nr.U5 Erstes Blatt 185. Jahrgang Dienstag, 25. Juni 1935 Erfchemt täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte (BießAer Familienblätter Heimat tm Bild - Die Scholle Monatr-Vezugspreir: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte e 180 Zustellgebühr.. „ -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt zernfprechanschlüffe enter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe« Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Universttätsvuch- und Steindruckerei R. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7 Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8%Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Textanzeigen von 70mm Breite 60Rpf.,Platzvorschrist oder schwieriger Satz 25% mehr Ermahigte Grundpreise: Stellen-, Vereins., gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rps., Familienanzei- gen, Bäder., Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Das Eis ist gebrochen. Die Erklärungen, die der deutsche Derhandlungs- führer in London, Botschafter vonRibbentrop, an Havas und Reuter gegeben hat, unterscheiden sich nach Form und Inhalt von den üblichen diplomatischen Mitteilungen, die sonst nach dem Abschluß eines zwischenstaatlichen Vertrages der Oeffentlich- keit gemacht werden. Hinter dem, was Ribbentrop sagte, spürt man den Geist des Führers, dem es zu verdanken ist, daß die zwischenstaatlichen Beziehungen Europas aus ihrer Stagnation erlöst und in neue hoffnungsvolle Bewegung gebracht worden find. Hier ist ein Ziel ausgezeichnet worden, das dem Kern der deutschen außenpolitischen Bemühungen entspricht: ein starkes Europa und ein starkes britisches Weltreich. In dieser Formulierung sind zwei weltpolitische Begriffe nebeneinander gesetzt, deren Bereiche und deren Tendenzen sich nicht überschneiden und die noch weniger gegeneinander gerichtet sein sollen, von deren vernünftigem und einmüigem Zusammenwirken wir uns vielmehr, was Erfüllung der Sehnsucht eines verjüngten Europa, versprechen: Auferstehung des Abendlandes! Gerade, wenn man sich ein ganz großes Ziel setzt, dann wird man sich auf dem Wege zu seiner Verwirklichung von methodischen Fehlern des Ueber- schwangs, der Ueberstürzung und der Verwirrung umso leichter fernhalten'können. Man trägt ja dann den inneren Kompaß immer in sich. Weil die Regierung des neuen Deutschland weiß, wie Dr. Goebbels auf der Westmarktagung treffend gesagt hat, daß sie kein Gastspiel absolvierte und weil — wieder nach Dr. Goebbels Worten auf dem Heiligen Berg — sie sich auf jenen blinden Glauben der Nation stützen kann, der Berge versetzt, braucht sie nicht den Versuch zu machen, alle Probleme gleichzeitig lösen zu wollen. Sie darf mit innerer Ruhe und Sicherheit eins nach dem andern anpacken. Das bedeutet durchaus nicht, daß Deutschland von dem Gedanken eines umfassenderen Friedenssystems nichts wissen wolle. Zu einem solchen System hat sich Ribbentrop noch einmal ausdrücklich bekannt. Aber wir wollen über eine solche dauerhafte Grundlage für den europäischen Frieden nicht nur ewig reden und konferieren, wir wollen wirklich zu ihr hinqelangen. In London ist auch tatsächlich der Beweis dafür erbracht worden, daß der bisher beschrittene Weg falsch war. Darüber sind sich vielleicht manche internationale Kreise, die im Bereich des Rüstungskapitalismus zu suchen sind, schon immer klar gewesen. Deshalb haben sie es auch nicht zulassen wollen, daß sich die Diplomatie von diesen Wegen entfernte. Jetzt aber steht der Londoner Erfolg weithin sichtbar vor den Augen der Völker selbst. Darum ist die innere Zuversicht so stark begründet, der Ribben- trop Ausdruck gab, als er davon sprach, daß das Eis gebrochen sei und daß die Atmosphäre der Beruhigung ein Eckstein für die wirkliche Konsolidierung Europas werden müsse. Der englische Minister Eden ist nach einem vorläufigen Abschluß seiner Pariser Aussprache mit Laval am Sonntag nach Rom weiter- Ö, um dann auf Grund der Ergebnisse seiner ndlungen mit Mussolini wieder nach Paris zurückzukehren, während unterdessen, am Mittwoch, der englische Kabinettsrat über gewisse von der französischen Regierung aufgeworfene Fragen seine Entscheidung fällt, so daß man wohl mit dem Ende der Woche auf eine völlige Klärung der etwas komplizierten diplomatischen Situation rechnen kann. Man erkennt aus diesem Jnein- andergreifen des Verhandlungsmechanismus, daß der Zweck der Reise des englischen Ministers ein viel umfangreicherer ist oder geworden ist, als man ursprünglich annahm. Als nach Veröffentlichung des deutsch-englischen Flottenabkommens . sich in Frankreich eine lebhafte Beunruhigung, ja Verärgerung über das Vorgehen Englands zeigte, war es der verständliche Wunsch der englischen Regierung, die Gründe, die Tragweite und den politischen Zweck des Flottenabkommens von den Mißdeutungen, Entstellungen und Uebertreibungen zu reinigen, die der Pariser Presse, offenbar unter Duldung und Ermutigung durch die Regierung unterlaufen waren. Es hat sich jedoch in der Aussprache Edens mit Laval ergeben, daß die französische Diplomatie bemüht ist, die Kritik am Flottenabkommen positiv auszuwerten und. von England Zugeständnisse und Versicherungen zu erhalten, welche die künftige Zusammenarbeit der sogenannten Stresa machte, erneut bekräftigen sollen. Man erinnert sich, daß auf jener Konferenz Frankreich, England und Italien sich über em Pro- gramm geeinigt haben, das alle zur Zeit 1chweb°n° den großen europäischen Frauen, also den oMro- päischen Sicherheitspakt, ein Abkommen der West- machte über die Luftwaffe, Verhandlungen über d,e Gestaltung des Donauraums auf der Grundlage der garantierten Unabhängigkeit Oesterreichs und end. sich die Frage der allgemeinen Rustungsbe chran- fungen zusammenfaßte; dieses Programm sollte als ein unteilbares Ganzes behandelt und zwar unter Zuziehung Deutschlands, aber doch mit deutlich sichtbarer gemeinsamer Front dieser Machte gegen Deutschland verwirklicht werden. In dieser Methode lag ein unerträglicher Druck, den man als eine diplomatische Koalition 9 e 9 e n Deutschland bezeichnen kann. In feiner großen Reichstagsrede hat der Führer und Reichskanzler dieses System durch die Erklärung abgeleynr, daß Deutschland sich an keiner Konferenz beteiligen werde, an deren Vorbereitung, an deren Programm und Zielsetzung es nicht von vornherein beteiligt gewesen ist. , , In den französischen Vorwürfen, die aus Anlaß des Flottenabkommens gegen England erhoben Oer erste Schritt praktischer Friedenspolitik. Ribbentrop über das Flottenabkommen: „Auf dem besten Wege zu einer Zusammenarbeit zwischen England, Frankreich und Deutschland im Ginne einer Konsolidierung Europas." London, 24. Juni. (DNB.) Botschafter von Ribbentrop gewährte am Sonntag den Vertretern von Reuter und Havas ein Interview. Bei dieser Gelegenheit macht er über das deutschenglische Flottenabkommen folgende Ausführungen: Ich freue mich, daß die Flottenverhandlungen zu einem guten Ende geführt werden konnten. Dieses englisch-deutsche Abkommen war nur möglich durch eine großzügige und oer- tändnisvolle Einstellung a u f beiden Seiten, d. h. durch die Haltung des deutschen Kanzlers und der britischen Regierung. Nach Jahren der schönen Reden, der ruhelosen Ministerreisen von einer Hauptstadt zur anderen, der Konferenzen, ist hier zum ersten Male auch wirklich etwas getan worden, nämlich: Der erste praktische Schritt zur Rüstungsbeschränkung. Ist glaube, Europa hat in der Vergangenheit den Fehler gemacht, immer zu viel auf einmal anzusassen. Qui trop embrasse mal Streint, sagt der Franzose. Zwei Fehler vor allem: 1. Wollte man immer alles auf einmal in Ordnung bringen, tatt ein Problem nach dem anderen in Angriff zu whmen, und 2. hat man, was noch schlimmer, ver- ucht, alle Probleme aller Länder mit allen Mächten gleichzeitig an einem Tisch zu lösen. Das wird dann kollektives Friedensystem genannt. Ich glaube, man hat bisher das Pferd am Schwanz aufgezäumt. Auch Deutschland wünscht ein Friede n s s y ft e m, das Freundschaften entspringt, die auf Tatsachen und nicht auf Theorien aufgebaut ind. So müßte die Grundlage jedes Völkerbundes ausfehen. Aber Deutschland ist davon überzeugt, daß man dahin nur Schritt für Schritt gelangen kann, und glaubt, daß die vitalen Probleme Europas nur durch Friedens-Taten zu lösen find — auch wenn zwei Völker zunächst allein handeln — und nicht durch allgemeine Friedens-Gespräche, die Europa bislang nicht weitergebracht haben. Ich glaube, dies Flottenabkommen ist der Anfang einer praktischen Friedenspoli- ti k. Es regelt ein für allemal die Flottenfrage, das vitalste Problem zwischen Deutschland und England. Eine Flottenrivalität wird für alle Zukunft ausgeschaltet. Es ist ein wunderbares Gefühl, wenn man sich klar macht, was das für diese beiden großen Länder bedeutet. Aber ich bin davon überzeugt, daß dies nur die eine Seite der Frage ist. Das andere Hauptergebnis dieser Flottenabmachung besteht darin, daß wir das Eis gebrochen haben, das die politische Situation Europas in Erstarrung hielt. Die Atmosphäre der Beruhigung, die jetzt logischer Weise nicht ausbleiben kann, wird sicherlich den Weg zur Lösung anderer Fragen ebnen, und so könnte dieses Abkommen sehr wohl ein Eckstein einer wirklichen Konsolidierung Europas werden. Wir Deutsche glauben an die Mission, die Europa für die ganze zivilisierte Wett zu erfüllen hat, und ich würde nur zu glücklich fein wenn alle Lander Europas die außerordentliche Bedeutung dieser Tatsache erkennen würden. Bor die Alternative gestellt zwischen k o n- solidierung der europäischen 5 f a a- t e n auf der einen Seite mit dem daraus folgenden Wohlstand, der allein den Menschenmassen unseres Kontinents die Existenz sichern kann, und nur L h a o s auf der anderen Seite, sollte die Wahl nicht schwer fallen, und ich bin sicher, daß wir nunmehr einen Weg finden werden. Ich glaube, in dem Ringen um die Erhaltung der Kultur müssen England, Frankreich und Deutschland und die anderen europäischen Länder zusammen st ehe n. Wir glauben an ein starkes Europa und an ein starkes britisches Weltreich. Da muß ich aber nun noch etwas bemerken: heute las ich in einer der Morgenzeitungen, daß Deutschland versuche, einen Keil zwischen Frankreich und England zu treiben. Dazu kann ich nur sagen, daß uns in Deutschland völlig das Verständnis für solche seltsamen Unterstellungen fehlt, die ihren Ursprung nur in dem Geschwätz von Leuten haben können, die sich einfach von einer gewissen Borfriegsmen- talität nicht freimachen können. Ich meine wir sollten klug sein und unsere internen Zwistigkeiten innerhalb der allen Welt vergessen. Wenn wir alle die Auferstehung des Abendlandes wünschen, wie der Reichskanzler Hitler in seiner Rede sagte, müssen wir lernen, weit voraus zu blicken und auch an diese Auferstehung glauben. Und nun möchten Sie noch wissen, wie ich mir die weitere Entwicklung der Dinge vorstelle. Da will ich Ihnen etwas Persönliches sagen: 3?an sagt, ich hätte es mir zur Lebensaufgabe gemacht, mitzuhelfen, daß eine enge Zusammenarbeit zwischen England, Frankreich und Deutschland zustandekommk, der sich die anderen europäischen Staaten gerne eingliedern könnten. Ich glaube, daß diese Leute Recht haben, und ich bin überzeugt, daß wir auf dem besten Wege hierzu sind! Edens Vesprechungen in Rom. Flottenpakt und Lustlocarno. Oie abessinische Frage der schwierigste Teil der Mission Edens. Landon, 25. Juni. (DNB. Funkspruch.) Wie die Morgenblätter aus Rom melden, galten die gestrigen Besprechungen zwischen Mussolini und Eden hauptsächlich dem deutsch- englischen Flottenabkommen und dem Plan eines we st europäischen Luftpaktes. Man erwartet, daß heute die abessinische Frage aufgeworfen werden wird, in der mehrere Berichterstatter den wichtigsten Punkt der Besprechungen von Rom erblicken. „Daily Mail" läßt sich aus Rom melden, Italien sehe jetzt ein, daß eine vollständige politische Klarstellung zwischen ihm und Abessinien ohne Vermittlung von dritter Seite und besonders ohne Einmischung des Völkerbundes notwendig fei. Italien erkläre, daß der Zustand an der Grenze gegenüber den wilden Stämmen Abessiniens unmöglich geworden sei und daß im Interesse des Friedens unb. des italienischen Handels eine völlige Aenderung herbeigeführt werden müsse. Italien denke an ein Protektorat über alle Grenz st ämme. Dies würde die italienische Militärgrenze weit in das kühlere und fruchtbarere Hochland von Abessinien vorschieben. Es sei undenkbar, daß die italienischen Truppen heimgerufen würden, ohne daß die materielle Lage verbessert worden sei, und ohne daß Italien Zutritt zum abessinischen Hochland erhalten habe. Großbritannien müsse trotz seiner Anhänglichkeit an die Völkerbundsideale begreifen, daß Italien in Abessinien zum Vorgehen gezwungen sei. Was Frankreich vor annähernd 30 Jahren in Marokko getan habe, wünsche Italien jetzt in Abessinien zu tun. Durch eine glänzende Regierung von annähernd 13 Jahren habe Mussolini den Beweis erbracht, welche Vorteile seine Herrschaft Abessinien bringen würde. England würde den Fortschritt der Zivilisation verhindern, wenn es den italienischen Ausdehnungsbestrebungen gegenüber einem der letzten und rückständigsten Eingebvrenenstaaten entgegentrete. „Daily Telegraph" berichtet aus Rom, daß Jta- lien aufrichtig gewillt zu sein scheine, Anregungen Großbritanniens sorgfältig zu erwägen. Italien sei keineswegs erfreut über den Gedanken, daß es zwischen ihm und der Großmacht, die es feit langem als seinen beften Freund betrachtet habe, zu einem ernsten Bruch kommen könnte. So viel stehe indessen fest, daß Italiens jetzige Vorstellung von seinem künftigen Verhältnis zu Abessinien weitergehe als irgendein Plan, den Großbritannien bei künftigen Verhandlungen zu unterstützen bereit fei. Bei den gestrigen Besprechungen zwischen Eden und Mussolini hätten sich folgende drei wichtige Tatsachen ergeben: 1. in allen europäischen Fragen würden England und Italien keine Schwierigkeiten haben, eine g e - meinsame Politik zu betreiben, die mit der Frankreichs in Einklang fein würde; 2. Italien sei nicht übertrieben beunruhigt wegen des deutsch-englischen Flottenabkommens, empfinde aber ebenso wie Frankreich Unbehagen wegen der Methode, durch die es zustande gebracht worden sei; 3. Mussolini billige die Tatsache, daß ein würdiger Anfang mit einem neuen allgemeinen Abkommen über die Begrenzung der Seerüstun- g e n gemacht worden fei und b e g ü n ft i g e sofortige Verhandlungen über einen westeuropäischen ßuftpaft. 3m alten Gleis. Lavals Wunschzettel für Eden. London, 25. Juni. (DNB. Funkspruch.) „Mor- ning Post" will wissen, daß Eden bei seinem Besuch in Paris von Laval Vorschläge für die Behandlung der gesamteuropäischen Probleme erhalten habe. Mit diesen Vorschlägen soll sich Mittwoch das englische Kabinett befassen. Sie laufen darauf hinaus, irgendwelche weiteren Sondervereinbarun- gen zwischen England und Deutschland zu oer - h i ft ö e r n. Eden habe die Zusicherung gegeben, daß es sich bei dem Flottenabkommen um eine Ausnahme gehandelt habe, und daß ein solcher Fall nicht wieder eintreten werde. Diese Verpflichtung wünsche Laval jetzt schriftlich zu haben. Frankreich hält an Methoden fest, deren Unfruchtbarkeit längst erwiesen ist. Lavals Vorschlag beruht auf denselben Grundsätzen, wie sie in der englisch-französischen Mitteilung vom 3. Februar niedergelegt und von der Stresa-Konferenz bekräftigt worden sind. Er geht von der Abhängigkeit der europäischen Hauptfragen voneinander aus und strebt danach, die Unwurden, war somit der für die Weiterführung der diplomatischen Arbeit wichtigste, England habe durch sein Sonderoorgehen die Grundlagen in Frage gestellt, auf denen man bisher zusammengearbeitet hatte. Die Formel, mit der diese in Frankreich ausgedrückt wurde, hieß, die französische Politik habe ihre „Handlungsfreiheit" wiedergewonnen. Diese Drohung, sich von Aufgaben und Problemen zurück- zuziehen, die England sehr am Herzen liegen, konnte nicht unwirksam bleiben. Einmal ift es wirklich der aufrichtigste Wunsch Englands, Die engen politischen Beziehungen mit Frankreich auf- rechtzuerhalten und sie auch nicht gelockert zu sehen; das kollektive System zur Befestigung des europäischen Friedens, an dem England zäh festhält, ist nicht ohne Deutschland, aber auch nicht ohne Frankreich zu verwirklichen. Dazu kommt, daß England den mäßigenden Einfluß Frankreichs in Rom zurzeit nicht entbehren kann, wo man Mussolini vor übereilten Schritten gegen Abessinien zurückzuhalten bestrebt ist, die nicht nur Englands afrikanische Interessen, sondern auch die Existenz des Dolkerbim- des bedrohen. Daß ein verärgertes Fran reich sich auch einer Mitarbeit zur Beilegung der M e - melfraqe versagen würde, spielt vielleicht m diesem ganzen Komplex englischer Überlegungen nur eine nachgeordnete Rolle, zeigt aber doch, nie die Tendenzen der europäischen Politik auseman- derlaufen würden, wenn es nicht gelange, sich über die Methode der künftigen Zusammenarbeit Ueber Äeft^Methode und über alle Fragen, die sie beeinflussen, ist in Paris gesprochen worden und wird zurzeit in R o m verhandelt. Das englische Bestreben dabei wird sein, die Starrheit des „unteilbaren Stresaprogramms" aufzulockern und die französische Politik langsam und vorsichtig auf einen Weg zu führen, der zu einer Lösung der zunächst lösbaren Fragen führt. Man weiß, daß England, bas sich zu dieser Politik der Realitäten durchgerungen hat, vor allem daran liegt, die Verhandlungen über einen Luftpakt der L o - carnomächte in Gang zu bringen; auch die vorbereitende Aussprache über ein internationales Flottenabkommen, zu der Einladungen an Frankreich, Italien und Sowjetruß- land ergangen find, hält man in London für wichtiger, als die fruchtlosen Diskussionen über die von Frankreich geschlossenen Sicherheitspakte, in die es Deutschland hineinzwingen will. Die praktische Aufgabe Edens ist es also, Frankreich zu überreden, an solchen Teilverhandlungen mitzuwirken und seinen bisherigen Alles-vder-nichts-Standpunkt aufzugeben. Für den deutschen Beobachter dieses fast sportlich anmutenden diplomatischen Geländekampfes kann festgestellt werden, daß er zwar von einem gewissen Reiz, aber ohne tieferes Interesse ist. Man sieht, wie verhältnismäßig einfache Fragen durch die Diplomatie kompliziert werden. Natürlich treibt sie dieses Spiel nicht um des Spiels willen, sondern weil hinter ihr zerstörende und gegen die natürliche Entwicklung ankämpfende Kräfte am Werke sind. Diese natürliche Entwicklung heißt: Deutschland ist der politischen Unterdrückung entwachsen, unter der es durch die von Frankreich geführte Politik gehalten wurde, und europäische Entscheidungen von dauernder Geltung können ohne das Reich nicht mehr getroffen werden. England hat die Folgerungen aus dieser neuen Tatsache praktisch gezogen, während die französi- s ch e und sowjetrussische Politik immer noch nach rückwärts zu arbeiten versuchen. Unterdessen nimmt die Tatsache der Konsolidierung Deutschlands mit jedem Tage kräftigere und überzeugendere Gestalt an, so daß es nicht mehr zweifelhaft ist, w e r in diesem Ringen um die Zukunft der Sieger sein wird. Botschafter von Rib- bentrop hat dafür die große weltpolitische Perspektive gegeben. Frankreich muß für die große Mission gewonnen werden, die die drei großen westeuropäischen Nationen gemeinsam zu erfüllen haben, wenn nichts Chaos, sondern Auferstehung die Zukunft des Abendlandes bedeuten soll. Die Ribben- tropsche These hat eine große politische Konzeption in den Bogen eingespannt, der von der weit aus- schauenden idealistischen Zielsetzung der Auferstehung des Abendlandes zu der nüchternen real- politischen, aber darum auch erfolgversprechenden Methodik des schrittweisen Vorgehens geschlagen wird. Er erscheint wie ein verheißungsvoller Regenbogen nach schweren Gewittern am europäische« Horizont. Die Bereiche, die Lebensbedürfnisse und die Aufgaben der beiden maßgeblichen Faktoren des Abendlandes, des europäischen Festlandes und des britischen Weltreiches, sind gegeneinander ab- gegrenzt und doch wieder in Parallele gestellt worden. Sollte man nicht doch wirklich hoffen dürfen, daß auf dieser Grundlage nach so furchtbaren Katastrophen die Welt wieder genesen kann? terzeichnung irgendeiner künftigen Vereinbarung mit Deutschland dem Abschluß eines allgemeinen Sicherheitsplanes unterzuordnen. Auf diese Weise würde der Abschluß des westlichen Luftpaktes nur möglich sein, wenn Deutschland auch an einem östlichen Nicht an - Lriffs- und Beratungspakt und an einem Donaupakt der Nichteinmischung teilnehme. Frankreich würde auch als vorbereitenden Schritt für eine Annäherung gern eine allgemeine Rüftungsbegrenzung besonders zu Lande und die Rückkehr Deutschlands in den Völkerbund sehen. Wie bei früheren Gelegenheiten werde Frankreich von Sowjetrußland kräftig unterstützt. In gut unterrichteten englischen Kreisen werde demgegenüber darauf hingewiesen, daß es bei voller Anerkennung der Verbundenheit aller Probleme möglich und wünschenswert sei, gesondert über sie zu verhandeln. Palastrevolution im Kreml. Berhastung des Kommandeurs der Kreml-Tchutzwache? Moskau, 24. Juni. (DJIB.) Wie verlautet, soll auf Veranlassung des Bundeskommissariats des Innern der Kommandeur der Kreml- Schuhwache seines Postens enthoben und verhaftet worden sein. Außerdem sei gegen ihn und weitere Mitglieder der Schuhwache ein Parteiverfahren eingeleitet worden. Die Zahl der Verhaftungen soll insgesamt 20 übersteigen. Dem kommaneur der Schuhwache wird, wie weiter verlautet, gegenrevolutionäre Gesinnung vorgeworfen. Er habe mit sowjetfeindlichen Kreisen Verbindung unterhalten und Leute in seine Truppe eingestellt, die dem feindlichen Lager angehörten. Die hauswache soll a b g e l ö st und durch eine neue von der OGPU. besonders