185. Jahrgang Gießener Anzeiger geberische Anregungen gibt oder zu den in meinem Berlin, 22. März. DNB. bringt eine Unterredung mit Reichsjustizminister Dr. Gürtner in der dieser u. a. erklärte: Am 1. April wird vollendet was seit vielen Jahren als Ziel unserer staatlichen Entwicklung erstrebt worden ist: die einheitliche deutsche R e i ch s j u st i z. Mit dem 1. Januar gingen die Justizministerien der Länder im Reichsjustizministerium auf; mit dem 1 April werden auch die übrigen Justizbehörden Reichsbehörden, die gesamten Justizbeamten Reichs- Beamte. Damit tritt bie Reichsjustizverwaltung als fünfte große geschlossene Reichsverwaltung auf den Plan: sie folgt der Reichspost, der Reichswehr, der Reichsfinanz und der Reichsbahn; sie geht den übrigen Verwaltungen als die erste, die im Dritten Reich zur Vereinheitlichung gelangt, voran. Am 1. April werden rund 6 5 0 0 0 Beamte und rund 2000 Behörden ins Reich übergeführt. Die Uebernahme der Justiz erstreckt sich auf alle ihre Zweige; sie erstreckt sich aus alle Gerichte mit den bei diesen gebildeten besonderen Gerichten, auf alle Behörden der freiwilligen Gerichtsbarkeit des Landes wie Grund- buch- und Bormundschaftsämter, auf die Staatsanwaltschaften und Amtsanwälte, auf die Rechtsanwaltschaft und das Notariat, auf die Referendar- laaer und Justizprüfungsbehörden, auf die Gerichtsvollzieher, die Gerichts- und besonderen Gefängnisse, die Zuchthäuser, auf eine Reihe von Arbeitshäusern und Verwahrungsanstalten der Länder und auf S t ras gefangene nlag er. Sie alle bilden trotz der Verschiedenheit ihres Dienstes hinfort eine Einheit, wurzelnd in der Treue zum Führer und zufammengefatzt durch das einigende Band des Dienstes am deutschen Recht, einheitlich geleitet und betreut durch die oberste Reichsbehärde der Justiz. Wenn ich Blut und Boden, d. h. Volk und Heimat, als die Grundkraftquellen des Volkes erkannt habe, dann muh auch die Erziehung und Bildung aus ihnen heraus entwickelt werden und dementspre- chend auch die neue Lehrerbildung. Die Halbbildung ist ein Unheil für den, der sich ihr durch einen vom Staate falsch vorge- schriebenen Bildungsgang verschreiben muh. Wir haben zur Genüge diese verfluchte Allge- meinbildung erlebt. Was wir ihr heute gegenüberstellen, ist eine natürliche natio- nalpolitische Erziehung. Herzensbildung und Religiosität und als Drittes dann die besondere Fachbildung je nach der Veranlagung. Den Fluch Der Neubau der deutschen Erziehung. Reichserziehungsminister Rust spricht vor dem preußischen Staatsrat Die vereinheitlichteRechispftege vsr neuen Aufgaben. Eine Unterredung mit Reichsjustizminister Or. Gürtner. Dienstvorschriften müssen neu geschaffen werden, so die Laufbahnrichtlinien und sonstige personelle Vorschriften; behördliche Einrichtungen wie das Kassenwesen bedürfen der Vereinheitlichung. Manche Frage muß jetzt in der Schwebe gelassen werden, weil das neue Reichsbeamtengesetz, das im Werden ist, abzuwarten bleibt. Eine Vereinheitlichung des Grundbuchwesens ist in Angriff genommen, ebenso find wir mit einer einheitlichen Gestaltung des Gerichtsvollzieherwesens befaßt. Die Abgrenzung der Gerichlsbe- zirke ist eine Frage, die im engsten Zusammenhang mit der territorialen Heu- gliederung des Reiches steht. Ehe diese nicht feftgelegt ist, kann nicht daran gegangen werden, die Unebenheiten zu beseitigen, die die Karte der Gerichtsbezirke aufweift; dies gilt vor allem fürdieOberlandesgerichte, die sich in den kleineren Ländern stets mit der Landesgrenze decken. Weniger werden hier die Bezirke der anderen Gerichte betroffen werden; aber hier gibt es eine andere Arbeit: besonders ungünstig gezogene Landesgrenzen dürfen jetzt nicht mehr ein Hemmnis bilden für den Weg zum Amtsgericht; dah der Bauer zum nächsten Gericht durch einen Ort wandern muh, in dem sich das Amtsgericht eines anderen deutschen Landes befindet, muh durch B e - zirksberichtigungen an den Landesgrenzen möglichst, beseitigt werden. 3m übrigen gilt es abz uwarlen. In allen Abteilungen meines Ministeriums find die Arbeiten für ein neues Recht im Gange. Auf dem Gebiet des Strafrechtes, Straf- Prozesses und des Strafvollzuges sind die von mir berufenen Kommissionen in voller Tätigkeit. Auch an der Rechtsreform arbeiten Staat und Bewegung zusammen. Die Akademie für Deutsches Recht ist vom Führer dazu berufen, bei der Durchsetzung der nationalsozialistischen Weltanschauung auf allen Gebieten der Neugestaltung des Rechts mitzuwirken. In der Weise, daß sie in ihren Fachausschüssen entweder von sich aus gesetzlands in den Völkerbund, der den Engländern, wie auch Simon in seiner Unterhausrede noch einmal unterstrichen hat, begreiflicherweise besonders am Herzen liegt, steht ganz am Ende eines langen, schwierigen Weges. Die Voraussetzungen dafür zu schaffen, ist allein Sache der andern, die uns durch ihr Verhalten gezwungen haben, Genf den Rücken zu kehren. Sie wissen, daß Deutschland niemals wieder einem Völkerbund angehören wird, der nur eine Farce ist und allein dem Zweck dient, den in Versailles geschaffen en Unterschied von Siegern und Besiegten zu verewigen. Simons und Edens Berliner Reife soll der Besprechung aller dieser Probleme dienen. Daß dabei auf keinerlei präzise formulierte Ergebnisse gerechnet wird, darüber besteht beiderseits Uebereinstimmung. Die „Times" hat den Besuch Sir John Simons eine „E r k u n d u n g s f a h r t" genannt und dürfte damit wohl den Charakter der Besprechungen richtig getroffen haben. Die Engländer werden die Ueberzeugung mit aus Berlin nehmen, daß Deutschland ehrlich bereit ist, in freier und offener Zusammenarbeit mit allen Nationen, die guten Willens sind, seinen Beitrag zur Befriedung der Welt zu leisten. An ihnen wird es dann sein, die Staatsmänner der andern Mächte, deren schroffe Sprache und starre, durch die Tatsachen längst überholte Ideologie auch jetzt wieder zur Verschärfung der internationalen Lage beigetragen haben, auf den Weg zu bringen, der allein zu einer Verständigung über ein fruchtbares Zusanrmenlcben der Vck- ker führen tonn. vom 16. März geschaffenen klaren Grundlage werde man nun über Realitäten anstatt über Phrasen verhandeln können. Das müßte auch den Engländern sympathisch fein, denn auch sie scheuen sich ja aus begreiflichen Gründen, irgendwelche Verpflichtungen zu übernehmen, deren Auswirkung sie nicht zu übersehen vermögen. Gerade das ist aber das stärkste Hindernis für eine Beteiligung Deutschlands an irgendwelchen mammutartig aufgeblähten Paktsystemen, wie sie von Paris und Moskau als Allheilmittel gegen die Kriegsgefahr so warm empfohlen werden. Hier sollte es also möglich sein, zu einer Verständigung zu kommen. Der beste Weg dazu ist immer noch, wie Deutschland ja bereits in seiner ersten Stellungnahme zu dem Londoner Programm dargelegt hat, der schnelle Abschluß eines Luftpaktes zwischen den Locarnomächten, der für die Sicherheit Europas weit mehr bedeuten würde als ein Netz von Unterstützungspakten, das die Gefahr in sich birgt, auch gänzlich Unbeteiligte in irgendwelche Konflikte hineinzuziehen und dadurch einen allgemeinen Weltbrand zu entflammen. Daß Deutschland über jede Rüstungsbeschränkung mit sich reden lassen wird, die den nationalen Bedürfnissen eines joden Landes Rechnung trägt und alle Mächte gleichmäßig trifft, das hat in der Führer und Reichskanzler bereits in feiner ersten großen programmatischen Erklärung zur Außenpolitik unzweideutig verkündet und seitdem oft genug wiederholt, um überall verstanden zu werden. Der Gedanke einer Rückkehr Deutschfordert, um mit dieser Geste anscheinend die Solidarität Frankreichs, Italiens und Englands zu dokumentieren, die nach französischer Auffassung durch das isolierte Vorgehen Englands in Berlin, verursacht durch den bevorstehenden Ministerbesuch, vielleicht hätte in Zweifel gezogen werden können. In London hat man die Einladung nicht gerade gern gesehen, die „Times" hat deutlich abgewinkt, Englands Außenminister sei kein diplomatischer Laufbursche, aber die auf den Ausgleich und die Beruhigung abgestimmte Taktik des foreign Office hat schließlich den Weg gewählt, Eden am Samstag nach Paris zu senden, von wo er sich nach der Besprechung mit Laval und dem italienischen Unterstaatssekretär S u o i ch unterwegs dem nach Berlin fliegenden Simon anschließen wird. Simon hat vor seiner Abreise nach Berlin noch einmal im Unterhaus Rede und Antwort tehen müssen. Die Ausführungen der beiden Oppo- itionsführer, die die Anfragen ihrer Parteien be- irünbeten, waren von bemerkenswerter Sachlichkeit und Mäßigung, so daß Sir John Simon die Ueberzeugung mit nach Berlin nehmen darf, dort im Namen der ganzen britischen Nation zu sprechen. Der Staatssekretär betonte den Wunsch nach einer freimütigen Aussprache mit dem Führer und Reichskanzler, und er kann gewiß sein, daß Deutsch- land den gleichen Wunsch hegt. Der Relchsaußen- minister Freiherr von Neurath hat erst dieser Tage einem englischen Journalisten erklärt, daß die Verhandlungen zwar nicht leicht sein würden, aber dank der durch die deutsche Erklärung Die neue deutsche Schule muß von jener Be- wegung ausgehen, die den neuen Staat geschaffen hat, der Bewegung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei. Es ist allererste Aufgabe, neue Menschen zu schaffen. Neue Menschen schafft aber nur ein neuer E r - z i e h e r. Voraussetzung für die Schaffung einer Jugend, die unseres Geistes ist, ist die erforderliche Zahl der diesen Anforderungen gewachsenen Lehrer. Das Seminar wird jetzt auch in Bayern zu Grabe getragen und kommt bestimmt nicht wieder. Es ist ein vollständiges Unding, weil es die Allgemeinbilduna mit der Lehrerfachbildung vermischt hat. Das hat auch das System schon anerkannt und an Stelle der Lehrersemina- rien die pädagogischen Akademien geschaffen. Man schuf aber damit ein Surrogat, nicht aber das Neue, wonach die Bildung einer unzerstörten deutschen Jugend verlangt. Der Besuch aus Loudon Die Ankündigung der Reichsregierung vom 16. März, daß Deutschland seine ihm im Versailler Diktat abgesprochene Wehrfreiheit aus eigenem Entschluß zurücknehme, hat in der ganzen Welt begreiflicherweise einen starken Widerhall gefunden. Ueberall spielt man den Ueberraschten, obwohl es , feit vielen Monaten sowohl in London und Paris , wie in Moskau zum guten Ton gehörte, mit phan- • tostischen, durch keine stichhaltigen Unterlagen j bewiesene Zahlen die deutsche Aufrüstung an , die Wand zu malen, um damit die Notwendigkeit eigener Rüstungsvermehrungen vor , der Welt und dem eigenen Volk zu begründen, j Deutschland hat mit seiner Erklärung vom 16. März ( nichts anderes getan, als mit aller wünschenswerten ; Deutlichkeit völlige Klarheit über seine Absichten ge- , schaffen. Es hat damit nur der dringenden Auffor- । berung entsprochen, die Baldwin, als Führer , der Konservativen Partei und Lordpräsident des ; Geheimen Rats führendes Mitglied des britischen Kabinetts, noch in seiner letzten Unterhausrede an die deutsche Adresse gerichtet hatte. Deutschland hat sein wehrpolitisches Ziel offen bargelegt: Rüstungen zur Verteidigung seiner nationalen Sicherheit inmitten hochgerüsteter Staaten an ungeschützten Landgrenzen von der vielfachen Länge derer an- । derer Mächte, aber kein Instrument des kriegerischen Angriffs über die Wahrung der deutschen Ehre und der Freiheit des Reiches hinaus. Und wenn in Durchführung dieses Entschlusses, die Wehrfreiheit zurückzunehmen, die allgemeine Wehrpflicht verkündet wurde, so entspricht auch dies nur früheren Forderungen und Vorschlägen unserer Verhandlungspartner auf der Abrüstungskonferenz und zahlreichen diplomatischen Zusammenkünften. Her- riot war es, der als französischer Ministerpräsident 1932 die Umwandlung des uns in Versailles aufgezwungenen Berufsheeres in ein kurzdienendes Dolksheer als für Angriffszwecke weniger brauchbar gefordert hat und der gleiche Gedanke ist seitdem in zahlreichen Denkschriften und Plänen zu einer Beschränkung der Rüstungen wiedergekehrt. Es ist notwendig, noch einmal auf diese Vorgeschichte der deutschen Erklärung vom 16. März zurückzukommen, um mit dem gefühlsmäßig begründeten und propagandistisch unsachlich ausgewerteten Moment der Verstimmung aufzuräumen, das auch in der letzten Unterhausdebatte am Mittwoch gelegentlich "entlang und bei der groß aufgezogenen französischen Protestaktion geradezu eine hervorragende Rolle spielte. Zu solcher Verstimmung liegt tatsächlich wenig Grund vor. Gewiß hat Deutschland aus eigenem Entschluß die Wehrhoheit sich zu- rückgenommen, die England und Frankreich, Rußland und Italien gegen anderweitige politische Bindungen aushandeln wollten. Aber Deutschland hat diesen Schritt erst getan, als es feststand, daß die Vertragspartner von Versailles nicht gewillt waren, diesen Vertrag durch Einlösung des Äbrüstungsver- sprechens ihrerseits zu erfüllen. Deutschland hat damit erst die Ebene geschaffen, auf der Verhandlungen zwischen gleichberechtigten souveränen Mächten möglich sind. Dieser Standpunkt innerer Sicherheit und Unbeirrtheit steht in auffallendem Kontrast zu der aufgeregten Sprache der Pariser Presse, dem schroffen Ton der französischen Re- gierungsreben unb ber Protestnote, bie Frankreich in Berlin hat überreichen lassen unb bereu schlechte Beweisführung so wenig wie die gestern hier bereits im einzelnen zerpflückte Anklagerede F l a n b i n s ben Einbruck macht, baß man in Paris von ber Gerechtigkeit unb Lauterkeit feiner Sache überzeugt ist. Wäre Frankreich gut beraten gewesen, hätte es sich mit einem formellen Protest begnügt unb auf bie Anrufung bes Völkerbundes verzichtet, ber nur zu feinen schon vorhandenen Schwierigkeiten in noch größere Ungelegenheiten kommen muß, wenn er sich mit ber Rückgewinnung der deutschen Wehrhoheit befassen soll. Zudem könnte eine von Frankreich inszenierte Erörterung des deutschen Schrittes in Genf Deutschland ben Geschmack an bem Gebanken einer Rückkehr in ben Völkerbunb grünblich Derberben. Unb bas ist boch einer ber wesentlichsten Punkte bes Programms, auf bas sich Englanb unb Frankreich in der Londoner Erklärung vom 3. Februar geeinigt hatten. Das Echo, bas ber beutsche Entschluß in ber englischen Öffentlichkeit gefunben hat, sticht in seiner beherrschten Sachlichkeit vorteilhaft ab von ber Pariser Nervosität. Die britische Regierung hat wohl einen Augenblick geschwankt, ob bie beutsche Erklärung etwa ber vorgesehenen Berliner Zusammenkunft ben Boben entzogen habe, aber man kam schnell zu -bem Entschluß, baß es besser sei, ben Faben nach Deutschland nicht abreißen zu lassen, anstatt im Fahrwasser ber französischen Politik von vornherein wieber eine Linie anzusteuern, die im weiteren Verfolg schier zwangsläufig eine Rückkehr zu der friebenbedrohenden Bündnispolitik ber Vorkriegszeit führen müßte. So beschränkte sich also bie britische Note, mit beren Überreichung England einen von den Franzosen gewünschten Kollektivschritt ber Mächte in Berlin unb eine bar» aus notroenbig folgenbe Verschärfung ber Lage verhinderte, auf einen förmlichen Protest gegen eine nach britischer Auffassung einseitige Aushebung bes Friebensvertrags und auf bie Anfrage, ob Deutsch- lanb auch jetzt noch zu bem für ben englischen Ministerbesuch vorgesehenen Programm in seinem ganzen Umfang stehe. Der Reichsaußenminister hat vife Frage bejaht unb so werben ber britische Staatssekretär bes Auswärtigen Sir John Simon unb ber Lorbgroßsiegelbewahrer Eben am morgigen Sonntag in Berlin erwartet. Frankreich hat allerbings bafür gesorgt, baß ein Zwischenspiel eingeschaltet wirb. Es hat mit italienischer Unterstützung Englanb zu einer vorherigen Fühlungnahme Der brei Westmächte in Paris aufge- Berlin, 22. März. (DNB.) Am Tage des Staatsaktes von Potsdam hatte Ministerpräsident General Göring den Preußischen Staatsrat zu einer Arbeitstagung im Preußenhause einberufen. Der Ministerpräsident eröffnete die Tagung mit einer Ansprache, in der er u. a. erklärte: Oberstes Ziel der wirtschaftlichen Maßnahmen der vergangenen zwei Jahre war bie Ueberroinbung ber A r - beitslosigkeit. Im Jahr 1934 schob sich bie eigene Kraft ber Wirtschaft wieber stärker in ben Vordergrund, so baß bie staatlichen Unterstützungsmaßnahmen bis zu einem gewissen Grabe eingeschränkt werben konnten. Auf bie Dauer kann ber Erfolg ber Arbeitsschlachten nur bann gehalten werben, wenn die Entwicklung der Wirtschaft sich nicht zu stark auf Antriebe stützt, bie mehr einmalig unb vorübergehenb als bauernb wirksam sinb unb die von außen her in die Wirtschaft hineingetragen werben, sich aber nicht in ihr selb st entwickeln. Die Unternehmerschaft wirb sich bavor hüten müssen, baß infolge ber staatlichen Aufträge bie eigene Initiative einschläft. Diese Gefahr liegt vor allem mit Rücksicht barauf vor, baß auf bem Binnenmarkt verhältnismäßig mühe- l o s Erfolge erzielt werben können, während ber Export schwieriger unb oft wenig lohnenb, wenn nicht gar verlustbringend ist. Der neue Staat hat aber keinerlei Interesse daran, bie Wiedererstehung bes Kriegsgewinnler t y p s zu begünstigen. Er wird vielmehr alle Maßnahmen treffen, um bie Wiederkehr derartiger Erscheinungen der Kriegs- und Nachkriegszeit, die für uns heute völlig unerträglich fein würben, zu verhindern. Darüber hinaus muß er aber auch von ber Wirtschaft verlangen, baß sie ihre nationale Pflicht erfüllt. Dazu gehört unter ben gegebenen Verhältnissen vor allem auch eine möglichst rege Betätigung im Export. Auch auf ber Arbeitnehmerseite muß dafür gesorgt werden, daß sich im Zeichen einer Sonderkonjunktur keine unerfreulichen Er scheinungen entwickeln, die zu unerträglicher sozialer Ungerechtigkeit führen. Die allgemeine Hebung des Lebens st andards des Volkes ist unb bleibt das Ziel nationalsozialistischer Wirtschaftspolitik. Leider sind wir heute noch nicht in der Lage, diese Aufgabe vollkommen zu lösen. Können wir aber an Lohnerhöhungen noch nicht Herangehen, so werden wir besonders darauf bedacht sein müssen, ber Arbeiterschaft im übrigen alle mögliche Fürsorge angebeihen zu lassen. Dem Nationalsozialismus wird ber soziale Ausgleich auf bie Dauer nur gelingen, wenn er es versteht, durch soziale Leistungen und Taten soziale Spannungen zu beseitigen und zu verhindern. Der Reichs- und preußische Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung Rust sprach bann über die Grundzüge ber nationalsozialistischen Erziehung unb Bildung. In eingehenden Ausführungen behandelte Rust die Erziehungsfaktoren des Zweiten Reiches; er verwies auf die mangelnde lieber-einftimmung zwischen den beiden großen Erziehungssaktoren: Schule und Heer und führte bann u. a. weiter aus: „Immer stärker hat sich unter dem Einfluß bes Liberalismus die rein intellektuelle Ausbildung entwickelt. Die Folge war eine vollständige Aushöhlung der Volksschule und eine Zerfransung des höheren Bildungswesens. Das Volk sh eer als Erzieher schied aus, in der Volksschule aber entstand nach dem 9. November 1918 eine die inneren Grundlagen unseres Lebens verneinende marxistische Klassenschule. Im sog. höheren Bil- oungswesen verzichtete man immer mehr auf autoritäre Führung unb löste Schule unb Unterricht zugunsten individueller Ansprüche auf. Die bisherige Verreichlichungsarbeit hat nur ben Rahmen geschaffen, innerhalb dessen noch eine Fülle von Arbeit zu leisten ist. Denn noch richtet sich bie Verwaltung ber Justizbehörden brausten im Laube überroiegenb nach Landes- recht, weil bas für bie Reichsbehörben geltenbe Recht noch nicht für bie befonberen Bebürfnisse ber Justiz hat angepaßt werben können. Dies gilt namentlich für bie Besolbungsorbnung. In Kürze erscheinen Verorbnungen, bie bie gerichts- „ , , verfassungsmäßigen Verschiebenheiten ber Länber i Ministerium ausgearbeiteten Entwürfen, bie ihr zu- unb bie Dienststrafgerichte vereinheitlichen. Zahlreiche I geleitet werben, Stellung nimmt. Nr 70 Erstes Blatt 185. Jahrgang Samstag, 25. Marz 1955 Siebener ffamilienblätter JW M M /W «nindpreise für, mm HSH« Heimat >m Bild > Die Scholl« ■ M ■ M 'y B H ■ W B B B B B B fl JT B für Anzeigen von 22 mm m»n-t,-v«z«g-p»l,: ■ ■ ■ ■ ■ ■ WZ B /I gl Hl X B Breit« 7 Rpf., für Text. Mit 4 Beilagen RM.I.9S IV ■■ ■ W MM B B M W X B B MM 111 M, B anz-ig-nvon70mmDr«>t, sä : iS VCz WV' 11V1VV V I MV »VW V V EÄt?;: infolge höherer Bemalt — „ _ e .< < .. Stellen- D«r«ns.,g«mem. MM Seneral-Anzeizer ur Vberhessen 'e®ett behördliche Anzeigen 6Rpf. Srantturt am S11688 druck und Verlag: vrühl'sche UniverfitStr Such- und Zteindruckerei H. Lange in Sieben. SchristleUung und SeschSstsftelle: Schulftrahe 7 Mengenabschlüsse Staffelt 1 der Halbbildung hal das LchrersemMar dem Lehrer mit auf den Weg gegeben. Schuldig ist daran derjenige, der diesen Lehrgang zu ver- antworten hat. Ich habe nun nicht die Absicht, den umgekehrten Weg zu gehen und zu sagen: Dann wollen wir nun einmal alle Lehrer in die Universitäten schicken. Die Universitäten mit ihrem heutigen Bildungsstand sind für den künftigen Lehrer ein Labyrinth, aus dem sich nur wenige her- aussinden können. Wir müssen aber dem künftigen Lehrer die Möglichkeit zur Forschung an der letzten Quelle geben. Diese liegt draußen, und deshalb haben wir den Schwerpunkt der Lehrerbildung in stark landschaftlich gebundene Hochschulen gelegt. Ein zweiter Ansatz für neue Erziehungsformen ist in den nationalpolitischen Erziehungsanstalten entwickelt worden. In diesen ist voller Ernst gemacht mit der Charakterbildung durch Körperschulung und Wettkampf. Aus einer Schülerpension wurde außerdem ein Instrument nationalsozialistischer Gemeinschaftserziehung. Der Minister sprach dann vom Land fahr und erklärte: Die besten Verteidiger des Landjahres sind die Eltern, die Kinder zurückbekommen, wie sie sie noch nicht kannten: rechtwinkelig an Leib und Seele, wie Nietzsche einmal das Ideal des deutschen Menschen bezeichnete. 