einem amtlich empfohlenen Kupferkalkpräparat. Die Baumpflanzarbeiten wurden durch den hiesigen Ob st - undGartenbauverein unter Leitung der beiden Baumwarte Wilh. Kopf und Adolf Müller sachgemäß durchgeführt und stellten sich auf durchschnittlich 1 Mark je Baum. Beim Ausschlag der Unkosten wurden drei Größenklassen gebildet. Die Auswirkung der Spritzmittel war besonders auffällig zwischen behandelten und nichtbe- pritzten Bäumen. Laubwerk und Früchte sehen ge- und aus, und die Schorfkrankheit war bei stark an- älligen Sorten, wie Wintergoldparmäne, fast Der- chwunden. Wenn man bedenkt, daß die Kosten mit 3 bis 5 Pfund gutem Obst gedeckt werden, so leuchtet ohne weiteres die Wirtschaftlichkeit der Spritzmaßnahmen ein. Infolgedessen konnte bei der von der Landesbauernschaft Hessen-Nassau angeordneten Schätzung des Obstertrages unserer Gemeinde durch den Sachverständigen Kopf ein Durchschnittsernteertrag je Baum mit 20 Pfund angegeben werden, der im ganzen gesehen, einer Mittelernte entspricht. 4- Obbornhofen, 27. Sept. Bei der Ver» ffteigerung des Gemeindeobstes wurden gute Preise erzielt. Es stellte sich der Zentner Aepfel j je nach Sorte auf 5 bis 12 Mark, Birnen kosteten • 4 bis 6 Mark. Der Behang des Kernobstes, wie mach des Steinobstes war verhältnismäßig gering, so daß immer mehrere Bäume zusammen versteigert 1 werden mußten. Der Gemeindekasse floß aus der ' Versteigerung eine Einnahme von knapp 300 Mark j zu. — Einer Anregung des Reichsnährstandes fol- Die zweite Jugend spielt gegen Großen-Linden. Der Ausgang ist offen. Die Schüler haben gegen Klein- Linden keinerlei Gewinnaussichten. Spielvereinigung 1900 Ziehen. Vissenberg Liga — 1900 Liga. Die Spieloereinigung 1900 Gießen reist am morgigen Sonntag nach Bissenberg. Es ist das dritte Verbandsspiel. Ein Sieg wurde bis jetzt nicht errungen, doch ist auch noch keine Niederlage zu verzeichnen. Wie wird das Ende in Bifsenberg sein? Es kommt auf jeden Fall ganz darauf an, ob es endlich einmal gelingt, die Mannschaft in stärkster Aufstellung antreten zu lassen. Sollte dies der Fall fein, bann ist das Spiel jederzeit offen und die Siegesaussichten sind keinem der Gegner im voraus zuzusprechen. Die Mannschaftsaufstellung für 1900 lautet: Rahn; Zeiler, Lippert; Hammer, Langsdorf, Mank; Wilhelmi, Koch, Schmelz, Heilmann, Birkenbihl. Die 2. Mannschaft erledigt ihr Verbandsspiel in Rodheim. Es sollte ihr in der jetzigen Aufstellung nicht schwer fallen, die Punkte mit nach Gießen zu nehmen. Der Weg der 3. Mannschaft führt nach Steinberg. Die Zweite des dortigen Vereins ist ihr Gegner. Wenn die 1900er siegen wollen, müssen sie sich von vornherein restlos einsetzen. Die 1. Jugend fährt nach Lollar, die 2. Jugend nach Saubringen, wo ihnen die 1. Jugendmannschaften dieser Vereine entgegentreten. Also diesmal: fünf Fußballspiele — und alle auswärts! , FC.Teutonia- Wahenborn-Steinberg Dieder 4 Mannschaften der Teutonen am kommenden Sonntag in Punktekämpfen. Die Jugendmannschaft, die am vergangenen Sonntag in Heuchelheim zu zwei wertvollen Punkten kam, hat am kommenden Sonntag auf eigenem Platz die Jugendmannschaft der Spieloereinigung Kampfbedingungen. Der Wettkampf bestand in 15 Schuß in drei Körperlagen auf 50 Meter, gegen die Zwölferscheibe. Das Wetter war gut. In der Altschützenklasse errang die Mannschaft (zu 5 Schützen) des Vereins Korbach „Freischütz" mit der hervorragenden Ringzahl von 721 die Gaumeisterschaft, die der altbewährte Verein bereits im Jahre 1932 schon einmal erschossen hatte. Der Ehrenpreis des Reichsoerbandes, ein großer Bronzekranz mit Silberschleife, eine Mauserbüchse und Der große Wanderpokal des Gaues werden ihr zuteil. Es folgten dann dichtauf die vortreff- aend, wurden durch die Gemeindeverwaltung eine Anzahl Nußbäüme in diesem Frühjahr gepflanzt. Sie find gut angewachsen und werden bald der neuangelegten Jungvieh koppel den notwendigen Schatten bereiten. — Im Laufe des vorigen Winters wurden im Wege der Notstandsarbeiten ein Teil der Orts st raßen neu hergerichtet, mit Basaltschotter versehen und eingewalzt. Gegenwärtig wird die stark ausgefahrene Bahnhasstraße ausgebessert. Um den Kuhfuhrwerksbetrieb zu schonen, wird auf die Klopfsteine noch eine Schicht feinen Gruses aufgebracht. — In die Erbhöfe- rolle wurden bis jetzt drei Erbhöfe von hier eingetragen. Kreis Iriedberg. ch B u tz b a ch, 27. Sept. Der Reichsbund deutscher Beamten, Ortsgruppe Butzbach, hielt im „CcffL D-Zug" eine Monatsversam.llung ab. Der Leiter der Ortsgruppe, Studienrat Dr. R o e s ch e n , wies nach kurzer Einleitung auf die Wichtigkeit des Hauptthemas.des Abends hin. Anschließend hielt der Leiter der hiesigen NS.-Dolks- wohlfahrt, Lehrer B e p p l e r, einen mehr als ein- stündigen Vortraa über bie nationalsozialistische Dolkswohlfahrt. Er zeigte den grunbsätzlichen Unterschieb zwischen ber Wohlfahrtspflege von einst unb ber Tätigkeit von heute, ging auf bie Einzelausgaben ber NSV. ein und erläuterte bie Sondergebiete, wobei er ben großen Hilfswerken, wie bem Wmterhilfswerk, „Mutter unb Kinb" und dem Tuberkulosenhilfswerk als besondere wertvolle Einrichtungen längere Ausführungen widmete. Bei jedem Einzelgebiete der NSV. kam der Redner auf Handball im kreis VIII (Lahn-Dill) 2. Kreisklasse. fel Sie iten leger werden. ander: To. To. To. To. To. To. Sonntag ist das Treffen noch nicht entschieden. Man rechnet mit einem ausgeglichenen Kamps. Das Spiel in Albach ist vollkommen offen. In der 2. Kreisklasse ist die Lage noch ziemlich ungeklärt. Auch der morgige Sonntag wird kaum eine Entscheidung in der einen ober anderen Stas- bringen. Es spielen: Dutenhofen — To. Wetzlar II, Allendorf-Lahn — To. Nauborn, Wißmar — To. Allendorf-Lumda, Londorf — To. Beuern, Garbenteich — Spog. 1900 Gießen II, ___Hausen — To. Grüningen, To. Ebersgöns — To. Lich, To. Nieder-Ohmen — To. Romrod, To. Burggemünden — To. Alsfeld, To. Herbornseelbach — To. Ehringshausen, To. Hochelheim II — To. Erda. geqen Steinbach «Luh. Allendars), Ruddingshausen gegen Flensungen «Muller, Ruddm-shaus-n), Nie- der-Ohmen - Landars «Beck, Flensungenl. Schüler: Klein-Linden — DfB.-Reichsba^i «Luh/ Allendors), 1900 - Steinberg «Rahrbach, (9ie6en), Allen-Buseck - Lollar Lepper Alten. Buseck), Garbenteich — Grotzm-Buseck «Körper, Alten-Buseck). Launsbach Jugend — Kinzenbach Jugend. Für d-n morgigen Sonntag hat die Mannschast ein weiteres Verbandsspiel zu bestreiten. Die Jun- gens müssen an diesem Tag nach Launsbach und haben hier auch Aussicht zu ihrem ersten Sieg, au kommen. Allerdings müssen auch mindestens^vie Leistungen des Vorsonntags gezeigt werden. Sollte dies lauten: . Tuspo Marburg — To. Heuchelheim, To. Hochelheim — Mtv. Gießen, D B.-R. Gießen — To. Roth, To. Lützellinden — To. Münchholzhausen. Heuchelheim wird in Marburg kaum Chancen haben, selbst dann nicht, wenn es zu der Form oom vergangenen Sonntag aufläuft. — Der Mtv. muh in Hochelheim kämpfen, wenn er Sieg und Punkte mitnehmen will. Man weiß, wie stark Die Gastgeber auf eigenem Platz sind. — Auch der DfB.-R. muß alles aufbieten, um die Oberhand zu behalten. Die Mannschaft aus Roth ist für ein ausgezeichnetes und schnelles Spiel bekannt. — Interessant wird das erneute Zusammentreffen von Lützellinden und Münchholzhausen werden, obwohl die Gäste sicher wenig Chancen haben. Lützellinden führt die Tabelle und sollte bei einigermaßen Gluck auch nicht zu verdrängen sein. Der Ausgang des Spieles der 2. Mannschaf gegen Treis 1. ist schlecht vorherzusagen, doch muß sich Großen-Buseck mächtig anstrengen, um einen Sieg der Gäste zu vermeiden. Die Jugend sollte in. Garbenteich sicherer Sieger sein. Die Schüler treten — ebenfalls in Garbenteich — zum erstenmal auf den Plan. V. f. 2R. Lich. Morgen empfängt die I. Mannschaft die gleiche oom Fußballsportverein Großen-Linden. Der Gastverein, der in Lich noch nicht bekannt ist, dürfte nach den gezeigten Spielen gegen andere Vereine einen beachtlichen Gegner abgeben, der von vorne- herein nicht unterschätzt werden darf. Wenn Lich etwas mehr Glück hat und ein Spiel wie am vergangenen Sonntag gegen Garbenteich zeigt, dürften die Punkte in Lich bleiben. Die zweite Mannschaft trifft in Grüningen auf die dortige erste Mannschaft und sollte endlich zeigen, daß sie nicht nur Spiele verlieren kann. F.-Sp.-D. 1926 Steinbach Lokalkamps: Steinbach I — Garbenteich I. Steinbachs 1. empfängt die gleiche von Garbenteich zum Punktspiel. Beide Mannschaften lieferten sich schon immer spannende Kämpfe. Steinbach war dabei in den letzten Jahren meist glücklicher. Wie Garbenheim wird selbst auf eigenem Platz gegen die zur Zeit sehr gut zusammenspielenden Hörtis- Heimer nichts ausrichten können. Anders steht es Dagegen in Groß-Rechtenbach. Die Einheimischen sind auf eigenem Gelände sehr schwer zu schlagen. Interessant wird das Spiel in Girmes werden. Nach dem klaren Sieg der Atzbacher am letzten der Kampf des Sonntags enden wird, läßt sich nicht voraussagen. Steinbach wird mit (Jrnft bei der Sache sein und mit seiner stärksten Mannschast antreten müssen. Zugend-pflichtsp-.ele am 29 September Steinberg — Leihgestern (Bernhardt, Wieseck), Heuchelheim I - VfB.-Reichsbahn I (Böcher, Gießen), Lollar - 1900 I (Heier, Treis), Garbenteich gegen Großen-Buseck (Körper, Alten-Buseck), Daub» ringen — 1900 II (Will, Wißmar), Wieseck — Alten- Buseck (Rohrbach, Gießen), Launsbach — Kinzenbach (Schmidt, Krofdorf), Rodheim — Fellingshausen (Offenbacher, Gießen), Wißmar — Heuchelheim II (Bender, Treis), VfB.-Reichsbahn II gegen Großen-Linden (Kreiling, Gießen), Klein-Linden im Leihgestern zu Gast. Das Spiel wird von dem - Iugendgruppenleiter Bernhardt geleitet. Anschließend tritt die 2. Mannschast der Teu o- nen der 3. der Spieloereinigung 1900 Gießen im l Verbandsspiel gegenüber. Das errungene achtbare i Resultat von 5:5 am vergangenen Sonntag in < Großen-Linden dürfte den Einheimischen etwas Selbstvertrauen gebracht haben. Die Schülermannschaft sowie die 1. Mannschaft haben auf auswär- . Ligen Plätzen anzutreten. Die Kleinsten tragen ihr zweites Pflichtspiel aus und zwar gegen die Schüler von 1900 Gießen. Die 1. Mannschaft tritt die Fahrt nach Sinn an. Sinn, ein äußerst heißes Pflaster! Die Elf der Teutonen sollte nun doch aus den bisher ausgewogenen zwei Verbandsspielen ihre Mängel und vor allen Dingen ihre taktisch unklugen Einstellungen erkannt haben und dementsprechend handeln. Wenn man den Gegner, wie am vergangenen Sonntag Wetzlar, viermal so einfach zu Erfolgen kommen läßt, dann trotz dieser schweren Nervenbelastung erst in der Mitte der zweiten Halbzeit auf sich selbst besinnt und dennoch drei Tore aufholte, so hat doch die Mannschaft bewiesen, daß sie das Zeug in sich hat. Sportverein 1920 Heuchelheim. Am kommenden Sonntag steht der Sportverein 1920 Heuchelheim mit vier Mannschaften im Kamps um die Punkte. Bereits am Vormittag empfangt Die 2. Jugend die erste von Wißmar. Die kleinen Heuchelheimer, die sich in den beiden ersten Spielen über Erwarten gut geschlagen haben, werden am Sonntag einen schweren Stand haben. Ein Unentschieden wäre schon ein Erfolg. Ebenfalls am Vormittag trifft die 1. Jugend auf ihren stärksten Gegner. Die Jugend vom VfB.