ausgesuchte Vachttruppe erstrht worden sein. Bekannlich wohnen im Kreml Stslin, Molotow und die ganze bolschewistische Garde. Eine amtliche Meldung über die Verhaftung des Kommandeurs und weiterer Mitglieder der Schuhwache des Kreml liegt bisher nicht vor. Dom 10. bis 16. (September Deichsparteitag in Nürnberg. Berlin, 24. Juni Sie Nationalsozialistische Parteikorrespondenz meldet: In diesem Jahre wird die Partei in den Tagen vom 10. bis 16. September i h r gewaltiges Jahrestreffen inder Stadt der Reichsparteitage abhalten. Die umfassenden Vorbereitungen für die organisatorische Durchführung, die auch in diesem Jahre Hauptdienstleiter Schmeer leitet, sind bereits in Angriff genommen worden. Im Rahmen des Reichsparteitages, dessen Programm sich noch im Stadium der Vorbereitung befindet, wird der Führer den Grundstein zum Neubau der gigantischen neuen Kongreßhalle und damit für die gesamten großen Neugestaltungsarbeiten des Reichsparteitagsgeländes in Nürnberg legen. Der traditionelle Aufmarschplatz der SA., die Luitpold-Arena, wird bis zum Reichsparteitag in ihrer neuen Gestaltung voraussichtlich bereits fertiggestellt sein. Das gewaltige Ereignis des Reichsparteitages, das alljährlich dem deutschen Volk und der Welt Zeugnis ablegt von der Kraft und Stärke der in der NSDAP, verankerten politischen Führung in Deutschland, wird auch diesmal Hunderttausende von Parteigenossen zu gewaltigen Feierstunden nach Nürnberg führen und wieder zum nationalen E r l e b n i s h ö h e p u n k t des Jahres werden. Praktische Prüfung des Lustschuhes. Berlin, 24.. Juni. (DNB.) Die im Befehlsbereich der Luftstreitkommandos II (Berlin) und III (Dresden) veranstaltete mehrtägige Luftschutzübung fand am 22. Juni in Stettin mit einer großen kritischen B e- sprechudg durch den Befehlshaber im.Luftkreis Berlin, Generalleutnant Kauplsch, ihren Abschluß. Nach der Wiedergewinnung der deutschen Wehrfreiheit und dem Wiedererstehen der Luftwaffe ist mit der Möglichkeit zugleich die Notwendigkeit gegeben, das vorwiegend in der Theorie aufgebaute System des Luftschutzes, das bisher nur gelegentlich unter sehr behelfsmäßigen Annahmen und nur in den Teilgebieten erprobt werden konnte, einer zusammenfassenden praktischen Prüfung zu unterwerfen. So wirkten erstmalig bei der Hebung an der Oper auf Grund einer angenommenen Lage und in einem größeren Raum alle militärischen und zivilen Elemente des Luftschutzes zusammen. Der gleichzeitige Einsatz des Flugmelde- und Luftschutzwarndienstes mit örtlichen Stellen des zivilen Luftschutzes und mit den für die militärische Abwehr zur Verfügung stehenden Luftstreitkräften und Flakbatterien stellten die Leistungsfähigkeit des gesamten Melde- und Abwehrverfahrens unter Beweis und vermittelte allen beteiligten Dienstellen eine Fülle wertvoller Erfahrungen. Protest gegen ausländische Aerzte in Frankreich. Paris, 25. Juni. (DNB. Funtspruch.) Eine große Versammlung von Aerzten, Zahnärzten und Medizinstudenten wandte sich gegen die ungenügende Wirkung des Gesetzentwurfes über die Ausübung d e s Arztberufes durch Ausländer in Frankreich. Man erklärte, den ausländischen Studenten keine Schwierigkeiten machen zu wollen, wenn sie nach Beendigung ihrer Studien wieder in ihr Heimatland zu- r ü ck k e h r t e n. Würden sie sich aber in Frank- reich ansiedeln, so müßten sie den gleichen Verpflichtungen wie die französischen Studenten unterliegen, d. h. sie müßten vor allem Militärdienst für Frankreich leisten. — Der amerikanische Botschafter in Paris hat die Aufmerksamkeit des französischen Außenministeriums auf die schwierige Lage gelenkt, in die etwa 35 amerikanische Aerzte und Zahnärzte, die in Paris bereits praktizieren, durch das dem Senat vorliegende Gesetz geraten würden. Auch der britische Botschafter und der Schweizer Gesandte sollen ähnliche Vorstellungen zugunsten der in Paris lebenden britischen und schweizerischen Aerzte unternommen haben. Oer neue Kurs in Südslawien Etojadinowitsch bildet ein Kabinett der Konzentration. Belgrad, 24. Juni. (DNB.) Das neue südslawische Kabinett ist gebildet. Die Ministerliste lautet: Ministerpräsident und Außenminister: Sto- j ad ino witsch (ehemals Serbisch-Radikaler); Kriegsminister: General Sifko witsch: Innenminister: Koroschetz (ehemals Slowenische Volkspartei): Verkehrsminister: Spaho (ehemals Partei der Bosnischen Muselmanen); Minister für öffentliche Arbeiten: Popitsch (Radikaler); Finanzminister: L e t i tz a (früher Gehilfe des Finanz- i W M '£ VW • ministers); Sozialpolitik: Preka (Kroate); Landwirtschaftsminister: Stankowitsch; Justizminister: Auer (Kroate); Handelsminister: Wro- b a n i t s ch (Kroate); Minister für die Ertüchtigung der Jugend: Komnenowitsch; Kultusminister: Stoschewitsch; Minister ohne Geschäftsbereich: I a n k o w i t s ch und B e h m e n (letzterer Bosnischer Muselmann). * Mit der Neubildung des Kabinetts Stojadino- witfch hat Südslawien jenen Weg verlassen, den die Königsdiktatur Alexanders bis zu jenem verhängnisvollen Oktobertage des vorigen Jahres gegangen war, an dem das südslawische Staatsoberhaupt in Marseille den Kugeln haßerfüllter Terroristen zum Opfer fiel. Dabei ist die Wiedereinschaltung der Parteien in die Regierungsgeschäfte nicht notwendigerweise als ein nachträgliches Mißtrauensvotum gegen die Persönlichkeit des ermordeten Königs aufzufassen. Gewiß, die Opposition blieb auch zu Zeiten Alexanders nicht nur auf einige kroatische und mazedonische Heißsporne beschränkt, aber sie zollte der starken und uneigennützigen Aufbauarbeit des Herrschers doch jene innere Hochachtung, auf Grund deren das autoritäre Regiment fortgeführt werden konnte. Unzweifelhaft haben die Männer, denen nach Alexanders Tod die Führung der südslawischen Politik in die Hände gegeben wurde, ihr Bestes getan, um das königliche Vermächtnis zu erfüllen. Aber sie haben vergessen, daß der zum Revieren bestellte Führer einer Partei nicht dieselben Mittel gebrauchen kann, wie der autoritäre Führer eines Volkes — zumal in einem Lande, das von so starken konfessionellen und rassischen Trennungslinien durchzogen ist wie Südslawien. Wenn das Vertrauen im Volke fehlt, bleibt jede Autorität ein Phantom. Deshalb scheiterte Usunowitsch, deshalb mußte auch Jes titsch das Feld räumen. Die Schwäche der Regierung Jeftitsch zeigte sich zuerst darin, daß sie glaubte durch Parlamentswahlen einen Ausweg aus den Schwierigkeiten zu finden. Zum ersten Mal seit sechs Jahren wurde wieder eine Liste der Opposition zugelassen, und es trat gerade das ein, was die Regierung verhindern wollte: das Volk sprach der Regierung fein Mißtrauen aus, indem es zu 40 v. H. der Liste M a t s ch e k zustimmte. Die Bedeutung dieser Wahl aber ging über den rein zahlenmäßigen Mißerfolg weit hinaus, denn es ist klar, daß bei einem direkten, freien und geheimen Wahlverfahren die Opposition die absolute Stimmenmehrheit erhalten hätte. Dieser Schlußfolgerung hat sich auch die Regierung Jeftitsch nicht entzogen und nun bei der ersten sich bietenden Gelegenheit ihren Rücktritt erklärt, um einen neuen Kurs der Versöhnung und Verständigung zwischen Belgrad und Agram zu ermöglichen. So rücken die bisher verbotenen Parteien wieder in ihre alte Stellungen ein. Dr. Koroschetz ist der Führer der s l o w e n is ch e n Volkspartei und Dr. Spaho der Führer der bosnischen Muselmanen. Ebenso sind die Kroaten durch mehrere Fachminister vertreten. Die starke Hand König Alexanders hat den Boden vorbereitet, auf dem jetzt mit anderen, demokratischen Mitteln bas Ziel verwirklicht werden kann, das dem Schöpfer des neuen Staates vor- gefchwebt hat: das einzige unteilbare Südslawien. Denn der Separatismus dürfte durch das Wirken der genialen Staatskunst Alexanders in Südslawien endgültig ausgespielt haben. Auch die setzt wieder zur Verantwortung berufenen Parteien, ebenso wie die kroatische Opvosition unter Dr. Matschek haben sich jeglicher Loslösungsbestrebungen entledigt und wollen „die Lösung der kroatischen Frage in den Grenzen des gemeinsamen Staate s". Es ist daher zu hoffen, daß Südslawien unter einer neuen geläuterten Demokratie jene innere Ruhe wiederfindet, die es zur Lösung seiner innenpolitischen und außenpolitischen Aufgabe so dringend gebraucht. Der Besuch deutscher Frontkämpfer in England. London, 25. Juni. (DNB. F-nkspr.) Die A b - orbnung ehemaliger deutscher Kriegsgefangener, die in Brighton weift, reifte am Montagnachmittag im Kraftomnibus nach Langdon. Mitglieder der britischen Abordnung und andere bereiteten ihnen einen herzlichen Abschied. In London wurden die Deutschen von Angehörigen der deutschen Botschaft und des Hauptquartiers der British Legion empfangen. Um 11 Uhr wird heute ein Kranz am Ehrenmal für die gefallenen britischen Soldaten niedergelegt werden. Am Abend werden die deutschen Gäste die Heimreise antreten. * Nun sind die schönen Tage von Brighton, dem bekannten englischen Seebad, vorüber. Die Deutschen sind Gäste der „Britischen^Le- g i o n " gewesen — und eben diese britische Legion wird anschließend an diesen Besuch eine Abordnung englischer Frontsoldaten nach Deutschland entsenden. Britische Legion — was ist das? Das englische Weltreich besitzt die größte Frontkämpferorga- nisation der Welt, die sogenannte „British Empire Service League". Sie umfaßt fast sämtliche noch lebenden Soldaten, die unter britischen Fahnen im Weltkrieg gekämpft haben, ganz gleich, ob es sich nun um Engländer, Australier, Kanadier ober Süd- afrikaner hanbelt. Ihre Unterabteilung ist bie Britische Legion, bie ihrerseits roieber sämtliche auf ben Inseln jenfeits bes Kanals beheimatete Frontkämpfer umfaßt. Ihre Zahl ist so groß, baß man selbst im Hauptquartier ber Legion zu Lonbon bie genaue Ziffer nicht einroanbfrei anzugeben vermag; immerhin steht fest, baß biese Legion sich roieber in viertausenb Ortsgruppen gliebert. Niemanb kann ber Legion angehören, ber nicht wirklich währenb des Weltkrieges an ber Front ftanb. Englanbs Oberftfommanbierenber an ber Westfront, ber Marschall Haig, hat biese Britische Legion gegrünbet. Sie wuchs schnell. Gar halb nahm sich ber König ihrer an, gab ihr wichtige Sonberrechte unb veranlaßte seinen ältesten Sohn, ben Prinzen von Wales, als Ehren- vorsitzenber bie Organisation unter seinen Schutz zu nehmen, zumal ber Prinz von Wales selbst mehrere Fronten währenb bes Krieges besucht hat unb auch nach Alter unb Einstellung zu biesen Kämpfern gehört. Haig unb ber Prinz von Wales haben bann gemeinsam unablässig für bie Rechte ber Frontkämpfer unb vor allem ber Schwer- kriegsbeschäbigten sich eingesetzt, haben für Anstellung, Unterkunft, für Hinterbliebenen-Für- forge gesorgt unb mit aller Macht ihrer Organisation noch immer ihre Wünsche bei ben Parlamenten burchgebrückt. Heute haben immer noch alle Behörden, öffentliche Institute, Fabriken, Firmen, Kinos, Gaststätten Englands Schwerkriegsbeschädigte als Pförtner dank des Einsatzes der Britischen Legion, deren Wahlspruch lautet: „Einer für alle unb alle für einen!" Die Britische Legion hat eigene Hospitäler, so das schöne Haus bei Maidstone, eine richtige kleine Stadt, in ber viele Tausenbe von Kämpfern leben, die, schwer zerschossen unb unheilbar von ber Geißel bes Krieges getroffen, ben Ansprüchen bes modernen Erwerbslebens nicht mehr gewachsen sein würden. Eine schöne Sitte hat sich bank ber Britischen Legion für ben alljährlichen Waffen st ill st anbstag eingebürgert: an diesem Tage wird in England eine rote Feldblume, bie sogenannte „Poppy", öffentlich verkauft, unb jeder Engländer fetzt feine Ehre barem, bies Abzeichen zu erwerben. Der Erlös dafür fließt dem „Earl Haig Fonds" zu, der für die Kriegsteilnehmer unb ihre Hinterbliebenen feine Verwendung findet — aber bie Abzeichen werden auch von schwerverletzten Frontkämpfern selbst in eigener Fabrik her gestellt, wodurch Hunderte von Angehörigen der Brittschen Legion Brot und Lohn finden. Am Waffenftillstandstag marschiert dann auch die Legion in ganz England durch die Straßen mit wehenden Bannern, die Schwerverletzten in Krankenstühlen und Autos voraus. Sonst tritt sie öffentlich nicht sehr in Erscheinung, vor allem in die Politik mischt sie sich nie ein; sie ist eine völlig neutrale Kameradschaftseinheit. Nachdem der Schöpfer der Legion, der Marschall Haig, gestorben, ging bie Führerschaft auf ben Oberbefehlshaber ber englischen Flotte in ber Skagerrak-Schlacht, auf Earl Jellicoe, über. Heute ist Präsident ber Generalmajor Maurice. Vorsitzenber unter ihm ist Major Fetherston - G o b l e y — unb biefer Mann wirb bie Kommission ber Britischen Legion führen, bie bemnächst bie deutsche Reichshauptstabt besuchen wirb, um eine enge Verbinbung mit unfern beutschen Frontkämpfern herzustellen . . . „Willkommen, Brüber!" — so lautete ber Gruß, ber ben ehemaligen beutschen Kriegsgefangenen soeben in Brighton entgegenbonnerte . . . unb so wirb ber Gruß lauten, mit bem wir bie englischen Ka- meraben empfangen! — zumal wir ber Britischen Legion nimmer vergessen wollen, mit welch treuer Liebe sie seit Jahren schon bie Gräber ber in Eng- lanb bestatteten beutschen Toten gepflegt hat. Französische Kriegsbeschädigte in (Stuttgart Als Gäste von Robert Bosch. Stuttgart, 24.Juni. (DNB.) Als erste grö- ßere Frontkämpfergruppe aus Frankreich tarnen 44 französische Kriegsbeschädigte nach Stuttgart, wo sie für eine Woche G ä st e v o n D r. h. c. R o b e r t Bosch sind. Es handelt sich um Mitglieder der Nationalen Vereinigung der lungenöerletzten Frontkämpfer. Den französischen Frontkämpfern wurde im Stadtgarten ein herzlicher Empfang zuteil. Dr. Robert Bosch dankte dem Präsidenten der französischen Frontkämpfervereinigung, Unterstaatssekretär D e l s u c, der im vorigen Jahre 25 Kinder von Arbeitern unb Angestellten ber Firma Robert Bosch nach Frankreich eingelaben hat, für seine glückliche wie mutige Geste. Ser Führer ber französischen Frontkämpferab- orbnung, Kapitain Pivete an, bankte Robert Bosch für feine Gastfteunbschaft unb überreichte ifjm bas Ehrenzeichen ber französischen Frontkämpferoereinigung. Reichskriegsopferführer O b e r- linbober hieß bie französischen Frontkämpfer herzlich willkommen. Sie französischen unb bie beutschen Frontkämpfer oerbinbet bie gemeinsame Liebe zu ihrem Vaterlanbe, bas Bekenntnis, baß sie auf beiben Seiten für ihr Lanb im Kriege nur ihre Pflicht erfüllt haben, bie Bemühung, bie Wunben bes Krieges zu heilen, ber Wunsch nach einem bauerhaften, ehrenhaften unb ehrlichen Frieden unb bie gegenseitige Achtung, die geboren wurde in ben Tagen, in benen wir uns anftänbig geschlagen haben. Ser Rebner sprach den besonberen Wunsch aus, baß es möglich sein werbe, weitere Brücken ber Freunb- schäft unb bes Friebens zwischen ben französischen unb beutschen Frontkämpfern, aber auch Zwischen ben beutschen unb englischen Frontkämpfern und denen der anderen Staaten zu fchla. gen. Mit allen wollen wir freundschaftliche Beziehungen pflegen, um so dem Frieden in der Welt zu bienen. Ser zweite Führer ber französischen Aborbnung, Raynaulb, bankte bem Reichskriegsopferführer für feine Worte. Sie fran- zösifchen Frontkämpfer freuten sich, in dem neuen Deutschland, dessen Lebensmut und Aufblühen sie bewundern, sich befinden zu können. Nach weiteren Ansprachen von Vertretern deutscher Verbände unb des Präsidenten der französischen Frontkämpfervereinigung, Unterstaatssekretär Delsuc, wurde a n den Führer und Reichskanzler ein Telegramm gesandt. 400 deutsche Tiechtswahrer in Budapest. Budapest, 24. Juni. (DNB.) In Budapest trafen 400 deutsche Rechtswahrer unter Führung des stellvertretenden Reichsjuristenführers, Reichsamtsleiter R a e k e, ein. Auf dem Bahnhof waren zur Begrüßung Staatssekretär T o m c s a n y i, die Leitung bes ungarischen Juristenbunbes, bie Deutsche Gesanbtschaft unb ber Ortsgruppenleiter der NSDAP. V o o ß, erschienen. Ser Zweck ber Gemeinschaftsfahrt soll vor allem ein Bekenntnis ber kamerabschafttichen Verbundenheit des deutschen Rechtsstandes mit ben Rechtswahrem ber befreun- beten ungarischen Nation sein, bie währenb bes Weltkrieges Schultur an Schulter mit Seutschland gegen eine ungeheure Uebermacht gekämpft hat und jetzt unter Führung des Reichsverwesers Horthy, ähnlich wie Seutschland den Wiederaufstieg ihrer nationalen Größe erlebt. Sarüber hinaus wird den deutschen Rechtswahrem auf der Fahrt die Ge- leaenheit gegeben, das auf Jahrhunderte alter Tradition aufbauende Rechtswesen Ungarns kennenzulernen. Sie deutschen Rechtswahrer haben ihrerseits die Möglichkeit, die ungarischen Juristen über ben Aufbau bes nationalsozialistischen Rechtslebens zu unterrichten und dadurch aufklärend über das Seutschland Adolf Hitlers zu wirken. !lngarnfahrt400deutsckerEisenbahner. Budapest, 24. Juni. (SNB.) Vom Reichsbund deutscher Beamten, Fachschaft 1, Reichsbahnverwaltung, weilen gegenwärtig 4 0 0 deutsche Reichsbahnbeamte in Budapest. Als Gegenbesuch auf die Reise von 400 ungarischen Eisenbahnbeamten nach Seutschland. Sie deutschen Eisenbahner veranstalteten an dem Senkmal der im Weltkrieg gefallenen ungarischen Eisenbahnbeamten eine eindrucksvolle Feier. Ser Fachschaftsleiter Sr. Petmüller legte an dem Grabe des unbekannten Soldaten und auf dem deutschen Heldenfriedhof einen Kranz nieder. Ser Heldenehrung wohnte Staatssekretär von Barczi und der deutsche Gesandte von Mackensen bei. Beim Präsidenten' der Ungarischen Staatseisenbahnen Otto Senn fand ein Empfang statt. Oie belgische Gtaats- angehörigkeit aberkannt. Lüttich, 24. Juni (SNB.) In dem Ausbürgerungsprozeß gegen die vier Mit- glieder ber Heimattreuen Bewegung in Malmeby, Josef, Peter und Heinrich be Hotthay und Paul Foxius, wurde am Montagvormittag vor dem Appellationsgericht-in Lüttich, wie nicht anders zu erwarten, das Verfäumnisurteil verkündet. Sas Urteil lautet gegen sämtliche vier Beschuldigten auf Aberkennung ber belgischen Staatsangehörigkeit. Sie Begründung bes Urteils beschränkt sich auf bie bei Versäumnisurteilen üblichen Formalitäten. Gegen bas Versäumnisurteil wirb von ben Prozeßbeteiligten innerhalb ber gesetzlichen Frist Einspruch erhoben werben. Sas Urteil wirb im belgischen Staatsanzeiger, im „Courier be Soir" in Verviers unb in ber Zeitung „La Meuse" in Lüttich veröffentlicht werben. - ♦ Es ist also nun doch so gekommen, wie bie belgische chauvinistische Presse vorausgesagt hat und wie nach ber Einleitung eines Ausbürgerungsverfahrens gegen vier Heimattreue Männer Eupen- Malmedys vermutet werden mußte. Sas Lütticher Appellationsgericht aber hat mit feinem Ausbürge, rungsurteil ganz gewiß keine Ehre eingelegt. Es hat vielmehr in der Fachwelt ganz erheblich an Ansehen eingebüßt. Senn der Vertrag, ber Eupen- Ma lmedy zu Belgien schlug unb bie Verhältnisse der Neubelgier regelte, besteht nach wie vor, hat also gegenüber bem Ausbürgerungsgesetz, bas eigens gegen die Heimattreuen Seutschen Eupen- Malmedys geschmiedet wurde, den Vorrang. Sas Appellationsgericht durfte also schon aus rein juri- stischen Gründen nicht von einem Gesetz ausgehen, dem ein anderes älteres entgegen steht. Uns kommt es aber im Augenblick nicht darauf an, daß und ob das Lütticher Gericht ein Fehlurteil fällte, für uns steht vielmehr die Tatsache im Vordergrund, daß gegen Seutfdje überhaupt ein Ausbürgerungsgesetz Zustandekommen konnte und daß die Regierung in Brüssel dem deutsch- belgischen Verhältnis eine so geringe Bedeutung beimißt, daß sie die Anwendung dieses Gesetzes zuließ. Wir sehen somit in dem Vorgehen gegen die oier Bürger Eupen-Malmedys eine ausgesprochen deutschfeindliche Semonftration, bie uns um so un- verstänblicher ist, als aerobe Belgien vor wenigen Jahren ernsthafte Veryanblungen mit uns wegen ber Rückgabe bieses Gebietes führte, bas es als Belastung des eigenen Lanbes unb ber Be- Ziehungen zum deutschen Nachbarn empfindet. Wir möchten jedoch nicht verfehlen, hinzuzufügen, daß es ein Irrtum wäre, wenn man in Brussel an- nehmxn sollte, wir würden eines Tages diesen Ausbürgerungsakt vergessen haben. Begangenes Unrecht vergißt kein Volk, am wenigsten eine Nation, die man immer wieder durch Verfolgung seiner Volksgenossen jenseits der Grenzen zu reizen und zu beleidigen sucht. Kleine politische Nachrichten. Wie das Gaupresseamt der NSDAP, mitteilt, hat sich Gauleiter Sprenger entsprechend ber Verorbnung bes Stellvertreters des Führers für nachfolgende Städte die Aufgaben des Beauftragten ber NSDAP, selbst vorbehalten: Frankfurt a. M., Wiesbaben, Hanau, Gießen, Darm- ftabt, Mainz, Offenbach a. M. unb Worms. * Der JntendantdesReichssendersKö- n i g s b e r g, Generalmajor a. D. H a e n i d c, fchei- bef auf feinen Antrag aus bem Rundfunk aus. Reichsminister Dr. G o e bb e l s hat ihm feinen Dank für die am Aufbau be s nationalsozialistischen Rund» funfs in Ostpreußen geleistete Arbeit ausgesprochen. * Oberbürgermeister Dr. Sahm empfing bie Teilnehmer ber Deutschlandfahrt der Deutschen Studentenschaft Danzigs, die von Stettin nach Berlin gekommen waren. Die e die beb hat und rungsver- r Eupen' Lütticher »lusbürge- offner, ichsbund bahnver- rutsche t- Als statischen deutschen >l der im ibeamten eiter Dr. nbekann- nfriedhof wohnte tsche Ge- äsidenten' enn sand nt. i Aus. ier M ung in ! hotthay Mag vor ht anders eil Der» vier 8e- belgi* Begrün* ei Serien das ■teilten uch er- belgischen Derviers ttich Der- apeff. 'est tra. ;ng des hsamts- F?n zur die Lei. Zutsche !r der 'er Te. mis her Wen oefreun. enb bes Jchland hat und -orthy, ihrer öirb den oie Erker Tra. nnenzu- hrerseitz ber den bens m ’er das Me. U der So. I k"11 e uan. ?'U-N MN 6e °< 'M wld Mrvrr. rPe Qn ei« le. tbfen. B-v'5' *?f r S’5 rS Üblich an er Eupen- Verhältnisse > vor, hat esetz, das n Eupen- rang. $a.5 rein jun* ausgehen, ensteht. daraus an, Fehlurteil t im M- erb«11? en konnte m deutsch' Bedeutung 6 Gesetzes i gegen die ^gesprochen um lo.u"' ir wenige" SÄ findet M »5;;: genes UN ne Skatlon, i?,"5 'M K-' ;»*• >0 areö- * Abbeiluni für die übernommen. Aus aller Well den von Ge- Ab- von Der Univerlitätsbund Marburg hielt seine diesjährige Hauptversammlung ab. Aus dem Jahresbericht, den Geschäftsführer Prof. V e r s e e anschließend an Begrüßungsworte des Vorsitzenden, Geheimrat Haeuser (Höchst), erstattete, ist Hilfskorps. Nach dem Kriege erhielt er Adelstitel verliehen sowie eine Dotation 30 000 Pfund Sterling. 