Mittwoch. 27. gebruar 1935 185. Jahrgang Nr.^y Erstes Blatt Druck und Verlag: Brühl',che Univerfitäls-Vuch- und SteindruSerei «.Lange in Si-h-n. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7 dies zeigen. I. Frankreich, so machungen handeln kann, sondern nur um eine Klärung und Säuberung des pol ltl - schen Vorfeldes. Blinder Eifer schadet nur. Gerade die nationalsozialistische Regierung hat von jeher betont, daß man die großen internationalen Probleme der Revision, der Sicherheit, der Abrüstung usw. nur Schritt für Schritt der Lösung näher bringen könne und daß man sich nicht in so wirklichkeitsfremden Illusionen verlieren dürfe, wie sie beispielsweise den Vätern des Versailler Diktates vorgeschwebt hätten. Auch der nüchterne Sinn des großen englischen Handelsoolkes wird es begreiflich finden, daß wir nicht den harten Boden der Tatsachen unter den Füßen verlieren und uns nicht in Systeme pressen lassen wollen, die gleich einer Fata Morgan« am fernen Wüstenhimmel hängen. Auch der Brite verliert sich nicht gern in den Welten des sowietrussi- schen Reiches, dessen außenpolitischen Absichten er ebensowenig traut wie er die inneren Verhältnis^ der Räte-Diktatur genau kennt. So wird er auch begreifen, daß Deutschland sich nicht in em gefährliches Spiel einlassen will, dessen Verlauf und des- en Ende nicht klar vorausgesehen-werden kann. So war es von vornherein selbstverständlich, daß ein so umfassendes Programm wie das durch die Pakte von Rom und durch die Besprechungen von London geschaffene zunächst an dem Punkt ungefaßt werden mußte, in dem sich die Meinungen der Beteiligten am weitesten a n g e n a - hert hatten. Das war der Vorschlag des Lust- London, 26. Fedr. Der Umstand, daß die indischen Für st en überraschend mit der Forderung nach einer Aenderung der indischen Verfassungsvorlage hervorgetreten sind, hat offenbar auch in Regierungskreisen großen Eindruck gemacht. Davon zeugte eine Erklärung des Staatssekretärs für Indien, Sir Samuel Hoare in der Ausschußberatung des Unterhauses. Hoare bekannte, daß die Entschließung ihn außerordentlich ü b e r r a s ch t hat. Er bestritt, daß sich die englische Regierung bei der Abfassung der Vorlage nicht an die Abmachungen mit den Vertretern der indischen Fürsten gehalten habe. Geradezu sensationell muß es wirken, daß Hoare m diesem Zusammenhang wörtlich erklärte: „Ich 9 l a. u b-e nicht, daß' die Meinungsverschiedenheiten zwischen den indischen Fürsten und der britischen Regierung . u r r. rp h a r finh Anfffe es sich aber her» war es 1917 im bolschewistischen Rußland, so war es 1918, allerdings nicht allein aus eigenem Wll- ab kommens. m ... ,, Die Tatsache, daß sich der englische Botschafter in Moskau, ebenso wie sein französischer Kollege, nach dem Dorliegen der deutschen Antwort mit der sowjetrussischen Reaierung in Verbindung setzten, sind Beweise dafür, daß man m London der Schwere und der Größe der Aufgabe klar ins Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8‘/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf.. für Text- anzeigen von70mm Breite 60 Rpf..Platzvorschrift oder schwieriger Satz 25°/0 mehr Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemein- nützige Anzeigen sowie ein- spaltige Gelegenheitsanzei- gen5Rpf.,Familienanzel- gen, Bäder-, Unterrichts-u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B 1933 hat — und das ist von jedem guten Deutschen zu begrüßen — an dem inneren Gefüge der deutschen Wehrmacht nichts zu ändern brauchen. Der Reichskanzler hat auf der Stahlhelmführertagung in Hannover auch der Reichswehr gedacht und dabei gesagt: „Wir wollen an diesem Tage auch besonders unserer Armee gedenken; denn wir alle wissen genau, wenn das Heer in den Tagen der Revolution nicht an unserer Seite gestanden hätte, dann ständen wir heute nicht hier. Wir können versichern, daß wir dies niemals vergessen werden, daß wir in ihnen die Träger der Tradition unserer ruhmreichen alten Armee sehen und daß wir mit ganzem Herzen und mit allem, was wir vermögen, uns für den Geist dieser Armee einsetzen werden." Mit diesen Worten hatte der Führer die Herzen der deutschen Soldaten ganz gewinnen können, wenn sie ihm nicht schon vorher in engster soldatischer Verbundenheit entgegengeschlagen hätten. Die Wehrmacht dankt dem deutschen Reichskanzler diese Worte ganz besonders, weil sie der Stellung der Reichswehr tm höchsten Maße gerecht werden. Die Wehrmacht dankt aber auch dem Führer der nationalen Revolution, daß er sie befreit hat von der undankbaren in - nerpolitischen Rolle, in welche die Reichswehr in den letzten Jahren immer mehr durch die parteipolitischen Verhältnisse hineingetrieben worden ist. Der Soldat kann sich heute wieder voll kon- zentrieren auf seine vornehmste Pflicht, auf die Vorbereitung zum Schutze der Grenzen unseres Vaterlandes nach außen. Doch mit der Abnahme dieser einen großen, alle Soldaten bedrückenden Last sind die eigentlichen Sorgen des deutschen Soldaten noch nicht beseitigt. Seiten. . , Dieser Rückblick auf die Zeit vor der nationalen Revolution macht dem, der das Wesen beider Teile erfaßt hat, klar, daß in der nationalen Revolution die Haltung der Wehrmacht folgerichtig war. Es ist eine oft gehörte Klage-, auch in der Wehrmacht, daß die Reichswehr m der Die Regierung sagt erneute Prüfung zu. Cm Bertagungsantrag Churchills abgelehnt Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter HeimattmBild-Die Scholle Monatr-vezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr .. „ - 25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanfchlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Die Wehrmacht im neuen Staat. Wenige Tage nach dem Beginn der nationalen Revolution hatte der eben ernannte Reichswehrminister in Berlin die oberen Führer der Wehrmacht bis zu den Divisionskommandeuren herab zu einer militärischen Besprechung befohlen. Diese Gelegenheit benutzte der Reichskanzler Adolf Hitler, um den versammelten Generälen und Admiralen selbst in ausführlicher Rede die Grundzüge der nationalfozialisti- schen Weltanffchauung zu entwickeln und vor ihnen die Ziele seiner Politik klarzulegen; ein Vorgang, der seinerzeit, obwohl der Oeffentlichkeit bekanntgegeben, wenig Beachtung fand und doch symbolisch erscheint für die Erkenntnis der Notwendigkeit eng st er Verbundenheit zwischen der Führung desStaatesund der bewaffneten Macht. Darüber hinaus mußte diese Tatsache allen denen eindeutige Antwort geben, die zweifelnd oder in falscher Hoffnung nach der Stellung der Wehrmacht zur nationalen Revolution und zur nationalsozialistischen Bewegung fragten. Solcher Zweifel und falscher Hoffnungen gab es viel. Wer in der Machtergreifung am 30. Januar 1933 einen der vielen üblichen Kabinettswechsel sehen zu müssen glaubte, hatte vielleicht ein Recht dazu, | ebenso wer in das Wesen der Wehrmacht emzu- dringen sich nie bemüht hatte. Für den, der die Weltanschauung des Nationalsozialismus kannte und zugleich von dem Ringen des Soldaten um die Erfüllung seines Berufs wußte, lag die Antwort klar. Es wäre vermessen, heute solche Zweifler mit schadenfrohem oder mitleidigem Lächeln abzutun; denn es war nicht so selbstverständlich und leicht, die eindeutige Antwort zu geben, welche die Tatsachen seit der Umwälzung erteilt haben. Dazu hatte es zuviel Mißverständnisse gegeben, dazu waren die Wege und Methoden beider Partner zu verschieden gewesen; Wege und Methoden sind aber nicht die Ziele. Ein kurzer Rückblick mag in Berlin Wert darauf legen wird, auch in Warschau und in Moskau zu sondieren. Die Form, die man hierfür wählen wird, braucht keineswegs von derjenigen abzuweichen, die durch die Einladung an den englischen Außenminister vor- qezeichnet ist. Es wird also zu erwarten sein, daß Englands Außenminister Einladungen aus Warschau und Moskau ebenfalls Folge leistet Gerade der Weg nach Moskau wird für die gesunde Forderung der zur Diskussion stehenden Fragen von besonderer Wichtigkeit sein, weil man sich dort in eine Erregung hineingeredet hat, die für die ruhige Fort- seßunq der Verhandlungen wenig zweckdienlich erscheint. Die Reden Moskauer Staatsmänner und Militärs über die Bedeutung und Schlagkraft der Roten Armee haben in England einen sehr peinlichen Eindruck hervorgerufen, so daß auch, von diesem Gesichtspunkt aus, die Reise Sir John Simons nach Moskau eine große Bedeutung er- Sir Lohn Simon will Ende nächster Woche in Berlin sein. halten könnte. Der Wert der deutsch-englischen 21 u s - sprache, der in England auch in denjenigen Kreisen erkannt wird, die sich in den letzten Jahren nur schwer zu einer objektiven Beurteilung des neuen Deutschlands entschließen konnten, liegt in der Möglichkeit, die großen Probleme der internationalen Politik zwischen dem Sachwalter der briti chen außenpolitischen Interessen und den deutschen Staatsmännern in personlicher VerHandlung klären zu können. So werden in Deutschland Sir John Simon und seine Begleiter nicht nur mit der selbstverständlichen Höflichkeit begrüßt werden die den Vertretern des großen britischen Reiches zukommt, sondern auch in der Stimmung, daß das Ergebnis der deutsch-englischen Aussprache dem durch den Mund des Führers so oft und so überzeugend zum Ausdruck gekommenen Wunsch des deutschen Volkes entsprechen wird, für S 0 n b o n , 26. Febr. (DNB.) „Preß Association" b-richtet, daß der Zeitpunkt für ben Besuch Sir . John Simons in Berlin noch nicht endgültig sest- qelegt sei, daß dieser Besuch aber wahrscheinlich etwa Ende der nächsten Woche stattfinden werde. Im Unterhaus erklärte der Lordsiegelbewahrer Eden, er könne nicht sagen, ob beabsichtigt sei, den Staatssekretär des Aeußeren bei seinem Berliner Besuch durch einen werteren Mini st er begleiten zu lassen. I Die Sowjetregierung soll eine s o r - melle Einladung für den Besuch eines britischen Ministers in Moskau haben ergehen lassen, eine ähnliche Anregung wird von der polnischen und der tschechoslowakischen Regierung erwartet. „Daily Telegraph" bemerkt, im großen und ganzen sei das britische Kabinett der Meinung, daß diese direkten Besprechungen mit den Regierungshäuptern Wert haben konnten. Zweifellos würden Vorkehrungen für ministerielle Besuche in jeder dieser Hauptstädte getroffen werden. Bei seinem Berliner Besuche werde Simon wahrscheinlich von Eden und mindestens einem Beamte n des Foreign Office begleitet werden. Eden werde dann möglicherweise direkt nach Moskau Weiterreisen. Simon werde zu kurzem Aufenthalt nachLondonzurückkeh r e n, um Bericht zu erstatten, und dann nach O ft - e u r o p a reisen. Am Donnerstag werde Simon mit Laval frühstücken. „Daily Herald pricht von der Möglichkeit, daß Simon und Eden zusammen nach Berlin kommen und dann getrennt Weiterreisen wurden. Simon werde nach Beendigung der Berliner Besprechungen nach Moskau fahren, während Eden sich nach Warschau und Prag begeben werde. In Prag werde er wahrscheinlich nicht nur mit dem tschechoslowakischen Außenminister Dr.Benesch, sondern auch mit dem rumänischen Außenminister T i t u l e s c u und dem südslawischen Außenminister I e f t i t s ch zusammentreffen. Sie hat.gekämpft gegen die immer wieder von Den Gegnern der Wehrmacht erstrebte Durchsetzung des Soldatentums mit parteiischem Geist unö sie > hat in diesem harten und oft widerlichen Ringen den Sieg davongetragen. Sie hat den Zustand unantastbarer Autorität m lhrem inneren Gefüge für ich erhalten und sie hat erreicht daß der Gedanke einer Leitung der Wehrmacht durch emen Parteimann aus den Köpfen ernstzuAhmender Politiker verfchmanÄ. Sie hat auch in sich den Gedanken einer V o l k s g e m e i n s ch a f ^körpert, wenn auch naturgemäß nur in i men: sie hat das eroige nationale Gedankengut n der Erziehung ihres Nachwuchses gepflegt und hat in den ausscheidenden Soldaten der vffent.ch Verwaltung pflichttreue und unantastbare Die le des Staates geschenkt wie zu allen Zeiten. Sie hat | vor allem trotz aller Bedrückungen von außen uns innen in ihrer militärischen Berufsausbildung Höchstleistungen erzielt, die tragisch „0™™^ angesichts der fehlenden Auswirkungsmöglichkeiten. ri.e Wehrmacht war die Klammer des Re i a) e s in den schwersten Jahren seit 1918 und der e r - bittertste Feind aller bolschewistischen Umtriebe. Die Wehrmacht war nut einem Wort ein Fremdkörper im Wei m a - rer Staat. Ueberflüssig, daran zu erinnern, daß diese Begriffe, die dem Kampf der Wehrmacht das | Gepräge gaben: autoritäres Führertum, Opfergeist, l Leistungsprinzip, Volksgemeinschaft und reines nationales Denken die Grundpfeiler waren uno sind, welche die nationalsozialistische Bewegung trugen und zum Sieg führten. Daß die Wege und K a m p f m e t h o d e n trotz gleicher Ziele verschieden waren, liegt m der verschiedenen Natur der Wehrmacht und der nationalsozialistischen Bewegung. Hier eine in äußeren Fesseln lebende Organisation, deren vornehmste Aufgabe Schutz der Grenzen ist und die deshalb um eines innerpolitischen Zieles .Staat im Staate!" Dies Wort gehörte zu dem unvermeidlichen Sprachsatz Der Leitartikler die über die politische Stellung der Wehrmacht im Weimarer Staat abhandelten. Meist klang es vorwurfsvoll und anklagend, oft bedauernd, und doch hätte es eine Feststellung fein können, in der Anerkennung und Hoffnung lagen. Nicht ohne Grund erregte die Wehrmacht den Zorn der Parteien, den Haß der Linken und die Freude der Kreise, tye erkannt hatten, daß Versailles nicht nur Wehrkraft und Wehrmacht gefesselt hielt, sondern auch Entfaltung, ja Entwicklung jeder echten Staatsautorität unmöglich machte, solange die Inhaber einer echten Staatsautorität dieses Versailles als unabänderlich hinnahmen. Die Wehrmacht wußte von diesen Fesseln. Sie sah nicht nur sich selbst geknebelt, sondern das ganze Volk und alle seine staatlichen Ausdrucksformen. Sie hat gegen dieses Versailles in seinen Nahen und weiten Auswirkungen mit einer Energie und Selbstlosigkeit gekämpft, welche die Väter Dieses Schanddiktats erschreckten. Sie hat gekämpft gegen den in Versailles gepflanzten, im Versailler | Deutschland geduldeten und sogar gezüchteten Pazi-> fismus mit allen Mitteln, die ihr zu Gebote stan- Den. Sie hat gekämpft gegen die Verwirklichung eines Staatsbegriffs, der Diesen Namen nicht ver- Diente, und hatte sich einen eignen Staats- begriff aufgestellt, der sich mit dem der Weimarer Parteien nie deckte. Deshalb die viel verleumdete, auch heute noch so oft mißverstandene Konstruktion der U e b e r p a r t e i l i ch k e i t der Wehrmacht, die kein Ausweichen war, sondern Abwehrkampf. willen nicht die Sicherheit des Volkes nach außen aufs Spiel fetzen konnte und der die ihr aus der Unzulänglichkeit der staatlichen Führung ausge- zwungene innerpolitische Rolle immer wesensfremd bleiben muhte; dort eine auf i n n e r p o l i t l s ch e Machtergreifung gerichtete Bewegung die mit der Erreichung dieses innerpolitischen Zieles ihre erste Aufgabe erfüllt sehen konnte. Hier trotz aller inneren Freiheit Führer, die von den bestehenden Zuständen und von der höchsten Staatsleitung sich nie ganz unabhängig machen konnten, dort em Führer, frei in seinen Entschlüssen, gebunden nur an die Verantwortung gegen sich selbst und gegen feine Gefolgschaft. Hier ein in sich geschlossener aus den alten soldatischen Grundsätzen des Gehorsams und der Disziplin aufgebauter Organismus, dort eine je nach der Lage immer wieder nach neuen Gesichtspunkten zusammenschließende und trotz aller leitenden Gedanken in ihrer Zusammensetzung doch wechselnde Massenbewegung. Es bedarf kaum mehr als dieser knappen Hinweise, um zu verstehen, daß die Wege nicht die gleichen s er n ko n rite n , daß sie sich zu kreuzen drohten und daß Mißverständnisse nicht ausbleiben konnten auf beiden Lch?sicht° Ä ^»Ämenarbeit bet Nationen einen wenn man englischerseits nach den Besprechungen I festen Boden zu schaffen. Der neue Kampf um die indische Verfassung. Eine Abordnung der indischen Fürsten nach London eingeladen. lutionen kennt, weiß, daß es keine stärkere Stellung der Heere, aber auch — und das ist hier das Entscheidende — keine stärkere Stutze der neuen Macht geben kann, als die Stellung der Wehrmacht mit „Gewehr bei Fuß", wenn sicher ist, daß die großen gedanklichen Ziele der revolutionären Bewegung und der Wehrmacht d i e gleichen sind. Es würde dem tief geschichtlichen Empfinden des Führers der nationalen Revolution durchaus entsprechen, wenn man sich vorstellt, daß ihm der Gedanke an diese intakte, von höchstem nationalen Wollen erfaßte Wehrmacht Ruhe und Kraft zur Durchführung der R e v o - l u t i o n gegeben hat, nicht minder als das Wissen um die Opferfreudigkeit und Hingabe und um die bewundernswürdige Energie feiner Gefolgschaft, vor allem der SA. Es ist ruhmvoll, eine nationale Revolution durch den eigenen E in s a tz zum Ziel zu führen, und es ist menschlich erhebender, als Sieger einer solchen Revolution gefeiert zu werden. Historisch ebenso wertvoll erscheint es, zum Gelingen einer solchen Revolution beigetragen zu haben durch die vom Führer gewünschte Reserve. Auch in der Schlacht tragen die Bataillone zum Siege bei, die der Feldherr nicht mehr in den Kampf zu werfen braucht. v £ _ Die nationale Revolution ist beendet. Die geschichtliche Tatsache, daß am Ende fast aller Revolutionen eine Armee stand, hat sich 1933 in Deutschland glücklicherweise nicht wiederholt. Aber auch die geschichtliche Tatsache hat sich nicht wieder- ausstellen, daß dies tatsächlich der Fall ist, so Der- spreche ich im Namen der Regierung, daß die Gesamtlage einer neuen Prüfung unterzogen wird.". Sir Austen Chamberlain bemühte sich, die Regierung zu unterstützen. Dagegen be- nutzte Churchill die Erklärung der Fürsten zu einem Vorstoß gegen die Vorlage, als deren grimmiger Gegner er ja bekannt ist. Der Plan einer in- dischen Föderation sei damit tot. Er beantrage deshalb, die Weiterberatung der Vorlage zu vertag e n. Dieser Antrag wurde jedoch nach der Rede des Staatssekretärs mit 283 gegen 89 Stimmen abgelebt. Me Fürsten um ihre Unabhängigkeit besorgt. Der Korrespondent von Reuter in Bombay hatte eine Unterredung mit einem hochgestellten Vertreter der indischen Fürstenkammer, der sich über die Gründe äußerte, von denen die indischen Fürsten zu ihrer plötzlichen Stellungnahme gegen die indische Versassungsvorlage bewogen worden sind. Dabei wies er besonders auf die Bestimmung Sir John Simon hat in seiner offiziellen Ankündigung des Besuches in Berlin vor dem Unterhaus die deutsche Einladung zu unmittelbaren deutsch-englischen Besprechungen „eine nützliche Anregung" genannt. Damit ist zugleich dem Gerede ein Ende bereitet, als ob die deutsche Einladung an England nichts anderes sei als der Versuch, zwischen Frankreich und England Unfrieden zu stiften. Die Tatsache, daß die französische und italienische Regierung in ihrer Eigenschaft als Partner der Besprechungen von Rom und London uno vor allem als Hauptbeteiligte des Locarnopaktes Frankreich als Interessent, Italien als Garant — dem „vorgeschlagenen Gang des Verfahrens ausdrücklich zugestimmt haben beweist, daß es nicht gelungen ist, eine deutsch-englische Aussprache zu hintertreiben. Der Besuch eines maßgebenden englischen Staatsmannes in der Reichshauptstadt würde ja auch durchaus in der Richtung liegen, die das Londoner Programm vom 3. Februar dieses Jahres einge- schlagen hat und der die Regierung Adolf Hitlers ihre Zustimmung gegeben hat. In London hat man sich grunbsatzlich entschlossen, ber beusichen An- reounq solgenb. in eine birekte Aussprache nut ber Reichsregierung einzutreten. Der nächste Schritt war eine neue englische Fühlungnahme in Berlin, um den Umfang der geplanten Besprechungen abzustecken. Nach Lage der Dinge durfte es wohl sr SS »........ in der Wehrmacht b°tz °.° 'n «er J am Anfang non Revolutionen meist eine nationalen Revolution abseits geimnoen yave. o , n» ■ noet.rma(^j erfolgte. So war Solche Klage mag menschlich zu °-rsteh-n °,N und U"n>anblunger Lehr q f rSsÄiiihrÄ.*« Rev°lutt°n-n°unb v°n b°r Rolle ber Heer? in Renn, len, in Deutschlanb. Sie nationale Revolutwn von Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen hin, die dem Vizekönig von Indien das Recht gibt, die Verfassung auf unbestimmte Zeit außer Kraft zu setzen. Wenn dieser Fall einmal eintreten sollte, so würden damit die s e l b- ftändigen indischen Staaten automatisch der Oberhoheit des Vizekönigs unterstellt. Mit einem solchen Zustand könnten ich die felbftänbiqen indischen Staaten nicht ab- i n d e n. Die Fürsten verlangen, daß die Hole i t s r e ch t e, die sie auf Grund der neuen Ver- assungsbestimmungen an den neuzuschaffenden Indischen Staatenbund abtreten würden, im Falle der Außerkraftsetzung der Verfassung wieder in den Besitz der Für st en zurückkehren. Ebensowenig sind die indischen Fürsten geneigt, sich der Autorität des Staatssekretärs für Indien und des Vizekönigs in der von der Vorlage in Aussicht genommenen Form unterzuor^nen. Der Berichterstatter des „Daily Herald" in Bombay meldet, der Maharadscha von Patiala habe ein Telegramm des Staatssekretärs für Indien, Sir Samuel Hoare, erhalten, in dem der Vorschlag gemacht wird, daß sofort eine Abordnung der Für st en nach London reisen möchte, um dort über die im Zusammenhang mit den Verfassungsgesetzen entstandenen Schwierigkeiten zu beraten. Die „Times" betont, die Fürsten hätten sich mit dem Plan der Bildung eines Bundes st aates grundsätzlich einverstanden erklärt und nur die Bedingung gestellt, daß ihre Rechte und ihre Unabhängigkeit nicht geschmälert würden. Das Blatt vertritt daher den Standpunkt, daß es sich nur um die Aufgabe handele, den Wortlaut des Gesetzes über die Regierung Indiens in geeigneter Weise abzuändern, um die offenbar bei den Fürsten bestehenden Zweifel zu beseitigen. Die Wortführer der Gegner der Indienpolitik der Regierung, die „Daily Mail" und die „Morning Post", vertreten die Ansicht, die Fürsten hätten endgültig nein gesagt und deshalb würde der Gesetzentwurf am besten ganz auf- gegeben. England kontrolliert die Außenposten. Besichtigungsreisen britischer Offiziere in die überseeischen Gebiete London, 26. Febr. (DNB.) Die Frage des militärischen Schutzes der überseeischen britischen Gebiete beschäftigt die britischen Behörden in zunehmendem Maße. Nachdem der Sekretär des Reichsverteidigungsausschusses Sir Maurice H a n- key im vorigen Jahre eine große Rundreise nach Südafrika, Australien, Neuseeland und Kanada unternommen hatte, ist nunmehr eine gründliche Besichtigung aller überseeischen Garnisonen, Befestigungen und Flottenstützpunkte im Gange. Malta und Gibraltar sind bereits von Mitgliedern des Armeerates besucht worden. Jetzt wird der Chef des Reichsgeneralstabes General Sir Archibald Montgomery-Massingberd persönlich Aegypten, den Sudan, Palästina und Transjordanien besuchen. Er wird nicht vor April nach England zurückkehren. Inzwischen ist Generalmajor B a r r o n auf einer ähnlichen Besichtigungsreise in Singapore eingetroffen. Bar- ron ist Inspekteur der festen Verteidigungsstützpunkte. Dieser Posten ist im Oktober vorigen Jahres neu geschaffen worden. Barron wird in Singapore die Befestigungen, das Kriegsmaterial und die Garnisonen gründlich besichtigen. Dann wird er nach Hongkong reifen und auf der Heimreise in Colo m b o und Aden halt machen. Im Lichte der Ergebnisse dieser verschiedenen Untersuchungen dürften dem Reichsgeneralstab Vorschläge für die Verbesserung und Verstärkung der „Außen- posten des britischen Reiches" unterbreitet werden. Neufundland in Not. London, 27. Febr. (DNB. Funkspruch.) „News Ehronicle" meldet aus St. I o h n s (Neufundland), daß Taufende von Arbeitslosen, Männer und Frauen, sich Dienstag vor dem Wohlfahrtsamt angesammelt und stürmisch Lebensmittel, Brennstoff und Kleider verlangt hätten. Ein starkes Polizeiaufgebot hielt die erregte Menge mit Mühe zurück. Die Regierungskommission gewährte den Arbeitslosen nur eine Unterstützung von dreieinhalb Pence pro Tag. Die Kinder st erblich- k e i t soll infolge Lebensmittelnot und Kälte u n - gewöhnlich hoch fein. ♦ Das britische Dominion Neufundland ist eine der Ostküste Kanadas vorgelagerte Insel, die mit zahlreichen kleinen Nebeninseln rund 110 000 Quadratkilometer umfaßt. Die Inseln sind außerordentlich dünn besiedelt, bei einer Gesamteinwohnerzahl von 260 000 kommen nur 2,4 Einwohner auf einen Quadratkilometer. Das Land ist im Innern zum großen Teil kahle Felsfläche, Heide und Moor, die Küsten felsig und lange Zeit von Nebeln umhüllt und von Eis blockiert. Die Haupterwerbsquelle der Bewohner ist die Seefischerei. Da das Dominion 1933 in eine schwere Finanzkrise geraten war, wird es seitdem von einer Kommission der britischen Regierung verwaltet. Die Presse fordert nun unverzügliches Einschreiten der Londoner Regierung, die die moralische Pflicht habe, den not- leidenden Neufundländern zu helfen. Neubildung italienischer Divisionen. Rom, 26. Febr. (DNB.) lieber die Truppentransporte nach Jtalienisch-Ostafrika wurde eine amtliche Mitteilung ausgegeben, in der es heißt, daß die Einschiffung der Effektivbestände und des Materials der Division Peloritana nach Ostafrika zur rechtzeitigen Verstärkung der Verteidigungsstellungen der beiden Kolonien in vollkommener Ordnung weiter gehen. In den nächsten Tagen wird die Division Gavanina in Neapel 3 u s amm en g e z o gen. — Die Einberufung weiterer Jahresklassen vor der des Jahres 1911 ist ausgeschlossen. Immerhin ist daran zu erinnern daß Italien auf Grund der neuen faschistischen Gesetze, durch die die Militärpflicht vom 18. bis zum 55. Lebensjahr