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Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite 60 Rps.,Plahvorschrift oder schwieriger Satz 25% mehr Ermäßigte Grundpreise: Die Veröffentlichung der Rede des Führers ist zur Stunde des Redaktionsschlusses noch nicht freigegeben. Die Veröffentlichung erfolgt daher in der Dienstag-Ausgabe. Die Vereidigung in Berlin. B e r l i n, 24. Febr. (DNB.) Im Lustgarten waren 87 000 politische Leiter, Amtswalter und Amtswarte der Partei, Führer der HI., des Jungvolks, des BdM., des Arbeitsdienstes und der N^.-Frauen- schaft ausmarschiert. Als es dunkel geworden war bot die Front des Schlosses, deren Mittelstuck mü dem Hoheitszeichen aus riesigem schwarzem Tuch und zwei mächtigen Hakenkreuzslaggen geschmückt war, im Lichte der Scheinwerfer einen wundervollen Anblick. Um 19 Uhr marschierten die Fahnen der PO. und HI. aus die westliche Schloßrampe. Der Berliner Gauleiter Aeichsmin ster Or. Goebbels führt dann u. a. folgendes aus: Wir allein stehen für unseren Neubau.' Er ist unser Werk und wird getragen ausschließlich von unserer Verantwortung. Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat tm Bild • Die Scholle Monatr-Vezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr .. „ --25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt zernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Lad en d frag®" n ?'!!!: Bühne lodert aus einer mächtigen Opferschale das heilige Feuer und wirft seinen Widerschein aus die beiden riesigen Hoheitszeichen, die links und rechts im Hintergründe von schwarzen Sockeln leuchten. Die Rückwand des Saales beherrschen drei riesige Tannenkränze, die das Hakenkreuz in Silber umschließen. Aus dem Rang zur Rechten haben M a - del des BdM. in ihren schmucken weißen Blu- sen Platz genommen, ihnen gegenüber Jungvolk und HI. PO. und SA. haben auf dem Balkon über der Bühne Aufstellung genommen. Kurz vor 11 Uhr betritt der Gauletter des Tradl- tionsgaues München-Oberbayern, Adolf Wagner, den Saal. Ihm folgen u. a. der Stellvertreter des Führers, Reichsminifter Rudolf H e ß , und der Reichsführer der SS. Himmler. Man sah den Reiche ührer des NS.-Studentenbundes, Derichsweiler, den Reichsärzteführer, Dr. Wagner, lebigstr-78 iseralleeW Strabe.»• Das Parteiprogramm bleibt unverändert. Gauleiter Adolf Wagner spricht in der nationalsozialistischen Weihestunde. M ü n ch e n, 24. Febr. (DNB.) Am 24 Februar 1920 hat Adolf Hitler in der ersten großen Versammlung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei im Festsaal des Hofbräuhauses zu München die 25 Thesen seines Programms bekanntgegeben. In stolzer Ruckschau aus dieses gigantische Werk des Führers feierte das ganze Deutsche Reich und mit berechtigter Genugtuung besonders München als die Geburtsstadt des Nationalsozialismus diesen Erinnerungstag, der die gedanklichen Fundamente zu dem jetzt erstandenen Dritten Reich legte. Die Feierlichkeiten wurden am Sonntaqvormittag mit einer nationalsozialistischen Weihestunde in der Tonhalle emgeleitet. Wände und Säulen des großen Saales find mit lanawallenden Stoffbahnen verhangen, grüne Tan- nenaeroinbe geben dem Braun der Wandverkleidung den harmonischen Abschluß. In der Mitte der Wir ganz allein haben darüber vor der ganzen Nation abzulegen. Wir ganz allein müssen diesen Riesenaufbau verantworten vor den Millionen Kindern, die hinter uns stehen und einmal kommen werden und die von uns mit Recht verlangen können, daß wir em Reich bauen, in dem die Nation leben kann, und daß wir einen Aufbau organisieren, der jedem Deutschen sein Brot und seine Arbeit gibt und dem Lande die Ehre erhält. Wenn heute von den Mächten, die im Kriege als Feinde uns gegenüberstanden, Deutschland wieder als souveräne Nation behandelt wird, so glaubt nicht, meine Kameraden, daß das darauf zurückzuführen sei, daß die Welt zum Einsehen gekommen wäre! Nein, es beruht aus uns, auf unserer Härte, auf unserer Entschlossenheit und, ich sage es offen, es beruht au f u n je - rer neu erwachenden Macht allein. Geschenkt wird den Völkern nichts, sondern die Volker müsse» sich das nehmen, was sie zum Leben brauchen. Und wir sind entschlossen, unserem Volke das Leben zu sichern, denn wir sind aus dem Volke, ^ir waren nicht die Kinder einer privilegierten Maste, nicht die Söhne einer hauchdünnen Oberschicht. Nein, wir sind Fleisch vom Fleische des Volkes und Blut vom Blute des Volkes und Geist vom Geiste des Volkes. Und diese Bewegung soll die Inkarnation der deutschen Nation sein und bleiben. Und ihr werdet heute dazu berufen, sie zu tragen, sie zu stützen und sie siegreich durch alle Gefahren hindurchzuführen. Diese Bewegung ist unsere Heimat und ihr Führer ist unser Fuyrer, und ihre Idee ist unsere Idee, und ihr Glaube ist unser Glauben und soll es immer bleiben. Die Heilrufe auf die Bewegung und auf den Führer wurden begeistert ausgenommen. Nach kurzer sZause erklang die Übertragung der Münchener Feier. der Steüvettreter des Führers H Rudolf Heß: Meine Kampfgenossen und Genossinnen aus alter *' Zeit! Deutsche Volksgenossen, deutsche Volks- genössinnen! Ueberall in Deutschland sind wieder die Männer und Mädchen angetreten, die sich dem Führer i m Treueschwur für ihren Dien st an Volk und Bewegung verpflichten wollen. Politische Leiter, Führer der HI., Führerinnen des BdM Führer des Arbeitsdienstes, Führer der Arbeitsfront legen den Eid dem Führer ab an dem Tage an dem er vor 15 Jahren die deutsche Revolution durch die Verkündung des nationalsozialistischen Programms einleitete. Ich nehme den Eid ob aus dem gleichen Saal, in dem damals der Führer sprach, als er zum erftenmal f e iin Proqr amm verkündete, aus dem gleichen Raum, in dem er stand, als vor ihm die lungen Stoßtrupps der Bewegung, die werdende SA., den ersten Kampf lieferte und zur Sprengung kommandierte Marxisten das erstemal das Kampffeld räumen mußten unten den Siegen nahonaL sozialistischer Kämpfer, aus dem Sachen Saal m dem das erste Blut der Bewegung floß. Ich spreche zu euch draußen angesichts vieler Männer und Frauen, die noch Zeugen w a r e n der ersten Programmverkündung und der ersten Kämpfe, die zum Führer und seiner Bewegung sich bekannten, als diese noch m ihren kleinsten Anfängen stand, die zu ihr hielten trotz Spott und hohn der anderen, die ledes Opfer zu bringen bereit waren und so dem Führer das Durchhalten ermöglichten. 3d) stehe hier vor Tausenden, die sich dann hinzugesellten in einer Zeit, da kaum die Geburtsstätte des Nationalsozialismus, München, den N a m e n Hitler kannte, geschweige denn die übrige Welt. Tausende, die nie wankend wurden im Glauben an den Mann, der ihnen nichts geben konnte als diesen Glauben, der von ihnen nur Kamps und Opfer forderte, Tausende, die ihm die Treue hielten >urch Zeiten der Rückschläge und Enttäuschungen, durch Zeiten, da alles hoffnungslos schien und Zehntausende wieder von uns gingen. Die Frauen und Männer hier vor mir tragen die Ehrenzeichen der Bewegung als Sinnbilder dafür, daß sie dem Führer und feiner Bewegung die Treue hielten, daß sie für ihn und für hier in diesem Raum stand der Führer einst im verschlissenen feldgrauen Rock, kaum mehr sein eigen nennend als diesen, denn er gab ja alles immer wieder hin für die Bewegung, und bis heule ist er auch der gleiche geblieben, jederzeit bereit, alles zu opfern für das werk, dem er dient. Was die wenigen damals in ihm sahen, siehl heute die Welt: den großen Führer, der seinem Volke lebt und der nichts kennt als fein Volk. Wie er als Frontsoldat einst kämpfte für sein Deutschland, so kämpfte und kämpft er heute als der erste Soldat der Revolution für sein Deutschland. Sein Kampf gilt der Erfüllung dessen, wofür die Millionen an der Front des Weltkrieges ihr Leben liehen. Sein Sieg gibt ihrem Tode Sinn sowie fein Sieg auch Sinn gab dem Tode derer, die ihr Leben opferten, damit das neue Deutschland werde. Im Erinnern an die toten Kämpfer legt i h r heute den Eid ab, der euch an Adolf Hitler bindet, der euch einreiht in Adolf Hitlers Führerschaft, der euch zu kämpferischem Einsatz verpflichtet, jederzeit bereit zu sein, für das heutige Deutschland und die nationalsozialistische Revoluton Ihr sollt schwören, stets dem Befehl des Führers zu folgen, ihr sollt schwören, stets in seinem Geiste zu handeln. Vergeßt nie, das Handeln in seinem Geiste gereicht euch zu Ehre, das Handeln wider seinen Geist gereicht ihm zum Leid Seid würdig eures Führers, daß er stolz auch auf euch fein kann und daß ihrnicht in Unwürde vergeht. Trotz eigenen Willens schwof ihr den Eid: brecht i-hr ihn, schließt ihr euch durch eigene Schuld aus der Volksgemeinschaft aus. Deutschland kämpften und darbten, daß sie am 9. November 1923 für den Führer marschierten, Verfolgungen ertrugen und vom Führer nicht lie- ;en als alles verloren schien. Sie haben mit ihm )en schier sinnlosen Kampf wieder ausgenommen, als Adolf Hitler zurückkehrte aus der Gefangenschaft. Sie haben seinen Sieg ermöglicht, sie sind bei dem Führer geblieben bis zum Siege — und sie sind die gleichen geblieben auch nach dem Siege. Diese alten Kämpfer und Kämpferinnen find Vorbild für alle, die heute angetreten sind, in deutschen Landen den Schwur auf Hitler zu leisten. Sie sollen und sie werden die Treue halten, wie die alten sie hielten. M ü n ch e n , 24. Febr. (DNB.) Der Festsaal des I Hofbräuhauses zeigt sich in demselben einfachen | Schmuck wie an jenem 24. Februar 1920. Nur eine ! einzige Hakenkreuzfahne hängt von der rechten l Seite des Saales herab. Der Saal ist überfüllt, obwohl nur die 2000 alten Kameraden, die Inhaber , des Blutordens und des Goldenen Parteiabzeichens, mit wenigen anderen Teilnehmern eingelassen wurden. Frauen und Männer, alte Kämpfer und Kämpferinnen, die das Glück hatten, Adolf Hitler nahe zu fein, als er fein Werk begann. Welche Gedanken sind es doch, die diejenigen, die hier versammelt sind, beseelen. Im Februar 1920 nur eine Handvoll treue ft er K a - meraben, d i e für Adolf Hitler kämpften, und heute ein ganzes Volk, das m entschlossener Einheit und gläubigem Vertrauen hinter seinem Führer steht! Damals ein u n = bekannter Mann, einer von 60 Millionen, der es wagte, an Deutschlands Zukunft zu glauben, heute d e r Führer des Reiches. Damals ein in Parteien zerrisfenes Deutschland der Schmach und Schande, heute ein einiges Reich, das auf dem Wege ist, feinen Platz als gleichberechtigte Nation wieder emzunehmen. Mancher alte Kämpfer blickt an diesem Abend stolzer Erinnerung in die Runde und grüßt die Kameraden von einst. Mancher Parteigenosse und manche Parteigenossin ist grau geworden in den 15 Jahren, die Erinnerung rauscht durch den Saal, eine heilige, tiefe Ergriffenheit erfüllt alle Mitten unter den Kameraden sitzen die führenden Männer des heutigen Staates, so Stabschef Lutze, Neichsführer der SS. H i m m l e r , der Führer des NSKK. Korpsführer Hühnlein, die R e i ch s - {eiter Dr. Ley, Schwarz, Rosenberg, Darre, Fiehler, Epp. Dr. Dietrich, B u ch , G r i m m , Reichsjugendführer v o n S ch i - rach. Gauleiter Streicher, Generalinspekteur Dr. Todt, hohe SA.- und SS.