1921 wurde er zum neralgouverneur von Kanada ernannt. Nach lauf seiner Amtszeit wurde er Polizeipräsident London. Casilgliones kunstschähe beschlagnahmt. pariser Kongreß derJntemaiionalen Handelskammer Kunst und Wissenschaft Jahreshauptversammlung des Marburger Universitatsbundes. ...........zu entnehmen, daß der Mitgliederstand des Bundes jetzt 2555 gegen 2533 im Vorjahr beträgt. Die Auf- rechtsrhaltung der Verbindung der Universität mit ihren in allen deutschen Gauen wohnhaften früheren Schülern sei besonders aus dem Grunde wichtig, der Universität immer neues Blut zuzuführen. Die Festversammlung trug die seit einigen Jahren übliche Form eines akademischen Festaktes. Nach dem feierlichen Einzug der studentischen Chargierten und des akademischen Lehrkörpers sprach der Vorsitzende des Bundes, Geheimrat H a e u s e r (Höchst). Da die Mittel des Staates für die Aufrechterhaltung der wissenschaftlichen Forschungsarbeit außerordentlich knapp bemessen feien, habe der Bund durch Bereitstellung von Mitteln vielfach nutzbringend eingreifen können. Auch in diesem Jahre habe 1 er wieder einen erheblichen Betrag für Wissenschaft- ! liche Forschungsarbeiten bewilligt. Die im Mittel- ' punkt der Festversammlung stehende Festrede des ' Vrofessors für Geographie Dr. phil. Schultze (Jena) war umrahmt von Darbietungen eines 1 Streichquartetts. Professor Schultze (Jena) sprach über „Die Gedankenwelt der Indianer". In außer- 1 ordentlich fesselnder Weise berichtete er über seine : Forschungen bei den Hochlanüindianern Mexikos, Salvadors und Guatemalas. In einem Schlußwort übermittelte der Universitätsrektor Professor Baur dem Universitätsbund den Dank der Philipps-Universität, die ihre großen Aufgaben nur mit Unterstützung des Bundes erfüllen konnte. Er schloß mit einem Siegheil auf den Führer. Einweihung des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Metallforschung in Stuttgart. Im Rahmen ihrer diesjährigen 24. Hauptversammlung, die die Kaiser-Wilhelm-Gesell- schäft zur Förderung der Wissenschaften in (Stuttgart abhält, fand in dem neugeschaffenen Versammlungsraum des wieder aufgebauten Ostflügels im Alten Schloß die Einweihung des Kaiser- Wilhelm -Instituts für Metallfor- fchung in Stuttgart statt. Ministerpräsident und Kultusminister Mergenthaler begrüßte die Versammlung, insbesondere den Präsidenten der Gesellschaft, Geheimrat Professor Dr. Planck, der als deutscher Forscher wesentlich mit dazu beigetragen habe, dem Ansehen des deutschen Geistes und der deutschen Wissenschaft Weltgeltung zu Der- schaffen. Für den Nationalsozialismus fei es selbstverständlich, daß Deutschland in seinem Lebensstand auf allen Gebieten die Höchstleistung anstreben müsse. Nationalsozialistische Gesinnung, Charakter und Leistung sollen Zusammenwirken. In diesem Sinne wünschte der Redner dem neuen Institut und seiner Arbeit vollen Erfolg. Im Namen der Stadt Stuttgart begrüßte Oberbürgermeister Strölin die Festversammlung. Geheimrat Professor Dr. Planck dankte dem Oberbürgermeister für die Ehre, aus seinen Händen das Institut entgegennehmen zu können. Die Hauptsache sei der Geist, der in tiefem neuen Institut herrschen soll, der Geist der wissenschaftlichen Forschung für unser deutsches Vaterland. Dieses Ziel beständig zu verfolgen, soll unser Gelöbnis sein. Der Rektor der Technischen Hochschule Stuttgart, Professor Dr. Stortz, berührte in seiner Ansprache die enge Verbindung, die in Zukunft zwischen dem neuen Institut für Metallforschung und der Technischen Hochschule bestehen soll. Dr. P f i tz n e r (Breslau) sprach über Die wirtschaftliche Bedeutung des neuen Instituts. Die Ansprache klang in ein Sieg-Heil auf den Führer aus. Der Glasmaler Professor Fritz Geiger f. Der durch seine Glasmalereien weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannte Professor Dr. h. c. Fritz Geiger ist in Freiburg im Alter von 82 Jahren plötzlich g e st o r b e n. Zu Ehren des Verstorbenen, der Ehrenbürger der Stadt Freiburg war, fand eine Trauersitzung der Ratsherren statt. Zahlreiche deutsche Dome verdanken dem Verstorbenen die Erhaltung wertvoller Glasmalereien, so u. a. der Freiburger Münster und der Dom zu Metz. Prachtvolle Mosaiks schuf Geiger im Kölner Dom und im Münster zu Bonn. Line Kundgebung deutsch-nordischen Geistes. Weihespiel am Lübecker Holstenlor. Zu einer eindrucksvollen Kundgebung deutsch-nordischen Geistes geftaltete sich der Weiheakt, mit dem Lübecks altberuhmtes Wahrzeichen, das Holstentor, feiner neuen Bestimmung als Wehrmuseum und Denkmal heimischer Kraft Übergeben wurde. An der Feier nahmen teil der Lübecker Senat, die Vertreter der Wehrmacht, Reichsleitqx Rosenberg,Jonne zahlreiche andere Vertreter der Regierung und Gaste aus den nordischen Ländern. Es war etn schöner Gedanke, die Weihe des Holstentores durch die Aufführung eines ^elttvieles zu vollziehen, das die heldische Gesinnung s-iert und verkündet. Wolfgang Schultz bat in seinem Spiel „Des Todes und des Leben- Reigen" die U-b-rwindung des Todes durch den Geist wahren Heldentums dargestellt D,e Feier wurde durch einen großen Zapfenstreich bei F beleuchtung beendet. Deutschlandfahrt steht unter dem Gesichtspunkt „100 Jahre deutsche Eisenbahn, 50 Jahre deutscher Kraftwagen, Eröffnung der ersten Strecke der Reichsautobahn und Gründung der ersten deutschen Luftschiffreederei". entgegenkommend und leisteten ihm die notwendige Hilfe. Vier Bergffelger In den Alpen tödlich abgestürzt. Zwei Innsbrucker Bergsteiger, der Beamte Kurt Friedel und seine Begleiterin Waltraut Kle- ment, kehrten von einer Klettertour in den Stubaier Alpen nicht zurück. Eine Rettungsexpedi- tion fand die Leichen der beiden Bergsteiger am Fuße des Schlicker-Nordturmes auf. Die beiden Ab- gestürzten waren bekannte und geübte Kletterer. Im Säntis-Gebiet in der östlichen Schweiz wurde eine dreiköpfige Touristengruppe vom Stein- schlag getroffen. Der 30jährige, aus St. Gallen stammender Führer der Gruppe st ü r z t e ab und riß seine 19jährige Begleiterin mit sich in die Tiefe. Beide waren sofort t o t; Der dritte Teilnehmer der Kletterpartie konnte sich im letzten Augenblick noch festhalten und blieb unverletzt. 10 000 Reiher in einem amerikanischen Schutzgebiet verbrannt. In einem einsamen Waldgebiet bei Beaufort in Nord-Karolina brach ein Brand aus, dem an 10 000 Reiher zum Opfer fielen. Man glaubt, daß das Feuer durch achtloses Wegwerfen von Zigarettenstummeln entstanden ist. Von den umgekommenen Vögeln waren ungefähr 7500 noch nicht flügge. Auf Der Suche nach ihren Jungen verbrannten hunderte der älteren Reiher mit. Der niedergebrannte Wald war ein Schutzgebiet für Reiher, da man deren Ausrottung befürchtete. Wolkenbrüche in Schottland. Gewaltige Wolkenbrüche entluden sich über einem Teil Schottlands. Am meisten wurde Glasgow getroffen, wo ganze Stadtteile überschwemmt wurden und stundenlang unter Wasser standen. In vielen Häusern wurden die Erdgeschosse überflutet, so daß sich die Einwohner in Sicherheit bringen mußten. In einigen Straßen stand das Wasser bis zu ein Meter hoch. Mehrer Häuser mürben durch Blitzschlag getroffen. Schweres Flugzeugunglück in Kolumbien. — 16 Tole, 5 Schwerverletzte. Bei Cali in Kolumbien stießen zwei Flugzeuge zusammen. Dabei wurden 16 Personen getötet und 5 schwer verletzt. Beide Maschinen gingen sofort in Flammen auf. Mehrere Insassen verbrannten bis zur Unkenntlichkeit. Das eine Flugzeug, das von dem bekannten südamerikanischen Flieger Samper gesteuert wurde, gehörte der Südamerika-Kolumbien-Fluglinie, das andere der Scadia-Linie. Line Rheingoldprägung der Fürstbischöfe von Worms. In den Besitz des Museum der Stadt Worms gelangte vor kurzem ein Prägestempel für Rheingoldmünzen, wie sie von Mannheim und Speyer bekannt sind. Der Wormser Prägestempel zeigt die Stadtansicht. Unter der Stadtansicht steht die Bezeichnung Worms und die Jahreszahl 1772. Abschläge dieses interessanten Prägestempels, also fürstbischöflich Wormser Rheingolddukaten, sind bis jetzt noch nicht bekannt geworden. Für die Geschichte der Rheingoldprägung ist der Wormser Prägestempel von hohem Interesse. Paris, 24. Juni. (DNB.) Am Montag wurde der 8. Kongreß der Internationalen Handelskammer im großen Hörsaal der Sorbonne feierlich eröffnet. In Anwesenheit des Präsidenten der Republik und von etwa tausend Vertretern der Wirtschaft aus vierzig Staaten begrüßte Staatssekretär B l a i f o t die Teilnehmer im Namen der französischen Regierung. Nach der Ansprache des Präsidenten der Internationalen Handelskammer D e n - tener van 23Xiffingen, die die Struktur- Wandlungen des Welthandels in den letzten beiden Jahren und die durch diese Aenderung bedingte künftige Entwicklung des Wirtschaftslebens behandelte, berichtete der Generalsekretär der I. H. K., Pierre Vasseur, über die Tätigkeit der Internationalen Handelskammer seit 1933. Der Präsident des Kongresses, Ren6 P. D u ch e m i n, betonte den unerschütterlichen Willen der Wirtschaftler aller Länder zur Wiederherstellung gesunder und normaler Wirtschaftsverhältnisse zus ammenzu arbeit e n. Die Wohlfahrt aller Länder hänge mit der Wiederbelebung des Welthandels, mit der Stabilität der Währungen und dem Abbau der Handelshemmnisse eng zusammen. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Infolge der sehr starken Erwärmung über dem europäischen Festland kam es bereits am Montag auch in unserem Gebiet zum Auftreten der ersten Gewitter. Inzwischen hat sich das heitere Wetter über Deutschland allgemein wieder durchgesetzt und wird heute noch sehr ansteigende Temperaturen bringen. Schon durch diese Entwicklung und gleichzeitige Kaltluftzufuhr in der Höhe ist Gewitterneigung bedingt. Doch befindet sich die Wetterlage in neuer Umgestaltung, die auch für später hinaus einen Witterungsumschwung in Aussicht stellt. Aussichten für Mittwoch: Heiter bis wolkig, tagsüber recht warm und schwül, vielerorts Gewitter, veränderliche Winde. Aussichten für Donnerstag: Mit Ge. mittertätigfeit Uebergang zu unbeständigem, doch zunächst noch schwülem Wetter. Lufttemperaturen am 24. Juni: mittags 27 Grad Celsius, abends 20,8 Grad; am 25. Juni: morgens 19,7 Grad. Maximum 29,7 Grad, Minimum 15,7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 24. Juni: abends 22,5 Grad; am 25. Juni: morgens 19,4 Grad. — Sonnenscheindauer 10,4 Stunden. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton Dr Hans Thnnoi für Den übrigen Teil i. 23.: H. L. Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für Den Inhalt Der Anzeigen. Theodor Kümmel. DA. V. 35: 10151. Druck und Verlag: Brühl iche Universitäts-Buch- and SteinDruckerei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit her Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis: 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf mehr Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig. Im Zusammenhang mit den Sparmaßnahmen des Senats der Freien Stadt D a n z i g hat der S e n a - tor für Soziales, v. Wnuck, sein Senatorenamt niedergelegt. Die Leitung der na Soziales hat fortan der Staatskommissar Wohlfahrtsabteilung, Senator B a tz e r, mit- „internationale Werberegelung — die Voraussetzung für ehrlichen Wettbewerb im Kampf um den Absatzmarkt in der Welt". Der Vortragende führte hierzu aus, daß die freie Entfaltungsmöglichkeit der Leistungsfähigkeit, die eine Vorbedingung für die gesunde Entwickelung der Wirtschaft eines Volkes und der Welt ist, besonders häufig auf dem Gebiete der Wirtschaftswerbung durch e h r - widrige Werbung beeinträchtigt werde. Es müsse das Streben aller Wirtschaftenden sein, die Sorge für die Ehrbarkeit in der Werbung nicht von Fall zu Fall jeweils einem Geschädigten $u überlassen, sondern das wirtschaftliche Ethos m seiner Gesamtheit zu fordern. Es werde daher angeregt, einen internationalen Ausschuß zu bilden, der zunächst die Mißstände auf dem Gebiete der Werbuna untersuchen und Maßnahmen 3U ihrer Bekämpfung erwägen solle. Aus diesem Ausschuß solle sich dann eine „Internationale Werbeschiedsstelle" bilden, die auf die Werbesitten erzieherisch wirken und gegen ehrwidrige Werbung außergerichtliche Maßnahmen ergreifen solle. Sir Arthur Balfour (England) wies nach, daß die Konkurrenz der Länder mit niedrigerem Lebensstandard nicht etwas grundsätzlich Neues darstelle. Der Redner erinnerte dabei an den gewaltigen industriellen Aufschwung Deutschlands vor dem Kriege, der anfangs auf einem niedrigeren Lebensstandard als dem Großbritanniens und Der Vereinigten Staaten von Amerika beruht habe. Jetzt greife Japan mit Hilfe der modernsten Maschinen in die Ausfuhr ein. Japan fei einer der größten Käufer für Wolle, Baumwolle und andere Rohstoffe, bald auch für Fertigfabrikate. Sein Markt dehne sich sehr aus. Dazu komme noch die Tatsache, daß Japan Waren angemessener Qualität für weite Kreise des Binnenmarktes zu Preisen Herstellen könne, die für f i e erschwinglich sind. Dadurch weite es den Weltmarkt allgemein aus und schaffe neue Bedürfnisse, die dann durch die älteren Industriestaaten befriedigt werden könnten. Der Welthandel sei heute in einer verzweifelten Lage, weil jedes Land den Nationalismus bis zum äußersten treibe und den normalen Verlauf wirtschaftlicher Beziehungen dadurch unterbinde. Ein freierer Umlauf von Gütern und Dienstteistungen sei der einzige Weg, auf dem man hoffen könne, den hohen erreichten Lebensstandard auch weiter zu erhalten oder die Hilfsquellen, die noch der Entwicklung harren, zu entfalten. Der Präsident der I. H. K., Fentener van Vlif- fingen, legte dem Kongreß einen umfangreichen Bericht „Wirtschaft von heute" vor, der die Strukturwandlungen des Welthandels feit 1933 wieder- gibt. Man habe Versteck gespielt hinter den Reparationsverpflichtungen, die nie zu erfüllen, und hinter den Kriegsschulden, die nie zu bezahlen waren. In einigen Ländern seien Erleichterungen zu verspüren, aber in den meisten Fällen gleiche die örtliche Besserung keineswegs die ständig wachsende Komplikation des internationalen Zahlungsverkehrs aus. Es nütze nichts, wenn einige Länder große Opfer bringen, um eine Anpassung ihrer Produktionskosten an die gesunkenen Preise durch einen Deflationsprozeß zu fordern, während gleichzeitig andere Länder neue Preissteigerungen durch Währungsmanipulationen hervorriefen. Solange die Unsicherheit im Geldwesen anhalte, werde der Druck auf die Preise bestehen bleiben. Solange sich der Industrielle und der Handelstreibende bei jedem Schritt auf (Eingriffe. von Regierungsseite gefaßt machen müsse, roeroe sein Unternehmungsgeist nicht neuerstehen. Der Präsident des Werberates der deutschen Wirtschaft, Ministerialdirektor i. e. R. Ernst Reichard, sprach über das Thema Der Rotkreuz-Tag in Berlin. In Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste wurde am Sonntagmittag durch den Oberbürgermeister der Reichshauptstadt Dr. Sahm im Ehrenmal Unter den Linden zum Gedenken an die toten Helden des Weltkrieges ein Kranz niedergelegt. Sodann stellte sich auch der Oberbürgermeister in den Dienst der Wohltätigkeit und begann sofort, ebenso wie die Führerin des Reichsfrauenbundes Frau Scholtz- Klink, mit der Sammeltätigkeit. Zum Abschluß des Roten-Kreuz-Tages sand am Abend in der Philharmonie ein Festkonzert des Philharmonischen Orchesters unter Leitung von Eugen Jochum statt, bei dem als Solist Edwin Fischer (Klavier) mitwirkte. Der Veranstaltung wohnten auch der Reichsinnenminister Dr. Frick und der Reichskriegsminister von Blomberg bei. In den Ranglogen sah man Vertreter des Diplomatischen Korps, während in der Parkettloge der Oberbürgermeister und Reichsfrauensührerin Frau Scholtz-Klink Platz genommen hatten. Vorn Roten Kreuz waren fast alle führenden Herren, unter ihnen Obergruppenführer Dr. H o ch e i s e n, anwesend. Reichstreuefahrt der deutschen Kraftfahrer zum Reichskriegertag in Kassel. Anläßlich Des 5. Deutschen Reichskriegertages vorn 6. bis 8. Juli 1935 veranstaltet der DDAC. in Verbindung mit dem Landesverkehrsoerband Hessen- Waldeck eine Reichstreue, fahrt als Zeichen des Dankes an den Führer für die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht. Teilnahmeberechtigt find alle deutschstämmigen Kraftfahrer, die den Reichskriegertag mit ihren Per- sonenwagen oder Motorrädern besuchen wollen, ohne Zwang der Zugehörigkeit zu einem Verband ober Klub. Die Reichstreuefahrer erhalten eine Plakette auf Eichenholz aus dem Reinhardswald, dem deutschen Ur- und Märchenwald der Brüder Grimm. Die Fahrtteilnehmer müssen spätestens am Samstag, 6. Juli zwischen 8.und 22 Ubr an der Zielkontrolle R-ngstraße Kassel eingetroffen fein, wo auch die Cinnerungsgabe ausge- händigt wird. Nennungen sind zu richten an den DDAC., Kassel, Wolfschlucht 8a. Das Nennungsgeld von 2,50 Mark ist mit der Nennung sofort zu überweisen auf das Konto „Reichstreuefahrt bet der Städtischen Sparkasse in Kassel". Zwei deutsche Freiballons in Belgien gelandet. lieber die Landung des deutschen Ballons „Essen II" bei Ostende liegen jetzt nähere Einzelheiten vor. Der Ballonführer Tode teilte mit, daß der Ballon völlig normal an der Küste von Ostende niedergegangen sei, im letzten Augenblick aber von einer Boe erfaßt und a ufs M e e r getrieben worden fei. Der Ballon ist unbeschädigt. Die Behörden von Ostende haben' bei der Bergung jede 5)Ufe* geleistet. Der Ballon „Deutschland", der ebenfalls in Gelsenkirchen aufgestiegen war, landete amSonntag um 23.15 Uhr bei Putte nordöstlich von Me- cheln. Die Landung ging glatt ponftatten. Der Ballon ist bereits verpackt und wird alsbald nach Deutschland flurüefbefötbert. Die belgischen Be- horben waren dem Ballonführer gegenüber sehr Die Wiener Polizei hat jetzt einen großen Teil der wertvollen Kunstschätze des früheren Wiener Bankiers C a st i g l i o n e, der die österreichische Wirtschaft erheblich geschädigt hatte und auch vor Jahren in Deutschland fein Unwesen trieb, b e • schlagnahmt. Die Schätze waren in 40 Kisten bereits zur Bahn gebracht, von wo sie als Frachtgut nach Mailand, wo Castiglione jetzt lebt, geschafft werden sollten. Die Beschlagnahme erfolgte auf Grund einer Strafanzeige eines Grazer Bankhauses bet der Wiener Wirtschaftspolizei, das Castiglione der Exekutionsvereitelung beschuldigte. Castiglione war seinerzeit aus Oesterreich geflohen. Sein Name spielte auch im Rintelenprozeß eine Rolle, in dem sein Diener R i p p o 1 d i als Zeuge auftrat. Zugzusammenstoß in Rio de Janeiro. Infolge dichten Nebels stießen zwei Dorortzüge der Brasilianischen Zentralbahn in einem Außenbezirk Rio de Janeiros zusammen. Bei dem Unglück wurden drei Personen getötet und etwa 20 verletzt. Durch den Zusammenstoß der beiden Züge wurden die Gleise so blockiert, daß sämtliche von außerhalb kommenden Bororhüge auf der Strecke liegen bleiben mußten. Die Betriebsstörung löste lebhafte Proteste der Fahrgäste aus, die zur Arbeit in bas Innere ber Stabt fahren wollten. Auf einem Vorortbahnhof versuchte die Menge, den Bahnsteig zu stürmen, so daß die Polizei eingreifen und Ordnung schaffen mußte. Rekordfahrt der Stromlinienlokomotive Hamburg—Berlin. Die zweite Stromlinienlokomotive der Deutschen Reichsbahn hat auf einer von der Loko- motivversuchsaoteilung Berlin-Grunewald im Beisein der Mitglieder des Reichsbahnlokomotioaus- fchusses veranstalteten Probefahrt ein glänzendes Ergebnis erzielt. Sie wurde auf der Strecke Berlin—Hamburg vor einem D-Zug von rund 200 Tonnen erprobt. Nachdem während eines großen Teiles der Fahrt mit 165 bis 175 Kilometer Stundengeschwindigkeit gefahren worben war, wurde auf. der Rückfahrt nach Berlin eine Höchstgeschwindigkeit von 191,7 Kilometer erreicht. Wenn man von den Fahrten auf der Marienfelder Versuchsstrecke mit elektrischen Versuchsfahrzeugen Anfang dieses Jahrhunderts absieht, so ist diese Geschwindigkeit bisher von keinem anderen für den praktischen Betrieb brauchbaren Schienenfahrzeug erreicht worden. „Geheimrat- Schlrokauer in Amsterdam festgenommen. — Das Lnoe eines internationalen Hochstaplers. Dank ber engen Zusammenarbeit der Rauschgift- zentralen Madrid, Amsterdam, Rotterdam, Barcelona, Wien, Wiesbaden und Berlin konnte jetzt der im Frühjahr d. I. aus Barcelona geflüchtete und von fast allen europäischen Polizeibehörden wegen Opiumvergehens, Heiratsschwindels, Hotelbetrugs und anderer Betrügereien gesuchte 43jährige angebliche „Geheimrat" Friedrich Schirokauer in einem Krankenhaus in Amsterdam ermittelt und hinter Schloß und Riegel gebracht werden. Discount Byng of Bimy f. — Lin verdienter britischer Heerführer im Weltkriege. Ein bekannter britischer Heerführer aus dem Weltkrieg, Discount Byng of Dimy ist im Alter von 73 Jahren g e ft o r b e n. Lord Byng hat eine glänzende militärische Laufbahn hinter sich und nahm nach Beendigung des Krieges mehrere hohe Derwaltungsposten ein. Nach einer kurzen Dienstzeit in Indien war er in den Jahren 1899 bis 1902 in Südafrika, wo er am Feldzug aegen die Buren teilnahm. Don 1910 bis 1912 hatte er ein Kommando in Aegypten inne und wurde nach Ausbruch des Weltkrieges zum Kommandeur der 3. Kavallerie-Division in Frankreich ernannt. Seinen Beinamen Dimy erhielt er für die Eroberung der Höhe von Dimy im April 1917. Er hat im Kriege u. a. ein Korps vor den Dardanellen kommandiert und später das kanadische ...weil gut fdimeeken- deshalb find MAGGI5 SUPPEN bei groß und Meinfi> beliebt Gelb-rote Würfel — Mehr als 30 verschiedene Sorten---1 Würfel 10Pt Vom Waffentag der deutschen Kavallerie. * & | In Hamburg fand das große Treffen der deutschen Kavallerie statt, das durch die Anwesenheit des Generalfeldmarschalls von Mackensen, der gleichzeitig an diesem Tage sein 22jähriges Marschall- Jubiläum feiern konnte, eine besondere Bedeutung erlangte. — Unser Bild zeigt den greisen Generalfeldmarschall mit zwei Jungen in Husarenuniform. — (Scherl-M.) Oberheffen. Landkreis Gießen. 