-R. wird schwer zu kämpfen haben, wenn sie die Punkte mitnehmen will. Die 2. Mannschaft hat Lollars zweite zu Gast und wird wohl kaum um eine Nieoerlage herumkommen. Die erste Mannschaft hat in der gleichen vom SV. Lollar die zur Zeit spielstarke Mannschaft der 1. Kreisklasse zu Gast und es wird wohl kaum zu einem Siege über diesen Gegner, der seine bisherigen Verbandsspiele überzeugend gewann, reichen, zumal die Heuchelheimer immer noch nicht in stärkster Aufstellung antreten können. Sportverein 1920 Lollar. Der morgige Sonntag sieht den Sportverein 1920 wiederum mit fünf Diannschaften in der diesjährigen Verbandsrunde, und zwar spielen: Heuchelheim I — Lollar I. Heuchelheim II — Lollar II. Lollar III —■ Daubringen I. Lollar 1. Jugend — 1900 Gießen 1. Jugend. Lollar I. Schüler — 1900 Gießen 1. Schüler. Die erste Mannschaft fährt zusammen mit der zweiten Mannschaft zum Rivalen Heuchelheim. Schon jahrelang haben sich die ersten Mannschaften Der beiden Vereine erbitterte Kämpfe geliefert und mit wechselndem Erfolg gekämpft. Im vorigen Nach her katastrophalen Niederlage vom Sonntag wird Dutenhofen sicherer • In Allendorf-Lahn greift Nauborn erstmalig in Die Spiele ein. Es ist. obwohl die Gastgeber zur Zeit nicht in bester Verfassung sind, kaum anzunehmen, daß Nauborn etwas bestellen wird. Allendorf- Lumda wird sich in Wißmar strecken müssen, um bestehen zu können. Auch Londorf wird gegen Beuern noch nicht gewonnen haben. Wenn Garbenteich in her Form vom vergangenen Sonntag spielt, roirh es selbst hie zur Zeit nicht in guter Verfassung spielende 1900er zweite Garnitur nicht schwer haben, hie Oberhanh zu behalten. Hausen hat in der letzten Zeit schön zusammengespielt unh roirh auch das erneute Zusammentreffen mit Grüningen für sich entscheiden. Selbst her Umftanh, daß Ebers- göns auf eigenem Platz antritt, roirh her Elf feinen Sieg bringen. Der Neuling Nieher-Ohmen sollte noch nicht stark genug sein, um Romrod bedingen zu können. Die Entscheidung, zumindesten Die Vorentscheidung, sollte in hem Zusammentreffen Der beiden stärksten Mannschaften der Staffel 4 Burg-Gemünden und Alsfeld fallen. Tv. Garbenheim — Tv. Hörnsheim, Tv. Groß-Rechtenbach — Tv. Holzheim, Tv. Wetzlar-Niedergirmes — Tv. Atzbach, Tv. Albach — Tv. Dorlar. Jahre hatte Heuchelheim einen besseren Start als Lollar in her Verdanhsrunhe, in hiefem Jahre scheint es umgekehrt zu sein. Allerdings muh man den Heuchelhelmern zugute halten, daß sie bis jetzt immer mit Ersatz kämpfen muhten. Auch das Spiel am kommenden Sonntag dürfte wieder einen scharfen Kumpf geben. ,, Im Spiele her zweiten Mannschaften burfte wohl Heuchelheim bas bessere Enbe für sich behalten. Auch bie britte Mannschaft tritt auf den Plan. Sie spielt auf eigenem Platze gegen die erste von Daubringen. Der Gegner, her eine führende Rolle in feiner Klasse einnimmt, dürfte wohl dieses Spiel icher gewinnen. Allerdings wird sich auch tue Lol» larer Dritte wehren und dem Gegner das Siegen nicht zu leicht machen. Das Spiel der Jugend auf eigenem Platze gegen 1900 (Ziehen wirb ebenfalls einen scharfen Kampf geben. Die bessere Tagesform bürste ben Ausschlag geben. Fußballklub 1926 Großen-Buseck. Großen-Buseck I — Leihgestern I. Großen-Buseck II — Treis I. Garbenleich Jugend — Großen-Buseck Jugend. Garbenteich Schüler — Großen-Buseck Schuler. Beim Spiel her ersten Mannschaften stehen sich zwei gleichwertige Gegner gegenüber. Der Ausgang Des Kampfes ist offen, wenn auch Großen-Buseck immer noch mit Ersatz antreten muß. Leihgestern konnte am letzten Sonntag gegen (Brünberg nur 1:0 gewinnen. Bei besseren Leistungen her Einheimischen als am Sonntag gegen Heuchelheim, liegt auch ein Sieg im Bereich des Möglichen. Gauklasse. Das hier einzige interessierende Spiel Spielvereinigung 1900 Giehen gegen Tv. Wetzlar fällt aus. Wetzlar hat feine Mannschaft zurückgezogen. Vezirksklasse. .. Der dritte Spielsonntag dürfte bereits Klärung bringen. Die Paarungen sind dafür wie geschaffen. 1. kreisklasse. Auch das Programm der 1.' Kreisklasse weist am Sonntag wieder einige Spiele auf, auf deren Ausgang man gespannt sein Darf. Es treffen aufem» Als Verlobte grüßen Ihre Vermahlung geben bekannt Gießen (Wolfstraße 26), den 28. September 1935 04136 5M4D in Vermählte Gießen (Steinstraße 78), ben 28. September 1935 04129 .Grobe Gastspiele ab l.Okt. Handschuhen Ihre Vermahlung geben bekannt •im Hause Grob-Frankfurt* 5490 D Haft Karten! 5501C Ihre Vermählung geben bekannt 5502C Gießen (Löberstr. 8), den 28. September 1935 04112 geben ihre Vermählung bekannt Hungen (Apotheke), den 28. September 1935 5489 D TEXTILHAUS. HAUS DER GUTEN. Heinrich Büttner Anni Büttner, geb. Bender Walter Abermann und Frau Erna, geb. Haase 476* Maul- und Klauenseuche schutzgeimpft. Gießen, den 28. September 1935. Bürgermeisterei Giehen. I. V.: Dr. Hamm, Bürgermeister. Giehen, ben 28. September 1935. Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Dr. Hamm, Bürgermeister. Trikotagen Wollwaren Gustav Rühl und Frau Else, geb. Gregorius Damen-Konfektion Herren-Konfektion Kleider-Stoffen Richard Albert und Frau Irmgard, geb. Deichert Strümpfen Meine Schaufenster bieten Ihnen hierzu Anhaltspunkte! Hansi Stühler Erhard Heise Unteroffizier, 3. Komp., F.-R.Gteßen Bekanntmachung Der Wochenmarkl beginnt von Dienstag, den 1. Oktober 1935, an um 8 Uhr unh endet um 14 Uhr. Diese Bücher können von jeder Buchhandlung bezogen werden Hugo Bermühler Verlag - Berlin-Lichterfelde Dr. phii. nat. Rudolf Gartner Apotheker und Frau Elisabeth, geb. Hahn Apotheker Von der Schönheit der deutschen Heimat und von ihrer Erhaltung und Pflege berichten in Bild Climbach Gießen 29. September 1935 Bekanntmachung. Dienstag, den 1. Oktober 1935, findet in Gießen Rindvieh- (Ruhvieh-) Markt statt. Auftriebszeit von 7 bis 8 Uhr vormittags. Sämtliches Vieh wird gegen Gießen Heuchelheim Tandmannstraße 12 Tudwigstraße 21 28. September 1935 Janzunierridit Unsere diesjährigen »veiD WINTERKURSE beginnen in der ersten Oktoberwoche I Gefällige Anmeldungen erbeten (Tonxstfiule (Säulfte Wolf st raße 31 GIESSEN Telephon 3835 Bekanntmachung Die Beschaffung von 1 Waggon kanalgußmalerial für den städtischen Kanalbetrieb soll auf Grund der Neichsverdingungsordnung für Bauleistungen öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen und Angebotsvordrucke sind bei uns erhältlich. Die Angebote find spätestens bis zum Eröffnungstermin am 5521D Samstag, dem 5. Oktober 1935, vormittags 10 Uhr, an das Städtische Hoch- und Tiefbauamt, Asterweg Nr. 9, abzugeben, roo bie Eröffnung her eingegange- nen Angebote erfolgt. Zuschlags- unh Binbefrist 4 Wochen. Giehen, ben 27. September 1935. Stäbtisches Hoch- unh Tiefbauamt I V.: W e 111 a u s e r und Wort die folgenden vValdweben. Die Lebensgemeinschaft des deutschen Waldes in Bildern. ISO eigene Naturauf nahmen aus dem Tiei- und Pflanzenleben des heimatlichen Waldes mit Einführungstext von K. Gerhard und O. Wolff Leinen RM 4.80 Belauschtes Leben. Kleine Kreatur in Wasser Busch und Halm von K. O. Bartels. 164 Natur aufnahmen aus dem Leben der niederen Tierwelt mit erläuternden Bildunterschriften, Namensangaben und ausführlichem Text. Mit einem Geleitwort von Prof. Dr. P. Deegener, Universität Berlin Kartoniert RM. 3.90, gebunden RM. 4.80 Norderoog. Ein deutsches Vogelparadies. Natururkunden von den Halligen u. vom Wattenmeer v. PF. Weckmann-Wittenburg.Mit 64 Kunst drucktafeln.................Gebunden RM 4 — Helmatschutz und Heimatpflege. VonRektor Hermann Wille. Brosch RM. 1.80, geb. RM 2.95 Naturschutz und Ingenieurwerk.VonDr.W Lindner. Brosch. RM. 2. -, geb. RM. 3.- Die kalten Tage stehen vor der Tür’ - darum jetzt Ihren Bedarf decken an warmer Bekleidung reich bebilderten Bücher: Vom deutschen Weidwerk. Von Prof. Dr Koepert. Broschiert RM. 2.50, gebunden Rvt. 3 50 Heimatschutz.V.E.Rudorff.Br.RM 2 -,gb.RM 3.- Naturdenkmäler aus der Vogelwelt. Von v. Lucanus. Brosch. RM. 2 -, gebunden RM. 3.- Dle deutsche Landschaft. Von E. L. Schellenberg. Broschiert RM.,2.—, gebunden RM. 3 - Naturschutz und Forstwirtschaft. Von Forstmeister Feucht. Brosch. RM. 2 —, geb. RM. 3- Naturschutz und Arbeitsschule. Von W Schoenichen Brosch RM. 2.50, geb. RM. 3.50 Die Kamera im Dienste der Natur. Von Dr. Effenberger Brosch. RM 2.50, geb. RM. 3.50 Umgang mit Mutter Grün. Ein Sünden- und Sittenbucn von W. Schoenichen....... Broschiert RM. 2.85, gebunden RM. 3 60 Heimatmuseen. Wesen und Gestaltung. Von Dr. W Schoenichen. .Gebunden RM.9.- Paul Beckers Deutsch!, größter Filmkomiker Bernhard Et 6 i.sein, unerhörten Bühnenschau und weitere 8 itzenlelstnapenv.Welt- yarietö täglich 8.15 Uhr ln der Scala 654nV Donnerstag u.Sonntag nachm. 4 Uhr Vorstellung bei freiem Eintritt H j spielt-Erank- L|uß furt tanzt! Ijlltj TükL 4 Uhr nachmittags TANZTEE und 8.30 Uhr abends Gesellschafts- T anz mit Kabarett-Einlagen bei Bernhard Ett6 in der Bnrberina K end. mm ),e 9un. 'N und ^Ui Die Lei. Fedies Mb °W. ^Otpet| ^schieden. mP|. Dag ! Ziemlich lr^ hum r«n Stof. m, iba, -tzen II, gshausen, am letzten T] werden. Eg in die r Zur Zeit -unehmen, Allendors. Essen, um urd gegen n Garben- ntag spielt, Verfassung cht schwer hat in der wird auch ningen für laß 6ber5' d der Elf eder-Ohmen Romrod be^ zumindest« nmentress« Staffel 4 ge tztlhrw in; mhen npfeP LltspunkJ, Ate Von undenR"', .d-"^ .e.uA°x Nr. 221 viertes Blatt Sietzener Anzeiger tGenerat-Anzelger sm Gberhesseni Samstag, 26.September 1955 Das Werk der Nächstenliebe im Kreise Gießen. Rückblick und Ausblick auf die Arbeit der NG-Volkswohlfahri. a -F' i, iz . % ■k' / MW s m WM ? -X“ -M... Gießener BDM. hilft bei der Weihnachtsfest-Kaffeetafel. Gießener Pimpfe sind stolz auf das gute Sammelergebnis Beim Kaffee im Kinderheim der NSV. in Gießen. — (Aufnahmen [6]: Photo-Pfaff.) 34 selbständigen Orts- Ein Kindertransport auf dem Gießener Bahi^of. Arbeitsdienst hilft bei der Kartoffelausgabe iDie Gießener Wehrmacht hilft bei der Spendensammlung des WHW. lenken auf die großen Taten, die von der NS.