-Führer, der Befehlshaber des Wehrkreises VII Generalleutnant Adam und Offiziere der Landespolizei. Der Stellvertreter des Führers Reichsminister Rudolf Heß wird mit Jubel begrüßt. Unter den Klängen des Liedes „Unsere Fahne flattert uns voran" werden die Fahnen der Bewegung hereingetragen. Kurze knappe Kommandos ertönen. Dann nimmt das Wort , Stellen-, Vereins-, gemein- General-Anzeiger für Bberheßen „» Otrli9: SrtMW iWerlWd,. un» SI.Mr.ftr.l H. -au,. I, «»u. -chWwuu, n.» M WM«: fallen hören konnte. Als der Führer geendet hat, da ist wie immer kein Halten mehr. Nun springen sie auf, springen auf die Stühle und auf die Tische und langsam nur kann der Führer sich einen Weg bahnen. Links und rechts schüttelt er Hunderte von Händen, die sich ihm in gläubigem Vertrauen ent- geqenftreden. Das Deutschlandlied ist verrauscht. Die heiligen Feldzeichen der Bewegung, voran die Blutfahne, werden unter Marschklangen aus dem Saal getragen. Draußen erklingt der Mar chtritt der Formationen, und zur gleichen Zeit hallen in Tausenden deutscher Städte und Dörfer die Straßen ebenfalls vom Tritt der braunen Kolonnen wider, die Träger des Reiches find. Veden kl euch, ob ihr den schweren Eid zu leisten vermöget, ob ihr ein Leben lang halten könnt, was ihr heute schwört. Und wir alle, die wir einst Adolf Hitler die Treue fchworen, nutzen diesen feierlichen Augenblick des Bedenkens, um uns zu fragen, ob wir zu jeder Stunde und in jeder Handlung die Treue hielten, ihm und seinem Geist. Bedenkt euch um eurer selbst willen, bedenkt euch um des Mannes und dessen Werkes willen, dem ihr dient. Bedenkt euch um Deutschlands willen und bedenkt euch um der Toten willen, die für dieses Deutschland ihr Leben gaben. Gedenkl in diesem Augenblick h o r st Wessels, der seinen Eid vor fünf Jahren mit seinem Leben besiegelte. Ich gebe euch jetzt Bedenkzeit. Niemand soll Schaden daraus erwachsen, wenn er seine Hand nicht zum Schwur erhebt und dann hingeht, sein Amt niederzulegen. Wehe dem, der schwört und seinen Eid bricht. Der Schwur. Nach einer Pause kommandiert der Gauleiter des Traditionsgaues München - Oberbayern, Staats- minifter Wagner: „Führerschaft Adolf Hitlers, ft i 11 q e ft a n b e n ! " Gedämpft ertönt von einem Streichquartett gespielt das Horft-Wesfel-Lied. Der Stellvertreter des Führers: Ihr, die ihr zur Vereidigung angetreten seid, erhebet die Hand zum Schwur und sprecht mir nach: „Ich schwöre Adolf Hitler unverbrüchliche Treue, ihm und den mir von ihm bestimmten Führern unbedingten Gehorsam!" Und in ganz Deutschland sprechen Hunderttausende mit erhobener Schwurhand Wort für Wort mit Noch einmal spricht Rudolf Heß: „Die Eidesleistung ist geschehen. Wir alle die wir Adolf Hitler verschworen sind, grüßen den Führer Deutschlands „Sieg - Heil!" Und die gleichen Hunderttausende, die soeben sich ihrem u uh irr auf Tod und Leben gelobt haben, und dazu Millionen die zugleich mit ihnen aufmarschiert waren zu dieser Feierstunde, bekräftigen den Eid, den sie alle einmal geschworen haben, mit dem alten Kampfruf, mit dem auf den Lippen Hunderte ihr Blut gaben. Der Führer erscheint. Als der Führer den Saal betritt, umgibt ihn wie immer gleich einem schützenden Mantel die Liebe seiner alten Kameraden und Mttkampfer, von denen er einen sehr großen Teil persönlich und mit Namen kennt, und deren Schicksal ihm heute mehr denn je am Herzen liegt. Rudolf H e ß und Adolf Wagner haben den Führer emgeholt. D e r Führer spricht. Es ist nach wenigen Minuten |o still im Saal, daß man eine Nadel zu Boden $eiertid)e Vereidigung der jungen Führerschaft Nie Münchener Feier des Gründungstages der NGOAP. Ganz Deutschland feiert die Rückkehr -er Saar am 1. März. Berlin, 23. Febr. (DNB.) Nach dem Willen des Führers soll der Tag der Heimkehr der Saardeutschen in ihr Vaterland einer der erhebendsten Feiertage des Jahres 1935 sein. Er wird deshalb vom deutschen Volk festlich begangen. Die Heber- gäbe der Regierungsgeschäfte an Gauleiter Bürckel wird auf alle deutschen Sender übernommen. Gleichzeitig läuten die Kirchenglocken, die Sirenen der Fabriken und der Schiffe ertönen. In diesem Augenblick wird auch die Beflaggung der öffentlichen Gebäude und der Prioathäuser vorgenommen. Zur selben Zeit beginnt auch im ganzen Reich eine Verkehrs st ille von einer Minute, die sich, soweit es sich ermöglichen läßt, in einer Arbeitsruhe von gleicher Dauer in den Betrieben auswirken wird. In allen deutschen Orten finden am Abend Kundgebungen statt, bei denen der höchste politische Leiter des Ortes sprechen wird. An den Kundgebungen nehmen sämtliche Gliederungen der NSDAP, sowie alle sonstigen Vereine und vor allem die Bevölkerung teil. Die Abendkundgebungen schließen mit Fackelzügen. Auf den Höhen werden Freiheitsfeuer brennen, die öffentlichen Gebäude, wichtige Denkmäler usw. werden angestrahlt. Am Vormittag finden in den Schulen kurze Feiern statt, nach denen der Unterricht ausfällt. Für den Festtag der Rückkehr der Saar ins Reich ist schließlich die Polizei- stunde aufgehoben. Schon am Tage (oder vielleicht zwei Tage) vorher beginnen Sternfahrten des DDAC. und des NSKK. nach Saarbrücken. Die Abfahrt der Wagen wird in jedem Orte feierlich ausgestaltet werden. Außerdem wird der Luftsportoerband am Vormittag des 1. März einen Sternflug nach Saarbrücken durchführen, an dem sich 30 Maschinen beteiligen. Auch dieser Abflug erhält ein besonders festliches Gepräge. Die Wehrmacht veranstaltet an ihren Standorten im ganzen Reich Appelle, in denen die Saarbrücker Uebertragungen gehört werden. Gleichzeitig werden auf den Gebäuden der Wehrmacht die Flaggen gehißt. Am Abend werden in den Standorten der Wehrmacht Zapfen st reiche veranstaltet, nachdem der ausführende Musikzug der Reichswehr an der Spitze der Fackelzüge zum Versammlungsort marschiert ist. Am 1. März Mnm heraus! 23 e r [ i n, 23. Febr. (DNB.) Der Tag der heim- kehr der Saardeutschen in ihr Vaterland soll nach dem Willen des Führers einer der erhabensten Feiertage des Jahres sein; er wird vom ganzen deutschen Volk festlich begangen werden. Das deutsche Volk wird in dem Augenblick, in dem die Kirchenglocken und die Sirenen der Fabriken und Schiffe im ganzen Reich und im Saargebiet die erfolgte Rückgabe der Saar an Deutschland verkünden, die Häuser beflaggen. Unsere Brüder und Schwestern hielten trotz Drangsal und Rot ihrem Volke die Treue. Deutsches Volk, bekenne du dich zu ihnen und nimm sie in deine Gemeinschaft auf. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda. (gez.) Dr. Goebbels. Aus Anlaß der Aebernahme der Regierungsge- fchäfte im Saarland flaggen am Freitag, 1. 2N ä r z, die Gebäude des Reiches, der Länder, der Gemeinden, der Körperschaften des öffentlichen Rechtes und der öffentlichen Schulen. Diese Anordnung wird hiermit amtlich mit dem hinzufügen bekanntgegeben, daß eine schriftliche Benachrichtigung der Behörden nicht erfolgt. Oer Dreier-Ausschuß vollzieht die Uebergabe. Genf, 23. Febr. (DNB.) Die Zustimmun des Völkerbundsrates zu der Reise des Dreier-Aus- schusses nach dem Saargebiet wird vom Dölker- bundssekretariat mit folgendem Wortlaut bekannt- gegeben: Der ausübende Ratspräsident des Völkerbundsrats Dr. T. R. Aras hat dem Vorsitzenden des Saarausschusses, Baron A l o i s i, die Bitte übermittelt, daß die drei Mitglieder des Ausschusses sich zur Uebergabe des Saargebiets an Deutschland am 1. März nach Saarbrücken begeben mögen. Der österreichische Besuch in Paris und London. Der Abschluß Vertreter der Wehrmacht und der Landespolizei, der SA., SS., der PO., HI. und des Arbeitsdienstes. Ein feierliches Orgelvorspiel von Johann Sebastian Bach leitete die Weihestunde ein. In die letzten Klänge der Orgel mischte sich dumpfer Trommelwirbel, der den Einmarsch der Fahnen der PO. und SA. begleitete. Dann erklingt der Festmarsch von Richard Wagner, von dem NS.- Reichssymphonieorchester unter der Stabführung Franz Adams meisterhaft zu Gehör gebracht. Sodann spricht der Gauleiter des Traditionsgaues München-Oberbayern, Staatsmimfler Adolf Wagner, der, nachdem er des Führers gedacht und den Stellvertreter des Führers mit einem Sieg-Heil begrüßt hatte, u. a. ausführte: Heute vor 15 Jahren verkündete Adolf Hitler im Hofbräuhaus-Festsaal zu München die 25 Thesen, d. h. das weltanschauliche Programm der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei. Der 24. Februar 1920 kann daher als der eigentliche Parteigründungstag angesprochen werden. Die 25 Thesen stehen heute noch unverändert so da, wie sie damals der Welt bekanntgegeben wurden. Kein Wort davon ist im Lause der Jahre hinweggenommen oder hinzugefügt worden. Diese Thesen werden auch in aller Zukunft unverändert bleiben, denn als Schlußsatz wurde damals verkündet, daß die Führer der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei sich mit ihrem Leben dafür einsetzen, daß das mit den Thesen verkündete politische und weltanschauliche Programm durchgeführt wird. 300 deutsche Männer haben ihr Leben und Tausende haben ihr Blut hergegeben für die Verwirklichung des politischen und weltanschaulichen Wollens Adolf Hitlers. Das verpflichtet über die heutige Generation hinaus alle bis in die fernsten Geschlechter, das Vermächtnis zu wahren und zu hüten. Die große Tal Adolf Hitlers am 24. Februar 1920 bestand darin, daß er mit der nationalsozialistischen Weltanschauung dem deutschen Menschen wiederdenWegzusichfelbst zurück zeigte und ihm den Wert seines eigenen Blutes und seiner eigenen Art wieder vor Augen führte. Erst Adolf Hitler schuf mit der nationalsozialistischen Bewegung und mit Hilfe der am 24. Februar 1920 verkündeten Thesen die gewaltige Weltanschauung, die imstande war, das ganze Volk zu erfassen. Adolf Hitler goß die Gedanken über Art und Rasse, über Mensch und Volk in eine Form, die nicht nur jedem Menschen sichtbar und verständlich wurde, sondern imstande war, diese Menschen so zu begeistern, daß sie alle sonstigen weltanschaulichen Brücken hinter sich abbrachen und nur dem einen großen von Adolf Hitler gezeichneten Ziel zustrebten. Schwer war der Weg, der in den letzten 15 Jahren zurückzulegen war. Bis zum Jahre 1923, bis zu jenem denkwürdigen 8/9. November, an dem schnöder Verrat das Gelingen der nationalen Erhebung hier in München verhinderte, war die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei gewillt, mit allen, auch den revolutionärsten Mitteln, dem Staat von Weimar als der Inkarnation des deutschen Verderbens entgegenzutreten. Nachdem Adolf Hitler nach überstandener Festungshaft am 27. Februar 1925 die Partei neu gründete, ging sie auf dem legalen Wege ihrem Ziele zu. Damit begann ein unendlicher Leidensweg, ein Kampf, der nur von stahlharten Männern gekämpft werden konnte. Wer nicht stark blieb in diesem Kampfe, blieb am Boden liegen, wer schwach wurde, wurde abgefchüttelt, wer feig wurde, wurde nicht geduldet. Der in der nationalsozialistischen Bewegung unter der Führung Adolf Hitlers zusammengeballten Kraft der deutschen Nation und der in ihr lebenden Stetigkeit und Zähigkeit gab am 30. Januar 1933 das Schicksal und ein litiger Gott den Lohn. Wie ein Aufatmen ging es durch die ganze Ration. Die von den Schlacken befreite deutsche Seele begann sich wieder zu entfalten. Die kommenden Generationen werden in einem Reich der wahrhaftigen Ordnung, der wahrhaftigen Ehre und Stärke, der wahrhaftigen Freiheit und Würde leben. Richt Fürsten- car, zu. „ __ Mer ^e Sa?