22 000 Kinder aus industriellen Notstandsgebieten haben wir im vergangenen Jahr durch diese Erziehung mit Erfolg gehen lassen. Ein besonderer Gewinn war die Auslese von 1600 Landjahrführern, durch die ein ganz neuer Erziehertyp herangebildet worden ist. Ich gehe bei der Erneuerung der Schule von dem gleichen Grundsatz aus, um dessenwillen wir Nationalsozialisten angetreten sind: Daß es unsere Aufgabe fein muß, über alle jene trennenden Dinge, deren Existenz wir nicht,zu beseitigen vermögen, eine po- lltische Gemeinschaft zu schaffen, in der das Bewußtsein von der schicksalsmähi- gen Einheit aller deutschen Menschen wachgehalten wird. Es wird immer einen Lebenskampf um Brot und Geltung geben. Man kann ihn nicht beseitigen, weil er naturgegeben ist. was ich aber schassen kann und was ich schaffen muh, ist eine Gegenkraft der politischen Solidarität. Diese Gegenkraft ist gegründet im gemeinsamen Blutbe- wuhtsein und im Zwang des Schicksals, sie ist zusammengeballt in der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei. Dieser deutsche Gemeinschastswille ist nicht nur gescheitert als Reichsgedanke gegenüber dem Behauptungswillen und dem Separatismus von Stämmen und Ländern, sondern er ist zergangen vor der weltanschaulichen Entzweiung. Die beiden größten Katastrophen der deutschen Geschichte, der Dreißigjährige Krieg und der Weltkrieg, müssen uns warnen und mahnen, in der Erziehung zum Primat des deutschen Zusammengehörigkeitsbewußtseins einer Wiederkehr solcher Katastrophen vorzubeugen. Der Minister entwickelte von hier aus zunächst die Stellung der NSDAP, zum Christentum und zu den beiden christlichen Kirchen. Weder die Reformation noch die Gegenreformation hat das ganze Deutschland voll erobert und damit die Möglichkeit einer christlichen Staatsreligion geschaffen. Wenn das nationalsozialistische Programm j i ch zum positiven Christentum bekennt, so könne bei einem in zwei Konfessionen gespalteten deutschen Volk nicht ein Bekenntnis zum christlichen Dogma, sondern nur zum praktischen Christentum ausgesprochen sein. In der christlichen Ethik könnten sich beide Konfessionen finden, im Dogma müsse sich das Volk entzweien. Der Nationalsozialismus habe den Fehler vermieden, auf Unwahrheiten auszubauen. Es fei aber unwahrscheinlich, daß sich an dem Zustand der konfessionellen Spaltung etwas Wesentliches ändere. Wolle man trotzdem ein einiges Volk schaffen, so müsse das Gefühl des Getrenntseins in Konfessionen überwunden werden durch ein alles beherrschendes Bewußtsein, deutscher Volksgenosse zu sein. Eine Erziehung in dieser Richtung sei für die verantwortliche Staatsführung Zwang. Eine Bewegung, die zweitens angetreten fei zur Ueberroinbung von Klassenhaß und Standesdünkel könne eine andere Auslese der Kinder für den Bildungsgang der höheren Schule als den der geistigen Bejahung und der christlichen Haltung nicht zulassen. Nicht G l e i ch h e i t sei die Losung des Nationalsozialismus, sondern Gerechtigkeit, Auslese nach wichtigen Grundsätzen. In Preußen sei bereits für das nächste Jahr der Umfang von Stipendien für das mittellose, aber entwicklungsfähige Kind von 12,5 v. H. im letzten Jahr auf 20 v H. im nächsten Jahr heraufgesetzt worden. Beim Aufhören der letzten Klassenmerkmale falle aber auch der Grund weg, den weg zur Reifeprüfung von 12 auf 13 Jahre durch Festhalten an der vierjährigen Grundschule weiter fortzusehen. Eine gesunde Bevölkerungspolitik verlange schärfste Auslese, höchste Anforderung, aber den kürze st möglichen weg zum Beruf. So würde der höheren Schule der Weg zur Leistungssteigerung geöffnet. Gleichzeitig aber müsse derAushöhlung dervolks- fchule ein Ende gemacht werden. In den Hilfsschulklassen sei der Ansatz gegeben zu einer Schule derjenigen, bei der eine Erziehung zum bewußten Staatsbürger aussichtslos erscheinen müsse. Gleichzeitig würde von oben der Zustrom derjenigen wieder einsehen, die lediglich durch ein falsches Berechtl- gungswesen auf eine falsche Bahn gedrängt worden waren. Grundsätzlich müsse für alle deutschen Kinder ein gleicher Start gegeben fein, und nur nach Maßgabe ihrer Entwicklung würden ihnen die Plätze verschiedener Bildungsgrade angewiesen. Der Minister kündigte für die nächsten Tage einen Erlaß über ein neues Ausleseverfahren an. „Die Bildung einer politischen Führerschaft, bei der die Tugenden der Willenskraft und der Entschlußfreudigkeit zuhöchst gewertet werden, entbindet uns nicht von der Pflicht, gleichzeitig unser Augenmerk einer besonderen Auslese fachlicher Eignung zuzuwenden. Die besondere Lage Deutschlands verlange die Ausbildung des hochqualifizierten Facharbeiters ebenso wie eine Höchstleistung wissenschaftlicher Forschung. Auch hier ist die Englische Wünsche für die Berliner Zusammenkunft London, 23. März. (DNB. Funkspruch.) Die Berliner Besprechungen waren der Gegenstand politischer Reden, die am Freitagabend vom englischen Außenminister Sir John Simon, vom Lanbwirt- schaftsminister Elliot und von Sir Austen Chamberlain an verschiedenen Orten gehalten wurden. Sir John Simon erklärte u. a.: Mr können uns nicht jeder Art von außenpolitischen Abenteuern in allen Teilen der Welt hingeden, oder uns bei jedermanns Streitigkeiten zur Mitwirkung verpflichten. Dies wäre kein Beitrag zum Frieden. Vielmehr stände es im Gegensatz zu dem gesunden Sinn des englischen Volkes. Welches auch das Ergebnis des Berliner Besuches sein möge, es werde nichtirgend- ein plötzliches und überraschendes Ergebnis sein. Dies sei der Beginn eines Verfahrens, dessen Verlauf in sehr großem Maße von der Einsicht und Beständigkeit abhänge, mit der England die Angelegenheit behandele. Landwirtschaftsminister Elliot erklärte u. a., daß England nicht mehr die Stellung einer Großmacht einnehmen könnte, wenn es nicht auch gewillt wäre, die Verantwortung einer Großmacht zu übernehmen. Es bestehe keinerlei Grund zur Panik oder zur Verzweiflung. „Nicht Laue und Feiglinge sind es, an die wir daheim und im Auslande appellieren. Wir entsenden Simon und Eden nach den Hauptstädten Europas, um festzustellen, ob sie als freie Männer mit anderen Nationen freier Männer zu einem dauernden Frieden kommen können." Der einstige Außenminister und Mitschöpfer des Locarnovertrages, Sir Austen Chamberlain, sprach in einer konservativen Versammlung in Birmingham. Seine Rede enthielt lediglich Angriffe auf Deutschland. England diene dem Frieden am besten, so schloß Chamberlain seine Hetzrede, wenn es klarmache, daß es einige Dinge nicht dulden könne und ihnen Widerstand entgegensetzen werde. Je stärker der Frieden bedroht werde, um so enger müßten sich diejenigen Staaten, „die sich für den Frieden einfetzten", zusammenschließen. * „Ein neuer und entscheidender Abschnitt in den gegenwärtigen europäischen Verhandlungen beginnt während dieses Wochenendes", schreibt „Mor- nin g P>o st" und gibt damit die Ansicht der gesamten englischen Presse wieder. Unter der Ueber- schrift „Eine schicksalsschwere Mission" erklärt „News Chronicle": „Sir John Simon beginnt seine Sendung in Berlin mit den ernsten guten Wünschen aller Männer und Frauen von gutem Willen." „Daily Mail" meldet, daß die englische Regierung die Einberufung einer europäischen Mächtekonferenz einschließlich Deutschlands nach London plane, falls die Berliner Besprechungen erfolgreich ausfallen. Man fei der Ansicht, daß ein direkter und offener Meinungsaustausch zwischen dem Führer und dem englischen Außenminister viele Fragen lösen könne. Auch wenn Deutschland weitere Forderungen für die deutsche Rüstungsgleichberechtigung stellen sollte, werde dies Sir John 'Simon wahrscheinlich nicht abhalten, die deutsche Regierung zur Teilnahme an einer „round - tadle" - Konferenz einzula- den, auf der die Zukunft Europas ruhig erwogen werden solle. Der englische Vorschlag für die baldige Einberufung dieser Konferenz werde voraussichtlich auf der geplantem Dreierzusammenkunft zwischen England, Frankreich und Italien nach dem Berliner Besuch erfolgen. Der Berliner Berichterstatter der „Time s" meldet, Deutschland sei entschlossen, sich durch keine juristische Formalität in Genf ober irgenb etwas anderes die „militärische Souveränität" wieder wegnehmen zu lassen, die es durch sein Wehrpflichtgesetz wieder errungen habe. Unter Bezugnahme auf den französischen Appell an den Völkerbund sagt der Berichterstatter: „Der Völkerbund wird nicht anziehender für Deutschland gemacht durch den Gedanken, daß Deutschland bei Auslese dle Losung. Denn es entscheidet nun einmal für die Lebensleistung nicht nur die Neigung, sondern auch die Eignung. Der Erziehungsminister schloß: „Unsere Juaend soll das vierte Gebot sich vor Augen halten: Ehre Vater und Mutter. Es ist aber auch notwendig, daß diejenigen, die dieses Gebot heilig halten, nicht vergessen, daß unser deutsches Volk Ahnen hat. Ich möchte darum das vierte Gebot beileibe nicht schmälern, wohl aber erweitern: Ehre nicht nur Vater und Mutter, sondern ehre auch deine Ahnen. Beuge dich vor dem, was sie einst waren. Wir können es in einem Zeitalter, wo d i e Ehre der Mittelpunkt unseres Lebens geworden ist, nicht ertragen, wenn unsere Vorväter als Menschen hingestellt werden, die den sittlichen Fonds und die geistige Schöpferkraft aus fremder Hand empfangen haben. Es ist die Aufgabe, den Blick dieser Jugend in die Vergangenheit zu lenken und ihr zu zeigen, daß sie, was sie ist, empfangen hat, um es neu zu schaffen. Kundgebung der französischen Faschisten. Führer-Prinzip, ständischer Aufbau, soziales Ethos." Paris, 23. März. (DNB. Funkspruch.) Die französische Faschistenbewegung, der von Marcel Bucard gegründete „F r a n c i s m e", veranstaltete eine von etwa 3000 bis 4000 Personen besuchte Kundgebung. Den Ordnungsdienst hatten meh- rere hundert Francismen in blauen Hemden übernommen, die auch vor der Rednertribüne eine Ehrenwache stellten. Ein junger Rechtsanwalt bejahte den Faschismus als die Bewegung der Jugend gegen die selbstsüchtige konservative Rechte und gegen die den Haß predigende Linke als Sammlung der freien Franzosen. Ein früherer kommunistischer Parteifunktionär, der zu den Francismen übergetreten ist, erwähnte das Beispiel des deutschen Volkes, das sich von seinen marxistischen Parteien fteigemacht und hinter einem Führer und einem Ideal gesammelt habe. Marcel Bucard schilderte dann mit großer Leidenschaft das Aktionsprogramm der Bewegung, die keine Verfassungsreform wolle, sondern den Aufbau auf ganz neuen Grundlagen, nämlich auf korporativer, den Klassenkampf ausschließender Grundlage aus der Bejahung des Fuhrerpyinzips und der ständischen Vertretung. Das seiner Rückkehr nach Genf sogleich in die Lage eines Angeklagten treten würde, der sich gegen eine Beschuldigung zu verantworten hat." phantastische Behauptungen über den Aufbau der deutschen Wehrmacht. Paris, 22. März. (DNB.) Vor dem Heeres- ausschuh der Kammer soll Kriegsminister General Maurin angekündigt haben, daß die Stärke einer deutschen Division binnen kurzem 20 000 Mann betragen werde, so daß das aktive Heer sich auf 720 000 Mann beziffern würde. Gegenwärtig arbeiteten 70 v. H. der deutschen Kriegsmaterialfabriken. Die Herstellung von Maschinengewehren erfolge Tag und Nacht in vier Schichten zu je sechs Stunden unter strenger Geheimhaltung des Herstellungsverfahrens. Große Mengen von Konserven seien aufgekauft worden, besonders Oelsardinen aus Portugal. Die Flugzeugfabriken stellten täglich 15 Apparate her, so daß Deutschland in drei Monaten über 1500 neue Flugzeuge verfügen könne. Die große Zahl der ausgebildeten Zivilpiloten erlaube die sofortige Ingebrauchnahme dieser Militärflug, zeuge. Der Kriegsminister soll ferner auf die um« fassende militärische Ausbildung der deutschen Jugend hkngewiesen und behauptet haben, daß d e r A r b e i t s d i e n st eigentlich einem Dienstjahr gleichkomme. Die Vollendung des deut- scheu Heeresaufbauplanes könne im Frühjahr 1936 erwartet werden. Zum Schluß habe der Kriegs» minifter noch mitgeteilt, er beabsichtige, die Rü - ftungsfabrifation z u beschleunigen und auszubauen und neue Kredite für das Jahr 1935 und für die folgenden Jahre zu bean» tragen. Sie Pariser Mlu'ngnahine. Ruhigere Haltung der französischen Presse. — Eden in Paris. Paris, 23. März. (DNB.-Funkspruch.) Eine wesentlich ruhigere Beurteilung der Lage hat am Samstag in der Pariser Morgenpresse der bisherigen Nervosität Platz gemacht. Die Blätter legen besonderen Nachdruck auf eine Londoner Information, die die erste Auslegung der Erklärung Sir John Simons dementiert und wonach nicht die Rede davon sei, Deutschland zu den Besprechungen in Como hinzuzuziehen, sondern nur d i e Möglichkeit in Erwägung gezogen sei, nach der Dreierkonferenz eine neue Konferenz einzuberufen, an der auch Deutschland teilnehmen solle, falls die Berliner Besprechungen günstige Ergebnisse zeitigten. Man nimmt allerdings von französischer Seite auch gegen diese Absicht Stellung und erklärt, daß keinerlei Verhandlungen mit Deutschland möglich seien, solange der Völkerbund sich nicht über die Wiedereinführung der Wehrpflicht geäußert habe. Frankreich würde sonst, so betont man, gegenüber Deutschland in eine geradezu lächerliche Lage kommen. „Echo de Paris" will wissen, daß der französische Botschafter in London nach den Erklärungen Sir John Simons im Unterhaus beim Foreign Office vorstellig geworden sei und um eine genaue Auslegung gebeten habe. Hierauf fei die Erklärung erfolgt, daß der englische Außenminister an dem Charakter einer Dreierbesprechung in Como festhalte. Das Blatt erklärt aber gleichzeitig, daß z u einer späteren Konferenz, an der auch Deutschland beteiligt sein würde, und die erst nach dem Spruch des Völkerbundes statt- finden würde, alle anderen interessierten Staaten hinzugezogen werden müßten. Der Petit Parisien begrüßt es, daß der angebliche Versuchsballon Sir John Simons so rasch aufgefangen worden sei, denn der Vorschlag des englischen Außenministers sei für Frankreich unannehmbar gewesen. — Die Ankunft des Großsiegelbewahrers Eden am Freitagabend hat die Presse ebenfalls günstiger gegenüber England gestimmt. Diese vorzeitige Ankunft, die ursprünglich erst für Samstagvormittag erwartet wurde, wird hier dahin ausgelegt, daß die englische Regierung einen Beweis ihres Zusammen- Sehörigkeitsgefühls mit Frankreich und talien habe abgeben wollen. „Journal" bringt das frühe Eintreffen Edens in engem Zusammenhang mit der Mißstimmung, die die Erklärung Simons in Frankreich ausgelöst hätten, und glaubt darin einen Wiederversöhnungsversuch zu erblicken. Der heutigen Besprechung zwischen Eden, Suvich und Laval mißt man jedoch nach wie vor keine überragende Bedeutung bei. Man ist sich klar darüber, daß praktische Beschlüsse erst nach den Berliner Verhandlungen gefaßt werden könnten. Die Pariser Besprechungen, so schreibt der „Matin", würden einen ziemlich allgemeinen Charakter haben und eine nützliche Grundlage für die kommende Konferenz in Como bilden. Es sei aber nicht beabsichtigt, irgendwelche genauen Richtlinien aufzustellen. Laval und feine Kritiker. Paris, 22. März. (DNB.) In der der Ratifizierung der römischen Abkommen voraufgehenden Aussprache der Kammer hat Franklin- Bouillon mit der bei ihm gewohnten Leidenschaft wieder einmal eine wilde Hetzrede gehalten. Außenminister Laval antwortete auf die Angriffe Franklin-Bouillons, er innerte an die Regelung der Saarfrage und die Beilegung des ungarisch-südslawischen Streitfalles in Genf. In einem unruhigen Mitteleuropa, so fuhr der Außenminister fort, könne nichts Dauerhaftes entstehen ohne vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Italien und Südslawien. Deutschland werde durch seine Geste hoffentlich die Organisierung des Friedens nur verlangsamt haben. Frankreich wolle niemand von der Zusammenarbeit ausschließen. Laval betonte, daß er auf die Entwicklung der internationalen Aktion vertraue und wies auf die Zusammenkunft am Samstag zwischen den Vertretern Frankreichs, Italiens und Englands hin sowie auf die in Como vorgesehenen Besprechungen. Er habe nur ein Bestreben, und dieses Bestreben werde von der Kammer und ganz Frankreich geteilt: die Organisierung des Friedens in einem starken Frankreich, das von seiner Sicherheit überzeugt sei, unter Führung des Völkerbundes. Eine Reihe von Pakten sei in Vorbereitung, die auch denjenigen offen blieben, die sie nicht gleich unterzeichnen sollten. Die Politik Frankreichs sei gegen kein Land gerichtet. Die Welt wüßte das bereits, er lege aber Wert darauf, es noch einmal mit lauter Stimme zu wiederholen. Er sei optimistisch, weil er glaube und weil er handele. Er verzichte nicht auf die Friedensarbeit. Franklin-Bouillon bemängelte, daß der Minister kein offenes Wort *ü b e r bie deutsche Aufrüstung gesagt habe, in dem Sinne, daß mit einem nationalsozialistischen Deutschland, das die Verträge verletzt habe, keine Zusammenarbeit möglich sei. Er behauptete, die leitenden französischen Außenpvlitiker hätten nicht den Mut, die Wahrheit zu sagen und wären nie darauf bedacht, die französische Karte in erster Linie zu spielen. Laval erwiderte, daß er die französische Karte doch ausspiele, aber diese Karte allein bilde kein vollständiges Spiel. Man müsse das System der Freundschaften und Bündnisse aufrechterhalten. Recht auf Eigentum müsse von der sozialen Pflichterfüllung abhängig gemacht werden. Bucard sprach unter dem Beifall der Zuhörer die Hoffnung aus eine deutsch-französische Verstän- bigung aus, die den Frieden verankern würde. Die ehemaligen Frontkämpfer seien die besten Mittler, denn niemand könne ihre Vaterlandsliebe verdächtigen, aber sie hätten vielleicht schon ihre Zeit verpaßt und durch Begünstigung des Separatismus im Rheinland hätten die französischen „Politikaster" die erste Hand an den Versailler Vertrag gelegt. Jetzt, nachdem Deutschland wieder selbstbewußt geworden sei, hingen sich diese Politikaster an die Rockschöße Englands. Frankreich sei auf diese Weise so auf den Hund gekommen, daß es mit Sowjetrußland Zusammengehen wolle. Die alten Soldaten begrüßen die Wehrfreiheit. Oie Bundesführer des NGOFB. (Stahlhelm) und des Kyffhöuserbundes zur Einführung der Wehrpflicht. Berlin, 22. März. (Fkp.) Der Bundesführer des NSDFB. (Stahlhelm), Reichsarbeitsminifter Franz Seldte, schreibt in der Bundeszeitung „Der Stahlhelm" zur Einführung der Wehrpflicht u. a. folgendes: Durch die Herzen der alten Frontsoldaten und der Kämpfer des Weltkrieges zieht ein starker Blutftrom des Dankes und der Freude, des Stolzes und des Aufreckens des echten Frontsoldatentums. Nun ist endlich für den Soldaten bie Schmach des 9. November, die Schmach von Compiegne und die Schmach und Scham über den schmählichen Willensmangel der Nationalversammlung von 1919 getilgt. Als uns alte Frontsoldaten die Kunde und das Geschehen des Zusammenbruches am 9. November 1918 erreichte, da war es uns, als ob das Herz in einem rasenden Schmerz zerriß. Und mit diesem Schmerz, mit dieser unerhörten Enttäuschung, mit der Unmöglichkeit soldatischen Der- stehenkönnens mischte sich für uns das Gefühl, wie wenn uns der liebste Mensch verlassen hätte und verstorben wäre. Wir alten Kämpfer aber waren in den Jahren da draußen doch zu hart und zu zäh geworden, um uns widerspruchslos mit diesem Zusammenbruch abfinden zu können. Aus den Schmerzen der ersten Tage des Zusammenbruches wurde am 13. November 1918 der Gedanke des Widerstandes, der Gedanke der Gründung des Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten, geboren. Wenn alles wankte, dann mußte es eines geben, was stand — das Frontsoldatentum. Wenn wir alten Frontsoldaten im unzerstörbaren Glauben an unser Volk glaubt en und glauben wollten, bann dachten wir immer an die beiden großen Eigenschaften, die dem Deutschen doch nun einmal im Blute liegen, an das Soldatsein und an das Arbeitenkönnen. Vor unseren Augen stand mahnend das Bild der gefallenen zwei Millionen toten Kameraden. In unseren Herzen stand das Bild der Kameradschaft da draußen, treu bis in den Tod. Und auf ewig eingebrannt in unser Fühlen, Handeln und Denken war mit stählernem Stempel das Fronterlebnis, war eingebrannt die Erkenntnis, daß der Feldherr ewig recht hat, der sagt, daß nur auf den Opfern und auf den Waffen der Sieg beruht. Trotz aller Not und Bedrängnis hat man unseren Glauben an das Erringen der deutschen Hoheitsziele niemals töten können. Wenn nur auf den Opfern und auf den Waffen der Sieg der Freiheit beruhen sollte und konnte, dann waren wir bereit, schweigend zu opfern, um schweigend mitzuhelfen, an den Waffen zu schmieden. Und wir haben geopfert! 221 tote Kameraden hat der Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten, und über 3000 verwundete Kameraden und damit der NSDFB. (Stahlhelm) zu verzeichnen. Gefängnis, hohe Geldstrafen, Verbote, Schädigungen . Aufbau ein ganzes Volk stehe, gewillt, das Die drei deutschen Urlauberschiffe haben d^e Regime Adolf Hitlers gegen seine Feinde zu schützen, Hauptstadt F u,n dja l verlass en. Sämtliche gewillt aber auch, nach besten Kräften am Neu- Fahrgaste sind begeistert von den Erlebnissen und bau einer besseren Weltordnung mit- den zahlreichen Eindrücken der vergangenen Tage, zuarbeiten Bevölkerung und Behörden hatten ihnen überall 0 ' 1 einen freundlichen Empfang bereitet. Das zurückhaltende und liebenswürdige Auftreten der deutschen Arbeiter hat seinen Eindruck nicht verfehlt. Dr. Le y hat sich von seinen engeren Fahrtgenoffen bereits verabschiedet. Er reift auf der „St. Louis" b i s Leichenauto antreten. Die Unglückskette sollte aber noch kein Ende haben. Bei der Uebersührung der Leiche verunglückte das Auto zwischen Un- tergermaringen und Ketterschwang, indem sich plötzlich das linke Hinterrad löste. Dadurch geriet das Leichenauto an einen Baum und wurde schwer beschädigt. Während der Wagenführer wie durch ein.