- Volkswohlfahrt bei dem vorigen Winterhilfs- rund 105 500 Köpfen in gruppen umfaßt. Beim W in t e rh i l fs- werk 1934/35 wurden in dem Arbeitsbezirk der Kreisamtsleitung Gießen 3610 bedürftige Familien mit insgesamt (im Durchschnitt) 11560 Köpfen zusätzlich betreut. An ständigen ehrenamtlichenHelfern der Ortsgruppen waren und selbstlose Wirken der NS. - Frauen schäften hinzuweifen, die Obstschnitzel Herstellen, Gelees und Marmeladen kochen, Lebensmittel sammeln, betreuen und weiterleiten oder Kleidungsstücke aus vielenHäufern Zusammentragen, Herrichten undausgabefertig machen, damit auch auf diese Weise der Not und dem Elend zu Leibe gerückt werden kann. Auf der gleichen Linie der selbstlosen Hingabe an die große Sache des Hilfswerkes liegt das verantwortungsvolle Wirken der Begleiter und Begleiterinnen bei Kindertransporten, denen auf solchen Fahrten über weite Bahnstrecken das kostbare und häufig 525 Personen, an gelegent- lichen Helfern außerdem noch 641 Männer und Frauen tätig. Es wurden im Kreise Gießen an die hilfsbedürftigen Familien verteilt: 3150 Ztr.. Kartoffeln, 4000 Laibe Brot, 88 Zentner Weizenmehl, 32 Zentner Fleischkonser- oen, 160 Zentner frische Fische, 128 Ztr. HUlsen- früchte, 45 Ztr. Nudeln, 37 Zentner Marmelade, 25 Zentner Reis, 74 Zent- ner Zucker, 1700 Stück Stangenkäse, 2500 Stück Handkäse, ferner Schmalz, Speck, Speiseöl, Dörrobst, Gemüsekonserven, Graupen, Grieß, Grünkern, Haferflocken, Gerste. An Weihnachten vorigen Jahres wurden 1800 Napfkuchen verteilt, an alte werk und bei den anschließenden Aufgaben des verflossenen Sommers vollbracht wurden, uns dabei der vielen Bilder voll Kameradschaft und Fürsorge bei den mannigfachen Werken der Nächstenliebe, der dankbaren Blicke und der freudigen Gesichter der betreuten Kinder, Frauen und Männer erinnern, so erhalten wir allein schon dadurch eine eindrucksvolle Vorstellung von der bewundernswerten Größe dieses Hilfswerkes. Die Ueberzeugung, daß die Arbeit der NSV. edel st er Dien ft am deutschen Volke ist und darum von allen Volksgenossen nach besten Kräften gefördert werden muß, wird aber noch vertieft, wenn man in dieser Stunde auch einmal einige Zahlen auf sich wirken läßt, deren stumme Sprache klar und deutlich zeigt, welch' reicher Segen aus den Spenden der Volksgenossen in Stadt und Land durch die NSV. zu den notleidenden deutschen Menschen getragen wird. Dabei sei erwähnt, daß der Dienstbereich der Kreisamtsleitung Gießen der NSV. den politischen Kreis Gießen mit rund 80 Gemeinden und einer Einwohnerzahl von '.im 1. Oktober wird das Winterhilfswerk HB5/3 6 seine Arbeit beginnen. Damit wird der irre Abschnitt im Kampf gegen Hunger und Kälte jeiiiber Machtübernahme durch Adolf Hitler in An- jrr: genommen. Erneut soll und wird dem ganzen »Löschen Volke und der Welt bewiesen werden, daß teiidiesem Werk.der Nächstenliebe der Gerne in- chn f t s g e d a n k e in schönster Weise zur Geltung lontnt, daß alle Schichten unserer Volksgemein- t erkannt haben, daß wir alle in einem 8io t sitzen, auf Gedeih und Verderb miteinander ges unden sind und daher auch die Pflicht haben, eirnr dem anderen unter Anspannung aller Kräfte ib- die schwerste Zeit des Jahres hinwe-gzuhelfen. * lm Vorpostengelände dieser Kampffront wird nkierum der Blockwalter, sei es nun Mann )i)f Frau, stehen und erneut die größten Schwie- i(feiten des harten Ringens kennenlernen. Er wird nciche, trotz aller bisherigen Anstrengungen noch Reichende große Not erblicken, die schwer ans Herz |rrft. Sein Wille zu helfen und der Gemeinschaft Dienen durch seine opferfreudige Hingabe, wird ich an solcher Not noch verstärken. Er wird aber int — leider! — wohl noch mancherlei Aeußerun- nur schwer zu regierende Gut der deutschen Kinder, der künftigen Träger deutschen Volkstums anvertraut ist. Wir sehen also auch an diesen Abschnitten der vielfach gegliederten Kampffront auf den verschiedensten Posten Männer und Frauen arbeiten, die in der selbstlosen ehrenamtlichen Hingabe an die Volksgesamtheit zu allen Stunden vorbildliche Diener der Nation und treue Helfer am gewaltigen deutschen Aufbauwerk Adolf Hitlers sind. und Brikett-Gutscheine wurden in überaus reichem Maße verabfolgt. Verteilt wurden 12 750 Zentner Steinkohlen und rund 12 000 Zentner Braunkohlenbriketts, ferner 1328 Paar Schuhe für Männer, Frauen, Knaben und Mädchen. Daneben wurden unzählige Bekleidungsstücke aufgebracht, gebrauchte Stücke in den Nähstuben der Frauenschasten überholt und dann ausgegeben, und zwar für Männer, Frauen und Kinder Anzüge, Kleider und Wäsche. Bedenkt man, daß neben dieser Arbeit der Betreuung noch eine ganze Reihe von Sammlungen, darunter auch die E i n t o p f s a m m l u n g e n von den Helfern durchzuführen und von den Verwaltungsstellen auszugeben bzw. weiterzuleiten waren, alle Arbeit auch in dieser Hinsicht ehrenamtlich geleistet wurde, so kann man sich vorstellen, von welchem hohen Idealismus dieses Wirken bei der Winterhilfe geleitet war. Die Sommerarbeit der NSV. war nicht minder lebhaft als die Tätigkeit beim WHW. Lassen wir auch nach dieser Richtung hin unsere Blicke kurze Umschau halten! Im Jahre 1935 wurden bis jetzt 604 Kinder im Rahmen der Kinder! and- verschickung im Kreise Gießen untergebracht: davon waren 38 Kinder aus Sachsen, 84 aus dem Kreise Groß-Gerau, 420 aus dem westfälischen Industriegebiet und 62 aus dem Kreise St. Goarshausen. Dafür wurden aus dem Kreise Gießen nach sei von Volksgenossen zu hören bekommen, die der freien Dringlichkeit dieses Hilfswerkes und dem ge- noiigen Ausmaß der Not in vielen, vielen Familien nicht ober nur wenig gerecht werden. Aber iik diese Erscheinungen, oder richtiger gesagt, diese Dlcngel an Verständnis und Einfühlungsvermögen, ■ Deinen einen rechten Blockwalter auf feinem Vor- »of?n nicht schwankend oder mißmutig machen. Je- 1b oc möchte man in diesem Zusammenhang wün- di(H daß alle Volksgenossen dem Blockwalter, der n ich r e n a m t l i ch arbeitet und gar nid) tg für ic haben will, die Erfüllung seiner Pflicht als 1 Epinbenfammler so leicht wie möglich machen! Man Monte, baß bieser Mann bzw. biese Frau während; btr ganzen Woche tagsüber den Berufspflichten anderen Gegenden des deutschen Vaterlandes im Jahre 1935 bis jetzt 204 erholungsbedürftige Kinder verschickt, gegen 148 im Vorjahre. Ein großer Teil dieser Kinder wurde von der NSV. mit Kleidern und Schuhen neu ausgeftattet, ebenso bekundeten viele Pflegeeltern ihre Liebe zu dem Gastkind über den Rahmen der üblichen Pflege hinaus noch mit Anschaffungen von Kleidern, Wasche und Schuhen für den Buben oder das Mädel, die für einige Wochen bei ihnen Hausrecht genießen durften. Ferner wurden von der NSV. rund 200 Kinder mit 75prozentiger Fahrpreisverbilligung zu Verwandten geschickt und damit manchen Wünschen und mancher Sehnsucht Erfüllung verschafft. Diese Kinderlandverschickung ist ein Teilgebiet der Arbeit, dessen Bedeutung gar nicht hoch genug veranschlagt werden kann, denn hierbei werden die Kinder durch den Klimawechsel nicht nur gekräftigt, sondern sie lernen auch andere deutsche Menschen mit ihren Stammeseigenschaften und die Schönheiten unserer herrlichen deutschen Heimat kennen und lieben; dadurch wird ein gewaltiges Stück aufbauender Zukunftsarbeit im Geiste rechter Volksgemeinschaft geleistet. Auf der gleichen Linie liegt die Verschickung von körperlich und geistig stark überanstrengten Müttern auf Kosten der NSV. in Erholungsheime, ebenso die Verwandtschaftsoerschickung von Erwachsenen, damit sie nach langer Zeit ihre Angehörigen wieder einmal sehen können; bei der Mütteroerschickung bot die NSV. in Gießen 50 Müttern Gelegenheit zur Erholung, bei der Verwandtschaftsverschickung kamen 12 Erwachsene in Betracht. Ferner wurde in unzähligen Fällen unterernährten oder kranken Frauen und Kindern Essen sowohl für sich selbst, als auch für Familienangehörige durch Vermittlung der NSV. gespendet. In vorbildlicher Weise wurde auch gute Aufbauarbeit an Angehörigen der SA., SS. und der sonstigen Helfer und Mitkämpfer im Rahmen der Hitler-Freiplatzspende und des Erholungswerks des deutschen Volkes vollbracht. In diesem Jahre wurden für diesen Zweck 84 Freistellen mit einer Aufenthaltsdauer von 10 Tagen bis zu 3 Wochen zugeteilt. Damit erhielten die in sorgfältiger Prüfung ausgewählten bedürftigen Männer gute Erholungsgelegenheit, bei der sie sich für den Kampf um das tägliche Brot wieder kräftigen konnten. Neben der 50prozentigen Fahrpreisermäßigung, die von der Reichsbahn für diese Urlaubsfahrer eingeräumt wird, hat die NSV. des Kreises Gießen in 48 Fällen für bedürftige Kameraden auch den Rest des Eisenbahnfahrgeldes übernommen und diesen Urlaubern noch ein Taschengeld ausgezahlt. Anträge auf Gewährung von Heil- und Kuraufenthalt leidender Volksgenossen wurden in 10 Fällen genehmigt und finden der Reihe nach Erfüllung. Und man denke auch an die arbeitsreiche Unterbringung auswärtiger Urlauber in unserem Kreise, sowie an die Verschickung hiesiger Urlauber nach anderen deutschen Gegenden. Weithin in die Zukunst wirkt sich die fürsorgende Arbeit aus, die von der NSV. für die Betreuung der Zeltlager der Hitler-Jugend und des Jungvolks geleistet wird. Auf diesem Teilabschnitt der Arbeit standen in diesem Sommer rund 1563 Jungen teilweise in der Obhut der NSV., die mit Zuschüssen dem Lagerbetrieb förderlich war. Es ist unzweifelhaft ein großes Verdienst, das sich die NSV. hierbei um die Gesundung und Kräftigung der jungen deutschen Generation durch weit vorausschauende Aufbauarbeit erwirbt. Daß alle diese Arbeit bei den davon berührten Kindern und Erwachsenen die dankbarste Wertschätzung findet, liegt ohne weiteres nahe. Rührend ist es denn auch lesen zu können, welche tiefbeglückten Dankbriefe bei der NSV. für ihr vorbildliches, auf edelster Nächstenliebe aufgebautes* Wirken eingehen. Von Anfang nächster Woche ab beginnt nun die große Hilssarbeit des Winterhalb- Begeht und dann in den Abendstunden oder an w Sonntagen, während andere Männer und Flauen ihre Ruhe und Erholung finden, mit aller Hrqabe im Dienste des Hilfswerks wirkt. Dabei taihen sie viele Wege treppauf und treppab, bei bitt und Wetter machen, oft auch wiederholt, etwa ■De „niemand zu Hause" ist, oder weil es bei den i Epnöern mit dem Geldausgeben gerade einmal Hilf paßt. Die mit dieser ehrenamtlichen Tätigkeit i »ajunbenen körperlichen und seelischen Anspan- iHinten halte sich jeder vor Augen, wenn der Block- löa-tr vor ihm erscheint und um die Spende bittet, iHeueftimmt ist, anderen Frauen u n d M a n- itein den schweren Kampf ums Dasein leichter zu i rauen! _ Sons für den Blockwalter als Vorposten der jiStnripffront gilt, trifft in der gleichen Weise auf iL Männer und Frauen zu, die im nächsten Ab- jWnttt des Ringens wirken, die Helfer und |;fit|fcrinnen in den Verwaltungsbüros |1L| in den Vorratslägern. Auch hier ist । e; iLum größten Teile so, daß die Männer und ? Plenen nach Erfüllung ihrer täglichen Berufspflicht iimen späten Nachmittags- und in den Abend- | innen noch lange, manchmal sogar bis tief in die ? hljcäit hinein am Schreibtisch