Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • DieScholle Monatr-Vezugrpreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr.. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehrn Nr. 275 Erstes 185. Jahrgang Montag, 25. November 1935 WIVBVIIVI > über die er sich unterrichten mußte, fahrlässigerweise Seine Fahrlässigkeit liegt darin, daß er es an er erforderlichen Sorgfalt, die man Kleine politische Nachrichten. Der F ü h r e r u n d Reichskanzler hat dem Erfinder des Stahlhelms Professor Dr.- Jng. h. c. Friedrich Schwerd in Hannover auf Anregung des Reichskriegsministers und Oberbefehlshabers der Wehrmacht und auf Vorschlag des Reichserziehungsministers zur Erinnerung an diesen Tag sein Bild mit Unterschrift überreichen lassen. ♦ Nach einer Mitteilung des Direktors der Ber- liner Chirurgischen Universitätsklinik der CharitS, Profesior Dr. S a u e r b r u ch , hat sich Reichsmini, ster R u ft , der seit vielen Wochen erkrankt ist, e r - neut einer Operation unterziehen müssen. Der Eingriff verlief ohne Schwierigkeiten. Das Befinden ist gut; mit vollständiger Genesung ist in kurzer Zeit zu rechnen. * Reichsminister Dr. Goebbels sandte an den Präsidenten der Reichspressekammer Amann zu einem 4 4. Geburtstag folgendes Tele- gramm: „Zu Ihrem heutigen Geburtstage übermittle ich Ihnen meine herzlich ft en Glück- wünsche und verbinde damit den Ausdruck aufrichtigen Dankes für Ihre besonders in Ihrem ver- gangenen Lebensjahre für die Presse geleistete grundlegende Aufbauarbeit. Ich habe dabei die Wenn der Bischof in seinem Schlußwort in einer besonders feierlichen Form erklärt hat, daß er s i ch in schuldig fühle, und daß er unschuldig sei, o folgt ihm das Gericht hierin in keiner Weise. Es bestehen erhebliche Verdacht s m o m e n t,e, daß er vielleicht mehr g e - mußt hat, als ihm hat nachgewiesen werden können. Es liegt auch die Erwägung nahe, daß er sich mehrumdie Dinge gekümmert hat, als es in der Beweisaufnahme fest gestellt werden konnte. Es erscheint unfaßbar, daß er als Kirchenfürst einer Diözese nicht gewußt haben soll, um was für finanzielle Dinge es sich handelte. Der Bischof hat zum mindesten fahrlässig gehandelt. Er kann sich nicht darauf berufen, daß er seine Verantwortung in finanziellen Dingen auf einen Generalvikar übertragen habe. Er hat ihm eine Generalvollmacht in dieser Richtung erteilt, andern hat sich auch weiterhin um die finanziellen Angelegenheiten gekümmert. Lippstadt, 24. Nov. (DNB.) Am Sonntag- mittag wurde die erste große Reichsschulungsburg Erwitte in der Nähe von Lippstadt in Westfalen durch Reichsorganisationsleiter Dr, Ley geweiht. Neben der alten mit der Geschichte und Kultur Westfalens eng verburGenen Wasserburg Erwitte, die im Auftrag der Deutschen Arbeitsfront nach den Entwürfen von Baurat Schulte- Fr o h l i n d e erneuert und umgebaut wurde, und neben dem alten Renteigebäude ist ein neues Verwaltungshaus sowie ein Wohnhaus fürLehrerund Angestellte geschaffen worden. Abseits von dem Treiben der Großstädte können hier in jedem Lehrgang 300 Teilnehmer erfaßt werden. Der erste Lehrgang, der bereits seit dem 10. November läuft, umfaßt Hoheitsträger und Kreisamtsleiter aus allen Teilen des Reiches. Zu der E i n w e i h u n g s f e i e r waren auf der großen Festwiese, in deren Mitte ein Ehrenmal für die Gefallenen errichtet worden ist, die Formattonen der Bewegung aufmarschiert. Berlin, 23.3lot). (DNB.) Im Devifenprozeb gegen den Bischof von Meißen verkündete am «amstagnachmitbag der Vorsitzende der IV. Großen Strafkammer des Berliner Landgerichtes das Ur- teil. Der 53jährige Bischof 'von Meißen Br. Peter Legge erhielt wegenfahrlässi. gen Devisenoergehens eine Geldstrafe von 100 000 Reichsmark. Davon gelten 40 000 RM. als durch die Untersuchungshaft ver- büßt Im Nichtbeitreibungsfalle tritt anstelle der Geldstrafe eine Gefängnisstrafe von drei Monaten. Der Bruder des Bischofs, ber 46iähriqe Generalsekretär beim Akademischen Bonistttius- Bersin (ür das Katholische Deutschland in Paderborn Dr. Theodor Legge würbe wegen fortaefehten gemeinftfjaftlidjen Beoifennergeljensäu insgesamt Fun f Jahren Zuchthaus, f ü n f I a h r e n Ehrverlust und 70 000 RM. Geldstrafe Va9en Zuchthaus verurteilt. ' Generalvikar Domherr Prof. Dr. Wilhelm S o p p a erhielt wegen fortgesetzten ..Devisenvergehens drei Jahre 70 0^00 Ehrverlust unb Zuchthaus^' ® IMtrafe bSw. weitere 35 Tage ist berjenige gewesen, ber über die Absichten des Dr. Hofius, das Geld in Barbeträgen von Münster nach Holland hinüberzuschaffen, zuerst eingehend unterrichtet worden ist. Es mag fein, daß Dr. Theodor Legge unb Dr. Soppa Dem Dr. Hofius zunächst vertraut haben, er werbe auf einem legalen Wege vorgehen. Nach ber Ueberzeugung bes Gerichts muß Dr. Theobor Legge spätestens etwa Mitte Februar 1934 in ben wahren Sachverhalt, baß sie mit bem Gesetz in Konflikt kommen, eingeweiht gewesen fein. Von bie-fem Zeitpunkt on hat er selbst m seiner Vernehmung gesagt, baß ihm bte ganze Aktion u «heimlich war. Auch habe Dr. Hofius mit Rücksicht auf bte Markentwertung, mit ber er schneie, zur Eile gedrängt. Da mußte sich Or. Theobor Legge sagen, baß Dr. Hosius bas Äeld ins Ausland verschieben wolle. Die Kammer hält für einroanbfrei erwiesen, baß Dr. > Bischof Or. Peter Legge kannte die schlechte finanzielle Lage seiner Meißener Diözese. Diese finanziellen Nöte haben ihm ernstlichen Kummer bereitet. Nach dem persönlichen Eindruck, den das Gericht von bem angeklagten Bischof gewonnen hat, glaubt es ihm, baß er bis 3ur Ernennung zum Bischof von Meißen seine Hauptkraft auf bie Seelsorge gerichtet hat. Er hat sich bann aber, wenn auch notgebrungen, m i t ben finanziellen Dingen beschäftigt. Insbesondere hat er sich d i e Akten über bie Holland-Anleihe geben lassen, um sich darüber zu unterrichten. Bereits im Dezember 1933 traf er eine Anorbnung für bie Errichtung eines Fonds zur weiteren Tilgung ber Hollanb-Anleihe. Mw ftnb nach ber Ueberzeugung bes Grichts bie Verlautbarungen ber Devisenstelle m Dresben hinsichtlich des Weges zur Tilgung der Ausländsanleihe bekannt gewesen. Der Bischof ist in den mündlichen Besprechungen und in den Ordinariatssitzungen über ben Schulbenplan unterrichtet gehalten worden. Es konnte ihm nicht widerlegt werden, daß er den wirtschaftlichen Dmgen fremd gegenüberstand und daß an ihn ein Plan herangetragen worden ist, wonach das zur Schuldentilgung bestimmte Geld im Inland verbleiben sollte. Inwieweit ihm von feinem Bruder und Dr. Soppa Mitteilungen gemacht worden sind, läßt sich einwandfrei nicht feststellen. nicht unterrichtet hat. Der Bischof mußte sich um |o mehr über die Anleiheangelegenheit unterrichten, als ihm die Stellungnahme der Devisenstelle in Dresden zu dem Tilgungsplan bekannt war und als dieser durch einen neuen ersetzt wurde, hätte er zum mindesten der Devisenstelle diesen neuen Plan zur Begutachtung vorlegen müssen. Zur Durchführung dieses Planes hat der Bischof sogar Geldüberweisungen angeordnet, also eine Verfügung getroffen, die nach § 13 Absatz 2 der Devisenver- ordnung der Genehmigung der Devi enstelle bedurft hätte. Die Frage, ob die Taten der beiden Angeklagten Dr. Theodor Legge und Dr. Soppa im Sinne des Gesetzes als besonders schwere Falle anzusehen seien, hat das Gericht bejaht, besonders mit Rücksicht auf die Höhe des planmäßig verschobenen Betrages und die Art, wie man bas Gelb burch bas Hin- unb Herschieben von getarnten Konten über bie Grenze verschoben hat. Besonders erschwerenb sei bie Persönlichkeit Der Angeklagten ins Gewicht gefallen, von Denen man als Geistlichen verlangen muß, baß sie nur bas tun, was erlaubt unb rechtens ist. Den beiden Angeklagten wären die bürgerlichen Ehrenrechte abzuerkennen, weil sie sich m ihrer Stellung unb als Geistliche zum Volksverrat hergegeben haben unb entgegen ben Lebens- Interessen bes beutschen Volkes an ber verbotswidrigen Herousschaffung von großen Beträgen ins Auslanb mitgewirkt haben. Oie ersteUeichsschulungsburg Erwitte. Zum 1. Mai werden drei weitere folgen. Legge über bas Hmausschaffen der gesamten 140 000 INarf unterrichtet war. Er hat diese ungesetzliche Handlung auch m seinen Willen ausgenommen, und war daher a l s M i 11 ä t e r zu bestrafen roenn- mcj^i ist aU$ feIbft nic^ ber Ueberbringer ge- Generalvikar Or. Soppa ist über die ganzen finanziellen Transaktionen im Bistum Meißen im Bilde gewesen. Er hat mit der Devisenstelle m Dresden über den außerplanmäßigen Aufkauf der Obligationen verhandelt. Er kannte die Einstellung der Behörde zu den von Dr. Hofius angeregten Plänen. Dr. Soppa kann sich nicht damit herausreden, daß er angeblich erst in der Nacht Dom 6 zum 7. April 1934 bei seinem Besuch des Dr. Theodor Legge in Paderborn von den Schiebungen Kenntnis erhalten hat, denn er hatte ja üiefe Reise mit der besonderen Weisung angetreten über die Anleiheangelegenheit mit Dr. Theodor Legge zu verhandeln. Noch weniger kann er sich darauf berufen, daß er die Dinge nicht übersehen habe. Dr. Soppa hat nach der vollen Ueberzeugung des Gerichts die Vorgänge einwand- f r e i u b e r s e h e n. Das ergibt sich auch aus der beschlagnahmten Korrespondenz. Auch Dr. Soppa ist daher nach der Ueberzeugung des Gerichts als Mittäter bei dem Vergehen gegen § 12 des De- vlsengesetzes schuldig zu sprechen, wenn er auch nicht unmittelbar bei der Hinausbringung des Gelbes beteiligt war. Reichsorganisattonsleiter Dr. Ley gab eine Rückschau auf zwei Jahre weltanschaulicher Schulungsarbeit. In 100 Gauschulen und sechs Landesschulen sei vorbildliche Arbeit geleistet worden. Zu der ersten größeren Reichsschulungsburg würden im nächsten Frühjahr drei Ordensburgen hinzukommen, die so groß und gewaltig seien, wie es ähnliches in Deutschland bisher nicht gegeben habe Diese Burgen inder Eifel, im Allgäu und in Pommern würden zum ersten Mai dem Führer unb ber Partei übergeben. Dann könnten jährlich Tausende junger Menschen geschult unb erzogen und ins Lanb hinaus geschickt werben mit bem Glauben an ben Führer, an die Richtigkeit und Klarheit der nationalsozialistischen Idee. Dr. Ley gedachte der Millionen deutscher Männer, die ihr Leben für Deutschland hingegeben haben, damit Deutschland leben könne. Ihnen zum Gedächtnis weihte Dr. Ley das Ehrenmal. Dann übergab er die Schule dem Reichsschulungsleiter Dr. Frauendorfer mit dem Wunsche, daß in dieser Schule der Geist des Glaubens, der Treue und der Kameradschaft immer zuhause sein möge. Im Ehrenhof, in dem der erste Lehrgang und die beim Bau beschäfttgt gewesenen Arbeiter angetreten waren, sprach Dr. Ley allen am Werk Beteiligten seinen Dank aus. Das Werk sei einfach, ■ schlicht, zweckmäßig und schön geworden. Zum erstenmal stieg dann am Mast die deutsche । Freiheitsfahne empor. Professor Barth erregt auch in der Schweiz Widerspruch. Z ü r i ch, 23. Nov. (DNB.) Der evangelische ' Theologe Professor Karl Barth ist nach seiner , Entlassung von der Bonner Universität nach Basel . ubergesiedelt. Er macht auch in seiner schweizerischen Heimat von seinem streitbaren Temperament einen Gebrauch, der selbst in der schweizerischen ' c unerwünscht bezeichnet wird. Heber einen Zwischenfall, der sich auf der Tagung der schweizerischen Pfarrervereinigung in St. Gallen ereignet hat, berichtet das „Religiöse Volksblatt" u. a.r "Eine große Zahl von Besuchern war nach St. Gallen gekommen, was vor allem wohl durch dis Wahl des ersten Referenten Professor Karl Barth aus Basel bedingt war. Viele schweizerische Pfarrer hatten den bekannten Mann noch nie gehört und gesehen und benutzten deshalb gern die willkommene Gelegenheit, seine Bekanntschaft zu machen. Als Barth das Schlußwort erhielt, brachen die stauenden Dämme ... er belegte die Liberalen mit dem Ketzernamen Arianer und Pelagianer, er sagte, daß er sie nicht als Brüder in Christo anerkennen könne und weiter, daß er die Ueberzegung habe, daß, wenn wir in der Schweiz ähnliche Verhältnisse wie in Deutschland bekämen, die Liberalen nichts bekennen würden, wohl auch manche Positiven nicht, denn wer da steht, der sehe zu, daß er nicht falle ... Wäre nicht die Kirche der Ort dieser Diskussion gewesen, so wäre wohl der laute Protest losgebrochen. Wir können Karl Barth nur sein eigenes Wort entgegenhalten: „Wer da steht, der sehe, daß er nicht falle." Bedenklich gestrauchelt ist er in St. Gallen. Was er in später Stunde, als ihm niemand mehr antworten konnte, in die St. Mangen-Kirche hinausrief, das ist nicht der Weg des Heils, den uns Jesus Christus verkündet. Das „ „Schweizerische Protestanten- blatt" schreibt: „... so wies er denn auch zum großen Erstaunen, ja Entsetzen der Versammlung in seinem Schlußwort alle Hände zurück und meinte, den frei Gesinnten wie den Positiven, Pietisten und Schwärmern den Gruß „Bruder in Christo" ver- sagen zu müssen. — Das „Schweizerische Reformierte Volksblatt" schreibt: Professor Barth täuscht sich, wenn er meint, solche Töne auch bei uns in der Schweiz anschlagen zu Dürfen, hier verfangen ie nicht. Die Schweizer Pfarrer stehen ihm frt- tifdjej gegenüber als die deutschen. Barth hat zudem mit feinem Schlußwort auch alle jene nachdenklich gemacht, die immer noch meinten, die Bekenntnis- kirche in Deutschland sei eine Märtyrerkirche. Wir wundern uns heute durchaus nicht mehr, nachdem wir Barth gehört, daß ein Kirchenstreit entstehen konnte, und die Machthaber des Dritten Reiches Stellung bezogen. Barth muß sie ja geradezu her- ausgefordert haben." Bei Dr. Theodor Legge und dem Angeklagten Soppa wurden acht Monate ber Unter» re Sof05 V V sauf xiß ^rafe angc. re et) n e t Außerdem ordnete das Gericht die 95 000 holländischen Gulden ob l igationen des Bistums Meißen w. b,efeIL®etra9 für die Geldstrafe gegen Den Bischof von Meißen und Dr. Soppa Die Mithaftung übernehmen soll. „Änr, ber Urteilsbegründung schilderte zunächst der Vorsitzende die A n l e i h e a k t i o n des " ms Meißen in Holland zujammen mit Den Tilgungsversuchen, worüber das Bistum auch mit der Devisenstelle in Dresden in Berbmdung getreten war. von dort aber belehrt g getreten war, von dort aber belehrt , lh der bisher eingeschlagene Weg nicht mehr zulässig sei. Die Devisenstelle hat damals einen Erschlag gemacht, auf legale Weise die Tilgung durchzuführen, doch hat das Bistum davon keinen Gebrauch gemacht, weil es zu kostspielig gewesen wäre. Der Gedanke der Tilgung ruhte dennoch nicht, sondern wurde im Dezember 1933 in öen Ordmariatssitzungen behandelt, an denen regelmäßig der angeklagte Bischof und der General- vlkar teilnahmen. Am 21. Dezember 1933 wurde oom Bischof angeordnet, daß alle verfügbaren Gelder zum Zwecke des Ankaufs auf einem befonberen Bankkonto in Bautzen angelegt wurden, lieber die Tilgung fjat laufend ein Meinungsaustausch zwischen dem Bischof, Dr. Theodor Legge und Dr. Hofius stattgefunden Es haben sodann lleberroeifungen in Höhe von 180000 Mark nach Münster an die Hofius-Bank in Pader- ?orn stattgefunden. Diese Gelder sind in Höhe von 140 000 Mark von Münster aus nach Holland hinübergeschafft worden, und für die- fes Geld wurden bann in Holland Obligationen aufgekauft. Die Ausfuhr Des Geldes nach Holland hätte ber Genehmigung der zuständigen Devisenstelle unterlegen und stellt deshalb eine strafbare Handlung nach § 12 der Devisenverordnung von 1932 Dar. Das Urteil im Sevisenprozeß gegen den Bischof von Beißen. O-r B-schos zu E«00 Mk G-Idstras« verurteilt. - Zuchthaus für »ie Mitauqeklagteu Or. Theodor Legge und Generalvikar Dr. Goppa. l/.M MO r-S »RUNDE SORTE« WKW \latalt au6 dety ümufce 33 Hoffnung, daß Ihre unersetzliche Kraft unserer gemeinsamen Arbeit noch viele Jahre erhalten bleiben möge." Das Gegenstück zu der kürzlich in Berlin gegründeten Deutsch-Französischen Gesellschaft ist in Paris unter der Benennung „Comite France-Al- lemagne“ ins Leben gerufen worden. Den Vorsitz übernimmt Kommandant L'H o p i t a l, zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden Professor F o u r- n e a u , Fernand d e B r i n o n und Bou- v o i s s i n bestellt. Das Generalsekretariat übernahmen die beiden Frontkämpferführer P i ch o w und Jean G o y, das Amt des Schatzmeisters Vis- comte de Chappedelaine. Am 29. November veranstaltet das Comite ein Essen, auf dem der Reichssportführer von Tschammer und Osten über die Olympischen Spiele und den deutschen Sport sprechen wird. Die Honorable Company of Master Mariners London, die Vereinigung der britischen Handelsschiffskapitäne, deren Präsident der Prinz von Wales ist, hat an den Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Admiral R a e d e r folgendes Telegramm gerichtet: Die Seeleute der britischen Handelsmarine in der ganzen Welt sind tief' beeindruckt durch den ehrenvollen Beweis der Hochachtung, welchen die deutsche Kriegsmarine dem dahingeschiedenen Admiral I e l l i c o e dadurch zu erweisen beabsichtigt, daß sie anläßlich seiner Beisetzung am Montag ihre Flaggen auf halb- m a st setzt. Der R e i ch s m i n i st e r des Innern hat das im Reichsgebiet gegen die englischen Zeitungen „Daily Expreß" und „Sunday Expreß" bestehende Verbot mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Aus aller Welt. Schwere Unwetter in Süditalien fordern zahlreiche Todesopfer. Schwere Wolkenbrüche und Gewitter- st ü r m e, die 48 Stunden über Süditalien wüteten, haben zahlreiche Todesopfer gefordert. In der Provinz Calabrien richteten die Unwetter besonders große Verwüstungen an. Die Zahl der Todesopfer hat sich weiter erhöht. In der Gegend von Catanzaro sind bis jetzt 47 Todesopfer zu beklagen, nahe Reggio di Calabria kamen 10 Menschen ums Leben Wahrscheinlich ist jedoch insgesamt die Zahl der Toten, von denen über die Hälfte Kinder zu sein scheinen, noch bedeutend höher. Die Menschen kamen durch Hauseinstürze, Erdrutsche oder Ueberschwemmungen ums Leben. Die Eisenbahnlinie von Catanzaro nach Lu- cano wurde durch den Einsturz einer Brücke unterbrochen, ebenso sind die telephonischen Verbindungen zwischen Calabrien und Sizilien stillgelegt. In Nocera in der Gegend von Salerno wurden durch die Wucht der anströmenden Wassermassen mehr als 100 Wohnhäuser beschädigt und eingerissen. Die Bewohner sind obdachlos geworden. Auch aus Messina laufen dauernd Unglücksmeldungen ein. 20 Fischerbarken kenterten, wobei jedoch glücklicherweise keine Verluste an Menschenleben zu beklagen sind. König Georg von Griechenland hat wegen der schweren Unwetter seine Abfahrt mit Sem griechischen Kriegsschiff „Helli" von Brindisi aus verschoben. Treibeis überrascht wurden. Annähernd 1100 Fischerboote sind von riesigen Eisschollen eingeklemmt und der Gefahr des Unterganges ausgesetzt. Die Fischer mußten auf dem Eis notdürftige Zelte aufschlagen. Im Gebiet von Schilaja Kossa wurde eine Eisscholle mit 54 Fischern ins Meer abgetrieben. Einem aus der Hafenstadt Gurjew entsandten Flugzeug gelang es, auf der Scholle zu landen und Nahrungsmittel zu verteilen. Eine andere Eisscholle treibt mit 15 Fischern auf der Höhe von Saburunja. Die Küsten- und die Hochseeschifffahrt mußte vollkommen eingestellt werden. Der Hafen von Noworossijsk, dessen Anlagen zum Teil schweren Schaden erlitten haben, wurde von vielen sowjetrufsischen und ausländischen Schiffen als Nothafen angelaufen. Ein Funkspruch von dem selbst gegen das Unwetter ankämpfendenDampfer „Tscher- nomor" besagt, daß das im Sturm verunglückte Naphtha-Transportschiff „Grosnyj" in der Nähe des Krimhafens Feodosia gesichtet und von ihm und dem