Hreitag, 27. September 1955 1h 226 Erster Blatt 185. Zahrgang Gietzener Anzeiger s 3Wh «si5 QT- = 3- posthim des deutschen Volkes, weil er nicht zu den lle mufgefchwungen, die er heute in Ungarn inne <3 f)Eir Oer beuffdfe Bauer beteiligt sich am 6. Oktober am Erntedanktag auf dem Bückeberg bei Hameln. 1 Aus diesem soldatischen Gefühl heraus resul- it iiber auch sein Verantwortungsgefühl und sein cgirnut, der ihn den Weg ber Reformen in den letzten Wahlkampf. DerErfolg war überraschend. Gömbös' Einheitspartei hat im ungarischen Parlament die Mehrheit, die notwendig ist, um ihm für die Führung der Regierung freie Hand zu lassen. Einmal ist Gömbös die Ueberwindungdes Parlamentarismus gelungen, dadurch, daß er die anderen Parteien so dezimierte, daß sie im politischen Leben Ungarns keine Rolle mehr spielen. Das war schon eine Tat, auf die die zweite nun folgt: die Bodenreform. Allmählich und vorsichtig will Gömbös die großen Latifundien, den für deutsche Begriffe unvorstellbar großen Großgrundbesitz, verkleinern und er will zum erstenmal in Ungarn eine wirkliche Siedlungspolitik treiben Gesprochen worden ist davon in diesem Nachfolgestaat der k.u. k. Monarchie schon viel. Getan worden ist aber wenig. Gömbös war es vorbehalten, hier die erste Bresche zu legen. Und ebenso wie innerpolitisch Gömbös zum anerkannten Führer geworden ist, ebenso folgt ihm ganz Ungarn auch auf seinem außenpollti- s ch e n W e g e, an dessen Endziel die friedliche R e- vision desFriedensdiktats steht. Ungarn hat durch das Diktat von Trianon unendlich viel verloren an Landbesitz verhältnismäßig am meisten von allen Mittelmächten. Und so ist es verständlich, daß das Hochziel ungarischer Außenpolitik die Wiedergutmachung eines Teiles btefes Verlustes fein muß Gömbös will bas aber nicht auf bem Wege ber Gewalt erreichen, er will vielmehr, auch Es paßt vortrefflich zu bem Bild bes litauischen Zwergstaates, daß gerade am Vorabend ber rnernel- länbischen Wahlen eine Revolte ber Bauern burch- gebrochen ist und daß litauisches Militär sich geweigert hat, das Blut der streikenden Brüder zu vergießen. Seit dem Staatsstreich Smentonas am 17. Dezember 1926 gärt es in dem kleinen Ländchen, das sich anmaßt, das deutsche Memelgebiet zu seiner Kolonie zu machen. Es mag daran liegen, daß die Rechtszustände der litauischen Republik so verworren sind wie nur eben möglich. Seit der Gründung des Staates, die am 11. Dezember 1917 erfolgte, und die unter dem Schutze der deutschen Bajonette überhaupt erst möglich wurde, hätte sich wahrlich Zeit genug gefunden, um eine einheitliche juristische Basis für das Rechtsleben zu finden. Heute ist es so, daß im ehemaligen Gouvernement S u w a l k i das Bürgerliche Gesetzbuch für das Königreich Polen aus dem Jahre 1825 gilt, das im großen und ganzen nichts anderes ist, als eine Ueberfetzung des französischen Code civil. In denjenigen Teilen des Landes die früher zu Rußland gehörten, gilt das frühere russische Privatrecht-, in den ehemals zum Gouvernement. K u r l a n d gehörigen Landesteilen ist das baltische Privat- recht in Kraft. Im Memelgebiet schließlich. (Weltdilb-M.) msljnialistische Deutschland bann noch vertieft wor- Mri isst. Dazu kommt ein weiterer Umftanb, ben DhtHjIanb Gömbös nicht vergessen wird. Im Jahre 1133oals das Ausland noch widerhallte von Greuel- mHungen über den Nationalsozialismus, als viele Siwsn von ihm Gefahr witterten und sich täglich betrugt fühlten, da war Julius Gömbös der erste Cxjccsmann Europas, der sich kurzerhand auf die Bich setzte, um A d o l f H i t l e r in Berlin einen B!efi ch zu machen. lJv:us Gömbös hat aber deshalb auch die Sym- 3 i 5n» :o OK 351 3(J|0 F’ Der Dank des Bauern. „Es gibt keinen Aufstieg, der nicht beginnt bei der Wurzel des nationalen, völkischen und wirtschaftlichen Lebens, beim Bauern. Von ihm führt der Weg zum Arbeiter und weiter endlich zur Intelligenz". Es war kennzeichnend für die innere Wahrhaftigkeit des Führers, daß er am ersten Tag der nationalen Arbeit, also vor einer Millionenoersammlung von großstädtischen Hand- und Kopfarbeitern, die überragende Bedeutung des Bauern in den Vordergrund stellte. Das war erst wenige Monate nach der Machtübernahme, wo der künstlich in die Gehirne gehämmerte Gegensatz zwischen Stadt und Land, zwischen Erzeuger und Verbraucher, zwischen Arbeiter und Bauer im Bewußtsein gerade der handarbeitenden Menschen noch sehr lebendig war. Inzwischen sind sich Arbeiter und Städter darüber klar geworden, daß die Sache des Bauern ihre eigene ist, sie feiern mit dem gleichen Gefühl des Dankes und mit dem selbstverständlichen Bewußtsein innigster volksgemeinschaftlicher Verbundenheit das dritte Erntedankfest im Dritten Reich, zu dem am 6. Oktober wieder die Hunderttausende am Bückeberg zusammenströmen werden. Wenn mir im Hinblick auf diesen nationalen Festtag den Weg verfolgen, den die Agrarpolitik seit der nationckl- sozialistischen Revolution eingeschlagen hat, so fallen die Tatsachen der Erbhofgesetzgebung, die Schaffung des Reichsnährstandes, die Marktordnung, das Fest Preisgesetz für Getreide und die E r z e u g u n g s s chl ach t besonders in die Augen. Das Reichserbhofgesetz ist recht eigentlich der Grund- und Eckpfeiler der NS.-Agrarpolitik. Es baut auf den Grundlagen altgermanischen Bodens auf und schafft so die Möglichkeit zu einer bodenoerwurzelten und blutsmäßigen Bauernpolitik. Liberalismus und Marxismus haben bäuerlichen Grund und Boden zu einer verkäuflichen Handelsware gemacht. Diese Begriffsverwirrungen haben erst die Voraussetzungen für die geplante Zerstörung deutschen Bauerntums geschaffen. Der Marxismus hat es offen zugegeben, daß der Bauer entrechtet werden müsse, um die Zersetzung des Volkes durchführen zu können. Die in den Nachkriegsjahren versteigerte Bodenfläche bäuerlichen Besitztums umfaßt etwa die Fläche, die so groß ist wie ganz Thüringen. Dadurch wurde die an sich schon sehr schmale Ernährungsgrundlage des deutschen Volkes um ein erhebliches geschmälert. Das Reichserbhofgesetz verhindert, daß ein vernünftig wirtschaftender Bauer gezwungen wird, von seinem Hof zu weichen. Es gibt ihm aber nicht nur eine größere Krisenfestigkeit, sondern gibt dem Bauernstand die Stellung im deutschen Volke wieder, die ihm gebührt. Es zeichnet sich aber auch immer deutlicher ab, daß der Bauer ebenso wenig wie ein anderer Stand um seiner selbst willen in der wirtschaftlichen Bedeutungsfolge in den Vordergrund gestellt wurde. Kein Stand steht im Mittelpunkt; jeder ist vielmehr Ausgangspunkt einer Linie, die zum Gemeinschafts- begriff, die zur Nation führt; jeder muß sich die ihm gegebene Bedeutung durch den Einsatz im Dienst an der Nation erhalten und immer wieder neu erringen. Es war selbstverständlich, daß die Maßnahmen zur Gesundung der deutschen Landwirtschaft, zur Behebung ihrer Notlage, die nationalsozialistische Agrarpolitik zunächst fast ausschließlich beherrschen mußten. Man konnte nicht einem kranken ©liebe ber Wirtschaft vermehrte Dienstverpflichtungen gegenüber ber Nation aufbürben. Inzwischen aber ist es in weiten Bereichen gelungen, diese Gesundungsmaßnahmen zum Erfolge zu führen. Wenn wir auf bie Bauernnot in so vielen europäischen Länbern schauen, so Heden sich die Erfolge der deutschen Agrarpolitik grell ab. Darum konnte die Agrarpolitik in eine neue Richtung gelenkt werden, bie nicht mehr von bem Gesichtspunkt bes Dienstes am Bauern, sonbern von bem Dienst bes Bauern an ber N a ti o n ausgeht. Das spiegelt sich in neuen Parolen roieber: „Erzeuge mehr aus beinern Boben, verwerte bas Erzeugnis sparsam unb richtig, bann, deutscher Bauer, bienst bu beinern Volk! Es geht um Sein unb Nichtsein beines Volkes!" unb ferner: „Die Marktordnung bient bem Verbraucher!" Die Auswirkungen biefer agrarpolitischen Wendung haben bie Verbraucher inzwischen praktisch fühlbar erkannt. An ben Wirkungen haben sie es verspürt, baß bas große Vertrauen berechtigt war, baß bie Betonung ber Bedeutung, die dem Bauern zukommt, von nationalsozialistischen Grundsätzen bestimmt und > im Hinblick auf das Wohl und Wehe des Ganzen ausgerichtet war. Wir haben auch , aus den weltwirtschaftlichen Spannungen gelernt, i was es bedeutet, wenn ein Volk sich seine Nahrungsfreiheit auf dem eigenen Boden erringen kann. Weil wir auf dem Wege dahin in den letzten Jahren so glückhaft voranschreiten konnten, weil wir inzwischen die früheren Interessengegensätze in dem neuen Bewußtsein der Jnteressenverbindung zwischen Stadt und Land und der völkischen Gemeinschaft überwinden konnten, darum ist der Tag des Bauern heute ein Festtag der ganzen Nation. Darum sehen wir mit freudigem Hochgefühl dem dritten ; Erntedankfest am Bückeberg entgegen, bei dem der 1 deutsche Bauer dem Führer dankt für die Sicherung seines Hofes und darum in seiner Gefolgschaft ’ sich zum Staatsakt begibt um dem Führer aufs neue Treue und Einsatzbereitschaft zu geloben. unter Zuhilfenahme bes Völkerdunbes, eine friebliche Revision erreichen, ebenso wie Ungarn alles baran gelegen ist, mit seinen Nachbarstaaten in gutem Einvernehmen zu stehen. Nichts spricht beutlicher für biese Politik als bie Beilegung bes Konfliktes zwischen Ungarn unb Sübslawien, als ber sübslawische König auf französischem Boben ben Mörberkugeln zum Opfer gefallen war. Gömbös verkörpert in sich bas heutige Ungarn. Er, ber heute Mitte vierzig ist, ist ber politische Sol- bat, ben bie Frontgeneration Ungarn geschenkt fjat. Der unaarische Ministerpräsident in der dominier Heide. Insterburg, 26. Sept. (DNB.) Nach glattem Flug lanbete mit ber ihm von General Göring zur Verfügung gestellten Maschine „Manfred von Richthofen" Ministerpräsident Gömbös von Budapest kommend am Donnerstag auf dem Flugplatz Insterburg. Der Chefadjutant bes preußischen Ministerpräsidenten Oberstleutnant B o bensch a tz , ber sich bereits von Bubapest ab in der Gesellschaft bes ungarischen Ministerpräsibenten de- fanb, geleitete ihn zum alten preußischen fiskalischen Jagbrevker in ber Rominter Heibe, wo Ministerpräsibent General Göring ben Gast empfing. Der ungarische Ministerpräsident wird sich bis Samstag im Jagdrevier aufhalten unb sich bann nach Berlin begeben. Die Beglei - *ä e 3 Bauernunruhen und Militärmeutereien in Litauen. Oie Kownoer Regierung ist am Vorabend der Memelwahl nicht einmal imstande, im eigenen Lande Ordnung zu halten. 0 C Jfi*« nQO* 1 |3 = S g3 *=O3»3 0 2 Q 3P3 c a -■c’o 3- = -3 iHöi? soweit bort überhaupt noch eine Rechtsprechung existiert, besteht bie b e u t s ch e Gerichtsverfassung unb bas beutsche Recht. Wesentliche neuere Gesetze, bie bas ganze Hoheitsgebiet umfassen, gibt es kaum; es sei benn, baß bas berüchtigte Gesetz zum Schutz von Volk unb Staat vom 10. Februar 1934 als ein solcher Sonberfall gelten kann, obwohl sich besten Tenbenzen ausschließlich gegen bas Memeldeutschtum richten. Unv bie Bedeutung ber Unruhe unter ber litauischen Bauernbevölkerung in ihrer ganzen Tragweite ermessen zu können, muß man bebenken, baß 79 Prozent bes litauischen Volkes bem Bauertum angehören, währenb 6,1 Prozent in ber Jnbustrie unb 2,4 Prozent im Hanbel beschäftigt finb. Das gering entwickelte Verkehrswesen wirb von 0,9 Prozent ber Bevölkerung glatt bewältigt. Das auf seine Stärke poch en be Länbchen umfaßt insgesamt nicht mehr als 52 882 Quabratkilometer Bodenfläche bei einer Gesamtbevölkerung von 2 220 000 Köpfen: bas ist bie ganze Machtfülle", bie bem Staatspräfibenten Smentona zur Verfügung steht und auf bie sich ber litauische Außenminister bei seinen geschäftigen Verhanblungen in Genf zu stützen vermag. Die Wehrmacht bes Landes besteht aus 1645 Offizieren unb 17 870 Mannschaften. Man tut gut baran, sich ber realen Tatsachen zu erinnern. Bis vor einiger Zeit war es so, baß ber litauische Bauer vom Absatz in Deutschlanb lebte. Der beutsche Markt ist ihm jeboch bank ber Memelpolitik ber Kownoer Regierung nicht mehr zugänglich. Die Erzeugnisse ber litauischen Land- wirtschaft belasten infolgedessen ben litauischen Markt, bas Überangebot brückt auf die Preise unb hat eine allgemeine Verelenbung bes Bauern st anbes hervorgerufen. Aber diese Ursachen will Kowno nicht wahr haben. Geradezu grotesk mutet es an, wenn man in den Pressebetrachtungen zum BauernkonflUt liest, daß die Bauern fremden (bolschewistischen) Einflüssen erlegen wären, gleichzeitig aber hört, baß sich bie ohnehin schon dem großen sowjetrussischen Nachbarn treu ergebene litauische Regierung um ben Abschluß eines Paktes mit Moskau entsprechen!) bem tschechisch-russischen Militärvertrag bemüht. Man ist also mit seinem Latein zu Enbe unb flüchtet nun enbgültig in bie Arme ber Bolschewisten, zumal von Warschau her ben Litauern auseinandergesetzt worben ist, daß sie, die vorerst Deutschland gegen Polen ausspielen wollten, jetzt, nachdem sie sich gründlich hineingeritten haben, von Polen nichts mehr erwarten können. Kein Wunder, daß die Wut ves Volkes sich gegen die Machthaber richtet, die die geringen Kräfte des Landes daran verschwenden, mit Polen und Deutschland Konflikte zu suchen und eine Expansionspolitik zu betreiben, die allem Rechtsempfinden ins Gesicht schlägt, und darauf aus ist, wohlgeordnete Landstriche aus dem Körper benachbarter Länder herauszureißen, obwohl die litauische Landesverwaltüng nicht imstande ist, im eigenen Hause Ordnung zu schaffen. Wenn sich die Signatarmächte des Memel- statuts, darüber Rechenschaft ablegten, an welch unwürdiges Objekt sie ihre Zuneigung verschleudern, so wäre ber Memelstreit mit einem Schlage zu bereinigen. Daß es nicht geschieht, beruht nicht auf ber Ehrbarkeit ber Usurpatoren im Länbchen Litauen, sonbern nur barauf, baß man mit Absicht einen Unruheherb an ber beutschen unb an ber polnischen Grenze erhalten möchte, ber eines Tages einmal ben bolschewistischen Rotarmisten Gelegenheit geben soll, sich in bie ungeschützte Flanke Deutschland zu verbeißen. Das hat auch Polen längst erkannt; unb barauf basiert auch bie soeben erfolgte halbamtliche Erklärung aus Warschau, bie feststellte, baß für Polen keinerlei Grunb vorliegt, litauische Interessen im Memellanb zu verteibigen. st gfd - ,1 K a Qttemännern gehört, bie glauben, ben politischen I Wagin in ben ausgefahrenen Gleisen ber Vorkriegs- ! di pknatie weitersteuern zu können. Gömbös' Poli- Gömbös, M torpotififer undGoldat sfaS* tigerns Ministerpräsident weist als Gast G e - «s ^Znii.ril Görings auf deutschem Boden. s'S'gl'?nn sicher fein, daß er hier mit allen Sympa- “’JgZthier begrüßt wird, die das deutsche Volk einem — schm en Staatsmann entgegenbringen kann, zumal * 'einer solchen, der im Kriege mit Deutsch- , = l kn)i Schulter an Schulter gefochten ; hick. Das allein ist es aber nicht, was das deutsche i0,& so freut, daß Gömbös bei ihm zu Gaste ist, A8^Zsst-Mdrn es ist auch die Tatsache, daß durch seinen <2 W sich auch nach außenhin dokumentiert wird, wie «82^ IirILie Bande sind, die Ungarn undDeutsch- ü.3 lii aneinander fesseln. Sowohl gefühlsmäßig, wie : o-®?3 Jaiud) aus wirtschaftlichen Vernunftgründen heraus, »ch eine Zusammenarbeit zwischen Deutschland i 0Ungarn schnell angebahnt, die durch das natio- »IM r 2 w »eit 3 Jago 8. ’3® an ig!