oder in den Sammel» ■ Mm uneigennützig ehrenamtliche Arbeit ver- hpn, durch die den notleidenden Familien gehol- sti iwird. So anstrengend und reich an persönlichen Pf,nm dieser selbstlose Dienst in der Jnnenarbeit Kl jd voll von Anstrengungen körperlicher und see- Irhn Art, aber auch belastet mit großer Verant- ■ajrjunq ist das Wirken der Männer, die mit den . Ricrttroagen bei jedem Wetter, bei Sturm und 'Wrn, Eis und Schnee den Außendienst von d!sÄtadt zum Lande versehen, um draußen immer : nie:!er neue dringliche Aufgaben der organisaton- ■jch' Arbeit zu erledigen oder Materialtransporte d-r! verschiedensten Art aus der Stadt nach den . Groorten und umgekehrt zu befördern. Und schließ- < Mn sei nicht vergessen, auf das aufopferungsvolle und kranke Leute 550 Flaschen Wein abgegeben. Das große Weihnachtswerk des Gaues Hessen-Nassau vermittelte an Empfänger im Kreise Gießen 2670 Pakete. Am Weihnachtstag wurden durch die Ortsgruppen Kinderbescherungen durchgeführt. Zum Jahrestag der nationalsozialistischen Revolution kamen im Kreise Gießen 11380 Lebensmittelgutscheine im Werte von je 1 Mark, sowie 4760 Kohlen- und Brikett-Gutscheine zur Ausgabe. Bei einer Sonderaktion zum Geburtstag des Führers wurden verteilt: 43 Zentner Mehl und 18 Wenn wir in dieser Stunde unsere Blicke rückwärts I Zentner Zucker für die Osterkuchen; eine weitere große Ostergabe waren 13150 Eier für die hilfsbedürftigen Familien in der Stadt Gießen. Kohlen- Warnung an Llnierstühungsjäger! Wirtschaft Aus den preußischen Nachbar gebieten Rundfunkprogramm Notiz. Im weiteren Verlauf war die Kursgestaltung am Aktienmarkt eher schwächer. Farbenindustrie kamen unter Schwankungen 150,75 bis 149,75 bis 149,90, cherfunk. 17: Nachmittagskonzert des Landesorche» sters Gau Württemberg-Hohenzollern. 18.30: gendfunk. Dichter der jungen Generation: chery- bert Menzel. 18.45: Das Leben spricht! 19: Unterhaltungskonzert. 19.50: Der - Tagesspiegel dk" Reichssenders Frankfurt. 20: Nachrichten. 20.10:: Sieben Mädels aus Budapest musizieren. 21: Suite nach Bildern. Von Karl Spitzweg. 21.40: Ludwir? van Beethoven (V). Sonate für Klavier, in As-Dur, Werk 110. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aun dem Sendebezirk. 22.30: Kleine Abendmusik. Wehrstand und Ncihrstand bekennen auf dem Erntedanktag 1935 in gemeinsamerFront ihren unbändigen Willen zur Sicherung des Reiches nach außen und innen. gangen werden. Es wird deshalb eindringlich davor gewarnt, falsche Angaben zu machen. Die Spenden für das Winlerhilfswerk müssen pfennigweise zufarn- mengetragen werden. Die Spender haben das Recht, zu verlangen, daß neben ordnungsgemäßer Verwaltung die Unterstützungen in die Hand derjenigen gelangen, die ihrer würdig sind. Die notwendigen Prüfungen sind auf diese Er- fordernlsse abgestellt. Rhein-Mainische Börse. Aktien zurückhaltend, Renten freundlicher. Frankfurt a. M., 27. Sept. An der heutigen Börse zeigte sich am Aktienmarkt etwas Zu- ruckhaltung, jedoch lagen die Kurse teilweise etwas fester, obwohl der Auftragseingang nachgelassen hat. Für Montanaktien lagen Kaufaufträge vor, Stahlverein konnten sich um 0,13, Mannesmann ebenfalls um 0,13, Rheinstahl um 0,25 v. h. erhöhen. Elektrowerte lagen uneinheitlich, während Licht & Kraft 0,75, El. Lieferungen 1,25 v. h. gewinnen konnten, waren Gesfürel 0,40, Siemens 0,50 v. h. niedriger, Lechwerke lagen mit 100 um verändert. Von chemischen Werten kamen Farbenindustrie mit 150,75 um 0,13 v. h. niedriger zur Notiz. Am Kunstseidemarkt Aku um 0,65 v. h. be- festigt. Zellstoffaktien schwächten sich leicht ab, Waldhof minus 0,50, Aschaffenburger minus 0,13 v. h. Von sonstigen Papieren waren Reichsbank um 1,50 o. 5). befestigt, Verkehrswesen gewannen 0,50, südd. Zucker 0,25 v. h. Am Rentenmarkt herrschte Nachfrage bei freund- licher Grundgestaltung. Es ergaben sich durchschnittlich Kurserhöhungen um 0,13 bis 0,40 v. h. Späte Schuldbücher mit*95,90 um 0,40 v. h. erhöht, Korn- rnunal-Urnschuldung mit 96,30 um 0,13 und Zinsoergütungsscheine um 15 Pf. höher. 6proz. zertifizierte Preußen befestigten sich um 0,25 v. h. Altbesitz kamen mit 110,30 um 0,05 v. 5). höher zur 6 Uhr: Choral, Morgenspruch. — Gymnastik 6.30: Frühkonzert. In der Pause 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 10.15: Schulfunk. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Bauernfunk. 12: Schloßkonzert des Niedersächsischen Symphonieorchesters. 13: Nachrichten: anschl. Nach- (CpD.) Die Gauführung des Dinlerhllfs- werks des Deutschen Volkes 1935/36 gibt bekannt: 3n diesen Tagen wird in den Kreisen und Ortsgruppen des Gaugebietes Hessen-Rassau die Zahl der vom WHD. zu Unterstützenden festgelegt: Unterstützt wird, wer unverschuldet in Rot ist und nicht das nötige Einkommen hat, um für sich selbst zu sorgen. Die Kreise und Ortsgruppen haben entsprechende Anweisungen. Sie haben indessen auch weiterhin die Verpflichtung und das Recht, diejenigen vom Unterstühungsbezug fernzuhalten, die des Glaubens sind, die Volksgemeinschaft ausbeuten zu können. Gegen Asoziale und Gebt weiterhin freudig eure Spende für die Arbeit der RSV.1 Werdet aber auch Mitglied dieser großen Front aufbaufreudiger deutscher Männer und Frauen, fördert auch in diesem Abschnitt des Kampfes um eine glücklichere deutsche Zukunft das große Werk unseres Führers und Reichskanzlers A d o l f h t l e r, das Werk der deutschen Freiheit und der Wiedereroberung unseres Platzes an der Sonne durch ein gesundes, starkes und zukunftsfrohes deutsches Volk! Nachrichten. 15.15: Kinderfunk. 15.30 bis 15,45*. Reiche Naturschätze in Abessinien? Was der Geologe dazu sagt. Ein Bericht von Dr. R. Borner, Frankfurt a. M. 16: Kleines Konzert. 16.30: „Das ist der Herbst, der bricht mir noch das Herz". Be> trachtungen von Dr. Rudolf Klutrnann. 16.40: Bii- übersprang. Mit Hilfe seines Hundes konnte er den Mann stellen und verhaften. Es handelt sich um den schon lange gesuchten früheren Fremdenlegionär Josef Müller aus Schröck, der beschuldigt wird, insgesamt dreißig Fahrräder gestohlen zu haben. Kreis Wetzlar. / X Aus dem Kleebachtal, 27. Sept. Die Zwetschenernte, die in diesem Jahre einen guten Ertrag lieferte, ist in den meisten Dörfern beendet. Die Händler zahlten 7,50 bis 10 Mark pro Zentner. Infolge des stürmischen Wetters der Bor- woche wurde mit dem Ernten des Spät« o b ft e s begonnen. Aepfel und Birnen zeigen über, all — außer einigen Sorten — geringen Behang. Zudem hat der Wind die Bäume derart heftig ge- schüttelt, daß der größte Teil als Fallobst geerntet werden mußte. Ebenso hat der Wind manchen aus- nahmsweise schwerbeladenen Ast mit zur Erde gerissen. Die Obstbaumbesitzer sind eifrig dabei, das heruntergefallene Obst nach Hause zu bringen, um es im haushalt zu verwerten. Mit der Mostberei- tung kann begonnen werden, damit die Menge des Fallobstes eine sachgemäße Verwertung erfährt. Dieser Tage setzte auch in allen Dörfern die Spat- kartoffelernte ein, mit deren Ertrag man zufrieden sein kann. Aku 53 50, BMW. 122,50, Conti Gummi 153, Deut- scker Eifenhandel 105, Scheideanstalt 238, Deutsche Linoleum 147,50, Licht & Kraft 134, 3®. Farben 149 50 Gesfürel 123, Goldschmidt 106,25, Holzmann 92 JÜnqhans 86, Moenus 83,50, RWE. 125,25, Schuckert 120,50, Südd. Zucker 207,75, Reichsbahn. Vorzugsaktien 122,65, hapag 15,13. Frankfurter Eiermarkt. Frankfurt a. M., 27. Sept. Auch in dieser Woche war die Lage am Eiergroßmarkt ruhig. Die Zufuhren an Kühlhauseiern waren reichlich wah. rend der Saison entsprechend weniger ^rischware am Markt war. Gefragt blieben hauptsächlich billige Sorten. Es notierten (in Pfennig pro Stuck frei Frankfurt a. M., Großhandelsverkaufspreife an den Kleinhandel): Deutsche Markeneier 8 12/. bis 12/S A 11V. bis ll3/., B 103/< bis 11, CÖ’Abis40, D9 bis 9V-; Holländer S UV. bis 11% A 10 2 bis 10%, B 10 bis 10% C 9% bis 9'/: Jugoslawen und Bulgaren A 10% bis 10X, B 10 bis 104, Originalware 9% bis 10, deutsche Markenkuhlhaus. eier S 10%, A 9% bis 9%, B 9V< bis 9%, C 8’/« bis 9, D 8% bis 8%. Frankfurter Vuttermarkt. Frankfurt a. M., 27. Sept. Am Buttergrotz, markt 'mar in dieser Woche wenig ausländisch Ware am Markt. Auch die Zufuhren in deutscher Butter waren, wie im Herbst üblich, geringer. -Das Geschäft war unverändert ruhig. Es notierten (pro 50 Kilogramm frei Frankfurt a.M. Großhandels, Verkaufspreise an den Kleinhandel) m Mark: ■ Deutsche Markenbutter 144 bis 145, ferne deutsch . Molkereibutter 142 bis 143, deutsche Molkereibw , ter 140, Landbutter 125, Kochbutter 115 bis 120, , holländische Butter 144 bis 146. fchäftsgang genommen. Der Auftrieb an Schweinen zum Großmarkt ging zwar bei insgesamt 729 gegen 940 in der Vorwoche um 211 Stück zurück, zeigte aber schon im Verlaufe der Woche eine Verstärkung. Es erfolgte wiederum Zuteilung unter Bevorzugung der reinen Schweinemetzger. Die fehlenden Schweme- fleischmengen zur weiteren Versorgung der Bevölkerung wurden durch direkte Zufuhr zum Schlachthof in höhe von etwa 1500 Schweinen zur Verfügung gestellt. Es sind Maßnahmen getroffen, daß auch künftig die Versorgung jederzeit sichergestellt sein wird. An den Preisen hat sich nichts geändert. Infolge des geringeren Schweineauftriebes hat sich naturgemäß die Nachfrage auf den übrigen Marktgebieten, besonders auch am Großrinde r- markt erhöht. Der Auftrieb an Rindern betrug 1040 (827) Stück, die Qualität war durchaus zu- friedenstellend, die Zufuhr reichlich. Dem Markt standen außerdem noch 8 Waggon frisches Rindfleisch, der Waggon bekanntlich 80 Viertel enthaltend, zur Verfügung. Der Marktverlauf für Groß- rinder war rege und ausverkauft. Bemerkenswert ist immerhin, daß die Preise trotz der etwas stärkeren Nachfrage in ihren Spitzenklassen gut gehalten blieben. Auch der Auftrieb von Kälbern nahm zu, wenn auch der Gesamtbestand in der ganzen Woche Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt. । Der Getreidegroßmarkt lag in der abgelaufenen Woche an sich direkt ruhig. Große Abschlüsse auf Zeit wurden nicht getätigt, teilweise war weniger Angebot in Brotgetreide am Markte da im nächsten Monat die Preisstellung sich bekanntlich ändert. Das Weizenangebot war ausreichend, Mitte der Woche allerdings wenig groß, da seitens der Zulieferer zurückgehalten wird, um den um 20 Pf. höher liegenden Oktoberpreis abzuwarten. Die Mühlen verfügen außerdem noch über ziemlich viel Ware, so daß auch die Nachfrage für Weizen nicht allzu groß war. , v , Der Roggenmarkt verlief durchaus normal, das herauskommende Angebot, das keineswegs knapp, aber auch nicht übermäßig war wurde schlankweg ausgenommen. In erster Linie herrschte wieder das reine Bedarfsgeschäft hier vor. In Futtergerste bleibt der große Eigen- bedarf der Landwirte und die Verwendung im eigenen Betriebe bestehen