ausgedehnt wird, 37 Jahresklassen mit einem Gesamteffektivbestand zwischen 7 und 8 Millionen Mann m v b i l i s i e r e n kann. Die Jahresklasse 1914 wird zu dem normalen Zeitpunkt, d. h. zum 1. April, unter die Waffen gerufen. Täglich laufen weiterhin beim Kriegsministerium Tausende von Freiwilligen- Angeboten ein, die nach Gebühr berücksichtigt werden. Zwei neue Divisionen unter der Bezeichnung Gavanina II und Peloritana II sind gebildet worden. Das Reichskabinett beschließt eine Reihe neuer Gesetze. Berlin, 26. Febr. (DNB.) Das R e i ch s k a - binett genehmigte in seiner heutigen Sitzung zunächst die vom Reichsminister des Auswärtigen oorgelegte Bekanntmachung über die Vereinbarungen und Erklärungen aus Anlaß der Rückgliederung des Saarlandes. Es handelt sich hierbei um die bereits im wesentlichen bekannte Abkommen von Rom, die insbesondere auch die llebertragung des Eigentums an den Saar- gruben, Eisenbahnen usw. und die Regelung der Währungs-, Schulden- und Versicherungsfragen enthalten. Weiter verabschiedete das Reichskabinett die vom Reichsjustizminister oorgelegte neue P er gleich s- ordnung, über deren Vorschriften weiter unten berichtet wird. Angenommen wurde ferner ein Gesetz über die Beseitigung der Gerichtsferien. Die Rechtspflege muß jederzeit den jeweiligen B e - dürfniffen der recht suchenden Bevölkerung entsprechen. Bisher stand der Erfüllung dieser Forderung in der bürgerlichen Rechtspflege und bis zu einem gewissen Grade auch in der freiwilligen Gerichtsbarkeit die Einrichtung der Gerichtsferien entgegen. Die bei den preußischen Gerichten während des letzten Jahres gemachten Erfahrungen haben gezeigt, daß sich auch ohne Gerichtsserien der Rechtspflegebetrieb reibungslos und gleichmäßig durchführen läßt. Mit diesem Gesetz kommt'die Reichsregierung lebhaften Wünschen aus allen Volkskreisen entgegen. Das ferner vom Reichskabinett beschlossene Gesetz über den Waffengebrauch der Forst- und Zagdschuhberechtigten sowie der Fischereibeamten und Fischereiaufseher wurde notwendig, nachdem das gesamte Jagdwesen durch das Reichsjagdgesetz fürdasganzeReich einheitlich geregelt ist. Die auf diesem Gebiet bisher geltenden landesrechtlichen Vorschriften sind heute veraltet. Durch das Gesetz, das für das ganze Reich einheitliche Bestimmungen trifft, wird der Kreis der waffenberechtigten Personen erweitert. Ferner wird die Berechtigung zum Waffenge brauch nicht nur in den Fällen der Notwehr, sondern auch dann anerkannt, wenn es zur Durchführung der Aufgaben der Berechtigten notwendig ist. Das Reichskabinett hat weiter angenommen ein Gesetz über die. (Anführung eines Arbeitsbuches. Das Arbeitsbuch wird als amtlicher Ausweis über die Berufsausbildung und die berufliche Entwicklung der Arbeiter und Angestellten dienen, der es erleichtern soll, in der Wirtschaft den richtigen Mann an den richtigen Platz zu stellen, den Zudrang zu überfüllten Berufen und die Landflucht abzubremsen und Schwarzarbeit zu verhindern. Nach dem 1. April 1935 wird kein Arbeiter oder Angestellter mehr beschäftigt werden dürfen, der nicht im Besitz des für ihn vorgeschriebenen Arbeitsbuches ist. Die Arbeitsbücher werden von den Arbeitsämtern ausgestellt. Anderen Stellen ist die Ausstellung von Arbeitsbüchern oder ähnlichen Ausweisen bei Strafe untersagt. Ausnahmen gelten nur für solche Ausweise, die wie der Arbeitsdienst paß auf Grund besonderer ge- etzlicher Bestimmungen eingeführt sind. L e i - tungszeugnisse werden von dem Verbot elbstverständlich nicht erfaßt. Unter den weiter im Reichskabinett beschlossenen Gesetzen befindet sich ein sehr wichtiges Gesetz zur lleberleituug des Bergwesens auf das Reich. Dieses Gesetz bestimmt: Das Bergwesen (Berghoheit und Bergwirtschaft) ist Reichsangelegenheit. Es wird vom Reichswirtschaftsminister geleitet. Die Landesbergbehörden haben den Weisungen des Reichswirtschaftsministers auf dem Gebiete des Bergwesens Folge zu leisten. Bis zur Errichtung von unteren und mittleren Reichsbergbehörden (Bergämtern und Oberbergämtern) wird den Landesbehörden die Ausübung der Aufgaben im Auftrage und im Namen des Reiches übertragen. Gegen die Entscheidung einer mittleren Landesbergbehörde findet die Beschwerde an den Reichswirtschaftsminister statt, soweit die Entscheidung nicht unanfechtbar oder der Verwaltungsrechtsweg eröffnet ist. Der Reichswirtschaftsminister entscheidet nach Anhörung der obersten Landesbergbehörde. Das vom Reichskabinett ferner verabschiedete Gesetz zur Befriedigung des Bedarfes der Landwirtschaft an Arbeitskräften bestimmt: Zur Befriedigung des Bedarfes der Landwirtschaft an Arbeitskräften kann der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung anorbnen, daß Arbeiter ober Angestellte, bie innerhalb bestimmter Zeit vor Erlaß b e r Anorbnung in berLanb - wirtschaft tätig waren, aber zur Zeit des Erlasses berAnorbnung inanberenals lanb- wirtschaftlichen Betrieben ober Berufen mit anberen als lanbwirtschaftlichen Arbeiten beschäftigt finb, vom Unternehmer (Arbeitgeber) ihres Betriebes zu entlassen sinb. — Die im Frühjahr beginnenbe Erzeugungsschlacht wirb ben Bebarf an lanbwirtschaftlichen Arbeitskräften in Zukunft noch ft e i g e r n. Durch bas neue Gesetz wirb bie Möglichkeit geschaffen, wenn es notwendig werben sollte, auch schon in anbere Berufe abgeroanberte Arbeiter unb Angestellte, bie mit ber Lanbwirt- schaft vertraut finb, biefer roieber zuzuführen. Das Kabinett verabfchiebete weiter ein Zweites Gesetz zur Aenberung bes Kraftfahrzeugsteuergesetzes, woburch eine weitere steuerliche Begünstigung für Personen- unb Lastkraftwagen eintritt, insbesondre burch eine Bevorzugung ber Kraftwagen, bie mit nichtflüssigen Treibstoffen getrieben werben. — Durch ein Gesetz über bie Gewährleistung für ben Dienst von Schulb- verfchreibungen ber Konversionskasse für beutfcfje Auslandsschulden wird eine Regelung getroffen, durch die diese Schuldverschreibungen zukünftigen Beschränkungen durch die Devisengesetzgebung nicht unterliegen sollen. — Schließlich verabschiedete das Reichskabinett ein Gesetz zur Aenberung bes Finanzausgleiches, burch bas bie Anteile ber Länber an ber Einkommensteuer, ber Kärpeyschaftssteuer und ber Umsatzsteuer gekürzt werben, wenn biefe Steuern gewisse Beträge überschreiten. Die neue Vergleichsordnung. Die neue Vergleichsorbnung verwirklicht nationalsozialistische Wirtschaftsgrunbsätze. Sie erschwert bem Schuldner bie Abschüttelung seiner Verbinb- lichkeiten. Sie hält unroürbige Schulbner wirksamer als bisher vom Verfahren fern. Sie unterbinbet Versuche einzelner Gläubiger, sich Sonbervorteile zu verschaffen, nur nachbrücklicher als im bisherigen Recht unb stärkt ben Einfluß ber Vergleichsrichter. Das Gesetz schreibt vor, baß ben Gläubigern in jebem Vergleich 35 v. H. ihrer Fvr- berungen (bisher 30 v. H.) gewährt werben müssen, unb führt biefen Minbestsatz auch für ben Liquibationsvergleich ein. Wirb bem Schulbner eine Zahlungsfrist von mehr als einem Jahr gewährt, jo muß ber Minbestsatz 40 v. H. betragen. Kommt ber Schulbner mit ber Erfüllung bes Vergleiches in Verzug, so wirb nicht nur ber Erlaß, sonbern auch bie Stunbung von Forderungen hinfällig. Es bebarf nicht mehr ber Einverstänbniserklä- rung ber Gläubigermehrheit für bie Eröffnung bes Verfahrens. Um währenb ber Prüfung bes Eröffnungsantrages bie Geschäftsführung bes Schulb- ners zu überwachen unb bas Vermögen bes Schulb- ners gegen ben Zugriff einzelner Gläubiger unb gegen feine eigenen Verfügungen zu schützen, hat bas Gericht nach Eingang bes Eröffnungsantrages einen vorläufigen Verwalter zu bestellen. Auch kann es bem Schulbner Verfügungsbeschränkungen auferlegen unb auf Antrag bes Verwalters Vollftreckungsmaßnah- men gegen ben Schulbner auf bie Dauer von sechs Wochen einstweilen einstellen. Damit unroürbige Schulbner vom Vergleichsverfahren ausgeschlossen werben, finb neue Ablehnungsgrünbe hinzugekommen. So muß bie Eröffnung bes Vergleichsverfahrens abgelehnt werben, wenn ber Schulbner innerhalb ber letzten fünf Jahre ein Konkursverfahren ober ein Vergleichsverfahren burchgemacht ober ben £) f f e n b a r u n g s e i b geleistet hat, ferner wenn ber Schulbner eine so mangelhafte Buchführung hat, baß ein hinreichenber Ueberblicf über feine Vermögenslage nicht ermöglicht wirb, schließlich, wenn burch ben Vergleich bas Unternehmen bes Schulbners nicht erhalten werben könnte. Bei ber Bestellung bes Vergleichsverwalters ist bas Gericht in einer Entschließung völlig frei. Der Schulbner barf Verbinblichkeiten, bie nicht zum gewöhnlichen Geschäftsbetriebe gehören, nur mit Zustimmung bes Vergleichsverwalters eingehen. Er soll auch bie Eingehung von gewöhnlichen Verbinblichkeiten unterlassen, wenn ber Derwaltter bagegen Einspruch erhebt, unb hat auf Verlangen bes Verwalters zu gestatten, baß alle eingehenben Gelder von dem Verwalter entgegengenommen und Zahlungen nur von dem Verwalter geleistet werden. Der Ausdruck „£) f f e n b a r u n g s e i b" für bie eibliche Erklärung bes Schulbners über feine Vermögenslage ist beseitigt. Auch ist nicht mehr erforberlich, baß ber Schulbner seiner Firma ben Zusatz „im Vergleichsverfahren" beifügt. Nach ber Bestätigung bes Vergleiches wirb bas Vergleichsverfahren in ber Regel noch nicht aufgehoben, Jon- bern läuft zur Ueberroadjung'bcr Vergleichserfüllung weiter. Bei juristischen Personen kann nach neuem Recht auch noch im Liquibationsstabium ein Vergleichsverfahren ftattfinben. Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb ist geänbert worben, um nachbrücklicher, als es bisher möglich war, Mißbräuchen beiAusver- Käufen entgegenzutreten. Deswegen wirb nicht nur bem Ausverkäufer selbst, sonbern auch Per - onen, bie z u i h m in naher Beziehung tehen, bie Eröffnung ober Fortsetzung eines gleichen Geschäftes innerhalb eines Jahres nach bem Ausverkauf untersagt. Weiter soll verhin- bert werben, baß beim Wechsel bes G e - chäfts Inhabers Ausverkäufe ftattfinben. Deswegen ist es nach Beginn bes Ausverkaufes jeber- mann verboten, mit Waren aus bem Ausoerkaufsunternehmen ben Geschäftsbetrieb in benfelben ober in unmittelbar benachbarten Räumen aufzunehmen. Währenb bisher Saisonschluß-, Inventur- Verkäufe unb anbere Veranstaltungen von ber höheren Verwaltungsbehörbe zugelassen werben konnten, sieht bas neue Gesetz in erster Linie ben Erlaß ber ben Verkauf regelnben Bestimmungen durch ben Reichswirtschaftsmini st er ober eine von ihm bestimmte Stelle vor. Diese Gesetzesvorschrift soll eine einheitliche Hanbhabung ür benachbarte Gebiete mit engem wirtschaftlichem Zusammenhang ermöglichen. Da bie Zulassung burch ben Reichswirt- chaftsminister bereits bie Gewähr bietet, baß bie Belange ber Wirtschaft unb ber Volksgemeinschaft berücksichtigt werben, finb im Gesetz einschrän- f e n b e Voraussetz u"n gen für bie Zulassung n i ch t aufgestellt. Wenn ber Reichswirtschaftsmi- nifter von ber Ermächtigung keinen Gebrauch macht, kann bie höhere Verwaltungsbehörbe bie Zulassung aussprechen. Schließlich wirb bem Reichswirtschaftsminister bie Ermächtigung erteilt, zur Regelung von Verkaufsveranstaltungen befonberer Art Bestimmungen zu treffen, bie bann im Deutschen Reichsanzeiger bekannt zu machen finb. Die Aenderung des Handelsgesetzbuches beseitigt eine als unzeitgemäß empfunbene Er- chwerung bei ber Grünbung ber Aktiengesellschaften unb Kommanbitgesell- djaften auf Aktien. Bisher mußten 25 v.H. des Aktiennennbetrages unb bas Agio vor Eintragung in bas Hanbelsregister bar eingezahlt werben. Zwar war auch bie Einzahlung burch bestätigten Reichsbankscheck unb burch Gutschrift auf ein Reichsbankkonto ober ein Postscheckkonto zu- gelaffen. Aber auch biefe Erleichterung würbe ben Bedürfnissen bes bargelblosen Zahlungsverkehrs noch nicht gerecht. Deswegen läßt bie Novelle neben ben genannten Zahlungsarten auch bie Ein- jahlung burd) Gutschrift auf ein Konto . r Gesellschaft ober bes Vorstanbes bei einer Bank zu unb erforbert für alle Zahlungs- arten, baß ber Betrag enbgültig zur freien Verfügung bes Vorstanbes steht. Frankfurt erwartet 2S0000Handwerker Die Vorbereitung des Reichshandwerkertages am 15. und 16. Zuni 1935. Berlin, 26. Febr. (DNB.) Wie bie Deutsche Arbeitsfront (Reichsbetriebsgemeinschaft Hanbwerk) u. a. mitteilt, finbet ber biesjährige große Hanb - roerfertag in ber Zeit vom 15. bis 17.Juni 1935 in Frankfurt a. M statt. Der Reichs- hanbwerksmeister unb Reichsbetriebsgemeinschaftsleiter W. G. Schmibt hatte zu einer gemeinsamen Besprechung ber grunblegenben Fragen Vertreter ber Partei, bes Staates unb ber Stabtver- roaltung Frankfurt, ferner bie Lanbeshanbwerks- meifter unb Gaubetriebsgemeinschaftsleiter ber um= liegenben Bezirke unb weitere maßgebenbe Persönlichkeiten geladen. Die Tatsache, daß ber Reichs- hanbwerkertag von ber Reichsbetriebsgemeinschaft Hanbwerk in ber Deutschen Arbeitsfront burch- geführt wirb, gibt ber Kunbgebung bes Hanbwerks einen befonberen Rahmen. Das Hanbwerk tritt nicht wie früher als wirtschaftliche Organisation vor bie Öffentlichkeit, sonbern zum ersten Male als eine politische Willensgemeinschaft ber Meister, Gesellen unb Lehrlinge mit bem Zweck, bem beutschen Volke ben Beweis zu erbringen, baß bie auf bem Sozial- unb Leistungsprinzip aufgebaute Hanbwerksarbeit ein wesentlicher Bestanbteil ber gesamten Aufbauarbeit bes nationalsozialistischen Staates barftellt. Das beutfdje Handwerk in allen feinen Gliederungen wird Rechenschaft ablegen über bas, was es bisher geleistet hat unb was es in Zukunft zu tun gewillt ist, um bie Ibee ber Volksgemeinschaft zu vertiefen unb burch hanbwerkliche Qualitätsarbeit ben Ruf bes beutschen Volkes in ber Welt zu seinem Teil zu verbreitern. Diesem Akt ber Willenskunbgebung entsprechen!) wirb ber biesjährige Reichshanbwerkertag schon rein äußerlich gewaltige Ausmaße annehmen. Frankfurt erwartet 250 000 Hanbwerker aus bem ganzen Reich, barunter zahlreiche Hanbwerksbelegationen aus bem A u s l a n b. In Zusammenarbeit mit ber Stabt unb unter Anweisung bes ©aupropaganbaleiters wirb bas Hanbwerk bie Ausschmückung ber Stabt Frankfurt a. M. s e l b st in bie Hanb nehmen, um ber Fest- timmung einen künstlerischen unb roürbigen äußeren Rahmen zu geben. Der vorläufige Plan sieht u. a. folgenbes vor: Am. 15. Juni finbet im Haus ber Technik eine große (EröffnungsFunbgebung statt, auf ber u. a. hanbwerkliches Brauchtum gezeigt wirb. Am Sonntag, 16. Juni, treffen aus allen Teilen bes Reiches etwa 1 0 0 0 roanbernbe Gefe 1 - len ein, bie am Römerberg vor bem Reichshandwerksmeister 'aufmarschieren. Dann wirb ber Reichshanbwerksmeister im Stadion bie feierliche Lossprechung von Meistern unb Gesellen vornehmen. Am Nachmittag ziehen Meister unb Gesellen in einem großen F e st- 3 u g zum Stabion, wo sie in einer riesigen Kunbgebung ihren Willen zur probuktiven Arbeit im Dienste bes Volkes bekräftigen. Runb 6000 H a n b» werksfänger werben bei biesem gewaltigen Aufmarsch mit ausgewählten Darbietungen auftreten. Am nächsten Tage werben Arbeitstagungen der Lanbeshandwerksmeister und Kreis-Be- triebsgemeinschaftswalter abgehalten, während gleichzeitig zahlreiche Fachverbände zu ihren Jahrestagungen in Frankfurt a. M. einge» laben werben. Der Bevölkerung wirb Gelegenheit gegeben, an allen Veranstaltungen nach Möglichkeit teilzunehmen. Darüber hinaus plant man bie Aufführung hanbwerklicher Tänze und Bräuche auf verschiedenen Plätzen, außerdem wird in einer Schau von ausgewählten Meisterstücken aus allen Handwerkszweigen jedem Volksgenossen bie Notwenbigkeit unb Schönheit ber hanbwerklichen Arbeit gezeigt werben. Die Teilnehmer an ber ersten Besprechung waren einmütig ber Auffassung, baß in engster Zusammenarbeit zwischen politischen unb wirtschaftlichen Organisationen biefe erste große Kunbgebung bes beutschen Hanbwerks zu einem unvergeßlichen Erlebnis für bas beutfche Volk gestaltet werben müsse. Das Hanbwerk als biejenige Betriebsform, in ber nationalsozialistisches Gebankengut am ehesten Wurzel zu schlagen geeignet ist, wirb in Frankfurt als eine geschlossene Front auftreten, bie nur eine Aufgabe unb em Ziel kennt: Dem Staat zu bienen, bamit bas Volk lebe! Nur genehmigte Fragebogen an die Betriebe! . , 26. j|ebr. (DTO.) Das Hauptorgani- fationsamt Kt. II DAF. bes Reichsorganisations- jetter5 ber N^>DAP. aU5 gegebener Veranlassung folgenbe Anordnung bekannt: „Auf Anordnung des Reichsorganisationsleiters find alle std e b o g e n , welche von den Dienststellen der Deutschen Arbeitsfront und deren Gliederungen a n Betriebe gerichtet werden, bis auf roei« t € r e 5 d e r b o t € n. Ausgenommen von diesem Verbot sind nur die vom Organisationsamt der Deutschen Arbeitsfront in jedem einzel- ncn Fall genehmigten Fragebogen." Aus aller Welt Saarbrücken, 26. Febr. (DNB.) Im Saar- aebiet rüstet alles zu den großen Befreiungsfeiern. In Saarbrücken werden große Tribünen aufgeschlagen, von denen aus die Ehrengäste den großen Aufmarsch miterleben sollen. Vor dem Regierungsgebäude, vor dem an beiden Tagen die Kundgebungen stattfinden, werden riesige Lautsprecheranlagen eingebaut und Vorkehrungen für die festliche Beleuchtung getroffen. Heber das Programm der Feiern werden jetzt weitere Einzelheiten bekannt, die sich besonders auch auf die Ortschaften außerhalb Saarbrückens beziehen. Am 1. März erfolgt bei Sonnenaufgang Kranzniederlegung an allen Kriegerdenkmälern durch Vertreter der Deutschen Front. Um 8 Uhr findet in allen katholischen und evangelischen Kirchen ein Dankgottesdienst statt. Ab 9.30 stehen in sämtlichen reichsdeutschen Grenzort s ch a f t e n des Saargebietes d i e national- sozialistischen Formationen bereit, die Punkt 10.15 Uhr im Augenblick der Flaggenhissung vor der Regierungskommission in das Saar- gebiet einmarschieren werden. Wenn die Kolonnen auf saardeutschem Boden anlangen, machen sie einen Augenblick Halt, um ein Sieg-Heil auf den Führer auszubringen und die Nationalhymnen zu spielen. In allen Ortschaften des Saargebietes stehen um 10.15 Uhr die Einwohner unter Beteiligung von Musik und Spielmannszügen bereit, um an der Flaggenhissung vor dem Rathaus oder sonstigen öffentlichen Gebäuden teilzunehmen. Die Uebertragung der Regierungsgewalt an den Reichskommissar Bürckel wird durch Aufgaben nur gestalteten das Leben lebenswert, und in diesem Sinne könnten gerade die Angehörigen des Arbeitsdienstes, die so monumentale Probleme im Dienste der Nation lösen, von sich sagen, daß ihr Leben lebenswert sei. Nach herzlichen Dankesworten des Reichsarbeitsführers Staatssekretär Hier! an den Minister wurde dem Schulungskursus im Vorführungsraum des Propagandaministeriums der Film „Von deutscher Arbeit" vorgeführt. Weiter fanden Besichtigungen in einem großen Verlagshaus und in der Olympia-Ausstellung statt. Am Abend besuchte Dr. Goebbels mit dem Schulungskursus eine Theatervorstellung. Zur großen Freude der Arbeitsmänner und des ganzen Publikums erschien auch der ^Führer im'Theater, ferner Stabschef Lutze und ganze Kraft vorbildlich in Dienstauffassung, Pflichttreue und Lebensführung auch fernerhin in den Dienst an Volk und Staat stellen. Ser Schulungskursus staatspolitischer Leiter des Arbeitsdienstes bei Sr. Goebbels. lionen Lit bereicherten. INillionenunterschlagungen in einem sowjetrussischen INaschinenbautrust. Die Moskauer staatliche Kontrollkommission ist in der Hauptstadt der armenischen Republik Eriwan großen Unterschlagungen bei einem Maschinenbautrust auf die Spur gekommen. Bisher ind 15 Verhaftungen oorgenommen worden. Nach den vorläufigen Feststellungen betragen die Unterschlagungen über eine Million Rubel. Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft werden bei zwei Staatsbanken, die den Trust finanzieren, Revisionen durchgeführt, da der Verdacht besteht, daß auch Bankbeamte an den Unterschlagungen beteiligt seien. Die Banken hatten dem Trust Kredite in Höhe von drei Millionen Rubel ohne genügende Sicherheit eröffnet. Die Untersuchung wird beschleunigt durchgeführt. Mehreren Beamten droht die Todesstrafe. Schwere Bluttat aus verschmähter Liebe. In der Nähe des Bahnhofs Efchweiler-Ueberfeld bei Düren wurde ein junges Mädchen mit 22 Stichwunden t o t aufgefunden. Als Täter ist der 18 Jahre alte Kaspar S i e p ermittelt und festgenommen worden. Nach den vorläufigen Vernehmungen hat der Mörder die Tat begangen, weil das Mädchen das Liebesverhältnis mit ihm lösen wollte. Ein Scheusal in Menschengestalt vor Gericht. Reichsarbeitsmini st er Seldte wird, wie die „Kreuzzeitung" meldet, an den Uebergabe- feierlichkeiten im Saargebiet t e i l n e h m e n. Sie letzten internationalen Truppen verlassen das Saargebiet. Saarbrücken, 26. Febr. (DNB.) Die letzten internationalen Truppen im Saargebiet wurden in ihre Heimat abbefördert. Das Saargebiet sah heute den H a u p t a b m a r s ch t a g der englischen und italienischen Soldaten. In den frühen Morgenstunden schieden die in Sulzbach und Dudweiler stationierten italienischen Carabinieri. Am Dienstagabend fuhr das englische Hauptquartier gemeinsam mit einem englischen Bataillon von Drebach ab. Die englischen Truppen hatten am letzten Sonntag im überfüllten Saalbau von Saarbrücken ein Militärkonzert veranstaltet, dessen beträchtliche Einnahme der Winterhilfe zur Verfügung gestellt wurde. Während des Krieges war er Abgeordneter der Zentrumspartei. Mit Gouverneur Solf gründete er die Deutsche Gesellschaft 1914. Er war auch eine Zeit lang in der Weltwirtschaftlichen Gesellschaft tätig. Die „Cinbenroirfin“ in Godesberg gestorben. Die weit über die deutschen Gaue bekannte „Lindenwirtin am Rhei n", Aennchen Schumacher in Godesberg, ist am Dienstagvormittag, 75 Jahre alt, an Herzschwäche gestorben. — Aennchen Schumacher, am 22. Jan. 1860 in Godesberg geboren, konnte sich noch vor wenigen Wochen, wie erinnerlich, zu ihrem 75. Geburtstage zahlreicher Ehrungen und Glückwünsche erfreuen. Die Verstorbene, die durch das im Jahre 1878 von Rudolf Baumdach gedichtete Lied von der Lindenwirtin Volkstümlichkeit erlangte, übernahm mit 18 Jahren das Geschäft ihrer Eltern, die Wirtschaft „Zur Godesburg". Die gemütliche Gaststube wurde bald ein gern aufgesuchter Aufenthalt der in Bonn Studierenden; auch die zahlreichen Das Saargebiet rüstet zur Befreiuugsseier bau erhält. Als Grundpfeiler eines islamischen Blocks, dem sich gegebenenfalls auch der Irak, Arabien oder die Türkei anreihen werden, stellt Joachim Klopp vom Hofe Persien und Afghanistan dar, deren völkische Emanzipation im einzelnen, wie ihre überstaatliche gemeinsame Linie für den Landweg Englands nach Indien eine ernste Gefahr zu werden beginnt. Noch größere Widerstände aber als im Vorderen Orient entstehen, vor allem dem englischen Kolonialreich, aus dem wachsenden Selbstbestim- mungs- und Selbstbesinnungswillen I n d i e n s, Chinas und Japans^ dreier großer Völker also, die, wie es Gustav Fochler-Hauke sagt, ihre Grenzen vertiefen und ihre Geistes- und Wirtschaftswelt zu nach außen abwehrenden Räumen zusammenschließen. Hier aber find immerhin doch erst die Ansätze zu gewaltiger Großraumbildung sichtbar. Anders dagegen i n A m e r i k a, wo das Werden eines in sich abgeschlossenen Kontinents für die Vereinigten Staaten trotz ihrer erst so jungen völkischen und wirtschaftlichen Einheit bereits heute vor einem Abschluß steht — ein Prozeß, der sich nach der Schilderung Ferdinand Friedrich Zimmermanns auf Mittel- und Südamerika lebhaft auszuwirken beginnt. Ueberall also: Ente uropalsrerung der Weltwirtschaft, Verselbständigung der lieber- fee. Es wird zur Schicksalsfrage des deutschen Volkes, aus dieser Entwicklung die Folgerung zu ziehen, eine Folgerung, die, in bewußter Abkehr von jeder imperialistischen Machtpo ltik, durch die naturgegebene Blickrichtung nach Ost- undSudosteuropa gegeben ist. Es ist ein Verdienst^von Severus, hier Hemmungen und Gegenlimen Umrissen zu haben. Förderung der Inhaber des goldenen Militärverdienst-Kreuzes. Berlin, 26. Febr. (DNB.) 3".8i’.rbm“nh9 mit dem preußischen goldenen Militar-Derdienst- kreuz ausgezeichneten Angehörigen der 45 - lizei hat der Reichs- und preußische Minister d Innern Dr. Frick an die Landesregierungen1 un alle preußischen Polizeibehörden folgenden Crlay herausgegeben: Ich bin f e h r st 0 l z, m den Rech der Schutzpolizei, Gendarmerie, KriMinalpolize, Verwaltungspolizei und Gerneindepolizei 1 n 5 g e - f amt 82 mit b e m preußischen M lllt ar- Verdien st kreuz, dem „Pour le mörite oe deutschen Unteroffiziere, ausgezeichnet e Beamte zu wissen. Ich halte es für eine Selbstverständlichkeit, daß die Dienststellenleiter und alle Vorgesetzten die Beamten, die mit dem hochilen preußischen Kriegsorden für Unteroffiziere ausgezeichnet wurden, in jeder Hinsicht 1 ordern und in ihrem zukünftigen Leben betreuen. Von den mit diesem so selten verliehenen.Orden ausgezeichneten Beamten erwarte ich, daß sie chre Oie Automobilausstellung als Lehr- und Llnterrichtsschau. Nach einer Erklärung des Leiters der Fachgruppe Automobilindustrie, Jakob Merlin, hat man sich zu einer Verlängerung der Automobilausstellung um 7 Tage entschlossen, um diese größte Autornodil- und Motorradausstellung der Welt, die von anerkannten Fachkreisen des In- und Auslandes zugleich als die interessanteste und schönste bezeichnet wurde, als Lehr- und Unterrichtsschau wirken zu lassen. Es handelt sich nicht allem darum, Automobilkäufer zu gewinnen, sondern mit einem breiten Besuch durch die verschiedensten Formationen der Partei den pädagogischen und ideellen Wert der Schau wirken zu lassen. Die Jugend, die heute noch nicht ein Motorrad oder ein Automobil besitzt, aber