4- Leihgestern, 24. Juni. Im Rahmen des Jugendfestes fanden hier am Samstag und am Sonntagvormittag die Wettkämpfe der Hitler- Jugend und des Jungvolks für die Gemeinden Großen-Linden, Lang-Göns und Leihgestern statt. Am Sonntagnachmittag bewegte sich ein stattlicher Festzug unter Borantritt eines Jungvolk-Tromm- lerkorps, des BDM., Hitler-Jugend und Jungvolks von der Bahnhofstraße durch die Ortsstraßen nach dem herrlich gelegenen Sportplatz am Walde. Hier fanden nach einer Ansprache der BDM.-Führerin Vorführungen des BDM. und Spiele der Hitler- Jugend statt und anschließend die Ueberreichung der Siegernadeln durch Bürgermeister Will. Am Abend fand für die Jugendorganisation die Son n- w e n d f e i e r auf der Anhöhe nach dem Pfahlgraben unter Abbrennen eines großen Holzstoßes und Feuerwerks statt. — Die beiden hiesigen G e - sangvereine „Eintracht" und „Lieder- k r a n.3" beteiligten sich am heutigen Sonntag am Wertungssingen des oberhessifchen Sängerbundes in Großen-Linden. ! Leihgestern, 23. Juni. Auf dem Hungerhof-, einer nach Südosten gelegenen Anhöhe bei un- serm Dorfe, fand heute die Sonnwendfeier der HI., des JV., des BdM. und der IM. aus den Orten Großen-Linden, Lang-Göns und Leihgestern statt. In gemeinsamem Zuge marschierte die Jugend durch das Dorf und nahm dann Aufstellung um den hohen Reisighaufen. Rach Feuersprüchen und Sprechchören, vorgetragen von dem BdM., und dem Liede „Flamme empor" wurde der Holzstoß angezündet. Die Feuerrede hielt der Führer der Leihgesterner HI., Student W e h r u m , der auf die uralte Sitte des Sonnwendfeuers bei den Germanen hinwies, zugleich aber auch daran erinnerte, daß in den Tagen der Sommersonnenwende vor 15 Jahren der Schmachfrieden von Versailles unterzeichnet worden sei, und wie sich das Feuer verzehre in heiliger Glut, so müsse auch die deutsche Jugend sich verzehren in Liebe und Treue zum Vaterlande. Sodann verlas er die Kundgebung des Reichsjugendführers Baldur von Schirach. Mit dem Liede „Vorwärts, vorwärts!" und dem Horst- Wessel-Lied war die Feier beendet. Anschließend wurde ein prächtiges Feuerwerk abgebrannt, das die zahlreich erschienenen Besucher aus den drei Orten noch lange Zeit in der schönen Sommernacht zusammenhielt. Kreis Alsfeld. # Ober-Ohmen, 24. Juni. In unserem Ort besteht seit einiger Zeit eine „Freiwillige Feuerweh r", die gestern in ihrer neuen Uniform auftrat. Die Uniform besteht aus einer blauen Tuchbluse mit roten Kragenspiegeln. Dazu werden Koppel und Schulterriemen getragen. Als Kopfbedeckung dient ein schwarzer Helm. In ihrer neuen Kleidung macht die junge „Freiwillige" einen guten Eindruck. xp Rieder-Gemünden, 24. Juni. Im Saal der Wirtschaft Decher versammelte sich gestern die Frauenschaft Rieder-Gemünden und Umgebung. Frauenschaftsleiterin P. G. Kahn hieß die zahlreich Erschienenen herzlich willkommen. Vielen Beifall ernteten die Mädchen von Rieder- Gemünden mit einem Theaterstück „Die Vogelhochzeit". Eine Verlosung löste viel Freude aus. Besonders gut gefielen die vielen praktischen Gegenstände, die als Preise ausgesetzt waren. Einen lehrreichen und interessanten Vortrag hielt die Kulturreferentin Pgn. R i e d e s e l (Altenburg). Die Kreisleiterin wohnte der Veranstaltung bei. Kreis Lauterbach. Lauterbach, 24. Juni. Gestern vormittag führte der hiesige Kleinkaliber schütz en ver- e i n e. V. sein diesjähriges Vereinsfchteßen durch, das als erstes Verbandsschießen innerhalb des Reichsschießsportverbandes gewertet und als Aus- scheidungsschießen für das am 28. Juli in Blitzen- r 0 d stattfindende Kreisschießen galt. Als vorgeschriebene Uebung waren zu schießen neun Schuß: je drei Schuß liegend freihändig, knieend, und stehend freihändig auf die 12er Kleinkaliber - Ringscheibe; Entfernung 50 Meter. Von allen teilnehmenden Schützen, die sich die Beteiligung am Kreisschießen sichern wollten, wurde eine Mindestringzahl von 63 Ringen gefordert. Das ist den meisten Teilnehmern auch gelungen, so daß der Verein zum Kreisschießen mehrere Gruppen zu je fünf Mann und auch einige Einzelschützen stellen kann. Die Schießleistungen waren im Durchschnitt recht gut, doch wurden die Spitzenleistungen des Vorjahres nicht erreicht. Vereinsmeister wurde Phil. I ö ck e l mit 88 Ringen, ein sehr gutes Resultat. Auch noch einige andere Teilnehmer konnten sich gut plazieren. Für den Kleinkaliberschützenverein Lauterbach besteht jedenfalls die Möglichkeit, eine gute Spitzengruppe zu fünf Mann zusammenzustellen, die mit Erfolg die im Vorjahr errungene Kreismeisterschaft zu verteidigen in der Lage ist. — Am Samstagnachmittag war im Hause des Friseurmeisters Pfeffer in einem Zimmer des oberen Stockwerks ein Bett in Brand geraten. Der Brand wurde zuerst von Nachbarn gemerkt und konnte durch schnelles Zugreifen ohne daß größerer Schaden entstanden ist, wieder gelöscht werden. Es muß angenommen werden, daß herumfliegende Funken aus einem nachbarlichen Schornstein durch das offene Fenster in das betreffende Zimmer hineingetragen wurden und so das Bett in Brand geraten konnte, da von den Hausbewohnern das Zimmer lange vorher nicht betreten worden war. „Forschen und Schaffen/' Filmvorlrag im NSBDT.» Ortsgruppe Gießen. Nach längerer Pause, die durch organisatorische Aenderungen im Aufbau des Bundes und die sonstige starke Inanspruchnahme der Volks- und Parteigenossen durch Versammlungs- und Schulungstätigkeit verursacht wurde, veranstaltet der NS.-Bund deutscher Technik am Sonntag, den 30. Juni, wieder einen für die Allgemeinheit bestimmten, größeren Tonfilm-und Film- Vortrag. Im ersten Teil wird nach der Wochenschau der Tonfilm „Forschen und Schaffen" vorgeführt. Dieser Film zeigt in anschaulichster Weise den gesamten Arbeitsgang in den technischen und kaufmännischen Betrieben eines großen deutschen Werks, die Zusammenhänge mit der Volkswirtschaft und Kultur der Nation, die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten eines Großbetriebes, so beispielsweise das Elektronenmikroskop, die Abschaltung elektrischer Leistungen von mehreren Millionen Pferdestärken, die elektrische Schweißung größter Querschnitte, Nordlichtforschung u. a. m. Der Film zeigt aber auch das Streben innerhalb eines Teilgebietes der deutschen Wirtschaft, dem Volksganzen zu dienen, durch Ankurbelung der Binnenwirtschaft, Förderung des Exportes, Beschaffung von Devisen und dadurch von ausländischen Rohstoffen, deren wir zu unserem Leben bedürfen. Im zweiten Teil der Veranstaltung wird Planung, Bau und Betrieb der bayerischen Zugspitzbahn, eingebaut in prächtige Landschaftsbilder des bayerischen Hochgebirges, gezeigt. Die Erläuterungen wird Pg. Oberingenieur Oster vom Gau Groß-Berlin als Beauftragter der Reichsschulungsleitung geben, der in Gießener technischen Kreisen kein Unbekannter ist. Er hat im Oktober 1934 zu dem damals vom NSBDT. veranstalteten Filmvortrag „Freude am Werk" gesprochen. Der Eintritt zu dem Vortrag ist frei gegen Einladungen, die beim NSBDT., Gießen, Dammstraße 35/37, Ruf Nr. 2044/2045 (AEG.), angefordert werden können. Eine große Anzahl der Einladungen wurden inzwischen bereits verschickt. Allen Volksgenossen, die an den Leistungen der deutschen Technik beim Wiederaufbau unseres Vaterlandes und seiner Volkswirtschaft Anteil nehmen, sei der Besuch des Vortrages empfohlen. Gautschfest der Darmstädter Buchdrucker. Lpd. D a r m st a d t, 23. Juni. Seit Jahrzehnten zum ersten Male veranstalteten die Darmstädter Buchdrucker ein öffentliches Gautschfest, also die Freisprechung der Lehrlinge der schwarzen Kunst Gutenbergs. Auf dem Marktplatz in Darmstadt, dessen Marktbrunnen festlich geschmückt und als Ort der „Exekution" hergerichtet war, hatte sich die Einwohnerschaft in großen Mengen eingefunden. In geschlossenem Zuge marschierten die jünger der schwarzen Kunst" mit ihren Betribsführern, Meistern und Gesellen an. Unter immer steigender Anteilnahme und Begeisterung der unzähligen Zuschauer erfolgte dann nach den amtlichen und „zünftigen" Ansprachen die Gautsche. Dreimal wurde der jeweilige Jünger Gutenbergs rückseitig in das kalte Wasser des Marktbrunnens getaucht, dann entleerte sich der Schwamm über seinem Haupte, und so rollte denn die erzieherisch wirkende Zeremonie der Freisprechung der Lehrlinge ab, gekrönt durch einen Trunk frischen Bieres, damit die äußere Feuchtigkeit durch die innere — zumal bei der hohen Temperatur — etwas ausgeglichen werde. So löste denn diese mehr oder weniger komische Taufe der Gutenberg-Jünger stürmische Heiterkeit aus. — Der Abend endete mit einem zünftigen Johannisfest im Rummelbräu, wo sich alle Buchdrucker zu einem vergnügten Abend zusammenfanden. Eröffnung der Ausstellung „Landschaft und Bolksium Rheinhessens" in Mainz. LPD Mainz, 24. Juni. Am Sonntagvormittag wurde im Gutenbergkasino auf der Großen Bleiche in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste eine von der NS.-Kulturgemeinde, Ortsgruppe Mainz, veranstaltete Ausstellung „Landschaft und Volkstum Rheinhessen" feierlich eröffnet. Kreiskulturwart und Kreisobmann C. Sangiorgio (Mainz) dankte in seiner Begrüßungsansprache allen, die Wer off im Leben hat Verdruß Bei „Kraft durch Freude" turnen muß. dazu beitrugen, diese Ausstellung ins Leben zu rufen. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Arbeiten mit der gleichen Liebe und Begeisterung ausgenommen würden, mit der sie für die Bevölkerung geschaffen worden seien. Rechtsrat Dr. Falk, der für die Stadtverwaltung erschien, erklärte, mit dieser prachtvollen Ausstellung wolle die Stadt Mainz, die im Zeichen der Goldenen Jubiläums-Rosenschau stehe, die Blicks aller Volksgenossen auf sich lenken. Die Stadtverwaltung habe trotz der ernsten Finanzlage einen Betrag von 500 Mark zur Erwerbung von Werken aus dieser Ausstellung zur Verfügung gestellt. An- sckließend sand ein Rundgang durch die reichbe- scyickte Ausstellung statt, die den Besucher in Gemälden, Graphik und Plastik mit den bekannten und .verborgenen Schönheiten unseres engeren Heimatlandes und der Wesensart seiner Bewohne» vertraut macht. i Dr. Erich S ch u l tz - E w e r t h , der letzte deutsche Gouverneur von Samoa, ist im Alter von 65 Jahren in Berlin g e st 0 r b e n. Mit ihm ist ein hervorragender deutscher Kolonialpionier und ein ausgezeichneter Kenner der kolonialen Verhältnisse, vor allem der Südsee, dahingegangen. Dr. Schultz- Ewerth trat 1898 in den Kolonialdienst ein. 1901 wurde er Bezirksrichter in Samoa und 1912 als Nachfolger des zum Staatssekretär ernannten Dr. Sols Gouverneurvon Samoa. Während des Krieges befand sich Dr. Schultz-Ewerth als Kriegsgefangener in Neuseeland. Nach dem Kriege war er als Kommissar bei der Hauptstelle zur Verteidigung Deutscher vor feindlichen Gerichten tätig. Er schied dann aus dem Reichsdienst aus und hat sich in dem letzten Jahrzehnt seines Lebens vor allem durch feinen Kampf gegen die Kolonialschuldlüge verdient gemacht. — (Scherl-Bild-Archiv-M.) 8 tägige Fräulein Katharine Rock im Alter von 64 Jahren Gießen, den 25. Juni 1935 02702 Wieseck, den 24. Juni 1935 Hapag-Relsehilro, FranklurK, am Kaiserplatz retung in Gießen Hapag-Reisebiiro Kreger, Seltersweg Nr. 88 376 tD 3767 V Gießen, im Juni 1935. Statt Karten! 02705 | Kaufgesuche 1A7KO Gießen, den 25. Juni 1935. s$7g 02704 Vermietungen I | Verkäufe | Vereine Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen, sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Bretter Sperrholz Latten Die Beerdigung findet Mittwoch, den 26. Juni, nachm. 3 Uhr, vom Trauerhause, Rabenauer Straße 42, aus statt Einspaltige Kleinanzeigen werden zum et« mäßigten Grundpreis von 5 pf. fiirdieMillimeter. seile veröffentlicht Heute entschlief sanft nach kurzem Leiden meine hebe Tochter, unsere gute Schwester, Schwägerin und Tante Schöne 1 bis 2 große Zimmer mit Küche,Zentr.- Heii.u.aU.Bub., geleg. Mitte Sel- tersw. im 1. St., an ruhig. Mieter abzugeben. Schr. Angeb. u. 02697 andenGieb.Anz. Für die uns anläßlich unsrer Vermählung erwiesene Aufmerksamkeit danken wir auf diesem Dege allen recht herzlich. Studentin sucht Wohn- und Schlafzimmer Nähe der Universität abl.Aug. oder Zimmer m. Couches u. Zentralheizung. (Sih angeb.unt.02696 anüenGieß.Anz. Illlllllllllllllllllllllllllll Beamter v. auswärts, 2 Person., sucht geräumige 3-5-Zim.-Wohng. bisl.Ottob.1935. Schr.Angeb. mit Preisang. unter 3768Da.d.G.A. Illlllllllllllllllllllllllllll l1/2-Tonnen- Lieferwagen mit Plan, i. best. Zustand, zu verk. K. Faber, Tel. 3096 Mühlstr. 22. 02703 Nußbaum- bohlen 50-80 mm stark zu kaufen gesucht. Schr. Angeb. mit Preis u. Beschr. unt.3748D a.den Gießen. Anzeig. Ladeneinrichtung Regale, Theken usw. zu kaufen gesucht. Näheres 'm der Geschäftsstelle des Gießen. Anzeigers. M7o8 Hubertus Mittwoch, 26. Juni 20 Uhr Schützenhauf KI Sh , und die Vert «J! Hanan.Rpisphiipn Bad-Nauheim Ein sauber., ordnungsliebendes Mädchen für Haus und Küche für Ans. oder Mitte Juli gesucht. 3769d Gästeheim Goevel Mähmaschine gut erhalten zo verkaufen. Zu erfrag, in der Geschäftsst. des Gieß. Anz. [smod Junges Mädchen von 8 bis 12 Uhr vormittags für Hausarbeit, unt. gut. Bedingung, gesucht. Zu erfr. in der Geschäftsstelle des Gieß. Anzeigers. 8Wd Einige Morgen Alim zu verkauf. 37530 Lelhgest. Weg 51. Illlllllllllllllllllllllllllll Saub. zuverläss. Hilfe von 8 bis 12 Uhr sofort gef. 0270? Posener Str. 15. illlllllllllllllllllllllllllll In kl.ruh.Haush. (ölt. Ehep.) find, zu sofort ein bess. älteres lliäoiben gute Dauerstell. (Muß Haush. all. führen können, in Krankenvsl.bew. sein).Zeug.,Bild u.Anspr.an lg755O F. Bube, Büdingen Oberhessen Hindenbnrgstr. 3. Leeres Zimmer zu verm. 02598 Kugelberg 25. Keine Ursprungszeugnisse, lonbern nur Zeugnisabschriften dem Be- werbungslchreiben beilegen I — Lichtbilder undBewerbungsunte» lagen müsfen ,ur Vermeidung von Verlusten auf der Rückleite Namen und Anschrift des Bewerbers tragen I Mittwoch, den 26. Juni 1935, 14 Uhr, versteig, ich dahier, Neuenweg 28 „Zum Löwen" zwangsweise gegen Barzahlung (an Ort ».Stelle, Bekauntg. in ob.Lokal): Haus-, Küchen-, Büro- u. Ladenmöbel versch. Art, 2 Schuhmach.- Nähmasch., 1 Gasherd, 1 Photo- avvarat, 1 Prismenfernglas, 30 Dutz.Kokosbes., 1 Tafelklavier, ISchreibmaschine, iKaff eeröster, 1 Eisfchrank, 1 Schnellwaage, Handschuhe, Hüte, Autohauben, 49 Anzüge, 10 Dekorationsfigur., 2Klaviere,l Registriert., Herren- u. Dam.-Schnürschäfte, 1 Jagdflinte,! Personenw.l Wanderer), 1 Framo-Lieferwagen, Kassen - schränke, 1 Wäscheschrank. 37520 Bestimmt: 1 Waschmaschine mit Mangel. HiffilH Gerichtsvollz. in Gießen, VlUUll, Steinstraße42,Tel.3660. Dachpappe Carbolineum Happel&Co. Mühlstr.18,Ruf3925 Stets elegant durch die Stärkewäsche der Großwäscherei Edelweiß Gießen g9d Ruf 3487 Paul Szymkowiak und Frau Marie, geb. Äi'erau Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Philipp Weber [Stellengesuche] Junges Mädchen sucht Stellung in kleinemHausyalt Schr.Angeb.unt. 02706 an d.G.A. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Dorothea Rock Wwe. Zündapp- Motorrad 200 ccYn 3754D fürRM.120.-zu verk. W. Avvel Kaiserallee 49 Telephon 4067. Gut erhaltener Kind.-Sportwagen und Klavvstubl zu verkauf. 37530 Walltorstr. 711. Gut erhalt, mod. fiinöetiDOflen zu verkauf. 02700 Posener Str.41. (2lbds.nach7UHr) Verschiedenes! Gesunden Kleidungsstück auf der Hardt. Abzuh. b.Eisenhauer, Krofdorf. Straße 21 vt. r. Für die mir zu meinem 70. Geburtslage in so hohem Maße zuteil gewordenen Glück- wünsche und Aufmerksamkeiten sage ich allen Beteiligten meinen herzlichsten Dank ^Jldrfin ©cfyfofjer/ Lokomotivführer i. Jt illlllllllllllllllllllllllllll Zweck-BeNtmpfvngoer Schwarzarbeit können Arbeits-Ange- bote von Handwerkern nur mit Namensnennung u. unter Vortage besSewerbenachweije« ausgenommen werben. Verlag desStebenerAnzeigere illlllllllllllllllllllllllllll [Stellenangebote] Junger, gewandter LunWlM gesucht. 3751D Lömen-Mgerie Seltersweg 69. Wegen Erkrank, des jekiyen, sofort fleißiges Mädchen gesucht. 37630 Hotel Köhler Urlaubs-Reisen mit beliebigem Aufenthalt und Verlängerungsmöglichkeit an einem Orte des Thunersee-Gebietes (Schweiz) Reiseroute: Frankfurt - Basel - Bern - Thun Interlaken—Luzern—Basel—Frankfurt - M. Teilnehmerpreis: ,4«. RM. 81.-.. Auskunft und Anmeldung durch: | Mietgesuche Akademiker sucht ruhiges Zimmer im Kliniksviertel (Wartwegbevorzugt). Schrift!. Angeb. U.3749D anüenGieß.Anz. Ifr.145 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Vien8tag,25.)uni (935 Der Führer besucht die Verletzten von Remsdors. ■ Kß f< '■ M«. I 'M UM' 5ßie schon gemeldet, stattete der Führer überraschend dem Paul-Gerhardt-Stift in Wittenberg einen Besuch ab und erkundigte sich persönlich nach dem Befinden der dort liegenden schwerverletzten Arbeiter vom Explosionsunglück m Reinsdorf. — (Presse-Illustrationen Hoffmann-M.) Der Vater der deutschen Volkskunde. Wilhelm Heinrich Viehls Wanderungen durch Deutschland. Wenn heute Werk und Persönlichkeit Wilhelm Heinrich Riehls wieder aus der Vergessenheit emporgehoben werden,- die sie jahrzehntelang umgeben hat, so geschieht das aus dem Gefühl tiefer Verpflichtung für die Leistungen eines Mannes, der aus der Enge der Studierstuben-Gelehrtheit heraustrat und den.Blick wieder auf das Leben des Volkes lenkte, wie es sich in Alltag und Beruf, in altüberlieferten Bräuchen und Sitten in mannigfaltigen Formen äußert Er bemühte sich ohne falschen Hochmut um die wahre kulturelle Entwicklung des Volkes und suchte das Dasein von Nation und Staat in seinen Quellen zu erforschen, wo es sich unaufhörlich neu gestaltet und verjüngt, in der Vorstellungswelt der einfachen Menschen, der Bauern und Handwerker, der breiten Schichten in Stadt und Land. Er begründete die Volkskunde als Wissenschaft und gab das Zeichen zu dem großen Sammeleifer, der gerade jetzt wieder starke Antriebe erfahren hat. Die einzigartige Leistung Riehls aber war sein Wirken aus der tiefen Ueberzeugung, die, wie Gunther Ipsen in der Einleitung der von ihm im Verlag Alfred Kröner, Leipzig, zusammengefaßten und herausgegebenen „Naturgeschichte des deutschen Volkes" ausführt, das politische Sein der Deutschen aus dem Geist und der Macht und Wirklichkeit der Volkheit bauen will. Bücherweisheit erschien Riehl nur als ein notdürftiger Behelf, der Volkstumsforscher sollte sich selbes in der Welt umsehen, mit klaren Augen und offenem Herzen; auch die anscheinend geringfügigsten Einzelheiten waren ihm wertvoll. „Im Volksleben ist nichts klein, was aufs Ganze, auf den geistigen Gehalt des Volkstums zielt", schrieb er einmal. Man muß den Leuten „aufs Maul sehen", wie es Luther einst gefordert hat, wenn man wirklich erfahren will, wie sie leben, denken und fühlen. Riehl verlangte deshalb von dem Erforscher des Volkslebens, daß er reise und wandere. In seinen praktischen Anweisungen für das Volksstudium heißt es: „Wie der moderne Historiker bei einem quellenhaften Geschichtsbuche nicht mehr bloß Buchstudien, sondern auch Archiostudien fordert, so fordere ich bei einem Beitrage zur deutschen Volkskunde mindestens Wanderstudien. Wandern heißt auf eiaenen Füßen gehen, um mit eigenen Augen zu sehen, mit eigenen Ohren zu hören. Am allerbesten freilich wäre es, wenn man mit dem Gehen auch das Sitzen verbände, doch ist dies nur wenigen und nur in Einzelfällen vergönnt. Ich meine zu der Wanderung durch ein Land sollte sich ein längerer oder kürzerer Wohnsitz in demselben gesellen, so daß der Forscher gleichsam nomadisierte, denn das Doppelsymbol des Nomaden ist nicht bloß der Wanderstab, sondern auch das Zelt. Wer aber sein Zelt nicht aufzuschlagen vermag in dem Lande, welches er wandernd studiert, der mag sich getrösten, daß im Wandern selbst doch der nächste Ersatz für das Wohnen liegt." Riehl hat in seinem Buch eine Methode des Wanderns gegeben und sie mit „s e l b ft e r w a n- derten Beispielen" belegt: mit ihr wendet er sich an die „frisch aufstrebende Jugend, welche in anderweitiger Schule ihre Beine noch nicht derart versessen hat, daß sie gar nicht mehr ordentlich gehen können und ihre Augen noch nicht derart an papierenen und pergamentenen Quellen verlesen, daß sie für die Quellen des leibhaften Lebens blöde geworden find" Dann heißt es: „Wer forschen und lernen will auf der Wanderschaft, der gehe allein. Nur der einsame Wanderer lebt mit den Leuten, nur wer allein kommt, wird überall angeredet und ins Gespräch gezogen: kommen ihrer zwei, so läßt man sie vielmehr für sich gewähren, in der Meinung, daß sie sich selbst genug seien. Zum Vergnügen reise man mit einem Freunde, zum Studium für sich allein." „Aber nicht bloß die fremden Leute erschließen sich leichter dem Einsamen, auch wir selber sammeln uns und arbeiten doch rfur eigentlich, wenn nfir einsam wandern. Frei durch die Welt zu streifen, das Auge stets geöffnet für Natur und Volk ist eine luftige Arbeit, ein lustiges Spiel ist es nicht... Die besten Gedanken findet man immer dort, wo man die unmittelbare Anschauupg der Tatsachen gefunden hat, und die Gedanken wollen auf der Landstraße, auf dem Lagerplatz im Abendquartier auch gleich frischweg erfaßt und festgehalten sein. Dies ist das sicherste Mittel gegen die Gefahr, hinterher Fremdes in den gewonnenen Stoff hineinzudenken .und die Tatsachen unseren Ideen zu beugen... Um aber recht gründlich allein zu reisen, nehme ich nicht einmal ein Buch mit auf die Wanderschaft: ich will gezwungen sein durchs Entbehren jeder anderen