ftranifurt a. 0., 21. F-br. (DNB.) Die alte u . . . 1 l rxn_____6 t-t-. IikuIa VnnrtOYOY ’TÄ ^wenn f« mi«f»"aÄ„ bar'f ImMft gatt es,'^ Schulterriemen I — und die Verwaltung selbst nicht vom Staate be- festzuhalten, um die Menschen rn h . flf,L stimmt werdln sondern daß sie a u s der p o l i - rrung zuruckzuha ten Frisch und munter wre Ms, sagen. Berater, t a. 2H- Fläche von Aufsichtsrechte noch etwas 14 L i n weiten ,72 ,06 107 185 Die deutsch« Gemeindeordnung. Von Oberbürgermeister Dr. Goerdeler. !rn> len. i 5 tern und den Recht zur freien Meinun. auch der Fuhrwerke und der Fahr- rüder zu kontrollieren. Die Straßenpolizei soll ferner Berater und Helfer bei Unglücksfällen, bei Pannen und Störungen fern. Schließlich sollen die Patrouillen auch den Z u - stand der Straßen, insbesondere der Slraßenbeschilderung überwachen. icht.) rieb: 115 bis 34, bei S; vier im F°hr»E Moorgebiet. Das Werk des Arbeitsdienstes. ucker« 9Ü üben« ° h. tünn, dischen auern- Teilung 4 >2 31 45 .58 43 \ ,95 . Ordnung und Disziplin aus den deutschen Landstraßen. Motorisierte polizeipatrouillen werden den Verkehr überwachen. 16,« 160,72 2124 0-1 5,661 61-14 49,05 1b§4 62-72 80,88 34,12 10,427 2,5» lanbels. us dem b Ver- rei und Dertei« em Ge« Zustande eie nur n wirb, de Tat- lchaften, es jüdi« .§). des h schre» i;len eng not aus- oof)I als ibimtion igr Tat« d Backe« en, nun ten, wo lelhandel ehlt. ergangs- ang von sozialifti- । daß es ist, °uf schaffen, werden, oölUrwQ ictnot, wo kann, darf mellen für > e l einer« chen Prin' elsoereini« anns an« nschaft. ie( kaufen, ichen, daß antzehören. bann w zvmrhaadü letssentrae, i Landtau deren Seite >r einzelnen W Bauern' udhande " >ossensE seine Tätig' Der Führer besucht die Wehrmacht der Ostmark Begeisterter Empfang des Oberbefehlshabers der Wehrmacht in Frankfurt o. i>. O w 58 0,196 3;053 54,32 61-47 12,17’ '9en As. den: bis chen 58,2» 54-29 ß Hauptstadt der Ostmark sah heute nach längerer Bause den Führer und Reichskanzler, der in seiner Eigenschaft als Oberbefehlshaber der Wehrmacht in Begleitung des Reichswehrnnm- sters Generaloberst von Blomberg die Truppen des Standortes besichtigte. Die Stadt mit ihren alten schönen Häusern trug reichen I Flaqqenschmuck. Am Bahnhof grüßten von hohen mit'Tannengrün umwundenen Masten die Fahnen des Dritten Reiches und die Farben der Stadt. Die Die Patrouillen werden je zur Hälfte mit Motorrädern mit Seitenwagen und mit zweisitzigen Sportwagen ausgerüstet Die Beamten der Straßenpolizei werden in der Regel ihren Dienst in U n i f o r m versehen; erforderlichen falls sollen sie jedoch auch in Zivil eingesetzt werden. . Die Fahrzeuge werden mit Schildern „ h a l t. Polizei!" ausgerüstet, die nachts zu beleuchten sind. Im übrigen werden Fahrzeuge am Tage nut einer roten Flagge angehalten. Es ist selbstverständlich, daß jeder Verkehrstreibende der Aufforderung zum halten u n v e r z ü g l i ch n a ch k o m m t Oi Beamten sind berechtigt, gebührenfreie und gebührenpflichtige Verwarnungen an Ort und Stelle zu erteilen, Strafanzeigen 3" erstatten und unvorschriftsmäßige Fahrzeuge S" beschlag- nah m e n. Die Maßnahmen sind nicht etwa dazu bestimmt, den Verkehr zu schikanieren, sondern ste sollen im Gegenteil in jeder Weise verkehr s- fördernd wirken. Rur dann, wenn Ordnung u n d D i s z i p l i n auf der Straße gehoben werden, wenn auf den verkehrssicheren Zustand der Fahr- »euae geachtet wird und wenn die Volksgenoßen zur gegenseitigen Rücksichtnahme im Verkehr erzogen werden, läßt sich das große Motorisierungsprogramm des Führers überhaupt durchführen. Auch auf diesem Gebiete soll Deutsch land den anderen Ländern mit gutem Beispiel vor- anqehen, wir werden alles daransetzen, die deutsche Verkehrspolizei zu einer mustergültigen Einrichtung des nationalsozialistischen Staates auszubauen Berlin, 22. Febr. (DRB.) Ab 1. April wird in Preußen zur Ueberwachung des Landstrahenver- kehrs die motorisierte Straßenpolizei emgesetzt. Jm Völkischen Beobachter' erklärt Staatssekretär Grauert vom Reichs- und preußischen Innenministerium über die Aufgaben der motorisierten Straßenpolzei u. a.: Wahrend die V e r k ehrs- uberwachung in den Städten durch die vorhandenen Polizeiorgane durchtze führt und auch noch verschärft werden kann, hat sich gezeigt, daß der L a n d st r a ß e n v e r k e h r außerhalb der Städte sich immer noch recht disziplinlos benimmt. Radfahrer und Rutscher, aber auch zahlreiche Kraftfahrer, beachten die Verkehrsbestimmungen nicht, und infolgedessen werden die Verkehrs ge s ahre n gesteigert. Die sog. Verkehrskontrollen durch stehende Gendarmerieposten können diesem Zustand nur zum Teil abhelfen. Es ist Erfahrungstarsache, daß zahlreiche Straßenbenutzer, sobald sie außer Sicht der Polizeiorgane sind, jede Disziplin vermissen lassen. Es wurde daher notwendig, die Polizei selb st zu motorisieren, um ihre eine dauernde und lausende Ueberwachung des Straßenverkehrs möglich zu machen. Die Einrichtung ist z u n ä ch st für Preußen gedacht. Es wird jedoch den Regierungen der anderen Länder anempfohlen werden, die g l e i ch e E i n r i ch t u n g zu schaffen. Ein Straßenpolizeikommando wird u. a. aufgestellt für Hessen-Rassau in Frankfurt mit sieben bis acht Fahrzeugen und 15 bis 16 IHann. Die Hauptaufgabe der Straßenpolizei besteht in einer laufenden gründlichen Ueberwachung des gesamten Landstrahen- verkehrs. Daneben wird es ihre Aufgabe fein, den Zu stand der k r a ft s ah r Z eu g e wie lösen können, hier ist .... ------- . - ter Selbstverwaltung im Wesentlichen und Ent- , scheidenden gewahrt. ..... J. Die neue deutsche Gemeindeordnung verpflichtet den Gemeinderat, s e i n e M e i n u n g z u s a g e n. Sie macht ihn so zu einem vollwertigen Berater, Kritiker und Warner des Bürgermeisters. Der Gemeinderat, der schweigt, darf nicht nachher sich beschweren und kritisieren. Aber wer etwas zu sagen hat und sich für «pater das ridjtiflc OTafc ibet■ ron ihm zu tragenden Verantwortung fachlich bestim- men will, der fall sprechen und I°'n- M°,nung wird f e st gehalten. Nun gibt es mb er Zukunft kein Ausweichen mehr, wenn die Sache, fei es vom Standpunkte des Bürgermeisters oder vom Standpunkte des eine andere Meinung vertretenden Gemeinderats aus, schief geganben lsb Die Verantwortlichkeiten liegen auch für die zukünftige Entwicklung klar zutage. Durch diese Bestimmung wird die Gedanken- und Entschlußrichtung der G meinderäte immer wieder hingeleitet auf die ** 8 antwortung, die sie für die Folgen ihres Verhaltens zu tragen haben. Und der gleichen, a mit Recht noch schwereren Verantwortung wiro der Bürgermeister unterworfen. Denn er hat ja das Recht, abseits der Meinungen der Gemeinoe- räte zu handeln. Aber wenn sich dann erweist, datz er blind guten Rat beiseite geschoben hat, dann steht er im vollen Licht der Verantwortung da. Diese Regelung verbindet vorbildlich, vielleicht für alle Zeiten vorbildlich, den Grundsatz P e r s o n - sicher Führung mit dem Grundsatz achtunggebietender, verantwortungsbewußter Mitarbeit von Bürgervertretern. Auch in diesem Punkt ist die neue deutsche Regelung anders als die preußische. Endlich beschränkt die neue deutsche Gemeindeordnung das Aufsichtsrecht des Staates au wesentliche Vorgänge im Gemeinde leb en, bestimmt die Mittel der Aufsicht und sichert den Gemeinden, daß in ihre Rechte nur durch Gesetz eingegriffen werden kann. Für manchen, auch für mich, find der was zu viele. Aber ich erkenne praktischen Gesichtspunkt kleinwerden muß. Au an, daß manches vom , , , fter Verhältnisse aus gesehen ------- jeden Fall enthält die Bestimmung der Gemeindeordnung, wonach der Reichsminister des Innern das Genehmigungsrecht des Staates ersetzen kann durch die bloße A n ze i g e p f li ch t der Gemeinden, jede Möglichkeit, ein etwa vorhandenes Zu- qefunden und deshalb auch nicht verfehlt den jungen Arbeitsdienftmännern, um deren Wohl er wie ein Vater besorgt ist, und deren Führern seine Anerkennung zum Ausdruck zu bringen. Reue Kredriermächügung. Berlin, 21. Febr. (DRB.) Die Reichsregierung hat das folgende Gesetz beschlossen, das im Reichs- gesehblatt Rr. 16 vom 20. Februar verkündet wird: Der R e i ch s m i n i st e r d e r F i n a n ; e n wird ermächtigt, im Wege des Kredits Mittel tu bef djaf f en, deren höhe der Führer und R e i ch s k a n z l e r auf Antrag des Reichsmin.fters der Finanzen bestimmt. Berlin, 19. Februar 1935. Der Führer und Reichskanzler: Adolf Hitler. Der Reichsminister der Finanzen: Graf Schwerin von Krosigk. * Dazu wird mitgeteilt: Durch das R e i ch s h a u s- h a l t s g e s e tz für das Rechnungsjahr 1934 find dem Reichsminifter der Finanzen zwei Kreditermächtigungen erteilt worden. Davon diente die eine dazu, den F e h l d e t r a g des Rechnungsjahres 19 3 3 z u f i n a n z i e r e n. Auf Grund der anderen Kreditermächtigung wurden die Mittel beschafft, die zur Einlösung der d- (7-) prozentigen Anleihe des Deutschen Reiches von 1929, soweit sie nicht in die 4prozentige Anleihe des Deutschen Reiches von 1934 umgetauscht ist, er- forderlich waren. Diefe Aufgaben fmd erledigt. Inzwischen sind neue kreditpolitische Maßnahmen notwendig geworden. Die Reichsregierung hat in den beiden Jahren seit der Machtübernahme zur Behebung der Arbeitslosigkeit Maßnahmen ergriffen, die zunächst kurz- und mittelfristig finanziert worden sind. Es soll nunmehr eine Konsolidierung dieser Schulden erfolgen. Ferner werden Ausgaben in « : besondere im Zusammenhang mit dem A u s bau ; der deutschen Rohstoffwirtschaft ent- t stehen. Zur Finanzierung die er Ausgaben deren - Höhe sich im voraus nicht voll übersehen laßt, be- Trommelwirbel leiten den gapfenftret« ein, und als dann die Klange des Eharais ertönen, ent- bläßt wie zu einem stillen Gelabms ine Menge bas Haupt, Gelöbnis und Dank zugleich an den Führer, der auch der Ostmark wieder die Hoffnung auf eme belfere Zukunft gegeben hat. Aus der Ferne er- klingt gedämpft die Retraite der Arttllerle. Nach, dem die letzten Takte des Deutschlandliedes ver. klungen find bricht der Jubel oon neuem los der lick lortoflanzt durch die Straßen, die der Führer auf dem Wege zum Bahnhof passiert. Als dann nach 23 Uhr der Zug die Halle verlaßt, begleiten stürmische Jubelrufe, Tücher- und Mieschwenk-N den Führer. Besichtigung nahm dann der Führer i m St and- ort-Offiziersheim mit dem Offizierskorps des Standortes das Abendessen ein. Den Abschluß des Besuches m Frankfurt a. . O. bildete abends ein Zapfenstreich, zu dem die Musikkorps aus den umliegenden Standorten zu- qezoqen worden waren. Das nächtliche Schauspiel hatte, wie beim Empfang des Führers am Nachmittag, Tausende oon Menschen angelockt. Die Frankfurter Bevölkerung, die Bewegung m allen ihren Gliederungen und Formationen bereiteten dem Führer unter dem nächtlichen Himmel einen begeisterten Abschied. Immer wieder brandete der Jubel auf, als Adolf Hitler auf dem mit Scheinwerfern hell beleuchteten Balkon hmaustrat. Die deutsche Gemeindeordnung des Jahres 1935 ist die erste Zusammenfassung des deutschen Ge- meinbereSts seit Bestehen eines Deutschen Reiches überhaupt. Darin liegt ihre wahrhaft geschichtliche Bedeutung. Sie wird erhöht durch den Inhalt, der den Gedanken der deutschen Selbstverwaltung anerkennt und verankern will. Sie wird sich erwesten als diejenige elastische Grundlage, deren der Staat und seine Führung bedarf, um gerade in schwierigen Zeiten alle qen zu sehen von den gesunden Kräften, die tn seinen Zellen, den Familien und Gemeinden, lebendig und die nur tragfähig sind, wenn man ihnen Freiheit, Freude und Verantwortung Aßt. (Aus „Soziale Praxis .) Reurand im nordwesideuischen gruppenfütjrer Joseph Dietrich. Von der Wehr- macht waren anwesend der Kommandeur des Wehrkreises III Generalleutnant von Witzleben und der Standortführer Oberst Haase. . Durch ein Spalier der SS. begab sich der Führer auf den Bahnhofsvorplatz, auf dem eine Ehrenkompanie aus Lübben Aufstellung genommen hatte. Unter den Klängen des Deutschlandliedes schritt der Führer die Front ab. Ein unvergleichliches Bild dann die Fahrt des Führers st. ^Schon "habe "ich manchen durch die Stadt. Aus den Straßen zu den schen angelockt. Die ;g, die Bewegung in allen ib Formationen bereiteten qen (Ems), 21. Febr. (DNB.) In dem Moorgebiet westlich der Ems sollen auf einer . i 80 km Länge und 30 bis 40 km Brette auf urbar gemachtem Boden Siedler angesetzt werden, die die Ernährungsgrundlage Deutschlands verbreitern helfen. Für die Kultivierung kommen m der Hauptsache die zwischen der Ems und der hol^ ländischen Grenze im Regierungsbezirk Osnabrück liegenden Moorgebiete Hümmling und Meppen und die Moore in der Grafschaft Bentheim in Betracht, die zu den am dünnsten besiedelten Gegenden Deutschlands gehören. Em Teil der Moore ist bereits preußisches Staatseigentum geworden. 110 000 ha Moor und auch Oedland harren der Auf- sckliekuna Ueber 10 000 Bauern, Handln e r f er u s w. können hier im Laufe der Zett auskömmliche Arbeits- und Lebensmöglichkeiten finden. Mit den ersten Vorarbeiten wurde Anfangs des Jahres begonnen. Heute stehen bereits zwölf Abteilungen des Arbeitsdienstes mit Hacke und Spaten zur Verfügung, und bis zum 1. April werden w e 11 e r e fünf Stammabteilungen hmzugestoßen ein Reichsarbeitsführer Hier! hat am Donners- taa s e d)« Lager besichtigt. Er hat alle m mustergültiger Ordnung und straffster Disziplin vor- Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei vertritt mit äußerster Hingabe den Begriff der T o - talität von Partei und Staat. Was liegt im Zeitalter des Ringens, ja des Kampfes um solche Totalität näher als die Versuchung, von der unbegrenzten Machtfülle in der Richtung überspannter Zentralisierung Gebrauch zu machen? Daß diese Versuchung eine Versuchung geblie- b e n ist, daß manche aus anderen Sphären kommende Kräfte schließlich veranlaßt sind, sich von unsachlichen Zielen abzuwenden, dafür wollen wir * vxvw,________ v_______ dankbar sein. Wir wissen, daß dieser Dank hierfür Bevölkerung jubelte dem Führer entgegen, als ge- insbesondere dem Führer und dem Reichs- 15.30 Uhr der Sonderzug in die Halle fuhr. Minister des Innern gebührt. Der Entschluß e. Begleitung des Führers befanden sich Reichs- zur deutschen Selb st Verwaltung bedeutet ^ehrminister Generaloberst v 0 n B l 0 m b e r g, als gleichzeitig auch in Wahrheit den Schritt zur T 0 - Vertreter des Chefs der Heeresleitung General der talität von Staat und Volk. Denn die Infanterie von Rundftedt, Obergruppenführer Selbstverwaltung löst die besten Kräfte des ganzen Brückner, Reichspressechef der NSDAP. Dr. Volkes aus und stellt sie in den Dienst nicht nur Dietrich und der Adjutant der Wehrmacht beim der örtlichen Gemeinschaft, sondern des ganzen Va- Führer Major Hohbach. terlandes , , .. f „ 9hif dem Bahnhof hatten sich neben den Vertrete beutfÄe l)a Men bes ^tanLtes bie Vertreter der städtischen Sie ist ein Bekenntnis zu dem Erbgut der deutschen fcer Partei eingefunden. Man sah Selbstverwaltung, eme Absage an dem deutschen 0. @nuin| fteur Oberbürgermeister Albrecht, Wesen fremde zentralistifche, auf das Präfekten- SS.-Adschnittsführer Oberführer P 0 p p, den system zusteuernde Gedankengange. Sie ist em ber <52L=©ruppe Ostmark Brigadefuhrer Zeichen herzhaften Vertrauens in die gesunden und 6 ^er ° Regierungspräsidenten Dr. Bres- gewachsenen Kräfte. Sie entfagt be^®or^eUu"9' aI? q e n, den Vizepräsidenten Lindig sowie die Veröd das Gute nur von oben kommen konnte, und 19 ' . Arbeitsdienstes und der Reichs- als ob die letzte Weisheit in Dingen der zweck- b bndi rek t i 0 n, ferner aus Berlin SS.-Ober- mäßigen Verwaltung nun einmal Erbgut bestimm- lD ar) n U.V. ~ J : -t. ter Stellen sei. . . Sehr klar kommt das Bekenntnis zum Ausdruck in der Tatsache, daß ein Beauftragter der Partei entscheidend mitwirkt bet der Berufung des Bürgermeisters, der Beigeordneten und Gemeinderäte, daß aber die Ernennung durch die Gemeinde erfolgt. Die im preußischen Gemernde- verfassungsgesetz getroffene Regelung, dem Staate die Vorhand und von ihm den Bürgermeister und seine Mitarbeiter sowie die Gemeinderäte ernennen MMMWZMsMMZ viel auf diesem Wege wieder gutzumochen. Ja ich könnte mir denken, daß schließlich diese Bestimmung 1 dazu Veranlassung gibt, einwandfrei verwalteten Gemeinden den besonderen Vertrauensbeweis groß- 1 ter Bewegungsfreiheit zu geben un£» anbere unter . eine starke Aufsicht zu nehmen. Auch diese Unter^ scheidung kann das Derantwortungsbewußtsein und ein edles Streben nur steigern. ., m Die unmittelbare Auswirkung der deutschen Gemeindeordnung auf die Verwaltung der einzelnen Gemeinden ist natürlich verschieden verschieden m den preußischen Provinzen, verschieden m den drei süddeutschen Ländern, verschieden m Sachsen. Denn alle drei hatten noch verschiedene Berfas- sungs- und V e r w a 11 u n g s s y st e m e. Aber innerlich hatten sie sich der gemeinsamen Arbeit der deutschen Städte in seinem Stadtetag bereits soweit angenähert, daß ihnen allen das neue Kleid, wie ich" überzeugt bin, schließlich g 1 e i ch g u t passen wird. Und sicherlich bietet eine weise Handhabung des Rechts, in der Hauptsatzung einzelne, örtlich bedeutungsvolle Bestimmungen zu verankern. Die Möglichkeit, um auch hier gesund Gewachsenes und Bewährtes zu erhalten. Dann wird der Bürgermeister kein chrankenloser Diktator oder Despot. Dann wird er seinen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern jede Selbstständigkeit lassen, die nut der Einordnung rn einen Weg zu einem klar-erkannten ^ele irgend vereinbar ist. Er wird aber Ziel und Weg nicht nur in der verborgenen Kammer seines Gehirns hrÄ&’ÄÄ Mittler feiner Maßnahmen z ur B ur- a e r f d) a f t zu haben. Aber er wird auch und solche Fälle kommen immer wieder einmal vor 'da wo es gilt, Kurs zu Halten, den Kurs halten dürfen und können, wenn um ihn falsche Meinungen brausen. Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie ein- ipaltige (öelegenheitsanzei. gen5Rpf.,Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts-u. behördliche Anzeigen 6Rpf. SchriftleilMg u.° Schulstratze - IMS (Elftes Blatt 185. Zahrgang Srd,a9,2l2;.^T»’» -iS--- AU&ama« ViHAtAA* —— ää» lB|kää Manats Bezugspreis: ■ H ■ H Mr M Wt B B Bi B X R BB VK B W B Mk B anzeigen van 70 mm DreUe sästs vjIVIlVIlvl 4411 iVIHVi von einzelnen Nummern Anschrift ffcj Drahtnach^ General-Anzeiger für Oberhessen richten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Zrantfurt am Main 11686 res und sinnvolleres übria, als einem Beauftragren steuung geiwin..^ ber Partei hier eine besondere, ich möchte sagen den Führer empfing. . Wählerstellung zuzuweisen. Man braucht nun Zunächst galt der Besuch der Jnfanteriekasern', mcht gleich wieder Angst zu haben, daß dieser Be- q^f Deren Hof der Führer die Parade d-s 2 n - auftraate vielleicht sehr unvollkommen eme Auf- f q n t e r i e - R e g l m e n t s F r a n k f u r t unö Des gäben lösen könne. Einmal wird di- neue Siadt-silrtillerie-Regiments Frank für unter Verfassung (Hauptsatzung) die Möglichkeit geben, Führung des Obersten Graf, Brock dar ff und bestimmte Richtlinien für die Kurung von Ge- Bremer abnahm. Dann besichtigte der Führer die meinberäten festzulegen. Sodann über wird em Artilleriekaserne in der er die Mannschaf s^ sehr schnell fühlbarer Verantwortunasdruckgebäude aufsuchte, sowie die S t al l u n g e n die Wahl oon Männern sicherstellen, die ihrer Auf- unb W i r t f ch a f t s r a u m e m Augenschein nahm, qabe gewachsen find. Denn nur mit solchen UeberaH an den Fenstern drängten sich die ©oDa- wird die Partei ihre gemeindepolitische Aufgabe L>n und jubelten dem Oberbefehlshaber der Weh - lösen können. Hier ist ein entscheidender Grundsatz sackst, ihrem Führer, zu. Im Anschluß an die darf es einer neuen Ermächtigung für den Reichsminister der Finanzen zur Beschaffung von Mitteln im Wege des Kredits. Die Höhe des Kredits wird durch den Führer und Reichskanzler auf Antrag des Reichsministers der Finanzen bestimmt. Oie ansteigende Wirischastskurve. Berlin, 22. Febr. (DNB.) Die R e i ch s p o st veröffentlich den Bericht über das dritte Viertel des Reichnungsjahres 1934 (Oktober-Dezember). In den meisten Verkehrszweigen sind gegenüber dem Vorjahr ansehnliche Steigerungen eingetreten. Wesentliche Zunahmen zeigen der Briefverkehr (plus 38,8 Millionen Stück), der Pa- ketverkehr (plus 5,1 Millionen Stück), der Barverkehr (plus 9,6 Mill. Stück) und der Postscheckverkehr (plus 20,5 Mill. Buchungen). Auf allen Gebieten des Post- und Fernmeldewesens konnten wieder Verkehrs- und Betriebsverbes- s e r u n g en durchgeführt werden. Besonders zu erwähnen ist die Eröffnung des Luftpostverkehrs mit Australien. Die Zahl der Postscheckkonten betrug am Ende des Berichtsvierteljahres 1 046 314. Ausgeführt wurden 207 Millionen Buchungen über 32 Milliarden Mark, von denen 26 Milliarden Mk. oder 82,1 v. $). bargeldlos beglichen wurden. Die Gesamteinnahmen betrugen 449, die Gesamtausgaben 430 Mill. Mark gegenüber 452 und 446 Mill. Mark im gleichen Zeitraum 1933. * Der Haushaltsplan der hannoverschen Provinzialverwaltung für das Jahr 1935/36 zeigt eine sehr günstige Finanzentwicklung. Eines der wichtigsten Ziele der nationalsozialistischen Staatsführung ist die Gesundung der öffentlichen Finanzen, und daher wurde auch bei der Aufstellung des neuen Haushaltsplanes nach den Grundsätzen äußerster Sparsamkeit verfahren. Nach Abgeltung der Fehlbeträge der letzten Jahre ist die Zukunft nunmehr frei von Fehlbeträgen des ordentlichen Haushaltplanes. * Dw Stadt Lüdenscheid schließt ihren ordentlichen Haushaltsplan nicht nur ohne Fehlbetrag ab, sondern hat auch eine beachtliche Ermäßigung der Steuern vorgesehen. Die Gewerbe st euer vom Ertrag wird von 500 auf 400 v. H., die Gewerbesteuer nach der Lohnsumme von 1500 auf 1200 v. H. gesenkt. Die Berufsschulbeiträge fallen vom 1. April 1935 ab fort. Die Gasmessermiete wird ebenfalls in Zukunft nicht mehr erhoben. Diese Maßnahmen bedeuten eine Entlastung der Wirtschaft an Steuern und Abgaben um 168 000 Mark jährlich. * Der Betrieb der stillgelegten Glashütte Siebenstern im Kreise Warburg ist nach vollständiger Modernisierung wieder eröffnet worden. Eine ganze Anzahl Glashüttenarbeiter kommt damit wieder zu Arbeit und Brot. Die Hüttenindustrie des kleinen Eggedorfes läßt sich bis auf das Jahr 1597 zurück nachweisen. * Durch vorbildliche Opferbereitschaft aller Arbeitgeber in der Gemeinde Bergenhusen, Kreis S ch l e s w i g, ist es gelungen, alle Erwerbslosen in Arbeit und Brot zu bringen. Nach genauer Einteilung und Abschätzung der Größe ihres Besitzes haben sich die Bauern und die Handwerker mit Landwirtschaft im Nebenbetrieb bereit erklärt, alle Erwerbslosen zusätzlich zu beschäftigen. Vermieter und Mieter. Tagung desBnndes deutscher Mietervereine Berlin, 21. Febr. (DNB.) Nachdem der Zentra. lverband des deutschen Haus- und Grundbesitzes sowie der Reichsverband der Neuhaus- und Eigenhe i m be s i tzer kürzlich mit großen Kundgebungen an die Oeffent- lrchkeit getreten sind, veranstaltete der Bund deutscher Mietervereine E. V. einen Presseempfang, an dem u. a. auch Vertreter der Reichsministerien, des Reichskommissariats für Preisüberwachung, des Heimstättenamtes der NSDAP., der NS.