« sri“ sicher wurde. „Meine Herren , rief Handel, „i - war ber Hundsfott! Ein Sänger Dubourg geriet bei ^ner Aufführung in eine peinliche Verlegenheit. Er vergaß plötzlich ben Operntext, würbe verlegen, kam auch von der Musik ab und irrte eine guvZe Welle hilflos auf der Bühne umher, bis er sich endlich wieder in feine Rolle zurückfand. Da rief ihm Handel laut genug, daß man es im ^"Zen Hanfe l)oren ■, — aus dem Orchester zu: „Willkommen zu Eine halbe Million Menschen sind in Ceylon an Malaria erkrankt, 12000 starben bereits, obwohl die englische Kolonial- verwaltung die größten Anstrengungen macht, um die verheerende Krankheit einzudämmen. — Das Interesse der ganzen Welt ist wieder einmal auf eine Krankheit gelenkt, die verbreitet ist, als irgendeine andere Seuche, und an der noch immer viele Hunderttau- sende jährlich sterben. Erst in den letzten Jahren konnten deutsche Forscher Erfolge erringen, die auf einen Endsieg hoffen lassen. Eine furchtbare Geißel ist die kleine Mücke, bie in ihren Speichelbrüsen den Erreger der verbreitetsten aller Seuchen beherbergt. Wo sie lebt, tyrannisiert sie den Menschen, und es gibt ganze Gebiete, bie sie minbestens für ben Europäer unbewohnbar macht. Das Furchtbare ist, baß nicht nur bie Mücke, bie Anopheles mit ihrem Stich bie Malaria auf ben Menschen überträgt, fonbern, daß ber malariakranke Mensch burch sein Blut auch roieber die Mücke ansteckt. Der Runblauf ber Malariamikrobe zwischen Mücke unb Mensch ist außerbem ein Verwandlungsspiel. Die Erreger, Plasmodien genannt, nehmen dabei vielerlei Gestalten an. Ehe die Wissenschaft das erkannt hatte, war der Kampf gegen die Krankheit fast hoffnungslos, denn man wußte ja nicht einmal, daß jede der Formen des Malariaerregers besondere Kampfmethoden erfordert. 400 Jahre Chinin Fußball der Oau-Ligamannsckost?n ] Auch am Sonntag hatte der Tabellenführer des । Fußball-Gaues Nordhessen, Hanau 93, einen sehr , schweren Gang. Wieder mußten die Hanauer nach j Fulda, diesmal kämpften sie gegen Germania und ; konnten wenigstens einen Punkt retten, denn bas ■ Treffen enbete unentschieben 1:1. Da ber Tabellen- zweite, Borussia Fulda, in Langenselbold zu einem , überraschend glatten 5:0-Sieg kam, hat sich der Abstand in der' Tabelle auf drei Punkte verringert. Der Kasseler Lokalkampf zwischen Kurhessen und Spielverein endete 1:1. Kurhessen hat dadurch seinen Tabellenstand verbessert und wird bem Abstieg in bie zweite Klasse noch entrinnen. Aus anberen Gauen. Gau Sübwest: Union Niederrad — Eintracht Frankfurt 3:2; FK. Pirmasens — Wormatia Worms 3:1; Phönix Lubwigshafen — FC. Kaiserslautern 2:0; Saar 05 Saarbrücken — Kickers Offenbach 1:5. Gau Bayern: Bayern München — Spvgg. Fürth 3:1; 1. FC. Nürnberg — Wacker München 4:2; Schwaben Augsburg — Jahn Regensburg 0:0; Spvgg. Weiden — München 1860 4:1. SpieivereimMng 1900 Gießen. Visienberg I — 1900 I 4:1 (1:1). Mit dieser Nieberlage würben Die Blauweißen in der RückrunDe Dieser Saison erstmals bezwungen. Um es gleich vorweg zu sagen, ber Gastgeber siegte oerbient, benn er präsentierte sich in bester Form. 1900 hatte Schwächen, unb ganz befonbers im Angriff, so baß in ber zweiten Halbzeit bie Hintermannschaft überlastet rourbe unb auch nicht mehr ganz fehlerfrei arbeiten konnte. Absagen hatten fol- genbes Mannschaftsgebilbe entstehen lassen: Schlarb; Zeller, Lippert; Mank, Jäger, Hembach; Letsch, Heilmann, Schmelz, Rohn, Dörr. Mit bieser Aufstellung roar bas Beginnen schon von vornherein ziemlich aussichtslos. Es kam bes- halb auch kein gutes Spiel zustande, wozu auch du etwas unzulänglichen Platzverhältnisse beitrugen. 400 bis 500 Zuschauer hatten sich eingefunben, bas in Schiri Horn (Bab-Nauheim) einen Leiter hatte, ber es einigen Bissenbergern Zuschauern nicht recht machte. , Die Gießener eröffneten ben Kampf, bergauf spielenb, mit einigen flotten Angriffen, jeboch aut) bie Platzbesitzer waren nicht müßig, unb es fiel be- sonbers auf, baß sie mit bem Schuß als Abschluß gutbiirckibachter Angriffe nicht sparten. Schlarb unD seine Vorberleute waren aber auf bem Posten und ließen vorerst keinen Treffer zu. Bei einem energischen Gießener Angriff wehrte ein Bissenberger in : höchster Not mit ber Hanb. Mank (1900) verwandelte ben verwirkten Elfmeter sicher zum 1:0 für : 1900. In ber Folge hatte Schlarb brei fabelhafte : Schüsse zu halten, jeboch auch bie Spielvereinigung hatte einige ganz große Chancen. Eine vergab Dorr : im Ueber'eifer, und bei einer anberen geriet Letsch , in Abseitsstellung. 1900 führte über eine halbe । SEmbe 1:0 bei ausgeglichenem Felbspiel. Erst eine Minute vor ber Pause kam Bissenberg zum Aus- r gleich. Ein Bissenberger hatte sich von links seit- t chärts vor bas Gießener Tor gespielt. Er würbe : nicht energisch genug angegriffen unb fanb Zeit zu t einem Schuß, ber Schlarb im Tor überraschte, da t ihm bie Aussicht versperrt war. Sehr nachteilig Händel fand anfangs in Sonbon b« -neit m mcht die erwartete Anerkennung, und 1«"« Oxern u Oratorien hatten oft nur fo tnenige: O B das Orchester stärker besetzt war als das Th-M^ $| Wenn seine Freunbe Dann über den schwach n o such klagten, tröstete er sie: „Das macht nichts, um o besser wird die Musik klingen." In Goethes „Jahrmarktsfest zu PlunDersweilern" führt Der Guckkasten-Mann bie Schöpfung ber Welt, Sünbenfall, Sintflut unb allerlei anbere biblische Szenen vor, unb sein dürftiger Apparat weitet sich m Der Vorstellung des Dichters zum Sinnbild der Welt die auch so eine Art „schöner Raritäten- Kaste'n" ist, in dem die Schattenfiguren unseres Schicksals in ungewissem Licht vorüberhuschen. In der Romantik wird das Symbol vom „Guckkasten des Lebens" vielfach auraenommen, unb Dl»ses durch die ganze Literatur sich hindurchziehende Bild zeigt, wie vertraut unseren Vorfahren ber Guckkasten roar. Wenn man aber einen Menschen unserer Tage Danach fragen wollte, was er sich wohl unter einem solchen Guckkasten vorstelle, so würbe man kaum eine richtige Auskunft erhalten. Der Guckkasten ist heute völlig verschollen. Wie sehr I dies ber Fall ist, beweist die Mitteilung von Dr. H. E. von G r o n o ro in einem Vortrag über Guckkästen unb Guckkastenbilder", ben er oor eini= oer Zeit auf ber Tagung ber Deutschen Gesell,chast für angewandte Optik hielt, daß überhaupt nur noch zwei Exemplare von Guckkästen in Deutsch- »vAs; äs Mrm» - tsyrus schäft. Aktiven-Klasse. Wirtschaft gen. Von 70 Teilnehmern trafen nur fünf straf- punktfrei am Ziel in Frankfurt ein. Während auf der ersten Etappe Frankfurt—Kassel die meisten Teilnehmer die verlangten hohen Durchschnittsgeschwindigkeiten noch einzuhalten. vermochten, gelang es auf der zweiten Etappe Kassel—Frankfurt, die über die schneeverwehten und vereisten Straßen der Hohen Rhön führte, nur noch zwei Fahrern, . den vorgeschriebenen Durchschnitt einzuhalten. In 1 die Zuverlässigkeitsfahrt war eine Bergprüfung auf ! der bekannten Feldberg - Rennstrecke Hohemark — Sandplacken eingeschaltet, bei der sich manche Fahrer Strafpunkte zuzogen. Der obere Teil der Strecke war nämlich durch Schnee und Eis stellenweise recht schwierig, so daß sich viele Fahrer Zeitüberschreitungen zuschulden kommen ließen Zum gestrigen Waldlaufstaffeltag stellten sich dem Starter (W. Schmidt, Spvg. 1900 Gießen) insgesamt 16 Mannschaften, und zwar 9 Jugend- und 7 aktive Mannschaften. Mit dem größten Aufgebot wartete die Spielvereinigung 1900 auf, die 4 aktive und 2 Jugendmannschaften zur Stelle hatte. Zuerst hatten die Jugendlichen die zirka 1200 Meter lange Rundstrecke im Philosophenwald zu durchlaufen. Beim ersten Wechsel lag das Feld noch verhältnismäßig dicht beisammen, es führte jedoch schon Tv. Heuchelheim knapp vor 1900 1. Mannschaft. Im weiteren Verlauf des Rennens gewann diese Spitze immer mehr Abstand gegenüber den übrigen Mannschaften. Auf den letzten 200 Metern zeigte dann der Schlußmann der Heuchelheimer das bessere Stehvermögen und sicherte dadurch seiner Mannschaft den Sieg. Richt minder interessante Kampfbilder gab es bei den Aktiven, bei denen jeder Mann die Rundstrecke zweimal zu durchlaufen hatte. Bei der ersten Stabübergabe war dadurch das Feld schon weit stärker auseinandergezogen als in der Jugendklasse. Die 1900er lagen durch Bepperling in Front, der aber gegen Reidel III (Heuchelheim) einen größeren Vorsprung als knapp 30 Meter hätte herauslaufen müssen. Den beiden älteren, bereits in ausgezeichneter Form befindlichen älteren Reidels war es daher möglich, zu den beiden übrigen 1900ern Vor dem Start zur Zuverläffigkeitsfahrt gab es eine Start- und Lichtprüfung. Während bei der Startprüfung infolge der ziemlich hohen Tempe- legenheiten und Ausführungen zu der vom Reichsverband für Leibesübungen eingerichteten Versicherung wurde die Vereidißung der Sportwerbewarte vorgenommen. Mit eimm „Sieg-Heil!" auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler schloß Kreis- sührer Henkel die Versammlung. ZG.-Farben im 4. Vierteljahr 1934. 25 v. H. höhere Benzingewinnung. Die Geschäftstätigkeit der IG. Farbenindustrie hat sich nach der offiziellen Mitteilung auch im vierten Vierteljahr 1934 günstig entwickelt. Die Lage auf dem Farbstoffmarkt war befriedigend. Die Umsatzsteigerung von Chemikalien, Kunstseide und photographischen Artikeln hat sich weiter fortgesetzt. Die Benzinproduktion konnte um etwa 25 v. H. gesteigert werden. Dieser Entwicklung entspricht ein weiterer Ausbau der Merseburger Hydrieranlagen. Die pharmazeutische Sparte konnte zum Jahresschluß eine Zunahme ihrer Aufträge aus Uebersee feststellen. Doch wird das Ausländsgeschäft hier, roie in den übrigen Produkten, noch immer durch die bekannten ^Schwierigkeiten gestört. Eine Besserung ist erst nach dem Einspielen der verschiedenen Verrechnungsabkommen zu erwarten. Mein-Mainische Mittagsbörse. Tendenz: uneinheitlich. Frankfurt, a. M., 23. Febr. Die Börse blieb auch zum Wochenschluß sehr still. Die Beteiligung der Kundschaft läßt weiterhin sehr .zu wünschen übrig, und da auch größere Anregungen nicht Vorlagen, bekundete die Kulisse weitere Zuruckhaltung. Im Freiverkehr waren Muag mit 69 v. H. etwa 1 v. H. höher. Auf den übrigen Aktienmärkten blieb die Grundstimmung freundlich, die Kursgestaltung war wieder uneinheitlich, wobei aber nach beiden Seiten nur kleine Veränderungen eintraten. IG. Farbenindustrie eröffneten mit 141 v.H. unverändert, stiegen aber später auf 141,75. Montanaktien lagen sehr ruhig und zum ersten Kurs meist nur knapp gehalten, so Harpener mit 99,25 (99,50), Stahlverein mit 46 (46,25) und Gelsenkirchen mit 69,25 (69,50). Klöckner mit 85 und Phönix mit 55,25 laaen unverändert. Am Elektromarkt gingen AEG. auf 28 (28,50) zurück, auch Lechwerke Augsburg ließen 0,50 v.H. nach, während Schuckert 0,40 v. H. und Siemens 0,50 v. H. gewannen. Von Schiff- kehrspolizei durchgeführten Lichtprüfung erstaunlich viele Fahrer Strafpunkte zu. (Die Sieg ri'.ste folgt.) Ehriste» Cranz Kombinatrons-Giegerm Christel Cranz (Freiburg) gewann am Samstag bei den fl 8 - Rennen in Mürren den Abfahrtslauf in 3:27,2 vor Frau Hadi Pfeiffer-Lantschner, der Schweizerin Rüegg und Käthe Grasegger. Dadurch holte sie den am Vortag beim Slalomlauf verlorenen Boden wieder auf und wurde in der Kombination Siegerin vor der Schweizerin und Käthe Grasegger, so daß sie ihren im Vorjahre in St. Moritz erworbenen Titel einer Europameisterin erfolgreich verteidigte. Der Reichssportführer ist auf seiner Nordlandreise am Samstag in Stockholm eingetroffen, wo er am Abend auf Einladung des Deutschen Sportklubs einen Vortrag über die Olympischen Spiele 1936 hielt. Immer energischer greifen die Hiesigen an, aber sowohl Wlodareck wie Schmidt können, im Morast stehend, die Torgelegenheiten nicht wahrnehmen. Fehling ist erneut durchgebrochen, seine Flanke verlängert Schmidt zu Wlodarek, der auf 2:1 verkürzt. Dann ist Halbzeit Sofort nach Wiederbeginn muß Janz einen scharfen Schuß des Linksaußen halten. Sein Abstoß kommt zu Ranft, der eine Ecke erzwingt. Den gut hereingegebenen Ball köpft Heß zu Fehling, und es steht 2:2. Dann rettet Fenster m letzter Sekunde. Ein Durchbruch der Gäste, und der Ball landet unhaltbar von dem Halbrechten geschossen in der äußersten Ecke. Vilbel führt wieder. Wieder ist es Wlodareck, der nach guter Vorarbeit des Rechtsaußen den Gleichstand erzielt. Die Hiesigen dominieren nun, während die Gäste ihrem eigenen Tempo zum Opfer fallen. Fehling schießt Nr. 4, und kann kurze Zeit später auch das fünfte Tor auf fein Konto buchen, das der Schiedsrichter aber wegen Abseitsstellung eines anderen Spielers nicht hätte geben dürfen. Der Schlußpfiff beendigt ein ■ torreiches Treffen. Die zweite Mannschaft konterte die gleiche des । Ortsrivalen mit 5:1 Toren nieder. Die neu ausgestellte Dritte erfuhr eine katastro-, phale Niederlage gegen die Leute aus Garbenteich,! deren Höhe nur aus der Tatfache zu erklären ist, daß die Hiesigen nur mit acht Mann antraten. Handball im Oau XII. Gauklasfe. Tura Kassel — Tuspo. Kassel 6:8 (2:4). Kirchbauna — TV. Eschwege 5:5 (3:1). CT. Kassel — TD. Bettenhausen 13:4 (8:2). Bezirksklasse. TV. Münchholzhausen — Kurhessen Marburg 4:9 (3:4). TV. Kesselstadt — Polizei Hanau 6:4 (2:4). Freundschaftsspiele. TV. Hochelheim — TV. Wetzlar II 5:3. TD. Wetzlar I — VfB.