*1 6 Sss.6* ras? »Bt-eso c, s H •: till irrstehen heißt, seinen Charakter und seinen c er* Weggang kennen. Denn Gömbös war ursprünglich '* ö £ * j a t unö aus diesem Soldatischen heraus ist 8 0$ alMistne Politik geboren, hat er sich zu der Führer- • 3 » u: rl tv.Ai trsheint täglich, außer ä Annahme von Anzeigen jomtags und Feiertags ▼ ▼ für die Mittagsnummer biogen: Die Illustrierte 1 Ä A, A S3 A A A A bis 8'/,Uhr des Vormittags eziäs iKlAlzAllAr ■ I A> w.w.-w fe™ VflEKEIlEl ZilKtlUtl Bas Kz♦ v 1 ■ v 1 av-vtiMvayvA AM« 10n einzelnen Nummern Ermähigte Grundpreise: nfdge höherer Gewalt A •• w- Stellen-, Vereins-, gemein- usessau mMWAlslfiitMAW fnr mherhefien säö Inftrift für Drahtnach- IIV* II » Vlwl V* IM#’ 1/ V 11 V 11 gen 5 Rpf., Famülenanzel- ich.cn: Anzeiger Stehen Uw I I 1 1 gen, Bäder-, Unterrichts-u. Postscheckkonto: behördliche Anzeigen6Rpf. iraiffurt am Main 11686 Druck und Verlag: Vrühl'sche Univerfitätr-Vuch- und Steinöruderci R. tauge in Gietzen. 5christ!ettung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7 Mengenabschlüsse Staffel 8 E y d t k u h ne n. 26. Sept. (DNB.) Die Bauernunruhen in Litauen nehmen immer ernstere Formen an. Es ist erneut im Süden und in dem Gebiet um kowno herum zu schweren Zusammen- tößen gekommen. Man beobachtet im Streikgebiet zahlreiche Brände, die als Vergel- lungsmahuahmev von Streikenden gegen Streikbrecher angesehen werden. Verschiedentlich hat die lolizei, die in Kraftwagen auf das Land geschafft wurde, Verhaftungen vorgenommen, woraus die Bauern die Verhafteten gewaltsam bereiten. Bei den Zusammenstößen wurde wiederholt auf beiden Seiten von der Schußwaffe Gebrauch gemacht; es soll Tote und Verletzte gegeben haben. Die Bauern sind zum größten leit mit Gewehren ausgerüstet. An einzelnen Stellen weigert sich die Polizei, gegen die Bauern vorzugehen. Ve- onders das Militär lehnt es ab. in den Kamps einzugreifen. Ein Bataillon aus Mariampol befolgte einen aus Kowno ergangenen Befehl, gegen die Bauern zu marschieren, nicht. Acht Offiziere wurden daraus verhaftet. Auch zwei Kownoer Truppenteile haben gemeutert. Die Bauern fordern erneut auf, die Molkereien an der Belieferung der Stäbte mit Milch zu hindern. Der halbamtliche „Lietuvos Aidas" schreibt il a.: Die örtliche Polizei sei zu schwach, um den Terror zu unterbinden. Der Kamps gegen die Terroristen ei sehr schwer, da die meisten den örtlichen Vewoh- tern unbekannt seien. Es gelinge ihnen unter ver- chiedenen Versprechungen, einen Teil der Landbevölkerung für ihre dunklen Umtriebe zu gewinnen, zumal sie über nicht geringe Geldmittel verfügten, womit sie ihren Agenten die her- tellung und Verbreitung von Flugblättern u. a. m. lezahlten. Die Untersuchung habe ergeben, daß es ich bei den Terroristen meist um besitzlose Elemente handele, denen sich insbesondere die verschuldeten Bauern anschliehen. Die Unruhe unter der Landbevölkerung nehme insbesondere dadurch zu, daß die Terroristen in letzter Zeit diejenigen Bauern, die sich der Streikbewegung nicht anschließen wollen, mit Brandstiftung und Erschießen bedrohen. | iiai n gehen läßt. Einbös' Leben ist zunächst das eines Soldaten I r? -n. Seine Jugend bringt er auf der Militär- itc in Fünfkirchen zu, dann kommt er in das ! .ÜTifanterie-Regiment in Agram und später auf Kriegsschule in Wien. Aber hier bricht bereits rpolitisches Gefühl durch. Er macht sich schon auf derkriegsschule seine eigenen Ideen über eine selb- ftlniiige ungarische Armee. Im Krieg wird er an bjici-ront verwundet und kommt ins Honved-Mini- fteirim, wo er wiederum den Gedanken der eigenen . ngarischen Armee vertritt. Gömbös ist U n - g ai'Mnd dieser Ungar bewährt sich, als alles zusam- ---H mieplibrechen droht. Die k. u. k. Monarchie ist nicht niiE’r Ungarn selbst droht in der roten Flut zu oer- 3* mjip. Da steht an der Seite des Admirals Horthy tS —$ leit: ÖS, der Soldat. Es ist mit sein Verdienst, daß 5 '^§5/ deiiüc olschewistenspuk so schnell zerstiebt, und £Siteleoan Seite mit Horthy kann er in das befreite % iücoeft einziehen. 3 0^5.5? 2chrend Horthy, der Admiral, Ungarns Reichs- vsW^er wird, zieht auch Gömbös die Uniform aus, 0 3$ ui irr. in als Politiker seinem Lande zu dienen. « E r stngt in der damaligen Regierungspartei an mnki dauert nicht lange, da ist Äömbös nebst Gra ® etiile n der Führer der Partei. Als Bethlen dcm vom Ministerpräsidentenposten zurücktritt, * S’gsH üBbiinmmt an seiner Stelle Gömbös die Regie- >0 nnlH^geschäfte. Das war im Jahre 1932. Vorher । 3 wmi .-r bereits vom Hauptmann zum General be- *1 ffifciftt worden und hatte im Kabinett Bethlen den i'o1 des Heeresministers inne. Diejenigen, die •;» Ö)ciin.:5 glaubten, daß der Ministerpräsident Gömbös 'p» *13^. ‘ abin;iie Politik Bethlens, des Parteiführers, weiter- 0 füih? würde, hoben sich getäuscht. In Gömbös er- rowst wieder kämpferisches Soldatentum, und aus ih: in ,.og er die Erkenntnis, daß Reformen für U:|ij:arn unbedingt notwendig sind, damit dieses U'.lnm zu einem wirklichen Volk zusammenge- sck^U werden könnte. Seine Ideen vertrugen sich niiti mit den Ansichten des damals allmächtig er- sckhinmden Bethlen. Gömbös warf der Hocharisto- friciejunb dem Großgrundbesitz den Fehdehandschuh fi-r brach mit Bethlen und zog gegen ihn in Das Echo in Paris und London werden. ’n. i Verschlechterte Aussichten für Aalten. Der Eindruck in Paris. nommen habe. hält. Litwinow 19 sich Vereinigte [en, tm- fange wohl auch zu Jnvestitionszwecken benutzt haben dürften. KDe ttti »übe |er :.)er •titti ttl bl 8 Ul b> 2 J tt Ql l rz ;:d) acnli durch Uerdingen vollzogen wird, war schon bekannt und hat fetzt lediglich Durch Generalversarnmlungs- beschluß seine Sanktion erhalten. Neu war jedoch die Mitteilung, die Firma G T a l b o t & Cie., Aachen, eine der ältesten »deutschen Waggon- fabriken, im Begriff steht, ein Aktienpaket der Uevdinger Gesellschaft zu übernehmen und so die durch die Transaktion mit Düsseldorf etwas angespannte Finanzlage der Gesellschaft zu entlasten. Auf diese Weise bilbet sich am Niederrhein eine neue Interessengruppe, die die gegenwärtig nicht her .dH' cdne !.-el- «inc W arra H H iBu 'cßai t'ur Kie :vx ^ie W-l tön jun uni soe »l- nur m fri| Mr e iuarf n r ® * Ur 2 M JW® Oer neue Ausschuß zur Ausarbeitung -er Empfehlungen eingesetzt Die Augustbilanzen der deutschen Kreditbanken lassen seit langer Zeit zum ersten Male wieder eine Zunahme der Kreditoren bei den Großbanken erkennen, die sogar in Wirklichkeit noch größer ist als ausgewiesen, weil im August gleichzeitig in erheblichem Ausmaß Schulden abgedeckt worden sind, die neuaufgenommenen Kredite also mehr ausmachen müssen als der Bilanzzuwachs von 15 Millionen Mark vermuten läßt. Au der anderen Seite haben sich die Guthaben der Kundschaft bei den Großbanken vermin- w Mp> siae j?ta' )iie fr fr Artikel 15, Absah 4 Wie die Tür um einen Angelhaken so dreht führte aus, daß die heutige Entschließung des Bol- kerbundes die Phase der Reden und der Erklärun- gen beende. Die Grundsätze, die er im Rat und in der Versammlung angegeben habe, ließen keinen Zweifel bestehen über die Antwort der Sowiet- regierung auf etwaige Vorschläge des Rates zur Aufrechterhaltung des Friedens in Afrika und in den übrigen Erdteilen sowie zur Innehaltung des Völkerbundspaktes. Der dänische Außenminister Munch erklärte sich durchaus einverstanden mit den Grundsätzen, die der Ausschuß seinen Beratungen zugrunde gelegt habe. Angesichts des Scheiterns seiner Bemühungen dürfe der Rat sich nicht darauf beschränken, die Entwicklung dieses ernsten Konfliktes abzuwarten. Das vorgeschlagene Verfahren wahre offenbar die Möglichkeit der Schlichtung und bezeichne für den Fall, daß die Schlichtung nicht Zustandekommen sollte, das beste Mittel, um gleichzeitig den Frieden und die Grundlage des Völkerbundes aufrechtzu- erhälten. Damit war die Aussprache abgeschlossen, und der Ratspräsident stellte fest, daß seine Erklärung einstimmig angenommen sei. England übernimmt keine neuen Mgschasteu Oie Antwort an Frankreich und eine britische Gegenfrage. P a r i s, 27. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die e n g- l is ch e A n t w o r t auf die Anfrage des Quai d'Or- says hinsichtlich der Haltung Englands im Falle einer Gefährdung des europäischen Gleichgewichts soll Anfang nächster Woche veröffent- licht werden. Die Pariser Blätter bestätigen aber bereits, daß diese Antwort lediglich eine nähere Umschreibung der Rede des englischen Außenmini st ersin Genf darstellt,und keinerlei neue Bürgschaften enthalt. Wenn bii, französische Öffentlichkeit nicht enttäuscht werden wolle, schreibt der „Jour", so dürfe sie von England nicht mehr erwarten als das, was es bereits gegeben habe. Auch das „Echo de Paris" weist darauf hin, daß die englische Antwort nicht über die Rede Sir Samuel Hoares hinausgehe. Gut unterrichtete Blätter vermuten, daß gleichzeitig mit der französischen Anfrage in London wegen der Haltung Englands im Falle einer Gefahr für das europäische Gleichgewicht über eine englische Gegenanf.age verhandelt werde, die darauf hinausgehe, die Haltung Frankreichs bei der Anwendung von Sühnemaßnahmenmilitärischen Charakters gegen Italien festzulegen. „Oeuvre" glaubt zu wissen, daß die englische Antwort auf die französische Anfrage je nach dem Ausgang der augenblicklichen Verhandlungen eine Abänderung erfahren könnte. Kein Schritt über Hoares Zusicherungen hinaus. London, 27. Sept. (DNB. Funkspr.) „Daily Telegraph" schreibt, französische Zweifel über die britische Haltung beispielsweise im Falle eines Angriffs a u f Oe st erreich, die den wahren Gegenstand der Anfrage bildeten, seien von Sir Samuel Hoare in seiner Genfer Rede und in seiner Besprechung mit Laval beantwortet worden. Damals sei deutlich gemacht worden, daß die Auffassung Großbritanniens von seinen Völker- bundspflichten sich bestimmt nicht auf Afrika beschränke. Die britische Note bekräftige mit Festigkeit von neuem die Ansichten, die Hoare in feiner Rede ausgedrückt habe, sie gehe aber nicht auf das Vorgehen Großbritanniens im Falle einer solchen Krise ein. Wenn auch den Zusicherungen, die bereits in Genf gegeben worden seien, wenig hinzugefügt werde, so hoffe man doch, daß die französische Oeffentlichkeit hinsichtlich der Punkte, die ursprünglich in der Anfrage aufgeworfen wurden, befriedigt sein werde. „Morning Post" sagt, die Note gebe eine amtliche Erläuterung der Erklärung Hoares vom 11. Juli, daß Großbritannien für beharrlichen und kollektiven Widerstand gegen Angriffshandlungen eintrete. Auch „Daily Mail" meldet, daß bildung gute Fortschritte. Die Beschäftigung der deutschen Industrie ist im Monat August abermals leicht gestiegen, und zwar sowohl der Zahl der beschäftigten Arbeiter als auch der der geleisteten Arbeitsstunden nach. Was das bedeutet, läßt sich am besten beurteilen, wenn man berücksichtigt, wie hoch der Beschäftigungsstand in diesem Sommer war, und in welchem Maße es in Deutschland im Gegensatz zu fast allen anderen Ländern gelungen ist, die Arbeitslosenwelle zu brechen. Selbst das Baugewerbe, dessen Beschäftigung sonst im Monat August schon nachzulassen beginnt, hat in diesem Jahre bis in die letzte Zeit hinein gut zu tun gehabt, da noch immer neue Bauten in großer Zahl begonnen worden sind. Nur in einigen Industriezweigen, wie z. B. in den Fahrzeug- und in den Baustoffindu- strien, hat die Konjunktur aus saisonmäßigen Grünhen ihren Höhepunkt bereits überschritten. Dafür hat sich aber in den von der Jahreszeit unabhängigen Produktionsgüterindustrien, jo z. B. in der Großeisen- und Maschinenindustrie, der Auftrieb noch verstärkt. Besonders beachtenswert ist die Tatsache, daß eine Reihe von Verbrauchsgüterindustrien, die bisher an dem allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung nur in geringem Maße teilgenommen hatten, jetzt über eine Zunahme der geleisteten Arbeitsstunden berichtet. Das gilt z. B. für die Damenbekleidungs-, die Strumpf- und die Schuhindustrie, die Möbelfabriken u. a. m. Gestiegen ist ferner die Beschäftigung der Hutfabriken und der Funkindustrie. In einer Reihe anderer Konsumgüterindustrien hat dafür freilich die Konjunktur aus jahreszeitlichen Gründen eine Abschwächung erfahren. Im großen und ganzen aber hat sich die Ausnützung der Arbeitsplätze von 65,9 auf 66.1 v. H., die der Arbeitsstundenkapazität von 59,1 auf 59,3 v.H. und die Zahl der arbeitstäglich geleisteten Arbeitsstunden von 7,23 auf 7,25 erhöht. immer wieder erklärt, daß er alles gen011 überlegt, ausgerechnet und abgewagt habe. Er stehe aus dem Baden der Wirklichkeiten und zieh« die Offenheit vor, weil er glaube, daß dies schließlich doch die beste Politik sei. Italien ser nicht der Angreifer. Man brauche nur die militärisch^ Vorbereitungen des Negus zu verfolgen, um feft. zustellen, auf welcher Seite der Angriffsgeist herrsche, Andererseits gab der Duce zu, daß er f dis 44 Millionen Bevölkerung seines Landes e in aus. dehnungsgebiet brauche. 200000 Sohn« Italiens hätten um die Ehre gebeten, nach Erythrea zu gehen, um dort zu kämpfen und wenn notig z» sterben. Wer könne sie zurückfuhren, ohne big Früchte geerntet zu haben. Churchill wirbt für weitere Ausrüstung. London, 26. Sept. (DNB.) In einer SD im City Carlton Club, die ein Gemisch von piv sönlichen Schmeicheleien und Warnungen an iCi Adresse Mussolinis darstellte, nahm Winston Chuichi l l zur internationalen Lage Stellung, wobei ? sich auch einiger Attacken auf Deutschlair! nicht enthalten konnte. „Ich muß", so sagte te chill u. a., „meine Ueberraschung ausdrücken, toi ein so großer Mann, ein so weiser Herrscher du Mussolini gewillt sein sollte, seine herrlicke 9lafca in eine s o unbequeme militärische uni finanzielle Lage zu bringen." Churchill wandte sich dann der deutsche Aufrüstung zu und versuchte mit großem Sto wand an agitatorischen Behauptungen, sie als > größte und schrecklichste Tatsache in der heutig Welt" darzustellen. Der Redner sprach von & „Geiern, die am Himmel ihre Kreise zögen, je!