-Hago und der NS.-Frauen- schaft teilnahmen. — Daß Hausbesitzer und Mieter gemeinsam bestrebt sind, zu einer vernünftigen Lösung des Wohnungsproblems zu gelangen, bewies die Anwesenheit des Präsidenten des Zentralverbandes des deutschen Haus- und Grundbesitzes, Tri bi us, sowie eines Vertreters des Reichsverbandes der Neuhaus- und Eigenheimbesitzer. — Der Führer des Bundes deutscher Mietervereine, Herrmann, äußerte sich eingehend über das Verhältnis von Vermieter und Mieter, über die Frage eines gerechten Mietpreises, über die Auswirkungen der am 1. April 1935 bevorstehenden Senkung der Hauszinssteuer und schließlich über die Notwendigkeit eines neuen Mietrechtes. Er be- fcmte die Bereitwilligkeit der Mieterschaft, zu ihrem Teile bei der Schaffung einer guten Hausgemeinschaft mitzuwirken. In das Lebenserneuerungsprogramm, das der Nationalsozialismus gebracht habe, müsse selbstverständlich auch die Wohnungswirtschaft einbezogen werden. Aufgabe der Mietervereine sei es, aus ihren Erfahrungen heraus an der Schaffung eines neuen Mitrechtes rmtzuarbeiten und den einzelnen Volksgenossen über feine Rechte und Pflichten aufzuklären. Der Vermieter dürfe sein Haus nicht als eine Quelle einer selbstverständlich fließenden und sich möglichst laufend erhöhenden Rente ansehen, sondern müsse sich als eine Art Treuhänder der Nation fühlen. Aus diesem Gefühl heraus könne er den Mietern keine anderen Pflichten abverlangen, als bei einer gesunden Hauswirtschaft notwendig sei. . r Einheitsmietvertrag habe hier bereits eine Brücke geschlagen. Allerdings fehle es dieser Brücke vorläufig noch an der richtigen Tragfähig- Oie Veichsiagung der RGB. Kassel, 21. Febr. Die Schulungs- und Arbeitstagung des Hauptamtes für Volkswohlfahrt m Kassel wurde beherrscht durch Vorträge über das Hilfswerk „Mutter und Kind". Pqn Finck berichtete über das Hilfswerk „Mutter und Kind" als politische Erziehungsaufgabe, worauf Pgn. V i l l n o w über den „Kindergarten als soziale Einrichtung der Wohlfahrtspflege" sprach. Pg. Vage behandelte die Jugendhilfe als familienpolitische Erziehungsmaßnahme der Wohlfahrtspflege. Aus dem praktischen Arbeitsgebiet der Schule für sozial angewandte Korper- pflege in Schwarzerden in der Rhön erzählte Frl. H ö h b o r n , die besonders hervorhob, wie die Arbeit dieser Schule auch im Hilfswerk „Mutter England und die Befriedung Osteuropas. Oie Einschaltung der Sowjetunion. — Bleibt England der „ehrliche Makler? — Konservative Bedenken gegen eine Verwicklung der Lage. London, 22. Febr, (DNB.-Funkspruch.) Die gestern zum ersten Male in der Londoner Presse aufgetauchte Nachricht, daß es möglicherweise zu einem britischen Ministerbesuch in Moskau kommen werde, wird von den Blättern der Liberalen und der Arbeiterpartei mit großer Freude begrüßt. Jrn liberalen ..News C h r o n i c l e" heißt es, ein Moskauer Besuch Simons sei vorläufig nur eine Anregung, aber sie sei sehr gut. Wenn der britische Staatssekretär des Aeußern auf Grund seines Berliner Besuches zu der Ueberzeugung komme, daß er in der Lage sein werde, die jetzigen „Mißverständnisse" zwischenDeutsch- land und S o w j e t r u ß l a n d zu beseiti- g en, dann sei es offenbar seine Pflicht, den Versuch zu machen. Im Augenblick könnte Europa und der Welt kaum ein größerer Dienst erwiesen werden. Der Hauptzweck seines Berliner Besuches würde darin bestehen, festzustellen, wie es mit der deutschen Politik in den Punkten stehe, die in der deutschen Antwort nicht behandelt worden seien. Die Frage sei, welche Sicherheit die deutsche Regierung als Ersatz für den Ostpakt Vorschläge. Herr Hitler habe hinreichend Realismus in feiner Außenpolitik gezeigt, um Vorschläge zu machen, die die Lage in Osteuropa stabilisieren köynten. Diese Vorschläge würden vielleicht nicht unannehmbar für Sowjetrußland fein und Großbritannien könnte als ehrlicher Makler auftreten. Das Labourblatt, ider „Daily Heralb" erwar- tet, daß die Sowjetregierung in den nächsten Tagen eine offizielle Einladung an Sir John Simon zu einem Besuch in Moskau richten werde, die angenommen werden würde. In diesem Falle würde Simon wahrscheinlich nach seinen Berliner Besprechungen nach Moskau gehen und in Warschau und vielleicht auch in Prag Halt machen. Simon werde nach einer Grundlage suchen müssen, die für Deutschland und Polen annehmbar und für Sowietrußland und die Kleine Entente befriedigend sei. Die Notwendigkeit eines Vermittelungsschrittes fei dringend. Das Problem der östlichen Sicherheit müsse durch den Bau einer Brückezwischen Moskau und Berlin gelöst werden. Die konservative „Corning P o st" stellt fest, daß das Eingreifen Sowjetrußlands in die Verhandlungen zwischen Großbritannien, Frankreich und Deutschland eine bereits verwickelte Lage noch verwickelter mache. Die Sowjetregierung wiederhole nur bereits früher Gesagtes, sei aber nicht in der Lage, eine Vereinbarung unter den Westmächten zu erleichtern. Der entschlossene Wille der Sowjets, eine Vereinbarung zu vereiteln, die ihren eigenen Interessen keinen Schutz biete, sei jetzt der wichtigste Faktor geworden. Die britische Regierung, die jetzt den Gedanken an eine Sonderbehandlung der Luftkonvention endgültig aufgegeben habe, werde in Berlin und Moskau auf eine Aenderung der Haltung hinarbeiten. Diplomatischer Meinungsaustausch in Paris. Auch der deutsche Botschafter bei Laval. Paris, 21. Febr. (DNB.) Außenminister Laval empfing am Donnerstagvormittag den deutschen Botschafter Roland Köster, den polnischen Botschafter Chlapowski und den italienischen Botschafter Grafen Pignatti. Der diplomatische Meinungsaustausch wird von der Presse stark beachtet. „Petit Parisien" nimmt an, daß Laval und der italienische Botschafter sich über alle Einzelheiten des zweiten Verhandlungsabschnittes, der wahrscheinlich zur Entsendung eines Fragebogens an die Reichsregierung führen werde, unterhalten hätten. Italien sei Stunde für Stunde über die Vovbereitungsarbeiten im Foreign Office und im Quai d'Orsey unterrichtet worden. Der Donaupakt, der Italien besonders - angehe, sei eingehend zwischen Laval und dem italienischen Botschafter erörtert worden. Die Besprechung des Außenministers mit dem polnischen Botschafter habe sich hauptsächlich auf den Nordostpakt bezogen, der einen wesentlichen Teil des Londoner Protokolls bilde. Das Blatt sucht dann den Inhalt der Unterredung Lavals mit dem deutschen Botschafter zu ergründen. Dieser Besuch sei besonders bemerkenswert. Die Dinge scheinen sich sehr günstig zu entwickeln. Laval habe am Abend schließlich noch den englischen Geschäftsträger empfangen, den er von den Besprechungen mit den verschiedenen Botschaftern unterrichtete. Das weitere Verhandlungsyrogramm. London, 22. Febr. (DNB. Funkspruch). Die „Times" meldet: Es verlaute, daß die französische Regierung der britischen Regierung auf einer Liste zergliedert d i e Punkte mitgeteilt habe, die nach französischer Ansicht der Aufklärung bedürfen. Hinsichtlich der Pakte zur Sicherung gegenseitigen Beistandes in O st - e ur o p a, der als Teil der allgemeinen Regelung vorgeschlagen werde, gehe die britische Auffassung dahin, daß bereits eine erhebliche Vorarbeit geleistet sei, insofern, als ein Nichtangriffspakt zwischen Deutschland und Polen und ein solcher zwischen Polen und der Sowjetunion wie auch die Ergänzungsverträge von Locarno beständen. Da die deutsche Regierung ihre Bereitwilligkeit zum Abschluß von Nichtangriffsverträgen mit allen Nachbarn Deutschlands ausgedrückt habe, glaube man, es könnte zweckmäßig sein, die Möglichkeit zu erwägen, daß Deutschland solche Pakte mit Litauen und der Tschechoflowakei abschließe. Schuschniggs Besuch in Paris. Oesterreich fordert gleiche Rechte im geplanten Oonaupakt. Paris, 22. Febr. (DNB.) Der österreichische Bundeskanzler Schuschnigg und Außenminister Berger-Waldenegg wurden auf dem Pariser Vorortbahnhof N e u i l l y von Ministerpräsident Fl and in und Außenminister Laval empfangen. Sie haben die Weiterreise nach Paris i m Automobil zurückgelegt, da die Marxisten große Kundgebungen gegen den Besuch der österreichischen Staatsmänner angekündigt hatten. Junge Leute in der Nähe des Bahnhofes, in denen man Kundgeber vermuten konnte, wurden, wenn sie dem Befehl zum Weitergehen nicht sofort nachkamen, auf Polizei-Lastkraftwagen auf ein Kommissariat gebracht, wo sie bis zur Ankunft der österreichischen Gäste in Gewahrsam behalten wurden. Um 19 Uhr waren 500 in polizeilichem Gewahrsam. ♦ Obwohl der österreichische Bundeskanzler noch keine Fühlungnahme mit offiziellen Stellen genommen hat, beschäftigen sich französische Morgenblätter schon lebhaft mit dem politischen Zweck dieses Besuches. „Oeuvre" glaubt, Schuschnigg werde den französischen Ministern erklären, daß er sich keineswegs jetzt für die Herstellung der Monarchie hergeben wolle, doch müsse Frankreich einsehen, daß Oesterreich gerade im Rahmen des Grundsatzes von der Nichteinmischung sich nicht damit abfinden könne, daß die Kleine Entente ihre Vorbehalte aufrechterhalte. Da man in Rom ein System zweiseitiger Garantien für die Donauländer schaffen wolle, beanspruche Oesterreich für sich die Gegenseitigkeit, d. h., es möchte aus der passiven Rolle, in die es seit dem Kriege geraten sei, herauskommen, um seinerseits als Bürge für die übrigen Staaten auftreten zu können. Oesterreich wolle in das Konzert der Mächte mit gleichen Rechten eintreten und sich gleichzeitig die Möglichkeit für politische Freiheit gegenüber dem einen oder anderen Nachbarland verschaffen. Das würde auf die Möglichkeit hinauslaufen, eine Politik zu treiben, die zu verhüten die römischen Abkommen doch gerade getroffen worden seien. Das „Echo de Paris" schreibt, Flandin und Laval dürften mit den Oesterreichern den in Rom ausgearbeiteten Donaupakt prüfen, der die territoriale Integrität und politische Unabhängigkeit Oesterreichs gewährleisten soll. Das Gelingen des Donaupaktes sei für die Ruhe Europas wichtig. Das Blatt selbst macht jedoch auf die f a ft unlösbare Schwierigkeit aufmerksam, Italien, Deutschland, Polen, Ungarn und die Kleine Entente u n • ter einen H u t zu bringen. Die österreichischen Minister seien nach Paris gekommen, um zu erklären, daß sie nicht als passive Mitglieder dieser Kombination behandelt werden müßten, da ihr Land doch der Hauptinteressent sei. Nun aber stehe die österreichische Regierung auf schwachen Füßen. Sie habe kaum die Volksmehrheit hinter sich, wie die in Kraft gesetzte und neue Verfassung beweise. Der österreichische Patriotismus versuche, einige Kraft aus Enzykliken zu schöpfen. Das Oesterreich von 1935 könne mit dem Belgien von 1830 verglichen werden, das, wenn es sich selbst überlassen worden wäre, in Frankreich aufgegangen wäre. Die Forderungen der Oesterreicher müßten also mit großer Vorsicht ausgenommen werden. Beispielsweise könne die Nichteinmischungsklausel nicht so abgefaßt werden, daß für eine Volksabstimmung oder die Rückkehr der abgesetzten Monarchie eine Tür offen bleibe. England drängt auf Beilegung des italienisch-abessinischen Konflikts. Kein Fortschritt der Verhandlungen. London, 22. Febr. (DNB.-Funkspruch.) Der Korrespondent des „Daily Telegraph" in Addis Abeba meldet, in den Verhandlungen>zwischen Italien und Abessinien über d i e Schaffung einer neutralen Zone zwischen Ualual und Gerlogubi, dem Schauplatz der letzten Grenzscharmützel, sei kein Fortschritt erzielt worden. Wahrscheinlich werde die äthiopische Regierung eine neue Note senden, und eine schnelle Entscheidung in der Frage der Grenzzone und Ernennung eines Schiedsgerichtes verlangen. Sie wolle im übrigen dem Völkerbund die Verantwortung dafür zufchieben, Italien im Zaum zu halten und für eine gerechte Regelung des Streites zu sorgen. „Daily Telegraph" schreibt oazu: Italien beschränke sich nicht mehr auf die Forderung nach „Wiedergutmachung" wegen des Scharmützels von Ualual im Dezember,, sondern wolle anscheinend die Gelegenheit benutzen, um die seit langem begehrten Vorteile für den italienischen Handel in Abessinien zu gewinnen. Die Truppen- treinsporte nach Erythrea und Jtalienisch-So- malilanb deuteten darauf hin, daß die Forderungen mit Gewaltandrohung unter st ützt werden sollten. Die britische Regierung werde wähl die Aufmerksamkeit Italiens offiziell auf einige Folgen lenken. In Addis Abeba seien bereits dringende Vorstellungen erhoben worden. Großbritannien und Frankreich wünschten die Notwendigkeit eines Vorgehens gegen eine dritte europäische Macht zu vermeiden, deren Mitarbeit in Europa seit den Rom-Vereinbarungen so warm begrüßt worden sei. Die britische Regierung habe de n K a i - fer Ras Tafari davor gewarnt, sich bei seinen Verhandlungen mit Italien darauf zu verlassen, daß der Völkerbund ihn auch im Falle eines Mangels an Entgegenkommen unterstützen werde. Die Bemühungen in Rom und Addis Abeba zielten auf eine schnelle Regelung >der ursprünglichen Zwischenfälle und auf Festsetzung der strittigen Grenze hin. Der Vertreter der „Time s" in Rom sagt, der Streit mit Abessinien bilde, so ernst die ihm innewohnenden Möglichkeiten auch seien, kaum eine R e ch t s e r t i g k e i t für eine so ausführliche Aufzählung aller Maßnahmen zur Vervollkommnung der italienischen Kriegsorganisation. Die Erklärung werde daher als Mitteilung an die Freunde und möglicherweise die Feinde Italiens in der ganzen Welt und besonders in Europa betrachtet, daß Italien auf alle Möglichkeiten vorbereitet sei, und daß es im Falle eines Feldzuges gegen Abessinien dadurch nicht an der Fortsetzung feiner europäischen Politik verhin- d e r t werden würde. Hierauf deute der überr- raschende Beschluß hin, bei Bozen eine „industrielle Zone" mit chemischen, Kraftwagen-, Eifen- und sonstigen Fabriken zu schaffen. Ztak'ens wirtschaftliche Kriegsbereitschaft. Rom, 21. Febr. (DNB.) Die Erklärung des Obersten Nates für Landesverteidigung wird von der italienischen Presse in größter Aufmachung mit ganzseitigen Schlagzeilen veröffentlicht. Die wirtschaftliche Unabhängigkeit Italiens im Kriegsfälle fei, fo wird übereinstimmend erklärt, eine Tatsache von größter Bedeutung. Der furchtbare Gemeinplatz von der Rohstoffarmut Italiens und die Legende seiner wirtschaftlichen Abhängigkeit im Kriegsfälle, die bleischwer das Bewußtsein der Nation so lange belastet hätten, seien endgültig entthront. Wenn in anderen Ländern große Entdeckungen und wichtige Fortschritte auf dem Gebiet der Kriegskunst und Kriegswirtschaft gemacht worden seien, so sei Italien nicht zurückgeblieben. Sollten eines Tages die Vorbereitungen auf diesem Gebiete auf biß Probe ge ft eilt werden müssen, so würde man viele Ueberraschungen erleben. und Kind" praktisch verwertet werden kann. Gau» amtsleiter Pg. Dr. Benzing gab auf Grund der Arbeit der NSV. im Gau Kurhessen neue Anregungen, insbesondere über Gemeinschaftsausgabe von Gesundheits- und Erziehungsfürsorge des Kleinkindes, die in einem neuen Kindergarten t y p ihren Ausdruck finden müssen, Die Mittagspause wurde dazu benutzt, um dos N S V. - Haus „Mutter und Kind" in der Altstadt zu besichtigen. Weitere Referate hielten Frl. Zimmermann und Pg. ©labe. Der letzte Tag ber Reichstagung ber NSV. in Kassel begann mit einem Vortrag bes Hauptstellenleiters, Pg. Ianowsky II über bie Neugestaltung ber Jugenderholungspflege, zu bem Pg.Berg- mann ben Gegenvortrag übernommen hatte. Sodann sprachen bie Parteigenossen Dr. Vogelsang, Dr. von Holbeck, Roestel II unb Hahlinger, sowie Amtsleiter A 11 h a u s über Einzelarbeitsgebiete ber NSV. Eine rege Aussprache brachte bie Klärung zahlreicher wichtiger Emzelfragen. Den letzten Vortrag bes Tages hielt Gauamtsleiter Pg. Maierhofer über bie Aufgaben ber NSV.-Schulung. Zum Abschluß ber Ta- gung faßte Amtsleiter Pg. A l t h a u s noch einmal all bas zusammen, was bie Tagung ben einzelnen Xetlnebmern gegeben hat. Mit bem Sieg-Heil auf ben Führer und bem Horst-Wessel-Lieb schloß bie Rerchstagung ber NSV. Kommunistische Terroristen vor dem Volksgerichtshof. Berlin, 21. Febr. (DNB.) Der Erste Senat bes Volksgerichtshofes trat in bie Verhandlung gegen 18 ehemalige Kommunisten aus Schneeber und Zschorlau südöstlich von Zwickau ein, denen Vorbereitung zum Hochverrat, Fortführung der illegalen „Roten Weh r", Sprengstoffoerbrechen, teilweise auch vorsätzliche Brandstiftung bzw. Anstiftung hierzu und Schußwaffenoergehen zur Last gelegt wird. Die Kerntruppe ber „Roten Wehr" war in ber sogenannten Os na (Organisationsschutz und Nachrichtenabteilung) zusammengefaßt, die nach ihrem Aufgabenkreis (Nachrichten- und Säuberungsdienst, Führerschutz) mit der s 0 w j e t r u s s i s ch e n GPU. vergleichbar war. Sie war besonders interessiert an der Beschaffung von Waffen und Sprengstoffen zur Durchführung von Terrorakten, die vor allem für bie Zeit kurz vor ber Wahl vom 5. März 1933 geplant waren. So wollten bie roten Morbbuben Hand- granaten in bie aus Anlaß der Uebertragung der Führer-Rede auf ben Marktplatz in Schneeber aufmarschierenben Mitglieder ber nationalen Verbänbe hineinschleubem. Es waren auch bereits brei Genossen ausgesucht worben, bie mit ben selbst angefertigten Handgranaten ausgerüstet würben, weitere Genossen wurden m i t Pist 0 len bewaffnet und sollten die Handgranatenwerfer decken. Zum Glück fehlte den Beteiligten im entscheidenden Augenblick aber ber Mut zur Ausführung ber Tat, so baß es zum Blutvergießen nicht gekommen ist. Der Tatenbrang wurde in einer Brandstiftung abreagiert. Eine Scheune ging in Flammen auf, worauf die feigen Brandstifter flüchteten. Schnellere Abwicklung bei der Verleihung des Ehrenkreuzes. Berlin, 21. Febr. (DNB.) Im Reichs - unb preußischen Ministerium bes Innern find Zuschriften von Kriegsteilnehmern eingegangen, die sich über eine Verschleppung der Erledigung ihrer Anträge auf Verleihung des Ehrenkreuzes beschweren. Der Reichs- und preußisch Minister des Innern hat daraufhin in einem Schreiben an die Verleihungsbehörden betont, es liege im Sinne der Stiftung des Ehrenkreuzes, das Verleihungsverfahren so rasch wie möglich abzuwickeln. Der von einem großen Kriegsteilnehmervesband geäußerte Wunsch, daß feine sämtlichen Mitglieder noch zum diesjährigen Volks- * V Jf e r ta bem 1 7. März, bas Ehrenkreuz erhalten, werbe vielleicht nicht rechtzeitig zu erfüllen fein. Er spiegele aber deutlich ben großen Wert rote- ber, ber in ben Kreisen ber Kriegsteilnehmer bem baldigen Erwerb des Ehrenkreuzes beigemeffen werde. »?ie ®r. ih n° be. l'5Dertragen M hab. 