E s 185. Jahrgang Giekener Anzeiger fr Schatzkanzler Neville Chamberlain über die künftige Politik Englands. Der tigen Umständen die Gelegenheit ergreifen, um i? I 0 c Ö o 5 »5 Was wird England tun? Orahtberichi unseres He.-Korrespondenien. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! London, 20. Dezember 1935. Die Folgerung aus dem Fiasko Hoares könnte." Die Rede des Schatzkanzlers klang in der Forderung aus, daß England mit Macht auf» r ü st e n müsse, um seine kollektive Sicherheitsver- pslichtungen erfüllen zu können. In diesem Zusammenhänge sagte er u. a.: „Denn wir mitwirken wollen, den Völkerbund zu einem wirklich erfolgreichen Werkzeug für die Erhaltung des Friedens zu machen, dann 5'5 T crM ® «'m® - 0 = 5 rt S - 8 »s 3- ? 5 S Ä Geist der Disziplin und des Wider- standswillens der organisierten Massen mit dem Andauern des vergeblichen „Erstickungsversuches" weiter zunimmt, daß ferner die italienischen Erzeuger unter den gegenwär- 2 5 ’rJ' 0. IW ir müssen uns für eine wirkungsvolle Ganktionspolitik stark machen." Wintersonnenwende. Don Dr. Wilhelm Frick, Michsmimster des Innern. Die Götter- und Mythenwelt der alten Germanen weist eine urgewaltige Tiefe und Symbolik auf. Der Wandel'der Jahreszeiten, die Verbundenheit der Natur und der entscheidende Einfluß des Sonnengestirns auf alles menschliche Leben mußte auf die Geistes- und Vorstellungswelt eines sittenreinen und hochstehenden Volkes einen tiefen Eindruck machen. Im Mythos von der Sonnenwende erkennen wir die Wirkungen der Natureindrücke auf die Seele unserer Vorfahren. In ihrer Vorstellungswelt bevölkerten Riesengötter das All. Ein urewiger Kampf zwischen dem Gott des Lichts und dem der Finsternis, der ihnen als ein Kampf des Rechts und der Wahrheit gegen das Unrecht und die Lüge erschien, durchtobte in ihrer Vorstellung die Welt. Wenn die alles Leben erweckende Sonne ihren höchsten Stand am Himmel zur Sommersonnenwende einnahm, dann aber langsam und sicher immer mehr zurücksank und in den Herbst- und Winternebeln der nordischen Wälder erstarb, dann stellten sich unsere Altvordern dies als den Kampf zwischen dem Lichtgott Baldur und dem Gott der Finsternis Loki vor. In diesem Kamps der Finsternis gegen das Licht siegen die Möchte des Dunklen scheinbar und das Lichte unterliegt. Aber in den Tagen der Wintersonnenwende, wenn das Sonnenlicht ertötet schien, alles Leben in der Natur erstarrte, bereitete sich der Sieg des Sonnengott"s Baldur vor. In den Rauhnächten um die Weihnachtsund Neujahrszeit fiel die Entscheidung, der Sieg des Lichts. Im Lichterbaum blieb uns eine ferne Erinnerung an diese Vorstellungswelt, die mit dem Sieg des Lichts den Sieg der Wahrheit in der Welt feierte, denn von dieser Zeit an steigt das Sonnengestirn am Himmelsbogen immer macht- ' voller und bricht endlich alle Not des Winters. So wie die Sonne über die Finsternis siegt, so glaubten unsere Urväter an den Sieg des Rechts, der Wahrheit und der Freiheit. Das Symbol der siegenden Sonne war das Sonnenrad: das Hakenkreuz. 8 = 5 "ro P Rom, 21. Dez. (DNB Funkspruch.) Der Große f a s ch i st i s ch e Rat, der am Freitag um 20 Uhr zusammengetreten war, hat sich nach dreistündiger Sitzung auf den 18. Januar 20 Uhr vertagt. Nach dem amtlichen Bericht hat der Rat „d i e' p o l i t i s ch e Lage geprüft, wie sie sich nach der von englischer Seite erfolgten Verwerfung der Pariser Vorschläge ergibt, die der Initiative Frankreichs zu danken sind und die der Große faschistische Rat in seiner Sitzung vom 18. Dezember einer eingehenden Prüfung unterzogen hatte." Folgende Entschließung ist durch Zuruf angenommen worden: „Der große faschislische Rat stellt fest, daß das italienische Volk gegenüber der offen- kundlichen Desorientierung und den Wieder- fprüchen in der Haltung der öanktionsländer in der strengen Verteidigung des eigenen Rechts unerschütterlich einmütig bleibt, indem es mil der Goldspende einen machtvollen Beweis seines Widerstands- und Siegeswillens gibt. Er entbietet den Soldaten und Schwarzhemden, die in Ostafrika mutig für die Sache der Zivilisation und für die höchsten Ziele der Sicherung und Zukunft der Ration kämpfen, seinen Gruß und stellt fest, daß die Aktion des faschistischen Italiens mit unbeugsamer Entschlossenheit sür die nötiae Erreichung der vom Duce für die Geschicke des Vaterlandes vorgezeichneten Ziele fortgesetzt wird". Schließlich hat der Große faschistische Rat von einer Erklärung Kenntnis genommen, die vom Vorsitzenden des Reichsverbandes der italienischen Industrie, Graf Volvi, vorgelegt worden war. In dieser Erklärung heißt es, daß die faschistischen Verbände der Industrie und der Landwirtschaft sowie der industriellen und der landwirtschaftlichen Arbeiter als sichere Wortführer aller Kategorien der in die syndikalistische Organisation des Regimes eingegliederten Arbeit und Ar- ; beiter am Ende des ersten Monats des „Wirtschaftskrieges" erklären, daß der müssen wir uns in die tage versehen, unsere Verpflichtungen zu erfüllen und jeder Gefahr, die aus ihnen erwachsen kann, enlgegenzulrelen. Wir müssen das tun, und wenn andere Staaten dasselbe l u n und zeigen, daß auch sie bereit sind, ihren Anteil an dem Risiko zu übernehmen, dann wird das Risiko selbst verschwinden. Welche Arl von Druck auch der Völkerbund in Zukunft auf einen Angreifer ausüben mag — das letzte Hilfsmittel und die Tatsache, die den Ausschlag gibt, ist die Gewalt und nichts anderes. Solange ein Angreifer nicht überzeugt ist, daß ihm Gewalt aegen- überfteht, die zu groß ist, als daß er ihr Widerstand leisten könnte, solange wird es niemals irgendeine Sicherheit geben. Es wird die Pflicht der britischen Regierung in den kommenden Jahren sein, unsere Verteidigungskräfte wieder auf einen Stand zu bringen, der uns das Gefühl gibt, daß nicht nur die Sicherheit dieses Landes und der großen Handelsstraßen zwischen England und den anderen Mitgliedern des Britischen Weltreiches, von denen unser Fortbestand abhängt, gewährleistet ist, sondern daß wir auch in der Lage sind, unserem kollektiven Vorgehen beim Völkerbund Rückhalt zu verleihen." Italien seht feine Aktion „mit unbeugsamer Entschlossenheit" fort. Die Antwort des Großen Faschistischen Hais auf das Fallenlaffen der pariser Friedensformel. fssj1 * IW 3 Hakenkreuze ss an ihren Fahnen. Wie war es damals? Hatte im Weltkrieg nicht auch die Macht der Finsternis, des Unrechts, der Lüge gesiegt, mußte nicht nach all der Schmach der Gewaltoerträge, nach dem Elend des Zusammenbruchs und des Scheinsiegs der Mächte der Unterwelt der Kampf und der Sieg der reinen Kräfte des Volkstums beginnen unb vollenbet werben? flatterten nicht in ben trostlosen Straßen bes Elenbs, bie unser Volk nach ben Gewaltbiktaten burchschritt, bie Fahnen mit bem Hakenkreuz? Sammelten sich nicht um bas Zeichen bes Sonnenrabes trotz allen Terrors unb aller Gewalt bie besten Söhne ber Nation? Unb bann kam ber Tag bes S i e g'e s. Die Deutschen hatten ihr Reich erobert unb ihren sieghaften Glauben auf Millionen, auf bas ganze Volk übertragen. Die Stimme ihres Blutes war stärker als ber Haß und die Macht der Feinde. In der nationalsozialistischen Idee siegte der alte Glaube an das Recht, bie Kraft und bie Wahrheit. Im Nationalsozialismus fanb unser Volk seinen erlösenben Glauben an bie eigene Kraft unb an seine Zukunft roieber. Der lähmenbe Druck ber verhängnisvollen Zeit bes Bruberkrieges fiel von ihm ab, neue Hoffnung erfüllte bie Herzen her Volksgenossen, ba es machtvoll geführt von Abolf Hitler unb zusammengefchweißt in ben Mil- bonenformationen bes Nationalsozialismus alle Wiberstänbe nieberroarf. Das beutsche Volk entwickelt seither eine Unsumme von Energien. Der Sieg bes Nationalsozialismus würbe zum Sieg bes beutschen Einheitsgebankens, der sich zum ersten Male einen wahren nationalen Einheitsstaat schuf. Ein unbänbiger Aufbauwille läßt aus ber zerstörten Wirtschaft neues ßrben erstehen, plant unb baut gewaltige Werke. Eine Wehrmacht, tief verankert im Wollen bes Volkes, schirmt roieber ben Frieben bes Reiches, in einer Zeit, ba Waffenlärm die ganze Welt durchtobt. Ein ganzes Volk aber dankt der Vorsehung für den Sieg des Glaubens, des Rechts und des Lichts, der uns der Sieg des Friede n s geworden ist. Diesen inneren Frieden hat das deutsche Volk nach langen Jahren der heftigsten Kämpfe errungen. An bie Stelle internationaler Phrasen unb fremdvölkischer Haßgesänge trat d i e Idee der Volksgemeinschaft, die vom Führer geforderte nationale Solidarität, der praktische Sozialismus der Tat. So, wie wir diesen inneren Frieden stark unb ehrlich erkämpft haben, so wollen wir auch ben äußeren Frieben mit ber ganzen Welt, mit allen Völkern erkämpfen, bie guten Willens finb. Das ist unser Glaube an den Sieg des Lichtes, an den Sieg der Idee des Führers, — unser deutscher Weihnachtsglaube. Nr. 298 Erstes Blatt 185. Jahrgang Samstag, 2\. Dezember (935 1 _ Ä Annahme von Anzeigen Erscheint täglich, außer ÄHV W W für die Mittagsnummer Sonntags und Feiertags ▲ I ▲ AA bis 8'/,Uhr des Vormittags •äää: ll MM- VnVIwIlvl UlnilUvl -ss Auch bei Nichterscheinen > M . Ermäßigte Grundpreise: von einzelnen Nummern Stellen-, Vereins-, gemein- Sä General-Anzeiger sür Oberhessen ZMW richten: Anzeiger Gießen V W l behördliche Anzeigen 6Rps. Xran^'Äin 11686 Druck uttö Verlag: vriihl'sche UniverstlStr vuch- und Steinbruderei «.Lange in Gießen. Schristleitung und S-lchSstLstelle: Schulstrahe 7 M-ng°n°b!chW°Staff-,ö > 3 £ n ® Es ist ein uralter, tief im Blut und Brauchtum unsere Volkes verankerter Glaube, der sich sinnbildlich in dem Ringen zwischen Licht und Finsternis lebendig erhielt. Auch wir haben die Kraft dieses Glaubens in unserer Kampfzeit erlebt. Als die Not unsres Volkes am größten, ber Sturz in .., Cif „ x ! bie Ohnmacht am tiefsten war unb nirgenbs mehr eine eine immerg roß er e w i r t s ch a ft l ich e A d- ^cttunc. möglich schien, ba roanbte sich bas beutsche norm.rPhrhon hu> he im hofften Grabe ^gen schweren Kämpfen b e r Beweaung zu, bie ben Kampf gegen bas Unrecht, gegen Luge, Entehrung unb Knechtschaft auf ihre Fahne getrieben hatte. Die Bewegung Abolf Hitlers trug bas Sonnenrab, bas sieghafte Zeichen bes iT England und -er Mein schen in Volkes durch Adolf Eitler. So;ia!poii>ische Maßnahmen m der Zigorrenindustrie. dcner Typen in der Zwischenzeit von Italien nach Libyen gesandt worden seien. Die Hauptmasse der italienischen Streitkräfte sei längs der ägyptischen Grenze versammelt, man sage, daß sie ungefähr dreimal so stark sei, wie die gesamten britischen Streitkräfte Aegypten. Die Zurückhaltung Frankreichs, in einem Streit mit I englischen Außenministers beginnen. Italien verwickelt zu werden, habe bisher ro e«। --- London, 21. Dez. (DNB. Funkspruch.) Die Frage der gegenseitigen militärischen Unter st ützung der Völkerbunds st aa- ten im Falle eines Angriffes wird von der Morgenpresse als Kernfrage der zukünftigen Entwicklung im italienisch-abessinischen Streit bezeichnet. „Daily Telegraph" meldet, die Frage, welche Beiträge andere Völkerbund s- taaten zur kollektiven militärischen Sicherheit leisten wollen, sei bisher neben Frankreich an Jugoslawien, die Türkei, Spanien und Griechenland gerich- t e t worden. Diese hätten zwar ihre Bereitschaft zum Ausdruck gebracht, sich an der praktischen Unterstützung in diesem weiteren Sanktionsabschnitt unter Artikel 16 der Satzung zu beteiligen, aber alle hätten aus Erwägungen dieser oder jener Art betont, es sei unwahrscheinlich, daß sie sofort aktive Schritte unternehmen könnten. „Morning Post" meldet, es bestehe eine Vereinbarung zwischen der französischen und britischen Admiralität, daß die britische Flotte notfalls Bizerta und andere französische Mittelmeerhäfen benützen könnte. nig Vertrauen eingeflößt. Was die anderen Mittelmeermächte angehe, so müsse bedacht werden, daß ihre Mitarbeit wegen ihrer geringen Flottenstärke weniger für einen Einsatz in Betracht komme. Ihre Zustimmung lind ihre Mitarbeit sei mehr das Sinnbild einer kollektiven Maßnahme. Außerdem bezögen sich die bisher abgegebenen Versicherungen nur q u j d i e gegenwärtige Lage, in der nur die in i I b e r e n Sühnemaßnahmen in Kraft sind. Wie sich die Mächte aber im Falle des Oelausfuhr- Verbotes verhalten würden, sei eine Frage, die noch ernstlich erwogen werden müsse. Es sei bekannt, daß Laval kraft seiner vorherigen Versicherungen Sir Samuel Hoare gegenüber nicht dafür habe einstehcn können, was sich ereignen werde, wenn die Oelsanktionen einen Angriff Italiens auf die britische Flotte zur Folge haben würden. Eine Klarstellung der französischen Stellungnahme sei daher äußerst wichtig, bevor England weitere Schritte in der Frage der Oelsanktionen unternehmen könne. Ein Meinungsaustausch darüber werde mit Paris wahrscheinlich sofort nach der Ernennung des neuen Welche Mittelmeennächte sind zur Unterstützung Englands bereit? Eine englische Rundfrage. — Neue Verhandlungen mit Frankreich. Die Machtfrage im Pazifik. Oer amerikanische Senator pittman warnt vor der japanischen Gefahr. tere Gedanken zu machen, verehrt hatte. So lagen die Dinge bis zur n e u e st e n überraschenden Wendung, die wir vorläufig nur als Tatsache vor uns sehen, ohne die Geheimnisse ihrer Entsteyung zu kennen. Wie ist die englische Regierung so plötzlich zur Erkenntnis gekommen, daß sie eine ganz neue und unenglische Methode der Politik befolgte, und daß es besser wäre, zu der bewährten, jedem Engländer vertrauten zurückzukehren? War es ein Gegensatz der Generationen, d. h. zwischen Herrn Eden, der wie die ganze jüngere Schicht der englischen Oberklasse zuviel in Frankreich war, um noch ganz englisch zu sein, und Baldwin, der bei aller Aufnahmefähigkeit für so neue Ideen wie Völkerbund und Kollektivität ujw. doch ein richtiger alter Engländer geblieben ist, und dem plötzlich in letzter Stunde ein Licht aufging, wohin er von Eden geführt wurde? „Ich habe in diesen Tagen viel gelernt", kam es neulich von seinen noch nicht „entsiegelten Lippen"! Wir stehen mitten in einer merkwürdigen Bewegtheit der europäischen Politik, die vor allem auch oolkspsychologische Ursachen hat. Kein Volk ist mehr so, wie cs 1914 war. auch Frankreich und England nicht. Eine Zeitlang schien es, als ob die intime Berührung der Insel mit dem Kontinent, vor allem mit Frankreich während des Krieges und nachher den privaten und politischen Charakter Englands verändert habe: vielleicht war die Völkerbundspoli- tik im abessinischen Falle das deutlichste Symptom dieser Kantinentalisierung Englands. Aber es war so deutlich, daß es einige alte echte Engländer kopfscheu machte. Daher nun diese Verwirrung, der vorläufig — nicht ganz logisch, aber gut englisch — der Außenminister Hoare zum Opfer gefallen ist. Frankreich verteidigt sich. Paris, 21. Dez. (DRB. Funkspr.) Das „Journal" und andere Blätter verwahren sich gegen die Bemerkung Baldwins, daß England bei der Einleitung der Sühnemaßnahmen gegen Italien allein gestanden habe. Dieser gegen Frankreich gerichtete Vorwurf sei ungerecht, denn Frankreich habe seine Gemeinschaftspflicht nicht versäumt. „Le Jour" macht darauf aufmerksam, daß Eng- pan klein beigeben, ohne daß wir einen Schuß abzugeben brauchten." In Washington werden die Ausführungen von Senator Pittman nicht ernst genommen. Im Staatsdepartement wird der scharfe Ton gegen Japan um so mehr bedauert, als Pittman Vorsitzender des Senatsausschusses für auswärtige Angelegenheiten ist. Japans Interessen in der Südsee. Tokio, 20. Dez. (DRB.) Das japanische Kabinett beschloß die Errichtung einer South- j e a s Development Co. mit 20 Millionen Yen Kapital. An der Gründungsoersammlung nahmen Vertreter sämtlicher Ministerien, des Handels, der Schiffahrt und der Industrie teil. Im Auswärtigen Amt wurde außerdem eine neue A b - teilung für Südseeangelegenheiten eingerichtet. „Tokio Asahi Schimbun" bemerkt dazu, daß Japans Südseepolitik nur auf f r e u n d l i ch e Beziehungen mit den Südseeländern gerichtet sei. Die neue Gesellschaft werde beweisen, daß Japan keine Eroberungsabsichten gegenüber Australien, den Philippinen, Holländisch-Jndien oder anderen Südseebesitzungen habe. Amtlich wird ferner mitgeteilt, daß das Generalgouvernement der Südseeinseln für einen Zehnjahresplan zur Förderung des Verkehrs, Hafenausbaues usw. 30 Millionen Yen bereitstellt. Washington, 20. Dez. (DRB.) Der Vorsitzende des Senatsausschusses für auswärtige Angelegenheiten, Senator Pittman, der zu den führenden Persönlichkeiten der regiereuben bemo= kratischen Partei gehört, führte in einer Rede u. a. aus, daß die Vereinigten Staaten unweigerlich i n einen Verteidigungskrieg im Stillen Ozean verwickelt werden würden, wenn die derzeitige japanische Regierung am Ruder bleibe. Er behauptete, daß die Eroberung Chinas der erste Schritt sei, dem ein japanischer (Einfall auf ben Philippinen, in H a - wai und an der Westküste der Vereinigten Staaten folgen werde. Er ging soweit, sogar von der Gefahr einer Besetzung der Westküste Mexikos und Südameri- k a s durch Japan zu sprechen. Es werde der Tag kommen, an dem Amerika um sein Dasein gegen Japan kämpfen müsse. Es könne vor Japans Vordringen entweder immer weiter zurückweichen oder sich entscheiden, Japan zu erklären: „Bis hierher und nicht weiter." Der Völkerbund habe versagt. Japan könne mit den Bindungen Englands in Europa und der pazifistischen Gesinnung in Amerika rechnen: „Rur vor einem hat Japan Angst, und das ist die Zusammenfassung der britischen und amerikanischen Flotte. Wenn die beiden Flotten gleichzeitig in der Nähe Japans Manöver abhalten sollten, so würde Ja- Berlin, 21. Dez. (DNB. - Funkspruch.) Der R e i ch s a r b e i t s m i n i st e r hat im Einvernehmen mit dem Reichswirtschaftsmini st er eine 15. Verordnung zur Durchführung des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit erlassen. Sie regelt dringende sozialpolitische Fragen in der deutschen Zigarrenherstellung. Zunächst bestimmt sie, daß die von der Deutschen Arbeitsfront zu errichtende Einstufungsstelle für die deutsche Zigarrenherstellung alle im Deutschen Reich her- gestellten Zigarren, Zigarillos und Stumven unter die Entgeltbestimmungen der Reichstarifordnung für die Zigarrenherstellung einzustuscn hat. Damit wird der Tätigkeit des bisherigen Tarifierungsamtes die notwendige, seit dem Wegfall der früheren Tarif- oertragsparteien fehlende rechtliche Grundlage wiedergegeben. Der zweite Teil der Durchführungsverordnung schreibt die Errichtung einer Lohnausgleichskasse vor. Sie soll es ermöglichen, den in der Zigarrenherstellung beschäftigten F a- milienvätern vom 1. Januar 1936 ab eine Familienzulage zu gewähren. Die Zusammensetzung der Belegschaft ist so verschieden, daß große Lohnunterschiede in den einzelnen Bezirken vorhanden sind. Diese werden dadurch noch vergrößert, daß die männlichen Arbeitskräfte infolge ihrer geringeren Fingerfertigkeit weniger verdienen als die weiblichen. Dieser Umstand wirkte sich zu sozialer Ungerechtigkeit besonders dann aus, wenn es sich um Familienväter mit zahlreichen Familienangehörigen handelt. Um diesem Notstand abzuhelfen, hat sich der Reichsarbeitsminister entschlossen, den Weg der Errichtung einer Lohnausgleichstasse zu beschreiten. , v . ____, Mobilmachung nach vorausgegangenem Parlamentsbeschluß aufbieten könne. Was wäre geschehen, so fragt der „Figaro", wenn Frankreich Truppen gegen Italien in Bewegung gesetzt hätte? England könne seine Flotte ins Mittelmeer schicken, ohne daß das eine tatsächliche feindliche Handlung gegen Italien sei, denn das Mittelmeer sei international. Aber Frankreich hätte durch Truppenoerschiebungen an der französisch-italienischen Grenze Italien gezwungen, seine Grenzdeckung zu verstärken, und das würde Italien a l s feindliche Handlung aufgefaßt haben. Sendet Italien weitere Truppen nach Libyen? London, 21. Dez. (DNB. Funkspruch.) „Daily Telegraph" meldet, daß nach Nachrichten aus. Italien die baldige Entsendung einer weiteren mechanisierten Division nach Bengasi an Der libyschen Küste vorbereitet werde. Die augenblickliche genaue Stärke der italienischen Streitkräfte in Libyen sei schwer zu berechnen. Mussolini habe zwar vor einigen Wochen seine Absicht mitgeteilt, eine Division aus Libyen zurückzusenden, und Oesterreichs Weg zur allgemeinen Wehrpflicht. Wien, 20. Dez. (DNB.) Im Bundestag sprach der Stabschef der neugegründeten Miliz Generalmajor K u b e n a. Die Wiedereinführung des E i n - jährig-Freiwilligen-Jahres sowie die Heranziehung von Reserveoffizieren zu Waffenübungen habe die Sicherstellung des erforderlichen Mehrbedarfs an Offizieren ermöglicht. Die vormilitärische Jugenderziehung habe äußerst günstige Vorbedingungen für die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht geschaffen. Der Redner verwies weiter auf die Umwandlung der sechs Brigaden in sieben Divisionen und auf die Aufstellung der schnellen Division und der Luftstreitkräfte. Eine Stärkung werde die Landesverteidigung auch durch die in Bildung begriffene M i • l i z erfahren. Infolge Mangels an Mitteln fei Oesterreich gezwungen, die allgemeine Wehrpflicht n b s ch n ittsweise durchzuführen. Aber auch dabei würden erhöhte Aufwendungen für die Wehrmacht notwendig sein. Sven Hedin Über den Führer und das neue Deutschland. Stockholm, 20. Dez. (DNB.) Der bekannte Asienforscher Dr. Sven H e d i n kehrte von einer längeren Vortragsreise in Deutschland zurück. Die Morgenblätter bringen Erklärungen Sven Hedins über seine Eindrücke. Dem Regierungsorgan „So» zialdemokraten" erklärte Hedin in einer Unterredung u. a.: Im Unterschied zu der unsicheren Lage im Deutschland von früher hat sich dort jetzt etwas Festes und Bestimmtes herauskristallistert. Die meisten Deutschen strahlen von Zufriedenheit, und das neue Heer hat die alte Tradition für Disziplin und Organisation geweckt/ Das Blatt stellt anschließend fest, daß Hedin feine „seit Jahrzehnten allenthalben bekannten Snmpa- thien für Deutschland entwickelte und im gleichen Atemzuge seine warme Sympathie für Hitler erklärte, lieber seinen Besuch beim Führer erklärt Sven Hedin unter anderem: „Er hat viele meiner Bücher gelegen und unterhielt sich auch mit großer Kenntnis über Dinge, die meinem Interesse näher lagen." Weiter hob der große schwedische Forscher besonders hervor, daß er überall in Deutschland h ö ch st freundlich und mit Achtung empfangen worden sei. Das olympische Stadion in Berlin hat auf Sven Hedin einen großartigen Eindruck gemacht. Eine besondere Freude habe es ihm ferner bereitet, als er in Stettin den greifen Feldmarschall von Mackensen gesehen habe, der gar nicht wie ein 86jähriger Mann ausgesehen habe. Gauleiter Sprenger dantt der presse Hessen-Maus. Erfolgreich mitgewirkt auf allen Gebieten des Wiederaufbaus. LPD. Frankfurt a. M., 20. Dez. Gelegen!- lich der letzten diesjährigen Pressekonferenz der Landesstelle Hessen-Nassau des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda am Freitagnachmittag im Bürgersaal des Frankfurter Rathauses nahm Gauleiter Sprenger Veranlassung, der Presse seines Gaues Dank und Anerkennung dafür auszufprcchen, daß sie jederzeit nach besten Kräften auf allen Gebieten des Wiederaufbaus mitgewirkt habe. Der Gauleiter gab feiner Ueberzeu- gunq Ausdruck, daß es. in absehbarer Zeit eine Selbstverständlichkeit sein werde, daß die gesamte Presse aus innerster Uederzeugung heraus sich verpflichtet fühlt, das nationalsozialistische Gedankengut dem deutschen Volk zu vermitteln. Auf diesem Wege werde er der Presse alle Unter st ützung zuteil werden lassen. Die Presse sei oft bas roid)- tigfte Mittel d e r Volksaufklärung. Wenn sich die gesamte Presse in den Dienst der Aufklärung stelle, dann würden wir im neuen Jahr erfolgreich fortschreiten. Auch der Leiter der Landesstelle Pg. Müller- Scheid brachte der Presse feinen Dank zum Aus- druck. Mit Stolz könne er sagen, daß sich die Presse im Gau Hessen-Nassau in gern b e 5 u mustergültiger Weise zur Verfügung gestellt habe. Die Presse sei berufen, bas beispiellose Werk bes Führers zu unterstützen und in ber Hanb bes Führers eines berschlagkräftig ft en Instrumente zu sein. Namens bes Gaupresseamts dankte schließlich noch der Gaupresseamtsleiter Pg. G. W. Müller der Presse für ihre bereitwillige Mitarbeit. Weihnachisgabe des Handwerks für Dr. Ley. Berlin, 20. Dez. (DNB.) Um den Wieder- erwecker des Gesellenwanderns Dr. Lcy jederzeit an die Wiedereinführung dieses Brauchtums zu erinnern, hat Reichshandwerksmeister S chm i d t zusammen mit Landeshandwerksmeister Lohmann dem Schöpfer der Deutschen Arbeitsfront eine k Ü n st 1 e r i s ch wertvolle ArbeitausdemBerlinerHolzschnitzer- Handwerk überreicht. Es ist eine Figur, die einen wandernden Handwerksgesellen darstellt. Der Reichshandwerksmeister erinnerte Dr. Ley bei ber Uebergabe bieses sinnvollen Weihnachtsgeschenkes an ben Tag im Frühling 1935, an dem der Reichs- (eiter der DAF. im Berliner Lustgarten die ersten Wandergesellen verabschiedete. Dr. Ley gab seiner Freude über die schöne Arbeit Ausdruck und hob besonders hervor, wie wichtig es fei, daß die jungen Handwerksgesellen Land und Leute in Deutschland kennenlernen und damit ihr Volk und Vaterland erleben. Dies , sei auch ein bedeutsames Mittel für ben weiteren 1 Aufbau bes beutschen Handwerks. Ein besonderes Aufgabengebiet falle hier den Innungen zu, die , durch Förderung des Gesellenwanderns auch die i Weiterentwicklung des Handwerks fördern können. - Zugleich müsse dafür gesorgt werden, daß überall = in ben Innungen ber rechte Geist einziehe, ein mo- • berner Geist im Sinne ber (Erneuerung bes beut- gen werbe, als bies jetzt beim Mittelmeer ber Fall ist". Es ist im Interesse ber guten Beziehungen zwischen Deutschland und Großbritannien außerordentlich zu bedauern, daß von englischer Seite immer wieder der Versuch gemacht wird, in ben Schwierigkeiten, bie ber amtlichen englischen Politik im Lanbe selbst erwachsen, als entlastendes und ablenkendes Stimmungsmoment die „beut- ch e Gefahr" zu benutzen, eine Methode, die wir onst nur an Frankreich gewohnt waren. Als be- onders erschwerend muh dieser versteckte Angriff empfunden werden, weil er im Zusammenhang mit ber abessinischen Frage erfolgt, in ber Deutschlanb eine sonst überall anerkannte peinliche Zurückhaltung gewahrt hat unb in bie es auf feinen Fall hineingezogen zu werben wünscht. In berselben Rebe hat Balbwin bas Versagen bes Völkerbundes mit der Tatsache zu erklären versucht, baß nicht alle Staaten Mitglieber finb. Auch hierin liegt eine stumme Anklage gegen Deutschland, obwohl in der abessinischen Frage wohl die Nichtmitgliedschaft der Vereinigten Staaten wichtiger ist als die Deutschlands. Aber man weiß, daß der Vorwurf, Deutschland habe durch seinen Austritt die europäische „Einheitsfront" gestört, zu dem propagandistischen Rüstzeug unserer Gegner gehört, und daß, wenn ein englischer Minister im Parlament dies auch nur leise andeutet, es allgemein so verstanden wird. Wenn Baldwin die sympathische Offenheit, mit der er sich vor der ganzen Weltöffentlichkeit zu eigenen begangenen Fehlern unb Irrtümern bekannte, auch auf bie wirklichen (3 r ü n b e bes Versagens bes Völkerbundes früher und heute ausgedehnt hätte, so hätte er Deutschland völlig aus dem Spiel lassen müssen. Man fragt sich deshalb I in Berlin: war das nötig? Logik und Politik. Der Engländer — man nimmt natürlich immer einen Durchschnitt des Volkes — steht in dem Rufe, daß er der untheoretischste und unlogischste Mensch ist: er kümmert sich in seinem Privat- unb Geschäftsleben möglichst wenig barum, ob seine Handlungen unb Entschlüsse mit einem vhilosophi- schen System ober einer logischen Konstruktion übereinstimmen, sonbern läßt nur seinen