geistigen Anregung, Geist und Auge fortwährend auf die umgebenden Dinge zu richten und dieselben nach ihrem Zusammenhänge augenblicklich und in meiner Weise durchzudenken." strauWrnngdernevenSirauß-OvermDresden. I 41 A Unser Bild zeigt den 71jährigen Komponisten Richard Strauß am Flügel, neben ihm Generalintendant Adolph und Generalmusikdirektor Dr. Böhm (früher am Hessischen Landestheater in Darmstadt; ganz rechts). — (Koch-M.) Die Dresdener Opern-Wochen 1935 begannen mit der Welturaufführung der neuen Oper „Die schweigsame Frau" von Dr. Richard Strauß im staatlichen Opernhaus. Die erwartungsvolle Stimmung der Bevölkerung kam in der Ansammlung dichter Menschenmassen in der Nähe der Staatsoper und des Hotels Bellevue zum Ausdruck, wo die auswärtigen Ehrengäste abzusteigen pflegen. Das feit Wochen ausverkaufte Haus war bis" auf den letzten Platz gefüllt. Unter den Ehrengästen bemerkte man außer dem Reichskriegsminister Generaloberst von Blomberg den Reichsstatthalter Martin M u t s ch m a n n mit den sächsischen Staatsministern. Oberpräsident Prinz von Hessen, Staatskommissar Hinkel, den Auslandspressechef der NSDAP. Hanfftaengl sowie die Spitzen der Behörden und Parteistellen. Die Welturaufführung gestaltete sich zu einem großen Erfolg für den Komponisten. „Die schweigsame Frau" entstammt einer Geschichte von Ben I o n s o n , die schon in verschiedenen Fassungen über die Bühne gegangen ist, und handelt von dem Mann, der keinen Lärm vertragen konnte und zur Beruhigung seiner Nerven eine schweigsame Frau sucht. — Das drollige Spiel ist ein vorzüglicher und bühnenwirksamer Stoff für eine komische Oper und bot dem Komponisten Gelegenheit, einem übermütigen Humor die Zügel schießen I zu lassen. Schon die Ouvertüre ist ein Stück voll I schalkhafter Heiterkeit. Wesentlichen Anteil an der Wirkung hat, wie immer bei Strauß, das Orchester. Für jeden Witz ist eine instrumentale Ausdeutung vorhanden. — Die Staatskapelle unter der genialen Leitung von Generalmusikdirektor Professor Böhm vollbrachte eine glänzende Leistung. Auf der Bühne setzten sich erste Kräfte mit bestem Gelingen für den Erfolg der Neuheit em. Plaschke, Kremer, Ahlersmeyer und Maria C e b o t a r i waren die verdienstvollen Träger der Hauptrollen. Der Erfolg war durchschlagend. Nach allen drei Akten wurden der Komponist, die Darsteller und alle, die zum Gelingen der Aufführung beigetragen hatten, stürmisch gerufen. Im Anschluß an die Uraufführung fand zu Ehren des Komponisten ein Empfang im Rathaus statt. Oberbürgermeister Z ö r n e r hieß die Erschienenen NIVEA mild, leicht schäumend, ganz wundervoll Im Geschmack Z* 20 Elefanten trinken und baden bei Nacht. Don E. W. Strach. Silbern schien der Vollmond über den schwei- genden Urwald der Magarasürnpfe. Kein Blatt regte sich, es schlummerten die riesigen Shkomoren, es schliefen die Euphorbien, nur der Elelescho duftete süß durch die heiye Rächt. Fünf Monate waren es her, daß in der Regenzeit das letzte Raß die weiten Wälder und Steppen erquickt hatte. Durstend und schmachtend lag das große Afrika seitdem wieder im ewigen Sonnenbrände. Auch die Rächte brachten keine Kühlung, zum Ersticken war die weiche, schwüle Luft. Ich sand keinen Schlaf und war wieder aus meinem Zelt herausgekrochen, hörte dem eintönigen Lied der Zikaden zu und lauschte den Stimmen des nächtlichen Waldes. Gellend schrie zuweilen em Rachtaffe. Der heulende Auf einer suchenden Hyäne hallte durch den Dom der Bäume. Eulenlocken und das Quaken der Frösche im nahen Sumpfgebiet vervollständigten das unheimliche Konzert. Das Lagerfeuer war fast niedergebrannt. Anstrengende Tage halten wir hinter uns. Erst waren wir durch die weiten Steppen, soweit sie passierbar waren, mit dem Lastauto gefahren, lind dann als die Steine immer größer, die Berge immer höher wurden, muhten wir das Auto zurucklaffen. Der Regerhäuptling vom Stamme der Waburgwes nahm meinen Troß in Verwahrung. Ich selbst war nur mit meinen nötigsten Sachen und einigen zuverlässigen schwarzen Trägern weitergezogen, um in Fußmärschen auf Rashorn-, und Elefantenwechseln durch den Urwald, zu den Sumpfen des verschwiegenen Magara vorzudringen. Run gerade zur größten Trockenheit kamen die Elefanten von weither gewechselt, um sich nachts in dem so seltenen Waffer satt zu trinken und zu suhlen. Überall waren wir auf die Fährten der Dickhäuter gestoßen frische Losung zeigte uns, daß wir ihren Standort bereits erreicht hatten. x , Run wollten wir hier erst einmal von den beschwerlichen Märschen ausruhen und am nächsten Morgen die Fährte eines starken Einzelgängers suchen, dem wir tage-, ja vielleicht wochenlang würden folgen muffen auf all feinen vielen Kreuz- und Querwanderungen, bis wir auf Schußnähe an ihn herankamen. Denn nur ein guter alter Bulle lohnt das Elfenbein. Zudem gibt die englische Regierung im Mandatsgebiet von Tanganyika nur noch zwei Elefanten im Jahre für den einzelnen Jäger frei, um das gewaltige, imposante Wild vor Schießertr.m und Rekordsucht zu bewahren. Der Ab- ichuß dieser beiden Elefanten lostet eine Oonberge* bühr außer dem Jagdschein von zusammen taufend Mark. Erlaubt ist nur ein schwerer Bulle, der über fünfzig Pfund Elfenbeingewicht hat, während das Abschießen einer Elefantenkuh schwer bestraft wird. Rur wenn man nachweisen kann, daß man sich in äußerster Rot befunden hat und von einem wütenden Tier angenommen wurde, darf man ein schwächeres Stück erlegen. Rach jeder Expedition hat man sich bei der nächsten englischen Behörde zu melden und seinen Abschuhschein wieder abzugeben. Das Elfenbein wird dort sofort gewogen, bekommt einen behördlichen Stempel und wird damit für die Ausfuhr und zum Verkauf freigegeben. Es ist für den weißen Jäger unmöglich, ein vielleicht fälschlich abgeichos- senes Tier zu verschweigen. Man gibt sich damit sofort in die Hand seiner Reger, die bei ihrer Rück- kehr schon aus angeborener Schwatzhaftigkeit daheim von den Erlebnissen der Expedition erzählen, und bald ist durch Spitzel, die der Engländer drüben unter den Schwarzen hat, der Tatbestand genau festgestellt... So tag ich sinnend am ichwelenden Feuer und schaute in den sternklaren, blauen Rachthimmel. Mitternacht war schon vorüber. Plötzlich klangen laute Trompetenstöße durch die Rächt. Immer lauter wurden die Rufe, und immer mehr Stimmen fielen in das Konzert ein. Eine Dickhäuter-Herde muhte durch den Wald jenseits des schmalen Sumpfstreifens gezogen und nun auf das belebende Waffer gestoßen sein. Ihre Freude darüber äußerten die Elefanten durch ohrenbetäubendes, lang anhaltendes Trompeten. Jetzt hörte man sie durch den Sumpf stampfen, vernahm, wie sie Waffer einzogen und es gurgelnd wieder ausstiehen Rasch war ich aufgesprungen und schlich mit der geladenen Büchse bis an den dicken Affenbrotbaum am Rand des verschilften Waffers. Ich wußte, daß bei einer Herde nie starke Bullen stehen, und ich wollte auch nicht schießen, nur dem urigen Wilde hier im verborgensten Gebiet seines Reiches lauschen. Immer näher zogen die Elefanten im Sumpf meinem Versteck zu. Glücklicherweise bekamen sie meine Witterung nicht und tummelten sich vertraut im naffen Element Ihre Rückenlinien ragten über die Wand der Binsen und des Rohres. 3m Sumpf war es lebendig geworden, wir hörten das Suhlen der schweren Koloffe Schlamm und Waffer spritzten auf Schilf und Rohr zerknickten. Und dazwischen das freudige Trompeten jener Riefen aus grauer Vorzeit. Jetzt zogen sie einige Schritte weiter, tarnen auf eine lichte Stelle, wo kein Binsendickicht mir Die Sicht deckte. 3m Gänsemarsch trotteten sie vorwärts, einer hinter dem andern- Abgezehrte Kühe, die ihre Jungen bei sich führten, dahinter wieder ein schwa- cher Dulle. 3mmer mehr traten aus dem Schilfwalde in den freien Wasserspiegel, der sich hier noch kaum metertief durch die Trockenzeit gehalten hatte. Mit angehaltenem Atem zählte ich die grauen Ungetüme: zweiunddreihig waren es, die größte Herde, die ich je zusammengesehen hatte. Einige alte Kühe suchten mit hohen Rüffeln Wind zu nehmen. Wenn sie mich auf meinem Lauscherposten bemerkten, tonnte es schlimm für mich ausgehen. Der Elefant ist ein gefährlicher Gegner. Man glaubt nicht, mit welcher Behendigkeit und Gewandtheit das sonst so schwerfällige Tier Hinderniffe nimmt, Wendungen macht und seinen 3eind angreift, um ihn in Grund und Boden zu stampfen 3ch preßte mich an den Stamm des alten Affenbrotbaumes und rührte mich nicht, bis ich die Überzeugung gewonnen hatte, daß die Herde wieder beruhigt war. Die Elefanten aber hatten noch gar keine Lust, ihr kühles Bad zu verlaffen. Trompetend zogen sie hin und her, wälzten sich, stampften herum, während im weihen Mondlicht ihre naffen Körper wie Silber glitzerten. Ein unvergeßlicher Anblick! Meine Augen hingen an dem traumhaft schönen Bilde der scheuen, riesigen Dickhäuter, die ich in ihrem Reich aut wenige Meter Rähe belauschen durfte. Das sind Augenblicke im Leben eines Großwildjägers, die schöner sind als der Schuß selbst, als das Stehen am Wild, das man nach mühevoller Pirsch endlich zur Strecke gebracht- Wie lange ich dort stand, ich weiß es nicht: denn alles um mich herum versank. Gebannt sah ich mit brennenden Augen dem nächtlichen Spuk des Ma- garasumpfes zu. Erst als der Morgen langsam graute, zogen die Elefanten wieder auf ihrem alten Wechsel in die gegenüberliegenden Urwaldbestände ab. Einer reihte sich an den andern, und wie traumhafte Schatten erschienen sie hinter den Stämmen des Urwaldes, der sie wieder aufnahm Urwaldzauber, Urwaldnacht! Leise schlich ich zurück in mein Lager. Meine Boys sahen in Angst und Aufregung um das glimmende Feuer herum. „Bwana, angalia, tembo kali fana“, zu deutsch: „Herr, sieh dich vor, Elefanten sind sehr böse", warnten sie mich. Doch einen leidenschaftlichen Jäger kann das nicht zurückhalten. Denn solches Erlebnis erlischt nicht in der Erinnerung. Dort, wo das sagenhafte Großwild genau wie vor Tausenden von Jahren seine Fährten in unberührte Wildnis gräbt, wo der Urwald schweigt und seine Söhn« schützt und schirmt, dort ist das Reich der Elefanten. Der Mensch kommt sich dort so klein und nichtig vor inmitten dieser dunklen Hallen alter Urwaldbäume, in deren Schatten noch die Tiere grauer Vorzeit wandeln, die menschliche Kultur und Erfindergeist nicht vertreiben konnten. Das ist die Welt, die dem Tier gehört, die der Mensch ihm noch nicht rauben konnte. Der Jäger aber, der in jene Gebiete vorstöht, ist nur ein Eindringling, der für kurze Spanne Zeit ins Traumland verseht ist. „Die Sünde der Madelon Maudei/- Wenn man diesen Film der amerikanischen Firma Metro-Goldwyn-Mayer auf sich wirken läßt, dann fühlt man sich stellenweise unwillkürlich in die Zeit des Kinos vor fünfundzwanzig Jahren zurückversetzt; es ist, nicht das Kostüm und nicht die Darstellung; es liegt am Thema und an der Art, wie es vorgebracht wird. Von Zeit zu Zeit ist einem zumute, als ob man diese Geschichte schon längst einmal irgendwo gesehen hätte Immerhin darf man ,;u- qeben, daß der Film, welcher mit dem berühmten Wiegenlied von Brahms sehr stimmungsvoll eingeleitet, so beschaffen ist, daß vor allem der weibliche Teil der Besucher gegen Ende hin die Taschentücher hervorholen wird .. so eine rührende Geschichte ist das. Uebrigens wirkt der amerikanische Star Helen Hayes in der Hauptrolle nicht uninteressant: vom Ensemble ist Lewis Stone als Partner von Iannings im „Patrioten" bei uns bekannt geworden. Regie: Edgar S e l w y n. — Im Beiprogramm bringt das Lichtspielhaus u a. einen amerikanischen Schwank mit den bekannten Herren Dick und Doof, einen Vorspann zum „Kampf mit dem Drachen" und die neue Wochenschau. —r— Hochschvlnachnchten. Die folgenden ordentlichen Professoren sind von den amtlichen Verpflichtungen entbunden worden: an der Universität Jena: Rudolf Abel (Hygiene); Ernst Giese (Gerichtliche Medizin); an der Universität Leipzig: Hans A ch e l i s (Kirchenge» schichte); Erich Brandenburg (Neuere Geschichte); an der Universität München: Max Borst (Pathologie); Josef Geyser (Philosophie); Heinrich Günter (Geschichte); Johannes G o e 11 s- berger (Alttestamentliche Theologie): an der Universität Heidelberg: Emil Gvtschlich (Hygiene und Bakteriologie, früher an der Universität Gießen); an der Universität Freiburg: Wilh. van C a l k e r (Völker-, Staats- und Verwaltungsrecht): an der Universität Würzburg: Heinrich Bulle (Klassische Archäologie); an der Technischen Hochschule in Karlsruhe. Hermann Billing und Max L a e u g e r (Architektur); Georg Benoit (Maschinenbau); an der Technischen Hochschule in Dresden : Kurt Hassert (Geographie). Professor Dr. H. Henkel, Ordinarius für Strafrecht, Strafprozeßrecht und Staatsrecht an der Universität Marburg, ist in gleicher Eigenschaft zum 1. Oktober d. I. an die Universität Breslau berufen worden. willkommen und dankte Richard Strauß und den an der Aufführung beteiligten Künstlern. Staatskommissar Hinkel überbrachte die Grüße des Reichsministers Dr. G o e bb e l s. Hinkel feierte Adolf Hitler als den künstlerischen Menschen schlechthin. Ohne ihn wäre es nie gelungen, die letzten Kräfte völkischer Kultur vor dem Verfall zu retten. Dr. Richard Strauß dankte in bewegten Worten für die ihm zuteil gewordenen Ehrungen und schloß mit einem Sieg-Heil auf den Führer, in das die Anwesenden begeistert einstimmten. Wirtschast. Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 898: Anweisung über die Verwendung, von Reisekreditbriefen im Reiseverkehr nach der Schweiz. 899: Einzug von Kupons ausländischer Wertpapiere. 900: Versendung von Wertpapieren ins Ausland. 901: Allgemeine Bestimmungen über den Reiseverkehr mit Ländern, mit denen ein Reiseverkehrsabkommen besteht. 902: Bestimmungen über den Reiseverkehr nach Dänemark. 903: Bestimmungen über den Reiseverkehr nach den Niederlanden. 904: Richtpreisanordnung XXIII für unedle Metalle vom 20.6.1935. 905: Aenderung der Gebührenordnung der lieber» wachungsstelle für Bastfasern. 906: Eisenbahn - Umrechnungskurse in Italien: 1 RM. = 4,94 Lire. 907: Zollfreier Vormerkverkehr im Reiseverkehr mit Frankreich. 908: Danziger Devisenverordnung und Fremdenverkehr. 909: Zahlungsverkehr mit Jugoslawien. 910: Erschwerung des Zahlungsverkehrs Norwegens mit Deutschland. 911: Neue Umrechnungskurse im Güter- und Tierverkehr mit Großbritannien, Schweden, Schweiz. 912: Der neue Flugplan für den Südatlantikflugverkehr. 913: Die Luftpost für den Zeppelindienst nach Südamerika. Die neuen Postschlüsse für den Dienst der Lufthansa nach Südamerika. * * Indischer Auftrag f ü r Henschel & Sohn AG., Kassel. Die Firma Henschel 8z Sohn, die bekannte Lokomotio- und Lastkraftwagenfabrik, konnte einen Auftrag auf 33 Loko- motiversatzkessel für Indien hereinholen, nachdem sie erst kürzlich eine Anzahl Lokomotiven dorthin auf den Weg gebracht hatte. Im Bau befinden sich bei der Gesellschaft auch noch sechs schwere Schnellzuglokomotiven für die südafrikanischen Staatsbahnen, die in den letzten Jahren rund 80 Lokomotiven und 160 Ersatzkessel von Henschel bezogen haben. Nhem-Maimsche Mittagsbörse. Tendenz: freundlich. Frankfurt a. M., 24. Juni. Die Börse hatte auch zilm Wochenanfang nur sehr kleine Aufträge, so daß die Umsatztätigkeit auf allen Marktgebieten gering blieb, da auch die Kulisse keine Neigung zu größeren Engagements zeigte, zumal besondere Anregungen nicht Vorlagen. Am Aktienmarkt war die Haltung im Anschluß an das Wochenende weiter freundlich. Die Kursentwicklung war nicht ganz einheitlich, doch Überwogen durchschnittliche Befestigungen von 0,50 bis 1 v. H. Etwas mehr Interesse sanden Elektrowerte, insbesondere Licht 8z Kraft mit plus 2,40 v. H. und Schuckert mit plus 1,50 v. H. AEG. wurden mit 46,25 (46) etwas lebhafter umgesetzt. Chemische Papiere notierten bei kleinsten Umsätzen meist etwas höher, Farbenindustrie bröckelten dagegen aber 0,50 v. H. auf 150 ab. Montanaktien erhielten von dem Bericht des Stahlwerks-Verbandes, der über ein lebhafteres Eisen- und Stahl- geschäst berichtet, einige Anregung. Buderus Eisen plus 1,50 v. H., Rheinstahl plus 1,25 v. H., Klöckner plus 0,75 v. H., die Übrigen Werte lagen 0,25 bis 0,50 v. H. höher, nur Harpener gaben 0,50 v. H. nach, auch andere Kohlenwerte nur knapp gehalten. Fest lagen außerdem Südd. Zucker mit plus 2,25 v. H. auf 193, Feldmühle Papier mit plus 1,50 v. H. auf 120,25 und Reichsbank mit plus 1 v. H. auf 181,50. Von Verkehrswerten gaben AG. für Verkehr 0,50 v. H., Hapag 0,50 v. H. nach, Nordd. Lloyd zogen noch 0,13 o. H. an. Sonst setzten noch Deutsche Linoleum 0,75 v. H., Deutscher Eisenhandel 0,25 d. H. und Feinmechanik Setter 0,13 v. H, leichter ein, Daimler gewannen 0,25 v. H. Der Rentenmarkt lag sehr still. Irgendwelche Anzeichen, daß bereits Kuponerlöse dem Anlagemarkt zufließen, waren noch nicht zu bemerken. Altbesitz bröckelten um 0,15 v. H., späte Schuldbuchforderungen 0,13 v. H. ab, während Zinsoergütungsscheine mäßig höher lagen. Don fremden Werten waren Rumänen gesucht und fest, 4prozen- tige 6,30 (6), 5prozentige 8,15 (7,70), ferner gewannen Ungarn Gold 0,65 o. H. auf 12,13 v. H. Das Geschäft bewegte sich auch in der zweiten Börsenstunde in sehr engen Grenzen und die Kursgestaltung blieb nicht einheitlich, ohne daß aber stärkere Abweichungen weder nach der einen noch der anderen Seite eintraten. Für IG.-Farben zeigte sich Rückkaufsneigung, so daß der Kurs auf 151,25 nach 150 anstieg, außerdem waren einige Montanwerte noch leicht erhöht, aber Rheinstahl lagen 0,50 v. H. schwächer. Fest lagen ferner Felten mit plus 1,25 o. H. und Bemberg mit plus 2 v. H. Schiffahrtswerte blieben uneinheitlich, während Reichsbank 0,50 v. H. und Westdeutsche Kaufhof 0,40 v. H. nachgaben. Am variablen Rentenmarkt stockte das Geschäft bei meist nur knapp gehaltenen Kursen fast vollkommen. Lebhafter und fest lagen aber Reichsbank-Vorzugsaktien mit 121,65 (121,40). Für Pfandbriefe bestand etwas Interesse bei unveränderten Kursen, auch Stadtanleihen konnten sich gut behaupten. Staatsanleihen lagen still. Am Auslandsrentenmarkt blieben die höheren Kurse für Ungarn und Rumänen behauptet. Staatsanleihen lagen still. Am Auslandrentenmarkt blieben die höheren Kurse für Ungarn und Rumänen behauptet. Im Freiverkehr waren Wayß 8z Freytag auf 97,50 (96) erhöht, sonst ergaben sich keine Veränderungen. — Tagesgeld blieb zu 2,50 v. H. unverändert, die Geldmarktlage war ausgeglichen. Abendbörfe. Tendenz: behauptet.. Frankfurt a. M., 24. Juni. Die Abendbörse nahm einen außerordentlich ruhigen Verlaus, doch bewahrte sich die freundliche Haltung. Angesichts des herrschenden Auftragmangels hat sich die Zurückhaltung der Kulisse noch verstärkt, so daß Umsätze kaum zustande kamen und die notierten Kurse zumeist nominellen Charakter hatten. Im Vergleich zu den Berliner Schlußnotierungen vermochten sie sich aber trotz der Geschäftsunlust gut zu behaupten. Im Angebot lagen lediglich Westdeutsche Kaufhof auf die im Geschäftsbericht angegebenen Steuerungen für die Aussichten in 1935; eine Notiz wurde nicht sestgestellt, die Taxe lag bet etwa 39 Brief (39,50), außerdem schwächten sich Kunstseide Aku auf 62,40 (62,90) ab. JG.-Farben blieben zu 150,75 unverändert, auch Montan- und Elektroaktien hielten ihre Mittagskurse. Von Schiffahrtswerten gingen Hapag auf 34,50 (34,75) zurück. Am Einheitsmarkt kamen Bankaktien unverändert zur Notiz, ebenso Gebr. Adt mit 56. Der deutsche Rentenmarkt stagnierte vollkommen, Altbesitzanleihe bröckelten auf 112,75 (112,90) ab, sonst traten keine Veränderungen ein. Von fremden Werten zeigte sich leichte Nachfrage nach Ungarn, während Rumänen etwas schwächer lagen. II. a. notierten: Altbesitz 112,75, JG.-Farben- Bonds 130,40, Reichsbahn-DÄ. 121,65, 1914er Ungarn 12, 4proz. Ung. Goldrente 12,13, 4proz. Rumänen 6,13, 4proz. Schweiz. Bundesbahn 194, Bank für Brauindustrie 122, Commerzbank 91,25, DD-Bank 92,50, Reichsbank 181, Harpener 109,50, Kali Aschersleben 122,50, Mannesmann 86,75, Rheinstahl 113, Stahlverein 83,75, Accumulatoren 172, Aku 62,40, AEG. 46,13, Bekula 139,40, Scheideanstalt 231, Licht 8z Kraft 130,25, JG.-Farben 150,75, Gesfürel 127,25, Hafenmühle 102, Holzmann 92, Metallgesellschaft 104,65, RWE. 126,75, Schuckert 120,25, AG. für Verkehrswesen 89,40, Hapag 34,50. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 24. Juni. Am Brotgetreidemarkt hat sich das Angebot, insbesondere von Weizen, weiter verringert; auch aus Bayern und Norddeutschland wurde weniger angeboten. Die Mühlen bekunden etwas bessere Stufnabmeneigung, wobei von Roggen schnell lieferbare Ware bevorzugt wird. Norddeutscher Roggen wurde weiterhin reichlich offeriert. Am Futtergetreide- und Futtermittelmarkt zeigte sich weiteres Interesse, insbesondere für Kleie und ölhaltige Artikel, doch blieb das Angebot klein. Der Mehlmarkt verzeichnete laufendes Bedarfsgeschäft in Weizenmehl, Roggenmehl wird nur wenig gefragt. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 1Ö0 Kilogramm) in RM.: Weizen W IX 210, W XIII 214, W XVI 218, Roggen R IX 170, R XIII 174, R XV 178, Großhandelspreise der Mühlen des genannten Preisgebiets. Futtergerste G IX 172, G XI 175, G XII 177, Hafer H XIII 170, H XIV 172, Großhandelspreise ab Station. Bei Wasseroerladung über 100 t RM. 3,00 mehr. Weizenmehl W XIII '27,70, W XVI 28,15. Roggenmehl Type 997 R XIII 23,80, Type 815 R XIII 24,30, Type 997 R XV 24,20, Type 815 R XV 24,70 plus 0,50 RM. Fracht-Ausgleich. Weizen-Nachmehl 17,25, Weizenfuttermehl 13,50. Weizenkleie W XIII 10,92, W XVI 11,13, Roggenkleie R XIII 10,20, R XV 10,44, Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Soyaschrot mit Monopolzuschlag 13,00, Palmkuchen m. M. 13,30, Erdnußkuchen m. M. 14,50, Fabrikpreise ab süddeutscher Fabrikstation. Treber 17,10 bis 17,00, Trockenschnitzel 9,70 bis 10,20, Heu —, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt 5,20 bis 5,30, gebündelt 5,10. Am Kartoffelmarkt erfolgte keine Notierung, da alte Kartoffeln nicht mehr am Markt sind. Preise für neue Kartoffeln noch nicht bekannt. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 24. Juni. Auftrieb: Rinder 725 (gegen 638 am letzten Montagsmarkt), darunter befanden sich 32 Ochsen, 87 Bullen, 398 Kühe und 208 Färsen. Außerdem wurden von der Reichsstelle 119 Rinder aufgetrieben. Kälber 607 (641), Schafe 25 (12), Schweine 3475 (3874). Nottert wurde pro ein Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 42 (am 17. Juni 42), b) 42 (41), c) 41 (—). Bullen a) 42 (42), b) 41 (41), c) 40 bis 41 (38 bis 41), d) 36 bis 38 (32 bis 36). Kühe a) 41 bis 42 (42), b) 35 bis 41 (38 bis 41), c) 28 bis 34 (32 bis 37), d) 20 bis 27 (25 bis 31). Färsen a) 42 (42), b) 41 bis 42 (41), c) 39 bis 41 (40 bis 41), d) 34 bis 38 (36 bis 39). Kälber a) 58 bis 60 (62 bis 65), b) 50 bis 57 (55 bis 61), c) 41 bis 49 (47 bis 54), d) 30 bis 40 (38 bis 46). Hammel b2) Weidemast 39 bis 40 (40). Schafe nicht notiert. Schweine al) 47 bis 51 (48 bis 52), a2) 47 bis 51 (48 bis 52), b) 47 bis 51 (46 bis 52), c) 47 bis 51 (47 bis 52), d) 44 bis 50 (44 bis 50), e) 37 bis 46 (40 bis 46), Sauen gl) 43 bis 46 (43 bis 46), g2) 38 bis 42 (37 bis 42). Marktverlauf: Rinder rege, bei Kühen Ueberftanb. Kälber, Hämmel und Schafe langsam, ausverkauft. Schweine mittelmäßig, nahezu ausverkauft. Ueberftanb: 28 Rinder, darunter 26 Kühe und 2 Färsen; 19 Schweine. Schweinemarkt in Alsfeld. Alsfeld, 24. Juni. Auf dem heutigen Ferkelmarkt waren 254 Stück aufgetrieben, darunter 76 Händlerschweine. Es wurden bezahlt für 6 bis 8 Wochen alte Tiere 25 bis 26 Mark; 8 bis 10 Wochen alte Ferkel kosteten 26 bis 30 Mark. Der Marktverlauf war sehr flott, es verblieb nur geringer Ueberftanb. Preußen. Vier Jahre Zuchthaus für einen Automarder. LPD. Frankfurt a. M., 24. Juni. Die Erste Strafkammer legte einem gefährlichen Automarder, dem 27jährigen Adam Ferdinand Beckers, auf dessen Konto mindestens neun 2Iutoberaubuhgen kommen, das Handwerk. Beckers war schon früher auf diesem Gebiete tätig, zog es dann aber vor, auf Reisen zu gehen und später unter falschem Namen wieder nach Frankfurt zurückzukehren. Er nannte sich Alfred Wagner. Um den gefährlichen Dieb zu fassen, stellte man ihm seinerzeit eine Falle, auf. die er auch prompt hereinfiel. Eines Abends stand in der Erlenstraße — eine Gegend, in der Beckers zu arbeiten pflegte — ein mit Koffern, Paketen usw. hoch beladener Kraftwagen, der jedoch unter ständiger Beobachtung von Kriminalbeamten, die sich im Innern des Hauses verborgen hatten, stand. Beckers kam denn auch abends gegen neun Uhr vorbei, befat) sich den Wagen, ergriff dann aber plötzlich die Flucht, da ihm anscheinend irgend etwas verdächtig vorkam. Man verfolgte den Ausreißer und konnte ihn schließlich an der Ecke Bettinastraße stellen. Das Gericht verurteilte Beckers zu einer Gesamtzuchthausstrafe von vier Jahren. Frankfurter Kommunisten zu Zuchthaus verurteilt. LPD. Kassel, 24. Juni. Der Strafsenat des Oberlandesgerichts in Kassel verurteilte vier Kommunisten aus Frankfurt a. M. wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu hohen Zuchthausstrafen. Die Angeklagten hatten versucht, im vergangenen Jahr in Frankfurts Umgebung kommunistische Ortsgruppen zu bilden und kommunistische Hetzschriften zu verteilen. Der 27 Jahre alte Hans Jo r d a n, der die illegale Bezirksleitung in Frankfurt übernommen hatte, erhielt drei Jahre Zuchthaus, der 32jährige Friedrich Wagner, der als Kurier tätig gewesen war, wurde zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt, während der 33 Jahre alte Wilhelm Ranft, der in Fried - b e r g gewohnt hatte, und der 39jährige Konrad Ammann je sechsJahreZuchthaus erhielten. Ammann war Unterbezirksleiter in Friedberg gewesen. Auiobuö-Lsngiück bei Königstein. LPD. K ö n i g st e i n , 24. Juni. Auf der Landstraße nach Königstein, in der Nähe des Billtales, ereignete sich am Sonntagabend ein glücklicherweise noch verhältnismäßig gut verlaufener Verkehrsunfall. Auf dem Rückwege von einer Fahrt nach dem Kloster Marienstatt versagten plötzlich die Bremsen eines mit etwa 50 Frauen aus Offenbach besetzten Autobusses. Der Kraftwagen fuhr also in immer schnellerem Tempo die Straße hinunter. Als der Führer des Autobusses plötzlich bemerkte, daß ein Personenwagen vor ihm abstoppte, riß er seinen Wagen nach links herum und raste dabei gegen einen Gartenzaun, durchbrach diesen, riß drei Bäume um und kam schließlich zum Stehen. Wie durch ein Wunder erlitten nur zwei Frauen leichtere Armbrüche, die übrigen Insassen kamen teils mit dem Schrecken, teils mit Prellungen und Hautabschürfungen davon. Der Führer selbst blieb unverletzt. Kreis Marburg. * Nordeck, 24. Juni. Heute morgen verunglückte der Landwirt Georg Kornmann von hier beim Grasmähen. Als gerade die Mähmaschine über einen Maulwurfshaufen ging, verlor er das Gleichgewicht und fiel mit der linken Seite des Unterleibes in den Stellhebel. Er erlitt eine schwere Bauchverletzung. Der schnell herbeigerufene Arzt veranlaßte die sofortige Uebersührung in die Klinik nach Gießen. 53. Hauptversammlung des Odenwaldklubs in Mosbach. Mosbach (Baden), 24. Juni. In der festlich geschmückten alten Freien Reichsstadt Mosbach in Baden fand am Samstag und Sonntag die 53. Hauptversammlung des Odenwaldklubs statt. Waren bereits am Samstag 1200 Klubmitglieder eingetroffen, so erhöhte sich diese Zahl am Sonntag durch das Eintreffen von Sonderzügen aus Frankfurt, Offenburg und Mannheim auf 2500. Während der (Samstag lediglich internen Beratungen des Hauptausschusses und des Wegebe- zeichnungsausschuffes Vorbehalten war und am Abend die bereits anwesenden Wanderer zu einem Empfang durch die Stadt Mosbach in der Festhalle vereinigte, war der Sonntagvormittag ausschließlich der Hauptversammlung gewidmet. An ihr - nahmen neben den Mitgliedern zahlreiche Ehrengäste teil. Der Führer der deutschen Wanderer, Minister a. D. Prof. Werner (Darmstadt) befaßte sich eingehend mit den Idealen und Zielen des Wander- sports. Der deutsche Wandersport, so betonte er, sei nicht allein eine ideelle Aufwärtssuche des deutschen Menschen und seiner Seele, sondern das , Wandern fei auch ein sehr starker volkswirtschaftlicher Faktor. Svdann erstattete Professor Dr. Götz (Darmstadt) den Tätigkeitsbericht über das ab gelaufene Jahr. Der Mitgliederbestand hat sich gegenüber oem Vorjahre mit 121 Ortsgruppen und 11000 Mitgliedern auf gleicher Höhe gehalten. Große Arbeit habe der Wegebezeichnungsausschuß geleistet, mußte er doch 3600 Kilometer farbige Wegebezeichnungen betreuen. Um den aktiven Wanderer ihre Treue ’u danken, konnten rund 2600 Mitglieder mit dem „Goldenen" ausgezeichnet werden. 135 Mitglieder erhielten das Abzeichen für 25jährige und 18 für 40jährige Mitgliedschaft. Ferner erhielten das Ehrenzeichen „für treue Klubarbeit" in Gold vier und in Silber 49 Mitglieder. Die Hauptversammlung 1936 findet am 4. und 5. Juli in Auerbach statt. Am Nachmittag durchzog ein Dielbejubelter Festzug die Straßen Mosbachs, dem sich ein feierlicher Weiheakt von Klubwimpeln auf dem Marktplatz anschloß. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) 1. Nach § 4 der Ortssatzung betr. die Erhebung von Gebühren für die Müllabfuhr in der Stadt Gießen vom l.Juni 1929 wird die Müllabfuhrgebühr dem Grundstückseigentümer angefordert und von diesem im Verhältnis der Grundmiete auf sämtliche Benutzer des Hausgrundstücks ausgeschlagen. 2. Der Hausbesitzer ist zur Ausschlagung auch dann berechtigt, wenn im Mietvertrag nichts darüber gesagt ist. 3. Nach § 3 der Gebührenordnung betr. die Erhebung von Gebühren für die Müllabfuhr in der Stadt Gießen vom 1. Juni 1929 beträgt die Müllabfuhrgebühr 1,36 Rpf. für je 100 Reichspfennig Grundmiete für das Jahr. 4. Müllabfuhrgebühren werden auch in anderen Städten erhoben, jedoch gilt vorstehende Regelung nur für Gießen. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Frankfurt a.M. Berlin Schlußkurs Schlußk. Abendbörse Schlußkurs Schlußk. Mittag- börse Oatum 22.6 24.6. 22-6 24.6. 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 100,25 100,13 100,13 100,13 4% Deutsche Netchsanl. von 1934 97,5 97,5 97,75 97,75 6'/z% Doung-Anleihe von 1930 .. 103 102,75 102,9 104 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechten ............. 113 122,75 113,1 112,9 4x/,% Deutsche Reichspostschahan- Weisungen von 1934, 1....... 6% eljem.8% Hess. Volksstaat 1929 100,2 100,13 100,4 100,13 (rlickzahlb. 102%) ............ 98,5 98,5 — 98,25 4¥i% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........ 96,25 96,25 — — 6yz% ehem. Hess. Landes-Hypw thckenbank Darmstadt Liaüi ... 100,2 100,5 —— -___ 4Vi% ehem. 8% Darmst. Komm Landesb.Goldschuldverschr. R.6 92 92 — - - Oberhesfen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten ............. 127 127 — Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 115,75 116 116 116 4^%ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 96 96 *■— —— 6Yi% ehem. 4‘/z% Franks. Hyp.° Bank-Liqu.-Pfandociefe....... 100,75 100,75 — _ 5yz% ehem. 4yz% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe..... 101,4 101,13 101,13 101,13 4y»% ehem. 8% Pr. Landespfand- vriefanstalt, Pfandbriefe R. 19 — 96,75 96,75 96,75 4%% ehem. 7% Pr. Landespfand- briesanst., Gold Komm. £61. VI _ 96,75 — 96,75 Steuergutich.BerrechnungSk. 85-39 106,5 106,5 106,5 106,5 4% Oesterretchtiche Goldrente.... 4,20% Oesterrelcytsche Silberrente 1,65 — 32 1,65 32 1,7 4% Ungarische Goldrente....... 11,9 12,13 11,9 12,13 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 11,4 11,75 11,5 11,75 4yz% desgl. von 1913......... 11,65 11,9 11,9 13 12 6% abgest. Goldmexikaner von 99 13 13,25 13,25 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie 1..................... «MM ■* Frankfurt o. M Serlin Schlußkurs Schlußk. Abendbörse Schluß- kurs Schlußk. Mittag- börsc Datum 22 6 24.6. 22.6. 24-6. 4% desgl. Serie 11 ........... — — — — 5% Ruman. vereinh. Rente v. 1903 7,7 8,15 8 8,25 4'/z%Rumän.vereinh.Rentev.l913 10,13 10,25 10,4 10,4 4% Rumänische vereinh. Rente 6 6,13 6,25 6,25 2%% Anatolier ............. 39,25 39,25 39,5 39,25 Hamburg-Amertka-Paket ..... 0 35 34,5 35 34,75 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 — — 27,75 26,5 Norddeutscher Lloyd ......... 0 37,5 37,5 37,75 37,75 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 90 89,4 89,5 89,25 Berliner Handelsgesellschaft ... 5 116 116,75 116,5 117 Commerz, und Privat-Bank ... O 90,75 91,25 90,75 91,25 Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft................ 0 92 92,5 92 92,5 Dresdner Bank.............. 0 92 92,5 92 92,5 Retchsbank ................ 12 180,5 181 180,25 181,5 A.C.G...................... 0 46 46,13 46 46,13 Bekula................ 10 139,13 139,4 139,65 139,75 Elektr. Lieferungsgesellschaft... 5 113,25 114,5 114,4 114,75 Licht und Mast ........... ey. 128,25 130,25 129,25 130,75 Felten & Guilleaume......... O 99,75 101 101 101,5 Gesellsch.s.Elektr.Unternehmung. 5 127 127,25 127,5 127,9 Rheinische Elektrizität ........ 5 — 135 131 Rhein. Wests. Elektr......... 6 126,25 126,75 126 126,65 Schuckert L Co. .............. 4 118,75 120,25 119,75 120,5 Siemens L Halske............ 7 175,25 175,25 176 175,25 LahmeyerLCo.............. • 7 127 128,25 127 128,4 Buderus .................. O 103,5 104,9 103,9 104,9 Deutsche Erdöl.............. 4 111,5 112,25 112,5 112,5 Gelsenkirchener.............. O Harpener................... c 109,5 109,5 109,75 109,5 Hoesch Eisen—Köln-Neuester» .. 0 105,25 105,5 Ilse Bergbau ............... e 156 157 158 158 Ilse Bergbau Genüsse........ 6 128,13 128 128,25 128,4 Kiactnerwerke .............»y. 97,75 99 98 99,25 Mannesmann-Rohreu •••••••• 0 86,25 86,75 86 86,75 Frankfurt a. M. Lerttn Schluß, kurs GchlUßk. Abend- börse Schlußkurs Schlußk. Mittag, börse Datum 22-6 24-6 22 6- 24-6. Mansselder Bergbau .. ....... 8 116,25 116,25 116,25 116,5 Kokswerke ........... .......6 — — 117,5 117,4 Phönix Bergbau...... .......O — — Rheinische Braunkohlen .....12 234,5 233,5 230,25 234,75 Rheinstahl ........... .....syz 112,5 113 112,5 113 Vereinigte Stahlwerke. .......0 83,5 83,75 83,25 83,9 Otavi Minen ........ .......0 17,75 18,5 18,13 18,5 Kaliwerke Aschersleben. .......5 120 122,5 119,5 122 Kaliwerke Westeregeln . .......5 120 120,5 120,5 Kaliwerke Salzdetfurth .....lYi 120 178 178 177,5 I. G. Farben-Jnvusttie .......7 150,5 150,75 150,25 150,75 ScheideanstaU........ .......9 231 231 —— — Goldschmidt ......... .......O 102,25 103 102,5 103,9 Rütgerswerke ........ .......4 117,13 104,13 117 117,5 118 Metallgeiellschaft...... .......4 104,65 104,25 104,65 Philipp Hvlzinann...........0 Zementwerk Heidelberg ......5 Cemenlwerk Karlstadt......... 4 Schultheis Patzenhofer ....... 4 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg...................0 Zellstoff Waldhof ............0 Zellstoff Aschaffenburg .......0 Dessauer Gas ...............7 Daimler Motoren............0 Deutsche Linoleum........... 6 Orenstein & Koppel ..........0 Westdeutfche Kaufhof.........0 Chade......................0 Aecumulatoren-Fabrik....... 12 Conti-Gummi...............g Gritzner..................... Mainkraftwerke Höchst 4 Süddeutscher Zucker.........9 91,75 118,13 135,25 92 117,25 135 92,25 92,25 _ — 112,25 112,75 62,25 62,4 62,65 62,9 119 121 119,75 120 118 118 118 118 85,25 86 86 86,25 — —— 136 138,25 92,75 93 92,75 93 161,5 160,75 160,5 160,5 — — 87,25 87,65 39,9 39,5 39,5 39,5 — 296 296 — 175 172 175 172,5 153,25 153,5 152,25 153,75 40 40,5 40 40,65 89,5 89,5 - - 180,75 184,25 180 192,5 Lombardzinsfuß 5 v. H. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2R. Banknoten. 22-Iuni 24-Juni Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld | Brief Geld I Bries Buenos Aire' 0,658 0,662 0,658 0,662 Brüssel..... 41,98 42,06 41,98 42,06 Rio de Jan. . 0,139 0,141 0,139 0,141 Sofia ...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 54,59 54,69 54,61 54,71 Danzig..... 46,83 46,93 46,84 46,94 London ..... 12,225 12,255 12,23 12,26 HelsingforS.. 5,39 5,40 5,39 5,40 Paris ...... 16,38 16,42 16,385 16,425 Holland .... 168,48 168,82 168,55 168,89 Italien..... 20,42 20,46 20,42 20,46 Japan ...... 0,717 0,719 0,718 0,720 Jugoslawien 5,649 5,661 5,649 5,661" Oslo ; 61,45 61,57 61,47 61,59 Wien....... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon .... Stockholm... 11,09 11,11 11,10 11,12 63,04 63,16 63,07 63,19 Schweiz .... 81,03 81,19 81,04 81,20 Spanien.... 33,94 34,00 33,97 34,03 Prag....... Budapest ... Neuyork... 10,35 10,37 10,35 10,37 2,476 2,480 2,477 2,481 Lerlin,24 Zuni Geld " Bries * Amerikanische Noten.............. 2,429 2,449 Belgische Noten.....••••••••••••• 41 82 Dänische Noten ......... ....... 54,40 54 62 Englische Noten ................. 12,195 Französische Noten ............... 1fi 325 Holländische Noten............... 168,13 16MI Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. 61,26 61 50 Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten............... 62,85 63,11 Schweizer Noten................. 80,81 81,13 Spanische Noten ................ 33zj0 33/64 Ungarische üoteu •••••••••••••••• «8 1, ** . LV* ■'T y WWWW^> > < /> n das old vier erjarnm. erbach ejubelter in feier* i Markt- schlich wch in die 53. Waren einge- 9 durch ' mkfurt, Erhebung tobt Ne' hrgebühr i von bie* sämtliche n. 2. Der )ann be- ier gesagt . die Er- ir in der )ie Müll' ispsennig gebühren edoch g"t inl_______ —^662 42,06 0,141 3,053 54,7] 46,94 12,26 5,40 16,425 168,89 20,46 0,720 5'66 61,59 49,05 11,12 63,19 81,20 34,03 ioF 2/Ü1 Hr. 145 Drittes Blatt (Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) Dienstag, 25. Zuni 1955 Jugend am Sonnenwendfeuer. — (Aufnahme: Photo-Pfaff, Gießen.) ver- - Helmut Buhl hielt eine zündende verschiedenen Liederoorträgen und Sprechchören In sväter Nachtstunde fand die Feier, des Mädchenlagers, des Jungvolkes und gemein« Abschluß ' samen Gesängen richtete Kreisleiter K r o m m eine von von aus Ansprache. L erst ihren Abschluß. unserer Gemeinde. In Butzbach. In Laubach. O Laubach, 24. Juni. Am Samstagvormittag versammelten sich die Schüler von 10 bis 14 Jahren aus Laubach und den umliegenden Orten (Wetterfeld, Ruppertsburg, Gonterskirchen und Freienseen) auf der Helle, um nach gemeinsamen Anhören der Rundfunkansprache des Reichssportführers von Tschammer und Osten zu den Jugendwettkämpfen anzutreten. Am Sonntagvormittag um die selbe Zeit sanden die Wettkämpfe der Jugendlichen über 14 Jahren statt. Das Sonnenwendfest der Hitlerjugend fand am Sonntagabend aus dem Rams- berg statt. Bei eintretender Dunkelheit versammelten sich sämtliche Formationen der NSDAP und die Laubacher Vereine auf dem Marktplatz und marschierten im Fackelzug durch Straßen und Gassen auf den Ramsberg, wo nach einer Begrüßungsansprache des stellvertretenden Ortsgruppenleiters Braun, unter Liedern des Gesangvereins, Chören und Gedichten der Hitlerjugend, ferner eine Ansprache des Jungvolkführers, das Sonnenwendfeuer abgebrannt wurde. Auch die Laubacher Bevölkerung hatte sich sehr zahlreich zu der eindrucksvollen Feierstunde eingefunden. In Schotten. cm Sonntag von 22 Einzelwettkämpfern 9, davon 1 von hier: von 99 Jungmädel 77, davon 37 hier; von 99 HJ.-Angehörigen 46, davon 20 hier: von 111 Jungvolkjungen 94, davon 42 Norwegisches Kaleidoskop. Don Hans M. Hoffmann. Die Leuchtfeuer von Helgoland blinken durch die .. Nacht. Alle fünf Sekunden leuchten sie hell über den Horizont, lieber den samtenen Himmel Und I mit ihnen erreicht uns wieder der erste Gruß der dem Wasser steigend, stach ein weißer Leuchtturm in den Abendhimmel. Schären, dunkle, platte Flek- ken in dem glitzernden Wasser, und drüben die ferne verdämmernde Küste — das war unser erster Eindruck von Norwegen. Und hier nun dieser Morgen: im Hardangerfjord liegen wir von Norheim- sund. Graue Nebelschleier hängen über der Bucht, lief drängen sich die Wolken zwischen die Wände der Berge. Feucht rieselt es herab, verdichtet sich zeitweise zu Binfadenregen. Aber das nimmt uns die Erwartungsfreude nicht. Eher trägt es noch bei, scheint mir, die grandiose Wucht dieser Landschaft zu untermalen, über deren Schluchten unser Wagen auf steil an den Felsen klebender Bergstraße aufwärts klettert. Phantastisch ist diese Straße. Hinein- qemeißelt ist sie in die Wand der Felsen. Durch Bergtunnels führt sie, über Kurven und Kehren — und immer wieder eröffnen sich Blicke auf die Felsschluchten da unten. Auf die Fälle, die über schmale Schnellen und steile Kaskaden in die Tiefe brechen. Auf die Bergbäche, die da unten durch ihre engen Betten donnern. Wildeste Szenerie ist das. Bis es sich öffnet, in etwa 500 Meter Hohe, zu der Hochfläche des Kvamshaugen, über dessen Ränder ferne Gletscher ragen. Hochmoor und Heidelandschaft ist das hier, fast etwas deplaciert kommt es einem vor nach der Wildheit, die man eben noch durchfuhr. Ein kleiner See, von Schilf umrandet, liegt mitten zwischen den ahnigen Wiesen, die sich über sanfte Hänge ziehen. Ueberall ist Heu auf Holz- qestellen aufgestapelt, in der typischen Art, wie sie hier und ähnlich bei uns zu Lande die Bergbauern haben um es vor Regen und Bodenfeuchtigkeit zu schützen. Und oben, auf einem kleinen Hügel über den feuchten Wiesen, leuchtet der Block einer Sennhütte, in der man uns mit Kaffee und heißer Milch erwärmt. Dies überhaupt ist das Phantastische an dieser norwegischen Landschaft: ihre Gegensätze und Kontraste. Hier dieses: Tokagjelet und Kvamshaugen — romantische Wildheit und liebliche, man kann fast sagen, Almlandschaft. Die Verschiedenheit der Fiorde — lachend der Hardanger, ernst der Sognestord. Bis hoch hinauf in den Norden: Der Holandsstord — grau, kahl. Und dieser Gegensatz: der fast pfingstlich grüne Birkenwald, durch den wir da wanderten und der sich öffnete auf die Eismassive des Svar- tisen-Gletschers. Der Lyngenfjord — mitten m der polaren Natur, in der fast em Drittel des Jahres Nacht ist, dieses üppige Tal mit seinen bunten Wie en Die Wucht der Berglandschaft, die sich hinter der Tiefe der Fjorde türmt. Das ist es ja. mir kennen alpine Formationen auch m unserer mitteleuropäischen Landschaft - wir lieben ste, die Zacken der Dolomiten, di- T.roler Berge, d.e i Wes ist heute aufgeblieben an Bord — bis wir - Las Helgoländer Feuer sahen. Man war sich plötzlich bewußt geworden: Nun ist die Heimat wieder La, und diese Wochen unserer Nordlandreise — so l Leiter, so unbeschwert, so voll unvergeßlichen I lebens — sind mit dem Licht, das da mitternächtlich I Liber das dunkle Wasser geistert, für immer zu Ende gegangen. Unruhe war in uns allen. Sjeimat- I ftimmung, wie immer — wenn man vom Ausland wieder nach Haufe kommt. Aber vor allem doch: ein leises Bedauern, daß diese Fahrt schon beendet - ist. Daß es nun Abschiednehmen heißt — von dem ' Schiff, das uns lieb geworden ist in diesen Wochen. : Bon allem, was uns diese Reise brachte. Bon I Menschen auch, vor allem — mit denen wir uns so nahe gekommen sind. Und die man niemals wiedersieht, vielleicht — wer weißt es. Daß nichts mehr bleibt, als ein Stück Erinnerung. Wie war das doch, als wir in Bremen den Sonderzug bestiegen, der die Teilnehmer dieser Nordlandreise des Norddeutschen Lloyd zu ihrem Schiff nach Bremerhaven bringen sollte. Als wir nachher durch die norddeutsche Heidelandschaft fuhren — und draußen wischten schlanke wirken,vor- , bei. Flatterte bunte Wäsche vor strohgedeckten Katen und winkte uns letzte Reisegruße zrx Und als wir an Bord gingen, vom Columbusbahnhof m Bremer Haven. Weißbejackte Stewards empstnaer. uns in Scharen und stürzten sich auf unser Handgepäck. Die Bordkapelle schmetterte uns fröhliche Marsche entgegen. Und nachher: Helgoland passierten wi , leichter Dünung. Auch da war Unruhe