- „ - ,.. Wunder unverletzt auf dem allein unbeschädigt ge- ffr?' Mit der formrnffarifdjen Leitung des sach - bliebenen Führersitz blieb, wurde die mitfahrende H t f d) en Volksbildungsmmisteriums Schwester Kroeckers schwer verletzt. Sie erlitt beauftragt, « einen schweren Beckenbruch und eine schwere Ge- m Hirnerschütterung. Ein Begleiter des Wagenführers 2m Zuge der Vereinheitlichung und Verem- wurde 10 Meter weit in die Wiese geschleudert und fachung der Verwaltung ist durch einen soeben er- erlitt dabei gleichfalls schwere Verletzungen. Die gangenen Erlaß des Relchsforstmeisters Hermann beiden Schwerverletzten wurden in das Kranken- Göring nunmehr auch die Vereinigung des haus nach Kaufbeuren cingeliefert. R e i ch s f o r st a in t e s mit der höchsten preu - Moderne Wohnblocks im Hamburger SängevierN. Mnb-"z°lchnu^' A "rVi'ch- f°?st m'«1 A Die nationalsozialistische Staatsführung in Ham- und preußische Landesforstmeister" er- bürg richtet ein besonderes Augenmerk auf gesun- folgt. d e Wohnverhältnisse für alle Volksgenossen. * Im Zuge dieser Bestrebungen mußte auch das alte Unter dem Vorsitz des Reichsministers für Luft- Gängeviertel mit feinen engen Gaffen und fahrt, General der Flieger ©Öring, wurde mit völlig unzureichenden und unhygienischen Wohnun- einem Kapital von 9 550 000 Mark die deutsche gen verschwinden. Die Arbeiten find bereits in vol- Zeppelin-Reederei G. m. b. H. gegründet, lern Gange. Nur noch kurze Zeit wird es dauern, Den Vorsitz im Aufsichtsrat führt D r. Eckener, dann roirb an Stelle des Gängeviertels ein neues ♦ Geheimrat Ouisberg zur letzten Ruhe gebettet. Unter starker Anteilnahme aller Kreise wurde der Vorsitzende des Aufsichts- und Derwattungsrates der IG. Farbenindustrie, Geheimrat Dulsberg, in Leverkusen zur letzen Ruhe beigesetzt. Im großen Saal des Fabrikasinos war der Sarg, von der Fahne der JG.-Werke bedeckt, aufgebahrt. Zu beiden Seiten standen die Fahnen der Deutschen Arbeitsfront. Mit dem Trauermarsch aus der „Eroica" wurde die Trauerfeier eingeleitet. Generalsuperintendent Dr. Schöttler ließ dann noch einmal bas Lebensbild des Heimgegangenen in bewegten Wor- Dolkskörper einen gesunden und einheitlichen Organismus zu formen. Die Regierung könne heute feststellen, daß ihr das gelungen sei. Der Nationalsozialismus habe den Mut auch zu unpopulären Maßnahmen besessen, obwohl er dem Volk oft die Gründe seines Handelns nicht habe klarlegen können. Bei allen Maß-, nahmen mußte mit größter Vorsicht vorgegangen werden, um die mit jeder Revolution verbundenen Erschütterungen auf ein Mindestmaß zu beschränken. Jede so große Umstellung sei zunächst kraftverzehrend, auch wenn sie in ihren Auswirkungen wieder kraftbildend sei. Eine Revolution in einem Lande durchzuführen, das in der Zwangsjacke eines unerträglichen Vertrages steckt, erfordere ein wohldurchdachtes Jneinandergreifen der revolutionären Maßnahmen im Innern und der notwendigen Maßnahmen nach außen. Hamburg hier entstehen. Schöne und moderne Wohnblocks werden von dem Geist einer neuen Zeit Das 21 u f f o m m e n d es R eich es an künden. Bereits am 1. Oktober sollen die ersten Gestern, Zollen und Abgaben hat sich fiäiifer fertiaaefteüt fein auch tm Februar weiter gut entwickelt. Die ÄJrJXn-Mnh finrUrnfH,“ tatsächliche Verbesserung beträgt 92,1 Millionen Die Kreuzer "Emden und „Karlsruhe Mark. Der Gesamtzuwachs in der Zeit vom auf der Heimreise. i aipril 1934 bis zum 28. Februar 1935 weist Kreuzer „Emden" ist am Donnerstagvor- gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres mittag aus Cochin in Vorderindien ausgelaufen eine tatsächliche Verbesserung von 1023 Millionen und befindet sich mit westlichem Kurs auf dem Wege Mark auf. nach Alexandrien (Aegypten). Kreuzer „Karls- -------- ruhe" hat am Donnerstagvormittag Vancouver 'HXoHorlwrifM verlassen, den nördlichsten Punkt, den er auf feiner wti vi up Ausreife erreicht hat. Er steuert Acapulco an der des Reichswetterdiensies. Ausgabeort Frankfurt. Westküste Mexikos an, von wo er durch den Pana- einer vom Ostatlantik über Skandinavien sich ma-Kanal nach Colon (Panama) gehen wird. Beide ostwärts erstreckenden Tiefdruckrinne wandern fort» Auslandskreuzer befinden sich nunmehr, nachdem gesetzt Tiefdruckwirbel in westöMcher Richtung. Ein sie die äußersten Punkte ihrer Auslandsreise ver- besonders kräfttg entwickelter Ausläufer brachte in taffen haben, auf der Heimreise. der Nacht zum Samstag auch unferm Bezirk fchauer- Oelungener Probeflug artige Niederschläge. Da die derzeitige Wetterlage eines führerlosen amerikanischen Flugzeugs. und mit ihr die Zufuhr feuchter Ozeanluft nach TXnr nmj,r:pnni(rfxo (Rnlin(,r csy..-,.... Deutschland erhalten bleibt, muß mit der Fortdauer *■ SS B, iS S.W "." > -es man Xi “’.rj?" am »? V®.?" S" 3‘t* »«■”'£. “«"*■< -- »“« snfsF.tr cääss '«&•"»■ -»-------s meldete sich der Robotor, und man kann den Ver- Grad Celsius, abends 8,7 Grad, am 23 Marz^ mor such als gelungen bezeichnen. Das Selbsteuerflug-19en5 6,8 Grad Maximum 18 Grad, Minimum zeug ist nach 9'/- Stunden Flugzeit glatt gelandet. 11 Grad. Erdtemperaturen m 10. mnrnpn- Die ursprüngliche Absicht, das Flugzeug nach Ho- 22. Marz: abends 8,5 ©rab; am 23. T arz. 9 nolulu fliegen zu lassen, konnte nickst ausgeführt /'!.Grad. — Niederschlage 2,7 mm. werden, da die Maschine nur 5000 Liter Brennstoff an Bord hatte, die nicht bis Honolulu gereicht hätten. Bei dem Selbststeuerf^lugzeug handelt es sich übrigens um ein Landflugzeug, so daß bei einer durch Brennstoffmangel notwendig werbenden Wasserung auf See mit dem Verlust der Maschine gerechnet werden mußte. ten erstehen. Nach einem Sopransolo „Sei getreu bis in den Tob" zeichnete Geheimrat Bosch bie wichtigsten Etappen aus dem arbeitsreichen Leben Duisbergs, ber besonders in den schweren Jahren der Nachkriegszeit nicht einen Augenblick gezögert habe, Hanb anzulegen an bas Werk bes Wieberaufbaues. Karl Duisberg habe durch sein Wirken bewiesen, daß ber Mensch nicht ein Objekt ber Wirtschaftsordnung sei, sondern daß es möglich sei, sie selbst zu gestalten , und ihr den Stempel persönlichen Wirkens auf« Berlin, 22. März. (DNB.) Der R e ichs -1 zudrücken. r m in i ff P r aibf bekannt- Der Vorsitzende des Direktoriums der JG.-Far- m e h r m in i st e r gibt berann benindustrie Dr. Kühne sngte dem Toten Dank Aus allen Kreisen des deutschen Volkes gehen Liebe zum Werk und seine Sorge für alle, täglich beim Reichswehrminlsierium Geldfpen - mit ihm zusammenarbeiteten. Dann rief noch den und Ankündigungen von © e l b - L t n Mitglied der Gefolgschaft dem ver- spenden ein, die als Beitrag zum Auf- ftorbenen ein letztes Lebewohl zu. Ministerialrat bau der Wehrmacht bestimmt sind. rNeinenMulertriefimNamenderReichsregie- x-- Ti (i n f für all bie Beweise einer r u n g bem Manne, der als rdealer Organisator herzlich en Da n f für au öte Beroeije einer 1 in vorderster Linie ber Männer großen Opferberettschaft ^binde gestanden habe, die den stolzen Bau der chemischen zugesagte und künftige Beifrage dieser Art e 1 n' Rnbuftrie geschaffen hätten, einen letzten Abschieds- zuzahlen auf das Konto „Wehrdank 3lL Dlef empfundene Worte fand dann Gene- bei der Deutschen Bank und Diskonto- raldirektor Dr. Bögler, ber drei Kränze namens gesellfchaft, Stadtzentrale, Abteilung A, Ber- der deutschen Wirtschaft, der Kaiser-Wllhelm-Gesell« (in w 8 Mauerstraße 26/27. Einzahlungen auf die- schäft und des Deutschen Museums nieberlegfe. Im (es Konto nimmt auch jede Filiale der Auftrage der Deutschen Chemischen Gesellschaft, TtouHrfwn n und Steindruckerei, Zft. 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M »(j . :-z4 MDG M 4 WäMM s 8am8tag,23.Mrzl9Z5 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) Nr. 70 Zweites Blatt Des Führers Aufenthalt in Wiesbaden 1699A Würmlein gefunden, fein Fleisch ist gar lieblich und zart und für ein Herren-Essen gehalten wird." ichluß agfnr le: ichluß k. H. er- o/ten Ver- Anze/gef hnluac emein- tischen nur an lisspä- ■späte- ich. 889Ü Mtalt adels- linik) dem blendend weißen Kragen ragt auf einem hohen Hals ein zierlicher Raubvogelkopf hervor. In dem schmalen Gesicht mit der graben, kräftigen Nase funkeln ein paar kluge und scharfe Augen, die Augen eines Mannes, der Klarheit und Ordnung liebt. Der Mund ist schmal und zieht sich wohl zu einem ironischen oder höflichen Lächeln, selten aber zu einem breiten und befreienden Lachen auseinander. Dennoch rühmen manche Engländer, die ihn näher kennen und die nicht wie die Beamten des Foreign Office nur dienstlich mit ihm zu tun haben, seinen „sense of humour", was mit „Sinn für Humor" nur notdürftig übersetzt ist. Simon soll fröhliche Menschen gern um sich haben, aber schneidend scharf und eiskalt werden, wenn ihm Gedankenträgheit und geistige Langsamkeit begegnen. Sollte man ihn im Foreign Office den „marmornen Minister" nennen, weil dort noch immer jene Eigenschaften, die Sir John höchst unsympathisch sind, eine Freistätte haben? Wie dem auch sei, beliebt ist Simon als Minister nicht, und es hat bekanntlich auch nicht an Versuchen gefehlt, ihn aus der Nationalen Regierung auszubooten. Aber Sir John hat einen steifen Nacken und ist kein Mutterkind des Lebens. Der Weg bis zur Downingstreet war ihm nicht leicht gemacht und wenn er auch gerade war, so war er doch auch lang und vor allem am Anfang mit allerlei Mühseligkeiten gepflastert. Mit den äußeren Glücksgütern des Lebens war die Familie Simon ebenso wenig gesegnet wie mit einem klingenden Adelstitel. (Die Ritterwürde und damit den Titel „Sir" erhielt Sir John Simon 1910, als ihn der König zum Generalstaatsanwalt ernannte.) Sein Großvater war Steinmetz, sein Vater Landgeistlicher im Waliser Bezirk von Pem- brokshire. Die akademische Laufbahn konnte der junge Allsebrook, wie ihn seine noch heute lebende Mutter nannte, nur mit Hilfe von Stipendien einschlagen, die dem 1873 geborenen, hochbegabten Jungen allerdings reichlich zur Verfügung standen. Der dortige Revierjäger begab sich in den Wald, nicht zum Schnepfenstrich, denn hieran dachte da- Simon wurde nicht Arzt, wie es der Wunsch der Mutter war, sondern Anwalt. Sein Studienkamerad in- Oxford war F. E. Smith , der Mitwelt als Lord Birkenhead wohlbekannt und neben Simon einer der Leuchten des englischen Rechts. Die Honorare fielen dem jungen Anwalt Simon anfangs durchaus nicht in den Schoß. Wären nicht die Leitartikel für den „Manchester Guardian" und für andere liberale Blätter dagewesen, so hatten die sauer erworbenen Guineas kaum für den Erwerb eines recht teuren Anwaltbüros in der City gelangt. Bald indessen wurde man auf den Hu gen Rechtskundigen aufmerksam, und als ihn die Regierung vier Jahre nach Beginn seiner Tätigkeit an der „Temple-Bar", dem altehrwürdigen Gericht Londons, in eine Kommission zur Beilegung eines Grenzzwischenfalls in Alaska berief, war Simon, dem man bereits in Oxford eine glatte Karriere vorausgesagt hatte, ein gemachter Mann. Die 'Laufbahn, die Simon eingeschlagen hatte, führt in der Tat auf dem geradesten Wege zu politischen Aemtern und Würden in England und bietet auch heute noch einen festen materiellen Rückhalt; denn ein englischer Kronanwalt verdient in einem Monat mehr als ein Richter am Reichsgericht in Leipzig in einem Jahre. So stieg. Simon in kurzen Abständen von Stufe zu Stufe hinauf auf die Höhen von Downingstreet und White Hall. 1910 bis 1913: Generalstaatsadvokat. 1913 bis 1915: Generalstaatsanwalt mit Sitz im Kabinett. 1915 bis 1916: Innenminister im Kabinett Asquith. 1917 bis 1918: Major bei den englischen Fliegern in ser der Führer kostete, einer eingehenden Besichtigung unterzogen. Das Publikum, das den Garten in dichten Scharen umdrängte, hatte hier besonders Gelegenheit, dem Führer seine tiefe Ergebenheit zu bezeugen. Am Abend wohnte^ der Führer einer Vorstellung von „Aida" im Staatstheater bei. Unser Bild zeigt den Führer während seines Spaziergangs am Donnerstagnachmittag auf dem Neroberg bei Besichtigung des Opel- Rades. Hinter dem Führer in Zivil fein Adjutant Obergruppenführer Brückner. LPD. Wiesbaden, 22. März. Auch am heutigen Freitag verweilte der Führer längere Zeit i m Kurgarten und nahm später im Kurhaus das Mittagessen ein. Daran schloß sich eine Fahrt auf die Platte, die dem Führer erneut Gelegenheit zu einem prächtigen Ueberblick über die in hellem Sonnenschein daliegende Stadt und ihre weitere Umgebung ermöglichte. Unter Führung von Kreisleiter Bürgermeister Piekaxski und Kurdirektor Freiherr von Wechmar wurde schließlich noch der Kochbrunnen, dessen Was- wesen ist, der durch die nationalsoMlistische Machtergreifung veränderten Lage in Europa nach mancherlei Schwankungen gerecht zu werden. Das wird Sir John gewiß oft nicht gonz leicht gewesen sein. Denn er ist ja mehr ein Mensch des Kopfes als des Herzens, und den Nationalsozialismus kann man nun einmal nicht nur intellektuell zu begreifen illchen. Die Frage, ob Sir John deutschfreundlich ist, ift von vornherein falsch gestellt. Ohne eigentlich egozentrisch zu sein, ist Simon keines Menschen und keines Volkes Freund oder Feind. Sein Beruf allein lehrte ihn ja, auch wenn man Partei nimmt, über den Parteien zu stehen. Sein Wesen ist nicht dazu angetan, Freunde zu gewinnen, aber der Hochachtung aller konnte er sich stets bewußt sein. Vielleicht täte ihm selbst und auch den von ihm geführten Verhandlungen ein Schuß Warmherzigkeit gut. Doch auch seine Art, an schwierige Probleme kühl und mit größter Distanz heranzugehen, hat in dieser aufgeregten Zeit ihre Vorzüge. Und im übrigen wird unsere kleine Radierung Sir John Simons in wenigen Tagen bereits um eine charakteristische Nuance reicher sein. Denn bann werden wir wissen, wie er, der erste englische Außenminister, der nach dem Kriege in großer politischer Mission in Berlin eintrifft, eine solche Mission durchzuführen weiß. „Oer gläserne Mensch." O' i Geräte- lauten gszweck 6. m. b. M. 1, POBtf.95 it! «• V»1 Der „abenteuerliche" Vogel. 13 on Dr. Ludwig Roth Der März steht im Zeichen des Vogel-Zuges, der sich für den Jäger im „S ch n e pf e n st r i ch" bemerkbar macht. Es ist ja eine ganz eigentümliche Sache um die Regelmäßigkeit des Vogelzuges. Die lateinischen Sonntage Oculi — da kommen sie, Laelare — das ist das Wahre, Judica — sind sie vuch noch da, Palmarum — Tralarum, sind sozusagen „volkstümlich" auch unter den „Zivilisten" geworden. Gar mancher, der einen Freund unter der Jagerei hat interessiert sich dafür, ob „sie" (die Schnepfen) nun wirklich da sind und wer der glückliche Erleger der „ersten" in diesem Jahre geworden ist. Dieser „Vogel mit dem langen Gesicht" heißt mit seinem wohlklingenden Namen „Scolopax Rusti- cola“; wer sich des näheren für die Naturgeschichte interessiert, kann in jedem Lexikon, in jeder Natu^ geschichte, alles Wissenswerte finden — und doch manches nicht. Das ist gerade das Reizvolle an die- fem Vogel, daß wir so manches noch nicht von Ä nm ein1 1 ei>l schiedenem Gewürz recht gut zubereitet wird, allerdings zu den köstlichsten Speisen gehört, wird das Gescheide, klein gehackt, beigemischt." Man hat demnach schon im Jahre 1805 und früher recht wohl gewußt, was gut schmeckt. — In diesem Jahre wird das Berschen vom Sonntag Okuli allerdings nicht zutreffen. Der Sonntag Okuli fällt in diesem Jahre auf den 24. März. Nach meinen, in ein und demselben Revier während 40 Jahren gemachten Beobachtungen trifft die Waldschnepfe am 8. März ein, am 31. März ist der Strich beendet. Am Tiburtius-Tage (14. April) pflegt in den hiesigen Waldungen zum ersten Male wieder der Ruf des Kuckucks zu ertönen. Um Johanni (24. Juni) verstummt er. Bei den Bauern meiner Heimat ist der Glaube verbreitet, daß er sich dann in einen „Sperber" (Habch, Habicht) verwandelt. Gießener GiaMheaier Als Zanga in Grillparzers Schauspiel „Der Traum, ein Leben" sahen wir gestern abend Herrn Schorn, der sich mit Herrn Neubaus in die Rolle geteilt hat. Herrn Schorns Darstellung weicht von der feines Kollegen nicht unwesentlich ab: er wirkt im Außenbilde kleiner, schmächtiger, jugendlicher, und er nimmt die Figur im übrigen mehr von der leichtkomlschen Seite, mit bestechender körperlicher Geschmeidigkeit, mit behendem Witz, ganz hinge- geben an das theatralische Pathos der Rede und der ausholenden Gebärde. Eine recht persönliche, nicht uninteressante Leistung, bei der freilich die mephisto- vhelischen Züge des Schwarzen für unser Gefühl ein wenig zu kurz kamen. Rein dialektisch war die umfängliche Rolle fließend bewältigt; doch sollte auch bei den Temposteigerungen auf eine saubere Artikulation der Verse geachtet werden. — Für den am Tage der Aufführung plötzlich erkrankten Herrn Kühne war der Spielleiter geistesgegenwärtig eingesprungen: Herr Löser sprach die Rollen oes Massud und des Königs mit anerkennenswerter Ruhe und Sicherheit. hth- Hochschnlnachnchlen. Professor Dr. Max G a e n ß l e n von der Universität Tübingen hat einen Ruf auf das Ordinariat der Medizinischen Poliklinik an der Universität Frankfurt erhalten. Professor Dr. Ernst F o r st h o f f, Ordinarius für öffentliches Recht an der Universität Frankfurt, hat einen Ruf an die Universität Hamburg an- 9e©TX’frat Professor Dr. Walther L o tz, der bekannte Nationalökonom, Finanzw'ssenschaftler und Sn „marmorne" Minister. Wie mit welchen Mitteln sollten wir Gestalt und Charakter von Sir John Allsebrook Simon, der nach einer Reihe ereignisreicher Tage am Sonntag nun doch zu feinem Besuch in der Reichshauptstadt eintrifft, zeichnen? Pinsel und Palette scheinen uns für ein Porträt des britischen Staatssekretärs des Aeußeren ebensowenig geeignet wie weiche Pastellkreide und fließende Wasserfarben; aber auch eine Holzfchnittfigur ist Sir John nicht. So greifen mir am besten zur Radiernadel, mit der es uns noch am leichtesten fallen wird, die Konturen seines Charakters und seiner politische^ Laufbahn nachzuziehen. Wir brauchen ja auch dazu keine Farben. Anders als fein Namensvetter John Bull, mit dem Winston Churchill noch am ehesten etwas gemein hat, pflegt sich Sir John jederzeit höchst reserviert und destingiert zu tragen. Selten hat man ihn in anderen als schwarzen Anzügen gesehen, lieber iwillt cnenjiosO 'l.Marz» 21.30 Ubrl Monnem. M ÄU i Lanner. < Marz, 2250* MfH/a 'nblnder- 27. Marz. 6 22* 1151* irauni em ttben-. .»»*• 22.15 * xrauni cm gcbeflijHp. Frankreich. Aber immer blieb er mit festen Füßen bei feinem Anwaltsberuf, sammelte ein beträchtliches Vermögen und focht mit scharfer Klinge gegen Lloyd George um die Führung -er Liberalen Par- tei. . Wir wissen nicht, ob Sir John Neigung zum „Sichwundern" hat. Dennoch mußte es ihn wohl überrascht haben,, daß ihm der Führer der Nationalen Regierung „Ramsey Macdonald, nicht die Führung des Schatzamtes, sondern des Foreign Office übertrug. Wollte Macdonald damit bekunden, daß England in seiner Außenpolitik zu den Traditionen eines Lord Curzon zurückzukehren wünschte? In der Tat hat Sir John mit Curzon mancherlei gemeinsam. Wie ^dieser verkörpert er traditionelles englisches Führertum in reinster Form. Wie bei diesem ist seine Haltung kühl, überlegen und von größter persönlicher Reserve. Sir John ist nicht umsonst durch die Oxforder Schule gegangen. Ein falsches Zitat, sei es von Thukidides, Plutarch oder Moliere, vermag er ebenso sicher zu korrigieren, wie Entscheidungen des Obersten Gerichtshofes zu zitieren. Gentleman im wahrsten Sinne des Wortes vorn Scheitel bis zur Sohle, „british“ im allerkorrektesten Sinne, Advokat und Richter, der stets das „audiatur et altera pars“, das Anhören auch der anderen Seite, gewöhnt ist, fehlt es ihm trotzdem nicht an Einfühlungsvermögen. Der berühmte Bericht über Indien trägt feinen Namen, obwohl Simon niemals in Indien war. Man wird auch zugeben können, daß Sir John Simon bemüht ge- mals nod) niemand, sondern um Holzfrevler zu beschleichen. Plötzlich sah er jene holden Frühlings- qäfte, deren Ankunft das Evangelium des Sonntages Okuli uns zu verkünden pflegt. Die Vogel waren ihm völlig unbekannt, die da puf einer Waldwiese emsig mit dem langen Schnabel in dem feuchten Erdboden bohrten. Staunend betrachtete er diese fremden, in seinem Forste noch niemals bemerkten Gäste mit ihrer sonderbaren Gestalt. Vor allem mußte er den langen Schnabel bewundern, den der Revierjäger in seiner Beschreibung mit dem .Stengel einer Tabakspfeife" vergleicht. Aber der Gebieter trägt Bedenken, die Fremdlinge zu kosten, weil sie gar so „abenteuerlich" aussehen, und ist sogar geneigt, sie für giftig zu halten. Endlich siegt aber doch die Neugierde: sie schmecken vortrefflich. — Ist die Erzählung auch nicht wahr, so ist sie doch sicher „klassisches Jäger-Latem . Auch der berühmte Jagdschriftsteller Georg Ludwig H artig (1764 bis 1837) urteilt: „Das 9Btlb= bret von der Schnepfe ist wohl das schmackhafteste oon allen. Man schätzt sogar die Eingeweide a s einen vorzüglichen Leckerbissen. Er erzählt. „Als man noch wenig geübt im Flugsihießen war — weswegen es damals mehr Waldschnepfen gab als jetzt — fing man viele Schnepfen in ,Stoß- und ! KlebgarnenL Diese wurden zwischen und m den jungen Waldungen aufgerichtet, und man fing oft an einem Abend ein Dutzend dieser vortrefflichen Vögel. Heutzutage macht man von diesen Netzen keinen Gebrauch mehr, da es zu wenig Waldschnepfen gibt." Der Naturforscher Dr. Harald Othmar Lenz, der Lehrer an der bekannten Anstalt zu Schnepfenthal, weiß vor hundert Jahren — Anno 1830 zu berichten: „Will man sie mit SA/"9en oder ; Netzen fangen, so lockert man im Gebüsch un voraus den Boden auf und bestreut ihn nut Misü Die - erbeutete Schnepfe wird als großer Leckerbissen i gebraten, meist samt den Eingeweiden, oder man bratet auch letztere als sogenannten ,Schnepfen- i öred“ allein, hackt sie klein, und genießt sie mit ge= ihm wissen. , ... Seit Jahrzehnten ist eine ganze Literatur über ihn entstanden; neuerdings ist es der Wissenschaft gelungen, ungefähr die Flugwege auf dem Zug^ von Süd nach Nord im Frühling und umgekehrt von Nord nach Süd im Herbst festzustellen. Besonders amüsant ist die Vorstellung, welche sich unsere Altvordern von dem geheimnisvollen