gefunben Men- schenverstanb sprechen, ber natürlich meist mit einem ebenso gesunben Egoismus gleichbebeutenb ist. Er hat bas Phlegma, bie Dinge an sich herankommen zu lassen, aber er gleicht biefe etwas negative unb gefährliche Eigenschaft durch eine oft überraschende blitzschnelle Entschlußfähigkeit aus, die im geeigneten Augenblick zuzugreifen weiß. Diese nationalen Eigenschaften haben sich auch in der britischen Politik aus- gedrückt und ihr jenen eigentümlichen Wechsel von Lässigkeit, ja Schlamperei, und etappenweiser, aber totsicher berechneter und angewandter Energie verliehen, der andern Völkern oft rätselhaft erschien und zeitweise Gegenstand schärfster Kritik oder scheuer Bewunderung war. Den polaren Gegensatz dazu stellt etwa der Franzose und die französische Politik dar. Die ungebrochene römische Tradition, die durch keine religiöse oder geistige Reformation abgelenkt wurde, hat in dem französischen Wesen jene Klarheit und Folgerichtigkeit, aber auch die Unbeschwertheit des Denkens erzeugt, auf die man in Frankreich so stolz ist, ohne die Schattenseiten zu erkennen. Diese zeigen sich am meisten dort, wo es ins Kleine oder gar Kleinliche geht, und machen aus jedem Franzosen einen Advokaten ober Notar, zum minbesten einen Winkelabookaten. Der Vertrag unb der Stempel sind sozusagen die französischen privaten Wappenembleme. Auch hier spiegelt die Politik das Bild im großen. Von ben Reunionskammern Lubwigs XIV., durch die das deutsche Elsaß und Lothringen „rechtens" zu Frankreich geschlagen wurden, bis zu ben Telegraphenstangen unb Kohlentonnen des Versailler Vertrags, bie ben Verzugstitel zum Nul)r° einmarsch liefern mußten, ist eine klare geistige Haltung ber französischen Politik erkennbar, die sich für uns Deutsche am rejnften in den Persönlichkeiten von Poincars unb Barth 0 u verkörperte. Zwei in ihrer Art großartige und bewundernswerte Männer, die den „Prozeß Frankreich kontra Deutschland" mit allen, eines hohen Gerichtshofs würdigen Künsten zu führen wußten. Der große Nachteil' dieser Methode für die Politik ist der, daß sie immer recht zu haben glaubt, auch wenn das politische, nach Veränderung drängende Leben ihr unrecht gegeben hat unb eine Revision des verlorenen Prozesses ganz aussichtslos geworden ist. Ein gekränktes, etwas altjüngferlich anmutendes Gefühl, mit einer gerechten Sache nicht durchgedrungen zu sein, das man oft in der französischen Politik bemerkt, ist die Folge dieser rein logischen und konstruktiven Betrachtung der Politik, zu der der Franzose neigt. — Diese Bemerkungen, die nicht neu sind, sondern das durchschnittliche Urteil über die privaten unb politischen Eigenschaften der beiden großen westlichen Völker wiedergeben, stimmen plötzlich nicht mehr, wenn man Die neue st en Vorgänge und die Entwicklung der abessinischen Frage an ihnen mißt. Die Engländer sind unter die politischen Logiker und Konstrukteure gegangen; sie bauten ihre Politik streng nach dem System unb ben Vorschriften bes Völkerbundes auf, indem sie ausdrücklich verkündeten, es sei ihr Ehrgeiz, diese ganze papierene Orgie bis zur Neige aus» zukosten und das Statut mit den erstaunten Mitgliedern des Bundes „durchzuexerzieren". Kein Poincar6 oder Barthou hätte die englischen Staatsmänner in dieser Sprache übertreffen können. Selbst in Paris war man unangenehm von dem Nachahmungstalent Englands überrascht, denn man bevorzugte dort gerade in diesem Falle eine andere ganz unfranzösische Methode, die auf den Buchstaben der Völkerbundssatzung nicht so großen Wert gelegt wissen wollte, als auf das freie Abwägen politischer Zweckmäßigkeiten und Nützlichkeiten. Kurz die Rollen waren gründlich vertauscht, was sehr bald sich in der oppositionellen Auflehnung eines Teiles der öffentlichen Meinung sowohl in Frankreich, als in England zeigte: die französische Linke, am meisten verhaftet den juristischen Tiraden der Politik, empört sich gegen die elastische Opportunität Lavals, die sie als Zynismus empfindet, und der englische Bürger sah sich zu seiner Verwunderung durch die Negierung aufgefordert, seine politische Meinung aus einem komplizierten Vertragssystem zu schöpfen, das er bisher nur ohne sich roei- es sei auch bekannt, daß gewisse Einheiten zurückgezogen wurden. Aber ein klarer Beweis, daß die gesamte Division Afrika verlassen habe, sei Der englische Ministerpräsident B a l d w i n hat \ vor längerer Zeit — es war vor der erfreulichen : Entspannung m ben beutsch-englischen Beziehungen i — bas Wort von ber „W a ch t Englands am ' Rhein" geprägt, das damals -allgemeines Auf- ' sehen erregte. Es war aus der Vorstellung eines i angriffslustigen Deutschlands entstanden, dem Eng- ’ land im Bunde mit Frankreich, besonders mit Rück- 1 sicht auf die Veränderungen eines künftigen Krieges durch die Luftwaffe, an der Rheinlinie entgegentreten müsse. In Deutschland hat man dieses Wort damals als unberechtigte Derdächti- ; gung der deutschen Politik empfunden. Die Ver- 1 hältnisse der Westgrenzen sind bekanntlich durch den Locarnovertrag geregelt, der England nicht einseitig gegen Deutschland bindet, sondern es ebenso verpflichtet, Deutschland bei einem etwaigen Angriff eines westlichen Nachbars beizustehen. Der vielgerühmte Locarnovertrag hätte keinen Sinn und für Deutschland nicht den geringsten Wert, wenn sein Hauptgarant England allmählich aus dem Gedächtnis verlöre, daß er seinerzeit unter der Patenschaft des englischen Botschafters in Berlin Lord D ' A b e r n 0 n auch als Schutz Deutschlands gegen eine Wiederaufnahme der französischen Rheinpolitik gedacht war und auch so formuliert wurde. Mit Erstaunen muß man aus der letzten Rede, die Baldwin bei der Abessiniendebatte im Unterhaus gehalten hat, feststellen, daß er sich von seinen schiefen Anschauungen in dieser Beziehung immer noch nicht frei gemacht hat. Mit einer dunklen, aber doch genügend deutlichen Anspielung auf Deutschland und die Nheingrenze sprach er davon, daß Der n ä ch st e Anwendungsfall ber Dölkerbunbsgrunbsätze, also Des Sanktionssystems, um das jetzt England I kämpft, „in größerer Nähe Englands lie-1 land feine Flotte ohne Mobilmachung durch Einstellung der ersten Reserve einsetzen könne, daß niemals vorhanden gewesen. Vielmehr wisse Frankreich sie aber nicht ohne ausdrückliche! man, daß mehrere hundert Motorfahrzeuge verschie- Da5 des flar -icgen Helfer in Sic libarit ben f Derwc weflun fauniw bas B Samir unb ? tragen Da fehlen hilfst meinf letzte und Juge der \ will, die fl f< “s ff ff- ? uns 6 gelter entge! alle i M und nenb So gjlenl jerer, bem nacht; das « Sie K Lai M 0 nähr beim M mit Wert qet Ma. ridjts unb tu erfö und non Ctaa bie trat zue' ten nomi tiger wijh Wei Sei nicht gege ber । belgi versa Nu Be m des Q Uen Neichz Nb Wo Wi Di vor En Dial Re D a u • tin Nit 61g D QU inte rat D. Ser lubl Frei Rik Di Qus Her Könj berg Ä «Us ®«)i lau- ®ei M f H.MH tz DM Volksweihnachten 1935 Don Erich Hilgenfeldt, Ifteichsbeaustragtem für das Winterhilfswerks. Die Ägend im Angriff gegen Hunger und Kälte Aus aller Welt. Der Reichsverband Deutscher Rundfunk-Teilnehmer beschließt feine Auflösung. bieten wortung, der ihr zufällt. Die Durchführung der großen Winterhilfsaktion bis 22. Dezember liegt i n den Händen der Hitler-Jugend, die dafür im ganzen Reich ihren Eifer und ihre Begeisterung einsetzt. Alle ihre Mitglieder aus HI., Jungvolk und BDM. sind dafür tätig. Umzüge mit Gesang und Musik, Sprechchöre und Plakatanschläge machten schon auf die Straßensammlung und ihren Zweck aufmerksam. Fackelzüge und Scheinwerfer beleuchteten die Kundgebungen, für die die Verlesung des Tagesbefehls des Reichsjugendführers den Auftakt bildete. Die Schulen haben sich überall in den Dienst der Sache gestellt, Lehrer und Schüler schaffen am gemeinsamen Werk. Rach beendeter Sammlung wird die Jugend zusammen mit den hilfsbedürftigen Volksgenossen ein Weihnachtsfest begehen, das ein Symbol sein soll für den Geist der Gemeinschaft, der in unserem Volke lebendig ist. Ein schöneres Weihnachtsfest wird man sich für viele unserer jungen Deutschen kaum denken können. Die Bevölkerung aber möge auch in diesen Tagen der Losung eingedenk sein: Alle sollen opfern! Deutschen Evangelischen Kirche getan. Die Provin- zialkirchenausschüsse sind in vollem Einvernehmen mit dem Landeskirchenausschuß gebildet worden. Soweit die Ausschüsse noch nicht ihre vollständige Mitgliederzahl besitzen, sollen sie aus den Gruppen der Deutschen Ehrt st en und der Bekenntnisfront ergänzt werden. In den übrigen Ausschüssen sind alle Gruppen vertreten, ein erfreuliches Zeichen für die fortschreitende Versöhnung und Befriedung innerhalb der Deutschen Evangelischen Kirche. Die Mitglieder der Provinzialkirchenausschüsse sind weit über die engeren Grenzen ihres Berufes hinaus bekannte und geachtete Persönlichkeiten. So gilt der dem Provinzialkirchen- ausschuß Pommern angehörende Superintendant von Scheven als Fachmann auf dem Gebiet der kirchlichen Verwaltung. Superintendant Z i tz k e, Parteigenosse und Redner in vielen kirchlichen Versammlungen, besitzt großes Ansehen in Pommern. Superintendent Engel ist Führer des Pommer- schen Pfarroereins. Der bekannte, jetzt in den Prooinzialkirchenaus- fchuß Mark Brandenburg berufene Generalforstmeister von K e u d e l l hat sich auch in kirchlichen Kreisen einen Namen gemacht. In der evangelischen Kirche Bayerns ist Ministerialrat E n g e r t als ehemaliges Mitglied der bayerischen Landessynode bekannt. Aus dem bayerischen Justizdienst wurde er. der alter Parteigenosse und Träger des Goldenen Ehrenzeichens ist, als Ministerialrat ins Reichsjustizministerium berufen. Ministerialdirektor D. Dr. Conze war früher Präsident des Evangelischen Bundes, Superintendent Riehl ist Ver- bandsführer der Preußischen Pfarrervereine und Superintendent Klein der Leiter des Bundes evangelischer Pfarrer im Dritten Reich. Er hat 1933' kommissarisch die Geschäfte des lutherischen Mitgliedes des geistlichen Ministeriums wahrgenommen. Beirut, snrnz sministr- lnda am anksurter r Veran« nb An- jeder« en @e« mitge« leberjeu« )eit eine gesamte sich Der- lantengut em Wege mg zu- swich« [ ä r u n g. lienst der uen Jahr Reichsminister für kirchliche Angelegenheiten die Vollmacht zur Sicherung des Bestandes der Deutschen Evangelischen Kirche und zur Herbeiführung einer Ordnung gegeben habe. Der Reichsbund habe auch dem Rerchskrrchenausschuß durch seinen Bundesführer am 14. November d. I. die Bereit- Willigkeit der evangelischen Pfarrerschaft erklärt, nach Kräften mithelfen zu wollen, damit dieses Ziel erreicht werde. Alle deutschen evangelischen Pfarrervereine feien demgemäß zu vertrauensvoller Mitarbeit aufgefordert worden." linier- zum Aus- sich dir in ge. ur Ver- j berufen, nterstühen -schlag' jl/'ch nod) let der Köln, 20. Dez. (DNB.) Die Vereinigten .L a n d m a n n . ch a f t e n Eupen, Malmedy, Monschau veröffentlichen folgende Stellungnahme zu der belgischen Ausweisung der vier .beimattreuen Eupen-Malmedyer: Mit verhaltener Leidenschaft haben wir und mit uns das ganze deutsche Volk den Verteidigungskampf verfolgt, den unsere ab- «getrennten Volksgenossen in Eupen- Malmedy vor den Schranken des belgischen Ge- rrichts in Lüttich führen mußten. Heimattreue rund Rechtsliebe beseelten sie; nur, weil sie 5) e r Heimat treu waren und Vertragserfüllung forderten, wurden sie zu Angeklagten mnd „Verbrechern" gestempelt. Mit dem Urteil inon Lüttich, 6us unseren Volksgenossen die belgische ^Staatsbürgerschaft nahm, eine Staatsbürgerschaft, Die ihnen durch internationalen Äer- ltrag „endgültig und von Rechts weg en" zzuerkannt worden war, setzte sich Belgien leich- iten Herzens über die von ihm freiwillig ange- mommenen völkerrechtlichen Verpflichtungen hinweg. Das Urteil stand nicht zuletzt in schärfstem Gegensatz zu der öffentlichen Behauptung des gegenwär- itigen belgischen Ministerpräsidenten, Belgien ge- iwähre den Eupen-Malmedyern „so wie allen ^Belgiern den Genuß unserer großen !V e r f a s s u n g s f r e i h e i t e n". Und es stand micht minder im Gegensatz zu der Auffassung des gegenwärtigen belgischen Justizministers, der in ider belgischen Kammer zu denen gehörte, die das lbelgische Ausbürgerungsgesetz als Völkerrechts- und werfassungswidrig verdammt hatten. Nicht genug damit, daß man Männer, die nicht Das Winterhilfswerk ist längst zur Herzenssache i Les ganzen deutschen Volkes geworden. Im Kampf < gegen Hunger und Kälte stehen die oftbewährten i Helfer und Helferinnen der NSV., hunderttausende in Stadt und Land. Am Tag der Nationalen Solidarität und bei vielen anderen Gelegenheiten ha- den führende Persönlichkeiten, Männer aus der Verwaltung und aus der nationalsozialistischen Be- ivegung, Künstler und Presseleute, ihre innere Ver- bundenheit mit diesem großen Werk in einer einzigartigen Aktion erneut bewiesen. Vorher war es Idas Beamtentum und das Handwerk, das mit der «Sammelbüchse auf Straßen und Plätzen geworben imb zum Erfolge seinen redlichen Anteil beige» fragen hat. Da will auch die deutsche Jugend nicht fehlen. Die Wmterhilfe ist ja zum großen Teile ein Hilfswerk für die kinderreichen Familien, eine Gemeinschaftsaufgabe, helfend und stärkend in das letzte Haus zu bringen, Kinderherzen zu erfreuen unb Alte roieber froh unb mutig zu machen. Die Jugenb von heute weiß, baß es ihr Staat ist, ber sich auf bas Volk in feiner Gesamtheit stützen will, baher trägt sie gern ben Anteil ber Verant-1 Gute Entwicklung der Heichssteuereinnahnien. Berlin, 20. Dez. (DNB.) Die Einnahmen bes Reiches an Besitz- unb Verkehrs steu- ern betrugen im November 1935 516,1 Millionen Reichsmark gegenüber 401,2 Millionen RM. im gleichen Monat bes Vorjahres; an Zöllen unb Verbrauchssteuern kamen 285,5 (245,2) Millionen RM., also zusammen 801,6 (646,4) Mill. RM. auf. Don denjenigen Steuern, die für die Beurteilung ber Wirtschaftsentwickelung wichtig finb, haben sich bie Lohn st euer, bie veranlagte Einkommen st euer, bie Körpers chafts- steuer unb bie Umsatz st e uer weiter gut entwickelt. Für bie e r ft e n a ch t Monate des Rechnungsjahres 1935 stellt sich das Mehr- aufkommen gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres bei Den Besitz- unb Verkehrssteuern auf 756,4, bei ben Zöllen unb Verbrauchssteuern auf 149,5, zusammen also auf 905,9 Mill. RM. Unter Berücksichtigung ber üblichen Aussonderungen (u. a. für Ehestandsdarlehen) und verschobener Sonbereinnahmen bes Vorjahres errechnet sich das wirkliche Mehraufkommen ber Monate April bis November 1935 gegenüber bem gleichen Dor» jahresabschnitt mit 772,2 Millionen Reichsmark. Hauptfchriftleiter: Dr. Friebrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für ben übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für ben Inhalt ber Anzeigen: Theobor Kümmel. D.A. XI. 35: 11030. Druck unb Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch- unb Stein» brurferei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit ber Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. unb Samstags 15 Pf., mit ber Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 &ülti& ine. le tra. emetft« Ü seine Dpmpa. Zeichen Lför Führer Qt viele uch mit Intercjfe wische rall in mit 'lym- Hedin • Eine et, als 1 do n ein sich.mit rafenber Geschwinbigkeit ausbreitete unb an -den Filrnvorräten reiche Nahrung fand. Meterlange Stichflammen schossen aus den Fenstern. Das Feuer war von einer ungewöhnlichen Rauchentwickelung begleitet. Ein junger Mann, der sich auf einem Spirituskocher fein Mittagessen gewärmt hatte, unb eine Frau wollten durch eine eiserne Tür flüchten. Diese war aber verschlossen, so daß sie in den Flammen u m f a m e n. Todesurteil gegen einen Raub- unb Lustmörder. Das Koblenzer Schwurgericht verhanbelte in Bab Kreuznach gegen ben 26jährigen Artur Seibert, ber beschulbigt war, am 6. Juli b. I. bie Ehefrau Branbenburger in ihrer Wohnung in Bab Kreuznach ermorbet unb beraubt zu haben. Der Angeklagte gab bei feiner Vernehmung bie Tat zu, bestritt jedoch, mit Ueberlegung gehanbelt unb außerbem ein Sittlichkeitsoerbrechen an ber Frau verübt zu haben. In ber Beweisaufnahme gab ber Kriminalkommissar, ber bie polizeilichen Ermittlungen geleitet hat, ber Ueberzeugung Ausbruck, baß Seibert bie Tat mit voller Ueberlegung begangen unb bie ganze Wohnung nach Wertgegenständen durchsucht habe. Ferner sei anzunehmen, daß die Frau vor der Bluttat vergewaltigt worden sei. Der Angeklagte wurde wegen Mordes in Tateinheit mit Raub zum Tode und wegen Notzucht zu einer Zuchthaus st rafe von fünf Jahren verurteilt. Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden dem Angeklagten auf Lebenszeit aberkannt. r n 5 Dl. ,ng diel'" jwertsnw' janbnrtrte Deutschen zrtooUe chnitzer- FiM, die rstellt. Del ey bei del sgeschenk" der Reichs- die ersten gab seiner i und hob iß die jun- Leute in unb dain't ben. Dies m weiteren besonderes jen zu. d" s auch ern könne"- 6-6 he, ein nio j des deut' >d. kannte ; ^uer k Die 1 ..C°. redung » im rrnaz tigen Ich biente, fonbern bem D u ber Gemein- f ch a f t untergeorbnet war, schwingt burch ben Gleichklang biefer Stunben. Das unterfcheibet unser Weihnachtsfest von ben Weihnachtsfeiern früherer Zeiten: Es ist nicht allein bie Freube am Schenken unb Geben im engen Familienkreis, es ist bas frohe Bewußtsein, baß bie große beut- sche Volksgemeinschaft aus innerem Erleben teil h a t an b i e f em F e st. Gemeinschaftsgefühl unb Gemeinschaftssinn, in ben Wechselfallen bes vergangenen Jahres oft erprobt, leuchten auch im festlichen Glanz bes beutschen Weihnachten, das im wahrsten Sinne ein Dolksweihnachten geworden ist. Stunden weihnachtlicher Freude, Stunden der Besinnung — schöpfen wir aus ihnen die Wegweisung für die unser harrenden Aufgaben im kommenden Jahr! ihre staatsbürgerlichen Pflichten verletzt, sondern sie vielmehr ehrlich unb aufrecht erfüllt haben, zu „Staatenlosen" unb so in ihrer Heimat, mit ber sie burch Generationen oerbunben finb, recht- l o 5 machte, ber Ausbürgerung folgte nun auch bie Ausweisung! Männer, bie sich ber Liebe ünb ber Achtung aller ihrer Mitbürger erfreuen, würben von Polizei gewaltsam über bie Grenze gezerrt, unb in ihrem Schicksal fühlt sich bie Heimattreue Bevölkerung Eupen-Malmebys ausnahmslos unb mit i h r bas ganze beutfcheVolk verletzt und beleidigt. Mit der Durchführung des Ausweisungsbefehles übernehmen nunmehr die belgische Regierung unb ber belgische Staat bie volle Verantwortung für ben Ausnahmezustand, in bem sich bie Eupen - Mal- mebyer seit bem Inkrafttreten bes Ausbürgerungsgesetzes befinben. Die gewaltsame Vertreibung heimatgebundener unb heimattreuer Männer von Haus unb Hof ist ein neuer Beweis bafür, w i e wenig Belgien auch nach fünfzehn Jahren an einer wahren Befriebung ber Verhältnisse gelegen ist, obwohl bie Eupen-Malmebyer unb bas beutsche Volk sich i m - mer roieber oerftänbigungsbereit zeigten unb keine Möglichkeit vorüberließen, für bie Besserung ber beutsch-belgischen Beziehungen ehrlich einzutreten. Niemals kann aus Unrecht Recht werben, niemals vergißt bas beutsche Volk, baß Unrecht Wiebergutmachung heischt. Die moralische Verbunbenheit mit bem Reich gibt ben Eupen- Malmedyern bie Kraft, Willkür zu ertragen unb unerschütterlich unb zäh auf dem Recht zu beharren. Das gute Gewissen ist auf ihrer Seite. Berlin, 20. Dez. (DNB.) Auf Grund des § 2 Absatz 1 der 1. Verordnung zur Durchführung des Gesetzes zur Sicherung ber Deutschen Evangelischen Kirche vom 3. Oktober 1935 ernannte ber Reichs- unb preußische Minister für bie kirchlichen Angelegenheiten Kerrl bie Mitglieber ber Pro- winzialkirchenausschüsse für bie Kirchenprovinzen ?Pommern, Sachsen, Mark Branbenburg, Ostpreußen lunb Schlesien. Dem Provinzialkirchenausschuh für ?P ommern werben angehören: Superintenbent id o n Scheven, Greifswald; Superintendent «Engel, Jassen bei Bütow; Pfarrer Poe11er, iDiakonissenhaus Bethanien, Stettin; Pfarrer Reinke, Stolp; Superintendent Z i tz k e, Belgard. Die Mitglieber des Provinzialkirchen- ia u s f d) u f f e s Sachfen : Domprediger Mar» Hin, Magdeburg; Superintendent Meichßner, Wittenberg; Pfarrer Ianecke, Magdeburg; ^Superintendent Müller, Mücheln. Die Mitglieder des Provinzialkirchen- -ausfchufses Mark Brandenburg: Super- iintenbent Zimmermann, Berlin; Ministerial- irat Engert, Berlin; Ministerialdirektor i. R. ID. Dr. Conze, Berlin; Pfarrer Heibenreich, Rerlin; ©cneralforftmeifter v. Keudell, Hohen- llübbichow i. b. Mark; Superintenbent Klein, Bad iFreienwalbe a. b. Ober; Superintenbent Lic. Riehl, (Troffen a. b. Ober. Die Mitalieber bes Provinzialkirchen- oausfd)uf|es Ostpreußen: Pfarrer Küß - mer, Lötzen; Dberfonfiftorialrat Kaminski, Königsberg; Oberkonfistorialrat T r o e g e r, Königsberg. Die Mitglieber bes Provinzialkirchen- oausfchuffes Schlesien: Pfarrer Hermann Schmibt, Görlitz; Pfarrer Loheybe, Breslau; Pfarrer Bessert, Breslau. Mit der Bildung der Provinzialausschüsse ist ein weiterer Schritt zur Ordnung innerhalb der Eine Anordnung des Heichskirchenministers. Berlin, 20. Dez. (DNB.) Der Reichsminister für die kirchlichen Angelegenheiten, Kerrl, gibt gemäß § 2 der 5. Verordnung vom 2. Dezember 1935 zur Durchführung des Gesetzes zur Sicherung der Deutschen Evangelischen Kirche folgendes bekannt: Bei derDeutschenEvangelischenKirche, der evangelischen Kirche der Altpreußischen Union unb ihren Kirchenprovinzen mit Ausnahme ber Kirchenprovinzen Rheinland unb Westfalen, ber evangelisch-lutherischen Lanbeskirche Sachsen, ben evangelischen Lanbeskirchen Nassau-Hessen unb Kurhessen-Walbeck finb auf Grund des Gesetzes zur Sicherung der Deutschen Evangelischen Kirche vom 24. September 1935 Organe der Kirchenleitung gebildet worden. Insoweit ist daher bie Ausübung kirchenregimentlicher unb kirchenbehörblicher Befugnisse burch bie Organe kirchlicher Vereinigungen unb Gruppen, insbesondre also für das Gebiet ber Deutschen Evangelischen Kirche durch die „vorläufige Kirch e n l e i t u n g", für das Gebiet ber genannten Lanbeskirchen (in ber evangelischen Kirche ber Alt- preußischen Union mit Ausnahme bes Geltungsbereiches ber Kirchenordnung für bie Provinz Westfalen unb bie Rheinprovinz) burch bie „B ruber r ä t e" unzulässig. Oer Heichsbund evangelischer Prarrer- vereine zur Mitarbeit bereit. Berlin, 20. Dez. (DNB.) Die kirchenamtliche Pressestelle ber Deutschen Evangelischen Kirche teilt mit: „Der Reichsbunb ber beutschen evangelischen Pfarrervereine, burch ben runb 16 000 evangelische Geistliche vertreten finb, hat an ben Reichskirchenausschuß ein Schreiben Der Reichsverbanb Deutscher Rundfunkteilnehmer e. V. hat feine Auflösung beschlossen, da seine Aufgaben, bie in ber Durchsetzung einer nationalsozialistischen Rundfunk-Politik bestanden, e r - füllt finb. Die technischen Verbanbsein- r i ch t u n g e n werben, soweit sie nicht zur Liquiba- tion benötigt werden, ben F u n k st l l e n l e i - tern ber Partei übergeben werben. Im Saargebiet wirb ber Verbanb mit Rücksicht auf bie befonberen rechtlichen und politischen Verhältnisse bis zum 31. März 1936 fortgeführt. Wetterbericht des Relchswelterdlenftes. Ausgabeort Frankfurt Während im Osten Europas wieder etwas wärmere Luft nach Süden vorgedrungen ist, und im Ostseegebiet aber sehr verbreiteten Schneefall her- oorrief, hat sich im Westen wieder mehr nördlich Luftzufuhr eingestellt. Vielfach kam cs zum Aufklaren und in Süddeutschland haben sich dabei über der stärkeren Schneedecke heftige Strahlungsfröste eingestellt. Die Wetterlage wird voraussichtlich auch weiterhin unbeständig und zu einzelnen Schneefällen geneigt sein. Doch kommt es häufiger zu Aufheiterungen und der Frost wird sich verstärken. Aussichten für Sonntag: Wolkig, zeitweise auch aufheiternd, aber noch immer einzelne meist leichte Schneefälle, nachts stärkerer Frost, auch tagsüber Temperaturen meist unter 0 Grad, schwache veränderliche Winde. Aussichten für Montag: Zunächst Fortdauer des ziemlich kalten Meters mit einzelnen Schneefällen wahrscheinlich. Wintersporl-Welternachrichten. Vogelsberg. Hoherodskopf: Nebel, —10 Grad, 60 cm Gesamtschneehöhe, 6 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. Herchenhainer Höhe: Nebel, —9 Grad, 45 cm Gesamtschneehöhe, 3 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. Rhön. Wasserkuppe, Nebel, —7 Grad, 50 cm Gesamtschneehöhe, 8 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel gut. Taunus. Kleiner Feldberg: Nebel, —6 Grad, 25 cm Gesamtschneehöhe, 6 cm Neuschnee, Ski unb Rodel gut. Großer Feldberg: Nebel, —7 Grad, 28 cm Gesamtschneehöhe, 3 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski unb Röbel sehr gut. Schwarzwal b. UeberaU Wintersport-Möglichkeiten, Einzelberichte liegen nicht vor. gerichtet, in bem er es begrüßt, baß ber Führer burch bas Gesetz vom 24. September b. I. bem I Mit bem Weihnachtsfest kommt nun über uns bie große Stille des Jahres. Jeder, selbst, der, der gewohnt ist, im Kampf und Lärm bes Tages zu stehen, wirb von biefer Stille ergriffen. Es finb Stunben ber Besinnung, bie uns bie Weihnachtszeit schenkt unb bie um ihrer Seltenheiten willen mit befonberem Dank entgegengenommen fein wollen. Nun ruhen einmal alle Sorgen, ber Blick roenbet sich zurück unb ver- folgt ben Lauf bes Jahres, überfchauenb, roägenb unb schon in ber Schau auf bas Kommenbe plane nb unb roagenb. So hat bie Weihnachtszelt für jeben beutschen Menschen, bem es Ernst ist mit ben Aufgaben unserer Zeit, etwas Stärkenbes, Kraftfpen- d e n b e s.' In ber ruhigen Besinnlichkeit ber Weih» nachtstage wird bas Ich still unb ber Gebaute, baß bas Schaffen biefes Jahres nicht bem eigenfüch- neu t. cud).) Einverne» «Sg IfcS? str ',j/' en Re^ b I°rdn Dani" w E ei»< )36, aLm- Eil!" neu "“'„erii«"’ ft < o>r'' ' loe"" I" Lil!"' jen yha>ii‘ ft In Lonbon ist eine Frau Elsa Droyfon eingetroffen, bie mit einer Körperlänge von 2,5 5 Meter wohl bie größte Frau ber Welt fein bürste. Mit ihr zusammen traf ihre fast gleichgroße Schwester Brunhilbe in ber englischen Hauptstabt ein. Die Geschwister finb übrigens in Berlin geboren unb erzogen worben. — (Weltbilb-M.) Hiesige Warenbausbrände in England. Die westenglische Hafen- unb Jndustriestabt Carbiff wurde von einem gewaltigen Großfeuer heim- gesucht. Der Brand kam in der Spielwarenabteilung eines mitten im Geschäftsviertel gelegenen Warenhauses zum Ausbruch, kurz nachdem Hunderte von Weihnachtskäufern das Gebäude verlassen hatten. Nach kurzer Zeit war das ganze fünfstöckige Gebäude in Flammen gehüllt. Die Flammen griffen auf einen benachbarten Gebäudeblock über, in bem sich brei große Geschäfte befinben. Zwei Stunben nach Ausbruch flog ein großes Munitionslager, bas sich im Erbgeschoß bes Warenhauses befanb, in bie Luft. Die Feuerwehrleute mußten um ihr Leben laufen. Scharfe Patronen entluben sich nach allen Seiten, aber wie durch ein Wunder wurde niemand ernstlich verletzt. Wenige Minuten später flog die Feuerwerksabteilung des Warenhauses in die Luft. Die Hitze war so gewaltig, daß viele Zuschauer, die über 200 Meter von der Brandstätte entfernt waren, trotz ber eiskalten Nacht ihre Mäntel auszogen Nach einiger Zeit geriet auch die Zentralmarkthalle in Brand. Das Dach kürzte mit großem Getöse ein. Erst in ben frühen Morgenstunben gelang es ben gesamten Feuerwehren ber Stabt Carbiff, das Feuer einzukreisen. Der Schaben ist außerorbentlich groß. Auch im S-mtrum Lonbons brach in einem sechsstöckigen Warenhaus in ber Regentstraße Feuer aus. Zwölf Feuerwehren unb 60 Feuerwehrleute, bie teilweise mit Gasmasken ausgerüstet waren, gingen gegen ben Brand vor. Erst nach zwei Stunden gelang es, des Feuers Herr zu werden und das Gebäude zu retten. Ein schwedischer Dampfer im Hafen von Lantos explodiert. Auf bem im Hafen von Sanlos (Brasilien) lie- genben fchwebifchen Dampfer „Britt-lHarie“ ereignete sich eine Explosion, durch bie bas Schiff so schwer beschädigt wurde, daß es nach kurzer Zeit sank. Sechs Mann der Besatzung kamen ums Leben, während eine Anzahl weiterer Besatzungsmitglieder noch vermißt wird. Durch die Explosion gerieten zwei am Hafen liegende Kaufhäuser in Brand, und im Umkreis von mehreren Kilometern zersprangen die Fensterscheiben. Zwei Tote beim Brand in einer Prager Filmkopieranstalt. Im fünften Stock bes Sifenbetonpalaftes am Wenzelsplatz in Prag brach in ber bort untergebrachten Filmkopieranstalt ein Brand aus, der Die Ausweisung der Heimattreuen Eupen-Malmedyer. Die Eupen-Malmedyer Landsmannschaflen imBeich bekunden ihre Solidarität. Die Befriedung der evangelischen Kirche Fünf provinzialkirchenausschüffe in Preußen gebildet Gchmatt, Gietze«, ^rrankkuvter Gtvatze S, Telephon Ke. 3883 a Kevtvetev: Emil Trockenes kurz- Ein gutes arfu ochslofcn [05432 H. P. 2IESSB1-H1NDEHBURMl3 MAGNUS Zur Süro,Verkauf und Reise geeigneter jüngerer 7417V Ein neues O Fahrrad r ,e ch Rasier Cafe Haibachi; [05446 düng Häusern tätig gewesen ist. Eintritt Januar. — Schriftliche Angebote Abziehapparate Streidiriemen Die größte Auswahl im Fachgeschäft REINIG! Inhaber: W. Georg Seltersweg 30 Ruf 3369 7471 D 7461 D am, 'feücin.