8reitag,25.IanuanyZ6 185. Jahrgang hi Die Mter des pour le mente in Berlin an dem ttkämpfe ner, daß der sich finge in i haben, irüfungs* Berufs« Diplomfiste aller roch Teen Maß« Erneue- die Lehr« n Einsatz Mitarbeit noch y* « ®________snHirktort nnh Rerbte ein- ^ufttx nach Anhörung b Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8l/2Ut)r des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70 mm Brette 60 Rpf.,Platzvorschrift oder schwieriger Satz 25% mehr Ermäßigte Grundpreise: Den Hauptinhalt der heutigen kabinettssihung bildeten die von dem Reichsminister des Innern Dr. Frick vorgelegten Gesetze, die einen wesentlichen weiteren Schritt zur Reichs- r e f o r m bedeuten. Ls handelt sich dabei um das Reichsstatthalter - Gesetz, wonach der Reichsstatthalter in Zukunft grundsätzlich an der Spitze der Landesregierung stehen soll und die Stellung des Reichs st atthal» tersderfenigenderpreutzischenOber- präsidenten angepatzt wird, ferner um die neue deutsche Gemeindeordnung, die sich auf die gegenwärtigen Grundsätze des bisherigen Landesrechtes gründet, aber eine weitgehende Mitwirkung der Partei in der Ge- n, daß ig einig. Die werde itigkeit e von it ge. MUXfy )tn \\6) ln. Di Lader, । gehen, gegeben ige Be« «Hüffe . der „Be- geht ... Auch der wahre Vater dieser Paktomanie, der tschechoslowakische Außenminister Dr. Be n e sch, befindet sich keineswegs in einer rosigen Lage. Per wahre Grund, der ihn ruhelos durch Europa treibt und wie eine Parze immer wieder spinnen latzl, ist eine durch nichts begründete Furcht vor dem Wiederaufstieg Deutsch! and s , der nach den Gesetzen der Natur \a doch nicht aufzuhalten ist. Um den „Anschluß" zu verhindern, fördert er Italiens Einfluß m Mitteleuropa und kommt dadurch nicht nur in Gegensatz zu seinen bisherigen dicken Freunden, den Marxisten in der Tschechoslowakei selbst und den von ihnen gehätschelten österreichischen marxistischen Emigranten — denen Italiens Faschismus als Vater des österreichischen begreiflicherweise ein Greuel ist —, sondern auch zu Sü-dslawien, seinem engen Bundesgenossen in der „Kleinen Entente". I. 6.30: Morgen- bis 8.35: Schulfunk, mb Haus. 1 I. 13: fonjert fl. richt. 15: Mittags» lzer Land, Gauwirt' t. 18.30: MitgebundenenHändm Benesch in der Klemme. Von besonderer Seite. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Preß bürg, den 20. Januar 1935. zahl, n der l.ln9s> '°nen , von leinen • Es wie 5 ge- Zumal Derbe. iie es ruppe ‘n9Qr Lehr- Qufer Me. bet öhe. nicht rbilb lerer uno, gute Irak- Der amtliche Bericht. Die neuen Gesetze zur Reichsreform werden am 30. Januar veröffentlicht. Berlin, 24. Januar. (DNB.) In der Heuligen Sihungdes Reichskabinetts gedachte der Führer und Reichskanzler zunächst mit tiefempfundenen Worten des Dankes und der Freude des überwältigenden Sieges bei der Saarabstimmung, auf dessen politische Be- deutung er kurz hinwies. Das ganze deutsche Volk sei den Saardeutschen für ihre große Treue und Beharrlichkeit tiefsten Dank schuldig. Alsdann nahm der Führer und Reichskanzler die offizielle Einführung des neuen Reichs- Ministers ohne Geschäftsbereich Dr. Hans Frank vor. Das Reichskabinett verabschiedete hierauf das dritte Gesetz zur Ueberleitung derRechts- pflege auf das Reich. Nachdem die Leitung der Justizverwaltung der Länder in der Hand des Reichsministers der Justiz vereinigt worden ist. übernimmt das Reich als Träger der Justizhoheil die gesamte Justiz mit allen Zuständigkeiten. Rechten und Pflichten, mit allen Justizbehörden und Justizbediensteten. 'fDrLarl tunbe der Varpune - «tschland!• iten. 22.10: i. „Winter» Kurzberichte chuE -wusik. 2d. unklenund ilkfalsstatro« usik- ss-Z 54-47 5-8 tf. V» 62-8 en. 5* Wichtige Beschlüffe des Reichskabinetts. O,r Dan» an die «Saar. - Reue Gesetze zur Reichere,vrm und neue Gemeindeordnung Zinsermäßigung bei Kreditanstalten. —’—0^632 58-29 0-196 3-053 54-56 81-$ 12-225 5,39 16-g ?.S 0-712 5.661 61-39 49-05 -09 63,00 80-88 34-10 iojr 2-502 Leute, z. B. sogar Mitschuldige wie Lloyd George, überhaupt schon lange vor.) Solche Stimmen beweisen, daß man in Rom und vielleicht auch anderswo über die Habsburger wenigstens g e s p r o » ch en hat, und sicher nicht in dem Sinne einer unbedingten Ablehnung, wie es bisher dem Rezept der kleinen Entente für Mitteleuropa entsprach. Jedermann ober weiß, daß die Titelfrage eins reine Formalie ist. Hat man erst einmal Otto In Oesterreich, so können sich die Nachfolgestaaten noch auf ganz andere Gefahren gefaßt machen, als es des Anschluß wäre! •. . „ Das ist die wahre Lage Europas auf Grund der Paktomanie: Eine V e r w i r r u n g und cm gegen« fettiges Argwöhnen, wie es nicht großer sein konnte. In Berlin kann man all diesen Dingen ruhig und kühl zusehen. Denn die Zeit arbeitet wirklich daran, die Ü n m ö g l i ch k e i t eines verewigten Versa I« les von 1919 nachzuweisen. Nur reaktionäre Poll« tiker die die Entwicklung nicht verstehen, können sich ihr entgegenstemmen. Aber es wird Dcrgetnit) fein» 4% v. H. Reichsanleihe. Berlin, 24. Ian. (DRV.) Amtlich wird mil- geteilt: Die Reichsbank hat für Rechnung des Reiches mit dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband und der Deutschen Girozentrale — Deutschen kommu- nalbank 500 Millionen 4>4prozentlge Deutsche Reichsanleihe zum Kurse von 93^ v. h. zur Unterbringung bei den Sparkassen abgeschlossen. Die Anleihe wird g e l i l g t mit jayc- lich 2 v. h. der ürsprünglichen Summe unter Verwendung der Zinsersparnisse zur Tilgungsverstar- kung. Die Abnahme und Bezahlung dec Anleihe erfolgt mit 40 v. h. zum 20. Februar 1935, 30 v. h. zum 15. Mai 1935, 30 v. h. Zum >15. August 1935. Der Erlös der Anleihe ist zur Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen und während die Klänge des Liedes „Ich hott' einen Kameraden" ertönten, legte der Feldmarschall den großen Kranz mit einer schwarz-weißen Sch eise mit den Worten „Zur Ehre unserer treuen Toten am Male nieder. Es folgte ein Vorbeimarsch der Ehrenkompanie und die Kranzniederlegung am Denk- mal Friedrichs des Großen Unter den Linden, wo der Feldmarschall in kurzen Worten des ruhmreichen Preußenkönigs gedachte. Von jubelnden Rufen des Publikums begleitet, bestieg die greise Exzellenz hierauf ihren Wagen zur Weiterfahrt nach dem Tempelhofer Feld, wo eine Besichtigung des Flua- Hafens durch die Ritterschaft des Ordens pour le nitrite stattfand. alle vermögensrechtliche Pflichten und Rechte ein- - tritt, die mit der Justizverwaltung der Lander verbunden sind; Grundstücke und bewegliche Sachen der Länder gehen in das Eigentum des Reiches über, wenn sie ausschließlich oder überwiegend von Justizbehörden benutzt werden. Bis das B e h ö r d e n r e ch t d e s R e ich e s (Beamten-, Besoldungs-, Haushalts- usw. Recht) überall eingeführt werden kann, muß ubergangs- weise noch das bisherige Recht weiter gelten. Dies gilt insbesondere auch für die Zuständigkeit von Landesdisziplinarbehörden. Um die vielfachen Zusammenhänge zwischen den Justizbehörden und anderen Behörden nicht zu stören, werden die zwischen ihnen bestehenden Beziehungen bis auf weiteres aufrecht erhalten. Aus Anlaß der Uebernahme der Landesjustiz auf das Reich können deren Beamte bis zum 31. Juli 1935 die Versetzungen .n den Ruhestand beanspruchen, wenn sie das 6 2. Lebensjahr vollendet haben. Die Bestimmung soll Beamten, die im vorgerückten Alter stehen und sich in die neuen Verwaltungsbestim- mungen des Reiches nicht mehr einarbeiten mögen, den vorzeitigen Uebertritt in den Ruhestand ermöglichen. Wenn sich bei der Anwendung dieses Ge- 8usti nachlLnh^rung der Obersten Landesbehörden und gegebenenfalls im Einvernehmen Mit dem Reichsminister der Finanzen entscheiden. Diese Entscheidung bindet Gerichte und Verwaltungsbehörden. 500 Wllionen Nr. 21 Erster vlatt Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblatter Heimat lm Bild Die Scholle Monats-vezugrpreis: | Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 AuchH^bei^^Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt zernsprechanschlüste unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Zrantfurt am Main 11686 nuruj Ueli muu iinv ।~~— d - - " . s.: . besser- der Laibacher Wünsche in bezug auf du slowenischen Minderheiten in Görz, Triest und im Küstenlande zu erhandeln hofft. Aber man kann nie wissen, wohin solche Schachzüge fuhren, wenn ihre aei tiqe Grundlage sich erst einmal in der Meinung her Oeffentlichkeit festgesetzt haben. Genau so ergeht es der überschlauen tschechischen Außenpolitik in der Habsbur g e r f r a ge. In d-n römischen Vereinbarungen steht zwar darüber nichts; aber man hört nun aus Prag bereits die Versicherung, mit einer R ü ck k e h r d e s Habs- burgers Otto noch Oesterreich tonne man sich allenfalls ab finden, wenn er das nur in einer Eigenschaft als Erzherzog täte. Die Annahme des Kaisertitels aber fei untragbar, dann darin läge — das ist ganz richtig gesehen die Anwartschaft auf die Restauration d e r alten Habsburger Monar Oie. Und warum wäre bann eigentlich der ganze Weltkrieg Asftchrt wordeu? (Siele Frage legen sich gescheite meindeverwallung vorfiehl. Diese umfangreiche und weikragende Gesetzes- arbeit die nach einer eingehenden Aussprache vom Reichskabinell gebilligt wurde, wird am 30. Januar d. I. der Oeffentlichkeit übergeben werden. Zum gleichen Termin werden die heute ebenfalls beschlossenen Gesetze über die vorläufige Verwaltung des Saarlandes und über die Vertretung des Saarlandes im Reichstag veröffentlicht werden. Schließlich nahm das Reichskabinett das von dem mit der Führung des Reichswirtfchafts- minisieriums beauftragten Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht vorgelegte Gesetz über die Durchführung einer Zinsermätzigung bei Kreditanstalten an, durch das die seit langem angestrebte und vorbereitete organische Zinssenkung nunmehr in die Tat umge- eht wird. Die Ueberleitung der RkchtWeae aus da« «eich. Berlin, 24. Jan. (DNB.) Das "Dritte Gesetz zur Ueberleitung der Rechtspflege auf das Reich bat den Zweck, die gesamte deutsche Justiz beim Reich zu vereinen, alle Justizbehörden und -bedienstete in den Dienst des Reiches zu nehmen und dieses m Justizangelegenhe,ten Haushalts- und vermögensrechtlich zum Rechtsnachfolger der Lander zu Mindern 1. April 1935 werden die Justizbehörden der Länder R e i ch s b e h ö r d e n , die Jifttiz- beamten der Länder unmittelbare Reichs- beamte, und die Angestellten und Arbeiter der Landesjustizbehörden treten in den Dienst des Reiches. Die Einnahmen und Ausgaben für die Lan- Die Ritterschaft des Ordens „Pour le mdrite traf sich Unter den Linden zur Kranznieder, leauna am Ehrenmal und am Denkmal Friedrich des Großen. Ans Anlaß der Anwesenheit des Generalfeldmarschalls v. Macken - sen hatte die Kommandantur eine Ehrenkompanie bei der Kranzniederlegung gestellt, die mit klingendem Spiel aufmarschierte. Kurz vor 10 Uhr erschien der greise Feldmarschnll in der Uniform schwarzen Husaren mit dem Gefolge der Ritterschaft. Während der Präsentiermarsch ertönte, schritt Mackensen in Begleitung von Admiral a. D. Behnke und des Stadtkommandanten Generalmajor von Schaumburg die Front ab. Hierauf begab sich die Ritterschaft in die Ehrenhalle Schier unübersehbar ist das Gewirr der Faden, ist das Netz der verschiedenen „Pakte", mit denen die „demokratische" Nachkriegsdiplomatie Europas , Staaten übersponnen hat. „Verbunden" kann man beim besten Willen nicht recht sagen, denn alle diese Pakte haben etwas Gemeinsames: Sie suchen irgendeine bestimmte Staatengruppe gegen Irgend einen angenommenen Gegner „zu sichern , richten sich also immer gegen irgend jemand anderes. Der teilweise Zusammenschluß verfolgt daher nicht den Zweck, etwa alle Staaten Europas auf dem Boden gleicher Rechte und gleicher Sicherungen zur allgemeinen Befriedung zu vereinen, sondern sie trennen vielmehr immer wieder verschiedene Staatengruppen von einander und verewigen so — soweit Verträge und Pakte jemals „ewig" gewesen sind — Gegensätze, indem sie das allgemeine Mißtrauen wacherhalten, anstatt es allgemein zu beseitigen. Wie wenig das der Weg ist, die Menschheit vor künftigen Katastrophen zu bewahren, zeigt schon die Tatsache, daß die vielen Fäden beginnen, sich gegenseitig zu verwirren und zu behindern. Frankreichs oder richtiger Dr. Beneschs Dst pakt- plan stimmt mit dem polnisch-fr a n z o fischen Freundschaftsbündnis nicht recht überein. Folgerichtig wehrt sich j e tz t P ölen dagegen. Es ist dafür aber bereit, der m Rom vorgeschlagenen mitteleuropäischen Konven t i o n beizutreten. Leider zeigt sich nun ieooct). Da das am 5. Dezember in Genf unterschriebene Protokoll Frankreich, Sowjettußland und die Tschechoslowakei verpflichtet, vor Abschluß des Ost- paktes keinem anderen Abkommen bei^u treten. Mussolinis Erfolg ist somit m Frage gestellt, und man empfindet dieses Hindernis in Rom keineswegs mit Freude. Wozu war Laval überhaupt in Rom, wenn Frankreich sich vorher selb st die Hände gebunden hat und „Mit Rücksicht auf seine internationalen Verpflichtungen bedauernd in der Lage ist, der Weltgeschichte seinen Willen aufzuzwingen und zu bestimmen, wie die gegen eiligen Verpflichtungen und „Sicherungen einander 'zu folgen haben? Oder eben auch nicht zu folgen, wenn es nicht nach jenem Genfer Protokoll Aus Rücksicht auf Italien — er ließ bis vor kurzem in den tschechischen Blättern alle Angriffe auf Italien als Förderer der kroatischen Selbstbestimmung verbieten! — drückte Benesch zur Zeit der Genfer Beratungen über Marseille a u s Südslawien im Sinne der Mäßigung gegenüber Ungarn. Man war in Belgrad darüber nicht erbaut, und m Laibach erst recht nicht als Benesch dort seine Rolle eines Beschwich- tigungshofrates fortsetzte, um Südslawien vor einer offenen Ablehnung der italienisch-franzostschen Der- einbarungen von Rom zuruckzuhalten. Ganz ist es ihm nicht gelungen, den Ausdruck des südslawischen Mißtrauens zu verhindern, und so erhielt die berühmt? Festigkeit" der Kleinen Entente emen starken Riß. Denn mit Rücksicht auf die eben erst m Südslawien wiederhergestellte "Einigkeit konnte Jestitsch sich unmöglich der s l o w e n i j a) e n F o r derung entziehen, bei dieser Gelegenheit de nationalen Interesses Südslawiens a n f i n e n Minderheiten in Italien zu gedenken. Es ist aufgefallen, daß T i t u l esc u , anscheinend unvermittelt, bei dieser Gelegenheit von. ter - wendigkeit sprach, Minderheiten gegenüber mutze ein gerechtes Regime herrschen, und das sei- k innere Frage irgendeines Staates. Er sekundierte damit Jestitsch besser als Benesch, denn diese Andeutung bezog sich vor allem auf die 600 000' o mehr Slowenen und Kroaten auf heute italienischem Gebiet. Benesch konnte, wie nunmehr ^eststeht, südslawische Unzufriedenhett nur dadurch beschwim- tigen, daß er in Laibach versprach, bei seinem Rom- Besuch — sofern dieser stattfindet! — Mussolini eine Aenderung seiner Politik gegenüber südslawischen Minderheiten nahezulegen. . , Aber man weiß, wie empfindlich gerade Mussolini in diesem Punkte ist. Da nun Südslawien ganz pfien erklärt, einen Pakt mit Italien nur unter fo i• cherVoraussetzung schließen zu können, Mitz- solini aber Herrn Benesch nur dann in Rom sthen will, wenn er sicher ist, daß dieser gerade solche Fragen nicht anschneidet, ist noch unklar, wie man über diese Berge von Hindernissen hlnwegkom- men will. Ja, wenn es auf der ganzen Welt nur deutsche unterdrückte Minderheiten gäbe — ober man hat in Versailles den Fehler gemacht, a u ch jonst das beschworene Selbstbestimmungsrecht Stellen-., Vereins-, gemein* nützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenhettsanzei- gen 5 Rpf., Familienanzei* gen, Bäder-, Unterrichts- u. _ behördliche AnzeigenöRpf. B.WW »»> ««-.-»-lK »» Kriegsziel der . nicht anders als „Schachfiguren hin- und herzuschieben, ohne sie nach ihrem Willen zu fragen. Das muß sich nun naturgemäß an den Urhebern dieser mangelhaften Folgerichtigkeit rächen, deren Ursprung in den damals nicht zu bändigenden Raubgelüsten der „Sieger" liegt. Niemand auf der Welt scheint irgend etwas dagegen zu haben, wenn irgendwo deutsche Minderheiten vergewaltigt werden, auch wenn ste Millionen zählen. Aber 600 000 Südslawen? „Das ist natürlich etwas ganz anderes." Wie will man auf die Dauer solche Widersprüche vereinigen? Schon hört man, sehr zum Mißvergnügen Dr. Beneschs, in Belgrad Stimmen laut werden, die erklären, angesichts des italienischen Imperialismus in der Adria fei Deutschland als Nachbar in Kärnten (also der Anschluß) weit s y m pa- t h i s ch e r , als der heutige Zustand, dqr dieses südlichste österreichische Gebiet zum st r a t c g i M) e n Aufmarschgebiet Italie ns g c gen o u ö- jlauHtn macht» E» ist Mr. daß ee stch zunächst ■ I IL fc M ■ - Konsolidierung von Aufwendungen für Arbeitvbeschaffungszwecke bestimmt und dient somit der Lrleichterungder Finanzlage des Reiches in den spätere n I a h r e n. Die Zulassung der Anleihe zum Lombardverkehr der Reichsbank ist vorgesehen. Hessens Gtaatsfinanzen. Der Abschluß für 1933 ausgeglichen. Darmstadt, 24. Jan. (LPD.) Nach dem soeben veröffentlichten Ausweis betrugen im Rechnungsjahr 1933 in Hessen beim ordentlichen Haushalt die Einnahmen 90,394 Millionen Mark. Davon erbrachten Reichs- und Landessteuern 59138 Millionen Mark. Ueberschüsse der Betriebe 2,626 Mill. Mk., Rechtspflege 4,990 Mill. Mk., Schulwesen, Wissenschaft und Kunst, Kirche 7,520 Mill. Mk., übrige Landesoerwaltuug 16,120 Mill. Mark. Die Ausgaben betrugen 90,237 Mill. Mark, davon allgemeine Verwaltung (einschließlich Polizei) 11,620 Mill. Mk., Rechtspflege 8,075 Mill. Mark, Verkehrswesen 0,234 Mill. Mk., Schulwesen, Wissenschaft und Kunst, Kirche 29,426 Mill. Mk., soziale Maßnahmen und Gesundheitswesen 9,934 Mill. Mk., Wohnungswesen 1,537 Mill. Mk., Schuldendienst 4,631 Mill. Mk., Ruhegehälter 14,975 Mill. Mk., sonstige Ausgaben 9,805 Mill. Mk. Im außerordentlichen Haushalt betrugen die Einnahmen insgesamt 14,265 Mill. Mk. Die Ausgaben 14,265 Mill. Mk. Das Staatsprefseamt stellt dazu fest: Es handelt sich bei dem Jahresausweis um die endgültigen Ziffern des jetzt auch formal vollzogenen Abschlusses des Rechnungsjahres 1933. Den im Laufe des Jahres veröffentlichten Teilergebnissen der einzelnen Monate war seinerzeit d'e Voraussage angeknüpft worden, daß auf einen günstigen Abschluß des Jahres gerechnet werden könne. Das vorstehende Zahlenbild b e - srätigt diese Voraussagen. Der Jahresabschluß ist in Einnahme und Ausgabe ausgeglichen. Im einzelnen ist aus diesen Zahlen zu ersehen, daß die Einnahmen — unter denen allerdings im Doranschlagssoll 3,2 Millionen für Eisenbahnabfindungen enthalten sind — gegenüber dem Voranschlag um 6,2 Millionen Zurückbleiben. Neben dem Ausfall jener 3,2 Millionen sind Mindereinnahmen bei allen Gebühren zu verzeichnen — auf dem Gebiet der Rechtspflege, in Schul- und Hochschulwesen usw. — von insgesamt rund 5 Mill. Mk., denen an Mehreinnahmen aus Steuern nur 1,9 Mill. Mk. gegenüberstehen. Der Einnahmeausfall findet seinen Ausgleich in den Minderausgaben, die neben der Entlastung des Rechnungsjahres durch die Verlegung der Gehaltstermine und durch außerordentlich sparsame Wirtschaftsführung in dem Rechnungsjahr entstanden sind. Ein weiterer Schritt organischer Zinssenknng. Die Zinsbelastung um rund 120 Millionen jährlich vermindert. Die Zinskonversion. Berlin, 24. Ian. (DBB.) Das Gesetz über die Durchführung einer Zinsermähigung bei den Kreditanstallen erteilt den Kreditanstalten, die den Inhabern ihrer mit 6 v. h. und höher verzinslichen Schuldverschreibungen die Abänderung des zwischen ihnen bestehenden Rechtsverhältnisses anbieten, die Ermächtigung, dieses Angebot zu erlassen mit der Maßgabe, daß es als vom Inhaber angenommen gilt, wenn es von ihm nicht innerhalb einer Frist von 10 Tagen abgelehnt wird. Schuldverschreibungen im Sinne dieses Gesetzes sind solche, auf die das Hypothekengefetz vom 13. Iuli 1899 oder das Gesetz über Pfandbriefe und verwandten Schuldverschreibungen öffentlich-rechtlicher Kreditanstalten vom 21. Dezember 1927 oder das Gesetz über Schiffspfandbriefbanken (Schiffs- bankgefeh) vom 14. August 1933 Anwendung findet. Das Angebot muh die Herabsetzung des Zinssatzes auf 4,5 v. h. jährlich mit Wirkung vom 1. April 1935 an unter Gewährung einer einmaligen, den Inhaber der Schuldverschreibung mit dem nächsten nach dem 31. März 1935 fälligen Zinsfchein bar zu zahlenden einkommen st euerfreien Ent - schädigung von 2 v. h. des Nennbetrages der Schuldverschreibung vorsehen. Die aus der Annahme des Angebotes sich ergebende Z i n s e r f p a r n i s bei der einzelnen Kreditanstalt ist zur Zinsentlastung innerhalb des Bestandes an Hypotheken und Grundschulden sowie Forderungen gegen öffentlich-rechtliche Körperschaften zu verwenden. Die Zinsentlastung beginnt mit dem 1. Oktober 1935 und beträgt höch- st e n s 1,5 v. h. jährlich. Soweit die Schuldverschreibungen mit einem höheren Sah als 6 v. h. verzinslich waren, erhöht sich der Sah von 1,5 v. h. höchstens um soviel, als der bisherige Zinssatz den Sah von 6 v. h. überschritten hat. Es ist Vorsorge getroffen worden, daß hinsichtlich der im Zins gesenkten Schuldverschreibungen die von einer deutschen Börse ausgesprochene Zulassung zum amtlichen handel erhalten bleibt. Schließlich ist volle Freiheit von allen SteuernundAbgabLN ausgesprochen roorbcn. * Die überragende Bedeutung des Gesetzes über die Zinskonoerfion von 6 v. H. auf 4Vr v. H. geht aus der Tatsache hervor, daß es sich hier, wie wir von unterrichteter Seite erfahren, um einen Komplex von Werten im Umfange von etwa achtMilliardenReichsmark handelt, deren Zinsen gesenkt werden. Durch diese Maßnahme wird das gesamte Zinsbelastungs- Niveau in Deutschland um einen Betrag von jährlich rund 12 0 Millionen Mark verringert. Es ist zweifellos, daß sich daraus eine erhebliche weitere Wirtschafts- b e l e b u n o ergeben wird, ebenso wie die Aktion auch eine Verbesserung des gesamten Kapitalmarktes, insbesondere des Pfandbriefmarktes herbeiführen wird. Die Zinskonversion beruht auf vollständiger Freiwilligkeit, es ist keine irgendwie geartete Eigentumsbeeinträchtigung mit ihr verbunden. Auf die Methode eines Barzahlungsangebotes an diejenigen, die die Konversion nicht m i t m a ch e n wollten, konnte nicht zurückgegriffen werden. Bei den ungeheuren Beträgen, die bei Konversionen der letzten Jahre in Frage kamen, hat man ebenfalls von einem Angebot auf Barzahlung abgesehen, da diese sich als unmöglich erweist. Weder in Italien bei der Konversion von etwa 12 Milliarden, noch bei dem sehr viel reicheren England hat man das System der Barzahlung angewendet. Auch in England hat man die Konversion auf dem Grundsatz aufqebaut: wer nicht widerspricht, hat zugestimmt. Bezeichnend ist, daß das Publikum zweifellos schon seit langer Zeit mit der Konversion g e - rechnet hat, die heute durch die Entwicklung auf dem Kapitalmarkt möglich geworden ist. Es sei nur darauf hingewiesen, datz heute die Kursdifferenz zwischen den 6prozentigen und den 4'/2prozentigen Werten so gering geworden ist, daß damit die natürliche Basis für eine Konver-, sion von vornherein gegeben war. Die Aktion liegt im natürlichen Zuge der deutschen Wirtschaftsentwicklung und muß selbstverständlich in einem Zuge durch geführt werden. Es hat keinen Zweck, etwa die einzelnen Emissionen aufzulösen und eine nach der anderen vorzunehmen, sondern die gesamten Pfandbriefgruppen müssen erfaßt werden. Es ist nur eine technische Konsequenz, daß man nun dafür sorgen mutz, daß die umgewandelten Stücke von 4Vs v. H. sofort an der Börse 'wieder lieferbar und handelbar werden. Die Notiz, die bisher für die 6prozentigen Stücke galt, wird auf die 4Vr- prozentigen übertragen. Damit verschwindet der 6prozentige Typ von der Börse, denn die protestierenden Stücke werden nicht weiter notiert. So entfällt die Möglichkeit ihrer Beleihung. Was die Hypothekenbanken auf der einen Seite einsparen, wird ihnen auf der anderen nicht zufließen, sondern für die E n t - lastung der Schuldner zur Verfügung ge- Sellt werden. In welcher Form das erfolgt, ist den usführungsbestimmungen vorbehalten. Ebenso wird noch geklärt werden, wie die Verteilung des 2prozentigen Bonus und der U m t a u sch- ko st e n, die beide aber nicht mehr als zusammen 2Vz v. H. betragen dürfen, auf die Schuldner zu geschehen hat. Es wirh daran gedacht, die Umlegung auf den Schuldner auf eine Reihe von Jahren zu verteilen, damit der Schuldner möglichst rasch in den Genuß der niedrigeren Verzinsung gelangt. Der Hausbesitz in der deutschen Volkswirtschaft. Berlin, 24. Jan. (DNB.) Im Preußenhaus begann unter starker Beteiligung aus dem ganzen Reiche die Führertagung des Zentral- Verbandes deutscher Haus - und Grund- b e s i tz v e r e i n e e. 23. Die Tagung soll der Oef- sentlichkeit ein Bild von den großen Problemen der Wohnungswirtfchaft geben, an deren Lösung der deutsche Haus- und Grundbesitz an verantwortlicher Stelle mitzuwirken entschlossen ist. Präsident Tribius wies in seiner Bearühungs- ansprache u. a. darauf hin, daß das Problem D e r- mieter und Mieter nur gelöst werden könne, wenn die Interessen aller an der Wohnungswirtschaft Beteiligten berücksichtigt würden. Der Haus- und Grundbesitz habe volles Vertrauen zu den weiteren Maßnahmen der Reichsregierung. Aeichsarbeitsminister «Seihte führte in einer längeren Ansprache u. a. aus: Der deutsche Hausbesitz mit seinen über 13 Millionen Alt- und über 3 Millionen Neubauwohnungen und den großen, darin investierten Kapitalwerten stellt nicht nur wirtschaftlich einen Faktor von ungeheurer Bedeutung dar. Ihm ist als Verwalter der Heime für die deutschen Menschen auch eine äußerst verantwortungsvolle soziale Aufgabe gestellt. Die Regierung unter der Führerschaft Adolf Hitlers setzt in den deutschen Hausbesitz das Vertrauen, daß er sich dieser großen Verantwortung für die Volksgemeinschaft bewußt ist. Sie hat ihn deshalb zum Bannerträger in der Arbeitsschlacht gemacht, lieber 600 Millionen Mark hat die Reichsregierung dem Hausbesitz als Zuschüsse für Jnstandsetzungs- und Umbauarbeiten zur Verfügung gestellt. Die große Jnstandsehungsaktion liegt im wesentlichen hinter uns. Der hausbesih hat dabei, ebenso wie das Handwerk und die sonst Beteiligten, voll seine Pflicht getan. Für annähernd drei Milliarden Mark Aufträge sind vom hausbesih vergeben. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit, der die kühnsten Erwartungen übertrifft, und die Besserung der allgemeinen Wirtschaftslage ist nicht zuletzt auf dieses Werk zurückzuführen. Heute kann man feststellen, daß die von der Reichsregierung ergriffenen Maßnahmen zur Wirtschaftsbelebung auch eine Besserung in der Lage des Hausbesitzes gebracht haben. Fast 170 000 früher unvermietbare große Wohnungen sind durch Teilungen und Umbauten wieder vermietbar geworden. Die allgemeine Belebung der Wirtschaft hat die Zahlungskraft der Mieter gestärkt und damit die Mietausfälle verringert; die Nachfrage nach Wohnungen ist, begünstigt durch die starke Zunahme der Eheschließungen, lebhaft gewachsen. Zwei Dinge vor allem sind es, die ihnen besonders Sorge bereiten, d i e Zin - s e n und die Steuern. Für den Althausbesitz stehen die Steuern, für den Neuhausbesitz die Zinsen im Vordergrund. Die für die steuerliche Entlastung des Althausbesitzes dringend erwünschte Senkung der Haus zins st euer tritt mit dem 1. April 1935 schon ein. Die auf eine organische Senkung des allgemeinen Zinssatzes aufgebaute Politik der Reichsregierung beginnt ihre Früchte zu tragen. Um im Interesse der Volksgemeinschaft zu einem günstigen Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter zu gelangen, ist der Einheits- Mietvertrag ein wichtiger Markstein. Vielleicht läßt es sich ermöglichen, den Einheitsmietvertrag zum Muster eines Hypothekenvertrages zu machen und dann den Hausbesitz von einzelnen überholten Fesseln zu befreien, um ihn gewissermaßen zu einem Treuhänder der ganzen Nation zu machen. ReichslMdwerksmeisterSchnM sprach dann über „Handwerk und Hausbesitz". Die Verflechtung zwischen Handwerk und Hausbesitz werde dadurch noch enger, daß jeder zweite Handwerker auch Hausbesitzer sei. Die Erhaltung, die Erneuerung und die Ergänzung des Hausbesitzes gebe großen Teilen des Handwerks Arbeit und Brot. Mehr denn je müsse die Parole der Arbeitsbeschaffung durch Selbsthilfe befolgt werden, da die Wirtschaft auf die Dauer nicht durch öffentliche Zuschüsse in Gang gehalten werden könne. Die Entschuldung bzw. U m - schuldung des Hausbesitzes sei eine vordringliche Frage. Die durch die Senkung der Hauszinssteuer freiwerdenden Beträge müßten dem Hausbesitz ungeteilt zur freien Verfügung stehen. Das Handwerk werde alle Maßnahmen unterstützen, die auf eine fchnellmögliche Wiederher- stellung der Wirtschaftlichkeit des Hausbesitzes hinzielen. Der Präsident des Reichsluftschutzbundes, Generalleutnant a. D. Grimme, hielt einen Vortrag über „Die Zusammenarbeit des Reichsluftschutzbundes mit den deutschen Haus- und Grundbesitzern". Gewisse Sorgen bereite noch die F i n a n- zierung des Schutzraumbaues, da nur ein Teil der Hausbesitzer in der Lage fei, die notwendigen Mittel aus eigenen Kräften aufzubringen. Es fei selbstverständlich, daß Hausbesitzer und Mieter anteilig die Kosten zu tragen hätten. Ministerialdirektor Dr. Kühne vom Reichsfinanzministerium legte die Bedeutung, Ziele und Methoden der Einheitsbewertuntz des Grundvermögens bar. — Ministerialdirektor Dr. Volkmar (Reichsjustizministerium) sprach über „Die Entschuldung des Hausbesitze s". Es frage sich, inwieweit durch eine U m • Wandlung schwebender Schulden in Tilgungshypotheken zu helfen fei. Wegen der Zusammenhänge mit dem Zinsproblem lasse sich die Lösung des Entschuldungsproblems heute noch nicht genau aufzeichnen. Beim Neuhausbesitz handele es sich darum, eine gerechte Regelung für die Verteilung des Verlustes zu finden, der durch die Schrumpfung des Grundstückswertes entstanden fei. — Geheimrat Schreyer, Führer der privaten Hypothekenbanken, sprach über „Hypotheken- fragen". — Der Hauptstellenleiter im Hauptamt für Volkswohlfahrt bei der Reichsleitung der NSDAP., Pa. Althaus sprach über „Die NSV. und ihre Aufgaben in der Wohnwirtschaft". Der Rentenstandpunkt des nur an sich denkenden Hausbesitzers gehöre einer überwundenen Epoche an. Die Ablehnung kinderreicher Familien fei eine Sünde gegen den Geist des Nationalsozialismus. Das Verhältnis von Vermieter und Mieter müsse zur Vermeidung unnötiger Mietsprozesse auf eine gesunde Basis gestellt werden. Die NSV. wirke daher vermittelnd, um Räumungsklagen möglichst zu vermeiden. Zum Schluß sprach Professor Dr. Hunke, Vizepräsident des Deutschen Werberates, über „Nationalsozialistischer Eigentumsbegriff". Fahnenweihe des Jungvolks in der Marienburg. Eine Botschaft Baldur von Schirachs kündigt scharfe Auslese der Zungvotlführer an. Auf der Marienburg wurden am dreijährigen Todestag von Herbert Norkus in einer tief ergreifenden Kundgebung 597 Jungbannfahnen aus allen Teilen des Reiches in Anwesenheit von Vertretern der Partei und der Wehrmacht feierlich geweiht. Leider war der Reichsjugendführer Baldur von Schirach durch eine plötzliche Erkrankung am Erfcheinen verhindert. Die Feier begann mit dem Präsentiermarsch, unter dessen Klängen Generalmajor Modrig die Front der Reichswehrkompanie abschritt. Dann erklangen die Fanfaren der HI. Die Blutfahne der Kameradschaft Herbert Norkus rückte aus dem Feld der Fahnen vor und flatterte unter den dumpfen Klängen der Landknechtstrommeln im Winde. Stabsführer Lauterbacher in Vertretung des Reichsjugendführers hielt eine kurze Ansprache: Nicht umsonst habe man die Vertreter der Jugend nach Marienburg gerufen. Ebenso wie am Grabe Friedrichs des Großen und an der historischen Stätte der Feldhermhalle sei in dieser Burg der Geist lebendig, der auch die neue deutsche Jugend erfülle. Wenn er diese Fahnen ihren Trägern übergebe, so mögen sie den Geist und die Haltung, die in dieser Burg lebten, mit hinaus- nehmen nach dem Süden, Norden und Westen des deutschen Vaterlandes. Dann senkten sich die Fahnen, und Stabsführer Lauterbacher nahm die Weihe vor. Der lange Zug der Fahnen begab sich in den großen Remter, wo nach Vorführung chemischer Spiele Stabsführer Lauterbacher die Botschaft des Reichsjugendführers verlas, in der es u. a. heißt: Ich habe Euch gerade hierher gerufen, weil die Ordensritterschaft dieser Burg einer Gemeinschaft wie der unseren etwas Bedeutendes zu sagen hat. Ihre Leiber sind verfallen wie ihre Schwerter, Helme und Rüstungen, aber d i e Idee ihrer Amnestie im Saarbrücken, 24. Jan. (DNB.) Das Amtsblatt der Regierungskommission veröffentlich eine große Amnestieverordnung auf Grund der Entschließung des Völkerbundsrats. Für Straftaten, die aus politischen Beweggründen begangen sind ober die einen politischen Einschlag haben, wird Straffreiheit gewährt bei Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu sechs Jahren. Freiheitsstrafen von längerer Dauer werden zunächst um sechs Jahre gemildert, die Reststrafen werden auf die Hälfte herabgesetzt. Dabei tritt an die Stelle von Zuchthaus Gefängnis. Für Straftaten, die infolge wirtschaftlicher Not des Täters oder feiner Angehörigen, insbesondere Arbeitslosigkeit begangen find, wird Straffreiheit gewährt, wenn der Täter nicht oder nur mit Geldstrafen oder Freiheitsstrafen von insgesamt höchstens sechs Monaten vorbestraft ist. Strafen, die noch nicht verbüßt sind, werden erlassen, wenn sie in Geldstrafe oder in Freiheitsstrafe von nicht mehr als neun Monaten bestehen. Anhängige Verfahren werden eingestellt, wenn die Tat vor dem 17. Januar 1935 begangen und keine schwerere Strafe als Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu neun Monaten zu erwarten ist. Neue Verfahren werden nicht eingeleitet. Ausgeschlossen sind Verbrechen des schweren Raubes, Brandstiftung, vorsätzliche Gefährdung eines Eisenbahntransportes (Zuwiderhandlungen gegen die Zollgesetze.) Die Regierungskommifsion hat ferner Verordnungen über die Gewährung von Straffreiheit und Strafmilderung in Disziplinarsachen und bei Zuwiderhandlungen gegen steuerrechtliche Vorschriften erlassen. Verordnungen, die mit Rücksicht auf die Volksabstimmung erlassen worden waren, sind sämtlich durch die vollzogene Abstimmung als erledigt anzusehen. Außer Kraft gesetzt wird ferner die Verordnung betreffend bas 23 e r b o t von Einrichtungen des Freiwilligen Arbeitsdienstes, sowie die Meldepflicht für Angehörige verschiedener Organisationen. Strafen, die auf Grund dieser Verordnungen rechtskräftig erkannt und noch nicht verbüßt sind, werden erlassen. Anhängige Verfahren werden eingestellt. Kein neues Fremdenlegionär-Vegiment für Saarländer. Paris, 24. Jan. (DNB.) Vom französischen Kriegsministerium wirb die durch die Presse gegangene Nachricht für unbegründet erklärt, daß ein neues Fremdenlegionär - Regiment zur Unterbringung junger Saarländer gebildet worben Gemeinschaft ist geblieben. Heute versucht bie Jugenb bie innere Größe unb Kraft dieser Vorbilder zu erobern. Sie sieht aber klaren Blickes, baß ber Orden nur groß war, solange er Treue b e m a I) r t e , unb sie weiß: Das gilt auch für uns. Das ganze junge Deutschland ist heute ein Orben, ber burch bas Gelübde der Treue gebunden ist. Der Reichsjugendführer hob dann hervor, daß vom Jungvolk, Iungvolkführer voran, eine erhöhte Vorbildlichkeit in der eigenen Lebensführung erwartet werden müsse. In Zukunft werde die endgültige Zulassung zu den höheren Jugendführerämlern von einer Prüfung abhängig gemacht werden, die von einer besonderen Kommission der Reichsjugendführung abgenommen werden soll. Die Zulassung zu dieser Prüfung werde von einer mindestens dreijährigen Ausbildungszeit abhängig gemacht werden, wovon zwei Iahre in der praktischen Jugendarbeit, d. h. in der aktiven Führung von Einheiten der HI. verbracht sein mühten und ein Jahr auf besonders dazu bestimmten Führerschulen. Die Botschaft des Reichsjugendführers schloß: Möge diese Burg uns lehren, in Zucht unb Gehorsam, Treue unb Selbstverstänblichkeit bie Gesetze unseres Orbens zu befolgen unb fo ber Fahne würdig zu werden. Das geloben mir an dieser fo heiligen Stätte am 24. Januar 1935, im Gedächtnis an unseren kleinen Kameraden Herbert Norkus, der heute vor drei Jahren einsam starb. Sein ewiger Geist segnet unsere Fahnen!" Saargebiet. sei. Wenn die Regierung, so heißt es in der Mitteilung des Kriegsministeriums, diese Absicht gehabt haben sollte, hätten die beiden Kammern dazu Stellung nehmen müssen. Die Zahl der Fremdenlegionär-Regimenter sei gesetzlich f e ft • gelegt, so daß keine Aenderung ohne die Zustimmung des Parlaments erfolgen könne. — Die französischen Grenzposten sind angewiesen worden, eine strenge Sichtung der Saarländer, die nach Frankreich hereinwollen, vorzunehmen. Nur solche Personen, die sich als politische Flüchtlinge ausweisen können, erhalten künftig die Erlaubnis, die Grenze zu überschreiten. So wurden bei Saargemünd von insgesamt 45 Einlaßbegehrenden nur 7 zugelassen. Der französische Ministerbesuch in London. Englische Fragen an Frankreich. London, 25. Jan. (DNB.Funkspruch.) „Ittor- ning Post" schreibt, auf beiden Seiten des Aermel- kanals seien eifrige Vorbereitungen für den Londoner Besuch der beiden französischen Minister im Gange. Da der Vorschlag zu der Zusammenkunft von Großbritannien ausgegangen fei, sei es auch an Großbritannien, Anregungen zu geben. Diese würden wahrscheinlich in folgenden Fragen Ausdruck finden: 1. Ist Frankreich gewillt, grundsätzlich die Aufrüstung Deutschlands und die Beseitigung der Militärklauseln rechtsgültig zu machen, falls letztere durch ein Abkommen über Begrenzung der Rüstungen erseht werden und falls Deutschland in den Völkerbund zurückkehrt? 2. Welche weitere Sicherheit wünscht Frankreich für den Fall seiner Zustimmung zu einer solchen Vereinbarung? Ls bestehe Grund zu der Annahme, daß die Franzosen, obwohl sie einer Regelung in dieser Richtung zuneigten, auf der Erfüllung gewisser Bedingungen beharren würden. Diese Bedingungen würden wahrscheinlich die Unterzeichnung eines Ost Paktes über gegenseitigen Beistand durch Frankreich, Sowjetrußland und die Tschechoslowakei mit oder ohne Deutschland und Polen voravssehen, weiter den Abschluß des vor- geschlagenen Abkommens über öle 1! n a b - hängigkeit Oesterreichs, die Stärkung der im Locarno-Vertrag enthaltenen britischen Verpflichtung, die Aufrechterhaltung der zahlenmäßigen Aeberlegenhei» der französischen Armee gegenüber der Reichswehr und schließlich Ausführungsbürgschaften für das Rüstungsabkommen und Schaffung einer wirksamen internationalen Rüstungsüberwachung. 23 Mittionen-Gpende zum Tagdernationalen Revolution Berlin, 25. Jan. (DRV.) Am Jahrestag der nationalen Revolution wird, wie der „BB.“ meldet, vom Winterhilfswerk eine große zusätzliche Spende im Wert von 23 Millionen Mark verteilt werden. Es handelt sich dabei um 14 Millionen £ e b e n s m i f (e l g u t - scheine im Werte von einer Mark und um 6 Millionen Kohlengutschelne im Werte von je 1,50 Mark. Die Lebensmittelgutscheine werden in der Zeit vom 30. Januar bis 15. Februar 1935 in allen Lebensmittelgeschäft en in Zahlung genommen. Die Erstattung des Gegenwerts an die Lebensmittelgeschäfte oder Großhandlungen erfolgt nach Abgabe der Gutscheine nach Abzug von 5 v. h. für das Dinterhilfswerk bis spätestens 2 8. Februar 19 3 5 bei allen Zahlstellen der in der Reichsgruppe IV zusammengeschlossenen Kreditinstitute. Die Gutscheine, die n a ch d e m 15. Februar 1935 von den Bedürftigen in Lebensmittelgeschäften v o r g e l e g t werden, oder Scheiue, die den A u s g a b e st e m p e l des Winterhilfswerkes nicht tragen, dürfen nicht in Zahlung genommen werden. Die als Sonderausgabe zur Verteilung gelangenden Kohlengutscheine werden gemeinsam mit den gewöhnlichen Kohlengulscheinen Serie D verausgabt und sind genau so zu behandeln. Ihre Geltungsdauer erstreckt sich auf den Monat Februar 1935. Oie Bekenntnisgemeinschast der Deutschen evangelischen Kirche zum 30. Januar. Berlin, 24. Jan. (DNB.) Die Bekennt- n i s g e m e i n s ch a s t in der deutschen evangelischen Kirche hat an ihre Anhänger die Aufforderung gerichtet, aus Anlaß des zweiten Jahrestages der Machtübernahme durch den Führer und Reichskanzler am 30.Januar im Gotte s d i e n st des vorhergehenden Sonntags für« bittend des Führers zu gedenken. Denn ihm soll der Dank für asles, was Gott dem Fübrer in diesen zwei Jahren zum Wohl unseresBol- kes hat gelingen lassen, und di« Bitte um weiteres Gelingen unter dem Segen Gottes zum Ausdruck gebracht werden. Tagung des Kuratoriums der Hindenburg-Spenve. Das Gesamtkuratorium der Hindenburg-Spende trat im Hause des Reichspräsidenten, wo es so oft unter dem Vorsitz Hindenburgs getagt hatte, zu einer Trauerkundgebung für den verewigten Reichspräsidenten und Generalfeldmarschall zusammen. Im Anschluß an die Gedenkrede wählte das Kuratorium, einem Wunsche des verewigten Reichspräsidenten folgend, den Landesdirektor a. D. Dr. von Winterfeldt-Menkin zu feinem Vorsitzenden und Staatssekretär Dr. Meißner zu seinem Stellvertreter. Dem-Jahresbericht der Stiftung „Hindenburg- Spende" ist zu entnehmen, daß auch im Jahre 1934 wieder rund eine Million R M. Unter- stützungen an 6038 Kriegsbeschädigte, Kriegshinterbliebene und Veteranen im Einzelbetrag von durchweg je 150 RM. ausgezahlt wurden. Bisher hat die 1927 von dem verstorbenen Reichspräsidenten errichtete Stiftung Unterstützungen in der Gesamthöhe von 7,9 Millionen RM. verausgabt. China erstrebt friedliche Regelung. Nanking, 25. Jan. (DNB.) Zwischen dem Präsidenten des Staatsrates.Tschiangkaischek, dem Ministerpräsidenten Wangtschingwei und dem Leiter des Politischen Rates in Peiping. H u a n f u, fand am Donnerstagabend in Ran- fing eine Besprechung statt über die Nord- China-Angelegenheiten. Einzelheiten über die Un- terredung sind nicht bekannt geworden. Es soll aber anscheinend beschloßen worden sein, den Tschachar- Zwischenfall durch Verhandlungen örtli- cher Stellen Nordchinas beizulegen. In chinesischen Kreisen ist man über di« Haltung Ja- pans außerordentlich entrüstet. Man vergleicht mit Bitterkeit die friedfertige Rede des japanischen Außenministers mit dem rücksichts- losen Vorgehen des japanischen Heeres, das sich anscheinend jeder Kontrolle durch die zivilen Be- Hörden entzogen habe. Die Erklärung des japani- scheu Militärattaches in Peiping, daß die Japaner bei Tuschikau nicht stehen bleiben würden, falls die Chinesen ihren Widerstand fortsetzten, löste i n Schanghai erhebliche Nervosität aus, was sich an der Börse durch starke Kursverluste chinesischer Staatspapiere ausdrückte. Die Abendpresse befürchtet, daß die Kämpfe weitergehen und damit entgegen den japanischen Er- klärungen der Anfangfür den Verlust der Tschachar-Provinz für China gemacht ist. Chinesische Regierungskreise zeigen äußerste Zurück. Haltung und Selbstbeherrschung, um die Möglichkeiten für eine friedliche Regelung nicht zu beeinträchtigen. Bombenabwurf auf ein chinesisches Hauptquartier. Tschangtschun, 25. Jan. (DNB.) Japanische Flugzeuge belegten am Donnerstag das Hauptquartier des Generals Liutuche, eines örtlichen Unterbefehlshabers der mit Japanern ins Gefecht geratenen chinesischen Truppen, mit Bomben. Die Chinesen erlitten ernstliche Verluste. Die Japaner wollen diesem General die Verantwortlichkeit für d i e Zusammen- st ö ß e aufbürden. Sie behaupten, daß die Truppen Liutuches die Japaner beschossen haben. 