Tankschiff „Moskwa" in Schlepp genommen wurde. Ausstellung „Das wehrhafte Deutschland in Zeugnissen deutschen Schrifttums". In der Berliner Staatsbibliothek wurde in Anwesenheit des Reichskriegsministers Generaloberst v. Blomberg und des Beauftragten des Führers für die gesamte geistige und weltanschauliche Erziehung der NSDAP. Reichsleiter A. Rosen- berg die Ausstellung „Das wehrhafte Deutschland in Zeugnissen deutschen Schrifttums" eröffnet. Der Reichskriegsminister erinnerte in seiner Ansprache an die Zeit der Zwischenregierungen, wo jedes Mittel recht war, um den Soldaten in den Augen des Volkes zu verleumden. Im Zwischenreich habe das deutsche Buch die Flamme des Wehrwillens im deutschen Volk wachgehalten. Viele Männer hätten mit der Feder dafür gekämpft, daß der unwürdige Zustand in Deutschland ein Ende nahm. Und als dann der Führer am 16. März 1935 in seinem heldischen Entschluß dem deutschen Volk die Wehrfreiheit wiedergegeben habe, da habe diese Tat einen ungeheuren Widerhall gefunden, von dem nun diese Ausstellung zeuge. Vielleicht werde diese Schau auch wieder neue Wege zeigen, um die geistige Wehrtüchtigkeit des deutschen Volkes zu verstärken. Reichsleiter Rosenberg erinnerte an die vor etwa Jahresfrist unter dem Namen „Das Ewige Deutschland" gezeigte Ausstellung. Die jetzige Ausstellung solle zeigen, daß große Kunstwerke und weltgeschichtliches Denken immer in Zeiten des Kampfes entstanden seien. Der Zweck der Ausstellung solle vor allem darin liegen, daß das Volk heute mit Dank an jene denke, die es feit tausend Jahren schirmten und schützten. Feuer in einer amerikanischen Tlervenheilanstalt. In der Nähe von Wyckoff (New Jersey, USA.) brannte ein Flügel der großen Nervenheilanstalt „Christliches Sanatorium" vollständig nieder. Zwei geistesgestörte Frauen fanden dabei den Tod in den Flammen. Die 36 übrigen Anstaltsinsassen wurden von den 30 Krankenschwestern, die eine heldenmütige Todesverachtung bewiesen, gerettet. Viele der geistesgestörten Kranken kämpften ver- zweifelt in Rauch und Flammen gegen die Rettungsversuche. Sie suchten sich in das Feuer zu stürzen und mußten zum Teil in Zwangsjacken gesteckt werden, ehe sie aus dem brennenden Gebäude getragen werden konnten. Die starke Kälte und die unzugängliche Lage der Hellanstalt auf der Spitze eines Berges vereitelten alle Löschversuche. Remis-Partie im Schachwettmeisterschaftskampf. Im Schachwettkampf um die Welt- m e i st e r s cha f t zwischen A l j e ch i n und E u w e wurde im Haag die 22. Partie gespielt, in der E u w e die weißen Steine führte. Die Eröffnung war unregelmäßig. Der erste Teil der Partie verlief recht interessant. Dann aber vereinfachte sich die Stellung, und es entstand eine Position, in der auf keiner Seite Gewinnchancen waren. Man einigte sich daher ziemlich schnell auf ein Remis. Der Stand des Wettkampfes ist: Aljechin 7, Euwe 7, remis 8. Die nächste Partie wird in Amsterdam gespielt. Revolution erfaßt, die von Gandhi ausgehend, ein Millionenvolk erschüttert. Auch die kindhafte Witwe Ramadevi, die ihrem Manne nie gebunden war, durchbricht die dreifach harten Vorschriften, die das Leben einer Witwe ersticken und widmet sich mit den Anhängerinnen Gandhis den Pariahs, den aus allem Menschentum verstoßenen Unberührbaren. m , — Harald Baumgarten: „Wasser- droschke Junge Liebe". Roman. Ganzleinen 2,60 Mark. Verlag Scherl, Berlin SW 68. — (496) — Der Hamburger Hafen, eine Welt für sich, bildet den Schauplatz dieses Romans, dessen Titel das Schwergewicht mit Recht auf die „Junge Liebe" legt. Nicht die Wasserdroschke, die diesen hübschen Namen führt, allein ist es, die ihren wirklichen Anteil an der Lösung spannender Konflikte hat, sondern noch mehr die junge, lebensfrohe, starke Liebe ihres Führers, an dessen Seite ein ebenso mutiges Hamburger Mädchen seinen Kampf ums eigene Glück, darüber hinaus aber auch um die Rettung alter Familientradition kämpft. — Ich und Du und noch ein Bu. Und andere Reime mit farbigen Bildern von H e t M a r d n e r. Holle & Co., Verlag, Berlin 1935. — (414.) — Dieses zeitgemäße, anmutig ausgestattete Büchelchen enthält eine bunte und lustige Auswahl aus dem reichen Schatz der deutschen Volks- und Kinderreime; es hätte auch ein dicker Band werden können, aber es genügt wohl fürs erste, einmal die Richtung gewiesen und Anregungen gegeben zu haben — in einer Form, die durchaus volkstümlich genannt werden darf; die kräftig kolorierten Bil- oer von Het M a r d n e r passen sich den meist vierzeiligen THten verständnisvoll und schlagkräftig am — Ewige Heimat. Novellen deutscher Dichter. Mit 64 Bildern in Kupfertiefdruck. Mit einem Geleitwort von Dr. Heinz W i s m a n n. 323 Seiten Großformat. Ganzleinen 4,80 Mark. Deutsches Derlagshaus Bong & Co., Berlin und Leipzig. — (382.) — Hier sprechen Stimmen aus allen Gauen des Vaterlandes, auch aus Oesterreich und der deutschen Schweiz zu uns. Unter den Erzählern finden wir u. a. Stehr, Griese, Sander, Miegel, Blunck, Schwarzkopf, Frank, Perkonig und Schaffner. Sie formen sich zu einem vielstimmigen Chor deutscher Landschaft und Wesensart. Die schönen großen Bll- der begleiten den Text sehr sinnvoll und geben dem Leser einen tiefen Einblick in die mannigfachen Schönheiten unserer Heimat. — Wie erziehe ich mein Kind? Ein neuzeitlicher Führer durch die Erziehungsfragen von der frühesten Jugend bis zur Reife. Mit praktischen Beispielen aus dem Leben. Von H. S ch m e d d i na. Süddeutsches Verlagshaus G. m. b.H. Stuttgart-N. Preis 1,10 Mark. — (475). Anläßlich der Unwetterkatastrophe in Süditalien hat der Führer und Reichskanzler an den König von Italien das nachstehende Beileidstelegramm gerichtet: „Euerer Majestät spreche ich meine und des des deutschen Volkes aufrichtige Anteilnahme an dem schweren Unglück aus, das Süditalien betroffen hat und dem so viele Menschenleben zum Opfer gefallen sind. Adolf Hitler, Deutscher Reichskanzler." Dichter Rebel und Schneefälle in Frankreich. In Paris herrschte am Sonntag starker N e b e l, der im allgemeinen Verkehr erhebliche Schwierigkeiten hervorrief. Am meisten betroffen wurde neben dem Flugverkehr, für den der Pariser Flug- bafen Le Bourget völlig ausfiel, der sonntägliche Ausflugsverkehr aus den großen Ausfallstraßen. So mußten Kraftwagen und Straßenbahnen den ganzen Tag mit eingeschaltetem Scheinwerfer und mit größter Vorsicht fahren. Der Schiffahrtsverkehr auf der Seine mußte in den Nachmittagsstunden ganz eingestellt werden. Am dichtesten war der Nebel in den Pariser Vororten. Auch der sonntägliche Sportbetrieb wurde von der Unsichtigkeit beeinträchtigt; so mußte ein Fußball-Ausscheidungsspiel um die Meisterschaft von Frankreich im Stadion bei Halbzeit abgebrochen werden. — In den Cevennen haben starke Schneefälle eingesetzt. In den höheren Gebirgslagen werden bereits Schneehöhen von 25 bis 30 Zentimetern gemessen. Die Temperatur ist auf minus 10 Grad gefallen. Auch in den französischen Alpen schneit es seit Sonntag. Die Schneedecke beträgt in einzelnen Orten bis 30 Zentimeter Der kleine St. Bernhard- Paß mußte für den Kraftwagenverkehr gesperrt werden. In Savoyen herrschen schwere Schnee- st ü r m e, die beträchtlichen Schaden angerichtet haben. Siebzig Fischer treiben auf Eisschollen im Kaspischen IHeer. Im Kaspischen Meer hat sich ein neues schweres Unglück ereignet, bei dem etwa 70 Fischer in Lebensgefahr schweben. Zur Ueberwinterung hatten sich über 1000 Fischer in die Bucht von Astrachan begeben, als sie von einem starken Sturm und Neues für den Bücheriifch. — Wilhelm Schäfer: Die Fahrt in den Heiligen Abend. Mit 20 Zeichnungen von Hermann Schäfer. (Die Kleine Bücherei Nr. 56.) Geb. 80 Pf. Albert Langen Georg Müller, München 1935. — (441) — Wie ein eigensüchtiger und dünkelhafter Mensch dieser Zeit kurz nach dem Kriege auf einer Weihnachtsfahrt in seine Heimat durch einen der unbekannten Kameraden aus dem großen Kriege die verwandelnde Kraft des Weihnachtswunders an sich erfährt, wie sein Berufsdünkel und Standeshochmut vor der einfachen Menschlichkeit dieses weisen und gütigen Fremden zerbricht, und wie er — mit einem Male von den tieferen Mächten unseres Daseins angerührt —- seine eigene Nichtigkeit erkennt, dem änderen mit dem Wort „Kamerad" sich in brüderlicher Liebe und Treue gesellt und von Stund an ein neuer Mensch wird: das ist der Inhalt dieser meisterhaften Erzählung Wilhelm Schäfers. Nur selten wurde bisher das Erlebnis der Volksgemeinschaft mit soviel Innigkeit und dichterischer Wahrhaftigkeit erschlossen wie in dieser Novelle, die mit den vom Sohne des Dichters gezeichneten Bildern einen Ehrenplatz einnimmt unter den schönsten Weihnachtsbüchern unserer Zeit — Rudolf Herzog: Mann im Sattel. Ein Lebensroman. Geh. 4,20 RM., Leinen 5,50 RM. Paul Neff, Verlag, Berlin 1935. — (493) — Rudolf Herzog schrieb hier den Roman seines Manneslebens, dem ein Strom des Erlebens beschieden war wie nur wenigen Menschen. Aus dem Gesell- schafts- und Theaterleben Berlins zu Anfang des Jahrhunderts führt er durch ganz Europa und über die Ozeane, zeigt Herzogs große Fahrt durch die Staaten Amerikas, überall, wo Deutsche wohnen, für Deutschland werbend. In besonderer Verwendung macht Herzog den Krieg an allen Fronten mit,' erlebt Nachkrieg und Revolution ungebeugt, steht in der Besatzungszeit als Chef des rheinischen Abwehrbundes von Wesel bis Basel im Kampf ge- | gen Verwelschung und Separatismus, tritt immer wieder für den Führer und Einiger Deutschlands ein, ruft in schwerster Stunde das Volk für Adolf Hitler auf. — Eine Welle von Ereignissen und Erlebnissen geht durch diesen Lebensroman, in dem alle Großen der letzten dreißig Jahre unter vollem Namen auftreten und ihn zu einem Kulturdokument dieser Zeit gestalten. — Heinz Steguweit: ,Herzbruder und Lumpenhund". Preis Leinen 4,50 RM. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg. — (439) — Der Roman ist ein erstes Zeugnis dichterischer Ge- staltung des in der Gegenwart sichtbar gewordenen Gemeinschaftsgefühls. Im „Herzbruder", einem Studenten, und im „Lumpenhund", einem Arbeiter, erstehen zwei Menschen, die sich im Streit um ein Mädel begegnen und sich als ganze Kerle erfahren. Ihr Zueinanderstehen bewährt sich, als in einer kleinen deutschen Stadt wegen eines den Bauhandwerkern versagten Richtfestes ein Aufruhr entsteht, der von Marxistenführern zu eigennützigen politischen Zwecken ausgenutzt werden soll. Im harten Kampf gewinnen sie die Arbeiterschicht für die völkische Sache. Das Richtfest, das nun durch den Opfermut aller ermöglicht wird, wird zu einer ersten Feier wiedergefundener Volksgemeinschaft. Stegu- weits rheinischer Humor, seine klare und aus dem Leben mit dem Volke gewordene Weisheit verleihen diesem Werk die Würde echter Volkskunst. — Frieda Hauswirth: Der Sonne entgegen. Ein Roman aus dem erwachenden Indien. Broschiert 4,80 RM., Leinen 6,25 RM. Rotapfel-Verlag. Erlenbach-Zürich und Leipzig. — (488) — Dor unseren Augen entrollt sich das Leben einer Brahmanenfamilie edlen Geschlechtes im Dorfe. Der Großvater der Kindwitwe Ramadevi, die nie ihren Mann gekannt, dem sie achtjährig angetraut wurde, ist ein weiser Pandit; hingegeben an die strenge Orthodoxie der Hindu-Religion. Den Vater drängt es, den Kindern bessere Bildungsund Existenzmöglichkeiten 3U verschossen. Er zieht in die Stadt und wird dort von der mächtigen Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Die Großwetterlage über Europa befindet sich in voller Umgestaltung. Während der im Ostseegebiet liegende Tiefdruck sich rasch auffüllt, macht sich in West- und Süddeutjchland bereits der Einfluß eines Hochdruckgebietes geltend, das sich von England her auf das Festland verlagert. Unter seinem Einfluß ist es im Westen und Süden unseres Bezirkes in der Nacht zum Montag bereits zu verbreiteten Strahlungsfrösten gekommen. Da aber neuerdings bei Island außerordentlich lebhafte Wirbeltätigkeit in Gang gekommen ist, wird voraussichtlich das Hochdruckgebiet für unsere Witterung nur vorübergehend bestimmend sein. Aussichten für Dienstag: Vielfach Frühnebel, sonst häufig aufheiternd und meist trocken, nachts vielerorts Frost, veränderliche Winde. Aussichten für Mittwoch: Voraussichtlich Uebergang zu unbeständigerem und auch milderem West-Wetter. Lufttemperaturen am 24. November: mittags 3,2 Grad Celsius, abends 1,2 Grad; am 25. November: morgens 2,2 Grad. Maximum 3,4 Grad, Minimum 0 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 24. November: abends 3,3 Grad; am 25. November: morgens 2,7 Grad. — Niederschläge 0,0 mm. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiterr Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. X. 35: 10 000. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Jllusttierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf* mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Todesanzeige. Nach Gottes Wille verschied am Samstagabend still und unerwartet unser lieberVater, Schwiegervater, Grobvater, Bruder, Schwageru.Onkel Herr Konrad Schüler Bahnarbeiter i R. im 83. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Adolph Schüler und Frau Marie Jung, geb. Schüler, und Tochter Marie Johanna Schüler, geb. Mähler, und Sohn Karl. Klein-Linden, Groben-Buseck, den 25 November 1935 Die Beerdigung findet am Dienstag, 26. November, nachtn. 3 Uhr, vom Trauerhause Kirchstrabe 26 aus statt. 6774D Zwangsversteigerung. Dienstag,26.Rov., versteigere ich zwangsw. i.Schiffcnberg.Weg24 (im Lager Göbel) vorm. 10 Uhr, bestimmt nachsteh. Gegenstände: 2 komvl. Herr.- u. 1 Speisezimmer, 1 Untersuchungsstuhl u.Jnstrumente für Frauenärzte geeignet, 1 Ent- b'ndungsbett, ein-. Bilder, Aerzte- bücher, 1 Kinderbett, 1 Stubenwagen, Fenstergarnituren, Lampen, 1 komplette Küche, 1 Damenschreibtisch,! Wickelkommodeu.a.m. Scharmann, Gerichtsvollz., Gießen Wernerwall 33 <6767 0) Tel. 3108. WERBE DRUCKSACHEN Brühl, Oleüen Jetzt, wo es kalt ist, ist eine Isolierflasche unentbehrlich. Sie können auch eine haben, denn sie kostet sehr wenig bei J. B. Häuser Am Oswaldsgarten 6553 a Gießen - Ruf Nr. 2145/2146 Familiendrucksachen Verlobungsanzeigen VermShlungsanzelgen Geburtsanzeigen bei Brühl, Schulstr. 7 Bei Husten und Weh Jungs Kräutertee Kräuterhaus LderMänsbnrg Las SWizeiaiea gegen öle JBlnitrsnnt Maa! JloDtmöer Bclftein & Großadmirals J-llica-wurde in der W ° st m i N st - r ° b t - i zu L o n b on auf geb ah r t. Nach altem Brauch halten Matrosen bes Kriegsschiffes „Pembroke" mit um- gekehrtem Karabiner unb gesenktem Haupt bie Totenwache. — (Scherl-Bilberbienst-M.) Kin verdienter Heimatforscher. LPD. Fronhausen (Lahn), 23. Nov. Der be- rannte Volkskundler Amtsgerichtsrat Karl von B a u m b a ch konnte auf eine 40jährige §^^sb""stzeit zurückblicken. Seit bem Jahre 1912 wirkt ber Jubilar, bem der Führer, bie un& &er Qberlanbgerichtspräsibent Glückwünsche übermittelten, am Amtsgericht in Fronhausen. 0 1 Weißen Mannes Land Don Otto (5orbach. tigere Aufgabe zu kümmern, wenigstens die men- sthenleeren ober -armen Räume in ben während bes kolonialen Zeitalters eroberten überseeischen Lanbern beizeiten mit europäischen Aus- manberern z u besetzen. Soweit man nunmehr ernsthafte Anstregungen macht, bas Versäumte nachzuholen, sträuben sich maßgebenbe englische Kreise boch nach wie vor gegen bie Einsicht, daß sich ohne Zuhilfenahme kontinen- taleuropaischer Auswanderer bei dem Mangel an eigenem geeigneten Menschenmaterial nicht viel erreichen la fjt. England mag gewichtige Gründe haben, sich im italienisch-abessinischen Streit als „Protector of coloured peoples", als Beschützer Obiger Volker zu bewähren. Aber es sollte ein- eyen, daß em friedlicher Ausgleich verhältnismäßig leicht gewesen wäre, wenn britisches Finanzkapital wenigstens einem größeren Teil der Hunderttau- fenbe von Italienern, die vor dem Kriege regel- mäßig jährlich im Auslande Beschäftigung fanden, Arbeitsgelegenheiten, wenn nicht in den eigenen Kolonien oder Dominien, so wenigstens in lateinamerikanischen Ländern erschlossen haben würbe. Die „Sehnsucht nach einem „neurömischen Jmpe- num entftanb ja ursächlich aus ber BebrängniS bes oerhinberten italienischen Auswanderers. Lars der Gerechte ILÄÄ und seiner kleinen Familie, die Geschichte einer Sehnsucht nach etge- "er Scholle, die alte Geschichte von Schuld und Schicksal, von Sühne und neuem Lebensbeginn. ieuerliche Welt der Artisten hat von jeher zu litera- ü cher, theatralischer unb filmischer Gestaltung gereizt, fyoar ist von ber Romantik, bie ber Außenstehenbe noch vielfach mit ber Vorstellung von Komöbianten- Imii unb fahrenbem Volk verbinbet, heutzutage in ier rauhen Wirklichkeit kaum noch etwas zu spü- i?rt, unb gerade beim modernen Variete und Thea- iti- ist das tägliche Leben ganz unb gar auf nüch- feine Sachlichkeit unb harte Arbeit eingestellt. Der fium „Darietä" hält es nun freilich mehr mit ber jcinantif, mit bem abenteuerlichen, unsteten unb ifCen Zufälligkeiten anheimgegebenen Dasein ber leinen Artisten, bie, von Ort zu Ort roanbernb, >)’ Zelt heute hier unb morgen dort aufschlagen. )i meisten von ihnen wandern ja freilich so bis n ihr Lebensende; aber einmal, ganz selten ein- mcl, kommt auch zu solchen kleinen Leuten vom für ihn, besser noch und wirksamer als „Quick" seinerzeit, an den dieser Film gelegentlich erinnert; er kann hier den starken Mann machen, einen Kerl mit Mundwerk und Muskeln, das lag ihm von jeher. Gefühlstöne liegen ihm weniger, er ist fein Liebhaber, fein Mann mit Herz, er ist aber ein guter Kerl und guter Kamerad, und er vermag feinen rauhen Ton in den entscheidenden Szenen so sehr zu dämpfen, daß man ihm die Rolle und ben Konflikt in ber kleinen Gemeinschaft glaubt. Das schauspielerische Ereignis unb Erlebnis in diesem Film ist freilich nicht Albers, fonbern Annabella: eine Darstellerin von bezaubernd natürlicher Anmut unb Frische, ganz jung unb schmal; ihr Gesicht unb ihre Figur wirken manchmal rührenb kindlich, ber fremde Akzent, unüberhörbar, stört keineswegs, fonbern die weiche, bunkle stimmhafte Lautbilbung ber Auslänberin erhöht reifen @5 finb Klagen, bie zum Vortrag bei natio- m würben, Festkompofitio- nen für feierliche Versammlungen, ober Musikstücke bie sich mit geschichtlichen Ereignissen beschäftigen Dann gibt es z. B. eine Komposition, bie eine ™rf^rt schilbert unb bie rhythmische Bewegung ber Ruberer das leise Gemurmel ber Wellen malt $7(111(1)6 bufer Musikwerke finb kriegerisch, anbere roieber ^0101-00^, noch anbere finb voll rührenber Die schönsten Musikwerke für ben Dudelsack stammen von ber berühmten Pfeifer» familie ber MacCrimmon, bie feit bem 15 Jahr- bunbert Diefc Künstler bes Dubelfacks hervorgebracht bat unb bie klassische Kunst bis auf ben heutigen Dog überlieferte. Wer einmal Gelegenheit hat einen ... r. ~ » s bei einem großen Wettbewerb zu Horen, bem wirb aus ben jubelnden HS , senden, den mächtig brausenden und leise säuselnden Tonen dieser Zauberpfeife bas prächtige Süb altschottischer Festlichkeiten erstehen. ’ 9 Hochschulnachnchten. ttühere Professor an ber lettischen Universi- tat in Riga Lic. Gustav Mensching ist beauf- Evangelisch-Theologischen ookultat ber Universität Kiel im Winterhalbjahr bie Vertretung ber burd) bas Ausscheiden bes geworbenen Professur für fystematifche Theologie wahrzunehmen. Mensching 'm be^ „Liturgischen Blätter" und „Aus ber Welt ber Religion". . Der orbentliche Profesfor Dr. Kurt Goerttler in Hamburg (Anatomie) ist in gleicher