ß Crnö DOPPELHERZ WMner-Wül-Auben .. t*n Exjzelsiari . FRANKFURT A/MAIN * Sdiöne (iesdienke zu Weihnachten!! e I Messer ■Apparate Garnituren Klingen Pinsel Seife D. e Orient- Teppiche Mernur Miele ausgesucht schöne Stücke sehr preiswert 7469a Januar. — Schriftliche Angebote mit Bild und Zeugnisabschriften unter 05415 an den Gieh. Anzeig. 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L und im weiten Felde draußen, in der engen Kammer daheim und im stillen Kreise unserer Sippe fühlen wir die Gegenwart unserer Ahnen, deren Seelen in dieser heiligen Zeit vor allem unser ganzes Leben umhüllen, behüten und durchweben. Wir hören unser Blut, unser Blut, das doch das Blut unendlich langen Sippenreihen ist — und in dem wechselnden Bewußtsein tiefer, ewiger Zusammenhänge und greifbar naher Gegenwart, die mir in ihrem Sinne im flüchtigen Augenblick nie ffasfen können... in diesem Wissen spüren wir die Freude jedes Hellen Sonnenleuchtens, den fierzens- jubel vor der Lichtgeburt, die Wachstum, Weiter- jdjreiten uns verheißt! Feuer sollen brennen, große und kleine, fibrner sollen klingen, Geigen und Flöten sollen ertönen, ernst und jubelnd, Menschen sollen singen und die miederkehrende Sonne vor ihrem Aufgang grüßen: Wir lassen uns nicht niederringen: die Lichtgeburt verheißt uns Kraft und neues Leben! Bedingung in uns und um uns aber ist: „Allen Lauen, allen fialben, Aller Asche den Krieg! Aller reinen Flamme, die durchbricht Und Wege weist, den Sieg!" Nacht und so — alles was ihr wollt. — Wenns der Oberst erlaubt, fügte er ein wenig gemäßigter hinzu. Der Oberst machte ein Gesicht wie em verschlossener Schrank. Ausgeschlossen, sagte er finster. Kommt gar nicht in Frage. Laß es den Deiwel wollen, daß die Franzosen die ganze Musik in Klump schießen, — wenn ich bloß dran denke, kann ich mir den General gar nicht mehr vorstellen, so dunkel wird mir vor den Augen. Also nicht? Der Musikmeister hatte feine Blechpuster schon von dem schönen Plan in Kenntnis gesetzt. Nun mußte er ihnen mitteilen, daß es nichts damit sei. Als er das tat, fiel fein Blick auf den dicken Trompeter Kuhlmann, den die letzte Eröffnung in Helles Entzücken zu versetzen schien. Wenigstens strahlte er übers ganze Gesicht. Der Musikmeister trat an ihn heran und sagte voll empörten fiohnes: Na, sie umfänglicher fieldengreis, Sie find wohl selig, daß Sie nicht da hinaus brauchen, was? Kuhlmann riß die Knochen zusammen und sagte gar nichts. So verdutzt war er. Er hatte gar nicht von innen heraus gestrahlt. Die Sache verhielt sich nämlich so: wenn die Sonne halb von vorn auf sein Gesicht fiel, — und das tat sie gerade, als der Musikmeister sich über ihn entrüstete — dann spielte sie so listig über seine aufgeplusterten Bäckchen und die dazwischen eingebettete Nase hin, während die tiefen Täler dazwischen nicht von ihr erreicht wurden, daß durch solch übermütige Verteilung von Licht und Schatten der Anschein des Lächelns erweckt wurde. Als der Musikmeister sich nun zum Gehen gewandt hatte, duckte sich die Sonne hinter einer wandernden Wolke, und nun hatte Kuhlmann einen toternsten Ausdruck im Gesicht. Denn er war aufs tiefste getroffen, da er nicht nur ein guter, sondern auch ein poetisch gestimmter Mensch war, der sich wie ein Kind darauf gefreut hatte, den Kameraden da vorn eine kleine Weihnachtsfreude bereiten zu helfen. Als nun am Weihnachtsabend die ^Regiments« mufik vor dem Quartier des Obersten antrat, um die lieben alten Weihnachtslieder zu spielen, da fehlte Kuhlmann. Der Musikmeister war außer sich, wegen mangelnder Zeit aber blieb ihm nichts anderes übrig, als seine Musik ohne Kuhlmann dem Obersten zu melden und ohne Kuhlmann sein Pro-1 gramm zu spielen. Zur selben Stunde gab es vorn in der Stellung einen gewaltigen Aufstand. Die Ahnung des Obersten hatte sich scheinbar erfüllt, denn die Franzosen begingen den Abend auf ihre Weise festlich, indem sie sich einer „erhöhten Artillerietätigkeit" Hingaben. Plötzlich stürzten trotz des feindlichen Feuers sämtliche Offiziere und Mannschaften des Bataillons aus ihren Löchern. Denn durch den Lärm der Geschütze hindurch klang von oben, wie vom fiimmel her, hell und klar geblasen, , Stille Nacht, heilige Nacht." Und da stand wahrhaftig frei auf dem Grabenrand Trompeter Kuhlmann und blies und blies, als ob es auf der ganzen Welt keine Granaten gäbe. Und während dem und jenem unten im Graben leis die Tränen kamen, stellten die Franzosen gemach das Feuer ein, und einer nahm drüben auf seinem Clairon die Weise auf: „Stille Nacht, heilige Nachts Es war nur wie e i n ruhiger Atemzug im Gefauch und Geröchel des Krieges. Aber keiner, der ihn mitgetan hat, hat ihn je vergessen. Kuhlmann wurde in selbiger Nacht in den Unterständen begeistert gefeiert. Leutnant Bob verglich ihn mit dem Trompeter von Gravelotte. Warum und wieso, wurde keinem klar. Als er aber anderen Tags von Trichter zu Trichter zum Stabsquartier zurückgestiefelt war, empfing ihn der Musikmeister sehr ernst. Was soll ich nun mit Ihnen anfangen? grollte er. Von Rechts wegen müßte ich Sie ohne weiteres ins Loch stecken. — Indem er aber so sprach, schien gerade wieder die Sonne halb von vorn auf Kuhlmanns Gesicht. Und da sah der Musikmeister daß jener zwar wieder zu lächeln schien, in Wirklichkeit aber toternst war. Da wandte er sich ab und sagte nur noch: Ich habe die Sache dem Obersten Fe- meldet. Der Oberst aber sprach: Wir sind im Kriege. Im Krieg muß der Mann, wenn es die Umstände erfordern, auch einmal auf eigene Faust — blasen. Vorausgesetzt, daß er überhaupt blasen kann. Und das kann er. Ich werde ihn zum Eisernen eingeben. Otto A n t h e s. Wie das nun all nicht bloß Rede bleibt, sondern »oirkliche Feier wird? Wie es Gestalt erhält, wie sschones Brauchtum Sinnbild schafft und festlich «ewige Gedanken uns umkleiden? Denkt nur nach? Strengt euern Geist an! Sucht selbst den Platz im Wald, auf Bergeshoh, — wenns gar nicht anders geht, in schlichter fialle auch! Em .fiolzstoß, ein Flammenbecken, Kerzenschein, Musik und — Schweigen ringsumher. Kem überflüssiges Wort! Und keine lange Rede! Im weiten Kreise stehen wir um die Feuerstatt. Der Duft knisternder Fichten- ober Tannenzweige durchzieht die Luft. Ein paar Spruche, em paar gespielte Weisen, ein paar Lieder und ein paar ernste, kraftvoll ausklingende Weiheworte. Wenn irgend möglich aber: em fim- und fier- Weg durch die stille Nacht, ein Gang, bei dem em jeder sein Einsamsein und sein Derbundensem im Volke und im All recht spürt! Und in uns allen stets Wunsch und Bekenntnis „So wie der Kampf kommt, so wird er genommen! Werner Kulz. Der WeihnachMomveter. Nach einer wahren Begebenheit. lieber vierzehn Tage lang lag das Bataillon schon in der Stellung, und Weihnachten stand vor der Tür. Täglich deckten die Franzosen die Stellung mit Eisen und Dreck zu, und die Stimmung der Leute war keineswegs weihnachtlich. — Da muß etwas geschehen, sagte sich Leutnant Bob, der Bataillonsadjutant. Er turnte also rückwärts bis zum Quartier des Regimentsstabs, wo auch die Regimentsmusik lag, und suchte sich den Musikmeister aus Der kleine springlebendige Mann war Feuer und Flamme. — Aber natürlich, schrie er, kommen wir am Weihnachtsabend zu euch in die Stellung und spielen euch was auf. Stille Nacht, heilige Weihnachlsmusik bei HZ. unb ViM. l* An den langen Winterabenden versammeln sich Jungen und Madel zur Gememschaftsmusik — em Zeichen dafür, daß die fiJ. nicht ausschließlich zu marschieren, sondern auch Kulturarbeit zu treiben versteht. — (Ausnahme: Reichsbildstelle der fiJ.) Gefolgschaft. Von Herbert Böhme. Es schreiten, die ihn tragen, den Führer ihrer Pflicht, und ihre Taten ragen Fahne in das Licht. Und die Standarten heben der Adlerflügel Lauf und über aller Leben schweben sie gläubig auf. Es flammen die Entbrannten, Gezeichneten der Saat, es schreiten die Entsandten des neuen Reiches Pfad. Das Schwert des Glaubens kündet und steht in erbener Kraft, wer sich zum Bunbe bünbet, wächst aus ber Leibenschaft, wer sich zur Fahne stellte, im Fahnenbienst bereit, ob ihn ber Sturm zerspellte, lebt in Unsterblichkeit. Lm das beste Ergebnis. Im Kampf gegen Hunger und Kälte. Grau ist ber Dezembertag. Naßkalt treibt ber Winb bie Nebelfetzen burch bie Straßen. Jrgenbwo in der Stadt ist Leben. fiitler-Jugend versammelt, sich vor ihrem fieim. Ein Kommando hallt durch die Straße. Dor der Front steht einer und spricht vom Dienst der Jugend und von der Winterhilfsaktion. Sammelbüchsen werden ausgeteilt und los geht's in die lebhaften Straßen der Stadt. An der Ecke einer fiauptoerkehrsftraße stehen fieinz und fielmut mit ihren beiden Gruppen. Sie streiten, wer von beiden zuerst die gefüllte Büchse abliefern wird. „So", sagt fielmut, „wenn du glaubst, daß deine Büchse zuerst voll wird, dann irrst du dich". — „Ich — ich mich irren? Nein, ich irre mich eben nicht. Wenn du aber glaubst, deine Büchse zuerst voll zu haben und ^ie tatsächlich vor mir ablieferst, gebe ich dir meinen Fahrtenkompaß." — „Deinen Fahrtenkompaß willst du mir geben, wenn ich meine Büchse vor dir abliefere? — Na, schon, und ich gebe dir meine Kartentasche, wenn du mehr Geld sammelst als ich. Abgemacht, mein Wort gilt." — — Langsam legen sich die Schatten der Nacht über bie Straßen ber Großstabt. fiitler-Jungen eilen, mit Sammelbüchsen klappernb, in bas fiaus bes WfiW. Eben kommt auch fieinz mit feiner Gruppe im Laufschritt bie lange Straße herauf. Seine Büchse ist bis oben hin gefüllt. Die muß er unter allen Umftänben vor fielmut abgegeben haben. Nun steht er ungebulbig vor bem Schalter. Vorsichtig fragt er nach fielmut, als er seine Büchse abgibt. Aber keiner hat fielmut gesehen, also ist er auch noch nicht ba. Ein Stein fällt fieinz vom fier- zen, hat er boch feinen eigenen Kompaß wieber gewonnen unb außerbem noch bas beste Sammelergebnis ber gesamten Gefolgschaft. 71,37 Mark hatte fieinz in feiner Büchse, fieinz sieht sich schon im Besitz von fielmuts Kartentasche. Eine halbe Stunbe später kommt fielmut gemächlich bie Straße herauf. Er weiß es längst, baß fieinz feine Büchse abgegeben unb bas beste Ergebnis ber ganzen Gefolgschaft hat. Schabenfroh wird er von fieinz begrüßt. „Na, — was sagst bu jetzt?" — „Nichts sage ich, benn ich weiß schon längst, baß bu vor mir bist unb auch ben höchsten Betrag ber gesamten Gefolgschaft gesammelt hast. Deinen Kompaß habe ich mir schon in ben Monb geschrieben. fieinz unb fielmut gehen gemeinsam zum Schalter unb warten gespannt auf bas zweite Ergebnis. Sie Horen, wie hinter bem Schalter gezählt wirb: „71,39 Mark" — ein um zwei Pfennige besseres (Ergebnis. fieinz unb fielmut sehen sich beibe an, aber keiner spricht ein Wort. Doch einer benft wie ber anbere: fiaben wir gegenseitig auch nichts gewonnen, so haben wir boch bas beste Sammelergebnis ber Gefolgschaft unb bas ist wichtiger als Kartentasche unb Kompaß. —big. Rädel packen zehnlaufend Weihnachlspakele. In ben letzten Wochen faßen in allen fieinv narfimittagen bie Mädel des BDM. eifrig bei der Arbeit. 10 000 Wunschzettel hatte die Gauleitung der NSV dem Obergau fiessen-Nassau überreicht, und dieser hatte sie bis in die kleinste Einheit verteilt, und in knapp zwei Wochen mußte alles fertig fein Erst wurde einmal überall in Mutters Truhe und Wäscheschrank gewühlt; da sand sich noch manches: fertige Sachen, und vor allen Dingen Stoff, Wolle und Garn. Dann ging’s weiter zu Verwandten und Bekannten. Kein Stückchen Stoff war sicher im ganzen Gau. Soviel fianbarbeiten, Näh- unb Bast^- arbeiten sind bestimmt noch nicht auf einmal gemacht worden, wie in diesen zwei Wochen. Aber Spielsachen mußten die kleinen Schützlinge doch auch haben. Sie herzustellen, machte allen die größte Freude. Aus einfachen fiolzklötzchen, die wir kostenlos beim Tischler als Abfall bekamen, entstanden Eisenbahnen, Baukasten usw. Kasperleköpfe guckten frech und munter aus einer Kiste heraus; aus Zeitungspapier, Farbe und bunten Flicken waren sie entstanden. Die Jungmädel hatten noch eine besondere Aufgabe, sie muhten mittels Kleister und bunter Farbe schönes Einwickelpapier Herstellen, denn lustig und froh sollten unsere Pakete doch werden. Und dann wurden eines Nachmittags überall im ganzen Lande die Sachen in den einzelnen fieimen zusammengeschleppt. Es sah aus wie ein Weihnachtsmarkt. Nun wurden noch die letzten fianbgriffe getan, ba fehlte noch ein Bänbchen, hier ein Knopf, dort war bie Kafperlenafe noch nicht richtig. Endlich lag alles schon ausgebreitet auf bem Tisch, bie Packerei konnte beginnen. Auf Tischen, Stühlen, bem Fußboben, wo gerade ein freies Fleckchen war, kniete ein Mädel und packte aus Leibeskräften. Wenn das Paket schon ordentlich und sauber verpackt und verschnürt war, kam obenauf die Paketadreffe des Dberoaues, die rechts an der Seite ein fiJ.-Abzeichen truq,"darunter in schwarzer Schrift: „BDM.-Ober- gou West-fiesfen-Naffau", daneben groß und deutlich die Anschrift des Empfängers und der Namen der Gruppe, die bas Palet gepackt hatte. 3n Reih unb Glied aufgebaut standen dann endlich die vielen kleinen und großen Pakete da. Mit großen Leiterwagen, Kinderwagen und Rollwagen wurde dann alles zur NSV. gefahren. H. G. Geschichte einerMnterdienstyos e fianns ist Jungarbeiter und bestimmt nicht von reichen Eltern. Sein Vater ist schon seit Jahren Invalide und arbeitsuntauglich, und die paar Mark, die er monatlich als Rente bekommt, reichen gerade für die Miete und das karge Essen. Seinen Wochenlohn von vier Mark muß fianns auch restlos zu fiause abliefern, und trotzdem hat er sich von dem Taschengeld, das ihm seine Mutter Sonntags zusteckt, eine vollständige fiJ.-Unisorm gekauft. Weiß ber Teufel, wie er das von ben Groschen bewerkstelligte. Auf ber letzten Führertagung auf bem Ludwig- ftein hat er sich nun bei einer Balgerei — fianns ist keiner von ben Zahmsten — bie Breecheshose zerrissen. Trotzbem bas seine einzigste Winterdienst- hose ist, hat er nichts gesagt. Sie war eben entzwei, und da war nichts mehr zu machen. Vierzehn Tage lang kam fianns in kurzer fiose zum Dienst und machte ihn genau so eifrig wie bisher. Kein einziges Mal sprach er über sein Mißgeschick. Beim letzten Scharabend wurde ihm ein Bries von der Sozialabteilung des Gebietes durch den Scharführer ausgehändigt. Er solle sich am Freitag um vier Uhr in der Bahnhofstraße melden und sich dort eine neue Winterdiensthose abholen. Während fianns den Brief las, verfärbte sich fein Gesicht. „Was die sich überhaupt einbilden, ausgerechnet mir eine fiose zu schenken, wo noch so viele überhaupt keine vollständige Winterdienstuniform haben", brüllt er los. „Ich habe doch eine fiose, wenn die auch sehr kaputt ist. fiier zum Beispiel fieini. Sein Vater ist doch schon so lange arbeitslos, und er hat noch sieben Geschwister zu fiause. fieini hat noch nicht einmal eine Mütze und ein Paar lange Stiefel. Nur die kurze Sommerhose und das Braunhemd, fiier, fieini", wendet er sich jetzt an unseren Schlosserstift, „hast du den Gutschein. Ich gehe am Freitag mit dir zum Gebiet unb werde denen jchon da oben was erzählen. Sollen es erst mal Jungens geben, die es noch nötiger haben als ich." Alles Einreden auf fianns, daß er sich doch die fiose holen und das andere Geld für einen Wintermantel sparen soll, hilft nichts, fianns bleibt fest. „Werde mir schon noch vor Januar eine lange fiJ.-fiose kaufen können", knurrt er abwehrend. „Die fiauptsache ist, baß fieini erst mal eine fiose bekommt. Stiesel roirb er auch noch kriegen." — — Am nächsten Scharabenb erscheint fieini strahlend unb glücklich in ber neuen fiose. fianns hatte sie ihm verschafft. — So ist fianns. Doch das haben wir uns geschworen, daß wir ihii bei unserer Weihnachtsfeier mit einer neuen Winterdiensthose überraschen werden, fieini wird auch dabei mithelfen. E. Kirchhof. Ehnstlindlesmartt ist auf. Von Alfred Kirsel Der erste Schnee des Jahres tanzt im frühen Abend und vergeht auf dem wärmeren Pflaster. Flockig und leicht stiebt er an den Dächern und Türmen Nürnbergs vorüber, durch den Dunstkreis der Straßenlampen, auf die Schirme und Mäntel der vorübergehenden Menschen. Jetzt fällt er schwerer; in geschlossenen Fäden eilen Flocken unermüdlich aus dem dichtverhangenen fiimmel und zerfließen auf den Gesichtern. fieute wird der Christkindlesmarkt eröffnet. Eng sind die Gassen zwischen den Verkaufsständen, graue Tücher verbergen glitzernde fierrlichkeiten vor neugierigen Augen pnb würziger Geruch bringt hervor, fiier unb ba tönt ein letztes fiämmern. Die fiäufer schauen stumm zu. Ihre Umrisse stehen nur unbeutlid) hinter bem wieber leiser riefelnben Schnee gegen ben trüben Abenb ber Stabt, ber dunstig verschwimmt. Nur aus einigen Fenstern bringt Licht. — Der Menschstrom von ber Fleisch- unb'Museumsbrücke, von ber Burgstraße, vom Fünferplatz unb Obstmarkt wirb stärker als sonst um diele Zeit. Kops an Kopf stehen nun bie Menschen. Männer unb Frauen, Buben unb Mäbel, auf ber schneimassLN Strgße. Das letzte Nageln verklingt. Jetzt hallen öwsi dünne Schläge über den Warttt unb zeigen bie halbe Stunbe an. fioher recken sich bie Kopse. Von halber fiöhe ber Frauenkirche stoßen Helle Fanfaren in bie Nacht unb hallen an stillen Mauern wiber. Unb nun singt ein Chor von Hellen Stimmen alte Lieber. Gleichzeitig leuchtet bie Brüstung der Kirche im Lichte auf, und zwischen singenden Kindern und blanken Posaunen steht das Christkind mit goldenen Flügeln. Die verwirrend bunten und doch so klaren Linien des Kirchenportals werden hell, weit offnen sich feine Flügel zu einem Blick in das matt erleuchtete Mittelschiff. Ungewisse Konturen verschwimmen in der Dunkelheit; wie in eigenem Licht aus unsichtbarer Quelle leuchtet das gotische Tor, strahlt jetzt darüber der Erker in vollem Glanz. Nun spricht das Christkind. Der Markt und die Dunkelheit verschlucken die Worte. Aber es werden gute Worte des Friedens für die Stadt und das Land fein. Noch einmal setzen bie Fanfaren volltönenb an, bie Kinderstimmen fallen ein, die Orgel summt leise mit, wird stärker, voller, kräftiger, dringt weit über den Markt. — Die Glocken der Frauenkirche läuten, dann fällt St. Sebald ein, St. Lorenz, St. Egidien, St. Elisabeth, alle Kirchen der Stadt läuten den Christmarkt ein, die grauen Tücher fallen, Licht blitzt auf, hell flimmert und glitzert es in ben Bubengassen, inbeffen bie Brüstung ber Frauenkirche wieber bunkel unb schweigenb liegt. Nur bas geöffnete Portal leuchtet Heller als zuvor, unb auch die goldenen Linien des schonen Brunnens stechen warm in die Nacht, auch er strahlt im eigenen Licht. Der Christkindlesmarkt in Nürnberg ist auf! Noch immer läuten die Glocken über der Stadt. Auf dem Markt drängt und staut sich die Menge im Widerschein flimmernden Schmuckes und bunten Spielzeugs, im Duft von Schmalzgebackenem, Rost- bratroürften, Mandeln, Makronen. In der Mitts des Platzes steht in einem freien Raum die strohgedeckte Krippe unter dem vielzackigen, leuchtenden Stern. Geheimnisvll strahlt der Brunnen, stumm stehen die fiäufer. In allen Straßen der Stadt leuchtet der Weihnachtsstern, alle Wege zum Markt sind tannenbe- krqnzt und überall schwebt glitzernd der Rauschgoldengel, das Wahrzeichen des weihnachtlichen Nürnberg. <* zw ü des ge- Ve Pc tro: nei mu Fn ur te, hl un 9t Oer fier 28? stü Ml eri S( E, mc bie lich nid der ch bi Kl Ä A ßi di in to toi iui B >h ha üb schen Kulturkreis doch auch em großer Teil der Schweiz, Oesterreich und, geschichtlich gesehen, auch die Niederlande gehören, geradezu von einem Kult des Persönlichen, von einer Vorherrschaft individualistischer Neigungen im deutschen Kulturkreis sprechen. Der Reiz deutschen Wesens und deutschen Kulturwillens, denen sich auch das Ausland jahrhunderte- lang aufgeschlossen gezeigt hat und von denen es ausgiebig befruchtet worden ist, liegt, auf eine kurze Formel gebracht, im faustischen Drang des deutschen Menschen, in seinem Streben nach allseitiger Vervollkommnung im Glauben an ein Uebermenschen- tum. Uns „treibt die Gärung in die Ferne". Nur ein noch jugendliches Volk kann diesen dornenvollen Lebensweg verfolgen. vom AG. neue bedachte, daß der Mantel schließlich nicht allein war. Es stak jemand in ihm: ein Mann, der ihn völlig ausfüllte. Vor allem die Schultern traten wuchtig hervor. Der Mantel schien seit jeher dafür geschaffen zu sein, von diesem Manne getragen zu werden, hingegen erweckte der Mann nicht den Eindruck, daß er dafür geschaffen wäre, durch diese Straße zu gehen, gelegentlich an einem Schaufenster stehen zu bleiben und neidvoll zuzusehen, wie andere Männer mit minder breiten Schultern ihrer Arbeit nachgingen. Jedenfalls sprach das etwas stopplige Gesicht über dem Krimmerkragen deutlich seine Ab- > neraung dagegen aus, einen so sturmerprobten Mantel untätig durch die Straßen zu tragen. Das war ein kleiner Trost für meine Enttäuschung. Lieber märe es mir gewesen, ich hätte den alten grauen Mantel wiedergetroffen in einem furchtbaren Schneesturm, vorne, gegen den Wind gestellt, dampfend vor Freude, seinem menschlichen Kameraden die Kalte vom Leibe zu halten. Aber zuversichtlich blinzelt mir der Krimmer zu, es würde schon werden, man sei ja schon auf den Marsch und — drei Motten noch mal! — das sei doch die Hauptsache. Und er hat recht behalten, der alte Freund. Er kannte ja auch weit länger als ich die Welt mit allen ihren flauen Zeiten und steifen Stürmen. Er hat recht behalten, denn er ist tapfer weiter marschiert mit seinem neuen Kameraden, dem Mann, der ihn völlig ausfüllte. Und sie sind beide aus der Etappe nach vorne gekommen, in Wind und Wetter, zu Dienst und Arbeit. Ich weiß es genau, denn ich habe ihn vor kurzem zum zweiten Male wieder- gesehen. Diesmal rief er mir schon von weitem den Will- kommensgruß entgegen. Hoch über der Straße, auf dem Anhänger eines Kohlenwagens, thronte er. Da es recht kalt war an diesem Morgen, hatte der Mann, der ihn trug, den Krimmer hochgeschlagen. So konnte ich zwar das pelzige Gesicht nicht sehen, das auf so persönliche Art einige Haare gelassen hatte, aber unverkennbar und einmalig war die Haltung, mit der der Mantel da oben hingewuchtet war, die breiten gepolsterten Schultern gegen den Wind gestellt, in allen Nähten von Kampfeslust geladen. Groß war die Wiedersehensfreude, aber kurz. Denn: „Was denkst du, mein Lieber", sagte der Mantel. „Wir haben keine Zeit, hier lange Zwiesprache zu halten. Wir müssen weiter. Wir haben noch viel zu tun. Auf ein ander Mal also!" Und schon fuhr er davon. Er streckte die Aermel aus. Wollte er mir mummten? Aber nein, er war schon her länz nd lufti der Kr< Le mu Ref lichi Äin die fia fetti Reis eine deut U2 19 Zeitschriften. — Der Bergsteiger. Herausgegeben D. u. Oe. Alpenverein, Verlag F. Bruckmann München. Mit dem Dezemberheft tritt die reichsdeutsche Schriftleitung erstmals vor ihren Leserkreis. In den Kreis der bisherigen Mitarbeiter wurden neue Namen gewonnen, lieber die Bezwingung der Nordwand an der Westl. Zinne berichtet Hans Hintermeier. Ein überaus kühnes Husarenstück — aber sympathischer wird manchem Leser Ferdinand Keyfels Neujahrsbesteigung der Kalt- wasserkarspitze sein. Diese Verbindung von Skilauf und Bergsteigen, allein und abseits von Mode- gegend und Modegewand, ist zünftiger Winteralpinismus. Bei der Schilderung „Allein auf dem Montblanc" von Ludwig Steinauer fesselt die schlichte Einfachheit der Erzählung. In fernes Bergland führt uns Dr. Karl Wien mit einer fesselnd geschriebenen Besteigung des 5000 Meter hohen Mount Kenia im abessinischen Grenzgebiet. Zutiefst erschüttert die Erzählung „Begegnung auf dec Brennerbahn" von Wilhelm Schmidtbonn. Fritz Schmitt erzählt das Schicksal eines Skiläufers, der vor der rettenden Hütte erfriert, weil [einen froststarren Händen der Hüttenschlüssel entfällt und im grundlosen Schnee versinkt. L lan' El ar foi M dic Sc zoj sch Sc Sc An föa ffö \wcv Weihnachten in der deutschen Dichtung Don Jörg Wickram bis Peter Rosegger. irf y. und Dia*1 W\ gar nicht erwarten. Dieser echte Herzenston lebt auch in seinen Dichtungen, wo er, wie im „Q uin - t u 5 Fixlein" und den „F l e g c l j a h r e n", des Festes gedenkt. Ein besonderes Denkmal hat er ihm zum Schluß der reizenden Idylle vom „Jubel- senior" in der Appendix „Meine C h r i st n a ch t" errichtet. Aus dem Licht des brennenden Baumes und den Feierklängen der Chriftnachtmusik schwingt dort ein Geist zu erhabenen Visionen von Gott und Ewigkeit auf. Zu gleicher Zeit legte ein anderer Kinderfreund, Johann Peter Hebel echte Christfreude in seine Dichtung. Ein kleines, inhaltsschweres Büchlein „Die Weihnachtsfeier. Ein Gespräch" erschien im Jahre 1803. Friedrich Schleiermacher hat in diesem viel zu wenig bekannten Jugendwerk die Ehrfurcht und Weihe dargestellt, mit der in der Zeit der Romantik Weihnachten umgeben war. Es ist in Goetheschem Prosastil geschrieben, und stellt Feier und Bescherung, wie sie zu Anfang des 10. Jahrhunderts in einem guten Bürgerhause üblich waren, in dichterischer Sprache dar. Erzählungen und Betrachtungen schließen sich an, und das Fest wird als „die herrlichste Anerkennung der unmittelbaren Vereinigung des Göttlichen mit dem Kindlichen" gedeutet. Nun ist das Weihnachtsfest von romantischer Märchenkunst umrahmt. Im „Nußknacker und M a u s e k ö n i g" glibt E. T. A. Hoffmann das unerreichte Vorbild: er malt zuerst die fieberhafte Spannung der Kinder im Dunkeln, ihre Verzückung bei der lichterhellen Bescherung und läßt dann aus den erregten kleinen Gehirnen sich einen phantastischen Spielzeugspuk mit unheimlicher Lebendigkeit entwickeln. Auch für die gespenstische Stimmung des „Meister Floh" ist die Weihnachtsbescherung des kleinen Peregrinus Tyß der geniale Auftakt, der aus der Wirklichkeit ins Reich der Träume führt. Viele haben danach diesen „realen Märchenton" angeschlagen, keiner aber, ihn mit der gleichen Kraft gemeistert wie der dämonische Kammer- gerichtsrat. Romantische Novellenkunst bemächtigt sich des Motivs auch in dem „W eihnachts- abend" von Ludwig T i e ck mit seiner vorzüglichen, auch kulturgeschichtlich wertvollen Schilderung des Berliner Weihnachtsmarktes. Das hier behandelte Thema, wie der verlorene Sohn in Reichtum und Glück am heiligen Abend zu der armen Mutter heimkehrt, wird bann oft ein ab« gewandelter Vorwurf für rührselige Weibnachts» geschichten. Karl von Holtet z. B. kann sich air nicht genug darin tun, immer wieder beim nachtsfeste die Gegensätze von Elend und un