'n tob sich S' 5«'» Nachbarland hinaus, verhüten "offen war- i und Laval , ^om ausge« j die territo. I 'gkeit Oester« i des Donau» V Das Blatt ^lösbare en. Deutsch. Entente un« | !terreichiichen . . um zu er« ; Mitglie« rden müßten, ; fei- Nun aber ; schwachen ' ehrheit hinter le Verfassung nus versuche, j i. Das Oester. ■ en oon 1830 •; selbst üuer« j aufgegangen j cher müßten I enommen ; einmischungs- ; >aß für eine | er abgesetzten kts om sagt, der so ernst bie seien, t 4.4 Die wirt' im »E re SemeinP1“» fsÄ feien, l°J” :n Sollten e em n müllen. f° gen er'eb-^ Us, w -ei fr^/nnb 'kfflX ÄS N'taa rfhTiiWJ' SÄK eiti« Cl* reu1 Beschleunigung und Verdichtung des Eisenbahnverkehrs. Oie nächsten Ziele der Reichsbahn. Probeabstimmung für die Rückstimmung zum Reich bezeichnet hatte. Sven Hedin hat in einem in Nanking aus- gegebenem Telegramm dem Führer und Reichskanzler für die ihm zum 70. Geburtstage ausgesprochenen Glückwünsche seinen herzlichen Dank übermittelt und hierbei seine treue An- hänglichkeit zu Deutschland erneut zum Ausdruck gebracht. * Die Königin von Holland ist mit der Kronprinzessin und Gefolge in Buchts (Schweiz) eingetroffen. Mit einem Postauto fuhren sie nach Unterwasser in Toggenburg, wo sie etwa drei Wochen zu bleiben gedenken. In Paris wurde ein Abkommen abgeschlossen, das in gewissem Umfange die Aufrechterhaltung der Handelsbeziehungen zwischen dem Saarlande und Frankreich entsprechend den Empfehlungen des Völkerbundes sichern soll. Industrielle Erzeugnisse des Saarlandes können im Rahmen besonderer Kontingente unter Zollermäßigung weiter nach Frankreich ausgeführt werden. Die Vergünstigungen sollen einem möglichst großen Kreis der saarländischen Industrie zugutekommen. Entsprechend dem Wert der Deutschland gewährten Zugeständnisse gestattet Deutschland die zollfreie Einfuhr einer Reihe Aus aller Welt Breslau, 21. Febr. (DRV.) Auf der fünften eisenbahnwissenschaftlichen Vortragsreihe sprach der stellvertretende Generaldirektor der Reichsbahn, K l e i n m a n n, über die Zukunftsaufgaben der Reichsbahn. Die Reichsbahn muß der erste Diener der nationalen Wirtschaft, jedoch ein souveräner Diener jein, der der gesamten Volkswirtschaft dient. Eine Aenderung in den Grundgedanken des G ü t e r t a r i j s fei nicht zu erwarten. An Stelle einer allgemeinen Tarifsenkung arbeitet die Reichsbahn mit Ausnahmetarifen, womit den Bedürfnissen der Wirtschaft in weit höherem Maße Rechnung getragen werden könne. Die Reichsregierung habe'die Absicht, in der Tarifpolitik der künftigen Rohstoffversorgung aus dem eigenen Lande soweit als irgendmöglich entgegenzukommen, um diesen neuen Wirtschaftszweigen ein Aufblühen zu ermöglichen. Die Reichsbahn werde auch in Zukunft bei der Beseitigung der Arbeitslosigkeit helfen. 1933 habe die Reichsbahn insgesamt 1,3 Milliarden RM. und 1934 1,5 Milliarden RM. in die Wirtschaft gepumpt. In diesem Jahre werde, sofern die Verkehrsbewegung weiter zunehme, die Reichsbahn 1,6 Milliarden RM. in die Wirtschaft hineinwerfen. Im Personenverkehr werde einmal eine Beschleunigung und andererseits eine Verdichtung des Verkehrs angeftrebt. Der Nahverkehr solle durch Einsatz von Triebwagen mit Verbrennungsmotoren mit 100 Kilometer Höchstgeschwindigkeit verbessert werden, vor allen Dingen in dichtbevölkerten Gebieten, im Ruhrgebiet, im sächsischen Industriegebiet, i m Rhein-Main-Gebiet, aber auch auf den Nebenbahnen in Ostpreußen. Auf dem Gebiete des Lokomotivbaues würden bald mit einer Lokomotive die ersten Probefahrten gemacht werden, die imstande fei, einen V-Zug mit etwa vier Wagen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 Kilometer zu fahren. Auch die Elektrifizierung von Reichsbahnstrecken werde nicht vergessen werden. Sein Ziel sei, von Berlin über München bis nach Rom mit elektrischen Lokomotiven zu fahren. Der bisherigen Unwirtschaftlichkeit des elektrischen Betriebes solle dadurch begegnet werden, daß die vieljach vollkommen getrennten elektrischen Bahnnetze zusammengejchlossen werden, so das niederschlesische an das sächsische Netz. — Das Tempo dieses Ausbaues hänge allerdings von der Finanzlage ab. Auch im Güterverkehr werde eine B e - schleunigung auf 70 bis 75 Stundenkilometer angestrebt. Die Reichsbahn werde auch in Zukunft der größte Verbraucher von Kraftwagen fein. Die angestrebte Geschwindigkeitssteigerung setze eine Verbesserung der Sicherheitseinrichtung voraus, ebenso wie eine Begradigung der Linie, Schweißung der Brücken, der Wagen und der Lokomotiven an Stelle des Nietverfahrens. Aufsehenerregender Ooppelselbstmord zweier junger Amerikanerinnen. Die Bewohner von Upminfter in der englischen Grafschaft Essex hatten Gelegenheit, einen sonderbaren Vorfall zu beobachten. Aus einem vermutlich in Richtung Frankreich fliegenden Flugzeug stürzten plötzlich zwei Frauen im Alter von etwa 25 Jahren, die dann tot auf einem Felde in der Nähe der Stadt aufgefunden wurden. Die Abgestürzten hielten sich auch im Tode noch fest an den Händen. Die Leichen der beiden Frauen, die auf diese ungewöhnliche Weise S e l b ft m o r d begangen hatten, sind die Töchter Jane und Elisabeth des amerikanischen Generalkonsuls in Neapel, D u - bois. In dem Flugzeug, das sie zu einem Flug nach Paris gemietet hatten, fanden sich Abschiedsbriefe an ihre Eltern. Der Doppelselbstmord hat in der gesamten englischen Oeffentlichkeit ungeheures Aufsehen erregt. Elisabeth wäre 23 Jahre und Jane 20 Jahre alt. lieber die Gründe ihres Selbstmordes dürften die an den Vater gerichteten versiegelten Briefe, die man im Flugzeug fand, Aufschluß geben. Der Absturz erfolgte aus einer Höhe von etwa 1700 Meter. Die Körper fielen auf ein Baugelände und bohrten sich tief in den Boden. Die Tatsache, daß die beiden Mädchen mit den Fliegeroffizieren Beatty (einem Halbbruder des berühmten englischen Admirals Lord Beatty) und F o r b e s verlobt waren, die durch den Absturz eines englischen Flugbootes bei Messina in der vergangenen Woche ums Leben kamen, wirst ein besonderes Licht auf die Tragödie. Die Töchter Dubois' befanden sich vor der Katastrophe bei Messina ständig in Gesellschaft der beiden englischen Offiziere, als diese sich noch in Neapel aufhielten. Wiederaufbau der Freiburger Universität. Die Pläne für den Wiederaufbau d es Gebäudes der Freiburger Universität, dessen Oberteil am 10. Juni v.J. durch einen Brand zerstört wurde, haben nunmehr die Billigung aller in Frage kommenden Instanzen gefunden. Der Neuaufbau umfaßt einen Raum von 1200 qm und bringt der Universität sowohl räumlich wie architektonisch erhebliche Verbesserungen. Der Baubeginn ist für den 1. Juli d. I. festgesetzt. Man hofft, bis zum 1. Mai nächsten Jahres fertig zu sein. Die Gesamtkosten stellen sich auf 600 000 RM., von denen 320 000 RM. durch die Feuerversicherung gedeckt sind. Die Arbeiten sind auch von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung für Oberbaden. Insbesondere werden dem Steinmetzhandwerk erhebliche neue Arbeitsmöglichkeiten gegeben. Der orthopädische Schuh. — Lin Forschungsinstitut in Pirmasens. LPD. Pirmasens, 21. Febr. Der Fachschule für bie deutsche Schuhindustrie in Pirmasens soll ein Forschungsinstitut angegliedert werden, dem die Ausgabe zusällt, die Forschungsergebnisse des Berliner Orthopäden Dr. W e i n e r t zum Gegenstand eingehenden Studiums zu machen, um auf ihnen fußend der Menschheit den wirklich orthopädischen Schuh zum Geschenk zu machen. Dr. Weinert hat feftgeftettt, daß der heute übliche Schuh den gesundheitlichen Anforderungen nicht entspricht. Er hat nach jahrelangem Studium an Fußkranken einen Schuh ohne Vorder- und Hinterkappe und ohne Gelenk propagiert, der der Reaktion der Sehnen- und Muskelbänder des Fußes während der Laufbewegung sich anpaßt und ihr keine Hemmungen bereitet. Dieser Tage berief der Berliner Chirurg Geheimrat Professor S a u e r b r u ch deutsche Schuhindustrielle sowie bekannte Orthopäden nach Berlin. Er stellte fest, daß die Entdeckung Dr. Weinerts umwälzend sei und appellierte an die Industriellen, sich tatkräftig für die Verwirklichung der Pläne Dr. Weinerts einzusetzen, damit der neue Schuh bald zum Wohltäter der Menschheit werden könne. Um der Forderung Professor Sauerbruchs gerecht zu werden, wurde die Schaffung eines Forschungsinstituts in Pirmasens beschlossen. Der Tod im Fahrstuhlschacht. Der 15jährige Lehrling Johann Pie hier in Selb (Oberfranken) fiel in einem Betrieb luden Aufzugsschacht. Er stürzte nahezu neun Meter m bie Tiefe. Der Unfall blieb unbemerkt. Erst einen Tag sväter wurde Piehler nach langem Suchen t o t aufgefunden. Drei Kinder überfahren und gelötet. — Gewissenloser Autofahrer verhaftet. In Nebringen (Oberamt Herrenberg, Württ.) wurden die drei Kinder des Bahnwärters Dürr, zwei Mädchen im Alter von zwölf und zehn Jahren und ein Junge von sieben Jahren, die sich auf dem Heimweg von einer Zusammenkunft der HI. befanden, von dem Personenauto eines Geschäftsmannes aus Herrenberg erfaßt und auf den Straßenrand geschleudert, wo sie tot liegen blieben. Der Täter suchte, ohne sich um die Kinder zu kümmern, das Weite und täuschte im späteren Verlauf seiner Fahrt einen eigenen Unfall vor. Seine Darstellung war jedoch derart unglaubhaft, daß er noch in derselben Nacht verhaftet wurde. Bei der Untersuchung konnte festgeftellt werden, daß die Kinder vorschriftsmäßig auf der rechten Seite der Straße unmittelbar am Straßenrand hintereinander landwirtschaftlicher Erzeugnisse des französischer? Grenzgebietes in das Saarland. Oie Bemühungen um eine chinesisch-japanische Zusammenarbeit^ Tokio, 21. Februar (DNB.) Kriegsministee Hayajchi hatte heute wieder eine einstündigs Unterredung mit dem chinesischen Sondergesandten Wangtschunghui. Hayaschi wies darauf hin, daß der antijapanische Geist in China ein Zusammenarbeiten beider Länder verhindere. Beide Teils müßten offen ihre Ansichten austausch e n , wie darin Abhilfe zu schaffen sei. Wang- tschunghui antwortete, daß Nanking nicht daran denke, antijapanische Aktionen zu unterstützen, aus verschiedenen inneren Gründen sei aber die Beseitigung der antijapanischen Bewegung sehr sch w e r. Trotzdem wolle die Nanking-Regierung nichts Untertanen, um d i e Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit zu schaffen. China könne ohne Japan die gegenwärtige ernste Lage nicht überwinden. — Wangtschunghui gab den führenden Staatsmännern, den Parteiführern, Generälen und Vertretern von Wirtschaft, Handel und Wissenschaft ein Frühstück. Bei dieser Gelegenheit führte Außenminister H i r o t a aus, daß die Besprechungen mit dem chinesischen Sondergesandten ein gutes Zeichen für das Gelingen einer Zusammenarbeit sei. gingen. Unter der erdrückenden Beweislast hat sich der Festgenommene zu einem Teilgeständnis herbeigelassen, da an dem Auto Blutspuren und Haare des Knaben gefunden wurden. Einsturzunglück in einer japanischen Mädchenschule. 73 Schülerinnen verletzt. In der Mädchenschule in Okayama, westlich von Osaka, brach der Fußboden der Aula durch. 73 Schülerinnen wurden mit in die Tiefe gerissen und erlitten mehr oder weniger schwere Verletzungen. Die Behörden haben eine eingehende Untersuchung des Unglücksfalles eingeleitet. Begnadigung durch den Führer. Der Führer und Reichskanzler hat die durch das rechtskrfstige Urteil des Schwurgerichts Kottbus vom 16. Dezember 1933 gegen Bernhard Pifchon wegen Ermordung des SA.-Mannes Walter Gornatowfki aus Kottbus verhängte Todesstrafe im Gnadenwege durch Erlaß vom 13. Februar 1935 in eine Zuchthausstrafe von 15 Jahren umgewandelt. Sühne für einen gemeinen Word. Vor dem Ulmer Schwurgericht fand eine bei Hun. Verfingen, Kreis Riedlingen in Württemberg, verübte Mordtat ihre Sühne. Der Mörder K. Schulze, der ein Geständnis abgelegt hatte, und die Anstifte rin zum Mord, die verheiratete Sophie Weber, geb. Merk, wurden zum Tode verurteilt. Die beiden unterhielten ein Liebesverhältnis. Sophie Weber hatte den Schulze überredet, ihren Mann zu töten. Am 1. Dezember v. I. veranlaßte sie ihren Mann, sie auf die Arbeitssuche nach Riedlingen zu begleiten. Schulze folgte in kurzem Abstand. Bei Hundersingen gab die Frau ihrem Liebhaber das Zeichen, daß der Augenblick gekommen sei. Mit wuchtigen Hieben mit einem Axstiel zertrümmerte Schulze dem ahnungslosen Ehemann den Kopf, so >d-aß der Tod sofort eintrat. Wildes Welter — neue Lawinenstürze. Durch das milde Wetter ist in den Tiroler Bergen die Lawinengefahr neuerlich stark gestiegen. Aus verschiedenen Tälern werden schwere La- winenschäden gemeldet. Im Gebiet des Groß-Glock- ners, wo jchon vor einigen Tagen die Luckner Hütte zerstört wurde, ist nunmehr auch die Hilda- Hütte durch eine Lawine vollständig zertrümmert und fortgetragen worden. Auch die Station der Materialdrahtseilbahn auf die Adlersmh am Groß- Glockner wurde stark beschädigt. Zahlreiche Lawinenstürze werden auch aus dem Stubai-Tal gemeldet, wo in den Alphütten schwere Schäden angerichtet wurden. In Vorarlberg wurden durch eine Lawine fünf Alphütten verschüttet. Zwei Bergleute tödlich verunglückt. In Datteln (Westfalen) kamen in einem Querschlag der Zeche „Emscher-Lippe" die Gesteinshauer Wilhelm R o ß l a n z und Urban Mors durch vorzeitige Entzündung einer Sprengpatrone zu Tode. Der Gesteinshauer Ludwig Rasche erlitt leichte Verletzungen. 6. Vollsitzung der Akademie für deutsches Recht. Der Präsident der Akademie für deutsches Recht, Reichsminister Dr. Hans Frank, hat für den 27. d. M. die Mitglieder der Akademie für deutsches Recht zu ihrer 6. Vollsitzung, die im Berliner Rathause ftattfinbet, zusammengerufen.— Auf Einladung des Präsidenten der Akademie spricht der Dekan der juristischen Fakultät der Sorbonne Paris, Professor Dr. Donnedieu de Sabres, über das Thema „Die internationale Bekämpfung der Delikte des Völkerrechts." In der Arbeitstagung der Akademie hat der Reichsbauernführer Reichsminister D a r r 6, Mitglied der Akademie für deutsches Recht, einen Vortrag über „Blut und Boden als Grundlage des deutschen Völkerrechts" übernommen. — Außerdem wird der Dekan der Berliner juristischen Fakultät Professor Dr. Heymann das Wort ergreifen. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Mit ungewöhnlicher Geschwindigkeit hat sich unter starkem Druckfall ein neues Sturmfeld genähert. Es wird im Laufe des Freitag über uns hinwegziehen, stürmische, auffrischende von Süd nach West drehende Winde und unter Niederschlägen starke Abkühlung bringen. Die Gesamtwetterlage bleibt auch weiterhin sehr unruhig und unbeständig, doch lassen sich Einzelheiten bei der ungewöhnlichen Schnelligkeit, mit der die einzelnen Störungsgebiete ziehen, nicht angeben. Aussichten für Samstag: Nach starken Böen (am Freitag) noch sehr unruhig, wechselnd bewölktes Wetter mit einzelnen Schauern, bei kräftigen westlichen Winden kälter. Lufttemperaturen am 21. Februar: mittags 10,3 Grad Celsius, abends 6,2 Grad; am 22. Februar: morgens 4,9 Grad. Maximum 10,4 Grad, Minimum 4,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 21. Februar: abends 4,6 Grad; am 22. Februar: morgens 3,6 Grad Celsius. —Niederschläge 1,4 mm. Wintersport. Schwarzwald: Feldberg: Schneefall, —1 Grad, 165 Zentimeter Gesamtschneehöhe, Pulvere schnee, Ski und Rodel sehr gut. Wie sieht es in der Wirtschaft aus? In Ruhe und Sachlichkeit vollzogen sich diesmal die Verhandlungen über das Stillhalte-Ab- kommen für die kurzfristigen Auslandschulden der Länder, Gemeinden und öffentlich-rechtlichen Körperschaft en. Die Schuldsumme beläuft sich, nachdem erhebliche Rückzahlungen geleistet und anderseits der Währungsgewinn für uns einen Vorteil brachte, auf etwa 110 Millionen Reichsmark. Das Stillhalte-Abkom- men ist um ein Jahr verlängert worden. Wie im Vorjahre können die Auslandgläubiger eine Teilrückzahlung von 25 v. H. in vierteljährlichen Raten verlangen. Die gezahlten Reichsmarkbeträge werden als Registermark behandelt. Der Zinssatz ist auf 4,5 o. H. ermäßigt worden. Damit ist ulso ein Abkommen getroffen, das durchaus der Sachlage entspricht, da die Gläubiger von ihrem in den letzten Jahren festgehaltenen Prinzip abgegangen sind, die hohen Zinsen nach wie vor zu fordern und die Rückzahlung zu verlangen, als ob mittlerweile die Weltwirtschaft nicht in eine furchtbare Krise geraten fei und als ob die Bedingungen, unter denen wir das Geld aufnahmen, unverändert wären. Es mag merkwürdig berühren, daß gerade die Gläubiger im Auslande zwar für die Finanzpolitik ihrer eigenen Staaten eine Elastizität forderten, Deutschland aber an Verträge binden wollten, die durch die Zeit längst überholt sind. Noch im vorigen Jahre wurde versucht, aus politischen Gründen die Sachlichkeit, die allein vorwärtsbringen kann, zu verderben und bedauerlicherweise hat damals in ihrer Schuldennote auch die englische Regierung Vorwürfe gegen Deutschland erhoben, die sie mit Fug und Recht und zureichenderem Grunde für sich in der Frage der amerikanischen Kriegsschulden hätte erheben müssen. Es ist bemerkenswert, daß in diesem Jahre sich die Stillhalte-Verhandlungen in Bahnen bewegten, die allein zur Verständigung führen mußten und daß alle Hemmungen von vornherein ausgeschaltet waren, soweit sie aus politischen Gefühlsausbrüchen hergeleitet werden konnten. * Die Vorarbeiten für die diesjährige Leipziger Frühjahrsmesse, die am 3. März eröffnet werden wird, sind bereits weit vorgeschritten. Die Zahl der Aussteller wird noch beträchtlich großer als im vorigen Jahre sein und mehr als 8000 betragen. Aus dem Jnlande ist zweifellos ein Rekordbesuch zu erwarten. Aber auch der Zustrom der ausländischen Einkäufer wird, wie die bereits vorliegenden Anmeldungen zeigen, den der Vorjahrsmesse bedeutend überfteigen. Allein aus den Vereinigten Staaten werden 500 Besucher erwartet. Insgesamt wird die Messe in diesem Jahre von mehr als 20 000 ausländischen Kaufleuten besucht werden. Man kann hieraus ungefähr ermessen, wie sehr der deutsche Export durch die Messe angekurbelt und gefordert werden wird. Diesmal wird der Besuch zahlreicher überseeischer Großeinkäufer vor allem dem Zustandekommen von K o m. - penjationsgeschäften dienen. Gerade für diesen Zweck ist eine persönliche Aussprache häufig nützlich und notwendig. Die Ausländer, die aus den Vereinigten Staaten, Südafrika und anderen Ländern nach Deutschland kommen, wissen heute genau, daß sie sich den deutschen Markt als Abnehmer ihrer Rohstoffe und sonstigen Erzeugnisse nur erhalten können, wenn ihre Heimatlander größere Mengen deutscher Waren aufnehmen. Ihr zahlreicher Besuch beweist also, daß sie den Weg des Abschlusses von Ausgleichsgeschäften für gangbar und erfolgversprechend halten Das Ziel der Ausfuhrsteigerung heißt: Die Lücken zwischen Emsuhr- bebürfnis und Ausfuhrertrag muß geschlossen werden. Das Reichswirtschaftsministerium hat schon veranlaßt, daß für Ausfuhrabschlüsse auf der Messe Rohstoffe beschleunigt bevorzugt zugeteilt werden. So wird der Leipziger Frühjahrsmesse dieses wcal eine äußerst wichtige Aufgabe gestellt. Die Technische Messe und die Baumesse hat schon ein Drittel des Raumbedarfs mehr belegen müssen. Bürobedarf, Papierwaren, Beleuchtungskörper und Möbel werden eine starke Zunahme der Beschickung zeigen, ebenso Haus- und Küchengeräte, Glas, Porzellan, Steingut, Tonwaren, Textilwaren, Leder- und Reiseartikel. * Der Siegerländer Eisenerzbergbau hat im Monat Januar seine Forderung und seinen Absatz beträchtlich steigern können, ebenso auch der Erzbergbau im Lahn-Dillgebiet und in Oberhessen. In beiden deutschen Bergbaubezirken rechnet man mit günstigen Aussichten für die nächsten Monate. In einer Mitgliederversammlung des Bundes der deutschen Eifenhändler wurde festgestellt, daß dank der Marktregelung bereits in erheblichem Umfange eine Beruhigung der Märkte eingetreten ist. Die Regierung habe zwar die Auswüchse im Kartellwesen bekämpft, aber denjenigen marktordnenden Verbänden Verständnis entgegengebracht, die unter sorgfältiger Beobachtung der Konjunktur Preise und Handelsbedingungen der allgemeinen Lage angepaßt haben. — Die Fachgruppe Baumwollspinnerei berichtete, daß die Nachfrage nach Baumwollgarnen weiter lebhaft geblieben ist. Es sei gelungen, den Beschäftigungsstand der Spinnereien trotz der Rohstofftchwierig- keiten aufrechtzuerhalten. — Die Gesamtzahl der Konkurse und Vergleichsverfahren im Jahre 1934 betrug nach einer Zusammenstellung des Statistischen Reichsamts 6207 bzw. 774. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Konkurse um 2 2 v.H., die Vergleichsverfahren sogar um mehr als 47 v. H. vermindert. Bemerkenswert ist, daß mehr als die Hälfte aller Anträge auf Konkurs- oeröffentlichung wegen Mangels an Masse ab gelehnt werden mußte. Auch die Konkursstatistik zeigt einen außerordentlich befriedigenden Stand des Jnland- geschäfts, während freilich der Auslandhandel bis jetzt kaum Zeichen der Belebung aufweist. Hier muß also in erster Linie der Hebel angesetzt werden. * Oe st erreich ist in einer bedrängten Wirtschaftslage, ein Blick auf feine Struktur beweist, daß sie auch gar nicht anders fein kann, da das Land in feiner Wirtschaft ursprünglich darauf angelegt war, jene Länder der k. u. k. Monarchie mit Waren zu versehen, die sich seitdem eigene Industrien gründeten. Aus der Jllusionszeit nach dem Kriege ist vor allem einmal die A n l e i h e p o l i t i k geblieben, wonach also das Land schließlich nur von den Gaben anderer Länder lebt, und die Sozialversicherung, die ungeheuerlich aufgebläht war und große Fehlbeträge aufwies derart, daß z. B. in der Angeftelltenversicheruna die Gefahr bestand, daß die Zahlungen eingestellt werden mußten. Man versteht die Erregung der Betroffenen, der Rentenempfänger, denn an und für sich haben sie einen Rechtsanspruch auf die volle Hohe ihrer Rente, da sie jahrelang auch die vollen Beiträge bezahlten. Wenn der Staat diese Beiträge nicht in voller Hohe und allein zu dem gedachten Zweck verwandte, dann mögen das die Rentenempfänger mit ihrem Staat ausmachen; jedenfalls werden die fälligwerdenden Beträge der Jnvalidi- täts-, Alters- und Hinterbliebenenrenten um volle 2 0 v. H. gekürzt, wenn sie über 60 Schilling monatlich betragen, d. h. nach dem heutigen Stande etwa 28 bis 30 Mark! Für darunterliegende Beträge und für die Waisenrenten werden 10 v. H. abgezogen. Das ist also die erste Entscheidung in der vielumstrittenen Reform der Sozialversicherung in Oesterreich, und da an und für sich die Renten schon sehr knapp waren, ist die Bestürzung der Bevölkerung über diese Maßnahme sehr verständlich. Kleine politische Nachrichten. Der Führer und Reichskanzler hat dem Reichs- und preußischen Minister des Innern Dr. Wilhelm Frick des Ehrenzeichen der Bewegung vom 9. November 1923 verliehen. * Reichsminister Dr. Goebbels traf in Essen ein. Die Straßen prangten im Flaggenschmuck, eine nach Tausenden zählende Volksmenge begrüßte den Reichsminister mit großen Ovationen. Abends wohnte Dr. Goebbels im Essener Schauspielhaus der Aufführung des Lustspiels „H i e r s i n d G e m - s e n z u sehen" von Siegmund Graff bei. Das Stück gelangte in glänzender Regie zur Aufführung und fand einmütigen lebhaften Beifall des Publikums. * Reichsminister Dr. Goebbels hat den bisherigen Prefjechef der Stadt Berlin, feinen alten Mitarbeiter Dagobert Dürr, als Pressereferenten in das Reichsministerium für Volksaufklarung und Propaganda und in die Reichspropagandaleitung der NSDAP, berufen. Der Reichs kommiff ar für die freiwillige Krankenpflege, General der Infanterie z. D. Herzog von Koburg erstattete dem Führer und Reichskanzler eingehend Bericht über feine Reife als Repräsentant des Deutschen Reiches zur 15. Internationalen Rot-Kreuz- Konferenz in Tokio. Der Danziger Volkstag hat den Auf- löfungsantrag der nationalsozialistischen Fraktion mit 41 Stimmen gegen 22 Stimmen bei drei Stimmenthaltungen angenommen. Gegen die Auflistung stimmten das Zentrum, die Sozialdemokraten und die Kommunisten, während die beiden polnischen Abgeordneten und der deutschnationale Abgeordnete Dr. Ziehm sich der Stimme enthielten. Die Neuwahl findet am 7. April statt. In der Sitzung kam es wiederholt zu schweren kommunistischen Ausschreitungen. Die sozialdemokratische „Dolksstimme" wurde v e r w ar nt, öeU sie in einem Aufsatz die Dolkstagswahl als Die milchwirischastliche Gesetzgebung 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. folgt: 10. § 38. 