-Reichsbahn 8:8. Letztes Pflichlfpiel in der Kreisklasse II (Lahn-Dill). TV. Wißmar — TV. Launsbach 6:4 (3:1). Der Hilfsfonds für den deutschen Sport Eine Versammlung in Gießen. Der Kreisführer des Kreises Gießen-Wetzlar im DFB., Hugo Henkel, und der Mitarbeiter des Hilfsfonds im Kreise Gießen, A. Pitz, hatten zum gestrigen Sonntagmorgen die Werbewarte und Ver- einsfuhrer der Leibesübung treibenden Vereine des Kreises Gießen zu einer Versammlung ins Cafe Ebel eingelaben. Im Mittelpunkt dieser Zusammenkunft standen grundsätzliche Ausführungen über die neue Zielsetzung des Hilfsfonds für den deutschen Sport sowie die Vereidigung der Sportwerbewarte. Kreisführer Henkel begrüßte die Erschienenen und führte aus, daß der Hilfsfonds ursprünglich gegründet sei, um die Mittel für die Durchführung der Olympiade 1936 zu schaffen, jetzt aber in ihrem Aufqabenkreis ungeheuer erweitert sei. Zunächst müsse zwar die ursprüngliche Aufgabe verfolgt werden, damit die deutsche Olympiade zum größten sportlichen Ereignis wird, das die Welt je gesehen hat. Aber auch nach her Olympiade seien Aufgaben zu erfüllen, aus denen sich die Notwendigkeit des Bestehens des Hilfsfonds ohne weiteres ergibt. Mit Idealismus allein fei nichts zu schaffen; es müßten auch bestimmte Geldmittel zur Verfügung stehen. Hier müsse der Hilfsfonds einsetzen, um die Mittel zur Neuschaffung von Sportanlagen oder zur Unterstützung von Familien, deren Ernährer bei der Ausübuna des Sports Schaden gelitten haben, zu schaffen. Außerdem wolle man über ganz Deutschland Sportschulen und Erholungsheime errichten, die zu lebenswahren Hütern und Pflegestätten des deutschen Sports werden müßten. Als das größte Ziel sei zu betrachten, daß immer wieder der Geist und die Tradition der Bewegung lebensfähig erhalten bleibe und durch Schulung in ihrer ganzen Größe der zukünftigen Sportgeneration erhalten und überliefert werde. An jedem einzelnen liege es, Maxeiner und Vaumstieger aufzulaufen. Letzterem schien auch das Gelände nicht zuzusagen, und er mußte 100 Meter vor dem Ziel den Schlußmann des Tv. Heuchelheim, der damit einen beachtenswerten Sieg erfocht, vorbeilassen. Den dritten Platz belegte 1900s zweite Mannschaft mit klarem Abstand vor VfB.-Reichbahn. Oie Ergebnisse: Jugend-Klasse. 1. Tv. Heuchelheim (K. Bender, A. Kreiling, W. Schmidt) 11:06,2 Min.; 2. Spielvgg. 1900 1. Mannschaft (Kirchner, W. Koch, Bonarius) 11:18,1 Min.; 3. Tv. 1846 Gießen; 4. Spielvgg. 1900 2. Mann- fahrtspapieren fetzten Hapag mit unv. 30,50 und Nordd. Lloyd mit 33,50 (33,75) ein. Reichsbankanteile gingen um 1 v. H. auf 163 zurück, Kunstseide AKU. blieben mit 54,13 ziemlich behauptet ebenso Hanfwerke Füssen mit 71,75, Deutsche Linoleum waren weiter gefragt und auf 142,75 (142) erhöht. Am Rentenmarkt war das Geschäft ebenfalls gering. Altbesitzanleihe und späte Reichsschuldbiich- forberungen blieben behauptet, Zinsvergütungsscheine gingen auf 90,10 (90,20) zurück. Stahlve-m- Bonds eröffneten mit 96,65 0,13 v. H. höher. Kem- munal-Umfchuldung lagen still und unverändert Bei anhaltender Geschäftsstille zeigten dis Km fe im Verlauf kaum eine Aenderung. Montanwc s konnten sich meist wieder auf Vortragsniveau erholen. IG. Farben lagen bei 141,75 unverändert. Später zur Notiz kamen u. a. Kali Aschers!-?!, n mit 103,25 (102,40), Rütgerswerke mit 102,65 (103,50), Lahmeyer mit 119,25 (118,75), Conti Linoleum mit 143 (143,50), Moenus Maschinen mit 85,50 (86) und dement Heidelberg mit 119,25 (119,50). Am Rentenmarkt blieb es ebenfalls sehr still, die Kurse wiesen gegen den Anfang keine Veränderung auf. Pfandbriefe und Stadtanleihen lagen ruhig und zumeist gut behauptet. Staatsrenten und Industrie-Obligationen waren fast geschäftslos. Der Auslandesrentenmarkt lag still, Anatolier 34,65 (34,75), 5prozentige Silbermexikaner 4,80 (4,80). Tagesgeld unv. 3 v. H. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 25. Febr. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1056 Rinder (343 Ochsen, 81 Bullen, 340 Kühe, 292 Färsen), 473 Kälber, 40 Schafe, 3686 Schweine. Es lasteten: Rinder: Ochsen 23 bis 39 Mark, Bullen 24 bis 35, Kühe 12 bis 35, Färsen (Kalbinnen) 23 bis 40, Kälber 23 bis 50, Hämmel 35 bis 37, Schweine 38 bis 52 Mark. — Marktverlauf: Rinder und Kälber mittelmäßig, Hämmel, Schafe, Schweine ruhig. 1. Tv. Heuchelheim (E. Neidei, F. Neide!, H. Reidel) 21:56 Min.; 2. Spielvgg. 1900 1. Mannschaft (Bepperling, Grenadier Maxeiner, 5. Komp. JR. Gießen, Grenadier Vaumstieger, 5. Komp. JR. Gießen); 3. Spielvgg. 1900 2. Mannschaft; 4. VfB. Reichsbahn Gießen. Würde man die Landvereine besonders werten, so würden in der Jugendklasse nach den Heuche^ Heimern Tv. Staufenberg, Tv. Lollar und To. Lich die nächsten Plätze einnehmen. Bei den Aktiven ergäbe sich: To. Heuchelheim vor Tv. Dutenhofen. durch unermüdliche Arbeit die gesteckten Ziele in die Wirklichkeit umzufetzen, getragen von dem Gedanken: „Nichts für mich selbst, alles für unser Volk". Der Mitarbeiter des Hilfsfonds, Pitz, machte bann Ausführungen über die Arbeit und die Aufgaben her Werbewarte. Ferner erläuterte er die große Bedeutung des Sportgroschens, der bei jeder Veranstaltung in Höhe von 5 Pfennig zum Eintrittspreis zu erheben fei. Bei-intensiver Mitarbeit erhalten die Werbewarte Ausweise, die ihnen gestatten, allen sportlichen Veranstaltungen kostenlos beizuwohnen. Die Werbewarte mühten sich dafür aber auch mit aller Kraft für die richtige Durchführung der Bestimmungen des Reichssportführers einsetzen. Durch monatliche Berichte, die über den Mitarbeiter dem Gauführer eingereicht werden sollen, wolle man feftftellen, wie die einzelnen Vereine sich entwickelten und wie vor allen Dingen die Erhebung des Sportgroschens durchgeführt werbe. Nach Erledigung verschiedener interner Ange- aldlanfstaffettag des Kreises Gießen Doppelerfolg des TB. Heucheihe m. leitet wurde. Schließlich wurde noch über die Vorbereitungen zum Gauturnfest zu Gießen (2. bis 4. August) berichtet, das im Rahmen des Reichsbundes für Leibesübungen auch alle anderen Sportarten betreut und darüber hinaus Verbindungen aufnehmen wird zu volkstümlicher Ausgestaltung der Festtage. Zurüstung und Durchführung der festlichen Arbeitstage ist bekanntlich als dem Trager des Gauturnfestes der Gießener Turnerschaft (Tv. 1846, Mtv., VfB.-Reichsbahn) übertragen, deren Organifationsgrundlagen eingehend erörtert wurden, und nicht zuletzt hat die Stadtverwaltung ihre tatkräftige Mithilfe zugesagt. In üblicher Weise wurde die ergebnisreiche Tagung geschlossen. Nationales Sckwimmsest in Kaffe«. Die II Nationalen Schwimmwettkämpfe des Kasseler SV. 98 im vollbesetzten Kasseler Hallen- Schwimmbad, die gleichzeitig als Olympia- Prüfungsschwimmen gewertet wurden, waren ein voller Erfolg. Besonders die Damen warteten mit guten Leistungen auf. So konnte „Nixe" Charlottenburg zwei neue deutsche Rekorde aufstellen, und zwar in der 3 X 1 0 0 - Meter - Kraul st affel mit 3:44,5 (alter Rekord 3:47 Minuten) und durch Gisela Arendt, die über 100- Meter-Kraul ihre bei den Europameisterschaften erzielte Zeit von 1:09,4 um 2/io Sek. unterbot. Auch in den Herren-Wettbewerben wurden vorzügliche Leistungen erzielt. Spannende Kämpfe gab es vor allem beim Kraulen, lieber 100-Meter-Kraul lagen Heidel (Bremen), Fischer (Bremen) und Wille (Berlin) Kopf an Kopf, nur daß Heibel mit Handschlag jeweils früher wendete. Im Endspurt entschied Fischer das Nennen klar für sich in genau 60 Sek. Der Deutsche Meister Wille wurde nur Dritter. Die 200-Meter-Kraul wurden eine sichere Beute des jungen Bremers Heibel in 2:20,5. Hier konnte Wille vor Fischer mit Handschlag den zweiten Platz belegen, lieber 400-Meter-Kraul gingen Freese (Bremen) und Peters (Elberfeld) Kopf an Kopf über die Strecke. Auf der letzten Bahn holte der Bremer zu einem entscheidenden Vorstoß aus und konnte das Rennen knapp gewinnen. Im Kunstspringen gab Europameister Leo Esser Proben seiner hohen Kunst, am besten gefiel ein Schraubensalto. Oie Zuverläffigkeitsfahrt des OOAC.-Gaues Hessen. Der DDAC., Gau Hessen, eröffnete am Samstag die diesjährige Sportfaison mit einer schwierigen Zuverlässigkeitsfahrt, die an Stelle der bisherigen Winternachtsfahrt in das Gausportprogramm aufgenommen wurde. Die Fahrt, die sich über 500 km erstreckte und zum größten Teil durch die Nacht führte, stellte an die Teilnehmer große Anforderun- MTD.-Hzuviven'ammlunc. Nachdem die Umgliederung und innere Entwicklung auf dem weiten Gebiet der Leibesübungen ihren organisatorischen Abschluß im Reichsbund für Leibesübungen gefunden hat, legt der Führerstab der Deutschen Turnerschaft die entsprechende Em- heitssatzung des Reichsbundes nunmehr in der Fassung vor, wie sie den Vereinen der DT. Grundgesetz sein soll. Die befristete Behandlung dieser wichtigen Vorlage machte eine Hauptversammlung notwendig, bei der allerdings, wie der VereiNS- führer Karl Müller einleitend aus'führte, die ötanpru,ung mfDige üer öteuuiu; fäUigen Berichte über die * < raturen verhältnismäßig wenige Teilnehmer durchzurückgestellt werden mußten. Er oe^s^ieelnzel-1 bei der unter Mitwirkung der Verven Bestimmungen, gab Erläuterungen und im 0 a Rahmen einer eingehenden Aussprache klarende | Auskunft, so daß abschließend die Versammlung sich einstimmig zu der neuen Dereinssatzung bekannte, öie als Zweck der gemeinsamen Arbeit voranstellt die leibliche und seelische Erziehung der Mitglieder im Geiste des nationalsozialst.schen Volksstaates durch die planmäßige Pflege der Leibesübungen, insbesondere des deutschen Turnens' im Geiste Friedrich Ludwig Jahns als eines Mittels zur körperlichen und sittlichen Kräftigung der Mitglieder, sowie durch die Pflege deutschen Volkstums, deutschen Volksbewußtseins und kameradschaftlicher Gesinnung unter Ablehnung von Bestrebungen und Bindungen klassentrennender und konfessioneller Art. Mit dem Vereinsführer zusammen arbeiten der Vereinsführerstab, der Vereinsführerring, der Turnausschuß, der Ältestenrat und die Mitgtteder- versammlung. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Unter den laufenden Fragen des inneren Ver- einsbetriebs wurden Veränderungen am Turn- und Spielplatz besprochen, wirksamere Einteilung des Uebungsstundenplans zugesagt, während die Erfüllung von Wünschen auf eine weitere Ausgestaltung und Ausstattung des Turnbetriebs durch eine sofortige Opferversammlung tatkräftig einge- Kurszettel der Berliner und Krankfurier Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v.H. ~ ' Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. Frankfurt a.M. Berlin Schlußkurs Schluß!. Abendbörse Schlußkurs Schluß!. Miitag- börle Datum 22.2 | 23 2 22-2 23.2. 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 99,13 99,13 99,5 1 99,5 6% eljeni.7% Dl.ReichSanl. v. 1929 —— —— — 6/4% Doung-Anleihe von 1930 .. 101,2 101,25 101,13 101,13 Deutsche Anl.-Ablöl.-Schuld mit Auslos.-Rechten ............ 111,75 111,75 111,75 111,9 Desgl. ohne AuSlos.-Rechte...... — — —— — 6% ehern.«"/«» Hess. Bolküstaat 1929 (rückzahlb. 102%) .........-.. 97 97 96,75 97 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12.................. 95,75 95,75 _ _ 6>4% Hess. Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Ltqui......... 99 99 _ _ Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten......... 115,25 115 __ _ Deutsche Komm. Cammelabl. Anleihe Serie 1 mit Auölos.-Rechten 112,5 113 112,75 112,75 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar biS 1935 95,75 95,75 96 96 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Banl Goldpfe. 16 unkündbar biS 1936 95,75 95,75 6/2% ehem. 4'/z% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Pscindbriefe....... 99,25 99,13 _ _ 6%% ehem. 4*4% Rheinische Hyp.-Bank-Ltau.-Goldpse. 99,5 99,5 100 99,5 6% ehem. 8% Pr. LandeSpfand- briesanstalt, Psondbriefe R. 19 97 97 97 97 6% ehem. 7% Pr. Landespfandbriefanstalt, Pfandbriefe R. 10 97 97 97 97 Eteuergutsch. Verrechnungskurs 105,6 105,65 105,6 105,65 4% Oesterretchtsche Goldrenle... 25,5 26 26 26,25 4,20% Oesterreichische Silberrente 1,25 1,2 1,2 1,2 4% Ungarische Goldrente ....... 8,1 8,1 8,1 7,55 8,1 4% Ungarische Staatsrente v. 191C 7-65 7,65 7,7 4'2% 6e«gl. oon 1913 ...... 7-8 7,65 7,7 7,85 5% abgesl. Gvldmerikaner von 99 10,75 10,5 10,6 10,7 4% Türkische Zollanlethe von 1911 —— — — 4% Türkische Bagdaübahn-Anlethe Serie 1..................... 8,5 8,5 — Frankfurt a. M Berlin Schlußkurs Schlugt. Abendbörse Schluß- turs Schluß!. Mittag- börie Datum 22 2 23 2 22-2 23-2 4% desgl. Sene 11 ........... 8.5 8,5 8,65 — 6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4,4 4,3 4,3 —— 4^2%Rumän.vereinh.Rentcv.l913 7,1 7,1 7,13 7 4% Rumänische vereinh. Rente .. 4,13 4,05 4,13 4,1 2 y4% Anatolier .............. 34,75 34,65 34,9 34,75 Hamburg-Amerika-Pakel .....o 30,5 30,5 80,5 30,65 Hamburg-Südam. Dampfschiff . o — —— 27.5 26 Hansa-Tainpsschifs .....o — — — — Norddeutscher Lloyd ........0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 33,75 33,5 33,5 33,5 — 86 86,25 85,65 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 112,75 112,25 113 113 Commerz- und Prlvat-Bank .. 0 Deutsche Bank und Disconto- 83 82,5 83,75 82,5 Gesellschaft...............o 83,5 82 83,5 82 Dresdner Bank.............. o 83,5 82 83,5 82 Reichsbank ........ 12 164 163 164-4 163 A.E.G...................... o 28,5 28 28,75 28 Bekulo..................... o 139,65 139,5 139,5 139,75 Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6 105,25 104 104,5 104,75 Licht und Kraft ..... 6 115.5 116 115,5 117 5 Felten L Guilleaume......... 0 85,75 85,25 85,65 85,4 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5 114 113,75 113,75 113,75 Rheinische Elektrizität ........ 5 — 108,5 109,5 109 Schuckert L Co............5 99,25 99,65 99,65 99,5 Siemens L Halske............ 7 147,5 148 147,13 147,5 Lahmeyer SLo........... 10 118,75 90,5 119,25 90 119 118.75 Buderus ........... 0 90,25 90 Deutsche Erdöl .............. 4 100 100 99,13 99,5 Gelsenkirchener............... 69,5 69,65 69,5 69,9 Harpener................... 0 99,5 99,25 99,65 98,5 Hoesch Eisen—Köln-Neueffen .. 0 86,25 86,25 Ilse Bergbau ............. 6 — — 147 145 Ilse Bergbau Genüsse........6 121 121 121 Klöcknerwerke ...............0 85 85 85,13 i 84,5 Mannesmann-Röhrea........ 0 76,5 76,25 76,25 1 75,9 Frankfurt a. M. Berlin Schlußkurs Schluß!. Abendbörse Schlußkurs EMlußk. Mittag- börse Datum 22 2 23.2 22-2 23-2. Marisfelder Bergbau .. 0 93 92,5 93 92 Kokswerke ......... 0 — — 102,9 103,25 Phonir Bergbau...... ____ . . . 0 55,4 55,5 55,13 55,4 Rheinische Braunkohlen 10 207,5 208 207,25 208,5 Rheinstabl........ 0 95,25 95 95,25 95 Bereinigte Stahlwerke. 0 46,25 46 46,25 46,13 Ctaüi Minen ........ 0 12,5 12,5 12,5 12.5 Kaliwerke Aschersleben. 5 102,4 103,25 102-5 103 Kaliwerke Weiteregeln . 5 101,75 — 101,75 102,5 Kaliwerke Salzdetfurth ..... 147 146 145,5 145 F. G. Farden-Jndustrte r 7 141 141,75 140,9 141,75 Scheideanstalt........ y 205.5 206 Goldschmidt ......... 0 90,75 90 90,5 9 ( Rütgerswerke ........ 0 103 102,65 102,5 102,75 Metallgeiellschast...... 0 88,75 89,5 89 89,5 Pb'.itpv Holzmann .... 0 M,25 84,5 83,5 86 Zementwerk Heidelberg 0 119,5 119-4 - Zementwerk Karlstadt.. O 127 127 - Schultheis Patzenhofer 0 — — 100,75 101,5 Aku tAllgemeine Kunstseide) .. 0 54,25 54,13 54,4 53,75 Bemberg............ 0 — — 118 — Zellnofs Waldhof ..... 0 50,5 50,5 101 101,25 Zellstoff Aschaffenburg 0 75-5 75,5 75,13 76 Dessauer Gas ........ 7 — — 126 126,25 Dcnmler Motoren..... O 49,13 49 81 81,4 Deutsche Linoleum.... 0 142 142,75 142,5 142,75 Lrenstein S Koppel ... 0 — — 83,65 84 Leonhard Tietz ....... 0 39,9 40 39,9 39,5 Ebade ............... 10 195,75 — 195,75 194,5 Accumulatorcn-Fabrik 0 — •---- — 157 Eonti^umnn....... 0 142,5 142,5 142,5 143,5 Grttzner............. 0 I 35 35,25 | 35,4 35,4 Mainkraftwerke Höchst a.M.... 4 89,9 90 - Süddeutscher Zucker .. 8 164 I 163 22-Februar 23-Fcbruar Amtliche Geld Notierung »rief Amtliche Notierung Geld | Brief Buenos Atre. Brüssel..... Rio de Jan. -ofta ...... Kopenhagen. Danzig..... London ..... velsingsorS.. Paris ...... Holland .... Italien..... Japan ...... Jugoslawien Oslo.....: Wien....... Lissabon .... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag....... Budapest ... Reuyork... 0,638 58,17 0,194 3,047 53.95 81,31 12,08 5,335 16,43 168,31 21,20 0,704 5,649 60 72 48,95 10.97 62,30 80,72 34,07 10,402 2,484 0,642 58,29 0,196 3,053 54,05 81,47 12,11 5,345 16,47 168,65 21,24 0,706 5,661 60,84 49,05 10,99 62.42 80,88 34,13 10,422 2,488 Banknoten 0,636 58,17 0,194 3,047 53,85 81,31 12,06 5,325 16,43 168,28 21,20 0,706 5,649 60,62 48,95 10,95 62,19 80,72 34,07 10,395 2,483 0,640 58,29 0,196 3,053 53,95 81,47 12,09 5,335 16.47 168,62 21,24 0,708 5,661 60,74 49,05 10,97 62,31 80,88 34,13 10,415 2,487 Berlin, 23-Februar Geld 25riei Amerrtanume Roten.............. Belgische Roten.................. Dänische Roten ................. Englische Roten ................. Französische Roten............... Holländische Roten............... Italienische Roten................ Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten............... Schweizer Noten................. Spanische Noten................. 2,435 57,96 53,64 12,025 16,42 167,86 21,33 60,46 61,98 80,44 33,63 2,455 58,20 53,86 12,065 16,48 168,54 21,41 60,70 62-22 80,76 33,77 Montag, 25.8ebruar 1935 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesten) Nr. 47 Drittes Blatt S ÄRWMßM ■ x bäSt“ U». L -/'< • etwas anderes dahinter — und das werden wir . noch herausbringen. Du, Martins, bleib mit dem t Herrn Kommissar hier, im Fall ich eine dringende Nachricht zu senden habe! Ich muß eiligst in die , Hauptstadt und habe dort einige Wege, die mir - hoffentlich zur Aufklärung verhelfen." , (Fortsetzung folgt!) Vereidigung der politischen Leiter und Amtswalter in Gießen. Am Samstagabend beging die SA. des Standorts Gießen in würdiger und eindrucksvoller Weife eine Feier zum ehrenden Gedächtnis Horst Wessels, des Heros der nationalsozialistischen Bewegung. Die Stürme versammelten sich gegen 19.30 Uhr aus Oswaldsgarten und marschierten von dort unter Vorantritt des Spielmannszugs und des Musikzugs der Standarte 116 und unter Mitführung des Feldzeichens der Standarte und der Sturmfahnen über den Horft-Wefsel-Wall, Seltersweg, Kreuzplatz, Sonnenstraße zum Landgraf-Philipp-Platz. Während des Marsches schritten die Kolonnen, auch die entfernt von der Musik marschierenden, ohne den sonst üblichen Gesang der Kampflieder in ernstem Schweigen ihre Straße. Auf dem Landgraf-Philipp-Platz wurden die Standarte und die Sturmfahnen rund um das Gefallenendenkmal herum aufgestellt, dahinter stand ein Kranz von Fackelträgern, wodurch der Denkmalsplatz ein außerordentlich stimmungsvolles Bild für diese Heldenehrung erhielt. Der Musikzug der Standarte 116 leitete die Gedenkfeier mit dem Choral „Wie sie so sanft ruhen" ein. Hierauf hielt Standartenführer Lutter die Gedenkrede, in der er auf die fünfte Wiederkehr des Todestages des SA.-Kameraden Horst W e f - f e l hinwies, der fein Leben hingab, damit Deutschland lebe. Die alten Kämpfer, die den Kampf um die Erneuerung des deutschen Volkes mitgemacht hätten, aber auch die jungen Kameraden, die später zur SA. kamen, sie alle sollten niemals vergessen, was Horst Wessel und die übrigen 400 für Deutschland gefallenen SA.