Eigen- schast an bie Universität Heibelbera der ordentliche Professor Dr. Hermann S ch u l tz^e' v o n S- Q ^Rostock (Deutsche Rechtsgeschichte Bürgerliches Recht, Handels- und Kirchenrecht) in gleicher Eigenschaft an die Universität Jena berufen worden. Auch das ging dem eigentlichen europäischen Kolonialimperialismus wider den Strich. Abgesehen davon, daß Frankreich und andere kontinentale Kolonialmächte mit gar keinem oder geringem Auswanderungsbedürfnis ohne jegliche Regung von Rassenstolz die Eingeborenen in den Kolonien mehr und mehr als den Weißen ebenbürtige „Bürger" (farbige „Franzosen", „Spanier", „Portugiesen" usw.) behandelten, wich England nur dem Druck einer wild aufschäumenden aufrührerischen Bewegung in den Dominien aus, als es fein Bündnis mit Japan durch die Weigerung in die Brüche gehen ließ, japanischen Auswanderern Siedlungsraum innerhalb des Imperiums zu gewähren. Inzwischen hat die Gefahr, daß es zu einem Masseneinbruch asiatischer Auswanderer in bie vom weißen Manne besetzten Ranbländer bes Stillen Ozeans kommen könnte, eine solche Bebrohlichkeit angenommen, baß sie zu einer Hauptangelegenheit ber britischen Reichsverteibigung geworben ist. Nun erst fällt es ben britischen Kolonialimperialisten gleichsam wie Schuppen von ben Augen, sie erkennen, welche ungeheuerliche Unterlassungsfünbe es bebeutete, jahrhunbertelang sorglos bie Früchte p o t i tischer Kontrolle über Hunberte von Millionen farbiger Kulis < ’ " - Nicht nur ber „Kilt" unb bie kleine Mütze geboren 3u einem echten Schotten, fonbern auch ber Dudelsack, ber sogar in ben Musikkapellen ber chottifchen Regimenter vertreten ist. Dieser Dubel- ,adx. l'l w(mchem von uns nur noch bem Namen 3i.?efannf: «r scheint uns ein recht komisches pf nVln riüntn!r 6" sem, unb wenn man von einer klassischen Dubelsackmusik hört, möchte man bies zu- nadjft vielleicht für einen Witz halten. Unb boch gibt es _im schottischen Hochland Sackpfeifer, die als grofee Künstler ihres Faches edelste Musik auf öfefem Instrument zu Gehör bringen. Zu Oban ^uverneß werden alljährlich sogar große Dudelsack-Konzerte veranstaltet, bei denen die besten Pfeifer bes Lanbes miteinanber in Wettbewerb treten Das Spielen bes Dubelfacks ist keine leichte Kunst. Jruher gab es berühmte Pfeiferfchulen, in benen öie Zöglinge sieben Jahre lang unterrichtet würben, bevor sie in klassischen Musikstücken öffentlich auftreten durften. Auch heute noch braucht ein guter Dudelsackpfeifer viele Monate, ja, sogar Jahre des Studiums, wenn er einen Preis bei ben Wettbewerben erlangen will. Die schottische Dubelsackmusik zerfällt nach einer feit Jahrhunberten fest- gehaltenen Einteilung in brei große Gruppen Die erste, bie „kleine Musik", umfaßt Märsche unb Tanze, bie „mittlere Musik" weist hauptsächlich langsame Märsche, Volkslieber unb sehr einbrucksvolle Klagelieber auf; bie britte Gruppe, bie „große Musik", kann nur auf ber großen Hochlanbs-Dubel- farfpfeife gespielt werben, unb sie stellt höchste Ansprüche an ben Künstler. Sie ist bie sogenannte „klassische Dubelsackmusik". Schottlanb besitzt einen reichen nationalen Schatz von Kompositionen für bie Sackpfeife, bie bis ins 16. Jahrhunbert zurück- ,)U [UlU/l'H lieillüll -CelUtll UUlll er. nen Wagen das große Glück, die große Chance, Mi große Erfolg, der sie mit einem Schlage, über §ccht gleichsam, aus den Niederungen ihres namen- lifm Bohemelebens zur Höhe trägt und sie zur Diltberuhmtheit macht, zur „großen Nummer" im tviendkerzigen Scheinwerferlicht. Einen solchen nä-chenhaften Aufstieg schildert, anschaulich, ge- stk voll und nicht ohne Humor, dieser Film. Da fh drei wandernde Artisten, zwei Männer und en Frau. Pierre, George und Jeanne, die seit (rnnem miteinanber burch bie Welt ziehen, auf bie Jäjfer unb kleinen Ortschaften, ihr Zelt aufbauen, * Pauken unb Trompeten Reklame schlagen uii bann am Abend im Schweiß ihres Angesichtes, mii primitivsten Mitteln, aber sozusagen auf Tod mit Leben, mit Lust unb Liebe unb einer echten, in vielen Stürmen gehärteten unb erprobten Ka- Mwbschatt Variete spielen. Da sie begabt unb ehr- (Wij g finb, haben sie eines unwahrscheinlichen Mhnbe bas Glück, baß sie von einem großen unb cksiußreichen Theaterbirektor entbeckt, engagiert ui!) sofort als „große Nummer" herausgebracht n-rxen. Soweit wäre alles in bester Orbnung. ' ttie- bie große Nummer beruht noch mehr als bie Der „Mann auf ber Straße" hatte von jeher bie gefunbe Auffassung, baß Kolonien in erster Linie bie Bestimmung haben sollten, „B e v ö l k e ° rungsüberschüsse^ bes Mutterlanbes aufzu- nehmen. Die maßgebenden Kolonialpolitiker haben ihn immer gern barin bestärkt, um ihn für ihre weitergehenden Absichten günstig zu stimmen. In der Hauptsache nämlich kam es biesen stets vor allem barauf an, burch bie Ausbehnung ihrer Kolonialherrschaft Rohstoffquellen unb Absa tz m a r k t e zu gewinnen. Das ließ sich am leichtesten durch die „Kontrolle über rückständige Län- ber mit dichter farbiger Bevölkerung erreichen Wenn man bie Arbeitskraft bes farbigen Kuli" rücksichtslos ausbeutete, um billige Rohstoffe zu er- halten fo drückte man dadurch" seinen Wert als Abnehmer von Fertigfabrikaten zu sehr herab, aber immerhin konnte man vermöge einer „Politik ber mSlinnon$ir k, unb nach Hunberte von b?Kio r ^r FJenfd,Jn 3U Zwangsabnehmern 2J 2"f Maschinen hergestellter Massengüter machen. Demgegenüber spielte bie Kaufkraft roei- Pjj Siebler, mochte sie pro Kopf noch so hoch ^n?nJ^f9r°6eu Unb ganzen eine geringe Rolle. Die ^.sis^luerwaltungen zogen weiße Beamte, Kapi- Mm Pflanzer „Kulitreiber" usw. aus ben Mut- terlanbern an sich; ber freie Einwanberer, ber sich m der Wildnis eine frei» Heimstätte gründen wollte, sKeel angesehen, oft gar nicht erst zugelassen ober bald roieber hinausgeekelt. Zu einer stärkere Einwanberung aus Europa e®. jahrhunbertelang in ben „neuen" ßänbern über See nur bort, wo sich bie Eingeborenen zu Wroerer, regelmäßiger unb nachhaltiger Arbeit im l)ien|te weißer Herren weber zwingen noch erziehen netzen. Unb ba bevorzugte man aus Afrika impor- tierte schwarze Sklaven. Als Ersatz ober jur Ergänzung bebiente man sich deportierter Verbrecher aus bem Mutterlanbe, beren Los bann niajt viel besser, nicht selten sogar schlimmer war als bas ber Neger-Sklaven. Wenn sich gleichwohl in Norbamerika bie Freie weiße Kolonisation frühzeitig in großem ^nle entwickelte, so lag es nur baran, weil bie lehgios unbulbsamen herrschenben Kreise in Enq- uanb Anhängern mißliebiger Sekten gern gestatte- “en, einen „Auszug aus Aegypten" zu vollziehen, mm sich m amerikanischer Wilbnis ihr „Zion" auf- Zubauen. Puritaner, Quäker unb Katholiken gründeten jenseits bes Ozeans Gemeinwesen, bie von A"sang an gegenüber ber alten Heimat ein rebel- Irscher Geist beseelte; sie erhielten immer stärkeren Zuzug unb ihr Wahlspruch: „Das Lanb ber Masse! war bestimmen!) sowohl für ben Abfall oom Mutterlanbe, wie für ben späteren Kampf ber Narb- gegen bie Sübstaaten, beren mit schwarzen Sklaven betriebene Plantagenwirtschaft immer irofjere Gebiete jungfräulichen Bobens einer freien Kolonisation vorzuenthalten brohte Nach bem Verlust ber aufständischen norbamerifa- Aschen Kolonien \ud)te Englanb bie freie Kolonisa- ion in Kanada, Australien unb später auf Neu- -elanb möglichst zu verhindern, indem es für un- efiebeltes Laub so hohe Preise festsetzte, baß mittel- bfe Einwanderer nur durch vieljährige Lohnarbeit Ene entsprechende Summe zum Ankauf einer Sied- Ijngsfteüe ersparen konnten. Um so schwunghafter »uröe die Einfuhr von zur Deportation verurteilten Verbrechern betrieben, die als Kontraktsklaven entweder für Wegebauten oder andere öffentliche Ar- lsiten verwandt oder aber an private Unternehmer wrliehen wurden. Die unerwünschte Folge aber war, daß englische und kontinentaleuropäische Aus- v anderer fast ausschließlich den freien Gemein- refen der nordamerikanischen Union, später auch ten mittel- unb südamerikanischen „Schwestern- r publiken" zuströmten. Erst dadurch wurde Eng- lind veranlaßt, einer freien Kolonisation in seinen iverseeischen Besitzungen mit ber Zeit einigen Spielraum zu gewähren. Die freie Kolonisation in ben Vereinigten Staa-! kn war bas Schwungrab einer Entwicklung, bie I Alpenoeremszeitschrift „Der Berg- Re.r. F-, Bruckmann AG. München) bringt interessante Beiträge über schwierige Fahr- s- fei e'"Marttge Lichtbilber. Vor allem sinb bri^. hrUn9€n /i9° Tomascheks „Die Mächte bricht und von Hubert Peterka über Kaukasus- fafjrten zu nennen, aber auch Bilkos „Ofttiroler Erinnerungen" und ber kulturhistorische Bilber- Alt-Berchtesgaden wird gefallen. Walter TÄ 5 6rfreUt mit ^ner trefflichen Kurzg/. Erne wie geringe Rolle die Entfaltung europäischer Kolonialmacht bei ber tatsächlichen Besetzung überseeischen Bobens mit weißen Menschen spielt, geht ohne weiteres baraus hervor, baß von runb 55 Millionen Europäern, bie in bem Jahrhunbert, bas 1920 enbigte, ben Atlantik kreuzten, um brüben neue unb bessere Lebensmöglichkeiten zu finben, nur 10 Millionen Briten waren, wobei nicht nur bie übermältigenbe Mehrheit ber Kontinentaleuropäer, fonbern auch 65 v. H. ber Briten non ben Vereinigten Staaten ausgenommen würben. Nur 15 v. H. ber britischen Auswanberer gingen nach Kanaba, 11 nach Australien, 7 nach anberen Teilen bes Empire. Seit 1931 ist in Englanb bie Zahl berRück- roanberer größer als ber Leute, bie braufeen ihr Gluck suchen wollen; im Jahre 1933 betrug ber Wanberungsgewinn 33 000. Wenn bas auch hauptsächlich an ben Sperrmafenahmen liegt, bie bie Dominien seit bem Einsetzen ber Weltwirtschaftskrise wegen ber bei ihnen entftanbenen Arbeitslosigkeit verhängten, so finb boch biefe Sperrmafenahmen, wie bie allgemeinen Erscheinungen ber Krise, vor- mtegenb nur Ausbruck einer immer stärkeren Beanspruchung bes internationalen Finanzkapitals für bie Entwicklung von ßänbern mit farbiger Bevölkerung, bie sich baburch inftanbgefefet sehen, ihre eigenen mobernen Probuktiokräste zu entwickeln, b. h. sich zu inbuftrialifieren unb von frember Warenemsuhr möglichst unabhängig zu machen. Die bobenftänbige moberne Macht- unb 5ßirt- schaftsentsaltung in ben ßänbern ber farbigen Völ- ilk. Se ur Wirtschaft Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 7N. Z>eriu< tfrannur. u. .UL kurs börse fur* Mrfe 23.11. 23.11. 21.11. 87,5 ♦ 27 200 36,65 141 111,75 131,5 102.65 123 128,5 126,75 118 166,25 122,5 210 104 77,75 18,13 126,75 122,5 186 149,5 105,13 112,13 105,13 149 Ji 103,75 112,5 106 35,9 141 111,5 131,75 103 122,5 129,75 126 117 167 121,5 36,65 141,25 112 131,5 103,25 122,75 130 126,25 118,5 166,5 122,5 36,13 142 110,65 131,25 103 122.25 130,5 126,13 117,25 167,25 121,25 7 9 6 3 52,25 102 109,25 74,5 89,75 137 26 293 157 149,5 214 105 112 105 87,5 115 129 117,5 210 104 76,65 18,25 126,5 122,5 88,25 115 129 2,438 41,88 54,59 12,235 16,31 167,46 19,46 61,45 63,08 80,14 33,56 Geber grünt , u 10 96,5 103 107 83,25 160 126,9 81,75 79,13 102,75 52 102 110 75,5 123,75 90,25 136,75 76,75 26 291,5 168 157 117,75 114 210 103,65 76,5 18,25 128 122,75 188 Sodai fturmbo angetre Stauda richtete i 97 103,65 108 84,25 156 126,4 82 80,4 117,5 114,25 210 104 77,65 18,13 126,75 122,75 186 Diese Zahlen sprechen für sich selbst. Sie beweisen vor allem, bah im Volke die Erkenntnis von der Notwendigkeit unseres Kampfes um die Erneuerung der deutschen Kultur wächst und daß das deutsche Volk diesem Kampfe nicht 52 102,5 110,75 75 90,5 136,75 26 290,5 167,75 155,25 102 52 102,75 111,25 76 124,75 90 137,13 76,5 25,5 289,75 168 156 A.E.G. Bckula . 6 12 . 4 . 0 . 0 . 5 . 5 ?y, Im Sonn! volle Grinr feiert! der Dolle, der Der Dritte marer flanti HI. t angel SA.-! Theat gäste Oberfi leituni front tenfüh weiter sowie komm Der des 1 96,75 103,75 107,75 84,25 155 126 82,5 80,75 63,34 80,46 33 JO 96,25 103 65 107 83,25 155 126,75 82 73,4 die nad den'un stunde: „Der Junger lamme aus dk eitriger 2,458 42,04 54,81 12,275 16,37 168,14 19,54 61,69 ManSselder Bergbau .. Kokswerke........... Rheinische Braunkohlen Rheinstahl ........... Vereinigte Stahlwerke. Otavi Minen ........ Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln. Kaliwerke Salzdetfurth für alte und interessante Handschriften hat, dem bietet sich in der ägyptischen Bibliothek Gelegenheit, in Zehntausenden von Bänden herumzuschmökern oder in 24 000 Handschriften zu wühlen. Hat man einmal das Unglück, krank zu werden, wird man von einem der zahlreichen europäischen Krankenhäuser ausgenommen. Kairo steht heute im Brennpunkt des öffentlichen Interesses. Es ist eine seltsame und geheimnisvolle Stadt, die ägyptische Metropole der tausend Moscheen mit ihrem orientalischen Nationalcharakter und ihrer europäischen Zivilisation. Wenn auch die Technik vieles entzaubert und_ in das grelle Licht einer sachlichen Gegenwart geruckt hat, so kreist doch in der Bevölkerung der Stadt noch vielfach das unverfälschte orientalische Blut, das von Zeit zu Zeit sich mit einer vulkanartigen Heftigkeit Bahn bricht. t. d. I Als! feine E Nm, fchwestei M zuc wenden, kaum er stonat w vechej gesichert Sewissen -,Daz i1 Mratk Men. gratet! Te bür eine gm "Abei "Kein Wunsche Der ( 149,25 215 105 112 106,25 LPD. Frankfurt a. M., 23. Noo. Die NS.- Kulturgemeinde teilt mit: Ueber die Erfolge der Arbeit der NS.-Kulturgemeinde liegen nunmehr die Ergebnisse aus dem gesamten Gaugebiet Hessen- Nassau vor. Insgesamt haben 562 530 Volksgenossen im Geschäftsjahr 1934/35 die Veranstaltungen der NS.-Kulturgemeinde besucht. Im Vordergründe steht dabei die Besucherzahl der Theateroeranstaltungen, wobei der Theaterrina des Ortsverbandes Frankfurt a. M. mit 145 022 die höchste Besucherzahl aufzuweisen hat. Das rein zahlenmäßige Ergebnis dieser Arbeit in den einzelnen Kreisen und den verschiedenen Arbeitsgebieten ergibt folgendes Bild: Grttzner....................01 Mainkrastwerke Höchst a-M.... 4 Süddeutscher Zucker ........ 101 Die Arbeit der NS.-Kulturgemeinde in unserem Gau. Ueber eine halbe Million Volksgenoffen besuchten die Veranstaltungen. I. G. Farben-Industrte Scheideanstalt........ Goldschmidt ......... RütgerSwerke........ Metallgesellschaft...... Oie Stadt der tausend Moscheen Kairo, die Metropole Aegyptens. 27,25 27,25 - 87.5 87,5 ▼ 200 200 1 2001 einheimischen arabischen Quartieren und den mit modernem Komfort ausgestatteten e u r o v ä i s ch e n Bi e r t e l n ist ungemein eindrucksvoll. Im Westen Kairos wohnt die elegante europäische Gesellschaft, lebt die vornehme Welt in modernen Dillen. Wer zum ersten Mal nach Kairo kommt, hat monatelang zu tun, um all die Sehenswürdigkeiten und Sensationen abzugrasen, die sich seinen staunenden Augen offenbaren. Er kann heute einen Ausflug auf den Flugplatz von Kairo unternehmen und morgen das Aquarium ober das Nationalmuseum arabische Kunst besichtigen. Wer eine Vorliebe Preußen. Gegen den Geist der Betriebs« gemeinschast verstoßen. Wetzlar, 24. Nov. (LPD.) Der im damaligen Warenhaus Frankfurt in Wetzlar tätig gewesene jüdische Angestellte Ernst Nathan aus Katzen- furt mußte im Sommer dieses Jahres verhaftet werden, weil er sich gegenüber weiblichen Angestellten ungehörig benommen hatte. U. a. hatte er ein Mädchen mit einem üblen Schimpfwort bedacht, ferner schlug er ein Mädchen mit der Reitpeitsche und in einem anderen Falle versetzte er einem Mädchen eine Ohrfeige. Die Große Strafkammer in Limburg verurteilte Nathan, der bereits vorbestraft ist, wegen Körperverletzung zu 6 Wochen Gefängnis, die durch die Untersuchungshaft als verbüßt gelten. Zn Schutzhast genommen. LPD. Frankfurt a. M., 23. Noo. Die Viehhändler Martin Kriener aus Wiesbaden und Philipp Gieß aus Laufenselden wurden auf Anordnung der Staatspolizeistelle Frankfurt a. M. wegen Ueberschreitungder Viehhöchst- preise in Schutzhaft genommen. Diese Maßnahme möge allen denen zur Warnung dienen, die glauben, die Maßnahmen der Reichsregierung ungestraft sabotieren zu können. Kreis Wetzlar. * Rodheim a. d. Bieber, 25. Nov. Der 32jährige Techniker Fr. W. Schlierbach erlitt einen Bruch des rechten Beines und.mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. * Erda, 25. Nov. Die 66jährige Witwe P f e i f> f e r stürzte dieser Tage die Treppe hinab und erlitt dabei eine schwere Schädelverletzung, die ihre Ueberführung in die Klinik nach Gießen notwendig machte. Buderus ...........4 Deutsche Erdöl..............4 Harpener...................0 Hoesch Eisen—KSIn-Neuessen .. 8 Ilse Bergbau ............... 6 S: Bergbau Genüsse........6 cknerwerke.............. 8 Mannesmann-Rbhrea0 Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) k. Pf. ID. S. Nach unserer Auffassung kann der Pachtvertrag von dem Pächter unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist (d. h. spätestens am ersten Werktag des halben Jahres, mit dessen Ablauf die Pacht endigen soll), gekündigt werden, da die Grundlage des Pachtvertrages ganz wesentlich geändert worden ist. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. hm Ko' •“je U, .Ä 'ul-.ro । "Sie Metra -pQDOi •mein Lander ,e K 01 ° SQ,.n De i Sc he c ’ br|nqen ipS' itz lort 5 tzix^erf Iris ’ ktbt Oie Zndustrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 1275: Deutsche Handelskammer für Polen, Haupt- geschäftsstelle in Breslau, Zweigstelle in Berlin. Neue Geschäftsstelle in Warschau. 