40 japanische Gefangene wurden von dem japanischen Regiment Asami bei der Besetzung Tschang- liangs wieder befreit. Ein Vertreter der japanischen Armee erklärte, der japanische Befehlshaber fei z u durchgreifenden Maßnahmen fest entschlossen, falls der Gouverneur von Tschachar weiter eine feindliche Haltung gegen die Mandschurei einnehme. Bei der Beschießung Tschachars durch die Japaner sind mehr a l s 50 Personen, meist Zivilisten, getötet und verletzt worden. Japanische Verstärkungen tauchten in der Nähe von Kaynan auf. Die Japaner haben erneut auf Kuyu- ang, Tuschikau und Tungschatze Bomben geworfen. Im Gebiete von Dolonor sollen die japanischen Truvpen sich stark mit der Vorbereitung militärischer Maßnahmen beschäftigen. Amerika findet sich mit der Expansionspolitik Japans ab. Washinton, 24. Jan. (DNB.) Japans Vorgehen in der Mongolei wird getreu der Roosevelt- schen Politik, sich nicht in fremde Ange- legen h eiten einzumischen, hier nicht amt- lich kommentiert. Diplomatische Schritte, ähnlich de- nen des früheren Außenministers Stimfon, werden nicht wiederholt werden. Man hat sich vielmehr offenbar damit abgefunden, daß Japan feine Vormachtstellung in Dftafien programmgemäß allmählich auf alle Gebiete außerhalb der Großen Mauer erstreckt. England verstimmt. London, 25. Jan. (DNB. Funkspruch.) „Times" begrüßt die außenpolitische Rede des japanischen Außenministers Hirota, bedauert aber, daß es unmittelbar nach diesen versöhnlichen Reden zu «inem Angriff japanischer und mandschurischer Truppen auf die Chinesen gekommen fei. Das Blatt bemerkt, diese Tatsache werfe ein grelles Licht auf die Un» fähigkeit der japanischen Diplomatie, ihre Soldaten zu veranlassen, nicht nur militärische, sondern auch politische Gesichtspunkte zu beachten. Das Blatt vergleicht die Selbständigkeit der japanischen Arme« in Mandschukuo mit der Selbständigkeit, die Julius Cäsar und seine Legionen in Gallien hatten und bemerkt, solange das japanische Außenministerium außerstande sei, die Wehrmacht dazu zu überreden, ihre eifrige Tätigkeit i n Einklang mit der Politik der Regie- rung zu bringen, dürften die Wortführer Japans nicht enttäuscht sein, wen ihr« friedfertigen politischen Erklärungen im Ausland« mit Skepsis auf- genommen würden. Umbildung der italienischen Regierung. Die regelmäßige Ablösung in den leitenden Stellen. Rom, 24.Jan. (DNB.) Sämtliche Mini- st e r i e n, die nicht in den Händen des Regierungschefs liegen, also ausgenommen die Ministerien für Inneres, Aeußeres, Heer, Flotte^ Luftwaffe, Kolonien und Korporationen, find neu besetzt worden. Neu ernannt sind als Finanzmini st er der Senator und Admiral Thaon di Revel (an Stelle von Jung), Unterrichtsmini st er der Quadrumvir de V e ch i (bisher Ercole), Land- wirtfchaftsminister der bisherige Unterstaatssekretär in der Präsidentschaft Rosfoni (früher Acerbo), Minister für öffentliche A r - beiten der Abgeordnete Razza (bisher Crolla- lanza), Verkehrsminister der Abgeordnete und Industrielle Benni (bisher Puppini), Justiz- minister Solmi (bisher de Francilci). Auch der Gouverneur von Rom, Fürst Bon- compagni, ist zurückgetreten und zum Staatsminister ernannt worden. An seine Stelle tritt der frühere Korporationsminister Bottay. Die Umbildung der Regierung ist, obwohl von Zeit zu Zeit immer wieder davon die Rede war, im gegenwärtigen Augenblick, nachdem vor kaum zehn Tagen der Wechsel im Kolonialministerium eingetreten war, doch überraschend gekommen. Die Nachtausgaben der römischen Presse bringen die amtliche Mitteilung in großer Ausmachung unter Ueberschriften, die die Umbildung als das kennzeichnen, was ein Regierungswechsel im faschistischen Italien tatsächlich ist: Eine Ablösung in den leitenden Regierungsstellen. In einem kurzen Kommentar führt „Giornäle d'Jtalia" dazu aus, es handele sich um die in aller Stille, aber regelmäßig eintretende Neuverteilung der A e m t e r. So ausgedehnt sie diesmal auch ausgefallen sei, so sei sie doch nichts anderes als die Ablösung der in die ermüdende politische Tagesarbeit eingeschalteten verantwortlichen Männer, ohne daß damit irgendeine Abweichung von der Politik Mussolinis verbunden wäre. Merkwürdige Einberufung des Memellandtags. Memel, 25. Jan. (DNB. Funkspruch.) Am 22. Januar hatte das Büro des Memelländischen Landtages zu der auf den 28. Januar anberaumten Landtagssitzung an die Abgeordneten d i e Einladungen a b g e f ch i ck t. Am 23. Januar erschien bei der Memelländer Post die Politische Polizei und beauftragte sie mit der sofortigen Fe st Haltung der vom Landtagsbüro ausgesandten Briese. Die Einladung des Landtagsbüros soll also den Landtagsabgeordneten nicht zugestellt werden! ♦ Mit dieser Landtagseinberufung versucht der litauische Gouverneur des Memelgebietes also, den Signatarmächten erneut Dünst vorzumachen, denn man weiß ja aus den letzten Sitzungen, daß es gerade der Gouverneur gewesen ist, der jede Landtagssitzung verhinderte und man weiß auch, daß die hinter dem Gouverneur stehende kleine litauische Fraktion durch widerrechtliche Mandatsentziehungen das Zünglein an der Waage nicht für die Mehrheit oder Minderheit im Landtage, sondern lediglich für die Beschlußunfähigkeit bildet. Man darf deshalb also annehmen, daß auch die neu einberufene Tagung weiter nichts ist als litauische Schaumschlägerei. Oie Rechte der Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront garantiert. Berlin, 24. Jan. (DNB.) Der Reichsorganisationsleiter der NSDAP. Dr. Ley gibt bekannt: „Ich möchte noch einmal bekanntgeben, daß für all« Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront alle vor dem 2. Mai 1 933 erworbenen Rechte garantiert werden. Dies gilt auch in Sonderheit für die deutschen Angestellten. Es ist in Aussicht genommen, zu den Leistungen der DAF. nach dem 2. Mai 1933 noch eine besondere Zusatzversicherung aufzun«h- men, die von jedem Mitglied der DAF. benutzt werden kann." Oberstudiendirektor Gchwedtke seines Amtes enthoben. Berlin, 24. Jan. (DNB.) Reichsminister R u st hat den Oberstudiendirektor Dr. Kurt S ch w e d t k e (Berlin) mit sofortiger Wirkung seines Amtes enthoben. Kunst und Wissenschaft. Hochschulreife und hochschulauslese. — Sfubentenfagung in Heidelberg. In diesen Tagen findet in Heidelberg eine T a • gung der Deutschen Studentenschaft über die Frage der Hochschulauslese statt. Zu dieser Tagung wird die Reichsleituna der Deutschen Studentenschaft anwesend sein. Im Mittelpunkt der Tagung steht die Aussprache über den heutigen Stand der Frage der Hochschulauslese und die Stellungnahme der deutschen Studentenschaft und der Hitlerjugend. Zugleich werden Berichte über die Auswirkung der „Hochschulreife" und über den Einsatz von 20 Jungarbeitern ohne Abitur in der Hochschule gegeben, wie er bereits in Heidelberg und Königsberg durchgeführt wurde. Die Leitung der Tagung hat der Führer der Deutschen Studentenschaft, Ehren-Arbeitsführer Andreas F e i ck e r t. Eine von Brahms bespielte Phonographenwalze aus dem Jahre 1889. Dem Leiter der musikwissenschaftlichen Abteilung des Berliner Instituts für Lautforschung Dr. Fritz Bose ist es gelungen, die einzige von Johannes Brahms 1889 gespielte Edison-Walze im Berliner Privatbesitz ausfindig zu machen. Durch Umspielung der alten Originalaufnahme auf Grammophonplatte ist dieses einzigartige Kulturdokument der Mitwelt und Nachwelt erhalten und zugänglich gemacht worden. Tie Aufnahme der Originalwalze geschah in Wien anläßlich der ersten Europareise des Edison-Vertreters Th. Wangemann, der das Wunder des Phonographen in den europäischen Großstädten vorführte und die namhaftesten Künstler für feine Firma Walzen bespielen ließ. Die nun auf der Schallplatte festgehaltene Brahms-Walze ist die einzige, die Brahms je bespielt hat. Da sie nicht vervielfältigt wurde, existierte sie nur in dem einen Exemplar. Brahms spielt darauf einen ungarischen Tanz am Klavier. Da aus so früher Zeit kaum noch Walzen existieren, stellt diese Aufnahme auch technisch eine der wertvollsten Stücke der Autophon-Sammlung des Instituts für Lautforschung dar, die die Stimmen bekannter Persönlichkeiten — besonders auf dem Gebiete der Kunst und Wissenschaft — auf Schallplatten fest- gehalten hat. Aus aller Well. Das Urteil im Gerecke-Prozetz bestätigt. Das Reichsgericht verwarf die von dem früheren Reichskommissar für Arbeitsbeschaffung, Dr. Günther G e r e rf e, gegen das Urteil des Berliner Landgerichtes eingelegte Revision als unbegründet. Damit ist der Angeklagte wegen Betrugs in zwei Fällen rechtskräftig zu 2'/- Jahren Gefängnis verurteilt. Dem Angeklagten lag zur Last, sich durch über Jahre hin- ziehende Täuschungs- und Derwischungsmanöver das Eigentum an dem Verbandsorgan der preußischen Landgemeinden, „Die Landgemeinde", rechtwidrig angeeignet zu haben. Weiter wurde er beschuldigt, aus dem ihm anläßlich der Reichspräsidentenwahl anvertrauten Hindenburgfonds 480 000 Mart zu seiner persönlichen Verfügung zurückgehalten zu haben. Der Reichsanwalt betonte eine Amnestierung komme nicht in Frage. Die Triebfeder des Handelns des Angeklagten seien nicht politische Beweggründe, sondern Eigennutz und persönliches Geltungsbedürfnis gewesen. flppetitlichkeit und Feinheit von Franck Spezial in Grieß- form ist ein Vorzug, den man bei der Kaffeezubereitung besonders angenehm empfindet. Diese — auch hohe Ansprüche befriedigende — Kaffeewürze dient zur Verfeinerung und Verbilligung Ihres Kaffeegetränkes — gleichgültig, ob es aus Sohnenkaffee, Malzkaffee oder anderem Getreidekaffee hergestellt wird. — Franck Spezial ist ein feiner, trockener, grießförmiger und recht ergiebiger Kaffeezusatz von hohen werten. Sei Verwendung von Franck Spezial braucht man weniger Kaffee als sonst und erzielt doch einen vollen, kräftigen, pikanten Geschmack und eine herrliche goldbraune Zarbe ♦ Sitte probieren auch Sie Franck Spezial, die feine Kaffeewürze zu * Ihrem Kaffee! 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Auf ihre Hilferufe eilten mehrere Männer herbei und retteten die Eingebrochenen unter Aufbietung aller Kräfte vom sicheren Tode. Das bereits bewußtlos an Land gebrachte 8jährige Söhnchen des Schmiede» Meisters Kraus konnte ins Leben zurückgerufeu werden. Explosion in einer spanischen Sprengstoffabrik. In der Petralit-Werkstatt der spanischen Pulver« fabrik Farques in der Nähe von Granada ereignete sich eine folgenschwere Explosion. Einer der zur Zeit des Unglücks in der Werkstatt beschäftigten Arbeiter wurde getötet, zwei erlitten schwere Verletzungen. Die Explosion war in einem. Umkreis von mehreren Kilometern zu hören. Die Stücke einer Nitratkammer wurden bis zu zwei Kilometer fortgeschleudert und sämtliche Fensterscheiben der Umgebung zerstört. Claudio Arrau spielt für das Deutsche Winterhilsswerk. Der auch in Deutschland bekannte chilenische Klavierkünstler Claudio Arrau.gab im vollbesetzten Saale des Deutschen Hauses in Mexiko ein Konzert, dessen Reinertrag dem Deutschen Winterhilfswerk zufließen wird. Der Künstler spielte Brahms, Schumann und Liszt. Wettervoraussage. Der neue Ozeanwirbel hat sich zu einem mächtigen Sturmwirbel entwickelt, der heute bereits mit seinem Anfang vor Norwegen liegt und hier Luftdruckwerte unter 720 Millimeter aufweist. Zn seiner Begleitung sind unter stürmischen westlichen Winden milde Luftmassen auch nach Deutschland vorgestoßen und bringen verbreitete Regenfälle. Durch den Sturmwirbel sind aber auch Kaltluftmassen aus dem Polargebiet in Bewegung gesetzt, die bereits Nordskandinavien überflutet haben und über Island hinweg sich bis nach England hin mit Schneefällen mit starker Abkühlung bemerkbar machen. Sie werden voraussichtlich rasch nach dem Kontinent vorstoßen und Uns neuen Temperatursturz bringen. Aussichten für Samstag: Wechselnde Bewölkung mit wiederholten schauerartigen Niederschlägen (im Gebirge in Schnee übergehend), bei westlichen bis nordwestlichen Winden wieder kälter Aussichten für Sonntag: Fortdauer der unruhigen und kalten Witterung mit einzelnen Niederschlagsschauern. Lufttemperaturen am 24. Januar: mittags 6 Grad Celsius, abends 5 Grad; am 25. Januar: morgens 6,1 Grad. Maximum 6,3 Grad, Minimum 3,7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 24. Januar: abends 2,7 Grad; am 25. Januar: morgens 2,9 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 0,3 Stunden. — Niederschläge 0,1 mm. Wintersport. Rhön. Wasserkuppe: Nebel, 0 Grad, 35 cm, verharscht, Ski mäßig, Rodel gut. Vogelsberg. Hoherodskopf: Sprühregen, — 2 Grad, 25 cm, verharscht, Ski und Rodel mäßig. Schwarzwald. Feldberg: bewölkt,—4 Grad, 50 cm, 5 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. Alpen. Garmisch-Partenkirchen: heiter, —7 Grad, 30 cm, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. Im Laufe des Freitags kann durch Regenfälle und Temperaturanstieg über 0 Grad in unseren Mittelgebirgen weitere Verschlechterung der Schnee- sportmögsichkeiten erwartet werden, doch stehen voraussichtlich schon Samstag Frost und neue Schneefälle bevor. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für Den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. XII. 34: 12 047. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf«, Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf* mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig. | Einspaltige | werden zum ermäßigten tf|pinan7Pinpn GrundPreis von 5 die lUClllCUKGiyUil Millimeterzelle veröffentlicht! Gießen (Rodheimer Straße 56), den 25. Januar 1935. 0324 [Stellenangebote] [Verschiedenes] Aackläffe von 3 bl« 20 v. S. erhalten Sie bei wiederholten Aus. nahmen einer Anzeige Die Beerdigung findet Montag, den 28. Januar, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Johanna Reuling und Kinder nebst allen Angehörigen. Für die uns beim Heimgänge unserer lieben Entschlafenen erwiesene Teilnahme sagen wir allen unseren herzlichsten Dank Im Namen der Hinterbliebenen: Richard Wagner. Gießen (Wolkeng. 181.), 24. Januar 1935. __________________________________________________032* Nach langer, schwerer Krankheit entschlief sanft mein lieber, guter Mann, unser treusorgenderVater, unser lieber Bruder, Schwager tt Onkel Friedrich Reuling im Alter von 44 Jahren. BoltsfümliiOe Mut' luilfenM in reichbebilderten, leichwerständl. Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Derlagserzeua- nisse. 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Der Verteidiger Hauptmanns erklärte nämlich, er werde einen Mann vorführen, der in letzter Zeit mit dem tatsächlichen Entführer des Lindbergh-Kindes Fühlungnahme gehabt habe und der bezeugen werde, daß Hauptmann nicht der Entführer sei. Dieser Zeuge habe sogar während der ganzen Verhandlung im Gerichtssaal gesessen. Hierauf machte Hauptmann Angaben über seinen und seiner Frau Arbeitslohn, woraus er Ersparnisse gemacht habe, die größtenteils im Hause aufbewahrt feien. Am 1. März 1932 tjabe er 3000 bis 4000 Dollar Bargeld zu Hause gehabt. Zum Schluß sagte Hauptmann mit Bestimmtheit aus, daß er am 2. April, das heißt an dem Tage, an dem das Löse- aeld ausgezahlt wurde, nach der Arbeit mit einem Bekannten namens Koppenberg bis spät abends zu Hause Mandoline gespielt und Dann die ganze Nacht zu Hause zugebracht habe. Amerikanischer Dampfer nach einem Zusammenstoß auf Strand gesetzt. — 54 vermißte. Der amerikanische 5896-Tonnen-Dampfer „M o - h a w k" hat 8 0 8 ° R u f e ausgesandt und mitgeteilt, daß er mit dem norwegischen Dampfer „Talisman" vier Meilen von Seagirt (New.Jersey) zu- fammengestoßen sei. Die „Mohawk" war von Neuyork nach Havanna und Mexiko unterwegs. Rettungsboote der Küstenwache eilten an die Stelle des Unfalls. Der Dampfer „Mohawk", der 53 Fahrgäste und 107 Mann Besatzung an Bord hatte, drohte zu sinken. Daher entschloß sich der Kapitän, das Schiff bei Seagirt auf Strand zu setzen. Der größte Teil der Fahrgäste und der Besatzung wurde von der „Talisman" und von anderen zu Hilfe herbeigeeilten Dampfern ausgenommen. Bemerkenswert ist die Tatsache, daß es sich bei der „Mohawk" um einen Dampfer handelte, der von der Wardlinie gechartert worden war. Derselben Gesellschaft gehörte die „Morro Castle", deren Brandkatastrophe noch in aller Erinnerung ist. Nach den letzten Funksprüchen der dem amerikanischen Dampfer „Mohawk" zu Hilfe geeilten Schiffe sind von den Passagieren und der Besatzung der „Mohawk" bisher 106 Personen gerettet. Da sich an Bord der „Mohawk" 53 Passagiere und 107 Mann Besatzung befanden, werden 54 Leute noch vermißt. Eins der Rettungsboote der „Mohawk" ist noch nicht aufgefunden, auch der Kapitän wird noch vermißt. harzer Schulkinder senden eine Lebensmitlelkiste an den Rohrbacher Hannes. In der Dorfschule zu Lerbach im Harz wies der Lehrer die Kinder kurz vor der Saarabstimmung auf den Rohrbacher Hannes hin, der sich bekanntlich kurz vor der Abstimmung noch zur Deutschen Front bekannt hatte und deswegen seiner Stellung verlustig gegangen war. Die Kinder, die die Rede des Rohrbacher Hannes teilweise im Rundfunk gehört hatten, beschlossen, dem Rohrbacher Hannes zu helfen. Trotz der in Lerbach herrschenden wirtschaftlichen Not wurden dem Rohrbacher Hannes 16 Pfund Lebens- und Genußmittel gespendet, die ihm mit einem Begleitschreiben des Lehrers und Gedichten der Kinder übersandt wurden. Ein Gastwirt verband mit der Sendung eine Einladung an den Rohrbacher Hannes zu einem längeren Aufenthalt in Lerbach. Die Fahrkosten wollen die Kinder aufbringen. Vater unb Sohn durch Kohlenoxydgas im Schlafzimmer erstickt. Vom Unglück schwer heimgesucht wurde in Offenbach a.G. (B. Pfalz) die Familie des Schneidermeisters Jakob Bohnenberaer. Als die beiden Töchter am Morgen aus dem obersten Stockwerk des Hauses Oie schwarze Gturmfahne der Saar an der Gruft Friedrichs des Großen. Die schwarze Fahne der Deutschen Kriegsopferversorgung von der Saar, die in vielen Tagesmärschen heim ins Reich getragen wird, wurde unter Vorantritt von Ehren- abordnungen aller SS.-Gliederungen und der Polizei durch Spaliere der Potsdamer Jugend zur Garnison k i r ch e geleitet. Vor der Garnisonkirche hatten die Abordnungen der Reichwehr, der Landespolizei, sämtliche Gliederungen der Partei und eine nach Tausenden zählende Menge sich eingefunden. Unter den Anwesenden sah man den Führer der Deutschen Kriegsopfer, Oberlindober, Gauleiter SS.- Gruppenführer Wilhelm K u b e und in Vertretung des Standortältesten Oberstleutnant von Alten, sowie den Polizeipräsidenten Graf Helldorf. Oberstleutnant von Alten wies vor dem Portal der Kirche auf die besondere Bedeutung dieses Tages hin, an dem der Geburtstag Friedrichs des Großen mit' der Heimkehr der schwarzen Fahne der Saar zusammenfalle. Gauleiter K u b e begrüßte das Symbold deutscher Ehre und nationalsozialistischer Verbundenheit, das nun durch deutsches Land getragen roirb. Den Saarländern sprach der Gauleiter herzliche Worte des Dan-' kes für ihre bewiesene Treue aus. Das Ehrenzeichen wurde unter Orgelklängen an den Sarko- phag des großen Königs getragen. Ein Augenblick stillen Gedenkens folgte, eine Ehrung für die Brüder an der Saar und eine würdige Feier des Geburtstages des größten Soldatenkönigs. Die Fahne wurde dann zur Glienicker Brücke gebracht, wo sie den Vertretern der NSKOV. Gau Berlin übergeben wurde. * Den Abschluß des Triumphmarsches der schwarzen Fahne durch Las Reich bildete die Kundgebung im Sportpalast, bei der die Reichswehr durch eine kompaniestarke Abordnung ihre Verbundenheit mit den Kriegsopfern auch des Saargebiets zum Ausdruck brachte. Der Reichsführer der NSKOV. Oberlindober weihte nach Worten des Dankes für die Treue, die die Saarländer dem Vaterlande gehalten haben, die neue Fahne, die, wie er betonte, an ihrer goldenen Spitze den Namen des Schlageter des Saargebiets Jakob Johannes trägt. P r i n z August Wilhelm von Preußen überbrachte die Grüße des Stellvertreters des Fühxers. nach unten kamen, fanden sie zu . ihrem Entsetzen den Vater und den 13jährigen Bruder im Schlafzimmer t o t auf, während die Mutter und ein zweiter Bruder schwere 23ergiftungserfd)ei- n u n g e n zeigten. Da Fenster und Türen fest verschlossen waren, hatten K o h l e n o x y d g a s e , die sich im Lause der Nacht nach dem Heizen-des Ofens angefammelt hatten, keinen Abzug gefunden und das Unglück heraufbeschworen. Die Ehefrau und der 19jährige Sohn konnten am Leben erhalten werden. Tob eines alten Offiziers. Generalmajor a. D. Iwan Kettler, der in Hildesheim im Ruhestand lebte, unternahm dieser Tage einen Spaziergang, von dem er nicht heimkehrte. Tags darauf wurde er von einem Feldhüter in einem Graben tot aufgefunden. Die gerichtsärztliche Unserfuchung ergab, daß ein Herzschlag dem Leben des Generalmajors ein Ende gemacht hat. Generalmajor Kettler war auf feinem Ausflug offenbar vorn Wege abgekommen und dann im Dunkeln in der Gegend umhergeirrt, ohne sich zurecht- finden zu können; er stand im 75 Lebensjahr. Aus dem Zuge gestürzt. Beim Einlaufen des Personenzuges aus Bingerbrück stürzte auf dem Bahnhof in Bacharach ein 47jghriges Mädchen aUs dem Zuge und blieb bewußtlos liegen. Der Arzt stellte eine schwere Gehirnerschütterung und einen Schlüsselbeinbruch fest. Zwölf Menschen auf dem Eis eingebrochen unb gerettet. Bei Nordheim a. M. brach im Altwasser des Mains, auf dessen Eisdecke sich Kinder beim Eislauf tummelten, plötzlich das Eis und 12 Personen fielen in das an dieser Stelle zwei Meter tiefe Wasser. Eine Mutter, die vom Ufer Morgen Samstag großes llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Votkbiedett im 444 D Gießen / Schulstraße 1 IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIIIIIUII» Die Musik wird ausgeführt von der Kapelle Alfred Einbrodt. Vis 4 Uhr nackts geöffnet. AnzeigeN'Attiengesellschast ABo r Annahme von Anzeigen vHWl, VW # für alle Zeitungen u. Zeitschriften Lehrstellenvermittlung Berufsfachberatung Männliche und weibliche Lehrlinge für alle Angestelltenberufe vermittelt kostenlos die Stellenvermittlung für Angestellte der Reichsberufsgruppen der Deutschen Arbeitsfront Berufsfachberatungsstunden für Eltern und Lehrstellen- bewerber(innen) DONNERSTAGS von 16 bis 19 Uhr Lonystraße 18, Telephon 3275 434 D läuft am Sonntag, 27. Januar, vormittags 11,15 Uhr in dem Lichtspielhaus, Bahnhofstraße BBroIt-n. Lunten-Tee mit Honig, Kandis. 446d Kräuterhaus Jung jetzt in d.Mäusburö Volkshochschule Heute, Freitag, findet der3.Vortrag von Herrn Lehr. Falls statt über: Moderner Islam (m.Lichtb )Univ. 20 Uhr, Hörs.33, 1. Stock links .4slu v flwdar . ( Stellengesuche| 26. JANUAR 1935 Ein Tonfilm für Kn Ur. 21 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für (Vberhessen) Aeitag, 25.Zanuar 1955 Die Kundgebung des Handwerks. Dor den Vertretern des Handwerks verkündete Reichsbankpräsident und kommissarischer Reichswirt- ichaftsminister Dr. Schacht im Preußenhaus die wichtigen neuen Verordnungen für den vorläufigen Aufbau des deutschen Handwerks. H B > - ff. »olonialsragen in einer AS.-?rauenversammIung H L a u b a ch , 23. Ian. Im Saale des „Schützen- of" fand gestern abend eine von der R S. • rrauenschaft veranstaltete, zahlreich besuchte Zersammlung statt, an der sämtliche Formationen ter NSDAP, teilnahmen. Die Gaurednerin Frl. Schuhmacher, die selbst drei Jahre in dem ihemaligen Deutsch-Südwest-Afrika tätig gewesen Dar, sprach über Kolonisationsfragen :nb verstand es, sowohl durch ihre hochinteressanten Ausführungen, die wohl fast allen Versammlungs- Besuchern den Blick in ein unbekanntes Gebiet öffneten, als auch durch die Lebendigkeit ihres Vor- irags ihre Zuhörer zu fesseln und zu gewinnen für tine Sache, die in den letzten 14 Jahren vom deut- chen Volke aufgegeben war. Ausgehend von dem Gedanken, daß kraftvolles Volkstum stets nach Kolonisation drängt, sprach die Rednerin zunächst über die ungeheuren Leistungen kr Deutschen in den Kolonien in der Zeit von 1894 bis 1914. Trotzdem haben unserer Gegner 1919 erklärt, Deutschland sei nicht fähig, zu kolo- irisieren. Auf Grund dieser Lüge entriß man uns die Kolonien und stellte sie als sog. „Mandatsgebiete" unter den Schutz des Völkerbundes. Nun wurden die Deutschen von dort ausgewiesen, und es wurde mit allen Mitteln versucht, das Deutschtum mit Stumpf und Stiel auszurotten. Heute ist die Lage in den afrikanischen Kolonien folgende: In Deutsch-Ost-Afrika wird seit 1925 wieder die Einreise-Erlaubnis für Deutsche gewährt, weil man deren Arbeit einfach nicht entbehren konnte, ein Beweis, daß Deutschland sehr wohl zu kolonisieren verstand. So leben dort heute wieder etwa 3000 Deutsche, die ihre alten Pflanzungen zurückgekauft haben, auf denen hauptsächlich Kaffee gezogen wird, der aber leider in Deutschland noch nicht genug Absatz findet. Drei deutsche Schulen konnten in Ost-Afrika wieder gegründet werden. Auch in Kamerun gelang es den Deutschen, einen Teil ihrer Pflanzungen zurückzuerwer- den. Sie fanden das Land in urwaldähnlichem Zustand wieder und mußten mit dem Urbarmachen von neuem anfangen, da die Franzosen zehn Jahre lang nichts für das Land getan hatten. Doch heute schon sind die Pflanzungen wieder auf derselben Höhe wie 1914, ein Beweis, daß die Behauptung von der deutschen Unfähigkeit zu kolonisieren eine Lüge ist. Togo, das unter französischer Verwaltung steht, ist den Deutschen noch verschlossen. In Deutsch - Südwest - Afrika leben wieder zahlreiche deutsche Farmer, auch deutsche Schulen bestehen wieder dort, doch wird das Deutschtum mit allen Mitteln unterdrückt. Dor allem siedelt die Mandatsregierung Buren in großen Scharen an und unterstützt sie mit Natural- und Geldmitteln. Infolge der großen Trockenheit kämpft der Farmer dort einen schweren Kampf, aber deutsche Tüchtigkeit findet immer wieder einen Weg, die Schwierigkeit zu überwinden. Ein Beweis für die Kolonisationsfähigkeit der Deutschen ist auch die Treue der Eingeborenen, die sich immer und immer wieder offenbart. Durch die Treue der Askaris hat Deutsch-Ost-Afrika unter Lettow-Vorbeck vier Jahre lang den Engländern standgehalten, und zahlreich sind die Beweise der Freude der Schwarzen über den Wiedereinzug einzelner Deutscher in Afrika. Unübertroffen ist auch der Erfolg des deutschen Chemikers und seiner Heilmittel gegen die Tropenkrankheiten. Vierzehn Jahre lang hat die deutsche Regierung sich in keiner Weise um die Kolonien gekümmert. Die Deutschen dort draußen, die in schwerem Kampf um ihre Existenz und um das Deutschtum in beispielloser Treue gerungen haben, fühlten sich verlassen von der Heimat und begrüßten die nationalsozialistische Revolution mit Jubel und fühlen sich heute wieder getragen und unterstützt von dem deutschen Volk. Heute treibt die deutsche Regierung wieder Kolonialpropaganda, denn der Führer weiß, daß Deutschland Kolonien braucht als Siedlungsland für die Landwirtschaft, wie als Absatz- und Rohstoffgebiet für die Industrie. Die Rednerin schilderte noch einige Erlebnisse aus ihrer Tätigkeit in Südwest-Afrika und zeigte eine Reihe selbst aufgenommener Lichtbilder, die einen Eindruck des Landes gaben. Nach einem Schlußwort von Ortsgruppenlelter Henze wurde die Versammlung mit dem Gesang des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes geschlossen. Preußen. Kreis Wehlar. (D Wetzlar, 24. Ian. In diesem Jahre wird der Kreis Wetzlar nicht nur Landjahrpflichtige aufnehmen, denen in verschiedenen Orten Gebäude als Landjahrheime zur Verfügung gestellt werden sollen, sondern 100 Jungen und 50 Mädchen werden im neunten Erziehungsjahr in andere Gaue Deutschlands entsandt, um dort die ländlichen Verhältnisse kennenzulernen und in sportlicher Schulung Körper und Charakter zu stählen. Neben der Stadt Wetzlar gelten als Entsendeorte: Vetzberg, Krofdorf-Gleiberg, Launsbach. Wißmar, Nauborn, Hermannstein, Burgsolms, Naunheim, Steindorf, Rodheim - Bieber und Frankenbach. Die Auswahl der Jugendlichen geschieht im Benehmen mit den Lehrern der Klassen durch einen Vertreter des Arbeitsamtes, dem Kreisarzt, einem Vertreter der NS.