-Kameraden bedeuten. Leider werde in unserer schnellebigen Zeit vielfach zu rasch vergessen, was die SA. und vor allem die im Führer möge ihr diese Aufgaben möglichst schwer teilen, damit die SA. zu ihrer Lösung genau so alle Kräfte anspannen müsse, wie früher. Das solle Dank der SA. an ihren obersten Führer sein die Arbeit zur Erneuerung unseres deutschen Am Samstag und Sonntag fand die Feier des ünfzigjährigen Bestehens des Sanitätsvereins Gie- ;en statt. Am Samstagabend versammelten sich die Mitglieder und Gäste'in dem bis auf den letzten Platz be- etzten Saale des Cafe Leib. Nach einigen Mustk- vorträgen, ausgeführt von Mitgliedern des Stadttheaterorchesters, dem Einzug der Jubilare und einem Vorspruch von Frl. Alma M a n k, begrüßte der Vorsitzende E. Simon die Besucher. Er schilderte dann in eingehender Weise den Werdegang des Vereins bis zum heutigen Tage. (Wir haben bereits am 28. Januar über die 'Geschichte des Vereins berichtet.) Weiter führte der Redner aus, daß das Verhältnis zwischen dem Verein einerseits und der Aerzteschast anderseits stets ein harmonisches gewesen sei. Der Redner gedachte dann der im Weltkriege gefallenen Mitglieder, deren Andenken in üblicher Weise geehrt wurde. Der Redner wandte sich dann an die Jubilare, die 25 Jahre und länger dem Verein angehören, dankte ihnen für ihre Treue und überreichte jedem ein geschmackvoll ausgeführtes Diplom. Es wurden geehrt: Konrad O e h l e r für 44jährige Mitgliedschaft, Christian Schmidt 43, Albert Franke, Anton Lehr und Wilhelm Ziegler 39, Louis Zutt 38, Heinrich Stimmer und Gustav Trinkaus 37, Wilhelm Hahn, Conrad Bender, Karl 23 o I f 36, Mathilde Grckninger, Wilhelm G e l s e n l e u ch t e r 35, Karl Becker 34, Heinrich Weber 32, Wilh. Höß, Karl G ü m b e l, Maria W e l l h a u s e n 31, Georg Hanauer, Wilh. Karnbach, Ludwig Müller 30, Gustav Müller, Karl Schön, Louis Löb 28, August Köhler, Ernst Fleck 27, Otto Von - Eiff, Gustav Wittmann 26, Hermann Hofmann, Jakob Leonhard 25 Jahre. Zum Schluß gedachte der Redner des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler. Er habe uns die Hoffnung gegeben, daß es durch die Mitarbeit aller wieder vorwärts gehe. So werden auch wir weiter arbeiten mit dem Motto: „Einer für alle, Helma lächelt. Kriminalroman von Klothilde von Stegmann. Urheberrochtsfchutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.). Bald darauf schritt Helma durch den Park den Treibhäusern zu. Sie hüllte sich fester in ihre kleine Pelzjacke. Charles hatte recht, es war wirklich gegen gestern empfindlich kühl geworden. Die Sonne ver- uchte vergeblich gegen die schweren Wolken zu kämpfen, die mit dem Nordostwinde über den Fluß herüberkamen. Die ganze Natur, die gestern noch in goldener Herbstschönheit gelächelt, war verändert. Grau und düster hing der Himmel, und die Bäume standen in einem wirbelnden Reigen von herunterfallenden Blättern. Die Heizung in den Treibhäusern mußte unverzüglich instand ge- etzt werden. Helma trat in das Treibhaus I, von dem der Diener gesprochen. Ein großgewachsener Monteur mit tief in die Stirn gezogener Mütze arbeitete dort bereits. Als Helma hereintrat, wandte er sich im Knien um und legte warnend einen Finger auf den Mund, als Helma aufschreien wollte. „Ruhig, gnädiges Fräulein! Ich bin Monteur Schmidt. Sie bauftragen mich, hier alle Heizungen zu untersuchen — nicht wahr?" Helma nickte, keines Wortes mächtig, indessen Hopman sich mit seinem Werkzeug wieder an den Heizungsröhren zu schaffen machte und sich dann einer eingehenden Betrachtung des Fußbodens unter dem Feuerungsofen widmete. Helma beugte sich herunter, als wollte sie die schadhaften Stellen mit begutachten. . „ Da muß repariert werden, gnädiges Fräulein , sagte Hopman in dem Ton des Monteurs, „und da — aber ich denk', ich schaff' es bald.--„Gnädiges Fräulein", flüsterte er plötzlich fast lautlos, „waren Sie in Hamburg? Haben Sie Ihren Adoptivbruder abgeholt?" Helma sah Hopman vollkommen verständnislos an Sie schüttelte den Kopf. Ihr „Nein!" war ganz selbst zu kommen. , _ , . Erst als das Mädchen zur gewohnten Zeit bei ihr klopfte, riß sie sich gewaltsam aus der bleiernen Müdigkeit, die sie umfangen hielt. Unter der kalten Dusche wurde sie frischer unv saß alsbald bei einem Frühstück im Eßzimmer. Aus ihre Frage nach Doktor de Sanzo sagte Charles: „Herr Doktor ist gestern zurückgekommen und ruht sich aus. Herr Doktor will dann packen, weil er in den nächsten Tagen äbreisen will. Außerdem muß ich dem gnädigen Fräulein melden, daß eine Heizung in dem ersten Treibhaus nicht funktioniert — und da gerade ein wandernder Monteur vorhin im Schloß um Arbeit nachgefragt hat, wollte ich das gnädige Fräulein fragen, ob der Mann wohl einmal die Heizungsröhre nachsehen darf. -Denn es ist heute nacht schon kalt gewesen. Und wenn ich nicht heizen kann, ist für die Pflanzen Gefahr. „Wo ist der Mann?" frage Helma. „Ich hab' ihn einstweilen hinten in die Gewächshäuser geschickt, damit er sich den Schaden ansehen kann; vielleicht daß das gnädige gramem einmal hören, was er für die Reparatur haben muL „Es ist gut, ich werde bann hinuntergehen , erwiderte Helma und frühstückte, von Charles bedient. . (vj r r . „Haben das gnädige Fräulein besondere Befehle für mich?" fragte dann der Diener. „Ich wurde sonst mit Fanny zusammen die Zimmer des jungen Herrn Baron zurechtmachen." „Ja, tun Sie das, Charles! Ich gehe inzwischen hinunter zu den Treibhäusern und werde mit dem 1 Handwerker verhandeln." Der Eilbrief, den der englische Detektiv an Martins geschickt hatte, erreichte Hopman sehr bald. Hopman las ihn und wurde vollkommen verwirrt. Was für einen.Unsinn schrieb Dundee da? Helma hatte Herrn von Gernsheim in Hamburg erwartet? Aber warum hatte sie ihm denn davon nichts erzählt? Allerdings, er hatte sie ja seitdem noch gar nicht gesprochen Was hatte sie denn m Hamburg zu tun gehabt? Nun er würde sie bald darüber fragen. Die Schlußfolgerungen aber, die Dundee aus dieser Hamburger Reise zog, waren geradezu lächerlich Hekma eine Erbschleicherin? Helma im Komplott mit den Verbrechern, die hier auf Schloß Gernrode ihr Spiel trieben, die ihre Netze bis nach Hamburg ausgeworfen hatten, um Horst von Gernsheim womöglich schon vor seiner Rückkehr ms Vaterhaus unschädlich zu machen? Nein, das war denn doch zu toll! Wenn Helma in Hamburg gewesen war, so hatte sie sicherlich nichts anderes gewollt, als den Advptivbruder beim Betreten des deutschen Bodens 3Umiten6in diese kühlen Ueberlegungen hopmans kam plötzlich etwas, was zu diesem disziplinierten Kriminalmann gar nicht paßte. Er fühlte nämlich plötzlich einen heftigen Schmerz, einen ganz privaten und sehr unangenehmen Schmerz. Er hatte ja überhaupt noch niemals daran gedacht, wie Helma von Bodenberg Zu dem Adop^ tivbruder stand. Jetzt, da er die Mogl^keck^ihrer Reise nach Hamburg erwog, kam es.ihm.zum B - wußtsein: Vielleicht war Horst von Gernsheim viel mehr für Helma von Bodenberg als nur em Adop- alle für einen". Er schloß feine Ausführungen mit einem dreifachen Sieg-Heil auf unser deutsches Vaterland und unseren Führer Adolf Hitler, worauf das Deutschlandlied und bas Horst-Wessel- Lieb folgten. Nach weiteren Musikvorträgen brachten Hebwig Dippel, Luise Fleischmann unb Karl Wehrmann einen Vorspruch zur 25jäf>rigen Tätigkeit des Kassenwarts Hch. Stimmer. Der Vorsitzenbe feierte ben Jubilar, inbem er u. a. folgenbes ausführte: 25 Jahre Mitglieb fein, heißt fchon Treue zum Verein, aber 25 Jahre bie Finanzen bes Vereins zu verwalten, ist eine ganz be- sonbere Tätigkeit unb hebt sich weit über ben Rahmen ber Mitgliedschaft hinaus. 25 Jahre Rechner bes Sanitätsvereins ist Dienst am Verein, ist Verantwortung, ist Pflichterfüllung. Die Arbeit bes Jubilars habe bem Verein viel Gutes gebracht. Der Rebner bankte bem Jubilar für feine pflichttreue selbstlose Arbeit unb gab bem Wunsche Ausbruck, baß es bem Rechner vergönnt sein möge, noch viele Jahre mitzuarbeiten. freilich seit ihrer Kinbheit beinah hatte sie ihn nicht gesehen. Aber was besagte bas? Gerabe eine solche Trennung konnte für solch ein iung°s romantisches Madchengemut den Keim der Liebe I tragen Bielleicht batte st- es nicht mehl' et““ten können, den Gespielen ihrer Jugend w-ederrusehen. Wenn es aber so war, so hatte er gleichfall - Motiv zu tz-lmas Schweigsamkeit. AmEndehatt er sich selbst verraten. Helma ahnte m-l-ncht mit dem sicheren Instinkt, den Frauen haben, wie H-x man zu ihr stand. Und sie wollte ihn nicht betrüben, indem sie ihm ihre Sehnsucht nach dem Aboptivbruber zeigte. So schwer war es Hopman noch nie zu Sinn gewesen, seitbem er ben "^ull Gernsheim ' beitete. Zum ersten Male, baß ihm eine persönliche Neigung in eine berufliche Aufgabe h'^inkam. Und das eine wurde ihm klar: Leichter wurde diese Aufgabe dadurch nicht. Kurz nach dieser feierlichen Handlung erschien überraschender Weise der Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger, der auf einer Dienstreise durch Gießen kam und Gelegenheit nahm, ber Vereibigung beizuwohnen. Unmittelbar nach bem Erscheinen bes Gauleiters unb Reichsstatthalters, ber von ber Versammlung freubig begrüßt würbe, erfolgte bie Übertragung ber Rede bes Führers. Ergriffen lauschte man ben Ausführungen von ber historischen Stätte ber Par- teigrünbung, unb begeistert sang man zum Schluß ber Rebe bas Deutschlanblieb. pg. Klostermann nahm barauf Gelegenheit, bem Gauleiter unb Reichsstatthalter Sprenger zu banken für feinen überraschenben Besuch. Im Namen ber Versammlung gab er ihm bie Versicherung, baß man auch künftig treu zum Führer stehen wolle unb baß die Politischen Leiter und Amtswalter des Kreises Gießen vorbildlich fein würden. Sein Sieg-Heil auf ben Führer, auf ben Reichsftatthalter unb auf bie Zukunft bes Deutschen Reiches würbe freubig aufgenommen. Gemeinschaftlich würbe anschließenb bas Horft-Wesfel-Lieb gesungen. Dann erhob sich bie Versammlung von ihren Plätzen, bie Arme reckten sich zum Deutschen Gruß, und' der Gauleiter unb Reichsstatthalter verließ, begleitet von bem Kreisleiter, bie Halle. Mit bem Auszug der Fahnen fand die Veranstaltung ihr Ende. ihren toten Kameraden schwören, ihr Werk in treuen Händen zu halten und es zu vollenden. Als äußeres Zeichen für dieses Gelöbnis und zugleich als Zeichen der Dankbarkeit lege er am Ehrenmal der im Weltkrieg Gefallenen einen Kranz ber SA. bes Stanborts Gießen nieber. Während auf das Kommando „Stillgestanden!" die Kolonnen stillstanden und der Musikzug die Melodie bes Siebes „Ich hott' einen Kameraben" spielte, bie Stanbarte unb bie Fahnen sich senkten, legte ber Stanbartensührer ben Kranz nieber. Nach bem Kommando „Standarten unb Fahnen hoch!" sprach Stanbartensührer Lutter weiter. Es habe früher einen Befehl vom Führer gegeben: Bindet den Helm fester, der Kampf geht weiter! Diese Parole gelte auch heute noch. Große Aufgaben werde die SA. noch zu lösen haben, die SA. als Wegbereiterin im Kampf um die Erneuerung ber Seele bes beutschen Menschen, als Bannerträgerin ber Revolution unb als Miterbauer bes neuen Kampfe um Deutschland gefallenen SA.-Kameraden geleistet hätten. Im Weltkrieg hätten Kameraden seiner Kompanie in den Argonnen den gefallenen Kameraden eine -Ehrentafel errichtet mit der Inschrift, die voll und ganz auch heute noch für unsere Toten passe: „Wer kämpfend für sein Vaterland gefallen, baut sich selbst ein Monument im Herzen seiner Waffenbrüder und dies Gebäude reißt kein Sturmwind nieder." Die Männer der SA. brauchen kein Denkmal aus Stein und Erz. Horst Wessel selbst habe sich ein unvergängliches Denkmal in den Herzen der SA.-Männer geschaffen. Solange noch ein SA.-Sturm marschiere und noch ein SA.-Lied erklinge, solange werde auch Horst Wessels Lied gesungen: „Die Straße frei den braunen Bataillonen". Die SA. wolle auch heute Glückwünsche Anschließend übermittelte K. Zimmer die Glückwünsche bes Vereins für Sterbeunterstützung, ber feiner Zeit vom Sanitätsverein gegrünbet würbe. Dr. med. Kranz sprach namens bes Wirtschaftlichen Verbanbes ber Aerzte unb ber Kassenärztlichen Vereinigung Deutschlanbs, Provinz Ober- hessen. Er gab bem Wunsche Ausbruck, baß bas zwischen bem Sanitätsverein unb ber Aerzteschast bestehenbe harmonische Verhältnis auch für bie Zukunft basselbe bleibe, wie seither. Hierauf hielt Or. med. Kranz einen interessanten Vortrag über „V o l k s g e s u n b- heitspflege im neuen Deutschlanb". Er führte u. a. folgenbes aus: Volksgesunbheitspflege heißt Pflege bes Volksganzen. Die Volksgefunbheit ist abhängig von ber geistigen Grunbhaltung bes Volkes. Es kommt nicht nur darauf an, daß das einzelne Individuum gesund ist, sondern das Volksganze. Der Nationalsozialismus betreibt nicht nur Pflege der Umweltverhältnisse, sondern auch Pflege des Erbgutes. Er denkt vor allem an die Gesundheitsverhältnisse der Nachkommen. Der Redner entwickelte dann ein Bild über die bevölkerungs- und rassepolitischen Verhältnisse bei der Uebernahme der Macht durch Adolf Hitler, daß bei normalen bevölkerungspolitischen Verhältnissen heute in Deutschland acht bis zehn Millionen Kinder mehr vorhanden sein müßten, wenn wir ein wachsendes Volk sein wollten. Vor der Machtübernahme seien die erbkranken Menschen mehr gepflegt worden als bie erbgefunben, es habe sogar eine indirekte Förberung der erbkranken und asozialen Menschen stattgefunden. pg. Klostermann in kurzen, kernigen Worten über die Bedeutung der Vereidigung. Seine Ausführungen klangen aus in einem dringlichen Appell an alle, diese Stunde nie zu vergessen, da mit dem Schwur der Treue zum Führer und zur Bewegung jeder sich verschworen habe für sein ganzes Leben. Nach der Ansprache bes Kreisleiters erfolgte bie Uebertragung der Feierlichkeiten aus München. 