1276: Die zweite Ausgabe des „Berater des Chefs im Süd- und Mittelamerika-Geschäft" und des „Berater des Sachbearbeiters im Süd- und Mittelamerika-Geschäft" ist erschienen. Die Hamburgische Niederlassung der Deutsch - Südamerikanischen Bank AG., Hamburg 36, Gr. Bleichen 36, ist gerne bereit, interessierten Firmen diese Berichte spesenfrei zu übersenden. E.1277: Italienisches Verbot von Nachnahmesendun- dungen und Dorauserhebung von Spesen im Warenverkehr mit dem Auslande. E.1278: Geschenke im Werte bis zu 200 Kc. dürfen ohne Devisenbescheinigung in die Tschechoslowakei eingeführt werden. E.1279: Ungünstiger Verlauf der Javatabak-Auktion in Rotterdam. E.1280: Vorläufige Suspendierung der britischen Anordnung wegen der Ursprungserzeugnisse. E.1281: Beitritt Danzigs zum deutsch-polnischen Wirtschaftsvertrag. E.1282: Neue französische Zollsätze für Tabakabfälle. E.1283: Neue französische Zollsätze für elektrische Kondensatoren und Einzelteile. E.1284: Französische Zolltarifänderung für zu elektischen Zwecken bestimmte Kohle. E.1285: Französische Ausfuhrverbote für verschiedene Waren. E.1286: Italienische Ausfuhrbestimmungen zur Abwehr der Sanktionsmahnahmen. stiven Reiz hatten. Dieses Kairo unserer Traumphantasie mit dem gesamten Inventar einer echt orientalischen Zauberlandschaft existiert nur bis zu einem gewissen Grade. Daneben hat die moderne europäische Technik ihren triumphalen Einzug gehalten. So stoßen in Kairo zwei verschiedene Sphären aufeinander, die Sphäre des Orients und die Sphäre der europäischen Zivilisation. Aus dieser Berührung und Verquickung zweier gegensätzlicher Welten und zweier so verschiedenen Mentalitäten erhält die Stadt ihren besonderen Charakter und ihre reizvolle Eigenart. Ohne Zweifel ist Kairo eine internationale Stadt, aber die Grundfarbe ist bei allen modernen Neuerungen und Einrichtungen durchaus orientalisch. So setzt sich auch die Mehrzahl der Bewohner aus Angehörigen der verschiedensten orientalischen Stämme zusammen. Man kann in Kairo die interessantesten Bekanntschaften machen und die eigenartigsten orientalischen Idiome kennenlernen, denn neben den eigentlichen Aegyp- tern leben dort zahlreiche Sudanesen, Nordafrikaner, Syrer, Türken, Perser und Inder. Dazu kommt noch eine starke europäische Kolonie, vor allem Griechen und Italiener, aber auch Engländer, Franzosen, Oesterreicher und Deutsche. Straßenbahnen nach den Pyramiden. Es ist originell, daß die Straßenbahnen in Kairo durch Straßen führen, die von zahlreichen prachtvollen Denkmälern der islamitischen Baukunst umsäumt sind. In dieser architektonischen Beziehung nimmt die Hauptstadt Aegyptens unter allen übrigen Städten des Orients eine Sonderstellung ein. Um diese sagenhaften Gebäuhe weht noch echt orientalische Luft, als wehe sie aus einer uralten Epoche herüber. Auf keinem andern Platz der Welt findet man fo zahlreiche und so charakteristische Bauten mit orientalischem Gepräge. Kairo hat nicht weniger als 500 Moscheen, darunter wundervolle Grabmoscheen in den Friedhöfen am östlichen Wüstenrande, den sogenannten Kalifen- und Mameluckengräbern. Es würde zu weit führen, wenn man hier alle die denkwürdigen Bauten anführen wollte, die ihre Enfftehung der reichen islamitischen Tradition verdanken. Aber erwähnen muß man die vom Sultan S a l a d i n errichtete Zitadelle, die ehrwürdigen Stadttore und die in der Altstadt befindlichen koptischen Kirchen, ferner die Brunnenbauten, die mit Kinderschulen verbunden sind. Durch diese orientalische Welt braust der moderne Verkehr. Wer die sagenhaften Pyramiden besuchen will, braucht nur zu warten, bis die nächste elektrische Straßenbahn kommt. Sie führt ihn bequem nach seinem berühmten Ausflugsziel. Moderne Billenvororte und Museen. In Kairo ist für alle europäischen Bedürfnisse reichlich gesorgt. Selbst der blasierte und verwöhnte Europäer wird in dieser fantastischen Stadt der tausend Moscheen auf seine Rechnung kommen. Es gibt in Kairo nicht nur eine Universität, die nach europäischem Muster eingerichtet ist, sondern auch eine arabische Universität für den Unterricht in den islamitischen Wissenschaften, und obendrein noch einf amerikanische Universität. Es ist beinahe unmöglich, alle die Schulen aufzuzählen, die außerdem noch für fast alle europäischen Staaten existieren. Daneben findet man eine Unzahl von M u - seen, einen zoologischen Garten, ein großes Opernhaus und kleinere Theater sowie zahlreiche Forschungsinstitute, darunter vor allem das deutsche Institut für ägyptische Altertumskunde. Europa hat hier im Orient eine gewaltige und imposante Filiale errichtet, eine Filiale mit allem kulturellen Zubehör. Der Gegensatz zwischen den E.1287: Die italienischen Einfuhrbestimmungen zur Abwehr der Sühnemaßnahmen. E.1288: Die Einfuhr von Banknoten und Schecks in Italien. E.1289: Bekanntmachung KP 64 der lieber- wachungsstelle für unedle Metalle betr. Kurspreise. E.1290: Richtlinien für den Warenverkehr Danzigs mit Deutschland. E.1291: Aufhebung der spanischen Vorschriften über die Apfelsinenausfuhr. Elektrowerten ließen AEG., Gesfürel, RWE^ Schuckert und Lechwerke bis 0,50 v. H. nach, Licht Lr Kraft und Felten lagen noch mäßig höher, Siemens gewannen 1 o. H. auf 167,25. Von 0,50 bis 1 o. H. fester eröffneten: AG. für Verkehrswesen, Daimler Motoren, Deutscher Eisenhandel, Gebr. Junghans, Holzmann, Metallgesellschaft u. Deutsche Linoleum. Zellstoff Waldhof zogen um 1,5 v. H. an. Kunstseide Aku notierten mit 52,40 bis 52 (52,25). Schiffahrtswerte lagen unverändert. Am Rentenmarkt lagen Altbesitzanleche (112,75) und Zinsvergütungsscheine (90,90) etwas fester, Kommunal-Umschuldung (88,45) und späte Schuldbuchforderungen (97) waren behauptet. Etwas fester waren ferner Industrie-Obligationen, und im Freiverkehr wurden zertifizierte Dollar-Bonds bei bis 1 v. H. höheren Kursen lebhafter umgesetzt. Im Verlaufe blieb das Geschäft am Aktienmarkt ruhig, die Kursgestaltung war weiter uneinheitlich, wobei allerdings leichte Rückgänge überwogen. Schwach lagen Reichsbankanteile mit 180,50 bis 180. Deutsche Linoleum gingen auf 136,75 nach 137,25 und Siemens auf 167 nach 167,25 zurück. JG.-Far- ben blieben zu 149 behauptet, während Montan- werte zumeist etwas nachgaben. Am Rentenmarkt hatten Zinsvergütungsscheine mit 91 nach 90,90 größeres Geschäft, ferner erhöhten sich Kommunal - Umschuldung auf 88,50 nach 88,45. Zertifizierte Dollar - Bonds, insbesondere Preußen mit 58,50 bis 59,25 bis 60,50 bis 59,50, hatten weiterhin lebhaftes Geschäft. Am Pfandbriefmarkt ergaben sich kaum Veränderungen, auch Stadtanleihen lagen zumeist behauptet. Don Auslandanleihen lagen Mexikaner mäßig höher, dagegen waren Schweizerische Bundesbahn-Obligationen angeboten und schwächer. Tagesgeld unverändert 2,5 v. H. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 25. Nov. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 922 Rinder (130 Ochsen, 50 Bullen, 632 Kühe, 110 Fär- sen), 423 Kälber, 85 Schafe, 1849 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 40 bis 42 Mart, Bullen 40 bis 42, Kühe 25 bis 42, Färsen 39 bis 42, Kälber 54 bis 76, Hämmel 44 bis 48, Schweine 51 bis 57 Mark. — Marktverlauf: Rinder sehr lebhaft, Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig, Schweine wurden zugeteiU. Schultheis Patzenhofer .......4 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O Bemberg...................5 Zellstof Waldhof ............ 5 Zellstofk Aschaffenburg .......O Deslauer Gas ...............7 Daimler Motoren............O Deutsche Linoleum...........8 Orenstein & Koppel ..........O Westdeutsche Kaufhof.........O Ehade....................7l/i Accumulatoren-Fabrik.......12 Conti-Gummt...............8 Auslandaufträge f ü r d i e AEG- Der AEG. gelang es, über ihre japanische Vertretung (Okura & Co.) von der Taiwan Electric Power Co. (Formosa) den Auftrag auf ein Wasserkraftwerk zu erhalten, und zwar auf zwei Vertikalgeneratoren von je 25 000 Kva., 11000 Volt, und zwei Wasser- fraftturbinen von je 30 000 PS. Die Turbinen werden von I. M. Doith, Heidenheim, geliefert. Nhein-Mainische Börse. Uneinheitlich. Frankfurt a. M., 23. Nov. An der Wochenschlußbörse konnte sich kein größeres Geschäft entwickeln. Die Beteiligung der Bankkundschaft blieb weiterhin klein, während der berufsmäßige Börsenhandel nach den gestrigen Käufen sich etwas Zurück- yaltung auferlegte und teilweise zu GewinnTnitnah- men schritt. Die Grundtendenz blieb indes fteund- lich. Die Kursentwicklung am Aktienmarkt war etwas uneinheitlich, wobei sich aber nur geringe Veränderungen ergaben. Don chemischen Werten notierten IG.-Farben mit 149 bis 149,25 bis 149 (149,50), Scheideanstalt mit 214,75 (214) und Dt. Erdöl mit unverändert 103,65. Am Montanmarkt bröckelten die Kurse zumeist etwas ab, Hoesch minus 1, Stahlverein minus 0,75, Buderus minus 0,50, Rheinstahl mit 104,13 v. H. gut behauptet. Von gleichgültig gegenübersteht, sondern durch die tätige Anteilnahme an der Arbeit der TIS.- kulturgemeinde bereit ist, an der Neugestaltung seines kulturellen Lebens mitzuarbeiten. Daß sich dieser ideelle Erfolg der kulturellen Arbeit auch in weitgehendem Maße wirtschaftlich auswirkt ist selbstverständlich. Hunderte von Künstlern haben allein im Gau Hessen-Nassau wieder eine Lebensgrundlage und durch die Arbeit der NS.- Kulturgemeinde wieder die Möglichkeit der künstlerischen Entfaltung gefunden. Ein Beispiel dieser günstigen wirtschaftlichen Auswirkung ist das Ergebnis der Ausstellung in Groß-Gerau, wo einschließlich der Prioataufträge für rund 23 000 Mark Kunstwerke verkauft werden konnten. So dient die NS.kulturgemeinde in unermüdlicher und zäher Arbeit sowohl dem kulturellen, als auch dem wirtschaftlichen Aufstieg des deutschen Volkes in der Erkenntnis, daß nur durch eine kulturelle Neugestaltung unseres Volkslebens auch ein materieller Aufftieg auf die Dauer sichergestellt ist. Die NS.-Kulturgemeinde wird auch in diesem Geschäftsjahr auf dem beschrittenen Wetze weitergehen und ihre Anstrengungen vervielfältigen. Schon die ersten Monate dieses neuen Geschäftsjahres haben im Gau Hessen-Nassau einen erheblichen Aufschwung sowohl hinsichtlich der Leistung, als auch des Erfolges gebracht. Durch die ägyptischen Unruhen sind die Blicke der politischen Öffentlichkeit stärker denn je auf die Vorgänge in Kairo gerichtet. Kairo ist heute ein politisch-strategisches Zentrum von unschätzbarer Bedeutung, und es ist im Hinblick auf die Ereignisse der letzten Zeit besonders aktuell, das Wesen dieser geheimnisvollen Stadt näher zu beleuchten. Orient und moderne Technik. Immer hatte der Name Kairo einen ausgesprochen romantischen und orientalischen Klang und irgendwie enthielt diese Bezeichnung die unbewußte und verborgene Sehnsucht mancher Europäer nach den glühenden und farbigen Wundern und Geheimnissen des Orients. Kairo: dieser Name umriß eine Welt der tausend Moscheen und der eintönigen orientalischen Gesänge, er umfing die Rätsel einer uralten Kultur und jener religiösen Gebräuche, die für uns Europäer immer einen sonderbar sugge- Phillpp Holzmann...........4l Zementwerk Heidelberg ...... 7 Zementwerk Karlstadt.........6\ Elektr. LieferungSgesellfchaft... 6 Licht und Kraft ........... 6% Felten & Guilleaume......... 4 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ 6 Ryein. Wests. Elektr..........6 Schuckert L Co............... 4 Siemens L Halske............7 Lahmeyer L To..............7 Datum | 21-11- .......b'117,25 Die hinter den Papieren Arani,uri a. JJt. I hierin» Berlin,2Z.November Amerikanische Noten.............. Belgische Noten.................. Dänische Noten ................. Englische Noten ................. Französische Noten............... Holländische Noten............... Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, 4 1OO Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten............... Schweizer Noten................. Spanische Sloten »•*••••*»«*«•>•••• Ungarische Noten Orts- Konzerte, Aus- verband Theater Dorträge fteUungen Zus. Frankfurt 145 022 14 380 34 860 194 262 Darmstadt 77 273 4 265 — 81 538 Mainz 73 750 13 705 1425 88 889 Wiesbaden 38 784 1031 — 39 815 Gießen 19 568 1016 — 20 584 übr. Ortsverb. 63 881 66 601 6 960 137 442 Insgesamt 418 287 100 998 43 245 562 530 .yttiiifiur a. x>. tlu. Gchluß- lurs Schluß!. Abendbörse Schlußkurs Schlußl. Mittag-' börle Datum 21.11. 23-11. 21.11- 23.11. 4% desgl. Serie 11 ............ — — 10,25 — 6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 — 6 —— — 4y2%Rumän.vereinh.Rentev.l913 8,25 4,75 8,25 8,25 8,45 4% Rumäniscke vereinh. Rente . 4,85 4,75 4,8 2 yt% Anatolier .............. 39,4 39 39,2 39,25 Hamburg-Amerika-Paket .....O 15 15,25 15,5 15,25 Hamburg-Südam. Dampfschiff. O —— — 27,25 — Norddeutscher Lloyd .........O 16,75 16,75 17,25 16,9 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. O 82 83 82,5 83 5 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 109 109 109,25 109 5 Commerz- und Privai-Bank ... 0 84 84 84 83,75 Deutsche Bank und Disconto« Gesellschaft................0 83,5 83,5 83,5 83,5 Dresdner Bank..............0 84 84 84 84 Reichsbank ................ 12 181,5 180 181,5 180 21 .November 23.November Amtliche Notierung Amtliche Geld Notierung Brief _ Geld I Brief Buenos Aire- 0,678 0,682 0,679 0,683 Brüssel..... 42,05 42,13 42,02 42,10 Rio de Jan. 0,139 0,141 0,139 0,141 Sofia ...... 3,047 54,75 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 54,85 54,80 54,90 Danzig..... 46,80 46,90 46,80 46,90 London ..... 12,26 12,29 5,415 12,27 12,30 HeljingforS.. 5,405 5,385 5,395 Paris ...... 16,355 16,395 16,36 16,40 Holland .... 167,88 168,22 167,88 168,22 Italien..... 20,16 20,20 20,13 20,17 Zavan ...... 0,711 0,713 0,712 0,714 Jugoslawien 5,634 5,646 5,634 5,646 LSlo..... : 61,56 61,68 61,61 61,73 Men....... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon.... 11,12 11,14 11,13 11,15 Stockholm... 63,19 63,31 63,25 63,37 Schweiz .... 80,32 80,48 80,32 33,92 80,48 Spanten.... 33,92 33,98 33,98 Prag....... 10,255 10,275 10,26 10,28 Budapest ... — -— Reuyork ... 2,486 2,490 Sanknoten 2,486 2,490 Schlußkurs Schlußl. Abend« börse Schlußkurs Schluß!. Mlilag- börse Datum 21.11 - 23.11. 21.11. 23.11. 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 100,13 100,4 100,5 97,5 100,2 97,5 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 97,5 97,5 102,5 by2% Voung-Anlelhe von 1930 .. Deutsche Ant.-Mläs.-Schuld mit 102,5 102,65 102,75 Auslol -Reckten ............. 112,65 112,6 112,65 112,7 4’/,% Deutsche ReichSpostschatzan Weisungen von 1934, I....... 6% eöem.8% Hess. Bolksstaat 1929 100,2 100,13 100,2 100,25 (rückzahlb 102%)............ 97,4 97,4 97 97,5 4%% ehem. 8% Hessische Landes- Hanl Darmstadt Gold R. 12.... 6y2% ehem. 4>4% Hess. Landes- 96,25 96,25 — — Hypothekenbank DärmstadtLiqui 4y2% ehem. 8% Darmst. Komm. 100,65 100,65 — — Landesb.Goldschuldverschr. R.6 Oberhessen Provinz-Anleihe mit 92,75 92,75 — — - - Deutsche Komm. Sammelabl. Aw leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4%% ehem.8% Franks. Hyp.-Ban! 112,9 113 113 113 Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6%% ehem. 4’/2% Franks. Hyp. 96,25 96,25 — — 100,75 100,65 5y2% ehem. 4>/2% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe..... 4y2% ehem. 8% Pr. Landespfand. briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 100,9 100,9 100,75 100,9 97 97 97 97 0 nach sondere 59,50, nbbrieh 4 Stabt, tuslanb» dagegen men an« W Um ub: 922 10 Für. sine. Es , Bullen Kälber ■ 51 bis ^lebhaft, Schweine !bs< amaltgen gewesene 5 Katzen- verhaftet in Ange- . Halle er :t bedacht, tellpeitschr er einem ammer in wrbeftajf len Te- ishast ui I. Me Biel). i en unb mf An- a. M. hvchft- i\t Matz- ienen, die irung un- Rod. Dei j a d) erlüT UNd MUßi! n gebrach we Pse>! ie hina! ädelver die Kli^ )N. hkeit der in kann di! Einhalt^! lätestens^ t dessen t werdens j niesenM ä 1iZ 10' 0 a.A lovewdtt____ ■--0? 42, 0,1 3,09 40,$ irL 5,3$ 16,$ 166-8 20J 0,71 ei,z 49,$ 11-5 = 63,z 80,$ S ' !> Hr.275 Drittes Blatt (Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Montag, 25. November 1935 Cme denkwürdigeFeier OerGießenerEA. Vereidigung der au- der SI. in die SA. überführten jungen Kameraden. , ß » ;f » X ;f. *• Tri?nhfrpnrh?r «u ®cJQ,ne,lcn ^5^9^ und des nationalsozialistischen Freiheitskampfes: im Vorder, gründ rechts mit erhobener Hand grüßend, Standartenführer Lutter; angetreten hinter dem ^eld- Zeichen der Standarte die aus der HI. in die SA. überführten jungen Kameraden (Aufnahme: Photo-Pfaff.) Im Gießener Stadttheater beging am gestrigen Sonntagoormittag die Gießener SA. eine eindrucksvolle Feierstunde, die allen Teilnehmern lange in Erinnerung bleiben wird. Im Mittelpunkt des feierlichen Geschehens stand die Vereidigung id e r H I. des Kreises Gießen, die nach ^Vollendung des 18.Lebensjahres in die Reihen Der SA. überführt worden ist. Der Saal des Theaters war mit den Fahnen des Dritten Reiches festlich geschmückt. Auf der Bühne Rvaren hinter dem Feldzeichen der Standarte und fflankiert von zwei Sturmfahnen und Fahnen der 8)I. die jungen Kameraden in mehreren Gliedern Dngetreten. Der Feier wohnten mit den Gießener E-A.-Männern, die das Parkett und die Ränge des Theaters bis zum letzten Platz füllten, als Ehrengäste u. a. der Führer der Brigade 147 Oberhessen, Oberführer Schmidt, als Vertreter der Kreisleitung der NSDAP, und der Deutschen Arbeits- 'ront Pg. Herm. Wagner, ferner SS.-Standar- >enführer Jakober, Oberbürgermeister Ritter, weitere Vertreter der Partei, des Arbeitsdienstes, wwie als Vertreter der Wehrmacht der Dioifions- l'ommandeur Generalleutnant Lüdke bei. Der Musikzug der Standarte 116 unter Leitung )«cs Musikzugführers Herrmann eröffnete die Feierstunde mit der eindrucksvollen Feiermusik von Zauer „9. November 1923". Sodann meldete der Standarten-Adjutant, Ober- l'urmbannführer Münker, die zur Vereidigung cngetretenen jungen Kameraden aus der HI. dem Standartenführer Lutter. Nach der Meldung lichtete Standartenführer Lutter !ie nachstehende Ansprache an die jungen Kamera- !sn und an alle übrigen Teilnehmer dieser Weihe- snmde: „Deutsche Männer! SA.-Kameraden! Hitler- smngen! Wir sind hier zu ernster Feierstunde zu- summengekommen, um den Nachwuchs der SA. Qis der Hitler-Jugend zu übernehmen und zu ver- ildigen. Heute am Totenfest wollen wir zuerst aller Kameraden in Feldgrau und im Braunhemd gedenken, die sterben mußten, auf daß Deutschland lebe. Wir gedenken ihrer in stolzer Trauer und schwören ihnen, ihr Werk forlzuführen, bis wir aufgebaul haben ein freies Deutsches Reich im Sinne unseres Führers." Während sich auf Befehl des Standartenführers die Standarte und die Fahnen zum Gedenken an die Gefallenen senkten, die Versammelten sich von den Sitzen erhoben und die Musik leise das Lied vom guten Kameraden spielte, waren die Gedanken den in die Ewigkeit eingegangenen Kameraden gewidmet. Nach dem Wiederaufnehmen der Standarte und der Fahnen sagte Standartenführer Lutter weiter: „Nach dem Willen des Führers soll der Nachwuchs für die SA. nur noch aus der HI. entnommen werden. Der Werdegang des deutschen Kämpfers geht bann so vor sich, daß der deutsche Junge vom Jungvolk in die HI. und dann mit vollendetem 18. Lebensjahre in die SA. oder SS. eintritt und nach Ableistung seiner Arbeits- und Militär- dlenstzeit wieder zur SA. zurückkehrt. Der Führer hat ausdrücklich erklärt, daß der Wiedereintritt in die SA. nach vollendetem Wehrdienst ein freiwilliger bleiben soll, da nur die aktiven Kämpfer für die Bewegung Aufnahme in der SA. finden sollen. SA.-Kameraden, besonders ihr jungen Kameraden, habt ja auch miterlebt, wie die SA. in der Kampfzeit ihre Schuldigkeit getan und nach der Machtübernahme sofort sich dem Staat zur Verfügung gestellt hat. Gewiß waren die Kampfjahre schwer und gc- fährlzch und der Dienst am Staate verantwortungsvoll, aber die Aufgabe, die der Führer nach vollzogener Umformung der SA. gegeben hat, ist so schwer, daß nur die besten Kampfer der Bewegung sie zu lösen vermögen. 521.- IHann fein, heißt heute nicht mehr und nicht weniger, als sich vollkommen mit all seinem Können und Sein dem deutschen Volke zu opfern. Es gibt für den SA.-Mann nichts anderes mehr, als Dienst am Volk und an der Bewegung. Ob der SA.-Mann im Dienst oder im Beruf, zu Hause oder auf der Straße, im Dienstanzug oder in bürgerlicher Kleidung ist, stets muß er eingedenk sein, daß er der Träger der Bewegung ist. Es ist eine Aufgabe, die von ihrem Träger verlangt, seine eigenen Belange vollkommen auszuschalten und nur noch seiner großen, heiligen Pflicht, Glaubensträger und Glaubensbringer zu fein, zu leben. Wir alten SA.-Wanner sind alle früher anderswie eingestellt gewesen und haben uns zum Nationalsozialismus erst durchkämpfen müssen, während ihr, meine jungen Kameraden von der HI.» die geborenen Nationalsozialisten seid und daher als Kämpfer für das große Ziel von vornherein schon berufen seid. Ihr werdet in der SA. vieles anderes vorfinden als in der HI., eins aber ist das gleiche: der unerschütterliche Glaube an den Führer und sein Werk, die Kameradschaft, die Volksgemeinschaft, ohne die ein so großes Ziel, wie wir es uns gesteckt haben, nicht erreicht werden kann. SA.