« Augenblick bereit, auf das fette Aas des BritijU Reiches herunterzustoßen". Nach dieser Geschmacklosigkeit stellte Churäsi seine Forderung nach einer Verstärkung Nj bri tischen Verteidigung, die er mit M deutschen Rüstungsmaßnahmen begründete. Er erlangte u. a. Neubauten für sämtliche veraM britischen Schlachtschiffe. Erst dann könne Engl^ seine Stellung im Mittelmeer und alles, was bert Zusammenhänge, behaupten und die Ernährung Kein isoliertes Vorgehen Englands. London, 27. Sept. (DNB. Funkspruch.) Der Beschluß des Völkerbundsrates, den italienisch-abessinischen Streit nunmehr offiziell auf Grund des Artikels 15 zu behandeln, wird in den Zeitungen mit Zustimmung ausgenommen. Das liberale „News C h r o n i c l e" begrüßt es, daß der Folter bunt) sich ruhig aber stetig auf wirksames Eingreifen in die Krise zubewege. Es sei wahrscheinlich, daß der endgültige Bericht des WI- terbunbsrates angesichts der sowjetrussisch-rumanstcy- türkischen Vorbehalte beträchtlich weniger günstig für Italien ausfallen werde als der Be- richt des Fünferausschuffes, er werde einstimmige Annahme finden, was dann im Falle eines ita- lienifchen Angriffes zwangsläufig zur Anwendung von Sühnemaßnahmen auf Grund des Artikels 16 führen würde. — Das Arbeiterblatt „Daily Herald" sagt, Italien stehe allem in der Welt. Der Völkerbund habe sicher recht, den Weg zur Versöhnung nicht abzusperren, aber es würde eine Pflichtversäumnis sein, wenn der Völkerbund jetzt nur die weitere Entwicklung abwarten wollte. Beobachter sollten an die Halte • nischabessinische Grenze gesandt wer- den, es frage sich, ob nickt auch eine Schließung des Suez-Kanals bereits jetzt angeordnet werden sollte. , „Time s" betont indessen, daß Großbritannien keinen Schritt tun werde, der nicht gemeinsam mit b en anderen Mitgliedern des Völkerbundes erfolge. Für „Daily Telegraph" und „Morning Post", in denen die Ansichten des rechten Flügels der Konservativen Partei zum Ausdruck kommen, ist das Hauptereignis des gestrigen Tages weniger der Genfer Beschluß als die R e d e C h u r ch i l l s , dessen „staats- Eine beträchtliche Abnahme weisen I t a l i e n und Polen auf, letzteres sogar um 40 v. H., wahrend die Abschwächung der Schweiz infolge des Druckes auf feine Goldwährung erfolgte. Natürlich war auch die Zunahme in den reinen Agrarländern verhältnismäßig gering. Aber im großen und ganzen kann gerade an den Sparanlagen abgelesen werden, daß die Konjunktur besser geworden ist und infolge der Herabsetzung des Zinssätze ist auch hier eine Erleichterung für die Kreditsuchenden ein- getreten. Jedenfalls haben die Zeichen der Krisenperiode, die Substanzaufzehrung und die Abhebung von Spargelbern in ben meisten Staaten aufgehört, unb vor allem in Deutschlanb macht bie Kapital- Genf, 26. Sept. (DNB.) Der Völkerbundsrat hat Donnerstagvormiltag in öffentlicher Sitzung den Bericht des Fünf er-Ausschuf f es entgegengenommen und sodann auf vor- chlag des Präsidenten beschlossen, einen aus allen R a t s m i g l i e ö e t n mit Au s n a hm e der streitenden Parteien bestehenden Ausschuß zur Ausarbeitung eines Berichtes im Sinne des Artikels 15 Abf.4 der Satzung einzu- fetzen. . Der Fünfer-Ausschuß wird bis zur endgültigen Annahme des Berichts bestehen bleiben, um etwaige Anregungen, die einen neuen Schlichtungsversuch rechtfertigen sollten, entgegenzunehmen. Die Ratstagung wird nicht geschlossen, sondern es ist vorgesehen, daß der Rat jederzeit zur Prüfung des Berichtes im Falle der Dringlichkeit sofort zusammentreten kann. Der öffentlichen Sitzung des Rates war eine vertrauliche Besprechung der am Konflikt nicht beteiligten Ratsmitglieder unb eine private Sitzung b e s Dölkerbunbsra- t e s voraufgegangen. Der italienische Delegierte Baron A l o'i s i hatte an ber privaten Sitzung teil« genommen; währenb ber öffentlichen Sitzung blieb ber Platz Italiens am Ratstisch leer. Die Sitzung begann mit ber Aufforberung bes Präsibenten an bie abessinischen Delegierten, am Ratstisch Platz zu nehmen. Hierauf verlas ber spamjche Delegierte Mabaria. ga ben bereits veröffentlichten Bericht bes Fünferausschusses unb schlug vor, baß ber Rat sofort einen B e r i ch t gemäß Artikel 15 Absatz 4 ausarbeite. Wie in früheren Fällen, soll er bie Ausarbeitung einem Ratsausschuß übertragen, ber aus ben Vertretern aller Ratsrnitglieber mit Ausnahme ber Parteien besteht. Eden erklärte bann u. a.i Ich bebauere, baß trotz ber Bemühungen bes Fünferausschusses tatsächlich b i s» her keine Lösung gefunben worden ist. Am 4. September habe ich bie Meinung ausgesprochen, baß es unsere Pflicht sei, bie Maschinerie bes Völk erb unbes, bie uns m bie Hanb gegeben ist, zu benutzen. Ich unterstütze daher ben Vorschlag, baß ber Rat ben Bericht unb die Empfehlungen, bie in Absatz 4 Artikel 15 vorgesehen sinb, ausarbeitet. Solange ber Wt mit ber Ausaroeitung seines Berichtes unb seiner Empfehlungen bejchäftigt ist, kann bas W er k ber Schlichtung fortgesetzt werben. Außerbem werben bie Regierungen, solange bie Ausarbeitung des Berichtes in Gang ist, Gelegenheit haben, zu prüfen, ob noch weitere Maßnahm en ergriffen werden können, um den Frieben zu sichern. Laval erklärte sodann u. a.i Nach dem Scheitern der Schlichtungsverhandlungen bes Fünferausschusses kann keine anbere Entscheibung als bie uns vom Ratspräsidenten unterbreitete getroffen werben. Der Delegierte Großbritanniens wünscht, daß alle Mittel unb alle Verfahren zum Zwecke ber Schlichtung erschöpft werben. Ich habe mich zu angelegentlick an ber'Suche nach einer frieblichen Lösung bieses Konfliktes beteiligt, um nicht ben Erklärungen E b e n s zuzuftimmen. Der Rat muß gemäß ber Satzung handeln unb jetzt feine Empfehlungen aufftellen. Ich bin auch in bte- fem Punkt mit bem Vertreter Großbritanniens einverstanden. Der Rat wird seine Pflicht nach dem Buchstaben unb bem Geist ber Satzung erfüllen und roirb — besten bin ich sicher — nach einer Darstel- lung ber Umjtänbe bes Streites alle biejenigen Maßnahmen bezeichnen, bie er für die gerechtesten Wie fteht es in der Wirtschaft aus? Am Mittwoch hat Dr. Schockt in ber Wirtschaftskammer für Düsselborf gesprochen, bie zum ersten Mal bie bisher zersplitterten Wirt- Ichaftsorganisationen in sich vereinigt, unb er hat babei nachbrücklichst ein Bekenntnis zur F e st- mar f unb z u stabilen Preisen abgelegt. Denn jebe Preiserhöhung ist unter ben gegebenen Verhältnissen volkswirtschaftlich schäblich unb eine Inflation wäre ebenso wie eine Abwertung ber Mark ein Experiment, bei bem erfahrungsgemäß selbst bie gesunbesten Wirtschaftsmächte zuerst langsam unb bann in immer schnellerer Folge ausblu- ten. Dr. Schacht hat sich aber auch mit Recht ba= gegen geroanbt, baß notleibenbe Unternehmen nach Staatshilfe schreien. Er hat versichert, er werbe keine Subvention spolitik treiben, ba Unternehmungen, bie sich nicht aus eigener Kraft erhalten können, verfchwinben müßten. Unb damit hat er mit jenem System gebrochen, das in ber Deflationszeit gerabezu korrumpieren!) wirkte unb kranke Unternehmungen künftlich über Wasser hielt, währenb ben gefunben baburch eine Schmutzkonkurrenz bereitet würbe. Die Kräftigung bes Volkswirtschaftskörpers kann nur erfolgen, wenn bem Leistungsprinzip der ausfchlag- gebenbe Einfluß gewahrt bleibt. Daß wir bamit vorwärts kommen, ist fast auf allen Gebieten zu beobachten, unb die gesteigerte Einkommensmenge der Nation roirb, eben weil bas Dolk Vertrauen in bie Wirtschaftsführung hat, zu einem erheblichen Teil zu neuer Kapitalbilbung benutzt. Es liegen jetzt bie Statistiken über bie internationale Spartätigkeit vor, nach ber Deutschlanb auch hier an ber Spitze steht, benn feit Jahresbeginn hat im ersten halben Jahr sich bie Sparsumme in Deutschlanb um volle 4 Prozent vermehrt In Millionen ber Lanbeswährung betrug nämlich das Spargeld: Deutschland England Frankreich Schweiz Holland Schweden Polen Italien Ungarn Tschechoslowakei In ber vergangenen Woche sind zwei Fälle bekanntgeworben, in denen sich Industrie-Unternehmungen der gleichen Branche zwecks besserer Ausnutzung ber technischen und finanziellen Mittel zusammengeschlossen Haden. Einmal handelte es sich um bie Humbold-Deutzmoto- r e n A G. (Klöcknerkonzern) in Köln und die C. D. Magirus AG. in Ulm, die durch einen Inter- essengemeinschaftsvertrag, in dem bie Selbftänbig« feit beiber Unternehmungen gewahrt ist, den gemeinsamen Bau unb bie Entwicklung von Fahrzeugen mit Dieselmotoren unb mit Motoren für bie Verwertung von inländischen Brennstoffen förbem wollen. Die Weltoerkaufsorganisation des Kölner Unternehmens wird damit Der Ulmer Gesellschaft zur Verfügung gestellt. Man hofft so eine Steigerung" bes Auslandgeschäftes von Magirus zu erreichen, außerdem auch eine Be- fast des gesamten Aktienkapitals von Düsseldorf glaubt als auf getrennten Wegen. * s 'N! i An den internationalen Me tallma.. t e n hat sich eine Befestigung durchgesetzt- -y , hängt mit den außenpolitischen Spannunge i jammen, ba Rüstungen stets einen Mehrver ' - , von Metall verursachen. Große Mengen am . nischen Kupfers sinb offenbar für bie j Italiens gekauft und verbraucht worden, cm • , bert, b. h. bie Wirtschaft, insbefonbere bie großen Unternehmungen, haben flüssige Mittel adgezogk bie sie zur Rohstoffbeschaffung, in gewissem Ui lebung bes beiberfeitigen Jnlanbadsatzes. Der zweite Fall betrifft bie Waggoninbustrie, bie vor einigen Jahren unter bem Druck ber Krise bereits eine scharfe Konzentrationsbewegung erlebte unb die anbererfeits vor einigen Monaten burch bie Entschachtelung bes Linke-Hofmann-Kon- zerns in ihrem ostdeutschen Interessenbereich berührt wurde. Der kapitalmäßige Zusammenschluß ber Uerbinger unb ber Düssel- borfer Waggonfabrik, ber durch Erwerb bas Genfer Gespräch um ben schon bald legenbär gewordenen Absatz 4 des Artikels 15 der Völker» bundssatzung. Es geht darum, ob eine Einheitsfront des Dölkerbundsrates — oder bester gesagt, ein englisch-französisches Kompromiß — zustande- gebracht werden kann, die den Mut aufbringt, die Sanktionsbestimmungen der Dölkerbundssatzung auch gegen Italien zur Anwendung zu bringen. Der Absatz 4 lautet: „Kann bie Streitfrage nicht geschlichtet werben, so erstattet unb veröffentlicht ber Rat einen auf einstimmigen B e - schluß ober Mehrheitsbeschluß beruhe n b e n Bericht, ber bie Einzelheiten ber Streitfrage unb bie Vorschläge miebergibt, bie er zur Lösung ber Frage als bie gerechtesten unb geeignetsten empfiehlt." Wenn ber Bericht bes Dölkerbunbsrates einstimmig angenommen roirb — wobei bie ft reiten- ben Parteien nicht mitgerechnet wer- ben —, so sinb bie Dölkerbunbsnntglieder verpflichtet, gegen keine Partei zu Kriege zu schreiten, die sich bem Vorschläge fügt. Eine Nation, tne einen Krieg vom Zaune bricht, hat bie im Artikel 15 übernommenen Verpflichtungen gebrochen und wiro „ohne weiteres so angesehen, als hatte sie eine Kriegshanblung gegen alle anberen Bunbesimt- glieder begangen". In biesem Augenblick treten die SanfHonsbeftimmungen in Kraft. Italien ist nicht der Weiter." Paris, 27. Sept. (DNB. Funkspruch.) Dem Be- richterstatter des „Petit Journal" hat der Duce britischen Inseln sicherstellen. Das ganze Land und das ganze Britische W seien bereit, die englische Regierung in ihrer b terbunbspolitit zu unterstützen.. ® i *, dem Völkerbünde gelinge, einen Kolon i al1 * in Afrika zu vermeiden, ohne ihn in ein11 1 allgemeinen europäischen Krieg x roeitern, fo werde hiermit ein ungemein wertig i tö Beitrag für die Sicherheit aller Länder 0^*4 i 3t Er vertraue darauf, daß Frankreich sich *1 । b( gegenwärtigen werde, wie lebenswichtig es l>- , m feine eigene Sicherheit in der Zuku'M $ fei, wenn ber Völkerbunb aus ber entscheidet . Probe erfolgreich hervorgehe. Vielleicht werde M • Tag kommen, an bem Italien seinen alten iW ? ® ben, wie England, dankbar sein werde, ihni w Holsen zu haben, zu verhindern, daß es in e' J 1 lf „tödliche Falle" gehe. Es gebe in einige Mächte, bie sich freuen würben, wenn 3M in eine komplizierte unb abhängige Lage gM Englanb gehöre nicht zu biefen Mächten. — m chill roanbte sich gegen bie A b t r e t ui i ; n( irgenbwelcher briti scher Gebietst MM ba ein solcher Präzebenzfall bas Ende des M 11 ( schen Reiches heraufbeschwören könne. ■ __ ___—m --1 «cbi männischen" und „kraftvollen" Ausführungen tz vorbehaltlos zustimmen. „Daily Telegraph erklär ^en das vor einiger Zeit veröffentlichte Weißbuch ubc bie britische nationale Derteibigung sei unz». länglichingefährlichemGrabe, unb be Stanbpunft, ben Großbritannien gegenüber dy Völkerbunb einnehme, mache bie DorbereitunM- eines viel umfassenberen Wehrhaushalts zur PM. , Morning Post" sieht in bem Genfer Besitz hauptsächlich eine neue Atempause für ein Dersöhnungsversuch unb verlangt, Italien nach w i e vor als Freund behänd^ Paris, 27. Sept. (DNB. Funkspruch.) Auf bei gestrigen Sitzung des Dölkerbundsrates zieht Pariser Presse im allgemeinen zwei Schlußfolzs rungen. Die erste ist auf die Haltung der Türkri: Sowjetrußlands und Rumäniens zuM zuführen, die in der geheimen Sitzung die vorn Fm fer-Ausschuß ausgearbeiteten Vorschläge als viü zu weitgehend bezeichnet haben sollen, hi-v aus wollen die Blätter schließen, baß ber Bericht ben ber neu eingesetzte Dreizehner-Au« schuß ausarbeiten soll, für Italien m e n igt:1 günstig ausfallen werbe. Die zweite Schluß folgerung geht auf bie Rebe bes französischen Ar nifterpräfibenten zurück, bie man nicht nur inb® lich, sondern auch in ber Form als mit btt! Ebens überein ft immenb bezeichnet, b. Presse meint infolgebessen, baß bie französisch-^? lische Annäherung unb damit bie A b k eh Frankreichs von Italien sehr ois weitgehenber sei, als man dies bisher an^ ganz leichte Geschäftslage der Waggoninbustrie vereinten Kräften bester überwinden zu ron " Jahresanfang Enbe Im 12,688 13,158 533 566 61,284 61,408 2,760 2,730 865 872 475 480 2,168 1,306 37,392 35,647 96 98 20,614 20,813 n 6,343 6,392 Aus aller Welt der deul v «! r i ch e r u n g s g e f e l l > cy a s r «lopos gar fdjaften, fon mit * ati ePe beschlossen, vorsichtshalber allen Versiehe- trage durch 1 . n,.ohtrtorn oino fnrmnfp Kündiauna AU3U- trnrpnpr T)r Das H esenseuer rm londoner Hafen iiOuigen öpciu/cis, wv p»/ v, . befand, zusammengebrochen. Das gesamte Mauerwerk stürzte nach der Stadtseite hin auf die Straße Zwei Lastkähne, die unmittelbar vor der Brandstätte vor Anker lagen, sind säst bis zur | Wasserlinie ausgebrannt. Ein drittes Fahrzeug, konnte noch rechtzeitig abgeschleppt werden. Wah- ,cht bemühten sich fast 400 Feuer- Land- und Wasserseite her des ’r Führer besichtigt die Ileichsauto tchnstrecke Frankfurt—^ei^e'^er- it p®’S «rftarti'-t, Oie Münchener Genoffenschasts- tagung der Edeka. Dr Goebbels kündigt große Propagandaschlacht an. Oer Reichspropagandaleiier vor dem Schulungskurs der Reichsredner. Ein Rednerstoßtrupp ernannt. g, Die v ; beqrünbete. - _ ■ IM*»® md > di- j Das Riefenfeuer im Londoner Hafen konnte auch am Donnerstag noch nicht gelöscht werden. Gegen Mittag sprang der Brand auf ein benachbartes Lagerhaus, in dem beträchtliche Teemengen aufgespeichert sind, über. Wenige Stunden vorher waren die drei obersten Stockwerke des siebenstöckigen Speichers, wo sich der Herd des Feuers rcnd der ganzen Rai wehrleute von der ——- ... . Feuers Herr zu werden, doch waren alle An- strengungen fruchtlos, die riesigen Flammen- garben die aus den schmelzenden Gummivorräten heroors'chossen, zu bekämpfen. Insgesamt befanden sich 40 000 Kisten Gummi in dem Gebäude. Als die Feuerwehr feststellen mußte, daß dem Brand mit Wasser allein nicht beizukommen sei, wurden Hun- derte von Schaumlöschern herangeschafft. Leider sind bei den Löscharbeiten einige Feuer- wehrleute verwundet worden, doch sollen ihre Verletzungen nicht ernster Natur sein Die Tatsache, daß in den ersten Stunden nach dem Ausbruch des Brandes Ebbe herrschte, hatte zur Folge, daß das neue Feuerlöschboot der Londoner Hafenbe- Hörde nicht nahe genug an das brennende Lager» teiiet haben die amerikanischen Produzenten be« ’ i ers sine Erhöhung des Kupferpreises Durchgesetzt iru) »eitere Preisheraufsetzungen sollen nachfolgen. jL Dfe amerikanischen Kupfergesellschaften beginnen htzr Produktion wieder zu verstärken. Stillgelegte Bbrguerfe sollen wieder in Betrieb genommen leg . vy'du. Kurz, die Tendenz in Amerika hat einen Jagt bojMüie n Umschwung erfahren. Bei den nicht ame- in and ntim! chen Kupfererzeugern ist freilich die Stirn- llbe nicht so optimistisch, weil hier die beträchtliche talie'n s^Sviigrung der Produktion auf die Preisbildung e miii?'