11. 12. 1. 2. 3. Vereinbarungen regeln. (4) Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft kann ferner Zusammenschlüsse, die zur Regelung der Verwertung und des Absatzes van Milch und Milcherzeugnissen gebildet worden sind, untereinander zusammenschließen. Die Vorschriften in Abs. 2 und 3 finden entsprechende Anwendung. die Rechte und Pflichten der Mitglieder und die sonstigen Rechtsverhältnisse der Zusammenschlüsse durch eine Satzung regeln und bestimmen, daß die Zusammenschlüsse rechtsfähig sind, bestimmen, daß gegen Mitglieder, die gegen die Satzungen oder die zu ihrer Ausführung erlassenen Bestimmungen des Zusammenschlusses verstoßen, Ordnungsstrafen festgesetzt werden können, Betriebe an bereits bestehende Zusammenschlüsse von Betrieben gleicher Art anschließen und hierbei die Rechte und Pflichten der Mitglieder auch abweichend von den vertraglichen (1) Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft kann Erzeugerbetriebe und Betriebe, die Milch oder Milcherzeugnisse bearbeiten oder verarbeiten, sowie Betriebe, die mit Milch oder Milcherzeugnissen handeln, zur Regelung der Verwertung und des Absatzes von Milch und Milcherzeugnissen zusammenschließen. (2) Er hat dabei für größtmögliche Wirtschaftlichkeit Sorge zu tragen und Schädigungen der Gesamtwirtschaft und des Gemeinwohls zu verhindern. (3) Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft kann insbesondere Grund dieser Satzung ergehen, Ordnungsstrafen bis zu 1000 Reichsmark im Einzelfalle festsetzen. (2) Gegen Anordnungen des Vorsitzenden nach Abs. 1, Nr. 11. und 12. ist binnen zwei Wochen die Anrufung des Schiedsgerichtes zulässig. Die Anrufung hat aufschiebende Wirkung. Anm. zu 3. Dem Erzeuger steht lediglich die Verwertung der Milch innerhalb seines Betriebes frei, nicht aber die Verwertung, d. h. der Absatz der evtl, aus dieser Milch gewonnenen Erzeugnisse! lieber die Verwertung von Butter vgl. weiter unten! Durch diese Gesetze und Verordnungen war zwar eine Regelung unseres Jnlandmarktes bezüglich der eigenen Erzeugnisse möglich. Da aber die Einwirkung einer regellosen Einfuhr ausländischer Milcherzeugnisse auf den Jnlandsmarkt nicht davon betroffen wurde, legte Reichsminister Darrd der Reichsregierung das Gesetz über den Verkehr mit Milcherzeugnissen vor. Dieses Gesetz wurde beschlossen und am 20. Dezember 1933 verkündet. Durch die Vorschrift des § 1 Abs. 1, daß Milcherzeugnisse, Bestimmungen über das Sammeln und Befördern der Milch erlassen und Maßnahmen zur Verbilligung dieser Tätigkeit treffen, vorschreiben, wohin die in den Verkehr zu bringende Milch zu liefern ist, insbesondere auch die Lieferung an Be- und Verarbeitungsbetriebe anzuordnen; dabei muß den Inhabern von Milcherzeugerbetrieben grundsätzlich die Entscheidung darüber überlassen werden, in welcher Weise sie die von ihnen gewonnene Milch innerhalb ihres Betriebes verwerten wollen (vgl. Anm.), vorschreiben, von welcher Stelle die Milchverteiler Milch zu beziehen haben, den Absatz von Trinkmilch und Werkmilch regeln und in diesem Zusammenhänge eine Ausgleichsabgabe erheben, die Verrechnung und Bezahlung der Milchlieferung regeln, wirtschaftlich angemessene, für die Mitglieder verbindliche Preise und Preisspannen für Milch und Milcherzeugnisse, ausgenommen Butter, Käse, sowie Milch- und Sahnedauerwaren, fest- setzen; vor der Festsetzung ist der Preisausschuß (§15) zu hören; die Preise und Preisspannen bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Zustimmung des Vorsitzenden der Hauptvereinigung, anordnen, daß Wirtschaftsbetriebe sich örtlich zusammenschließen, die Erzeugungsmenge für die Mitglieder der Molkereigruppe festsetzen oder die Herstellung auf bestimmte Erzeugnisse beschränken oder den Betrieb ganz oder vorübergehend stillegen, anordnen, daß die Erweiterung des Geschäftsbetriebes- oder der Leistungsfähigkeit bestehender Betriebe der Molkereigruppe für eine bestimmte Zeit unterbleibt oder von feiner Genehmigung abhängig ist, zur Deckung der Verwaltungskoften und sonstigen Aufwendungen, die der Erfüllung der Verbandsaufgaben dienen, von den Mitgliedern Beiträge nach Maßgabe ihrer Umsätze an Milch und Milcherzeugnissen zu erheben, gegen Verbandsmitglieder, die gegen Anordnungen des Vorsitzenden verstoßen, die auf (5) Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft kann vor endgültigen Maßnahmen gemäß Abs. 1 bis 4 einstweilige Anordnungen zur Regelung der Verwertung und des Absatzes von Milch und Milcherzeugnissen treffen. (6) Er kann ferner die ihm nach Abs. 1 bis 5 zu- stehende Befugnisse auf Beauftragte übertragen. Von der Möglichkeit des Abs. 6 hat der Reichs- minister für Ernährung und Landwirtschaft Gebrauch gemacht und die ihm zustehende Befugnisse auf einen Beauftragten, den Reichskommissar für die Milchwirtschaft, durch seinen Erlaß vom 31. Juli 1933 rechtswirksam übertragen. Dessen Befugnisse hat er durch die Verordnung vom 14. März 1934 über die Bestellung eines Reichskommissars für die Vieh-, Milch- und Fettwirtschaft endgültig sest- gelegt. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat nun, nachdem der Reichskommissar bereits früher vorläufige Regelungen bezüglich der Zusammenschlüsse in der Milchwirtschaft rechtsverbindlich getroffen hatte, durch seine Verordnung über den Zusammenschluß der deutschen Milchwirtschaft vom 27. März 1934 den einzelnen Organisationen ihre endgültige Rechtsformen und Satzungen gegeben. Nach § 1 dieser Verordnung werden 1. die Betriebe, die Milch erzeugen, 2. die Molkereibetriebe und 3. die Betriebe, die Milch verteilen, zu den Milchversorgungsverbänden zusammengeschlossen (insgesamt 69). Diese Verbände, die Großverteilervereinigungen und evtl, bestehende Fachvereinigungen für kleinere Gebiete werden zu Milchwirtschaftsverbände zusammengefaßt (insgesamt 15). In der Deutschen Milchwirtschaftlichen Vereinigung, der sog. H a u p t Vereinigung, sind schließlich die Milchwirtschaftsverbände, die Dauermilchvereinigung, die Schmelzkäsereivereinigung und sonstige Fachvereinigungen für das Reichsgebiet zusammengefchloffen. All diese Zusammenschlüsse sind, ohne daß dies in der Verordnung ausgesprochen worden ist, Körperschaften des öffentlichen Rechts. Sie tragen Zwangscharakter, erheben Abgaben, die auf Antrag von den Finanzämtern eingezogen und wenn nötig beigetrieben werden, verhängen Ordnungsstrafen, ihre Anordnungen können zum Teil polizeilich erzwungen werden, und für besondere Übertretungen und Verstöße gegen die Satzungen sind sogar Gefängnisstrafen vorgesehen. Mit eine der wichtigsten Bestimmungen der Verordnung vom 27. 3.1934 enthält der § 8 der allgemeinen Satzung für die Milchversorgungsverbände, dieser lautet: § 8. (1) Dem Vorsitzenden (des Milchversorgungsverbandes) obliegt die Durchführung der Aufgaben des Verbandes nach den Vorschriften der Gesetze und dieser Satzung und unter Beachtung der Weisungen der Hauptvereinigung und des übergeordneten Milchwirtschaftverbandes. Der Vorsitzende kann, wenn es aus wirtschaftlichen Gründen und zur Erreichung der Zwecke des Verbandes unter Würdigung der Belange der Gesamtwirtschaft und des Gemeinwohls geboten erscheint, nach Anhörung des Verwaltungsrats insbesondere tober ftian und bei geb' ber zwi nig wir befi len ein ber Le sie am uri für selb voll das lech tig, ehrl wer schei pliz ben W jdja gek ihr Die ganz verzweifelte Lage der Landwirtschaft, gerade auch ihres Milch erzeugenden und verwertenden Teiles, zwang die nationalsozialistische Reichsregierung sofort nach der Machtergreifung zu tatkräftigen und umwälzenden Regelungen in der Milchwirtschaft. In den Jahren zuvor waren die Milch-Erzeuger und Verbraucher, Verarbeiter und Händler, durch die freie und ungebundene liberalistische Wirtschaftsauffassung, und der dadurch bedingten Wirtschasts- kämpfe innerhalb der Milchwirtschaft, empfindlich getroffen worden. Die Spanne zwischen Erzeugerund Verbraucherpreis war durch die zum Teil willkürlich ausgenutzte Monopolstellung Einzelner übermäßig groß. Es kam noch hinzu, daß durch eine regellose und fast unbeschränkte Einfuhr von Milch und insbesondere von Milcherzeugnissen aus dem Auslande auf Grund von Meistbegünstigungsklauseln die deutsche Milchwirtschaft auf dem eigenen Jnlandsmarkt stark bedrängt und gefchädigt wurde. Die neue milchwirtschaftliche Gesetzgebung der Reichsregierung liegt ganz im Rahmen der übrigen landwirtschaftlichen Gesetzgebung des neuen Staates und folgt feinem Bedürfnisse nach einer planmäßigen Ordnung der Milchwirtschaft. Sie beginnt mit den Gesetzen vom 11. Mai und 20. Juli 1933 zur Aenderung des Milchgesetzes in der Fassung vom 31. Juli 1930. Die rechtliche Grundlage zur planmäßigen Ordnung der deutschen Milchwirtschaft wurde durch die Neufassung des §38 Milchgesetz gegeben. Die Absätze 1 bis 6 lauten in ihrer heutigen Fassung wie die im Zollinland hergestellt oder aus dem Zoll, ausland oder aus einem Zollausschlußgebiet em» geführt werben, im Zollinland nur durch eine vom Reichsminister für Ernährung und Landwirtfchafl bestimmte Reichsstelle in den Berkehr gebracht werden dürfen, erreichte man eine dauernde Ordnung des inneren Marktes. Auch für unseren Außenhandel war diese Regelung von großer Wichtigkeit. Früher konnten dis Milcherzeugnisse des Auslandes wegen bestehenden Handelsverträgen nicht weitergehenden Verkehrsbeschränkungen unterworfen werden, als Diejenigen des Inlandes. Jetzt können aber InlandserzeugunI wie auch die Einfuhr den Bedürfnissen des Nrnrktes angepaßt werden. Wir können dadurch auch den evtl. Bedarf an Auslandswaren der Milcherzeugung da decken, wo wir wollen, d. h. in den Landern, die ihrerseits bereit sind, andere deutsche Erzeugnisse dafür einzuführen! Eine Regelung, dis für unsere Handelsbeziehungen von größter Wichtigkeit ist! Zum Schluß der Ausführungen noch kurz die Beantwortung einer häufig gestellten Frage, die lautet: „Unter welchen Bedingungen darf selb st erzeugte Landbutter in den Verkehr gebracht werden? Dazu ist folgendes zu sagen: Gemäß des oben abgedruckten § 8 der Milchversorgungsverbands- satzungen, bestimmt der Vorsitzende des Milchner- forgungsverbandes die Milchmengen die der Erzeuger abliefern muß. Die Verwertung der dem Erzeuger verbleibenden Milchmengen innerhalb feines Betriebes bleibt gemäß § 8 MVV.-Satzungen diesen freigestellt. Laut Vorschriften des Gesetzes über den Verkehr mit Milcherzeugnissen vom 20. Dezember 1933 mußte der Erzeuger, um die evtl, von ihm hergestellte Butter verkaufen zu dürfen, bis zum 1. Ja- nuar 1935 einen sog. Uebernahmeschein haben. Dieser Uebernahmeschein erlaubte dem Erzeuger eine bestimmte Menge Landbutter innerhalb einer gewissen Zeit zu verkaufen. Die Reichsstellen hatten somit einen Ueberblick über die erzeugten und verkauften Buttermengen. Ab 1. Januar 1935 kommt nun diese Beschränkung des Selbsterzeugers beim Verkauf von Butter aus eigenem Betrieb, nämlich einen Uebernahmeschein zu besitzen, laut Verfügung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft vom 27. Dezember 1934 in Fortfall. Die übrigen Anordnungen die von den Milchversorgungsverbänden gemäß §8 ihrer Satzungen erlassen worden sind, betreffend Ablieferung von Milch und Herstellung sowie Inverkehrbringen von Landbutter über den Eigenbedarf hinaus, bleiben nach wie vor m Kraft und werden durch die Aufhebung des Uebernahme- fcheinverfahrens nicht berührt. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot. für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter.- Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. I. 35: 12 195. Druck und Verlag: Brühl'lche Universitäts-Buch- und Steindruckeret R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. : Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. : Einzeloerkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf., । mit der Illustrierten 5 Pf. mehr Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig. 1. die von den Mitgliedern der Milcherzeuger- aruppe zu liefernde Trinkmilchmengen fest- KARNEVAL 19 3 5 CAX1F1E AXM1EMO Samstag, 23. Februar: Bunter Abend mit Tanz Mittwoch, 27. Februar: Nachm. Fünf- Uhr-Tanztee Bunter Abend mit Tanz Samstag, 2. März: Bunter Abend mit Tanz Rosen-Montag: Nachmittags: Kinder-Kostümfest Bunter Abend mit Tanz Fasching-Dienstag: Nachmittags Kinder-Kostümfest Abends großes Faschingstreiben Dienstag abend Einlaß nur gegen Verzehrkarte von 1.50 M. 1038 A Gießener Konzertverein statt. 1032D POSTKELLER Bunter Abend Morgen Samstag, ab 8 Uhr abends 0722 Bunter Abend! Stimmungs-Kapelle - Bis 4 Uhr nachts geöffnet Stimmungskapelle Bis 4 Uhr nachts geöffnet. 1034d Das Chorkonzert findet erst am 28. März 1935 blainl „Ml Um" Samstag, den 23. Februar Turnverein von 1846 Versäumen Sie nicht den großen Band beimallr. Sehlesier (Disch. OstbiiDd) Montag, den 25. Februar, 20 Uhr, im Studentenheim, Leihgestern er Weg, Lichtbildervortrag über Schlesiens Bergwelt von Lichtbildner H. U. Siegert - Hirschberg. Eine volkskundliche Reise durch Schlesien mit seinen Bergen, Burgen und Kurorten, Volkskunst (Glasbläser, Holzschnitzer usw.), Trachten, Hochzeiten. Eintr.20 Pf. Alle Volksgenossen sind herzl.eingelad. Turner MaskenHI morgen Samstag, den 23. Februar in der Turnhalle, Steinstr., zu besuchen. Karten im Vorverkauf bei den Mitgliedern E. Jung, Seltersweg, und Gg. 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I. wird der Beginn großer musikalischer Ereignisse sein, an denen die gesamten Kulturvölker, in erster Linie indes das deutsche Volk, teilhaben: die „Deutsch e- Bach-Händel-Schütz- Feier 19 3 5", die die Reichsmusikkammer im Auftrage des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda durchführen tgirb. Ein eigenartiges Geschick hat es gefügt, daß die Geburtstage dieser drei Meister, die die tragenden Pfeiler deutscher Ewig- heitsmusik sind, alle ins Fahr „85" fallen. Heinrich Schütz wurde am 8. Oktober 1585, Johann Sebastian Bach am 21. März und Georg Friedrich H ä n- d e l am 23. Februar 1685 geboren. Auch sonst sind der inneren Beziehungen zwischen ihnen nicht wenige. Das Musikjahr 1935 wird ein Jahr der Selbstbesinnung auf die Urauel- len unserer Musik *jein, einer Kunst, die in allem der Spiegel des völkischen Lebens ist, dem diese Meister bluts- und artgemäß angehörten: Kraftvoll und urgesund, ringend und kämpferisch, hingegeben und selbstvergessen, dazu sinn- voll, heiter und natürlich — das ihr Gehalt; und ihre technische Anlage: sorgfältig, gediegen, gekonnt und ehrlich, vom kleinsten Handwerk bis zu den gigantischen Wunderbauten kompliziertester Formgebungen, deren menschlicher Geist er kaum seiner Gliedmaßen mächtig Historie berichtet von „nächtlichen Mi , , der Sechsjährige auf einem Klavichord unter dem Dache des Hauses vornahm — trotz dem Verbot des Vaters. Dieser, von Beruf „ein kurfürstlich brandenburgischer Leibchirurg" und sehr energischer Charakter, wünschte seinen Sohn als ordentlichen Juristen zu' sehen, da er von der „brotlosen Kunst" nicht allzu Georg Friedrich Händel, ein Altmeister deutscher Musik Zu seinem 250. Geburtstage am 23. Februar. Don Dr. Friedrich Welter, Berlin. gangenem und Gegenwärtigem. * Die Generalstochter Irene von Ketterer soll einen ungeliebten, aber reichen Mann heiraten, der it)re Eltern die Möglichkeit bieten würde, sich aus einer schwierigen Situation zu retten. Sie lehnt das ao und will ihr Schicksal selbst in die Hand "Amen, das Einzige, was sie gelernt hat, ist mit Pseroen umgehen und reiten. So kommt es, daß ste Die Bekanntschaft eines berühmten Schulreiters namens Carlo Cavelli macht, der ein Meister seines Faches ist. Aber sein Erfolg ist von Sensation und Geheimnis umwittert; man glaubt zu wissen, daß er nicht immer, nicht von Kindheit auf, wie alle seine Kollegen, Artist gewesen ist. Er findet sich, nach anfänglichem Sträuben, bereit, Irene auszubilden; ste lernen sich näher kennen und lieben, sie wollen zusammen ins Ausland und dort heiraten. Alles würde gut gehen — da gelingt es dem durch Cavelli verdrängten reichen Freier, die Maske zu lüften, unter der der Schulreiter Abend für Abend m Den Sattel steigt: Cavelli war früher Offizier, er heitzl noch voller Geheimnisse. Die junge Dame, Erbin eines Vermögens von einer halben Million Mark, war beschuldigt worden, sich in einem vornehmen Geschäft in Westend durch Vorspiegelung falscher Tatsachen in den Besitz von Waren gesetzt zu haben. Vergeblich beteuerte sie, daß es sich nicht um sie gehandelt haben könne, sondern daß eine andere Frau die Schuldige sein müsse. Auf Grund der Beweisführung erkannte das Gericht sie wissentlichen Betruges für schuldig und das Mädchen mußte seine Gefängnisstrafe verbüßen, bet der sie selbstverständlich genau dieselbe Behandlung erfuhr, wie alle anderen weiblichen Gefangenen. Immer wieder beteuerte sie, zu Unrecht verurteilt worden zu sein, und ihr erstes Wort, das sie nach ytyctt Freilassung sprach, galt der Ermittlung jener rätselhaften Frau, die mit ihr in jenem verhängnisvollen Betrugsmanöver offensichtlich verwechselt worden war. Ihre Mutter war während der langen Monate der Abwesenheit ihrer Tochter nicht müßig; sie setzte eine hohe Belohnung für die Auffindung jener unbekannten Doppelgängerin ihrer Tochter aus und beauftragte Privatdetektive mit einer genauen Nachprüfung aller gegen sie erhobenen Vorwurfe. Ueber- raschenderweise fanden sich schon kurze Zeit nach der Freilassung der Gefangenen Detektive von Scotland Yard, der Londoner Kriminalbehörde, bei ihr ein und verhörten sie eingehend, da man einer Betrügerin auf der Spur ist, die wirklich eine gewisse Ähnlichkeit mit Dorothy Sibley besitzt. „Die Detektive nannten mir eine Anschrift, die von der verdächtigen Frau angegeben worden ist, und ich werde selber hingehen, um mich davon zu überzeugen, wer sie ist", versicherte Dorothy Sibley mit großer Entschlossenheit, und sie läßt sich offensichtlich vcm diesem nicht ungefährlichen Unternehmen, die Unbekannte selbst ausfindig zu machen, durch nichts abhalten. „Wenn es die Frau ist, die ich suche, dann werde ich alles daran setzen, meinen Fall von neuem aufzurollen und mich zu recht- fertigen." Rundfunk erfüllt einen letzten Wunsch. Ein rührender Vorgang hat sich vor kurzem in Melbourne (Australien) ereignet. Dort lag eine alte Frau im Sterben, die den Wunsch äußerte, noch einmal die Stimme ihre Sohnes zu hören, der in Sidney war. Der Arzt telephonierte nach Sidney und veranlaßte, daß der Sohn einige Augenblicks an das Mikrophon des dortigen Senders treten konnte Die Sterbende hörte nun durch ihren Laut- sprechet einige beruhigende Worte ihres Sohnes Wellige Minuten später starb sie. Und vor allem auch das Verdienst des Schauspielers Rudolf Forster. Man begegnet ihm hier wm ersten Male nach langer Pause wieder: er hat einer langwierigen Krankheit wegen jroet Jahre aussetzen müssen und nicht filmen können. Jetzt kehrt er zurück — in einer Rolle, die keiner so spielen könnte wie er. Er ist auch hier geblieben, was er immer war, und was jede einer früheren Rollen auszeichnete: Kavalier, Gentleman, Grandseigneur. Keiner konnte so wie er sich m das Doppelviel gerade dieser Rolle einfühlen, so das Gegenwärtige aus dem Früheren ableiten, erklären und formen. Er bleibt auch als Cavelli noch immer der Rittmeister Graf Werffen: ruhig, sicher, kühl und beherrscht, ohne ein lautes Wort, ohne eine unkontrollierte Bewegung. Wundervoll knapp' die kleine entscheidende Liebesszene... der Höhepunkt des Films, ohne Zweifel, auch um des willen, weil sich die zwingende und eindringliche Gestaltung Forsters h er ganz unmittelbar auf feine Partnerin überträgt: Angela Salloker, junge Schauspielerin fähig ist. So lebten diese Künstler musizierend, schaffend und lehrend, von vielen ihrer Zeitgenossen gekannt und bewundert, aber längst nicht nach ihrem wahren Wert anerkannt und gewürdigt. Das gilt auch von Georg Friedrich Händel, obschon gerade er in weit höherem Maße als Schütz und besonders Bach mitten in der großen Welt stand. Er war ganz und gar eine expansive Natur. Wie feine Musik das weite, umspannende