r- hofftem Glück, von unschuldigem Frohsinn und M sehnsüchtigen Reue verdorbener Menschen einander gegenüberzustellen. Es bedurfte wieder einer Vertiefung und innerer Beseelung, die unserem eigentlichen „Dichter der Weihnacht" zu danken war. Für Hebbel ist das Christfest der hellste Schein in dunklen Jugendtagen, der beste Trost in den Qualen seiner Kampfzeit, die reinste Freude seiner Reifeepoche gewesen. Mit höchster Meisterschaft hat er das Fest in sein Epos „Mutter und Kind" verwoben, wo es wie eine lichte Spur die ersten Gesänge durchzieht. Adalbert Stifter in einer Novelle „Der Weihnachtsabend" und Hermann Kurz in seinem „W eihnachtsfund" boten klassische Weih- Kraft darstellt, das ausgesprochen antidemokratisch und daher dem liberalen Westen unsympathisch, weil unverständlich ist. Daß es an Eigenwilligkeit, Freiheitsdrang, Individualismus und an dem Drang, feine Persönlichkeit zur Geltung zu bringen, im deutschen Kulturkreis nicht gefehlt hat, das beweist die Vorliebe, mit der alles Eigenartige, ja Absonderliche bei uns allenthalben bisher gepflegt worden ist. Das bezeugt vor allem die Reformation, die doch eine Auflehnung, eine große Protestbewegung gegen herkömmliche und geheiligte Autoritäten und Gewalten gewesen ist, beweisen ferner die unzähligen weltanschaulichen Richtungen und Meinungsstreitigkeiten, die auf religiösem, politischem und literarischem Gebiet bislang zu beobachten waren. Man kann daher, besonders wenn man berücksichtigt, daß zum deut- tigen muß. t t ir, Entsprechend der Vielgestaltigkeit des deutschen Volkes finden wir aber, daß die gekennzeichnete Mentalität nicht allenthalben gleich stark vertreten ist: im Norden, in der Mitte und im Osten ist sie viel stärker ausgeprägt, als im Süden und im Westen des deutschen Siedlungs- und Kulturgebiets. Da wo die Landschaft lacht und der Wein gedeiht, ist es „besser", viel besser bestellt in bezug auf den oft übersteigerten Ernst unserer Welt- und Lebensanschauungen, dort sind die Menschen im allgemeinen auch liebenswürdiger und Umgänglicher. Der physiognomistischen Prägung des deutschen Menschen entsprechen eine Reihe von geistig-seelischen Eigenschaften und Kräften, die uns ganz besonders auszeichnen. Kein anderes Volk besitzt wohl in höherem Maße die Fähigkeit, über Probleme nachzudenken und auf der Suche nach Erkenntnissen so tief zu schürfen, wie das deutsche Volk. Das ist die bekannte „deutsche Gründlichkeit", der aber leider die Fähigkeit, die Gedanken in gefälliger Form darzustellen, nicht immer zur Seite steht. Viel- mehr hat jede Formgebung bei uns mit einer gewissen Schwerfälligkeit zu ringen, die demjenigen, der auf klare und eindeutige Formulierung der Gedanken den entscheidenden Wert legt, wie beispielsweise der Franzose, unbekannt ist. Diese Gründlichkeit und Gewissenhaftigkeit, mit Fleiß gepaart, hat uns bekanntlich auf wissenschaftlichem und auf wirtschaftlichem Gebiet große Erfolge eingebracht und eine eigentümliche Verflechtung von wissenschaftlicher Forschung und wirtschaftlicher Auswertung dieser Forschungsergebnisse gezeitigt. Der Umgang mit Menschen ist für den in sich gekehrten Deutschen, in der Regel, keine Angelegenheit, der er sich mit Lust und Liebe hinzugeben pflegt: er ist ihm auch nicht ein Bedürfnis und m der Regel durchaus keine Erholung oder Zerstreuung, sondern eher eine Anstrengung. Wenn unsereins „in Gesellschaft geht", dann hat er wohl den Wunsch, unterhalten zu werden, ist aber von sich aus wenig geneigt, zur Unterhaltung möglichst viel beizutragen. Das kommt zum Teil daher, daß wir alles, was in zwangloser Aussprache gesagt wird, viel zu ernst zu nehmen pflegen, wodurch unwillkürlich Hemmungen entstehen und unsere natür- Wiedersehen mit einem alten Mantel. Von Frank Leberecht. Es ist jetzt genau ein Jahr her, daß ich mich von jenem alten Mantel getrennt habe. Lange Jahre waren wir gut miteinander ausgekommen und der Abschied fiel mir recht schwer. Es war ein ehrwürdiges Erostück. Man findet selten ein Bekleidungsstück mit solchem Charakter. Ja, einen Charakter besaß mein alter Mantel. Er war so treu seiner Art, daß er sich nie änderte. Mochten die Moden kommen und gehen, es kümmerte ihn wenig, sein Krimmerkragen blieb eben Krimmer; er wurde nie unmodern. Ich glaube, er ist in den letzten fünfzig Jahren niemals modern gewesen. Der Mantel war jedenfalls von Ursprung an ein Kleidungsstück, das nicht der Eitelkeit, der Putzsucht und anderen Untugenden der Menschen zu dienen bestimmt war, sondern einzig und allein ihrem Bedürfnis nach Wärme, Treue und Kameradschaft. Es waren da sonderbare schräageschnittene Taschen an ihm, bequem zum Einschlupfen fröstelnder Hände. Sie waren so groß, daß ich als Junge mit dem ganzen Arm darin verschwand, wollte ich meines Vaters lose Groschen aus ihrer Tiefe angeln. Auf den Schultern hatte der Mantel eine Versteifung, die wie eine Mantille oder Pelerine wirkte. Sein graugrüner derbflauschiger Stoff, fein breiter Krimmerkragen, der auf eine höchst persönliche Art einige Haare gelassen hatte, seine schweren, eisern gezwirnten Knöpfe, von denen nach meiner Erinnerung niemals ein einziger lose geworden ist — all dies und noch mancher unbeschreiblicher Zug gab meinem Mantel sozusagen ein Gesicht, das unverkennbare und einmale Gesicht eines lieben alten Freundes. So habe ich mich keineswegs leichten Herzens von ihm getrennt. Wenn ich recht bedenke, was es sogar der alte Mantel selbst, der den Anlaß dazu gab. Da blies nämlich eine Trompete auf der Straße. Auf einem Krümperwagen standen Soldaten und sammelten aus den Häufern warme Sachen, Munition im Kampf gegen den kalten Winter. Ich machte meinen Kleiderschrank auf, nahm einen Sweater heraus, den ich zur Sammlung neben wollte und wollte die Tür wieder schließen. Aber es ging nicht, etwas drängelte sich dazwischen. Der Mantel, der alte Mantel! Hatte er das Trompetensignal gehört? Seine feldgraue hohe Gestalt schob sich gebieterisch in die Schranktür, sein Krim- metbarl hing mir vorwurfsvoll «llgcgeu. liche Verschlossenheit noch gesteigert wird. Wenn es uns auch nicht leicht fällt, von Mensch zu Mensch Anschluß zu gewinnen, so sind wir — haben sich die Gemüter erst einmal gesunden — von großer Beständigkeit in unseren Neigungen und Sympathien. Freundschaft als lebenslängliches Treueverhältnis ist in Deutschland eine sehr häufige Erscheinung und sicherlich weit öfter anzutreffen als unter romanischen oder slawischen Völkern. Den gleichen Stempel der Besinnlichkeit und Nachdenklichkeit trägt unsere schöne Literatur. Der Deutsche — immer ganz allgemein gesprochen — ist kein Mensch, der aus natürlicher Lebensfreude geneigt wäre, zu scherzen, zu lachen und zu „verlachen". Daher ist Humor in unserer Literatur wenig, die Satire so gut wie gar nicht vertreten. Kein zweites Volk hat auf musikalischem Gebiet so viel an Werten geschaffen wie bas deutsche und bas durchaus in Uebereinftimmung mit ber ernsten, tatkräftigen unb schöpferischen beutschen Wesensart. An I. S. Bach, > Mozart, Beethoven und Franz Schubert wird die Menschheit noch zu einer Zeit zehren, wenn alle nichtdeutschen Komponisten — mit Ausnahme vielleicht von Chopin, der Feinfühlende wohl immer begeistern wird — nur noch, allenfalls, kunstgeschichtliche Bedeutung oder Liebhaberwert haben werden. Und so lange noch Opern gegeben werden, wird Richard Wagner die Bühne beherrrschen. In der Musik findet deutsches Wesen seinen tiefsten und allgemein - menschlichen Ausdruck. Unsere musikalischen Schöpfungen sind der unvergänglichste Beitrag zur allgemein menschlichen Kultur. Im Hinblick z. B. auf Mozart kann auch niemand behaupten, deutsch sei gleichbedeutend mit schwerfällig und derb. Wie rein empfindend und zartfühlend wir, trotz unverkennbarer natürlicher Derbheit sein können, das verrät auch die deutsche Lyrik, vor allem unser Volkslied, das an Empfindungswärme und Innigkeit der Dichtung anderer Völker keinesfalls nachsteht. Dabei ist auffallend, eine wie große Rolle in unserer Dichtung b e r Wald spielt. Im Walde scheint die deutsche Seele beheimatet zu fein. Vergegenwärtigt man sich das Wesen des Waldes, wie wir es empfinden (Waldeinsamkeit, Waldweben usw.), so eröffnen sich sehr aufschlußreiche Einblicke in die deutsche Gefühlswelt (Faust I. „Wald und Merkwürdigerweise hat man uns in der außenpolitischen Debatte nicht selten Unehrlichkeit unb mangelhafte Wahrheitsliebe oorgeworfen. Nichts ist abwegiger unb böswilliger als bas! Gerabe bem Deutschen mangelt es an ber Fähigkeit, eine Maske zu tragen unb ben üblichen „cant" vorzubringen. Just hierin zeigt sich ber gerabezu grobschlächtige Zug bes beutschen Wesens, bas mangelhafte Ver- ftänbnis für feinere Methoben ber Menschendehand- lung. bas nur zu oft fehlenbe Fingerspitzengefühl unb bie Neigung zu einem — in politicis ganz abwegigen — Wahrheitsfanatismus. Es mangelt uns an fein profilierten Menschen, unb wo sie auftreten, da wirb ihnen nur oft ßeifetreterei unb Schwäche vorgeworfen. Der typische Deutsche ist auf bie Dauer gar nicht fähig, seine Gefühle unb Absichten zu verbergen. Sinb wir nun eigentlich Einspänner (Individua- listen) ober Gemeinschaftsmenschen? Wir sinb bei» b e s. Das Preußentum, bas bei ber Formung bes neuzeitlichen Deutschen eine große Rolle gespielt hat, zeigt bie Tendenz, den Einzelnen dem Ganzen unterzuordnen, ihn einzugliedern und jedes eigenbrötlerische Herausprellen aus der Reihe zu unterbinden. Das ist nicht, wie man behauptet hat, gleichbedeutend mit einer subalternen Gesinnung. Obwohl letztere recht leicht aufkommen kann, gehört sie doch nicht zum Wesen des Preußentums, vielmehr beruht bas „Gehorchen unb Befehlen" auf einer Gesinnung, bie sich aus ber kolonisatorisch-ordensmäßigen unb militärischen Entstehungsgeschichte Preußens erklärt. Der geschichtliche Werbegang, in Derbinbung mit einer bei ber Kolonisation erfolgten Auslese einerseits, und einem starken Gefühl für gestaffelte Verantwortlichkeit und natürliche, rassenmäßige Ungleichheit der Menschen, — die aber alle im Dienst einer gemeinsamen Sache stehen —, andererseits, haben ben preußischen Menschen erzeugt unb großgezogen. Niemals barf verkannt werben, baß ber preußische Geist ein hervorragenb organisierenbes unb diszipli- nierenbes Ferment, eine Quelle ber Stärke unb ber Mein Gott, ich hatte ihn vergessen! Ihn, ber ! nach ben Schlachten bes Lebens, nach Winterfeld- zügen mit Schnee unb Kälte verlangte, hatte ich bem Schranke überantwortet. Mottenpulvergeweiht hing ber alte Recke untätig am Riegel. Es war eine Schanbe! Ich hätte ihn doch wieder einmal anziehen müssen, im Schneetreiben, bei strengem Frost, vorne auf der Straßenbahn, natürlich vorne, gegen den Sturm gestellt. Nun, ich würde das nächstens besorgen, nahm ich mir vor, schob den grauen Kameraden etwas zurück und schloß die Tür. „Schuft!" scholl es da plötzlich aus dem Schrank- innern. Ganz deutlich „Schuft". Ein kurzer peitschender Laut, zwischen wütend gepreßten Zähnen hervorgestoßen. Ich lauschte, aber weiter drangen keine Schmähworte aus dem Schrank. Doch es war mir, als hätte jemand gegen die Tür geschlagen. Zaghaft machte ich sie auf. Da fiel er mir entgegen, mit feinem riesigen, Wärme verheißenden Flausch fiel er aus dem Schrank, der alte Mantel. Natürlich, ber Aufhänger war gerissen. Welche Kraft gehörte dazu, wie mußte ber Alte sich angestrengt haben! Einfach ben Aufhänger abgerissen. Nun, bas war deutlich. Man hätte ein Tor fein müssen, wollte man die Wünsche des würdigen alten Herrn noch länger mißverstehen. Es verlangte ihn nach draußen, zur Trompete da unten; er wollte nicht dann und wann spazieren geführt werden, in einen sinnvollen Dienst wollte er, hinaus in Wind und Wetter. Einen so bestimmt geäußerten Willen konnte ich mich nicht widersetzen. Es gab kein Zurück mehr, noch dazu ohne Aufhänger; es gab nur ein Vorwärts zur Trompete. Sweater und Mantel, Freunde geworden in der unverdienten Schrank-Etappe, traten gemeinsam den Marsch an zum Kampf gegen die Kälte. Ein kurzer männlicher Abschied — bann trennten sich unsere Wege. * Was aus bem Sweater geworben ist, kann ich nicht sagen. Obwohl er mir sozusagen immer näher am Herzen gelegen, weiß ich von seinem Schicksal nichts. Den Mantel hingegen, habe ich roiederge- sehen. Ein Vierteljahr etwa, nachbem ich ihn aus meinem Dienst entlassen hatte, sah ich ihn langsam bie Straße entlang kommen. Zuerst fiel mir natürlich ber Krimmerkragen ins Auge, ber auf eine so persönliche Art einige Haare gelassen, baß er einem menschlichen bärtigen Gesicht, nicht unähnlich schien. Als ich bes weiteren der Schulterversteifung gewahr wurde, dieser bewußten Mantille ober Pelerine, da war es mir ganz klar: er unb kein anderer. Schon war ich im Begriff, ihm vor Wiedersehens- fxeube träftifl auf dis Schulter zu klopfen, als ich Wie sind wir? Versuch einer Selbstdarstellung. Von Or. Roderich von Llngern-Sternberg. Vielgestaltigkeit ist der Grundzug, der an Widersprüchen reichen deutschen Wesensart. Das muß jedem Beobachter schon bei einer flüchtigen Bekanntschaft mit bem beutschen Kulturkreis auffallen. Sicherlich ist bas bunte Mosaik von Anlagen unb Eigenschaften ein Ergebnis ber zahlreichen im deutschen Volk vertretenen Rassen, der Verschiedenheit der Umwelt (Landschaft, Klima) und bes geschichtlichen Werbegangs ber einzelnen deutschen Stämme. Diese Vielgestaltigkeit unb scheinbare Gegensätzlichkeit hat bas Ausland immer roieber vor ein Rätsel gestellt unb ihm bas Ver- ftänbnis beutschen Wesens unendlich erschwert. Hinzu kommt noch, daß das Gesicht des deutschen Menschen im Laufe des geschichtlichen Werdegangs sich anscheinend von Grund auf geändert hat: die Ansicht beispielsweise, bie man sich im Laufe der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts vom Deutschen der Zeit „der Dichter unb Denker" gebilbet hatte, stimmte gar nicht überein mit bem Einbruch ben ber neuzeitliche Deutsche, ber Vertreter ber Wilhelminischen Aera, auf den ausländischen Beobachter gemacht hat. Jedes Verständnis für bas Wesen eines Menschen ober eines Volkes muß von seiner äußeren Erscheinung, seiner Physiognomie ausgehen. Das typische Gesicht bes deutschen Menschen zeigt, im Vergleich zu ben Gesichtern anberer Völker, auch der 'uns nahverwanbten skanbinaoischen unb angelsächsischen Stämme, einen hohen Grab geistiger Konzentration unb Anspannung, eine ernste, herbe, in sich gekehrte, grüblerische unb zugleich tatbereite geistig-seelische Grundhaltung. Für bas Komische unb Scherzhafte fehlt meist jede nachhaltige Empfänglichkeit. Diese geistig-seelische Haltung ist zugleich unsere Stärke und unsere Schwäche, roie, denn überhaupt jede Art ihre entsprechenbe „Unart" hat, unb jebe grunblegenbe Eigenschaft — notwendigerweise — positive unb negative Auswirkungen zei- roieber im Dienst. Aus dem Aermel ragte ein Signalstab in bie Luft unb bebeutete, daß ber Kohlenzug um bie nächste Ecke biegen wollte. Um biefe Ecke sah ich den alten Mantel entschwinden. Auf- Ein Fest, das schon bei feinem Herannahen alle Kinderherzen höher schlagen läßt, unb seine wundersamen Bilder in ihre Träume senkt, sollte es nicht auch ins Herz der Dichter bringen unb sie zur Verherrlichung seiner Wunber bewegen? Wenn biete Frage nicht burch eine Fülle von Weih - nachtsbichtungen beantwortet wirb, sonbern in ber Dichtung nur verstreut verhältnismäßig selten bas Weihnachtsmotiv angeschlagen ist, so ist ber Grunb wohl barin zu suchen, bah an biesem Fest bie Gedanken der Großen in die Kindheit zurückschweifen unb sie selbstvergessen bort verweilen. ..... Um so kostbarer aber sind die verhältnismäßig wenigen Weihnachtsgeschichten, in denen uns die Dichter in diese innerste Kammer ihres Herzens einlassen. Zunächst blühte die Weihnachtspoesie in ben schönen Mysterien unb Volksspielen unb ben alten Weihnachtsliebern, von benen viele auch noch bis in unsere Tage lebenbig geblieben sind. Dann hören wir in dem Roman des Jörg Wickram vom Weihnachtsfest; in dem ,,K n a b e n s p i e g e l", ben „guten unb bösen Nachbarn", im Gedicht vom „irreitenben Pilger" sitzen Eltern unb Kinber in der Christnacht beieinander, um in ber Bibel zu lesen unb alte Weihnachtslieder zu singen. Und Hans Sachs findet in seinen . Weihnachtsspielen Klänge inniger Beschaulichkeit und Herzensheiterkeit. Aber noch steht das Weihnachtsfest, wir werden es heute feiern, nicht im Mittelpunkt der Dichtungen. In der Folgezeit sind die Weihnachtsdichtungen noch seltener, unb aus ber Klassik liegen nur einige Zeugnisse bichterischer Christnachtbotschaften vor. Man wirb verwunbert fragen, ob benn Goethe und Sch>iller, Matthias Claudius und Voß nicht auch Weihnachten gefeiert haben. Aus ihren Tagebuchaufzeicynungen unb aus ben Berichten ihrer Freunbe wissen wir wohl, baß sie bem Fest nicht gleichgültig gegenüberftanben, aber wie schwach ist Der Schein, ber bavon in ihre Dichtung fällt! Was bebeutet es, baß ber Weihnachtsbaum im „W erther" erwähnt unb in einem Alters- gedicht Goethes spielerisch besungen wirb, unb baß bas Fest hin unb roieber zart burch die „Volksmärchen" des M u \ ä u s und die Betrachtungen des Wandsbecker Boten von Matthias Claudius huscht. Ganz anders aber ist die Weihnachtskunde aus dem Leben und Dichten des „siebenten Klasfi- lers". Jean Paul dürfte man mit Fug und Recht den ersten deutschen „Dichter der Weihnacht" nennen. Es war fein Hauptfest, in das er stets „den Heiligenschein des bescherenden Christkindchens warf", wie seine Tochter erzählt. Schon Tage vorher brachte er wohl Stücke Marzipan mit nach Hause unb sagte: „Heut, ihr Kinber, ging ich in ben Garten hinaus, unb roie ich ben Himmel ansehe, kommt eine rosenrote Wolke gezogen, unb ba sitzt bas Christkinbchen barauf unb sagt mir, weil ihr heut so gut gewesen feib, so wolle es auch euch etwas schicken. Ober wenn bie Kleinen in ber finstern Stube auf einem Kanapee hockten, rief er plötzlich: „Habt ihr nichts gehört? Das Christkinbchen war's!" unb langte aus bem Fenster Süßigkeiten herein. Unter feinem großen Mantel schleppte er heimlich bie schönsten Sachen herbei, unb am heiligen Abenb freute er sich wie ein Kinb auf bie Bescherung unb konnte sie Stereoskopische Filme von den Olympiakämpfen. Eine wichtige Neuerung, bie gemeinsam mit bet Physikalisch-Technischen Reichsanstalt zustandege» bracht wurde, wird bei den im nächsten Jahre stattfindenden Olympiakämpfen jeder Art von Fehlentscheidungen am Ziel wirksam begegnen. Es handelt sich um eine Schmalfilmaufnahmeapparatur, mit der die Herstellung von stereoskopischen Zeitlupenaufnahmen möglich ist. Der stereoskopische Film gibt von ber jeweiligen Situation ein so zweifelfreies Bild, baß Mißverständnisse und Mißgriffe ohne weiteres ausgeschaltet werden. recht und stolz fuhr der sturmerprobte Geselle den Schlachtfeldern der Arbeit entgegen. Grau und unverwüstlich, trotzend den Moden und der Vergänglichkeit war er wieder eingereiht in die Front Werktags. Ich war noch nie so stolz auf ihn wesen roie in diesem Augenblick. ; ■ jOiii nachtsphantasie im „Poggfred" und Roseggers Mussolini sammelt für den Goldschatz sicht die Zusammenarbeit der Schaffung des Wirt- Bücher unter dem Weihnachtsbaum Schülern und in Burgas mit 11 Lehrern und 225 Schülern entsprechen in ihrem Aufbau einer g e - hobenen deutschen Volksschule. Ueberraschung rauskommen kann. Ernster, getragener, feierlicher ist Storm, dieser Meister im Feiern der Weihnacht, der auch in seinen Briefen so viel von der Herrlichkeit des Festes gesprochen hat. Die schönste dichterische Darstellung gab er in seiner Novelle „Unterm Tannenbau m", in der die Wehmut des aus der Heimat „Verbannten" ergreifend mitschwingt. Dor der anschaulichen Lebendigkeit und überwältigenden Empfindung dieser drei Meister verblaßt fast alles, was spätere Dichter an weihnachtlicher Poesie geschaffen haben. Doch möchten wir Liliencrons großzügige Weih- HZ. im WHW. Morgen letzter Kampftag! Sonntagi st der Tag des Pfennigs! Wenn die Groschen bereits in die Sammelbüchsen gewandert sind, dann laßt auch den letzten roten Pfennig hinterher wandern. Viele Wenig machen ein Viel. Die Tat der Zugend soll hell im Lichte der Weihnachtsbäume strahlen und in Millionen froher Augen sich widerspiegeln! Nachdem der Nationalsozialismus die Ordnung । des politischen Lebens sichergestellt hatte, konnte er daran gehen, die Wirtschaft nach einheitlichen Gesichtspunkten aufzubauen und an Stelle einer Unzahl von Verbänden und Organisationen eine Organ i f a t i o n der gewerblichen Wirt- chaft zu setzen, in der jeder den Befehl des Führers willig befolgt, weil er die Notwendigkeit des disziplinierten Zusammenwirkens aller Kräfte im Dienst an der Volkswirtschaft einsieht. Gerade das verständnisvolle, freiwillige Einfügen befähigt die deutsche Wirtschaft heute zu großen Leistungen, die ihr die Achtung und das Vertrauen des Jn- und Auslandes abnötigt. Selbstverständlich konnte die Wirtschaftsorganisa- Hon nicht nach theoretischen Prinzipien aufgebaut werden, die irgendwo am grünen Tisch erdacht wurden, sondern mußte sich der Praxis anpassen, weil sie in erster Linie der wirklichen Wirtschaft, dem einzelnen Betrieb, dienen sollte. So darf die Wirtschaftsorganisation nicht von oben nach unten, sondern muß vom Betrieb her gesehen werden. Grundlage ist und bleibt der einzelne Wirtschaftsbetrieb, der wiederum mit anderen Wirtschaftsbetrieben gleicher fachlicher Art zusammengefaßt wurde. Organisch baut sich so der fachliche Sektor auf, der sich in die Reichsgruppen Industrie, Handwerk, Handel, Banken, Versicherungen und Energiewirtschaft gliedert, die ihrerseits wieder in Hauptgruppen (Industrie), Wirtschaftsgruppen, Fach- und Fachuntergruppen zerfallen. Während es nicht unerhebliche Schwierigkeiten beim Aufbau des fachlichen Sektors zu überwinden galt, da vielfach Wirtschaftsverbände mit langer Tradition aufgelöst werden mußten, war der Aufbau der bezirklichen Gliederung insofern gegeben, weil hier d i e Jndustrie- und Handelskammern bestanden, die infolge ihrer Zusammenfassung des landschaftlichen Wirtschaftslebens ein natürliches Rückgrat bildeten., So war es gegeben, daß die Jndustrie- und Handelskammern in enger Verbindung mit den Geschäftsführungen der bezirklichen Wirtschaftskammern verkoppelt wurden, welche die gemeinsame Vertretung der bezirklichen Organisationen der gewerblichen Wirtschaft, der Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern des Bezirks darstellen. Fachlicher und regionaler Ausbau der Wirtschaft sind zusammengesaßt in der R e i ch s w irisch a f t s k a m m e r , die als Spitzenvertretung der gesamten deutschen gewerblichen Wirtschaft alle Mit- ie »fett. nfam m|f.^ lUffanM*. n J-hr- ton 8$® >n. 6» m-°pp°kK !Äk»> Oer Aufbau der deutschen Wirtschaft. Bon Dipl. rer. pol. Klaus $rt)r. v. Verschuer, preffereferenten der Michswirtschastskammer. . “Ulf) ,dw< ■’5 hte. Suliuf, äderte, > es y kurze «fc Folien *ton lebt 'Qu|n, e n , bcs bot er "Jubel- nach^ Raumes Zwingt ©oft ^be- e k Ar ''nes, 'm.. eier. Gir rfriedriq 3u meniq J Weihe Romantik feschem inöetfs in n bid)teri« ruchtungen -die herr- ereiniWg leutet. Mantischer ter unb ann bas fieberhafte Verzückung dann aus phantasti- ebendigkeit Stimmung achtsbesche- eniale Auf« der Träume i Märchen« )er gleichen ! Kammer- bemächtig! hnachts- rer vorzijg- en Schilds- Das hier ' Sohn in nb zu dec ift ein ob- Beihnndits' in [ich r?ir im M'V' nb vw - VR XXVx\) l en einack! Jun« , B triff „ Sr ”0®iiart>* jng Ifl D°J1 Sod-' * ier M fehlte, die in den drei vergangenen Jahren einen unterirdischen Kampf gegen alles geführt haben, was sich zum neuen Deutschland bekannte und mit ihm in Verbindung steht. Im Gegenteil, der heute so überaus stark betonte Grundsatz der deutschen Erziehung, daß nämlich alle Bildungsarbeit zur Volksgemeinschaft und zur Nation hinzuführen habe, hat die vollste Billigung und Anerkennung auch der bulgarischen Oeffentlichkeit gefunden. Als bester Beweis hierfür kann gelten, daß sich die Schülerzahl auch in den letzten Jahren in gleich schnellem Tempo weiter vermehrt hat. Auch außerhalb des Rahmens des eigentlichen Schulbetriebes leisten die deutschen Lehrkräfte aller genannten fünf Schulen in unermüdlicher Nebenarbeit sehr viel Wertvolles. Hier sind in erster Linie die deutschen Sprachkurse zu erwähnen, die für schulentwachsene Bulgaren aller Lebensalter und Berufskreise abgehalten werden und eine fast unerwartete Fortentwicklung genommen haben. Im vergangenen Schuljahre besuchten mehr als 1500 Hörer diese Kurse. Zu erwähnen ist auch, daß Lehrkräfte der deutschen Schule in Sofia an der Landesuniver s i tät und der Kriegsakademie als Lektoren der deutschenSprache tätig sind. Besonderen Rufes erfreuen sich die Fortbildungskurse für bulgarische Lehrer der deutschen Sprache an den staatlichen höheren Lehranstalten, die alljährlich von der deutschen Schule in Sofia in Verbindung mit Vertretern der Germanistik an der Universität während der Sommerferien abgehalten werden. Die Kurse stehen unter dem Protektorat des Königlich Bulgarischen Unterrichtsministeriums. Der letzte Fortbildungskursus dieser Art im Juli 1935 wurde von 100 bulgarischen Lehrern und Lehrerinnen der deutschen Sprache besucht. In enger Zusammenarbeit mit den deutschen Schulen stehen die bulgarisch-deutschen Kultur- vereine an den Schulorten. In diesen Vereinen sind außer den ortsansässigen Deutschen vornehmlich solche Bulgaren vertreten, die in Deutschland studiert haben und zu unserer Heimat enge wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen pflegen. Auch außerhalb der genannten Schulorte bestehen solche Vereine, deren Gesamtzahl heute 22 beträgt. faltigsten Aufgaben. Aber die Organisation der Wirtschaft ift nichts, wenn sie nur für sich bestände ohne Verbindung zu der Organisation aller schaffenden Deutschen. Während die Wirtschaftsorganisation die wirtschaftliche Betreuung der Unternehmer besorgt, hat die Arbeitsfront die Aufgabe, die persönliche sozialpolitische Betreuung der Arbeiter und Unternehmer vorzunehmen. Es ist wohl eine der größten Leistungen des nationalsozialistischen Staates, Arbeiter und Unternehmer zusammengefaßt und die klassenkämpferischen Gewerkschaften zerschlagen zu haben. Durch die Leipziger Vereinbarung, welche die korporative Einfügung der gewerblichen Wirtschaft in die Arbeitsfront bestimmt, ist in organisatorischer Hinsicht die Zusammenarbeit sichergestellt, die sowohl in der Schaffung des Wirtschaftsamtes wie insbesondere in dem Reichsarbeitsund Wirtschaftsrat ihren Ausdruck findet. Aber höher als die organisatorische Zusammenarbeit ist das gegenseitige menschliche Verstehen zu werten, das sich immer stärker herausbilden muß, und das heute, wo ungeheure Anforderungen an die Leistungskraft aller in der Wirtschaft Tätigen gestellt werden, unbedingt notwendig ist. glieder vereinigt. Der Beirat der Reichswirt- schastskammer, der sich entsprechend der Mitgliedschaft aus Leitern der Reichsaruppen und Hauptgruppen der gewerblichen Wirtschaft, den Vertretern des Derkehrsgewerbes, den Leitern der Wirtschaftskammern und dem Leiter der Arbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern in der Reichswirtschaftskammer sowie einem Vertreter der Gemeinden und des Reichsnährstandes zusammensetzt, bildet einen wirklichen Führerrat der wirtschaftlichen Selbstverwaltung, der in der Lage ist, dem Reichswirtschaftslninister die Erfahrungen und Wünsche der praktischen Wirtschaft zu übermitteln. Gerade in dieser Einheitlichkeit und Totalität liegt der Hauptwert dieser neu aufgebauten Wirtschaft, die zugleich die Wirksamkeit einer Maßnahme big herunter zum kleinsten Betrieb verbürgt. Die Reichswirtschaftskammer und mit ihr die gesamte Organisation der gewerblichen