^iAen mäßigenden Einfluß ausübt. An den Blei- l«en i 'u i d Z i n k m ä r k t e n war der Auftrieb ebenfalls ssgejs?? sichel nicht übermäßig stark. Doch führte auch hier er peilte ^erbrauchszunahme zu kleinen Preissteigerun- dez.i^äsp. Die internationalen Zinn preise sind in- >nn nnn amerikanischer Käufe gleichfalls gestiegen. Nalßlr Du deutschen Metallmärkte mußten wen lufwärtsbewegung der Weltmärkte auch dies- n folgen. Die Ueberwachungsstelle für unedle ' D^nt ÖJüitalle hat am 24. September neue Kurs- eise für Blei und Zinn festgesetzt. Der jedfqie Zinkpreis ist von den internationalen Mrtschwankunaen und der Spekulation in geringen Grade abhängig. In dem Geschäftsbericht )er rsrgwerksgesellschaft Georg von Giesches Erben isfühm« orrd darauf hingewiesen, daß in Deutschland ein ^raoh''üch.er „deutscher Zinkpreis" angestrebt wird, Weißd Höhe lediglich durch die allgemeinen deut- . vouch Bedingungen für die Erzeugung von indu- tQl Waren bestimmt sein soll. Deutschland danach streben, sich von den durch Währungs- «orh ii ^lnpng, ungeordnete Marktverhältnisse und speku- )alts ereiflvaurDc Machenschaften beeinflußten internationalen B.J ^PMto börsen möglichst unabhängig zu machen. Nach nser JBe|nn) ach wird dieses Ziel auch für den deutschen tu? Jur und Bleimarkt erreicht werden können. i h k Rutschen Preise sollen so gestaltet werden, daß 0 bn nach vernünftigen Grundsätzen errechneten sZftitiirundlagen bei ausgeglichenen internationalen isj^f^Mrtchaftsbeziehungen entsprechen. Sie sollen also 'ft"Minicht§twa überhöht sein, wohl aber sollen sie zu üiter St ei gerung der bodenständigen § lz u g u n g deutscher Metalle führen. Der nach München einberufene Edeka-Der- b a n d s t a g stand unter dem Eindruck des schmerzlichen Verlustes, den die Edeka-Zentralorganisatw- nen durch den Tod ihres Präsidenten Pg. Fritz Lösch erlitten haben. Generaldirektor Fritz Borrmann würdigte vor allem die Verdienste, die sich Fritz Lösch um das mittelständlsche Genossenschaftswesen im allgemeinen und um die Edeka im besonderen erworben hat. lieber Pflichten und Rechte der Mitglieder und der Genossen- schäften" sprach bann Oberfinanzrat Prof. Dr. Hillringhaus (Deutsche Zentralgenossenschaftskasse, Berlin). Bei einer Genossenschaft handele es sich nicht nur um Geld oder Ware, sondern um Die Erfassung und Erziehung des ganzen Menschen Hier komme es vor allem auf Charakter und Leistung der Mitglieder an. Im einzelnen zeiate Prof. Dr. Hillringhaus die Pflichten auf, die der genossenschaftliche Einzelkaufmann besitzen muß. Dann erörterte der Referent Wert und Bedeutung des Edeka-Verbandes, der Edekazentrale und der Edeka- bank, die mustergültige Einrichtungen darstellten. Derbandsdirektor Dr. Paul König, Berlin, be- handelte sodann die Bedeutung und Ausgaben der P r ü f u n g s v e r b ä n d e. Die Arbeit des Edeka-Verbandes erhöhe die Sicherheit im Geschäftsverkehr zwischen Lieferanten und Genossen- schäften, fördere das hohe Ziel der Barzahlung und trage durch eine zweckmäßige Entschuldung eingefrorener Debitoren zur Erhaltung von Tausenden mittelständischer Existenzen bei. — Der Mitbegrun- der der Edeka-Zentralorganisationen, Generaldirektor Fritz Borrmann, stellte eindeutig fest, daß die Genossenschaftsarbeit vor allem dazu diene, den am meisten bedrängten, um ihre Existenz kämpfen- den Kreisen des Kleinhandels eine wirksame Hilfe zu bieten. Die Engherzigkeit bei der Aufnahme neuer Mitglieder in die Genossenschaft sei verwerft lich. Geschäftsanteile und Haftsummen mußten auch für wenig bemittelte Berufsgenossen tragbar sein. Besondere Bedeutung maß er der Heranbildung eines tüchtigen Nachwuchses bei und verwies auf das vorbildliche Wirken der unter dem Protektorat des Edeka-Verbandes stehenden Spar- und Arbeitsgemeinschaft der Iungkaufleute. — lieber das Der- trauensverhältnis zwischen Lebensmittel-Einzelhan- del und Reichsnährstand sprach Dr. Reinhold von der Reichshauptstelle des Rekofei. Einen lehr- reichen Vortrag über Indexzahlen und Preisspannen hielt Vizepräsident S ch m i t t e r. wurde. Sturm in der Deutschen Bucht. Der schwere Sturm, der in den letzten Tagen an der englischen Küste herrschte, hat am Mittwoch die Deutsche Bucht erreicht und hier mit Orkan- st ä r f e gewütet. Durch die tiefaufgewühlte See war die Schiffahrt stark behindert. Die kleineren Fahrzeuge mußten Schutzhäfen aufsuchen. Bei Altenbruch geriet ein Motorsegler auf Grund, konnte jedoch durch zwei Bergungsfahrzeuge wieder flott gemacht werden. Auch bei Luehesand ist ein Küstensegler aufgelaufen, der bisher noch nicht aus eigener Kraft freikommen kannte. Am Donnerstag ist der Sturm wieder abgeflaut. Schiffsunglück im Stettiner Haff. Im Stettiner Haff ereignete sich ein schweres Schiffsunglück. Der Frachtdampfer „Otto Jp- nen 21" war mit zwei Leichtern im Schlepp auf der Fahrt nach den Peene-Stationen, als plötzlich infolge des schweren Nordweststurmes um Mitternacht die Schlepptrosse riß. Beide Leichter schlu- qen voll Wasser und gingen in kurzer Zeit unter. Der Kapitän des einen Leichters konnte nicht mehr gerettet werden. Er ertrank. Don dem anderen Leichter kam das zweieinhalbjährige Kind der Schifferfamilie in den Wellen um. Beim Verlassen des sinkenden Schiffes war es infolge des hohen Seeganges, der Frau, die es auf dem Arm trug, entglitten. Vier japanische Torpedobootszerstörer vom Taifun erfaßt. Vier japanische Torpedobootszerstörer erster Klasse von je 1700 Tonnen sind bei Hebungen an1 der süd- japanischen Küste in den dort herrschenden Taifun geraten und schwer beschädigt worden. Die Zerstörer „Hatsujuki" und „Yugiri" sind anschei- nend in der schweren See zusammengestoßen. 51 Mann der Besatzungen werden vermißt. Ein „Menschenfreund" wegen Bigamie verurteilt Dor der Großen Strafkammer in Kassel stand der 41 Jahre alte Georg Z. aus Kassel unter der An- klage des Verbrechens der Dopvelehe. Zeidler war seit einigen Jahren in Kassel tätig und genoß allgemein großes Ansehen. Im Jahre 1920 hatte er sich verheiratet; der Ehe waren zwei Stint) er entsprossen. Im Jahre 1925 verlobte er sich dann mit einer anderen Frau aus der Umgebung Zwei weitere Todesopfer der Pilzvergiftungen in Valence. Die Pilzvergiftungen in Valence und Um« gebung haben inzwischen zwei weitere Todesopfer gefordert, so daß sich die Zahl der Toten auf acht erhöht. Bei einigen Vergifteten besteht noch immer Lebensgefahr. kein Master auf Obst trinken! — wieder ein Lind gestorben. Das dreijährige Kind der Eheleute Schmidt in der Ortschaft Röllecken (Siegkreis) hatte nach dem Genuß oon D b ft Wasser getrunken. Unter gräß- liehen Schmerzen mußte das Kind st e r b e n ; alle ärztliche Kunst blieb vergeblich. Fünf Todesopfer eines Bauunglücks in Buenos Aires. In dem Stadtteil B e l g r a n o von Buenos Aires stürzte ein zweistöckiger Neubau ein und begrub ZOArbeiter unter den Trümmern. Bisher wurden fünfToteundfünfVerletzte geborgen. 190 Todesopfer der lieberfchwemmung in Japan. Aus der Provinz Gumma nordwesllich von Tokio werden 190 T o d e 5 o p f e r des T a i f u n s und der Ueberschwemmung gemeldet. 130 weitere Personen werden vermißt. Rund 1500 Häuser sind überschwemmt oder eingestürzt. Der Bahnoer« kehr nach der Provinz ist unterbrochen. Kunst unv Wiffenschast. Deutscher Archäologe entdeckt einen Maya-Lalender. Der deutsche Archäologe Fritz Buck, der sich längere Zeit zu Forschungszwecken in Peru aufhielt, erklärte nach seiner Rückkehr, daß er in Ruinen aus der Dorinkazeit an der peruanischen Küste einen Maya-Kalender gesunden habe, der den schlüssigen Beweis für eine enge Verwandtschaft zwischen der Maya- und der Inkakultur liefere und gegen die Theorie spreche, daß die Kultur der Inka sich unabhängig oon der Mayakultur entwickelt habe. Kleine politische Nachrichten. Das von der Reichsführung der Deutschen Studentenschaft veranstaltete Gemeinschaftslager deutscher Studenten mit polnischen Studentenführern ist in Blankenburg in Thüringen beendet worden. Die polnischen Gäste setzten ihre Deutschlandfahrt fort, die sie über München nach Berlin führt. Wie die polnischen Jungjuristen einen Einblick in das Leben des neuen Deutschland gewonnen haben, so trägt auch der Besuch der polnischen Studentenführer dazu bei, die Beziehungen in der Wissenschaft, Arbeits- hochschulgestaltung und Studentenerziehung weiter zu vertiefen. ' * In den letzten Tagen hätte in Bozen der bekannte Trenker-Film „Der verlorene Sohn in italienischer Sprache zur Aufführung gelangen sollen. Die Vorführung wurde jedoch vom Präfekten verboten, obwohl dieser Trenkerfilm vom Minister für Presse und Propaganda in Rom mit dem ersten italienischen Staatspreis ausgezeichnet worden war. * Aus Anlaß der Anwesenheit Mussolinis in Südtirol wurde verfügt, daß 65 deutsche Süd- tirolerausderVerbannungentlassen und 98 der unter Polizeiaufsicht gestellten Südtiroler von dieser Maßnahme befreit werden. In den letzten Tagen sind bereits einige der Verbannten zurückgekehrt, die anderen dürften in den nächsten Tagen eintreffen. Ein Teil der Freigelassenen wurde sofort zum Militärdienst einberufen. In der amerikanischen Braunkohlen- I n d u st r i e ist es zu einer Einigung gekommen. Die Unternehmer haben die von den Arbeitern geforderte Lohnerhöhung von 9 Cent je Tonne ge« , förberter Kohle zugestanden, während die Är» ■ beiter ihre weitere Forderung auf Einführung der • 30-Stunden-Woche fallen ließen. Die Wieder« . aufnahme der Arbeit ttrirt) in 28 Staaten bereii« am Dienstag erwartet. h i n t r e t e n. Der Rundfunk könne diese innige Verbindung zwischen Redner und Volk nicht Herstellen und sei daher kein Ersatz für Dersammlungs- reden. Die Mittel der Propaganda müßten stark nuanciert sein; das ganz große Pathos müsse für ganz große Gelegenheiten aufgespart werden. Der einzelne könne sich nicht immer an das ganze Volk wenden. Das Volk werde nicht vorn Mann zum Volk erobert, sondern vom Mann zur Partei und von der Partei zum Volk. Wenn die Partei guter Stimmung sei, sei auch das Volk guter Stimmung. Die Redner sollten sich nicht nur auf das übermittelte Material stützen, sondern müßten aus dem Herzen heraus reden. Das Volk habe ein sehr feines Gefühl dafür, ob der Redner das selbst glaube, was er sage. Der Glaube aber komme nicht aus dem Verstände heraus, sondern aus dem Herzen. Auf diese Kräfte des Herzens mühten sich die Redner immer wieder besinnen. Sie dürften nicht zu Routiniers der Propaganda werden, sondern müßten die Propaganda täglich aufs neue lernen. Daraus sei öle vorbildliche Gröhe der nationalsozialistischen Propagandatun st erwachsen. Diese Kunst müßte die Bewegung auf die kommende Generation vererben. Deshalb müßten die alten Propagandisten immer wieder ihr Vorbild zeigen. Sie mühten gewissermahen einen General st ab der Propaganda bilden, dessen Arbeit noch in 200 Jahren als vorbildlich gerühmt werde. In diesem Sinne müsse die kommende grohe Propagandaschlacht eine echt nationalsozialistische, d. h. volksverbundene werden. Die Ausführungen des Reichspropagandaleiters wurden immer wieder von stürmischem Beifall unterbrochen und lösten große Begeisterung aus. Darauf ernannte Dr. Goebbels aus der Zahl der etwa 160 Reichsredner einen Redner stoß- trupp der Reichspropagandaleitung, dem ganz besondere Ausgaben zugeteilt werden. Anschließend verbrachte Dr. Goebbels den Abend mit den Reichs- rednern in kameradschaftlichem Zusammensein. haus herangebracht werden konnte, um mit Erfolg seine riesige Wasserspritze einzusetzen. Am späten Abend konnten sich die Feuerlosch- Boote, die sich bei Eintritt der Ebbe hatten entfernen müssen, wieder der Brandstätte nähern. Um 23 Uhr verminderte sich die Heftigkeit des Brandes, doch war der Widerschein der Flammen am Nacht- Himmel noch in einer Entfernung von 20 Kilometern deutlich sichtbar. Außer der eigentlichen Bekämpfung des Feuers mußten die Feuerwehrleute immer wie- der die Schläuche von den Masten geschmolzenen Gummis säubern, die sich überall auf die Straße ergossen. Ein Feuerwehroffizier erklärte, es sei zu befürchten, daß der Brand noch über den Sonntag hinaus dauern werde. Nach den bisherigen Schät- zungen soll sich der Brandschaden auf über 20 Millionen Mark belaufen. Drei Tote bei einem Bolsunglück an der holsteinischen Lüste. In der Hohwachter Bucht an der ostholsteinischen Küste st r a n b e t e im Sturm ein Steinfischerboot. Dabei kamen der etwa 70jährige Bootsbesitzer und zwei Fischer ums Leben. Ein Taucher, der an Bord war, verbrachte eine furchtbare Nacht auf dem gestrandeten Schifs, bis es dem Rettungsboot Heiligenhafen