- Geist, geboren aus dem Frontsoldatentum, vereint mit eurer unbelasteten nationalsozialistischen Weltanschauung, sollen euch befähigen, das große Werk, zu dem ihr euch verpflichtet habt, durchzuführen. Wenn ihr nun zu uns kommt mit heißem Herzen und guten Vorsätzen, so will ich euch sagen: Es gehört zu dem großen Werk ein ganzer Mann dazu: Ihr kommt als junge Männer zu uns und sollt in der SA. zu echten Männern erzogen werden. Ich heiße euch in unseren Reihen willkommen und schreite nun zur Vereidigung. Der Standartenführer verlas nunmehr, während die jungen Kameraden stillstanden und die Versammelten sich erhoben hatten, die nachstehende Vereidigungsformel: „Ich gelobe meinem Führer Adolf Hitler Treue. Ich verspreche. Adolf Hitler und den von ihm bestellten, mir bekannten oder durch ihre Abzeichen erkennbaren Vorgesetzten Achtung und Gehorsam und verpflichte mich, alle Befehle unverdrossen und gewissenhaft zu vollziehen, da ich weiß, daß meine Führer nichts Ungesetzliches von mir fordern. Standarten und Sturmfahnen sollen mir heilig sein; ich werde sie niemals verlassen, vielmehr sie stets mutig verteidigen. Ich gelobe, mich allezeit als tapferer und treuer Kämpfer im Dienste der nationalsozialistischen Bewegung zu erweisen und immer so zu benehmen, wie es einem ehrliebenden SA.-Mann geziemt." Die Vereidigten leisteten den Schwur mit den Worten: „Ich gelobe es!" Sodann wurde das Feldzeichen der Standarte durch die Reihen der Vereidigten getragen, die das Tuch der Standarte berührten und damit ihren Schwur bekräftigen. Hierauf sagte Standartenführer Lutter: Ihr habt den Schwur geleistet und seid damit SA.-Wänner geworden, deren ganzes Leben nur noch dem Führer und dem deutschen Volke gehört. Zeigt euch würdig eurer gefallenen Kameraden, seid selbstlos und freut 3n dieser Stunde grüßen wir unseren Führer, den Mann, dem wir alles zu verdanken haben, der Deutschland aus Schande und Not wieder emporgehoben hat, mit dem Rufe Sieg. Heil! Brausend erklang der dreimalige Ruf als Gruß und Treuegelöbnis an den Führer, anschließend wurden die vier Verse des Horst-Wessel- Liedes gesungen. Damit fand die feierliche Vereidi- gung ihren Abschluß. Nunmehr bereitete der Musikzug der Standarte unter der ausgezeichneten Leitung des Musikzug- fuhrers Herrmann den Teilnehmern der Feierstunde einen erlesenen Kunstgenuß durch das wundervolle Spiel des Adagio aus der Sonate path£- tique von Beethoven. Es konnte kein erhebenderes Bindeglied geben zwischen der Vereidigung und dem zweiten Teile der Stunde, als gerade diese weihevolle Musik Beethovens, der eine'dramatische Szene aus der Dichtung „Schach dem Zaren" von Müller-Scheld, gespielt von Mitgliedern des Stadttheaters, folgte. Die hervorragende Darbietung und der packende Inhalt dieser Szene zwischen dem Freiherrn vom Stein und dem damaligen russischen Zaren zur Zeit des Feldzuges Napoleons in Rußland machte auf die Zuschauer einen tiefen Eindruck. Nach diesem Abschluß der Feierstunde rückten die Stürme geschlossen ab. Aus her provinzialhaupistahi. Es weihnachiet. Ach nein, wird mancher ausrufen, jetzt schon? Jetzt soll es schon Weihnachten? Ist ja doch noch ein ?aar Wochen bis dahin! Jetzt brauche ich den Kopf ür andere Dinge, nicht für Weihnachten. Einen Augenblick, bitte! Es weihnachiet nicht erst seit gestern und heute, es weihnachiet schon seit geraumer Zeit. Es wurde eigentlich schon geweih- nachtet, als wir über die Augusthitze stöhnten. Um jene Zeit schon saßen die Glasbläser in Schlesien und im Schwarzwald an ihren Arbeitstischen und töhnten noch viel mehr über die Hitze, denn zu der Sonnenglut kam für sie noch die Hitze des schmelzenden Glases, und das summiert sich dann zu einer ganz unangenehmen Temperatur. Im Hochsommer marschierten bereits auch die Holzhändler mit den Reoierförstern durch die deutschen Tannenforste und deckten sich mit Weihnachtsbäumen ein, die dann erst ein paar Wochen vor dem Christfest gefällt und in die Städte geschafft werden. Zu vielen Tausenden wurden die kommenden Christbäume auf diese Weise „gezeichnet", zum Tode verurteilt, um in deutschen Familien als Weih- nachtssymbol zu dienen. Zweifelt man noch, daß es schon feit erheblicher Weile weihnachiet? Man gehe auch einmal in die Spielwarengeschäfte und erkundige sich, wie es mit Den Weihnachtsartikeln ist. Ueberall wird man zur Antwort bekommen, daß man sich schon mit allem versehen kann, was Kinderherz erfreut und ein Erwachsenengemüt rührt. Die Puppen stehen zu Tausenden in Reih und Glied, in allen Arten, Größen und Ausfertigungen, tonnenweise warten die Zinnsoldaten, an denen die deutschen Jungen letzt wieder soviel Freude finden, in Gesellschafts- spielen aller Art gibt es eine wahrhaft sinnverwir- «nbe Auswahl, und das mechanische und technische Spielzeug aller Art ist nicht minder vielfältig. Es weihnachtet auch bereits in allen Kinder- ftuben. Der November ist bald zu Ende, die Tage werden immer kürzer und der Aufenthalt im Freien mirb immer ungemütlicher. Moran denkt jetzt ein Kmderherz? Es denkt an die nahende Weihnachts- zeit mit ihren Wundern, ihrem Glück und ihrem Glanz Weihnachten ist die Zeit der Wünsche, die in Erfüllung gehen sollen, Weihnachten ist die Zeit der Geschenke von allen Seiten, daneben ist die Weihnachtszeit noch von einem eigenartigen Geheimnis umgeben, denn es sind nicht nur die Geschenke, die den Zauber dieser letzten Dezembertage ausmachen, da ist auch der Weihnachtsbaum selber, den man nicht müde wird, immer wieder anzu- blicken mit seinen Lichtern und seinem glitzernden Schmuck. Schön ist es, wenn ein Kind auch die Bedeutung des Weihnachtsfestes kennt, wenn es mit dem Symbol des immergrünen Baumes schon bestimmte Vorstellungen verbindet. Jetzt beginnt daher die Zeit, die Kinder auf das Ehrlstfest vorzubereiten, ihnen von feinem Ursprung Oie rasche Heirat. Von Friedrich Schnack. Als Napoleon Bonaparte, damals noch Konsul, si.ne Expedition nach St. Domingo in Aussicht mhm, wollte er dem Gatten feiner Lieblings- L'wester Pauline, Genera! Leclerc, das Kommando dir Expedition übertragen. Dieser aber bat ihn, die ifm zugedachte Ehre lieber einem andern zuzu- tc*nben, da er nämlich im Sinn fyabe, seine einzige, cum erwachsene Schwester, welche noch im Pen- ü;nat weilte, zu sich zu nehmen und möglichst bald r verheiraten, damit ihr ein Schutz für das Leben sichert sei, ehe er sich selbst von neuem dem un- gewissen Soldatengeschick aussetze. „Das ist kein Hindernis", sägte der Konsul, „wir »k-heiraten sie morgen. Die Sache ist erledigt. Achten Sie sich darauf ein, übermorgen abzumar- idieren. Morgen abend soll Ihre Schwester vertratet sein. Ich weiß im Augenblick nicht mit wem, v!^' dürfen sich aber darauf verlassen, daß ich ihr De gute Partie ausfindig mache." ■v21ber..." stammelte Leclerc. '.Kein Aber! Ich habe deutlich gesprochen und dmsche keine weiteren Bemerkungen!" Oer General, an die tyrannische Manier seines Botroagers gewöhnt, verließ wortlos das Zimmer. Linige Minuten später trat General Davoust bei 'eii Konsul ein und sagte, er bitte um ein paar 2cqe Urlaub, da er sich verheiraten wolle. Mit Fräulein Leclerc?" unterbrach ihn der Kon- dl „Das ist eine passende Partie für Sie." -Nicht doch, mein General! Meine Braut ist die -Atwe des Herrn von R ..." ^Sie werden sich sogleich mit Fräulein Leclerc |ie$eiraten", sagte Napoleon mit Nachdruck. I Oavoust wurde dunkelrot. „Frau von R. hat Wem Wort", entgegnete er lebhaft. „Wir lieben ininder, und nichts wird mich dazu bringen, auf f -zu verzichten." .Nichts als mein Wille!" erwiderte der Konsul liitTbittlid). „Sie werden sich sofort nach St. Ger- tram verfügen und sich Ihrer Braut vorstellen. Ti n Schwager wird Sie begleiten und Fräulein 2iriee Leclerc heute Abend hierher nach Paris bringen. Inzwischen haben Sie Zeit, Ihre Braut- gjooenfe auszuwählen. Die Mitgift und Ausstat- hi । der jungen Dame ist meine Sache. Ich werde |f r sorgen, daß die nötigen Formalitäten abge- firi werden. Morgen findet die Vermählung statt. haben gehört und werden gehorchen!" rit dem letzten Wort klingelte Bonaparte und biichl der eintretenden Ordonnanz, General Lec- Itß herbeizurufen. Als dieser erschien, rief er Hm entgegen: „Nun — hatte ich recht! Hier steht der Bräutigam Ihrer Schwester". Und er wies auf den betäubt dastehenden, keines Wortes mächtigen Offizier. „Begleiten Sie ihn sofort", fügte Napoleon hinzu, „nach St. Germain und lassen Sie mich nichts mehr von der Sache wissen, bis alles in Ordnung ist. Einzelheiten find mir zuwider." Die beiden in gleichem Maße betretenen Gene- rafe gehorchten. So gewaltig war schon damals die Stellung und der persönliche Einfluß Napoleons, daß keiner dieser Männer den Mut zum Widerstand fand. Tags darauf wurde wirklich diese befohlene Ehe geschlossen, deren unschuldiges Opfer, die reizende Aimee, am meisten darunter leiden sollte Ihre Zeitgenossen schildern sie als sehr schön und von unvergleichlicher Sanftheit des Charakters. Jahre hindurch konnte der von Natur rauhe Davoust ihr nicht vergeben, daß er gezwungen war, feine Häus- Uchkeit mit ihr zu teilen. Ihre Güte, die ausdauernde Freundlichkeit aber, womit sie fein unliebenswürdiges Betragen erwiderte, gewannen endlich den Sieg. Von der Stunde an, da Davoust feiner Frau Gerechtigkeit widerfahren ließ, befaß sie auch fein Zutrauen und feine Zuneigung, so daß die auf höheren Befehl nur gezwungen ge chlossene Ehe doch noch eine sehr glückliche wurde. Oer Escorial und die „graue Spinne". Don ©r. Frih Zeffel, Madrid. Eine Stunde Bahnfahrt von Madrid entfernt befindet sich der Escorial, der sprechende Zeuge einer vergangenen glanzvollen Zeit. Der schlichte und doch erhebende Geist seines Schöpfers spricht aus ihm und ermöglicht es, uns die Regierungszeit des von den Spaniern verehrten und durch seine großzügig geleitete Weltpolitik weit über die Grenzen seines Heimatlandes bekannten König P h j J lipp II. (1556 bis 1598) vor Augen zu führen. Er war der Sohn Karls V. (1519 bis 1556), dessen Regierung nur Unglück über Deutschland gebracht hatte, da unter ihm durch die unselige Politik der Habsburger Deutschland, das mit Spanien verbunden war, zu einem Nebenland herabgesunken war. Philipp erbte nur Spanien und die Niederlande. In seine Regierungszeit fällt jener heldenmütige Freiheitskampf der Niederlande, der mit der Selbständigkeit der nördlichen Niederlande endigte. Auf einem feiner Feldzüge zerstörte die Artillerie Philipps II. im Jahre 1557 in der Stadt St. Quentin eine Kirche, dis dem heiligen Laurentius, einem römischen Soldaten und Märtyrer spanischer Abstammung, geweiht war. Dies geschah am Na- menstag des Heiligen, für den Philipp seit seiner Jugend eine große Verehrung gehabt hatte. Der spanische König gelobte für diesen Sieg und den heiligen Laurentius ein Kloster zu erbauen; es sollte zugleich eine ländliche Residenz und ein Mausoleum für die königliche Familie fein. Zwei Jahre suchte man nach einem geeigneten Platz, bis man ihn fünfzig Kilometer von Madrid am Fuße der Sierra Guardarrama fand. 1559 berief Philipp als Baumeister Juan Battista de Toledo, der in Neapel und Rom die Baukunst studiert hatte. Er starb jedoch bald nach der Grundsteinlegung. Die- stlben Fähigkeiten belaß fein Nachfolger Juan de Nerrera. Dieser hatte in Brüssel die Baukunst gelernt. Er hatte die Feldzüge Karls V. mitgemacht und diesen in seinen beiden letzten Lebensjahren in das Kloster San Puste begleitet. Am 13. September 1584. also nach 25 Jahren Bauzeit, wurde der Schlußstein gelegt. Der Anteil des Königs an dem Kloster war sehr groß. Nicht nur, daß er den Gedanken zu diesem Kloster sein eigen nennen konnte, er überwachte auch den Bau bis zum letzten Tage. Er arbeitete die Pläne durch und traf entscheidende Anordnungen. Er berief nach sorgfältiger Auswahl Künstler aus dem In- und Auslande, um dem Ganzen ein einzigartiges Gepräge zu geben. Das gewaltige Gebäude, das ein Rechteck von zweihundertsechs Meter Länge und hunderteinundsechzig Meter Breite bildet, ist im Stil der italienischen Hochrenaissance erbaut. Jede Verzierung lehnte Philipp ab. Das Kloster sollte nur durch seine gewaltigen Flächen wirken, die nur durch eine Anzahl kleiner Fenster unterbrochen werden. So gleicht der Escorial eher einer Festung oder einem großen Gefängnis als einem Kloster und einer Residenz. §ür diesen majestätischen Bau verwendete man den weißlich-grauen Granit von Peralejos, so daß er gleichsam organisch aus dem Gestein des Guadarrama-Gebirges hervorwuchs. Das Innere sollte in feiner Eigenart und feinem Wert etwas Besonderes darstellen. So ließ der kunstverständige König durch feine Gesandten an allen italienischen Höfen nach bedeutenden Meistern forschen. Die bekanntesten Maler, die an dieser Stätte wirkten, waren Z u c a r r o, Eambiaso und Tibaldi. Unter den Spaniern ragt Navarrete hervor. Wenn sich auch einige Stimmen ablehnend über dieses Bauwerk geäußert haben und Philipp den Dorwurf machen, daß er durch seine Vorschriften die Schaffenskraft der Künstler gelähmt habe, so übt der Escorial durch die landschaftliche Umgebung, aus der dieses gewaltige Massiv imponierend hervorragt, doch einen eigenartigen Reiz aus. Er ist der versteinerte Wille jenes Königs, der in den letzten Jahr- zehnten feine Residenzen in Madrid und im Es- SP^ial nicfjt mehr verließ und von hier mit feinem Scharfblick und durch fein kluges Gefandtenfystem bie politischen Fäden der Welt in der Hand hatte, bis nach ihm die spanische Großmacht von England in der beherrschenden Stellung abgelöst wurde. Da König Philipp sehr gottesfürchtig war, nahm er fast an jeder Messe in der Klosterkirche teil. Mit einer bewundernswerten Genauigkeit überwachte er die Ausgaben und sorgte für die ständige Verschönerung des Inneren. Als er im Sommer 1598 sein "af)en fühlte, wollte er im Escorial sterben und befahl daher, ihn trotz feiner schweren Krankheit und gegen den Willen feiner Aerzte, dorthin 3U tragen. Eine Fahrt im Wagen war wegen der großen Erschütterungen nicht möglich. So brauchte man sechs Tage für diese verhältnismäßig kurze Strecke. Sein Schlafgemach war so gelegen, daß er in feinen letzten Tagen, als er nicht mehr zur Messe gehen konnte, von seinem Bett aus durch ein Fen- [ter auf die Pracht des Hochaltars schauen und so, im Gebet um sein Seelenheil ringend, den feierlichen Handlungen des Priesters Zusehen konnte. Am 13. November 1598, vierzehn Sabre nach der Voll- entlang des Klosters, schloß der König seine Augen. Aber der Escorial wird noch lange der steinerne Zeuge dieses religiös empfindenden Königs, den die zeitgenössischen Politiker die „graue Spinne" nannten, sein, und von Generation zu Generation stehen die Spanier staunend vor seinem Grabmal und dem der übrigen spanischen Könige in dem Bewußtsein, daß sie in diesem monumentalen Bau ein unersetzliches Kleinod hüten. Heiße Liebe. Der italienische Maler Ubaldo Oppi war in feiner Jünglingszeit mit einer jungen, sehr romantisch veranlagten Dame in Florenz befreundet. Eines schonen Abends saßen die beiden auf der Terrasse des Hotels „Aurora" in Fiefole und sahen in das in wundervollem Samtblau versunkene Tal hinunter. Das Mädchen fragte: „Liebst du mich, Ubaldo?" „Das weißt du doch, Marietta." „Würdest du für mich ins Wasser springen, um mich zu retten?" „Ja." Würdest du für mich durchs Feuer gehen, um mich zu retten? „Liebes Kind", erwiderte Oppi bedächtig, „was du brauchst ist nicht ein Maler. Was du brauchst, ist em Matrose oder em Feuerwehrmann." und seiner Entwicklung zu erzaylen und der ganz besonderen Bedeutung, die dieses Fest für die Deutschen im Daterlande und in der ganzen Welt hat. Das Weihnachtsfest ist ja das deutsche Fest schlechthin, unter dem Weihnachtsbaum schweigt nach geheimnisvollem Gesetz auch der letzte Lader, der längste Streit. Ein Kind, das so den Weihnachtsbaum richtig betrachten lernt, nimmt ein unzerstörbares Erlebnis mit ins weitere Leben hinüber. Man darf also ruhig glauben: es weihnachtet bereits stark in deutschen Landen. L. W. Dornoti,en. Tageskalender für Montag. NSG. „Kraft durch Freude"-, „Wissenschaft im Dienst am deutschen Volk": 20 Uhr im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts Vortrag von Prof. Dr. Hoffmann „Leistungssteigerung und Nervensystem". — Stadttheater (Ring Deutsche Bühne): 20 bis 22 Uhr „Komödie der Irrungen". — Gloria- Palast, Seltersweg: „Variets". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Außenseiter". Stadttheater Gießen. Heute von 20—22 Uhr als Vorstellung der Deutschen Bühne der große Erstaufführungserfolg „Komödie der Irrungen" von Shakespeare. Sviel- leituna: Der Intendant. Freier Kartenverkauf an der Abendkasse. Aus parteiamtlichenBelanntmachungen Die Ortsgruppe Gießen-Nord in Verbindung mit der NS.-G. „Kraft durch Freude" veranstaltet am kommenden Samstag, 30. November, 20 Uhr, im Saale des Caf6 Leib einen Kameradschaftsabend, zu dem nicht nur die Partei- und Volksgenossen der Ortsgruppe Gießen-Nord, sondern auch der anderen Ortsgruppen eingeladen sind. Eintrittskarten zu $0 Pfennig sind auf der Geschäftsstelle, Walltorstraße 16, und bei den Blockleitern zu haben. NGLA. Fachschaft für körperliche Erziehung, Bezirk Gießen. Am Mittwoch, 27. November, 15.45 Uhr, freiwillige Arbeitsgemeinschaft für Knabenturnen in der Neuen Pestalozzischule. Turnzeug mitbringen. Deutsche Arbeitsfront. Ortsgruppe Gießen-Süd. Achtung! Ausschneiden und aufbewahren! Ab Montag, 25. November, befinden sich unsere Geschäftsräume in der Liebigstraße 19 p. Die Ge- schästsstunden sind folgende: Montag von 19—21 Uhr, Freitag von 19—21 Uhr. Gportamt „Kraft durch Freude". Am Montag finden folgende Kurse statt: Fröhliche Gymnastik und Spiele, nur für Frauen. Don 19.45 bis 21 Uhr, Großen- Buseck, Schule. Reiten. Von 20 bis 21 Uhr, Reitschule Schömbs. Achtung! Kursus-Verlegung! Der Kursus Fröhliche Gymnastik und Spiele, der bisher Dienstags von 20.30 bis21.30Uhr in der Alten Pestalozzischule, Wernerwall, lief, wird in Zukunft auf Dienstags von 20.30 bis 21.30 Uhr in die Turnhalle des Lyzeums, Damm st r. 2 6, verlegt. Vetr. Reitkurfe! In den nächsten Tagen beginnen wieder verschiedene neue Reitkurse. Wer teilnehmen will, wende sich umgehend cm das Sportamt, Schanzenstraße 18. Offenhaltung der Verkaufsgeschäste an den dreiSonntagen vorWeihnachten. Gemäß § 105 b Abs. 2 der Gewerbeordnung wird für den Bezirk der Stadt Gießen an den drei Sonntagen vor Weihnachten, nämlich dem 8., 15. und 22. Dezember, die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern in offenen Verkaufsstellen in der Zeit von 13 bis 19 Uhr zugelassen. Es dürfen sonach an diesen Tagen auf Grund des § 41a der Gewerbeordnung während der gleichen Zeit die Verkaufsläden zum Gewerbebetrieb offengehalten werden. Oie Fahne derHL über derGoethefchule Man berichtet uns: Am Donnerstag hißte die Goethefchule die Fahne der Hitlerjugend. Der Feier wohnte Herr Stadtschulrat N e b e l i n g bei. Der stellvertretende Leiter der Schule, Herr K r a u s ch, wies in seiner Ansprache auf die Bedeutung einer guten Zusammenarbeit zwischen den beiden Gemeinschaften Schule und Hitlerjugend hin, die sich in der gleichen Marschrichtung befinden: im Sinne der Erziehung zum deutschen Menschen der wahren Volksgemeinschaft, um an ihrem Teil alles zu tun, was zum Aufbauwerk des Führers nötig sei. Er geigte das Wesen dieser Erziehungsarbeit auf und brachte ein dreifaches Sieg-Heil auf Volk und Führer aus. Mit einem Sprechchor der Klasse IIK unter Leitung des Herrn Lehrers Heinrich Müller wurde die Fahne gehißt. Das Lied der HI.: „Vorwärts, vorwärts", beendete die eindrucksvolle Feier. Sitzung des provin«alousschusses. In der öffentlichen Sitzung des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen am Samstag kamen folgende Verwaltungsstreitsachen zur