Wirtschaft hat gerade in heutiger Zeit eine Unmenge praktischer Aufgaben zu erfüllen, die ihr vom Reichswirtfchaftsminister gestellt werden. Ob es der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit, die Mithilfe an der Ueberroinbung der durch die Devisenknappheit geschaffenen Schwierigkeiten, die Rohstoffbeschaffung oder die Ausfuhrförderung sind, auf allen Gebieten des wirtschaftlichen Lebens ergeben sich die wonnig- stück, auf dem sie ein allen Anforderungen eines modernen Schulbetriebes entsprechendes Gebäude errichtete, das heute zu den beachtenswertesten Bauten der bulgarischen Metropole gezählt wird. Sonnig und lichtdurchflutet, mit Schwimmbad und modernen Turnanlagen ausgestattet, ermöglicht es die Durchführung eines in jeder Hinsicht vorbildlichen Unterrichtsbetriebes, der das ungeteilte Lob nicht nur aller maßgebenden deutschen, sondern auch der bulgarischen Schulbehörden findet. Der Lehrkörper umfaßt gegenwärtig 41 Kräfte, davon 28 deutsche und 13 bulgarische. Der Lehrplan der Schule entspricht den Bestimmungen einer deutschen Grundschule und eines Reform-Realgymnasiums einerseits, sowie den amtlichen bulgarischen Unterrichtsplänen andererseits. Mit Kindergarten, Grundschule und Gymnasium umfaßt die Anstalt einen vollständigen Bildungsgang bis zur Hochschulreife. Seit dem fertigen Aufbau der Gymnasialklasfen wurden drei Reifeprüfungen unter dem gleichzeitigen Vorsitz eines bulgarischen Ministerialdirektors und eines deutschen 'Reichskommissars abgehalten. Sämtliche 112 Reifeprüflinge bestanden die Prüfung, davon 19 mit „Auszeichnung" und weitere 50 mit „Gut". Die Schule hat insofern eine doppelt schwere Aufgabe zu bewältigen, als die Schüler für den Besuch sowohl bulgarischer als auch deutscher' Hochschulen vorbereitet werden müssen. Daraus erwächst ihr also die Pflicht, den Schülern die Sprache und das Kulturgut beider Nationen zu vermitteln. Darüber hinaus ist es das letzte Ziel der Schule, die ihr aiwertrauten Kinder zu wertvollen Mitgliedern ihrer Nationen zu machen und zur Vertiefung der Freundschaft zwischen den beiden durch Krieg und Schicksalsgemeinschaft verbundenen Völkern beantragen. Diesen verantwortungsvollen Aufgabenkreis, der nicht nur restlose Hingabe des Lehrkörpers, sondern auch größten Takt in der Erziehungsarbeit verlangt, hat sich die deutsche Schule in Sofia unter ihrem ebenso unermüdlichen wie tatkräftigen Leiter, Oberstudiendirektor Dr. Lan - gerfeld, vollkommen gewachsen gezeigt. Dasselbe kann im gleichen Ausmaße auch von den vier übrigen deutschen Lehranstalten in den Provinzstädten Rustschuk, Philippopel, Warna und Burgas gesagt werden. Auch diese Anstalten konnten ihre Schülerzahl seit ihrem Bestehen fast durchweg ständig erhöhen. Die bedeutendste unter ihnen ist das Handelsgymnasium in Rustschuk unter Leitung des Direktors Dr. Vier- genz mit 25 Lehrern und 331 Schülern. Die übrigen Anstalten in Philippopel mit 14 Lehrern und 283 Schülern, in Warna mit 15 Lehrern und 224 Wenn es auch in Bulgarien nie an Stimmen gefehlt hat, die gewissen Strömungen gegen die „fremden Schulen" das Wort redeten, so konnte doch dem deutschen Schulwesen noch niemals der Vorwurf gemacht werden, es entfremde die Schüler ihrer Heimat und ihren Sitten. Unter strenger Berücksichtigung der nationalen Forderungen in der Erziehung wird das besondere bulgarische Bildungsgut, werden bulgarische Sprache, Geographie und Geschichte den Schülern ausschließlich durch bulgarische Lehrer vermittelt. Und so haben sich auch die bulgarischen Eltern bisher in ihrem Vertrauen zur deutschen Schule niemals irremachen lassen, obmohl es nicht an — den Bulgaren und Deutschen vvlkssremden — Elementen DeuWe Erzähler. — Fritz Reck-Malleczewen: Ein Mannsbild namens Prack. Roman, 231 Seiten. Schützen-Verlag GmbH., Berlin SW 19 — (535) — Dies ist ein Bericht vom Schicksal des deutschen Rittmeisters von Prack. Auf abenteuerlichen Wegen aus dem Weltkrieg heimgekehrt, nimmt er an den Kämpfen im Baltikum teil. Nun geschieht etwas Merkwürdiges: während Prack auf deutscher Seite kämpft, befehligt auf Seiten der Roten ein anderer Prack, ehemals russischer Gardeoffizier, entfernter Verwandter des Deutschen und diesem sehr ähnlich. Unter den Geiseln der Roten findet der deutschen Prack das Mädchen Maria, das er in München kennengelernt hatte, und das in die Heimat geeilt war, um ihren Vater vor dem roten Terror zu retten. — Der Roman ist von der Bavaria unter dem Titel „Henker, Frauen und Soldaten" mit Albers in der Hauptrolle verfilmt worden. — Josef Magnus Wehner: Geschichten aus der Rhön. „Schriften an die Nation". Band 71. Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i. £)./ Berlin. Gebunoen 1,20 RM. — (573) — Der Dichter erzählt Begebenheiten aus feiner Heimat, der Rhön, jenem seltsamen deutschen Mittelgebirge, das den Besucher nicht mehr losläßt, wenn er den Weg zu ihm gefunden. Von den Menschen und ihren Gebräuchen, von ihrem Frohsinn und ihrem Weh, von ihren schweren Mühen und ihren heiteren Festen berichten seine Erzählungen in gepflegtester Sprache und in jener eindringlichen Einfachheit der Darstellung, die dem Wesen der Landschaft entspricht. So wird dies Büchlein zu einem Lobgesang deutscher Art. — Max Iungnickel: E i n kleiner Junge lacht ins Leben. Mit Zeichnungen von Siegfried Kortemeier. Gebunden 1,10 Mark. Verlag C. Bertelsmann, Gütersloh. — (539) — Max Jungnickel schmeichelt dem häßlichsten Alltag noch ein Sonnenstrählchen ab und möchte damit in beschaulicher Güte ruhelose Herzen beschenken. Da ist nun diese Geschichte vom kleinen Jhnke, genannt Weiße Biene. Wie ein reifer Mensch ein traum- seliges Bilderbuch feiner Kinderjahre, so durchblättert hier unser Dichter behutsam Seite um Seite eines sonnenfrohen achtjährigen Lebens. IRufit — Richard Benz: Bachs Geistiges Reich. C. H. Beck, München 1935. — (380) — Die Rede, die Richard Benz zum 22. Bachfest der Neuen Bach-Gesellschaft zu Leipzig gehalten hat, wird hier der breiten Oeffentlichkeit zugänglich gemacht. Es mag wohl eine Reihe von Persönlichkeiten geben, die Bachs Schaffensproblem von der wissenschaftlichen Seite her mit Tiefgründigkeit zu erklären vermögen; hier aber werden von Benz dichterische, ja seherische Worte gesprochen, die in die tiefe geistige Symbolik des Bachschen geistigen Reiches hineinblicken lassen. — „So steht er vor uns in feiner letzten reinsten Vollendung: der gewaltigste Tragiker der Christenheit, und doch zugleich der Denker: Ur- denker einer noch künftigen Welt — nordischer Aeschylos und Platon in einer Gestalt." Dr. H. — Hans Zur 1 inden: Wolfgang Graefe r. 98 Seiten. Kartoniert 2,50 Mark. C. H. Beck, München, 1935. — (381) — Ein vertrauter Freund des Wiedererweckers von Bachs „Kunst der Fuge" । widmet hier dem Schicksal eines Frühoollendeten . herzliche Worte. „Dies Büchlein wurde nicht zuletzt i darum geschrieben, um die Mutlosen, Zweifelnden, । Schwankenden auf Wolfgang Graeser hinzuweifen. = Gerade den Jungen und Jüngsten unter ihnen mag - er ein Beispiel für Unternehmungslust und Schas- = fensfreube fein." „Aber Graesers Leben und Sterben soll den angegehenden Genies nicht nur als ein Vorbild, sondern auch als ein« Warnung gelten." — Der Verfasser zeigt, wie der Siebzehnjährige die innere Symmetrie des Bachschen Gipfelwerkes aufdeckt und läßt hier zum erstenmal erfahren, daß die Instrumentation dieses Werkes, die bis dahin immer Wolfgang Graeser allein zugeschrieben wurde, unter der Hilfe von Thomaskanior Prof Dr. Straube ausgeführt und von Generalmusikdirektor Weisbach mit Graeser zusammen durchgeprüft wurde. — Daß der rastlos Forschende sich immer neuen Gebieten zuwandt, beweist sein Buch über den „Körpersinn". Als dann aber plötzlich seine Kräfte kein neues Ziel vor sich sahen, bricht er frühzeitig zusammen und gibt seinem Leben ein Ende. Dr. H. Literatur uud Theater — Hermann Pörzgen: Theater als Waffengattung. Das deutsche Fronttheater im Weltkrieg 1914 bis 1920. 96 Textseiten und drei Bilder. Kartoniert 1,80 Mark. Societäts-Verlag Frankfurt a. M. — (529) — In dieser Schrift wird der großangelegte Versuch der deutschen Heeresleitung während des Weltkrieges geschildert, die Bühne als strategischen Faktor heranzuziehen. Hermann Pörzgen, dessen Arbeit über das Theater der Kriegsgefangenen bereits große Beachtung fand, hat das vielfältige, oft schwer erreichbare Material zufammengetragen und gibt in anregender Form ein übersichtliches Bild sowohl der Entwicklung des deutschen Fronttheaters, der Bedingungen, unter denen es künstlerisch arbeitete, wie auch seiner Ziele und Erfolge. So ist eine fesselnde Darstellung entstanden, ein Stück deutscher Theatergeschichte, ein Ausschnitt aus der gewaltigen organisatorischen Leistung des Weltkrieges, der den ganzen Reiz eigenartiger und einmaliger Problemstellung hat. Ein interessanter Beitrag zur deutschen Kriegsgeschichte. — Deutsche Dichtung der Gegenwart. Von Christian I e n s s e n. Mit 8 Dichterbildnissen. 127 Seiten. Geb 3,80 Mark. Verlag von B. G. Teubner in Leipzig und Berlin, 1936. — (534) — Jenssens Buch erfaßt alle wesentlichen literarischen Strömungen und Erscheinungen des ersten Drittels unseres Jahrhunderts und deutet sie im Geiste der deutschen Erneuerungsbewegung überzeugend und sicher. Nach zeitlichen und ftam- mesräumlichen Gesichtspunkten Übersichtlich gegliedert, beginnt sein Buch mit einem Rückblick auf die zersetzende Literatur des Ueberrealismus. Das Kapitel „Die Vorboten der Erneuerung" gibt eine Ueberschau über die geistesgeschichtlichen Grund- lagen der neuen Erhebung der Dichtung von Lagarde bis Chamberlain und schließt ab mit dem frühen Aufbauwerk der Kreise um Stefan George und Otto zur Linde. Die beiden Hauptteile des Werks sind der neuen Dichtung des deutschen Volkstums gewidmet: Der eine umfaßt „Die Meister der volkhaften Dichtung", d. h. die Dichter der älteren Generation unter den noch lebenden (Stehr, Ernst, Kolbenheyer, Strauß, Grimm, Schäfer, Ca- roffa u. a.); der andere Teil behandelt „Die Dichter der Kriegsgeneration" (einschließlich der bemerkenswertesten unter den Jüngeren) und teilt sie nach den einzelnen Stammesräumen ein Ein Abschnitt „Weltkriegsdichtung" leitet dies Kapitel ein, das seine Wanderung durch die deutschen (Stammes- räume beendet mit einem umfassenden Ausblick auf die „Dichter des Auslandsdeutschtums". — Werner ©ombart: Der proletarische Sozialismus („Marxismus"). Darstellung und Kritik, durchgeseyene und durch Zusätze erweiterter Abdruck aus dem Buche „Deutscher Sozialismus". Verlag Buchholz & Weißwange, Berlin-Charlottenburg. Preis 0,90 RM. — (507). (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Sofia, Dezember 1935. Unter allen deutschen Schulanstalten im Auslande steht heute die deutsche Schule in Sofia mit über tausend Schülern weitaus an er st er Stelle. Vor sechs Jahren bereits konnte sie die Anstalten in Konstantinopel und Mexiko überflügeln. Die Bukarester Lehranstalt, die ungefähr die gleiche Schüleranzahl wie die Sofioter l)aL, kann in den Vergleich nicht einbe- zogen werden, da sie eigentlich eine Minderheitenschule ift. Gegenwärtig unterrichtet die deutsche Schule in Sofia in 21 Klassen insgesamt 1059 Schüler, Knaben und Mädchen, von denen 103 Volksdeutsche (Reichsdeutsche, Oesterreicher, Deutschschweizer) und 836 Bulgaren sind. Der Rest setzt sich aus Rumänen, Griechen, Ungarn u. a. zusammen. Der von Jahr zu Jahr sich steigernde Besuch zwang die Schulverwaltung zur Durchführung eines großzügigen Bauplanes, da schließlich die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten und Anlagen trotz ständiger Erweiterung durch Hinzumieten neuer Häuser nicht mehr ausreichten. Bereits 1930 wurde die „Pestalozzi A.-G." gegründet, die die Finanzierung des Neubaues durchführte. Die Gesellschaft erwarb in einer günstig gelegenen Gegend Der Stadt ein 4000 Quadratmeter großes Grund- Bei der feierlichen Einweihung der neugegründeten Stadt P o n t i n i a, die im Gebiet der früheren Pontinischen Sümpfe in der Nähe Roms entstanden ist, sammelte der Duce selbst mit einem Stahlhelm für den Goldschatz des Staates. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Deutsche Schuten in Bulgarien. Von unserem L.-Äerichterstaiier. und innen! j .Dichter b« | bei ist bc: Jugenbtnq?!!, ü 1 KampsK | ewesen. M n sein Gpo: wo es Mi hzieht. Adel« er Weih- z in seinem ! fche Weih' el ragte ein )aß her Kö lle. Um bie e vinden. Aus' > Geselle den irau unb W' Der Bergung' ie Front de; auf ihn ge- nachtserzählungen. Das leuchtende Dreigestirn der Weihnachtsdichtung aber sind Raabe, Reu te r und Storm. Bedeutungsvoll und tiefsinnig laßt Raabe schon in seinem Erstling, der „Chronik der Sperlingsgasse", diesem „Programm" seines ganzen Schaffens, die Weihnachtsmusik anklingen, die m seinem Lebenswerk zu einer mächtigen Sinfonie anschwoll. Es sei nur an seine nachdenkliche Traumgeschichte „W eihnachtsgeiste r" erinnert, in der sich der Honigkuchenkerl, der Apfel und tue Tänzerin am Weihnachtsbaum allerlei erzählen. Fritz Reuter dagegen führt uns in der „S t r o m - t i d" ins „Pasterhus", wo so komische Geschenke im ,,-rv------...... lustigen Julklapp" hereinfliegen, und erzählt in anmutig schlichte Christusgeschichten nicht missen, der Geschichte vom „Kutschbuck", was bei einer | C.W. ** Bullrich-Salz Maaenbeschwerden vor beugen!° Mlenber. — Badischer Kalender 1 936. Herausgeber: Landesverkehrsverband Baden, Karlsruhe. Verlwag: Centraleisenbahnbuchhandlung C. Schmitt, Heidelberg. Preis 2,25 Mark. — (472) — Herausgeber und Verleger haben besondere Sorgfalt auf die Ausstattung des Kalenders und auf die Auswahl der Bildmotive verwendet. Das farbige Titelblatt leitet eine Sammlung aus dem Reizvollsten ein, das die Lichtbildkunst über Schwarzwald und Oberrhein, über Neckar, Odenwald und Bodensee zu berichten hat: Bilder aus der vielgestaltigen Landschaft, Darstellungen aus dem Volksleben mit den schönen Festtags- und Arbeitstrachten seiner Männer und Frauen, Aufnahmen malerischer alter Häuser und (Baffen, Schlösser und Burgen, dazwischen Erlebnisse aus der Wander- und Ferienzeit und Bilder von Spiel und Sport. — Dienst am Deutschtum. 1936. Jahrweiser für das deutsche Haus. Mit 55 prächtigen Bildblättern. Preis 1 RM. I. F. Lehmanns Verlag, München. — (544) — Zum 5. Male erscheint dieser inhaltsvolle Jahrweiser, der wieder im Zeichen von Rasse — Heimat — Führertum — Germanischem Volkstum — Deutscher Kunst — Wehrhaftigkeit steht. Die Reichsstelle zur Förderung des deutschen Schrifttums urteilte über den letzten Jahrgang u. a. folgendermaßen: Dieser Kalender ist mehr, als nur ein mechanisches Hilfsmittel zur loser Wiedergabe, das geeignet ist, den Beschauer zu erinnern an Die alte Kultur unseres Volkes, an seine ruhmreiche Geschichte, an die Schönheit der Heimat, an die Männer, die vor Zeiten oder heute für unseres Volkes Schicksal bestimmend waren. Daneben aber werden wir auch immer wieder erinnert an die Wunden, die übermächtige Feinde unserem Volke gerissen haben, an die Gefahren, die unserem Volke aus sich heraus drohen. — Heimatfreund-Kalender 1 936. Herausgegeben von Heinrich E i d m a n n und Fritz U l l i u s. Preis 10 Pfg. 48 Seiten. Verlag: Landschaftsbund, Volkstum und Heimat, Rheinfranken- Nasfau-Heffen, zu Darmstadt. — (485) — Der Heimatfreund-Kalender 1936 wird wie im vergangenen Jahr seine Fahrt durch die Landschaft Rheinfran- ken-Rassau-Hessen machen, bei groß und klein froh ausgenommen. Die künstlerische und inhaltliche Ausstattung hat den vorjährigen noch übertroffen. Das wirklich schöne und wertvolle, für den heimatkundlichen Unterricht unentbehrliche Schriftchen gehört in die Hand eines jeden Kindes. Bild und Wort des Führers, sowie ein Geleitspruch des Landschaftsführers Ringshausen eröffnen den Kalender. Das Kalendarium selbst ist mit schönen heimatlichen Bildern geschmückt. Dann folgen in bunter Reihe Geschichten, Gedichte, belehrende Aufsätzchen, Sprüche, Lieder und Rätsel: der Text ist vielfach freundlich und jugendtümlich mit eingestreuten Zeichnungen geschmückt. leichten Feststellung des jeweiligen Wochendatums. I Jede Seite bringt ein ausgewähltes Bild in tadel-1 Aus aller Wett. Deihnachlswelter in Berlin. Freitag früh setzte in Berlin lebhafter Schneefall ein, der auch am Mittag noch anhielt. Um 11.30 Uhr waren bereits zehn Zentimeter Schnee gefallen. In den Außenbezirken hat sich die Schneedecke dadurch erheblich erhöht. Leichter Frost verhindert auch im Inneren der Stadt ein sofortiges Tauen, so daß zum ersten Mal in diesem Winter das ganze Berliner Stadtgebiet ein einheitliches weißes Kleid trägt. Die Straßenreinigung setzte außer ihren 3400 Stammarbeitern noch 1260 Hilfskräfte zur Beseitigung der Schneemassen ein. Gleichzeitig wurden sämtliche Schneepflüge eingesetzt. Lawinenopfer in der Schweiz. Durch eine bei Sizikon tm Gebiet des Vierwaldstätter Sees niedergeganaene Lawine wurden ein 65jähriger Mann und deßen 34jähriger Sohn ver - s ch ü t t e t. Die L e i ch e des Vaters konnte geborgen werden. Der Sohn wird noch vermißt. Durch eine andere Lawine, die von dem gleichen Bergrücken niederging, wurden zwei Holzfäller schwer verletzt. Dreister Raubüberfall in Paris. Ein dreister Raubüberfall wurde in Paris auf einen Lieferwagen verübt, in dem der Kassierer einer Firma und die Hauptbuchhalterin Platz genommen hatten, um die Löhnung für die Angestellten auf die einzelnen Filialen des Geschäfts zu verteilen. Ein Privatwagen, in dem fünf Verbrecher saßen, drückte den Lieferwagen hart an den Bordstein. Dann sprangen die fünf Burschen aus dem Wagen und stürzten sich mit vorgehaltenem Revolver auf ihre Opfer. Die Buchhalterin erhielt einen Schuh in den Mund: dem Kassierer entrissen sie den Geldsack mit fast 100 000 Franken Inhalt, und schon wenige Sekunden später waren sie mit ihrem Wagen verschwunden. Aus der Suche nach einem Weihnachtsbaum im Walde erschossen. In Hergenfeld bei Bad Kreuznach hatten sich zwei aus dem Dorf stammende Einwohner in den Wald begeben, um Weihnachtsbäume zu holen. Als der eine von ihnen abends nicht zu Hause angekommen war, machten sich verschiedene Dorfbewohner auf die Suche nach dem Vermißten und fanden ihn schließlich im Walde mit einem Kopfschuß tot in einer Blutlache auf. Es dürfte sich um einen unglücklichen Zufall handeln. Der Jäger, der den Schuß abgegeben hatte, wurde verhaftet, nach kurzer Zeit aber wieder auf freien Fuß gesetzt Spengstosfanschlag auf das Genfer Grenzschutz-Denkmal. In einer der letzten Nächte wurde in Genf auf das Denkmal für den schweizerischen Grenzschutz während des Weltkrieges ein Anschlag verübt. Das Denkmal, das in der Nähe des Völkerbundsgebäudes am See seinen Platz hat, und die dahinter liegende Mauer wurden beschädigt. Als Täter kommt ein junger Anarchist in Frage. Der Anschlag sollte eine „erste Verwahrung" gegen die Verurteilung eines Militärdienst- Verweigerers zu einem Jahr Gefängnis darstellen, wie auf einem Zettel verzeichnet ist, der bei dem Denkmal gefunden wurde. Der mutmaßliche Täter war bereits Anfang Dezember an dem aufsehenerregenden „Abbruchunternehmen" beteiligt, das seinerzeit am „Platz der 22 Kantone" in der Nähe des Genfer Hauptbahnhofes in aller Frühe ohne Auftrag, während die Mieter noch schliefen, daran ging, mit der Spitzhacke fünf nebeneinander- stehende Häuser abzubrechen. Damals tonnten erst nach vielem Hin und Her, bei dem auch Polizei, Stadtrat und Feuerwehr eingriff, die Ab- bruchkolonne veranlaßt werden, wieder abzurücken. Dorfjugend stellt einen Einbrecher. Durch die Aufmerksamkeit der Dorfjugend in Wilnsdorf bei Haiger konnte die Polizei einen Einbrecher f e st n e h m e n. Dieser versuchte zuerst in die katholische Kirche einzudringen, dann stattete er dem Pfarrhaus einen Besuch ab. Der Verbrecher stieg durch ein Fenster in das Haus ein, wurde dort aber gestört und von einigen Dorfjungen bemerkt und mit lautem Hallo verfolgt. Es gelang den Jungen, den Eindringling festzuhalten und der Polizei zu übergeben. Es stellte sich heraus, daß der Festgenommene aus dem Gefängnis in Nürnberg ausgebrochen ist, auf seiner Wanderung nach Neuwied gelangte, dort einen Kraftwagen stahl und mit diesem die Fahrt ins Siegerland antrat. Die Festnahme der Lagereinbrecher. Zwei Zentner und mehr wurden auf einem Fahrrad weggeschafft. LPD. Frankfurt a. M., 20. Dez. Wie bereits kurz gemeldet, ist es der Frankfurter Kriminalpolizei gelungen, einer Einbrecherbande auf die Spur zu kommen, die seit Monaten in den westlichen Vororten Frankfurts und in den benachbarten Ortschaften am Rande des Taunus Einbrüche in Geschäfte und Lager ausgeführt hat. Als Haupttäter sind der 26jährige Peter S a u 11 e r und der 25 Jahre alte Karl Römer anzusehen. Die beiden haben gemeinsam sieben Einbrüche in Filialen des Konsumvereins in Stierstadt, Bommers- hain, Kelkheim, Sprendlingen, Ober-Roßbach und Vockenhausen ausgesührt. Sie haben sich dort mit Lebensrnitteln aller Art versorgt und auch Bargeld, in einem Falle fast 400 Mark, mitgenommen. Das Diebesgut haben sie auf ihren Fahrrädern nach Hause geschafft. Hierbei entwickelten sie mit der Zeit eine erstaunliche Fertiget, indem sie auf ihren Rädern Diebes - 11 im G e - wicht von über zwei Zenner transportierten. Oberursel haben sie zweimal heimgesucht. Das erste Mal gelang es ihnen, für etwa 250 Mark Tabakwaren zu erbeuten, das zweite Mal wurden sie bei ihrer „Arbeit" gestört und mußten in Strümpfen — die Schuhe hatten sie vorsichtshalber ausgezogen — den Heimweg angetreten. Bei einem Einbruch in Friedrichsdorf kleideten sie sich und ihre Angehörigen von Kopf bis zu den Füßen völlig neu ein. Dabei fiel auch noch etwas für die Verwandtschaft ab. Als die beiden Einbrecher sich dann verfein- d e t e n , hielt Sa utter sich etwas zurück, während Römer seine Tätigkeit fortsetzte. So unternahm er auch mit feinem Vetter Albert Hofmann einen Einbruch in den Konsum in Sindlingen. Gemeinsam mit Hofmann, dessen Bruder Theodor und anderen plünderte er dann Anfang Dezember ein Zigarettenhäuschen in Bad-Soden. Schließlich kommen auf das Konto Römers und mehrerer feiner Freunde auch Einbrüche in Sossenheim, wobei den Tätern größere Posten Eier und Fettwaren in die Finger fielen. Einbrecher versucht das WHW. zu schädigen. LPD. Frankfurt a. M., 20. Dez. In der Nacht zum Donnerstag versuchte ein Einbrecher in die Lagerräume des Winterhilfswerkes einzudringen, die sich in einem Hause in der Wielandstraße befinden. Hier hat auch die Ortsgruppe „Nordend" der NSDAP, ihre Geschäftsräume. Der Einbruch kann erst nach 3 Uhr morgens verübt worden fein, da bis zu dieser Zeit noch in der Ortsgruppe gearbeitet wurde. Glücklicherweise mißlang der Einbruch. Als der Täter nämlich eine Scheibe in der Vorplatztür einschlagen wollte, zog er sich erhebliche Verletzungen, vermutlich an der Hand, zu, so daß er von seinem Vorhaben Abstand nehmen mußte. Im Hausflur und auch auf der Straße stellte man Blutspuren fest. Amtseinführung des neuen polizeidirektors von Mainz. Mainz, 20. Dez. (LPD.) Am Donnerstagnachmittag wurde der bisherige kommissarische Polizeidirektor in Gießen, Oberstleutnant der Landespolizei a. D. Meusel, vom Leiter der Polizeiabteilung der Landesregierung, Regierungsrat Dr. Schulze, in sein neues Amt als Polizei- bireftor von Mainz eingeführt. Im Anschluß an die Einführung fand eine Vorstellung der Leiter der einzelnen Abteilungen der Polizeibirektion statt. Polizeidirektor Meusel hat feinen Dienst bereits ausgenommen. Kleine politische Nachrichten. Im Preußischen Staatsministerium fand eine Oberpräsidenten- und Regierungs- präfidenten-Konferenz statt, in der Mi- nifterpräbent Göring im Beisein bes Reichs- unb Preußischen Innenministers Dr. Frick unb bes Preußischen Finanzministers Professor Dr. Popitz sowie ber Staatssekretäre Körner, ßanbfrieb, Pfunbtner unb Grauert ben höchsten Beamten ber preußischen Provinzen unb Regierungen rich - tunggebenbe Weisungen für bie Arbeit im fommenben Jahre gab. In Berlin fanb eine Arbeitstagung von mehr als 4 0 0 Gauwettkampfausschuß- m i t g I i e b e r n aus bem ganzen Reiche statt, auf ber vor ber Durchführung bes Reichsberufswettkampfes der deutschen Jugend nochmals die grundsätzlich und praktischen Richtlinien einheitlich festgelegt werden. Es sprachen der Leiter des Hauptorganisationsamtes der NSDAP, und DAF. Selz- ner und Obergebietsführer Axmann, der als Leiter des Jugendamtes der DAF. und des Sozialen Amtes der RIF. den Berufswettkampf organisiert. * Die Londoner Flottenkonferenz hat sich auf den 6. Januar vertagt. Eine Einigung über die britischen Vorschläge ist bisher nicht erzielt worden. ♦ Das Prager Abgeordnetenhaus hat e i n ft i m • m i g den Gesetzentwurf angenommen, der die Ueoerlassung des Schlosses Lana an den er st en Präsidenten der Republik und bie Weiterzahlung bes Präsiben- tengehalts an biefen vorsieht. AkZ MW MH MMklM Starten ab 27. d.M.im Sortiert, bei SRuhl, Seltersw., liierte, Sckmlstr.,Huntemann. SelterSw. Frohe Musik von Challier Giefeen Weihnachten mit Neuenweg 10 Der 7468D Dögel singen untern, Weihnachtsbaum! 7418 D Statt Karten! geben ihre Vermählung bekannt Gotha (Thüringen) Gießen, Kirchstraße 13 21. Dezember 1935 05408 WINTER-REISEN 1935/36 71O2Ö 10 Tage Tri berg t. 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Diese wunderbare Natururkunde wird vielen Dolksgenossen die Schönheit unserer herrlichen deutschen Heimat von neuem erschließen. Ministerpräsident Hermann Göring. Neuzeitliche Brillen gilt angepaßt Einen Weihnachtstag ißt er mit seiner lieben Frau im Hotel Schütz da schmeckts vorzüglich und die fleißige Hausfrau hat auch einmal wirkliche Feiertagsruhe Telephon Nr. 3141-3142 MIMty Im Miet lierrl. Winterlandschaftsbild. Wintersvortmöglichkeiten. Stadt. Volksbad Gießen. Montag, ben 23. Dezember 1935, unb Montag, ben 30. Dezember 1935, ist bas Bab burchgehenb von 10 bis 18.30 Uhr geöffnet. Am 24. Dezember (Heiligabend) unb 31. Dezember (Silvester) ist bas Bab burchgehenb von 7 bis 14.30 Uhr geöffnet. 7431V Am 25., 26. Dezember 1935 unb am 1. Januar 1936 bleibt bas Bab geschlossen. Für bie anberen Tage gelten bie bestehenben Babezeiten. Optiker Geller am Bahnhof Restaurant 7<«d Stadt Mainz Samstag, 21., und Sonntag, 22. Dezember sowie am 1. und 2. 