trotzdem fieberhaftes Interesse gerade an diesen technischen Dingen zeigt, die ihr im täglichen Leben täglich begegnen, kann hier alles in Ruhe betrachten. Sachgemäße Führungen geben die Gewähr, daß Gelegenheit zum eingehenden Studium besteht. Es wäre daher außerordentlich zu begrüßen, wenn die einzelnen Formationen der Partei und vor allen Dingen die Schulen von diesem Anschauungsmaterial weitestgehenden Gebrauch machen würden. Man hat deshalb den Mitgliedern der HI., des BdM., der SA., des NSKK., der SS., der Schutzpolizei, der Landespolizei und der Reichswehr, wenn sie in geschlossenen Gruppen von mindestens 12 Personen erscheinen, für den ganzen Tag über pro Person den Eintritt auf 30 Pf. ermäßigt .Schüler brauchen, wenn sie in Begleitung des Lehrers erscheinen, ab 13 Uhr nur 25 $f. zu zahlen. Donnerstag und Sonntag ist der Eintrittspreis 50 Pf. An den anderen Tagen vormittags 2 Mark. Es ist also jedem einzelnen möglich, mit den geringsten Kosten djese größte Schau der Welt, die von den Leistungen der deutschen Automobilindustrie als der Schlüsselindustrie in der deutschen Gesamtwirtschaft beredtes Zeugnis gibt, zu besuchen. Der Reichsarbeilssührer dankt für die Geburlslags-Glückwünsche. Fremden, die in Godesberg weilten, versäumten es nicht, der vielbesungenen Lindenwirtin einen Besuch abzustatten. Wie' groß die Beliebtheit Aennchen Schumachers in den Kreisen der Studentenschaft war, geht daraus hervor, daß sieben Korporationen sie zu ihrem Ehrenmitglied ernannten. Von 36 Korporationen erhielt sie das Band verliehen. Ein Pionier der deutschen Uhrenindustrie gestorben. Der Gründer der Dillinger und Schwenninger Uhrenfabriken Kienzle, Geheimer Kommerzienrat Jakob Kienzle, ist in Zürich, wo er Genesung suchte, im 76. Lebensjahr g e ft 0 r b e n. Der Verstorbene war einer jener Pioniere, die die moderne, in der ganzen Welt geachtete deutsche Uhrenindustne geschaffen haben. Heun Ehrenkreuze in einer Familie. Ein überaus seltener Fall der Ehrenkreuz - Verleihung in einer Familie erfolgte in Gerolstein (Eifel). Von der jetzt im 82. ßebensjabre stehenden Witwe Simon waren neun Sohne im Weltkrieg. Einer von ihnen blieb auf dem Felde der Ehre in den schweren Kämpfen vor Arras, während die übrigen, z. T. nach mehrfachen Verwundungen, wieder in die Heimat zuruckkehrten. Die acht Söhne erhielten alle das Frontkampferehrenkreuz. Der alten Mutter wurde das Ehrenkreuz für Hinterbliebene verliehen. Vootsunglück bei Venedig. — Drei Tote. Bei Venedig ist ein mit Petroleumfäffern beladenes Motorfahrzeug infolge des schlechten Wetters gesunken, wobei drei Personen den T ob sanden. Die drei Männer der Besatzung hatten sich an die umherschwimmenden Oelfässer geklammert, doch verloren zwei von ihnen infolge der eisigen Kälte bald die Kräfte und versanken. Das Unglück wurde vom Lande aus bemerkt. Ein Student und ein Arbeiter stürzten sich in die Fluten, um den dritten Schiffbrüchigen, der sich auf eine seichte Stelle gerettet hatte, Hilfe zu bringen. Als er bie beiden herannahen fah, schwamm er ihnen entgegen; doch verließen auch ihn die Kräfte, und er versank, bevor ihm Hilfe gebracht werden konnte. Englischer Dampfer im Sturm gesunken? Der britische Dampfer „B l a i r g 0 w r i e (3259 Tonnen), der sich im Atlantischen Ozean ungefähr balbweqs zwischen Irland und Neufundland befindet hat 8 0 8 - R u f e ausgesandt und berichtet, daß er 'steuerlos bei schwerem Sturm dahin- tretbe und sein Laderaum bereits zur Hälfte voll Wasser sei. Mehrere Schiffe, darunter der Nord- deutsche-Lloyddampfer „Europa", änderten sofort ihren Kurs, um Hilfe zu leisten. Die „Europa meldete durch Funkspruch, sie habe die „Blair- aowrie" bisher nicht sichten können. Auch der amerikanische Dampfer „American Banker und der niederländische Dampfer „Bloomersdyk melden, daß sie vergeblich Ausschau halten. Sie berichten Reichsarbeitsführer Hier! veröffentlicht folgendes Dankschreiben: Zu meinem 60. Geburtstag find mir in überaus großer Zahl Glückwünsche zugegangen. Sowohl von Angehörigen des Arbeitsdienstes, von ehemaligen Arbeitsmännern und Eltern, als auch von Parteigenossen und Volksgenossen aller Stände empfing ich Beweise treuen Gedenkens, die ich freudig hingenommen habe als em Zeichen dafür, daß sich der Arbeitsdienst die Herzen des ganzen Volkes erobert tjat. Es ist mir bei der Fülle dieser Freundschaftsbeweise unmöglich, jedem einzelnen persönlich zu danken, wie ich es gern möchte. Ich bitte daher alle, die an mich dachten, auf diesem Wege meinen und des Arbeitsdienstes Dank entgegennehmen zu wollen. Gez. Hier!. Tödlicher Unfall eines alten verdienten Deutsch-Ostafrikaners. In Berlin starb an den Folgen eines schweren Derkehrsunfalles der frühere Gouverneur von Deutsch-Ostafrika, Wirkt. Geheimrat Albrecht Freiherr von Rechenberg. Er war von einem Straßenbahnwagen umgeriffen worden und hatte dabei eine Gehirnerschütterung und emen Schadel- druch davongetragen. Freiherr von Rechenberg war als Kolvnialbeamter von 1893 bis 1900un Ostafrika tätig. Dann ging er als Konsul nach Moskau und anschließend als Generalkonsul nach Warschau. Im Jahre 1906 wurde er als Gouverneur nach Deutsch- Ostafrika berufen, wo er bis 1912 erfolgreich wirkte. Seine Eingeborenenpolitik trug .wesentlich zur bat- digen Befriedung der Kolonie bei. Nach ferner Rückkehr aus Deutsch-Ostafrika widmete er sich vorwiegend wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Studien. Rundfunk auf alle Plätze und Gaststätten des Saarlandes übertragen. Nach der Uebergabe ertönen Sirenen, es setzt ferner ein ein stündiges Glockengeläut ein. Der große Aufmarsch in Saarbrücken wird von 13 bis 13.30 Uhr und von 14.30 bis 15 Uhr auf alle PläK im Saargebiet übertragen. Für den Nachmittag find große Platzkonzerte und Volksfeste vorgesehen. Die Polizeistunde ist für den 1. März überall aufgehoben. Der Befreiungstag ist im ganzen Saargebiet arbeitsfrei, die ausfallenden Löhne werden von den Arbeitgebern bezahlt. In dem großen Kownoer Briefmarkenschieberprozeß wurde nach achttägiger Verhandlung das Urteil verkündet. Der Hauptangeklagte, der ehemalige Chef des litauischen Postwesens, Sruoga, erhielt 15 Jahre, der ehemalige Vorsteher des Memeler Postamtes, Augunas, 5 Jahre Zuchthaus; die übrigen Angeklagten erhielten Zuchthausstrafen v^n V2 bis 3 Jahren. Vier Angeklagte wurden ferner zu Schadenersatz in Höhe von 2 860 500 Lit verurteilt. Die Verurteilten hatten, wie früher bereits gemeldet, im Laufe mehrerer Jahre Unterschlagungen in der Weise durchgeführt, daß sie für eigene Rechnung falsche Briefmarken drucken ließen, die echten unter dem Preise verkauften und die gefälschten dann zur Ausfüllung der Bestände verwandten. Dadurch wurde der Staat um den obengenannten Betrag geschädigt. Diesem Prozeß folgt ein zweiter gegen die jetzt Verurteilten und eine Reihe weiterer Angeklagten wegen Fälschung von Sammlermarken, wodurch sich die Beteiligten unrechtmäßig um etwa zwei Mil- Berlin, 26. Febr. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels empfing im Reichspropagandaministerium den großen Schulungskursus staatspolitischer Leiter des Arbeitsdienstes aus Potsdam. Der Minister betonte, daß fein Ministerium stets mit Freuden bereit sei, dem Arbeit s d i e n st zu helfen, wo immer es nötig sei; denn er fühle sich dem Arbeitsdienst mit dem k, , Herzen und dem Verstände verbunden. Große' Gauleiter Staatsrat Terboven. den wird. Vermieden ist hier, so verlockend' derartiges Plänemachen sein mag, alles Spiel mit Großraum- Konstruktionen, also in der Art etwa der Couden- hoveschen Paneuropaliga oder dieses und jenes ausgetüftelten Gebildes, das, wie es in dem einleitenden Umriß von Leo H. Hausleiter heißt, „von vornherein die heilloseste babylonische Verwirrung in sich trägt; nicht die der Sprachen, sondern der verschiedenen Psyche der verschiedenen Völker, deren Wille und Vorstellung jeweils aus ihrem eigenen Blut und Boden wachsen". Dargestellt wird stattdessen von weitsichtigen wie genauen Kennern die Entstehung einer sich nach dem Zerfall des liberalen, auf Menschheitsvermengung gerichteten Weltbildes tatsächlich vollziehenden neuen Kontinentbildung. Während sich infolge seiner räumlichen Aufspaltung das Britische Empire einem solchen Aufriß entzieht, ist vielleicht das eigenartigste dieser neuer Großreiche der hier von Fritz 3affd in feinen Umrissen aufgezeigte französisch-afrikanische Kontinent, mit dem Frankreich, veranlaßt durch die räumliche Nähe seiner nordafrikanischen Kolonien,- den Schritt vom Kolonialland alten Stils zu einem „Größeren Frankreich" zu tun gewillt ist. Aehnlich — sowohl in Hinsicht auf die „Kontinentbildung über See" wie in der Ueberbrürfung der zweiten Zwischenfurche, der großen Sandwüste — liegen die Schwierigkeiten des italienischen Versuches einer neuen imperialen Grohraumbildung, wobei hier noch die mangelnde Ergiebigkeit der libyschen Besitzungen erschwerend hinzukommt, die Italien, nach der kriegerisch erzwungenen Abtretung von Tunis an Frankreich, 1912 der Türkei entwand. Weit eindeutiger als bei diesem, von Ernst Wilhelm Esch- mann dargestellten Großraumgebilde liegen die Erfolge einer Kontinentbildung im Falle der Sowjetunion zutage, zumal hier eine riesige, zusammenhängende Landmasse von vornherein gegeben ist, deren politische Einheit, wie es Klaus Mehnert nachdrücklich zeigt, heute den wirtschaftlichen Unter- politische Kontinente. Unser Schulwissen ist mit erheblichen Einseitigkeiten belastet. Don der Geographiestunde her tragen wir das Bild der fünf mehr oder weniger für sich abgeschlossenen Erdteile mit uns herum, hörten wohl noch von dem kolonialpolitischen Uebergreifen der europäischen Mächte auf andere Zonen der 5ßelt — kaum aber haben wir bisher dieses Schema erdkundlicher Einteilung durch Einarbeitung in andere, also politische, wirtschaftliche, völkische oder religiöse, auf großräumige Zusammenfassung der Länder und Staaten zielende Tendenzen ergänzt und berichtigt. Demgegenüber tut heute die Feststellung not, daß die politische Entwicklung mit der hergebrachten Aufteilung der Geographie nicht sonderlich viel anzufangen wußte, daß sie diese vielfach sprengte, durchkreuzte, daß wir jedenfalls den Begriff des „politischen Kontinents" endgültig in unser Denken aufnehmen müssen. Die Aufzeigung solcher noch in lebhafter Bewegung befindlichen Entwicklungslinien fällt in hervorragendem Maße in das Aufgabenbereich der Zeitschrift, also in jenes Gebiet zwischen Buch und Tageszeitung, das — im Falle kluger Abgrenzung nach beiden Seiten — noch mannigfachen Möglichkeiten offen liegt. Und es beruht weiter in der Eigenart der „Süddeutschen Monatshefte" — nämlich durch einheitliche Themenstellung jedem Heft einen wohl durchaus zeitgemäßen, aber doch auch in sich geschlossenen und über den Tag hinausweisenden Wert zu verleihen —, wenn hier für die Aufrollung eines derartigen Problemkreises ein besonders geeigneter Rahmen gegeben ist. So ersteht denn dem Leser des unter dem Titel „Kontinentbildungen in der Weltpolitik" soeben erschienenen Januarheftes ein ebenso gedrängtes, wie klares und vollständiges Bild der großen überstaatlichen Umlagerungen, von denen die anbrechende Epoche der Weltpolitik zu weiten Teilen bestimmt wird und erst recht bestimmt roerferner, daß der Wind Orkan st arte habe und diü See bergeshoch sei. Der kleine deutsche Dampfer „Europa", der an der spanischen Küste in Schwierigkeiten geraten war, ist glücklich in Ferrol (Spanien) eingelaufen. Unter anderem sind sein Schornstein, mehrer? Ventilatoren und die Rettungsboote an der Steuerbordseite von den Seen zerstört worden. , , Hochwasser in der Sowjetunion. Infolge der warmen Witterung ist eine Reihe von Flüssen in der Sowjetunion üb er die Ufer getreten. Das Hochwasser des Onega beträgt zwei Meter und hat mehrere Dörfer überschwemmt. Artillerie ist mit der Sprengung der Eismassen auf dem Onega beschäftigt, Meldungen von Ueberschwemmungen treffen auch aus Witedsk an der russisch-litauischen Grenze ein. Auch dort sind Pioniere zur Sprengung des Eises eingesetzt worden. Dem Kapitän IDarms von der „IHorro Castle" wird das Kapitänspatent entzogen. Das Aufsichtsamt für die amerikanische Dampfschiffahrt hat entschieden, daß dem Kapitän des verunglückten Dampfers „M 0 r r 0 C a st l e", William F. Warms, wegen Nachlässigkeit in fünf Fällen das K a p i t ä n s p a t e n t entzogen wird. Dem Ersten und dem Zweiten Ingenieur wurden die Patente für die Dauer von 90 und 30 Tagen aberkannt. Ausschreitungen im Hafen von Algier. Zu erregten Szenen ist es im Hafen von Algier gekommen, wo 2000 Hafenarbeiter gegen die Verwendung von Tankschiffen für die Beförderung von Wein protestierten. Sie besetzten das Zisternenschiff „Bachus", zerschnitten die Haltetrossen und beschädigten die Ankerkette. Dann öffneten sie die Tanks und ließen den Wein ins Meer fließen. Zahlreiche Eingeborene drangen inzwischen in den Hafenbahnhof ein und plünderten die Lagerräume. Das Generalgouvernement hat die Garnison alarmieren lassen. Zuchthausstrafen im kownoer Vriefmarkenschieberprozeß. Vor dem Koblenzer Schwurgericht hatte sich der 24jährige Johann Gilles aus Dahlheim wegen vollendeten Mordversuchs und vollendeten Sittlichkeitverbrechens zu verantworten. In der Verhandlung wurde ein erschreckendes Bild jugendlicher Verwahrlosung und verbrecherischer Neigung entrollt. Schon in frühen Jahren zeigte der Bursche in der Behandlung von Menschen und Tieren eine außerordentliche Roheit. Er wurde in die Erziehungsanstalt gebracht, verstand es aber immer wieder, auszubrechen. Einmal versuchte er sich an einem Strafanstaltsdirektor zu rächen, indem er dessen Tochter überfiel und mit einem Messer schwer verletzte. Gilles wurde zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach Verbüßung der Strafe trieb er sich als Handwerksbursche umher. Im Hunsrück fiel er ein neunjähriges Mädchen an. Nachdem er das Kind gewürgt hatte, daß es ohnmächtig wurde, schleppte er sein Opfer in ein Gebüsch und vergriff sich an ihm. Kurz nach der -lat fand man das Mädchen in schwerverletztem Zustand auf. Der Bursche suchte das Weite, konnte jedoch bald eingefangen werden. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen vollendeten Mordversuchs und vollendeten Sittlichkeitverbrechens zu einer Gesa mtzucht haus strafe von 15 Jahren, Aberkennung der bürgerlichen. Ehrenrechte auf zehn Jahre und auf Zulässigkeit der dauernden Polizeiaufsicht. Der Vorsitzende betonte in der Urteilsbegründung, daß man es mit einem wirklichen Scheusal in Menschengestalt zu tun habe. In der Verhandlung habe der Angeklagte em derart rohes und teuflisches Benehmen an den -tag gelegt, wie man es Gott sei Dank selten vor den Schranken des Gerichtes erlebe. Hinrichtung eines Raubmörders. Der vom Altmärkischen Schwurgericht im De- zember v. I. zum Tode verurteilte Adolf Lucks aus Zollchow bei Rathenow wurde m Stendal h 1 n- gerlebtet. Lücke hatte im vorigen Jahr den von seiner Arbeitsstelle heimkehrenden Arbeiter Borstel aus Zollchow überfallen, mit einem Hammer er- schlagen und beraubt. Von dem Begnadigungsrecht war kein Gebrauch gemacht worden, da Lucke a s arbeitsscheuer Mensch bekannt, vorbestraft und als Gewohnheitsverbrecher anzusehen war. Bauer, Du musst durch vermehrte Schafhaltung die deutsche Ololkrzcugung steigern! 'M Jeder Bauernhof kann Schafe hatten! Besonders aber die intensiven Betriebe auf guten Böden, denn Schaffutter ist überall genügend vorhanden. Du vermehrtest dadurch bisher ungenutzt gebliebenes Futter. Als Futter steht Dir zur Verfügung: • 1. Vom Rauhfutter vor allem Stroh. 2. Nachweide auf Koppeln. 3. Wegeränder. 4. Stoppelweiden. 5. Kartoffelnachlese. 6. Rübenblattweiden. Oberhessen. kreis Alsfeld. N. Flensungen, 25. Febr. In diesen Tagen fand im Bibelheim die diesjährige Jungmäd- ch e n f r e i z e i t statt. Im Gegensatz zum vorigen Jahr konnte die diesjährige Freizeit einen bedeutend stärkeren Besuch aufweisen. Die Morgenstunden wurden unter dem Thema: „Biblische Frauengestalten" von Schwester Helene Eschler geleitet. In den Nachmittagsstunden sprachen Prediger Peters und Jugendsekretär G a u b a tz über den heiligen Priesterschmuck. Die Abendstunden waren allgemeine Versammlungen. Lieder zur Gitarre trugen zur Verschönerung der Stunden bei. Am Sonntag war Abreisetag der Mädchen und der Einreisetag der jungen Männer zur Jungmännerfreizeit. <£ Nieder-Ohmen, 26. Febr. Im Laufe dieser Woche wurde hier eine Notstandsar- b e i t in Angriff genommen, bei der ein Teil der hiesigen Erwerbslosen für einige Zeit Arbeit findet. Es werden die von der Gemeinde käuflich erworbenen Schlammteiche fruchtbar gemacht. — Die jüngste Eintopfsammlung ergab in unserer Gemeinde den Betrag von 56 Mark. st. Kirtorf, 23. Febr. In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung sprach der Bürgermeister über b^n kommenden Ortsbauplan im Zusammenhang mit der Durchführung der Feldbereinigung. Im Anschluß daran entspann sich eine rege Aussprache. — Die W u r st - und Speck- sammluna für das W i n t e r h i l f s w e r k brachte im Ortsgruppenbereich Kirtorf der NSV. folgende Ergebnisse: In Kirtorf 20 Pfund Speck, 35 Pfund Wurst: in Lehrbach 11% Pfund Speck, 26% Pfund Wurst: in Erbenhausen 10 Pfund Speck, 13% Pfund Wurst, insgesamt also 41% Pfd. Speck und 74% Pfund Wurst. — Die Sammlung vom Eintopfgericht am letzten Sonntag erbrachte innerhalb der Ortsgruppe Kirtorf der NSV. folgende Geldspenden: In Kirtorf 27,85 Mark, in Lehrbach 17,65 Mark, in Erbenhausen 13,25 Mark, zusammen 58,75 Mark. ss. Wallersdorf, 26. Febr. Ein e r n st e r U n g l ü ck s f a l l ereignete sich dieser Tage in unserem Ort. Die Schwiegermutter des früheren Bürgermeisters S ch u ch a r d t wurde von ihrem Wolfshund, dem sie zu fressen geben wollte, a n g e f a l l e n und ihr die linke Hand zerbissen. Die bedauernswerte alte Frau liegt schwer- krank zu Bett. Der Hund wurde erschossen. Daten für den 28. Februar 1792 (eigentlich 29. Februar): der italienische Komponist Gioacchino Rossini in Pesaro geboren (gestorben 1868); — 1833: der preußische Generalfeldmarschall Alfred Graf von Schlieffen in Berlin geboren (gestorben 1913). Preußen. Karnevalszug in Marburg. * Marburg, 26. Febr. Unsere Stadt will den Fasching neu aufleben lassen. Am Faschingsdienstag wird unter dem Motto „Alles für die Fremdenwerbung" ein karnevalistischer Umzug veranstaltet. In über 30 Bildergruppen sollen Fragen des Fremdenverkehrs lustig veranschaulicht werden. Alte Marburger Typen sollen außerdem aufleben. Auf die heutige Anzeige sei hingewiesen. Kreis Wetzlar. Krofdorf, 25. Febr. In der Reihe der winterlichen Veranstaltungen unseres Dorfes bildete ein Konzert des Gesangvereins „Germania" von hier am Sonntag einen Höhepunkt. Es wurde von der gesang- und musikliebenden Bevölkerung lebhaft begrüßt, daß der Gesangverein, der seit 1842 als einer der ältesten heimatlichen Vereine das deutsche Lied pflegt, wieder einmal in größerem Stil eine öffentliche Probe seines Könnens ablegte. In der bis auf den letzten Platz besetzten geräumigen Turnhalle sah man auch zahlreiche auswärtige Freunde des Gesanges. Das Programm brachte eine Fülle deutscher Lieder, fein zusammengestellt unter Berücksichtigung aller Gesichtspunkte, wie sie die Richtlinien des Deutschen Sängerbundes von dem Vereinssingen heute wünschen. Nach dem Auftakt durch zwei neue vierstimmige Chöre („Deutscher Glaube" und „Schwur und Gebet"), die die deutlichen Züge unserer Gegenwart spiegelten, hielt der Vereinsdirigent Ph. G r o ß - Wieseck nach erläuternden Vorbemerkungen ein offenes Singen. Es wurde ein Kanon eingeübt, ferner unter der Mitwirkung des Chores das Lied „Freiheit, die ich meine" gemeinsam gesungen. Mit viel Freude war jung und alt bei der Sache. Dreistimmige Lieder aus dem 16. Jahrhundert von Palestrina und Regnat („Soll ich denn meiden dich", „Ach Gott wie soll ich singen", „Der süße Schlaf", „Was wird es doch des Wunders noch"), zum Teil mit Instrumentalbegleitung, griffen zurück auf eine Zeit stärkster Volkstümlichkeit. Während „Mahnung" (21. v. Othegraven) und „Werbung" (Silcher) dem Ohr altgewohnte Tonsätze waren, gefielen nicht minder W. Hensels Bergarbeiter- und Schneiderlied, sowie O. Jochums „Schöns. Rößlein" und „Schäferlied aus der Schwalm". Besonders wuchtig wirkten die beiden vierstimmigen Chöre „Lied der Bauleute" (K. Schüler) und „Bauernerde" (H. Simon). Heini Hof, ein junger Krofdorfer, sang als Solist einige beifällig aufgenommene Lieder und Partien von Schubert, C. M. v. Weber und Wagner. In der Pause sprach Lehrer Majewski (Oberndorf). Ausgehend von der Tatsache, daß die Kulturbestrebungen des Deutschen Sängerbundes die Anerkenntnis des Staates besitzen, stellte er fest, daß auch der Gesangverein „Germania", wie das Programm ausweise, die richtige Zielstrebung verfolge. Man bezwecke erstens, das alte Liedgut, frei von Sentimentalitäten, weiter zu pflegen; wenn auch alles etwas herber klänge, so sei das ein Zeichen gegenwärtiger Lebensverbundenheit. Zweitens liege eine wichtige Betonung im zeitgebun- denen Lied in ein- und mehrstimmiger Form, und drittens sei im offenen Singen die Grundlage für Gemeinschaftsgefühl und gute Geselligkeit gegeben. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. An der Vorderseite des neuen vor Irland liegenden Sturmwirbels entwickelt sich über Frankreich eine kräftige Teilstörung. Die am Mittwochmorgen noch beobachtete Aufheiterung, die in der vergangenen Nacht Anlaß zu verbreiteten Strahlungsfrösten gab, bleibt daher nur ganz vorübergehend. Es kann schon am Mittwochabend starke Witterungsverschlechterung erwartet werden, die mit kräftigen' Winden, Auffrischung und Regenfällen verbunden sein wird. Nach ihrem Durchzug kann zunächst wieder mit Beruhigung gerechnet werden, doch ist längere Beständigkeit vorerst nicht wahrscheinlich. Aussichten für Donnerstag: Nach Regenfällen und kräftig auffrischenden, zunächst südlichen Winden (Beginn voraussichtlich schon am Mittwochabend), wieder mehr wechselnd bewölktes Wetter und abflauende westliche Winde, ausgeglichenere und vor allem nachts mildere Temperaturen. Aussichten für Freitag: Fortdauer der sehr wechselhaften, im ganzen aber noch unbeständigen Witterung. Lufttemperaturen am 26. Februar: mittags 6,2 Grad Celsius, abends 1,2 Grad; am 27. Februar: morgens —2 Grad. Maximum 7,2 Grad, Minimum — 2,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 26. Februar: abends 3,3 Grad, am 27. Februar: morgens 1,9 Grad Celsius. — Niederschläge 1,4 mm. Wintersport. Schwa-rzwald: Feldberg: Bewölkt, —5 Grad, 175 Zentimeter Gesamtschneehöhe, Pulverschnee. Ski und Rodel sehr gut._________________ Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. I. 35: 12195. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.°G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich. 25 Pft Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr, Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig. [Verschiedenes"] Ordentlich., öhrl. Sacfieln bei nssD Richard Mählich Gießen, Dammstraße Nr. 22 Eva Zanger, geb. Dreher im Alter von 53 Jahren. In tiefer Trauer: Mittelschweres vßerrd In Gastwirtschaften eingesührte Gießen, den 26. Februar 1935. verkauft 08C2 Die Trauerfeier findet am 28. Februar, nachmittags um 380 Uhr, in der Auskunft durch Kapelle des Neuen Friedhofs statt 1141V 0793 lllllllllllllllllllllllllllll Aeltere Dame SB w für sofort gesucht Herr Heinrich Debus FrankliirterSti.9 Gewinnauszug im 78. Lebensjahre. ön der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne Namens der trauernden Hinterbliebenen: Ohne Gewähr , über 150 M. gezogen Nachdruck verboten Marie Debus. 334660 381970 Gießen (Am Kugelberg 18), den 26. Februar 1935. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 28. Februar, Lagerraum 16. Ziehungstag Dackel 26. Februar 1935 nachmittags 2 Uhr statt. 125445 1151 D 167944 172748 182024 sofort gesucht. 0708 262385 276678 279247 WglillSLEo Vereine Diezstraße. 22560 23288 23305 27284 27087 48411 54827 58588 149742 73488 73683 87044 87865 91480 205753 214208 243646 255827 395446 365697 376587 394891 76 Gewinne zu 500 M. 2096 11231 44171 65850 63034 67291 92282 107332 117990 126800 133807 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Luise Lenz, geb. Koch. Gießen, den 27. Februar 1935. Zur 11461 3898 4908 5484 Garagen 20 Tagesprämien. SlLWMl Gießen, den 27. Februar 1935. 0810 Großes, leeres Lvau gesucht. Schrift!. 'Jlnaehntp m OROR Näheres unt 0807 an den Angebote u.0808 Gießen. 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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen, besonders dem Herrn Pfarrer für die trostreichen Worte, sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden sagen wir herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Emma Keil und Kinder. Mädchen erfahren in allen Hausarbeit., per 1. März g es. i;28d Hermann Süßet Gärtnerei, Lich. 9ü6nerfann geeig.Grundstück zu pachten evtl, der. eingerichtete Farm gesucht. Schr.Angeb.unt. 0794 and. G.A. Alleinsteh.berufs- täfige Frau sucht IJimmer mit Küche. Schr. Angeb.unt. 0790 an d. Gieß. Anz. | Mietgesuche | 2 leere Zimmer Modelle zum Ondulieren und Wasserwell. gesucht. 0808 Neustädte, Laden. 33° au 300 18 1263 1455 1661 1943 20832 ^^0^6891^7709, 9182 15821 15860 19083 Eiserne Fnihtteelimler 5 Stück, zu verkaufen. Wo, sagt d. Geschäftsstelle d. Gieß. Anz . 0804 1 bis2 möblierte Zimmer m.Küchenbenutz. v. jung. Ehepaar mit kl. Kind gesucht. Nähe EasH „Amend". Schr. Ang.m. Preis u. 0799 a. d. G. 