-Volkswohlfahrt und einem Vertreter des Jungvolkes bzw. Vertreterin des BDM. Der Aufenthalt im Landjahrheim ist unentgeltlich: auch sind die Teilnehmer gegen Unfälle versichert. * Odenhausen, 24. Ian. Dieser Tage veranstaltete der Stützpunkt der NSDAP. Odenhausen in Gemeinschaft mit der NSDAP. Salzböden im Saale Klinke! einen „Deutschen Abend". Eine ähnliche Veranstaltung war am Tage zuvor in Salzböden abgehalten worden. Neven den Spielscharen der SA. von Odenhausen und Salzböden wirkten Iungmädels, HI. und eine Schülergruppe unter der Leitung von Lehrer Schneider mit. Die Kapelle G o r s ch l Ü t e r (Lollar) bestritt den musikalischen Teil des Abends. Nach einem Vorspruch eröffnete Stützpunktleiter Fritz die Veranstaltung. Nach einer musikalischen Darbietung gelangte bann ein Theaterstück durch die Spielschar Odenhausen zur Aufführung, das im Geiste in die Kampfjahre der Partei zurückführte. Die Aufführung fand dankbaren Beifall. Im weiteren Verlauf des Abends hielt der Bezirksschulungsleiter Pg. Roth eine Ansprach, in der er sich mit dem Gegensatz zwischen Theorie und Praxis des Weimarer Systems beschäftigte, ferner über die Juden als Volksverhetzer und über den Standesdünkel. Dem allen stellte er die umfassende Gedankenwelt des Nationalsozialismus gegenüber und betonte, daß in gemeinsamer Front stets Großes zu erreichen sei. Dem Redner dankte anhaltender Beifall. Hitler-Jugend und Schulkinder brachten dann verschiedene Gedichte zum Vortrag und die Spielschar Salzböden löste mit der Aufführung eines Lustspiels aus der Soldatenzeit große Heiterkeit aus. Der Abend, der in seiner Gesamtheit einen sehr anregenden Verlauf nahm, wurde mit einem dreifachen „Sieg-Heil!", vom Stützpunktleiter auf den Führer ausgebracht, und mit dem Deutschlandlied beschlossen. Kreis Biedenkopf. ♦ Fellingshausen, 24. Ian. Die älteste Einwohnerin unseres Ortes, Frau Margarete H ö r r geb. Bender, konnte dieser Tage in geistiger und körperlicher Frische ihren 8 0. Geburtstag feiern. Lapan überschreitet die Große Mauer. Ueberraschend haben japanische und mandschurische Streitkräfte einen militärischen Vorstoß in die nordchinesische Provinz Tschachar unternommen. » H >. 8 - v .NK Wintermärchen. Von Johann Sebastian Dang. Eine Decke sollte ich nicht mitbringen, aber viel» sseicht ein Buddelchen Cognac, so für die innere Rocktasche ... Doch ich muß schnell erst eine Vorbemerkung machen: Ich glaube, es ist kaum ein seßhafter Mensch so arm, daß er nicht eine und wenn auch noch so kleine Verbindung hätte, die ihm da Lind dort einmal einen Vorteil oder wenigstens eine kleine Freude bringen könnte. Zwar kann nicht ßeder — wie man sagt — den Papst zum Detter haben und auf diese Weise Kardinal werden, aber vielleicht hat er eine Tante, die ausgezeichnetes Konfekt backt, oder einen Onkel, der angelt, einen Bekannten, der zerbrochene Tassen kittet, eine Schwie- Kermutter, die Mützen und Pulswärmer strickt, und iroas dergleichen angenehme Menschen mehr sind. And ich habe einen ganz, ganz entfernt verwandten Vetter, der deshalb doch ein recht brauchbarer Mensch ist, und — die Hauptsache! — der einen richtiggehenden Pferdeschlitten hat. Und dieser Vetter hatte mich — seht ihr wohl, das ist meine Der- bindung! — zu einer ausgedehnten Spazierfahrt eingeladen. Eine Decke also sollte ich nicht mitbringen, nein, er verstaute mich in höchsteigener Person, umwickelte meine Füße, hüllte mich in ein Fell — aus poetischen Gründen hielt ich es für ein Wolfsfell — ftüdpte mir eine Pelzmütze über den Kopf und schwang die Peitsche. Das tat er aber wohl nur — na ja, eben auch aus poetischen Totalitätsgründen. Denn die beiden Braunen, die zur Zeit wohl keine ausreichende Beschäftigung haben, griffen sofort mächtig aus, schüttelten die Mähnen, ließen die Schellen klingen und entführten uns — klingelinge- ling — über Berg und Tal. Ich habe schon in manchem Auto gesessen, auch in manchem Eisenbahnzug schneller und schnellster Tendenz, aber in einem Pferdeschlitten ... Die Welt schweigt, nein, nicht ganz, sie klingt in kleinsten Tönen, in verlorenen Tönen. Sie spricht zu dir im Schrei einer Krähe, im Läuten der Schellen, im dumpfen Takt der Hufe, im Knirschen der Kufen, im Wiehern eines Pferdes. Du lauschst in deine Decke gehüllt, lauschst und schweigst, und lautlos rieselt der Schnee über dich, den ein leichter Wind aus den Bäumen schüttelt. Durch den Wald geht es, der stumm und verzaubert steht, und Dampf und Atem hüllen die Pferde in eine leichte Wolke. Fast wünschtest du, es möchten aus der düsteren Kahlheit der Büsche grüne Augen funkeln und ein keuchender Wolfsrachen seine spitzen Zähne zeigen. Rur. um es einmal zu sehen, versteht sich, nur, um das Märchen der Schlittenfahrt vollkommen zu machen. Denn in einem richtigen Märchen wird dich ja der Wolf zuerst fragen, wohin die Fahrt gehe, damit er vorauslaufen und auf dich Ahnungslosen warten kann. Ich würde dann natürlich ganz wo anders hinfahren, weil ich den hinterlistigen Kerl kenne, und weil ich ja auch weder Kuchen noch Wein zu einer kranken Goßmutter zu bringen habe. Nein, ein Wolf begegnet uns nicht — leider kein Märchenwolf und Gottseidank kein richtiger — aber die Bäume öffnen die Gasse und treten zurück, sind wie gute schwarze Riesen in weißem Haar und halten die Arme über uns ausgebreitet. Klingelin- geling läuten die Schellen über den Köpfen der Pferde. Auf dem Schnee tanzen die Sonnenkringel, tanzen und flimmern in weißem Staub ... Und jetzt tritt ein Einhorn zwischen den dunkeln Stämmen hervor, sieht uns groß und fragend an, und feine Augen sind wie matte Lichter ... Wie? — Nein, du schwindelst, alter Freund! Ein Einhorn? Du denkst, du müßtest ein Märchen erzählen? Du Kind, du großes Kind du. Du läufst durch die Stadt und 'gehst zwischen Häusern und Steinen, und nun du in den Wald kommst, dünkt dich, du müßtest Wunder zu allen den tausend Wundern er- finden. Begnüge dich mit einem Reh, sage, du habest ein Reh zwischen den Stämmen gesehen, zier- lich und braun, starr vor Verwunderung und unfähig zur Flucht. Ein Märchen bleibt es so ober so. Deine Backen glühen unb bu lauschst unb schaust, hörst das Schweigen und schweigst deine Wünsche, und lange noch wird die Musik dieses schweigenden Waldes dir im Schlafe klingen, und lange noch werden die Wunder dieses Wintertages in deinen Träumen fein. „Sradquita* Lehär dirigiert feine Operette in der Verfilmung des Neuen Deutschen Lichtspiel-Syndikats persönlich. Der Regisseur Lamac, der bisher die Filme der Anny Ondra betreute, hat das Stück mit verschwenderischer Großzügigkeit ausgestattet, er läßt den Wiener Staatsopernchor und die Wiener Sängerknaben mitwirken und hat für eine Reihe von Außenaufnahmen eine malerisch anziehende Mittelmeerlandschaft als natürliche Kulisse gefunden. Jarmila N o v o t n a wandelt sich überraschend vom wandernden Zigeunermädel zum strahlenden Revuestar und singt die Titelrolle mit einem bestechenden Einsatz ihres noch in der höchsten ßaae überaus weichen unb tragfähigen Soprans; die Texte, die sie zu fingen hat, sind allerdings nicht S vorragend, und die ganze Handlung ist, wie eretiea meistens find: unwahrscheinlich und ro« mantisch; am ungezwungensten in den heiteren Partien, die sehr geschickt besetzt sind. Heinz Rüh - mann in seiner trockenen Komik wird immer gerne gesehen und gehört. Der Wiener Komiker Hans Moser nuschelt ein unnachahmliches Kauderwelsch und hat in Rudolf Carl einen nahezu ebenbürtigen Partner gefunden. Der Tenor Hans Heinz Vollmann singt recht tüchtig, wirkt aber darstellerisch so nüchtern, daß man das Doppelspiel, auf dem die Handlung sich aufbaut, vollkommen begreift. Sehr nett die blonde Charlott D a u d e r t als Gegenspielerin der Novotna; G ü I ft o r f f und Schafheitlin ergänzen das kleine Ensemble. Die Musik von Lehar: mit Geschmack und ziemlich anspruchsvoll instrumentiert, aber nicht so unmittelbar zündend und nachklingend wie manche seiner früheren Melodien, die schnell eine volkstümliche Verbreitung fanden. Alles tn allem: zwei angenehm unterhaltsame Stunden im Lichtspielhaus. Schlafkrankheit und Nagana. Im Anschluß an den dieser Tage hier gespielten Film „N a g a n a" wird uns Folgen» des geschrieben: Schlafkrankheit — nicht Nagana! So müßte der Film heißen, der Ende vergangener Woche hier im Lichtspielhaus lief. Es entspricht einer weit verbreiteten aber falschen Auffassung, Nagana mit Schlafkrankheit gleichzufetzen. Schlafkrankheit und Nagana sind Tropenkrankheiten und ausschließlich auf den Erdteil Afrika beschränkt. Die Ueberträger der Krankheit sind in beiden Fällen stechende Fliegen aus der Gattung Glossina, die unseren landläufig als Bremsen bezeichneten Fliegen ähnlich sehen. Außerdem gelangen beim Stich der infizierten Fliege bei der Schlafkrankheit und bei der Nagana mikroskopisch kleine Parasiten, die eigentlichen Erreger, die Trypanosomen in das Blut des gestochenen Menschen bzw. Tieres. Das ist alles, was beiden Krankheiten gemeinsam ist; höchstens noch die Art der Bekämpfung mit Germanin, von einem deutschen Chemiker namens Bayer entdeckt, das Tier und Mensch eingespritzt wird. Die Nagana, auch Dielfad) Naganaseuche genannt, kommt nur bei Tieren, besonders bei Haustieren (Rindern, Pferden, Kamelen ufro.) vor und richtet unter den befallenen Viehherden Inner- afrifas ungeheuren Schaden an. In den nagana- verseuchten Gebieten ist jegliche Viehzucht unter- bunben. Die Nagana wird durch die eigentliche Tsetsefliege (Glossina morsitans) übertragen, die vorwiegend in den für bit Viehzucht günstigen, offenen Graslandschaften Afrikas lebt. Beim Stich einer infizierten Glossina morsitans gelangen die schon oben erwähnten Parasiten, in unserem Fall Trypanosoma Brucei, ins Blut der Tiere. Die Krankheitserreger der tropischen Schlafkrankheit dagegen sind Tryp. gambiense und Tryp. rhodesiense, die von der Schlafkrankheit s f l i e g e (Glossina palpalis) und vielleicht auch in manchen Gebieten von Glossina morsitans auf den Menschen übertragen werden. Bei Tieren wurde eine entsprechende Schlafkrankheit nur bei Antilopen und Wasserböcken festgestellt. Neuerdings hegt man zwar die Vermutung, daß auch Haustiere als Wirte „Schlafkrankheitstrypanosomen" beherbergen, die Schlafkrankheit aber bei ihnen nicht zum Ausbruch gelangt. Die nagana kranken Tiere zeigen im Anfang Anschwellungen unter der Haut, mit zunehmender Blutarmut und rasch einsetzender Abmagerung sterben die Tiere dahin. — Die Schlafkrankheit äußert sich beim Menschen zuerst in Kopfschmerzen, dann folgt wechselndes Fieber, anfänglich alle drei bis vier Wochen mit einer Dauer von einem bis drei Tagen. Später tritt das Fieber, ähnlich wie bei bei Malaria, aber ohne Schüttelfrost, alle sechs bis zehn Tage auf. Hautrötungen und -fchwellungen, daneben Schwellungen der Lymphknoten stellen sich im weiteren Verlauf ein. Schließlich gelangen die Trypanosomen auf dem Blutwege ins Gehirn und verursachen, indem sie hier wichtige Zentren befallen, Geh- und Spechstörungen, Zittern des ganzen Körpers und ständige Schlafsucht. Die Krankheit endet mit Krampfanfällen und schließlich mit geistiger Umnachtung. — Die Nagana tritt also nie beim Menschen auf. Dr. des. rer. nat. Arno Schulz, Gießen. Hochschuinocbnchten. Der Privatdozent Dr. Walter Eiliger an der Universität Halle ist zum ordentlichen Professor der Kirchengeschichte an der Universität Kiel ernannt worden. Der Privatdozent Dr. Otto Höfler an der Universität Wien ist zum ordentlichen Professor der Germanistik an der Universität Kiel ernannt worden. Der Privadozent für Mineralogie an der Technischen Hochschule Aachen, Dr. Hans Ehrenberg, ist zum ordentlichen Professor ernannt worden. Professor Dr. Friedrich M e tz, Ordinarius an der Universität Innsbruck, ist zum ordentlichen Professor für Erdkunde an der Universität Erian- gen ernannt wordtn. Wirtschaft. Oie deutsche Industrieproduktion im Jahre 1934. Fwd. Im Durchschnitt des Jahres 1934 hat die Warenerzeugung der deutschen Industrie um rund ein Viertel zugenommen: die Indexziffer der jährlichen Industrieproduktion (192K - 100) ist, nach den vorläufigen Berechnungen des Instituts für Konjunkturforschung, von 60,2 im Jahre 1932 auf 67,8 im Jahre 1933 und auf 85,2 im Jahre 1934 gestiegen. Besonders stark hat sich die Erzeugung von Produktionsgütern vergrößert. Aber auch die 23er» brauchsgüterindustrien konnten, trotz den im zweiten Halbjahr auf Teilgebieten einsetzenden Rohstoffschwierigkeiten, mehr Waren erzeugen, als 1933. Während der Zeit der tiefsten Krise, um 1932, nur ungefähr ebensoviel Waren hergestellt wurden, wie um die Jahrhundertwende, hält sich die Produktion (auf das gegenwärtige Reichsgebiet bezogen) im Jahre 1934 bereits wieder auf dem Stand von 1911. Der Wert der 1934 hergestellten Waren beträgt brutto 53 Milliarden Mark, das sind 12 Milliarden mehr, als 1933 und 15 Milliarden mehr, als 1932. Diese Zunahme der Erlöse hängt überwiegend mit dem Anwachsen des Mengenabsatzes zusammen. Die Industriepreise sind nämlich von 1933 auf 1934 nur um rund 3 v. H. gestiegen. * Größerer Auftrag für d i e Siegener Maschinenbau AG. Siegen. Die Siegener Maschinenbau AG. hat von der Sowjetunion einen Auftrag zum Bau einer Walzenstraße erhalten. Die Walzenstrahe soll in dem Eisenhüttenwerk Magnitogorsk am Ostabhange des Urals gebaut werden. Der Auftrag soll sich auf eine Million Reichsmark belaufen. * Der Zementabsatz im Jahre 1934. Im Dezember 1934 ist der Zementabsatz auf 385 000 Tonnen gesunken, gegenüber 524 000 Tonnen im vorhergehenden Monat und 96 000 Tonnen im Dezember 1933. Für das ganze Jahr 1934 ergibt sich ein Zementversand von 5 989 000 Tonnen, gegenüber 3 480 000 Tonnen im Jahre 1933. * Versorgung mit Erntebindegarnen für das Jahr 1935. Der Reichsbeauftragte für Bastfasern hat eine Anordnung Rr. 6 erlassen, die im DRA. demnächst erscheinen wird. Danach haben alle Besitzer von Erntebindegarnen nach einem vorgeschriebenen Muster, das im RA. veröffentlicht wird, zu melden, welche Mengen an Bindegarnen sie am 1. Januar 1935 (Stichtag) im Besitz hatten. Zuwiderhandlungen gegen diese Anordnung sind unter Strafe gestellt. Am Rentenmarkt eröffneten bei kleinem Umsatz Altbesitz mit 110,75 unverändert, Stahlverein- Bonds mit 95,90 v.H. (95,50), andererseits gaben Kommunal-Umschuldung um 0,20 v. H., Zinsvergütungsscheine auf 89,70 (89,80) und späte Schuldbuchforderungen auf 100 (100,13) nach. Im Verlaufe hielt das kleine Geschäft an, lediglich einige Montanwerte, wie Gelsenkirchen, Stahlverein und Buderus sowie Deutsche Erdöl, Gesfürel und Norddeutscher Lloyd (30,25) waren etwas gefragt und bis 0,50 v. H. höher. JG.-Farben lagen bei 142 v. H. unverändert. Sonst ergaben sich nur geringfügige Veränderungen, auch in den erst später notierten Werten. Der Kassamarkt lag still und ohne Besonderheiten. Bankaktien bröckelten aber eher weiter ab. Am Rentenmarkt konnten sich Kommunal-Umschuldung wieder auf den Vortagsstand erholen, sonst lagen die Anfangskurse unverändert, nur Altbesitz bröckelten 0,13 v. H. ab. Stadtanleihen laaen etwas uneinheitlich. Goldpfandbriefe waren leicht gefragt und bis 0,25 v. H. höher, Kommunal-Obligationen blieben behauptet, wogegen Liquidationspfandbriefe vielfach bis 0,25 v. H. nachgaben. Von Auslandrenten waren 5-v. H.-Bosnier-Eifenbahn zu zirka 12,50 (11,70) gesucht. Tagesgeld blieb zu 3 v. H. unverändert. Abendbörfe: Renten fest. Die Abendbörse eröffnete zunächst in ruhiger und gegenüber dem Berliner Schluß in wenig veränderter Haltung. Die Tendenz war jedoch freundlich. Kurz vor Börsenschluß entwickelte sich auf das Bekanntwerden des vom Reichskabinett heute beschlossenen Gesetzes über eine organische Zinssenkung sehr lebhaftes Geschäft am Rentenmarkt. Altbesitzanleihe stiegen auf 110,50 dis 111 (110,25), Kommunal-Umschuldung um 0,40 v. H., Zinsvergütungsscheine auf 89,90 (89,70), auch Pfandbriefe wurden im Freiverkehr hoher genannt. Hierdurch wurde auch der Aktienmarkt angeregt und hatte eine feste Grundtendenz, was in den Kursen allerdings nicht mehr zum Ausdruck kam. Fest lagen Zellstoff Waldhof auf die Mitteilung der Verwaltung über Wiederaufnahme der Dividendenzahlung mit 52 bis 52,50 bis 52,25 (52), ferner entwickelte sich im Freiverkehr für Maschinenbau-Unternehmungen (Muag) in Nachwirkung des günstigen Berichtes der Maschinenbau-Industrie lebhafteres Geschäft. Die Börse schloß in fester Haltung. Am Kassamarkt gaben Deuksche-Diskonio wettere 0,78 v. H. auf 76,75 v. H. nach, andererseits waren Hanauer Hofbrauhaus auf 129 (128) erhöht. Fremde Anleihen lagen still. U. a. notierten: Altbesitzanleihe 110,50 bis 111, 4 v. H. Rumänen 4,40, Bank für Brauinduftrie 112, Commerzbank 76,25, Dresdner Bank 78,50, Buderus 90,50, Gelsenkirchen 68,50, Klöckner 81, Rheinstahl 91, Stahlverein 45,50, AKU. 51,50, Bekula 137, Conti Gummi 144,50, Scheideanstalt 206, Licht & Kraft 115,50, IG. Farben 142,25, Gesfürel 113, Goldschmidt 91, Hanfwerke Füssen 70, Holzmann 80,25, Lahmeyer 117, Moenus Maschinen 85,25, Rheag 110, Zellstoff Waldhof 52 bis 52,50 bis 52,25, Reichsbahn-Vorzugsaktien 118,40, Hapag 28,25. Schweinemarkt in Butzbach. pb. Butzbach, 24. Jan. Der heutige Schweinern a r f t war mit 182 Ferkeln und acht Läufern zum Verkauf beschickt. Es kosteten Fertel bis sechs Wochen bis 15 Mark, sechs bis neun Wochen 15 bis 19 Mark, für Läufer wurden 40 Mark bezahlt. Tendenz: mäßig, es verblieb Ueberftanb. Frankfurter Schlachtvlehmarkt. Frankfurt a. M., 24. Januar. Auftrieb: 53 Rinder (gegen 89 am letzten Donnerstagmarkt vom 17. 1.), darunter 27 Ochsen, 18 Kühe und acht Färsen, ferner wurden 21 Kühe dem Schlachthof direkt zugeführt. Kälber 954 (835), Schafe 135 (263), Schweine 350 (428). Notiert wurde pro ein Zentner Lebendgewicht in Mark: Kälber b) 36 dis 42, c) 29 bis 35, d) 20 bis 28; Lämmer und Hämmel b2) Weidemasthämmel 35 bis 36, c) mittlere 32 bis 34; Schafe g) mittlere 24 bis 30; Schweine b) 46 bis 52, c) 46 bis 52, d) 44 bis 51. Im Preisvergleich zum letzten Markt vom 17. Januar ergaben sich keine Veränderungen. Marktverlauf: Kälber ruhig, ausverkauft. Hämmel und Schafe ruhig, bei Schafen Ueberftand. Schweine ruhig, Ueberftanb. Ueberftanb: 12 Schafe unb 21 Schweine. Großhandelspreise für Fleisch und für Fettwaren. Beschickung des Fleischgroßmarktes: 973 Viertel Rindfleisch, 235^ ganze Kälber, 23 ganze Hämmel, 612 Schweinehälften. Preise pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch b) 56 bis 60, c) 52 bis 56; Bullenfleisch b) 56 bis 58; Kuhfleisch b) 44 bis 50, c) 30 bis 40; Färsenfleisch b) 56 bis 60, c) 52 bis 56; Kalbfleisch b) 62 bis 70, c) 56 bis 62; Hammelfleisch b) 70 bis 75; Schweinefleisch b) 70 bis 75 Fettwaren. Roher Speck unter 7 Zentimeter aus hiesiger Schlachtung 68 bis 72, Flomen 80 bis 85. Marktverlauf sehr ruhig. Schach-Ecke. Bearbeitet von Otto Benkner. Rhein-Mainische Mittagsbörse. Widerstandsfähig. Frankfurt a. M., 24. Jan. Obwohl aus der Wirtschaft eine Fülle von Anregungen Vorlagen — erwähnt feien die stark gestiegene Industrieproduktion mit ihrem 12 Milliarden Mark höheren Warenwert als im Jahre 1932, der von 3,5 auf fast 6 Millionen Tonnen erhöhte Zementabsab im vergangenen Jahre und ein größerer Russenauftrag nach Deutschland — vermochte sich das Geschäft an der Börse nicht zu beleben. Immerhin führen sie eine weiter freundliche und zuversichtliche Grundstim- mung herbei, und lediglich die ruhiger gewordene Kundschaftsbeteiligung hat auch die Kulisse zur Zurückhaltung veranlaßt. Die Nähe des Januar-Ultimos — obschon kaum mit größeren Anforderungen angesichts der zur Zeit leichten Geldmarktlage geregnet wird — blieb auf das Geschäft ebenfalls nicht ohne Einfluß. Mit Interesse erwartet man die angekündigten Ausführungen Dr. Schachts zur deutschen Wirtschaftspolitik. Die Kursentwicklung war sowohl am Aktien- als am Rentenmarkt etwas uneinheitlich, zu größeren Veränderungen kam es indes kaum. Die Tendenz konnte man als widerstandsfähig bezeichnen. Am Aktienmarkt eröffneten von chemischen Werten JG.-Farben zunächst mit 141,75 (141,90), später zogen sie auf 142 v. H. an, außerdem lagen Metallgesellschaft 0,40 v. H. fester und Deutsche Erdöl gut behauptet. Montanwerte lagen ruhig. Für Stahlvereinswerte erhielt sich, wenn auch bei verteiltem Interesse, etwas Unternehmungslust. Gelsenkirchen und Phönix ließen je 0,25 v. H. nach, Stahlverein zogen 0,25 v. H. an, ferner waren Harpener auf 100,50 (100,25) erhöht, während Mannesmann und Klöckner behauptet blieben. Der Elektromarkt zeigte sehr kleines Geschäft, wobei Licht & Kraft 0,75 v. H., Schuckert 1 v. H. und Siemens 0,50 v. H. nachgaben, Lechwerke Augsburg jedoch 0,50 v. H. gewannen und AEG. mit 29,75 v. H. unverändert waren. Von Zellstoffaktien lagen Aschaffenburg mit 69,75 (71,25) erneut matt, auch Waldhof bröckelten auf 52 (52,25) ab. Schwächer waren ferner Conti Gummi mit 143,13 (145,50), Reichsbank mit 155,75 (156,50) und von Schifahrtswerten Norddeutscher Lloyd mit 29,75 (30,75). Etwas befestigen konnten sich Moenus Maschinen mit plus 0,50 auf 85,50 v. H. Problem Nr. 383. Von V. Holst, Kopenhagen. Weiß 9 Steine: Kdl; Td5; Sg2; Lc6; Bb2, b3, b5, e5, f4. Schwarz 5 Steine: Kd3, Bd2, d4, d6, f5. Weiß zieht und setzt in vier Zügen matt. Problem Nr. 384. Von R. Winter, Braunau. Weiß 8 Steine: Ke7, Dg7, Ta4, Tc3, Sc5, Se5, Lf3, Lgl. Schwarz 13 Steine: Kf4, Tel, Sb4, Sb8, Ta5, La3, Le4, Bc6, c7, d5, 15, 17, g3. Weiß zieht und setzt in zwei Zügen matt. Partie Nr. 265. Eine hübsche Kombinationspartie aus dem Jahre 1894. Weiß: Charrusek. Schwarz: Engländer. 1. e2—e4, e7—e5. 2. Sgl—e2. (Dieser Zug wird in neueren Meisterturnieren nicht mehr gespielt, da er den modernen Aullassungen über Entwicklung und Aufbau nicht gerecht wird'. Cs liegt ja auch aul der Hand, daß dieser Zug, der Dame und Läufer verstellt, dem Schwarzen gar keine Schwierigkeiten bereiten kann.) 2. ..., Sg8—f6. 