gelang, durch Raketenschüsse eine Leine an Bord zu bringen und den Taucher mit der Hosenboje zu bergen. Die Steinfischerei wird in der Gegend von Kiel von Fischern betrieben, die mit einem Taucher an Bord ausfahren und grohe Steinblöcke vom Grunde hochholen, die für Wegebauarbeiten Verwendung finden, ein mühseliges Tagewerk. Das Laboer Stemfischerboot befand sich mit einer Steinladung an Bord gerade auf der Heimfahrt nach Laboe, als es von schwerem Wetter überrascht oon Berlin, die er auf einer Dortragsreise kennengelernt hatte, und ging im Juli 1927 unter Vorlage falscher Papiere a l s Dr. Winkler die Ehe mit ihr ein. So führte er nun ständig ein Doppelleben zwischen Kassel und Ber« l i n. Am 1. März d. I. wurde er schließlich verhaftet. Zu seiner Verteidigung führte der Angeklagte an, dah er die zweite Ehe nur einge- aangen sei, um Der Frau, die bis dahin ein arm- seliaes Dasein geführt habe, helfen zu können. Dieser Drang zum Helfen habe ihn auch bei einer geplanten britten Heirat beseelt, die er mit einer jungen Halbwaise schließen wollte, deren Vater ihm die Tochter vor seinem Tode zum Schutze anoertraut habe. — Zur Bestreitung der Kosten der beiden Haushaltungen mußte der Angeklagte erhebliche Darlehen aufnehmen. Die Gutachten der vier medizinischen Sachverständigen gingen übereinstimmend dahin, daß der Angeklagte vermindert zurechnungsfähig ist. Deshalb sah das Gericht auch von der Verhängung einer Zuchthausstrafe ab und erkannte auf eine Gefängnis st rase von drei Jahren und auf Unterbringung in eine Heil- und Pflegeanstalt. Todessturz einer Bergsteigerin. Das in Bad Reichenhall zum Kuraufenthalt ein- getroffene Aerzteehepaar Dr. Kurt und Frieda Hinrichsen aus Kiel unternahm einen Ausflug auf den Predigtstuhl. Beim Abstieg geriet die 55jäh- rige Bergsteigerin nahe der Schlegelalm in die sogenannte Baumgartenrinne, wo sie vor den Augen ihres Gatten 30 Meter tief abstürzte und schwer verletzt liegen blieb. Kurz ehe die aus 14 Mann bestehende Rettungsmannschaft sich an die Verunglückte herangearbeitet hatte, stürzte diese in der mittler» weile hereingebrochenen Dunkelheit neuerdings 20 Meter tief in dem Felsabhang ab und erlitt so schwere innere Verletzungen, daß bald danach der Tod ein trat. An der Unglücksstelle sind in der letzten Zeit auf ähnliche Weise drei Personen ums Leben gekommen. Schneefall im Riesengebirge. In der Nacht zum Donnerstag sank das Thermometer in den höheren Lagen des R i e s e n g e b i r ■ g e 5 unter den Gefrierpunkt. Es schneite mehrmals ziemlich kräftig. Bis etwa 1000 Meter herab lag gestern morgen eine Schneedecke oon einigen Zentimetern. Neuschnee in den Allgäuer Alpen. In der Nacht zum Freitag hat es in den All- gäuer Bergen ziemlich stark geschneit. Freitag früh zeigten die Gipfel bis weit herunter Schnee- decken. Die Temperatur ist auch im Tal empfindlich gesunken. In den Morgenstunden des Freitag lag sie nahe dem Gefrierpunkt. Berlin, 26. Sept. (DNB.) Im Rahmen eines eit Dienstag stattsindenden Schulungskursus ü r d i e Reichsredner der Partei emp- ing der Reichspropagandaleiter Dr. Goebbels am Donnerstagabend die Teilnehmer im Propa» janbaminifterium und wies ihnen in längerer An- prache ihre Aufgaben. Dr. Goebbels behandelte da- bei die Grundbegriffe der Propaganda. Früher hät- ten die Propagandisten alles, was sie waren, aus i ch f e 1 b ft heraus gegen Rundfunk und Presse erkämpfen müssen. Sie hätten also mehr Intelligenz, Energie und Hingebung aufbringen müssen, um nicht zu unterliegen. Unter den alten Kämpfern, aus denen sich die Reichsredner zu- ammensetzten, sei keiner, der nicht einmal eigen- händig Flugblätter verteilt habe und nachts mit dem Kleistertopf durch die Straßen geschlichen sei. Die Propagandisten dürften aber heute, wo man bequemere Mittel habe, nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. Nicht durch Zwang dürften die Volksgenossen bei der Bewegung gehalten werden, sondern durch ein ständiges Ringen um ihre Seele. Dabei müsse die Bewegung Korps- g e i ft bewahren und eine eherne geschlafene Front gegen alle Angriffe von außen zeigen nicht in der Abwehr, sondern im Angriff gegen alle Gegner. Die Leistungen des nationalsozialistischen Staates seien so gewaltig, daß man sie wohl dem Gemecker an kleinen Dingen entgegenhalten könne. , Man dürfe auch nicht glauben, es müsse bei jeder Versammlung, Kundgebung oder Feier etwas Neues geboten werden. Damit raube man der Bewegung ihre Tradition. Das Grundsätzliche müsse immer gleich bleiben. Die Bewegung müsse immer mit den täglichen Sorgen des Volkes verwachsen bleiben, aber immer wieder dieselben Folgerungen daraus ziehen, die den Prinzipien unserer Bewegung entsprechen. Die Propaganda habe nicht die Macht, sondern die seelische Kraft der Bewegung zum Ausdruck 3U bringen. Sie solle das Volk nicht niederknüppeln, sondern die Herzen erobern. Um volksoer- bunben zu bleiben, müsse der Propagandist immer wieder als Redner vor das Volk toanffurf a. 21t, 26. Sept. (CpD.) Der _ Jcnr besichtigte am Donnerstag in Begleitung VriH de>s (teneralinspektors für das deutsche Strahen- Sini^mrtfn Dr.-Jng. lobt die soeben fertiagestellte f-Mtzen lautobahnstrecke Heidelberg — IHann- Koloni^hnin -Frankfurt. Obwohl der Führer uner. hne ihn V wmiik eintraf, wurde ihm überall von der Betz e n vSilkmng ein jubelnder Empfang bereitet ungttnA. j fron größeren Städten, die er auf seiner Fahrt ler 2akn> . bEmhtle, verbreitete sich die Kunde von seiner An- a n tr.c. u.mit Windeseile, häufig mußte seine jh miqcnfo(onne ein dichtes Spalier von t i" 0 enden von Volksgenossen passie- 'mi-lleichi * rem iile niemand gerufen hatte, die nur auf ein jinen allt- Mcrl>zusammengeströmt waren: „Der Führer rn ^eV /Werfee&ooteflortme qen." ^rhen,0,01,1 • Äeir l i n, 26. Sept. (DNB.) Der Reichskriegs. -mat tniirjltr und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Ge- ", ne’duberft von Blomberg, schifft sich am !N . 26l September in Kiel auf dem Untersee- fc dil,„U 1" ein, um an Hebungen des Bootes teil- >et dUiM’nen. Nach einer Besichtigung der Besatzung das-,t untötüg Bootes werden Fahr- und Schießübungen ,n ^^^obWlten, an die sich Tauchmanöoer anschließen. DchMckkehr des Ministers nach Berlin erfolgt am glcfem Tage. Am 27. September wird in Kiel die OoF" m k er1 fr jgro'ntunterfeebootsflottille ge- r wijt Der Führer und Reichskanzler hat dieser Ltti Flicke den Namen „U n t e r s e e b o o t s f l o t - .M' tiilll« Weddigen" verliehen und damit dem (,n Ä- ur-unehlichen Seehelden Otto Weddigen ein blei« frutÄt beirte Denkmal gesetzt. Die UnterfeebootsflotttOe & SPlt/ M^Den" besteht aus den U-Booten U 7 , „U 8 , Wj „llir „U 10", „U 11", „u 12" und dem Flottillen- ? flWc te:itii „T 23". Sie untersteht dem Flottenkom- ?? fiil v'^ m*. baLV iris. * ' >ei italienisch-abessinische Konflikt Ipruch.) Mail di; Weltwirtschaft weiter beeinflußt. Der unrnit- ’srates MelÄvl stimmungsmäßige Einfluß der jeweils in vei LchlujGciaf mnd den europäischen Hauptstädten sich er- ig der Tin;eperlen Situationen war an den Weltbörsen abzu- äniens^esmHie in nervösen Schwankungen das Auf und ng die vomM dir Friedenshoffnungen und Kriegsbefürchtun- ichläge alsfiefi sgiftrierten. Im Großen und Ganzen ging ben sollen, üe Tendenz der Effektenkurse nach unten, und daß der Iwisenkurse der am Konflikt mittelbar ober un- zehner-l'ttutei ar beteiligten Länder wurden durch eine leb- lien we^ante K a pitalfluchtbewegung über ben -iveite ll-m t i s ch e n Ozean, die sich in beträchtlichen ftanMslbpIrW rschiffungen sichtbar auswirkten, unter Druck nicht nur Holland z. B. führt man die empfindliche , Ql5 mi|7H'frippung am Geldmarkt auf Masfenkäufe von bereit wie manischen Werten durch das niederländische ie iranM»P^^m zurück. Die niederländische Wirtschaft zeigt Jj. Wjidj beunruhigt, weil man bei einem Ausbruch des ,n itMei sch-abessinischen Krieges eine Sperrung him hii« b cs io u e 3 t a n a I s befürchtet. Hierdurch würbe Öen ('thiffahrtsweg zwischen ben Niederlanden und ihliier reichen indischen Kolonie wesentlich ver- , . ~ lärige-t werden. Das könnte unter Umftänben zu M/Inöseirer schweren Schäbigung bes hollänbischen Han- [//Ulillbehs -iihren. Diese Sorge erschwert naturgemäß ' • v ein e beberroinbung der niederlänbischen Währungs- na schWiciigkeiten. Denn die Hnsicherheit der Zukunft vei'piinßt die niederländische Wirtschaft, zu einer veiqMten Kreditbeanspruchung und sogar zur Ab- helsMt von Bankgeldern. Man spricht auch davon, f LJUU M 'ie amerikamsche Bankwelt ihre europäischen UlTllro ©Lliwen und Golddepots „repatriiere", also in ihr 1 1 Doiitimnd, das infolge seiner Isolierung von den .) 3n eimpi ifd)en Konflikten wirtschaftlich als glücklich Gemisch r-' IM kl mn gesehen wird, zurückbringen. Dadurch, da Zarnunm" deft li ollar den Goldausfuhrpunkt in Paris am m ÖinjtonE: n£:afl wieder unterschritten hat, dürften die Gold- StelluG^veult'fungen zunächst etwas abgebremst werden. I Deuil^Dth fiarfe Erhöhung der Versicherungsprämien für -ß", so sch GMi^nsporte hat den Strom des vagabundieren- ,q ausÄtieß Kapitals in Richtung USA. nicht eindämmen eifer hech'köürr.. Die Transportversicherung wird durch die ie herrlich^ Beif Achtungen, es könnte zu kriegerischen Berwick- ilitärilchiluuge im Mittelmeer tomnjen, besonders stark m ien." MM oenschaft gezogen. Die grohe englisch S e e - her dell! vU r i cherungsgesellschaft Ll oyds hat hfflnpVftt-rMMiehmern eine formale Kündigung zuzu- in der ksteDi in der sich die Gesellschaft von dem Kriegs- V nradi DrrifWber bestehenden Seeversicherungspolicen be- nofltl frjfct Die Versicherungsnehmer haben die Möglich- E fr, i-ine zusätzliche Versicherung gegen Kriegs- 2105 D schM .risiken einzugehen. Die übrigen Transport- .. 5.vs;fid-=rer sind diesem Beispiel gefolgt, und auch die ^-ton Gesellschaften haben sich zu einer berat- ei ^Kündigung entschlossen. dauer 5,6 Stunden. den in Was gibfs Neues Reichsstand des Deutschen Handwerks. 5482 V 0)nkhmass FERTIG UND (ÖZ 5025V versteigert: für Herbst undWmter ganz besondere Ntc 6481D Der Vereinsführer. Vertragslieferant der Heeres-Kleiderkasse. 5504 A Die führende natorkundliche Monatgschritt! Gebr ifl. unt. 04110 o. Gieß. Anz. Imheuse !H am Markt Unmoralisch handelt, wer den Handwerker auf sein Geld warten läßt, wenn er zur Bezahlung in der Lage ist. 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Grundbuch für Gießen, Band V, Blatt 211: Flur I, 7lr. 1271, hofreile in der Wehsleingasfe fwehsleingasse 18), 170 qm, Schähungsbelrag: 5950 R7N. Brandtaxe: 2550 RM. Einheitswert (1.1. 31): 6100 RM. Gießen, den 26. Juli 1935. Im Auftrage des Amtsgerichts Gießen: Karle, Ortsgerichtsvorsteher. KÜHLER I das große Spezialhaus für ■ gute Herrenkleidung Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der BrUhl'schen Druckerei sich nach einem dreimaligen „Sieg-Heil!" auf Führer und Reichskanzler der Festzug auslöste. Oer schwere Verkehrsunfall an der Bergstraße. Der Fahrer des Reichsbahn-Schnellomnibusses Kreishandwerkerschaft Gießen. 5478 D [Verschiedenes | Pelzwaren Pelrrevaraturen billig 5181D M. Liebler Asterweg 16. Eine 65obD 1000 ccm Imperla mit Beiwagen, steuerfrei, eine Horrex-BIaschine 600 ccm, ein FKW.-, 200 ccm steuer- u.fübrer- scheinfrei, alle Maschinen mit elekt.Licht/preis- wert zu verkauf. Willi Rau Motorfahrzeuge. Wleseck, Tel. 3375 Teilhaber Tücht. 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Winterbon, Krenzplatz 10[Mnv H. Plank Lamparter, Seltersweg 8. ,,Der Naturforscher" Äebildette Monatsschrift für das gesamte Gebiet der Natunviffenschasten und ihre Anwendung in Naturschutz, Unterricht, Wirtschaft und Technik Herausgeg. von OberstudienratOr. R. Rein u. Prof.Or. W. Schoenichen'. --Der Naturforscher" unterrichtet fortlaufend in Äild und Wort über die Ergebnisse der neuesten Beobachtungen und Forschungen aus allen Gebieten der Naturwiffenschaften und Technik. Q!r ist die verständliche, aber hochwertigekiaturwistenschastlicheMonatsschristfür geistig Anspruchsvolle, die bei hervorragender Ausstattung nicht auf oberflächlichen Aufputz, sondern auf Gehalt eingestellt ist. ; vierteljährlicher Bezugspreis: RM. 2,50. - Verlangen Sie kostenlos ’ ein Probeheft. - Oer Bezug kann durch jede Buchhandlung erfolgen. ? Hugo Bermühler Verlag » Berlin - Lichterfelde RM.7000.- als 1. Hypothek von pünktlichem Zinszahs. gesucht Schr.Angeb.unt. 04118 a.d.G.A. Wetterbericht des Relchswetterdienstes. Ausgabeort Franks Durch einen Sturmwirbel, der seine stärkste b Wicklung im Ostseegebiet sand, jetzt aber über bf Baltikum abzieht, wurden große Mengen falleM nach Deutschland verfrachtet. Sie gaben am Q nerstag anfänglich noch Anlaß zu Schauern sM in den Mittelgebirgen teilweise Schnee), fiiW. aber weiter zur Entwicklung eines Hochdrutg» bietes. falls bekundeten, daß der Omnibus mtt großer Ge- schwindigkeit gefahren sei. Ohne die rechte Seite der Fahrbahn einzuhalten, schnitt der Fahrer die Kurve. Hierbei erfaßte er den auf der rechten Seite seiner Fahnbahn sich befindlichen Personenkraftwagen. Der Fahrer des Reichsbahnomnibusses wurde dem Amtsgericht zugeführt und kam in Untersuchungshaft. Preußen. Kreis Wetzlar. 