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Zebruar Grfcheint Dienstag und Freitag. Ar. 9 Inhaltsübersicht: Gefechtsschießen 1935. - Die Ausführung des Artikels 20 des Volksschulgesetzes. Während der Schießzeiten wird die Provinzialstraße Gießen—Steinbach gesperrt. Die Umleitung findet statt über Gießen—Annerod oder Gießen—Garbenteich—Lich. v ... . Das gefährdete Gebiet sowie die Zugangsstraßen werden wahrend des Schießens von der Truppe abgesperrt werden. Den Anordnungen der Absperrposten ist Folge zu leisten. Gießen, den 26. Februar 1935. Kreisamt Gießen. I. V.: Grein. Repräsentative deutsche Modeschau in London In der kommenden Woche findet im ersten Hotel Londons, im May-Fair, unter der Schirmherrschaft der Gattin des Botschaftsrats an der Botschaft m London, Fürsten von Bismarck, die zweitägige erste deutsche repräsentative Mode- chau statt, zu der alle maßgebenden Kreise der Gesellschaft geladen sind. .... In der richtigen Erkenntnis, daß den Gerüchten im Ausland über das Erliegen jeder eigenen deutschen Modeschöpfung und über das Bestreben Deutschlands, sich von der allgemeinen Moderich- tunfl abzusondern, nur entgegengetreten werden kann, wenn deutsches Modeschaffen im A u s l a n d e gezeigt wird, hat man sich zu dieser Schau, der ersten deutschen in London und zugleich der ersten nach dem Kriege im Ausland überhaupt, entschlossen. Sie wird von der „Modeumon von Deutschland" veranstaltet, in der sich nach verschiedenen mißglückten anderen Bestrebungen nunmehr unter Führung des bekannten Vorkämpfers für das deutsche Modeschaffen, Richard D i l len z, die maßgebenden, deutschen Fachleute und führenden Modellhäuser zusammengeschlossen haben, um in sachkundiger Weise die großen Aufgaben zu erfüllen, die der deutschen Textil- und Bek eldungswlrtschaft gestellt sind. Durch den Zusammenschluß der führenden deutschen Modefirmen dürfte endlich die Gewahr gegeben sein, daß in Zukunft sowohl dilettantische als auch eigennützige Sonderbestrebungen ausgeschaltet werden. Druck 5er Drübl'lchen Uni verlitä IS . Du ch. unb @ t ei n b r u d e r ei. A Lange Dietzen Bekanntmachung. Betr.: Gefechtsschießen 1935. Das I Bataillon des Infanterie-Regiments Gießen wird in der Zeit vom 4 bis 7. März 1935 einschließlich in dem Gelände zwischen Licher und Grünberger Straße auf der Schußbahn nördlich hoher Wart-Berg (Gegend Annerod) gefechtsmäßige Schießübungen mit scharfer Munition abhalten. Das Schießen findet statt Bekanntmachung. Betr. Gefechtsschießen 1935. Das I. Bataillon des Infanterie-Regiments Gießen wird in der Zeit vom 7. bis 9. März 1935 einschließlich auf der Schußbahn nördlich des Daubringer Paffes gefechtsmäßige Schießübungen mit scharfer Munition abhalten Das Schußgelände wird im allgemeinen begrenzt durch die Luftlinie Allen-Vufeck—Beuern—Climbach— Treis a. b- ^da.—Mainzlar —Daubringen —hofgut heiberlshaufen-Hangelstein—Alten-Vufeck. Das Schießen findet jeweils von 7 bis 16 Uhr statt. Das gefährdete Gebiet liegt innerhalb der oben angeführten Luftlinie und wird wahrend der Schießzeiten von der Truppe abgesperrt werden. Den Anordnungen der Absperrposten ist unbedingt Folge zu leisten. Während der Schießzeiten werden die Straßen Daubrmgen Atten- Vuseck und Daubringen bis Wegegabelung Giehen-collar/Gieben-Daub- ringen gesperrt. Umleitung findet über Daubringen — Lollar Gießen bzw. umgekehrt statt. Gießen, den 26. Februar 1935. Kreisamt Gießen. I. V.: Grein. Betr.: Die Ausführung des Artikels 20 des Volksfchulgesetzes. An die Schulvorstände der Landgemeinden des Kreises. Wir empfehlen Ihnen, uns bis spätestens 5. März d 3. bxe ber Schüler und Schülerinnen mitzuteilen, auf die der Art. 20 des Volks fchulgesetzes Anwendung finden soll. Fehlberichte sind nicht zu erstatten. Gießen, den 25. Februar 1935. Kreisschulamt Gießen. I. V.: R e b e l i n g. ein @nfnor muk auch zuschlagen können unö mog- , l ck/berb D^bei bleibt fein Pnpierkopf ganz. Man Sie am besten Linbenhoiz. einfache- Schnch- L n Angriff genommen. E-ist 9« mjt f° mie es scheint. Die Äopst mb nt wenn ,h Andruck urwüchsig und drastisch ist. und sie -er ftolfuna entivrecben die mit dem Namen oder oem LymboV?eNLur verbunden ist. Haupthaar und Bärte liefert bunte Wolle, die angeklebt wird. Das Gesicht bemalt man mit Oelfarbe. mn(fmhmen Beim Schnitzen sollte ledes ängstliche > 9 der Naturformeü vermieden werden Schnittführung ist die Hauptsache. Bei Formen gebung sowie bei Bemalung kannl man der Ph tasie den weitesten Spielraum „lassen. Das Köpfen anzubringende Kleid läßt sich durch f 3U Flicken leicht Herstellen. Nur ist dabei dara f 3 achten, daß hinten das Kleid weit genug offenbleibt, damit man mit der Hand bequem hlnemfahrenka^ Und endlich kommt das Bedeutsamste am ganzen Kasperletheater. Was sollen die Kinder ihren P P pen für einen Text in den Mund legen? Sie sollen möglichst von sich heraus irgend etwas wieder^ geben versuchen, kleine Erzählungen, Fabeln, M chen in freie Gesprächsstoffe übersetzen, Augenb lcks- bilder ihrer Umgebung zu ihrem Spiel verwenden. Was die technischen Künste des kleinen Direktors eines Kasperletheaters in der Kinderstube amangl, so wird er sich nach und nach Regiekenntnisse erwerben, die ihm immer mehr Freude am Spiel rml den Puppen machen werden. Und wer hebt nnm die drolligen kleinen Gestalten, die sich dort ruckartig über die Bühne bewegen? Nicht nur Kruder, Amtsverkündigungsblatt für die Provinzialdirektion Oberheffen und für das Kreisamt Gießen Die Modeschau wird den Beweis erbringen, daß deutsche Modeschöpfung und deutsche Ware die Note besonderer Güte und besten Geschmacks tragen, sie wird darüber hinaus draußen im Ausland erkennen lassen, daß in Deutschland das Mode- schaffen einen bemerkenswerten Auftrieb erhalten bat und daß das Lebensniveau des Deutschen auch in der Bekleidungswirktschaft keine Senkung erfahren hat. Es werden in London etwa 100 URo» beUe zur Schau kommen. Sieben deutsche Vorführ- bamen werben vor einem gelabenen Publikum Vormittags-, Nachmittags- unb Abendkleider, Kostüme, Complets, Mäntel unb Hüte vorführen, bei denen vorzugsweise beutsche Stoffe verarbeitet sind, über deren Güte man kein Wort zu verlieren braucht. Es wurde auch Wert darauf gelegt, daß die Dorführdamen die neuesten Frisuren zeigen, die ihnen von einem deutschen Friseur aufgesteckt werden. Wenn nicht alle Zeichen trügen, wird dieses erste Hervortreten mit ausschließlich deutschen Modeschöpfungen eine gesellschaftliche Sensation werden. Das beweist das überaus große In ter esse, das schon heute die englische und amerikanische Presse dieser Schau entgegenbringen. Besonders die amerikanischen Berichterstatter haben bei dem vorbereitenden Besuch des Präsidenten der Mode-Union von Deutschland, R. D i l l e n z, in London den Gedanken dieser Schau mit großem Interesse und vieler Sympathie ausgenommen, die sogar so weit gingen, Dillenz nahezulegen, diese Schau auch in Amerika zu wiederholen. >ng! Oie Motten stiegen! chtige Hausfrau gerät in Aufregung, wenn le durchs Zimmer fliegt. Sofort wird der lerbittlich verfolgt und vernichtet. Aber das nur eine Art Racheakt für die bereits rn Sünden des Schädlings, denn fliegende laben ihre Eier schon abgelegt und sind keiner Weise mehr freßgierig — das haben big im Larvenstadium besorgt. ausfrau, die im Kampfe gegen die Motten legen will, muß also die Eierablage zu n suchen und die Mottenbrut vernichten, impf muß gerade jetzt im Februar-März Macht einsetzen; aber auch während der warmen Jahreszeit weitergeführt werden, llsachen sind besonders in der Zeit des auches regelmäßig zu klopfen, zu bürsten üften. Pelzwerk wird mit engem Kamm Dabei Muß man sehr auf die versteckten chten — sie sind im Wolltuch schwer zu weil sie mit Fasern aus dem Tuche selbst n sind. ollsachen müssen mottensicher aufbenyfyrt llm besten in Kisten oder Truhen, deren .t Papierstreifen verklebt sind. Das Woll* i in frisches, noch starkriechendes Zeitungs* igewickelt oder in frisch gewaschene Leinen- genaht werden. Starkriechende Stoffe sind :en Immer unangenehm — und es war ,t nur um des guten Duftes willen, daß -oßmütter und Urgroßmütter Rosmarin in üscheschrank legten. Alle starkduftenden Die Steinklee und Rosmarin schrecken die benso ab wie- Naphtalin, Global, frischer Dampfer usw., nur haben wir unter dem m Kampfer und Aehnlichem fast ebenso zu > die Motten! nem ganz gründlichen Dernichtungsfeld* iehlt es sich die Motten auszuschwefeln, rben alle Wollsachen in einen großen gehängt, aber so, baß minbestens 30 Zenti* ftanb vom Boden bleiben. Dort entzündet iwefelfäden und läßt den Dampf dann Stunden einwirken. Auch die Polstermobel 1 ausschwefeln: man hängt große Tücher die ringsum den Boden berühren, unb Dchwefeldämpfe unter den Möbeln sich ent* nd aufsteigen. stehen der Hausfrau sehr gute Hilfsmittel ife gegen die Motte zur Verfügung. Am t ist es, wenn sie von vornherein motten* olle kauft. otten fressen ein erstaunliches Teil des nögens in Gestalt unserer Wolle. Die Gr* chlacht beschäftigt sich sehr mit der Verdes deutschen Schafbestandes und der g der Woll-Leistung des Einzeltieres. Zur gsfchlacht gehört aber auch die Erhaltung igten. Das aber ist zum größten Teil die der Hausfrau. So sorgt die Hausfrau am einen guten und hohen Bestand an deutle, wenn sie ihre Wollsachen im täglichen beim Waschen und Verarbeiten richtig und einen klugen und durchdachten Feld* 1 die Motten führt. L. M. ttllerhand Nachtisch. Von Henriette Hahlen. t viele, die lieber ein einfacheres Haupt* nd einen netten Nachtisch verzehren, als eichlich Fleisch und Gemüse. Natürlich will vechslung in den Süßspeisen haben, man lso einmal eine Zusammenstellung von er* Rezepten machen. l s chnee. Zwölf mittelgroße Aepfel wer* dem man die Kernhäuser ausgestochen lyat, feuerfesten Form im Ofen gebacken. Hier- t man sie durch ein großes Sieb, gibt iran und läßt sie abkühlen. Nun schlägt 5 Eiweiß zu festem Schaum und zieht leichter Hand unter das Mus, das man eine mit Fett ausgestrichene feuerfeste it und etwa 20 Minuten in ben heißen lt, bis der Pudding globbraun ist. Wird Tisch gegeben. Man kann auch ein ge* ickes Apfelmus benutzen. Sehr gut schmeckt ne dazu. ranb mit Kompott. V* Pfund Reis 1 in Milch und ein wenig Butter weich, er Reis abgekühlt ist, rührt man 1 Eigelb Eßlöffel Zucker unb bas steisgeschlagene n 2 Eiern. Man gibt bie Masse in eine it Fett ausgestrichene unb mit Semmel* -gestreute Randform unb backt sie in nicht ' Hitze etwa 45 Minuten. Wenn ber Reis gut gegangen unb schon hellbraun geworden ist, stürzt man ihn auf eine runde Schale unb gibt in die Mitte ein dickes Aprikosen- oder Preiselbeer* kompott. Schottenbällchen mit Kompott. Ti Pfund Reismehl wird mit 100 Gramm zerlassener Butter auf kleinem Feuer geschwitzt und mit V* Liter Milch glatt gerührt. Man gibt die Masse in eins Schüssel unb läßt sie abkühlen. Hierauf tut man die abgeriebene Schale einer halben Zitrone daran, sowie ein ganzes Ei und noch ll2 Eigelb und ’/2 Eiweiß, 1 Messerspitze Salz und Zucker nach Ge* schmack. Der Teig wird nun zu walnußgroßen Kugeln gerollt, die man in Sammelmehl wälzt. Sie werden darauf in dem noch zur Verfügung stehen* den halben Ei unb bann noch einmal in dem Semmelmehl gewälzt, worauf man sie in heißem Fett schwimmend ausbackt. Sobald sie an die Oberfläche kommen, sind sie fertig. Man stellt sie in heißem Ofen stellt, bis der Pudding goldbraun ist. Wird ramidensorm auf und gibt sie mit Streuzucker unb Kompott zu Tisch. , m , Rote Grütze mit Vanillensauce. Rots Grütze kann man auch im Winter bereiten unb zwar aus allen eingemachten Fruchtsäften. Man bringt 1 Liter Saft, nachdem man ihn genügend mit Wasser verdünnt und mit Zucker nach Ke* chmack gesüßt hat, zum Kochen, gibt drei gehäufte Eßlöffel Kartoffelmehl, das man vorher in kaltem Wasser glatt gerührt hatte, hinein und läßt unter ständigem Rühren aufkochen. Die Rote Grütze (die auch gelb und grün sein kann) wird in eine mit Wasser ausgespülte Schüssel getan und nach dem Erkalten gestürzt. Man gibt Vanillensauce dazu, t Einfach herzustellen aber schmackhaft. am 4. März von 6 bis 18 Uhr, am 5. März von 6 bis 14 Uhr, am 6. März von 9 bis 18 Uhr, am 7. März von 6 bis 18 Uhr. Bauer, Du musst durch vermehrte Schafhaltung die deutsche Ulolkrzcugung steigern! Oberhessen. Kreis Alsfeld. N- Flensungen, 25. Febr. In diesen Tagen rann im SRifioihoirn hia Preußen. Karnevalszug in Marburg. * Marburg, 26. Febr. Unsere Stadt will den Programm ausweise, die richtige Zielstrebung verfolge. Man bezwecke erstens, das alte Liedgut, frei von Sentimentalitäten, weiter zu pflegen; wenn auch alles etwas Herber klänge, so sei das ein Zeichen gegenwärtiger Lebensverbundenheit. Zwei- Jeder Bauernhof Kann Schafe hatten! Besonders aber die intensiven Betriebe auf guten Böden, denn Schaffutter ist überall genügend vorhanden. Du vermehrtest dadurch bisher ungenutzt gebliebenes Futter. Als Futter steht Dir zur Verfügung: l. Vom Rauhfutter vor allem Stroh. 2. Nachweide auf Koppeln. 3. Wegeränder. 4. Stoppelweiden. 5. Kartoffelnachlese. 6. Rübenblattweiden. Eva Zanger, gel im Alter von 53 Jahren. E A Gießen, den 26. Februar 1935. Die Trauerfeier findet am 28. Februar, na Kapelle des Neuen Frie< Herr Heinrich Det im 78. Lebensjahre. Namens der trauernden Hin Marie Debus. Gießen (Am Kugelberg 18), den 26. Febri Die Beerdigung findet am Donnerstag, den nachmittags 2 Uhr statt. Diezstratze. | »creme Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: 126800 133807 139082 143061 Luise Lenz, geb. Koch. 143694 149911 158576 Gießen, den 27. Februar 1935. 11461 379113 385601 396957 Zur Garagen 102884 103450 zu vermieten. nssD ßroö-GaraOe 20 Tagesprämien. MMeM Auf sede 11 Mietgesuche [ Gießen, den 27. Februar 1935. 0810 (thcfcen. 107flO °>°ich-r Jlmmcr ta'ben beiden Abteilüngen I und II! " 2 leere Zimmer 217376 srau mit Borvlab zu Mieterin gesucht. vermieten.Schr. Anaeb.unt.0805 an 2000 M. 357167 1000 M 134358 205753 107537 118777 131610 138284 153114 162602 181488 190513 219636 228496 236959 249940 256444 263363 276689 288468 298041 314295 331635 344668 363336 377310 390737 71402 96235 104845 112076 124726 141688 ' 163084 169176 193666 199407 213682 227683 248509 260982 272205 286924 309536 317730 332992 349707 359826 375717 391056 106825 118927 132632 147915 164757 173785 195495 204388 216257 230137 251609 266115 273385 291182 314311 321773 339378 351448 368050 379279 ' 48094 65393 ! 81810 97432 104893 117962 126678 136828 146812 154881 173390 187467 210039 227066 233422 244838 254182 260182 271749 283823 294143 308519 327294 336876 361770 374238 388095 395202 106703 113033 130544 141844 163463 170946 193942 203869 216041 228840 249877 264968 272588 289671 309989 319954 336403 350051 360284 378750 394933 66766 83932 10106'2 106718 118058 129656 137018 150660 161640 174907 188029 215191 227330 234420 247392 255270 260479 274675 288408 296070 312625 329402 336966 362903 376701 389751 897976 am Aolweß.0791 104639 115722 125982 136063 143680 154039 173367 186334 205705 226267 232231 243625 253855 258736 271285 278272 292089 306994 325589 332944 361623 370261 387109 393115 103935 112242 123642 135407 142349 153777 172600 185005 203075 224233 231642 239398 252894 258281 271237 278122 291051 300482 317872 332686 354287 364231 380497 392870 44 Gewinne au 80564 119855 169062 184630 321982 357768 • 0/02*» IO/WO Z3/OUO 109000 120326 132330 141050 153312 166883 183611 200630 224060 228699 239452 251217 257759 268877 277495 290799 299681 316726 331792 347890 363861 379803 392176 *644 77153 94216 107126 154629 225059 256606 314371 318410 3 136957 144391 149742 214208 243646 255827 376587 394891 395446 Arbeitsgemeinschaft der militär und Regiments- vereiae. _ ' *■ WtWUMie AU OVUU 2/1. 285110 355240 376317 14 Gewinne zu 243178 252544 (evtl. 1 grotzes) f. Dame a. Dauer- einezualLArbeit. alleiniteh.willige 823? ?i'Ä9"i^?00 M 202 2429 3898 4908 5484 9919J OQqnJ57omJF9£JZ?10 20018 20631 21557 > 95709 104689 110473 123394 140756 160838 166881 189027 199261 213363 227521 242374 259923 270286 280148 309130 317117 332823 346949 359755 374274 385125 7348« Wfiöi 68599 69143 &672B 96881 —-®786®- 9-1-480 a3,n"ntr Sm* Laden tSB® süss. Ss ssS 76 Gewinne zu 500 M 2096 1198 ?^8%6^249^3^8-2-^33^903 164895 183789 201532 215003 216775 240068 308252 ???Q9d 273059 289394 302823 379??? 3^1 3S 333465 365748 374797 gesucht. Schrift!. Angebote u.0808 an den Gieh.Anz. 22125 29907 30195 32868 36236 42817 50172 54322 65695 61885 635^ 46041 160936 168972 375588 27087 48411 54827 58588 9ür vaushalt (Geschäft u.Land- wirtsch.) i. Kreis- stadtOberhessens Gaarfeier 1.3.35 Abmarsch vunktl. 19'/» Uhr vom Liebigdenk» mal. Fackeln mitbringen. Nach schwerer Krankheit verschied am 25. ] lieber Mann, unser treuer Vater, Großv und Onkel Heute morgen 7 Uhr entschlief sanft nach Geduld ertragenem Leiden meine liebe Fra Schwiegermutter, Großmutter, Schwestei Tonn., 28 Febr. 20 bis 22.30 Uhr (Geschl.Vorstell.) NS.-Kulturgem. _ Ring Deutsche Buhne. KeinKartenverk. Christa, ich erwarte dich. Lustsviel von Moller u. Lorenz 54322 65695 61885 63595 65131 69161 69166 72774 73364 79603 ao 88623 68778 93271 3497 ^260 689^77^ ^1i£ LAKSE- IACXL das wc;l.i jwpip. dus I „.{rhfrtrtPn fnnnen und rnög- ------—— Alljährlich lockt der Karneval zur großen Der- • Wandlung des eigenen Seins in ein anderes. Jeder, vor allem aber die Frauen, die phantasievoller und beweglicher sind, will einmal im Jahr aus der eigenen 'in eine fremde Haut schlüpfen. Es ist oft die Frage erwogen worden, ob die Maskerade als Verhüllung oder als Enthüllung des Wesens ihrer Trägerin zu deuten sei. Sie ist gewiß nicht abschließend zu beantworten, weil das gewählte Kostüm je nach dem Temperament seiner Trägerin das eine oder das andere ist. Im Karneval aber spiegelt sich in allem verwirrenden und bunten Trubel, der seinem Wesen anhaftet, doch auch etwas vom Zeit- qo.i t. Das drückt sich z. V. deutlich in der Tatsache aus, daß in diesem Jahr in den Maskenverlechge- schäften sehr viel historische Kostüme verlangt werden. Vor allem ist auch der Film ein starker Anreger: Christine von Schweden ist sehr gefragt, sowohl in der Hosenrolle des „Grafen Dohna" wie in den Hofgewändern. Rokoko, Empire, Biedermeier, altdeutsche Trachten sind nicht minder beliebt. Auch die nach unserem heutigen Geschmack wenig kleidsamen Moden der Jahre von 1880 bis 1910, meist in lustiger Karrikatur, tauchen auf Kostüm-, festen auf und verraten, daß der Film, der tm letzten Jahr ja mehrere Spielhandlungen in jenem Zeitgewand erscheinen ließ, bei der Wahl des Faschingskostüms Pate gestanden hat. Allerdings sind es mehr die reiferen Jahrgange, die sich für die von solchen Kostümen nicht zu trennende stilvolle Gemessenheit entscheiden. Die schlanke, sportliche Jugend hält es mehr mit ihrer eigenen Phantasie und schafft sich aus dem verschiedensten Material ihre bunte Hülle: Buntpapier, Cellophan, schmale und breite Borten, Lackstoffe, deren Farbigkeit besonders leuchtend ist, kann sie gebrauchen, vom Tüll über Seide bis zur Sackleinewand dient ihr alles zur kecken Verwandlung. Ressel wird mit bunten Farben bemalt, verschiedenfarbige Bänder werden geflochten und ergeben ein Blüschen, das wie ein'Regenbogen schimmert. Königin-Christine- Kraqen in allem nur denkbaren Material und sämtlichen Farben, Stulpen an den Beinen, den Armen, phantastische Kopfbedeckungen, oft nur aus dem Hutrand, farbige Locken aus Seidensträhnen u. ä. sind schwer in einen Begriff zu bringen, sehen aber an der jungen Trägerin reizend aus. Vom glitzernden Glastand ist man zugunsten der Farbe mehr und mehr abgekommen. Dagegen werden gern Federn verarbeitet: Hahnenschlappen, Flügel, Strauß edern, die wippend und zitternd an den Köpfen, Zirmen, Vergessen Sie am Abend nicht.. . Blumen sollen über Nacht nicht im Schlaf- zimmer stehen, da ihr Dust - unbjei °r fast un- merklich — die Kopfnerven belästigt und leichte Kopfschmerzen hervorruft Welke Topfgewächse, die schon mehrere gelbe Blätter zeigen, werden über Nacht aus dem Raum entfernt. Sie sind Bakterienträger. Speisen müssen zugedeckt werden, wenn sie Über Nacht in der Küche bleiben sollen. Sie verlieren sonst jeden Geschmack und nehmen einen faden Geruch an. Handtaschen, besonders solche, die zum Aufbewahren von viel Inhalt bestimmt sind, sollen ent- sondern auch Erwachsene haben sich ab und zu damit manch köstliche Stunde bereitet. Für unsere Kleinen aber ist das Kasperletheater eme wunderbare unbewußte Anregung zum künstlerischen Schaffen — und was ein Häkchen werden will, krümmt sich beizeiten. Repräsentative deutsche Modeschau in London Allerhand Nachtisch. Don Henriette pahlen. Es gibt viele, die lieber ein einfacheres Hauptgericht und einen netten Nachtisch verzehren, als Suppe, reichlich Fleisch und Gemüse. Natürlich will man Abwechslung in den Süßspeisen haben, man soll sich also einmal eine Zusammenstellung von erprobten Rezepten machen. an der Taille sitzen. e f Die große Verwandlung lockt und gern folgen ihr die'Frauen im bunten Spiel der Maskerade. großen Kragens und die Art, wie der Aermel gefetzt ist. Die dreieckigen Knöpfe sind mit weinrotem (ober braunem!) Kalbleder bezogen Den Anzug vervollständigt ein mittelgroßer, schlichter Hut aus weichem Haarfilz und eine große Kalbledertasche, beides in der Farbe des Kasperle in der Kinderstube. Von H. Glab. Gibt es etwas Anregenderes und Lustigeres für unsere Kleinen als das Kasperletheater? Es ist ihnen ein lieber Zeitvertreib und beschäftigt ihre Phantasie. Von besonderem Wert ist es, wenn die Kinder Spiel, Figuren und Bühne selbst machen, liebt es doch dann noch dazu die Erfindimg und die Geschicklichkeit der Hände. Und erstaunlich ist es, was das Kind hier von sich aus zu leisten vermag. Nur darf es nicht im Beisein von Erwachsenen das Gefühl haben, daß etwas Besonderes von ihm erwartet wird. Sofort fühlt es sich beengt und wird kompakt. .. iz Schottenbällchen mit Kompott, n Pfund Reismehl wird mit 100 Gramm zerlassener Butter auf kleinem Feuer geschwitzt und mit Liter Milch glatt gerührt. Man gibt die Masse in eine Schüssel und läßt sie ab kühlen. Hierauf tut man die abaeriebene Schale einer halben Zitrone daran, sowie ein ganzes Ei und noch */> Eigelb und ^'2 Eiweiß, 1 Messerspitze Salz und Zucker nach Ge- schmack. Der Teig wird nun zu walnußgroßen Kugeln gerollt, die man in Sammelmehl wälzt. Sie werden darauf in dem noch zur Verfügung stehenden halben Ei und dann noch einmal in dem Semmelmehl gewälzt, worauf man sie in heißem Fett schwimmend ausbackt. Sobald sie an die Oberfläche kommen, sind sie fertig. Man stellt sie in heißem Ofen stellt, bis der Pudding goldbraun ist. Wird ramidenform auf und gibt sie mit Streuzucker und Kompott zu Tisch. , „ . Rote Grütze mit Van 1 llensauce. Rots Grütze kann man auch im Winter bereiten und zwar aus allen eingemachten ^ruchtsaften. Man bringt 1 Liter Saft, nachdem man ihn genügend mit Wasser verdünnt und mit Zucker nach Geschmack gesüßt hat, zum Kochen, gibt drei gehäufte Eßlöffel Kartoffelmehl, das man vorher in kaltem Wasser glatt gerührt hatte, hinein und läßt unter ständigem Rühren aufkochen. Die Rote Grütze (die auch gelb und grün sein kann) wird in eine mit Wasser ausgespülte Schüssel getan und nach dem Erkalten gestürzt. Man gibt Vanillensauce dazu. I Einfach herzustellen aber schmackhaft. Die Modeschau wird den Beweis erbringen, daß deutsche Modeschöpfung und deutsche Ware die Note besonderer Güte und besten Geschmacks tragen, sie wird darüber hinaus draußen lm Ausland erkennen lassen, daß in Deutschland das Mode- schaffen einen bemerkenswerten Auftrieb erhalten hat und daß das Lebensniveau des Deutschen auch in 'der Bekleidungswirktschaft keine Senkung erfahren hat. Es werden in London etwa 100 Modelte zur Schau kommen. Sieben deutsche Vorfuhr- damen werden vor einem geladenen Publikum Vormittags-, Nachmittags- und Abendkleider, Kostüme, Complets, Mäntel und Hüte vorführen, bei denen vorzugsweise deutsche Stoffe verarbeitet sind, über deren Güte man kein Wort zu verlieren braucht. Es wurde auch Wert darauf gelegt, daß bie Dorführdamen die neuesten Frisuren zeigen, die ihnen von einem deutschen Friseur ausgesteckt werden. Wenn nicht alle Zeichen trügen, wird dieses erste Hervortreten mit ausschließlich deutschen Mode- schöpfungen eine gesellschaftliche Sensation werden. Das beweist das überaus große Int er esse, das schon heute die englische und amerikanische Presse dieser Schau entgegenbringen. Besonders Die amerikanischen Berichterstatter haben bei dem vorbereitenden Besuch des Präsidenten der Mode-Union von Deutschland, R. D i l l e n z, in London den Gedanken dieser Schau mit großem Interesse und vieler Sympathie ausgenommen, die sogar so weit gingen, Dillenz nahezulegen, diese Schau auch in Amerika zu wiederholen. Das 'kleine Cape (Figur 3) ist ebenso wie die Jacke aus dem Material des Kleides und wie sie auf Seide, am hübschesten übrigens m ter Farbe unseres Ausputzes, gefüttert. An ihm ist die Lange, bie Kollerform unb ber «angeschnittene Aufschlag neu. Den Verschluß am Halse bilben wie bei ber Jacke di- dreieckigen Knöpfe. Der H U k hierfür m stren- qer runber Form ist aus Stroh mit Ripsband- " ber selbstangefertigte Stulphanbschuh ^aus leert werben, ba sie sonst, wenn sie über Nacht vollgestopft liegen bleiben, ihre Form sehr schnell verlieren. Tabakrauch ist nicht die ganze Nacht Hirn durch in dem Raum einzuschließen, sondern durch Lüften — am besten mittels Geaenzug — schnell zu entfernen, sonst setzt er sich so fest in die Raume, baß er nie mehr ganz verschwinbet. Schlüssel finb über Nacht