uns. Aber Freude war das. Erwartungsfieber. Aussicht — auf diese vor uns liegenden Wochen an Bord d „General von Steuben". Nun aber haben wir das alles hinter uns. Und unsere Gedanken wandern vom ersten bis zum letzten Tag. Kaleidoskop dieser Norwegenreise — in bunten Farben zieht es an uns vorüber, wenn wir nur daran denken. Wie war das doch — unser erster Tag in Den norwegischen Fjorden. Durch die ersten Inseln Schärengartens waren wir, am Abend vorher, der Nordsee her in die norwegischen Kustengewayer eingefahren. Drüben irgendwo — Richtung Kap Lindesnaes — leuchteten die schroffen Felsenhange derKüste. Auf einer der kleinen Schären, flach aus w Schotten, 24. Juni. Bei herrlichem Wetter fanden gestern auf dem Sportplatz Bockzahl die Jugendwettkämpfe des Jungvolks, des BdM. und der Hitler-Jugend statt. Mit ihren Fahnen waren die genannten Verbände und Schulen aus Schotten und den Nachbargemeinden angetreten und zogen mit frohem Sang auf die Hohe. Beachtenswerte Leistungen konnte man bei .den Wettkämpfen feststellen und sich freuen an den schonen sportlichen Leistungen der Jugend. Um 21 Uhr bewegten sich die Jugendverbände, wie auch die politischen Verbände der NSDAP., das Mädchenlager und die SA. im stattlichen Festzug mit Musik durch die Stadt auf den Sportplatz Nach Zn Watzenborn-Steinberg. V Watzenborn-Steinberg, 24. Juni. Bei herrlichem Sommerwetter fanden am Samstag und am Sonntag die Jugend-Wettkämpfe hier statt. Es beteiligten sich die organisierten und Nichtorganisierten Kinder von Watzenborn-Steinberg, Grüningen, Holzheim, Eberstadt, Dorfgill, Garbenteich und Hausen. Die Mannschafts- und Einzel- Wettkämpfe nahmen einen sehr schonen Verlauf. Ausgezeichnet wurden die siegenden Einheiten durch ein Diplom mit persönlicher Unterschrift unseres Führers, Einzelsieger mit mehr als 180 Punkten wurden mit der Siegernadel ausgezeichnet. Es wurden mit Diplomen bedacht: Mädelschaft 1 Watzenborn-Steinberg 12/116 mit einer durchschnittlichen Punktzahl von 233,4 Punkten; Kameradschaft 2, Schar 1 Watzenborn-Steinberg 13/116 mit 236,8 Punkten; Jungmannschaft 1, Jungzug 3 Holzheim des Fähnleins 7/116 mit 256,7 Punkten; Jungmädelschaft 1, Schar 1 Watzenborn-Steinberg 13/116 mit 272,6 Punkten. Mit der Sieger- nabel wurden ausgezeichnet: am Samstag von 162 Einzelwettkämpfern 111, davon 42 von hier; r+ Butzbach, 24 Juni. Am Sonntagabend I nnftaltete die Hitler-Jugend, Gefolgschaft 254, auf | Lern nahegelegenen Schrenzer eine Sonnenwend- I ^eier, an der sich alle Jugendverbände, auch aus I Pohl'-Gons und Kirch-Göns, sowie viele Eltern s beteiligten. Es war ein herrlicher Anblick, bie vielen I Höhenfeuer, selbst von ben Bergen des weiten ISBogelsberges, aufleuchten zu sehen. Währenb ber Holzstoß abgebrannt mürbe, erklangen Lieber, Eprechchore, Gedichte unb Feuersprüche. Gefolg- Ichastsführer Helmut Buhl hielt eine zündende hier bie Angehörigen ber ©emeinben Rupperten- rob, Ober-Ohmen, Wettsaasen, Ermenrob, Schellnhausen unb Zeilbach zusammen. Die Jugend, organisierte wie nicht organisierte, maß ihre Kräfte im Weitsprung, 60- bis 100-Meter-Lauf unb im Weit- wurf. Innerhalb ber Schuljugenb erreichten bie höchste Punktzahl Ebuarb Müller (Ermenrod) unb Erich A l t (Wettsaasen) mit je 292 Punkten. Unter ben Mädchen waren es Elfriede Därr (Ober- Ohmen) mit 269 und Hildegard Krüger (Wettsaasen) mit 261 Punkten. Als Mannschaft stand die Jungenschaft 2 des Jungvolks Wettsaasen mit 237 Pckükten an der Spitze. Den Siegertitel mit 180 und mehr Punkten erwarb eine ganze Anzahl von Schülern. Die Leistungen der schulentlassenen Jugend blieben im Durchschnitt hinter denen der jüngeren zurück. Nur einzelne ragten hervor. Die höchste Punktzahl des ganzen Jugendfestes mit 330 Punkten erreichte Suse Sann (Zeilbach). Daneben steht die von Karl A l t (Oder-Ohmen) mit 310 Punkten als beste Ziffer der männlichen Jugend. Ein „Sieg-Heil!" auf den Führer beschloß die Veranstaltung. Schweizer Alpen. Aber nirgend so wie hier steht man erschüttert vor der Wucht der Berge. Mitten aus dem Wasser, aus der See wachsen sie heraus zu alpiner Höhe. Die Matten der Wiesen ziehen sich bis an seinen Spiegel. Grün leuchten sie über dem Farbenspiel der Wellen. Blau wuchten darüber die Felswände der Berge. Immer enger wachsen sie zusammen, tiefer und düsterer werden die Schluchten, unb unten bran — irgendwo — kleben die kleinen Dörfer und Flecken. Und das eben ist es: Hier noch die See — und dahinter türmt es sich zu phantastischen Formationen. Das Naeroedal von Gudvangen nach Stalheim. Das Norangsdal von Die nach Hellesylt. Das Roms- dal — hinter Andalsnaes, um einige nur herauszugreifen. Norwegisches Kaleidoskop — das zieht nun wieder an uns vorüber. Wächst wieder empor aus unserer Erinnerung. Wird wieder lebendig und erfüllt uns mit der ganzen Erlebnisfreude dieser Wochen. Rauch steigt uns in die Nase, wenn wir daran denken — von den feuchten Reisigfeuern vor den Lappenzelten. Fischgeruch riechen wir — Tromsö, Hammerfest: von den großen Transiedereien, die hier liegen, von den Fischen, bie überall auf langen Gestellen trocknen. Weißt bu noch, bie kleine beutsche Segeljächt, bie wir ba oben vor bem Norbkap trafen? Die Sommersonne strahlte am polaren Himmel, unb in bem tiefen Blau ber ganzen Szenerie — ber See, des Himmels, der kahlen Berge ringsherum, leuchtete hell das kleine weiße Segel, das da einsam über das spiegelglatte Wasser trieb. Die Flaggen dippten zum Gruß hüben und drüben, und wir winkten unsere Grüße hinüber zu dem kleinen Landsmann. So werden diese kleinen Erlebnisse alle wieder lebendig. Der kleine Norwegerboy, der uns da irgendwo am Landungssteg begrüßte, Miniaturausgabe eines Seemanns, in Wasserstiefeln, Oel- mantel und Südwester, und strahlend war über die buntbebilderten Lloydprospekte, die wir ihm schenkten. Die Albinos in Hellesylt. Das Volksfest in Molde. So zieht das alles wieder vorüber. Aber nun blinken die Leuchtfeuer von Helgoland durch die Nacht. Alle fünf Sekunden leuchten sie hell über den Horizont, lieber den samtenen Himmel. Eine kurze Nacht noch — und am Morgen werden wir wieder in Bremerhaven sein. Auch diese Reise ist dann wieder vorbei, das Rattern der Kräne an der Columbuskaje, der Trubel der Ankunft, das Wiederzuhaufefein wird uns ganz erfüllen und uns hinweghelfen über diese Abschiedsstunde — von bem schönen Lanbe. aus dem wir eben kamen, von dem ^Schiff, mit dem wir verwachsen sind, von manchen Menschen, die wir trafen. Aber hinterher, wenn wir wieder zu Hause sind und diese Wochen überdenken, die wir da durchlebten, in den ruhigen Stunden zwischen Büro und Alltag, wird es wieder lebendig werden. Und nie wird man es vergessen, scheint mir: das Erlebnis der See, die norwegische Landschaft, diese ganzen Wochen. Dies alles, von dem ein Stück hier kaleidoskopartig an uns vorüberglitt. Wunderbare 2Rethm oon 19 bis 2 Donnerstag t laissportplah. Aröl Dlur für 8 nerstag von Saumei at Die Gau Schwimmen Badeanstalt der Gieß' schluß ist an kämpfe werd 1. für Verei ohne Wintei Gpringwettti Zu dieser' 5 Mark, nm Sportk» Auf den nunmehr ai I Gießen stati von Schillin A.TB.Rhei letzten Son brannte ein Mannschafts mittag die 6 rangen um '. Renten hatte, JmWei eine ÜHann1 I siegte A. T |l vor Lands, Die weitere I gen, 4. La Ringen unk 399 Gingen ! erfolgreich , Merooi'ngia Das S ch Bann cand. fünfen) mit Gingen und 135 Ringen. 4 Hellmut l gen, 5. Stl Schäfer ([ Gießener Dom 28. l am Studenten u Weimar in Mil Lj L"iverfit *In8Ql)l von [Q5ei vertret J's auf. Di Hutung tu er Deutjchli b,s 18. T Spielen" £?« des L"n°r zu öu> fomt > Unit ^Nkfurt rn »• & da- ® rK I R W Li I 1 uropa- Sonntag vor 30 0( probst gewinnt das deutsche Traber-Derby G.JL-fport Bei Handball im Gau XII (Lahn-Dillkreis). Norme nerstag in Es können Frühkurse für Reiten eingerichtet werden. Morgens von 6.30 bis 7.30 Uhr. Meldung schriftlich beim Sportamt .Kraft durch Freude, Deutschlands Degenfechter belegten bei den in Lausanne im Gange befindlichen Ei Meisterschaften im Mannschaftsfechten hinter Frank' reich und Schweden und vor Belgien den dritten Platz. Die deutsche Mannschaft unterlag Frankreich und Schweden und war gegen die Belgier erfolgreich. die Platzbesitzer einen hohen Sieg feiern. Das Ergebnis zeitigt schon eine deutliche Ueberlegenheit der Einheimischen', die sich nicht nur durch den Platzvorteil, sondern auch durch die taktisch und technisch reifere Spielweise erklärt. Leichtathletik. und Frauen gemeinsam. Samstag auf dem Universitätssportplatz am Schwimmen. glaub i 57 Mark. führt in ). Dos Ur* in feinet des west- W He" solche gens Oslo Für Frauen und Männer gemeinsam. Mittwoch von 20 bis 21 Uhr im Volksbad; Mittwoch von 21 bis 22 Uhr; Montag von 18.30 bis 20; Montag von 18 bis 19.30 Männerbadeverein. Tennis. Für Frauen und Männer gemeinsam. Montag von 18 bis 19 und von 19 bis 20 Uhr. 1. Anfänger. Stadt. Tennisplätze am Schützenhaus. Für Fortgeschrittene werden Uebungsstunden ohne Lehrer eingerichtet. Boxen. Auch für die Boxkurse werden noch Anmeldungen entgegengenommen. Für Gruppen aus Vereinen und Betrieben können Sonderkurse eingerichtet werden. Anmeldung schriftlich mit Angabe der gewünschten Uebungszeiten und Tage an das Sportamt. Schanzenstraße 18. Sportkurse in Lollar. Samstags, von 16 bis 18 Uhr, Schwimmkursus im Lahnbad; Freitags, von 20.30 bis 21.30 Uhr, Fröhliche Gymnastik und Spiel nur für Frauen. Kantine Firma Buderus. Für Männer 17 bis 19 Uhr Kugelberg. Billig ist gut - sicher ist mehc ü sicher beißt: Gaumeisterschasten im Schwimmen am 14. Juli in Gießen. Die Gaumeisterschaften des Gaues XII im Schwimmen werden am 14.^uli in der Müllerschen Badeanstalt in Gießen durchgeführt. Ausrichter ist der Gießener Schwimmverein. Meldeschluß ist am Montag, 8. Juli, 18 Uhr. Die Wettkämpfe werden in zwei Klassen eingeteilt, und zwar 1. für Vereine mit Winterbad und 2. für Vereine ohne Winterbad. Ausgenommen hiervon sind die Springwettkämpfe. Schießwettkämpfe der Universität Gießen. Auf den Schießständen Am Kugelberg fanden nunmehr auch die Schießwettkämpfe der Universität Gießen statt. Um die wertvollen Wanderpreise, die von Schilling (Adelphiae) im Einzelschießen und von A. TV. Rheinfranken im Mannschaftswettbewerb im letzten Sommersemester gewonnen wurden, entbrannte ein heißer Kampf. Fanden am Morgen die Mannschaftskämpfe statt, so trafen sich am Nachmittag die Einzelkämpfer. Aber nicht nur Studenten rangen um den Sieg, auch Professoren und Assistenten hatten ihre Meldung abgegeben. Die Ergebnisse. Gießener Studenten bei den Deutschen Hochschulmeisterschasten. vom 28. bis 30. Juni in Jena und Weimar. Tv. Münchholzhausen — Mto. Gießen I 6:8 (1:5). Man hatte bestimmt mit einem Erfolg der Einheimischen gerechnet, zumal die Gäste seit langer Zeit zum erstenmal wieder auf den Plan traten. Wenn er nicht eintrat, so lag das nicht zuletzt daran, daß Mtv. die geschlossenere Mann- schäft zur Stelle hatte und bei Münchholzhausen der eingestellte Ersatz nicht befriedigte. Das Spiel war sonst recht schön und dürfte beide Mannschaften in jeder Weise befriedigt haben. Tv. Hachenburg — Tv. Lützellinden 11:10 (10:5). Der Tv. Lützellinden hat sich über alle Erwartungen gut gehalten. Den spielstarken Gasten ein derartiges Ergebnis abzutrotzen, ist Wenn am 28., 29. und 30. Juni Scharen von Studenten und Studentinnen sich in Jena und Weimar zu den Meisterschaften in der Leicht- athletik und im Schwimmen treffen, wird auch die Universität Gießen mit einer stattlichen Anzahl von Wettkämpfern und Wettkämpferinnen dabei vertreten sein. Bis jetzt weisen die Listen der Hochschulmeisterschaften ein gutes Meldeergebnis auf. Diesen Wettkämpfen kommt erhöhte Bedeutung zu, werden doch die Besten der Akademiker Deutschlands Interessen in der Zeit vom 10. bis 18. August in Budapest bei den Studentenweltspielen vertreten. Ein Grund, um alle Spitzenkönner des studentischen Sports in Jena und Weimar zu vereinen, um es zu scharfen Entscheidungen kommen zu lassen. • Die Universität Gießen, die 1934 in Frankfurt zu schönen Siegen kam, wird auch tn diesem Jahr wieder Anstrengungen machen, den guten Ruf zu wahren. Als Anwärter für den ersten Platz im Kugelstoßen gilt Otto Luh, der erst am Mittwoch einen neuen Hochschulrekord mit 14,68 Meter aufstellte. Luh wird, wenn er seine Form beibehält, auch in Budapest seine Anhänger nicht enttäuschen. In der 4-mal-100-Meter^taffel hat Gießen wiederum eine gute Waffe. _ 3n der Aufstellung: Scharf, Luh, Acker und Muller hat die Mannschaft berechtigte Aussichten. Außerdem sollte sich Acker noch im Diskuswerfen plazieren können. Den 5-Kampf bestreiten Acker und Gru- niq, das Diskuswerfen Acker, Luh und &rumg, Weitsprung Acker, 100 Meter: Scharf und Muller, 200 Meter: Scharf, Schleuderballwerfen: Dr. Möckelmann. Während diese leichtathletischen Wett- hren. Kurz is Schissen- nicht durch Wagen ge- 10 Minulen )l mit das Ispreis be> "SW ber u"9 Sie. ^ilnahme Aufstandes Men. wung auch 5 und Da. ubenhände Ahe des htet. Auf 'em Forst, 'usgerissen. und zum nach hau- «gebrochen, dabei ein eiben der kann nicht 7 llhr er« ^ehrsunfall. nem Auto agens, ein irtt fahren erlitt eine Freiwillige die Klinik Friedrich 'n Unter« Bte in grzt« inen Bein« ent Walter den Kreismeisterschaften, die am Sonntag auf dem 1900-Sportplatz stattfanden, erzielten die Vertreter des Mtv. achtbare Erfolge. Diese sind besonders bei den Frauen um so höher zu beurteilen, Am vergangenen Sonntag wurden in Kassel die Saalmeisterschaften des Gaues Nordhessen ausgetragen. Die Bezirksmeifter des Bezirkes Gießen mit Ausnahme der Kunstfahrer nahmen daran teil. Im Sechser-Rasenradball spielte die Mannschaft Hauck; Deibel, Becker; Baum, W. V o n - E e i f, W i ß n e r. In der A-Klasse des ZweierrRadball startete Baum-W. Von-Eiff, während in der B-Klasse Deibel-Wißner an den Start gingen. Gießen 1885 — RV. Kassel-Niederzwehren 15:2. Im Sechser-Rasenradball trat den Gießenern der RD. Kassel-Niederzwehren entgegen. Das Spiel begann mit dem Anstoß von Kassel, der gleich vom Gießener Sturm abgefangen wurde und nach prächtiger Kombination zum ersten Tor führte. Die 85er fanden sich recht gut mit dem etwas unebenen Platz ab und konnten bereits in der ersten Viertelstunde fünf Tore erzielen. Die Kasseler konnten bis Ende der ersten Halbzeit nur zweimal erfolgreich fein, während die Gäste bis dahin das Ergebnis auf 7:2 Toren erhöhen konnten. Nach der Pause waren die Gießener auch weiterhin stark überlegen und konnten den Torreigen fortsetzen. Die Kasseler kamen zu keinem Erfolge mehr. Mit 15:2 Toren verließen die Gießener den Platz und errangen damit die Gaumeisterschaft. Sieg im Zweier-Radball. Im Zweier-Radball Klasse A konnten sich auch die beiden 85er Baum-W. Von-Eiff durchsetzen. Hier waren ihre Gegner die Mannschaften von RV. Krofdorf und Flottweg Kassel. Ihr erstes einen schönen Sieg über den Südamerikaner d e Leon mit 6:1, 6:0, 6:3 verbuchen, während Kaj Lund über den Belgier d e Borman erfolgreich war, der beim Stande von 4:6, 4:6, 6:0, 2:0 nach Gewinn der ersten zwei Sätze stürzte und wegen einer Knieverletzung aufgeben mußte. Kurze Sportnotizen. Altmeister Lammers, einst der beste Sprinter der Deutschen Turnerschaft und Dritter im olympischen 100-Meter-Lauf in Amsterdam 1928, befindet sich auch heute noch in sehr guter Form. Bei einem Sportfest in Berlin lief der jetzt Dreißigjährige die 100 Meter in 10,7 Sekunden. als die Vertreterinnen erst seit 14 Tagen den diesjährigen Trainingsbetrieb wieder ausgenommen haben. Handball. Die 2. Elf Mei st er der 2. Kreisklasse. Am Sonntag sollte die zweite Mannschaft ihr letztes Aufstiegspiel gegen Tv. Burg - Gemünden austragen. Leider zogen die Vogelsberger es vor, nicht zu erscheinen. Sie, die bei Beginn der Runde einen guten Start hatten, fielen aber in letzter Zeit immer mehr zurück — wenn auch mit viel Pech — und hatten keine Aussicht mehr, einen der Spitzenplätze zu erreichen. Anders die Mtver. Schon ohne dieses letzte Spiel waren sie mit 16:2 Punkten niemals mehr einzuholen. In den Spielen um den Aufstieg hat sich bei ihnen eine sich immer steigernde Form bemerkbar gemacht, so daß sie fast alle Spiele überlegen gewinnen konnten (nur das erste Spiel gegen To. Dorlar ging hoch mit 7:1 verloren). Damit hat die zweite Mannschaft des Mtv. zum erstenmal seit ihrem Bestehen die Meisterschaft erworben und rückt somit in die 1. Kreisklasse auf. Wanderpreiskegeln in Lollar. Der Verein der Kegler des Lahn- und Buseckertales, Sitz in Wiefeck, (Mitglied des Deutschen Keglerbundes) hatte am Sonntag seine Vereine auf der Kegelbahn bei Gastwirt Nuhn in Lollar zur Austragung des jährlich zu erringenden Wanderpreises (Bundeskette) versammelt. Es waren 13 Mannschaften — je 5 Mann — zum Kampf angetreten. Wenn auch die Kegelbahn für einzelne Vereine ungünstig war, konnte man doch allgemein gute Sportleiftungen feststellen. Zwei Vereine „Gut Holz" Lollar und „Kegelklub Reis- kirchen" errangen je 273 Holz und blieben mit dieser Holzzahl Sieger des wertvollen Wanderpreises. Beide Vereine werden am Sonntag, den 30. Juni, auf der gleichen Bahn in Lollar einen weiteren Kampf austragen. Dem Sieger wird die Bundeskette für 1935 überreicht. Die nach Limburg und Kassel entsandten Mannschaften haben sich gut gehalten, mußUn jedoch mit den erzielten Leistungen hinter größeren Stadtvereinen zurückstehen. Kegler Schmidt- Krofdorf konnte in Limburg bei einem Kurzstreckenlauf einen schönen Erfolg erringen. Am 7. Juli beginnt die Austragung der Klub- meiste r s ch a f t s k ä m p f e. Die Vereine sind in drei Bezirke eingeteilt: Wieseck, Altenbuseck und Gleiberg. Jeder Verein hat einen Dor- und einen Rückkampf .auszutragen. Derjenige Verein, der die höchste Holzzahl erreicht, ist Meister des Vereins Lahn-Buseckertal für 1935. Auftakt in Wimbledon ." «btt. »hat „ •h B Ä St vor Landsmannschaft Merovingia mit 466 Ringen. Die weitere Placierung ist: 3. Wingolf mit 430 Ringen, 4. Landsmannschaft Darmstadtta II mit 400 Ringen und 5. Landsmannschaft Darmstadtta I mit 399 Ringen. A. TV. Rheinfranken verteidigte damit erfolgreich den Pokal, während Landsmannschaft Merovingia ein Buch als Anerkennung erhielt. Das Schießen der Einzelkämpfer gewann cand. phil. Georg Körner (A. TV. Rhein- franken) mit 149 Ringen von Dr. Sande mit 146 Ringen und stuck, med. Gabel (Merovingiae) mit 135 Ringen. Als Sieger sind noch zu erwähnen: 4. Hellmut Schäfer (Frankoniae) mit 132 Ringen, 5. Steinnöckel (Oermaniae) und Hans Schäfer (Frankoniae) mit 131 Ringen. nicht oer* at doch bis ins haus! e her nicht chlüssel her- jenblick spä' -t Schlüssel, ch die Lust Men. Der ende Treppe hinaus. Der Nachtheino - mit höG - dazu ein Kopse-, jen Sie d> n der Nacht m da seine» len Sie nur Rimmer von matte elel> Sie auf die , soll? Da Sie mir 0bdBon .S®'w SW )a niemand tfSS > * Ä »** M- Wernhard Meyer, einen harten Kampf in Weimar zu bestehen. Neben diesen Meisterschaften werden noch die Wettbewerbe der Junioren a.usgetragen, die nur von Grundausbildungssemestern bestritten werden dürfen. Gießen stellt dazu 10 Studenten und 2 Studentinnen. Man hofft, daß die Entsandten die Universität würdig vertreten. Der Sportbetrieb im Männer-Turn-Verein. Lelchtalhlctik. Spiel konnten sie hoch gewinnen und siegten mit 10:3 Toren über Krofdorf. Da Flottweg Kassel ebenfalls über Krofdorf siegen konnte, lag die Entscheidung im Ausgang des Spieles Gietzen gegen Kassel. Dieses Spiel stand auf einer ganz erstklassigen Stufe. Nachdem die Kasseler bei Beginn ganz überraschend mit 2:0 Toren in Führung gehen gehen konnten, gelang es den beiden Gießenern, bald den Ausgleich zu erzwingen und darauf das Führungstor zu erzielen. Doch die Kasseler glichen ebenfalls wieder aus. Die Spannung bei den Zuschauern wuchs, und beide Seiten feuerten ihre Mannschaften mit großen Beifallsstürmen an. In den letzten zwei Minuten schossen die Gießener noch zwei Tore, denen die Kasseler nur eines entgegensetzen konnten. Der Schlußpfiff machte einem spannenden Spiel ein Ende, das die Gießener mit 5:4 Toren als Sieger sah. In diesem Kampfe standen sich zwei gleichstarke Gegner gegenüber, und leicht Hütte das Ergebnis auch umgekehrt lauten können. Im Zweier-Radball Klasse B hatten es die Gießener Deibel-Wißner leichter, denn sie waren ihren Gegnern weitaus überlegen. Mit 7:1 Toren gegen Mengeringshausen und 14:2 Toren gegen Nordshausen wurden sie sicherer Sieger. Wenn man berücksichtigt, daß die Gießener, als sie im Zweier-Radball an den Start gingen, bereits das Rasenradballspiel hinter sich hatten, so sind die Erfolge noch höher einzuschätzen. Durch die Erringung der Gaumeisterschaft sind die Gießener zu der Deutschen Meisterschaft, die am 28. Juli in Erfurt stattfindet, startberechtigt. Im Wettbewerb derKorporationen — eine Mannschaft muhte mit vier Leuten antreten — siegte A. TV. Rheinfranken mit 472 -Ringen Auffliegspiele der II. Kreisklasse. Die Spiele neigen sich ihrem Ende zu und damit schwindet auch das Interesse, zumal die Aufstieg- fanöiöatert ermittelt sind. Das beweist am besten der gestrige Sonntag. Bei den beiden angesetzten Begegnungen traten nur die Platzmannschaften an, so daß also die Punkte kampflos gewonnen wurden. Es handelt sich um die Treffen Mtv. Gießen II gegen Tv. Burg-Gemünden und Tv. Garbenheim gegen Tv Herborn. Trotzdem die Gründe hier nicht bekannt find, kann das Verhalten von Burg-Gemün- den und Herborn Vicht scharf genug geahndet wer- den. Man sollte, wenn auch die Mannschaften schon annähernd ein ganzes Jahr in dem Verbandsspielbetrieb stehen, erwarten, daß bis zum Schluß durchgehalten wird. Freundschaftsspiele. Tv. Atzbach — To. Lützellinden II 17:5 (111). Wie schon im Vorbericht erwähnt, konnten /(•STJ Billig un _ _____ Fußballelf, die am Don- geaen Deutschland spielt, stand am „ 0 000 Zuschauern in Kopenhagen der dänischen Nationalmannschaft gegenüber und verlor in der 30. Minute durch ein Selbsttor 0:1. .......... Während diese leichtathletischen '^err-. vieler P^cec gIatt 1:6, 2:6, 2:6. Dabewerbe in Jena abgewickelt werden, hat der Der fDnnte unser Meister Gottfried von (Tramm treter der Gießener Universität im Kunstspringen, I für konnte unjer — ältere Frauen: Donnerstag 21 bis 22 Uhr im Lyzeum. ‘ Reiten. Jur. Frauen und Männer gemeinsam. Reitschule Schombs, Brandplatz: Montag von 21 bis 22 Uhr; Dienstag von 21 bis 22 Uhr; Mittwoch von 20 bis 21 Uhr. Die inoffiziellen Tennis-Weltmeisterschaften auf Grasplätzen in Wimbledon begannen am Montag mit dem ersten Männereinzel zwischen Perry (England) und dem Kanadier Ramville vor 15 000 Zuschauern, das der Engländer leicht 6:1, 6:1, 6-3 gewann. Die deutschen Teilnehmer schnitten am ersten Teil nur zum Teil erfolgreich ab, zwei von ihnen mußten bereits ausscheiden. Heinr. Henkel mutzte sich der größeren Erfahrung des Franzosen Borotra mit 6:4, 1:6, 8:6, 2:6, 6:2 beugen unb Dr. Kleinschroth unterlag dem jugoslawischen ____sn ii m >• » r rtfnfr 1 :n. 2:o. Z:b. L)a- Das dritte Süddeutschland -Ga st- spiel des DFB.