Gefühl besitzt, so durcheilte er in feiner ungewöhnlichen KünsUer- lausbahn die verschiedensten Stationen; eine Siegernatur, die sich als Charakter überall zu behaupten wußte, und als Künstler mit der Schnelligkeit des Genies sich die technischen Errungenschaften seiner Georg Friedrich Händel, nach einem Gemälde von Hudson, gestochen von I. Faber 1749. — (Photo: Scherls Bilderdienst, iiHLietie, — „ein ergreifender Anblick", nach dem Zeugnis der Zeitgenossen. Am 14. April 1759 erlischt ein irdisches Dasein. Händel steht als Mensch und Künstler gleich groß da, ähnlich wie sein großer Zeitgenosse Bach den er nie gesehen hat. Sein Leben, ausschließlich tm Dienste der Kunst, hatte ihn in reiche Hauser m Fürsten- und Königspaläste geführt. Die Portrats aus verschiedenen Zeiten — so von Hogarth, Schmidt, Hudson oder H o u b r a t e n — zeigen uns einen majestätischen Kopf mit dem fieberen Blick eines felbstbewußten Künstlers. Der meift gutmütig dreinschauende „große Bär", der sich feinen geraden, unverfälschten Sinn bewahrt hatte, konnte bei Verletzung seines Künstlerstolzes gewalttätig werden, wie bei der Sängerin Cuzzoni, Die er buchstäblich durchs Fenster werfen wollte, da sie die Fassung einer Arie für nicht wirkungsvoll genug hielt, um damit zu glänzen. Wir verehren heute Händel in erster Linie als den Schöpfer und Vollender des Oratoriums uyd großer Chorwerke, in zweiter Linie als Jnftru- mentalkomponiften und erst in letzter Hinsicht als Opernkomponist. Dieser letzte Teil seines Schaffens ist für die heutige Praxis als Ganzes verloren. Aber die verschwenderische Fülle an Musik wird sich in Einzelheiten gewiß verwerten lassen. Handels Jnstrumentalschöpfungen, die Orchester- und Orgelkonzerte, begegnen uns immer häufiger in musikalischen Veranstaltungen, und gerade Die neuere Zeit hat zu diesem Musizieren mit Kammerorchestern in kleinerer Besetzung wieder Einstellung und Stilgefühl gewonnen. Im Vordergrund des Interesses werden natürlich nach wie vor Die großen Chorwerke stehen. Hierin ist Handel unvergleichlich groß. Ihm geht es nicht auf Komplizierung der Anlage — es wäre also verfehlt, ihn lediglich als großen „Fugenmeister" anzusehen — sondern auf Weitung und Spannung Der Form. Gerade in der Abweichung vom strengen Schema zeigt sich seine ganze Persönlichkeit, bei der em echt freiheitlicher Zug spürbar ist. Beethovens Worte: „Vor ihm beuge ich meine Knie" und: ,Tms ist das Wahre" dürfen wir gewiß in dieser Rich- aus München, im „Schwarzen Walfisch neben Jannings seinerzeit zum ersten Male herausgestellt und sogleich „entdeckt"; hier wirkt sie für unser Gefühl, stärker als in jener ersten Filmrolle, einfacher klarer, bestimmter; und diese kleine, saft stumme, nur aus ein paar geflüsterten Worten bestehende Liebesszene hat gezeigt wessen sie — offenbar unter dem mitreißenden Einfluß der Persönlichkeit ihres großen Partners — an einfachem und bedingungslos I) ingegeben em Ausdruck eines starken Gefühls fähig ift* Die Spannung der schweren Konflikte wird durch ein paar unbeschwert-heitere, episodenhaft eingestreute Szenen angenehm gelockert: die halb grotesken halb gemütsvollen Tiraden des Wiener Komikers Hans Moser, der Cavellis Diener spielt, sind in ihrer Art kaum zu übertref en. Von Den übrigen, kaum bekannten Darstellern seien genannt: Hans Homma (Der alte Herr von Ketterer), Lifl K i n a st (Flori), Neugebauer, Hübner, Rieß, H o r k y unD Die Tänzerin Dmah Grace. Vom wunDervollen Pferdematerial der „Hohen Schule" wird nicht nur der Kenner entzückt sein. Der Film erschien beim Neuen Deutschen Lichtspiel- Syndikat in Berlin. —r— Die Strafgefangene als Detektiv. gemein dankbares Motiv für die Kamera. ewige Zauber der Kulisse ist ja auch auf dem Theater immer wieder erprobt. Die Photographie des Films, beweglicher, impressiver und konzentrierter findet in Der bunten Welt der Tänzerinnen, Artisten und Komiker, bei Probe, Austritt und Engagement, in der Garderobe, im Stall, im Zuschauerraum und hinter dem Vorhang eine Fülle farbiger, rhythmischer, physiognomischer Einzelheiten, welche, geschickt überblendet und ineinander- gewirkt, nicht nur ein reizvolles Bild --.g-sen sondern auch jene eigentümliche, oft beschriebene Atmosphäre einfangen, die Den Schauplatz und die Umwelt des Films ..tzghe Schule" bezeichnen D es ist der Auftakt und gewissermaßen die Generalprabe für den Regisseur Erich Engel: es war zu er- warten, daß er eine starke und farbige Wirkung Damit erzielen roürDe; aber dies ist "^ch mch alles, noch nicht Das Eigentliche. Es handelt sich hier um eine Fabel, eine sehr romantische und romanhafte Geschichte, die ihre besondere Elgnung gerade für eine filmische Gestaltung aus der D p- pelschichtigkeit ihrer Handlungselemente gewin , aus Der Ueberlagerung und Ueberschneidung ZM Szenenreihen, aus der zu einem wahrhaft Dram tischen Konflikt führenden Berührung von ^er- Reich an Ehren und Ruhm und mit zahlreichen neuen Opern, Kantaten und kirchlichen Werken kehrte Händel nach Deutschland zurück. Es war nur em Zwi chenaufenthalt. Wohl nahm er die Hoskapell- meisterstelle in Hannover an, die ihm der Kurfurft unter günstigen Bedingungen anbot, aber frühere Abmachungen mögen schon in Italien getroffen worden sein, die ihn nach England riefen. Nur ein kurzer Besuch war vorgesehen — aber es wurde cm einjähriger Aufenthalt, und, nachdem er im Sommer 1711 seinen Pflichten in Hannover nachgekommen war, weilte er bereits Neujahr 1712 wieder m England wurde seine zweite Heimat die er nur zu kurzen Reisen nach Deutschland oder Italien verließ Sein künstlerisches Wirken gehörte von nun an diesem Lande, das ihm eine begeisterte Aufnahme bereitet hatte und von dessen Herrschern ihm wärmste Förderung und Anerkennung zuteil wurde. Allerdings fehlte es auch nicht an Stimmen der Gegnerschaft besonders in Den Kreisen des englischen Adels, wogegen Der Mittelstand ein treuer Verehrer Han- delscher Kunst wurde. Ein besonderes Schmerzenskind war die Oper. Fast zwei volle Jahrzehnte (1720 bis 1737) widmete er ihr seine ganze Schaffenskraft; aber ein dauernder Erfolg war lhm hierin in finanzieller Hinsicht) nicht beschieden. 1737 trat Die Katastrophe ein: Händel hatte fein ganzes Vermögen und seine Gesundheit eingebußt. Hatte ihn das Schicksal auch schwer getroffen seine ungebrochene Lebenskraft machte ihn bald wieder zum Herrn Der Situation. Eine Aachener Gewaltkur heilte ihn in wenigen Tagen — Die Nonnen glaubten, ein Wunder zu erleben! — und im November ist er wieder in London am Werk. Aber die Not Der Verhältnisse trieb HanDel, mehr und mehr von der Oper Abschied zu nehmen Dem Oratorium gilt nun sein Hauptinteresse. Indern er auf seine früheren Versuche dieser Art zuruck- ariff, hatte er bald der neuen Gattung, die zunächst als eine Art „geistliche Op< oder ''Musikalisches Drama" gedacht war, eine Höhe und Vollendung gegeben, die bis heute unerreicht dasteht „ Seit Dem gewaltigen Erfolge des „M e s s i a s (1742) fanD Händels Genie uneingeschränkte Anerkennung. So wäre ihm ein harmonischer Lebensabend beschieden gewesen, wenn ihn nicht 1751 Das grausame Geschick der Erblindung getroffen hätte, eine Folge der enormen Anforderungen die er an seine ßeiftungsfraft stellte, und denen selbst eine olche Hünennatur wie er auf die Dauer nicht standhalten konnte. Die letzten acht Jahre verbringt : der Altmeister mit Verbesserungen und Aenderun- • gen seiner Werke. Daneben veranstaltet er Orgel- Jn früher Morgenstunde fuhr kürzlich vor dem Holloway - Gefängnis in London em eleganter Sportwagen vor. Auf fern Hupensignal öffneten sich die schweren Eisentore, und langsam fuhr der Wagen in das Innere des Gefängnishofes, em seltsamer Anblick für Die wenigen Passanten die neugierig stehen geblieben waren. Im Gefangmshof stand ein junges Mädchen im Alter von etwa neunzehn Jahren in dunklem Mantel und Hut, tue tn Begleitung einer Gefängniswärterin offenbar schon einige Zeit auf den Wagen gewartet hatte. Em kurzer kühler Abschied, und die junge soeben entlassene Strafgefangene bestieg, von einer alten Dame im Innern des Wagens herzlich begrüßt, das vornehme Gefährt. Unter Hupensignalen ging es langsam wieder hinaus ins Freie, wo der Fahrer eine raschere Gangart einschaltete. Um wen hatte e5 sich bei dieser seltsamen Fremden gehandelt, was batte sie als Gefangene in das große graue Gebäude geführt. Nur eine Verkettung unglücklicher Geschehnisse konnte das anmutige junge Mädchen in eine solche Umgebung bringen. In der Tat ist die Geschichte der jungen Esmee Marie Dorothy Sibley, die im Holloway-Gefängnis eine Strafe von sechs Monaten abbüßte, sehr merkwürdig und auch setzt eigentlich Graf Werfsen, er hat als Rittmeister vor Jahren seinen besten Freund und Kameraden Franz von Ketterer, den Sohn des Generals und Irenes Bruder, im Duell erschossen... angeblich wegen einer läppischen Weibergeschichte. Nun scheint alles verloren. Aber Cavelli, der Irene liebt und sie um jeden Preis und gegen jeden Widerstand zu seiner Frau machen will, erreicht sein Ziel mit einem ebenso überraschenden wie bestürzenden Bekenntnis: jenes Duell vor fünfzehn Jahren war eine grausame Mystifikation, ein verzweifelter Gewaltakt um den Namen feines Freundes vor unauslöschlicher Schande zu bewahren: der junge Ketterer war der Spionage für eine fremde Macht unwiderleglich überführt. — Das ist die Losung des Geheimnisses, die überraschende Wendung, mit der Cavelli sich selber und Der Geliebten Den Weg m eine gemeinsame Zukunft erzwingt. Man sieht: eine romantische unD romanhafte Geschichte, eine Fabel, die, künstlerisch betrachtet und gewertet, gefährlich genannt werden Darf, well sie sehr leicht entgleisen und in billige und verdächtige Kolportage abgleiten konnte. Daß sie davor bewahrt blieb, ist das Verdienst der Spielführung, die nicht nur das bunte, bewegte, reizvoll-verwirrende Außenbild mit leichter und sicherer Hand beherrscht, sondern darüber hinaus auch die psychologischen Hintergründe aufdeckt und die dramatischen Verstrickungen herausarbeitet... auf eine Weise, die sich jederzeit den Blick für die künstlerischen Möglichkeiten und : Notwendigkeiten bewahrt^ 1706 ging er nach Italien. Künstlerische Gründe waren dafür in erster Linie bestimmend. Italien war damals das „goldene Land der Musik". Für Den jungen Meister wurde der dreijährige Aufenthalt zum entscheidenden Erlebnis, die Auseinandersetzung des nordischen Geistes mit dem'südlichen gab seiner Tonsprache erst die spezifischen Eigenwerte und, ähnlich wie spater ein M o z a r t, unbeschadet seiner deutschen Natur, in dieser Verschmelzung seinen Genius offenbart hat, so erreichte Handel gerade hierdurch eine ungeahnte Größe, Reinheit und Universalität. Auch' hier, in dieser neuen Umgebung, eroberte er sich rasch das neue Feld als Komponist, Cembalist und Organist. Florenz, Neapel, Rom Venedig waren die Stationen seines Wirkens, seiner Erfolge. Zahlreiche hübsche Anekdoten beleuchten treffend die Wesensart des „Caro Sassone“, der bei feinem zweiten römischen Aufenthalt in Schaffen, geistiger Anregung und Anerkennung die glücklichste Zeit seiner Jugend verlebte. Ein Wettstreit mit Dem berühmten Cembalisten D. Scarlatti endete auf dem Klavier unentschieden; auf der Orgel aber gestand dieser seinem deutschen Kunstgenossen neidlos den Vorrang zu. Einem Bekehrungsversuch, ihn als Protestanten einem anderen Glauben zuzuführen, begegnete er mit ruhiger Festigkeit, „er sei weder geschult noch geneigt, über geistliche Dinge Rach- orfchungen anzustellen; er, sei aber fest entschlossen, zeitlebens in der Kirche zu verharren, der er durch Geburt und Erziehung angel) öre". tung deuten. . „ Händel ist eine Erscheinung von majestätischer Größe und Kraft, ein Schöpfer musikalischer Werte, von denen unsere Kultur noch lebt. Die Händel- Pflege befindet sich in aufsteigender Linie, dank der Neuen Händel-Geiellschast und dank der unermu^ lichen Sammlertätigkeit des Forschers Friedrich Chrysander, der das gigantische Lebenswerk erstmalig von allen Entstellungen und Zutaten befreit hat, denen des Meisters Kompositionen zu allen Zeiten ausgesetzt waren. llniversitäts-Studienfahrt nach Cnaland. LPD. Marburg, 21. Febr. Zwölf Dozenten und Studierende der Philipps-Universität haben gestern eine Studienfahrt nach England angetreten um das Leben Englands, insbesondere an den englischen Hochschulen, kennenzulernen Die Reise, die mit Unterstützung des englischen Seminars der Universität durchgeführt wird, geht über Springhead, Bristol, Oxford, Cambridge London, Winchester und Petersfield. Der an der Fahrt teilnehmende Direktor des Univerfitätsinstltutes für Leibesübungen, Professor I a e ck, wird in diesen Städten Lichtbildervorträge über die Berliner Olympischen Spiele 1936 halten. Mißlungener Versuch zur Ansiedlung von Schwänen am Kühkopf. Darmstadt. 21. F-br. (LP?).) Im oergange- nen Jahr wurden auf Dem Altrhein runo um das Naturschutzgebiet Des Kü h ko p f auch Schwäne angesetzt, Die schlecht durchgehalten haben. Vor kurzem rourDe ein Schwan bei (Seins- beim tot aufgefunDen, währenD ein zweiter jetzt in Der Nähe von Erfelden verendet ist. Man ist nun bemüht, die Ursache des Mißlingens des Versuchs, Schwäne anzufiedeln, zu ergründen. viel hielt. Allein eine Reise nach Weißenfels, wo der Kleine sich vor dem Fürsten produzierte, erschütterte die antimusikalischen Grundsätze des Vaters, Der ihn nun in die Lehre Des gediegen-tüchtigen Organ.sten F. W. Zachau gab. Auch eine Reise nach Berlin im Jahre 1696 verlief ähnlich erfolgreich: der Kurfürst erbot sich für Die Ausbildung des Knaben zu sorgen (Händels Vater lehnte jedoch ab!). Den Siebzehnjährigen treffen wir als „Studiosus juris“ in Halle, Der damit Den Willen des verstorbenen Vaters ehrte; in die gleiche Zeit fällt aber auch „die Bestallung von den Organisten Händel". Indes scheint es dem jungen Feuerkopf in der Enge der Vaterstadt nicht behagt zu haben: 1703 ist er in Hamburg, der Damaligen Musikzentrale Deutschlands. R. Keiser, der beliebte Opernkomponlst, der in verwerflicher Weise dem Tagesgeschmack nachkam, überließ dem Jüngling das Textbuch Der „A l - m i r a" zur Komposition. Dieses Erstlingswerk machte Händel mit einem Schlage berühmt; eine zweite Oper, „N e r o", fand gleichfalls großen Beifall Aus Dem gelehrigen Schüler war ein Rivale geworden. Der Neid des älteren Kollegen Keifer regte sich, Theaterintriguen fetzten ein. Händels vornehmem, sauberem Wesen widerstrebte all dies: er Vom Werden eines großen Werkes. (Sin Fahr „Krast-durch-Zreude^-Veisen. Von Roland. Der 17. Februar 1934 war schon so etwas wie ein historischer Tag. Zum ersten Male nicht nur in Deutschland, zum ersten Male in der ganzen Welt st arteten lange Sonderzüge, mit Arbeitern, die bisher noch nie im Leben einen richtigen Urlaub verbracht hatten, in die schönsten Urlaubsgebiete. Wären die damaligen Züge nur eine einmalige Tat gewesen — längst hätte man sie vergessen. Aber sie waren ein Anfang, und alle jene, die zweifelnd beiseite standen, verstummten, als die ersten Arbeiterurlauber aus den Bayerischen Alpen, aus Thüringen usw. heimkehrten und übervollen Herzens das überwältigende Erlebnis des ersten richtiaen Urlaubs erzählten. Von Woche zu Woche und Monat und zu Monat, in denen unablässig die Sonderzüge der NS. - G. „Kraft durch Freude" hinausrolltcn und dem Sinn der neuen Gemeinschaft entsprechend vermehrte Lebenskraft und gestärkten Lebensmut nach Hause brachten, wurde die Arbeit des Amtes für Reisen, Wandern und Urlaub in der NS.-G. „Kraft durch Freude" ein neues, festes Bollwerk des deutschen Sozialismus. Aber es ist nicht minder nur der Sinn der Reifen der NS.-G. „Kraft durch Freude", den minderverdienenden Volksgenossen die Möglichkeit zu bieten, auch einmal auf Urlaub zu fahren und in einer schönen Gegend für wenig Geld Erholung zu finden, sondern das Ergebnis des Geme^inschaftswerkes „Kraft durch Freude" geht viel weiter darüber hinaus Immer wieder, wenn deutsche Arbeitsmenschen die KdF.-Sonderzüge besteigen, ist von Anfang an eine ganz wunderbare Freude in den Eisenbahnwagen. Sie haben das Gepäck ihrer Alltagssorgen zu Hause gelassen, haben sich losgelöst von allem, was sie sonst bedrückt, und wie der Körper sich strafft in der Freude auf Kommendes, so schwingt sich auch die Seele hinauf in eine Welt reineren Fühlens, Das ist eins der schönsten Resultate der KdF.-Reisen, daß von Anfana an eine unbeschwerte, echte, freudige Kameradschaft unter ihnen herrscht, unter ihnen, die sich vorher nicht gekannt haben, die eben noch einander fremd waren. Das gemeinsame Erlebnis führt sie im Augenblick zusammen, und wie im Leben die Schwere der Arbeit die Volksgenossen miteinander verbindet, ganz gleich, ob sie sich kennen oder nicht, so schlingt jetzt die Gemeinsamkeit der Freude ein festes Band um sie. Wenn sie dann in den Urlaubsgebieten eintreffen, so kommen sie auch nicht als Privatmenschen dorthin, die ihren Preis bezahlen und sich bedienen lassen, sondern — das ist das zweite Hauptmerkmal der „Kraft-durch-Freude" - Reisen — sie kommen zu den Volksgenossen der anderen Gegend zu Besuch. „Kraft durch Freude" hat den schlagendsten Beweis dafür angetreten, daß die Abgrenzung der einzelnen Volksftämme, so wie sie ein früheres System aus bestimmten Interessen immer wahrhaben wollte, stets etwas Künstliches gewesen ist. Zwei Millionen „Kraft-durch-Freude" - Urlauber sind bereits hinausgefahren in die deutschen Gebirge, an das Meer, haben mit großen Dampfern Seereisen in die norwegischen Fjorde, an die Südküste Englands unternommen und kehrten als Apostel des Nationalsozialismus in die Heimat zurück. Wenn es ihnen bisher in ihrem Leben noch nicht klargeworden war, was Volksgemeinschaft ist — nach ihrer Rückkehr wußten sie es, blieben sie fortan Zeugen für den tatenfrohen deutschen Sozialismus Auch die wirtschaftliche Bedeutung der Urlaubsreisen der NS.-G. „Kraft durch Freude" wird immer deutlicher. Dieser Millionen-Reiseverkehr, der ja zu dem normalen einen zusätzlichen Reiseverkehr bedeutet, ist für viele Landschaften in Deutschland zu einem wahren Segen geworden. Und die Erfahrung bestätigt, daß gerade in den ärmsten Gegenden Deutschlands die Kameraden der Arbeitsfront am herzlichsten und liebevollsten ausgenommen werden und dadurch die denkbar beste Erholung und Ausspannung finden. So konnten von den — vorsichtig geschätzt — 30 Millionen Mark, die „Kraft durch Freude" bisher durch dieUrlaubsreisen umgesetzt hat, wesentliche Beträge in die Notstands- gebiete geleitet werden. Ihnen wurde dadurch eine nicht unbeträchtliche Wirtschaftsankurbelung zuteil, eine erfreuliche Tatsache, die noch zu den übrigen positiven Ergebnissen der Reisen hinzukommt. Das Amt für Reisen, Wandern und Urlaub sieht eine seiner Hauptaufgaben darin, daß die Kameraden der Arbeitsfront auch in den stilleren Monaten, ja besonders in ihnen, auf Urlaub fahren. Denn dann stehen „Kraft durch Fr-ude" die besten Hotels und die ersten Pensionen zur Verfügung, während es in der Hauptreisezeit Prinzip ist, den normalen Reiseverkehr nicht zu stören. War schon im Jahre 1934 der Ansturm an „Kraft- durch-Freude"-Urlaubern über alles Erwarten hinaus groß, so daß die Reichsbahn nur mit Mühe der Anforderung an Wagen gerecht werden konnte, so ist für 1935 ein noch wesentlich verstärkter Zustrom zu erwarten, nicht zuletzt auf Grund der neugeschaffenen Reisesparkarte. Bereits zwei Millionen Volksgenossen benutzen diese bequeme Gelegenheit, sich das Geld für die nächste Urlaubsfahrt langsam ^usammenzusparen, so daß in diesem Fahre mit einer Ueberschreitung der Drei-Millionen-Grenze zu rechnen ist. Das Ziel des Amtes für Reisen, Wandern Die Einzelhandelsumsätze im Jahre 1934. Nach den Ermittlungen des Instituts für Konjunkturforschung lagen die Umsätze des Einzelhandels in 1934 um rund 11 v. H. über dem Vorjahresstand. Bezüglich der Umsatzentwicklung in den einzelnen Branchen ist festzustellen, daß sich der Absatz in der Gruppe Hauset und Wohnbedarf um rund 30 v. H. vermehrt hat. Erheblich war auch die Umsatzsteigerung im Einzelhandel mit Bekleidung und Textilien. Im ganzen lagen die Umsätze 1934 um 16,5 v. H. über Vorjahreshöhe. In Nah- rungs- und Genußmitteln find die Umsätze in 1934 um 5,4 v. H. gestiegen. Nach der Kennziffer der Ernährungskosten waren die Preise im Lebensmitteleinzelhandel 1934 um 4,4 v. H. höher als im Vorjahre, die Umsatzwerte sind um 5,4 v. H. gestiegen. Das Weihnachtsgeschäft hat bereits in 1933 eine größere Rolle gespielt als in den Krisenjahren. Bei normaler Entwicklung konnte man damit rechnen, daß sich diese Tendenz auch 1934 fortsetzen würde. Dies ist aber nicht geschehen. Durch Ham- sterkäufe in den Vormonaten wurde eine Reihe von Anschaffungen vorweggenommen, die sonst erst als Weihnachtskäufe beim Einzelhandel in Erscheinung getreten wären. * Steigender Auftragszugang bei der öffentlichen Lebensversicherung. Im Januar wurden bei den im Verband Oeffent- licher Lebensversicherungsgesellschaften in Deutschland zusammengeschlossenen 18 Anstalten 22 459 neue Kapitalversicherungen mit 23,31 Millionen Mark Versicherungssumme beantragt. Gegenüber dem gleichen Monat des Jahres 1934 ist eine Steigerung eingetreten, da im Januar 1934 nur 15 369 neue Anträge mit 20,67 Millionen Mark Versicherungssumme hinzugekommen sind. Die durchschnittliche Versicherungssumme beträgt für Januar 1935 in der Großlebensversicherung 350 Mark, in der Sterbegeldoersicherung 312 Mark. * Zunahme im Nordatlantik-Passagierverkehr der Hamburg-Amerika- Li n i e. Während der Gesamtpassagierverkehr aller und Urlaub bleibt nach wie vor, daß jeder sch affe n d e V o l k s g e n o s s e, der nicht von sich aus eine Ferienreise bezahlen kann, einmal im Jahre eine „Kraft -durch -Freud e" - Reise zu Lande oder zur See mitmacht. Eine Spitzenleistung stellen die Hochseefahrten nach Portugal, Madeira und den Azoren dar. Im März werden über 3000 Arbeitsfrontkameraden, die in ganz Deutschland aus den einzelnen Betrieben ausgesucht werden, mit den drei „Kraft- durch-Freude"-Dampfern „Der Deutsche", „St. Louis" und „Oceana" eine dreiwöchige Atlantikfahrt antreten. Sie werden in Lissabon und auf Madeira landen, später auch auf den Azoren, und werden eine tropische Landschaft mit ihren Menschen kennenlernen. Diese Tat wird ein Zeugnis dafür ablegen, was das neue sozialistische Deutschland zu leisten imstande ist. auf dem Nordatlantik fahrenden Schiffahrtsgesellschaften 1934 gegenüber dem Vorjahre um 1,6 v. H. abgenommen hat, ist bei der Hamburg-Amerika-Linie eine Steigerung der Passagierbeförderung um 5,1 o. H. eingetreten. Wenn dieser Prozentsatz auch auf den ersten Blick nur gering erscheint, so gewinnt er doch eine erhöhte Bedeutung durch die Tatsache, daß die Zahl der letztjährigen Abfahrten der Hapag um fast ein Fünftel vermindert wurde. Bei Berücksichtigung dieses Umstandes ergibt sich für die einzelnen Abfahrten eine Zunahme der Passagierbesetzung der Schiffe in westlicher Richtung um 31 v. H., in östlicher Richtung um 26,4 o. H. Uhein-Mainische Mittagsbörse. Tendenz lustlos. Frankfurt a. M., 21. Febr. Die ungewöhnliche Geschäftsstille der letzten Tage hielt auch an der heutigen Börse an. Die Bankenkundschaft hält an ihrem Besitz wieder fest und sieht keine Veranlassung zu Tauschoperationeni neue Aufträge lagen auch nicht vor. Bei der Kulisse bestand angesichts des Mangels an geeigneten Anregungen kaum Unternehmungslust. Die Tendenz war nicht unfreundlich, aber ausgesprochen lustlos. Die Verlängerung des Stillhalteabkommens für die kommunalen Auslandschulden um ein Jahr und der Bericht der Deutschen Girozentrale fanden wohl Beachtung, kursmäßig tarnen aber beide Momente nicht zur Auswirkung. Bei allgemein sehr kleinen Umsätzen war die Kursgestaltung bei Börseneröffnung wieder uneinheitlich, größere Veränderungen traten jedoch nach beiden Seiten nicht ein. Am Aktienmarkt waren einige Spezialwerte mehr beachtet. So konnten sich Reichsbank um 1 v. H. auf 163,50 und Deutsche Linoleum auf 141,25 nach 139,50 befestigen. Auch Warenhaus- werte fanden Interesse, Westdeutsche Kaufhof 40,50 (40) und Karstadt im Freiverkehr auf 42 (41,25) erhöht. Daimler Motoren waren hingegen vernachlässigt und gingen auf 50 (50,25) zurück. Montanaktien lagen sehr still, aber gut behauptet. Für Kaliwerte ergaben sich leichte Kurssteigerungen, Salzdetfurth 147,65 (147), Aschersleben 103,50 (103) und Westeregeln 103 (102,50). Etwas fester eröffneten außerdem Zellstoff Aschaffenburg mit 75,90 (75,50), AG. für Verkehrswesen mit 87 (86,50) und Moenus Maschinen mit 86,25 (86). IG.