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Bitte notieren Sie sich die Wnhos-SMliillen (gießen 7207 D Hr. 298 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) Zamstag, 2l. Dezember (935 Dritter Reichsbemfswettkampf. Oie Wettkampftage. Aus der Provinzialhauptstadt. Wintersonnenrvenoe. Wie die mächtigen Eichenbäume, die Jahrhunderte überdauerten, ihre Wurzeln tief in das Erdreich senkten und dort nicht nur Nahrung, sondern auch den sicheren Halt fanden, so sind unsere Volksmärchen und -Sagen mit der deutschen öeele verwurzelt und verwachsen. In ihnen steckt altnordisch^ Weltanschauung, germanische Religion. Im Mittelpunkt stand das Licht, die Sonne. Die im Norden wohnenden Germanen waren ja von dem Himmelslicht ganz und gar abhängig. Ein Jahr ohne Sonne gab ihnen nur eine Mißernte. Ihr zogen sie nach, südlichen Ländern zu. Und ist es heute nicht mehr so, daß wir uns alle nach dem sehnen, was wir nicht besitzen? Und wenn unsere Wünsche voll und ganz in Erfüllung gehen, dann verlieren wir uns, wir werden satt und vergessen unser Lebensziel. Genau so erging es auch den Germanen, die nach dem Süden zogen und dort im Vollgenuß der sonnigen Landschaft und des blauen Himmels zugrunde gingen. Erft in der nördlichen Sonne konnte das eigentliche nordische Wesen gedeihen. Die Sonne wurde hier zum Symbol. Hier im Norden wurden die Sommer- und Wintersonnenwendfeste gefeiert. Die äußeren Zeichen waren das Sonnenrad und das Hakenkreuz. In Sagen und Märchen wurde die Sonne in mancherlei Gestalt als Llchtspenderin verwoben. Die Sehnsucht nach dem Licht, nach dem Guten, erfüllte die Herzen der Heldengestalten. Wie Tag und Nacht miteinander ringen, so kämpften einst Riesen gegen die Sonne. Sie wollten das Menschenland dem Untergang entgegensühren und verbannten die Sonne. Der Uchte Sonnengott Baldur mußte sterben. Aber die guten Götter mit Wotan an der Spitze kämpften gegen die Riesen. Wilde Stürme brausten über die Erde. Alles, was welk und mürbe war, wurde abgerissen, was faul war, brach zusammen und mußte vergehen. Im Kampfe aber bestanden die Götter. Das Böse mußte unterliegen. Tief im Herzen besaßen unsere Vorfahren den Glauben an das Gute, an den Sieg des Lebens. Da stehen die Gestalten der uns vertrauten alten Volksmärchen vor uns: Rotkäppchen, Dornröschen, Aschenputtel und viele, viele andere. Auch sie erlagen vorübergehend im Kampfe gegen die bösen Mächte, aber um so herrlicher war ihre Wiederkehr. Für hundert Tage verschwindet die Sonne in den nordischen Ländern, und hundert Jahre mußte Dornröschen schlafen, bis es vom Königssohn erweckt wurde. Der Tag siegte über die Nacht, das Gute über das Böse. Das kleine Rotkäppchen, das Sinnbild des Hellen, Lustigen, wird vom Wolf verschluckt, Siegfried muß mit dem giftigen Drachen kämpfen ... In der Unschuld und Reinheit des Kindes sehen wir das Gute verkörpert. Auch den bösen Wolf schaut das Rotkäppchen mit reinen, gütigen Augen an. Für es gibt es keine bösen Wesen. Siegfried steht auch so vor uns. In seiner kindlichen Leichtgläubigkeit ahnt er nicht die geheime Tücke der Feinde. Und an diesem Glauben geht der Held zugrunde. Ist es uns Deutschen nicht oft so ergangen? Immer bereit, den andern zu helfen, sie zu stützen und zu fördern und zum Dank ernteten wir dann Verrat und Untreue. Unser deutsches Wesen, unser Sehnen treten uns am reinsten in den Volksmärchen und in den Heldensagen entgegen. Sie sind die Spiegelbilder unserer Seele. Und ebenso verstehen wir voll und ganz die Sehnsucht unserer Vorfahren nach der Sonne, verstehen die Freude, die sie empfanden, wenn die Sonne wieder mit dem Aufstieg begann. Nun war der Kampf der Riesen und Götter entschieden. Wohl lag die Natur noch im tiefen Winterschlafs, aber tief innen pulste schon das neue Leben. Es ging dem Frühling zu. Die Tage wurden länger, die Sonne blieb Siegerin. Baldur kehrte wieder. Da schickten sie ihre Boten aus und luden ihre Genossen ein, sich auf Bergeshöhe zu versammeln, Die Wettkampftage für die verschiedenen Wettkampfgruppen beim Reichsberufswettkampf sind nunmehr endgültig festgelegt. Wir geben nachstehend die Verteilung der Wettkampftage bekannt: Sonntag, 2. Februar 1936: Appell aller Wettkampfteilnehmer. Montag, 3. Februar 1936: Wettkampfgruppen: Eisen und Metall (Industrie), Handel. Mittwoch, 5. Februar 1936: Wettkampfgruppen: Friseure, Eisen und Metall (Feinmetall), Verkehr und öffentliche Betriebe, Bau, Hausgehilfen. Freitag, 7. Februar 1936: Wettkampfgruppen: Eisen und Metall (Handwerk), Leder, alle Mädel von Eisen- und Metallgruppen. Das Einigungsamt für Wettbewerbsstreitigkeiten beim Rheinisch-Mainischen Industrie- und Handelstag, Sitz Frankfurt a. M., hat, der „Rhein-Ma.ini- schen Wirtschafts-Zeitung" zufolge, folgenden gutachtlichen Spruch erlassen: „Jede Ankündigung einer Zugabe ist schlechthin verboten und stellt sich als ein Verstoß gegen das Zugabegeseh dar, selbst wenn die Gewährung der Zugabe nach den 23e- stimmungen dieses Gesetzes an sich erlaubt ist." In der Begründung wird ausgeführt, daß die Ankündigung einer erlaubten Zugabe in dem Zugabegesetz zwar ausdrücklich erwähnt, jedoch die Einschränkung gemacht werde, daß die Zugabe nicht als unentgeltlich gewährt bezeichnet und daß auch nicht „sonstwie" der Eindruck der Unentgeltlichkeit erweckt werden dürfe. Diese gesetzliche Bestimmung habe zu widersprechenden Urteilen geführt. Einzelne Gerichte haben sich auf den Standpunkt gestellt, daß die Ankündigung erlaubt sei, wenn sie nicht den ausdrücklichen Hinweis darauf enthalte, daß die Zugabe unentgeltlich sei Diese Auffassung werde jedoch dem Wortlaut des Gesetzes nicht gerecht, das auch die „sonstwie"-Ankündigung verboten hat. Andere Entscheidungen gehen dahin, daß der Eindruck der Unentgeltlichkeit auch nicht indirekt erweckt wer- um dort beim flammenden Holzstoß das Wiederaufsteigen der Sonne zu feiern. Die Feuerräder rollten zu Tal, und überall brannten die Höhenfeuer. Mit Freudensprüngen wurde das Feuer umtanzt, die Fackeln wurden daran entzündet und die Glut hinab in die Häuser der Täler getragen. Auch hier sollte das neue Feuer ein Zeichen der Freude sein. Es durfte nun nicht mehr verlöschen mährend des ganzen Jahres. In die Herzen der Menschen zog wieder Freude ein, denn es ging ja wieder dem Frühling entgegen, dem neuen Lichte zu. So war die Wintersonnenwende unserer Vorfahren ein großes feierliches Erlebnis. Für sie war dieses Fest eine neue Hoffnung, ein Aufblick zur Sonne. Auch uns soll die Wintersonnenwende zum inneren Erlebnis werden. Es soll ein Fest der Erinnerung, der Einkehr sein. Zurückblickend gedenken wir unserer Vorfahren und ihres starken Glaubens. Aber es soll nicht nur ein Tag des Gedenkens fein. Wir wollen — wie unsere Vorfahren — nie die Zuversicht und den Glauben an den Sieg des Guten im Leben verlieren. Zum Himmel soll'n die Flammen schlagen, unfern Glauben zu den Sternen tragen. Trotz Nacht und Leid, — Wendezeit! Volk, du bist befreit! (Engelkes.) Sonntag, 9. Februar 1936: Wettkampfgruppe: Gesundheit, Bergbau. Dienstag, 11. Februar 1936: Wettkampfgruppen: Näh,1tand': Bekleidung, Holz, Chemie, Stein und Erde, Gaststätten. Donnerstag, 13. Febr. 1936: Wettkampfgruppen: Nahrung, Genuß, Druck, Papier, Freie Berufe (einschließlich Kindergärtnerinnen). Samstag, 15. Februar 1936: Textil. Mit Ausnahme der Wettkampfgruppen „Eisen und Metall" kämpfen die Mädels aller Wettkampfgruppen an den allgemein festgesetzten Wettkampftagen. . p Leitung Berufswettkampf Kreis Gießen Dr. Richard Schmidt, Kreisjugendwalter. den dürfe. Diese Entscheidungen haben zur Folge gehabt, daß die Ankündigungen in einer besonders ausgeklügelten Form erlassen werden, so daß sie zwar eine Zugabe anpreisen, jedoch den Eindruck der Unentgeltlichkeit nach Möglichkeit vermeiden. Demgegenüber hat sich das Frankfurter Einigungsamt für Wettbewerbsftreitigkeiten auf den Standpunkt gestellt, daß es sich in der ^rage der Ankündigung von Zugaben um einen Widerspruch im Gesetz handelt, der mit den üblichen Mitteln der juristischen Interpretation nicht beseitigt werden kann. Selbst wenn die Ankündigung lediglich lauten würde: „Zugabe — ein Luftballon", so würde dadurch „sonstwie" der Eindruck der Unentgeltlichkeit erweckt werden, weil die Unentgeltlichkeit mit dem Begriff der Zugabe untrennbar verbunden ist. Da also aus den einzelnen Bestimmungen des Gesetzes selbst nicht einwandfrei hervorgeht, ob die Ankündigung der Zugabe erlaubt oder verboten ist, so kann die Frage nur aus dem Sinn und Zweck des ganzen Gesetzes entschieden werden. Das Zugabegesetz' trägt offensichtlich den Charakter eines Kompromißgefetzes, feine Tendenz geht aber dahin, das Zugabewesen nach Möglichkeit zu beschränken. Die Auslegung des Gesetzes kann daher nur eine einschränkende sein und muß dazu führen, daß jede Ankündigung einer an sich erlaubten Zugabe schlechthin verboten ist. Dornotizen. Tageskalender für Samstag. NSG. „Kraft durch Freude": 22 Uhr Wintersonnenwende-Feier am Hölzernborn bet Daubrin- gen, Treffpunkt 19.45 Uhr Ecke Marburger Straße- Wiefecker Weg. — Stadttheater: 15,30 bis 18.30 Uhr „Der kleine Muck". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Mazurka". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Schwarze Rosen". — Spielvereinigung 1900: 20.30 Uhr in der Stadt Wetzlar" Familienahend. — Turmhaus am Brandplatz: 17 bis 19 Uhr Weihnachtsausstellung oberhessischer Künstler. — Tageskalender für Sonntag. NSDAP., Ortsgruppe Gießen-Nord: 19 Uhr Weihnachtsfeier im Cafe Leib; Ortsgruppe Gießen- Süd: 18.45: Weihnachtsfeier im. Studentenhaus: Ortsgruppe Gießen-Oft: 19 Uhr im großen Hörsaal der Universität Weihnachtsfeier. — BDM., Standort Gießen: 20.30 Uhr Wintersonnenwende-Feier am Bismarck-Turm. — NSG. „Kraft durch Freude": Skifahrt nach Breungeshain, Abfahrt 7 Uhr am Ludwigsplatz. — Stadttheater: 15 bis 18 Uhr „Der kleine Muck"; 19 bis 21.15 Uhr „Holzappel". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Mazurka". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Schwarze Rosen". — Turmhaus, am Brandplatz: 11 bis 13 Uhr Weihnachtsausstellung oberhessischer Künstler. Stadttheater Gießen. Heute, von 15.30 bis 18.30 Uhr, das reizende Weihnachtsmärchen „Der kleine Muck" von W. Burg» graf. Leitung Karl V o l ck. Die Vorstellung ist außer Abonnement. Der Weihnachts-Spielplan des Gießener Stadttheaters. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Sonntag, 22. Dezember, von 15 bis 18 Uhr, außer Abonnement das Weihnachtsmärchen: „Der kleine Muck" von W. Burggraf. Spielleitung: Karl V o l ck. Von 19 bis 21.15 Uhr zum letzten Mal das Volksftück „Holzappel" von H. A. Weber. Spielleitung: Der Intendant. Kleine Preise. Außer Abonnement. — Am Dienstag, 24. Dezember, bleibt das Theater geschlossen! — Am 1. Weihnachtsfeiertag, 25. Dezember, der große Opernerfolg: „Der Waffenschmied", Komische Oper von Lortzing. Mu- Die Aktion der HZ. heule, Samstag, dritter Tag! Winterfonnwend ist heute! Sie soll auch die Tlotwende fein! Gebt! Schenkt! Opfert! sikalische Leitung: Paul Walter. Spielleitung: Heinz Weiser. Dauer von 19 bis 22 Uhr. Außer Abonnement. — Am 2. Weihnachtsfeiertag, 26. Dezember, außer Abonnement, von 15 bis 18 Uhr das Weihnachtsmärchen: „Der kleine Muck" von W. Burggraf. Spielleitung: Karl V o l ck. Von 19 bis 21.30 Uhr zum ersten Mal die neue Operette „Die Tanzgräfin" von R. Stoltz. Musikalische Leitung: Ernst Bräuer. Spielleitung: Paul Wrede. Tänze: Thery Schultheis. Außer Abonnement. — Am 3. Weihnachtsfeiertag, 27. Dezember, von 15 bis 18 Uhr, außer Abonnement das Weihnachtsmärchen: „Der kleine Muck" von W. Burggraf. Spielleitung: Karl V o l ck. 3. Weihnachtsfeiertag, 27. Dezember, außer Abonnement von 19.30 bis 22.30 Uhr Verdis Meifteroper: „Maskenball". Musikalische Leitung: Paul Walter. Spielleitung: Der Intendant. — Sonntag, 29. Dezember, zum letzten Mal das Weihnachtsmärchen: „Der kleine Muck" v. W. Burggraf. Spielleitung: Karl D o l ck. Außer Abonnement. Dauer von 15 bis 18 Uhr. Von 19 bis 21.30 Uhr der Overettenfchlager: „Die Tanzgräfin" von R. Stoltz. Musikalische Leitung: Ernst Bräuer. Spielleitung: Paul Wrede. Tänze: Thery Schultheis. Außer Abonnement. Die 51. Sendung vom Reichsfender Köln. Man schreibt uns: Der frohe Samstagnachmittag, den wir feit Wochen im Rundfunk-Programm vermissen, wird am heutigen Samstag, 16 Uhr, vom Reichssender Köln wieder ausgenommen. Bis auf weiteres folgen nun wieder die frohen Samsta'g- nachmittage von Köln. Die heutige Sendung als letzte in diesem Jahre wird auf alle deutschen Reichssender übertragen. Aber nicht genug damit für die Stadt Gießen. Am 13. Januar 1936 wird der Wunsch aller Gießener Volksgenossen in Erfüllung neben, die drei lustigen Gesellen vom Reichssender Köln in der Volkshalle zu Gießen zu sehen. Wir verweisen auf die heutige Anzeige. deutsche Rrbcifsfront Ar ? jl.9.=bemeih((haft >,Kraft Durch freubc" Wintersonnenwende-Feier. Heute, Samstag, 21. Dezember, um 22 Uhr, veranstalten wir eine Wintersonnenwende- Fe i e r am Hölzernborn bei Saubringen. Die Feier wird umrahmt voy Darbietungen der SA.-Kapelle Verbot der Ankündigung von Zugaben. Zwei neue Filme zu Weihnachten. Lichtspielhaus: „Schwarze Rosen". Den durchschnittlichen Kinobesucher wird dieser Film vermutlich in erster Linie um deswillen interessieren, weil in ihm Lilian Harvey nach langer Abwesenheit wieder nach Deutschland zurückkehrt. Doch ist der Film als solcher wertvoll genug, um eingehender besprochen zu werden als die früheren Filme der Harvey. Er spielt um das Jahr 1900, als das finnische Volk einen verzweifelten Kampf um feine nationale Selbständigkeit gegen das mächtige Rußland zu führen gezwungen war. Man erlebt hier einen Ausschnitt aus diesem Kampf im Schicksal einer kleinen Gruppe finnischer Aktivisten, die sich, unterdrückt, bespitzelt, verfolgt, von Kosaken gejagt, mit einer erbitterten Energie gegen den überhand nehmenden Einfluß des russischen Gouvernements zur Wehr setzen und insgeheim für die Freiheit ihres Landes werben. Die Handlung — Drehbuch: Curt I. Braun, Walter Supper, Paul Martin — fetzt gleich mit einem dramatischen Akzent ein: Ueberfall der kleinen finnischen Gruppe, die sich in einer einsam gelegenen Mühle zusammengefunden hat, durch einen Kosakenpulk; kurzes Gefecht und wilde Flucht. Einer der Fliehenden, Erkki Collin, gerät verwundet in das Haus der russischen Tänzerin Marina Feodorowna; die findet ihn, verbirgt und verbindet ihn, lenkt die Verfolger von ihm ab und steht, nach ein paar Tagen, auf Tod und Leben an feiner Seite — weil sie ihn liebt. Gefährliche, verfängliche, erregende Situation, zumal der mächtige Gouverneur, erbittertster Gegner der Finnen und also auch des Geliebten, Marina mit hartnäckiger Leidenschaft umwirbt. Das Motiv und die Situation find nicht neu — wir haben Aehnliches erlebt im „Hotel Stadt Lemberg" und in den „Abenteuern eines jungen Herrn in Polen" —, der Verdienst dieses Films (Spielleitung: Paul Martin) ist aber, daß die Liebesgeschichte das leidenschaftlich nationale Thema nicht verdeckt und überspielt, sondern im Gegenteil darin aufgeht, sich immer tiefer und zuletzt schicksalhaft darin verstrickt. Das ist alles von der Regie mit sicherem Blick und festem Griff erfaßt; der Film strotzt von Handlung, Spannung und handgreiflich theatralischer Wirkung; dabei bleibt Zeit genug, die Liebesszenen gefühlvoll und stimmungsvoll auszuspielen. Aber man hat es vermieden, die Episode im Sinne des großen Publikums „gut" ausgehen zu lassen, was an sich möglich gewesen wäre. Der Schluß erinnert vielmehr an die „Wunderbare Lüge der Nina Petrowna"; das ist ein tödliches Ende auch hier, aber im Ausklang triumphiert dennoch die freiheitlich-nationale Idee, welche die Handlung innerlich antreibt und beflügelt. Was nun die Rolle der Harvey angeht, so ist sie, wir sagten es schon, ganz ernsthaft und ernstgemeint, und es ist aller Ehren wert, wie sie sich damit abfindet, obwohl freilich das tänzerische Element überzeugender gestaltet wird als die bedingungslose Hingabe und Opferung. Auch Lilian H a r v e y als Marina Feodorowna. (Ufa-M.) Fritsch bewährt sich im liebergang von Operette und Lustspiel ins seriöse Fach durchaus; er spielt sauber, knapp, männlich und gefaßt, stellenweise nicht ohne trockenen Humor. Sehr gut trifft Willy Birgel (wir lernten ihn in „Barcarole" kennen) den geschmeidig-gefährlichen, diplomatisch-brutalen Charakter des Gouverneurs. — (Ufa.) Gloria-Palast: „Mazurka". Wie die Harvey in den „Schwarzen Rosen" (der Titel ist übrigens nicht gerade charakteristisch) — so kehrt Pola Negri in „Mazurka" nach jahrelanger Abwesenheit zum deutschen Film zuruck, und diese „Mazurka" ist, als Film an sich, wertvoller noch als jener, ein filmisches Kunstwerk wahrhaftig von hohem Reiz, heroorgegangen aus der empfindlichen Hand eines unserer begabtesten Regisseure. Willi F o r st, der als Liebhaber, Bonvivant und Operettenkomiker begann, hat als Spielleiter von „Maskerade" bis „Mazurka" einen erstaunlichen Weg zurückgelegt. „Mazurka" — ein Filmschauspiel, geschrieben von Hans R a m e a u , komponiert und musikalisch bearbeitet von Peter Kreu- d e r, gebaut und ausgestattet von Hermann Warm und Karl H a a rf e r. Der Film „schöpft fein Geschehen aus dem Aktenmaterial eines Prozesses, der im Jahre 1930 in einer europäischen Hauptstadt Aufsehen erregte." Wir können uns, im Augenblick, an diesen Prozeß nicht erinnern, und wir wissen nicht, um welche europäische Hauptstadt es sich handelt; das Programm verweigert (absichtlich) nähere Auskünfte und die übliche Inhaltsangabe. Es ist auch nicht wichtig, die aktenmäßigen Grundlagen zu kennen, und man vermißt keineswegs irgendwelche Andeutungen oder Einzelheiten. Hier fesselt, erregt und erschüttert der Fall an sich, ein menschliches Schicksal, ein grundsätzliches Problem. Im Mittelpunkt der mit Handlung und Spannung gesättigten Fabel steht die Gerichtsverhandlung gegen eine Frau. Die Frau hat einen Mann erschossen — fein überlegter Mord, sondern Totschlag im Affekt; bas Gericht spricht am Ende ein mildes und von psychologischem Verständnis zeugendes Urteil. Das Entscheidende ist aber nichi die Verhandlung und der Urteilsspruch (io wirksam dergleichen stets, wenigstens auf der Bühne und auf der Leinwand, zu sein pflegt) — sondern das Geständnis der Angeklagten, welches die innere Begründung der Tat gibt und zugleich die Handlung in ihrer Vorgeschichte nach rückwärts aufrollt. (Wir erlebten neulich eine ganz ähnliche Technik im „Grünen Domino".) Die Frau ist in einer sorglosen Stunde, ihrer Sinne nicht mehr mächtig, durch die Skrupellosigkeit eines Mannes um das Glück ihres Lebens gebracht worden, hat Gatten und Tochter verloren, findet nach Jahren durch Zufall jenen Mann wieder und schießt ihn nieder, — nicht um (viel zu spät) ihre Rache an ihm zu nehmen, sondern um Glück und Seelenfrieden der ahnungslosen Tochter zu retten, die sie zur gleichen Stunde wiedergesehen, wenn auch nicht wiedergefunden hat. Das ist der Umriß einer Fabel, die, wie in allen Filmen von F o r st, viel Geschmack und Feingefühl erfordert, wenn sie nicht zur billigen Kolportage abgleiten sollen. Aber Forst zeigt auch hier, was er an künstlerischen und menschlichen Werten und Wirkungen zu gestalten vermag. Ausgezeichnet gelingt ihm das Doppelspiel, das Neben- und Nacheinander der Handlung, die auf zwei sich überschneidenden Ebenen verläuft; von ungemeiner Lebendigkeit und Dramatik auch das erregende Hin und Her der Verhandlung im Spiel und Gegenspiel von Anklage und Verteidigung, von Beweisaufnahme und Geständnis. Durch das äußere Bild aber, durch das Sensationelle, das „Aufsehen Erregende" des Themas hindurch bringt die Regie ms Innere, ins Menschliche vor unb legt die untergrünbigen seelischen Triebkräfte ber Begebenheit frei. Was F o r st als Spielleiter zu leisten vermag, sieht man auch an Einzelheiten: an ber sinnfälligen Ueberbriirfung zeitlicher Intervallen; an ber optischen Schilberung eines Rausch- zustandes, in bem sich bie Netzhauteinbrücke verwirren, sich zu überstürzen unb zu verschwimmen beginnen; auch an ber Akzentuierung unb rhythmischen Auflockerung ber Hanblung burch bas musikalische Leitmotiv „Mazurka", bas bem Film seinen Namen gab. Die einzige für unser Gefühl schwache Stelle ist ber Schluß: ber Film hätte mit ben letzten Worten im Gerichtssaal, bie ben „Fall" endgültig zu ben Akten legen, abbrechen sollen. Eine Steigerung mit äußerlichen Wirkungen, wie sie hier versucht wurde, war, wie uns scheint, weder notwendig noch überhaupt möglich. — Pola Negri haben mir vor Jahren zuletzt, noch stumm, im „Hotel Stadt Lemberg" gesehen. Ihre große Gestaltungskraft ist geblieben. Schon ber erste Auftritt, ihr Lied auf ber Bühne, zeugt von einer be= stechenden Ueberlegenheit unb Beherrschung ihrer (übrigens auch gesanglich bebeutenben) Mittel. Der Kampf, ben sie zu kämpfen hat als Frau unb als Mutter, offenbart bann erst bie leidenschaftliche Kraft, bie jeelische Ausdrucks- unb Hingabefähigkeit, bereu sie fähig ist. So wirb bie Wiederbegegnung nach langer Zeit zu einem wirklichen Erlebnis. Neben der Negri eine junge, bisher ganz unbekannte Darstellerin: Jngeborg Theek, bie in manchen Augenblicken oerblüffenb an bie Garbo erinnert unb schauspielerisch durch bie gesammelte, wache und gleichsam sprungbereite Spannung ihres Gefühls sich neben berühmten Kollegen behauptet und durchsetzt. Albrecht Schoenhals, in einer geschickt entwickelten Doppelrolle, geht hier endlich einmal, offenbar unter der feinnervigen Führung der Retzie, richtig aus sich heraus und gibt feinen Mann in klaren und scharfen Umrissen. Kayßler als Vorsitzender des Gerichts beherrscht ein paar kurze Szenen durch die menschliche Wärme und die sprachliche Kunst seiner gereiften Gestaltung. Sehr überzeugend Paul Hartmann und Franziska K i n z (in einer Mutterrolle;) Schaufuß , Karchow, Jürgensen und die junge Inge L i ft seien ferner hervorgehoben. Und auch der Kameramann Constantin Tschet soll hier nicht unerwähnt bleiben. — (Rota.) —r— Großes Wohnhausbauvorhaben am Warwes 40 neue Wohnungen werden geschaffen. Sie Gießener Spritz-Eisbahn in Vorbereitung 1 Rundfunkgeräte I « W klannvoll nnd formschön I •*» t Bezug d.d. Fachhandel | schöner Brauch gebildet. Eine Schar jugendlicher nung auch den Leidenden bringen möchte. Im Mit- 16. Fortsetzung. Nachdruck verboten! werden. Es genügt für heute, wenn Sie meinem * *7 luciuiii. v y jur ijeuie, roenn öie mein Du Blrcke der beiden Frauen kreuzten sich einen 1 gutgemeinten Vorschlag grundsätzlich zusünunea.' massivem Ziegelsteinbau verputzt. Mit den Aus- bereits in diesen Tagen 40 Wohnungen bis zum Jahres schlüsselfertig zu marfi Mar! das < 10 bi 6 bis Note 7 bi< Feld bis ( Mias Augen glitzerten unter den schweren, dunk« len Wimpern hervor, aber sie blieb ganz ruhig. *• Annelies hatte sich nicht gerührt, aber ihr Gesicht hatte sich langsam mit einer dunklen Röte übergossen. Ihr Atem ging in kurzen Stößen und strafte ihre äußere Ruhe Lügen. Die Häuser werden in aufgeführt und freundlich schachtungsarbeiten wurde begonnen. Man hofft, die Spätsommer des nächsten haben. Mit Ausnahme der Maurerarbeiten werden alle Arbeiten von Gießener Handwerkern ausgeführt. Singen und Musizieren zu erfreuen und die Herzen hinzulenken auf die nahende Weihnacht. So erklangen auch wieder in diesem Jahre am vergangenen Donnerstag in der Orthopädischen, Medizinischen, Chirurgischen und Augen-Klinik, dem Katholischen und Evangelischen Schwesternhaus die alten und doch immer wieder neuen Weihnachtsweisen, von den Hirten, den Engeln, dem Kindlein in der Wiege, von Maria und Joseph. Dazwischen mischten sich die Blockflöten mit fröhlichen Hirtenliedern, und die Geigen halfen in zartbeschwingten Tönen dem Jesuskind ein schön Wiegenliedlein singen. Möge dies Jubilieren und Musizieren recht viele Weihnachtslichtlein entzündet haben. Weihnachtsfeiern in den Kliniken. Wie alljährlich, so veranstalten auch in diesem Jahre die Universitäts-Kliniken wieder Weihnachtsfeiern. Kliniksleitung, Aerzte. Schwestern und Pflegepersonal arbeiten gemeinsam daran, diese Feiern schön auszugestalten. Infolge Spenden ist es möglich, jeden Patienten mit einem Geschenk zu erfreuen. Bis jetzt liegen uns folgende Berichte vor: Am gestrigen Freitag ab 17 Uhr feierte die Universitäts - Ohrenklinik ihr Weihnachtsfest. Eine kleine Musikkapelle von Angehörigen des Gießener Infanterie-Regiments eröffnete mit einer Paraphrase über die Weihnachtslieder „Stille Nacht", „O Tannenbaum" und „Vom Himmel hoch" die Feierstunden. Gemeinsam gesungene Weihnachtslieder riefen Erinnerungen aus vergangenen Zeiten zurück. Pfarrer Feix, der derzeitige Kliniks-Geistliche, sprach über die Freude der christlichen Weihnachtsbotschaft, die einen Strahl Hoff- Mit einem Ruck richtete sie sich jetzt auf: „Und das wagen Sie mir zu bieten? Sie schämen sich nicht, mir einen solchen schmutzigen, erbärmlichen Handel zuzumuten?" „Dann" — ein Funkeln glomm in ihren Augen auf — „dann müßten wir es auf einen Kampf ankommen lassen. Der, Ausgang dürfte nicht zweifelhaft sein. Ich bin jedenfalls fest entschlossen, mir mein Glück nötigenfalls zu erkämpfen. Um jeden Preis. Und mit allen Mitteln." Moment. Dann griff Mia gelassen nach einer neuen Zigarette. „Aber wir wollen uns nicht unnötig erregen, das ist einer Verständigung nur hinderlich. Ich gebe ohne weiteres zu, daß der Gedanke, zugunsten einer anderen Frau verzichten zu sollen, nicht gerade angenehm ist. Der Stolz will das einfach nicht zulassen — nicht wahr? Aber wenn man klug und ehrlich genug ist, die Tatsachen so zu sehen, wie sie wirklich sind, dann kann es doch auch gar nicht so schwer sein, diesen Stolz zu überwinden und der besseren Einsicht nachzugeben. Es geht doch nicht darum, wer von uns beiden nun die bekannte Siegespalme davontragen wird; wir wollen doch nur vermeiden, daß Günter in unsere Auseinandersetzung hineingezogen wird. Ich jedenfalls möchte ihn vor unnötigen inneren Kämpfen bewahren — und Sie werden es gewiß auch wollen. Und darum in der Hauptsache habe ich Sie hergebeten. In Ihrem Interesse hoffe ich, daß meine Bemühungen um eine Verständigung nicht vergeblich sein werden." Sie schnippte die Asche von der Zigarette. Dann fuhr sie fort: „Es ist mir bekannt, daß Sie in einer gewissen Abhängigkeit von der Familie Sartorius leben. Das Gnadenbrot — wenn dieser Ausdruck Sie nicht beleidigt — ist ein bitteres Brot, und Sie werden die Aussicht, durch eine Heirat mit Günter in würdigere und gesicherte Verhältnisse zu kommen, natürlich in erster Linie begrüßt haben. Ebenso natürlich ist es, daß Sie sich nun mit der Frage beschäftigen, was aus Ihnen werden soll, wenn aus der Heirat nichts wird. Und da möchte ich Sie nun beruhigen. Ich will selbstverständlich nicht, daß Sie eine gesicherte Zukunft einbüßen, und habe mir überlegt, wie man einen gewissen Ausgleich dafür schaffen kann. Das ist doch nur recht und billig. Vielleicht haben Sie irgendwelche Talente, die Sie pflegen können, wenn Sie einen pekuniären Rückhalt haben. Vielleicht würde es auch Ihr Wunsch sein, irgendwo ein gut- fundiertes Geschäft zu besitzen. Mancher wieder würde lieber in irgendeinem schönen Ort von einer anständigen und sichergestellten Rente leben wollen. Es kommt doch nur darauf an, was Ihnen lieber sein würde. Ich bin eine reiche Frau und würde bestimmt nicht knausern. Sie brauchen sich heute auch nicht für etwas Bestimmtes zu entscheiden, sondern können sich in aller Ruhe über Ihre Wünsche klar tartitf V w liebig lange fortgesetzt werden, da ja immerhin eine bestimmte Eisdicke erreicht werden muß. In den jüngsten Tagen wurde nun unsere Gießener Spritzeisbahn auf diese Weise hergerichtet. Die Eisschicht, die über der großen Betonplatte liegt, ist inzwischen durch das fortwährende Spritzen auf etwa vier Zentimeter Dicke angewachsen. Das Eis ist völlig glatt und ohne jeden Sprung ober Riß. Die Spritzarbeit wurde allerdings dadurch etwas erschwert, daß immer wieder und fast täglich etwas Schnee fiel. Es mußte immer erst gekehrt werden, bis man an das Spritzen denken konnte. Inzwischen ist aber doch alle Arbeit geschafft und die Eisbahn dürfte voraussichtlich schon heute für die Mitglieder des Gießener Eisvereins (die allerdings einen kleinen Zuschlag für den erhöhten Arbeitsaufwand bezahlen müssen) eröffnet werden, sofern nicht die Witterung plötzlich umschlägt. Eine Eröffnung der Spritzeisbahn für einen allgemeinen Eislauf ist infolge der begrenzten räumlichen Fläche nicht möglich. Man hofft jedoch, daß der große neugeschaffene Teich an der Schlageterstraße auch bald für den Eislauf freigegeben werden kann. nachtsfeiertag von 10 bis 12 Uhr zur fertiaung von Weihnachtspostsendungen aus dem Ausland geöffnet. aufs beste gespielt. Der Direktor der Klinik, Universitätsprofessor Dr. Brüggemann, sprach allen Mitwirkenden herzlichen Dank aus und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß sich auch diesmal wieder zahlreiche ehemalige Patienten zu der Feier eingefunden hatten. Zum Schluß brachte das Christkindchen Klein und Groß schöne Weihnachtsgeschenke. Die Weihnachtsfeier der Heilstätte Seltersberg wurde ebenfalls am gestrigen Freitagabend von Patienten und Personal begangen. Ein Streichorchester des Jnf.