Geschöpf gemacht haben. In dem von Rud. t u ß = lin zu Zürich 1557 herausgegebenen Werke Konrad Geßners heißt es: „Don den Wald-schnapf- fen": „Dieser Schnäpff aber wohnet meist in Waldern, barumb er von den Teu Ischen Waldschnapss und Holzschnäpff genannt wird. Er ist größer, denn der Riedschnäpff und einer Hennen ähnlich. Er hat and) eine gliche Färb, doch etwas dicker und satter; seine Beine sind eschenfarben; sein Schnabel nit jo lang wie die Figur ausweist, so ich von einem Maler aus Straßburg empfangen. Man sähet -hn mit Garnen oder mit Stricken." Gehn er erzählt auch von „Heerschnäpffen" (Galinago Rusticola): „In dies Vogels Magen habe ich Käferlein und Köstlich die Erzählung, die der alte Jagdklassiker Karl EnUl Diezel (1779 bis 1892) in H"'”* „Nieder-Jagd" wiedergibt. Nack) ihr sollen im L , 1616 die ersten in Hessen geschossenen Schnepfen in Langenheim erbeutet worden sein. röfteter Semmel." Herr Georg Franz Dietrich aus dem Winke 11 aber meint im Jahre 1804: "^^eresse, Jagdliebhaberei und Leckerei machen den Menschen zum erbittertsten Feinde dieses überall eifrig verfolgten, durchaus unschädlichen, ja, indem er manches verderbliche Insekt aus dem Wege räumt sogar nutz- leiuer liehen Vogels. Das Schnepfen-Wildbret ist in der LATZ ÄOCK ■sind kenthal, Dürkheim, Wochenheim, Deidesheim, Kreuznach, Bingen, Gernsheim. Als der Herbst ins Land kam, lag das ganze Gebiet ausgeraubt, verbrannt und zertrampelt. In Kurtrier und im «südlichen Kurköln sah es nicht anders aus. Von den Höhen der Mo-sel, der Ahr, der Lahn und des Rheins, auf den Kuppen der Eifel reckten 'schwarzgebrannte Ruinen ihre Mauerreste traurig zum feuerüberlvhten Himmel. Mit Rechte konnte Joseph Görres ein Jahrhundert später schreiben: Wo irgendeines euer alten Denkmäler verwüstet steht, die Franzosen haben es ausgeführt; wo irgendein alter Tempel im Rauche aufgegangen, die Franzosen haben ibn angezündet; wo ein Palast in Trümmern liegt, dies Volk hat ihn zerstört; wo eine alte Stadt aufgelvdert, alles ist von diesen Menschen hergekommen". Und während in West, Ost, Süd und Norden die Kriegsfurie über deutsches Land hinraste, klimperte der junge Georg Friedrich Händel auf dem Klavichord im Dachstübchen seine ersten Melodien zusammen, schrieb der kleine Sebastian Bach beim Licht des Kiensoans in nächtlicher Stunde die Kompositionen seines älteren Bruders Johann Christoph heimlich ab, entstanden die großartigen Bauten des Klosters Einsiedeln, der Klosterkirche Melk an der Donau und Grüßau in Schlesien, der Schönbornkapelle in Würzburg, von St. Martin in Bamberg, der Klosterkirche in Tegernsee, des Domes in Passau, der Kollegienkirche in Salzburg, des Palais im Großen Garten von Dresden. Es ist das Zeitalter de s Barock, in das das deutsche Volk eingetreten war. Aller politisch unterdrückter und zertretener Wille entlud sich in einem ungeheuren Ueberschwang des künstlerischen Willens. Dieses Barock ist so sehr eine deutsche Angelegenheit wie kaum irgend eine. „Die schon von Natur aus energiegeladene Zeitströmung des Barock findet in der dynamischen Kultur Deutschlands von dem Mutterland Italien aus im 17. Jahrhundert raschen Eingang und wird besonders in Oesterreich, Süddeutschland und Sachsen zu einer deutschen Kulturb cwegung. Im Gegensatz hierzu nimmt Frankreich das Barock n u r^ ä u ß e r l i ch an; innerlich bleibt es völlig der Statik der Renaissance'verhaftet, deren'strenge Form es in der Kunst wie in der Politik nur mildert und in den Zeitstil überträgt, ohne sie wirklich aufzugeben. So stehen sich französisches Pseudo-Barock, das das Land in streng abstrakte Formeln preßt, und deutsches Barock, das das Leben voll Beaeisterung übersteigern will, ebenso gegenüber wie Ludwig XIV., der sein Ich in allem der Welt aufzuprägen sucht, und Leo- pold, der seiner Zeit und seinen Völkern gerecht zu 19 erben sucht." So Helmuth Rößler in seiner schönen Biographie Prinz Eugens. Das Zeitalter Prinz Eugens, des „Soldaten des Reiches", das uns heute erst in seiner ganzen Größe bewußt wird, war auch das Zeitalter Georg Friedrich Händels. Als der Sohn des kurfürstlich brandenburgischen Kammerdieners die Londoner bereits mit seinen Oratorien begeisterte, schrieb Prinz Eugen die prophetischen Worte: „Das Selbstvertrauen, das eine so gerechte Sache wie die unsrige einflößt, die gemeinsame Gefahr und die Unwürdigkeit, mit der Frankreich wider Kaiser und Reich gehandelt hat, sind Beweggründe, um die natürliche Tatkraft der deutschen Nation zu verdoppeln. Diese wird denn auch die übrigen Vorteile aufwiegen, die der Feind für sich hat". Geschichten aus aller Wett. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! „Meinen Thron für einen Lautsprecher!“ (h) Kapstadt. Als König Alrchaia vom Stamme der Watupie aeau drei Monate regiert batte, war er den Betrieb so leid, daß er in einer Negerversammlung sagte: „Wenn mir jemand einen schönen Radioapparat nebst Lautsprecher schenkt, kann er meine Königswürde haben..." Dieser Preis schien nur einem jungen Neger nicht zu hoch zu sein. Er pilgerte also los nach Kapstadt und kam nach einigen Wochen wieder zurück: Auf dem Buckel schleppte er einen Radioapparat. — So ging der Tausch eines Thrones gegen einen Rundfunkempfänger in aller Ordnung vor sich! Und wenn der Radioapparat nun nicht mehr funktioniert? Ist das Geschäft endgültig, oder gilt es nur, solange der Apparat Töne gibt? Das wird dann wohl das Negerzivilrecht entscheiden müssen. Die Höllenfahrt. (tz) Schanghai. „Gespensterschiffe" sind in genügender Zahl in die Ge>schichte der Meere ausgenommen worden. Ein Schiff der schwedischen Handelsmarine, das kürzlich eine Fahrt von Kiotfchwang nach Schanghai machen mußte, dürfte einer gleichen Behandlung würdig fein... Der Schwede hatte europäische Passagiere, eine stattliche Anzahl chinesischer Rekruten und eine Ladung aus Früchten und Sojabohnen an Bord. Die ersten beiden Tage verliefen ohne Zwischenfälle, — aber gegen Ende des dritten Tages ertönte plötzlich ein markerschütternder Schrei: einer der chinesischen Rekruten lag am Boden. Mit allen Zeichen des Entsetzens und der Todesangst zeigte er aus Blasen an seinen Händen. Bald stellte sich heraus, daß die Tarantel an Bord war! Der Geißelskorpion, dessen Biß die Fremden ängstlich vermeiden und vor dem die Eingeborenen eine tödliche Angst haben! Wenige Stunden nach diesem Vorfall war das Schiff überschwemmt von diesen widerlichen Spinnen, die überall herrmi-krochen und — wohl unbeachtet mit der Ladung eingeschleppt — sich furchtbar vermehrt hatten, so daß sie die Passagiere bald buchstäblich belagerten. Die chinesischen Rekruten kletterten auf 'die Masten. Tag und Nacht hingen sie so ohne Schlaf, ohne Nahru-ng und steckten mit ihrer Todesangst auch die übrigen Passagiere an, die sich in ihren Kabinen verbarrikadierten, nachdem sie alle Dehnungen mit Watte verstopft hatten. Auch sie blieben lieber die ganzen Tage hindurch ohne Nahrung, als den „Feind" durch eine Türspalte einzulassen. Die Fahrt wurde zur Höllenfahrt, — und als das Schiff nach fünf Tagen Saigon erreichte, flohen die Reisenden geradezu in wilder Flucht. Zweiunddreißig von ihnen mußten ins Kranken- Haus gebracht werden, wo man feststellte, daß ihre Krankheit hauptsächlich durch die ausgestandene Angst und den Mangel an Nahrung verursacht war. Nach neuesten Forschungen soll übrigens der Stich der Tarantel gar nicht tödlich sein. Revolverhelden. (th) Neuyork. Ein im Neuyorker Norden wohnender Verkehrsbeamter wurde kürzlich nachts durch ein verdächtiges Geräusch im Nebenzimmer aufgeschreckt. Er verließ leise sein Bett und nahm, weil er keine andere Waffe im Hause hatte, eine Kinderpistole an sich, die er seinem sechsjährigen Sohne unlängst geschenkt hatte. Als er die Tür zum Nebenraum öffnete, sah er sich einem maskierten Einbrecher mit einem Browning in der Hand gegenüber. Kaum erblickte der aber den Wohnungsinhaber und die auf ihn gerichtete Kinderpistole, als er feinen Browning fallen ließ und beide Hände erhob. Telephonisch rief 'der Beamte die Polizei an, die wenige Minuten später erschien, um den Einbrecher abzuführen. Und aus der Polizeiwache stellte sich dann heraus, daß auch der Browning, mit dem der Verbrecher geprotzt hatte, nur eine harmlose Theaterattrappe war! Es war übrigens schwer festzustellen, wer beim Anblick der beiden harmlosen Waffen verblüffter war: der Einbrecher oder sein „Besieger". Das Luxushotel als Geflügelfarm. (th) Miami (Florida). Man muß sich nach der Krise und bereit Folgen richten! Da hatte eine Gesellschaft — im Glauben an bi K ma übersiedeln und sich erst spater darüber schlüssig machen, ob er seinen Wohnsitz endgültig von Gießen Urlaubsfahrt in den Harz vom 18. brs 26. April. Fahrtkosten 39 Mark. Schlußtermin für die Anmeldung 29. März. Ostern mit den ersten grünen Wäldern lockt. Der schöne, grünende Harz (Wer- ninqerode, Ilsenburg und Nachbarorte) mit seinen bunten Hängen und alten Städtchen wird unsere Osterurlauber ausnehmen. Reiche Möglichkeiten zum „Osterspaziergang" werden hier geboten, sei es durch die Täler mit ihren Bergwassern und Wasserfallen, oder über die grünenden Hügel des Harzer Verg- landes. Eine Taqesfahrt nach Goslar und Harzburg führt in die alt-historischen Städte, so z. ti. Goslar mit seiner alten Kaiserpfalz. Verufsgruppenamt. Achtung! Beginn der neuen Lehrgänge. Die Lehrgänge in Kurzschrift und Maschinenschreiben beginnen im Laufe dieser Woche. Dienstag 26. März, abends 8.15 Uhr, findet zu diesem Zwecke im Ortsgruppenheim des Berufs- gruppenamtes, Gießen, Lonystraße 18, eine Besprechung statt. Wir bitten alle Interessenten, hieran teilzunehmen. Anmeldungen werden an diesem Abend noch entgegengenommen. Oer Stellvertreter des Heichsjugend- Eintopfgerichtsammlung im Monat Februar erbrachte 7527,36 Mark. Oer Wechsel auf dem Lehrstuhl für Augenheilkunde Wie wir gestern bereits meldeten, hat der In- Haber des Lehrstuhls für Augenheilkunde an unterer Universität und Direktor der Universitäts-Augen- klinik Professor Dr. I e ß von dem Reichserziehungs- minifter, im Einverständnis mit der sächsischen und der hessischen Regierung, einen Ruf auf den Lehr- stuhl für Augenheilkunde an der Universität Leipzig und zugleich als Direktor der dortigen Universitäts-Augenklinik erhalten. Professor Dr. Jeß hat diesen Ruf angenommen und wird bereits am , 1 April sein Amt in Leipzig antreten. Nachfolger von Professor Dr. I e ß auf dem Gießener Lehrstuhl und in der Leitung der hiesigen Universitäts-Augenklinik wird Prof. Dr. Riehm von Würzburg, der sein Gießener Amt ebenfalls am 1. April übernehmen wird. Bund heimattreuer Schlesier. Gemeinsam mit dem Reichsbund der Deutschen Beamten e. 23., Kreis Gießen, veranstalten wir am Freitag, 29. März, im Cafe Leib einen Filmoor- tragsabend „Ostpreußen ruft!" Es spricht Lothar Buchholz- Marienburg. Alle Volksgenossen sind hierzu eingeladen. Eintritt 30 Pfg. Karten im Vorverkauf bei den Fachschaftsleitern und bei Landsmann Kosub in Fa. Vogt & Co., Gießen, Seltersweg. Volksdeutscher Abend in der Goetheschule. Von der Leitung der Goekheschule wird uns berichtet: Am 15. und 19. März veranstaltete Die Goethe- schule einen volksdeutschen Abend, der unter dem Leitgedanken stand: Gemeinschaft aller Deutschen inner- und außerhalb der Reichsgrenzen. Schon die kleinste Zelle der Volksgemeinschaft, wie wir sie in der Schule finden/ist wertvoll. Da hatte sich eine kleine Gruppe frischer, froher Jungen zusammengefunden, die auf der Bühne um das Lagerfeuer saßen und einem jungen Ausländsdeutschen, der „mit heißem Herzen nach der Heimat schaute", das neue Deutschland geigten. Schon im Hinblick auf die Pfingstsahrt des VDA. nach Königsberg erklangen das alte und das neue Ostfahrerlied, von Lehrer Dietrich neu gesetzt. Frl. Kalbfleisch hatte mit größeren Schülern und Schülerinnen schöne ostpreußische Fischertanze ein- geübt, und die Kleinen erfreuten die Zuschauer mit zwei neckischen Singspielen. Herr D l e t r t ch sang mit schöner klangvoller Stimme das „Heum weh" und „Deutschland, du darfst nicht untergehn. Seiner Ansprache legte der stellvertretende Leiter der Schule, Lehrer K rausch, folgendes Therna zugrunde: „Gemeinschaft als deutsche Schicksals- und Geschichtsidee." Das 20. Jahrhundert bricht tn den Herzen seiner Menschen mit dem Fronterleb- nis an als das Jahrhundert der Gemeinschaft Wir, als Künder dieser Zeit, müssen deshalb alles Leben ; „ach der Idee der Gemeinschaft prägen. Nur aut i diesem Wege gelangen wir zu den Wurzeln un ercr Kraft und unseres Wesens, zu der Idee deutschen : Schicksals und deutscher Geschichte. Gemeinschaft Hilfeleistung galt dabei in besonderem Maße sein Augenmerk, wobei er den Ausbau der Schwestern- ftation, in Gemeinschaft mit der Markusgemeinde, als eines der wirksamsten Mittel erkannte und ihn mit großer Tatkraft und mit vollem Erfolg betrieb. Wenn nunmehr der Abschied dieses Seelsorgers von seiner Gemeinde gekommen ist, nachdem vor etwa drei Wochen die Verabschiedung von der Kanzel aus in einem Abendgottesdienst bereits erfolgt war, so können der Pfarrer und seine Ge- membeqlieber mit bantbarer Freube auf ein in zwei Jahrzehnten im Geiste des Gotteswortes aufgebautes segensreiches Werk zurückblicken. In seiner Matthaus- qemeinde wird Pfarrer Mahr allezeit eine dankbare Gesinnung und ein liebevolles ^Aenken bewahrt bleiben, fein Werk wird in der Geschichte der Mat- thäusqemeinde und auch in der evangelischen Gesamtgemeinde stets an hervorragender Stelle vermerkt stehen. Kreisbauernführer Oörrschrrck f. Mit Pfarrer Mahr verliert die Matthausgemelnde einen Seelsorger, der ihr in den rund öwei Jahr- zehnten seines Wirkens allezeit em guter Hirte g ° wesen ist. Mit seiner Gemeinde aber auch w t der Gesamtheit der Gießener Bevölkerung war Psarr Mahr durch sein vielseitiges Wirken und seine au gezeichneten menschlichen Qualitäten im Laufe vielen Jahre immer mehrverwachsen, da er allem kirchlichen und persönlichen Geschehen m seinem Pfarrbezirk, in gleicher Weise aber auch a den Vorgängen m der evangelischen Gesamt gemeinde unserer Stadt herzlichen Anteil nahm und stets gerne mit gutem Rat und tatkräftiger Förderung Beistand leistete. Weit über unsere Stadt hinaus baute er im Rahmen der Dorfkirchen- Bewegung eifrig mit an dem Werke der evangelischen Kirche und an der geistigen und sittlichen Erneuerung des ganzen deutschen Volkes Seme unermüdliche Schaffensfreudigkeit veranlaßte ihn, nicht nur als Kanzelredner und als Vortragender bei zahlreichen Tagungen, sondern auch als ^)Nsl- siever seine Gedanken und Forderungen zum Vesten der Kirche und des Volkes in der Presse zu verkünden, um auch auf diesem Wege alle guten Kräfte für den Dienst an der Volksgesamtheit bereitwillig zu machen. „ In seiner Matthäusgemeinde erwies sich Pfarrer Mahr auch außerhalb des Gotteshauses als unermüdlicher geistiger Führer und Berater feiner Ge- tneinbeglieber, sowohl durch Besuche in den Familien bei vielerlei Gelegenheiten, als auch im Rahmen des Aufgabengebietes der Männer- und Frauenvereinigung der Matthäusgemeinde. Der sozialen Es gibt viele Dinge im Leben, die fo selbstverständlich erscheinen, daß man wenig davon spricht. Man nimmt sie hin, weil sie da sind, und versucht nicht hinter ihr Gesicht zu sehen. Und doch sind sie wichtig und von solcher Bedeutung, daß es gut ist, darüber nachzudenken. Dazu gehört auch das Wissen um die lauten und die leisen Menschen. Die lauten Menschen gehen mit harten Schritten durch den Tag. Sie fassen mit festem Griff auf die Türklinken, und sie werfen die Türen mit lautem Knall ins Schloß. Dabei fällt wohl hier und da ein Stückchen Kalk von der Wand. Der Schaden ist da. Das sind aber nicht etwa nur Männer, die da laut sind, die die Schuhe am Abend hart aus den Boden stellen und die Stühle mit vernehmlichem Ruck über den Fußboden ziehen. Es gibt auch Frauen, die man immer hört. Sie gehen einen lauten Schritt und sprechen mit erhobener Stimme. In der Küche, beim Aufwaschen, klappert das Geschirr, auf dem Herde stoßen die Töpfe unter ihrem harten Zugriff aneinander. Dabei stößt hie und da eine Ecke ab, eine Tasse zerbricht, ein Teller geht in Scherben. Und zu der Unruhe kommt der Schaden und der Aerger. Das Lautsein wirkt sich auch auf die Familienglieder aus. Laute Hausfrauen sind nicht be* hutsam, nicht mit den Händen, nicht mit den Worten, nicht mit der Seele. Da ist dann manche scharfe Kante, an der man sich stößt, und manche Ecke, die wehtut. Das Beispiel der Erwachsenen wirkt natür- lich schädigend auf die Kinder, sie tun so wie die Großen es ihnen vortun, sie werfen auch die Türen zu und schreien unbekümmert in den Tag hinein. Und wieviel Leid und Qual man seiner Umgebung Die Landesbauernschaft Hessen-Nassau widmet dem verunglückten Kreisbauernfuhrer Adam Dorrschuck folgenden Nachruf: Am Freitagvormittag, 22. März, fiel der Kreis- bauernfubrer 2Ii>am D ö r r f d) U aai Teiteabi*n^1 Verkauf durch alle den. und und Karlsruhe und Stuttgart trugen in der badischen Hauptstadt einen Boxstädtekampf aus, der mit einem überlegenen 14:2-Siege der Stutt- Ein Ereignis im Ostasien-V erkehr Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Millimeterzeile veröffentlicht finaben-Jnftitut Lucius Gegründet 180» Korsthaus bei Schzell (Obechefleu) Wir nehmen Ihnen die Sorge für die Erziehung Ihre-Zungen ab. Äei allen Dorzügen eines Landheime« lehrplan- gemäßer Unterricht in kleinen Klaffen, Erziehung zu selbständiger Arbeit. Gehr gesunde Lage an ausgedehnten Waldungen. Sexta - Untersekunda » Oberrealschule » Realgymnasium. Äesie Empfehlungen. Prospekte frei I Leitung: Dr. Lucius Hess. Höhere Bauschule BINGEN AM RHEIN Staatl. Techn- lehrsnital» HOCH- UND TIEFBAU Verlangen S'o Prospefc» 11 Eröffnung des LLOYD vstasientrprefi mit den neuerbauten Sdinelldampfern »Scharnhorst6 »Gneisenau6 »Potsdam4 je 18 000 Brutto-Register-Tonnen Type: ..RalShBIT RM 175.- anschluOfertig mit Röhren Auskunft und Prospekte durch unsere Vertretungen NORDDEUTSCHER LLOYD BREMEN In Gießen; H. Kretzschmar, Seltersweg 84 können Sie en Gleich- und Wechselstrom ohne Umschaltung an- schließen AtlsfromgerSte machen S*e unabhängig von Stromart und -Spannung. Alistromgerätc arbeiten auch nach Umschaltung dce Uchtnettea wie vorher, mW Ihnen können Sie riehen, wohin Sie wollen. Oberhessen. Der Voranschlag des Kreises Alsfeld für 1935. Zu haben in allen einschlägigen Geschäften. — Verlangen die ausdrückl.„Cardy-Haut creme- Seife“ und weisen Sie Nachahmungen zurück. 1694A Besondere Vorzüge: 2 Freiluft - Schwimmbäder, Gymnastikhalle, Lido-und Sport-Decks, große Gesellschafts - Räume, Fest- halle, Bars, Bordkinos, lüft Kabinen Die zweiten Mannschaften treffen sich vorher, auch da wird Grünberg voraussichtlich Sieger werden. Großen-Linden reist nach Steinberg, um gegen die dortige zweite Mannschaft ein Spiel auszutragen. Man zweifelt nicht an einem Sieg der Gäste. VfB. II hat sich die Zweite von Dillenburg als Gegner ausgesucht. Die Mannschaft ist unbekannt. Launsbach — Treis ist eine offene Sache. Fußballabteilung des Tumvereins Wieseck. Wieseck komb. — Lollar komb. Gautlasse (Pflichtspiele). Iura Kassel — Tuspo Bettenhausen; Io. Kirchbauna — Mrhessen Kassel. Vezirkvklasse (Aufstiegspiel). Kurhessen Marburg — Id. Kesselstadt. Kreisklasse (Aufstiegspiel). In der 2. Kreisklasse steht am kommenden Sonntag nur ein Spiel an, und zwar treffen sich in Her- born zu einem kleinen Lokaltreffen Id. Herborn gegen Id. Katzenfurt. Der Ausgang ist offen. Beide Mannschaften haben am vergangenen Sonntag eigentlich recht wenig gezeigt, so daß wohl kaum mit einem Eingreifen in die Entscheidung zu rech- Gesellschaflsspiele. Garbenteich — VfB. III sollte eine eindeutige Sache für ben Gastgeber sein. Im Lokalkampf Steinbach — Lich durfte der Sieger erst beim Schlußpfiff feststehen. Großen-Buseck hat sich seinen alten Widersacher von der Verbands- 7 . 