Verhandlung: Die Klage des Wilhelm Riehm in Langd gegen den Bescheid des Kreisamts Gießen vom 16. Juli 1935 wegen Versagung des Wandergewerbescheins für 1935 wurde als unbegründet kostenpflichtig abgewiesen, weil Riehm durch Urteil des Amtsgerichts Hungen vom 18. Mai 1933 wegen Körperverletzung mit zwei Monaten Gefängnis bestraft wurde: außerdem wird ihm kommunistische Gesinnung zum Vorwurf aemacht. Die Klage des Bezirksfürsorgeverbandes Stadtkreis Frankfurt a. M. gegen den Bezirksfürsorgeverband Kreis Friedberg wegen Erstattung von Fürsoraekosten für JozSfa Chaladnniak und deren Kind Stephanie wird als unbegründet kostenpflichtig abgewiesen. Das Kreisamt Friedberg stellte Antrag auf Untersagung der Ausübung des Diehhandels dusch Wilhelm V ö m e l I. in Vilbel. Die Bweisauf- nohme in der mündlichen Verhandlung des Provinzialausschusses ergab, daß Vömel in wiederholten Fällen die vorgeschriebenen Eintragungen im Dieh- handelskontrollbuch zum Teil überhaupt nicht, zum Teil nur unvollständig aemacht hat. Der Vertreter des Kreisveterinäramts Friedberg wies darauf hin. daß durch diese mangelhafte Buchführung der Viehhändler die im öffentlichen Interesse erforderlichen seuchenpolizeilichen Maßnahmen aufs schwerste gefährden würde. Im vorliegenden Falle wurde außerdem noch festgestellt, daß Vömel auch seinen steuerlichen Verpflichtungen nicht so nachgekommen sei, wie man das im Dritten Reich von einem nationalsozialistischen Staatsbürger erwarten muß. Der Provinzialausschuß hat daher dem Antrag des Kreisamts Friedberg stattgegeben und Vömel die Ausübung des Viehhandels untersagt. Keine Weihnachtsgeschenke an Gefangene senden. Um eine Gleichstellung der Gefangenen in den Strafanstalten herbeizuführen, ist für die Strafanstalten im Oberlandesgerichtsbezirk Darmstadt angeordnet worden, daß Weihnachtspakete an Gefangene nicht übersandt werden dürfen. Eine besondere Genehmigung zum Empfang von Paketen wird auch im Einzelfalle grundsätzlich nicht erteilt. Pakete, die entgegen dieser Bestimmung bei den Strafanstalten eingehen, werden nicht angenommen. Ersparnisse beim Einkettern von Kartoffeln. (ZdR.) Am 1. Dezember beginnt die Staffelung der Kartoffelerzeugerpreise, die sich für weiße, rote, blaue und gelbe Sorten um 10 Pf. je Monat und Zentner erhöhen, so daß die Differenz beim Erzeugerpreis der Monate November-März 40 Pf. für den Zentner ausmacht. Die Hausfrau, die noch im November ihren Kartoffelvorrat für den Wjnter einkellert, spart aber nicht nur diesen Differenzbe- trog, sondern hat auch nur einen Kleinhandelspreis zu entrichten, der bei zentnerweiser Abnahme 30 bis 50 Pf. je Zentner niedriger ist als bei pfundweiser Abnahme. Anschreiben lassen oder sparen? Eine weitverbreitete Unsitte besteht darin, daß man beim Handwerker, beim Einzelhändler nicht bar bezahlt, sondern anschreiben läßt. Diese Gepflogenheit hat sich nachgerade zu einem Borgunwesen ausgewachsen, so daß es nur begrüßt werden kann, wenn der Reichsstand des deutschen Handwerks nunmehr einen großangelegten Feldzug gegen die Verwilderung der Zahlungssitten eingeleitet hat. Es gilt, allen Volksgenossen klar zu machen, daß schleppende Zahlung beim Einzelhändler oder Handwerker nicht nur den einzelnen Gewerbetreibenden schädigt, sondern schließlich auch die Volksgesamtheit und damit den säumigen Zahler, den, der anstehen läßt, selbst. Denn der Handwerker oder Kaufmann, der nicht zu seinem Gelds kommt, muß, wenn er seine Unkosten decken will, an irgendeiner Stelle einen Ausgleich schaffen. Er ist gezwungen, den Preis für seine Leistungen zu erhöhen. So wirkt sich das Borgen in einer Verteuerung der Lebenshaltung aus. Jeder sollte deshalb seinen Teil dazu beitragen, die Unsitte des Anschreibenlassens endgültig auszurotten. Außerdem aber muß jeder verantwortungsbewußte Volksgenosse dahin mitwirken, daß der Kreditkauf nur auf die unbedingt vertretbaren Fälle beschränkt bleibt. Wer rechtzeitig ein Sparkassenbuch anlegt, kommt nicht in die Zwangslage, hier und dort überstürzt borgen zu müssen. Die Sparkasse stellt jedem einzelnen gern ein Sparkassenbuch aus, auf dem er einen Betrag für die doch stets unvermeidlichen Wechselfälle des Lebens zurücklegen kann. In diesem Sinne ist der Kampf gegen das Borgunwesen gleichzeitig ein Kampf für den Spargedanken. Großes Leistungsschreiben der Stenographenschast Gießen. Kaum sind die großen Wettschreiben des Sommers vorüber, und schon wieder geht es an neue Leistungswettbewerbe. In rastloser Tätigkeit arbeitet der Stenograph an seiner Weiterbildung, denn für kein Gebiet gilt das Wort „Rast ich, so rost ich" mehr als für die Kurzschrift. So üben denn schon seit September über 200 Kurzschriftler, um ihre Leistung höher und höher zu schrauben, um am Ende der Lehrgänge bei dem großen Abschlußschreiben wieder ehrenvoll zu bestehen, wieder Diplome zu erhalten, auf der die Leistungsfähigkeit bescheinigt wird. Denn alle Kurzschriftler wissen, welche Bedeutung diese Urkunde mit amtlichem Charakter für sie hat. Erwerbslose wollen auf Grund dieser Urkunde wieder in Arbeit und Brot kommen. In Arbeit Stehende wollen sich in anderen Stellungen verbessern oder erhoffen eine Gehaltszulage. Beamte benutzen die Urkunde als Nachweis ihrer stenographischen Fertigkeit gegenüber den Behörden. Aber auch die Betriebe und Behörden schätzen diese Urkunden, denn allgemein bekannt ist es, daß bei der Deutschen Stenographenschaft die Arbeiten genau nach den Richtlinien der Denkschrift über die Stellungnahme der NSDAP, zur Kurzschrift und zum Maschinenschreiben angefertigt, die Uebertra- gungen einwandftei und in neutraler Weise geprüft und gewertet werden. Selbstverständlich bedeutet das Leistungsschreiben für alle Teilnehmer auch gegenseitige Aneiferung, Konkurrenz, Ansporn zu weiterer Arbeit. Die besten Schreiber erhalten natürlich auch Ehrenpreise. Außerdem aber wissen olle, die 140 Silben und höher nachweisen können, daß sie bei den nächsten Kursen besondere Vergünstigung erhalten. So haben sich denn für das am kommenden Sonntag, um 9 Uhr, in der alten Pestalozzischule stattfindende Leistungsschreiben der Deutschen Steno- grophenschaft bereits etwa 100 Teilnehmer gemeldet, und es steht zu erwarten, daß sich noch eine große Anzahl Schreiber am Sonntag einfinden wird. Anmeldungen werden bei den Unterrichtsleitern und bei Leoer-Haas, Seltersweg 3, noch entgegengenommen. Man beachte die heutige Anzeige. ** Der Totensonntag brachte in unserer Stadt den Friedhöfen einen außerordentlich starken Besuch. Bereits am Samstagnachmittag sah man viele Frauen und Männer mit Kränzen und Blumen nach den Friedhöfen wandern oder mit der Straßenbahn fahren, um an den GrabstäKen der Heimgegangenen in treuer Liebe zu gedenken. Der starke Verkehr zu den Ruhestätten hielt auch am gestrigen Sonntag unverändert an. Auf den Gräbern konnte man Kranz- und Blumenschmuck in reicher Fülle bemerken. ** Straßensperre. Die Ortsdurchfahrt B e r st a d t wird wegen Ausführung von Pflasterarbeiten vom 26. November ab für jeglichen Verkehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Echzell bzw. über Bellersheim — Wohnbach — Wölfersheim und umgekehrt. ** Sammlung von altem Soldaten- s ch r i f t t u m. Militärische Literatur, vor allem Dienstvorschriften, Entwürfe hierzu, Anleitungen für den Dienst, Merkblätter aller Art, insbesondere über den Weltkrieg, befinden sich noch oft in den Händen von jetzigen und früheren Offizieren, in alten Sammlungen und Nachlässen. Sie sind meist als wertlos beiseite gelegt. Die Deutsche Heeres- bücherei, Berlin NW 7, Dorotheenstraße 48, sammelt planmäßig dieses Schrifttum, auch bei bescheidensten Ausmaßen, und zwar von den ältesten bis in die neuesten Zeiten. Die Deutsche Heeresbücherei bittet um Ueberlassung solcher oder ähnlicher Literatur und ist zu näherer Auskunft gern bereit. ** Viehzählung am 3. Dezember. Wie alljährlich, findet am 3. Dezember wieder eine Dieh- IWMIIII miHUBJI.IU III Illi ■ Handwerker und Beamte zeigen am 1. Dezember ihre soziale Tatbereitschaft. Volksgenossen, spendet an diesem Tage! zählung statt, bei der auch die nichtbeschaupflichtigen Hausschlachtungen in den Monaten September, Oktober und November, sowie die Kälbergeburten in der gleichen Zeit ermittelt werden. Gleichzeitig ist eine Erhebung der Anbauflächen des Wintergetreides, sowie von Raps und Rübsen vorzunehmen. Die Erhebungen sind von den Bürgermeistereien durchzuführen. ** Unfälle. Der etwa 46jährige Derwaltungs- inspektor Ludwig Bierau von hier, Marburger Straße 109, erlitt am Samstag einen Bruch des linken Beines und mußte durch die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in die Chirurgische Klinik gebracht werden. — Bei einer Auseinandersetzung in einer hiesigen Gastwirtschaft wurde der 39jährige Maurer Josef Buß, Steinstraße 70, so heftig getreten, daß er eine schwere Kniescheibenverletzung erlitt und seine Heberführung in die Klinik notroenirig wurde. Oberhesfen. Landkreis Gießen. * W i e s e ck, 25. Nov. Morgen, am 26. November, feiert Herr Ludwig Drescher, Wieseck, Jungfern« strahe 10, seinen 7 5. Geburtstag. Der Jubilar, der noch sehr rüstig ist, macht noch jede Woche einen Spaziergang nach seiner alten preußischen Heimat Krofdorf. Seit einem halben Jahrhundert ist er treuer Leser des Gießener Anzeigers. £ Wieseck, 24. Nov. Samstag abend fand im Saale von Braun ein Werbeabend des Turnvereins statt, der sehr gut besucht war. Der Abend stand unter dem Leitsatz „Bekenntnis zum Turnertum und Volkstum". Nach dem Einmarsch der Schülerinnen und Schüler, der mit Musik, Gesang und Fahnenschwingen der Turnerin- nen umrahmt war, sprach der Dereinsführer Karl D a u p e r t. Er begrüßte zunächst die Turner, Tunerinnen und Freunde des Sportes und ging dann auf den Zweck des Abends ein, der mit ein Auftakt zu dem großen sportlichen Ereignis des nächsten Jahres, der Olympiade, sein soll. Es gelte oarum, dem Sport neue Freunde und Sportler zuzuführen. Auf die Olympiade einaehend sagte der Redner, daß hier der Welt bewiesen werden solle, was in Deutschland unter der Führung Adolf Hitlers geworden sei. Damit könnten am besten die Lügenmeldungen des Auslandes abgetan werden, und so würden auch die Turner und Sportler ihr Teil am Aufbauwerk des Vaterlandes leisten. Er schloß mit einem „Gut Heil" seine Begrüßungsansprache. Nun folgten alle Abteilungen. Zuerst kamen die Schüler, Turnen ist uns Freude; dann die Schülerinnen mit Spiel und Tanz; Pferd und Schwedenbank wieder Schüler, Schülerinnen folgten mit Reigen, Schüler zeigten Freiübungen, dann ein lustiges Stück der Schülerinnen „Küchendragoner", das sehr viel Beifall fand. Die Schüler am Stützbarren zeigten gute Leistungen. Die Gesangs- Abteilung sang zwei Lieder, dann kamen wieder Schülerinnen mit einem oberbayrischen Ländler. Die Jugendturner am großen Ring brachten schöne Hebungen und ernteten starken Beifall. Hierauf kamen die Altersturner, und das Geleitwort „Wir wissen, warum wir noch turnen" war hier am Platze. Stab- und Keulenübungen der Turnerinnen zeugten von Geschicklichkeit und Freude am Sport. Die Schüler am Pferd zeigten die Einführung in das Geräteturnen. Die Kugelgymnastik der Turner wurde sehr gut vorgeführt und war für manchen etwas neues. Die Ehrung der Sieger und Siegerinnen vom Abturnen brachte große Freude, besonders bei den Kleinen. Den Höhepunkt des Abends brachten die Kunstfreiübung durch Schöffmann sowie die Reckübungen der Turner, bei denen Schöffmann die Olympia-Pflicht- unb Kürübung zeigte. Reicher Beifall lohnte alle Dor« führungen und war Beweis dafür, daß von allen das Beste geleistet wurde. Mit Sieg-Heil auf den Führer und dem Horst-Wessel- und dem Deutschland-Lied fand der schöne Werbeabend seinen Abschluß. } Lollar, 25. Nov. Am gestrigen Totensonntag wurde unser ältester Mitbürger, Herr Hch Bierau, der im Alter von 89 Jahren in bei Chirurgischen Klinik zu Gießen verschied, unter reger Anteilnahme zu Grabe getragen. Der Verstorbene, ein Mitbegründer der Feuerwehr, war lange Jahre als Bote bei den Buderus'schen Eisenwerken tätig und verrichtete noch bis in fein hohes Alter feine häuslichen Arbeiten selbst. ■ Lollar, 24. Nov. Dieser Tage fand in bet „Bergschenke" eine Besprechung der Amtswalter der NSV. statt, zu der auch die Führer bet einzelnen Gliederungen erschienen waren. Im Mittelpunkt des Abends standen interessante Ausführungen des Ortsgruppenamtsleiters der NSV. P t > trasch, in welchen er in eindringlichen Worten die bereits geleistete Arbeit würdigte und auf die künftige Aufgabe hinwies. Nur wenn jeder sich mii feiner ganzen Kraft und restlos für das große Wer! des Führers einsetze, sei die Vollendung gewährleistet. § Saubringen, 24. Nov. Von der Reicks- mütterschulung wurde hier ein Kursur über Erziehungsfragen und die Beschäftigung b« Kleinkindes eröffnet. Die Kursus-Teilnehmerinmi gehören der NS.-Frauenschaft, der Evangelische» Frauenhilfe und der Deutschen Arbeitsfront am Die zahlreiche Beteiligung machte die Einrichtunx eines Doppelkurses erforderlich. <£ Daubringe n, 24. Nov. Gestern hielt tir Saale der Wirtschaft von Erb der hiesige Kleintierzuchtverein seine diesjährige total? Vorprämiierungsschau ab. Die Schau nm mit über 200 ausgesuchten Tieren beschickt unä hatte regen Besuch zu verzeichnen. Heber do; Prämiierungsergebnis werden wir noch berichten O Annerod, 24. Nov. In diesen Tagen wurde im hiesigen Gemeindewald mit den diesjährigen H o l z s ch l a g begonnen. Wie im veilgangenen Jahr werden 950 bis 1000 Festmeter ge- schlagen. Hierdurch findet eine Reihe Ortseinwod ner für mehrere Wochen Beschäftigung. ch Rödgen, 24. Nov. Am 24. bxro. 26. d. 5F- feiern die Eheleute Wilhelm Kraushaar in körperlicher Frische ihren 77. bzw. 74. ©eburtstag. S>t: Ehefrau wird am heutigen 24. November 74, Ehemann am 26. d. M. 77 Jahre alt. Beide koM'- ten vor kurzem das Fest der goldenen Hochzeit feiern. Sie sind langjährige treue Leser des Gießenen Anzeigers. A Harbach, 25. Nov. Am heutigen Montes begeht der Landwirt Jost Scheid in körperliche und geistiger Frische seinen 9 4. Geburtstag Herr Scheid ist unser ältester Orts einwob, ner und wohl auch der älteste Mann in der hieft gen Gegend. Er nimmt noch regen Anteil an aller Vorgängen unserer Zeit. > Beltershain, 24. Nov. Beiderseits DH Straße nach Grünberg wird zur Zeit an mehrere Stellen in der Gemarkung nach Eisenerz g^ graben. Die Grabungen haben bis jetzt zu einen gewissen Ergebnis geführt. Watzenborn - Steinberg, 24. Non Da unsere Gemeinde im kommenden Frühjahr einige größere Projekte, die zur Notwendigkeit fl? worden sind, ausführen muß, konnte die Bürger - steuer für das nächste Jahr nicht, wie Ursprung lich beschlossen, von 500 auf 300 v. H. gesenkt, sow dem von 500 auf 400 v. H. ermäßigt werben. cxd Eberstadt, 24. Nov. Für das 9B t n ter' hilfswerk wurden hier 238 Zentner Kartoffel gespendet, die jetzt am Bahnhof Hof-Gill verladen wurden. — Ein hiesiger Einwohner schlachtete Diep- Tage ein zur Zucht nicht mehr taugliches M u tt^ ‘ ’ I Lieber 2 Minuten später zu Bett, als einen Abend ohne Chlorodont /”• t An alle Vereine in Stadt und Kreis Gießen. Die kreissührung des WHW. Gießen hak dieser Tage an alle Vereine in Stadt und kreis Gießen ein Schreiben des Kreisleiters Pg. Klostermann gesandt mit der Aufforderung, daß die Vereine aus ihren Mitteln Geldspenden an das WHW. überweisen. Eine ganze Reihe von Vereinen Hal mit namhaften Spenden dieser Aufforderung Folge geleistet. Dir rufen nunmehr die Vereine auf, die noch ausstehen, sich gleichfalls in den Dienst des WHW. zu stellen und dazu beizutragen, den Kamps gegen Hunger und Kälte siegreich durchführen zu können. Die Kreissührung des WHD. Gießen. Adolf-Hitler-Spende und Winterhilfswerk. Bei der Durchführung der verschiedenen Sammlungen im Rahmen des WHW. finden sich vereinzelt Volksgenossen, die dem betreffenden Sammler einen Spendenschein zur Adolf-Hitler-Spende der deutschen Wirtschaft vorzeigen und dabei zum Ausdruck bringen, daß sie damit von allen anderen Sammlungen entbunden seien. Das trifft für die Sammlungen im Rahmen des WHW. jedoch nicht zu. Der Stellvertreter des Führers hat bestimmt, daß der Spender der Adols-Hitler-Spende wohl von allen weiteren Sammlungen der Partei enthoben sei. Er nimmt dabei aber die Sammlungen des WHW. ausdrücklich aus. Dieser Hinweis wird wohl genügen, um bestehende Unklarheiten zu beseitigen. Es ist weiterhin anzunehmen, daß der Volksgenosse, der sich dankenswerterweise an der Adols-Hitler-Spende beteiligt hat, auch für den Kamps gegen Hunger und Kälte sein Scherslein gern gibt. Die Kreissührung des WHW. Gießen. von hilf.! geht eine einze übera terf ■ W Vinte wirb1 pbJ W f lungj" (eiter Iran ietrtld)1 sucher bienrai dann, ganger Ml Die hatte' Kund; Kunde die fe Äbend Sreii Das l er u. einen i des Öi der § um ®( Die Vk s Führer als sie das de vor sei der W Semei Egoisr und 5; • Marione bas flol | Dorzeich : ms. Ki ! Mkbei ms gel Sodai 1 die Fad Seine Es gibt gegen t und wi fozialis! und A den Ar unter i und zu i Hniffi ; ist aud) föinena liedgewc !! andere : Ä 18 Forlsi ' -I tzt eurf plrb die; 1 du ir ji ,M b W bin ■ d „Ärr i°rgen, r geht, ur t niesniaj Ütober i $£barui Afahr. > M öOt .Sie De - Ropt = 1 k/tnünst H Vas s,r Bi,' . 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Ä-z stern hielt ' esige Kleü rige lote )ie Sch^' beschickt J 1. u*t noch ben* diesen A ild mH > Wie im1' 5'5 Beide c denen fi* !t des utigen W in Wj gebürte rtsein" lin in Anteil „Schluß mit Basilius!" rief er ergrimmt. Er wäre imstande gewesen, den Peiniger in dieser Minute niederzuschlagen, hätte er ihn vor sich gehabt. Aber Basilius war zu dieser Zeit weit weg, und Nydeggers blinde Wut tat ihm gar nichts. 