3. 12—f4, d7—d6. (Schlecht wäre die Zugfolge 3. ... e5X14. 4. Se2X14, Sf6Xe4. 5. Ddl—e2, Dd8—e7. 6. Sf4 —d5, De7—e5. 7. Sd5Xc7+. 8. De5Xc7, De2Xe4+ usw.) 4. Sbl—c3, Lc8—g4. (Dieser Zug ist zu tadeln. Nach h2—h3 bleibt Schwarz, wenn er nicht gerade zurückgehen will, nichts anderes als der Tausch auf e2 übrig. Dieser Tausch ist aber durchaus nicht erstrebenswert, denn Schwarz macht zwei Züge, um einen einmal gezogenen, schlecht stehenden Springer, der überdies noch die Entwicklung des Weißen hemmt, abzutauschen. Besser war 4. ...,Sb8—c6.) 5. h2—h3, Lg4Xe2. 6. LflXe2, Sb8—c6. 7. 0—0, Lf8—e7. 8. Le2—c4, Sc6—d4. 9. d2—d3, c7—c6. (Weiß ist nun durch den 4. Zug von Schwarz zu einem ganz guten Spiel gekommen.) 10. Lei—e3, Sd4—e6. 11. Sc3—e2, a7—a6. (Dies soll offenbar die Vorbereitung von d6—d5 sein. Schwarz verliert bei der von ihm gewählten Verteidigungsmethode einige sehr wichtige Tempi.) 12. Se2—g3, e5X14. 13. Le3Xf4. d6-d5. 14. e5Xd5, Sf6Xd5. 15. Lf4-e5, 0—0. 16. Ddl—h5, Le7-c5+. 17. Kgl—h2, g7—g6. 18. Dh5—g4!I, Sd5—e3. (Auf diesen Zug hin wird Schwarz zwangsläufig vernichtet. Es folgt ein großartiges Qualitäts- und Damenopfer, das schon beim vorigen Zug genau berechnet werden mußte. Ueberraschend ist die Länge und Genauigkeit der vorausberechneten Zugfolge.) 19. Dg4Xe6, Se3Xfl+. 20. TalXfl, f7Xe6. 21. Lc4Xe6+, Tf8—f7. 22. TflXf7. (Selbstverständlich nicht Le6Xf7+.) 22. ...» Dd8—e8! 23. Tf7—f6+, Kg8—g7. (Das Schlagen auf e6 ließ den Schwarzen mit einer Figur im Rückstand.) 24. Tf6—f4+, Kg7—h6. 25. Tf4—h4, Kh6—g5. 26. Th4—g4+, Kg5—h6. 27. Sg3—15+. (Die Pointe der Opferkombination.) 27. ..., g6Xf5. 28. Le5 —f4-h Kh6—h5. 29. Tg4—g5+, Kh^-h6. 30. Tg5 —g8+, Kh6—h5. 31. g2—g4+, f5Xg4. 32. Le6 Xg4+, Kh5—h4. 33. Lf4—g3+ und matt. Ein glänzender Sieg! Lösung des Problems Nr. 381. Von K. L i e w e r s. 1. Se6—d4, Db3—h6. 2. Sd4—e6, beliebig. 3. Sf5 Xe3+ oder SIS—d6+ und matt. Eine witzige Verstellung! Lösung des Problems Nr. 382. Von Dr. H. von Gottschalk. 1. Le4—f5, e6Xf5. 2. g7—g8S+ und matt. 1. ..., Kf6Xf5. 2. Db3—f3+ und matt. 1. .. „ Kf6Xf7 oder Kf6—e7 oder e6—e5, 2. Db3 Xe6+ und matt. Aus der Schachwelt. Das Weihnachtsturnier zu Hastings, über das wir bereits berichtet haben, brachte für die Schachwelt eine Riesenüberraschung. Es endete in folgender Reihenfolge: 1.—3. Dr. Euwe, Flohr, Thomas. 4. Capablanca. 5—6. Milner-Barry. Der Exweltmeister Capablanca wird nur 4. Preisträger. Ein deutlicher Formrückgang war festzustellen. Es bleibt allerdings abzuwarten, ob dieser Formrückgang durch die lange Spielpause bedingt und nur vorübergehend ist. Glänzend hat sich der englische Meister Thomas geschlagen, der um ein Haar alleiniger Erster geworden wäre, wenn er nicht fn der letzten Runde von seinem Landsmann Micheli geschlagen worden wäre. Der russische Meister Botwinnik ist ein guter Meister, aber an die Stärke der internationalen Großmeister kommt er nicht heran. Oie Narrenkappe. „hätten Sie nicht ..." „Dem Gesetz muß Genüge geschehen. Sie werden wegen Trunkenheit zu zwölf Kronen Strafe verurteilt." „Ich habe nicht einen Pfennig Geld", stellte der Angeklagte fett. „Dann müssen Sie drei Tage ins Gefängnis, erwiderte der Richter streng und fügte mahnend hinzu: „Hätten Sie nicht Ihr Geld vertrunken, fo konnten Sie jetzt die ©träfe bezahlen!" Der zornige Theaterdirektor. Als der Theaterdirektor Heinrich Laube eines Jahres zur Kur in Karlsbad weilte, machte sich an ihn ein Dichterling heran, der dem allen Herrn so lange zusetzte, bis dieser nicht mehr ausweichen konnte und ein fünfaktiges Drama über sich ergehen lassen mußte. Der Dichter war dick und furdatmig, die Sonne brannte, also daß sich der Vorlesende in einem fort das Haupt wischte. Wie zur Entschuldigung meinte er beiläufig: „Es ist heute heiß. Es find mindestens zwanzig Grad Rsaumur im Schatten." . „Röaumur?", knurrteLaube. „Rvaumur? Bei Ihrem Stück kann nur von Fahrenheit die Rede fein!" „Don Fahrenheit?" „Von U n e r fahrenhsit!", brüllte Laube, ftano auf, lief davon und ward*nicht mehr gesehen. Laube befand sich mit dem Inspizienten, Herrn Koller, bei der Probe zu einem neuen Stück. „Koller", rief Laube, „wie ist das Stichwort? „Das kümmert Sie nichts!" Laube stutzte und wiederholte die Frage. Darauf Koller mit stärkerer Stimme: „Das kümmert Sie nichts!" Da wurde Laube zornig und fchme den Inspizienten an: „Herr, sind Sie verrückt geworden, daß Sie sich unterstehen, in einem solchen Tone mit mir zu sprechen? Vergessen Sie nicht, daß ich Ihr Direktor bin!" m , . Aber Koller ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Lächelnd hielt er Laube das Textbuch hin: „I bitt, Herr Direktor, da steht das Stichwort, es heißt wirklich: ,Das kümmert Sie nichts!'". Die Zunge. Im Verlaufe der Prüfung stellt der Herr Schulrat Fragen nach den fünf Sinnen und ihrem Wirkungsgebiet. „Das Ohr ist das Organ zum —?" — „Horen!", tönt es aus der kleinen Schar zurück. — „Und wozu ist das Auge da?" — „Zum Sehen!" — „Und die Nase?" — „Zum Riechen!" — „Und die Zunge?" Keine Antwort; tiefes Schweigen breitet sich in dem Schulzimmer aus. „Nun", sagt ermutigend und freundlich der Herr Schulrat, „denkt doch mal nach. Was tut man mit der Zunge, wozu wird die Zunge wohl da fein?" Da meldet sich ein kleines Bürschlein und erklärt voll Stolz: „Z u m Raus- strecken!" Der Rambus und der Vadefrog. Zwei chinesische Reisende unterhielten sich, und jeder lobte seine Heimat. Der eine sagte: „In meiner Provinz gibt es einen Bade trog, der so groß ist, daß mehr als tausend Menschen darin baden können." — Der andere sagte: „Das ist noch gar nichts. ' In meiner Provinz gibt es einen Bambus, der steil zum Himmel enHrorwächst. Dort, wo er den Himmel berührt, biegt er sich wieder nach unten und wächst zur Erde zurück." — Der erste Reisende schimpfte: „Du wirst doch nicht verlangen, daß ich das glauben soll' Was macht ihr denn mit diesem Bambus?" — „Ach, den schicken wir zu euch, damit ihr Faßreifen für euren Badetrog daraus machen könnt!", antwortete der zweite Reifende. Rundfunkprogramm Samstag, 26. Januar. 6 Uhr: Bauern funk. 6.15: Gymnastik I. 6.30: Gymnastik II. 6.45: Frühmeldungen. 6.55: Mor- genfprud) — Choral. 7: Frühkonzert. 8.15 bis 8.35: Gymnastik. 9: Nachrichten. 9.15: Konzert. 10: Nachrichten. 11.45: Sozialdienft. 12: Mittagskonzert I. 13: Saardienst, Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Quer durch die Wirtschaft. Berichte und Gespräche. 15: Nachrichten. 15.15: Jugend-Funk. „Geschichten um Nettelbeck". Hörspiel. 16: Der frohe Samstag-Nachmittag. 18: Feierabend. Eine besinnliche Funkfolge. 18.35: Das Mikrophon unterwegs. 18.50: Unterhaltungskonzert. 19.45: Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: I. Heimat unb Volkstum an Rhein, Mosel und Saar. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.20: „Wintersportecho aus Garmisch-Partenkirchen". Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Frankfurt a. M. ZJeritn Frankfurt a. M. Berlin Gchluß- kurs Schloßt. Abendbörse Schlußkurs Schloßt. Mittag- börse Schlußkurs Gchiußr. Abend- börse Schluß- kurs Schluß!. Mittag- börse -Datum 23.1. 24-1- 23.1. 24-1. Datum 23 1- 24-1- 23.1. 24-1- 6% Deutsche Reich sanleihe v. 1927 6% ehem.7°/<» Dt. Reichsanl. v. 1929 6Vi% Doung-Anlethe von 1930 .. Deutsche AnI^Ablös.»Schuld mit Auslos.-Rechten .. 98-8 110.75 99-5 96.75 96.75 111.5 112 97 97.5 97-9 98-5 98-25 104-5 28-25 1-2 8.25 8.13 8.25 10-25 8 98-75 99-9 111 99.5 96.75 97 112 97,25 97-25 97-9 98.75 98-5 104.5 28 1.25 8-25 8 8 10.5 i : 98.9 100.25 110.65 99.5 96-75 111.75 97-25 98.75 104.5 28-25 1.35 8.35 10-5 98.9 100.4 110.2 99.6 96.75 110.75 98.75 98-25 104-5 1.25 8-25 8 8 11 4% desgl. Serie 11............. 8 4.8 7.25 4.4 34 28.13 30-75 815 106 77 78.5 79-5 156.5 29-75 137.5 103-25 116 82-5 112-5 109-75 98 141-5 117 90 101 68.75 100.25 120-9 81 77-25 8 4-75 7 4.4 34 28-25 30-25 81 104.5 76-25 76.75 78.5 155-75 29-75 137 103.25 115.5 82.5 113 110 98 141 117 90.5 101.2 68.5 100-5 121-5 81 4-85 6-95 4-4 34-25 28-25 30-5 81-25 106 77 78-5 79-5 156.5 29-75 137-5 103-13 115-75 83 112.75 110 98 141-25 117-4 89-5 101-25 68-9 100-5 83 121 81 77-4 8-25 6-95 4-4 34-5 28-5 24-75 30-13 81-5 104-5 76-25 77.5 78-5 156 29.65 136.65 103-5 115.25 82-65 113-4 110-5 97-5 141-25 117 90 102-25 68.75 100-25 83.9 150 121-25 81 77 5% Ruinän. vereinh. Rente v. 1903 414%Rumän.veretich.Rentev.1913 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2%% Anatolier ............... Desgl. ohne Auslos.-Rechte...... 6% ehem.8°/o Hess. Bolksstaat 1929 trückzahlb. 102%)............ Hamburg»« m ertka-Paket .....o Hamburg-Südam. Dampfschiff. O Hansa-Dampfschiff...........O Norddeutscher Lloyd .........O A.G. für Verkehrswesen Mt... O Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz» und Privat-Bank... O Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft................O Dresdner Bank.............. O Reichsbank ....... 12 A.E.G............ O Bekula................... o Elektr.Lieferungsgesellschaft... 6 Licht und Kraft ............ 6 Felten & Guilleaume......... O Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektttzitäl ........6 Schuckert L Co...............6 Siemens L Halske............7 Lahmeyer L Co............. 10 Buderus ........... o Deutsche Erdöl............... Gelsenkirchener..............O Harpener...................o Hoesch Eisen—Köln-Neuesseil .. O Ilse Bergbau ...............6 Ilse Bergbau Genüsse........6 Klöcknerwerke ............. o Mannesmann-Rohreu v 60/<, Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12.................. 6y2% Hess. Landes-Hypotheken» bank Darmstadt Lioui......... Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Sammelabl. An> leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 6% ehern. 8% grants. Hyp.-Banl Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 6*/,% ehem. 4%% Franks. Hyp^ 6%% ehem. 4’/2% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse..... t% ehem. 8% Pr. Landespsand- vriesanftalt, Psandbriese R. 19 t% ehem. 7% Pr. LandeSpsand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 10 kteuergutsch. Verrechnungskurs 4% Oesterretchijche Goldrente.... 4,20% Oesterretchische Silberrente *% Ungarische Goldrente....... *% Ungarische Staatsrente v. 1910 W/o desgl. von 1913.......... 1% abgesl. Goldmexikaner von 99 *% Türkische Zollanleihe von 1911 <% Türkische Bagdadbahn-Anleihe verte 1..................... Frankfurt a. M. Berlin Schlußkurs Gchlußk. Abendbörse Schlußkurs Gchlußk. Mittagbörse Datum 23.1- 24-1- 23.1. 24.1. Mansselber Bergbau......... 0 91-13 91 90-65 90-25 Kokswerke.................. 0 — —— 99-13 99-25 Phönix Bergbau............. 0 54-4 54-25 54-25 54-4 Rheinische Braunkohlen..... i0 214-5 215 215 215 Rheinstahl................... 0 91 91 91 91 Vereinigte Stahlwerke........ 0 45 45-5 45-4 45-5 Otavi Minen ............... 0 12-13 12 107-5 12 12 Kaliwerke Aschersleben........ 6 107-25 107 107.5 Kaliwerke Westeregeln........ 6 —— 108-5 108-25 108.5 Kaliwerke Salzdetfurth.....7% 150 150 150-5 I. G. Farben-Jndustrie....... 7 141-9 142-25 142 142 Scheideanstalt............... 9 206 206 — —— Goldschmidt ................ 0 91 91 91 91 RütgerSwerke............... O 97-25 97-25 97-5 97-13 Metallgesellschaft............. 0 90 90-4 90-25 91 Pbiiipp Holzmann ........... Zementwerk Heidelberg ...... Lementwerk Karlstadt......... v 0 80-5 110 80-25 109-75 81.25 80-75 0 125 124 - Schultheis Patzenhoser ....... 0 — .— 101.5 101.5 Slku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 51-25 51.5 51-75 51-75 Bemberg................... 0 —— —— — 116-4 Zellstoff Waldhof ............ 0 52-25 52.25 52-13 52 Zellstoff Aschaffenburg ....... 0 71-25 69-75 71 70 Dessauer Gas ............... 7 — — 125-75 125-9 Daimler Motoren .... .... 0 50-25 50 50 50-13 Deutsche Linoleum........... 0 65 64-75 64-75 64-25 Orenstein L Koppel.......... 0 — — 90.75 90 Leonhard Tietz.............. 0 38-13 38-25 38-5 38 Chade...................... 10 199 198-5 199 — Aeeumul atoren-Fabrü........ 0 — 156 157 155-5 Conti-Gummt............... 0 145-5 144-5 145-9 145 Grttzner.................... Matnkrastwerke Höchst a.M.... 0 28-13 1 29.75 28.13 4 88 ' 87-5 - - Süddeutscher Zucker 8 1 161 1162-75 16M *3°nzig Bei Rebe tarch t?" darauf rf Sie Änspi- m, bah nit mir Direb ringen. 3 bitt’, rt, es ichulrat rkungs« - rück. — en!" — Inb die breitet ermiiti« itt doch zu wird kleines Raus« d), und meiner 'oh ist, en tön« ’ /Ms. 1er steil Timmel wächst Mpste: glauben U5?ti- ahreifen t!u, and I I. 6.30: 5: Dior« bis 8.35: 0: Nach' mzert L ijten aus i.15: 3u* Hörspiel. : Feier' A Das ungskon« 1. 20.10: ssel und aus deiu J9 ®ar* N. otieruns 58-29 0-196 3.053 <4-83 «•s 12-28| 5-425 16-46 If8 2J.54 0-716 5-6.6 61-71 49; 11-145 63-32 SÜ-A 34-6 10-42 2.513 3-74 12-26 si "1! 61-62 8reitag.25. Januar 1935 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) 2i Dritter Blatt Erweiterungen im Elektrizitätswerk Gießen Im Schaltraum. emv Mit F> . Det Gleichrichter-Glaskolben mit Steuergittern. , M * » » » * « @n f'K- Die Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum hat an die Direktionen der höheren Schulen und die Kreis- und Stadtschulämter folgende Verfügung gerichtet: ______ verfahren, daß 1. Aktenversendung zur Einsichtnahme allgemein nur an den Stellvertreter des Führers auf sein Ersuchen erfolgt. — Alle Parteidienststellen müssen dadach ihre Anforderungen über den Stellvertreter des Führers richten. 2. Aktenauskünfte nach pflichtmäßigem Ermessen der Behörde auch an Reichsleiter und Gauleiter der NSDAP, erteilt werden. Ich habe den Stellvertreter des Führers gebeten, ! daß bei Beamten von Körperschaften des öffentlichen Rechts (insbesondere von Gemeinden und Gemeindeverbänden) die Anforderung von Akten und der Wunsch um Aktenauskunft an die staatliche Aufsichtsbehörde der Körperschaft gerichtet wird. und über mich zu leiten. Jung." Oie Ferienordnung in Hessen. Winterwende. Von Dl. A. v. Lütgendorff. dem heutigen Mittwintertag ist die erste des Winters vorüber und beginnt seine Gießen, Offenbach, Worms Friedberg, Bad-Nau- heim und Bensheim mit Sonntag, 22. September, beginnen. Genehmigung für den Gelegenheitsverkehr mit Kraftfahrzeugen. gung erteilt werden muß. Opfertag für das Winterhilfswerk des deutschen Volkes. Die deutsche Not- und Schicksalsgemeinschaft kennt keine Grenzen, wie das Gefühl der Verbundenheit in Glück und Erhebung nicht bloß den Staat, sondern die Nation umfaßt. Deutsche Not ist. wo im- Gez.: Frick. Zu Ziffer 2 dieses Erlasses bemerke ich folgendes: Aktenauskünfte an den Gauleiter der NSDAP, des Gaues Hessen-Nassau sind jederzeit zu erteilen Hälfte _____ zweite, die in den Frühling hinüberleitet. ehe er ins Haus tritt, sorgfältig von den Sohlen streifen, weil Friedhofsschnee Unheil bringt. Der hübscheste Glaube, der sich an den Mitt- : wintertag knüpft, ist aber doch der Glaube an die „Vogelhochzeit". Es ist derselbe alte Glaube, den die Engländer dem Valentinstag am 14. Februar zuschreiben, der ebenfalls zum Vogelhochzeitstag wurde. Nun läßt sich hieraus allerdings auf einen gemeinsamen Ursprung dieses Glaubens schließen, I umsomehr, als auch in England der Valentinstag nicht nur für die Vögel, sondern auch für verliebte Menschenkinder eine glückverheißende Bedeutung hat und mit allerhand darauf bezüglichen Scherzbräuchen verbunden ist. Wo der Ursprung zu suchen ist, läßt sich kaum mit Bestimmtheit erkennen. Denn in Wirklichkeit denken — wenigstens in unserem Klima — um diese Zeit die Vögel noch nicht ans Hochzeitmachen, und die wenigsten Ausnahmen, wie etwa der Kiefernkreuzschnabel und die Wasseramsel, haben mit dem seltsamen Aberglauben sicher nichts zu tun. Aber wenn es auch mit der Vogelhochzett nicht ganz, stimmt, hübsch ist der Glaube an dieses heimliche Freien um die Winterwende doch, zumal die Menschen am Mittwintertag den Vögeln ein „Hochzeitsmahl" spenden, das heißt, ihnen besonders I viel Futter streuen. Da und dort erhalten auch die Kinder einen Teller mit guten Sachen, von denen man sagt, die dankbaren Vögel hätten sie beschert. Aeußerlich ist der Mittwintertag freilich ein Tag I wie alle anderen im Jahr. Und doch ist er anders: I ein leises Aufatmen geht schon jetzt durch die Natur. Akteneinsicht durch Parteidienststellen der NSDAP. Das Personalamt des Hessischen Staatsministers | bringt allen unterstellten Behörden, Gemeinden, Ge- ... ro . . , meindeverbänden und sonstigen Körperschaften des Gleichrichter-Betneb erforderliche niedrigere um öffentIid)cn Rechts folgendes zur Kenntnis: gespannt wird. rcutb-oitfiUmprfPt „Der Reichs- und Preußische Minister des Jn- _,.Dle Gleichrichteranlage^des ,?lektrizltatswerkes nern f)Qf mjt Schreiben vom 29. Dezember 1934 Mistet in 5 Glaskolben f 1 ^09 folgenden Erlaß bekanntgegeben: Ho ch st stromstarke ms gesamt 2000 Amp Verschiedene Landesregierungen und zahlreiche Volt, das sind 1000'Kilowatt oder^etwa Nachgeordnete Dienststellen sind wegen der Rege- Damlt durfte die sichere Oleichjtromversorflung r (ung ber $r,a$e ber Akteneinsicht durch Parteidienst- Stadt für die nächste Aeit gewährleistet se n. stellen der NSDAP, an mich herangetreten, da ins- Es ist erfreulich, daß Gießen die modernstetu b^onbere Personalakten immer wieder von den ver- größte Gasgleichrichter-Anlage nut ^Versteuerung ^'iebenftend Parteistellen, auch Parteigerichten, an- erhalten hat die bisher gebaut ™^be Ste ßufe 'g^Qrbe’t werden. Die Behörden halten sich bis zu un&enoeiter Regelung entsprechend der Uebung, Gesellschaft; die Spezial-Glaskolben der ldleichrlch Personalakten unter allen Umständen geheim zu werden von der weltbekannten Firma Schott uno < (ten, nid)t für befugt, diesen Anforderungen zu Gen. in Jena hergestellt. entsprechen. So kann die ungeklärte Rechtslage leicht zu unerwünschten Spannungen zwischen den betei- ‘ ‘ ' ligten Partei- und Staatsstellen führen. Ich bitte deshalb, bis auf weiteres in der Weise zu Schon vom Tag Fabian und Sebastian, vom 20. Januar, heißt es, daß nun der Saft in die, Bäume schieße, und dasselbe gilt von den beiden folgenden Tagen Agnes und Vinzenz. Erst recht aber vom Mittwintertag. Wer nach dem Mitt- wintertag noch Bauholz fällt, hat es sich selbst zuzuschreiben, wenn die Bretter schon beim Sägen rissig und bald darauf auch wurmlöcherig werden, denn gerade um diese Zeit füllt sich das winter- Zierstrauch, soll man es in ^^.^"wmterzett ent- f^ @d)u(en jn ben Städten Darmstadt, Mainz, Mond un» «’«»«"■ Ofknb°*- ®orms Sriebberfl' $ab=9laU1 wartet beim Nutzholzfällen auf die Tage, die zwi- scheu Vollmond und Neumond liegen, weil er auch dazu seine erfahrungssicheren Gründe hat. Ob sich aber darein nicht doch aus noch etwas alter Aberglaube versponnen hat, ist freilich schwer zu sagen, wenn auch Holzwachstum und Mondphasen tatsächlich in einer seltsam geheimnisvollen Wechselbe- ziehung stehen sollen. Daß der Tag, der als erster die zweite Winterhälfte anführt, als wichtiger Lostag gilt, versteht sich von selbst. Die Hauptsache ist, daß er gutes Wetter bringt, denn: „Sankt Pau! schon um. ^on- nenschein, bringt großen Segen an Frucht und Wein". Schnee und Regen am Mlttwmtertag künden teuere Zeit, und noch schlimmer ist es, wenn der Tag nebelig ist. „Bringt Paulus Regen statt Abendrot, so bringt er damit auch Hungersnot", heißt ein altes Volkswort, wogegen Wind am Mitt-1 wintertag viel Regen für das kommende Frühjahr bedeutet und daher nicht ungern gesehen wird, denn die Erde ist in den Frühlingswochen durstig genug. Um die Mittwinterzeit spukt aber noch mancher andere alte Aberglaube herum. Uralt ist der Brauch, am Mittwintertag einen Liebestrank zu brauen, der Liebe erwecken soll auch wider Willen, denn ebenso wie sich an diesem Tag in den Bäumen neues Leben regt, so soll auch die Liebe keimen und erwachen können, vorausgesetzt natürlich, daß man ein wenig nachhilst. Auch sür die Lwbeswahr- sagung soll der Tag günstig sein. In Schneewasser kocht man ein Ei und beobachtet nun, wie es sich im Wasser verhält, wie oft es steigt und sinkt, weil das Ei das Sinnbild des künftigen Geschehens ist und anzeigt, ob man in diesem Jahr glücklich wird durch die Liebe oder ob alles schief geht. Altem Brauch folgend, achtet man am Mittwintertag auch auf den Schnee, denn sogar der Schnee muß zum Wahrsagen herhalten. Schon am Vorabend legt man eine Münze auf die Schneedecke, woraus man dann am Morgen nachsieht, in welcher Welse sich der Schnee, der sie umgab, verändert hat. Umschließt er sie noch fest, so hat man im Lauf des Jahres keine besonders guten Einnahmen zu erwarten, hat sich aber um das Geldstück eine kleine Grube gebildet, so daß es Platz für „mefjr gibt, kann man sich auf viel Geld gefaßt machen. Nimmt man am Mittwintertaa Schnee vom Hvlunderbusch, so spendet er heilkräftige Umschläge. Wer aber an diesem Tag auf den Friedhof muß, fall den Schnee, [ici um die modernste und größte Anlage dieser Art, Di bisher, nicht nur in Deutschland, sondern über« bcaipt gebaut wurde. An sich sind Gleichrichter schon sei mehreren Jahren vielfach in Verwendung. Was ii der Gießener Anlage vollkommen neu ist, ist?ie Rgutierung von Strom und Spannung durch eine o lenannte „Gittersteuerung". Was ein Steuer- Mter ist, weiß der Radiofachmann und Bastler aus fernen Arbeiten mit Radioröhren. Durch eine dem sieuergitter aufgedrückte, positive ober negative jcDannung läßt sich der Strom im Gleichrichter von M bis zu einem Höchstwerte in einfachster Weise regulieren. Die Umformung des Drehstromes findet T den im Bilde ersichtlichen großen Glasbirnen jtdt. Die Steuergitter befinden sich in den deutlich litotbaren, am Unterteil der Birnen angebrachten pFnobenarmen". Der umzuformenbe Drehstrom n rb ben Gleichrichtern vom Heberlandnetz burch (iien großen Oeltransformator zugeführt, in wel- t) !N die Drehstrom-Hochspannung in die für den u. a. davon ab, ob ein Bedürfnis vvrlieat. Nähere Vorschriften über das Genehmigungsverfahren er- gehen im Laufe der nächsten Monate. Von der Neuregelung werden hauptsächlich die Unternehmen betroffen, die ihr Gewerbe bislang noch ohne besondere staatliche Genehmiguna ausüben konnten, z. B. die Mietwagenbesitzer. Ich weise auf diese Rechtslage hin und bemerke, daß alle, die zur Zeit den Gelegenheitsverkehr mit Kraftfahrzeugen bedienen, und diejenigen, die diesen Verkehr erst jetzt beginnen wollen, damit rechnen müssen, daß ihnen die ab 1. April 1935 erforderliche Genehmigung versagt wird. Das Gesetz schreibt nicht oor, baf$ Unternehmern, die beim Inkrafttreten des Gesetzes bereits Gelegenheitsverkehr betreiben, die Genehmi- Der große Gleichrichter-Oeltransformator (Gewicht über 7 Tonnen). mer sie ihr gramvolles Antlitz erhebt, die Not der ganzen deutschen Nation und ihre Linderung ist die Bewährung jenes heiligen Leitsatzes, der besagt, baß Gemeinnutz vor Eigennutz geht. Mit rührendem Eifer sammeln zahlreiä)e Deutsche im Ausland, auch wenn sie vielfach das deutsche Mutterland niemals gesehen haben, für das Winterhilfswerk des deutschen Volkes im Reiche. Sie geben damit der Zusammengehörigkeit aller Deutschen lebendigsten Ausdruck. Diese Zusammengehörigkeit und Schicksalsgemeinschaft des deutschen Hundert-Millionen- Volkes hat der Volksbund für das Deutschtum im Ausland als leuchtendes Bekenntnis auf seine Fahnen geschrieben. So fehlt er auch nicht bei der Sammlung für das Winterhilfswerk und