so daß nur sehr wenig Angebot für den Markt übrig blieb. Die Umsätze waren dementsprechend gering. Auch Hafer verzeichnete nur einen sehr geringen Umsatz, da seitens der Landwirtschaft immer noch mit der Abgabeneigung zu- rückgehalten wird. , , , , Am Mehl- und Futtermittelmarkt traten kaum Veränderungen ein. Der Mehlmarkt lag ruhig, obwohl eine Nachfrage in erhöhtem Umfange zum Monatsende wegen des bevorstehenden Monatsaufschlages eintrat Bei Futtermitteln ist Weizenkleie immer noch sehr gefragt, dagegen Mühlenfabrikate vernachlässigt. Wochenbericht vom Frankfurter Gckrlachtviehmarki. Der Verlauf der Diehmärkte in dieser Woche hat durchweg in allen Abteilungen einen guten Ge- Reichsautobahn Frankfurt - Mannheim -Heidelberg am 20. Oktober ererbtet. LPD. Frankfurt a. M., 27. Sept. Wie der „Deutsche Verkehrsdienst" mitteilt, wird die 85 Kilometer lange Reichsautobahnstrecke Frankfurt — Mannheim — Heidelberg am 20. Okto - b e r dem öffentlichen Verkehr übergeben werden. Erfolgreiche Zagd auf einen Fahrradmarder. LPD. Marburg, 27. Sept. Ein hiesiger Bank- beamter, dem am letzten Sonntag sein Fahrrad g e st 0 h l e n wurde, bemerkte gestern auf der Landstraße Marburg—Gießen bei Wolfshaufen einen fremden Radfahrer, der das gestohlene Rad benutzte. Als er den Radfahrer anrief, ergriff dieser in Richtung Gießen die Flucht. Man verfolgte ihn und war ihm bei N i e d e r w a l g e r n dicht auf den Fersen, als er kurz entschlossen das Rad zur Seite warf und durch die Lahn schwamm, um auf dem jenseitigen Ufer die Flucht zu Fuß fortzusetzen. Der inzwischen telephonisch benachrichtigte Gendarmeriewachtmeister in Niederwalgern bemerkte beim Verlassen seiner Wohnung einen verdächtig aussehenden Mann, der gerade einen Gartenzaun jahres 1935/36. Unser Rückblick hat dargetan, welche gewaltige Fülle von sozialen 2{ufgaben, welch' reiches Maß von allezeit tatbereiter Nächstenliebe Lurch die NSV. erfüllt wurde. Jeder- mann muß vor der Gröhe dieser Ar- heit höchsten Respekt empfinden. Aber diese Leistungen bedeuten auch eine st ar k e Ver- pflichtung für alle in Arbeit und Brot stehenden Volksgenossen: niemals nachzulassen mitihrerhilfeleistung, sondern alle Kräfte elnzusetzen für dieses gewaltige deutsche Gernein- lchaftswerk! Darum deutscher Mann und deutsche Frau: ■Z um zur Notiz! richten aus dem Sendebezir^ 13.15: Schloßkonzert. Deutsche Erdöl lagen ebenfalls 0,50 v. h. leichter.! 14: Nachrichten. 14.10: Mitten im Werktag. 15. Unterstühungsfchwindler wird rück- fichtslos mit den verschärften Strafen des VNnlerhilfswerckes vorge- im Vergleich mit früheren Auftrieben etwas geringer war. Während Montags die Preise für Kalber eine Kleinigkeit zurückgingen, erfolgte am Donnerstag wieder der Ausgleich, diese Preisbewegung war jeweils durch die unterschiedliche Qualität der aufgetriebenen Tiere bedingt. In dem mittelmäßigen Marktverlauf trat keine Aenderung ein. hämmel und Schafe hatten bei 211 (214) Stück Auftrieb mengenmäßig kaum eine Derände- rung gegen die Vorwoche erfahren. An sich bleibt die Tatsache zu verzeichnen, daß in diesem Herbst der Auftrieb in dieser Diehgattung -größer ist, als im Vorjahre. Die Preise für beste Qualitäten gaben etwas nach, dafür zogen aber mittlere etwas an. Insgesamt war der Marktverlauf mittelmäßig, die Bestände ausverkauft. * * Die Zinsscheineinlösung für d i e 4V2 pro 3. Reichsbahn-Schuldverschrei- bungen von 1931. Der Geldwert für den am 1. Oktober 1935 fälligen Zinsschein Nr. 7 zu den 4V2proz. Schuldverschreibungen der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft vorn Jahre 1931 (der steuer- freien Reichsbahnanleihe 1931) wird berechnet mit 1 GM. = 1 RM. Der Zinsschein Nr. 7 wird vorn 1. 10. 1935 ab kostenfrei eingelöst bei der Zentralkasse der Deutschen Reichsbahngesellschaft m Berlin, bei den größeren Kassen der Reichsbahn- Direktionen, bei der Deutschen Verkehrskredit. Bank AG., Berlin, und ihren Zweigniederlassungen, sowie bei sämtlichen Reichsbankanftalten und bei der Reichsbankhauptkasfe in Berlin. Sonntag, 29. September. 6 Uhr: Hafenkonzert. 8.05: Gymnastik. 8.45: Choralblasen. 9: Katholische Morgenfeier. 9.45: Bekenntnisse zur Zeit: „Der kulturpolitische Wert und Sinn des Arbeitsdienstes". Von Dr. Will Decker. 10: Deutsche Morgenfeier der HI. 10.30: Chor- gesang. 11.20: Zur Ehre des Vaterlandes, zum Ruhme des Sports. Das Gesicht des deutschen Olympiakämpfers. 12: Schallplattenkonzert. 14: Kinderstunde: „Der Hund und der Sperling". Ein Spiel nach dem Märchen der Gebrüder Grimm. 15: Stunde des Landes. 16: Von Puppen, Marionetten und Automaten. Ein Besuch im Spielzeugladen. Kurio- sen-Magazin und Panoptikum. 18: Unter der Fahne schreiten wir ... Der Gebietsstab Westmark singt neue Lieder. 18.30: Durch Heide und Moor. Eine herbstliche Funkfolge. 19: Frisch und froh. Unter- Haltungskonzert. 19.50: Sportbericht. 20: Opernkonzert. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.20: Sportspiegel des Sonntags. 23: Tanz in der Nacht. 24 bis 2. Nachtkonzert. Tttontag, 30. September: Don Verkehrswerten bröckelten Nordlloyd um 0,25 . v. h. ab, während hapag 0,25 hoher ^6^- Am Elektromarkt verloren RWE. 0,25 v- H-- Gesfürel . insgesamt 1 v. h., Schuckert 0,75 o h. Bereinigte Stahlwerke schwächten sich im weiteren Verlauf auf 80,75 ab. . . Am Rentenmarkt ergaben sich m der zweiten Börsenstunde keine wesentlichen Veränderungen mehr, die Kurse lagen gut behauptet Don Auslandswerten tarnen Ungar. Gold. (4 v. h.) nut 9,45 (9,65), 4V2proz. Ungar. Staats. 0. 1913 mit 9,65 (9,40) zur Notiz. Tagesgeld unverändert 3 Abendbörse behauptet. An der Abendbörse war die Haltung eher etwas freundlicher, die Umsätze allerdings äußerst gering. Gegenüber den leicht ermäßigten Schlußkursen bestand verschiedentlich Nachfrage 3U 0,25 bis 0,50 v. h. höheren Kursen, so lagen Reichsbank, hofZ' mann, MAN. auf die Dividendenaufnahme hm, fester. Auch IG. Farben 0,25 0. h. erholt. Renten gleichfalls gut gehalten aber ruhig. Die freundliche Grundstimmung erhielt sich auch im Verlaufe, nor allem erholten sich die Mittags gedruckten Elektro - werte. So Licht & Kraft wieder 134 (132), IG- Farben unv. 149,50. Von ausländischen Werten gaben 4 v. h. Schweizer Bundesbahn 1,50 0. J). auf 185,50 v. h. nach. . Es notierten: Altbesitz 110,13, Der. Stahlbonds 101,50, 6 v.h. Frankfurter hypotheken-Goldpfand- briefe 96,25, Lissabonner Stadtanleihe 56 4 v. h. Rumänen 5.35, 4 v.h. Schweizer Bundesbahn 185,50, dto. 3,5prozentige 175, 4 v. h. Mexikaner Gold 7, Commerzbank 89,50, DD-Bank 90 Dresdner Bank 90, Frankfurter hyp. Bank 92,25, har- pener 113, Rheinstahl 108,50, Stahlverein 80,50, Kurszettel der Berliner und Frankfurter Dorfe Frankfurt a. M. | Berlin Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. Dl. Berlin Frankfurt a.M. börle hird dürfe Datum 27 9 26 9 Datum 26.9 I 118,5 109,65 110,2 110,13 110,25 100,4 15,4 100,5 15,13 100,25 100,25 15,25 96 96 96 96,13 96,13 100,13 100 91,75 91,75 113,13 113,1 112,8 113,4 6 96,25 96,25 100 100,4 100,25 100,4 100,25 100,4 97 97 97 97 0 0 153 154 0 207,5 I 207,76 Mannesmanw-Röhre»...... Dividende an. — Relchsbankdiskont 4 0 h., Lombardzinsfuß 5 0 h her die Die hinter den 7 7 101,75 107,5 29,5 94 100,5 96,75 100 0 0 12 5 6 125,25 120,5 171,5 101,5 106,25 149.5 238 96,25 147,5 26,5 287,5 0 10 126,25 92,75 86,65 39,5 144 109.5 133 104.4 124 113 94 39,25 144 109,5 132.5 104.25 123,9 113,75 94,5 88,75 88,75 174,4 101,9 107 127 92,5 86,65 26,5 284 30 94 27 1,35 9,35 9,65 9,65 10,4 100,25 96,75 101 0 0 0 0 6 O 126 80,5 86,5 113,5 93,25 160 126 91,25 86,13 96,5 147 217 108,5 80,5 19 132 125 100,4 96,75 99,9 97 107,3 Rheinische Elektrizität Rhein. West,. Gleite. Schuckert & Go...... Siemens & Halske... Lahmever & Go..... 97 107,3 97 107,3 90 90 174,5 90 90 174,9 213 109 31,5 19 131,5 125 125,5 121,25 172 129,25 89 89 173,5 113,5 95 15,25 28 16,75 78,4 111 89,25 17,13 78,5 110,5 89 125,25 121.25 172 129,25 17 79,13 111 88,75 39 144,4 110,5 132 104,65 123 139,9 125 120,5 172 129 108,5 112,5 81 »9 63,05 80,83 33,72 39 144 110,5 134 104,75 123 101,65 107 53,5 107,25 112 81,75 A.E.G. Bekuia Schuitbei» Batzendoser l\ Alu (Allgemeine Kunstseide) .. 0 16,9 78 110,75 89,5 . 6 .. O 12 SV, O .. 0 .. 5 .. 6 IVi 150,9 | 238 ! . 6 IH O 9,5 8,9 9,5 10,6 Grchner Mainlrastwerle Höchst a.M.. ' Süddeutsch« Zuck« ...... Phllivv Holzmann .... Zementwerl Heidelberg Gementroer! Karlstadt.. I. ®. Farben-Industri« ScheideanstaU........ Goldschmidt RütgerSroerke Metallgesellschaft 97 107,3 | Buenos Aire Brüssel Rio de Ian. Sofia ...... Kopenhagen. Danzig London ..... Helüngfor».. Paris ...... Holland .... 3 tollen..... Iaoan ...... Jugoslawien Oslo : Wien Lissabon .... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag....... Budapest ... Reuyorl ... Gleite. Licserungsgesellschaft ... 6 Licht und Kraft ........... 6% Felten & Guilleaume O Gesellsch.f.Eleltr.Unternehmung. 5 27,5 1,4 9,4 9,5 9.4 10,5 "SHtT 1458 42,00 54,54 12,215 16,385 168,14 19,54 61,39 Mansfeld« Bergbau .. Kokswerle ........... Phönix Bergbau...... Rheinische Braunlohleu Rheinstahl Bereinigte Stahlwerk. Ctaöt Minen Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke Salzdetfurth 0, 0 0 7 O 6 O o; 0 12 8| Ham burg-A m erUa-P aket Hamburg-Südam. Dampfschiff. Norddeutscher Lloyd ......... A.G. für Berlehrswesen QUL .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz- und Prioat.Bank ... Deutsche Bank und Diöconto- Gesellschaft................ Dresdner Bank ...... Reichsbank ................ 26-9 | 27-9. «je* lur* börfe 9,65 8,9 I 9,25 10.2 26 9 | 27-9 0, 106,25 i 106,25 4 114,75 । 115 *i 106,5 1 - Buderus ...... .. Deutsche Grtfl Gelsenkirchen« Harpener Hoesch Eisen—Köln-Neuess« Ilse Bergbau Ilse Bergbau Genüsse Klöcknerwerke 4% Oesterretchtiche Goldrente.... 4,20% Oesterretchische SUberrente 4% Ungarische Goldrente 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4V,% desgl. von 1913 n.. .. 5% abgcst. Goldmexikanervon 99 4% Türkische Bagdaübahn-Anlethe Serie t ••••••••••••••••«•••• I 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichranl. von 1934 6Vr% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mtt Auslos.-Rechten ............. 1 4*/,% Deutsche ReichSpostschatzan- Weisungen von 1934, I.......' 6% ehemL% Hess. BolUftaat 1929 (rückzahlb. 102%)............ 4%% ehem. Hessische LandeSbanl Darmstadt Gold R. 12........ 6y3% ehem. Hess. Landes-Hypo- thelenbanl Darmstadt Staut ... 4%% ehem. 8% Darmst. Komm. LandeSb.Goldschuldverschr. R. 6 Oberhessen Provtnz-Anlethe mtt Auslos.-Mechten ............. Deutsche Komm. Eammeiabl. An. leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4^i% ehem.8% Franks. Hqp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6%% ehem. 4Yt% Franks. Hyp.- Bank-Ltqu.-Psandbriese....... 