nie lose in .der Tasche zu behalten. Sie machen das Gewebe dünn. Ein anderer Grund ist darin zu suchen, daß man Schlüssel stets zur Hand haben und nicht erst im Bedarfsfälle aus der Tasche kramen soll. Verstopfte Abflußrohre sollen wieder gebrauchsfähig gemacht werden, bevor man zur Ruhe geht, da man nicht weiß, welche Folgen das Uebel haben kann. Licht mit offener Flamme, selbst wenn es sehr gut geschützt scheint, darf nie über Nacht allem in einem Raum brennen. bchu- ein Safper niu6 and) zuschlagen können und mag- , i&it b rb Dabei bleibt kein Papierkopf ganz. Man wähle am besten Lindenholz. Em emfaches Schn tz. den in Angriff genommen. Es istI gar md)t fo> wie es scheint. Die Kopfe md gut, wenn Ihr au druck urwüchsig und drastisch ist, u f j)em stellung entsprechen, bie nut: bemWa Symbol der Mur verbunden ist. Haupthaar uno Bärte liefert bunte Wolle, Ne angeklebt wird. Das Gesicht bemalt man mit Oelfarbe. Beim Schnitzen sollte jedes ängstliche > , . ber Naturformen oermieben werben. Kräftige Schnittführung ist die Hauptsache. Bei F gebung sowie bei Bemalung fann matL? r taste den weitesten Spielraum.lassen Das Köpfen anzubringende Kleid laßt Jl(5 f ,u Flicken leicht herstellen. Nur ist dabei dara f 3 achten, daß hinten das Kleid weit genug offent»! , bamit man mit ber Hanb bequem hineinfahren ka - Unb enblid) kommt das Behutsamste am ganzen Kasperletheater. Was sollen die Kinder ihren P P- pen für einen Text in ben Mund legen? Sie solle möglichst von sich heraus irgenb etwas wieder^u- qeben versuchen, kleine Erzählungen, Fabeln, Mar chen in freie Gesprächsstoffe übersetzen, Augenblias- bilber ihrer Umgebung zu ihrem Spiel verwenden. Was die technischen Künste des kleinen Direktors eines Kasperletheaters in der Kinderstube anlangt, so wird er sich nach und nach Regiekenntnisse erwerben, die ihm immer mehr Freude am Spiel nut ben Puppen machen werben. Unb wer liebt nicht bie b rollig en kleinen Gestalten, die sich dort ruck- Apfeif chnee. Zwölf mittelgroße Aepfel wer- ben, nachbem man bie Kernhäuser ausgestochen hat, in einer feuerfesten Form im Ofen gebacken. Hierauf treibt man sie burch ein großes Sieb, gibt Zucker daran unb läßt sie ab kühlen. Nun schlagt man sechs Eiweiß zu festem Schaum unb zieht ihn mit leichter Hanb unter bas Mus, das man nun in eine mit Fett ausgestrichene feuerfeste Form gibt und etwa 20 Minuten in den heißen Ofen stellt, bis der Pudding globbraun ist. Wird heiß zu Tisch gegeben. Man kann auch em gekochtes, dickes Apfelmus benutzen. Sehr gut schmeckt Schlagsahne dazu. . Reisrand mit Kompott. Vk Pfund Reis kocht man in Milch und ein wenig Butter weich. Sobald ber Reis abgekühlt ist, rührt man 1 Eigelb hinein, 2 Eßlöffel Zucker unb das steif geschlagene Weiß von 2 Eiern. Man gibt bie Masse in eine kleine, mit Fett ausgestrichene unb mit Semmelmehl ausgestreute Ranbform unb backt sie in nicht zu starker Hitze etwa 45 Minuten. Wenn ber Reis gut gegangen unb schon hellbraun geworden ist, stürzt man ihn auf eine runde Schale und gibt in bie Mitte ein bickes Aprikosen- ober Preiselbeer- Achtung! Oie Motten fliegen! Jebe richtige Hausfrau gerät in Aufregung, wenn eine Motte burchs Zimmer fliegt. Sofort wirb der Feinb unerbittlich verfolgt unb vernichtet. Aber teiber ist bas nur eine Art Racheakt für bie bereits begangenen Sünben bes Schüblings, denn fliegende Motten haben ihre Eier schon abgelegt unö sind selber in feiner Weise mehr freßgierig — das haben sie ausgiebig im Larvenstadium besorgt. Eine Hausfrau, die im Kampfe gegen die Motten wirklich siegen will, muß also die Eierablage zu verhindern suchen und die Mottenbrut vernichten. Dieser Kampf muß gerade jetzt im Februar-Marz mit aller Macht einsetzen; aber auch während der ganzen warmen Jahreszeit weitergeführt werden. Alle Wvllsachen sind besonders in der Zeit des Nichtgebrauches regelmäßig zu klopfen, zu bürsten und zu lüften. Pelzwerk wird mit engem Kamm gekämmt. Dabei Wuß man sehr auf die versteckten Larven achten - sie sind im Wolltuch schwer zu erkennen, weil sie mit Fasern aus dem Tuche selbst umsponnen sind. Die Wollsachen müssen mottensicher aufbev^ihrt werden. Am besten in Kisten ober Truhen, deren Ritzen mit Papierstreifen verklebt find. Das Wollzeug kann in frisches, noch starkriechendes Zeitungspapier eingewickelt oder in frisch gewaschene Leinen- tücher eingenÄht werden. Starkriechende Stoffe sind den Motten immer unangenehm — und es war sicher nicht nur um des guten Duftes willen, daß unsere Großmütter und Urgroßmütter Rosmarin in ihren Wäscheschrank legten. Alle ftartbuftenben Kräuter wie Steinklee und Rosmarin schrecken die Motten ebenso ab wie- Naphtalin, Global, frischer Pfeffer, Kampfer usw., nur haben wir unter dem Geruch von Kampfer und Aehnlichem fast ebenso zu | leiben wie bie Motten! Bei einem ganz grünblichen Dernichtungsfelb- zug empfiehlt es sich bie Motten auszuschwefeln. Dazu werben alle Wollsachen in einen großen Schrank gehängt, aber so, baß mindestens 30 Zenti- meter Abstand vom Boden bleiben. Dort entzündet man Schwefelfäden und läßt den Dampf dann mehrere Stunden einwirken. Auch die Polstermobel kann man ausschwefeln: man hängt große Tücher über sie, die ringsum den Boden berühren, und läßt die Schwefeldämpfe unter den Möbeln sich entwickeln und auffteigen. Heute stehen der Hausfrau sehr gute Hilfsmittel im Kampfe gegen die Motte zur Verfügung. Am einfachsten ist es, wenn sie von vornherein motten» ichere Wolle kauft. Die Motten fressen ein erstaunliches Teil des Dolksvermögens in Gestalt unserer Wolle. Die Erzeugungsschlacht beschäftigt sich sehr mit der Vermehrung des deutschen Schafbestandes und der Steigerung der Woll-Leistung des Einzeltieres. Zur Erzeugungsschlacht gehört aber auch die Erhaltung des Erzeugten. Das aber ist zum größten Teil die Aufgabe der Hausfrau. So forgt die Hausfrau am besten für einen guten und hohen Bestand an deutscher Wolle, wenn sie ihre Wollsachen im täglichen Gebrauch, beim Waschen und Verarbeiten richtig behandelt und einen klugen und durchdachten Feld- zug gegen die Motten führt. L- M. Zllm Spiel gehört zunächst eine B u h n e. Sie ist schnell zusammengestellt. Ein Stock ober em Brett zwischen die geöffnete Tür geklemmt, die zwei Zimmer teilt, und darüber ein bis zum Boden reichen- bes Tuch gehangen, genügen ebenso wie eine verhangene Stuhllehne. Der Ehrgeiz eines jeden Jungen wird natürlich nach einer richtigen Buhne streben. Auch hier kann man ohne großen Kosten- Ä iÄs I Für den Uebergang vom Winter zum stellem Mtt üestarbe gefWn und mit farbigem Frühjahr ist Wolltl e ^d Mit er l ° n. mtncmnnipr tnnptiert aenüat sie den Ansprüchen des gen Jacke und bem fleinen cape geuaaji. Kölners" vollkommen Besonders geschickte Jungens Das Kleid aus besonders weicher sandfarbener könnensichauch7in^rklich° s, stehendes Theater Wolle zeigt einen neuartig ange chmttenen A rm l Mit lustigen Kulissen zusammenzimmern. in dreiviertellanger Form. Neu ist auch der mter- ^nnfichmerxen bereiten schon die PUp - essant geschnittene Rock aus sechs T^lev b ss- .^^Wiesannm^ sich diese ohne große Aus- Aweiterung unten vier kleine Schütze bilden und naben verschaffen? - Nun - aus Kartoffeln, Kohl- dessen Mittelbahn in Husthohe die e_t n g e a r b e t. rnbi Ruben und ähnlichem Gemüse hat sich mancher teten Taschen ergibt Der Gürtel ist wem- Knabe schon manchen schonen Kopf zurechtgemacht, rotes oder braunes K°lbleber das Halstuch weich. Düste Naturprodukte werden jedoch schnell unansehn- ftme Wolle in der gleichen Farbe k°nn man sicho°u^PArmAe * entricht in ihrer hübsche .Kopfe formen- an z p a entübruna der des Rockes, auch bie kleinen In der kommenden Woche findet im ersten Hotel Londons, im May-Fair, unter der Schirmherrschaft ber Gattin bes Botschaftsrats an ber Botschaft in London, Fürsten vonBismarck,dle zweitägige erste deutsche r e p r ä s e n t a t i 0 e M 0 d e - schau statt, zu der alle maßgebenden Kreise der Gesellschaft geladen sind. In der richtigen Erkenntnis, daß den Gerüchten im Ausland über das Erliegen jeder eigenen deutschen Modeschöpfung und über das Bestreben Deutschlands, sich von der allgemeinen Modench- tung abzusondern, nur entgegengetreten werden kann wenn deutsches Modeschaffen iw A u s 1 a n d e gezeigt wird, hat man sich zu dieser Schau, der ersten deutschen in London und zugleich der ersten nach dem Kriege im Ausland überhaupt, entschlossen. Sie wird von der „Modeunion von Deut chland" veranstaltet, in der sich nach verschiedenen mißglückten anderen Bestrebungen nunmehr unter Führung des bekannten Borkampsers für das deutsche Modeschafsen, Richard D illenz, die maß- aebenden. deutschen Fachleute und führenden Mo- bellhäuser zusammengeschlossen haben, um in such- kundiger Weise die großen Aufgaben zu erfüllen die der deutschen Textil- und Bekl-idungsw,rtscha,t gestellt sind. Durch den Zusammen,chluß der fuhren- den deutschen Modesirmen durfte endlich die Gewahr gegeben (ein, daß in Zukunft sowohl dilettantische als auch eigennützige Sonderbestrebungen ausge- bie Drolligen neinen uwjiuueii, mv pu, ™ TV artig über bie Bühne bewegen? Nicht nur Kinder, schaltet werden. Vom Frankfurter Dialekt und vom Ehrendolch. Kleine Episoden aus der großen Kinderlandverschickung der NGB. Die Kinderlandoerschickung der NSV. des Gaues Hessen-Nassau hat nicht nur etwa 19 000 Stadtkinder aufs Land geschickt und sie mit roten Backen und strahlenden Augen wieder empfangen, sie hat nicht nur bildungsfähigen Kinderseelen Einblicke in die Arbeit und das Leben unseres Bauerntums verschafft, sie hat den Kindern zu Erlebnissen verhalfen, die unauslöschlich eingegraben sind und die ihnen nie ein Mensch streitig machen kann. Was es für einen Jungen bedeutet, dessen ganze Sehnsucht die Reise in die Welt ist, diese Reise nun in Wirklichkeit zu erleben, kann jeder nachfühlen, der die Fähigkeit besitzt, sich in die eigene Kinderzeit zurückzudenken. Wieviel Glück und Segen durch diese großzügigste aller Kinderlandoerschickungen gestiftet wurde, kann nur der ermessen, der innerhalb der Arbeit stand und die Beziehungen sehen konnte, die sich zwischen Pflege- elterm und Pflegekindern, aber auch zwischen Heimat und Erholungsort anknüpften. Wir erlebten da so viel Schönes, Ernstes und Frohes, aber auch viel Erheiterndes und oft Komisches. Die nachfolgenden kleinen Episoden, so erzählt, wie sie sich zugetragen haben, sind vielleicht geeignet, in dem einen oder andern den Wunsch zu erwecken, sich für dieses Jahr amy solch einen kleinen, frohen Gast einzuladen, sich für vier Wochen ein fröhliches Kinderlachen und dankbares Kinder- her^ zu sichern. Sie hätten dann ihren Zweck erfüllt. Wozu der frankfurter Dialekt gut ist. Der große Kinderferienzug der NSV. des Gaues Hessen-Nassau fährt nach Oberschlesien. Etwa von Neiße aus werden an jeder Bahnstation Kinder ausgeladen. Ein Teil fährt weiter nach Glei- witz in Oberschlesien und dort ereignete sich bei der Uebergabe der Kinder an die Pflegeeltern folgende kleine Geschichte: Verteilung der Kinder auf dem Adolf-Hitler- Platz in Gleiwitz: Die Einwohner von Gleiwitz haben vor lauter Begeisterung die Sperrkette durchbrochen, um die „H e s s e n k i n d e r", wie sie allgemein genannt wurden, zu sehen. Und so kam es, daß die bestellten Pflegeeltern auf der Suche nach ihren Hessenkindern waren und sich die Verteilung in die Länge zog. Fritz, ein Junae aus meiner Gruppe, war zwar schon seinen Pflegeeltern zugeteilt, da sie aber nicht wußten, ob noch eine Angelegenheit zu erledigen sei, standen sie noch und warteten. Fritz dauerte aber die Geschichte zu lange. Ich sah ihn gerade noch, wie er auf und davon ging. Ihm nach und ihn am Rucksackriemen erwischen war eins. Mittlerweile hatten sich auch noch ein Begleiter, die Pflegeeltern und sonst mehrere Leute eingefunden, um zu sehen, was denn wäre. Es gingen Fragen hin und her, mitleidia fragte man Fritz, was er denn habe, ob er sich etwas wünsche, ob er Durst habe. Fritz sagte erst kein Wort. Doch dann ertönte in unverfälschtem Frankfurter Dialekt: „Mei' Ruh sollt ihr mer lasse, den Buckel sollt ihr mer runner- rutsch e." Da die Gleiwitzer nicht verstanden, baten sie um Übersetzung, ich konnte ihnen aber beim besten Willen die Wahrheit nicht sagen und erklärte, der Junge sei müde und wolle nach Hause. Er trollte dann auch mit den Eltern ab, nachdem ich versprochen hatte, ihn am nächsten Tag zu besuchen. Ich hielt auch mein Versprechen und ging am nächsten Tag in die Wohnung der Pflegeeltern, allerdings mit einer heimlichen Angst, ob er sich wohl anständig benähme oder wieder Frankfurter Liebenswürdigkeiten austeile. Meine Befürchtungen waren aber grundlos. Fritz war mit dem Pflegevater in die weite Welt gefahren. Das Mädchen sagte mir: „Wissen Sie, der Herr hat nämlich ein Auto, und wie er das sah, war alles gut." — Der „neue" Erich Erich hieß er und war ein guter kleiner Junge, für den der erste Ausflug in die Welt ein Erlebnis bedeutete, das ihm einfach die Sprache nahm. Er stand fast die ganze Fahrt, mit Ausnahme von ein paar Nachtstunden, am Fenster und war nicht wegzubringen. Kaum konnte ich ihn zum Essen veranlassen. Nur sehen — sehen! Am Ankunftsort sah ich ihn noch einmal bei der Pflegemutter, die ihn sehr liebevoll betreute. Der nächste Tag fand uns Begleiter auf einem Kinderfest, von dem wir wußten, daß es von unseren Hessenkindern besucht wurde. Wir schlenderten vergnügt durch den Trubel, hatten auch schon etliche unserer Kinder begrüßt und waren nun auf der Suche nach, weiteren. Mir fiel mit einem Male ein Junge auf, der mich unverwandt ansah. „Den Jungen kennst du doch!" ging es mir durch den Sinn. Da kam er auch schon und bot mir schüchtern freundlich die Hand. Es war Erich, der Fenstersteher. Aber wie verändert! Haare geschnitten, neu von Kopf bis zu Fuß eingekleidet, ein strahlender, reizender, kleiner Kerl war er geworden. Während ich ihn noch bewunderte, kam die Pflegemutter und sagte stolz: „Ja, dies ist jetzt unser Eriche l". Der Junge nickte ihr lebhaft zu. Ich aber freute mich herzlich des guten Einvernehmens dieser Beiden und dachte an das Märchen vom Aschenbrödel, das eine Prinzessin wurde, denn Gauleiter Sprenger und die grauen Glücksmänner. Dillenburg, 26. Febr. (LPD.) Bei dem großen Mitgliederappell der NSDAP, des Dillkreises am vergangenen Sonntag in Dillenburg begegnete der Gauleiter einem der bekannten grauen Glücksmänner der Winterhilfslotterie. Er nahm diesem eine Hand voll Lose aus dem Kasten und gab dem beglückten Verkäufer noch ein G e s ch e n k, als er erfuhr, daß der Mann arbeitslos sei. Unter den Losen des Gauleiters befand sich auch ein Gewi n n, und dieses Gewinnlos schenkte er einer in seiner Nähe befindlichen Gruppe von B d M. - M ä d e l s , die sich natürlich riesig über dieses unerwartete Glück freuten. viel anders war es dem kleinen Erich auch nicht ergangen. Der Ehrendolch. Heimfahrt des Kinderzuaes aus Oberschlesien. Mir war eine Schar lebhafter 10- bis 12jähriger Buben zugeteilt, die schwerer als ein Sack Flöhe tu hüten waren. Sie kamen alle aus einer Ortschaft und hatten allesamt zum Abschied von ihren Pflegeeltern das obligatorische feststehende Jung- volkmesser zum Geschenk erhalten. Sie nannten es stolz den „Ehrendolch". Da diese Ehrendolche aber dauernd von allen Seiten bewundert werden mußten, der Raum aber andererseits sehr beschränkt war, wurde mir die Sache zu gefährlich, und ich ordnete an, daß die Ehrendolche bis zur Ankunft in H. eingesammelt würden. Großer Protest der kleinen Männer war die Antwort. Da ich aber hart blieb und die Messer höchstpersönlich vom Koppel löste, setzte ein Sturm ein. Hans, der lebhafteste, war außer sich, und sagte mir: „Daß s e s wisse, der is entweiht, wenn sie'n neinme, dann wolle mern nach net mehr." Ich verwahrte also schmunzelnd die entweihten Ehrendolche. Vor dem Bahnhof H. haben sie aber doch stolz ihre Dolche „angelegt" und war es wohl das erste, was sie ihren glückstrahlenden Eltern geigten. HZ.-Iührerschulung des Unterbannes 11/116 in Reiskirchen. Aus allen Teilen des Unterbannes waren die Kameradschaftsführer, Scharführer, PO.-Adjutanten, Gefolgschafts-Referenten mit den vier Gefolgschafts- Führern nach Reiskirchen zur Wochenendschulung des Unterbannes 11/116 gekommen. Um 8 Uhr meldete Unterbannführer Schneider die in tadelloser Uniform anaetretene Führerschaft dem Führer des Bannes 116, Bannführer Heim, der die Schulung mit einigen Worten eröffnete. Nach dem Abendessen hielt der Schulungsreferent des Bannes einen Ostland-Heimabend. Diesem Abend wohnte der Ortsgruppenleiter Pg. Hofmann bei. der es sich nicht nehmen ließ, die Führertagung der HI. zu besuchen. Nach dem Heimabend sprach er in einigen Worten über sein Verhältnis zur HI. und Arbeitsdienst schafft Aenland im Ems-Mor. z # < MM f ■■■ . - '.'2. .. . Das Werk des Arbeitsdienstes im Ems-Moor an der holländischen Grenze, das eine Fläche von 80 X 40 Kilometer einnimmt, wurde durch den Reichsarbeitsführer Staatssekretär H i e r l (1) zusammen mit dem Führer der Emsland-Abteilrrngen, Gauarbeitsführer zur L o y e (2), besichtigt. Eisgang auf der Memel. <;X- ■^*•*•**9«' • H - Die plötzlich eintretende warme Witterung hat. aus der Memel einen verfrühten Eisgang hervorgerufen, dessen Eisstauungen zu einer großen Gefahr für die am Ufer liegenden Gehöfte geworden sind. Namentlich an der Tilsiter Eisenbahnbrücke haben sich große Eisfelder auf der Memel gebildet. wies auf die gemeinsame Arbeit hin. Anschließend blieben die Führer noch bei einem gemütlichen Kameradschaftsabend beisammen. Gemeinsam verbrachte man die Nacht auf dem warmen Strohlager. Um 6.30 Uhr am Sonntagmorgen trat alles zum dreiviertelstündigen Frühsport unter Leitung des Unterbannführers an. Waschen, Kaffeefassen und der Uniformappell füllten die Zeit bis zur gemeinsamen Morgenfeier, die von der Schar I Großen- Buseck in Form einer Horst-Wessel-Gedenkfeier ausgestaltet war. Nach einer anschließenden Tagung wurde mit Schar I und II und der Führerschaft ins Gelände marschiert. Mustergültig marschierte die braune Front mit ihrem Spielmannszug aus dem Dorf. Nach dem Mittagessen richtete der Bannführer zum Abschluß der Tagung, die durch die Vereidigung am Abend verfrüht abgebrochen werden mußte, noch einen Appell an seine Führer und ermahnte sie zur Disziplin und Treue zum Führer. Er beendigte die Tagung mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und mit dem Liede der Hitler-Jugend. Die Tagung hat ihren Sinn, die Führer der einzelnen Einheiten zu einem festen Korps zusammenzufassen und ihrer Arbeit draußen in den Standorten eine einheitliche Richtung zu geben, erfüllt. BdM. und Frauenschaft machten sich um die Verpflegung verdient. Amtsgericht Gießen. Der schon 68mal wegen Bettelns vorbestrafte 70jährige F. T. aus W. stand gestern wegen des gleichen Delikts vor Gericht. Er wurde zu vier W o ch en Haft verurteilt. Neun Tage erlittener Untersuchungshaft werden angerechnet. Das Gericht ordnete außerdem die Verbringung in ein Arbeitshaus an. Der I. H. K. aus H. erhielt wegen Uebertretung der Reichsstraßenverkehrsordnung durch Strafbefehl drei Mark Geldstrafe evtl, einen Tag Haft. Auf Grund der gestrigen Hauptverhandlung verblieb es bei der obigen Strafe. Der Angeklagte fuhr mit feinem Fahrrad auf der Straße Gießen— Watzenborn-Steinberg, ohne es mit einer hellbren- nenden Laterne versehen zu haben. Gießener Giadiiheaier. Hans Müller-Nürnberg: „Frischer Wind aus Kanada". Der junge Herr, der im Programmheft so gemütlich über seine literarischen Kinderjahre und Enttäuschungen plaudert, hat mit seinem ersten Stück (dem ersten jedenfalls, das angenommen und aufgeführt wurde) entschieden Glück gehabt, denn wenn wir recht berichtet sind, ist die Ufa eben, außer manchem anderen, damit beschäftigt, auch einen Film unter dem Titel „Frischer Wind aus Kanada" zu drehen, wenn er nicht sogar inzwischen schon erschienen sein sollte. Das ist für den Anfang ganz hübsch. ♦ Der Autor, um eine Gattungsbezeichnung herkömmlicher Art offenbar verlegen, nannte das, was sich hier ereignet, eine „heitere Begebenheit in vier Tagen", und da dies mit Musik vor sich geht, könnte man versucht fein, von einer Operette zu reden, aber dazu ist wieder die Partitur nicht anspruchsvoll genug, und die Gesangspartien sind eigentlich Sprechpartien im Kabarettstil; also einigen wir uns, wenn fein Widerspruch laut wird, auf die Bezeichnung: ein Stück mit Musik, aber ohne nennenswerten Tanz. Der frische Wind, der im Verlaufe von nur vier Tagen eine alte, aber nicht ohne Verschulden des Chefs in Schwierigkeiten geratene Firma wieder flott macht, geht aus von der ziemlich geheimnisvollen Persönlichkeit eines gewissen Mr. Baker aus Kanada, der sich vorübergehend in Deutschland aufhält, und dem es allein gelingen kann, der bedrängten Firma wieder Kredit zu verschaffen und sie vor der drohenden Pleite zu retten. Leider taucht er persönlich erst am Abend des vierten Tages auf und sagt auch da nur einige nicht besonders belang volle Worte. Den Wind macht an seiner Stelle ein äußerst energischer und betriebsamer junger Mann namens Hannes Flink, der mit einer bestürzenden Frechheit nicht nur den Chef und das gesamte Personal in Erstaunen und Schrecken versetzt, sondern in der Tat auch die schleifenden Zügel des Betriebes selbstherrlich und umsichtig in die Hand nimmt. Er kommt Zwar ganz unauffällig und bescheiden herein, aber bald führt er das große Wort, daß jedermann Hören und Sehen vergeht. Erstmal engagiert er sich selbst an Stelle eines mit Schwung und mit Recht an die Luft gesetzten Sekretärs. Dann nimmt er die Verbindung mit jenem Mr. Baker auf, der sonderbarerweise für sonst niemanden zu sprechen ist. Dann wirft er die zahlreiche Damenbekanntschaft feines Chefs ungerührt hinaus, und es schadet auch weiter nichts, daß er dabei auf Grund einer peinlichen Verwechslung an die junge Tochter des Chefs gerät; im Gegenteil, dies gibt ihm Gelegenheit, ohne Umstände auf eine Verlobung mit ihr auszugehen und sich überdies zur Belohnung vom Herrn des Hauses mit dem Titel „Generaldirektor" ausftatten zu lassen. Dem Alten bleibt vor Wut die Sprache weg, aber er muß zugeben, daß der Junge sehr tüchtig und im Geschäft zu brauchen ist. De? treibt es so weit, daß er für einen Hochstapler gehalten wird, im letzten Augenblick erscheint aber der rätselhafte Mr. Baker persönlich auf der Bildfläche und heißt nicht nur den Chef, sondern auch den jungen Herrn Flink als seinen Sohn herzlich willkommen: damit ist das Rätsel gelöst und außer der rettenden Fusion sind zwei Verlobungen perfekt, die feit langem fällig waren. Die Musik zu diesem neuzeitlichen Geschäfts- Verfahren schrieb Herbert Walter: nicht sehr umfänglich, doch von gefälliger Wirkung in gemäßigter Jazz-Instrumentierung; einige der hübschesten Partien stammen zwar nicht von ihm, sondern erweisen sich als gute alte Bekannte, die aber geschickt und unaufdringlich zur Ausmalung markanter Situationen benutzt sind und teilweise sogar leitmotioisch wiederkehren. Die Gesangstexte schrieb Hans Fritz Beckmann: er besingt zum Beispiel, ohne literarischen Ehrgeiz und Aufwand, aber nicht ohne Witz und treffsichere Wirkung im Parkett, das Innenleben der Sekretärin Lore Meier, die sowohl das Geschäft als auch den Chef liebt, oder die geheimen Sehnsüchte des Stubenmädchens Mary, das gern zum Tonfilm und feine Stimme auf Schallplatten hören möchte. Und einiges andere mehr. — ♦ Intendant König hatte die Aufführung inszeniert; da sie für den Faschingsspielplan gedacht ist, hatte er für einen unbeschwert heiteren Ton, flottes Spieltempo und eine gefällige Aufmachung Sorge getragen, die den Leuten sichtlich gefiel. Er begann, um den Stil des Ganzen gleich sinnfällig anzudeuten, improvisatorisch-zwanglos bei offener Bühne und ließ die notwendigen Erläuterungen Saus dem Parkett heraus unter die Leute _en. Bühnenbildner Löffler hatte neue und aparte Dekorationen geschaffen und zeichnete mit sicherer und leichter Hand und hübscher Raumwirkung die beiden Schauplätze: Büroraum und Villa des Chefs. Albert Krämer verwaltete geschickt, stets im Kontakt mit b&m Bühnenoorgang, den musikalischen Teil der Begebenheit. * . Herr Lindt bekam mit dem jungen Herrn Flink eine Paraderolle, die ihm ähnlich zu Gesicht stand, wie die eigene, mit der er kürzlich aufwartete: jcfjlagfertig, überlegen und mit entwaffnender Frechheit wandelte er durch alle vier Tage vom 7. bis zum 10. Mai. Herr Kühne machte den Chef, anfangs seriös, geschäftlich und väterlich, später ergeben in sein Schicksal und mit gelinden Ausbrüchen ohnmächtiger Verzweiflung. Sehr hübsch geriet das gedämpfte, aber recht anzügliche Chanson mit dem Refrain: „Wie unangenehm!" Fräulein W i e l a n d e r entzückte das ganze Parkett als die rosig verliebte Sekretärin Lore Meier sowohl mit der Preisgabe ihrcks Innenlebens als auch mit einem äußerst realistischen Schwips im letzten Bild, der ihr einen Sonderapplaus ein- trug. Herr Volck als sächsisch sprechendes Faktotum mit, Herr Geiger als Portier ohne Prokura brachten die handgreiflicheren Pointen des Stückes zu lebhafter Wirkung. Fräulein Pflug als mun= tere Tochter des Hauses; das Chanson von den unerfüllten Wünschen und der einsamen Insel brachte sie scharmant. Von den übrigen: Herr Schorn auf den Spuren Hubert von Meyerincks (im Film); unb die Damen Stirl (Mary) und Decker (Violette). * Die Neuigkeit fand sehr freundliche Aufnahme. Mit den Darstellern erschien zuletzt der Intendant, oen Dank des Hauses entgegenzunehmen. hth. Uraufführung eines fußballvolksstücks im