1 1 .. t ____ ____er,: fcrii In hötl Der von dem Vorsitzenden des Kreisausschusses aufgestellte Voranschlag des Kreises Als- fesd für das Rechnungsjahr 1935 wurde in der Sitzung des Kreisausschusses vom 19. März unverändert angenommen. Der Voranschlag schließt in Einnahme und Ausgabe mit 314 449,48 Mark ab. Es ist, wie im Vorjahre, eine Umlage von 119 000 Mark ^erforderlich. Der Sondervoranschlaa des Kreis - ^Wohlfahrtsamtes und des Kreis - jugendamtes weift eine Einnahme von 56 886 Mark und eine Ausgabe von 166 814 Mark auf, erfordert also einen Zuschuß von 109 928 Mark. Ebenso ist ein besonderer Voranschlag über die Einnahmen und Ausgaben des Kreiskrankenhauses aufgestellt; dessen Einnahme beträgt 39 624,55 Mark, die Ausgabe 42 624,55 Mark. In dem Hauptvoranschlag erscheinen zum ersten- mal die Einnahmen und Ausgaben, die dem Kreis Alsfeld durch die vorläufige Uebernahme eines Kapitalbetrages von 60 000 Mark zur Finanzierung der Arbeitsdienstlager Homberg und Nieder-Ofleiden entstehen. Die notwendigen Zins- und lilgungs- betrage hierfür sollen gedeckt werden durch eine mit den Trägern der Arbeit vereinbarte Gebühr von 9,5 Pf., die der Kreis Alsfeld für jedes von den Insassen der Arbeitsdienstlager Homberg (Oberhef- sen) und Nieder-Ofleiden abgeleistete Arbeitsdiensttagewerk erhält. Die Ausgaben belasten vorläufig den Voranschlag nicht. Das vorhandene Vermögen beträgt 176 000 Mark. Es besteht in der Hauptsache aus dem Kreiskrankenhaus, einem Kreishaus in Alsfeld, der Tierkörperverwertungsanstalt Hopfgarten und zwei Grundstücken. Die Schulden haben sich gegen das Vorjahr um 60 000 Mark auf 97 534,57 Mark erhöht. Der Betrag von 60 000 Mark wurde ausgenommen zur Finanzierung der Arbeitsdienstlager Homberg (Oberhessen) und Nieder-Ofleiden. Am 28. März wird der Voranschlag dem Kreistag vorgelegt werden. Oer Srünberger Voranschlag für 1935 4- Grünberg, 22. März. Als wichtigster Punkt der heutigen Gemeinderatssitzung stand die Verabschiedung des Voranschlags für das Rechnungsjahr 1935 zur Beschlußfassung. Der Voranschlag schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 233 562,26 RM. ab. Davon entfallen auf die Abteilung I (Betrieb) 220 074,49 RM., auf die Abteilung II (Vermögen) 13 408,07 RM. Gegenüber dem Vorjahre zeigt der Voranschlag eine Erhöhung von rund 42 000 RM. Gamariterinnen-prüfung in Lich. = Lich, 22. März. Im Sitzungssaal des hiesigen Rathauses fand in Anwesenheit der Kreisgruppenleiterin, Baroneß Ernestine von Rabenau- Großen-Buseck, sowie von Vorstandsmitgliedern des Alicefrauenoereins Lich und Vertreterinnen der F r a u e n f ch a f t die Prüfung von 19 Frauen und Mädchen aus Lich und den Nachbargemeinden Birklar, Mufchenheim und Eberstadt durch den Kreiskolonnenarzt Medizinalrat Dr. : Kortüm- Gießen statt. Alle Prüflinge bestanden und wurden zu Samariterinnen des Roten Kreuzes ernannt. Im Schlußwort sprach der Kreiskolonnenarzt feine Befriedigung über die Ergebnisse der Prüfung aus, dankte dem ausbildenden Arzt Dr. N e u n h ö f f e r - Lich, ermahnte die Samariterinnen zur rechten Kameradschaft und Pflichterfüllung im Dienst von Volk und Vaterland : und brachte ein dreifaches Sieg-Heil auf den Führer und Schirmherrn des Deutschen Roten Kreuzes aus. Die Kreisgruppenleiterin überbrachte die Krastspori-Werveabend im Cafä Leib. Der 1. Kraft- und Sportklub 1893 tritt am heutigen Samstagabend mit einem großen Sportprogramm an die Öffentlichkeit. Der Ertrag dieser Veranstaltung flieht dem Winterhilfswerk zu. Neben den einschlägigen Sportarten, wie Ringen und Gewichtheben kommen auch Jiu-Jitsu und Boxen zur Vorführung. Im Gewichtheben hat der Verein die bekannten Marburger Athleten Irge (Leichtgewicht), Hermann (Mittelgewicht) und Gary (Schwergewicht) gewonnen. Diese Heber werden mit den Gießenern in Wettbewerb treten. Der Schwergewichtler Gary dürfte auch den einheimischen Leichtathleten kein Unbekannter sein. Im Anschluß an das Gewichtheben werden die Ringer-Freiübungen vorgeführt, mörapf ein Mannschaftskampf im Ringen 1. gegen 2. Mannschaft zum Austrag kommt. Zum erstenmal wird eine Ionglierriege des Gießener Vereins auf treten; auch die Kraftpyramiden werden wieder von der guten Körperbeyerrfchung der Gießener Kraftsportler Zeugnis ablegen. Für das Jiu-Jitsu hat sich der Sportwart des Gaues 12 für diesen Sportzweig, Herr Vaupel (Marburg) zur Verfügung gestellt. — Zum Schluß des Programms wird noch Boxen gezeigt, wozu einige Wetzlarer Boxer am Start fein werden. Winter-Gerätetumen des Turnkreises Lahn-Dill. In Heuchelheim. Am Sonntag, 31. März, findet das Winter- Geräteturnen des Kreises Gießen in Heuchel- ____ morgigen Sonntag wird eine kombinierte Mannschaft des Sportvereins Lollar in Wieseck gegen eins kombinierte Mannschaft der Fuhball- abteilung des Turnvereins Wieseck Aum Freund- chaftsspiel antreten. Der Ausgang des Kampfes t nicht vorherzufagen. viel verspricht man sich von dem neu aufgestellten Sturm, der am vorigen Sonntag recht gut gefallen konnte, und an Beweglichkeit und Durchschlagskraft gewonnen haben dürfte. Sollte der seither verletzte rechte Läufer Schäfer wieder eingesetzt werden können, so hat man wohl die zur Zeit stärkste Elf zur Stelle. Die Mannschaft, die dann voraussichtlich mit E. Happel; K. Schrnandt, Fett; Schäfer, Heinrich Schrnandt, E. Burger; O. Burger, Lang, Fischer, Haas und Burk antritt, sollte sich der Wichtigkeit dieses Kampfes bewußt sein. Die 2. Mannschaft, Sieger am vergangenen Sonntag gegen die 2. Mannschaft von Oberroßbach tritt auf eigenem Platze gegen die neu aufgestellte erste Mannschaft vorn Turnverein Großen-Linden an. Das 3:3 am vergangenen Sonntag im Spiel Leihgestern I — Großen-Linden I dürste die Stärke der Gäste beweisen. Die Iugendmannschaft fährt diesmal, wahrscheinlich in kompletter Aufstellung zum Gesellschaftsspiel zur 1. Jugend elf des VsR. Lich. Am vergangenen Sonntag gegen die 1. Jugend vom Sportverein Heuchelheim hatte sie nicht alle Mann zur Stelle, lieferte aber trotzdem eine gute Partie und verlor unverdient mit 2:1 Toren. * Dillenburg — Sinn ist ein Lokalkamps. Bei solchen Spielen steht der Sieg erst am Ende des Spieles fest. Das letzte Meisterschaftsft:effen dieser beiden Rivalen in Sinn ging unentschieden 4:4 aus. Kreisklaffenspiele des Sonntags. A u f st i e g s s p i e l e: Tgde. Wetzlar — Heuchelheim (O. Rüspeber, Gleiberg); Kinzenbach — Hohensolms (Seitz, Heuchelheim). Gesellschaftsspiel«: Garbenteich gegen VfB. III (Bender, Fellingshausen), Steinbach — Lich (Kreiling, Gießen); Großen-Buseck — Grünberg (H. Rüspeler, Gießen): Großen-Buseck II — Grünberg II (Hofmann, Wieseck); Steinberg II — Großen-Lin- den (Gerhardt, Steinbach); VfB. II — Dillenburg II (Grote, Mainzlar); Launsbach — Treis (Bernhardt, Wieseck): VfB. Jugend — Dillenburg Jgd. (Schnei- der, Gießen): VfB. II. Jugend — Lollar Jugend (Keller, Lich). Heuchelheim trifft in Wetzlar-Niedergirmes au einen hartnäckigen Gegner, der sich nicht so schnell geschlagen gibt. Niedergirmes spielte in früheren Jahren in der Bezirksklasse und wird versuchen, aufzusteigen. Die Mannschaft spielt einen guten Fußball, doch glaubt man, Heuchelheim in >der jetzi- gen Form einen knappen Sieg zutrauen zu dürfen. Allerdings darf das Spiel nicht leicht genommen werden. r . .... , Das letzte Verbandsspiel in unserem Kreis fuhrt Kinzenbach mit Hohensolms zusammen. Wenn auch Kinzenbach am letzten Sonntag eine Niederlage hinnehmen muhte, so ist trotzdem an einem sicheren Siege der Platzbesitzer nicht zu zweifeln. garter endete. Dr. Peco Säumens (Köln) hat den ehrenvollen Auftrag bekommen, den Fußball-Länderkampf Wales—Irland am 27. März in Wrexham zu leiten. Nach Breslau vergeben wurde der dritte Fußball-Länderkampf mit Polen, der im Herbst dieses Jahres stattfindet. 34 Meldungen wurden für den Großen Autopreis von Tripolis am 12. Mai abgegeben. 30 davon können allerdings nur berücksichtigt wer- Für Deutschland starten Caracciola, Fagtolt von Brauchitsch auf Mercedes-Benz und Stuck VfV.-Reichsbahn III — Spv. Garbenteich L In diesem Spiel werden die Platzbesitzer nicht die Höhe des Dorspielsieges herausholen können ob es ihnen überhaupt gelingen wird, die komplett antretenden Gäste zu schlagen, erscheint zweifelhaft. VfB.-Reichsbahn 1. Jgd. — Dillenburg 1. Jgd. Die Platzbesitzer sollten in diesem Spiele ihren Dillenburger Sieg wiederholen können. VfB.-Reichsbahn 2. Igd. — Lollar 1. Jgd. Zwei gleichwertige Mannschaften stehen sich in diesem Kampfe gegenüber. Die Gäste dürften körperlich den Hiesigen etwas überlegen sein. Der Ausgang des Spieles ist offen. , FC.Teutonia" Watzenborn-Steinberg Die erste Mannschaft der Teutonen greift am kommenden Sonntag in den Kampf um den vom Reichssportführer gestifteten Vereinspokal ein. Das Los, durch das die Paarungen zustande gekommen sind, traf die Watzenborn-Steinberger außerordentlich ungünstig. Sie müssen die recht umständliche und auch sehr weite Reise nach Langenaubach (Westerwald) antreten. Das erfolgreiche Treffen am vergangenen Sonntag gegen die Bezirksklassenmannschaft Oberroßbach (Taunus), das klar mit 5:2 gewonnen wurde, stärkt die Zuversicht und oa- mit die Aussichten auf Erfolg wesentlich. Besonders Echützeugesellschast 1926 Gießen ' im Dienste des WHW. Als Tag des „O p f e r s ch i e ß e n s für das Winteryilfswerk" ist der Sonntag, 24. März, estgefetzt worden. Die Schützengesellschaft 1926 Siezen e. V. hat sich voll und ganz in den Dienst der guten Sache gestellt und stellt ihre Waldschießstände (Schneise 1, Eingang am Professoren-Eck, neben dem Militärschießstand 1) gerne zur Verfügung. Geschah en wird von 8 Uhr früh bis zum Eintritt der Dunkelheit mit Klein- uyd Großkaliber auf 50, 100 und 175 Meter. Der Mindesteinsatz für zwei- DO-MIN macht schlank, DO-HIN macht nett, Du wirst nicht krank, Verlierst Dein Fett. 1665A do-min d. unschädliche, wir kl. Entfettungssalz. - Orig.- Pack. (ca. 1 Monat reich.) Med.-Drog.Hermann Elges Seltersweg 68A. Fernruf 3458. Der Naturforscher vereint mit Natur und Technik Bebilderte Monatsschrift für das gesamte Gebiet der Naturwissenschaften und ihre Anwendung in Naturschutz, Unterricht, Wirtschaft und Technik. Herausgeber: Dr. Richard Rein „Der Naturforscher“ ist die allgemeinverständliche, hochwertige naturwissenschaftliche Monatszeitschrift für geistig Anspruchsvolle, die bei hervorragender Ausstattung nicht auf oberflächlichen Aufputz, sondern auf Gehalt eingestellt ist. „Der Naturforscher" bietet Beiträge in Bild und Wort von angesehenen u.bedeutenden Mitarbeitern aus allem.? ebietend.Naturwissenschaften. Preis: vierteljährlich nur RM. 2.50. - Probehefte und Werbeblätter kostenlos. Zu beziehen durch jede Buchhandlung Hugo Bermühler Verlag ■ Berlin-Lichterfelde Tv. Heuchelheim — Tv. Lützellinden: Nach den Ergebnissen der letzten Sonntage zu urteilen, hat Heuchelheim trotz des Vorteils des eigenen Platzes kaum eine Aussicht, zu einem Erfolg zu kommen. Die Mannschaft muß sich vor allem eine viel zweckmäßigere Spielweise angewöhnen. Id. Heuchelheim II — Id. Lützellinden II. Die beiderseitigen zweiten Mannschaften haben sich schon oft gegenübergestanden. Die erneute Begegnung ist ziemlich offen; oielleicht haben die Gäste auch hier ein kleines Plus. Id. Dorlar — Garnison Gießen. Es wird interessant sein, sestzustellen, wie die Platzmannschaft in ihrer heutigen Form gegen die Soldaten abschneiden wird. Auf jeden Fall haben die Gäste noch nicht gewonnen. To. Dorlar Jgd. — Id. Allendors (Lahn). In diesem Spiel sollten die Gäste zu einem Erfolg kommen, obwohl auch die Platzbesitzer nicht unterschätzt werden dürfen. VfB.-Reichsbahn Gießen — Wetzlar. Nach dem Vorspiel zu urteilen, wird man einen ziemlich ausgeglichenen Kampf sehen, den die Gäste knapp gewinnen sollten. Auch die beiderseitigen Reservemannschaften werden sich einen spannenden Kampf liefern, bei dem ebenfalls, die Gäste die meisten mal drei Schuß beträgt 50 Pf., die an das Winterhilfswerk abgeführt werden. Die drei besten Schützen auf jeder Scheibengattung erhalten Ehrenurkunden und Erinnerungsmedaillen, sowie Treffnadeln. _ D° sich jedermann an dem Schießen beteiligen l sich nicht Ä-Wetttämpser b°- kann, wird um eine recht rege Beteiligung gebeten, , £ . . . ’ ' * ri ... damit auch ein stattlicher Betrag an das Sßinter» | teilet kommt als Zuschauer. Aber Kommen ist Hilfswerk abgeführt werden kann. Chancen haben. Auch bei dem Äugendspiel sollten die Einheimischen Sieger bleiben. To. A tz b a ch — To. H a u s e n. Hausen sollte in Atzbach bei etwas Glück gewinnen. Denn nach den letzten Ergebnissen zu urteilen, fft Atzbach in bezug aus Spielstärke sehr zurückgegangen. TD. Hörnsheim — TV. Gambach. In diesem Spiel treffen zwei Mannschaften aufeinander, die sich schon oft gegenüberstanden. Wer der Glücklichere [ein wird, muß abgewartet werden. Beide Mannschaften scheinen zur Zeit wieder gut in Form zu sein. 123. Hörnsheim II — TD. Gambach II. lieber die Stärke der zweiten Garnitur der Gäste ist nichts bekannt. Wir möchten aber annehmen, daß die Einheimischen den Platzvorteil auszunutzen wissen. TD. Launsbach — TV. Treis. In diesem Spiel sollte trotz des Eifers der Gäste die größere Spielerfahrung der Platzbesitzer den Ausschlag geben. TV. Holzheim — TV. Kirchgöns. Die Gäste scheinen in ihrer Spielstärke zurückgegangen zu sein, so daß es also sehr leicht möglich ist, daß die Holzheimer Sieger bleiben. Das Spiel der beiderseitigen Jugendmannschaften sollten die Einheimisches ebenfalls gewinnen. TV. Cleeberg — Tuspo. Butzbach. Hier sollte es den Gästen nicht schwer fallen, auch mit einer kombinierten Mannschaft zu einem Erfolg zu kommen. TV. A l s f e l d — TV. L a u t e r b a ch. Die Gastgeber, die seit langer Zeit zum erstenmal wieder auf den Plan treten, müssen auf der Hut fein, um gegen die sehr eifrigen Gäste ein ansprechendes Ergebnis herauszuholen. Tspo. Groß-Rechtenbach — Tspo.Niedergirmes. Die Platzmannschaft muß sich schon strecken, um gegen die zweifellos stärkeren Gäste bestehen zu können. Auch die beiderseitigen zweiten Garnituren werden sich einen interessanten Kampf liefern, bei dem ebenfalls die Gäste die größeren Chancen haben. Kurze Sporinoiizen. Bei einem Hallen-Handballturnier in der Frankfurter Festhalle am Mittwochabend ging die Frankfurter Sportgemeinde Eintracht als Endsieger hervor. Im entscheidenden Schlußtreffen schlug sie den Tv. Vorwärts Bockenheim nach Der- längerung mit 7:4. Verlangen Sie kostenlos Prospekt U RADIO AW BERLIN - STEGLITZ Aussichten haben. Mtv. Gießen I — Turn- und Sportfreunde Wiesbaden I. lieber die Spielstärke der Gäste ist hier nichts bekannt, so daß man also über den Ausgang des Treffens (auch über das der zweiten Mannschaften) eine Vorhersage schlecht treffen kann, ierie ‘“(9rünbera verpflichtet. Grünberg hat in den Id. D o r n h o l z h ausen — To. Duten- Jetden Spielen^' erstaunliche Resultate herausholen Hofen. Auch hier ist mit ^em int^essanten «piei können Ein Sieg Grünbergs ist durchaus möglich, zu rechnen, bet dem die Platzbesitzer die meiste Jungfernreise d »SCHARNHORST* 10. Mai 1935 1686 V Glückwünsche und Grüße der Landesgruppenleiterin, Dechant Kahn sprach den Dank des Ortsvereins aus und überreichte Dr. Neunhöffer eine Federzeichnung des Licher Stadtturms. Am Abend schloß sich ein gemütliches Beisammensein der Samariterinnen im Cafe Reuschling an, bei dem der Leiter des Kursus als Dank der Ausgebildeten einen schönen Blumenkorb erhielt. Frau Regina G i e s e l e r wurde zur Ortsgruppenleiterin ernannt. Minder Führung des Ortsvereins Lich des Hessischen^ Alicefrauenvereins ist die seitherige Vorsitzende, Fürstin Reinhard zu Solms- Hohensolms-Lich, beauftragt worden. Die Butzbacher Kaselmarkt-Lotierie. pb. Butzbach, 22. März. Bei der heutigen Verlosung der Butzbacher Faselmarkt-Lotterie fiel auf Nr. 4302 der Geldgewinn in Höhe von 300 Mark., auf die Nr 2605, 3406 und 1440 je ein Rind, sowie auf die Nr. 3883, 3016, 763 und 2796 je ein Ferkel. Große Zuchtvieh-Versteigerung in Lauterbach. Am Mittwoch, 10. April, wird in Lauterbach eine große Zuchtviehoersteigerung abgehalten, bei der Fleckviehbullen und Eber des veredelten Landschweines zur Versteigerung gelangen werden. Die Gemeinden seien auf diese Ankaufs-Gelegenheit besonders aufmerksam gemacht, da ja der Verkauf von Faseltieren ab Stall des Züchters verboten ist und die nächste Versteigerung von Fleckviehbullen in Oberhessen erst im Juni stattfindet. Auf die heutige Anzeige sei besonders hingewiesen. Landkreis Gießen. (D Großen-Linden, 22. März. Der hiesige Ob st-und Gartenbauverein hielt gestern abend im Saale des Cafä Sern seinen zweiten Schulungsabend ab, zu dem sich wieder viele Teilnehmer eingefunden hatten. Nach der Begrüßung durch den Vereinsobmann, Altbürgermeister Lang, sprach Lehrer B e p p l e r (Wieseck) über den neuzeitlichen Gartenbau. In seinen fachlichen Ausführungen beschäftigte er sich eingehend mit Fragen der Bodenbearbeitung und der Düngung, schilderte den Komposthaufen als die Sparbüchse des Gärtners und forderte auf, nur bestes Saatgut zu verwenden. Er besprach im einzelnen die Gemüsepflanzen, gab die nötigen Kulturanweisunaen und Bekämpfungsmittel für auftretende Feinde und Krankheiten zur Kenntnis und regte außerdem den Anbau von Obst und Beeren sowie von Blumen im Garten an. Der Vortrag löste eine rege Aussprache aus. Nachdem der Versammlungsleiter an die Besucher die Aufforderung gerichtet hatte, alles zu tun, um auch auf dem Gebiete des Gartenbaues die Erzeugungsschlacht erfolgreich zur Durchführung bringen zu helfen, fand die Versammlung mit dreifachem „Sieg-Heil" auf den Führer und Reichskanzler ihren Abschluß. = Steinbach, 22. März.' Da die Leiterin der NS. - Frauenschaft, Frau K l ü ck e r, immer noch an den Folgen ihres Unfalles in der Klinik in Gießen liegt, fand der Pflichtabend unter Leitung der stellvertretenden Leiterin, Frau Größer, statt. Frau D ö l l hielt einen Vortrag über „Kurpfuschereien und Aberglauben in der Medizin", speziell in der Säuglingspflege". Da die Vortragende, die vor ihrer Verheiratung in der Fürsorge auf dem Land und in der Stadt beruflich tätig gewesen ist, aus ihrer reichen Erfahrung heraus sprach, konnte sie den Mitgliedern wertvolle Ratschläge und Warnungen geben. $ Alten-Buseck, 22. Marz. Bei der letzten Eintopfsammlung in unserer Ortsgruppe, die von der SA. durchgeführt wurde, sind 66,60 Mark gespendet worden. Davon entfielen auf Altem Bufeck 30,25, auf Rödgen 23,75 und auf Trohe 12,60 Mark. Kreis Büdingen. -4- Nidda, 22. März. Für dke Chorleiter der Sängerkreise „Niddatal", „Vogelsberg- Süd" und „ C h a t t i a " beginnt am Samstag, 23. März, ein zweitägiger Schulungskursus im „Gambrinus". Schulungsleiter ist Musiklehrer Blaß (Gießen). Kreis Schotten. § Ulrichstein, 21. März. Am Dienstag wurde ein Waldarbeiter aus dem benachbarten Stumpertenrod bei den Holzhauerarbeiten im Eckmannshain schwer verletzt. — Nächsten Sonntag gibt der hiesige SAR.-Musikzug unter der Stabführung des Dirigenten D a u p e r t ein Konzert zugunsten des WHW. Kreis Alsfeld. *'Lehnheim, 22. März. Die etwa 21 Jahre alte Frau Marie I ü n g e l von hier erlitt gestern einen schweren Unfall. Sie kam bei der Arbeit mit einer Hand an der Häckselschneide- maschine den Messern zu nahe und erlitt schwere Verletzungen. Die bedauernswerte junge Frau mußte zur Behandlung in die Klinik nach Gießen gebracht werden. st. Kirtorf, 22. März. Beim Verkauf der Edelweißabzeichen für das WHW. wurden innerhalb der Ortsgruppe Kirtorf insgesamt 50 Mark gesammelt, und zwar in Kirtorf 24,10 Mark, in Lehrbach 15,90 Mark und in Erbenhausen 10 Mark. — Die Eintopfsammlung brachte in Kirtorf 27,70 Mark, in Lehrbach 17,45 Mark, in Erbenhausen 13,05 Mark, insgesamt also 58,20 Mark. Eine Plakettensammlung des VDA. ergab in Kirtorf 16,60 Mark. ch Bleidenrod, 22. März. In der hiesigen Kirche wurde gestern abend ein Missionsgot - t e 5 b i e n ft ob gehalten, bei dem ein Missionar der Basler Mission die Predigt hielt. In einem Vortrag sprach der Missionar über Deutschkamerun und gab in Lichtbildern einen Eindruck von der Schönheit der tropischen Landschaft in unserer ehemaligen Kolonie. Gleichzeitig wurde aus dem Dortrog die große wirtschaftliche Bedeutung der Kolonien für Deutschland klar. Der Redner gab auch einen Einblick in die Gefahren, die mit der Tätigkeit eines Missionars verbunden sind. Kreis Wetzlar. § Lützellinden, 22. März. Die kürzlich hier durch den BdM. durchgeführte Lebensmittelsammlung für das Winterhilfswerk erbrachte 11 Pfund Mehl, 40 Pfund Reis, 20 Pfund Hülsenfrüchte und 10 Pfund Speck, Wurst usw. Bei der Eintopfsammlung am vergangenen Sonntag wurden insgesamt 73 Mark gegeben. Dem von der Kreisleitung der NSV. Wetzlar ins Leben gerufenen „Opfer ring für das Hilfswerk Mutter und Kind" wurde in unserem Dorfe ein schöner Erfolg zuteil. 119 Haushaltungen haben sich bereiterklärt, monatlich je ein Pfund Lebensmittel für das Hilfswerk „Mutter und Kind" zu spenden. ogooäoi hier zu beziehen durch zungen u.von fast unbegrenzter Lebensdauer! Die Orig.-„CRAPO“-Drahtgeflechte mit der blauen Schutzmarke sind “ ~ ~ ‘ J. B. Häuser, Gießen TelefonNnllfö.VlIS Auch für Spanndrähte, Stacheldrähte und Krampen nur „CRAPO“! Ausführliche Druckschrift auf Wunsch. Wiederverkäufer für alle ausw. Plätze werden nachgewiesen CfBDO11 der Dreht doppelt dicker Ainkschicbt, daher un ^*" ****** *w 1 zerstörbar durch Rost oder andere Zerset- •/4 SS / 1545 A »Du tatest Deine Pflicht, wir haben den Schmerz.« Gießen (Walltorstraße 15), den 22. März 1935. Gießen, den 21. März 1935. 1C97 d 1685 D 168 D 3 1708 D Wasch-Vorführungen 1728 D 4T Am 20. d. M. verstarb infolge eines Unglücksfalles, in Erfüllung seiner Pflicht, unser lieber, guter Sohn, Bruder, Schwager, Bräutigam und Enkel Gestern mittag entschlief nach kurzem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unser guter treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Karl Balser II., Lademeister i.R im 64. Lebensjahr. Montag, den 25., Dienstag, den 26.März täglich nachmittags um 3.30 und 5.30 Uhr Ferner eine Sonder-Vorführung Montagabend 8 Uhr im CAFE EBEL — Schmutzige Wäsche mithgingen — 01139 Die Beisetzung findet am Montag dem 25. März, nachmittags um 1% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. Die Beerdigung findet Sonntag, den 24 März, nachmittags 2 Uhr« vom Sterbehause, Schulstraße 5, aus statt. Der automatische Schnellwäscher wäscht 120 Hemden in 40 Minuten t Eine gi o0e Erfindung ist gelungen! Ein Waschgerät, das automatisch und absolut zuverlässig wäscht, wird zum ersten Male den Hausfrauen von Gießen vorgetührt. Stampfen oder Drehen fällt fort! Man drückt nur leicht und schon ist die Wäsche sauber. Es ist auch kein sogenannt. Dampfwaschautomat, sondern eine kleine, sinnreich konstruierte Waschmaschine aus Messing und Nickel und eine so große Erfindung, wie sie nur alle 100 Jahre gemacht wird. Ein Millionentraum geht in Erfüllung! 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März, nachmittags 3% Uhr, statt. i72oD In tiefer Trauer: Karoline Balser, geb Weller Familie Otto Balser Familie Karl Balser Wieseck. den 22. März 1935. Karl Brusius im fast vollendeten 24 Lebensjahre. In tiefer Trauer: Gg. Brusius und Frau Johanna, geb. Garn Gg. Brusius und Frau Emmy, geb. Deucker Aug. Brusius und Frau Maria, geb. Breuer Ottilie Pfeffer, Braut. Sievbeikasie Ausnahme bis 65 Fahre, monatlich kerne Wartezeit, ferne Aufnahmegebühr. Anfragen mit Altersangabe unter 1673Van den Gießener Anzeiger. Gestern abend entschlief sanft nach langem schweren, mit Geduld ertragenem Leiden mein innigstgeliebter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater. Bruder, Schwager und Onkel Reinhard Weber, Schreinermeister im 57. Lebensjarhe. In tiefer Trauer: . Frau Luise Weber, geb. Hofmann. Familie Franz Weber Emil Weber und Braut Adolf Weber. Heuchelheim, Wißmar, den 22. März 1935. Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 24. März, nachmittags Wz Uhr, vom Trauerhause Ernststraße 39 aus statt. Zur fetzigen Pflanzzeit! Edle Flieder, Htidrangea, gefüllte Schneeballen, 01235 Halbstämmchen u. Sträucher. Immer blühend. Rosen, sow. alle Frühlinge- blumen f. Gart.- u. Grabschmuck empfiehlt in la Qualität Gärtnerei Deines Marb. Str. 67. Televbon 2321. Gutgebende Wirtschaft in Gießen an kautionsfäbigen Pächter abzug. Schr. Ang. unt. 01231a. d.G.A. Kaufmann sucht gutgehend. Geschäft evtl. Zigarren od. Papier- und Schreibwaren u. dgl. z. miet. od. z. kauf. Sehr. Ang. m. gen. Angabe d. Ums., Reut, usw. unt. 1661D a. d. Gieß. Anz. iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinin WMMA HfltOt- MenWsl in reichbebilderten, leichtverständl. Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Derlagserzcug- niste. Sie vermitteln einen tiefen (Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens und damit durch er- weitertes Wissen er- höhteFreudeanden vielfältigen. Schönheiten der Natur. 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Sauer, geb. Wallenfels Professor G. Funk und Familie. Nachruf. Wieder ist ein lieber Kämpfer aus unseren Reihen geschieden Kamerad Karl Haberkorn Wir werden ihm ein treues Gedenken bewahren. Ortsgruppe Gießen des N. S. Deutschen Frontkämpferbundes (Stahlhelm). Gießen, den 21. März 1935 Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Krankheit und beim Tode unseres teuren, lieben Entschlafenen Johann Joseph Sauer sagen wir unseren tiefgefühlten Dank. Insbesondere möchten wir allen denen innigst danken, die der Persönlichkeit und des Wirkens unseres Heimgegangenen am Grabe mit so warmen Worten gedachten. Ein Blick in die Rüstkammer im fieibenturm. Das breite Bauernbett. — Rechts eine kunstvoll geschnitzte Wiege. - Links ein Stuhl, in Men Rückenlehne der hessische Lowe geschnitzt ist. Farbenprächtige oberhessische Töpferei-Arbeiten. Ein Blick in das Treppenhaus des Alten Schlotes Mit Zeugnissen handwerklichen Könnens der Kunstschmiede. verschwunde n en '^lein-Lindener Burgkirche um Jahrhunderte zurückversetzen IN t-n- Zeit. die Mägde des Burgamtmannes sich noch über oen Rand bU netten Brunnenhäuschens beugten, um die Wassereimer heraufzuleiern, da in dem un■ ’ ften Verließ des Turmes Gefangene schmachteten und auf ihre Befreiung oder Hinrichtung warteten. Fast möchte man meinen, daß der Verkehr der m°. atenschrank aus dem Kloster Arnsburg. (Gefertigt AM das-Jähr 1700.) der Lampensammlung. Man beachte die interessanten verschiedenartigen Formen der Oellampchen. Die Brücke zu unseren Vorfahren Eine Stunde S-irnatg-schich'e im Ob-ch-ssisch-n Museum zu Gi-h-n. dem ausgestorbenen Handwerk unserer HeZuat em Denkmal sein soll. Wer hat noch einen Webstuhl in Betrieb (jefeben? 2Ber Pl;n Bürstenmacher m seiner Werkstatt aroeneie. Wer wüßte, wie man ehedem Knöpfe und Nadeln herstellte, wenn er es nicht schauen konnte an diesen Ma chinen? Und wird die Zelt noch ferne se n da wir eine Schusterwerkstatt nur noch im Museum sehen können? Viel sachlicher sind sie heute lchon geworden. Statt dieser Glaskugeln, die auf den Tischen standen, erleuchtet heute das elektrische Licht ^Und^gleichEeben sehen Sie alte l^ödmaschinem Müssen wir nicht lachen, wenn wir die erste, die cy G esten q iefe?k wurde, vergleichen mit jenen die liegen Vn;^A„6r (ÄP rhnften ausge- Der schöne Erker im Treppenhaus mit Heiligen- figuren aus oberhessischen Dörfern. Feuersglut als Wind zu hauchen. Eine gan^ Schmiedewerkstatt ist hier zusammengestellt Drei ober vier Schritte weiter, und wir sind rt hem Raum den wir die ..Kapelle nennen. Em alter Taufstein aus dem frühen Mittelalter konnte in das Museum gerettet werden, w°-r besser auf gehoben ist als diejenigen, die m so manchem Bau ernhof als Brunnentrog stehen. Aus manchem I Stück ersteht wieder das Mittelalter: aus f Madonnen und anderen Heiligenfiguren, die ober hessische Künstler zur Ehre Gottes geschnitzt hab.n mögen Jene Madonna stand in der Arnsburger Klosterkirche, und diese Heiligen m der feuern er Dorikirche Und jene Kreuze wurden ehedem m oberhessischen Dörfern den Leichenzugen voran- ! getragen. Dieser wunderschöne Paramentenschranck rpipit^das künstlerische Können und den Reich.um de^ Zist^erzienserklosters Arnsburg Wer mach e glauben daß er noch vor knapp 150 fahren m der dortigen Sakristei gestanden hat, wo doch heute die Kircke wie eine jahrhundertealte Ruine aussicht, d ichte Orael stammt aus der langst Sie werden es uns nicht verübeln wenn wir Sie I heute wiederum einladen, die Hast der Z A gellen und eine Stunde der Vergangenheit u schenken. Sie haben sich ja wohl überzeugt daß unier Museum weder eine Rumpelkammer noch ein Trödler loden ist Denn das alles, was Sie hier sthen ist geschaffen von unseren Vorfahren wenn auch"'diesmal nicht vor Tausenden vonÄahre,° doch vor Jahrzehnten oder auch2°sir>)Unb-riem Zäeute bitten wir Sie, sich einer 3"^?$ durch übrigen Räume des Museums anzu chließen. Gleich im chausgana sehen Sie sich von Dingen nmaeben die unserer Beachtung wert sind. Da sind die^alten Ofenplatten mit biblischen Szenenver- üert die einst die Stuben unserer oberiMifch-n Bauern und Bürger zierten, hergestellt in Hirzenkain wo van alters her die vsenindustr,e m Blute st ind Da sehen Sie die wunderbaren Schmiede- Li'ten aus der oberhessischen Heimat: das alle ■ Turmkreuz vom Gießener Stadtkirchturm, die viel, i Wetterfahnen von Gießener Hauis-ern, die m s stst mPbr stehen die alten Aushängeschilder von Hand- ÄftäS. und Gasthäusern. Wieviel Gediegen- Gießener Anzeiger" Rr. 46 vom Zd. ucor. 1935 über einen Teil des B'ldes^ un^re oberhessischen Heimat im Spiegel des 1 u- ieums. Heute erweitert Herr Ak zech bk en Bericht durch nachstehende anschauliche und lebendige Darstellung um dlerdurch zur Ver- _ Sa.-. caoImjit.np.hnnFieii5 und zur öißi qerung des Interesses an dem kostbaren Besitz unseres Oberhessischen Museums weiter beizutragen. Run der neue Bericht. Sicherlich haben Sie es nicht bereut vor einigen Wochen mit uns auf eine kleine Stunde m hessischen Museum zu Gießen gewesen zu sein. Und gern Äerer Stadt in einer Zeit, da es überall in Deutschland Unruhen gab und gahrte. Und gleich Habei sehen Sie Waffen, große Zwiehand r Land.. knecktkürasse und Helme, alte Pistolen, Sporen und anderes Gerä-t Und wenn wir die Augen schließen, dann mag eicht die unselige Zeit des Drechtgiahr.- aen Krieges Gestatt gewinnen. Sehen Sie diest ©iefeenabe?einrm Büchsenmache/ in de°/Lehre'war j Männern des weltlichen J und geistlichen Standev jg Uni diese Zeit der topib Ä zen und Perücken ,ehen Sie noch einmal in jenem Raum, der der Frühzeit um Eine Strumpfwirkmaschine aus dem 19. Jahrhundert. lerer LandesunioerfltSt g°w?m-t ift. P-vf-s- > K,inn^nfSn,nbi?P U«»W wo Bilder, Mützen und Länder und anderes Gießens Universitätszelt um die letzte Jahrhundert ^Ganz^anderes Leben umfängt uns im anschließenden Raum Run sind mir nicht mehr in der ItaM, fondern auf dem Land. Wuchtige fchw°-° Schränke ein großes breites Himmelbett, Tische unb Stühle, Wiegen und Truhen, Spmnraber und am deres Gerät versetzen uns in das oberhessische Land mit seinem alten Volks- und Brauchtum. Und wie eine leise Wehmut befällt es uns, daß man .nv Museum gehen muß, um die Dinge- zu l^uen, i da-; oberhessische Bauernvolk geschaffen hat. Immer mehr verschwindet das, was Volkskunst und Hand- werkerfleiß in vergangenen Zeiten geschaf^n staben. : | Daran müssen wir auch denken in dem Raum, der heit Fleiß, Geschmack, Humor liegt doch in diesen Stucken, die uns vor unser geistiges Auge elne Zeit Zaubern nach der wir uns manchmal zuruckhhnen Und gar diese schönen Truhen die Sie überall im Treppenhaus stehen sehen. Em .^ugnis von Gediegenheit und bürgerlichem Geschmack von Kunstverständnis, das an manchen Ct. den ro v.z X X ?. .iC ■ ' ; < .. <«.<■ Ä '<> <$-> ...... .. • ' Kirchliche Nachrichten Wirtschaft 1 Hessischer Dragonertag 193ü. und 3 v. f). Abendbörse: sehr still. Darmstadt, Annastraße 59. 1934 noch ** Börfenausfall am Ostersamstag. Am Samstag vor Ostern, 20. April, bleiben die Börsenräume für jeden Verkehr geschlossen. Deutsche Bank und Oiskonto-Gesellschaft. 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schließfachabholer bls 13 Uhr. Sanitatskolonne: Telefon 2500. Aerzte : Dr. Hofmann, Dr. Ploch. Zahnarzt: Dr. Gontner. Apotheke: Engelapotheke. An der Abendbörse bestand starke Zurückhaltung. Angesichts des Wochenschlusses nahm die Kulisse verschiedentlich noch einige Glattstellungen vor, so daß im Vergleich zu den zum Teil stark ermäßigten Berliner Schluhkursen weitere Rückgänge eintraten, so bei Rheinstahl, Stahlverein, AEG. usw. Indessen war die Kursentwicklung etwas uneinheitlich, und auch die Grundtendenz war nicht unfreundlich. Die Veränderungen erreichten jedoch nach beiden Seiten kein nennenswertes Ausmaß. Großbankaktien blieben von dem Bericht der DD-Bank unberührt. Commerzbank gaben 0,50 v. H. nach, DD- und Dresdner Bank lagen gehalten, kleines Angebot wurde ausgenommen. Am Rentenmarkt blieb die Lage bei unveränderten Kursen sehr ruhig. U. a. notierten: Altbesitzanleihe 111,90, 6 v. H. Stahlverein 99,13, Reichsbahn-DA. 120,25, Hapag 32,50 bis 32,25, Norddeutscher Lloyd 34,50, Harpener 101,25, Mannesmann 79,65, Mansfeld 97,75, Rhein- stahl 102,75 bis 102,50 bis 102,75, Stahlverein 81 bis 80,75, AEG. 36,25, Bekula 140, Daimler 92,75, Scheideanstalt 210,50, Licht und Kraft 121,50, Eßlingen-Maschinen 77,50, IG. Farben 144, Gesfurel 120,50, Goldschmidt 100, Holzmann 88, Junghans 89, Metallgesellschaft 94, Schuckert 101, Siemens 147, Zellstoff Waldhof 112,75, Commerzbank 82. frankfurter Elermarkt. Frankfurt a. M., 22. März. Die Geschäftslage im Frankfurter Eiergroßhandel blieb wahrend Das Institut legt seinen Jahresbericht für vor. Erwartungsgemäß wird auch für 1934 keine Dividende verteilt und der Gewinn zur inneren * Ilfe Bergbau AG. Grube Ilse N. L. Im Jahre 1934 hat sich bei der Ilse Bergbau AG. ~ ~ ' H. gegen das Vorjahr die Brikettproduktion bernen Stadt unwirklich sei, wenn man in diesem stillen Hof steht. Und wenn man hinaufsteigt auf den Turm und von dem kleinen Fensterchen des Bauernzimmers über das Dächergewirr der Altstadt blickt, dann ahnt man nicht, daß in den Straßen das 20. Jahrhundert flutet. Ein Stock tiefer befindet sich eine Rüstkammer mit schreckenerregenden Waffen aus der Zeit der Bauernkriege und des Dreißigjährigen Krieges. Panzer, deren Träger sicherlich kleiner waren als unsere Generation, Hellebarden, Armbruste, Schwerter und Helme lassen die Zeit wieder erstehen, in der Tüchtigkeit und Mut des Mannes alles waren. Steigen wir noch einen Stock tiefer, so kommen wir in einen Raum, in dem man das Handwerksgerät eines Kattundruckers aufbewahrt hat. Und im Boden des Turmzimmers sehen Sie das Loch, durch das man wohl auch jene Zigeuner hinuntergelassen hat, die die letzten Gefangenen des Turmes waren und ihm den Namen Heidenturm brach- ten. . Dann steigen wir wieder hinunter in den Hof, werfen noch einmal einen Blick nach der Höhe des Turms, wo die Eulen nisten, und treten noch einmal in den rechten Seitenflügel des Museums ein. In dem kleinen Treppenhaus bewundern wir die schöne Lampensammlung, in der wir alles vereinigt sehen, vom Kienspanhalter bis zur modernen elektrischen Lampe. Durch eine hohe Flügeltür kommen wir in einen zwar düsteren, aber dennoch schönen Raum, holzgetäfelt und mit seidenen Tapeten bespannt. Es ist der Speiseraum, in dem die Großherzogliche Familie früher zu speisen pflegte, so oft sie im Schloß Wohnung genommen hatte. Heute stehen Schränke daß größere Kursgewinne eintraten, wurden Schiffayrtswerte mehr gesucht, wobei im Anschluß an die Abendbörse besonders Hapag mit 31,90 bis 32,50 (32) lebhaft waren, jedoch hatten auch Norddeutscher Lloyd mit 34,13 bis 34,50 (33,75) größere Umsätze. Von chemischen Werten waren IG. Farben mit 145 bis 145,50 (144,25) lebhaft, außerdem gewannen Th. Goldschmidt 1 v. H. auf 100, Deutsche Erdöl mit 103,50 1,25 v. H. und Metallgesellschaft mit 95 0,25 v. H. Am Montanmarkt erhielt sich besonders für Rheinstahl mit 105 bis 104,75 (103,75) lebyafte Nachfrage, ebenfalls auf Abschlußhoffnungen setzten Mansfeld Bergbau mit 97,90 (96,25) ihre Aufwärtsbewegung fort. Buderus lagen auf die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung mit 4 v. H. 0,75 v. H. fester, ferner er« höhten sich Mannesmann um 1 v. H., Stahlverein bei kleiner gewordenen Umsätzen auf 82,50 (82), Klöckner auf 89 (88,50) und Harpener auf 102 (101,75). Am Elektromarkt wurden Siemens von einem finnischen Auftrag angeregt und stiegen auf 147,50 (145), daneben zogen AEG. 0,65 v. H., Gesfürel 0,75 v. H., Lahmeyer und Schuckert je 0,50 v. H. an, nur Bekula lagen mit 139,75 (140) etwas leichter. Sonst eröffneten fester: Reichsbank 160,50 (160), Zement Heidelberg 119,50 (118,25), Zellstoff Waldhof 114,75 (114), Hanfwerke Füssen 84 (83,50), Eßlingen Maschinen 78,50 (78). Kunstseide AKU. mit 53,40, Moenus Maschinen mit 84,75 und Feinmechanik Jetter mit 78 lagen gut beh iptet. Der Rentenmarkt war ebenfalls freundlich, bei allerdings noch kleinem Geschäft. Altbesitz 112 (111,75), späte Reichsschuldbuchforderungen 98 (97,75) und Zinsvergütungsscheine 91,30 (91,25). Nachdem nach den ersten Kursen bei noch verhältnismäßig lebhaften Umsätzen, besonders in Schiffahrtswerten (Hapag bis 33, Lloyd bis 35) und einigen anderen Spezialwerten, wie Mans- felder bis 98,13, Harpener bis 102,50, Gesfürel bis 121,25, Siemens bis 148, Rheinstahl bis 105 und Stahlverein bis 82,75, weitere Erhöhungen eingetreten waren, zeigte die Börse im weiteren Verlauf neben einer starken Umsatzschrumpfung über- wiegend Kursrückgänge infolge von Realisationen der Kulisse. So gingen IG. Farben auf 144, Siemens auf 147,50 Br., AEG. auf 36,25, Rheinstahl auf 104,50 Br., ferner Hapag auf 32,50, Nordd. Lloyd auf 34,75 und Reichsbank auf 158,50 zurück. Am Kassamarkt zogen Henninger Bräu auf 120 (118) und Seil Wolff auf 70 rat. (65) an, schwächer waren Franks. Hyp.-Bank und Schramm Lackfabriken. — Am Rentenmarkt bröckelten Altbesitz auf 111,90 ab, sonst traten keine Änderungen ein. Goldpfandbriefe zogen teilweise noch 0,25 v. H. an, Liquidationspfandbriefe, Kommunal - Obligationen und Stadtanleihen lagen gut behauptet. Von Industrie-Obligationen 4,50 Stahlverein 92,25 (91,75), 5 v. H. do. 96,50 (96,25), dagegen 4,75 v. H. do. (1951er) 92,90 (93,25). — Tagesgeld unverändert der letzten Woche im ganzen zufriedenstellend, doch hat sich der Absatz an den Kleinhandel etwas ver- mindert. Die Nachfrage des Publikums war gut, in den billigen Sorten zeitweise recht lebhaft. Angesichts der verhältnismäßig frühen warmen Witte- rung ist die Produktion groß, die Anlieferungen nehmen täglich zu. Die Preise blieben gegen die Vorwoche unverändert. Es notierten in Pfennig pro Stück frei Frankfurt a. M. (Großhandelsver- kaufspreife an den Einzelhandel): Deutsche Handels, klasseneier S 10, A 9,5, B 9, C 8,5, D 8. Holländer, Dänen und Flandern Klasse S 9,5 bis 10, A 9,25 bis 9,5, B 9, C 8,5, Bulgaren und Rumänen 8,5. Frankfurter Buttermarkt. Frankfurt a. M., 22. März. Auch die Butter, erzeugung wird infolge der milden Witterung stark beeinflußt. Das Angebot war weiter reichlich, doch fanden die Anlieferungen in deutscher Butter beim Publikum noch gut Unterkunft, zumal auch die Qualität weiterhin zufriedenstellend ist. Holländische Butter blieb bei weniger starken Zufuhren lebhafter gefragt. Es notierten in RM. pro 50 kg frei Frankfurt a. M. (Großhandelsverkaufspreise an den Einzelhandel): Deutsche Markenbutter 143 bis 145, feine deutsche Molkereibutter 143 bis 145, deutsche Molkereibutter 140 bis 142. Landbutter 125 bis 130, Koch, butter 115 bis 120. Holländische Butter je nach Qualität 145 bis 148. Hochamt mit Predigt. — Cid). 7.30: Hochamt mit Predigt. — Collar. 8.45: Messe mit Predigt. — Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. Montag, den 25. März. Caubach. 7.30 Uhr: Messe. Dienstag, den 26. März. Gießen. 20 Uhr: Fastenandacht. Mittwoch, den 27. März. Hungen. 7.15 Uhr: Messe. Freitag, den 29. Mürz. Gießen. 20 Uhr: Fastenandacht. Baptisten-Gemeinbe (Gartenstrahe 13). Sonntag, den 24. März. 9.45 Uhr: Abendmahlgottesdienst; Prediger Lotz; 11: Kindergottesdienst; 20.30: Prediger Lotz. Donnerstag, den 28. März. 20.30 Uhr: Bibelbesprechung; Prediger Lotz. Reuapostolische Gemeinden Gießen. Händelstraße 1 — Ederstraße 13. Sonntag, den 24. März. 9.30 Uhr: Gottesdienste; 16: Gottesdienste. Mittwoch, den 27. März. 20.30 Uhr: Gottesdienste.' Die Heilsarmee (Grabenstraße 11. Hof). Sonntag, den 24. März. 9 Uhr: Heiiligungsversammlung; 14: Kindergottes- dienst: 20: öffentliche Heilsversammlung. Dienstag, den 26. März. 20 Uhr: Mitgliedsstunde. Mittwoch, den 27. März. 15 Uhr: Kindergottesdienst und Liebesbund; 20: Heiligungsvers ammlung. Freitag, den 29. März. 20 Uhr: Heimbund für Frauen und junge Mädchen. Oeffentlicher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Telefon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst darin, die alte Fayence und Porzellane bergen. Aus doppeltem Grund gefallen uns diese Keller aus Hanau und Frankfurt; einmal weil sie schön sind, zum anderen, weil sie aus dem südhessischen Kulturraum stammen. Wir sehen in anderen Schränken Zinngeschirr und Gläser unb eine nette und vielgestaltige Pfeifensammlung, die wohl in manchem eingefleischten Raucher unerfüllbare Wünsche wachwerden läßt. Wir sehen die alten Kamine und denken daran, wie es sich vor den offen brennenden Buchenscheiten träumen ließ. Im nächsten Raum steht ein alter Aktenschrank aus dem Gießener Rathaus. Wie klein muß die Stadt damals gewesen sein, daß dieser schone Renaissanceschrank genügte, um die wichtigen Akten der Stadt aufzunehmen. Alles was wir sehen, erinnert uns an die Vergangenheit. Ob wohl auch die Trachten bald dahin gehören werden, die das Letzte sind, was wir heute bewundern können? Dieses Brautpaar aus der Schwalm, die Trachten aus dem Hüttenbera, aus der Rabenau, des Schützer- und des Biedenkopferlandes, aus der Gegend von Hochweisel mit dem Katzenberg, droben im Kreise Alsfeld. Die einen sind dunkel und schlicht, die anderen prächtig und farbenfroh. Und Leben und Denken ihrer bäuerlichen Träger und Trägerinnen spiegeln sich darin. Unser Rundgang ist beendet. Die Stunde, die wir der Vergangenheit schenkten, ist abgelaufen. Es ist keine nutzlos verbrachte Zeit gewesen, denn alles, was wir für das Volkstum und die Vergangenheit tun, wird irgendwie Frucht tragen. Und sicherlich gehören in das Leben jedes Volksgenossen Stunden, in denen er sich auf die Vergangenheit in der Heimat besinnt, sich von ihr etwas erzählen und zeigen läßt. vor unbefriedigend. Rhein-Mainische Mittagsbörse. Im Verlaufe unsicher. Frankfurt a. M., 22. März. Die Börse konnte sich von der leichten Abschwächung des gestrigen Tages schnell erholen. Bereits an der Abenb- börse fand die zuversichtlichere Beurteilung der außenpolitischen Lage ihren Niederschlag in einigen Rückkäufen der Kulisse, die sich heute bei wieder zunehmender Geschäftsbelebung infolge de? auch etwas stärkeren Publikumsbeteiligung fortsetzten. Die Börse erhält zudem durch die fortlaufend bekanntwerdenden günstigen Industrie-Abschlüsse eine starke Anregung. An den Aktienmärkten hat sich das Interesse auf die in letzter Zeit etwas vernachlässigten Papiere verlagert, wenngleich die bisherigen Spezialpapiere weitere Beachtung sanden und weiter fest notierten. Im Durchschnitt erfuhr das Kurs- niveau eine Besserung von 0,50 bis 1 v. H. Ohne der Brikettabsatz um 2,4 v. H. gegen das Vorjahr vermindert, dagegen erfuhr die Brikettproduktion eine Steigerung von 2,6 v. H. Die Steigerung beruht nur auf einer Mehrbeschäftiguna der Gefolgschaft. Zur Verminderung der Arbeitslosigkeit wurden auch im Berichtsjahr erhebliche Mehreinstellungen vorgenommen. Nach Abbuchung von 5,75 (5,96) Millionen RM. für Wertverminderung der Grubenfelder und Abschreibungen auf Anlagen ergibt sich einschließlich 402 968 (388 036) RM. Vortrag ein Reingewinn von 4 628 673 (4 551 262) RM., aus dem die Dividendenzahlung auf die Stammaktien und Genußscheine mit unverändert 6 v. H. aufrechterhalten wird. Zum Vortrag verbleiben 479 295 RM. Im neuen Geschäftsjahre seien die Abrufe nach wie Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 24. März. Okuli. Gießen. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Propst Knodt; 11: Ki«derkirche für die Matthäusgemeinde; Propst Knodt; 18: Pfr. Becker; Beichte und hl. Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde. — Johannes- kirche. 9.30: Pfr. Bechtolsheimer; 11: Kinderkirche für die Lukasgemsinde; Pfr. Bechtolsheimer; 18: Pfr. Ausfeld; musikalische Abendfeier; 20: Bibel- befprechung im Johannessaal; Pfr. Müller. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfr.Anthes; 10.45: Kinderkirche für die Luthergemeinde; Pfr. Anthes. — Petruskapelle. 9.30: Pfr. Trapp; — Saal der Reuen Krippe. 11: Kinderkirche für die Johannes- gemeinde; Pfr. Ausfeld. — wieseck. 10: Hauptgottesdienst; 15: Bibelstunde. — Grohen-Buseck. 10.30: Gottesdienst; 20: Missionsabend in der Kirche; Missionar Ruff; Kirchenchor, Posaunenchor. — Oppenrod. 9: Gottesdienst; 18.30: Missionsfeier; Missionar Ruff. — Alten-Buseck. 10: Gottesdienst; 20: Passionsandacht. — Trohe. 13: Gottesdienst. — Stein- bad). 10: Gottesdienst. — Albach. 12.30: Gottesdienst und Christenlehre. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst; 11: Kindergottesdienst; 2. Abteilung. — Kirchberg. 10: Gottesdienst; 14: Gottesdienst; Die Matthäuspajsion von H. Schütz, aufgeführt vom Kirchenchor Friedberg. — Treis a. d. Cda. 10: Haupt- gottesbienft; 13: Katechismuslehre (Entlassung des ältesten Jahrgangs). — Klein-Cinden. 9: Gottesdienst mit hl. Abendmahl für die männliche Jugend; 11: Kindergottesdienst. — Watzenborn. 13: Gottesdienst. — Garbenteich. 10: Gottesdienst. — Haufen. 13: Gottesdienst. — Cid). 