-Farben lagen bei kleinem Umsatz mit 141 unverändert. Am Elektromarkt war die Kursentwicklung uneinheitlich. Höher lagen Siemens, Betula und Schuckert mit je plus 0,50, und Gesfürel mit plus 0,25, AEG. und Lahmeyer bröckelten je 0,25 v. H. ab. Von sonstigen Werten blieben Gement Heidelberg mit 119,75 und Kunstseide 21 SUI. mit 54 v. H. behauptet Der Rentenmarkt hatte außerordentlich kleines Geschäft Altbesitzanleihe gingen auf 11190 Höher lagen Siemens, Betula und Schuckert mit je (112), späte Reichsschuldbuchforderungen auf 98 '(98,13) und Stahlverein-Bonds auf 97 (97,13) zurück. Zinsvergütungsscheine und Kommunal-Um- schuldung blieben unverändert. Im Verlaufe hielt die Geschäftsstille an, die Kursentwicklung war weiter uneinheitlich. Etwas leichter lagen IG.-Farben (140,50), Mannesmann (77,25), Licht und Kraft (117,75). Zellstoff Waldhof (50,75), anderseits konnten sich AKU. auf 54,75 (54), Moenus auf 86,50 (86,25), Hapag auf 31.25 (30,50) erhöhen. Deutsche Linoleum hielten sich mit 141 nach 141,25 ziemlich behauptet, Reichsbank gingen auf 163 zurück Der Kassamarkt lag still, Bankaktien waren eher noch gesucht. Am Rentenmarkt gingen Altbesitz auf 111,75 und Kommunal-Umschuldung um 0,10 v. H. zurück, im übrigen blieben die ersten Kurse behauptet Der Pfandbriefmarkt lag still und im ganzen wenig verändert. Liquidationspfandbriefe lagen etwas uneinheitlich. Stadtanleihen blieben behauptet. Staatsanleihen lagen still. Von fremden Werten gaben Ungarische Goldanleihe auf 7,90 (8) nach, 4proz. ver- einh. Rumänen blieben zu 4,20 unverändert. Tagesgeld war zu 3 v. H. (3,25) wieder leichter. Abendbörfe uneinheitlich. Bei äußerst kleinem Geschäft war die Kursbildung an der Abendbörse etwas uneinheitlich, wobei aber gegen den Berliner Schluß nur geringfügige Aenderungen eintraten. Etwas Angebot bestand in IG. Farben, die um 0,65 v. H. zurückgingen, auch einzelne Montanpapiere bröckelten weiter leicht ab. Gut behauptet biteben Elektroaktien, Hapag, Deutsche Linoleum und Zellstoff Aschaffenburg. Am Kassamarkt gaben Deutsche-Diskonto- und Dresdner Bank je 0,25 v. H. nach.,Der Rentenmarkt lag ebenfalls sehr still, die Kurse blieben behauptet. U. a. notierten: Altbesitzanleihe 111,50, 7 v. H. Stahlverein 96,75, 6 v. H. Stadt Mainz von 26 91,75, 4,50 v. H. Franks. Hyp.-Bank Gold R. 8 bis 10 95,75, Commerzbank 84,25, DD.-Bank 84,25, Dresdner Bank 84,25, Reichsbank 162,65, Gelsenkirchen 69,75, Harpener 99,50, Mannesmann 77, Phönix 55, Rheinstahl 95,50, Stahlverein 45,50, AKU. 54,65, Bekula 139,50, Zement Heidelberg 120, Ehern. Albert 91,90, Scheideanstalt 205,50. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 21. Febr. Auftrieb: Rinder 13 (gegen 34 am letzten Donnerstagsmarkt) darunter befanden sich 12 Ochsen und 1 Färse. Zum Schlachthof direkt wurden 22 Kühe zugeführt. Kälber 1159 (1060), Schafe 115 (286), Schweine 402 (382). Notiert wurden pro ein Zentner Lebendgewicht in RM.: Kälber a) 45 bis 50, b) 36 bis 44, c) 29 bis 35, d) 22 bis 28. Lämmer, Hämmel b2) Weidemast- hämmel 36 bis 37, c) mittlere 33 bis 34. Schafe f) mittlere 29 bis 32, g) geringe 23 bis 28. Schweine b) 48 bis 52, c) 46 bis 51, d) 44 bis 50. Im Preisoergleich zum letzten Donnerstagsmarkt gaben Schweine 2 bis 3, Lämmer, Hammel und Schafe bis 1 Mk. nach, Kälber Klaffe a) blieben unverändert, die übrigen Klaffen gingen um 1 Mark Zurück. Marktverkauf: Kälber ruhig, ausverkauit. Hümmel und Schafe ruhig, geräumt. Schweine schleppend, Ueberstand (30 Stück). Großhandelspreise für Fleisch und Fettwaren. Beschickung des Fleischgroßmarktes: 1068 Viertel Rindfleisch, 237 ganze Kälber, 12 ganze Hämmel, 637 Schweinehälften. Preise pro 50 K'lo- gramm in RM.: Ochsenfleisch b) 56 bis 60, c) 52 bis 56. Bullenfleisch b) 54 bis 56. Kuhfleisch b) 44 bis 50, c) 30 bis 40. Färsenfleisch b) 56 bis 60, c) 52 bis 56. Kalbfleisch b) 62 bis 70, c) 56 bis 62. Hammelfleisch b) 70 bis 75. Schweinefleisch b) 70 bis 75. Fettwaren: Roher Speck aus hiesiger Schlachtung unter 7 Zentimeter 68 bis 72, Flomen 80 bis 85. Marktverlauf: ruhig. Schwelnemarkt in Vuhbach. pb. Butzbach, 21. Febr. Der Auftrieb zum heutigen Schweinemarkt betrug 158 Ferkel. Es wurden gezahlt: für Tiere von 4 bis 6 Wochen alt 15 bis 19 RM., von 6 bis 8 Wochen alt 19 bis 23 RM., von 8 Wochen und mehr 23 bis 26 RM. Der Handel war flott, der Markt wurde ausverkauft. Schweinemarkt in Grünberg. + ® r ü n b e. r g , 21. Febr. Der erste diesjährige Schweinemarkt hatte einen Auftrieb von 323 Ferkeln. Folgende Preise wurden erzielt: 6 Wochen alte Ferkel 15 bis 17 RM., 6 bis 8 Wochen alte 18 bis 22 RM., 8 bis 13 Wochen alte 22 bis 25 Reichsmark. Tendenz: gut, fein Ueberstand. NORWEGEN jüo-enci TANNENBERG FRANKFURT A-Mi le b-d-g aeaocrEiOAOiN. <»l«e BUCHT k^**iüee£CK- müncheI 1 1 \ LlCMTIinUl Das Amt für Reifen, Wandern und Urlaub der NS. - Gemeinschaft „Kraft durch Freude", Gau Hessen - Nassau, führt im Jahre 1935 68 Urlaubsfahrten durch, deren Reiseziele die obige Skizze veranschaulicht. Wirtschaft. A 2 djei 9im olle gen Weit Diel St angel sie" nicht des r „Häs es m wach W doch, iongc Mi Gefu ren - Ki hunc schär oab, Den beir die das, jede K 1 erb Dia sam 7521 D tue, der anfti folg« „5 der den idee Sie den Au, Sch geni trau bigei Deut Aller Schi sam der Iug disti gent wen aus, D R u 13 m bu Qi bc; Ole Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt besch lossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Frankfurt O.2DL Berlin Schluß- kurs Schlußl. Abend- börsc Schlußkurs Schiußr. Miltag. börke Oatum 20.2 i 21 2- 20-2 21-2 Oatum 6% Deutsche Retchöanlethe v. 1927 6% ehem.7% Dl. Reichsanl. v. 1929 99,13 99,13 99,5 99,5 4% vesgi. Serie li........... 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 6%% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl..AbIös..SchuId mit 101 101 101,13 101,13 4'/r%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente . Auslos.-Rechten ....... Desgl. ohne AuSlos.-Rechte .... 112 111,5 111,9 111,5 2%% Anatolier ........ 6% ehem.8% Hess. Bollsstaat 1929 Hamburg-Amertka-Pakel ..... o Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0 (rückzahlb. 102%) ........... 6% Hess. Landesbank Darmstadt 97,25 97 97,5 96,5 GoldR. 12................. 6%% Hess. LandeS-Hypotheken- bank Darmstadt Ltgui......... vberhcssen Provinz-Anlethe mit 95,75 95,75 95,75 95,5 Hansa-Dampfschifs ........ o Norddeutscher Lloyd ........o 99,13 99,13 — — A.Ä. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft .. . 4 Auslos.-Rechten Deutsche Komm. Sammelabl. An- 115 115,25 — — Commerz, und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto- leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank 113,4 113,13 113,4 113,25 Gesellschaft................ o Dresdner Bank..............o Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 95,75 95,75 Reichsbank ................ 12 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 95,75 95,75 6%% ehem. 4%% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Pfandbriefe...... 6V2% ehem. iyt% Rheinische 99,25 99,25 — — Ölelrt. Lieferungsgesellschäst''' 6 Licht und Kraft g Felten & Guilleaume......... 0 A^"!,ch'0Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ 6 Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfc. «% ehem. 8% Dr. Landeöpfand» oriefanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespfand- 99,5 97 99,5 97 99,9 97 99,9 97 briefanstatt, Pfandbriefe R. 10 kteuergutsch. Verrechnungskurs. 97 105,5 97 105,5 97 105,5 97 105,5 Siemens & Halske............ 7 Lahmeyer L Lo...........’’’w 4% Oesterretchtsche Goldrente.... 26,25 25,65 26,5 26 Buderus .......TI> 0 4,20% Oesterreichische Silberrente 1,2 1,25 1,2 1,2 Deutle Erdöl ....... 4 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 8 1,1 8,1 7,65 8,1 7,7 8.1 7,65 Geilenkirchener............... Harpener.......... 4^z% desgl. von 1919 ______ 7,8 7,8 7,8 7,65 Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 0 5% abgest. Goldmerikaner von 99 10,9 10,75 10,75 10,75 Ilse Bergbau < 4% Türkische Zollanleihe von 1911 — — $lie Bergbau Genüsse ..., $ 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe Klocknermerke ............ 0 Serie l..................... 8,5 8,5 1 — Mannesmann-Rührer» . .... 0 Frankfurt a. M Serkin Frankfurt a. M. Berlin Schlußkurs Schluß. Abend- börse Schluß- lurs Schlußk. Mittag, börke Schlußkurs Schlußk. Abend- börse Schlußkurs Schlußk. Mittag, börse 20 2 21-2 20-2 21-2 Oatum 20.2 21-2 20-2 21-2. 8,5 8,5 — 8,65 Mansfelder Bergbau .. ....... 0 92,75 42,25 92,75 93,25 4,3 4,35 — — Kokswerke.......... .......0 — —— 104 104 7,1 7,13 — 7,13 Phontr Bergbau...... .......0 55,5 55 55,5 55 4,2 4,2 4,25 4,25 Rheinische Braunkohlen .....10 203,65 203 203,5 207 34.5 34,25 34,75 34,75 Rheinstabl ....... .......0 95,5 95,25 95,4 95,4 Bereinigte Stahlwerke. .......0 46,65 45,5 46,4 45,75 30,5 31.25 30,65 31,13 Otavi Minen ........ .......0 12,5 12,25 12,5 12,4 28 Kaliwerke Aschersleben. .......6 103 103,5 102 102.5 Kaliwerke Westeregeln . .......5 102,5 103,25 102 103,25 34,5 34.5 34 25 34,13 Kaliwerke Salzdetfurth ..... — 147 65 — 147 86,5 87 86,5 86,13 113 112,5 112,25 113 3. G. Farben-Jndustrte 7 141 139,75 141 140,4 84 84,25 83,25 84,25 Scheideanstalt........ .......9 205,5 205,5 Goldschmidt ......... .......0 92 91,5 92 91,5 84 84,25 82,75 84,5 RütgerSwerke........ .......0 104,9 103,5 104,65 103,9 84 84,25 82,75 84,5 Metallgelellschaft...... .......0 91 90,5 91 90,5 162,5 162,65 162,75 162,75 29,75 29,5 29,9 29,5 Philipp Holzmann . . .. Zementwerk Heidelberg Zementwerk Karlstadt.. :::::: X 84,5 119,75 84,5 120 85 85 139,5 139,5 139,5 139,5 .......0 127 127 -— 105,25 105 104,5 105 118,5 117,25 118,5 116 Schultheis Payenhvfer ......0 -— — 100,75 101,25 85,25 85,5 85,13 85,65 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 54 54,65 54,5 54,9 '14.75 115 115 115 Bemberg............ .......0 119 — 119,5 117 — — —— 109,5 Zellstoff Waldhos ..... .......0 51,25 51 101,5 101,75 99,5 99,5 99,9 99,75 Zellstoff Aschaffenburg .......0 75,5 75,9 75 75,75 147 147,4 147,4 146,75 Dessauer Gas....... ■•••••• • —— — 127,75 127,75 118.5 118 118,5 118,25 Daimler Motoren..... .......0 50,25 50 84,65 82,75 Deutsche Linoleum .... .......0 139,5 141,25 140 141.75 90,75 90,75 90 5 90,5 Lrenstein & Koppel ... .......0 —— — 84,5 84 100,5 100,25 100,5 iöö Leonhard Tietz....... ....... 0 40 40,5 40,13 40,4 70,25 69,75 70 69,65 Cbade ............... .......10 198 — 197,5 194 99,5 99,5 99,65 99,75 Aecumulatoren-Fabrik. .......0 158 — 157,75 157,5 86,25 86,5 Conti-Gummi ..... ......0 142,4 142,5 142,5 142,5 —- — 147 —— 121,25 121 121,5 Grltzner............. ......0 34,75 35 34,75 35,25 86,75 85 86,65 85,5 Atomkraftwerke Höchst a,M.... 4 89,5 89,5 - 77,5 77 77,65 76,9 Süddeutscher Zucker .. - 158,5 159 — Lombardzinsfuß 5 v. H.' Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H. Banknoten. 20-Februar 21-Februar Amtliche Notierung Geld | Brief Amtliche Notierung _ Geld | Brief Buenos Mite-. Brüssel..... Rio de Jan. Sofia...... Kopenhagen. Danzig..... London ..... Helsingsors.. Paris ...... Holland .... Italien..... Japan ...... Jugoslawien Oslo..... : Wien....... Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanten.... Prag......- Budapest ... Reuyork... 0,638 58,17 0,194 3,047 54,22 81,31 12,145 5,358 16,43 168,38 21,20 0,711 5,649 61,02 48,95 11,02 62,60 80,72 34,06 10,407 2,485 0,642 58,29 0,196 3,053 54,32 81,47 12,175 5,368 16,47 168,72 21,24 0,713 5,661 61,14 49,05 11,04 62,72 80,88 34,12 10,427 2,489 0,638 58,17 0,194 3,047 54,17 81,31 12,13 5,356 16,43 168,36 21,20 0,709 5,649 60,97 48,95 11,01 62,55 80,72 34,09 10,402 2,484 0,642 58,29 0,196 3,053 54,27 81,47 12,16 5,366 16,47 168,70 21,24 0,711 5,661 61,09 49,05 11,03 62,67 80.88 34,15 10,422 2,488 Berlin, 21 .Februar Geld Brief Ameritanyche Noten.............. 2,436 2,456 Belgische Noten.................. 57,96 Dänische Noten ................. 53,95 54J8 Englische Noten ................. 12,095 12,135 16,48 168,62 Französische Noten ............... 16,42 Holländische Noten............... 167’94 Italienische Noten................ 2Ü33 Norwegische Noten .............. 60,81 61,05 Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten............... 62,34 62,58 80 76 33,79 Schweizer Noten................. Lpanische Noten................. 80.44 33,65 Ungarische Noten . .... ....... toü bei rPr fitn ü Kr bo nn G b 8 !' । h D b ■ e k ■1 m bi zreitag.22.8ebruaNY35 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Kr.45 Drittes Blatt Ein weiteres Groß-Variete-Kino in Gießen GrzengungsschlaKt und Vinnenkonjunktm Nachdruck verboten! 13. Fortsetzung 7527,36 Mark Eintopfsammlung in Stadt und Kreis Siehen. Die Eintopfsammlung vom vergangenen Sonntag erbrachte in unserer Stadt den Betrag von 3722,47 Mark. Im Kreise Gießen wurden 3804,89 Mark gesammelt. Insgesamt wurden also nicht weniger denn 7527,36 Mark aufgebracht. Schulen und Jugendherbergen. Die Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum hat an die Direktionen der' höheren Schulen, der gewerblichen Unterrichtsanstalten und an die Kreis- und Stadtschulämter folgende Verfügung gerichtet: , Durch die in den Schulen erfolgte Einführung der Pfennigsammlung für die Unterhaltung und den Ausbau der Jugendherbergen und durch die ideelle Unterstützung des Jugendherbergswerkes sind Sie mit dieser Einrichtung auf das engste verbunden. Um dieser engen Verbindung auch äußerlich Ausdruck zu verleihen, ist an jeder Schule von den Schulleitern ein Schulvertrauensmann für das Ju- oendherbergswerk zu bestimmen. Dieser Schulvertrauensmann hat auf das engste mit dem zuständigen Gau Südhessen e. V. im Reichsverband für Deutsche Jugendherbergen, Frankfurt a. M., Hansa- Allee 150, zusammenzuarbeiten. Die Aufgabe des Schulvertrauensmannes ist es, die Schulpfennigsammlung zu überwachen, für pünktliche Abführung der Schulpfennigbeträge besorgt zu fern, für das Jugendwandern innerhalb seiner Schule propagandistisch zu wirken und die für den Besuch der Jugendherbergen für geschlossene Schulgruppen notwendigen Führerausweise an das Lehrerkollegium auszustellen. .. . , . Die Schulvertrauensmanner erhalten durch den Der Besitzer des Lichtspielhauses Bahnhofstraße, Herr A. Henrich, hat, wie wir von zuverlässiger Seite hören, das Appel'sche Grundstück im Seltersweg, an der Ecke des Zugangs zum städtischen Volksbad, durch Kauf erworben, um dort ein weiteres Groß-Kino, das auch eine Stätte für Dariete- Darbietungen fein soll, zu errichten. Der Hauptteil des jetzigen Appel'schen Hauses wird bei der Umgestaltung des Grundstückes bestehen bleiben, dagegen wird der einstöckige Anbau an der Ecke des Weges zum Volksbad zwecks Eingliederung in den Kino-Dariete-Bau abgerissen werden, ferner werden auch die jetzt auf dem Hofgelände stehenden Gebäude niedergelegt, damit diese ganze Grundstücksfläche in den Neubau-Plan eingegliedert ist. Der Hauptteil des Appel'schen Hauses wird auch in Zukunft Ladenraum enthalten, im übrigen aber den breiten Zugang zu dem Großkino-Variets in Gestalt eines modernen Portals aufnehmen. Der neue Kino-Va- riete-Saal wird auf dem rückwärtigen Gelände des Grundstücks erbaut und soll eine Größe erhalten, bei der etwa 1000 Personen im Zuschauerraum Gau eine blaue Ausweiskarte. Die Schulleiter haben diese Ausweiskarten für ihre Schulvertrauensmanner umgehend beim Gau Südhessen e. V. im Rerchs- verband für Deutsche Jugendherbergen, Frankfurt am Main, Hansa-Allee 150, unter Nennung des Namens des Schulvertrauensmannes — da die Ausweise persönlich sind — umgehend an zu fordern. Die blaue Ausweiskarte berechtigt gleichzeitig Platz finden können. Weiterhin wird der Neubau mit einer modernen Großbühne ausgestattet, die sowohl zu Filmaufführungen als auch zu Darbietungen des modernen Variete-Theaters ausreichende Raummöglichkeiten bietet. Die modernsten Jnnenein- einrichtungen und eine nach dem neuesten Stand der Technik absolut vollkommene Tonfilm-Apparatur werden als zeitgemäße Selbstverständlichkelt in dem Neubau ihren Platz finden. Die Um- und Neubauarbeiten dürften voraussichtlich in etwa vier bis sechs Wochen beginnen und sollen so gefördert werden, daß das neue Groß-Kino-Variete zum Herbst seiner Bestimmung übergeben werden kann. Die Errichtung einer solchen Unterhaltungsstätte wird einem Bedürfnis gerecht, das in unserer Stadt schon seit einer Reihe von Jahren immer wieder zu Tage trat. Im Hinblick darauf dürfte dos Bauvorhaben von vielen Volksgenossen von Gießen und Umgegend begrüßt werden, weil man von dessen Verwirklichung eine Stätte der guten Unterhaltung und angenehmen Zerstreuung erwarten kann. die Schulvertrauensmänner, sich durch kostenlosen Besuch der Jugendherbergen über die Einrichtung des Jugendherbergswerkes zu unterrichten. Die Schulvertrauensleute werden vom Gau Südhessen im Reichsverband für Deutsche Jugendherbergen der für ihren Wohnsitz zuständigen Verwaltungsbereich-Ortsgruppe benannt und von dieser in den Beirat der Ortsgruppe berufen/'___________________ Es muß immer und immer wieder betont werden, daß die Landwirtschaft die tragende Säule des Binnenmarktes ist. Ohne Landwirtschaft gibt es keinen Binnenmarkt. Daher ist auch die gesteigerte Kaufkraft eines der wichtigsten Momente der Arbeitsbeschaffung. Schon im ersten Jahre der nationalsozialistischen Agrarpolitik sind die Erlöse der Landwirtschaft um drei Viertel Milliarden Reichsmark gestiegen. Dafür bezog die Landwirtschaft schätzungsweise für 60 Millionen mehr Düngemittel, für 20 Millionen mehr landwirtschaftliche Maschinen und Geräte und für mehrere Dutzend Millionen mehr verschiedene Artikel des persönlichen Bedarfs. Jahrelang zuruckgestellte Investionen und Anschaffungen persönlicher Konsumartikel und Bedarfsgegenstände können jetzt in steigendem Maße von der Landwirtschaft gemacht werden. hunderte von Millionen Reichsmark sind von der Landwirtschaft schon wieder erspart und bereits im ersten Landwirtschaftsjahr des Dritten Reichs den genossenschaftlichen Sparinstituten zugeflossen. Schließlich ist die Landwirtschaft direkt an der Arbeitsbeschaffung durch Einstellung von zusammen fast einer halben Million Landarbeiter und Landhelfer beteiligt, deren erhöhte Kaufkraft ebenfalls befruchtend wirkt. Je mehr man die bäuerliche Kaufkraft und Produktionsbasis erweitert und stärkt, desto größer werden die Auswirkungen der Genesung der deutschen Landwirtschaft werden. Daher ist auch die vom Reichsnährstand