8 Krofdorf - Gleiberg, 26. Sept. Das alljährlich im Herbst ftattfindende Preisschießen des hiesigen Schützenvereins wurde in Form eines Königsund öffentlichen Preisschießens abgehalten. Trotz des schlechten Wetters fanden sich die Freunde des Schießsportes zahlreich auf den Ständen in „Roten Gräben" ein. Beim Königsschießen, das aus fünf Schuß Großkaliber auf die 100 - Meter - Scheibe und aus neun Schuß Kleinkaliber auf die 50-Meter-Scheibe bestand, wurde Willi Schmidt Schützenkönig. Das mit Kleinkaliber ausgetragene Serien-Preisschießen brachte folgende Resultate: 1. Preis mit 105 Ringen, Willi Schmidt; 2. Karl Wagner 104; 3. Adolf Leicht 101; 4. Adolf Echternacht, 5. Otto Becker, 6. Kurt Drescher, je 100; 7. Dr. Ankel 98; 8. Paul Reeh 97; 9. Rudolf Weil 95; 10. Wilhelm Wagner 95. — Ein ebenfalls hier sehr stark beachteter Volkssport ist das Kegeln. Um hierfür neue Freunde zu gewinnen, hielt der Kegelklub „Gut Holz" in der Gastwirtschaft Abel ein auf die drei letzten Samstage und Sonntage verteiltes Preiskegeln ab, für das Preise im Werte von über 200 Mark zur Verfügung standen. Jeder Kegelgang wurde mit zehn Kugeln geworfen. Die Preisverteilung ergab folgende Ergebnifle: 1. Willi Bender II. 78 Holz; 2. Hch. Hahn 76; 3. Karl Heyer 75; 4. Bernh. Göbler 75; 5. Hermann Pfaff 74; 6. Wilhelm Schmidt 74. Des weiteren brachten es fünf Teilnehmer auf 73, einer auf 72 und fünf auf 71 Holz. <£ Aus dem Biebertal, 24. Sept. Am Sonntagmorgen hielten die Rodheimer Freiwillige und die Pflichtfeuerwehr eine gemeinsame Hebung mit sämtlichen Geräten ab. Die Hebungen bewiesen der Rodheimer Bevölkerung erneut, daß die Hilfe bei Feuersgefahr schnell und sicher funktioniert und im Ernstfälle Leben und Eigentum jedes Volksgenossen den bestmöglichen Schutz findet. — Am Sonntagnachmittag unternahm die Rodheimer Kleinkinderschule, die seit einigen Jahren in der geschulten Hand von Schwester Minna liegt, eine Wagenfahrt nach Bieber. Dort im Schererschen Saale erfreute die kleine Schar ihre dankbare Zuhörerschaft mit allerlei kleinen Darbietungen. Bietet die Kleinkinderschule schon täglich durch Betreuung der Kleinen besonders den gewerblich tätigen Müttern eine an- Zwangsversteigerung K 34,35 Am Montag, dem 28. Oktober 1935, vormittags 9 Uhr, wird im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Gutfleischstraße Nr. 1, Zimmer Nr. 221, das den a) hebstreit, Ernst, in Gießen xu XA, b) hebstreit, Elisabeth, geb. Gilbert, dessen Ehefrau, zu % zugeschriebene Grundstück versteigert: Grundbuch für Gießen, Band 31, Blatt 1427: Flur VI, Nr. 122"/i in h “'8">äna 'n»«,,,; lasse mi*® , Fuchs.1 sderden* bis zur «W öenen die Musik mehr als eine vornehme Lieb- Oberer war. Da ist unter den hessischen ßanbes- Ersten manch tüchtiger Instrumentalist, Dirigent und Komponlst und auch aus dem reußischen Fürsten- geschlecht sind vortreffliche Musiker hervorgegangen. Dom deutschen Schullehrer hat man zu allen Zeiten verlangt, daß er auch ein guter Musikus fei, und so ist denn die Zahl der aus dem Lehrerberu herkommenden Tonkünstler sehr groß. Es genüge, an Schubert, Bruckner, Robert Dolk^ man n und Josef Haas zu erinnern. Franz Wüllner, der große Sänger und Schauspieler, war zuerst Germanist; seinen Doktortitel erwarb er mit einer sprachwissenschaftlichen Arbeit. Karl Muck, der bekannte Wagnerdirigent, begann als Altphilologe. Zelter, der Freund Goethes und Begründer des deutschen Liedertafelwesens, hat sein Baumeister- Handwerk erst verhältnismäßig spät aufgegeben. Hans Sommer, einst bekannt als Lieder- und Opernkomponist, stieg bis zum Direktor der Braunschweiger Technischen Hochschule auf. Der schwedische Komponist K. M. A t t e r b e r g war Inge- nieur. Noch häufiger hat man Sänger aus irgendeinem bürgerlichen Beruf heraus „entdeckt". Unsere Großmütter waren entzückt von dem hohen C eines Heinrich Bötel, der ursprünglich Hamburger Droschkenkutscher war. Feodor I. Schaljapin, der große Bassist, hat sich in jungen Jahren Lastträger, Jäger und Straßenkehrer durchs ben geschlagen. Warnemünde, Ende September. Die strategische Lage. Es hat bisher in Deutschland noch keine rnili- Mschen Hebungen gegeben, die sich über ein Geriet erstreckten, das nahezu die Größe des halben . Reiches umfaßt. Die Herb st Übungen der £ uftroa ffe in der letzten Septemberwoche waren lie ersten Hebungen in großem Rahmen, an der Äe Teile der Luftwaffe und der Luftabwehr teil- "ahmen, also die Verbände der schweren Kampf- ! >eger, der Aufklärungsflieger, der Jagdflieger, der lakartillerie und des zivilen Luftmeldedienstes. Die lniftkampfe sogen sich in Vorbereitung und Ausartung über die größten Teile Nord- teutschlands hin, um sich im Raum von Varnemünde zu konzentrieren und um hier die (mtscheidung und den Abschluß zu finden. Dies war ganz kurz die Lage: Die Rote Ar- ree eines Weststaates war überraschend in einen Maat eingebrochen, der von der Blauen Armee r-rteibigt wurde. Dem Roten Gegner war es ge- Lngen, durch Bombenabwürfe den Hafen von ' Stettin zu zerstören und ihn für längere Zeit un- i auchbar zu machen. Es war deshalb notig geraden, den Nachschub für die Blaue Armee um- xileiten, und zwar für den Seeverkehr über Warne- riünde—Rostock. Dies Gebiet war daher für die 8Iaue Kampfführung zu einem überaus wichtigen Gebiet geworden, das mit allen Mitteln der Luft- toffe verteidigt werden mußte. Dem Führer der luststreitkräfte in dem bedrohten Gebiet unterftan- i n deshalb neben den Jagdfliegern, den Auf- körungsfliegern und dem z i v U e n F l u g m e l d e- k e n ft auch zwei Flakabteilungen, die in einem ti ppelten Gürtel eingesetzt waren, um das bedrohte (-biet zu schützen. Die einheitliche Führung war r twendig, um feine reibungslose Zusammenarbeit hr Abwehr durchzuführen. Dem Blauen Führer r.terftanben außerdem noch Kampfgruppen in Ammern, die zu gegebener Zeit eingesetzt werden tunten. Mecklenburg wird verdunkelt. Dieser Septembertag würde — das wußte man - schwere und bedeutungsvolle Luft- k m p f e bringen. Die Bevölkerung war rechtzeitig drauf vorbereitet. Ganz Mecklenburg würde kommenden Abend verdunkelt sein und in 9'stock sahen wir schon am frühen Morgen Ent- g: f uin. g s t r u p p s ihre Vorbereitungen treffen, o* zivilen Helfer des Flugmeldedienstes waren auf ili'en Posten, um schnellste Meldung zu erstatten. Ise Kampfübungen hatten naturgemäß auch das Nteresse der fremden LuftattachLs gefunden, die irter der Führung von Vertretern des Reichsluft- icirtminifteriums an der Hebung ieilnahmen. Selbstverständlich waren auch Vertreter des Hee- n erschienen und von Kiel aus waren die Offi- Me der Kriegsmarine auf dem Luftwege gekom- mm, um zu lernen, was es zu lernen gab. Auch rann nach der Annahme Angriffe von See her nlht zu erwarten waren, so war es doch von Wert, zi erfahren, wie ein wichtiger Seehafen verteidigt lorden konnte. Den Führern der Blauen und Roten Verbände di Luftwaffe war die Lage nur in den großen ll'iriffen bekannt. Es gab nur einen, der alles Mte, was vorging, das war der Leiter der Ge- limtübung, Oberst Sperr!. Er empfing von feine i Schiedsrichtern, die auf schnellen Flugzeugen di einzelnen Verbände begleiteten, die Nachrichten iihr die Entscheidungen der Führer und den 23er- la.ff der Kämpfe. Die Schiedsrichter waren auch mserrichtet über die Stellungen der Flakabteilun- $l. Sie konnten nach ihren Karten beurteilen, ob ie Angriff der Roten Flieger von Erfolg be- Geschichten um Friedrich Wilhelm IV. Äönig Friedrich Wilhelm IV. war kein öreunö langer Reden, besonders nicht, wenn es sich um den Empfang in einer Stadt handelte. So war er eines Tages bereits mehrere Stunden unterwegs und traf um die Mittagszeit vor dem Tore einer kleinen Stadt ziemlich müde und hungrig ein. Hier rourbe er von den Ratsherren empfangen und der Bürgermeister wollte mit einer langatmigen Rede beginnen: „Allerdurchlauchtigster, großmächtiger Kä- mg, Allergnadigster König und Herr! Als Hannibal vor den Toren Karthagos stand..." — „hatte er wahrscheinlich eben solchen Hunger wie ich", rief der König kurz dazwischen. „Kommen Sie, lieber Bür- germeister, steigen Sie in meinen Wagen und feien Sie mein Gast!" — Bei der Einfahrt in eine kleine Stadt wollte ebenfalls der Bürgermeister den König mit einer Rede bearußen. „5000 Bürger", begann er, fand ober m der Aufregung die Fortsetzung seiner Rede nicht. „5000 Bur— Bürger", stotterte er nochmals Erneute Pause. „Grüßen Sie die 5000 Bürger recht herzlich von mir, aber jeden einzeln!" rief ihm Friedrich Wilhelm aus dem Wagen zu und fuhr weiter. 1 1 als Studiosi Juris begonnen. Schütz, Händel, Schumann, Sibelius gehören in diese Reihe' Karl Zeller, der Schöpfer der Operetten „Der Vogelhändler" und „Der Obersteiger", war Wiener Ministerialbeamter. Julius Bittner, bekannt durch eine Reihe von Volksopern, wirkte Jahre hindurch als Richter in Wien; Armin Knab, der bekannte Liederkomponist, war als Amtsrichter in Süddeutschland tätig. Auch unter den Dirigenten, Sängern und Kritikern gibt es viele ehemali. ~ riften. Robert Kothe, der bekannte Lauten' Don unserem K. B.-Äerichierffaiier. gleitet war oder ob sie in das Flakfeuer gerieten und mit ihrem Angriff scheiterten. Wenn von unten die Scheinwerfer der Flakbatterien aufleuchteten, konnte man von oben beurteilen, ob und mit welchen Wirkungen die Angreifer in das Abwehrfeuer gekommen waren. Durch den Abschuß roter Leuchtkugeln wurde den Kampffliegern mitgeteilt, ob sie noch aktionsfähig waren, außerdem konnte es ihnen durch Funksprechverbindung mitgeteilt werden, wenn sie auszuscheiden hatten. Sie gingen dann im Gleitflug in niedrigere Höhen und verschwanden vom Kampffelde. Der Angriff beginnt. Nach den Nachrichten, die am frühen Morgen von den Blauen Kampfverbänden Vorlagen, war man darüber unterrichtet, daß Blau Agentenmeldungen vorliegen hatte, wonach Rot mit zwei Kampfgruppen von Braunschweig und Hildesheim aus angreifen würde. In den beiden genannten Orten waren von der zurückgehenden Blauen Armee die Flugzeughallen zerstört worden, aber Rot hatte die Flugplätze selbst behelfsmäßig wieder her- aerichtet und von hier aus konnte der S t a r t z u m Angriff erfolgen. Die Entfernung vom Startplatz zum Angriffsziel Warnemünde betrug rund 300 Kilometer und konnte von den Kampfmehrsitzern in etwa anderthalb Stunden zurückgelegt werden. Auf Agentenmeldungen allein kann man sich aber im Manöver und im Ernstfälle nicht verlassen, und so war für Blau der Einsatz einer Aufklä- rungsstaffel notwendig geworden, die in Richtung Neu-Ruppin die Fernaufklärung unternommen hatte, mit der besonderen Aufgabe festzustellen, ob sich die Roten Kampfverbände noch in Braunschweig und Hildesheim befanden. Auf Grund der Erkundigungen konnten von Blau Angriffe auf die Roten Kampfgruppen angesetzt werden. Waren beim Angriff der Blauen Flieger die Roten Flieger nicht mehr in ihren Ausgangsorten, so konnten Hier die Rollfelder zerstört werden, so daß die Roten Gruppen in anderen Flughäfen bei ihrer Rückkehr zu landen gezwungen waren. Als die Zuschauer auf dem Angriffsziel Warnemünde eintrafen, war der Kampf bereits in vollem Gange. Das Flugwachmeldekommando Rostock hatte den Anflug einer schweren Kampfgruppe in Richtung Nordwest in einer Höhe von 3000 Metern gemeldet. Eine Minute vor zehn Uhr waren die Jagdstaffeln, die auf einem behelfsmäßige^ Flugplatz zwischen Warnemünde und Rostock lagen, gestartet, um nun so schnell wie möglich von größerer Höhe aus die schweren Kampfflieger anzugreifen und zu vernichten. Der Himmel war an diesem Morgen wechselnd bewölkt und der Wind hatte aufgefrischt. Das war für Blau und für Rot das richtige Wetter, um zu zeigen, was man gelernt hatte. Die Roten Angreifer waren vor keine leichte Lage gestellt. Gerade in den Minuten, als sich die Angreifer über ihrem Ziel Warnemünde befanden, verdeckten schwarze Wolken das Ziel und verhinderten jede Sicht. Nur von der Seeseite leuchtete das begehrte Himmelsblau, aber von dort aus durfte befehlsgemäß der Angriff nicht erfolgen. Die Angreifer sahen ihr Ziel nicht und die Zuschauer sahen ihrerseits die Roten Angreifer nicht, auch die Blauen Jagdstaffeln blieben den Blicken verborgen. Motorengedröhn, dunkel und hell getönt, ließ ahnen, daß dort oben über den Wolken keineswegs ein Zustand holden Friedens herrschte. Was würden die Angreifer tun? Würden sie warten, bis sich die Wolken verzogen hatten, um dann zum Angriff überzugehen? Für die Zuschauer entstanden Minuten höchster Spannung. Immer nur hörten mir nur das Motorengedonner. Der Wolkenvorhang blieb zugezogen. Das Brummen der Motoren war schon schwächer geworden, um dann langsam in der Ferne zu vertonen. Luffkampf bei 20 Grad minus. Was wirklich geschehen war, erfuhren wir am srühen Nachmittag, als wir der Jagdstaffel auf dem Feldflugplatz zwischen Rostock und Warnemünde einen Besuch abstatteten. Die rechtzeitig auf Grund rechtzeitiger Meldungen gestartete Jagdstaffel hatte in kurzer Frist eine Hohe von 4000 Metern erklommen und von hier aus wiederholt die Roten Gegner mit Erfolg angegriffen. Während dies berichtet wurde, waren aber schon neue Kämpfe im Gange. Wieder waren schwere Kampfflieger gemeldet worden und wieder war die schneidige Jagdstaffel aufgeftiegen, um die Gegner zu stellen, die nun in großer Hohe sichtbar wurden. Nun begann ein Luftkampf, der an Angreifer und Verteidiger die höchsten Anforderungen stellte. Im Sonnenschein strahlten die wendigen Jagdflugzeuge auf wie leuchtende Motten. Als bann die Jagdflieger zurückgekehrt waren, berichteten sie von ihren Erlebnissen. Hier unten wärmte noch einmal die letzte Sommersonne, aber oben während der Kämpfe hatte es 20 Grad Kälte gegeben. Da brauchte es schon Nerven und Willens- kraft und vor allem war jagdfliegerisches Können nötig gewesen. Die Formationen, die geschlossen gestartet waren, lösten sich oben auf, um den Gegner ZU suchen und anzupacken. Jagdflieger wird man nicht in drei Wochen, sondern hier ist sorgfältigste Arbeit in strengster Zucht vonnöten. Diese Hebungen gaben auch Gelegenheit manövermäßig die Funksprechoerbindung zwi- schen den Flugzeugen der Jagdstaffel selbst und von der Erde aus zu erproben. Diesmal wurde auch versucht, die Flieger durch Sichtzeichen von der Erde aus über Flugrichtung und Hohe des Fein- des zu unterrichten. An sechs verschiedenen Stellen in einem Raum, der sich über hundert Kilometer erstreckte, hatten Sichtzeichentrupps auf Grund der Meldungen des Flugmeldenetzes große weiße leinene Pfeile ausgelegt, die die gegnerische Flugrichtung angaben. Dreiecke und Quadrate unterrichteten die Verteidiger darüber, ob sich die An- greiser in Höhen unter oder über 3000 Metern befanden. So wirkte alles zusammen, um eine einheitliche und erfolgreiche Abwehr zu gestalten. Einsatz her Zivilbevölkerung. Wenn die Leistungen der Luftwaffe zur vollen Würdigung berechtigen, so tun bas nicht minber biefieiftungenbes zivilen Melbebien- ft es. Gerabe bei biefer Hebung haben die Reibungen bes Flugwachkommanbos bewiesen, welchen Wert bie Tätigkeit biefer freiwilligen unb ehrenamtlichen Helfer hat, bie, von bestem Gemeinschaftssinn erfüllt, auch jetzt roieber ihre Pflicht getan haben. Da sitzen im Bereich bes Flugwach- fommanbos Rostock an 23 Stellen bie Flugwachen in ihren Horchgruben unb Unterftänben. Sie beachten {eben bunflen Punkt am Himmel bei Tage unb hören auf jebes verbächtige Geräusch bei Nacht. Oft haben diese Männer in mühseliger Arbeit ihre Horchgrube ober ihren Unterftanb selbst ausgebaut. Da ist bei einer Flugwache ber eine Maurer, ber anbere Schmied und der dritte Stellmacher. Sie haben zusammen gearbeitet und zusammen gedacht, wie sie ihre Wachstelle am besten ausbauen konnten. Unb nun ist einer Beobachter, ber aroeite Horchposten unb ber brüte bebient ben Fernsprecher. Sie kennen ihre Weisungen genau unb geben, was sie erfunben, knapp unb klar weiter. „Wann, was, wohin?" — Darauf kommt es an. Sie geben bie Flugrichtung nach ben Zahlen der Melderose an und vergessen auch nicht, die Hohe der ausaemachten Flugzeuge mitzuteilen. So kommen die Anrufe zu den Klappenschränken des Flugwachkommandos, die von hilfsbereiten jun- gen Mädchen bedient werben, so kommen sie zur Aufnahme unb an bie Stelle, wo sie gesichtet und zusammengefaßt werden. Hier werden auf einer Bewegungen der Roten und Blauen sichtbar und hier sehen wir auch auf der Karte, nms ßch an diesem Kampftage zugetragen hat. z Pelz-Garn- n, Seal, Lin« in einfacher 26.