-Pokalsiegers Gau Ttitte fand am Samstag vor 6000 Zuschauern in Mainz gegen den Gau Südwest statt. Nach den beiden l:l-Ergeb- nissen in Bad-Nauheim gegen Nordhessen und Stuttgart gegen Württemberg endete der Mainzer Kampf mit einem knappen l:0-Sieg der Mitteldeutschen, womit die Revanche des Gaues Südwest mißlungen ist. Einen neuen deutschen Reitersieg gab es beim internationalen Reitturnier in London. Oblt. Schlickum gewann ein Jagdspringen auf „Profoß" fehlerlos mit der besseren Zeit von 46,3 Sekunden vor den ebenfalls fehlerlosen Reitern Glendalaugh (Irland), Hotpot (England) und Gul- benulier (Belgien). * Die englische Touri st-Trophy wurde am Samstag mit der Senior-TT. abgeschlossen. Sieger wurde der Engländer Stanley Woods auf der italienischen Guzzi-Maschine in der Zeit von 3:07:10 Stunden, die bei der 424,9 Kilometer langen Strecke einem Stundenmittel von 136,279 Kilometer entspricht. Steinbach und Mellors belegten auf NSU. den fünften unb sechsten Platz. Fahrten ermöglicht. Eine Tagesfahrt wird die Teilnehmer nach Breslau führen, der schlesischen Metropole. Am 2 8. Juli findet auf dem Nürburgring bas Entscheibungsrennen um den „Großen Preis von Deutschland statt. Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" beabsichtigt, einen Sonderzug entweder im Anschluß an den Zug Offenbach oder direkt laufen zu lassen. Die Fahrtkosten belaufen sich auf etwa 5,50 bis 6 Mark. Wir bitten Interessenten sich umgehend zu melden, damit wir einen Ueberblidf bekommen. Sonderzug zum Motorradrennen nach Schotten. Am 21. Juli: Unter der Voraussetzung, daß eine Gesamtteilnehmerzahl von 800 zusammenkommt, fährt die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" am 21. Juli einen Sonderzug zu dem bekannten Motorradrennen nach Schotten. Die Fahrt geht gegen 7.30 Uhr in Gießen ab. Der Fahrpreis einschließlich Eintrittspreis zum Rennen beträgt 2,35 Mark. Wir fordern die Betriebswarte auf, in allen Betrieben eine Rundfrage aufzustellen, damit in kurzer Zeit die nötige Anzahl Teilnehmer zusammenkommen. Rheinfahrt am 14. Juli. Zu dieser Fahrt können noch einige Anmeldungen entgegengenommen werden. Der Fahrpreis betragt 5 Mark, mit Mittagessen 5,80 Mark. Sportkurse des Sportamts Gießen Allgemeine Körperschule. Für Männer und Frauen gemeinsam, jeden Freitag von 20 bis 21.15 Uhr, im Lyzeum; Dienstag von 19 bis 21 Uhr auf dem Universitätssportplatz; Donnerstag von 16 bis 18 Uhr auf dem Universi- tätssportplatz. Fröhliche Gymnastik unb Spiele. Am Sonntag wurde in Berlin-Ruhleben das 41. Deutsche Traber-Derby ausgefahren. Charlie Mills gewann das Rennen sicher mit „Probst". Der Hengst lief trotz einer Kolikerkrankung ein hervorragendes Rennen, nicht zuletzt ein Verdienst des Fahrers. — (Scherl-M.) Gießener Radfahrer bei den Gaumeisterschasten Startberechtigt zur Deutschen Meisterschaft. Nur für Frauen. A. für jüngere Frauen: Don- ...... _r nerstag von 20 bis 21 Uhr im Lyzeum; B. für' Schanzenstraße 18. we Km Tv. Heuchelheim I VfB. °R. Gie- Fußball der heimischen Mannschaften Europameister Am vergangenen Sonntag standen sich bei kender Hitze auf dem Wiesecker Sportplätze Oberheffen trat mit einer Volksfest Vereinswalter Rudolf K r e h b i e h l hielt eine kurze Ansprache, in der er auf die Bedeutung des Liedes als wertvolles Kulturgut aufmerksam machte und für das Lied und die Gesangvereine warb. Dienstag mit mu- drük- beide Gegner im Freundschaftsrückspiel gegenüber. Die Gäste erschienen mit Ersatz, aber auch Wieseck hatte g" (Dirigent Meyer- Wieseck) ähnlichen Veranstaltung zum „Tag Auch der andere hiesige Gesangverein „S äjt g e r- Vereinigung" (Dirigent im Schwergewicht Caramola und von Brauchitsch nach dem Sieg. fiel der erste Treffer durch Trumpler. Bis Halbzeit erhöhten E. Berger und Weygandt auf 3:0. Wey- gandt schraubte das Ergebnis nach der Pause auf 5:0 und Trumpler schoß noch einen sechsten Treffer, ehe Thurn den Hanauer Ehrentreffer erzielte. In der 32. Minute fiel durch E. Berger der siebte und letzte Treffer des Spieles. wurde der Belgier Pierre Charles, der schon früher Inhaber des jetzt wieder freigewordenen Titels war. Der Belgier schlug am Freitagabend im Berliner Sportpalast vor 6000 Zuschauern den deutschen Meister Vinzenz Hower (Köln) verdient über fünfzehn Runden nach Punkten. Einen neuen deutschen Rekord im Gewichtheben erreichte bei den südbayrischen Kraftsportmeisterschaften in Augsburg der Einheimische Deutsch, der im beidarmigen Reißen der Halbschwergewichtsklasse die bisher von Vogt-Ochtendung gehaltene Bestleistung um fünf Pfund auf 235 Pfund verbesserte. Fußballabteilung des Turnvereins Wieseck. Wieseck I — Großen-Linden I 7:2. des Rückenwindes besser auszunutzen wußte, abgeben und den Einheimischen einen knappen aber doch verdienten Sieg überlassen. Tv. Dutenhofen Jgd. — Tv. Atzbach Jgd. 23:1 (5:1). Wir haben vor einiger Zeit schon einmal darauf hingewiesen, daß der Tv. Dutenhofen zur Zeit über eine Jugendmannschaft verfügt, die sich sehen lassen kann. Die Jungens spielen einen Handball, daß es eine helle Freude ist. Gegen dieses Können waren die Aübacher, die eigentlich schon viel länger zusammen spielen, machtlos. Die Tore fielen wie reife Früchte. Tv. A tz b a ch Schüler — Tv. Dutenhofen Schüler 6:4. Anders war es bei den Schülern. Hier konnte Atzbach einen Sieg feiern, der noch sicherer ausfiel, als das Ergebnis besagt. ßen Ib 9:8 (3:5). Die Heuchelheimer haben die im Vorspiel erlittene empfindliche Niederlage wett- geniacht. Wenn der Sieg auch nur knapp ausgefallen ist, so wiegt er um so schwerer, als er gegen die in stärkster Aufstellung antretenden Gießener errungen wurde. — Bis zur Pause lag Gießen mit dem Wind in Führung, mußte sie aber nach dem Wechsel, weil Heuchelheim den Vorteil sikalischen und deklamatorischen Darbietungen statt, in deren Mittelpunkt ein Vortrag mit Lichtbildern des bekannten Reichsredners des VDA., Pg. Rudolf Hans S ch r i ck e r, über „VDA. und Nationalsozialismus" steht. Der Vortrag wird auch vor Schülern stattfinden. 5 L o l l a r, 24. Juni. Wieder hat unser „T urn- und Gesangverein" am gestrigen Tage, dem „Tag des deutschen Liedes" wie alljährlich (trotz starker Inanspruchnahme seiner Mitglieder durch andere Veranstaltungen am gleichen Tage), es sich nicht nehmen lassen, durch Singen in den Straßen unseres Ortes für das deutsche Lied zu werben. Unter Leitung seines Dirigenten Lehrer Eberle lieh er auf dem Lindenplatz an der Kirche und beim Bahnübergang an der Marburger Straße herrliche Volkslieder zur Freude der Zuhörer erklingen. Der Schwimmbadeinweihung in Climbach. * Climbach, 24. Juni. Wie wir bereits vor einiger Zeit berichteten, wurde in Climbach ein Schwimmbad erbaut, das gleichzeitig als Brandweiher wertvolle Dienste leisten wird. Am vergangenen Sonntag fand nunmehr die Einweihung dieses Schwimmbades statt, zu der sich zahlreiche Gäste eingefunden hatten. Durch die Schaffung des Schwimmbades ist der hiesigen Jugend ein wertvolles Mittel zu ihrer Ertüchtigung gegeben worden, und man kann nur wünschen, daß sie es recht rege ausnützt. Das Bad, dessen Baukosten etwa 5000 Mark betragen, ist 22 Meter lang, 8 Meter breit und faßt 180 Kubikmeter Wasser. Die Eröffnungsfeier, die von prächtigstem Wetter begünstigt war, wurde von Bürgermeister Stein eröffnet, der die zahlreichen Gäste herzlich willkommen hieß. Er gab einen kurzen Rückblick auf die Entstehung des Bades und wies auf die hohe Bedeutung des Bades in gesundheitlicher und wirtschaftlicher Hinsicht hin. Er übergab die prächtige, zeitgemäß gestaltete Anlage ihrer Bestimmung. Die eigentliche Weiherede hielt der hiesige Sportwart der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" K o e - n i g e r, der das Bad im Sinne der Feierabendgestaltung des deutschen Menschen begrüßte, ©au« schwimmwart Fran^ Sauer (Gießen) sprach in grundsätzlichen Ausführungen über den hohen gesundheitlichen Wert des Schwimmsportes. Mit großem Interesse wurden dann die schwimmsportlichen, teils sehr humorvollen Darbietungen der Mitglieder des Turnvereins 1846 Gießen verfolgt. Die gesamte Veranstaltung, die in schönster Harmonie verlief, wird sicherlich viele dazu anregen, sich in Zukunft dem Schwimmen zu widmen. Mit der Ein- Aus dem Gau Nortcheffeu. Ausklang in der Gruppe Süd. In der Gruppe Süd der nordhessischen Aufstieas- spiele, in der der SV. Bad-Nauheim schon seit einigen Wochen Sieger ist, fand am Sonntag das letzte, bedeutungslose Spiel statt. Der SV. Kleinsteinheim beendete seine Runde mit einem sicheren 6:0-Sieg über den FV. Wetzlar und sicherte sich damit den zweiten Platz. Der Schluhstand: des deutschen Liedes" auf. Am Nachmittag besuchten beide Vereine das Fest eines Brudervereins in Salzböden, wo auch beim Gastsingen ihre guten Leistungen starken Beifall fanden. * Grünberg, 24. Juni. Gemeinsam mit dem Gießener Eisenbahnverein unternahm der hiesige Eisenbahnverein an den beiden letzten Sonntagen seinen diesjährigen Familienausflug. Von Gießen ab brachte ein Sonderzug die Teilnehmer nach Nieder-Lahnstein. Von hier aus wurden nun Schloß Stolzenfels, Koblenz, Altenburg besichtigt. Allzu schnell vergingen die Stunden und die Heimfahrt mußte angetreten werden. Jeder Teilnehmer war von der Fahrt sehr befriedigt. 5 Steinbach, 24. Juni. Die evangelische Frauenhilfe Steinbach machte am vergangenen Sonntag ihren Ausflug. Diesmal war als Ziel Bad-Nauheim erwählt. Mit zwei Autobussen ging die Fahrt nach Beendigung des Gottesdienstes in Steinbach über Lich—Butzbach durch die Gefilde der Wetterau nach Bad-Nauheim. In Bad-Nauheim fand zunächst eine Führung durch die Badehäuser und Quellenanlagen statt, auch durfte man einen Blick in die unterirdischen Kanäle der Fernheizung werfen. Dankbar folgten die Frauen und Mädchen den Erläuterungen des Führers, die ein Bild des Badebetriebes und der Heilkräfte der Bäder gaben. Nach einem Gang durch die Stadt wurde das Mittagessen in der Waldlust eingenommen. Nach dieser Pause schloß sich ein Rundgang über den Johannisberg mit seiner prächtigen Aussicht auf die Stadt und die herrliche oberhessische Heimat, durch die Anlagen des Frauenwaldes nach dem großen Teich an. Am Teichhaus spielte gerade eine SA.-Kapelle, und es bot sich das den Frauen ungewohnte Bild des Weltbades. Nach dem Gang durch den Kurpark wurde der Kaffee unweit der Trinkkuranlage eingenommen. Hier traf man auch wieder mit den ältesten Teilnehmerinnen über 70 Jahren zusammen, die den Marsch über den Johannisberg nicht mitmachen konnten. Dann ging's zur Trinkkuranlage und zu den Gradierwerken. Die Heimfahrt verlief in bester Stimmung. Um 20 Uhr war man wieder zu Haufe. Eine große Kinderzahl erwartete die Mütter am Ankunftsplatz der Autobusse. D Gr oßen-Linden, 24. Juni. Heute feiert einer der ältesten Einwohner unseres Ortes, der frühere Obsthändler Georg Jung, Bismarckstraße 27, seinen 8 3. Geburtstag bei körperlicher und geistiger Frische. Außer ihm sind noch 13 Leute über 80, während zwei sogar die 90 Am Sonntag konnten die deutschen Mercedes-Wagen einen überlegenen Sieg im Großen Preis von Frankreich erringen. — Unser Bild zeigt die Sieger: C-a r a c c i o l a und von Brauchitsch stärken sich nach dem schweren Rennen. — (Scherl-M.) sicher nicht einfach, zumal, wenn man weiß, daß Der amtierende Schiri unzulänglich war und durch die dauernden falschen Regelauslegungen den Gästen, die in der zweiten Halbzeit mächtig auf» tarnen und die Einheimischen vollständig einschnürten, hindernd im Wege stand. Das Rückspiel sollte unter einwandfreien Verhältnissen einen anderen Ausgang nehmen. weihung des Schwimmbades war ein verbunden. Landkreis Gießen. J Lollar, 24. Juni. Am heutigen findet hier eine volksdeutsche Feierstunde nur zehn Mann, darunter noch Ersatz, zur Stelle. Da der Unparteiische ausblieb,übernahm Schnabel (Alten-Buseck) die Leitung des Spieles. Mit dem Anstoß der Gäste entwickelte sich ein flottes Spiel. Wieseck wehrte vorerst einige Angriffe der Gäste ab, übernahm aber dann mehr die Führung des Spieles. Nach fünf Minuten konnte Wieseck bereits das Führungstor erzielen. Auf der Gegenseite kamen die Angriffe der Gäste nicht über die Verteidigung der Gastgeber hinaus. Kurz vor Halbzeit erhöhte dann Wieseck auf 2:0. Nach Seitenwechsel drückte Wieseck mehr und erhöhte auf 3:0. Bei zwei Durchbrüchen der Gäste verschuldete der Hüter der Gastgeber zwei Tore. In der 28. Minute fiel das vierte Tor für Wieseck. Die Gäste tarnen dann nur noch wenig über die Mittellinie hinaus. In gleichmäßigen Abständen erzielte dann Wieseck noch drei Tore. Vorher standen sich die Jugendmannschaften beider Vereine gegenüber. Hier sah man ein schönes Spiel. Wieseck übernahm auch hier die Führung. Auf beiden Seiten wurden schöne Leistungen gezeigt. Bei Halbzeit führte Wieseck 1:0. Nach Seitenwechsel erhöhten dann die Gastgeber auf 2:0. Erst gegen Schluß des Spieles kamen die Gäste durch einen Handelfmeter zum Ehrentor. Sportverein 1920 Heuchelheim Sportverein 1920 Heuchelheim 1. Jugend gegen VfR. Buhbach 1. Jugend (Kreismeister) 6:0. Die l.Jugend von VfR. Butzbach war gestern in Heuchelheim zu Gast. Obwohl die Butzbacher sehr gute Einzelkönner hatten, konnten sie sich gegen das reifere Kombinationsspiel der Heuchelheimer nicht durchsetzen und mußten sich, gegen den Wind spielend, in der ersten Halbzeit 5 Tore gefallen lassen. Das 6. Tor, ein Handstrafstoß, wurde nach Seitenwechsel von dem Halblinken unhaltbar eingeschossen. Heuchelheims stärkster Mannschaftsteil war die schön aufbauende Läuferreihe. Den Gästen wurde das weite Aufrücken ihrer Verteidigung oft zum Verhängnis. Aordheffens Meister hoch geschlagen. Eintracht Frankfurt — Hanau 1893 7:1 (3:0). Nur 500 Zuschauer fanden sich am Sonntag am Bornheimer Hang zum Freundschaftstreffen zwischen den alten Rivalen des mainischen Fußball- sportes ein. Sie erlebten ein trotz der Höhe des Ergebnisses immer interessantes und spannendes Spiel, das von W i 11 m a n n (Rödelheim) geleitet wurde. Bei den Hanauern gefiel die Hintermannschaft, besonders Torhüter S o n n r e i n , trotz der Niederlage. Im Angriff waren der alte Karl und Thurn recht gut, in der Läuferreihe gefielen Klingler und Kerz. Bei Eintracht gab es kaum einen schwachen Punkt. Besonders fleißig waren Weygandt und Möbs. Koch begann recht unsicher, fand sich aber dann zurecht. Die Mannschaft war drei Viertel des Spieles überlegen. In der 2. Minute Spiele Tore Punkte SV. Bad-Nauheim 6 16:7 9:3 SV. Kleinsteinheim 6 20:10 8:4 FV. Wetzlar 6 7:16 4:8 Al. Niederbrechen 6 9:19 3:9 überschritten haben. Es sind dies die Witwe Ka« tharina Wagner und der Landwirt Philipp P e p p l e r, von denen erstere im 92., letzterer im 91. Lebensjahre steht. — Die Sammlung für das Deutsche Jugend Herbergswerk durch die Schuljugend ergab den ansehnlichen Betrag von 102 Mark. * Leihgestern, 24. Juni. Das sechs Jahre alte Töchterchen des Lokomotivheizers Jung von hier fiel so unglücklich, daß es den linken Arm brach und nach Gießen in die Klinik gebracht werden mußte. Lauter, 25. Juni. Gestern feierte unser Mitbürger Heinrich M e b u s in körperlicher und geistiger Frische seinen 86. Geburtstag. Noch täglich kann man den Jubilar beobachten, wie er seinen Spaziergang macht. Kreis Friedberg. 4- Butzbach, 24. Juni. Am gestrigen „Tag des Roten Kreuzes" fand schon in früher Morgenstunde eine Flaggenparade auf dem Marktplatz statt, an der sich die Parteigliederungen, Kriegerverein, Kriegsopferversorgung, Alice-Frauenverein und eine Anzahl geladener Gäste beteiligten. Nach dem Anmarsch der Sanitätskolonne wurden die Flaggen (Rote-Kreuz-, Hakenkreuz- und schwarzweißrote «unter den Klängen eines Marsches, der von pelle der Freiwilligen Feuerwehr gespielt wurde, gehißt. Anschließend sprach der Leiter des hiesigen Sanitätshalbzuges Dr. Ringshausen über die Entstehung des Roten Kreuzes 1864 (Genfer Konvention), über feine Bedeutung in der Kriegs- und heutigen Zeit, und forderte dann alle Volksgenossen zum Eintritt auf. Die Straßensammlung brachte ein gutes Ergebnis. Kreis Schotten. O Laub ach, 24. Juni. Der Frauenar« beitsdienst Laubach erhielt einen 1. Preis in Höhe von 100 Mk. von Reichsminister Dr. G o e b - b e l s für die Beantwortung der Preisfrage: „Welche Bücher würde die Arbeitsabteilung zur Bildung des Grundstocks einer Lagerbücherei anschaffen, wenn sie den Betrag von 100 Mark zur Verfügung hätte und noch keine Bücher besähe?" — Zum allgemeinen Bedauern soll das Frauenarbeitslager, das sich in unserer Stadt durch tatkräftige Hilfe, zumal in der Landwirtschaft, große Verdienste und viel Sympathie erworben hatte, demnächst von hier verlegt werden. — Die in Laubacher Familien sowie in der Umgegend untergebrachten Ferien- k i n d e r aus Duisburg werden Dienstag, 26. Juni, 13.54 Uhr unsere Stadt wieder verlassen. Wie man hört, haben sie sich durchweg bei ihren Pflegeeltern wohlgefühlt und bedauern lebhaft, daß nun bald die Abschiedsstunde schlägt. O ß a u b a d), 24. Juni. Die Heuernte hat mit dem vergangenen Samstag in unserer Gemarkung begonnen und verspricht, wenn die Einfuhr vorn Wetter begünstigt wird, einen guten Ertrag. Kreis Alsfeld. # Ober-Ohmen, 24. Juni. Zum „lag des Deutschen Liedes" veranstaltete der hiesige Männergesangverein „Germania" am Albert-Leo- Schlageterplatz einen Volksliederabend. Unter Leitung seines Chq^leiters D a u p e r t - Ulrich- stein brachte der Verein eine Anzahl Chöre und Volkslieder zu Gehör. Anschließend wies Herr Daupert auf die Bedeutung und den Zweck des Liedertages hin Es erklangen sodann frohe Volks- weifen, zum Teil in Form von Kanons, von allen Anwesenden gesungen, zum nächtlichen Sternhimmel empor. w Burg-Gemünden, 24. Juni. „Jeder Deutscher ein Schwimmer, jeder Schwimmer ein Retter." Unter diesem Motto veranstaltete die Ar- beitsbienftabteihmg 3/224 Burg-Gemünden am gestrigen Sonntag ein Schau-Werbe- und Rettungsschwimmen. Abteilungsleiter Götz eröffnete mit einer Ansprache die Veranstaltung und legte klar, daß heute auf Veranlassung der Regierung überall und insbesondere ähnliche Veranstaltungen stattfinden, um bei dem weniger bewanderten Publikum Interesse für das Schwimmen und damit auch die Möglichkeit Ertrinkenden Hilfe zu bringen zu erwecken. Der Einladung der Abteilung war zahlreich entsprochen worden. "Nicht zuletzt trug auch das herrliche Wetter wesentlich zum Gelingen dieser Veranstaltung bei. Schwimmer der Dienstabteilung sowie aus Burg-Gemünden, Hainbach, Berusfeld führten bann den Zuschauern Wettschwimmen in Rücken- und Brustlagen vor, die wieder abwechselten mit Kunstspringen, Staffelwettschwimmen usw. Mit besonderem Interesse wurde das Schwimmen mit Kleidern, das anschließende Rettungsschwimmen, die Vorführungen erster Hilfe bei Ertrinkenden usw. verfolgt. Den Abschluß bildete eine komische Sondereinlage. Auf dem Sportplatz fand dann die Siegerverkündung statt. Die zuerkannten Preise werden den Siegern im Laufe der nächsten Woche übermittelt. Abteilungsleiter Götz schloß die Veranstaltung mit dem Wunsche, daß sie ihren Zweck nicht verfehlen möge. Die vereinigten Gesangvereine von Burg- ■ Gemünden und Nieder-Gemünden brachten unter der trefflichen Stabführung von Lehrer Grau- l i ch verschiedene Chöre zu Gehör. Hochsommerstoffe Organdies - Georgettes Neue sommerliche Drucks Dirndl-Stoffe----------- • Reines Leinen - Seidenleinen Neue Knöpfe - Kragen Das Spezialgeschäft für moderne Damenkleiderstoffe ■ Modewaren ALFRED. GIESSEN Seltersweg 71 5 > AGiefeener Eisverein e.V. Einladung zur auOerord. Milglieder-VersainiDlung am Freitag, dem 28. Juni 1935. 20.15 Uhr, im Eishaus. 3752 D Tagesordnung: 1. Führer wähl 2. Annahme der Einheits- Satzung. Dr. Fischer. Tüchtige, durchaus branchekundige Verkäuferin für sofort oder später gesucht Schriftliche Bewerbungen mit Lebenslauf und Lichtbild erbeten. G1O 3756 D Geschmackvoll 3 W.7.entHohen »Q.n.oh.ft.n vergüten Vornehm Familien-Drucksache i W ■ Ä Persönlich Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Aue- führungearten schnell und zu mäßigen Preisen Brühl'sche Druckerei, SchulstraBe 7, Anruf 2251 Äla MzelgenMleMsellWsi Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen u. Zeitschristen (Meu.MislMrik.7 Stoff spezialhaus Bernard & Sohn Gießen, Plockstraße Nr. 14-16 3759 A Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Millimeterzelle veröffentlicht 11111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111 Ich liefere frei Haus nach (auswärts ab Station Gießen Obst- und Gemüse-Schmidt Gießen, Marktstraße 14 Telefon 3560 u. 3575. 87Md Bademantelstoffe nur echt Indanthren gefärbte erstklassige Qualitäten in hervorragend schöner Ausmusterung 145 cm breite Ware.... per Meter 3.75 3.20 160 cm breite Ware ... per Meter 4.60 3.95