eingeleitete Erzeugungsschlacht sofort zu dem treibenden Motor der Binnenkonjunktur geworden. Sie liegt vollkommen in der Linie der vom Nationalsozialismus als notwendig erkannten Stärkung des Binnenmarktes mit allen Mitteln. Fodor-Bilderdienst Auch in diesem Jahre beteiligten sich die Beamten der Reichspostdirektion München mit einer bepuderen Aktion an dem Winterhilfswerk des deutschen Volkes. Besonders wirksam wurde diese Sammeltätigkeit durch eine Gruppe von Postillonen in der historischen Uniform unterstützt. Die Einstellung von Jugendlichen. Vom Arbeitsamt Gießen wird mitgeteilt: Es ist anscheinend -immer noch nicht genügend bekannt, daß jede Neueinstellung und Neubeschäftl- gung von Jugendlichen beiderlei Geschlechts unter 25 Jahren der ausdrücklichen vorherigen schriftlichen Zustimmung des zuständigen Arbeitsamts bedarf. Diese ist insbesondere auch bei nur vorübergehenden und aushilfsweisen Einstellungen sowie bei Einstellung von alten Kämpfern oder Inhabern von Arbeitspässen oder Landhelferbriefen erforderlich. Sie wird nicht dadurch entbehrlich, daß sich Der Betriebsführer mit der Arbeitsvermittlungsstelle bzw. Nebenstelle des Arbeitsamtes in Verbindung fetzt und von dieser Arbeitskräfte anfordert. Stellt ein Betriebsführer einen Jugendlichen unter 25 Jahren ohne vorherige Zustimmung des Arbeits- amtes ein, so ist der mit dem Jugendlichen ge- schlossene Arbeitsvertrag nichtig. Es besteht infolgedessen zwischen Unternehmer und Beschäftigten kein Arbeitsverhältnis, wie auch die Beschäftigung des Jugendlichen unzulässig ist. Außerdem macht sich der Betriebsführer durch die ohne Zustimmung des Arbeitsamtes erfolgte Einstellung des Jugendlichen strafbar und kann nach § 21, Absatz 2, Ziffer! der „Anordnung über die Verteilung von Arbeitskräften vom 28. August 1934 mit Geldstrafe oder Gefängnis bis zu drei Monaten bestraft werden. Der Führer des Betriebes hat die Zustimmung bei dem Arbeitsamt nachzusuchen. Der Antrag auf Zustimmung ist auf dem hierfür vorgeschriebenen und im Handel erhältlichen Formblatt „Antrag aus Zustimmung zur Einstellung von Personen unter 25 Jahren (Ap. 3)" rechtzeitig vor der Einstellung zu stellen und in zweifacher Ausfertigung emzu- Aus der Provinzialhauptstadt. „Schnuckelchen/" Wer ist „Schnuckelchen"? Jedes nette junge Mädchen, das ein netter junger Mann gern hat. Denn was soll dieser junge Mann mit dem gewöhnlichen Namen des jungen Mädchens onfangen, den doch olle ihre anderen Bekannten und Familienangehörigen im Munde führen? Der ist viel zu abgenützt. Und wenn sie dazu noch Amanda oder Emilie heißt? Nein, Liebe ist schöpferisch, und so marschieren denn die Kosenomen an. Schön und gut, diese Zärtlichkeit, aber nur dann angebracht, wenn kein anderer zuhört. Sonst wirkt sie nämlich lächerlich. Die Verniedlichungen passen schließlich nicht auf jede junge Dame (und schon gar nicht auf den Mann, denn natürlich zahlt das „Schnuckelchen" mit gleicher Münze zurück). Das „Mäuschen", das „Haschen" ist nur in den Augen des schwärmenden Jungen ein „Mäuschen" oder cm „Häschen", von normalen Augen betrachtet kann es im Gegenteil eine imponierende Brünhildengestalt und ein Elefantenbaby dazu fein. Aber nein, da muß man mitanhören, wie sich erwachsene Menschen mit dem ernstesten Gesicht zuckersüße Bezeichnungen geben, und dabei weiß man doch, daß sie den ersten Frühling ihrer Liebe schon lange überwunden haben und gewöhnlich gar nicht zuckersüß miteinander sind. Das überschwängliche Gefühl ist fort, der Name ist geblieben, ist zur leeren Tradition und damit nichtssagend geworden. Kinder sind bedeutend ehrlicher in dieser Beziehung. Sobald der Junge in die Schule kommt, schämt er sich des Kosenamens, den ihm die Mutter gab, und läßt sich nicht mehr „Bubi" nennen. Denn er ist ja tatsächlich kein Bubi mehr. Und wehe dem Mädchen, das sich den Namen „Püppi" durch die ganze Schulzeit gerettet hat und nun fassungslos dasteht, wenn der Chef plötzlich fachlich und ohne jedes Mitleid „Fräulein Müller" zu ihr sagt. Kosenamen — ja, aber nur, wo sie am Platze sind. Münchener Postbeamte sammeln für das WHW. Bald erschien der Stationsarzt mit einem anderen Herrn. „Sind Sie imstande, schon ein wenig genauere Auskunft zu geben über das, was mit Ihnen geschehen ist?" fragte er, nachdem er sich von dem Herzzuftand des Patienten überzeugt hatte. Horst von Gernsheim nickte. Nachdem man ihm eine starke Tasse Kaffee gereicht hatte, fühlte er sich erfrischt. Er versuchte sich aufzurichten, sank aber mit einem leisen Wehlaut zurück. „Schön liegenbleiben!" meinte der Arzt. „Was Sie uns zu sagen haben, können Sie auch im Liegen sagen!" Dann wandte er sich an den Herrn, der neben ihm stand, dessen scharf geschnittenes, angelsächsisches Gesicht mit unverkennbarem Interesse auf dem Kranken ruhte. „Bitte, Mister Dundee, wenn Sie fragen wollen c ,',Was will der Herr?" fragte Horst unruhig. „Der ist doch kein Arzt?" „Nein", gab Dundee zur Antwort, „das bin ich nicht! Aber fürchten Sie nichts. Ich möchte nur aufklären was mit Ihnen geschehen ist. Sind Sie Herr Horst von Gernsheim?" Horst nickte: „Warum fragen Sie?" „Weil wir Sie ohne alle Ausweispapiere aufge» fanden haben, Herr von Gernsheim!" „Wie ist das möglich? Ich hatte doch meinen Paß, mein Rundreiseheft." „Das hatten Sie eben nicht. Als die Polizei Sie entdeckte, befand sich nichts in Ihren Taschen." „Entdeckte?" fragte Horst von Gernsheim. Ein suchender Ausdruck kam in seine Augen. Dann wich dieses Suchen einem Entsetzen. Er schauerte zusammen: „Jetzt besinne ich mich", sagte er mühsam. „Ich ging durch einen Torweg mit diesem Senhor Basti eni." „Mit wem gingen Sie?" fragte Dundee und machte sich schnell ein paar Notizen. Als Horst den Namen wiederholte, machte Dundee ein nachdenkliches Gesicht. „Sind Sie imstande, diesen Senhor Bastieni zu beschreiben?" Und als Horst die Beschreibung gab, nickte et vor sich hin: „Dachte ich's mir doch!" sagte er, und weiter nichts. „Ja", fuhr Horst fort, „und dann kam nur em Betrunkener entgegen. Dann wurde ich niedergeschlagen und weiter weiß ich nichts." Der englische Detektiv wechselte einen Blick mit dem Stationsarzt: „Ja, weiter ist auch nichts! sagte er ganz harmlos. , In dem Augenblick, in dem Sie niedergeschla- gen wurden, kam auch die Polizei und lieferte Sie hier ein!" r , ix (Fortsetzung folgt!) Helma lächelt. Kriminalroman von Klothilde von Stegmann. Urhederrschtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.). Arn nächsten Tage reifte Mister Dundee nach Hamburg und erfuhr, daß Herr Baron von Gernsheim im Hamburger „Atlantik"-Hotel Wohnung genommen habe — aber bereits abgemeldet wäre. Eingedenk des Versprechens, das Dundee seinem alten Freunde und Kriegsgefährten im Kampfe nut den Verbrechern gegeben, begab er sich ins „Atlantik". ,. „ „ .. Die Nachricht, die er dort erhielt, war allerdings geeignet, sogar einen mit allen Wassern gewaschenen Kriminalisten wie den Engländer Dundee von Scotland Yard in Erstaunen zu setzen. Er erfuhr, daß Herr Baron von Gernsheim plötzlich von der Stadt aus einen Dienstmann mit einem Eilbrief ins „Atlantik" geschickt hätte, daß man seine auf dem Bahnhof lagernden Koffer als Expreßgut nach Berlin schicken möchte, da er unerwartet den Nachtzug nach Berlin habe nehmen müssen, um zu einer unerwarteten Besprechung tm Auswärtigen Amt zurechtzukommen. „Wir haben uns, offen gestanden, über diese Order des Herrn Baron von Gernsheim gewundert , gab der Portier zu, „denn Herr von Gernsheim war doch im Abendanzug und keineswegs für eme Reife vorbereitet fortgegangen. Aber da wir Den Brief mit feinem Paß und der Visitenkarte als Legitimation in Händen hatten, fo blieb uns gar feine Wahl. Wir haben also den Auftrag prompt erfüllt. Auffällig war nur, daß wir Herrn von Gernsheim nicht mehr gesehen haben. Der Gepäckträger war mit einem Köfferchen an der Bahn, um ihm die Toilettensachen persönlich m den Zug 3U reichen. Ader er muß Herrn von Gernsheim verfehlt haben und kam unverrichteter Dinge mit dem Handgepäck wieder zurück." „Eben darum nicht; ich hatte plötzlich eine Hemmung. Wissen Sie, ich zweifle, daß dieser blonde, zarte Herr wirklich Gernsheim ist. Sagen Sie, Dundee — fahren Sie nicht dieser Tage nach Ham- Morgen bereits. Soll ich was für Sie erledigen?" Äch ja bitte, recherchieren Sie doch einmal bei der Hamburger Fremdenpolizei, wo Herr von Gernsheim gewohnt hat. Es interessiert mich. Im Zusammenhang mit den mysteriösen Geschehnissen auf Schloß Gernrode muß man auch den schwächsten Verdachtsmomenten folgen. Dundee versprach, alles zu tun, was Hopman tniinirhip 9jber trotzdem war Hopman nicht mehr beiÄr Sache - und das gemeinsame Mittagessen verlief nicht so gemütlich, wie Dundee, der Lebens- oenießer das gehofft. Aber er nahm es Hopman nicht Übel Er wußte von sich selbst wenn einen Kriminalisten ein Fall gepackt hatte, dann war er. gelinde gesagt, unzurechnungsfähig für alles dienerten — und verschwanden mit abgezogenen Mützen. _ .. Hopman sah sich schnell um. Er schloß die Tur des Zimmers von innen zu — und machte die zum Badezimmer auf. So hatte er für alle Fälle einen Ausgang bei unerwarteten Störungen. Dann zog er aus feiner Tasche einen Universal- schlüssel, öffnete mit einem schnellen Griff einen Koffer nach dem anderen — kein Zweifel war möglich, diese Koffer gehörten dem Baron von Gernsheim, waren ordnungsgemäß gepackt, und ihr Inhalt, soweit er ihn flüchtig durchsetzen konnte, war offenbar kaum ausgepackt. Als er Schritte auf dem Korridor hörte, verschloß er schnell die Koffer wieder und schlich, nachdem er lautlos den Riegel an dem Zimmer zuruck- geschoben, durch das Badezimmer. Gerade als der Mieter des Zimmers zweihundertzweiunddreißig seinen Wohnraum betrat, ging Hopman langsam den Gang m der entgegengesetzten Richtung hinunter. Sein Gesicht hatte einen unzufriedenen und nachdenklichen Ausdruck. Hundert Jahre Industrialisierung hatten es mit sich gebracht, daß große Teile des deutschen Volkes sich darauf eingestellt hatten, ihren Lebensunterhalt in der für das Ausland arbeitenden gewerblichen Wirtschaft zu verdienen. Der Traum einer künstlich aufgebauten und unorganischen Weltwirtschaft ist durch den Weltkrieg und feine Auswirkungen gründlich zerstört worden. Die verschiedensten ausländischen Staaten haben ihre eigenen Industrien entwickelt und eine Unzahl von Maßnahmen getroffen, um die deutsche Jndustrieausfuhr und die aus ihr ins Reich fließenden Einnahmen möglichst weitgehend zu verringern. Wir müssen uns daher mit dem Gedanken abfinden, daß die verringerten Exportmöglichkeiten bestehen bleiben und sich voraussichtlich kaum erweitern lassen,eher zurückgehen werden. Aus diesen Gründen ist es eine der wichtigsten Pflichten der nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik, den deutschen Lebensraum wirtschaftlich auf allen Gebieten zu verstärken und einer möglichst großen Anzahl deutscher Volksgenossen durch Arbeit für den Binnenmarkt die Existenz zu sichern. Es liegt auf der Hand, daß die vorn Reichsnährstand begonnene Erzeugungsschlacht das treibende Moment für alle Bestrebungen, unsere Nationalwirtschaft auszubauen, ist. Schon oft ist auf die Volkswirtschaft als Gleichnis das Bild vom Blutkreislauf angewandt worden. Es läßt sich nicht leugnen, daß die Eigenschaften des Herzens tm Blutkreislauf in der Volkswirtschaft von der Landwirtschaft erfüllt werden. Das Herz treibt das Blut durch die verschiedenen Adern und erhält dadurch den Körper lebensfähig. Ebenso wirkt sich die bestehende Tatsache einer gesunden Landwirtschaft befruchtend auf allen wirtschaftlichen Gebieten aus. „Und hat Herr von Gernsheim dies Handgepäck nie reklamiert?" „Doch, Mister Dundee! Es kam aus Berlin em Telephonanruf — und wir haben die Sachen verpackt dem Expreßgut nachgefandt. Sie dürften jetzt chon in Berlin fein." Diese Nachricht gab Dundee Hopman sofort durchs Telephon durch. „Das ist alles sehr eigentümlich! war Hopmans Antwort. „Tun Sie mir noch einen Gefallen und forschen Sie einmal nach dem Aussehen des Herrn von Gernsheim!" „Hab' ich schon getan, my boy! Man hat mir gesagt, daß Herr von Gernsheim trotz der sonstigen Blondheit ein tief gebräuntes, richtiges Tropengesicht habe." Hopman schwieg einen Augenblick: „Dundee, nun tun Sie noch eins für mich! Gehen Sie ins Staatskrankenhaus und sehen Sie sich einmal den Unbekannten an, den man gestern bewußtlos dort em- qdiefert hat. Ich telegraphiere sofort meinem Freund Seidemann von der Hamburger Mord- infpektion; er wird Sie begleiten. Es interessiert mich außerordentlich, ob der Unbekannte, den man dort eingeliefert hat, eine europäische oder eine tropische Gesichtsfarbe hat. Ich habe das bestimmte Gefühl, daß wir da noch allerlei Ueberrafchungen erleben werden." Nach einer Stunde schon hatte Hopman die Nachricht, die er erwartet hatte. „Nun wird es Ernst", sagte er zu seinem Freunde Martins der gleich ihm fieberhaft die Nachrichten am Telephon abhörte. „Nun ist es höchste Zeit für mich, wieder nach Gernrode zu fahren." 16. Kapitel. Horst von Gernsheim erwachte in einem großen, hellen Zimmer. Die letzte goldene Herbstsonne strahlte von den Wänden wider. Mühsam hob er feine Augenlider, schloß sie aber sofort wieder, geblendet von diesem warmen, lebendigen Glanz. Wo war er eigentlich? Was war mit ihm geschehen? Er versuchte den Kopf 3U drehen. Aber ein starker Schmerz im Hinterkopf und Hals ließ ihn aufstöhnen. Vom Fenster erhob sich eine Krankenschwester — beugte sich mit einem freundlichen Gesicht über Horst: . Nun, da sind wir ja aufgewacht! meinte sie lächelnd und faßte nach dem Puls des Kranken. „Wie geht es Ihnen? Noch sehr Schmerzen?" „Nicht sehr schlimm!" kam es leise von den Lippen Horsts. „Schwester, sagen Sie, was ist das alles? Wo bin ich, und wie kam ich hierher? Was ist geschehen, seitdem ich mit meiner Adoptivschwe- fter — Biele Fragen auf einmal", meinte lächelnd die 1 freundliche Schwester. „Ich werde alles beantwar- 1 ten Aber erlauben Sie, daß ich noch den Stations- t arz't dazu rufe; ich muß erst wissen, ob er Ihnen das viele Sprechen erlaubt!" Nachdem Dundee sich von. Hopman verabschiedet hatte, um zu einer Besprechung mit ,cinJr™ De^ Herren vom Alex zu gehen, begab sich Hopman nochmals in die Halle. Gerade wurde das Expreßgepäck des Barons von Gernsheim von dem Gepäckauto des Hotels her - befördert. Interessiert musterte Hopman Die Koner. Sie alle zeigten die Initialen H. v. G. und die G - päckzettel fremder Länder. Zweifellos, sie wäre ordnungsgemäß von Indien hierher gekommen daran war nicht zu rütteln. „Welche Zimmer bewohnt Beron von Gern^ heim?" fragte er leise den Angestellten, den er sicy vorhin durch ein größeres Trinkgeld zu Auskünften bereitwillig gemacht. . „Zimmer zweihundertzweiunddreißig mit -oav, Herr Doktor! Aber der Herr ist nicht da. „So — ist nicht da!" meinte Hopman. „Na schön!" .. Eine Weile danach schlenderte er den Korridor entlang. Gerade wurden die Koffer mit den Initialen H. v. G. in das Zimmer zweihundertzweiund- dreißig verladen. „Ach, da find ja meine Koffer!" sagte Hopma,v und trat direkt hinter den Hausdiener in das Zimmer zweihundertzweiunddreißig. „Schön, daß Sie die Sachen so prompt abgeholt haben!" Er ließ ein paar Markstücke in die Hände der erfreuten ahnungslosen Angestellten gleiten. Die Die Landjugend im ReichsberusswettkampflSZS Wir Mädel im Reichsberufswettkampf des gen A u s s e tz u n vorsätzlichen wieder schulen und neue Kenntnisse erwerben, um auf der Höhe bleiben au können. Um der Jugend Gelegenheit zu geben, in friedlichem Kampf ihre Kräfte zu' messen, wird der Reichsberufswettkampf von der DAF. und der Hitlerjugend veranstaltet. Er soll von dem Stand der Leistungen bei den Jungarbeitern und -arbeiterinnen Zeugnis ablegen und beweisen, daß die Jugend bestrebt ist, ihre ganze Kraft an den Aufbau des Vaterlandes zu setzen. Er wird zeugen von ihrem Willen, durch immer stärkere Anspannung der Kräfte die Lebenshaltung und das Ansehen Deutschlands zu heben. Deshalb darf kein berufstätiges deutsches Mädel fehlen bei diesem edlen Wettstreit, der seine Arbeitsfreudigkeit anspornen und sein Können steigern wird. Daß wir Mädel imstande sind, hochwertige Leistungen zu vollbringen, hat der vorige, der erste Reichsberufswettkampf, bewiesen, bei dem gerade bei den weiblichen Teilnehmern zum Teil ganz hervorragende Ergebnisse zu verzeichnen waren. Durch die Teilnahme am Reichsberufswettkampf wollen wir Mädel zeigen, daß auch wir Einsatzbereitschaft kennen, daß wir gewillt sind, alle unsere Kraft dem Volksganzen zur Verfügung zu Bund deutscher Mädel, Untergau 116. Ein interessanter Prozeß. Drei Iahre Zuchthaus für Aussetzung mit Todesfolge. LPD. D a r m st a d t, 21. Febr. Von dem Schwurgericht der Provinz Starkenburg wurde der 22jäh- rige Karl Krämer aus Michelstadt im Odenwald roe- Rundfunkprogramm Samstag. 23. Februar. 6 Uhr: Bauernfunk. 6.15 und 6.30: Gymnastik. 6.55: Morgenspruch, Choral. 7: Frühkonzert. 8.15 bis 8.35: Gymnastik. 9: Nachrichten. 9.15: Konzert. 10 Nachrichten. 11: Werbekonzert. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Quer durch die Wirtschaft. Berichte und Gespräche. 15.15: Jugend- sunk. 16: Nachmittaaskonzert. 18: Stimme der Grenze. 18.20: Stegreifsendung. 18.35: Das Mikrophon unterwegs. 19: Horst Wessel. Ein Vermächtnis. Eine Feierstunde zum 5. Todestage des nationalsozialistischen Freiheitskämpfers. Es spricht Stabschef Lutze. 19.30: Funkstille. 19.40: Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Großes Lincke-Potpourri II. 22.10: Nachrichten, Verein: 20 Uhr, im Vereinshaus, Vortrag „Die neuen Steuergesetze" von Dr. jur. Ruckelshausen. — Mtv.: 20.30 Uhr, bei Faulstich, Bahnhofstraße: Hauptversammlung. — Stickerei- und Spitzen-Werk- schau, 14 bis 18 Uhr, im Turmhaus am Brandplatz. — Stadttheater Gießen. Heute abend findet das Gastspiel der „Vier Nachrichter" statt. Die Gäste, die bei uns keine Fremden mehr sind und eine große Schar begeisterter Anhänger auch in Gießen wissen, bringen ihr jüngstes Kind gemeinschaftlicher Muse „Die Nervensäge", eine Parodie auf den Kriminalroman, zur Aufführung. Das Gastspiel ist außer Abonnement, die fällige Freitags-Vorstellung fällt heute abend aus. Beginn des Gastspiels 20 Uhr. — E i n Lichtbilder-Vortrag über „Schlesiens B e r g w e l t" findet auf Veranlassung des Bundes heimattreuer Schlesier (Deutscher Ostbund) am kommenden Montagabend im Studentenheim, Lsihgesterner Weg, statt. (Siehe heutige Anzeige.) — Ein Familienabend der Lukasge- m e i n d e findet am kommenden Sonntag im Lu- kassaale statt. Pfarrer und Missionar Groh wird einen Vortrag mit Lichtbildern halten. (Siehe die heutige Anzeige.) Lustfahrtgedanke und Schulen. Förderung desSegelflugsportsin den hessischen Schulen durch Staat und TlSLB. Die Licher Straße wird anläßlich ... Uebungsschiehens der Reichswehr am Samstag, 2 3. Februar, von 8 b-is 9 Uhr, für jeglichen Verkehr von der 6. Schneise in südöstlicher Richtung dis zur Gemarkung Steinbach gesperrt. Umleitung während dieser Zeit erfolgt über Annerod. Den Weisungen der zur Absperrung aufgestellten Polizeibeamten ist unbedingt Folge zu leisten. Die Landesbauernschaft Hessen-Nassau erläßt folgenden Aufruf an die Landjugend: Deutsche Jungens! Deutsche Mädels! Nur noch wenige Wochen trennen uns von dem Tag, an dem der diesjährige Reichsberufswettkampf durchgeführt wird. Wir wollen beweisen, daß wir die Zeit vom ersten bis zum zweiten Reichsberufswettkampf nicht unaenützt verstreichen ließen, sondern in zielbewußter Arbeit unsere Fachkenntnisse erweitert haben. Mit besonderer Freude werden sich die Kameraden und Kameradinnen melden, die voriges Jahr schon teilgenommen haben, Sie wissen, um was es geht, und diejenigen, die dieses Jahr neu hinzukommen, müssen bemüht sein, mit ihren Leistungen nicht zurückzustehen. Unsere Landjugend muß sich im Reichsberufs- weltkampf 1935 besonders anstrengen. An ihr Dogeiflug Oberhessen-Griechenland. LPD. Marburg, 21. Febr. Im Sommer 1934 wurden in Roßdorf einige Rote Würger beringt. Der Leiter der Helgoländer Vogelwarte hat jetzt Nachricht erhalten, daß einer der beringten Vögel auf der griechischen Insel M y t h i l e n e tot aufgefunden wurde. Diamantene Hochzeit. Marburg, 21. Febr. (LPD.) Die Eheleute Geh. Studienrat Dr. Karl Steiger und Frau be- mnaen gestern in seltener körperlicher und geistiger Frische ihre diamantene Hochzeit. Der Jubilar, der im 88. Lebensjahr steht und aus Limburg gebürtig ist, war u. a. an den Gymnasien in Wiesbaden und Hersfeld tätig. Seine Frau ist 83 Jahre alt. Wieder ein Sprung vom Frankfurter Oom. LPD. Frankfurt a. M., 21. Febr. Danners- tag mittag sprang eine 3 9jährige Ehefrau in selbstmörderischer Absicht von der ersten Galerie des Domes in den Domgarten. Sie war sofort tot. Die Beweggründe zu dieser Tat sind unbe- kannt Es .st dies innerhalb kurzer Zeit der zweite Frau auf diese Weise ihrem Leben ein Ende setzte. Vor einigen Wochen stürzte sich ein junges Mädchen, das aus einer Nervenheilanstalt entwichen war, von der Plattform des Frankfurter Domes. Die Abgabefrist für die Gewerbeertrags. steucr-Erktarilng bis 15. März verlängert. hnföh»ri>nr»u^ PoUfchecfi-Kontfr: ftanhfurt am Main tstoo lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Ella Anzeigen-Attiengesellschaft Annahme von Anzeigen für alle Leitungen u Keitidmften Gießen/Schulstraße7 IIIIIIIIIIIIIIIIIIAIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII beugen Erkaltungenu.deren ernste Folgen vor. Wind und Wetter trotzen Sie mit diesem unübertroffenen Mittel. Von Millionen im Gebrauch. Mainzer Lüstr. 