1500 Arme erhoben sich zum Schwur, als ber Stellvertreter bes Führers, Rubolf Heß, bie Eibesformel vorsprach, 1500 Herzen schlugen in tiefer Ergriffenheit, als laut unb beutlich dieser Schwur der Treue nachgesprochen wurde. Wie hn ganzen Deutschen Reich, so nahm auch die Vereidigung der Politischen Leiter und Amtswalter des Kreises Gießen am gestrigen Sonntagabend in der Dolkshalle zu Gießen einen würdigen Verlauf. Gegen 18 Uhr trafen die ersten Volksgenossen aus Gießen und dem Kreise vor der Volkshalle ein, um hier Aufstellung zu nehmen. Gegen 19.30 Uhr erfolgte der Einmarsch in die Halle, die mit den Bannern der Bewegung prächtig geschmückt war und im hellsten Lichterglanz erstrahlte. Rund 1500 Politische Leiter und Amtswalter, Führer der HI. und des BDM. waren bei Beginn der feierlichen Handlung zugegen, um den Treueschwur ihres Lebens für den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler abzulegen. Nach einleitenden Musikvorträgen des Musikzuges erfolgte unter den Klängen des Badenweiler Marsches der Einzug der Fahnen, die von der Ver- fammfuitg geziemend geehrt wurden. Der stellvertretende Kreisleiter Ho,' eröffnete bie Kunbgebung. Anschließenb sprach die Bedeutung derartiger Maßnahmen für die Volksgesundheit von vielen noch verkannt. Die Durchführung aller bevölkerungs- und rassepolitischen Maßnahmen sei nur bei einer inneren Umstellung unseres Volkes möglich. Durch die Verhütung erbkranken Nachwuchses sei wohl eine völlige Leerung der Irrenhäuser nicht möglich, es würde aber eine wesentliche Verminderung der Geisteskranken eintreten. Die Aufgaben, die sich der Nationalsozialismus in gesundheitlicher, bevölkerungs- und rassepolitischer Hinsicht gestellt habe, könnten nicht in kurzer Zeit erfüllt werden. Jeder einzelne müsse mithelfen, das Werk zu vollenden, dann wäre es möglich, wieder ein Deutsches Reich zu erhalten, in dem glückliche und gesunde Nachkomme leben. Der Abschluß des Abends. Im Laufe des Abends dankte H. Stimmer im Namen der Jubilars und auch für sich persönlich für die Ehrungen. Er dankte gleichzeitig auch namens der gesamten Mitglieder dem Vorsitzenden für seine dem Verein während der 10jährigen Tätigkeit als Vorsitzender geleisteten Dienste, und er hob noch einmal das gute Verhältnis zwischen Verein und Aerzteschaft hervor. Bei dem unterhaltenden Teil wirkten, abgesehen von dem Orchester, das durchweg gute Leistungen bot, eine Reihe Frankfurter Künstler und Zwo: kleine hiesige Tänzerinnen mit. Artur B e st a n o als Ansager und Komiker brachte sofort die richtige Stimmung auf. Auch Kitti Ko ob gewann als Soubrette rasch die Sympathien der Zuhörer. Recht nett waren die Darbietungen der kleinen Tänzerinnen Minna Sommerlad und Erika Wenner; Minna Sommerlad wartete außerdem mit wirkungsvoll vorgetragenen Mundartdichtungen auf. Kärtiny und Partnerin zeigten sich als komische Jongleure, deren Darbietungen besonderen Beifall fanden. Die Leistungen des Bauchredners Paul R o ch e l l i lösten schallende Heiterkeit aus. Festgotteshienst am Gonniag. Am Sonntagvormittag fand ein Festgvttos - d i e n ft in der Stadtkirche statt, bei dem Propst Knodt die Festpredigt über 2. Korinther, K. 12, Vers 7 bis 10, hielt. Die Choralvereinigung trug durch Darbietung verschiedener Chöre wesentlich zur Verschönerung des Gottesdienstes bei. Ore Mitgliederversammlung. Am Nachmittag fand im Saale des Cafe Leib die 51. ordentliche Mitgliederversammlung statt. Aus dem vom Vorsitzenden E. Simon erstatteten Geschäftsbericht ging hervor, daß die Zahl der ordentlichen Mitglieder im abgelaufenen Jahre von 246 aus 255, die Zahl der außerordentlichen von 44 auf 51 gestiegen ist. Auch die Leistungen des Vereins wurden erhöht. Die Geschäftsstelle des Vereins entfaltete auch im abgelaufenen Jahr eine rege Tätigkeit. Nach dem vom Rechner Heinrich S.t immer erstatteten Kassenbericht betrugen die Einnahmen des Vereins im abgelaufenen Jahre 11 433,17 RM., die Ausgaben 10 081,57 RM. Es wurden verausgabt für Aerztehonorar 6363,75 RM., für Arznei und kleinere Heilmittel 882,10 RM., Beihilfen für Operationen und Krankenhaus 642 RM., Brillen 226,73 RM. und Bearäbnisbeihilfen 500 RM. Als Revisoren wurden bestimmt: Frl. Peter sowie die Herren Ziegler, Loos und Leonhardt. Zum Schluß brachte H. ©immer dem Vorsitzenden noch den Dank der Versammlung für seine aufopfernde Tätigkeit zum Ausdruck. Auf Grund einer Tellersammlung sollen dem Winterhilfswerk 50 RM. überwiesen werden. Anschließend an die Versammlung warteten Mitglieder der Kapelle Schleuse, die auch schon vorher musiziert hatten, mit weiteren musikalischen Darbietungen auf. Paul B u ch w a l d wirkte in bekannter Weise als Ansager und Humorist. Martha B u ch w a l d erfreute durch beifällig aufgenommene Gesangsvorträge und Rezitationen. Fritz Peil trug Gedichte in oberhessischer Mundart wirkungsvoll vor. Außerdem wirkten Minna Sommerlad und Erika Wenner mit dem gleichen Erfolg wie am Samstagabend mit. Der DhM.-Heuchecheim erhält sein eigenes Heim. Den Heimabenden, die notgedrungen seither immer in den Schulsälen «bgehalten wurden, fehlte meist nicht nur die Gemütlichkeit, sondern man hatte unwillkürlich das Gefühl, man müsse den Finger heben, so oft man irgend etwas gefragt wurde oder sagen wollte. Auch machten in den zu engen Bänken die Kniescheiben gar zu oft Bekanntschaft mit der Tischplatte. Jetzt hat unser BdM. in Heuchelheim sein eigenes Heim. Die Gemeinde unterstützte uns in auße^ ordentlich hilfreicher Weise bei der Suche nach eigenen Räumlichkeiten und ließ uns kürzlich einen großen Raum schön Herrichten. Die BdM.-Mädel sorgten mit wenig Mitteln, aber mit um so mehr Liebe und Ueberlegung für die Ausschmückung des neuen Heimes, das in seiner Ausstattung und Einrichtung ganz dem Streben und Wollen der deutschen Jugend entspricht. Den Handwerkern und ollen denen, die uns mit Spenden unterstützten, gebührt unser herzlichster Dank. Am letzten Mittwoch fand nun die Einweihung des neuen Heimes statt. Bürgermeister Pg. Rinn übergab in Anwesenheit der PO. den Schlüssel des Heimes und richtete an die Mädel die Mahnung, die künftige Stätte der Arbeit und Kameradschaft stets in Ehren zu halten, was die Gruppenführerin Gerta Reidt in feierlicher Weife gelobte. Hierauf folgte der erste Heimabend in dem neuen Heim. Scherzspiele und fröhliche Lieder wurden von lustigen Einfällen Überboten, und zum Schlüsse gab's dann als Ueberraschung gestifteten Kaffee. Tassen und verschiedene eßbare Dinge wurden rasch zu Hause bei Mutter organisiert. Möge unser neues Heim dazu beitragen, die Fröhlichkeit und Kameradschaft, mit der gleich der erste Heimabend begann, weiter zu festigen und zu stärken zum Zeichen und zur Pflege enger Volksverbundenheit. 6. H. Ring IV/116. HL. und Reichsberufswettkampf. Zum zweiten Male hat die Hitlerjugend aufgerufen zur Beteiligung am Reichsberufswett- k a m p f, der in der Zeit vom 18. bis 2 3. März unter dem Protektorat der Deutschen Arbeitsfront und der Hitlerjugend zur Durchführung gelangt. wiederum tritt die deutsche schaffende Jugend an die Oeffenttichkeit, um im edlen Wettstreit der Arbeit Leistungen zu zeigen, um dem Vesten ihres könnens unter kritischen Kennerblicken Gestatt zu geben und um schließlich diesen hehren Wettstreit siegreich zu Ende zu führen. Man könnte doch eigentlich die Frage aufwerfen, warum diese riesigen organisatorischen Vorbereitungen und Arbeiten getroffen werden, und warum man sich gerade mit der Jugend, die im Berufsleben steht, derartige Mühe macht. Es ist doch eigentlich natürlich, daß die arbeitende Jugend aus sich heraus das Beste auf dem ihr eigenen Arbeitsgebiet leistet. Daß dies der Fall ist, ist wohl als Selbstverständlichkeit anzunehmen. Aber aus der Erwägung heraus, daß.ein Wettstreit auf dem Gebiete der Arbeit Ansporn sei dafür, neuen Gedanken Formen zu geben, oder Anregungen zu noch Besserem zu bringen, kommt dieser Kampf zum Austrag, zielen doch die Bestrebungen als Endergebnis vor allem dahin, wieder ganz besonders in jedem jungen schaffenden Menschen die lieber» zeugung des Ehrenvollen und Würdigenden seines handwerklichen Schaffens zum Bewußtsein zu bringen. 3n jedem Jungarbeiter soll das Gefühl des Stolzes und der Liebe zu seiner Arbeit unauslöschliche Selbstverständlichkeit werden, er soll stolz darüber sein, daß er durch hervorragende Leistungen mithilft, Bausteine zu sehen am riesigen Werk des Aufbaues, daß er Bindeglied ist zwischen seinem Volkstum und dem mit diesem eng verbundenen nationalen Handwerk. Durch die Qualität seiner Arbeit soll er überall in der Welt den alten Ruf und die überragende Güte deutscher Erzeugnisse und waren zurückzugewinnen suchen. Deutsche Qualitätsarbeit muß im Vaterlands sowohl, wie überall draußen in der Welt bezeichnend werden für deutsches Wesen, deutschen Erfindergeist und deutsches Pflichtbewußtsein. Daher der Reichsberufswettkampf, kann man doch durch ihn die Erfahrungen sammeln, um Verbesserungen auf irgendwelchen Arbeitsgebieten einzuführen, kann man durch ihn Mängel, die sich da und dort zeigen, beseitigen, und man jungen Menschen Ratschläge erteilen, um Arbeiten zu verbessern; vor allem aber wird man der arbeitenden Jugend den Glauben an ihr Schaffen geben, es ihr zur Pflicht machen, die ihr gestellten Aufgaben diszipliniert und exakt zu vollenden, um hierdurch Qualitäts- und Präzisionsarbeiten zu erhalten, die unübertrefflich sind an Güte und Material. Jeder deutsche Jungarbeiter, jedes deutsche TTlä- del, das einen Berus ausübt, beteiligt sich an diesem Kamps der Ehre, um eine Bestleistung ihres erlernten Könnens zu vollbringen. Jeder zeigt durch seine Teilnahme, daß er gewillt ist, die Bestrebungen des neuen Deutschland zu unterstützen und der Welt erneut zu beweisen, daß Deutschlands Jugend ihr Teil am Aufbau beiträgt. W-g. Oer Prozeß Höfeld in Frankfurt. Zweiter Derhandlungstag. LPD. Frankfurt a. M., 23. Febr. Zu Beginn des zweiten Verhandlungstages im Prozeß gegen die Eheleute und die Tochter Höfeld wird die angeklagte Tochter darauf aufmerksam gemacht, daß sie auch auf Grund des § 139 des Strafgesetzbuches bestraft werden könne. Danach wird bestraft, wer Kenntnis von einem Verbrechen hat und es unterläßt, der Behörde Anzeige zu erstatten. Es wird dann in der Vernehmung her Ehefrau Höfeld fortgefahren. Sie bekundet, daß ihr Mann Mißhandlungen nicht nur im Hause, sondern auch auf der Straße beging. „Ich hatte immer Angst, wenn er seinen Spazierstock mitnahm." Zu dem Mißhandlungsfall am 19. August v. I. wird erwähnt, daß Höfeld die Hilde während ihrer achttägigen Einsperrung einmal in der Kammer selbst mißhandelt hat. Höfeld gibt zu,-daß er mit einer hölzernen