9.30: Stiftsdechant Kahn; 10.45: Kindergottesdienst. — Rieder-Bessingen. 14: Stiftsdechant Kahn. — Bettenhausen. 9.30: Haupt- gottesbienft. — Cangsdorf. 11: Hauptgottesbienst. — Münzen berg. 11: Gottesdienst; 19.30: Passions- abendgottesdienst. — Trais-TNünzenberg. 9: (Bottes- bienst. — Hungen. 9.45: Gottesdienst; 13.30: Kinder- gottesbienft. — Cangb. 11.15: Gottesbienft. — Ober- Gleen. 9: Kindergottesbienst; 10: Hauptgottesbienst. — Kirtorf. 13: Hauptgottesbienst; 14: Kinbergottes- bienft. — veitsberg. 9: Gottesdienst. — Wirberg. 10.30: Gottesdienst. — Harbach. 12.30: Gottesdienst. Montag, den 25. März. Collar. 20.30 Uhr: Bibelstunde. Dienstag, den 26. März. Münzenberg. 20 Uhr: Mädchenabend. Mittwoch, den 27. März. Gießen. Slodtkirche. 18 Uhr: 4. Passionsandacht; Pfr. Becker. — Cich. 20: Passionsgottesdienst; Missionar Oberlein. — Cangsdorf. 20.30: Passionsandacht. — Münzen berg. 20: Frauenabend. Donnerstag, den 28. März. Gießen. Kapelle des Allen Friedhofs. 20.15 Uhr: Passionsandacht; Psr. Anthes. — Daubringen. 20.30: Bibelstunde. Freitag, den 29. März. Gießen. PeKuskapelle. 20 Uhr: Passionsandacht; Pfr. Trapp. — TNainzlar. 20.30: Bibelstunde. Katholische Gemeinden. Samstag, den 23. März. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, den 24. März. 3. Fastensonntag. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Frauen; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 20: Predigt und Andacht. — Echzell. 11: Hochamt mit Predigt. — Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 9.30: LPD. Darmstadt, 21. März. Am 18. 19. Mai wird in Darmstadt die Wiedersehens- feier der ehemaligen Hessischen Garde- und Leibdragoner und deren Feldformatio- nen stattfinden. Diese Wiedersehensfeier ist verbunden mit der Fe,ier des 75jährigen Gründungstages des Leibdragoner-Regiments. Am 18. Mar um 20 Uhr findet die Gründungsfeier der weißen Dragoner in der Städtischen Festhalle zu Darmstadt statt. Am Sonntag, 19. Mai, um 11 Uhr: Antreten und Aufstellung zum Festzua durch die Stadt mit dem Ziel: Dragonerdenkmal. Dort findet eine Gefallenenehrung statt. Um 15 Uhr beginnt die Hauptfeierlichkeit in der Städtischen Festhalle. Die Anmeldungen für die Angehörigen der 23er Dragoner sind zu richten an Postinspek- tor Hauck, Darmstadt, Heidelberger Straße 21, für bie 2 4 e r D r a g o n e r an Hauptmann Spatz, Stärkung bes Institutes verwandt. Im Verlaufe des Berichtsjahres wurden nahezu 830 Millionen RM. neue Kredite, d. h. 123 Millionen RM. mehr als im Vorjahre zur Verfügung gestellt. hyt.6i als im Vorjahre, der deutschen Wirtschaft zur Verfügung gestellt. Die Kundschaftsumsätze haben sich auf 98,36 (91,15) Milliarden RM. erhöht. Das Devisengeschäft erfuhr postenmäßig einen Rückgang von mehr als 10 v. H. Im Berichtsjahr trat eine Erhöhung der Gefolgschaft um 800 auf 17 588 Mitarbeiter ein. Die Gewinn- und Verlustrechnung schließt mit einem Gewinn von 21,06 (25,93) Millionen. Hiervon sollen 20,15 (25,05) Millionen für Abschreibungen und Rückstellungen verwandt und 0,908 (0,885) vorgetragen werden. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Frankfurt a.M. Vertin Frankfurt a. M «Berlin Frankfurt a. M. Berlin Schluß« kurs Schlußt. Abend- börse Schlußkurs Schlußt. Mittag« börse Schlußkurs Schlußt. Abendbörse Schlußkurs Schluß?. Mittag- börse Schlußkurs Schluß?. Abendbörse Schluß« ?urS Schluß?. Mittag« börse Datum 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 6*/»% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechten ............. 4l/,% Deutsche Reichspostschatzanweisungen von 1934, I....... 6% ehem.8% Hess. Volksstaat 1929 (tüdjafjrb. 102%) ............ 4Vj% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........ 5Yi% ehem. Hess. Landes-Hypothekenbank Darmstadt Lioui ... * 7i% ehem. 8% Darmst. Komm. Landesb.Goldschuldverschr. R. 6 Oberhessen Provtnz-Anlethe mit Auslos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Sammelabl. Aw leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten * 7i% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 67i% ehem. 47i% Franks. Hyp.- Bank-Ltqu.-Pfandbriefe....... 57i% ehem. 47i% Rheinische Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpfe..... * 7i% ehem. 8% Pr. LandeSpfand- briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 *7i% ehem. 7% Pr. Landespfand- briesanst., Gold Komm. Obl.V! Steuergutsch.BerrechnungSk. 35-39 4% Oesterretchtsche Goldrente.... 4,20% Oesterreichische SUberrente 4% Üngarische Goldrente i...... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 47i% desgl. von 1913.......... 5% abgesl. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe Serie 1..................... 21-3 100 96,25 102 111,75 99,9 98 96,75 99,9 113,9 97 99,9 100,25 97,5 97,5 105,9 27 1,2 7,65 6,9 7 10,13 8,25 22-3 100 96,25 102,13 111,9 99,7 98 96,75 100 94,75 114 97,25 100 100,13 97,5 97,5 105,9 25,5 1,2 7,4 6,7 6,75 10 8,25 213 100 96,25 111,65 99,7 98 113,9 100,25 97,5 97,5 105,9 27 1,2 7,5 6,95 6,75 10,1 22 3 100 96,25 102 112 99,6 98 114,13 98 100,13 97,5 97,5 105,9 25,5 1,2 7,5 6,75 6,75 10,1 Datum 4% desgl. Serie ll ............ 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4'/r%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2-4% Anatolier ............... Hamburg-Amerika-Paket O Hamburg-Südam. Dampfschiss. O Norddeutscher Lloyd .........O A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 5 Commerz- und Privat-Bank ... O Deutsche Bank und DiSconto- Gesellschaft................O Dresdner Bank..............O Reichsbank ................12 A.E.G......................O Bekula.................... 10 Elektr.Lieferungsgesellschaft... 5 Licht und Kraft ........... 6 7i Felten & Guilleaume.........O Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5 Rheinische Elektrizität ........5 Rhein. Wests. Elektr..........6 Schuckert L Co............... 4 Siemens S Halske............7 Lahmeyer L Co.............. 7 Deutsche Erdbl .............. 4 Gelsenkirchener............. o Harpener...................0 Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 0 Ilse Bergbau .............6 Ilse Bergbau Genüsse........ 6 Klöcknerwerke .............»y. Mannesmann-Rohren........ C 21-3 8,25 4,5 6,8 4,3 35,15 32 33,75 81,5 106,75 82,5 83,75 83,75 160 140 109,25 121,5 88,5 120 113 145 120,5 1 93,13 102,25 ! 101,75 125,5 1 88,5 1 80,75 22 3 8,25 4,5 6,75 4,25 34,75 32,25 34,5 81,5 108,25 82 84 84 36,25 140 109 121,5 88 120,5 101 147 121 94 104 101,25 125,4 88 79,65 21 3 4,6 6,9 4,25 35,1 31,25 33,5 81,13 107,25 82 63,5 83,5 159,25 37 140,25 108,25 121,75 88,4 120,25 113 101,25 145 120,5 93 101,65 101,5 90 147 124,5 88,13 80,65 22-3 7,05 4,3 34,9 32,4 27,5 33,9 81,25 107,75 82,5 84 84 158,75 36,4 140,13 108,75 122 88,75 120,75 114 101,25 146,75 121,5 92,5 102,25 100,65 90,25 147 125,25 88,25 79,65 Datum Marisfelder Bergbau.........8 Kokswerke.................. 5 Phönix Bergbau.............O Rheinische Braunkohlen .....12 Rheinstahl................8 7i Bereinigte Stahlwerke........O Olavi Minen ...............O Kaliwerke Aschersleben........6 Kaliwerke Westeregeln........ 5 Kaliwerke Salzdetfurth.....7% I. G. Farben-Jndustrte.......7 Scheideanstalt........... 9 Goldschmidt ................O Rütgerswerke........ 4 Metallgesellschast.............4 Philipp Holzmann...........O Zementwerk Heidelberg ...... 5 Cementwerk Karlstadt.........* Schultheis Patzenhofer .......4 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O Bemberg...................O Zellstoff Waldhof ............O Zellstoff Aschaffenburg .......O Dessauer Gas ...............7 Daimler Motoren....... O Deutsche Linoleum ..........6 Lrenstetn & Koppel ..........O Westdeutsche Kaufhof.........O Chade............... C Accumulatoren-Fabrik.......12 Contt-Gumm«............... 8 Gritzner....................O Mainlraftwerke Höchst a>M.... 4 Süddeutscher Zucker.........9 21-3 96,25 206,5 102,75 82 12,13 109.5 110 143 144,25 211 99 107,75 — 88 118,25 53,25 116,25 114 81 94-75 154 36,9 220 156 156.5 ] 38 94 1 166,5 22.3 97,75 102,75 81 12 109,25 109 144 144 210,5 100 101,75 95 88 119,25 53,4 117 112,75 81 92,75 153 37 219,25 158,5 156 | 38 94 1 166,25 21 3 96,5 105,4 206 103.25 81,65 12 109,5 109 143,25 143,9 98,75 107,9 94,13 88,25 102 53,4 116 113 80,75 123,5 94,75 154 88,5 36,5 221 158 156 1 38,4 1 168 22 3 97,75 105 208 103 81,25 12 109 108,5 144 144 99,75 107,9 94,5 88,25 103 53,4 112,75 80,5 124,25 92,75 153,25 88,5 36,75 219,25 156 37,75 167,5 Lombardzinsfuß 5 v. H. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a.2H. 21 .März 22-M2rz Amtliche Geld Notierung Brief Amtliche Notierung Geld | 25 rief Buenos Sitte- Brüssel..... Rio de Jan. Sofia...... Kopenhagen. Danzig..... London ..... HelsingforS.. Paris ...... Holland .... Italien..... Japan ...... Jugoslawien Oslo..... : Wien....... Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag....... Budapest ... Neu York ... 0,658 58,17 0,201 3,047 52,71 81,18 11.805 5,215 16,43 168,21 20,72 0,692 5,649 59,33 48,95 10,71 60,87 80,72 33,94 10,385 2,482 0,662 58.29 0,203 3,053 52,81 81,34 11,835 5,225 16,47 168,55 20,76 0,694 5,661 59,45 49,05 10,73 60,99 80,88 34,00 10,405 2,486 Banknoten 0,658 58,17 0,201 3,047 52,85 81,21 11,835 5,225 16,43 168,27 20,72 0,693 5,649 59,49 48,95 10,74 61,03 80,72 33,97 10,388 2,485 0,662 58,29 0,203 3,053 52,95 81,37 11,865 5,235 16,47 168,61 20,76 0,695 5,661 59,61 49,05 10,76 61,15 80,88 34.03 10,408 2,489 Berlin, 22-März Geld »riet__ Amerikanische Noten.............. Belgische Noten.................. Dänische Noten ................. Englische Noten ................. Französische Noten................ Holländische Noten............... Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, A 1OO Schilling Schwedische Noten............... Schweizer Noten................. Spanische Noten................. Ungarische Note»................ 2,437 57,83 52,64 11,80 16,42 167,85 20,66 59,33 60,82 80,44 33,50 2,457 58,07 52.86 11,84 16,48 168,53 20,74 59-57 61,06 80,76 33J>4 Aus Natur und Technik Schweres Waffer und schwerer Wasserstoff ? 13). Don der Stromlinie. ienste. aesbunb; 20: 1 aus einer Art von flacher, lan- Einrichtung besteht ger, schmaler Kiste. zeuge übertrug. Eine Pflanzenerfindung, die der der na- an- fl u ♦ 9 s M 10 M 85 66 0 achabholek 2500. RinbergotiH- g. nge Mädchen. I -ringende« Rotruf W Schalterdienst „ , , , !iste. Diese Kiste hat eine Höhe von nur zehn Zentimetern. Die Oberseite besteht aus Glas, die untere aus Kupferplatten. In dem engen Raum zwischen dem Glasdeckel und dem mit den Kupferplatten beschlagenen Boden zieht sich in schlangenförmigen Windungen ein Kupferrohr hin. Die Kiste wird schief wie ein Satteldach aufgestellt, so daß sie nach der Sonne zu gerichtet ist. Sie steht also nördlich des Aequators mit ihrer oberen glä- setzen Die Sonne erwärmt auch die Gewässer. Im Winter reicht ihre Wärmestrahlung in vielen Gegenden nicht aus, das Einfrieren zu verhüten. Eine ganze Anzahl von Fischen bleibt auch in Seen am Leben, die im Winter bis auf den Grund frieren. Sie frieren ein und geraten in eine Art von Winterstarre. Im Frühling erwachen sie wieder und dann so lebendig wie zuvor. Da aber das Einfrieren verschiedenen Arten von Fischen und auch anderen Es ist wohl im allgemeinen bekannt, daß der einen Hauptbestandteil des Wassers bildende W a s- serstoff das leichteste aller Gase ist, ' ebenso auch, daß er deshalb zur Füllung von Luftschiffen verwendet wird. Schon aus diesem , Grund wäre die vor etwa zwei Jahren erfolgte Entdeckung der doppelt so schweren Abart des Gases recht bemerkenswert. Denn da für gewöhnlich beide Formen gemischt auftreten, so ist das Gewicht des unvermischten reinen leichten Wasserstoffs noch etwas geringer als bisher angenommen wurde. Bei der Kleinheit des Bruchteils, der auf dem schweren Wasserstoff entfällt (ungefähr 1/5000), macht dies freilich nicht viel aus. Sehr merkwürdig und bezeichnend für die peinliche Genauigkeit, mit der heutzutage in der Wissenschaft gearbeitet wird, ist die Art, wie er aufgefunden wurde. Natürlich ist Wasserstoff schon unzählige Male gewogen worden; es ergab sich aber immer dasselbe Gewicht, wie verschieden auch die Herkunft des gewogenen Wasserstoffs war. Jahrelang fand man dies in bester Ordnung, bis einige besonders schlaue Köpfe doch einen Haken bei der Sache fanden. Wenn man ll. egt, so muß man vor allem auf die zum Vergleich benutzten Gewichtstücke achten. Man darf nicht erwarten, dieselbe Zahl für das Gewicht zu finden, wenn man bei verschiedenen Wägungen mit verschieden schweren Gewichtsstücken arbeitet. So aber war es hier, denn der Wasserstoff wird mit Sauerstoff gewogen, von dem es gleichfalls mehrere Arten gibt, die verschieden schwer sind. Manche Wägungen wurden nun mit gemischtem, manche mit „leichtem" Sauerstoff vorgenommen, und sie hätten eigentlich eine verschiedene Zahl für das Gewicht des Wasserstoffs ergeben müssen. Da das nicht der Fall war, vermutete man das Vorhandensein von verschiedenen Arten Wasserstoff, was sich denn auch bestätigte. Was heißt es nun aber, wenn wir von verschieden schweren Arten desselben Grundstoffs sprechen? Um das beurteilen zu können, müssen wir freilich die Grundvorstellung unserer Atomtheorie kennen, nach denen jedes einzelne Atom eines Grundstoffs aus einem Kern und ihn umkreisenden Elektronen besteht. Der Kern ist elektrisch geladen, und nach der Größe dieser Ladung richtet sich die Zahl und auch die Anordnung der umlaufenden Elektroden. Durch diese aber wird wiederum das chemische Verhalten bestimmt. Daher kommt es, daß man auch bei verschiedenem Gewicht des Kerns vom gleichen Grundstoff spricht, wenn die elektrische Ladung des Kerns und sonach das chemische Verhalten dieselben geblieben sind. So gibt es z. B. zwei verschieden schwere Atome des chemischen Grundstoffs Chlor. Eines wiegt 35, das andere 37. (Die Gewichte der Atome werden stets im Verhältnis zum Gewicht des Wasserstoffs angegeben. Das Atom- Waffertieren sowie den Pflanzen schadet, insbesondere solchen, die aus tropischen in nördlichere Gewässer verpflanzt worden sind, hat man Versuche gemacht, ganze offene, in der freien Natur befindliche Teiche künstlich zu erhitzen. Zu diesem Zweck wurden auf dem Boden der Teiche entlang ihrer Längsseiten Rohre verlegt, in die innerhalb einer Schutzschicht elektrische Heizkörper eingebettet waren. Ein an der Wasseroberfläche angebrachter Wärmeregler sorgte selbsttätig dafür, daß die Wassertemperatur immer die gleiche blieb. Sie ging auch bei großen Schwankungen der Außentemperatur niemals unter 24 Grad zurück und stieg niemals über 26,5 Grad an. Daher gediehen Blumen wie Fische genau so wie im Sommer. Wir haben hier also etwas ähnliches wie ein ms Wasser verlegtes Treibhaus vor uns. Als ein besonderes Kunststück auf dem Gebiete der Wärmetechnik muß die Erhitzung einer Wassermasse bezeichnet werden, die ausreichte, um darin ein ganzes Schiff auszukochen. Das Schiff non- 9000 Tonnen enthielt Del, das fest geworden war. Um dieses wieder in den flüssigen Zustand überzuführen, wurde das ganze Schiff in ein englisches Schwimmdock von.135 Meter Länge und 20 Meter Breite gebracht. Die gewaltige Wassermenge dieses Riesenbehälters wurde durch eingeleiteten überhitzten Dampf bis zum Siedepunkt erhitzt. Im kochenden Wasser ging das Oel wieder in flüssigen Zustand über, so daß es herausgepumpt werden konnte. gewicht 35 bedeutet also, daß dieses Atom 35 mal chwerer ist als das Atom Wasserstoff.) Diese beiden Atomarten sind im Gas Chlor in einem bestimmten unveränderlichen Verhältnis gemischt. Der Kern der zwei Atome ist also verschieden schwer (das Gewicht der Atome wird nämlich nur vom Kern be- timmt, da die um den Kern kreisenden Elektronen o leicht sind, daß ihr Gewicht nicht in Betracht kommt); die elektrische Ladung der beiden Atomkerne ist aber die gleiche; daher ist auch die Zahl der Elektronen in beiden Atomen gleich. Da aber schäft. Das heißt, wir roden Wälder, pflügen und hacken im Schweiß unseres Angesichts den Ackerboden, pflegen und betreuen die Feldfrüchte, machen uns zum willigen Diener der Pflanze, alles nur deswegen, weil sie ein größerer Chemiker ist als wir. Ganz phantastisch aber ist, wie die Pflanze ihr Blattgrün selbst betreut, damit es das Beste an Arbeit leiste. Es braucht, um tätig sein zu können, das Tageslicht, und nun brauchte man ein ganzes Buch, um zu beschreiben, was es alles für Vorrichtungen gibt, um die beste Beleuchtung des Blattgrüns zu sichern. Ich will nur eine einzige hier hervorheben, die vielleicht die wunderbarste aller derartigen Erfindungen ist. Es gibt in den Teichen uni Seen, aber auch im Meer ganz kleine Pflanzen, die darauf angewiesen sind, sich durch die Tätigkeit ihres Blattgrüns zu ernähren. Deshalb dürfen sie nicht in die Tiefe sinken, denn Blattgrün braucht Sonnenlicht. Da aber auch eine kleine Pflanze ihr Gewicht hat, sinkt sie doch. Da bedarf es also einer Erfindung, um das zu verhindern. Die einen sind nun so gebaut wie unsere Schiffe; durch Oberflächenvergrößerung verdrängen sie mehr Wasser als ihrem Gewicht entspricht. Es gibt aber welche unter diesen Wasserpflänzchen, die einen Ehrenplatz in einem Museum technischer Meisterwerke verdienen. Sie haben nämlich T u r b i n e n f o r m. Wenn sie sinken, lenken sie den ihnen entgegenkommenden Wasserstrom entlang einer Spiralbahn an ihrer Oberfläche bis dadurch ein Rückstoß entsteht, der ihnen wieder Auftrieb verleiht. Dann steigen sie wieder und pendeln so zwischen stetem Sinken und Aufsteigen in der belichteten oberen Wasserzone. Es gibt auch solche kleine Wasserpflänzchen, die durch eigene Bewegung schnell schwimmen. Und diese haben geradezu klassische Strom- linienformen Man weiß doch, was das ist. Jeder Rennwagen hat das heute, nicht weniger der Zeppelin. Eine eigentümliche Zuspitzung nach hinten, eine ganz bestimmte Gestaltung, welche den reines schweres Wasser können Lebewesen nicht ver. tragen, sie gehen an ihm zugrunde. Ganz besonders wichtig und vielversprechend sind Versuche der folgenden Art: Wenn man etwa ein Stück Zucker in Wasser löst, so wußte man bisher sehr wenig darüber, ob der gelöste Zucker und das Wasser in irgendwelche Beziehungen zueinander treten. Nun enthalten sowohl das Wasser als auch der Zucker Wasserstoff. Wenn man nun Zucker, der keinen schweren, sondern nur gewöhnlichen Wasserstoff enthält, in Wasser löst, in dem sich auch schweres Wasser befindet, so kann man nach einiger Ze»t feststellen, daß nunmehr auch der Zucker schweren Wasserstoff enthält. Es hat also in der Lösung ein Austausch stattgefunden. Dieser geht natürlich immer vor sich, auch wenn kein schweres Wasser da ist, nur daß man dann kein Mittel hat, ihn nachzuweisen. Sehr merkwürdig ist auch, daß, wenn man Wasser durch den elektrischen Strom in Wasserstoff zerlegt, sich das gewöhnliche und das schwere Wasser durchaus nicht gleichmäßig daran beteiligen, sondern das gewöhnliche Wasser viel stärker. Auf diese Weise gewinnt man auch jetzt schweres Wasser. Man geht von 10 oder 20 Litern Wasser aus und zersetzt es bis auf ein paar Gramm durch den elektrischen Strom; der nicht zersetzte Rest enthält überwiegend schweres Wasser. Sehr wichtig sind auch die Atome des schweren Wasserstoffs für unsere Atomforschung. Das ergibt sich daraus, daß alle Forschung immer vom Einfacheren zum Schwierigeren fortschreiten muß. Wasserstoff ist aber nicht nur der leichteste, sondern, was damit zusammenhängt, auch der einfachste aller Grundstoffe; es ist also hochwillkommen, daß man ihn nun sozusagen in einer zweiten Ausgabe vor sich hat. Er bewährte sich übrigens auch zur Untersuchung anderer Atome, denn bei den jetzt so häufigen Atom-Zertrummerungsversu- ch e n sind schwere Wasserstoffatome als Geschosse ganz besonders wirksam. So hat sich die Entdeckung des schweren Wasserstoffs und des schweren Wassers als außerordentlich fruchtbar erwiesen, und es ist wohl verständlich, daß sie dem glücklichen Entdecker, dem Amerikaner Urei), den Nobelpreis eingetragen hat. Arme und Beine gebaut. Sie sind ein System von Trägern, überaus sinnreich angeordnet, von Fall zu Fall anders, was sich erproben läßt, wenn ein Knochen bricht und dann wieder heilt. Beide An- ornungssysteme, die im Pflanzenstengel oder Knochen und die in den Eisenhochbauten folgen demselben Gesetz, so verschieden auch die Ausführung im einzelnen ist, und so ist es für einen Techniker gar nichts Widersinniges, wenn man einen Halm, einen Pflanzenknochen oder einen Funkturm einen eisernen Halm nennen würde. Man staunte diese Tatsache in Fachkreisen zunächst viele Jahre an, bis man auf den Einfall geriet, im Tier- und Pflanzenleib nach weiteren Gegenstücken unserer Erfindungen zu suchen. Nie wurde noch ein Forschen reicher belohnt. Ich habe ein ganzes großes Buch über die Erfindungen geschrieben, die im Bau der Pflanze allein verwirklicht sind und habe darin allein über hundert solche technische Leistungen zusammengestellt. Im Tierleib, in unserem eigenen Körper sind es nicht weniger, eher mehr, denn er ist viel verwickelter. Da ist unser Herz und seine großen Blutgefäße; Pumpen sind es mit Ventilklappen und in manchem so vollkommen, daß es den Neid der Techniker herausfordern könnte. Da ist aber das A u g e, eine gutgebaute photographische Kamera mit Linse und Jrisblende, in diesem Fall merkwürdigerweise vom Menschengeist so übertroffen, daß ein berühmter Universitätslehrer seinen Hörern sagen konnte: ich würde den Mechaniker einen mittelmäßigen Meister, ja einen Stümper nennen, wenn er mir nur einen so fehlerhaften Apparat liefern mü'be, wie es eigentlich unser Auge ist. Das Allermerkwürdigste aber, was sich auf diesem Forschungsgebiete herausgestellt hat, bietet immer wieder die Pflanzenwelt. Es gibt da eine Erfindung, die an sich alles in den Schatten stellt, was menschliche Geisteskraft geschaffen hat und das ist das Blattgrün. Blatt- qrün ist ein chemischer Stoff, der aus Kohlensäure