9. Kapitel. Sie hatten noch immer ihr Quartier im Neubau hinter dem Barmbecker Bahnhof und es war auch niemanden von der Polizei eingefallen, sie dort zu suchen. Aber einer von ihnen fehlte. Alwin Jabusch war auf der Straße verhaftet worden. Basilius hatte es noch am Spätnachmittag in Erfahrung gebracht, als Jabusch, der den Boten zwischen Nydegger und — dem Hauptquartier hatte abgeben sollen, nicht zurückkam. Basilius war selber zu Nydegger ms Hotel gegangen, hatte von dem die Versicherung empfangen, daß Jabusch vor nicht langer Zeit noch bei ihm gewesen und dann wieder weggegangen sei, um Basilius die Nachricht zu überbringen, daß alles in Ordnung gehe; er, Nydegger, werde Ines Reußing für diese Nacht entfernen. Basilius hatte sich das mit verkniffenen Augen angehört. „Gut. Es bleibt dabei. Du entführst Ines Reußing; gegen 8 Uhr müßt ihr die Stadt verlassen haben. Wo fahrt ihr hin?" Nydegger hatte geistesgegenwärtig eine Lüge gefunden. „Nach Hannover", sagte er, „der Zug geht gerade um die Zeit, die du wünschst." Basilius war ohne rechten Abschied davongelaufen. Dieser junge Nydegger würde seinen Auftrag ausführen. Aber wo war Jabusch geblieben? Nach einer kleinen Stunde hatte er alles in Erfahrung gebracht. Jabusch war auf der Straße verhaftet worden. Eine Frau, ein Mädchen genau gesagt, hatte ihn denunziert und an einen Polizeibe- omten verraten Wer war dieses Mädchen? Er zergrübelte seinen Kopf, aber er konnte sich den Vorfall nur so erklären, daß dem Jabusch eine seiner Liebschaften zum Verhängnis geworden war. Eine eifersüchtige oder verlassene Freundin rächte sich. Warum erzählte dieser Narr seinem Mädchen, was er auf dem Kerbholz hatte! Es schwebte ein älteres Verfahren in Wien gegen Jabusch. Er hatte sich in Hamburg sicher gefühlt, aber auf österreichischen Wunsch war nach ihm gefahndet worden. Die Auslieferung war gewiß. Basilius langte wieder im Hause an. „Ein kleiner Schreck, Jolly", sagte er, „unser gefangener Freund im Nebenzimmer hat doch noch einen kleinen Gegenzug veranlassen können, ehe wir ihn unschädlich machten. Jabusch ist verhaftet worden. Die alte Geschichte in Wien. Man wird ihn ausliefern. Für die nächsten fünf, sechs Jahre scheidet er aus." Jolly pfiff dünn durch die Zähne. „Wie gut", sagte er, „daß wir tags nicht noch einmal auf die Straße gegangen sind." Basilius nickte. „Sonst geht alles in Ordnung", sagte er, „ich habe mit Nydegger gesprochen"; und er wandte sich ab, ging hinüber in das andere Zimmer, wo Kriminaloberinspektor Reußing in Fesseln auf einem Stuhl saß. Er nickte dem Beamten herzlich zu. Nun er den Mann in seiner Gewalt hatte, war Basilius anders als Jolly und verzichtete auf kleinliche Peinigungen. „Es ist alles in Ordnung", sagte er auch zu Reußing. ,^sch habe eben erfahren, daß Ihre Tochter Ines mit einem jungen Mann programmäßig durchgebrannt ist. Ich will nun in Ihrem Namen die Polizei anrufen, daß man die Verworfenen verfolgt und womöglich festnimmt." Er stellte die Verbindung her. Das Telephon hatte ihm der patente Jabusch noch gelegt. Cs würde doch richtig angeschlossen sein? Tatsächlich meldete sich die Kriminalinspektion. Basilius sprach ungehemmt. Es war ausgeschlossen, daß dieser Anruf ihn verraten konnte. Kein Fräulein vom Amt würde jemals feststellen können, von wo angerufen worden war. Basilius wußte auch, wer neben dem Oberinspektor dort auf dem Revier arbeitete. „Wer spricht dort auf der Inspektion I, Sie, Kollege Braubach? Guten Abend. Hier ist Reußing. So, es liegt viel vor. — Daß Jabusch verhaftet worden ist, wußte ich schon .. „Aufhören, Braubach, es ist alles ...!" Der Kriminaloberspektor kam nicht weiter. Jolly war im Augenblick an seiner Seite und hielt ihm den Mund zu. Dann stopfte er ihm ein Taschentuch zwischen die Zähne. „Verzeihung", sagte Basilius, „ich wurde hier unterbrochen. Ich habe eine Bitte an Sie, Braubach. Mir ist etwas Schreckliches zugeftoßen. Meine Tochter ist mit einem jungen Mann auf und davongegangen. Nein, nein, ich weiß schon, was ich sage. Es hat mich zutiefst erschüttert, wie Sie sich denken können. Ich glaube nicht, daß ich jemals darüber hinwegkommen werde." Der Kollege Braubach am andern Ende des Drahtes sprach beruhigende Worte. Er befand sich in Reußings Alter und hatte zwei erwachsene Söhne. Auch die trieben sich manchmal tagelang auf Wanderungen und Bootsfahrten herum, meinte er; freilich eine Tochter ... Man könnte ja immerhin ein wachsames Auge auf die Durchbrenner haben, natürlich ganz im stillen und ohne Aufsehen. „Haben Sie eine Ahnung, wohin sich die beiden gewandt haben?" „Nach Lübeck", sagte Basilius. „Wohin von dort weiter, weiß ich auch nicht. Ich wünsche es übrigens nicht zu erfahren. Die Geschichte ist für mich aus. Ich habe keine Tochter mehr." „Kollege Reußing, nichts für ungut, aber vielleicht bedarf gerade in der nächsten Zeit die Tochter des Vaters mehr denn jemals vorher!" „Dann wird es zu spät sein, lieber Braubach." „Was heißt das? Keine Dummheiten, Reußing! Wann kommen Sie hierher auf das Büro?" „Wahrscheinlich niemals mehr, Braubach. Ich mache Schluß. Leben Sie wohl." Er hängte ab, ohne auf weitere Entgegnungen zu hören. Anrufen konnte niemand. Es gab diesen Anschluß noch gar nicht. Die Telephonarbeiter würden ihn verblüfft feststellen, wenn in den näch- sten Wochen das Haus offiziell einen Anschluß bekam. „So", sagte Basilius, er zog mißbilligend dem Oberinspektor den primitiven Knebel aus dem Mund. „Warum schreien Sie denn dazwischen!" verwies er. „Es muß doch alles seine Ordnung haben. Während Ihr Freund Braubach nun in Lübeck die Kriminalvolizei mobil macht für einen sanften Zugriff, wird Ihre Tochter mit dem Verehrer schon die Schweizer Grenze passiert haben. Sie können getrost Selbstmord begehen." „Basilius, ich habe Sie unterschätzt. Ich hielt Sie für einen Schurken, aber Sie sind von einer teuflischen Gerissenheit!" (Fortsetzung folgt I) schwein, welches das seltene Gewicht von rund sieben Zentner aufzuweii.fen hatte. )-( Obbornhofen, 24. Noo. Zur Zeit sind hier zwei Dampfmaschinen von Bellersheim und Berstadt mit dem Eindämpfen von Kartoffeln zur Einsäuerung beschäftigt. Da zu den Nebenarbeiten, wie Waschen und Feststampfen, gewöhnlich die Familienglieder nicht ausreichen, wird in kleinen Arbeitsgemeinschaften von Freunden und Bekannten Gegen- Hilfe geleistet. Da die Landleute immer mehr die Vorzüge des Sauerfutters erkennen, haben sich auch kleinere Betriebe unter Ausnutzung des Reichszuschusses von 4 Mark je Kubikmeter Fassungsraum zur Anlage von Silos entschlossen. — Nachdem die Puppen des Körnermaises gut getrocknet sind, geht man jetzt an das Ernten der Körner. Es ist eine verhältnismäßig mühsame Arbeit. Weisen doch einzelne Kolben bis 150 Samen auf. Allgemein ist man mit der ersten Ernte zufrieden. Aus den Normalmorgen kann mit einem Ertrag von 20—25 Zentner gerechnet werden. — Dank der überaus günstigen Herbstwitterung zeigt die W i n- tersrucht einen prächtigen Stand. Der Roggen hat sich gut bestockt, und auch der svätgesäte Winterweizen ist schon aufgelaufen. Noch immer wird Grünfutter geerntet. Kreis Friedberg. pb. Butzbach, 23. Nov. Im Saale des „Deut- ischen Hauses" sand gestern abend eine Versammlung der Ortsgruppe und der Frauengruppe des W D A. statt, in welcher der VDA.-Organisations- leiter des Landesverbandes Saar - Pfalz, Dr. W r a m m, einen Vortrag über das Thema „Volksdeutscher Aufbruch" hielt. Nach Begrüßung der Besucher durch den Vorsitzenden der Ortsgruppe, Studienrat Werner, führte Dr. Stamm aus, daß Sann, wenn es dem Deutschen am schlechtesten er- Aangen sei, sich am stärksten das Gemeinschaftsge- ,-ühl für alles Deutsche geregt habe. Er gab einen Rückblick auf den Anfang des vergangenen Jahrhunderts, erinnerte an Männer wie Fichte, Arndt, Scharnhorst, Stein ufro und kam dann auf die neuere Zeit, den Weltkrieg und die darauffolgenden schmachvollen Jahre zu sprechen. Redner, der mehrfach in den Grenzgebieten und auch im Ausland geweilt, schilderte Selbsterlebtes und den Geist der Deutschen, die dort wohnen. Es sei notwendig, das Deutschtum im Ausland zu unterstützen und zu stärken. Dies sei aber erst voll und ganz möglich geworden seit der Machtübernahme Adolf Hitlers, dem sein Sieg-Heil! galt. Nach kurzen Dankes- warten des Vorsitzenden und einer Aussprache über die Betreuung der Ausländsdeutschen wurde die Versammlung in üblicher Weise geschlossen. Ein Wasserturm als Stätte nationalsozialistischer Lebensgestaltung. LPD. Groß-Gerau, 24. Noo. Am Samstag konnte Gauleiter Sprenger eine Stätte nationalsozialistischer Lebensgestaltung ihrer Bestimmung übergeben, die in ihrer äußeren Form wohl einzig dastehen dürfte. Der 1928 errichtete Wasserturm, der „Hindenburg-Turm", der weithin in das Rhein- Main-Gebiet ragt und acht Gemeinden des Gerauer Landes mit Wasser versorgt, beherbergt jetzt in sieben Stockwerken die Kreisführerschule der NSDAP. Groß-Gerau mit Vortragssaal und Lesezimmer, ein H I. - H e i m, ein B D M. - H e i m, die NS. - Fr aue n sch ast, die NSV., eine Küche, einen Schlafsaal und hoch oben einen Turnsaal. Zwei Stockwerke haben Zentralheizung, sogar ein Aufzug ist vorhanden. Der Gauleiter sprach seine Anerkennung über das Geschaffene aus und gab der Hoffnung Ausdruck, daß dieses Heim im Hindenburg-Turm der Hitlerjugend zum Segen gereichen möge. Er übergab das Heim der deutschen Jugend, worauf unter dem Gesang der Nationallieder die Fahnen am Mast emporstregen. Großkundgebung der DAI. Fachschaft »Nahrung und Genuß". Die Kreiswaltung Gießen der DAF. '•alte die Fachschaft „Nahrung und Genuß" zu einer Kundgebung in der Volkshalle aufgerufen. Diese Kundgebung war überaus stark besucht. Musik und ie feierliche Fahnen-Einbringung eröffneten den Ibenb. Als erster Redner sprach ^reiswalter der Deutschen Arbeitsfront Pg. Wagner, Gießen. !vas Urteil der Geschichtsschreibung wird, so führte ix u. a. aus, festhalten müssen, daß unsere Zeit inen Traum zweier Jahrtausende, die Einigung iss deutschen Volkes, verwirklicht hat. Kein Volk ter Erde hat aber auch so viele Opfer gebracht, •in Gemeinschaft zu werden, wie das deutsche Volk. Me Verhältnisse vor der Machtergreifung durch den Führer konnten in Deutschland nicht anders sein, tls sie waren. Es fehlte der ruhende Pol, den jetzt ins deutsche Volk in seinem Führer hat. Man hat inr seiner Zeit vom „freien Sviel der Kräfte in H Wirtschaft" gesprochen und dachte nicht an die Gemeinschaft, und die soziale Frage lief auf den (ggoismus des einzelnen hinaus. Heber die Klaffen tttd Stände führte kein Weg zur Gemeinschaft. Der Wionalismus der vergangenen Zeit war nicht für b: s Volk, sondern war Klassenkampf mit anderen Urzeichen; der Sozialismus führte zum Marxismus. Kompromißlos für das Volk zu sein hat, aus Ü^ssebewußtsem heraus, erst der Nationalsozialis- lMs gelehrt. Sodann sprach der Reichsfachgruppenwalter für b» Fachschaft „Tabak" pg. Altvater, Berlin. Seinen Ausführungen sei folgendes entnommen: &■ gibt noch manche Menschen unter uns, die sich gizen das verschließen, was bisher an kulturellen irib wirtschaftlichen Großtaten durch den National- sl ialismus erreicht worden ist. Viele Arbeiter uB) Arbeiterinnen der Tabakbranche gehörten zu bin Arbeitslosen; 40 v. H. der Tabakarbeiter waren witer dem an sich schon niedrigen Tarif bezahlt uK zum Teil arbeiteten sie unter schlechten Ver- h tnissen. Hier hat sich schon vieles geändert. Es I ifi auch darauf gesehen worden, daß nicht die Ma- Ifd nenarbeit den Arbeiterinnen und Arbeitern ihre ^gewordene Beschäftigung raubte. Noch manches oiöere wurde bereinigt und wird auch weiterhin bereinigt werden. Es muß dahin kommen, daß die Leistung des Arbeiters anerkannt wird. Es wurden Leistungssteigerungen erzielt, es wurden aber auch Mindestlöhne als unumstößlich festgesetzt. Zwar bestehen gegenwärtig in der Tabakindustrie Schwierigkeiten, da kontingentiert werden mußte, der Mangel an Exotentabaken wird aber Überwunden werden durch deutsche Tabake. Guter Wille wird Betriebsführer und Gefolgschaft über die schwere Zeit hinwegbringen. Der Vetriebsführer muß sich dabei seiner Verantwortlichkeit der Gefolgschaft gegenüber restlos bewußt fein. Aber auch jeder Arbeiter ist doppelt dazu angehalten, seine Pflicht zu tun. In der Arbeit muß äußerste Sparsamkeit verlangt werden. Das Deckblatt ist restlos auszunützen. In gemeinsamer Zielstrebung ist in jüngster Zeit ein großes soziales Werk geschaffen worden: die soziale Ausgleichskasse für Familienväter. Das Einverständnis gerade zu dieser Maßnahme sollte bei den jüngeren Arbeitskameradinnen und Kameraden vorausgesetzt werden dürfen. Wir müssen uns immer wieder dessen bewußt sein, daß uns als Volk nichts geschenkt wird. Dann wird auch Gott unser Volk und unser Vaterland segnen. (Lebhafter Beifall!) In eindringlichen Worten sprach sodann die Hcichsreferentin vom Frauenamt der Deutschen Arbeitsfront, Frl. Henning über Fragen, die besonders das deutsche Mädchen und die deutsche Frau als Arbeiterin betrafen. Die Aufgabe der deutschen Frau geht in der Hauptsache darauf hinaus, der ruhende Pol in unserer Volksgemeinschaft zu sein, das zu erhalten, was der Mann erkämpfte und dem Leben eng verbunden zu bleiben. Die Frau muß aber auch stolz neben dem Manne des Dritten Reiches stehen. Sie muß um die Anerkennung der Gleichwertigkeit der ihrer Art eigenen Arbeit ringen. Der Mutterschutz ist eine der wichtigsten Forderungen unserer Zeit. Arbeitskameradinnen sollen auch einmal Erholung erfahren. Es soll auch unter den Arbeiterinnen Kameradschaft Wirklichkeit werden. Alle Frauen muß darüber hinaus die Mutterschaft einigen. Wir müssen reich sein in der Liebe zum Führer, zum Staate, und stark im Glauben an die Kräfte, die in der Frau wohnen. Mit großem Interesse sah man dann im weiteren Verlauf des Abend den Ausführungen des Neichsbetriebs - Gemeinschafts-Leiters, pg. Wolkersdörffer, entgegen. Keine andere Generation hat, so begann er, so viel Großes und Umwälzendes erlebt, wie unsere Generation. Wir erlebten den Aufstieg unseres Volkes, seine zunehmende Bedeutung als Kulturträger für die ganze Welt und erlebten die große Einigung bei Kriegsausbruch 1914. Nie wäre das deutsche Volk besiegt worden, wenn es immer einig gewesen wäre. Seit 1933 vollziehen sich nun im deutschen Volke Wunder über Wunder. Der Führer Adolf Hitler steht dicht vor der Erreichung seines Zieles, dem deutschen Volke seinen Arbeiter wieder gewonnen zu haben. Zwar, die Gemeinschaft kommt nicht von ungefähr; der Mensch muß zur Gemeinschaft erzogen werden. Deshalb müssen wir immer wieder zu Massenkundgebungen zusammenkommen! Der Ansatz zum Guten und zur allgemeinen Besserung ist auch in unserem Gewerbe vorhanden. Darüber kann man sich nur freuen! Um aber endgültig befriedigende Verhältnisse zu schaffen, muß sich jeder bereitwillig zur Verfügung stellen. Die Reichsbetriebsgemeinschaft will helfen im Interesse des Betriebes nachdem in ihr alle Betriebe, Betriebsführer und Gefolgschaften vereinigt sind. Der gute Wille wird entscheiden. Es ist grunbfalfd), die Einstellung zu haben, daß jedermann für oöswillig zu halten ist, bis er uns vom Gegenteil überzeugt. Gute Absicht soll aber auch allen denen zugetraut werden, die führend tätig sind. Auf dem beschrittenen Wege wollen wir Adolf Hitler die Leistungs- und die Volksgemeinschaft verwirklichen helfen. Dann bekommt die ganze Well wieder Respekt vor Deutschland. Der Ertrag unserer Arbeit aber muß immer wieder dem deutschen Volke zugute kommen. Dieser Ertrag muß durch eine starke Wehrmacht geschützt werden können. Daß Deutschland in der Welt wieder alle Achtung errang, ist des Führers größte Leistung. Deshalb müssen wir uns alle brüderlich die Hand reichen. Dor dem Urteil des Führers muß jeder einzelne be- stehen können. Wenn wir das können, dann wird auch — so schloß der Redner — das nationalsozialistische Programm bald erfüllt sein? Mit anhalten- dem Beifall dankten die Zuhörer für die lebendigen Ausführungen. Mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf den Führer, mit den gemeinsam gelungenen ersten Versen des Horst-Wessel- und des Deutschlandliedes sowie mit der Ausbringung der Fahnen fand die Kundgebung ihren Abschluß. SJ.-jporrf Ski-Filmvortrag im Skiklub Gießen. Der Ski-Klub Gießen (Fachamt Skilauf im RfL) hatte am vergangenen Donnerstag zu einem Ski- film-Dortrag im Saale des Hotels Prinz Earl ein« geladen. Dieser Abend war so stark besucht, daß der Saal die Anwesenden kaum fassen konnte. Aber in echter Skikameradschaft rückte und drückte man sich zusammen, und so konnte der Führer des Ski- Klubs, Karl A l t h a u s, den Abend mit herzlichen Begrüßungsworten eröffnen. Redner des Abends war der Berufsskilehrer Kühlten, Leiter der Skischule S u l d e n im Ortlergebiet. Anhand eines wundervollen Filmes wurden die Zuschauer in dieses herrliche Skigelände eingeführt. Aus dem Frühling von Meran mit seinem Blütenmeer gelangte man über die Krokuswiesen immer höher ansteigend bis zu den ewig weißen Bergen des Ortlergebietes. Herrliche Bergtouren zum Eeve- dale und dem Angelus zeigten die Schönheiten dieses nun leider unter italienischer Herrschaft stehenden Gebietes. Der Redner verstand es, die Zuhörer zu fesseln; ganz besonders galt dies für die Beschreibung und die Bildoorführung des Angelus- Ski-Rennen, bei dem er als Teilnehmer mitwirkte. Durch diesen ausgezeichneten Abend sind dem Skisport sicher eine Reihe neue Anhänger gewonnen worden, während die „Alten" mit um so größerer Ungeduld auf den Schnee warten. Zwischendurch wurden einige Mitteilungen bekannt gemacht. Schließlich wurde von der ganzen Ski-Gemeinde das Skigebet an St. Petrus gesprochen. „Heften" Hersfeld spielt wieder unentschieden. Meisterschaftsspiele im Gau Rordheffen. Der Tabellenführer im Gau Nordhessen, Hessen Hersfeld, erlitt bei den Meisterschaftsspielen am Sonntag einen neuerlichen Punktverlust, da er auch diesmal auf eigenem Platz über ein Unentschieden von 1:1 (1:0) gegen Kassel 03 nicht hinauskam. Mit 15:3 Punkten liegt aber Hessen Hersfeld weiter klar an der Spitze der Tabelle vor Germania Fulda (13:5) und Hanau 93 (11:5). Der Gaumeister Hanau 93 holte sich zu Hause gegen Kurhessen Kassel einen sicheren 4:1- (l:l)-Sieg und Germania Fulda gewann zwei Punkte durch einen verdienten 3:0- (l:0)-Erfolg über Spielverein Kassel. Aus anderen Gauen. Gau Bayern 1860 München — Spvgg. Fürth 1:2; FE. 05 Schweinfurt — ASV. Nürnberg 1:0; FE. München — Wacker München 1:2; FE. Bayreuth — BE. Augsburg 2:1. Gau Südweft: Eintracht Frankfurt — FSV. Frankfurt 1:0. Schalke und „Elub" im Endspiel. Die Vorschlußrunde um den DFB.-Verelnspokal. In Nürnberg und Dortmund fanden am Sonntag die beiden Vorschlußrundenspiele im Wettbewerb um den neu geschaffenen Vereinspokal der deutschen Fußballer statt. In Nürnberg trafen sich vor 11000 Zuschauern der 1. FE. Nürnberg und der SV. Mannheim-Waldhof, wobei die Einheimischen einen knappen, aber verdienten Sieg mit 1:0 (0.-0) errangen. Das zweite Treffen führte in Dortmund vor rund 32 000 Besuchern den deutschen Meister FE. Schalke 04 und den Freiburger Fußball-Elub zusammen. Hier blieben die „Kyappen" klar mit 6:2 (3:1) erfolgreich. Im Endspiel treffen sich also wieder einmal Schalke und Nürnberg, die im Jahre 1933 in Berlin den Endkampf um die deutsche Meisterschaft austrugen. Neuer Sieg der Gtudenten-Fußballer. Lettland in Rostock 5:1 (4:1) geschlagen. Die Studenten-Fuhballer Deutschlands und Lettlands trugen am Sonntag in Rostock vor 3500 Zuschauern einen Fußballkampf aus, den die deutschen Studenten überlegen mit 5:1 (4:1) für sich entscheiden konnten. Die Deutschen waren technisch und taktisch weitaus besser als ihre Gegner, die sich meist in ihre Hälfte zurückgedrängt sahen. Lettland mußte sich auf Vorstöße beschränken, die aber nur — und zwar gleich zu Beginn des Kampfes — zu einem Erfolg führten. Handball im Gau Nordheffen. In Nordhessen war der ftühere Gaumeister, Kasseler Turngemeinde, spielfrei. Die an zweiter Stelle stehenden „Kurhessen" kamen dadurch nach ihrem Sieg von 8:4 (3:1) über Tuspo. 86/09 Kassel auf den ersten Platz. Seine ersten Punkte errang der Neuling Kurhessen Marburg durch einen 10:9- (5:6)- Sieg in Eschwege, ebenso knapp war der Ausgang zwischen Bettenhausen und Kirchbauna mit 11:12 (4:6) zugunsten von Kirchbauna. Zweiter Handballfieg über Ungarn. Deutsche Rationalelf siegt in Budapest 17:4 (13:0). Der am 6. Oktober ausgefallene Rückkampf der Handball-Ländermannschaften von Deutschland und Ungarn wurde am Sonntag vor 2000 Zuschauern in Budapest nachgeholt. Hatte der erste Kampf beider Nattonen im Dezember 1934 in Darmstadt einen deutschen Sieg von 14:3 ergeben, so wurde dieses Ergebnis auf ungarischem Boden noch weit überboten, denn die deutsche Elf gewann mit 17:4 (13:0) und es stand bereits 13:0, als das erste Tor der Magyaren fiel. Die Ungarn benötigten eine ganze Halbzeit, um sich einigermaßen mit dem enorm schnellen und trickreichen Spiel der Deutschen abzufinden. ♦ Die Ungarn hatten sich viel Mühe gegeben, den Kampf so feierlich wie möglich aufzuziehen. Nach dem Einmarsch erfolgte die Begrüßung der deutschen Gäste, in deren Name Bubert (Hamburg) Ihr Mann ist überarbeitet ? .. auf Kaffee Hag umstellen 1 WlMWWWU Vornan von Krank I. Brann. 