Schuhleiste die Hilde geschlagen habe. Die Schuhleiste sei dabei entzwei gegangen. Ein Geschworener hält Frau Höfeld vor, daß sie volle acht Tage ruhig mit zusehen konnte, wie das Kind nach den entsetzlichen Mißhandlungen bei Wasser und Brot in der Dachkammer saß. „Ich verstehe nicht", so sagte der Geschworene, „daß Sie sich nicht an eine Vertrauensperson gewandt haben, an einen Pfarrer, einen Arzt oder einen Fürsorgebeamten." Die Angeklagte erklärt, daß sie nicht den Mut dazu besessen habe, weil sie Angst gehabt hätte, daß sie von ihrem Mann totgeschlagen werde. Frau Höfeld will keinen Verkehr mit den Hausbewohnern gehabt haben, weil ihr Mann das nicht duldete. Sie konnte sich also diesen Leuten nicht anvertrauen. Sie hielt es aber auch für nutzlos, ihre in Frankfurt wohnende Schwester zu benachrichtigen, da nach ihrer Meinung auch die Schwester aus Angst vor Höfeld nicht eingeschritten wäre. Als die Hilde eines Abends in Abwesenheit des Vaters spät nach Hause kam und ihr Vorhaltungen gemacht wurden, soll sie Aeußerungen getan haben, die eine Selbstmordabsicht verrieten. Die angeklagte Tochter Minna bekundet, daß ihr Hilde nach der achttägigen Gefangenschaft sagte, sie habe vorgehabt, sich aus dem Kammerfenster zu stürzen, aber sie habe es doch für besser gehalten, wenn der Vater nicht mehr leben würde, als wenn sie sich das Leben nehme. Der Gedanke der Unterbringung der Hilde in einer Erziehungsanstalt soll schon, wie die Minna bekundet, von einer Lehrerin in Limourg angeregt worden sein. Frau Höfeld weist dann auf die verschiedenen Drohungen hin, die von ihrem Mann ihr gegenüber ausgesprochen wurden. So habe er einmal gerufen: „Biest, wenn ich dich einmal los werde! Aber ehe ich sterbe, bekommst du mitsamt deinen Bälgen noch einen Denkzettel." Höfeld hatte schon gestern behauptet, daß er mehrfach beabsichtigt habe, sich das Leben zu nehmen. Die Verteidigung behauptet, daß er nur mit Rücksicht auf seine Familie keinen Selbstmord beging, weil dann die Familie der letzten Einnahmen beraubt worden wäre. Der Staatsanwalt bezeichnet das für unglaubwürdig und erklärt, daß der Angeklagte viel zu feige sei, um Selbstmord zu begehen. Frau Höfeld wird dann gefragt, warum sie na) nicht schon vor 15 Jahren habe scheiden lassen, dann hätte sie sich viel Leid erspart. Sie gibt zur Antwort, daß sie befürchten mußte, von ihrem Mann verfolgt und totgeschlagen zu werden. Es kamen dann Dinge über die Ehe zur Sprache. Dabei erfuhr man, daß Frau Höfel di n Beziehungen zu verschiedenen Mannern stand und daß ihr Mann anscheinend darüber unterrichtet war. Auch ihr Mann ist kein Unschuldsengel. Er hat, wie der Staatsanwalt hervorhob, ebenfalls die Ehe gebrochen und war fogar geschlechtskrank. Daß die Mutter Ehebruch beging, ist in dem Verfahren zum ersten Mal durch d'e Aussage der Tochter Minna zur Sprache gekommen. Frau Höfeld will das bisher verschwiegen haben, weil sie ihren Mann schonen wollte. Der Staatsanwalt behauptet, daß der Ehemann seine Frau zur Unzucht angehalten habe. Frau Höfeld gibt die Beziehungen zu andern Männern zu und erklärt, daß der Umzug von Limburg nach Frankfurt nur geschehen sei, damit sie in Frankfurt Geld durch Unzucht verdienen sollte. Es folgt bann die Vernehmung her Tochter Minna zu den Ehebrüchen und den internen Familienverhältnissen. Während dieser Vernehmung werden die angeklagten Eheleute abgeführt. Auf Wunsch der Verteidigung wird die Oeffenttichkeit und auch bie Presse ausgeschlossen, ba zu befürchten sei, daß die Tochter Minna sich in vollen Oeffenttichkeit aus Schamgefühl nicht in offener Weise äußern würde. Die angeklagte Tochter Minna Höfeld macht im weiteren Verlauf der Verhandlungen den Vater Höfeld sehr belast ende Aussagen. Sie erzählt, daß sich der Vater, als sie 12 Jahre alt war, ihr zudringlich und in sittenverletzender Weise genähert habe. Höfeld tobt ob dieser Anschuldigung, die Tochter bleibt aber bei ihrer Aussage und fügt hinzu, sie hätte noch mehr sagen können. Der Tochter waren die Be- Ziehungen ihrer Mutter zu einem anderen Manne nicht geheim geblieben und man stellte gemeinsam Vergleiche zwischen der Person des Vaters und des Freundes an, wobei letzterer als ein ruhiger, netter Mann gewertet wurde, mit dem man sich im Gegensatz zum Vater auch gut unterhalten könne. Höfeld scheint die Taktik zu verfolgen, so man- ches erst strikte zu leugnen, um dann unter dem Druck der an ihn gerichteten Fragen alles zuzu- aeben. Hatte er zunächst das Sittlichkeitsattentat auf feine Tochter Minna geleugnet, so erklärt er nach entsprechenden Ermahnungen, daß das, was die Minna über ihn bekundet habe, richtig sei. In Abwesenheit der Tochter läßt sich dann Frau Höfelh über ihre intimen Beziehungen zu anderen Personen aus. Im Laufe der Ehe habe ihr Mann ihr freigestellt, „der Abwechslung halber andere Männer kennenzulernen". Aus ihren Aussagen ergibt sich, daß sie über diese Haltung ihres Mannes zum mindesten erstaunt war. Sie betont, daß sie dem Ratschlage ihres Mannes aber nicht gefolgt fei. Der Ehemann habe dann darauf gedrungen, da sie ja Geld verdienen solle. Das sei ihr zuwider gewesen, und da sie sich weigerte, sei sie bei Gelegenheit geschlagen worden. Höfeld will seiner Frau zuviel Freiheit und zu viel Vertrauen entgegengebracht haben. Er will die ehebrecherischen Beziehungen seiner Frau zwar gebilligt, aber keineswegs veranlaßt haben. Frau Höfeld gibt im weiteren Verlaufe der Verhandlungen Beziehungen zu drei Männern zu. In nichtöffentlicher Sitzung wurde ausführlich noch besprochen, welche Motive für Höfeld maßgebend gewesen sein können, den Verkehr seiner Frau mit anderen Männern zu dulden. Da von dem angeklagten Vater und der ange- klaqten Tochter infolge Erschöpfung der Wunsch geäußert wird, die Verhandlung abzubrechen, tritt Vertagung auf Montag ein. Preußen. Kreis Wetzlar. ch Niederkleen, 23. Febr. Die hiesige G e» meinde-Wald- und Feldjagd wurde an Lehrer Schüler von Oberkleen zum Betrag von 800 Mark verpachtet. — Dieser Tage wurde eine neue Notstandsarbeit (Wegebau) in Angriff genommen. Zwölf Erwerbslose finden dabei Verdienstmöglichkeit. Joh Grün. Gießen, Neuen Baue 15. Gestern entschlief nach kurzem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Lina Grün, geb. Ziegler im 67. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Die Beerdigung findet Dienstag, den 26. Februar nachmittags 2% Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. ----- ------------------0764 des Führers HW 3M y J J 5 ' JJ /AW/J S ERWERBT AH SLUm.MÄRZ DAS WMWMWüWsZA Vf . - ■ ■ - IIIWERBEÄSIII Gewinnauszug 5. Klasse 44. Preußisch-Süddeutsche (270. Preuß.) Klassen-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten 14. Ziehungstag 23. Februar 1935 Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II Ön der heutigen Vormittaasziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Gewinne zu 20000 M. 132232 2 Gewinne zu 10000 M. 380768 2 Gewinne zu 5000 M. 214837 4 Gewinne zu 3000 M. 241814 260918 Gewinne zu 2000 M. 70709 84948 85563 142466 190862 248425 343266 «"^Gewinne zu 1000 M. 13097 63713 89107 166423 176626 235956 256219 277269 277891 307213 342859 352329 362621 382289 388040 390462 oyzoOl 154755 199945 295419 336901 359884 127480 162247 256416 313470 348587 371394 103830 140091 186753 256864 319646 354791 375834 198417 274703 320497 359723 376042 122175 158880 254117 296590 337433 366998 382505 300 M 113918 137087 154363 166257 180365 191803 203434 219419 244404 256657 277970 289591 297679 311130 320826 334220 345754 363686 385041 115646 137221 159024 168733 182061 191947 207743 220244 244911 257012 281480 289859 299407 315197 322813 335154 350461 370056 393437 27397 40506 56257 74478 89254 95194 14654 34577 42773 69613 79645 93067 15431 37899 47055 70542 84363 93151 20858 40037 52065 71414 86876 93429 124622 161779 254911 305767 346273 367978 390532 23 6150 40084 56180 73076 87958 93705 109999 136245 152184 166250 177426 190748 202545 219302 244081 256322 276542 288719 296620 309116 319462 330596 344370 362901 384035 27869 41964 61236 77978 89589 96484 123331 141437 160683 170608 185816 197760 215065 236963 250252 258452 284220 295658 306933 315900 328763 339551 360039 374482 394512 119038 141422 159634 169881 182339 193910 209869 234227 247607 257017 281909 291367 302275 315335 328489 337793 359317 374099 393641 32911 42564 61646 78965 92546 103008 131373 148489 161076 175492 188898 202043 215407 240276 254350 261473 288068 295873 308893 318512 329475 343949 361192 382442 897467 6312 8706 8920 26237 ----- ----- 106642 113594 140587 ------ iu 500 M. 773 3328 8766 20811 21780 25096 55430 56481 81630 87325 95057 ------ - - - - 382337 324 Gewinne iu 10556 - 8n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 6 Gewinne zu 3000 M. 110794 114049 365122 8 Gewinne zu 2000 M. 41187 177872 352058 382936 38 Gewinne zu 1000 M. 5331 38003 51940 52586 130591 133189 152627 159811 201393 219296 244355 282251 297899 312556 321088 339916 346621 381175 384431 70 Gewinne zu 500 M. 9221 12264 35340 48594 61593 62495 69828 85759 136817 147098 162530 168877 172380 174685 189978 194854 211794 214416 219893 221884 224019 235145 247981 249941 264767 268367 280345 290843 304903 305637 309495 314547 314752 329777 369152 306 Gewinne zu 300 M. 34 21286 26587 30081 31 45687 45840 46216 46 65667 71280 71844 72 84794 88690 91407 94 100382 105046 109246 114783 115800 116589 124993 126872 129064 136379 139775 141665 147079 149405 150022 165997 170180 172953 181189 183581 185836 192022 195984 197470 209614 212134 212571 216136 219343 222662 228528 228588 228934 251046 252005 252530 260432 261982 262866 279273 280349 283007 293038 293664 295157 310665 310856 314497 330758 339543 343001 353192 355978 357734 363042 364516 372070 383833 388765 389512 397325 1 11561 16508 17458 43 34960 36107 38503 46 48612 56702 60867 29 72946 75283 77821 72 96019 96492 97413 110012 111147 112232 116680 118213 123707 129852 131918 133448 141924 144021 146460 157996 161602 164129 173624 174320 178558 186177 186247 187089 203573 203688 203905 212893 213814 213841 224894 226163 227031 229618 235075 242855 255588 256193 256755 265309 272258 279106 283232 284148 287446 301294 304824 308096 316184 320875 326241 352089 352402 352977 360597 360778 362586 373979 374119 379794 393178 393945 397300 20 Tagespramlen. Auf jede gezogene Nummer sind zwei Prämien zu je 1000 RM gefallen, und zwar je eine auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abtellungen I und II: 4459 54631 73871 118036 123733 166299 206044 242627 338317 356349 Im Gewinnrade verblieben: 320 Tagespramien äu je 1000 Mark, 2 Gewinne zu je 1000000, 2 zu K 100000, 2 zu je 60000, 4 zu je 30000, 6 zu je 20000, 34 zu je 10000, 108 zu je 5000, 226 zu je 8000, 466 zu je 2000, 1040 zu je 1000, 2578 zu je 600, 10018 zu je 300 Mark. Zum Augustiner Wegen Renovierung ist mein Lokal MjPkchM» VALENTIN LOTZ 1120d Schon fürRM.1.50 monatl. - bei Abnahme einer Lieferung zu RM. 3.- aller 2 Monate - erwerben Sie das bekannte botanische Pracht- und Standardwerk: Die Pflanzenwelt derdeuffchenHeimat und der angrenzenden Gebiete In Naturaufnahmen dargestellt u. beschrieben von Or. Kurt Hu eck. Drei Lände in 90 Lieferungen mit etwa 1000 eigenen Naturausnah. men auf mehr als 400 bunten und einfarbigen Tafeln. 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