Frankfurter Schauspielhaus. Schauspielhaus brachte das Volks stuck "D i e e l f Teufel" oon Georg Fra- Uu- U r 0 u f f ü f) r u n g und hatte damit einen ^016. „Die elf Teufel" verdienen die kf^""^^„Volksstück", denn sie sind in der hoJ1m' r£infa$en' hier und da auch derben Sprache geschrieben und haben ein wirklich volks- lumuches Thema zum Vorwurf. Das Stück dreht LvL?1? tbenm tMbaUfport. Georg Fraser, ein arbeitsloser Berliner Fußballspieler, hat es verstanden, die ideelle Seite des Sportes, die Kameradschaft und das Zusammengehörigkeitsgefühl von elf fungen Sportsleuten, glücklich herauszustellen. So. dann hat er als Fachmann das Milieu genau getroffen. Die „Typen" in diesem Stück gibt es in Mannschaft. Allerdings sind die Charaktere der Hauptpersonen vielleicht etwas unklar und zu robust gezeichnet. Aber das tut dem Stück in der Gesamtwirkung keinen Abbruch. Aufführung und Bühnenbilder waren vorzüglich. Die Hauptrollen wurden von Gerhard Geisler, Paul Ver- l) o e v e n »Wilfried Seyferth , Joachim Gottschalk, Walter K i e s l e r und Arthur Simon mit echter Fußballbegeisterung gespielt. Marie ^'inmer gab die frische und energische Tochter ocs Kantinenwirts Lisa mit großer Natürlichkeit und Franz Schneider spielte den „Bösewicht" untadelig. Am Schluß gab es viel Beifall, besonders von den zahlreich anwesenden Sportsleuten. R. F. Zeitschriften — Das zweite Heft der „K u n st k a m m e r" (Propyläen-Verlag) ist erschienen. Diesmal bringt das vom Präsidenten der Reichskammer der bildenden Künste herausgegebene Blatt sehr viel Architektur: Architekt und Industriebau, die Klein- kirche in Stadt und Land, Gespräch zwischen Architekt und Bauherrin, Wohnkultur — das sind einige dieser Themen. Daneben finden« aber noch zahl- ^iche Berichte und Nachrichten aus anderen Kunst- Gebieten Platz. Man sieht mehr als 30 Bilder in ausgezeichneten Wiedergaben. — Die Zeitung des Arbeitsdienstes, die Wochenzeitschrift „Deutscher Arbeitsdienst" (Verlag Deutscher Arbeitsdienst, Berlin SW 11, Dessauer Straße 38) widmet dem Reichsarbeitsführer Hier! in ihrem neuesten Heft Nr. 8 eine Reihe von Artikeln, aus denen neben einer Würdigung seines Lebenswerkes besonders eine Eintragung des fünfundzwanzigjährigen Oberleutnants Hier! in das Gästebuch einer befreundeten Familie und ein Aufsatz über die Heimat und die Vorfahren des Reichsarbeitsführers hervorragen. Neues, bisher unbefann- tes Material tragt dazu bei, das Bild des Staatssekretärs noch klarer und deutlicher ins Licht zu rücken. Hochschulnachrichten. Professor Dr. Ferdinand Schlemmer an der Universität Mun ch e n wurde auf den an der Münchener Universität neu errichteten Lehrstuhl für Arzneimittellehre berufen. ten (? Der Aus! war oe ein voll gingen ein. Dl kam dc werks schen mit der Ei Schulen allein ii gebrach: bergen nung an unb ve das G ein ehe gen 440 berge h dein hl 200 Mc wurden mögen । Die Rec 6d)aaf funben n unb dem berg ü' dien Er teilt von der und zur tungssi des jun die Hitl . Verwalt tzr » Ml,” Ndjen Eine und erl bilden : erdrückt d-r Ein! Städte | Mche, i der. M H man mitte sic iet =mm< e.'neni die E'nem (Ba M die f n D01 ®ro r piohii Nen,tl Ä?' Ä. j lag b° Mittwoch, 27. Zebruar 1935 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Er. 49 Drittes Blatt Das Zugendherbergswerk in Oberhessen. er- Ge- Tleues Nußbild an der Lahn Aerztinnen im Altertum. mon w Am Montagabend hielt die Ortsgruppe Gießen im Reichsverband für Deutsche Jugendherbergen /DJH) im Singsaal des Realgymnasiums unter Leitung des Ortsgruppenführers Dr. Duseberg ihre diesjährige Hauptversammlung ab. Die Versammlung hatte einen starken Besuch der nationalsozialistischen Jugendverbände, HI., BDM. und Jungvolk, aufzuweisen. Ortsgruppenführer Or. Duseberg Oie Heimarbeiter-Entgelte. Der Treuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen veröffentlicht folgende Bekanntmachung: Ich weise auf das Urteil des 4. Strafsenats des Reichsgerichts vom 13. Juli 1934 hin, nach dem sich ein Unternehmer, der sich von Heimarbeitern unrichtige Empfangsbescheinigungen über die Hei-rn- arbeiterentgelte ausstellen läßt und diese Bescheinigungen zur Vereitlung der Verhängung einer angedrohten Buße verwendet, des Betruges schuldig macht. t . < « . c. Ich werde in Fällen, in denen ich Unternehmer feststelle, die mich durch Scheinquittungen über Nachzahlungen zu täuschen versuchen, diese in Zukunft unnachsichtlich der Staatsanwaltschaft übergeben. nur Fremdes, Nicht-Rumänisches. Vergeblich sucht man in der Innenstadt nach den schönen farbenprächtigen Trachten der rumänischen Bauern. In den Geschäften findet man nirgends mehr etwas von Volkstracht oder dergleichen. Dafür überall französische Stoffe, französische Nippes,, französische Bücher, französische Möbel, französische Riechstoffe und Kurzwaren. Ueberall Französisches! Don französischem Gelde unterstützte Zeitungen berichten über die Erfolge und Pläne der französischen Politik- andere Blätter wieder erzählen von den tollsten Finanzskandalen nach französischem Muster. So hat diese Stadt ein ganz westliches Gesicht. Nichts Bodenständiges, nichts Gewachsenes. Sie scheint das Produkt eines allerdings gewaltigen Reichtums, eines beneidenswerten Optimismus, eines rastlosen Fortschreitens, mit dem aber das eigentliche rumänische Volk doch nicht Schritt zu halten vermochte. So wächst diese Stadt in geradezu amerikanischem ; Tempo mitten aus der weiten, trostlosen Ebene heraus. Weit ins Land greifend, und dort das ruhige behäbige Bauernvolk in ihren Bannkreis ziehend. Jetzt wollen sie die Dambovitza, das kleine Flüßchen, das die Stadt durchzieht, verschwinden machen. Der Fluß foll übermauert werden. Was brauchen wir die Dambovitza-Ufer, an dessen Rasenhängen einst die Zigeuner hockten. Wir haben ja Wolkenkratzer, haben Dutzende von Kinos und eine richtig elektrische Straßenbahn! Es ist eigentlich schade: Bukarest hat in den letzten Jahren fast ganz feine persönliche Note verloren Sein ursprüngliches und eigentliches rumänisches Gesicht. Heute ist diese Stadt wirklich das Paris des Ostens". Voll Leben und Betriebsamkeit Erfüllt von Licht und Lärm einer richtigen Großstadt. Ueberraschend großartig, mondän und von einer starken Anziehungskraft. Aber es fehlt dieser Stadt das, was sie mit dem Lande, zu dem sie gehört, und dessen Führerin sie sein soll, wirklich verbindet. Und dieses Fehlen kann sich vielleicht doch einmal eines Tages recht unangenehm bemerkbar machen... hohen Wasserstand voll Wasser laufen konnte und sich nunmehr der Eindruck ergab, der sich dem Auge bietet, wenn die kanalisierte Strecke in den Fluß- lauf einbezogen ist. — Bild oben zeigt den Beginn der kanalisierten Strecke unterhalb des Elektrizitätswerkes. — Bild unten veranschaulicht die Streckenführung des kanalisierten Bettes bis kurz vor der Wiedervereinigung mit dem alten Lahnlauf. Das Flußbild an der Lahn unterhalb des Schlachthofes und des E-Werkes hat eine wesentliche Aenderung erfahren. Bekanntlich wurden in der Nähe des Hohleichweges umfangreiche Ausschachtungen für eine spätere Kanalisierung der Lahn vor- genommen. Die dadurch eingetretene Veränderung im Landschaftsbild trat dieser Tage besonders stark in Erscheinung, als das neue Lahnbett durch den übergegangen. Gauobmann Dr. Flörke (Gießen) gab zum Schluß ein Gesamtbild über die Jugendherbergen in Oberhessen. Die Herberge in Schlitz ist eingegangen, sie wurde als Lager für den Freiwilligen Arbeitsdienst benötigt. Der Ersatz entspricht nicht den Anforde-1 Die Verhältnisse in F r i e d b e r g sind noch nicht geklärt. Die frühere Herberge wurde anderweitig benötigt. Gegenwärtig besteht wieder Hoffnung, daß eine Herberge in Friedberg oder in Bad-Nau- heim beschafft werden kann. In Büdingen steht in herrlicher Lage un Seemenbachtal eine Jugendherberge, doch fehlen noch Wasserleitung, ein Waschraum und die Wohnung für den Herbergsvater. Eine baldige Lösung der Frage wäre im Hinblick auf die vielen Wandergruppen dringend erwünscht. Die Jugendherberge in Herchenhain ging an den Gau über. Sie ist völlig ausgebaut, hat jetzt Zentralheizung und bietet alles, was von einer guten Herberge zu erwarten ist. Der Ausbau dieser Herberge ist mit dem von den Schulen gesammelten Herbergspfennig bezahlt worden. In L a u b a ch wird an der Herberge noch umgebaut. Graf Solms-Laubach hat das Haus zur Verfügung gestellt. Es liegt inmitten des schönen Parkes, nahe dem Schwimmbad. Die Herberge soll auf fünfzig Betten gebracht werden. Ortsgruppenführer Or. Duseberg dankte allen Mitarbeitern am Werk, besonders den Rednern des Abends und der nationalsozialistischen Jugend, die mit sehr beifällig aufgenommenen Liedern, Sprechchören und Gedichtvorträgen den Abend schön ausgestaltet hatte. Mit dem Sieg-Heil auf den Führer und dem gemeinsam gesungenen Lied der Jugend „Vorwärts, vorwärts ..." fand der Abend sein Ende. ßenverkehrs mehr sind. Auch die Pferdebahnen von einst sucht man vergeblich. Dieses romantische Idyll ist verschwunden. Statt dessen flitzen saubere und modern ausgestattete elektrische Straßenbahnzüge die Boulevards entlang, sausen vollbesetzte Autobusse um die Ecken, daß man als Fußgänger gar nicht schnell genug beiseitespringen kann. Sogar in der Calea Victoriei, in dieser ebenso historischen wie schmucklosen Straße, die gewissermaßen die Aorta der rumänischen Hauptstadt ist, auch hier hat die neue Zeit Einzug gehalten. Unmittelbar neben dem Nationaltheater, das eines der wenigen Gebäude Bukarests ist, das so eine Art klassischen Stils aufweist, ragt das Turmhaus der Postverwaltung empor. Wie ein Riese unter Zwergen, denn rechts unb links die kleinen einstöckigen Häuschen aus der guten alten Zeit stehen noch genau so wie anno dazumal, als man auf dem Balkon an Hochhäuser und ähnliche Dinge auch nicht im entferntesten dachte. Nur fünfzig Schritte weiter wieder ein großer Bauplatz. Hier soll ein gewaltiges Geschäftshaus entstehen. An der nächsten Straßenkreuzung blickt man durch enge Gassen wieder auf andere riesige, moderne Hochbauten. Da ist ein Hotel, dort em Derstche- rung^gebäude und daneben ein Mietsbaus tm modernsten Stil neuer Sachlichkeit. Wie verzaubert ist diese Stadt auf einmal. Vor ein paar fahren „noch lag sie klein und bescheiden da, und heute tauscht sie tatsächlich allenthalben ein kleines Pans vor, — das Paris des Ostens. Aber nicht nur in den Bauten, nicht nur im - - - - '• - ----- man gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß die । Jugend so stark vertreten sei, die damit ihren । Willen bekunde, an dem segenbringenden Werk der DJH. mitzuarbeiten. Er erstattete anschließend den Jahresbericht, aus dem zu entnehmen war: , Die Zahl der Mitglieder betrug in 1934 insgesamt 430 (1933: 420, 1932: 322). Davon entfallen auf ' Einzelmitglieder 200 (1933: 195), auf Körperschaften (Schulen, Vereine, Jugendorganisationen und dergleichen) 90 (65), auf Erwerbslose und in Berufsausbildung befindliche 130. Es wurden 375 Bleibenausweise ausgestellt (261), die Zahl der ausgestellten Führerausweise beläuft sich auf 300 (160). Der Ortsgruppenführer sprach allen Leitern von Ausgabestellen Dank aus. Infolge des Zusammenarbeitens der Gießener nationalsozialistischen Jugendorganisationen mit der Ortsgruppe der DJH. war dem Sammeltag für das Jugendherbergswerk ein voller Erfolg beschiedeu. Im Verwaltungsbereich gingen bei der Straßensammlung allein 1200 Mark ein. Der Ortsgruppenführer gedachte auch in anerkennenden Worten der Mitarbeit der Presse und kam dann auf die große Bedeutung des Herbergswerks für unser Volk zu sprechen. Nach der nationalsozialistischen Revolution übernahm der Reichs- jugendführer die Oberleitung, und in die sonstige Führung wurden Vertreter der nationalsozialistischen Jugendorganisationen berufen; eine völlige Verschmelzung zwischen DJH. und HI. wurde damit vollzogen. Jetzt müssen sämtliche HJ.-Gruppen körperschaftliches Mitglied der DJH. werden. Mit der Einführung des Herbergspfennlgs in den Schulen steht das Jugendherbergswerk finanziell gesichert da. Welch große Beträge dabei Zusammenkommen, beweist die Tatsache, daß in Oberhessen allein in einem Jahre 15 000 bis 20 000 Mark aufgebracht werden, die restlos dem Ausbau der Her-, bergen dienen. Ortsgruppenrechner Müller erstattete den Rechnungsbericht. Die Rechnung zeigt in Einnahme 4413,14 Mark; darin sind enthalten an Mitgliederbeiträgen 1361 Mk., Unterstützungen durch öffentliche Körperschaften 270 Mk., an Uebernachtungsgeld von der Jugendherberge Hoherodskopf 194,70 Mark. Die Ausgaben betragen 4409,91 Mark. Es wurden unterstützt die Herberge in Gießen mit 80,14 Mk., die Herberge auf dem Hoherodskopf mit 421,34 Mark, Laubach mit 200 Mark, Gedern mit 164,21 Mark. An den Gau wurden 1178,10 Mark überwiesen. Das Gefamtvcr- möqen der Ortsgruppe Gießen betragt 876,84 Mk. Die Rechnung war' von den Vorstandsmitgliedern Schaaf und Wolf geprüft und für richtig befunden worden. Die Rechnung wurde genehmigt und dem Rechner Entlastung erteilt. Sodann sprach Ortsgruppenfuhrer Dr. Duseberg über die neue Jugendherberge in Gießen. Lich. Am 15. Februar fand im Stiftschen meindesaal die feierliche Verpflichtung der NS.- Frauenschaft statt. In Vertretung des verhinderten OG.-Leiters sprach Pg. Nickel die Begrühungs- D. Red.) worte, mit denen er den Dank der NS.-Volkswohl- fahrt, deren Ortswalter Pg. Nickel ist an die Frauenschaft verband. Nach einem gemeinschaftlich gesungenen Liede und dem Vortrag eines Gedichtes ergriff Pg. N e b e l i n g das Wort. Ausführlich erläuterte er den Sinn und das Wollen des Nationalsozialismus, wie er auch in den Gesetzen zum Ausdruck kommt, und sprach über die Stellung der Frau in Familie und Staat und ihre Verpflichtung zur Mitarbeit am Aufbau des Dritten Reiches. Nach kurzer Pause erklärt er noch die Verpslich- tungsformeln und nahm anschließend durch Hand- schlag die Verpflichtung sämtlicher Frauen vor. Mit einem Sieg-Heil auf den Führer und der zweiten Strophe des Deutschlandliedes schloß die erhebende Feier. Aus Anlaß der Uebernahme der Regierungs- gefchäfle im Saarland flaggen am Freitag, 1. März, die Gebäude des Reiches, der Länder, der Gemeinden, der Körperschaften des öffentlichen Rechts und der öffentlichen Schulen. Diese Anordnung wird hiermit amtlich mit dem hinzufügen bekanntgegeben, daß eine schriftliche Benachrichtigung der Behörden nicht Er teilte mit, daß die Räume der seitherigen Jugendherberge im Astertveg von der, Stadt benötigt und vermietet worden seien. Dafür habe die Stadt das Gebäude an der H a r d t - T e r r a s s e, ein ehemaliges Gasthaus, der Jugend als Heim zur Verfügung gestellt. Die neue Jugendherberge sei von der Rodheimer Straße aus rasch zu erreichen und zum Teil schon von dem BdM. als Verwal- tunqssitz bezogen worden; es wehe jetzt die Flagge des jungen Deutschland über dem Gebäude. Auch die Hitlerjugend werde in absehbarer Zeit ihre Derwaltungsräume dort einrichten. Ein Anbau sei einer Schule Medizin studierte, war Agnodice von Athen, die im ersten Jahrhundert vor unserer Zeit- rechnung lebte. Diese Frau, Schülerin eines gewissen Hierophilos, schnitt sich die Haare ab, legte Männerkleidung an und wurde bald unter dem Deckmantel der männlichen Kleidung berühmt. Aber die eifersüchtigen Kollegen klagten sie vor dem Areopag an, daß sie die von ihr behandelten Frauen verführe. Agnodice mußte nun eingestehen, daß sie eine Frau war, und wurde sogleich von ihren Feinden angeklagt, das Gesetz, das den Frauen und Sklaven die Uebung der Medizin verbiete, verletzt zu haben. Die vornehmsten Frauen Athens flehten jetzt den Senat an, und die von dieser Fürsprache gerührten Senatoren veröffentlichten ein neues Gesetz, nach dem den Frauen die Hilfe bei Geburten und bei Frauenkrankheiten erlaubt wurde. Es wird allerdings von einigen Geschichtsschreibern bestritten, daß diese rührende Geschichte sich so zugetragen habe. Nach der Eroberung Griechenlands durch dis Römer übten einige Frauen in Kleinasien, anders in Rom den Arztberuf aus. Viele dieser Aerztinnen waren Freigelassene, wie Secunda im Hause Livil- las, der Schwester des Germanicus und Nichte des Tiberius. Noch zwei Medizinerinnen haben die Geschichtsschreiber beschäftigt: Aspasia, die am Ende des ersten Jahrhunderts unseres Zeitalters gelebt haben soll, also nicht mit der berühmten Aspasia zu verwechseln ist. Sie hat viele Arbeiten über Frauenkrankheiten und Geburtshilfe hinterlassen. Viel umstritten ist auch die Frage, wer Kleopatra, die Ge- lehrte, war, die unter anderem ein Werk über die Kosmetik hinterlassen hat. Delacoux sieht in dieser Frau die berühmte Königin dieses Namens selbst, Berthelot ordnet sie unter die alchimistischen Schriftsteller ein, und Hoeffer zitiert Stellen aus ihren Werken in seiner Geschichte der Chemie. Auch im alten Gallien übten Frauen eine medizinische Tätigkeit aus; Archäologen haben in Nimes eine Gedenktafel für eine Aerztin gefunden, für Hedone, die im zweiten Jahrhundert n. Ehr. lebte; eine andere Heilkundige, Metilia Donata, hat in Lyon fegens- reich gewirkt. Auch Theodosia, die Mutter des hei- liqen Prokop war eine Medizinerin und Chirurgin in Rom, sie wurde während der Christenverfolgung des Diokletian mit dem Schwerte hingerichtet Spa- ter ließ Fabia oder Fabiola, die von der Kirche heilig gesprochen wurde, auf ihre Kosten das erste Armenhospital bauen. Endlich praktizierte im fünften Jahrhundert unter dem Kaiser Arcadms tue he», liqe Nicerate in Byzanz; es ist sehr wahrscheinlich, daß sie es war, die den heiligen Chrysostomus von seinem Magenleiden heilte. Unter den ersten Frauen, die sich mit der Medizin beschäftigten, wird die Königin Artemisia von Karten genannt. Von Theano, der Gattin des Pythagoras, die in der Philosophie und den Wissenschaften erfahren war, wird berichtet, daß sie be- bauvtete ein Siebenmonatskind sei durchaus lebensfähig. Aryte, eine Priesterin Aeskulaps soll einem Bewohner aus Naupaktus die Sehfahigkeit wiedergegeben haben. Aber dis erste Frau, die in. die Herberge auf dem Hoberodskopf. Die Herberge zählt etwa 70 Schlafstätten und weist alljährlich 700 bis 1000 Übernachtungen auf. Jrn verflossenen Jahre war die Herberge von 458 männlichen und 271 weiblichen Wanderern besucht. 1931 ist die Herberge mit elektrischem Licht ausgestattet worden, und sie bietet jetzt auch einen Naum zum Aufbewahren der Schneeschuhe. Mit dem 1. Januar 1935 ist die Verwaltung der Herberge auf den Gau Klein-Paris. Von unserem ep.-Äerichterstatter. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Bukarest, im Februar 1935. Eine Balkanstadt muß man mehrmals sehen und erleben, wenn man sich ein Urteil über sie bilden will. Beim ersten Mal ist man zu sehr erdrückt und befangen durch die Vielgestaltigke^ der Eindrücke. Denn mehr noch als westeuropai^e Städte hat jede Balkanstadt ihre besonderen Gebüsche ihre eigenen Gerüchte, ihre spezifischen Bilder All das nimmt einen im Anfang so gefangen, hnfe man leicht nur Momentbilder, nur Tellaus- fdmitte sieht. Wandert man aber nach Jahren wieder einmal durch dieselben Straßen so fugen sich einem die damals beachteten Einzelheiten erst zu ! Dann erst erlebt man das fremde Volk, die fremde Umgebung in ihrer ganzen bunten irssL sä Kjggg chlich eine schmutzige Pferdebahn stmter einem müden Klepper durch die krummen Gassen An der nächsten Ecke hockten in ihrer bunten Tracht em paar Bäuerinnen, die ihre Waren feilbot . allem lagerte ein Geruch von brandigem Holz, oyne den eine Balkanstadt eigentlich kaum denkbar s. So war es in Bukarest vor cm paar Jahren (Mit dem Abdruck der vorstehenden Zuschrift der Frauenschaftsleiterin von Lich wird der im Gieß. Anz. vom 18. Febr. abgedruckte Bericht unseres Berichterstatters in einigen Punkten richtiggestellt. I-T) Red.i also über das freilich noch recht mäßige Katzenkopfpflaster dem Zentrum der Stadt zu: Da beginnt das Wunderbare. Die Stadt nämlich, die einem einst vor Jahren als der Inbegriff des Balkans erschien, diese Stadt, die man damals als typisch rumänisch empfand, zumal sie mit europäischen Maßstäben nicht meßbar schien, ist heute wirklich und wahrhaftig ein Klein-Paris geworden. Der Boulevard Bratianu, der noch vor einigen Jahren mitten in die dazische Wildnis zu führen schien, ist heute eine Prachtstraße, die, von kleinen Wolkenkratzern, modernsten Geschäftshäusern und riesenhaften Wohnbauten gesäumt, eine der Hauptverkehrsadern der werdenden Balkangroßstadt darstellt Vergeblich sucht man die kleinen windschiefen, einstöckigen Häuschen, die einst hier standen, die riesigen Pfützen und Lachen, aus denen meterroeit das Wasser spritzte, wenn ein Wagen durchfuhr. Heute gibt es statt dessen hier nur Schutzinseln, weiß behandschuhte Verkehrspolizisten, Lichtsignale und was der modernen Errungenschaften des Stra- "Wenn man^eute aus der modernen, sauberen und weitläufigen Halle des Bukarester Nordbahn Hofes heraustritt, um ein flutotan 3uifwben o ist man zunächst überrascht und erstaunt über d Zahl eleganter Kraftwagen, modernster amerikan scher unb französischer Fabrikation, bie da ah 2luto droschken auf Fahrgäste warten. Man traut sich zuerst gar nicht, solch einen fürstlichen Wag 3 chartern. In Wirklichkeit ist es aber halb so schlimm. Denn das Autofahren ist in diesem Erdol-Lano eine ebenso selbstverständliche wie billige Sache g - worden. Und doch: Es wird viel schöner und auch viel romantischer, mit dem Zweispänner, mit der Birja, durch die Straßen zu hoppeln. Es geht zwar Langsamer, aber dafür kann man in dem offenen Wägelchen mit den flinken Pferdchen davor viel mehr der bunten Eindrücke dieser in ihrem äußeren durch die Stadt genehmigt worden. Der ehemalige große Gasthaussaal ist in zwei Naurne auf geteilt. Ein Tagesraum für männliche Jugendliche ist fertig- gestellt, ebenso der Schlafraum für diese. Weiter sind noch ein Tagesraum und em Schlafraum für Mädchen in Arbeit genommen. Em größeres Wiesenstück vor der Herberge eignet sich gut zum Zelten. Dr. Duseberg sprach der Stadtverwaltung Dank aus für die Ueberlassung dieses Hauses. Frl. H o tz, die frühere Geschäftsführerin der hiesigen Ortsgruppe, jetzt wohnhaft m Schotten, gab einen Bericht über folgt Verpflichtungsfeier der TlB.-Frauenschast Lich. der Kreisleiter pg. Klostermann. — Alle Volksgenossen sind zu dieser Z«n würdigen Feier zu gedenken, im übrigen fällt an diesem Tage der Unterricht aus. ist besonders zu beach- den Steuerpflichtigen, Kinder auf Er hatte auch glaubwürdige Angaben gemacht über seine Talente, mit Leim umzugehen. Unruhe, Geschrei und eine Verbrennung des Daumens waren die Folge. Trotz ernsthaften Zuredens hatte er es unternommen, den Hahn der Badewanne selbst abzudichten. Aufregung! Ueberschwemmung! Fast Feuerwehr! Der 1. März Tag der Saarrückgliederung in Gießen stet; sorgfältige Prüfung der angebohrten Stellen läßt keinerlei Spuren ihrer Tätigkeit bemerken. Anders steht es mit dem Bohren auf chemischem Wege. Der Redner hat unvollendete und vollendete Bohrungen von Natica in auffallendem Licht mit Hilfe des Leitzschen Ultropaks mikroskopisch untersucht und gefunden, daß deutliche Anzeichen für eine Lösung des Kalkes auf chemischem Wege zu finden sind. An einer Reihe von Lichtbildern wurden die hierbei auftretenden kennzeichnenden Erscheinungen oorge- wiesen, öie die alte Frage dahin zu beantworten gestatten, daß der Bohroorgang bei Natica ganz oder jedenfalls in erster Linie auf chemischem Wege sich abspielt. Als Träger der chemischen Wirkung kommt vermutlich eine besondere Bildung an der Unterseite des Rüssels der Natica, die sogenannte „Bohrdrüse" in Frage. Auch die in unseren nordischen Meeren häufige Purpurschnecke bohrt die Schalen anderer Weichtiere an und bemächtigt sich ihrer auf diesem Wege. Die Purpurschnecke besitzt anscheinend keine Bohrdrüse, und die Betrachtuna ihrer Bohrlöcher hat bisher keinen sicheren An- Haltspunkt dafür geben können, mit welchen Mitteln sie bohrt. Eine Beteiligung der Radula ist in diesem Falle nicht ganz unwahrscheinlich Hierauf sprach Herr Dr. Schmid, Assistent am Deterinarhyglenlschen Institut, über Biologie einiger Eingeweidewürmer des 2Uen- schen und der Haustiere und ihre Bedeutung für die Bekämpfung. Der Vortragende führte folgendes aus: Eine wirksame Bekämpfung parasitärer Erkrankungen ist erst durch die Erforschung des Entwicklungskreis- laufes der einzelnen Parasiten möglich geworden zumal dagegen manche Parasiten sicher wirkende Arzneimittel noch nicht bekannt sind/Zn fianb uon Lichtbildern wurden die verschiedenen Uebertra- gungsmogllchkeiten einiger Eingeweidewürmer des Menschen und der Haustiere oorgeführt: Ein Teil ^Y?°raslten zeigt eine direkte Entwicklung, andere (z. B. Bandwürmer des Men chen) benötigen einen wieder andere (gewiffe Sauawürmer des Menschen und der Tiere) sogar zwei Zwischenwirte, in denen die Zugendstadien der Parasiten sich erst entwickeln müssen, ehe sie den eigentlichen Wirt, d h den Menschen, befallen können. Als Zwischenwirte'ko>m men sowohl niedere (z. B. Schnecken Insekten) a^s «Rind Schwein, auch der Mensch Artin hTr Nachdem man die verschiedenen . W nu* Schmarotzer erkannt hat. st auch die Möglichkeit gegeben, den Enkwicklungs- I freis an irgendeiner leicht zugänglichen Stelle zu I Kundgebung eingeladen. Für die Gliederungen und die angeschlossenen Verbände der Partei ist es Pflicht, daran terlzunehmen. 