42 NaflauUdir LanöeotmH Giro-Konto 6800 Hessen-Nassau Hdes 1934/35 Gauführung Win beut Gesamtschätzungswert Gießen den 7. Januar 1935. Im Auftrage des Hessischen Amtsgerichts: Karle, Ortsgerichtsvorsteher. Arterienverkal kung hohen Blutdruck,Rheuma, Gicht, Mayen-, Darmstörungen 9heren=, Blasenleiden, vorzeitige Alterser- 'chelnungen, Stoffwechsel- beschwerd,beug.Sievord. Knoblauch-Beeren Geschmack- und geruchlos l Monatsvackung 1.— RM. DrogerieWinterhoff,Kreuzplatz10; Drogerie Kilbinger, Seltersweg 69; Central-Drogerie,Schulstr. 596d Zwangsversteigerung« 64 34 Am Wontag, dem 11. März 1935, vormittags 10 Uhr, werden im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Gutfleischstraße Nr. 1, zweites Obergeschoß, Zimmer 221 die den a) Goeh, Emil, zu Vt und b) Goetz, Frieda, geb. Weber, dessen Ehefrau, zu zugeschne- henen Grundstücke versteigert: 1027D Grundbuch für Gießen Band 72, Blatt 4239: Flur 18, Ur. 63, Acker unter den alten Lichen, zwischen der mittelsten und der Waldgaß, 927 qm, Schätzungsbetrag ‘Hur 18, Ur. 64, Grabgarten, da- selbst, 205 qm, Schätzungsbetrag Zwangsversteigerung K i5534 Am Wontag, dem 25. Februar 1935, vormittags 10 Uhr, werden im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Gutflei chstraße Nr. 1, zweites Obergeschoß, Zimmer 221, die auf den Namen Ludwig Weller der Dritte in Klein-Linden eingetragene Grundstücke versteigert: 73UL) Grundbuch für Gießen, Band 65, Blatt 3809: Flur IX, Nr. 54, Bauplatz in dem Wasserfall zwischen Chaussee und Aulweg, 600 qm, Schiit- zunasbetrag 2700, RM. Flur IX, Nr. 61, Bauplatz, daselbst, 422 qm, Schätzung- betrag 1266,—RM. Gießen, den 11. Dezember 1934. Im Auftrage des Hessischen Amtsgerichts Gießen: Karle, Ortsgerichtsvorsteher. ZwangsversteigerungK !o34 Am Wontag, dem 25. Februar 1935, vormittags 10.30 Uhr, werden im Amtsgerichtsgebaude in Gießen, Gutfleischstraße Nr. 1, zweites Obergeschoß, Zimmer 221, die den a) Schneider, Karl Dritter, zu y2, und b) Schneider, Bauline, geb. Dopfer, dessen Ehefrau, zu zugeschriebenen Grundstücke versteigert. 7dlu Grundbuch für Gießen, Band II, Blatt 69: Flur I, Nr. 493/10, hofreite in der Steffansmark — Vleichftrahe Kt. 5 332 qm. Schät- zungsbetrag 22 ö°u' JX-LM" Flur I, Nr. 325/10, hofreitegrund- ftück in der Steffansmark, 11 qm, Schätzungsbetrag _____165^-—yti/c. Sa.-22 745,-RM. Gießen, den 7. Januar 1935. Im Auftrage des Hessischen Amtsgerichts: Karle, Ortsgerichtsvorsteher. Zwangsversteigerung K n34 Am ffionlag, dem 11. Mär; 1935, vormittags 8.30 Uhr, werden im Amtsgerichtsgebaude >n Gie- ßen, Gutfleischstraße Nr. 1, zweites Obergeschoß, Zimmer 221, die dem Neuling, Heinrich, zugeschrie- benen Grundstücke versteigert: Grundbuch für Gießen, Band 45, Blatt 2297: Flur XXI, Nr. 27, Grabgarten rechts des Wiesecker Wegs, 1052 qm, Schätzungsbetrag 1052, RM. Flur XXI, Nr. 28, hofreite (Wiesecker Weg 40), daselbst, 2497 qm, Schätzungsbetrag 28699, RM. Flur XXI, Nr. 29, Grabgarten, da- selbst, 263 qm, Schätzungsbetrag 1052,— RM. Sa. 30803,—RM. Einheitswert (1.1.31) Ordn.-Nr. 1 368, RM. Ordn.-Nr. 2 und 3 26600,—W. Die Schätzung ist vom 24. April 1934. In dem Anwesen wurde ein Fuhrgeschast betrieben. Gießen, den 6. Februar 1935. Im Auftrage des Amtsgerichts Gießen: Karle, Ortsgerichtsvorsteher. Nachlässe von 3 bis 20 v. H. erhalten Sie bei wiederholten Veröffentlichungen einer Anzeige! als Schornsteinfeger Heimkommen! (Jeder1 Ehemann Welche Hausfrau möchte nicht gern leichter waschen! Gerade dann, wenn ihre Wäsche verhältnismäßig wenig schmutzig ist, kann die Hausfrau viel von den Leuten mit sehr verschmutzter Wäsche profitieren. — Selbst wenn ihre Wäsche mit Schornsteinfegerschmutz über und über bedeckt wäre, kann sie durcb das organische Einweichmittel Burnus schnell und faserschonend wieder blütenweifi werden. Stellen Sie Burnus einmal auf eine schwierige Probe: Nehmen Sie Wäsche mit viel Schmutz, z.B. Küchenwäsche, und dann sehen Sie sich am anderen Morgen die Farbe des Wassers an. Burnus holt auch den verborgenen Schmutz heraus! Gutschein a 1401 fin Äugust Jacobi A.-G. Darmstadt Senden Sie mir kostenlos ein« Versuchs- Packung Burnus Name-------------—— Grt-------------— Straße —-----—-------- S.jlxfporf Gründung eines Werbeausschufles für Leibesübungen auf dem Lande. Im Rahmen der Vorpropaganda für die 11. Olympischen Spiele in Berlin wurde am 19. Februar d. I. unter dem Vorsitz -es Reichsbauernsührers R. Walther Darre im Benehmen mit dem Reichs- sportsührer von Tschammer und Osten ein Werbeausschuß für Leibesübungen auf dem Lande ins Leben gerufen. Er hat die Aufgabe, vor allem in bäuerlichen Kreisen für jede Art von Leibesübungen entsprechende Propaganda zu machen, um auch im deutschen Bauerntum die Idee der Leibesübungen stärker zu verbreiten. Besonders im Rahmen der Werbung für die 11. Olympiade kommt der Gründung dieses Werbeausschusses besondere Bedeutung zu. Er steht unter der Führung des Reichsbauernführers. Die Federführung wurde dem Stabshauptabteilungsleiter Regierungsrat Karl Motz übertragen. Deutschlands Fußballkämpfe gegen Irland und Finnland. Das bereits angekündigte Fuhballtreffen zwilchen Deutschland und Irland erhält nach einer Mitteilung des DFB. doch den Charakter eines offiziellen Länderspieles. Die erste Begegnung zwischen den beiden Ländern wird am Mittwoch, 8. Mai, stattfinden. Der Austragungsort steht noch nicht fest, doch haben Berlin und Frankfurt a. M. die besten Aussichten. Die Platzfrage wird demnächst entschieden. Das erste Länderspiel nach der Sommersperre auf deutschem Boden wird unsere Nationalmannschaft gegen Finnland führen. In den bisher ausge- tragenen fünf Spielen hat Deutschland dreimal gewonnen, ein Kampf ging verloren und ein Treffen endete unentschieden. Olympia-Anwärter von der SA. beurlaubt. Die O b e r st e S A. - F ü h r u n g hat in der Verordnung vom 18. Februar 1935 bekanntgegeben, daß die Olympiaanwärter bis nach Beendigung der Olympiade von dem SA.-Dienst zu beurlauben sind. Oie Spiele der Bezirksttaffe, Gruppe Gießen-OiN Tuspo Bissenberg — 1900 Gießen (Horn Bad- Nauheim), BC. Sinn — Watzenborn - Steinberg (Weide Obermörlen). Oie Spiele der Kreisklaffen. 1900 II — VfB. II (Keller, Naunheim); Leihgestern — Großen-Buseck (Kaletsch, Wetzlar); Grün- oerg — Krofdorf (Bender, Fellingshausen); Wetzlar II — Spfr. Wetzlar (Poft, Wieseck); Allendorf — Steinbach (Entscheidungsspiel auf dem Platz der 1900, Grote, Mainzlar)- Aßlar II — Ehringshausen (H. Rüspeler, Gießen); Erda — Vetzberg (Niersbach, Wetzlar); Kinzenbach — Heuchelheim II (Bernhardt, Wieseck); Fellingshausen — Hohensolms (Hofmann, Wieseck). Lokalkampf in Gießen! Wenn auch das Spiel weniger Bedeutung hat, so hat doch ein Lokalkamps seine eigenen Reize. Jeder Verein will gewinnen, doch ist das in diesem Falle nicht zu sagen, wer Sieger wird, da beide Mannschaften nicht mehr die Leistungen zeigen, wie zu Beginn der Serie. Man hofft, daß das Spiel in fairer Weise ausgetragen wird. Der Bessere möge siegen. Die Platzsperre in Leihgestern ist aufgehoben worden, so daß Großen- Buseck in Leihgestern antreten muß. Großen-Buseck hat sehr an Spielstärke verloren. Das Spiel dürfte mit einem Siege der Platzherren enden. Grünberg empfängt Krofdorf und sollte sicherer Sieger werden. Nach dem Spiel 1900 — VfB. treffen sich im Entscheidungsspiel um die Meisterschaft in der zweiten Kreisklasse Allendorf und Steinbach. Beide Mannschaften zeigten gute Leistungen, jedoch ist der große Platz für beide ungewohnt. Wer Sieger wird, ist nicht vorauszusagen. Die Begegnung Erda — Vetzberg ist offen. Heuchelheim II. tritt in Kinzenbach an. Da beide Vereine punktgleich an der Spitze stehen, wird jeder versuchen, den Sieg an seine Fahnen zu heften. Eine Voraussage ist unmöglich. Fellingshausen empfängt Hohensolms und sollte sicherer Sieger werden. Fußballabteilung des Tv. Kinzenback». In einem entscheidenden Spiel erwartet die erste Mannschaft des Tv. Kinzenbach für kommenden Sonntag die zweite Mannschaft des Spv. 1920 Heuchelheim. Beide Gegner haben sich bisher» einmal gegenüber gestanden und trennten sich seinerzeit mit 2:2 unentschieden. Es ist daher schwer auf die wirkliche Spielstärke der Mannschaften einzugehen, um eine Voraussage treffen zu können. Man erwartet einen Kampf zweier gleichwertiger Mannschaften, dessen Endergebnis erst mit dem Schlußpfiff sest- stehen dürfte. Iugendfußball im V'B./ReichSbahn. Am Sonntag weilte die erste Jugend des VfB.-R. in Leihgestern und brachte wiederum einen eindeutigen Beweis ihres Formanstiegs nach Hause. Sie schlug die spielstarke Leihgesterner Jugend mit 8:1 Toren. In allen Lagen waren die Gießener ihrem Gegner überlegen. Handball im B?B.-^eichsbahn. Der vorjährige Gaumeister Tv. Wetzlar hat die 1. Mannschaft des DfB.-R. für kommenden Sonntag zu einem Freundschaftsspiel singeladen. Die Wetzlarer haben in ihrem letzten Spiel gegen die Spiel- Vereinigung 1900 Gießen einen klaren Sieg errungen. Auf Grund dieser Leistung werden den DfBern, die ohne ihren besten Stürmer Herrmann antreten, wenig Siegesaussichten übrig bleiben. Eine knappe Niederlage wäre für die Gießener schon ein Erfolg. Oer Turnverein Lollar im Jahre 1934 Der Turnverein 1883 e. V. Lollar hielt dieser Tage seine Generalversammlung ab. Der Vereinsführer Wagner hob in feinem allgemeinen Bericht hervor, daß im Bund für Leibesübungen, der sich in Fachsäulen gliedert, die Entwicklung auch günstig für unsere örtlichen Verhältnisse auswirken wird. Aus den Berichten des Oberturnwartes und des Spielwartes ging hervor, daß die zahlenmäßige Beteiligung im vergangenen Jahr nicht so stark war wie früher, daß man jedoch mit den erzielten Erfolgen sehr zufrieden sein kann. Der Kassenbericht schloß zwar nur mit einem kleinen Saldo ab, dafür wurden aber im vergangenen Jahr 530 Mark für Schuldentilgung aufgebracht. Dadurch ist das Reinvermögen des Vereins gestiegen, es beträgt heute 3608,20 Mark. Dor der Vorstandsneubesetzung wurden die neuen Satzungen der TD. angenommen. Die Führung des Vereins setzt sich danach aus Führerrat, Führerring und Aeltestenrat zusammen. Die Führerschaft besteht fast aus den seitherigen Mitgliedern, nur der Dietwart wurde neu bestimmt. Der neu gebildete Aeltestenrat setzt sich aus dem Vereinsführer, seinem Stellvertreter und aus folgenden verdienten Dereinsmitgliedern zusammen: Heinrich R i e h m , Otto M i ck e l, Gerhard Rohrbach, Heinrich E s p i ch , Heinrich B i e r a u , Heinrich Gaul, Friedrich Geißler IV., Peter Freudenberger, Ludw. Geißler V. und Gerh. Spuck fen. Turner Heinrich Gaul wurde durch lieber« reichung eines Ehrendiploms für 50jährige treue Vereinszugehörigkeit geehrt. In feinem Schlußwort ermahnte der Vereinsführer besonders die jugendlichen Turner zu fleißigem Turnstundenbesuch und bat um Unterstützung der älteren Mitglieder für die gute Sache. Die Versammlung wurde in der üblichen Weise geschlossen. Kurze Sportnotizen. 15:4 geschlagen wurde der Berliner SC. im Kampf um den Europapokal beim LTC. Prag. Die 4000 Zuschauer erlebten schon im ersten Drittel eine 7:0-Führung des LTC., die beiden übrigen Drittel brachten ein 8:2 und 0:2. Die Bezirks- und Gaumeisterschaften der Schwimmer haben sich auf Anordnung des Verbands-Schwimmwartes des DSV. über das ganze olympische* Programm zu erstrecken. Als „Olympia-Prüfungskämpfe" der Schwimmer dürfen nur noch die Veranstaltungen bezeichnet werden, die von Verbands wegen angeordnet oder ausdrücklich als solche genehmigt worden sind. Die deutsche Expedition nach Holmen- kollen ist unter Führung des Mannschaftskapitäns Gustl Müller in Oslo eingetroffen. Tazio Nuvolari erklärte, der neue Alfa- Romeo-Rennwagen fei fertig. Er leiste 350 Stundenkilometer und sei ein scharfer Rivale der deutschen Wagen. Die demscbeSMzucbt muss gesteigert werden! geficherts Preife. ..... - ---—-— — "'•Mr rwnsr Kettenhandel- zz fchwa nkehde < .... i gl. ImjufeU WZ MWU Marktregelung und Wollfestpreise sichern die Wirtschaftlichkeit der Schafhaltung auf jedem Hof! Der gemeinschaftliche Verkauf der deutschen Wolle durch die Reichswollverwertung gewährt den bestmöglichen Preis und vermittelt den direkten Verkauf vom Erzeuger zum Verbraucher. „Madame Butterflys in Berlin. F odor-Bilderdienst. Die japanische Opernsängerin T e i k o Kiwa, die als Tragöd-in am Kaiserlichen Theater in Tokio wirkt, ist in Berlin eingetroffen, um in der Rolle der „Madame Butterfly" im Deutschen Opernhause zu gastieren. Briefkasten der Redaktion. Hach Frankenbach. Wer bas Alter von 65 Jahren vollendet hat, erhält nur bann Invalidenrente, wenn er die Wartezeit erfüllt und die Anwartschaft aufrechterhalten hat. Für die Invalidenrente wegen Vollendung des 65. Lebensjahres dauert die Wartezeit 750 Beitragswochen. Als Ersatzzeiten für die Erhaltung der Anwartschaft gellen u. a. ab 1. 4.1933 Zeiten, in denen Versicherte Arbeitslosen- oder Krisenunterstützung, oder Unterstützung aus öffentlichen Mitteln erhalten haben. Bis 1. 4.1933 waren auch für Zeiten der in Satz 3 genannten Art Marken (mindestens 20 Stück in 2 Jahren) zu verwenden. Aach Nidda. Wir empfehlen, die Arbeit einem selbständigen Gewerbetreibenden zu übertragen, der mit seinem Betrieb in das Kataster der für ihn zuständigen Berufsgenossenschaft eingetragen ist. Die Anmeldung einer unselbständigen Hilfskraft kommt überdies nur für die Dauer des tatsächlichen Beschäftigungsverhältnisses in Frage. Sie entfällt, wenn die Beschäftigung weniger als 3 Tage dauert. Unfallschutz ist in der Krankenversicherung nicht ein- begriffen. SpendensürdasMnterhilsswett Sämtliche Zahlungen für den kreis Gießen, die das Tvinterhilfswerk 1934/35 betreffen (Spenden, Straßenfammlungen, Haussammlungen, Eintopfgerichte usw.), sind nur auf Konto der Vezlrksfparkaffe Gießen, 3tr. 4600 oder auf Postscheckkonto Frankfurt a. IN. 3tr. 5979 einzuzahten bzw. zu überweisen. 1037 V In der Nacht zum 16. Februar entschlief kurz vor Vollendung seines 82. Lebensjahres Herr Louis Patzer Verwaltungsdirektor a. D. Herr Patzer stand seit der im Jahre 1890 erfolgten Gründung unserer Kaffe ununterbrochen in der Leitung der Verwaltung. Sein Name ist unlöslich mit der großartigen EntwicklungderKaufmännischenKranken- kaffe Halle S. verbunden, der er seine ganze Schaffenskraft widmete. Er war Wegbereiter für die Ausweitung der sozialen Aufgaben des von ihm vertretenen Institutes und hat durch sein tatkräftiges Einsetzen für die Volksgemeinschaft die Anerkennung der weitesten Kreise gefunden. Wegen seiner außerordentlichen Verdienste um die Kaffe übertrug ihm der Anfsichtsrat das Amt eines Verwaltungsdirektors. Ihm zu Ehren schuf die Generalversammlung nach seinem Ausscheiden aus dem Verwaltungsdienst einen besonderen Sitz im Aufsichtsrat. Wir verlieren in Herrn Patzer nicht nur den nimmermüden Mitarbeiter, sondern auch den Menschen mit großem Charakter, mit warmem und offenem Herzen. „Treue, Liebe zur Arbeit, eisernes Pflichtgefühl, unverrückbarer Sinn für Verantwortung, harmonische Zusammenarbeit und soziale Ver- bundenheit mit den Mitgliedern der Kaffe" sind seine Worte, nach denen handelnd er uns immer hohes Vorbild war und mit denen wir ihm ein unvergeßliches Andenken bewahren. Aufsichtsrat, Hauptvorstand und die Angestellten der Kaufmännischen Krankenkaffe Halle S. Berlin, im Februar 1935. Ersatzkaffe V.V. a.G. Familienabend der Lukasgemeinde Sonntag, den 24. Februar 1935, abends 8 Uhr, im Lukassaal. Vortrag mit Lichtbildern von Pfarrer n. Missionar Groh: Land. Lenk u. Mission an der Goldltüste Es ladet ein o?io der Kirchenvorstand der Lukasgemeinde Bekanntmachung. Die Ausgabe der Brennstoff-Bezugsscheine (4. und letzte Rate) für die Bezieher von Arbeitslosen- und Krisenunterstützung sowie für verschämte Arme erfolgt am 1024D Montag, dem 25. Februar 1935, für die Buchstaben A—K, Dienstag, dem 26. Februar 1935, für die Buchstaben L—Z in der Zeit von 15 bis 17 Uhr in dem Hause Lony- slrahe 2 (Erdgeschoß, Schalterraum). Gießen, den 19. Februar 1935. Städtisches Wohlfahrtsamt. LeicaPhotoAtelier Danziger Straße 5 (v. Haltestelle Lieber Str. 5 Min.) Moderne Photos jeder Art und Größe 6 St. Paßbilder f. Ausweise usw. Mk. 1.50 6 St. Porträt-Postkarten...........Mk. 3- Andere Größen entsprechend Werktags geöffnet 10-17 Uhr, Sonntags 10-15 Uhr Phototechnik Gießen, Danz. Str. 5 Inhaber: C. Hoos, Photo-Meister, [0715] Tel. 3839. E D n ^DRUCKSACHEN VW fa 8% D !■ Brührsche Druckerei Gewinnauszug 5. Klasse 44. Preußisch-Süddeutsche (270. Preuß.) Klassen-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten 12. Ziehungstag 21. Februar 1935 Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den Abteilungen I und II beiden 3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 283212 114152 132672 144560 13537 15015 16674 20680 884867 140779 299804 388502 189053 310450 370982 399084 26359 40867 58477 75485 93707 121189 210091 317785 377819 21919 34289 51023 66024 86261 96662 110245 184336 302127 365851 397244 25238 35424 55847 73651 93179 100139 111403 124519 131570 147238 166374 179223 192959 202057 217286 227473 235605 247514 263787 276466 291238 310542 327247 344757 355916 365104 371889 882102 114647 210004 314143 372993 399705 100467 118599 127927 135645 156268 170283 181261 195204 205291 220756 231798 237394 249065 267772 280227 294659 314245 329675 348366 359856 367671 374330 385042 30183 42093 60382 85098 95183 23356 34680 51920 66182 92280 99945 107696 121344 129565 143146 159443 177601 188092 201499 216547 225292 234139 244986 262618 272497 290914 298964 326344 342470 354501 362311 371775 381119 390360 100296 114554 125123 135457 153795 167355 181102 193030 204492 219379 230969 236767 248266 266288 279523 292461 311691 329435 345513 356977 367351 373263 383153 29890 41529 59693 79480 94203 101832 120213 128052 139186 156447 170610 181374 196016 206214 223529 232067 239531 250121 269083 285455 294738 314682 332052 348760 360064 367963 33698 46006 63371 85523 96173 103120 120282 129392 140569 158444 174797 182424 201340 209825 224805 232807 243807 262258 271601 285543 297489 324326 340907 352428 360441 370869 380696 389945 32 Gewinne zu 1000 M. 56313 136693 146937 149114 153619 163102 269586 305845 315954 336038 337889 341642 393292 237369 294792 326372 347201 385881 391212 74 Gewinne zu 500 M. 4499 22354 42132 45189 50257 63356 67319 75609 80861 87905 ------ 372 Gewinne zu 300 M. 1643 7139 9458 9543 13458 3537 14193 1CA1C ««««« ----- ----- 6 Gewinne zu 5000 M. 132489 337202 365825 6 Gewinne zu 3000 M. 128307 149466 269066 28 Gewinne zu 2000 M. 7053 8309 47603 86900 92183 92235 116864 153379 182565 204387 ------ 339739 349123 376915 Volkstümliche Naturwissenschaft in reichbebilderten, leichtverständlich geschriebenen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlass- erzeugnisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick In die Geheimnisse des Naturgeschehens und damitdurch erweitertes Wissen erhöhte Freude an den vielfältigen Schönheiten der Natur. - Verlangen Sie Prospekte und auch Probehefte der Zeitschrift „Der Naturforscher“ Hugo Bermühler Verlag • Berlin-Lichterfelde 3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Gewinne zu 10000 M. 10 Gewinne zu 5000 M. 254719 260507 8 Gewinne zu 3000 M. 382134 14 Gewinne zu 2000 M. 239055 306194 31CT35 155802 64340 138108 152940 190579 205092 234119 41103 99328 233899 342991 40 Gewinne zu 1000 M. 9422 19689 44487 51412 55052 84880 95510 122120 122480 131446 151951 265255 280241 295098 309946 319338 345888 374597 381479 394664 24636 37291 57394 58683 81993 37077 52274 59389 67611 77392 89037 103696 112788 125678 144413 173533 187446 214921 232776 250998 263732 281347 290101 298076 309731 321793 334767 352315 368169 378231 91910 171610 261196 313850 370837 21145 46073 52475 59536 68890 78623 95848 131799 175841 262343 313922 374255 153045 199373 287439 349575 375781 104358 115170 132111 145071 176052 188806 221496 233966 252723 263785 282623 291804 301378 312579 324624 342541 355349 369803 383522 22832 46452 53202 61022 70330 83465 25120 46668 53880 61671 72522 84767 95889 106335 118076 134629 149864 176734 190919 221887 243372 259927 267108 285872 291945 301484 313382 326299 343407 355633 371123 386232 99638 106360 119514 136277 157620 177244 194628 223205 248798 262389 274854 286510 295598 305664 313597 326801 345791 357050 373566 388191 160697 226817 292113 358286 386101 161063 231702 295224 359592 390650 15726 86249 169416 254321 308779 370222 394615 12141 34476 50379 58457 67466 74619 85939 103212 112009 123784 140948 173221 183122 210961 232462 250438 263483 279009 288925 297016 309211 317968 332204 351467 367670 377690 11548 34281 48858 58403 64426 73593 85274 7091 31214 47074 56535 63843 73018 85180 101452 109590 120408 139963 160105 180995 209876 228119 249072 262931 275358 287753 297012 306187 315803 327005 347917 358754 376444 397278 82 Gewinne zu 500 M. 6463 7835 10706 23046 ......................... 330 Gewinne zu 300 M. 4239 14252 ----- ----- ----- • 20 Tagesprämien. Auf jede gezogene Nummer sind zwei Prämien zu e 1000 RM gefallen, und zwar je eine auf die Lo e gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II: 60243 69594 131056 142230 152473 1784Q<) 235568 330993 345653 370820 178499 Im Gewmnrade verblieben: 860 Taaesprämien jElOOO Mark, 2 Gewinne zu je 10U0000, 2 zu 2 $u le 76000, 2 zu je 50000, 4 zu je au IC 20000, 38 zu je 10000, 116 zu e 6000. 254 je 3000, 534 zu je 2000, 1168 zu je 1000, 2908 zu je 500, 11390 zu je 300 Mark/ 1