führt am 26. Januar seinen ersten großen Opfertag durch. Auf allen Straßen und Plätzen in allen deutschen Städten und Dörfern werden die Mitglieder des VDA. die blaue Kornblume, das alte Abzeichen des volksdeutschen Kampfes, verkaufen und damit bekunden, daß der Kampf gegen Hunger und Kalte eine Pflicht des Gesamtvolkes ist. Jeder Deutschs soll an diesem Tage die Blume der Treue tragen und mit diesem Zeichen bekennen, daß auch er sich opfernd in die Gemeinschaft aller stellt, wo jeder für jeden eintritt und alle für alle stehen. NSLB., Kreis Gießen. Am morgigen Samstag, 15.30 Uhr, versammelt sich die Arbeitsgemeinschaft „Mädchenerziehung" m der Mädchen-Berufsschule, Kirchstraße 16, Vorträge halten Frl. Gros und Frl. Westphal. Oie Frage der Berufswahl. Man schreibt uns: Große Sorgen bereitet vielen Eltern die Frage der Berufswahl: was soll unser Sohn oder unsere Tochter werden? Viele junge Volksgenossen entscheiden sich für den Kaufmannsberuf, oder den Büro- und Vehärdendienst. Die Berufsgruppen der Deutschen Arbeitsfront, die sich ausschließlich mit Fragen der Berufserziehung, Stellenvermittlung und Lehrstellenvermitt- lung beschäftigen, wollen diesen jungen Menschen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die Eltern sollen auf Grund der körperlichen Verfassung, der Zeugnisse, überhaupt der ganzen Veranlagung nach be- D>- Gleichrichter-Anlage in 'Betrieb (Türen geöffnet, Glaskolben mit Anoden-Annen ttnb Steuergittcra ’ sichtbar), — (Aufnahmen: Photo-Pfuü, .Gießest Der alte deutsche Bauernglaube hat den Mittwintertag nicht ohne Grund zu einem bedeutsamen Lostag gemacht. Zwar hatten schon die alten Germanen in diesen Vollwintertagen eines ihrer derb- freudigen Feste gefeiert mit Opferfeuern und Rund- längen; dieses Fest hatte die christliche Kirche später in einen Kirchenfeiertag umgewandelt, der dem Andenken an die Bekehrung des Apostels Paulus geweiht war. Allein das Naturgebundene des Tages und dieser Mittwinterzeit hat doch erst der Bauer erkannt. Das Staatspresseamt gibt nachstehende Mitteilung des Reichsverkehrsministers bekannt: Auf Grund des Gesetzes über die Beförderung von Personen zu Lande vom 4. Dezember 1934 bedürfen Unternehmer, die gewerbsmäßig Personen mit Kraft- . ;r, s^r, .AC. fnhraeuaen aller Art befördern wollen, einer Ge- Ötaul ’wanunb An. N-Hmigung. Di- Erteilung der Genehmigung hängt Dcs städtisch? Elektrizitätswerk Gießen stand vor etoc zwei Jahren vor der Frage, feine Gleichstrvrn- evzetger-Anlage, die keinerlei Reserven aufwies, zu - lern. Nach der Machtergreifung beauftragte dir neue nationalsozialistische Stadtrat die Technisch Hochschule Darmstadt mit der Prüfung der Br -'ebsverhältnisse. Das Sachverständigen-Gut- ach n ergab die Notwendigkeit, sofort einen Lade- itm :mier für die Akkumulatoren-Batterie, außer- Mm eine Gleichstromerzeuger-Anlage für direkten Be: eb des städtischen Netzes zu beschaffen. Auf ulö der eingeholten Angebote der elektrotechm- sr Großfirmen Deutschlands wurde der Lade- jrmer bereits im Jahre 1934 bestellt und m- tjfjen in Betrieb genommen. Größere Heber» .,Dliigen erforderten die Beschaffung der Gleich- schonerzeuger-Anlage. Bekanntlich kann elektrischer Strcm unmittelbar aus „elektrischen Generatoren", zp tut deutsch „Erzeugern", hergestellt werden, die ttiro Wasserkraft, Dampf- oder Diesel-Maschinen amgitrieben werden. Es ist aber auch möglich, den 2re ström, der durch die Heberlandwerke mit hoher ©Meinung auf große Entfernungen geliefert wird, tÜi Gleichstrom umzuformen. Dies geschah früher Mischließlich in umlaufenden Maschinensätzen, so- fliinennten Umfarmern, bei welchen ein Drehstrom- tjidi r einen Gleichstrom - Generator antreibt. Je mach der Bauart, Motor und Generator getrennte Ma'chinen ober aber auf einen gemeinsamen Anker cnijcebaut, bezeichnete man diese Maschinensätze als Mmr-Generatoren oder Einanker-Hmformer. Beide snd in früheren Jahren im Elektrizitätswerk Gie- f en aufgestellt worden und noch heute in Betrieb. ‘ Le modernste Art, Drehstrom in Gleichstrom um- ^fernen, ist die „Gleichrichtung" in elektrischen ^niadungsaefäßen, deren gebräuchlichste Form der Duccksilber-Dampfgleichrichter ist. Bei diesem wird Her Wechselstrom (Drehstrom) in ruhenden Glas- itbe: Eisengefäßen in Gleichstrom umgewandelt. Die «Siechrichter zeichnen sich gegenüber umlaufenden llnfcrmern durch hohen Wirkungsgrad, einfache ISeiLenung und größere WirMaftlichkeit infolge längerer Anschaffungs- und Montage-Kosten aus. [-Gm« solche Gleichrichteranlaae hat nunmehr das 'kleckrizitätswerk der Stadt Gießen seit einigen ’&wen in Betrieb genommen, und zwar handelt es Bunter Abend der Gasgemeinschast eger Weise weitergearbeitet unt Kilometer Kunststraßen gebaut. i.Vh 0 rf . KUUK« “ Iturmijojer xouegen erschienen war, brachte der Abend ^terkeit^und^einem allgemeinen Geschunkel, also | dem noch allerlei Unterhaltsames. Friedl G l e r g a 17 Fortsetzung. Nachdruck verboten! Reisen und Forschungen in Oftasien. Die Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde hatte für gestern zu einem Vortragsabend in die Aula der Universität eingeladen, bei dem Professor Dr. Panzer, Berlin, der früher als Prioatdozent an der Universität Gießen wirkte, an Hand zahlreicher Lichtbilder über das Thema „Reisen und Forschungen in Ostasien" sprach. Der Vortragende berichtete dabei über seine Reisen und Wanderungen auf der japanischen Insel Formosa, wo er u. a. auch das von Europäern bisher nur sehr selten betretene Gebiet der Kopfjäger durchstreifte und weitgehend studierte, ferner von seinem Besuch auf der zu den Philippinen gehörigen amerikanischen Insel Luzon. Er machte dabei eingehend mit den landschaftlichen Eigenschaften und m großen Zugen auch mit den Bewohnern dieser Gebiete bekannt. ' aU5 fcincn Erzählungen und vielen Lichtbildern zunächst die Insel F o r m o s a als ein außerordentlich waldreiches Land kennen, dessen Berge sich bis zu 3900 Meter erheben, das in der Hauptsache von Menschen malaischer Rasse bewohnt wird m wirtschaftlicher Hinsicht aber stark unter chinesischem Einfluß steht, während die Japaner ihre Hoheitsrechte in großzügiger Weise ausüben. Bei der Bevölkerung handelt es sich vornehmlich um Ackerbauer, die an den steilen Berghänqen un- •Cr Aoßer Mühe ihre Nahrung anbauen, aber auch im Waldbau mancherlei Ueberraschendes leisten Be- sonders bedeutsam für das Wirtschaftsleben der - !?• ?,e große staatliche Holzoerwertung, die m Verbindung mit einer nach europäischen Gesichtspunkten durchgeführten Forstwirtschaft steht und in den Händen der Japaner liegt, während die Chinesen in der Hauptsache den Teeanbau, sowie die Ge- wlnnung von Reis und Bananen betreiben. Im Der CJnfßl sind namentlich Schwefelquellen von Bedeutung, tätige Sultane sind aber bort nicht Mehr vorhanden. ' 3m Saale des Caf6 Leib veranstaltete die Gas- , gemeinschaft Gießen am gestrigen Donnerstag einen : Bunten Abend. Die Gießener Hausfrauen waren , sehr zahlreich erschienen. Auf der Bühne waren in ' schöner Ordnung Gasgeräte aller Art aufgestellt. Mitglieder des Stadttheaters hatten sich zur Verfügung gestellt, um durch Tanz und Gesang, durch lustige Vorträge und gesangliche Darbietungen einige vergnügte Stunden zu bereiten. Mit einem flotten Marsch der Musikkapelle wurde der Abend eröffnet. Der Geschäftsführer der Gasgemeinschaft, Dr. G o e r e s, Gießen, begrüßte die Gäste. Er gab bekannt, daß zu dem von der Gasgemeinschaft veranstalteten Preisausschreiben über 1100 Lösungen eingegangen seien. Dann sprach der Vorsitzende der Gasgemeinschaft, Herr Rödiger-Gießen, der ausführte, daß man sich heute mitten in der Arbeitsschlacht befinde. Man wisse, daß der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler ein warmes Her§ für alle Volksgenossen habe, besonders habe er auch das Handwerk bedacht. Oft müsse man staunen, wenn man in vielen Wohnungen feststellen könne, wie schlecht die Gasappa- rate und -Anlagen in Ordnung seien. Es liege im Interesse der Haushaltungen selbst, diese Apparate und Anlagen von Zeit zu Zeit einer Prüfung unterziehen zu lassen oder durch Neuanschaffungen zu ergänzen. Bei allen Anschaffungen sei zu bedenken, daß damit vielen Volksgenossen Arbeit- und Brotmöglichkeiten gegeben werde. Die mit großem Beifall aufgenommenen Ausführungen des Redners klangen aus in einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf den Führer. Anschließend wurde gemeinsam das Horst-Wessel-Lied gesungen. Frau Kalbfleisch wies im weiteren Verlauf des Abends zunächst auf die Bedeutung des Eintopfgerichtes hin. Sie betonte, daß mit der Einführung des Eintopfsonntags die Reichsregierung eine vorzügliche Maßnahme getroffen habe. Das Eintopfessen sei nicht nur gesundheitsfördernd, sondern erspare der Hausfrau auch viel Zeit und Geld, i Es sei die älteste Kochweise, die nur durch fremden : Einfluß verdrängt wurde. In vielen Gegenden i Deutschlands seien aber die Eintopfgerichte heute i noch an der Tagesordnung, besonders in Schlesien, i Westpreußen, und vor allen Dingen in Thüringen. ! Dabei habe die Verabfolgung des Eintopfgerichtes i einen erzieherischen Wert: Es zwinge jedes Fami- i Da Harry Cobler nicht etwa allein, sondern mit feiner lustigen Kölner Bühne, mit Kolleginnen und Kollegen erschienen war, brachte der Abend außer- dem nocb fiflprfpi IlntprhnlHnwioc ra : „ „ _ _ er > ■ v tyi* hcucui. jein und auserlesen, aber nicht üppig waren die Speisen. Aber Gersheim war der Hunger, vergangen. Er aß nur ein paar Weinbeeren und schälte fast gedankenlos eine Apfelsine, die er halb liegen ließ, dann eilte er in sein Ankleidezimmer und zog sich' Lustiger Abend der AGG. »Krast durch Freude". Was soll ich denn mit einem Auto? ROMAN VON KÄTHE METZNER. Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.). mehr den Einfluß wie früher. Die spanischen Missionare haben schon frühzeitig mit dem Bau von um» angreichen Kunststraßen begonnen. Amerika hat eit der Inbesitznahme der Insel im Jahre 1899 auf dresem Gebiete in veaer Weise weitergearbeitet und viele Tausende von Kilometer Kunststraßen gebaut In wirtschaftlicher Hinsicht ist die Insel wei^ehend entwickelt worden, wie sich aber ihr politisches Schicksal gestalten wird, ist heute noch völlig ungewiß. Der Vortragende wies in diesem Zusam- ?en«i?rn8 ^ur3 die SeLständigkeitsbestrebungen der Philippinen-Inseln hin, betonte dabei, daß die Philippinos selbst sich noch sehr uneinig und unklar über die Wege zu ihrem Ziele sind und deutete dabei auch kurz auf gewisse japanische Pläne hin, die hierbei eine Rolle spielen können. Der fesselnde Vortrag, der durch reichhaltige Licht- bilder in guter Weise ergänzt wurde, fand den leb- haften Beifall der Zuhörer. „Ja, ich höre schon! Ria, aber ... sieh doch bitte em, es geht heute wirklich nicht!" „So!" Zum Glück hörte Günter von Gersheim nicht, daß Ria drüben leise durch die Zähne pfiff Sie beherrschte sich aber und zeigte größte Liebenswürdigkeit. Gersheim schien absolut nicht zu bewegen zu sein. Schade, sie hätte sich ihren Trumpf gern noch ein wenig aufgespart. So aber mußte sie ihn jetzt schon ausspielen, sonst war er bestimmt nicht aus dem Hause zu kriegen. .. "^"n,, ich will dir sagen, Günter, weshalb ich dich bat! Du erinnerst dich doch unseres Gesprächs von damals? Du wirst wissen, es handelte sich um jenes fremde Mädchen — um diesen Mannequin Öen du unbegreiflicherweise so verteidigtest ..." Günter von Gersheim fühlte, wie ihm auch in ^^c^^enblick wieder das Blut in den Kopf schoß. Wie kam Ria dazu, Gerlinde andauernd on- zugreifen? Warum ließ sie ihr nicht Ruhe? Eifersucht r "Weil du Fräulein Steinbrück fortgesetzt angreifst, sagte Gersheim ziemlich heftig und laut „Ich sage dir noch heute, daß ich jede Dame in Schutz nehme, deren guter, reiner Name irgendwie, id) weiß nicht, aus was für Gründen, durch den Schmutz gezogen wird." Ria Velten bebte vor Zorn. Ah, also immer das- rlv0^ ^Utc flc abschieben, das war doch klar ersichtlich. Noch immer also spukte ihm dieser Mannequin im Kopfe? „2)anie? Daß ich nicht lache!" klang es von drü- bcn böse. „Em ganz raffiniertes Kokottchen, wie ich dir schon sagte, ist sie ..." ; D? erklang schon das bekannte Hupensignal Ria war bereit. 1 a „Halten Sie heute den Daumen für mick Tnmi Ster !" Ria hatte ihr Geldtäschchen geöffnet und Schoß^^ crftaunicn Zofe em Fünfmarkstück in den Dann eilte sie davon, während das iunae Mäh, chev bas blanke Selbftütf nach immer'2-rwund-r zwischen den Fingern drehte. Wie tarn das? Ria Velten war doch gerade heute wieder einmal ganz besonders unerträglich und launisch zu ihr gewesen. Nichts hatte sie ihr recht macht können Ueberhaupt — die Zofe wußte, feit bic Sache mit dem Herrn Baron nicht mehr so M 'n Ordnung war, hatte sie bei Ria böse Tage Aehabt. Aber — vielleicht wurde das wieder gut. „Verzeihe Ria, wenn ich das Gespräch jetzt un- terdreche! Ich kann nicht dulden ... Oder sage mir: Hast du mich nur angerufen, um wieder solche ärgerlichen Unterhaltungen mit mir zu führen?" ■Jegt war Gersheim beinah wütend geworden. „Dann muß ich auf die Ehre, mit dir ein Gespräch 3u fuhren, jetzt und für alle Zeit verzichten, Rio!" „So überzeug' dich doch. Günter! Was hab' ich ur Interesse? Ueberzeug' dich selbst! Deshalb wollte uut dir heute in die Verdi-Diele gehen. Dieses ... dieses Mädchen tanzt dort abends und ist die Freundin des berüchtigten Doktor von Sachs. Na —- du kennst ihn ja!" „Ist das die Wahrheit, Ria?" Günter von Gers- heim schrie es fast in den Apparat. „Sie selbst Günter, wenn du mir nicht glaubst! ^age dort Erkundige dich! Ich meine es .. doch mir gut nut dir , setzte Ria mit der Sanftheit einer Taube hinzu. v Ich bin kurz nach neun bei dir mit hnu W?gen Muß mH erst noch umziehen. Bitte, halt dich fertig. Auf Wiedersehen!" Ziemlich heftig legte Gersheim den Hörer auf Die Gabel. Dann ging er mit großen Schritten ins raten werden, ob der Junge oder das Mädel für Den Angestelltenberuf geeignet ist, denn nur der Tüchtigste soll diesen Berus ergreifen. Gerade viele Schüler der höheren Schulen, die nicht das Endziel, das Abitur, erreicht haben, glauben, daß der Kaufmannsberuf der letzte Anker fei. Es ist kein Geheimnis, daß auch die meisten Betriebsführer derartige Lehrlinge ablehnen, weil sie sich sagen, daß bei Nichterreichen des Klassenzieles der Junge auch kein fähiger Kaufmann werden kann. Bei dieser Gelegenheit richten wir gleichzeitig an alle Betriebsführer die herzliche Bitte, Lehrstellen zur Verfügung zu stellen, damit wir auch in der Lage sind. Den entsprechenden Nachwuchs, der uns ja so bitter nottut, mitheranbilden zu können. Ein ganz bekannter Wirtschaftsführer hat einmal gesagt: „Don meinen vier Söhnen wird nur der hellste Kaufmann, die anderen müssen eben studieren." Um den Eltern Gelegenheit zu geben, mit uns zu besprechen, haben wir Dienstags und Freitags von 10 bis 13 Uhr Sprechstunden eingerichtet. Die Geschäftsstelle der Berufshauptgruppen in der Deutschen Arbeitsfront befindet sich in den Räumen der früheren Deutschen Angestelltenschaft, Gießen, Lonn- straße 18. (Siehe heutige Anzeige.) Dre NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude i m Kreise Gießen hatte für den gestrigen Abend im Suge ihrer Bemühungen um anregende Freizeitgestaltung zu einem lustigen Abend in das hiesige Stadttheater eingeladen und den zahlreichen Teilnehmern einige unterhaltende Stunden bereitet. Der Abend begann mit einem vergnüglichen Schmunzeln und endete in ftürmifcher (ÄoilorPnit iimS -11______:_____ sr. r , 1 * , ' Ria Vellen machte sich für den Abend mit ganz besonderer Sorgfalt „zurecht". Ein Abendkleid aus silbrigglänzendem Seidenstoff umspannte ihre schöne, schlanke Figur. Das dunkle, tiesschwarze Haar lag streng zurückgekämmt. Lange, kostbare Ohrringe schmückten die feingeformten Ohren. Ria schaute in den Spiegel und lächelte sich zu. War sie nicht schön? Bezaubernd schön, wie die Reklameanzeigen es in alle Welt hinausschrien? Ganz dicht neigte sie ihr Gesicht an den Spiegel pin, zog noch einmal mit dem Lippenstift die herzförmige Linie der Lippen nach. Dann griff sie noch ewrnal zur Puderquaste und betupfte Stirn und Wangen. In ehrfürchtiger Bewunderung stand ihre Zofe hinter ihr und staunte ihre Herrin an. Dann legte te JKia das Cape aus Hermelin um die blendend schonen Schultern. Ria Velten fieberte innerlich. Oh, von ihr aus konnte der Kampf beginnen. Sie dachte gar nickt daran, ihren Freund Gersheim so mir nichts dir nichts an einen kleinen Mannequin hinzugeben. Im Grunde genommen, fand Ria, war Gers- heim so dumm wie alle Männer! Mit Lift imh einem bißchen — Lüge würde sie bald zum Ziel kommen. Wenn sie erst Gersheims Frau war bann fjatte sie erreicht, was sie wollte.. Dann — mochte er tun was er wollte. Die eheliche Treue brauchte er nicht so genau zu nehmen. Die Hauptsache daß sie dann.ferne Sorgen mehr hatte. So schön' das Leben beim Film war, Ria war klug genug sich einzugestehen daß sie älter wurde und auf U Dauer ihre Gesundheit dabei aufrieb. ° e mit einer Situation, die man im Stadttheater sonst fetten erlebt Es mag dies aber für diesen Abend Charakteristische und auch das Richtige gewesen Harry Cobler, der in der jüngsten Zeit schon in verschiedenen Orten Oberhessens gastierte, bestritt. öen größten Teil des umfangreichen Programms mit feiner quicklebendigen Art des Vortrags mit einen vielen Schnurren, die nur fo aus ihm heraus- Ipruöetten und ihm außerdem noch Zeit zu etlichen Stegreifwitzen mit dem Publikum ließen. Er überraschte seine Zuhörer immer wieder mit neuen mit manchem Witz, bei dem erst um etliche Ecken gedacht werden mußte, und sich dadurch der Oachersolg um Sekunden verzögerte. Er erzählte mit allen Mitteln, die einem fo virtuosen Komiker » c -ßrr 3,ur Verfügung stehen, kleine eigene Er- lebnijfc m jenen Uebertreibungen, die den Erfolg verbürgen. Alles was er sagte, unterstrich er immer irgenbmie durch fein Gesicht, seinen Körper, seine • ®an3 besondere Erfolge waren seine rein mimischen Darstellungen, die in jeder einzelnen Geste verstanden wurden, so daß er kein Wort zu Hilfe zu nehmen brauchte. Die vielgestaltige Reihe feiner Darbietungen beschloß er mit einem originellen amerikanischen Jazz, der einige Wiederholun- gen erfahren mußte. 3m Geiste folgte man dem Vortragenden bann nad) der «mmkaniichen Ins«! Luzon, deren Sänge °°n Homburg bis Wien ent- IF™* 5 besonders bemerkenswert bezeichnete der Wiedner hier die gewaltigen Urwälder mit Bäumen bis zu 30 unb 40 Meter Höhe, ferner mochte er mit öen angestammten Bewohnern bekannt, den Negri- tos, die ,n ihrer Art sehr stark an afrikanische Ne- gerrassen erinnern. In wirtschaftlicher Hinsicht tor”mtJur, diese Insel insbesondere eine umfang. ""F..Ausfuhr von Kopra in Betracht, daneben «ob fr“ Truahrungswirtschaft die Fischerei eine grofee Rolle. Weiter wurden die Zuhörer mit den Ergebnissen der kolonisatorischen Arbeit durch die Karche, bei der besonders der spanische Einfluß herr- fchend ist, und durch die Bemühungen Amenkas be- kanntgemacht. Die Bevölkerung ist zum größten Teil christlich, immerhin hat die Kirche heute nicht Während Frau Kalbfleisch noch erklärte und kochte, erschien plötzlich mit lautem „Hallo!" Paul Nieren vorn Stadttheater Gießen, bewaffnet mit Kochlöffel, Notizblock und Bleistift, um als Vertreter Der „ßiga der Junggesellen" Kochrezepte zu notieren und auch Kochproben entgegenzunehmen. Damit hatte der lustige Teil des bunten Abends feinen Anfang genommen und brausender Beifall erscholl, als der lernbegierige, in alle Töpfe guckende zur „besonderen Verwendung gestellte Unterkoch" sich an den verschiedenen Geräten fast die Finger verbrannte. Nach allerlei Späßen und Witzen machte er schließlich mit seinem Humor den Ansager. Luise Decker vom Stadttheater Gießen fang zwei unterhaltsame Lieder. Inzwischen hatte das Preisrichterkollegium auf ber Bühne Platz genommen. Paul Nieren machte mit dem „Einzug der Gladiatoren", Trauermärschen und einem „Tanz der Freude" die Zeremonien zu »er feierlichen Handlung, die den Zweck haben ollte, die Gewinner des Preisausschreibens festzu- tellen. Die Preisträger wurden anschließend bekanntgegeben. Im weiteren Verlaufe des Abends ah man verschiedene Tanzeinlagen von Fräulein Haase und Herrn B e l l o f. Fräulein Haase eF.ra.n9 sich einen Sonderapplaus mit einer vorzüglich einstudierten Tanzaroteske. Herr Bauer (Gießen) brachte mit großer Geschicklichkeit einen Xylophonvortrag zu Gehör; Hansi Salz mann vom Stadttheater Gießen sang mit viel Temperament und guter Laune das Lied „Heute könnte ich die ganze Welt umarmen", während Karl Volck im Frankfurter Dialekt ein Gedicht zum Vortrag brachte, das großen Beifall fand. Eine Tombola war ebenfalls eingerichtet, an der allerlei praktische Gegenstände für den Haushalt zu gewinnen waren. Der Erlös der Tombola und des Abends in Höhe oon 157,40 RM. fließt dem Winterhilfswerk zu. In angeregter Stimmung ging man nach Hause. fang einige Lieder und versuchte sich u. a. auch mit einem schwäbischen Volkslied. Es gab dankbaren Beifall. Trude M o n t a n i tanzte sehr graziös einen Walzer, dann ein Piccicato und schließlich einen kurzen bewegten Matrosentanz. Auch hier hielt das beifallfreubige Haus nicht zurück. Die fröhlichen Fünf fangen mit der ihnen eigenen Technik verschiedene Lieder und durch die Art der Wiedergabe originelle Szenen. Auch dieser Teil des Ensembles hatte immer wieder starken Beifall zu quittieren. Der Illusionist Orizawa trug auch fein Teil zur Unterhaltung bei. Er ließ kleine Bälle verschwinden und auf rätselhafte Weise wieder auf- tauchen, er zauderte, eine Taube irgendwo hervor, er hatte auf einmal eine große Fahne in der Hand, von der man nicht recht wußte, wo sie herkam, ja, er rüttelte den Leuten Geldstücke aus den Jacken und aus der Nase und gab damit dem Publikum allerlei Rätsel auf. Schließlich aber tat er so, als gäbe er Aufklärungen über einige feiner Zauberkunststücke, damit es, wie er sagte, die Leute „zu Hause auch nicht fertig bringen!" Seine Darbietungen wurden mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Geo Jett (ein „Meenzer") bradjte zuerst ein lustiges Liedchen zur Laute, fang dann ein Rhein- Heb, das die Zuhörer nach vorheriger freundlicher Einladung in ein allgemeines Schunkeln geraten ließ — schließlich beendete das Lied „Im Mainz im schönen Rhein" mit abermaligem heftigem Ge- chunkel den bunten Abend. Man fühlte sich drei Stunden lang gut unterhalten und ging befriedigt nach Hause. Daten für den 25. Januar. 