6y,% ehem. 4K,% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe..... 4%% ehem. 8% Pr. Landespfandbriesanstalt, Pfandbriefe R. 19 4Yi% ehem. 7% Pr.LandeLpsand- briesanst., Gold Komm. Obl.Vl Steuergutsch.VerrechnungSl. 35-89 Bemberg .......... Zellstoff Waldhof .... Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Gas...... Daimler Motoren .... Deutsche Linoleum... Orenstein & Koppel .. Westdeutsche Kaufhof. Chabe............ Aecumulatoren-Fabrü Gonti-Gumm, ...... rtXAl.,6. Schlup«. Abend. 93 I 92 116,5 115,75 I 132 I 132 | sch'uß- SIS* börle Schluß!. T ^b-nd. 27 9 100,5 96,75 100 Frankfurt a 3R Aerlln Schluß- turs Schlupl. Abendbörse Schluß- lurs Schlußt. Mittag- _ börse. Datum 26 9 27-9 26 9- 27 9 4% desgl. Serie 11 ............. 5% Rumän. vercinh. Rente v. 1903 4y,%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vercinh. Rente .. 2%% Anatolier ............... 6,25 10 5,5 39,25 6,65 10 5.35 39,25 6,4 10 5,55 39,75 6,65 9,75 5,35 39,5 26 September 27 September Amtliche Dotierung Geld | Brles Amtliche Roiieruna Geld 1 3ritL. 0,678 0,682 0,678 0,682 41,98 42 06 41,96 42,04 0,139 0,141 0,139 0,141 3,047 3,053 3,047 3,053 54,59 54,69 54,53 54,63 46,82 46,92 46,82 46,92 12,225 12,255 12,21 12,24 5,385 5,395 5,38 5,39 16,375 16,415 16,375 16,415 167,93 168,27 167,88 168,22 20,30 20,34 20,30 20.34 0,717 0,719 0,715 0,717 5,654 5,666 5,654 5,666 61,39 61,51 61,31 61,43 48,95 49,05 48,95 49,05 11,085 11,105 11,07 11,09 63,03 63,15 62,96 63,08 80,69 80,85 80,69 80.85 33,93 33,99 33,94 34,00 10,27 10,29 10,27 10,29 2,485 2,489 2,486 2,490 Banknoten. 118,5 115,9 , 117,5 115,75 216 1 217,5 109 108.25 81,25 80,5 19 18,9 131,75 132,25 125,5 125,5 -I 183 150,75 149,25 — 106,75 107 114,5 114 106 106,5 93,5 92,5 — — 106,25 105,5 54 53,5 108,5 106,75 111,5 110,75 81,75 81,5 128 127,75 96,75 96 147,25 148 80 80,5 26,5 26,5 287,5 287 175,5 176 153,75 I 153 30 I 30,25 — 1 — 207,25 1 207,5 3erlin,27 September Geld Ämerikaniiche 'Jtoten.............. 2,438 Belgische Noten.................. 41,84 Dänische Noten ................. 54,32 Englische Noten ................. 12,175 Französische Noten ............... 16,325 Holländische Noten ............... 167,46 Italienische Noten................ 19,46 Norwegische Noten .............. 61,15 Deutsch Oesterreich. * 1OO Schilling — Rumänische Noten............... Schwedische Noten ............... 62,79 Schweizer Noten................. 80,51 Spanische Noten................. 33,58 Ungarische Note» .. .. . ...... — Volkswirtschaftliche Zeitfragen. Besteuerung und Villigkensweg. Von Or. jur. et rer. pol. K Wuth, Berlin Von dem Erlaß oder der Ermäßigung einer Steuer aus Villigkeitsgründen spricht man nur in d e n Fällen, in denen der Steuerpflichtige keinen Rechtsanspruch auf Ermäßigung der Steuer oder Freistellung hat. Auf die Ermäßigung der Einkommensteuer oder Lohnsteuer bei außergewöhnlichen Belastungen durch besonders hohe Ausgaben für die Ausbildung der Kinder, für den Unterhalt mittelloser Angehöriger infolge Krankheit usw. hat der Steuerpflichtige unter den weiteren Voraussetzungen einen Anspruch, den er im Rechtsmittelwege bei den Finanzgerichten verfolgen kann (Eint. StG. § 33). Möglich ist jedoch, daß diese Wege nicht zum Ziele führen, vielmehr der Steuerpflichtige aus sonstigen Gründen zur Steuerzahlung nicht in der Lage ist. Man denke an den Fall, daß der Steuerpflichtige seine geschäftliche oder seine sonstige Tätigkeit hat aufgeben müssen und nunmehr eine hohe Abschlußzahlung auf die Einkommensteuer nicht entrichten kann. Besondere Härtefälle sind außerdem vom Reichsfinanzminister ausdrücklich berücksichtigt. Ermäßigung, Erlaß oder Erstattung einer Steurer aus Billigkeitsgründen ist in der Reichsabgabenordnung (§ 131) vorgesehen, wenn „deren Einziehung nach Lage des einzelnen Falles unbillig wäre". Rach nationalsozialistischer Auffassung ist einem Steuerpflichtigen — wie Staatssekretär Reinhardt (D. St. Ztg. Nr. 22) vor kurzem ausgeführt hat — insbesondere zu helfen, sofern dies zur Abwendung einer erheblichen Gefährung der Bestreitung des notwendigen Lebensunterhalts erforderlich ist. Dabei ist auf die Zahl der minderjährigen Kinder, die zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehören, Rücksicht zu nehmen. Auch können sonstige Umstände in Betracht gezogen werden, die andernfalls zu einer Ermäßigung dec Einkommen- bzw. Lohnsteuer führen (vgl. oben). Für Gewerbetreibende kommt Steuererlaß insbesondere in Betracht, wenn andernfalls Gehälter und Löhne an Arbeitnehmer, deren monatliche Bezüge 300 Mark nicht übersteigen, nicht pünktlich gezahlt werden könnten. Das gleiche gilt, wenn zugegangene Aufträge auf Arbeit andernfalls innerhalb der vorgeschriebenen Frist nicht ausgeführt oder auf aus dem Ausland eingegangene Antragsangebote nicht eingegangen werden könnte. Letzter Grund ist die Abwendung der Schließung des Betriebs, wenn sie den Belangen der Volksganzheit zuwiderlaufen würde. Einem Antrag auf Erlaß soll nur stattgegeben werden, wenn eine eingehende Prüfung des Steuerpflichtigen den Steu^rbeamten zu der Erkenntnis kommen läßt, daß nicht bereits eine Stundung genügen würde, um dem Steuerpflichtigen die Hilfe zu gewähren, deren er bedarf, wenn weder die Interessen der Volksganzheit, noch der Gedanke der Volksgemeinschaft verletzt werden sollen. Die Erleichterung ist grundsätzlich auf Stundung zu beschränken und nur in besonderen Ausnahmesällen Erlaß zu gewähren. Auch die U m s a tz st e u e r kann unter Umständen erlassen werden. Umsatzsteuerpflicht besteht von vornherein nicht, wenn die Umsatzsteuer für das Jahr nicht mehr als 20 Mark betragen würde, was einem Steuersatz von 2 v. H. Einnahmen in Höhe von 1000 Mark jährlich entspricht. Rach den Ausführungen von Staatssekretär Reinhardt kann ferner rückständige Umsatzsteuer auch bei einem Um- satz zwischen 1000 und 5000 Mark erlassen werden, wenn der Steuerpflichtige infolge seiner derzeitigen Verhältnisse mit der Entrichtung in Rückstand gekommen und beim besten Willen zur Zahlung ohne Gefährdung der Fortführung seines Betriebes oder Bestreitung des notwendigen Lebensunterhalts oder der pünktlichen Bezahlung der kleinen Löhne nicht in der Lage ist. Er darf auch keine anderen Einkünfte als aus diesen Umsätzen beziehen. Zuständig für den Erlaß von Steuern aus Bil- ligkeitsgründen sind regelmäßig die Finanzämter bis zu einem Steuerbetrage von 10 000 Mark, darüber hinaus die Landesfinanzämter; erst bei einem Steuerbetrage von 20 000 Mark muß der Reichsfinanzminister seine Zustimmung geben. Bei der L o h n st e u e r werden außergewöhnliche Belastungen durch Ausbildung der Kinder usw., wie oben angegeben, durch Ermäßigung der Steuer berücksichtigt, die der Arbeitnehmer durch Antrag auf Zulassung eines Abzuges vom lohnsteuerpflichtigen Arbeitslohn unter Vorlegung der Lohnsteuerkarte beim Finanzamt erreicht. In jedem Falle ermäßigt sich die Lohnsteuer beim Vorhandensein von minderjährigen Kindern, die zum Haushalt des Arbeitnehmers gehören Sie müssen entweder unter Leitung des Arbeitnehmers dessen Wohnung teilen oder sich mit seiner Einwilligung zum Zwecke der Ausbildung oder dergleichen außerhalb der Wohnung aufhalten. Lebt das Kind, z. B. des Erwerbes wegen, außerhalb der Wohnung, so gehört es nicht zum Haushalt des Arbeitnehmers; eine Kinderermäßigung wird nicht gewährt. Wohnt das minderjährige Kind dagegen bei dem Steuerpflichtigen, so besteht der Anspruch auf Kinderermäßigung auch dann, wenn es eigene Einkünfte bezieht. Die Kinderermäßigung fallt auch nicht dadurch weg, daß sich die minderjährigen Kinder als Arbeitsdienstwillige im freiwilligen Arbeitsdienst aufhalten oder sich bei der Reichswehr zur Ausbildung besinden. Außer für die minderjährigen Kinder wird die Ermäßigung auch für ältere Kinder bis zum 2 5. Lebensjahre gewährt, wenn sie sich in der Ausbildung zu einem Beruf auf Kosten des Steuerpflichtigen befinden. Die Gemeindebehörde, die für den Wohnsitz des Arbeitnehmers zuständig ist, hat dies auf Antrag auf der Steuerkarte zu bescheinigen. Für volljährige Kinder bis zu 25 Jahren kann die Ermäßigung auch beantragt werden, wenn sich das Kind im freiwilligen Arbeitsdienst (bis zum außerplanmäßigen Truppführer einschließlich) oder bei der Wehrmacht (bis zum Gefreiten bzw. Oberfähnrich) befinde! (Richtlinien vom 4. Juni 1935). Beachtlich sind außerdem die Steuerermäßigung mit Rücksicht auf Hausgehilfinnen, Vergünstigungen für eine mitverdienende Ehefrau, wenn di/ Einkünfte des Mannes 600 Mark jährlich nicht übersteigen usw. Nebeneinkünfte von Arbeitnehmern in der Zeit vor dem 1. Januar 1934, die weder der Lohnsteuer, noch der Kapitalertragsteuer unterlegen haben sollen nachträglich nicht mehr zur Einkom- mensteuer herangezogen werden, wenn sie nicht mehr als 2000 Mark betragen haben. Dies gilt jedoch nicht für Einkünfte, die der Besteuerung vorsätzlich entzogen sind, also insbesondere in den Fällen, in denen der Steuerpflichtige die Abgabe einer Einkommensteuererklärung, zu der er verpflichtet war, vorsätzlich unterlassen hat. In dieser Hinsicht ist zu beachten, daß eine Verpflichtung zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung für die Zeit vor 1934 bestand, wenn das Gesamteinkommen (ohne Abzug) 9200 Mark im Jahre überstiegen hatte oder der Arbeitnehmer durch Zusendung eines Vordrucks zur Abgabe der Einkommensteuererklärung beson- Reichshandwerksmeister Schmidt erläuterte vor Pressevertretern den Feldzug, den der Reichsstand des deutschen Handwerks gegen das Borgunwesen und für die pünktliche Bezahlung der Handwerkerrechnungen ausgenommen hat. Er führte dabei u. a. folgende Gedankengänge aus: Die Schuldnermoral ist ein Gebiet, auf dem sich die Erneuerung des deutschen Volkes noch nicht genügend ausgewirkt hat. Besonders leidet unter dem Borgunwesen und der schlechten Bezahlung der Rechnungen der Handwerker. Das ist ein internationales Uebel, mit dem das Handwerk auch im Ausland zu kämpfen hat und gegen das man schon vor Jahrhunderten strenge Maßnahmen ergriffen hat. Das nationalsozialistische Deutschland hat den Vorzug, daß es gegen dieses Unwesen kräftig vorgeht, um es auszurotten. Aus unserem amtlichen Material könnte ich eine Fülle von Beispielen nennen. Dies sind keine Beispiele ungenügender Kaufkraft, sondern Beispiele für ungenügenden Zahlungswillen, Beispiele für Nachlässigkeit und Gedankenlosigkeit. Eine einzige Dachdecker-Innung hatte z. B. Anfang 1935 rund eine Million Außenstände; auf jeden der 650 Betriebe kamen durchschnittlich über 1500 Mark. Ein Drittel der Schmiede eines Bezirks, nämlich 564, haben 750 000 Mark Außenstände, die nicht im Entschuldungsverfahren fallen. Handwerksmeister mit mehr als 10 000 Mark Außenständen sind keine Seltenheit. 