8 Fortsetzung Nachdruck verboten! Geh' mit dem Mädchen aus", schlug sie ihm vor, sigt euch die halbe Nacht in ein Ballhaus. Da il'ib die Zeit hingehen. Berichte vorher an Basilius, du mit Reußings Tochter unterwegs bist." IUnd du, Ilia, was wirst du tun? Kann ich nicht ni dir zusammen sein?" Aber nein", wehrte sie ab, „ich muß doch dafür Ingen, daß Basilius in seine selbstgebaute Falle jetit, und zwar so gründlich hineingeht, daß es «»mal kein Entschlüpfen für ihn gibt." Robert entgegnete erregt: „Selbstverständlich will iijibann bei dir sein, Ilia. Vielleicht gerätst du in tzliahr. Temperamentvoll wie du bist, willst du yr womöglich versönlich gegenübertreten?" Goie versuchte ihn zu beruhigen und schüttelte den to:«f. „Ich sehe mich vor. Robert. Aber du mußt innünftig sein. Du darfst unfern Plan, der eigent- If Basilius' Plan ist, nicht umstoßen. Basilius miß der festen Meinung sein, alles gehe nach Liinsch. Du übernimmst Ines Reußing, wie abge- Mcht. Auf die Art kommt das Mädchen nicht in Lemhr. Sie in etwas einzuweihen, würde ich für tfUty und überflüssig halten. Was Basilius anbe- :n |t — laß mich sorgen." ,Olia, es ist mir gräßlich. Ich als Mann soll cknlos zusehen, wie du ..." „Richt tatenlos, Robert. Du wirst wohl häufiger einen müssen, denn die kleine Dame darf dir tir^sfaös davonlaufen, weil du langweilig bist. !e liefe in ihr Verderben, denke daran." Solcher Mischung von Spott und Ernst war er ch gewachsen. „Gut denn, ich füge mich. Aber bi versprichst mir, daß du mich rufst, wenn dir tb( Gefahr droht. — Aber das ist Unsinn, dann | ns zu spät." Er war verzweifelt. „Ilia, diese ' nlte ist entwürdigend!" „Aas wissen wir, Robert. Aber es soll die letzte ' blfir Art sein; deshalb bin ich gekommen; diesmal ■ niifi du diese Rolle noch spielen, wenn wir Basi- 1 Ih»,gtt Leibe wollen." 1. 19. 1. 26. 2. 2. 2. 9. von Mehrer der Oesterreicher abgestellt worden. 16. 2. Aus dem heimischen Ziißball-Vezirk 1. 12. 8. 12. 15. 12. 1 22. 29. 12. Londors Londorf — Flensungen; Treis — Großen- Buseck II; Daubringen — Lollar III; Stau« 8. 5. 15. 12. 22. 19. 29. 12. 26. 5. 1. 2. mit 12. 1. 9. < *4 Gesamtergebnis 531,57 Mk. Unentsch. Verl. Pkte. < 8 1 1 3:13 6 E J Zurück Oie Geburt eines Sohnes zeigen an UL - 6773 D 05030 Im Beiprogramm: 6769Ä | Mietgesuche"] f Verkäufe | Lunkers wederhw»3 kaufen. Lerlag Brühl’sche Druckerei NeGitfcntrtfoadgm Schulstr. 7, Ruf 2251 677?D VoUzsgÄhJDSSÄfb Verein Naunheim Bissenberg 05 Wetzlar 8 8 8 9 7 9 47,90 41,12 31,60 * 28,60 136,90 Mk. 101,15 Mk. Statt Klassenkampf sozialer Talwillel Das ist der Sinn des Dinterhllfswerkesl 1 1 1 1 4 1 1 0 27,05 23,25 21,00 19,70 17,25 15,50 11,50 9,05 3 4 4 5 2 6 Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. 13:3 13:3 10:4 4 3 3 3 1 2 9:7 7:9 7:9 7:11 6:8 5:13 1 1 2 Gasautomat komvl.Badebatt. m. Duschschlauch sow. Gasradiator preiswert zu ver- Gew. 6 6 5 Gießen, Sonntag, 24. November 1935 z. Z. Frauenklinik Frau Hildegard Arold, geb. Opalka Or. med. 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Kriegsgräbersürsorge ist eine Pflicht nationaler Ehre und Selbstachtung, kriegsgräbersürsorge ist eine Pflicht der Dankbarkeit. Sage nicht: „Ich habe ja keinen Bruder draußen im Felde verloren, keinen Vater und keinen Sohn." Sind sie nicht alle unsere Brüder, die in fremder Erde ruhen? Haben sie ihr Blut nicht auch für dich vergossen? Wohl mahnen ü Stadt und Land, in Schulen und Kirchen Denkmäler und Ehrentafeln in großer Zahl, aber man darf darüber jene Denkmäler nicht vergessen, die mit dem Herzblut unserer toten Brüder gebaut sind: die Soldatenfriedhöfe. Der Volksbund wirkt darüber hinaus in Verbindung mit der Reichsregierung und RSDAV- für die Ehrung der in den Rachkriegsjahren im Baltikum und in Oberschlesien, an der Ruhr und im Braunhemd Gefallenen mit. Deshalb muß jeder einzelne an diesem Werk helfen, dem deutschen Volk zur Ehre, den Toten zum Dank. Sein Bestreben ist darauf gerichtet, aus den Gräberanlagen in allen Teilen der Erde weihevolle Gedächtnisslätten zu schaffen, Gedenkstätten, auf denen deutsche Kameradschaft, deutsches Schicksal, deutsche Seele für alle Zeiten geborgen sind. Unsere Kriegsgräberstätten im Auslande sollen in ihrem Ernst und ihrer Schlichtheit, in ihrer Ein» heitlichkeit und Geschlossenheit deutschen Glauben und deutschen Opfergedanken verkörpern und in fremder Erde ein Stück Heimat, Vaterland werden. [ Vermietungen"] tetilräme besteh, aus Büro, Laaer, Keller u. Nebenräume, in guter Lage, per 1. Februar z.ver- mieten.Jnteress.' Zuschriften unter 67780 a.d. Gieß. Anzeiger erbeten Oranien Frohnhausen DfB.-R. Gießen Dillenburg B. C. Sinn 1900 Gießen Niedergirmes Watzenborn-Steinberg Erfolge des Gießener Schachklubs. Der Schachklub 1858 Gießen spielte in Wetzlar im „Deutschen Haus" gegen die Schachfreunde Wetzlar und gewann mit 6:4 Punkten. Zwei Partien verliefen unentschieden. Der Wetzlarer Verein hat sein Spiel sehr verbessert. Das Interesse am Schachspiel ist in Wetzlar sehr groß, was auch für Gießen zu wünschen wäre. Der Verein trug auch in Rodheim, Wirtschaft P a u s ch, gegen den Verein Schachfreunde Biebertal ein Turnier aus und gewann mit 4:2 Punkten. Auch in Rodheim wächst das Interesse am Schachspiel sehr. * Spiele 8 8 7 Ueber 2 Millionen Deutsche haben im großen Kriege ihre Treue zu Volk und Heimat mit ihrem Herzblut besiegelt. Wie ein mächtiger Wall umgeben ihre Gräber unser Vaterland. Diese Gräberstätten sind heiliges Land und vor aller Welt Zeugen deutscher Ehre und deutschen Opfermutes. Aufgabe des Volkesbundes deutsche kriegsgrä- berfürforge ist es, die deutschen Ehrenstätten in Liebe und Dankbarkeit zu gestalten und zu pflegen, ihnen die Weihe zu geben und sie mit deutscher Kunst, deutschem Empfinden entsprechend auszubauen. Der seit 1919 bestehende Dolksbund umfaßt heute Tausende von Ortsgruppen in ganz Deutschland und der Schweiz. Er ist die einzige behördlich anerkannte Organisation auf dem Gebiete der Kriegsgräberfürsorge und übt seine Tätigkeit im Einvernehmen mit den amtlichen Stellen im In- und Auslande aus. Er unterhält dauernde Fühlung mit den deutschen Auslandsvertretungen und hat in allen Ländern, in denen deutsche Soldaten bestattet sind, Vertrauensleute, die den Zustand der deutschen Kriegsgräberstätten überwachen. Der Volksbund will, ohne den Aremdslaalen ihre nach dem Versailler Vertrag übernommenen Verpflichtungen abzunehmen, über den Rahmen der amtlichen Fürsorge hinaus den deutschen kriegsgräberstätten das geben, was ihnen nur eine von treuer Liebe und Dankbar- heit erfüllte Volksseele zu geben vermag. Seine Bautätigkeit besteht in der Bepflanzung der Ehrenstätten, der Einfriedigung der Anlagen mit Hecken oder Mauern, in der Schaffung von dauerhaften Eingängen, der würdigen Ausgestaltung der Sammelgräber, Errichtung von Erinnerungsmalen. Die Arbeiten werden nach Billigung der Pläne durch einen vom Auswärtigen Amt und dem Dolksbund gemeinsam eingesetzten Kunstbeicat und mit Genehmigung der zuständigen Stellen im Auslande ausgeführt. Siiiohnicteoleroehinen mitSchotterwerk, eig.Bahnanschl., bei Behörden und Reichsbahn best. eingeführt, in unmittelbarer Stäbe der ReichSautobahn, noch voll in Betrieb, sofort an schnell entschl. Käufer billigst abzugeben. Gefl. schriftl.Ang. u. 05032 a. Gieß. Anz. Rüddingshausen — Geilshausen; Daubrin- gen — Staufenberg; Lollar III — Treis; Grünberg II — Großen-Buseck II. Treis — Daubringen; Staufenberg — Gr.. Buseck II; Grünberg II — Geilshausen. Geilshausen — Londorf; Großen-Buseck II — Lollar III; Grünberg II — Büddings- Hausen; Daubringen — Flensungen; Treis — Staufenberg. 12. Flensungen — Grünberg II; Geilshausen — Lollar III; Daubringen — Gr.-Buseck II; Treis — Rüddingshausen; Londorf — Staufenberg. Nachlässe von 3 bis 20 v. H. erhalten Sie bei wiederholten Veröffentlichungen einer Anzeige I 2. Kreisklasse Gießen B. 12. Fellingshausen — Alten-Buseck; Launsbach — Krofdorf; Lollar II — Vetzberg; Wißmar — Rodheim II. 12. Wißmar — Launsbach; Alten-Buseck — Vetzberg; Lollar II — Fellingshausen; Tv. 1846 — Rodheim II. 12. Krofdorf — Fellingshausen; Lollar II — Tv. 1846; Launsbach — Alten-Buseck; Heu- i E, Was will der Volksbund Deutsche Kriegsgräber-Kürsorge? ZIEHUNG: 21. u. 2 2. DEZEMBER ■RU/A 600000Gewinne, Jbse »juu ‘RlL.I.-DoppeUOS ul 'Rlb.'Zr üüjtccUL u, hoben/. dank der starken Änfeuerung der Zuschauer immer besser ins Spiel kommenden Ungarn holten durch den Halblinken Takacz weitere zwei Treffer auf; der Kampf stand 15:3. Spalt und Braselmann waren dann für die letzten beiden deutschen Treffer verantwortlich und in der allerletzten Minute erzielte der ungarische Mittelläufer Rakosi den vierten und letzten Erfolg seiner Landsleute. Die ungarischen Zuschauer nahmen den hohen deutschen Sieg Beifall ayj. Gießen, VfB.-Reichsbahn-Platz . Wetzlar, Platz des SV. 05 . . . Werdorf, Platz des FC. 26 . - , Rodheim, Platz des Tv. . . . s Steindorf, Platz des Tuspo. . . Rüddingshausen, Platz des SV. . Watzenborn-Steinberg, Platz des FC. „Teutonia"...... Daubringen, Platz des SC. 21 . . Lich, Platz des VfR...... Alten-Buseck, Platz des Tv. . . . Londorf, Platz des To..... Flensungen-Mücke, Platz des FC. Waldgirmes, Platz des Tv. . . . Holzhausen, Platz des Tufpo . . 8Jg. Kaufmann sucht für sofort freundlich möbl. Zimmer ganz knapp zu unterliegen, obwohl sie gerade so gut den Sieger stellen konnten. Bei den Teutonen von Watzenborn - Steinberg ist zu berücksichtigen, daß die Mannschaft leider nicht die Möglichkeit hatte, komplett anzutreten. Wir glauben, daß wenn dieser Mangel behoben ist, die Steinberger in der Nachrunde das Ende der Tabelle nicht mehr einnehmen. Termine der Rückserie derT Kreisklasse. Stand der Fußballspiele der Bezirksklasse. 1 £ o1*". 9 o, Sportpalast brachte vor 5000 Zuschauern in allen drei Gewichtsklassen deutsche Siege. Im Mittelgewicht kam Hornemann (Berlin) infolge Verletzung von Bürens (Schweiz) kampflos zum Endsieg, im Halbschwergewicht B e r n l ö h r (Stuttgart) nach einem schmeichelhaften Punktsieg über Michelot (Frankreich) in der Vorrunde durch einen sicheren Erfolg über den verletzten Schweden Iohnsson im Entscheidungskampf. Das Schwergewicht gewann Schnarre (Recklinghausen) nach Siegen über Gustavsson (Schweden) und Kyfuß (Berlin). Deutsche Amateur-Boxer errangen bei einem Kampfabend in London schöne Erfolge. Im Fliegengewicht schlug Scheid (Duisburg) Newman (England), Miner (Breslau) besiegte im Federgewicht Nunn (England) nach Punkten und ebenso gewann im Weltergewicht Murach (Schalke) gegen Crawley (England). Im Halbschwergewicht schlug Pietsch (Leipzig) den Engländer Henderson in der ersten Runde ko.Strangfeld^ (Herten), Büttner I. (Bres- dagegen Durch die überraschende Niederlage der Wetzlarer in Frohnhausen haben die Naunheimer die Tabellenführung erneut an sich gerissen. Sie sind allerdings punktgleich mit Bissenberg und führen nur auf Grund des besseren Torverhältnisses. Die Bissenberger Mannschaft weist zur Zeit eine konstante Spielform auf und dürfte auch weiterhin ihren Platz in der Spitzengruppe behaupten. Der vorjährige Meister 05 Wetzlar wird in Gießen gegen 1900 seinen Platz in der Spitzengruppe behaupten müssen. Den Tabellenplatz verdanken sie ihrer hervorragenden Hintermannschaft. Die VfB.er sind in den letzten Spielen stark zurückgefallen und werden ihre Leistungen erheblich steigern müssen, wenn sie nicht auch ihren Platz in der Mittelgruppe verlieren wollen. Die Dillenburger, zu Beginn der Spiele offensichtlich nicht in Form, haben es trotzdem verstanden, ihre Mannschaft zu einem gefürchteten Gegner zu machen. Ein Beweis dafür sind die letzten Resultate. Die Sinner haben bereits die Vorrunde beendet und dürften ihren Tabellenplatz nicht behalten. Die 1900er haben noch die Gelegenheit, in zwei ausstehenden Spielen Punkte zu erringen und damit ihre Position zu verbessern. Die Spielstärke der Niedergirmeser Mannschaft wird durch ihren Tabellenplatz nicht richtig wieder- gegeben. Sie hatte in mehreren Spielen das Pech, mA 48 Japaner kommen zu Den Olympischen Winterspielen Nach einer Funkmeldung aus Tokio hat der japanische Wintersportoerband soeben beschlossen, zu den Olympischen Winterspielen in Garmisch-Partenkirchen eine Expedition in Stärke von 48 Köpfen auszurüsten. Am stärksten sind mit 23 Mann die Teilnehmer an den Eisschnellauf-Wettbewerben vertreten. Bekanntlich hat Japan nicht nur fast das Kunst- und Schnellaufen, sondern auch für das Eishockeyturnier eine Meldung abgegeben. Der Mannschaft gehören weiter zehn Skiläufer an. Sehr aroß ist die Begleitung, die sich aus 15 Personen zusammensetzt. Die Japaner bringen Trainer, Masseure und einen Koch mit. Deutsche Boxer in London siegreich. Dr. Gerster Nervenarzt Friedrichstraße 15 AUaa.. ein Türschließer Er sorgt dafür, daß sich dieTürselbsttätig schließt.Dann gibt’s keine Zugluft und die Räume bleiben warm. So ein Türschließerkostetnlchtvielbei J. B. Häuser Am Oswaldsgarten 6553a Gießen - Ruf Nr. 2145 2146 ! $ » IBS tx 2 lau) und Amelung (Wünsdorf) verloren ihre Kämpfe. Deutsche Siege beim Europa-Boxiurnier. Das Amateur-Boxturnier im Berliner Entzüdeende KindersAufnahmen macht Photo»Pfafl Löwengasse 6 4 verschiedene Aufnahmen schöJJ für Mk. 1.50. - Mein neues Kind**'' Atelier ist nur werktags 10 bis 3 Uhr geöf&iet. bankte. Nach dem Abspieken der Nationalhymnen begann der Kampf mit dem Anwurf der Deutschen. Die deutsche Elf war in der gemeldeten Aufstellung mit Kockrick (Leipzig); Müller (Waldhof), Pfeiffer (Darmstadt); Keiter (Mülheim), Dascher (Darmstadt), Stahl (Darmstadt); Reinhardt (Mülheim), Theilig (Hamburg), Berthold (Leipzig), Braselmann (Barmen) und Spalt (Darmstadt) erschienen. Bis Halbzeit „Ein Dutzend zu Rull..." Die deutsche Elf, obwohl aus Spielern der verschiedensten Landesteile zusammengesetzt, fand sich überraschend schnell zusammen, wenigstens im Angriff. Gleich nach Beginn flankte Reinhardt, der Hamburger Theilig erwischte den Ball und es stand 1:0. Durch den Leipziger Mittelstürmer Berthold, Theilig, zwei Treffer des Barmers Braselmann und nochmals Berthold war das halbe Dutzend Treffer erreicht, ehe sich die Ungarn überhaupt nur annähernd mit der Lage vertraut gemacht hatten. Die Magyaren fuhren nun mehr dazwischen, griffen selbst ab und zu energisch an und wurden ein besserer Gegner. Die enorme Schußkraft der deutschen Stürmer führte aber dazu, daß bis zur Pause noch sechs weitere Tore fielen, während die Ungarn weiter leer ausgingen. Die beiden Flügelstürmer Reinhardt (Mülheim) und Spalt (Darmstadt) sowie der dreimal erfolgreiche Theilig und der Barmer Braselmann erzielten die sechs Treffer. Die Ungarn kommen auf. In der ungarischen Elf wurden bei diesem Stande einige Umstellungen vorgenommen, die recht erfolgreich waren. Zwar schloß Theilig noch einen 13. Treffer, ehe der erste Gegenerfolg der Ungarn durch Fodor fiel. Braselmann und Berthold schraubten das Ergebnis wieder auf 15:1, aber die Itatten ausGietzen, fortbildungsschulfrei für besf. Lebensmittelgeschäft sofort gesucht. Angeb. m. Abschrift o. Schulzeugniss. unter 6771D an denGießen.Anz. Nachlässe vonzvls 20 v. S. erhalten Sie bei wieberholten Auf. nahmen einer Anzeige gHhc 'S, 3 e = fenberg — Geilshausen. 1. Rüddingshausen — Großen-Buseck II; Treis — Grünberg II; Londorf — Daubringen; Flensungen — Geilshausen; Lollar III — Staufenberg. 1. Lollar III — Flensungen; Geilshausen —. Treis; Grünberg II — Daubringen; Gr.. Buseck II — Londorf; Staufenberg — Rüü- dingshausen. 1. Londorf — Rüddingshausen; Flensungen — Großen-Buseck II; Daubrinaen — Geilshausen; Grünberg II — Lollar III. 1. Rüddingshausen — Daubringen; Treis — Flensungen; Großen-Buseck II — Geils. Hausen; Lollar III — Londorf; Grünberg II — Staufenberg. 2. Londorf — Treis; Flensungen — Rüddingshausen; Staufenberg — Großen-Buseck II. 2. Rüddingshausen — Lollar III; Londorf — Grünberg II. Verschiedenes jtoedtfötldtnprunflott Schwarzarbeit können Arbeits-Aage, bote von Handwerkern nur mit 75 ata e Mn en- nnvg o. unter Dorlage des Gewerbenachweis« au (genommen werben. Europa zu gehen. Bjarne Kar Isen geht nach Oesterreich, Olav U l l a n d nach Italien, Gunnar K. Hagen nach Jugoslawien, Trygve H a a n e s zum HdW. in die Tschechoslowakei (für den verstorbenen Erik Walle). Polen sicherte sich die Dienste von Harald Sandvik, Spanien „erwarb" Trygve H o e g v o l d und Frankreich schließlich den auch schon in Deutschland tätig gewesenen R. Kaarby. Ein schwedischer Trainer wurde für die Ausbildung der österreichischen Militär-Patrouille verpflichtet. Oblt. Sten Langen ist der schwedischen Heeresleitung als Lehrer ' SchreiWche preis’ rv w e E c JE o £ ii Ec _ <3 C S E A ° E »'M 4. 6 M ’E-'-e Der Kußbattkreis Gießen im Dienste des Winkerhilfswerks. Gesamtergebnis 531,57 Wart. Die am vergangenen Mittwoch (Bußtag) durchgeführten Fußballspiele haben neben gutem Sport vor allen Dingen ihre Aufgabe, eine möglichst große Summe dem Winterhilfswerk zur Verfügung zu stellen, restlos erfüllt. Ein Vergleich mit dem vergangenen Jahre zeigt deutlich, daß die Sportinteressenten sehr zahlreich zu den Spielen erschienen waren und es dadurch ermöglicht haben, die Summe des Sportkreises Gießen um ein Beträchtliches gegenüber dem Vorjahre zu erhöhen. Leider mußte ein Hauptspiel (Naunheim — Sportfreunde Wetzlar) ausfallen, ein Umstand, der einen Ausfall einer größeren Summe bedeutete. Unter Berücksichtigung dieser Tatsache ist festzustellen, daß die Opferbereitschast der Fußballer sich erhöht hat. Im einzelnen brachten die Spiele folgende Beträge, die an die örtlichen WHW.-Stellen abgeliefert wurden: chelheim II — Wißmar; Vetzberg — Rodheim II. Krofdorf — Vetzberg; Alten-Buseck — Wißmar; Fellingshausen — Rodheim II; Lollar II — Heuchelheim II. Detzbera — Launsbach; 1846 — Krofdorf; Lollar II — Wißmar; Rodheim II — Alten- Buseck; Heuchelheim II — Fellingshaufen. 1846 — Alten-Buseck; Fellingshausen — Launsbach; Lollar II — Krofdorf; Vetzberg — Wißmar; Heuchelheim II — Rodheim IL Schr.Angeb.unt. — 05031 cm d.G.A. Drezsiraße 14 v. Lichtspielhaus Gießen I Ab heute Montag I wieder ein echter M Heinz Rühmann | -Film mit Tempo, Inhalt und I tollen Einfällen Der ■ Außenseiter Eine erstklassige Besetzung: I Heinz Rühmann - Ellen I Frank - Gustav Waldau I Gina Falkenöerg 2 Stunden Stimmung und Laune, I eine hundertprozentige Unterhaltung! H c=: u Vu > cs -ü Fellingshausen — Vetzberg; Launsbach 1846; Heuchelheim II — Krofdorf; Rod, heim II — Lollar II. Alten-Bufeck — Heuchelheim II; Krodorf — Rod he im II; Launsbach — Lollar II; Wißmar — Fellingshausen; Vetzberg — 1846. Alten-Buseck — Krofdorf; 1846 — Wißmar; Rodheim II — Launsbach; Vetzberg — Heuchelheim II. Fellingshaufen — 1846; Launsbach — Heuchelheim II; Lollar II — Alten-Buseck; Witz, mar — Krofdorf. Heuchelheim II — 1846. 2. kreisklasse Gießen C. [Stellenangebote] Beine Ursprungszeugnisse, wndern nm Zeugnisabschriften dem Be werbungchchreiben bei* legen I — Lichtbilder nndBewerbungsunte» lagen müssen nur Ger- meidung von Berlusten aus der Rückseite Namen und Anschrift deS Bewerbers tragen I Jg. Buchlialter(in) firm in all.Büro- arbeiten, Bilanzen und Mahn- roefen v. Grotzh. v.bald ges.Schr. Ang. m. Zeugn. u.Geh.-Ansvr.u. 6780D a.d.G.A. Mädchen das nicht mehr fortbildungsschul- pflichtig, f. tagsübergesucht. 6770 Bäckerei Lange, Neustadt 37.