1390: ber deutsche Name der Stadt Bromberg wird zum ersten Male urkundlich genannt; — 1776: Der Schriftsteller Joseph von Görres in Koblenz geboren (gestorben 1848); — 1855: der Historiker ebuarb Meyer in Hamburg geboren (gestorben 1930)» — 1886: der Tonkünstler und Staatsrat Wilhelm Furtwängler in Berlin geboren. vornolizen. Auf einer Anhöhe, von dunklen Tannen umgeben, stand ein Schloß, märchenhaft schön in seiner Ver- traumtheit — Schloß Gersheim. Dort war er geboren, dort hatte er gelebt; wie feine Eltern und Voreltern, die feit alten Zeiten hatten "" ®icnftc derer von Gersheim gestanden Tränen tropften auf das Bild. Tränen der Freude Die Heimat sollte er Wiedersehen? Die ■ lmar Unö der junge Herr würde endlich wieder einmal lachen und würde eine liebe, junge Frau beimfuhren und es wurde wieder Glück geben auf Dem Schlosse. „Du lieber Vater im Himmel, Lob und Dank, Satz du dem Leid meines armen, guten Herrn end- iid) em Ende bereiten willst, murmelte der Alte fromm. * Unten in seinem Arbeitszimmer stand Günter von Gersheim sinnend. Was sollte er tun? Ach ja, er sollte Ria anrufen sm;; ?cI*en/ *’c tzewiß wieder irgendwelche Wunsche bezüglich des Abends hatte. Aber wenn er nun heute wirklich nicht aufgelegt tolr;obm 2Ib,cnb "J1* Nia zu verbringen? Wirklich nicht? Nun, so mußte er doch schon der Pflicht genügen und sich entschuldigen. Zögernd griff er zum Hörer. Nahm ihn langsam von der Gabel herunter und wählte Rias Telephon- nummer. v 1 Cine le^te Hoffnung noch — vielleicht war sie nicht zu Hause! Doch er hatte sich getäuscht. Ria meldete sich selbst. „Hier Günter Gersheim! — Guten Abend, Ria! Du wünschtest meinen Anruf?" „Guten Abend, Günterchen!" Ueberaus freundlich klang Rias Stimme durch den Apparat. „Vielen Dank! Du... ich wollte dich nur fragen: Willst Du mich heute abend nicht in die Verdi-Diele begleiten? Ich war jetzt lange nicht aus. Möchte gern mal ein bißchen Menschen sehen und vielleicht auch ein bißchen tanzen. Du holst mich nach neun Uhr mit deinem Wagen ab, Günter — nicht?" „Ach. Ria ... Sei mir nicht böse. Ich ... ich fühle mich gerade heute gar nicht recht in Stirn- mung." „Was heißt in Stimmung, Günter, wenn ich dich — bitte? Hörst du?" — „Kamps um Kraft" ist ein Tonfilm vom Bergbau und Kraftfahrt betitelt, der am kommen- den Sonntagvormittag im Lichtspielhaus, Bahnhof- ftraße, gezeigt wird. (Siehe heutige Anzeige.) h **rn23 ?rnr b c r 2 a n b e 5 u n i D e r f i t ä t. Don r-?Fe^fle bev Universität Gießen wird uns Der ordentliche Professor für Kirchen- geldjidjtc an unserer Universität, D. Heinrich -öornramm, hat den an ihn ergangenen Ruf an hbCnii°rbenr!^Cno aeWW für Kirchengeschichte an der Universität Leipzig zum 1. April 1935 an- 95no!™™n- ~ Dr. Rudolf Gerber, Professor für Musikwisienschaft, ist von dem Herrn Reichs- und preußischen Minister für Wissenschaft, Er- PnCrfTÖ Volksbildung zum Mitglied des musi- Seite -^lerausschusies im Reichsinstitut für Deutsche Musikforschung berufen worden. Lächelnd nahm Jie neben Gersheim an einem D'fchchen Platz, von dem man wunderbar die Tanzfläche übersehen konnte. „Nun — du wirst deinen Engel gleich sehen Gunter! Gott, wer kann es so einem Mädelchen verdenken, wenn es noch einen kleinen Nebenver. ^enst sucht? Wird auch nicht so sehr fürstlich be- zahlt werden im Merkur' - meist sind dies?Wä- nUr fa,f0nme,fe aIs Mannequins ver- pflichtet. „Ria, liebes Kind ... Ich faqe ^r, dak du dick irrst-,Eine Aehnlichkeit hat dich gennn? !0as $ alles. 1 Die Filmschauspielerin lächelte siegesgewiß „Wozu ftreiten, Günterchen? Dielleicht — hnft d,. recht. Vielleicht — ich." ^aft Du Lautlos fast bediente der Ober. Stellte di- min. fer auf den Tisch. Schenkte den edttn Wein ^n hob ihr Glas und zeigte nun ihr verführe-' rischstes Lächeln: ' uci|uyre» "Aus Dein Wohl heute, Günter! Nein Vtehor auf Dem armes, liebeskrankes Herz'" 1 b r ©unter Gersheim tat Ria höflich Bescheid Es war ihm nicht möglich, auf ihren Tn« ’ ünmiltKirfid) fiel iV Gerlinde ein, und er n°ch I-tzt, wie glücklich er in dem kleinen (Fortsetzung folgt t) ^;h?,e?ats fünf Mark mehr. Das war roieöer em Kopfbezug für die Aussteuer. ^."^""^effen fuhr Ria Belten an Gersheims Seite lange durch die Straßen Berlins. Sie hüllte Schweigen. Auch Gersheim war eifria m f hn9t rT Sprei,en unb fat- a[s achte er eifrig auf das Steuer. Doch Dann waren sie am Ziel. Der Wagen hiell. Als Gersheim neben Ria die teppichbelegten Stu- ^nein Vad)dk cr selbstzufrieden in sich mn2rrmieohRia!- Was mochte ihr die Eifersucht wohl ttnde d7-gegeben haben?! Ach, die kleine Ger- Bpttck^ . xa0 SLcm$ schon lange daheim in ihrem ftr/te. b nUf)te bx? müden Glieoer vom ange- strengten Dienst aus. Und dann ... Gerlinde hatte Nun mnnf ^°nken Mütterchen gesprochen. Nun, mal sehen, was Ria vor hatte!, dachte Gers- und begann an der ganzen Geschichte eigen!« e. .5 Spaß zu gewinnen, wobei ihm nur noch Ria in ihrem blinden Eifer leid tat. Ria aber überließ sich ihrerseits wieder ihren bedanken. Ihre Spannung stieg unaufhörlich. Wie wurde der Anblick des Mädchens auf Steinbrück wirken? . DH, wie sie Günter kannte. War er so eingestellt war? Mädchen dann für ihn einfach erledigt — Tageskalender für Freitag t NSLB., Fachschaft Höhere Schule, Biologische Ar- beltsgemeinschaft, 17 Uhr: Zusammenkunft im Leh- rerzimmer des Realgymnasiums. — Stadttheater, 20 bis 22.30 Uhr: „Ein Volksfeind". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Frasquita". — Astoria-Licht- fpiele, Seltersweg: „Heldentum und Todeskampf unserer Emden". — Goethe-Bund und Kaufmänni- cher Verein, 20 Uhr, in der Neuen Aula, Licht- bilberoortrag: „Der Durchbruch der Goeben und Breslau . — Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde, Abteilung für Naturkunde und En- tomologenverelnigung Gießen-Wetzlar, 18 Uhr, im Forstinstitut, Braugasse 7: Gemeinsame Sitzung. ~ ® ö 11 ie at e r Gießen. Heute abend: „Em Volksfeind , Schauspiel in fünf Akten von Henrik Ibsen; Spielleitung hat Wolfgang Kühne. —- D i e Volkshochschule macht darauf aufmerksam, daß heute (Freitag) der dritte Vortragsabend von Lehrer Falls stattfindet. Näheres siehe heutige Anzeige. lienmitglieb, zu feinem Teil etwas zum WHW. bei- zusteuern und damit unseren armen unb notleidenden Volksgenossen zu helfen. Damit handele man im besten Sinne unseres Führers. Dann begab sich Frau Kalbfleisch an die Arbeit und führte praktisch eine Anzahl von Eintopfgerichten vor, die das größte Interesse ber Hausfrauen fanben. Um jeben von ber Güte dieser Gerichte zu überzeugen, wurden Kochproben verteilt. Oberheffen Probespielen vorsichtig gespielt werden mußte, um Verletzungen zu vermeiden. Der Gau Württemberg wird den Länderkampf zum Anlaß eines großen deutsch-schweizerischen Volksfestes nehmen. Aus allen süddeutschen Gauen werden bis auf den bayrischen Gauführer, der die süddeutsche Mannschaft nach Luzern begleitet, sämtliche Gauführer dem Länderspiel beiwohnen. * Ein „kleines Länderspiel ist das Treffen Schweiz B — Süddeutschland in Luzern. Die hier als deutsche B-Mannschaft aufgestellte süd- deutsche Vertretung könnte sicher auch gegen eine nicht allzustarke ausländische Nationalmannschaft in Ehren bestehen, denn auch sie enthält zum größten Teil erstklassige Spieler, die zum Teil auch schon das Nationaltrikot trugen. Sie spielt mit: Jakob: Konrad, Wendl: Herrmann, Goldbrunner, Streb: Langenbein, Becher, Friedel, Förschler, Dommel. Wir rechnen in diesem Spiele ebenso wie im Skitt- garter Kampf mit einem Sieg der deutschen Farben. Gtadtvorstandssihung in Alsfeld. ZAlsfeld, 23. Jan. Nach längerer Pause fand lestern die erste Stadtvorstandssi tz u n g im neuen Jahre statt, die eine reichhaltige Tagesordnung aufwies. U. a. wurden erledigt: Der Vorschlag des Hochbauamts Alsfeld wegen Abänderung der Baufluchtlinie der Straße im „Grund" und der Landgraf-Hermann-Straße. Gemäß dem Vorschlag des Hochbauamts wird die Fahrbahn für diese Straße um einen Meter verbreitert und es werden die beiderseits vorgesehenen Vorgärten von 5 Meter auf 4,50 Meter herabgesetzt. Die Regelung der I a g d p a ch t für das abgelaufene Pachtjahr 1934 wurde in der Weise vorgenommen, daß den Jagdpächtern eine Pachterma- ;iqunq von 35 v. H. der ursprünglichen Pacht- umme gewährt wurde. Der Antrag der Jagdpächter auf eine Herabsetzung um 50 v. H. wurde abgelehnt. Dabei gab der Vorsitzende einige Erläuterungen über die kürzlich m Kraft getretenen hessischen Ueberleitungsbestimmungen zum Reichs- ^Auf^ Grund des steigenden Kraftwagenverkehrs ist die Anschaffung einer größeren Anzahl V e r k e h r s s ch i l d e r innerhalb der Stadt notwendig geworden. Der dafür erforderliche Kredit wurde bewilligt. Auf Anregung des Forstamts Eudorf sollen N o t- standsarbeiten im Stadtwald noch im Laufe des Winters zur Ausführung kommen Der Gesamtkostenbetrag beläuft sich auf 7500 Mark. Die Ausführung der Arbeiten wurde genehmigt unter der Bedingung, daß ein Forderungssatz von drei Mark für jedes Tagewerk von der Reichsanstalt Im zweiten Kampf der Abteilung A schlug Rumänien Holland sehr sicher 6:0 (2:0, 1:0, 3:0) und spielt nun gegen Deutschland um den ersten Platz der Gruppe A. Oie letzten Acht bei den Deutschen Hallen-Tennis-Meisterschasten. Bei den internationalen Hallen-Tennismeister- schaften in Bremen wurden am Donnerstag im Herreneinzel die „letzten Acht" ermittelt. Es sind dies: von Gramm, Lesueur, Lacroix, Gentien, Palmieri, Bernard, Henkel I und Henkel II. Im Dameneinzel sind bereits die „letzten Vier" in Frau Sperling, Frau Gleerup, Frl. Payot und Frl. Horn ermittelt. Im Herrendoppel gelangten die Franzosen Bernard-Gentien schon in die Vorschlußrunde und im gemischten Doppel wurden bereits vier der „letzten Acht" ermittelt. Oie Spiele der Kreisklaffen am Sonntag. verein Frohsinn-Quartettverein 1884 Gießen brachte gestern seinem Ehrenmitglied, Rechnungsrat S ch i s s n i e, Kaiserallee 3, anläßlich seines 80. Geburtstages ein Ständchen dar. Der Jubilar, der dem Verein schon über 30 Jahre als förderndes Mitglied angehört, dankte tiefergriffen für diese Ehrung und wünschte dem Verein ferneres Blühen und Gedeihen. ** Die Sprechstunden der Deutschen Arbeitsfront sind nur Donnerstags von 16 Vor dem 19. Fußball-Länderkampf Deutschland-Schweiz. Kurze Sportnotizen. Mehr als 150 Nennungen wurden für die in Garmisch-Partenkirchen stattfindenden Deut« chen Hochschul-Skimeisterschaften abgegeben, davon allein über 100 von den Münchener Hochschulen. Für Breslau gesichert ist das 16. Deutsche Turnfest 1938. In einer Vorbesprechung zwischen dem Oberbürgermeister der Stadt Breslau und dem tellvertretenden DT.- Führer Carl S t e d i n g . sowie Kasienwart Troyka wurden alle Einzelheiten des großen Festes besprochen. Das letzte Deutsche Turnfest fand bekanntlich im Juli 1933 in Stuttgart statt. Er st nach 300 Spielminuten wurde der englische Pokalkampf zwischen Bury und Bristol City entschieden. Das erste Treffen am 12. Januar endete nach 90 Minuten 1:1, die Wiederholung am darauf- folgenden Mittwoch endete nach Verlängerung, also nach insgesamt 120 Minuten 2:2, und erst ein drittes Spiel am Montag sah Bristol City mit 2:1 siegreich. In der nächsten Runde trifft Bristol City auf Portsmouth. Sand in er und Sames, die beiden Ersten aus der Deutschen Eisschnellaufmeisterschaft, wurden zu den internationalen Wettbewerben in Davos gemeldet, wo sie auf erstklassige Gegnerschaft aus Finnland, Norwegen und Oesterreich treffen werden. Schweinfurts F u ß b a l l t o r ma n n Sie- der ist auch ein guter Wintersvortler. Er wurde jetzt bei den in der Nähe von Bischofsheim in der Rhön ausgetragenen Kreismeisterschaften von Unterfranken Sieger im Springen mit der angesichts der Schanzenverhältnisse recht annehmbaren Weite von 22,50 Meter. Nach Amerika werden sich mit Genehmigung des Reichssportführers die alten und neuen deutschen Eiskunstlaufmeister Marie Herber und Ernst Baier beaeben. Der deutsche Schnellaufmeister Sandtner-München ist auf Grund seiner in Gar- : misch gezeigten guten Leistungen zu den Weltmeisterschaften nach Oslo gemeldet worden. Ehrenpreis des Veichsinnenministers ■ für die Wintersport-Meisterschaften • Der Reichs- und preußische Minister des Innern 1 hat anläßlich der deutschen Wintersportmeister. schäften 1935 einen Ehrenpreis für den Sieger in dem Spezialsprunglauf zur Verfügung gestellt, der am 3. Februar auf der Olympia - Sprungschanze in Garmisch-Partenkirchen international ausgetragen wird. Reichsminister Dr. Frick wird den Ehrenpreis persönlich überreichen. Schwimmwettkämpfe der Universität Gießen. Bei den am Mittwoch ausgetragenen Schwimmwettkämpfen der Universität Gießen fanden sich nur wenige Zuschauer ein. Ebenso war die Anzahl der Wettkämpfer im Vergleich zu früheren Jahren gering. Die Wettkampfe, die sich aus Einzelkämpfen, Staffeln, einem Mehrkampf und dem Hauptspringen zusammensetzten, fanden viel Beifall. Unter den Wettkämpfern fielen durch gute Leistungen besonders Braun (Alemannia) und die Brüder Wernh. und Rolf Meyer auf. Daß auch das Turnfeminar Gutes im Schwimmen leistet, bewies es in den Brust- und Lagenstaffeln. Die Ergebnisse: Brustschwimmen (6 Bahnen): 1. Rolf Meyer 1:33,3. 2. Wernhard Meyer 1:33,4. Brustschwimmen (4 Bahnen): 1. Paul Krämer (Rheinfranken) 1:11 Min. Kraulschwimmen (6 Bahnen): 1. Braun 1:10,8: 2. W. Meyer 1:18,2 Min. Streckentauchen (2 Bahnen): 1. Reumng 27,8; 2. Willy Staab 36 Sek. Streckentauchen (Studentinnen): 1. Schmaus (Turnseminar) 14 Sek. . Dreikampf: 1. W. und R. Meyer je 5 P.; 2. Reuning 6 Punkte. Springen: 1. W. Meyer 145,6 Punkte, 2. R. Meyer 126,4 Punkte. Staffeln: 1. Lagenstaffel: 1. Alemann,a. 2. Freistudenten. 2. Lagenstaffel (Studentinnen): 1. Turnseminar 3:49,7; 2. Studentinnen 4:00 Mm. 3. Bruststaffel (Studentinnen): 1. Turnsemmar 1:40,0; 2. Studentinnen 1:40,0 Min. Hochschul-Meisterschasten im Schwimmen. Gießener Studenten am Start. Am kommenden Sonntag werden in Frankfurt am Main die Südwestdeutschen Hochschul-Meister- schaften im Schwimmen durchgeführt. Es starten die besten Schwimmer und Schwimmerinnen der Technischen Hochschulen Stuttgart, Karlsruhe und Darmstadt sowie der Universitäten Freiburg, Heides berg, Boyn, Marburg und Frankfurt a. M.. Durch die Besetzung der Rennen mit namhaften Schwimmern verspricht die Bedeutung zu erlangen. Das abschließende Wasserballturnier bestreiten die Mannschaften von Heidelberg, Darmstadt, Gießen und Frankfurt. Schwach ist die Beteiligung bei den Studentinnen, denn nur Frankfurt und Gießen sind vertreten. Krastsporkabend im Eaf6 Leib Großen-Buseck — VfB. II (Zutt, Wetzlar); Heuchelheim — Grünberg (Volkmar, Wetzlar); Lich —- Leihgestern (Keller, Naunheim); Wieseck — 1900 II (Küster, Bergbausen): Werdorf — Tgd. Wetzlar (H. Rüspeler, Gießen): Aßlar — Spfr. Wetzlar (Post, Wieseck); Nauborn — Burgsolms (O. Rüspeler, Gleiberg); Alten-Buseck — 1900 III (Bernhard, Wie- eck); Bechlingen — Bonbaden (Dietzel, Wetzlar): Werdorf II — Berghausen (Niersbach, Wetzlar); Oberbiel — Leun II (Kleemann, Bissenberg); Waldgirmes — Burgsolms II (Wolf, Bissenberg); Her- mannftein — Aßlar II (Sack, Heuchelheim); Spfr. Wetzlar II — Tgde. Wetzlar II Kaletsch, Wetzlar); Kinzenbach — Erda (Hunger, Wetzlar); Krofdorf II — Rodheim (Schnabel, Wieseck); Heuchelheim II — Fellingshausen (Weinandt, Leihgestern). Juaendspiele: Albsbausen — Tgde. Wetzlar (Kröner, Oberbiel); Werdorf — Steindorf (Koob, Wetzlar); Waldgirmes — Oberndorf (Steuer- nagel, Nauborn); Holzhausen ", Stockhausen (Schmidt, Leun); Oberbiel — Leun (Dorr, Werdorf). Schülerspiele: Wetzlar — Oberbiel (Wenzel, Schmalbach); Nauborn — Spfr. Wetzlar (Knapp, Werdorf); Naunheim — Aßlar (Spieß, Nauborn). VfB II tritt in Großen-Buseck an und wird versuchen, die hohe Niederlage des Vorspiels wettzumachen, es dürfte aber nur beim Versuch bleiben. Heuchelheim sollte es ein Leichtes sein, zu Hause gegen Grünberg zu einem Siege zu kommen. Der Kampf Lich — Leihgestern ist offen. 1900II wird in Wieseck Federn lassen müßen. Alten-Buseck empfängt 1900 III. Trotz der Niederlage am letzten Sonntag sollte ein Sieg des Gastgebers sicher sein. Erda fährt zum Tabellenführer Kinzenbach, eine Niederlage wird für Erda nicht zu vermeiden sein. Der Kampf Krofdorf II - Rodheim sollte letztere als Sieger sehen, doch Rodheim ist nicht beständig. Fellingshausen fährt nach Heuchelheim zur II. und wird die Punkte wohl dort lassen müssen. Entscheidungsspiel um die Iugendgruppenmeisterschast. K Alten-Buseck, 24. Jan. Anläßlich der Er« zeugungsschlacht fand am Mittwochabend im Saale von Rabenau Wwe. eine Versammlung der Geflügelzüchter statt. Als Rednerin war Frl. Lanz (Gießen) erschienen, die in einem lehrreichen, von Lichtbildern begleiteten Vortrag die zum Thema gehörenden Fragen behandelte. Die Rednerin befaßte sich zunächst mit der Sortenwahl der besten Legerassen und betonte, die beste Gewähr für gute Legeleistung erfordere drei Bedingungen: 1. junge Tiere, 2. geeignete Fütterung und 3. gesunde Aufenthaltsräume. Daß viele die Hühnerhaltung für unrentabel halten, habe seine Ursache in den meisten Fällen in zu hohem Alter der Hühner, an zu em« fettigem, eiweißarmen Futter und nicht zuletzt an viel zu dumpfen, ungesunden Stallungem Als vor- zügliche und verhältnismäßig billige Weichfutter- Mischung sei dicksaure Magermilch, wie solche aus der von der Molkerei zurückgelieferte Magermilch leicht zu gewinnen fei. sowie leicht angekeimter Hafer zu empfehlen. Zur genauen Feststellung des Alters wurde das Anlegen von Meinungen als sicherstes Mittel bezeichnet. Auch für die Erforder- •' - - - - ------- —<• cr—' m Wort uno Ijiajeriie» a/uiixi utQuuinn. i — nisse beim Brutvorgang gab Frl Lanz BNd wertvolle Anregungen. Ort-grupp-nl-l.er be™nfo?qe"nberer Einteilung der Räume im Ver- waltungsqebäude des A r b - i t s b, - n st I a c, - r s wurde auch eine Aenderung der Revierkrankenstube nötig Der hierfür erforderliche Kredits lowie em solcher für die Anschaffung von 150 Schemeln tn fiobe von 880 Mark wurde bewilligt. Für das von der Stadt für Kleingarten- siedlunq in Anspruch genommene Gelände der -oono-liscken Kirche Alss-ld wurde d» P°chtpr->- aut 27 Mark für den Morgen zuzuglich Grund- st-u-r vom R-chnungssadr 1934 °b im Emverstond- ni-l mit dem Kirchenvorstand festgesetzt. N^ch Fertigstellung der Alsred - Kloster ~ . v, _____ ___»am hon (furnier bis 19 Uhr. m C£ m ** Die Ausgabe der Brenn st off-Be- zu g sch eine betrifft eine Bekanntmachung des städtischen Wohlfahrtsamtes in unserem heutigen Anzeigenteil. Die Bezieher von Arbeitslosen- und Krisenunterstützung, sowie verschämte Arme seien Wie wir bereits berichteten, ringt am kommenden Samstag die Gauligamannschaft des IÄwft- und Sportklub 1893 gegen die gleiche Mannschaft der Athletiksportvereinigung 1886 Frankfurt. Die Frankfurter meldeten vom Bantamgermcht biszum Schwergewicht folgende Mannschaft: Jung.Geist, Weimer Bopp, Hirschmann, Steidle und Gerber. Gießen stellt im Bantamgewicht Kling e r, Federgewicht Funk, Leichtgewicht Klotz Weltergewicht Vetter J.-R. 15, Mittelgewicht Tuzel, Halb- schwergewicht Walther, Schwergewicht Em- Außerdem ist der bekannte Federgewichtsstemmer Weltrekordmann und Europameister 1931 und 1933, Eugen Mühlberger vom gleichen Verein am Start. Die Gießener Gewichtheber Bell off, E m m e r i ch, S ch n e i d e r und die beiden Reichs- wehrfoldaten Valentin und Vetter werden mit Mühlberger in den Wettbewerb Metern Um die Gshockey-Wettmersterschast. ÄS«®«: England knapp 1:0 (1:0, 0.0, 0.0) s 9 $• und wurde damit Gruppensieger vor g • zweiten Spiel dieser Gruppe schlugen b*r sicher 4:1 (2:0, 1:1, 1:0) Frankreichs Erster der Abteilung A wurde Kanada durch einen recht kn P pen 2:1 (0:0, 1:0, 1:1) -Sieg über btf SMMgtowa fei, die jedoch als Zweiter auch die Berechtigung hot. an den Schlußkompfen t-ilzun°hmen. Schw°d-N und Italien trennten sich tm zweiten P zu zahlende monatliche Miete ab 1. Januar 1935 auf 20 Mark festgesetzt. Der Zinsfuß für bas von der Stadt gegebene Baudarlehen wurde auf 4 v. H. jährlich festgesetzt. Die von den Siedler zu zahlende Miete ist in erster Linie auf Zinsen und Tilgung zu verrechnen. Gleichzeitig wurde beschlossen, die städtische Hastpflichtversicherung bei der Nassauischen Landesversicherungsbank auf die Siedlung auszudehnen. Ein entsprechender Vertrag soll abgeschlossen werden. Die Beitreibung der rückständigen Steuern und Abgaben aus den früheren Rechnungsjahren bereitet nach Mitteilung des Bürgermeisters erhebliche Schwierigkeiten. Gegen die fäumigen Steuerschulden soll mit allem Nachdruck oorgegangen werden. Es soll nun- mehr in der Weise vorgegangen werden, daß mit jedem einzelnen Schuldner über feine Rückstände verhandelt wird in der Richtung, daß ihm Ratenzahlungen von der Bürgermeisterei bewilligt wer- den, wenn er die lausenden Steuern pünktlich bezahlt. Im Weigerungsfälle sollen Zwangsmaßnahmen gegen die Säumigen ergriffen werden. Landkreis Gießen. ♦* Schulpersonalie. Ernannt wurde der Lehrer Paul N e b e I i n q an der Volksschule zu Gießen zum Stadtschulrat bei dem Stadtschulamt zu Götzen mit Wirkung vom 1. Januar 1935. ** Polizeipersonalle. Versetzt wurde der Oberinsvektor der Schutzpolizei in Gießen Karl Hoffmann auf Grund des § 5 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7 April 1933 in das Amt eines Inspektors der Sckmßvolizei bei der Polizeidirektion Gießen. Schutzpouz (Der(eiI)Ung Bautechniker Karl Zulaufvon Gießen ist laut Verfügung des Hessi- scken Staatsministers vom 19. Januar 1935 zur Führung der Berufsbezeichnung „Baumeister" be- Ehrung eines Förderers des Knjenunterstutzung, joroie i* deutsch en Männergesangs. Der Gesang-1 auf die Bekanntmachung besonders hingewiesen. Das wichtigste sportliche Ereignis des kommenden Sonntags ist der in der Stuttgarter „Adolf- Hitler-Kampfbahn" ftattfinbenbe 19. Fußball-Län- bedampf Deutschlanb — Schweiz. Von ben bis- herigen 18 Spielen haben bie Schweizer vier, Deutschlanb zwölf gewonnen und zwei Treffen enbeten unentschieben. Die Mannschaften spielen in folgenber Aufstellung: Deutschlanb: Buchloh Stührk Schwartz Grämlich Münzenbera Appel ßefjtwr Sifsling Conen Rohwedder Fath Jaeck X. Abegglen Frigerio Poretti Amabo Lörtscher Jaccarb Guincharb M. Weiler Minelli Schweiz: Bizzozero Schiebsrichter ist der Franzose Leclercq. Dem Kampf geht als Vorspiel ein Treffen zwischen zwei württembergischen Jungligamannschaften, „Stuttgart gegen Provinz", voraus. Reichstrainer N e r z hat angeordnet, daß bei den 1900 1. Jugend — Leihgestern 1. Jugend. . Das Spiel um die Jugendgruppenmeisterschaft der Gruppe Gießen, des Sportkreises Gießen wird nicht am grünen Tisch entschieden, fpnbern der Meister dieser Gruppe wird auf dem Spielfeld ermittelt. Am kommenden Sonntag, vor dem Ligaspiel der Gießener Spielvereinigung 1900 gegen den Sportklub Kassel 03, treten die Jugendmannschaften der Spielvereinigung 1900 Gießen und der Spielvereinigung 1926 Leihgestern zum Kampf um die Ermittlung dieses Meisters an. Die Leitung dieses entscheidenden Treffens wird der Jugend- gruppenführer übernehmen. Die Partner sind vollkommen strafpunktfrei aus den Meisterschaftsspielen hervorgegangen. Kuhballabteilung des Tv. Kmzenbam 3um fälligen Verb-mbsfM empfängt die erste Mannschaft am kommenden Sonntag die gteidje bes Spv. 1930 Erda. Die Gaste geben einen starken ffleaner ab und werden die Einheimischen zum Aeu- ßersten zwingen. Die Mannschaft wird daher nur zu Gewinnpunkten tommen, _roenn sie em gutes Spiel zeigt und ihr ganzes Können einsetzt. Handball im Gau XII (Lahn-Oilllreis) Vezirksklasse: Mtv. Gießen - Tv. Münchholzhausen: Gießen erwartet einen Gast, der sich zur Zeit i einer guten Form befindet. Die Mannschaft wird trotz des eigenen Platzes einen schweren Kampf zu bestehen haben, dessen Ausgang mit einer roenn auch knappen, so doch sicheren Differenz für die Kurhessen" Ai a r b u r g - To G oßs eiben : Eine sichere Sache für bie Marburger Mannschaft. Trotzbern sollte sie den Gegner nicht unterschätzen. To Kirchgäns - Tuspo. Marburg: Der Lokalgegner der Kurhesien ist der Gegenspieler in .7, l n 9* bi Kirchgöns. Die Mannschaft besitzt aber bei weitem nicht das Können jener Elf und wird ohne eine glatte Niederlage nicht aus Kirchgöns heraus- - ! ommen. Tv. Lützellinden — To. Roth: Etwas chwerer wirb es Lützellinden gegen bie Gäste aus >er Marburger Gegenb haben. Beibe Mannschaften liegen in ber Tabelle bicht zusammen. Die Platz- Herren sollten zu einem sicheren Sieg kommen. SreisNasfe I: Durch den am Vorsonntag in Krofdorf errungenen Sieg hat sich die Mannschaft des Tv. Hochelheim die Meisterschaft dieser Staffel gesichert. Der Kampf um den zweiten Platz entscheidet sich erst in noch einigen nachzutragenden Spielen. Kommenden Sonntag treffen sich Tv. Atzdach und Tv. K r 0 f b 0 r f in Atzbach. Der Sieger des Vorspieles war Krofdorf. Ob die Mannschaft diesmal wieder zu einem Sieg kommen wird, bezweifelt man etwas, zumal sie auf dem gefürchteten Atzbacher Platz anzutreten hat. Man rechnet vielmehr den Platzherren einen knappen Erfolg zu. kreisklaffe II: Tv. Wißmar — Tv. Lollar: Ein Lokal- fampf im Kleinen spielt sich in Wißmar ab. Mit einem knappen und glücklichen Sieg hatte Wißmar das Vorspiel in Lollar für sich entschieden. Obwohl die Lollarer Mannschaft inzwischen wieder stärker geworden ist, so wird ihr Können doch nicht ganz ausreichen, um in Wißmar einen Sieg zu holen. Man gibt eher noch den Platzherren eine Chance zum Gewinn der 2 Punkte, wenn diese auch nur in einem knappen Sieg begründet sein dürften. Tv. L a u n s b a ch — Tv. Dorlar: Der Tabellenführer dieser Staffel, die Mannschaft des Tv. Dorlar, ist in Launsbach zu Gast. Die Platzmannschaft war der einzige Gegner, der dem Tabellen- führer auf eigenem Platz einigermaßen wirkungsvollen Widerstand entgegensetzen konnte. Die Mann- , schäft wird auch diesmal den Gast zur* Hergabe seines ganzen Könnens zwingen und einen hartnäckigen Kampf liefern. 