2. Kackeizug durch die Stadt im Anschluß an die Kundgebung. Oie Zahl der Teilnehmer am Kackeizug wird beschränkt. Es nehmen teil: 1. Teile des Reichsheeres Gießen) 2. SA. 2500 Mann,- 3. PO. mit allen politischen Leitern der 4 Ortsgruppen, den Amtsleitern, Abteilungsleitern der Kreisleitung,- 4. Arbeitsdienst mit 170 Mann; 5. HZ. mit 300 Mann; 6. IV. mit 120 Mann; 7. BOM. (200); 8. LM. (100); 9. RGOKB. und Arbeits-Gemeinschast der Regiments-Vereine zusammen höchstens 600 Mann. — Oie Mitglieder der Gliederungen und Verbände, die nicht am Iackelzug teilnehmen, beteiligen sich an der Kundgebung. Oie SS. versieht den Ordnungsdienst auf dem Oswaldsgarten. Durch die Absperrung dürfen nur die geschlossenen Marschkolonnen, die am Kackelzug teilnehmen. Antreten der Marschkolonnen in Sechserreihen nicht auf dem Oswaldsgarten. Ort und Zeit ist den Gliederungen überlassen, doch müssen sämtliche Kackelzugteilnehmer um 19.45 Llhr auf dem Oswaldsgarten sein. Oie PO. tritt 19.30 Llhr (pünktlich) in der Markttaubenstraße mit Kähnen an. Rechter Klügel Lindenplah. Meldung an pg. Kopp. Fackeln können von den einzelnen Ortsgruppen, der SA.,Arbeitsdienst, HZ., IV., BOM., ZM. am Kreitag morgen nach der gettofsenen Vereinbarung abgeholt werden. Oie Aufstellung auf dem Oswaldsgarten und der Anmarschweg geht aus den Aufmarschplänen hervor, die den Beteiligten zugehen. Marschstraßen des Kackeizugs: Oswaldsgarten, Steinstraße,Marburger Straße, Watttorstraße, Lindenplatz, Kirchenplah, Schulstraße, Reuen Bäue, Gartenstraße, Ludwigstraße,Bleichstraße, Hindenburgwatt, Seltersweg, Kaplansgasse, Reustadt, Oswaldsgarten. 3. Im Anschluß an den Kackelzug: Großer Zapfenstreich der Teile des Reichsheeres Gießen auf dem Oswaldsgarten. Schmelz, Kreispropagandaleiter. Dabei glaubt er aber, alles zu können! Wenn es nicht gelingt, so liegt es natürlich an dem mangelhaften Handwerkszeug, an dem ewigen Dreinreden und oft sogar an der fehlenden Hobelbank! Kürzlich bestand sogar ernste Gefahr: Die Tasten des Flügels hängen. Sie gehen nur langsam hoch. Vielleicht ist der Filz feucht geworden. Nun nahm er zu meinem größten Schrecken an einem der bekannten langweiligen Tage den Deckel des Flügels ab. Er wollte nachsehen. Ick ließ ihn heimlich sofort telephonisch abrufen und rettete dadurch unfern Flügel vor dem Zersägen. Zum mindesten aber! vor dem Zerlegen in Bestandteile, die später nicht mehr zusammen passen. Ich hatte vor Monaten die Vergrößerung eines Bücherbrettes angeregt. Man hat ja meistens mehr Bucher, als man unterbringen kann. Mein Mann Wßte sofort den schauerlichen Plan, ein solches Brett selbst herzustellen. Er nahm umständlich Maß, bestellte ein paar' Bretter, und das Unheil war nicht mehr aufzuhalten. Denn schon das Einschlagen eines Nagels bedeutet für ihn nahezu Selbstverstümmelung. Mit diesem Bücherbrett wollte er sein bis zum Ueberdruß gebrauchtes Wort unter Beweis stellen: „Was der Mensch will, kann er. Wenn er sagt, et kann nicht, so will er nicht." Mit diesem Bücherbrett ging es, wie mit all den andern Dingen: Er wollte, aber er konnte nicht Er schnitt die Bretter, schraubte sie schief zusammen^ verschmierte mir mit Farbe und Beize den Fuß- boden und machte eine unbeschreibliche Unordnung. 'teht das gewollte, aber nicht gekonnte Ding im Keller und harrt der verdienten Entrümpelung. Man wird jetzt verstehen, daß ich mich freue, die fianöroerfer ,m Hause zu haben. Alles wird ganz natürlich, ohne Geschrei und vor allem richtig gemacht. 1 a a Was der Mensch will, kann er nicht immer, was er aber gelernt hat, das kann er! M. A. Die neuen Steuergesetze. Er hatte eine Stuhllehne angenagelt, statt sie in die dazu bestimmte Nute einzuleimen. Zerrissene Kleiderärmel! Krach! Neuer Bruch der Lehne! feiÄ™ in 1Kundgebung auf dem Oswaldsgarten. Beginn 20 Llhr. Es spricht unzierte die Wände und richtete großen Scha- ****“ -14*11**- «w«. •**-<*- " den an. unterbrechen und damit eine Weiteroerbreitung ztt verhindern oder doch einzuschränken. Bei den Würmern, bei denen kein Zwischenwort vorhanden ist, । kann man durch Schaffung ungünstiger Bedingungen , für die Wurmbrut (so durch zweckmäßige Beseiti- e des Kotes der Wirte und größtmöglichste lichkeit) diese an ihrer Weiterentwicklung hindern. Ebenso ist in gewissen Fällen die Fürsorge für Trockenheit der Weiden ein gutes Bekämpfungsmittel. Bei Parasiten, die einen oder mehrere Zwi- schenwirte zur Entwicklung benötigen, können die Parasiten außerdem dadurch daß die Wirte die Stellen, an denen die Zwischenwirte vorkommen, meiden, oder durch die Vernichtung der Zwischenwirte ober Hemmung ihrer Entwicklung durch geeignete Maßnahmen bekämpft werden. Zum Schutze des Menschen vor der Ansteckung mit Bandwürmern und Trichinen leisten Fleischbeschau und Trichinenschau äußerst wertvolle Hilfe. Beide Vortragende hatten zur Unterstützung ihrer Ausführungen zahlreiche makroskopische und mikroskopische Präparate ausgestellt. Außerdem wurde, aus Veranlassung von Herrn Prof. W. I. Schmidt, den Besuchern der Sitzung eine Auswahl aus den Unterrichtstafeln vorgewiefen, die im Laufe der Jahre im Zoologischen Institut der Universität her- gestellt worden sind. Es handelt sich um farbige, in großem Maßstab mit der Hand gemalte Tafeln, die nicht einfach Lehrbuchfiguren vergrößert wiedergeben, sondern unter Berücksichtigung aller über den Gegenstand vorliegenden Forschungen und der Anforderungen des Unterrichts einprägsame Bilder der in Kursen und Vorlesungen behandelten Tiere barbieten. Schlesiens Bergwelt. Nach der Vereinigung der beiden Gießener ostdeutschen Heimatvereine zum Bund heimattreuer Schlesier '(Deutscher Ostbund) trat dieser mit einer ersten Veranstaltung an die Deffent* lichkeit. Der Lichtbildervortrag im Studentenheim über „Schlesiens Bergwelt", den der Lichtbildner Hans-Ulrich S i e g e r t aus Hirschberg hielt, erfreute sich guten Besuches. Universitäts-Professor Dr. Bechtel begrüßte die Erschienenen und wies auf die Notwendigkeit hin, den Strom der Wanderer und Reisenden nach deutschen Heimatgauen, besonders aber nach dem Riesengebirge und nach ostpreußischen Seen mit der meeresumspülten Bernsteinküste zu leiten. Bisher war es so, daß der Deutsche sich im Westen oder Süden Europas besser auskannte als im Osten des eigenen Vaterlandes, von dem er nur eine schlechte Vorstellung hatte. Aufgabe der ostdeutschen Heimatoerbände ist es, für Öen Besuch des Ostens und ostdeutsche Kleinkunst 3U werben im Sinne der Aufgaben, die der Führer diesen Verbänden gestellt hat. Diesem Zwecke soll der Abend dienen, der den Westdeutschen mit dem Ostland bekannt machen, den Schlesier an seine Heimat erinnern soll. Lichtbildner Hans-Ulrich S i e g e r t - Hirschberg, der eine Anzahl seiner eigenen schönen Landschaftsaufnahmen im Vortragssaal ausgelegt hatte, gab dann in seinem Vortrag, den er mit einem Dialektgedicht eröffnete, ein übersichtliches und von ausgezeichneten Eigenaufnahmen wirksam erläutertes Bild von Landschaft, Land und Leuten, der Bauweise, der Flora und der Sitten und Trachten. Der Redner führte feine Zuschauer von Hirschberg aus in das Hirschberger Tal und bamit in den Charakter jener Berglandschaften mit den Badeorten Warmbrunn, Flinsberg und Salzbrunn. Die Diel- ältigfeit des Ausdruckes jener Landschaft mit den anft ansteigenden Hohen und dem alpinen Charak- ter war durch feine Lichtbilder deutlich sichtbar. Da- bei zeigte er auch die „hessischen Bezirke", die Wald- landschaft um Fischbach, die sich im Besitze des Großherzogs von Hessen befindet und die auch in ihren Häuserbauten einen starken Einschlag des Fachwerkbaues aufweisen. Man sah die Hirschber- ger Berge, von denen die bekannten Segelflieger Wolf Hirth, Danna Reitsch u. a. ihren Weg zur Weltberühmtheit antraten. Aus der Reihe der vielen Landschaften war das Dichterdorf Agneten- dorf bemerkenswert, der Wohnsitz Gerhart Hauptmanns und einiger anderer Dichter und Schrift- teller. Die Reihe der Burgen eröffnete der „Ky- naft , das Stammschloß der Grafen Schaffgotsch. herrlicher Blütenpracht prangte die weltberühmte Schaugärtnerei Liebichau des Fürsten von Pleß, die eindrucksvolle Kirchenkunst Schlesiens Zuschauer an dem prächtigen Barockbau der Klosterkirche Grüssau gezeigt, die Bilder des 1 ?ioßen Barockmalers Willmann, des „schlesi- : Ufael" birgt. Die Reise durch Rübezahls ' führte auch zu den' einstmals sehr berühm- ^ohsichnitzern, zu den Glasschleifereien, die op- tische Glaser für die Schiffahrt Herstellen und schließ- Uch zu der eigenartigen Nadelspitzkunst, die in der Gegend um Hirschberg zu Haufe ist. Im zweiten Teil seines Vortrages führte der Redner feine Zuhörer und Zuschauer in die alpine -oergmelt mit ihrer Flora, ihren Blumen bis hin- a“f in oie Schneegebiete am Zobten, dem Ziegen- rucken und der Schneekoppe mit ihren gefürchteten Schneewettern und der Lawinengefahr, in denen aud) Horst Wessels Bruder umgekommen ist. Ganz besondere Freude boten die Bilder der Schnee- landschaft, jene zaubrifchen Kunstwerke, die die Natur selbst schafft. Nach einem Ausflug in das böhmische, jetzt tschechische Grenzland beschloß der Besuch einer „schlesischen Huxt" (einer Hochzeit) in oen Trachten jenes Gaues den zweistündigen Vortrag in recht fröhlicher Weise. Dem Redner wurde für seinen instruktiven Vortrag starker Beifall gezollt. Zn einem Schlußwort dankte Vereinsführer Kostorz für die Unterstützung der Ostarbeit des Bundes durch den zahlreichen Besuch und gab der Hoffnung Ausdruck, daß der nächste Vortrag über Ostpreußen ebensogut besucht sein möge. ♦ ** Das Abbrennen von Grasflächen ?m-ne2:U,n?Ae‘teu ist in her Zeit Dom 1. Marz bis 31. Juli verboten. Man beachte die heutige Bekanntmachung der Bürgermeisterei ** Mit dem Motorrad gegen den abend ereignete sich auf der Straß- ®iefjen—Collar in der Nähe der Karlsruhe ->n Ver ehrsunfall. Der 2z,ahrige Rudolf Ewald oon Lollar fuhr mit (einem Motorrad gegen einen Saum und stürzte. Er erlitt Kopf- und Schulterverletzungen sowie eme leichte Gehirnerschütterung. Bon der Freiwilligen Sanität-kolonne vom Roten Kreuz wurde er ,n die Chirurgische Klinik gebracht. ‘ Anordnung über Spirituosen- ^usfchan k pr«,se. In Nr. 38 des „Reichsonz.- S ®ei4stommi[fflr für Preisüberwachung barauf hin. daß in Gastwirt- Ät Don t 4 3n^Cn Schankgefäße mit einem tohrt hohen 2\2'5'«' 5 und 10 ctl. bereits einge- Et der Getränk. Ausschankpreis für Spirituosen arLn hentr? f.etarle Niit Angabe der Gemäß- hantlunaen“^ ,cnnthd> 3U machen ist. Zuwiderbelegt werden " m“ Strasen bis zu 1000 Mark 10 000 Mark gewährt. Zu der Umsatzsteuer führte der Vortragende u. a. aus, daß der Normalsatz 2 v. H. beträgt. Neu ijt aber, daß bei Lieferung im Großhandel sich die Steuer auf tU v. H. ermäßigt. Die Erbschaftssteuer ift aus bevölkerungspolitischen Gründen hinsichtlich der Abkömmlinge und Ehegatten ganz bedeutend günstiger für den Steuerpflichtigen gestellt worden. Für Kinder gilt Aus der Vrovinzialhauvista-t. ! genommen werden. Auf die Führung ordnungs- mäßiger Bücher rst besonderer Wert zu legen. Es Fröhliche Arbeitsbeschaffuna. kommt nicht darauf an, ob der Steuerpflichtige im »h- , , 9f ,r . ....... . . , . Handelsregister eingetragen ist, sondern seine Buch- Dieser Aufsatz wird fortwährend unterbrochen führung muß nach den Vor chriften des Handels- ourch Hammern, Sagen und fremde Tritte gesetzbuches eingerichtet fein. Zch habe die Handwerker im Hause. Ich freue Sodann ging der Vortragende auf die Steuer- nud), öafj sie da sind. Das hat einen tieferen Erleichterungen näher ein, beijanöette die @runb. Es sind nette, gemütliche Menschen im Ar- Körper,chastssleuer und die Bürgersteuer. Bei der beitsanzug, die mich anreden nut: „Sagen Se mal, Bürgersteuer sind erstmalig zu dem seitheri- vrauiem ... gen starren System die Kinderermäßigungen ein- Mein Mann ist nämlich verreist, und ich benutze geführt, so daß die größte Härte verschwindet. Bei seine achttägige Abwesenheit zu einer allgemeinen der Vermögenssteuer ist besonders zu beach- Ueberholung der von ihm bisher geleisteten „Hand- ten, daß die Freibeträge für den Steuerpflichtigen, 1 ~ seine Ehegattin und die minderjährigen Kinder auf 3e!>er Mensch hat einen Sparren. Mein Mann je 10 000 Mark gesetzt sind, so daß z. B. ein ver- f1?1 geschickter Handwerker zu sein. Er roiU Ijeirateter Steuerpflichtiger mit 2 Kindern 40000 alles selbst machen, und oft genug hat er das Haus Mark steuerfrei hat. Auch für volljährige Kinder mit ruhestorendern Lärm und allgemeiner Unord- bis 25 Zahre, wenn sie sich noch in der Ausbildung nung heimgesucht. Das war aber auch alles. Und I befinden, wird auf Antrag ein Freibetrag von letzt gibt es vieles zu richten. Vor allem müssen die'----------- Dinge gerichtet werden, die mein Mann schon „gerichtet" hat: Er hatte die Schlösser an der Tür des Eßzimmers, am Kleiderschrank und am Schreibtisch „nachgesehen". So nennt er das. Er behauptete aud), das zu können. Das Nachsehen. Schrammen an der Politur, ein Riß im Holz und das Abbrechen eines Schlüssels waren das einzige wahrnehmbare Ergebnis. Oberhessische Gesellschast für Naiur- und Heilkunde. In der Oberhessischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde machte in der jüngsten Sitzung im Zoologischen Institut zunächst Herr Dozent Dr. W. E. Anke! eine Miteilung über besondere Bleeresschnecken. Zm Meere vorkommende Schnecken der Gattung Natica leben räuberisch oon Muscheln und von anderen beschälten Weichtieren. Muscheln können die beiden Schalenklappen fest zusammenpressen, viele Schnecken schließen ihre Gehäuse vermittels eines Deckels; die Natica-Arten aber vermögen sich dennoch ihrer Beute zu bemächtigen, indem sie in das kalkige Gehäuse der Opfer ein Loch bohren und sie durch diese Deffnung hindurch leer fressen. Die Bohrlöcher, die Natica in den Schalen ihrer Opfer anbringt, sind von einer auffallenden Regelmäßigkeit, und schon mehrfach haben daher Zoologen die Frage: „Wie bohrt Natica?" behandelt. Denkbar ist sowohl ein mechanisches, als auch ein chemisches Bohren, vielleicht auch eine Vereinigung von beiden Verfahren. Als mechanisches Werkzeug käme für die Natica allein die sogenannte „Zunge", d. h. die mit Zähnen besetzte Reibplatte ober Radula in Frage. Aus mehreren Gründen jedoch ist es unwahrscheinlich, daß die Radula die Bohrarbeit lei- Der Kaufmännische Verein hatte ferne Mit- Weder zu einem Vortrag des Volkswirts Dr. jur. Ruckelshaufen im Kaufmännischen Vereinsbaus eingeladen, zu dem auch eine Anzahl Handwerksmeister und andere Interessenten erschienen waren. In feinen einleitenden Worten führte der Vortragende aus, daß sich der Nationalsozialismus zum Ziele gesetzt habe, die persönliche Verantwor-1 roesfxin, E!nzelun,2rn«hm^ Hanbetsqestll: nur°'?000^Mar"" 80000 ®art anftatt AL -eicht verständlicher Weste fonöerem Maße steuerlich belastet würden Da der gehaltenen Vortrag beantwortete der Redner noch neue Staat wünscht, Saftie iräwjjj Sne Versammlung gestellter Fragen, dere die fiebuna de« $er Schriftführer des Kaufmann, chen Vereins S- Kuh, dank,- Iv^inn sU D? Rucke,s- leichierungen nachdrücklich unterstrichen Auch f«r ausgezeichneten Vortrag und Ankurbelung der Wirtschaft und'damtt zum Kamp b,e Berfammlung. gegen die Arbeitslosigkeit sind steuerliche Erleichte- Gottesdienst "An" Ein?ommen°."und K 0 r p e r, cha f t S- anläßlich der Rückgliederung der Saar. P U ä r u-n $ e n ' deren Abgabefrist bis (ELP.) Der Landesbischof der Evangelischen Lan- zum 15. Marz verlängert ist, sind von den buch- deskirche Nassau-Hessen Lic. Dr. Dietrich hat an- fuyrungspflichtigen Kaufleuten die Jahresabschlüsse geordnet, daß anläßlich der feierlichen Rückkehr des zugrunde zu legen. Es wird angestrebt, daß sich die Saarlandes zum Reich ein liturgischer Gottesdienst Steuerbilanz immer mehr der Handelsbilanz an- stattfindet. Es bleibt den Pfarrämtern überlassen, nayern soll. Zn der neuen Steuerbilanz wird be° Tag und Stunde entsprechend den örtlichen Ver- E^er Wert auf eine Unterscheidung gelegt zwi- hältnissen zu bestimmen. Am geeignetsten erscheint scheu kurzlebigen Gegenständen, das sind solche mit der Vorabend des Feiertags. Nutzungsdauer von 5 Zähren und weniger, anb langlebigen Gegenständen. Kurzlebige Gegen- vDCtyUlfCiern h.„t0^Lnim«fl“9semd.nen, Zuständig obge= bei der Heimkehr der Saar, icyneven werden. Bei den lanalebiaen (Seaenftrtn- , i>cn ist die Abschreibung entsprechend der Betriebs- Anordnung des Reichs- und Preußi- gewohnlichen Nutzungsdauer vorzunehmen Alle I KJ Ministers für Wissenschaft, Erziehung und Gegenstände, die auf der amtlich herausgegebenen Dolksbilduna, die von der Minifterialabteilung für Liste der kurzlebigen Gegenstände verzeichnet sind Brldungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum allen wozu z.B. Schreibmaschinen und Kraftwagen 3~r Kenntnis gebracht wurde, ist am i)oren, können ohne weiteres vollständig abaefchrie J L v r 3r'< m Tage der Heimkehr des Saarlandes den werden. Es muß aber stets beachtet werden 3Um deutschen Vaterland um 9 Uhr vormittags in daß bei allen Abschreibungen in der ©tcuerbilan' aUen ?^len der Rückkehr der Saar in einer turn'cht unter die Werte herunterqegangen werden würdigen Feier äu gedenken, im übrigen fällt darf, die die Handelsbilanz aufweist Bilanzklarheit an bie^m der Unterricht aus. und Bilanzwahrheit müssen grundsätzlich bei allen Vornotizen Erklärungen gewahrt sein. Es ist aber ieöem » vucnuii3en. Steuerpflichtigen das gute Recht zuerkannt b-i — T a g e s k a l e n d e r f ü r M i t t w o ch. Stadt- Spielraum in der Bewertung denjenigen Wert an= Beater: 19.30 bis 21.45 Uhr: „Frischer Wind aus zusetzen, welcher ihm steuerrechtlich vorteilhaft er- ^'^^^^^^aus (Bahnhofstraße): „Prin- scheint. Es empfiehlt sich, die Erklärungen nicht Turandot". — Hausbesitzerverein e. V. Gie- früher abzugeben, bis man sich über alle 58eftim= Pcn: 20.15 Uhr im Hotel Hindenburg 28. Haupt- mungen und Erleichterungen, von denen man Ge- Versammlung. braud) madjen kann, genauestens informiert hat. — Stadttheater Gießen. Heute abend Eine Bilanzanderung ist, nachdem die Erklärung erste Wiederholung der heiteren Spielplan-Neuheit am Finanzamt abgegeben ist, nur noch mit beson- ..Frischer Wind aus Kanada" von Hans Müller S?.rcr x 7™eJ?m'9ung des Finanzamtes statthaft. (Nürnberg); Spielleitung Intendant Hanns König, Eine tatsächlich unrichtige Bilanz kann aber auch Kapellmeister Fritz Cujä als musikalischer Leiter, nachträglich noch berichtigt werden. Der Verlustvor- — Rosenmontagskonzert im Catä h? ^^fallen, doch gelten dafür noch Leib. Am kommenden Montag, dem Rosenmontag, besondere Uebergangsbestlmmungen. Der Abzug musiziert im Caf6 Leib die Gießener Militärkapelle u Verlustes darf z B. nur bis zur in einem großen ^o^enmontaas"Sn^er 2Iuf bi Hälfte des Gewinns des gewerblichen Ertrags vor-!heutige Anzeige [ei besonders aufmerksam gemacht. Die Zeugenvernehmung im Höseld-Prozeß der im vergangenen und der im Weltkrieg O. Steinhäuser, Dr.O. Weide, Den Dank für die Auszeichnungen A. Steinbrecher, fetÄlSW5*5 butter, sie solle doch unterstützten, wurde warmer '^»unbert uerstmbenen °^Pr £I 3urü». 9 gefallenen Vereinsmitgüe . ejn än Stelle der Kinderschwester Betty I Fra> üblich--Ä Sinn trat Schwester Marie Bodmer Für ine Dem Rechner W. B r a u n, der an Stelle des langjährigen verdienten Ehrenmitgliedes W. A l b a ch die Rechnung zum ersten Male vortrug, die von zwei Mitgliedern vorgeprüft und für richtig befun- ? C _____ ___Sa*- a AUr.hrnv.SA flir ruhig bleiben, es gehe doch vorbei. Sie war zehn Tage in der Kammer und bekam auf Anordnung des Vaters Wasser und Brot. Während der Gefangenschaft gab ihr die Mutter einmal Salat und sagte, es sei mit Erlaubnis des Vaters gewesen. Hilde erklärt, sie würde sonst den Salat nicht genommen haben. Während der Gefangenschaft in der Kammer wurde sie nochmals geschlagen. Das Mädchen bejaht auch, daß der Vater die Mutter mißhandelte. Hilde äußert, daß sie von niemand gefragt worden sei, ob sie Schmerzen gehabt habe, als sie nach zehn Tagen aus der Kammer herauskam. , . Die Zeugin schildert dann, wie es ihr in ihren Stellungen ergangen sei und kommt dabei auch auf ihre Tätigkeit bei dem Milchhändler zu sprechen. Hilde gibt zu, daß sie vom Kuchen naschte, daß sie den Stempel benutzte und auch einen Füllfederhalter aus der Schublade nahm. (Der Milchhändler hat ihn bis heute noch nicht vermißt.) Hilde wird dann über ihre Eltern befragt. Die Mutter habe einmal gesagt, sie gehe dabei zugrunde, wie der Vater sei. Die Mutter sei immer zu ihr lieb gewesen. Hilde wußte, daß die Mutter Beziehungen unterhielt und daß das auch dem Vater bekannt war. Die Mutter forderte sie auf, als sie einmal spät aus dem Kino kam, sich das Leben zu nehmen. Den Vater will sie nicht für normal gehalten haben. Als sie sich einmal 30 Pf. geliehen hatte, teilte ihr die erzsirnte Mutter mit, wenn das noch einmal vorkomme, werde sie dafür sorgen, daß sie, die Hilde, nicht mehr am Leben •UlUU Ul v I l U/ Ul J w IV v v v yj O _ - treu, ehrlich, nicht lügenhaft, aber verschlossen. Warm konnte man mit ihr nie werden. Minna erzählte, daß sie vom Vater sehr geschlagen worden sei. Die Zeugin hat zwei Söhne. Daß diese nähere Beziehungen zur Hilde hatten, wußte die Zeugin 80 Jahre Freiwillige Feuerwehr in Lauterbach ntg5 wird nun die Oeffentlichkeit ausgeschlossen und der eine Sohn der Feinkosthändlerin ver- -Sie hiesige Abteilung der V°lk-H°ch- «wer ^^t/dieM^B°^,chule e hielt im Schulhaus auf dem Tal ben Dieses Schreiben trug den Firmenstempel •* ff>Ar.+rnnartf«0n.h ab. Der Redner cand. 9 Der Stempel wurde ständig ch ^«»°n I unter Verschluß gehalten. Der Zeuge glaubt, daß " "" dei,ttck>en, unter >n Wohnung herumlpiomert ' . . r. *. J A.. Savv. SRohnlftlTC* TilTln. Oberbrandmeister Hardt schloß dann die Fest-1Bie Äa||enüen)aitnine w-u, ~7~2 Versammlung mit Dank an all- Mitarbeiter^ Käme- Bruder Fr. Hahn (Grohen-Bufeck) m must-r, radschastlichcs Beisammensein beschloß den Abend. -----— tm-‘“ n,mfha und ickliester 25 Lahre Zweigverein Butzbach nommen. v . In der Rachmitt-agssitzung werden veZchiedene Arbeitgeber der Hilde Hofeld vernommen. Bei Frau S. war Hilde 12 Tage tätig. Sie ging aus eigenen Wunsch fort. Hilde zeigte sich vergnügt und lebenslustig. Eine Professorgattin bezeichnet Hilde als eine gewissenhafte und pünktliche Person von gedrucktem deren Andenken in ÜDiuyti auh, Der Führer des Gesamt-VHC., r..“ M hp95 s e r, überbrachte die Grüße und Glückwünsche des selben, erwähnend, daß Vater Benbe , Schöpfer so vieler Zweigoereme, auch der«emg Butzbacher Zweigvereins sei. Er teilte dann ' daß folgende Mitglieder für ihre 25;ahrlge Mitgliedschaft geehrt würden: Otto Geryaror, Fritz G r o h e, Hermann Küche l, Heinrich L m e r s d o r f, Fritz M ä t t n e r, Christoph> 2) chior, Karl Reif, Peter Reinhardts Dr. Karl Rumpf, Johann Sattler, Karl Selppe , Konrad Schneider, Oberamtsrichter JErP e w ' gesetzter Richtung. , v ... Zeugin: „Da habe ich gar nicht dran gedacht, das habe ich gar nicht überlegt. Beisitzer: „Würdest du auch in den Main gesprungen sein, wenn jemand anderes gesagt hättet „Spring hinein?" Zeugin: „Rein". .. Qf . Unterwegs hat keiner einen Ton geredet. Auf der Brücke sah der Vater erst einmal herunter und sagte dann, daß er ihr alles verzeihen werde. Dann gab er ihr einen Kuß. Sie trug ihm Gruße nach Hause auf und der Vater rief: „Mach schnell, Damit kein Aufsehen erregt wird. Da stellst du bid) prauf und springst herunter," sagte er, auf das Geländer deutend. Als sie auf das Geländer stieg, hat der Vater ihr nicht geholfen. Er hat noch einmal gewinkt und sich umgedreht, denn es kamen von der Frankfurter Seite mehrere Leute. „Ich habe die Augen zugemacht und Habs mich !^e". ich an die Oberfläche kam, wollte ich nicht schreien, mußte es aber tun." Es gelang der Zeugin an einen Pfeiler zu kommen. Sie blieb dann unter dec Brücke, damit sie niemand sehe, bekam steife Glie« der lag eine Weile am seichten Ufer, bann arbeitete sie sich heraus. Vor Kälte fiitternb ging sie dann in das Heim, wo man ihr gleich Kleider und Tee gab und wo sie die ganze Affäre, aber n.cht fehr ausführlich, erzählte. Nunmehr wurde die Verhandlung abgebrochen und auf Mittwoch vertagt. Kleinen soll auf Antrag von Lehrer Henkel eine Schlafgelegenheit geschaffen werden. Für Anschaffung und Ergänzung der Spielsachen wurde em ,ahr- licher Betrag von 20 Mark in den Voranschlag eingestellt. Die Krankenschwester Marie Groß machte' 4958 Krankenpflegebesuche. Beiden Schern wurde für ihre treue Arbeit gedankt. Die Wohl tätigkeitsanstalt durste sich, im abge aufenen Vereinsjahr wieder einer Reihe oon Unterftu^ungen erfreuen. Der Gemeinde, der Reichsbahnbirektion Frankfurt, der Evang.-Kirchl.-Frauenhilfe des Ortes, den Buderusschen Eisenwerken, dem Spar- und Dorschußverein Daubringen, der von Anfang an ein treuer Gönner des Werkes war, der Firma Rinn & Cloos und vielen ungenannten Spendern der Gemeinde, die die Schwestern mit Naturalien Bauoberinspektor i. R. S t e i n b r e ch e r, die Ver-, treter des hiesigen Taunusklubs, die Vertreter em= achter Nachbarvereine u. v. a. Alsdann folgte nach einem schönen Kinderreigen der VHC.