-Rgts. Gießen (1. Geige, 2. Geige, Bratsche und Cello) leitete die Feier mit schöner Weihnachtsmusik ein und brachte weiter Schuberts „Ave Maria" zum Vortrag. Ferner war ein Chor der Schwestern zusammengestellt worden, der mit schönen alten Weihnachtsweisen erfreute. Pfarrer Feix sprach über die Bedeutung der Weihnacht im menschliches Leben. Der Direktor der Heilstätte, Professor Dr. Brüggemann, dankte allen Mitwirkenden und sprach über die hohe Aufgabe des ärztlichen Berufs, die nicht nur darin bestehen solle, ärztliche Hilfe zu leisten, sondern die Menschen auch innerlich aufzurichten. Zum Schluß fand die Bescherung statt. Anschließend erfreuten die Militär- musiker die Patienten noch mit Vorträgen feiner Musikstücke. Weihnachtsfeier der ÖHL. Die Oeffentliche Handelslehranstalt vereinigte zu ihrer Weihnachtsfeier im „Katholischen Vereinshaus" Eltern, Schüler, Lehrer und Gäste, darunter Kreisschulrat N e b e I i n g , Beigeordneten Sudheimer und Vertreter des Arbeitsamtes. Umrahmt von getragenen Musikweisen, Gedichtvorträgen und Sprechchören mahnte der von den Jungen ansprechend vorgeführte „Rütlischwur" an die Sie brannte sich eine Zigarette an, schlug die Beine übereinander und nahm ein paar tiefe Züge. „Um nun aber auf Günther zu kommen: Ich habe auch Grund zu der Annahme, daß er sich über seine Gefühle gar nicht klar war, als er sich mit Ihnen verlobte. Sie müssen nämlich wissen, daß es eine Zeit gegeben hat, wo er mit allen Fasern seines Herzens, mit jedem Pulsschlag und jedem Gedanken an einem Mädchen hing. Der Vater dieses Mädchens stand vor dem Ruin. Um die Eltern zu retten, entschloß sich die Tochter nach langen, schweren Kämpfen, einen reichen Mann zu heiraten. Sie wurde eine vielbeneidete, aber tiefunglückliche Frau. Der Mann starb vor einem reichlichen halben Jahre, und nun ist diese Frau gekommen, um sich endlich das Glück zu holen, nach dem sie jahrelang gehungert und gedürstet hat. Und sie hat sich davon überzeugt, daß Günters Liebe zu ihr nicht gestorben ist. Eine Frau fühlt das sofort, und Sie — Sie werden es auch gefühlt haben. So schmerzlich diese Tatsache für Sie vielleicht ist, Sie müssen doch mit ihr rechnen und würden sich und Günter manche schwere Stunde ersparen, wenn Sie sich damit abfinden würden." Annelies gab keine Antwort. Mia nahm wieder einen tiefen Zug aus ihrer Zigarette. Dann fuhr sie fort: „Gesetzt den Fall, Günter würde versuchen, Ihnen fein Wort zu halten — die Folge würde sein, daß Sie beide unglücklich würden. Sie mit dem Bewußtsein, daß sein Herz einer anderen gehört — er mit der Sehnsucht und dem Verlangen nach eben dieser anderen. Müßten Sie nicht auch ständig in der Furcht leben, daß er eines Tages doch die Fesseln sprengt, die ein falscher Ehrbegriff ihm auferlegt hat? Ist es nicht besser, den Tatsachen klar ins Gesicht zu sehen und die Konsequenzen daraus zu ziehen, auch wenn es im Augenblick ein bißchen weh tut ...? „Annelies verharrte regungslos in ihrer Haltung. „Und wenn ich das nun nicht tue ..." Mia zerdrückte den Rest der Zigarette im Aschenbecher. „Das sind starke Worte. Aber ich denke nicht daran, sie Ihnen übelzunehmen, wenngleich ich Sie wirklich nicht verstehe. Was liegt denn so Schmutziges und Erbärmliches in meinem Vorschlag? Ich meine doch, ihn mit aller Delikatesse behandelt und erläutert zu haben ..." Annelies glühte vor Scham und Empörung. „Und Sie haben wirklich auch nur einen Augenblick geglaubt, daß ich darauf eingehen könnte? Daß ich nicht ersticken müßte an jedem Bissen, der aus Ihrer Hand käme?" Mias Augen schlossen sich zu einem kleinen, fun» kelnden Spalt. Einen Moment hatte es den Anschein, als ob sie eine scharfe Antwort geben wollte. Dann aber ließ sie sich zurücksinken; mit einer Geste des Bedauerns hob sie die Schultern. „Sie wollen also wirklich nicht ... Schade, es hätte sich alles friedlich abwickeln können. Sie können einem in Ihrer Kurzsichtigkeit beinah leid tun, für die Folgen aber sind Sie allein verantwortlich." Sie verschränkte die Arme. Ein kaltes Licht stand in ihren Augen. „SHfo hätten wir uns auf den Kampf vorzube- [■eiien- In der Liebe gibt es keine Rücksichten auf oen Gegner, ich werde diesen Kampf also — dessen «eien Sie versichert — rücksichtslos und mit allen mir zu Gebote stehenden Mitteln führen. Das klingt unweiblich, brutal Für Sie wenigstens. Aber es ist immer gut, zu wissen, was man von seinem Gegner zu erwarten hat. Darum ein kleiner Hinweis. Mik sagte einmal ein Mann: Kein Verbrecher ist fo grausam und brutal, wie eine Frau es unter Umständen sein kann. — Er sprach aus Erfahrung. Es war übrigens mein eigener Mann. Und ich denke» er wird recht gehabt haben. Und trotzdem hat er mich geliebt, geradezu knechtisch geliebt. Ich hasse und verabscheue Männer, die sich von einer Frau knechten lassen. Auch wenn ich diese Frau bin." L Fortsetzung folgte Häusern werden größere Gärten angelegt, aber auch geräumige Vorgärten werden dazu beitragen, einen guten Gesamteindruck zu schaffen. Die Wohnhäuser sollen durch besonders gute gärtnerische Gestaltung in ihrem Gesamteindruck gesteigert werden. Die Pläne für die Bauten stammen von der Mitteldeutschen Bauaktiengesellschaft. 20 Wohnungen werden als 2V---Zimmer-Wohnun- gen (große Wohnküche und zwei Zimmer) und 20 Wohnungen als 3-Zimmer-Wohnungen ausgebaut. Jede Wohnung wird Flur und Bad erhalten. Für einige Wohnungen werden außerdem im Dachgeschoß Kammern ausgebaut. Ein schöner Weihnachtsbrauch. Seit einigen Jahren hat sich am Lyzeum ein ßen, Liebigstraße 8, sind am ersten Weih- ..... Ab- ßetr pas i>iann er W Scher die v flla ipi’1, <ßolf£ ei'M Mle> i einem i lerinn Witt Kaffee E MO Schre Iprudin eiuit« Leh' feilen fallsrc renz. fchen fiunge 2eihm .wrf» 2 lösch' 0ogi Schul' luftiger Weise Schulgeheimnisse aus. Denen, die beim Nikolaus zu kurz kamen, war durch eine Verlosung die Korrektur des Glückes ermöglicht worden. Schöne Bücher und viele praktische Sachen waren zu gewinnen. Für die Eltern sagte Pfarrer Steiner der Schulleitung Dank für den Einblick in den Geist dieser Anstalt, der die Gewißheit gebe, daß sich die Kinder in besten Händen befinden. Dr. Kruse verteilte für Preisausschreiben der Schule zur Gewinnung eines Wappens für die Sportkleidung und für ein Schulsiegel wertvolle Buchpreise. Für gute Arbeiten erzielten zum ersten Ausschreiben den 1. Preis Mariechen Wahl HH.; 2. Preis und Anerkennung Hertha Schmitz HH.; für das zweite den 1. Preis Willi Schäfer II. U. 3; 2. Preis Margot Kohliger U. 1: Anerkennungen bekamen Karl Schaum, Willi Schäfer I., Werner Krai, Anneliese Dohme und Steffen. Den Ausführungen schloß Dr. Kruse Dankesworte an alle Mitwirkenden und an die Gäste an. In dem Schlußwort ermahnte Kreisschulrat N e b e l i n g daran, dem Sinn des Weihnachtsfestes, als dem deutschen Fest der Gemeinschaft und Familie entsprechend, Liebe und Freude nicht nur hinzunehmen, sondern auch weiterzugeben. Nur im Schenken sei das Geheimnis dieses Festes beschlossen. Nach der dunklen politischen Nacht habe Weihnachten für unser Volk wieder einen besonderen Sinn erhalten. Es fei daher unsere Pflicht, dem Manne zu danken, der uns zu opferbereiter Liebe für unser Volk aufgerufen habe. Diesem Dank gaben die Versammelten Ausdruck durch ein dreifaches Sieg-Heil auf den Führer. Nikolausfeier der Doatschen Privat-Handelssckule. Die Schulgemeinschaft der Vogtschen Privathandelsschule — Eltern, Schüler und ehemalige Schüler und Schülerinnen — begingen im Katholischen Vereinshaus ihre Nikolausfeier. Die reich ausgestattete Vortragsfolge war das Spiegelbild der Lebensnähe in der an der Schule gearbeitet wird. Spielerischer Drang der Jugend, gepaart mit gutem Willen, erprobten sich unter Führung einer verantwortungsbewußten Lehrerschaft an praktischen und geselligen Motiven. Die Kapelle Einbrodt trug durch gute musikalische Darbietungen nach Kräften bei. Der Leiter der Handelsschule, Dipl. Handelslehrer Heinrich H e y d e r schloß in seine freundlichen Begrüßungsworte auch die Fuh- rerschaft der Herborner Zweiganstalt ein. Den Eltern wünschte er mit ihrer Jugend viel Freude an dieser Freizeitgestaltung. Einen Einblick in die Arbeit der Schule gab die Filmvorführung eines Arbeitsganges durch die Schulklassen, durch die den Eltern Einblick in das Unterrichtswesen ermöglicht wurde. Dr. Henning sprach dann von der Be- rufsschulidee. An einem Vergleich der guten alten Zeit mit ihrer patriachakischen Lehrlingsausbildung stellte er feinen Zuhörern die Notwendigkeit einer vielseitigen Vorbildung für die Gegenwart vor Augen. Die höheren und privaten Handelsschulen rüsten den jungen Menschen mit Kenntnissen und «er. irme oajar jugenunajer nung aucy oen ^etoenoen Dringen mvcyre. ^m ’Dav Musikanten zieht um die Weihnachtszeit hinauf in telpunkt der schönen Feier stand der Zweiakter die Kliniken und Krankenhäuser, um durch ihr1 „Frau Holl e", vom Personal und von Kindern Lollar. Die Feuerrede hält der Bannführer Pg. Schreiber. Die Anmarschwege gehen von der Landstraße Daubringen —Alten - Buseck ab, oder durch den Hangelstein. Die Gießener Teilnehmer marschieren geschlossen ab Marburger Straße, Ecke Wiesecker Weg unter Führung des Wanderwarts Mantel. Treffen: 19.45 Uhr. Es wird erwartet, daß sich recht viele Arbeitskameraden an der Feier beteiligen. Der Rückmarsch erfolgt ebenfalls geschlossen. Allgäufahrl vom 25.12. bis 1.1.36. Die Karten zu dieser Fahrt sind eingetroffen und auf unserer Kreisdienststelle, Schanzenstraße 18, erhältlich. NSDAP, und NSÄ Gießen-Ost Di« Weihnachtsfeier der NSDAP, findet für die Ortsgruppe Gießen-Ost am Sonntag, 22. Dezember, abends pünktlich 7 Uhr im großen Hörsaal der Universität, Ludwigstraße, statt. Antreten aller politischen Leiter 6.30 (18.30 Uhr) vor der Universität. Sportamt „Krast durch Freude". Am Sonntag Ski-Fahrt nach Breungeshain (hoherodskopf). Am kommenden Sonntag findet wieder eine Ski-Fahrt nach Breungeshain statt. Abfahrt pünktlich um 7 Uhr ab Ludwigsplatz. Fahrpreis 2,50 Mark. Wer an dem Ski-Kursus teilnehmen will, muß außerdem noch eine Sportmarke zum Preise von 1,— Mark lösen. Alle Volksgenossen können an dieser Fahrt teilnehmen! Anmeldungen bis Samstag vormittag auf der Kreisdienststelle, Schanzenstraße 18. Meldeschluß 12 Uhr. Ausfallende Kurse bis zum 6.1.1936. Dom 23. Dezember bis zum 6. Januar 1936 fallen sämtliche KdF.-Sportkurse aus. Anmeldungen zu den neu beginnenden Kursen werden ab 2.1.36 auf der Kreisdienststelle, Schanzenstraße 18, entgegengenommen. Dies gilt besonders für die Kurse: Reiten, Tennis und Schwimmen! Der Weihnachtsdienst der Post. Für den morgigen letzten Sonntag vor W e i h n a ch t e n ist bei der Post Schalterdienst wie Sonntags vorgesehen, außerdem werden beim Postamt 1 in der Bahnhofstraße in der Zeit von 14 bis 19 Uhr Pakete angenommen. Die Briefkastenleerung und die Ortsbriefzustellung erfolgen wie an jedem Sonntag. Vormittags findet eine Paketzustellung statt. Dagegen ruhen die Orts-Geldzustellung und die Landzustellung. Für den Heiligabend, Dienstag, 24. Dezember, ist folgender Dienst vorgesehen: Bis 16 Uhr Schalterdienst wie werktags, ab 16 Uhr nur Telegramme und Gespräche, außerdem Einschreibbriefe bis 19 Uhr; Briefkastenleerung wie werktags, die beiden letzten Leerungen fallen aus; zwei Orts- Briefzustellungen, beginnend um 7.30 Uhr und 13.30 Uhr; Orts-Geldzustellung wie werktags; Orts- Paketzustellung, falls ausreichend, eine Vormittagszustellung, bei starkem Verkehr zwei Zustellungen; Landzustellung wie werktags; Bürodienst um 16 Uhr Dienstschluß. Am ersten Weihnachtsfeiertag wird der Schalterdienst wie Sonntags versehen, die Briefkastenleerung ebenfalls, außerdem ab 5.45 Uhr eine Frühleerung; Orts-Briefzustellung gleichfalls wie an Sonntagen, dagegen keine Orts-Geldzustellung; eine Orts-Paketzustellung om Vormittag; in der Landzustellung Bries- und Paketzustellung nach allen Orten. Am zweiten Weihnachtsfeiertag werden der Schalterdienst und die Briefkastenleerung wie Sonntags durchgeführt, dagegen ruhen die Orts-Briefzustellung, die Orts-Gelo- und Orts- Pgketzustellung, ebenso der Postdienst noch den Landorten. Die Amtsräume des Hauptzollamts Gie- „Eine Beantwortung dieser Frage würde uns vielleicht manche peinliche Erörterung erspart haben. Aber wie Sie wollen. Da wir nun gerade von Ihnen sprechen: Sie sind Günters Braut, und ich kann mir sehr aut vorstellen, daß Sie sich damit am Siel Ihrer Wünsche glauben. Ich bin durch gewisse Beziehungen genau über die Verhältnisse im Hause Sartorius unterrichtet. Sie sind gewissermaßen mit Günter zusammen aufgewachsen. Daraus ergeben sich naturgemäß gewisse Berührungspunkte, die mit der Zeit zur Gewohnheit werden und die man nicht gern mehr missen mag. Man mein! schließlich, daß es überhaupt nicht anders sein kann, und daß es das einzig Vernünftige ist, diesen Zustand zu verewigen. So führen solche Verhältnisse tatsächlich manchmal zur Ehe, und es geht auch alles ganz gut, bis eines Tages doch der Katzenjammer kommt. Ich will damit natürlich durchaus nicht im geringsten bezweifeln, daß Sie Günter auf Ihre Weise zu lieben glauben; aber ob er — bildlich gesprochen — auf die Dauer davon satt wird, ist doch eine andere Frage. Und ich habe allen Grund zu der Annahme, daß dem nicht fo ist. Es gibt eben Männer, die nur dann mit der Liebe etwas anzufangen wissen, wenn sie die richtige Partnerin haben." „Womit Sie sagen wollen, daß ich nicht die richtige Partnerin für ihn bin ...?" „Aber bitte, das soll natürlich kein Werturteil und keine Kritik an Ihrer Persönlichkeit sein! Sie können ein durchaus wertvoller Mensch sein, können einen Mann durchaus glücklich machen. Nur daß Günter dieser Mann ist, kann ich nicht glauben. Es ist bei den Menschen genau so wie bei den Musikinstrumenten — sie müssen aufeinander abgestimmt sein, wenn das Spiel rein und klangvoll sein soll. Aber bitte, langen Sie doch zu! Oder nehmen Sie lieber eine Zigarette? Nein? Ich rauche gern, wenn ich plaudere. Wenn es Sie also nicht stört ..." Nicht müde werden, Annelies! Vornan von Bernhard Lonzer. Urheberrechtsschutz: Auswärts-Verlag, Berlin. Einigkeit des Volkes. Brennende Kerzen aus den Tischen verbreiteten weihnachtliche Stimmung. Der Leiter der Anstalt, Prioatdozent Dr. K r u s e, hielt, nach dem Vortrag eines Weihnachtsgedichtes von Theodor Storm eine kurze Ansprache, in der er auf den Gemeinschaftssinn des Weihnachtsfestes hinwies, das kein Mensch gern allein feiern wolle. Dieser Gemeinschaftssinn sei auch die Triebfeder dazu, dieses Fest im trauten Kreis der Schulgemeinde, zu der Eltern, Schüler, Lehrer und Gäste zählen, zu feiern. Und wie Weihnachten die Verbindung deutschen Volkstums mit christlicher Ueber- lieferung darstellt und dadurch ein rein deutsches Familienfest geworden fei, fo solle auch dieser Abend nach dem Bekenntnis zur Einigkeit im Rütlischwur, bann im weiteren Teil die christliche Idee der Liebe und Freude zur Geltung bringen. Im Geiste des Führers möchten diese Gedanken über diesen kleinen Kreis hinaus praktische Verwirklichung finden in der Opferbereitschaft. Der herzlichste und größte Dank an den Führer, der dann Sinn der Liebe und Freude dieses Festes in ungeahnter Weise in das Volk getragen habe, werde fein, wenn das deutsche Volk in der Opferbereitschaft sich selbst beschenke. Zwei Weihnachtschören folgte das Melodram von der stillen Nacht. Dann plauderte der Nikolaus in Die in großzügiger Weise in der Anlage an der Schlageterstraße geschaffene Rollschuh-Laufbahn erweist sich für das sportliche Leben in unserer Stadt als eine wertvolle Bereicherung. Das darf mit Recht besonders deshalb gesagt werden, weil die Bahn nicht nur als Rollschuhbahn, sondern auch als Eisbahn Verwendung finden kann. Damit wurde also eine Möglichkeit geschaffen, die oft wenigen Eistage, die uns in manchem Jahr in Gießen be- schieden sind, erheblich zu vermehren, da ja für eine Spritzeisbahn 2—3 Grad Kälte genügen, um allein innerhalb eines einzigen Tages eine Eisbahn zu schaffen, die selbst verwöhnten Ansprüchen gerecht wird. Wie entsteht nun eine Eisbahn im Spritzverfahren? wird so mancher Leser fragen! Es ist im Grunde sehr einfach! Die 800 Quadratmeter große Betonfläche unserer Gießener Rollschuhbahn wird, sobald einige Grade Kälte eingetreten sind, systematisch mit Wasser besprengt, das durch eine Düse so fein verstäubt wird, daß das Wasser sofort gefriert. Langsam geht der mit dieser Arbeit betraute Mann mit dem Spritzgerät über die Bahn und spritzt gleichmäßig das Wasser auf. Diese Arbeit kann be- Die Bautättgkeit in unserer Stadt ließ im vergangenen Jahre nichts zu wünschen übrig. Neben den Bauten für öffentliche Zwecke wurden zahlreiche Wohnhäuser in den Randgebieten der Stadt geschaffen. Nunmehr wurde im Südviertel unseres Gemeinwesens ein neues größeres Wohnungsbauprogramm in Angriff genommen. Die Mitteldeutsche Bau-Aktiengesellschaft für gemeinnützigen Wohnungsund Siedlungsbau, Wiesbaden (Mie- bau), als Träger des Bauunternehmens läßt nicht weniger denn 40 Wohnungen errichten, die in zehn Häusern mit je vier Wohnungen geschaffen werden sollen. Acht Häuser werden in Doppelhäusern zusammengefaßt, zwei Häuser werden freistehend gebaut. Die neuen Wohnhäuser, die an der Kreuzung Aulwea und Wartweg, also in herrlicher Höhenlage über der Stadt erstehen, erfahren eine klare, einfache Gestaltung und werden in der Lage zueinander in freie Anordnung gebaut. Hinter den I ihre Geschäfts- und Kas- ders hingewiesen. Oberheffen _ nb Anerkennung aus, wobei er das schöne kameradschaftliche Verhältnis des Schulinhabers Franz |3 o g t und seiner Gemahlin zu den Eltern und Große Auswahl in: Am goldenen Sonntag WW kaufen Sie Im Festgeschenk W(1 Y für Damen. Herren und Kinder 7463 A Gießen, Schulstr. 4 (früher Modehaus Salomon) für Damen, Herren und Kinder Gießen, im Dezember 1935. I Im Alter von 62 Jahren. 7140 A 05445 AMussMadtf- Kreuzplatz 15 7464 A Mnnhläoon von3 bis 20 v. H. erhalten Sie bei wieder- HaCniäSSB holten Vorüftentltohuiiflen einer ÄnzeigiH 7439 D <3 - Spendern mit Wurst die Ortsführung des Strickkleidung Tischdecken warme Unterwäsche Oberhemden, Krawatten Ob für die Hausfrau oder den Hausherrn: Schone und praktische Geschenk«finden Sie stets in großerAuswahl bei Lollar, Odenhausen, den 20. Dezember 1935. Die Beerdigung findet Sonntag, den 22. Dezember, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle aus statt. ________________________________7459 p Für die überaus herzliche Teilnahme bei dem Helmgange unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. In tiefer Trauer: Peter Balser und Frau Helene, geb. Albrecht Steinbach, den 20. Dezember 1935, ___________________7433D der Zentner 3,30 bis 3,50 Mk., Aepfel, das Pfund 10 bis 30 Pf., Birnen 12 bis 25, junge Hähne 90 Pf. bis 1,10 Mk., Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Gänse 1,20 bis 1,25 Mk., Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Nüsse, das Pfund 45 bis 55, Endivien, das Stück 5 bis 30 Pf., Oberkohlrabi 8 bis 10, Lauch 5 bis 12, Rettich 5 bis 10, Sellerie 5 bis 25 Pf. ** D i e Dienststunden des Amtsgerichts Gießen in der Weihnachtswoche. Am Montag, 23. Dezember, und Dienstag, 24. Dezember, vormittags find die Dienststunden die üblichen. Mittwoch und Donnerstag (1. und 2. Feiertag) ist das Amtsgericht geschloffen. Dienstag, 24. Dezember, nachmittags, sowie Freitag, 27. Dezember, und Samstag, 28. Dezember, findet nur ein Eildienst für besonders dringliche Sachen statt und zwar Dienstag nachmittag von 15.30 bis 16 Uhr, 30. Dezember, sowie am Silvestertage geöffnet ist. sei besonders aufmerksam ** Die Gießener oder Fleisch gefüllt und an WHW. abgeliefert. Obwohl Heute mittag gegen 1 Uhr entschlief sanft nach langem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Schwager und Onkel Herr Ludwig Fuchs L, Landwirt im Alter von 79 Jahren, Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Friedrich Seipp II. Familie Karl Fuchs Familie Ludwig Fuchs III. In tiefer Trauer: Frau Margarethe Friedrich Phillip Jung und Frau >r ihr GW Röte über- Stößen uni Auf die Bekanntmachung gemacht. Geldinstitute geben kgeräte d formschön Fachhandel Wule. 'N Privat, ehemalige im Käthe. . Die reich Spiegelbild e gearbeitet ib, gepaart ’r Führung rfdjaft an )ie Kapelle rbietunqen idelssckM, ? c\ Fch ein. Sw viel Freute iblick in Ä hrung rinn urch die der n ermöglicht )on der!8e> guten allen isausbildW digkeit einer enwart oor mdelsfchulen ntnissen uni J.B.Häuser Gießen Am Oswaldsgarten Ruf 2145/2146 Für die wohltuenden Beweise liebevoller Teilnahme, die uns beim Heimgange unseres lieben unvergeßlichen Entschlafenen Herrn Friedrich Engel, Postassistent i. R. zuteü wurden, sprechen wir hiermit unseren herzlichsten Dank aus. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, im Dezember 1935. Danksagung Für die wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgänge unseres lieben Entschlafenen Heinrich Luh III. sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden sagen wir herzlichsten Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Schultheis und den anteilnehmenden Vereinen. Die Hinterbliebenen. Großen-Linden, den 21. Dezember 1935. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und treuen Gedenkens, die mir während der langen Krankheit und bei dem plötzlichen Heimgang meines lieben Mannes und des treubesorgten Vaters seiner Kinder Dr. Wilhelm Kleberger, Prof. i. R. zugegangen sind, sage ich allen besten Dank. In tiefer Trauer.- Frau Albertina Kleberger, geb. Breidenbach Darmstadt (Herdweg 91). den 21. Dezember 1935. ______ _________________________7460 D Donnerstag abend 81/« Uhr entschlief nach schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, mein guter Vater, Schwiegervater, Schwager und Onkel Herr Jakob Friedrich Lokomotivführer L R. ** Das Städtische Volksbad gibt im heutigen Anzeigenteil bekannt, zu welchen Zeiten das Bad am Montag, 23. Dezember, am Montag, Heiligenabend und am ftfllrfirflfHfl)!!ln 9emen bösen, in Seltsam und geöunöen ,en rechts: Bald leuchtet und blitzt es am 8s?iiinachtsbaum. |flii 11 e : Beim Christbaumkauf. IJlii tte links: Die leckeren Stollen, prächtig i it.r ,udert, wandern aus der Backstube in den lJicn. Darunter: Auch im Dorfbackhaus ist 5 jitnetrieb; bis in die späte Nacht hinein werden Wi:d)en gebacken. [giii tte rechts : Weihnachtsvorbereitungen im Unigelifdjen Schwesternhaus. Kleider und Wäsche fi »ie Kinder der Krippe entstehen in emsiger Zu dem Christbaum gehört aber auch der Gabentisch. Das sorgsame Hausmütterchen hat dazu den Hauptbestandteil zu liefern. Manche Gabe der Liebe hat die Mama mit emsigem Fleiß selbst hergestellt. In Päckchen und in Paketen hat sie andere schöne Dinge aus den Geschäften heimgetragen. In viele deutsche Familien ist durch die Einkäufe ebenfalls Weihnachtsfreude eingekehrt, denn von der Herstellung all der schönen Dinge leben ja unzählige fleißige deutsche Menschen. Die Heimarbeiter und Heimarbeiterinnen, viele Gewerbezweige und Handwerksbetriebe haben von der Vorbereitung der Weihnachtsfreude wiederum Arbeit und Brot und auch Festtagsglück erhalten. In diesen Tagen unmittelbar vor dem Feste, da im allgemeinen nicht mehr die Herstellung, sondern nur noch der Verkauf der vielen schönen Dinge im Gange ist, hat eigentlich allein noch die Festbäckerei Hochbetrieb. Jetzt sind die Tage, in denen die Christstollen gebacken werden, die Knusperhäuschen aus Pfefferkuchen mit Zuckerguß erstehen, das Kleingebäck und andere süße Leckereien aus den Bäckereien und Konditoreien besonders in Erscheinung treten, aber »xil wir uns an dem herrlichen weißen Kleid der STIoi- erfreuen, und wir in der Stadt wollen nur Wunsch! m|el, daß Frau Holle auch Über uns zu We'h- ‘ n®i-'n noch einmal ihr weißes Flockenkleid aus- . Urthnf l&rc geschäftig geht es in diesen Tagen überall zu. labnDOl Emders unsere Frauen und Mädels haben letzt —nrh^Hirh viel zu tun. Was gibt es bd nidjt __.—-----z allc. zu richten und anzufertigen für das liebe tfeft! n ILMber erfordern die Obliegenheiten des Haus- yaag®n höi< die Anspannung aller Kräfte. Aber in den 1 2LriLstunden und zum Teil bis in die Nacht II '12 n wird allerlei an Handarbeiten und geheim- W3^9e . rifco-Uen Überraschungen für den Mann und die e allere geschafft, wie auch der Vater und die Buben Schmid' Lirbibie Mädels in diesen Tagen eine besonders Zu unseren Bildern: 8e 1 2-nfs oben: Im BDM. sind viele fleißige 7465 A Wirtschaft E E E E Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H. äronffurt a. M. Vertin «*y ÄÄ tur" vörse Datum | 19-12. I 20 12. 19-12- } 20-12- 146,65 | 147,25 212! 211,5 105,5 ! 104,75 110,4 109,65 85 I 86 I 116 I \ 128 I Banknoten. 85 116 128 147,13 104,65 111,25 c c 111,25 110,9 72,25 17,65 124 114,5 116,5 209 102 72 17,75 114,75 111,75 110 50,4 100,5 115,25 77,9 86,75 136,25 24,75 281 166 159 117 113,25 209 102,25 72,65 17,65 120,5 114,75 175,25 146,9 105,5 111,75 99,75 50,65 100 115,25 77,5 117,75 86,5 135,75 73,25 24,9 281,5 166 159 24,25 200 2,458 41,88 54,71 12,25 16,41 168,54 61,57 - 5 . 5 . 0 . 7 .. 0 . B .. 0 . 0 77, 12 . 8 24,5 87 201 117 113 208,25 102 71,75 17,65 120,25 115,4 176 62,97 80,48 33,63 50,25 101 115,25 77 87,25 136,5 24,75 283,5 169 161 . o| »i Schluß- tuns ,1900 i <11111 Hf McmSselver Bergbau .... Kokswerke............. Rheinische Braunkohlen . Ryeinstahl ............. Bereinigte Stahlwerke... Olavi Minen .......... Kaliwerke Aschersleben.. Kaliwerke Westeregeln... Kaliwerke Salzdetfurth .. 76,50, Rheinstahl 102, Stahlverein 72, Aku 50,40, Betula 133, IG. Chemie Basel voe 163, leere 140, 63,23 80,80 33,77 Adolf Hitlers am deutschen Volk ein wertvoller Bau- s . - i „.i.n n.um Deutschen Reich ist und auch in 3’lli ji bleiben wird. Schultheis Patzenhofer .......4 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 MM Do MH'unc Lilnes n Mvirkui Mrsie dat usqang 1-iinierrei ' Die zw Ms geh . Oj . 0 . 5 . 5 7¥1 Oie Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 1370: Bekanntmachung KP 77 der Ueberwa- chu.ngsstelle für unedle Metalle betr. Kurs- preise. 1371: Neue Gebührenordnung der Ueberwa- chungsstelle für Bastfasern. 1372: Bekanntmachung KP 78 der Ueberwa- chungsstelle für unedle Metalle betr. Kurspreise. 1373: Die Einlösung der deutschen Reiseschecks in der Schweiz. Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt. 5 117 6 — 12 210,5 4 101,75 ! Der de Hüls Is i-portpre fiten ne 7»er Mitt toilliqe LMayr iileidier L sMtoriui -tine Mu ugu rechn ufunpen t 24,75 I 87 j 2001 100,5 50,65 100,75 115,4 77 119,4 87,13 136,5 73,75 25 283 166 161 24,25 I 200 I Frankfurt a. M., 20. Dez. Da die Erzeugung nicht gleichen Schritt gehalten hat mit dem vor den Festtagen wesentlich höheren Verbrauch, zeigt, sich in der laufenden Woche eine Verknappung de- Angebots, zumal da auch Kühlhauseier nicht in dem Maße zur Verfügung standen, wie sie zur Weih, nachtsbäckerei benötigt werden. Es notierten in Pf pro Stück frei Frankfurt a. M. (Großhandelsoer- kaufspreise an den Kleinhandel: Deutsche und ausländische Handelsklasseneier: S 12*/r, A ll3/<, B 11, ~ 10, D 93/4. Kühlhauseier: B 9Vz bis 9 bis 9V4. Serlm,20 Dezember_____ Amerikanische Noten.............. Belgische Noten.................. Dänische Noten ................. Englische Noten ................. Französische Noten............... Holländische Noten ............... Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. Deutsch Lesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten.............. Schwedische Noten............... Schweizer Noten................. Spanische Noten................. Ungarische Noten................ Bemberg................ Zellstoff Waldhof ......... Zellstoff Aschaffenburg .... Dessauer GaS ............ Daimler Motoren......... Deutsche Linoleum........ Lrenstein & Koppel ....... Westdeutsche Kaufhof...... Chade ................... Accumulatoren-FabrU..... Eonti.Gummi............ Gritzner................. Mainkrastwerke Höchst a.M. Süddeutscher Zucker .n». Die Ti Mer zu •Marita Wer auc Die M nur Michl L ifh ^ur ||lWni p w $r 'N 2 f0?e l aus ;pi i im Ausl ■ Schluß,. ’ Mittag- bürse Oie Rückzahlung von Spareinlagen. Fwd. Der Reichskommissar für das Kreditwesen hat nachstehende Bekanntmachung erlassen. Auf Grund des § 55 Satz 2 des Reichsgesetzes über das Kreditwesen vom 5. Dezember 1934 wird mit Zustimmung des Aussichtsamts für das Kreditwesen folgende Uebergangsregelung getroffen: Der im § 23 Absatz 3 des Gesetzes anyefuhrte Rückzahlungsbetrag, der ohne Kündigung für jedes Sparbuch im Monat geleistet werden darf, betragt bis 31. 12. 1936 1000 RM. Bis zum 31. 12. 1936 können bei außergewöhnlichen, durch Naturereignisse heroorgerufenen Notständen (Überschwemmungen, Mißernten, Vieh- sterben, Brandschäden) Spareinlagen bis zu 3000 M. vor Fälligkeit zurückgezahlt werden, ohne daß eine Verpflichtung zur Berechnung von Vorschußzinsen besteht. Oie Deutsche Reichsbahn im Oktober. (Fwd.) Die Gesamteinnahmen der Reichsbahn im Oktober waren mit 329,20 Millionen Mark um 26,8 Millionen Mark höher als im entsprechenden Vor- iahresmonat. Die Gesamtausgabeverpflichtungen des Monats Oktober beliefen sich auf 336,7 Millionen Mark und lagen 7,5 Millionen Mark höher als die Betriebseinnahmen Die nahenden Weihnachtsfeiertage und das bevorstehende Ende des Jahres 1935 wirkte sich am Frankfurter Getreidegrohmarkt schon in dieser Woche in merklich verringerten Umsätzen auf nahezu allen Marktgebieten aus. Besonders ruhig lagen die Brotgetreidemärkte. Nachdem das Geschäft in Auszugsmehlen für den Festtagsbedarf bei den Weizenmühlen beendet ist, erfolgten für den laufenden Monat keine nennenswerten Neuanschaffungen, wenngleich immer noch einige zusätzliche Käufe in guten Durchschnittsqualitäten von Weizen zu beobachten waren, zumal da das Weizenbrotmehlgeschäft einen weiterhin befriedigenden Absatz aufweist. Bevorzugt wurden wieder hessische Weizen. Das Angebot war etwas reichlicher, wurde aber zu den Mühlenfestpreisen ausgenommen. Das Angebot in Roggen überstieg zumeist die Nachfrage. Die großen Mühlen sind noch ziemlich stark versorgt und kommen daher kaum als Käufer in Betracht, dagegen bekunden die Landmühlen, insbesondere auch für die späteren Termine gute Kauflust. Linoleum 136,25, Licht 8- Kraft 125,75, IG. Farben 147,25, Gesfürel 123, Goldschmidt 104,75, Holzmann 85, Junghans 78,75, Metallgesellschaft 110, Reichg. bahn-Vorzugsaktien 123,40, Hapag 14,75, 2,25 Anatolier I u. II 38,90. Frankfurter Obst- und Gemüsemackt. Frankfurt a. M., 20. Dez. Am Gemüse, markt war das Gesamtangebot gut, in Zwiebeln haben sich die Zufuhren gebessert. Die Preise blie. den gegen die letzten Notierungen fast unverändert, nur Blumenkohl zog merklich an. U. a. notierten: Blumenkohl Stück 20 bis 65 (zuletzt etwa 15 bis 40), Blumenkohl, Steige 12 bis 18 Stück, 6,00 bis 6,25 (4,00 bis 4,50), Eskarol 5 bis 15, Feldsglat (groß) 25 bis 35 (klein) 50 bis 70 (Mistbeet), Karotten 4 bis 5, gelbe Kartoffeln 3,40 bis 3,60, Oberkohlrabj 3 bis 5, Unterkohlrabi 5 bis 6, Meerrettich 35 bis 45, Rosenkohl 20 bis 23, Rotkraut 7 bis 10, Sellerie je nach Größe 5 bis 30, do. 50 Kilogramm 8 bis 12, Spinat 8 bis 12, Schwarzwurzeln 15 bis 22, Teltower Rübchen 12 bis 15, Tomaten, Steige 10 gramm, 4,50 bis 5,00 Canar., Weißkraut 4 bis \ Wirsing 4 bis 8, Winterkohl 7 bis 8, Weiße Rüben 5 bis 7, Zwiebeln 10 bis 12. Der O b st m a r k t hatte starkes Angebot von Aepfeln von nur mittlerer Qualität, während h Auslese nur schwach angeboten wurde. Birnen haben geringe Zufuhren. Die Nachfrage war nur nach guten Früchten gut, sonst schleppend. Die Preise gaben teilweise nach, im übrigen blieben sie ziemlich fest. Für la Auslesen liegen sie zum Teil erheblich über Notiz. Nüsse und Apfelsinen blieben reichlich angeboten, bei rückläufigen Preisen lebhaftes Geschäft. U. a. notierten: Aepfel I 25 bis 30, II 16 bis 20, Wirtschaftsäpfel 12 bis 15, Goldparmänen 18 bis 30, Boskop 20 bis 26, Luiken 18 bis 20, Renetten 20 bis 23, Schafsnase 14 bis 16, Apfelsinen blond 15 bis 18 span., kernlos 24 bis 26 span., Italiener blond 17 bis 18, Blut 28 bis 30, Birnen I 20 bis 25, III 18 bis 20, Kochbirnen 12 bis 1$ Pastoren 15 bis 18 Mme. Berts 20 bis 24, Haselnüsse 27 bis 35 ital., Kokosnüsse 18 bis 25, Man- darinen 20 bis 25 span., Trauben, Steige 20 Pfund, 6,50 bis 7,00, Almeria, Walnüsse 26 bis 38, ital, 20 bis 25 bulg. Zitronen, Kiste 300 bis 360 Stück, 7,50 bis 10,00. Frankfurter Eiermarkt. er N Me. am MiVÜlM :Sole der Ians •reidje ® Ms 5 100,5 97 102,25 110,1 100 96,75 96 114 112,4 101 97 97 107,9 29 9,15 8,8 9,05 12,25 LS 100,5 97 103,5 109,4 100 96,75 112,25 100,9 97 97 107,9 28,25 1,3 9,05 9 9,1 12,13 4% veSgl. Serie 11 ............ 5% Numän. vereinh. Rente v. 1903 4/r%Rumltn.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente . - 2%% Anatolier .............. Hamburg-Amerika-Paket .....0 Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0 Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Dtsconto- Gesellschaft................0 Dresdner Bank..............0 Reichsbank ................ 12 A.S.G......................0 Bekula.................... 10 Elektr. Lieferungsgesellschaft... 5 Licht und Kraft ........... 6 /, Felten & Guilleaume......... 4 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ 6 Rhein. Wests. Elektr..........6 Schuckert L Co...............4 Siemens L Halske............7 Lahmeyer L Co..............7 Buderus ................... 4 Deutsche Erdöl ..............4 Harpener...................0 Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 8 Ilse Bergbau ............... 6 Ilse Bergbau Genüsse........ € Klöcknerwerke ............... Maunesmann-Röhrerr0 9,5 5,8 8.5 4,75 39.13 14,75 16,13 84 113 84 82,5 83,5 177,75 35 132,5 109,5 125,5 106,75 123.25 125 130 118,65 164,25 120,25 93,5 104,5 105,25 81,75 126,25 77,4 1 76,9 9,5 5,8 8.5 4,75 38,9 14,75 16,13 114,25 83,5 82,5 83,5 177 34,4 133 109,5 125,75 107,65 123 129,75 118 164,75 119 92,75 103,75 106 81,5 126 | 77,75 I 7LL- 5,8 8,8 4,8 39 14,9 24,5 16,13 84 114,25 84 82,5 83,5 177 35 133,5 109,5 125,25 107 123,4 130,5 118,9 164,4 119,75 93,5 104,75 105,25 82 126 77,5 76,9 5,8 8,6 4,75 39 14,9 16,13 84,4 114,5 83,5 82,5 83,5 177 34,75 133,5 109,4 126 107,5 123,4 130 118,65 164,25 120 92,25 103,5 106,5 81 152 125,25 J 77,25 764 4*/>% Deutsche Reichspo Weisungen von 1934, 6% ehern.8% Hess. Volks /rfirfxnfilfi lO-W-t .... tschahan- ....... laat1929 4Vi°/o ehem. 8°/» Hessische Lande«' bank Darmstadt Gold N. 12.... 6%% ehem. 4N°/«> Hess. Landes. Hypothekenbank DarmstadtLiaui 4Yi% ehem. 8% Darmst. Komm. Landesb.Goldschuldverschr. R.6 Oberhessen Provinz-Anleihe mii Ohidtnf .fRprfifpn ............. Deutsche Komm. Samm leihe Serie 1 mit Auslo 4y,% ehem.8°X> Franks. H Goldpfe. 15 unkündba 6y,% ehem. 4>4% yrar Bank-Ltau.-Psandorte bYt% ehem. 4yt% Hyp.-Banl-Liau.-Gold 4%% ehem. 8% Pr. Lan briefanstalt, Psandbri 4Ki% eitern. 7% Pr.Lan brlesanst., Gold Komr Steuergutsch.Verrechnur 4% Oesterretchische Gold 4,20% Oesterreichische 4% Ungarische Goldrent 4% Ungarische Staatörei 41-o/. hndnl. nnn 1913 . :labl. An- .-Rechten yp.-Bank bis 1935 'kf. HYP-- e....... Rheinische pse..... despfand- 'se R- 19 despfand» n. C61.V1 gök. 34-38 rente... Uberrente ite v. 1910 6% äbgest" Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Gerte i ■•*•**»*• •»*«>«•*• 19.Dezember 20.Dezember Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Bries Geld 23r»ci___ Buenos Aire 0,677 0,681 0,677 0,681 Brüssel .... 41,89 41,97 41,86 41,94 Rio de 3an. 0,137 0,139 0,138 0,140 Sofia ..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen 54,70 54,80 54,68 54,78 Danzig..... 46,80 46,90 46,80 46,90 London ..... 12,25 12,28 12,245 12,275 HeljingforS. 5,395 5,405 5,395 5,405 Parts ..... 16,39 16,43 16,40 16,44 Holland ... 168,19 168,53 168,28 168,62 Italien..... 19,98 20,02 19,98 20,02 Japan ...... 0,714 0,716 0,714 0-716 Jugoslawien 5,654 5,666 5,654 5.666 Oslo..... : 61,51 61,63 61,49 61,61 Wien....... 48 95 49 05 48 95 49,05 Lissabon... 11,11 11,13 11,11 11,13 Stockholm.. 63,16 63,28 63,14 63,26 Schweiz ... 80,48 80,64 80,66 80,82 Lpanien... 34,01 34,07 33,99 34,05 Prag...... 10,28 10,30 10,29 10,31 Buoapest .. —- Neuyork .. 2,486 2,490 2,486 2,490 1UII )o< Treffen sieht zwei Mannschaften von recht aus- Handball im kreis VIII stahn-ÄM Zsmayr außer Gefecht. Fußball der heimischen Mannschaften Rundfunkprogramm um 9 Eß n Äufbau gleich gut sind. Das Glanzstück der offen. i l Eichener Spielstarke gegenüber. Das beweist schon ' Tabellenstand. Die 1900er haben den dritten Xtl n Cutterin: e y'öfoere; c Autler ide man n , Der vor $i. f konnte t Mark pro Ml llsoerkaussff arkenbutter 1 er 143 bis i ter 125, hol t Mittelgewichtsklasse aufstellte, muß eine unfrei- tiiflne Ruhepause einlegen. Die Verletzung, die sich ximpr bei feinem zweiten Weltrekordoersuch an c irter Stelle zuzog, hat sein Verbleiben im Sport- s m orium Hohenlychen notwendig gemacht. Es ist i im Muskelzerrung, die eine längere Ruhe be- Lin . Bei sachgemäßer Behandlung ist jedoch damit . n echnen, daß Jsrnayr seine Olympia-Vorberei- tin^n bald wieder fortsetzen kann. konzert. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei zwischen zwei und drei. 15: Wirtschaftsbericht. 15.15: Kinder- feen. werbesteuttc insgesamt 20. Febm! schein bei fit Gießener haben am Sonntag den Tabellen- zum Gegner. Die Gäste zeigten während der Sonntag, 22. Dezember. 6 Uhr: Hafenkonzert. 8.05: Gymnastik. 8.45: Choralblasen. 9: Evangelische Morgenfeier. Veranstaltet von dem Amt für Kirchenmusik, Frankfurt a. M. 9.45: Bekenntnisse zur Zeit. 10: Sterne über den Hütten. 10.30: Chorgesang. 11.15: Dichter im Dritten Reich. Erich Edwin Dwinger liest aus seinem neuen Roman „Die letzten Reiter". 11.30: Von deutscher Art und Kunst. „Das Weihnachtsmysterium Matthias Grünewalds". Eine Funkfolge. 12: Musik am Mittag. 14: Kinderfunk. 14.45: Die vergoldete Nuß. Eine wunderliche Geschichte. 15: Deutsche Scholle. 16: Nachmittagskonzert. 18: Zündet die Flamme an ... Ein Spiel zur Wintersonnenwende. 18.30: Pflichterfüllung — Der Weg zur Freiheit. Funkbericht von einer Werkgemeinschaftsfeier. 19: Weihnachtsfeier. 20: Großes Advents-Konzert. 21: Meister-Konzert VI. Richard Trunk dirigiert eigene Werke. 22: Nachrichten. Ittonfag, 23. Dezember. 6 Uhr: Choral, Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.15: Gymnastik. 10.30: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.20: Nachrichten. 11.45: Sozialdienst 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten. Anschließend: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Schloß- 2. Kreisklasse. Tv. Wetzlar II — Tv. Allendorf (Lahn). Tv. Dutenhofen — Tv. Nauborn. Tv. Beuern — Tv. Treis. Tv. Nieder-Ohmen — To. Bernsfeld. Wetzlar sollte gegen eine komplett antretende Allendorfer Mannschaft kaum die Möglichkeit haben, zu einem Sieg zu kommen. — Dutenhofen wird zu Hause dieses Treffen sicher gewinnen, zumal Nauborn schon am letzten Sonntag nicht komplett antreten konnte. — Beuern hat Treis als Gast und sollte sehr wohl in der Lage sein, den Sieg im Vorspiel zu wiederholen. — In Nieder-Ohmen stoßen zwei Neulinge aufeinander, von denen allerdings die Platzbesitzer die meisten Chancen haben. Zugendklasse. Tv. Garbenheim — Tv. Dutenhofen. Tv. Wetzlar — Tv. Münchholzhausen. Tv. Holzheim — Tv. Lich. Spv. 05 Wetzlar — Tv. Niedergirmes. Tv. Garbenteich — Tv. Grüningen. Wenn auch Dutenhofen seine komplette Mannschaft nicht mehr zur Stelle hat, so wird es nicht schwer fallen, gegen Garbenheim zu gewinnen. — Anders dürfte es dagegen in Wetzlar werden. Denn die Jungens des Tv. Wetzlar haben am vergangenen Sonntag so schön zusammengespielt, daß man ihnen bei dem neuerlichen Zusammentreffen sehr wohl einen Sieg zutrauen kann. — Holzheim hat zu beweisen, ob die in der letzten Zeit beobachtete gute Form von Dauer ist. Andererseits wird sich aber auch Lich nicht so ohne weiteres schlagen lassen. Es ist deshalb mit einem spannenden Kampf zu rechnen. — Garbenteich sollte es selbst auf eigenem Platz nicht möglich sein, gegen die körperliche und spielerisch besseren Gegner aufzukommen. 'Parmäne: 5 bis 2Qi 16, M R (pan„ 30, Bini! en 12 bis Us 24, fio bis 25, U eige 20% ) bis 38, i- bis 360 & berg-Hohenzollern. 18.30: HJ.-Funk. Weihnacht den Müttern! Don Hans Baumann. 19: Advents- und Weihnachtslieder aus aller Welt. Vereinigte Staaten von Nordamerika — Brasilien — Island — Norwegen — England — Polen — Schweiz. 19.45: Tagesspiegel des Reichssenders Frankfurt. Nachrichten. 20.10: „Ehrt eure deutschen Meister". Hans Pfitzner: Das Christelflein. Spieloper in zwei Akten. Dienstag, 24. Dezember: 6 Uhr: Choral — Morgenspruch. 6.30: Früh- konzert. In der Pause: 7: Nachrichten. 8.15: Gymnastik. 9.15: Weihnachtliche Stunde. 11: Weihnachtliche Musizierstunde. 12: Mittagskonzert der Funktanzkapelle. 13: Nachrichten. 13.15: Unser Weihnachtsteller. Eine bunte Mischung aus Vers und Prosa. 13.30: Weihnachts-Motette. 14.15: Kinderstunde. Die Auflösung unseres Preisrätsels. 15: Unterhaltungs-Konzert. Vorschau auf den Gabentisch. 16: Nachmittagskonzert. 18: „Die Fahrt in den Weihnachtsabend". Eine Erzählung von Wilhelm Schäfer. — Sprecher: Rudolf Rieth. 18.30: Der Frankfurter Blindenchor singt. 19: „Von alters her: Der heilige Baum". Von Hugo Hertwig. 19.15: Volkstümliche Weihnachtsmusik. Gesungen und gespielt zu verschiedenen Instrumenten. 20: Zur Heidis Erzeig kW gesperrt ist, kampflos zu zwei Punkten. mit dm aufter (Gefecht. Spielverlegungen in Nordheffen. 3' der nordhessischen Fußball-Gauliga hat es rer|7)iebene Terminänderungen gegeben. Das für t £n29. Dezember angesetzt gewesene Spiel Hanau £ j$ — Kurhessen Marburg ist auf Antrag von Mar- luc! abgesetzt worden und wird am 12. Januar lB3i nachgeholt. Infolgedessen wird auch das für t eh "12. Januar angesetzt gewesene Spiel Kurhessen Ma-Lurg — 03 Kassel abgesetzt und auf den 19. ^kn:iar verschoben. Die Bezirksklaffe am Sonntag. Sinn — Niedergirmes. SB. 05 Wetzlar — Dahenborn-Sleinberg. VfB.-Reichsbahn Gießen — Naunheim. Mannschaft ist der Sturm. Die treibenden Kräfte sind der Halbrechte Hader und der Linksaußen Keusch. Gegenüber diesem schweren Gegner gehen die VfBer sorgfältig vorbereitet in den Kampf. Die Mannschaft spielt mit Helcher Leutheuser I Lehrmund Mund Knauß Hauptfeld Anthes K. Schmidt Schorge Heß Szponick. Diese Mannschaft dürfte die stärkste sein, die zur Zeit gestellt werden kann. Helcher ist ein Torwart, der sein Können schon öfter erfolgreich unter Beweis gestellt hat. Durch Zurücknahme von Lehrmund in die Verteidigung hat diese unbedingt gewonnen. Die Läuferreihe sollte sich in dieser Zusammensetzung auch gegenüber dem gefährlichen Sturm der Naunheimer durchsetzen können. Im Sturm spielt zum ersten Male Schorge. Der linke Flügel mit Heß und Szponick dürfte der treibende Teil des Angriffs sein. Aber auch Schmidt und Anthes werden in ihren Leistungen nicht aus dem Rahmen fallen. Da alle Voraussetzungen für einen Großkampf gegeben sind, sieht man mit Spannung diesem Punktspiel entgegen. Schiedsrichter ist Di11er (Langendiebach), der sich damit zum ersten Male dem Gießener Publikum vorstellt. VfV.-Reichsbahn II — Grünberg I. Im Vorspiel konnten die Grünberger sich gegenüber den nur mit 9 Mann antretenden VfBern erfolgreich durchsetzen. In der Zwischenzeit hat sich das Kräfteverhältnis beider Mannschaften bedeutend verschoben. Die Gießener stellen heute eine Elf ins Feld, die fähig sein sollte, die Gäste einwandfrei zu schlagen. Die dritte Mannschaft fährt nach Großen-Linden und trifft hier auf einen Gegner, der in letzter Zeit in seinen Leistungen bedeutend nachgelassen hat. Trotzdem werden die Gießener sich auf einen schweren Kampf gefaßt machen müssen, wenn sie ihren Vorspielsieg wiederholen wollen. Die zweite Jugend tritt zum Pflichtspiel in Klein- Linden an. Es dürfte ihnen kaum gelingen, den Gastgeber auf eigenem Gelände zu schlagen. Die dritte Jugend spielt auf eigenem Platze gegen Heuchelheim zweite Jugend, der Ausgang ist atte, $u er ' Gesänfi' ( Siehw ng d-- ze hkeiten dec itiiberg, d" rs in her t" nebenan M Dir Reichsportführer in Hohenlychen T eihnachlsseier im Sanatorium der Sportler. 2m im Sanatorium Hohenlychen untergebrach- Sportlern wurde in diesen Tagen eine sreu- iigi Weihnachts-Ueberraschung zuteil. Völlig uner- :)oret erschienen der Reichssportfuhrer von 10 a m m e r und Osten und Fußball-Bundes- raher Nerz, um den augenblicklich außer Gefecht .rsezten Aktiven aller Sportarten emen Besuch . dz. statten. In einer schlichten Weihnachtsfeier hielt iier Reichssportführer eine kurze Rede und Der» :M. anschließend die Geschenke, die sich jeöer selbst Ln mscht hatte. Bei einem Rundgang durch die -rä der schwerer Beschädigten fand er für die noch ns Bett gefesselten Sportler humorvolle und trost- eic.e Worte und machte ihnen durch ein persön- I chz Geschenk noch eine besondere Freude. Handball: 1500 in Kassel gegen Tnspo. 86/09. morgigen Sonntag weilt 1900s Gauliga- imlnschaft abermals auswärts, und zwar hat sie sich i en Turn- und Sportverein 86/09 Kassel zu stellen. ^brauch, t ■rinappunt er nicht in! sie zur 5 otierten ir srohhande!- üiche und. A UM 9'/r bis ’niSieg ringen. VfB.-Reichsbahn Gießen. Der Tabellenführer Naunheim auf dem Waldsportplah. nrich E t Deldsii' Bad W reien .eGefän!' 1'0 ö'ch 'Markt. iffi (hu bi9f sll* «nm 8 bis . b's 22 ■ 'teige lös raut 4 f,j. ^ibe X Angebot । während urnen k Qr nur geklärt werden, wer von beiden Mannschaften die bessere ist, und wer somit die meisten Chancen auf den Staffelsieg hat. Es ist mit ziemlicher Sicherheit mit einem Sieg der Platzbesitzer zu rechnen, zumal die Gäste seit langer Zeit wieder zum erstenmal spielen. — Hörnsheim wird keine Mühe haben, Garbenheim ziemlich sicher abzufertigen, nachdem auch bereits das Vorspiel ziemlich sicher gewonnen wurde. Ballon »Stadt Essen II" OLD.- Wanderpreissieger. DLV.Danderpreissieger. Beim Ballonwettbewerb um den DLV.-Wanderpreis, der am 8. Dezember in Gelsenkirchen gestartet worden war, hat nicht Ballon „Nordmark" gewonnen, sondern der von Dr. Kaulen geführte Ballon „Stadt Essen II". Ihm wurde auch der Wanderpreis zugesprochen, den die DLV.-Ortsgruppe Essen damit endgültig gewonnen hat. „Nordmark" hat wohl die weiteste Strecke zurückgelegt, doch verboten die Ausschreibungen das lieber- fliegen der See. „Nordmark" ist aber bekanntlich an der englischen Küste gelandet. Oxfords Eishockeyspieler wieder geschlagen. Die englische Eishockeymannschaft der Universität Oxford trug am Freitagabend vor über 3000 Zuschauern im Münchener Prinzregenten-Stadion ein zweites Spiel gegen eine deutsche Nationalmannschaft aus. Wie am Vortage in Garmisch- Partenkirchen, so wurden die Engländer auch diesmal wieder mit 5:0 geschlagen. Der Sieg der deutschen Nachwuchsmannschaft, aus drei Berlinern, einem Münchener und einigen Riesserseer Spielern bestehend, war durchaus verdient. — Die Kunst- (auföarbietungen wurden von den Europameistern Maxie Herber und Ernst Baier bestritten. Beide zeigten im Einzellauf eine Erhöhung des Schwierigkeitsgrades ihrer Vorführungen und waren auch im Paarlauf ausgezeichnet. Kurze Sportnotizen. Der Deutsche Turnerbund in der Tschechoslowakei hat einen Beschluß gefaßt, nach dem jeder Wettkämpfer in seinen Reihen vom 1. Juni 1936 ab den Nachweis.über die abgelegte Prüfung im Schwimmen erbringen muß. Sieben Hauptregatten umfaßt der jetzt bekanntgegebene Terminkalender des Deutschen Ruder-Verbandes für 1936. Es sind dies die Veranstaltungen in Mannheim (7.6.), Mainz (14.6.), Duisburg und Leipzig (21.6.), Berlin-Grünau (28.6.), Hamburg (5.7.) und Frankfurt am Main (12. 7.). Dazu kommen als weitere Höhepunkte des Nuderjahres 1936 die Deutschen Meisterschaften in Berlin (19.7.) und die Olympia-Regatta (11. bis 14. August). E i n O l y m p i a k u r s u 5 der Gewichtheber wird vom 6. bis 18. Januar im Trainingslager der deutschen Schwerathleten in Bennnecken- ftein im Harz abgewickelt. Zugelassen sind je sechs Heber vom Feder- bis Halbschwergewicht und fünf Schwergewichtler. Am 7. Januar finden Prüfungskämpfe statt, an denen auch weitere Bewerber teilnehmen und sich für die Olympiakernmannschaft aualifizieren können. i den Reich' * d den Drttf | 2 r deutsche Olympiasieger im Gewichtheben, Ru- _ «i I s m a y r - Freising, der beim 14. Fest der (üprtpreffe in der Deutschland-Halle mit 220 Pfund c-tin neuen Weltrekord im beidarmigen Drücken Ob die winterlichen Sportplätze eine reibungslose Abwicklung des für kommenden Sonntag festgesetzten Spielprogramms zulassen, kann noch nicht gesagt werden. Es wäre wohl schade, wenn das eine oder das andere Spiel ausfallen müßte, die Gesundheit der Spieler steht aber höher. Für kommenden Sonntag sind wieder einige recht interessante Treffen angesetzt, die für ausgezeichneten Sport bürgen. Da ist zunächst die Bezirksklasse mit den Paarungen Tuspo Marbung — Mtv. Gießen. To. Hochelheim — Tv. Münchholzhausen. Tv. Wetzlar — Tv. Heuchelheim. Tv. Lützellinden — Tv. Roth. Wenn sich Mtv. nicht besser anstrengt, als am vergangenen Sonntag, kann es sehr leicht zu einer Ueberraschung kommen. Es ist aber zu erwarten, daß die einzelnen Spieler aus dem Auftreten bei dem Spiel gegen Hochelheim die erforderlichen Lehren gezogen haben, und daß es diesmal etwas besser geht. — In Hochelheim haben die Platzbesitzer nach der letzthin gezeigten guten Form die meisten Aussichten, zumal sich die neuen Spieler, die die Gäste eingestellt, noch nicht richtig gefunden haben. — Nach der klaren Niederlage im Vorspiel fahren die Heuchelheimer ohne Chancen nach Wetzlar. Es ist kaum anzunehmen, daß ihnen ein Erfolg beschie- den sein wird, zumal sie mit Ersatz antreten. — Lützellinden wird keine Mühe haben, den Gast auf eigenem Gelände sicher zu schlagen. Denn wer in Lützellinden gewinnen will, muß über gediegenes Können verfügen. 1. Kreisklasse. Tv. Dorlar — Tv. Atzbach. Tv. Groß-Rechtenbach — Tv. Niedergirmes. Tv. Hörnsheim — Tv. Garbenheim. Das Lokaltreffen in Dorlar gibt den Einheimischen noch einmal Gelegenheit, sich für die im Vorspiel erlittene Niederlage zu revanchieren. Sie müssen dann allerdings mehr Kampfgeist aufbringen, als das in der letzten Zeit der Fall war. So ohne weiteres wird sich Atzbach, das die beiden Punkte noch dringend benötigt, nicht schlagen lassen. — In Groß-Rechtenbach wird es zu einer Vorentscheidung kommen. Vor allen Dingen wird die Frage 3. Sinn spielen zwei Mannschaften mit dem c ’ebgen Spielsystem gegeneinander. Der Ausgang 11 :ifen. Tsetzlar sollte gegen Watzenborn-Steinberg trotz tfesieigenen Platzes einen schweren Stand haben. ! die'Gäste, durch ihren vorsonntäglichen Sieg mo- iliti) gestärkt, werden alles aufbieten, um eine Jti Partie zu liefern. Tw VfBer haben in Naunheim einen Gegner, !c iihnen gewachsen sein sollte. Der Papierform ri dürsten zwei gleichwertige Mannschaften ein Sieg Wißmars sollte daher sicher sein. Rodheim pausiert, da Leihgestern die Mannschaft von den Spielen zurückgezogen hat. Aus diesem Grunde wird Rodheim verstärkt in Vetzberg antreten, so daß ein knapper Sieg der Gäste nicht ausgeschlossen sein sollte. Flensungen empfängt die zweite aus Grünberg und wird sich daran halten müssen, wenn es nicht wieder eine Niederlage geben soll. Lollars Dritte tritt in Geilshausen an. Rüddingshausen fährt nach Treis und sollte nicht in der Lage sein, den Vorspielssieg zu wiederholen. Staufenberg hat gar keine Aussichten in Londorf und wird mit einer hohen Niederlage zu rechnen haben. Sportverein 1920 Lollar. Am morgigen Sonntag greift der SV. 1920 Lollar wiederum mit vier Mannschaften in die Spiele ein. Es spielen: Lollar I — Heuchelheim I. Lollar II — TV. 1846 Gießen I. Geilshausen I — Lollar III. Lollar Schüler — Garbenteich Schüler. Die erste Elf trifft im Derbandsspiel auf eigenem Platze auf den alten Widersacher Heuchelheim. Der Gegner konnte in letzter Zeit wieder seine Formverbesserung unter Beweis stellen und durch gute Leistungen den zweiten Tabellenplatz erringen. Für die ßollarer heißt es daher auf der Hut sein. i-ken erfjkl- ffr r zum Gegner. Die Gaste zeigten wayreno oer h!r die U 3d»anö5ferie konstante Leistungen und nehmen D auch mit Recht den ersten Platz der Tabelle t ir :Die Naunheimer senden eine Mannschaft, die rfc)l nur kämpfen kann, sondern auch in technischer < >nl,cht Leistungen zeigt, die aus dem Rahmen t ire Durchschnittsfußballs heraustreten. Die Gäste i »«'sagen über eine Hintermannschaft, die sich bis sosehr selten schlagen ließ. Der Tormann dürfte Istcichwächste Punkt der Elf sein. Die Verteidigung A i sc körperlich sehr stark. Die Läuferreihe setzt sich inksukl^, ।ns Spielern zusammen, die in der Abwehr und —Ipi Aufbau gleich gut sind. Das Glanzstück der 1 ------- ~ s. .'lünffung des Sturmes steht noch nicht fest, da Gfenes noch nicht wieder zur Verfügung und die SMbirfung von Hammann in Frage gestellt ist. Es tre daher in erster Linie ausschlaggebend für den Ü.Utnang des Spieles sein, wie es in der Gießener i'ür erreihe klappt. 2« zweite Mannschaft kommt, da der Tv. Ebers- Di'e % dient mr ergeb' 1*6* reich Iler , lebiM^\ ftfn inne, während Tuspo 86/09 mit einem Punkt 1 30,11 b Tlsi renz an vierter Stelle steht. Die Kasseler Elf »sei weniger bekannte Namen auf, ist aber dafür s hc ausgeglichen. Besonders schwer ist die Hinter- iimnschaft zu überwinden. Die 1900er müssen f{jo alle Routine zur Geltung bringen, wenn sie «ritjgreid) bestehen wollen. In der Hintermann- j her spielt der Läufer Reist für den verhinderten ' n. Das dürfte keine Schwächung bedeuten. Die Fußball der Kreiöklasseu. VfB.-R. 2. — Grünberg (Gerhardt, Steinbach); Lollar — Heuchelheim (Keller, Naunheim); Großen- Buseck — 1900 2. (Kaietsch, Wetzlar); Steindorf — Oberbiel (Post, Wieseck); Ulm — Holzhausen (Schr. von Wetzlar); Nauborn — Wetzlar 2. (Schr. von Wetzlar); Großen-Linden — VsB.-R. 3. (Lotz, Launsbach); Lich 2. — Grüningen (Luh, Allendorf); 1900 3. — Steinberg 2. (Weil, Vetzberg); Krofdorf — Fellingshausen (Keller, Lich); Lollar 2. — TV. 1846 (Hillebrecht, Großen-Buseck); Launsbach — Alten-Buseck (Schr. von Wetzlar); Heuchelheim 2. — Wißmar (Schr. von Wetzlar); Vetzbera — Rodheim 2. (Bender, Fellingshausen); Flensungen — Grünberg 2. (Hofmann, Wieseck); Geilshausen — Lollar 3. (Röhm, Grünberg); Treis — Rüddings- hausen (Grote, Mainzlar); Londorf — Staufenberg (Körber, Alten-Buseck). Krofdorf erwartet den Lokalgegner Fellingshausen und wird kämpfen müssen, soll ein Sieg errungen werden. Fellingshausen stellt eine zähe Mannschaft. Alten-Buseck reist nach Launsbach und wird dort den Beweis erbringen müssen, daß die Tabelle zu Recht geführt wird. Auf heimischem Gelände ist der Gastgeber nicht leicht zu nehmen, doch rechnet man mit einem knappen Sieg der eifrigen Gäste. Die zweite Mannschaft von Heuchelheim erwartet Wißmar. Die Gäste konnten erst im letzten Spiel ihre wahre Spielstärke unter Beweis stellen, ligen Nacht. 21: Weihnachtsansprache des Stellvertreters des Führers, Pg. Rudolf Heß. 21.20: Von u__________________________.............. Leipzig: Deutschlands Weihnachtsglocken. Dreißig funk. 15.45: Lieder und Klaviermusik. 17: Nach- deutsche Dome läuten die Christnacht ein. mittagskonzert des Landesorchesters Gau Württem-1 -------- Das wäre ein praktisches Geschenk für die Hausfrau. 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