7 beugen Erkölfun- tz» o Q « le S L dB L5 e.E -S u Igo' =1§ Ef-’ 0 Q « L o"E C |ö~ ~ 2' E E^"' es:« E E ,) S£jo E 84 E Ss SO 0~ SsO E-u E E§'“ X e e Geflügelausstellung in Homberg sche und Anregungen weiterzuleiten. Mitten m der Verkaufssaison — Herbst bis Frühjahr — sei wohl mit einer Aenderung der Preise mit Rücksicht auf die bereits getätigten Abschlüsse kaum zu rechnen. Kreis Alsfeld. £ Merlau, 24. Jan. In der Wirtschaft von Hörle fand eine Bauernoersammlung statt, in der Landwirtschaftsrat Dr. D i e n st von der Bäuerlichen Werkschule in Grünberg über den Zweck und die Ziele der Erzeugungsschlacht sprach. Der Vortragende gab dabei den Zuhörern eine Reihe wertvoller Ratschläge, die für die bäuerliche Praxis und für die Volksgesamtheit von großem Nutzen sein werden. Nach der Aussprache schloß der Ortsbauernführer Hörle die Versammlung mit dreimaligem Sieg-Heil auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler und auf den Reichsbauernführer Darre. melbein, Lauterbach, Z, zwei 1. Pr., sg, g. Minorka, schwarz, K. Pfifferling, Schlitz, E, zwei 1. Pr., g. Italiener, rebhf., K. Wenzel, Zell, Z, 1. Pr.; H. Ziegenhain, Nd.-Ohmen, 1. Pr., g. Italiener, fchw^ H. Alexander, Nd.-Ohmen, E, 1. Pr., 2. Pr., 2 g.z K. Wahl, Angersbach, E, g; 23. Lachmann, Schlitz, Z, zwei 1. Pr., 2 g. Italiener, braun, K. Wittich, Nd.-Gemünden, 1. Pr. Italiener, gelb, K. Schäfer, Lauterbach, E, 1. Pr.; H. Dickert, Hemmen, Z, zwel 1. Pr., 2. Pr., 2 g; Lehrer Stoll, Altenburg, zwei 2. Pr., 2 g. Italiener, gestr., K. Strauch, Homberg, Z, 1. Pr., 3 g, 2 b. Rheinländer, schwarz, H. Kraft, Wallenrod, Reichsfachgruppen-Plakette für zweit^ beste Gesamtleistung, 2 E, Z, fünf 1. Pr., zwei 2. Pr., sg, g. Silberbrackel, K. Krug, Homberg, E, I.Pr., 3 g; P. Krug, Nd.-Gemünden, 2. Pr., 3 g. Silbersprenkel, O. Soedler, Nieder-Gemünden, E, 1. Pr. Nachtrag: Jtal., schw., L. Krauß, Nd.-Ohmen, sg, 2 g. Abteilung Wassergeflügel: Pekingenten^ K. Fihler, Nd.-Ohmen, E. Pommernenten, blau, £X Soedler, Nd.-Gemünden, zwei I.Pr. Abteilung Zwerge: Orpington, schw., W. Hin« kel, Schlitz, Z, zwei I.Pr. Eochin, schw., O. Soed- ler, Nd.-Gemünden, Z, zwei 1. Pr. Wyandotten. weiß, K. Jung, Zell, E, I.Pr., sg, g; K. Kernbach, Schlitz, 1. Pr. Wyandotten, schw., Lehrer Lotz, Nd.- Gemünden, Zuchtpreis s. Zwerge, 3 Z, zwei 1. Pr^ 2. Pr., 3. Pr., sg, 4 g; H. Dickert, Schlitz, 2. Pr., 3. Pr., 2 b. Holländer Weißhauben, H. Kirbach, Homberg, 1. Pr. Langschan, schw., K. Habicht, Homberg, Reichsfachgruppen-Plakette für beste Gesamtleistung, 2 E, Z, 1. Pr., drei 2. Pr., 3. Pr., 4 sg, g; W. Hinkel, Schlitz, I.Pr., sg. Porzellans. Zwerae, O. Soedler, Nd.-Gemünden, E, Z, drei 1. Pr., 2 sg, g; K. Strauch, Homberg, 1. Pr., g. Deutsche Goldh.- Zw., P. Krug, Nd.-Gemünden, Z, zwei 1. Pr., 2 sg, g; H. Reitz, Burg-Gemünden, I.Pr., 2. Pr., sg, g. Bantam, schw., A. Günther, Nd.-Gemünden, 1. Pr., g. Abteilung Tauben: Altdeutsche Kröpfer, G. Falkenhainer, Alsfeld, E, Z, drei 1. Pr., g. Hessische Kröpfer, H. Kruppert, Schlitz, E, 1. Pr., 2 g. Schönheitsbrieftauben, Ldw. Römer, Neuhaus, E, 6 g; W. Lang, Rainrod, E, drei 1. Pr., 4 g; G. Wink, Hutzdorf, Z, I.Pr., b; Gebr. Krömmelbein, Lauterbach, 1. Pr.; A. Krug, Rainrod, E; H. Wagner, Dannenrod, Z, 1. Pr., 5 g. Altdeutsche Schilder, W. Theiß, Nd.-Gemünden, 1. Pr., g. Elstern, schw., A. Krug, Rainrod, 1. Pr., 2 g. Elstertümmler, schw., K. Schäfer, Hutzdorf, Z, I.Pr., g. Feldtauben, H. Hübenthal, Homberg, Zuchtpreis für Tauben. Z, zwei I.Pr., 2. Pr., 3 g. Pfautauben, weiß, Müßig, Homberg, 1. Pr., g. Thüringer Flügeltauben, H. Kirbach, Homberg, E, drei 1. Pr., 3 g. Nürnberger Samtschwalben, K. Strauch, Homberg, Z, zwei 1. Pr., sg, 3 g. Pfaffentauben, derselbe, 1. Pr., g. Forellentauben, H. Wagner, Dannenrod, Z, zwei I.Pr. Abteilung Ziergeflügel: Amherstfasanen, O. Soedler, Nd.-Gemünden, Z, 1. Pr. Goldfasanen, derselbe, Z, I.Pr. tonte, daß es 300 Volksgenossen des Kreises Gießen vergönnt war, im vergangenen Jahre an einer Reise der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" sich zu beteiligen. Hierauf folgte der Humorist und Ansager Harry C o b l e r mit seinen lustigen Kollegen und Kolleginnen, die es verstanden, die Besucher bis aum Schluß der Veranstaltung aufs äußerste zu fesseln. cxd Langsdorf, 23. Jan. Unsere heutige zweite Brennholzversteigerung aus den Forstorten Hegerich und alter Hegwald, war so unbefriedigend, wie seit langem keine. Da die Zahl der auswärtigen Kaufliebhaber gering war, wurden nur mäßige Preise erzielt. Es kosteten im Durchschnitt 2 6 Raummeter Buchenscheiter 18 bis 20 Mark, Buchenknüppel 2 Raummeter 8 Mk., Buchenreiser 1. Klasse 2 Raummeter 4 bis 4,20, Eichenrundscheiter 2 Raummeter 8 Mark, Eichenknüpvel 2 Raummeter 6 Mark. — Auch bei uns hat die Grippe in starkem Umfang Einzug gehalten, doch verlaufen die Fälle bis jetzt ziemlich ungefährlich. ch. Bellersheim, 24. Jan. Bei der dieser Tage hier abgehaltenen Holzversteigerung wurden folgende Preise erzielt: Buchenscheite 9 bis 10 RM., Buchenknüppel 6 bis 7 RM., Eichenscheite 5 bis 6 RM., Reisig 1,50 bis 2 RM. pro Raummeter. * Utphe, 24. Jan. Zum Beigeordneten unserer Gemeinde wurde Heinrich Raab von hier bestellt und verpflichtet. Kreis Friedberg. pb. Butzbach, 24. Jan. Die hiesige N S. - K u l - turgemeinschaft veranstaltete gestern abend im großen Saal des „Hessischen Hofes" einen Theaterabend, der vom Rhein-Mainschen Künsller- theater ausgeführt wurde. Es wurden aufgeführt: „Das Spiel von Lanzelot und der schönen Sanderein" und „Die Komödie der Irrungen" von Shakespeare. Unter der Spielleitung von Fritz Richard W'erkhäuser war das Gesamtspiel als ein sehr gutes zu bezeichnen. Die Schauspieler gaben ihr Bestes, was durch den lebhaften Beifall der Zuhörer anerkannt wurde. O Steinfurth, 24. Jan. Der hiesige G e ° flügelzuchtverein hatte zur Generalversammlung bei Gastwirt Alexander Graulich eingeladen. Der Vorsitzende Hrch. Müller begrüßte die Mitglieder und gedachte besonders des vor acht Tagen verstorbenen Schriftführers Kurt Falk, der ein sehr rühriger und eifriger Förderer des Vereins war. Zum neuen Schriftführer wurde Karl G u t h e bestimmt, das Amt des Rechners wurde Wilh. Balzer übertragen. Den Hauptteil des Abends nahmen die letzten vorbereitenden Besprechungen über die am nächsten Samstag und Sonntag stattfindende L o k a l s ch a u der hiesigen Züchter in Anspruch. Als Wertungsrichter ist ein weithin bekannter, hervorragender Sachkenner gewonnen worden. CO Steinfurth, 24. Jan. Die hiesigen R o - s e n z ü ch t e r hatten sich mit einer Eingabe an den Reichsnährstand, Hauptabteilung II, gewandt, um eine Herabsetzung der gesetzlich fe st gelegten Minde st preise ihrer Rosen für den Frühjahrsversand zu erreichen; weil man bei den gegenwärtig geltenden Preisen mangelnden Absatz und Verkauf befürchtet. Dieser Tage weilte nun ein Vertreter der Landesbauernschaft Hessen-Nassau hier, um in einer sehr stark besuchten Versammlung aller interessierten Rosengärtner von Steinfurth und Umgegend die Wünsche und Sorgen entgegenzunehmen und Aufklärung zu geben. Welch hohe Bedeutung diese Frage für das Wirtschaftsleben unseres Dorfes zukckmmt, erhellt aus der Tatsache, daß der Bezirk Steinfurth 60 v. H. aller deutschen Rosenzüchter umfaßt. Nachdem Geschäftsführer Pfeiffer von der Hauptabteilung II in zweistündiger, teilweise sehr lebhafter Aussprache die Meinung mehrerer Redner gehört hatte, nahm er selbst zu der Frage Stellung und teilte der Versammlung mit, daß die gewünschte Herabsetzung nur durch Gesetz geregelt werden könne. Er versprach, die Wün- • Gontershausen, 24. Jan. Am Mittwoch fand im Müllerschen Saale zu Deckenbach die erste Brennholzversteigerung der Försterei Gontershausen statt. Es kosteten: Buchenschelte 20 bis 26 Mark, Buchenknüppel 14 bis 18, Bumen- stöcke 8 bis 12, Eichenscheite 16 bis 20, Elchen- knüppel 10 bis 14, Kiefern- und Fichtenknuppel 5 bis 10 Mark je vier Raummeter. Für Buchenrelsig wurden 1,50 bis 2 Mark bezahlt. Kreis Lauterbach. L a u t e r b a ch , 24. Jan. (LPD.) Nachdem in den letzten Tagen die Grippeerkr an künden namentlich unter den Kindern der hiesigen Stadtschule immer zahlreicher geworden waren, ist die Schule heute mittag für eine Woche g e s ch l offen worden. Die Zahl der Erkrankungen beträgt übe^ 200. Freund betonte den hohen Zweck des Vortrages und bat im Interesse der Allgemeinheit die Rednerin um Bekanntgabe ihrer Ansicht über gewisse im Handel erschienene Apparate zwecks Dorauserkennung des Geschlechtes bei Bruteiern. Die Ergebnisse selbstangestellter Versuche hätten ihn nicht dazu bewegen können, diesen Apparaten irgend« welchen praktischen Wert beizumessen. Dieser Ansicht wurde von der Rednerin zugestimmt, soweit es sich um die ihr bis jetzt bekannten Apparate handle. Die folgende lebhafte Aussprache zwischen Rednerin und Zuhörern zeigte das starke Jnter- esie und den besten Willen der Hühnerhalter 3ur Mithilfe bei der erforderlichen Steigerung der Eierproduktion. Fachberater Kahl schloß die Versammlung mit Dankeswortcn an die Rednerin. rag. Großen-Buseck, 24. Jan. Gestern feierte der Landwirt und Maurerpolier Wilh. Dietrich und feine Ehefrau Katharine geb. Balser, Adolf- Hitler-Straße, das Fe st der silbernen Hochzeit. — Dieser Tage hielt die Verbrauchergenossenschaft Gießen e. G. m. b. H. für die Mitglieder der hiesigen Verteilungsstelle 33 ihre Jahresmitgliederversammlung im Restaurant „Zum Schützenhaus" ab. Das Mitglied Wilhelm Seipp (Großen-Buseck) eröffnete die Versammlung. Geschäftsführer Pg. Andre (Gießen) sprach sodann Über das Genossenschaftswesen im Dritten Reich. Anschließend gab er dann den Bericht über das ab- gelaufene Geschäftsjahr bekannt. Anschließend fand eine rege Aussprache statt. Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer wurde die Versammlung geschlossen. — Bei der jüngsten Holzversteige- rung im hiesigen Gemeindewald wurden folgende Durchschnittspreise erzielt: Buchenscheiter 16 bis 18, Buchenknüppel 11 bis 13, Stockholz 6 bis 7 Mark je zwei Raummeter. Buchenreisig kam auf 7 bis 8 Mark je fünf Raummeter. — Am Samstag begeht Balthasar Hahn I., Kaiserstraße 37, in geistiger und körperlicher Frische seinen 8 3. Geburtstag. * Heuchelheim, 25. Jan. Am Mittwoch gegen 18 Uhr wurde hier an der Wilhelmstraße, am Ortseingang, ein Raubversuch unternommen. Ein Mann, der sich scheinbar an seinem Fahrrad zu schaffen machte, fiel plötzlich eine vorübergehende Frau an und wollte ihr die Handtasche entreißen. Die Frau setzte sich zur Wehr und rief um Hilfe, so daß es der Räuber oorzog, auf seinem Fahrrad das.Weite zu suchen. * Großen-Linden, 24. Jan. Zu unserem Bericht über den hiesigen Volksbildungsabend ist ergänzend noch zu melden, daß der Musiker Karl Degen mehrere Musikstücke für Geige vortrug, am Flügel begleitet von Mufiklehrer Blaß. Die Vorträge fanden wohlverdienten lebhaften Beifall. T Watzenborn-Steinber.g, 23. Januar. Gestern abend hatte die Ortsgruppe des NSDFB. (6tahlhelm) ihre Mitglieder zum ersten diesjährigen Kameradschaftsabend im Heim eingeladen. Kamerad Weh rum begrüßte die Kameraden und erledigte einige Bundesangelegenheiten. Sodann gab der Führer der Ortsgruppe, Kamerad Schneidmüller, einen Rückblick über das verflossene Jahr und über die Arbeit der Ortsgruppe seit ihrem Bestehen. Es kamen noch einige Geschenke zur Verlosung, die bei der Weihnachtsfeier übrigaeblieben waren, außerdem konnten einige hilfsoedürftige Kameraden mit je einem Wäschestück bedacht werden. Er brachte weiter die Freude der Frontsoldaten über das echt - deutsche Bekenntnis unserer Brüder und Schwestern an der Saar am 13. Januar zum Ausdruck. Man verlebte dann beim Gesang alter Soldatenlieder einige frohe Stunden, zu denen die hiesigen Mitglieder der Stahlhelmkapelle mit ihren vortrefflichen Darbietungen bestens beitrugen. "Y" Watzenborn-Steinberg, 24. Jan. Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" veranstaltete gestern Abend im Saale von Georg Sommer einen heiteren Abend. Zur Einleitung sprach Kreis- wart der NS.-Gemeinschaft Karl Christ (Gießen) über das Feierabendwerk unseres Führers und be- Homberg, 23. Jan. Am 19. und 20.Januar wurde in der Stadthalle zu Homberg die Bezirksgeflügelausstellung der Kreise Alsfeld und Lauterbach vom Geflügel- unb Vogelzüchterverein Homberg a. d. Ohm und Umgebung durchgeführt. Wie in früheren Jahren, zeichnete auch diesmal Dentist Hübenthal (Homberg) als verantwortlicher Ausstellungsleiter. Das ausgestellte Material (400 Tiere) bildete die Auslese der oberhessischsn Züchter aus den beiden erwähnten Kreisen. Darunter befand sich auch die beste Zwerg-Langschan-Henne Deutschlands. So schwer es für den Ausstellungsleiter auch war, in dieser Zeit die Ehrenpreise zusammen zu bringen, ist es doch gelungen, daß auf jedes zehnte Tier ein Ehrenpreis fiel. Es wurden verliehen: 2 Reichsfachgruppenzuchtpreise, ferner 3 Zuchtpreise für beste Gesamtleistung auf Hühner, Zwerge und Tauben, gestiftet vom Homberger Verein, 1 Soedler- Erinnerungspreis in Form eines Reliefkopfes des Führers mit Widmung von dem Stifter für den die Ausstellung abhaltenden Verein für die beste Henne der Ausstellung. Es wurden weiter ausgegeben 2 Reichsfachschaftehrenpreise und 6 Bauernkammerehrenpreise, dazu noch die Ehrenpreise, die von den angeschlossenen Vereinen und Gönnern des Vereins gestiftet wurden. Nachfolgend feien die Zuchten angegeben, auf die für hervorragende Leistung je ein „Zuchtpreis" vergeben werden konnte: 1. K. 5) a b i ä)t (Homberg) auf „Schwarze Zwerg-Langfchan" (8 sehr gut, 1 gut); 2. H. Kraft (Wallenrod) auf „Schw. Rheinländer" (6 sehr gut, 1 gut); 3. Lehrer Lotz (Nieder-Gemünden) auf „Schw. Zwerg-Wyandot- ten" (5 sehr gut, 4 gut); 4. K. Fißler (Nieder- Ohmen) auf „Rhodeländer" (5 sehr gut, 2 gut); 5. H. Hübenthal (Homberg) auf „Blaue Feldtauben" (3 sehr gut, 3 gut). Ferner die mit Sg. bewerteten Zuchten: es bedeutet: E - Ehrenpreis, Z = Zufchlagspreis, g = gut, b = befriedigend. Da der Katalog einige Druckfehler enthält, stellen wir diese, soweit wir dies können, richtig. Abteilung I: Hühner. Orpington, gelb, H. Reinhardt, Schlitz, E, Z, vier 1. Pr., 2 sg, g. Orpington, blau, I. Bartholornä, Schlitz, ein 1. Pr.. sg, g. Wyandotten, weiß, O. Soedler, Nieder-Gemünden, E, Z, drei 1. Pr., 2 g; A. Schlosser, Groß-Felda, sg, g. Wyandotten, schwarz, Lehrer Lotz, Nieder- Gemünden, Z, I.Pr., 2. Pr., g; K. Walo, Nieder- Gemünden, 1. Pr., 2 g. Wyandotten, gestreift, K. Wittich, Nieder-Gemünden, 1. Pr., 2 g. Wyandotten, blaugold, K. Wenzel, Zell, 1. Pr., g, b. Rhodeländer, K. Fißler, Nieder-Ohmen, Zuchtpreis für Hühner, 2 E, 1. Pr., 2. Pr., sg, 2 g; O. Köber, Schlitz, 2 E, 2 a; Lehrer Stoll, Altenburg, E. Reichshühner, weiß, L. Eifert, Nieder-Ohmen, E, Z, I.Pr., fg. Barnevelder, I. Schüßler, Nied.-Gemünden, 1. Pr., g. Plymouth-Rocks, gestr., O. Weller, Schlitz, zwei I.Pr., 2 g. Ruff. Orloff, Ldw. Römer, Neuhaus, E, Z, zwei I.Pr., 2.Pr., 5 g. Suffex> hell, Kröm- 7 5 9 Los 3. 7 Los 4. 4 Los 5. Los 6. Los 7. 2 4a« 1 Lärchen-Abschnitt, 4b. Kiefern-Abschnitte, Kiefern-Abschnitte, Kiefern-Abschnitte, Kiefern-Abschnitte, Kiefern-Abschnitte, Kiefern-Abschnitte, Kiefern-Abschnitte, Kiefern-Abschnitte, Kiefern-Abschnitte, Kiefern-Abschnitte, Kiefern-Abschnitte, Kiefern-Abschnitte, Hessische Bürgermoisterei. Wenz«l. Die Angebote sind bis zum 29. Januar, vormittags 10 Uhr, mit Preisangabe, nach Klassen getrennt, und mit der Aufschrift „Holzsubmission" auf der Bürgermeisterei abzugeben, woselbst die Bedingungen ein gesehen werden könne.,. Anschließend nach der Holzsubmission wird in der Turnhalle nachstehendes Kiefern-, Lärchen- und Buchen-Schnittholz versteigert: 2a-Kl., N = 1,57 fm. Von Nr. 745—754 = 2b-Kl., N = 4,09 fm. Von Nr. 757—769 = 2d-Kl., N = 2,88 fm. Von Nr. 785—803 = 39 Kiefern-Abschnitte, 3a-Kl 13 „ 3b. „ 3 „ 4a» „ 2 Lärchen-Abschnitte, 3b- „ aus dem Gemeindewald Lang-Göns und vfarrwald. Los 1. Von Nr. 715—729 = ~ ' 2b>Kl., N = 4,10 fm. Los 2. Von Nr. 745—809 = 2a-Kl., N = 0,89 fm; 6 2b-Kl., N = 2,30 fm. Von Nr. 905—944 - 5 2a-Kl., N = 1,79 fm. Von Nr. 905—944 = 17 2b-Kl., N = 9,09 fm. Von Nr. 945—973 - 7 2a-Kl., N = 1,90 fm. Don Nr. 945—973 = 18 2b-Kl., N = 8,36 fm. Von Nr. 974—990 = 5 2a-Kl., N = 1,59 fm. Von Nr. 974—990 = 10 2b-Kl., N = 4,91 fm. N = 25,22 fm „ - 9,50 „ „ -- 3,35 „ „ = 1'64 „ „ - 2,75 „ h - L49 „ „ - 0,39 „ „ « 1'29 „ 1 Buchen-Abschnitt, 3. 2 Buchen-Abschnitte, 4. 1 Buchen-Abschnitt, 7. „ „ « 1,35 Nähere Auskunft erteilt Förster Bergk. Lang-Göns, den 24. Januar 1935. Bekanntmachung. Die Ausgabe der Brennstoff-Bezugsscheine (dritte Rate) für die Bezieher von Arbeitslosen- und Krisen- unterftützung sowie für verschämte Arme erfolgt am Montag, dem 28. Januar 1935, für die Buchstaben $ Lbem 29‘ 3flnuat 1935> für die Buchstaben in der Zeit von 15 bis 17 Uhr in dem Hause Lony- straßs 2 (Erdgeschoß, Schalterraum). Gießen, den 21. Januar 1935. 4271) Städtisches Wohlfahrtsamt.____________ Nutzholz-Submission ZwangsversteigerungK 34 Am Montag, dem 28. Januar 1935, vormittags 10 Uhr, werden im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Gutfleischstraße Nr. 1, zweites Obergeschoß, Zimmer 221, die dem Metzgermeister Max Jakob in Gießen zugeschriebenen Grundstücke versteigert: Grundbuch für Gießen, Band 28, Blatt 1298: 1. Flur II, Nr. 160*/io. hofreile Schottstraße 9 und 11, links der Chaussee, 578 qm, Schätzungsbetrag 24 624,— RM., 2. Flur II, Nr. 1621/1O, Grabgarten, daselbst, 111 qm, Schätzungsbetrag 888,— RM., zusammen 25512,— RM. 150D Gießen, den 19. November 1934. 3m Auftrage des Hessischen Amtsgerichts Gießen: __________Karle, Ortsgerichtsvorsteher.__________ Zwangsversteigerung K 2034 Am Montag, dem 28. Januar 1935, vormittags 10.30 Uhr, wird im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Gutfleischstraße Nr. 1, zweites Obergeschoß, Zimmer 221, das auf den Namen Wilhelm Kinn in Beuern eingetragene Grundstück versteigert: Grundbuch für Gießen, Band XI, Blatt 502: • 1510 Jhir I, Nr. 6765/io, hosreite in der Katharinengasse (Katharinengasse Nr. 7), = 84 qm, Schätzungsbetrag 6500,— RM. Gießen, den 22. November 1934. 3m Auftrage des Hessischen Amtsgerichts Gießen: __________Karle, Ortsgerichtsoorsteher.__________ Holzversteigerung. Donnerstag den 31. Januar, 9 Uhr, in der Wirt- [a)Qft des (5g. Sommer VI. zu Watzenborn aus den 6orstorten Brauhof, Hasenkopf, Schiffenberg, Zellen- rod, Beunde, Spiegelacker, Häuserborn, Kirchberg, Ruckars der Försterei Baumgarten: 4150 Scheiter rm: Buche 101 I. Kl., 21 II. Kl., Hain- buche 8, Esche 44, Ahorn 1,5, Eiche 11 I. Kl., 2,4 " Kl., Ulme 1, Erle 5, Fichte 4 I. Kl., 48 II. Kl. : Knüppel rm: Buche 15 L Kl., 0,6 II. Kl., Hainbuche 2, Esche 6, Ahorn 1, Erle 4, Eiche 6 I.Kl., 2 II. Kl., Kpe 0,5, Kiefer 2 II. Kl., Fichte 10 I. Kl., 5 II. Kl., Weymouthskiefer 1,3; Reisig I. kl. (knüppelreisig) rm: Buche 0,5, Esche 42, Eiche 2, Erle 2, Wey- "'^^kiefer 2 Fichte 10; Reisig II. kl. (Stamm- reisig) 100 wellen: Buche 46, Esche 2, Eiche 26, Weymouthskiefer 1,5; Reisig ÜI. 61. (Astreisig) 100 Ä', Me 5, Eiche 10, Erle 0,5, 6; Reisig IV kl. (Schlagreisig): Fichte 4500 ©eilen tapert; Stocke rm: Buche 25, Esche 2,8, Eiche 4,5. unterstrichenen Nummern kommen nicht zur Versteigerung Vorherige Besichtigung des Holzes wird empfohlen. a ö Gießen, den 23. Januar 1935. Hessisches Forstamt Schiffenberg. * PUtoliiast Gßhrai!c!i!e Schreibmaschinen j und Leihmaschinen 42Sa Niederhausen & Co. Bahnhofstr. geg. Hotel Schütz. preis: 55;«0u75^ EflHaiTl.lNAPO- THEKtM-OflOGta. UWOPlAKSICHia. Er ist bescheiden Wenige Kohlen genügen, um auf einem solchen Küchenherd ein Mittagessen zu kochen. Und dann kocht es auch viel schneller darauf. So einen Herd brauchen Sie auch. Sehen Sie sich die große Auswahl der modernen Küchenherde an bei J. B. Häuser Am Oswaldsgarten 119A Gießen - Ruf Nr. 2145/2146 gen u.deren ernsre Folgen vor. Wind und Wetter trotzen Sie mit diesem unübertroffenen Mittel. Von Millionen im Gebrauch. Wir haben Veranlassung, unsere Anordnung vom 20. Oktober 1904 über die Festsetzung der Schlacht- und Beschauzeiten, die heute noch Gültigkeit besitzt, in Erinnerung zu bringen. Danach sind die Schlacht- und Beschauzeiten im Kreis Gießen wie folgt festgesetzt: 436C 1. für die Zeit vom 1. April bis 31. August von 6 bis 10 Uhr vormittags und von 3 bis 7 Uhr nachmittags. 2. für die Zeit vom 1. September bis 31. März von 8 bis 12 Uhr vormittags und von 1 bis 3 Uhr nachmittags. Dor jeder beabsichtigten Schlachtung ist dem zuständigen Fleifchbefchauer möglichst lange, mindestens aber sechs Stunden vorher, Anzeige zu erstatten. Die Bürgermeistereien werden ersucht, diese Anordnung öffentlich bekanntzumachen. Einspaltige Kleinanzeigen werden zum er« mäßigten Grund« preis von 5 pf. fiirdieTIiilllmeier« reile veröffentlicht Stets elegant durch die Stärkewäsche der Großwäscherei Edelweiß Gießen 7?70a Ruf 3487 Gegen spröde, aufgesprungene Haut: 8a2A »Eldro« Olscerin-Mildi Flasche 40 Pf. und. 70 Pf. Drogerie Elges Seltersweg 68 a Verkäufe [ . 350 ccm DKW. steuerfrei, neuro. 200 ccm DKW. ScbtittoH mit elektr. Licht, vreisroert zu verkaufen. 447d W. Appel KaiseraUee 49 Telefon 4067. Gesundes Vieh! Kürzere Mast! Gute Fresser! durch Kellers gewürzte Futterkallnniscliung 4260 mit Lebertran, Pld.40 PL Alleinverkauf: Wiiorhi-Drofierifl, Bietefl, Martotr.5 moloneö 750 ccm günstig zu verkaufen. Desgleichen oaic Aga Klein-Lieferwagen 6'20 PS. SllllllllskklA 2. Holzgasanlage Original Imp ert für 5to-Lastroag. fast neu, zu verkaufen. Anfr. an lug. Bttdenbender Wetzlar. 440p Gas- und elektr. Lampen nett, p. 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