- Mk- ' jnd höher Lustkrieg über Norddeuischlaud. Bomben auf Warnemünde und Braunschwe,g.-L)ie großen Herbstübungen der Lustwaffe. heldenmütigsten unb gebildetsten Männer unserer Zeit. Er hat die Erkenntnis Bachs wissenschaftlich wesentlich gefördert, ist in Fragen des Orgelbaus Autorität und dabei selbst ein Orgelspieler von höchstem Rang. Nach ihm sei noch ber Chirurg C. L. Schlei ch genannt, ber sich als Philosoph, Dichter, Musiker, Maler ... und Schachspieler hervorgetan hat. — Ein schönes Beispiel einer Erbver- wandtschaft zwischen musikalischer und mathematischer Begabung bietet die Schweizer Familie Ber- nouilli. Acht ihres Namens waren vielfach begabte Mathematiker, die sich daneben zur Musik hin- gezogen fühlten. Musiker-Aerzte, Musiker-Juristen. Außer Schweitzer und Schleich gibt es noch eine ganze Reihe von Musiker-Ärzten. Da ist Theodor Billroth, ber berühmte Wiener Chirurg. Er war eng befreundet mit Brahms, der ihm feine ersten Quartette widmete. Billroth war Geiger und verfaßte außerdem bie sehr bekannt geworbene Schrift „Wer ist musikalisch?" Walter C o u r v o i s i e r, ber vor einigen Jahren verstorbene Komponist aus bem Münchener Thuille-Kreis, war zunächst Chirurg, ehe er Schüler unb Schwiegersohn Thuilles würbe. Auch der Münchner und Bayreuther Heldentenor Alfred von Bary war zunächst Arzt und kehrte, als sein Augenlicht nachließ, wieder in den ärztlichen Beruf zurück. Auch Bogumil Z e p l e r, ber Schöpfer leicht beschwingter Operetten, war Doktor ber Mebi- zin. Bis zum Kaiserlich russischen Staatsrat brachte es Alexanber B o r o b i n, ber ursprünglich Militärarzt war. Bei ber Bebeutung, bie bie Rechtswissenschaft im öffentlichen Leben spielte, ist es nicht verwunberlich, baß gerabe unter ben Juristen bie Zahl ber Musiker beträchtlich ist. Viele haben als Musiker angefangen; anbere finb später in hohe Beamtenstellungen gerückt. Agostino S t e f f a n i, noch heute geschätzt wegen seiner Kammerbuette, brachte es zum Bischof von Spiga unb (1709) zum apostolischen Vikar von Norbbeutschlanb. Abalbert G y r o - wetz, Zeitgenosse ber Wiener Klassiker, war kaiserlicher ßegationsfefretär an mehreren beutschen Höfen, bis er Dirigent ber Wiener Hofoper würbe. Paberewski, ber polnische Pianist unb Komponist, war ein Jahr lang Präsibent ber polnischen Republik, unb Herriot, ber französische Minister- präfibent von 1926, tat sich als Beethovenforscher hervor. Gelernter Jurist war G. Th. Telemann, ber erstaunlich fruchtbare Zeitgenosse Bachs. Er schlug bas Thomaskantorat aus, bas Kuhnau, feines Zeichens selbst zunächst Abvokat, innegehabt hatte. Unüberfehbar aroß hie Zahl ber Musiker, die Musiker — und was noch? Don Or. Erwin Kroll. il'bschon Musik, mag man ihr schaffend oder nach- Ihffsend dienen, den ganzen Menschen verlangt, ist tmod) bie Zahl der Männer, denen eine gütige Ekniur neben der musikalischen noch eine andere Be- phung in die Wiege gelegt hat, nicht klein. Jene iginaty Vielseitigkeit der Renaissance haben freilich in wenige Künstler wieder erreicht. Unter ihnen ist n allen E. T. A H o s f m a n n zu nennen, ber am iEimng bes vorigen Jahrhunberts als Dichter, Mu- §!c., Maler und dazu noch Jurist sein höchst roman- fes Erdenbasein lebte. Ihm ist (mit gebührenbem £b tanbe) ber Gras Pocci, Dichter, Zeichner, Rmponift unb schließlich Münchener Hofmusikinten- bin in einer Person, anzureiben. Meist pflegt bem Bi ifantentum nur eine Begabung beigesellt zu fein, ml einige von solchen Musikern im Doppel- ober te!*nberuf seien im Folgenben aufgezählt. 9k usiker-Dichter, Musiker-Maler. Srran ben Minne- und Meistersingern führt bie Cpir 3u Luther und zu Goethe. Ihre geniale Sn seitigkeit ist bekannt. Wesentlich beschränkter sind «^Talente des Dichters Grillparzer gewesen, dr fich auch als Komponist betätigt hat. Bei Peter Cct n e I i u s , Wagner und Schumann war dr ! dichterische Begabung mehr eine Beigabe ber ni: kalischen. Verhältnismäßig selten trifft man Lis: Musiker, die malen. Immerhin kennen wir lu* . rfl Zeichnungen von Johann Strauß, bem Wal- jrüönig; wir wissen, baß auch Caruso, ber große ßiwr, ben Stift bes Karikaturisten gewandt hand- hlbse, unb es gibt Leute, bie Arnold Schoen- bi i g s, bes Atonalikers, Bilder ebenso schätzen wie fdn: Musik. Musiker-Philosophen, Musiker- Mathematiker. handelt es sich bisher um künstlerische Doppelbe- gbnngen, so ist die Zahl ber Fälle noch größer, bei : Wit sich mit ber musikalischen Begabung eine > aßirkünstlerische paart. So kennen wir seit I. I. Igomf f e a.u ben komponierenden Philosophen. Ni tzsche hat Wagners Kunst als einer ber ersten I Mount unb selbst ernstlich um ben Lorbeer bes Rnponiften gerungen. Unter ben fiebenben ist vor Qiin E. Matthiesens zu gebenfen. Er hat fif als Religionsphilosoph unb Parapsychologe e oi Namen gemacht unb nebenbei wertvolle Lie- ■I In iunb Ballaben geschrieben. Albert Schweitzer 1 erlich, Theologe, Philosoph, Tropenarzt, Musikfor- ||tfi unb Organist in einer Person, ist einer ber Wilhelm L Friedrich $ 5 Thyriot; fj in. Anzeige en Inhalt V. IH. 35: W Is-Buch- unb! itlid) in W mfchließlichj rten 15 Pf. Samstags! Pf. mehr. I.Juni 1935; Wirtschaft gün- 1124: vor- eine Mein-Mainische Börse. TNittagsbörfe fester. haare. 1126: Bekanntmachung KP 29 der Ueberwachungs- stelle für unendle Metalle betr. Kurspreise. 1127: Keine Gültigkeitsverlängerung der italieni- schen Kontingente für das 3. Vierteljahr und der Einfuhrlizenzen über den 30.9. hinaus. 1128: Ausnutzung der französischen Einfuhrkontingente durch Uebertragung und Vorgriff der deutschen Kontingentsanteile. rnel ab. ...... r - Der Gefreite am Scheinwerfergerat kennt seinen Apparat und weiß genau, was er zu tun hat. Er weiß, wenn „jemand im Geschäft ist, dann wird aufgeblendet und die 1,3 Milliarden Kerzen des Scheinwerferstrahlers machen dem Nachtgestirn wirksame Konkurrenz. So dauern die Kämpfe bis zum Tagesanbruch, insgesamt sind 15 feindliche Angreifer in dieser bewegten Nacht am Werke gewesen. Die Vombenflieger kommen! Am frühen Morgen fahren Rostocks friedliche Bürger aus ihren Betten hoch, sie fühlen, daß die Luft immer noch nicht rein ist: sie wissen nun auch, daß die Luftkämpfe nicht eine einmalige Angelegenheit sind und daß es mit einer einrnali- gen Verdunkelungsübung nicht getan ist. Ein feind- liches Aufklärungsflugzeug ist sichtbar geworden, blaue Jagdflieger sind ihm auf den Fersen. Warnsirenen ertönen, in rascher Folge hämmern die Schüsse. . Während der neue Tag die Meldung bringt, daß bei Regen, Wolken und Wind neue Kampfgruppen von Braunschweig und Hildesheim auf Warnemünde im Anflug sind, gibt die Uebungsleitung einen authentischen Bericht über die bisherigen Kämpfe. Die Blauen Kampfgruppen sind am ersten Tage wenige Minuten nach neun Uhr von Tutow aus, Kurs Südwest, zum Angriff auf Braunschweig gestartet. Die Frontmeteorologen meldeten 70 Kilometer Gegenwind in der Stunde, die Flugzeuge flogen in Höhen von 3 5 0 0 b i s 4 5 0 0 M e - ter. Bei Bergen wurde der Kurs auf Braunschweig genommen. Nördlich von Braunschweig stießen sie auf die Jagdgruppe Rot, die den Blauen folgten, bis die Angreifer in den Bereich des Flakfeuers kamen. Der Bombenwurf auf Braun- schweig erfolgte kurz nach elf Uhr, der Erfolg war gut, das Ziel war gut zu sehen. Auf dem Rückflug wurden sie von Rot nicht weiter belästigt. Die Rote Gruppe 1/1 war zum Angriff auf Warnemünde von Hildesheim aus gestartet. Dis * Commerz- und Privat-Bank AG., Jamburg-Berlin. In der Aufsichtsratssitzung wurde der Abschluß für das erste Halbjahr 1935 gelegt, der nach Mitteilung der Verwaltung befriedigende Gefchästsentwicklung ausweist. Zusammenfassung der Richtlinien für die Devisenbewirtschaftung. Die Eildienst für amtliche und private Handelsnachrichten G. m. b. H. wird in den nächten Tagen einen Sonderdruck veröffentlichen, n dem die Richtlinien für öje Devisenbewirt- chaftung neu zusammengefaßt sind. In dem Sonderdruck sind die verschiedenen Abände- rungen und Neufassungen in dem Originaltext der Richtlinien eingeordnet, so daß in der Veröffentlichung die Richtlinien in der Form zusammengestellt sind, die ab 1. Oktober 1935 Gültigkeit hat. Der Sonderdruck kann von der Eildienst für amtliche und private Handelsnachrichten G. m. b. H., Berlin W 9, Potsdamer Straße 10/11 (Postscheckkonto Berlin 1611177), zum Preise von 1 RM. zuzüglich —,15 RM. Versandspesen, bezogen werden. 1125: Regelung der Wollwirtschaft ab 1.10.1935 bis 31.3.1936 gemäß Anordnung 17 der lieber- wachungsstelle für Wolle und andere Tier- Nutzbarmachung von Bucheckern für die Oelgewinnung. Fwd. Um die Ernte an Bucheckern für die Oel- geminnung nutzbar zu machen, sind Bucheckern auch in diesem Jahre in die Förderungsmaßnahmen des Reichsministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zur Oelgewinnung aus deutschen Oelsaaten einbezogen worden. Die Oelmühlen werden durch Bewilligung einer Ausgleichsoergütung von 50 Mark fiir 100 Kilogramm Oel in die Lage versetzt werden, dem Sammler von Bucheckern einen Kaufpreis von 16 Mark für den Doppelzentner zu zah- len, der bei der diesjährigen reichen Ernte ein besonders lohnender Ertrag für das Sammeln ist. Darüber hinaus ist dem Sammler noch ein Rückkaufsrecht für die bei der Verarbeitung der Bucheckern angefallenen Bucheckernkuchen eingeräumt worden. Den Oelmühlen wird die Ausgleichsver- aütung auch dann gezahlt, wenn sie das Bucheckern- öl, das sie für den eigenen Verbrauch der Sammler in Lohnfchlag geschlagen haben, abgesehen vom reinen Schlaglohn, frei von allen übrigen Zuschlägen zurückliefern. Die Reichsforstverwaltung hat ihrerseits veranlaßt, daß die Walbbesitzer die Sammeltätigkeit im Zusammenwirken mit den örtlichen Stellen des Reichsnährstandes und der anderen beteiligten Stellen in die Wege leiten, soweit die Bucheckern nicht für die eigenen Bedürfnisse der Waldbesitzer, insbesondere für Saatzwecke, benötigt werden. Das Nähere ist bei den örtlichen Stellen des Reichsnährstandes und der Reichsforftverwal- tung zu erfahren. Oie Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: Kampfgruppe III/l war nicht von Vraimfchweia aus, wie zuerst angenommen wurde, zum Angriff eingesetzt worden, sondern startete aus dem Raume der Lüneburger Heide heraus. Der Start erfolgte zehn Minuten nach zwölf Uhr, Flughohe 4 5 0 0 bis 5800 Meter. Diese Gruppe flog mit 70 Stundenkilometer Rückenwind und erreichte ihr Angriffsziel an der Ostsee kurz nach em Uhr. Zwei Staffeln der Jagdgruppe 1/32 warfen sich, lhnen entgegen und es kam zu f ch ar f ft e n Lu f t' kämpfen. Der Schiedsrichter stellte m diesen Kämpfen zwei Kampfflieger-Verluste fest, em Flug- zeug wurde durch Flakfeuer adgeschofsen und ein weiteres zur Landung gezwungen. Den Angreifern blieb aber auch hier der Erfolg nicht versagt. Nach den Kämpfen stellten Aufklärungsflugzeuge durch Lichtbilderkundung die Wirkung der bisherigen Angriffe fest. .. Die Nachtangriffe auf Warnemunde er- folgten dann von 19.30 Uhr und dauerten in unregelmäßigen Abständen bis 3 Uhr morgens Die Flieger waren gezwungen, teilweise in niedriger Höhe zu fliegen. Trotzdem der Schiedsrichter den Angreifern 50 Prozent Verluste zudiktlerte, waren bei den Nachtangriffen 15 Bombentreffer auf Warnemünde zu verzeichnen. Sämtliche Flieger waren bei Tag und bei Nacht durch den Flugmeldedienst gemeldet worden. Dramatischer Abschluß. Und wieder wurden die Kämpfe fortgesetzt. Die feindlichen Aufklärer hatten schon neue Rote Angriffsabsichten vermuten lassen. Um zehn Uhr waren aus dem Raum Braunschweig-Hildesheim Nordd. Lloyd lagen 0,13 v. H. höher. Auch Zellstoffaktien, Aschaffenburger mit 1,90, Zellstoff Waldhof um 2 v. H. gebessert. Don sonstigen Werten konnten sich Aku um 1 auf 53,75, Holzmann ebenfalls um 1 auf 92 erhöhen. Reichsbank gewannen 0,25 v. H. Auch der Rentenmarkt wies eine freundlichere Grundgestaltung auf, teilweise kam etwas Angebot heraus. Altbesitz lagen unverändert. Kommunalumschuldung wurden mit 85,90 bis 86 um 0,13 höher genannt, Zinsoergütungsscheine 89,90 bis 89, Reichsbahn-Dorzugsaktien 0,13 v. H., 6 v. H. zertif. Preußen mit 57,75 um 0,25 v. H. höher. Späte Schuld- bücher lagen mit 95,50 unverändert. Don Auslandswerten gewannen 4 Rumänen 0,35 v. H. Der Verlauf der Börse blieb freundlich. Dor allem Montanwerte blieben weiter gesucht. Teilweise ergaben sich noch leichte Erhöhungen, so u. a. für Rheinstahl, die sich um weitere 0,25 v. H. befestigen konnten. Don sonstigen Werten setzten Zellstoff Waldhof ihre Erhöhung um 0,50 v. H. fort. Soweit später Werte zur Notiz kamen, lagen sie durchweg fester, so AG. für Verkehrswesen mit plus 1 v. H.. Der Rentenmarkt lag im weiteren Verlauf ebenfalls freundlich, wesentliche Veränderungen ergaben sich nicht mehr, nur Kommunalumschuldung wurden noch 0,13 v. H. höher genannt. Von Auslandswerten kamen 4 Ungarn Gold mit 9,15 um 0,25 höher zur Notiz. Tagesgeld wurde auf 3 (2,75) v. H. erhöht. Abendbörse weiter freundlich. Die Abendbörse lag weiterhin freundlich, aber noch ohne große Umsätze. IG.-Farben 0,13 v. H. über Mittagsschluh, einige Elektrowerte 0,25 bis 0,50 v. H. fester. Auch Montanwerte eher freundlich. Für Renten bestand ebenfalls zu leicht steigen- den Kursen Nachfrage, Altbesitz um 0,13 vH., auch Kommunal-Umsckuldung 0,13 v H. ^enuber ben befestigten Nachbörsenkursen hoher Auch tm Verlaufe blieb die Kursbewegung fest, sowohl am Ren- ten- als auch am Aktienmärkte blieb Nachfrage zu den weiterhin erhöhten Kursen bestehen Dollar- bonds gesucht, Schweizer- und Guldenanleihen eher angeboten. Großbankaktien etwas hoher. JG.-Far- ^Es^noti^te^O'Mtbesitz 110,25 Der. Stahlbonds 101,25, Farbenbonds 125, 4proz. Ungarn Gold 9,65, Lissabon Stadtanleihe 56,25, 4pny. ^rnanen 5,50, 4proz. Rumänen 10, 4pro3. Schweizer Bundesbahn 188,50, 3^proz. Bundesbahn 1<6, Jom- merabant 89, DD.-B-mk 89, Dresdner Sant 89, Harpener 113,50, Mannesmann 86,65, Rhemstahl 109, Laurahütte 19,50, Stahlverein 81,50, AKU. 54, AEG 39,50, Bekula 144, Berger 112,50 Bemberg 108,50, Conti Gummi 154, Daimler 96,50, Scheide- anstatt 238, Deutsche Linoleum 147, Licht und Kraft 133, JG.