18 Innungen in einem Kammerbezirk haben die Außenstände ihrer Mitglieder festgestellt: 2645 Bezirke haben einen Gesamtaußenstand von 3,1 Millionen: das sind durchschnittlich 1165 Mark. 1200 Mark Außenstände — so wird eingewendet — mögen nur einen Bruchteil des Gesamtkapitals ausmachen. Aber das Gesamtkapital darf man nicht zum Vergleich heranziehen, sondern man muß das stehende, das in Anlagen festgelegte Kapital außer Betracht lassen und die Außenstände nur mit dem umlaufenden, dem Betriebskapital vergleichen. Und damit liegt in den meisten Handwerksberufen so viel fest, daß die Betriebe ihre Bewegungsfreiheit verlieren, oder schon verloren haben. Nichts ist falscher, als wenn werbungtreibende Unternehmer in Unkenntnis der wahren Verhältnisse glauben, ihre Werbetätigkeit sei durch das vom nationalsozialistischen Staat geschaffene Gesetz über Wirtschaftswerbung gehindert oder erschwert. Richtig ist vielmehr, daß den Werbungstreibenden nur solche Verpflichtungen auferlegt worden sind, die für einen ehrbaren Kaufmann von jeher selbstverständlich waren. Die Werbung muß danach klar und wahr, sauber — kurz gesagt — deutsch gestaltet sein; außerdem dürfen Werbern (z. B. Verlegern) und Werbungsmittlern (z. B. Annoncen-Expedltionen) gegenüber keine unbilligen Forderungen erhoben werden, welche den in den Bekanntmachungen des Werberates der deutschen Wirtschaft festgelegten Bedingungen, die Werber und Werbungsmittler zu beachten haben, widersprechen. Schließlich sind noch auf dem Gebiet des „Außenanschlages", also des Plakatierens, einige Vorschriften zu beachten, desgleichen einige Bestimmungen über die Verwendung von Dank- und Empfehlungsschreiben, sowie Gutachten. Das ist alles! Der Grundsatz der Freiheit der Werbung wird vom Werberat mit aller Energie vertreten. Er hat erst vor wenigen Tagen in einer Verlautbarung darauf hingewiesen, daß sich noch bestehende „Sperrbeschlüsse" von Verbänden — also Anordnungen oder Beschlüsse ständifcher Organisationen, durch welche die Mitglieder in ihrer Werbetätigkeit gehemmt werden — mit diesem Grundsatz nicht vereinbaren lassen, und daß er die notwendigen Maßnahmen zur Beseitigung von Sperren, die ohne sein Einverständnis bestehen, mit Nachdruck in die Wege leiten wird. t Noch nie konnte die deutsche Wirtschaft der Werbung mit solchem Vertrauen gegenüberstehen wie heute. Hat doch das gesamte Gebiet der Wirtschaftswerbung eine Reinigunqskur hinter sich, durch die alle Auswüchse und Mißstände abgestreift wurden. Werber und Werbungsmittler unterliegen jetzt strengen Vorschriften. Einerseits zum Wohle der werbenden Wirtschaft, anderseits in ihrem eigenen Interesse, denn es ist nun nicht mehr möglich, daß Außenseiter und unlautere Elemente dem Großteil der anständig arbeitenden Werber und Werbungsmittler das Leben schwer machen und daß unkontrollierbare, minderwertige Werbemittel die guten und wirksamen zurückdrängen. Es sind somit alle Vorbedingungen gegeben, die den Anreiz zu vermehrter und verbesserter Werbung bieten könnten. Und doch gibt es in unseren Tagen noch Unternehmer, die der Werbung uninteressiert, wenn nicht ablehnend gegenüberstehen, die die Werbung günstigenfalls als notwendiges Uebel betrachten und jeder dafür ausgegebenen Mark als nutzlos vertan nachtrauern, wenn nicht auf den ersten Anhieb hin ein greifbarer Erfolg aufzuweisen ist. Nach einem mißlungenen Versuch, der seiner Planlosigkeit we- gen vielleicht von vornherein scheitern mußte, erklären diese Zeitgenossen vielfach, sie seien durch Leistung, nicht durch Werbung zu dem geworden, was sie sind. Daher läge kein Grund vor, zukünftig andere Wege einzuschlagen. Geschäftsleute mit einer solchen Einstellung, die nur bedingt richtig sein kann, sind für die Wirtschaftswerbung weniger gefährlich, denn früher oder später werden sie eines anderen belehrt werden, sofern sie erfolgreich bleiben wollen. Eine Aenderung der Gesamtwirtschaftslage, ja häufig schon eine geringe Veränderung innerhalb der eigenen Branche, wie das Auftreten eines neuen ders aufgefordert war. Für 1934 waren bereits Ein- fünfte über 4000 Mark durch Abgabe einer Steuererklärung anzuzeigen, sofern der Arbeitnehmer nicht steuerabzugspflichtige Einkünfte von mehr als 300 Mark bezogen hatte. , Zum Schluß sei noch darauf hlngewiesen, daß der Billigkeitsweg nach den neuen Bestimmungen auch für die Bürgersteuer in Betracht kommt. Sie kann also ebenfalls u. a. erlassen werden, wenn die Bestreitung des notwendigen Lebensunterhalts durch die Entrichtung wesentlich gefährdet wird (vgl. BO vom 17. Oktober 1934, § 28). Ein großer Teil des Handwerks ist durch Inflation und Wirtschaftskrise ausgeblutet, und da glauben viele Kunden noch, gerade der Handwerker wäre der rechte Mann zum Kreditgeben. Die nationalsozialistische Reichsregierung und der Reichsstand geben sich alle Mühe, dem Handwerk Aufträge zu verschaffen; gerade vor Weihnachten wollen wir Geschenke aus Handwerksarbeit fördern. Aber was nützen alle Aufträge, wenn der Hand- werter nicht die Betriebsmittel frei hat, um Werkstoffe einzukaufen und Löhne zu zahlen! Der Reichsstand des deutschen Handwerks hat sich daher zu einem Feldzug gegen das Borgunwesen entschlossen. Wir haben die Betriebsführer im ganzen Handwerk aufgefordert, in den nächsten Tagen für alle fälligen Beträge oder Rechnungen Mahnungen zu versenden. Auf notleidende Volksgenossen, besonders Familienväter, sollen die Handwerker besonders Rücksicht nehmen. Der Sinn unseres Vorhabens läßt sich kurz so zusammen- fassen: 1. Wer jetzt seine Handwerkerrechnungen bezahlt, der dient damit der Arbeitsbeschaffung vor Weihnachten. 2. Wer das geschuldete Geld der produzierenden Wirtschaft vorenthält, der hemmt die Wirt- schaftsbelebunq, widersetzt sich den Bemühun- gen, die Preise niedrig zu halten und leitet das Geld in falsche Kanäle. 3. Bäcker und Fleischer brauchen auch deshalb Barzahlung, weil sie nach den Bestimmungen des Reichsnährstandes ihre wichtigsten Bezüge selbst bar bezahlen müssen. 4. Nach Beendigung dieser Einziehungsaktion soll das Handwerk gemeinsam mit seinen Kunden dem Borgunwesen ein Ende machen. 5. Wir alle müssen uns auf eine gesunde Zahlungsmoral umstellen, wie sie des erneuerten deutschen Volkes würdig ist. Wer seine Zahlungspflichten, gegen die Handwerker erfüllt, der hilft mit zum Wiederaufstieg des > Handwerks. werbefreudigen Wettbewerbers, können hier schnell entgegengesetzte Ansichten he^beiführen. Die Praxis liefert genügend Beweise hierfür. Gefährlicher für die Werbung, den Wegbereiter der Wirtschaft, sind diejenigen Kreise, die von der Wirtschaft wenig und von der Werbung gar nichts verstehen und die aus ihrem andersgearteten Tätigkeitsbereich heraus die Werbung verdammen, wobei ihnen die sichtbaren Auswüchse oorschweben, die inzwischen vom Werberat beseitigt worden sind. Eine dritte Gruppe von Gegnern der nach nationalsozialistischen Grundsätzen ausgeführten Wirt- schaftswerbung setzt sich aus Unternehmern zusam- men, die sich noch nicht damit abgefunden haben, daß der neue Staat auch in die Werbung eingreifen mußte. Nicht aus Freude am Reglementieren und um seine Macht zu beweisen, sondern im Interesse des Volksganzen, dem sich die Belange des einzelnen unterzuordnen haben. Die vom Werberat gegebenen Richtlinien, innerhalb deren sich die Wirtschaftswerbung abzuspielen hat, haben wohl dort, wo es nötig war, eine gewisse Beschränkung auferlegt, dafür aber eine neue, gesunde Grundlage im nationalsozialistischen Sinne geschaffen, au der die Werbung aufbauen kann. Wer seine Mitarbeit nun verweigert und beispielsweise mit Werbeaufträgen zurückhält, um dadurch vielleicht alte Sonderrechte wieder zu erlangen, der hat die neue Zeit noch nicht verstanden. . Zu der letzten Gruppe derjenigen, welche im Rahmen dieser Besprechung erwähnt werden müssen, gehören die Unternehmerkreise, die aus dem Aufschwung der Wirtschaft unter der nationalsozialistischen Führung unmittelbar Gewinn ziehen, die also zurzeit mit ausreichenden Aufträgen versorgt sind, und die nun glauben, ihre Werbetätigkeit ein- stellen oder stark einschränken zu können. Diese Unternehmer sind undankbar, denn sie vergessen, daß auch von der Werbung direkt oder indirekt unzählige Volksgenossen leben. Sie sind aber auch unklug; eines Tages werden sie erkennen, daß sie den Kontakt mit 'der Käuferschaft verloren haben und daß wieder von vorn begonnen werden muß. Darum ist es unbedingt verfehlt, es der Fürsorge des Staates und der Tüchtigkeit seiner Führung zu überlassen. Aufträge herbeizuschaffen. Im Gegenteil, der Unternehmer im Dritten Reich soll wagen und die eigene Entschlußkraft soll wachsen, um die Anstrengungen der Staatsführung, die auf die Weiterbelebung der Wirtschaft und endgültige Beseitigung der Arbeitslosigkeit hinzielen, bis zur Grenze des Möglichen zu unterstützen. Die der Werbung abgeneigten Kreise erkennen meistens nicht, wie weit die Werbung in das Leben eines jeden Menschen eingreift, sie sehen nicht, daß die Werbung heute einfach unentbehrlich ist. Wir alle stehen bewußt oder unbewußt unter dem Einfluß der Werbung. Und wenn ein Geschäftsmann, der angibt, vom Werben nichts wissen zu wollen, sich mit Rücksicht auf seine Kunden gut kleidet, saubere und ansprechende Briese versendet, seine Geschäftsräume geschmackvoll ausgestaltet, sich vielleicht sogar aus Gründen des Ansehens einen Kraftwagen anschafft, treibt er bann nicht auch schon Wirtschaftswerbung? Wirtschaft und Werbung sind untrennbare Begriffe. Dieser Erkenntnis sollte sich kein Volksgenosse verschließen, der an dem großen Werk des Wiederaufbaues der deutschen Wirtschaft mit- arbeitet Das Rabattsparwesen. Durch bas Rabattgesetz, bas Enbe 1933 erlassen wurde, ist bekanntlich der Rabatt grundsätzlich auf einen Höchstsatz von 3 v. H. festgesetzt worden. Durch diese Regelung ist im Jahre 1934 eine sehr bemerkenswerte Entwicklung im gesamten deutschen Rabattsparwesen festzustellen, die u. a. darin zum Ausdruck kommt, daß sich immer größere Kreise des Einzelhandels der gefunden und lauteren Rabattgewährung im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen zuwenden, und daß dadurch natürlich die üblen Wettbewerbsunsitten, die häufig im libe- ralistischen Zeitalter möglich waren, immer mehr an Boden verlieren. Die Rabattsparbewegung hat also gerade durch die gesetzliche Regelung an Em- fluß und Bedeutung gewonnen. Es ist bekanntlich der Sinn des Rabattsparens, den Kunden zum Barzahlen zu erziehen und ihn damit vor dem volkswirtschaftlich ungesunden Borgen zu bewah- ren. In früheren Jahrzehnten hat natürlich auch der Mittelstandsschutz in der Rabattsparbewegung eine große Rolle gespielt, da die Kundenbelohnung durch Barrabatte sich als eins der wirksamsten Mittel zur Erhaltung