-Jungsten bte Auszeichnung von 42 Mitgliedern, die Kreiswan- derwart Wilhelm S e i p p e l vornahm. Nach einem Chorlied folgte die Aufführung eines äußerst humoristischen und sehr flott gespielten Schwanks „Der arob? Gottlieb" von A. L a u f s, der die Lachmus- keln aller Anwesenden in heftige Bewegung setzte. An eine kurze Ansprache des Reichswanderwarts mrnt -j\r Werner, in der er seine und seiner Familie Verbundenheit mit dem hiesigen VHC., so- ^amlue -llervu.lv - Wanderns und die Pflege 'der Gemeinschaft betonte, schloß sich bann *u“ÖÄ MJ-ä SÄE ä sä; ff. .tsäsäj Begrüßung der erschienenen Ehrengast- g.ng d°r Vorsitzende, Apotheker Matthaus IN kurzen Zügen aus bte Geschichte des Zw°'«°-«'nse,m gebuchte in dem sich nicht nur der Stempel, sondern auch Geld befand. Es ist für den Zeugen kein Zweifel, daß Hilde ihm auch Geld genommen hat Die Ehefrau des Milchhändlers erinnert sich, daß Hilde davon gesprochen hat, sie bekomme zu Hause oft Schläge, die sie nicht verdient hatte. Eine Berufsschullehrerin bezeichnet Hilde als eine fleißige, mittelmäßig bis gut begabte ordentliche Person, von der sie einen guten Eindruck hatte. mit der Hilde nicht fertig. Tun Sie sie m eine Cr- ziehungsanstalt." Höfeld sei dagegen gewesen. Die Zeugin hat aus den Briefen allerhand Dinge geschlossen. Als die Zeugin der Mutter die Briefe zeigte, war Frau Höfeld sprachlos und bat sie sozusagen auf den Knien, dem Vater nichts zu sagen. Die nächste Zeugin ist die Lebensmittelhändlerin, von der die Hilde das Darlehen erlangt hat. Sie uttwbai den Eindruck, daß Hilde eine verschlossene Per- Nach son ist. Die Zeugin hat der Dienstherrin von dem Bürger- Darlehen Mitteilung gemacht, als sie es nicht zuruck- bleibe. M , Am 15. Dezember wurde Hilde vom Vater beim Heimkommen mit der Peitsche geschlagen. Die Mutter und Minna mußten hinausgehen, bann wurde weiter geschlagen. Der Vater rief bann Mutter und Tochter wieder ins Zimmer. Der Vater sagte dann, daß sie Selbstmord begehen solle von der Brücke. Sie nahm gleich an, daß die Eltern das verabredet hatten. Die Mutter weinte. Der Vater sagte, sie solle auf einen Zettel schreiben, daß sie das freiwillig tue. Den Anfang der Selbstmordbescheinigung bekam sie vom Vater, den Rest von der Mutter diktiert. Ehe sich die Zeugin nun umziehen mußte, hatte sie noch mit der Mutter eine Unterredung unter vier Augen, die 20 Minuten dauerte. Hilde vertraute der Mutter ihre Beziehungen zu zwei jungen Leuten an. Darauf hat die Mutter gesagt: „Du siehst selbst, daß es besser ist, wenn du nicht mehr am Leben bist." Der Vorsitzende fragt die Zeugin, ob sie sich auch das Leben genommen hätte, wenn es ihr nicht anbefohlen worden fei. Hilde antwortete in ver- neinendem Sinne. Als die Minna aus dem Zimmer geschickt worden war, fragte der Vater die Zeugin: »Bringst du auch den Mut auf, dies auszuführen? Hüde will das bejaht haben. Der Vater sagte: »Mach den Mund weit auf, da bist du gleich weg/ Auch dis Mutter sagte dies. Die Mutter habe noch gesagt: Du tust dem Vater den größten Gefallen, wenn du nicht schreist." Ferner sagte die Mutter, sie solle beten und man würde auch zu Hause für sie beten. Vorsitzender: „Hast du das Gefühl daß die Schwester auch wollte, daß du Selbstmord begehst? Die Zeugin schweigt und sagt bann, baß Minna ja nichts hätte sagen können, weil sie bann Schlage zu erwarten hätte. Als sie die Minna zum Schluß umarmen wollte, sagte diese abwehrend: „Es ist schon gut". Die Mutter, die weinte und sehr aufgeregt war, meinte: „Du kannst dich hier oder an der Brücke vorn Vater verabschieden, es ist aber schon besser hier." Der Vorsitzende fragt die Zeugin, warum sie denn unterwegs nicht fortgelaufen sei in entgegen» Frau Höfeld erklärt, von diesem Fall nichts zu dies wissen. Es erfolgt dann bie. Vernehmung der Hildegard Höfeld. Die Angeklagten sind aus dem Saale entfernt worden. Heber das Recht der Aussageverweigerung ost machte «belehrt, erklärt Hilde, aussagen zu wollen. Die 'Reuain sagt, daß sie alle drei vor dem Vater Angst Di? L l- hattk^ bähe schon mit 12 Jahren Hieb- mit d-r Reitpeitsche bekamen. Die Zeugin laßt sich bann über ihre Beziehungen zu jungen Mannern aus. Sie verneint, jemals sich Geld angeeignet zu haben-, auch in ihrer ersten Stelle in Frankfurt wo einmal drei Mark vermißt wurden, habe sie nichts genommen. Dagegen gibt sie die unberechtigte Wegnahme einer Uhr und eines Nachthemdes zu. Am 19 August ist der Zeugin vor der furchtbaren ZuA Hgung der Mund zugebunden worden. Als sie sich । r. s:a A***v*Af a.iSa $TT>nHer IIP InllP ODCn Folge Chöre bes Vereins, Musikstücke der Steinbacher Kapelle, Gebichte von Lokalbichtern, Kuplets unb andere heitere Darbietungen. Ein flottgefpieb ter Einakter fand besonderen Beifall. Es schloß sich eine Tombola an. Die Jugend kam bann noch zu ihrem Recht mit Tanz. Der Verein zeigte, baß er unter ber bewährten Leitung seines Dirigenten auf alter Höhe steht. y Großen-Linben, 25. Febr. Am Sonntag fanb im Saale ber Wirtschaft „Zur Sonne" bte Generalversammlung bes Turnvereins statt. Nach einem gemeinsam gelungenen Turnerlied erstattete der Dereinsführer Dr. Römer den Jahresbericht. Er gedachte des im verflossenen Jahre verstorbenen Reichspräsidenten v. Hindenburg, des Turnerführers Dr. Berger und des Vereinsmitgliedes Köhler. Ihr Andenken wurde gebührend geehrt. Die Mitgliederzahl hat sich auch im Berichtsjahr weiter erhöht. Dr. Römer erinnerte dann an den glanzvollen Verlauf des ersten Kreis- turnfeftes bes Lahn-Dill - Kreises am 9., 10. unb 11. Juni in Großen-Linben. Im Ausblick auf bas neue Jahr gab er dann die Veranstaltungen bekannt, an denen sich der Verein zu beteiligen gedenkt. Heber den Reichsbund für Leibesübungen gab der Vereinsführer nähere Aufklärung. Der Männerturnwart und die übrigen Fachwarte gaben eingehende Berichte über ihre Aufgabengebiete. Erwähnenswert waren hierbei die großen Erfolge, die bei den Schwimmwettkämpfen erzielt wurden. Es wurde dem Wunsche Ausdruck gegeben, daß die Gemeinde bald ein Schwimmbad erbauen möge. Der Kassenabschluß über das Kreis- Dr. Ferd. Werner. Den Dank für Die Auszeichnungen sprach ber Ehrenvorsitzende Steinbrecher aus. Alsdann hielt ber Reichswanberführer Professor Dr. Wemer eine tiefschürfende herzliche Ansprache, in der er die ernsten und heiteren Seiten des Wan- A Laut erba 18 Hhr verstarl , „ Bürgermeister Peter. Er kehrte von einer . reise nach Wetzlar zurück, fühlte sich kurz nach seiner später einem Herzschlag. Bürgermeister Peter nehmen, den Hoherodskopf lassen wir uns nicht Derhaltnisst hat sich um das Aufbauwerk im Dritten Reich nn nehmen. Er entwarf bann noch em Zukunftsbild«aanz im to Rohmen der Stabt Lauterbach fehr verdient gemacht. unb versuchte zu schildern, wie es nach Oberheffen Bürgermeister Peter, Lauterbach t. gameJbW ganz ^neroger^rfc^arftero2lrb|it>eausg?fproC<5en. Nachdem 8 - -ch. 2«. Februar. Gestern gegen U^BÜtzbach gepflegt würde' Er die Lammung zu en emzelnen Punkten^stch b ptütztch und unerwar^ W L , -.Q$n d?n Gaurstankär den Nanga ter dem die Gemeinde"hundertprozentig stehe, auch Zukunftsbild ganz im Sinne des Führers sei, mit einem Drei- unb versuchte zu Mibern, wie es nach weiteren fachen ^ben Führer l 3be^b^a^^reXnroteineem|" "$90Vtra'9Ö ab" 'bei Vern ....... Öefamtoerbanb und den Subefoerem schloß die fammlung ab, die besondere Bedeutung dadurch spräche. Crmhfreis (öiehen tung ber evangelischen Kirche i". Oesterreich bekannt gewann, bah am gleichen Tage vor 80 Jahren * ,. .. . unb forderte zur regen Unterstützung der deutschen die Feuerwehr gegründet worden war. ck. H e u che l h e i rn, 25. Febr. Die hiesige F r e l-1 Brüder auf. Die nach dem Vortrag Zur Generalversammlung'waren neben Vertretern willige Feuerwehr HE am SamstagabendLichtbilder führten die Arbeit des Evan- der Behörden zahlreiche Mitglieder erschienen. in ber Gastwirtschaft von Willy G e r m e r ihre ^clischen Bunbes unb des Guftav-Adolf-Verems in Nach schneidigen Märschen der Feuerwehrkapelle Generalversammlung ab Der ^d^uhrer Ober- Steiermark vor Augen. eröffnete Oberbrandmeister Hardt die Versamm- brandmeister Heinrich Sch mibt V. leitete die Steinbach, 26. Febr. Am Sonntagabend luna und gedachte des verstorbenen Reichspräsiden- außerordentlich gut besuchte Versammlung. be« Deran^a[tete der Gesangverein „Germania im ten und zweier im vergangenen Jahre verstorbener grüßte besonders ben als Gast erschienenen Orts- des Gasthauses zum Ritter seinen Fanntten- Kameraden. Sodann gab er einen Bericht über die gruppenleiter W ob k er. Den ^esch^sbericht er- ^end, der gut besucht war. Der Vorsitzende Georg Tätigkeit ber Wehr im Jahre 1934 und ernannte stattete ber Schriftführer Luh. Der Kassierer Ru- J^ob Schneiber begrüßte bie Gaste unb Mlt- anschließenb bie durch den Abgang verschiedener dolf Keil gab den Bericht über die Kasse. Jn gI|eI)er Dann brachte das Programm in bunter * Führer in ber Wehr notroenbig geworbenen Nach- Stelle von Bürgermeister Rinn .ber fein Amt| fnkrer als erster Branbmeister wegen Arbeitsuberhaufung Im weiteren Verlauf bes Abenbs konnten an bie abgab, wurde Ludwig Schmidt VII. 3um ersten Wehrleute Otto K.impel, Karl Molich, Helmut Brandmeister ernannt Zum^^öwetten Brondmelster .................. Braun und Wilhelm B o ck die seit beißig Versicherung. 26 Febr Einen wohl- Die ^frühere Dienstherrin der Hilde, eine Frau d-r W-hr st-h-n, sollen zu S°S-ben°r r A n e n^B^s^ ck . D^a®ft„ltcle bcr Turn - D., sagt, das Mädchen sei sauber und ordentlich Zeit besonders geehrt werden. . - ? „r Ä n ßj u t ft e II" am Sonntagabend. Neben gewesen, aber schon nach acht Tagen habe sich er- Oberbrandmeister Hardt hielt bann einen auf v e rein „Gut ft h autf* ->ab\-- aeben daß sie naschte unb auch lügenhaft war. Es schlußreichen Vortrag über die Entstehung ber Frei- ^^r hiesigen (RÄfte^einaefunben so daß^ der fehlten dann verschiedene Sachen, ferner stellte sich willigen Feuerwehren in Deutschland und zeichnete reiche auswatllge Gas 8 ' ' f heraus, daß sie sich bei einem Spezereiwarenhand- im besonderen die Entwicklung ber ßauterbadjer grofie 6aal beW ' Lehen und nicht wieder zurück- Wehr von ihren Anfängen bis zur Gegenwart auf. Die Veranstaltung 9 . snordfdjen gegeben hatte. Die Zeugin teilte der Frau Hofeld Zum Schluß wandte er sich an die aktiven Wehr- Spie mannszug des Verems mit bem gegeven y r De?antwortung nicht mehr über- hüte, bie er bat, jenen Männern "a^^nn'^e Tr^u unstrm 'Volk" folgten. Hier- nehmen könne, das Mädchen länger zu beschäftigen, in zäher Aufbauarbeit in guten unb schlechten Zei- unb bas Ucö „Xrcu un«erm - »ackenbe Be- benn sie nehme Sachen fort und habe gravierende ten, immer nach bem Wahlspruch „Lott zur Ehr, auf hielt Beremsfuhrer ^efeDon jungen Männern. Frau Hofeld bat, bem Nächsten zur Wehr", wertvolles Bolksgut er- grubungsansprach^ Er g^^^^ SS ton «Sem Manne mitzuteilen. Als bie halten halfen zum Wohle bes gesamten Vaterlandes, des! .butschen Turnwesens, « Ziele nun- Zeugin das Höfeldsche Haus verlassen wollte, traf R-gl°rungsr-t Kessel oom Kreisamt beglück. Friedrich LudwigJahn dch-n h-h- »a. NM s-ug>n ^sammen, dem sie Mitteilung toÄM Adolf W er endlich Verwirklichung Pfunden | machte. Dih-ugin hat Hofeld «.»Skwerden krttaszett neu aüfgebaut wuttdef heute als eine der hätten. Es folgten daraus turnerische Auffuhrun- schlagfertigsten Wehren dastehe und mit Stolz auf gen in bunter Reihenfolge^ Die durchweg vortreff. ihr aditüaiäbriaes Bestehen zurückblicken könne. Die lichen Leistungen legten Zeugnis ab von ernstem £Ä9S^reisftabt habe bie Aufgabe, als Muster- Willen, zur Gesunbung unb Ertüchtigung unseres bettpttl'^fur die anderen Wehren dazustehen. Mit Volkes nach Kräften beizutragen. Bez.r-turnma "Bü?a-rmeift-r^P eter beglückwünschte die Wehr friedigung über die im letzten Jahre so sichtbar in zu dem settenen Jublliium und betonte, daß die Tat Erscheinung getretene Aufwartsbewegung m der Ler Gründung der Wehr, als damals Bürger Bau- deutscher' Tun''-»- Don L o Der Ehrenkommandant unb frühere Kreisfeuer- * Großen -Buseck, 26. Febr Im Anschluß ^öfelb bis zu ihrer Verhaftung tätig. Das wehrinspektor Bechtolb, ber lange Jahre bie eine Wanberung am Sonntag hielt ber Zw e i g- wie die Zeugin erklärte, anständig, Wehr leitete berichtete von seiner damaligen Tätig- verein des VHC. Buseckertal seine dies-1 waoaym war, w« feit unö gab seiner Freude darüber Ausdruck, baf$ jäf)rige Mitgliederversammlung im Gasthaus von die Arbeit damals nicht umsonst gewesen sei. Gerlach zu Großen-Buseck ab. Der Beremsfuhrer, Kreisfeuerwehrinspektor Stöpler würdigte die L. Jung (Großen-Buseck), erstattete denl Jahreslange Zeit ber treuen Pflichterfüllung und beschaf- bericht für 1934. Durch die nationalsoziali tische Be- tiate sich dann mit bem zu erwartenden neuen I roegung erhielt bie Wandersache neuen trieb Drei Feuerlöschqesetz ferner gab er bas für bte öffent- Mitglieber ttaten neu ein. 75 v. H. ber Mitglieder liehe fteiVr9 bereits feststehende Programm bekannt, beteiligte sich an den regelmäßigen Wanderungen. Oberbrandmeister Hardt schloß dann die Fest- Die Kassenoerhältnisse sind, vom Rechner, VHC.- gültiger Weise geführt, recht günstig und schließen mit einem Heberschuß ab. Von den vorn Zweig- , verein oertriebenen Losen zu Gunsten bes Deutschen des VHC Gebirgs- und Wandervereins fiel ein Gewinn von .. o ha RM nach Großen-Buseck. Die Auszeichnung ber Sä wsi;>» '**■ " diesem Anlaß wurde das A US z e 1 ch n Ung sfe st Fletzen) 75, und die VHC.-Schwe- me etwas g f h t. mar Hilde in etwas größerem Rahmen begangen. Nach -m-m Ha hn (Großen- Bufeck) 75 Frau Milchh'andler täti® Die ersten acht Tag- flotten Eroffnungsmarfch und einem °°n Frl Bußy rf) 50 unb grau Wehrum /.f.j^ sie ür thr Alter fabelhaft. Dann wandte rer des Gesarnt-DHC., Dr. B. G.h „ ' unb Gartenbauverein hielt im Saale der Schauspielerin Hilde äußerte gelegentlich, d^,^en-rsitzenben des^ hiesigen. VHC., | e» »edam«n ung iD« >terMunfl. Zeuge Dereinsführer, Sttaßenwart K. P feiner, leitete i '^ber später, daß eine ärztliche Hntersuchung die Versammlung.. Dbftbautnfpeftor Rentsch ^yr W ^Qttg^unben Das kam auch (Friedberg) hielt einen sehr ^hrreichen Vortrag Eltern zur Kenntnis. Der Zeuge bekam von über Obstbaumpflege und die Schadlingsbekamp- oe^^ Lehrerin ein Entschuldigungsschreiben der fung. — Die hiesige Abteilung ber Dolkshoch^ Gesicht, die die Berufsschule versäumt schule hielt im Schulhaus auf dem Tal den dieses Schreiben trug den Firmenstempel zweiten Vorttagsabend ab Der Redner cancl ^M^händlers. Der Stempel wurde ständig theol. (T f) r i ft oon t„Uh<>r hpnH Aen * ter ^6?!% lüft aehalten. Der Zeuge glaubt, daß Vortrag über den Reichsgedanken in der deutschen,- in utl v------ Geschichte. Der Vortrag wurde mit großer Auf- 0^ we l ^9 bem Behältnis fand, merffamfeit entgegengenommen. I / — Sa, (ctomnoi innhem auch r Daubringen, 26. Febr. Gestern abend fand irn Saale bes Gastwirts Lubwig Schäfer bie bies- jäbriae gut besuchte Generalversammlung bes 33 e r = eins Kinderf reunb unb Krankenpflege statt. Der Vvrsitzenbe, Pfarrer Guß mann, begrüßte bie Erschienenen unb leitete bie Versammlung Der verstorbenen Mitglieber würbe in ub- licher ehrender Weife gedacht. Er begrüßte die neu- uuu „„ ....... ,---------- ernannten Vorstandsmitglieder besonders Burger- M im Auftrag der Mutter an sie meister Deines, und «-dacht- mit Worten der ... e'ine Mark, da die Mutter Arzneien Dankbarkeit der langfahrigen Tätigkeit des fmhe- ^zahlen müsse. Die Mark gab si- ren stellvertretenden Vorsitzenden, Bürgermeisters ar o . am anderen Schultag - ~ • Aus dem Jahresbericht ist zu ent= 1 fest ist als günstig zu bezeichnen, dem besonders hierfür bestellten Rechner Ernst Degen wurde Entlastung erteilt. Die Jahresrechnung schließt mit einem Ueberschuß von 52,36 Mark ab. Auch dem Kassenwart Ludwig Lang wurde Entlastung erteilt. Die neuen Satzungen wurden von dem Dereinsführer verlesen und von der Versammlung anerkannt. Der seitherige Vereinsführer wurde einstimmig wiedergewählt. Er berief die seitherige Führerschaft fast restlos wieder. Zum Dietwart bestimmte er Ernst Degen. In den Aeltestenrat wurden die Mitglieder Wilh. Weiß sen., Johann Leun, Hch. Degen sen., Ludw. Wagner und Otto Hofmann berufen. Als Kassenprüfer für die nächsten zwei Jahre wurden Albert Volk und Heinrich Seth gewählt. Der Vereinsbeitrag soll in der jetzigen Höhe beibehalten werden. Der Anregung, eine Fußballabteilung zu gründen, wurde entsprochen. Als Fachwort wurde Turner Leitner bestimmt. Die Versammlung wurde in der üblichen Weise geschlossen. * Allendorf (Lah n), 26. Febr. Die 56jährige Ehefrau des Landwirts Binz von hier, Frau Marie Binz, erlitt gestern einen Bruch des linken Unterschenkels und mußte zur Behandlung nach Gießen gebracht werden. 00 Allendorf (Lahn), 26. Febr. Am Samstagabend hielt der hiesige Gesangverein „E i n h e i t" in der Gastwirtschaft Hörr sein 54. Stiftungsfest ab. Der Vereinsführer Fr. Luh sprach einleitend über den Wert des deutschen Männergesangs, wies ferner auf dessen hohen Ziele hin und ließ seine Worte ausklingen in einem Appell an die noch Fernstehenden, sich ebenfalls einzureihen. Der erste Teil des reichhaltigen Programms war dem Männergesang gewidmet. Die zu Gehör gebrachten Chöre zeugten von einer guten Schulung und fanden wohlverdienten Beifall. Im zweiten Teil wurden ein Drama und ein Lustspiel von Mitgliedern des Vereins mit viel Liebe und Hingabe gespielt. Die musikalischen Einlagen der Kapelle Häuser fanden ebenfalls starken Beifall. Zum Schluß wurde dem Mitglied Heinrich Menges für 25jährige aktive Tätigkeit eine Ehrenurkunde überreicht. — Die vor einiger Zeit ins Leben gerufene Männerabteilung des Turnvereins Allendorf (Lahn) hat sich unter Leitung des Oberturnwartes W. Luh gut entwickelt. Sie wird bereits in Kürze einen Teil der beabsichtigten Werbeveranstaltung bestreiten. Leihgestern, 26. Febr. Unter außerordentlich starker Beteiligung wurde am Samstagnachmittag der Bahnbedienstete i. R. Balthasar Schäfer zur letzten Ruhe bestattet. Der Kriegerverein, dessen Ehrenvorsitzender der Verstorbene war, war fast vollzählig mit Fahne und einem Teil des Trommlerkorps der SAR. angetreten, um seinem früheren verdienstvollen Vorsitzenden die letzten militärischen Ehren zu erweisen. Gleichfalls schritten die Eisenbahner-Vereinigung Leihgestern, der Staatseisenbahn-Verein Großen-Linden und Umgebung und der Gesangverein „Eintracht" dem Sarge voran. Die trefflichen Worte des Ortsgeistlichen wurden umrahmt von zwei Chören, die der Gesangverein „Eintracht" seinem Ehrenmitglied darbrachte. Alle Vereine und für die Stätte seiner früheren Tätigkeit ein Arbeitskamerad, ein Beamter des Bahnbetriebswerks Gießen, legten unter ehrenden Worten Kränze am Grabe nieder. 0 Grüningen, 26. Febr. Am Sonntagabend feierte der Adam-Jsheimsche Gesangverein bei gutem Besuch sein 71. Stiftungsfest in der Sing- und Turnhalle. Rach einem flotten Eröffnungsmarsch der Kapelle Bender und dem Begrüßungschor des Gesangvereins hieß der Vereinsführer L e i d i ch alle Gäste und Sangesfreunde herzlich willkommen. Mit ehrenden Worten gedachte er des edlen Stifters, Adam I s h e i m , ermahnte die Sänger, auch weiterhin treu dem Vermächtnis zu bleiben und durch die Förderung und Pflege des deutschen Liedes den geistigen Aufbau des deutschen Volkes zu fördern. Die stets freudige Einsatzbereitschaft des einzelnen werde dann auch für die Gesamtheit den Erfolg bringen. Eine Ehrung wurde dem Posthalter Heinrich Hofmann II. zuteil; für langjährige Mitgliedschaft und für seine treuen Dienste als Vorstandsmitglied wurde er durch Ueberreichung einer Urkunde zum Ehrenmitglied ernannt. Der Vereinsführer ließ hierauf in einem Treuegelöbnis zu Führer und Vaterland seine Ansprache ausklingen. Chöre von Stroh, Kreutzer, Goydlach, Andrae, Stark, Böhme, Gustav Weber, Hermes und Stilz kamen unter der Stabführung von Dirigent Bender (Steinberg) in überaus ansprechender Weise zum Vortrag. Drei heitere Theaterstücke gelangten zur Aufführung. Die Darsteller ernteten reichen Beifall. Sangesbruder Karl B i n g e l trug, als Einlage nach dem ersten Theaterstück, ein Marschlied für das neue Deutschland vor „Brüder, reichet euch die Hand!" Später ließ er noch einige Couplets folgen. Anschließend spielte die Kapelle Bender zum Tanz auf. > Holzheim, 26. Febr. Am Samstag hielt der Gesangverein „Harmonie" seinen Familienabend im Saale des Gastwirts und Dirigenten Gg. Sarnes ab. Die Feier wurde durch einen flotten Marsch der Hauskapelle, wobei noch Herr Geißler von Großen-Linden mitwirkte. eingeleitet. Nachdem der Chor den „Bundesgruß" und das Lied „Dem Vaterlande" gesungen hatte, hielt der Dereinsführer Landwirt Heinrich Jung eine kurze Ansprache, in der er dazu aufforderte, dem Gesangverein „Harmonie" und dem deutschen Männergesang auch fernerhin die Treue zu halten. Mit dreifachem „Sieg-Heil!" auf den Führer und unser Vaterland schloß er seine Ansprache. In der Folge wechselten Gesangsvorträge und Musikstücke in bunter Reihe ab. Besonderes Lob gebührt den Geschwistern Buß, die eine Soloeinlage auf dem Klavier, vierhändig gespielt, zu Gehör brachten, für die ihnen reicher Beifall zuteil wurde. Der stellvertretende Vereinsführer Wilh. K l e i n d i e n st überreichte drei Mitgliedern des Vereins je eine Ehrennadel für den Besuch aller Singstunden im vergangenen Jahre. Im zweiten Teil des Abends spielte die Kapelle einige, flotte Weisen. Herr Geißler von Großen-Linden brachte einige Ge- dichtvorträge zu Gehör, für die er reichen Beifall erntete. Bei Gesang und Tanz blieb man dann noch einige Stunden beisammen. 4 Dorf-Gill, 25. Febr. Vergangene Woche evangelisierte in der hiesigen Kirche Missionar Blecher von der Rheinischen Mission. Die täglichen Bibelstunden und Missionsoorträge waren recht gut besucht. Mit besonderem Interesse wurden die Ausführungen des letzten Vortrages verfolgt, in dem Missionar Blecher von seinen Erlebnissen auf Borneo erzählte. An Liebesgaben für die Rheinische Mission wurden 148 Mk. geopfert. — Die Reichsgeldsammlung wurde von der SA.-Reserve durchgeführt und hatte das Ergebnis von 21,20 Mk. ex) E b e r st a d t, 26. Febr. Die hiesige Dresch- genossenschaft hielt im Gasthaus „Zum Schwanen" unter der Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden P. H. Görlach ihre Generalversammlung ab. Der Rechner H. Eifer trug die Bilanz vor. Die Zahl der Genossen hat sich im vergangenen Geschäftsjahr um 43 auf 99 erhöht. Die Zahl der Dreschstunden in der letzten Saison betrug 650. Der Reingewinn wurde, nach dem Vorschlag des 'Vorstandes, dem Reservefonds und der Betriebsrücklage zugeführt. Die Bilanz wurde gutgeheißen, dem Vorstand und dem Rechner Entlastung erteilt. Das ausscheidende Aüfsichtsratsmit- glied H. Müller wurde wiedergewählt. Nachdem der Ortsbauernführer Görlach noch über die Schafzucht, über Melioration, Nutzviehbeschaffung und Saatgutfrage gesprochen und zur Annahme von Landhelfern aufgefordert hatte, fand die Versammlung in der üblichen Weise ihren Abschluß. > Ettingshausen, 26. Febr. Im Saale des Gastwirts Paulus Walter hielt Kreispropagandaleiter Schmelz (Gießen) nach der Eröffnung der Versammlung durch den Ortspropagandaleiter und nach dem gemeinsam gesungenen Lied „Volk ans Gewehr" einen Vortrag über das Thema „Der nationalsozialistische Aufbau'. Der Redner stellte die bisherigen Leistungen der rmho« nalsozialistischen Regierung heraus und sprach ferner über den Sinn des Winterhilfswerkes. 3um Schluß beschäftigte er sich noch mit der Saar-Abstimmung als Sieg des Rassebewußtseins und mit dem Miesmachertum. Mit dem Gesang des Horst- Wessel-Liedes und dreimaligem „Sieg-Heil!" aus den Führer fand die Versammlung ihren Abschluß. Kreis Friedberg. + Butzbach, 25. Febr. Im großen Saale des „Hessischen Hofes" veranstalteten die hiesigen Werke für Eifenbearbeitung (vormals Meguin) einen Kameradschaftsabend, der großen Zuspruch aufzuweifen hatte. Direktor Fischler wies in seiner Ansprache auf die Entwicklung des Werkes hin. Die Zahl der Werksangehörigen fei innerhalb von drei Jahren von 56 auf 350 gestiegen und weitere Einstellungen ständen bevor. Don den Hauptwerken in Berlin und Dessau waren Vertreter anwesend, die der Tochter, als Glied des großen Unternehmens, ferneres Blühen und Gedeihen wünschten. Aehn- liche Worte fanden ebenfalls der Betriebszellenobmann Müller, der für die Gefolgschaft, Orts- aruppenleiter Forstaffeffor Schneider, der >m Auftrage des Kreisleiters Seipel die besten Wünsche überbrachte. Den unterhaltenden Teil bestritt die erstmalig öffentlich aufgetretene Werks- . kapelle unter Leitung von dem Werksangehörigen K. Schulz. Kreis Bübingen. tz. Nidda, 25. Febr. Am Sonntagnachmittag fand im Hotel „Traube" die erste Jahreshauptversammlung des Kriegervereins Hafsia, Bezirk Nidda, statt. Der Dereinsführer, Kamerad Helfrich, gedachte zunächst der Brüder an der Saar, deren heißersehnte Rückkehr in ihr Heimatland nun endlich erfolge. Nach der Bekanntgabe des Jahres- und Geschäftsberichtes berichtete Kamerad Wenzel über die Schießerfolge hK Jahre 1934, die große Ehrungen sowohl für Einzelleistungen, als auch für Gruppenleiftungen brachten. Nach der Erledigung verschiedener Dere>ns- angelegenyeiten schloß Kamerad Helfrichs die Versammlung mit einem dreifachen „Sieg-Heil" auf unseren Frontkameraden und Führer Adolf Hitler. Spreti'^rullverr uer r-Levaktion. 11.30 bis 12.30 llhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnachmittag geschlossen. Besuchen Sie das beliebte 1152Ö posenmonta^-Komert ausgeführt von der Gießener Militärkapelle im Cafe Leib Eintritt: Vorverkauf: 50 Pf. Abendkasse: 60 Pf. Vorverkaufsstellen: Zigarrenhaus Moeser, Musikhaus Challier, Neuen weg und Caf6 Leib Lichtspielhaus Gießen i S Tägl. 4, 6. 8.30. Sonntags 3,5.30,8.30 Uhr .'1 Ein Ufa-Großfilm Heute Mittwoch: Prinzessin Äla Anzeigen-Aktiengesellschast Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen undZeitschristen Gietzen / SkhzMtratze? In dick! Vollkorn-. Schrot- und Hessenbrot macht schlank! Gehen Sie ins Krflalerhans Innnen- ? MlnMch abzugeb. Bestell, erb. wir v.Poftk. Dampisägewerklollar B.NuhnA.6.,Lollar. MIKA o.K., Pfd.25 r) Seelachs o.K. 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