°Farben 150,90, Setter 83, Gekfurel 124, Goldschmidt 106,25, Holzmann 93, A^Kans 86, Lahmeyer 129,25, Moenus 83,50, RWE. 125,50, Schuckert 121,25, Südd. Zucker 207,50, Reichsbahn- VA. 122,75, Hapag 15,25. Frankfurter Schlachtviehmarkl. Ebenso wichtig wie die Aufnahme der Meldungen ist die Weitergabe an alle Stellen, die sie brauchen. । Das sind zuerst die Befehlsstellen des । Luftkreifes, das ist aber auch die Warn- z e n t r a l e , die die Anweisungen für die Luftschutz- Maßnahmen bekannt gibt. So sitzen in einem Keller des Rostocker Postamtes Mädchen und Manner, so sitzen bei Tag und Nacht im Lande allüberall die Beobachter, alle vereint in dem Gedan- ten, mitzuhelfen, um Volk und Vaterland zu schützen. Scheinwerfer in der Aacht. Sternklar und ruhig wurde die Nacht, die diesem Kampftage folgte, nur im Westen lag eine Wolkendecke. Das mecklenburgische Land war in ti e sst e s Dunkel gehüllt, auch die geschäftige Stadt Ro- stock hatte alle Lichter ausgelöscht. Nur an der See ätzten ab und zu die Küstenfeuer auf; im Ernstfall aber wären auch sie eingestellt worden. Heber Sturzäcker und Stoppelfelder führt der Weg, als wir die Flakbatterie suchen. In dieser Nacht müssen Horchgeräte, Scheinwerfer und Flakgeschütze gute Arbeit leisten, die ihnen dadurch erschwert wird, daß die Kampfflieger nicht tn Verbänden, sondern einzeln zu den erwarteten An- griffen vorgehen. Wehe aber dem Kampfflieger, wenn die Scheinwerfer den Einzel-Angreifer gefaßt haben. Irgendwo am Nachthimmel wird ein verdächtiges Brummen laut, da blitzen auch schon Die Scheinwerfer des äußeren Schutzringes auf und suchen in der Richtung, aus der das Motorenge- räufch kommt. Nun erstrahlen auch die Lichtlinien des inneren Ringens, so bei Diedrichshagen und so bei Markgrafenheide. Da ist der Flieger auch schon in ben Lichtkegel geraten, das rote Leitwerk offenbart ihn als Roten Feind. Mündungsfeuer der Flakgeschütze, der Knall folgt. Andere Batterien greifen in den Kampf ein. Die Scheinwerferstrahlen des Kampf-Mehrsitzers zeigen an, daß er jetzt seine Bombenlast losgeworden ist, rote Leuchtkugeln folgen, um zu verkünden, daß dem Flieger nicht wohl in seiner Haut ist, er bittet, die Scheinwerfer abzublenden. Auch wenn ben Flieger, der Dort oben in seiner verdunkelten Kabine mit Hilfe ferner Geräte „blin d" fliegt, die Strahlen nicht stör- ren, so ist der Kampf ungleich geworden. Nun wird im Gelände ein Feuerschein sichtbar: die Stelle wird angezeigt, wo die Bombe eingeschlagen hat. Auf den ersten Angriff folgen weitere und immer wieder suchen die riesigen Strahlenbündel ben Him- Stargarb flog bie Gruppe gemeinsam, bann erfolgte eine Trennung in zwei Teile, um eine Zersplitterung ber verteidigenden Jagdflieger und der Flakabwehr herbeizuführen. Die Trennung erfolgte sowohl seitlich als auch nach der Höhe. Die erste Staffel flog unter ber Wolkenbecke 3900 Meter hoch, währenb sich bie zweite Staffel in 4500 Meter Höhe befanb. Für bie Roten Kampfflieger verlief ber Angriff auf Warnemünbe erfolgreich, nur ein Flugzeug war ausgefallen. Die zweite Rote I Frankfurt a. M., 26. Sept. Auftrieb: Rm- der 21 (54), darunter Ochsen 4, Bullen 3, Kühe 3, Färsen 11, zum Schlackthof direkt Ochen 3, Bullen 1, Kühe 2, Färsen 3. Kälber 691 (814), Schafe 204 (175), Schweine 233 (180). Ueberftanb 2 Färsen. Es notierten (für ein Zentner Lebendgewicht) m Mark: a) 66 bis 70 (66 bis 70), b) 59 bis 65 (60 bis 65), c) 52 bis 58 (53 bis 58) 6) 42 bis 51 (45 bis 52. Lämmer und Hämmel b2) ^ibemastham. mel 41 bis 42 (42), c) 38 bis 40 (40 bis>41), d) 32 bis 37 (37 bis 39). Schafe e) 36 bis 37 (37 tns 38). f) 33 bis 35 (30 bis 35). Schweine al) 54 (54k a2) 54 (54), b) 54 (54), c) 54 (54), d) 54 (54k e) 50 (50), f) und gl) nicht nohert, g2) 54 (54). Marktverlauf: Kälber, Hämmel und Schafe mittet» mäßig, ausverkauft; Schweine wurden zugeteilt. (Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf De« letzten Donnerstagsmarkt.) . ~ ,, Großhandelspreise für Fleisch uni) Fettwaren. Beschickung: 1331 Viertel Rindfleisch, 155 gaiue Kälber, 7 ganze Hämmel, 507 halbe Schweine E§ notierten (für 50 Kilogramm) Mark: Ochsen- fleisch b) 76 bis 80, c) 68 bis 76; Bullenfleisch b) 74 bis 78; Kuhfleisch b) 62 bis 68; c) 52 btt 62; Färsenfleisch b) 76 bis 80, c) 68 bis 76; Kalb fleisch b) 78 bis 88, c) 70 bis 78; Hammelfleisch b) 82 bis 85; Schweinefleisch b) 74; Fettwaren d) roher Speck unter 7 Zentimeter 77 bis 80, Flomen 76 bis 80. Marktverlauf: Mt Ausnahme von Schweinefleisch ruhig. Frankfurt a. M., 26. Sept. Die etwas _ ftigere Beurteilung der weltpolitischen Lage wirkte sich auch an der heutigen Mittagsbörse aus. Der A k t i e n m a r k lag auf der ganzen Linie infolge Deckungen und Orders um durchschnittlich 1 bis 3 d. H. fester. Bon chemischen Werten eröffneten IG. Farben mit 149,75 um 0,50 v. H. fester, um sich bann auf 150,75 v. H. weiter zu erhöhen. Deutsche Erdöl tarnen um 2,50 v. H. höher zur Notiz, Metallgesellschaft konnten sich ebenfalls um 1,25 v. H. befestigen. Durchweg stärker befeftigt lagen Montan- werte, so Klöckner mit 2,75, Rheinstahl 1, Mannesmann 0,75 und Stahlverein 1,65 o. H., letztere konnten sich im weiteren Verlauf auf 81,13 steigern. Am Elektromarkt lagen Gesfürel unverändert, während Mainkraft 0,50, Lechwerke 0,50 v. H. gewannen. Schlickert erhöhten sich sogar um 3,50 auf 122,25, Siemens um 2,50 v. H. auf 172. Don Derkehrswer- ten tarnen Hapag mit unverändert 15 zur Notiz, neue Kampfgeschwader vorgegangen. Tief hingen die Wollen und der Himmel war zu einer Riesen- Waschküche geworden. Das Unerwartete geschah. Alarm beim F l u g w a ch k o m m a n d o. Aus Regen, Dunst und Wolken kam ein schwerer Kamps- verband herangebraust. Wenige hundert Mete r hoch flogen die Angreifer und boten tn ihren dunkelgrauen Umrissen ein eindrucksstarkes Bild. Nun gab es schwerste Arbeit für die leichten ühn- batterien, die in allen Tonarten losbellten, Drei Jagdflieger der Roten machen ihnen das Leben schwer, indem diese Tiefflieger nun m Kur- Den und Wendungen die Flaks angriffen. Nach schiedsrichterlichem Urteil dürften wohl eine Anzahl von Kampffliegern ausgefallen fein, aber die weißen Leuchtkugeln zeigten auch an, daß nicht wenige Bomben ihr Ziel gefunden hatten. Die Angreifer verschwanden Dann im großen Bogen über dem Breitling, aber wenig später kehrten sie noch einmal zurück, um ihr Zerstörungswerk zu beenden. So fand die Hebung einen dramatischen A b - s ch l u ß. Im ganzen wurde bei den Blauen und Roten Luftstreitkräften und Abwehrgruppen im Rahmen dieser groß durchgeführten Hebung fliege- rifches Können, männlicher Schneid und technische Fertigkeit zugleich gezeigt. Die Ergebnisse dieser Hebung werden von der Führung reiche Auswertung erfahren. Die gewonnenen Erfahrungen werden für den Ernstfall von größtem Wert sein. In jedem Fall aber hat Deutsch- lands junge Luftwaffe bei diesem Luftkrieg über Norbdeutschland gezeigt, was sie leisten kann. Wir alle bürfen auf diese Leistungen stolz sein! JRunbfmrfprogramm. Samstag, 28. September. 6 Uhr: Choral — Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Fröhlich klingts zur Morgenstunde. In der Pause, 7- Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 9: Nachrichten. 9.15: Konzert. 9.45: Dichter aus unserem Gau: Ludwig Rühle. 11.45: Bauernfunk. 12: „Buntes Wochen- ende". 13: Nachrichten, auch aus dem Senbebezirk. 13.15: „Buntes Wochenende . 14: Nachrichten. 14.15: Mitten im Werktag. 15: Aus der Wunderwelt der Natur. 15.15: Jugendfunk. 16: Der frohe Samstag- nachmittag des Neichsfenbers Köln (in BerbinJ’z/zy mit Der NSG. „Kraft durch Freude"). 18: 2er alte getreue, der Eckart. Die Harlungen und der Eckatts- berg bei Breisach. 1820: Stegreifsendung. 18.30: Wir schatten ein! Das Mikrophon unterwegs. 18.40: Saardienst. 19: „Militärmusik aus sieben Kriegen". 19.45: Die Wochenschau des Zeitfunks. 20: Nachrichten. 20.10: Ruf der Jugend. 20.15: Bunter Abend. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.30: Tanz in der Nacht. 24 bis 2: Nachtmusik. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne verbindlichkett der Schriftleitung.) H. X, Gießen. Das Krähen von Hähnen muß geduldet werden, wenn dies nach den örtlichen Der- hältnissen bei Grundstücken dieser Lage üblich ungewöhnlich ist. Im vorliegenden Falle erscheint aber dieses Krähen mehrerer Hähne, zum mindesten zu der angegebenen Zeit (4.30 Hhr am Morgen), nicht ortsüblich zu sein, zumal die in Bettacht kommenden Grundstücke nicht auf dem Land, sondern innerhalb des Stadtgebiets liegen. Gegen den Eigentümer der Hähne kann also insoweit durch Erheben einer Hnterlassungsklage Dorgegangen, außerdem eine Strafanzeige wegen ruhestörenden Lärms bei der Polizei eingereicht werden. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag«* mittag geschlossen. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. - Reichsbankdiskom 4 o. H., l »ombarbzinsfutz 5 D.l>. Frankfurt Yi% ehem. 4Yt% Rheinische Hhp.-Bank-Liau.-Goldpse. <%% ehem. 8% Pr.Landespsand- briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 *y,% ehem. 7% Pr. Landespsand- briesanst., Gold Komm. Lbl.V tzteuergutsch.Berrechnungsk. 35-39 * % Oesterreichische Goldrente... 4,20% Oesterretchifche Silberrente * % Ungarische Goldrente ....... * % Ungarische Staatsrente v. 191C *yt% desgl. von 1913 ........ 5% abfleft. Goldmexikaner von Sk *% Türkische Bagdadbahn-Anleth« Gerte 1.................... 25.S' 100,5 96,75 101 109,5 100,2 96 96,4 100 92 113,4 96,25 100 100,25 97 97 107,3 8,9 8,65 8,75 10,5 26 9 | 100,5 96,75 100 110,25 100,25 96 96,13 100 91,75 113,4 96,25 100 100,25 97 97 107,3 9,65 8,9 9,25 i 10,2 ! - 25 9 100,5 96,75 99,75 109,4 100,3 113,25 100,13 97 97 107,3 1,4 8,9 8,75 8,75 10,4 26-9 100,4 96,75 99,9 109,65 100,5 113,13 100,25 97 97 107,3 9,5 8,9 9,5 10,6 I — Datum *% desgl. Serie II ............. 6% Suman, vereinh. Rente v. 1903 4^%Rumän.vereinh.Rentev.l913 *% Rumänische vereinh. Rente .. 2V4% Anatolier ............... Hamburg-Amerika-Paket O Hamburg-Südam. Dampfschiff. O Norddeutscher Lloyd .........O A.G. für Perkehrswesen Akt. .. O Berliner Handelsgesellschaft ... 5 Commerz» und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft................O Dresdner Bank..............O Reichsbank ....... 12 A.C.G......................O Bekula.................... 10 Clektr. Lieferungsgesellschaft... 5 Licht und Kraft ........... 9Yi Felten & Guilleaume.........O Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........5 Rhein. Wests. Elektt..........6 Schubert L Co............... * Siemen« L Halske............7 Lahmeyer L Co.............. 7 Buderu» .............. < Deutsche Grdük .......... < Geilenkirchener.............. < Harpener...................1 Hoesch Eisen—Köln-Neueste» .. 1 Ilse Bergbau .............4 Ilse Bergbau Genüsse........ Klocknerwerke .. . ...... tV Mannesmann-Rbbre» < 25.9. 5,9 9,1 5,15 38.75 15 17 77 112,5 87,75 87,75 87,75 172,5 38,9 143,5 107,5 132 101,5 123,5 124 118,75 169,5 127 I 100,5 105 I — 112 93,25 — 125 i 90 »1 85,75 26 9 6,25 10 5,5 39,25 15,25 17,13 78,5 110,5 89 89 89 173,5 39,5 144 109,5 133 104,4 124 125,5 121,25 172 129,25 101,75 107,5 113,5 95 126,25 92,75 i 86,65 25 9- 6 9,05 5,15 39,4 15 27,4 16,75 76,9 111,5 87,75 87,75 87,75 172,5 38,4 143,75 108,25 131,5 101,5 122.75 137 124 119 170 127,25 100 105,5 112,25 93,4 126,5 90,25 85,5 26 9- 6,4 10 5,55 39,75 15,4 17 79,13 111 88,75 88,75 88,75 174,4 39,25 144 109,5 132,5 104,25 123,9 125,25 121,25 172 129,25 101,9 107 113,75 94,5 127 ' 92.5 1 86,65 Datum Marisfelder Bergbau.........| Kokswerke ......... B Phönix Bergbau.............O Rheinische Braunkohle» ..... 12 Rheinstahl ................8 Yi Bereinigte Stahlwerke........O Otavi Minen ...............O Kaliwerke Aschersleben........6 Kaliwerke Westeregeln ........ 6 Kaliwerke Salzdetfurth.....Ty, I G. Farben-Jndustri,.......1 Scheideanstalt........... 9 Goldschmidt ........ o Rütgerswerle ...............* Merallgeiellichafi...... 4 Philipp Holzmann ......... o Zementwerk Heidelberg ......| Zementwerk Karlstadt...... 4 Schultheis Patzenhofer ....... 4 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O Bemberg...................O Zellstofs Waldhos ............o Zeüstofs Aschaffenburg ....... 0 Dessauer GaS ............... 7 Daimler Motoren............c Deutsche Linoleum........... Ctenftdn & Koppel ..........C Westdeutsche Kaufhof......... Chade ...................... Acrumulatorev-Fabrü.......li lonti-dumnu............... Grrtzner.................... Marnkrastwerke Höchst 4.BL... Süddeutscher Zucker...... I 25 9 118 218 108 79,5 19 1 149,25 236 104,5 112 104,25 91 114,75 132 52,75 105,4 109 80 95,5 144 — 25,5 — — 152,5 H 28,13 1 93,5 » 208 26 9 118,5 213 109 81,5 19 131,5 125 150,9 238 106,25 114,75 106,5 93 116,5 132 108*5 112,5 81,9 96,5 147 26,5 284 154 1 30 94 I 207,6 25-9 118 114 213,5 107,5 79,25 18,9 130,75 124,75 182,25 149 104,5 113 104 = 104 52,9 105 108,5 80 126,9 95,5 144 79,5 25,9 282 173,5 152,5 1 28.« I 208 26-9 118,5 115,9 216 109 81,25 19 131,75 125 150,75 106,75 114,5 106 93,5 106,25 54 108,5 111,5 81,75 128 96,75 147,25 80 26,5 287,5 175,5 153,75 1 « ! 207,25 Buenos ÄtiT- Brüflei..... Rio de Ian. Sofia ...... Kooenhagen. Danzig..... London ..... Helstngforl.. Paris ...... Holland .... Italien..... Japan ...... Jugoslawien. Oslo..... : Wien....... Lissabon .... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag....... Budapest ... Re»tz«t... »er 0,678 0,682 42,01 42,09 0,139 0,141 3,047 3,053 54,73 54,83 46,82 46,92 12,255 12,285 5,40 5,41 16,375 16,415 167,23 167,57 20,30 20,34 0,718 0,720 5,654 5,666 61,54 61,66 48,95 49,05 11,11 11,13 63,19 63,31 80,76 80,92 33,93 33,99 10,27 10,29 2,485 2,489 Banknot lin,?S September en 0,678 41,98 0,139 3,047 54,59 46,82 12,225 5,385 16,375 167,93 20,30 0,717 5,654 61,39 48,95 11,085 63,03 80,69 33,93 10,27 2,485 • Geld 0,682 42,06 0,141 3,053 54,69 46,92 12,255 5,395 16,415 168,27 20,34 0,719 5,666 61,51 49,05 11,105 63,15 80,85 33,99 10^29 2,489 -SHeC Amerikanische RoWU............. Belgische Noten.................. Dänische Noten ................. Englische Noten ................. Französische Note«............... Holländische Noten............... Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, * 1OO Gchilltng Rumänische Noten............... Schwedische Not« ............... Schweizer Noten................ Spanische Not«................. Ungarische RoW 2,437 41,84 54,38 12,19 16,325 167,51 19,46 61,23 62,86 80,51 33,57 ’ *,457 42,00 54,60 12,23 16,385 168,19 19,54 61,47 4 80,83 33,71