einer gesunden Geschästs- grunblage erwiesen hat. Die offizielle deutsche Rabattsvarbewegung, die in den Handelsschutz und in den Rabattsparvereinen gesehen werden kann, ist jetzt 33 Jahre alt. Der langjährige Führer des Rabattsparwesens, Senator Beythien, der auch heute noch Geschäftsführer des Reichsverbandes der Rabattsparvereine Deutschlands ist, glaubt mit dem Verbandsvorsitzenden Kunze (Augustusburg), daß die Rabattspardewe- gung auch in Zukunft noch sehr wesentliches für den deutschen Einzelhandel leisten wird. Die Rabats sparbewegung hat besonders dafür gesorgt, daß Wahrheit, Klarheit und Lauterkeit im Wettbewerb sich behaupten resp. sich nach und nach wieder durch etzen konnten. Den organisierten Rabattsparvereinen gehören heute 290 Rabattsparvereine und 65 Rabattspargruppen an. Die Mitgliederziffer beträgt jetzt 32 600 und hat sich gegenüber dem letzten Jahr weiter gehoben. Durch die gesetzliche Senkung des Rabattsatzes auf 3 v. H. ist die Rabattsumme von 19 Millionen Mark im Vorjahr auf ungefähr 13 Millionen Mark im letzten Jahr gesunken. Sehr wichtig ist, daß der räbattierte Umsatz eine weitere Steigerung erfahren hat. Für 10,8 Milliarden Mark geführte Sparbücher sind eingelöst worden. Da heute noch nicht alle Rabattsparvereine zu einer einheitlichen Organisation zusammengefaht sind, ist die Anzahl der Rabattsparer in Deutschland ins- gesamt natürlich bedeutend größer als aus den Berichten des Reichsverbandes hervorgeht. Man geht wohl nicht fehl, wenn man feststellt, daß heute 60 000 Einzelhändler die Rabattsparmarke emg€- uhrt haben. Es dürfte sicher fein, daß in naher Zukunft eine Zweckoereinigung aller deutschen Rabattsparvereine geschaffen wird. Wenn das durchgefuhrt sein wird, kann auch die Wirtschaftsstatisttk den wirklichen Umfang des Rabattsparwesens untersuchen unö noch genauere Rückschlüsse über die allgemeine volkswirtschaftliche Bedeutung dieser Bewegung herausarbeiten. Die Rabattsparbewegung durste den Charakter einer Zwangsorganisation erhalten, da sich bereits alle bisher nicht organisierten Rabatt- sparoereine anmelden mußten. Mit einer Zusammenschließung aller Rabattsparvereine wird wahr- cheinlich auch die Zwangsrevision verbunden fern, die bereits für die Angehörigen des Reichsverban- des der Rabattsparvereine durchgeführt wird. Der Beitritt zu einem Rabattsparverein steht natürlich jedem Einzelhändler frei. Das Ergebnis der Prüfungen im letzten Jahr hat ausgezeichnete Erfolge gehabt. Es sind neue Ein- hcitsbuchführungen für Rabattsparvereine zur Einführung gekommen, die sich wohl noch im Lause dieses Jahres allgemein durchsetzen dürften. Bei der Rabattsparbewegung wird besonderer Wert auf die richtige Anlage des Markenkapitals gelegt, damit die gesunde Basis aufrechterhalten bleibt. Eine sehr bedeutende Angelegenheit ist noch die Frage der Besteuerung der Rabattsparvereine, die noch nicht endgültig geklärt ist. Es laufen gerade hier ver- schiedene Steuerprozesse, die vielleicht neues Mate- rial für die endgültige Lösung des Problems erbringen werden. Eine vollständige Klarstellung der steuerlichen Verhältnisie dürfte demgemäß auch für die nächsten Jahre zu erwarten fein. Interessant ist der Entwicklungsgang einiger Rabattsparvereine nach Erlaß des Rabattgesetzes. So geht z. B. aus dem Geschäftsbericht des Rabattsparvereins des Düsseldorfer Einzelhandels hervor, daß im ersten halben Jahr 1935 = 62 neue Firmen dem Rabattsparverein beigetreten sind, so daß dessen Mitgliederzahl heute 764 beträgt. Der Rabattumsatz hat eine Steigerung um 40 v. H. erfahren. Der Käuferschaft sind in dieser Zeit allein 123 000 Mark vergütet worden, gegenüber 180 000 Mark im ganzen Jahre 1934. Der Düsseldorfer Verein hat allein 43 000 Rabattsparbücher in den ersten 6 Monaten eingelöst. Bemerkenswert ist hierbei, daß der Verein erst Anfang vorigen Jahres gegründet worden ist und insolgedessen eine ganz außerordentliche Entwicklung zu verzeichnen hat. Die Gründungs- tosten sind bereits restlos getilgt worden. Der Vorstand hat beschlossen, daß nach Ablauf des dies- jährigen Geschäftsjahres die im Jahre 1934 zur Ausgabe gelangte Rabattmarkenserie abgerechnet werden soll, damit der Geldwert der nicht zur Ein- lösung gekommenen Marken des ersten Jahres in voller Höhe an die angeschlossenen Mitgliedsfirmen zur Auszahlung gebracht werden kann. Der Handelsschutz- und Rabattsparverein Mün- chen ist im Jahre 1934 auf mehr als 3000 Mitglieder angestiegen. Unter den neuen Mitgliedern befinden sich besonders zahlreiche Textilwarengeschäfte. Alle Aufgaben, die dem Verein gestellt wurden — besonders durch das Rabattgesetz — sind ohne jede Störung durchgeführt worden. Allein im ersten Vierteljahr des Jahres kamen bis zu 10 000 Spar- bücher zur Einlösung. Innerhalb des Vierteljahres wurden rund 0,4 Millionen Mark an Spargeld-rn ausgezahlt. Der Münchener Rabattsparverein vat feine Tätigkeit auch auf Landgemeinden ausgedehnt, da festgestellt werden konnte, daß nach Einführung des Rabattgesetzes zahlreiche Geschäftsleute ihre eigenen Marken aufgegeben haben und nun zu den organisierten Rabattsparvereinen Zugang erlangen wollen. Aus diesen Darlegungen dürste mit Deutlichkeit hervorgehen, daß die anerkannte Rabattsparbewegung eine gesunde Angelegenheit ist, die der weiteren Förderung und Unterstützung wert ist. Die Bezahlung der Handwerkerrechnungen. Erklärungen des Veichshandwerksmeisters. Wie stehl es mit der Werbung? Von Horst Kroch, Berlin. •- 7 wr »1 7' > > 1 * ' .i Immer wieder Wolle. Seide für Mantel . Kleid Seidenstoffe GIESSEN SELTERSWEG 81 Wehrst in großer Farbenauswahl schönen Farbstellungen Farbsortiment Gießen, Am Oswaldsgarten / Ruf Nr. 2145/2146 Kleider- und Kompletw. in mo< ßlEKEri-HINDENBURfiVfllffJ 5524 D Tapeten reinwollene Qualität p. m Wir führen nur deutsche Qualitätswaren! 29.50 yeinmch 11.50 5551 A Unterzeuge Gießen • Plockstraße 14-16 Flanelle .5528 A Kolter und Federbetten 5543 A Miele C. Röhr & Co sehen Sie in meiner 5525 A Woll-Georgette, 145 cm breit, mit angewebt. Futter, eleg. weichfl. trotzd. warme Qualität, p. m Borgen bringt Sorgen! Darum bezahlt sofort 16.50 7.50 Pack n.Veriaadkörbe liefert Wiesner. Gros;-Umstadt Hessen 41. l 5373V Günstige Gelegenheit für Haus- u. Neubau-Äesiher Für Schuldner und Gläubiger! eure Handwerker-Rechnungen. werd. Sie, wenn es kalt wird, gebrauchen. Wir haben große Auswahl in allen Preislagen: billige und bessere Paletots . . . . . Ulster-Paletots Ulster ..... Sakko-Anzüge Sport-Anzüge . Loden-Mäntel . Loden-Joppen. Leder-Jacken . Leder-Westen . Sport-Stutzer . Das sind die Hauptpreislagen. Sie finden auch die feinsten Modellstücke erster Berliner Werkstatt, in großstädt.Auswahl Taft-Schotten, Bedr. Marocaine Bedr. Reversible, Kr. Satin und Mattkrepp sehr großer Auswahl zu besonders niedrig. Preisen Reichsstand des Handwerkskammer Darmstadt. Darlehensscheine werden In Zahlung genommen. J der Futterdämpfer Imit gesetil.geschütztem Feuer-Führunqsrinq || und weiteren V Vorzügen. Gustav Pointill6-Reverslble, 95 cm breit, elegantes modisch. Gewebe, in neuen Farbstellungen, p. m Gloqu6. 95 cm br., vollständ. knitterfreie Ware für eleg. Nachmittagskleider, absolut haltb.,p.m Taft, N cm breit, in sehr schönen hellen Farben Stoflspezlalhaus Bernard«Sohn Moderne Gardinen und schöne Handarbeiten Kohlen Koks Brikett Holz 5539 D Georg Schüler lädier Str* 9 Tel. 3489. Reversible. 95 cm breit, sehr schöne flamenga- artige Ware mit glänzender Abseite, in sämtl. modischen Farben, auch schwarz u. weiß. .p. m Cloqn6, 95 cm breit, links verwebte, absolut haltbare Ware, in modischen Farbtönen, .p. m Krepp Fallle-Satin, 95 cm breit, schwere, fast knitterfreie Ware mit glänzender Abseite, Afgalaine, 130 cm breit, reine Wolle, solide Kleiderware, in allen gangbaren Farben, p. m Cloqu6, 130 cm breit, reinwollenes aktuelles Gewebe, in ganz neuen Farben .p. m Vel our-Diagonal, 135 cm br., r ein. W olle, eleg. /^Vllladvivißuh rvucst es nicht benßujux Vom JEuhnertoug* ß beflLtLN- Lebewohl gegen Hühneraugen und Hornhaut Blechdose (8 Pflaster) 68 Pfennig, in Apotheken u. Drogerien. Sicher zu haben 1 Med.-Drog.Hans Hindenburg H.Elgei Seltersweq68a; Löwen-Drogerie W, Kilbinger NIL, Seitersw. 69; H. Noll, Lndwigsplatz-Droger. und N en Staat • Drogerie; Germania-Drog. C. SeiMb Frankfurt. Str. 39; Drogerie 0. Wm- terhoff, Kreuzplatx 9/ML *smV Krepp Diagonal. 95 cm breit, reine Wolle, in sehr schönen Farben p. m Pfirsich ha ui, 130 cm breit, reine Wolle, modischer Stoff in allen Farben p. m CloqinS, 95 cm breit, reine Wolle, in großem sehen Sie in den Schaufenstern, und meist in großer Zahl. Das ist ein Zeichen dafür, wie gern dieser Ofen gekauft wird. Er ist gut regulierbar. Er hält Dauerbrand mit ollen festen Brennstoffen, Er nutzt den Brennstoff hervorragend aus. Er ist völlig stubenrein. Darum also kaufen Sie als Ofen Allesbrenner Preisliste und Proben kostenlos ^WANDLUNG XdjKaRFABRIK _ Kleiderstoffe Craqn616. 70 cm breit, reine Wolle, reißfeste Ware in allen Farben p. m Reinwollene Schotten, 70 cm breit, in sehr H. Lehmbecker Seltersweg / Früher Haus der Handarbeit schützen Ihre Gesundheit gegen trockene staubige Zimmerluft,benommenen Kopf Hustenreiz und Ansteckungsgefahr Verlangen Sie Prospekt. E.Weiße,Wiesbaden Scheffelstraße 3 Telephon 25039 A KOHLER Gießen, Seltersweg 17 Das große Spezialhaus mit seiner eigenen Uniform- und Zivil-Maßschneiderei Für die künftige Hausfrau ist sie das „Handwerkszeug“. Von ihm hängt das gute Gelingen der Arbeit und die Ordnung im Haushalt ab. -Darum ist eine Aussteuer mit guten und praktischen Geräten notwendig. Und diese bekommen auch Sie im altbekannten Fachgeschäft ! J. B. Häuser Ausstellung den 30. September 1935 ÄÄ MM Niederhausen Bahnhofstraße. 5003 a *^wS»** tö* 5544° MIELE-Erzeugnisse in größter Auswahl zu Originalpreisen am iMger. Um zwanglose Besichtigung wird höflichst gebeten. - Für Händler besondere Vereinbarungen. 5233A J.B. Häuser «Gießen Hans- und Küchengeräte Am Oswaldsgarten. Rn! 2145/2146 werden angefertigt und aufgearbeitet. Neueste Muster u. daunendichte Nähte. Indanthren-Satin u. Kunstseide a. Lager E. Schott Steppdecken * Walltorstraße 24 -ne Damen, ^"''sTe tu mir k°mmäer soüten S füUe meiner um unter nlel - Neuheiten feschen M°n ® Alles, Therx begehrt, ßn- was Ihr Herz schicKe den Sie bei Stofre Formen, gute-' äßjge Preise und sehr maß>9e bereitet mir immer wieder Freude..., schreibt uns einer unserer Kunden. — Auch Sie können diese unermüdliche Mitarbeiterin leicht erwerben. Schon für Mk 7.90 monatL bei Batterienund Karbid bei Fahrrad - Bornemann, Gießen, Sonnenstraße 5. o26oA Mantelstoffe Sport-Mantelstoff, 145 cm breit, schwere bewährte Qualität, auch sehr gut für Röcke geeignet, in sehr schönen Mustern p. m