und Wasser Mehl, nämlich Stärkemehl, bereiten kann. Weil e r das kann, treiben w i r Landwirt- Kiefer. Der hat zwei kleine Ballons umgebunden, in denen sich bei Sonnenschein die Luft erwärmt. Dann steigt er hoch über Baum und Wald, schwebt weit im 'Frühlingswind über das Land und finkt ganz sachte in der Abendkühle wieder in das Meer der Kiefernheide zurück, aus dem er aufstieg. Doch genug der Beispiele. Eine ganze Wissenschaft (die Biotechnik heißt) ist entstanden aus dem Studium des Tier- und Pflanzenkörpers nach technischen Gesichtspunkten. Wir wissen heute, daß die Technik hunderterlei Anregungen aus diesem Studium schöpfen kann und auch geschöpft hat. Ader das große Wunder, das in dieser Tatsache steckt, ist noch nicht erklärt. Denn es ist nur eine Tatsache, aber keine Erklärung, daß zwischen Leistung und Form ein gesetzmäßiger Zusammenhang besteht. Ohne die entsprechende „technische Form" kommt die Leistung nicht zustande, ob sich nun das Geschehen in der Natur oder in der Technik abspielt. Das wissen wir heute mit voller Bestimmtheit, und so wundert es uns nicht weiter, daß für die einzelnen Leistungen auch die dazu gehörigen Einrich- tungen sich in den lebenden Wesen finden. Aber warum das so ist? Da schweigt die Einsicht — man kann da nur, mit einer Abänderung eines Goethe- roortes, das Erkannte sich nutzbar machen, das Un° erforschliche darin aber muß man schweigend ver- ehren. od)amt rj Mißt - das chemische Verhalten der Atome, also ihre Eigenschaften nur durch die Zahl der Elektronen bestimmt werden, zeigen die beiden Atome mit dem Gewicht 35 und 37 das nämliche chemische Verhalten, beide sind Atome des Elements Chlor. Wichtig ist nun, daß nicht alle denkbaren Gewichte bei den Kernen Vorkommen, sondern, wenn man das Gewicht des gewöhnlichen Wasserstoffs als 1 bezeichnet, nur die ganzzahligen. Es gibt also nur Atome mit den Gewichten 1, 2, 3 usw, nicht aber Atome mit den Gewichten 1,2 oder 2,5 usw. Bei Atomen desselben Grundstoffs kommen auch nur benachbarte Gewichte vor, und nun sieht man: Wenn Atome desselben Stoffs etwa teils 34, teils 35 ober gar teilweise 200 und teilweise 201 wiegen, so macht das im Verhältnis längst nicht so viel aus, wie wenn das Gewicht von Atomen desselben Stoffs wie beim Wasserstoff teils 1 und teils 2 beträgt, denn dann liegt ja eine glatte Verdoppelung vor. Aber gerade weil man hier einen so handgreiflichen Unterschied hat, kann man ganz besonders gut den Einfluß des Gewichts untersuchen, und deshalb war der schwere W a s s e r st o f f für die Physiker besonders wertvoll. Wasser, dessen Wasserstoff von der schweren Abart ist, heißt schweres Wasser; bei ihm macht sich der Gewichtsunterschied nicht mehr so stark bemerkbar wie beim Wasserstoff. Das ist verständlich, wenn wir uns erinnern, daß der Wasserstoff nur den achten Teil vom Gewicht des Wassers ausmacht.. Aber mit den unheimlich scharfen Verfahren der heutigen Naturwissenschaft kann man doch noch sehr gerinfügige Spuren von schwerem Wasser in gewöhnlichem Wasser nachweisen. Wahrhaft erstaunlich ist nun der Fleiß, mit dem man seit der Entdeckung des schweren Wasserstoffs alle Arten von Wasser auf seine Beimengungen von schwerem Wasser untersucht hat. Aus allen Meerestie- f e n hat man Wasser heraufgeholt, man hat pflanzliche, tierische, menschliche Säfte und Absonderungen von d^r Muttermilch bis zum Harn untersucht, überall das Verhältnis der Beimengung an schwerem fernen Seite nach Süden zu und hat dadurch die längste ausnützbare Zeit ständig Sonne. Die Sonne erwärmt die Kupferschlange und den Kupferboden. Beide stehen miteinander in unmittelbarer Berührung. Auch die auf den Kupferboden gestrahlte Wärme wird daher infolge des guten Wärmeleitungsvermögens der Metalle ohne weiteres auf die Schlange übergeleitet und zur Erhitzung ihres Inhalts ausgenutzt. Der Inhalt der Kupferschlange besteht nicht aus dem zu erhitzenden Wasser; dieses befindet sich vielmehr in einem besonderen hinter der Kiste mit dem Kupferboden und dem Glasdeckel stehenden Behälter, der aufs sorgfältigste 5 <9, ,658 8,17 ,201 ,04? 9,85 ',835 >8,27 »0,72 )693 ;9,49 3 95 l0-7< :1,03 -OH 2,485 Oer lebende Organismus unterscheidet gewöhnliches und schweres Wasser. Don Professor Dr. Paul Kirchberger. Mensch übernahm. Im gleichen Museum könnte aber auch bei Montgolfiöre, dem Warmluftballon, sein türliches Vorbild abgebildet sein. Das ist nichts deres als der Blüten staub unserer heimischen ie utter ? . QUi|; JoUänt/. n leb!):; frei ftsi 1 den Gj ' 145, v sche Üb 130, b er je rs n obiger Lotz; Lotz. ir Lotz. Kea. 13. 1$ 58-“ tz. 3-tz tj Ä ifc 20- 0,695 ti,6 1O,7J $ Ö- A Li innen । mit Wärmeschutzmitteln umkleidet ist. Die ihm zugeführte Wärme kann also nicht entweichen. Durch die Kupferschlange wird ein Gemenge von Alkohol und Wasser hindurchgeschickt, das, nachdem es die durch den Glasdeckel eingestrahlte Warme ausgenommen hat, infolge feiner Erwärmung von selbst nach oben in den etwas höher stehenden Wasserbehälter emporsteigt. Hier umkreist es innerhalb der Wärmeschutzhülle das eigentliche Wasseraefaß, das aus dünnem Metallblech besteht. Durch dieses Blech hindurch wird die Wärme an das Wasser abgegeben. Das Alkohol-Wassergemisch fließt wieder in das Schlangenrohr zurück und nimmt hier von neuem Sonnenwärme auf. Auf diese Weise wird durch einen ftänöigen Kreislauf eine Erhitzung des Wasservorrats herbeigeführt, und zwar auf sehr einfache Art, denn die Anlage arbeitet vollkommen selbsttätig. Es sind weder Spiegel dem Laufe der Sonne nachzuführen, noch sind Pumpen nötig, um die Erhitzungsflüssigkeit in Umlauf zu Gonnenwärme leistet Arbeit. Don Or. Helmut Thvmasius Auf dem Gebiete der Technik gibt es ein Anzahl von Fragen, die nicht zur Ruhe kommen wollen. Seit weit zurückliegenden Zeiten tauchen sie in mehr ober minder großen Zwischenräumen immer von neuem wieder auf. Einige davon haben inzwischen ihre Lösung gefunden. Es sei an die des Fliegens erinnert die uns schon in der Sage von Düdalus und Ikarus entgegentritt. Mit anderen wiederum sind wir auch heute noch beschäftigt. Zu ihnen gehört die Ausnutzung der Sonnenwärme. Auch dieser Gedanke ist schon sehr alt, soll doch bereits Archimedes versucht haben, mit Hilfe von Brennspiegeln die feindlichen Schiffe in Brand zu stecken. Bei diesen Brennspiegeln ober bei Brenn- gläsern ist es im allgemeinen überall geblieben, wo man bie Hitze ber Sonne zu verwerten suchte. Ihre Wärmestrahlen würben mit Hilfe von mächtigen Spiegeln ober von einer Anzahl von Linsen gesammelt unb nach einer enger begrenzten Fläche geworfen. Das war gewöhnlich ein mit Wasser gefüllter Behälter, dessen Inhalt sich erwärmte und sogar in Dampf verwandelte. Wir finden derartige Einrichtungen fast bei allen Arten von Sonnenmotoren wieder, die im „Stromlinie" ist im Laufe der letzten Jahre eines der volkstümlichsten Schlagwörter geworden. Der eigentliche Sinn dieses wichtigen technischen Prinzips wird noch häufig falsch gedeutet. Will man die Wirkung der Stromlinienform in einem einzigen Satz ausdrücken, so kann.man sagen, daß sie die Gestalt des Körpers darstellt, der in seinem Kielwasser — was in übertragener Bedeutung auch für die Luft gilt — die geringste Menge von Unruhe und Bewegung entstehen läßt. Diese Unruhe aber kostet bei der Fortbewegung von Fahrzeugen Kraft und Brennstoff. Ein Körper wird bei der Verwirklichung der Stromlinienform in seinen Umrissen soweit geglättet, daß er die Lust oder das Wasser mit dem geringsten Widerstand durchschneidet. Deshalb kann man die Stromlinie mit Recht die Mutter der Geschwindigkeit nennen. Wie wichtig ihre technische Verwertung ist, beleuchtet die Tatsache, daß ein nach diesem Prinzip gebauter Körper nur ungefähr ein Zwanzigstel des Widerstandes auslöst, der von einem anderen von gleicher jedoch nicht zugespitzter Vorderfläche ausgeht. Zur Erklärung der Stromlinienform hat man oft auf die Umrisse eines fallenden Regentropfens hingewiesen. Nun ist es allerdings nicht praktisch möglich, ein Auto ober ein Flugzeug vollkommen nach bem Stromlinienprinzip zu bauen, so baß es das theoretisch errechnete Mindestmaß an Unruhe, Widerstand und Geräusch hervorruft. Bei den Autos stören vor allem die Räder, die Kotflügel und die Windschutzscheibe unb bei ben Flugzeugen die Tragflächen unb bas Fahrgestell die reine Verwirklichung dieses technischen Gedankens. Bei der Konstruktion von Verkehrsfahrzeugen, denen das Leben von Menschen und die Sicherheit von Gütern anvertraut sind, müssen auch andere Grundsätze berücksichtigt werden. Man denke nur an die Möglichkeit, genügend Raum für Gepäck oorzusehen, ein Bedürfnis, das dem Stromlinienprinzip bis zu einem gewissen Grad widerspricht. Die Anwendung der Stromlinienform unter weitgehender Zurückstellung aller anderen praktischen Notwendigkeiten erweist sich erst dort als zweckmäßig, wo wirklich hohe Geschwindigkeiten erzielt werden sollen. Dar» 193- A« 18. M» ii । d-rssh-"?,','. ch-n A- - M « * n Sm 18.* «ber Ä um 11 .“L öS? 7» wj; Laufe ber Zeiten auftauchten. Um einen Sonnenmotor hanbelte es sich nämlich bei biefen Versuchen fast stets. Die Wärme ber Sonne sollte eine Maschine betreiben. Diese Art, Arbeit sozusagen aus bem Nichts zu gewinnen, war überall ba sehr erwünscht, wo es fein» Kohlen gab. Wir jinben deshalb einzelne Sonnenmotoren an Stellen heißer Gegenden, wo die Kohlen schon infolge der Kosten für die Beförderung sehr teuer sein müssen. UeberaU fallen uns die riesigen, in einzelnen Fällen lange Reihen bildenden Spiegel auf. Besondere Einrichtungen sorgen dafür, daß die spiegelnden Flächen dem Lauf der Sonne folgen, unb die Strahlen, wo diese auch stehen mag, nach ber richtigen Stelle laufen. Der Sonnenmotor benötigt zu seinem Antrieb des auf diese Weise erzeugten Dampfes und soll vor allem Arbeit leisten. Es gibt aber auch noch eine andere Seite ber Frage, wie man bie Wärmestrahlen der Sonne ausnützen könnte. Nicht überall ist Dampf nötig, nicht überall handelt es sich um Maschinenbetrieb. In sehr vielen Fällen braucht man bloß Wärme, meist in Gestalt von heißem Wasser. Diese Wärme soll auf möglichst einfachem Wege, also ohne die großen Brennspiegel oder die Verwendung von Brenngläsern erzeugt werden. , Daß auch durch Sonnenwärme das Wasser f ü r den Haushalt erhitzt werden kann, lehrt uns jeder Dachboden. Wir alle kennen die Hitze, die im Sommer unter unseren Dächern herrscht. Wir lasen mit Schaudern von ben Dualen ber Gefangenen, die in früheren Jahrhunderten unter den Gluten der Bleikammern von Venedig schmachteten, dieser Dachgeschosse, die mit Bleiplatten eingedeckt waren. Eigentlich muß man sich wundern, daß man aus diesen Hitzeansammlungen nicht schon früher die nötigen Folgerungen zog. Den Beweis, daß man mit einer Art von eigens für diesen Zweck richtig ausgeführtem Dach wirklich heißes Wasser für den Gebrauch im Haus erzeugen kann, hat jetzt eine Gesellschaft in Kalifornien geliefert. Mit einer verhältnismäßig kleinen und sehr einfachen Anlage, die sich in jedem Garten, aber auch auf jedem Dach aufstellen läßt, beschafft sie das für den Haushalt notwendige hinreichend hoch erhitzte Wasser in sehr bequemer Weise. Die ganze Technische Modelle in der flatur. Äon Or. h. r. JRaout $rance Daß nicht nur der Mensch arbeitet unb werkt, daß nicht nur er im Erdboben gräbt, aus Steinen unb Lehm baut, baß nicht nur er schwimmt, klettert, sich Werkzeuge schafft, fonbern baß auch bie Tiere in vielen Techniken Meister sinb — man denke nur an die webende Spinne, die k u n st .- vollen Nester der Vogel, die wunderbaren Bauten des Bibers, oder bie straßenanlegenden und sie vollendet durch Tunnels und Schutzmaßnahmen sichernden Ameisen, das ist nachgerade ein Gemeingut aller Menschen geworden, die sich ein wenig mit der Natur und ihrem Leben beschäftigen. Das Tier ist ein Techniker und noch ein bewunderungswürdiger dazu. Damit ist aber das Problem des Technischen in der Natur nicht erledigt. Im Gegenteil, mit dieser Tatsache fängt es erst an. Nicht nur das Tier ist schaffend tätig, sondern auch i m Tier unb Menschen, mehr noch, auch in ber Pflanze, also in allen lebenben Organismen sinb technische Gesetze wirksam unb schaffen ba wahre Meisterwerke. Der Beispiele sinb so viele, baß man nur eine kleine Blütenlese geben kann. Da ist bie wichtigste aller Pflanzen, das Ge treibe. Milliarben grüner Halme mögen in jebem Frühling über ber Heimat Boben, schlanke Röhren von rounberbarer Elastizität. Denn wenn sie lustiger Sommerwind mit der oben schwer pendelnden Aehre zu Boden beugt, schnellen sie zurück und nehmen keinen Schaden. Man sehe nun einen Halm im Ouerschnitt an unter Vergrößerung und zeige das einem Ingenieur. So- fort wird er sagen: was ich sehe, ist eine moderne technische Konstruktion. Unsere Eisenhochbauten, wie die Funktürme sind nach diesem Prinzip entworfen. Nur erreicht die Pflanze das, was wir mit eisernen I-Tragern erreichen, mit elastischem Material, darum lassen sich ihre Hochbauten zu Boden beugen, unsere Eisentürme aber nicht. Nicht anders sind auch die Röhrenknochen, etwa die unserer -»2 ASM Luftwiderstand so ableitet, daß der Bewegung weniger Widerstand entgegensteht. Im Deutschen Museum zu München ist im Saal ber Flugzeuge, bort wo die größten Meisterwerke der Fliegerkunst die Besucher fesseln, ein kleiner Pflanzensamen ausgestellt. Zanonia steht darunter und eine erläuternde Inschrift, die besagt, daß dieser Samen Tragflächen zum Fliegen hat, deren Form technisch so vollendet ist, daß man sie auf die Flug- Wasser festgestellt, und man ist zu sehr merkwür- hohe Geschwindigkeiten.erzielt weroen louen. narbigen Ergebnissen gelangt Es zeigte sich, baß ber über hinaus verbient bieser Gedanke allerdlngs m lebende Organismus sehr wohl zwischen gewöhn- der gesamten Verkehrstechmk größte Beachtung, licher^undschwereniWasser^nterschei^^G^z^emi^ein^Befolgun^chafft^ebeutend^^sparmye. Aellorgamsatwn der Pferdezucht in Oberheffeu. Unter dem Vorsitz des Landesfachwartes der Abteilung Pferdezucht der Landesbauernschaft Hessen- Nassau und in Gegenwart des Hauptstabsleiters der Landesbauernschaft, Dr. Otto Finger, fand aestern in Gießen eine Vorstandssitzung des Hessischen Landes-Pferdezuchtoereins statt, in der über die Fragen der Umorganisation gesprochen wurde. Der Hessische Landespferdezuchtverein als solcher bleibt bestehen und wird der Landesbauernschaft angegliedert. Der langjährige Präsident des Vereins, Oekonomierat Fritsch (Dillshofen), und der verdiente Landesstallmeister a. D. Schärte (Darmstadt) wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Vereinsführer wurde der Landesfachwart für Pferdezucht der Landesbauernschaft, Oekonomierat Dett- weiter (Wintersheim - Rheinhessen), Geschäftsführer Landesstallmeister Dr. Dender. Nach anschließenden Kommissionsberatungen fand am Nachmittag eine Versammlung der organisierten Pferdezüchter und der oberhessischen Pferdezüchtervereinigungen zwecks Gründung einer Pferdezüchter-Vereinigung Oberhessen statt. Der Landesfachwart für Pferdezucht bei der Landesbauernschaft, Oekonomierat D e t t w e i l e r (Wintersheim), leitete die zahlreich besuchte Versammlung und gab zunächst den Beschluß der Sitzung des Hessischen Landes - Pferdezuchtvereins bekannt. Hierauf widmete er dem verunglückten Kreisbauernführer D ö r r f ch u ck (Friedelhausen) einen herzlichen Nachruf. Die Versammlung ehrte sein Andenken durch ein stilles Gedenken. Hierauf sprach Landesstallmeister Dr. Sender über „Zukunftsaufgaben und Organisation der Landespserdezucht in Hessen-Nassau". Dor zehn Jahren gab es Bauern, so führte er u. a. aus, die glaubten, daß die Motorisierung und Technisierung das Pferd verdrängen werde. Es hat sich aber erwiesen, daß das Pferd nicht nur in landwirtschaftlichen, sondern auch gewerblichen Betrieben nicht zu entbehren und sogar rentabler als der Motor ist. Darum muß die Pferdezucht in den Rahmen der Erzeugungsschlacht gestellt werden. Hessen hat einen jährlichen Verschleiß von über 4500 Pferden. Am 1. Januar 1935 war nur ein Bestand von 1550 Fohlen zu verzeichnen, während bei gesunden Verhältnissen mindestens 2000 Stück vorhanden sein müßten. Wir müssen dahin kommen, daß die Landwirtschaft ihren Eigenbedarf an Pferden wieder selbst deckt. Für die Zucht sind zwei Arten anzustreben: das rheinisch - deutsche Kaltblutpferd, mittelschwer mit gutem Gang, und das schwere deutsche Wirtschafts - Warmblutpferd auf okdenbur- gisch-ostfriesischer Grundlage. Die Pferdezüchter werden eingefeilt in organisierte als Stammbuchstutenbesiher, die dem Perdestammbuch Hessen-Nassau angehören (a Kaltblut b Warmblut) und Nichtorganisierte, die ihm nicht angehören. Das Pferdestamm- buch wird zentral in Frankfurt a. 2tt. für das ganze Gebiet geführt. Landesleiter für das Pferdestammbuch ist Oekonomierat D e 11 w e i l e r. Das Pferdestammbuch bildet in den verschiedenen Gebieten Pferdezüchtervereinigungen, die dann die Kleinarbeit für die Herdbucharbeiten ausführen (wie z. B. das Fohlenbrennen, Zugangsmeldungen ufw.). In Hessen gibt es drei Vereinigungen: in Starkenburg, Rheinhessen und Oberhessen. Während Starkenburg 1200 und Rheinhessen 400 Stuten aufweisen, hat Oberhessen 1700. Vorbehaltlich der Genehmigung des Landesbauernführers wurden vorgeschlagen: zum Obmann der Vereinigung Oberhessen: Ludwig Walther, Reichelsheim i." W., zum Stellvertreter: LOF. H a u b - Nieder - Weisel. Geschäftsführer ist Tierzuchtdirektor Oberlandwirtschaftsrat Dr. Wagner vom Tierzuchtamt Gießen. Beisitzer sind Heinrich Fenchel, Griedel; Gg. Herbst, Altenburg; H. W. Wolf, Düdelsheim. Die Vereinigung Oberhessen wurde in sieben Bezirksgruppen eingeteilt. Bezirksgruppe G i e- ß e n : Vertrauensmann Phil. Schudt, Londorf; Stellvertreter Rühl, Langsdorf. Geschäftsführung durch das Tierzuchtamt Gießen. Bezirks- gruppe We11ertal: Vertrauensmann Fr. Häuser III., Nieder-Weisel; Stellvertreter Hch. Fenchel, Griedel; Geschäftsführer LOF. Haub, Nieder- Weisel. Bezirksgruppe Wette rau: Vertrauensmann A. Bausch, Nieder-Wöllstadt; Stellvertreter K. Völbel, Berstadt; Geschäftsführer W. Marloff, Reichelsheim-W. Bezirksgruppe Alsfeld: Vertrauensmann G. Herbst, Altenburg; Stellvertreter Freiherr Schenk zu Schweinsberg, Kirtorf; Geschäftsführer Hengsthalter Becker, Ober-Ofleiden. Bezirks gruppe Lauterbach: Vertrauensmann Wilh. Euler I., Maar; Stellvertreter Altbürgermeister Hofmann, Queck; Geschäftsführung Tierzuchtamt Gießen. Bezirksgruppe Schotten: Vertrauensmann Bürgermeister Hofmann, Ulfa; Stellvertreter Hengsthalter Müller in Gießen; Geschäftsführung Tierzuchtamt Gießen. Bezirksgruppe Büdinge n-Land: Vertrauensmann W. Los, Finndorfer Hof; Stellvertreter Ditzel jun., Herrenhaag; Geschäftsführer Hch. Wilh. Wolf, Düdelsheim. Nachdem die bisherigen Züchtervereinigungen auf« gefordert wurden, ihr Vermögen an die neue Organisation abzuführen, das aber den Zuchtzwecken innerhalb der früheren Vereinigungen zur Verfügung bleibt, nahm Landesfachwart De11weiler die Gründung der Pferdezüchtervereinigung Ober» Hessen vor. Landesstallmeister Dr. Sender sprach bann noch über die Aufgaben der Bezirksobmänner und gab einen zahlenmäßigen Ueberblick über die Erfolge der Befruchtungen, die erschreckend niedrig sind. In einem lehrreichen Vortrag behandelte Univer- sitätsprofessor Dr. K ü st-Gießen das Gebiet der „Zuchtausfallschäden in der Pferdezucht". Der Redner betonte die Wichtigkeit geeigneter Maßnahmen zur Sicherung einer gesunden und zahlreichen Pferde- zücht. Da eine Zentralstelle zur Bekämpfung der Ausfallschäden, die nicht nur den einzelnen Bauern treffen, sondern sich auch fühlbar in der Volkswirtschaft auswirken, noch nicht geschaffen werden kann, steht der Vortragende in seinem Institut in allen solchen Fragen zur Verfügung. An den Vortrag schloß sich eine längere Aussprache. Der Obmann der neuen Vereinigung, Walther (Reichelsheim), schloß die Tagung mit Dankes- warten an den Führer und Reichskanzler und den Reichsbauernführer. Resichf'0en ,FrühiaWS'^rntie'cht 4 bel me*eisto1te 5 ' . wolle H! M U gkvv -M S-'Bv CARLNnwflrx GIESSEN SELTERSWEG 81 8 Richt weinen! 1687 A JNHABER: CARL HEINZ SCHLÜTER Du bekommst ja Deine Couch und Deine Sessel. Ich konnte ja nicht wissen, daß es schon so preiswerte gibt, von der Firma J. Himmelsbach. -- 1704D Danksagung. Anläßlich des Schadenfeuers, von dem am 20.3.1935 ein Teil der Holzlager unseres Werkes in Nidda betroffen wurde, haben an den erfolgreichen Löschungsarbeiten neben der Gefolgschaft des Werkes und vieler Volksgenossen besonders die Feuerwehren von Büdingen, Bisses, Gießen, Geiß-Nidda, Hirzenhain, Hungen, Kohden, Nidda und Schotten hervorragenden Anteil genommen. Ihnen und allen anderen Beteiligten, insbesondere auch den beteiligt gewesenen Behörden, sagen wir hierdurch unseren herzlichsten Dank. Freiburg/Br., den 22. März 1935. polsterwerlstäite A. Wehchelm TORPEDO nur RM. 188.— schon für 489^ 7.90 monntlich Alleinverkauf Niederhausen 8 Co. Bahnhofstraße 6eüenüb.Hotel Schutz Tannen- ? AnniMolr alMugeb Bestell erb. mir n Vostk. 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Mai 1935 Anmeldungen werden in der Geschäftsstelle des Hessischen Oiakonievereins entgegengenommen vormittags von 11-12 Uhr, außer Samstags. 1659 V •Wüllen JLPilanzenkiihel 9 Handwagen KüMomerkorn Bleichstraße 12 Fernr. 3012. 1608d Was man trägt? Fragen Sie uns! oder noch besser, kommen Sie am Mittwoch, dem 27. März 1935, nachmittags 4.30 Uhr oder abends 8 Uhr zu unserem diesjährigen Frühjahrs -Modentee im Hotel Europäischer Hof Wir zeigen eine Reihe ganz entzückender Neuschöpfungen der Mode Kostüme, Komplets Mäntel, Kleider und Hüte durch Frankfurter Vorführdamen Herr Seidenspinner vom Opernhaus Frankfurt hat in liebenswürdiger Weise die Ansage übernommen Kaffee- oder Teegedeck RM. 1.— Karten erhältlich im Hotel Europäischer Hof und an unserer Kasse 16/5D Wlwkkaus Ä iMach & Co-. 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